Nr. 81. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Viertel fährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Betlage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuzs band: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Es lebe der Umffurz! Staatsmannes von Freitag, den 5. April 1895. -Sie Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Zeit verstrich und der Umsturz gedieh. eines, daß sie die bornirten Väter dieses Zustandes waren. Und Zwei Jahre später im Jahre 1847- mußte die Siegwart Müller erwies, indem er die Jesuiten herbeipfiff, dem Am 1. April dieses Jahres wurde ein denkwürdiges Schweizer Bundesregierung selbst thun, was die ungeduldigen Radikalismus einen ganz unschäßbaren Dienst; der darob Jubiläum gefeiert. Der 1. April ist zwar ein schlechter Freischarler, Revolutionäre und Umstürzler im März 1845 besorgt werdende Protestantismus schwenkte zu diesem ab, verstärkte seine Reihen, der konfessionelle Gegensatz verschärfte den Tag für die Narren, die sich in den April schicken laffen, versucht hatten der Sonderbund wurde mit Waffen- politischen Konflitt. allein für vernünftige Menschen ist er ein eben so guter gewalt, im Namen des Gesetzes und der Verfassung, nieder- Dem tobenden Strom ein Bett zu graben vermochte nur Tag wie ein anderer, und in der wilden" freien Echweiz geworfen, und der neue Bund aufgerichtet. eine zentrale Macht und diese fehlte. Die Tagsabung sei ein find sogar die Aprilsnarren vernünftig genug, sich nicht Vorigen Montag aber, am 1. April 1895 zur gleichen abgenutter faulender Körper, warf der Basellandschäftler vor aller Welt lächerlich zu machen, so daß der 1. April Stunde, wo in Deutschland alles, was den gewaltsamen Umsturz Hug schon 1835 der hohen Behörde hin, und schöner dort nicht so verrufen ist, wie bei uns in dem zahmen der Ordnung, der Sitte und des Gesetzes, soweit dieses mit werde es erst, wenn man ihr einmal die Leichenrede halte. Die Deutschland. Und in der Schweiz war das Jubiläum. dem Recht übereinstimmt, anstrebt und vorbereitet, sich um bas offizielle Siechthum dauerte fort. Es war eine Aktion des Gezellenzen murrten und lebten weiter an ihren Stühlen, Ein denkwürdiges Jubiläum! Ein Jubiläum des den roheren Erben und Nachfolger Metternich's, als um das offizielle Siechthum dauerte fort. Es war eine Aktion des Umsturze 3! Das ist heutzutage so recht zeitgemäß. den Bannerträger der blutigen" und eisernen Reaktion Bornes, so ehrlich wie nur eine, als endlich das Volk die Thore einrannte und seinen Doktoren zu Leibe ging. Die Freischaaren Es war in Luzern, der einstigen Hochburg der Jesuiten geschaart hatte am Montag begingen in der Schweiz die hatten Buchstaben und Bundesbrief gegen sich, man mochte sie und Hauptstadt des Sonderbundes. Und vor 50 Jahren, Umstürzler von 1845, soweit sie noch am Leben sind, das ruchloß schelten, aber es war nur erfolgt, was ewig geschah und inmitten der schwärzesten Reaktion" das heißt was Fest ihrer Revanche: diesmal zogen fie in Luzern ein, ewig geschehen wird, wo die Vergangenheit sich zum Tyrannen man damals für das schwärzeste hielt, seitdem die alten Grau- und Weißbärtezogen ein, mit Blumen über das frisch pulsirende Leben aufwirst. Die Katastrophe ist haben die Echwarzfärber und Echwarzkünstler ihre überschüttet, statt mit Kugeln, zogen ein als gefeierte unvermeidlich.. Kunst wesentlich vervollkommt inmitten eifrigster Sieger, unter dem jubeluden Ruf: e3 lebe der Umst urz! Grausig war der Abend nach dem Morgen, da die Frei Arbeit am Umsturz aller Gesetze des menschlichen Dentens Die bürgerlich demokratische Züricher Post" schreibt schaar mit flingendem Spiel ausgerückt war. Nicht der Tapferfeit und der geschichtlichen Entwicklung. Die alte Echweizer am Tage vor diesem erhebenden Umsturzfest unter der Ueber- des Feindes, der eigenen Naivetät, dem Wirrwarr und Zufall war sie unterlegen. Die Reaktionäre hätten daraus lernen, Bundesverfassung aus dem Jahre 1815, gerade so schlecht schrift: Die Freischaaren": zum theil mit Anstand sich retten können, wenn sie der Einsicht wie die dem gleichen Jahr entstammende deutsche Ein Häuflein jener Freischärler, welche im Frühling 1845 noch fähig gewesen wären. Der Racheburst überwog, die plumpe Bundesverfassung des Säkularmenschen und genialen die Stadt Luzern durch einen tecken Handstreich nehmen und Faust hatte das Wort. Man mag es bei Segeffer lesen, der bis anno dazumal Metternich hieß säubern wollten, hält morgen dort festlichen Einzug. zum letzten Hauch doch auch ein Intransigent war, wie klar. er; wir nennen ihn, weil wohl die meisten unserer tragen nicht mehr den Stutzer und die Kugeltasche, sie finden blickende Konservative sich ob dem Gebahren der herrschenden er; wir nennen ihn, weil wohl die meisten unserer auch keine finsteren Thore mehr; denn was sie im Sturm der Klique ärgerten. Nun erst ward klar, daß nicht an Frieden zu Leser den Namen vergessen haben die alte faule Jugend geträumt, ist Wahrheit geworden. Sie hörten die Sieges- denken sei; die Luzerner Regierung legitimirte den Aufruhr. Bundesverfassung gefiel den Schweizern nicht mehr fanfare schmettern, und wenn sie zum letzten Appell antreten, Die Freischaaren waren zersprengt, verbanden ihre Wunden, und sie wollten den Plunder umstürzen, wie das ver werden sie den längst unterm Nasen schlafenden Kameraden frohe aber ihr Blut