Nr. 74. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage, Neue Belt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn mid Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Donnerstag, den 28. März 1895. Der Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Aber wir wollen die Frage der Rententonversion hier nicht vom Gesichtspunkte der Privatinteressen aus betrachten, wir nicht einmal unsere Vermuthung andeuten, daß für die Zu Beginn eines neuen Duartals richten wir an alle geräuschlole Umkurz. it wollen auch erzahler feine Spur, von, Grleichterung denn Freunde und Parteigenossen die dringliche Bitte, für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises Seit einiger Zeit wird die Börse durch die Gerüchte herausspringen würde, da bei uns die ersparten Zinsen mit aller Energie thätig zu sein. Gegen die Partei, von einer Konversion der vierprozentigen und 3/ aprozentigen doch nur der Moloch Militarismus schlucken würde; wir deren Zentralorgan der Vorwärts" ist, haben die ver Reichsanleihen in dreiprozentige in Aufregung gehalten. wollen der ganzen Frage gegenüber nur einigten Parteien der Reaktion, denen der Der Tanz um das goldene Kalb nimmit beinahe prinzipiellen Standpunkt einnehmen; und unter diesem den Charakter eines Boden unter den Füßen wankt, jetzt alle ihre Kräfte aufausgelaffen luftigen Kantans Gesichtswinkel hat die Konversion eine hohe symptomatische geboten; durch ein neues Knebelgeset soll die zahl- an die Bankokratie wittert wieder reichen Bedeutung. reichste Partei in Deutschland mundtodt gemacht, und für Goldregen." Finanziers, Makler, Stockjobber und Börsen- Eine Rentenkonversion ist eben gerade so wenig wie unsere Feinde und des Volkes Feinde die Ruhe des wölfe" halten schon jetzt die Taschen auf und laut gellt irgend eine andere Erscheinung unseres Wirthschaftsgetriebes Kirchhofes hergestellt werden, damit sie ungestört ihre Freude. Ihr Gelfern erinnert an das Heulen der nur das Produkt nüchterner Ueberlegung, sondern steht im ihre gemeinschädliche und gemeingefährliche Arbeit Hyänen und Schakale am Abend einer Schlacht und in innigsten Busammenhang mit dem gesammten Wirthschafts verrichten können. Die Kämpfe, in denen wir stehen, der That, jede neue Konversion zeigt deutlicher das mechanismus; sie ist nur die Folge Erscheinung eines all. find von entscheidender Bedeutung; und die Verhand hypokratische Gesicht des sich selbst vernichtenden Rapi- gemeinen Sintens tapitalistischen Durchschnittslungen des Reichstages über die sogenannte U m- talismus. Profitrate. sturz vorlage, die jetzt in der Kommission sich ab- Neußerlich betrachtet sieht die Rentenkonversion freilich Im Wesen der kapitalistischen Produktion aber ist es spielen, bald aber im Plenum stattfinden werden, viel harmloser aus. begründet, daß die Durchschnitts Profitrate beständig find von ganz besonderer Wichtigkeit. Je größer aber die sinken muß Verbreitung des Zentralorgans, desto größer sein Einfluß und seine Wirksamkeit, und desto größer die Macht der Partei. Die Redaktion des Vorwärts" wird bemüht sein, ihre Pflicht zu thun, und das Zentralorgan der Partei würdig zu machen! Mit dem 1. April eröffnen wir ein neues Abonnement auf den sim ,, Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, wie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen gegen zum monatlichen Preise von Das Reich hat während der kurzen Zeit seines Bestehens bereits glänzende Beweise seines tapitalistischen Genies abgelegt, denn es hat bisher 450 Millionen vier prozentiger, 780/2 Millionen 32 prozentiger und 850/2 Millionen dreiprozentiger Anleihen kontrahirt. Die jähr liche Zinsenlaft beträgt demnach 71 466 000 Mart. der Bei der rapiden Zusammenhäufung des Kapitals in wenigen Händen, woran das Staatsschuldenwesen einen erheblichen Antheil hat, bei dem wahnsinnigen Konkurrenz kampf des Großunternehmens gegen das kleinere und mittlere Unternehmen, des Großunternehmens gegen das. Bei einer Konverfion der vierprozentigen Anleihen in Großunternehmen, muß sich jeder mit dem denkbar niedrigsten 3/2 prozentige würden immerhin 2 Millionen Mark und Profit begnügen. Je größer aber das mobile Kapital ist, das bei der Konversion der vierprozentigen und der 3/ 2prozentigen in industriellen Unternehmungen, in Grund und Boden in dreiprozentige würden gar 734 Millionen Zinsen er- Anlage sucht, desto tiefer sinkt der Profit, desto rascher geht spart werden. die Durchschnitts Profitrate herab. fie würde zu Zeiten Es kommt allerdings in betracht, daß eine ganze Reihe allgemeiner Erschlaffung und Stagnation während der so- sozialpolitisch bedeutsamer Institutionen( Krankenkassen, periodischen Krisen auf Null herabgehen, wenn der Staat ent- Berufsgenossenschaften, Lebensversicherungen) mit einem be- sich nicht selbst veräußerte, wenn der Staat zur Deckung stimmten und möglichst hohen Erträgniß aus Renten rechnet, seiner Ausgaben nicht das mobile Rapital heranzöge, Schulden aber meist doch nur, um die Reservefonds zu erhöhen, nicht um kontrahirte, die ihre Zinsdeckung in Staatseinkünften haben. die laufenden Ausgaben zu decken; denn bei den meisten Das Kapital sieht schließlich nur in den Staatsschulden von ihnen werden sehr erhebliche Bruchtheile des Ein- sein Heil und es fühlt sich am wohlsten in dem Staate, in tommens Jahr für Jahr kapitalisirt. Eine Schädigung der dem die Staatsschulden zunehmen. Klientel, auf deren Interesse es doch allein autommt, wäre Aber da das Ab- und Zufließen des mobilen Kapitals deshalb auch so gut wie ausgeschlossen. von den Staatsschulden nach industriellen Unternehmungen Das gleiche gilt von jenen Krösussen, die ihr Ein- und umgekehrt abhängig ist von dem durchschnittlichen kommen nicht vollständig konsumtiv verwenden, sondern Kapitalprofit- kann beispielsweise ein Staat so leicht einen erheblichen Theil wieder zum Kapital schlagen. Geld erhalten wie das Deutsche Reich, dessen 450 Millionen Eine wirkliche Schädigung von einer Konversion der 3 prozentiger Titres fünfzigfach überzeichnet wurden so Staatsanleihen hätten nur die kleineren und mittleren ist es klar, daß die Zinsen der Staatsanleihen sich nicht Rentner zu befürchten; doch wir fühlen wirklich keinen wesentlich über die Durchschnitts- Profitrate erheben können. Beruf in uns, für eine Mehrbelaftung der produktiven Stehen dann 4 prozent. Anleihen auf 105,60, 31/2 prozent. Bevölkerung zu gunsten der Achtgroschen- Rentiers eine Lanze auf 104,60, erhalten die Käufer von Titres also in Wirkzu brechen. lichkeit nur 3,4 bis 3,7 pCt. Zinsen, so wäre es vom kapi1 Mark 10 Pfennige frei ins Hans. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal entgegen.( Eingetragen in die Post- Zeitungsliste für 1895 unter Nummer 7128.) In unserem Feuilleton beginnt nach Schluß der eben begonnenen kurzen Erzählung: zu Tode gehetzt", der Abdruck der geschichtlichen Erzählung: „ Berliner Märztage" von Michel Deutsch, auf welches Wert wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Redaktion und Expedition des Vorwärts". Feuilleton. mann hat ihren Bodenschlüssel sicher selbst nicht gekannt. Vielleicht hat sie sich kürzlich einen neuen machen lassen." Was, Mutter? Sehr gut hat sie ihn gekannt! Sie [ Nachdruck verboten.] ist ja noch eine Viertelstunde, eh' das Feuer losging, da gewesen!" Wo gewesen?" Zu Tode gehekt! 3 Eine Erzählung nach dem Leben von Franz Held. Frau Schwart hatte, während sie das herausstieß, ihr Rind umschlungen, als müsse sie es gegen eine Gefahr be- was!" schützen. " Frau Kendelmann hatte doch den Schlüssel!" rief Schwarz heftig. Wie ist denn das menschenmöglich-?!" Er war paff vor Bestürzung. " Ja, fuhr das Mädchen fort, und ich sagte ihr auch gleich geben Sie den Schlüssel her! Sie gab ihn aber nicht. Sie hat gesagt, sie wüßte nicht, wo er wäre." Während es schon brannte-?!" " Ja. Da hat die Gottliebe( das war das Schwarz'sche Dienstmädchen) ihr den Schlüssel vom Schürzenbande ge= rissen und dann sind wir hinauf gerannt auf den Boden, was wir nur konnten, mit ein paar Eimern Wasser, und haben auch noch glücklich gelöscht. Das Hen flackerte schon so hoch auf! Sonst wär' es wirklich ein arger Brand geworden." Wo ist die Frau Rendelmann? Wo steckt sie?" Dem Schwarz trat eine dicke Bornader dunkelroth auf die Stirn. " Gleich d'rauf, wie's gelöscht war, ist sie schlafen gegangen," berichtete das Kind. Und der Kendelmann sitzt noch im Wirthshaus! Schwarz ballte, wie er das herausstieß, die Faust. Gott weiß, wann der genug gesoffen hat und endlich mal zurücktommt. Na, dann auf morgen! Aber wir sprechen uns noch, meine Herrschaften!" " Gottlob, daß er wenigstens heut Abend keinen Krach machen kann," flüsterte die Frau dem Kinde zu, als der Vater im Nebenzimmer fluchend die Schäftenstiefel auszog. " Aber, wie fannst Du ihm auch solche Geschichten auftischen? So was sagt man nicht, wenn man's nicht ganz ficher weiß, hörst Du, dumme Range?! Die Frau KendelAuf den Boden ist sie gegangen und hat ihn aufgeschloffen mit einem brennenden Licht war sie da!" Was schnackst Du da? Paß auf gleich giebt's Sie hob die Hand. Aber das Kind bestand trotz der drohenden Ohrfeige auf seiner Aussage. Frau Schwart mußte dreimal in die Lampe pusten, um sie auszublasen. So zerstreut war sie von ihren Gedanken. Auch im Bett konnte sie kein Ende finden mit dem Nachsinnen. Als sie sich so schlaflos hin und her wälzte, hörte sie, wie Kendelmann's Wagen vorfuhr, erst gegen / 23 Uhr nachts. Es war sonst nicht seine Gewohnheit, so sehr lange auszubleiben. " Hat er heute einen besonderen Grund dazu gehabt?" fragte sich die Frau, und wälzte sich auf's andere Dhr. * Schwartz mußte kontraktlich noch einen Monat über als Verwalter in seiner alten Brennerei zu Bogenau Dienst thun. Ehe er am Morgen des folgenden Tages abfuhr, trat er zu Kendelmann, der mit schwerem, wüsten Kopf soeben vom Deffnen der Thür wach wurde, ohne Anklopfen ins Zimmer und erzählte ihm in aufgeregtem Ton den Vorfall vom gestrigen Abend. Was hat das zu bedeuten, Herr Kendelmann? Und was soll's heißen, daß in einem solchen Nothfall Ihre Frau die Schlüffel nicht hergegeben will?" " Kann ich wissen, was die Weibsbilder mit einander vorhaben?" brummte der sehr kazenjämmerliche Kendelmann mißmuthig, indem er sich die Unterhosen anzog. Lassen Sie mich mit solchem Zeug ungeschoren!" Aber das ganze Gehöft hätte ja abbrennen können-!" Na, und was wäre dann piel dabei gewesen?" Kendelmann zog, wie er das gelassen sprach, langsam das linke Unterhosenbein in die Höhe. Wa- wa- was dabei-?!" Schwartz sperrte vor bodenlosem Erstaunen Nase und Mund auf. " Nun ja," fuhr Kendelmann höchst gemüthlich fort, dann wären Sie die alte baufällige alte Bude los ges worden und hätten alles neue, schöne Gebäude gekriegt. Sie find doch gut versichert, was?" " Ich bin noch gar nicht versichert. Das müssen Sie sich doch selbst sagen können. Wie soll ich mich denn in der Geschwindigkeit schon versichert haben?!" " Ja," sagte Rendelmann gedehnt und als ob es ihm sehr leid thue, das hab' ich freilich nicht gewußt. Dann versichern Sie sich, aber schleunigst, man kann nicht wissen, was noch passirt." " Ich glaube, es ist nöthig so lange Sie hier wohnen!" branite Schwarz auf. Was soll das heißen? Bitte!" " " Das soll heißen, daß Sie oder Ihre Frau in Ihrem Auftrag " Er stockte. " Daß was? Daß wir was? Wenn's gefällig ist-!" Aber Schwarz bezwang sich. " Na, ich will nichts gesagt haben. Abwarten, Thee trinken. Aber nehmen Sie sich zusammen. Ich bin auch nicht auf den Kopf gefallen. Verstanden?" Ohne Gruß stampfte er hinaus und sofort zu seiner Frau, der er alles erzählte. Wie Kendelmann auf die Vers ficherung anspielte. Und er hätte ganz deutlich einen höhnischen Ton herausgehört. Besorge also schleunigst die Versicherung," mahnte seine Frau. Gleich von Bogenau aus schreib'!" Werd' ich thun." Eine kleine Pause trat ein. Er ging mit auf dem Rücken gekreuzten Händen eine Weile umber, kopfschüttelnd und brummend. Dann blieb er jäh vor ihr stehen. Nun? Und was denkst Du Dir eigentlich von der Geschichte?!" " talistischen Standpunkte geradezu ein Widerfinn, wenn der] Im Abgeordnetenhaus wurde heute die Sekundär-| foller erfaßten Nationalliberalen zc. sollten sich ein Beispiel Staat seine Anleihen nicht selbst zu dem durchschnittlichen bahn- Vorlage nach kurzer Debatte in dritter Lesung an ihm nehmen. Zinsfuße verzinsen wollte; er denkt und kalkulirt eben nicht angenommen. Sodann war eine lange Auseinandersehung Noch ein am Bismarckrümmel. verrückt Gewordener. anders wie jeder andere Großkapitalist auch. über die Verhältnisse des Berliner Bentral- Bieb- Ja, Kaiser", schreibt das„ Rheinisch- Westfälische Tageblatt", Das ist alles nicht sehr merkwürdig nnd nicht sehr gehofs, von dem behauptet wurde, daß er die Verbreitung" fchic fie uns heim, die Biedermänner; Du sollst Deine Freude fährlich für den Staat, oder sieht wenigstens nicht so von Seuchen infolge mangelhafter Einrichtungen befördern haben, wie Dein deutsches Volk unter dem Eindruck des schmachaus. Das interessanteste an der ganzen Frage ist nur folle. Die Angelegenheit wird noch in einer Kommission vollen Beschlusses vom Samstag mit ihnen umgehen wird! das rapide Sinken des Binsfußes. Während 1859 Preußen behandelt werden. Nächste Sigung ist Donnerstag. Diesem Reichstag aber, der sich für alle Zeiten und vor allent feine Staatsanleihe noch mit mindestens 5 pet. verzinst, Völkern stinfend gemacht hat, ein aus tiefstem Herzen kommendes, ist der Binsfuß heute auf 3 pet. herabgegangen die Das Herrenhaus hielt heute seine sechste Sigung in träftiges pereat!" 4- und 32- prozentigen Konsols werden von der Bildfläche der laufenden Session ab. Vor der Tagesordnung erstattete Den Auflösungsfanatikern wird bange, sie verso rasch verschwinden wie die 4- und 3½- prozentigen Reichs- sammtvorstandes nach Friedrichsruh und die Abstattung der sprechen sich nichts von einer Heimschickung des Reichstages der Präsident Fürst zu Stolberg über die Reise des Geanleihen. Da man die Zinsen für so sichere Schuld- Glückwünsche des Hauses an den Fürsten Bismarck Bericht, für ihre Sonderinteressen. Und auf dieſe kommt's doch verschreibungen, wie sie die genannten Titres barstellen, aber der von den versammelten Mitgliedern( etwa 50 an der schließlich an. Ja, wenn sich unter dem Feldgeſchrei: hie geradezu als einen Gradmesser für das Sinken der Durchschnitts- Profitrate überhaupt ansehen kann, so 3ahl) mit Beifall entgegengenommen wurde. Zur Ernational, hie antinational, ein Reichstag zusammenbringen ist das Sinken des Binsfußes dieser Titres ein Beweis ledigung tamen nur kleinere Borlagen und Petitionen. In ließe, der den Junkern den Antrag Kaniz" bewilligte, Da man aber ganz genau weiß, daß ein die Staatsschulden- Kommission wählte das Haus die Herren unter solchem Feldgeschrei gewählter Reichstag aller dafür, daß in dem furzen Zeitraum von 35 Jahren die Staatsschulden- Kommission wählte das Haus die Herren ia dann. und 1860 gab es noch massenhaft zu 6 pct. verzinsliche v. Pfuel, v. Friedberg und Jttenbach. Voraussicht nach noch reichsfeindlicher" werden würde, Pfandbriefe 2c. die Durchschnitts- Profitrate um beinahe Auf Rausch folgt Kazenjammer und je ärger der als es der gegenwärtige ist, ja, da sogar die Parteien, die die Hälfte gesunken ist. Rausch, desto schlimmer der Kazenjammer. Das haben jetzt am 23. März über die Frage Bismarck sehr einig Das aber ist der Anfang vom Ende des Kapitalismus. unsere Bismarck- Radaubrüder an sich zu erfahren. Der waren, über die Frage Kaniz" sehr uneinig sind und auch Je weniger der kleine und mittlere Kapitalbesitz den Genuß forybantische Reichstagsspektakel des 23. März und der in Zukunft sein werden: so hat eben der Reichstagsarbeitslosen Einkommens garantirt, je mehr Kapitalisten" Friedrichsruher Rummel haben das„ graue Elend" zur Folge beschluß und das Telegramm des Kaisers vorläufig keine auf das Niveau des Proletariers herabsinken jemand, der gehabt, dessen Spuren uns aus den Spalten der patriotischen politische Tragweite". In diesem Sinne schreibt denn die mit 50 000 M. Vermögen 1860 noch bequem 3000 m. Rente Presse angähnen. National- Zeitung", Kreuz- Beitung"," Kreuz- Zeitung" heute: beziehen konnte, bezieht heute nur noch 1500 m. desto mehr Rheinisch- Westfälische Zeitung"," Kölnische Zeitung"- Politische Tragweite in der üblichen Bedeutung des Wortes schwindet auch das Interesse an dem Kapitalbesit. Nur die all' dieses Geschwister, das gestern himmelhoch jauchzte, könnte die Sache unseres Erachtens nur dann gewinnen, wenn großen aufgehäuften Kapitalmassen, die auch bei sehr den geschändeten" Reichstag schon zerschmettert" von die Parteien, welche mit dem Kaiser darin einig sind, daß dem niedrigem Gewinnsatz ihrer Größe wegen einen gehörigen einem Papierbliz am Boden sah, stöhnt heute: nur absoluten Profit abwerfen, können sich im wirthschaftlichen teine Auflösung! Sie würde den Reichs Kampf noch behaupten. Aber je mehr die Durchschnitts- feinden nur nügen! Profitrate finkt, desto stärker ist der Antrieb zu weiterer Damit sind alle Renommiftereien Lügen gestraft. Kapitalaffumulation, um so rascher zimmert sich Und wenn die sauberen Patrone hintennach bemerken, Der Kapitalismus seinen eigenen Garg. Durch sie hätten mit der Bismarck- Ehrung" gar keine politischen seine eigene Entwickelung wird unvermeiblich die Zwecke verfolgt, so fügen sie zur Lächerlichkeit noch die Profitrate, auf deren Dasein seine Existenz beruht, dem Feigheit. Politische tebersicht. Berlin, 27. März. Aus dem Reichstage. Die Präsidentenwahl vollzog sich heute bei sehr voll beseztem Hause und überfüllten Tribünen ohne jeden Zwischenfall. " Fürsten Bismarck bei seinem achtzigsten Geburtstag ehren unter sich und mit den Regierungen einig wären. Da sie das Deutschland ehren heißt, in den inneren Fragen auch aber, wie sie alle nur zu genau wissen, eben nicht sind, so würde eine Auflösung des Reichstages in ihrer weiteren Folge nur zu einem Rampfe der wirthschaftspolitischen und wirthschaftlichen Interessen führen tönnen, welche trennend zwischen ihnen stehen; es würde zu einem„ Kampfe aller gegen alle" kommen, dessen Ausgang völlig unberechenbar Nullpunkt zugeführt." Der Kapitalismus stürzt sich durch Herr von Levehoto und die Schienenflicker. We he befriedigend wäre. erscheinen müßte, aller Wahrscheinlichkeit nach aber sehr unfeine eigenen Kräfte, die geräuschlos wie die nagenden dem Reich 3 tag! freischt das Bentralorgan der deutschen Für die Kreuz- Zeitungs- Männer ganz gewiß. Waffer arbeiten, selbst um trotz aller Umsturzgesetze. Schienenflicker, die Rheinisch- Westfälische Zeitung", und Und die sozialistische Gesellschaft muß schließlich ihre Thore widmet, nachdem sie den Reichstag mit einigem Schmutz be ihr Zeitungsgeschwister. Die Kölnische Zeitung" gleich Aufforderung an die Kölnische Zeitung" und öffnen, um den hungernden Kapitalisten Brot zu gewähren, worfen, dem Herrn von Levezom folgenden Nachruf: Brot für wirklich geleistete produktive Arbeit. Herr v. Levetzow wurde Präsident des Reichstages, in welchem anderen nationalen" Blättern behauptet, der Pariser Kleritale, Polen, Welfen, Fortschrittler und Sozialdemokraten Temps" habe den Reichstagsbeschluß des 23. März als die Mehrheit hatten. Er ist es trob der inzwischen geschehenen einen Aft der Undankbarkeit gekennzeichnet: wir fordern Reichstags- Auflösung bis zum 28. März 1895 geblieben. Wenn er die Rölnische Zeitung" auf, diesen Artikel vollständig- in etwas spät zur Einsicht tam, daß es für ihn unpassend war, einem fo Uebersehung abzudrucken. Wir dürfen es nicht wagen. so zusammengefeßten Reichstage zu präsidiren, so wollen wir ihm Bringt die Kölnische Zeitung" den Artikel nicht, so ges fassungsleben im Deutschen Reiche ist noch jung. Die Lage, wie daraus persönlich keinen großen Vorwurf machen. Das Ver- steht sie damit zu, daß sie gefluntert hat. fie nach dem 20. Februar 1890 fich gebildet hatte, war für Herrn des Auslandes", die diese patriotische Radaupreffe für Und wie mit dieser, so ist es mit den anderen Stimmen v. Levezzow sicherlich nicht leicht. Schlimmer war es freilich, daß Art der Emfer Depesche Serr v. Levetzow die Rücksichtnahme auf die Reichstagsmehrheit, fich annektivt und nach der er zu präsidiren bie Ghre hatte", so weit trieb, den Fürsten redigirt" hat. Bismarck bei Gelegenheiten todtzuschweigen, wo dieses Todtschweigen selbst bei Anhängern der Antifartellparteien auffiel. Herrv. Levehow Als Präsident wurde vom Zentrum der bisherige Bize- bat sich aber auf das, was ihm in dieser Beziehung zu thun ob präsident von Buo I- Beerenberg in Vorschlag gebracht, vergangen sein und sehen seine früheren Unterlassungssünden dem lag, endlich doch noch besonnen. Deshalb lassen wir Vergangenes während als Bizepräsidenten die Abgeordneten Schmidt Fürsten Bismard gegenüber dadurch als gefühnt an, daß er in ( Elberfeld, frs. Bp.) und Spahn( 3.) präsentirt wurden. folge des Beschlusses vom 23. März 1895 das Präsidium nieder Die Rechte und die Nationalliberalen demonstrirten, legte. Er hat sich hierburch nicht bloß um seinen eigenen Ruf, indem sie bei den drei Wahlgängen weiße Bettel abgaben. der allmälig sehr bedenklich zu schwanken begonnen hatte, sondern Die Ergebnisse der einzelnen Wahlgänge wurden von auch um das Baterland wohl verdient gemacht. der Linken und vom Zentrum mit Bravo begleitet. Armer Levezow. Das hat er nicht verdient. Denn er Gegen Buchhandel und Preffe. Die letzte Sigung der Gewerbe- Ordnunge- Kommission des Reichstages hat durch die Die hierauf zur Debatte stehenden Wahlprüfungen ist ohne Zweifel ein Gentleman. führten gleich bei dem ersten Antrage der Wahlprüfungs- Das schönste ist aber, baß bas Verbrechen, die alte Ausdehnung des Artikels 7 der Regierungsvorlage auf den Kommission, die Wahl des Abg. Will( 1. Wahlkreis Re- Raketenkifte todtgeschwiegen" zu haben, von den Herren Buchhandel und durch die Unterordnung deffelben unter die auf das Haufirgefchäft gemünste Bestimmung, daß Bestellungen gierungsbezirk Röslin) für giltig zu erklären, zu einer sehr Schienenflickern selbst und ihrem Organ jahrelang verübt nicht bei Privaten aufgesucht werden dürfen, einem der blühendsten umfangreichen Debatte. Der Abg. Rickert beantragte, die wurde genau so lange, bis der Kaiser die Weinflasche Geschäftszweige einen schweren Schlag versetzt. Zugleich aber Wahl wieder an die Kommission zurückzuweisen, während schickte, und damit von dem„ Berschmetterten" das Interdikt ist gegen die Presse ein Streich gerichtet worden, der eine der Abg. Lenzmann die Ungiltigkeit ausgesprochen wissen abnahm. wollte. Wie wir gestern bereits berichteten, hatte unsere Frattion beschlossen, für dieses Mal den vom Zentrum und der Freisinnigen Volkspartei in Vorschlag gebrachten Kandidaten die Stimme zu geben. " Noch ein Ausländer über den Bismarckrummel. Das größte Blatt Italiens, der„ Secolo", schreibt folgendes über den Reichstagsbeschluß vom Sonnabend: Bom Norden tommt heute ist die Bismarck feindliche Abstimmung des Reichstages. Die ein hehres Beispiel von Unabhängigieit und Moralität, denn das mit Blut besudelten Lorbeeren Bismarck's und die durch so viel Gewalt und so viele Chikanen zu Stand gebrachte deutsche Einheit und Einigkeit konnten in einem Parlamente freter Männer nicht Gnade finden." Had t Hauptader trifft. Die Regierungsvertreter lehnten es ausBismarck über ben Geburtstagsrummet. Wie drücklich ab, eine Erklärung darüber abzugeben, ob das Ein. fammeln von Zeitungs- Abonnements unter den An der Debatte über diese Anträge betheiligte sich auch die Theilnehmer an der Abgeordnetenfahrt erzählen, hat artikel 7 ber Borlage( Gewerbe- Ordnung§ 44 Abfah 3) falle unser Genosse Herbert, welcher dabei die Wahlpraktiken First Bismarck den Reichstag 3 Beschluß Dom und gaben so das Recht zu der Annahme, daß dieses Geschäft auf den pommerschen Rittergütern geißelte. Die Majorität 23. März fitr fich persönlich keineswegs tragisch aufgenommen. ausdrücklich getroffen werden soll. Am raffinirteften wird lehnte alle Anträge ab und erklärte die Wahl für giftig. Mehrfach hat er erklärt, daß er von seinen alten parlamen man natürlich die Verbreitung der sozialdemokratischen Auch in allen übrigen Punkten trat das Plenum den tarischen Gegnern gar nichts anderes erwartet Preffe zu verhindern suchen. Beschlüssen der Wahlprüfungs Kommission bei und lehnte habe und daß er auf eine Beglückwünschung von dieser Petitionen gegen die dem Reichstag vorliegenden Gesetze, demzufolge auch einen Antrag des Abg. v. Hammerstein ab, Seite, die doch nicht aus dem Herzen hätte wie Umsturzgesetz 2c. Laufen in Masse ein. Aus dem zehnten Ber welcher die von der Kommission für ungiltig erklärte Wahl kommen können, gern verzichte. zeichniß der bei dem Reichstage eingegangenen Petitionen sind des Abg. Gerlach( Röslin) an die Kommission zurück hervorzuheben die von 127 Betenten um Ablehnung verweisen wollte. der sogenannten Um sturz vorlage, von 28 Petenten um Und seine vom Hof mit der Hand leicht erreichbaren Scheiben waren in der darauffolgenden Nacht eingeschlagen worden. Das ist ein Zeichen, daß der alte Mann in Friedrichs ruh wenigstens logisch denken kann. Die vom Bismarck Es ist jetzt unser Boden," sagte Frau Schwark Das ist doch klar. Es reut ihn, daß er uns das Gut verkauft hat. Seine Frau vielleicht noch mehr. Und nun ganz ruhig. wollen sie uns hinausgraulen. Gott, was es doch auf der Welt für Leute giebt-!! Nein! Nein!" „ Aber aber am Tag selbst, wo wir den Vertrag unterzeichnet haben?" wandte der Mann ein. " Unsinn! Dann hätt er ja doch einfach nicht zu unterzeichnen brauchen! Nein, das steckt tiefer." " Und was meinst Du denn?" So Wegen Ihrer lumpigen Anzahlung? Das übrige Geld bringen Sie fa doch nie zusammen." Denke Dir nur, Mann! Von draußen haben sie die So?" Die Ruhe der Frau Schwarz hielt nicht mehr Bodenschlüssel herausgelangt! Und die Blumentöpfe vom Stand. Wissen Sie das so genau? Warum haben Sie Fensterbrett heruntergerissen. Meine schönsten Geranien denn überhaupt an uns verkauft. Man sollte fast und Fuchsien sind hin! Nein, so' ne Gemeinheit!" fagen, Sie spekulirten darauf!" Und das ist Kendelmann gewesen?" schrie Schwarz. Worauf?" Bist Du auch sicher?" " " Er hat einfach gewußt, daß ich noch nicht versichert" Daß wir das Gut nicht halten können! Daß Sie' s bin und hat mich zu Schaden bringen wollen. Aus purer wieder bekommen und unsere Anzahlung obendrein schlucken. Gemeinheit. Und ich hab' ihn für einen anständigen Kerl So, jetzt haben Sie' 3- wo Sie' s doch durchaus wiffen gehalten!" So ein Schuft sollt es sein?!" Muß wohl. Ich trau' ihm von jetzt ab nicht über den Weg mehr. Verdammt, daß ich jetzt grad' auch fort muß! Und auf drei Wochen! Gieb ihm jebenfalls feinen Schlüssel mehr heraus! Keinen einzigen hörst Du? Nicht zum Boden und nicht zur Scheune, und zu gar nichts!" Die Frau nickte. Sie trennten sich. Er fuhr ab, sie ging ihren Geschäften nach. Kaum war Schwart außer Gesichtsweite, da kam Frau Kendelmann zu ihrer neuen Hausgenossin ins Bimmer. Sie war ganz außer sich über den Vorfall vom gestrigen Abend. Wir stehen alle in Gottes Hand!" frömmelte ste, mit einem flapperigen Augenaufschlag zu den Fliegen der Zimmerdecke. Dann forderte fie die Bodenschlüssel, weil sie oben ihr Holz aufstapeln wolle. Frau Schwart verweigerte ihr die Schlüssel auf's entschiedenste. Die andere lief zu ihrem Mann, sich zu beklagen. Kendelmann kam und unterstützte die Forderung seiner Frau. Als alles gütliches Zureden nichts half, wurde er grob. Frau Schwart blieb aber fest. „ Das ist Kontraktbruch!" schrie er. Ich habe mir doch die Mitbenutzung der Räume ausdrücklich vorbehalten. Wie tön nen Sie sich da unterstehen, mich von meinem eigenen Boden auszusperren?" wollten!" " Ganz sicher," sagte die Fran. " Er trug am andern Tag das rechte Handgelenk dick verbunden. Er hat sich an den Glasscherben geschnitten. Das ist ihm mal gefund!" Der Laufeteel der! Na, und was noch? Ich seh's Dir an, Du hast noch was! Hat er wieder Brand geDas hat man davon, wenn man sich mit Pack einläßt!" zischte Frau Kendelmann. Ihr Mann, offenbar betroffen über den Scharfblick stiftet?" der Frau Schwarz, war einen Moment wortlos. Danu Um Gottes willen, Mann! Wie kannst Du so was eh' Du die Beweise in Händen haft?! Wenn er überschüttete er sie mit einer Fluth von Schimpfreden. Es sagen half ihm alles nichts, sie gab den Schlüssel nicht heraus. Dich auf Injurie verklagt, dann fizen wir obendrein noch Nach acht Tagen fuhr Frau Schwarz zu ihrem Mann drinn!" auf Besuch. Es war Sonntag, die Brennerei ruhte, also hatte der Verwalter Zeit. Das traf sich gut, denn sie mußte ihm sehr viel erzählen. Diese Frau Rendelmann! Diese rohe Person! Sie hatte Annchen ganz fürchterlich gehauen. Warum? Das Kind wollte ihr nicht verrathen, wo seine Mutter die Boden schlüssel versteckt hielt. Rendelmann hatte seinem Weib natürlich recht gegeben, und in seinem bekannten Fuhrmannston obendrein. Dann waren die beiden Frauen wegen der Benutzung des Rüchengeschirrs, der Stalleimer, der Besen, ja sogar der Scheuerlappen einander in die Haare gekommen, daß die Feßen flogen. Frau Kendelmann that, als ob alles noch ihr gehöre. Von der Gottliebe hatte sie alle möglichen Handreichungen verlangt, gerade als ob es ihr Mädchen wäre! Und wer bezahlte den Lohn?! ,, Na ja, wozu denn? Laß mich doch nicht so lange wozu hat er denn die Schlüssel--?" Getreide haben sie uns gestohlen. Sieben ganze Scheffel Roggen. Er ftritt es natürlich ab und machte einen Rieseuspektakel. Aber ich hab' nachmessen lassen. Sieben Scheffel fehlen." Ich verklag' ihn! Sobald als möglich!" ,, Laß, laß! Du richtest gegen den geriebenen Hund doch nichts aus!" meinte die ängstliche Frau. Ich wollte Gott danken, wenn wir nur erst in gutem mit ihnen aus einander wären." Aber' raus muß er! Keine Stunde länger! Ich fahre gleich mit Dir zurück. Mein Chef soll mir ein paar Tage Urlaub geben. Wenn der Schuft erst heraus ist dann bin ich wieder ruhig. Dann kann ich hier die verfäumte Zeit reichlich wieder nachholen. Aber so hab' ich Schließlich hatte Kendelmann des Abends spionirt, und meine Gedanken doch nicht zusammen erst muß er zu guterletzt richtig entdeckt, wie Frau Schwarz die Boden- herunter, von meinem Grund und Boden: Herunter soll schlüssel an die Wand des Geräthezimmers hing, das sie er! Hent noch! Keinen Augenblick länger!" dann abschloß. Das Geräthezimmer lag zu ebener Erde. I ( Fortseßung folgt.) einBum japanisch chinesischen Krieg. Die Russische Mächte gestellt würde. wird. Korea Ans Amerika, 15. März. Der Streit in den großen Schuh fabriken zu Haverhill in Massachusetts ist, nachdem die Zahl der Theilnehmer von Woche zu Woche zusammengeschmolzen, als beendet erklärt worden. Zwei Vortheile glauben die Streifer trotz der nominellen Niederlage doch littenen schweren Verlusten keine Lust mehr haben werden, das verzeichnen zu können: daß nämlich die Fabrikanten nach den erExperimentiren mit Lohnreduktionen fortzusehen, sowie daß das Rontrattorensystem fast vollständig beseitigt ist. Verbot der Einfuhr von Quebrachohols ober Feftfehung eines fund Csongrab theilgenommen haben. Auf der Grundlage der raubt sich gut. Auch die Judenverfolgungen find Bolls darauf, von 140 Petenten um Ablehnung des geäußerten Ansichten hat, nach einer Rede des Ministerpräsidenten, wieder aufgenommen worden: Durch Ukus ist die Zahl der Labatsteuer Gefezes, von 20 Petenten gegen die Regierung umfassende Sicherheitsvorkehrungen getroffen Pharmaceuten( Apotheker), die in Rußland fast ausschließlich jede weitere Belastung des Tabats und von und namentlich Sorge dafür getragen, daß die feit einigen Juden sind, auf die Hälfte herabgesezt worden. 