Nr. 78. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret In's nus. Einzelne Nummer 5 Pt Gonntags- Nummer mit tluftr. Sonntags- Beilage„ Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt, proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. 3 Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Bor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508 Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Dienstag, den 2. April 1895. Bur Ranierei. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " Was wir heute hervorheben wollten, das war das " Tugend. Unsere Ritter sagen: Das Geld ist die wahre Tugend dem Volte Entsagung, Tugend und NächstenZu Beginn eines neuen Quartals richten wir an alle Der Leser braucht nicht besorgt zu sein. Fern liegt liebe predigen, fich selber die Taschen füllen, dem Nächsten Freunde und Parteigenossen die dringliche Bitte, für die uns die Absicht, tausendmal Gesagtes zum tausendsten Male die Pistole auf die Brust seßen und unter himmlischem Glockenmit aller Energie thätig zu sein. Gegen die Partei, Agraricrn selbst nicht ernst genommen werden, ernsthaft oder drei Jahr lang eingesperrt." Ländlich, sittlich. Sin Erweiterung unseres Abonnententreises zu wiederholen, und agrarische Argumente, die von den geläute die tollsten Orgien begehen das ist„ Religion, Ordnung und Sitte" und wer es bezweifelt, wird zwei deren Zentralorgan der Vorwärts" ist, haben die vererörtern zu wollen. Ueber und über ist von den Gegnern oder drei Jahr lang eingesperrt." Ländlich, fittlich. Gin einigten Parteien der Reaktion, denen der des Kaniz- Antrages in der Presse, im Reichstag und in Fortschritt ist jedenfalls in unserer Methode: durch den Boden unter den Füßen wankt, jezt alle ihre Kräfte auf Versammlungen der Nachweis geliefert worden, daß es sich frassen Widerspruch zwischen Reden und Handeln wird der geboten; durch ein neues Knebelgeset soll die zahl nur um einen neuen Beutezug der Junker gegen das Volk Fäulnißprozeß sichtbarer, und das beschleunigt ihn. reichste Partei in Deutschland mundtodt gemacht, und für handelt, daß der Bruder Bauer", dem nach wie vor das unsere Feinde und des Volkes Feinde die Ruhe des Fell junkerlich über die Ohren gezogen werden soll, nur als Berede von dem sozialistischen Kern" des AnKirchhofes hergestellt werden, damit sie ungestört Dekoration dient als idyllisches Lamm, das die Nächsten da ein Anhänger unserer Partei hat verwirren lassen. So lesen trages Ranit- ein Gerede, durch das sich auch hier und ihre gemeinschädliche und gemeingefährliche Arbeit liebe des frommen Wolfs, feines angeborenen Beschügers", verrichten können. Die Kämpfe, in denen wir stehen, erbaulich zur Anschauung bringt und daß der Kern der wir z. B. in einem Artikel des Sozialpolitischen Zentralfind von entscheidender Bedeutung; und die Berhand Sache, wie er nach Wegblasung des heuchlerischen Phrasen- blattes" über den Antrag Kanib: lungen des Reichstages über die sogenannte Umnebels sich darstellt, das Unverschämteste ist, was eru, der ihm gewiß auch manche theoretischen Sympathien 3weifellos steckt in dem Antrag ein sozialistischer sturz vorlage, die jetzt in der Kommission sich abjemals von nackter Interessenpolitik cinem geduldigen in sozialistischen Kreisen eingetragen hat. Die Verstaatlichung spielen, bald aber im Plenum stattfinden werden, Bolk, sagen wir gleich: dem geduldigsten der und planmäßige Organisation eines großen Gebietes derzeit find von ganz besonderer Wichtigkeit. Je größer aber die Völker, dem deutschen dem armen, noch 100 Jahre privattapitalistischer Handelsbethätigung und Aus Verbreitung des Zentralorgans, def größer sein Einfluß nach der französischen Revolution von der Junterwirthschaft beutung, die dadurch mitbedingten weitgehenden statistischen Festund seine Wirksamkeit, und desto größer die Macht geplagten Volke der Dichter, Denker und Umsturzvorlagen stellungen betreffend Produktion, Distribution und Konsumtion, der Partei. zugemuthet worden ist. Wir wollen nicht des näheren dar die zu heilsamen Regelungen auf den Gebieten der Müllerei und der Gesetzgebung zum Auspumpen der Taschen des Arbeits- Uebereinstimmung des Kaniz'schen Grundgedankens mit dem im legen, wie der Antrag Kanitz blos den Zweck hat, die Klinke Bäckerei drängenden Folgen sind Dinge, die zu einer Fülle Arbeits- on fozialistischen Betrachtungen und Versuchen anregen. Die voltes zu benutzen, wie er eine Liebesgabe in sechsfachem Februar v. J. von den franzöfifchen Sozialisten einMaßstab der Schnaps- Liebesgabe ist, ein Versuch, die gebrachten Antrage auf Berstaatlichung des Getreide Herren Junker zum Lohn, daß sie sich die höchst über- imports giebt dem Antrag Kanis außerdem einen sozia flüssige Mühe geben, geboren zu werden, zu lebenslängslistischen Empfehlungsbrief mit." Pflicht zu thun, und das Zentralorgan der Partei würdig Die Redaktion des Vorwärts" wird bemüht sein, ihre Mit dem 1. April eröffnen wir ein neues Abonnement auf den ,, Vorwärts" 31 machen! mit der Auftritten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zun monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für cußerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal entgegen. Eingetragen in die Post- Zeitungsliste für 1895 In unerem Feuilleton beginnt nach Schluß der eben begonnenen kurzen Erzählung:„ Zu Tode geheht", der Abdruck der geschichtlichen Erzählung: unter Numer 7128.) „ Berliner Märztage" von Michel Deutsch, auf welches Werk wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Redaktion und Expedition des Vorwärts". stub Feuilleton. W lichen Staatspensionären, oder richtiger Staats- Almosen- Und in cinem anderen Aufsatze des nämlichen Blattes empfängern zu machen. Wir wollen nicht dabei verweilen, heißt es: „ Das Prinzip, das dem Antrag Kaniß zu grunde liegt, wie unsere Junker, die sich auf ihr besonders feines Ehrgefühl und ihren ritterlichen Sinn so viel zu gute thun, die ebernahme der gesammten Getreide Einfuhr durch den ebenso geldgierig und weit cynischer als der ver- Staat, zu dem Zweck, die Kornpreise im Inlande stabil und härtetste jüdische Bucherer", auf das Forum, vor das normal zu gestalten, ist ein durchaus sozialistisches und liegt in der Richtung der Bestrebungen auf Gewährung deutsche Bolt hintreten, und, den Bettelsack als Sturmfahne eines allgemeinen„ Rechtes auf Arbeit", das hierdurch für die schwingend, sich heiser schreien nach Geld, Geld, Landwirthe, die auf eigener Scholle arbeiten, gewährt wird." Geld gleich jenen Rittern des verfaulenden Römerreichs, bie oraz uns gezeichnet hat: Geld her, Geld her, oder die Ehre fällt um: quaerenda pecunia primum est, virtus post nummos!*) Geld zusammenraffen, das ist das erste -erst das Geld und dann ritterliche Zugend! so sozialistisch wie die Absicht des Straßenräubers, ber dem " Zweifellos" ist der Kern" des Antrags Kanit gerade Wanderer die Pistole vorhält:„ Die Börse oder das Leben." Das schiefe Urtheil beruht auf einer, leider nicht ungewöhnlichen Verwechselung von Sozialismus Die politischen Fäulnißerscheinungen sind sich überall und Ver staatlichung. Der Sozialismus ist Verstaats und allezeit gleich. Nur die Bedingungen und Formen, lichung- wenn wir den Ausdrud:" Staat" für Gemeinunter denen sie sich äußern, sind verschieden. Die römischen wesen, englisch commonwealth, lateinisch res publica ans Heiden waren noch ehrliche Kerle, die offen heraus sagten, nehmen. Allein Verstaatlichung ist nicht Sozia was sie dachten und fühlten erst das Geld und dann die lismus. 13 *) Erste Episiel des Horaz: An Mäcenas. Eines Tages traf Schwarz einen polnischen Instmann beim Düngen eines Kleefelds mit gefüllter Schnapsflasche an. Er schimpfte ihn ganz gehörig zusammen. Der Justmann, statt demüthig zu fuschen, wie das sonst der polnischen Landarbeiter Art ist, weigerte sich frech, die Flasche 7 herauszugeben. [ Nachdruck verboten.] Zu Tode geheht! Um den Sozialismus durchzuführen, müssen wir die Produktion verstaatlichen" d. h. für das ganze Gemeinmechanisch und wortkarg. Sie hatte es aufgegeben, den Grobian zu trösten und zu ermuthigen. Nur wenn die Kleine Anna etwas aus ihrem Schullejebuch zum besten gab sie stockte häufig beim Borlesen, weil sie sich die schwierigeren Worte erst zusammenbuch stabiren mußte nur dann kam wieder etwas Leben und Schwarz riß sie ihm aus der Hand und warf sie über Freude in die große flotzige Gestalt, in das apathische, Eine Erzählung nach dem Leben von Franz Held. die Hecke in einen Tümpel, daß die Frösche platschend ins starre Gesicht. Dann zog er wohl das Kind, nachdem Wasser fuhren. Da griff der Trunkene nach seiner drei- die Geschichte oder das Gedicht zu Ende war, zwischen Schwarz traf um diese Zeit eines Tages auf der Dorf- zackigen Dunggabel und machte Miene, den Gutsherrn seine Knie und strich den blonden, glatt zurückgekämmten ftraße den Robolski. Der tam ihm gerade gelegen. Er damit in den Unterleib zu stechen. Wäre nicht ein herbei- Mädchenscheitel mit der großen rauhen Hand. Immer stellte ihn heftig zur Rede wegen jener Unterhaltung mit gerannter Knecht dem Instmann noch gerade rechtzeitig in ganz gleichmäßig langsam und zart, von der reinen Rendelmann am Morgen nach dem Braude und verlangte, die Arme gefallen, so hätte es ein blutiges Unglück ge- Stirn bis zu den derben Flechten, die franzförmig um den daß Robolski die Worte des Kendelmann:„ Das hab' ich geben. Hinterkopf des Mädchens gewunden waren. schon vor zwei Jahren gewußt" und ich werde bauen", Der Justmann bekam wegen Gewaltthätigkeit 14 Tage vor Gericht bestätigen solle. Haft. Bei der Untersuchung brachte er zu seiner Entschuldigung vor, Robolski habe ihn angestiftet. Robolski machte Ausflüchte. Sein Gedächtniß sei in legter Zeit schlecht und man könne sich doch nicht gut mit einem Mann, wie Rendelmann verfeinden. Schwarz redete ihm zu. Er würde in der Sache ja sowieso vom Gericht vereidigt werden. Und er, Schwartz, wolle ihm dann gern die 10 Mark, die er ihm noch schulde, erlaffen, als Zeugengebühr. Aber wirklich ich werde mich nicht erinnern können stotterte der Bole- ich werde nichts davon wissen Ihre liebe Frau muß sich verhört haben-" Das Kind wird glücklicher sein, als wir!" dachte er dabei; und er lächelte leise. Es war ein schmerzlich ver zichtendes Lächeln. Wie sie eines Abends dasaßen das Nachtessen war gerade vorbei, es herrschte eine peinliche Ruhe der Bedrückung und Verstimmung, die schaarenweisen Fliegen an der geborstenen, schwarzen Decke summiten verstört da brach eine Fensters scheibe klirrend in hundert Stücke und ein großer Feldstein flog von draußen hinein, gottlob mitten in die Salatschüssel. Schwart fuhr ohne Bedenken zur Thür hinaus über den Hof -in den Gemüsegarten, wohin er zwei dunkle Gestalten laufen gesehen hatte. Er stolperte über einen Kohlkopf- fiel zur Erde raffte sich auf und ranute, ohne auf die schmerzhafte Stirnschramme zu achten, athem los weiter. Er suchte mit seinem Gesinde seinen ganzen Hof und die umliegenden Aecker ab. Aber sie fanden den Thäter nicht wohl aber vier Fußspuren im gelockerten Grund eines frisch aufgegrabenen Erbfenstücks. Schwartz machte dem Nobolski Borstellungen, was dieser mit wüsten Schimpfereien beantwortete. Daraufhin verklagte ihn der Gutsbesitzer wegen Beleidigung und der Pole bekam richtig seine 10 Mr. Ordnungsstrafe. Die zahlte er nun zwar ebensowenig, wie die dem Echwarz geschuldeten 10 Mart, sondern ließ sich ein altes, unbrauchbar gewordenes Gewehr abpfänden. Aber er wurde dem Schwarz dadurch nicht grüner gesinnt. Dieser seinerseits ging jetzt den ganzen Tag schimpfend ,, Na, dann werden Sie aber doch wohl noch was von und polternd herum. Keiner konnt' es ihm mehr recht den zehn Mark wissen?! Ich will sie endlich mal zurück- machen. haben. Ich habe mein Geld selbst bitter nöthig!" Bei der kleinsten Nachlässigkeit, wegen des geringsten Robolski dachte aber gar nicht an's Zurückgeben. Fehlers fuhr er wüthend drein. Statt deffen hetzte er ihm die Justleute auf, sagte ihnen, Sogar seine Frau, die ihn doch so gut zu nehmen Schwark decke feine Gebäulichkeiten mit Echindeln, damit wußte und ihm gegenüber die Sanftmuth selbst war, sogar fie bet nächster Gelegenheit" darin verbrennen sollten und sie hatte in lezter Zeit häufig Wortwechsel mit ihm. Steinwürfe ereigneten sich noch mehrmals gleicherweise er ihnen den rückständigen Lohn nicht zu zahlen brauche. Er gab ihr feine Mark Haushaltungsgeld mehr, ohne mit in den darauffolgenden Wochen. Immer abends, wenn Sie sollten sich das nicht mehr gefallen lassen, auch nicht, ihr zu zanken. Es war ihm aber auch knapp genug. Familie und Dienstboten bei Tische saßen. daß er ihnen verböte, Schnaps mit auf's Feld zu nehmen Der Herbst wurde früh kalt. Abends saß Schwartz bei Schwarz schärfte den Seinen und dem Gesinde ein, und in den Wirthschaftsgebäuden zu rauchen. der brenzligen Dellampe in der schlecht geheizten Wohn- um diese Stunde mit Luchsaugen aufzupassen. Aber troz Es war wieder Frühling geworden. Die Vorunter stube( sie sparten bereits am Holz!) und stüßte beide Ellen- seiner und seiner Leute angespanntester Aufmerksamkeit Vorunter- stube suchung in der Brandstiftungssache war in vollem Gang- bogen auf die Ruie, stumpf vor sich hinbrütend. Er wußte fonnte er die Friedensstörer( es mußten nach den sich immer aber Kendelmann war nicht verhaftet worden. nicht mehr, was das werden sollte. Seine Frau strickte wiederholenden Fußspuren zwei sein) nicht entdecken. wefen zum Nutzen des ganzen Gemeinwesens einheitlich nicht unter drei Monaten, wenn das Verbrechen mit einer beschimpft, ingleichen wer in einer Kirche oder in einem anderen organisiren. Allein was hat der heutige Staat, der irgend geringeren Strafe bedroht ist, mit Gefängniß bis zu zwei Jahren zu religiösen Bersammlungen bestimmten Orte beschimpfenden einen Industriezweig verstaatlicht, mit Sozialismus zu thun? oder mit Festungshaft von gleicher Dauer bestraft. Unfug verübt, wird mit Gefängniß bis zu drei Jahren bestraft. Steckt in den Arsenalen, steckt in der Spandauer Gewehrlichen Ehrenrechte und auf Bulässigkeit von Polizei Aufsicht er. Neben der Gefängnißstraße fann auf Verlust der bürger§ 184. fabrik„ ein fozialistischer Gedanke"? Mit Gefängniß bis zu sechs Monaten und mit Geldstrafe fannt werden. bis zu sechshundert Mark oder mit einer dieser Strafen wird bestraft; Der Frrthum des Verfassers bekundet sich schon in dem Gebrauch des Wortes: privat kapitalistisch. Liegt das lebel und die Gefahr des Kapitalismus etwa darin, daß er privat ist? Hört er auf gefährlich zu sein, wenn er aus Privathänden in die des Staats kommt? # seine Theilnahme noch nicht entdeckt war, die Ausführung des Der Thäter bleibt straflos, wenn er zu einer Zeit, zu welcher Berbrechens verhindert. § 111. 1. wer unzüchtige Schriften, Abbildungen oder Darstellungen feilhält, verkauft, vertheilt, an Orten, welche dem Publikum zu gänglich sind, ausstellt oder anschlägt, oder sonst verbreitet, wer sie zur Verbreitung herstellt oder zum Zweck der Verbreitung vorräthig hält, ankündigt oder anpreift; Wer auf die in§ 110 bezeichnete Weise zur Begehung Nein der Kapitalismus ist Ausbeutung ohne einer strafbaren Handlung auffordert, ist gleich dem Anstister zu Ausbeutung ist er undenkbar. Und der Sozialismus, der die bestrafen, wenn die Aufforderung die strafbare Handlung oder 2. wer Gegenstände, die zu unzüchtigem Gebrauche be stimmt find, an Orten, welche dem Publikum zugänglich sind, Ausbeutung abschaffen will, ist das Gegentheil des einen strafbaren Versuch derselben zur Folge gehabt hat. Kapitalismus, gleichviel ob die Ausbeutung von einem strafe bis zu fechshundert Mark oder Gefängnißitrafe bis zu einem anpreist; Ist die Aufforderung ohne Erfolg geblieben, so tritt Geld ausstellt, oder solche Gegenstände dem Publikum ankündigt oder Privatindividuum oder von dem Staate betrieben wird. Jahre und, sofern es sich um die Aufforderung zu einem Berbrechen 3. wer durch Ankündigung in Druckschriften unzüchtige Vers Ja in der Form des Staatskapitalismus ist der Kapitalismus handelt, Gefängnißstraße bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bindungen einzuleiten sucht. noch eine weit schlimmere Geißel der Menschheit als in der bis zu 2000 m. ein. Gleiche Strafe trifft denjenigen, welcher Ist die Handlung gewerbsmäßig begangen,[ so tritt Ges Form des Privatfapitalismus, und zwar aus dem einfachen auf die vorbezeichnete Weise zu einem Verbrechen, zum Ehebruch fängnißftrafe nicht unter einem Monat ein, neben welcher auf Grund, weil der Staat über weit größere oder zu einem der in den§§ 115, 124, 125, 166, 167, 240, 242, Geldstrafe bis zu eintausendfünfhundert Mart, auf Berlust der Macht und Ausbeutungsmittel verfügt, 305, 317, 321 vorgesehenen Vergehen dadurch anreizt, daß er bürgerlichen Ehrenrechte, sowie auf Bulässigkeit von Polizeials der Privattapitalist. eine solche Handlung anpreist oder rechtfertigt. Die Strafe darf Aufsicht erkannt werden kann. der Art oder dem Maße nach feine schwerere sein als die auf die Handlung selbst angedrohte. Verstaatlichung fann etwas sehr Gutes sein, aber auch etwas sehr Schlimmes. Es hängt alles ab von dem Wesen des Staats. Ist der Staat ein freier, ein demokratischer Staat, in welchem die Mehrheit, das ist das arbeitendeBolt, bestimmenden Einfluß auf Gesetzgebung und Regierung hat und seinen Willen durchsetzen kann, dann bedeutet die Verstaatlichung etwas ganz anderes als in einem Junker-, Militär- und Polizeistaat, gleich dem deutschen Reiche, wo das arbeitende Bolt wohl auf dem Papier. politische Rechte hat, durch die herrschenden Parteien aber an der Ausübung dieser Rechte planmäßig verhindert wird. Deshalb ist der in einer der oben zitirten Auslassungen gemachte Vergleich zwischen dem Kaniz'schen Antrag und dem vorjährigen Antrag unserer französischen Genossen so völlig verfehlt. § 184a. Mit Gefängniß bis zu drei Monaten und mit Geldstrafe § 112. bis zu 300 Mark oder mit einer dieser Strafen wird bestraft, Wer einen Angehörigen des deutschen Heeres oder der faiser- wer an öffentlichen Straßen oder Plähen Schriften, Abbildungen lichen Marine auffordert oder anreist, dem Befehle des Oberen oder Darstellungen ausstellt oder anschlägt, welche, auch ohne nicht Gehorsam zu leisten, wer insbesondere eine Person, welche unzüchtig zu sein, durch grobe Unanständigkeit geeignet sind, das zum Beurlaubtenstande gehört, auffordert oder anreizt, der Ein Scham- und Sittlichkeitsgefühl erheblich zu verlegen. berufung zum Dienste nicht zu folgen, wird mit Gefängniß bis Ist die Handlung gewerbsmäßig begangen, so treten die zu zwei Jahren bestraft. Diese Strafvorschrift sindet auch auf Strafen des§ 184 Abſay 2 ein. auffordert oder anreizt, dem Aufrufe nicht Folge zu leiften. denjenigen Anwendung, der einen Angehores Landsturms| Wer in der Absicht, die militärische Zucht und Ordnung zu untergraben, durch Wort, Schrift, Druck oder Bild gegenüber einem Angehörigen des aktiven Heeres oder der aktiven Marine das Heer oder die Marine oder Einrichtungen derselben verächt lich macht oder zur Verletzung der auf die Verwendung der bewaffneten Macht im Frieden oder Krieg fich beziehenden Gefängniß bis zu drei Jahren bestraft. militärischen Dienstpflichten auffordert oder anreigt, wird mit § 126. Den im vorstehenden Absah 1 bestimmten Strafen unterliegt, wer Gerichtsverhandlungen, für die wegen Gefährdung der Sittlichkeit die Oeffentlichkeit ausgeschlossen war, oder aus den diesen Verhandlungen zu grunde liegenden amtlichen Schrifts stücken öffentlich Mittheilungen macht, welche geeignet sind, ergerniß zu erregen. Artikel II. In Frankreich giebt es keine Junker, find die Bauern politisch geschult, besteht außerhalb der Volksvertretung teine Regierungsmacht und kann unsere Bartei, die schon jetzt einen erheblichen Einfluß auf die Gesetzgebung hat, Wer durch Androhung eines Verbrechens den öffentlichen jeden Augenblick in die Lage kommen, die Regierung zu Frieden stört, wird mit Gefängniß bis zu einem Jabre und, stürzen, und entscheidend auf die Gesetzgebung einzuwirken. wenn die Androhung mit Hochverrath, Mord, Raub, BrandIn Frankreich hätte die Annahme des Jaurès'schen stiftung oder einem der in den§§ 312, 313, 315, 322, 323, 324 Antrags den Kleinbauern unzweifelhaft momentan genügt, des Strafgesetzbuches oder in dem§ 5 des Reichsgesetzes vom in Deutschland würde der Kaniz'sche Antrag für die Millionen 9. Juni 1884 vorgesehenen Verbrechen erfolgt ist, mit Gefängniß auf Gefängniß von mehr als sechs Wochen erkannt oder der Klein- und Mittelbauern gar keine Vortheile, für die bis zu drei Jahren bestraft. $ 129 a. meisten durch die Bertheuerung der Lebensmittel- positive Haben mehrere sich zur fortgesetzten Begehung mehrerer, Nachtheile haben, und nur etlichen 10 000 Junkern und wenn auch im einzelnen noch nicht bestimmter Verbrechen versonstigen Brodwucherern" auf Kosten der arbeitenden bunden, so werden sie auch ohne daß der verbrecherische EntKlaffen, und namentlich auch der Bauern, die Einnahmen schluß durch Handlungen, welche einen Anfang der Ausführung um 150 bis 200 Millionen Mark jährlich vermehren enthalten, bethätigt worden ist, mit Gefängniß bis zu drei Jahren ein frecher Diebstahl am Volfe, wenn es je einen gebestraft. geben hat. Der Thäter bleibt straflos, wenn er von der Verbindung zu einer Beit freiwillig zurücktritt, zu welcher seine Theilnahme an Das ist Raub, aber nicht Sozialismus. derselben noch nicht entdeckt war. Nicht einmal rechter Staatssozialismus, § 130, hi sondern Staatstapitalismus schamloser Wer in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise Mißbrauch der Staatsgewalt zur Beverschiedene Klaffen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten gegen reicherung der herrschenden und zur Auseinander öffentlich anreizt, wird mit Geldstrafe bis zu sechshundert plünderung der arbeitenden Klassen. Mark oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft. Die Umsturzvorlage hat in der Kommission über deren Verhandlungen wir eingehend berichtet haben nunmehr folgende Fassung erhalten und wird in dieser Gestalt den kommenden Verhandlungen des Neichstages zu grunde liegen: mikos d somaling tut Artikel I. bov In dem Strafgesetzbuch werden die§§ 111, 112, 126, 131, 166, 184 durch nachstehende unter den gleichen Zahlen aufgeführte Bestimmungen erseht, die folgenden neuen§§ 49b, 129a und 184a eingestellt und wird der§ 130a aufgehoben. 