düngte eine frische Saat. Der Drang nünftige Menschen und die immer vernünftige Natur Kunde bringen. war ungebrochen, er schwoll noch mächtiger an als mit allem, was dem Wachsthum hemmend im Wege ist, Damals, als sie überwältigt wichen, gehettem Wilde gleich zuvor und riß auch Bedächtige mit. Die alte Beit hatte sich machen. Doch das wollten die Nachtvögel nicht dulden, nach Hause eilten, oder gefangen hinter Mauein saßen, waren erschöpft. Ihre Uhr war abgelaufen, die neue fezte ihr den Fuß die in dem alten Gemäuer und den schmutzigen Winkeln fie elende„ Landfriedensbrecher", gebrandmarkt von der Legalität, auf den Nacken und verfuhr nicht durchweg glimpflich; im Kampfe fich warme Nester gebaut hatten. Da wurden viele der verleugnet von den Klugen, die ihnen ermunternd zum Vorhaben gedeiht die Blume zarter Schonung nicht. Der Mensch_tritt vernünftigen Schweizer ungeduldig, das Weben am Web- ugewinkt. Nun sind sie Veteranen, vor denen sich der Jüngern weinend in die Welt ein, die Völker stöhnen schmerzvoll an Häupter ehrfurchtsvoll entblößen. Gestern Rebellen, Mörder und den Wendepunkten ihres Daseins. stuhl der Zeit ging ihnen zu langsam, fie wollten dem hin- Banditen so hießen sie in der amtlichen Sprache- empfangen und hersaufenden Webschiff einen Stoß geben, daß es noch fie heute vom Baterland Stränge. Das ist die Geschichte. Die Italiener und Desterreicher auf den Feldern, wo sie 1859 Nicht gilt es, die zu höhnen, die einst gebüßt. Errichten schneller dahinsause; und ihrer etliche Tausend nahmen den Justiz nimmt hinter dem Erfolge Platz, zu fanttioniren, was sie heiß gerungen, gemeinsam den Todten Denkmäler und fällt Stutzen zur Hand und zogen Ende März 1845 als verfluchte, alles nach Paragraphen. Das Wagniß bringt Glück, es im deutschen Norden niemand ein, die Schlachten zu " Freischaaren", unter Führung des Luzerner Re- sofern es geräth, Strafe und Schande, wenn's übel endet. preisen, durch welche der Süden 1866 bezwungen wurde, stünde gierungsraths Steiger und des Berner Generals Dchsen- Kasimir Psyffer sagte es den Richtern, die über Robert Steiger es uns Echweizern schlecht an, den Groll wieder anzublasen, der bein, nach Luzern, um der Reaktion in ihrer Hauptveste das zu urtheilen hatten. vor einem halben Jahrhundert die Brüder trennte. Nein, so Sie verstanden ihn nicht. Das ganze Geschlecht, dem sie heiter die Stunde der Erinnerung werden mag, es wohnt ein Rückgrat zu brechen. angehörten, trug längst einen Klotz vor den Augen und glaubte Es war aber noch zu früh. Am 31. März 1845 fraftvoll zu handeln, da es sinnlos wüthete. Os jab nicht, wote rauher Gruft ihr inne, und weg- und umzudeuteln ist er Es sah was nicht. Wer die Freischaaren hochleben läßt, läßt auch die erlitten die Freischärler eine Schlappe, und am folgenden dech tam und kommen mußte. Nur eine Minderzahl spürte des Revolution als Recht des Wolfes hoch leben Tag am 1. April wurden sie, nach heftigem Kampf, neuen Geistes Wehen; doch war sie schwach und einflußlos. Der und betritt damit einen Pfad, den unser Bundesanwalt von mit Verlust von 104 Todten und 1800 Gefangenen end- Batt von 1815 war die große Formel, an die man glaubte, Amtes wegen nicht billigt; es gab auch noch keinen solchen giltig zurückgeschlagen und zersprengt.„ Nieder mit den hinter der man sich verschanzte, und selber einmauerte. Denn Funktionär, als Ochsenbein die Ordres an seinen Stab ver Umstürzlern! brüllte die siegreiche Reaktion. Und ein Glück ein thatenluftig Bürgerthum war erstanden, dem die alten verschickte. für die Gefangenen, daß die öffentliche Meinung der Schweiz bleichte Echrift der Helvetik mit wachsendem Eifer, ließ ihre schnörkelten Formen lästig, unerträglich waren. Es las die verfich so mächtig regte zu gunsten der Umstürzler!-wärmenden Ideen auf sich einströmen und da die Revision ihm Die bekannteren und verhaßteren wären ohne Erbarmen verweigert wurde, schritt es zur Rebellion, die 1830 anhob und erst friegsrechtlich erschossen worden. Auch so fuhren sie schlecht mit 1847 abschloß. Die Gegner durften mit Fug verkünden, die Anarchie sei an der Tagesordnung; sie verschwiegen nur Es lebe der Umsturz! Umsturz ist Leben. Das Leben Chikanen, daß wir doch noch von Haus und Hof weg karischen Ansprüche zu kommen, wenn das so weiter ginge. müssen. Laß es sein, Mann! Er hat mehr Macht wie Denn dann würde das in Grund und Boden ruinirte Gut wir. Wenn wir auch das beste Recht von der Welt haben schließlich bei der Versteigerung nicht einmal die Hälfte der nun? Er bläst es einfach um, denn er hat einen großen Hypothekenſumme einbringen. Auch benutzte Schwarz die Sack voll Geld, und wir sind so nah am Ende. Gott, Frist nur, um inzwischen alles, was auf der Besitzung nicht o Gott!" niet- und nagelfest sei, zu verkaufen oder zu verschleppen. Daraufhin hatte die Landschaft die schon ausgesprochene Stundung wieder zurückgenommen. genug. Feuilleton. ( Nachdruck verboten.] 