77 Petenten um Ablehnung des Gesezentwurfs wegen Ab- Jahren anläßlich des 1. Mai auftretende Bewegung ohne jede änderung des Zollvereinigungsvertrages. Störung verlaufe und die öffentliche Ordnung nicht gefährde. Die Börsenreform soll nunmehr in Fluß kommen. Was die Linderung des Nothstandes betrifft, so find Mittel Telegraphen- Agentur" erfährt über die gegenwärtig schwebenden Wie der Landwirthschaftsminister heut im Landtage mit Die Regierung hat sich ferner mit dem Kriegsministerium ins Gin- von der chinesischen Regierung ermächtigt worden, außer flüssig gemacht worden, damit zinsenfrei Darlehen gewährt werden. Friedensverhandlungen aus guter Quelle, Lihungtschang sei theilte, ist das neue Börsengesetz im Entwurf fertig und vernehmen gesetzt, damit ein Theil des Bedarfs an Hausleinwand für einer Kriegsentschädigung, Die durch Die provisorische wird noch in dieser Session den gesetzgebenden Körperschaften Armeezwecke unmittelbar von den Produzenten ohne die Da- fupirung ber Gebiete garantirt werden soll, wo die vorgelegt werden. zwischenkunft der Lieferanten gedeckt werde. Auch sonst werde japanischen Truppen sich gegenwärtig befinden, die Abtretung der Liu- tschu- Inseln mit der Gruppe der Madjigo- Sita-, der Internationale Währungskonferenz. Der Annahme industrie bedacht sein, jedoch wünscht die Regierung, auch eine Libungtschang hat ferner Anweisung, fich auf jeden Fall Die Regierung auf die Pflege und Unterstützung der Haus Batans und der Babuyan- Inseln sowie Teiwan's anzubieten. gegenüber, daß die baldige Einberufung einer internationalen umfaffenbe Aktion Währungskonferens feitens der Reichsregierung zu er bämmung der sozialistischen Bewegung zur definitiven Ein= der Abtretung der Halbinsel Liautong zu widersetzen und warten fei, macht bie„ National- Zeitung" barauf aufmerksam, zuleiten. Zu diesem Behuse appellire fie an die gesellschaftliche höchstens zuzugestehen, daß diese Halbinsel zu einem Pufferdaß die Verhandlungen mit den Bundes- Regierungen darüber, Unterstützung der grundbesitzenden Klasse, deren hervorragendste und China gemacht werde, aber mit der Bedingung, daß staat zwischen bem unabhängig zu erhaltenden ob und wann eine Einladung zu einer solchen Konferenz erlaffen Bertreter eben zur Theilnahme werden soll, noch schweben. Die Verhandlungen werden vorausan dieser Berathung und sichtlich erst nach längerer Dauer zum Abschluß gelangen. Ver- zur Meinungsäußerung eingeladen worden sind. Unzweifelhaft diefer Bufferstaat unter den Schutz der interessirten europäischen muthlich wird dabei die schwierige Frage eine wesentliche Rolle feien gewiffe Uebelstände vorhanden und namentlich die Forde- Uebrigens soll die dem chinesischen Unterhändler durch den spielen: welche Vorschläge zur„ Hebung und Befestigung des rung von gewissen außerordentlichen 2 aften, die den kleinen Attentäter beigebrachte Wunde ernster sein, als man zuerst an Silberpreises" der Konferenz unterbreitet wergen follen. Pächtern und Arbeitern auferlegt worden, haben zu der Erbitte. rung beigetragen. Es sei wünschenswerth, schloß der Minister genommen habe. Man glaube, die Kugel habe sich in die KnochenDie Sozialpolitik des Staats und der Kommunen liegt präfident, daß diefe Mißbräuche auf gesellschaftlichem Wege gewebe an der Basis der Nasenöffnung, einer sehr gefährlichen bekanntlich sehr im Argen. Es wäre daher wünschenswerth, eingedämmt werden und der Arbeiterbevölkerung keine Ber- Stelle, eingebettet. Der deutsche Chirurg, den der Mikado mit wenn sich die betheiligten Behörden etwas mehr nach einem anlassung geboten werde, sich über eine Ausbeutung zu beklagen. der Behandlung Lihungtschangs beauftragt hat, sei der Meinung, neuerdings ergangenen gemeinschaftlichen Erlaß des Ministers Es folgten verschiedene Aeußerungen daß eine Wiederherstellung sehr zweifelhaft sei. der versammelten des Funern und des Handels richten wollten. In diesem Mitglieder der Enquete, welche die Lage als sehr ernst darstellten dem in geheimer Sigung Resolutionen angenommen waren, in Der japanische Landtag ist am 27. geschlossen worden, nachErlaß ist bei Erörterung der Maßnahmen, durch die dem Ent- und die Ueberzeugung hervorriefen, daß die Agitation, falls sie welchen bas Attentat auf das Leben Lihungtschangs bedauert stehen einer weit verbreiteten Arbeitslosigfeit vorgebeugt nicht mit der größten Aufmerksamkeit verfolgt werde, leicht eine oder die Wirkung eines unvermeidlichen Arbeitsmangels ge- gefährliche tommunistische Bewegung hervorrufen mildert werden könnte, unter anderem hervorgehoben worden, könne. Das dürfte allerdings je eher geschehen, je länger bas daß sowohl der Staat wie die kommunalen Bergrausame Glend der Bewohner des fruchtbaren Alfölds dauert tretungen in ihrer Eigenschaft als Arbeitgeber hierzu und je weniger Schritte gethan werden, um dieses Elend zu wesentlich beitragen tönnten, wenn sie allgemein und plan- mildern. mäßig auf eine zweckmäßige Vertheilung und Regelung der für ihre Rechnung auszuführenden Arbeiten Bedacht nähmen. Ferner meinde- Wahlrecht befinden, kommt heute folgende schauder Aus Belgien, wo sich die Genoffen im Kampf ums Gefollen die unteren Verwaltungsbehörden angewiesen werden, sich volle Mär: von allen Vorgängen und Verhältnissen, die einen Schluß auf die Gestaltung des Arbeitsmarttes in ihrem Bezirke ge der Kriegsminister alle Gemeindebehörden Belgiens telegraphisch Brüssel, 27. März. Einer amtlichen Meldung zufolge bat statten, thunlichst unterrichtet zu halten und die Provinzial aufgefordert, die Reservetruppen Ein neuer großer Kampf ist in Pennsylvanien ausvon 1892 regierungen von allen in dieser Hinsicht erheblichen Erscheinungen, Die Gründe dieser Maßregel sind darin zu suchen, daß eine An- gräbern ca. 15 000 für Erringung der auf der vorjährigen einzuberufen. gebrochen, wo im Pittsburger Distrikt von den ca. 23 000 Kohleninsbesondere von bevorstehenden Betriebsbeschränkungen oder zahl Buschriften von Industriellen bei der Regierung eingegangen Ronferens au Columbus mit den Unternehmern abgemachten Betriebsvermehrungen in größerem Umfang, möglichst frühzeitig find, in welchen um Schuß gegen Ausschreitungen der Streifenden Förderrate streifen. Leytere verfügten eine Reduktion, nachdem zu in Renntniß zu setzen. Was die Vertheilung und Regelung der gebeten wird. Außerdem sollen Teteye aus den Provinzen die Arbeiter einer der größeren Gruben eine solche akzeptirt auf staatliche oder tommunale Rechnung auszuführenden Arbeiten über revolutionäre Pläne und Aufforderungen der batten; diefelben hatten zwar gegen dieselbe zur Arbeitseinstellung anlangt, so weisen die Minister darauf hin, daß in jeder Staats- Sozialistenführer, von Dynamit Gebrauch zu machen, gegriffen, gaben sie aber auf, als sie saben, daß ihre Plätze durch und Kommunalverwaltung Lieferungen und Arbeiten vorkommen, bei der Regierung eingelaufen sein. für beren Vergebung der Zeitpunkt in gewiffen Grenzen nach den bei der Regierung eingelaufen fein. Brrr! Wir kennen die Weise, wir kennen den Text, wir Sem National- Verband. Scabs besetzt wurden, und meldeten dann ihren Austritt aus Umständen frei gewählt werden kann. Wenn alle öffentlichen kennen auch die Verfasser. Diese Melodie wird immer gepfiffen, schaften, welche ca. 8000 Arbeiter beschäftigen, sollen schon nachEine Anzahl der größeren GesellBerwaltungen bei ihren Anordnungen rechtzeitig darauf Bedacht und nicht nur in Belgien, wenn es gilt, einen revolutionären gegeben haben. nähmen, Arbeiten dieser Art in Zeiten zu verlegen, Schrecken zu verbreiten, Spießbürger graulich zu machen und in denen Mangel an Arbeitsgelegenheit zu unter dem Deckmantel einer durch revolutionäre, dynamitwerfende erwarten ist, wenn namentlich solche Arbeiten, bei denen Be Sozialisten drohenden Gefahr reattionäre Pläne durch schäftigungslose aller Art, insbesondere auch nichtgelernte Arbeiter zuführen. Verwendung finden können, für Zeiten drohender Arbeitslosigkeit, wie sie neuerdings in größeren Städten und Industriezentren handeln danach. Die belgischen Genossen durchschauen den Rummel und fast regelmäßig im Winter wiederzukehren pflegen, aufgespart würden, so würde ohne Zweifel in vielen Fällen der wirkliche Eine Folge der Amnestie. Aus Italien schreibt Eintritt einer verbreiteten Arbeitslosigkeit abgewendet und ernst man uus: Garibaldi Bosco ist int Zuchtlichen Nothständen begegnet werden fönnen. Eine Milderung des hause zu Can Gemignano plößlich schwer erkrankt, Nothstandes wird sich vielfach auch dadurch erreichen laffen, daß wahrscheinlich infolge der Gemüthsbewegung über die die öffentlichen Betriebe bei eintretendem geringeren Arbeitsbedürfniß Gnade des Königs Umberto, die ihm noch acht Jahre um das Unternehmen sicher zu stellen. in Zeiten, wo es auch sonst an Arbeitsgelegenheit fehlt, nicht fofort zur Arbeiterentlassung schreiten, sondern im Buchthaus zu bleiben verlieh. Seine Mutter, seine burch Berkürzung der täglichen Arbeitszeit oder, wie es im Berg- junge Frau und fein Knabe in Palermo find in Ver- Präsidenten Caceres von Peru, die noch in der wichtigen Zur Nevolution in Peru. Die Truppen des früheren bau üblich ist, burch Einlegung von Feierschichten die Bei zweiflung, da fie in ihrer Armuth nichts für ihn thun Safenstadt Callao standen, haben sich der provisorischen behaltung der vollen Arbeiterzahl ermöglichen. Allerdings wird können. Regierung unterworfen, desgleichen das Kanonenboot Bima". eine vermehrte Fürsorge für Arbeitsgelegenheit in Zeiten ver breiteten Arbeitsmangels nicht eintreten dürfen, ohne daß zugleich Italienische Parteipresse. Unser römischer Kor- Es ist daher anzunehmen, daß bis zur Wahl des wirkVorkehrungen gegen den ohnehin übermäßigen Buzug Beschäf respondent meldet uns: Das in Neapel neu gegründete lichen Präsidenten die Rube erhalten bleibt, wenn auch General ein Anhänger Caceres' tigungsloser zu den großen Städten getroffen werden, da sonst sozialistische Wochenblatt betitelt sich: La Vigilia unb Buno besetzt halten soll. noch die Städte Cuzko Die Nachrichten über die der Erfolg jener Fürsorge in Frage gestellt werden würde.( Die Wache). Das radikale, täglich erscheinende und vor Straßentämpfe in Lima find grauenhaft. Ueber 1000 Deshalb wird beispielsweise( wie es in Berlin kürzlich geschehen züglich redigirte Blatt L'Asino in Rom hat sich jetzt Leichen, darunter gegen 60 weibliche, wurden bereits beerbigt; ist) Borsorge zu treffen sein, daß zu fogenannten Nothstands offen als Organ der sozialistischen Arbeiterpartei Italiens das Haus des früheren Präfekten Muniz und die Holzbrücke arbeiten nur solche Beschäftigungslose zugelassen werden, die erklärt und ist in die offizielle Liste der Parteipresse auf über den Rimac wurden von der Volksmenge niedergebrannt, in der betreffenden Gemeinde ihren Unterstützungswohnsiy haben, oder wenigstens schon eine gewiffe Seit in genommen worden. Der durch die blutigen Verfolgungen eine Plünderung der Häuser des Präsidenten Caceres und des regelmäßiger Arbeit gestanden haben. Da die Erfahrung der neu gestärkte Sozialismus in Italien besitzt also nun- Generals Borgono wurde nur durch den provisorischen Präfidenten Candamo und den Präfekten Olevegoya verhindert. Am legten Jahre vielfach gezeigt hat, daß es selbst größere Ge- nach dem Eingehen des früheren in Reggio Emilia er Dienstag sollen die Banken und Geschäftshäuser wieder geöffnet meinden an der wünschenswerthen Voraussicht haben fehlen schienenen Punto Nero- eine neues träftiges tägliches worden sein.lassen, und an die Beschaffung sogenannter Nothstandsarbeiten Organ. erft berangetreten sind, wenn die Arbeitslosigkeit schon einen bedenklichen Umfang angenommen hatte und der Nothstand Deutschland und England. Die nationalliberale bereits eingetreten war, so sollen die Regierungspräsidenten die Presse zeigt eine auffällige Gehässigkeit gegen das Ministe ihnen unterstellten Kreise und Gemeinden auf die ihnen als rium Rosebery, dem Hinneigung zu Frankreich vorArbeitgebern obliegenden Aufgaben hinweisen, desgleichen die geworfen wird. Die nationalliberalen Kannegießer scheinen ihnen unterstellten Behörden und Beamten, die über die Ver zu glauben, daß wenn die Liberalen gestürzt seien, England gebung von Lieferungen oder Arbeiten zu verfügen haben oder sofort in den Dreibund hineinspringen werde. dabei mitzuwirken berufen sind. Ein schwäbischer Martinez Campos. Dem, Stutt garter Beobachter", der den Bismarckrummel ebenfalls nach Gebühr beleuchtet hatte, ist folgendes anonymes Schreiben zugegangen: Das ist eine Auffassung der Dinge, die von voll ständigster Unkenntniß der englischen Verhältnisse zeugt. Stürzt das Ministerium Rosebery, was wohl ziemlich bald ber Fall sein wird, so bleibt die auswärtige Politik Englands speziell in bezug auf Frankreich genau dieselbe wie jetzt. Solche wie die in einer Ihrer letzten Nummern ausge- Blos Rußland gegenüber, dem das liberale Ministerium sprochenen Schmähungen gegen den Gründer des Deutschen mit gladstonischer Zärtlichkeit zugethan ist, dürfte eine etwas Reiches Fürst Bismarct" tann jeden ernstlich denkenden Menschen verschiedene und fräftigere Politik befolgt werden. An einen Eintritt in den Dreibund hat in England kein Mensch gedacht, als der Dreibund noch eine Wirklichkeit war. Wie sollte jemand daran denken, jetzt, wo der Dreibund mur noch ein Schatten ist? nur anekeln. In der Regel lassen sich solche Menschen- wie die meisten Redakteure und Federfuchser, nur auf dem Papier los; gilt es, das Baterland zu vertheidigen, dann sind die Herren trant und fitzen feige hinter dem Tisch. Im Namen vieler Kameraden warne ich Sie vor dergleichen Angriffen gegen Heer und Staat und die bestehende sittliche Weltordnung. hat ein Untersuchungskomitee in der Mc. Bride'schen Der Zentralförper der Gewerkschaften in Columbus, Ohio, Angelegenheit eingesetzt; es soll nachträglich ein Check über eine bedeutende Geldsumme zum Vorschein gekommen sein, welcher von einem prominenten Grubenbesitzer ausgestellt, von Mc Bride indossirt ist und zur Zeit des vorjährigen Kompromisses zur Aussablung gelangt war. Die polnischen Genossen New- Yorks beabsichtigen Arbeiter im ganzen Lande auf rund 2 Millionen und hoffen, ein Blatt herauszugeben; sie schäßen die Anzahl der polnischen daß die Betheiligung schon im Anfang eine derartige sein wird, Mas Parteinadtrichkeit. Achtung, Parteigenoffen des 6. Berliner Reichstags. Wahlkreises. Diejenigen Genossen, welche den Vorwärts" von den Parteispediteuren erhalten und am 1. April d. J. thre Wohnung wechseln, werden ersucht, recht bald ihre neue, genaue Adresse an einen der unten bezeichneten Spediteure, von welchem te ben Vorwärts" jetzt zugestellt bekommen, gelangen zu lassen, bamit in der Weiterbestellung teine Störung eintritt. Moabit: Hempel, Lübeckerstr. 16, H. p. Für " " W " Die Abreffen der Spediteure sind: Wedding und Oranienburger Vorstadt: Stolzenburg, Wiefens straße 14, p. Gesundbrunnen: Gaßmann, Grünthalerstr. 67, S. p. Rosenthaler Vorstadt: Rosenthal, Swinemünderstr. 79, H. III Schönhauser Vorstadt: Mars, Kastanien- Allee 96 p. Der Vertrauensmann. Gine öffentliche Konferenz tagte am 24. März in Berlin und beschäftigte sich mit dem Thema: Wie ist die„ BrandenWer will den Klaffenkampf? Nun, wer ihn entfacht hat burger Beitung" beffer zu gestalten?" As Delegirte waren aus und fortwährend schürt: Die Kapitalistentlasse. Wenn diese die den Wahlkreisen Potsdam Ofthavelland 12, Westhavelland 8, fozialistischen Arbeiter als Urheber des Klaffentampfes denunzirt, Ruppin 1, West- Priegnit 1, Bauch- Belzig- Luckenwalde 2 Genoffen Sie zu züchtigen, dafür achtet sich der deutsche Offizier au fo ift dies das bekannte Wlanöver des Spitzbuben, der einen erschienen. Die Ginberufung der Konferenz erfolgte auf grund hoch; jedoch ob im Wiederholungsfalle einer solch' schmachvollen Unschuldigen das: Haltet den Dieb! nachruft. Die heuchlerische eines Beschlusses der letzten Kreistonferenz des Wahltreises Beleidigung wir nicht- ähnlich jüngst in Madrid die Brut Kapitalistenphrase von der Schürung des Klaffenhaffes und Potsdam- Oftbavelland, wonach die Brandenburger Zeitung" als ftätte folcher Feiglinge einmal umbrehen und demoliren bliebe Selassenkampfes durch die Sosialisten empfängt feinen praftifchen offizielles" Organ anerkannt werden sollte, wenn die Zeitung abzuwarten. Kommentar durch das Berhalten der Kapitalisten bei Streitig besser ausgestattet werden könnte. Von allen Rednern wurden Im Namen vieler Offiziere feiten mit den Arbeitern. Während die Arbeiter fast immer be- die zahlreichen Mängel der Brandenburger Zeitung" anerkannt Ein event. schwäbischer Martinez Campos". reit sind, sich einem Schiedsspruche zu unterwerfen, pochen die und nachstehende Resolution gegen 2 Stimmen angenommen: Dazu schreibt das Blatt: tapitalistischen Shylofs, mit feltenen Ausnahmen, auf ihrem Die aus oben bezeichneten Kreisen beschickte Konferenz erkennt Wir stellen der Militärbehörde Kouvert und Zuschrift Schein und verlangen bedingungslose Unterwerfung. Das faben die ausgesprochenen Wünsche betreffs Verbesserung der„ Brandentehuss Handschriftenvergleichung zur Verfügung, damit sie wir um nur ein großes Beispiel anzuführen bei dem burger Beitung" als Partei Organ der genannten Kreise vollprüfen fann, ob thatsächlich ein württembergischer Offizier, legten Riesenstreit der amerikanischen Gisenbahn- ständig an und verpflichtet die Leitung und Redaktion, diefen und noch dazu im Namen vieler Kameraden", die höchste arbetter; und das ist jetzt der Fall bei dem Riesenstreit der Bedürfnissen, soweit das Unternehmen nicht gefährdet ist, Rech= Feigheit, beren sich ein Mann und Offizier schuldig englischen Schuhmacher. Die Arbeiter haben ein nung zu tragen. Dagegen verpflichten fich die Anwesenden, ihre machen kann- diejenige diejenige der anonymen Drohung- begehen Schiedsgericht angenommen -begehen Schiedsgericht angenommen bie Arbeitgeber haben es ver ganze Kraft daran zu sehen, der Zeitung möglichst viele Abonnenten zuzuführen, um dadurch weitergehenden Wünschen entgegenkommen zu können. tonnte. Wegen Hochverraths! Ein standinavischer Rebakteur Hanssen wurde wegen des Verdachts von vorbereitenden Handlungen zum Hochverrath in Apenrade verhaftet. Wie berichtet wird, hielt sich Hanssen in Deutschland auf, um Studien über das Genossenschaftswesen, insbesondere das landwirthschaftliche, zu machen. worfen. Wer von beiden will den Klaffenkampf? Aus Spanien liegt heute die Mittheilung vor, daß die Regierung befchloffen hat, 6000 Mann nach Cuba su senden; dieselben sollen unverzüglich abgehen. Die Ernennung des Generals Gamir zum General.Gouverneur von Cuba ist entschieden. Auch wird aus Havanna felbst gemeldet, daß ein erstes Bataillon aus Spanien auf Cuba angekommen ist. " " Die Konferenz für den Görliber Kreis findet nicht, wie wir gestern berichteten, in Görlig, sondern in Bauban statt. Bei der Landtagswahl in Sachsen Altenburg ( 3. Wahlbezirk) erhielt der Sozialdemokrat Reim 563, der Bauernbündler Selbig 149 Stimmen. Bei der vorigen Wahl erhielt unser Kandidat 256, Helbig über 400 Stimmen. Vom ungarischen Agrarfozialismus. Gestern berichteten Aus Rußland. Eine strengere Beaufsichtigung der Presse Der Knebel war wir über eine Konferenz, die unter dem Vorsiz des ungarischen ist für ganz Rußland angeordnet worden. Ministerpräsidenten Banffy in Budapest getagt hat und die also noch nicht streng" genug und an die Regierungen der Zur Wahl in Remscheid stellte es sich heraus, daß üter die agrar sozialistische Bewegung in Alföld baltischen Provinzen ist ein Birkular- Utas ergangen eine Anzahl Arbeiter, die im letzten Winter als sogenannte berathen sollte. Es liegen jetzt einige nähere Mittheilungen über der schärfite Ueberwachung aller Bereine, und die sofortige Arbeitslose von der Stadt Beschäftigung erhalten hatten, nicht diese Konferenz vor. Es sollen daran hervorragende Fachmänner Auflösung aller solchen Vereine fordert, die andere als in die Wählerlisten eingezeichnet waren. Ob hier eine Versehen und eine Anzahl Verwaltungsbeamter der Komitate Celes, Csanad bloße Wohlthätigkeitszwecke verfolgen. Das neue Väterchen" vorlag, oder ob die Behörde annahm, den betreffenden sei das Wahlrecht abzufchneiden, sei bahingestellt, jebenfalls ist das ein Beweis, daß eine sorgfältige Durchficht der Wählerlisten nothwendig ist. a Boştale teberlicht. halb unferen Parteigen offen, bei der Wahl sich der Stimme zu enthalten. Proteftversammlungen gegen den Bismarckrummel Achtung, Lederarbeiter! Durch einen leidigen Zwischenfollen am 1. April in Dortmund abgehalten werden. In fall konnte das zu gestern bestimmte Juferat erst heute veröffent Zum Kampfe der Militärvereine gegen die Sozial- einem Aufruf:" An die Steuerzahler Dortmunds" ruft die Rh. licht werden. demokratie. In Ermangelung großer patriotischer Rämpfe Westf. Arb. 3tg." den Einwohnern in Erinnerung, daß die Die Kollegen werden ersucht, fräftig für den Besuch der Der Vertrauensmann. gegen den Erbfeind, kämpfen die sächsischen Militärvereine weiter 1000 m., welche die hurrahpatriotisch nationalliberale Mehrheit Versammlung zu agitiren. gegen den inneren Feind. Namentlich wenden sie sich gegen die der Stadtverordneten sich zum Zwecke der Bismarckverherrlichung Achtung, Bauhandwerker! Die Maurer und Zimmerer armen Teufel, die, um ihre Lebensbedürfnisse etwas billiger ein- bewilligte, die Steuergroschen auch der erbittertsten Gegner Bis- Barmstedts haben die Arbeit eingestellt und wird vor Zuzug zukaufen, zugleich Mitglieder der hurrahpatriotischen Krieger- mard's mit sind. Dagegen, so heißt es in dem Aufruf, muß dringend gewarnt. vereine und der Konsumvereine sind. Eine gewisse Sorte protestirt werden. Protestirt werden auch schon deshalb, weil Arbeitseinstellung. Infolge von Differenzen wegen des patriotischer Schlaumeier, ließen nun ihre Frauen Mitglieder in die finanziellen Verhältnisse Dortmunds die größte Sparsamkeit Lohnes haben gestern, wie die„ Schles. 3tg." meldet, 200 Arbeiter den Konsumvereinen werden. Der Bärensteiner Militär- erfordern, weil wichtige fulturelle Aufgaben bislang von der der Saganer Wollspinnerei die Arbeit niedergelegt. vereins- Vorstand aber, der mit Argusaugen über die unver Stadt unausgeführt geblieben sind. Die Arbeitslosen sind ohne fälschte Reinbeit seiner Mitglieder wacht, sandte diesen Hilfe gelassen worden, die Gehälter der Lehrer sind dürftig, die Lohndifferenzen halber Ausstand sämmtlicher Arbeiter der " unsicheren Kantonisten" kürzlich nachstehendes mit rother Straßen in jämmerlichem Zustande, die Beleuchtung, namentlich Belosipedfabrik von Karl Marschüz u. Ro. in Nürnberg. Zuzug Tinte- welch' umstürzlerische Farbe geschriebenes in den Arbeitervierteln, miserabel. Die Vertreter der national- streng fernzuhalten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck Schriftstück, das wir der Sächs. Arbeiter- Beitung" entnehmen: liberalen Minderheit aber verwenden das Geld, welches wir auf gebeten. Die Streiffommission. " In der am 3. Februar d. J. stattgefundenen außerordentlichen bringen müffen, und wofür wir eventuell ausgepfändet werden, Ueber den Knopfarbeiterstreik in Schmölln geht der Bundes Generalversammlung wurde beschlossen, daß alle zu ihrem Barteifeste! Wohlan, stellen wir diesem Parteifest Leipz. Bolfsztg." ein längerer Bericht zu, dem wir als einft. Kameraden, welche einem Konsum- oder anderen derartigen eine Protesttundgebung gegenüber, die da zeigt, daß die Mehr weilige Antwort auf die Berichtigung des Vorsitzenden des HirschVereine angehören, deren Leitung sich nachweislich in sozialdemo- heit der Dortmunder Steuerzahler das Vorgehen der national- Dunder'schen Tischler Gewerkvereins nachstehendes entnehmen: kratischen Händen befindet, bei Vermeidung sofortiger Aus- liberalen Stadtverordneten verurtheilt! Bergnügen sich jene zu Der Hirsch- Duncker'sche Gewerkverein dürfte seine Rolle hier ausschließung aus den betreffenden Militärverein auszutreten haben. Ehren ihres Gögen für unser aller Geld am Fredenbaum, so gespielt haben, da seine Mitglieder einsehen, welche Rolle sie hier Auf grund dieses Beschlusses fordert der unterzeichnete Verein wollen wir in der Stadt zusammentreten und protestiren. Wer auf Geheiß des Herrn Generalraths Mitgliedes Bahlke spielen feine Mitglieder auf, welche sich dem Waarenvertheilungs- Verein fammlungen in allen Stadttheilen, am Abend des 1. April, sollen follten. Schon jubelten die Bourgeoisblätter, das Ende des in Stahlberg angeschlossen haben, binnen einen Monat, vom Zeugniß ablegen von unserer Gesinnung. Wie aber die Dinge Streits sei nahe, da Herr Bahlte den Mitgliedern des Tage dieser Zustellung angerechnet, sich durch schriftlichen Beweis in Dortmund liegen, liegen fie fast überall. Ueberall ist es Gewerkvereins befahl, zur Arbeit zurückzukehren, aber nur auf zu erklären, daß Sie aus den Waarenvertheilungs- Verein aus- nur eine fleine Minderheit, die auf Kosten und gegen den Willen einen halben Tag und nur von 20 Mann wurde diesem Befehle getreten sind. Wer diesen Beweis bis dahin nicht beibringt oder der Allgemeinheit den Bismarckrummel in Szene setzt. Folge geleistet, dann fiegte das Solidaritätsgefühl der Arbeiter über sich den Waarenvertheilungs- Verein vor dem Militärverein vorDie Zeutral- Kranken- und Begräbnißkaffe für Frauen die Harmonie" des Gewerkvereins, und mit den Worten:„ Wir zieht, hat unwiederuflich die Ausschließung aus dem Militär- und Mädchen in Deutschland( E.