2nd§ 49 b. Die gleiche Strafe trifft denjenigen, welcher in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise Ehe, Familie oder Eigenthum, als Grundlagen der Gesellschaftsordnung, darch beschimpfende Aeußerungen öffentlich angreift. § 131. Wer erdichtete oder entstellte Thatsachen, wissend, daß sie erdichtet oder entstellt sind, öffentlich behauptet oder verbreitet, um dadurch Staatseinrichtungen oder Anordnungen der Obrigfeit verächtlich zu machen, wird mit Geldstrafe bis zu sechshundert Mart oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft. lichen Frieden gefährdenden Weise die Monarchie durch beschimpfende Aeußerungen angreift. § 166. In dem Militärstrafgesetzbuch erhält der§ 42 Absatz 2 folgende Fassung: Wird gegen eine Person des Beurlaubtenstandes während der Beurlaubung wegen einer in dem Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich Theil II Abschnitt 1( Hochverrath und Landesverrath), Abschnitt 2( Beleidigung des Landesherrn), Abschnitt 3 ( Beleidigung von Bundesfürsten), Abschnitt 6( Widerstand gegen die Staatsgewalt) oder Abschnitt 7( Verbrechen und Vergehen wider die öffentliche Ordnung) vorgesehenen strafbaren Handlung erfolgt die Verurtheilung einer Person des Beurlaubtenstandes während der Beurlaubung wegen einer strafbaren Handlung der im§ 37 Absatz 2 Nr. 2 bezeichneten Art oder auf grund der Nr. 3, 4, 5, 7 oder 8 des§ 361 des Strafgesetzbuches und ist in letzteren Fällen auf Ueberweisung an die LandespolizeiBehörde erkannt, oder diese Person in den letzten drei Jahren wegen einer folchen Uebertretung mehrmals rechtskräftig ver urtheilt worden, so kann ein besonderes Verfahren des Militärgerichts zur Entscheidung darüber angeordnet werden, ob auf Dienstentlassung oder auf Degradation zu erkennen ist. Artikel III. In dem Gefeh übe. die Presse vom 7. Mai 1874( ReichsGefeßbl. S. 65) wird die Nr. 3 des§ 23 durch die nachfolgende Bestimmung ersetzt: 30 gralo§ 23. things 3. Wenn der Juhalt einer Druckschrift den Thatbestand einer der in den§§ 85, 95, 111, 112, 130, 131, Abja 2, 184, oder 184a des deutschen Strafgesetzbuchs mit Strafe bedrotten Handlungen begründet, in den Fällen der SS 111, 112 und 130, Absatz 1, jedoch nur dann, wenn dringende Gefahr besteht, daß bei Verzögerung der Beschlagnahme die Aufforderung oder Anreizung ein Verbrechen oder Vergehen unmittelbar zur Folge haben werde. nou sis dodge stats sign ligion is 19098 Diefelbe Strafe trifft denjenigen, welcher in einer den öffent- Politische teberlicht. Berlin, 1. April. Die Umsturzvorlage ist von der Kommision, an die Haben mehrere die Ausführung eines Verbrechens verabredet, Wer öffentlich in beschimpfende Neußerungen den Glauben Sie vom Reichstag verwiesen war, nicht mit Entrüstung ohne daß der verbrecherische Entschluß durch Handlungen, welche an Gott oder das Christenthum angreift oder Gott lästert, oder zurückgewiesen worden, sondern die Mehrheit des Kommission einen Anfang der Ausführung des Verbrechens enthalten, bethätigt wer öffentlich eine der christlichen Kirchen oder eine andere mit unterbreitet dem Reichstag in dem an anderer Stelle dieser worden ist, so werden sie, wenn das Verbrechen mit dem Tode oder Korporationsrechten innerhalb des Bundesgebietes bestehende Nummer abgedruckten neu gestalteten Entwurf ein sogar mit lebenslänglicher Buchthausstrafe bedroht ist, mit Gefängniß Religionsgesellschaft, ihre Lehren, Einrichtungen oder Gebräuche noch gegen die ursprüngliche Regierungsvorlage wesentlich wenn So lagen sie wieder einmal bei der Abendsuppe auf Ihr meinen Schuß hört, dann lauft, was Ihr laufen als ob er gar nicht wüßte, daß die sozialistischen Restaurateure Lauer. Es herrschte Todtenstille im Zimmer. Nur die tönnnt dem Gesindel nach! Ob ich einen Stein au den und Bigarrenhändler von seinen Klaffengenossen verfolgt schwarzwälder Uhr tickte überlaut und nervös hastig. Man Kopf weg bekommen hab' oder einen Messerstich in den und ausgesperrt wurden und brotundarbeitslos führte die Löffel behutsam zum Munde, als fürchte man, Leibfümmert Euch nicht drum! Nur drauf! Drauf! gemacht nothgedrungen einen anderen Beruf ergreifen mußten, Sex etwas Feuergefährliches, Entzündliches zu verschütten. Laßt mich in meinem Blut liegen und verreden meinet der übrigens noch immer ein ehrlicher bleibt, während der der Nichtsthuer ein verächtlicher ist. Wie unwissenschaftlich der ein ein ehrlicher bleibt, während Frau und Tochter blickten besorgt, verschüchtert auf den wegen wie einen räudigen Hund nur drauf! Mann arbeitet, zeigt der folgende Say( auf S. 7): schweigsam brütenden Mann hin, auf dessen Stirn die Ihr nur die Sippschaft( er krallte die Hände auf der Bornaber jetzt bereits eine alltägliche Erscheinung geworden Tischplatte vor) zu packen friegt! Tas ist die Hauptsache! war, die sie nicht mehr befremdete, aber doch ängstigte. Die Sippschaft! Dann will ich gern krepiren! Nur sie erst Da stolperte der Großknecht Anton herein, athemlos, packen, die Hundsfötte die!!" feuchend. Er trug in der Hand eine lange Bohnenstange. An der Spize war ein schwach rauchender Strohwisch befestigt, b)( Fortsetzung folgt.) und in dem Stroh steckte, wie sich bei näherer Untersuchungiterarisches. ergab, eine brennende Torfkohle. Schwarz sprang auf und schlug mit der Faust auf den Tisch, daß das Goldfischbassin fast überschwippte und die aus dem Schlaf aufgeschreckten Thierchen in dem trüben Waffer wie gelbe, zornige Blige umherschossen. Was ist das für dummes Zeug?" schrie er den Großtnecht an. Was sollen die Fastnachtspossen bedeuten?!" Das hab' ich an der Scheune gefunden", entgegnete der, vor ein paar Minuten!" " An der neuen Scheune?!" " Jawohl. Da stand es angelehnt. Und dicht an dem Verschlag, wo durch die Rige das Heu heraus hängt. Es wäre sicher gleich angegangen-. " # an den An einem Punkte seines Programms sei es nachgewiesen." Und hierauf folgt eine längere Auseinandersetzung mit Bebel's Ausführungen in der Frau, ohne daß das Programm auch nur mit einer Silbe herangezogen wird. Die ältesten Lügen sind dem ehrwürdigen Pastor heute noch gut genug. So behauptet er, daß Hödel im Jahre 1877 eine Arbeiter Versammlung in adder Nähe Leipzigs geleitet habe, in der Liebknecht gegen die russenfreundliche Bolitik Bismard's gesprochen hatte. Der gute Pastor thäte in seinem Interesse besser, über den an Rock Schulze, O., Pfarrer, erster Vorsitzender des Vereins, as schößen seines Amtsbruders Stöcker hängenden Hödel zu schweigen. trennt uns von der Sozialdemokratie?( Flug Wir haben dem Pastor Schulze schon mehr Raum gewidmet als schriften des evangelischen Arbeitervereins zu Leipzig I.) Dritte er verdient, wir unterlassen es deshalb noch mehr von seinen Auflage. Leipzig, Reinhold Werther, 1895. 13 S. 80. Verdrehungen und Schmähungen zu zitiren. Wir können die Schrift Wer eine Summe unchristlicher Gesinnung, wer Haß und als ein gutes Mittel, den Pastorensozialismus Berdrehung in hoher Potenz auf wenigen Seiten vor sich haben zu bekämpfen, unseren Genossen empfehlen.-fbwill, der lese die hier angezeigte Schrift eines evangelischen Pastors. Wenn wir die Antwort auf die von dem Vor- Schulte, O., Pfarrer, 1. Vorsitzender des Vereins. Die Ar. fißenden des evangelischen Arbeitervereins zu Leipzig gestellte beit( Flugschriften des evangelischen Arbeitervereins zu Frage furz geben sollen, so wäre es die: Uns trennen vor allem von Leipzig. III.) Leipzig, Reinhold Werther 1895. 16 5. 80. Die Oberflächlichkeit des Schriftchens und das ihm und seinesgleichen seine Verlogenheit, seine unehrlichen Kampfesas Gelbitmittel. Hierfür einige Beweise: Er schreibt( S. 5): Arbeiter bewußtsein des Verfassers stehen in grellem Gegensatze. Auf zwei find nach ihnen( den sozialdemokratischen) nur die Handarbeiter, alle Seiten entwickelt er geschichtlich die Anschauungen über die Arbeit. andere Menschen sind Faullenzer..." Diese Behauptung ist ebenso Nach dem Verfasser hat das Christenthum die Arbeit zu voller sittlicher Die Kanaillen! Sie haben mir noch nicht genug bumm wie dreist! Als ob die Sozialdemokraten die Mary, Engels, Söhe erhoben. Wenn das mit ein paar Bibelsprüchen ginge, denen angethan! Sie wollen noch einmal Brand stiften! Lassalle, die Goethe, Schiller, Leffing, die Kant, Fichte, Hegel, freilich andere entgegengefegt werden tönnten, dann hätte Pastor Nun laßt mich aber in Ruh'!( Er wehrte die Be- die Volksschul- und anderen Lehrer, die Aerzte, Beamten jemals Schulte recht. Aber Stlaveret, Hörigkeit, Leibeigenschaft schwichtigungsversuche der Seinen heftig ab.) Komm' mir als Faullenzer bezeichnet, ihnen jemals die Bezeichnung Arbeiter hat nicht das Christenthum, sondern die wirthschaftliche nicht nochmal mit Deinen Redensarten, Frau! Ruhe verweigert hätte. Wer nur eine Ahnung von der sozialistischen Entwickelung aus der Welt geschafft, und die Lohnhalten?!" Ich soll Ruhe halten?! Aber sie halten Literatur hat, weiß, daß wir zwischen Hand- und Kopf- sklaverei wird aufgehoben nicht durch das Christenthum, ja teine!" arbeitern unterscheiden, daß daß wir freilich zahlreichen Persondern durch die Sozialdemokratie. Daß der Borsigende des " Das hilft Dir nichts!" warf die Frau ein. Schließ- halten, weil sie eben weder Hand- noch Kopfarbeiter, sondern Sozialdemokratie und feinen Saß gegen diefelbe durch einige gegenüber mit unserer Verachtung nicht zurück- Leipziger evangelischen Arbeitervereins seine Unkenntniß der lich wird's doch wieder heißen, Du haft angefangen." nichts als Faullenzer find, lediglich ohne der Gesellschaft irgendwie Säße belegt, versteht sich von selbst. Wer einige Bibelverse über " Was?! Es muß doch irgendwo Recht und Gerechtig zu nügen, vom Schweiße anderer leben. Wie viel Berlogenheit die Arbeit und einige darantnüpfende seichte pastorale Redes feit geben! Und wenn mir das Gericht so ein Gesindel wir laffen dahingestellt, ob bewußte oder unbewußte, liegt wendungen lesen will, kaufe sich die Schrift; wer aber mit Ernst nicht vom Leibe schafft dann thu' ich es selbst!" in den folgenden Säßen: Wir fragen: die flüchtigen das Problem der Arbeit studiren will, der hat seine Beit ver fb. „ Um Gotteswillen, Mann-!!" Sie bebte am ganzen sozialdemokratischen Kassirer, von denen wir gehört, sind sie um geudet, wenn er diese Arbeit liest. Leibe. ein Haar beffer, als die Sommerfeld und Hirschfeld? Und die bir mod word) Salt's Maul, dumme Gans! Und paß' lieber auf: bekannten Geschäftssozialisten", die das angenehme Leben eines brazil og gabin für heute werden sie wohl gemerkt haben, daß es nicht geht. Restaurateurs oder Bigarrenhändlers erwählen, find sie viel da neben der neuen Scheune in dem besser als adelige Herren und Studenten, die sich dem Müßig26. Heft des 13. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: alten Gerümpel, das noch von der abgebrannten her steht gange ergeben?"( S. 63.) Der würdige Pfarrherr scheint keine Bon der neuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Dey' Berlag) the socben das Gin Narrentag. Gine tommunistische Bewegung im alten Orient. Bon anderen Motiven Hunderttausende G. Gerbard. da leg' ich mich auf die Lauer. Und wenn ich was merke, hnung zu haben, daß die Sommerfeld und Hirschfeld aus ganz De proletariis philologis. unterschlagen haben Literarische Mundschau. auch nicht zu vertheidigenden Kassire Notizen: fe ein Regierungsreferent är die Bage der Arbeiter beffert. dann geb' ich einen Signalschuß ab. Ihr haltet Euch wie die sicherlich Bon Advocatus. Feuilleton: Aus dem dunkelsten Erdthell. Eine Salive. Er thut so,'( Schluß.) nahe bei alle Knechte und Mägde- und wenn sozialistischer Vereine einige Zehnmarkstücke. Aber morgen " b Eingelaufene Druckschriften. milli r erschlimmertes Echandgesetz zur gefälligen Annahme. Welches| fonen, die zur Sozialdemokratie gehören oder deren Ten- schaft stehen ausschließlich dem Bunde zu. Echidsal das Gesetz im Plenum des Reichstages finden wird, benzen huldigen, von der Mitgliedschaft auszuschließen sind. bieraus fällt in die Bundeslaffe. Ein allfälliges Reinergebnis ist bei der gänzlich unsicheren, zerfahrenen politischen Situation, Rache ist süß! foll im Intereffe des Betriebes, namentlich der Bervollkommnung im Zeichen des Bickzackfurses, nicht vorauszusagen. Sicher Reichstags- Erfahwahl in Weimar. Als gemeinsamen wendet werden. Die Verwendung des gelben Phosphors bei der des Fabrikates und der Herabsehung des Verkaufspreises verist, daß es noch sehr heftige Kämpfe geben wird, und anzu- Kandidaten haben die konservativen, der Bund der Landwirthe Fabrikation von Zündhölzchen in unterfagt. Der Kleinverkauf nehmen, daß dies Monstrum eines Knebelgesetes in der und die Soziale Reformpartei Herrn H. Reich meth aus Olbers- ist ein freies Gewerbe, vorbehältlich schützender Bestimmungen vorliegenden, den Herzenswünschen der Zentrumsleute und leben aufgestellt. Die Nationalliberalen haben den Land- gegen mißbräuchliche Ausübung desselben. Die Bundesgesetzgebung der Konservativen entsprechenden Fassung doch nicht Ernst gerichtsrath Kulemann in Braunschweig aufgestellt, was wird über die Ausführung dieser Grundsäße die erforderlichen werden wird. Mögen sich die Wähler die vorne abgedruckten insofern bemerkenswerth ist, da dieser sich vor einigen Monaten Bestimmungen treffen." Paragraphen, besonders die§§ 111, 126, 129a, 130, 131, gegen die Umfturzvorlage ausgesprochen hat. Mißlungener Fluchtversuch. Porto Ercole, die Festung 166, recht genau ansehen; mögen sich auch die Wähler der unermüdlich sind unsere Großgrundbesizer im Austifteln der zu Zwangswohnsitz Verurtheilten, ist eine hochragende FelsenZentrumsleute und Konservativen des geplanten Attentats neuer agrarischer Wünsche. Die Agrarier allein können mit burg am tyrrhenischen Meer in der toskanischen Proving Grosseto auf jedes Mindestmaß von Freiheit, ja auf den gesunden ihren Forderungen alle drei in Berlin tagenden Parlamente be- neben dem Hafenstädtchen Orbetello gelegen. An 510 als AnMenschenverstand bewußt werden und dann während der schäftigen. Jezt hat wieder Graf v. d. Schulenburg- archisten aufgegriffene Angeklagte, fowie zahlreiche als Sozialisten Osterferien ein ernstes Wort mit ihren Vertretern sprechen. antragt:" Im Interesse der Erhaltung des ländlichen Grund- Behandlung und die erbärmliche, unzureichende Nahrung bewog Beegendorf beim Herrenhause folgende Resolution be- Berurtheilte sind in dieser Festung eingepfercht. Die grausame Aber so deutlich, daß es die Herren verstehen. befizerstandes ist es geboten, der reißend anwachsenden in diesen Tagen eine Anzahl der Gefangenen, einen FluchtUeber die Schlußbestimmung in der Umsturz- Bodenverschuldung Einhalt zu thun und auf eine all- versuch zu machen. Sie waren bereits bis zur Station Bada in Tommiffion, bei welcher die Vorlage nach den Zentrums mälige Schuldenentlastung bedacht zu nehmen. Die römisch der Nähe der Stadt Groffeto gekommen, als sie von einem reichen anträgen angenommen wurde, sind insofern falsche Nach- rechtlichen Bestimmungen über Verschuldung, Theilbarkeit und Kaufmann aus Orbetello erkannt und der Polizei denunzirt Bererbung des Grund und Bodens sind durch einschränkende wurden. Ein Aufgebot von Karabinieri bemächtigte sich ihrer richten in die Preffe gelangt, als angegeben wird, die deutsch- rechtliche Vorschriften zu ersetzen. Als solche Tommen in und führte sie in Stetten nach Groffeto. Sie hatten Gelegenheit, find burch Nationalliberalen hätten, trotz ihrer Proteste gegen den betracht: die Einführung des Anerbenrechts in den Gegenden, unterwegs, an die Bürger und Bauern ein Schriftstück zu ver neuen 166 und trotz der Streichung des§ 130a wo es der Wolfsfitte entspricht; die Errichtung von Heimstätten, theilen, worin sie baten, von der unmenschlichen, grausamen Be für die Vorlage gestimmt. Das ist falsch. Für auf grund des dem deutschen Reichstage vorgelegten Gesetz handlung der Gefangenen in Porto Ercole der Preffe des Landes die Vorlage in ihrer Gesammtheit wurden abgegeben entwurfes; die Grsehung der fündbaren privaten Hypothek durch Runde zu geben.- no in its disedi 17 Stimmen. Davon waren 9 Stimmen vom Zentrum und die seitens des Gläubigers unkündbare, binnen einer bestimmten den Polen und 7 Stimmen von den Konservativen. Zweifel- Beit zu amortifirende Justitutshypothef. Ferner empfiehlt sich die weitere Ausgestaltung der landwirthschaftlichen Kreditinstitute, haft ist uun, ob die noch fehlende Stimme zur Mehrheit sowie der ländlichen Darlehnskassen, der Raiffeisen'schen Darlehne von dem antisemitischen Kommissionsmitglied Dr. Zimmer- faffen und die thunlichste Verbreitung der Lebensversicherung unter mann oder von dem Vorsitzenden der Kommission, dem den ländlichen Grundbefigern. " Wahlreform in Portugal. Das amtliche Blatt veröffents licht das Defret betreffend die Reform des Wahlgeseges; durch dasselbe wird die Zahl der Deputirten auf 120 festgesetzt.In Rußland streift das Zarenthum die letzten Reste der, patriarchalischen Gemüthlichkeit" ab, und zeigt unverhüllt nationalliberalen Dr. Böttcher abgegeben wurde. Von den Liberale einst und jetzt. Die sich national nennenden die rohe Gewaltnatur. Die Preffe wird für den thörichten drei anderen nationalliberalen Rommissionsmitgliedern Liberalen, die heute vor Bismarck, als dem„ Heros des Wahn, daß mit dem neuen Bäterchen" eine neue Aera war Professor Euneccerus vor der Abstimmung weg. Jahrhunderts", auf dem Bauche rutschen, urtheilten be- begonnen habe und neuer Mein in die ie alten Schläuche gelaufen, die Herren Dsann und Weber( Heidelberg) flimmten kanntlich vor 30 Jahren, als er seine Politik einzuleiten gegossen worden sei, grausam bestraft. Eine Beitung, die aber mit der Opposition gegen die Vorlage. Die 8 Stimmen der Opposition sehen sich also zusammen aus den drei Sozial- begann, ganz anders. So erinnert z. B. ein badisches Blatt Ruskaja Schisn"( Russisches Leben") wurde schon im der Opposition sezen sich also zusammen aus den drei Sozial: den„ entrüsteten" Ex- Vizepräsident Bürklin an das Urtheil, Januar ganz unterdrückt, der Oboffitel"(„ Beobachter") demokraten, den zwei Freifinnigen Dr. Barth und Munkel welches das seit Jahren am patriotischen Roller leidende hat vorletzte Woche eine ftrenge Rüge" erhalten, und das -Herr Lenzmann fehlte bei der Schlußberathung sowohl Sauptorgan des badischen Liberalismus: der Lahrer" Saratowsky Dnewnik"(" Saratower Tageblatt") ist soeben bei der ersten wie bei der zweiten Lesung; es wird be intende Bote" im Jahre 1864 fällte. Dieser besonders in auf vier Monate unterdrückt worden. Alles wegen Verhauptet, daß er als Reserve- Offizier den Debatten über das Baden weit verbreitetste Kalender schrieb damals unter breitung sozialistischer Ideen". Außerdem ist den Behörden Duell habe ausweichen wollen und entweder den drei nochmals und in verschärfter Form die Weisung zugegangen, Nationalliberalen oder zwei Nationalliberalen und dem Weltbegebenheiten- Deutschland": Mit dem 24. September 1862 betrat ein neuer Schau- unnachsichtlich einzuschreiten, wo irgend sozialistische oder Antisemiten. spieler die Bühne. Streiche den Tag roth an in demokratische Bestrebungen fich zeigen sollten. In einem Kalender, deutsches Volt, und Du Volt in Petersburg haben die Studenten fich für den Augenblick Breußen, mache noch etwelche Kreuze davor, denn an beruhigt; die Verhafteten sind sämmtlich wieder in Freiheit diesem Tage hat Junkherr von Bismarck Schönhausen sich an beruhigt; die Verhafteten sind sämmtlich wieder in Freiheit das Steuerruder des preußischen Staatsschiffes gestellt. Dieser gesetzt. Staatsmann, den der Him melim 3orne auf Preußen Volkszählung in Rußland. Mit einem Gesetz bat hinunterfallen laffen, um es zu ftrafen für entwurf der russischen Regierung soll demnächst in Rußmancherlei Sünden, Begehungs- und Unterlassungsfünden, dieser land die erste allgemeine Volkszählung vorgenommen Staatsmann vereinigt neben seiner Staatsweisheit all' die edeln Eigenschaften in seiner einzigen Person, die man an sämmt werden. Welchen Zwang das Zentrum ausübte, um eine möglichst große Mehrheit für seine Anträge zu erzielen, dafür spricht die Thatsache, daß der Pole Wolszlegier, welcher gegen den § 111a gestimmt und erklärt hatte, für die Vorlage mit diesem Paragraphen nicht stimmen zu können, in letzter Etunde aus der Kommission ausscheiden und einem geschmeidigeren Herrn Play machen mußte. = Alles hat seine gute Seite, sagt das Sprichwort auch der deutsche Allerwelts- Narrentag. Er hat alle Rabaulichen Berliner Jardelieutenants vom reinsten Von den Friedensunterhandlungen in Ostasien. Bei brüder nach Friedrichsruhe gezogen, wo sie ungefährlich Wasser zusammenlesen kann, so zwar, daß man sämmtliche Beginn der Friedensunterhandlungen in Shimonoseti schlugen die sind. Die Folge ist, daß in der zivilisirten Welt der Tag Jardelieutenants von Berlin zit einem einzigen einkochen müßte, Japaner zuerst als Bedingungen für einen Waffenstilstand um einen Bismarck daraus zu machen. Edle unverschämt vor: Die Besetzung von Shanhaitwan, Taku und Tietsin sehr ruhig verlaufen ist und wir unsere Redaktion eine halbe heit, aufgeblasener Hochmuth, Großsprecherei, durch japanische Truppen; japanische Kontrolle der EisenStunde früher als gewöhnlich schließen können. unendliche Berachtung gegen jeden, der das bahn Shanhaitwan Tientsin und Ueberwachung von Forts, In den ellenlangen Berichten der Hurrah- Patrioten über unglück hat tein Junter au sein, abenteuer Befestigungen, Waffen und Munition durch die Japaner; den heutigen Festrummel findet sich auch nicht ein Wort, das liche Verwegenheit und ein tübneshinwegfeßen Zahlung der durch die Okkupation erforderlichen Kriegsder Erwähnung bedürfte. Die Entrepreneure des Spettafel- über allerlei klein bürgerliche Rücksichten, als da kontributionen durch China. Die Forderung Li- Hung- Tschangs, ftüd's hatten, wie wir bereits darlegten, gleich anfangs zu find: Recht und Gerechtigkeit und andere vermäßigere Bedingungen zu gewähren, wurde von den Japanern laut schreien" lassen, so daß am Haupttag, wo das deutsche tete Dinge; das sind die geschästen Gigen zurückgewiesen. Darauf wurde Fortsetzung der Verhandlungen laut schreien" lassen, so daß am Haupttag, wo das deutsche schaften, die den dermaligen preußischen Minister ohne Einstellung der Feindseligkeiten vorgeschlagen. Als dann Volt in den April geschickt werden sollte, auch die lautesten be3 Aeußern tennzeichnen. Seinen Stammbaum würde das Attentat gegen Li- Sung- Tschang begangen wurde, gab der Schreier müde, heiser und kazenjämmerlich waren. Da er ohne Zweifel bis zu Adam hinauf verpflanzt haben, wenn Mikado die ursprünglichen Bedingungen auf und befahl, einem mußten auch die Festreden ungewöhnlich schal, matt und unser Herrgott nicht den Mißgriff gemacht hätte, den ersten zeitweisen Waffenstillstand bis zum 20. April zuzustimmen. Der langweilig ausfallen. Für das niedere geistige Niveau Menschen, anstatt als Junker, wie er von rechtswegen hätte Waffenstillstand soll in fraft treten in in den Provinzen dieser Auslassungen ist es bezeichnend, daß das Geburts- follen, nur als einfache bürgerliche Ranaille zu erschaffen. Der Fengtien, Petfchili, Shantung. Keine Don beiden Retagskind selbst seine Hauptrede an eine Deputation von junterliche Herr Ministerpräsident verlor auch keine Zeit, dem gierungen soll gehindert sein, neue Dispositionen über ihre Korpsburschen hielt, denen er u. a. auseinandersetzte, daß erstaunten Europa und dem seiner Hand überlieferten Preußen- ruppen treffen, sofern solche Dispositionen nicht feiner ,, es sich nicht empfohlen habe, den Krieg mit Frankreich verkehrenden Talente zu geben. Er raffelte gewaltig beabsichtigen. Bewegungen von Truppen oder Transport von die vollgiltigsten Beweise seiner welt eine Vermehrung der jegt im Felde stehenden Truppen zu früh zu führen." Der richtige Zeitpunkt mußte" abge- mit dem Säbel, von dem übrigens die böse Welt be- Kriegstontrebanden zur See sollen verboten fein; wenn dies ver wartet werden, und so wurde das Redigiren" der hauptet, der Griff sei auf der Scheide festgenietet, sucht werden sollte, so würde es auf die Gefahr des Abfangens famosen Emser Depesche auf den richtigen Zeitpunkt ver- denn die Klinge hat noch niemand zu sehen bekommen; bin geschehen. Der Waffenstillstand soll aufhören, wenn die schoben. fchwadronirte viel von Blut und Eisen, schlug Friedensverhandlungen inzwischen abgebrochen werden. Auch der Krieg mit Desterreich hatte geführt werden der preußischen Göttin der Gerechtigkeit die Waffenstilstand findet auf nicht angeführte Pläge keine Anmüssen". Hoffentlich waren die Korpsburschen schon a age aus der Hand und ließ ihr nur das Schwert und wendung. Eine Konvention, welche obige Bedingungen enthält, in der richtigen Stimmung als sie diese Geschichtsverlesung Recht"; machte fich breit mit einer großen Attion", schrieb darüber: In Preußen gilt Macht vor ist unterzeichnet worden. erhielten. Der Verbrecher, welcher das Attental auf Li- Sung- Tschang durch die er Preußen größer und runder machen wollte, ist aber ausgeübt hat, ist zu lebenslänglichem Zuchthaus verurtheilt die Aktion" bis heute noch schuldig geblieben, und trieb sonst worden. noch allerlei junkerlichen Kurzweil." volte alsbald " - zu Parlamentarisches. Der ordentlich heftig. Bulegt flegte in der Stichwahl v. Dziembowski. Wahlbewegung war infolge der antisemitischen Agitation außerDie Ungiltigkeitserklärung wird von der Wahlprüfungskommiſſion beantragt, weil der Landrath eines Kreises amtlich zur Wahl Dziembowsti's öffentlich aufgefordert hat. Den Vogel abgeschoffen bei der Weltnarrethei des 1. April hat die Kreuz- Zeitung". Während ihre RonAus der Zeit vor Abschluß bes Waffenstilstandes wird noch turrenten und Konkurrentinnen sich abmühten, die alte Nun die Aktion" ist inzwischen ja gekommen, und das gemeldet, daß die Japaner nach einem amtlichen Bericht des Raketenfifte zu einem gewaltigen Recken von übermensch Schwert aus der Scheide gefahren. Sunderttausende haben Oberst to von den Fischerinseln am 26. d. M. die dortigen licher Kraft des Körpers und Geistes zurechtzulügen, ist die ihr Leben gelassen, hunderttausende sind zu grunde Forts eingenommen haben und jetzt im Besize der ganzen Kreuz- Zeitung" auf die geniale Idee verfallen, den Blut- gerichtet und mit Ausnahme der Reichen und Fischerinseln sind. und Eisenmann als christliches Lämmerschwänzchen" dar- Großen, die ihren Reichthum und ihre Macht auf zustellen, das, in einem christlichen Haus" aufgewachsen, Koften des Volkes vermehrt haben, ist auch nur ein drei als Staatsmann kein anderes Ziel hatte, als den„ chriftlichen Mensch durch die große Aktion", b. h. burch die bei Gedanken" in die That umzusehen, Als er die Emser Bismard'schen Kriege und seine ganze glorreiche Blut- und Die Wahlprüfungskommiffion des Reichstages hat Depesche redigirte", pfiff der christliche Held" vermuthlich Eisenpolitit, glüdlich geworden, oder wenigstens in die Wahl des freikonservativen Abg. v. Dziembowsti für den alten Choral: Ueb' immer Treu und Redlichkeit, bis bessere Lebenslage gekommen? Hat das deutsche Volk in Meferig- Bomft für ungiltig erklärt. Herr v. Dziembowski wurde an das fühle Grab! seiner Gesammtheit durch die große Aktion" an Wohlgewählt bei der Ersatzwahl für den Abg. v. Unruhe( Bomst). Die Noch etwas von den deutschen Völkern" und wie sie antommt, denn aller„ Ruhm" der