Menöausgabe Nr. 2HH<> 41. Jahrgang �lasgabe B Nr. 135 Bquzsdedwgungen und flngeigenpMty« sind in der Morgenauegnbe angegeben Sedotfian: Zw. 6». Cindcnflcob« 3 Fernsprecher: VSnhofs 292— 295 rel-Adresse-Sozioldemolrnl Verls» Devlinev Volksblstt 5 Golöpfennig 50 Milliarden Dienstag 10« �«ni 1�24 Verlag and vnictgenabteilungi EeschSftszeit 9—5 Uhr Verleger: vorwärts-Verlag(BmbQ. Berlin SB). 68, Clnbenfttofje 3 Fernsprecher: VSnhoss 2508•250T Zentralorgan der Vereinigten Bozlaldemokratlfchen partel Deutfchlands Schweigen und Stürzen! Sozialiftentaktik gegen Marsal. tJuds, 10. Juni.(MTB.) Di« sozialistische Kamme?» f r a k t i o n hat gestern nachmittags«ine Sitzung abgehalten, in deren Verlauf der Abg. Paul Boncour für die.Taktik des Schweigens" in der heutigen Kammersitzung eintrat. Das Kar» tcll, so führt« er aus, müsse auf alle Beziehungen zu einem Mi» nisterium verzichten, das unter solchen Umständen zustand« gekommen sei. Dieser Auffassung habe sich anscheinend die Mehrheit der Frak» t:onsmitglj«der angeschlossen, und die Gruppe habe auf alle Fälle ihren politischen Ausschuß zu der interfraktionellen Besprechung de» Kartells der Linken heute vormittag abgeordnet. An dieser inter» fraktionellen Besprechung nahmen teil: die radikalsozialistische Gruppe, die Abordnungen der sozialistischen, der sozialrepublikani» schen und der republikanischen Gruppe der radikalen Linken, sowie die Mitglieder der demokratischen Linken des Senats, die bei der sozialistisch-raditalcn Partei eingeschrieben sind. Das englisch-französisthe Programm. London. 10. Juni.(WTV.) Der diplomatische Bericht. erstatter des»Daily Telegraph" meldet ergänzend zu seinem gestrigen Bericht über die Punkte des llebereinkommen, zwischen Vertretern der englischen Arbeiterpartei und dem s r a n- zSsischeu Block der Linken, beide Gruppen seien bestrebt. die in Deutschland vorhandenen demokratischen Elemente zu ermuti- gen. Zu diesem Zweck sei eine sofortig« Amnestie für deutsch« poll- tische Gefangene und die Freilassung deutscher Geiseln in den be- sehten Gebieten in Aussicht genommen. Den zunehmenden Requisitionen öffentlicher und privater Gebäude durch die vesahungs- hehärden für militärisch« Zwecke und dem Bau neuer Kasernen und der Anlage von Paradeplätzen werde ein Ende gemacht werden. Man stimme auch darin überein, daß der Dawes-Plan die Beseitigung der Micum-Abkommen bedeuten würde. Die Art, in der der Welt- gerichlshvs im Haag in Zukuust von den Alliierten für Friedensregel ungea verwandt werden soll, sei ein technisches Problem, das sorgfältige Prüfung erfordere, bevor es endgültig gelost werden könne. London, v. Juni.(WTB.)„Daily Telegraph" veröffentlicht den ersten Artikel einer Aussatzreihe tos liberalen Parlamentsmitglieds Fisher unter dem Titel„Die französische Sicherheit und der Friede Europas". Fisher schreibt, wenn die Deutschen den Dawes- Bericht loyal annähmen, wenn bie Franzosen die vom Bericht ge- forderten Zugeständnisse machten und tatsächlich mitwirkten, um die wirtschaftliche Einheit des Reiches wiederherzustellen, so würde Europa zur Ruhe kommen. Obwohl die Sicherheit Frank- reich» nicht das Gebot der Stunde sei, sei sie wichtiger als die Reparationsfrage. Die diplomatischen Traditionen Frankreichs könnten in zwei Begriff« zusammengefaßt werden, näm- lich Rheingrenze und Teilung Deutschlands. Fisher weist dies an chand der Geschichte eingehend nach und schließt, die von der fran- zösischen Militärwissenschaft leidenschaftlich unterstützt« Forderung einer dauernden Kontrolle der rheinischen Drückenköpfe, die den demokratilchen Grundsätzen, auf denen die Staaten tos neuen Europa aufgebaut sind, entgegenstehe, bilde den Kern des kontinen- talen Problems. Revolutionäre Kämpfe in Albanien. London. 10. Juni. swTB.)»Mornlug Post" zufolge sind die lehlcn Nachrichten, die über den Aufstand von Albanien ein- getroffen sind, ungünstig für die Regierungstruppen, dl« hart be. drängt würden. Einem hier eingetroffenen Telegramm zufolge Habs die südliche Rallonalarmee nach ein» zweitägigen Schlacht die irregulärcn Regieruugstcuppeu besiegt, ganz Südakbanien stehe, wie es heiße, auf feiten der Aufständischen. pari», 10. Juni.(MTB.) An» Valona wird gemeldet, daß Tirana den Aufständischen in die Hände gefallen und die Regie- rung auf der Flucht sei. * Aus Valona geht uns im Austrage des Außerordent- lichen Rates folgendes, vom Erzbischof Noll unterzeichnetes Telegramm zu: valona, 8. Juni. Di« Kaste der feudalen und reaktionären Beys, die jahrhundertelang der Fremdherrschaft gedient hatte, und nach den Wahlen, die unter dem Druck der Regierung vorgenommen wur- den, die konstituierende albanische Rationaloersammlung beherrschte, versuchte ihre mittelalterlichen Privilegien zu verewigen und dem verarmten und ausgehungerten Volk««in schlimmeres Joch als das der Vergangenheit aufzuerlegen. Diese Kaste hat den Staat in ihrem Interesse ausgebeutet. Sie hat die Öffentlichen Mittel ver- schleudert, um sich an der Herrschaft zu halten, sie hat die Staats- finanzen geplündert, indem sie irregulär« Truppen zu ihrem per- sänlichen Gebrauch unterhielt, und systematisch Unruhen hervor- gerufen, um die Proklamierung des Belagerungszustandes für not- wendig zu erklären. Durch diesen Belagerungszustand oersuchten dies« Feudalen ihre Herrschaft aufrechtzuerhalten. In einer Pro- vinz, wo die Anarchie offen von den gegenwärtigen Regierenden unterstützt wurde, sind kürzlich zwei Amerikaner ermordet worden. Di« liberal« und demokratische Opposition hat vergebens in der kon- stituierenden Nationalversammlung die Ungesetzlichkeiten und die Korruption der gegenwärtigen Regierung gebvand- markt. Als Antwort darauf haben die reaktionären Feudalen den liberalen Abgeordneten A o n i R u st e m in der hautpstadt er- mordet Das albanisch« Volk hat schließlich die Geduld verloren und sich erhoben, in der Ueberzeugung, daß die gegenwärtige Regierung, statt die Schuldigen der drei Morde zu bestrafen, sich dieser Der- brechen bedienen wird, um das Volk zu terrorisieren und es zu zwingen, sich der Diktatur der feudalen Kaste zu unterwerfen. Di« albanisch« Armee jedoch, statt den Befehlen der tyrannischen Regierung zu«horchen, hat mit dem Volte und den liberalen Abge- ordneten gemeinsame Sache gemacht und marschiert jetzt auf die Hauptstadt, um dem Rechte zum Sieg« zu verhelfen, die verletzte nationale Würde wiederherzustellen und die konstitutionellen Frei- hetten zu schützen.„,_....._ Die Tage der reaktionären Regierung sind gezählt. Ihr« Söwnerttuppen sind überall geschlagen worden. Das Hauptziel der Bewegung ist die Entwaffnung der irregulären Truppen, die Wiederherstellung der Ordnung und der Achtung vor den Gesetzen, die Sicherung der oerfassung-mäßigen Freiheiten, die Befreiung des Volkes aus jahrhundertelanger Sklaverei und die Bestrafung der Schuldigen an den beganaenen Mordtaten. Di« Bewegung hat einen rein i n n e r p v l i t i s ch en Charakter und beabsichtigt, keineswegs, außenpolitisch irgendeine Kursänderung vorzunehmen. Die albanische Ration ist enffchlossen. die freundschaftlichen Be- Ziehungen mit allen Nachbarstaaten aufrechtzuerhalten. Der Sieg der Liberalen wird einen großen Schritt nach vorwärts bedeuten. in der Richtung der politischen wittschaitlichen und sozialen Emanzi- pation des albanischen Volkes.' Wir sind überzeugt, daß die offent- liche Meinung des demokratischen Nordens unser Werk des Fort- schritts und der Zivilisation moralisch unterstützen wird. Die in diesem Telegramm gekennzeichnete revolutionäre Erhebung behauptet, mit der Herrschaft der feudalen Beys aufräumen zu wollen. In Wirklichkeit haben die inneren Kämpfe zwischen den verschiedenen herrschenden Familien seit der Gründung des albanischen Staates nicht aufgehört. Die Zukunft wird lehren, ob es sich bei dieser Bewegung wirklich um eine Erhebung des albanischen Volkes HanMt oder um eine Episode mehr in den Kämpfen der Feudalen um die Vor- Herrschaft im Lande. vie Haltung üer Nachbarstaaten. Mailand, 10. Juni.