10 Bu Tode gehekt! Eine Erzählung nach dem Leben von Franz Held. Sofort nach seiner Heimkehr begann Schwarz, unermüdlich in seinen Briefschaften zu tramen und zu wühlen. Er suchte nach dem Privatvertrag mit Kendelmann, die zwei Morgen betreffend. Möglich immerhin, daß das Papier doch noch vorhanden war. Er stöberte gierig. Eines Tages fam er mit hochrothem Gesichte zu seiner Frau in die Vorrathskammer gelaufen; ein Papier in der Hand, das er heftig schwenkte. " Sie mußte noch lange auf ihn einreden. Er könne ja diese Geschichte immer noch ausspielen, wenn denn der andere gar feinen Frieden gäbe, als letzten Trumpf. Aber erst abwarten, ob Kendelmann jetzt nicht vielleicht Ruhe hielte, ihn nicht noch obendrein reizen. Endlich gab ihr Mann nach. Er verschloß sein Papier sorgfältigst. Während Schwart sich in Untersuchungshaft befand, waren die Landschaftszinsen fällig geworden. Seine Frau hatte die Landschaft um Stumdung bis zum 1. Februar gebeten, was ihr auch bewilligt wurde. So die Züricher Post"! Also ein richtiger und regelrechter Triumph des Umsturzes am 1. April in Luzern. Ja, ja der Umsturz! Nun, was hab' ich gesagt?" schrie Schwarz, wie er zurückkam, seine Frau an. Eine neue Niederträchtigkeit von diesem elenden Hund! Du aber auch mit Deinem Leises treten und zu Kreuz friechen! Hätt' ich ihn doch längst denunzirt dann säß' er jetzt schon hinter Schloß und Riegel." " Was hast Du dem Herrn v. Wagenfeld gesagt?" ent" Ich hab's! Ich hab's gefunden!" raunte er unter gegnete fie. drückt, mit dem Ausdruck leidenschaftlicher Rachgier. Anfang Januar zahlte Schwarz kontraktmäßig pünkt-" Daß es elende Lügen sind was sollt' ich sonst Die Abmachung über die zwei Morgen?" fragte Frau lich die Grundzinsen an Kendelmann. Von da an sparte sagen? Elende Lügen, Herr Landschaftsrath, vom ersten Schwarz, indem sie das Speckstück, das sie gerade vom sich die Familie das Brot vom Mund ab, um am bis zum letzten Wort! Kommen Sie selbst, Herr Rath, Haken heruntergenommen hatte, vor Erregung zu Boden 1. Februar die Landschaftszinsen erlegen zu können. ( hab' ich gesagt), ich bitte recht sehr darum! Ueberzeugen fallen ließ. Aber schon in der dritten Woche des Januar kam an Sie sich mit Ihren eigenen Augen, wie es auf meinem Gut Schwarz nickte heftig:" Ich halt' ihn diesmal, den Schwarz ein Schreiben vom Landgericht Hohenthal, des steht!" Schuft! Das soll ihm schlecht bekommen! Sofort fahr' Inhalts: Ihr Grundstück, Gehöft und Wohnhaus ist wegen ich nach Allenfeld und zeig' ihn an beim Bezirksgericht 246 Mark Landschaftszinsen und Amortisation zur Zwangs wegen Meineids. Er kriegt so sicher, wie ich hier steh', versteigerung gestellt. feine paar Jahre Zuchthaus. Und die sind ihm gesund." Aber seine Frau war ganz anderer Meinung. Wer weiß, wie er die Sache noch herumdreht. Er hat Geld und wir haben keins. Wir haben nun doch schon genug vom Gericht, dächt' ich-" Der Landschaftsrath, ein Großgrundbesitzer und Major a. D., der zwar ursprünglich von Kendelmann durch Schiveifwedeleien gewonnen war, hatte nun doch in persön Schwarz frug unverzüglich beim Landschaftsamt an, licher Berührung mit Schwarz einen sehr günstigen Eindruck wieso man ihn jezt vor Ablauf der Frist exmittiren wolle, von dessen schlichtem, männlich festem Wesen bekommen. Weil während man doch seiner Frau Stundung der Zinsen bis Schwarz obendrein Unteroffizier der Reserve war und die beiden 1. Februar bewilligt hätte?! Es wurde ihm der Bescheid, Kriege mitgemacht hatte, fuhr Herr v. Wagenfeld schon nach Rendelmann habe bei der Landschaft als Hypotheken- wenig Tagen an seinem Hofzaun vor, um der Sache auf den gläubiger eine Beschwerdeschrift eingereicht, des Inhalts, Grund zu gehen. man möge das Gut sofort versteigern. Denn Die Inspektion überraschte ihn aufs äußerste: Und wenn er das auch ist, warf die Frau ein, was auf demselben befände sich alles in in einem Zu Aber, Mann das ist ja geradezu eine Musterhilft das? Bis der Kerl verurtheilt wird, das dauert doch stande unbeschreiblicher Verwahrlosung. Das Vieh wirthschaft! Wie kann denn der Kendelmann! Er jeden falls ein paar Monate, vielleicht ein rundes halbes verhung're, die Felder lägen brach, die Gebäulichkeiten hat uns schmählich an der Nase herumgeführt." Jährchen. Unterdessen macht er uns in seiner Wuth soviel seien dem Zerfall nah. Er fürchte, ganz um seine hypothes" Freut mich, Herr Nath, daß Ihnen meine Wirthschaft Nein, nein! Er tann gar nichts machen! Der Bempeis ist ja unumstößlich!" " - 1 auf was ist Umslurz. Ohne Umflurz kein Leben: ohne Umsturz| solcher Schmußkonkurrenz, natürlich sehr empfindlich. Danach soll der Angeklagte in einer Privatunterhaltung teine Geschichte. Die Geschichte ist der Umsturz in Per- Nach Erledigung dieser heitlen Sache wurde für einige geäußert haben: Maria sei nicht nur die Mutter Jeju manenz. Umsturz und nichts als Umsturz. Die Natur Wochen Ferien gemacht. Nächste Sigung ist, ebenso wie gewesen, sondern sie habe außerdem noch mehrere selbst ist die umstürzlerischste Umstürzlerin. Das alte Laub im Reichstag, am 23. April. Kinder geboren". In dieser Aeußerung jah muß umgestürzt werden, damit das neue ausschlagen kann die Staatsanwaltschaft ein Vergehen gegen den - gar nicht zu reden von den fortwährenden Revolutionen Wahlnachrichten. Bei der heutigen Erfahwahl im§ 166, Beschimpfung einer firchlichen Einrichtung, des und Umstürzen der Weltkörper. Und der Mensch ist Wahlkreise Erstein- Molsheim erhielten nach vor- katholischen Marienkultus, und erhob sie Anklage, welcher nicht jeder Mensch ein Umstürzler? Auch die am lautesten läufiger Feststellung Unterstaatssekretär 3orn v. Bulach seitens des Gerichtes auch Folge gegeben wurde. gegen den Umsturz schreien? Stumm, der Vater der 11 751, Böhle( Sozialdemokrat) 5400 Stimmen. Ber Wenn solche Dinge heute