Nr. 79. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei n's Haus. Einzelne Nummer 6 Pig. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland smt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer miffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. " Mittwoch, den 3. April 1895. Die Krisis in Spanien. Madrid, den 29. März. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Wenn das liberale Ministerium auch in letzter Zeit große Schwächen, in manchen Fragen geradezu eine absolute Ohnmacht bewiesen hat, so hätte man im Volfe ein neues liberales Zu Beginn eines neuen Quartals richten wir an alle Die plöglich eintretende Ministerkrisis mit ihren unmittel- Ministerium, selbst ein solches unter der Leitung Sagasta's, mit Freunde und Parteigenossen die dringliche Bitte, für die baren Folgen hat hier im Lande geradezu verblüffend gewirkt, größerer Sympathie aufgenommen, als man jetzt das tonservative Erweiterung unseres Abonnentenfreises ist, so wird sie für lange Zeit doch noch ihre höchst empfindlichen und wenn dieselbe auch vor drei Tagen formell gelöst worden Ministerium Canovas aufnimmt. mit aller Energie thätig zu sein. Gegen die Partei, Wirkungen spüren lassen. Denn ein so frecher und unerhörter wurde allgemein mit Kälte und Ruhe aufgenommen, während Die Nachrichten über das konservative Regiment Canovas deren Zentralorgan der Vorwärts" ist, haben die ver- Angriff des Prätorianerthums auf das von der Verfassung fest- man seine Ministerliste mit dem größten Mißtrauen, ja theileinigten Parteien der Reaktion, denen der gelegte Recht und das allgemein herrschende Rechtsbewußtsein, weise mit Bestürzung und Abscheu betrachtet. Soweit die PreßBoden unter den Füßen wankt, jezt alle ihre Kräfte auf- muß eine gewaltige Reaktion auf das Volksgewissen ausüben, die stimmen, welche sich mit dem Regierungswechsel befassen, vor geboten; durch ein neues Knebelgesetz soll die zahl- sich nicht so leicht und bald verwischen läßt. Man weiß jetzt liegen, ist nur zu deutlich erkennbar, daß außer den von Canovas reichste Partei in Deutschland mundtodt gemacht, und für ganz genau, welche Machtstellung das Militär in Spanien ein- abhängigen Organen fein einziges von Bedeutung mit der Zuunsere Feinde und des Volkes Feinde die Ruhe des nimmt und wessen man sich zu versehen hat, wenn es dem sammensetzung der neuen Regierung zufrieden ist; einzelne äußern Kirchhofes hergestellt werden, damit sie ungestört General Martinez Campos, welcher vollständig, wenigstens schon die schwersten und begründetsten Bedenken, besonders in Kirchhofes hergestellt werden, damit sie ungestört in moralischer Beziehung, Herr der Situation und Spaniens ist, bezug auf einzelne Minister; alle sind aber über die Maßen ihre gemeinschädliche und gemeingefährliche Arbeit einen einfallen sollte, verrichten können. Die Kämpfe, in denen wir stehen, veranstalten. Und daß er, Stils Staatsstreich höheren zu überrascht und nehmen, soweit sie nicht gleich polemisch werden, wenn ihm die Gelegenheit eine sehr reservirte und abwartende Haltung ein. sind von entscheidender Bedeutung; und die Verhand günstig erscheint, dazu im stande ist, kann nur poli- Und das letztere fennzeichnet auch die allgemeine Stimmung Inngen des Reichstages über die sogenannte U mtischen Kindern und alten Weibern als unmöglich er- des Voltes: man wartet ab und ist reservirt. Man ist eben sturz vorlage, die jetzt in der Kommission sich abscheinen. Ein Ministerium Martinez Campos, wovon gespannt auf die ersten Handlungen der Regierung, welche fich spielen, bald aber im Plenum stattfinden werden, im Auslande viel gefabelt worden ist, war vollständig undenkbar, im wesentlichen auf folgende Punkte zu konzentriren haben: find von ganz besonderer Wichtigkeit.- Je größer aber die wenigstens solange noch liberale und konservative Glemente Wie wird sich die Regierung gegenüber dem Konflikte Verbreitung des Zentralorgans, desto größer sein Einfluß existirten, auf welche die Monarchie sich verlassen konnte. Man zwischen Militärgericht und ordentlichem Gericht in bezug auf und seine Wirksamkeit, und desto größer die Macht hat hier darum von einem Martinez Campos nur als die schwebenden Breßdelikte verhalten, und wie wird sie den und seine Wirksamkeit, und desto größer die Macht von einem äußersten Nothfall gesprochen und geschrieben, Artikel 7 des Militär- Strafgesetzbuchs, welcher sich auf Be der Partei. wozu vorläufig nicht die allergeringste Veranlassung vorlag. leidigung des Heeres bezieht, interpretiren? Werden Cortes und Die Redaktion des Vorwärts" wird bemüht sein, ihre Das wird den Lesern um so begreiflicher erscheinen, wenn ich sie Senat, Provinzial- und Stadträthe aufgelöst werden? Wird die Pflicht zu thun, und das Zentralorgan der Partei würdig darauf aufmerksam mache, daß eine Regierung Campos fo Regierung reaktionäre Gesetze in bezug auf die Freiheit der viel bedeutet haben würde, wie Belagerungszustand in Per- Presse und anderweitige freiheitliche Institutionen vorlegen? zu machen! ,, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sänmtliche Zeitungsspediteure, so wie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mart 10 Pfennige frei ins Hans. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für das Quartal entgegen.( Eingetragen in die Post- Zeitungsliste für 1895 unter Nummer 7128.) Mit dem 1. April eröffnen wir ein neues Abonne- manenz, Militärdiktatur sans phrase u. f. 1., kurz Reaktion Welche Vorschläge wird sie machen, um die tubanische Frage in ment auf den Vorwärts" sonder gleichen. Aber dazu hätte die Königin sich nie entschließen allgemein befriedigender Weise zu lösen? mit der illustrirten Sonntags- Beilage dürfen, wenn sie nicht ihren recht unsicheren Thron hätte auf's In bezug auf die erste Frage über die Zuständigkeit der Spiel sehen wollen; denn es ist allgemein bekannt, daß das Gerichte in den gegenwärtig schwebenden Prozessen wegen spanische Volt durch und durch republikanisch revublikanisch gesinnt Beleidigung des Heeres läßt fich fich wenig Positives ist, auch wenn die republikanische Organisation augen- fagen; dagegen lassen sich alle möglichen Bermuthungen blicklich arg danieder liegt, ja fast auf den Hund gekommen ist.| aufstellen. Um hierin möglichst sicher zu gehen, hat Doch das will nicht viel bedeuten. Sollte die Regierung es man folgende Thatsachen in betracht zu ziehen. Der jetzige unternehmen, dem Bolte straffere Bügel" anzulegen, so würde Justizminister ist der famose, man möchte sagen der berüchtigte wohl eine allgemeine Erhebung die Folge sein, und man würde Romero Robledo, welcher vor einigen Jahren als Kolonialfich, was bei dem spanischen Volfscharakter durchaus selbst minister compannia transatlántica", deren Hauptaktionär er verständlich ist, keineswegs von Opportunitätsrücksichten, sondern ist, mit Millionen unterstützte; man wird sich denken können, zu von elementaren Impulsen leiten lassen. welchem Zwecke dies geschehen ist. Romero Robledo ist derselbe Noch bis kurz vor Beendigung der Krisis war die Wahr- Mann, welcher vor nicht langen Jahren mit dem Räuberhauptscheinlichkeit eines liberalen Ministeriums größer, als die eines mann Andalusiens, dem berüchtigten Megares, die intimsten tonservativen; denn persönlich genießt Sagasta ein viel größeres Beziehungen unterhielt und ihm, wer weiß gegen welche VerPrestige als Canovas, dessen letter fläglicher Abgang Ende gütung, moralisch und materiell beschüßte. Daß man einem 1892 noch in aller Gedächtniß ist. Bei Sagasta sette man ferner solchen Justizminister, dessen moralische Qualitäten allgemein als voraus, und aus seiner bisherigen Politik fonnte man auch sehr wenig entwickelt gelten, mit dem größten Mißtrauen be auf das bestimmteste darauf schließen, daß er für reaktionäre gegnet, darf niemanden Wunder nehmen. Wenn er auch noch Maßregeln, welche der militärische Einfluß auf die Königin vor wenigen Tagen in den Cortes erklärt hat, daß einzig und gar zu gern herbeiführen möchte, nicht zu haben sei. Aber die allein die ordentlichen Gerichte in den genannten Schwierigkeiten müssen für die Liberalen so große gewesen sein. Beleidigungsprozessen zuständig sein fonnten, so wird daß es ihnen unmöglich war ,, cine Regierung zu konstituiren, doch niemand überrascht sein, wenn man erfährt, welche zugleich dem Herrn der Situation, Martinez Gampos, daß er als Minister seine Meinung geändert hat; denn ihm ist und den liberalen" Grundsätzen genügt hätte. alles zuzutrauen, und seine Ernennung hat daher überall EntIn unserem Feuilleton beginnt nach Schluß der eben begonnenen kurzen Erzählung: Bu Tode gehetzt", der Abdruck der geschichtlichen Erzählung: Berliner Märztage" von Michel Deutsch, auf welches Werk wir unsere Leser besonders aufmerksam machen. Redaktion und Expedition des Vorwärts". Feuilleton. [ Nachdruck verboten.] Zu Tode gehetzt! Eine Erzählung nach dem Leben von Franz Held. III. 8 Am andern Abend stand er dann auch richtig in seinem Hinterhalt. Man hatte, um die Attentäter irre zu leiten und zu überrumpeln, eine Stunde vor der gewöhnlichen Zeit zu Abend gegessen. Schwarz lud seine Doppelflinte mit Salz und schob dann den Lauf durch eine Lücke des zerbröckelten Ge mäuers. Die neue Scheune war keine hundert Schritte weit entfernt. Seine scharf zielenden Augen glommen glühend aus der zunchmenden Dämmerung, als lauere er auf ein Wild, das er auf den ersten Schuß niederstrecken müsse, wenn es ihm selbst nicht an's Leben gehen solle. An der äußeren Seitenwand, zwischen wüstem Himbeer gebüsch, hielten sich alle lebenden Seelen des Hofes verborgen. eilende Gestalten losfahren und ihnen über Stock und Stein nachstürzen. den Wenn ich ihn doch hier unter'm Absatz hätte Schuft! den Judas! Aber abwarten. Endlich einmal muß er doch zu seinem Lohn kommen. Wozu haben wir denn Der Großknecht und eine kouragirte siebzehnjährige Magd faßten sie denn auch wirklich ab. Denn die Gerichte?! Flüchtenden waren durch einige Ladungen Salz in die Hinter- Façade an schnellem Lauf gehindert gewesen. Die junge Magd drosch sofort auf sie los. Wer?! Wer ist es?"' Ran mit der Lumpenbagage!!" Schwarz schrie es; er hatte mittlerweile den glimmenden Strohwisch, der sich wieder an einer Stange gegen die Scheunenwand gelehnt vorfand, an der brennenden Torftohle, die in dem Stroh wiederum enthalten war, vollends in Brand gesteckt und leuchtete nun den beiden dingfest gemachten Brandstiftern ins Gesicht. Es war Weib und Tochter des Nobolski. Sperrt sie in den Schweinestall die Echweine bande!" wüthete Schwarz und gab ihm noch ein paar saftige Fauftschläge und kräftige Fußtritte mit auf die Reise. Der Frau Robolska linke Schläfe blutete stark. Die Tochter, eine große, üppige Brünette, hielt sich freischend die mit Salz gespickten hinteren Rundungen ihres Körpers. Weshalb nur? Um Himmels- Heilands- Jesu willen! Weshalb nur?!" *: * * Die Verhandlung gegen Kendelmann wegen Brandstiftung stand zwar vor der Thür. Aber Schwarz zögerte doch nicht, noch vorher die Denunziation gegen Frau und Tochter des Robolski wegen desselben Delikts einzureichen. Da tam er aber bei dem Amtsv.rsteher schön an! Herr Zwiebel hatte mit der junge. Robolska ein Ver hältniß. Sie war ein heißblütiges, naiv Ding von achte zehn Jahren und hatte sich dem feinen Herrn, der städtische Kleider trug, von allen höchlichst respektivt wurde und ihr auch hier und da ein kleines Präsent machte, ohne viel Sträuben hingegeben. Und nun sollte er sie verurtheilen?! Er hätte ja gegen sein eigenes Fleisch gewüthet! Nein, für so dumm mußte ihn denn doch keiner halten. Es war ihm schon empfindlich genug, daß sie infolge der empfangenen Salzladung für die nächsten Wochen das Bett hüten mußte. Schwarz hatte, ohne es zu ahnen, mit dem Salz- Schuß sich selbst getroffen. Denn dem Amtsvorsteher gingen dadurch in den bevorstehenden Prozessen ganz neue Lichter der salomonischen Weisheit auf. Jeht knackte es im Gebüsch. Schritte nahten kazenhaft vorsichtig. Sehen konnte man nichts, weil der Mond Frau Schwart hob die Schultern und schlug ein über's von Wolken bedeckt war. Es wurde etwas gegen die andre Mal die Hände über dem Kopf zusammen. Die Weiber zeigten sich schon bei der Voruntersuchung neue Echeune gelehnt soviel konnte man dem Geräusch Einem wegen lumpiger zehn Mark die Bude in Brand ganz außerordentlich geschickt in ihrer Vertheidigung. Sie entnehmen. zu stecken das stimmt doch nicht! sagte Schwarz. Kannst mußten von irgend welcher Seite her juristisch berathen Du Dir das denken, Frau, daß es das gewesen ist?" sein. Sie beschworen, daß sie nur zufällig vorüber gekommen Nein. Und so hartnäckig wieder zu kommen. Nein, seien, als Schwarz den Schuß abgab. ficher nicht! entgegnete fie. Ich glaube auch, der Rendelmann steckt wieder dahinter." Mit schwerem, ruckweisen Stöhnen wälzte sich der nasse Wind, daß die Bäume im Garten sich ächzend bogen. Jetzt ein Schuß frachte. " Ja, gewiß! Der Mordbrenner der! Er und kein andrer hat sie dazu angestiftet!" Wehrufe schallen in den Tumult der regendurchklatschten Herbstluft. " Packt sie! Packt sie!" schreit Schwarz aus Leibesfräften. Er schießt noch einmal blindlings in die Luft, während seine Leute wie Bluthunde Hals über Kopf auf zwei ent- herum. Schwarz trat bei diesen Worten mit dem Absatz den nur noch dicken Qualm versendenden Strohwisch aus und trampelte wüthend auf den verglimmenden Bruchtheilchen Der Amtsvorsteher konnte also weiter nichts machen ( ,, beim besten Willen nicht," wie er zu Schwarz sagte) und reichte die Denunziation überhaupt nicht beim Staatsanwalt ein. Dabei wollte sich Schwarz jedoch nicht bernhigen. Reisen Sie selbst hin, wenn Sie was von ihm wünschen!" schnauzte ihn Herr Zwiebel an. Meinen Sie, der preußische Staat hätte mich hier angestellt, damit ich fehen und Abscheu erregt. Ist die Rechtspflege bisher schon übrig bleiben, als die Kortes aufzulösen, wenn er mit seinen soll aus den Junkern werden, wenn sie sich nicht mehr die vollständig diskreditirt, so darf man jetzt auf die ärgfte Rechts- Ministern regieren will; denn er hat äußerst schwierige Auf Schädel zerschießen dürfen die ja nicht immer zu den beugung, auf die gröblichsten Verletzungen des Rechtsbewußtseins gaben zu lösen, was ihm die jetzigen Kortes unmöglich machen edleren Theilen gehören sollen? Und was soll aus den gefaßt sein. Bei allen Zeitungen ohne Ausnahme kann man werden. derartige Befürchtungen zwischen den Zeilen lesen, und unter Wir kommen zur dritten Frage, ob die Regierung reaktio- Nationalliberalen werden, wenn sie nicht mehr fulturden mir zu Gesicht gekommenen drückt besonders El Liberal" näre Gefeße vorlegen wird. Sie hat allerdings versichern lassen, kämpferisch ihren Liberalismus, der auf Erden längst todt ( gemäßigt republikanisch) ihren Argwohn in nicht mißzuverstehen- daß ihr dies fern liege; aber ihre Versicherung, eine träftige ist, wenigstens im Himmel und am Himmel bethätigen der Weise aus. Gefeßt den Fall, daß Romero Robledo seine Regierung(!) führen zu wollen, lassen gewiß entgegengesetzte tönnen? Die National- Zeitung", die am eifrigsten war, als es galt, die Scheite des Umfturzgesetzes zusammenzutragen, sie töhnt heute in einem dreispaltigen Leit-, Leid- und Jammerartikel ihren Schmerz aus. Ach auch das Betrügen will gelernt sein, wenn man nicht hineinfallen will. Meinung nicht ändern wollte, so wird er doch vielleicht oder Deutungen zu. Man kenut ja die Phrasen von fräftigen Re Und da stehen sie denn betrübten Herzens, die betrogenen höchst wahrscheinlich dem Druck der Militärbehörden, welche gierungen, mit welchen man politische Kinder über eine wirkliche Betrüger, und müssen zusehen, wie die fortgeschwommenen feineswegs gewillt sind, ihre Position aufzugeben, weichen leibhaftige Reaktion täuschen möchte; und hier besonders muß Felle von den abscheulichen Zentrumsmenschen weggefischt müssen; und diese Vermuthung gewinnt an Wahrscheinlichkeit, man gegenwärtig den Versicherungen der Regierung mit dem werden! wenn man bedenkt, daß der neue Unterstaatssekretär im größten Mißtrauen begegnen, steht doch immer noch, und wer Justizamt eine Militärperson ist. Wie auch immer die weiß für wie lange Zeit, das Gespenst der Militärdiktatur in Frage sich entwickeln wird, so steht doch soviel fest, Sichtweite. Daß aber eine Beschränkung der Befugnisse der daß man nirgends durch die Lösung derselben überrascht Schwurgerichte, welche in Preßdelikten große Kompetenz haben, sein wird. Zur Zeit des achttägigen Interregnums haben beabsichtigt ist, geht aus verschiedenen Zeitungen, besonders aus die Militärbehörden geschaltet und gewaltet, wie es ihnen„ El Heraldo" hervor. Die nächste Zukunft wird uns ja bald beliebt; sie haben zahlreiche Redakteure zitirt und viele verhaftet, Aufklärung schaffen. manche gar von einem Ort zum anderen schleppen lassen. So tamen Verhaftungen 2c. vor in Madrid, Barcelona, Reus, Tarragona, Alicante, Sevilla u. s. w. Man darf jetzt sehr gespannt darauf sein, ob noch weitere Verhaftsbefehle von den Militärbehörden erlassen werden, oder ob der neue Justisminister andere Instruktionen ertheilt hat. werden. " -G Dolitische Leberlicht. Arme National- Beitung"! " Die neue Regierung beginnt ihre Arbeiten, wie man sieht, unter einem äußerst schlechten Zeichen, und Canovas ist sich auch der schwierigen Lage vollauf bewußt. Man darf daher nicht überrascht sein, wenn es bald zu ernstlichen Stockungen in der wie sich die Zentrumsblätter mit der Thatsache abzufinden Das Zentrum beim Kaiser. Sehr interessant ist, Regierungsmaschinerie kommt; denn Canovas kann sich allem Anschein nach nicht mit Sicherheit auf seine eigenen Leute verlassen. suchen, daß die beiden Zentrumsleute aus dem Präsidium Was nun die zweite Frage, die eventuelle Auflösung der Zu der allgemeinen Abneigung, welche man gegen ihn hegt, zu des Reichstages am 1. April, zur Feier von Bismard's Bertretungskörperschaften betrifft, so läßt sich auch dazu wenig der Frostigkeit, mit welcher man seine Ministerliste aufgenommen Geburtstag, dem Kaiser ihre Aufwartung gemacht haben, sagen. Es ist allerdings vorauszusehen, daß man in hat, tommt noch die bittere Feindschaft der Silvelisten, um trotzdem ihr freisinniger Kollege tonsequenterweise dieser vielen Städten, unter anderen in Madrid, Valencia, feine Stellung zu erschweren, ja vielleicht recht bald unmöglich zu Feier fern geblieben war. Die„ Kölnische Volkszeitung" Granada die Stadträthe auflösen wird, eine machen. Die Silvelisten sind eine Fraktion der Konservativen, versucht dies damit, daß sie meint, es hätte mehr Muth regierungsgefügige Majorität zu erhalten, oder daß man aus welche sich aber von den Anhängern Canovas getrennt dazu gehört, unter den obwaltenden Umständen zu Hofe zu irgend einem Grunde verschiedenen Stadträthen einen Prozeß haben, seitdem er sich besonders zu den Anhängern Romero macht, um dann das nach der Verfassung zustehende Recht, die Robledo's hingeneigt hat, welche aus persönlichen Gründen gehen, als von Hofe wegzubleiben. Sie schreibt: Hälfte des Stadtraths durch höheren Befehl zu ernennen, ausgeschworene Feinde von Silvela und seinen Freunden sind. Herr Reinhard Schmidt, der neu gewählte Erste Vizezuüben. Wenigstens in Granada glaubt man allgemein, daß die Da nun aber das neue Kabinet einen durchaus Romeristischen präsident des Reichstages, ist bekanntlich verhindert", an der Regierung zu diesem Mittel greifen wird, da verschiedene Stadt- Charakter trägt( Bosch Fustegueras), so hat Canovas sich in den Audienz des Präsidiums beim Raiser theilzunehmen und verbringt räthe der genannten Gemeinde sich scheinbar der gröbsten Unter- eigenen Reihen einen unverföhnlichen Feind geschaffen. Und können die Verhinderungsgründe des freisinnigen Präsidenten seine parlamentarischen Ferien am Lago Maggiore. Wir schlagung schuldig gemacht haben. Alle Gouverneure und dieser Gegensatz wird nur zu bald in eklatanter Weise nicht prüfen, da wir sie nicht kennen; möglich, daß das Datum Bürgermeister aber, soweit sie nicht schon freiwillig ihre Ent zum Ausdruck kommen; denn die plötzliche Verhaftung laffung eingereicht haben, werden binnen turzer Zeit sammt und eines silvelistischen Redakteurs wird nicht ohne Folgen bleiben. des Empfanges( 1. April) auf Herrn Schmidt verhindernd einsonders entlassen und durch neue konservative Elemente erfeßt Silvela wird mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gewirkt hat. Ueberaus befremdlich würde sein Verhalten jedenfalls Canovas gegenüber Opposition machen und darin die lebhafte sein, wenn sich die Angabe bestätigen sollte, daß er dem HofmarschallEs ist kaum anzunehmen, daß die Kortes nicht aufgelöst Unterstützung der Liberalen, Republikaner 2c. finden. Vielleicht Amte seine Verhinderung angezeigt habe, ohne seine Präsidialwerden, da es unwahrscheinlich ist, daß Canovas mit denselben wird es auf diese Weise dahin kommen, daß Canovas fich nicht stellung müssen wir sagen, daß uns sein Verhalten dann wenig wird regieren können, selbst wenn er persönlich den besten Willen mehr zu helfen weiß. dazu haben sollte. Für einzelne seiner Mitarbeiter ist aber ein Und dann? Ja, dann ist Martinez Campos der imponirt. Die Freifinnige Volkspartei wird vielleicht sein Ferntalter Empfang und eine unausgesette Obstruktions- einzige rettende Engel! Dann giebt es nur noch Staatsstreich und bleiben sehr schön finden und der Ansicht sein, er habe„ Männerpolitit über jeglichen Zweifel erhaben. Dies gilt in Revolution. Die Republit ist in Spanien vielleicht näher, als stolz vor Königsthron" bewiesen. Andere Leute werden vielleicht hervorragendem Maße für die Minister Castellano und man denkt. sagen: man werde einer schwierigen Lage nicht dadurch gerecht, daß man sich ihr durch Abreise entzieht, sondern daß man auf Bosch Fustegueras, Rolonial resp. Kultusminister. Der feinem Poften bleibt; unter den gegebenen Umständen habe mehr erstere hat noch gar keinen Namen; er ist ein Neuling auf dem Muth dazu gehört, am 1. April zu Hofe zu gehen als nach Ministersessel. Er ist aber Bantier und amigo intimo von Ballanza. Bei Herrn Schmidt sei die Vorsicht der bessere Canovas. Trotzdem kann niemand das Befremden darüber unterdrücken, daß Canovas gerade ihn zum Kolonialminister erTheil der Tapferfeit gewesen, und seine Abstinenz sei um so nannt, da er in Kolonialfragen vollständig inkompetent ist und Der 1. April 1895 war ein Ehrentag des weniger als eine That aufzufassen, als es unter den gegerade gegenwärtig der Posten eines Ministers für Kolonien, deutschen Volks. Alles, was Macht, Reichthum und nicht auf den Ersten Vize- Präsidenten antam. gebenen Umständen zunächst auf den Präsidenten, und Go viel angesichts der Kriege auf Kuba und den Philippinen, nicht nur sonst materiellen Einfluß hat, mühte sich ab, den 80. Ge- ist sicher: wäre das gesammte Präsidium verhindert" ge einen tüchtigen, sondern vor allen Dingen einen durchaus er burtstag des schlimmsten Despoten der Neuzeit zu einem wesen, so würde die Bismarckpresse alsbald in den Triumphruf fahrenen Mann erfordert. Man hält darum die Ernennung Boltsfest zu machen. Allein das Volk hat allen ausgebrochen sein:" Dieses" Präsidium hat feine Rourage im Castellano's zum Kolonialminister für einen argen Mißgriff, ober man glaubt, daß er nur ein vorgeschobener Mann ist, Demagogenkünften allen Ueberredungen und Verlockungen Leibe. Herrn Schmidt dürfte diese Kritit nicht erspart bleiben, da Canovas gewillt sei, die Kolonialpolitit selbst zu leiten; widerstanden. Es überließ es seinen Feinden, vor ihrem am wenigsten, wenn er wirklich ohne Befragen seiner Kollegen demgegenüber betont aber" El Liberal" mit Recht, daß in Häuptling auf dem Bauche zu rutschen und nahm die v. Buol und Spahn gehandelt