§. 26) in Offenbach a. M. wollen nicht zu Verräthern an unseren Mitarbeitern werden", verein zu erwarten. Vorstehende Bekanntmachung dieselbe Rechtskraft, auch wenn die Frau Mitglied des Waaren- hat einen Reservefonds von 140.000 m. Die Kaffe verausgabte schlossen sich die von der Hirsch- Dunckerei kurirten Arbeiter ihren feit ihrem Bestehen( 11 Jahre) die Summe von 1 650 000 m. Kollegen wieder an. vertheilungs- Vereins iſt.- Jedenfalls kann unseren sächsischen für ihre Mitglieder. Die wöchentlichen Beiträge und Unter- blättern„ erwünschte" Ende des Streiks, wenigstens in der erParteigenoffen das Vorgehen der patriotischen Heißsporne nur fügungen stellen sich wie folgt: recht sein, es beschleunigt den Scheidungsprozeß. Beiträge Der Nationalrath der italienischen Sozialisten- Partei hielt am 24. d. M. in Bologna eine Versammlung ab, in welcher das politische und auf die städtische Verwaltung bezügliche Programm, mit welchem die Sozialisten bei den Stadtraths und Parlamentswahlen hervortreten wollen, allgemeine Billigung fand. Man verhandelte auch darüber, wie der 1. Mai am besten zu feiern sei und sprach über die Wahlaussichten in den verschiedenen Wahlkreisen. Der Versammlung wohnten die Abgeordneten Aguini, Berenini, Costa, Ferri und Prampolini bei. Während der Versammlung hielt die Polizei die Straßen vor dem Versammlungslokale besetzt, trozdem ist alles ruhig ver1. Klasse 20 Pf. Unterstützungen Beerdigungsgeld 2. 30 " " 3. " 35 40 " 3,30. 5, 6, 7, " " 4. " " 40,- 07. " " " zivar weder zu D Und damit ist das von den Bourgeoiswünschten Form, wieder in weitere Ferne gerüdt.- Jetzt läßt nun der größte der Knopffabrikanten aussprengen, er werde seine Fabrit auf ein halbes Jahr ganz schließen. Die Arbeiter beantworteten diesen Schreckschuß mit der Aufforderung zur 60, Es wird Gründung einer Genossenschafts Knopffabrik. 65, dem anderen dem einen, noch zu 70, kommen, doch dürfte eine Genossenschaft wahrscheinlicher Nichtversicherungspflichtige Mitglieder, auch solche, die ver ficherungspflichtig sind, aber Arzt und Arznei aus einer andern als die halbjährige Schließung der größten Knopffabrik fein, gefeßlich anerkannten Kaffe beziehen, haben die Berechtigung, da zwei Knopffabriken, die schon vor dem Streit wegen Geldin Krankheitsfällen statt der oben ausgeführten Unterstüßungen mangels den Betrieb einstellen mußten, sofort in Betrieb gesetzt für die 1. Klaffe 4,95 M., 2. Klaffe 7,50 M., 3. Klaffe 9 M., werden könnten. Herr Kommerzienrath Donath fann daher nur ruhig schließen; daß seine Kundschaft befriedigt wird, dafür nnd für die 4. Klasse 10,50 M. zu verlangen. In Fällen von solchen Erkrankungen, die die Erwerbsthätigkeit nicht aufheben, sympathifirt mit den Streifenden, gelingt es dem Holzarbeiterwürde gesorgt werden. Der größte Theil der Bürgerschaft aber ärztliche Hilfe trotzdem nöthig erscheinen lassen, werden sympathisirt mit den Streifenden, gelingt es dem Holzarbeiterverband im Verein mit der Arbeiterschaft Deutschlands, die Arzt und Arznei und sonstige Heilmittel ohne Beschränkung ge- Streifenden noch furze Zeit zu unterstüßen, dann dürfte der währt. An stelle der vorstehenden Leistungen wird auf Erfordern auch freie Behandlung in einem städtischen oder staat- Streik bald zu Ende sein. Allerdings in anderer als der von -Nach fächsischem Muster verfährt jetzt auch die Breslichen, in besonderen Fällen auch in einem Privat- Krankenhaufe den Bourgeoisblättern gewünschten Art und Weise. Iauer Polizei. Nachdem am Sonntag eine Versammlung des gewährt. Solchen Mitgliedern, die theilweise oder ganz ihre Arbeiter Turnvereins verboten worden war, ereilte am Montag Angehörigen ernähren, wird während ihres Aufenthaltes in Abend ein gleiches Schicksal die Generalversammlung des Arbeiter einem Krankenhause eine entsprechende Unterstützung für diese in Sängerbundes. In beiden Fällen war die Nichtanmeldung der baar wöchentlich ausbezahlt. Meldungen und alle Auskünfte Versammlung der Grund der Auflösung. Da aber nach dem ertheilt der Borfizende der Kaffe, R. Schulze, Offenbach a. M., preußischen Vereinsgefeß nur Vereine, die sich mit öffentlichen Biebererstr. 8, und in allen örtlichen Verwaltungsstellen die Angelegenheiten beschäftigen, zur Meldung verpflichtet sind, so ist Vorsitzenden. die Auflösung ungerechtfertigt. laufen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. = Eine neue überraschende Entdeckung hat der Direktor Fiedler in einer kürzlich in Bensheim( Hessen) abgehaltenen Bersammlung des Obst- und Gartenbau- Vereins in einem Vortrag über die Lage der Landwirthschaft zum beften gegeben. Warum ist der Markt mit Getreide überschwemint? Man höre die Antwort des gelehrten Fachmannes: Die vereinigten Möbelmacher von Amsterdam, umfassend die Tischler, Drechsler, Bildhauer und Tapezirer, sind in den Streit eingetreten. Betheiligt daran sind etwa 500 Arbeiter. Die Forderungen, welche die Arbeiter an die Meister stellen, find: 1. Abschaffung der Akkordarbeit. 2. Lohnerhöhung um 8 Pf. pro Stunde. 3. Maximalarbeitszeit von 10 Stunden pro Tag. 4. Ueberstunden höchstens 2 Stunden pro Tag mit 50 pet. Lohnerhöhung. 5. Abschaffung von Nacht- und Sonntagsarbeit. Die Organisation bittet um Unterstügung, da sie allein nicht in der Lage ist, den Streit aufrecht zu erhalten. Zusendungen find zu richten an: H. Rutgers, Van Beuningen- Straat 51, Amfterdam. Kinder Ausbeutung in der böhmischen GlasSächsisches aus dem Rheinlande. Vier industrie. Von wieviel Elendsseufzern und Thränen könnten Elberfelder Parteigenoffen sollten durch Verhängung des die Glasperlen, welche im nord böhmischen Gebirge Bontotts über ein Lokal, dessen Besitzer den Sozialdemokraten erzeugt und die als Kleiderpuy, Bilderrahmenschmuck, Gehänge zc. den Saal verweigerte, groben Unfug" verübt haben. Sie verwendet werden, erzählen, wenn sie sprechen könnten. Für Der Streik der Grubenarbeiter im Lütticher Kohlenwurden in der ersten Instanz( Schöffengericht) freigesprochen, von tausend Duhend zweilöcherige Perlen auf Wollfäden zu becken greift immer mehr um sich. Die Belegschaften von zehn der Straffammer zu ein bis sechs Wochen Gefängniß verurtheilt. ziehen zahlen die Fabrikherren vierzig Kreuzer, für ein- Bechen stehen ganz, die einiger anderer zum theil aus, zusammen Dieses Urtheil hat das Oberlandesgericht zu Köln bestätigt. löcherige sogar nur dreißig Kreuzer Lohn! Dabei find es feiern über 3000 Arbeiter. Dagegen wird gemeldet, daß der Das Verfahren gegen Genossen Reichard, Redakteur meist noch schulpflichtige Kinder, welche diese Arbeit Ausstand in Lahaye beendet zu sein scheine, da ein angesagtes der Sächs. Arb.- 3tg." in einer Beleidigungsfache, in welcher er verrichten. Und das nennt man allenthalben die gute Beit", Meeting nur sehr schwach besucht war. von dem Schöffengericht zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt denn im vergangenen Winter wurden noch zehn Kreuzer weniger Der Streik der Weber in Verviers dauert fort; am worden war, wurde von der Strafkammer als Berufungsinstanz gezahlt. An einem Tage kann eine geübte Arbeiterin" höchstens 26. d. M. haben sich die Arbeiter der Tuchfabrik von Garot eingestellt. Wir freuen uns, so schreibt hierzu die Sächf. 500 bis 600 Dugend aufziehen. Man sieht hieraus, was für angeschlossen, die der Firma Pelzer u. Go. drohen ebenfalls Arb. 3tg.", daß unser schon so schwer bestrafter Genoffe dieser eine folossale Ausbeutung jugendlicher Kräfte in der Perlen- mit dem Ausstand. Die vereinigten Tuchfabrikanten befchloffen, Strafe ledig geworden ist." Dem schließen wir uns natür- industrie betrieben wird. Die Kinderarbeit ist zwar gesetzlich die Aufträge der Firma Simons in ihren Fabriken auszuführen lich an. untersagt, aber es fümmert sich niemand darum, ob dies Verbot und bei Weigerung ihrer Weber alle Betriebe einzustellen. Genosse Georg Horn wurde am 20. d. Mts. vom befolgt wird. Es wird frisch darauf los geknechtet, denn wo leber den Kongreß der französischen Grubenarbeiter Landgericht Oldenburg wegen Beleidigung zu 5 Monaten fein Kläger ist, da ist auch kein Richter. geht uns noch ein Bericht aus Paris zu, dem wir zur ErGefängniß verurtheilt. Als Redakteur des Organs der Glass gänzung des von uns bereits mitgetheilten noch folgendes ent arbeiter," Der Fachgenosse", welcher in Löbtau- Dresden erscheint, nehmen: Auf dem Kongreß waren 76 000 Bergleute vertreten. soll Horn die Polizeibehörde von Oldenburg beleidigt haben. Tavon entfallen 35 000 auf das Kohlenbecken des Pas de Calais, Zu grunde liegt der Glasarbeiterstreik dortselbst vom September 17 000 auf das Loiredepartement, 10 000 auf das Norddepartevorigen Jahres. Als dieser Streit verloren ging, wurden im ment, 7500 auf das Aveyrondepartement, während die übrigen Fachgenossen" der Polizei Vorwürfe der Parteilichkeit für die sich auf die Departements Tarn, Isère, Cantal, Gard, Herault Unternehmer 2c. gemacht. Da es nach Ansicht des Gerichts dem Unsere Ernährungsweise ist eine andere geworden; wir und Allier vertheilen. Der 1. Punft der Tagesordnung handelte Angeklagten nicht gelang, den Wahrheitsbeweis zu führen, so leben beffer als früher; wir effen mehr Fleisch, von dem Gesetz, betreffend die Grubendelegirten. Dasselbe erfolgte die bezeichnete Verurtheilung. Hier haben wir Butter, Käse, robes und eingemachtes Obst, schreibt vor, daß jede Grube zweimal monatlich zu besichtigen ist, wieder einen Fall von Verurtheilung eines Redakteurs an einem und ist infolge dessen der Genuß von Brot und Mehlspeisen be- was bei der Größe der Bezirke, die den Delegirten überganz anderen Ort als dem Ort, wo das betreffende Organ er deutend, bei Brot vielleicht um ein Drittel, zurückgegangen, während wiefen sind, zwölf Arbeitstage in Anspruch nimmt. Danach scheint. Weil eine Anzahl Nummern des Fachgenosse" nach sich im Gegensage hierzu die Erträge unserer Felder durch bessere ist auch das Gehalt der Delegirten bestimmt, die GrubenOldenburg gehen, so erklärt sich das Gericht doriselbst für zu Bewirthschaftung um etwa ein Drittel gehoben haben." arbeiter sind und von ihren Kollegen gewählt werden. Um leben ständig. Nach einer solchen Auffassung ist die Presse geradezu Daß wir weniger Getreide pro Kopf verbrauchen als früher, zu können, müssen sie die übrige Zeit als Grubenarbeiter thätig vogelfrei. Danach kann ein Redakteur heute nach Königsberg, darin hat der Herr Direktor schon recht; aber daß wir den Ausfall sein, wodurch ihre Unabhängigkeit den Grubenbesitzern gegenüber morgen nach Straßburg vor Gericht zitirt werden und so fort. mit Fleisch, Butter und Käse deckten, diese Behauptung ist nur natürlich stark beeinträchtigt wird. Um diesem Uebelstande ab-Leider hat das Reichsgericht zu gunsten dieser Auffaffung eine findliche Uebertragung der Wandlung, die sich vielleicht in zuhelfen, hat nun der Kongreß beschlossen, es sei dahin zu wirken, bereits entschieden, sodaß es wohl bei dem Urtheil sein Bewenden dem direktorlichen Haushalt vollzogen hat, auf die Gesammtheit. daß das betreffende Gesetz in dem Sinne abgeändert werde, daß haben wird. Erst kürzlich hat Dr. Hirschberg im IV. Band des Statistischen den einzelnen Grubendelegirten je ein Aufsichtsbezirk überwiesen Ein Monftreprozeß ist dieser Tage in Chemnit Jahrbuchs deutscher Städte" den erschreckenden Rückgang des wird, der 24 Tage in Anspruch nimmt, weil dadurch die verhandelt worden. Zwei Arbeiter baiten einen Gesangverein Fleischverbrauchs für eine Reihe von Großstädten nachgewiesen. Delegirten enthoben wären, als Arbeiter thätig zu sein und ihre gegründet, dem nach und nach 30 Mitglieder beitraten, welche So ist in der Reichshauptstadt der Fleischkonsum in den Jahren Unabhängigkeit den Grubenbesizern gegenüber gewahrt wäre. Sem wegen der Theilnahme an dem projektirten Sängerfest in 1888-1892 von 85,1 Kilogramm auf 69,8 Kilogramm pro Kopf Gleichzeitig wurde nach einer längeren Diskussion auf Antrag Mittweida aufgelösten Gesangverein Vorwärts" angehört hatten. Der neue Verein nahm die Statuten des alten an, engagirte gesunken. Nicht durch das Fleisch wird das Brot verdrängt, des Genossen Calvignac beschlossen, und zwar mit 71 gegen 46 auch, da ein anderer sich nicht fand, denselben Dirigenten. Das sondern durch die Kartoffel, deren Siegeslauf den Nieder- Stimmen, es sei den Grubenarbeitern fremder Nationalität das wurde von der Behörde als eine Fortsetzung des aufgelösten Vereins gang der Volks ernährung und der Landwirthschaft Recht zu geben, an der Wahl der Grubendelegirten theilzunehmen, bedeutet. Uebrigens schlägt sich Herr Fiedler mit seiner eigenen da wie Calvignac mit bemerkte, dieselben ebenso interessirt an betrachtet und sämmtliche Mitglieder wurden unter Anklage ge- Wissenschaft ins Gesicht. Er führt nämlich aus, daß das Fleisch der Sicherheit der Gruben sind, wie die französischen Arbeiter. stellt. Die Angeklagten machten zu ihrer Vertheidigung geltend, im Verhältniß zum Brot jetzt theuerer bezahlt würde als früher Der internationale Kongreß der Bergleute wird dieses daß sie eine Umgehung des Vereinsgefeges in feiner Weise beab- und bringt dafür folgende interessante Tabelle: Jahr in Paris abgehalten. Seine Sigungen beginnen Montag, fichtigt hätten; es müsse ihnen das Recht zugestanden werden, 1850-59 für 5 Pfd. Brot, gemischtes, 59 Pf. den 3. Juni, morgens 11 Uhr. Lokal und Tagesordnung werden Vereine zu gründen wo sie wollten. Sie feien sämmtlich, nachdem Ochsenfleisch 41,7 alfo galt 1 Bfb. in den nächsten Wochen festgesetzt. fie von der Gründung der Eintracht" gehört hätten, nach Ochsenfleisch 17,3 Pf. weniger als 5 Pfd. Brot, und nach dem Vereine beigetreten, ohne dieses unter sich ver: 1860-69 Brot 61 Pf., Fleisch 52 Pf., also noch 9 Pf. billiger abrebet zu haben. Der Herr Amtsrichter hielt den Angeklagten vor, daß ihr Verein„ Eintracht" auch dieselben Statuten gehabt habe, wie der Verein aber Vorwärts". Demgegenüber fonstatirten die Angeklagten, daß sowohl die Statuten als auch die Vorstandsmitglieder provisorisch bestimmt worden seien. Bei 1890-94 jeder Vereinsgründung würden bekanntlich die Statuten anderer " 1 als Brot, 3,7, billiger, 1,8" theuerer als Brot, theuerer als Brot. 1870-79 W 1880-89 " 78,2" 67,9" " 69,5 "" 69,7 " " " 60 74 " " " " " " 14, Vereine zum Muster genommen, und so sei es auch in diesem Erwägt man nun, daß seit den siebziger Jahren die Löhne Falle gewesen. Jedoch durch alle ihre Einwendungen erreichten der großen Maffe durchschnittlich zurückgegangen sind, dann wird die Angeklagten nicht die Entlastung von der Anklage. Sie es auch von dieser Seite aus gesehen klar, daß die Lebenshaltung wurden verurtheilt, und zwar: die beiden Gründer des Vereins, der Masse gar nicht beffer geworden sein tann. Woher hätten welche nicht dem Verein" Vorwärts" angehört hatten, zu je dann die Leute das Geld zu dem gesteigerten Fleischverbrauch 10 M. Geldstrafe, 25 Theilnehmer, ehemalige Mitglieder des bei gesteigerten Fleischpreisen hernehmen sollen? Vorwärts", zu 20 M. Geldstrafe, und 6 Borstandsmitglieder " zu je einer Woche Gefängniß. Der Dirigent wurde freigesprochen. Sämmtliche Verurtheilte beabsichtigen, die höhere Instanz anzurufen. Gewerkschaftliches. Buchbinder! Die Differenzen mit der Firma Reiß, Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. Brüffel, 27. März. Die Regierung hat heute Vormittag beschlossen, die Mannschaften des Jahrgangs 1892-7000 Mann einzuberufen. Dem Vernehmen nach hat die Regierung diese Maßregel getroffen, um für jedes Ereigniß, das sich aus der in den Industrie- Zentren herrschenden dumpfen Erregung entwickeln fönnte, gerüstet zu sein. sind die Friedensunterhandlungen einstweilen ausgesetzt worden. Tokio, 26. März. Wegen der Verwundung Lihungtchangs Da Lihungthang nicht von einem japanischen Arzte operirt zu werden wünscht, ist der Arzt der deutschen Gesandtschaft in Tokio Professor Dr. Scriba zu dem Kranken entfandt worden. ( Depeschen- Bureau Herold.) Das Stadtverordneten Kollegium von Wilhelmstr. 119, find nach gegenseitiger Aussprache und infolge schwebenden Angelegenheiten wegen der Ermordung dreier FranParis, 27. März. Die zwischen Frankreich und Brasilien Faltenstein i. V. hatte gegen den Redakteur der Voigtl. Rücknahme der Entlassung des Kollegen Meyer als beigelegt zofen bei der vor drei Jahren stattgefundenen brasilianischen ReBoltsztg." Strafantrag gestellt, weil er den Beschluß des Der Vorstand. volution find definitiv erledigt. Brasilien zahlt an Frankreich Kollegiums bezüglich die Einführung des neugeschaffenen, zu betrachten. reaktionären Wahlsystems unter schwarzem Rand mitgetheilt An die Parteigenoffen in Nummelsburg! Am 28. März 900 000 Frants, welche die Regierung den Hinterbliebenen der hatte. Das gekränkte Kollegium hat es nun erleben müssen, daß findet am hiesigen Ort für die dritte Abtheilung eine Gemeinde- drei Ermordeten zuweisen wird. vertreter- Wahl statt. Da für diesen Bezirk ein Hausbesitzer als Brüssel, 27. März. Die Sozialisten hielten gestern Abend ihr Strafantrag vom Staatsanwalt abgelehnt wurde. Kandidat aufgestellt werden muß, haben wir von der Ausstellung eine Versammlung unter freiem Himmel ab, um gegen das eines Kandidaten Abstand nehmen müffen. Wir empfehlen des- Gemeinde- Wahlgesetz zu protestiren. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 74. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 70. Sigung vom 27. März 1895, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Böttischer, v. Marschall, Graf Posadowsty, von Köller und zahlreiche Kommissarien. Bizepräsident v. Buol eröffnet die Sigung mit geschäft lichen Mittheilungen und läßt zur Wahl des ersten Präsidenten den Namensaufruf für die Zettelwahl vornehmen. Während der Wahl fungirt der Abg. Spahn als Hilfspräsident. Es sind 291 Bettel abgegeben, von denen 183 den Namen des Abg. v. Buol, je einer die Namen der Abgg. v. Heeremau, Sachße und Singer tragen; 105 Bettel sind unbeschrieben. Bei der Verkündung, daß 105 weiße Bettel abgegeben sind, ertönt auf der Rechten ein lautes Bravo, welchem ein lautes Lachen auf der Linken antwortet. Die Wahl des Abg. v. Bu ol wird dagegen von der Linken mit Bravo begrüßt. Hilfspräsident' Abg. Spahn richtet an den Gewählten die Frage, ob er die Wahl annimmt. Präsident v. Buol: Ich nehme Ihre Wahl mit Dank an ( Beifall links und im Zentrum), und zwar thue ich es von der Ansicht ausgehend, daß, je schwieriger die Verhältnisse find, es umfomehr die Pflicht des einzelnen ist, feine, wenn auch schwachen Kräfte dem Dienst des Ganzen nicht zu entziehen.( Beifall links und im Zentrum.) Für mich ist die Schwierigkeit eine um so größere, als der Mann, der bisher den Präsidentenstuhl eingenommen hat, eine lange Reihe von Jahren ein ungewöhnliches Maß ungetheiltefter Anerkennung und Beliebtheit genossen hat. ( Beifall rechts.) Meine Herren! Ich werde thun, was in meinen Kräften steht, und ich bitte alle Seiten des Hauses um freund= liche Unterstützung und um Nachsicht.( Beifall links und im Zentrum.) Präsident v. Buol nimmt nunmehr den Präsidentensitz ein und will übergehen zur Wahl des Vizepräsidenten. Abg. Richter beantragt zur Geschäftsordnung, diese Wahl und die durch die Wahl des Herrn v. Buol zum ersten Präsidenten nothwendig gewordene Wahl des ersten Vizepräsidenten auf morgen zu verschieben, da die lettere heute nicht auf der Tagesordnung steht. Abg. Rickert meint dagegen, daß, wenn kein Widerspruch erfolge, auch diese Wahl schon heute vorgenommen werden tönne. Da ein Widerspruch nicht erfolgt, so geht das Haus sofort zur Wahl des ersten Vizepräsidenten über. Es werden 286 Stimmzettel abgegeben, von denen 181 auf den Namen des Abg. Schmidt Bingen lauten; je ein Zettel trägt den Namen der Abgg. Singer und Schoenlant; 103 Bettel sind unbeschrieben. Abg. Schmidt- Bingen( dfr. Bp.): Jch nehme die Wahl mit Dant an.( Beifall.) Bei der Wahl des zweiten Bizepräsidenten werden 281 Stimm. zettel abgegeben; davon fallen 176 auf den Abg. Spahn, 2 auf den Abg. AhIwardt, je eine auf die Abgg. v. Heereman und Schoenlant; 100 Bettel sind unbeschrieben. Abg. Spahn: Ich nehme die Wahl dankend an. Zur Geschäftsordnung erklärt Abg. Graf Hompesch( 3.): Nach den eben vollzogenen Wahlen möchte ich eines fonstatiren. Nachdem die jenigen Parteien des Hauses, welche nach langjährigem parlamentarischen Brauch bei der Besetzung der Stelle des ersten und zweiten Vizepräsidenten zu berücksichtigen gewesen waren, auf eine Anfrage hin erklärt haben, daß sie einen Sitz im neuen Präsidium nicht beanspruchten, sind wir veranlaßt worden, von dem bisherigen alten parlamentarischen Brauch in diesem Falle abzusehen.( Beifall.) Präsident v. Buol erklärt, daß somit das Haus wieder tonstituirt ist. Darauf wird ohne Debatte in dritter Berathung der Gesetzentwurf betreffend die Vornahme einer Berufsund Gewerbezählung im Jahre 1895 mit den von der Kommission beantragten Resolutionen angenommen. Es folgen Wahlprüfungen. Die Wahl des Abg. Will( dk.) im 1. Wahlbezirk des Negierungsbezirks Köslin soll nach dem Antrag der Wahlprüfungstommission für giltig erklärt werden. Donnerstag, den 28. März 1895. 12. Jahrg. wird, zu der Entrüstungsdepesche an den Fürsten Bis- aber nicht zumuthen, sich weiterhin noch jede Woche drei Tage mard Stellung zu nehmen. Die Umfinrzkommission trat Mittwoch nach mehrwöchentlicher Pause wieder zusammen, um in zweiter Lesung die Beschlüsse der ersten zu berathen. Neue Anträge liegen sowohl von den Konservativen wie von den Zentrums- Abgeordneten Broekmann, Gröber, Reindl, Dr. Stephan und Spahn vor. mit einem todt geborenen Kinde abzuplagen. Staatssekretär von Nieberding widerspricht der Annahme, daß die Regierung der Vorlage eine ernste Bedeutung nicht beimesse. Die sozialpolitische Bedeutung dieser Vorlage sei weit höher anzuschlagen als die Vorlage über die Justizreform, für deren Berathung der Antrag Lenzmann Raum schaffen wolle. Wenn nur der ernste Wille vorhanden wäre, dann könnten beide Vorlagen erledigt werden. Dr. Lieber( 3.) spricht gegen den Antrag; die Aussichten Der Antrag Graf v. Roon( Kons.) hat folgenden Wortlaut: für das Zustandekommen der Borlage seien nicht so schlecht. 1. den§ 130 Absatz 2 der Regierungsvorlage wie folgt zu gehen, im 3 we de feien sie sich einig. Das Zentrum werde Wenn die Parteien auch noch in den Mitteln auseinanderfaffen: Die gleiche Strafe trifft denjenigen, welcher in einer den den Versuch wiederholen, die einzelnen Paragraphen so zu ge öffentlichen Frieden gefährdenden Weise die Monarchie, die stalten, daß mit ihnen der erstrebte Zweck erreicht werde. Enneccerus( ntl.) ist ebenfalls gegen den Antrag, obs Institute der Ehe, der Familie oder des Eigenthums durch bewohl es ihm recht unwahrscheinlich erscheint, daß das Gesetz die schimpfende Aeußerungen öffentlich angreift. 2. dem§ 166 des Strafgesetzbuchs folgende Fassung zu erster Lesung nothwendige Paragraphen entfernt und dafür uns Zustimmung der Nationalliberalen finden werde. Man habe in geben: an Gott oder das Christenthum angreift oder Gott lästert, oder daß seine Freunde im Plenum dafür stimmen werden. Wer öffentlich in beschimpfenden Aeußerungen den Glauben mögliche Paragraphen aufgenommen, das vermindere die Aussicht, v. Hammerstein( tons.) hat die Ueberzeugung gewonnen, wer öffentlich eine der christlichen Kirchen oder eine andere mit Korporationsrechten innerhalb des Bundesgebietes bestehende daß es in der vorgeschlagenen Form recht schwer fallen werde, oder die Heiligkeit des Eides beschimpft, ingleichen wer in einer Religionsgesellschaft oder ihre Einrichtungen oder Gebräuche den Umsturs zu fassen. Stirche oder in einem anderen zu religiösen Versammlungen befimmten Orte beschimpfenden Unfug verübt, wird mit Gefängniß bis zu drei Jahren bestraft. martiren. Barth: Der Antrag habe den Vortheil, daß er den Parteien Gelegenheit gab, ihre Stellung zu der Vorlage zu; Bei der Abstimmung wird der Antrag Lenzmann gegen Beschlüsse erster Lesung und präsentirt dasselbe nun nachstehende demokraten stimmte auch der Antiſemit 3 immer man n Ganz umgearbeitet und umgemodelt hat das Zentrum die sieben Stimmen abgelehnt. Neben Freisinn und Sozial. für den Antrag. Speisekarte: " I. Jm§ 49b den dritten Absatz in folgender Fassung anzunehmen: Der Thåter bleibt ftraflos, wenn er zu einer Zeit, zu welcher seine Theilnahme noch nicht entdeckt war, die Ausführung des Verbrechens verhindert." 