Welt ist kein Linjen Noch etwas von den deutschen Völkern" und wie sie stand und Freiheit gewonnen? Worauf es doch über den Reichstag 3 beschluß vom 23. März denten. In München tagte am Sonntag eine vom Demokratischen Verein gericht werth. Von Lorbeeren" kann kein Mensch Leben, einberufene von über 1000 Perfonen besuchte Volksversammlung, geschweige denn ein Bolt. in welcher Profeffor Quidde referirte. Er bezeichnete unter Agrar- Enquete in Desterreich. Im landwirthschaftlichen braufendem Beifall jede Ehrung des Fürsten Bismarck, sowohl Ausschuß der österreichischen Parlamente wurde der Antrag der vom rein menschlichen als auch vom politischen Standpunkt Abgeordneten Roser und Dworat auf Einberufung einer Enquete aus als verwerflich. Die Versammlung nahm faft einstimmig behufs Erhebung über die Ursachen des Niederganges der Landeine Resolution an, in welcher dem Reichstage für das wirthschaft und auf entsprechende Gegenmaßregeln verhandelt. in imposantester Weise begangen werden. In den meisten Orten Die Maifeier dürfte auch in diesem Jahre im ganzen Lande Ablehnen des Antrages v. Levezom Anerkennung Der Ackerbauminister Graf Falkenhayn betonte, die Hauptursache haben die Parteigenoffen bereits Stellung dazu genommen, und ausgesprochen und betont wird, daß eine solche Mit der Nothlage der Landwirthschaft liege in der ungerechtfertigten ihr Urtheil über des Fürsten gesammte freiheits- und friedens: Ertrage und der Verschuldung stehen. Der Minifter erklärte sich so 8. B. die Schuhmacher in Brees. Diejenigen, welche absolut wirkung für alle freigesinnten Männer ausgeschloffen sei durch Höhe der Grundpreise, welche in feinem Verhältnisse zu dem Stommissionen damit beauftragt, die Vorbereitungen zu treffen. Verschiedene Gewerkschaften beschlossen vollkommene Arbeitsruhe, feindliche innere Politit. Ferner wird in der Resolution das schließlich mit der geplanten Enquete einverstanden und fagte baran verhindert sind, haben 50 Pf. für den Maifonds zu zahlen. tiefste Befremden darüber ausgesprochen, daß der deutsche Reichs. Förderung derselben zu. Der Ausschuß beschloß sodann die Abtag bei der verfassungsmäßig überzeugungstreuen Beschlußfassung haltung einer Guquete. einer verletzenden Beurtheilung durch den Kaiser ausgesetzt war, Gine Parteiverfammlung in Frankfurt a. D. be umsomehr, als dessen persönliche Aeußerung im Reichstage selbst Zündholz Monopol in der Schweiz. Unser Züricher schloß, den Parteitag durch 8 Delegirte zu beschicken, Es wurde einer Kritik entzogen ist. Die Resolution erwartet, daß die Rorrespondent schreibt: Die schweizerische Bundesversammlung beschlossen, auf dem Parteitag eine Resolution dahin gebend zu Wähler in dieser Frage einmüthig hinter ihren Abgeordneten hat nach langwierigem Hin- und Herschieben vom Ständerath stellen:" Der Parteitag beschließt, die Märkische Bollsstimme" stehen, und daß der Reichstag auch ferner feine Stellung in den Nationalrath und umgekehrt nun sich doch auf die Ein- nach wie vor als Parteiblatt hoch zu halten und sind die Parteiin dieser Frage nehmen wird, unbeirrt durch die kaiserliche Entführung des staatlichen Monopols geeinigt. Den Ausschlag ge- genossen aller Orte verpflichtet, für die finanzielle Sicherheit der rüftung.geben hat das Gutachten des Berner Universitäts Profeffors felben einzutreten, nicht nur durch Abonnement, sondern auch, M D Parteinachrichten. " " Dr. Rocher über die Wirkungen des Phosphors und die Nekrose, wenn nothwendig. durch Zuschüsse." Ferner wurde be Zur Wahl in Eschwege- Schmalkalden. Unglaub gegen das die Monopolgegner nicht aufzufommen vermochten. antragt, die Breßkommission auf folgender Grundlage zau lich, aber wahr! Zur Ausführung fommt nun die Drohung Der Beschluß wird nun von allen Seiten begrüßt und als eine bilden: Die Preßkommission wird von Vertretern der Wahlder Eschweger Militärvereine, des Kriegervereins und der endlich wieder einmal zu stande gekommene fozialpolitische That freife, welche das geschäftliche Risiko der Märkischen Boltsfreiwilligen Feuerwehr, daß jüdische Vereinsmitglieder, die geschäßt. Vorläufig handelt es sich freilich nur um den Verstimme" übernehmen, gebildet. Die betheiligten Wahlkreise haben Wahlin der Stichwahl zwischen dem Pastor Jskraut und dem fassungsartitel, über den das Volk abzustimmen hat, den auf je 400 Abonnenten einen Vertreter zu entfenden. sozialdemokratischen Kandidaten sich nicht der Wahl ent- es aber wohl annehmen wird. Der Anschluß der Bundeskreise unter 400 Abonnenten sind berechtigt, einen Vertreter zu halten würden, ausgestoßen werden sollen, weil in der Stich- versammlung lautet:" Die Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 wählen. Die Vertreter müssen vor jeder Preßkommissionssihung wahl zwischen einem Antisemiten und Sozialdemokraten die erhält folgende Zufäße: In Artikel 31 f: Die Fabrikation, in öffentlichen Parteiversammlungen gewählt werden." die Einfuhr und der Verkauf von Zündhölzchen und Betheiligung eines Juden zweifellos auf einen sozial ähnlichen Erzeugnissen nach Maßgabe 84 ter." Art. 84 ter: Aus dem Wahlkreise Weimar( Weimar, Apolda) wird demokratischen Stimmzettel schließen lasse, die Vereine aber Fabrikation, Einführ und Verkauf von Zündhölzchen und weiter geschrieben: Nachdem von unsrer Seite flott in die einen Paragraphen in den Statuten haben, wonach Per- und ähnlicher Erzeugnisse im Umfange der Eidgenoffen- Wahlbewegung eingetreten wurde es fanden bereits BersammI 7 -OVGO " Tungen in Jimenau, Roda, Stüßerlach, Ulrichshalben, Klein- I ritueller Weise abgenommen; dann wurde ihm von einem ehe- Bundesraths Bestimmungen über die Anstellung be. wud Kromsdorf und Mollingen statt find endlich auch die Gegner maligen Bruder mit der Scheere etwas vom Bart und vom anwärter, die lettere eine Aenderung des Pensionsgesetzes voraus. mit der Kandidatenfrage voraussichtlich" fertig falls es nicht Kopfhaare abgeschnitten. Eine ermahnende Ansprache des In einer von der Justizverwaltung erlaffenen Kanzleiordnung wieder so geht, wie dem Bunde der Landwirthe mit Kobe, greifen Metropoliten Michael, in dessen Beisein sich der Att fönnen schon aus diesem formellen Grunde jene Forderungen Rannstedt, und den Nationalliberalen mit dem Kentier Suble, vollzog, beschloß die firchliche Zeremonie. Hiermit wäre feine Gewährung finden. Uebrigens wird von der Befugniß, Weimar, welchen beiden die Trauben zu sauer waren und des der Urtheilsspruch des geistlichen Gerichts ausgeführt ge- dienstunfähigen Kanzleigehilfen eine Pension bis zur Höhe der halb auf eine Kandidatur verzichteten, trotzdem dieselbe bei beiden wesen. Es wurde aber noch ein übriges gethan. schon proklamirt war. Herr gefeßlichen Säge zu gewähren, von der Justizverwaltung im Belagic mußte nochmals ins Metropoliegebäude und dort wurde Einvernehmen mit der Finanzverwaltung regelmäßig bei mehr Es soll nunmehr fandidiren für den Bund der Landwirthe: ihm der ganze Bart abrasirt und das Haar furzgeschnitten. als zehnjähriger ununterbrochener Beschäftigung Gebrauch gemacht. Landwirth Hermann Reichmuth, Olbersleben, der, wie die Ungebeugt, um zehn Jahre verjüngt, verließ der seiner Weimar'sche Zeitung" schreibt, sein Eigenthum von zweihundert Archimandritenwürde entkleidete sozialistische Agitator die Metro- aber auf die Verbesserung" zurück. Wir enthalten uns für heute jeden Kommentars, tommen Morgen als thätiger Landwirth- felbst bewirthschaftet."- polie, um noch eine zweitägige Gefängnißhaft zu absolviren. Die Nationalliberalen wollen nunmehr mit dem Landgerichtsrath Mit der Vornahme dieser Prozedur hat aber der Veranstalter Mit der Eisenbahnreform treten am 1. April auch die Kuhlemann, Braunschweig, auf dem Kampfplaze erscheinen. Der derfelben feinen Beifall geerntet. Die hiesige Presse, insoweit sie Schiedsgerichte der Arbeitspensionstasse in selbe soll die Kandidatur angenommen haben. Dr. Baumbach nicht den Fall mit Stillschweigen übergeht, verurtheilt die brutale traft, und es sind daher zu Vorfißenden und stellvertretenden hat die ihm von der freifinnigen Volkspartei angetragene Kan- Art derfelben. Male Novine" schließen ihren diesbezüglichen Vorsitzenden der verschiedenen Schiedsgerichte ernannt worden: didatur angenommen, und den Wahlkampf mit einem Rund- Artikel mit einem ernsten, strengen, an den Bewohner des für Altona Bürgermeister Rosenhagen und Senator Bauer in fchreiben an die freisinnigen" Bertrauensmänner, voll von„ bür- Metropoliepalais gerichteten Mahuworte, den Spruch zitirend: Altona, für Berlin Geheimer Oberregierungsrath Kayfer und gerlich- liberalen Grundfäßen", eröffnet. Das Bürgerthum" soll Wer ohne Fehl ist, hebe den ersten Stein!" Nachdem aber Regierungsrath Dr. Dippe in Berlin, für Breslau Oberlandes nach dem Herrn Oberbürgermeister noch eine„ Mission" zu er- Die Sache vorüber, ist auch dieser Mahnruf gegenstandslos ge- gerichtsrath Langer und Oberlandesgerichtsrath Strahles sowie füllen haben. Ob demselben nicht auch wie Herrn Philipp worden, denn die Pelagice fommen hier nicht so häufig vor. Gerichtsassessor von Dömming in Breslau, für Bromberg OberSamhammer( Vertreter des Kreises 1890-93 der Muth sinken regierungsrath Petersen und Amtsgerichtsrath Better in Broms wird, daß dem nicht so ist? Wir wollen abwarten. Nach dem Geiste aber, der auf dem Lande bis jetzt abgehaltenen berg, für Kassel Landgerichtsrath Schneider und Amtsgerichtsrath Polizeiliches, Gerichtliches: c. Bersammlungen fann angenommen werden, daß durch diese schaftstartells in Chemnitz find von der Anklage, mit von Schwerin und Polizei- Assessor Haack in Danzig, für Elber -Die Mitglieder des aufgelösten Gewert. Köhler in Raffel, für Köln Amtsgerichtsrath Lempertz und Re Die Mitglieder des aufgelösten Gewertgierungsassessor Mandel in Köln, für Danzig Regierungsassessor Wahl die sozialdemokratischen Size im Reichstage um einen ver- anderen Vereinen in Verbindung getreten zu sein, vom Schöffenfeld Amtsgerichtsrath Steger und Landgerichtsrath Clarenbach Drum, vorwärts! Drauf und durch! gerichte freigesprochen worden. Das Beweismaterial der Staats- in Elberfeld, für Erfurt Regierungsrath von Borch und Reanwaltschaft reichte nicht aus. gierungsassessor Springer, für Essen a. d. Ruhr Wieder einmal Anarchisten. Um einem längst gerichtsrath Hennecke und Amtsrichter Nordbeck in Essen, Am 29. März wurde in Breslau, Dresden und gefühlten Bedürfniß abzuhelfen", hat die Prager Polizei gestern für einigen anderen Städten das Gedächtniß May Kayfer's ge 17 Anarchisten verhaftet, die eine anarchistische Organisation für gerichtsrath Loßen in Frankfurt a. M, für Halle a. 6. Frankfurt a. M. Landrichter Dove und Amts: feiert, der an diesem Tag vor 7 Jahren uns durch eine tückische Krankheit entriffen wurde. Jeder flaffenbewußte Arbeiter Deutsch- reich ein sehr wichtiger Tag, und zur würdigen Vorbereitung rath Lampe und die Regierungsaffessoren Ramm und Geyer in ganz Desterreich planten. Der 1. Mai rückt näher, für Defter: Professor Dr. Arndt, für Hannover Geheimer Regierungs lands, der die Geschichte unserer Bewegung fennt, wird des treff auf denselben wird alljährlich eine Anzahl von" Revolutionären" Hannover, für Kattowiß die Regierungsassessoren Reich und lichen May Kayser in dankbarer Liebe gedenken. eingelocht. Das gehört nun einmal zum Programm der Re- Gerlach in Oppeln, für Königsberg die Regierungsassessoren gierung. mehrt werden. Die Gewerbegerichts- Wahlen im Bezirk Reichenbach sind in der Klasse der Arbeitnehmer ganz zu gunsten der sozialdemokratischen Arbeiter ausgefallen. In Biebrich a. Rh. siegte die sozialdemokratische Lifte mit 324 gegen 94 Stimmen der vereinigten Gegner. Gemeinderathswahl. Bei der am 27. März in Böhrigen ( Sachsen) stattgehabten Gemeinderathswahl siegte der Sozialdemokrat Rob. Franz mit 74 gegen 73 Stimmen. Alle wahl berechtigten Unanfäffigen hatten sich an der Wahl betheiligt. Die Pläge der Unansässigen im Gemeinderath find damit alle von Parteigenossen besetzt. * Zum Kapitel: Gleiches Recht für alle, wie es in Sachsen gehandhabt wird, schreibt die Burg städter Bolks. ftimme": * Soziale Lleberlicht. Die neue Kanzleiordnung für die Justizbehörden wird in der Köller'schen Korrespondenz energisch vertheidigt und als eine wesentliche Verbesserung der Lage der Kanzlisten hingestellt. Die Klagen über die angebliche" Verschlechterung der Lage der Lohnfchreiber, so heißt es dort, haben auch in der Presse Wider= Voraussetzungen beruhen." Sieran schließt sich die nachstehende hall gefunden, obwohl sie vielfach auf„ thatsächlich unrichtigen Uebersicht über die wesentlichen Unterschiede zwischen der neuen und der früheren Kanzleiordnung. Nach der Meinung der Sorrespondenz" soll die neue eine Vergünstigung der Kanzlisten bedeuten. Lassen wir sie selbst sprechen: LandGrashoff und Fetschrien in Königsberg, für. Magdeburg Negierungsrath Dirksen und Regierungsassessor Körner in Magdeburg, für Münster i. M. die Regierungsassessoren Haarlandt und Gerbaulet, für Posen Geheimer Regierungsrath Oberg und Regierungsassessor Krizler in Posen, für St. Johann Saarbrücken die Regierungsassessoren von Roques in Saarbrücken und Dr. Momm in Ottweiler, für Stettin Regierungsrath Dr. Jacobi ( zum stellvertretenden Vorsitzenden). : Deutschen Reiche ist bekanntlich am 25. November in Frank. Ein Zentralverband von Orts Krankenkassen im furt a. M. ins Leben gerufen worden, für den in Preußen weitere Unterverbände in einzelnen Regierungsbezirken oder Provinzen gebildet worden sind oder ins Leben gerufen werden sollen. Der Minister für Handel und Gewerbe hat Beranlaffung ges 1. Die Bezahlung der Kanzleigehilfen beruht auf der An- nommen, die Regierungspräsidenten darauf hinzuweisen, daß Das Inverbindungtreten" von Vereinen, das bekanntlich Schreibarbeit entsprechen. Thatsächlich leistet eine große Bahl verbände im Sinne des§ 46 des Krankenversicherungs Gesetzes nahme, daß 4 bis 5 Seiten zu 240 Gilben einer einstündigen dieser Zentralverband und seine Unterverbände als Kaffenden Arbeitervereinen schon so oft die Auflösung, theilweise sogar von Lohnschreibern in einer Stunde mehr. Die in den Geschäfts- nicht angesehen werden könnten, und daß es daher unzulässig Gefängniß und Geldstrafen einbrachte, steht momentan gelegent verkehr der Justizbehörden häufig vorkommenden Formular sei, aus Mitteln der betheiligten Kassen für die Kosten der Verlich des Bismarckrummels in voller Blüthe. Da finden wir Bekannt arbeiten werden nach bestimmten Grundsägen in gewöhnliche bände oder für die Theilnahme von Vertretern der Kassen an den machungen, laut welchen sich der Stadtrath zu Limbach mit Schriftseiten umgerechnet. Es bildet schon lange den Gegenstand Bersammlungen der Verbände Aufwendungen zu machen. dem Vorstand des Ordnungs- Wahlvereins und den drei Vor- von Beschwerden der tüchtigeren, mit reiner Schreibarbeit( sogen. ständen der Militärvereine in Verbindung gesetzt hat. In Harts Glattschriften) beschäftigten Kanzleigehilfen, daß fie gegenüber Die Bäckerinnung Mannheim 3 macht bekannt, daß sie mannsdorf finden wir, daß der Militärverein einen Kommers verden Formularschreibern benachtheiligt seien. Angestellte Versuche vom 1. April an wegen Einführung der Sonntagsruhe im anstaltet, bei dem Ansprachen geschätzter Redner mit Darbietungen ergaben, daß selbst der ungewandteste Kanzleigehilfe, der Bäckergewerbe am Sonntag feine Kuchen mehr backen werde. durch die Ortsvereine und Produktionen des Turnvereins ab: in der Stunde noch nicht 4. Seiten Glattschrift leistete, Durch Inserate in den Mannheimer Blättern wird dies den wechseln. In Pleißa ist ein Kommers durch die vereinigten" mehr als 5 Seiten Formulararbeit herstellte, unb 5 Seiten Formulararbeit herstellte, und daß Hausfrauen zur Kenntniß gebracht. Nun, die Gegner der Vereine angefeßt. In Sachfenburg haben sich folgende Korpo- diese Arbeitsleistung in Formularfachen bei einzelnen Kanzlei- Sonntagsruhe werden bald einsehen, daß auch ohne den frisch rationen vereinigt: Militärverein, Gesangverein, freiwillige gehilfen bis nahe an Feuerwehr. In Ottendorf: Militärverein, landwirthschaftlicher Formularschreiber erreichten ein Einkommen, das das der Gerichts10 Seiten fich steigerte. Einzelne gebackenen Kuchen die Welt weiter bestehen wird. Berein, Feuerwehr, Gesangverein und Reformverein. In Grün- fchreiber überstieg. Da es nicht in der Absicht lag, die städtischen Arbeitsvermittelung hat man in Ulm eine WohnungsStädtische Wohnungsvermittelung in Ulm. Mit der lichtenberg: Militärverein und Gesangverein" Harmonie". Schreiblöhne zu erhöhen( ja, warum denn nicht, waren städtischen Arbeitsvermittelung hat man in Ulm eine WohnungsHoffentlich hören wir in nächster Zeit von verschiedenen sie denn schon zu hoch? R. 5."."), so konnte der nothwendige vermittelung für Wohnungen bis zu einer Jahresmiethe von Auflösungen dieser Vereine und Bestrafungen der Vorstands Ausgleich nur dadurch erreicht werden, daß von der umgerechneten beide gemeinsam erlassen und seit dem 1. b. M. in kraft. Die Ver 250 M. verbunden. Ortsstatut und Geschäftsordnung sind für mitglieder; bann tönnen wenigftens die SozialdemoBahl Formularseiten 25 pGt. abgezogen werden. Um diese Maßtraten nicht mehr behaupten, daß das Gefeß nur für Ar- regel, die sich nicht als allgemeine Verschlechterung( 3), mittelungskommission besteht aus je 2 Vertretern, welche die Arbeit beiterorganisationen existirt. Da aber theilweise sogar Gesetzes- sondern nur als die Beseitigung einer ungerechtfertigten Bevorhüter" sich hieran betheiligen, so dürften die Strafen um so höher zugung eines Theiles der Kanzleigehilfen darstellt, nicht unausfallen. Eine eventuelle Ausrede, daß die betreffenden Vereine, vermittelt einzuführen, wird den zur Zeit mit Formularsachen namentlich die Militärvereine keine Vereine feien, deren Zweck ausschließlich oder überwiegend beschäftigten Lohnschreibern der fich auf öffentliche Angelegenheiten bezieht"(§ 24 des Vereins- Einheitssag für die Seite um je einen Pfennig bis zum zulässigen und Versammlungsrechtes) wird angesichts der heftigen politischen Höchstbetrage von 10 Bf. erhöht. Agitation der Militärvereine im allgemeinen und des hochpolitischen" Charakters der Bismardfeiern im besonderen von den sächsischen Verwaltungs- und Gerichtsbehörden jedenfalls mit Entschiedenheit zurückgewiesen werden. " " Wegen ihres Verhaltens bei der Stichwahl zum Reichstag versucht die Eschweger Feuerwehr eine Anzahl ihrer Mitglieder zu maßregeln. Es sind von dem Vorstand drei jüdische Mitglieder der Feuerwehr vor ein Ehrengericht geladen worden unter der schweren Anklage, daß sie vor der Stichwahl tie Absicht geäußert haben, sozialdemokratisch zu wählen. Diese Unterstützung sozialdemokratischer Tendenzen vertrage fich nicht mit den Grundsäßen der Feuerwehr. Was soll aber aus Eschwege werden, wenn erst der größte Theil der Bevölkerung sozialistisch ist. Da muß ja die Stadt dieser Krähwinkeler wegen verbrennen, wenn man auf sozialdemokratische Hilfe verzichten will. Maifeier in der Schweiz. In Basel ist für den 1. Mai grundfäßlich der ganze Tag für die Feier in Aussicht genommen, jedoch nur für die Arbeiter und Arbeiterinnen, welchen es möglich gemacht wird. Im Kanton Baselland wird in den meist fleineren Gemeinden die Maifeier am Abend stattfinden. Die Propaganda unserer belgischen Parteigenoffen gegen das Gemeindewahlgeset verfehlt nicht ihre Wirkung. In Antwerpen hat eine zahlreich besuchte Versammlung der Arbeiterpartei beschlossen, im Falle der Annahme des Gesetzes den Generalausstand auszurufen. In Brüssel haben am Donnerstag Abend allein 9 Bersammlungen unter freiem Himmel stattgefunden, um gegen das Wahlgefeß zu protestiren. Wie in der Hauptstadt, so finden überall im Lande derartige Versammlungen statt. " geber- Beisitzer und die Arbeitnehmer- Beisitzer des Gewerbegerichts aus ihrer Mitte erwählen und einem vom Gemeinderath ernannten Vorsitzenden. Die bürgerlichen Kollegien sind berechtigt, aus ihrer Mitte je ein Mitglied zu den Sizungen der Kommiſſion ihrer Mitte je ein Mitglied zu den Sigungen der Kommission geltlich. Anbietende Vermittler haben für die Liste anzugeben: mit berathender Stimme, abzuordnen. Der Nachweis ist unentBeschreibung der Wohnung nach Straße und Nummer, Bahl und der Beziehbarkeit, Preis; Miethsluftige: Familienſtand, BeQuadratinhalt der Zimmer und sonstigen Räumlichkeiten, Tag schreibung der gesuchten Wohnung nach Lage, Binimerzahl, Ginjede Anmeldung gelöscht. augstag und Preis. Nach Ablauf von längstens 14 Tagen wird 2. In der Agitation wird vielfach die Einführung eines hingestellt. Diese Erhöhung hat jedoch nur für die gegen festes obten Arbeitspenfums für den Tag als eine Verschlechterung Gehalt oder Diäten angestellten sogen. Kanzleibeamten Bedeutung theil gewordene Erhöhung der Dienstbezüge. Für die Kanzleiund rechtfertigt sich hier durch die ihnen in den letzten Jahren zu gehilfen ist die Maßregel zunächst einflußlos: sie erhalten unter allen Umständen soviel Seiten bezahlt, wie sie liefern, mag dies gerufen werden. Bei Ausbruch eines Streiks wird, falls es nicht Ein städtisches Einigungsamt soll in 3ürich ins Leben weniger oder mehr als das Pensum sein. Kein Kanzleigehilfe freiwillig geschieht, von Amts wegen den beiden Parteien die wird in Bufunft wegen der Erhöhung des Pensums auch nur Benutzung des Vermittelungsverfahrens empfohlen. Der Ver einen Pfennig weniger erhalten als früher. Wohl aber ist diese mittelungsausschuß besteht aus drei Arbeitgebern und drei Erhöhung mittelbar von erheblichem Vortheil für diejenigen Arbeitern der betheiligten Branche, welche einen Vorsitzenden Stanzleigehilfen, denen nach längerer Dienstzeit ein dem Pensum wählen, der weder Mitglied des Stadtrathes noch bei der entsprechendes Mindeneinkommen garantirt zu werden pflegt. Denn Streitfache betheiligt sein darf. Gelingt der Vermittelungsdiefe Garantiefäße sind durchweg erhöht worden, so daß den vorschlag, so ist er im Amtsblatt zu publiziren. Wird eine Stanzleigehilfen, wenn einmal das Schreibwerk( z. B. in den Vereinbarung nicht erzielt, so wird der Ausschuß durch je Gerichtsferien) geringer ist, oder Unterbrechungen ihrer Thätigkeit zwei weitere Vertrauensmänner verstärkt, welche an burch Krankheit, Urlaub, Militärdienft u. dergl. stattfinden, eine Arbeitseinstellung nicht direkt betheiligt sein dürfen. größere Baarzahlung gesichert bleibt, als fie früher erhielten. neuer einläßlicher Berhandlung der Streitpunkte entscheidet der 3. Die Schreiblöhne für die Seite betragen nach wie vor verstärkte Ausschuß in dem Sinne, daß die Mehrheitsbeschlüsse 5, 6, 7, 8, 9 and 10 Pfennig. Die früher zugelaffene Bewilligung den Parteien zur Annahme empfohlen werden sollen. Der Vore von 11 und 12 Pfennig durch den Justizminister ist in Fortfall igende des Vermittelungsausschusses foll im Schooße allfälliger gebracht zunächst aus etatsrechtlichen Rüdsichten, dann aber auch, Bersammlungen der Betheiligten auf die Annahme der Vergleiche weil diese Vergünstigung seither nur in 24 Fällen( bei nahezu vorschläge hinwirken. Die Resultate find ebenfalls im Amtsblatt 5000 Ranzleigehilfen) zur Anwendung gelangt, die Beibehaltung zu publiziren. Von grundsätzlicher Bedeutung erscheint an dem solcher ausnahmsweisen Vergünstigungen aber für jede Ver- Vorschlag, daß von behördlicher Seite aus mit dem Vorurtheil waltung überaus mißlich ist. gebrochen werden soll, als sei ein von den Arbeitern ausgehender Lohnkampf oder Streit an und für sich schon ein Verbrechen, eine Auflehnung gegen alle gute Sitte und Ordnung", und daß eine gewiffe soziale Gleichberechtigung zwischen Unternehmern und Arbeitern hergestellt werden soll. Diese Verordnung ist vom Stadtrath genehmigt. Außer dem sehr wesentlichen Vortheil der Erhöhung des garantirten Mindesteinkommens erwachsen aber den Kanzleigehilfen noch eine Reihe anderer Verbesserungen aus der neuen Kanzleiordnung; die wichtigsten sind folgende: der Fabrikausschüsse. Der französische General Arbeitsrath hat unter dem Vorsize des Handelsministers eine Sigung abs gehalten. Es wurde einstimmig ein Antrag angenommen, dem zufolge alle größeren Fabriken einen ständigen Ausschuß zur Beis legung der zwischen Arbeitern und Fabrikherren ausgebrochenen Streitigkeiten ernennen sollen. Diesen ständigen Ausschüssen werden dieselben Rechte zuerkannt, wie den durch das Gesetz eins geführten Schiedsgerichten. Depelthen. 