hat. diesem Fall der Minister sehr überflüssig sei, da er viel Geld Schmach nicht auf sich, seine eigene Schande zu feiern. Die in der Frage, wie es scheint, besser informirt ist, haut nicht Die Berliner, Germania", die an der Quelle sigt und tofte. Man wird ja ſehen, welche Bedeutung Castellano uns vorliegenden Nachrichten aus allen Theilen von in den Debatten über die tubanische Frage haben und was Deutschland stimmen darin überein, daß das Volk überall, auf Schmidt, sondern sucht den Hofgang des Zentrums für Maßregeln er für die Beendigung des Krieges ergreifen wo es eins giebt, sich dem Rummel ferngehalten hat. mit irgendwelchen geheimnißvollen Verhandlungen hinter wird. Kann man diese Ernennung nicht begreifen, so findet man den Koulissen zu erklären. Sie schreibt orakelhaft: noch viel weniger eine Erklärung für die Ernennung des famosen hat das deutsche Volk den Beschluß seiner spöttischen Bemerkungen und allerlei Infinuationen wegen des So hat der 1. April den 23. März bestätigt Mittelparteiliche Blätter gefallen sich in höhnischen und Bosch Fustegueras zum Kultusminister. Dieser ist jener berühmte Bürgermeister von Madrid, welcher vor etlichen Jahren Vertreter ausgeführt. Empfangs des Reichstags- Präsidiums durch den Kaiser bei der öffentlich gebrandmarkt wurde, weil er gar zu oft und gar zu heutigen Bismarc- Tafel im weißen Saale und wegen der EinDie betrogenen Betrüger gründlich die Stadtkasse irrthümlicherweise für seine Privatfo tönnte man ein ladung des Präsidiums zu dieser Tafel, zu der übrigens alle drei fchatulle gehalten hatte; seine Schande war derart, daß sein Lustspiel betiteln, das die wunderbar komische Geschichte der Berliner Barlamentspräsidien( Reichstag, Abgeordnetenhaus und intimer Freund, der damalige und jetzige Ministerpräsident pechreichen Um sturz vorlage behandelt. Beiläufig ein Herrenhaus) und alle Spitzen der Berliner Behörden u. dergl. Canovas, mit seinem ganzen Ministerium über ihn stolpern prachtvoller Luftspielstoff! Die beiden Parteien, die, in der geladen sind. Vielleicht antworten wir den spöttelnden, Herrn mußte. Und jetzt ist er wieder Minister? Das klingt unglaub- Absicht, erst das Publikum und dann einander zu betrügen, noch ausführlicher, zunächst aber möchten wir ihnen zu lich; nun, man wird auch nicht verfehlen, ein wachsames Auge den Umsturzspektakel in Szene setzten und unter sich mit bedenken geben, ob nicht ihre meisten Bemerkungen weniger das auf ihn zu haben und die geringste Blöße, welche er sich geben Augurengelächter über das dumme Volt die furchtbaren Präsidium treffen, als den Kaiser, von dem die Einladung ersollte, in das hellste Tageslicht der Deffentlichkeit zu bringen. Die drei Minister Romero Robledo, Castellano Gefahren des Umsturzes an die Wand malten, sind gangen ist, und dem nun als Gastgeber Absichten untergeschoben gerben, Die man in der Regel dem Einladenden seinen Gäſten und Bosch Fusteguera 3 werden Canovas besonders im selber in die von ihnen gegrabene Grube gefallen, gegenüber nicht zumuthen zu dürfen glaubt. Wir möchten die Parlamente viel zu schaffen machen; Zeitungen wie„ El Im- und stecken: die Konservativen in dem Schraubstock spöttelnden Herren ferner fragen, ob sie die Form der Einladung parcial" sprechen drum von dem jetzigen Ministerium," al3 von des Duellparagraphen, die Nationalliberalen im fennen, und ob sie wissen, was gleich nach der Einladung einem unmöglichen. Es wird deshalb Canovas nichts weiter Schraubstock des Religionsparagraphen. Was von sehr kompetenten Stellen aus geschehen ist? Können Berlin, 2. April. fo Das Gerichtszimmer war hell von der Sonne durchleuchtet, als könnte hier auch das Verborgenste nicht geheim bleiben. Auf den Bänken für das Publikum saßen nur einige alte Weiber. Die arbeitsfähige Einwohnerschaft hatte auf den Feldern zu thun. für Ihre Krakehlereien die Zeit verlieren? Sie abgefeimten Busammenstoß auf dem Kleefelde gehabt hatte. Sie waren Händelsucher und Prozeßmeier kennen wir jetzt schon ge- erschienen. nügend!" Dem Schwarz war aber in seinen bedrängten Vermögensverhältnissen die Fahrt zu theuer. Auch wagte er nicht mehr, eine Nacht durch von seinem Besißthum fort zu bleiben aus Furcht vor neuen Angriffen seines Feindes. Allein wie erstaunte er, als er einige Tage später bei einem Gang durch den Gemüsegarten von einem hastig schreitenden Gendarm eingeholt und für verhaftet erklärt wurde, um kurzerhand vor's Schöffengericht geführt zu werden. Er hatte sich zuerst geweigert, dem Gendarm zu folgen, aber der zeigte ihm den Haftbefehl vor. Wegen Todtschlagversuchs" stand darauf. Was?! Jch?! Todtschlagverfuch?" Haben Sie vielleicht nicht geschossen?" fragte der Gendarm barsch. Wenn sie mir Haus und Hof niederbrennen wollen soll ich mich denn da nicht vertheidigen dürfen?!" Durch den weithin schallenden Wortwechsel und die im Sonnenglanz blinkende Helmspitze aufmerksam gemacht, war seine Frau herbeigelaufen. Reg' Dich nicht so auf, Mann-" " Ist denn vor Gericht alles möglich?!"" " Es hilft ihnen fa doch nichts!" begütigte seine Frau. Geh nur mit. Recht muß Recht bleiben!" Das sah er ein. Er folgte gutwillig dem Gendarm. Und in der That, auf das Zeugniß seiner Leute hin, baß er nur in Abwehr eines wiederholten Hausfriedensbruchs und Brandstiftungsversuchs gehandelt habe, wurde er von den Schöffen anstandslos freigesprochen. Die Kosten der Rückreise wurden ihm aber nicht vergütet, ebenso wenig der Zeitverlust. Einige Wochen später fand der Termin statt in der Brandstiftungsfache gegen Kendelmann. Halten Sie den Rand!" schrie der Amtsvorsteher. " Ist denn das keine Bestechung? Wir kennen Sie jett". " Kann man denn jemanden bestechen, die Wahrheit zu sagen?!" Ich an Ihrer Stelle," donnerte Zwiebel, statt hier ein großes Maul zu haben, ich würde eingestehen, daß ich es gethan habe. Es hilft Ihnen ja doch nichts! Wir haben die Beweise in Händen." 〃 Nur die Schöffen hätten eine Kontrolle ausüben können. Aber sie alle waren von Kendelmann, dem reichsten Grund- Schwarz war aufgesprungen. Sein großer, mächtiger besitzer der Gegend, wirthschaftlich abhängig oder doch durch Körper zitterte heftig. Eine fahle Blässe deckte sein sonst allerlei Rücksichten in ihrem eigenen Interesse gezwungen, so geröthetes Gesicht. ein Auge, oder auch beide, zuzudrücken. Der Amtsvorsteher Herr Amtsvorsteher!" sagte er toulos. Vierzig Jahre wußte das ganz genau und brauchte sich also gar nicht weiter lang hab' ich als unbescholtener Mann gelebt. Kein Mensch zu geniren. fann mir was nachsagen, auch nur das geringste nicht! Fran Schwart machte als Hauptbelastungszengin den Nun schön, ich hab' über meinem Bett' nen geladenen ReAnfang mit ihrer Aussage. Sie wollte das Gespräch volver hängen--" zwischen Kendelmann und dem Bauunternehmer Knauth, Was hat das hier für Wichtigkeit? Sprechen Sie zur das sie belauscht hatte, auf ihren Eid nehmen. Aber als Sache oder ich entziehe Ihnen das Wort!" brauste der Ehefrau des Klägers wurde sie auf Antrag des Amts- Amitsvorsteher auf. anwalts nicht zum Eide zugelassen. in " Es gehört zur Sache!" entgegnete Schwarz möglichst Ebenso konnte die Aussage der kleinen Anna, den ruhig. Wenn ich wüßte, daß ich so was auf dem Geersten, Abwesenheit ihrer Eltern inszenirten wissen hätte Sie wollen ja den Spieß umkehren lieber Brandstiftungsversuch betreffend, nicht beeidigt werden, weil wie hier vor Gericht als Verbrecher zu stehen, lieber drückt das Mädchen minderjährig war. ich den Revolver hintereinander auf meinen Kopf los!" Mein Mann ist kein Verbrecher!" rief Frau Schwarz angstvoll und leidenschaftlich. Sie kennen ihn nicht! Er ist der beste Mann von der Welt!" Dagegen sagte Stobolski aus, Schwarz hätte ihn durch ein Geldgeschenk von zehn Mark bestechen wollen, gegen Kendelmann aufzutreten. Das ist wesentlich!" wandte sich der Amtsvorsteher an die Schöffen. Aber Robolski war mit seiner Aussage noch nicht zu Ende. Er wußte zu melden, daß Schwarz am Abend des Brandes mit einem brennenden Licht auf seinen Boden ge gangen sei. Er hätte es selbst gesehen. Der Instmann bestätigte diese seine Wahrnehmung. Schwarz fuhr in die Höhe: ,, Aber da ist ja tein wahres Wort dran, Sie infamer Lügenpelz!" Der Beklagte hatte den Amtsanwalt zu seinem Vertheidiger genommen, da dieser ja der einzige Anwalt des ,, Schweigen Sie!" donnerte der Amtsvorsteher ,,, und Dertchens war. Als Zeugen des Schwarz waren an- beleidigen Sie nicht vor dem ganzen Gerichtshof Leute, die wesend: seine Frau, sein Dienstmädchen Gottliebe, seine als honett bekannt sind!" Tochter Anna. Auch war auf sein Verlangen die Der Robolsti honett! hahaha!" Schwarz brach Ladung des Bauunternehmers Knauth beschlossen worden. in ein schrilles Gelächter aus. Die zehn Mark, mit denen Der hatte aber wegen Krankheit" nicht kommen können.. ich ihn soll haben bestechen wollen die ist er mir Als Entlastungszeugen hatte Kendelmann den Robolsti längst schuldig. Ich habe sie ihm nur erlaffen wollen, vorgeschlagen und den Instmann, mit dem Schwart den wenn er aussagen würde, was er gehört hat, nichts weiter " Ach was! Faule Ausreden! Er hat's doch gethan! Rein and'rer!" Der Tonfall Zwiebel's war nicht liebenswürdiger geworden. Schwarz' Geduld war zu Ende. Aus seiner Blässe wurde plöhlich eine tiefe Röthe. Wenn Sie so was thun wollen, Herr Amtsvorsteher, so ist das Ihre Sache; aber ich Seine Unfehlbarkeit schoß wie der Blik in die Höhe. Wa..a? Was erdreisten Sie sich Kerl?! Wie können Sie sich unterstehn, den Vorsitzenden eines hohen königlich preußischen Gerichtshofs--?!" Maun-" Wie können Sie sich unterstehen, einen unbescholtenen Aber der Gestrenge ließ ihn nicht ausreden. Auf seinen Wink packten die beiden Gerichtsdiener den Schwarz von hinten bei beiden Schultern. Er suchte sie ringend von sich abzuschütteln. Sie auf diese beiden Fragen nicht mit Ja antworten, so haben Nemesis. Der erste April ist vorbei. Die Natur, oberste Arbeitsrath mit der Frage der Gewinnbetheiligung zu fie allen Anlaß zu schweigen. halte das ihrige gethan es war ein herrlicher befaffen haben. Und da wird das Ergebniß wohl sein, daß die Sehr geheimnißvoll! Hat man den Zentrumsherren von Frühlingstag und wer das Herz auf der richtigen Stelle Unternehmer ihre Arbeiter an dem Reingewinn der Unternehmung der sehr kompetenten Stelle" vielleicht versichert, daß das hat und eine gesunde Lunge, der konnte sich draußen im theilnehmen lassen können. Ja, wenn der oberste Arbeitsrath so radikal fortfährt, dann erleben wir es vielleicht noch, daß er sich Reichstagspräsidium bei Hofe keinen Empfang finden würde, Freien der Natur freuen und frisches Leben und heiteren zu einem Entwurf aufrafft, welcher bestimmt, daß alle Unterähnlich dem der Forckenbeck'schen Brunnendeputation? Damit Sinn einsaugen. Aber wer sein Denken auf Werke der nehmer ihren Arbeitern den vollen Arbeitsertrag geben können. hätte dann die„ kompetente Stelle" vielleicht gleich zwei Finsterniß" und des Menschenhaffes gesetzt hat und Wenn sich dann noch immer nicht die Arbeiter zufrieden geben Fliegen mit einer Klappe geschlagen, indem sie das Zentrum mit wüstem Geschrei die Luft zu erfüllen liebt, werden, dann werden sie den sichersten Beweis geliefert haben, Durch den in Aussicht gestellten höflichen Empfang noch mehrlund kann sich des Frühlings nicht freuen. Er hat daß sie unersättlich sind und den obersten Arbeitsrath garnicht noch sicherer für die Umsturz vorlage engagirte und indem nur Freude an dem, was anderen schadet, stärkt sich, weil verdienen. " sie der etwas peinlichen Situation vorbeugte, in die der ihm der innere Halt fehlt, durch starte Getränke, berauscht Schweden und Norwegen. Die Verfassungs- und Ver Raiser wohl gerathen wäre, wenn auf seine Einladung hin sich außerdem in seinem eigenen Geschrei, und der Orgie waltungsfragen sind immer noch in der Schwebe. Wie jetzt alle drei Reichstags- Präsidenten dankend abgelehnt hätten folgt selbstverständlich der Kazenjammer. Die nationale gemeldet wird, antwortete der König am Sonnabend auf die und gar keiner gekommen wäre. Orgie, die unsere Hurrah Patrioten für den 1. April Aufforderung des Ministeriums, der König möchte sich wegen der Nun, sei ihm, wie ihm sei. Jedenfalls sind die beiden dieses Jahres veranstaltet hatten, konnte keine Aus Bildung des neuen Kabinets an die Partei der Linken wenden, Muthigen" bei Hofe ganz reputirlich behandelt worden. nahme machen, sie endete mit einem Raßen- daß das nicht geschehen würde, nachdem der Führer der Linkenpartei, Storthings- Präsident Steen, es in der Sigung vom Freitag Die„ Germania", in dieser Angelegenheit wohl offiziös, jammer, und der Kazenjammer ist von ungewöhnlicher unterlassen hätte, den Storthingsmann Rinde zur Ordnung zu Straft. Und das ist nicht zum Verwundern, denn eigentlich rufen, als dieser äußerte, die oberste Leitung der Bertheidigung Das Präsidium des Reichstages, bestehend aus dem Prä- sind es zwei Kazenjammer. Unsere Hurrah- Patrioten, die Norwegens sei einem fremden Manne aus fremdem Lande anfidenten Frhrn. v. Buol Berenberg und dem zweiten Vize- fich auf ihre Orgie durch eine Probe- Drgie vorbereiten vertraut. präsidenten Spahn- der erste Bizepräsident Abg. Schmidtberichtet: In Spanien fann die von den 300 standalirenden Offizieren partei der Einladung zum Empfange feine Folge geleiftet gefangen, und so tam es, daß sie, als der eigentliche so heldenhaft" angeschnittene Frage bezüglich der Bestrafung Bingen hatte auf einstimmigen Beschluß der Freisinnigen Volks- wollten, hatten eben unvorsichtiger Weise zu früh anwurde gestern Abend kurz vor dem Beginn der Galatafel im Rummel begann, schon einen fürchterlichen Katzenjammer von Armeebeleidigungen noch immer nicht zur Ruhe fönigl. Schlosse vom Kaiser empfangen. Der Reichsfangler hatten. Ein fürchterlicher Katzenjammer vor der Orgie. fommen. In der Montagssigung des Senats erklärte Marschall Fürst Hohenlohe stellte die beiden erschienenen Präsidenten in Dann eine Drgie, ohne jeglichen Geiftesblig, der Martinez Campos, die Anwendung des Militär- Strafgefeßes der Bildergallerie dem Kaiser vor, welcher dieselben huldvollst die Dünfte des armen, verfaterten Hirns hätte wegfegen auf die Journalisten sei auf den früheren Kriegsminister Lopez und freundlich begrüßte und dem Wunsche Ausdruck gab, daß der können, und zum Schluß der neue fürchterliche Katzen- Dominguez zurückzuführen. Groizard erwiderte, daß die Liberalen Reichstag unter ihrer Leitung eine energische Thätigkeit entfalten jammer auf den alten gepfropft das könnte selbst Einen niemals gestatten würden, daß Preßvergehen vor die Militärmöge. Der Empfang dauerte nur wenige Minuten. Das von der National- Zeitung" verbreitete Gerücht, der Kaiser habe den erbarmen, der einen Mühlstein in der Brust trägt. Sie gerichte gebracht würden. Lopez Dominguez führte aus, daß die Anwendung des Militär- Strafgesetzes vollkommen gesetzmäßig Herren v. Buol und Spahn gegenüber sein Bedauern ausgedrückt, war grausam, die Nemesis; so tief wir dieses Bedientenvolt gewesen sei. daß sie aus so trüber Beranlassung den Reichstag bei diesem auch verachten, ein tiefes Mitleid beschleicht uns doch beim Feste verträten", entbehrt vollständig der thatsächlichen Unterlage. Anblick dieses beispiellosen Bildes des Jammers und des Na also. Am Ende haben sich die Herren bei Hofe Katzenjammers. noch ganz gut amüfirt- trotz dem 23. März. Im Abgeordnetenhaus wurden heute nach Erledigung Heinerer Vorlagen die zweite Berathung des Gerichtskoftengesetzes fortgesetzt und zu Ende geführt, ebenso die Gebühren- Ordnung Notare. Bu irgendwie bentertenswerthen Debatten tam es nicht. Nächste Sigung Mitt woch. ins Die Blätter theilen jekt auch über die Bewegung auf Kuba mehrere bis jetzt verheimlichte Ginzelheiten mit, denen zufolge der Aufstand für den 24. Februar von sechs Provinzen zugleich geplant war. Die Verschworenen verfügten über gute Waffen; auch sollen dem Generalgouverneur Galloja die Vorbereitungen bekannt gewesen sein, er soll sich aber von deren Wichtigkeit nicht haben überzeugen lassen. Angesichts der immer drohender werdenden Lage auf Kuba schifft sich nun der Marschall Campos heute, am 2. April, in Cadix nach Ruba ein. Er will in Bayamo landen und sich mit seinem Generalstab direkt nach dem Zentrum der Operationen begeben. Eins ist sicher, daß er schwere Arbeit finden wird. Der Von den Friedensunterhandlungen in Ostasien. Russischen Telegraphenagentur" wird aus chinesischer Quelle gemeldet, daß schlechte Witterung und Krankheiten in der japanischen Armee, sowie das Austreten der Flüsse die Fortsetzung des Strieges aufs äußerste erschwerten und auf den Gang der Friedens. unterhandlungen günstig einwirkten. Durch die Forderungen der Japaner, nämlich die Zahlung einer Kriegsentschädigung von alung einer Kriegsentschädigung von 700 Millionen Yen unter Besetzung Pekings bis zur völligen Abzahlung, und die Abtretung eines Theiles der Mandschurei würde andererseits die Hoffnung auf baldigen Abschluß des Friedens sehr beeinträchtigt. Das politische Verständniß. Die Kölnische Volks zeitung" schreibt über die Aufmerksamkeit, die die oftelbischen Konservativen mit ihren Wünschen und Beschwerden bei der Regierung finden, und beklagt es, daß darüber die immer bringender werdenden sozialpolitischen Forderungen der Arbeiter vergessen werden. Sehr richtig schreibt sie dann: Die Stimmung in den sozialdemokratischen Maffen sollte unsere Staatslenker viel mehr zur Aufmerksamkeit anregen. Noch Die Agrarier haben immer noch Oberwaffer! nie hat der 18. März so viele Kränze an den Gräbern der Mag auch von oben herab einmal eine Strafpredigt ge- März- Gefallenen gesehen, wie heuer. Behntausende pilgern noch jetzt immer nach dem Friedrichshain, um ihr revolutionäres halten werden, wie in Königsberg, mag auch von fen- Gemüth an den Vorbildern jener Tage aufzufrischen. Alle Gänge sationellen Agitationen" gesprochen werden, mögen auch der an den Gräbern sind voll von Kränzen, daß nur noch wenige Kaiser, die Regierung und schließlich auch prompt der plazirt werden fönnten. Wer die Massenbesuche im Staatsrath den Antrag Kaniz" ziemlich unsanft haben Friedrichshain gesehen hat, blirfte ihnen wenn er überhaupt dürfte lifte inner bie in Wasser fallen Lassen, trogalledem und politisches Verständniß hat ungleich mehr Bedeutung zu alledem: die Agrarier, die Großgrundbesizer, schreiben, als den Bismarck- Kommersen der Bourgeoisie und ihres die Feudalen spielen im Staat immer noch und immer Anhanges." wieder die erste Rolle. Aus ihren Kreisen und nur Ja, das politische Verständniß!, aus ihren Kreisen rekrutirt sich immer wieder, und Denunzirunterricht. In einem kleinen Soldaten Aus Amerika. New- York, 19. März. Das ganze mögen sie auch noch so stark frondiren, der fatechismus Dienstunterricht für den Infanteristen des Intereffe der Genossen, besonders des Oftens, ist gegenwärtig preußische Verwaltungsapparat. Das zeigt sich jetzt wieder deutschen Heeres" findet sich folgende Stelle: sed auf die bevorstehende Munizipalwahlin Paterson geeinmal und nur wegen der Kanizerei der letzten Tage Wenn jemand es wagen sollte, in Gegenwart eines richtet, von deren günstigem Ausfall eine wesentliche Anregung macht der Fall einiges Aufsehen da ein wüthender Vor- Soldaten unehrerbietig vom Kaiser, dem Landesfürsten, oder zum Eintritt in die Wahlbewegung im allgemeinen erwartet tämpfer des Antrages Ranig" und Mitglied der äußersten deren Angehörigen zu sprechen, so hat der Soldat sofort unter wird. Wie stark das Interesse für die Vorgänge in der SeidenRechten des Reichstags, der Landrath v. Holleuffer, Angabe von Namen und Stand des betreffenden direkt seinem Stadt", speziell in den angrenzenden Staaten ist, gebt" daraus als Beamter ins Ministerium des Innern berufen worden Kompagniechef darüber Meldung zu machen, damit die Unter- hervor, daß im Laufe der letzten Woche allein hier in New- York suchung wegen Hochverraths, bezw. ist. Und da sollen die Agrarier nicht ruhig weiter frondiren geleitet werden kann. Später, wenn der Soldat als Reservist für den Mayors.( Bürgermeister-) Posten nominirte Genoffe suchung wegen Hochverraths, bezw. Majestätsbeleidigung ein- rund 500 Dollars für die dortige Wahl eingegangen sind. Der geleitet werden kann. Später, bean. und siegesgewiß verkünden:" Der Antrag Kanig kommt Fred Ball ist ein geborener Engländer; fein Vater ist Seidenwieder mit tödtlicher Sicherheit!" weber und etablirte nach seiner Ueberfiedlung in Paterson eine fleine Fabrit, die heute noch besteht und in der sein Sohn biz zu feinem zwanzigsten Jahr ebenfalls arbeitete, sich dann aber als Musterzeichner ausbildete. Geistesperlen aus Friedrichsruhe.„ Der deutsche Charakter hat fein Bedürfniß nach Herrschaft und Vorrecht" predigte Bismarck den Studenten. Ob er sich wohl für einen deutschen Charakter hält? Und weiter orafelte er: Die deutschen Fürsten haben für die deutsche Einheit die meisten Opfer gebracht." Das war wohl der Grund, daß sie sich so heftig gegen die Einheit gefiräubt haben? Daß der König von Preußen noch 1849 gegen die deutsche Einheit zu Felde zog und die Vorfämpfer der Einheit standrechteln ließ? Daß der spätere König von Breußen Deutschland erst in Stücke zerriß, ehe er das ihm gehörige oder in seinem Machtbereich liegende Stück Deutschland preußisch einigte"? お か " Mit welchem Recht?!" würgte er heraus. Sie sind verhaftet!" schrie der Amtsvorsteher. bringenden Berdachtes der Brandstiftung und der absicht- hier!" Er warf einen Stempelbogen auf den Tisch. Das ist der Haftbefehl!" " " oder Wehrmann sich im Zivilverhältniß befindet, hat er in folchem Falle fofort dem nächsten Polizisten bezw. der Orts behörde die Anzeige zu machen unter Angabe auch des eigenen Namens und der etwaigen Zeugen." In bürgerlichen Kreisen pflegt man den Denunzianten mit dem größten Lumpen auf eine Stufe zu stellen. Passauer Reichstagswahl. Ein Vergleich der bei der legten Erfahwahl für die verschiedenen Parteien abgegebenen Stimmen mit denen der Hauptwahl im Jahre 1893 stellt sich folgendermaßen: Zentrum Bauernbund Nationalliberal Demokraten Sozialdemokraten 1893 6712 6024 1895 8817 Stimmen 2 043 915 877 634 847 " 13 499 Stimmen zusammen 15 386 " Auch in St. Louis haben die Genossen beschlossen, in die Munisipalwahl- Kampagne einzutreten, wo die Partei über ein, von A. Heppner redigirtes Organ verfügt. Das Obergericht des Staates Ilinois hat in einem Prozeßfalle das Acht stunden Gesez für Frauen, dessen Durchführung von unsrer Genossin Florence Kelly als ChefFabrikinspektorin nach Kräften überwacht worden ist, für untonstitutionell" erklärt, zugleich auch das Nebengefeß, welches bezügl. Ausführung jenes eine bestimmte Summe festsetzt. Gründe find noch keine befannt gegeben, doch wird es sich wieder einmal um die persönliche Freiheit" handeln, d. h. darum, daß jeder Mensch das Recht habe, sich unbeschränkte Zeit ausschinden zu laffen. " Den stärksten Zuwachs hat also das Zentrum, und auch Bisher ist es übrigens überall fast allen derartigen Gesetzen die Sozialdemokratie ist in dem ländlichen Wahlkreis um zirka so gegangen, deren Bestimmungen derart klare waren, daß sie Wegen 33 pet. gestiegen. Die Stimmen für den Bauernbündler sind arg von den Unternehmern nicht einfach umgangen werden konnten. Flucht zurückgegangen. Ein schlechtes Beichen für den Antrag Kanit"! Und dies bezieht sich auch auf Massachusetts, welches als Musterstaat" in bezug auf Arbeiterschutz- Gesetzgebung gilt; die Die Bauern und der Antrag Kanik". Eine Versamm Aufklärungen, welche der Präsident der Staatsorganisation der lung des oberbayerischen Bauernbundes, welche am Sonnabend Federation of Labor", Sheehan, über die Vorgänge in der in München stattfand und einen„ bayerischen Bauern und Legislatur gegeben( in die er nebst mehreren anderen ArbeiterBürgerbund" tonstituirte, sprach sich mit Entschiedenheit gegen Repräsentanten als Kandidat einer der kapitalistischen Parteien den Antrag Raniz" aus und verurtheilte die Berbindung, in gewählt worden war), verbreiten darüber helles Licht. welche der niederbayerische Bauernbund mit Frhrn. v. Thüngen Er schlug mit der geballten Faust auf das offenbar schon vor Beginn der Verhandlung fertig gestellte Dokument, so heftig, daß das Wasserglas überschwippte und die Vorfigendenglocke in ehrerbietigem Bittern vor dem Born- eingetreten iſt. ausbruch des Dorfgewaltigen ein leises Klingeln von fich gab. Die beiden alten Weiber im Zuhörerraum betreuzigten fich, wie wenn ein Gewitter heranrollt. Ich werde schon noch zu meinem Recht kommen!" rief Schwarz, indem er sich von den Gerichtsdienern ohne rief Schwarz, indem er sich von den Gerichtsdienern ohne Sträuben abführen ließ. Auf Wiedersehen!" Seine Frau jammerte hinter ihm her. Parteinachrichten: Zum Kampf ums Gemeindewahlrecht in Belgient. Am Montag veranstaltete die Arbeiterpartei eine Rundgebung gegen Von der Agitation. Genosse Gerisch sprach am das Gemeindegefeß. Ein Aufzug von 5000 Mann bewegte sich 31. März vor einer sehr gut besuchten Versammlung in Gaffen durch die Stadt, ohne daß Zwischenfälle vortamen. Unter freiem( Lausitz) über die Umsturzvorlage. Einmüthig stimmte die VerSimmel fanden eine Reihe von Versammlungen statt; die sammlung einer Protestresolution gegen die Umsturzvorlage zu. Sozialistenführer hielten dabei Ansprachen, in denen sie, die In Freienwalde a. D. fand am selben Tage eine gut Arbeiter aufford teren, den Beschluß des Arbeiter- Generalrathes in besuchte Boltsversammlung statt, in welcher Genosse Bruns= Sachen der Abstimmung über das Gemeindegesek, welches jetzt Berlin über das gleiche Thema referirte. Auch hier gelangte der Kammer vorliegt, zu befolgen. Ueber die Aussichten des nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag eine der Kammer vorliegenden reaktionären Wahlgesetzes läßt sich noch Resolution gegen die Umsturzvorlage zur Annahme. nichts sicheres voraussehen. 