Nr. 76. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Nene Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts put 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs: Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und gefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amit 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. " 1 = Sonnabend, den 30. März 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Wie man heute Revolutionen macht. hatten einstecken müssen Arbeitern! und das von den verachteten diese Beweise zählten nach Millionen. Der Staat war am Ende seines Lateins, die Arbeiter erst am Anfang des ihrigen. Die deutschen Arbeiter hatten aber zudem ihrer Sache noch einen zweiten großen Dienst erwiesen neben dem ersten, der mit ihrer bloßen Existenz als die stärkste, die disziplinirteste, die am raschesten anschwellende sozialistische Partei gegeben war. Sie hatten ihrer Genossen aller Länder eine neue, eine der schärfften Stimmrecht gebraucht. Waffen geliefert, indem sie ihnen zeigten, wie man das allgemeine Zu Beginn eines neuen Quartals richten wir an alle Freunde und Parteigenossen die dringliche Bitte, für die Dieses Thema behandelt unser alter Borkämpfer Friedrich Erweiterung unseres Abonnentenkreises Engels in der unter dem Zeichen des deutschen Umsturzgesetzes mit aller Energie thätig zu sein. Gegen die Partei, geschriebenen Einleitung zu einer in den nächsten Tagen er deren Zentralorgan der Vorwärts" ist, haben die verscheinenden neuen Auflage der Mary'schen Broschüre über die einigten Parteien der Reaktion, denen der Klaffenkämpfe in Frankreich.) Engels zeigt hier mit gewohnter Boden unter den Füßen wankt, jetzt alle ihre Sträfte auf Bogulawski's und Mirbach's, die nach der" That" schreien, zu Meisterhand zu Nutz und Frommen aller Rößler's, geboten; durch ein neues Knebel gesetz soll die zahl- Nutz und Frommen aller derer, die in dem Schwert ein Mittel reichste Partei in Deutschland mundtodt gemacht, und für sehen, das in der Hand von Fürsten auch gegen den inneren marxistischen Programms, transformé, de moyen de duperie Sie haben das Wahlrecht, in den Worten des französischen unsere Feinde und des Volkes Feinde die Ruhe des Feind nie versagt- daß mit der ökonomischen und technischen Ent qu'il a été jusqu'ici, en instrument d'émancipationes verKirchhofes hergestellt werden, damit sie ungestört wickelung auch die Revolutionstechnik der jeweils unterdrückten wandelt aus einem Mittel der Prellerei, was es bisher war, in thre gemeinschädliche und gemeingefährliche Arbeit Klassen sich verändert. Er zeigt, daß das heutige Proletariat, ein Werkzeug der Befreiung. Und wenn das allgemeine Wahlverrichten können. Die Kämpfe, in denen wir stehen, aller Provokationen ungeachtet, sinnlos ſein müßte und nicht recht teinen anderen Gewinn geboten hätte, als daß es uns sind von entscheidender Bedeutung; und die Verhand daran denkt, zu der alten Barrikadenrevolution zurückzukehren, erlaubte, uns alle drei Jahre zu zählen; daß es durch die regel Iungen des Reichstages über die sogenannte Umdaß ihm in dem allmäligen Durchdringen der absterbenden mäßig fonstatirte, unerwartet rasche Steigerung der Stimmenzahl sturz vorlage, die jetzt in der Kommission sich ab- weit revolutionäreres Mittel zu Gebote steht. Doch lassen wir Schrecken der Gegner steigerte und so unser bestes Propagandatapitalistischen Geſellſchaft mit dem sozialistischen Gedanken ein in gleichem Maße die Siegesgewißheit der Arbeiter wie den spielen, bald aber im Plenum stattfinden werden, unseren Altmeister selbst sprechen. mittel wurde; daß es uns genau unterrichtete über unsere eigene find von ganz besonderer Wichtigkeit. Je größer aber die Der Krieg von 1870/71 und die Niederlage der Kommune Stärke wie über die aller gegnerischen Parteien, und uns daVerbreitung des Zentralorgans, desto größer sein Einfluß hatten, wie Mary vorhergesagt, den Schwerpunkt der europäischen durch einen Maßstab für die Proportionirung unserer Attion und seine Wirksamkeit, und desto größer die Macht Arbeiterbewegung einstweilen von Frankreich nach Deutschland lieferte, wie es feinen zweiten giebt, uns vor unzeitiger der Partei. verlegt. In Frankreich brauchte es selbstverständlich Jahre, bis 3aghaftigkeit ebenso sehr bewahrte wie vor unzeitiger Die Redaktion des Vorwärts" wird bemüht sein, ihre man sich von dem Aderlaß des Mai 1871 erholt hatte. In Toütühnheit wenn das der einzige Gewinn wäre, den Pflicht zu thun, und das Zentralorgan der Partei würdig Deutschland dagegen, wo die obendrein von dem französischen wir vom Stimmrecht haben, dann wäre es schon über und über Milliardenfegen geradezu treibhausmäßig geförderte Industrie genug. sich immer rascher entwickelte, wuchs noch weit rascher und nach- Und so geschah es, daß Bourgeoisie und Regierung dahin haltiger die Sozialdemokratie. Dank dem Verständniß, womit famen, sich iveit mehr zu fürchten vor der gesetzlichen als vor der die deutschen Arbeiter das 1866 eingeführte allgemeine Stimm- ungefeßlichen Aktion der Arbeiterpartei, vor den Erfolgen der recht benutzten, liegt das staunenerregende Wachsthum der Wahl als vor denen der Rebellion. Partei in unbestreitbaren Zahlen offen vor aller Welt. 1871: Denn auch hier hatten sich die Bedingungen des Kampfes 102 000, 1874: 352 000, 1877: 493 000 fozialdemokratische wesentlich verändert. Die Rebellion alten Stils, der Straßenso- Stimmen. dieser Fortschritte in Gestalt des Sozialistengesetzes; die Partei gab, war bedeutend veraltet. Dann kam die hohe obrigkeitliche Anerkennung fampf mit Barrikaden, der bis 1848 überall die letzte Entscheidung war momentan zersprengt, die Stimmenzahl fanf 1881 auf Machen wir uns keine Illusion darüber ein wirklicher Sieg 312 000. Aber das war rasch überwunden, und nun, unter dem des Aufstandes über das Militär im Straßenkampf, ein Sieg, wie Druck des Ausnahmegesetzes, ohne Presse, ohne äußere Organi- zwischen zwei Armeen, gehört zu den größten Seltenheiten. Darauf sation, ohne Vereins- und Versammlungsrecht, nun fing die hatten aber die Insurgenten es auch eben so selten angelegt. G rasche Ausbreitung erst recht an: 1884: 550 000, 1887: 763 000, handelte sich für sie nur darum, die Truppen mürbe zu machen durch 1890: 1 427 000 Stimmen. Da erlahmte die Hand des moralische Einflüsse, die beim Kampf zwischen den Armeen zweier Staats. Das Sozialistengeset verschwand, die sozialistische kriegführender Länder gar nicht oder doch in weit geringerem Grade Stimmenzahl ftieg auf 1787 000, über ein Viertel der ins Spiel kommen. Gelingt das, so versagt die Truppe, oder die sämmtlichen abgegebenen Stimmen. Die Regierung und die Befehlshaber verlieren den Kopf, und der Aufstand siegt. Gelingt herrschenden Klassen hatten alle ihre Mittel erschöpft nuglos, das nicht, so bewährt sich, selbst bei einer Minderzahl auf seiten zwecklos, erfolglos. Die handgreiflichen Beweise ihrer Ohnmacht, des Militärs, die Ueberlegenheit der besseren Ausrüstung und die die Behörden, vom Nachtwächter bis zum Reichstanzler, Schulung, der einheitlichen Leitung, der planmäßigen Verwendung der Streitkräfte und der Disziplin. Das höchste, wozu es die *) Die Klassentämpfe in Frankreich 1848 bis Insurrettion in wirklich taktischer Aktion bringen kann, ist die 1850. Von Karl Mary. Rheinischen Zeitung". Politisch- ökonomische Revue, Hamburg 1850. Gegenseitige Unterstügung, Aufstellung refp. Verwendung von ReAbdruck aus der Neuen funftgerechte Anlage und Vertheidigung einer einzelnen Barrikade. serven, kurz das schon zur Vertheidigung eines Stadtbezirks, ge= schweige einer ganzen großen Stadt, unentbehrliche Zusammenwirken zu machen! Mit dem 1. April eröffnen wir ein neues Abonnement auf den Vorwärts" mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Beitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal entgegen.( Eingetragen in die Post- Zeitungsliste für 1895 unter Nummer 7128.) In unserem Feuilleton beginnt nach Schluß der eben begonnenen kurzen Erzählung: 3u Tode gehetzt", der Abdruck der geschichtlichen Erzählung: „ Berliner Märztage" von Michel Deutsch, auf welches Werk wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts". Feuilleton. [ Nachdruck verboten.] Zu Tode geheht! Eine Erzählung nach dem Leben von Franz Held. II. 5 Sie hatten sich jetzt, Ende Oktober, recht gut auf ihrer neuen Besitzung eingewirthschaftet. Die erste Ernte fiel zu friedenstellend aus, und so faßten sie Hoffnung, daß alles sich noch gut machen würde. Mit Einleitung von Friedrich Engels. Berlin 1895. Verlag der Expedition des Vorwärts". 11 Feuer unzugänglich gewordenen Ställen eingesperrt, brüllte Er ließ jetzt die fahl glimmende Gerste( für den vor tollem Schreck entfeßlich auf. Im Geflügelstall freischte Scheffel hätte er 4 M. bekommen! Nun war fie fast werthund zeterte es schrill und warf sich in blinder Verstörung los) mit Wasser kühlen und dann in den Hof hinab gegen das Holzgestäbe: Hühner, Gänse und Enten. Eine schütten. Mit einem leise, fast kläglich zischenden Ton entwischte, Taube schwang sich taumelnd hoch oben im schoß die körnige, matt durchleuchtete Fluth qualmverbreitend Zenith der von der Gluth orangegelb durchschienenen hinunter. Hier und da flog ihm ein glühendes Korn auf die Rauchsäule. Sie sah aus, wie ein geschivenktes helles Tuch. Haut. Er achtete nicht darauf. Ein schlecht geleiteter Schwarz, nur in der Hose, über das bloße Hemd Sprizenstrahl traf ihn und durchnäßte ihn bis auf die seinen Belzmantel geschlagen, stand oben auf der Tenne und Knochen. Er fragte nichts danach. Er schüttelte sich leicht, wie leitete die Löscharbeiten. Er triefte von Schweiß, in die eine Ente nach dem Tauchen, und murmelte nur vor sich hin: Feuchtigkeit des blonden Vollbarts setzte sich der Ruß; im Bemühen, sich hastig mit dem Aermel abzutrocknen, wischte Anfang November war das letzte eingebracht und ge- er sich das Geficht ganz schwarz. Er schrie, fuchtelte mit den lagert. Ein Kaufmann aus Hohenthal kaufte um diese Armen, stampfte, wenn seine Befehle nicht schnell genug ausZeit von Schwarz hundert Scheffel Gerste à 4 Mart, in geführt wurden, mit seinen schweren nägelbeschlagenen Schäftenvierzehn Tagen zu liefern. Der Gutsbesitzer ließ sofort ftiefeln wüthend auf, ohne sich weiter darum zu fümmern, mit dem Dreschen der verlangten Quantität beginnen. ob die angesengten Dielen unter ihm durchbrechen würden. Als zirka 80 Scheffel fertig auf der Tenne lagen, brach während einer finsteren Dezembernacht in der Scheune Feuer aus, lichterloh, weithin fichtbar wie eine gelbe Kralle. Zum Glück war die Nacht windstill. Trotzdem fand Schwarz, als er aus dem Bett herzustürzte, das bereits gedroschene Getreide fast ganz verbrannt, außerdem viele beim Dreschen verwendete Geräthe. Schuppen und Stall waren gleichfalls vom Feuer schon erfaßt. Man löschte aufs angestrengteste mit Eimeru, die aus dem Brunnen immer neu gefüllt wurden. Nach Verlauf einer Stunde war auch die Hohenthalische Sprite zur Stelle. ( Das Dorf Geuden besaß keine.) Aber es war zu spät. Scheune, Schuppen und Stall schienen schon dem Einstürzen nahe. " " Wenn ich den Hund hätte den gemeinen Hund!!" Da rief seine Frau, die händeringend mit Annchen unten stand: Mann! Dort! Sieh nur! Da kommt wer!" Er sah hinab. Da ging quer über den Hof Kendel mann. Wirklich Kendelmann selbst! Ganz gemüthltch über den Hof über seinen Hof! Es war inzwischen Morgenanbruch geworden. Fahl glomm eine leblose Morgenröthe über den schwermüthigen, wolkenbedeckten Himmel. Die Wolken hatten etwas Träges, Unwirsches, als hätten sie sich nicht recht ausgeschlafen und möchten sich gern noch ein Stündchen aufs andere Ohr wälzen. Retten, was zu retten ist!" war sein einziger, alles andere verdrängender Gedanke. Der eifig falte Dezemberwind fuhr ihm schneidend durch's offene Hemd auf die fieberheiße Brust er achtete es nicht und kommandirte weiter, ohne den Mantel zu schließen. Seine Knechte schleppten unausgesetzt Eimer Wassers Wie kam Kendelmann zu dieser Stunde aus dem herbei. Auch war jetzt eine zweite Spriße aus dem zwei Bett?! Und wo er doch jetzt in Hohenthal wohnte! Da Stunden entfernten Städtchen Allenfeld angekommen und mußte er ja schon vor ein paar Stunden aufgestanden sein, in Attion getreten. Sie ſaugte sich voll aus dem nahen um jetzt schon hier herumzuspazieren! Bach und gab einen dicken, beim Aufprall wüthend Rendelmann hatte seinen hohen Pelzkragen in die Höhe zischenden Strahl von sich. Geräth und Pferde und Be- geschlagen. Jetzt, wie er in den Widerschein des Feuers dienungsmannschaft wurden hier und da von einem Flacker trat, dem hohen Standort des Schwarz gegenüber, flappte wurf auf einen Augenblick aus ihrer dunklen Unbestimm- er den Kragen plöglich herab. barkeit grell herausgerissen. Das Feuerhorn des Dörfchens gellte, die Thurmglocke dröhnte, Gebält polterte zusammen. War es, um sich dem da oben kenntlich zu machen? Jedenfalls faßte es sein Feind als Herausforderung auf. Der feige Schuft!" fnirschte er, obgleich Kendelmann Eine ungeheure Rauchwolte wirbelte gluthbeschienen empor, von tanzenden Funken durchstiebt, wie von einem aus seinem Korbe aufgestörten Bienenschwarm. Tolles Schwarz fror nicht in der eiskalten Nacht, trotz seiner sich ja doch offenbar muthig bewies. Dessen Fuchsgesicht Durcheinander: ächzendes Räderknarren- zischende Wasser- sehr unvollständigen Bekleidung. Der nahe Brandheerd strahlte von Schadenfreude und unverhohlenem Triumph. strahlen dunkle Gestalten hin und her huschend wärmte ihn- und fast noch mehr seine innerliche Er pfiff einen Gassenhauer vor sich hin und schwenkte den Beitschenknall- verworrene Zurufe. Gespenstisch flackerte Gluth, die quälende, leberfreffende Fieberhize: zu wissen, biegsamen Spazierſtock, einen sogenannten Ochsenziemer, und tanzte der Widerschein der noch nicht ganz unter- wer wohl der infame Brandstifter sei. E3 genau zu gegen seine gelblederne Reithose. Das war deutlich. Denn drückten Flammen auf den regelmäßigen, freideweiß ge- wiffen, mit Beweisen, so daß man zupacken könnte! ein Ochsenziemer wird nicht nur zum Spazierengehen, tünchten Wänden des Hofes. Das Vieh, in den durch das Drdentlich zupacken!! sondern auch als Prügel gebraucht. und Jneinandergreifen ber einzelnen Abtheilungen wird nur höchft| läden felbst wenn nicht vorher von Polizeiwegen durch Weg- 1 mangelhaft, meist garnicht zu erreichen fein; Ronzentration der nahme eines Schloßtheiles unbrauchbar gemacht sind auch Lesern bekannt ist, die Absicht, in bezug auf das Ent Die sozialdemokratische Fraktion hatte, wie unseren Streitkräfte auf einen entscheidenden Punkt fält da von selbst weg. im Nahkampf dem Magazingewehr des Soldaten nicht entfernt rüstungstelegramm des Kaisers an den Fürsten Bismarck, Damit ist die passive Vertheidigung die vorwiegende Kampfform; gewachsen. Bis 1848 fonnte man aus Pulver und Blei Der Angriff wird sich hier und da, aber auch nur ausnahmsweise, fich die nöthige Munition selbst machen, heute ist die einen Antrag einzubringen, welcher den Reichstag veranzu gelegentlichen Borstößen und Flankenanfällen aufraffen, in der Patrone für jedes Gewehr verschieden, und nur in dem einen anlassen sollte, in Wahrung seiner Unabhängigkeit Stellung Regel aber sich nur auf Besetzung der von der zurückgehenden Punkt überall gleich, daß sie ein Kunstprodukt der großen In zu jener Kundgebung zu nehmen. Der Antrag stieß jedoch Truppe verlaffenen Stellungen beschränken. Wozu noch auf dustrie, also nicht extempore anzufertigen ist, daß also die meisten im Bureau des Reichstages auf konstitutionelle Bedenken, seiten des Militärs die Verfügung über Geschütz und vollständig Gewehre nuklos find, so lange man nicht die speziell für sie und die Drucklegung und Verhandlung des Antrages wurde ausgerüstete und geübte Genietruppen fommt, Streitmittel, die passende Munition hat. Und endlich sind die feit 1848 neu- durch den Präsidenten verhindert. Antrag. Der Reichstag wolle beschließen: Mit bezug auf das Telegramm des Kaisers an den Fürsten Bismarck vom 23. d. M., in welchem über einen Beschluß des Reichstages die tiefste Entrüftung" aus gesprochen und behauptet wird, daß der Reichstag in voliftem Gegensatz zu den Gefühlen aller deutschen Fürsten und ihrer Völker steht", zu erklären: den Insurgenten in fast allen Fällen gänzlich abgehen. Kein gebauten Viertel der großen Städte in langen, graden, Wunder also, daß selbst die mit dem größten Heldenmuth ge- breiten Straßen angelegt, wie gemacht für die Wirkung jener Kundgebung enthaltenden Sages nachstehend folgen, Wir lassen den Antrag mit Fortlaffung des eine Kritik führten Barrikadenkämpfe Paris Juni 1848, Wien Oktober der neuen Geschütze und Gewehre. Der Revolutionär müßte 1848, Dresden Mai 1849 mit der Niederlage des Aufstandes verrückt sein, der sich die neuen Arbeiterdistrikte im Norden und fügen den Bescheid des Präsidenten hinzu. endigten, sobald die angreifenden Führer, ungehemmt durch und Osten von Berlin zu einem Barrikadenkampf selbst auspolitische Rücksichten, nach rein militärischen Gesichtspunkten suchte. handelten und ihre Soldaten zuverlässig blieben. Versteht der Leser nun, weshalb die herrschenden Klassen uns Die zahlreichen Erfolge der Insurgenten bis 1848 sind sehr platterdings dahin bringen wollen, wo die Flinte schießt und der mannigfachen Ursachen geschuldet. In Paris Juli 1830 und Säbel haut? Warum man uns heute der Feigheit zeiht, weil Februar 1848, wie in den meisten spanischen Straßenkämpfen, wir uns nicht ohne weiteres auf die Straße begeben, wo wir ftand zwischen den Insurgenten und dem Militär eine Bürger- der Niederlage im Voraus gewiß sind? Warum man uns so inwehr, die entweder direft auf seite des Anfstandes trat, oder ständig anfleht, wir möchten doch endlich einmal Kanonenfutter aber durch laue unentschiedene Haltung die Truppen ebenfalls spielen? ins Schwanken brachte und dem Aufstand obendrein Waffen lieferte. Da, wo diese Bürgerwehr von vornherein gegen den Aufstand auftrat, wie Juni 1848 in Paris, wurde dieser auch besiegt. In Berlin 1848 fiegte das Volk theils durch den bedeutenden Zuwachs neuer Streitkräfte während der Nacht und des Morgens am 19., theils infolge der Erschöpfung und schlechten Verpflegung der Truppen, theils endlich infolge der erlahmenden Befehlsgebung. In allen Fällen aber wurde der Sieg erkämpft, weil die Truppe versagte, weil den Befehlshabern die Entschluß fähigkeit ausging, oder aber weil ihnen die Hände gebunden Selbst in der klassischen Zeit der Straßenkämpfe wirkte also die Barrikade mehr moralisch als materiell. Sie war ein Mittel, die Festigkeit des Militärs zu erschüttern. Sielt sie vor, bis dies gelang, so war der Sieg erreicht; wo nicht, war man geschlagen. waren. Die angeführte Meinungsäußerung des Raisers ist nach den begleitenden Umständen ein politischer Att. Eine öffentliche Zensur legaler Beschlüsse des ReichsDie Herren verschwenden ihre Bittgesuche wie ihre Heraus forderungen für nichts und wieder nichts. So dumm sind wir nicht. Die Zeit der Ueberrumpelungen, der von kleinen bewußten Minoritäten an der Spize bewußtloser Massen durch- tages geführten Revolutionen ist vorbei. Wo es sich um eine vollständige Umgestaltung der gesellschaftlichen Organisation handelt, berge da müssen die Massen selbst mit dabei sein, selbst schon begriffen Die verfassungsmäßige Unverantwortlichkeit des Reichsoberhaben, worum es fich handelt, für was sie eintreten sollen. Das haupts, sowie die seitherige Gepflogenheit des Reichstages, die hat uns die Geschichte der letzten fünfzig Jahre gelehrt. Damit Person des Kaisers nicht der Kritik zu unterziehen, haben zur aber die Massen verstehen, was zu thun ist, dazu bedarf es Voraussetzung, daß das Reichsoberhaupt seinen Einfluß auf die langer, ausdauernder Arbeit, und diese Arbeit ist es gerade, die Reichsangelegenheiten ausschließlich durch den verantwortlichen wir jetzt betreiben, und das mit einem Erfolg, der die Gegner Reichskanzler ausübt. zur Berzweiflung bringt. Die zwei Millionen Wähler, die sie an die Urnen " Die Vertretung der Gefühle und Bestrebungen des deutschen antwortlich ist als dem Volke. Volkes ist Aufgabe des Reichstages, der niemandem verHierauf ist folgende Präsidialverfügung ergangen: „ Der angeschlossene Antrag steht in teiner Beziehung zu irgend einem Titel der Ausgabe und Einnahme des Reichstages auf das Etatsjahr 1895/96 und müßte schon aus diesem Grunde zurückgewiesen werden. den jungen Männern und den Frauen, die als foot, nebit Nichtwähler hinter ihnen stehen, bilden die zahlreichste, kompakteste Masse, den Die Chancen standen übrigens schon 1849 ziemlich schlecht. entscheidenden Gewalthaufen" der internationalen proletarischen Die Bourgeoisie hatte sich überall auf die Seite der Regierungen Armee. Diese Masse liefert schon jetzt über ein Viertel der abgeschlagen, Bildung und Befih" begrüßten und bewirtheten das gegebenen Stimmen; und wie die Einzelwahlen für den Reichsgegen Aufstände ausziehende Militär. Die Barrikade batte tag, die einzelstaatlichen Landtagswahlen, die Gemeinderaths thren Zauber verloren; ber Goldat sah hinter ihr nicht mehr und Gewerbegerichtswahlen beweisen, nimmt sie unablässig zu. das Bolt", sondern Rebellen, Wühler, Plünderer, Theiler, den Ihr Wachsthum geht so spontan, so stetig, so unaufhaltsam und Die in demselben angezogene telegraphische Mittheilung Auswurf der Gesellschaft; der Offizier war mit der Zeit be gleichzeitig so ruhig vor sich wie ein Naturprozeß. Alle Re- Sr. Majestät des deutschen Kaisers an den Fürsten v. Bismarc wandert geworden in den taktischen Formen des Straßenkampfes, gierungseingriffe haben sich ohnmächtig dagegen erwiesen. Auf ist von dem Herrn Reichskanzler nicht kontrafignirt und unter er marſchirte nicht mehr gerade aus und ungedeckt auf die 2/4 Millionen Wähler tönnen wir heute schon rechnen. Geht liegt deshalb als eine in die Außenwelt getretene Kundgebung improvisirte Brustwehr los, sondern umging fie durch Gärten, das so voran, so erobern wir bis Ende des Jahrhunderts den Sr. Majestät des Kaisers keineswegs der Beschlußfassung des Höfe und Häuser. Und das gelang jetzt, bei einigem Geschick, größeren Theil der Mittelschichten der Gesellschaft, Kleinbürger wie Reichstages. in neun Fällen von zehn. Kleinbauern, und wachsen aus zu der entscheidenden Macht im Lande, Es wird deshalb abgelehnt, den Antrag dem Reichstage zu Seitdem aber hat sich noch sehr viel verändert, und alles zu vor der alle anderen Mächte sich beugen müssen, ob sie es wollen oder unterbreiten. gunsten des Militärs. Sind die Großstädte bedeutend größer ge- nicht. Dies Wachsthum ununterbrochen im Gang zu halten, bis es dem Der Präsident des Reichstages. worden, so noch mehr die Armeen, Paris und Berlin sind seit herrschenden Regierungssystem von selbst über den Kopf wächst, gez. R. Frhr. v. Bu ol." 1848 nicht ums vierfache gewachsen, ihre Garnisonen aber um das ist unsere Hauptaufgabe. Und da ist nur ein Mittel, wo- Nach diesem Vorgang wird zu überlegen sein, ob die mehr als das. Diese Garnisonen tönnen vermittelst der Eisen- durch das stetige Anschwellen der sozialistischen Streitkräfte in dem Präsidenten nach seiner Ansicht beiwohnende Befugniß bahnen in 24 Stunden sich mehr als verdoppeln, in 48 Stunden Deutschland momentan aufgehalten, und selbst für einige Zeit nicht dahin eingeschränkt werden muß, daß er durch die Ge zu Riefenarmeen anschwellen. Die Bewaffnung dieser enorm zurückgeworfen werden könnte: ein Zufammenstoß auf großem fchäftsordnung verpflichtet wird, alle in parlamentarischer verstärkten Truppenzahl ist unvergleichlich wirksamer geworden. Maßstab mit dem Militär, ein Aderlaß wie 1871 in Paris. 1848 der glatte Perfussions- Borderlader, heute der kleinkalibrige Auf die Dauer würde das auch überwunden. Gine Partei, die Form gehaltenen und mit den durch die GeschäftsMagazin- Hinterlader, der viermal so weit, zehnmal so genau nach Millionen zählt, aus der Welt zu schießen, dazu reichen alle ordnung vorgeschriebenen Unterschriften versehenen Anund zehnmal so rasch schießt wie jener. Damals die relativ Magazingewehre von Europa und Amerika nicht hin. Aber die träge bem Reichstage zur Beschlußfassung schwach wirkenden Vollkugeln und Kartätschen der Artillerie, normale Entwicklung wäre gehemmt, die Entscheidung würde vorzulegen. heute die Periussionsgranaten, deren eine hinreicht, die verspätet, verlängert und mit schwereren Opfern verknüpft. beste Barrikade zu zertrümmern. Damals die Spitzhacke des Die Fronie der Weltgeschichte stellt alles auf den Kopf. Wir, Der Bundesrath hat in der Sigung vom 28. März noch Pioniers zum durchbrechen von Brandmauern, heute die Dynamit die Revolutionäre", die Umstürzler", wir gedeihen weit besser der Vorlage über die Erweiterung des Bezirks der Norddeutschen patrone. bei den gesetzlichen Mitteln als bei den ungefeßlichen und dem Knappschafts- Pensionstafse in Halle a. S. die Zustimmung erAuf feiten des Insurgenten dagegen find alle Bedingungen Umsturz. Die Ordnungsparteien, wie sie sich nennen, gehen zu theilt. Das vom Reichstag unverändert angenommene Gesez, schlechter geworden. Ein Aufstand, mit dem alle Volksschichten grunde an dem von ihnen selbst geschaffenen gesetzlichen Zustand. betr. die Vornahme einer Berufs- und Gewerbezählung im sympathisiren, kommt schwerlich wieder; im Klaffenkampf werden Sie rufen verzweifelt mit Odilon Barrot: la legalité nous tue, Jahre 1895, wird zur Allerhöchsten Vollziehung vorgelegt werden. sich wohl nie alle mittelschichten so ausschließlich ums Pro- die Gefehlichkeit ist unser Tod, während wir bei dieser Gesetz- Den zuständigen Ausschüssen wurden die vom Reichstag zu dem letariat gruppiren, daß die um die Bourgeoisie sich schaarende lichkeit pralle Muskeln und rothe Backen bekommen und aussehen Gesetz über die Berufs- und Gewerbezählung gefaßten RefoReaktionspartei dagegen fast verschwinde. Das Volt" wird wie das ewige Leben. Und wenn wir nicht so wahnsinnig find, lutionen überwiesen. Endlich wurde über verschiedene Eingaben also immer getheilt erscheinen, und damit fehlt ein gewaltiger, ihnen zu Gefallen uns in den Straßenkampf treiben zu lassen, Beschluß gefaßt. 