(EP.) Di« sudslawisch« und die griechische Regierung haben die Wachtposten an der albanischen Grenze neuer- dings verstärkt. Griechenland konzentriert seine Kriegsschiff« in Korfu, Südslawien die seinigen in der Bucht von Eattaro. Auf Grund des Freundschaftsoertrages find die Regierungen in Rom und Belgrad w einen Meinungsaustausch über die Ereignisse in Albanien eingetreten. Sie stellten fest, daß das Ziel ihrer Politik gleicherweise darin bestehe, nichts zu unternehmen, was die Eni- Wicklung der Unabhängigkett Albaniens verhindern oder erschweren könnt«. Sie betrachten den Kampf in Albanien als«ine rein innere Angelegenheit.__ Attentat auf einen russischen Cxpreßzug? Die der„v. Z." an» hessingsor» gedrahtet wird, ist der Expreßzug Moskau— Riga heute nacht in die Lust gesprengt worden. Die Lokomotive wurde weit von den Gleisen geschlendert. Soldaten eilten von einer naheliegenden Garnisonstadt herbei und brachten erste Hilfe. Der llnglücksort ist mit einer kette von Maschinengewehren abgesperrt worden. Es verlautet, daß mehrere hohe polUIfche Persönlichkeiten unter den verunglückten sind. Di« Katastrophe wird ans ein politisches Attentat zurückgeführt. Reilerkolonnen und Militärantomoblle durchstreifen die Gegend nach den Tätern._ Regierungskrise in Litauen. Memel. 9. Juni.(Eigener Drahtbericht.) Im litauischen Sejm wurde das Projekt zweier Eisenbahnlinien mtt 81 gegen 21 Stimmen abgelehnt und ein Gegen- an trag der christlichen Demokraten angenommen, der den sofortigen Bau einer direkten Bahnlinie Memel— K o w n o und verschiedener Lvkalbahnlinien verlangt. Di« Mittel sollen«benfalls, wie bei dem abgelehnten Projekt, durch eng- lisch« Anleihen beschafft werden. Ministerpräsident Gal- vanauskas hat darauf den Rücktritt der gesamten Regierung erklärt. §innlanüs Hilfe für Deutschlanö. helstngfor». 10. Juni.(WTB.) Die großzügige Hilfeleistung der Finnländer zugunsten tor notleidenden Bevölkerung in Deutschland ist erneut ersichtlich aus einer P e t i t i o n, die der sozialdemokratische Abgeordnet« K. h. W i i k(der unseren Lesern aus verschiedenen Artikeln im„Vorwärts" bekannt ist. D. Red.) dem ffnnlöndischen Reichstag« zugehen ließ. In der Petition wird die bedauernswerte Lage der notleidenden deutschen Kinder geschildert und weiterhin aus- geführt, daß, auch wenn die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in der nächsten Zeit eine Verbesserung der Lag« mit sich bringen sollte, doch das Elend der letzten Jahre noch lange Zeit hindurch schivere Folgen haben werde und Maßnahmen zur Linderung der Rot notwendig mache. Di« Petition schließt mit dem Vorschlage, der Reichstag möge beschließen, m das Budget des Jahres 1925«irnm Voranschlag von 5 Millionen finnländisch« Mark aufzunehmen, der dem„Deutschen Ausschuß für die Auslandshilfe" zwecks Linderung der Rot der Kinder in Deutschland übergeben werden solle. 1 Dolchstoß und kein Ende! Von Konrad h a e n i s ch. Von den verschiedensten Seiten wird mir mitgeteilt, daß neuerdiygs auch ich von nationalistischen Versammlungs- rednern als Kronzeuge des berühmten Dolchstoßes genannt werde. Und zwar auf Grund der famosen beiden Dolchstoß- numinern der„Süddeutschen Monatshefte", deren sogenannte Beweisführung von Erich Kuttner— teils im„Vorwärts", teils in der„Glocke"— in ihrer ganzen un- wissenschaftlichen Oberflächlichkeit und Unwahrhaftigkeit schon vor Wochen gründlich abgetan worden ist. Ich habe mir auf jene Mitteilungen hin die beiden Hefte besorgt und zu meiner nicht geringen Verblüffung festgestellt, daß neben„dem tschechischen Juden Kautsky, der nach eigener Angabe tschechischer Nationalist geblieben ist"(!I) neben dem „USP.-Mann Rausch"(Rausch hat n i e m a l s der USP. an- gehört und steht schon seit geraumer Zeit sehr weit rechts von der Sozialdemokratie!) und neben einer Reihe anderer ebenso sorgfällig identifizierter Zeugen in der Tat auch„der sozialdemokratische Abgeordnete und spätere Minister Haenisch" herhallen muß, um den Dolchstoß als geschichtliche Wahrheit zu erhärten. Beweisstück ist eine von mir im Jahre 1919 für das„Handbuch der Politik"(2. Band) geschriebene Abhand- lung über die„Ursachen der deutschen Revolution". Es ist anzunehmen, daß dieses Zitat der„Süddeutschen Monatshefte" sehr bald ebenso zum eisernen Bestände der nationalistischen Verleumdung gehören wird wie gewisse an- scheinend immer noch nicht zu Tode gerittenen unglücklichen Aeußerungen von Vater, Ledebour und anderen und wie das seit Moanten immer und überall wieder auftauchende Zitat aus dem„Vorwärts" vom 29. Oktober 1918— ein Zitat, von dem der„Vorwärts" wiederholt dokumentarisch nachgewiesen hat, daß es mit einer an Fälschung streifenden Unehrlich- reit aus dem Zusammenhange eines längeren Artikels heraus- gerissen und auf diese Weise vollkommen entstellt worden ist. Da man Dolchstoßenten solcher Art nicht früh und nicht kräftig genug den Hals umdrehen kann, so stelle ich hiermit öffentlich fest, daß die Methode, mit der das Dolchstoßzitat aus meinem Aufsatz fabriziert wurde, wom Mich noch bös- artiger ist als die dem„Vorwärts" gegenüber�eliebte Art des Zitiorens. Diese Methode besteht nämlich darin, daß aus dem letzten Absatz meiner ziemlich umfangreichen Arbeit ein bekenntnis serviert wird. Die unterschlagenen Stellen lauten: „Allen diesen hier erörterten Ursachenreihen gegenüber hat nach meinem Empfinden die bewußte Vorbereitung der Revo- lution in der Heimat und die bewußte Zersetzung der F:ld- armeen nur ein« verhältnismäßig geringfügige Rolle gespidt... Niemals hätte sir zu einem so ungcheurcn Erfolg führen können, wie der 9. November ihn krönte, wenn nicht die vorhin besprochenen politischen und psychologischen Entwicklungsreihen ihr einen nur allzu üppigen Nährboden bereitet hätten." Dadurch, daß die„Süddeutschen Monatshefte" diese beiden entscheidenden Sätze einfach unter den Tisch fallen lassen und einen Mittelsatz aus dem Zusammenhang reißen, verkehren sie den Sinn meiner Arbeit genau in sein Gegenteil und leisten sich damit eine Fälschung, wie sie trotz allem Erlebten denn doch nicht alltäglich ist. In Wirtlichkeit ist mein ganzer?lufsatz eine einzige große Abwehr des niederträchtigen Schwin- d e l s vom„Dolchstoß". In ausführlicher Darlegung bemühe ich mich, die vielfach ineinander verschlungenen militärischen, innerpolitischen, außenpolitischen und psychologischen Ursachen- ketten aufzuzeigen, die— teilweise viele Jahrzehnte zurück- reichend— den deutschen Zusammenbruch verursacht und schließlich unvermeidlich gemacht haben. Warum zitieren die „Süddeutschen Monatshefte" nicht auch Sätze wie etwa diese: „Auch die starre und stur« Verweigerung innerer Reformen, insbesondere die Verweigerung des glcheichen Wahlrechts in Preußen, trug das ihre dazu bei, der R e- volution den Weg zu ebnen, indem si« in den Arbeitermassen den letzten Rest von Glauben on die Reformsreudig- keit und Reformfähigkeit des alten Staates erstickte. Es ist meine feste Ueberzeugung, daß die rechtzeitige Modernisierung unseres Verfassungswesens im Reiche und«in« recht- zeitige und großzügig« WaHlreform in Preußen uns zwar natürlich nicht den Krieg gewonnen, wohl aber die Niederlage und den Frieden weniger entsetzlich gestaltet und zudem an die Stelle der gewallsmen Reooluttan eine organische Evolution hätte treten lassen." Warum geben die„Süddeutschen Monatshefte" nicht wieder, was ich über den Dolchstoß sage, den— Wilhelm II. gegen die Hohenzollerndynastie im besonderen und gegen den monarchistischen Gedanken im allaemeinenn oeführt hat? Etwa diese Sätze: „Die Saat, die Wilhelm II. in all diesen Jahrzehnten mit seinen wilden Kampfreden gegen die sozialdemokratische Arbeiterschaft selbst ausgestreut hatte, ging nun auf. Er hatte Wind gesät und erntete Sturm... Die annähernd zwei Dutzend deutschen Dynastien, die mit den Hahenzollern gehen mußten, mögen sich bei Wilhelm II. für ihr Schicksal bedanken." Dem neuesten Dolchstoßschwindel muß, wo er auch auf- taucht, die hier gegebene attenmäßige Darlegung des wirk- lichen Sachverhalts