1 Aber damit begnügte sie sich nicht. Sie kam sofort bei dem Landgericht in Allenfeld, wohin man ihren Mann transportirt hatte, ein und führte aus, Robolski sowohl wie Ferner wird in einer Depesche vom 2. April aus Brüssel Als Kandidat für den Landtag in Sachsen Atenburg ist der Instman seien persönliche Feinde des Beklagten; man möge gemeldet: In der Kammer verlas heute Defuisseaux eine Erklärung, im 2. Wahlbezirk( Schmölln, Ronneburg) von feiten der Sozialihn freigeben, da er in seiner Wirthschaft unentbehrlich sei. wonach der Generalrath der Arbeiterpartei angesichts der demokraten der Genosse Käppler in Altenburg aufgestellt Haltung der Regierung und der großen militärischen Vor- werden. In der That wurde er nach 4/ 2tägiger Untersuchungslichtsmaßregeln beschlossen habe, einstweilen von dem projektirten, haft im Magistratsgefängniß zu Allenfeld, weil er fort allgemeinen Ausstand abzusehen und die Arbeiter aufzufordern, In fünf gutbesuchten Voltsversammlungen, veranstaltet während seine Schulb leugnete, gegen Stellung einer Kaution eine eifrige Propaganda zur Aufhebung der Infamiegefeße im von der sozialdemokratischen Agitationskommission, protestitte entlassen. ganzen Lande zu veranstalten. die Dortmunder Bevölkerung am Abend des 1. April gegen Inzwischen hatte ihm der Amtsvorsteher, der ihm die Geplante Errichtung von Arbeitskammern in Frankreich. die Bismarckhuldigung und die Bewilligung städtischer Gelder zu Mißachtung seiner richterlichen Gottähnlichkeit durchaus Man schreibt uns aus Paris unterm 81. März: Der Oberste diesem Zweck. Eine Resolution, die sich in scharfer Weise gegen nicht gering anfreidete, einen schlimmen Streich Arbeitsrath( Conseil supérieur du Travail) ist in der eben zu den Voltsbedrücker Bismarck und die Verschleuderung von gespielt! Er ertheilte, während Schwarz im Gefängniß Ende gegangenen Woche zusammenberufen worden, um sich mit Steuergroschen ausspricht, wurde in allen Versammlungen ansaß, mehreren von dessen Kuechten, die wegen des Schnaps- der Errichtung von Arbeitskammern zu befassen. Bur Unterlage genommen. verbots aus der Stelle fort wollten, eine Arbeitsbescheini- der Diskussion diente ihm ein Entwurf, der in seinem Hauptartikel ausspricht, daß in allen Industriezentren, wo es nüßlich Aus Mainz schreibt man uns unter dem 31. März: Bei gung. Infolge deffen stand Schwartz bei seiner Heimkehr erscheint, sei es von Amts wegen, sei es auf Verlangen der der diesjährigen Berathung des städtischen Budgets pro 1895/96 faft ohne Arbeiter dazu Beginn der Erntezeit! Interessenten Unternehmer, Arbeiter oder Angestellten haben unsere Genoffen in der Stadtverordneten Versammlung Tags darauf, nachdem er diese wenig erfreuliche Neuigkeit mittels Defrets eine oder mehrere Arbeitskammern zu errichten den Antrag eingebracht, für die Folge alle Lehrmittel für auf seinem Hof vernommen hatte, fuhr er nach Allenfeld find. Und das Ergebniß der ganzen Diskussion war, daß man die Kinder der Volksschule aus städtischen Mitteln gratis zurück, um neue Arbeitskräfte zu dingen. schließlich darüber übereinkam, daß 1. die Unternehmer und zu liefern. Der Antrag wurde der städtischen Schulfommission Mittlerweile hatte Herr Zwiebel an das Landgericht Arbeiter oder Angestellten in jeder Unternehmung und zur Prüfung überwiesen. referirt, die Kaution sei zu gering, auch hätten sich die jedem Berufe permanente Räthe zu dem Zwecke konftituiren tönnen, um allen Differenzen follektiver Der Genoffe Eichhorn, Dresden, Redakteur der ,, Sächſ. Verdachtsgründe gegen Schwarz beständig vermehrt. Art, betreffend die Arbeits- Bedingungen, vorzubeugen Arb.- 3tg." trat am 1. April eine Gefängnißstrafe an, die ihn So wurde denu Schwarz, als er gerade mit einem ober sie zu schlichten; 2. bie gefeßlich konstituirten Syndikate etwa 4% Monate der fächsischen Freiheit entziehen wird. Knecht wegen dessen Einstellung unterhandelte, von der Unternehmer- wie Arbeitergewerkschaften) unter sich gleichfalls offenen Straße weg aufs neue verhaftet und aufs neue ins folche Räthe bilden können. Und das nennt man soziale Bur Maifeier in Oesterreich. Die Statthalterei in Gefängniß gesetzt. ( Fortsetzung folgt.) Reformen vorbereiten! In seiner nächsten Session wird sich der Reichenberg i. B. richtet an die Handelskammern ein Den Arbeitern Ehreiben, worin mitgetheilt wird, daß die in den Staats- 13 widauer Kreis die Bestimmung getroffen, daß die Bädersammlung größerer Menschenmassen vor der Marschüz'schen fabriken befchäftigten Arbeiter auch in diesem Jahre am 1. Mai ihre Leute am Sonntag bis morgens 8 Uhr und von abends Fabrit verbietet bei entsprechenden Strafen 2c. Das fgl. Bezirksweder theilweise noch überhaupt feiern dürfen. Gegen die 10 Uhr bereits wieder arbeiten lassen dürfen. Die Konditoreien amt fönnte sich ein besonderes Verdienst erwerben, wenn es die renitenten Arbeiter wird mit vollster Strenge des Gesetzes vor- dürfen von Mitternacht bis Sonntags mittags arbeiten. Nach Ansammlung der Polizeimacht schleunigst inhibirte, welche un gegangen werden. Nun sage noch einer, daß die staatlichen Be- mittags dürfen auch leicht verderbliche Backwaaren hergestellt willkürlich zu weiteren Ansammlungen anreizt. triebe nicht Musterbetriebe feien; sie sind es in der That, und ausgetragen werden. Die Barbier- und Friseurgeschäfte der in der Nähe der Fürtherstraße gelegenen Fabriken 2c. aber nämlich in sofern, als sie den Privatbetrieben mit musterhaftem dürfen bis mittags 2 Uhr, später im Hause der Kunden arbeiten. geben wir den ernstgemeinten Rath, lieber einen kleinen Umweg Beispiele vorangehen in der Knechtung der Arbeiter. Die Zeitungsdruckereien dürfen bis morgens 6 Uhr arbeiten 2c. zu machen, um nicht an der Revolver spannenden Polizeimacht vorbeimarschiren zu müssen. Der Streit selbst dauert unverändert Der Jahresbericht der Juvaliditäts- und Alters- Ver. die sozialistischen Ideen nimmt in einem erfreulichen Maße zu. Der Bersicherten auf rund 800 000 Personen an. Auf je 100 000 fernzuhalten. Die Thätigkeit unserer böhmischen Parteigenoffen für sicherung im Königreich Sachsen vom Jahre 1893 giebt die Babl fort, die Fabrik hat noch feinen Ersatz. Der Zuzug ist strengstens Sins dem Agitationsbericht der mittelböhmischen Organisation, Ginwohner im Königreiche Sachsen tamen 245 Alters- und Glas- und Porzellanarbeiter! Achtung! den der Brunner Volksfreund" veröffentlicht, entnehmen wir, 60 Invalidenrenten- Empfänger. Die Zahl der Renten- Empfänger Zuzug ist fernzuhalten: Von Oldenburg und Groß- Olden daß vom 1. August bis zum 31. Dezember 1894 allein von dieser war bei dem männlichen Geschlecht und auf dem platten Lande dorf( Glasmacher), Hörstel( Glasmacher), Bergedorf, Ibbenbüren Körperschaft aus Redner zu 115 Versammlungen gesandt wurden. verhältnißmäßig größer als bei dem weiblichen Geschlecht und in( Glasmacher), Antoniwald( Schleifer), Radeberg( Schleifer), Im Ausnahmegebiete fanden davon in dieser Zeit statt: Meetings den Städten. Durch Ableben der Empfänger sind bis Ende 1893 Rive- de- Gier, Frankreich( Glasmacher) und sämmtlichen Hütten teine, Bolfsversammlungen teine, Vereinsversammlungen 60. in Wegfall gekommen 1483 Alters- und 511 Invalidenrenten, Belgiens( Glasmacher, Schleifer und Graveure), Berlin( Maler), Außerhalb des Gebiets: Meetings 5( davon 3 verboten), öffent davon tamen, auf 1893 allein 662 Alters- und 430 Invaliden- Vegesack, Altwasser in Schlesien( Tilsch u. Ko.), Albersweiler, liche Versammlungen 28( davon 6 verboten), Vorträge 31. Nicht renten, so daß also am Ende des Berichtsjahres noch übrig Düsseldorf( Firma Hiby), Turn bei Teplit( C. Wohlis), Leſſau einbegriffen in diese Zahl find jene zahlreichen Versammlungen, bleiben: 7208 Alters- und 1623 Invalidenrentner. Ihrem Berufe bet Karlsbad, sämmtlich Porzellanfabriken( Dreher und Maler), und Vorträge, zu welchen die Redner nicht durch die politische nach kommen von der Gesammtheit der Rentner( nach den in der sowie von der Majolika und Terrakottafabrik der Firma Partei vermittelt wurden. Auf die einzelnen Redner entfallen Reichsstatistit eingeführten sechs Berufsgruppen) auf A. Heller in Turn bei Teplitz. Streit der Glas= in dieser Zeit 10 bis 18 Vorträge. Der Agitationsfonds hatte tugler. In der Glasfabrik der Firma Jmwald in SchützenGinnahmen im Betrage von 254 fl. 92 fr., Ausgaben 233 fl. Altersrenten Invalidenrenten- Deutschdorf haben die Kugler wegen zu geringer Preise die 86 fr. Der Inhaftirtenfonds zahlte in der Zeit vom 15. Septbr. Arbeit eingestellt. bis 31. Dezember 322 fl. an Unterstützungen, 74 fl. an Advokaten gebühren aus. Polizeiliches, Gerichtliches: c. - Der Zutritt von Frauen zu einer in Arnstadt ( Thüringen) für Arbeiter und Arbeiterinnen des SchuhmacherGewerbes einberufenen Versammlung wurde durch landräthliche Verfügung verboten. Berboten wurde eine nach Voigtsberg bei Delsnig einberufene Versammlung wegen zu fleiner Räumlichkeiten". Der Erfolg dieses Verbots war der, daß die dortigen Genossen nun eine Versammlung in einem weit größeren Lokale ein berufen haben. die Berufsgruppe Land- und Forstwirthschaft, Thierzucht und Fischerei. Industrie, einschließlich Bergbau und Bauwesen. Handel und Verkehr, einschließlich Gast- und Schankwirthschaft Häusliche Dienstleistungen u. Lohnarbeit wechselnder Art Staats, Gemeinde-, Kirchen- 2c. Dienst, freie Berufsarten Im Haushalt der Herrschaft lebende Dienstboten. Empfänger 2219( 25,7 pct.) 2919( 88,8 pбt.) 167( 1,9 p@ t.) 1984( 22,9 pt.) 542( 25,4 pt.) 1176( 55,0 pt.) 58( 2,5 pet.) 180( 8,4 pt.) 78( 3,7 pt.) 105( 4,9 pt.) Zum Streik der französischen Zündholzarbeiter wird uns aus Paris unterm 30. März geschrieben: Genosse Lavy hat heute den Streit der in den Zündholzfabriken von Bantin und Aubervilliers vor die Kammer gebracht. Die Ursache des Streifs ist turz folgende: Die Zündholzarbeiter behaupteten, daß sie den ihnen bei dem Streik von 1893 zugesprochenen Lohn nicht erhalten. Die diesbezügliche Enquete hat nun ergeben, daß der Durchschnittslohn nun wohl derselbe ist, daß aber durch Verwendung des französischen Holzes an ftelle des früheren russischen Holzes der Ausschuß ein viel größerer als früher ist, sie somit für den gleichen Lohn eine viel größere Summe von Arbeit zu leisten, resp. mehr Arbeitskraft zu verausgaben haben. És wäre darum, wie Genosse Lavy hervorhob, nur recht und billig, fie für die größere Arbeitsleistung zu kompenfiren und dabei auch gleichzeitig auch die besondere Gesundheitsihrer Beschäftigung zu berücksichtigen. Su 517( 6 pt.) - Der Geheimbundsprozeß gegen 21 Anarchisten in Halle a. G. wird nunmehr doch noch die Gerichte be835( 9,7 pt.) schäftigen. Nachdem das Hallenser Landgericht die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt hatte, ist auf die hiergegen von der Die oben angeführten Zahlen lassen die Krönung des schädlichkeit Staatsanwaltschaft beim Ober- Landesgericht zu Naumburg er sozialen Gebäudes" in einer recht dürftigen Gestalt erscheinen. der That wird in den französischen Zündholzfabriken noch Phosphor in großem Maßstabe Der= hobene Beschwerde die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen die 800 000, Arbeiter und Arbeiterinnen mußten von ihren Hunger- immer der weiße Augeschuldigten wegen Vergehens gegen§ 129 des Strafgesetz- löhnen noch jede Woche einen Theil abstoßen, damit ein lächer- wendet, obwohl die medizinische Akademie schon zu wieder. buchs angeordnet worden. Wie versichert wird, glauben die Au- lich geringer Brozentjak der ihrigen nach zurückgelegtem 70. Lebens holten Malen und so erst in den jüngsten Tagen wieder vergeklagten dem Prozeß mit Ruhe entgegensehen zu können. jahre das zweifelhafte Glück einer 331/3 Pfennigrente genießen langte, daß die Verwendung dieses Phosphors wegen feiner Der frühere Redakteur des Meißner Volksfreundes", fann. Genosse Arthur Kühnel, wurde wegen Beleidigung durch die Presse zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Boziale Leberlicht. Der Entwurf einer Medizinaltare für die prat tischen Aerzte in Preußen, der vom Kultus= minister den Aerztekammern zur Begutachtung überfandt worden ist, enthält über die Anwendung der Tage die folgenden allgemeinen Bestimmungen: M Von den in New York eingewanderten Diamant: schleifern befinden sich, wie aus New York gemeldet wird, noch immer 17 in Gefängniß und werden streng bewacht. Der belgische Minister des Aeußern unterhandelt mit der amerikanischen Regierung, daß den Gefangenen die Einwanderung nach Amerita gestattet werde. Arbeiterrifiko. Auf dem ersten Brückenbergschacht bei 3 wida u find Mittwoch drei Bergarbeiter verunglückt. Giner derselben wurde am Kopfe, die andern beiden an den Beinen verivundet. Die Schneider der Firma Schlüsselblum in München haben durch festes Zusammenhalten eine zehnprozentige LohnIm allgemeinen gelten die Süße der Tare in streitigen Fällen, wenn eine Vereinbarung über die Höhe des Honorarz nicht getroffen wurde. Es sind Mindest und Meistsäße für eine jede ärztliche Leistung festgestellt. Die erhöhung erreicht. niedrigsten Säße kommen in Anwendung: 1. wenn die Ordnung der ärztlichen Honorarforderung im Konkurs. verfahren geschieht; 2. wenn nachweisbar Un= bemittelte oder Armenverbände die Verpflichteten Gewerkschaftliches. Nummer 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 28, 29, 30, 31, 32, 85 und 36. Zweiter Jahrgang( 1892): Nummer 1, 2, 3, 4, 5, 9, 10, 12, 14, 20 und 26. Dritter Jahrgang( 1893): Nummer 1, 4, 9, 11, 16, 22, 26 und 30. Bierter Jahrgang( 1894): Nummer 6, 12, 13, 14, 21, 31 und 40. Fünfter Jahrgang( 1895): Nummer 4. Die Lohubewegung der Schneider bei der Münchner Firma Bielenthuer hat vorläufig dadurch ihr Ende erreicht, daß die Firma 5 pGt. Lohnerhöhung bewilligte. Da die Arbeiter leider nicht einig waren, mußten sie mit diesem theilweisen Erfolg Eine füdbayerische Agitationskommission der Bäckerei arbeiter hat sich in München gebildet. Ihr soll es obliegen, in den südbayerischen Städten zu wirken, um die Bäckergesellen zur Organisation heranzuziehen. schrecklichen Folgen für die Arbeiter bei der Zündholz- Fabrikation verboten werde. Herr Ribot bestand indeß auf seinem Schein. Er sagte, die Arbeiter behaupteten, daß sie nicht mehr den ihnen 1893 zugesagten Lohn erhalten, die Enquete aber ergeben habe, daß die Durchschnittslöhne dieselben geblieben seien. Im übrigen versicherte sie der Ministerpräsident seines Wohlwollens, voraus. gesetzt, daß sie die Arbeit wieder aufnehmen. Es ist aber sehr fraglich, ob sie dies thun werden, bevor ihnen nicht eine be stimmte Lohnerhöhung zugesagt wird. Und sie werden dabei der moralischen wie materiellen Unterstützung der gesammten Arbeiterschaft sicher sein. Der Geschäftsbericht des Betbaudes Sächsischer Berg und Hüttenarbeiter auf das Jahr 1894 ist soeben erschienen. Nach demselben traten im Vorjahre in den Verband ein 1800 und schieden aus beziehentlich verstarben 588, so daß ein Zuwachs von 1212 Mitgliedern zu verzeichnen war. Die Zahl der Mitglieder stellte sich am Jahresschluß auf 9225. " Die mit dem Verbande verknüpfte Beerdigungs- Unterstützungss taffe hatte einen Neueintritt von 3094 und einen Austritt( bezw. find. Sie finden in der Regel Anwendung, wenn die Zahlung Achtung, Gewerkschaften! Dringendes Gesuch. durch Tod) von 1110 Mitgliedern zu verzeichnen. Der Zuwachs aus Staatsfonds, and den Mitteln einer Die Generalfommission ist aufgefordert worden, für die Bibliothet betrug demnach 1984. Die Mitgliederzahl dieser Kasse betrug am Jahresschluß 17 575 Personen. Vou letteren find milden Stiftung, einer Knappschaftse oder des deutschen Reichstages die bisher erschienenen Jahrgänge des einer Arbeiter Krantentaffe zu leisten sind. Welcher Korrespondenzblattes" zu liefern. Leider besigen wir dieselben 8908 Personen männlichen und 8672 Perfonen weiblichen Geschlechts. Der Verband besaß am 31. Dezember Honorarsat innerhalb der Grenzen des Mindest- und Meisisages nicht mehr komplet. Es fehlen uns folgende Nummern: 1894: 56 Bahlstellen. Die Zahl der Invaliden im Verband besonst im einzelnen Falle in Anfaz zu bringen ist, richtet sich nach Erster Jahrgang( 1891): den besonderen Umständen des Falles, insbesondere nach der trug 351. Der Kaffenbericht zerfällt in drei Abtheilungen: die Verbandskasse, die Beerdigungs- Unter Beschaffenheit und Schwierigkeit der Leistung, der Vermögens stigungstasse und die Zeitungstasse( Bergarbeiter lage des Zahlungspflichtigen u. f. w. Die eigentliche Tare Zeitung Glüd auf"). Erstere schloß am 31. Dezember 1894 in ( H. Joachim, die preußische Medizinaltare in ihrer historischen Ausgabe und Einnahme mit 24 793,96 M. ab. An Steuern und Entwickelung, Berlin, Bibliographisches Bureau) zerfällt in Eintrittsgeldern wies das Vorjahr auf 19 808,57 M. In den zwei Hauptabschnitte. Der erste, Algemeines" betitelt, enthält Ausgaben figuriren unter anderem: Unterstützungen an bedürftige die Säße für die häufigsten Leistungen der Aerzte. Er Mitglieder 3301,50 m., der Zeitungstaffe überwiesen enthält die folgenden wesentlichen Bestimmungen: 1. der 10 484,17 Mart. Die Beerdigungstaffe balanzirte erste Besuch des Arztes bei dem Kranken 2-20 M. 2. Jeder in Einnahme und Ausgabe mit 52 718,33 Mart An Ein folgende Besuch im Verlaufe derselben Krankheit 1 bis 6 M. nahmen feien u. a. verzeichnet: verzeichnet: Steuern, Extrafteuern 3. Die erste Berathung eines Kranten in der Wohnung des Arztes Wir richten an diejenigen Genossen, welche im Besitz einer 1 bis 10 m. 4. Die folgende Berathung in derselben Krankheit ber vorstehend genannten Nummern sind, die Bitte, uns dieselbe über- und Eintrittsgeld 30 951,65 M., Zinsen von ausgeliehenem 1 bis 5 M. 5. Findet eine besonders eingehende Untersuchung laffen und möglichst umgehend zusenden zu wollen. Eventuell find wir Sapital 2773,96 M.; von den Ausgaben: 12 090 M. Beerdigungseiner oder mehrerer Organe zur Feststellung des Krankheitsfalles bereit, die Nummern fäuflich zu erwerben und bitten in diesem Unterstüßungsgelder. Der Kassenbestand betrug am Schluß des ( mit dem Augen, Kehlkopf, Grauspiegel u. f. w.) statt, so können Falle um Angabe des Kaufpreises. Da es den Gewerkschaften Berichtsjahres 1475,98 M. Sowohl Gelder der Verbandskasse das erste Mal hierfür 2 bis 3 M. besonders berechnet werden. lieb sein wird, das„ Korrespondenzblatt" der Reichstags- Bibliothet als der von dieser getrennt geführten Beerdigungs- UnterstützungsJedoch darf bei Tagfäßen von mehr als 10 M. dieser Zuschlag einverleibt zu sehen, so rechnen wir bestimmt darauf, daß uns fasse sind in Hypotheken, Darlehen, sowie in einer Bant angelegt. Die Zeitungstasse endlich weist in Einnahme nicht erhoben werden. 6. Muß der Arzt bei einem Kranken die fehlenden Nummern zur Kompletirung der Jahrgänge z- und Ausgabe gleichmäßig, den Betrag M. länger als eine Stunde verweilen, so stehen ihm für eine gefandt werden. Die Generalkommission. G. Legien, Hamburg 6, und Ausgabe gleichmäßig den Betrag von 18 676,18. auf. Hier find u. a. an Einnahmen zu verzeichnen: von der jede angefangene halbe Stunde 1,50 bis 3 M. als Verfäumniß- Wilhelmstr. 8. Verbandskasse überpotesem.o 0.) 10 484,17 M., an Abonnenten vergütung zu. 7. Mehr als zwei Besuche an einem Tage dürfen und Annoncen 7312,97 M.; an Ausgaben dagegen u. a.: für nur dann berechnet werden, wenn sie im Einverständnisse mit dem Kranken oder dessen Angehörigen erstattet werden, oder nach Redaktion und Expedition 2352,93 M., für Buchdruckarbeiten 9052,74 M., Honorar für Zeitungsausträger 4648,72 m., der Beschaffenheit des Falles geboten find. 8. Sind mehrere zu Agitation, Porto 2c. 1032,49 W., Strafen, Prozeß und Untereiner Familie gehörende und in derselben Wohnung befindliche ftigungsgelder 1589,30 M. Die Auflage des Glück auf" ift Kranke gleichzeitig zu behandeln, so ermäßigt sich der Gebühren- zufrieden sein. fab für die zweite und jede folgende Person auf die Hälfte des im Bericht nicht angegeben, dieselbe dürfte etwa so groß sein, als die Zahl der Verbandsmitglieder( f. o.). Ein besonderer Gates 2. Es stehen dem Arzte ferner zu: a) für Nachtbesuche Sassenbestand der Zeitungskasse ist in diesem Bericht nicht mehr ( in der Zeit von 9 Uhr abends bis 7 Uhr morgens) das zwei Kassenbestand der Zeitungskasse ist in diesem Bericht nicht mehr aufgeführt worden. bis dreifache der Gebühr zu 1 und 3, b) für Besuche am Tage, Das Vermögen stellte sich am 31. Dezember in folgenden die fofort oder zu bestimmter Stunde verlangt werden, das doppelte Auläßlich des Streifs in der Nürnberger Fahr.3iffern dar: des Satzes zu 1 und 2, c) für die mündliche Berathung zweier oder Verbandekasse 12 386,84 M. mehrerer Aerzte jedem dieser 5-30 M., zur Nachtzeit 10-60 ada brit war es vor der Fabrik zu einem Renkontre 88 560,53 Beerdigungskasse. 