1848 so äußerst wirksamer Hebel. Kämen auch auf feite der dann bleibt ihnen zuletzt nichts anderes, als selbst diese ihnen so Aufständischen mehr gediente Soldaten, so wird ihre Bewaffnung fatale Gesetzlichkeit zu durchbrechen. um so schwieriger. Die Jagd- und Luxusflinten der Waffen" Er grüßte weder Frau Schwarz, an der er dicht vorbei- Politische Leberlicht. ging, noch den im Gebälk stehenden Schwarz selbst, den er offenbar gesehen und auch schon an den Kommandorufen erkannt haben mußte. hinab. " den grämlichen Frühmorgen starrte. ( Fortsetzung folgt.) Literarisdjes. Herzka, Theodor, Entrüdt in die Zukunft. Sozialpolitischer Roman. Berlin 1895. Ferd. Dümmler's VerlagsBuchhandlung. 279 6. 80 " sie in das Heerlager der Junker zu bringen, um dann durch entwürfen betreffend a) die Feststellung des ReichshaushaltsIn der Sigung vom 29. hat er beschlossen, den GesetzEtats für das Etatsjahr 1895/96, b) die Aufnahme einer An lage für Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres, der Marine und der Reichs- Eisenbahnen, c) die Feststellung des HaushaltsEtats für die Schuhgebiete auf das Etatsjahr 1895,96 in der vom Reichstag angenommenen Fassung die Zustimmung zu ertheilen. In der Umsturzkommission wurden heute unter Berlin, 29. März. Aus dem Reichstage. Wilde Agitation" " Was hat der Schweinekerl auf meinem Grund und werfen die Gegner sonst immer der Sozialdemokratie Führung des Zentrums Anträge angenommen, welche die Boden zu suchen?" schrie Schwarz plötzlich aus voller Kraft das Vergnügen gehabt hat, wird zugeben müssen, daß gegen Kommission geknüpft wurden, weit hinter sich laffen. Wir wer des Grafen Kanis anzuhören diesen Agitator die sozialdemokratischen VolksversammlungsRendelmann that, als ginge das ihn durchaus nicht an. Rebner reine Engel sind. Eine Segrede, wie sie heute verweisen in dieser Beziehung nur auf den Antrag Gröber Er pfiff weiter und schlenderte auf die Ecke des Wohnhauses zu dieser agrarische Führer gehalten hat, hat der Reichstag zu 130 und die vom Zentrum präsentirten und von der Da ergriff Schwarz mit beiden wassernassen Händen ein Majorität angenommenen§§ 166, 184 und 184a. halb glimmendes, von der großen Hiße losgeborstenes Stück fobald nicht gehört. Dachbalken, der Brandwunden an den Fingern nicht achtend. so wenig wählerisch ist, glauben gewiffe Schlauberger, fehlte, der Führung des Herrn Rintelen zu folgen. Und einer Partei gegenüber, die in ihren Mitteln Beschlüsse sind so ungeheuerlich, daß selbst den nationalliberalen Kommissionsmitgliedern der Muth In weitem Bogen schleuderte er die brandige, qualmende bedeute es etwas, daß der Staatsrath und das derzeitige Nur Herr Profeffor Enneccerus hatte auch für Masse hinab. Das Wurfgeschoß fiel nur einige Schritte Ministerium sich ihren Vorschlägen gegenüber ablehnend diese Art der Gesetzgebung noch hinter Rendelmann zu Boden, tausend wilde Funken umher verhalte. Wir theilen diesen Glauben nicht. Sympathie. Aber sprühend. Bettler- Bagage!" schrie Kendelmann hinauf, nachdem Daß der Antrag Kanig feine Aussicht auf irgend welche zu welcher Ungeheuerlichkeit findet sich kein deutscher Professor. Im übrigen hat das deutsche Volk während der Osteringrimmig mit der Fauſt. Dann verschwand er hinter einer dieser Antrag jemals Annahme finden könnte, daran hat von den ferien Zeit, sich das Ungethüm der Umsturzvorlage, wie es er einige haftige Schritte vorgestolpert war, und drohte Berwirklichung hat, steht freilich auch für uns fest, aber daß Ecke des Wohnhauses, an dem Hollunderstrauch vorbei, der agrarischen Machern noch nie einer einen Augenblick geglaubt. aus der Kommission heraus kommt, näher anzusehen; welches nackt, schwarz und feucht vom jezt leise fallenden Regen in Dieser Antrag ist nur ein Mittel um die Massen aufzurütteln, Urtheil dann von demselben gefällt wird, darüber sind wir den Hinweis auf dieselben, die übrigen Parteien und die feinen Augenblick zweifelhaft. Regierung zu schrecken und möglichst viel aus denselben Die neuesten Bliklinien des Zickzackkurses haben herauszuschlagen. im Ausland, wo man die Sache ernster nimmt als im InDaß dieser Plan Aussicht auf Erfolg hat, dafür bot land, gewaltiges Kopfschütteln verursacht. Seit den Zeiten den besten Beweis heute der Redner der nationalliberalen des seligen Hieronymus Jobses hat man fein solches Partei. Während bei der vorjährigen Debatte über den Schütteln des Kopfes erlebt. Daß alle Räder und Stangen selben Antrag Herr von Bennigsen das Wort ergriff und der deutschen Reichsmaschine so lustig gegen einanderlaufen, Wir haben Herrn Theodor Herzka, der uns weder als denselben in schroffster Form zurückwies, sprach heute für diese schnurren und schlagen, und daß das, was man euphemisch Journalist, noch als nationalökonomischer Schriftsteller, noch auch Partei der Agrarier Prof. Paasche, der den Junkern die weit- Regierung zu nennen pflegt, im Namen der Ordnung mit als Sozialpolitiker jemals sympathisch war, so manches zu gehendsten Konzessionen machte. Herr Paasche erklärte sich für so brennendem Eifer daran arbeitet, das Jdeal der Anarchie getraut, daß er aber den Wagemuth befizen fonnte, wenige feine Person bereit, auf Um- und Nebenwegen eine zu verwirklichen und eine greifbare Verkörperung des Chaos Wochen nach dem schmählichen Ausgange seiner mit allem Auf: Getreidezoll- Erhöhung bis zu 6 und 7 M. per Doppelzentner zu geben das erfüllt das Ausland mit Staunen. Nicht mit wande von Reflame, Großmannssucht und persönlicher Feigheit einzuführen. sprachlosem, denn das Staunen äußert sich in Worten, in kräftigen unternommenen Freiland- Expedition mit einer neuen Utopie vor das Publikum zu treten, hätten selbst wir für unmöglich ge- Gegen den Antrag Ranit gab der Reichskanzler Worten doch die Worte sind so kräftig, daß man sie, wenigstens halten. Das uns unmöglich Erschienene ist Thatsache geworden. eine Erklärung, die sich im wesentlichen mit den Aus- nicht in ihrem Zusammenhang, in irgend einer deutschen Eine neue Utopie aus der Feder Hertta's liegt vor, mit feinem führungen des Reichs- Anzeigers" deckt, nur erschien fie Zeitung veröffentlichen kann. Das gilt von der unWorte ist an derselben der Freiland- Utopie und der im ver- im Munde des Kanzlers, der sich zum ersten Male in freier abhängigen Presse des Auslandes. Die paar aus floffenen Jahre unternommenen Expedition gedacht, nur an einer Rede versuchte, nicht so glatt und bündig wie im offiziellen ländischen Blätter, welche im Banne des deutschen PreßStelle( S. 187) erwähnt er ganz nebenbei den Ort Organ. bureau's waren, sind allerdings sprachlos, denn sie waren Edenthal, der einigen Lefern seines ersten utopistischen Ganz à la Caprivi behandelte Herr von Hamme r der Meinung, nachdem der deutsche Reichstag dem Gründer Romans noch in Erinnerung fein dürfte. Der neue Roman Herzka's ist ein Konglomerat von sozialer Utopie und stein den Reichskanzler, die Antwort darauf gab aber nicht des Deutschen Reichs" wegen seiner Verbrechen am deutschen Jules Verniade. Wir wollen hier weder die Sozialdemokratie dieser, sondern der Staatssekretär v. Mi a rich all. Die Volt das verdiente Urtheil gesprochen, werde entweder gegen seine sozialpolitischen noch die Astrophysik gegen seine Rechte begleitete die Ausführungen dieses Redners mit den Deutschland in Trümmer fallen, oder das deutsche Volk sich zukunftsphysikalischen Einwürfe vertheidigen. Wir fehen in der bekannten Grunzlauten. gegen den undankbaren Reichstag erheben und in einem Beröffentlichung dieses Romans nur den Ausfluß einer einzig Sturm nationaler Entrüftung ihn wegfegen. dastehenden Frivolität, die ernft zu nehmen uns niemand zu muthen fann. Herr Theodor Herzka hat nun doch auch bei den leichtgläubigften fozialpolitischen Kindern aufs gründlichste ausMorgen soll die Debatte fortgesetzt und dann der Angespielt. In seinem Interesse läge es weit mehr, seine FreilandGründung vergessen zu machen, anstatt noch weiter in dem trag an eine Kommission verwiesen werden. So will es das Gewande des fozialpolitischen Sehers einen Ritter der traurigen Bentrum, und geschehen kann heute in Deutschland nur, was Gestalt zu spielen. diese Partei wünscht. Fb. Von der Linken sprach heute nur Richter, welcher sich aber nur auf einige abwehrende Bemerkungen gegen v. Hammerstein beschränkte. Deutschland steht noch. Das deutsche Volk steht auch noch und steht in dieser Frage zum Reichstag, und die Hurrah- Patrioten, die sich als deutsches Volt aufspielten, sind eine klägliche, fagenjämmerliche Minorität, die jetzt nur noch eine Angst hat: der Reichstag fönne aufgelöst und das richtige deutsche Volk auf die Bühne gerufen werden. Der nationale Gößendienst flüchtet sich, wenn er im Land Igerabe wenn alle Welt sieht, daß ein Rebatteur eher harte Strafe Bum Rampf ums Gemeinde Wahlrecht in Belgien. abgewirthschaftet hat, bekanntlich immer ins Ausland. Und über sich ergehen läßt, als sich eines Treubruch schuldig macht, Die belgische Regierung fährt fort, den rothen Lappen zu um ihre so war der 23. März auch für das an die Bismarck wird mancher Beamte, mancher Hofmann in seinem Vertrauen schwenken, den Spießbürger graulich zu machen Herrlichkeit noch glaubende Ausland ein reinigendes Gewitter". 3 jener Presse gestärkt und zu Enthüllungen bewogen, Ent- reaktionären Pläne durchführen zu können. Sie läßt fortgesetzt hüllungen, die mitunter alles eher als der Sensationslust ent- Telegramme wie das folgende verbreiten: springen, vielmehr dem Vaterlande sehr nühlich sein können. Die Brüssel, 29. März. Die Regierung hat den BahnhofsBeschränkung der Preßfreiheit durch den Zeugnißzwang ist von vorstehern derjenigen Garnisonsstädte, in welchen der Ausstand noch nicht zu befürchten ist, Anweisungen ertheilt, stets Züge für Uebel. " und Die Bismarck- Rummler sind schlechte Komödianten bas fagten wir ihnen schon gestern. Sie haben ihr Narrenfest vollkommen verpfuscht. Das fühlen sie auch, und durch Konferenzen der Gewerberäthe. In den Tagen vom 20. Truppentransporte bereit zu halten. Konflikt zwischen England und Frankreich! jubeln mörderisches Gebrüll suchen sie ihre Verlegenheit vor dem bis 28. März sind die preußischen Regierungs- und GewerbePublikum zu verbergen. Und noch einen anderen 3med räthe zu Ronferenzen im Ministerium für Handel und Gewerbe unfere Patrioten". Und warum? Weil ein englischer Minister hat dieses ohrenzerreißende Gefreische. Wenn in Spettafel verfammelt gewesen. Diese Konferenzen verfolgten neben der gestern im Parlament betreffs zweier franzöfifcher, Expeditionen" Erörterung verschiedener den Gewerbe- Aufsichtsdienst betreffender in Afrika ein paar Kraftphrafen vom Stapel gelaffen hat. Aber stücken das Bolt" auf die Theaterbühne kommt, dann Fragen von allgemeiner Bedeutung namentlich den Zweck, die die fraglichen Expeditionen sind ohne ernste Bedeutung; müssen die 20 oder 30 Mann die Tausende vorstellen, auch Durchführung ber am 1. April d. J. in fraft tretenden Bestim Regierungen, die auf dem letzten Loch pfeifen, haben ein natürfür Tausende schreien und verdauen. In derselben Lage mungen über die Sonntagsruhe im Gewerbebetriebe durch liches Bedürfniß nach Kraftphrafen. find jetzt die unglücklichen Hurrah Patrioten. Sie eingehende Besprechung etwaiger Zweifel und Schwierigkeiten zu Vom oftasiatischen Kriegsschauplatz meldet die Central wollen das deutsche Volk vorstellen, das 51 Millionen erleichtern. Es ist eine alljährliche Wiederholung dieser Kon- News of Germany": Die japanischen Kriegsschiffe bombardirten zählt, und da müssen die paar tausend Hampelmänner, ferenzen zur Berathung der in das Gebiet der Fabritinspektion gestern die Forts von Haitschu, einer Küstenstadt der Provinz die Deutschland und die Welt gern in den April schicken einschlagenden Fragen in Aussicht genommen. Riangsu, 170 engl. Meilen nordöstlich von Nanking. Die möchten, für 51 Millionen schreien- und das ist wahr- Umsturz im Bunde der Landwirthe. Die unverblümte japanischen Truppen bewirkten eine Landung. Die Chinesen wurden jedoch mit einem haftig feine Kleinigkeit. Da können die Lungen ja bersten. Ablehnung des Antrages Kaniz" durch Kaiser, Staatsrath, leisteten heftigen Widerstand, von 800 Mann geschlagen. Die Japaner Die Kliniken für Kehlkopf- und Halsleiden mögen nur ihre preußische und Reichsregierung scheint dem„ Bund der Land Verlust einen Gilmarsch auf den großen Kanal Vorbereitungen treffen für den 1. April- oder richtiger wirthe" gefährlich geworden zu sein. Es werden dort nicht nur beabsichtigen ber von dieser Hauptader Lebenssämmtliche Herren des Preßbureaus, sondern auch diejenigen des zu machen für den zweiten. Es wird viele Patienten geben. Auch Statistischen Bureaus des Bundes aus ihren Aemtern scheiden, mittelversorgung Betings Besitz zu ergreifen. Unter Benuzung die Kaltwasser- Heilanstalten hoffen auf gute Geschäfte. Zunächst hat Dr. Richard Gebel, der Organisator der Presse des dieses Kanals und der Landstraßen sollen die japanischen Selbsterkenntniß. Zu dem an anderer Stelle der B. d. 2." dem Vorstande feine Stellung als Leiter der Bundes. Truppen dann auf Nanting vorgeschoben werden; man nimmt heutigen Nummer erwähnten Antrag der sozialdemokratischen presse aus persönlichen und politischen Gründen aufgekündigt. an, daß die wenigen übrig gebliebenen Kriegsschiffe Chinas dort Fraktion über das Entrüstung stelegramm be- Außer dieſem verlaffen auch noch der Redakteur der Korrespond. verborgen vor Anter liegen. Die Japaner bezwecken mit der des B. d. L." J. Hoffmann und die Leiter des Statistischen Ausführung dieses Planes eine Störung des bedeutenden Schiffs= merken die Berliner Neuesten Nachrichten": Bureaus ihre Stellungen. Man nimmt an, daß dieser Personen- verkehrs auf dem Yangtfe- Kiangflusse und die damit verbundene wechsel eine veränderte Frontstellung des Bundes zum Antrag Reizung der handeltreibenden Mächte zu vermeiden. Ranig einleiten dürfte. " Selbst wenn es gelingen sollte, die Resolution vor der Ein bringung in den Reichstag todtzuschlagen, so würde die bloße Ankündigung im Zentralorgan schon bezeichnend genug für die Schnelligkeit fein, mit der sich die Dinge entwickeln. Und vielleicht behalten die doch Recht, die am 23. März bereits den Schritt der Schnitter zu hören glaubten." Unfallversicherung der Seefischerei. Dem Vernehmen nach finden gegenwärtig umfassende Erhebungen statt, um Unter lagen für die Unfallversicherung der Seefischerei zu gewinnen. Während die Seeschifffahrt schon längst in den Kreis der Unfallversicherung gezogen ist, muß die Seefischerei, trotzdem bei ihr An Bismarck! Die Deutsche Tageszeitung" ver- auch vielfach Unfälle vorkommen, dieser Einrichtung bis jest öffentlicht folgendes schöne Gedicht: noch entbehren. Das ist leicht möglich. " Was für Gewürm umfriecht Dich Seldengreis? Bluthroth und schwarz so sind die Feuerwanzen! Mistkäfer schwarz allein der Hölle Schranzen, Lichtschener Todtengräber eller Rreis!" Bersagen wollen Dir der Ehrung Preis Die?! Als allein Du ftandest auf den Schanzen Ließ Deine Eisenfaust sie rublos tanzen, Und das vergißt nicht dieses Nachtgeschmeiß! Zwei Farben unsrer Fahne, schwarz und roth, Die haben sie dem Volk im Traum entwendet; Die dritte schreckte sie, wie's Pentagramm! Wach' auf, Du Volt im Traum, wisch' ab den Schlamm! Blick auf den Helden, den Dir Gott gesendet, Befreie Dich und ihn von dem Gewürm tritt's todt! Dieses patriotische. poesiedurchwehte Lied ist auch an Bismard telegraphirt worden. Und das geschieht ihm recht. Dem Reichstag wird noch ein Nachtragsetat zur Beschaffung der Mittel für die Feier der Eröffnung des Nord- Ostseekanals zugehen. Parlamentarische Ferien. Während, wie gestern berichtet, der Reichstag bereits am Sonnabend schließen wird, werden im Abgeordnetenhause die Osterferien erst in nächster Woche entweder Donnerstag oder Freitag beginnen. Man will bis dahin noch die zweiten und dritten Berathungen des Gerichtskostengesetzes und der Gebührenordnung für Notare erledigen. und Der Aufstand in Cuba hat eine Ausdehnung angenommen, die seine Ueberwindung durch die Spanier sehr unwahrscheinlich macht. Die Insurgenten haben sich mit den spanischen Truppen Schon im offenen Felde gemessen und eine regelrechte Regierung eingesetzt, die Steuern erhebt. Und wenn wir bedenken, daß, auch im Fall der Beilegung des diplomatischen Konflikts zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten, der Strom amerikanischer Freiwilliger nach Cuba fortdauern wird, so können wir mit ziemlicher Gewißheit sagen, daß die" Perle der Antillen" für Spanien verloren ist. Der Säbel des Martinez Campos wird an dieser Thatsache nichts ändern und wenn er auch in Be gleitung der hunderttausend weiteren Säbel tommt, von denen die spanische Regierung geträumt hat. Alle Mittel Wie genau die spanische Regierung selbst den Ernst der Lage fennt, geht auch daraus hervor, daß der Ministerpräsident Canovas del Castillo einem Berichterstatter gegenüber geäußert hat, die Ereignisse auf Guba feien ernster Natur. müßten angewendet werden, um die Frage zu lösen. 2000 Mann feien bereit, den 7000 Mann, welche jetzt abgehen, zu folgen. Es würden 20 000, ja fogar 100 000 Mann abgefandt werden, wenn es nöthig sein sollte. Die Angelegenheit müßte mit einem Male erledigt werden. Ob sie aber im Sinne der spanischen Regierung erledigt werden wird. Ueber das neue Neichstagspräsidium werden einige biographische Angaben erwünscht sein. Freiherr Rudolf Buol Berenberg ist badischer Kammerherr und Landgerichtsrath zu Mannheim. Gedung boren am 24. Mai 1842 zu Bizenhausen. Er gehört seit 1884 dem deutschen Reichstage für den Wahlkreis Buchen- Tauberbischofsheim an. Parlamentarisires. Die Umsturzkommission sette heute ihre Berathung bei Reinhard Schmidt ist Fabrikbesitzer in Elberfeld. Er den§§ 111 und 111a und den dazu gestellten Anträgen fort. ift am 14. Juni 1888 geboren. Im Reichstage faß er 1881 bis Außer den unseren Lesern bereits bekannten Anträgen der Bismarck und sein Pindter 11. Bismarck hat in 1884 und dann seit 1887, zuerst für Elberfeld- Barmen, dann für Zentrums- Abgeordneten liegen noch Anträge vor von dem Abseinen neuesten Biergesprächen unter anderen gleich Lennep- Mettmann und jeht für Bingen- Alzey als Abgeordneter geordneten Dsann: wahren Weisheitssprüchen den verübt: in Deutsch der Freisinnigen Volkspartei. land waren die Dynastien allezeit die Peter Spahn, Ober- Landesgerichtsrath in Berlin, ist Träger des patriotischen Gedanten som 22. Mai 1844 zu Winkel im Rheingau geboren, und gehört Leider hat er hinter den Fürsten die Junker vergessen. dem Abgeordnetenhause seit 1882, dem Reichstage feit 1884 an. Er vertrat früher den Wahlkreis Heilsberg- Braunsberg, und Denn zu dem fürstlichen Patriotismus der Refor- jetzt den Kreis Bonn und ist gleich Herrn v. Buol Mitglied des mationstriege, des Baseler Friedens und des Rheinbundes Zentrums. gehört auch der junterliche Patriotismus nach der Schlacht von Jena. Genug Bismard hat's gesagt. Und Bindter II. sagt heute in einem langen Leitartikel: Bismarck hat recht. Da Bismarck zu alt ist, schlagen wir Bindter II. zum preußischen Kultusminister vor, damit er den Geschichtsunterricht patriotisch reorganisiren kann. Erinnerungen. Die für den nationalen Narrentag extra herausgegebene Reflameschrift Poschinger's" Neue Zisch gespräche Bismarc's" erzählen( S. 259/60 des von der " Deutschen Revue" gegebenen Auszugs): " am Wahlen in Italien. Die Rammerwahlen find definitiv auf den 19. Mai, die Stichwahlen auf den 26. Mai festgesetzt worden. Die neue Kammer wird am 21. Juni zusammentreten. " man W Den§ 111a der Regierungsvorlage mit dem Zufah anzunehmen, hinter den Worten vorgesehenen Vergehen" einzufügen in der Absicht, zu einem Verbrechen oder eines der vorstehenden Vergehen anzureizen" des Abgeordneten Enneccerus( natl.): im§ 111a die letzten Worte der Regierungsvorlage folgendermaßen zu faffen: vorgesehenen Vergehen mit dem Bewußtsein zur Begehung solcher strafbaren Handlungen anzuregen, anpreist oder als erlaubt darstellt." Beide vorstehende Anträge wurden ohne Debatte, ersterer gegen 7 Stimmen( Linke und Dsann) letterer gegen 2 Stimmen abgelehnt. Ueber die Aufnahme der Worte zum Ehebruch" entsteht eine kurze Diskussion, in der Enneccerus, Dr. Barth und Bebel gegen die Aufnahme dieser Worte sprechen. In der Abstimmung werden die Worte mit 14 gegen 11 Stimmen angenommen. Die Regierungsvertreter verlangen die Wiederaufnahme des § 118, welcher in erster Lesung gestrichen wurde. Der Geheimrath Lukas meint, ohne die Aufnahme des Ludwig Pizzuto ist ein vielfach wegen Betrugs, Diebstahls, Von der Spitelwirthschaft. Der italienische Polizeispitzel Hierauf wurde der Antrag Broekmann( 3.)§ 111 Urkundenfälschung 2c. vorbestrafter Mensch, und vor einigen Mo: Abs. II, mit Ausnahme der Worte zum Ehebruch" und den in naten follte er wiederum in Genua wegen Meineids abgeurtheilt dem Paragraphen genannten Paragraphen mit 16 Stimmen an werden. Bevor dies aber geschah, erhielt der Vorsitzende der genommen. Straffammer vom Polizeipräsidenten in Genua ein Schreiben, in dem der Strafrichter erfucht wird, den frechen und unverbefferlichen Verbrecher Ludwig Pizzuto, der durch seine verErinnern sich Durchlaucht der Begegnung in Trouville 1) brecherischen Thaten der Gesellschaft gefährlich ist", öffentlich zu Weiter heißt es aber in dem interessanten durch Ich fann mir noch jetzt den bewegten Dant nicht erklären dafür, warnen. daß ich den Aufenthalt des Generals von Voigts- Rhezz bezeichnete," den Secolo" veröffentlichten Schriftstücke:„ Um sich die er Polizeispion und befragte den Fürsten Bismarck der Geheime Legationsrath im Behörde zu verpflichten, wurde § Auswärtigen Amt, Prof. Ludwig Aegidi, als er in Barzin Gaft richtete manchmal unbegründete oder übertriebene Gescheh 118 fei der§ 111a ein Messer ohne Klinge, dem das Heft fehlt. seinen Berichten immer Glauben ge des Fürsten war. Das erklärt sich so," erwiderte Fürst nisse; wenn Die Aufnahme des§ 113 wird mit 14 gegen 12 Stimmen Bismard, spät in der Nacht und noch früh am Morgen er- schenkt hätte, wären viele Bürger um Ehre und Ruf gekommen." hielt ich die Nachricht, daß mein Sohn Herbert in der 14 Tage später aber, am 12. September 1894, richtete derselbe abgelehnt. Dasselbe Schicksal erleidet der Antrag, den§ 114 aufzunehmen. Schlacht gefallen gefallen und daß Bill 2) verwundet fei. Ich Polizeipräsident an denselben Strastammer Präsidenten ein Mit Mehrheit wird die Aufnahme der§§ 115, 124 und 125 wollte natürlich fofort zu ihnen eilen und erhielt den Wink, zweites Schreiben, in welchem es heißt:„ Ich bitte Sie sehr, die Voigts- Rhez könne mir Auskunft geben, wo das erste Garde- Verwarnung gegen Ludwig Pizzuto aufzuschieben, denn er hat Gegen die Aufnahme der§§ 166 und 167 erhebt der Abg. Dragonerregiment lag. Da gaben Sie mir den Fingerzeig, der versprochen, sich in der schweren Zeit, die wir gegenwärtig Gnneccerus( natl.) Einspruch, indem er für sich und seine Freunde freilich verkehrt war. Troßdem tam ich in dem Haufe der durchmachen, nüßlich zu erweisen und im Interesse der öffentJohanniter auf die Fährte, denn ich hörte, das Dragonerregiment lichen Ordnung und der Staatseinrichtungen sehr wichtige erklärt, daß sie gegen den ganzen§ 111a stimmen müßten, wenn die Gotteslästerungs- Paragraphen Aufnahme finden. Die Komfampire ganz in der Nähe. Ich überzeugte mich bald, daß Bill Dienste zu leisten." wohl und munter, und daß Herbert zwar verwundet war, glüc Auf grund seiner„ Enthüllungen“ wurde in Genua der berühmte Aufnahme der Duell- Paragraphen wird gegen 7 Stimmen ab Wie Pizzuto sich nüßlich erwies", sollte sich bald zeigen. mission beschließt mit 15 gegen 11 Stimmen die Aufnahme. Die licherweise aber nicht lebensgefährlich." " Dente Dir", fuhr Bismard zu seiner Frau gewendet fort, Anarchistenprozeß eingeleitet, der zahlreiche arme Familien ihrer gelehnt. Vom Zentrum ftimmten nur zwei Abgeordnete dafür. „ die Nachricht wäre ja doch keinen Tag zu verheimlichen Ernährer beraubte. Ferner entdeckte er, um sich die Behörde Abgelehnt wird auch die Aufnahme des§ 258( Erpressung). gewesen- ich hätte Dir mitgetheilt: Herbert auf dem Schlachtpistolen- Attentate gegen Crispi eine„ Verschwörung" gegen das aufgenommen und hierauf der Antrag Broekmann mit 17 Stimmen zu verpflichten", drei Monate nach Lega's" mißlungenem Neiter- Alle übrigen Paragraphen werden nach der Regierungsvorlage felde gefallen." Dann hätte ich Dir nie verziehen, dak Du den Krieg begonnen," entgegnete die Fürstin. Die foftbare Leben des Ministerpräsidenten. Aeußerung verseßte den Fürsten Bismarck in Aufregung. Er den Krieg begonnen, hervorgerufen, er, der drei Jahre vorher in der Luxemburger Frage so viel Friedensliebe an den Tag gelegt hatte 2c." Wie paßt diese Entrüstung aber zu der von M oriz Busch im Oftober 1877 in den Grenzboten" berichteten Aeußerung des selben Fürsten Bismarck: da Ins Zuchthaus hat der Bursche nach der vor einigen Tagen erfolgten Berurtheilung nun doch wandern müssen. Aber er nimmt wenigstens den Trost mit hinein, sich vorher dem Staat noch sehr nützlich erwiesen zu haben. angenommen. angenommen. Ohne Debatte werden hierauf die§§ 112, 126 und 129 a angenommen. Bum§ 130 wird von dem Abg. Gröber( 3) folgender Antrag eingebracht: Dieselbe Strafe trifft denjenigen, welcher in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise Ghe, Familie und Eigenthum als Grundlagen der Gesells schaftsordnung durch herabwürdigende Aeußerungen öffentlich angreift." Aus Italien wird uns von einem unserer Mitarbeiter geschrieben: Die Befehrung des bisher von der Bourgeoisie verherrlichten Ohne mich hätte es drei große Kriege nicht und gefeierten Schriftstellers De Amicis zum Sozialismus ist gegeben, wären achtzigtausend Menschen bekanntlich angezweifelt worden. Vor wenigen Tagen nun gab Zur Begründung des neuen Antrages erklärt Gröber, nicht umgekommen und Eltern, Brüder, sich der öffentliche Ankläger und Staatsanwalt in Venedig bei daß er und seine Freunde fich überzeugt haben, daß sie mit den Schwestern, Wittwen trauerten nicht." Gelegenheit eines Prozesses gegen Sozialisten die Mühe, den be- Anträgen Broekmann nicht alles erreichen, was sie erreichen Bismarck hat also nicht immer die Wahrheit nicht gefagt.