entgegengesetzt werden. Wir wissen zwar, daß die Lügensaat schlimmer wuchert als die Quecken auf dem Felde. Aber das hindert nicht, daß wir das Unkraut aus politischen Einmischung ungefähre Uebereinstimmung im | reißen, wo wir es treffen. Und da nun jeder nationalistische Reichsverbande. Jetzt scheiden sich auch im Unternehmertum Hanswurst mit dem Dolchstoß- Heft der„ Süddeutschen Monats die Richtungen, müssen sich scheiden, wirtschaftlich, aber auch hefte" hausieren geht- besonders seitdem sich auch der große sozialpolitisch und politisch. Die allgemeine politische SituaLudendorff mit ihm bloßgestellt, so wird es immerhin nüz- tion in Deutschland drängt die bürgerlichen politischen Barlich sein, wenn gleich zu Beginn einer der hahnebüchenſten teien zu umgruppierungen und neuen Zusammenfassungen. Fälschungen die Schelle umgehängt wird. Dieser Prozeß hat stiller als in der Parteipolitik, dafür aber um so leidenschaftlicher und bestimmter in der Wirtschaftsorganisation begonnen. Sobald er an die Oberfläche tritt, mahnt er an die Tatsache, daß die wahre Verfassung Deutsch lands und die geschriebene Berfassung einander nicht deden, daß es die Aufgabe der Demokratie sein muß, diese Dedung herbeizuführen im anderen Sinne als die Rechtsopposition im Reichsverband der Deutschen Industrie. Verschiebung im Untergrunde. Wirtschaftsorganisation und Politik. Die Parteiung im Reichsverband der deutschen Industrie it so weit vorgeschritten, daß sie zum öffentlichen Problem wird. Während des Handels um die Regierung hat sich die öffentliche Aufmerksamkeit davon abgewandt, um sich auf die Wulle kritisiert fie. Sie gaben bei ihrer Verhaftung an, daß fie zur Kommu nistischen Partei gehören, und hierher gekommen feien, um den Landesjugendtag der Bismardjugend zu stören. Sie erklärten noch, daß das Attentat nur der Anfang von noch weiteren Anschlägen sei. „ Deutscher" Tag in Siegen. Siegen, 10. Juni.( Tul.) Am 14. und 15. Juni soll in Siegen ein Deutscher" Lag unter großer Beteiligung aus allen Teilen des Reiches, namentlich aus den besetzten Gebieten, stattfinden. Geplant ist unter anderem eine Huldigung am Kriegerbent mal. General Ludendorff hat seine Beteiligung zugesagt. Regierungsfrage zu konzentrieren nicht ganz mit Recht, Die Zweideutigkeit der Deutschnationalen. pölfische Redner erklärte, ſeine Partei sei bereit, ein Blutdenn zwischen dem inneren Kampf im Reichsverband der deutschen Industrie und den Wechselfällen des Handels um die Regierung mögen engere Be= ziehungen bestehen, als der Deffentlichkeit bisher sichtbar geworden sind. Nun stößt in der Germania" Herr van den Boom( München- Gladbach) wieder einen Alarm ruf gegen die Politisierung des Reichsverbandes der deutschen Industrie aus, der die Aufmerksamkeit auf diese Beziehungen zurücklenkt. " Er verzeichnet die Triebkräfte, die auf die Sprengung des Reichsverbandes hinarbeiten die Verschiedenartigkeit der Interessen von Fertig, Halbfabrikat- und Rohstoffindustrie, und die parteipolitischen Tendenzen, die den Reichsverband als politisches Instrument benutzen wollen. Ueber die politischen Tendenzen, die zur Gründung der Industriellen Bereinigung" geführt haben, zitiert er die Bergwerfszeitung"( Nr. 119): Die Nationalsozialisten haben bisher gegenüber den taftischen Kreuz- und Quersprüngen ihrer deutschnationalen Nach barn eine auffällige Zurückhaltung an den Tag gelegt. Jetzt erft tritt Herr Wulle in seinem„ Deutschen Tageblatt" ein wenig aus der Reserve, bleibt aber immer noch recht behutsam. Nachdem er dem Grafen West arp einige Artigkeiten gefagt, fährt er fort: Stellung der Deutschnationalen in der Frage des SachEins gelang ihm allerdings nicht, nämlich die zweideutige verständigengutachtens und auch in der Frage der Regierungsbildung zu klären und zu rechtfertigen. Es war ziemlich erschütternd, als der sozialistische Redner, Herr 2öbe, die innere Zwiespältigkeit der Deutschnationalen Bolkspartei an der Hand von Zeitungsäußerungen nachwies, worauf die Deutschnationalen beim besten Willen nichts erwidern konnten. Wir betrachten die Dinge nicht vom partei Die Arrangeure stammen aus zwei Lagern: dem Allbeut politischen Gesichtspunkt aus, und so müssen wir sagen, daß die Hal schen Verband und der Deutschnationalen Partei mit tung dieser Partei in diesen Fragen ein schwerer Schaden für das ihrem Anhängsel, der Nationalliberalen Bereinigung. deutsche Bolt gewesen ist. Die mehr als 6 Millionen Wähler der Die Mitführung des Alldeutschen Verbandes ist nicht nur aus der Deutschnationalen haben gegen das Sachverständigengutachten geTatsache zu schließen, daß der bekannte Oberfinanzrat Bang im ftimmt, ihre Hoffnungen sind nicht erfüllt worden, die Frattion Bordergrund steht und auf der ersten Zusammenkunft als Haupt hat sich grundfäßlich auf die schiefe Ebene begeben redner auftrat. Wer die Zeit dazu hat, wird nachweisen können, daß und Graf Westarp unterstrich wiederholt, daß man in die Regierung die Organisation des Alldeutschen Verbandes von hineinwolle, die doch nur mit den Mittelparteien zu bilden ist.. einer Mitwirkung sich nicht freigehalten hat... Der parteich fürchte, daß die Deutschnationale Boltspartei nur sehr wider. politische 3wed der Vereinigung tritt ganz flar hervor. Man willig von einer Beteiligung an der Regierung abgesehen hat und will von gewissen Seiten der Deutschnationalen Partei auf die in Bälde den bereits begonnenen Abmarsch zur bürgerlichen Mitte tommende Regierungsbildung in der Richtung fortsetzen wird. drücken, Stresemann unter allen Umständen aus dem Rabinett herauszubringen. Nicht ohne Beachtung zum 19. Mai erlassen hat, mit dem ausdrücklichen Bemerken: vor darf die Tatsache bleiben, daß man die Einladung an die Induſtrie dem Zusammentritt des Reichstages müßten Klärunger erfolgen. Die Gründung der Vereinigung ist ein Glied in der Kette der Versuche, die deutschen Industriellen aus der Deutschen Volkspartei herauszuholen oder die Bolkspartei zu zwingen, auf die Führerschaft Strefemanns zu verzichten." Diesen Tendenzen gegenüber stellt er das Poftulat der Gemeinsamkeit der Lebensinteressen der Industrie, der Einigkeit, und der Polititlofig= teit des Reichsverbands der Deutschen Industrie mit aller Schärfe auf. Nun war der Reichsverband auch vor dem Kampf der Industriellen Vereinigung nicht frei von wirtschaftlichem Parteikampf, mehr als einmal haben die Interessen der Schwerindustrie im innern Kampf den Sieg e über die Intereffen der verarbeitenden Industrie davon getragen. Ebensowenig war die wirtschaftliche Organisation des Reichsverbands politikfrei. Sie hat sehr selbstbewußt auf die politischen Führer Deutschlands eingewirkt. Es ist durchaus fein Novum, daß der Kampf um den Kopf Stresemanns im Reichsverband der Deutschen Industrie zwar stiller, aber ebenso heftig geführt wird als im Reichstag. Der Reichsverband der Industrie hat in die deutsche Politik bisher schon so start eingegriffen, daß er als ein Machtfaktor in der ungeschriebenen Verfassung Deutschlands zu werten ist. Aber bisher war über die allgemeine Richtung dieser Harakiri. Bon Michael Kurd. Der biedere Bürger Schulze entfaltete gesättigt die Abendaus Je feines Leibblattes, und sein Blid blieb wie gebannt auf einem Funtspruch unseres Sonderberichterstatters" haften, der ihn so sehr interessierte, daß er sein treues Weib an seiner seelischen Erregung teilnehmen lassen wollte. Laut und deutlich brachte er also das folgende Kabel des Lokalanzeiger- Reporters aus Tokio zur Verlejung: Hier wurde in einem Garten in der Nähe der amerikanischen Botschaft die Leiche eines Japaners gefunden, der Haratiri verübt hatte. Aus einem Brief, der bei dem Toten gefunden wurde, geht hervor, daß er den Selbstmord zum Proteft gegen das Berbot der japanischen Einmanderung durch die amerikanische Regierung verübt hatte. Als er falbungsvoll, mit gehobener Stimme, geschlossen, trat eine kurze Pause ein, und dann sagte Schulze, gleichsam die Moral von der Geschichte" ziehend:" Diese Japs find doch zu verrückte Kerle; wenn ihnen Coolidge