167,17 Mart, d) für fortgesetzte Berathschlagung in demselben Krankheits- wischen Streitbrechern und den Arbeitern einer nebenliegenden Fabrik gefonimen. Unfall- und Arbeitslohn- Fonds Die vorbeigehenden Arbeiter hatten den falle für die zweite und folgende Berathung 5-20 M., e) für jeden Streitbrechern gegenüber in drastischer Weise ihrer Mißachtung Summa 99 114,54. als Beistand bei einer anderweiten ärztlichen Verrichtung( Ope ration, Leichenöffnung) hinzugezogenen Arzt 5-20 M., f) Fuhr: Ausdruck gegeben, schließlich war einer der Streifbrecher leicht Der Geschäftsbericht erwähnt noch, daß im Geschäftsjahr in tosten und Zeitversäumniß fönnen am Wohnorte des Arztes bei verlegt worden. Dies Vorkommniß gab der Polizei Veranlassung, Berathungen und verlangten Besuchen zu bestimmter Zeit und mit gewohnter Schneidigkeit gegen die in Lohnfampf stehenden Unfall-, Pensions und sonstigen Rechtsstreitigkeiten vom VorArbeiter einzuschreiten. Zwei Mitglieder des Streitkomitees sigenden 58 Berufungen und Rekurse angefertigt wurden, von bei Nachtbesuchen vom Arzte berechnet werden, wenn der Kranke mehr als zwei Kilometer von der Wohnung des Arztes entfernt wurden verhaftet und geschlossen durch die Stadt geführt; denen 29 von Erfolg waren. Einige sind noch nicht entschieden. wohnt, g) Wird der Arzt nach einem fremden Orte berufen, ie sollten an dem Auflauf betheiligt gewesen sein; einer von Endlich gedenkt der Bericht noch der Verurtheilung des früheren so hat er, abgesehen von der Gebühr, Anspruch auf Fuhrkosten ihnen mußte aber sofort wieder entlassen werden und Vorsitzenden H. Sachse zu einem Jahre Gefängniß, welche Strafe und Vergütung für Zeitversäumniß in Höhe von 1,50-2,50 m. gegen den andern dürfte es ebenfalls an jeglichen Beweisen mangeln. Sachfe zur Beit noch im Landesgefängniß verbüßt. Dem Verfür jede angefangene halbe Stunde der für die Reise erforder: Ueber die von der Polizei getroffenen, ganz überflüssigen Maß- band sind, wie schon früher mitgetheilt, die Rechte der juristischen lichen Zeit. Bei Reifen von mehr als zehnstündiger Dauer sind nahmen theilt die Fränk. Tagespost" mit: Ein Polizei- Aufgebot Person entzogen worden. Die Beschwerde dagegen ist eingelegt, außer den Reisekosten und der Gebühr 30-150 m. für den von 44 Mann, darunter 4 Berittene, unter dem Kommando des doch z. 3. noch unerledigt. Tag zu vergüten. h) Besucht der Arzt mehrere außerhalb seines Polizeihauptmanns, ein Gendarmerie Aufgebot von 10 Mann Wohnortes befindliche Krante auf einer Rundfahrt, so sind die unter dem Kommando eines Wachtmeisters sind bestimmt, Rube gesammten Fuhrkosten und die Entschädigung für Zeitversäumniß und Ordnung" aufrecht zu halten. Das Kommando an die in Wolff's Telegraphen- Bureau. auf die einzelnen Verpflichteten zu vertheilen. Von den Tarfäßen Reib und Glied aufgestellten Polizeifoldaten: Achtung! Revolver vor!" vor den Augen der zum theil anwesenden Köln, 2. April. Der Kölnischen Zeitung" wird aus Belgrad 2für Einzelleistungen feien noch vermerkt: 1. Gutachten 3-30 M., der Marschütz'schen Streifenden Veloziped Fabrik Leichenbesichtigung 3-6 M., 3. Leichenſektion 10-30 M., Stelle pasfirenden übrigen gemeldet, der neueste Erlaß des Ministerialpräsidenten Christisch Stelle paffirenden übrigen ordnet an, daß die Präfetten Diejenigen, welche gegen den M., 4. Sektionsbericht 3-10 m., 5. Schußpodenimpfung 3-6 m, der zahlreichen die betreffende Arbeiter, foll diesen oculos demonstriren, Kandidaten der Regierung agitiren, wegen 6. Narkose 2-10 m., 7. Massage 2-5 M., 8. Anwendung des elektrischen Stromes 2-20 M., 9. Anlegung der Magenfonde daß im Reiche der Gottesfurcht und frommen Sitte es noch 3-10 M. Sind die Verrichtungen zu 7., 8. und 9. mehr als andere Gewalten" giebt, als die Gewalt der Vernunft und öffentlicher Ruheftörung, auf welche das Strafgesetz dreimal auszuführen, so ist weiterhin nur die Hälfte des Sages Gründe der Menschlichkeit. Durch diese Ordnungs" maßregeln weijährigen Reiter sett, verhaften lassen sollen. Hierdurch ist das direkte Gegentheil erreicht. Das ganze Stadtviertel ist auf( Debeschen- Bureau Herold.) anzurechnen. Besondere Säge sind festgestellt für wund- und der Behörden wird gerade, und das zeigte sich gestern, wie gewöhnlich die Freiheit der gegnerischen Parteiführer bedroht. augenärztliche und geburtshilflich- gynäkologische Verrichtungen.- geregt, Weiber und Kinder bilden den Nachtrab der Polizei- London, 2. April." Standard" giebt ein Gerücht wieder, Damit die Ausbeutung der Arbeiter durch die dürftigen garde, wenn sie die Schutzbefohlenen" liebreich in die Mitte welches gestern in den Wandelgängen des Unterhauses sirkulirte. Bestimmungen der Sonntagsruhe nicht allzu große Beschränkungen nimmt und weiter begleitet. Das tönigl. Bezirksamt Nürnberg Demzufolge soll Frankreich beabsichtigen, eine Konferenz erleide, beeilen sich die Verwaltungsbehörden, möglichst weit erließ auf grund des Artikels 44 Abs. 1 und 2 des Polizei einzuberufen, in welcher über die egyptische Frage entschieden gehende Ausnahmebestimmungen zu erlassen. So wurde für den Strafgesetzbuches eine distriktspolizeiliche Anordnung, welche An- werden soll. " 1 ad wohl " V und Depeschen. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. " " Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 79. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 53. Sigung vom 2. April, 11 Uhr. Am Regierungstische: Schönstedt. In dritter Berathung wird der Gesezentwurf, betreffend die Berliner Stadtsynode und die Parochial= verbände in größeren Orten ohne Debatte angenommen. Die zweite Berathung des Entwurfs eines preußischen Gerichtstosten Gesezes wird fortgesetzt. Jin§ 81 werden die Gebühren für Nachlaßfachen und Auseinandersehungen nach dem Werth des Nachlasses festgesetzt; sie sollen das zweifache der Säße des Gebührentarifs für Grundbuch und Hypothekenfachen betragen. Bei der Berechnung dieses Werthes findet der Abzug der Schulden insoweit nicht statt, als dadurch der Werth um mehr als die Hälfte verringert werden würde. Mittwoch, den 3. April 1895. 12. Jahrg. Notars abweichend von diesem Gesetz durch freie Vereinbarung| nächsten Morgen hatten die Arbeitsverweigerer dem Unterdirektor festgesetzt werden. Hat aber der Notar durch den Vertragsschluß Paetow Rede und Antwort zu stehen. Sie gehen also sofort die Grenze der Mäßigung überschritten, so kann die durch Ver- nach der Firma Eckel u. Glienecke in Berlin und melden sich trag festgesetzte Vergütung bei der gerichtlichen Festsetzung bis dort zum Anfangen."" Aber dort sind die Arbeiter doch ausauf den in diesem Geseze bestimmten Betrag herabgesett ständig, und die schimpfliche Rolle eines Streitbrechers zu überwerden. nehmen, das geht denn doch unserer Ehre zu nahe." Der Herr Unters Abg. Porsch beantragt, daß dies nur im Prozeßwege und, direktor sah den Arbeiter, der also sprach, groß an, und meinte dann fofern der Notar gleichzeitig Anwalt ist, nach eingeholtem Gut möglichst gelassen:" Wenn Ihnen Ihre Ehre lieber ist, als die achten des Vorstandes der Anwaltskammer geschehen fann und Arbeitsgelegenheit, dann hungern Sie. Im übrigen gehen Sie daß der Notar den beanspruchten Dienst verweigern fann, wenn jezt nach Berlin. Treten Sie nicht mit der Firma in Untereine Vereinbarung nicht zu stande kommt, sobald es sich um ein handlung, so sind Sie auf der Stelle entlassen." Die zwölf Ars vorbereitendes oder vorberathendes Verfahren für die Beurkundung beiter, denen diese Weisung gegeben wurde, tamen unter be handelt. wandten Umständen überein, sich scheinbar zu fügen und die daß die Begriffe vorbereitendes und vorberathendes Verfahren den Geheimrath Vietsch macht dagegen das Bedenken geltend, Fahrt nach Berlin anzutreten. Sie hatten sich hier an mehr als berühmten Arbeitsnachweis der Metallindustriellen in der Gartenstraße zu wenden. Der in diesem dehnbar seien. Abg. Klafing( t.) spricht sich überhaupt gegen die freie unter militärischer Leitung stehenden Institut amtirende HauptPaktirung auf diesem Gebiet aus, mit welcher man bei den mann a. D. legte den Zwölfen die verlockenden Arbeitsbedingungen Die Abgg. Gorke und Genossen beantragen diesen letzten Rechtsanwälten schlechte Erfahrungen gemacht habe. Die Thätig- der gesperrten Firma vor und sprach u. a. davon, daß es dort Eatz zu streichen, ferner einen neuen Abfah hinzuzufügen, wonach feit der Notare werde dadurch zu einem Handelsgeschäft herab- unter Umständen bei Akkordarbeit möglich sei, in der Stunde im Geltungsgebiete des Rheinischen Rechts nur die einfache Ge- gedrückt. Besonders setze die Bestimmung eines Minimalſages eine ganze Mart zu verdienen. Aber selbst dieser Himmel auf Erden konnte die Arbeiter bühr des Tarifs erhoben werden soll. Dafür soll für das er den Stand der Notare herab, denn die Leute werden zu dem wähnte Rechtsgebiet die Bestimmung nicht Anwendung finden, gehen, der es am billigsten mache. Er sei deshalb gegen den nicht veranlassen, zu Streitbrechern zu werden; die Verhandlungen wonach die Hälfte der Gebühr, wenn das Verfahren mit einem ganzen§ 28. mit der Firma zerschlugen sich, und der Schluß war eine Verfahren zur Sicherstellung des Nachlasses oder einem ErbJustizminister Schönstedt spricht gegen den Antrag Porsch. bezeichnende Standrede, die der Herr Direktor Bahn den Zwölfen theilungsverfahren verbunden wird, auf die für das letztere Ver. Die Gebühren können jetzt so hoch sein, daß sie in keinem Ver- bei ihrer Rückkunft in Spandau hielt. Es ist traurig genug, so theilungsverfahren verbunden wird, auf die für das letztere Verhältniß zur Thätigtett der Notare stehen. Es liege deshalb im meinte dieser Herr ungefähr, daß die Arbeiter schon so weit vorfahren zu erhebende Gebühr angerechnet wird. Abg. Stephan Beuthen( 3.) beantragt, für die Erb- Interesse der Notare selbst, durch freie Vereinbarung niedrigere geschritten sind, und auf Sie einen derartigen Einfluß auszuüben bescheinungen nur die einfache Gebühr zu erheben. Gebühren zuzulassen. Dem Vorstand der Anwaltkammer tönnen vermögen. Ich versichere Sie, daß Sie jahrelang bei den Herren Eckel Tie Abg. Hartmann- Lübben( t.) und Bröfe( t.) beantragen, hier nicht verpflichtungen auferlegt werden, die ihm nach der und Glienede hätten arbeiten können und daß Ihnen kein Haar hätte daß höchstens das zweifache der Gebühren des Tarifs für gericht dem Notar zu gestatten, die Thätigkeit zu verweigern, wenn eine zur Arbeitsstätte geführt und unter polizeilichem Schuße Abends Reichsgesetzgebung nicht obliegen. Es würde gefährlich sein, gekrümmt werden dürfen. Sie wären unter polizeilichem Schuße liche Beurkundungen erhoben werden darf. Justizminister Schönstedt spricht sich gegen alle Anträge Bereinbarung nicht zu stande komme. Es sei der Mißbrauch wieder abgeholt worden. In bezug auf den Schuldenabzug mache die Vorlage nöthige. Alle einzelnen Fälle fönne man unmöglich. treffen. nicht zu erwarten, daß jemand einen Notar zu einer Thätigkeit Selbst die verlockende Aussicht auf polizeilichen Schuh konnte schon so weitgehende Ronzessionen, daß die Regierung auf die störrigen Arbeiter aber nicht bewegen, gegen ihre Ehre zu Nach weiterer furzer Debatte wird der§ 28 mit dem auf handeln. Sie verzichteten dankend. Soweit wir unterrichtet sind, den noch weiter gehenden Antrag Borke nicht eingehen die Feststellung der Vergütung im Prozeßwege bezüglichen Theil find heute troß allen Mühens im ganzen nur zwei Streitbrecher könnte. Auch für das Gebiet des Rheinischen Rechts lönne des Antrages Borsch angenommen; die übrigen Theile des An- bei der gesperrten Firma beschäftigt. eine Ausnahme nicht gemacht werden. Dem Antrag Stephan könne die Regierung ebenfalls nicht zustimmen, und der Antrag trages Porsch werden abgelehnt. Hartmann gehe ihm ebenso zu weit. aus. Abg. v. Bülow- Wandsbek( frk.) stimmt dem Antrag Gorte, foweit er sich auf den Schuldenabzug bezieht, zu. Der Rest des Geseges wird mit einigen geringfügigen Aenderungen angenommen. Die zu demselben eingegangenen Petitionen werden durch An der weiteren Debatte betheiligen fich die Abgg. Kirschen zweiter Berathung wird der Gesetzentwurf, betreffend gefaßten Beschlüsse für erledigt erklärt. und Porsch, sowie der Geh. Rath Vietsch. Nach Zurückziehung des Antrags Hartmann wird§ 81 mit dem Antrag Stephan Beuthen und dem ersten Antrag Gorte angenommen. Der zweite Antrag Gorte ist nach der Annahme des Antrags Stephan hinfällig. angenommen. die Ergänzung des§ 98 der Hinterlegungs- Ordnung ohne Debatte ( Kleinere Vorlagen: Antrag Knebel; Petitionen. Schluß 44 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch, 11 Uhr. Tokales. Nach§ 84 soll für das gesammte Erbtheilungsverfahren das dreifache und, soweit das eingeleitete Erbtheilungsverfahren nicht durch Rezeß abgeschlossen wird, das zweifache des Gebührensages des Tarifs erhoben werden. Die Gebühren für Vermögensverzeichnisse, Den Lefern des Vorwärts" im vierten Berliner Schäßungen und Bersteigerungen werden neben diesen Gebühren Reichstags- Wahlkreis( Osten) zur Nachricht, daß die Unbesonders erhoben. Abg. Stephan Beuthen( 3) beantragt, daneben nur die fein mag, ihren Grund in dem gegenwärtigen Andrang hat und Abg. Stephan Beuthen( 3.) beantragt, daneben nur die pünktlichkeit, mit der unser Organ dieser Tage zum theil besorgt Gebühren für Versteigerungen besonders zu erheben, die Gebühren bald behoben sein wird. Beschwerden wolle man im Osten an für Bermögensverhältnisse und Schäßungen aber auf die Gebühr Wengels, Fruchtstr. 30, Quergeb. 2 Tr., und im Südosten an für das Erbtheilungsverfahren selbst anzurechnen. Geheimrath Vietsch bittet, den Antrag abzulehnen. F. Thiel, Reichenbergerstr. 40/41, richten. Die FünfzehnerKommission. : § 84 wird mit dem Antrag Stephan angenommen. § 93 bestimmt: Für die Beaufsichtigung von Fideikommissen und Stiftungen werden jährlich nach dem Betrage des Ber: mögens fünf Behntheile der Gebühr des Tarifs für gerichtliche Beurkundungen erhoben. Dabei wird das angefangene Kalender jahr sowohl am Anfange, als auch am Ende der Beaufsichtigung voll gerechnet. Die Abgg. Oswalt( nl.) und Willebrand( 3.) lehnen den Antrag gleichfalls ab, während Abg. Hartmann- Lübben demselben namens der konservativen Partei zustimmt. bestimmten Gebühr erhoben. Der Antrag v. Bülow wird abgelehnt, der§ 93 unver ändert angenommen. § 105 bestimmt: Iſt für ein gerichtliches Geschäft eine Gebühr weder reichsgefeßlich, noch in diesem Geseze bestimmt, so werden fünf Zehntheile der im Tarif für gerichtliche Beurkundungen Die Abgg. Gorke u. Gen. beantragen, nur drei Behntheile zu erheben. Viach der Befürwortung des Antrages durch den AbgeordJustizminiſter Schönstedt: Ich bitte um die Ablehnung des Antrags. Das Haus ist heute in der Stimmung, Streichungen borzunehmen, durch die bisherigen Streichungen ist die Annehm barkeit des Gesetzes für die Regierung schon erheblich in Zweifel neten Kirsch( 3.) bemerkt: gestellt. Der Herr Direktor Oberstlieutenant Bahn in Spandau, aher beklagt jetzt, daß auch in diesem Falle die doch nur im Juteresse der Arbeiter unternommenen Bemühungen teinen Er folg hatten. Auch sollen dem Herrn die Worte Solidarität", logie bislang unbekannte Ausdrücke seit einiger Zeit merkwürdig Rlassenbewußtsein" und andere in der kapitalistischen Terminos häufig im Kopfe herumsummen. darf man bekanntlich nicht hochleben laffen, wenn man nicht Die internationale revolutionäre Sozialdemokratie einer Bestrafung auf grund des juristischen Mädchens für alles, nämlich des groben Unfugsparagraphen ausgesetzt sein will. Wegen eines Hochs auf die internationale Sozialdemo fratie allein ist unseres Wissens aber noch keine gerichtliche Be strafung erfolgt; eine solche herbeizuführen, bleibt erst einem amtsrichterlichen Strafbefehl vorbehalten, den unser Genosse Näther dieser Schwarz und des Polizeilieutenants Throl am 18. Januar dieses Tage erhalten hat. Er soll nach dem Zeugniß des Schußmanns Jahres gedachtes Hoch in einer Arbeitslosen Bersammlung ausgebracht haben. Da nach der Ansicht der Polizei auch ein Hoch auf die internationale Sozialdemokratie geeignet ist, beim Publikum Beunruhigung und Aergerniß zu erregen man denke an das Publikum einer Arbeitslosenversammlung sowie den Frieden zu stören, so ist bestimmt worden, daß Näther feine Frevelthat mit drei Tagen Haft zu büßen hat. Natürlich legt Näther Berufung ein. " Die Militärverwaltung in Spandau als Arbeitsvermittlerin. Die Norrespondenz des Herrn Köller brachte vor furzem die Mittheilung, daß die Militärverwaltung sich bemühe, den in ihrem Betriebe zur Entlassung kommenden Arbeitern soweit Der Bismarckulk, der vielfach einen geradezu gemeins als möglich neue Arbeitsgelegenheit zu beschaffen. Wie bekannt gefährlichen Charakter angenommen hatte, spukt in der haupt sein dürfte, trifft das Loos der Arbeitslosigkeit allein in Spandau städtischen Presse in grotester Form fort. Derjenige ist wahrlich Abg. v. Bülow Wandsbek( t.) beantragt, statt jährlich" fast die Hälfte der etwa 7000 in den dortigen Militär- nicht zu beneiden, der den Kohl, den die besseren" Bismarc zu segen: am Schluffe derjenigen Kalenderjahre, in welchen werkstätten beschäftigten Leute. Nun muß der Militärverwaltung blätter selbst in diesen Tagen serviren, verdauen soll. Dabei ist eine besondere Aufsichtsthätigkeit des Gerichts stattgefunden hat", nachgesagt werden, daß sie alles mögliche thut, um diese, in der der Widersinn zwischen dem wirklichen Leben und dem Ges und den letzten Gaz:" Dabei wird.... voll gerechnet" zu er heutigen Zeit wahrlich nicht leichte Aufgabe der Lösung näher zu schwafel, das durch die Beilen rieselt, so klaffend, daß ein setzen durch: Eine Thätigkeit des Gerichts ist nur dann an- bringen. zunehmen, wenn die Ausfertigung wenigstens eines amtlichen Schreibens erforderlich geworden ist." An cine Unzahl Unternehmer aller möglichen Kategorien Mensch, der nüchtern geblieben, sich mit Efel davon abwenden muß. Weil das Volk, das arbeitende Volt im weiten Sinne sind Schreibebriefe gesandt worden, in denen die Arbeiter des das hündische Gethue nicht mitmacht, rächt sich das BismarckMinister Schönstedt empfiehlt die Ablehnung des Antrags; Feuerwerkslaboratoriums zur Berücksichtigung empfohlen wer gesinde dadurch, daß es das„ Volt" in seinen Festberichten trampf eine gerichtliche Beaufsichtigung fönne auch stattfinden, ohne daß den, und selbst Die berühmte Noth an Arbeitses zu einem schriftlichen Akte komme. träften auf dem Lande hat als Hebel dienen müssen, haft herausstreicht. Bei dem urtheilslosen Leser soll der Glaube erweckt werden, als ob außer der reaktionären Sippe, die in um die Spandauer Fabrikarbeiter als Mintfahrer oder sonstwie in der Landwirthschaft zu plaziren. Der Erfolg dieser nicht freiwillig die blödsinnige Bismarckverbimmelung mitBerlin ihrer Zahl nach ganz belanglos ist, und solchen, die Bemühungen war bislang leider nicht derart, daß die Verwaltung gemacht haben, wirklich noch andere Leute dabei in Frage Freude an ihrem menschenfreundlichen Wirken empfinden könnte. kommen. Es ist der pure Schwindel, wenn von allgemeiner" Entweder wollten die Unternehmer feine Arbeiter aus den königlichen Instituten nehmen, und zwar aus dem einfachen Grunde, Begeisterung, allgemeiner" Jumination und wer weiß was weil sie aus dem ja seit einer Reihe von Jahren nicht besonders sonst noch gefaselt wird; natürlich, ohne einen gewaltigen Rausch dabei sieht feltenem Mangel an Arbeitsgelegenheit faum ihre eigenen Arbeits- ist nun einmal keine nationale Feier denkbar man bekanntlich alles mindestens doppelt. Das wirkliche fräfte beschäftigen konnten, oder die Arbeiter, welchen die Entlassung Wolf hatte in der That am 1. April ganz andere Sorgen. Wie bevorstand, wollten nicht, weil sie sich nicht für qualifizirt wird der Umzug überstanden und woher soll die Miethe, die der hielten, plötzlich von der Fabrikarbeit, die mit 20-25 M. wöchentlich bezahlt wurde, zur landwirthschaftlichen Arbeit über bismarckwüthige Hauspascha pünktlich verlangt, genommen zuspringen, die der Graf Monocle im Durchschnitt mit dem werden? Doch was weiß das patriotisch dahertaumelnde Ge vierten oder fünften Theil dieses bescheidenen Betrages entlohnt. lichter von dergleichen Kümmernissen; das scheert sich auch den Somit haben bis jetzt die Bemühungen des Kriegsministeriums Teufel darum, aus wessen Knochen die Geschenke, die dem spartroß des ungeheueren an dieser Sache verschwendeten Schreibe famen Mann in Friedrichsruh zentnerweise zugeschickt worden, man ihn, gewonnen sind. Las torrumpirte Preßgesinde wizelt höchstens werts nur einen so bescheidenen Erfolg gehabt, daß man ihn, an einem solchen Tage über die einfältigen Menschenkinder, wenn man nicht übertreiben will, kaum anders als mit Null die täglich, stündlich ihre Arbeitskraft verkaufen müssen. § 105 wird mit dem Antrag Gorte angenommen. bezeichnen kann. Während die Sachsenwald- Gänger Berlin verlassen haben," Abg. Schenck( fr. Vp.) frägt an, ob für die Eintragungen In einem Fall, für den auch wir uns besonders interessiren, in das Genossenschaftsregister nach diesem Gesetz Gebühren erschien es allerdings, daß es der Militärverwaltung glücken würde, lesen wir, um sich in Friedrichsruh ein Stelldichein zu geben, wenigstens etwa ein Duhend von den tausenden bis zum 1. Juli find große Züge von Sachsengängern aus Posen und OberMiniſter Schönstedt erwidert, daß die Eintragung in das d. J. zur Entlassung kommenden Arbeitern unterzubringen. In schlesien hier eingetroffen, die allerdings noch die ReichshauptD. e oſſenſchaftsregiſter reichsgesehlich geregelt sei, in diesem Ge- diesem besonders charakteristischem Falle gelang die mit vielem ſtadt nur als Durchgangsstation benußen, um sich für die nun beginnenden Arbeiten auf dem Lande zu verdingen." setze also nicht behandelt werde. Eifer betriebene Stellenvermittlung aber nicht, weil Das schreibt ein freisinniges Bismarckblatt, das„ Berliner Der Rest des Gesezes wird ohne Debatte angenommen. die Arbeiter auch so etwas 111 der Brust tragen, Tageblatt". Man bewundere gebührend den zarten Geschmack Die zu diesem Gesetz eingegangenen Petitionen werden durch was nach Ansicht mancher Leute eigentlich nur denen zukommt, und die Delikatesse, mit der die mühselige Jagd nach Arbeit mit die gefaßten Beschlüsse für erledigt erklärt. die es mindestens bis zum Reservelieutenant gebracht haben. An einer geräuschvollen Sprizfahrt nach dem Sachsenwalde sum Es folgt die zweite Berathung des Entwurss einer dem Ehrgefühl der Arbeiter scheiterte dieses eine Plazement. Gebührenordnung für Notare. Eines Tages, es mag am 7. oder 8. März d. J. gewesen Fressen und Saufen in Parallele gebracht wird! fein, tam ein Arbeiter zum Herrn Direktor, Oberstlieutenant Ueber die erwerbsmäßige Beschäftigung von SchulBahn, um irgend eine Beschwerde vorzubringen. Was Be kindern haben in den letzten Monaten die Rektoren der Char schwerde? Das lassen wir, mein Lieber. Hier giebt es Lottenburger Gemeindeschulen unter Mithilfe der Abg. Borich( 3.) beantragt hinzuzufügen: Durch die in der etwas besseres für Sie, Sie, nämlich neue und lohnende Schulkollegien Erhebungen angestellt, welche sich auf 12 Schulen felben enthaltenen Bestimmungen wird in den bisher geltenden Beschäftigung." Hocherfreut ließ der Arbeiter feine Be- mit in Summa 8706 Kindern erstreckt und folgendes Resultat gefeßlichen Vorschriften darüber, welche Geschäfte zu der Berufs- schwerde Beschwerde sein und gab sich ganz dem an ergeben haben: Von jenen 8706 Kindern werden zusammen 705, thätigkeit der Notare gehören und hinsichtlich welcher die Notare genehmen Gefühl hin, das den beseelt, dem aus drohendem also 8,05 pet. zu erwerbsmäßiger Beschäftigung verwendet. Das niemandem ihre Dienste verweigern dürfen, nichts geändert. Glend plötzlich ein lichter Ausweg gewiesen wird. weibliche Element ist an diesem Erwerbe in weit geringerem Der Antragsteller begründet den Antrag damit, daß die Die Firma Eckel u. Glienecke in der Wasserthorstraße Maße betheiligt, denn es stellt nur 308 auf 5071 oder 6,07 pet., Vorlage teine Definition dessen enthalte, war als Berufs- u Berlin verlangte zwölf Metalldrücker auf einmal, die während von den 3635 Knaben 397 oder 10,92 pet. einer Be thätigkeit der Notare anzusehen sei. Der Notar tönne nicht wie fofort anfangen tönnten. Eckel u. Glienecke, ist das nicht die schäftigung nachgehen. Die Art der Beschäftigung ein Rechtsanwalt nach freiem Ermessen eine Thätigkeit ablehnen, Firma, bei der gegenwärtig gestreift wird?" So hieß es der Kinder ist eine durchaus verschiedene. Erwerbszweige, deshalb müsse der Umfang der Berufsthätigkeit des Notars fest- mit einem Male dem Kreise der Kollegen heraus, in denen sie in großer Anzahl Verwendung finden, find gestellt werden, zumal im Gebiet des Rheinischen Rechts eine als die Freudenbotschaft unter den betheiligten Arbeitern Botengängen und Aufwartedienste. Eo finden z. B. beim Ausandere Auffassung darin bestehe als in den anderen Landes- verkündigt wurde. So war es. Bei Eckel u. Glienecke waren tragen von Milch und Backwaaren in Summa 274, im Zeitungstheilen. Lohndifferenzen ausgebrochen und die Firma hatte, gefcheidt wie bestelldienst 151, als Laufburschen 79, als Kindermädchen 77 und Minister Schönstedt hält den Antrag für überflüssig, da Kapitalisten immer sind, aus diesem Grunde von den An- als Aufwärterinnen 30 Kinder Beschäftigung und Verdienst. dieses Gesetz den Umfang der Berufsthätigkeit der Notare über- erbietungen des Kriegsministeriums freundwillig Gebrauch machen Handarbeiten für Geschäfte einschl. Nähereien fertigen 15 Mädchen haupt nicht berühre; die sedes materiae dafür sei die Notariats- wollen. Natürlich war es nun mit der Hoffnung vorbei und an, während 14 Knaben Regel auffezen. Zum Kohlenaustragen ordnung. pflichtbewußt meldeten die in betracht kommenden Arbeiter ihrem werden 5 und zum Austragen der Wäsche 3 Kinder verwendet. Der Antrag wird abgelehnt,§ 1 unverändert angenommen. Meifter, daß sie auf eine solche Stellung verzichteten. Der Meister Dann aber folgt eine große Anzahl einzelner Beschäftigungen: Slach§ 28 fann in gewissen Fällen die Vergütung des trug diese Botschaft in die höhere Instanz hinauf und am Petroleum- und Bierabziehen, Mitfahren, Ausrippen des Tabats, hoben werden. $ 1 bestimmt: Die Vergütung für die Berufsthätigkeit der Notare bestimmt sich ausschließlich nach den Vorschriften dieser Gebührenordnung. aus " " " 0 -Im Laufe des Tages fanden Witterungsübersicht vom 2. April 1895. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. 5333 Windrichtung NND Better Ziegenhüten, Kaffeebrennen, Kassiren bei Drehorgelspielern, Ides in der Armenkommissions Vorsteher Versammlung vom aus dem Zimmer und wollte sich die Wunde, die er selbst ver Berlenaufziehen, Laternenanzünden, Steineladen, Dütenkleben, 16. März 1895 erstatteten Berichtes Mittheilung gemacht. bunden hatte, durch einen Fall zugezogen haben. In dem Bigarrendrehen 2c. Wiele von diesen Verrichtungen müssen Einige weitere Angaben über den Kartoffelbau von 1893 bringt 3immer hatte aber ein starker Bluterguß stattgefunden, und es bereits früh morgens, ehe das Kind den Schulweg antritt, der erst jetzt erst jetzt erschienene Bericht der Armenverwaltung wurde festgestellt, daß sich der Gaft einen Schuß in den Kopf erledigt werden. Ja, es sind 310 Kinder oder 45 pSt. über- pro 1893/94. Es wird darin versichert, die Parzellen feien an beigebracht hatte. Er wurde nach einem Krankenhause gebracht, haupt nur morgens beschäftigt, während 266= 38 pet. nur der nördlichen, nordöstlichen und östlichen Weichbildgrenze, jedoch wo er angab, daß er May V. heiße und aus Potsdam stamme. nachmittags resp. abends, 12917 pet. morgens und nachmittags größtentheils innerhalb derselben, so belegen gewesen, daß sie Dort ist er, wie jest ermittelt ist, als Kellner in einer Weinihrem Erwerb nachgehen. 1 Kind beginnt seine Beschäftigung von den Betheiligten in mäßiger Zeit erreicht werden konnten." handlung bedienstet. Am Sonntag ist er ohne weitere Angabe bereits morgens um 3 Uhr, 18 um 32, 49 um 4 Uhr, 53 um Dann scheint man diesmal nur die in diesen Stadttheilen von dort fortgegangen. Welche Gründe ihn zu dem Selbstmord4%, Uhr, 105 um 5 Uhr, 8 um 51/2 Uhr, 98 um 6 Uhr, 17 um wohnenden Armen zugelassen zu haben: denn den Weg vom versuch getrieben haben, hat sich noch nicht feststellen laffen. 61/2 und 18 um 7 Uhr. Das will fagen: 226 Charlottenburger Kreuzberg oder vom Botanischen Garten bis zum Norden, Nord- Polizeibericht. Am 1. d. M. morgens vergiftete sich ein Schulkinder haben in diesem strengen Winter bereits vor 5 Uhr, often oder Osten von Berlin kann niemand in mäßiger Beit" Dienstmädchen in der Wohnung seiner Herrschaft in der Gartens in einem Falle schon um 3 Uhr, früh das Bett verlassen müssen, zurücklegen. Früher wollte mit te bie. Armenverwaltung um dem Erwerbe nachzugehen. Ferner haben 290 Kinder zu- Rücksicht auf die zu weite Entfernung den Kartoffelbau in welcher sich nur ein achtjähriger Knabe mit seiner zweistraße. In der Wohnung eines Tischlers in der Koppenstraße, nächst 14 bis mehr als 1 Stunde zu laufen, ehe sie das Feld ihrer überhaupt ganz aufgeben und durch ein im Winter zu jährigen Schwester befanden, entstand vormittags Feuer, verWirksamkeit erreichen. Kinder aus Alt- Charlottenburg tragen in ertheilendes Kartoffelgeld ersetzen. Sie scheint aber den muthlich dadurch, daß der Knabe mit Streichhölzern spielte und Der Joachimsthalerstraße, ja in dem angrenzenden Wilmersdorf moralischen Werth" selbst gebauter Kartoffeln immer noch so den Kinderwagen, in dem das Mädchen lag, in Brand ſezte. früh Morgens Badwaaren und Zeitungen aus und besuchen hoch anzuschlagen, daß sie wenigstens für einen Theil der Armen Das Mädchen erlitt dabei so schwere Brandwunden, daß es noch nachher die Schule an der Kaiserin Augusta- Allee oder an der Berlins an der seit langem bestehenden Einrichtung festhalten zu im Laufe des Tages starb. Nachmittags wurde in der 8 Uhr bereits nach Halensee und Grunewald, um dort ihre nicht immer der gleichen Meinung. Auch wenn sie nahe wohnen, Hussitenstraße ein vierjähriges Mädchen durch einen GeschäftsWaaren abzuliefern und fehren rechtzeitig von dort zurück. Kleine so erfordert die Bebauung, von der Bacht abgesehen, doch Zeit der Ecke der Streliger- und Anklamerstraße gerieth ein Arbeiter Mädchen vom Charlottenburger Ufer empfangen ihre Zeitungen und Arbeitskraft, ohne immer einen hinreichenden Ertrag zu ver- unter die Räder eines Geschäftswagens und erlitt bedeutende und Backwaaren in der Joachimsthalerstraße und begeben sich da sprechen. Der Bericht sagt, im Jahre 1893 sei der Feldbau im Verlegungen am Unterschenkel. mit bis in die Gegend des Nollendorfplates, um dann in Alt- allgemeinen regelrecht und mit Intereſſe" betrieben worden; drei fleine Brände statt. Charlottenburg zur Schule zu gehen. Nehmen schon diese Wege eine größere Anzahl" der Theilnehmer eine Zahl wird dies: bei Schnee und Unwetter die Kräfte in bedeutendem Maße in mal nicht mitgetheilt, 1892 wurden hierfür 702 angegeben Anspruch, so temmt an der Arbeitsstätte selbst noch die zu be habe jedoch sowohl an regelmäßige Fortsetzung der Arbeit als fördernde Last und das Treppensteigen hinzu und davon sind auch an Zahlung der Raten erinnert werden müssen. Letzteres überhaupt nur 206 Kinder oder 30 pCt. verschont. Die übrigen sei in 200 Fällen ohne Erfolg geblieben, doch sei trotzdem 499 haben täglich je 1 bis 176, in einem Falle allerdings nur wenigstens 58 besonders bedürftigen Familien das Recht, das Stationen. Sonnabends sogar bis 300 Treppen zu steigen. Sie besorgen von ihnen bebaute Land abzuernten, nicht entzogen worden. bereits vor 8 Uhr morgens 25, 30, 35, 40, in einzelnen Fällen Daß diesmal eine so große Zahl von Theilnehmern die Arbeit 50 Kunden, und zahlreiche Kinder, besonders die Zeitungsträger, unregelmäßig betrieben( und zum theil ganz eingestellt) hat, haben abends die Arbeit noch einmal. Die Nachmittagsarbeit das erklärt der Bericht aus den infolge andauernder Swinemünde beginnt bei 50 Kindern sofort nach Schulschluß. Die größere Trockenheit sehr geringen Ernte Aussichten des Sommers Hamburg. Bahl, nämlich 187, tritt aber erst um 2 Uhr an. Hierher ge- 1898. Schließlich gab es aber doch noch eine Mittel- Berlin hören die zahlreichen Laufburschen, die Kindermädchen und ernte, die jedem Theilnehmer einen Reingewinn von Wiesbaden. Aufwärterinnen. Abends Abends um 6 Uhr tritt noch einmal durchschnittlich 20,05 m. brachte. Wieviel Theilnehmer ihre München eine größere Anzahl in Aktivität, nämlich 85 Beitungs- Parzellen freiwillig oder gezwungen, weil sie die Raten nicht voll Wien träger. Bei 10 Knaben aber beginnt die Arbeit erst bezahlten, vor der Ernte verlassen haben, ist aus dem Bericht Haparanda um 8 Uhr abends. Das sind jene, die das undankbarste nicht festzustellen. An einer Stelle heißt es: 144, an einer Petersburg Geschäft betreiben, das Kegelaufsetzen. Diese sind es auch, die anderen: 129 seien nicht abgeerntet worden, ohne daß sich der Cork. am längsten in die Nacht hinein ihrer Pflicht obzuliegen haben. Widerspruch aufklären ließe.( Wir haben ähnliches in anderen Aberdin. Denn erst um 12 und 1 Uhr, in nicht seltenen Fällen um 11/2 Uhr Verwaltungsberichten des Magistrats mehrfach feststellen müssen.) Baris tönnen sie sich auf den Heimweg begeben. Die Dauer der Die Kopfzahl der 2750 zugelassenen Familien belief sich auf Beschäftigung ist sehr ungleich. Bei solchen Kindern, die 17-517 Personen, worunter 10 594 Kinder unter 14 Jahren waren. nur morgens beschäftigt werden, erreicht sie, den Weg zur und Zwanzig Bismarckpatrioten in Zehlendorf brachen nach von der Arbeitsstätte eingerechnet, die Ausdehnung von 1/2 bis 41/2 Stunden; am Nachmittage dagegen von 1/2 bis 71/2 Stunden. der Volts- Zeitung" am Montag bei Nacht und Nebel in den In einem Falle hat ein Mädchen vom Schulschluß an bis abends Garten des freisinnigen Abgeordneten nörde ein, stellten sich 11 Uhr im Auftrage einer Stiefmutter für ein Geschäft zu nähen, nach gewaltsamer Deffnung der Gartenthür vor seinem Hause dann erst kann es seine Schularbeiten machen; Sonntags hatte auf und geberdeten sich dort so wie sich eben nur Bandalen og Mit Gebrüll, Grunzen und es die Vergünstigung, bereits um 8 Uhr abends aufhören zu und Antisemiten geberden können. dürfen. Ein Knabe trägt morgens 21/2 Stunden lang Frühstück Heulen, so schreibt die Volts- Zeitung", schreckten sie die he Bewohner des Hauses aus ihrer tiefen Ruhe, und mit aus, wobei er 80-100 Treppen zu steigen hat, und ist nach einem Hagel von Steinwürfen bethätigten sie ihren Heldenmuth. mittags Laufbursche bei einem Kaufmann von 1/22 bis An die in der Musikinstrumenten- Industrie beschäf= 9 Uhr. Ein anderer setzt täglich 7-9 Stunden Regel auf. an den Fenstern der Knörcke'schen Villa. Herr Knörde kleidete Dazu kommt, daß 469 Kinder, also nahezu 70 pet., auch Sonn- sich eilig an und eilte die Treppe hinab, um sich die Rowdies tigten Arbeiter! Kollegen! Nachdem unsere Lohnbewegung tags ihrer Arbeit nachgehen müssen, und in einzelnen Fällen in näher anzusehen. Als das Gesindel aber das Bellen der beiden schon fast 6 Monate andauert, und der Streit bei Görs u. Kalleiner Weise, als ob der Feiertag aus dem Kalender gestrichen Hunde hörte, welche Herrn Knörcke begleiteten, nahmen die Herren mann, dessen Ausgang Euch bekannt sein dürfte, ein ehrendes eilig Neißaus. Dieser Pöbel, so meint das Blatt mit Recht, Beugniß von der Solidarität der Arbeiter gezeigt hat, fann wäre. D, du Rinderzeit, wie herrlich ist doch die Erinnerung an dich unter den Kindern des Proletariats! Während der Bour- fürchtet Gott, sonst nichts in der Welt. Vor dem Bellen eines gegenwärtig nur von einem Waffenstillstand die Rede sein. Diese geois in fanften Sentimentalitäten schwelgt, wenn er seiner Hundes aber ergreift es muthig die Flucht. Herr Knörde will Beit muß benutzt werden zur Stärkung der Organisation, damit geois in sanften Sentimentalitäten schwelgt, wenn er feiner Sie Radaumacher wegen Hausfriedensbruchs, resp. Landfriedens- wir gerüstet sind, um neue Angriffe von seiten des UnternehmerSorgfam bewachten Jugend gedenkt, sendet der Ausgebeutete Flüche der Zeit nach, in der der Moloch Kapital Kinderblut bruchs denunziren. Ist die patriotische Heldenthat diese Mühe thums aus ihm sog und den ersten Keim zu späterem Siechthum in ihn werth? Tegte. Und zu alledem verlangt man noch von den derart Ausgebeuteten, daß sie keine Sozialdemokraten werden und nicht mit an den„ Umfturz" einer solchen Gesellschaftsordnung arbeiten sollen. 1097 Windstärke WNW NAWANN( Stala 1-12) Temperatur * 00000co( nach Gelins 50 G. 4° R.) 761 Nebel 1 762 OND Nebel 1 760 NND Regen 3 757 NO halb bedeckt 8 754 0. 4 Regen 4 755 752 Still NNW bedeckt 6 2 halb bedeckt 764 MD 3 Dunst 760 SW 2 halb bedeckt 756 S 3 bedeckt 4 Wetter- Prognose für Mittwoch, 3. April 1895. Nachts etwas wärmercs, am Tage etwas tühleres, vorherrschend wolkiges Wetter mit leichten Regenfällen und mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gewerkschaftliches. zurückzuweisen. Kollegen, Ihr wißt aus den Versammlungen, daß wir Verpflichtungen Erschoffen und verbrannt. In der Nacht zum Dienstag eine Ehrenpflicht sein muß. Verschiedene Arbeiter anderer sind, die zu erfüllen für uns als gewerkschaftliche Stämpfer gegen 2 Uhr fiel im Thiergarten in der Gegend der Zelte ein Berufe waren es, welche uns bei dem letzten Streit mit materieller Schuß, der mehrere patrouillirende Schuhleute anlockte. Als die Hilfe zur Seite ftanden. Es muß deshalb jedem denkenden BeMan hat die Glocken länten hören und weiß nicht, wo waren, saben sie eine Feuersäule emporlodern, eilten hinzu und rufsgenossen einleuchten, daß wir diesen Wackeren gleiches mit gleichem vergelten. fie hängen! Eine hiesige Korrespondenz, von der man sagt, daß waren Beuge eines fürchterlichen Schauspiels. Auf einer Bank Kollegen! Jeder Schlag, der gegen uns geführt wird, muß im Thiergarten saß ein Mann, dessen Kleider am fie mit Polizeitreisen in Verbindung stehe, weiß folgendes zu be= parirt werden. Doch dazu bedarf es der Mitarbeit aller, der richten: Eine besondere Taktik werden die Sozialdemokraten für ganzen Körper in hellen Flammen standen. Die Schutz Opferfreudigkeit derjenigen, die stets ihr Scherflein beitragen, leute fonnten ihn nicht anfassen und den 1. Mai in solchen Vororten Berlins, wo ihnen kein waren zunächst wenn es gilt, die Jutereffen unseres Berufs zu vertreten. Darum, ge. bemüht, die Flammen durch Aufwerfen von finnungstreuer Gastwieth zur Seite steht, zur Anwendung bringen. Erde Kollegen, bauen wir auf Euer Solidaritätsgefühl, in ihm liegt Wie verlautet, wollen sie sich einzeln und in fleinen Gruppen und mit Wasser zu löschen. Das gelang indeß nicht. Die ganze die Macht einer Arbeitervereinigung. Die Lohntommission der nach und nach in bestimmten Wirthshäusern zusammenfinden, Sleidung des Mannes brannte bis auf die Stiefel und Strümpfe Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins. um schließlich der Feststimmung gemeinsam Ausdruck zu geben. vom Körper herunter, sodaß die Oberfläche angekohlt war und Achtung, Metallarbeiter! Der Streit bei der Firma Sie sind der Ansicht, daß auch solche Wirthe, die ihnen auf das eine schwarze Färbung zeigte. Bei näherer Besichtigung ergab Ersuchen um Ueberlassung der Lokale abschlägige Ant- fich, daß der Mann, der kein Lebenszeichen mehr von fich gab, Otto Lundershausen, Prinzenftr. 99, dauert unverändert einen Schuß in die Herzgegend erhalten hatte. Da nun ein mit fort. Wir ersuchen daher alle Gürtler, Klempner, Drücker worten ertheilen würden, sie bei sich dulden werden, noch fünf Patronen geladener Revolver neben der Leiche lag, so und Schnittarbeiter, diese Werkstatt bis auf weiteres zu meiden wenn fie in den Räumen allmälig festen Fuß gefaßt, die Wirthe also überrumpelt haben. Die Polizeibehörden, steht fest, daß sich der Mann selbst getödtet hat. Die Waffe muß und den Zuzug nach Kräften fernzuhalten. Der Vorstand denen von dem Vorhaben Nachricht zugegangen ist, sind bemüht, bei der Abgabe des Schusses so nahe an die Kleidung gebracht des Verbandes aller in der Metallindustrie worden sein, daß das zugleich mit dem Geschoß aus beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Die auserforenen Wirthschaften in Erfahrung zu bringen. Unferes Grachtens liegt die Sache lange nicht so harmlos, dem Laufe des Revolvers ausströmende, entzündete Pulver- Ein Gewerbegericht wird nun auch nach einem Beschluß wie hier geschildert wird. G3 sollen höchft bedenkliche Dinge im nächst den Rock und dann die übrigen Kleidungsstücke in Brand des Gemeinderaths in Ebingen( Württemberg) errichtet Wert sein, und die Polizei thäte gut, ihren Spürsinn mit voller gesetzt hat. Wer der Selbstmörder ist, hat sich noch nicht fest werden. Nachdem die Genossen daselbst sich seit langer Zeit Kraft in Aktion zu setzen. Die Welt steht unter dem Zeichen stellen lassen. Das Aussehen ist auch so entſtellt, daß eine vergebens wegen Errichtung eines solchen an den Gemeinderath des Umsturzes, und wer weiß, was, wo und wie am ersten Mai Rekognoszirung wohl kaum stattfinden kann. Es kann nur noch gewendet hatten, wendeten sie sich an die Kreisregierung und die angegeben werden, daß der Unbekannte einen blond und grau Folge war der obige gemeinderäthliche Beschluß. ,, Ueberrumpelungen" ins Wert gesetzt werden. gemischten Vollbart getragen und anscheinend eine Glaze ge= habt hat. Die Leiche ist von den Schuhmännern beschlagnahmt Bom englischen Schuhmacherstreik. Aus Leicester worden. wird vom 1. April berichtet, die Regierung suche durch Vermittelung des Handelsamtes und des Staatssekretärs des Innern Schiedsgericht gebracht werde. dahin zu wirken, daß der Streit im Schuhmachergewerbe vor ein ine gepaßt! Also-aufGerichts- Bettung. Gewerbegericht. In den Kinder- Wolfsküchen, die am 1. April vorläufig geschlossen worden sind und erst im Herbst wieder eröffnet werden follen, find im Winter 1894/95 292 520 Bortionen gegen Bahlung eine Bermittlerrolle. In dem Wirthshause von in der Echiver gebüßt hat der Kellner D. aus der Sophienstraße 2. Don 5 Pfennig, dagegen über 11/2 Millionen Portionen, also mehr als die fünffache Zahl, umsonst verabreicht worden. Bei Friedrichstraße 35 würfelte am Dienstag Morgen eine aus drei Begründung der ersten Küchen wurde von bürgerlichen Blättern Männern bestehende Gesellschaft. Als sich dann noch ein vierter an dem Spiel betheiligte, entwickelte sich bald ein heftiger Streit. die Behauptung aufgestellt, aus Noth müßten eigentlich Um Aussehen und Thätlichkeiten vorzubeugen, legte sich der taum Kinder in Berlin hungern; meist handle es sich vielmehr nur darum, daß nicht nur der Bater, sondern Kellner ins Mittel. Wie es nun meistens so kommt, so vertrugen auch die Mutter den ganzen Tag außer dem Hause sich im Umsehen die streitenden Parteien und wandten sich gegen D. als unbefugten Einmischling in fremde Angelegenheiten. Der 3ur Kompetenzfrage. Der Hausdiener Steingräber, beschäftigt sei, also fein Mittagessen bereiten fönne. Die Zahlen der im Winter 1894/95 ausgegebenen Portionen be- Kellner wurde angegriffen und erlitt verschiedene so schwere welcher im Hotel Hohenzollern" beschäftigt war, hatte sich gegenweisen aufs neue, daß diese Behauptung vollständig aus der Verlegungen, daß er seinen Beruf nicht fortseyen konnte. Er über dem Besitzer desselben verpflichten müssen, einen sogenannten Luft gegriffen war. Jene 1/2 Millionen Portionen find an ist bereits polizeilich über den Thatbestand vernommen worden. Küchenhausdiener selbständig zu engagiren und demselben ein Monatsgehalt von 15 M. aus seinem eigenen Verdienst zu zahlen. rund 10 000 Kindern gegeben worden, deren Eltern wirklich Eine ganz erbärmliche Rohheit hat der 19jährige Schüler Steingräber hatte sich infolge dieses Vertrages den Küchens Noth litten. Von einem ausgedehnten Mißbrauch der Wohl- Theodor F. verübt. Er ist Schüler des Technikums Mittthätigkeit kann teine Rede sein; denn der Verein für Kinder- weida i. S. und befindet sich seit Sonnabend bei seinem Vater, hausdiener N. engagirt, welchem er den Lohn für die Zeit vom 1. bis zum 24. November muit 12 M. schuldig Boltstüchen" läßt in den Wohnungen der um unentgeltliche einem Hausbesitzer in der Putbuserstraße, auf Ferienurlaub. blieb, als N. am lettgenannten Tage entlassen wurde. Speisung Bittenden recherchiren und bedient sich dabei nament- Auf dem Hofe des Grundstücks tummeln sich zuweilen Knaben n. flagte nun beim Gewerbegericht auf zahlung der lich der Gemeindeschullehrer, die meist schon vorher in der Lage der Nachbarschaft, welches selbstverständliche Vergnügen die 12 M. gegen Steingräber, der sich zum Einbehalten der Summe waren, sich aus dem Aussehen und Verhalten der Kinder ein Berliner Hausbefizer bekanntlich meistens als eine Art Verbrechen berechtigt hielt. Ge fam aber erst garnicht zur Prüfung der Urtheil über die wirthschaftliche Lage der Eltern zu bilden. betrachten. Als dies am Sonntag Abend in der Dämmerung Materie, der Kläger wurde wegen Unzuständigkeit des Wenn der Verein im Commer feine Thätigkeit ein- wieder geschah, bewaffnete sich Frau F. mit einem Regenschirm und Gewerbegerichts unter folgender Begründung abgewiesen: stellt, so läßt er sich dazu nicht etwa durch die Ansicht bestimmen, ihr Sohn mit einem spitzen Stocke. So ausgerüstet, begaben sich beide Das Gewerbegericht fei nur dann zuständig für Streitigkeiten über Daß die Eltern jener 10 000 hungernden Kinder im Sommer nach dem Hofe, um die Jungen zu vertreiben. Während die Mutter Ansprüche, welche Arbeiter desselben Arbeitgebers gegen einander fämmtlich Arbeit und ausreichenden Verdienst fänden. Er ist den Regenschirm auf den Köpfen der Knaben tanzen ließ, stach einfach dazu gezwungen, weil es ihm an den nöthigen Mitteln der Sohn mit der Spitze des Stockes gleich einem Bayonnetfechter erheben, wenn diese Ansprüche auf grund der Uebernahme einer fehlt, seine Küchen das ganze Jahr offen zu halten. Trotzdem auf dieselben ein und traf den einen so unglücklich in das linke gemeinsamen Arbeit erhoben werden.