- rühmten Dichter De Amicis von der Partei der wirklichen, für wollen. Buchka( Rp.) freut sich über den Antrag Gröber, bittet auf den Fall, daß unser Kollege Braun wegen Zeugniß unpolitischen Dichter und Utopisten darzustellen. Auf die herabwürdigen beizubehalten. verweigerung ins Gefängniß mußte, sehr richtig: Nachricht hiervon schrieb aber De Amicis fofort aus Rintelen( 3.) erklärt, daß er an dem Standpunkt seines Schon daß der Zeugnißzwang nach Belieben verfügt oder Turin an den Vertheidiger in diesem Prozeß, der noch vor dem Antrages in erster Linie festhalte und sich vorbehalte, denselben im unterlassen werden kann, daß er von den Richtern felbft regel: Appellhof schwebt, an den Advokaten Mufatti:„ Ich erkläre und Plenum zu wiederholen. mäßig in der Erwartung verhängt wird, der Zeuge werde an- ersuche Sie, folgendes zu veröffentlichen: Mein Sozialismus ist ständig genug fein, lieber in das Gefängniß zu wandern, als genau derjenige der Partei der italienischen Arbeiter, wie er eine Ehrlosigkeit zu begehen, macht dieses Zwangsmittel zu Durch das Programm auf dem Kongreß von Reggio Emilia vereiner zweischneidigen Waffe. Sein Gebrauch schädigt regelmäßig fündet wurde und wie er in seinem Sauptorgan: La Lotta mehr die Regierung und das Ansehen der Rechtspflege, di Classe" zu Mailand seinen Ausdruck findet. Jch billige und die Achtung vor dem Gesetz, als die Presse und ihren Gewährs vertrete ohne jede Beschränkung seine Grundsäße, feine Ziele und Worte Herabwürdigung" der Paragraph eine Erweiterung mann. Durch die Aussicht auf den Zeugnißzwang wird man feine allgemeine Kampfesführung in der vollen und festen Ueber findet, die bis jetzt unerhört sei. Der Antrag unterdrücke jede keinerlei unbequeme Veröffentlichung verhüten; im Gegentheil, zeugung, daß seine Grundsäge auf Wahrheit und Gerechtigkeit Kritik, dessen Einbringung sei nur erklärlich, wenn die Bäter gegründet sind und daß seine Ziele eine Erhebung nicht nur der des Antrages der Ansicht buldigen, daß die genannten Institute arbeitenden Klassen, sondern der gesammten Menschheit auf eine teine Kritik mehr vertragen. Die Institute der Ehe, der Familie höhere Stulturstufe bewirten müſſen."- und des Eigenthums haven immer bestanden, die Formen aber Ueber Zeugnifzwang schreibt die„ Vossische Zeitung" ihre Ueberzeugung einstehenden Sozialisten Italiens los autrennen und als einen nur für Jdeen begeisterten aber das Wort beschimpfen statt dem vorgeschlagenen 1) Am 17. August 1870. 2) Wilhelm Bismarck. Geheimrath Sedendorf will ebenfalls das Wort„ beschimpfen" beibehalten wiffen. Dr. Barth fonstatirt, daß der Antrag Gröber im wefents lichen eine Wiederherstellung der Regierungsvorlage fei. Dasselbe bestätigt Bebel, dabei betonend, daß mit dem wechseln. Soll nun die heutige bürgerliche Form fatrofantt er- zember 1890 auf 1840, hingegen im Dezember 1894 auf 5610, Den Töpfern der Ofenfabrik Aktiengesellschaft vorm. D. Titel, ffärt werden? Der Antrag Gröber verläßt den Boden, den das während an Mitgliedstarten bereits 7472 ausgegeben waren. Neuenhagen( Ostbahn), ist zum 1. April ein Lohnabzug von 10 pet. Zentrum bisher eingenommen hat. Die Einnahmen beliefen sich im Jahre 1890 auf 7973 M., im angekündigt. Es ist dieser Abzug bereits der zweite in gleicher Jahre 1894 auf 246 846 M., denen 244 757 M. Ausgaben gegen Höhe. Es würden, falls der Abzug so ohne weiteres von uns über standen. Und für den ganzen Zeitraum seit dem Bestehen hingenommen wird, für hundert glatte Kacheln z. B. 2,80 M. des Verbandes balanzirt der Gesamint- Rassenabschluß mit gezahlt werden. Bei den Frieß- und Simsmachern steht das 565 212 M. Davon hat der Umsay an Waaren im Jahre 1892 Verhältniß in bezug auf den Verdienst auf ähnlicher Stufe. Wir nur 38 658 M., dagegen 1894 bereits 274 167 M., und bis De- bitten unseren Ort von jetzt ab streng zu meiden. Arbeiterzember 1894 zuſammen 557 687 M. betragen, von denen allein freundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. Allgemeiner auf Kleider 365 606 M. entfallen. Das Vermögen des Ver- Verein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands. J. A.: bandes belief fich im Jahre 1890 auf 4479 M., im Jahre 1894 Der Vorstand( Filiale Berlin). auf 77 290 M. Der Verband hat sich also, trotz der stief= mütterlichen Behandlung, deren er sich seitens der Postgewaltigen Sagan, die, wie wir bereits mitgetheilt, am Montag die erfreut, gut entwickelt. Enneccerus( natl.) ist von dem Antrag Gröber entzückt, will aber vorläufig doch noch nicht dafür stimmen. Osann( natl.) erklärt die von dem Antrag Gröber gewählte Form für unannehmbar. Unter„ Herabwürdigung" verstehe man doch Herabsetzung des Werthes des Instituts". Eine solche Herabfezung schließe aber jede Kritik in sich. Das Zentrum wolle alsa jede Kritik unmöglich machen. Das war auch der Zweck des ursprünglichen Antrages Rintelen und der neue Antrag Gröber sei nur eine andere Form, durch welche man den gleichen Zweck zu erreichen hoffe. " Die Weber der englischen Wollspinnerei und Weberei in Geheimrath utas glaubt, daß man das Wort„ herabArbeit niedergelegt hatten, kehrten bereits am 26. früh wieder würdigen" eventuell afzeptiren könne. Dr. Barth( fr. Vg.) frägt, was denn der Antrag Gröber Kommunale Brotverthenerung. Der Stadtgemeinderath zur Arbeit zurück, nachdem ihnen eine Lohnzulage bewilligt Beim Lohnauszahlen am Abend stellte es sich in dem Sage Grundlagen der Gesellschaftsordnung" bedeute. u 2ausigt( Sachsen) hatte den Beschluß gefaßt, von auswärts worden war. Eigenthum sei z. B. auch das Kollektiveigenthum, dieses streben eingeführtes Brot zu versteuern. Das Ministerium hat aber diesem jedoch heraus, daß man nicht allen eine Zulage machen wollte und so streikten die Arbeiter und Arbeiterinnen, 200 an der Zahl, die Sozialdemokraten. an. In dieser Form erkennen auch die Beschluß die Bestätigung versagt. Sozialisten das Eigenthum als Grundlage der GesellschaftsordVom Schlachtfelde der Arbeit. Aus Beuthen( Ober- von neuem. Die Forderung der Arbeiter ist Erhöhung des nung an. In dem Sinne genommen, wäre also der Antrag Schlesien) wird geschrieben: Am vorigen Sonnabend hat sich, Stücklohns um 1 M. und Wegfall der mißliebigen Prämie. Bis Gröber bedeutungslos. Soll damit aber das Privateigenthum nach der D. Gr. 3tg.", auf Echleftengrube bei Chropaczow ein jetzt erhielten Weberinnen 360 Pfennige für 180 Meter Tuch, was eine 50stündige Arbeitszeit erfordert gewiß ein Hungerin feiner jetzigen Form außerhalb der Kritik gestellt werden, fürchterliches Unglück zugetragen. Ein Oberhäuer und 19 Mann dann, so bat der Redner, möge sich der Antragsteller doch dar befanden sich auf der 200 Meter Cohle und waren im Begriff aus. Iohn. Auch in anderen Fabriken gährt es und ist es nicht ausüber aussprechen. zufahren; sie abnten nicht, daß nach des Tages Last und Mühen geschlossen, daß es auch hier zum Ausstand kommt. Gröber( 3.) erklärt, daß er das Kollektiveigenthum nicht ein schweres Unglück über sie hereinbrechen würde. Sei es, daß auswärts der Zuzug ferngehalten, so kann der Sieg nicht aus. als Eigenthum im Sinne seines Antrages anerkennen könne, der der diensthabende Maschinenwärter das Signal falsch verstanden, bleiben. Der Geist der Streikenden ist ein guter. Antrag habe nur das Privateigenthum im Auge. oder sei es, daß ein falsches Signal in der That gegeben wurde Hierauf wird der Antrag Gröber, nachdem das Wort die Schale saufte, anstatt hoch zu gehen, 30 Meter hinab. herabwürdigende" durch„ beschimpfende" ersetzt worden, mit 17 Durch die ungeheure Macht des Anpralls haben vier von den gegen 9 Stimmen angenommen. Bergleuten die Unterschenkel gebrochen, einigen sind die heraus getretenen Knochen in die Oberschenkel gefahren. Die übrigen follen mit Verstauchungen davongekommen sein. Hilfe war sofort zur Stelle. Man hat die Verunglückten nach dem KnappschaftsLazareth in Königshütte gebracht, doch soll wenig Hoffnung vorhanden sein, die Schwerverletzten am Leben zu erhalten. Der§ 166 in der Fassung des Zentrums- Antrages wird, nachdem ein Antrag Enneccerus, hinter dem Worte„ Gebräuche" den Satz in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise" einzusehen, vorher abgelehnt worden, mit 16 Stimmen angeitommen. Das gleiche geschieht mit den§§ 184 und 184 a des Antrages Broekmann. Hierauf werden die Verhandlungen abgebrochen und bis zu morgen, mittags 11 Uhr vertagt. Parteinachrichten. Parteigenossen des vierten Wahlkreises! Wie Euch allen bekannt ist, wird am 1. April die ParteiSpedition für unseren Kreis eröffnet. Es ist Ehrenpflicht eines jeden Genossen, diese neue Einrichtung erfolgreich zu gestalten. Um die Vorarbeiten schneller zu erledigen und jede Störung zu vermeiden, werden die Genossen ersucht, das Abonnement bei den bisherigen Spediteuren abzubestellen und dasselbe bei der Parteifpedition sofort bewirken zu wollen. Die Namens- Eintragung kann in untenbezeichneten Lokalen geschehen. Die Abonnements- Sammellisten sind, soweit sie Lefer enthalten, sofort an die entnommenen Stellen abzuliefern. Die Bentral Sammelstelle befindet sich für den Osten bei Wengels, Fruchtstr. 30; für den Südosten bei Tolksdorf, Görliger straße 58. Lokalen aus: 11 -Stadt Höchst a. M., der sich in der Frankfurter Bolts Proletarier der Feder. Aus dem Stadthaushalts- Etat der stimme" veröffentlicht findet, ersieht man wieder einmal, wie das Wolf der Denker" feine Kopfarbeiter bezahlt. Während die Nachtwächter immerhin noch mit 900 M., die Herren Polizisten mit 1200 bis 1400 m. falarirt sind, erhält der Herr Kanzlist ganze 600 m., die Kanzlistengehilfen. sogar 120 bis 150 m., wohlgemerkt jährlich! Dagegen freut es uns, daß unter den Dienstblättern auch der Vorwärts" mit aufgeführt ist. Hoffent lich bleibt die Lektüre unseres Blattes auf die Stadtväter nicht ohne Einfluß, wenn sie ein nächstes Mal die Gehälter ihrer Schreiber festsetzen. " Gewerbegerichte für Kanflente. Im Auftrage einer Reihe von Ortsvereinen hat der Generalrath des Vereins der Deutschen Kaufleute( Hirsch- Duncker) eine Eingabe an den Bundesrath gerichtet, in der die Ausdehnung der Gewerbegerichte auf das Handelsgewerbe durch Errichtung besonderer Kammern gefordert wird. Gewerkschaftliches. Wird von Der Streik der Anseher in Mülhausen( Elsaß) hat ein für die Arbeiter ungünstiges Ende genommen. Am Mittwoch bereits wurde die Arbeit wieder aufgenommen, und zwar ohne daß ein Erfolg erzielt worden wäre. Es stellten sich Streitbrecher ein, worauf ein Theil der Streikenden umfiel und um gut Wetter anhielt. Zehn von den Ausständigen wurden nicht wieder angenommen und find daher als gemaßregelt zu betrachten. Etwaige Unterftigungsbeiträge sind zu senden an Alois Muhla, Diedenheimerstr. 28 zu Mülhausen i. E. Der Vorgang beweist auf's neue bemerkt dazu der„ Offenburger Borbereitung gefaßt werden sollten. Solch partielle Streits enden Volksfreimd" daß Ausstandsbeschlüsse nicht ohne vorherige fast regelmäßig mit der Niederlage der Arbeiter. Ohne Einigkeit und Geschlossenheit läßt sich nichts thun, am wenigsten bei Arbeiterausständen. Streik und Aussperrung der Uhrenarbeiter in der Schweiz. In Grenchen( Kanton Solothurn) haben 48 Arbeiter wegen brutaler Behandlung seitens ihrer Vorgesetzten die Arbeit eingestellt. Nun haben als Antwort darauf alle Uhrenfabrikanten des dortigen Bezirkes ihren Arbeitern auf 14 Tage gekündigt. Falls nicht bis dahin eine Verständigung erzielt werden kann, würden 2500 Uhrenarbeiter ausgeschlossen. Das Zentralfomitee des Uhrenarbeiter- Verbandes schreibt in der Solidarité Horlogère": Es bereiten sich im Schooße unserer ührenindustrie, in Fabrikanten- und Unternehmerkreisen Dinge vor, denen wir nicht gleichgiltig zusehen können. Nur fräftiges Busammenhalten, Opferfreudigkeit und Disziplin find im stande, den kommenden Stürmen erfolgreich Widerstand zu leiften." Lohnbewegung der Maler in Zürich. Nachdem die Malermeister es abgelehnt haben, wegen der von den Gehilfen Die Abonnement3 Listen liegen in folgenden Quittung. Das., Comité d'Organisation de la Grève gestellten Lohnforderungen mit denselben zu verhandeln, hat eine Für den Osten: bei Fritz Wilke, Andreasstr. 26. Générale" in Paris hat uns eine Anzahl Quittungen über Be- von 450 Gehilfen besuchte Versammlung folgende Resolution Wiedemann, Blumenstr. 38. E. Böhl, Frankfurter träge, die von Deutschland zur Unterstüßung der streifenden angenommen:„ I. 1. Die Lösung der Lohn- und Arbeitsfragen Allee 74. Otto 3abel, Frankfurter Allee 90. Wilh. Weber in Roanne gesandt sind, zugestellt. Wir wollen von der ist nur durch den Streit möglich; 2. die Arbeiterschaft nimmt Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Rattte, Krautstr. 48. Uebersendung der Quittungen an die Absender der Gelder Ab- im gegenwärtigen Moment davon Umgang, auf die progige und der normalen Einsicht und Kenntniß entbehrenden Antwort der 3ippte, Grüner Weg 14. Stabernad, Mühlenstr. 49. stand nehmen und die Beträge nachstehend quittiren: Berlin, Meister mit der einzig möglich gebliebenen That, mit der ArbeitsCh. Böhl, Rüdersdorferstr. 8.- Bredschneider, Karl Munder 12,30 Frts., Oberlangenbielau, H. Maditschke 25,-, Rüdersdorferstr. 46. Köpnid, Schillingftr. 30a. Späth, Berlin- Friedrichsberg, G. Treue 370,-, Königsberg i. Pr., G. einstellung, su reagiren; 3. die gespannten Verhältnisse nöthigen Weinstr. 28. H. Bolze, Landsbergerstr. 41. Vogel, Elbingerstr. 9. Owczaret, Langestr. 65. Für den Südosten bei: Wilhelm Erbe, Cuvrystraße 25.-C. Zrittelwig, Faldensteinstr. 7.- 2.ToIts dorf, Görligerstr. 58. Streit, Naunynstr. 86. Schilling, Pücklerstr. 55. Röppen, Reichenbergerstr. 118. Schmidt, Adalbertstr. 16. Bieberstein, Lausitzer Platz 2. Fürstenau, Manteuffelfir. 52.- 2utas, Wrangelstr. 32. Schayer, Reichenbergerstr. 54.- Rumpf. Wienerstr. 21. Roll, Waldemarstr. 61. Die Fünfzehner- Kommission. * * * Blaffert 61,-, Heilbronn a. N., J. Schweitzer 25,-, Flensburg, Werftarbeiterverein 37,-, Bielefeld, Plontger 12, Hamburg, Stühmer 1000,- Das Komitee beauftragt uns, ben deutschen Genossen für die Unterstützung den herzlichsten Dank auszu sprechen. Die Adresse des Komitees ist: Comité d'Organisation de la Grève Générale, rue St. Maure 184, Paris. Die Generalkommission. Zum Knopfarbeiter Streik in Schmölln. Auf die in Nr. 73 unseres Blattes enthaltene Berichtigung" des Herrn Bahlke, Vorsitzenden des Gemertvereins deutscher Tischler, geht uns von unserem Schmöllner Berichterstatter nachder Kampfformen bezw. Organisationen; 4. die fortgesetzten Abzur ununterbrochenen Thätigkeit, zum innern und äußern Ausbau weisungen von Vergleichen bestimmen die Arbeiterschaft, eine Taktik zu befolgen, die zu einer Organisation führt, welche jede Stunde, jede Woche loszuschlagen bereit ist. II. Die Versammlung erklärt sich mit der Gründung eines Streiffonds einverstanden und erklärt es als Pflicht jedes in Zürich arbeitenden Malers, wöchentlich einen Beitrag von 10 Rp. in denselben zu leisten. III. Die Versammlung beschließt, den 1. Mai durch Arbeitseinstellung zu feiern. IV. Der Maler- Fachverein iſt mit der Bollziehung dieser Beschlüsse beauftragt." Aus den Kohlenbezirken von Lüttich und Verviers wird gemeldet, daß der Streit im Abnehmen begriffen sei. Es sollen nur noch etwa 500 ausstehen. Zur Glasarbeiterbewegung in Charleroi wird von dort unterm 28. d. M. gemeldet: Das Schiedsgericht, welches den Arbeitgebern vorgeschlagen wurde, um den Ausbruch des allgemeinen Glasarbeiter- Ausstandes am 1. April zu verhindern, ist zu stande gekommen. Es sind neue Vorbesprechungen ein geleitet. Charlottenburg. Die Parteigenossen werden nochmals stehendes zu: Auf die„ Berichtigung" habe ich zu erklären: Es darauf aufmerksam gemacht, daß mit dem 1. April die Partei- ist rein unmöglich, daß auch die nicht dem Gewerkverein zu gehörigen Arbeiter erklärt hätten, sie wollten die Arbeit aufspedition in traft tritt. Bestellungen nimmt jetzt nur der ge- nehmen. Beweis: Es hat niemand als die zur Arbeit aufwählte Spediteur Gustav Scharnberg, Wilmersdorferstraße 124, Hof 3 Tr., entgegen. Die Genossen des 6. Bezirks geforderten Gewerkvereinler die Arbeit aufgenommen. Daß aber werden speziell auf diese Bekanntmachung aufmerksam gemacht, die 10 Gewerkvereinler von 15, welche die Arbeit aufgenommen, da von obigem Tage ab für den Bezirk eine eigene Bestellung aus Scham vor einer derartigen Handlung, entgegen dem Willen des Herrn Bahlke, die Arbeit bereits einen Tag eingerichtet wird. Diejenigen Gefangvereine Charlottenburgs, welche Mitglieder nach der Aufnahme wieder nieberlegten, ehrt blos Diejenigen Gefangvereine Charlottenburgs, welche Mitglieder die Mitglieder aber nicht die Zeitung. Die 16- Kommission, von Der Ausstand der französischen Zündholzarbeiter des Arbeiter- Sängerbundes find und am 1. Mai zur Verschöne rung der Feier mitwirken wollen, werden ersucht, in ihrer jeder Firma ein Mann, hat eine solche Erklärung nicht ab wurde beschlossen mit 774 gegen 117 Stimmen. Gleich nach Bekanntwerden des Resultats begaben sich mehrere Abgeordnete, nächsten Gefangstunde hierzu Stellung zu nehmen und den Be- gegeben. Das Kommando" betreffend, erkläre ich, daß ich persönlich welche der Versammlung beigewohnt hatten, zum Ministers scheid baldmöglichst dem Unterzeichneten zugehen zu lassen. Die dem„ Herrn" Bahlke erklärt habe, seine Aufforderung, daß die präsidenten Ribot, um ihm über die Lage Bericht zu erstatten. Vertrauenspersonen. J. A.: H. Klick, Pestalozzistr. 63. Gewerkvereinsmitglieder die Arbeit aufnehmen sollen, sei einfach Der Bergarbeiterausstand in Wales ist noch glücklich Eine gestern in London abgehaltene Sozialdemokratische Wahlfiege in Böhmen. Bei den nichts mehr und nichts weniger als ein Kommando. Denn, gingen abgewendet worden. letzten Gemeinderathswahlen in Waffersdorf siegten im sie nicht zur Arbeit, so bekämen sie keine Unterstützung. Der Konferenz von Vertretern der Arbeitgeber und der Grubenbritten Wahlkörper die sozialdemokratischen Kandidaten. Im Einwurf, der mir von B., dem ich dies vorhielt, gemacht wurde, arbeiter beschloß, die gleitende Lohnstala für weitere 11/2 Jahre er könne die Unterstützung nicht allein entziehen, wurde von mir beizubehalten. zweiten Wahlkörper wurden vier Sozialdemokraten gewählt. mit dem Hinweis darauf widerlegt, daß der Generalrath( welch' Jm dritten Wahlkörper wurden weiter die sozialdemokratischen Kandidaten gewählt bei den Gemeinderathswahlen in Dör fel. unfehlbar zustimmen würde, wenn er den Antrag auf UnterDörfel. pomposer Name) ihm, dem B. als wohlinformirten Mann Die fozialdemokratische Kreiskonferenz für Kärnten stüßungsentziehung stellte. Dies hat Herr B. auch zugegeben. Was nun die That der Aufforderung selbst betrifft, so ist findet am 14. April( Ostersonntag) in Villach statt. Beginn Köln, 29. März. Der„ Kölnischen Zeitung" wird aus der Verhandlungen um 10 Uhr vormittags im Gartenfalon des sie wieder ein Blatt der Schande der deutschen Gewerkvereine Restaurants zur Stadt Triest". Tagesordnung: 1. Situations- Hirsch- Duncker. Lassen wir einen Mann reden, der Gründer des Belgrad gemeldet: Ein geheimer Erlaß des Ministerpräsidenten hiesigen Ortsvereins des Gewerkvereins der Tischler ist. Dieser ordnet an, daß die Wahlen der direkten Wahlmänner bei Nacht bericht; 2. Agitation und Organisation; 3. Anträge. Mann ist mit vielen anderen jetzt aus dem Gewerkverein der mit dem Datum des folgenden Tages vorgenommen werden Tischler und Berufsgenossen ausgetreten. Als er die Erklärung sollen. Mehrere Präfekten reichten deshalb ihre Entlassung ein abgab, war er noch dabei. Diefer Mann fagte:" Ich habe und mehr als 100 Einsprüche gegen diese Anordnung gingen an geglaubt, daß wenn in sozialdemokratischen Blättern stand, die den König ab. Bremen, 29. März. Der auf heute Nachmittag in den Gewerkvereinsmitglieder gäben sich dazu her, den Streitbrecher zu machen und daß sie von der Leitung der Gewerkvereine dazu Konvent- Saal einberufene Kaufmannskonvent nahm einstimmig aufgefordert würden, dies eine Verleumdung gewesen sei. Jezt, nach eine Resolution an, welche sich auf das entschiedenste gegen jede halte ich diese Angaben für volle Wahrheit." dem Vorkommniß hier, das ich selbst mit durchgemacht habe, Aenderung der Goldwährung Deutschlands ausspricht. Sofia, 29. März. Die Zeitung Mir" meldet: Der hiesige versammlung für Mitglieder des Gewerkvereins theilten Gemeinderath beschloß, gegen den früheren Bürgermeister und Bersammlung für das eben erwähnte und ein anderes Minifter Petkow und gegen den Ingenieur Notscheren die gerichtuns zwei Leute, Maifeier. Die Londoner Sozialdemokraten haben beschlossen, den 1. Mai durch ein Riesenmeeting im Hydepark zu begehen. Aus der hätten. Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. " Der deutsche Arbeiter- Bildungsverein in Winterthur hat Ende 1894 182 Mitglieder gezählt gegen 152 Ende 1893. Die Einnahmen betrugen 5029,88 Fr., die Ausgaben 4829,63 Fr., worunter 170 Fr. zur Unterstützung von Streifs 2c. Die Speise gesellschaft( Sektion) des Vereins hatte 41 352,24 Fr. Einnahmen und 40 064,78 Fr. Ausgaben. An durchreisende organisirte ArMitglied des Gewerkvereins mit, daß ein großer Theil liche Klage zu erheben, weil dieselben bei Vergebung gewisser beiter wurden unentgeltlich 518 Mittag- und 127 Nachteffen ab der Leute nicht damit einverstanden war, die Arbeit an- Lieferungen die Gemeinde um mehr als 80 000 Franks geschädigt gegeben. Es speisten daselbst im Jahresdurchschnitt täglich ( Deveschen- Bureau Herold.) 86 Mitglieder. Im Verein liegen 25 Beitungen und Zeitschriften zunehmen, daß aber Herr Bahlte alle Beredsamkeit aufwandte, auf, die Bibliothek umfaßt 500 Bände. In besonderen Settionen um die Aufnahme der Arbeit zu veranlassen, jede andere MeiLemberg, 29. März. In Stanislau und in Pozemysl wird der Gesang, das Turnen und Theaterspiel gepflegt. An nung aber niederzureden suchte. 50 Mitglieder hat der Gewerksozialistischer und allgemein wissenschaftlicher Literatur wurde verein beim Streik und doch war es dem Herrn Bahlke nur wurden geheime Studentenverbindungen entdeckt; wie verlautet, im Verein für 600 Fr. verkauft. Der Verein hat sich im Be- möglich, 15 zu kommandiren. Giebt es einen besseren Beweis dafür, soll es sich um eine Art Omladina handeln. London, 29. März. Sämmtliche Blätter bringen Artikel daß Zugeständnisse thatsächlich garnicht gemacht sind? Herr richtsjahr ein eigenes Haus gekauft. Bahlte hat einige leere Redensarten für baare Münze auf über die Rede des Staatssekretärs Grey im Unterhause über genommen. Wie geradezu leichtfertig er vorging, geht daraus das Vordringen Frankreichs gegen das Nilthal. Die„ Times" hervor, daß er vor 18 Zeugen sagte: Ich bin zwar noch nicht bezeichnen die Erklärung, daß das Nilthal ausschließlich in genügend informirt, aber ich sehe, daß der Holzarbeiter- Verband der englischen Interessensphäre liege, als durchaus gerechtdoch zu Kreuze triechen muß und deshalb rathe"( ratbe ist gut) fertigt. Daily News" führen aus, England besitze immer ich unseren Leuten, die Arbeit aufzunehmen." In der erwähnten noch Rechte auf das Nilthal, wenn es auch seine Garnisonen aus Uganda und den Aequatorialprovinzen zurückgezogen habe. Der Versammlung forderte er dann direkt auf. Standard" betont, England wolle mit Frankreich unterhandeln, um die guten Beziehungen nicht zu stören; aber Frankreich müsse die Expedition nach dem Nilthal nicht ausführen. Im anderen Falle würde es Feuer an das Pulverfaß Europas legen, und dafür würde es in der Geschichte die Verantwortlichkeit tragen müssen. Bolizeiliches, Gerichtliches: c. - Beschlagnahmt wurden in Rinteln 1600 Exemplare eines Flugblattes. Es soll Aufreizung zum Klaffenhaß darin enthalten sein. Soziale Ueberlicht. Gegen 300 Porzellanarbeiter der Firma Zielsch in Ueber die Entwickelung des Verbandes deutscher Post: Altwasser( Echlesien) haben ihre Kündigung eingereicht, und Telegraphen- Assistenten enthält der jetzt zur Versendung nachdem alle Versuche, sich mit dem Unternehmer zu einigen, durch gelangte diesjährige Geschäftsbericht sehr bemerkenswerthe Ber- deffen Hartnäckigleit, gescheitert sind. Zuzug ist daher streng gleichsziffern. Danach belief sich der Mitgliederftand im Des fern zu halten. " Verantwortlicher Redakteur: J. Dier!( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen, 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 76. Parlamentsberichte. Dentscher Reichstag. 72. Sigung vom 29. März 1895, 1 Uhr. Sonnabend, den 30. März 1895. 12. Jahrg. des Volkes zurückfallen, solange wir keine ergiebige Luxussteuer Antrag; lehnen Sie ihn ab, so schneiden Sie den Ast ab, auf gefunden haben. An der Brotvertheuerung nehmen dem Sie fizzen.( Lebhafter, wiederholter Beifall.) unsere Gegner am meisten Anstoß, besonders die Groß- Reichskanzler Fürst Hohenlohe( auf der Journalistentribüne industrie, welche eine Steigerung der Löhne und eine Schädi außerordentlich schwer verständlich; Redner spricht so leise, daß gung des Exports befürchtet. Getreide und Brot ist jest so er öfters durch Zwischenrufe:„ lauter!" unterbrochen wird): Die Am Bundesrathstische: Fürst zu Hohenlohe, von billig wie noch nie, die Lage der Industrie und ihrer Bedeutung des Antrages Kanit wird von der Regierung nicht ver Böttischer, von Marschall, von Berlepsch, Graf Arbeiter ist aber im Gegentheil eine so schlechte wie tannt. Er hat weite Kreise der Bevölkerung beschäftigt und Posadowsty. noch nie. Arbeiterentlassungen sind die Signatur des Tages, er ist auch von uns in reifliche Erwägung gezogen worden. Nachdem das Haus entsprechend dem schleunigen Antrage weil der einheimische Markt ruinirt ist.