schon möglich sind und Umfturzvorlage, hat er, der Großindustrielle, nicht splittert waren 540, ungiltig 681 Stimmen. Der Kon- der Fall steht durchaus nicht vereinzelt da tausende von Kleingewerbetreibenden umgestürzt, oder fervative ist somit gewählt. fann man sich erst gefaßt machen, wenn der§ 166 in der Bei der Wahl im Jahre 1893 erhielt der Konservative neuen Fassung Gesez ist. wenigstens die Grundlagen, auf der sie stehen könnten? Bismarck, der heilige Schutzpatron aller 13 863, der Sozialdemokrat 3103 Stimmen. Man Klageweiber des Umsturzes, hat es je einen ärgeren sieht also, wie auch in diesem reichsländischen Wahlkreis ,, Von dem Ausnahmegesek gegen die führenden Umstürzler gegeben? Hat er nicht umgestürzt, was sein unsere Stimmen bedeutend zugenommen haben. Klaffen schreibt heute wehklagend in einem langen LeitVorgänger Metternich aufgebaut? Hat er nicht Throne Im Wahlkreise Eisenach findet heute, am 4. April, artikel die Kölnische Beitung". Das Ausnahmegesetz umgestürzt? Verfassungen umgestürzt? Recht, Freiheit, Reichstags- Ersatzwahl statt. Zur Wahl stehen folgende gegen die führenden Klassen" soll das Umsturzgesetz sein. Moral und sonstige Sentimentalitäten" dieser Art um- fünf Kandidaten: Pätzold von den Sozialdemokraten, Cassel- Ein Ausnahmegesetz gegen die arbeitenden Klassen gestürzt, umgestürzt und nochmals umgestürzt? Der Dichter, mann von der Volkspartei, Riemann von den Antisemiten, wäre der Kölnischen Zeitung" ganz recht gewesen. welcher da sagte: Alles was besteht, ist werth, daß es zu Eckels von den Nationalliberalen, Rösicke vom Bund der Nun tönnten wir je einer Politik der Bosheit Geschmack grunde geht", hat damit blos das Evangelium des Um- Landwirthe und den Konservativen. Die Ultramontanen abgewinnen, so würden wir uns herzlich über das UmsturzSturzes gepredigt: Alles was besteht, muß umgestürzt werden diesmal schon im ersten Gange zumeist für Caffel- gesetz freuen. werden. Alles Wachsen ist umstürzen. Und wo mann stimmen. Uebrigens ist der Ausdruck des Kölner Prozenblattes kein Wachsthum, da ist ist der Tod. Nur hilflose Bei der Stichwahl im Jahre 1893 siegte dort die frei- nicht ganz zutreffend. Nicht gegen die führenden Beschränktheit oder rücksichtslose Selbstsucht kann sich finnige Volkspartei gegen die Nationalliberalen. Für den Klassen" wendet sich das Umsturzgesetz, sondern gegen die ärgern, daß das wachsende Leben sein Recht heischt und Sozialdemokraten wurden bei der Hauptwahl arbeitenden Klassen. Während es diesen unmögIuftig umstürzt, wodurch es am Wachsen gehindert wird. 2469 Stimmen abgegeben. Doch hat die Sozialdemokratie lich machen will, für ihre Forderungen einzutreten, blos gewisse Mit dem Merger ist aber zum Glück nichts erreicht auch auch in jenem Wahlkreis inzwischen bedeutend an Anhang verbietet es den führenden Klassen" wenn er sich zur Wuth steigert und zu Handlungen der Wuth. gewonnen. Späße und Liebhabereien, die gar keine ernstliche Bedeutung Wie den Freischaaren vor Luzern im Jahr 1845 erging Auch in dem schlesischen Wahlkreise Löwenberg haben. Allein das schon ist den Herren Führenden" zu es 14 Jahre später drüben in der großen amerikanischen muß demnächst eine Reichstags- Nachwahl stattfinden, nach viel. Daß ihren politischen Gegnern der Hals umgedreht Republik John Brown und seinen Freischaaren, dem der bisherige konservative Vertreter des Kreises, Land- werde, das ist in der Ordnung- daß ihnen selbst bei welche die Herrschaft der Sklavenbarone mit sammt der rath v. Holleuffer, als Hilfsarbeiter in das Ministerium des dieser Gelegenheit auch nur ein Haar gekrümmt werde, das Sklaverei umftürzen wollten. Es war noch zu früh. Inneren berufen worden ist, wie bereits berichtet. Der ist himmelschreiendes Unrecht, da schreien fie Beter und Mordio. Und die fiegreichen Sklavenbarone waren grausamer als die Wahlkreis war bis 1892 im Besize der freisinnigen Zur Erheiterung der Leser theilen wir folgendes Stilschweizer Jesuiten- am 2. Dezember 1859 wurde John Partei. Die Sozialdemokratie war bei den früheren pröbchen aus dem Artikel mit: Es ist Zeit, daß die Regierung Klarheit darüber schafft, wie Brown von Rechts wegen" gehängt. Das ewige Natur- Wahlen dort noch wenig vertreten. sie zu dem frechen Plane eines unduldsamen Ultramontanismus und Menschenrecht des Umsturzes war damit in der„ Neuen Bundesrath. In der heutigen Sitzung des Bundesraths steht, die Umsturzvorlage zu einem Ausnahmegefeß gegen die geWelt" umgestürzt, bis es sich mit Elementargewalt wieder zur wurden die Beschlüsse des Reichstages zu dem von den Abgeord: bildeten Klassen, gegen das denkende, forschende, experimentirende, Geltung brachte. Ein Jahr und drei Monate später er- neten Möller und Dr. Hige eingebrachten Gefeßentwurf wegen dichtende, malende Deutschland umzufrempeln. Wir meinen, die ein scholl in der ganzen amerikanischen Union der Ruf: Abänderung des Gesetzes betreffend die Einführung einer einheit fachste Klugheit müßte der Regierung gebieten, hier aufs schleunigste Nieder mit der Sklaverei! Es lebe der Umlichen Zeitbestimmung vom 12. März 1893, den Ausschüssen für jeden Zweifel zu beseitigen. Angesichts der Anzeichen einer katilinasturz! Und nach vier Jahren war der Bund der Sklaven- Handel und Verkehr sowie für Justizwesen überwiesen. Den- rischen Entartung, die in der konservativen Presse und Partei hervor selben