( Gewerbegerichts- Gesez § 3 Nummer 4.) Im vorliegenden Falle feien wird nach wie vor behauptet, daß die private Wohlthätigkeit die Auge, daß nach ärztlichem Gutachten das Sehvermögen des Ver- beide Parteien wohl Arbeiter desselben Arbeitgebers, der bestehende Noth wesentlich lindern, vielleicht sogar beseitigen und letzten schwer gefährdet in. Der Vater des letzteren hat unter Anspruch des Klägers habe aber seinen Ursprung in einem so den sozialen Frieden" wiederherstellen könne. Und merk- Bugrundelegung des ärztlichen Attestes sofort Strafanzeige erEngagementsverhältniß, er gehöre somit vor das ordentliche würdigerweise behaupten das am eifrigsten gerade die Vereine, stattet und das unvermeidliche Strafverfahren wird den Burschen die die Unzulänglichkeit ihres Thuns täglich zu beobachten Ge- hoffentlich darüber belehren, daß auch ein Berliner HausbesitzersLegenheit haben. Ebenfalls wegen Unzuständigkeit des Gewerbe sohn sich denn doch nicht alles gestatten darf. gerichts wurde der Kellner H. mit einem Entschädigungsanspruch Das Kartoffelland für Arme, durch dessen Verpachtung Zu erschießen versuchte sich in einem Gasthofe im Zentrum abgewiesen. H. hatte gegen einen Herrn Rabe geklagt, weil ihn die Armenverwaltung finderreiche Familien zu unterstützen sucht, der Stadt ein junger Mann, der am Sonntag Morgen dort ein- dieser angeblich für sein Restaurant engagirt hat, ohne ihn dann Stellung อิน nehmen. Obwohl nun umfaßte im Sommer 1893 2750 Barzellen à 400 Quadratmeter, fehrte und sich als Kaufmann Emil Krause aus Görlitz in das in im Termin die den von den Armenkommissionen in Vorschlag gebrachten Fremdenbuch eintrug. Es fiel auf, daß er nicht seinem Geschäfte auf das bestimmteste festgestellt wurde, daß das frag Theilnehmern gedüngt und gepflügt sammt 65 Kilogramm Saat- nachzugehen schien, sich vielmehr viel mit dem Schreiben von liche Restaurant gar nicht Herrn Rabe, dem Beklagten, fartoffeln übergeben wurden und mit 7,50 M. in 5 Monats. Briefen beschäftigte. Im übrigen aß und trank er gut und gehört, weigerte sich doch der Kläger, feine Klage raten bezahlt werden mußten. Ueber den Ertrag von 1893 haben ließ nichts besonderes in seinem Verhalten erkennen. Am gegen denfelben zurückzunehmen und seinen Anspruch gegen die wir bereits früher( in Nr. 88 vom Jahre 1894) auf grund| Montag Nachmittag tam er mit einem Verband am Kopfe thatsächliche Inhaberin, die Tochter Rabe's, zu erheben. Das Gericht. nun Gericht war der Meinung, daß der Anspruch jetzt den Charakter| lich 150 M. und 5 pet. Provision. Da er den Geschäftsinhabern| Vom Reichs- Versicherungsamt. Der Arbeiter Fechner eines Entschädigungsanspruches aus einem privaten Versprechen zwar als ein tüchtiger Berkäufer, aber auch als ein leichtsinniger wurde von der norddeutschen Textil Berufsgenossenschaft mit angenommen hatte, den zu entscheiden Sache des ordentlichen Mensch bekannt war, so war kontraktlich die Bestimmung ge- einem Anspruch auf Unfallrente abgewiesen, weil er nach Gerichts sei. Auf grund eines Engagementsvertrags hätte H. troffen, daß der Angeklagte nicht über daß der Angeklagte nicht über die Kaffe ver- Meinung der Genossenschaft, den in betracht kommenden Unfall gegen Rabe einen Entschädigungsanspruch vor dem Gewerbe- fügen dürfe; falls Bahlungen über 30 Mart zu leisten nicht im Betriebe seines bei ihr versicherten Arbeitgebers, bes gericht nur erheben können, wenn Rabe der Urheber des bewaren, erforderte dies die Unterschrift zweier Geschäfts- Runstwollfabrikanten Hahn zu Berlin, erlitten hat, sondern im treffenden Gewerbebetriebes gewesen wäre. theilhaber. Trotz dessen hat der Angeklagte seine Chefs Betriebe des Fuhrherrn Tabbert. Der zu grunde liegende Sachzu hintergehen gewußt und 17 Unterschlagungen begangen. verhalt war folgender: Hahn stand zu Tabbert infofern in Ge Im Wucherprozeß Labaschin und Genossen wurden am 12. Januar d. J. hatte der Angeklagte bei einem Kunden schäftsverbindung, als letzterer öfter mit dem Transport der gestern die Verhandlungen fortgesezt und mehrere Anklagefälle in der Müllerstraße 1640 M. einzuziehen. Nach dem Empfang Hahn'schen Produkte betraut wurde. Arbeiter der Fabrik besorgten erledigt, die ohne besonderes Interesse sind und keine charakte- des Geldes wurde der Angeklagte wie von einem Taumel er dann, und zwar in der von Hahn bezahlten Arbeitszeit, das ristischen Unterschiede gegenüber den früher verhandelten Fällen griffen. Er fuhr in einer Droschte von einem Lokal zum Beladen der Wagen und halfen auch den Fuhrleuten des Tabbert, aufweisen. Als Zeugen wurden u. A. auch der Bureauvorsteher aufweisen. Als Zeugen wurden u. A. auch der Bureauvorsteher anderen, geberdete sich wie ein Krösus und verschwendete das ihm die schwer belasteten Gefährte in Gang und vom Fabrikhof und ein Schreiber aus dem Bureau des Justizraths Hirsch anvertraute Geld in der unsinnigsten Weise. Bei Timm in herunterbringen, der abschüssig und sonst auch noch schlecht war, vernommen. Beide bekundeten im Gegensatz zu mehreren am der Passage traktirte er die Kellnerinnen und Gäste mit so daß das bloße Anziehen der Pferde nicht genügte. Bei einer vernommenen Zeugen, daß bei der Aufnahme der notariellen Atten durch den Herrn Champagner und bezahlte dort 150 M. Dann fuhr er zu Moore, folchen Hilfeleistung war Fechner gestürzt und hatte sich eine nach den Courfälen, zum Ballhaus und nach dem Palmengarten; Verlegung zugezogen, die seine Arbeitsfähigkeit wesentlich beeinJustizrath feine der Verträge schließenden Parteien auch nur im überall floß der Champagner in Strömen. Von dem letzten trächtigte. Die Textil- Berufsgenossenschaft vertrat den Standpunkt, allergeringsten im Zweifel über den Inhalt und die Tragweite Lotale nahm der Angeklagte zwei Damen" mit und von neuem Fechner wäre durch jene Hilfeleistung in den Betrieb Tabbert's der notariellen Afte sein konnte, da der Justizrath zunächst münd begann eine Rundreise. Gegen Morgen des folgenden Tages für die fragliche Zeit übergetreten, und deshalb sei nicht sie, lich über den zu schließenden Vertrag verhandle, dann in Gegen traf der Angeklagte in start angetrunkenem Zustande in seiner sondern die Fuhrwerts- Berufsgenossenschaft zahlungspflichtig. Das wart der Parteien den Inhalt des Vertrages laut diftire und Wohnung ein. Durch Zeichen und Niederschreiben theilte er Schiedsgericht war derselben Meinung. Das Reichs- Versicherungsschließlich den ganzen notariellen Aft noch einmal laut vorlese. feiner Ehefrau mit, Opfer eines räuberischen amt dagegen verurtheilte die Textil- Berufsgenossenschaft, Der Gerichtshof beschloß, den 3eugen Justizrat Ueberfalles geworden en fi, infolge Perennt die Sprache wenn auch nicht in der Höhe, die der Kläger wünschte. O run b: er das Dr. Hirsch nicht zu vereidigen und zwar auf grund des verloren habe. Am Mariannen- Ufer sei er von drei Das Gericht habe seit Jahren den Standpunkt festgehalten, daß § 56 der Straf- Prozeßordnung, wonach unbeeidigt zu ver Männern angegriffen und feiner Baarschaft beraubt eine gelegentliche Gefälligkeitsverrichtung, die sich auf der nehmen sind Personen, welche hinsichtlich der den Gegenstand worden. Man habe ihm die Zunge zum Salse hinausgezogen selben Betriebsstätte abspiele, den Uebertritt in der Untersuchung bildenden That als Theilnehmer oder Begünstiger verdächtig find". Unter den gestern ver- und ihm ein mit Gift getränktes Tuch in den Mund gesteckt, um einen anderen Betrieb nicht begründet. ihn am Schreien zu verhindern. Dann habe man versucht, ihn nommenen Zeugen befand sich auch eine Näherin, die zur Ber- in den Kanal zu werfen, die Männer hätten aber davon Abstand Der Arbeiter Brumme, der in einem von seinem Bruder meidung drohender Zwangsvollstreckung eine Hypothet von 1200 Mart für 1000 m. an Labaschin verkauft hat, ferner ein genommen und die Flucht ergriffen. Die Ehefrau des Angeklagten gepachteten Steinbruche beschäftigt war, verlegte sich am 27. Juni 1893 Auch den Beamten gegen beim Berladen von Eisenbahnschwellen, welche der Bruder und ArbeitEine hinzutretende Blutvergiftung führte brauchte und eine Hypothet von 7000 M. für den Preis von man ihm aber begreiflich machte, daß man den Tod des Verletzten herbei. Seine Hinterbliebenen verlangten von seiner 5500 m. an Labaschin abtrat. In diesem Falle wurde noch eine Heuchelei überzeugt sei, bequemte Böhme sich zu einem mit der Motivirung verweigert wurde, der Unfall sei nicht auf von der Steinbruch- Berufsgenossenschaft eine Rente, die ihnen Sicherheitshypothet auf ein anderes Grundstück eingetragen und offenen offenen Geständnisse. Er hatte die ganze eintafsirte von dem Kaufpreife 300 M. als Vorschuß für etwaige Soften Summe in einer Nacht verjubelt. Im gestrigen Termine be- Arbeiten zurückzuführen, welche im Interesse des Steinbruchund 200 M. als Vermittelungsgebühr abgezogen. Auch hauptete der Angeklagte, daß er ein Opfer finnloser Trunkenheit laden sich der Verstorbene die Finger betriebes erfolgten. Gerade die ein Erbschaftskauf, den der Angeklagte tieß auf geworden sei. Er habe bei Timm eine Flasche Rothwein ge- ber fächter er Verstorbene die Finger, bei deren Bereigene Rechnung abgeschlossen, tam tam gestern zur Wer dem Steinbruch Besizer Bohle trunken und von diesem Augenblick sei ihm das Gedächtniß über handlung. Im Jahre 1889 fiel einer Wittwe Kreuzfeld alles später Borgefallene völlig abbanden gekommen. Im übrigen zugesagt gehabt und demselben dann auch zukommen und ihren beiden Töchtern eine Erbschaft, bestehend aus 5467 M. in Hypotheken, Aktien und dergleichen aus einem in Freienwalde sellschaftstheilhaber ermächtigt worden sein, über die Eingänge lichen Intereffe verwendet. Das Schiedsgericht schloß sich dem bestritt er jede Unterschlagung, er wollte von einem der Ge- laffen. Diese Schwellen habe Pohle in seinem persön belegenen Hausgrundstück zu. Während der Regulirung ent- nach freiem Ermessen zu verfügen. Die umfangreiche Beweis: Das Reichs- Versicherungsamt jedoch sprach den ſtanden Rosten, zu deren Bezahlung den Erben das baare Geld aufnahme fiel nicht zu gunsten des Angeklagten aus. Während Klägern die Rente zu. Den Huuptwerth legte es auf die fehlte. Sie wandten sich an Rieß, der sie eines Tages zum der Staatsanwalt gegen denselben ein Jahr Gefängniß Schwellen dem Steinbruch verpächter Pohle unentgeltlich Feststellung, daß der Arbeitgeber des Verunglückten die die betreffenden Justizrath Hirsch führte. Während sie behaupten, daß sie nur beantragte, berief der Vertheidiger, Rechtsanwalt Leopold beabsichtigt hätten, auf ihr Erbtheil Vorschüsse von Rieß zu er- Meyer, fich auf die durch die Beweisaufnahme festgestellte That- lieferte, ihm einen Gefallen that, und daß ein Theil der halten und Des Glaubens gewesen feien, der fache, daß die Ehefrau des Angeklagten der Gesellschaft eine übrigen Schwellen im Steinbruchhause, einem Betriebsgebäude, notarielle Aft, welcher aufgenommen wurde, hiervon größere Hypothet als Kaution hinterlegt hatte, wodurch jeder verfeuert wurden. Gefälligkeitsverrichtungen im Interesse des handelte, haben sie thatfächlich einen St auf vertrag unterschrieben, Schaden gedeckt sei. Außerdem liege ein diretter Beweis der Betriebes verblieben im Betriebe, und aus Interesse für ſeinen durch welchen Rieß die ganze Erbschaft für 2000 m. taufte. Unterschlagung nicht vor. Der Gerichtshof hielt mindestens zwei Steinbruchsbetrieb hätte Brumme dem Pohle die Schwellen überFrau Kreuzfeld behauptet ferner, daß Rieß nach der Verhand: Unterschlagungen für vorliegend und erkannte hierfür auf eine mitteln lassen; augenscheinlich habe er sich mit Pole als Besizer Lung den Erben einen Bettel gegeben habe, auf welchem vermerkt Gefängnisstrafe von sechs Monaten. Der Antrag des von ihm gepachteten Steinbruchs auf guten Fuße halten" stand, daß er die Kosten der Erbschaftsregulirung tragen und auf Haftentlassung wurde abgelehnt. Vorschüsse zahlen werde, hierfür aber 40 pCt. Zinsen verlange. -OV Maurermeister, der zur Bezahlung von Bauhandwerkern Geld machte bei der Polizei Anzeige Rolle eines Stummen, als geber erworben hatte. werden. an. wollen. verd verlegte, hätte T- 19llide2 dermischtes: Die Erben wollen an Vorschüssen zusammen nur 1765 M. er- Wie mangelhaft die Fleischversorgung Berline troß halten haben. Der fragliche Zettel soll inzwischen verloren aller sanitären Vorsichtsmaßregeln noch ist, bewies wieder eingegangen sein. Der Angeklagte Rieß und fein mal ein charakteriſtiſcher Fall, der heute die neunte Straftammer Bertheidiger Dr. Coßmann Dr. Coßmann stellten in diesem Falle des Landgerichts I beschäftigte. Wegen Vergehen gegen das den Eachverhalt wesentlich anders dar, die Zeugen Nahrungsmittel Gesetz hätten sich der Schlächter- Jukonsequent. Aus Bonn berichtet der offigiöse Teleblieben jedoch bei ihren Behauptungen. Die gestrige Beweis- meister Karl Voß aus Burow in Pommern und der Leber- graph: Der Fabrikbefizer Franz Guilleaume, Inhaber der Firma aufnahme schloß mit der Vernehmung einer Wittwe ab, die eine händler Hermann Kohn zu verantworten. Voß fandte am Franz Anton Mehlem machte anläßlich des Geburtstages des ihr gegen ihren Schwiegersohn zustehende Forderung von 200 m., 24. Oftober 1834 von einer auswärtigen Station an seine eigene Fürsten Bismarck eine Stiftung von 50 000 M. für seine Arbeiter. zahlbar in Monatsraten zu 15 M., für den Preis von 100 M. Adreffe in drei Heringstonnen verpackt über 6 Zentner ver- Was fümmert's mich, wenn der Mann das Geld nicht für mich an Rieß verkauft hat.- Am Mittwoch und Freitag sollen arbeiteten, d. b. ausgeschlachteten und eingefalzenen Rindfleisches. opfert, wird der Mann in Friedrichsruh denken. Sigungen nicht stattfinden, so daß in dieser Woche die Verhand- Die Sendung langte am 25. Oktober hierselbst auf dem Nordbahnhofe lungen nur noch am Donnerstag und Sonnabend fortgefekt an. Der dort postirte Fleischschau- Beamte Rottte bemerkte, daß der Baffemerteremtete! Ueber ein grausiges Attentat berichtet zweite Angeflagte, den er zum ersten Male dort wahrnahm, die der offiziöse Telegraph aus Budapest das folgende:„ In der Fäffer in Empfang nahm, mit Boß etwas sprach und die Fässer ersten Morgenstunde des heutigen Lages wurde ein zittentat Von der Behandlung auf einer Berliner Polizeiwache. auf seinen Wagen lud. Nach der Versicherung dieses Beamten, gegen das Monument des bei der Vertheidigung von Ofen gegen Eine Beschwerde, die der Maurer August Witt an das die später von dem Kreis- Thierarzt Wahorneu durchaus bestätigt Goergei gefallenen österreichischen Generals Henzi verübt; das Polizeipräsidium gerichtet hatte, sollte Behauptungen wurde, enthalten fast alle derartigen Fleischfendungen, die in Monument blieb indessen unbeschädigt, weil die Bombe nur enthalten, welche wider besseres Wissen aufgestellt waren und hatte Fässern hier anlangen, verdorbenes Fleisch, bies kann an der Seite des Poftaments niedergelegt war. bie in Dagegen deshalb Anlaß zu einem Strafverfahren wegen wissentlich falscher aber ganz ungehindert hier vertrieben werden, denn auf den Unter- wurden die Fenster vieler in der Umgegend belegenen Anschuldigung gegen den Beschwerdeführer gegeben. Es handelte juchungsstationen werden nur ganze Viertel zur Untersuchung an Gebäude, darunter in der Hofreitschule, im Palais des sich wiederum um angebliche Mißhandlungen aufgenommen, derartig zerkleinertes und eingesalzenes Fleisch aber ist Erzherzogs Joseph, in dem Ministerpräsidium, dem Zeughaus der Wache. Im gestrigen Termine vor der neunten Straf berhaupt nicht untersuchungspflichtig und die Stationen nehmen es zu und dem Landesvertheidigungs- Minifterium zertrümmert. Die tammer des Landgerichts I wiederholte der Angeklagte seine diesem Zwecke überhaupt nicht an. Der Beamte Kottke Detonation wurde in der ganzen Stadt gehört und für ein Hoch schriftlichen Angaben. Er sei am 1. September v. J. gelegentlich hielt es für seine Pflicht, dem Wagen des Angeklagten Kohn zu wasser Warnungssignal gehalten. Ein Polizist hatte wahr. Er fei au eines Auflaufs zur Wache des 40. Polizeireviers gebracht worden. folgen und als derselbe vor dem Laden eines Schlächtermeisters, genommen, wie ein eleganter Mann bei dem Monument etwas Nach Feststellung seiner Bersonalen habe mal the wieder auf der von Sohn Leben bezog, anbelt, wilden store than anzündete, hatte denselben verfolgt, ihn jedoch nicht erlaffen. Da er die Zellenthür offen gelassen hatte, sei er auffässer durch einen herbeigeholten Schuhmann beschlagnahmt und reichen fönnen; während der Verfolgung erfolgte die gefordert worden, sie zu schließen. Er habe sich geweigert mit nach dem Fleischschau- Amt auf dem Schlachthofe gebracht. Dort Detonation. Die Polizei glaubt, daß es sich um einen Den Worten, daß es feine Sache nicht fei. Darauf seien vier stellte der Kreis Thierarzt Waßmann fest, daß das Fleisch zahl bibischen Aprilscherz, nicht um ein wirkliches Attentat Schuyleute über ihn hergefallen und hätten ihn mißhandelt, einer reiche charakteristische und jedem Laien sofort erkennbare Zeichen handelt, da die Detonation weder durch eine Dynamitbombe, derselben hätte ihm mit einem Ochsenziemer über Stopf und Arm der Zuberkulose an sich trug. Das Fleisch machte einen Gfet erregenden noch durch eine Dynamitpatrone hervorgerufen wurde, sondern geschlagen. Dann habe man ihn wieder in die Belle gestoßen, Eindruck, war vollständig fettarm und wies darauf hin, daß durch einen starten Feuerwerkskörper, welcher dem Denkmal nicht einer der Schuhleute sei ihm gefolgt, habe ihn an der Brust es von Thieren herrührte, die schon lange frank und infolge der gefährlich werden konnte. Ein weiteres Telegramm befagt: gepackt und so heftig geschüttelt, daß ihm die Knöpfe Krankheit abgemagert waren. Da solches eingesalzenes Fleisch in Der Urheber der Explosion an dem Hengidenkmal ist verhaftet Dom Hemd geplakt feien. Der Angeklagte hatte fich rohem Zustande zu Mettwurst, Knoblauchwurst und dergleichen worden. Derselbe heißt Adorjan Szeles, ist Redakteur des be am Tage nach dem angeblichen Vorfalle ein ärztliches Attest verarbeitet wird, ferner die Uebertragung der Zuberkulose vom rüchtigten Wochenblattes Olvasd" und ist bereits wegen Maausstellen lassen, worin ihm bescheinigt wurde, daß er am Kopfe Thier auf Menschen durchaus möglich ist, so erklärte der Kreis- jestätsbeleidigung mit 6 Monaten Kerker vorbestraft. und am linken Oberarm fleine Anschwellungen aufzuweisen hatte. Thierarzt das beschlagnahmte Fleisch als im höchsten Grade Die vernommenen Schußleute bestritten übereinstimmend, daß sie gesundheitsgefährlich und begutachtete, daß der Angeklagte Waffernoth in Ungarn. Aus Oedenburg, Komorn, Gran den Angeklagten mißhandelt hätten und ihre Aussagen wurden oß bei der Verarbeitung diesen Zustand sofort hätte und Arad werden Ueberschwemmungen gemeldet. Auf den von zwei Sivilisten unterstützt, welche gleichzeitig mit dem Ansehen müssen. Dieser behauptete, daß er nichts Krankes be Feldern steht das Wasser mannshoch, mehrere Häuser sind ein geklagten auf der Wache und in der Belle gewesen waren. Der merkt habe. Der Angeklagte Kohn versicherte, daß dies das erste gestürzt; der Schaden ist bedeutend. Das Wasser steigt noch Staatsanwalt beantragte eine Gefängnißſtrafe von nicht Geschäft sei, welches er mit Voß gemacht. Dieser habe durch eine immer. weniger als vier Monaten, der Angeklagte hatte es Annonze gutes, frisches Fleisch in eingesalzenem Zustande zum aber einem eigenartigen Umstande zu danken, daß er Preise von 40 Pf. pro Pfund angeboten und darauf hin habe er freigesprochen wurde. Er hatte sich nämlich zunächst zum die Sendung sich kommen lassen. Die Fässer seien verschlossen geLieutenant des betreffenden Polizeireviers begeben, um sich wesen. der Redaktion. Briefkaffen Er habe zunächst 200 M. angezahlt und den die Namen der Schuhleute zu erbitten. Erst auf Befragen hatte est von 78 Mart erst dann zahlen wollen, wenn wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine BarD er angegeben, daß er sich beschweren wolle. Darauf war er vom sich von er dem guten Zustande des Fleiſches überanzugeben unter der die Antwort ertheilt werden soll. Polizeihauptmann Feist vorgeladen worden, der ihm nach Anzeugt haben würde. Er sei leider zu vertrauene Wohnung 37. Sie können höchstens tlagen. Von Zurückhörung des angeblichen Sachverhalts aufgegeben hatte, bis zu felig gewesen und habe die ganze Anzahlung verloren. haltung der Miethe rathen wir ab.-. S. 10. Ja. einer bestimmten Frist die Beschwerde einzureichen. Wenn nun Der Gerichtshof hielt diesen Angeklagten auch nicht für über G. G. 46. der Angeklagte dieser Aufforderung folgte, so habe er nicht aus führt und sprach ihn deshalb frei. Bezüglich des Boß hielt zu 8: ja. E.. 30. Zu 1: Nein. Zu 2: Sie dürfen nur retouniren. eigenem Antriebe gehandelt, er hätte vielleicht auch den gefaßten der Gerichtshof das Verfahren desselben für äußerst gemein- und dann im Wege der Zwangsvollstreckung sich befriedigen. Ste tönnen nur klagen Entschluß wieder fallen lassen. Aus diesem Grunde habe ein gefährlich und ehrlos und erkannte deshalb gegen ihn auf fünf F. Sch., Lößnitz. Die Hälfte der Beiträge fann zurück freisprechendes Urtheil gefaßt werden müssen. Monate Gefängniß und Publikation des Urtheils in " 1 Demminer Kreisblatt" und in der Allg. Fleischer- Zeitung". " 200) SM.38 muX Ausschreitungen von Schuttenten beschäftigte geflern die gefordert werden.- Sprockhövel. Die Frage ist nicht ver- Sie ständlich. Alter Genosse. Kommen Sie in unsere Sprechstunde. Düsseldorfer Straffammer. Die Frankfurter Zeitung" be= Der Handlungsgehilfe Hans Markwaldt betheiligte sich 2. D. Worauf stützt der Meister feine Schadenersatzforderung? richtet darüber: Ein junger Fabrikbeamter beklagte sich in einem an einer Diskussion, welche gelegentlich einer öffentlichen Vers 101 Echo Lauterbach. Zu 1: Der Thatbestand der ErEchreiben an den Oberbürgermeister von Düsseldorf darüber, daß sammlung stattfand, in welcher über die Hebung der finanziellen pressung scheint vorzuliegen. Zu 2: Auch die Schadensersatzklage er in der Nacht vom 6. zum 7. Januar von Schuhleuten, die er Lage der Arbeiter Bildungsschule gesprochen wurde. Bisher scheint, soweit sich aus Ihrer Darstellung ein Urtheil gewinnen zum Schutze ihm fremder Persönlichkeiten aus dem warmen waren diese Versammlungen stets polizeilicherseits überwacht läßt, gegeben. 3u 3: fönnen wir nicht wissen. Bu 4: Bachtlokal abgerufen, mißhandelt worden sei. Die Schuhleute worden; in der vorhergehenden Versammlung hatte der über- Gefängniß bis zu 5 Jahren. A. G. 28. Ift Che seien dem Verlangen in der kalten Nacht nur widerwillig nach- wachende Polizeilieutenant dem Vorsitzenden aber den Rath er- scheidungsgrund.- 1000. Vermuthlich der Verkäufer nach gelommen und hätten gleich auf der Straße geäußert:" Wenn theilt, bei der Anmeldung der Versammlung das zu erörternde dem sehr unklar gefaßten Paragraphen des Vertrages. wir nichts finden, dann sollst Du aber mal sehen!" Sie fanden Thema mit anzugeben, oder wenigstens mitzutheilen, daß politische. B. Moabit. Stellen Sie beim Vormundschaftsgericht den wirklich nichts; die bedrohten Frauen um solche handelt es Sachen nicht verhandelt würden, dann wäre die Anwesenheit der Antrag.. G. 085. Jst kein Grund zu sofortiger Entsich waren inzwischen verschwunden. Nun soll ein Schutzmann Polizei nicht nöthig. Als nun in der nächsten Versammlung doch laffung. C. S. Hagen. Ja. M. S. 5. Zu 1: Ja. Zu den Beamten mishandelt und die anderen gerufen haben: Hau' wieder Vertreter der Polizei erschienen, da gab dies dem M. 2: Nein. Bu 3: 3ft gleichgiltig. 123 2. D. Der Be nur zu und zieh blank". Die Schuyleute leugneten und die Be- Veranlassung zu folgender Bemerkung: Der neue Polizei- treffende ist ohne weiteres Mitglied der Kaffe.- M. H. Sie müssen hörde versetzte den mißhandelten Briefschreiber in Anklagezustand. minister sorgt doch wirklich ausgezeichnet für die Bildung flagen und dann die Sachen im Wege der Zwangsvollstreckung Bei der geftrigen Verhandlung mußte der Schuhmann Grein zu feiner Lieutenants, denn wie wir sehen, schickt er dieselben auch veräußern laffen. G. G. Die vier Kinder haben nichts geben, den Angeklagten bei der Brust gefaßt zu haben, um ihn in die Arbeiter- Fortbildungsschule. Es ist doch zu bedauern, zu beanspruchen. Karl 733. Sie müssen sich damit an zu ersuchen, feines Weges zu gehen. Die drei betheiligten Schuß daß den armen Leuten auf diese Weise der schöne Sonntag ver- die Gewerbesteuer- Behörde wenden. W. S. 96, J. A. 37. Leute wurden nicht vereidigt, der Angeklagte freigesprochen und loren geht." Wegen dieser Aeußerung stellte das Polizeipräsidium Kommen Sie in unsere Sprechstunde. H. G. 10, Adlersdie Kosten der Staatstaffe auferlegt. den Strafantrag. Im gestrigen Termine vor der 135. Abtheilung hof. Darauf haben Sie keinen Anspruch. Als das Muster eines Geschäftsführer8" zeigte sich der des Schöffengerichts gab der Angeklagte die Aeußerung zu, wollte Möbelverkäufer Eduard Böhme, welcher gestern der zweiten aber nicht die Absicht gehabt haben, die Beamten zu beleidigen. Straffammer des Landgerichts I aus der Untersuchungshaft vor Er habe nur eine humoristische Form gewählt, die allerdings geführt wurde. Der Angeflagte trat im August v. J. bei der verunglückt sei. Der Gerichtshof nahin zu gunsten des Freien Bereinigung der Berliner Möbeltischler" als Verwalter unbescholtenen Angeklagten an, daß er nur im jugendlichen Ueberdes Hauptlagers ein. Er erhielt ein feftes Gehalt von monat muth gehandelt habe und verurtheilte ihn zu 40 M. Geldstrafe.' Aufnahme netto 12,95 M. " -1998ad0 Briefkaffen der Expedition. Wiedmann, Pforzheim. Inserat kostet bei dreimaliger Für den Juhalt der Juferate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 3. April. Opernhaus. Rienzi, der letzte der Tribunen. Schauspielhaus. Die Welt, in der man sich langweilt. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Castan's Panoptikum. Noch nie dagewesen!: Deutsches Theater. Weh' dem. der Die Riesen des dunkeln Erdtheils: Die Riesen des dunkeln Erdiheils: Iügt. Leffing Theater. Der Königs lieutenant. Eine Parthie Piquet. Berliner Theater. Der Herr Senator. Rehdenz- Theater. Fernand's Ehe fontrakt. Neues Theater. Ferréol.. Schiller- Theater. Die Journalisten. Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. Präsident Faure Friedrich- Wilhelmſtädt. Theater. Unter den Linden 21. Der Obersteiger. Theater Unter den Linden. Nanon. Central- Theater. Unsere Rentiers. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Bellealliance- Theater. Alles mobil. Alexander- Plan- Theater. Durch Täglich gegangene Weiber. Barrisons. National Theater. Brücke. Einzig in seiner Art. Heute Ben- Ali- Bey. Alle fünf Die lebende abends 8 Uhr Oriental. National- Theater. Magie. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: May Samst. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Die lebende Brücke. Großes Sensationsschauspiel mit Mufit in 4 Aften( 11 Bildern), nach dem Eng. lischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 llhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner Theater.) Mittwody, 3. April, abends 8 Uhr: Die Journalisten. Donnerstag, 4. April, abends 8 Uhr: Die Karolinger. Freitag, den 5. April, abends 8 Uhr: Die Barolinger. Sonnabend, 6. April, abends 8 Uhr: Die Karolinger. Sonntag, 7. April, nachm. 3 Uhr: Die Journalisten.- Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Central- Theater Alte Jakob# traße Nr. 30. Emil Thomas a. 6. Novität! Bum 47. Male: Novität! Unsere Rentiers. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. In Szene gesetzt vom Dir. R. Schulz. Anfang 1/28 Uhr. Adolph Ernst- Theater Madame Suzette. Vaudeville- Posse in 3 Atten von Ordonneau. Musik von Edmond Audran.( Novität.) In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Morigpl.). Zum 66. Male: Madame Sans- Gêne. Die Weber. Heimath. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7/2 Uhr. Kaufmann's Variété. Täglich ausverkauft! ER Durchschlagender Erfolg des brillanten neuen April- Programms. E Abermalige Prolongation Naucke's. Jeden Abend gr. Lacherfolg. Die Kneipgenies Burlesque mit Gesang und Tanz von Emil Naucke& Arth. Fränkel. Fridolin: Emil Naucke. Schnorps: Arthur Fränkel. Auguft: Pedro Hansen. Anfang präzise 71/2 Uhr. Stanarienhähne verkauft 450b Joachim, Fehrbellinerstr. 46. Preise: 3, 2 und 1 M. Sitzplatz. zum 205. Male, und alle[ 1995L* Allen Freunden und Bekannten zur Grosse Resterhandlung Mehl Backzuthaten Nachricht, daß ich am 1. April das Bigarrengeschäft von C. Kowalsky, 8. Marianneuftr. 8, übernommen habe, und offerire meine gut abgelagerten Bigarren u. Zigaretten von Blum, Gr. Frankfurterr. 124. Alle Arten Stoffrefte zu Jackets, Mänteln und Kindersachen. 124 Große Frankfurterfir. 124. liefert in anerkannt vorzüglicher Güte jezt ganz besond. preisw. P. Herrguth, Wiederverk. besond. Vorzugspreise. in allen Preislagen, sowie Bauch, Unfallsachen, Slagen, Eingaben, Berlin, Müllerstr. 180( Webbingplak). Rau- und Schnupftabat guter Qualität. Achtungsvoll Rudolf Langberg. Danksagung. 443b , Putzger, Stegligeritr.65 Warne jeden hiermit, meiner Frau Emma Martines verwittwete Hose geb. Schonert etwas zu borgen, da ich für 4566 nichts aufkomme. [ 4436] Möbel, Spiegel und Polsterwaaren Allen Freunden und Bekannten, be- A. Martines, Reichenbergerstr. 54 I. fowie ganze Ausstattungen empfiehlt sonders den Herren Kollegen meines 66. Resterhandlung. 66 H. Strelow, Tischlermstr. Mannes, die sich meiner so liebevoll angenommen, den herzlichsten Dank. Billig Reste zu Knaben- Anzügen von Rixdorf, am Denkmal. Wwe. Wagner. meinem lieben Manne die letzte Ehre Allen Freunden und Bekannten, die erwiesen haben, sage ich hierdurch meinen tiefgefühlten Dank. 4576 Wittwe Müller. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. 1 M. Große Anzüge von 7 M. an bis zum feinsten Kammgarn, auch pass. wahl in Baletotstoffen, sowie zu Früh zu Einsegnungs- Anzügen. Große Ausjahrs- und Sommermänteln, Jaquets, Plüsch, Atlas, Seide, Sammt u. Spizen. Auf Wunsch alles zugeschnitten, auch angefertigt. Fertige Knaben Anzüge. 66. Karle, Waldemarstrasse 66. Maifestzeichen!! Neues Muster, zweckmäßiges Demonstrationsmittel empfiehlt B. E. Buchwald, Altenburg, S.-A. M Berlinerstr. 40, öbel und Polsterwaaren fauft jeder reell u. billig bei F. Kernien, Berlin C., Seydelstr. 8. Refterhandlung v. C. Weigel, Krautstr. 50. Fertige Damen- und Kinderkonfektion.Herrenstoffe z.Anzügen. 1861 57. Bock- Saison. Knaben Garderoben 80 Jekt kommt's[ 86] Täglich: von den einfachsten bis zu den besten billigsten Preisen. Militär- Konzert. Genres in größter Auswahl zu den Anfang 5 hr. Sonntags 4 Uhr. Jeden Sonntag und Feiertag 77 Prinzenstrasse 77. nachmittags 4 Uhr: Familien- Vorstellung zu halben Preisen. Feen- Palast Burgftr. 22, neben der Börse. Durchweg neues Programm 季 18 Bravour Nummern! Grossart. Ueberraschungen. Kommen! Sehen! Hören! Staunen! Vorher wird nichts verrathen. E Anfang: Wochent. 71/2 Uhr. . Sonntags: Konzert 61/2, Borstellung 712 Uhr. Passage- Panopticum. 27 Gitanos Sänger, Tänzer u. Tänzerinnen) Vorstellung um 4, 5, 6, 7, 8 n. 9 Uhr. Zum gemüthlichen Piket! Billiger Einkauf für Arbeiter in Herren- u. Knabengarderobe, wenig getragen und neu. JophaplüschReste J. Lorkoska, 90. Friedenstr. 90 am Landsbergerplay. D. Wurzel 16 Wrangel- Straße 16. 3mm Umzug empfehle: Gardinen, Stores, Portièren, Tischdocken zu sehr soliden Preisen.] Schaufgeschäft trantheitshalber billig in glatt, gepreßt und ge- Adalbertstr. 16. webten Qualitäten, auch t Erise und Moquet, enthaltend 6 bis 22 Meter, sehr spottbillig! Muster franko! Abgepaßte bgate Satteltaschen g hochelegante Emil Lefèvre, Berlin S., Dranienstr. 158. billig. zu verk. Schmidt, 119. Sfaligeritr. 119, ircch. Bitte genau Hausnummer 3. beachten. Ich empfehle den geehrten Genoffen mein großes Lager alter u. euer Herren- u. Knabengarderobe, sowie Arbeiteranzüge, einzelne Hofen Hirsch. Kinderwagen befchafft Fabriku. Jacketts. angestellter Privatleuten zu Engrospreisen. Näheres Linienstraße 16, 1 Tr. MöbelGelegenheitskauf zu außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautleute ganze Einrichtungen von 200-1000 M. Theilzahlung ge Eger's Waarenhaus. 17. Weissenburgerstr. 17. Zum Umzug empfehle mein reichhaltiges Lager in Gardinen, Stores, Portiòren, Läuferstoffen und Teppichen. Bettfedern, stattet. Elegante Nußbaum- u.Mahagoni Kleiderspinden und Vertikows 30 m., Weg 41, 1 Tr. einfache 15 M., Sophas, reine Gänsefedern á Pfd. v. 50 Pfg. an, Grüner Frau Glaser. Monatl. v. 10 M. an liefert elegante Anzüge nach Maass Comporowski, Schneidermeister, Berlin C, Jüden str. 37 I. mit Matragen 20 M., Waschtoiletten, Theilzahlung. Küchenspinden, Kommoden 12 n., Stühle 3 M., Sophatische 6 M., Säulen Trumeang 65 M., Plüschgarnitur 60 u. 100 M., Muschelspinden = 1630* ( andalusische 40 M., Baneelfophas 80 M. Buffet, 14 Resterhandlung 14 Silberschränke, Herren Schreibtische, für Herren; u. Damenstoffe, Reste Schreibfekretäre, Zylinder Bureaux, für Kinderanzüge v. 1 M. an. C. Joch, Spiegel. Wenig gebrauchte Möbel zu Pallisadenstr. 14 part. halben Preisen und sollte es niemand verfäumen, der gut und reell taufen will, mein großes Lager zu besichtigen. Gekaufte Möbel werden bis 1. Mai fostenfrei aufbewahrt, transportirt 16848* und aufgestellt. Louis Keller's Riesen- Festsäle. 29, Koppenstrasse 29. Mittwoch, den 3. April: Humoristische Soirée der Norddeutschen Sänger. Neues Programm. Anf. 8 Uhr. Bons giltig. Entree 30 f Nachdem: Tanz( volles Orchester). Avis! Conntag, den 7. April: Großes Doppel- Concert. Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20 Säle und Vereinszimmer von 20-600 Verfonen. NB. Noch einige Sonnabende und Sonntage zu vergeben. Herm. Ramlow's Schützenstr. 2, Möbelfabrik. Gelegenheitsfanf darauf an, wo tauft man billig gute Stoff- u. Sammt- Refte zu Herren- u. naben- Anzügen. Reste zu Damenu. Mädchen- Jaquets. P. Kochmann, 86 Alte Jakob- Straße 86, part. Utensilien und Milchgeschäfts- Molkereigeräte, Jordan, Rleine Markusstr. 28. Tuchstoff- Nefte zu Knabenanzügen, Gelegenheitskauf, spottbillig. Herrenhosen- Reste 5 M. 45 14 Münzstr. 4, Engel. In welchem Lokal ist ein Mil.- Paß den Namen Franz P... la? Nachr. nebst Pap. zurückgelassen worden auf erbeten unter F. P. 6. Postamt 68, Alte 4536 Jakobstraße behufs Abholung. Verfahren, Perlmutter braun zu färben, wird zu kaufen gesucht. Offerten, mit Probeknöpfen bevorzugt, unter Chiffre M. T. an die Expedition dieses Blattes. 455b Kleider werden sauber angefertigt. Straßenkleider 7,50, Hauskleider 4,50. Fr. Freigang, Görligerstr. 39. Achtung! Die Niederlage und Ausschauk der Freienwalder Brauerei befindet sich von heute ab Ackerstr. 123. 4474 W. Marten. Friedrichsberg, Jungfir. 46, mehrere Borderwohnungen von 63 Thlr. an sofort. Arbeitsmarkt. Möbelpolirer! 277b Wegen Differenzen ist der Zuzug von Polirern bei Drüsel, Admiralstr. 7, bis auf weiteres fernzuhalten. Die Kommission. Damenhemden, 201/20 Binderwagen- Languetten- hofeine Ware. Bazar Herrenuachthemden, Primawaare. Max Brinner, 1/4 Dyd. 4,50 m. D. Meyerson, Poststr. 7. Jerusalemerstr. 42 am Dönhoffplatz und Maschinen- Näherin( W.-W.) ver4236 Brunnenstraße 6. langt Stoppenstr. 74, 2 Tr. Großartig. Auswahl von Kinderwagen, Zigarettenarbeiter finden lohnende Puppenwag., Sport- und dauernde Stellung in der Fabrik für Brautlente: Im Möbelspeicher bestes Fabritat. Musterbuch gratis. wagen billigst. Viele Anerkennungen, Concordia", Weinbergsweg 11 D. Neue Königstr. 59, vorn I., follen über Theilzahlung gestattet. 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze Zeit verliehen gewefene i. neue Möbel pottbillig verkauft werden. Ganze Schwarze 1000) Damen! Einrichtungen 100, 150, 200-1000. Frühjahrs- Jaquets 5,50-12,50, mit Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Sleiderspinden 15, Küchen spinden, Kommoden 12, Sophas 15 M., Bettstellen mit Sprungfeder- Matraßen 18, Nußbaum- Kleiderspinden 30, Stühle 3 Mart, hochfeine Muschelkeiderspinden 40. Plüschgarnituren 60 Mark, Herrenschreibtische, Damenschreibtische 30, Cylinderbureaus, Schreibsekretäre 15 Mart, Garderobenspinden, Bancelfophas 75, Buffets, Trumedus 65 M., Betten, Coulissentische, alles spott: billig. Auch einzelne Gegenstände werden zu Engrospreisen verkauft. Empfehle allen Herrschaften, mein Musikinstrumenten- Arbeiter! Für die Branche Bezieher ist die Fabrit von Knabe& Thal, NaunynSeide gefüttert 18,50-20,00. Farbige strasse 68, gesperrt. Modell- Jaquets 5-15,00. Eleg. Kragen- 204/16 Die Lohukommision. Capes( Pariser Neuheiten) Wolle, Seide, Sammet 2,50-30,00. Enorme Auswahl wirklich aparter Regenmäntel 6,50 biz 25,00. 44,7 Landsbergerstr. 48, 1 Treppe. Ein Schuhmachergeselle auf Sohlen und Flecke bei Schneider, Weißenburgerfir. 60. 459b Plätterinnen De Achtung! auf Oberhemden und Umlegekragen Bahnerfah, auch Theilzahl., wöchentl. finden sofort dauernd lohnende BeMark, Gudel, Lausitzer Platz 2, fchäftigung bei Fersenheim& Weinstein, Elsasserstr. 12. Wäschefabrit, Landwehrstr. 11. 460b Damen- und Mädchen- Mäntel- Fabrik Weiss- u. Bairisch- Bierlokal. größtes Möbellager Berlins zu te ron Alb. Hartmann, Weinbergsweg 5, dicht am Rosenthaler Ther Zwei neu renovirte Regelbahnen. sichtigen u. sich von den staunend billigen 135 Bereinszimmer. 135. Schönhauser allee Breifen zu überzeugen. Gekaufte Möbel fönnen bis April kostenfrei stehen GeParterre, kein Laden. Stets großes Lager in allen Neuheiten der Konfektion zu den billigsten Preisen. 2 M. schmerzl. 147b Etablissement ,, Süd- Ost bleiben und werden durch eigene Se Künstl.Zähne sof. Theilz Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 2. Spr. 8-7 Uhr. Waldemarstr. 75. Empfehle meinen Saal( 500 Personen fassend) und Restaurant zu Bersammlungen und Festlichkeiten jeder Art. Sonnabende u. Sonntage sind noch frei. 18652* C. Ulrich. Die 30 000 Dollar- Uhr, mit dem Oberammergauer Festspiele spanne Nußbaum- Möbel verk. schleunigst Kleiderschrank, Wäscheschrant, Spiegel 19, Ausziehtisch, Sophatisch 9, Delgemälde, prachtvolle Stöpfe 4,50, Bettgestelle 12, Plüschgarn., Echlagregul., Teppiche, Gardinen spottbillig Landwehrstr. 5/6, I.( Nähe Alexanderplatz). Bugstück b. Weltausstellung in Chicago. Herren- Hüte 1,25 Dafelbst mit 6 ersten Preisen getrönt. Einsegnungs- Hüte 85 Pf. Ausgestellt in der Passage". neueste Façons verkauft das Fabrik. " Entree 25 Pf.[ 869M tomptoir, jett Barnimftr. 4 u. 5 I.| Auch in Hetep a 20 Ply Za beziehen durch alle Buchhandlungen, Von der Geschichte des Sozialismus erschten soepet der erste Theil das ersten Bandes: Die Vorläufer des neueren Sozialismus. Inhalt des erster Theits Von Plato bis zu den Wiedertäufern Von Karl Kautsky. Pre bruschi M, 3gebd in Lwa. M. 4.50 in Rib: M.25 50 Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 79. Die Volks- Kaffee- und Speisehallen- Gesellschaft hat 1894 in den drei Hallen Niederwallstr. 31, Neue Schönhauferstr. 13 und Chausseestr. 98a von den Hauptarliteln ver tauft: 574 114 Tassen Kaffee à 5 Pf., 172 005 Tassen Ratao à 5 Pf., 64 778 Gläser Wild) und Buttermilch& 5 Pf., 5488 Taffen Chokolade à 10 Pf., 4947 Tassen Fleischbrühe à 10 Pf., 185 937 Seidel Bier 0,2 Liter à 5 Pf., 41 711 Geidel Bier 0,4 Liter à 10 Pf., 11 147 halbe Flaschen Weißbier à 10 Bf., 143 225 Schrippen à 2/2 Pf., 193 837 Echrippen gestrichen und Stullen à 5 Pf., 129 103 belegte Stullen à 10 Bf., 333 101 Stücken Ruchen à 5 Pf., 87 225 gefochte Gier à 5-71/ 2 Pf., 8338 marinirte Heringe à 10 Pf., 7646 Paar Würste à 10 Pf., 71 831 Portionen Mittagessen à 30 P., 309 658 Portionen Mittagessen à 20 Pf., 30 342 Portionen Suppen à 5 und 10 Pf., 251 630 Portionen Abendessen à 10-25 Pf., 109 124 Bigarren à 313 und 5 Pf., 313 217 Bigaretten à 1 und 2 Pf. " Nach wie vor," sagt der Vorstand in einer uns zugehenden Mittheilung, wurde auf Aufrechthaltung guter Ordnung entscheidender Werth gelegt. Polizeiliche Einschreitungen, wie sie bei Wirthschaften mit ähnlicher Firma wie die der Gesellschaft lezthin häufig vorgekommen sind, haben in den Hallen der Gesellschaft nicht stattgefunden. Nach reichlichen Abschreibungen erhalten die AntheilscheinInhaber immer noch eine Dividende von 4 pCt." In den Parterreräumlich, feiten des Hintergebäudes der Halle Neue Schönhauserstr. 13 hat die Gesellschaft für ethische Kultur eine Bolts- Lefehalle eröffnet, während die erfte und zweite Etage desselben Gebäudes gegenwärtig zu einem Gesellen- Heim eingerichtet werden. mindern. 0 Mittwody, den 3. April 1895. gewählt: G. Groppler, Weberſtr. 66. 12. Jahrg. Als Bevollmächtigter für Untersuchung von Unfällen wurde| Generalversammlung des Verbandes der Steinbruder 2c. gefandt Ersahmänner: Franz werden, welche für die Aufnahme der Prägerinnen eintreten Willnitz, Steinmetzstr. 28 und E. Wagner, Admiralstr. 27. Die wollen". Gründung der neuen Kasse, sowie das Verhalten einzelner Mit Die Vergolder hatten am 30. März eine öffentliche Vers glieder der bestehenden zu derselben führte noch zu einer lebhaften Debatte, so daß, um nicht an Raffirabenden mit dem neuen fammlung mit anschließendem geselligen Beisammensein. Den Rassirer in Konturrenz zu gerathen, der Antrag gestellt wurde, Vortrag des Abends hielt Genoffe Adolf Hofmann uno überall da, wo auch die neue Kasse in den Lofalen faifirt, wo zwar sprach derselbe über die Umsturzvorlage und die Gewerks bisher die Kassirer der Zentral- Strankentasse tasfirt haben, die schaftsbewegung. In feinem Vortrage legte der Referent flar, Bahlstellen zu verlegen. Dieser Gegenstand soll zur nächsten daß gegenüber der Umsturzvorlage ein Entrüstungssturm durch Deutschland gehen müßte, an dessen Spitze die Gewerkschaften Bersammlung besonders auf die Tagesordnung gesezt werden. zu stehen hätten, da diese, gleich wie unter dem Sozialisten. Der Deutsche Holzarbeiter- Verband hielt seine Bezirksgesetze, am meisten zu leiden haben würden unter dem Drucke des versammlung für den Norden am 21. März im Kolberger Salon Umsturzgesetzes. Leider aber rührten sich die Gewerkschaften ab. Das Referat hatte Stadtv. Bruns übernommen, der in nicht. Wenn diese darüber lagten, daß sie vernachlässigt einem beifällig aufgenommenen Vortrag über die Nothwendigkeit würden und sich als Stieffind betrachtet glaubten, dann seien der gewerkschaftlichen Organisation sprach. In die Werkstatt- sie selber schuld hieran. Die Gewerkschaften würden von Kontrollkommission wählte hierauf die Versammlung die Mit den Arbeitern so vernachlässigt, daß man fast wünschen glieder Boy, Jakobofsti, Reschke, Busse, Mecke, Leffing und könnte, die Umsturzvorlage möchte Gefeß werden, un nach BerGrabe. Die Kollegen aus den Werkstätten Haak, Müllerstr. 39, störung der politischen Organisationen die Arbeiter wieder eng Voß, Schulzendorferstr. 26, und Lehmann, Stralsunderstr. 7, in den Gewerkschaften zusammenzuschweißen, damit dieselben nicht waren eingeladen. Es hatte sich jedoch keiner von diesen Herren so ohne weiteres von der Bildfläche weggefegt werden. An den mit gemäßigt gefühlt, trotz der dort herrschenden Mißstände, der großem Beifall aufgenommenen Vortrag inüpfte sich eine Dis Aufforderung Folge zu leisten respektive sich der Organisation fussion nicht. Nachdem die Versammlung den streitenden Steinanzuschließen. Das Benehmen der betreffenden wurde in der segern in Stettin 30 M. aus dem öffentlichen Agitationsfonds Versammlung allgemein sehr abfällig beurtheilt. bewilligt hatte, trat die Geselligkeit in ihre Rechte. Bezirksverein" O" für Stenotachygraphie. Mittwoch, den 3. April, Donnerňag, abends 9 Uhr: Schreib- und Lefeübungen. Gäste wiüfommen. April, abends 9 Uhr, im Restaurant Bögow, Alexanderftr. 87, I: Gr ffnung eines neuen Kursus. Vortrag des Herrn Parlaments stenographen J. Dahms. Borsands- Wahl. Anträge. Aus der 1 und Herrfurthüraßen- Gate, bei Weiß. Mathies 1 Felsenburg, Krautstraße 6 bei Mudolph. Der Verband deutscher Korbmacher hielt am 25. März seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Nachdem der Vorstand über die Thätigkeit im verflossenen Jahre Bericht erstattet hatte, wurde zur Wahl des Gesammtvorstandes geschritten. Es wurden gewählt als 1. Borsigender Jungnickel, zum Stellver Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, treter Höft; Hausschild als Kassirer und Runge als Schrift- ben 8. April, abends 8½ Uhr: General Bersammlung im Kommandanten Garten", Kommandantenstr. 10-11. Aufnahme neuer Mitglieder. Abrechnung. Für die Berliner Gewerbe- Ausstellung 1896 hatte die Gesell- führer. Bu Revisoren wurden die Mitglieder Bunzel, Schmidt Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, abends 7-8% thr: Leftüre. schaft die Errichtung und den Betrieb einer Volts- Kaffee und und Frese, als Zeitungsverbreiter Heutscher ernannt. -10% Uhr: Nordschule, Müllerstr. 179 a: Naturerfenntniß( Die Speise- Halle nachgesucht, wurde jedoch mit der Begründung ab- Werkstatt von Schüger, Landwehrstr. 5-7, berichteten die Kollegen, Darwin'sche Theorte.- Gntwidelungsgefeße). Suboftschule, Waldemarschläglich beschieden, daß nur eine auf die Ernährung daß daselbst ein Lohnabzug von 10 pet. ftattgefunden hat und sie traße 14: Gefchichte( alte). Bet allen Unterrichtsfächern werden neue großer Volksmassen gerichtete Veranstaltung zur Vorführung aus diesem Grnnde die Arbeit niedergelegt haben. Es sei Pflicht Theilnehmer, Damen und Herren, jeber Bett aufgenommen. Sele- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Fris gelangen und Ver: der Kollegen, die Werkstatt bis auf weiteres zu meiden. Bum ziekte, Echwed revfiraße 33. daß als solche zweckmäßiger der Gesundbrunnen, abends 8% Uhr, bei ein für Kinder Voltstüchen zugelassen werden follte. Schluß feien die Kollegen noch darauf aufmerksam gemacht, daß Saferland, Bellermannfir. 87. Gleichheit, Abends 8% Ubr bei Stramin, Seine, Rirdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Handjeryftr. co, Die Gesellschaft hegt die Hoffnung, daß dieser Bescheid fein un- in nächster Zeit eine öffentliche Versammlung stattfindet betreffs Ritterfiraße 128. parterre. Theaters Ginigkeit, Abends 8% Uhr bei Beige, Triftfir. 1. abänderlicher sein wird. Sie hält dafür, daß die Kinder- Volts. Stellungnahine zum ersten Mai. und Leseklub Morgenroth, Abends 9 Uhr, im Restaur. Diefe, Lothringertüchen, welche nur Suppen entweder unentgeltlich oder zum Preise von 5 Pf. an Schultinder vertheilen, Wohlthätigkeits: 26. März in Nieft's Salon. Kollege Rater referirte über: Der Neumann, Bafewalterfir. 8. Alle Renderungen im Bereinstalender find zu Eine öffentliche Versammlung der Maurer tagte am ftraße 67. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borfigender Adolf Anstalten sind mit einem eng begrenzten Wirkungsfreise, während Beschluß der öffentlichen Maurerversammlung vom 3. Februar d. J. richten an Fried. Kortum, Manteuffelite. 49, v. 2 Tr. Mittwody, bungs bei der Volks- Kaffee- und Speisehallen- Gesellschaft in ihren rein und das Verhalten der Verbandsmaurer und Buyer am Sonntag unde abends 9 Ubr, Aufnahme von Mitgliedern.- sted estintett. 6 geschäftlich betriebenen, die Wohlthätigkeit nicht in Anspruch den 24. März in den Armin hallen. Redner führte aus, daß, als bet kary. Andreasstr. 26, bet Wilte. Norddeutsche Schleife, Schönleinfir. Unverzagt 1, Manteuffelfiraße 9 bet Nowack. Freya I, nehmenden Hallen die Pflege des Feldes billiger Voltsernährung der Vertrauensmann des Verbandes im Januar d. J. bei den( Gemischter Chor), Rosenthalerstraße Nr. 67 bei Wernau. Lorbeers in seiner ganzen Ausdehnung zum Ausdruck kommt. Diese An- Berliner Vertrauensmännern aufrug, ob dieselben gewillt wären, Große Frankfurterstraße Nr. 138 bei Gold. franz 1, Weinstraße Nr. 28 bei Späth. Deutsche Eiche 1, - Echo 1, Pantow, Wollants stalten auf der Ausstellung vorzuführen, um zugleich dort den Delegirte nach Halberstadt zu entfenden, dies abgelehnt wurde. straße 118 bet Lehmann. Gefangverein Arion III, Mirdorf, Herrmannweniger bemittelten Besuchern den Vortheil einer guten und Troß dieser Ablehnung beriefen die Verbändler zu diesem Freundestreue( gemisch. Chor), billigen Beköstigung zu bieten, sollte der Gesellschaft, wie sie 3weck am Sonntag, den 3. Februar, eine öffentliche Maurer- r brantfurtersir: 188 bet Gold. Einigteit 1( Hutmacher), Neue Friedrichstr, 44 bei Röllig. meint, im Interesse der Ausstellung selbst, wenn irgend möglich versammlung ein, diefelbe lehnte es jedoch mit überwältigender Allegro, Wrangelstr. 141 bei W. Schmidt. Fretheit 1, Bülowstraße 65 bei Richter. Steinnelte. Pasegestattet werden. Damit gaben sich aber walterstraße 8 bei M. Neumann. Süd Dft, Falckensteinstr. 7 bei Trittel Freier In diesen Ausführungen und noch mehr in den eingehenden Majorität ab, Telegirte zu wählen. die Kollegen vom Verbande nicht zufrieden. Sie beriefen noch wiz.- 2iede slust, Fürstenwalde an der Spree, Schloßtelleret. Männerchor Nord- West( früher Klempner) Moabit, Emdener: und Darlegungen des uns gleichzeitig fiberfandten Geschäftsberichts Kupferich) miede, Weinstraße 11 bei Feind. für 1894 gelangt der eigenthümliche Doppel- Charakter der„ Volts: 3ei Versammlungen ein, die jedoch wiederum es ablehnten, Delegirte Siemenstraßen- Ede 14. zu entfenden. Das erbitterte diese Herren. Sie beriefen eine Rothe Mette 1, Schöneberg, Golzstr. 43 bei laute. Appolonia, Kaffee- und Speisehallen Gesellschaft" in sehr interessanter Weise vierte Versammlung ein und als die Berliner Maurer wieder Rofenthalerſte 67 bet Bernau Freiheitsgruß, Gremmenerstr. 