( Sehr richtig! rechts.) Der Vorwurf, daß wir zu demselben keine Stellung genommen des Abg. Auer( Soz.) beschlossen hat, das gegen den Abg. Auf eine Hebung des Exports ist auf lange Zeit nicht zu haben, ist also unbegründet. Ein Antrag wie dieser mußte von Herbert schwebende Strafverfahren für die Dauer der Session rechnen, denn die Zollschranken werden überall immer höher. der Regierung auf das Sorgfältigste geprüft werden. Außerdem einzustellen, wird der Etat für 1895/96 gegen die Stimmen der Ein oberschlesischer Eisenindustrieller, der früher 85-88 pet. mußte der öffentlichen Meinung Gelegenheit gegeben werden, ihre Sozialdemokraten im ganzen angenommen; die zum Etat seiner Produktion im Inland absetzte und 12-15 pct. ins Ansichten auszutauschen, namentlich in der Presse. Das ist nun eingegangenen Petitionen werden für erledigt erklärt. Ausland schaffte, fann jetzt 30 pet. nach Rußland absetzen, aber geschehen und es ist nun die Zeit gekommen für die Regierung, Es folgt die Berathung des Antrages des Abg. Grafen zu so niedrigen Preisen, daß er seine Arbeiterlöhne um 30 pCt. Die Gründe darzulegen, weshalb der Antrag nicht annehmbar Raniz: ermäßigen mußte, weshalb ihn seine Arbeiter meist verlassen haben. erscheint. Den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage baldigst Die Verschlechterung der Eisenindustrie ist sehr begreiflich, denn die Der Antrag besagt, daß der An- und Verkauf des auseinen Gefeßentwurf vorzulegen, wonach 1. der Einkauf und Ver- Landwirthschaft, die viel Eisen braucht, schränkt sich sehr erheblich ein. ländischen Getreides für den Verbrauch im Inlande auf Rechkauf des zum Verbrauch im Zollgebiet bestimmten ausländischen Die Arbeiter haben jetzt Zeit und Muße, sich über das billige nung des Reiches geschehen soll. Damit ist alles Getreide, welches Getreides mit Einschluß der Mühlenfabrikate, ausschließlich für Brot zu freuen, aber mit ihren leeren Taschen können sie den nicht zum Verbrauch im Inlande bestimmt ist, ausgeschlossen, Rechnung des Reichs erfolgt, 2. die Verkaufspreise des Getreides Bäckerladen nicht betreten. Der Landwirthschaftsminister sagte und Daria liegt ein Einfuhrverbot. Das dieses nach den inländischen Durchschnittspreisen der Periode 1859-1890, im Abgeordnetenhause: Der Konsument hat feinen Anspruch Einfuhrverbot mit den Handelsverträgen im Wider die Verkaufspreise der Mühlenfabrikate nach dem wirklichen Aus- darauf, daß die Waare ihm unter dem Selbsttostenpreise ge- spruch steht. steht, hat der Antragsteller auch anerkannt. beuteverhältniß, den Getreidepreisen entsprechend, bemessen werden, liefert wird. Der Weizenpreis wird auf etwa 215 Mart vor Er hat nur den Wunsch ausgesprochen und die Ueberzeugung, solange hierdurch die Einkaufspreise gedeckt sind, während bei höheren geschlagen; als 1828 in England die gleitende Stala eingeführt daß es möglich sei, auf dem Wege der Verhandlungen mit den Einkaufspreisen auch die Verkaufspreise entsprechend zu erhöhen wurde, wurde ein Weizenpreis von 286 Mart als normal an- Vertragsstaaten zu dieser Einschränkung zu gelangen. Ich bes find, 3. über die Verwendung der aus dem Verkauf des Getreides genommen. zweifle, daß solche Verhandlungen zu einem günstigen Resultat und der Mühlenfabrikate zu erzielenden Ueberschüsse derart Be- Ob der Antrag mit dem Wortlaut der Handels- Verführen würden. Jedenfalls ist es nicht rathsam und der Würde stimmung getroffen wird, daß: a) alljährlich eine den jetzigen träge in Widerspruch steht, ist nicht von ausschlaggebender bes Reiches entsprechend, sie jetzt, nachdem die Verträge nun Getreidezoll- Einnahmen mindestens gleichkommende Summe an Bedeutung. Eine einseitige Interpretation würde feinen Werth einmal geschlossen sind, sofort wieder zu beginnen. Unter diesen Die Reichskaffe abgeführt wird, b) zur Anfammlung von Vor- haben. Ich möchte glauben, daß ein Weg nicht allzu schwer zu Umständen ist es auch nicht nothwendig, darauf näher einzugehen, räthen für außerordentliche Bedürfnisse( Kriegsfalle 2c.) die finden sein wird, um Desterreich und Rußland mit einer solchen ob der Antrag ausführbar ist. Wenn der Getreidehandel in die Hände nöthigen Mittel bereit gestellt werden, c) ein Reservefonds ge- neuen Einrichtung zu befreunden. Die Handelsverträge sind des Staates übergeht, dann muß der Privatgetreidehandel aufbildet wird, um in Zeiten hoher In- und Auslandspreise die abgeschlossen unter der Bedingung, daß der Absatz von Getreide hören, denn der Kaufmann, der im Auslande Getreide kauft und Zahlung der an die Reichskasse jährlich abzuführenden Summen nach Deutschland erleichert wird; aber diese Erwartungen sind zur Einfuhr nach Deutschland bestimmt, kann sich dann den ( a) sicher zu stellen. durchkreuzt worden dadurch, daß andere Länder, die überseeischen Markt nicht mehr aussuchen, der ihm paßt, er tann auch die Abg. Graf Kanik( dk.): Es muß etwas Durchgreifendes Staaten, die Einfuhr an sich gerissen haben. Desterreich und Chancen nicht benußen. Das Reich ist nicht verpflichtet, das Gegeschehen gegenüber dem Verfall der Landwirthschaft; das hat Rußland sehen die Sache jetzt etwas anders an; sie prüfen die treide, welches an die Grenze kommt, zu kaufen. Der Händler uns bewogen, unseren Antrag zu stellen. Ich brauche die Bedrängniß Verträge dem Sinne nach und sie sind wohl zur Ueberzeugung ist also eventuell genöthigt, sein Getreide außerhalb des Landes der Landwirthschaft, die auch andere Erwerbszweige beeinflußt, gekommen, daß sie von den Verträgen nur Schaden gehabt unvortheilhaft loszuschlagen. Das Reich wird durch diesen Annicht mehr näher darzulegen. Die Ursache der Nothlage ist eben haben. Unser Antrag bietet die Möglichkeit, das trag verpflichtet, für die Versorgung des Inlandes mit Getreide falls bekannt. Der Niedergang der Preise der landwirthschaft- Getreide wieder von Desterreich und Rußland zu beziehen. selbst zu sorgen. Dazu wird ein Reichsdienst organisirt werden müssen, lichen Produkte, hervorgerufen durch das Massenangebot der Die handelspolitischen Bedenken werden also nicht ganz unüber vielleicht ein Reich 3 Getreide- Versorgungs- A in t. billigeren Produkte des Auslandes. Der Niedergang der Preise windlich erscheinen. Ich habe für die Handelsverträge nicht Es werden zahlreiche Agenten und Sachverständige angestellt hat einen Stand erreicht, den man niemals erwartet hatte; der gestimmt; man hat daraus gefolgert, daß ich ein Gegner aller werden müssen. Kommt es dann zum Einkauf, so handelt es Schußzoll funktionirt nicht mehr; es müssen andere Mittel ge- Handelsverträge bin. Das große Ziel der Anbahnung nachbar- sich um die Qualität, den Geschmack des Publikums, um die funden werden. Die festen Zollsäge haben ihre Berechtigung, wo licher engerer wirthschaftlicher Beziehung billige auch ich; aber Bedürfnisse, welche jedes Jahr wechseln. Zu dieser Prüfung es sich um die Steigerung des Preises von Waaren handelt, deren die Art und Weise des Abschlusses der Handelsverträge ist keine gehört eine große Sachkenntniß, die den Reichsbeamten als solche Angebot auf dem Weltmarkte keinen großen Schwankungen unterliegt. ganz gründliche gewesen; man durfte nicht Handelsverträge ab- nicht innewohnt. Der Getreidehandel gehört zum Handel, ganz Denn die Produktion von Roheisen schwankt nicht so sehr erheb- schließen unter Ausschluß von Rußland. Das mußte zu einem wie das Blut zum menschlichem Organismus. Zerstört man lich. Anders liegt es beim Getreide. Als der Getreidepreis handelspolitischen Konflikt führen. Die Vortheile für die diesen einen Theil des Organismus, so wird es sehr schwer 1890/91 auf 200 M. stieg, da war der Zoll überflüssig. Heute exportirende Industrie durften nicht auf Kosten der Landwirth- werden, den ganzen Organismus, d. h. den Handel, noch lebens. genügt der Zoll von 8,50 M. nicht. Dieser Mangel des festen schaft erfauft werden und die Vortheile der Handelsverträge fähig zu erhalten. Die Verantwortung, daß das Reich in Zeiten Getreidezolles ist schon immer empfunden worden; man wollte durften nicht ohne weiteres im Wege der Meistbegünstigung des Mißwachses u. s. w. genügend mit Getreide versorgt werde, die Zölle den Preisen anpassen und verfiel auf die gleitende weiter gewährt werden, weil dadurch die Vortheile für Desterreich tönnte ich nicht übernehmen. Stala. Aber schließlich ist man immer wieder zum festen Zoll und Rußland beschränkt wurden. Den Vorwurf, daß der Antrag eine sozialistische Tendenz zurückgekehrt und erhöht ihn, wo er unwirksam wird. In der Die angeblich sozialistische Tendenz des Antrages verfolgt, hat der Antragsteller nicht entkräften können. Der Anfranzösischen Kammer will man jetzt einen Zoll von 12 M. ein- ist der schwerste Vorwurf, der dem Antrage gemacht wird. Die trag würde auch nicht die Vortheile bringen, die er verspricht. führen, während man 1890/91 bei den hohen Getreidepreisen den Festseßung von Mindestverkaufspreisen ist durchaus nicht Nach der Berufsstatistit von 1882 find 19 Millionen am Zoll suspendirte. Aber es ist unmöglich, den Getreidezoll immer sozialistisch; denn sonst würden die Schutzölle auch nicht zu landwirthschaftlichen Gewerbe betheiligt, einschließlich der Ansteigen und fallen zu lassen; die Landwirthschaft wird dabei lässig sein, sie wollen auch nur den Produzenten einen mäßigen gehörigen. Davon haben aber 15 Millionen keinen Vorimmer der leidende Theil sein. Weil die festen Getreidezölle Verdienst sichern. Die gleitende Stala hatte doch auch nur den theil von höheren Getreidepreisen, weil sie ihre wirthschaftliche Aufgabe nicht erfüllen, sind wir zu unserem 3weck, einen Normalpreis zu firiren. Sie war prattisch un- tein Getreide verkaufen, fie haben direkte oder Vorschlage gekommen, der neu und ungewöhnlich ist; deshalb brauchbar, aber eine sozialistische Tendenz hat man ihr nie indirekte Nachtheile. hat er Zweifel und Bedenken erregt. Die erste Periode ist über mals vorgeworfen. Eine Verstaatlichung der Landwirth- Wir müssen uns also nach anderen Mitteln umsehen.( Der wunden; auch die zweite Periode wird überwunden werden und folgt nicht aus unserem Antrage. Es handelt Reichstanzler spricht immer leiser. Rufe: Lauter!) Dahin der Antrag wird Anerkennung finden. Wir beantragen heute sich nur um die Verstaatlichung des Getreideverkaufs und rechnen wir eine Börsenreform, eine Branntwein- und Zuckernicht feste Preise für Roggen oder Weizen, sondern die Durch zwar des Verkauss des ausländischen Getreides, welches mit der steuer, Beseitigung der Transitläger, welche nicht allein dem schnittspreise der, letzten 40 Jahre. Diese decken sich mit den deutschen Landwirthschaft nichts zu thun hat.( Sehr richtig! rechts.) Transithandel, sondern auch dem Inlandshandel dienen und eine früher vorgeschlagenen festen Preisen. Aber an diesen festen Es sind wichtige Verbrauchsartikel einem Monopol unterworfen Herabsetzung der Eisenbahntarife, welche zum theil schon bePreisen hatte man Anstoß genommen, weil sie die Marktpreise worden; das Salzmonopol, das Branntweinmonopol in Ruß- gonnen hat.( Zustimmung links.) überstiegen. land. Niemals hat man davon eine Förderung des Sozialismus Abg. Paasche( ntl.): Meine politischen Freunde erkennen Die Produktionskosten müssen den Landwirthen ersetzt werden; befürchtet. Ist nicht auch das Monopol des Transportwesens die Tendenz des Antrages, der Landwirthschaft zu helfen durch die heutigen Preise stehen unter den Kosten, also die Landwirth in den Staats- Eisenbahnen schon vorhanden? Wenn der Antrag Machtmittel des Staates vollauf an; der Bauernstand bedarf schaft geht dabei dem sicheren Verfall entgegen. Wir Landwirthe eine sozialistische Tendenz enthält, müßten die Sozialdemokraten insbesondere dringend der Hilfe. Rapitalien tönnen zu grunde find nicht in der Lage, unsere Produktionskosten herabzumindern, in erster Linie dafür stimmen, aber das werden sie, wie ich gehen, Großgrundbesitzer können durch andere ersetzt werden, das hat der preußische Landwirthschaftsminister anerkannt. Wir fürchte, nicht thun. Die mannigfachen Schäden unserer wirth aber wenn dem deutschen Bauernstand die Wurzel feiner können durch intensivere Kultur die Ertragsfähigkeit steigern; fchaftlichen Verhältnisse, der ungenügende Schuß der Wirthschafts- Existenz abgegraben ist, dann können wir ihn nicht aber diese Steigerung ist eine begrenzte. Die Steinkohlen schwachen, die Ausbeutung des Mittelstandes, die sich unaufhaltsam wieder herstellen, so, wie wir ihn brauchen für unser ganzes produktion hat sich verdoppelt und verdreifacht, ohne daß es vollziehende Theilung der bürgerlichen Gesellschaft in Millionäre soziales Volksleben.( Sehr wahr! rechts.) Aber wenn Graf größere Rapitalaufwendungen bedurft hätte. Eine solche Steige- und Proletarier, das sind die Ursachen der Sozialdemokratie. Ranit meint, daß jeder, der ein warmes Herz für die Landrung der Produktion können die Landwirthe nicht vornehmen. Diesen Erscheinungen wollen wir einen Damm entgegenseßen. wirthschaft habe, für den Antrag stimmen müsse, so ist das eine Deshalb möchte ich unserem Vorschlag den Vorzug geben vor den( Sehr gut! rechts.) Verwechselung zwischen der Tendenz des Antrages und zwischen mancherlei anderen Mitteln, welche jetzt empfohlen werden, um der Wir wollen den deutschen Mittelstand kräftigen und stärken. der Art und Weise, wie die Tendenz zur Durchführung gebracht darniederliegenden Landwirthschaft zu helfen. Steigerung der Preise Ein großer Theil der Bevölkerung sieht mit banger Sorge in die werden soll. Man kann der Tendenz zustimmen und braucht bis zu den Produktionskosten ist die Vorbedingung jeder Hilfs- Bukunft; tausende von Landwirthen können heute schon mit doch nicht den vorgeschlagenen Weg zu beschreiten. Ich halte maßregel, wenn die Landwirthschaft nicht ihrem Untergange ent- mathematischer Sicherheit den Zeitpunkt berechnen, an welchem den Weg für absolut ungangbar, trotzdem ich für die deutsche gegengehen soll. Die rasch fortschreitende Ausdehnung des Acker- der Gerichtsvollzieher sie auf die Straße sett.( Sehr wahr! Landwirthschaft das größte Intereffe habe. baues hat zu einer Ueberproduktion geführt, es wird mehr Ge- rechts.) Es ist eine Art von Hoffnungslosigkeit, von Verzweiflung Abg. v. Plötz( dk.): Der Antrag Kanit hat nicht von treide produzirt als von den Bewohnern verzehrt werden kann. eingerissen, und dieser Zustand bereitet der Sozialdemokratie den Anfang an die Zustimmung aller Landwirthe gefunden. Als Lange kann dieser Zustand nicht fortdauern; die Ueberproduktion Boden. Es wird nicht lange dauern, dann wird die Sozial- der Genius Deutschlands, Fürst Bismard, von wird zum Stillstande kommen müssen. demokratie einen großen Theil des Grund und Bodens ver- feinem Posten ging, mußten die Landwirthe bald sehen, daß wir Aber wo wird diese Beschränkung zuerst eintreten? Nicht staatlicht haben. Es ist keine sozialistische, sondern antifozialistische in den Kurs der Handelsvertrags- Politik einlenkten. Gegen kurzin den durch die Natur und das Klima bevorzugten exotischen Tendenz, die unserem Antrage zu grunde liegt.( Sehr richtig! fristige' Handelsverträge ist nichts einzuwenden, wohl aber gegen Ländern, sondern hier in Europa in den alten Kulturstaaten. rechts.) Berträge auf lange Dauer, welche uns jetzt auf zehn Jahre fest( Eehr richtig! rechts.) Und je höher ein Kulturstaat steht, um Unter den vielen Versammlungen, die für unseren Antrag legen. Der Industrie haben die Handelsverträge sehr wenig so höher sind die Anforderungen, welche der Staat an seine sich erklärt haben, sind in letzter Zeit viele gewesen, die aus An- genügt; der Landwirthschaft haben sie unendlich geschadet Bürger stellen muß. Nirgends ist die Landwirthschaft so belastet, gehörigen der städtischen Bevölkerung bestanden. In diesen und mit ihr haben Handwerker und Mittelstand ge= wie gerade in Deutschland. Wird die deutsche Landwirthschaft Kreisen ist unser Antrag vielfach beifällig aufgenommen worden; litten; dafür sind jetzt die Beweise erbracht. Desterreichnicht geschüßt, so muß sie ebenso zu grunde gehen, wie die eng- in Konsumentenfreifen werden wir vielleicht in kurzer Zeit unsere Ungarn hat von den Handelsverträgen wenig genug; lifche Landwirthschaft. Mit dem Getreidebau steht und fält besten Anhänger finden.( Sehr richtig! rechts.) Es wird sich Desterreich war betheiligt an der Einfuhr von Weizen 1889 mit die deutsche Landwirthschaft und mit dieser das Deutsche Reich. bald die Ansicht Bahn brechen, daß unser Antrag kein agrarischer 26 pCt., 1894 aber nur mit 12 pet; Rußland mit 58 pct. im ( Zustimmung rechts.) Der Antrag wird bekämpft: 1. wegen Antrag ist, daß wir teine einseitige Interessenpolitik verfolgen. Jahre 1889, jetzt aber nur mit 24 pot. Dagegen ist die Einfuhr aus feiner praktischen Undurchführbarkeit, 2. wegen der Ver- Wir wollen eine gleichmäßige Berücksichtigung aller Erwerbs Argentinien von 0,01 auf 30 pet. gestiegen. Was soll da erst theuerung der Lebensmittel, 3. wegen seiner Ünvereinbarkeit zweige, eine wahrhaft nationale Wirthschaftspolitik.( Beifall werden, wenn die Anbaufläche sich noch mehr ausdehnt. mit den Handelsverträgen und 4. wegen seiner sozialistischen rechts.) Niemals haben wir die Schwierigkeiten verkannt, mit Da muß etwas geschehen. Ein einziges Gesetz ist im Interesse Tendenz. Redner führt aus, daß diese Gründe unzu denen wir zu kämpfen haben; aber alle Bedenken sollten der Landwirthschaft an den Reichstag gekommen, die Spiritustreffend seien. Der Verkehr mit ausländischem Getreide zurücktreten gegenüber dem großen Ziele, welches wir steuer- Novelle. Konnte sie nicht etwas früher kommen, damit könne so bleiben, wie er bisher bestanden habe; wie die im Auge haben, das ist die Wiederherstellung der deutschen sie für diese Kampagne noch ausgenugt werden konnte? Die ZuckerInhaber von Mühlenlägern früher das Getreide zollfrei Landwirthschaft. Wir wollen den einheimischen Markt wieder steuer- Novelle ist auch erst in Aussicht gestellt, hoffentlich einführten und erst den Zoll bezahlten, wenn das Mehl in in seine Rechte einsehen, wir wollen den Wohlstand der länd- kommt sie recht bald. Wir wollen auch dem Bauer auf dem den freien Verkehr gegeben würde, so könnte das Getreide ein- lichen Bevölkerung heben, ohne welchen Handel und Industrie leichten und mittleren Boden helfen und das ist nur möglich geführt werden, und die Preisdifferenz würde erst bezahlt werden, nicht gedeihen kann. Niemand kann den Vorwurf erheben, unser durch Steigerung der Getreidepreise. Der Wille zu helfen ist wenn das Getreide in den freien Verkehr tritt. Die Theuerung Antrag komme nur den Großgrundbefizern zu gute. Hundert vorhanden; aber der Weg ist bisher noch derselbe geblieben. des Getreides, welche durch den Antrag herbeigeführt werde, tausende von kleinen Besitzern haben sich für den Antrag erklärt, Die Reichsregierung denkt nicht daran, die Meistbegünstigungs. stehe in feinem Verhältniß zu der Theuerung, welche bei einer trotz aller Versuche, eine solche Erklärung zu hintertreiben. Ich verträge zu fündigen, sie will bei ihrer Handelspolitik bleiben, solchen Ernte entstehe, wie sie 1890/91 eingetreten war. Unter spreche dafür meinen Bundesgenossen meinen herzlichen Dant wie Herr v. Marschall ausgeführt hat; die Rede des Herrn diesen Verhältnissen wird das Getreide noch vertheuert durch den aus, daß sie dafür Zeit und Mühe geopfert haben.( Bu- v. Bötticher auf dem Handelstage ist auch vom StaatsZoll, während der Antrag dem Reiche die Möglichkeit giebt, das ftimmung rechts.) Der Brief eines hessischen Bauern sagt: ministerium nicht desavouirt worden; man muß also annehmen, Getreide zum Einkaufspreis abzugeben. Der Vertheuerung gegen- Das Begräbniß des Antrages werde ein großartiges sein, daß das Großkapital allein bevorzugt wird, weil es die Handelsüber sollte man die Verbilligung nicht vergessen, welche im Noth- denn die ganze Landwirthschaft werde sich im Trauergefolge be- verträge mit geschaffen hat. fall eintreten tann. finden, weil ihre lette Hoffnung zu Grabe getragen wurde. Wir sind dem Staatsrath auch mit Vertrauen entDer Antrag schafft die Möglichkeit, für den Kriegsfall Vor- Nun bitte ich Sie heute um eine wohlwollende Prüfung. gegengekommen. Wir müssen dankbar anerkennen, daß fleißig räthe aufzusammeln. Dadurch wird Deutschland unabhängig für Wir stehen auf einem kritischen Wendepunkt nicht blos in der gearbeitet worden ist; wir haben von Anfang an nicht erwartet, den Fall, daß ihm die Zufuhr abgeschnitten wird. Es können wirthschaftlichen Entwickelung, sondern vielleicht in der Geschichte daß er den Antrag Kanit annehmen würde. Aber wir hofften, hier aber auch andere wichtige Bedürfnisse des Reiches gedeckt des Vaterlandes. Es handelt sich darum, ob die Landwirthschaft, daß die preußische und die Reichsregierung nicht unbedingt sich werden, wofür jetzt keine andere Deckung vorhanden ist, als in die Grundlage unserer politischen Ordnung und unserer Wehr- dem Staatsrath unterwerfen würde. Ich hätte gehofft, daß die den Matrikularbeiträgen, die immer wieder auf die breiten Massen kraft erhalten werden soll, Ich bitte, stimmen Sie für den Stimme des deutschen Landwirthschaftsrathes mehr in das Ge " " wicht gefallen wäre, der sich unbedingt für den Antrag Kanit ihnen felbst überlaffen, in welcher Weise sie sich aus | Die Kinder- Wolfsküchen haben bei den städtischen Behörden ausgesprochen hat. Wir haben den Landwirthschaftsrath lieber der für sie ungünstigen Lage( Abg. v. Hammerstein: die erhoffte Unterstützung nicht gefunden. Der Vorstand hatte wie den Staatsrath. An der Möglichkeit der Durchführung des Für uns auch!) befreien. Herr v. Hammerstein hat den Magiftrat um 20 000 M. gebeten, war aber abgewiesen Antrages Kanit zweifeln wir nicht. Was die jüdischen Händler den Herrn Reichskanzler gefragt, ob feine ablehnende worden und hatte sich dann an die Stadtverordneten- Versamm durchführen, würde der Staat mit viel mehr Ruhe und Erklärung darauf beruhe, daß er bereits Fühlung mit lung mit der Bitte um wenigstens 10 000 M. gewandt. Der Akkuratesse durchführen können. Hat er doch die viel schwierigere den Vertragsstaaten genommen hätte. Das letztere ist nicht der Etats ausschuß empfahl. diese Petition dem Magistrat zur Berück Aufgabe der Eisenbahnverstaatlichung durchgeführt! Kauft nicht Fall. Wir haben auch nicht die Absicht es zu thun, weil wir fichtigung zu überweisen. Die Debatte, die in der letzten Stadtdas Kriegsministerium schou hunderttausende Zentner Getreide? Der nicht wissen, worüber wir eigentlich verhandeln sollen.( Unruhe verordneten- Sigung darüber geführt wurde, war kurz, aber lehrStaat fönnte fich mit den bewährten Händlern und Groß rechts.) Wir haben mit den Vertragsstaaten ein Uebereinkommen reich. Auf derjenigen Seite, von der alle das Interesse der kaufleuten in Verbindung setzen; dagegen würden manche getroffen auf der Basis, daß wir unsere landwirthschaftlichen besitzlosen Klasse angehenden Vorschläge und Forderungen abSchwierigkeiten von vornherein beseitigt sein. Nicht blos Klein- Bölle ermäßigt und auf 10 bezw. 12 Jahre gebunden und dafür gelehnt werden, wurde man sofort unruhig, als darauf hinbesitzer verkaufen Getreide, sondern auch die landwirthschaftlichen industrielle Konzessionen eingetauscht haben. Wenn wir nun gewiefen, daß die Küchen doch manche Noth lindern. Arbeiter, welche ihren Lohn zum theil in Getreide erhalten. auf grund des Antrages Kanik mit jenen Staaten in Mit Gelächter beantwortete man die Verlesung eines Briefes, Kommen Sie doch in die Versammlungen hin und sehen Sie sich Verhandlungen eintreten, dann müßten wir nicht nur in welchem ein Gemeindeschul- Rektor schrieb, in früheren Jahren dieselben an, ob sie nur aus Großgrundbesitzern bestehen! Die Bauern eine Erhöhung unseres Bolles über 5 M. hinaus ihnen vor seien ihm von Behörden oft Kinder zugeführt worden, die Diebftimmen uns jetzt vollständig bei. Früher waren sie im frei- schlagen, sondern auch, daß es in unser Belieben gestellt wird, ob stab!, namentlich Mundraub, begangen hätten, seit Bestehen der finnigen Lager; davon sind sie jetzt längst bekehrt worden. und welches auswärtige Getreide wir überhaupt hereinlaffen. Küchen sei das aber nicht mehr vorgekommen. Schließlich wurde Die Sozialdemokraten haben den Bauern ja offen gesagt beim Das beißt nicht, einen bestehenden Vertrag modifiziren, sondern der Ausschußantrag abgelehnt, wobei einige Herren von der Abschluß der Handelsverträge, daß zunächst die Bauern ver- negiren.( Lebhafte Bustimmung links, Buruf rechts.) Der Abg. Mehrheit ein Bravo!" nicht zu unterdrücken vermochten. Wir nichtet werden sollen, mit den Großgrundbesitzern würde man v. Staudy ruft: Diplomatie. Ich bin ihm außerordentlich dank- meinen, daß es nicht nöthig war, der Ablehnung eine so brutale schon fertig werden. Der Bauer wird nicht Sozialdemokrat. bar dafür, daß er den deutschen Diplomaten solche Leistungen Form zu geben. Man kann über den Nutzen dieser Küchen ebenso Aber wenn er nicht mehr Bauer ist, wenn er seinen Grundbesitz zutraut, aber so etwas ist von unserer Diplomatie niemals ver- steptisch denken, wie über das warme Herz" ihrer Begründer, los ist, dann ist er der Sozialdemokratie verfallen. Jedes langt worden. Herr v. Hammerstein hat es bemängelt, Leiter und Gönner. Aber das ist doch zweifellos, daß die Küchen Mittel, welches uns geboten wird, nehmen wir dankbar an; daß der Herr Reichskanzler bezüglich dieser Frage von viele tausende wirklich nothleidender Proletarierfinder fättigen, mancher, der sich noch in guter Lage befindet, kann gerettet der Würde des Deutschen Reiches gesprochen habe. Wenn wir den wenn sie es auch nicht dahin bringen werden, alle Noth und werden, aber mit kleinen Mitteln kann denen nicht geholfen Vertragsstaaten solche Vorschläge machen, so würde das auf die jeden Anlaß zum stehlen zu beseitigen. Doch vielleicht ist werden, welche bereits in schlechte Verhältnisse gekommen auswärtigen Staaten nicht nur, sondern auf die ganze Welt den gerade das ein wunder Punkt in den Küchen, daß sie wirklich find. Wir wollen die Bauern erhalten als treue Diener Eindruck eines ganz bedenklichen Schwankens der Regierung Hungernde Kinder in ihren Räumen versammeln. Der des Thrones und des Vaterlandes. Bei den Rentengütern machen( Lachen rechts; lebhafte Zustimmung links) und es würde Verein für Kinder- Volksküchen" hat in der That gethan, was muß dafür gesorgt werden, daß die Besizer nicht von vornherein die Zuversicht und den Glauben in unsere Vertragstreue ganz er nie thun durfte, wenn er die Gunft der Mehrheit der Stadtin schlechte Verhältnisse kommen. Die Bauern find in ihrem bedenklich erschüttern. Wir müssen es deshalb mit aller Gnt- verordneten- Versammlung erringen wollte: er hat die Noth Einkommen zurückgegangen, sie wollen aber trotzdem Steuern schiedenheit ablehnen, auf grund des Antrages Ranit mit unseren der Proletarierkinder aufgedeckt. Das wird man ihm nie zahlen( Heiterkeit), auch wenn sie von ihrem Kapital gehren. Bertragsstaaten in Verhandlungen einzutreten.