11. a) Den§ 111 Absah 2 wie folgt zu fassen: " Ist die Aufforderung ohne Erfolg geblieben, so tritt Geldftrafe bis zu sechshundert Mark oder Gefängnißstraße bis zu einem Jahre und, sofern es sich um die Aufforderung zu einem Verbrechen handelt, Gefängnißftrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bis zu zweitausend Mark ein. Gleiche Strafe trifft denjenigen, welcher auf die vorbezeichnete Weise zu einem Verbrechen, zum Ehebruch oder zu einem der in den§§ 115, 124, 125, 166, 167, 240, 242, 305, 317, 321 vorgesehenen Vergehen dadurch anreizt, daß er eine solche Handlung anpreist oder recht fertigt. Die Strafe darf der Art oder dem Maße nach keine schwerere ſein als die auf die Handlung selbst angedrohte." b) Den§ 111a zu streichen. III. Dem§ 126 folgende Fassung zu geben: " Wer durch Androhung eines Verbrechens den öffentlichen Frieden stört, wird mit Gefängniß bis zu einem Jahre und, wenn die Androhung mit Hochverrath, Mord, Raub, Brands stiftung oder einem der in den§§ 312, 313, 315, 322, 323, 324 des Straf- Gesetzbuches oder in dem§ 5 des Reichsgesetzes vom 9. Juni 1884 vorgesehenen Verbrechen erfolgt ist, mit Gefängniß bis zu drei Jahren bestraft. Spahn( 3.) begründet hierauf seinen Antrag zu§ 49 b. Derselbe bezwecke, die in erster Lesung geltend gemachten Bedenken in bezug auf die Einführung von Kronzeugen zu beseitigen. Enneccerus und Bebel weisen darauf hin, daß der neue Antrag im Wesen nichts ändere. In den meisten Fällen wird durch die Anzeige die Ausführung des Verbrechens ver hindert werden. v. Buchka( f.) erklärt, daß er und seine Freunde für den Bentrumsantrag stimmen werden, da derselbe nichts Wesentliches ändere. Hierauf wird der Antrag mit 18 Stimmen angenommen, Dagegen stimmte außer der Linken auch der Pole und Antisemit. Ohne Diskussion nimmt die Majorität hierauf den ersten Satz des§ 111 des Zentrumsantrages an. In der Debatte über die beiden letzten Säße des§ 111 werden die dort genannten Paragraphen zunächst nicht diskutirt. Bei der Beurtheilung des Zentrumsantrags in der neuen Fassung, gehen die Ansichten in der Beurtheilung der Tragweite desselben weit auseinander. Staatssekretär v. Nieberding meint, daß der Antrag die Regierungsvorlage so sehr einschränke, daß es ihm ausgeschlossen erscheine, daß die Regierung zustimmen könne. Die Abgg. v. Buchka, Dr. Barth und Osann sind dagegen der Ansicht, daß ein wesentlicher Unterschied zwischen dem neuen Antrag und dem Beschlusse der ersten Lesung nicht bestehe. Die genannten Abgeordneten vermögen also die Haltung des Regierungsvertreters nicht zu theilen. Die tonservativen IV. Dem§ 131 folgenden Zusatz als Abfah 2 hinzuzufügen: Kommissionsmitglieder werden deshalb für den Zentrumsantrag ,, Diefelbe Strafe trifft denjenigen, welcher in einer den stimmen, wobei sie sich vorbehalten, im Plenum, wenn die Res öffentlichen Frieden gefährdenden Weise die Monarchie durch be- gierung in ihrer ablehnenden Haltung verbleibt, ihr Votum zu schimpfende Aeußerungen öffentlich angreift." ändern. V. Den§ 166 in folgender Fassung anzunehmen: Bebel( Soz.) ist überrascht, daß der Regierungsvertreter „ Wer öffentlich in herabwürdigenden Aeußerungen den sich nicht scheut, eine Parallele zwischen dem Strafgesetz von 1851 Glauben an Gott oder das Christenthum angreift oder Gott lästert, und heute zu ziehen. Es wäre doch tief traurig, wenn in den oder wer öffentlich eine der christlichen Kirchen oder eine andere seitdem verflossenen 44 Jahren sich kein Fortschritt und Wandelung mit Korporationsrechten innerhalb des Bundesgebietes bestehende zum besseren vollzogen hätte. Freilich heute machen sich wieder Religionsgesellschaft, ihre Lehren, Einrichtungen oder Gebräuche Bestrebungen geltend, die darauf abzielen uns um 50 Jahre beschimpft, ingleichen wer in einer Kirche oder in einem anderen zurück zu werfen. Man muthet uns jetzt zu, Bestimmungen zu religiösen Versammlungen bestimmten Orte beschimpfenden anzunehmen, für welche sich im Jahre 1870 nicht eine einzige Unfug verübt, wird mit Gefängniß bis zu drei Jahren bestraft." Stimme erhoben habe. VI. Den§ 184 wie folgt zu fassen: Aus dem Munde Buchka sprach der Richter. Diese werden " = Mit Gefängniß bis zu sechs Monaten und mit Geldstrafe es an der nöthigen Auslegung nicht fehlen lassen. Mit dem bis zu 600 M. oder mit einer dieser Strafen wird bestraft:§ 111 wird das Grab der Rede und Preß. 1. wer unzüchtige Schriften, Abbildungen oder Darstellungen freiheit in Deutschland gegraben. feilhält, verkauft, vertheilt, an Orten, welche dem Publikum Kein historisches Ereigniß werde mehr lobend erwähnt zugänglich sind, ausstellt oder anschlägt, oder sonst verbreitet, werden dürfen. Katholische und protestantische Priester haben wer fie zur Verbreitung herstellt oder zum Zweck der Verbreitung in Predigten die Ereignisse von 1848 gefeiert. Abg. Rickert beantragt mit Rücksicht auf die vielfachen vorräthig hält, ankündigt oder anpreiſt; Wer in Zukunft das Gleiche thut, ohne sich der Redes fonstatirten Verstöße gegen das Wahlreglement die nochmalige find, an Orten, welche dem Publikum zugänglich find, aus2. wer Gegenstände, die zu unzüchtigem Gebrauche bestimmt freiheit des Kaisers zu erfreuen, werde am§ 111 hängen bleiben. Berathung der Sache in der Wahlprüfungskommission. Rintelen( 3.) erklärt, daß er an den vorliegenden An Abg. Herbert( Soz.) bittet den Antrag Rickert anzunehmen. stellt, oder solche Gegenstände dem Publikum ankündigt oder trägen feiner Freunde kein Theil habe, und daß ihm dieselben. Die bei dieser Wahl angewendete Art der Beeinflussung anpreist; ebenfalls Bedenken einflößen. Er behält sich deshalb vor im durch Druck der Arbeitgeber auf ihre Arbeiter sei nichts Un 3. wer durch Ankündigung in Druckschriften unzüchtige Ver- Plenum für den Beschluß erster Lesung zu stimmen. gewöhnliches. Ihr verdankten manche Mitglieder des Reichs- bindungen einzuleiten fucht. Osann: Die verschiedenen Ausführungen beweisen, wie Es tages Sig und Stimme( Widerspruch rechts, und bei den Ist die Handlung gewerbsmäßig begangen, fo tritt Gefängniß- schwer es für den Richter sein wird, sich zurecht zu finden. Nationalliberalen). Anstatt die Wahl in Schule oder Wirths- strafe nicht unter einem Monat ein, neben welcher auf Geld- sei doch besser sich klar auszusprechen. Es geht doch haus vorzunehmen, wie es sonst in der Regel geschehe, habe die strafe bis zu eintausendfünfhundert Mark, auf Verlust der bürger- nicht Gesetze zu machen, welche wir garnicht verstehen. Es genügt Wahl in dem einen Fall in dem Hause des Gutsbesizers stattlichen Ehrenrechte, sowie auf Zulässigkeit von Polizei Aufsicht nicht, das Bewußtsein zu fordern, es muß auch der Wille kons gefunden, der die Stimmabgabe kontrollirt habe und dem sich die erkannt werden kann." statirt sein. ihm unterthänigen Arbeiter haben fügen müssen. Nach dem VII. 213§ 184a folgende Bestimmung in das Strafgesetzbuch Protest habe man solche Wähler, welche anders als konservativ hinter§ 184 einzufügen: gewählt haben, als Schweinehunde bezeichnet. Wit Gefängniß bis zu drei Monaten und mit Geldstrafe Abg. Stephan- Beuthen( 3.) vertritt den Antrag der Wahl- bis zu dreihundert Mark oder mit einer dieser Strafen wird beprüfungsfommission, ebenso Abg. v. Buchka( dk.), während straft, wer an öffentlichen Straßen oder Plätzen Schriften, AbAbg. Lenzmann( dfr. Bp.) die Ungiltigkeit der Wahl vorschlägt. bildungen oder Darstellungen ausstellt oder anschlägt, welche, auch Der Antrag Ridert wird gegen die Stimmen der Sozial- ohne unzüchtig zu sein, durch grobe Unanständigkeit geeignet demokraten, der freisinnigen und süddeutschen Volkspartei, der sind, das Scham- und Sittlichkeitsgefühl erheblich zu verlegen. freifinnigen Vereinigung und einiger Zentrumsmitglieder ab- Ist die Handlung gewerbsmäßig begangen, so treten die gelehnt und die Wahl des Abg. Will für giltig erklärt; ebenso Strafen des§ 184 Absatz 2 ein. ohne Debatte die Wahlen der Abgg. Graf v. Schwerin= Den im vorstehenden Absatz 1 bestimmten Strafen unterLöwitz( dr.), Bols( ntl.), Jorns( ntl.). Graf ollstein liegt, wer aus Gerichtsverhandlungen, für die wegen Gefährdung ( ot.), Dresler( ntl.), v. Manteuffel( of.), Freiherr der Sittlichkeit die Deffentlichkeit ausgeschlossen war, oder aus Saurma v. d. Jeltsch( dt.), Meyer Danzig( Rp.), den diesen Verhandlungen zu grunde liegenden amtlichen SchriftDeuring( 8.) und v. 2 angen( of.) stücken öffentlich Mittheilungen macht, welche geeignet sind, Mergerniß zu erregen." Beanstandet werden die Wahlen der Abgg. Kleist Reßow ( df.), oibus( Elsaß- Lothringen), Wiesite( ntl.), v. Rar= dorff( Rp.) und Hüpeden( dk.). Die Wahl des Abg. v. Gerlach( dr.) soll nach dem Antrage der Wahlprüfungskommiffion für ungiltig erklärt werden. Abg. v. Hammerstein( of.) beantragt, die Wahl nochmals an die Wahlprüfungsfommission zurück zu verweisen. Abg. Herbert( S.) widerspricht diesem Antrage. Gegen die Stimmen der Deutschkonservativen, der Refchspartei und der Nationalliberalen wird der Antrag abgelehnt und die Wahl für ungiltig erklärt. VIll. Den§ 210 wie folgt zu faffen: Redner beantragt, in der Regierungsvorlage die Worte in der Absicht" aufzunehmen, den Antrag des Zentrums aber abzulehnen. Dr. Böttcher würde für den Zentrumsantrag stimmen, wenn die Regierung nicht dagegen wäre. Wolszlegier( Pole) erklärt sich entschieden gegen den Bentrumsantrag. Nachdem sonach festgestellt ist, daß fast jeder Abgeordnete der Majoritätsparteien eine andere Meinung hat, stellt Herr v. Buch ka den Antrag auf Vertagung, um Zeit zu einer Verständigung hinter den Koulissen zu gewinnen. Der Antrag wird angenommen und findet die nächste Sigung am Freitag Vormittag 10 Uhr statt. # P Tabakstener Kommission. Sigung vom 27. März. Wer einen anderen zum Zweikampf mit einem dritten ab Regierungskommissar v. Rauschning: Die Anträge sichtlich, insonderheit durch Bezeigung oder Androhung von Ver- Paasche 2c. wollen der Regierung eine Mehreinnahme bieten von achtung anreizt, wird mit Gefängniß bis zu einem Jahre und, angeblich 16 Millionen Mark. Unsere Berechnung erweist dies falls der Zweikampf stattgefunden hat, mit Gefängniß nicht unter als Ueberschäßung, es werden höchstens 8 Millionen heraus. drei Monaten bestraft." tommen. Dabei vorausgesetzt, daß sich an den Konsumverhält IX. Den Eingangsworten des Artikels I folgende Fassung nissen nichts ändert. Aber der beabsichtigte Bollschuß wird eine Verschiebung der Konsumverhältnisse mit fich bringen, zu zu geben: 166," 184, 210 durch nachstehende unter den gleichen Zahlen auf einiuhr ausländischen Tabaks. In dem Strafgesetzbuch werden die§§ 111, 112, 126, 131, gunsten des deutschen Zabats, damit aber eine Minders Das Werthzollsystem era Schluß 5 Uhr. Nächste Sitzung Donnerstag 12 Uhr. geführte Bestimmungen ersetzt, die folgenden neuen§§ 49b, fordert eine ähnliche Kontrolle, wie in dem Fabriksteuer Gesetz entwurf vorgesehen ist. Die Ehrlichkeit der Importeure würde ( Gesetzentwurf betreffend die Aenderung des Gesetzes über die 129a und 184a eingestellt und der§ 130a aufgehoben." Einheitszeit für das Reich; dritte Lesung des Reichshaushalts- enzmann Bericht über die eingegangenen Betitionen, welche gemacht. Wird der Import auf gewisse Einfuhrorte beschränkt Nach Eintritt in die Tagesordnung erstattet der Abg. auf eine harte Probe gestellt, die Defraudation lächerlich leicht Etats.) und werden sachverständige Beamte angestellt, ist doch die Kons trelle zu schwierig und kostbar. Der Antrag Clemm will nur en Zollschutz erhöhen. Selbst der badische Regierungsvertreter, dem ich beiftimme, hält diesen Zollschutz für zu weitgehend. Wenn Sie den Bollschutz um 40 M. erhöhen, schadigen Sie die westfälische Bigarrenindustrie. Der Bundesrath wide meine Bedenken in ernste Erwägung ziehen. Parlamentarisches. in überwiegender Zahl sich gegen die Vorlage und für deren Ablehnung aussprechen. Von dem Abg. Lenzmann wird der Antrag gestellt, garnicht in die zweite Lesung einzutreten, sondern die Vorlage nebst den Die sozialdemokratische Fraktion beschloß gelegentlich Beschlüssen erster Lesung en bloc abzulehnen. Der Antragsteller meint, daß die Zusammensetzung der Kommission das der dritten Lesung des Etats zum Kapitel Reichstag eine Zustandekommen eines brauchbaren Gesetzes sehr wenig wahr Resolution einzubringen, in der der Reichstag aufgefordert scheinlich mache. Achtundzwanzig ernsten Männern könne man Abg. Bassermann bringt folgenden Antrag ein: • Der Zoll ist zu erheben von 100 Kilogramm 1. Tabakblätter und Tabaksaucen 100 M. • 85 M. v. Landmann( bayerischer Bevollmächtigter) giebt sich der Hoffnung hin, daß die preußische Regierung sich noch erweichen läßt, wenn der Reichstag die Vorlage in dieser Form annimmt. Redner legt ausführlich dar, daß seine Regierung für eine Beschränkung im Sinne des Antrages Gröber sei. v. Schifert( württembergischer Bevollmächtigter) bemerkt, daß der Bundesrath unter keinen Umständen dem§ 60 im Sinne des Antrages Gröber zustimmen würde, und damit das Zustande tommen der Vorlage in Frage gestellt fei. Gröber( 3) beantragt in mehreren Abänderungs- Anträgen, zu§ 55, 60 und 61, daß die Bedürfnißfrage von den einzelnen Bundesregierungen geprüft wird. Regierungskommissar v. Kröber: Die sächsische Regierung ist ebenfalls gegen den Werthzoll, aber auch gegen eine einseitige Erhöhung des Gewichtszolles, ohne Erhöhung der Inlandssteuer. Abg. Bassermann: Der Antrag Clemm wird eine Mehrheit faum erhalten. Ich halte es aber im Intereffe des deutschen Tabakbaues, daß der Zoll erhöht wird. Eine mäßige Erhöhung des Zolles wird auch auf Jahre hinaus die Tabat fleuerfrage in den Hintergrund drängen. Ein Theil des von uns Schwarze( 3.) plädirt für den Antrag Gröber. verlangten Rolles wird vom Ausland getragen werden. Die Reißhaus( Soz.) wendet sich gleichfalls gegen diese BeHauptsache ist, daß dann mehr deutscher Zabat zu Bigarren verstimmung. Redner legt dar, wie es für die Behörde doch äußerst arbeitet wird. Der höhere Boll auf Stengel wird die gleiche schwer ist, festzustellen, welche Waaren handwerksmäßig hergestellt günstige Wirkung für die deutsche Rauchtabak- Fabrikation haben. sind. Durch eine solche Beschränkung des Haufirhandels werden Der Antrag de Witt genügt nicht, um den Zollschutz zu er- die Konsumenten an einem kleinen Ort ost gezwungen, von dem fleinen Geschäftsmann, der neben seiner Schantwirthschaft noch Abg. Müller Fulda: Ter Antrag Baffermann ist alle Arten von Waaren feilbietet, ihren Bedarf zu entnehmen. unannehmbar, da die einseitige Erhöhung des Bolles die sächsische Die Kleinen Leute werden in diesen Geschäften nicht beffer, Industrie sehr schädigen müßte. Die ungerechte Wirkung des sondern vielfach schlechter einkaufen. Der Paragraph sei in jeder Gewichtszolles würde erhöht; den verbündeten Regierungen ist Beziehung unannehmbar. auch nicht mit dem Antrag de Witt gedient. Im nächsten Jahre Bei der Abstimmung wird der Antrag Gröber abgelehnt. werden wir höhere Ausgaben haben, denen wir uns nicht werden entziehen können. Wegen ca. 5 Millionen die Tabaksteuer zu ändern, halte ich nicht für angebracht. Ein Jmporteur gab mir die Ansicht fund, er halte es für gut, wenn der Werthzollzuschlag noch höher gestellt, dagegen der Gewichtszoll herab. gesetzt werde. Ich trete von dem Antrag Paasche nach den Erflärungen der Regierung auch zurück. höhen. worden. 0 Krüger geht wenigstens von einem richtigeren Prinzip aus, aber im Magistrat nicht willens, Lesehallen zu errichten, wahrscheinlich es treten gegenüber diesem Antrag doch auch wesentliche Be- weil dadurch zu große Ausgaben erwachsen, und weil, wenn die 2. Virgine( und Kentutistengel zur Herdenken ein, die ihn bestimmen, gegen diesen Antrag sich ablehnend Stadt einmal angefangen hätte, Lesehallen zu errichten, sie das stellung von Rauchtabak zu verhalten. Institut aufrecht erhalten müßte, selbst wenn es nicht besucht Bayerischer Regierungsvertreter v. Fischer: Die bayerische Geheimrath Sieffert: Von der preußischen Regierung würde. Nun, dieses Risiko liegt für den Magistrat jeht nicht Regierung hält eine Aenderung nach dem Antrage Paasche für sind die Bezirksregierungen gefragt worden, um sich über ihre vor. Von seiten eines Vereins, der Deutschen Gesellschaft für Kultur ist eine solche Lesehalle ins Leben bedenklich. Der Zollzuschlag wird die geringwerthigen aus Stellung zu einer Beschränkung im Sinne des Antrages Gröber ethische ländischen Tabate nur sehr wenig belaften und darum ein geringes zu äußern. Es ist einstimmig geantwortet worden, daß eine gerufen Wenn der Magistrat diese unterstützt finanzielles Ergebniß liefern. Eine mechanische Erhöhung des folche Bestimmung undurchführbar ist. Sollte in der Kommission und zwar dem Antrage gemäß mit einer einmaligen Unter Gewichtszolles wird einen sicheren Zollschutz bewirken. für diesen Antrag eine Majoritát zu stande kommen, so würde stützung, so besteht für ihn feinerlei Verpflichtung, wenn sich die Abg. de Witt: Wir ziehen den Antrag Wattendorf die preußische Regierung mit aller Entschiedenheit im Bundesrath Einrichtung nicht als lebensfähig erweisen sollte, mit Unter zurück, stellen dagegen den Antrag: 1. 3oll auf Tabakblätter dagegen Stellung nehmen. stützungen fortzufahren. Man scheint im Magistrat die Ansicht 90 M. pro Doppelzentner; 2. Stengel 85 M. pro Doppelzentner. gehabt zu haben, daß die Einrichtung der deutschen Gesellschaft für Für den Antrag Paasche stimmen wir aus zolltechnischen ethische Kultur noch neu sei und daß man erst abwarten müsse, ob Gründen nicht. sie bestehen könne, bevor man aus städtischen Mitteln einen Zuschuß Abg. Paasche bestreitet, daß die Rechnung der Regierung bewillige. Diese Auffaffung ist nicht als eine sehr glückliche an richtig sei. Ein Konsumrückgang wird nicht eintreten. Ich zusehen. Der Magistrat bewegt sich hier im Kreise. Er will jetzt glaube auch nicht, daß die westfälische Zigarrenindustrie Schaden nichts bewilligen, weil man noch nicht wisse, ob das Institut für haben wird. Es bleiben nach den schlimmsten Annahmen aus die Dauer Antlang findet. Ohne diese städtische Unterstützung kann meinem Antrage sicher mindestens 12 Millionen. Es fragt sich nur, das Institut aber nicht bestehen, es fann also garnicht die Probe ob die Regierung auf alles verzichten will, nachdem die Fabrikat: gemacht werden, ob das von vielen Seiten behauptete Bedürfniß der steuer gefallen ist. Auf die Gutachten der Interessenten gebe ich nichts, Bevölkerung auf die Dauer vorhanden ist, also Resultat: Man fie suchen sich gegen jede Belastung zu wehren. Die Kontrolle bewilligt nicht, die Lesehalle kann nicht bestehen, man hat also für den Werthzoll ist nicht so schwierig; unsere Jmporteure sind bewiesen, daß ein Bedürfniß nicht besteht. Der Magistrat von gewissenhafter, wie die amerikanischen Tabatinteressenten. Der Die Debatte über§ 60 wird hierauf abgebrochen, da man Berlin ist also frei von dem Vorwurf, Einrichtungen abgelehnt zu haben, für welche ein Bedürfniß besteht. Nun wir Rohtabat Handel wird nicht geschädigt, höchstens der Klein- die Anträge für die nächste Sigung gedruckt haben will. fabrikant hätte einen geringen Echaden. Ein einfacher Paragraph Es wird nunmehr zur Berathung den Antrag Gröber werden abwarten, was das Plenum der Stadtverordneten- Vers würde die Kontrolle feststellen. Verlockend für Defraudanten ist in§ 56 aa eingetreten. In diesem Paragraphen sollen Kolonial- sammlung sagt. mein Antrag nicht. Da mein Antrag wenig Aussicht auf Erfolg und Materialwaaren, Manufakturwaaren, ferner Waaren, welche Die städtische Armen Krankenpflege bot 1898/94( nach hat, will ich auf dessen längere Begründung verzichten. handwerksmäßig hergestellt werden, vom Hauſirhandel aus dem neuesten Verwaltungsberichte des Magistrats über die geschlossen werden. Schneider( freif.) legt eingehend dar, wie schwankend städtische Armenpflege) ein etwas weniger ungünstiges Bild als 1892/93. Für die offene"( d. b. in der Wohnung des Er der Begriff Material und Kolonialwaaren ist, und was man fra nften ausgeübte)" Armen- Krankenpflege waren in 73 Medizinal denn unter handwerksmäßig hergestellten Waaren versteht. Will man nun einmal den Haufirhandel vernichten, so sollte man nicht bezirken 71 besoldete Armenärzte thätig, daneben eine Anzahl erst die vielen Polizeiplackereien den Haufirern aufbürden, sondern Spezialärzte, Heilgehilfen, Hebeammen 2c. Im ganzen wurden 58 357( 1892/93: 61 166) Hauskranke behandelt, davon waren gleich sagen, der Hausirhandel ist verboten. 16 pCt. Männer, 51 pet. Frauen, 15 pCt. Knaben unter 15 Jahr, 18 pet. Mädchen unter 15 Jahr. Auf je 1000 Zivileinwohner Berlins kamen rund 35( 1892/93: 37-38) behandelte arme Hauskranke. Aus den voll den Armenärzten erstatteten Berichten wird im Verwaltungsbericht mitgetheilt, daß die Mehrzahl der Kranken, 65 pCt., im Hinterhause wohnte. Nur in 11 von 73 Medizinal- Bezirken überwogen die Vorderhausbewohner, das heißt: sie doch wohnten viele davon in neuen Häusern, dienten vermuthlich vielfach nur als" Trockenwohner", um, wenn sie ihre Schuldigkeit gethan hatten, vom Besitzer an die Luft gesetzt zu werden. Im Keller wohnten 111/4, im Halbstock 1/2, im Erdgeschoß 12, im 1. Stock 14, im 2. Stock 17, im 3. Stock 2014, im 4. Stock 231/2, im 5. Stock 1/2 pt. aller Kranken. ( Die absoluten Zahlen fehlen, tönnen aber aus den abgerundeten Prozentsätzen annähernd berechnet werden.) Daß die obern Stockwerfe mit den stärksten Zahlen vertreten sind, wird man ebenso user Redaktionskollege Dr. Adolf Braun hat gestern begreiflich finden, wie das Uebergewicht der Hinterhausbewohner. Der Verwaltungsbericht bemerkt noch:" Die Wohnungsverhältnisse die Zeugnißzwangshaft angetreten, die kürzlich über ihn werden( in den Berichten der Armenärzte) vielfach als zufriedenin einer, ein geheimes Aftenstück" betreffenden Untersuchung Abg. Paasche: Ich aiebe meinen Antrag gegen Unbekannt" verhängt worden ist. Wie es einem jeden stellend bezeichnet, über die Beschaffenheit der Kellerwohnungen ehrenhaften Journalisten ziemt, hatte unser Kollege sich geweigert, wird aber in den Berichten einiger Medizinalbezirke geklagt. Regierungskommiffar Schierer: Die vom Abg. Baffer in einer Untersuchungsfache Beugniß abzulegen, die zur Erforschung Insbesondere erwähnt ein Bericht, daß die Wohnungen der Armen mann verlangte Bellerhöhung würde die Griftenz der Tabak einer Person dienen sollte, welche nach Ansicht der Regierung uns das in der Regel aus einem einzigen Raume beständen, daß in vielen bauern etwas erleichtern, aber eine Erweiterung des Tabat Material zu einer im Vorwärts" verarbeiteten Angelegenheit Häufern des betreffenden Medizinalbezirks auf einem Korridor 4-6 Parteien wohnten, aus Stube und Küche( also aus 2 Räumen) anbaues nicht zur Folge haben. Die Zurüddrängung des ausgeliefert haben müßte. ländischen Zabats muß die Reichsfinanzen schädigen. In solchem Falle läßt die Herrlichkeit unserer Strafgesetze bestehende Wohnungen nur vereinzelt vorfämen, und daß von Staatssekretär Graf v. Posadowsky: Wenn wir nicht allein zu, daß der Zeugnißverweigerer mit Geldstrafe bis zu manchen Familien sogar noch Schlafleute gehalten würden! Bon theoretisch das Werthzollsystem auch für richtig, aber dreihundert Mart belegt wird; kraft des Gesetzes wird außerdem Krankheiten tamen, wie gewöhnlich, besonders Schwindsucht, Ras es zolltechnisch für zu fchwierig halten, dann müssen noch zur Erzwingung des Beugniffes auf Freiheitsentziehung er tarrhe und Rheumatismus zur Behandlung, außerdem Influenza. Von den Sommer- Brechdurchfällen der Kinder wird gefagt, ihre die Antragsteller auch den Beweis für die Durchführbarkeit ihres fannt, die bis zur Dauer von sechs Monaten ausgedehnt Bahl sei durch bessere Milch, jedesmaliges Aufkochen und sauberes Antrages führen. Wir werden uns dann belehren lassen. Bei werden kann. ten Echwankungen der Tabakpreise, sind die finanziellen Erträge mit dem selbstverständlichen Vorsatz, auch ferner seiner Geschirr, sowie durch die Kanalisation und durch etwas günunsicher. Bei der ganzen Debatte handelt es sich nicht darum Pflicht treu zu bleiben, ist unser wackerer Kollege gestern ins stigere" Wohnungsverhältnisse vermindert worden, doch würde ein wirthschaftspolitisches fondern einginan 3. Gefängniß gegangen; matellos wird er die Stätte verlaffen, ohne die vielen Kinder- Polikliniken die Zahl der überhaupt bedeutender" gefeß zufchaffen. Vier bis fünf Millionen mehr zu er- welche die neue deutsche Reichsherrlichkeit Männern anweist, die armenärztlich behandelten Rinder wesentlich ausgefallen fein. Erkrankungen Erkrankungen an Alkoholismus wurden reichen, ist des Spieles nicht werth. Dann würde ich lieber nur ihrer Ehre nicht zuwider handeln wollen. 171 gemeldet, davon 30 akute, 141 chronische. Desinfektion fand 10 Millionen aus dem Fabrikatsteuer- System nehmen. lub immer mehr Hohenzollerndenkmäler! G3 geschieht 324 Ral statt, fonnte aber nicht immer Ansteckung verhüten. Las Pauschalirungs- System wäre für die kleinen Betriebe heutigen Tages, wo die große Maffe des Volkes erklärlicherweise Aus einem Bezirk wird sogar gemeldet, Desinfektion sei in allen eine Wohlthat, das sehe ich aus einer Aeußerung Mannheimer Tabalinteressenten, nach der man die fleinen Be: unpatriotisch" wie nur je fühlen muß, das menschenmöglichste, vorgeschriebenen Fällen erfolgt jedoch ohne sichtbaren Ertriebe begünstigt fieht und sie nicht aufkommen laffen will. Id um das Andenken der verstorbenen Hohenzollernfürsten wieder folg". Den Heimstätten wurden von Armenärzten 35, von Wie die Sieges- Allee" durch das bekannte Krankenhäusern 279 Genesende überwiesen, der Erfolg war aber resumire: Wir halten noch heute am Fabrikatsteuer- System, sind Geburtstagsgeschenk zu einem ausgehauenen Hofgeschichtskalender oft fein dauernder". Das wird in den Berichten der Aerzte aber dem Werthzoll- System nicht entgegen, wenn man uns feine gemacht werden soll, so will man vor dem föniglichen Schloß vielfach darauf zurückgeführt, daß der Aufenthalt zu kurz sei, zolltechnische Durchführbarkeit beweist. zu Ostern zwischen Frühlingsblumen und Buchsbaumpyramiden daß die Entlaffung oft im Herbst erfolge, der für SchwindAbg. Fres e polemifirt gegen Paasche, der nicht die ge- Hermen( Eäulen) mit Büsten von Hohenzollernfürsten setzen. füchtige gefährlich ist, und daß die Patienten wieder ringfte Ahnung vom Sumatrahandel habe. Redner erklärt ein: Diese Büsten stammen aus dem Weißen Saale, der bekannten in ungünstige häusliche Verhältnisse zurückkehren". Ueber gehend die Vorgänge beim Handel. Mit der Belastung des Stätte der Bußtags- und Weihnachtsentheiligung. Mit den Be- die gefchloffene" Armen- Krankenpflege( d. h. Anstaltspflege Eumatras würde die Bigarre des kleinen Mannes getroffen. lebungsversuchen, die am Patriotismus angestellt werden, geht es giebt der Verwaltungsbericht kein hinreichend klares Bild. Durch Beispiele fucht Redner die Unausführbarkeit des genau wie mit der Erweckung des religiösen Bewußtseins durch Für Rechnung der Stadt wurden in nichtstädtischen KrankenWerthzoll- Systems zu beweisen. Wie denken Sie die Sache mit die massenhaften Kirchenbauten von der Art der Gnadenkirche, in häusern, Kliniken u. f. w. 19 945 Personen verpflegt. Außerdem in unseren afrikanischen Kolonien erzeugten Tabak zu gestalten? Ich bin gegen den Antrag Baffermann. Für den welcher es bekanntlich gleichfalls auf Sonntagsentheiligungen wurden in den städtischen Krankenhäusern und Siechenanstalten 27 588 Personen verpflegt. Doch handelt es sich hier um alle Tabatbau wäre es gefährlich, wieder eine Ueberproduktion nicht angekommen ist. Sie üben auf die Denkungsart des arbeitenden Volles, Verpflegten, auch um die, welche selber, entweder sofort oder herbeizuführen, wie in den Staffel- Jahren nach 1879. das doch zum wesentlichen beeinflußt werden soll, auch nicht die nach einer bestimmten Frist, die Kosten bezahlt haben. Selbst die Abg. Richter: Der Antrag Paasche ist zurückgezogen, allergeringste Wirkung aus. Das arbeitende Wolf weiß, daß Vorschußzahler sind miteingeschlossen. Wie viele Anstaltskranke aber ich würde auch geschäftsordnungsmäßige Bedenken haben, alles, was in irgend einer Beziehung zur Erhaltung des heutigen sei es durch Erlaß, sei es durch längere Stundung der Kosten ihn hier zur Abstimmung zu bringen; er enthält ein ganz neues Gesellschaftszustandes geschieht, ihm zum mindesten gleichgiltig die Hilfe der Armenverwaltung in Anspruch genommen haben, System, über das sich erst das Plenum auszusprechen hätte. bleiben muß. Das arbeitende Bolf und die kampfesfrohe, weil ist aus dem Bericht nicht zuverlässig festzustellen. Praktisch ist nur noch die Frage der einseitigen Zollerhöhung. siegreich vorwärts schreitende Sozialdemokratie verbinden sich von Die gemachten Vorschläge würden in erster Linie die Arbeitslöhne Tag zu Tag mehr zu einem untheilbaren Ganzen, zu einer herabdrücken, die Unternehmer suchten die geringe Preiserhöhung Macht, die mit stolzem Siegesbewußtsein in die Zukunft blickt, wahrscheinlich auf solche Weise am bequemften abzuwälzen. Es wäre was auch die nächste Zeit bringen möge! ungerecht, Finanzgesetze ganz besonders auf Süddeutschland zu aurück. Den " zu erwecken. Tokales. " 〃 " " Der Druckfehlertenfel hat unter den arbeiterfeindlichen Kämpen schon häufig als ein geheimer Verbündeter der Sozialdemokratie gebaust. Ginen ganz verteufelt schlimmen Streich hat er in den letzten Tagen aber dem guten Amtsgerichtsrath zuschneiden; das müßte in Norddeutschland Entrüstung hervor Der Etatansschuß der Stadtverordneten- Versammlung hat W. Schwarze, Mitglied des Reichstages und des preußischen rufen. Hinter den Schutzöllen lauert die Erhöhung der Inlands- so wird uns geschrieben, beschlossen, dem Plenum eine Unter Abgeordnetenhauses, gespielt. Dieser Herr hat die undankbare steuer. Die Tabatbauern werden das bald begreifen und mit stützung der deutschen Gesellschaft für ethische Kultur hinsichtlich und schon so manchem tapferen Ritter übel bekommene Arbeit Ihnen, die Sie die Schutzölle steigern wollen, nicht zufrieden ber von ihr beabsichtigten Lesehallen zu empfehlen. Wie wir übernommen, die Sozialdemokratie in einer Broschüre zu Das Werk des Herrn Schwarze ist mit fein. Die Finanzlage erfordert teine neue Steuer. Der Etat hören, hatte die genannte Gesellschaft dem Magiftrat ein darauf vernichten. etwas umständlichen Titel Was unsere Arbeiter ist sehr mäßig veranschlagt. Und was das nächste Jahr betrifft, hingielendes Gesuch schon unterbreitet. Der Magistrat hatte das dem beschieden. Dieser Beschluß des vom sozialdemokratischen Zukunftsstaate zu erwarten haben" so werden die höheren regulären Ausgaben durch die natürliche Gesuch aber ablehnend beschieden. und verfolgt, wie es in dem Magistrats ist bereits von der National- Beitung" abfällig be- versehen worden, Steigerung der Reichseinnahmen gedeckt werden können. ชิน Abg. Schädler: Dem Staatssekretär steht doch wohl ein urtheilt worden. Wie es scheint, hat der Etatausschuß hier seiner Empfehlung herausgegebenen RetIamezettel heißt, befferer Generalftab zur Seite zur Führung des Nachweises, ob im Gegensatz zum Magistrat das richtige Verständniß für ein den Zweck, den der Verführung durch die sozialdemo die Werthsteuer durchführbar ist, als der Kommission. ausgesprochenes Bedürfniß der arbeitenden Klaffen Berlins ge fratische Propaganda auf Schritt und Tritt ausgefeßten ArJch, der Abg. Glemm und Graf Douglas ziehen unfern An- zeigt. Es ist wirklich an der Zeit, daß in Berlin endlich mit beitern giffermäßig, in anschaulichster Form und in der Sprache trag zurück zu gunsten des Antrags Bassermann. Der Antrag berartigen Einrichtungen ein Anfang gemacht wird. Die großen des einfachen Mannes die Richtigkeit der sozialdemokratischen de Witt ist unannehmbar, er leistet auf wirthschaftlichem Gebiete Städte Amerika's und Englands besigen schon seit Jahren groß- Lehre.... zu beweisen." gar nichts. artige Lesehallen, zum großen Theil von den Gemeinden errichtet, Selbst Städte von jedenfalls aber von ihnen unterstüßt. 