4. Den Kanzleigehilfen mit garantirtem Mindesteinkommen wurde seither das Schreibwerk, daß sie über das dem Mindesteinkommen entsprechende Maß hinaus lieferten, höchstens mit Die Degradation" eines ferbischen sozialistischen 8 Bf. für die Seite vergütet, auch wenn sie im übrigen 9 und Geistlichen. Wegen sozialistischer Gesinnung wurde der Genosse 10 f. für die Seite erhielten. Diese von den Kanzleigehilfen Pelagic, der auch als Delegirter an dem Züricher internationalen lebhaft angegriffene Beschränkung ist beseitigt. Rongreß theilnahm, der Würde eines Archimandriten( ungefähr 5. Bei den Schreibarbeiten, die( wie z. B. Schrifftücke in der Bischofswürde entsprechend), die er übrigens vor 20 Jahren fremder Eprache, Tabellen u. s. w.) nicht seitenweise, sondern nach freiwillig ablegte, zeremoniell entkleidet. Ueber diesen Att schreibt dem Zeitaufwande bezahlt werden, sowie bei Verwendung von ein Belgrader Blatt folgendes: Eine Prozedur aus der guten Kanzleigehilfen als Schreiber in Gerichtstassen u. s. w. wurde alten Zeit. Vorigen Mittwoch wurde das vom geistlichen Ge- bisher die Stunde Beschäftigung ebenso bezahlt wie vier Seiten richte über den ehemaligen Archimandriten, Basa Pelagic, gefällte Schreibwerk; in Zukunft ist die Vergütung für die Stunde Urtheil in der hiesigen Metropolie vollzogen. Herr Pelagic gleich der fünf Seiten. unterzog sich würdevoll und mit stoischem Gleichmuthe dieser, Erweist sich sonach die Behauptung, daß durch die neue mit dem heutigen Geiste so arg kontrastirenden Prozedur. Er Kanzleiordnung die Lage der Kanzleigehilfen wesentlich verschlechtert folgte willig den Organen der öffentlichen Sicherheit, welche ihn sei, als unbegründet, so mag noch darauf hingewiesen werden, von seiner Wohnung nach dem Metropolitengebäude geleitet. daß die Verfügung über den Geschäftsbetrieb der RegierungsHier wurde ihm die Archimandritenkleidung, die er vor zwanzig fanzleien vom 23. Februar 1894 in mehrfacher Hinsicht strengere Jahren freiwillig abgelegt, angezogen. Das von reichem, start Vorschriften enthält, als die neue Justiz Kanzleiordnung, ohne ergrautem Haar bedeckte Haupt trug wieder die hohe schwarze Abt- daß von irgend welchen Klagen seitens der Lohnschreiber bei den Christiania, 1. April. In dem heutigen Staatsrathe stellte müße mit dem rückwärts langniederwallenden Luche. Eine Regierungen etwas verlautet. die Regierung dem Könige anheim, baldmöglichst die von ihr würdige und prächtige Erscheinung bot dieſer glaubenlose Mann, Wenn die Kanzleigehilfen jetzt wiedertheils unter der eingereichten Abschiedsgesuche zu bewilligen. Der König berief der heute einer der ersten Kirchenfürsten Bosniens wäre, hätte unwahren Angabe, dahingehende Zusicherungen erhalten zu heute den Amtmann Michelet, wie verlautet, um denselben zu er die zu diesem Beruse nothwendigen Eigenschaften besessen, haben ihre früheren Forderungen erheben, nämlich Anstellung beauftragen, er möge die Bildung eines Geschäftsministeriums wäre sein Blick mehr auf sein eigenes Jch, als auf die große in den den Militäranwärtern vorbehaltenen Stellen der Kanzlei- versuchen. bunte Welt mit ihren Kämpfen und ihrem Glend gerichtet ge- beamten nach gewisser Dienstzeit und feste Pensionsberechtigung, Paris, 1. April. Die beiden begnadigten italienischen wesen. Vor der Metropolie wurde er in die Kathedrale geführt, so mag die fachliche Begründung dieser Forderungen dahin Offiziere Falta und Aurelio sind heute Vormittag einfach in dort wurde ihm Stück für Stück der geweihten Gewänder in gestellt bleiben. Jedenfalls setzt die erstere eine Aenderung der Freiheit gesetzt und nicht an die Grenze gebracht worden. Wolff's Telegraphen- Bureau. Wien, 1. April. Die Donau steigt stetig; die Hochfluth hat bereits verschiedentlich Schaden an Saaten und Wildstand angerichtet. Auch aus dem March thale laufen traurige Nach richten ein. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Truck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 78. Lokales. Dienstag, den 2. April 1895. 12. Jahrg. ringern und behält mehr für die Kirchen übrig. Auf diese daher gegen den Umstura, der ihnen droht und der natürlich Weise unterstützt die städtische Verwaltung selbst dann, wenn die zehn gegen eins gewettet, von der Sozialdemokratie ausgeht. Pflegerinnen nicht innere Mission am Krankenbette treiben Bei all ihrer Raserei haben die Zunftzöpfe sich aber doch noch Das war eine Wallfahrt! Hunderttausende zogen aus, sollten, dennoch indirekt die Kirchengemeinden, nachdem sie, soviel Bauernschlauheit erhalten, um den Werth der Arbeiter um ihre freudige Verehrung darzubringen dem großen herrlichen erschreckt durch die ins Ungemessene wachsende, auf die alte stimme zu erkennen. Durch ein ehrliches Urtheil der Arbeiter, Geist, den die Menschen noch verehren werden in Jahrtausenden Konsistorialordnung von 1573 sich stützende Begehrlichkeit der das wissen die Tölpel gleichfalls, tommen sie und ihre Ausund Jahrmillionen. Den großen Geist, der Deutschland und die Gemeinden, sich entschlossen hat, wenigstens mit direkten beutung aber gar schlimm weg. Es muß daher eine Fälschung übrigen Länder der Erde den Stempel seines Genius aufdrückt Unterstützungen zur Beseitigung der Kirchennoth" künftig nicht der unter den Ausgebeuteten herrschenden Meinung versucht und die Menschheit mit neuem Leben erfüllt. Hunderttausende mehr so schnell bei der Hand zu sein. zogen aus, um dem großen herrlichen Geist zu huldigen, frische werden, man muß den gefeßgebenden Körperschaften mit Stroh Kraft zu athmen aus seinem Odem, fich zu erquicken Etwas von der treuen Pflichterfüllung des Arbeiters. männern dienen tönnen, die laut schreien: Ja wir wollen uns und zu fonnen im Strahl seiner Augen hundert. Der Lohn für tüchtige und treue Pflichterfüllung bleibt dem mit Bergnügen von unseren Brodherren" die Schwindsucht an tausende Bogen geftern aus Berlin allein aus, um braven Arbeiter wohl und sicher aufgehoben und nur giftige den Hals schinden lassen, wir wollen die Freiheit unbeschränkter ihn zu begrüßen, den Geift des Frühlings, der Verhegung fann behaupten, daß das Wort von der Zitrone, die Ausbeutung. Diesem Zweck soll die am Donnerstag tagende wiedergekommen ist, die Welt zu beglücken und zu ver- man wegwirft, nachdem sie ausgepreßt worden, auf das Ver- Versammlung dienen und daher enthalten die von den Meistern jüngen. Blos aus dem sechsten Berliner Wahlkreis waren es hältniß des Unternehmers zum Arbeiter zutrifft. In diesem an die Gesellen ausgegebenen Erlaubnißscheine zum Besuch mehr, die im Grunewald dem lebenspendenden Frühling ihre Jargon heucheln noch oft genug die Vertreter der absterbenden der Versammlung den kategorischen Bermerk: Sozial Huldigung darbrachten, als zusammen aus ganz Deutschland in Gesellschaftsordnung. demokraten haben teinen Zutritt." Ob sie aber den Sachsenwald gewallfahrtet sind, um am Allerwelts- In der Knopffabrit von Lenschow u. Markert in nicht doch kommen? Narrentag den Bauchtanz der Sklaven vor dem zerschmetterten" Stralau ist der Meister E. Burau am 1. April d. J. entlassen Im Viktoriapark müssen die Wächter arg geplagte Leute und gnädig zusammengeflickten Gözenbild auszuführen, das von worden, nachdem er ſeit 1867 volle 28 Jahre hindurch sich für sein. Seit langer Zeit lagern in dem Graben, ber zur Sommersvorn aussieht, wie das goldene Kalb und von hinten wie der seine Unternehmer in treuer Pflichterfüllung geopfert hat. Wesent- zeit als Goldfischteich seinen Daseinszweck erfüllt, in idyllischer blutbeschmierte Moloch. lich der Intelligenz des nun entlassenen Meisters ist es nach Ruhe und Schönheit ein paar alte Stiefeletten. Vielleicht darf Und die dem Frühling ihre Huldigung darbrachten, fühlen Ansicht der Arbeiter zuzuschreiben, daß die Fabritate der Firma man hoffen, daß nach dem nationalen Ehrentag des 1. April sich gekräftigt und gehoben an Leib und Seele, und schauen mit zur Zeit nicht nur in Deutschland, sondern auch weithin im diese schimmeligen Schuhreste ihren ästhetischen Zweck erfüllt leitsvoll herab auf den fätulären Kazenjammer der aus dem Auslande des besten Rufes genießen. Der Ruf der Firma unter haben und wenigstens einer der jüngeren Partwächter den Sachfenwald heimkehrenden Pilger. Strafe muß sein. Doch der Arbeiterschaft ergiebt sich zur Genüge aus der Ent- Wagemuth befißt, in diesen Schlund zu tauchen. Die Spazier wünschen wir sie nicht gar zu grausam. Denn die meisten der lassung des Meisters und der Art, wie diese vor sich ging: Wir gänger werden faum begehren zu schauen, was der Graben en t Ritter vom grauen Elend sind in den Rummel hineingekommen, müssen uns einschränken", so hieß es, und jüngere Kräfte anschaffen, hüllt mit Grauen. ohne zu wissen wie. die billiger arbeiten; Ihnen ist nicht wohl, wenn Sie nicht lauter Leute um sich sehen, denen der Schimmel auf dem Das unter dem Namen ,, Ausstellungspark" bekannte, der Entlassungsmaßregel umgehängt wurde. stopfe wa ch ft." So lautete ungefähr die Begründung, die in der Hasenhaide belegene Terrain ist vom Militärfiskus an ein Konfortium für 3 Millionen Mark verkauft worden. S " Der Fall ist in der Fabrik übrigens nicht vereinzelt. Jm vorigen Jahre entließ die Firma drei Arbeiter, deren jeder über 20 Jahre bei ihr beschäftigt war, und für die nächste Zeit befürchten die noch vorhandenen Schimmelföpfe", daß auch sie von dem Loose betroffen werden, das jedem alten Arbeiter nach den ehernen Gesetzen zukommt, durch die die göttliche Weltordnung ich bis zum unvermeidlichen Zusammenbruch noch in den frachenden Fugen hält. wird. Einzig die Arbeiter, die immer und überall für den Ausbau ihrer Organisation eintreten, und somit der Gesammtheit gegenüber in allen Lagen Treue bewahren, können wirklich pflicht bewußt genannt werden. sind gegenwärtig eifrig an der Arbeit, den glücklichen Berlinern Ein Steuerfuriofum. Die Sendboten der Steuerbehörden die Einschäßungen für das neue Steuerjahr zu überbringen. Durch eine derartige Steuerveranlagung wurde nun, wie uns von betreffender Seite mitgetheilt wird, aufs höchfte überraschteine fünfzehnjährige Schülerin einer höheren Töchterschule, welche bei ihren Eltern in der Barnimstraße wohnt und naturgemäß feinerlei Einkommen hat. Dieselbe wurde als Näherin mit einem Einkommen von 600-900 M. zur Kommunalsteuer veranlagt. Da es sich hier keineswegs um einen vorzeitigen Aprilscherz handelt, so hat offenbar ihr Uebereifer der Steuerbehörde einen fatalen Streich gespielt. pro Sektoliter um 50 Pf. erhöhen wird, ist jetzt auch das Böhmische Brauhaus und eine Weißbierbrauerei diesem Beispiele gefolgt, indem das erstere einen Aufschlag von 40 Pf. und die lettere einen solchen von 50 Pf. pro Hektoliter eintreten laffen wird. Für das Flaschenbier besteht der Preiszuschlag darin, daß bei einer Entnahme von 3 Mart je eine Flasche weniger als bisber verabfolgt wird. Berliner Zweigverein von der städtischen Verwaltung eine Beihilfe Der Evangelisch- Kirchliche Hilfsverein hat für seinen von 6000 M. zur Unterhaltung seiner Pflegestationen für häusliche Krankenpflege erbeten und von der legten Stadtverordneten Versammlung, trotz des ablehnenden Standpunktes des Etats: ausschusses, nach sehr warmer Befürwortung durch den Magistrat bewilligt erhalten. Stadtrath Namslan bemühte fich, nach zuweisen, daß die Pflegerinnen ihre Thätigkeit nach feiner Seite hin zu Nebenzwecken mißbranchen, und Stadtv. Sachs II glaubte ihm darin sekundiren zu müssen. Hinterher gab noch der Ober: bürgermeister Belle die ganz bestimmte Versicherung ab, daß es Es soll der Firma tein besonderer Vorwurf aus dieser sich hierbei nicht um Muckerei, sondern nur um werkthätige Maßregel gemacht werden. Mit allem Gerede von Rohheit und Nächstenliebe handle. Das kann wohl nicht stimmen, wenigstens Herzlosigkeit lockt man an fich auch keinen Hund hinter dem wäre es sehr sonderbar bei einem Verein, der ausdrücklich das Ofen hervor. Wenn Vorwürfe am Blaze sind, so haben sie Wort„ tirchlich" in seinen Titel aufgenommen hat. Schon das deutet darauf hin, daß der Verein seinen Hauptzweck in der vorweg die Arbeiter zu treffen, die ihrer Pflicht dem UnterDie Abwälzung der Biersteuer seitens der Braue Förderung der Kirche erblickt und jede andere Thätigkeit, die nehmerthum gegenüber nicht nach gekommen sind. Diese Pflicht, die jeder gewissenhafte und ordnungsliebende reien auf die Abnehmer nimmt in den Ortschaften der Umer etwa noch daneben betreiben will, diesem Hauptzweck unter- Arbeiter zu erfüllen hat, besteht im Anschluß an die gegend, wo die Steuer vom 1. April ab in fraft tritt, ihren zuordnen gedenkt. Im übrigen wird in dem nach offiziellen Organisation und in deren Ausbau zu einer Macht, die Fortgang. Nachdem bereits die Schultheißbrauerei ihren Kunden Angaben zusammengestellten Führer durch das kirchliche Berlin von dem nur durch die Furcht in seinen Ausbeutungsgelüften zu mitgetheilt hat, daß sie von diesem Zeitpunkt ab den Bierpreis und seine Wohlthätigkeits- Anstalten" direkt die pekuniäre Unter bändigendem Unternehmerthum nach drücklich respektirt und seine Wohlthätigkeits- Anstalten" direkt die petuniäre Unter ftübung der bestehenden Stadtmissions- und ähnlicher Vereine innerhalb der evangelischen Landeskirche als 3weck des Vereins" bezeichnet, und vom Berliner Zweigverein heißt es, daß er vor zugsweise die religiös fittlichen Nothstände Berlins ins Auge faßt und die diesen entgegenwirkenden Bestrebungen unterstützt". Die Krankenpflege wird hier mit feinem Worte als Zweck erwähnt, muß also jedenfalls ein sehr nebenfächlicher Zweig ber Der dekorative Vortrag ,, Zwei Amerikafahrten" findet Vereinsthätigkeit sein. An anderer Stelle werden dann ollerdings auch die Krankenpflege- Stationen aufgezählt. Ihre Bezirke Die Freiheit unter dem Zunftzopf spiegelt sich gelegent- heute Abend feine legte Aufführung in der Moabiter Urania. Das für die übrigen Wochentage aufgestellte schließen sich bezeichnenderweise!- an die Kirchengemeinden lich einer Versammlung, wieder, welche die Bäckermeister am Der Berliner Zweigverein verwendet auch den größten nächsten Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, in den Germania- Sälen Repertoir ist ein sehr abwechselungsreiches. Am Mittwoch trägt Herr Dr. C. Müller über„ Genossenschaftsleben bei Thieren und Theil seiner Einnahmen für die Zwecke der Kirchengemeinden, abhalten wollen. Wie unsere Leser wissen, sind diese Herren Pflanzen" vor; am Donnerstag Herr Dr. F. Körber über Die den geringeren für die Krankenpflege. Jim Jahre 1892 wild geworden, weil seit einiger Zeit davon die Rede ist, daß zum Beispiel nabin er aus den Mitgliedsbeiträgen 19 436 m. der bisher in geradezu bestialischer Raffgier betriebenen Aus Sonne"; am Freitag Herr Dr. P. Schwahn über Die Ente nahm ein, wovon er die Hälfte, 9718 M., dem Ausschuß des„ Evangelisch- beutung ein fleiner Riegel vorgeschoben werden soll. Dünn und stehung der Gebirge"; während am Sonnabend der dekorative Kirchlichen Hilfsvereins" zur Unterstügung der Stadtmiffions- schwach soll gedachter Riegel zwar nur sein, aber bei kaum einem Vortrag" Das Wunderland des amerikanischen Kontinents" bei und ähnlichen Vereine überwies. Von der anderen Hälfte ver- anderen Menschenschlage ist auch der Freiheitsdrang so mächtig wesentlicher szenischer Umgestaltung zum ersten Male wieder ges geben wird. wandte er dann noch 6050 m. für arme Kirchengemeinden entwickelt, wie bei den Bäckermeistern. Und würde die einzige Berlins. Für die Krankenpflege zahlt er nur Buschüsse, soweit vollkommene Freiheit, auf die der Unternehmer überhaupt Werth Das Berliner Aquarium hat aus den russischen Ostseedie Hälfte der Zinsen eines Geschenkes der Kaiserin von legt, nämlich die, den Arbeiter 24 Stunden lang täglich aus- Provinzen mehrere tausend Lachseier erhalten und die geeigneten 50 000 m. nicht ausreicht, die Kosten zu decken. Wenn jetzt die beuten zu dürfen, auch nur auf eine einzige Stunde verriegelt, Vorkehrungen getroffen, damit der Besucher den hochinteressanten Stadt 6000 M. zugiebt, so kann der Verein seinen Zuschuß ver- die Bäckermeister hielten's nicht aus. Mächtig toben sie Entwickelungsprozeß, die Ausbildung und das Ausschlüpfen der so üblich ist, überreich mit Gold bezahlte; und Franz holte auch lieber einen Demokraten, einen Sozialisten, der wählt gegen die Braut heim; eben dies unschuldige Gretchen aus Berlin, König und Vaterland, als einen Freisinnigen? Der Haufirer Deutsches Theater. In einem stillen Erdenwinkel wuchsen das in seiner Herzenseinfalt sich eingeredet hatte, es liebe den erzählt die Szene schluchzend vor Rührung und Be einmal zwei Knaben auf, Franz und Hermann. Franz war gut finsteren Hermann, indeß es doch stets den füßen Franz ge- geisterung und donnernd fiel das Publikum mit ein geartet von Natur und liebte und schäßte seinen Bater, wiewohl liebt hatte. für seinen loyalen Musterjuden und Sozialistentödter und für der nur ein rußiger Dorfschneidermeister war und Zeit seines In diesem frommen Geiste ist das Schauspiel Pastor Brose seinen idealen Franz, der auch im Soldatenrock tapfer freisinnige Lebens arm im Geiste blieb. Hermann's Seele war fündhaft, von Arronge abgefaßt, und grob und grell ausgeführt in Farbe bekennt, und für seinen geliebten L'Arronge, dem Dichter trotzdem Hermann der Sohn des verehrungswürdigen Pastors feinen thränenreichen Stimmungen, wie in seinen Schwänken. und Vorkämpfer! War das nicht edel vom enthusiasmirten Brose war, nach dem das neueste Schauspiel von L'Arronge Wenn jemand eine Komödie schreibt, in der er den Segen der Publikum? an. Theater. über ist ohne Werth und verdient diesen Namen nicht. Ein anderes Pflichtbewußtsein als das seinesgleichen gegen" Pastor Brose" seinen Titel führt. Hermann war schon früh Beschränkung und der Beschränktheit preift, wenn er geistige Mit dem Publifum ergößten sich auch die Schauspieler am unzufrieden. Er wollte immer hoch hinaus und glaubte nicht Strüppel, stumpfsinnige Naturen mit dem bekannten goldenen Pastor Brofe. Wenn sie den bequemen Weg vor sich haben, recht an irdische und himmlische Autoritäten. Selbst an seinem Herzen als die verehrungswürdigen Gremplare der Spezies fonventionelle Rollen zu spielen, und wenn sie nicht hart sinnen Mutterlein zweifelte er und erkannte bald mit vorwigig flugen Mensch ausgiebt, pflegt die Zunstkritik zu sagen: müssen, wie lebendige Menschen zu gestalten seien, da werden Augen, daß dies Mütterlein wohl ein goldig naives Herz besaß, der Mann hat ein gesundes Volksstück geschrieben. Also hat auch mittelmäßige Schauspieler gern beredt. Also kurz gesagt, daß es aber mit dem Verstand bei ihr zum Erbarmen schwach Herr L'Arronge ein Gesundheit strohendes Volksstück geschrieben, das Deutsche Theater erlebte einen schauspielerischen Triumph. bestellt war. Franz und Hermann, der brave wie der was das höchst respektable Premièrenpublifum am letzten Sonnheimtüdische Knabe, tamen beide nach Berlin, um dort tag im Deutschen Theater durch stürmisches Händeklatschen Das Schillertheater brachte am Sonnabend unter großmit materieller Unterstügung des Pastors Brofe zu studiren. bestätigte. In den Geheimnissen von Paris" von Eugen Sue mächtigem Bathos Wildenbruch's Karolinger" zur Dem Franz, dieweil er fromm war von Gemüth, fonnte die kommt die treffende Anmerkung vor, daß brutale Verbrecher mit Darstellung. Das Stück ist das erste Werk, mit dem sich der Großstadt nichts anhaben, dafür aber fraßen ihre Einflüsse an Vorliebe tugendfam- sentimentale Romane zu lefen lieben. Eine so Dichter vor nunmehr vierzehn Jahren Ruhm und die Quali Hermann's Seele. Hermann wurde ein arger Echalt und Streber. raffinirt gewißte Bersammlung, wie sie sich im Berliner Premièren- fitation zum späteren Hohenzollern- Hofpoeten erwarb. Mobl Wiewohl er der Theologie befliffen war, ergab er sich doch als publikum darstellt, liebt es wiederum, die schlichte Herzens geschliffene Jamben, die von wildwüthenden Helden deklamirt Kandidat der Demagogie. In christlich- sozialen Bersammlungen reinheit, die fromme Genügsamkeit bei niedrigen Verstandeskräften werden geschickt herbeigeführte Situationstragif, tapfer führte er das große Wort; er nahm einen schneidigen Ton an, rühmen zu hören. So ziehen fich Widersprüche an. Neben der und schnurstracks aufs Biel 105 eilende Handlung, drängte sich in Kreise agrarischer Barone und spekulirte zugleich tugendfamen Entsagung wird in dem Volksstück des Herrn aber alles, ohne daß wirkliche Menschen von Fleisch und Blut auf eine gute Partie. Franz, der gute Bursche sah das mit' Arronge so zu sagen auch die politisch- satirische Geißel ge- es beseelten- das ist Wildenbruch's Kunst in diesem und Mißbehagen und im Geheimen mochte er denken: Hermann, schwungen; und das war fomisch, grotest- fomisch, wenn Herr späteren Werken. Es geht mit dem Wirken und Weben der Hermann, wie soll das enden? Hermann näherte sich der Tochter Arronge seine orthodox parteifreifinnigen Kapuzinaden losließ. Auftretenden immer wie am Schnürchen. Schon in diesem Stück feiner Wirthin, weil er vermuthete, daß sie hübsch Bazen babe. Pastor Brose hat sich zwar nie um Politik gefümmert. Aber ein Dies spricht nicht gerade für seine Verschlagenheit, da Zimmer guter Mensch in seinem dunklen Drange ist sich des rechten vermietherinnen im allgemeinen nicht zur Finanzaristokratie ge- Weges wohl bewußt und so verfiel Pastor Brose auf den Freifinn hören. Hermann verlobte sich mit Gretchen. Eugen Richter'scher Observanz. erblickt man die vom Menschenthum abgewendete Unteroffiziersnatur, die dem Befehl gehorcht, und die sich giebt, wie es ents weder der Dichter oder der Herr Major will, ohne daß sie sich auf irgend einem menschlichen, weil reglementswidrigem Seiten sprunge ertappte. Das that dem braven Franz bitterweh, denn auch er liebte Als hätte er eben die Rede des Herrn von Kardorff zum das Mädchen in aller Stille. Es fügte sich aber, daß Gretchen's Antrag Ranig vernommen, so donnerte Pastor Brose gegen die Bei der Aufführung im Schiller- Theater kam hinzu, daß die Mutter starb; und Hermann, der Bösewicht fah, daß fein Geld begehrlichen Landwirthe, die beim Champagner fich gegenseitig Künstler ihr manchmal sehr fehlendes Können durch möglichst da war. Alsbald verließ er seine Braut, tümmerte sich nicht ihre Noth vorjammern und über die nichtsnußigen Drohnen an großes Gepolter zu ersehen suchten. Namentlich der böse und um sie, und versuchte, die Tochter eines Gutsbesitzers, der in der Börse schelten. Die verleumdete Börse, diese treffliche, liebe gottentfremdete Graf von Barcelona wurde von Herrn Felix Hermann's Heimath agrarischer Führer war, zu tödern. Hermann Börse, an der die Leute uneigennützig und produktiv schaffen, geradezu rafselnd heruntergespielt; es ging wie bei der preußischen war eben ein reiner Satansbraten. Aber Hochmuth kommt vor vom frühen Morgen bis in die Nacht hinein, im Schweiße ihres Reveille am Neujahrsmorgen. Nicht minder wild bewegt war dem Falle. Der abdlige Bater wies, als er von der Liebesgeschichte Angesichts. Das Premièrenpublikum sah dies ein und nahm der brave Abt des Herrn Forst, der Töne von herzzerreißender Hermann's und seiner Tochter erfuhr, entrüstet dem bürger demonstrativ für die Börse Partei. Aber auch den Antisemiten Wuth im Interesse feiner frommen Sache hervorbrachte. Würdig lichen Streber die Thüre; und da Hermann inzwischen leuchtet der tapfere Draufgänger L'Arronge tüchtig heim. Man und maßvoll war der Kaiser von Herrn Pategg dargestellt, erfuhr, daß sein verlassenes Gretchen einen greisen Onkel beerben denke! Um einen armen Haufirer Samuel Birnbaum, der auch die faiserliche Gemahlin fand in Fräulein Detschn solle, dachte er: Kann ich die Taube auf dem Dache nicht haben, höchstens die Frau des Pastors Brose beim Handel um einen eine vortreffliche Vertreterin. Mit Wärme und Innigkeit wußte nehme ich das feiste Späßlein, und schmeichelte aufs neue dem Pfennig oder zwei zu betrügen pflegt, entsteht eine Rauferei in auch Fräulein Grüning die vom Bernhard betrogene Maurin guten Gretchen. Vater Brose, der in seiner weltfremden einer antisemitischen Wahlverfaminlung, in die der Haußirjude, zu verkörpern. Brav gab Herr Froböse den Lothar, wogegen paftoralen Gutmüthigkeit nicht geglaubt hatte, wie tief die böse der einzige seiner Partei, ohne Arg gerathen war. Auch Franz, der Bruder Ludwig von Herrn Kaufmann mit geradezu deutscher Welt einen Menschen verderben tann, sab schaudernd, wie ver- der Kreuzbrave, und sein analphabetischer Vater waren in der Anspruchslosigkeit gespielt wurde; durchaus ungenügend war auch wüstet die Seele seines eigenen Sohnes war. Hermann, aber Versammlung zugegen. Franz trägt, als Einjährig- Freiwilliger der junge Karl von Herrn Reimann dargestellt. Das Publikum bereute, als er den Rummer seines Vaters erkannte. Er ging in des Königs Rod. Das hindert ihn nicht, für den Hausfirer, amüfirte sich trotz aller kleinen Schäden ausgezeichnet. Nachdem die weite, weite Welt und gelobte, sich zu bessern. Franz aber, deffen einziger Sohn 1870 gefallen war, und den Freifinn ein- der Vorhang so und so viele Male zum Schluß aufgegangen war, der Herzensjunge, wurde reich belohnt. Er fand einen tapitalisti zutreten. Als nun ein Christlich- Sozialer betont: Lieber einen trat der Regiffeur hervor und versprach, dem„ leider abwesenden schen Fabrikbefizer, der des jungen Franz Erfindungen, wie das Rothen, als einen Freistunigen, da bricht er los. Mie, ihr wollt Dichter" den Dank des Publ cums zu übermitteln. A Dem vielseitigen Wunsche entsprechend, hat Ben Ali Bey den Beginn feiner intereffanten Borführung der indischen und egyptischen Magie statt 72 Uhr auf 8 Uhr verlegt. Embryonen und die ersten Stufen des Freilebens der zunächst| Allee eine Frau durch den vom Winde herumgeworfenen eisernen wegen, mit Entschiedenheit. Der Werth des Erbtheils ſei mit noch mit Dottersack als Nahrungsquelle ausgerüsteten Jung- Thürflügel schwer am linken Oberarm verlegt und zu Boden ge- 20 000 m. viel zu hoch geschätzt gewesen, denn es ruhten auf fischchen verfolgen kann. Zu dem Zweck find die gut erbsen- worfen, wobei sie noch eine schwere Verlegung des linten Ober- dem Hause verschiedene Lasten, die zu gunsten einer alten Frau großen, zart orangerothen Gier, welche in forgsamer Gispadung fchenfels erlitt. An der Ede der Garten- und Invalidenstraße eingetragen waren. Das Haus sei schließlich zur Subhastation hier anlangten, in einem entsprechenden Brutapparat, durch den wurde gegen Abend ein Mann durch einen Schlächterwagen gekommen und Herr Friedländer habe taum sein Geld gerettet. beständig frisches Wasser strömt, gelegt und mit diesem in das überfahren und am Kinn bedeutend verlegt. Abends vergiftete Beuge Hallert sieht sich beim Betreten des Saales oberste der Süßwasserbecken, welche sich von der zum untern Ge- fich ein Restaurateur in seiner Wohnung am Bellealliance- Blab.Präf.: Was suchen Sie wiederholt scharf im Saale um. schoß des Instituts hinabführenden Treppe befinden, gebracht Am 31. v. M. vormittags wurde auf einem Grundstück in der denn da? Sie haben hier zu mir herzusehen. 