( Beifall links.) verzeihen. Daß man auch aus dem entgegengesetzten Grunde Aber auf die Dauer können sie das nicht aushalten. Wir haben Abg. Richter( frs. Bp.): Herr v. Hammerstein scheint eine wie diese Mehrheit, nämlich gerade weil man die Noth der die Agitation nicht provozirt; wir haben die Leute beruhigt; die Antwort von uns heute noch zu wünschen. Ich werde ihm die Proletarierkinder in ihrer ganzen Größe kennt und nach Leute bleiben auch loyal und königstreu, auch wenn Antwort ertheilen, theils aus Höflichkeit, theils um unser Kräften lindern will, gegen die Kinder- Volksküchen als private fie zum Reichstage jeht das Vertrauen ver Schweigen zu erklären. Wir verhandeln heute nicht zum ersten Einrichtung mit kommunaler Unterstützung sein kann, das brauchen loren haben. Der Bürgerstand in den Städten steht Mal über den Antrag; eine Verhandlung hat schon vor Jahres wir nicht erst auseinanderzusetzen. Nun will der Magistrat die schon jetzt auf unserer Seite; er will lieber sein Brot frist stattgefunden und jede Partei konnte einen ganz präzisen Küchen in der That zu einer kommunalen Einrichtung machen, theuerer bezahlen, um an die Landwirthschaft verkaufen Standpunkt einnehmen. Wir halten den Antrag grundsätzlich wenigstens hat er das durch seinen Vertreter im Ausschuß verzu können. für durchaus verkehrt und für unausführbar und für den sichern lassen, um die Petition des Vereins als überflüssig erWenn die Sozialdemokraten das Interesse der Ar- geltenden Verträgen widersprechend. Die Herren haben scheinen zu laffen. Er will die Armenspeisungs- Anstalten, die beiter richtig vertreten würden, würden sie nicht auf billiges fich bemüht, den Antrag auf der öffentlichen Zages: formell als private Einrichtung gelten, faktisch aber in engster Brot, sondern auf Arbeitsgelegenheit sehen. Die Hauptsache für ordnung zu erhalten; aber je mehr man fich mit Verbindung mit der Armenverwaltung stehen, fast nur die Industrie ist der innere Markt; ist dieser kräftig zu kaufen, der Sache beschäftigt hat, umſomehr hat man die Gründe von dieser Verwaltung benutzt werden und auch fast so wird auch Arbeitsgelegenheit vorhanden sein. Es würden gegen den Antrag erkannt und eine so agrarische Versammlung ausschließlich aus städtischen Mitteln erhalten werden, also nur wenige einen Schaden von unserem Antrage haben. wie der Staatsrath( Heiterkeit rechts; Buruf: Herr v. Helldorff anders organisiren, sodaß sie die Kinder- Volksküchen erseyen Die Bertheuerung des Brotes tann nicht ernsthaft be- bat gegen 4 Stimmen den Antrag verworfen. 97 Buschriften tönnen. Dieser Plan sieht aus, als ob er der empfehlenswerthere fürchtet werden; denn zwischen Korn- und Brotpreis haben Sie erhalten, 6 find Ihnen abhanden gekommen, und wäre. Er mill an die Stelle der aus kommunalen Mitteln ist ein großer Unterschied; und wenn das Brot zu Herr Uhden, der den Antrag unterschrieben hat, hat gegen den unterstützten Privatthätigkeit, wie es scheint, eine rein fommunale theuer wird, kann durch andere Mittel geholfen werden. selben gesprochen. Es werden also auch jetzt wie früher 3/4 des Thätigkeit setzen; denn diese Umgestaltung der ArmenspeisungsMit der Produktionssteigerung ist es auch nicht so weit her. Reichstages gegen den Antrag stimmen. Das einzig Neue seit Anstalten durch den Magistrat ist doch wohl nur möglich, wenn Sollen die Leute ihren Dünger vom Juden kaufen und sich nach dem vorigen Jahre ist der Kanzlerwechsel, und es war interessant, die Anstalten nun auch formell zu einer städtischen Einrichtung her die Kehle zuschnüren lassen? Unsere Bevölkerung in Deutsch- daß der Kanzler Stellung genommen hatte, namentlich, nach werden. Leider würde das aber bei den Prinzipien, die vorland wird auch noch fernerhin steigen und dafür schon muß eine dem er sich anfangs etwas dilatorisch verhalten hatte. läufig noch in der städtischen Verwaltung herrschend sind, keine Produktionssteigerung eintreten. Die neuen Gesetze haben neue Wir wollten Ihnen Veranlassung geben, sich mit der Regierung Verbesserung, sondern eine Verschlechterung bedeuten. Die Rosten und neue Steuern gebracht, aber feine Grmäßigung der auseinanderzusehen und das konnte um so gründlicher geschehen, Kinder- Volksküchen würden als Theil der ArmenspeisungsProduktionskosten. Die Kosten der Sozialpolitik steigern sich von je mehr wir uns einschränkten( Heiterkeit) und Ihnen und der Anstalten noch mehr, als das heute schon der Fall ist, Jahr zu Jahr; diese Kosten müssen anderweitig aufgebracht Regierung das Wort überfließen. Der Reichskanzler hat zu Armenküchen werden. Die Speiſemarken der Armenspeisungswerden, von der Börse und vom Großhandel, nicht blos von der eine ablehnende Erklärung abgegeben und damit ist unser Anstalten werden fast nur von den Armenkommissionen vertheilt. Landwirthschaft. Interesse an der weiteren Verhandlung völlig erschöpft; mir Die hungernden Kinder, die heute den Kinder- Volksküchen von wollen deshalb den Antrag so schnell als möglich ablehnen. den Lehrern und Nettoren zugeführt werden, müßten dann gleich( Bustimmung lints.) falls zum Armenkommissions- Vorsteher gehen, So sichert sich die Darauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. städtische Verwaltung ihre Mitwirkung bei der Auswahl der Schluß 54 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr. unentgeltlich zu speisenden Kinder, die beim Verein heute fehlt, ( Kleinere Vorlagen und Fortsetzung der heute abgebrochenen und die nach dem Grundfahe der fommunalen Selbstverwaltung Debatte.) allerdings gefordert werden darf. Es ist aber die Frage, erstens: ob dann nicht der Begriff„ bedürftig" bedeutend strenger gefaßt werden wird, und zweitens: ob nicht viele Eltern überhaupt darauf verzichten werden, ihre Kinder in diese Rüchen zu schicken. Kleine Mittel sind halbe Maßregeln; eine ganze Maßregel ist dringend nothwendig; das ist der Antrag Kaniz. Die Einführung der internationalen Doppelwährung wird der Landwirthschaft nüßen; aber sie kann nicht in wenigen Monaten durchgeführt werden wie der Antrag Kanig. Der Wandel muß schnell kommen, sonst kommt er zu spät. Der Mittelstand verlangt auch den Antrag Kaniz. Ihm kann auch geholfen werden durch die Vorlage gegen den unlauteren Wettbewerb; ich möchte die Regierung bringend bitten, die Vorlage bald zu machen.( Zustimmung rechts.) Für Der Parlamentsbericht über die Donnerstag Sigung des Reichstages giebt die Ausführungen Bebel's im Eingang seiner Rede jo vollkommen unrichtig wieder, daß eine Richtigstellung nothwendig ist. Bebel sagte nach dem stenographischen Bericht wörtlich: Tokales. Preußischer Landwirthschaftsminister v. Hammerstein: Der Vorredner hat es für gut befunden, mich hier im Reichstage Feiern die Gerichte am nächsten Montag? Eine Sache, anzugreifen mit denselben Darlegungen, welche er gestern im Meine Herren! Sie werden wohl nicht von mir erwarten, in der zum 1. April Termin vor dem hiesigen Amtsgericht I Abgeordnetenhause mir gegenüber gemacht hat; dort war ich daß ich auf die Provokation des Herrn Möller eingehe und hier angesetzt war, hat durch richterlichen Beschluß eine Vertagung verpflichtet, ihm zu antworten, hier verweigere ich das, weil ein zu Ihrem Vergnügen eine Auseinandersehung hervorrufe über erfahren, und zwar in Rücksicht darauf, daß den Parteien nicht Angriff gegen den preußischen Landwirthschaftsminister wegen Meinungsverschiedenheiten in bezug auf unsere Parteitaktit 8ugemuthet werden kann, am 1. April 1895, welcher sich zu feiner dienstlichen Thätigkeit als solchen in den Reichstag nicht zwischen meinem Parteigenossen v. Bollmar und mir. Soweit einem allgemeinen deutschen Festtage gestaltet hat, hineingehört. folche Meinungsverschiedenheiten existiren, werden wir dieselben an Gerichtsstelle zu erscheinen". Da ist es denn doch hohe Zeit, daß eine amtliche Erklärung über die Frage erAbg. v. Hammerstein( dk.): Ich will nur auf die Be an anderer Stelle ausgleichen als hier im Reichstag. Vorläufig merkungen des Reichskanzlers furz antworten, daß politische und wahrscheinlich auf lange hinaus werden wir Sie mit der- laffen wird, bb am nächsten Montag allgemeiner GerichtsFeiertag ist, oder ob nur ein besonders bismarckergebener Richter Gründe vorliegen, den Antrag Kanig nicht anzunehmen. gleichen nicht unterhalten. auf eigene Verantwortung gehandelt hat. Wir wüßten wahrlich Der Reichskanzler hat den Antragsteller mißverstanden, wenn feinen Grund, warum gerade die Gerichte wegen des Gewaltser meinte, Graf Kaniz habe die Unvereinbarkeit des menschen feiern sollten; es sei denn, daß sie dadurch der wahrlich Antrages mit den Handelsverträgen anerkannt. Graf nicht unbedeutenden Arbeit symbolisch gedenken wollten, die ihnen Kanit hat diese Frage nur offen gelassen. Der russische die hunderte harter Verurtheilungen wegen Bismard. Handelsvertrag enthält Bestimmungen darüber, daß Gegenstände Handfuchung. Die Expedition und Buchhandlung des Beleidigung feinerzeit verursacht haben. eines Monopols dem freien Verkehr entzogen bleiben; es können Vorwärts" hatte sich heute wieder einmal der Aufmerksamkeit auch Gegenstände aus besonderen Gründen ausgenommen werden. Der Polizei zu erfreuen, die in beträchtlicher Zahl( ca. 10 Mann) Einen Reinfall haben die Bismarckbrüder in Spandau Diese Bestimmung war uns zu zweideutig. Aber da Rußland anrückte, um die sämmtlichen Räume nach dem„ Märkischen erlebt. In der dortigen Stadtverordneten- Versammlung wollte davon Gebranch macht, so muß das auch uns freistehen. Ver- Bandboten" von 1894 und 1895 zu durchsuchen. Von dem ersteren der Magistrat 250 Mark zur Anschaffung von 1000 Bismarckhandlungen mit anderen Staaten sollen nach dem Reichskanzler wurden 70 und dem letzteren 124 Exemplare gefunden und auf büchlein was das für Dinge find, wissen wir leider nichtfeine Aussicht auf Erfolg haben. Beruht diese Ansicht grund des§ 130 beschlagnahmt. bewilligt haben. Dieser Antrag wäre möglicherweise mit einer auf Thatsachen, oder ist die Ansicht nur aus diplomatischen Ueberzeugung des Reichstanzlers geschöpft? Bugleich entdeckte" einer der findigen Beamten auch kleinen Majorität angenommen worden, wenn nicht von konser1 Packet Rreffer, Marseillaise des Christenthums", von dem vativer Seite die Angelegenheit auf das politische Gebiet hinüberdie Antuüpfung solcher Verhandlungen bietet Vier konservative Mitglieder stellten allerdings die schroffe Stellungnahme des Reichskanzlers und des 2858 Exemplare vorläufig in Verwahrung genommen wurden. gespielt worden wäre. nämlich den Antrag auf namentliche Abstimmung. Hierdurch Staatsraths gegen den Antrag Raniß wenig Aussicht. Die Unter dem Schutze des Weihnachtsbaums. Die wurde eine beträchtliche Erregung hervorgerufen. Sowohl Würde des Deutschen Reiches verbietet es jedenfalls nicht, Ver- Röller'sche Korrespondenz schreibt: sozialistische, als auch freisinnige Stadtverordnete behandlungen anzuknüpfen, um die Schädigungen, welche die Vor einiger Zeit brachten Berliner Blätter eine Notiz, der merkten zu diesem Antrage, seine Absicht könne nur sein, Handelsverträge mit sich gebracht haben, zu beseitigen.( 3u zufolge am Weihnachtsheiligabend mehrere Aufträge die Gegner vor der Deffentlichkeit zu schädigen. Der Versamm stimmung rechts.) Wenn auch der Getreidehandel geschädigt zur Verhaftung von Schuldnern wegen Nichtleistung lung gehörten auch Arbeiter der königlichen Fabriken an, und würde, um der Landwirthschaft Nußen zu schaffen, so würde ich des Offenbarungseides an Berliner Gerichtsvollzieher gelangt sein falls diese die Vorlage ablehnten, so würden sie, falls die Abdas für durchaus zweckmäßig halten. Die Rücksicht auf den sollten. Es sei dies geschehen, um durch Fortholung des Schuld- flimmung veröffentlicht würde, sofort ihre Arbeit ver= Handel kann man jezt etwas zurücktreten lassen. Die summa- ners vom Weihnachtsbaum mitten aus dem Kreise seiner Familie lieren. Durch den Antrag auf namentliche Abstimmung war rische Behauptung, daß der Antrag unausführbar sei, kann ich einen unmoralischen Zwang auszuüben. fichtlich Del ins Feuer gegossen. Schließlich wurde ein Antrag nicht anerkennen. Ist das auch nur eine vorgefaßte Meinung oder Die angestellten eingehenden Erhebungen haben ergeben, daß auf Vertagung angenommen. Da bis zur nächsten Sigung der beruht diese Anschauung auf Thatsachen? Man hat wohl nicht am Abend des 24. Dezember v. J. tein wegen Nichtleistung 1. April längst verflossen ist, so ist mit diesem Beschluß der die steuertechnischen Beamten über die Ausführung befragt. des Offenbarungseides verhafteter Schuldner sich in den hiesigen Magistratsantrag so ziemlich gegenstandslos geworden und Die Ausführbarkeit feines Antrages kann ein Antragsteller nicht Gefängnissen befunden hat. Auch hat kein Gerichtsvollzieher er- Spandau muß auf den Ruhm verzichten, zu Ehren Bismard's mittelt werden können, dem ein Auftrag zu einer Verhaftung an pflichtbewußte Arbeiter geschädigt zu sehen. Staatssekretär v. Marschall: Der Vorredner hat eine be- jenem Abende zugegangen wäre. Auch wir halten es für unwahrscheinlich, daß der christliche stimmte Darlegung von seiten der Regierung vermißt, nach ,, Unsere Christen trinken zwar feinen Schnaps, aber als welcher Richtung die Durchführung des Antrages Kanik mit Staat einen Schuldners aus der Weihe des Heiligen Abends Handelsartikel ist er manchem willkommen." Also flagt ein in den bestehenden Vertragsverhältnissen in Widerspruch stehe. Wir roh herausreißt. unferen afrikanischen Kolonien thätiger Missionar in einem haben doch keinen Anlaß, uns darüber in diesem Augenblick den Der christliche Staat hat bisher nur ehrenhaften Männern, Briefe, der in Stöcker's Deutsche Evangelische Kirchenzeitung". Kopf zu zerbrechen, ob dieser Antrag, wenn er durchgeführt wäre, die er zu seinen politischen Feinden zählte, ohne Noth unter zahlreichen Seufzern über die Herrschaft des Branntweins in mit den bestehenden Vertragsverhältnissen im Widerspruch steht, die färgliche Freude am sogenannten Fest der Liebe geraubt. den Kolonien, mitgetheilt wird. Das ist freilich böse, und es so lange uns der Beweis nicht geliefert ist, daß dieser Antrag So geschah es 1886 in Frankfurt am Main, wo die Polizei- fcheint sogar, als ob es sich nicht um solche Christen" handelt, überhaupt durchführbar ist.( Bustimmung lints.) Graf Kanig behörde einer Reihe ehrenhafter Familienväter, deren Verbrechen die es nur dem Namen nach find, sondern sich wirklich, wie es hat uns dargelegt, daß ja der Privathandel wie vorher bestehen darin bestand, daß sie in der Zeit von Deutschlands tieffter im Paftorenstil heißt, zu Gottes Wort halten". Diese Kameruner fönnte. Der Getreidehändler fann aber mit seinem Getreide Schmach offen ihre sozialdemokratische Ueberzeugung befundet Christen können den oftelbischen Junkern die Hand reichen. Die juft wieder nach Hause fahren, wenn es der Reichsbeamte nicht hatten, am ersten Weihnachtstage die trinken auch keinen Schnaps, aber sie produziren ihn. welche ihre Ausweisung brauchen tann.( Große Unruhe.) Wenn der Reichsbeamte das Vorladung zustellte, aus Die Berliner Lesehallen zeigen eine Erhöhung des Getreide nicht annimmt, dann entsteht für den Händler eine dem Gebiete des fleinen Belagerungszustandes bedeutete. Lesegeldes an. Vom 1. April ab ist zu zahlen für den ganz unverhüllte Zollerhöhung. Der betreffende Händler muß für So geschah es ferner noch im Jahre 1893, wo unser Parteigenosse Ginzelbesuch 10 Pf., für eine Wochenmarke 40 Pf., für eine Das eingeführte ausländische Getreide bezahlen den Weltmartt. Reichstagsabgeordneter Stadthagen zwei Tage vor dem Fest Monatsfarte 1,20 m. Gerade teine angenehme Botschaft preisplus der Differenz zwischen dem Weltmarktpreis und der Liebe die Gefängniß strafe anzutreten hatte, die ihm für die Stellungsuchenden, welche die Besehallen in Anspruch dem Preise, der nach dem Antrag Kaniz festgesetzt ist. wegen des Verbrechens, den- Romen beleidigt zu haben, von nehmen müſſen. Herr v. Hammerstein bat darauf hingewiesen, in welche uns Richtern der freien Stadt Hamburg zuerkannt worden war. Dies alles sind Fälle, in denen nur Sozialdemokraten, günstige Situation die Vertragsstaaten durch diese Verträge gerathen seien. Damals sprach man von einer Tributpflichtigkeit denen auch nicht die geringste Unehrenhaftigkeit andes Reichs gegenüber Desterreich und Rußland, heute darf mit haftete, in Frage fommen. Genugthuung fonstatirt werden, daß man nunmehr den direkt Es war wirklich recht überflüssig von der Korrespondenz des entgegengesetzten Standpunft einnimmt( Unruhe rechts), unsere Herrn Polizeiminifters, die Versicherung zu geben, daß bürgerdamaligen Unterhändler müssen also sehr geschickt verfahren sein. lichen Schuldnern, und feien es auch die gemeinsten ( Zustimmung.) Sind die Vertragsstaaten durch diese Verträge Galgenvögel, die Weihnachtsfreude von Staatswegen nicht fahrten", Letzterer wird mit der kommenden Woche definitiv vom wirklich in eine ungünstige Lage gekommen, so mögen wir es gestört worden ist. erweisen. " In der Urania wird heute Abend Herr Professor E. Koppe aus Braunschweig seinen Vortrag über„ Die großartigsten Alpen und Hochgebirgsbahnen vornehmlich der Schweiz", der außergewöhnliches Interesse gefunden, vor seiner Rückreise noch einmal wiederholen. Es tritt also dieser Projektionsvortrag an die Stelle des angekündigten dekorativen Vortrags Zwei AmerikaRepertoire der Moabiter Urania verschwinden, um eventuell erst Die Telegraphendienststunden, sowie die Dienststunden der Fernsprech- Vermittelungsstelle des Postamts in Pankow werden vom 1. April ab für Sonn- und Wochentage auf die Zeit von 7 Uhr morgens bis 10 Uhr abends festgesetzt. " " Die ersten Riebigeier( 80 Stück) in diesem Jahre wurden, wie der Börsen- Kourier" meldet, gestern von der bekannten Hof Delikatessen handlung Kurt Grunewald, hierselbst, Mohrenftr. 60, zum Preise von 4,50 Mart pro Stück verkauft. Es giebt Drohnen genug in Berlin, die sich ihre 27 Mark für ein halbes Dugend Riebigeier zum Frühstück leisten können. Ebenso giebt es tausendfach mehr ehrliche und rechtschaffene Leute in der glänzenden Reichshauptstadt, die nicht wissen, woher sie ein Stück trockenes Brot nehmen sollen, um ihren und ihrer Familie Hunger zu stillen. erklärte er jetzt nicht mehr in dem neuen Gebäude in der Taubenstraße seine Auferstehung| Bevor ich mich von meiner Bestürzung erholte und über das Worten: Schließt Guch an, Euch ist eine Frist bis zum zu feiern. Gitter fletterte, waren beide Knaben untergegangen." 1. Februar 1895 gesetzt; alle, die sich bis dahin nicht organisiri Die verhaftete Gräfin Perponcher ist infolge der Be- haben, über die werden wir die Sperre verhängen; alle schwerde ihres Vertheidigers, Rechtsanwalt Dr. Schwindt, diese follen es an ihrem eigenen Leibe fühlen, daß sie sich durch Beschluß der 5. Straffammer gestern gegen eine Bürgschaft die Versammlung beaufsichtigende Polizeilieutenant eine Drohung uns nicht angeschlossen haben." In den letzten Worten sah der von 120 000 m. aus der Haft entlassen worden. und löste deshalb die Versammlung auf. Willner bestreitet diesen Abschlägig beschieden hat das Polizeipräsidium die Firma Vier weibliche Einbrecher sind gestern in Weißensee Wortlaut, er habe nicht gesagt:„ diese sollen es fühlen", Kramer u. Co., die Ende v. J. die Genehmigung zur Anlage dingfest gemacht worden. In der Nacht zum Donnerstag be- sondern werden es fühlen". Er wollte feineswegs drohen, einer elektrischen Straßenbahn Genthinerstraße- Weidendammer merkte ein Nachtwächter in Weißensee vier Frauen, welche, sondern nur warnen, denn sonst hätte er nicht für die Aufhebung Brücke" nachgefucht hat. Der Bescheid lautet dahin, daß die schwere Bündel auf dem Rücken tragend, die Königs- Chauffee der Sperre agitirt. Er habe auch niemals gemeint, daß fönigliche Thiergarten- Verwaltung namens des Domänenfistus, entlang nach Berlin zu strebten. Er nahm sie fest und brachte eine Sperre über die sich nicht bis zum 1. Februar 1895 andem das Eigenthum an dem Thiergarten zusteht, im Hinblick fie nach dem Amtsbureau, wo sich die Verhafteten als vier schließenden Kollegen verhängt werden solle, da dieselbe ja auf eine bereits früher von dem Finanzminister getroffene Ent- Berliner Händlerinnen entpuppten, welche in mitgeführten Säcken schon bestand. Der Zeuge, Polizeilieutenant Parpath, erklärt fcheidung erklärt hat, die Inanspruchnahme des Thiergartens für eine Menge gestohlener Viktualien transportirten. die geplante Straßenbahn nicht gestatten zu können. feinerseits, die Versammlung habe einen sehr stürmischen und Ein Familienereigniß hat sich am Mittwoch Nachmittag aufhebenden Charakter gehabt. Der Angeklagte habe zuerst den um 2% Uhr in der Fürstenbergerstraße öffentlich abgespielt. Die Nichtorganisirten Vorwürfe gemacht und die oben angeführten Ehefrau des Schneidermeisters Winczorec wurde plößlich unwohl Aeußerungen gethan, die er sich sogleich in der Versammlung und schenkte auf dem Flur des Hauses Nr. 7 einem Knaben das aufgeschrieben hätte. Die letzten Worte habe er nur als Drohung Leben. Durch Zufall tamen zwei Hebeammen des Weges und auffaffen können, weshalb er die Versammlung sofort auflöſte. konnten der Wöchnerin sofortige Hilfe leisten. Dann sorgte ein Auf Befragen des Vertheidigers, Rechtsanwalts Heinemann, daß der Polizeilieutenant, unbekannt gebliebener Herr dafür, daß Frau Winczorect mit ihrem Neugeborenen nach ihrer Wollinerstraße 46 belegenen genau wiffen könne, ob der Redner gesagt habe:" fie ollen es es fühlen", oder Wohnung mittels Droschke gebracht wurde. „ fte werden es fühlen.' In demselben Sinne machten die als Zeugen vernommenen Umstürzlerisches aus dem Thiergartenviertel. Ver- Schuyleute ihre Aussagen. Dagegen bekundete der Filzschuhwunderung erregt eine Veränderung des Charlottenburger Ufers arbeiter Opiß, daß er nur gehört habe: fie werden es und eines Theiles der daran grenzenden Berlinerstraße dadurch, daß fühlen", was er als Warnung aufgefaßt habe und dessen er sich die dort angepflanzten und im Laufe der Zeit zu Baumriefen ge- noch genau erinnere. Daffelbe Zeugniß legte der erste Vorwordenen Silberpappeln der Art zum Opfer fallen. Die Ursache dieser sitzende des Vereins, Filzschuharbeiter Karl Lange Umstürzlerei ist folgende: Seit einigen Jahren hat man in den Auf grund dieser Beweisaufnahme beantragte RechtsSilberpappeln eine bestimmte Art von Raupen entdeckt, deren anwalt Heinemann sowohl aus juristischen, Nefter trotz sorgfältigster Behandlung mit Bacherlin so zahlreich thatsächlichen Gründen die Freisprechung des Angeklagten, geworden sind, daß an eine Ausrottung nicht mehr zu denken denn es sei festgestellt, daß niemand befunden könne, ob überwar. Die schädlichen Einflüsse der Raupenschaaren haben sich haupt Streitbrecher in der Versammlung anwesend waren, an nun bereits auf den Baumbestand des angrenzenden Thiergartens welche diese etwaigen Drohungen gerichtet sein sollten. Ferner Warum Arbeiter gemaßregelt werden. Das Bau- Amt übertragen, wo man während der letzten Jahre ganze Gruppen könne auch niemand mit Bestimmtheit sagen, daß der Angeklagte der Gemeinde Nixdorf hatte fürzlich dem Steinfegermeister tahlgefressener Bäume beobachtet hat. Um einer Fortpflanzung das Wort sollen" ansgesprochen habe, während mit SicherZaubert daselbst das Sortiren und Aufstellen von Pflastersteinen des Uebels entgegenzutreten, hat man sich kurz entschlossen, die heit bekundet wurde, daß die Redewendungen nur als Warnung in der Pannierstraße übertragen. Um einen Anhalt für den Pappeln als Brutstätte des gefräßigen Ungeziefers zu beseitigen. aufgefaßt wurden. Trotz dieser Ausführungen beantragte der hierfür zu bewilligenden Kostenbetrag zu haben, hatte das Bau- Als Erfah sollen, wie verlautet, Linden angepflanzt werden. Amt einige Kubikmeter Steine vorher probeweise sortiren und Amtsanwalt die Verwerfung der Berufung, da er in jenen aufsetzen lassen und war dabei zu dem Resultat gekommen, daß Die Leiche eines jungen Mädchens, anscheinend einer Worten eine Drohung sah. Nach längerer Berathung erkannte die der Kubikmeter durchschnittlich 32 Pf. Arbeitslohn erfordere, Berlinerin, die beim Schlittschuhlaufen eingebrochen ist, ist vor Gründen: 1. sei eine mißverständliche Auffassung der aus5. Strafkammer dennoch auf Freisprechung und zwar aus zwei worauf Taubert sich bereit erklärte, die Arbeit für den Preis von gestern bei Königs- Wusterhausen aus der Spree gezogen worden. gestoßenen Aeußerungen nicht ausgeschlossen und 2. fri die 35 Pf. pro Kublitmeter auszuführen. Den mit der Ausführung An den Füßen der bereits start in Verwesung übergegangenen etwaige Drohung nicht an bestimmte Personen, wie es erforderder Arbeit in Akkord betrauten Arbeitern zahlte der Unternehmer Leiche befanden sich noch Schlittschuhe. jedoch nur 15 Pf. pro Rubikmeter, so daß die betreffenden Arlich ist, gerichtet gewesen, weil niemand zu bekunden vermochte, beiter bei größten Fleiße nicht mehr als 1,80 mart pro meister Zimmermann in seiner Wegen vielfacher Wechselfälschung ist der Schloffer- ob Streitbrecher oder nur Anhänger des Redners in jener VerZag zu verdienen vermochten!! Es war daher wohl Wohnung verhaftet worden. am Louisenufer belegenen sammlung anwesend waren. Das Urtheil erster Instanz wurde erklärlich, daß die Arbeiter für diefen Hungerlohn schließlich nicht daher aufgehoben, Willner freigesprochen und die Kosten des, weiter arbeiten wollten und durch einen ihrer Kollegen eine an Verfahrens der Staatskasse auferlegt. ständigere Bezahlung verlangten. Da Taubert wohl einsehen mochte, daß er für den von ihm gezahlten Preis andere Arbeiter nicht bekommen werde, verstand er sich schließlich dazu, 10 Bf. pro Rubikmeter zuzulegen. Derjenige Arbeiter aber, der im Auftrage seiner Kollegen dies veranlaßt hatte, wurde als Aufwiegler" entlassen!! Gines Kommentars bedarf diese Handlungsweise des Unternehmers nicht, da sie sich selbst richtet. D. 2. M. Die katholische„ Germania" berichtet folgende interessante Neuigkeit: In den Ramschbazaren des jüdischen Spekulanten Lubasch zu Berlin rufen die Verkäufer zuweilen die Buchstaben D. 2. M., und zwar dann, wenn sie irgend einen der Käufer in Verdacht haben, daß er stiehlt. Dieser Ruf ist dort ziemlich häufig zu hören. Was er zu bedeuten hat, ist kürzlich durch eine Indiskretion bekannt geworden, er soll sagen: Das Luder mauft". " Au stelle des Justizraths Munckel, welcher sein Amt niedergelegt hat, ist am Mittwoch von der Charlottenburger Stadtverordneten- Bersammlung zum Vorsteher der bisherige ftellvertretende Vorsteher Dr. Jaffé mit 30 von 42 Stimmen gewählt worden. 