100 000 Einwohnern weisen solche Institute auf. In Berlin ist davon nichts zu merken. Man scheint an der leitenden Stelle unferer Stadtvertretung ganz zu vergessen, daß es tausende und taufende von Einwohnern giebt, die in ihrer Behausung zu lesen feine Möglichkeit haben( man denke nur an die Schlafleute) und die gar nicht im stande sind, ihr Lefebedürfniß zu befriedigen. Denn die Voltsbibliotheken, welche nur Bücher nach Hause ausleihen, nüßen diesen Massen der Bevölkerung nichts. In der Zuschrift heißt es weiter: Der Antrag Bassermann( siehe oben) wird mit 18 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Der Antrag de Witt wird mit 21 gegen 7 Stimmen abgelehnt. Von einer solchen Broschüre kann die Sozialdemokratie allerdings nur alles Gute für sich erwarten. Wir werden daher dankbar sein und auch Herrn Amtsgerichtsrath W. Schwarze einen Ehrenplatz in der stattlichen Gallerie unserer unfreiwilligen Förderer einräumen. " Den Buchdruckerprinzipalen, die des langen und breiten von der Hebung des Handwerks" und der Kunst" schwaben, und nebenher weidlich auf die Arbeiter Organisation schimpfen, empfehlen wir, sich die folgende, dem gestrigen" Intelligenzblatt" entnommene Annonce hübsch unter Glas und Rahmen zu legen: §1 der Regierungsvorlage wird einstimmig abgelehut. Nächste Sigung Donnerstag früh 10 Uhr. Gewerbe- Ordnungs- Kommission. Die Kommiffion für Berathung eines Gefeßentwurfes, betreffend die Abänderung der ,, Gesucht sofort ein Mädchen, das selbständig zu sehen Gewerbe- Ordnung( Wandergewerbe) hielt am Mittwoch Vor- Ueber die Gründe, aus denen der Magistrat das Gesuch abs mittag eine Sigung ab. Bur Debatte stand zunächst der§ 60 gelehnt hat, haben wir nichts in Erfahrung bringen können. Wenn und zu drucken versteht und an der Eigelbrudpreffe des Antrages Gröber. Nach diesem Antrag foll bei Ertheilung bas grausige Bedenten, es tönnten die Lefehallen als Wärmehallen Bescheid weiß; gleichzeitig muß dasselbe etwas aus. des Wander- Gewerbescheins die Bedürfnißfrage in Erwägung ge- benugt werden, zu grunde liegt, so ist nach den Mittheilungen, arbeit mit übernehmen. Näheres Charlottenstr. 32a, 2 Tr." Es müßte mit dem Teufel zugehen, wenn der Mann, der die zogen werden, und die Ertheilung nur für einen Berwaltungs- welche die Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur an den Etat- Ausbeutung der weiblichen Arbeitskraft in derart vielseitiger bezirt erfolgen. Die Ausdehnung auf einen anderen Ber- Ausschuß gerichtet hat, diese Besorgniß durch die bisherigen Weise betreibt, nicht eine forsche, sozialistenfreffende Gesellschaftsin der von der Gesellschaft errichteten waltungsbezirk bedarf der Genehmigung. Ein Antrag der Erfahrungen Abg. Krüger( natl.) bedeutet im wesentlichen dasselbe. Lefeballe widerlegt, obwohl der vergangene Winter besonders stüße wäre. Ist die ,, Norddeutsche Allgemeine Zeitung" noch Reptil? Strombed( Bentr.): Der§ 60 in Verbindung mit dem zur Benutzung der Lesehallen als Wärmehallen anloden fonnte. Antrag Gröber in§ 56aa bedeute die Vernichtung des gesammten Auch der Umstand, daß die Lesehalle erst seit turgem besteht, fann für Bu einer Bejabung dieser, wie bekannt, von offizieller Seite neuerHausirhandels, er müsse sich auf das entschiedenste gegen diesen eine Ablehnung des Gesuchs nicht angeführt werden. Bisher haben dings dementirten Frage muß man tommen, wenn man die Paragraphen wenden und würde dies auch thun, wenn er nich die Behörden von Spree- Athen so gethan als ob sie ihren Stolz darin Abonnementseinladung des gesinnungstreuen Blattes liest, in der Die Interessen feines Wahlkreises zu vertreten hätte. Der Antra feßten, Bildungsbefirebungen zu unterstützen. Trotzdem war man es heißt: In besonderen Fällen sind wir bereit, unseren Abon nenten mit Erleichterung der Bezugsbedingungen entgegen zu kommen." " Zur Nachtwächterfrage wird geschrieben: Mit der gänzlichen Beseitigung des Nachtwächterwesens wird es zum 1. April Ein kapitalistisches Blatt leistet sich solche Menschenfreund- nichts werden. Die sämmtlichen Wächter, welche in den drei lichkeit nur, wenn es in anderer Weise für die Erleichterung" Polizeihauptmannschaften Dienst thun, sind fest angestellt und entschädigt wird. fönnen ohne ihren Willen nicht pensionirt werden. Gegen ihren Rücktritt fträuben sich aber diese pflichtgetreuen Beamten und da ihre Placirung in andere Stellungen nicht möglich ist, so werden fie bis auf weiteres ihren Dienst als Nachtwächter noch über den 1. April thun. wird man nicht im Unklaren sein, wenn man weiß, daß es aber älteren ift. Von dem Manne, der es der Wartefrau zugeführt hatte fonnte bis jetzt keine Spur entdeckt werden. " polizei. In Königswusterhausen übergab am vorigen Freitag Nach einer unnatürlichen Mutter fahndet die KriminalAbend eine elegant gekleidete verschleierte Dame dem Portier K. Arbeitergrofchen für Bismarck werden nicht allein auf bend eine elegant gekleidete verschleierte Dame dem Portier R. Schlesischen Gütern, sondern allen Ernstes auch in einer kultivirten eines dortigen Hotels eine Rifte mit dem Bemerken, daß sie dieGegend gesammelt. Fragt man erstaunt, wie das möglich sei, felbe in einigen Stunden abholen werde. Dies geschah jedoch so wird alles begreiflich erscheinen, wenn man erfährt, daß die nicht, und da am Sonnabend der Kiste ein sehr starker natürlich freiwillige Sammlung in den Spandauer Geruch entströmte, so wurde dieselbe geöffnet und in dem BeMilitär- Werkstätten vor sich geht. Unheimliche Gerüchte waren gestern im Westen der Stadt hälter die Leiche eines mehrere Tage alten Kindes entdeckt. Ob Am legten im Umlauf. Demnach sollte ein Mann auf offener Straße Kindesmord vorliegt, dürfte die Obduktion ergeben. Die unBahltage ging ein Meistergehilfe mit einer Liste, auf erschlagen sein. der die Namen sämmtlicher Arbeiter verzeichnet standen, Ergebniß geführt, daß es sich anscheinend nicht um ein Ver- wusterhausen eingetroffen sein. Nachfragen an Ort und Stelle haben zu dem natürliche Mutter soll mit einem Zuge aus Berlin in KönigsDon einem Manne zum andern, damit ein jeder zu brechen handelt. Ehren des vielfachen Millionärs und Millionärzüchters sein revier kam turz nach 5 Uhr durch die Königin Auguftastraße ihre letzten Groschen betrogen worden durch einen dreisten Der Schußmann Bachmann vom 33. Polizei- Eine größere Anzahl Arbeitsloser ist am Dienstag um Scherflein steuere. Selbst die Arbeiterinnen in den und fand auf dem Spazierwege gegenüber dem Hause Nr. 3 Militärwerkstätten wurden nicht verschont. Ueber die Wirkung die Leiche eines noch jungen Mannes auf dem Erdboden Schwindler, der zum Glück bereits ermittelt und festgenommen dieser freiwilligen Sammlung für den Peiniger Deutschlands vor. Neben dem linken Auge zeigten sich Wunden, die Arbeitsloser, welche dort Beschäftigung zu erlangen hoffen. ist. Jm Treptower Parke sammeln sich jetzt täglich große Massen erstens vielfach Sozialdemokraten waren, von denen in hatte der Todie Geld bei sich, und auch dieser Umstand läßt ein Leute und stellte sich ihnen in gebrochenem Deutsch als englischer Ursprunges zu ſein fcheinen. Ferner Gestern trat nun ein junger Mann zu einer Gruppe solcher dieser Weise Geld verlangt wurde, und daß ferner die Spandauer Werbrechen nicht vermuthen. Näheres kann erst durch die Monteur vor, der Arbeiter suche. Die Kunde vom Erscheinen Militärfabriken gegenwärtig im Zeichen der Massengerichtsärztliche Deffnung der Leiche festgestellt werden. In des rettenden Engels" hatte sich schnell verbreitet und bald war entlassungen stehen. gleicher Weise unaufgeklärt ist der Tod der 66 Jahre alten, un der Mann von zahlreichen Arbeitsluftigen umgeben. Mit welcher Freude werden die nächstens brotlos werdenden verehelichten Antonie Felde geblieben, die am Dienstag Abend Monteur" versprach sehr reichen Lohn und so war es erklärlich, Der„ Herr Arbeiter ihre fauer verdienten Groschen für den Mann hingegeben von ihrer Wirthin in der Wohnung, Boffenerstraße 11, auf dem daß gar mancher der Arbeitslosen durch Opferung der letzten haben, der alles gethan hat, um sie zu fnechten und ihnen Brot Fußboden liegend als Leiche aufgefunden wurde. Auch diese Nickel sich die Gunst des Mannes zu erwerben suchte. Endlich und Fleisch zu vertheuern! Leiche ist, wie die erstere, polizeilich beschlagnahmt worden. war die Auswahl getroffen; eine Anzahl Maurer und Die von Kriegervereinen geübte patriotische Sitte, beim Arbeiter, deren Namen der Herr Monteur" genau notirte, war Begräbniß eines Vereinsmitgliedes zu schießen, ist vor einigen von heute ab für Fundamentirungsarbeiten auf dem AusstellungsTagen einer Wittwe Fröhlich aus der Biesenthalerstraße übel be- terrain fest engagirt, einigen anderen, deren Namen der Herr tommen. Als sie sich aus Neugierde nach dem Elisabethkirchhofe Monteur" zunächst nicht wissen wollte, wurde bedeutet, sich gleichbegeben hatte, um einer derartigen Beerdigung beizuwohnen, falls heute einzustellen. In freudiger Stimmung wurde mit dem brang der Spiegel einer Playpatrone der Frau in den rechten Unterarm. Die Wittwe erlitt eine erhebliche Verlegung und unlöschbaren Durst entwickelte, noch etwas gefneipt, und die Herrn Monteur", der einen sehr gefegneten Appetit und einen muß, da sie erwerbsunfähig ist und der Schüße nicht zu ermitteln Neu- Engagirten ließen es sich natürlich nicht nehmen, mit dem war, bis zur Zeit ihrer immerhin fraglichen völligen Genesung Allerlegten, was sie hatten, die Zeche zu bezahlen. Allseits bes von dem Kriegerverein unterhalten werden. friedigt trennte man sich, nachdem der Herr Monteur" noch vielleicht später erscheine, der Zeitverluft werde doch voll feinen Beuten" eingeprägt, ja punkt 1/26 Uhr an der Treptower Ringbahnbrücke sich einzustellen, denn wenn er selbst auch ersetzt werden. Pünktlich waren denn auch alle Leute gestern früh zur Stelle, aber Stunde auf Stunde verrann, ohne daß der„ Herr Monteur" erschien. Es war schon 9 Uhr vorbei, als plöglich einem der Wartenden ein Erdarbeiter auffiel, der an der neuen Erdaufschüttung der Ringbahn emsig karrte. Als man sich den Burschen näher ansah, erkannte man in ihm den„ Herrn Monteur", der über Nacht vortreffliche Fortschritte in der deutschen Spraché szenirung des Schwindels erst geglückt war, Arbeit beim Bahnbau gemacht hatte und sich als ein echt Berliner Kind, als ein bisher stellenloser Schloffer entpuppte, dem es gestern, furz vor Ins Senirung des Schwindels erst geglückt war, Arbeit beim Bahnbau u finden. Es erfolgte zunächst eine sehr deutliche Auseinandergewordenen Schwindler zum Amtsvorsteher brachte. feßung, dann wurde ein Gendarm geholt, der den recht kleinlaut Die gestern den Blättern zugegangene Nachricht von der In der letzten Versammlung des Berliner Lehrervereins wurde die Gründung einer Pensionszuschußtaffe be schlossen. Sodann referirte Geh. Sanitätsrath Dr. Baer über das Thema„ Kann die Schule sich mit Erfolg an dem Kampfe gegen die Trunksucht betheiligen?" Der Redner kam zu dem Schluß, daß nicht die Gesetzgebung gegen der immer weiter um sich greifenden Trunksucht abhelfen könne. Das könnte nur eine eifrige und fortgefeßte Belehrung und Aufklärung. Hier rechnet man auf die Mitarbeit der Schule. In der Debatte wurde darauf hingewiesen, daß die Erfolge des Kampfes solange nicht nennenswerth fein können, als der Staat durch ,, Liebesgaben" die Produktion von Alkohol begünstige, überhaupt den Spiritus als welt Berlins, so wird den Hamb. Nachr." geschrieben, hat die Zu was find solche Burschen nütze? In der Finanzwichtiges Steuerobjekt betrachte. Die Versammlung nahm folgende Resolution an:„ Der Berliner Lehrerverein erkennt es an, daß die Thatsache, daß einer ihrer verlorenen Söhne jüngst die Bant Bemühungen zur Bekämpfung der Trunksucht von großer Wichtigkeit von Monte- Carlo gesprengt hat, Aussehen erregt. sind und wird auch fernerhin soweit als möglich dieselben durch Herr S. junior ähnelt recht wenig Herrn S. senior, der allgemein die Schule unterstützen. Den letzten Punkt der Tagesordnung: als vollkommener Ehrenmann gilt. Herr S. junior ist gewisser Echulausflüge, besprach Lehrer Kalb II in geist- und humorvoller maßen der Typus jener Sorte von Lebemännern, die Rudolf Weise. Die Versammlung stimmte den Leitfäßen des Referenten Straz in feinem Drama" Drohnen" mit viel Sachkenntniß und bei: 1. Der Berliner Lehrerverein erblickt in den Schulausflügen scharfer Beobachtungsgabe geschildert hat: der Sohn eines reichen einen wichtigen Faktor für die gesunde, körperliche und geistige Vaters, sonst aber nichts. Ein Mensch, für den das Entwickelung der Jugend. 2. Die Schulausflüge sollen das für dafür im holden Nichtsthun das Geld mit vollen Händen Leben den Reiz Der Arbeit nicht besitzt, den Unterricht grundlegende Erfahrungswissen des Kindes be reichern und ein die Schulzeit überdauerndes Interesse wachrufen in alle Winde streut. Er lebt geschieden von seiner Frau und für Berlins Umgebung, sowie für seine Anlagen und Samm- läßt sich gewöhnlich alle Jahre einmal von seinem bedauernsIungen. 3. Um eine Betheiligung aller Kinder zu ermöglichen, Monte- Carlo das Arrangement übernommen. Herr G. junior fungen. 3. Um eine Betheiligung aller Kinder zu ermöglichen, werthen Water arrangiren". Diesmal hat die Bank von find die Ausflüge hauptsächlich während der Schulstunden zu bat Glück gehabt; er gewann 300 000 Franks oder mehr. Im S. unternehmen. 4. Die Unterrichtsarbeit auf den Schulausflügen Jubel des Gewinnens schenkte er dem Zimmermädchen des Verhaftung des Herrn Theaterdirektors Charles Maurice finde in einer sichern Zucht ihre Stüße in Marsch und Lauf, Hotels, in dem er logirte, dem Hausknecht, dem Servirkellner soll auf einem Irrthum beruhen. Wie das„ B. T." berichtet, Lied, Spiel und Unterhaltung ihre Würze. und dem Portier je 500 Frants und wollte eben noch einige hat Herr M. die Mittheilung persönlich auf dem Bureau der andere artige Dummheiten machen, als ihn ein Freund am Beitung dementirt. Kragen nahm und in den Eilzug packte, der nach Genua und von dort weiter nach Rom fuhr. Aber auch in Rom giebt es Spielklubs, in denen man, wie jüngst Graf Bisone, fein Geld im und so ist es gar nicht unmöglich, daß Herr S. junior schon heute wieder auf die Hilfe seines Vaters angewiesen ist. Die Juhaber von Sammellisten für die ausgesperrten Brauer und Böttcher werden hierdurch letztmalig aufgefordert, bis zum 7. April er. abzurechnen, da andernfalls die Namen der Restanten im Vorwärts" veröffentlicht werden. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission, Grenadierstr. 10. " " Umsehen loswerden kann der aber ereignete sich am Dienstag Abend ein schwerer Unfall. Gegen Im Manheimer'fhen Geschäft in der Niederwallstraße fieben Uhr, als die Angestellten das Geschäft verließen, fiel eine junge Dame so unglücklich eine Treppe hinab, daß sie das Rückgrat brach und zwar noch lebend, doch im hoffnungslosen Zustande in ein Krankenhaus gebracht werden mußte. Witterungsübersicht vom 27. März 1895. reduzirt auf Barometer stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung 748 SM 749 750 WNW 754 SM 756 752 V 748 NND 748 SM 737 743 • 751 G • Windstärke 85325344228( Stala 1-12) Wetter wolfig Temperatur ( nach Celsius woltig bedeckt 4 halb bedeckt bedeckt heiter 3 6 halb bedeckt moltig Regen 6 halb bedeckt 2 Regen 6 Der Verein Jugendschutz", der 1889 begründet wurde, hatte sich anfangs nur die Aufgabe gestellt, Heime" für allein stehende, unbescholtene Mädchen zu errichten, um diesen einen Ein Ehedrama. Wegen Mordversuchs ist der städtische Echutz gegen die Gefahren des Leichtsinns und der Verführung" Steuererheber Garbe festgenommen und der Staatsanwaltschaft Königsbergerstraße ein sechsjähriges Mädchen durch eine Kutsche Polizeibericht. Am 26. d. M. abends wurde in der zu gewähren. Später erweiterte er den Kreis seiner Thätigkeit vorgeführt worden. In der Nacht zum Dienstag ereignete und brachte seinen Schüßlingen auch allerlei schöne und nützliche sich in seiner in der Tresckowstraße belegenen Wohnung ein überfahren und im Gesicht bedeutend verlegt.. Sachen bei, wie Schneidern, Haushaltung, Kinderpflege u. f. w. bisher noch nicht ganz aufgeklärter Vorgang. G. lebt mit Nüßlich sind diese Dinge nicht nur für die Proletariertöchter, seiner Ehefrau in Unfrieden und hat bereits einen Scheidungsdie sich vermiethen wollen, sondern noch mehr für die Herr- prozeß eingeleitet, weil er an der ehelichen Treue seiner Gattin schaften", welche von dem Verein" Jugendschuh" ihr Perfonal berechtigte Zweifel hegen zu dürfen glaubt. Am Montag Abend beziehen. Es ist daher begreiflich, daß der Verein, der früher nicht befand er sich in einem Wirthshause; dort sollen über seine Stationen. leben und nicht sterben konnte, in letzter Zeit immer mehr Frau Aeußerungen gefallen sein, die ihn auf das äußerste Anklang bei den Damen der Bourgeoisie gefunden hat. Die verlegen und tränken mußten. Als G. nach 1 Uhr heimneueste vom Vorstand an die Presse versandte Mittheilung be- fehrte, machte er seiner schon im Bette liegenden Frau ginnt mit den Vorten:„ Der Verein Jugendschutz hat sich durch Vorwürfe über ihren Lebenswandel und erklärte, daß er sich vor Swinemünde die Ausbildung von Hauspersonal neue Gönnerinnen zu ers Menschen nicht mehr sehen lassen könne, wenn über sie( die Frau) Samburg werben gewußt." Da haben wir das offene Geständniß, daß die in so abfälliger Weise geurtheilt würde. Dann will er der Frau Berlin Bourgeoisie solche Unternehmungen sofort bereitwillig unterstüßt, den Vorschlag gemacht haben, mit ihm gemeinsam zu sterben. Wiesbaden. wenn sie sich einen Vortheil davon versprechen darf. Wir ver- Die Frau ist nach seiner Angabe damit einverstanden gewesen München danken der strebsamen Vorsitzenden des Vereins Jugendschutz" und er habe ihr nun ein Dolchmesser in den Hals gestoßen. Bien überhaupt schon manchen werthvollen Ausschluß über Dann will er versucht haben, sich an einem Kleiderschrank zu erdas Wesen Der ganzen Vereinsmeierei, Haparanda die sich mit hängen; das Vorhaben habe er aufgegeben, nachdem der Theil Petersburg dem Nimbus der Gemeinnüßigkeit" und der Wohl des Holzes, an dem er die Schnur befestigt gehabt habe, ab- Cort. thätigkeit" umgiebt. A13 1893 der Verein seine Schneider- gebrochen sei. Frau G. ist schwer verlegt nach einer Unfallstation Aberdin. furse einrichtete da die empfahl Vorsitzende Frau gebracht worden und schwankt in Lebensgefahr, ist daher noch Paris Rechtsanwalt Bieber- Böhm in einer Versammlung den anwesenden nicht vernehmungsfähig. Dagegen hat sie einem Beamten gegenDamen, ihre Dienstmädchen daran theilnehmen zu lassen. Sie über zugegeben, daß sie mit ihrem Manne zusammen habe sterben Tönnten ihnen ja das Honorar als Weihnachtsgeschent geben. wollen. Diefe Angabe erscheint indeß vorläufig noch zweifelhaft, Auf diesen Vorschlag gingen denn auch fofort mehrere Damen würde aber bei der rechtlichen Beurtheilung der That sehr mit Regenfällen und frischen südwestlichen Winden. ein, indem sie ihre Mädchen anmeldeten. Im Jahre 1891, als wichtig sein, weil dann eine mildere Strasbestimmung Anwendung der Verein noch im Verborgenen blühte, leistete sich der Vorstand fände. ein anderes, nicht minder interessantes Stückchen. Er bat in den Beitungen zum so und so vielten Mal um Beiträge und fügte gegen 7 Uhr vor dem Haufe Rosenthalerstr. 13. Dortselbst geEin Bild furchtbarster Tragit entrollte fich gestern Abend feiner Aufforderung schließlich den Saß hinzu: Ueber die Bei- rieth ein etwa 31/2 Jahre alter Knabe unter einen Pferdebahnträge wird in den Zeitungen mit vollem Namen quittirt." wagen, wurde überfahren und dem Kinde der rechte Arm völlig spiel eines Herrn Wolff- Kassel, Ruth". gehört leider Das im Alexanderplay Theater gestern aufgeführte SchauVielleicht war die ausdrückliche Versicherung mit vollem germalmt. Eine große Menschenmenge sammelte fich an, als der nicht zu denen, die man mit besonderem Behagen genießen kann. Namen" wirklich nothwendig, da ein großer Theil der Wohl- verunglückte Knabe in eine Droschke gehoben werden sollte; da In zum theil merkwürdig verdrehten Versen wird da die Gethäter" nur aus Eitelkeit spenden dürfte; aber die Offenheit, ertönte plötzlich ein markerschütternder Schrei aus der Menge schichte von Ruth, der Wittib und dem reichen Boas verkaudermit der hier an die Eitelkeit appellirt wird, wirkt im ersten heraus; eine Frau stieß die vor ihr stehenden Personen bei Seite wälscht, der die fromme Dame nach vielen Nöthen heimführt. Augenblick doch etwas verblüffend. Auch den„ Kampf ums und brach mit den Worten mein Kind, mein armes Kind" unter Ruth wurde von Fräulein Griep zu dem sinnigen Bilde verDasein", den die verschiedenen gemeinnütigen" und wohl heftigen Krämpfen zusammen. Es war die Mutter des nach dem förpert, als welches uns diese liebliche Gestalt in der Bibel erthätigen" Vereine gegen einander führen, hat der Verein Jugend- St. Hedwigs Krankenhause überführten Kindes, die Frau des scheint. Die anderen Künstler des Nationaltheaters thaten aber schuh" flets mit offenem Visir geführt. Als 1890 auch firchliche Arbeiters P., Gormannstr. 21 wohnhaft. Die Wermste hatte den leider nicht, wie sie sollten. Aber auch ohne das wenig rühmensKreise zum Bau eines Arbeiterinnenheims aufforderten, trat der kleinen unter Aufsicht eines älteren Bruders nach der Straße werthe Spiel wäre dem Dichter kein Ruhm erblüht; von dem Berein Jugendschuh" mit einer Erklärung an die Deffentlichkeit, hinuntergeschickt, das Kind hatte sich von der Hand des Begleiters sonnigen Glanz des Morgenlandes war taum etwas anderes als die sich von dem bei Ramschbazaren beliebten Wort Bitte auf losgerissen und war so verunglückt. Firma und Hausnummer zu achten!" nicht viel unterschied. Und die Eintönigkeit in seinem Stück wiedergegeben. Glücklicherweise war es nur einen Att lang. Kunst und Wissenschaft. Wetter Prognose für Donnerstag, 28. März 1895. Etwas wärmeres, veränderliches, vorwiegend trübes Wetter Berliner Wetterbureau. Theater. " noch im September 1894 lub der Verein zum Besuch seiner Ein geheimnisvoller Vorfall, der nach Berlin hinweist, Haushaltungsschule ein mit dem Hinweise, daß die Haus hat sich am Freitag in Paris ereignet. Zu einer Frau in der haltungsschule des Lettehauses bis Oftober 1895 befeht sei. Die Temple- Vorstadt, die sich davon ernährt, daß sie von Arbeiterinnen Nothwendigkeit eines solchen Kampfes mit der Konkurrenz erklärt ihr anvertraute kleine Kinder tagsüber bei sich behält und beauch die Offenheit, mit der die Gitelkeit und der Egoismus der aufsichtigt, kam ein unbekannter Mann und führte ihr ein kleines Im Luftballon nach dem Nordpol. Wie bereits kurz ge" Wohlthäter" angerufen wird. Nicht alle Vereine dieser Art Mädchen von etwa fünf Jahren zu mit der Bitte, es zu bemeldet, hat der schwedische Aeronaut Oberingenieur Andrée, der zeigen den Pferdefuß der Selbstfucht so unverhüllt, wie gerade wahren, und dem Versprechen, es am Abend abzuholen. Der zu wissenschaftlichen Zwecken schon eine Reihe von gelungenen biefer; aber wenn man sich die Mühe nimmt, den Flitter und Herr war gut gekleidet und gab der Frau fünf Franks, das Luftfahrten unternahm, der schwedischen Akademie der WissenPlunder, mit dem sich die meisten von ihnen vorsichtig behängen, heißt etwa zwanzig Mal so viel wie die Arbeiterfrauen für das schaften einen bis in die Einzelheiten ausgearbeiteten Plan unterein wenig zu lüften, so entdeckt man fast überall darunter Hüten ihrer Kleinen zu zahlen pflegen. Natürlich war die Frau hoch breitet, der eine Erreichung des Nordpols im Luftballon möglich daffelbe. erfreut und übernahm gern den neuen Pflegling. Das Kind war machen soll. Andrée erklärt sich bereit, im Sommer 1896 von „ Wissenschaftliches" aus einer Ahlwardt. Versamm einfach angezogen, sehr still und sah blaß und verfümmert aus. ben an der Nordwestspize Spißbergens gelegenen sogenannten Inng. In einem Referat der" Post" über die Versammlung Auf Fragen und Ansprachen antwortete es nicht, was die Frau norwegischen Inseln aus die Ballonfahrt anzutreten, wenn vom Freitag bei Buggenhagen heißt es: In der Diskussion trat auf Rechnung der Schüchternheit stellte. Am Abend wurden folgende Bedingungen vorher erfüllt sind: Es müßte ein Ballon ein Herr Lange auf, der sich als Philosemit bekannte. Alwardt's alle Pfleglinge abgeholt, blos das kleine Mädchen nicht. Die hergestellt werden, der eine Tragfähigkeit von 3000 Kilogramm Banega cus auf die alten Germanen sei ganz zwecklos für die Frau wartete eine Weile, und da niemand kam, führte sie das besitzt, und zwar aus einem Stoff, daß er sich dreißig Tage heutige Beit. Die Germanen waren ein Indianervolk.( Lachen, zufolge heraus, daß es fein Französisch verstand, sondern nur Ballon irgendwo in den Polargegenden mit Wasserstoff gefüllt heutige Zeit. Die Germanen waren ein Indianervolk.( Lachen, Kind zur nächsten Polizeistation. Hier stellte sich der Voss. 3tg." hindurch in der Luft schwebend erhalten könne. Ferner muß der Lärm.) Tyrikus habe sie sehr günstig geschildert, andere Schriftsteller aber sie als Faulpelze bezeichnet, die auf der Bären- fällig zur Hand und ihm erzählte bas kleine Mädchen, daß es Bedingungen böten teine technischen Schwierigkeiten. Es handele deutsch sprach. Ein Schuhmann, der deutsch verstand, war zu werden können und einigermaßen lenkbar sein. Die beiden ersten haut lagen.