3enge: Sch worden, wo sie sich binnen wenig Monaten entwickeln werden. Müllerstraße ein Mann mit durchschnittenem Halse aufgefunden, wollte blos mal sehen, ob die Frau des Partenheimer hier im ( Die Entwickelung der Lachseier dauert je nach den Umständen der sich offenbar selbst getödtet hatte. In der Frankfurter Saale ist.- Präf.: Was fümmert Sie denn das? 3 enge: und Berhältnissen 90--140 Tage.) 296 Allee fiel nachmittags ein Arbeiter beim Abspringen vom Vorder- Es ist nicht nöthig, daß die das hört, was ich hier sage. Das raum eines in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagens hin und will ich nicht haben. Bras.: Ja, id) fann der Tante Bartens erlitt einen Bruch des Unterschenkels. In der Strausberger- heimer ebenso wenig wie Sie verbieten, der Verhandlung bei firaße glitt eine Frau infolge eines Fehltritte aus und erlitt zuwohnen. Beruhigen Sie sich übrigens; ich werde feststellen, Durch den Fall einen Bruch des Oberschenkels.- Abends wurde daß Tante Partenheimer nicht zugegen ist. Sie tönnen alfo Die Zahlstelle 7 des Vereins der Brauerei- Hilfearbeiter ein Mann in seiner Wohnung in der Schliemannstraße erhängt ganz frei von der Leber weg reden. Der Zeuge stellt befindet sich nicht, wie irrthümlicherweise angegeben wurde, bei vorgefunden. Am 30. und 31. v. M. fanden acht unbedeutende die Sache so dar, daß sein Onkel Partenheimer Erbe, Hermannplatz 17, sondern beim Restaurateur Herrn Ang. Brände statt. nicht ganz aufrichtig gegen ihn gehandelt habe. Nach seiner Barthel, Rixdorf, Hermannplay 7. Ansicht habe der Ontel das Grundstück und die Erbschaft in feine eigenen Hände bringen wollen. Er sei damals noch nicht flug genug gewesen, um die ganze Sachlage zu überschauen. Der Beuge spricht seine Ansicht dahin aus, daß bei dieser ganzen Sache alle verdient haben, blos er nicht. Schließlich habe er in seinem Leichtsinn auch noch dem Ernst Winter auf sein Ver langen 2000 m. gezahlt. Präs.: Es ist unglaublich, wie die Ei Erbschaften von den glücklichen Grben verpulvert werden. Da steckt jeder etwas in die Tasche, jeder, der darum bittet, erhält ein Sümmchen und die glücklichen Erben haben Der das Nachsehen. Ernst Winter giebt Beuge zu, 2000 M. erhalten zu haben und wegen Beihilfe zuin Wucher 5 bestraft worden zu sein. Der Staatsanwalt stellt die interessante Thatsache fest, daß der Zeuge s. 3. tühn eine Notiz an die Beitungen geschickt habe, daß er mit dem verurtheilten Ernst Winter " nicht identisch" sei. Die Vertheidigung hebt hervor, daß hier ein reiner Erbschaftskauf vorliege. Der Vorstand. Witterungsübersicht vom 1. April 1895. Für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter gingen ein: Ueberschuß der Kranzspende für die Märzgefallenen von Borsig's Fabrit 3 M., von den Arbeitern der Silberwaaren- Fabrit Stationen. Meierheim u. Sohn 8 M. Die Kommission. Zwei Zentner total verdorbenes Fleisch sind wiederum durch den städtischen Fleischbeamten Kottke polizeilich konfiszirt worden. Das Fleisch wurde als sogenanntes Verarbeitungsfleisch Swinemünde. bei einem Schlächtermeister in Moabit beschlagnahmt und nach Hamburg. dem Polizei- Schlachthofe geschafft, wo es bei der amtlichen Unter suchung für tuberkulös befunden wurde. SSW Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke PANINININN( Stala 1-12) Wetter heiter anvraag dom ( nach Celsius C of 0 ARARI225545 wolfenlos wolfenlos wolkenlos bedeckt 1 _2 759 758 Berlin. 759 GO Wiesbaden. 755 Still München. 755 759 Still 761 G 766 754 M 3 wolfig 759 753 OND bedeckt 4 NNW 2 bedeckt 5 Wem gehört der alte Jahn? Die Befibfrage des Jahn Mien Denkmals foll attenmäßig zum Austrag gebracht werden. Sowohl Haparanda der Fiskus wie auch die Turner erheben Anspruch auf den Besit Petersburg des Denkmals. Aktuell ist die Frage jezt dadurch geworden, Gort. daß die Staatsbehörde den Turnern zwar den Besuch des eigent- Aberdin. lichen Turnplates, aber nicht die Besichtigung des Jahndenkmals Baris geftatten will. Der Ausschuß der vier Berliner Zurngaue hat daher beschlossen, zunächst durch Einsicht der noch vorhandenen Denkmalsaften die Rechtsverhältnisse der Turner auf das Dentmal festzustellen. Unsere Mittheilung, daß die„ Berliner Lesehallen" eine Erhöhung des Lesegeldes fordern, ist vielfach dahin mißverstanden worden, daß nunmehr fämmtliche in Berlin existirenden Lesehallen den Besuch vertheuert haben. Dies ist jedoch keineswegs der Fall. Die Nachricht von der getroffenen Anordnung trifft nur auf die Berliner Lesehallen- Gesellschaft zu. Die Inhaber verschiedener anderer Lesehallen, so im speziellen die der Louisenstädtischen, Oranienstr. 144, belassen das Lesegeld in der alten Höhe von fünf Pfennigen. Vergiftet aufgefunden wurde am Sonnabend Abend gegen 9/2 Uhr der in der Belle- Allianceftr. 4 wohnhaft gewesene 35 Jahre alte Restaurateur Alfred Ritter. Er betrieb in dem Hause Belle- Alliance- Blaz 5 eine Restauration. Die Beweggründe zum Selbstmord sind bis jetzt nicht festgestellt. = Nebel bedeckt wolfenlos-6 Wetter Prognose für Dienstag, 2. April 1895. Nachts faltes, am Tage zieinlich warmes, vorwiegend heiteres, trockenes Wetter mit mäßigen nordöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Der letzte gestern verhandelte Fall betrifft einen Hypothekenfauf des Angefl. Labafchin, den die Anklagebehörde als verschleierten Wucher auffaßt. Nächste Sigung Montag. Es sind schon Zeugen auf nächsten Sonnabend geladen worden. In der Fortsetzung der Verhandlungen am gestrigen Tage famen u. a. folgende Fälle zur Verhandlung: und Der damals 21 jährige Schloffermeister Franz Jung ist ein Sohn des im Jahre 1890 verstorbenen Ziegeleibesizers Jung, der seinen acht Kindern 1/2 Millionen Mart hinterließ. Laut vor gefundenen, nicht gerichtlich deponirten Nachzettels sollte die heilung erst stattfinden, wenn der Beuge 40 Jahre alt wurde. Der Nachzettel war anfechtbar. Um den Prozeß durch zuführen, wollte der Beuge ein Darlehen haben wandte sich an Labaschin. Der Zeuge sowohl wie sein Bruder hielten den älteren Bruder für unfähig, die Verwaltung des großen Vermögens zu führen. Beide Brüder ertheilten Labaschin zur Führung des Prozesses Generalvollmacht und ver sprachen ihm ein Viertel des von ihm zu erstreitenden Betrages. Sierbei gab Labaschin den Brüdern je 10 000 M. als Vorschuß. Labaschin gewann den Erbschaftsprozeß und bestimmte seine Mandanten, das zum Nachlaß gehörige Grundstück Hochstraße 23 im angeblichen Werthe von 350 000. für 250 000 m. zu übernehmen. Von diesen faufte er es selbst für 270 000 m. und brachte auf den Kaufpreis 57 500 m. als seinen Gewinnantheil in Anrechnung. " Wucherprozeß Labaschin und Genoffen. Die Beweisaufnahme am dritten Verhandlungstage bewegt sich in demselben Rahmen, wie an den vorhergehenden Tagen. Sehr lange Erörterungen erfordert ein Fall, in welchem der Gastwirth Hellvoigt geschädigt sein soll. Derselbe hatte ein Hotel gekauft und hatte durch Bauten Schulden an Handwerker fontrahirt, zu deren Bezahlung ihm die Baarmittel fehlten. Durch einen Brauereivertreter Neißel wurde er mit Rieß bekannt, der sich bereit erklärte, gegen Hinterlegung einer Hypothet von 1800 m. und gegen Ausstellung zweier Wechsel à 900 M., ihm auf die letzteren je 750 M. zu zahlen. Der erste Wechsel wurde auch einIn Schrecken und Gefahr geriethen am Montag Nach gelöst, der zweite dagegen mußte eingeklagt werden. Nun machte mittag gegen 1 Uhr die Infaffen des Omnibus 73, der sich Nieß mit Hellvoigt ab, daß dieser die als Sicherheit gegebene auf der Fahrt zwischen dem Oranienplatz und dem Stettiner- Hypothek an Labaschin zediren und durch den Erlös dann den Bahnhofe befand. Auf dem Berdeck hatten drei Personen Plaz Wechsel einlösen solle. Labaschin kaufte auch die Hypothet für genommen, im Innern des Wagens saßen deren sechs. Plöglich 1400 M. und von diesem Betrage floffen 1030 M. an Rieß für an der Ecke der Weinmeister- und Alte Schönhauserstraße brach dessen Forderung, 370 M. an Hellvoigt. Labaschin erklärt, Gin Chemiker Dr. Bonn hat dem Labaschin durch Ver die rechte Borderachse des Omnibus, der Wagen legte sich natur- daß der Preis von 1400 m. für eine zinslose Hypothet, mittelung des Angeklagten Rieß eine ihm zustehende Forderung gemäß auf die Seite und war betriebsunfähig. Die Un- die auf einem Grundstück in Granfee mit 1800 m. von 3200 M. für 3000 m. verkauft. Später hat Dr. B. von ruhe unter den Fahrgästen und dem Bublifum legte sich eingetragen war, mehr als genügend sei. Es ist dies Rieß mehrmals Beträge von je 100 M. geliehen und ihm aus indeß bald, nachdem sich ergeben hatte, daß Unfälle nicht ein Fall, in welchem, wie der Vorsitzende Landgerichtsrath Braun freiem Antriebe Wechsel über je 110 M. ausgeftellt. zu verzeichnen waren. Im Fahrverkehr entstand an der sehr hervorhebt, klar erwiesen sei, daß der Angeklagte Rieß wechsel In einem Falle handelt es sich um einen Erbschafts- Verkauf verkehrsreichen Stelle, wo sich vier Straßen treffen, eine mäßig Geld zu hohen Zinsen verliehen habe. Rieß läßt sich eines Sohnes des bekannten Bonbon- Schulz" an Labaschin. Stockung. durch den Zeugen Neißel bestätigen, daß ihm die Verhältnisse Das Geschäft ist ein reiner Erbschaftskauf gewesen. Charakteristisch ist ein Anklagefall, der die 72jährige Wittwe Ein schlimmer Fall fittlicher Entartung ist bei einem des Hellvoigt als durchaus gute geschildert worden feien. Die thatsächlichen Borgänge dieses Anklagefalles liegen fo Dorothea Bolle betrifft. Die alte Dame, welche nach ihrer 17 Jahre alten Burschen zu tage getreten, der am Sonnabend verwickelt, daß Staatsanwalt, Borsigender, Angeklagte und Ver- Versicherung weder lesen noch schreiben kann ist Hausbesitzerin Nachmittag in Charlottenburg verhaftet wurde. Er hatte sich theidiger grundverschiedener Ansicht sind. Das wiederholte Ein- und brauchte im Jahre 1892 zur Zahlung von Hypothekenzinsen als ein sehr gefährlicher Kinderfreund zu erkennen gegeben greifen des Rechtsanwalts Dr. Schönfeld giebt dem Staats- und Handwerkerforderungen 10 000 M. Sie las ein Inserat und zwei Benginnen hatten ihre Wahrnehmungen der Polizei anwalt Strähler Veranlassung, diese Art der unvermittelten der Frau Stabsarzt Dr. Vogler, welche fte mit unterbreitet. Die Vernehmung ergab ein schauderhastes Sitten- Fragestellung seitens des Vertheidigers zu rügen und in Labaschin in Verbindung brachte. Labaschin erklärte sich bereit, gemälde. Der junge Mensch, dessen Name mit Rücksicht auf die Aussicht zu stellen, daß er im Wiederholungsfalle einen ihr das Geld auf Hypotheken zu geben. Nach einigen Tagen Familie" nicht genannt wird, hat nicht nur die angedeuteten Strafantrag wegen Ungebühr stellen werde. Rechts wurde bei dem Justizrath Hirsch eine notarielle Verhandlung Thaten zugegeben, sondern auch eingeräumt, daß er seit etwa anwalt Dr. Schönfeld: Ich verwahre mich ganz ent- aufgenommen. Frau Bolle behauptet, daß sie erst beim Vordrei Jahren mit seiner kürzlich eingesegneten Schwester verschieden gegen diese Kritik meiner Amtsführung durch den Herrn lesen zu ihrem Schrecken erfahren habe, daß auf ihrem Grundbrecherische Handlungen vorgenommen habe. Das junge Mädchen Staatsanwalt. Ich bin mir bewußt, hier lediglich meine Pflicht füct Wilmersdorferstraße 38 a zu Charlottenburg eine nach zwei soll dabei in gleichem Maße schuldig sein, wie der Bruder. zu erfüllen und bestreite dem Staatsanwalt das Recht, in dieser Jahren rückzahlbare Hypothet von 15 000 m.( nicht 10 000 M.) Einen wichtigen Fang hat die Kriminalpolizei dieser Tage Weise mich zu kritisiren, wie ich mir nicht herausnehmen werde, eingetragen werden sollte. Sie will hierüber unter Thränen ihr Begemacht. Wie bekannt, werden öfter Sonntagsnachmittags- die Thätigkeit des Staatsanwalts zu kritisiren. Bei einer so fremden ausgedrückt, aber gar keine Antwort erhalten haben. Ob der Einbrüche in aufsichtslosen Wohnungen verübt. Da bei solchen großen Sache sind unvermittelte Zwischenfragen ganz unvermeid Justizrath Hirsch, der schwerhörig ist und sich eines Hörrohrs bedienen Er hat mir blos fast ausschließlich Gold- oder sofort einschmelzbare Werthsachen lich und der Staatsanwalt läßt es ja daran auch nicht fehlen muß, ihre Beschwerde gehört, weiß sie nicht. Staatsanwalt Strähler: immer angefieft" versichert die alte Frau. Genug, Frau Bolle entwendet werden, so ist das gestohlene Gut bisher nicht ohne vorher um's Wort zu bitten. wieder zum Vorschein gekommen. Ebenso hat es an jedem es ist mein Recht, Strafantrag zu stellen und ich wiederhole, daß unterschrieb den notariellen Att und erhielt 10 000. Die Anhalt zur Ermittelung der Einbrecher, die niemals gesehen ich es thun werde, wenn nach meiner Meinung Ungebühr vorliegt. Hypothet wurde auf den Namen eines Fräulein Zeitler einer wurden, gefehlt. Ausnahmsweise wurden am 17. d. M. bei einem Die Art und Weise, wie der Vertheidiger Behauptungen aufstellt und Nichte der Frau Dr. Vogler geschrieben und von dieser ging solchen Diebstahl in der Steglitzerstraße, da die Einbrecher baares Bwifchenbemerkungen macht, muß den Fortgang der Verhandlung fie in den Besitz eines Weißwaarenhändlers May Raufmann, Geld oder Werthfachen nicht fanden, Wäsche und Kleidungsstücke fören. Rechtsanw. Dr. Sch.: Ich muß noch einmal des Verfahren Neue Friedrichstraße, über, der mit Labafchin Erbschafts- und gestohlen. Es ist nun gelungen, einen Theil dieser Beute bei des Staatsanwalts als unberechtigt und unbegründet entschieden Hypothekengeschäfte machte. Diefer, bezw. Labaschin hat fomit einem Pfandleiber zu ermitteln. Auch ist festgestellt, daß die zurückweisen. Ich unterstehe hier nicht seiner Oberaufficht, viel bei dem Geschäft 5000 Mt. verdient, Frau Dr. Vogler erhielt für Frau, die die Gegenstände auf den Namen der Bestohlenen ver- mehr hat der Herr Vorsitzende die Polizeigewalt in diefem Saale ihre Vermittlung eine Provision von 150 W. Frau Bolle pfändet hatte, die Ehefrau des polizeilich wohlbekannten, fünfmal und dieser hat bis jetzt noch nichts Ungebührliches in meiner hat nachträglich gegen Kaufmann auf Herausgabe von 5000 m. wurde aber mit der lage abgewiesen. So mit Zuchthaus bestraften Klempners Mar Quittschreiber ist. Als Amtsführung gefunden. Vors. Landgerichtsrath Braun: cetlagt, er aber erfuhr, daß seine Frau als die Verpfänderin erkannt Ich muß sagen, daß die Beurtheilung der Thätigkeit des Herrn is et denn jekommen" so erzählt die sehr resolute alte Frau, worden war, räumte er den Einbruch in der Stegligerstraße ein. Bertheidigers, wie sie der Herr Staatsanwalt gegeben, mir doch det ick noch sämmtliche Prozeßtosten zu zahlen hatte. Als id Dabei äußerte er, daß ihm ganz recht geschehen sei, seine Gr nicht zutreffend erscheint. Der Herr Bertheidiger hat nach meiner jetlagt hatte, hat mir Frau Dr. Vogler einen Mann zuiefchickt, greifung sei die Strafe dafür, daß er sich durch Geiz habe ver- Auffassung bisher nichts weiter gethan, als die Interessen der mir sagte, id soll man keene Sachen machen und mir 300 M. Leiten laffen, gemeine Waare zu entwenden. Wäre er seinem feines Klienten mit Lebhaftigkeit wahrzunehmen, ohne dabei bot. Ich war ooch damit zufrieden, wer aber denn nich wiederihm zustehenden Befugnisse zu überschreiten. Aber fam, war der Herr Musje!" Grundsage treu geblieben und hätte nur Gold und Goldsachen die Präs.: Sat man Ihnen denn genommen, hätte man eher Riemen aus seiner Haut schneiden ich denke, wir wollen uns alle befleißigen, uns die Arbeit gar nicht verrathen, wieso Fräulein Elsa Zeitler plötzlich als können, ehe er sich zu einem Geständnisse bequemt hätte. möglichst zu erleichtern, indem wir uns recht strenge an die Hypothekenbesitzerin auftrat? 3 eugin: Frau Vogler hatte Sache halten. zu mir gefagt: Laffen Ee man sein, det is blos' ne Schiebung! Damit ist der Zwischenfall erledigt. Präs.: Hat Sie denn der Justizrath Hirsch gar nicht darauf Bemerkenswerth ist folgender Fall, der nur Labaschin be- aufmerksam gemacht, daß Sie nach dem Vertrage leicht trifft. Im Jahre 1891 wollte der eben großjährig gewordene um Haus und Hof gebracht werden konnten, da Sie sich nach Rohrleger Friedrich Hallert eine Großschlächterei beginnen. Er dem Vertrage sofortiger Zwangsvollstreckung bei unpünktlicher hatte gemeinschaftlich mit seinem Bruder von seinem Vater ein Zahlung unterwarfen? Beugin: Nich' ne Silbe hat er Haus in der Naunynstraße geerbt und berechnete den Werth gefagt. Er hat mir blos groß anjefehn!" Labaschin be feines Erbtheils auf 20 000 Mark. Durch Bermittelung des streitet, daß bei der Frau von einer Nothlage die Rede gewesen Agenten Ernst Winter der im Prozeß Treuherz wegen sei. Sie habe mit zwei Enkelinnen 10 bis 12 äußerst nobel aus. Wuchers verurtheilt ist zu Labaschin, den möblirte Zimmer bewohnt und gesagt, daß fie das Geld gebrauche, er bat, ihm auf die Erbschaft ein Darlehn zu geben. um eine Nichte auszustatten. Außerdem müsse die Zeugin auch Labaschin erklärte, ein solches Geschäft nicht zu machen, war lesen und schreiben können, denn sie verwalte ihr Haus selbst. aber bereit, die Erbschaft zu kaufen. Nach dem getroffenen 3eugin: Det is de pure unwahrheit. Ja kann nich lesen better be pure unweben. Abkommen sollten 12 000 m. als Staufpreis gezahlt werden, da- und blos Präsident: Ein dreistes Attentat wurde am Sonnabend Morgen um von 9000 MM. sofort und 3000 m., die erst im Jahre 95 bei der Haben Sie denn davon dem Justizrath Hirsch garnichts 91, Uhr im Thiergarten gegen eine Schülerin verübt. Als die Großjährigkeit des Hallert'schen Bruders gezahlt werden sollten. gefagt? Beugin: Jawohl, davon habe ich geredet. 11 Jahre alte Marie B. in Begleitung ihres 10 Jahre alten Hallert behauptet, daß ihn Labaschin unmittelbar darauf in cina baschin befireitet dies entschieden und behauptet, daß die Bruders am Goethedenkmal vorüberging, trat ein etwa dreißig Nebenzimmer geführt und ihm zugeredet habe, diese erft 1895 3eugin über den Inhalt des notariellen Bertrages garnicht in jähriger Mann in Arbeiterkleidung, mit blassem Gesicht und mit schwarzem, am Kinn ausrafirten Vollbart an das Kind mit der fälligen 3000 W. an einen dort anwesenden Herrn für 500 M. 3weifel fein konnte und auch so thatkräftig sei, daß sie sicher mit verkaufen. Hierauf ließ sich Hallert aber nicht ein. Epäter allen Mitteln gegen eine Ueberrumpelung mit den 5000 M. an Aufforderung heran, mit ihm in den Thiergarten zu gehen, berreute den Hallert der Verkauf der Erbschaft und auf seinen gefämpft haben würde. Der Justizrath Hirsch pflege derartige Bruder könne warten, bis sie zurückkäme. Als das Mädchen sich wunsch bemühte sich sein Onkel, der Schlächtermeister Paul notarielle Atte laut und deutlich erst einem Angestellten in die weigerte, schlug er ohne weiteres mit einer leeren Bierflasche, die er aus der Rocktasche holte, ihm in das Geficht und brachte ihm Partenheimer, das Erbtheil wieder zurück zu kaufen. Labaschin Feder zu diktiren und dann nochmals laut und deutlich vorzulesen. erklärte fich gegen einen Profit von 2000 m. bereit dazu, Dies Justizrath Hirsch äußert sich in demselben Sinne. Als ihn der eine starte Beule bei, dann entfloh er. wurde ihm bewilligt, Labaschin verlangte dann aber die Rück- Präsident darauf aufmerksam macht, daß es doch bedenklich Polizeibericht. Am 30. v. M. morgens wurde ein in der zahlung der von ihm bereits ausgezahlten 9000 Mark binnen fei, eine fo alte Frau nicht ganz nachdrücklich darauf aufmerksam Großen Frankfurterstraße in Schlafstelle wohnender Arbeiter mit acht Tage, widrigenfalls die Erbschaft sein Eigenthum zu machen, welche Bedeutung es hat, wenn man sich der sofortigen durchschnittenem Halse todt im Bette liegend vorgefunden. Es bleiben solle. Nun verkaufte Partenheimer durch Vermittelung Zwangsvollstreckung unterwirft, versichert der Zeuge, daß dies liegt offenbar Selbstmord vor. Vormittags machte ein Kauf des Destilateurs Hermann Sauer die Erbschaft an die Banks immer seine Gepflogenheit sei und diese zweifellos auch in diesem mann in seiner Wohnung in der Zimmerstraße den Versuch, sich firma Joseph Friedländer in der Alexanderstraße, die 11 000 m. Falle Platz gegriffen haben werde. 8eugin: Mir is jar zu vergiften. Er wurde nach dem Krankenhause gebracht. Nach dafür bezahlte. Labaschin befizeitet den von Hallert geschilderten nischt gefagt. Er hat mir blos angelieft!" Auf Antrag des mittags wurde im Thorwege eines Grundstücks in der Frankfurter| Vorgang, ihn zum Verkauf der 3000 M. für 500 M. zu be- Rechtsanwalts Echönfeld soll der Bureauvorsteher des Justizraths Einen schauerlichen Fund machten am Sonntag Vormittag gegen 8 Uhr Arbeiter auf dem Ranke'schen Lagerplate in der Müllerstr. 37. Sie fanden ihren 40 Jahre alten Prinzipal, den Abbruchsunternehmer Hermann Rante, mit abgeschnittenem Halfe auf dem Erdboden liegend todt vor. Zweifellos hat R. Selbst mord begangen. Die Gründe zur That sind bis jetzt nicht aufgeklärt. Der schweren Urkundenfälschung hat sich der Studirende der Medizin, Schulz, schuldig gemacht. Er stammt aus Königlich Neukirch und wohnte zuletzt hier in Berlin. Der Verhaftung hat fich Schulz durch die Flucht entzogen; sein gegenwärtiger Aufenthalt ist bisher nicht bekannt. fam er vorgeladen werden, um über die Gepflogenheiten bei der Auf-| Besuch der Borstellungen warm empfohlen. Erwägt man, Börsch und Jeser gewählt; an genannte Kommission sollen nahme solcher notariellen Akte Auskunft zu ertheilen. daß diese Agitation leicht den Erfolg baben tann, Auf- von dem vorhandenen Fonds 20 M. abgeführt werden. Die Zeugen Kaufmann und Frau Dr. Bogler be- führungen vor einem Publikum zu ermöglichen, welches au 3" Ein Fall, bei welchem alle drei Angeklagten betheitigt sind, bezieht sich auf Dinge, die verjährt sind. Nächste Sigung: Dienstag. streitet die Darstellung der Zeugin, die jedoch mit großer Leb- fchließlich oder zum überwiegenden Theile aus( Weißgerber, Lohgerber, Färber 2c.) nahmen am 28. März in haftigkeit bei ihren Behauptungen verblieb. Sie erklärt Sozialisten und Anarchisten besteht, und welches das öffentlicher Versammlung nach einem werthvollen Vortrage des wiederholt:„ Det war blos allens Schiebung", und die Beugin Theater in der Erwartung aufsucht, eine Apologie und Ver- Genoffen Jahn über Sozialgefeßgebung und Berufsstatistit Bogeler trumpft sie unter Achselzucken mit der Bemerkung ab: herrlichung der Revolution zu sehen, so ist die Gefahr, daß ein Stellung zur Maifeier durch einstimmige Fassung folgenden Be lutionen Grad von Aufregung Wat so eene fagt, die schon zwee Jahre Zuchthaus abjemacht solches Publikum sich in schlusses: Die heute tagende öffentliche Versammlung der Lederhat, tann doch nich jelten!" Der Vorsitzende stellt aus den versehen läßt, welcher bei der Gemeinsamkeit der Anschauungen arbeiter Berlins( Weißgerber, Lohgerber, Färber zc.) erklärt, am Gemeinſanetbarer Aften fest, daß Frau Dr. Vogler wegen Betruges und Urkunden- einer größeren Menschenmasse zu unmittelbarer Störung 1. Mai die Arbeit in sämmtlichen Fabriken ruhen zu lassen, fälschung zu zwei Jahren Zuchthaus verurtheilt worden ist und der öffentlichen Ordnung führen kann, nicht von der die Strafe abgesessen hat. Frau Dr. Vogler behauptet, daß Hand zu weisen, muß vielmehr als eine naheliegende bezeichnet fofern auf großen Widerstand bei den Arbeitgebern nicht gestoßen wird. Es wird daher empfohlen, die Fabrikanten von dem das Wiederaufnahme Verfahren im Gange sei. Sie wird nicht werden. n Beschus baber heutigen Beschluffe bis zum 20. April in Kenntniß zu sehen bereidigt. Das vom Herrn Polizeipräsidenten erlassene Aufführungs- bezw. von diesen eine Gegenerklärung zu fordern. Es wird den verbot ist deshalb für gerechtfertigt zu erachten. Der Rechtsbeistand des Herrn Franz Held wird gegen diese Kollegen in den verschiedenen Fabriken zur Pflicht gemacht, daß diefer in ihrer Art geradezu klassisch begründete Rechtfertigung des Beschluß nur durch Deputationen, d. h. mündlich unterbreitet wird." Sodann erstattete Arndt den Gewerkschaftskommissions- Bericht Polizeiverbots bei dem Oberverwaltungsgericht Beschwerde er heben. und beantragte folgende Erklärung:„ Die Versammlung erklärt: In anbetracht der Thatsache, daß die Berliner Gewerkschaften für die Errichtung des Gewerkschaftsbureaus gestimmt haben, haltung des Bureaus Sorge zu tragen( nach Maßgabe der AufDie in der Kravatten- und Wäschebranche beschäftigten stellung der jährlichen Beiträge), spricht die heutige Versammlung Arbeiter und Arbeiterinnen hielten am 21. März eine ihren Unwillen darüber aus, daß nahezu ein Drittel der Gewerk Vereinsversammlung ab, in der Frau Rohrlad in einem recht schaften sich ihrer Pflichterfüllung bisher entzogen hat. Die beifällig aufgenommenen Vortrag über die Versammlung den weiblichen Arbeitskraft in der Industrie sprach. furzen Diskussion über das gehörte Referat wurde unter Vereins Verpflichtungen nachzukommen, anderenfalls der Antrag auf Aufdie e Wahl der Revisoren vollzogen, Eslösung des Bureaus gestellt werden wird." Dieser Erklärung wurden gewählt Fräulein Stephan, Herr Robeld, Weniger und gab die Versammlung ihre Zustimmung und wählte weiterhin Djust. Zum Schluß wurde auf den geselligen Abend hingewiesen, Behrendt, Horst und Beier zu Revisoren für die im der am Sonntag, den 21. April, im Elysium, Landsberger Allee, Mai fällig werdende halbjährliche Abrechnung des Vertrauens neranstaltet wird. Billets können bei dem Vorsitzenden Karl mannes Arndt. Wie ferner mitgetheilt wurde, sind bei Kaplos Hergt, Landwehrstr. 