Ausschüssen wurde der Entwurf eines Börsengesetes über- treten- Krankheitssymptomen, von deren näherer Kennzeichnung wir barone umgestürzt mit sammt der Sklaverei. wiesen. Die vom Reichstag bei der Berathung des Reichshaushalts- noch absehen ist die Regierung darauf angewiesen, in dem Etats für 1895/96 gefaßten Resolutionen wurden theils dem freien, nationalgesinnten Bürgerthum in Stadt und Land eine Reichskanzler, theils den zuständigen Ausschüssen überwiesen. zuverlässige Stüße zu suchen. Dieses stolze Bürgerthum aber Der Bundesrath hat, nachdem die Bestimmungen über die benkt nicht daran, sich von einigen lichtscheuen und zurückgebliebenen Sonntagsruhe für Industrie und Handwerk am 1. April in fraft Köpfen vorschreiben zu lassen, was es denken und was es nicht getreten sind, von größeren Verwaltungsarbeiten, die ihm schon denten soll. Es ist ein ebenso phantastisches als brutales seit längerer Zeit vorliegen, nur noch das neue amtliche Beginnen, mittelalterliche Vorstellungen, die nun einmal vor 28 aarenverzeichniß zum 3olltarif zu erledigen, das dem unbestechlichen Richterstuhl der Vernunft gerichtet sind, ihn schon Jahre hindurch beschäftigt. Jedenfalls wird das durch den Polizeistock vor dem Absterben zu bewahren. waarenverzeichniß nicht vor dem 1. Juli Geltung erlangen; das Der Staat, der sich auf diese unterstützungsbedürftigen Berzeichniß soll mindestens zwei Monate vor seiner Inkraft Gesellschaftsretter stützen wollte, würde einen antiflerifalen fegung veröffentlicht werden, damit sich die interessirten Geschäfs Fanatismus entzünden, den wir im Interesse des Friedens nur treife in genügender Weise auf die sehr zahlreichen Menderungen bedauern könnten. Wir erwarten also, daß die Regierung in Sachen der Jesuiten wie in Sachen der Umsturzvorlage ihr Licht nicht länger unter den Scheffel ftellt. Und wenn das deutsche Volt jetzt seine Schuldigkeit thut gegen die Ritter des Umsturzes und der Umsturz vorlage, dann werden diese Erzumstürzler, welche das Grundgesetz der Natur und der menschlichen Entwicklung umstürzen wollen, ihrerseits bald dem ehernen Umsturzgesetz verfallen und umgestürzt sein. Die Osterferien eignen sich vortrefflich zu dieser Umfturzarbeit. Und wer den fröhlichen Umsturzmuth nicht start genug in seiner Brust fühlt, der wandre hinaus zur All mutter Natur und schaue ihr zu, wie sie ihr welt erneuerndes Umsturzwert verrichtet und Bahn schafft dem jungen, grünenden Leben. Es lebe der Umsturz! Nieder die Um= sturz vorlage! Dolitische teberlicht. vorbereiten können. Was ist eine beschimpfende Aeußerung"? BeWer lacht da nicht? Klarheit" will die Kölnische fanntlich soll nach der Umsturzvorlage in der Fassung, wie sie ihr die Zentrumspartei zu geben beliebt hat, mit Ge- Beitung". Wir dächten, die Lage wäre verzweifelt„ flar", fängniß bis zu drei Jahren bestraft werden können, wer trotz Zickzackkurs und„ Chaos". öffentlich in beschimpfenden Aeußerungen den Glauben an Stumm, Hammerstein und der Staatsanwalt. Berlin, 4. April. Gott oder das Christenthum angreift". Die Vertheidiger Gegen Herrn von Stumm, den gewohnheitsmäßigen Im Abgeordnetenhause war heute Ferienstimmung. dieses Vorschlags wie überhaupt des§ 166 berufen Duellanten, ist wegen seiner letzten flagranten GesetzesMan drängte zum Schluß. So wurden denn die vorliegenden sich darauf, daß es sich nur 11111 beschimpfende" übertretung von der Staatsanwaltschaft noch keine An Sachen möglichst schnell ohne Debatte erledigt. Nur dar- Aeußerungen handele, diese aber könne man ver- flage erhoben worden. In dem Falle Castan über wurden einige Erklärungen der Regierung nöthig, ob es meiden, ohne dadurch der sachlichen Kritik irgend welche haben wir ja gesehen, daß Staatsanwälte mitunter eine wahr sei, daß aus deutschen Gefängnissen Waaren mit aus Beschränkung auferlegen zu brauchen. Dieser Einwurf wäre sehr große Abneigung gegen die Erhebung von Anklagen ländischen Firmenstempeln in die betr. Länder gegangen wären, stichhaltig, wenn der Begriff beschimpfend" feststünde und haben eine Abneigung, die zu der außerordentlichen und die aus diesen Ländern gekommenen Slagen waren, nicht jeder sich etwas anderes darunter denken könnte. Wie Firigkeit in anderen, nach gewöhnlichem Urtheil oft weit nach den gegebenen Regierungserklärungen, nicht ganz sehr dies der Fall ist, dafür bietet eine uns dieser Tage weniger wichtigen Fällen, in seltsamem Kontrast steht; unbegründet. Die Arbeiter in jenen Ländern leiden unter zu Gesicht gekommene ältere Anklageschrift den Beleg. allein im Falle Castan lag eine direkte Denunziation gefällt. Aber es würde noch ganz anders sein, wenn mich dieſer Mensch nicht ſeit Jahren verfolgte, wie ein Dachs. Herr von Carstenu- Lichterfelde Ginige Sozialdemokraten, Zu Befehl, Herr Major! Eisernes Kreuz zweiter Klaffe, 1871." " Hm, hm. Werde thun, was ich nur eben kann. Ich habe sogar einen Einfall. Das beste wäre, fie kämen aus diesen Verhältnissen fort, ein für allemal. In eine andere Gegend, unter neue Nachbarn, auf eine größere Wirthschaft." Bu gütig, Herr Rath! Wie gern ließ ich hier alles stehen und liegen! Aber auf eine größere Wirthschaft? Jch? Ohne Geld? Wie soll ich das anfangen?" ,, Wie gesagt, ich habe einen Plan. Aber ich will besser noch nicht davon sprechen, ehe ich Ihnen bestimmtes mittheilen kann. und die Sozialdemokratie. uns ungefäumt erlauben, zu Ihnen zu