10 erhielt Mundel. 27. Oftober brachten wir die Nachricht, daß der Tischler Kahlert Fünf Monat unschuldig in Untersuchungshaft. Am aus der Steinmeßstraße in Rigdorf wegen Sittenverbrechens verhaftet worden sei. Nachdem der Beschuldigte faft fünf Monate in der Haft hat zubringen müssen, ist er dieser Tage vor der Straffammer des Landgerichts II freigesprochen worden. Geld für Entschädigungen unschuldig erlittener Haft hat unser Kulturstaat bekanntlich immer noch nicht übrig. Die Opfer für den Militärmoloch lassen die Uebung dieser selbstverständlichen Gerechtigkeitspflicht nicht zu.. Aus dem soeben erschienenen Verwaltungsbericht des Kreises Niederbarnim ist zu entnehmen, daß die Bevölkerungszahl in dem Jahre 1894 um 10 000 Seelen, von Der frühere Lehrer Julius Solms, dessen Verschwinden aus seiner Wilmersdorferstr. 23 belegenen Wohnung neulich gemeldet wurde, hat sich am 20. d. Mis. in einem Hotel in der Klosterstraße erhängt. Die Leiche des Mannes, den schlechte finanzielle Verhältnisse in den Tod getrieben haben, wurde gestern refognoszirt. Vermißt wird seit dem 7. d. M. der Portier des Hauses Kyffhäuserstr. 3, der Arbeiter Hermann Roch. Die bedauernswerthe Ghefrau, die sich mit fünf Kindern in bedrängter Lage befindet, kann nur annehmen, daß ihrem Manne ein Unglück zugestoßen ist. Auf eine Anzeige bei der Polizeibehörde zu Schöneberg ist über den Verbleib des Mannes bisher nichts ermittelt worden. Der Vermißte ist 38 Jahre alt, von mittlerer gestreifter Hose und hellgrauem Hute. Statur, trägt einen blonden Bollbart und war bekleidet mit grauem Rocke und braunem Ueberzieher, schwarzer mit grau Polizeibericht. Am 28. b. M. nachmittags gerieth in der Keithstraße ein zweijähriger Knabe unter die Räder eines Kohlenwagens und wurde an der Hand bedeutend verletzt. Gegen Abend wurde ein Mann in seiner Wohnung in der Lichtenbergerstraße erhängt vorgefunden. Im Laufe des Tages fanden vier kleine Brände statt. Witterungsübersicht vom 29. März 1895. 220 000 auf 230 000 gestiegen ist. Als eine auffällige Er- Stationen. scheinung ist bei diesem Bevölkerungszuwachs zu bemerken, daß unser Nachbarort Borhagen Rummelsburg statt des bisherigen p prozentual höchsten Zuwachses an der Einwohnerzahl im verflossenen Jahre eine Verminderung derselben, und zwar Swinemünde. um 583 Köpfe erfahren hat. Die Zahl der Geburten betrug Hamburg 1894: 8673, gegen 8893 im Vorjahre, die Zahl der Ehe Berlin schließungen 1722, gegen 1724, und der Sterbefälle 5939, gegen Wiesbaden. 6733 im Vorjahre. Aus Berlin stammen ca. 9000 der in den München Nachbarkreis eingezogenen Personen. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung ( Stala 1-12) Windstärke 3342IBBIA63 Wetter 745 SSW wolfig 744 SW bedeckt • 746 SM woltig 747 SW wolfig 751 1 woltig Wien 749 23 Regen Haparanda 759 MO bedeckt 757 NNO 1 bedeckt 748 NW heiter 737 747 ND SSM bedeckt bedeckt Cort Aberdin. Paris • Temperatur ( nach Celfus 5 ( of Do 16664730645 Die Rigdorfer Gemeindevertretung beschloß in ihrer am Donnerstag stattgefundenen Sigung, das in Privatbesitz über. Petersburg gegangene Terrain der Hafenhaide, welches der Bebauung erschlossen werden soll, an die Rigdorfer Kanalisation anzuschließen, sofern der Besizer an die Gemeinde eine einmalige Entschädigung in Höhe von 230 000 M. zahlt und die Verpflichtung grundbuchamtlich eintragen läßt, daß jedes bebaute Grundstück eine dauernde Wetter Prognose für Sonnabend, 30. März 1895. Rente im Betrage von 5 pCt. des Gebäude Nuhungswerthes Etwas fühleres, veränderliches, vorherrschend wolkiges Wetter leistet. Nach den bisherigen Verhandlungen ist anzunehmen, mit Niederschlägen und frischen westlichen Winden. daß das Abkommen auf dieser Grundlage demnächst zu stande Berliner Wetterbureau. tommt. W Der Teltow'sche Kreistag hat der Gemeinde Rigdorf eine. außerordentliche Beihilfe im Betrage von 60 000 M. zur Anlage zweier Straßen nach Treptow bewilligt. Mit dem Bau der Straßen soll demnächst begonnen werden. Gerichts- Beitung. als aus 53 Wir erhalten folgende Zuschrift: In der Nr. 73 des Vorwärts" vom 27. März findet sich unter„ Gerichts- Zeitung" ein Bericht über eine Verhandlung, welche gegen Einsender dieses, wegen Beleidigung des Landrathes von Nieder- Barnim geführt wurde. In diesem Bericht befindet sich zu Ende desselben folgender Passus: Erwähnenswerth ist die Begründung des Urtheils, in der es heißt:" Es sei dem Angeklagten zu glauben, daß er sich für berechtigt gehalten habe, daß, wenn der frühere Rechtsanwalt Stadthagen solche beleidigende Aeußerungen könnte hiernach den Anschein gewinnen, als ob ich im Laufe geäußert habe, auch er solche Worte gebrauchen konnte." meiner Vertheidigung, die vom Genossen Stadthagen angeblich gethanen Aeußerungen gewissermaßen zu meiner Rechtfertigung Hinweis auf die von St. gemachten, angeblich beleidigenden, angeführt, oder doch meine inkriminirten Ausführungen, durch Aeußerungen entschuldigt hätte. Dem ist jedoch nicht so. solches Verhalten meinerseits wäre, um nicht zu fagen feig, fo doch zum mindesten abgeschmackt gewesen. In der Begründung des Urtheils wurde unter anderm ausgeführt, daß der Angeflagte sich durch die voraufgegangene Hebrede des Abg. Stadthagen zu gleichen Ausführungen habe verleiten laffen. Eine neue Variation zum Kapital vom„ beschränkten Unterthanenverstand", und zu der stehenden Redensart von der durch gewiffenlose Hezer verführten Voltsmasse". Jm Berichte hätte es heißen müssen: Es sei angenommen worden, oder es sei anzunehmen, daß der Angeklagte sich für berechtigt gehalten 2c. Dies nur, um Mißverständnissen vorzubeugen. Emil Gerstenberger, Weißensee, Steinstr. 125. i zeb Vermischtes. Ein Hecker's Schwager, der aus der badischen Revolution befannte Dr. med. Heinr. Tiedemann, ist am 1. März in Philadelphia im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war der Sohn des Heidelberger Anatomen Dr. Fr. Tiedemann und kam Ende der 30 er Jahre mit seiner Frau, der Schwester Hecker's, nach Amerika und betrieb in Illinois eine Farm. Im Jahre 1841 fehrte er nach Deutschland zurück und betheiligte sich unter Hecker am Badener Aufstand. Er wurde zum Tode verurtheilt, konnte aber flüchten, während sein Bruder Gustav Nikolaus als Kommandant von Rastatt dort standrechtlich erschossen wurde. Tiedemann tam zum zweiten Male nach den Vereinigten Staaten und erwarb sich in Philadelphia eine ausgedehnte Praxis. Er nahm an allen gemeinnüßigen Unternehmungen regen Antheil. Er war einer der Begründer des deutschen Hospitals, ein eifriges Mitglied der Deutschen Gesellschaft und trug durch populäre Vorträge, namentlich in Turnerfreifen, viel zur Fortbildung seiner Landsleute bei. Er ist, wie die New- Yorker Staats- Zeitung" mittheilt, auf dem Landsize seines Schwiegersohnes, des Hauptmanns Dilger, gestorben. Von seinen Kindern leben noch ein Eine Freisprechung wegen Drohung und Aufreizung Sohn und zwei Töchter. Tiedemann's ältester Sohn fiel während erzielte in der Berufungsinstanz der Schuhmacher Karl Willner. des Rebellenkrieges im Westen, während der zweite, der im Derselbe hatte in einer am 4. Dezember v. J. stattgehabten 57. Regiment diente, im Jahre 1862 im Shenandoah ertrank und öffentlichen Versammlung, welche in der Weberstr. 17 abgehalten ber dritte Sohn später in New- York gestorben ist. Vorstandes Drohungen ausgestoßen, indem er die nicht zum Frau namens Szabo, welche gewerbsmäßig uneheliche Kinder Engelmacherei. Nach einer Meldung aus Belgrad ist eine Verbande gehörigen Schuhmacher zum Beitritt habe zwingen Der Selbstmord der beiden Nigdorfer Schulknaben wollen. Das Schöffengericht hatte ihn deshalb zu 14 Tagen in Pflege genommen und dann in die Donau geworfen haben hat bekanntlich in unserm Nachbarort das größte Aussehen erregt Gefängniß verurtheilt. Im geftrigen Termine vor der 5. Berufungs- soll, verhaftet worden. Bisher sollen sechs solcher Fälle konstatirt worden sein. und auch zu einer Erörterung in der Gemeindevertretung Ver- Straffammer Landgerichts I gab der Angeklagte Willner an, daß anlassung gegeben. Neuerdings ist nun ein Augenzeuge in dieser der Zweck der Versammlung war, die Sperre über die StreikAngelegenheit aufgetreten, nämlich der Kellner Waldekat aus der brecher aufzuheben und ihnen den Anschluß an die Organisation Pflugstraße in Berlin. Nach dessen, merkwürdigerweise erst jetzt zu ermöglichen. Die Schuhmacherstreits waren zu jener Zeit Briefkasten der Redaktion. veröffentlichten Angaben, liegt die Sache so, daß eher an einen bereits beendet. Nach dem Berichte des Polizeilieutenants Parpath Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Zahl) Unglücksfall als an einen Selbstmord der Kinder zu glauben ist. soll Willner ungefähr gesagt haben:" Ich dachte, einer von denen anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. Er schildert, wie sie am Ufer gespielt und nach den Enten ge- würde sprechen, die uns beim letzten Streit so schimpflich in F. A. 134. Dazu ist der Wirth befugt. A. W. 1. Bei worfen haben; plöblich, so fährt er in der an den Lokal den Rücken gefallen sind." Nach diesen Anfangsworten fuhr er dem Vorstand der Ferienkolonie". Bu 2: Ja. E. T. Wir Anzeiger" gerichteten Bufchrift fort, glitt der eine Rnabe auf fort:" Giner von denen, die sich nicht angeschloffen hätten, fei rathen Ihnen von der Klage ab, da Sie zuerst das beleidigende dem eisbedeckten, schlüpfrigen Ufer aus, überschlug sich und stürzte wie ein Reh durch ganz Deutschland gehegt, und als er zurück- Wort Schafskopf" gebraucht haben. G. J. 1869. Es Topfüber in die Fluth. Seinen Kameraden riß er mit sich. Itam, sei er zurückgestoßen worden." Er schloß dann mit den giebt eine ganze Reihe von Novellen zur Gewerbe- Ordnung Auf der Strecke zwischen Bahnhof Rixdorf und dem Auf der Strecke zwischen Bahnhof Nixdorf und dem neuerbauten Briger Kreis- Krankenhaus soll entweder eine elektrische oder eine Dampfstraßen Bahn angelegt werden. Die Verhand lungen hierüber sind bereits im Gange. = und seinetwegen aufgelöst wurde, nach Angabe des Polizeirevier" 360 Achtung! Schmiede. Achtung! Weißensee!! Achtung! Bentral- Kranken- und Sterbekasse Sonntag, den 31. März, vormittags 10 Uhr, Interessenten die Mittheilung, daß die Parteispedition vor sich bei im Lokale des Herrn Hoffmann, Oranienstraße 180: für Beitungen und Literatur nach wie Große öffentliche Versammlung der Schmiede Berlins und Umgegend. 19802* S. Klar, Sedanstr. 21, der Tischler u. s. w. ( Verwaltungsstelle Berlin G.) Die Zahlstelle Am Ostbahnhof Mr." ist verlegt nach Fruchtstrasse 20 zu Herrn Zimmerling, zwischen Am Ostbahnhof und Friedrichsfelderstraße". befindet. Daselbst Annoncen- Annahme 237/16 Die Ortsverwaltung. Möbel[ 373M Spiegelsp., Pilaft. 20 Spieg., do. Stühle, ganze Wirthschaft. Oranienftr. 18 H. pt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Fr. Hansen: Die Bedeutung Kleidersp., Verticow, Schlafsopha 25 M., des 1. Mai. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. in hochfeiner Ausführung und legante Knaben- Garderobe gediegener Näharbeit Herschkowitz, Andreasstr. 70. zu sehr folid. Preifen. Urania Für den Inhalt der Inserate über- Anstalt für volksthümliche nimmt die Nedaktion dem Publikum Naturkunde. gegenüber keinerlei Verantwortung Am Landes- Ausstellungspark Theater. Sonnabend, den 30. März. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Schauspielhaus. Glück und Ende. König Ottokars Deutsches Theater. Pastor Brose. Leffing- Theater. Der Königslientenant. Gine Partie Piquet. Berliner Theater. Der Herr Senator. Residenz- Theater. Fernand's Ches fontraft. Neues Theater. Ferréol. Schiller- Theater. Die Karolinger. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Theater Unter den Linden. Nanon. Central- Theater. Unsere Rentiers. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Bellealliance- Theater. Onkel Bräfig. Aleranderplab- Theater. Durch ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Feen- Palast Burgstr. 22, neben der Börse. Men! Bum 1. Mal in Berlin. Neu! Clown Petroff und seine originell dressirten Esel, Schweine, Ferkel, Katzen, Hunde, Hühner u. f. 1. Blondin junior. Der beste Tanzkünstler d. Gegenwart. Mr. Albino. ????? Das Räthsel.????? Wilhelm Fröbel mit einer ganzen Waggonladung neuer zündender Couplets. gegangene Weiber. Hierauf: Ale!! Grosses Programm!! 5 Barrison. National Theater. Brücke. Die lebende Reichshallen Theater. Spezialitäten- Vorstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. 0 Vorstellung. SpezialitätenSchiller- Theater. ( Wallner Theater.) Sonnabend, 30. März, abds. 8 Uhr: Zum 1. Male: Die Karolinger. Trauerspiel in 4 Aften von Ernst von Wildenbruch. Sonntag, 31. März, nachin. 3 Uhr: Der Veilchenfreffer. Abends 8 Uhr: Die Journalisten. Montag, 1. April, abends 8 Uhr: Die Karolinger. Dienstag, 2. April, abends 8 Uhr: Die Karolinger. Adolph Ernst- Theater Madame Suzette. Vaudeville: Posse in 3 Atten von Ordonneau. Musik von Edmond Audran.( Novität.) In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Gastspiele des einzig lebenden Kolossalmenschen Emil Naucke. Einen immenſen Lacherfolg haben allabendlich 9 Uhr: Die Kneipgenies Excentric Burlesque- Akt Don Emil Naucke& A. Fränkel. Musik von D. Blume. Naucke als Cascadeur! Was Hansen als Baby! Zum Schießen! Naucke& Fränkel als Rixdorfer Sandtyrolerinnen! Anfang des Konzerts: Sonntags 6 Uhr; Wochentags 7 Uhr. Anfang der Vorstellung: Sonn tags 7 Uhr; Wochentags 71/2 Uhr. Anfang: Wochent. 71/2, Sonntags 61/2 Uhr. Kaffenöffn. 1 Stde. vorher. Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morigpl.). Zum 60. Male: Die Weber. Madame Sans- Gêne. Heimath. Anfang 8 Uhr. Sonntags 71/2 Uhr. In Vorbereitung: Susette's Madame. " Sanssouci's Kottbuserstraße 4a. Sonntag, den 31. März: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader.) Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Zum Schluß: Neu! Der Orchesterverein in Friesack. Ensemble von Meyfel. Kolossaler Erfolg!!! Dienstag: Abschieds- Soirée Ohmischen Brauhaus. Soirée im Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. 57. Bock- Saison. Militär- Konzert. Täglich: Anfang 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. Passage- Panopticum. 27 Gitanos ( andalusische Sänger, Tänzer u. Tänzerinnen) Vorstellung um 4, 5, 6, 7, 8 u. 9 Uhr. Die Geburt eines fräftigen gesunden Knaben zeigen hocherfreut an Franz Berndt nebst Frau. Am 26. d. M. starb unser alter Kollege, der Steindrucker Herr Karlsgarten * Vord., Gart., Hofwohn. 7-36. monatl. Hennigsdorferstr. 26. bei der Hafenhaide, direkt am Walde, Friedrichsberg, Jungstr. 46, mehrere sind Lauben sowie Land zu Lauben zu Borderwohnungen von 63 Thlr. an verpachten. Der Preis für eine fertige Laube beträgt den Sommer über 25 M., für Land zum Aufbauen einer Laube fofort. 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Die Beerdigung findet am Sonntag, Briefmarken, einzelne, wie ganze den 31. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom fauft Kaim, Friedrichstr. 236. Trauerhause in Britz, Chauffeeftr. 101, nach dem Kirchhofe in Briz, Rudowerstraße, statt. Um zahlreiche Betheiligung bitten 355b Die Kollegen von Otto Schäfer& Scheibe. Verband d. Buchbinder ete. Sammlungen, Herren- Hüte 1,25 Einsegnungs- Hüte 85 Pf. neueste Façons verkauft das Fabrik tomptoir, jetzt Barnimstr. 4 u. 5 I. Utensilien 30 und Milchgeschäfts- Molkereigeräthe, Achtung! # Babueriat, auch Theilzahl, wöchentl. ude!, Frdl. Schlafft., Belleallianceftr. 38, 3. Querg. 4 Tr., sep. Eg., b. Glashagen. Schlafft., 5 M., Friedrichsbergerstr. 9, vorn 2 Tr. bei Thiede. 345b Eine gute Schlafst. an einen anständ. j. Mann, 6 M., b. Stahr, Naunynstr. 7. Angenehme Schlafstelle, separat, bei 361b Menzel, Dresdenerstr. 57. Möbl. Schlafft. an anst. Hrn. z. verm. bei Wittwe Wenzel, Gitschinerstr. 79, 365b rechter Aufgang Hof 2 Tr. Arbeitsmarkt. Ueber die Buchbinderei von J.P. Hamann, Beuthstr. 5, ist infolge der unfittlichen Handlungen des Inhabers die Sperre verhängt. Zuzug ist fernzuhalten. 78/2 Der Vertrauensmann. Achtung Tischler! Die Kollegen der Werkstatt Weiss, Bülowstraße 57, haben die Arbeit eingestellt wegen fortgesetter Lohnabzüge. Buzug feruhalten! 203/1 Die Ortsverwaltung des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes Möbelpolirer! 201/20 Jordan, Kleine Markusstr. 28. Wegen Differenzen ist der Zuzug von Polirern bei Dräse!, Admiralstr. 7, Zahnerjah, auch Theilzahl., wöchentl. bis auf weiteres fernzuhalten. Die Kommission. 2 tüchtige Arbeiter Waldvögel, Papageien, Kanarien- für Gummi- Luft- u. Wasserkissen roller, Heckweibch. Schnelle, Invaliden sofort gesucht. Reisevergütung. straße 7. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Elsasserstr. 12. unser Kollege Otto Neubert am 28. d. m. verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des Krankenhauses Am Urban( Grimmstr.) aus nach dem Jakobi Kirchhofe statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. 78/3 Achtung! Sonnabend, den 30. und Sonntag, den 31. März: Großes Familien- Kränzchen, wozu freundlichst einladet Fr. Zubeil, Lindenstr. 106. Unter den Linden 21. Etablissement ,, Süd- Ost" Täglich abends 1/28 Uhr Einzig in seiner Art. Heute Ben- Ali- Bey. Oriental. Magie. Preise: 3, 2 und 1 M. Sitzplatz. zum Waldemarstr. 75. Empfehle meinen Saal( 500 Personen faffend) und Reſtaurant zu Bersamm lungen und Festlichkeiten jeder Art. Sonnabende u. Sonntage sind noch frei. 18652* C. Ulrich. 200 Feft- Saalit Male. Jeden Sonntag Nachmittag 4 Uhr: Familien- Vorstellung zu halben Preisen. Vom 1. April ab beginnen die Vorstellungen um 8 Uhr. Castan's Panoptikum. National- Theater. Nog nie dagewesen! Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Mar Samst. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Die lebende Brücke. Großes Sensationsschauspiel mit Mufit in 4 Atten( 11 Bildern), nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Latowsky. Regie: Max Samst. Rassenöffnung 61/2 Uhr.- Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas a. 6. Novität!! Bum 42. Male: Novität! Unsere Rentiers. Große Posse mit Gesang und Tanz Die Riesen des dunkeln Erdtheils: Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. ,, Präsident Faure" Cirque Variété ( früher Circus G. Schumann). Sonnabend und Sonntag nachmittags 4 und abends 7 2 Extra- Vorstellungen 2. Uhr: Kinder zahlen nachm, auf allen Plätzen nur 20 Pf. Montag, 1. April, abends 71/2 Uhr: Grosse Fest- u. Jubel- Vorstellung U. a. gelangt zur Aufführung: Vor 25 Jahren. Grosses militärisches Schauspiel mit Prolog, Chorgesängen und Tableaux, in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt Jul. Wernau's Restaurant und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. ,, Zur Erholung" In Szene gesetzt vom Dir. R. Schult. C., Rosenthalerstr. 57. Vereinszimmer. Anfang 1/28 Uhr. Bühne Brunnenstr. 188 ( 500 Personen) zu Versammlungen und Festlichkeiten noch einige Tage frei. W. Gründel. Carl Tutzauer Admiralstr. 38. Säle für Vereine. Kegelbahn noch einige Tage frei. 360b Restaurant billig zu verkaufen. Näh. b. Böhm, Lübbenerstr. 12, v. im Keller. Leipziger Gummi- Waaren- Fabrik vorm. Jul. Mary, Heine u. Co., Leipzig. Tüchtige Monteure Vereinszimmer mit Pianino z. vecg. für elektrische Bahnanlgen, welche Hennig, Pasewalferstr. 9. 3486 selbständig arbeiten können, finden Aufnahme in einer größeren elektrotechnischen Fabrik Desterreich- Ungarns. 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Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlungen Süd- Osten: Montag, den 1. April, abends 8 Uhr, Oranienstrasse 180. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über Berufskrankheiten mit besonderer Berücksichtigung der Holzarbeiter. 2. Diskussion. Friedrichsberg und Rummelsburg. Montag, den 1. April, abends 8/2 Uhr, im Lokale des Herrn Schröder, Eike Kant- und Türrschmidtstraße. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Bruns über:„ Die Gewerkschaftsbewegung und Neue Mitglieder werden aufgenommen. Mart. Berndt's Würstelstube ihre Zukunft". 2. Diskussion. 3. Verſchiedenes. empfiehlt nach wie vor allen Freunden und Bekannten seinen vorzüglichen Frühstücks-, Mittags- und Abendtisch. Jeden Sonnabend von 6 Uhr ab: ff. Eisbeine. Für gute Biere ist selbst. verständlich bestens Sorge getragen. Um zahlreichen Besuch bittet Martin Berndt, Oranien u. Alexandrinenstraßen- Ecke. Oswald Grauer 121, Oranienstr. 121. Zimmer für Vereine mit Piano, 40-80 Personen fassend. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2, Jeder Kolporteur Gefer 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 76. Gerichts- Beitung. Sonnabend, den 30. März 1895. Nächste Sigung Sonnabend. 17 bei dent Beamten und richtete auch in " " 12. Jahrg. Versammlungen. war Alle Kräfte zichten, weil nach seiner Ansicht der Zeuge in seinen Bekundungen gelehnt, dagegen die Fortsetzung der Verhandlung auf Dienstag, so unklar sei, daß eine Verurtheilung der Angeklagten in diesem den 26. d. M., anberaumt wurde, um bis dahin den Wucherprozeß Labaschin und Genossen. Falle ausgeschlossen erscheine. Campioni ausfindig zu machen behufs einer kommissarischen In In einem Falle hat Babafchin dem Musikdirektor Franz Vernehmung. ber fortgesetzten Verhandlung Aus den am zweiten Verhandlungstage vorgeführten Fällen Schmitz, welcher 9000 M. zur Begleichung von Handwerker- nun dieser Campioni felbst zur Stelle und erklärte bei find folgende hervorzuheben: Ein früherer Kapitän der chinesifchen Flotte v. Gullach tam im Jahre 1892 nach Berlin und forderungen gebrauchte, eine auf einem Grundstück in der Brunnen- seiner Vernehmung, daß er zwar die ihm zugeschriebene lebte hier auf großem Fuße. Seine Mittel entsprachen nicht straße haftende Theilhypothek von 11 000 M. für den Preis von Aeußerung anderen gegenüber gethan, sich aber damit nur einen seinen Aufwendungen; er ließ beispielsweise Rennpferde laufen 9000. abgekauft. Der Sachverständige Oliven hat den Scherz" gemacht habe. Der Staatsanwalt hielt seinen vorher und führte einen luxuriösen Hausstand. Als er Geld brauchte, Handelswerth dieser Hypothek zur Zeit des Geschäftsabschlusses gemachten Antrag gegen Jahn auf 3 Monate Gefängniß aufrecht, wandte er sich auf grund einer Annonce an Rieß mit dem auf 7500-8000. geschätzt, der Staaatsanwalt ist jedoch der welchem Antrag auch der Gerichtshof entsprach und Jahn zu einer Gefängnißstrafe von 3 Monaten verurtheilte. Revision Wunsche, daß dieser eine ihm auf 10 Jahre zustehende jährliche Ansicht, daß der innere Werth der Hypothek viel größer sei. Fideitommißrente von 1320 m. verkaufen möchte. Ricß bedang sich Auch bei den übrigen gestern zur Verhandlung gelangenden wird gegen dieses Urtheil eingelegt werden. eine Provision von 200 m. aus und brachte ihn mit Labaschin in Ver- Fällen handelt es sich um die begleitenden Umstände, unter welchen bindung. Von diesem erhielt er nach und nach ca. 4000 m. und zedirte Labaschin bezw. Rieß Hypotheken erworben haben. Auch hier ihm dafür seine Rente. Außerdem mußte er bei der Versicherungs- bleiben die Angeklagten dabei, daß reine Kaufgeschäfte mit großem Risiko vorgelegen haben. gesellschaft Equitable zu gunsten Labaschin's sein Leben mit Risifo vorgelegen haben. 10 000 m. verfichern. Die Police bezahlte Labaschin, der auf Der sozialdemokratische Wahlverein für den 3. Berliner Wahlkreis tagte am 27. März bei Deigmüller. Genosse Zubeil diese Weise für den Fall des Todes des v. G. in den Besiz von Der Berliner Lokal- Anzeiger" enthielt am 15. Septbr. behandelte in einem längeren Vortrage die glänzenden" Er10( 00 m. tommt. Später hat v. G. den Versuch gemacht, das v. J. eine Nachricht in betreff der Angelegenheit des Zeremonien- rungenschaften der preußisch- deutschen Sozialreform, die er den Geschäft wieder rückgängig zu machen, die Verhandlungen meisters v. Kohe, wodurch dem Verfasser, dem Berichterstatter Versprechungen in den Erlassen Kaiser Wilhelms I. und fcheiterten jedoch. Labaschin hat inzwischen die Rente ander Ernst Pufahl, eine Anklage wegen Beleidigung von Beamten Wilhelms II. gegenüberstellte. Redner unterzog u. a. die staatreitig verkauft. Er erklärt, daß hier ein sehr gewagtes der Militär- Telegraphie zugezogen wurde, die gestern vor der lichen Musterbetriebe" einer fritischen Prüfung, um zu zeigen, Kaufgeschäft für ihn vorgelegen habe; die Rentenzahlung fiebenten Strajkammer des Landgerichts I zur Verhandlung daß sogar in ihnen nichts von dem Einfluß der 1890er Willenswürde bei etwaigem Tode des v. G. aufgehört haben gelangte. In der betreffenden Notiz wurde erzählt, daß die äußerungen des regierenden Raisers zu spüren sei. Die beste und wenn sich v. G. etwa im Auslande befand, würde Angelegenheit des Herrn v. Kotze noch Absicht einzelner, auch noch so hochstehender Personen müßte eben die Versicherungsgesellschaft Schwierigkeiten gemacht haben. ein blutiges Nachspiel haben würde. Derselbe habe Der Zeuge v. G. erklärt, daß er sich zur Zeit der Abmachungen nämlich nach an dem heutigen System zerschellen, wenn sie sich theilweise gegen feiner Verhaftung volt einem höheren dessen Unbeschränktheitwende. An einer wahren Musterkarte von Ber nicht in einer Nothlage befunden, sondern nur etwas leichtsinnig Offizier eine Depesche beleidigenden Inhalts erhalten. Die folgungen der denkenden Arbeiterschaft und ihrer Organisationen that gelebt habe. Er habe seines Wissens auch nie von einem Dar- Mittheilung sei durch die Militär- Telegraphie geschehen und da Redner dann dar, wie die Regierungsorgane, besonders in lehen, sondern von einem Kaufgeschäft gesprochen. Nach Ansicht durch in die Deffentlichkeit gekommen. Wegen dieser Schluß Sachsen, die Wohlfahrt der Arbeiter auffassen, deren Förderung des Staatsanwalts weise dieser Fall darauf hin, daß hier der bemerkung hatte der Vorstand der Militär- Telegraphie Straf die erwähnten Erlasse ankündigten. Nachdem Zubeil noch die Leichtsinn eines Geldsuchers wucherisch ausgebeutet worden sei. antrag gestellt. Der Angeschuldigte erklärte, daß er dem„ Lokal- Umsturzvorlage in den Kreis seiner Betrachtungen gezogen, schloß Zwei weitere Fälle, in denen Labaschin als Erbschafts- Anzeiger" zwar das Material zu dem Artikel geliefert habe, die er: Die sozialdemokratische Arbeiterschaft blicke trotz allem freudig fäufer aufgetreten war, bieten fein allgemeines Interesse. In dem Fassung sei aber in der Redaktion bewirkt und hier auch die in die Zukunft, möge von seiten der Herrschenden kommen was einen Falle hat 2. die Erbschaft an einen gewiffen Hirschfeld Schlußbemerkung hinzugefügt worden. Der Vorsitzende da wolle, sie sei gerüstet für jeden Fall, und der Sieg müffe weiter gegeben und sich mit einer Provision von 300 M. bestellte aus den Aften fest, daß die Militär Telegraphie ihr schließlich doch zufallen.