1 im Laden entgegen genommen werden. wegen Verlängerung der zehnstündigen Arbeitszeit Differenzen Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten entstanden. Den dortigen Kollegen wurde für alle Fälle Unter Arbeiter hielt am 24. März im Feenpalast eine beschließende stützung zugesichert. Versammlung ab. Der Vorsitzende gedachte zunächst der in Wegen Majestätsbeleidigung und Aufreizung verschiedener Bevölkerungsklassen 2c. ist gestern der Reisende Theodor Taubert zu einer Gesammtstrafe von 1 und 9 Monaten Gefängniß Deffentlichkeit statt. Aus den Urtheilsgründen ist zu entnehmen, daß Taubert am 18. Januar und am 2. Februar in einer Versammlung unvorsichtige Aeußerungen gethan hat. Für diese Für diese Frevelthaten bringt der aus Rußland gebürtige Angeklagte fast zwei Jahre im Gefängniß zu! Betrug, verübt von einem Schankwirth, berechtigt nach waltungsgerichts zu der Befürchtung, daß derselbe sein Gewerbe zur Förderung der Hehlerei mißbrauchen tönnte, und ist deshalb ein durchschlagender Grund zur Konzessionsentziehung. Es kommt dabei der§ 33 der Gewerbe- Ordnung in Frage. verurtheilt worden. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Kunst und Wissenschaft. Derlammlungen.mithin auch die Berpflichtung haben, für die Untoften, zur UnterNach einer auf, die säumigen Gewerkschchuß der Gewerkschaftskommission ſammen. Es ist der Mitentdecker der Spektralanalyse, der große sich die Kollegen Pähold, Litfin, Kaiser, Mäther, Stopfac u. a. Sonntag berichtet: Der der Rhederei aus Flensburg vom Chemiker Robert Wilhelm Bunsen. " " Die Kunst und die Polizei. Unsere Leser erinnern sich gewiß noch des Polizeiverbots, das urplöglich gegen die Auf führung des Held'schen Dramas„ Gin Fest auf der Bastille" erlassen wurde. Unbeanstandet fonnte das Stück, das vorher im Verein Freie Boltsbühne" gegeben wurde, auch in öffentlichen Vorstellungen des National Theaters" aufgeführt werden, bis es mit einem Male der Polizei in den Sinn tam, weitere Darstellungen zu untersagen. Natürlich erhob der geschädigte Autor Beschwerde gegen dies Verbot. Hierauf ist nun dem Rechtsanwalt desselben, Herrn Dr. Hersfeld, hier, die folgende vom 22. b. Mts. datirte Antwort des Oberpräsidenten in Potsdam zugegangen. = = anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Dank.de Allen, die in den letzten Tagen meiner freundlich gedacht haben und denen zu schreiben ich nicht in der Lage bin, hiermit herzlichen Dank. 1. April 1895. W. Liebknecht. 101. Deffentliche Kliniken finden Sie im Adreßbuch verzeichnet. Robert Wilhelm Bunsen. Am 31. März feierte in Heidelberg ein Mann feinen 85. Geburtstag, der zwar den meisten letzter Zeit verstorbenen Kollegen Eichmann, Herzog, Pohl, alori Hurrahpatrioten unbekannt ist, der aber für den Fortschritt der Weege und Scharfich, deren Andenken in üblicher Weife geehrtov Dermilchifes. mitadahisis Wissenschaft und Kultur und damit für das Wohl der Mensch- wurde. Ueber den ersten Punkt der Tagesordnung, Stellung Neber ein Schiffsunglück wird heit mehr gethan hat, als alle Blut- und Eisenpolitiker zu- nahme zum 1. Mai, entspann sich eine längere Debatte, an der Sonntag berichtet: Der der Rhederei Schuldt gehörende Flens Ribben nach London unterwegs, betheiligten. Litfin führte aus, daß eine geschlossene Feier des 1. Mai durch Arbeitsruhe seitens der Metallarbeiter Berlins wurde heute Nachmittag durch den Kopenhagener Dampfer nicht durchzuführen sein dürfte, auch treffe dieses Melchior" in der Nähe von Helsingör angerannt und zum nach seiner Ueberzeugung bei der Branche bei der Branche der Metall Sinten gebracht. Die Julia" wurde hinter dem Maschinennach seiner Ueberzeugung brücker zu, welche eine strikte Arbeitsruhe durchzuführen raum getroffen. Die Mannschaft wurde gerettet. Der ZuNach der in den einzelnen Werkstätten vor- sammenstoß erfolgte bei dichtem Nebel und langsamer Fahrt. beabsichtigten. Aus Monte Carlo ist zu berichten, daß die Spielbank genommenen Abstimmung haben sich von 100 Werkstätten 58 an dieser betheiligt, von denen 28 Werkstätten mit 164 Kollegen für 12 000 von ihr gewonnene Franks wieder zurückgezahlt hat. Der Arbeitsruhe am 1. Mai und 30 Werkstätten mit 247 Kollegen Verlierer war der Polizei- Kommissar Jouffroy aus Nizza, der gegen dieselbe sich erklärten; unter diesen Verhältnissen sei eine das Geld( wie gemeldet) unterschlagen und sich nach dem einheitliche Feier unmöglich. Nach beendeter Diskussion wurde Berluste eine Kugel in den Kopf geschossen hatte. Der Ge beschlossen: aus Werffästen wurde beschlossen:" Diejenigen Kollegen aus Werkstätten, in denen meinderath von Nizza hätte das verlorene Geld neu bewilligen einstimmig beschlossen worden, den 1. Mai geschlossen müssen, und das wäre nicht ohne unangenehme Debatten abDie von Eurer Wohlgeboren unter dem 3. v. M. eingelegte durch Arbeitsruhe zu feiern, werden bei eventuell hierauf gegangen. So hat die Spielbank die 12000 Frants zurückstattfindender Maßregelung aus Verbandsmitteln unter gegeben. Beschwerde über die Verfügung des Herrn Polizeipräsidenten zu stützt, jedoch muß der Vorstand von diesen Beschlüssen Berlin vom 12. Oktober 1894 und 19. Januar d. J., durch welche bis zum 15. April d. I. in Kenntniß gefekt werden. die fernere Aufführung des von Ihnen verfaßten Trauerspiels Ferner wurde beschlossen, auch in diesem Jahre ein Sommerfest Briefkaffen der Redaktion. Gin Fest auf der Bastille" im Alexanderplatz- und im National- Theater aus ordnungspolizeilichen Gründen untersagt ist, veranstalten, das weitere in dieser Sache wurde ben Borstand Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Babb Neuformation der Bibliothek- Kommission übertragen. vermag ich für begründet nicht zu erachten. Zunächst ist in formeller Beziehung der in der Beschwerde. unterbreitete Pätzold der Versammlung den Antrag des Vorschrift hervorgehobene Umstand, daß das fragliche Stück mit ſtandes: Die Bibliothek Kommission aufzulösen und an deren Genehmigung der Polizei wiederholt im National Theater auf- Stelle für jede Bezirks- Bibliothek zwei ständige Bibliothekare zu aufwählen, welche für jeden Sizungsabend entfchädigt werden geführt worden ist, bedeutungslos, da in§ 9 der Polizeiverordnung vom 10. Juli 1851 der Behörde ausdrücklich das sollen." Nach längerer Debatte wurde der Antrag des Vorstandes Recht vorbehalten ist, eine bereits gewährte Erlaubniß jeder Bibliotheken aufzuheben, alle drei Bibliotheken in eine einzige zu abgelehnt, dahingegen beschlossen: Die jetzt bestehenden Bezirks. zeit zurückzuziehen. vereinigen und diese ins Zentrum der Stadt zu verlegen, eine Kommission von 7 Personen einzusehen, welche für jede Sigung an Bibliothekabenden mit 50 Bf. pro Person entschädigt wird. Die Streiks bei der Firma Eckel u. Glienecke, Wasserthorstr. 50, und Otto Lundershausen, Prinzenstr. 99, wurden nach Klarlegung fann jedoch davon abgeſehen werden, diese aus dem Gesammt ber Brinde von der Bersammlung fanttionirt. Bekannt gemacht inhalte des Dramas und einzelnen Szenen desselben näher zu begründen, weil nach der Rechtsprechung des töniglichen Oberver- wurde, daß bei der Firma Eckel u. Glienecke die beiden Metalldrücker May Günther und Kulisch angefangen haben. Von verwaltungsgerichts bei Prüfung der Rechtmäßigkeit eines polizeilichen Ausführungsverbotes die Frage nach der Tendenz, welche chiedenen Seiten wurde die Angelegenheit einer scharfen Kritik 10, den Verfasser geleitet haben mag und nach der historischen Verband ausgeschlossen, weil der gegen die Interessen des tafel bei Thieme-85. Krüger 6,-. Bogtherr 2,-. 2. den Verfasser geleitet haben mag und nach der historischen unterzogen. Das Mitglied Boretti( Metallschleifer) wurde vom 2. 100,-. Bund der geselligen Arbeitervereine 15,-. RaffeeWahrheit des Dargestellten ebenso auszuscheiden ist, wie die Verbandes gehandelt hat; die Bahlstellen- Inhaber wurden hierauf in 2. 100,- Reinh. Gerling 10,-. Tellersammlung und entscheidend ist die Wirkung, welche die Aufführung auf die speziell aufmerksam gemacht. Einem in feiner Arbeit ver- Bersammlungs- Ueberschüsse: Boltsvers. bet Gründel 85,40; bei jenige nach dem künstlerischen Werthe des Theaterstücks. Allein unglückten Stolligen mußten 50 M. Unterstützung bewilligt werden, Keller( Liebknecht) 76,52; in Sanssouci 15,10; in Noack's FestZuschauer auszuüben geeignet ist und ob diese Wirkung da ihm eine Unfallrente von seiten der Berufsgenossenschaft noch faal 10,10; bei Keller( Bogtherr) 88,73. Nordschule: 0,95, 7,50, eine die öffentliche Ordnung gefährdende sein tann. Nun ist zwar „ Die Erstürmung der Bastille" wiederholt nicht gezahlt ist, diese Angelegenheit vielmehr noch ihrer Erledigung 1,95, 5,05.' Südostschule:( Gerling) 1. Rate 66,90, 2. Rate 53,80, Summa 1254,90 m. Besten Dant! in Berlin aufgeführt worden, ohne daß Ordnungsstörungen vorgekommen wären. Inzwischen hat sich Eine öffentliche Sattlerversammlung tagte am 27. März Berlin, 31. März 1895. H. Königs, Kassirer, Dieffenbachstr. 30. aber die Sachlage insofern geändert, als die sozia in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Der 1. Punkt der A. B. Für die Gerichtskosten sind Sie mit verhaftet. F. listischen und anarchistischen Kreise durch die Auf- Tagesordnung: Stellungnahme zur Maifeier" wurde nach einem führung des Stückes auf dessen Verwendbarkeit für die Er- Referat des Kollegen Pörsch durch Annahme folgender Re- N. 26. Auswärtiges Amt Rolonialabtheilung. R. S. Ste reichung ihrer Zwecke aufmerksam geworden, eine regeThätig solution erledigt:" Die 2c. Versammlung erwartet von jedem haften für die Kosten, sofern die Gegenpartei" zahlungsunfähig bie Roſten, fofern die Gegenpartei zahlungsunfähig teit entfaltet haben, um die Aufführungen möglichst Kollegen, der es irgendwie ermöglichen lann, daß er den 1. Mai ift. Der Vertrag ist giltig, die mündliche Nebenabrede ungiltig. vielen Anhängern jener Richtungen zugänglich zu machen. durch Arbeitsruhe feiert. Sollte dieses einzelnen nicht möglich Der betreffende muß die Summe für das ganze Werk bezahlen. Allerdings ist Ihr Vater dazu berechtigt, die Wie die Akten des königl. Polizeipräsidiums ergeben, ist das sein, so wird von ihnen erwartet, daß sie einen Theil ihres Die andere Frage Trauerspiel von Theatervereinen, welche mit fozialisti dienstes vom 1. Mai zu dem von den Berliner Sattlern ge- Unterstützung von der Kaffe zu verlangen. Suf. Laffen Sie sich schen oder anarchistischen Elementen durchsetzt sind, ihren Mit- sammelten Maifonds abführen." Ferner wurde beschlossen, an tönnen wir Ihnen nicht beantworten. gliedern in Vereinsvorstellungen vorgeführt worden. Dabei den vormittags abzuhaltenden Gruppenversammlungen theil das Armenrecht bewilligen und strengen Sie Privatllage an. M. S. Rudolph. Kommt auf das Einkommen an. wurden die„ Genossen" durch öffentliche Anpreisun zunehmen; das nähere wird seinerzeit im Vorwärts" bekannt Sie find wahlberechtigt. gen des Stücks auf dasselbe aufmerksam gemacht und ihnen der gegeben. Als Delegirte zur Gewerkschaftskommission wurden Sie sind Erbe Ihrer Mutter. Gegen die ferneren Behauptungen, daß das Stück lediglich eine objektive Darstellung geschichtlicher Vor= gänge gebe und daß seine Tendenz eine staatserhaltende sei, E harrt. Freie Volksbühne. Sonnabend, den 6. April, abends 9 Uhr, in den Festsälen von Louis Keller, Koppenstraße Nr. 29: Großes Konzert, Azob 2 unter freundlicher Mitwirkung des aus 40 Mitgliedern bestehenden Berliner Konzert- Orchesters unter Leitung des Dir. G. Grass, des Geigenvirtuosen F. Borisch, ber Gängerin Annie Hindermann, der Schauspielträfte 39 Helene v. Rienzi und Paul Nollet, fowie des Gesangvereins Berliner Buchdrucker und Schriftgießer Typographia". O batano Programm wie am 30. März. Nach Beendigung des Konzerts: Gemüthl. Beisammensein. Billets à 50 f. sind nur für Mitglieder in den 8ahlstellen zu haben. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. 300/17 Möbel- Magazin C. Wildberger, Lübeckerstr. 31( Moabit). Große Auswahl in eleganten und einfachen Möbeln. Preise äußerst billig bei nur folider Ausführung. Zähne, z. Klinikpreisen, Dresdenerstr.130. Muſchelmöbel, ſpottidig verkäuflich, Noch frei Invalidenstr.157 II. I. bin ich die Osterfeiertage. Bitte un Berücksichtigung. Richard Heise, Volkshumorist, Berlin N, jetzt: Brunnentraße 192( Rosenthaler Thor). Utensilien und Jordan, Kleine Markusstr. 28. Milchgeschäfts- thereigeräthe, Destillation mit Nebenräumen und großem Vereins1930ST Maurer. Wir müssen es für die Zukunft ablehnen, aus jedem Bezirk besondere Aufrufe zu veröffentlichen. Derartige Aufrufe können doch wohl gemeinschaftlich abgefaßt werden. Arbeiter- Bildungsschule. Eingegangen im 1. Quartal 1895: Jahresbeiträge: F. S. 30.- Dr. A. Bl. 10. Dr. 3. 5. ge, 100, 28. C. 10,- I. 20, F. 2. 3. 3. 6. 28. 80, Hr. B, Freirel. Gem. 2. G. 30,-. S. Br. 100,-M. B. 30,-. Dr. Chr. Dir. H. 20, Dr. R. 10, Geschenke: 2. in 100,-. 50, GA B. 6, Maitrank 1 frisch, ausgezeichnet& Flasche 60 pr. intl., 10 FI. Mt. 5,50. Johannisbeerwein, herb, Fl. 60 Pf. Defertwein, füß, Fl. 75 Pf. paltolo in Stachelbeerwein, ganz vorzüglich, Flasche M. 1, Echt Stonsdorfer Tikör, L. à Str. 1,20, 5 Str. 5,50, 10 2tr. 10,-, 50 2tr. 47/2, 100 Str. 90,-. Echten alten Nordhäuser Ltrfl. Mt.1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Berliner Getreide- Kümmel Strfl. Mt. 1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Himbeer-, Hirsch-, Johannisbeersaft, vorzüglich, 2trfl. 1.30, Medizin. Ungarwein, beste Qualität, à Literflasche Mt. 2,10. 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Minna von Barnhelm oder: Das Soldatenglück. Deutsches Theater. Die Weber. Lessing- Theater. Marcel. Mariensommer. Im Vorzimmer Sr. Exzellenz. Eine kleine Gefälligkeit. Berliner Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Rehdenz- Theater. Fernand's Ches fontrakt. Neues Theater. Ferréol. Schiller- Theater. Die Karolinger. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Theater Unter den Linden. Rund um Wien. Central- Theater. Unsere Rentiers. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Bellealliance- Theater. Geschlossen. Alexander- Play- Theater. Durch gegangene Weiber. Alle fünf Barrisons. Untional Theater. Die lebende Brücke. Reichshallen- Theater. Speziali täten- Borstellung. American- Theater. Spezialitäten: Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Vaudeville- Posse in 3 Atten Wiegenfefte. von Ordonneau. Musik von Edmond Audran.( Novität.) Ju Szene gesezt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee. Dienstag, den 2. April: Abschieds- Soirée der Stettiner [ 4396] Statklub Brüderlichkeit. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Sohnes, unseres guten Schwagers und Dukels Fritz Rolffs ( Osten.) Dienstag, den 2. April, abends 8 Uhr, im Lokal ,, Bum Freischüh", Fruchtstraße 36a: Derlammlung. Tages Ordnung: 281/3 1. Vortrag des Stadtverordneten H. Tempel über den Stadthaushalts436b Etat. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. sagen wir allen lieben Verwandten und Freunden, den Mitgliedern der Gelbgießer, Sattler und anderen Ge werkschaften, der unzertrennlichen brüderlichen Vereinigung, sowie auch den Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird gebeten.- Gäfte haben Zuritt. Der Vorstand. 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 4. April, abends 8 Uhr, Sänger gütigen Spendern herrlicher Kränze in Gründel's Restaurant, Brunnenstr. 188: ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Bf. Vorverkauf 40 Pf.( Siehe Plakate.) Donnerstag: Sanssouci, Abschieds- Soirée. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. und Blumen, die in so reicher Fülle von nah und fern als Zeichen der Liebe uns übersendet wurden, unseren herzinnigen Dant. Die Hinterbliebenen. Frau Ww. Rolffs. Danksagung. Allen Verwandten, Freunden u. Befannten, sowie dem Gefangverein Ge müthlichkeit für die liebevolle Theilname und die zahlreichen Blumenspenden bei der Beerdigung unserer lieben Tochter Lieschen, sagen unseren herzlichsten Dank. [ 438b Heinrich Prüfer nebst Familie. Danksagung. Am Landes- Ausstellungspark Allen Freunden und Bekannten, ins ( Lehrter Bahnhof). besondere den Sängern, sage hiermit Geöffnet von 5-10 Uhr. meinen besten Dank für die rege TheilTäglich Vorstellung im wissenschafi- nahme bei der Beerdigung meiner lieben lichen Theater. Frau, Pauline Hahn geb. Gottschalt. [ 4426] Oito Hahn. Näheres die Anschlagzettel. Schiller- Theater. Feen- Palast ( Wallner- Theater.) Dienstag, 2. April, abends 8 Uhr: Die Karolinger. Mittwoch,& April, abends 8 Uhr: Die Journalisten. Donnerstag, 4. April, abends 8 Uhr: Die Karolinger. Freitag, den 5. April, abends 8 Uhr: Die Karolinger. Sonnabend, 6. April, abends 8 Uhr: Die Karolinger. Sonntag, 7. April, nachm. 3 Uhr: Die Journalisten.- Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Burgfir. 22, neben der Börse. Ehrenerklärung. Die Beleidigung gegen Frau Abramowicz nehme ich hiermit zurück. 435b W. Grzelad. Erkläre Frau Krause für eine ehr. [ 4386] Frau Herke. Durchweg neues Programmliche Frau. 18 T Bravour Nummern! • Grossart. Ueberraschungen. Kommen! Sehen! Hören! Staunen! National- Theater. Vorher wird nichts Große Frankfurterstraße 182. Direktion: May Samst. Sensation Alle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Die lebende Brücke. Großes Sensationsschauspiel mit Musik in 4 Aften( 11 Bildern), nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 62 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété. Täglich ausverkauft! BA Durchschlagender Erfolg des rillanten neuen April- Programqms. berm alige Prolongation Naucke's. Jeden Abend gr. Lacherfolg. Die Kneipgenies Burlesque mit Gefang und Tanz von Emil Naucke& Arth. Fränkel. Fridolin: Emil Naucke. Schnorps: Arthur Fränkel. August: Pedro Hansen. Anfang präzise 71/ a Uhr. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas a. G. Nozität! Zum 46. Male: Novität! Unsere Rentiers. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. von Julius Einödshofer. verrathen. 27 Anfang: Wochent. 71/2 Uhr. Sonntags: Ronzert 61/2, Borstellung 7 Uhr. Passage- Panopticum. 27 Oeffentliche Volksversammlung. Tages Ordnung: 1. Welche Aufgaben stellt an uns die Gegenwart u. die Zukunft? Referent: Genoffe Antrick. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 297/15 Die Vertrauensperson. Sozialdemokratischer Verein für Stralau, Rummelsburg und Umgegend. Donnerstag, den 4. April, abds. 8½½ Uhr, im Lokale d. Herrn C. Müller, Sietz- Rummelsburg, Neue Prinz Albertstr. 70: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Fritz Zubeil über: Unsere politische Lage". 2. Diskussion. 3. Kommunales. Neue Mitglieder werden in der Bersammlung aufgenommen. Gäste willkommen. E Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 53/12 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Moabit. Vertrauensmänner- Sigung am Mittwoch Abend 81/2 Uhr, bei Frau Holzbächer, Thurmstr. 84. Die Tagesordnung wird in der Sigung bekannt gegeben. Pflicht jeder Werkstatt ist, einen Vertrauensmann zu entsenden. Die Ortsverwaltung. Warne jeden hiermit, meiner Frau Emma Martines verwittwete Hose geb. Schonert etwas zu borgen, da ich für 203/16 nichts aufkomme. [ 4436] A. Martines, Reichenbergerstr. 54 I. Kranzbinderei u. Blumenhdlg. Arbeiter- Bildungs- Schule. Robert Meyer, Lehrplan für das Sommerhalbjahr Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu vermeiden, bitte ich meine Freunde und Genoffen, genau auf meine Adresse zu achten. Blumenhandlung P. Abromeit, Blücherstraße 69, Berlin SW. Montag 55472 Dienstag. Kränze, Bouquets, Topigewächse, Guirlanden u. s. w. Billigste( Markthallen) Breise bei geschmackvoller Ausführung. Achtung! Schneider. Mittwoch Luch- Versandtgeschäft Gitanos P. Ecke Weinmeisterstraße. Donnerstag P. Dressler, Freitag. 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Schumann). Dienstag, 2. April, abends 71/2 Uhr: Auf dringendes Verlangen: Wiederholung der Fest- Vorstellung. Bons find giltig. 38M Noch nie dagewesen! Louis Ehrenberg Am Molkenmarkt No. 7 ( früher Annenstr. 16) empf. Freunden u. Bekannten sein Weiss- u. Bairisch- Bierlokal. Arbeitsmarkt. Maschinen- Näherin( W.-W.) vers Die Riesen des dunkeln Erdtheils: langt Koppenstr. 74, 2 Tr. Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. Präsident Faure 4236 Möbelpolirer! Wegen Differenzen ist der Zuzug von Polirern bei Dräsel, Admiralstr. 7, bis auf weiteres fernzuhalten. 201/20 Die Kommission. · • • 1895, Nord- Schule. Müllerstr. 179a. Nationalökonomie. . Volksthümliche Medizin. ( Die Krankheit. d. Proletarier mit bes. Berück fichtigung der Berufsfrankheiten). Südost- Schule. Waldemarfir. 14. Boltsthümliche Medizin. ( Bau- u. Lebenserschei nungen d. gesunden und franken Menschen). Nationalökonomie( praks tische). Natur Erkenntniß.( Die Geschichte( alte). Darwin'sche Theorie. Entwicklungsgefeße.) Deutsch( Literatur). Geschichte( neueste). Diskutir- Uebungen. Naturerkenntniß.( Die Ab. stammung des Menschen). Deutsch( Literatur). Diskutir Uebungen.( Arbeiterschuß u. Organi fationsfrage). Die Schulräume sind abends von 1/28 Uhr an geöffnet( Sonntags 10-12 Uhr), um den Mitgliedern und Gästen Gelegenheit zu geben, in dem außerordentlich reichen Zeitungs-, Zeitschriften- 2c. Material zu studiren. Der Unterricht beginnt um 1/29 Uhr und endet um 1/211 Uhr. Die Theilnahme am Unterricht steht jedem, auch Nichtmitgliedern an einem Abend im Semester unentgeltlich frei. Für sämmtliche Lehrfächer werden zu jeder Zeit neue Theilnehmer ( Damen und Herren) aufgenommen. In größeren Lokalitäten werden in bestimmten Zwischenräumen abgehalten, große Versammlungen in welchen wissenschaftliche Themata's in volksverständlicher Weise behandelt werden. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Pf. monatlich. Das Unterricht@ gelb beträgt monatlich für jedes Unterrichtsfach 25 Pf.; für den Sonnabends Unterricht wird fein Entgelt erhoben. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt an endstehenden Zahlstellen, deren je eine auch in jeder Schule errichtet ist. Die Zahlstellen sind folgende: S. Schöning, Stallschreiberstr. 29. SO. Südostschule, Waldemarstr. 14. Schulz, Admiralstr. 40 a. N. Nordschule, Müllerstr. 179a. Gnadt, Butbuferstr. 32. Gleinert, Müllerstr. 7a. Wernau, Rosenthalerstr. 57. NO. Mamlok, Barnimstr. 42. NW. Löffler, Stendalerstr. 12. W. Werner, Bülowstr. 39. Der Vorstand. Die Bibliothek ist allabendlich geöffnet und steht jedem Mitgliede zur unentgeltlichen Benutzung zur Verfügung. SW. Grube, Mariendorferstr. 5. Windhorst, Junkerstr. 1. 0. Orzareck, Langestr. 