nicht paßt, schießen sie sich selbst tot. Ha, ha, ha..., was find das für gelbe Affen!" Mit diesen marfanten Worten schloß der eheliche Monolag in die Gefilde der Ethit und Weltpolitik. Man lache nicht über Herrn Schulze, denn der hatte ganz recht, so abfällig über das Volk des Harakiri zu urteilen. Der neudeutsche Moralist kann nur ein überlegenes Achzelzucken für diese veraltete japanische Protestmethoden übrig haben. Wenn einem in wildwest Deutschland etwa der Schnurrbart Seiner Exzellenz von Seeckt oder die Nase Maximilian Hardens nicht gefällt oder wenn man Philipp Scheidemann für einen Volksverräter und Walther Rathenau für einen Weisen von Zion" hält, so geht man ebent, nachdem man vorher noch einen belehrenden Vortrag des Justizrats Claß gehört hat, mit„ Aliſtiersprize", Handgranate, Revolver oder Totschläger hin und versetzt dem Unliebsamen einen„ fleinen Dentzettel", meistens so, daß er nicht mehr zum Denken tommt. Das Ganze nennt sich dann: Protest des völkischen Gemüts. Unsere 100prozentigen Nationalisten gehören nun bekanntlich, infolge eigenen geistigen Ausverkaufs, zu den ersten Importeuren ausländischer Erzeugnisse. Poincarésche Redensarten und Geften, Muffolinis Taftit, amerikanische Fordfiaden kann man bei ihnen, mit dem falschen Stempel Made in Germann" verziert, in Hülle und Fülle finden Wie wäre es da einmal mit einem echt japanischen Fabrikat? Der fittenreine Reichstagsabgeordnete Arthur Dinter und der völkische Nadtphotograph und Attentäter Grenz würden vielleicht Yoshimara vorschlagen, doch ich möchte lieber als fegensreicheren Artikel das Harakiri empfehlen. Es ist eine graufige Proteftwaffe gegen Strefemann, Juden, Ebert, Republit und lung" gerühmt, die zwischen seiner Bartei und jener Bulles Inzwischen hat sich Graf Westarp der engen" TuchfühKoalierung der Hakenkreuzler mit dem Zentrum und der besteht, und er hat das große Brojekt veröffentlicht, durch Bolkspartei eine tragfähige Mehrheit für eine Tirpitz- Regierung zu schaffen. Allerdings ist kaum anzunehmen, daß die Wünsche der Nationalsozialisten nach der gleichen Richtung gehen. Diesen kommt es vielmehr darauf an, auch für ihren nächsten Putsch die Bundesgenossenschaft der Deutschnationalen zu erhalten. Daher der milde Ton des Herrn Bulle und seine zärtliche Sorge. Reichskabinett und Auslandssperre. Das Reichsfabinett wird am Mittwoch zu der ersten Sigung nach den Feiertagen zusammentreten. Wie die Expreß- Correspondenz" erfährt, wird in dieser Sigung eine endgültige Stellungnahme der Reichsregierung zu der Ausreisesperre und den Ausreise gebühren erfolgen. " Die Bombenfeuche. Neustettin, 10. Jumi.( Tul.) Die ,, Norddeutsche Preffe" meldet: Heute nacht gegen zwei Uhr ist gegen die„ Norddeutsche Presse" in Neustettin ein politisches Attentat verübt worden. Die Täter haben eine Brandbombe in den Keller gelegt und sie entzündet, so daß der größte Teil des Lagers vernichtet wurde. Menschenleben sind nicht zu beflagen. Die Täter sind verhaftet. alles. Harakiri stellt für jeden teutschen Mann und jede beutsche Jungfrau die Ludendorffsche Patentlösung( D. R. P.) bar. Würde es bei der völfischen Reichstagsfraktion restlos zur Anwendung gebracht, so könnte die deutsche Erneuerung und der deutsche Wiederaufstieg schnellstens eintreten. Und das ist doch angeblich der sehnlichste Wunsch der Deutschvölkischen. Darum laßt uns beten: Harakiri zeigt den Rettungspfad, Völkische! Auf zur Tat! Wie man nach dem Mond schießt. Einer der großen Träume der Forscher ist es von allen Zeiten her gewesen, mit anderen Planeten in Verbindung zu treten. Dieser fühne. Traum hat seinen Nachtlang auch in der Dichtung gefunden; Jules Verne hat solche Reise in den Mond geschildert, und neuerdings hat auch Wells die ersten Menschen auf dem Monde zu Gegenstande seiner Dichtung gemacht. Jules Vernes Held hatte eine Methode erfunden, fich selbst und feinen Gefährten aus einer großen Kanone abzuschießen, während der Gedanke von Wells die Entdeckung einer neuen Begierung war, die die Schwerfraft aufhebt und ihren Entdecker so in den Stand setzt, durch den Weltraum zu reifen. Den fühnen Entdecker, dem es wirklich gelingen follte, wintt auch eine flingende Belohnung; denn im Jahre 1891 hinterließ eine Mom. Buzman ein Legat von 100 000 Frant für den, der ein solches Mittel der Verständigung mit einem daß diese Ideen nun aus dem Reich der Träume in die Wirklichkeit anderen Planeten erfinden würde. Das Merkwürdigste aber ist, überführt werden sollen. In diesem August wird der Mars der Erde näher sein als jemals in den letzten 120 Jahren, und dieser Anlaß soll, wie eine englische Zeitschrift zu berichten weiß, zu einem Bersuche dienen, die Verbindung mit dem Planeten zu erlangen, um das Geheimnis, ob er bewohnt ist, endgültig zu lösen. Dieser Versuch soll von der Höhe der Jungfrau in den Alpen aus durch starke Linfen gegeben werden sollen. Aber das ist nicht der unternommen werden, und zwar mit Hilfe von Lichtsignalen, die einzige Versuch, über die Grenzen der Erde hinaus zu gelangen. Auch mit dem Monde will man in Verbindung treten, und das Geld und der Apparat find, wie dieselbe Quelle versichert, bereits zur Verfügung. Der Erfinder des Lehteren ist Prof. R. H. Goddard, der von dem Smithsonior- Institut in Washington unter haben fet, eine riesige fatete nach dem Monde abzuschießen. Diese Ratete ist aus Stahl hergestellt und enthält einen leinen Verbrennungsmotor, der von einem rauchlosen Explosivstoff entzündet wird. Sie wird vorwärts ge trieben mit Hilfe ununterbrochener Entladungen, die durch eine Wiederladevorrichtung betrieben werden. Der Forscher glaubt, daß er den Mond in 36 Stunden erreichen wird und daß die Anfunft der Rakete durch die leuchtende Erplosion der starten Pulverladung angezeigt werden wird, die in ihrem Borderteil enthalten ist. Besonderer Schießübungen, wie es bei einem so schwie rigen Ziele eigentlich zu erwarten wäre, scheint der gelehrte amerifanische Professor nicht zu bedürfen... Als in der Donnerstagsigung des Reichstags der deutschbad im Innern anzurichten, nidte Ludendorff mit dem Kopf. Und dieser selbe Ludendorff, dessen Versagen im Weltkrieg das Rheinland seine Besegung und Bedrückung verdanft, soll auf einen„ Deutschen" Tag in der unmittel baren Nähe der besetzten Gebiete in Erscheinung treten! Das fennzeichnet das Wesen dieses deutschen" Tages. Er ist eine Provokation des Rheinlandes und des Ruhrgebiets. Die Bewohner der besetzten Gebiete haben durch den Bürgermeister von Köln bei der Eröffnung der Kölner Messe ten während der Regierungskrife ihren Willen unzweideutig und durch das Telegramm ihres Oberpräsiden zu verstehen gegeben. Sie wollen teine Ludendorfferei. Der deutsche" Tag in Siegen soll anscheinend die Antwort darauf sein. Den Ludendorff und Genossen ist das Schicksal der Rheinlande gleichgültig. Sie wollen Blut sehen. Es ist selbstverständlich, daß der Deutsche" Tag in Siegen den Richtlinien unterliegt, die die Reichsregierung für derartige Veranstaltungen herausgegeben hat, und daß dafür gesorgt wird, daß die Bewohner der besetzten Gebiete nicht durch die öffentliche Schaustellung eines mißbrauchten Patriotismus belästigt werden. Die Sozialdemokratie in den Ausschüssen. In den Ausschüssen des Reichstags wird die sozialdemokratische Frattion folgendermaßen vertreten sein: Dr. Braun- Franken. Ueberwachungsausschuß: Hente, Dr. Herh. Bogel, Auswärtiger Ausschuß: Hermann Müller, Wels, Scheidemann, Dr. Hilferding, Breitscheid, Dittmann; als Vertreter: Crispien, Frau Sender, Bernstein, Stampfer, Sollmann, Dr. Braun- Franken. Geschäftsordnungsausschuß: Dittmann, Löbe, HilStettin, Seidel, Frau Remiz. denbrand, Dr. Levi, Tr. Rosenfeld, Feldmann. Petitionen: Kirschmann, Dr. Leber, Nowad, SchumannReichshaushaltsausschus: Hermann Müller, Bauer, Heimam, Frau Bohm- Schuch, Taubadel, joch. Steuerfragen: Dr. Hilferding, Dr. Herb, Keil, Simon Schwaben, Beine, Hartleib. Rechnungen: Paffehl, Hartleib, Simon- Echwaben, Volkswirtschaft: Simon- Franken, Robert Schmidt, Georg