1 bei zum Ausdruck. Das Unternehmen wurde bei seiner Begründung in Schaaren herbeikamen, wurden diese durch Polizeimacht vom fraßen- Ecke bei Silpert.nee glödchen 2, Potsdam, Brandenburger Schneeglödchen 1, Rirborf, Hermann- und Karlsgartenals ein humanitäres Wert" bezeichnet. Man wollte eine billige Versammlungslokal entfernt. Etliche unserer Stollegen, welche Stommunikation 16 bei Glafer. Matengruß 3, Friedrichshagen, Nunde Boltsernährung schaffen und zugleich den Schnapskonsum veres verstanden hatten, rechtzeitig hinein zu kommen, verließen, hell; bet gerche. Unverdrossen, Sindowerfiraße 26 bei Each 3. Rütli, Friedenau, Um aber das nöthige Geld zusammenzubekommen, nachdem sie diese ganze Mache mit angesehen hatten, nach kurzer im Kurhaus, Ring- und Rheinstraßen- Ede. Borwärts 7, Rummelsdas bekanntlich für blos humanitäre" Werke von den Zeit den Saal. Es blieben nunmehr gegen hundert Ver- burg, Göthe- und Kantstraße Gate bet Greinert- Soffnung 3, hier in betracht kommenden Kreisen niemals reichlich bändler im Gaal, und wählten dieselben selbstverständlich länge 1, etauschreiberfir. 29, Bum eichenen Stabe" bei Schöning. Brandenburg a. S., Kontordia", Wilhelmsdorferstraße. Freiheitss gespendet wird, machte man die Geldgeber zu Theilhabern ihre Delegirten. Referent geißelte aufs schärffte die einer Arbeitergefargverein von Bris" in Briz, Bürgerfir. 4 bei Dorn. mit Anrecht auf Dividende. Neben der gemeinnüßigen sozialdemokratischen Arbeiterschaft unwürdige Handlungsweise. Seeger'scher Männerchor, Landsberger Allee 156 bei Göbel.- Glüh Seite des Unternehmens mußte also auch die geschäftliche kräftig In der Diskussion sprachen sich, außer einem, sämmtliche Redner( icht( cem, Chor) Perleberger fraße 28 bei fermerſchmidt, Comboferé betont werden. Als dann die ersten Hallen zu floriren begannen im Sinne des Referenten aus. Zum Schluß wurden folgende gelozzilir. 83 bet 2. Gaffe, Dämmerlicht, Borndorferund schon für das zweite Jahr eine Dividende von 4 pet. Resolution und Anträge angenommen: Resolution. Die Ver- munitation 16 bei Glafer. Heimathtlänge, Rcpenic, Rofenfir. 101 gezahlt werden konnte, da wurde in der Absicht, weitere Mittel sammlung erklärt: 1. Der Beschluß der öffentlichen Maurer- bet Troppens. Männer- Gesangverein Geduld, Gesundbrunnen, ButtGesangverein Freiheitstlänge II, für den Bau von Hallen in möglichst allen Stadttheilen zu Versammlung vom 3. Februar d. J. in den Arminhallen, laut Chorinerfir. 55 bei Hobect. Männer- Gefangverein Palme, Belten in der gewinnen, auf die gute Rapitalsanlage hingewiesen. Bei der welcher es die Berliner Maurer Berliner Maurer ablehnten, Delegirte Mart, bei Bemlin. Männer Gefangverein Georginia, Wiener ficheren Rentabilität," hieß es in einer anfmunternden zum Halberstädter Kongreß zu entfenden, besteht zu recht. fraße 18 bei siebfch. Wyrthe, Alte Jakobstr. 68 bet Diefenbach. Weiße Rose, Neinickendorf, Residensstr. 101 bet Malchin. Männers Zeitungsnotiz," rechnet die Gesellschaft auf Zeichnung von 2. Die Versammlung spricht hiermit ausdrücklich ihren Gefangverein iederlust, Admiralstraße 38 bet Tugauer. Sanges= Antheilscheinen in weiteren Kreisen",- die Dann auch widerwillen aus die gegen abscheulichen, unehrlichen u then, Etralauer Plag 10-11 bet Poppe. Gleichhett, Schönhaufer erfolgte, so daß der Bau einer dritten Halle möglich praktiken der Verbändler in der Versammlung vom Gefangverein Frohsinn II, Friedrichsberg. wurde. Seitdem ist, so will es uns scheinen, der geschäftliche Sonntag, den 24. März, durch welche der Versammlung der Datenbergstr. 67, bet Lange.- Sänger chor der Mater, Annenr. 9 Charakter des Unternehmens immer mehr in den Vorder- Charakter der Deffentlichkeit durch polizeiliche Hilfe gewalt am Fund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( 3u grund gerückt. Daß einzelne Antheilschein- Inhaber nach genommen wurde. Die Versammlung spricht den in dieser Verschriften find zu richten au 1. Bent, balbertstraße 95 Humoristischer Stauchtlub, Görligerftraße 42 bei Bicht. wie vor nur der Idee und nicht ihrem Geldbeutel dienen wollen, sammlung zu Delegirten beorderten Personen das Recht ab, fich felliger Verein Brüder Itch feit Georgenfirchfraße Nr 65 bet Spät. bezweifeln wir nicht. Aber das würde an der Hauptsache nichts in Halberstadt als Delegirte der Berliner Maurer zu geriren. Berein Rhetorit, Naunynir. 86 bei Zubeil bends 8½ hr. ändern. Es wirkt eigenthümlich, wenn der Vorstand sich im Antrag. Die Versammlung beschließt: Sollten von seiten der verein Hoffnung, Lebuferfiraße Nr. 5 bet Meinig( alle vierzehn Geschäftsbericht bemüht, den Antheilschein Inhabern tlar zu Verbandsanhänger Listen behuss Sammlungen zu den Kongreß Schafstopftlub Spar- Agnes, Krautstr. 36 bet Infinger. Theaterverein Proletariat, Naunynfir. 88 bet Köhn. machen, daß sie in anbetracht der reichlichen Abschreibungen und unkosten ausgegeben werden, dieselben mit Entschiedenheit zurück Verein Alpenrose, Brizerstraße 22 bei Graf. „ angesichts des im allgemeinen stark gewichenen Zinsfußes" mit zuweisen. Ein anderer Antrag besagt: Die Versammlung be- Romelia, Berstr. 2 bet Müller.( Außerdem alle 14 Tage Sonn4 pet. Dividende statt 5 zufrieden sein können. Der ideelle beschließt, jedem Berliner Maurer, welcher zum Generalfonds der Nugen der Hallen wird in dem Bericht eigentlich kaum mehr Berliner Maurer steuert, die Broschüre über das Submissionsbetont. Defto ausführlicher verbreitet er sich über die geschäftlichen wesen unentgeltlich zu verabfolgen. Verluste. Beklagt wird, daß der Boykott, trotzdem auf Wunsch von Gäften neben Ringbier auch ringfreies gehalten wurde, den Bier Eine Versammlung der Holz- und Bretterträger tagte fonsum erheblich vermindert hat, weil dieses Zugeständniß vielen am 27. März. Auf der Tagesordnung stand ein Referat des der in der damaligen Bewegung sich geltend machenden extremen Genossen Hansen über das Thema: Unsere wirthschaftlichen BerRichtung nicht genügte". Viel geredet wird ferner über Wieths hältnisse. Nach dem recht beifällig aufgenommenen Vortrag voll ausfälle auf Hallengrundstücken, die man durch Verbindung mit zog die Versammlung die Wahl eines Delegirten für die Gewerk gemeinnügigen Unternehmungen anderer Art decken will. Weiter schaftskommission, mit welchem Amt der Kollege Pelz eins wird geeifert gegen die sich fortwährend mehrende Konkurrenz stimmig betraut wurde. Die Vertretung soll der Kollege Bloch neuer, nach unserem Muster errichteter Privatwirthschaften", übernehmen. besonders gegen ein jezt eingegangenes Lokal, das„ vielen 2bD fraße 17 bei Soffmann. mannsnaße 17 bei Wohes. Allee 135 bet Ramlow. bei Proy. Tage). Edelweiß 2, Potsdam, Brandenburger= Koms V Mittwody: <- Ge= Geselliger Geselliger Privattheater- Gesellschaft tags.) Bergnügungsverein Amor 2, Prinzen- Allee 10 bei Bergemann. Geselliger Berein Freundschaft, 8immerstr. 89 bei Engel. Rauchtiub Rothe Fahne, Guvrystr. 48 bei Liehs.- Geselliger Verein Deutsche Eiche, Fürbringerstr. 7 bet Grothe. Berliner Zurna Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Arbeiter Gefang= Berein Hoffnung, Friedrichsberg. Üebungsstunde Abends hr, Restaurant D. Schulze, Friedrich Karifiraße 34. Privat- Theater gesellschaft etmathtust, 9 Uhr Sigung t. Vereinslot. b. Lange, Stromstr. 28 Brivat- Theater- Gesellschaft hilharmonie, Sigung mit Damen, Abends 9 Uhr, Beughofinaße 8 bet Behlendorf. Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein unitum, jeden Mittwoch Abends 9 Uhr bei Ruppin, Blumenstraße Nr. 49: Sigung mit Damen. Die 3. Männer Abtheilung turnt jeden Mittwoch senossenschaft. und Connabend Abend von 9-11 Uhr, Chorinerftr. 74. Touristenverein Freiheit Mittwoch, Abends 8% uhr, Bersammlung bei Wuttke, Blumenftr. 54. Geselliger Verein Unter uns, Gigung 8 Uhr bei Fischer, Veusselfur. 66. Musikdilettanten- Verein Preciosa Abends 8% Uhr bet Geister Jenn- und Tegelerstraßen- Ecke, Uebungeftunde, Aufnahmen. ufit- Dilettanten- Verein nordische klänge. Jeden Mittwoch bei Neuter, Ewinemünderstraße 45, Uebungsstunde von 8 bis 11 hr. Schwimmverein Nord. Jeden Mittwoch Abend 7 Uhr Admiralgartenbab, Friedrichstraße, Uebungsstunde.- Geselliger Verein Anna Marie, Abends uhr, im Restaurant Roll, Adalbertstraße 21, Sigung. tub 50 jeden Mittwoch 8% Uhr Siyung bei Fechner, Wienerstr. 50. und Artiftenflub„ t che. Mittwochs von 9-11 und Sonntags von 11 bis 1 Uhr, bet Augufiin, Staftanien- Allee 11. Vergnügungsverein Fortuna. Theaterverein unitum, jeden Mittwoch, abends 9 Uhr, bei Wiersdoff. eben Mittwoch, abends 8% Uhr, Sigung im Lotale Schulz, Weberstr. 10. Nachdem Probe. Verein Alte Jatobftr. 96/97, Sigung mit Damen. eben. Schüler der 18. Gemeindeschule 9% Uhr, Gr. Frankfurterstr. 30. Ehemalige Schüler und Gäste willkommen. Statklub Die Lustige 8wölf, im Restaurant Ruhl- Andree, Chortnerstr. 53. Stat Kraft Rauchflub Grüne Quane, Mittwoch Abends 9 Uhr, bei Gorn, Kleine Rauchflub Granate, Forsterstr. 40 bet Tuguntfe. Orientalischer auch tlub, Abends 9 Uhr, ReichenPofenerstraße 5. 1 Martusir. 10. Rauchtlub Artona, Abends 8 Uhr bet Herrn Brand, Netchen bergerstr. 122. Eine Versammlung der Präger und Prägerinnen bruch that", weil es sich die Firma der Geſellſchaft aneignete. sowie der Hilfsarbeiterinnen in Steinbrudereien der deshalb in seine Firma den Zusatz von 1866" auf tagte am 30. März im Lokale von Gründel. Wegen zu schwachen nahm. Es ist eben selbst an der billigsten Koft immer noch Besuchs wurde von dem angekündigten Referat der Frau etwas zu verdienen, wenn man es richtig anfängt. Der Verdienst Greiffenberg Abstand genommen und sofort in den dritten der Hallen- Gesellschaft ist sogar ziemlich hoch, auch 1894; denn Punkt der Tagesordnung, Werkstattangelegenheiten, eingetreten. wenn auch die Dividende herabgesetzt ist, so waren doch die Ab Von einigen Rednern wurde darüber geklagt, daß sich die Nachtschreibungen größer als sonst. Nun, das geht uns am Ende arbeit in den Prägereien wieder einzubürgern beginne, deren nichts an, die Gesellschaft fann thun und lassen, was sie will. Beseitigung befürwortet wurde. Bei Grörterung der immer mehr Wir haben auch keinen Grund, uns allzusehr darüber auf- in der Prägerei um sich greifenden Frauenarbeit tam man auch zuregen, daß die geschäftliche Seite des Unternehmens immer auf die Versuche der Buchbinder zu sprechen, die Prägerinnen mehr hervortritt; wir haben es ja von vornherein als dem Verbande der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beGeschäftsunternehmen angesehen und bezeichnet. Im übrigen ist schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zuzuführen. Die hierauf es uns durchaus erwünscht, wenn offen Farbe bekannt wird. cingehenden Redner waren über die Zweckmäßigkeit dieses BeDie dividendenlüsternen Geldmänner der Hallen- Gesellschaft stehen strebens getheilter Meinung. Dagegen wurde geltend gemacht, bergerstraße 24 bet Tauschte.- dauchtiub Frisch gewagt, abends 9 Uhr Rauchklub Roochloch, inuner noch thurmhoch über der scheinheiligen Gesellschaft, die daß einer Bersplitterung der Kräfte vorgebeugt werden müßte, bei F. Rodendorf Rauchtlub Meffas Stat- Klub Treff bei zahlreichen anderen, angeblich gemeinnützigen" und" wohl die infolge der Organisirung der Prägerinnen bei den Buchbindern Admiralftr. 33 in Restaurant Abende o br. Frantfurter- Allee 90 bei O. Babel. Rauchtlub Ohne 8wang, Weinthätigen" Veranstaltungen von christlicher Nächstenliebe und der zu befürchten wäre, weil doch die Präger im Verbande der Stein- na, jeden Mittwoch bei 6. Wutite, Graubenzerstr. 2. Rauchflub Die Dampfenden, Langeftr. 24 bet gleichen spricht und noch schlimmere Nebenzwecke als blos die drucker und Berufsgenossen organisirt seien. Die Gegner dieser traße 28 bet Epäth. Rauchflub Virginia. Jeden Mittwoch Abend 9 Uhr bet Anschauung betonten, daß gegen die Agitation der Buchbinder Seratsch. Schnieber, Admiralstraße 21. Rauchttub Humoristische PfeifenFüllung des Geldbeutels dabei verfolgt. unter den Prägerinnen schon um deswillen nichts eingewandt brüder, Mittwoch Abends 9 Uhr bei Eelswebel, Klofterfir. 88. Rauchklub werden könne, weil es denselben zur Zeit nicht möglich sei, sich Sumatra Süd- Ost Abends 8 Uhr bei Müller, Stegniterftr. 18. dem Verbande der Steindrucker anzuschließen. Röpte glaubte Rauchttub e iüthlich teit II, Gizung jeden Mittwoch abend 9 Uhr im in Aussicht stellen zu können, daß der Verband der Steindrucker Lotal Schmidt, Köpniderstr. 171. durch seine zu Pfingsten stattfindende Generalversammlung beEine außerordentliche Mitgliederversammlung der schließen werde, hinfort Arbeiterinnen aufzunehmen. Schließlich Die Ver Zentral- Krantenfaffe der Maurer( Grundstein zur Einigkeit) nahm die Versammlung folgende Resolution an: tagte am 17. März. Zur Erledigung stand die Erfahwahl der sammelten wünschen, daß in nächster Zeit noch einige AgitationsOrtsverwaltung, die folgendes Resultat ergab: A. Jänicke, versammlungen zum Zwecke der Organisirung der Prägerinnen zweiter Kassirer; M. Echterbecker, erster Schriftführer; R. Gareis, abgehalten werden, und verpflichten die organisirten Bräger, in zweiter Schriftführer; W. Baganz und W. Frenzel, Nevisoren. ihrer Organisation dahin zu wirken, daß nur Delegirte zur Derlammlungen. Freie Vereinigung der aufleute, jeben Mittwoch gemüthliche Bufammenkunft im Restaurant Specht, Martgrafenftr. 8s( Nähe Kochpraße). Arbeiter Stenographenverein Eintracht, unterricht und lebungsstunden abends 8% Uhr in den Restaurants Dwezaret, cangefir. 66 und Geibler, Ratiborstr. 16.- Roller'scher Stenographenverein Pionir, Hussitenstr. 9. Restaurant Rausch, Abends 8% Uhr, unterricht und Fortbildung. ehem. Schüler der 18. Gemeindeschule, jeben Mittwoch 9½ Uhr German- American Klub„ Uncle Sam Club" Every Wednesday 9 o'clock p. m. Frieboes Restaurant, Münzfir. 17, Gr. Frankfurterstr. 30. Berein 3. Wahlkreis! Mittwoch, den 3. April 1895, abends 8 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstraße 18c: Partei- Versammlung. Tages- Ordnung: Orts- Krankenkasse der Korbmacher. MACHT STARK GESCH. Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jezt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr. 98/99 und Rosenthalerstr. 6364 EINIGKEIT GESETZL SCHUHFABRIK ERFO Dienstag, den 9. April, abends 8 Uhr, in den Dranienhallen, Oranienstr. 51: Ordentliche 270/2 Generalversammlung. 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Unsere diesjährige Maifeier, eventuell Wahl eines Komitees. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Achtung! V. Wahlkreis! Adhtung! Grosse öffentliche Partei- Versammlung am Donnerstag, den 4. d. Mts., Abends 8 Uhr, im Schühenhaus, Linienftr. 5. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zur diesjährigen Maifeier. 4. Verschiedenes. 282/12 Die Vertrauenspersonen. Freie Vereinigung der Kaufleute. Mittwoch, den 3. April d. J., abends 81/2 Uhr, im großen Saale bei Brüning, Rosenthalerstraße 11/12: Grosse Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Steinbart über§ 7 und 8 des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 171/1 Gäste willkommen. Der Vorstand. Tages- Ordnung: DEUTSCHE SE 1. Bericht des Rendanten und der Nur zu WerkRevisoren. 158/14 2. Anträge zur Statutenabänderung. statt- Preisen. P. Keller, Borsigender. NB. Das Kaffenlokal befindet sich jeht Wienerfir. 11 bei Junguidel, geöffnet abends 8 in vorzüglichster Beschaffenheit zu den billigsten Preisen verkauft. Wir bitten uns durch reichliche 1537L* Einkäufe zu unterstützen. Deutsche Schuhfabrik G. Markus& Co. Spiegel and Möbel Polster waaren. Billige und solid gearbeitete Wohnungs- Einrichtungen Lese- und Diskutirklub empfiehlt G. A. Noack, Tischlermir. Fabrik: Fruchtftr. 31. 99 Aufklärung ( 6 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Greiser, Oranienstr. 109: Sizung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über Volksbeglückung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. 454b Der Vorstand. Achtung! Strichauer. Die geborenen Strichauer werden zum zweiten Osterfeiertag zu einer Bezu bilden, bet Adolph Bolz, Triftstraße 4, Restaurant. Achtung! Freitag, den 5. April, Abends 8 Uhr Achtung! fprechung eingeladen, um einen Berein Große öffentliche Versammlung sämmtlicher in den Betrieben der Bairisch- u. Weissbier- Brauereien Berlins u. Umg. beschäftigten Brauer, Böttcher, Fahrer, Mitfahrer, Flaschenkellerarbeiter, Maschinisten, Heizer, Schlosser, Schmiede, Stalileute, Hofarbeiter u. s. w. Feinster Tafel Liqueur 0,80 Grosse Originalflasche Mk. 1,25 im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37. kleine Tages- Ordnung: 1. Stellung zur Maifeier.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Der Arbeitsnachweis der Ringbrauereien. 4. Ver92/5 schiedenes. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersucht um zahlreiches Die Agitations- Kommission. Erscheinen. Verband deutscher Zimmerleute ( Lokalverband Berlin.) Sonntag, 7. April, vormittags 101/2 Uhr, im Lokale des Herrn Schneider, Annenstr. 16: Versammlung. Tagesordnung: 1. Fortseßung der Diskussion über die gestellten Anträge zur Generalversammlung. 2. Neuwahl der Bezirkskassirer. 3. Verschiedenes. 290/17 Der Vorstand. NB. Gleichzeitig machen wir auf den letzten Beschluß der Mitgliederversammlung aufmerksam, wonach unsere Verbandsversammlungen von jetzt ab alle Sonntage nach dem 1. eines jeden Monats stattfinden. Schöneberg. Donnerstag, 4. April, abends 8 Uhr, bei Herrn Keßner, Grunewaldstr. 110: 259/16 Verdauung befördernd Opree Perle " Bei grösserer Abnahme in Verkaufsmagazin: Luisen- Ufer 22, am Oranien- Plas. Kataloge franko. Carl Mampe Berl Halb und Halb Ueberall zu haben! Möbel, Mampe mit Pomeranzen Feinste Likörmischung Champagnerflasche Mark1,25 Carl Mampe Berlin, Veteranensfr.24. Spiegel u. Polsterwaaren. Gr. Auswahl in Nußbaum und Mahagoni, billigste Preise nur per Kaffe, im Speicher 0. Schmidt, Berlin N., Gartenstrasse 52 u. 56 Für Wiederverkäufer! Liter billiger Ger. Schinken, 6-12 Pfund schwer, à Pfd. 65-80-86 Pf. Nerven Ger. Speck, von 5 BPfd. an, à Pfd. 56-60-63 Pf. Salami-, anregend Wolff& Zachen BERLIN SO Reichenberger Strasse 14 Große öffentliche Volksversammlung. F. Nahrstedt " Referent Tagesordnung: 1. Vortrag über: Wahrheit und Recht." Genosse P. Jahn. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. Bur Deckung der Unkosten 10 Pf. Pflicht eines Jeden ist es pünktlich Der Vertrauensmann. zu erscheinen. Maitrank frisch, ausgezeichnet à Flasche 60 f. infl., 10 FI. MI. 5,50. Johannisbeerwein, herb, Fl. 60 Pf. Deffertwein, süß, Fl. 75 Pf. Stachelbeerwein, ganz vorzüglich, Flasche M. 1, Edht Stonsdorfer Likör, & Str. 1,20, 5 Str. 5,50, 10 2tr. 10,-, 50 tr. 47/2, 100 Str. 90,-. Echten alten Nordhäuser Ltrfl. Mt.1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Berliner Getreide- Kümmel Strfl. Mt. 1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeersaft, vorzüglich, Ltrfl. 1.30. Medizin. Ungarwein, beste Qualität, à Literflasche Mt. 2,10. Empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin. 6a, Belle- Allianceplay 6a, Eugen Neumann& Co., S1, Neue Friedrichstr. 81, Kein Laden. FO.BELOW 45 Wrangel- Straße 45 empfiehlt sein reichhaltiges Lager in Kleiderstoffen v. den billigsten bis zu den feinsten. Gardinen, Teppiche, alle Sorten Tisch- und Bettdecken; Wolle u. Trikotagen; sämmtliche Leib- u. Bettwäsche, fowie blaue Arbeiter- Blousen und Jackets. Neu! Herren- Garderobe. Nen! Gardinen- Fabrik Kein Laden. Großes Lager gestickter und engl. Tüllgardinen, Stores, weiß und creme. Große Auswahlin Sopha-, Tisch- und Bettdecken, auch im Einz. z. den billigst. Fabrikpreisen. E. Knape aus Eutsch i.Sachsen Berlin N., Brunnenstr. 21, pt. Tischlerei. 5 Bänke zu verkaufen für Oranienftr. 8, Genthinerstr. 29. Potsdam, Waisenstr. 27. schmerzlos eingesetzt, festsißend. Reparaturen sofort. Wenigre Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 13. Tischmacher, Pallisadenstr. 75. Künstl. Zähne 461b f. Leber- u. Schlackwurst, 5 Pfd. gemischt, à Pfd. 75 Pf. Roth-, Zwiebel- u. Mettwurst, 5 Pfd. gemischt, à Pfd. 48 Pf. Pökelkamm, ohne Knochen, à Pfd. 60 Pf. 18062* J. A. Partenhoimer, Raiser Wilhelmftr. 19a, n. d, Markth., a. b. Münzstr. Billigster u. bester Einkauf in Ostereiern Billigster u. Einkauf Hurrah! Ostern! istereiern Dampfchokoladen- u. Marzipanfabrik, G. Cyliax, Hauptgeschäft u. Fabrik: Dresdenerstr. 24. 1910L* ( Telephon IV, 1296.) Verkaufsstellen: Friedrichstr. 227. Königstr. 12. Kommandantenstr. 67. Wegen Abriß des alten Eckhauses verlege mein seit 18 Jahren von mir betriebenes Gold-, Silber- u. Alfenidewaaren- Geschäft nebst Trauring- Fabrik u. Reparaturwerkstatt zum 1. April 1895 nach Rosenthalerstr. 20/21 nahe der Gipsstr. Bis dahin großer Ausverkauf im alten Eckhause bedeutend unter dem Auszeichnungspreis!! Bedienung, wie seit 18 Jahren, streng reell. T Carl Lützow, Juwelier und Goldschmiedemstr. Brunnenstrasse 198 am Rosenthaler- Thor. Dr. Thompson's Seifenpulver ist das beste und im Gebrauch billigste und bequemsto Waschmittel der Welt. Gegen die Schwindel- und Massen- Ausverkäufe! 878M Dem immer üppiger wuchernden Unwesen der Schwindel- Ausverkäufe, jene unsaubere Konkurrenz, welche es versteht, durch allerlei Machinationen und Schleuderpreise große Kreise von Konsumenten an sich zu locken, muß endlich Einhalt geschehen. Namentlich weist solche Auswüchse die Herren- und Knabengarderoben- Branche auf, und ganz speziell ist es der Südosten Berlins, in welchem die Schwindel- Ausverkäufe floriren. Riesige Plakate in den Schaufenstern, welche den reellen" oder„ gerichtlichen" Ausverkauf 50 pt. unter dem eigentlichen Werth" verfünden, locken das Publikum an." Ganze Anzüge aus feinstem Stoff" werden mit marktschreierischer Reklame für nur 20 M." angepriesen und leider finden sich immer und immer wieder Räufer, die einen Versuch machen, um nach furzer Zeit bereits das erstandene Kleidungsstück, als werthlos und mit dem sehr billig erscheinenden Schleuderpreis noch viel zu theuer bezahlt, fort zuwerfen. Meine im Südosten der Stadt wohlbekannte Firma Carl Zobel, Herren- u. Knaben- Garderoben- Geschäft, Köpnickerstraße 121, Ecke der Michaelkirchstrasse, unternimmt es, den Kampf gegen diese Schleudergeschäfte auszufechten und dem Publikum die Augen zu öffnen. Reelle Waaren koften auch reelles Geld. Ich zeige in meinen 5 großen Schaufenstern den Passanten reelle Waaren zu reellen Preisen. Auf jedem Stück in der Auslage befindet sich der feste Preis deutlich in Zahlen vermerkt, wodurch sich jedes Feilschen erübrigt. Die zu verkaufenden Garderobenstücke sind genau auskalkulirt und ist der Nutzen dem großen Umsatz entsprechend ein nur mäßiger. Die in den 5 Schaufenstern ausgestellten Kleidungsstücke sind in jeder Größe am Lager vorhanden. Ebenso bedeutend wie das Lager in fertigen Kleidungsstücken, ebenso reichhaltig ist auch mein Lager in in- und ausländischen Stoffen, aus welchem heraus der Kunde, welcher nach Maaß arbeiten lassen will, seine Auswahl treffen kann. Jeder Auftrag wird in kürzester Zeit, wenn nöthig schon 12 Stunden nach der Bestellung, erledigt. Zur Bequemlichkeit der Kunden sind Ankleidekabinets vorhanden, ebenso befindet sich die Konfektion im Hause. Zu den foulanten Zahlungsbedingungen, welche ich dem kaufenden Publikum bewillige, gehört u. a. auch die Annehmlichkeit, daß bei Einkäufen über 20 M. die Sendungen nach auswärts franko verschickt werden. Die gerechte Bedienung, die vorzügliche Waare und tadelloser Sit der Kleidungsstücke follen mir zum Siege über die unreelle Schleuderkonkurrenz in dieser Gegend verhelfen und werden hoffentlich meinem altrenommirten Geschäft massenhaft neue Kunden zuführen. Zur Besichtigung der Geschäftsräume und ausgestellten Waaren ladet ein: Hochachtungsvoll Carl Zobel, Herren u. Knaben- Garderoben- Geschäft, Berlin SO., Köpuiderstraße 121, Ecke Michaelkirchstrasse.. Verantwortlicher Hebatteur:. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.