( Lärm.) aus Berlin sei und Epinger heiße. Vor kurzem sei es von einem sich dabei blos um die Aufbringung des Geldes. Die FühHerrn weggeholt worden, habe dann eine sehr lange Eisenbahn- rung des Ballons in den Polargegenden würde auch cuf fahrt gemacht und sei zu einer bösen Frau gekommen, die es feine besonderen Hindernisse stoßen, da man ja im stande fortwährend gepeinigt habe. Die Untersuchung ergab an ihrem ift, komprimirten Wasserstoff in jeder beliebigen Menge darganzen Leibe zahlreiche Spuren grausamer Mißhandlungen, die zustellen; die vierte Bedingung ist bereits von Herrn Andrée den Polizeikommissar veranlaßten, das Kind fofort nach dem felbst erfüllt worden, indem er auf seinen Dauerfahrten durch Trouffeau Krankenhause zu schaffen, wo es jetzt in Behandlung die Luft den Beweis erbracht hat, daß er mit der von ihm " Folgendes Tariffuriosum" theilt der Bonentarif" mit: Der Fahrschein Berlin- Erfurt foftet in den drei Klassen: 13,50 9,40 Mart. 18,10 Die beiden Fahrscheine Berlin- Halle und Halle- Erfurt foften zusammen nur: 9,00 Mart. 17,80 12,30 # " erfundenen Borrichtung dem Ballon eine von der Winds Liften für die Brauerei- Arbeiter und Böttcher, 58,05 m. auf der sich erst vor kurzem verheirathet hat, fand ein Mittel, richtung bis 27 Grad abweichende Direktion zu geben im Liften für die Frau des Kollegen Kirchner und 208 M. auf inzwischen seine Mutter und seine Frau aus der Wohnung forts stande sei. Der Ballon soll außer drei Personen Lebensmittel Listen für die Familie des inhaftirten Kollegen Hirsch. Die zuschicken. Als das Kind nach ausgerichteter Besorgung zu M. für vier Monate, alle nöthigen Instrumente, Waffen und Abrechnung vom Maskenball ergab eine Ginahme von 98,10 M., zurückkehrte, fand es diesen allein. Nach allen vorliegenden Munition, ein kleines Boot von Segeltuch, einen Schlitten und eine Ausgabe von 50,05 M. Von dem Ueberschuß( 48,05 M.) erhielt Anzeichen hat der Attentäter an dem Mädchen Luftmord begangen. Attumulatoren zur Erzeugung von elektrischem Licht aufnehmen, die statistische Kommission 21,55 M., über die Verwendung des Durch die Aussage mehrerer Spielgenossen des Mädchens, ohne das Gesammtgewicht von 3000 Kilogramm zu übersteigen. Ueberschusses( 26,50 M.) erbat er sich den Beschluß der Versammlung. die das Kind in die Wohnung des M. hatten gehen, aber Herr Andrée meint, er werde von den genannten Inseln aus mit Die Neuwahl des Vertrauensmannes fiel wiederum auf Rothe; nicht wieder herauskommen sehen, wurde der Verdacht auf gutem füdlichen Wind den Nordpol in 43 Stunden erreichen die sich in seinen Händen befindende Summe von 26,50 M. wurde M. gelenkt. Unter Führung des Raths bei der Polizei fönnen; weht aber der Wind mit ähnlicher Stärke wie im ihm als Entschädigung für seine Mühewaltung und Unkosten behörde Dr. Roscher und des Kriminalkommissars Kämpe vorigen Jahre bei seiner Fahrt von Gothenburg nach der Insel überlassen. Nät her richtete hierauf einen energischen Appell begaben sich noch am Abend mehrere Kriminalbeamte und Gothland, dann würde der Nordpol, nach seiner Meinung, in an die Versammelten, den Vertrauensmann in fräftigfter Weise Schuhleute nach der Wohnung des M., die sie verschlossen nur zehn Stunden zu erreichen sein. Der Vorschlag Andrée's hat zu unterstüßen, in den Werkstätten die rührigste Agitation für fanden. Die Wohnung wurde geöffnet und nach vorgenommener großes Aufsehen erregt und ist von der Akademie der Wissen- den Anschluß der Kollegen an den Berliner Metallarbeiter Ver- Untersuchung bald eine Stelle im Keller gefunden, die mit schaften günstig aufgenommen worden. band zu betreiben und auch in den Sammlungen für den General- frischem Sand bedeckt war. An dem Orte fand sich auch, mit fonds nicht nachzulaffen, damit den Uebergriffen der Unternehmer Backsteinen, die vorher losgelöst waren, in Bastmatten einMölle, der Eine neue Hypothese über die Marsfanäle veröffentlicht jederzeit nachdrücklichst gegenüber getreten werden könne. Zum gewickelt, die Leiche des Märchens vergraben. in der Gäa" Herr A. G. Törnebohm in Stockholm. Diesem Schluß fam die Maßregelung eines Kollegen bei der Firma Rühle, daraufhin in begründetem Verdacht stand, der Mörder zu sein, Gelehrten erscheint es zweifelhaft, daß die triangulär angeordneten Blücherstraße, zur Sprache. Derselbe war, seitdem er in dieser Fabrik wurde bald darauf auf der Straße verhaftet und hat seine That und geradlinig verlaufenden, bisher als Kanäle gedeuteten das Amt des Vertrauensmannes übernommen hatte, stetigen Chitanen auch bereits gestanden. Die Leiche des bedauernswerthen Opfers Gebilde auf der Oberfläche des ebenerwähnten Planeten ausgefeßt und seine Entlassung fonnte nach seiner und seiner wurde kurz nach 92 Uhr ins Schauhaus geschafft. überhaupt Kanäle sind. Da man alles Recht zu der organisirten Kollegen Meinung jede Stunde erfolgen. Am letzten Die Heiligkeit der Ehe. In der Wiener N. Fr. Pr." Annahme hat, daß die Atmosphäre auf dem Mars be- Montag fam er dieser zuvor und legte freiwillig die Arbeit findet sich folgendes interessante Heirathsinserat:" Für einen deutend trockener ist als diejenige unserer Erdkugel, daß nieder. In einer am selben Abend abgehaltenen Werkstattfißung, Fürsten in Deutschland, apanagirt, in den Vierzigern, wohl derfelbe ferner eine viel flachere und viel weniger gebirgige in der die gegen den Fabrikanten zu unternehmenden Schritte fonfervirt, wird eine Gemahlin gesucht( auch getaufte Jfraelitin). Oberfläche befigt wie diese lettere, so glaubt Törnebohm deshalb berathen wurden, war auch ein Mitarbeiter zugegen, der es nicht Gewünscht mindestens zwei Millionen Gulden Mitgift, wovon auch die Anficht aussprechen zu können, daß weit ausgedehnte unter seiner Würde hielt, dem Fabrikanten noch in derselben der zehnte Theil zur Sicherstellung der Selbständigkeit des GeWüstenflächen auf dem Mars vorhanden seien, zumal ja schon Nacht brieflich Mittheilung von den Verhandlungen zu machen. mahls, theilweise auch zur Tilgung seiner Verbindlichkeiten auf früher von anderer Seite aus der rothe Schein dieses Himmelstöpers Am anderen Morgen, als die Kollegen zur Arbeit kamen, erklärte seinen Namen cedirt werden müßte. Nur solche Persönlichkeiten, darauf zurückgeführt worden ist. Leben nun auf dem Mars Herr Rühle dem denunzirten angeblichen Wortführer der welche ganz direkte Fühlung befizen und konvenirenden Falles intelligente Wesen, so läßt es sich nach Törnebohm denken, daß Sizung, daß er von der Unterredung der Kollegen genau unter- rasche fichere Erledigung bieten fönnen, mögen nicht anonym unter dieselben bestrebt waren, Verkehrswege durch die Müften richtet sei und zeigte zum Beweise den Judasbrief. Die Chiffre R. K. 3166 an das Ant.- Bur. d. Bl. ihre Offerten behufs flächen hindurchzuführen, welche dann naturgemäß möglichst Handlungsweise dieses Auch- Kollegen" wurde gebührend ge- Weiterbeförderung senden." gradlinig angelegt wurden, wobei den Marsbewohnern die brandmarkt. Die Maßregelungs- Angelegenheit wird dem Vor- Aus den Zeiten der Zensur. Einem diese Ueberschrift flache Oberflächenbeschaffenheit ihres Planeten zu ftatten fam. stand der Organisation unterbreitet werden. tragenden, Artikel der Grenzboten, veranlaßt durch die Umsturzs Entlang diesen Verkehrswegen soll nun eine künstliche Be Eine Parteiversammlung in Charlottenburg, die am porlage entnehmen wir die nachstehende, auf österreichische Zu wäfferung angelegt worden sein, entweder vermittels Kanälen 26. März abgehalten wurde, nahm Stellung zur diesjährigen stände bezügliche Stelle:... Die Gerichte in ihrer unabhängigeren oder auch mit Hilfe artesischer Brunnen und diese Bewäfferung Maifeier. Das einleitende Referat hielt der Abgeordnete Stellung widerfetten sich im äußersten Falle geradezu, erzeugte wiederum Vegetation, welche für die erwähnten Ver: arm, der die unzulänglichen Leistungen unserer gegenwärtigen und manchmal mit Fronie, wie tehrsstraßen also geradezu bezeichnend geworden ist. Die so mit Arbeiterschutz- Politit mit Schärfe kritisirte und die hohe Be- her mit Behagen erzählte Anekdote zeigt. Pflanzenwuchs bestandenen Strecken auf dem Mars müssen deutung der Maidemonstration bem gegenüber hervorhob. Dem Beitschrift uns dunkler erscheinen als die sie umgebenden Wüstenareale. " eine noch lange nach von Folge hatte in einer in einem Eisenbahnwagen Eine Wiener Bildern vorgeführt, drei einen Auch die dunkleren Flecke an der Kreuzung je zweier oder beifällig begrüßten Vortrage folgte keine Diskussion. Sellin Personen den Vorschlag, die Feier wie im Vorjahre alten Herrn in der Mitte zwischen einem jungen Pärchen, das Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. fönnen. mehrerer solcher Gebilde versucht Törnebohm zu erklären, und in der Weise zu begehen, daß vormittags eine öffent- zuerst hinter seinem Rücken liebäugelte und endlich, als der Alte zwar durch das Vorhandensein größerer Ansiedelungskomplexe, liche Versammlung und abends eine Festlichkeit ftatt- eingeschlafen war, sich füßte. Der Zensor wird den Scherz wohl die an derartigen Stellen ja in erster Linie entstanden sein findet. Ein darauf bezüglicher Antrag fand Annahme; nicht sehr geistreich gefunden haben, aber auch nicht polizeiwidrig; müßten. eine neungliedrige Kommission wurde beauftragt, die Art der der Nachzensor war entfekt und forderte den Staatsanwalt zur Feier zu einer für die Partei würdigen zu gestalten. Auf Antrag Anklage wegen Verspottung des Satraments der Ghe auf. Alz Sube wurde beschlossen, Listen auszulegen, in welche die Partei: Antwort empfing er das höfliche Ersuchen um Vervollständigung angehörigen, denen die Arbeitsruhe nicht möglich ist, einen Theil des Anklagematerials durch den Trauschein des alten Herrn ihres Arbeitsverdienstes einzeichnen. Die Höhe des Beitrages und des jungen Frauenzimmers. Der Prozeß soll nicht eingeleitet Die absonderlichsten Anschauungen über die ist jedem freigestellt. Der Vorsitzende Klick forderte auf, die worden sein. Vom Schuh des Auges. Der Profeffor der Augenheil Pflichten der Arbeiter werden oft von Unternehmern, besonders Einkäufe möglichst schon vor dem 1. Mai zu besorgen, damit die aber von Schlächtermeistern vertreten. Hatte da der Schlächter- Kleingewerbetreibenden gleichfalls an der Maifeier theilnehmen kunde Dr. Ernst Fuchs in Wien nahm kürzlich Veranlassung, den Der Bericht der Zeitungskommission erstattete Schutz des menschlichen Auges eingehend zu erörtern, wobei er meister Kischte die Absicht, am Sonntag, 17. Februar, den Schlächter H. zu entlassen, mit deffen Leistungen er nicht ganz zufrieden war. Sellin. Man hat mit dem bisherigen Spediteur Beyer die Ver- auch das elektrische Licht in den Kreis seiner Ausführungen zog. Einen gesetzlichen Entlassungsgrund hatte er nicht, weshalb er bis einbarung getroffen, daß vorbehaltlich der Genehmigung der Bunächst sprach Prof. Fuchs über die„ Schutzbrillen" und bemerkte, zum Sonntag warten mußte, da das Arbeitsverhältniß unter der be- Parteiversammlung der Betrieb desselben mit allen Aktiven und in der allgemeinen Meinung gelte gewöhnlich die grüne Farbe fannten Bedingung geschlossen war, daß es beiderseits an jedem Passiven in die Hände der Partei übergeht; der eventuelle als besonders gesund", daher werde so oft Aufenthalt im Sonntag bis 2 Uhr nachmittags gelöst werden könne. Als Ueberschuß, der sich durch die Außenstände ergiebt, soll dem Grünen als Mittel gegen Schwachsehen von Laien empfohlen. nun Rischke am 17. Februar das Zimmer feines Gefellen gegen Genossen Beyer zu gute kommen. Anschließend hieran legte die Auf dieser Meinung beruhen auch die grünen Augenschirme und 11 Uhr vormittags betrat, um ihm sein Schicksal an- Kommission folgendes zur Beschlußfassung vor: 1. zur Leitung namentlich die blauen und grünen Brillen, denen man so viel und des Vertriebes der Parteipreffe und sämmtlicher sozialistischer fach begegne. Ja, dieser Glaube an die Heilkraft der grünen zukündigen, da war der Vogel ausgeflogen, man sah denselben am fraglichen Tage nicht wieder. Am Montag Literatur wird ein Spediteur eingesetzt; das Gehalt deffelben be- Farbe sei früher derart verbreitet gewesen, daß selbst Professor 2. Die Einrichtung, Ueber- v. Arlt( der Vorgänger des Prof. Fuchs) die Bänke seines ereilte ihn jedoch das zugedachte Loos, er wurde arbeitslos, ge- ftimmt die Parteiversammlung. zwungen dazu durch den Willen des Prinzipals. Von der zuständigen wachung und Revision des Spediteurs wird durch eine Kommission Hörsaales grün habe anftreichen laffen. Heute steht aber Kammer des Gewerbegerichts, welche einen Lohnentschädigungs- An- besorgt, an die alle Beschwerden zu richten sind. 3. Der Kom- die Sache so, man wisse, daß jedes gefärbte Glas bestimmte Spruch des an die Luft gesezten H. zu prüfen hatte, gab der Be- mission in Gemeinschaft mit den Vertrauenspersonen steht das Fasern des Sehnervs mehr ermüde, als die anderen Fasern, tlagte Schlächtermeister Kischte zu, daß die Sonntagsarbeitszeit für den Recht zu, den Spediteur, dem Unehrlichkeit, grobe und wieder daher werden wohl die einen Fafern des Sehnervs geschont, Winter von ihm auf 7 bis 10 Uhr vormittags festgesetzt gewesen holte Bernachlässigung seiner Pflichten oder ehrlose Handlungen dafür die anderen umsomehr angeftrengt. Deshalb feien blaue sei, daß der jeweilige Gefelle nothwendige Arbeiten aber auch nachgewiesen sind, auf grund eines gegenseitig vereinbarten und grüne Schußgläser, welche nur blaues und grünes Licht später zu verrichten veranlaßt worden wäre. Er war der Meinung, Kontraktes zu entlaffen. Die Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen. durchlassen, gleich unzweckmäßig. Viel vernünftiger sei es, wenn der Kläger hätte nicht nach 10 Uhr verschwinden dürfen, sondern( Ein vom Genossen Klid hinzugefügter Passus 4 besagt, daß alle Lichtstrahlen gleichmäßig abgeblendet werden, was durch ihm bis 2 Uhr zur Verfügung stehen müssen und abwarten, ob er die Abrechnung all monatlich vor dem Ende des laufenden graue oder Rauchgläser am besten erreicht wird. Da aber der Ueber die Funktionen der Ueber- Sehpurpur um Auge durch gelbes und rothes Licht am besten entlassen werde oder nicht. Das Gericht belehrte ihn eines anderen. Monats zu erfolgen hat). Es erwog, daß die genau bestimmte Sonntags Arbeitszeit im wachungs- Kommission und über die Form der Abrechnung wurde geschüßt werde, andererseits die rothen und gelben Lichtstrahlen Betriebe des Beklagten von 7 bis 10 Uhr war und daß des des längeren debattirt. Man entschied sich, fünf Personen in chemisch unwirksam seien, so wäre es, falls man gefärbte Gläser halb dem Kläger aus seinem Verlassen des Geschäfts um 11 Uhr die Kommission zu delegiren; gewählt wurden Beyer, Heit durchaus gebrauchen wolle, am besten, gelbe oder rothe Gläser, rechtlich kein Borwurf gemacht werden könne. Eine Verpflichtung, mann, Sellin, Schwarz und Schnell. Beyer betonte, welche nur gelbrothes Licht durchlaffen, vor das Auge zu sehen, die Entlaffung abzuwarten, hätte für den Kläger nach dem Ge- daß die monatliche Abrechnung nicht nothwendig sei; die Kon weil diese dasselbe beffer schüßen, als blaue oder grüne. Dies fönne ohnedies doch jederzeit ausgeübt werden. gelte namentlich für Arbeiten bei elektrischem Lichte, um die fete nicht bestanden. Fortzugehen, ohne den Meister davon trolle der Abstimmung wurden die oben mitgetheilten Augen gegen die schädlichen, chemisch wirksamen Strahlen zu zu benachrichtigen, wäre vielleicht nicht ganz hübsch gewesen, als der monat schüßen. unbefugtes Verlassen der Arbeit könnte es aber nicht angesehen Paragraphen, einschließlich der Bestimmung werden. Der Beklagte müßte eben die Konsequenzen seiner fichen falschen Auffassung tragen. Auf gutes Bureden zahlte Beklagter freiwillig die Entschädigung. M Bei Vermischtes. " Bum Untergang der Elbe" wird aus London vom Dienstag berichtet: Die von dem Coroner vertagt gewesene Verhandlung über den Untergang des Dampfers Elbe" wurde heute in Lowestoft wieder aufgenommen, jedoch abermals vertagt, und zwar bis zum 30. April. Im Laufe der heutigen Verhandlung erklärte der Coroner, zu den Gründen, welche ihn zu diesem Beschluffe bestimmt hätten, gehöre die Erwartung, der Norddeutsche Lloyd" werde es ermöglichen, daß er, der Coroner, aus Deutschland Zeugenaussagen erhalte, jedoch ließen die in den letzten Tagen eingegangenen Mittheilungen dies ziemlich zweifelhaft erscheinen. " Abrechnung angenommen. Das wöchentliche Gehalt wurde auf 30 M. festgesetzt, außerdem erhält der Spediteur die Entschädigung für eine Stadtbahnkarte. Bei der durch Stimmzettel vorgenommenen Wahl des Parteispediteurs Vom Reichs Versicherungsamt. Häufig weigern fich wurde im zweiten Wahlgange von vier Kandidaten der Genosse Berufsgenossenschaften, Rentenansprüchen zu willfahren, nicht scharnberg gewählt; die Wohnung desselben befindet sich, weil sie einen Betriebsunfall überhaupt bestreiten, sondern weil was die nach Charlottenburg verziehenden Genossen besonders An stelle fie andere Genossenschaften für verpflichtet halten. Dem Auf- beachten mögen, Wilmersdorferstraße 124. werfen einer solchen Kompetenzfrage hatte es der Dienstknecht des erkrankten Genosse Menge wurde Rube II in die LokalRohl zu verdanken, daß er erst nach langem Warten zu einer fommission delegirt. Damit schloß die gutbesuchte Versammlung. Rente tam. Kohl war für gewöhnlich im landwirthschaftlichen Betriebe des Gasthof- und Wirthschaftsbesizers Riedel in Borna beschäftigt. Am 5. Juni wurde er beauftragt, einem Chemnitzer Fuhrmann, der mit seinem Gefährt auf der Landstraße„ stecken geblieben" war, Vorspann zu leisten, was er denn auch that. Als er vor dem Gasthofe feines Dienstherrn, bei dem der Fuhrmann einfehrte, das Pferd abspannte, wurde er von legterem gefchlagen, so daß er einen Armbruch davontrug. Seinen Anspruch auf Rente wies die land- und forstwirthschaftliche Berufsgenossenschaft für das Königreich Sachsen zurück, indem sie ausführte, Vorspann leistungen für Fremde gehörten nicht zum landwirthschaftlichen Betriebe. Derartige Gefälligkeits- Leistungen feien im vorliegenden Falle aus dem Gastwirthschafts- Betriebe Riedel's herzuleiten; die Fuhrleute, denen er gelegentlich Vorspann leifte, tehrten eben bei ihm ein. Das Schiedsgericht war der Der Rhein steigt. Ueber die Waffersgefahr liegen folgende felben Meinung, es wies die Berufung des Klägers Kohl ab. Hiergegen legte derfelbe Refurs ein. Die Rekursschrift verweift Nachrichten vor: Köln, 27. März. Infolge der Meldungen darauf, daß sich Riedel das Pferd lediglich für die Landwirth- von dem weiteren Steigen des Oberrheins erließ das hiesige schaft gehalten habe. Ferner machte Kläger darauf aufmerksam, Hafen Kommissariat die Aufforderung, die auf der Werft daß die Vorspanndienste nur gelegentliche gewesen seien, so daß lagernden Güter schleunigft zu entfernen. Mainz, 27. März. das Einkommen Riedel's hieraus im ganzen Jahr nur etwa Die Rheinhöhe beträgt 370; das Waffer ist über die Ufer ge treten und noch im Steigen. Aus Kehl wurde gestern 304, 40 M. betrug, also garnicht in Frage kommen könne. Vom Reichs Versicherungsamt wurde die Fuhrwerks- Berufs- heute 355 und starkes Steigen gemeldet. Offenbach meldet den und kündigt weiteres genossenschaft dem Verfahren beigeladen, deren Vertreter Wasserstand des Maines mit 439 nachzuweisen suchte, daß der Unfall feine Auftraggeberin nichts Steigen an. Ueberschwemmungen in Böhmen. Aus Prag wird beangehe, da er unter allen Umständen im Nebenbetriebe der Landwirthschaft pafsirt sei. Das Reichs Versicherungsamt verrichtet: Eeit Dienstag Nachmittag fintt die Moldau langsam; urtheilte die land und forstwirthschaftliche Berufs- auch die Nachrichten aus dem Lande konstatiren ein allmäliges genoffenschaft unter der Begründung, zufällige Gelegenheitsdienste Sinken des Wasserstandes. In Prag waren die tiefer gelegenen Der Landwirthschaft verblieben nach mehrfachen Entscheidungen Stadttheile überschwemmt. Die Gefahr ist beseitigt. Stärker geim Betriebe der Landwirthschaft; ein derartiger Gelegenheits- litten hat der Vorort Lieben, dort mußten die Bewohner hastig dienst liege hier aber vor, weshalb die Verurtheilte ver- die Parterre Wohnungen verlassen. Das Wasser reicht bis zu den ersten Stockwerken; in den tiefer gelegenen Häusern mußten pflichtet sei. die Bewohner der ersten Stockwerke auf Kähnen gerettet werden. Die Hafenanlagen in Lieben stehen unter Wasser; 33 Häuser sind > Dersammlungen. W überschwemmt. Eingelaufene Druckschriften. Bon der Gleichheit, Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen.( Stutt gart, J. H. W. Diey' Verlag) ist uns foeben die Nr. 6 des 5. Jahrganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Eine Bebel's Ausbringende Aufgabe. Zur Frage des Frauenstimmrechts. Der Normalführungen im Reichstage über das Wahlrecht der Frauen. arbeitstag für Arbeiterinnen vor dem Reichstag. Der Jahresbericht der badischen Fabritinspektion für 1894.- Feuilleton: Im Dienft.( Frei nach dem Französischen.)( Schluß.) Arbeiterinnen Bewegung. = Kleine Nachrichten. Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Bf., durch die Poft bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungslifte für 1895 unter Nr. 2756) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgelb 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inferatenpreis die zwetgespaltene Betitzeile 20 Pf. Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dc. Setnr. Braun ( Carl Heymann's Verlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 M.). Die soeben erschienene Nummer 25 hat u. a. folgenden Inhalt: Die Borschläge zur Berstaatlichung der Getreide- Einfuhr in Frankreich und Deutschland. Bon Dr. Karl Thieß. Der Antrag Kantz. Von Dr. Eduard David.- Der Kleinmotor und das Kleingewerbe. Von Dr. H. Lur. Internationaler Zertilarbeiter= Kongreß. Industrielle Arbeiter- Gesammtorganisaton in Großbritannien. Gerichtliche Entscheide über Gemertvereine. Der Lockout in der englischen Schuhindustrie. Der Fleischkonsum in Chemniz. Die Arbeitszeit in Rußland. Arbeitslosigkeit in England.- Londoner Postbedienstete. Berichtigung. Die Krankenversicherung im Jahre 1893. An die Lefer. Unter dieser Rubrit zeigen wir sämmtliche der Redaktion zugehende Wir bitten unsere Leser die Nennung der Schriften nicht als Empfehlung der Redaktion, sondern lediglich als Empfangsbestätigung aufzufassen. Blos über diejenigen Erscheinungen, welche im Intereffe unserer Leser oder aus politischen Gründen besprochen werden müssen, veröffentlichen wir, oweit dies der Raum unseres Blattes zuläßt, Kritiken. Genügt einer Berlagsbuchhandlung die Anführung der übersandten Rezensionseremplare in dieser Rubrit nicht, fo bitten wir von der Zusendung der Neuerscheinungen des BerTages abfehen zu wollen. othlage der Landwirthschaft von Wussow. Graubens. Gäbel's Buchhandlung. 80 Seiten. 60 Pfennige. Von?. Salle a. S. Berlag von Kutschbach am Horfte des rothen Adlers. Herr und Diener, Erzählung aus dem ruffischen Boltsleben von Graf Leo Tolstoi. Deutsch von Dr. H. Nostoschny. Berlin, Berlag von Neufeld u. Genius. 100 S., Preis 1 M. literarische Neuigkeiten an. Stizzen aus dem Leben. Kaffel, Verlag von Hühn. Modernes Geschäftsleben von Fr. Buckhardt. Seft 1: Kyllmann u. Ko., Reichs- Gewerbe- Ordnung nebst Ausführungsbestimmungen von Berger und Wilhelmi. 13. vermehrte Auflage. Verlag von Guttentag, Berlin. 420 G., tartonnirt 2 M. Monatshefte von Bernerstorfer; 15. Jahrgang, Beutide Worte. Märzheft. Landwirthschaft und Grundbesitz von Dr. R. Meyer, Böhm= Bawert als Kritiker K. Mary's von Dr. Grabski. Ein Freier". Modernster Typus. Bon Prof. Platter u s. w. Berlag Wien VIII, Langegaffe 15. Ausstellungs- Mißbräuche von P. Chiger. München. Berlag von Schnipler. Freie Arstwahl in Berlin von D. Mugdan. Berlin. Berlag von Die Reform des politischen Parteilebens von G. von Massow. Berlin. Berlag von Liebmann. 60 Geiten. 1 Mart. Schilfe. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine Bahl) Ein Lustmord ist in Hamburg verübt worden. Die im Die Schrauben- und Façondreher hielten am 26. März 13. Lebensjahre stehende Alwine Strahlendorff war bei der Beim Vereinshaus Süd- Ost" eine öffentliche Versammlung ab. hörde als vermißt aufgegeben worden. Die Vermuthung, daß es Nach einem sehr beifällig aufgenommenen Vortrage des Genossen sich auch hier wieder um ein Verbrechen handelt, hat sich leider Braunschweig erstattete der Wertrauensmann Rothe feinen bestätigt. Das Mädchen, das seit dem 25. März 3 Uhr nach Rechenschaftsbericht. Er vereinnahmte von Anfang April 1894 mittags vermißt wird, war um diese Zeit zum Spielen auf die bis Mitte März 1895 265 M. aus dem Verkauf von Bons für Straße gegangen und ist hier von dem Schlosser Mölle, der den Unterstützungsfonds, 116,50 M. für Maimarken, 27,40 M. Raboisen Nr. 39 im Thorweg, Haus 2, bei seiner Mutter wohnt, worden. Entree von vier öffentlichen Versammlungen, 392,10. auf gebeten worden, für ihn eine fleine Besorgung auszurichten. Mölle anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Scherka. Beides ist bereits früher von uns behandelt 3922. Jm Vereinskalender zu ersehen. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Berlag von May Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 74. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 50. Sigung vom 27. März, 11 Uhr. Am Regierungstische: v. Hammerstein, Thielen. In dritter Berathung wird der Gesezentwurf, betreffend die Eingemeindung der Stadt Bockenheim in den Bezirk der Stadt Frankfurt a. M. und die Aufhebung des Amtsgerichts zu Bockenheim, ohne Debatte angenommen. Damit schließt die Generaldiskussion, in der Spezialberathung wird die Vorlage ohne Debatte angenommen. Es folgt die zweite Berathung des Gefeßentwurfs, betreffend die Verwaltung des Pfarr- Wittwen und Waisenfonds und die Fürsorge für die Wittwen und Waisen der evangelischen Geistlichen in den neueren Provinzen. Der Gesetz entwurf wird angenommen. Donnerstag, den 28. März 1895. 12. Jahrg. Geheimrath Beyer erwidert, daß seine Ausführungen über den Rummelsburger Viehhof den thatsächlichen Verhältnissen ents sprechen. gerufen worden, der Umbau des Viehhofes soll nur 80 000 M. Weg, so ist die Gefahr der Ansteckung noch viel größer. Doppelte foften. Das zum Export bestimmte Vieh muß direkt in die Eisen. Schweinebuchten haben wir allerdings nicht, es wird aber sofort, bahnen verladen werden, dann ist der Hof am Schluß des nachdem das Vich heraus ist, gründlich desinfizirt. Glauben Marktes leer und kann gründlich desinfizirt werden. Wenn der Sie, daß ein Landwirth solche Kontrolle übt?( Abg. Ring: Ja!) Magistrat den Umbau nicht machen wolle, so entziehe man dem Herr Ring vielleicht, aber eine so strenge Kontrolle ist dem Land Viehhof die Konzession und konzessionire der Provinz Branden wirth nicht möglich. burg einen Viehhof, wir würden damit ein ganz gutes Geschäft Geheimrath Beyer: Ein wirklicher Viehmarkt besteht in machen. Ferner muß der Landwirthschaft ein Aufsichtsrecht über Rummelsburg nicht, es haben sich bei den Ställen von selbst die Börse und den gesammten Viehhandel eingeräumt werden. Käufer eingefunden, ohne daß die Behörden zunächst etwas erEs folgt die dritte Berathung der Sekundärbahn( Bustimmung rechts.) Nach der Seuchenstatistit stammen die fuhren. Es mußte also wohl ein Bedürfniß dafür bestehen. Es Borlage. Seuchen nicht aus den Ställen unserer Landwirthe, die Ansteckung sind aber schon verschiedene Versuche gemacht, diesen Markt aufBon verschiedenen Seiten wurden wieder Spezialwünsche erfolgt auf dem Transport nach Berlin, entweder im Waggon zuheben. Würde er gänzlich verboten, so würde sich an einem vorgebracht. oder auf den Zwischenstationen, wo der Händler das Bieh anderen Ort in der Nähe von Berlin wahrscheinlich ein ähn Abg. Sattler( natl.): Wenn man auch anerkennen will, zusammentreibt. licher Markt bilden. Wenn ein Bedürfniß für eine solche daß die diesmalige Vorlage reichlicher ausgefallen ist als Landwirthschaftsminister von Hammerstein: Ich kann im Verkaufsstelle besteht, fann man sie nicht ganz unterbinden. Auch sonst, so hätte sie doch noch sehr viel reichlicher ausfallen wesentlichen alle Darlegungen des Vorredners als zutreffend an- für die Landwirthe ist das Bestehen eines solchen Magers müssen.( Sehr gut! bei den Nationalliberalen.) Sie entspricht erkennen.( Hört! Hört! rechts.) Nur scheint mir die Formu- schweinemarkts ein Bedürfniß. nicht dem Bedürfniß, welches im Lande nach dem Bau von lirung des Antrages durch die Ausführungen des Vorredners Abg. Gamp( freitous.): Die Preise auf dem Berliner Bahnen hervorgetreten ist. Gerade Zeiten wirthschaftlicher De- nicht hinreichend begründet. Er hat zwar von administrativen Markte sind für den ganzen Staat maßgebend. Die pression müssen zu solchen die wirthschaftliche Entwickelung Maßregeln gesprochen, gefeßliche aber hat er nicht angegeben. Zulassung der Einfuhr aus dem Auslande tann eine fördernden Unternehmungen benutzt werden. Hiergegen kann die Gerade die letzteren würde ich gern gehört haben. Zur Zeit ist große Gefahr für das ganze Land werden, wenn man das finanzielle Bage nicht ins Feld geführt werden, denn es handelt die Sperrung das einzige uns zu Gebote stehende Mittel, um ausländische Bieh auch nur für manche Schlachthäuser zuläßt. fich im wesentlichen um eine Kapitalanlage, welche das werbende gegen die Verbreitung der Seuche im Interesse der Gegen das Ausland müssen wir also andere Maßregeln ergreifen, Vermögen des Staates vermehrt.