Schmidt, Dißmann, Kräßig, Frau Sender. Soziale Angelegenheiten: Hoch, Rarften, Frau Schröder, Aufhäuser, Frau Nemiz, Janschek. Bevölkerungspolitischer Ausschuß: Frau Agnes, Frau Schröder, Kunert, Dr. Quessel, Frau Bohm- Schuch, Sollmann. Wohnungswesen: Gilberschmidt, Hüttmann, Sollmann, Hünlich, Lipinski, Frau Bartels. Bildungsausschuß: Schrech, Hoffmann- Raiserslautern, Fleißner, Criſpien, Frau Bfülf, Frau Burnt. Frau Pfulf, Frau Agnes. Hoffmann- Kaiserslautern. Rechtsausschuß: Dr. Levi, Dr. Saenger, Dr. Rosenfeld, Beamtenausschuß: Eteinkopf, Bender, Seppel, Frau Remiz, Zubeil, Roßmann. Steinkopf, Bertehrsausschuß: Schumann- Frankfurt, Seppel, Krüger- Merseburg, Hünlich, Lübbring. Borsitzender im Auswärtigen Ausschuß ist Hermann Müller, im Eteuerausschuß Keil, im lleberwachungsausschuß Hente, stellvertretender Borsitzender ist im Haushaltsausschuß Heimann, im voltswirtschaftlichen Ausschuß Simon- Franken, im Berkehrsausschuß Schumann- Frankfurt. Die Elektrisierung der Schweizer Bahnen. Chiasso- Gotthard- Basel bildet einen wichtigen Abschnitt in der Die Bollendung des elektrischen Betriebes auf der Bahnlinie Elektrisierung der Schweizer Bundesbahnen, die nach einem großartigen Plan durchgeführt wird. Nähere Angaben über dieses Projeft, bas in den Hauptlinien bis 1926 vollendet sein wird, werden in der Umschau" gemacht. Da man auch bei uns mit der Elektrisierung der Reichsbahn umgeht, so find die Schweizer Erfahrungen für uns von großer Wichtigkeit. Der Schweiz als dem großen Durchgangsland des Verkehrs lag vor allem daran, die Fahrt so furz als möglich zu gestalten und die in den zahlreichen Tunnels sehr lästige Rauchentwicklung zu vermeiden. Durch die Zubeschleunigung beim Anfahren wird eine bedeutende Zeitersparnis beim Motorbetrieb erzielt, und die Züge fönnen durch den Fortfall der Belastung mit Wasser und Brennstoffen umfangreicher gestaltet werden. Auch lassen sich beim elektrischen Betrieb größere Basten befördern, denn die stärkste Dampflokomotive zog nur 300 Zonnen, während eine elektrische Lokomotive 430 Tonnen befördern fann. Ausschlaggebend für die Schweiz bei dieser gewaltigen und fostspieligen Anlage ist aber die Unabhängigkeit von der ausländi schen Rohle. Ueber das ganze Land werden nun Kraftwerke perteilt, um allmählich das gesamte Bahnnetz der Schweiz zu eleftrifieren. Obgleich elektrischer Strom in der Schweiz in genügender Menge erzeugt wird, entschloß man sich doch zur Errichtung eigener Kraftftationen, denn die Bahnverwaltung wollte Herr ihrer Betriebsquelle sein und nicht von der Industrie abhängig werden. Vor allem wird die Energiequelle an der Barberina im Wallis ver, beden von 41 Millionen Rubikmeter geschaffen. Die obere Gefällwendet werden. Durch große Staumauern wird hier ein Staustufe von 763 Metern liefert schon jetzt Energie für die Strecke Sitten- Lausanne. Beide Kraftwerke zusammen werden 230 Millionen Rilowatt liefern. Sie werden in Verbindung mit den Kraftwerken Amsteg, Göschenen und Ritom zunächst für den Betrieb ausreichen. Die Kosten des ganzen Blanes sind außerordentlich groß. Man rechnet für die 1530 Kilometer Bahnstrecke, die bis werden etwa 800 Kilometer Bahnstrecke elektrisch betrieben werdn. 1928 in Betrieb sein soll, 760 Millionen Franken. Bis Ende 1924 Ein Krebsferum? Nach einer Mitteilung des North Amerifan" soll es einem Dr. Shover aus Torento in Stanada gelungen sein, Reinfulturen des Krebsbazillus herzustellen. Das Serum, das in mehr als 200 Fällen angewendet worden sein soll, babe angeblich in der Mehrzahl günstige Reinitate ergeben. In einigen Fällen sollen alle Symptome ber Staniliet vollkommen verschwunden sein. Bontott amenifanifcher Filme in Japan. Das Syndilat ber Stinemato graphenbefizer in Tokio bat offenbar als Broteit gegen das ameritanije Einwanderungsgeleg befchloffen, feine amerikanischen Filme mehr aufzu führen. Das Synbitat hat durch ein Manifest sämtliche Kollegen Japans aujgefordert, diesem Beispiel zu folgen. Buchara hat in das Strafgesebbuch brei neue Bunkte aufgenommen, die Der Kampf gegen die Raubehe. Das Zentralegekutivfomitee von für Frauenraub zweds Eheschließung eine Gefängnisstrafe bis 10 Jahren feitjesen. Gegen die legitime Staufehe ist noch kein Strafgesezbuch der Belt Borgegangen Russische Außenpolitik. Zielsetzung durch Sinowjew. Die Internationale Presse- Korrespondenz" der Dritten Internationale veröffentlicht in breiter Ausführlichkeit die Rede Si now jews auf dem dreizehnten Parteitag der russischen Kommunistischen Partei. Am Schluß dieser Rede gibt Sinowiem folgende Direttiven für die russische Außenpolitit: In den Fragen der Außenpolitik: noch mehr Festigkeit, Vorfichtigkeit, Zurüdhaltung in der Ronzeffionsfrage, Berbindung einer flugen Lavierungspolitik zwischen Felsen und Klippen mit der Bereitschaft, in einen wilden Angriff überzugehen, wenn die Verhältnisse zum Angriff im revolutionären Kampfe heranreifen. ( Deutschland.) Bei einer Wiederholung der deutschen Situation zum Angriff blafen." Das ist die Direktive für die russische amtliche Politik. Nun ist die Frage, wie weit tatsächlich die russische amtliche Politik identisch ist mit den Direktiven des Parteichefs Sino wjew. Häufung der Konkurse. An der heutigen Berliner Börse entwickelte sich das Geschäft zu Beginn überaus schleppend, die Kurse weisen keine oder nur geringfügige Schwankungen auf. Es fehlte jede Anregung. Würdigt man auch in Börsenfreifen gebührend die Tatsache, daß nunmehr der Weg zur Rückkehr zu foliden Geschäftsprinzipien in nächste Nähe gerückt ist, und auch Auslandskredite daher möglicherweise leichter zu erlangen sein werden, so befürchtet man doch nächster Zeit eine ziemlich starte häufung der Konturse. in Die Lage des Geldmarktes bleibt auch nach dem Fest immer noch ziemlich gespannt. Täglich Geld wird zu einem Gaze von % Prozent nicht allzu bringend angeboten. Im Ufancehandel notierte Devise Paris gegen London unverändert mit 86. Die deutsche Einwanderung nach Umerita. Nach einer Mitteilung des amerikanischen Staatsdepartements zeigte die deutsche Einwanderung eine deutliche Abnahme. Nur 4000 Röpfe betrug die Einwanderung im April d. I. dagegen ist die Einwanderung nach Südamerika im Wachsen begriffen. Trotzdem beträgt die Einwanderung nach den Vereinigten Staaten immer noch 80 Proz. der gefamten Quote. Unsere Pfingsttour. Nachdem alle Sommerkleider, Kinderspielanzüge und Strohhüte frischgewaschen und steifgestärkt faft aufrecht in der Ede standen, padten wir unsere Konfumpfingststolle als oberstes Gepäd in den Rudsad und verpaßten am ersten Feiertag früh glücklich den Zug. Der nächste fuhr zwei Stunden später. Der Aufenthalt auf dem Stettiner Bahnhof zwischen qualmenden Reservelokomotiven, zerbrochenen Regenschirmen und fizengebliebenen Kindern erhöhte die Feststimmung. Nach einigen fameradschaftlichen Auseinandersetzungen über die Schuld an der Verspätung fletterten wir als neunundzwanzigste, breißigste und einunddreißigste Person in ein Abteil und erreichten ohne wesentliche Störung unseres Gesamtorganismus unsern altgewohnten Ausflugsort 3. Wir haben dort von der Kartenzeit her noch Bekannte, die damols in selbstusester Weise gegen Dollarscheine die Bervollständigung unserer Ernährung übernommen hatten. Jetzt haben die guten Leute auch zu knabbern, daß sie durchkommen. Unsere Hoffnung auf eine Einladung zum Festbraten fiel daher unter den( Mittags-) Tisch. Fürsorglicherweise hatten wir Kartoffelsalat mitgenommen; meine Frau beauftragte mich, meine mutgenommene Stipprute in Funktion zu fehen und für Mittagbrot zu fergen. Regenwürmer hatte ich bald, nur keine Fische. Als aber die Sonne ihren höchsten Stand erreicht hatte, war doch immerhin soviel zusammen, daß man ein mittleres Aquarium hätte bevölkern fönnen. Nachdem wir uns solcher Art gesättigt hatten, beschlossen wir, diesmal mit überwältigender Mehrheit( nur unser Bierjähriger stimmte dagegen wegen zu falt"), ein Nachmittagsbad zu nehmen. Meine Frau hatte sich aus der Frauenwelt" ein Badefoftüm für junge Frauen" angefertigt. Ich