( Lebhafter Beifall.) Genoffe Maugnügt, in dem anderen Falle war der Geldsucher durch die Frau von der erwähnten Depesche überhaupt nichts wußte. solf schloß sich den Ausführungen des Referenten an. Da nichts fepar. Stabsarzt Dr. Vogler in Charlottenburg mit Labaschin Demgegenüber hielt der Angeklagte seine Angaben auf weiter vorlag, erreichte die Versammlung bereits vor 11 Uhr bekannt gemacht worden. recht. Die Militär- Telegraphie befördere auch Privatdepeschen, ihren Schluß. Ende des Jahres 1891 hatte der Premierlieutenant der Land- die nicht registrirt würden. Er trete Beweis darüber an, daß wehr Gustav v. Hühnerbein zur Bezahlung drängender die Ordonnanz derartige Depeschen offen bestelle und dadurch von Zivei Volksversammlungen waren für den 27. März nach Echulden Geld nöthig. Durch eine Zeitungsannonce wurde er dem Inhalte Kenntniß bekommen konnte. Der Portier des den Lokalen Keller's Festsäle und Konzerthaus Sanssouci einmit dem Agenten May Bruck, der gegenwärtig eine ihm wegen Herzogs von Eagan habe beispielsweise die fragliche Depesche berufen mit der gleichlautenden Tagesordnung: 1. Wie stellen Wuchers auferlegte Gefängnißstrafe verbüßt, bekannt und dieser gelesen. Der Gerichtshof gab den Anträgen des Angeklagten sich die Arbeiterinnen zu der Auflösung der Frauen- Agitationsführte ihn zu dem Angeklagten Labaschin. Letzterer gab ihm auf Beweiserhebung statt; zum nächsten Termine sollen der kommission und wie gedenken wir uns zu organisiren? 2. Die 3000 m., wofür er vom 1. Januar 1892 ab auf sieben Jahre Portier des Herzogs von Sagan, der Chef der Militär- Telegraphie, Bedeutung der Gewerkschafts- Bewegung für die Frauen und ihm eine Jahresrente von 984 M. vor dem Notar Dr. Hirsch Hauptmann von Zernizki und der Chefredakteur v. Kupffer vom Mähen des arbeitenden Volkes. 3. Diskussion. In der rege zedirte. v.. mußte außerdem bei der Lebensversicherungs- Lotal- Anzeiger" geladen werden. besuchten Versammlung bei Keller referirte Genosse v. Elm in Gesellschaft Equitable sein Leben mit 5000 Mart versichern, erster Reihe über den zweiten Punkt der Tagesordnung. In die Labaschin zufallen sollten, falls v. H. vor Auszahlung wenn du nicht auch das Zipfelchen über dem i doppelt und wickelungsgang der Industrie, das rapide Wachsen der Frauens Du sollst dich über einen Beamten nicht beschweren, seinem eingehenden Vortrage veranschaulichte derselbe den Ent der letzten zedirten Rente stürbe. v. H. mußte außerdem eine selbstschuldnerische Bürgschaft für den pünktlichen Eingang dreifach durch Zeugenaussagen belegen kannst. Die Mißachtung arbeit, die jammervollen Verdienste der Arbeiterinnen und ver der Rente übernehmen. Bruck erhielt für seine Vermittelung dieses im Polizeistaat wichtigen Gebotes hat schon manchen, der wies auf die Nothwendigkeit eines wirksamen gesetzlichen 100 M. Provision. Nach mündlicher Vereinbarung sollte es sich die naiven Rechtsanschauungen noch nicht abgewöhnt hat, Echutzes der Arbeiterinnen gegen die strupulöse Ausbeutung der Herrn v. H. freistehen, den Vertrag rückgängig zu machen. As empfindliche Freiheitsstrafen eingebracht. Der Kriminalkommissar Kapitalisten, und auf die gewerkschaftliche Organisation der er von diesem Recht im Februar 1892 Gebrauch machen wollte, von Kracht hatte im Herbst vorigen Jahres den Agenten L. zur Frauen. Von dem geringen Koalitionsrechte, welches der forderte Labaschin als Rückaufspreis 4600 M. Darüber fam Vernehmung nach dem Alexanderplatz zitirt; wegen der Arbeiterschaft belassen sei, müsse, so meinte der Vores zum Prozesse, in welchem Labaschin sich vergleichsweise mit Art der Behandlung beschwerte sich nachdem der letztere tragende, der ausgiebigfte Gebrauch gemacht werden. 3000 m. und 4 pCt. Zinsen begnügte. derselben Echon dadurch würde vieles besser werden. Dieser Vorgang ist seinerzeit bereits in dem Wucherprozeß Treuherz und Genossen Sache mehrfach Briefe an dessen vorgesetzte Behörde, das müßten zusammengefaßt, nicht getrennt und die Franen zur Sprache gekommen. Die neunte Straftammer hat damals Polizeipräsidium. Diese Briese gaben den Staatsanwalt Gemit in die Organisation hineingezogen werden. Dieselben gäben anger ommen, daß Wucher rorliege und Bruck wegen Theil- legenheit, gegen 2. wegen Beleidigung Anklage zu erheben. Bei mit der Zeit tüchtigere und ausdauerndere Kämpferinnen ab als nahme am Wucher zu 1 Jahr Gefängniß, Geldstrafe und Ehr Angeklagte durch seine Zeugen nicht nachweisen, daß er mit seinen Interessen daher seien die Frauen zu Mitkämpferinnen gegen der gestrigen Verhandlung vor dem Echöffengericht konnte der die Männer. Ohne Frauen gehe es nicht, aus rein egoistischen verlust verurtheilt. Längere Erörterungen verursacht folgender Fall: Der Anschuldigungen auf Mißbrauch der Amtsgewalt zc. im Rechte das Kapital zu erziehen. Weniger reden und mehr handeln, Kriminalschuhmann Windell befand sich im Frühjahr 1891 war, aber es wurde festgestellt, daß man den zur Bernehmung dann würde es zweifellos beffer werden. Die vortrefflichen Dar in Amerika, um sich zur Laufbahn eines Kriminalbeamten vorzu- vorgeladenen 2. von 10 Uhr vormittags bis abends legungen des Vortragenden wurden mit verdientem Beifalle ent7 Uhr festgehalten hatte, ohne für seines Leibes bereiten. Da starb seine Mutter in Münster, die ihm eine Erbgegengenommen. Genosse Sailer und Genossin Frau Ihrer be= Nothdurft zu sorgen.„ Wir haben für schaft von mindestens 10 000 m. hinterließ. Dazu gehörten diese Zwecke handelten in der Diskussion weiter sehr wirkungsvoll die Orgas einige Grundstücksantheile. Seine Verwandten, die da glaubten, feine Fonds" antwortete der Kommissar auf die Frage des Vor- nisationsfrage, wonach folgende Resolution zur einstimmigen Andaß er keine Mittel habe, um eventuell einen Erbschaftsprozeß fienden, ob dem Angeklagten während der ganzen Zeit nichts nahme gelangte: anzufangen, enthielten ihm sein Erbtheil vor. Er wurde mit 3u effen verabfolgt sei, eine Verpflichtung, dahingehend Anstalten Die heutige Voltsversammlung stimmt den Ausführungen Wegen Beleidigung in des Referenten bei und erklärt 1. in Erwägung, daß die gesehRieß bekannt, der ihm versprach, ihn gegen 5 pet. feines Erb- 3 treffen, bestand für mich nicht." anspri c3 zu Labaschin zu führen, der ihm die Erbschaft jeden zwei Fällen wurden dem 2. durch Beschluß des Gerichts drei lichen Bestimmungen in Preußen den Frauen es unmöglich falls abtaufen würde. Labaschin war geneigt, den Erb- Wochen Gefängniß zudiktirt, der Staatsanwalt wollte drei Monate machen, sich in politischen Vereinen zu organisiren; 2. in weiterer anspruch gegen Ueberlassung des dritten Theiles als Entgelt zu dafür festgesetzt haben. In den Urtheilsgründen wird betont, Erwägung, daß durch die amtlichen Berichte festgestellt ist, daß erwerben und den Prozeß gegen die Angehörigen des Windell zu daß die Behandlung des Angeklagten als durch die Sachlage die Zahl der Arbeiterinnen in allen Branchen von Jahr zu führen. Letterer ging auch darauf ein. Gr empfing zunächst gerechtfertigt erschienen fei! Es ist nebensächlich, cb der amtirende Polizeikommissar der sinken und die Zahl der arbeitslosen Männer ebenfalls zunimmt, Jahr um tausende zunimmt und dadurch die Löhne immer weiter 1500 M. und später noch 200 M. und schloß am 12. November 1891 vor dem Notar Hirsch mit Labaschin einen notariellen Ver- Auffassung weiterer Kreise gerecht wurde, wenn er den An- ist es im eigensten Interesse der Frauen und Mädchen eine trag, wonach Windell an Labaschin seinen Erbanspruch abtrat, geklagten, wie er fagte, ohne Handschuhe anfaßte"; wenngleich dringende Nothwendigkeit, eine rege Agitation zu entfalten, aber dafür Gewähr leisten mußte, daß sein Erbtheil mindestens derselbe nicht überführt, sondern nur verdächtigt war. Uns ist um die Arbeiterinnen den Gewerkschaftsorganisationen zuzu10 000 M. betragen werde. Nach einiger Zeit theilte ihm es lediglich darum zu thun, unsere Verwunderung darüber ausführen." zudrücken, daß jemand, der wegen irgend einer Eache vorgeladen damals Sodann irat die Versammlung in die Erörterung des ersten aushielt, daß er weitere Zahlungen nur dann leisten und den wird, mit der Eventualität rechnen muß, des Hungers Qualen Punttes der Tagesordnung ein, welchen Frau Rohrlad als Erbschaftsprozeß führen werde, wenn er ihm die Hälfte ausgesetzt zu sein. erste Rednerin besprach. Ihr Vorschlag ging dahin, angesichts des Erbanspruches zubillige. Labaschin hatte s. 3. diese Forderung Vor der 1. Straffammer des Landgerichts Breslan der erfolgten Schließung" der Frauen- Agitationskommission in damit begründet, daß die Berechtigung des Erbanspruches außer wurde am 23. d. W. gegen Gen. Jahn verhandelt wegen Be- Berlin und an anderen Orten fernerhin von der Einsetzung einer ordentlich zweifelhaft sei, viel Mühe und Arbeit verursache und leidigung" des Polizeikommissars Bieliger in Licgniß, wo Jahn Rommission Abstand zu nehmen, zur Erledigung der nothwendigen ihm ein außerdentlich großes Risiko blühe. Der Zeuge Windel in einer öffentlichen Buchbinderversammlung gesprochen hatte. Geschäfte vielmehr Vertrauenspersonen zu wählen und zwar vor hat sich dann brieflich vollkommen damit einverstanden erklärt Nach Schluß jener Versammlung besprach man u. a. das Verläufig nur eine, bis das Schicksal der bisherigen Frauen- Agitationsund es fam ein zweiter notarieller Vertrag zu stande, in welchem halten des Beamten während derselben, auch hatte der Buch- kommission entschieden sei. In Rücksicht auf den letzteren UmWindell sich verpflichtete, dem Labaschin die Hälfte der zu er binder Campioni seinen Nachbarn zugerufen:" Jezt hat der stand zog denn auch Frau Schädlich ihren gestellten Antrag, streitenden Erbschaftsmasse als Vergütung zu überlassen, fämmt Polizeikommissar Beifall geklatscht!" Am darauffolgenden in allen Wahlkreisen Versammlungen einzuberufen und Bertrauens liche Kosten zu tragen und es Labaschin zu überlassen, durch Tage fand eine Versammlung in Breslau statt, in personen zu wählen, zurück. Als vorläufig alleinige Vertrauenseinen ausschließlich nach seinem Ermessen zu schließenden welcher der Wirth des Lokals punkt 11 Uhr wegen der person wurde sodann Fran Ottilie Gerndt von der Ver Vergleich den Rechtsstreit zu beenden. Die Prozeßgegner Polizeistunde in sehr erregter Weise Feierabend gebot, sammlung einstimmig gewählt. des Labaschin scheinen vor der Energie desselben schließlich die was nach Echluß der Versammlung zu einer Auseinandersetzung Der Versuch, die Debatte nochmals auf die Organisations. Segel gestrichen zu haben, denn sie einigten sich mit Labaschin auch mit dem Polizeibeamten Veranlassung gab. Derselbe meinte frage zu bringen und für eine bestimmte Organisation Propaganda dahin, daß sie ihm auf das Erbtheil 10 000 m. zahlten und die nun, daß man wegen der paar Minuten hätte ruhig die Ver- zu machen, wurde von der Versammlung abgelehnt. gerichtlichen Kosten übernahmen. Windell hat im ganzen etwa sammlung zu Ende führen tönnen. In der weiteren Unterhaltung, Die Puter hielten am 25. d. M. eine öffentliche Versamm 3000 m. erhalten, 500 m. erhielt der Angeklagte Nieß als welche am Vorstandstisch mit dem Polizeibeamten gepflogen lung ab, in welcher die wirthschaftliche Lage derselben zur GrProvision, Labaschin selbst behielt 5000 M. für sich und der wurde, sollte nach Aussage dieser Beamten Jahn gefagt haben: örterung stand. Dieselbe wurde allgemein als eine derartig Ueberreft wurde auf Kosten verrechnet. Nachträglich hat sich der Gestern ist es mir zum ersten Mal passirt, daß der überwachende schlechte dargestellt, wie sie schon seit Jahren nicht zu vers Zeuge überlegt, daß er am Ende doch mehr Geld hätte herausschlagen Beamte Beifall geklatscht hat." Im Termin bestritten Jahn zeichnen gewesen sei. Schuld hieran trage nicht allein tönnen und er ist inzwischen gegen Labaschin flagbar geworden. und die von ihm vorgeschlagenen Zeugen ganz entschieden, die der allgemeine wirthschaftliche Niedergang, sondern auch, Er behauptet, daß er sich in einer großen Nothlage befunden, ja Aeußerung in dieser Form gethan zu haben, während die von wie Schulz meinte, die Theilnahmslosigkeit der Kolsogar stellenweiſe faum etwas zu effen gehabt und unter diesem Jahn aus Liegnig geladenen Zeugen ihre Wahrnehmung auf die legen der Organisation gegenüber. Die Verhältnisse feien Druck das Geschäft mit Labaschin gemacht habe. Er behauptet obige Aeußerung Campioni's stützten, der inzwischen unbekannt bereits soweit gediehen, daß zu jedem gebotenen Preise gearbeitet ferner, daß er diese Nothlage sowohl dem Rieß als auch verzogen war. Zwei von Liegnitzer Polizeibeamten vorgeschlagene werden müsse. Des Sonnabends gebe es häufig feinen Lohn, ja, Labaschin in allen Einzelheiten mitgetheilt habe. Er will dann Buchbindermeister wollten nichts wahrgenommen haben, was zu es würden sogar die Bedingungen gestellt, daß die Arbeiter die auch von Rieß allein ein reines Darlehn von 250 bis 300 M. einer derartigen Behauptung rechtfertige, während der Polizei- ersten zwei Wochen oder noch länger keinen Arbeitslohn ein erhalten und das doppelte dafür bezahlt haben. Die Behaup beamte vorgab, an jenem Abend frank gewesen zu sein und es fordern dürften. In einzelnen Fällen seien sogar schon ganze tungen des Zeugen werden sowohl von den Angeklagten, als ihm ohnehin schon verdrießlich war, in dieser sozialdemokrati- Bauten fertig gestellt worden, ohne daß die Puyer Lohn erhalten auch von den Bertheidigern in allen Punkten bestritten und schen Versammlung von 8 bis 12 Uhr habe zubringen müssen", bätten. Unter solchen Verhältnissen seien die Arbeiter ge= namentlich behauptet, daß Windell sich überhaupt in keiner es sei wohl möglich, daß er einige Handbewegungen gemacht habe. nöthigt, vom Budiker zu leben, das Markensystem stehe daher Nothlage befunden habe. Rechtsanwalt Dr. Schönfeld Der Staatsanwalt ließ nach der Zeugenvernehmung die An- in höchfier Blüthe zum größten Schaden für die Arbeiter. überreicht namentlich Briefe des Zeugen an Labaschin, flage auf grund§ 187 St.-G.-B. fallen, um sie auf§ 186 31 Hunderte von Kollegen lägen nach dem harten langen in welchem ihm dieser wiederholt seinen Dant Dant ausbegründen, daß die Absicht der Beleidigung vorhanden sei. Winter arbeitslos auf der Straße. Endlich sei es an der Zeit, spricht für die ihn durchaus befriedigende und anständige Jahn hob hervor, daß diese von ihm gemachte Bemerkung nur daß die Kollegen gemeinsam Echritte thun, um einem weiteren Art, in welcher er feine Angelegenheit geführt hat. In einem gesprächsweise zu etwa drei oder vier Personen gethan Niedergange Einhalt zu thun. Schulz räth auch den Kollegen, Briefe hat der Zeuge dann dem Labaschin bezeugt, daß die Ab- worden sei, was auch der Breslauer Beamte zugab, von bei Annahme von Arbeit sich den Arbeitgeber" genau anzusehen rechnung regelrecht erfolgt sei und er an diesen keinerlei An- dem man nach seinen vorher gemachten Aeußerungen über- in bezug auf dessen Zahlungsfähigkeit bezw. Zahlungswilligkeit, fprüche mehr habe. Rechtsanwalt Dr. Eoßmann beruft sich haupt eine Denunziation nicht erwartet hätte. Da aber noch um sich vor Schaden zu bewahren. Grothmann räth, auf einen früheren Angestellten des Labaschin dafür, daß der weitere Zeugen, besonders der oben genannte Campioni, zu Kollegialität walten zu lassen und Vertrauen zu einander zu Beuge bezüglich des Nieß die Unwahrheit gejagt habe. Der Ge- gunsten Jahn's namhaft gemacht werden könnten, beantragte er faffen. Buchholz hielt es für durchaus erforderlich, eine richtshof beschließt jedoch, auf die Ladung dieses Zeugen zu verliviederholt Verlagung der Sache, die indeß vom Gerichtshof ab- Verkürzung der Arbeitszeit eintreten zu lassen, von der LohnLabaschin nach Emden mit, 1 סטן Windell sich 11 " " = 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstr. 179a, Diskutir- Uebungen; Süb: Erfurter Programms über unentgeltlichkeit der ärztlichen Silfeleistung. Ost Schule, Waldemarstr. 14: Distutir- Uebungen.( Thema: Bunft 9 des Letter: Dr. Heymann. Referent: Genosse Rösner.) unentgeltlich. Bei allen unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jederzeit aufgenommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Bajewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9-11 Uhr: Nebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein esmeralda, Königsbergerstr. 5 bei Rastowsky. Grüne Giche, Nirdorf, Sermannfir. 48. Ecke Herrfurthstraße, bet Seidhaus. 2yrania, Lands: berger Allee 156 bei Goebel. Ganges Echo, Naunynftr. 86, bet Bubeil. Glüdzu, Pascwalterstr. 3 bei Neumann. Gesundbrunner Winkel's Salon. 4. Sonnabend). Frisch auf I, Friedrichsberg, Rummelsburgerstr. 23 bei Hand in hand II, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 Moabit, Havelbergerstr. 31. Freie Hand in hand I, 11 Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Turnverein 3. Männer- Abth. Boeckhstr. 21. 2. Lehrlings- Abth. Gemischter Chor Gleichheit, Abends 9 Uhr, Bühnenverband Normania, im Monat Sigung bei G. Leichniß, Sonnabend 2 1 Statflub - Ar Deutscher Sozialdemokratischer geseklub in Paris. Rue St. London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der Kommunistische Arbeiter: Bildungsverein befindet sich nach alte, von art marr und Friedrich angels 1846 mitbegründete wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Kunst und Wissenschaft. forderung, 7 M. pro Tag, nicht abzulaffen und die arbeitslosen lassen die Arbeiter, ihre Kräfte noch intensiver anzuspannen, um zutheilen; derselben wurde anheim gegeben, die Unterhandlungen Kollegen von der Straße zu nehmen. Bei starker Organisation durch Fertigstellung eines größeren( Quantums Theilarbeit den in möglichst furzer Zeit zu Ende zu führen und wenn möglich hielt er eine achtstündige Arbeitszeit an stelle der jetzigen neun- Ausfall an Verdienst wett zu machen. So kommt es denn, daß schon in der nächsten Woche darüber zu berichten. Zum Schluß stündigen für durchführbar im eigensten Interesse. Auch Hacke- die Arbeiter bei regulärem Arbeiten in geregelter Arbeitszeit nicht fam ein Brief zur Verlesung, aus dem hervorging, daß bei busch trat für eine achtstündige Arbeitszeit ein bei einer Löhnung mehr im stande sind, so viel zu verdienen, um sich und ihre Töpfermeister Grap, Lüßowstraße. 102 die Lehrlinge von früh von 6 M. Die traurigen wirthschaftlichen Verhältnisse der Putzer Familie fümmerlich durchs Leben zu schlagen. Diese 6 bis abends 9 Uhr und Sonntags bis mittags 12 Uhr und wurden ferner drastisch illustrirt durch Spezialmittheilungen der Zustände werden fast noch übertroffen von denjenigen darüber hinaus ausgebildet" werden. Kollegen Schlosser, Lange, Remmrich, 2ät u. a., bei Siemens u. Halske; hier wird ein Theil Humanistische Gemeinde. Sonntag Vormittag 11 Uhr in den Arminwelche vielerlei fachliche Mißstände erkennen ließen. Groth- der Arbeiter einer Abtheilung entlassen, der andere hallen, Kominandantenstr. 20: Deffentliche Versammlung. Vortrag über: mann versprach sich von der Deffentlichkeit etwas zum besten der Theil arbeitet verkürzte Beit. In einer anderen Abtheilung Die soziale Befreiung im lichte des Bantheismus. Referent: Hr. G. Schäfer. Tischler- Verein. Heute Abend 9 Uhr Melchiorstr. 15: Bersammlung. Organisation und beantragte er, 14täglich in den verschiedenen Stadt- wiederum wird nicht 8 Stunden, sondern 12 bis 15 Stunden Schäfte- Arbeiter. Sonnabend Abend 9 Uhr: Bersammlung in den vierteln eine öffentliche Versammlung abzuhalten zur Besprechung der gearbeitet, dadurch spart nicht nur der Unternehmer Play, Werk- Arminhallen, Kommandantenfir. 20. Tagesordnung: Unsere Stellung zur wirthschaftlichen Lage. Die Versammlung beauftragte den zeng und den Kassenbeitragstheil, welchen er bei Einstellung Maifeier. Vertrauensmann, alle vier Wochen eine derartige Versammlung genügender Arbeitskräfte mehrbezahlen müßte, nein, auch hiere Uhr: Fidelitas. Gäste willkommen. Vergnügungsverein Italia"." Roland", Elsasserstr. 26 I, Sonntags einzuberufen. Im weiteren hatte die Versammlung Stellung zu wird der zu viel" Verdienst des einzelnen bei übermäßiger Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend Abend 7-8% Uhr: Leftüre. nehmen zum 1. Mai. Die Diskussion über diese Frage wurde Ueberstundenarbeit durch Herabsetzung der Akkordfäße zu gunsten durch Grothmann eingeleitet, welcher für absolute Arbeits- des Unternehmers reduzirt. Am traurigsten sieht es in dem ruhe am 1. Mai eintrat. Gräsch te beantragte in anbetracht Rabelwerk aus. Statt der bestehenden 8- respektive 9- stündigen des nicht maßgebenden Besuches eine Vertagung der Beschluß- Arbeitszeit wird von früh 6 Uhr bis abends 9 bis 12 Uhr fassung bis zur Versammlung über 14 Tage. Die Versammlung gearbeitet. Die längste Arbeitszeit wird den Günftlingen des beschloß, den 1. Mai als Arbeiterfeiertag zu begehen. Dieser Meisters von diefem gestattet, um den Wochenverdienst bis auf Beschluß wurde einstimmig gefaßt. 25 M. bringen zu können. Ebenfalls ist hier das Markensystem Die Möbelpolirer hielten am 25. März eine öffentliche noch üblich, welches die Kollegen noch ungünstiger stellt, indem Versammlung ab, welche nach eingehender Debatte gegen eine einige Minuten zu spät kommen sogleich sichtbar ist, und bei 25 Pf. Stimme den Beschluß faßte, den 1. Mai durch strikte Stundenverdienst mit 10 Pf. geahndet wird. Bei etwas längerem Arbeitsruhe zu feiern; vormittags soll eine Versammlung Buspätkommen treten verschärfte Strasbestimmungen durch Ver- männerchor, Prinzen- Allee 10 bei Bergmann Männer- Gesangstattfinden und darauf ein gemeinschaftlicher Ausflug unternommen luft eines Stundenlohnes ein. Analog sieht es mit der Behand- verein iederkranz in Brandenburg a. d. Havel, Mengert's Boltsgarten, werden. Zugleich beschlossen die Versammelten, für eine aus- lung aus, die oft eine handgreifliche ist. Um die Mittel in Bergstr. 6.- Deutsche Eiche II, Brandenburg a. d. Havel, Hauptstraße, reichende Unterstützung derjenigen zu sorgen, die etwa wegen der Händen zu haben, auch sonst noch einen Druck auf die Arbeiter Emil Neumann. Gängerlust, Luckenwalde, Beeligerstr. 34 bei Otto Maifeier gemaßregelt werden sollten. sollten. Die erforderlichen auszuüben, hat man nach dem Muster im Stadtgeschäft auch Schulze. Männer- Gesangverein Fortschritt, Königsbergerstraße 28 Arrangements wurden einer fünfgliedrigen Kommission über- bier in Moabit die sogenannte„ Biergroschenkasse"( Sparkasse, in het eichniß bet Emil Heinecke. Männer- Gesangverein Immergrün, Tegel, Span= tragen. Lederhause berichtete dann über Unterhandlungen, welche jeder Arbeiter allwöchentlich 50 Pf. als Spareinlage dauerfir. 15 bet G. Rentner. die er im Auftrage der letzten öffentlichen Versammlung mit der abzuführen hat, eingeführt. Die schlaue Berechnung hierbei be- Sänger, Schmargendorf, Wirthshaus Friedrich. Inhaberin der Firma Dräsel zu dem Zwecke gepflogen hat, eine steht darin, daß die Furcht vor Verlust des Anrechtes an der Reichenbergerstr. 24 bei Tauschte. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend gütliche Einigung hinsichtlich der über die Firma seitens der Kaffe refp. des hineingezahlten Geldes jedem den Muth rauben Alle Buſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend Möbelpolirer verhängten Sperre zu erzielen. Redner theilte foll, gegen Uebergriffe des Unternehmers zu protestiren. Der find zu richten an: P. Gent, Adalbertstr. 95. Sonnabend: mit, Frau Dräsel sei anscheinend erst geneigt gewesen, die For- artige Storruptionen herrschen in fast allen größeren Fabriken. Theaterverein gessing, Blumenstr. 46 bei Tarmuschat( ieden a. und derungen der Kollegen, alle noch arbeitslosen Ausständigen Darum ist die Agitation darin fo ungemein schwierig, aber wieder einzustellen, zu erfüllen, sie habe dann aber mit einem gerade deswegen muß mit verdoppeltem Gifer agitirt und Fichte( Mitgl. d. Deutschen Arb.- Turnerb.) turnt heute: 1. Männer- Abth. Male erklärt, fie würde keinen derselben einstellen. Bei der organisirt werden, um eine starke Wehr zu schaffen gegen den Friedenstr. 37. Sfaliterfir. 55-56. Firma arbeiteten jetzt neun Streitbrecher. In der folgenden unaufhaltsam weiterschreitenden Kapitalismus. In der Diskussion Emdenerstraße, Restaurateur Schirmer. Diskussion wurde bekannt gegeben, daß Frau Dräsel die Kündi- theilt Rempfer an einem Beispiel der Nutenmacher zu jeden legten in welcher Weise bei Ludwig Löwe Königsbergerstraße Nr. 28. Privat Theater Gesellschaft Schiller, gung des Gosebruch, dessen Einstellung den Anlaß zu dem Streit Ladestöcken mit, ihrer alten Polirer gab, wieder zurückgenommen habe. Die versucht wird, die Arbeitskräfte aus's intensivste anzuspannen. Sigung Abds. 9 Uhr bet Sinte, Buttbuferstr. 