( Sehr richtig! bei den National Landwirthschaft vorzugehen. Ich möchte den Antrag denn unser Vieherport ist bedeutend zurückgegangen, weil das liberalen.) Die Art, wie die Interessenten zu Beiträgen heran- ftellern anheimgeben, im Intereffe der Sache dem An- einheimische Vieh nicht genügend geschützt ist gegen die Seuchengezogen werden, hat in der That zu Härten geführt; wir sind trage eine andere Fassung zu geben. Die Regierung einschleppung. Die Hand des Staates muß sich auf diesem Ges einverstanden, wenn hierin eine Aenderung vorgenommen wird. ist der Ansicht, daß folgende Punkte für den Schlacht biete etwas fühlbarer machen als in den letzten sechs Jahren. ( Beifall bei den Nationalliberalen.) und Marktviehhof in Berlin unentbehrlich sind: 1. Tie Ver- Ich beantrage die Ueberweisung des Antrggs an die Agrarmehrung der Stallungen und Schlachträume auf dem Vieh- und fommission, damit die Kommissionsmitglieder sich die Verhältnisse Seuchenhof; 2. Verbreiterung der Ausladerampen auf dem Vieh- selbst ansehen und uns einen ausführlichen schriftlichen Bericht hof, damit das Vieh sofort untersucht werden kann; 3. Un darüber erstatten können. schädlichmachung des Düngers durch Anlage größerer Düngestätten; 4. Herstellung von Anlagen, welche es ermöglichen, daß die Züge nur zur Tageszeit eintreffen, damit sofort bei Tage eine Untersuchung eintreten fann. Ueber alle diese Maßnahmen wird Abg. v. Mendel Steinfels( f.): Der Minister muß die schon seit Jahren verhandelt und zwar durch das Polizei Seuchengefahr ernsthaft im Auge behalten. Herr Ring schäßt die präsidium unter Mitwirkung des landwirthschaftlichen Ministeriums. Schäden der Seuchen noch viel zu gering, wenn er sie nach Der Magistrat hat felbst anerkannt, daß die Einrichtungen den Millionen bemißt. Ohne Buchung über jedes Stück Vieh Die Schuld liegt entziehen fich Anforderungen durchaus nicht entsprechen. die Händler der Kontrolle; in Halle jedoch wohl nicht an diesem, sondern, da die geforderten Ein- hat ein Händler einmal sein Vieh im Keller versteckt. richtungen recht erhebliche Kosten verursachen, macht die Stadt Der Handel wird viel zurüdsichtsvoll behandelt. vertretung Echwierigkeiten. An gefeßlichen Maßnahmen könnte Der Landwirthschaft muß geholfen werden, so höchstens eine Aenderung der Gewerbe- Ordnung in Frage kommen. darf es nicht weiter gehen. Wir verlangen eine einheitliche Abg. Ring( t.) Der Berliner Schlachtviehhof schädigt bei Bur Zeit enthält sie noch keine Bestimmung darüber, welche Ein- zuverlässige Notirung der Fleischpreise, einen Handel nach Lebendden heutigen Zuständen den Biehhandel und die Landwirthschaft richtungen für einen Viehhof verlangt werden können. Das einzig gewicht und eine entsprechende Klassifikation des Fleisches. Deutschlands, es ist nicht nur ein Viehmarktplay, sondern bat denkbare wäre, daß die Regierung befugt ist, diejenigen Maß- Früher ging der Schlächter selbst zum Einkauf aufs Land; durch infolge seiner großen Frequenz und seines Exports die größte nahmen und baulichen Einrichtungen ihrerseits vorzuschreiben, die Einführung der Wiehhöfe, die ja an sich sehr zweckmäßig sind, Bedeutung für die Landwirthschaft überhaupt. Durch das welche sie für erforderlich hält. Das Gesetz giebt aber feine Vor- hat sich ein sehr umfangreicher Zwischenhandel gebildet, der den Steigen und Fallen der Preise am Berliner Viehhof wird die schriften, auf grund derer derartige Anforderungen an die Stadt- meisten Nugen zieht und die Preise für die Konsumenten erhöht. Landwirthschaft of das engste berührt. Der Berliner Viehhof gemeinde gerichtet werden könnten bei der Konzessionirung eines Damit schließt die Diskussion. ist sehr gut angelegt, äußerst sauber gehalten und hat unter Schlachthofes. Der Weg der Zwangsetatifirung kann nicht bepolizeilicher Aufsicht eine gute Verwaltung. Er zerfällt aber in schritten werden, da eine gefeßliche Verpflichtung auf feiten der zwei Theile, der Schlachthof und der Viehhof; infolge dieser Stadt nicht vorliegt. Dann ist gesagt worden, man solle der Einrichtung hat aber mehrmals eine Sperrung der ganzen Stadt die Konzession entziehen. Aber wie fann man einer Stadt von Anlage stat finden müssen, da dieselbe als untheilbares Ganze zwei Millionen Einwohnern diesen Markt- und SchlachtDurch diese Sperrungen, die wiederholt verkehr entziehen, ohne sofort den nothwendigen Ersatz zu angefehen wird. auf Wochen vorgekommen sind, wird die Landwirthschaft schaffen. Es ist auch die Frage erwogen, ob man nicht mit benachteiligt, da die Sperrung die Preise drückt. Schon 1888 Ordnungsstrafe gegen die Stadtverwaltung vorgehen könne. verlangte das Polizeipräsidium die vollständige Trennung des Was sollen aber solche kleinen Mittel! Das wäre ein Schlag Ghachthofes vom Biehhof, wir stehen aber noch heute auf dem ins Wasser. Der Rummelsburger Viehhof kann nicht dem Polizeifelben Fleck. Durch den großen Verkehr zwischen dem Viehhof präsidium unterstellt werden; das liegt an der staatlichen Or und Schlachthof ist die Verschleppung von Seuchen leicht. Der ganisation. Es tönnte aber der Landrath sich mit dem PolizeiMagistrat verlangte damals sofort von der Etadtverordneten präsidenten sehr gut in Verbindung setzen hinsichtlich der gemeinBersammlung die Mittel zu einem Umbau, es ist aber bis jetzt, famen Handhabung der Veterinärpolizei. nach sieben Jahren, noch nichts geschehen, die Landwirthschaft leidet noch immer unter den Sperrungen. Dadurch, daß nur eine Düngerstätte vorhanden ist, von welcher der Dünger in die Eisenbahnwaggons geladen wird und an welche auch der Dünger feucheverdächtigen Biehs gebracht wird, kann die Seuche in alle Landestheile verschleppt werden. Der gesammte Dünger müßte sofort an Ort und Stelle zu Poudrette verarbeitet werden. Der deutsche Landwirthschaftsrath hat diese Schäden auch schon anerkannt. Durch eine Waggonladung Dünger aus Berlin sei in Kreise Halle ein Seuchenschaden von 450 000 M. hervorEs folgt die Berathung des Antrags der Abgg. Ring( t.) und Genossen: Die Lönigliche Staatsregierung zu ersuchen mit möglichster Beschleunigung diejenigen administrativen und gefeßlichen Maßregeln zu ergreifen, welche nothwendig sind, um die durch die wiederholten Sperrungen des hiesigen städtischen Vieh- und Schlachthofes der einheimischen Landwirthschaft und dem Vieh handel zugefügten schweren Schäden für die Zukunft zu be feitigen. Literarische s. Engels: Herrn Eugen Dühring's Umwälzung der Wissenschaft.( Dritte durchgesehene und vermehrte Auflage. Stuttgart 1894.) die Abg. Ning beantragt die Ueberweisung seines Antrages an um 7 Mitglieder zu verstärkende Agrarkommission. Das Haus beschloß demgemäß. Echluß 33/4 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 11 Uhr.( Kleinere Vorlagen; Interpellation v. Mendel Steinfels wegen Ver fälschung der Düngemittel; Rechnungssachen.) Gerichts- Beitung. waren Die Vereinigung deutscher Schuhmacher" hatte in Stendal eine sogenannte Zahlstelle errichtet. Die drei Leiter der felben hielten sich nicht für verpflichtet, Statuten zc. der Orts Abg. Langerhans( fr. Bp.): Der Stadt Berlin kommt es Polizeibehörde einzureichen, weil sie der Meinung waren, die nicht auf ein paar hunderttausend Mark für Umbauten an, sondern Bahlstelle an sich sei kein Verein im Sinne des§ 2 des Vereinss nur darauf, daß die Bevölkerung gutes Fleisch erhält und daß der gesetzes von 1850, welcher eine Einwirkung auf öffentliche Ans Viehhandel gesunde und vernünftige Bahnen geht. Die Sperren gelegenheiten bezwecke. Polizei und Straffammer haben nicht viel geholfen, die Seuchen werden dadurch nur in die anderer Meinung, letztere verurtheilte die drei„ Vorsteher" unkontrollirbaren Viehherbergen gedrängt. Der Berliner Schlachthof der Bahlstelle Stendal der Vereinigung deutscher Schuh. ist vom Viehhof genügend getrennt durch eine Mauer und eine macher". Das Kammergericht hat nun jetzt jenes Urtheil Eisenbahntrace. Ist nur ein Schwein feucheverdächtig, so wird auf die eingelegte Revision hin bestätigt bezw. die Revision die ganze Bucht sofort in das Polizei Schlachthaus gebracht. verworfen. Unter einem Verein sei jede dauernde Vereinigung Hat das Vieh vom Viehhofe zum Schlachthofe einen längeren mehrerer Personen zur Verfolgung gemeinschaftlicher Zwecke zu in der neuen Auflage durch einige Zusäße aus dem ursprünglichen Mary'schen Manuskripte vermehrt wurde. Alles übrige, von Engels herrührend, ist unverändert geblieben. Auf die Bedeutung des Werkes irgend näher einzugehen, dazu bedürfte es einer besonderen Artikelferie, einer kritischen Würdigung des ganzen von dem modernen Sozialismus repräsen tirten Gedankenbaues. Der Raum einer einfachen literarischen Anzeige würde so weit überschritten werden. " -.. " ganze durchjudete" Sozialdemokratie aufgewandten Lungenfraft einiges zum Schlusse hierhergesetzt. Der sich vorzugsweise wissenschaftlich nennende Sozialismus so werden wir auf G. 560 belehrt wird echt wissenschaftlich nur verstanden und begründet, wenn man ihn auf seine Wurzeln im recht eigentlich wissenschaftlichen SpigbubenDas klassische Werk von Engels ist vor einigen Monaten in thum zurückführt. Das Studium fann freilich hier keine der dritten Auflage erschienen, ein erfreuliches Zeichen dafür, ganz saubere Befassung bleiben und einigem etlen Dunst wie auch die sozialistische Literatur, welche hohe Anforderungen Der zweite und der dritte Hauptabschnitt des Buches( letterer nicht entgehen; dafür kann es aber auch zur vollen Ent über die an das Nachdenken des Lesers stellt, in immer weitere Reihen auch als" Entwickelung des Sozialismus von der Utopie zur täuschung Verwüstung der Wissen= dringt. Eugen Dühring, der sich in wüthenden Schimpfereien gegen Wissenschaft" als besondere Broschüre herausgegeben) sind bereits fchaft gelangen, die seitens der Vertuppelung von die Sozialdemokratie erschöpft wir werden einige Proben davon sozusagen geistiges Eigenthum der Partei; sie wirkten neben dem ga unerischen Verlehrtenthum und Agitatoren. mittheilen gehört bei alledem eigentlich zu den um unsere Sache Kommunistischen Manifest" als literarische Hauptpropaganda thu m betrieben worden.. Ein Gemeinschaftes besiverdienten Männern. Hätte er seine freiheitlichen", sozialistisch mittel des Marxismus und haben außerordentlich dem Verständ. sinn, der auf Mittheilen und Geben am anderen erpicht wäre, schillernden Schriften nicht mit soviel absprechenden Renommiste niß unseres theoretischen Hauptwerts, des Mary'schen Kapital", ist die reine Heuchelei; wohl aber besteht ein Sinn, den nach der reien und thörichten Ausfällen gegen die wirklichen Vorkämpfer vorgearbeitet. Ebenbürtig wenngleich in seinem Gedanken- Habe der anderen gelüftet, und der sie sich zulegen möchte. Das des Sozialismus gewürzt, und hätte der Applomb feines Auf gehalte weniger bekannt steht diefen beiden der ist der Sinn, in welchem die Hebräercommuniste n tretens nicht auch in sozialistischen Kreisen einen gewissen Ein- erste Hauptabschnitt, Philosophie" überschrieben, gegenüber. neuesten Schlages den Kommunismus verstehen, und fir brud gemacht, so wäre Engels Anti Tühring- diese viel Wenn Engels in diesen Kapiteln Herrn Dühring auch auf schein diesen Inbegriff spitbüberischer Belleitäten seitigste, aufklärendste und geistreichste Streitschrift des modernen bar ganz abgelegene Gebiete folgt, so haben seine Ausführungen finden sie innerhalb der Wassen genug wahlverwandte Sozialismus eben ungeschrieben geblieben. Und wer weiß, doch auch hier eine enge Beziehung zu dem Gedankenkern des Elemente..." Auf S. 563 wird Engels' Anti- Dühring ob der positive Gedankengehalt, den Engels hier in modernen Sozialismus, der unter seinen Vorfahren, um ein recht nett als eine fleine Unternehmung" gegen mich, die Mary polemischer Form gleichsam spielend entwickelt, auch ohne solchen Engels'sches Wort zu gebrauchen, auch die deutsche klassische unter dem Namen seines Friedrich, nämlich des Herrn F. Engels Anstoß literarisch von ihm herausgearbeitet worden wäre? Wir Philofophie zählt. Im Nachwort zum Rapital" hatte Mary 1877 zur Welt gebracht" bezeichnet. Was, heißt es dann weiter, haben also am allerwenigsten Ursache, mit Dührings Preduktionen feine eigene Methode als dialettisch" bezeichnet, aber hinzugefügt, sofort sichtbar werden muß, ist die verlehrte 3er unzufrieden zu sein. Nur er selbst hätte Grund dazu, denn die sie sei ihrer Grundlage nach nicht nur von der Hegel'schen ver- fahrenheit und Abgerissenheit in den sich am meisten literarische Unsterblichkeit, welche er sich auf diese Weise zugezogen, schieden, sondern ihr direktes Gegentheil." als wissenschaftlich ausgekenden Machwerken von Mary Judem Engels nun den philosophischen Querfahrten des und Genossen. Was nun eine derartige Verwüstung der ist nicht gerade von der angenehmsten Art; es ist etwa die näm liche Sorte Unsterblichkeit, die dem gleichfalls allzu selbstbewußten Segel- feindlichen Herrn Dühring nachgeht, erhält er so die Ge- Wissenschaft in Uebertragung auf die Bearbeitung der Massen Hauptpaftor Götze weiland durch Lessings Bemühungen zu theil legenheit, das was bei realistischer Grundansicht von der so-( welch ein germanisches Deutsch!) an Verstandes.Ber. wurde. genannten Dialektik als stichhaltig übrig bleibt und damit zugleich renkung und sittlicher Urtheitsfälschung zu Die neue Auflage des Anti- Dühring weist nur im zehnten die Mary'sche Auffassung der Dialektik nach verschiedenen leisten vermöge, dafür hat der geistig je länger mehr Rapitel des zweiten, Politische Dekonomie" betitelten Haupt. Seiten hin tlarzulegen und an Beispielen anschaulich zu dest o herabgekommene Zustand der Vor allem weift er schlagend nach, abschnitts einige Aenderungen, oder vielmehr Zusätze auf. Das erörtern. daß, sich deutsch nennenden Sozialdemokratie be= betreffende Kapitel ist, wie Engels bereits im Vorwort zur erften auch wo sich Mary im Kapital" gelegentlich Hegel'scher Ausreits hinreichende Pröbchen geliefert. Die fragliche Auflage erklärte, von Mary beigesteuert; es tritifirt Herrn drücke bediene, die Beweisführung immer streng realistisch, nie Art von Sozialdemokratie( von Dühring auch als" Halbwelt" Tühring's Leistungen als Historiker der politischen Dekonomie im Hegel'schen Einne metaphysisch- dialektisch sei. Es leuchtet ein, bezeichnet) verräth das Volk doppelt, ja dreifach. Sie verräth mit beißendem Spotte und giebt positiv auf dem Raume wie wichtig für das richtige Verständniß des„ Kapital" auch diese es erstens an die Hebräer, zweitens an die autoritätlerischen eine Reihe höchst belehrender Auf- Ausführungen des Engels'schen Buches sind, um so wichtiger, Verlehrten und drittens an den reaktionären Zwangsstaat." In weniger Seiten schlüsse über die Entwickelung der ökonomischen Theorien als noch heute auf gegnerischer Seite so viel von dem dialektischen diefem Tone geht dann die Skandalmacherei luftig weiter, Seiten im 17. und 18. Jahrhundert. Diese Ausführungen find Mysticismus bei Mary gefabelt wird. und Seiten hindurch. eine glänzende Ergänzung zu den Gykursen, die Mary in der Unter diesen Fabulanten steht Herr Eugen Dühring troß der Die Urtheilslosigkeit, welche nicht einsieht, daß ein solches „ Kritik der politischen Dekonomie" und im Kapital" auf das ihm zu theil gewordenen fräftigen Belehrung auch heute noch tomödiantisches Wüthen die eigene Person viel ärger bloßstellt, als Gebiet der Geschichte der Theorie unternommen hat. Seine Be- immer obenan. Er scheint aus dem Engel'schen Buche nur das Engels' fachliche Kritit es je vermochte, ist geradezu ein psychomerkungen, wie aphoristisch immer, geben einen Einblick in den eine entnommen zu haben, daß es Leute giebt, die aus an- logisches Problem. Wer sich für dasselbe interessirt, der lese die Werdegang der ökonomischen Doktrinen, von dem Herr Dühring geborenet innerer Schlechtigkeit ihn durchaus blamiren wollen, bochintereffanten Reminiszenzen nach, die Bernstein in Nr. 4 dieses wie die übrigen Geschichtsschreiber der Theorie sich auch nicht Leute, gegen welche man infolgedessen mit potenzirter Lungen- Jabrgangs der Neuen Zeit" veröffentlicht hat. Sie geben ein Um so mehr ist es zu fraft zu Felde ziehen müsse. Aus der neuesten, theilweise um- anschauliches Bild von dem Dübring der 70 er Jahre. Die Selbsteinmal etwas träumen lassen. bedauern, daß wir eine abgeschlossene Geschichte der Werth- und gearbeiteten" Auflage seines Kursus der Nationals und Sozial- fritit und damit die Kraft, andere zu kritisiren, scheinen seitdem Mehrwerthlehren, die Mary als Schlußband seines Kapital" ökonomie" von 1892, die übrigens auch nicht einen einzigen, bei Herrn Dühring noch schwächer geworden zu sein, während herauszugeben beabsichtigte, faum mehr zu erwarten haben. halbwegs ernsthaften Widerlegungsversuch gegen Engels, feine Lungenkraft aber durch die Uebung andauernd u Dies zehnte Kapitel ist, wie bereits gesagt, das einzige, das Schrift bringt, sei als Probe dieser gegen Mary, Engels und die genommen hat. C. S. gegen waren Don dem Seitens der er. zu= verstehen. Auch die Zahlstelle eines Vereins, der auf öffentliche industrie hielt. Der zweite Punkt der Tagesordnung, Abrechnung| lung für die in der Maaßbranche Beschäftigten nach Cohn's Angelegenheiten einzuwirken bezwecke, wie das von der Ver- vom Mastenball, mußte abgesetzt werden wegen Nachlässigkeit| Fesisälen in der Beuthstr. 22 einberufen. Veranlassung hierzu einigung deutscher Schuhmacher" unftreitig sei, müffe demnach eines Kollegen, der noch im Rückstand mit feinen Billets war. waren die vielfachen Mißstände in den verschiedensten Geschäften, den Bestimmungen des§ 2 des Vereinsgesetzes nachfommen, Sodann wurde die Abrechnung des Hauptvorstandes vom letzten bezüglich Nichtinnehaltung der festgefeßten Tarife. Eingeladen unter anderem also die Statuten der Ortspolizeibehörde ein- Quartal zur Verlesung gebracht. Ferner befchloß die Versamm waren die Kollegen von M. Lewin, Friedrichstraße, Hennig, und Werderscher Markt, Baer lung, den Arbeitsnachweis Ackerstr. 145 bei Wiel zu verlegen Friedrichstraße, Gerson, reichen. Brücken und Chausseestraße. Gleichzeitig war Traurige Folgen der Trunksucht zeigten sich durch eine weiter wurde noch eingehend die Maßregelung der drei Kollegen an jene Firmeninhaber die briefliche Mittheilung und findet die Arbeitsausgabe vom 25. März ab dort statt. Sohn, Verhandlung, welche gestern vor der neunten Straffammer des daß in der von der Firma Maier, Küstriner Play, besprochen. Zum gangen, gegenwärtigen Versammlung die Landgerichts I stattfand." Aus der Untersuchungshaft wurde der Schluß ermahnte der Vorsitzende die Anwesenden, recht rege für bei ihnen plakgegriffenen Mißstände öffentlich besprochen 33 jährige Maler May Weiland vorgeführt, welcher der die nächste Versammlung zu agitiren, die am 16. April stattfindet, würden. Während die Kollegen recht zahlreich vertreten waren, schweren Mißhandlung seines leiblichen Baters, der wiederholten in der die Neuwahl des gesammten Vorstandes vollzogen wird. glänzten die Herren Firmeninhaber durch Abwesenheit. In Bedrohung und des Betruges angeflagt war. Infolge der Trunksucht und Arbeitsscheu des Angeklagten hat sein Vater sich Der allgemeine deutsche Tapezierverein hielt am ſeinem einleitenden Referat nahm Kollege Timm Gelegenheit von ihm losgesagt. Im Frühjahre 1893 brang der Angeklagte 20. März eine Mitgliederversammlung ab, welche leider fehr festzustellen, daß in denjenigen Werkstätten, in denen ein Stamm mit Gewalt in die Wohnung der Eltern. Sein Vater trat ihm, schwach besucht war. Kollegen Schmidt und Aubert gaben einen organisirter Kollegen arbeitet, das im Streit vor zwei Jahren sich auf Stöcken stützend, entgegen, er hatte vor einigen furzen Bericht von der Generalversammlung in Hamburg. In Grrungene, troß Versuche Abzüge zu machen, ohne die Abweichung festgehalten wurde. Dahingegen Monaten ein Bein gebrochen. Nach kurzem Wortwechsel ver der Diskussion sprachen die Kollegen Bechert und Mestopf ihre geringste genauer Untersuchung seitens der Agitations wies der Vater dem Angetrunkenen von neuem die Wohnung. Befriedigung über die Thätigkeit der beiden Delegirten, sowie muß nach Weiland soll demselben nun mit dem Stiefel einen so heftigen über die in Hamburg gefaßten Beschlüsse aus und wünschten, Rommission fonstatirt werden, daß bei M. Lewin in der Tritt gegen das noch nicht geheilte Bein versetzt haben, daß sein daß lettere ein Anfporn zu neuer, frischer Arbeit sein mögen. Friedrichstraße vielfach an den tarifmäßig festgesetzten ExtraBater ohnmächtig zu Boden fant. Bei einer anderen Gelegen Unter Beschiedenem bringt Bechert einen Fall zur Sprache, arbeiten Abzüge gemacht werden; für Westen z. B. beträgt der heit soll der Angeklagte seinen Bater mit den Worten geschüttelt welcher wohl geeignet ist, zur Kenntniß der Kollegen zu kommen, Abzug 50 Pf. pro Stück, motivirt wird diese Maßnahme damit, haben: Sund, jetzt mußt Du unter meinen Fingern sterben!" um sie vor Schaden zu bewahren. Bechert hat auf eine daß des neu angestellten Zuschneiders Gehalt dadurch gedeckt Infolge der Trunfsucht des Angeklagten war auch sein Ehe- Annonce in Kulmfee bei Thorn eine Steliung angenommen. werde. Hoffmann bezahlt nur denjenigen tarifmäßig, die leben zerrüttet. Seine Frau hatte ihn verlassen. Während Diefer Prinzipal", ein Herr Werner, tommt alle Frühjahr nach darauf bestehen, anderen dagegen macht er Abzüge, je nachdem dieser Zeit knüpfte der Angeklagte mit einem Dienst Berlin, um sich möglichst junge Leute zu holen, weil er diese am sich's die Kollegen gefallen lassen; den ihm zugestandenen zweimädchen ein Berhältniß an, beften als Ausbeutungsobjekte benützen kann. Der Lohn und klassigen Tarif dehnt er nach Willkür bis zu einem vierer wußte, bis fünfklassigen aus. Keller und Furch preisen in daß es sich gegen 800 M. erspart hatte. Er vermochte es, den Wohnung seien ganz miserable, wie Redner bemerkt, und wenn Dienft zu fündigen und mit ihm eine gemeinsame Wohnung zu der Arbeiter nicht nach dem Willen dieses Herrn ist, wird ihm Birkularen ihrer Kundschaft die Einrichtung eigener Werkbeziehen, wobei er ihr vorspiegelte, daß er mit seiner Frau in sein Dasein mit einer Tracht Prügel versüßt, was erst kürzlich hätten an; zur Bestreitung der Kosten hierfür wird den dort Scheidung liege, sobald der Prozeß beendet sei, werde er sie wieder einem Bildhauer passirt ist. Um sich die Arbeiter fest zu arbeitenden 7 bis 8 Kollegen für große Stücke je 75 Pf. Play= heirathen. Innerhalb furzer Zeit hatte der Angeklagte den halten, fauft er ihnen Kleidung u. f. w. und zieht es ihnen in geld von der tarifmäßigen Bezahlung abgezogen, ähnlich der größten Theil der Ersparnisse des Mädchens durch die Gurgel leinen Raten vom Lohne ab. Auf diese Art sind dann die schon vielfach bekämpften Einrichtung bei Solms u. Hußgejagt. In betreff der gegen den Vater verübten Mißhandlung Arbeiter gezwungen zu bleiben und die Behandlung zu ertragen. feld, deren Werkstätte dabei kaum den Anforderungen der hatte der Angeklagte das Glück, daß sein Vater das Für die Reise wird nur die Hälfte der einfachen Tour bezahlt Gewerbe- Ordnung genügt. Hennig, Friedrichstraße, hat von Zeugniß verweigerte und da weitere Zeugen nicht zu- und weil man sich bei dem erbärmlichen Lohn nichts zurücklegen den tarifmäßig festgefeßten Löhnen für große Stücke von 1,50 M. gewesen so mußte der Angeklagte fann, muß der Arbeiter, wenn er dieses Arbeitsverhältniß ver- bis zu 3 m. abgezogen. Mit Gerson, Werderscher Markt, Klagen fanden seitens der Agitationskommission im vergangenen freigesprochen werden. Aber wegen des Heirathsschwindels laffen will, zu Fuß den Weg retour machen. beantragte der Staatsanwalt 2 Jahre Gefängniß, nachdem die nußen nichts, weil ein Gewerbegericht nicht vorhanden ist. Redner Jahre verschiedene Unterhandlungen statt zwecks Wiedermedizinischen Sachverständigen begutachtet hatten, daß der An- warnt alle Tapezirer, Tischler, Bildhauer und einrichtung der feinerzeit eingegangenen Werkstätten, von Firmenvertretern wurde der Kommission ein geflagte durch den Alkoholismus zwar moralisch und physisch Drechsler, nicht in diese Falle zu gehen. Zum Schluß wird den fagendes Versprechen gemacht. Ferner fanden Verhand heruntergekommen sei, aber feineswegs als geistestrant angesehen bekannt gemacht, daß am 2. Osterfeiertag das Stiftungsfest gelungen wegen Regelung eines zweiten Tarifs statt. Hier werden könne. Das Gericht verurtheilte den Angeklagten wegen feiert werden wird. wurden von den Firmeninhabern Bedingungen gestellt, die von des Heirathsschwindels zu einem Jahre Gefängniß. Am Donnerstag, den 21. März, tagte in Gründer's Lokal, der Agitationskommission nicht akzeptirt werden konnten, indem Reichs- Versicherungsamt. Der Maurer Humbert, welcher Brunnenstr. 188, die biesige Filiale des Vereins der Lithographen, darin Abweichungen vom ersten Tarif vorgesehen waren, die zuReichs- Versicherungsamt. Der Maurer Humbert, welcher Steindrucker und Berufsgenossen. Kollege Echöpfe gab zunächst fammen mit Reduktionen und theilweise gänzlicher HinwegEigenthümer eines kleinen landwirthschaftlichen Betriebes ist, bekannt, daß, als eine Folge des unter den Wiener Lichtdruckern lassung der Bezahlung tarifmäßig festgesetter Extraarbeiten batte sich gleich dem Arbeiter Georges im Lothringenschen ausgebrochenen Streits, die dortige Firma Löwy als gesperrt zu einen Lohnunterschied von 6 bis 8 Mart und mehr für ein Staatswalde als Holzhauer verdungen. Eines Tages nahm er betrachten sei. Zuzug nach dorthin sei also unter allen Um- großes Stück betrugen. Bander, Bureauleiter der Schneider die Art des letzteren mit nach Hause, um sie ihm zu repariren; ständen aufs strengste zu vermeiden. Weiterhin gelangte zur und Schneiderinnen, berichtet über stattgehalte Werkstattigungen diefe Hilfsbereitschaft mußte er jedoch mit einem Finger Mittheilung, daß die Verwaltung sich genöthigt gesehen habe, mit den bei Baer Sohn beschäftigten Kollegen. Sowie alljährlich, gliebe bezahlen. Er verlangte nun von der landwirthschaft auf grund der beiden Resolutionen vom 15. September 1892 feien auch in diesem Jahre eine Reihe von Verschlechterungen zu lichen Berufsgenossenschaft Lothringen eine Rente. Die Genossenschaft gab einen abschlägigen Bescheid, während und vom 20. Dezember 1894 den Ausschluß des Mitgliedes rügen, mit denen sich, auf Verlangen dieser Sollegen, die gitaSteindrucker Russel wegen Benuzung des gegnerischen Arbeits- tionskommission zu beschäftigen hatte. Die vielfach angepriesenen das später angerufene Schiedsgericht zu gunsten des Klägers entschied. Das Reichs- Versicherungsamt hob jedoch nachweiſes zu verfügen. Nach Berlesung von 47 zum theil Werkstätten bestehen in Wirklichkeit nicht, on in pe die Entscheidung des Schiedsgerichts unter folgender Begründung Saffenbach das Wort zu seinem Vortrage über das Thema: Ferner fommen ganz wesentliche Abzüge von den tarifmäßig neu, zum theil wiedereingetretenen Kollegen erhielt der Genosse treffenden Geschäften je nur ein Tagschneider beschäftigt wird. auf: Wenn es fich wirklich um einen Unfall beim Betriebe Die Jesuiten in Paraguay." Wir müssen darauf verzichten, den vereinbarten Lohnfähen vor. Es werden z. B. für Winterpaletots der Forst wirthschaft handeln würde, wie das Echiedsgericht Inhalt des interessanten Vortrages auch nur annähernd zu 8,50 m. gezahlt, wofür tarifmäßig 12 M. festgesetzt sind; so steht's annehme, dann sei immer noch nicht ersichtlich, inwiefern eine fizziren, da es den Raum des Blattes zu sehr in Anspruch verhältnismäßig mit allen Arbeiten. Einzelnen Arbeitern, die Haftung der landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft Haftung der landwirthschaftlichen Berufsgenossenschaft nehmen würde. Eine Diskussion ward nicht beliebt. Im Ver fich energisch dagegen wehrten, zahlte man in Ausnahmefällen den Lothringen bestände. Die Forstwirthschaft, bei der nach Annahme des Schiedsgerichts der Unfall sich zugetragen lauf der weiteren Verhandlungen wurde seitens des Kollegen Tariffat. Allgemein sind die dort beschäftigten Kollegen der Anhabe, sei gar nicht bei der Beklagten, sondern staat- Schöpfe beantragt, auch anläßlich der diesjährigen Maifeier eine ficht, daß es so durchaus nicht mehr weiter gehen kann und lich selbständig versichert. Aber es liege überhaupt Unterstützung unter den zur Zeit arbeitslosen Mitgliedern der darf. Kaufmann Adler bestätigte nicht nur die Ausführungen Aber es liege überhaupt tein land- oder forstwirthschaftlicher Betriebs biesigen Filiale zur Bertheilung zu bringen und zu diesem Bander's, sondern behauptete, aus eigener Erfahrung Constatiren unfall vor. Wenn ein land- oder forstwirthschaftlicher Tage- Antrag wurde einstimmig angenommen. Zwecke 50 und 25 Pf. Marken in Umlauf zu sehen. Der zu können, daß die Zustände bei Baer Sohn noch viel schlechter löhner das ihm gehörige Werkzeug oder Geräth, welches er zur Verwaltung wurde nachmals darauf hingewiesen, daß am mitgetheilt, schon seit über Jahr und Tag vorgekommen find. sind, wie sie Zander geschildert, und erklärt, daß Abzüge, wie Arbeit braucht, bei sich im Hause für die Arbeit herrichtet, so ist Sonnabend, den 30. Mära bei Gründel, Brunnenstraße 188, eine Ebenso wurden von den übrigen Rednern die im Referat initer dabei nicht in dem forst- oder landwirthschaftlichen Betriebe, öffentliche Versammlung von Prägern und Brägerinnen, sowie getheilten Mißstände bestätigt und bestätigt und ergänzt. äterow für den er sich verdungen bat, sondern in seiner Eigen sonstiger Hilfsarbeiterinnen unserer Branche stattfindet. Kollege machte die versammelten Maaßschneider auf den gün wirthschaft thätig. Ein ihm dabei zustoßender Unfall Leischner gab bekannt, daß am 1. Osterfeiertag bei Buß, Große stigen Moment zur Zurückerlangung des Verlorengegangenen sei fein Betriebsunfa II. Daher könne auch der wies ste an, die günstige Situation Kläger wegen der Folgen des fraglichen Unfalls teine rankfurterstraße, das 6. Stiftungsfest des Gesangvereins Sene aufmerksam, und felber abgehalten wird. Zum Schluß theilte Kollege Schöpfe auszunuzen. Er sowohl wie der Referent im SchlußEntschädigung auf grund des landwirthschaftlichen Unfalls noch mit, daß bereits in den nächsten Tagen die Berausgabung wort wiesen auf die am 6. Mai in ganz Deutschland stattfinden Bersicherungsgefeges beanspruchen. Es handele sich auch nicht etwa um eine Gefälligkeitsverrichtung unter Landwirthen, die als der Billets( à 50 Pf.) zu der am Sonntag, den 12. Mai statt- den Versammlungen sämmtlicher Branchen der Schneiderei hin, solche dem landwirthschaftlichen übrigens nur 1 ha 20a umfindenden Urania"-Borstellung erfolgen werde. in denen zu der Frage der Betriebswerkstätten Stellung genommen faffenden Betriebe des Klägers zuzurechnen wäre, denn der Ar- Eine Versammlung aller Maurer und Buker, welche werden soll; außerdem wurde zu reger Betheiligung an der am beiter Georges, der für den Kläger die Art herstellte, betreibe der Meinung sind, daß die Verliner Kollegen auf dem vom 2. April in den Arminhallen stattfindenden öffentlichen Schneider= gar feine Landwirthschaft, so daß für den landwirthschaftlichen 16. bis 18. April d. J. in Halberstadt stattfindenden Maurer- und Schneiderinnen- Bersammlung aufgefordert, in welcher über Betrieb des Klägers als folchen beim Mangel gegenseitiger Be- fongreß vertreten sind, tagte am 24. d. M. in den Arminhallen. Die rechtliche Stellung der Heimarbeiter zu der sozialpolitischen ziehungen feinerlei Jnteresse an der/ dem Georges erwiesenen Ge- Zu dieser Versammlung wurden nur Maurer und Puzzer zu Gesetzgebung mit Bezugnahme auf die Entscheidung des Ober fälligkeit bestand. gefaffen, welche mit der Kongreßbeschichung einverstanden sind. Verwaltungsgerichts im Krankenversicherungswesen verhandelt Da der Zweck des Kongresses als bekannt vorausgesetzt wurde, werden soll. beantragte der Vorsitzende Neumann, sofort in die Wahl der Betreffend die diesjährige Maifeier beschloß die VersammTelegirten einzutreten. Demgegenüber beantragte Rari lung, wie im vorigen Jahre vormittags eine Versammlung, diesBehrendt, zuvor eine Diskussion stattfinden zu lassen. Nach mal im großen Saale bei Cohn, Beuthstr. 