besaß noch einen Badeanzug von früher her. Sie sah entzückend aus, und erst jetzt fiel mir richtig auf, eine wie günstige Wirkung die Markftabilisierung auf die Körperfonstitution meiner stärkeren Hälfte ausgeübt hatte. Ich hatte nu türlich wieder Bech, mein Anzug paßte mir nicht mehr. Bu gut gegeffen und getrunken hatte ich wirklich nicht. Endlich fand sich des Rätsels Lösung: Ich hatte von den vielen Arbeitszeitverlängerungen und Lohnfürzungen noch so den Bauch voll Zorn, daß er oben in die Badehose nicht mehr hineinpaßte. Das Ende vom Liede war, daß auch meine Frau auf das Bad verzichtete, da sie im Wasser noch nicht auf eigenen Füßen stehen kann und das Kentern beMittlerweile war die Zeit zum Heimfahren herangelommen. Wir standen diesmal zweiter Klaffe. Im Nebenabteil fuhr eine bessere Landpartie mit, die aber trotz aller guten Erziehung auch mit Mandolinen und Klampfen ausgerüstet war, so daß wir für die versäumte Nachmittagsunterhaltungsmufit des Vorhauses vollen Er. fat hatten. Zu Hause gelobten wir uns, in Zukunft nach dem Grundsatz zu handeln: Bleibe zu Hause und nähre dich redlich. fürchtet. Die neue Kokarde. Mit den Kofarden an den Müßen der Beamten in Uniform, der Eisenbahn, Steuer, Zoll und Boftbeamten, sowie der Offiziere, war das immer schon so eine eigene Sache und man fannte sich nicht so leicht darin aus. Früher, das heißt vor dem Kriege, trugen die Beamten in Uniform die Rotarben in den Farben des betreffenden Bandes, in dem fie lebten und im Dienst standen. Also bie preußifchen Eisenbahn- und Steuerbeamten hatten eine schwarz- weiße, die bayerischen eine blau- weiße Robarde angeftat. Die Beamten in Elsaß- Lothringen dagegen trugen, weil fie Reichsbeamte waren, die Kofarden in den Farben des Deutschen Reichs, nämlich schwarz- weißrot. Da auch das Heer Reichsheer war, trugen Offiziere und Mannschaften ebenfalls schwarz- weiß- rote Kofarben. Das aber erschien Wilhelm, der immer den Kopf voller Sorgen hatte, zu simpel. Er reformierte ebenso wie an den Uniformen auch an den Kokarden. Das Militär bekam zwei Kofarden. Auf dem Müzenband war die Reichsfokarde und oberhalb derselben die Kokarde des Bundesstaates zu tragen, dem der Betreffende angehörte. mit den Farben schwarz- rot- gold, biefes recht finnfällig vor Augen zu führen und ihnen auf diese Weise symbolisch zuzurufen: Es lebe die Republik! Die anderen Behörden, deren Beamte Uniform tragen, Steuer und Post, werden demnächst ebenfalls Bestimmungen zum Tragen der neuen Kokarde erlassen. Ein Pfingsten der Autounfälle. Tote und Schwerverlette. Die Pfingstfeiertage mit ihrem gesteigerten Autoverkehr haben eine große Anzahl schwerer Autounfälle in Berlin und seiner Umgebung sowie im Reich gebracht. Der folgenschwerste war der des Fabrikanten Freund aus Oranienburg, bei dem 4 Personen sofort getötet und zwei schwer verlegt worden find. Als Montagabend furz nach 10 Uhr das Auto des Fabrizwischen Gransee und Löwenberg passierte, überfah der tanten Freund aus Oranienburg die Chaussee Chauffeur den aus Granjee kommenden Kleinbahnzug und fuhr gegen den Bug. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert. Bon den acht Insassen wurden vier sofort getötet, während von den vier übrigen zwei Bersonen schwere Verlegungen erlitten. Die Toten find zwei Brüder Freund, Fabritanten aus Oranienburg, ihr Rompagnon 3 cauer und der Chauffeur. Der durch einen Schädelbruch verlegte Studienrat Thies hat so schwere Wunden erhalten, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Seine Gattin erlitt innere Berlegungen. Der Stadtrat Blumenthal mit seiner Frau aus Oranienburg, die sich ebenfalls im Auto befanden, konnten dank ihrer leichteren Verlegungen ihre Wohnung aufsuchen. In Budow wollte eine Kraftdroschke einem Radfahrer ausweichen, fuhr dabei in eine Sandgrube und prallte gegen einen Baum. Ein Schneider Schiffe aus Berlin, der sich in der Kraft. droschke befand, erlitt schwere Schnittwunden. Im Tiergarten, am Kleinen Stern, wurde der Eisenbahnsekretär Thinus von einem Auto überfahren und dabei schwer verletzt. Der Chauffeur fuchte das Weite.- In Charlottenburg, In Charlottenburg, an der Ede der Kaiser- Friedrich- und Bismarckstraße überfuhr ein Motorradfahrer einen Herrn, dem dabei die Bulsader am Halfe aufgeschnitten wurde. Das sich in seiner Begleitung befindende Kind fam mit Hautabschürfungen davon. Die Berunglückten wurden sofort nach einer Rettungswache gebracht. Bon einem schweren Autounfall, der sich am ersten Feiertag zwischen Saarom und Stortom ereignete, ist der befannie Berliner Maler Theo Motejto betroffen worden. Der Maler steuerte sein eigenes Automobil, fuhr auf der Chauffee einen Motorfahrer von rüdwärts an und versuchte den Wagen im letzten Augenblick herumzureißen. Das gelang ihm aber nicht und der Wagen fuhr gegen einen Baum. Dabei wurde Motejto gegen das Steuerrad gedrückt und er erlitt infolgedeffen schwere innere Verlegungen. Der angefahrene Motorfahrer wurde leicht verlegt. Motejto murde in ein Sanatorium am Scharmüßelfee geschafft. * Aus Homburg v. d. Höhe wird gemeldet, daß das Automobil des Direktors der Nauheimer Kurverwaltung, he bus infolge zu schneller Fahrt gegen einen Telegraphenmast geschleudert wurde. Die Maschine überschlug sich und begrub die Insassen, den Direktor und eine Dame, unter sich. Beide waren sofort tot. In der Großstadt verhungeri. " Einen Selbstmordversuch aus Nahrungsforden machte in der vergangenen Nacht ein 20 Jahre alter Zahntechnifer Hans Secht aus Frankfurt a. m im Passage- Palais". Der junge Mann tam vor einiger Zeit nach Berlin, um Stellung zu suchen, fand aber trotz aller Bemühungen feine. Nachdem seine Mittel erschöpft waren, irrte er mehrere Tage ohne Nahrung umher. In der vergangenen Nacht faßte er den Entschluß, aus dem Leben zu fcheiden. Er besuchte das Café in der Lindenpassage, begab sich in den Klosettraum und schoß sich eine Rugel in die rechte Schläfe. Angestellte, die auf den Schuß herbeieilten, fahen, daß er noch lebte und forgten dafür, daß er nach der Charitee gebracht wurde. Böswilliger Feueralarm. In den letzten Tagen häufen sich die Fälle, in denen die Feuerwehr böswillig durch Melder alarmiert wird. Man begnügt sich aber nicht nur damit, sondern man beschädigt auch die Melder durch Einschlagen der Scheiben. Die Wilmersdorfer Feuerwehr ist in den legten Nächten nicht weniger als dreimal nach freiem Gelände in Schmargendorfgerufen worden. Oft kommt es auch vor, daß die Feuerwehr durch einen Münzfernsprecher bös: willig alarmiert wird. Leider ist es in feinem Falle gelungen, der Täter habhaft zu werden. Da die Allgemeinheit ein sehr erhebliches Interesse daran hat, daß die Arbeitskraft der Feuerwehr durch der artige Bosheiten nicht vergeblich in Anspruch genommen wird, so follte jeder auf die Personen achten, die sich an einem Feuermelder zu schaffen machen. Unterhaltungsabend der Frauenwelt". ten Staaten führen und wird von deutschen Ingenieuren ausgeführt. Bis zur Ablieferung übernimmt Deutschland die volle Berantmortung. Wenn die Ueberfahrt ohne Unfall vonstatten geht, rüdt die Tatsache des Luftverkehrs Europa- Amerika in nahe Zukunft. Sport. Endtampf der Homefrainer- Rennen im Großen Eierhäuschen in Trepfor. Den legten Vorlauf um den Großen Pfingstpi cis" bestritten Siepel, Krüger, Dahnte. Als Sieger ging Hiepel hervor. Das 10 Kilometer- Man schaftsrennen, in dem die Mannschaften Meher- Dabnfe, Naujofat- Krüger und Dähne- Hiepelt starteten, gewann die Mannschaft Raujotat= rüger bor Dähne- Hiepel und Meyer- Dahnte. Im 10 Kilometer- Prämienfahren fiegte Dähne vor Meyer und Dahnte. Das Hauptereignis des Tages bildete der Endkampf um den Großen Pfingstpreis". Das Rennen wurde nach täglicher Bunttwertung ausgefahren. Am lesten Tage hatten Badebusch, Holzbüter und Hiepel die meisten Bunkte. Im Entscheidungskampf Siepel( 8) durchs Ziel. Der Endkampf um den Constantin- Zigaretten- Breis ging olzhüter als Sieger mit 18 Punkten vor Padebusch( 13) und brachte den Sturz des tapferen olz hüter, der die Spize hatte, i epel hatte daher einen leichten Sieg vor Holzhüter und Strüger. Groß- Berliner Parteinachrichten. Mittwoch, den 11. Juni: 7. Abt. 7% Uhr Sahlabende: Rube, Strehliger Str. 55, Döll, Bergstr. 