kommen. Hochachtungsvoll hund die Fuchsspur! Er läßt mich nicht aus. All' die Unter diesem von Herrn v. Carstenn in bürgerliche Brände all' die Chikanen da kann man ja schließlich Beitungen lanzirten Schriftstück veröffentlicht dieser Herr die nicht mehr thun, als das direkt Nothwendige. Ich hätte folgende Antwort: wirklich eine Musterwirthschaft daraus gemacht. Und nun Der durch seinen jahrelangen Streit mit dem Militär„ Ich erwidere den Absendern, daß es mir angemessener er nur so mit Ach und Krach sich durchbeißen für all' die fiskus und seine unzähligen hierauf bezüglichen Erschienen wäre, wenn vorstehendes Schreiben nicht anonym ge jahrelange Mühe und Aufregung-- ja, wenn ich Geld flärungen in der Tagespresse bekannt gewordene frühere wesen, oder die Absender ohne schriftliche Borfrage zu mir ge hätte! Wenn ich nur Maschinen taufen könnte-!" Rittergutsbefizer v. Carstenn veröffentlicht folgendes tommen wären. In der Sache selbst bemerke ich, daß ich den Lehren der „ Sie scheinen in der That was zu verstehen. Unter Schriftstück, das ihm angeblich von Parteigenossen der Sozialdemokratie, soweit fie darauf abzielen, Ordnung und Geoffizier der Reserve, nicht wahr? Sind Sie dekorirt westlichen Vororte Berlins zugegangen sein soll: worden?" " Bu unserm Erstaunen haben wir erfahren, daß Sie immer rechtigkeit in die verschiedenen Zweige der Staatsverwaltung zu bringen, durchaus sympathisch gegenüberstehe, solange zur Ernoch von Ihren konservativen Ansichten nicht ganz abgekommen reichung dieser idealen Zwecke gesetzliche Mittel angewendet zu sein scheinen, da Sie erst kürzlich von den Wählern positiv werden. Aus dem Vorgehen der sozialdemokratischen Partei im firchlicher Richting in die Gemeindevertretung Ihres Kirchen- Falle Leift habe ich ersehen, daß nicht nur die internen, sondern sprengels gewählt worden find. Wie ist es nur möglich, Herr v. Carfienn, daß ein Mann, auch die überfeeischen Verhältnisse der Aufmerksamkeit berselben der von dem Staate, den er beschenkt hat, in der Weise, wie Sie, nicht entgehen. Jeder rechtlich denkende Mensch muß der Partei dafür dankbar sein. behandelt worden ist, der einen genauen Blick in die Schliche der Soweit die sozialistische Lehre sich aber gegen Religion, Bureaukratie genommen und am eigenen Leibe erfahren hat, wie wenig heutzutage auf Vertragstreue zu rechnen ist, wie ist Kirche und Monarchie richtet und die erstere durch naturalistische feiner bisherigen politischen Ansichten überzeugt ist und seine bin ich für dieselbe nicht zu haben. es möglich, daß ein solcher Mann nicht von der Unrichtigkeit Anschauungen, letztere durch utopiſche Staatsformen ersetzen will, Man wird eine solche Umwandlung von mir selbst dann fonservative Gesinnung zu Grabe getragen hat! Wenn Sie durch nicht erwarten können, wenn ich, wie dies thatsächlich geschehen, das Nichthalten von Verträgen Kontraktbrüche nennen Sie es vom Staate bei Ablieferung meiner Schenkung, gelinde gesagt, in Ihren Druckschriften seitens einer Behörde, durch" chika- sehr illoyal behandelt worden bin. Nachweisbare und nachnöfes" Verfahren von Staatsorganen um Ihr Bermögen gewiesene Ungerechtigkeiten und Entstellungen der Wahrheit seitens Sie schieden in bester Freundschaft. fommen, wenn Ihnen aber dann, als Sie an den Rand des der Organe der Behörden sind selbst dann, wenn sie von den Die Kosten des vom Amtsgericht Hohenthal bereits Abgrundes angelangt, anstatt der rettenden Hand weitere Beamten auch nur vorgenommen sind in dem Bestreben, ihr eingeleiteten Zwangsversteigerungs- Verfahrens mußte Schwart Sie fagen- frivole" Prozesse drohten, fo müßten Sie sich fehlerhaftes Berhalten nicht an den Tag kommen zu lassen, nicht so aber dennoch bezahlen. Sie betrugen 51,40 M. für doch nothwendigerweise fragen, ob Sie durch Bethätigung nur sehr bedenklich, sondern sogar höchst gefährlich. v. Carstenn Ihrer konservativen Gesinnung fernerhin einer Regierung Hilje Schwarz, den zukünftigen Domänenpächter, wie ihn seine leisten können, bei welcher solche Dinge möglich waren, ob es Frau bereits in freudigem Scherz genannt hatte, in seiner nicht vielmehr eine Bartei giebt, welche gerade die Bekämpfung jedermann, die immer unser Prinzip, ist auch gegen ihn Herr v. Carstenn sieht, die vollste Loyalität gegen gegenwärtigen Lage eine recht beträchtliche Summe. folcher bestehenden Mißstände zu ihrer Aufgabe gemacht hat! Die nächste Bodenzinszahlung an Rendelmann würde Es ist undenkbar, daß Sie bei solchen trüben Erfahrungen gewahrt. Wir drucken beide Schriftstücke vollinhaltlich ab. Aber nun zur Sache selbst. Das anonyme, angeblich er nicht zum Fälligkeitstermin aufbringen können das im innersten Herzen nicht den Lehren der Sozialdemokratie zu sah er mit rathlosem Schrecken voraus. neigen follten, einer Partei, welche lediglich auf gesetzlichem Wege von Sozialdemokraten ausgehende Anschreiben an Herrn dasjenige zu ändern sich bestrebt, was" faul" im Staate ist! von Carstenn geht entweder von Leuten aus, die An einem Märzabend, als Schwarz nach Bogenau aber wäre es, wenn sie mit Ihrem hohen Ansehen und Ver Von besonderem Werthe für uns bei den zukünftigen Wahlen fich vielleicht für Sozialdemokraten halten mögen, hinüber gefahren, um seinen alten Prinzipal, den Brenner, trauen, das Sie im ganzen Kreise Teltow genießen, unsere Be- der Sozialdemokratie in Wirklichkeit aber keine