20, abzuhalten, nachIm Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags: dem Silberschmidt hiergegen gesprochen hatte, lehnte die mittags resp. abends hat sich jeder seinem Wahlkreise anzuWahlkreis sprach am 24. März Genoffe Sanfen in einem Versammlung eine Diskussinn ab und trat sofort in die Wahl der schließen. intereffanten Vortrag über das Thema:" Märast ür me". Die Delegirten ein. Buvor verließen, auf eine Aufforderung Biene ri's Die Gewerkschaften Charlottenburgs hielten am SonnAusführungen des Redners fanden in der Versammlung all hin, die doch anwesenden Gegner der Kongreßbeschickung den tag Nachmittag eine Agitationsversammlung ab. Ueber die gemeine Zustimmung und wurde von einer Diskussion Abstand Saat, worauf Se u mann, Hempel und Silberschmidt Frage, weshalb der Abg. v. Elm nicht gekommen sei, entspann genommen. Der Bersammlung folgte ein gemüthliches Bei zu Delegirten gewählt wurden. Die Kosten werden durch be- fich eine lebhafte Geschäftsordnungs Debatte; an stelle des Ges fammensein. sondere Sammellisten aufgebracht. Im weiteren fand eine Be- nannten sprach der Genosse Pfannkuch über die 3iele der Die Bauarbeiter distutirten am Sonntag in mangelhaft fprechung der Lage im Baugewerbe statt. Charakterisirt wird Gewerschaftsbewegung. In seinem sehr beifällig aufbesuchter Versammlung die durch den Ausschuß des Berliner diese durch die Mittheilung Gröppler's, daß der Maurer- genommenen Vortrage stizzirte der Redner die Aufgaben der geGewerbegerichts angeregte Frage der Lohnzahlung am meifter Fähr, Memelerstraße 26, cuf einem Bau, Große Frank werkschaftlichen Bewegung und sprach sich mißbilligend darüber Freitag. Marasas begründete diesen Antrag. Mit Wärme furterstraße 29, Maurer zu einem Stundenlohn von 40 Pf. be- aus, daß manche Gewerkschaften, wie die Berliner Maurer, sich trat Buyer Dietrich für denselben ein; der Redner beschäftigt habe. Daß sich Maurer für eine solche Arbeit gefunden fortwährend in einer Organisationstehde befinden und das weite den Indifferenten vers fürwortete gleichzeitig die Sicherstellung des Abeitslohnes auf haben, war der Versammlung ein sprechender Beweis für die Gebiet ihrer Thätigkeit bei gesetzlichem Wege. Die Versammlung nahm dann eine Neso- Nothlage der Berliner Maurer. Demzufolge erging an alle nachläffigen.( Lebhafte Zustimmung.) Der Referent betonte am lution an, die dem Ausschuß weitgehendste Unterstüßung in Kollegen die dringende Mahnung, dem Zentralverbande der Echlusse, daß das Hauptaugenmert auf die Kategorien der unfeinem Bestreben aufichert. Die Anwesenden verpflichteten sich, in den Maurer Deutschlands beizutreten. gelernten Arbeiter und der Handarbeiter zu richten sei; diese - Die Kollegenkreisen für diese Jdee Propaganda zu entfalten. Als In der Versammlung der Steinarbeiter, welche am müßten in die Armee der Kämpfer eingereiht werden. nächster Punkt stand auf der Tagesordnung: Wahl eines De- 24. März bei Deigmüller stattfand, legte der Vertrauensmann Diskussionsredner Glück, Bey, Grünberg, Rieger, legirten zur Gewerkschaftskommission. Wernau beantragte, Bu ch mann Rechnung ab über die Einnahmen und Ausgaben in Riedel und andere stimmten dem Referat im wesentlichen zu. diese Wahl so lange auszusehen, bis die Bauarbeiter die öffent der Zeit vom 6. Oktober 1894 bis zum 26. Januar 1895. Inklusive In einer Resolution drückte die Versammlung ihr Einverständniß lichen Sammlungen wieder energischer betreiben. Dirette eines Bestandes von 1375,82. betrug die Gesammteinnahme mit dem Vortragenden aus und betonte, daß sie eine ge hielt es für wichtiger, zunächst eine Agitationskommission zu 2085,67 M., welcher Summe eine Gesammtausgabe von 1021,90 m. werkschaftliche Organisation der Arbeiterklasse für unerläßlich bilden, die für einen Fonds Sorge trägt. Des schwachen Besuchs gegenübersteht, sodaß am 26. Januar ein Bestand von 1063,77 M. hält. Ferner sprach die Versammlung die Erwartung aus, daß wegen nahm man von letterem Vorschlage Abstand und wählte verblieb. Buchmann wurde Decharge ertheilt. Dann nahm jede am Orte bestehende Gewerkschaft sich im Gewerkschaftskartell in die Gewerkschaftskommission Wallenthin und als Stell die Versammlung Stellung zur Unterstützung der aus vertreten läßt. Meldungen find an Kube, Schillerstr. 82, zu vertreter Weide. Ueber die Verhandlungen des Gewerbegerichts gesperrten Budapester Steinmetzen. Wie der Vertrauensmann, richten. Auf eine Anregung aus der Versammlung, die gewert erstattete Marasas ausführlichen Bericht. mittheilte, find noch etwa 300 Ausgesperrte, meist verheirathete fchaftlichen Versammlungen fünftig abends abzuhalten, bemerkte Die Arbeiter der Firmenschilder- Branche hatten am Blagvertreter bereits 100 m. aus dem Fonds der Berliner eignetster Beitpunkt beibehalten werden soll. Die Arbeiter der Firmenschilder Brauche hatten am eute, zu unterstützen, und haben dieselben auf Beschluß der der Vorsitzende, daß der Sonntag Nachmittag vorläufig als ge= 17. März eine Versammlung einberufen, in der Genoffe Jahn Steinarbeiter erhalten. Alle Redner, welche zu der Angelegen- Barbier-, Friseur- Gehilfen! Donnerstag Abend 10% Uhr, in den einen recht beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Der Verheit sprachen, traten für eine möglichst reichliche Unterstügung Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Deffentliche Versammlung. Tagessammlung schloß sich dann eine Abendunterhaltung an. ein, wobei hervorgehoben wurde, daß es sich bei der Aus- ordnung: 1. Die gefeßliche Sonntagsruhe in unserem Gewerbe. Wie stellen Arbeiter- Bildungsschule, Donnerstag, Abends 7-8% Uhr: Lektüre; Die Lacirer hielten am 18. März eine Versammlung ab. sperrung um einen der verwerflichen Kämpfe der Unter- fich die Gehilfen hierzu? 2. Stellungnahme zum 1. Mat. In einem Bericht über die Thätigkeit der Agitationstommiffion nehmer gegen die Organisation der Arbeiter handele. Man 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstr. 179a; Geschichte( Mittelalter). legt der Kollege Rautenhaus der Versammlung dar, welche einigte sich dahin, vorläufig weitere 50 m. aus dem All: Südost- Schule, Waldemarfir. 14: Naturerkenntniß. Bei allen Unterrichts= Fortschritte in der Organisation zu verzeichnen find. Nach gemeinen Berliner Fonds den Budapester Kollegen zu über- en werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Ad. Neueinigen Ergänzungen zu diesem Bericht von seiten des Kollegen mitteln und dann eine Listensammlung zu veranstalten, mit Bauer wird zur Neuwahl der Kommission geschritten. Es der Maßgabe, daß jede Woche mindestens 50 M. nach mann, Basewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends 9 bis Männerchor wurden gewählt: Rautenhaus, Gebauer, Gleich, Gutard und Budapest abzuführen seien, auch wenn die Sammlung weniger 11 ühr: Uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. St. Urban, Admiralstr. 38 bei C. Zusauer. Gefangverein Freund Kantscheid. Unter Vereinsangelegenheiten gelangten die Miß- ergiebt. Der event. nothwendige Zuschuß soll dem Fonds ent-Borwärts 11, Schönhauser Allee 28 stände in der Wagenfabrik von Kühlstein zur Besprechung. Ueber nommen werden, während ein möglicher höherer Ertrag der schaft I, Brunnenjir. 143 bet Fischer. bei Kelle. Frühlingsluft, Bülowstraße 59 bei Werner. Brezel= die Angelegenheit soll in der nächsten öffentlichen Versammlung Sammlung voll und ganz den Ausgesperrten in Budapest zu schluß, Oranienftr. 121 bei Oswald Grauer. Dorfglöckletn, 8ager eingehend verhandelt werden. gute tommen soll. Ferner wurde ein Beschluß gefaßt, die Deutsch- Wilmersdorf, Berlinerftraße Nr. 40 bei Klingenberg. Borar, Manteuffelstr. 9 bet Nowad. Sarmonie I, Tempelhof, Dorfftr. 18 b. Gerth.- Steinfeger= Eine Mitgliederversammlung des Verbandes der in Broschüre über das Submissionswesen unentgeltlich zu verbreiten, nicht, Grealiz, Schloßfir. 66a, Zur Börse. auch unter den un organisirten Kollegen. Die Agitations Sängerchor, Kuftanten Allee Nr. 28 bet Fiebiger.reuzberger Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten tommission wurde durch den Kollegen Gabel ergänzt und als armonie, Echönleinstr. 6 bei Kraak. Flöter'scher Gesang= Arbeiter und Arbeiterinnen( Filiale II. Nord) tagte am 19. März. Revisor Ohnesorge gewählt. Derein, koppenftr. 47 bet Wilhelm Lorenz. Sängerchor Berliner Kürschner, Weinfir. 11 bei Feindt. Arbeiter- Gesangverein Oranien Das Referat hatte Frau Rohrlack übernommen, die einen interefanten und mit Beifall aufgenommenen Vortrag über die Ver Von der Agitationskommiffion der Schneider und burger Vorstadt, Hochstr. 32a bet N. Wilte.- Abendroth, DeutschWilmersdorf, Güzelfir., b. Siebelt.- Ost- und Westpreußischer Männer= wendung der weiblichen Arbeitskraft in der modernen Groß- Schneiderinnen war zum 25. März eine öffentliche Versammt- gesangverein, BI# menstr. 32 bei Reich.- Arbeiter Gesangv. MorgenDersammlungen. | genommen. 1 1 1 Statklub Briefkaffen der Redaktion. roth IV, Röpenid, bet Schulz, Schönlinderstraße 9.- Gefangverein| Restaurant Subett. Lese und Diskutirklub uftlärung, feben Abends 8% Uhr, im Botal von Paul Müller, Gräfeftr. 31. Bölterfrühling, Echüßenstraße Nr. 33 bet Otto. Eintracht II, Donnerstag, abends 8% Uhr, bei 2. Ferger, Sebaftianstr. 72, Sigung. Grand Schwarz jeden Donnerstag von 9-11 Uhr bei Marquardt, Glienecke bei Adlershof, Köpnickerstraße bei Witte. Arion II, Prenzlauer Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. Marienburgerstr. 85. Allee 26 bet Riedel. 3ukunft III, Belten i. d. Mart, Wilhelmstr. 19 im Alle Zuschriften den Bund betreffend sind zu richten an: P. Gent, Hotel W. Grunow. Brüd erschaft, Stallschreiberstr. 29, 8um etchenen Adalbertstr. 95. Donnerstag: Rauchflub Graue Wolte, strautstr. 48, Etab". Siedes Echo, Reichenbergerstr. 118 bei Köppen. Treu und Sumuristischer Klub Universum, Veteranenstr. 18, bei Schulz. Fest, Lebuferstr. 5 bei Nemiz. Bruderbund, Lübbener- u. Görliger: Geselliger Klub ber alten Moabiter, Stephanstr. 45 bei Schröder. ftraßen- Ecke. Gerstenähre( Brauer), Blumenftr. 38 bei Wiedemann. Rauchflub Erholung, Reichenbergerstr. 24 bet Danschte. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine 8a) Rauchklub anzugeben unter der die Antwort ertheilt werden soll. Arbeiter- Gesangverein Bineta, Kastanien- Allee 11 bei Auguftin. Gefang: Brüderlichkeit, Pücklerstr. 57 bei Schuhmacher. verein Junge Eiche, Reinidendorf, Gesellschaftsstr. 11 bei Bartsch. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Turnverein O. A. 703. Sie müssen sich an einen Arzt wenden. Alpenröslein, Bergstr. 60 bei Hilgenfeld. Arbeiter- Gefango. Ein Fichte. IV. Männerabtheilung turnt jeden Donnerstag, Abends von 8 bis A. M. 42. Wenden Sie sich an Herrn Dr. med. Zabeck, tracht III, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Düball. Gesango. Oberon, 10 Uhr, Gemeindeschul- Turnhalle Stephanstr. 3( Moabit). Gefangverein Annenstr. 46, hier. Dranienstr. 121 bei Dsm. Grauer. Alpenrose, Forsterstr. 22 b. Tilgner. 2 yra, Abends 9 Uhr im Restaurant Bergstr. 17. Suchsdorf'scher Edelweiß III, Wollinerstr. 62.- Morgenroth I, Rummelsburg, Türr: Männerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr Uebungsstunde M. G. 6 n. 7. Gewiß fann er gegen Sie tlagen. schmidtstr. 33 bet Schröder.- Gesangverein Widerhall, Naunynftr. 86 bet bei Brüning, Rosenthalerstr. 11-12. Gefangverein Jugendfreuden, M. 100. Der Vertrag muß gestempelt werden. Gehen Sie Bubeil. Gesangverein Morgengrauen, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Männerchor. Abends von 9-11 Uhr bei Wernau, Rosenthalerstr. 57. Gefangverein 3yra II, Charlottenburg, Wallstraße 102 bei Maschestt. Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bei Jakob, Boechstr. 21. damit zum Stempeldistributeur. Mit der Giltigkeit des Vertrages G. K. Beides in Rom. Gefangverein Vorwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39, Bis- Rauchklub Kernfpige. Abends 9 Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorfer hat die Stempelung nichts zu thun. mardshöhe". Frisch zur Freiheit, Lindenstr. 106 bei Frig Zubeil. straße 8. Rauchklub Pfeifendeckel, Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, K. 2., Luckenwalde. Zu 1 und 2: Ja. 53. 78. Sch. Glasarbeit Köpenick, Rosenstr. 101 bei Troppens. Gefangverein Langeftr. 24.- Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Rohr, Naunyn: Wenn Sie kein Verschulden trifft, nein. M. K. 142. Feldblume, Lübbenerstr. 30 bet Meyer. Gesangverein Sängerlust, straße 78.- Rauchklub Waldesgrün, Forsterftr. 19 bei Krüger. Werder a. H., Kugelweg. Edelweiß III, Wollinerstr. 62, Restaurant. Berein Stenographenschule, 8-11 Uhr: unentgeltlicher Unter- Sind Sie von dem Schneider als Arbeiterinnen angestellt? Männerchor Süd- Ost, Köpenickerstr. 191 bei Foge. richt und Uebungsflunde für Schüler und Erwachsene, Annenstr. 9. Janer. Nendert an der Kündigungsfrist an sich nichts. Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, Bitherflub Gleich beit, Uebungsstunden jeden Donnerstag, abends W. E. Melden Sie die Sache der Polizei. A. M. 2. bei Schröder, Wiesenstr. 39.-- Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei 9 Uhr bei Neumann, Lothringerstraße 105. Geselliger Arbeiterverein 2. L. Wenn die Sachen Gieshott.- Süd- Ost, bei Tolfsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecke. Soffnung bei Gittler, Mariannenstraße 48. Alle 14 Tage Abends Kommen Sie in unsere Sprechstunde. Klub der Freunde- bei Gnabt, Buttbuserstraße 32.- Hasenclever, s uhr. Bergnügungs- und Touristenklub Frete Brüber, Abends Ihnen nicht gehören, kann Ihre Frau interveniren. G. H., Abends 8 Uhr, Restaurant Lange, Baumschulenweg 32, Treptow. 9 Uhr bei Roll, Adalbertstr. 21. Ruderverein Vorwärts, abends Lichterfelde. Am richtigsten ist es, Sie tragen den Sachverhalt Sozialistischer Lese- und Distutirtlub Abends 8 Uhr,% 9 Uhr in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Stattlub Sanfter Reichenbergerfir. 157, Gigung. August Geib Abends 9 Uhr im Seinrich b. S. Brandt, Reichenbergerstr. 122.- Stattlub süd, Donnerstag dem Vormundschaftsrichter vor. In der Nacht vom Montag zum| -W Adolph Ernst- Theater| Castan's Panoptikum. Für den Juhalt der Juferate über- Madame Suzette. nimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 27. März. Opernhaus. Hänsel und Gretel. Die Pupenfee. Schauspielhaus. Halali. Die stille Mache. Deutsches Theater. Weh dem, der lügt. Lessing Theater. Sodoms Ende. Berliner Theater. Gêne. Madame SansResidenz- Theater. Fernand's Chefontraft. Neues Theater. Ferréol. Schiller- Thenter. Volkstribun. Gracchus der Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Theater Unter den Linden. Nanon. Central- Theater. Unsere Rentiers. Adolph Ernst- Theater.. Madame Suzette. Bellealliance- Theater. Das Käthchen von Heilbronn. Alexanderplat- Theater. Ruth. Hierauf: Der wunde Punkt. National Theater. Die lebende Brücke. Reichshallen Theater. Speziali täten- Vorstellung. American- Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. = Baudeville Posse in 3 Atte von Ordonneau. Musik von Edmond Audran.( Novität In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Gastspiele des einzig lebend n Kolossalmenschen Emil Naucke. Einen immenfen Lacherfolg haben allabendlich 9 Uhr: Die Kneipgenies ExcentricBurlesque- Akt von Emil Naucke& A. Fränkel. Musik von D. Blume. Naucke als Cascadeur! F Haufen als Baby! Zum Schießen! Naucke& Fränkel als Rixdorfer Sandtyrolerinnen! Anfang des Konzerts: Sonntags 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr. Anfang der Vorstellung: Sonn tags 7 Uhr; Wochentags 71/2 Ubr. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas a. 6. Novität! Bum 41. Male: Novität! Schiller- Theater. Unsere Bentiers. ( Wallner Theater.) Donnerstag, 28. März, abends 8 Uhr: Gracchus, der Volkstribun. Freitag, 29. März, abends 8 Uhr: Die Journalisten. Sonnabend, 30. März, abds. 8 Uhr: Zum 1. Male: Die Karolinger. Trauerspiel in 4 Atten von Ernst von Wildenbruch. Sonntag, 31. März, nachm. 3 Uhr: Gracchus. der Volkstribun.Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Manustädt und Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. In Szene gesetzt vom Dir. R. Schult. Anfang 1/28 Uhr. Feen- Palast Burgftr. 22, neben der Börse. Abends 8 Uhr: Die Journalisten.eu! um 1. Mal in Berlin. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Mar Samft. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Die lebende Brücke. Großes Sensationsschauspiel mit Musit in 4 Aften( 11 Bildern), nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ,, Sanssoucit Kottbuserßraße 4a. Donnerstag, den 28. März: 091 сет Vori tzte Donnerstag- Soirée der Nen! Clown Petroff und seine originell dressirten Esel, Schweine, Ferkel, Katzen, Hunde, Hühner u. f. w. Blondin junior. Der beste Tanzkünstler d. Gegenwart. Mr. Albino. ????? Das Räthsel.????? Wilhelm Fröbel mit einer ganzen Waggonladung neuer zündender Couplets. !! Grosses Programm!! Anfang: Wochent. 71/2, Sonntags 61/2 Uhr. Kassenöffn. 1 Stde. vorher. Unter den Linden 21. Einzig in sciner Art. Heute Täglich abends Stettiner Sänger 8 Uhr б ( Meysel, Ben- Ali- Bey. Oriental. Pietro, Magie. Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader.) Entree 50 Pf. Anfang Vorverkauf P.( Siehe Plakate.) Zum Schluß: Neu! Neu! Der Orchesterverein in Friesack. Parodistisches Ensemb von Meyfel. Erwidere meinem Manne, daß ich es nicht nöthig habe, auf seinen Namen su borgen, wußte auch nicht, wer mir etwas auf seinen Namen, borgt. 308b Karoline Herzog, geb. Grieben. 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März, abends 73/4 Uhr, starb mein einziger Sohn und unser guter Schwager und Onkel Fritz Rolffs im 38. Lebensjahre. 3065 Die Beerdigung findet am 30. März, Gr. Volks- Vorstellung. nachmittags puntt 3 Uhr, vom TrauerKleine Preise. Bons giltig. Af- hause, Krausenstr. 11, aus statt. reten sämmtlicher Künstler, u. a. lerting's Luft- Trio, Kanonenkönig Holtum. Freitag: Gr. Komiker- Vorstellung. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. Die tranerude Mutter Frau Ww. Rolffs. Montag Abend 1134 Uhr verstarb nach schwerem Leiden der Zimmerer August Dorn im 43. Lebensjahr. Die Beerdigung findet Freitag Nachmittag 4 Uhr vom Trauerhause, Straßburgerstr. 30, aus statt. 3046 Die trauernden Hinterbliebenen. 57. Bod- Saison. Achtung! Täglich: Ad.? Drts- Krankenkasse der Gürtler. Bekanntmachung. Nachdem der erste Nachtrag zum Statut vom Bezirks- Ausschuß genehmigt worden ist, betragen die wöchentlichen Staffenbeiträge vom 1. April d. J. ab: 1. für männliche Rassenmitglieder über 16 Jahre, ausschließlich der Lehrlinge, 51 Pf. 2. für weibliche Rassenmitglieder über 16 Jahre 27 Pf. 3. für männliche Rassenmitglieder unter 16 Jahre und für Lehrlinge 21 Pf. 4. für weibliche Rassenmitglieder unter 16 Jahre 18 Pf. 303b Berlin, den 28. März 1895. Der Vorstand, G. Kneiff, Vorsitzender. Orts- Krankenkasse der Ordentliche Achtung! Nadler u. Siebmacher Generalversammlung Sozialdemokratischer Militär- Konzert. Wahlverein für den 6. Berl. Anfang 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. Reichstags- Wahlkreis. Passage- Panopticum. 27 Gitanos ( andalusische Das Mitglied August Dorn, Bimmerer, wird am Freitag, nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause, Straßburgerstr. 30, aus nach dem Marien- Kirchhof beerdigt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 303/4 Der Vorstand. Beerdigungsverein am Sonnabend, 6. April, abds. 8 Uhr, in Wilke's Restaurant, Andreasstr. 26. Tages- Ordnung: 1. Berlesung der Protokolle. 2. Kassen. bericht bes Rechnungs Ausſchuſſes. " 3. Antrag des Borstandes auf Erhöhung der Beiträge. 4. Antrag mehrerer Kaffenmitglieder auf Erhöhung des Sterbegeldes. 5. Verschiedenes. 305b Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. W. Kusche, 2. Höpenbeder, Vorsitzender." Schriftführer. Sänger, Tänzer Berl. Bimmerlente. Sargmagazin Am 25. d. M. verstarb nach längerem u. Tänzerinnen) Krantenlager unser Kamerad, der Vorstellung um 3immerer 4, 5, 6, 7, 8 u. 9 Uhr. Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morigpl.). Die Weber. Vorher: Madame Sans- Gêne. Zum Schluß: Heimath. Kaffeneröffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Ein grosser Posten Steppdecken echt Wollatlas( reine Wolle) Grösse 150x200, Stck. 7,50 M. ca. 1000 Stück schwere buntfarbige Herr August Dorn. Die Beerdigung findet Freitag, den 29. er., nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Straßburgerstr. 30, aus statt. Der Vorstand. 315b Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Vereins der Bimmerer Berlins und Umgegend zur Nachricht, daß das Mitglied August Dorn am Montag, den 25., nach schweren Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet Freitag, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Straßburgerstr. 30, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Steindrucker und Lithographen, Berlin. Am 24. März cr. verstarb unser Mit 3146 Normal- Schlafdekenslieb, der Zeichner mit kleinen Maschinenflecken, in reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150 x 200 cm. ver Stück 4,50 M. Sonſtiger Meine illustrirte Preisliste über hochfeine Stepp- und Schlafbecken gratis und franko. Steppdecken- Emil Lefèvre, Fabrik Berlin S., Oranienstr. 158. Achtung! Bahuerjah, auch Theilzahl., wöchentl. 1 Mart, Guckel, Lausitzer Play 2, Elsasserstr. 12. Nußbaum- Möbel Herr Richard Erdmann. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 28. März cr., nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Dreifaltig teits- Kirchhofes, Bergmannstraße, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern der Freien Kranken- und Begräbnißkasse der Schuhmacher und Berufsgenossen Berlins( E. H. 27) mache ich die traurige Mittheilung, daß der langjährige Schriftführer Johann Härling am 27. März, vormittags 71,2 Uhr, verstorben ist. 323b Der Zeitpunkt der Beerdigung wird in der nächsten Nummer bekannt gemacht. Der Vorkhende J. Ege. vert. schleunigst Kleiderschrank, WäscheFür die liebevolle Theilnahme bei Schrant Spiegel 19, Ausziehtisch, Gophatisch 9, Delgemälde, prachtvolle der Beerdigung meines innig geliebten Manues, unseres guten Vaters, sowie Röpfe 4,50, Bettgestelle 12, Plüschgarn., für die reiche Blumenspende sagen wir Schlagregul., Teppiche, Gardinen spott allen Berwandten, Freunden und Bebillig Landwehrstr. 5/6, I.( Nähe kannten, sowie dem Verein der Berliner Alexanderplatz). Weißbierwirthe unseren tiefgefühlten 3196 Frau Wilhelmine Mieth nebst Kindern. 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Berichterstattung über das graphische Kartell. 4. Diskussion. Der Einberufer: Massini. Achtung! Lederarbeiter! Achtung! im Donnerstag, den 28. März, abends 8 Uhr, ,, Viktoria Garten", Badstrasse 12: Oeffentliche Versammlung aller in der Lederfabrikation beschäftigten Arbeiter ( als Weissgerber, Lohgerber, Färber u. f. w.) Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Paul Jahn über:„ Sozialgesetzgebung und Berufsstatistit". 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur Maifeier. 4. Bericht des Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. 5. Wahl von Revisoren zur Abrechnung. 6. Gewerkschaftliches. 313b Das Erscheinen sämmtlicher Berufskollegen ist nothwendig. Der Vertrauensmann. Achtung! Präger, Prägerinnen Achtung! und in Steindruckereien beschäftigte Hilfsarbeiterinnen. Donnerstag, den 4. April, abends 8 Uhr, findet in den Armin Hallen, 300 Kommandantenstraße 20( oberer Gaal GeneralVersammlung der Vertreter der Arbeitgeber und Kaffenmitglieder statt. Tagesordnung: 3096 1. Vorlegung des Verwaltungsberichtes und Rechnungs- Abschlusses für das Jahr 1894. vollzogene Rechnungsprüfung und Be Rechnung des Jahres 1894. v. 9,75 M. an, elegante Damenmäntel 1375L* Knaben- Garderoben u. Jaquets von 5,50 M. an, hocheleg. für das Alter v. 2-16 Jahr. empfiehlt Herren- Anzüge v. 12,50 M. an, hochfeine in größter Auswahl zu billigsten Preisen. Flicken gratis. Herren- Hosen von 2,75 M. an, Lederu. Kellner- Jaquets u. Hofen v. 4,75 M. an. Arbeits- Hofen zu 2,85 M., bocheleg. K. Hustädt, 0. Roppen- 85 pt. Knaben- und Burschen- Anzüge in allen • straße 2 Min. v. Schlesischen Bahnhof. Größen, Hüte, Schirme, Stöcke, Wäsche, Stiefel, Roffer, Operngläser, Kessel, He- foll eine feit 1875 bestehende, in der Anderweitiger Unternehmung halber volver, Teschings, Gewehre, Harmonikas, Nähe Berlins belegene Betten, Uhren, Ketten, Ringe u. s. m. zu enorm billigen Preisen! Gustav Lucke, Cigarren- Fabrik Waarenhaus, mit oder ohne Grundstück sehr preisBerlin, 131. 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Wahl eines Vorstandsmitgliedes der Arbeitgeber, an stelle des durch Krankheit behinderten Herrn Gottheiner. 5. Mittheilungen des Vorstandes. Der Vorstand. A. Daehne, Vorsitzender. A. Kelpin, Schriftführer. Zentralverband D. Wurzel 16 Wrangel- Straße 16. Bum Umzug empfehle: Gardinen, Stores, Portièren, Tischdecken zu sehr soliden Preisen. mit Piano. H.Stramm, Reſtaurat., Ritterstr. 128. Vereinszimmer Simeonftr. 23, Fli Jul. Wernau's Restaurant ,, Zur Erholung" C., Rosenthalerstr. 57. Vereinszimmer. Kalte u. warme Speisen. Glas Bier 10 Pf Füsilierstr. 13 bill. Wohnungen 1 2646b und 3 Tr. Stempel- BUTTMAN Abzeichen- Bord.-, Gart., Hofwohn. 7–36 M. Große öffentliche Versammlung deutscher Brauer. abrit. Sonnabend, den 30. März, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Gründel, Brunnenstraße 188 ( am Rosenthaler Thor). Zages Ordnung: 1. Bortrag der Genoſſin Frau Greifenberg über:„ Zwei freiwillige Arbeiterinnen aus der Bourgeoisie". 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten. Zweigverein der Provinz Brandenburg. Sonntag, den 31. März 1895, nachm. 2 Uhr: Oeffentliche Brauer- Versammlung Nach der Versammlung findet gemüthliches Beiſammensein statt. im Saale des Herrn Fritz Zubeil, Es ist Pflicht jedes Kollegen und jeder Kollegin, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. 198/9 Freie Vereinigung der Bauanschläger Berlins und Umgegend. 1 Lindenstraße 106. Tages Ordnung: 1. Wahl der Delegirten und weitere Anträge zum Rongreß. 2. Wahl eines Kongreß- Komitee's. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Sonntag, den 31. März 1895, vormittags 10% Uhr, 816b bei Herrn Röllig, Nene Friedrichstraße 44: Versammlung. Zages- Ordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes und Fragekasten. 84/19 Der Vorstand. Achtung! Moabit! Adhtung! Oeffentl. Vortrag für Damen u. Herren = GRAVEUR monatl. Hennigsdorferstr. 26. 90 Brunnenstr Fabrit. 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