72, Dahnis, Schlegelfir. 9, Beirau. Pflugstr. 1 und Diecke, Bonenstr. 19. 32. Abt. Des Parteitages wegen findet der regelmäßige Zahlabend erft Mittwoch, den 18. Juni statt. 56. Abt. Charlottenburg. 72 Uhr Abteilungsversammlung. Schulaula, BestaIozziftr. 40/41. Referent Gen. Kagenstein. Thema„ Die Elternbeiratswahlen" Die Bezirksführer müssen wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung einladen. 99. Abt. Brig. Der Zahlabend fällt aus und findet am 25. Juni statt. Geschäftliche Mitteilungen. Eine außergewöhnlich günftige Einfaufsgelegenheit bieten die KleiderstoffSage" des befannten Kaufhauses Singer& Co. G. m. b. S., Chausseestraße 61/62. Geboten werden enorme Mengen von Wollstoffen, Waschstoffen und Geide, auch Reste und Abschnitte, siehe Inserat. Gewerkschaftsbewegung Verbandstag der Glasarbeiter. In Radeberg fand in diesen Tagen die 14. Generalversamm lung des Zentralverbandes der Glasarbeiter Deutschlands statt, auf der 170 Delegierte und mehrere ausländische Gäste anwefend waren. Die Mehrheit des Kongresses lehnte zu Beginn eine Vertretung der Moskauer Opposition im Bureau ab. Das Referat des Verbandsvorsitzenden Girbig über den Geschäftsbericht wurde zu einer scharfen Abrechnung mit der Opposition. Stawigti, der den Kaffenbericht erstattete, teilte mit, daß in den letzten fünf Monaten an Streitunterstügungen 100000 Goldmart ausgezahlt wurden. Durch Erhebung von drei Extrabeiträgen foll ein besonderer Kampffonds geschaffen werden. Seit Anfang d. 3. ist ein erheblicher Mitgliederzuwachs zu derzeichen, so daß der Verband jetzt rund 56 000 Mitglieder zählt. Nach einem Bericht von Groß über die Redaktion des Fachorgans wurden ausführlich die Gründe für den Ausschluß Don Steffen aus dem Hauptvorstand dargelegt, den der Verbandsausschuß bestätigt hat. Steffens Anschuldigungen gegen den Vorstand haben sich als völlig haltlos herausgestellt. Am zweiten Verhandlungstage wurden zunächst von der Man datsprüfungskommission alle Mandate für gültig erklärt, ein sogenannter ruffischer Vertreter aber nicht zugelassen. Dann wurde beschlossen, daß alle Kollegen. die der Deutschen Arbeitnehmerpartei" angehören, bis zum 1. September aus dieser auszutreten haben, andernfalls fie den Ausschluß aus der Organisation zu gewärtigen haben. Nach dem ausführlichen Bericht der Preßtommiffion begann die Dis tussion über den Geschäftsbericht, wozu eine Entschließung des Vorstandes vorlag. Sie befagt u. a., daß parteipolitische Gegenfäße nicht innerhalb der Gewerkschaften ausgetragen werden dürfen und alle Meinungsverschiedenheiten in sachlicher Weise aus zutragen, alle persönlichen Verunglimpfungen zu unterlassen sind und Sonderorganisationen zu unterbleiben haben. Gegen Zuwiderhandelnde besteht die Ausschlußpflicht der Taktik der Verbandsleitung festgehalten wird, spricht der Organisa Organisationen. Die Entschließung verlangt, daß an der bisherigen tionsleitung das Vertrauen aus und verurteilt alle entgegenstehenden lin, der sich in den üblichen fommunistischen Angriffen gegen die Strömungen. Für die Opposition" sprach Steffen Ber Sozialdemokratie erging und die Anlehnung an die russische Organisation forderte. Eine von ihm vorgelegte Entschließung sprach dem Hauptvorstand das Mißtrauen aus. Der Rest des zweiten sowie der Bormittag des dritten Verhandlungstages war ausgefüllt mit einer ausgiebigen Debatte über den Richtungsstreit Für Leserinnen und Freunde der Frauenwelt" findet Montag, den 16. Juni, abends 7 Uhr( Saalöffnung 6 Uhr) in der„ Neuen lerische Leitung: Prof. Rosebery b'Arguio. Mitwirkende: Ge- prach der zweite Verbandsvorsitzende Grünzel über LohnWelt" Neukölln, Hafenheide, ein Unterhaltungsabend statt. Künftfangsgemeinschaft Rosebery d'Arguto- Solisten: Wanda Saile, Käte Lindenberg und Herr A. Meller. Rezitationen: Marie Borchardt, Mitglied der Schaubühne. Ansprache ausländischer Genossen, die anläßlich des Parteitages in Berlin sind. Die zum Eintritt be rechtigenden Programme find ab Donnerstag, den 12. Juni, vormittags bei allen Kreisleiterinnen und im Frauenfefretariat, Linden ftraße 3, 2. of, 2 Treppen, Zimmer 1 zum Preise von 25 Bf. das Stud zu haben. Alle Programme müssen abgesetzt werden. Etwaiger Ueberschuß zum Besten der Erholungsfürsorge. Esperanto durch Radio. Aus Kreifen der Arbeiter- Radioklubs, die zugleich Esperantisten find, werden wir um Veröffentlichung der Eendezeiten folgender ausländischer Sender gebeten: Genf( Wellen. länge 1100 Meter) jeden Dienstag um 20,30 Uhr( 8,30 Uhr Berliner Zeit) Esperantokursus und Mitteilungen über Esperantobewegung durch Bri. Jmuiden( Holland) Wellenlänge 1050 amt pat und Bouvier. 14. Juni um 19,10 Uhr( 7,10 Uhr Berliner Zeit) Jsbrüder, zuerst Holländisch, dann Esperanto.-Merito( C. P. 2. jeden Sonn abend um 13,30 Uhr( mittags 1,30 Uhr Berliner Zeit) in Esperanto. Die Patienten der Boltsheilstätten in Hohenlychen sind im vergangenen Jahre, auf ihren Ausruf in der Preffe, reichlich mit Ge fang und Konzertvorträgen von Klaffenfreunden bedacht worden. Sie richten auch in diesem Jahre an alle Arbeiter- Gejangund Musikvereine die Bitte, bei ihren Ausflügen die Hohenlychener Leidensgenoffen nicht zu vergessen. Alle Anfragen sind zu richten an J. Blum, Hohenlychen, Abteilung 7a. Von einem Zug zermamt. Am 8. Juni abends wurde, wie uns aus Münster i. W. gemeldet wird, vom Personenzug 699 auf dem unbewachten Wegübergang der Landstraße Nortrup- Quafenbrüd ein Fuhrwert des Gutsbesizers Ascherbehl aus Borg bei Quatenbrüd überfahren. Die Ehefrau fowie 3 wei Rinder und ein Fräulein Beder aus Oldenburg wurden Sicherheit Verschulden des Bagenlenters anzunehmen. = und dem Schlußwort des Verbandsvorsitzenden. Am Nachmittag bewegungen und Streit, wobei er die Gründe für den Austritt aus der Arbeitsgemeinschaft darlegte. Der Referent trat für zentrale Tarifgemeinschaften ein und wandte sich gegen die Einführung des gefeßlichen Schlichtungszwanges; vor allem gelte es, die Löhne der Hilfsarbeiter in die Höhe zu bringen. Grünzel faßte fein Referat in einer Entschließung zusammen. Diese billigt ben bisher verfolgten Weg, durch Tarifverträge einheitliche Lohn und Arbeitsbedingungen zu schaffen und verlangt, daß zur Schlich tung von Streitigkeiten tarifliche Schiedsgerichte gebildet werden. Die Aussprache war wieder in der Hauptsache ausgefüllt mit Angriffen der Opposition gegen die Berbandsleitung. Am vierten Tag murde nach Grünzels Schlußwort über die von ihm vorgelegte Entschließung des Hauptvorstandes namentlich abgestimmt. Bei drei Stimmenthaltungen stimmten 101 Dele. gierte für den Hauptvorstand, 53 dagegen. Damit war auch die Entschließung der Opposition abgelehnt. Anschließend hielt Grünzel ein Referat über „ Berufs- oder Induftrieverband", mobei er besonders unterstrich, daß gerade in der Glasindustrie in Deutschland zum großen Teil mit veralteten Fabrikationsmethoden und einrichtungen gearbeitet wird. Die Modernisierung der In duftrie bedeute allerdings Ersatz von Qualitätsarbeitern durch Maschinen. Hieraus ergebe sich die Notwendigkeit des Anschlusses an eine größere leistungsfähige Organisation; als solche fäme nur der Fabritarbeiterverband in Frage, in dem die Glasarbeiter eine Sektion bilden müßten. Eine Entschließung zu dieser Frage sieht eine Ur abstimmung über den endgültigen Anschluß vor. und mit den feramischen Verbänden Anschlußverhandlungen Gleichzeitig wurde beschlossen, auch mit dem Baugewerksbund zu führen. Bei der namentlichen Abstimmung über die Entschließung des Vorstandes zum Geschäftsbericht blieb die Oppoition mit 47 gegen 112 Stimmen in der Minderheit Da mit hatte die überwältigende Mehrheit dem Ge'amtvorstand erneut Berhand'ungstage die Neuwahlen zum Hauptvorstand aus. Die beiden Verbandsvorsitzernden Girbia und Grünzel wurden mit übergroßer Mehrheit wiedergewählt. Auch die übrigen