65. Auch id Heften à 20 Pfa. Zu bezichen durch alle Buchhandlungen. Von der Geschichte des Sozialismus erschien soeben der erste Theil des ersten Bandes: Die Vorläufer des neueren Sozialismus. Inhalt des ersten Theils: Von Plato bis zu den Wiedertäufern. Von Karl Kantsky. Preis broschirt M. 3 gebd, in Lwd M. 4.50, in Hiyirz. M. 5.50 Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. Jeder Kolporteur Referty 63,3 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 78. Gewerkschaftliches. Dienstag, den 2. April 1895. D 12. Jahrg. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung hatte ebenfalls die Arbeiter zu dem Zwecke ausüben, sie zur Verzichtleistung Genosse Kerrl das Referat übernommen; er sowohl wie die nach- auf die Wohlthaten des Gesetzes zu bewegen. Sodann kam die Frage der Unfallversicherung zur Achtung, Tischler! Die Kollegen der Werkstatt von folgenden Redner hielten vor allem unter den gegebenen VerDebowski, Blumenstraße 38, haben wegen außerhältnissen ein festes Zusammenhalten für durchaus nothwendig. Verhandlung. Die Kammer hat schon im Jahre 1893 ein dies ordentlich niedriger Preise die Arbeit niedergelegt. Wir ersuchen Einstimmig wurde dann ein vorgeschlagener Organisationsplan bezügliches Gesetz votirt, dech hat der Senat, der wohl Zeit die Kollegen, dies zu beachten. Die Werkstatt- Kontrollkommission angenommen, dessen erster Punkt lautet: Die in Mannheim be- findet, arbeiterfeindliche Gesetze aus eigener Initiative vordes Deutschen Holzarbeiter- Verbandes. stehende Kommission zur Bekämpfung der Tabalsteuer hat auch zubereiten, bisher noch feine Beit gefunden, sich mit diesem Genach Erlöschen der augenblicklichen Tabaksteuerfrage durch ge- fete zu befassen. Die Diskussion über diese Frage schloß mit der eignete Maßnahmen die Interessen aller im Tabakgewerbe Annahme einer Resolution, die von der Regierung verlangt, dahin arbeitenden Personen zu schüßen. Die Organisation bezieht sich zu wirken, daß das Unfallversicherungs Gesetz baldigst zu stande auf den der Mannheimer Kommission unterstellten Bezirk. komme und die Interessen der Arbeiter und deren Angehörigen dabei möglichst berücksichtigt werden. Besonders wird verlangt, daß die Pension der verunglückten Arbeiter im Minimum 600 Fr. für Männer und 360 Fr. für Frauen betrage; den Wittwen eine Pension in der Höhe von 25 pCt. des Arbeitsverdienstes ihres durch einen Betriebsunfall getödteten Gatten gewährt werde, ohne daß diese aber im Minimum weniger als 360 Frants be trage; daß die verlegten Arbeiter neben den Kosten des vollständigen Heilverfahrens die Hälfte ihres Lohnes, im Minimum aber 2 Franks täglich erhalten und schließlich, daß der Verluft eines Auges oder eines Gliedes allein als völlige Arbeitsunfähig= feit angesehen werde. Achtung, Holzarbeiter( Tischler, Drechsler, Bürstenmacher). Kollegen, der Streit in Schmölln dauert unverändert fort. Da aber wöchentlich gegen 8000 M. an die streikenden Kollegen und Kolleginnen zur Auszahlung kommen, besteht für uns die dringende Pflicht, für materielle Unterstützung zu sorgen, wenn die Streifenden nicht unterliegen sollen, um dann zu Hunger und Arbeit verurtheilt zu sein. Der deutsche Holzarbeiter- Verband hat es übernommen, die Streifenden zu unterstützen und ihnen so zum Siege zu verhelfen; jedoch ohne that: träftiges Eingreifen aller Mitglieder wird ihm dies auf die Dauer nicht möglich sein. Thue deshalb jeder seine Schuldigkeit, um den Uebermuth und die rücksichtslose Ausbeutungssucht der Unternehmer zu dämmen. = = Die dann beschlossene Resolution zur Organisation lautet: Die Konferenz empfiehlt, für die weiteste Verbreitung des Untertüßungs- Vereins deutscher Tabakarbeiter thätig zu sein, weil nur durch eine festgegliederte, über ganz Deutschland verbreitete Organisation die Interessen aller im Tabakgewerbe arbeitenden Personen dauernd gewahrt werden können." Der Streif der Diamantschleifer Amsterdams dauert fort. Gin theilweiser Streik der Glasarbeiter von Charleroi ist nun doch noch ausgebrochen. Es wird in nur etwa 10 von 20 Glashütten gearbeitet, und zwar von Arbeitern, deren Kontrakte noch nicht abgelaufen sind. Im ganzen arbeiten 6000 von 10 000 Arbeitern. Die Grubenarbeiter in den Kohlenbecken von Lüttich, Mons und im Bassin du Centre haben sämmtlich die Arbeit wieder aufgenommen. - Ein Streik der organisirten Maurer, ca. 150, ift in Lugano ausgebrochen. Die Streifenden fordern Reduktion der Arbeitszeit von 12 auf 10 Stunden und 35 Cts. Stundenlohn für gelernte, 30 Cts. für noch nicht ganz ausgebildete Arbeiter. wegen solcher, fast kleinlich und bescheidenen Forderungen müssen die Arbeiter streiken. Man sieht wieder, daß den Unternehmern auch jede Kleinigkeit abgetroit werden muß. Derlammlungen. Die Ortsverwaltung des deutschen Holzarbeiter Verbandes. Auf ein inzwischen eingelaufenes Schreiben des Syndikats der Eisenbahnarbeiter und-Angestellten, betreffend das Streik. Achtung, Kistenmacher! In der Kistenfabrik von Martin, Treptow, ist ein Streit wegen Lohndifferenzen ausgebrochen. recht, das ihnen bekanntlich aus patriotischer Pflicht" entzogen werden soll, hat der Kongreß mit der einstimmigen Annahme Toc Zuzug wird gewarnt. einer von Genossen Basly eingebrachten Resolution geantwortet, Der Vertrauensmann der Kistenmacher. die den Vorwand der nationalen Bertheidigung, unter welchem Achtung, Parquetbodenleger! Die Firma Kamp. Auläßlich des in Renaix( Belgien) ausgebrochenen man den Eisenbahnarbeitern das Streifrecht zu entreißen meyer, an der Moabiter Brücke, beabsichtigt Lohnreduktionen Weberstreiks hatte der Bürgermeister Ansammlungen in den sucht, für eine freche Lüge und schändliche Verleumdung erklärt bis zu 12 pet. vorzunehmen. Wir bringen dieses zur Kenntniß Straßen untersagt. Ein solches Gebot, das in Deutschland, der und mit den Worten schließt:„ Die Ausgebeuteten der Kohlender Kollegen und erwarten, daß die in der Firma arbeitenden, großen Kinderstube, als etwas ganz Selbstverständliches hin- kompagnien entfenden ihren Kameraden, den Ausgebeuteten der nach Hirsch- Tuncer organisirten Kollegen auf teinen Fall sich in genommen würde, bedeutet in Belgien, wo Straßen- Eisenbahnkompagnien, ihren trüderlichen Gruß und verbinden einen Abzug fügen werden, sondern Mann für Mann in der demonstrationen an der Tagesordnung sind, etwas ganz sich, sie in ihrem Kampfe, der die Arbeiter aller Gewerke benächsten Versammlung erscheinen. Ungeheuerliches. Die Streifenden durchzogen deshalb ungeachtet rührt, mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu unterDie Kontrollkommission des Deutschen Holzarbeiter Verbandes. des Berbots am Sonntag in kleineren Trupps die Stadt, um füßen." Daran suchte sie die Polizei Den letzten Gegenstand der Verhandlung bildete der Achtung, Uhrmacher! Durch das brutale Vorgehen der friedlich zu demonstriren. verhindern; es fam im vereinigten Gbauches- und Uhrenfabriken von Grenchen und Um- u Laufe des Abends zu Generalstreit. Terfelbe führte zu einer furzen, aber lebgebung( Schweiz), deren Bestreben es ist, die Organisation der leineren Scharmützeln, später zu einem heftigen Zusammenstoß. Die haften Debatte, in der sich insbesondere die Delegirten des PasUhrenarbeiter zu vernichten, befinden sich 900 Arbeiter und Ar- Gendarmen machten von der Schußwaffe und dem Bajonnete de- Calais hervorthaten, die, auf ihren letzten großen Streit hinweisend, beiterinnen im Ausstand. Diese Zahl wird sich in wenigen Tagen Gebrauch. Acht Streifende und mehrere Gendarmen wurden in welchem sie allein blieben, darlegten, daß wenn schon in einem erheblich vergrößern, da die Uhrenfabrit in Langendorf sich mit verwundet, ein Kind getödtet. Ein späteres Telegramm meldet, Gewerbe fein allgemeiner Streit durchzuführen sei, dieser noch weniger bei sämmtlichen Gewerken durchgeführt werden könne, den vereinigten Unternehmern solidarisch erklärt und bereits daß ein Streifender getödtet und sechs verwundet wurden. sämmtlichen Arbeitern gekündigt hat. Behuss Unterstützung der Vierhundert Schuhwaarenarbeiter Kündigten für und mit platonischen Beschlüssen, wie Anerkennung des ausständigen Arbeiter werden die Kollegen ersucht, freiwillige Montag einen Ausstand an, weil ihnen die Erhöhung des Generalstreits im Prinzip, der Arbeitersache mehr geschadet als genügt wird. Dies war denn auch die Ansicht der Majorität Beiträge an den Unterzeichneten gelangen zu lassen; von dem Arbeitslohnes verweigert wurde. selben sind auch Sammellisten zu beziehen. und so hat sie denn auch den diesbezüglich eingebrachten Antrag mit 77 gegen 39 Stimmen zurückgewiesen. Der Vertrauensmann der Berliner Uhrmacher. Damit war die Tagesordnung erledigt und nachdem noch Otto Mäther, N, Anklamer Straße Nr. 44. den sozialistischen Abgeordneten für ihr Gintreten im Interesse Der Streit der Töpfer Stettins dauert fort. Die der Bergarbeiterfache ein Anerkennungsvotum und den im Streik Innungsmeister hatten den Gehilfen zugemuthet, die Arbeitszeit befindlichen belgischen Grubenarbeitern ein Sympathievotum um täglich eine Stunde zu verlängern und bis zu 20 pCt. unter entgegen gebracht wurde, erfolgte der Schluß des Kongresses. Erwähnt dem jetzt bestehenden Lohntarif zu arbeiten. Die Geschäftssei noch, daß der bisherige Sekretär des Nationalverbandes der tommission der Töpfer Deutschlands hat nun beschlossen, den leber den Verlauf des französischen Vergarbeiter franzöfifchen Bergarbeiter, Genosse Rondet, wiedergewählt und Streifenden eine wöchentliche Unterstügung zu gewähren. Die Ledigen sollen 6 M., die Verheiratheten 9 M. und für jedes Kind, Kongresses wird uns aus Paris unterm 28. März geschrieben: als nächster Kongreßort Decazeville bestimmt wurde. Die Diskussion über den Acht stundentag nahm verhältnißvom zweiten aufwärts gerechnet 1 M. erhatlen. Zu unterstützen sind mäßig nur wenig Zeit in Anspruch, da man sich bald dahin geeinigt 68 Berufsgenossen; hiervon sind 18 ledig und 50 verheirathet, die letztern haben zusammen 78 Kinder. Bis jetzt ist die Situation hatte, daß der Kammer ein Gesetzentwurf zu unterbreiten sei, wonach die tägliche Arbeitszeit inklusive Ein- und Ausfahrt nicht eine günstige zu nennen, infolge der milden Witterung müssen mehr als 8 Stunden betragen darf; die 8stündige Arbeitszeit für Der sozialdemokratische Wahlverein für den sechsten die Arbeiten auf den Bauten begonnen werden, und kann es sich alle sowohl unter wie über Tage beschäftigten Bergarbeiter zu Berliner Reichstags- Wahlkreis hörte in seiner am 26. März deshalb nur um einen Zeitabschnitt von drei Wochen handeln, gelten hat; die Grubenbesitzer oder deren Vertreter für jeden im Giskeller" abgehaltenen Versammlung einen Vortrag des in welchem die Unterstützung gewährt werden muß. Üebertretungsfall mit einer Geldouße von 50-500 Frks. und im Reichstags- Abgeordneten Liebknecht über das Thema:„ Der Die moralische Unterstützung der deutschen Kollegen besteht Falle sie einen oder mehrere Arbeiter mittels betrügerischer Manöver Bimetallismus und seine Folgen für die Arbeiter". Ueber darin: den Zuzug nach Stettin fernzuhalten. Alle Gelder, auch oder Trohung des Arbeitsverlustes zwingen, länger als 8 Stunden Bimetallismus, meinte derselbe, sei zwar in letzterer Zeit uns Die zum Zwecke der Unterstützung der Stettiner Kollegen, sind an täglich zu arbeiten, mit Gefängniß von 3 Monaten bis 3 Jahren endlich viel geschrieben und gesprochen worden, ohne daß H. Hoffmann, Berlin O., Graudenzerstr. 4, zu senden. und einer Geldbuße von 500-5000 Frants zu bestrafen sind. jedoch die große Menge sich klar darüber geworden sei. Was Die Konferenz aller im Tabakgewerbe Süddeutsch- Mit der Ueberwachung der Turchführung des Gesetzes sollen ist Bimetallismus? Als man sich noch des deutschen Wortes lauds arbeitenden Personen, welche am 24. März in Mann- nebst den Bergwert- Inspektoren die Grubendelegirten betrant" Doppelwährung" bediente, konnte man sich ungefähr etwas beim stattfand, war von nahezu 100 in der Tabakindustrie werden. dabei denken, was bei dein Fremdworte Bimetallismus für die beschäftigten Personen besucht, darunter Zigarrenarbeiter, TabakDie nächste Frage betraf das Pensions- und Hilfs meisten unmöglich sei. Und das sei der Zweck: durch ein unbauer, Werkmeister, Fabrikanten ze. Fast jeder für die Tabat- tassenwesen. Das diesbezügliche Gesetz vom 29. Juni 1894 verständliches Wort den Maffen zu imponiren. Zur Erklärung industrie wichtige Ort war vertreten. In längeren Ausführungen( Loi sur les caisses de secours et de retraites des ouvriers der Bedeutung des Begriffes Bimetallismus gab der Vortragende behandelte Genosse Kerrl- Bremen den ersten Punkt der Tages mineurs) schreibt als monatliche Ginzahlung zur Konstituirung eine faßliche Darstellung des Geldsystems und der Währung. ordnung. Im Sinne des Referenten sprach noch eine ganze des Pensionsfonds der Bergarbeiter 4 pCt. des Arbeitslohnes Auf der Thatsache, daß das Baar- Geld nicht allein der WerthReihe Redner, die mehr oder minder aus ihrer praktischen Er- vor, für die zur Hälfte die Unternehmer, zur Hälfte die Arbeiter messer der Waare, sondern selber Waare sei, beruhe der ganze fahrung oft sehr drastisches Material gegen die Steuer vor- aufzukommen haben, während zu den Hilfs- bez. Krankenkassen die Schwindel des Bimetallismus. Die Gold- und Silbermünzen brachten. Schließlich wurde nachstehende Resolution einstimmig Arbeiter 2 pet. ihres Lohnes und die Unternehmer die haben nicht allein den Münzwerth, sondern auch einen Metallangenommen: Hälfte dieses Betrages beizusteuern haben. Der Kongreßwerth. Die Gold- und Silberwährung, also Doppelwährung, „ Die Konferenz aller im Tabafgewerbe Eüddeutschlands hat sich 111111 1111 Einklang mit dem von Genossen hat früher in den meisten Staaten bestanden. Der Unsinn trat arbeitenden Personen erklärt, nach eingehender Behandlung der Jules Guesde in der Kammer eingebrachten Gesetz aber allmälig zu tage. Die Werthschwankungen beider Metalle Frage, Wirkung der Tabak- Fabrikatsteuer", daß schon die bestehende entwurf dafür ausgesprochen, daß die Hilfs- und Pensionstassen zu einander drängten schließlich in den Kulturländern zur ein Besteuerung des Tabats der Entwicklung der Tabakindustrie vor von den Grubenbefißern allein unterhalten werden sollen und beitlichen Goldwährung, die allein vernünftig ist. Redner konnte allem zum Schaden der Tabakarbeiter, der in den Nebengewerben zwar in der Weise, daß sie zur Konstituirung des Pensionsfonds nicht umbin, darauf hinzuweisen, daß ein doppelter Werthmesser beschäftigten Personen und der kleinen Unternehmer, hindernd in monatliche Beiträge in der Höhe von 6 pCt. des ausgezahlten gerade ein solcher Wahnsinn sei, als wenn man neben dem den Weg tritt. Die Tabak- Fabrikatsteuer wird aber die Entlassung Arbeitslohnes und zu den Hilfs bezw. Krankenkassen in der Metermaaß noch das Ellenmaaß, neben dem Liter noch das Quart 2c. von 30-40 Tausend Arbeiter, den vollständigen Untergang der gelten lassen wollte. Ja ein viel größerer Wahnsinn, denn das Kleinindustrie und Vernichtung zahlloser Gristenzen, welche die Verhältniß von Elle und Meter 2c. bleibe doch wenigstens immer Herstellung von Tabalfabrikaten als Nebengewerbe betreiben, zur daffelbe, und man habe blos die Mühe der Umrechnung; aber Folge haben. Der sich vorwiegend in den Händen der kleinen Eine längere Diskussion verursachte die Frage, betreffend die das Verhältniß zwischen Gold und Silber ist ein schwankendes, Bauern befindliche Tabakbau wird mit der Zeit verschwinden, Liquidation der bereits erworbenen Pensionsansprüche. Nach dem verändert sich unablässig. Bei und nach Einführung der Goldweil naturgemäß der Konsument von Rohprodukten, sobald sein Gesetze vom 29. Juni 1894 ist den Arbeitern, die bereits im währung spielte das Silber nur eine untergeordnete Rolle. Das Fabrikat mit einer besonderen Steuer belastet wird, bemüht sein Genusse einer von der Grubenunternehmung zu zahlenden Pension Werthverhältniß von Gold und Silber, das bei Einführung muß, sein Augenmert auf billigen Einkauf des Rohmaterials stehen, dieselbe wie bisher auszufolgen; für die anderen auf grund der unserer Goldwährung 1: 151/2 war, hat sich seitdem gänzlich ver au legen, auf Abschlüsse bedacht sein muß, die ihm unter Unternehmungsreglements pensionsberechtigten Arbeiter ist derjenige schoben. Von 1870 bis 1893 ist der Werth des Silbers, günftigen Bedingungen nur der Großkapitalist machen kann. Theil der Pension zu liquidiren, der auf die Zeit bis zum Ins- nach maßgebendem englischen Preis, von 60 auf 37 Pence Die kleinen Tabatbauer sind abhängig vom Großhändler, sie lebentreten des Gesezes entfällt. Wenn dieser Theil zusammen für die Unze gefallen." Der deutsche Thaler hat heute müssen sobald Noth am Mann ist, ihr Produkt verkaufen und mit der Rente, die auf grund der durch das neue Gesetz be- einen thatsächlichen Silberwerth von 1,60 m. auf ocin fönnen die Zeit nicht abwarten, in der sie geeignete Preise für stimmten Einzahlungen erworben wurde, zur Zeit der Weltmarkte und hat nur den Zwangskurs von 3 M. innerhalb der ihre Waare erhalten. Durch die Jnlandstener hat schon ein Pensionirung nicht die Höhe der Pension erreicht, die andernfalls deutschen Grenzen. Diese Entwerthung des Silbers ist herbeigeführt großer Theil der kleinen Landwirthe den Anbau von Tabak auf von der betreffenden Grubenunternehmung auszufolgen gewesen durch die Vervollkommnung der Chemie u. s. w. in Gewinnung gegeben, es würde schon vollständig geschehen sein, wenn nicht wäre, so hat diese für den Fehlbetrag aufzukommen. Doch kann des Silbers, das in der Erde so massenhaft vorhanden ist, daß die kleinen Landwirthe den Anbau von Tabak als Nebengewerbe auf grund eines freien Nebereinkommens" von diesen Be- es kaum noch zu den Edelmetallen gerechnet werden kann. betrachteten und alle Familienmitglieder, ob jung oder alt, ja stimmungen abgegangen werden. Desgleichen fönnen die be- Namentlich in Amerika sind unermeßliche Lager, und die alten felbft an Sonn- und Feiertagen, dabei Verwendung finden können. treffenden Arbeiter von den durch das neue Gesetz bestimmten Bergwerke, die Jahrhunderte. Iang brach lagen, weil sie nicht Die Fabrifatsteuer bedeutet jedoch eine Prämie auf den Groß- Einzahlungen enthoben werden, sofern sie vor tem Bürgermeister mehr rentirten, sind jetzt wieder in Betrieb und geben massenhafte fapitalismus und einen Fußtritt für die Kleinkapitalisten. Die ihres Wohnortes erklären, auf die Wohlthaten dieses Gefches Ausbeute. Aber das Silber fällt immer mehr im Werth und da Industriearmen, d. h. solche Leute, die durch den Gang der Verzicht leisten zu wollen. In diesem Falle sind auch hat sich denn ein Silberring gebildet, der, auf Kosten des Linge arm gemacht worden sind, keine oder nur vorüber- die Grubenbesizer von der Beitragsleinung enthoben. Be Voltes, den Staat zwingen will, Silbergeld über den Silber= gehende Beschäftigung finden, überlasien die ländlichen Gemeinden. züglich HilfsDie und Pensionskassen, für den werth zu prägen. In den Vereinigten Staaten ist dies Das Armenbudget ist in allen Gemeinden, wo Industie sich Arbeitern bestimmte Lohnabzüge gemacht wurden, haben durch die Blandbill und die Shermanbill zum theil geschehen, befindet, sehr hoch. Die Einführung der Tabatsteuer würde sich die Unternehmer und Arbeiter über den Modus zu die den Staat einer bestimmten Quantität Silber des auf Kosten Volkes den Zustand verschlimmern und die Verarmung zahlreicher einigen, wie die von diesen Kassen übernommenen Verpflichtungen pflichten und den Silberpreis in die Höhe treiben. Man Gemeinden zur Folge haben. Der ohnehin schon farg bemessene sicher zu stellen sind. Wo keine Einigung erfolgt, ist die An- künstlich es ist sieht, es Arbeitslohn wird sinken und damit namenloses Glend über die gelegenheit vor die durch das Gesetz vorgesehene Schieds- eine gemeine Spekulation wie die des Kupferringes und Arbeiterfamilien gebracht werden. Die in der Tabatsteuer- fommission zu bringen. Alle diese Uebergangsbestimmungen des anderer Ringe. Unsere Agrarier haben aber noch anderes im Rommission besprochene Werthstener ist, bei dem großen Werth- neuen Gefeßes suchen die Grubenbesizer mit Hilfe des famosen Sinne. Nach den Absichten unserer Bimetallisten soll Deutschunterschied, den ein und derselbe Tabak haben kann, undurch- freien Uebereinkommens" natürlich für ihre Interessen aus- land eine internationale Vereinbarung treffen zur Festsetzung zunuzen. führbar. Der Kongreß forderte darum, daß die Gesetzes- des gegenseitigen Werthes von Gold und Silber. Sollte eine Die Konferenz fordert daher den deutschen Reichstag auf, bestimmungen, betreffend die Liquidation der bereits erworbenen derartige Vereinbarung möglich werden, so würde durch die Silberfich nicht allein gegen jede Mehrbelastung des Tabats zu wenden, Pensionen nirgends in einem restriktiven Sinn ausgelegt werden ringe der Preis fünstlich in die Höhe getrieben werden, sondern auch dahin zu wirken, daß alle auf dem Tabak ruhende und die Liquidirung spätestens bis zum 30. Juni 1895 erfolge; welcher Preissteigerung aber unausbleiblich ein noch rapiderer Steuer, sowie jede indirekte Steuer beseitigt wird. Die Mit daß die Arbeiter in keinem Falle eine geringere als die durch Preissturz folgen würde. Und hierin beruht das ganze Geheimglieder der Konferenz verpflichten sich, bei kommenden Wahlen die Statuten ihrer Pensionskasse vorgeschriebene Pension erhalten niß des Bimetallismusschwindels. Die Bimetallisten verlangen nur für solche Randidaten zu wirken, von denen man bestimmt und die Regierung dafür Sorge trage, daß die Grubenkompagnien sich nämlich, daß nicht nur der Staat das Recht haben solle, Münzen weiß, daß sie für obige Forderung eintreten." nicht der Echiedskommission entziehen und feinen Druck auf natürlich in den Staatsmünzen prägen zu lassen, sondern " Höhe von 4 pCt. leisten, da die Unternehmer für diese Kosten rechtlich ebenso gut wie für die Reparaturen der Arbeitswerkzeuge oder deren Ersatz auszukommen hätten. der " ver " " auch jeder Silberbesizer. Dadurch würden die Junker und Charakter der Maifeier durch zahlreiche Betheiligung der daß die Skulpturen im neuen Reichstags- Gebäude durchaus nicht in die angenehme Lage kommen, wenn die Silbermark nur 2/3 M. Arbeitslosen an den Vormittags- Versammlungen und der Theil- unbeanstandet bleiben können. Ein Theil unserer Denkmäler wäre, Gilberwerth habe, aber 1 M. Prägewerth, für wenig Geld fich nahme aller Genossen an den Veranstaltungen der Wahlkreise am der Vernichtung preisgegeben, wenn der Paragraph Gesetzestraft viel Geld zu schaffen. Sie sagen: das Bolt hätte dann mehr Abend vollständig Rechnung getragen. Der Vorsitzende erklärte, erlangt. Wie schwankend, der Begriff der Unfittlichkeit an sich sei, Geld die Waaren stiegen im Preis. Gewiß. Aber nur weil daß bei der geringen Anzahl der momentan Arbeitslosen und beweisen die Rezensionen des Buches„ Die Frau", das von das Geld weniger Werth hätte. Das heißt das Silbergeld. Das bem leidlich guten Geschäftsgang in der chirurgischen Branche, Theologen sogar zum theil als höchst sittlich empfohlen wird, gute Goldgeld ginge aus dem Land. Das Silbergeld fiele im bei einigem guten Willen und vorheriger Verständigung der während andere von demselben als dem unfittlichsten Buch der Werth, und wo man früher 2 M. zu bezahlen hätte, hätte man Kollegen sich bei ihnen die Arbeitsruhe am 1. Mai sehr leicht Welt" sprechen. Wie die§§ 115, 166, 240, 242 2c. angewandt jett 3 M. zu zahlen. Nach Behauptung der Agrarier wäre das durchführen ließe. Brückner empfahl die Annahme einer werden würden, bespricht der Vortragende gleichfalls und eine Bereicherung des Volkes. In Wirklichkeit ist es nur eine Resolution: Ueberall da zu feiern, wo es nur irgend angängig folgert, daß die Bekanntgabe und die unbefangene Würdigung Münzverschlechterung, ja geradezu Falschmünzerei, deren Kosten das ist und sich der Versammlung der Metallarbeiter am Vormittag aller Paragraphen Schrecken und Beschämung in allen Kreisen, Wolf zu tragen hätte, und den Handel und Industrie zerstören, und des 1. Mai im Feen- Palast anzuschließen." Die Versammlung wo man auf das Recht der Kritik nicht ganz verzichten will, Deutschland vom Weltmarkt wegdrängen würde. Doch diese sog. Be- gab der Resolution ihre Zustimmung. Der Rechenschaftsbericht hervorrufen werde. Würde die Literatur eingeschränkt- und reicherung ist unseren Agrariern nur Nebensache. So dumm des Delegirten zur Gewerkschaftskommission wurde vertagt. das wäre die Folge dieser drakonischen Bestimmungen so Tönnen sie nicht sein, nicht einzusehen, daß Münzverschlechterung fönnte Arbeitsmangel und schwere Schädigung der Arfein Bolt bereichern fann bloß die Falschmünzer, welche dieses Die Sonntagsruhe im Barbiergewerbe. In der Nacht beiter im graphischen Gewerbe nicht ausbleiben. Wer Geschäft betreiben. Der eigentliche Zweck ist ein anderer: die zum Freitag fand in den Arminhallen eine Versammlung der das nicht will und die russische Kulturhöhe von Deutsch15 000 Millionen Schulden, die auf der Landwirthschaft lasten, Stellung zur Sonntagsruhe, welche vom 1. April in kraft tritt, gesek!