oder irgend jemand hat sich strebungen unterstützen würden. Wahrlich, fein ehrlicher Mann, einschließlich der Sozialdemokraten, würde Ihnen, wenn Sie in mit dem Herrn einen schlechten, aber einen sehr schlechten - oder Herr von Carstenn hat das Ganze diesem Wahlkreise fandidiren würden, seine Stimme versagen, da Wiz gemacht; jedermann weiß, daß Sie interesselos und nur bestrebt sind, dem erfunden, um für sich Reklame zu machen. Daß das angebliche Anschreiben nicht von SozialRecht und der Gerechtigkeit in energischer Weise Geltung zu verschaffen. Ihre reichen Erfahrungen aber würden uns auch demokraten ausgeht, liegt klar auf der Hand. Es ist ganz bei der bevorstehenden Landagitation die größten Dienste leisten! unlogisch. Die Erfahrungen, die Herr von Carstenn mit Wir bitten Sie um Nachricht, ob Sie mit uns in Verhand- den preußischen Behörden gemacht hat, brauchen für ihn, lungen zu treten geneigt sind. Die Parteileitung hat von unserm Borhaben keine Kenntniß, da wir uns vorerst vergewissern wollen, der sich in sehr guten Vermögensverhältnissen befindet und ob Geneigtheit Ihrerseits zu Verhandlungen vorhanden ist. In sehr luxuriös leben kann, ohne daß er zu irgend welcher diesem Falle bitten wir Sie, uns durch ein entsprechendes Arbeit gezwungen ist, durchaus tein Motiv zu sein, Man tann der Inserat im Vorwärts" zu benachrichtigen. Wir werden dann Sozialdemokrat zu werden. um Hilfe zu bitten, trat in die Schwarz'sche Wohnstube ganz ungeniet ein hagerer, etwas vorgebückter Mann ein. Er hatte sich vorher durch einen Blick zwischen den Jaloufie stangen überzeugt, daß Frau Schwarz allein sei. Sie saß am Tisch und strickte einen Strumpf. Kummervoll schaute sie auf das nervöse Hin und Her der Nadeln, das in ihr ebensoviel verstörte Gedanken aufstachelte. Wie sie jetzt den Eingedrungenen plötzlich vor sich erblickte, fuhr sie erschreckt in die Höhe, daß sie die Lampe fast umwarf. ,, Kendelmann!! Was was wollen Sie hier? ( Fortsetzung folgt.) Sie mii wie Lichterfelde." von Ahnung haben; niemand an Dor. Und im Falle Stumm wird sich wohl giltiger, äußerlich wahrnehmbarer Beweis dieser Arbeit. Dier Maifeier in der Schweig. Die Arbeiter- Union in Bern an die Staatsanwaltschaft gewandt haben. Niederlage des Abg. v. Wolszlegier in der polnischen Fraktion hat beschlossen, am ersten Mai den ganzen Tag zu feiern. Das ist indeß keine ausreichende Erklärung. Denn in gewinnt unter diesem Gesichtspunkt eine größere Bedeutung, als Zu einer Hochschule für Anarchisten scheint sich die notorischen Fällen der Gesetzesübertretung, d. h. wenn die man ihr sonst beizulegen geneigt wäre. Die Polen haben die Crispi'sche Straftolonie Porto Ercole auszuwachsen. Zagtäglich Thatsache der Gesetzesübertretung offenkundig und unzweifel- vorjährigen Haltung in diesem Jahre abgelehnt. Auch das war Domizil" gesandt, die mit dem Anarchismus nicht das geringfie Tabalsteuer und den Finanzautomaten im Gegensatz zu ihrer war werden von der Regierung zahlreiche Personen nach dem„ Zwangs haft vorliegt, hat die Staatsanwaltschaft aus eigener im wesentlichen dem Einfluß des Abg. v. Wolszlegier zu danken. zu thun hatten; die meisten bringen ihr Handwerkzeug mit, da v. zu danken. Initiative einzuschreiten. Das ist dem Freiherrn Deffen Niederlage bei der Umsturzvorlage tann leicht auch für sie glauben, daß fie in Porto Ercole fich nützlich beschäftigen von Stumm gegenüber nicht geschehen. Diese Gesetze von Bedeutung werden. Warum nicht? Und da wir gerade mit der Staatsanwaltschaft zu reden haben, hier eine zweite Frage. " getheilt hat: tönnen. Bald aber sehen sie sich zu unfreiwilliger Muße verdammt und mit wirklichen, physisch und moralisch heruntergekommenen Verbrechern zusammengepfercht. Erst dadurch wird die Kolonie eine wahre Hochschule des Anarchismus, und die Er kennt fie! Im Deutschen Wochenblatt" erzählt der Abg. Arendt, was ihm Fürst Bismarck vor Wir theilten gestern mit, was ein Frankfurter Blatt einigen Jahren über die Konservativen mit Neulinge geben sich die größte Mühe, dereinst als Meister in betreffend den Chefredakteur der Kreuz- Zeitung", Führer den Schooß der Gesellschaft zurück zu fehren. Sie vergnügen sich der konservativen Partei, und- gleich Freiherrn v. Stumm thätig Die Konservativen sind meist zu satt, deshalb zu wenig auf diese Weise und haben z. B. die einzelnen Winkel des großen ist einmal einer tüchtig im Parlament, so bolt Sofes mit Inschriften geschmückt, wie:" Sante Caserio- Blay", Hauptmacher des Umsturzgesetzes- mir meinen den Frei- ihn sich die Regierung. Dieser Verbrauch der tüchtigsten Corso Anarchia"," Kaffeehaus Paolo Lega" u. f. w.; außerdem der tüchtigsten herrn von Hammerstein, mitgetheilt hat. Was da über ihn fonservativen Kräfte durch die Regierung schädigt die gefagt ist, wird seit Wochen in allen politischen Kreisen Konservativen."-" Für viele ist das Parlament mehr Sport, haben sie sämmtliche Mauern mit den Bildnissen der„ beBerlins erzählt, ist von allen Parteien des Reichstages- bie man lebt gern ein paar Monat in Berlin, geht zum Frühstücken rühmtesten" Bombenwerfer bemalt. So empfangen die meisien fonservative allein ausgenommen - erzählt und geglaubt ins Haus, wenn's dann zur Abstimmung flingelt, wischt man sich Häftlinge, die vorher von dem Anarchismus teine Ahnung hatten, in der Strafkolonie ihre anarchistische Ausbildung. Ob dieser worden. rasch den Mund ab, stürmt in den Saal und fragt wie stimmen Erfolg wohl von Crispi beabsichtigt war? Vielleicht nicht, So lange niemand das Erzählte in die Presse brachte, wir"?