24. Nach der Gigung: Fidelitas. Privattheater Gesellschaft Toni, Sonnabend 9% Uhr bet guleger, SwineSperre bleibt infolge dessen bestehen. Hinsichtlich des Streits bei Jm allgemeinen wurde bedauert, daß sich auch organisirte Kol- münderstraße 144.- Theaterverein Zustige Brüder II, Sizung jeden Jeride, dem Abends 9 Uhr, bei Reichelt, Hafenhaide Nr. 45/47. Zwischenmeister der Rückwardt legen dazu hergaben, nicht nur die kritisirte neue Wohlfahrts: Sonnabend Firma Abends 9 Uhr, Sigung bet u. Riegel, wurde beschlossen, eine Kommission von Einrichtung ins Leben zu rnfen, sondern sich sogar in die Ber- Theatergesellschaft Immer Lustig, Ruhl, Chorinerstr. 53. Bergnügungsflub Ostend, Sigung Abends drei Mann zu wählen, die über den Kopf Jericke's waltung wählen ließen. Nach genügender Klarlegung der ganzen ühr im Restaurant Rudolf, Krautstraße 6. Geselliger ArbeiterSonnabend nach Dem 1. und 15. jeden hinweg mit seiner Auftraggeberin( Rückwardt u. Riegel) Verhältnisse in beiden Fabriken gab die Versammlung folgender Berein Proletaria, Monats, Abends 9 Uhr bet Sommer, Grünstraße 21. Rauchflub verhandeln soll. Man erwartet von dem einen Inhaber der Resolution ihre Zustimmung:„ Die Versammlung erklärt sich Blaue molte II, Gigung jeden Sonnabend 9 Uhr im Restaurant F. Steuer, Rauchtlub Dornröschen, jeden Sonnabend, Abends Firma, daß er seine Hand zu einem, den Ausständigen günstigen mit dem Referat vollständig einverstanden, erklärt aber auch Weinstraße 22. Rauchflub Unverzagt, Abends Ausgleich bieten werde, möglicherweise unter völliger Beiseite- weiter, angesichts der großen Zahl unorganisirter Arbeiter, vor hr, bet F. Krüger, Fennstraße 5. 9 Uhr bei Vogel, Lebuserstr. 13. Stattlub Blaue Blouse, jeben laffung des Zwischenmeisters Jericke, mit dem noch mal in Ver- der Hand noch keine entscheidenden Schritte zu unternehmen, Sonnabend bei Wuttle, Graudenzerstr. 2. Statflub Revolution, Sizung handlung zu treten die Versammlung ablehnte. Zum Schluß fordert vielmehr sämmtliche anwesenden Nichtorganisirten auf, jeden Sonnabend 9 Uhr bet Hauptmann, Wienerstraße 1-6 berichtete Stichter noch über die Thätigkeit der Gewerkschafts- der Berliner Metallarbeiter- Organisation beizutreten." Zum Brüderlich feit, Sonnabend von 9-11 Uhr Sigung bei Wittwe Lehn, Stralsunderstr. 19. tommission. Schluß erfolgte die Bekanntgabe der am 3. April stattfindenden abend 10 Uhr Sitzung bei Ruppin, Blumenstr. 49.Vergnügungsverein Alpenveilchen, jeden SonnTambourverein Ruf, Verbandsversammlung und der Matinee am 1. Osterfeiertag Sonnabend, abends 9 Uhr, beim Restaurateur Godtke, Inselstr. 1. Die Klempner hatten am 26. März eine Versammlung Vormittag 12 Uhr; beide im Lokale der Kronen- Brauerei, Alt- better- Bitherflub Frohsinn abends 8 Uhr im teftaurant en 9 Uhr bet einberufen. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete Moabit. Bergnügungsverein Brudertette, Sigung abends die Neuwahl des Vertrauensmannes. In Verbindung mit dieser Paris, Gleditschstr. 23. Gäste willkommen. Eine start besuchte öffentliche Versammlung der Dansk Forening Freja, Oranienstrasse 51, Módeafien hver Lòrdag Angelegenheit standen zwei Anträge. Ein Antrag ging dahin, Töpfer tagte am 27. März im Lofal von Fey, Brunnenstraße Kl. 9. Besógende ere velkomne. Danske Aviser findes i Lokalet. einen Bertrauensmann zu wählen, der selbständig, ohne irgend Nr. 184. Auf der Tagesordnung stand: Stellungnahme zu dem honore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber welche Verbindung mit dem Vertrauensmann der Metallarbeiter zu arbeiten hat; ein zweiter Antrag verlangte ebenfalls die Wahl Borgehen der hiesigen Innung. In der letzten öffentlichen fammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. nur eines Vertrauensmannes, der aber Fühlung mit dem Ver- vorgebracht und weiter auch mitgetheilt, es erwecke den Anschein, trauensmann der Metallarbeiter zu nehmen, resp. mit diesem zu als habe die Innung einen allgemeinen Angriff auf den„ Achtsammen zu arbeiten hat. Nach eingehendem Meinungsaustausch stundentag" beschlossen. Konstatirt wurde, daß der Innungsmeister Der Vertreter der verschiedenen Ansichten machte die Verruc 3 die jahrelang bei ihm beschäftigten Töpfer vor Anfang sammlung den weiten Antrag gegen 8 Stimmen zu dem der diesjährigen Saison einen Revers unterschreiben ließ, worin ihrigen. Gewählt wurde der Kollege Röhler. Zur Berathung fie in eine 10prozentige Lohnreduktion und Verlängerung der Die Direktion des Deutschen Volkstheaters( Belle über die Frage der Maifeier war dem Genossen Wagner das Arbeitszeit um eine Stunde einwilligen sollten. Auch bei anderen Alliance- Theater) theilt uns mit, daß die Soubrette Willy einleitende Referat übertragen, der den Anwesenden den Werth Unternehmern waren ganz rigorose Zumuthungen an die Arbeiter Walden von ihr engagirt worden ist. Außerdem wurde als der Verkürzung der Arbeitszeit und die Bedeutung der Maidemonstration darlegte. gestellt worden, die Bersammlung( am 13. März) beschloß aber: tragische Liebhaberin und Salondame Frl. Klara Clair vom In der Diskussion wandten sich einige anarchistische Redner unter feinen Umständen von dem bisherigen Residenztheater in Hannover verpflichtet. Die Künstlerin war Lohntarif abzustehen und beauftragte den Ver- vorher an den Hoftheatern in Oldenburg und Mannheim gegen die Ausführungen im Referat. Der Vorschlag, am 1. Mai trauensmann, die nöthigen Schritte zur Abwehr dieser engagirt. Vormittag für die Gewerkschaft eine besondere Versammlung ein Angriffe einzuleiten. Der Vertrauensmann ist, wie Im Schiller- Theater Tommnt heute E. v. Wildenbruch's auberufen, wurde nicht afzeptirt, dagegen erging die Aufforderung, berichtete, fich möglichst zahlreich an der am 1. Mai Vormittag im Feen Anzahl Bauten kontrollirt dieser Aufforderung nachgekomunen, hat eine vierattiges Trauerspiel„ Die Karolinger" zur ersten Aufpalast stattfindenden Metallarbeiter Versammlung zu betheiligen. find bestätigt. Gelegentlich einer Rücksprache mit dem Oberkontrollirt und die gerügten Mißstände führung. Die Steinsetzer und Berufsgenossen hielten am 26. März meister der Innung, Grotthausen( am legten Sonntag), beim Lofale von Buste eine öffentliche Versammlung ab, in welcher stritt ihm dieser, daß die Tarifdurchbrechung auf einen Genosse Millarg unter lebhaftem Beifall über die technische Junungsbeschluß zurückzuführen sei; die Meister unternähmen Aus allen Windrichtungen laufen Nachrichten über ein Revolution" referirte. Nach kurzer Debatte nahm man zur Mai- das jedenfalls aus freien Stücken und' a 13 Revanche dafür, getretene oder bevorstehende Ueberschwemmungen ein. feier Stellung. Es wurde beschlossen, die Feier des 1. Mai durch daß die Gesellen sich im Vorjahre sträubten, Wir stellen die wichtigsten Berichte nachstehend zusammen: Arbeitsruhe denen zu überlassen, die es ohne Nachtheile ver- den Innungsausschuß zu wählen. An der acht Köln, 28. März. Die Hochwassergefahr ist derart gestiegen, mögen, und den Kollegen im allgemeinen zu empfehlen, stündigen Arbeitszeit würden sie( die Innungsmeister) unbedingt daß der Oberbürgermeister Dr. Becker die Besitzer der Häuser, fich Dea Abends an den Parteifeftlichkeiten zut be- rütteln, alle anderen Branchen der Bauarbeiter arbeiteten ebenfalls mit nicht hochwasserfreien Entwässerungsleitungen zu Vortheiligen. Durch einen weiteren Beschluß wurde den länger und was die Lohnreduzirung anbeträfe, so hätten sich fichtsmaßregeln auffordert, damit namentlich die Fundamente arbeitslosen und den sonst am 1. Mai nichtarbeitenden Stein- die Arbeiter diese zumeist selbst zuzuschreiben, denn um nur von der Häuser nicht gefährdet seien. Der Pegel ist segern, Rammern 2c. anheim gegeben, sich des Vormittags gegen der Straße zu tommen, erbieten sich viele selbst billiger zu arbeiten, Abends 6,50 Meter, feit Mittag ift derfelbe um 81/2 Uhr zusammenzufinden und dann gemeinsam die allgemeine als der Tarif laute. Wenn auch letzteres zum theil zutreffe, so 0,23 Meter gestiegen, Trier meldet 4,95 meter. Das Waffer Bauarbeiter Versammlung zu besuchen. Als Treffpunkt bestimmte gebe dies nach Meinung des Vertrauensmannes den Innungs- steigt daselbst in Besorgniß erregender Weise und steht bereits in man das Lofal von Renter in der Swinemünderstr. 45. Hierauf meistern, welche die" Hebung des Handwerks" auf ihre Fahne den Vorstädten. Es herrscht Regenwetter. Köln, 29. März. wurden Egert und Haufschild zu Revisoren des Vertrauens geschrieben haben, noch lange nicht das Recht, den Lohn ihrer Der Rhein steigt fortgesetzt. Auch von dem Oberrhein und der mannes gewählt. Der Punkt„ Verschiedenes" führte zu einer Be- rbeiter systematisch zu drücken. Redner nannte folgende Meister, Mosel wird weiteres Steigen gemeldet. In Worms find die sprechung der Arbeitsverhältnisse im Steinfeß- Beruf. Es welche sich besonders hierin hervorgethan haben: Daber- Rirdorf, Rheinufer überschwemmt; die neuen Werftbauten stehen unter wurde lebhaft darüber Klage geführt, daß die Herren 15 pet. Abzug; Günther Gleimfir, 10 pGt.; Brud 3- Tempel- Wasser. Dirschau, 29. März. Nach starkem Gisgang ist Innungsmeister, allen voran ber vielgenannte Kuhl- herrufiraße, 10 pSt.; ähnike, Bau Herderstr., 15 pGt. und heute früh zwischen Barendt, Dirschau und Gerdin auf einer brodt, die Akkordarbeit einzuführen und dabei die Löhne zu Riesch, Bau Dunterstr., 10 pCt. und knüpfte hieran einige Er- Länge von 15 Kilometern Gisstopfung eingetreten. Der Wasserdrücken bestrebt seien. Immer, wenn die todte Saison die Ge- läuterungen über die Art ihres Vorgehens. Wie sehr sich die ftand ist von 3,30 Meter auf 5,26 Meter gestiegen; die sellen und ihre Hilfearbeiter wirthschaftlich geschwächt habe, wenn Innungsmeister ihrer Schuld bewußt fühlen, bewies der Umstand, Stopfung hat sich vergrößert. Mannheim, 29. März. die Arbeit wieder beginnen solle, dann trete das Bestreben der daß weder der Obermeister, noch 11 besonders eingeladene Meister Aus zahlreichen Ortschaften treffen Nachrichten über UeberRetter des Handwerks" besonders hervor. Albrecht rügte, daß zu der Versammlung erschienen waren. Nur ein Meister( Herr schwemmungen ein. Rhein und Neckar stehen sieben Meter über der neue Bau Inspektor der 8. Bau Inspektion in diesem Thiele) hatte und wie er erflärte, aus freien Stücken der den Normalstand. Infolge des Regenwetters wird ein weiteres Jahre den Beginn der städtischen Arbeiten auf den 1. April Aufforderung im Säulenanschlag Folge geleistet. Von einem Steigen befürchtet. Meilenweit sind die Felder überfluthet; die festgesetzt habe, während in früheren Jahren die Arbeiten Innungs beschluß in dieser Sache war ihm nichts Uferbewohner befinden sich in einer gefährlichen Lage. Gran, bereits mehrere Wochen vorher begonnen seien, sowie es die bekannt, wohl aber sei in der Innungsversammlung 29. März. Die Donau steigt fortwährend. Der Damm, welcher die Witterung irgend erlaubte. Ein Vorschlag, durch einen Depu- darüber gesprochen worden. Er gab der Versammlung den Gärten des Erzbischofs gegen Hochwasser schüßen soll, ist an tirten bei der vorgesetzten Behörde des betreffenden Inspektors Rath, teine Gewaltmittel, als welchen er einen Streit mehreren Stellen durchbrochen. Die Landstraßen sind meterhoch überBeschwerde erheben zu lassen, wurde als verspätet zurückgewiesen. bezeichnen müsse, in Anwendung zu bringen, sondern den Versuch fluthet. Viele Gemeinden sind durch das Wasser nach allen Seiten hin Dagegen wurden zwei Mitglieder des Versammlungsbureaus zu machen, mit der Innung auf gütlichem Wege eine Ver- abgeschlossen. Die Verproviantirung der Bewohner ist äußerst damit betraut, den Gesellenausschuß der Innung aufzufordern, ständigung herbeizuführen. Redner beider Richtungen erklärten schwierig.- Köln, 29. März. Der Wasserstand des Rheins wegen der Beseitigung der Affordarbeit und der Lohndrückerei ihr Einverständniß mit diesem Vorschlage, wenn sie sich auch zum ist heute Morgen 8 Uhr 7 Meter. Der Zollhafen ist bereits ein ernſtes Wort mit den Meistern zu reden. Knoll und theil wenig oder keinen Erfolg davon versprachen. Die gegen überschwemmt. Zahlreiche Keller stehen unter Wasser. Das Wasser Bade animirten dann noch die Anwesenden zur Unterstützung feitige Zusicherung, in diesem voraussichtlich schweren Kampf, steigt noch.- Köln, 29. März. Der Wasserstand des Rheins der streifenden Stettiner Steinseher und zur Benutzung des ben Streit um die bessere Form der Organisation betrug heute früh 11 Uhr 7,15 Meter. Von überallher wird starkes Arbeitsnachweises in der Swinemünderstr. 45, worauf die Ver- ruhen, zu lassen und wie in früheren Jahren ein Steigen gemeldet. Bei Koblenz ist der Wasserstand seit gestern sammlung geschlossen wurde. müthig und fest zusammenzustehen, schien einigen einigen erst um 93 cm, bei Trier um 88 cm gestiegen. Koblenz, Von den Zuständen in den Werkstätten bei türzlich aus dem Gesellenstande hervorgegangenen Kleinmeistern 29. März. Der Rhein steigt stündlich um 3 cm und ist bereits Ludwig Löwe und Komp. und Siemens und sehr wider den Strich zu gehen. Durch Vorführung„ oller über die Ufer getreten. Das Wasser steht bei den Lagerschuppen, Halske gab der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter, Samellen" suchten sie die Kollegen beider Richtungen zusammen- welche geräumt werden müssen. Die Rheinanlagen sind im Rather, in einer recht aut besuchten Metallarbeiter- Versamm zuheben und auch mit den Vorständen ihrer resp. Organisationen oberen Theil nicht mehr passirbar. Morgen Nachmittag tritt dung am 27. März in der Kronen- Brauerei, eine sehr eingehende in Widerstreit zu setzen, ihnen wurde aber von Jacobey, die Denkmal- Baukommission für das Kaiser Wilhelm- Denkmal Schilderung. Redner äußerte sich ungefähr folgendermaßen: Hagen, Thieme, Daudert und weiteren Rednern gründ- am Deutschen Eck, welches bereits vollständig unter Wasser Viele bei Siemens und Halske beschäftigten Arbeiter behaupten, lich heimgeleuchtet. Nach eingehender Kritik der Machinationen steht, zu einer Berathung zusammen, ob und wie weit das Daß die im vorigen Jahre gerügten Mißstände heute noch und der Unternehmer und allseitiger Betonung der Nothwendigkeit, den Wasser dem Denkmal schaden kann. Roblenz, 29. März. theilweise in noch gesteigerten Verhältniß vorhanden sind. Kampf mit ihnen aufzunehmen, wählte die Versammlung eine Das hiesige Betriebsamt macht bekannt: Wegen Hochwassers wird Dasselbe gilt von den Arbeitern bei 2 udwig Löwe; hatte viergliederige Kommission zur nochmaligen Unterhandlung mit der Trajektbetrieb Bingerbrück- Rüdesheim nur zwischen Bingen man sich hier veranlaßt gefühlt, auf den Entrüstungssturm vor der Innung und der Freien Vereinigung der Töpfermeister". und Rüdesheim und Bonn- Obertassel und nur für die Tageszuge 4 Monaten die Jubiläumssammlung und weitere Abzüge zu Inzwischen sollen alle arbeitenden Kollegen ihren Verpflichtungen 164 und 173 ausgeführt. Dirschau, 29. März. Die Eis unterlassen, sogar auch Kleinigkeiten wieder zuzulegen, so sind der Organisation gegenüber nachzukommen suchen. Wo der stopfung auf der Weichsel hat sich gelöst und es ist flotter Eisneuerdings wieder Abzüge und empfindliche Scherereien vor- Tarif nicht vollbezahlt wird, soll die Arbeit ruhen. In der gang eingetreten. Der Wasserstand beträgt 5,44 Meter. gekommen. Die 10 stündige Arbeitszeit besteht nur auf dem nächsten Versammlung, in welcher die Kommission, der lau, 29. März. Bober und Schotta sind bedenklich gestiegen Papier, in Wirklichkeit wird 12 bis 14 Stunden gearbeitet; vor Thieme, Lothar, Böhme und Münza post angehören, und haben weite Strecken überschwemmt. Sämmtliche in der 14 Tagen arbeiteten die Schleifer sogar von Sonnabend früh bis über ihre Unterhandlungen mit den Meistern berichten wird, Nähe von Sprottau nicht hoch gelegene Mühlen und FabrikSonntag früh in einer Tour, der auf diese Weise herausgeschlagene erfolgt alsdann weitere Beschlußfaffung in dieser Sache. Alle Etablissements haben ihren Betrieb eingestellt. Die südlichen Mehrverdienst wird Ursache neuer Abzüge, diese wieder veran- Unregelmäßigkeiten auf Bauten sind sofort der Kommission mit- Ortschaften sind von der Kreisstadt abgeschnitten. " er Vermischtes: - Bres: 99 Waarenhaus Sigm. Simonsohn, Oranienstraße 166, 2. Hans vom Oranienplay. Teppiche, Gardinen u. Gardinenreste, Portièren, Tischdecken außergewöhnlich billig. Moderne Strohhüte 38 Pf., weiße Damenhemden 66 Pf., Damen- Blousen 93 Pf. Deutsches Volks- Recht" einzige freiheitlich antifem. Tageszeitung mit Sonntagsblatt. Preis monatl. M. 1,20 viertelj. 3,50 Ju Berlin durch alle Spediteure. 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April, abends 812 Uhr, in Feind's Salon, Weinftraße 11: ordentliche 248/6 im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee: Generalversammlung Allgemeine Versammlung fämmtlicher im graphischen Berufe beschäftigten Arbeiter 85/9 und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten A. Bebel: Die Umsturzvorlage und das Buchdruckgewerbe". 2. Wie feiern wir den 1. Mai? 3. Berichterstattung über das graphische Kartell. 4. Diskussion. Der Einberufer: Massini. Tagesordnung: 1. Ergänzungswahl v. Arbeitnehmervertretern. 2. Beschlußfassung über den vom Oberpräsidenten verfügten V. Nachtrag des Statuts. 3. Rechnungslegung für 1894. Be richt des Rechnungsprüfungs- Ausschusses und Entlastung des Rendanten. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen der Dele girten ersucht 248/6 Der Vorstand. Soziald. Arbeiterverein für Köpenick u. Umgegend. Färber, Dekateure, Appreteure, Hilfsarbeiter u.- Arbeiterinnen. Dienstag, den 2. April, abends präz. Sonntag, den 31. März 1895, bei Henke( Renz' Salon), Naunynstraße Nr. 27: Deffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl desselben. 4. Verschiedenes. Der Einberufer. 127/8 71/2 Uhr, im Lokale des Herrn Schulz, Schönerlinderstraße: Vereinsversammlung. Tagesordnung: 1. Vierteljahresbericht des Kassirers. 2. Das bevorstehende Ostervergnügen. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. Um regen Besuch bittet Der Vorstand. 52/13 Zentralverband Verband der in Buchbindereien, deutscher Brauer. der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen( Mitgliedschaft Berlin). Sonntag, den 31. März, abends 6 Uhr, bri Gründel, Brunnenstraße 188( am Rosenthaler Thor): Branchen- Versammlung aller in der Luxus- u. Spitzenpapier- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über:" Der Werth des Lebens". Referent: Rollege P. Jahn. 2. Diskussion. 3. Werkstuben Angelegenheiten. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Verband der Sattler und Tapezirer. Zweigverein der Provinz Brandenburg. Sonntag, den 31. März 1895, nachm. 2 Uhr: Oeffentliche Brauer- Versammlung Buchhandlung des„ Vorwärts" 2. Beuth Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. In unserem Verlage ist soeben erschienen: Karl Marx' Die Klaffenkämpfe in Frankreich 1848 bis 1850. Mit einer Einleitung von Friedrich Engels. 112 Seiten Oktav. Preis Mt. 1,-. Porto 10 Pfennig. Mit dieser Schrift, die ursprünglich unter dem Titel 1848 bis 1850" in der Neuen Rheinischen Zeitung"( Politisch ökonomische Revue, Hamburg 1850) erschienen ist, unterbreiten wir der Oeffentlichkeit eine meisterhafte Studie von Karl Marr, worin der Begründer der materialistischen Geschichtsauffassung zum ersten Male diese fruchtbare Methode anwendet zur Aufhellung des Charakters der 1848 er Revolutionsbewegung und der sie bedingenden wirthschaftlichen und sozialen Kräfte. Die Einleitung von Friedrich Engels zeichnet fnapp und flar mit scharfen Schlaglichtern auf die Gegenwart die geschichtliche Entwicklung der revolutionären proletarischen Taktik vom Barrikadenkampf bis zun allgemeinen Stimmrecht und zur Umsturzvorlage, die dazu bestimmt ist, das Erscheinen solcher Schrifteu unmöglich zu machen. Freie Volksbühne. Sonnabend, den 30. März, abends 9 Uhr, in den Festsälen von Louis Keller, Stoppenstraße Nr. 29: Großes Fest. unter Mitwirkung des 40 Mitglieder starken Berliner Konzert- Orchesters unter Leitung des Herrn Grass, der Sängerin Annie Hindermann, des Geigenvirtuofen F. Borisch, der Schauspielfräfte Helene v. Rienzi und Paul Nollet, sowie des Gesangvereins Typographia. Nach dem Konzert: Tanz. Im oberen Saale von Beginn des Festes an: Tanz. Billets à 50 Pf. intl. Tanz sind in allen Zahlstellen im Saale des Herrn Fritz Zubeil, 3 ut haben. Lindenstraße 106. Tages Ordnung: 1. Wahl der Delegirten und weitere Anträge zum Kongreß. 2. Wahl eines Kongreß- Komitee's. 3. Vereinsangelegenheiten und schiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 316b Verband aller in der MetallZahlstellen des Vereins: : Norden: Ernst Beyer, Bigarren- Handlung, Beteranenstraße 13; H. Mehnert, Bigarren- Handlung, Diedenhofenerstraße 3; M. Winkelmann, Zigarren Handlung, Ackerstr. 153; Emil Diecke, Restaurateur, LothringerVer- Straße 67; A. Hinze, Bigarren- Handlung, Pantstr. 14a; Hermann Vogel, BigarrenHandlung, Demminerstr. 62. Nordosten: Franz Niemeyer, Bigarren- Handlung, Weberstraße 19; H. Mamlock( fr. Gumpel), Bigarren- Handlung, Barnim straße 42. Osten: Max Kothe, Bigarren- Handlung, Koppenstr. 90; E. Böhl," Restaurateur, Frankfurter Allee 74; F. Wilke, Restaurateur, Andreasstr. 26. Südosten: E. Arndt, Bigarren- Handlung, Staligerstraße 107; C. Böhlert, Bigarren- Handlung, Mariannentr. 5; L. Tolksdorl, Gastwirth, Sorauerstr. 17; Bücflerstr. 53. Süden: J. Gädicke, Bigarren Handlung, Gräfestr. 93; Berlins und Umgegend. G. Schulz, Bigarren Handlung, Admiralstr. 40a; W. Börner, Bigarren Laut Beschluß der Generalversamm Handlung, Ritterstr. 15; H. Baake, Buchhandlung, City- Passage, Dresdenerlung vom 24. März, werden die jetzt straße 52/53. Südwesten: A. Ochs, Zigarren- Handlung, Lindenstr. 59; am Sonnabend, den 30. März cr., abends 82 Uhr, im Centrum bestehenden Bezirksbibliotheken auf J. Windthorst, Zigarren- Hawlung, Junkerstr. 1 A. Laego, Restaurateur, bei Herrn Wienecke, Alte Jakobftr. 83. gehoben, um dieselben vereinigt ins Fürbringerstr. 22; Albert Böttger, Zigarren- Handlung, Bossenerstr. 21. Tages Ordnung: Zentrum der Stadt zu verlegen. G8 Westen: A. Faller, Restaurateur, Pallasstr. 16; C. Behrend, Restaurateur, können daher Bücher nicht mehr Blumenthalstr. 5. Nordwesten( Moabit): W. Reddemann, Priz Jm Norden bei Herrn Krüger, Jennstraße Nr. 5. ausgegeben werden. Wir ersuchenwalderstraße 3. Centrum: Albert Löwenberg, Bigarren- Handlung, jedoch alle Mitglieder, welche Bücher Neue Schönhauserstr. 18, P. Horsch, Zigarren- Handlung, Gipsstr. 5; Bruno aus unseren Bibliotheken entnommen Scheithauer, Musikalien Handlung, Rosenthalerstr. 64. haben, dieselben umgehend an den Der Vorstand der Freien Volksbühne. Bibliothelsabenden jedoch bis spätestens J. A. Julius Türk, O., Blumenstraße 21. industrie beschäftigten Arbeiter Voss, Bigarren Sandlung, Kipniderfir. 99a; C. Hoch, Zigarren- Handlung. 214/11 Versammlungen = 1. Wodurch stärken wir unsere Organisation? 2. Verschiedenes. M 1. Borlesung. 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Steglitz! Zages Ordnung: Die Ortsverwaltungen. Friedenau! Montag, den 1. April, abends 8 Uhr, im Schwarzen Adler in Steglitz, Albrechtstr. 125: Große öffentliche Volksversammlung. Zages Ordnung: 1. Unsere politische Lage. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur Maifeier. 4. Die Frauenorganisationsfrage. Referentin: Frau Mesch, Zellersammlung findet statt. Der Vertrauensmann. Achtung, Rixdorf! Donnerstag, den 18. April, zurück zugeben. Die Neueröffnung der im Zentrum errichteten Biblothek werden wir später bekannt geben. 194/1 Der Vorstand. Orts- Krankenkasse Der Klempner. 259/15 Sonntag, den 7. April, vormitt. 10 Uhr, Sonntag, den 31. März, vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Kummer, Berlinerstrasse 136: Gr. öffentl. Maurer- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zum 9. deutschen Maurerkongreß eventuell Wahl des Delegirten zu demselben. 2. Gewerkschaftliches. 3. Bericht des Delegirten vom Gewerkschaftskartell. 180/12 300/16 Arbeiter nur Hüte mit in den Arminhallen, Kommandanten Kontrollmirke straße 20: General- Versammlung der Vertreter der Arbeitgeber u. Arbeit= Parteigenoffen 0. Gerholdt, Dresdener Straße Nr. 2 ( am Rottbuser Thor). Grösstes Lager in Sonnen- u. Regenschirmen. 1. Berlesung der Künstl.Zähne 2. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1M. Plomben 1,50 M. Rep. nehmer unserer Kasse. Tagesordnung: Protokolle. 2. Berichterstattung des Rechnungs- Ausschusses und Dechargeertheilung. 3. Verschiedenes. 359b Der Vorstand. Achtung! Den Parteigenossen des Wedding Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in der Versammlung zu erscheinen. und der Oranienburger Vorstadt Der Vertrauensmann. diene zur Nachricht, daß ich sowohl Achtung! Pankow. Achtung! wie Stolzenburg laut Beschluß der H. Störr's Gesellschafts- Haus, Mühlenstrasse 25. Sonning, den 31. März d. Js., nachmittags 3 Uhr: Oeffentlicher Vortrag 64/2 " Kommission( Nr. 2 d.„ Vorw.", 2. Beil.) Abonnenten auf den Vorwärts" und Parteiliteratur annehmen kann und empfehle mich zur pünktlichen Lieferung derfelben. Parteigenoffen, sorgt dafür, daß auch die zweite Filiale bald eröffnet werden kann. Karl Weisse, Triftstr. 46a Zeitungsspediteur. des Herrn Reinh. Gerling. Mit Genehmigung der Kommission. ( Vorsitzender der Magnetischen Gesellschaft zu Berlin.) Entree 20 Pf. Entree 20 Pf. Zur rothen 5. H. Störr. Reinh. Gerling. u. Knabengarderob.Fabrik. Um zahlreichen Besuch bitten Bestellungen auf Muster gratis u. franko. Mai- Marken erbitte bis längstens 15. April. Conrad Müller, Schkeuditz- Leipzig, Marken- und Stempelfabrik. Cohn's Hosen5. Pallisadenstr. 5, part. arb. aus Resten einzelne Leibchen-, Knie- Burschen und Herren- Holen, sowie Knaben- u. 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Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Mr Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.