( Stürmischer, langanhaltender Beifall.) Berliner Barbier- und Friseurgehilfen statt, in welcher die land ferngehalten wissen will, der agitire gegen das Umsturzkönnen dann in Silber für 10 000 Millionen abgezahlt werden. erörtert wurde. Der Referent Simson gab der Befürchtung 5000 Millionen haben die Schuldner gewonnen, um 5000 Eine Diskussion fand nicht statt; Massini betonte unter Millionen sind die Gläubiger betrogen. Das ist des Budels Kern. Ausdruck, daß bei dem Mangel der Festsetzung einer Stunden- lebhafter Bustimmung der Anwesenden, daß die Angehörigen der Die Durchführung dieses Rezeptes würde den wirthschaftlichen Ruin sahl für die Sonntagsarbeit die Unternehmerschaft die Gehilfen graphischen Berufe jederzeit durch die That beweisen werden, daß des Staates bedeuten. Der Bimetallismus, ein Glieb in der Sonnabends bis in die Nacht hinein und Sonntag in aller Frühe der Appell an das Pflichtgefühl der Arbeiter nicht wirkungslos Rette der halb utopistischen, halb schwindelhaften fog. fozialen beschluß, die Geschäfte um 2 Uhr zu schließen, ohne gesetzlichen feier. Der Referent, Buchdrucker Faber, empfahl nach zur Arbeit anspannen werde. Er bezweifelt, daß der Innungsverhallt. Der nächste Gegenstand betraf die diesjährige Mai. Heilmittel, sei, meinte der Vortragende, auf demselben Miste ge 3wang durchgeführt werde. Ein Glück, daß die Lehrlinge der stehende Resolution: Die Versammlung der Arbeiter und Arwachsen wie der Kanig'sche Antrag, und sei nur dazu bestimmt, selben Vergünstigung wie die Gehilfen theilhaftig würden, sonst beiterinnen des graphischen Gewerbes beschließt, am 1. Mai dem niedersten Egoismus zu dienen, und das Volk von hätten die Meister von der Innung wohl überhaupt nur noch vormittags zum Zweck der Propaganda für den Achtstundentag der Erkenntniß der richtigen Mittel zur Befferung seiner Lage Lehrlinge um sich geduldet.( Sehr richtig!) Man solle auf alle und Erweiterung der politischen Rechte der Arbeiterklasse eine abzuhalten. Alle diese Experimente würden nur auf Kosten der Fälle, so lange die Sonntagsruhe in diefer unvollkommenen öffentliche Versammlung abzuhalten. Von einer einheitlichen Arbeiter gemacht, da die Arbeit die Quelle allen Reichthums sei. Gestalt bestehe, sich strikte nach den gesetzlichen Bestimmungen Arbeitsruhe sieht die Versammlung zur Zeit ab, empfiehlt aber Die Arbeiter hätten sich daher allen derartigen Bestrebungen gegenüber ablehnend zu verhalten, vielmehr für weitestgehende Aufrichten.( Beifall.) Ginige Redner vertraten mehr oder minder allen Arbeitern und Arbeiterinnen, welche flärung zu sorgen, damit derartige Schwindelerperimente nicht mehr offen den harmoniefreundlichen Standpunkt; sie fanden aber Unternehmerthum in Stonflikt zu gerathen-- es ermöglichen vorgenommen werden können, und daß an stelle der heutigen wider feine Gegenliebe, die Versammlung stimmte in ihrer über- tönnen, die Einhaltung des Feiertages und den Besuch der finnigen Ordnung, welche es als einen Fluch erscheinen läßt, daß das jedem 3. Sonntag Vormittags zwei Stunden freigegeben werden losen Arbeitern und Arbeiterinnen zur Pflicht wiegenden Mehrheit den Ansichten des Referenten zu. wiegenden Mehrheit den Ansichten des Referenten zu. Daß an Bersammlung. Ebenso wird den beschäftigungsBolt billiges Brot und billige Waare habe, die vernünftige sozialistische Gesellschaftsorganisation trete. Die bimetalliſtiſchen Redner betonte, daß die Junung plane, diejenigen zu entlassen, Ferner werden die Arbeiter und Arbeiterinnen der graphischen müssen, scheint die Arbeitgeber am meisten zu verlegen; ein gemacht, in der Versammlung zu erscheinen. Bestrebungen, die auf reinen Betrug hinauslaufen und nament- die darauf Anspruch machen. Von anderer Seite wurde berichtet, Gewerbe aufgefordert, an den Veranstaltungen der Wahlvereine lich auch die Beamten mit festem Gehalt schwer treffen, kennzeichnen daß für den freien halben Tag in der Woche laut Beschluß einer am Abend des 1. Mai sich vollzählig zu betheiligen." nebenbei so recht deutlich die Moralität der Kämpfer für Religion, Innungsversammlung 1,30 M. abgezogen werden soll.( Pfui!) Resolution wurde einstimmig afzeptirt. Die Maiversammlung Ordnung und Sitte". Redner nahm noch Gelegenheit, darauf Sarosson erklärt unter Beifall, daß die Gehilfen im Prinzip findet im gleichen Saale( Böhmisches Brauhaus) statt. Auf hinzuweisen, daß die Falschmünzerei eine alte adlige Beschäftigung an eine fünf Stunden- Arbeitszeit für Sonntag feft- Antrag Kohlmann hin wurde der folgende Punkt, Berichtfei. Der Vortrag, der sich des eingehendsten über den Begriff halten, hoffentlich käme bald eine gefeßliche Regelung der Arbeits- erstattung vom graphischen Kartell, da die Beit inzwischen zu Antrag Kohlmann hin wurde der folgende Punkt, Berichtgenommen. In der Diskussion, nahm Guttmann das Wort seit in den Wochentagen zu stande. Gegenüber einem Vorschlage, sehr vorgerückt war, bis zu einer späteren allgemeinen BersammMetalles durch die Fortschritte der Chemie an dem Aluminium, bleiben und es den Prinzipalen zu überlaffen, falls ihnen die und veranschaulichte die Möglichkeit der Entwerthung einer aufgrund der freien Vereinbarung" auf die zwei Stunden Kirchzeit zu verzichten, ermahnte er die Anwesenden, fest zu welches ähnlich wie das Silber einen rapiden Preissturz erfahren Art der Sonntagsruhe unbequem erscheine, auf Aenderungen habe. Die weiteren Punkte der Tagesordnung boten nichts Behinzuftreben. Meyer empfahl nachstehende Resolution: merkenswerthes. Wie der Vorsitzende Kiesel bekannt gab, die Angelegenheit Stahl( Aufnahmeverweigerung) dem Schiedsgericht überwiesen worden. Des verstorbenen Vereinsmitgliedes Maurer Siegert wurde in üblicher Weise ehrend gedacht. = lung vertagt. ohne mit dem Diese dem 15. im Monat, abends 8½ Uhr, Bersammlung. Friedrichsberg. Arbeiter Bildungsverein. Jeden Dienstag nach Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe( E. S. 71). Bureau: O. Holzmarktstraße 67. Dienstag, den 2. April, abends 8% Uhr, im Dienstag, 2. April, abends 9 Uhr, Neue Hochstr. 36: General Bersammlung. Restaurant Stühler, Neue Grünfir. 38: Borstands- Sißung. Berliner Schwimm- und Geselligkeitsklub Salto Norwärts", Freie Vereinigung der Graveure, Biseleure etc. Dienstag, ben 2. April, Oranienstr. 51: Vortrag des Herrn Dr. Jeffen über: Die Erziehung zur Kunst". Oeffentliche Versammlung für Schneider und Schneiderinnen Dienstag, den 2. April, abends 8 Uhr, in den Arminhallen. 8-10% Uhr: Nordschule, Müllerstraße 179a: Boltsthümliche Medizin Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 7-8% Uhr: Lektüre. ( Die Krankheiten der Proletarier mit besonderer Berücksichtigung der Berufsfrankheiten). Südostschule, Waldemarstraße 14: Nationalökonomie ( pratfifche). Bei allen unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsitzender: Ad. Neumann, Bafewalterfir. 8. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Dienstag, Abends 9-11 Uhr: Nebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gesangverein Steineiche ( Böttcher), Neue Friedrich fir. 20 bei Keller. Senefelder, Rosenthalers firaße 57 bei ernau. Gerechtigkeit- Westen, Bülowstraße 69 bet Sirtenfir. 21, Gasthof zum schwarzen Adler. Werner. Sängergruß, Friedrichshagen, Friedrichstr. 58. Echoll, -Schildhorn, Swinemünderstraße 36 bei Hübner. Freiheit II, Adlershof, Wöllstein's Luftweide, Grünauerstraße bei Strecter. Göbel. @cke. 1 Admiralfir. 38 bei Tuyauer. iedertafel, Rummelsburg, Sauptraße 88 bei W. Bowinkel( Orcheſter). Gefangverein Kreuzberg, Schönleinftr. 6 bei Kraat. Gesangverein neue Bett, Wollinerstr. 36 im Restaurant Sperling( Sperlingsluft"). Der Enterbten, Ewinemünderfir. 55, bei Franz Schmidt.- Gesangverein Gefangverein Frohsinn!, Rummelsburg, Götheftraße, Ede Kantpraße bei Mertens. Gefangverein Metallarbeiter Often, Blumenstr. 46 bei Tomaschat. Arbeiter Gefangverein Olimpia, Adalbertstr. 8 bet Sauermann. Gefangverein Abendroth, Deutsch- Wilmersdorf, Bers Wilmersdorfer 2tebertafel, Deutscher Männersang, Belforterfir. 15 bei Schneider.- Kornblume, Große Frankfurterstraße 133 linerstraße, bei Klingenberg. Badenfchefir. 18 bei Stabinšty. einverstanden; sie bedauert, daß bei den am 1. April in fraft Die Versammlung ist mit den Ausführungen des Referenten tretenden Bestimmungen, betreffend Sonntagsruhe im Barbiergewerbe, nicht vorgesehen ist, wann die Arbeitszeit beginnen darf. Die Zentralisation der Orts- Krankenkassen Berlins Die Versammelten stehen nach wie vor auf dem Standpunkte, und der Umgegend. Am 23. März fand eine kombinirte Sigung daß eine fünfstündige Dauer genügt, um allen Bedürfnissen der Kommission für die Zentralisation der Drts- Krankenkassen Rechnung zu tragen. Die Anwesenden verpflichten sich jedoch, statt. Zu dieser Sigung waren Vertreter von den Vorständen solange ihren weitergehenden Wünschen nicht Rechnung getragen derjenigen Kaffen eingeladen, welche den Bestrebungen der Kom- ist, die neu in fraft tretenden Bestimmungen strikte innezuhalten mission sympathisch gegenüberstehen. Die Tagesordnung lautete: und beschließen, eventuelle Uebertretungen der gesetzlichen Vor1. Berichterstattung der Kommission, 2. Diskussion über den Ent- schriften an die Agitationskommission mitzutheilen, welche zu wurf, 3. Wahl einer Statuten- Kommission. Die Kommission hatte veranlassen hat, daß die Arbeitgeber an ihre Pflichten erinnert die ausgearbeiteten Entwürfe an die Vorstände von 12 Kassen werden.- Bei der Abstimmung wurde die Resolution ein versandt. Es sind dies die Kassen folgender Berufe: 1. Allgemeine stimmig gutgeheißen. Man will sich in nächster Zeit mit gewerbl. Arbeiter, 2. Bierbrauer, 3. Klempner, 4. Lackirer, einem Aufruf an das Publikum wenden, um zu veranlassen, 5. Maschinenbauer, 6. Möbelpolirer, 7. Maurer, 8. Strumpf daß die Bevölkerung die Sonntagsruhe der Barbiere nach Mögwirker, 9. Tischler und Pianoforte Arbeiter, 10. Töpfer, lichkeit unterstützt. 11. Zimmerer, 12. Weber. Von diesen fehlten die Vertreter der Ueber die Maifeier referirte Meyer. Dem Wunsche garten. Myrthenblätter, Prenzlauer Allee 6 bei Stein. Ihn'scher Bierbrauer, Lackirer und Tischler. Der Berichterstatter der Kom des Redners, daß die Barbiere beschließen möchten, die ut, men het ech Eintracht I, Nieber SchönMänner- Gesango. Lorbeertrans II mission, Ahsmann, giebt in längeren Ausführungen ein Bild von Arbeitsruhe für diesen Tag zu proflamiren, traten Holz( 79), aldemarfir. 75 Süd- ft" bei Carl Ulrich. Gefangverein Einigs den Arbeiten derselben. In die Kommission wurden Unverzagt II, am und Simson entgegen, die betonten, daß gegenwärtig noch fett III, Gr. Lichterfelde, Berlinerstraße bet Gbert. 21. Januar 1894 in öffentlicher Versammlung 9 Per- nicht daran gedacht werden könne, daß ein solcher Beschluß von b. Röllig.-Arbeiter Gefangverein Arbeiter- Maibund, Nowawes b. Pots Leffingfir. 28 bet Roch. Cänger chor der Töpfer, Neue Friedrichftr. 44 fonen gewählt. Zur Zeit sind noch 4 Mitglieder thätig. Erfolg für die Bewegung sei. Man kam schließlich dahin dam, Ballfir. 55 b. Gärtner. Freies Lied, Friedrichsberg, Friedrich- Karl Als die Arbeiten begannen, war sich wohl jeder bewußt, daß überein, die Art der Feier in das Ermessen jedes einzelnen zu firaße 11 bet Seir ece.- Männerchor Nord- Oft, Landsberger Allee 152 bet wir mit großen Schwierigkeiten zu rechnen hatten; die Gegenstellen. Zu gunsten der Braunschweiger Ausgesperrten wurde Gesangverein Rothe Nelte II, Ruppiner- u. Schönholzerstraßen. Alte Linde, Admiralfir. 21 bei Echnieber. Arbeiter- Gefangv. strömung besteht zum größten Theil aus den sogenannten besseren am Schlusse eine Tellersammlung veranstaltet. Die Adresse der vorwärts III, Rathenow, Restaurant Zur Erholung" bet Frieſece. Arbeitern, Biseleure, Graveure u. f. w.; ja sogar Anfragen, Agitationskommission ist Neue Friedrichstr. 20. Alpenglode, Große Frankfurterstraße Nr. 33 bet Gold. welche an die Vorstände gerichtet wurden, sind unbeantwortet Eichen tranz, Prenzlau, Prinzenstraße Nr. 633-34 8um grünen Zu einer wirkungsvollen Demonstration gegen die Baum". Einig teit II, Weinstr. 11 bei Feind. Weddinger Har geblieben, sodaß die Kommission sich anderweitig Material verVorwärts VIII, Marwig i. b. Mart, schaffen mußte, gewiß fein gutes Beichen für die Stellung dieser Umsturzvorlage gestaltete fich die Versammlung der monie, Wüllcifir 7 bet Reichert. Wach' auf, Pantow, Wollanfstr. 122 bet Klemens. Concordia, Simeonftr. 23 bei A. Flick Frete Sänger III, Seeger Vorstände zur Zentralisation. Der Zentralisation lag das Wesen graphischen Berufe, die am Sonntag Vormittag nach bet 2. Mölte. dem Böhmischen Brauhause einberufen war. In zweieinhalb- mühle bei Gberswalde.-Arbetter- Gesangverein Einig, Andreasftr. 26 bet der Leipziger Kasse zu grunde. Behufs Kenntnißnahme dieser Gesangverein Acacie( gemischter Ghor), Seughofftr. 8 bet Einrichtungen wurden die Herren Ahsmann und Rohsmus be- fündiger Rede besprach der Genosse Bebel vor ca. 2000 An Wilte. Behlendorf. Wilmersdorfer Siebertafel, Deutsch- Wilmers traut, sich eingehend zu informiren. Nachdem das Material zur Umsturzgesetz und die voraussichtliche Wirkung desselben auf das Bentraltalle. wesenden das soeben in der Rommissionsberathung fertiggestellte dorf, Bad. Gesangverein Arion, Wittenberge, Thurmistraße 23, Wacht auf I, Wörther und = Rytestraßen Gce. Verfügung stand, schritt man zur Ausarbeitung des Entwurfs. Der Redner erörterte, wie gewisse Kreise graphische Gewerbe. - Harmonie III, Rigdorf, Bergftr. 142 bei Echimtäse. Gangesluit, Daß die Leipziger Berhältnisse nicht immer auf die Berliner schon seit dem Jahre 1890 unausgesetzt thätig gewesen sind, um Tutbuferstr. 30 bei Reimann. Alpenglühen, Manteuffelstr. 9 bei passen, liegt auf der Hand. Nowack. Es ist infolge dessen manches geEdelweiß I, Manteuffelstr. 9 bei Nowac.- Waldfapelle, Gefang und Orchesterverein Stralauer ändert worden. In bezug auf die Verwaltung besteht nicht die den Boden für ein neues Ausnahmegesetz vorzubereiten, und daß Absicht, den Leipzigern zu folgen, da dort der erste Rendant das Fehlschlagen der Hoffnung, die Sozialdemokratie von der Arbeiterklasse zu trennen, die unmittelbare Veranlassung zu dem städtischer Beamter ist. Auf jeden Fall soll die Selbst jetzt mit lautem Tam- Tam eingeleiteten Feldzuge wurde. Man verwaltung erhalten bleiben. Redner bespricht noch ver schiedene Einzelheiten im Rassenwesen, und glaubt, daß war in weiten Kreisen überzeugt, fuhr der Vortragende fort, daß bei einer Verschärfung des gemeinen Rechts nicht viel heraus mit dem 1. Januar 1896 die Zentralisation der kommen werde. Die Richter find den politischen Strömungen Raffen vollzogen sein könnte. Zum 2. Punkt nahm Herr Rohsmus das Wort und erläuterte furz den Entwurf. Redner unterworfen, so gut wie andere Menschen; in einer religiösen bat, Abänderungen anzugeben, event. dem Entwurf zuzustimmen. Frage z. B. wird die Auffassung eines ultramontanen Juristen immer das hat bei Goid. druck, sämmtliche Redner sind von der Zentralisation überzeugt sich bei den Berathungen der Umsturzkommission selbst in geradezu alle Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an B. Gent, In der Diskussion kamen gegentheilige Ansichten nicht zum Aus- erheblich von der eines nationalliberalen abweichen ( Sehr wahr). Dazu kommt das und hoffen, wenn erst Rassen zusammen gehen, müssen die klassischer Weise gezeigt. Anklagemonopol der Staatsanwaltschaft; daß die Rößler, anderen nachfolgen. In Leipzig hat es auch 7 Jahre gedauert, ehe die letzte Kasse sich auflöste. Auf Antrag des Herrn Lieber v. Boguslawsky 2c. ungenirt Bruch der Verfassung empfehlen ( Strumpfwirker) sollen die Mitglieder der Statutenkommission dürfen, zeigt, wohin das führt. Man erinnere sich, daß durch die Interpretation des Reichsgerichts vielfach ein ganz neues von den Vorständen gewählt werden und sind die Adressen an Recht geschaffen wurde man denke an die Anklagen gegen den Vorsitzenden Herrn Pieschel, Gartenstr. 55, bis spätestens den das Druckerpersonal 15. April einzusenden. Dieser Antrag wurde angenommen. und welche Zwangslage dadurch geschaffen wird, daß ein nichtperiodisches Druckerzeugniß an jedem Der deutsche Holzarbeiter Verband( Bahlstelle Often) beliebigen Orte unter Antlage gestellt werden kann. Die Judihielt am 24. März eine Bersammlung ab. Da der Referent am tatur des Reichsgerichts hat die Geseze erheblich erweitert und Erscheinen verhindert war, trat man sogleich in die Besprechung verschärft.( Sehr richtig.). Die erste Lesung der sogenannten Der Vereinsangelegenheiten ein. Zunächst wird mitgetheilt, daß Umfturzvorlage bot ein wesentlich günstigeres Bild als die zweite. zwei neue Zahlstellen errichtet sind. Die eine in der Mühlen- Wenn die am Sonnabend in der Fassung der Kommission anStraße 49, die andere in der Elisabethstr. 65. Hierauf gelangten genommenen Paragraphen Gesetz werden, kann der deutsche die Lohnverhältnisse. in der Werkstatt von Debowsky, Blumen Schriftsteller sein Gewerbe vorläufig an den Nagel hängen, die Straße 38, zur Besprechung. Wie mitgetheilt wurde, find hier literarische Produktion wird ganz bedeutend eingeschränkt Abzüge bis zu 20 pet. gemacht, und nicht selten ist es vorgekommen, werden. Wie hat sich in den letzten 20 Jahren der daß die Arbeiter mit 6 Marf Wochenlohn nach Hause gingen. öffentliche Geist in Deutschland verschlechtert, ruft der Von der Organisation wurde die Kontrollkommission beauftragt, Redner aus, das trifft selbst auf den Reichstag Bu; geeignete Schritte zu unternehmen, um diese Abzüge rückgängig Reden, wie wir sie damals gehalten haben, wären heute zu machen. fast unmöglich!( Lebhafte Zustimmung.) Der Referent läßt nunDie Arbeiter der chirurgischen Branche beschäftigten sich mehr die einzelnen Paragraphen, an denen die Kommission am 28. März in einer schwach besuchten öffentlichen Versamm- herumgedoktert hat, Revue passiren. Den unheilvollsten Einfluß Iung bei Buste, Grenadierstr. 33, mit der Stellungnahme zum werde der§ 111 auf das in Frage stehende Gewerbe ausüben. 1. Mai. Das einleitende Referat hielt Genosse Saffenbach, Das Gebiet desselben sei unberechenbar. Die Buchhändler werden der in trefflicher Weise die Bedeutung des Weltfeiertages für die vor die Zwangslage gestellt werden, durch Juristen den Bestand arbeitende Klasse erläuterte, am Schluß des Vortrages aber seiner ihres Lagers durchsehen zu lassen, um alles, was unter diesen Meinung dahin Ausdruck gab, die Maifeier würde von Jahr zu Paragraphen gestellt werden kann, auszumerzen. Wo bleiben da Jahr immer weniger imposant, was seine Ursache darin habe, die Historiker, und wo die modernen Schriftsteller, welche vordaß schon 1890 durch die Fraktion und dann auch durch die allzugsiveise das Gebiet der Ehe behandeln. Redner bemerkt u. a., jährlichen Parteitage immer wieder der Arbeiterschaft anempfohlen er habe Herrn v. Hammerstein den Nachweis geliefert, daß er wurde, die Feier des 1. Mai nur dort durch Arbeitsruhe zu be- durch eine Rezension seines Blattes angereizt" fei, sich gehen, wo eine solche möglich sei. Nach seiner Ansicht hätte Fernand's Chekontrakt( ein Schwant, der durch den§ 111 ficher fich 1890 durch ein einmüthiges Rubenlaffen der Arbeit der getroffen wird) anzusehen; die„ Kreuz- Zeitung" werde im ge1. Mai sehr wohl als Arbeiterfeiertag dem Unternehmerthum gebenen Falle also wegen Anreizung zum Ehebruch zu bestrafen abringen lassen, jetzt sei die Maifeier in Deutschland verpfuscht.| sein.( Große Heiterkeit.) Luther's Traktat vom ehelichen Leben ( Vereinzelter Beifall.) Mehrere Bersammlungstheilnehmer traten und die drastischen Aussprüche der hohen Kirchenväter über das dem Pessimismus des Referenten entgegen. Von einer all- Eigenthum müssen nothwendigerweise unterdrückt werden. Der Auf dem Panzer ,, Hagen" in Kiel barst bei Schießübungen gemeinen Arbeitsrube aller Arbeiterbranchen§ 184 bringe den Arbeitern Gefahr, die veranlaßt werden, obftöne im Hafen ein Dampfrohr. Das Echiff mußte zur Reparatur tönne angesichts der wirthschaftlichen Depression, in der wir uns Gegenstände zu erzeugen. Mit schallender Heiterkeit wird es auf auf die faiserliche Werft gehen; Menschenleben sind nicht zu zur Zeit befinden, keine Nede sein; außerdem werde dem Zweck genommen, als ter Nebner bei Besprechung des§ 184a schildert, beklagen. Sund der gefelligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Adalbertstraße 95. Dienstag. Musikverein Soffnung, Görligerstr.63 bet Meier. Musikverein Münstermann, Hochstr. 32a bet Wilte. BergnügungsPrivats Lotterieverein Nordwacht, Perlebergéerfir. 28 bet Hermerschmidt. flub Fortuna, Görligerstr. 50 bei Siewert. Berein für voltsthüm Theatergesellschaft 8iel bewußt, Frankfurterfir. 133 bet Gold. tiche kunst, Breslauerfir. 27 bei Schmidt. Geselliger Verein Hertha. atalbertstr. 21 bet Moll. Spezialitätenverein Normannia, Graubenzers ftraße 11 bei Fiege. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Männer- Gefangs verein Gangestreue jeben Dienstag von 8-10% Uhr bei Proß, Annens ftraße 9.- Musikverein"& rtsch auf", Reichenbergerstr. 24 bei Tauschte. 8 bis 11 Uhr bei W. Dichter, Bülowstr. 65 am Dennewig play.- BitherArbeiter Bitherflub Freiheitstlänge. Jeden Dienstag Abends von flub Alpengruß, Abends 9% Uhr in den Dranienhallen, Orantenstr. 51.Bergnügungsverein Gemüthiiteit, Sigung, Dienstag, Uhr, Langes bühne Rheingold II., Gigung, Dienstag, 10 Uhr im Borstädtischen Kasino, Straße 24, Gastwirth Jeratsch. Gäste willkommen. Berliner Dilettanten Acterstr. 144, nebst Fidelitas. Geselliger Berein Brüderfchaft Berlin Nord- West, Berlebergerstr. 9, Restaurant Dittmann, tagt Tambourverein Dienstags abends 9 Uhr mit darauf folgender Fidelitas. Frei- meg, gegründet 1890. Uebungsstunde Dienstag bei W. Radday, Elsasserstr. 11. Freier Wille. Jeben Dienstag Abend im Lokale des Herrn Möhring Admiralstr. 18c. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von 8-10% Uhr in der Zurnhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstraße 9-10.-Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 68 a.- Turnverein Fichte( Mitglied des Deutschen Arbeiter- Turnerbundes) turnt heute: 2. Männer- Abtheilung Staligerftr. 55-56, 1. Lehrlings- Abth. Friedenstr. 37. Turnverein Norben, jeden Dienstag Abends von 8 bis 10 Uhr in der Turnhalle, Prinzen- Allee 8. Theatervereine: Dilettanten- Bühne ,, Rheins sold II" 9% Uhr präz. bet Danbeck, Wollinerftr. 62: Sigung und Fidelitas. Theaterverein Freier Wille tagt jeben Dienstag Abend 8 Uhr, int Märkischen Hof, Aomiralftr. 18c.- Rauchtlub Sorgenfret tagt bei Bartel, Pallisadenftr. 22, um 9 Uhr. Rauchflub Deutsche Flagge jeden Rauchtlub Grüne Quafte Dienstag Abend 8 Uhr Wrangelfir. 32. ( Mitgl. des Bundes) jeden Die njiag Abend 9 Uhr, bet Ast, Ostbahnhof 7.Rauchtlub Schmore's Werte, jeben Dienstag Abend 9 Uhr bei Trittel wiz, Faldenfteinftr. 7.- Rauchklub Ruhiga Dienstag bend 8% Uhr bet jeden Dienstag Abend 9 uhr bei Spät, Georgenkirchfir. 65. Behrend, Gräfestraße 6: Sigung. Rauchflub Gutgefinnte Freunde Bergnügungs verein Im Brand, Dienstag, bet Stavidt, Barnimftr. 22. Rauchklub Grüne Giche, bei Herrath, Plan- Ufer 92 a.- Arbeiter StenographenBerein Eintracht, unterricht und Uekungsstunde Dienstag abends 8 Uhr bei Wählisch, Adalbertstr. 4. Vermischkes. 1 Waarenhaus Sigm. Simonsohn, Oranienstraße 166, 2. Haus vom Oranienplak. Teppiche, Gardinen u. Gardinenreste, Portièren, Tischdecken außergewöhnlich billig. Moderne Strohhüte 38 Pf., weiße Damenhemden 66 Pf., Damen- Blousen 93 Pf. Allen meinen werthen Kunden sowie den Genossen zur gefl. Nachricht, daß fich mein Barbier Geschäft Don jetzt ab Mittenwalderstr. 6( Laden) Aufklärung! 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Artikel III. § 35 erhält als Absatz 5 folgenden Zusatz: " Für die Ausfertigung eines wei. teren Quittungsbuches ist von dem betreffenden Mitgliede pro Exemplar eine Gebühr von 0,20 M. zu ent richten." Artikel IV. Vorstehende Bestimmungen treten mit dem Tage der statutenmäßigen Bekanntmachung in fraft. Berlin, den 9. Januar 1895. Für den Vorstand der Orts- Krankenkasse für Handlungss Gehilfen und Lehrlinge. gez.: Rittershausen, Magistrats- Kommissar. Vorstehender Nachtrag wird hier durch genehmigt. Berlin, den 15. März 1895. ( L. S.) Der Bezirks- Ausschuß. Nr. 1029. gez. Kayser. Deutscher 155/17 Metallarbeiter- Verband Filiale Schöneberg. Mittwoch, den 3. April d8. Jd., abends 8 Uhr, Die größte Butterhandlung Berlins A. Plewka, Weberstr. 16. bei einer, Grunewaldsir. 110, Tiefert Generalversammlung. Möbel, Spiegel u. Polsterwaaren 311 billigsten Preisen in reichster Auswahl Tagesordnung: Vortrag. Abrechnung. die Fabrik Frucht- Strasse 25, part. Anträge. Verbandsangelegenheiten. 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