Hauptvorstandsmitglieder und die Gauleiter gingen nach den Vorschlägen der Mehrheit aus der Wahl hervor. Zuvor wurde mit 88 gegen 52 Stimmen bei 14 Stimmen haltungen ein Antrag Bulte ongenommen, mit der Mostauer Internatio. nale in Berbindung zu treten, um eine erfarbigung her. beizuführen. Die junge Republit hat sich anfänglich um den Kofardenrummel nicht gefümmert. Sie hatte auch wirklich wichtigeres zu tun. Man ließ es beim alten und litt es, das die Beamten Rofarden in den betreffenden Landesfarben an die Mügen steckten. Jetzt aber, nach fünf Jahren, gewiß ein wenig reichlich spät, erinnert man sich daran, daß wir doch eine deutsche Republik mit den Farben schwarz- rot- gold haben und daß es doch eigentlich notwendig wäre, den Beamten an. getötet Nach der eing leieten Untersuchung ist mit ziemlicher sein Vertrauen ausgesprochen. Dementsprechend fielen am letzten zubefehlen, Rofarden in den Farben der Republik zu tragen. Die Reichseisenbahnverwaltung hat den Anfang gemacht und angeordnet, daß sämtliche ihrer Beamten bis zum 22. Juni in den Befiz der neuen Rofarben fein müssen. Die Dinger find ein bißchen sehr unge ügig geraten. Nicht flach, wie die früheren Rofarden, sondern erhaben, heben fie fich wie ein feines Horn non der Müze ab und fallen start in die Augen. Das ist aber am Ende der Zweck der Uebung, um all den Wielen, die es noch immer nicht wissen oder nicht wissen wollen, daß wir eine Republik haben Die Prob fahrten des Zeppelinluftfrenzers. Das in Friedrichshafen im Bau befindliche 3 eppelinluftfiff Z. L. III it in den nächsten Tagen fertiggestellt und soll in fürzester Zeit die erste Probefahrt Friedrichshafen- Berlin unternehmen. Augenbidlich ist man domit beschäftigt, die Motoren an dem Stand zu prüfen. Noch in diefer Woche liegt das Luftschiff in der Salle startbereit. Die amerikanische Abnahmetommiffion wird zum Teil an den Brobeflügen teilnehmen. Der große Flug wird direkt nach den Bereinig Zur Gehaltsregelung der Beamten. Eine Hochflut des Unwillens. Bot eingeinen Beariten wie insbesondere von den- leider! so sehr zahlreichen Bereinigungen der unteren und mittleren Beamten werden wir mit Zuschriften. Artitein,| Notizen und Beschlüssen geradezu überschwemmt. Die Stellung nahme des Borwärts zu der neuen Friedensgehalts" Regeling ist wiederholt in fiarer ungweideutiger Weise zum Ausdrud gebracht worden. Es ist an sich durchaus erfreulich, daß auch aus den Beamteniteisen, die bei der legten Reichstagswahl ein nicht unerhebliches Kontingent der deutsch nationalen und sonstigen republiffeindlichen Wähler stellten, viele dieser Zuschriften an den„ Borwärts" tommen. Ihr Inhalt bedt fich in der Hauptfache mit der Auffassung der freige wertschaft. ( imen Beamtenorganisation, des Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes( ADB.), wie auch mit unserer eigenen Auffassung. Abgesehen davon, daß es uns aus räumlichen Gründen einfach unmöglich ist, alle diese Einsendungen zu veröffentlichen, ist es auch nicht einmal notwendig. Eine treffende Kritik wird durch fortgejezte Wiederholungen nicht wirksamer. Die ganzen Beschwerden und Be ionen find an Regierung und Reichstag zu richten. Die Beamtenorganisationen der unteren und mittleren Beamten haben jetzt die beste Gelegenheit, zu sehen, welche Parteien es finb, die rückhaltslos für ihre Intereffen eintreten. Sie haben bereits gesehen, weiche Zeitungen es find, die fich gegen eine fold; e Art der Gehaltsregelung mit aller Entschiedenheit wenden. Dementsprechend werden sie auch ihr fünftiges Verhalten einrichten. Legen die Bereinigungen der unteren und mittleren Beamten aber auch für die Zukunft den nötigen Wert auf eine wirksame wirtschaft liche und soziale Interessenvertretung, dann müssen sie sich schon fagen, daß es ohne den 3usammenschluß all der fleinen Berbände zu einer großen starten Organisation nicht geht. 3arsplitterung bedeutet Ohnmacht. Der neue Meichsangestelltentarif. In einer fürzlich vom Zentralverband der nge ftellten einberufenen Versammlung der Angestellten der Reichsund preußischen Staatsverwaltungen berichtete Seiß r den am 2. Mai abgefchloffenen Reichsangestelltentarifvertrag Die am 4. Juni 1920 und 6. November 1920 abgeschlossenen Tarifverträge gaiten für die Angestellten der Reidys- und preußischen Berwaltungen. Der am 2. Mai 1924 abgeschlossene Tarifvertrag gilt nur für die Angestellten der Reisverwaltungen und Betriebe. Für die gestellten der preußischen Verwaltungen wird ein beft berer Tarifvertrag abgeschlossen werden. Eingruppierung ist im§ 24 des Tarifvertrages veranfert; erfolgt Das itbestimmungsrecht der Angestelltenvertretung bei der feine Einigung zwischen Dienststelle und Angestelltenvertretung über bie Eingruppierung, so steht dem Angestellten das Recht der Unrufung einer paritätischen Schiedsinstanz zu. Der Urlaub ist, wie bei den Beamten, um einige Tage getürzt worden. Der Urlaubsanspruch beginnt bei einer ununter brochenen Dienstzeit von 6 Monaten; frühere Tätigetit im Reichs und Staatsdienst, auch die Tätigkeit bei Reichsorganisationen wird bei der Bemessung des Urlaubs angerechnet. So erhält beispiels weise ein in der Gruppe V befindlicher Angestellter mit fünfjähriger Dienstzeit im Alter von 41 Jahren einen Urlaub von 31 Ralendertagen. Im Kransheitsfalle wird das Gehalt unter Abzug ber reichsgesetzlichen Barleistungen je nach der Dauer der Dienstzeit für die Zeit von 2-13 Wochen weiter gezahlt. Die Vergütungsgruppen entsprechen den gleichartigen Vergütungsgruppen der Beamten. Aenderungen in ben Gehaltsbezügen der Reichsbeamten wirken fich auch auf die Angestellten aus. Der Tarifvertrag ist zum 30. Juni eines jeden Jahres mit breimonatlicher Frist fündbar. Die Verhandlungen über diesen Tarifvertrag haben sich bei nahe 2 Jahre hingezogen. Unter Führung der freigewerkschaft lichen Angestelltenorganisationen, besonders des Zentralverbandes ber Angestellten, tft es gelungen, bie Berfchlechterungen, die von der Reichsregierung bei Kündigung des alten Tarifvertrages geplant waren im wesentlichen abzuwehren. Aus dem nationalistischen Sumpf. Der Verband nationaler Berufsfweizer, der als natio nalistische Konkurrenzorganisation des Deutschen Landarbeitervers bandes ein den Agrariern wohlgefälliges Dasein führte, hat einen tleinen Betriebsunfall erlitten. Sein Borsigender Braun hat sich unter Hinterlassung einer leeren Kaffe und einer großen Anzahl trauernder Gläubiger zurüdgezogen. Hauptgeschäftsstelle, Rechtsweniger mit der Organisation von Schweizern, als der von schuhstelle, Kaffe, Redaktion, Vermittlung, Verlag und Verkaufsstelle des nationalen Schweizerverbandes sind verödet. Braun hatte sich bölfish nationalen Rampfperbänden beschäftigt. Auch den Warenhandel an seine Verbandskollegen betrieb er auf eigene Rechnung. Die Lieferantin der Waren, eine Nordhausener Großfirma, zählt zu den Leidtragenden. Auch der Jungdeutsche Orden gehört dazu. Für die Berufsorganisation, nicht nur der Schweizer, ist auch in diesem Falle die Nuganwendung zu ziehen: Schluß mit aller Zersplitterung in gelben oder ähnlichen Vereinen! Hinein in die gewertschaftliche Organisation! Der Der Streit bei der Londoner Untergrundbahn, der offenbar von Dornherein verfehlt war, so daß der Bollzugsrat der EisenbahnerUnion einstimmig beschloß, die Streifenden zur Wiederaufnahme der Arbeit aufzufordern, ist nach einer TU.- Meldung beendet. Generalfongreß der Gewerkschaften tritt als Vermittler in dem Kon flift auf, und man zieht in Betracht, daß die Gewerkschaftsverbände ihre Forderungen vereinigen und den Gesellschaften einen gemeinfamen Antrag auf Lohnaufbesserung einreichen werden. Berantwortlich für Politit: Ernst Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: Friedr. Eglorn; Feuilleton: Dr. John Schikowski, Lotales Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei und Sonstiges: Frig Karstadt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin GB. 68.. Lindenstraße 3. Von 12 bis 3 Uhr geschlossen! Die Gelegenheit ist da! 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