- daher der Einfluß der Fraktionshäupter." vielleicht aber doch. Vielleicht braucht er Anarchisten zur fann man vermuthen, daß die Staatsanwaltschaft nichts Otto tennt seine Leute! Durchführung seiner Politik. gehört hat. Allein jetzt ist der Zauber gebrochen die Thatsache ist notorisch geworden. Und die behaupteten Thatsachen sind gesetzlich strafbare Handlungen. Nun nennt freilich Freiherr von Hammerstein heute in der„ Kreuz- Zeitung" die Angriffe" gegen die KreuzBeitung"(?) und feine Person" lügnerisch" und" nieder trächtig" und fündigt eine Klage an. Dasselbe thun aber die meisten Angeschuldigten, das haben auch verschiedene Arbeitervereins- Kassire gethan, denen die Unterschlagung von einigen Mark zur Last gelegt ward, und doch hat in diesen Fällen die Staatsanwaltschaft sehr rasch eingegriffen. Wird sie dies dem Freiherrn von Hammerstein gegenüber thun? Und wenn nicht, warum nicht? Die Beleidigungsklage, die von Hammerstein angestrengt hat, ist kein Hinderniß für das Einschreiten des Staatsanwalts. Die in der Kreuz- Zeitung" veröffentlichte Erklärung des Herrn von Hammerstein lautet folgendermaßen: Die Frankfurter Kleine Presse" bringt eine auch in andere Beitungen übergegangene Korrespondenz aus Berlin ,, welche von niederträchtigen und lügnerischen Angriffen gegen die„ KreuzHinterhalt, anonym abgeschossen ist, so bleibt mir nur die Ver Zeitung" und meine Person strozt. Da dieser Pfeil aus dem leumdungsklage übrig. Mein Rechtsanwalt ist dazu bereits beauftragt. Berlin, 3. April. Frhr. v. Hammerstein. Unterm heutigen Zag wird telegraphirt: Eine alberne Bemerkung" nennt es die Frei- Belgien. Die Aufregung ist groß die Rammer hat das Ge. finnige Beitung", daß wir des im Reichstage folportirten meinde- Wahlgefeß mit ziemlicher Mehrheit im Prinzip angenommen; Gerüchtes Erwähnung thaten, daß der Abgeordnete Lenz es fragt sich nun, welche Abänderungen noch durchgehen. Die mann bei der Echlußberathung der Umsturzvorlage, sowohl öffentliche Meinung hat sich, seit die schmachvollen Einzelheiten gelegentlich der ersten wie der zweiten Lesung gefehlt habe, der Metzelei von Roase( wallonisch: Renaig) bekannt geangeblich weil er als Reserve- Offizier den Erörterungen worden sind, entschieden zu gunsten der Arbeiter gewandt, und über das Duell habe aus dem Wege gehen wollen. Das ein großer Theil der liberalen Preffe befürwortet Konzessionen der Regierung. In der Kammer selbst tam es nach der gestrigen freisinnige Blatt meint, Herr Lenzmann habe ge- Sigung fast zu Prügeleien. Von unserem belgischen Korrespondenten richtliche Termine wahrzunehmen gehabt, und außer haben wir einen ausführlichen Bericht erhalten, den wir morgen dem sei er über 50 Jahre alt, woraus wir hätten veröffentlichen werden. entnehmen können, daß für ihn feine Rücksichten auf irgend ein Militärverhältniß in betracht kommen können. Was den letzteren Punkt betrifft, so mag die Freifinnige Beitung" recht haben, uns ist der Geburtstag des Bertreters für Altena- Iserlohn nicht bekannt. Was aber unsere Notiz über Herrn Lenzmann's Stellung zu den Duellparagraphen anbelangt, so haben wir nur mitgetheilt, was im Reichstage in Kreisen erzählt wurde, welche Herrn Lenzmann politisch viel näher stehen als uns. Daß der Umstand, daß gerade immer, wenn die Duellparagraphen zur Debatte Anwesenheit behindert war, ein Zufall" ist, der zu Miß standen, Herr Lenzmann durch gerichtliche Termine" an der deutungen führen kann, wird auch Herr Richter nicht bestreiten wollen, besonders wenn er bedenkt, um welch entwickelungsfähigen Politiker es sich bei Herrn Lenzmann handelt. Die Polen und die Umsturzvorlage. Schon am Dienstag machten wir darauf aufmerksam, welchen Zwang das Zentrum ausübte, um eine möglichst große Mehrheit ja gerne gefällig, aber er merkt wohl, daß augenblicklich an den Serr Miquel ist nicht Bimetallist. Er ist den Agrariern für seine Anträge in der Umsturzkommission zu erzielen." höheren" Stellen feine Stimmung für Bimetallismus ist, und so Wir wiesen auf die Thatsache, daß der Pole Wolsz legier, läßt er durch die„ Berl. Pol. Nachr." schreiben:„ Die durch die welcher gegen den§ 111a gestimmt und erklärt hatte, für Beitungen gehende Mittheilung, der Finanzminister Dr. Miquel die Vorlage mit diesem Paragraphen nicht stimmen zu habe sich im Etaatsrathe in unzweifelhaft bimetallistischem Sinne können, durch das Zentrum gezwungen, in letter Stunde ausgesprochen, ist vollständig unzutreffend, was ja schon aus der aus der Kommission ausscheiden und einem geschmeidigeren Thatsache hervorgeht, daß die den Verhandlungen des StaatsHerrn Plaz machen mußte. Diese unsere Mittheilungen rathes beiwohnenden Minister fich bekanntlich an der Debatte werden jetzt auch in anderen Zeitungen näher beleuchtet. So gar nicht betheiligt haben." Lesen wir: Brüssel, 4. April. Die Rammer setzte heute die Be rathung der zum Gemeinde- Wahlgesetz beantragten Amendements fort und verwarf mit 78 gegen 53 Stimmen das Amendement des unabhängigen Brüsseler Deputirten Theodor, welches für die Gemeindewahlen die Annahme desselben Wahlkörpers mie für die Kammerwahlen vorschlägt mit der Verpflichtung dreijährigen Wohnfißes in der Gemeinde zur Erlangung des aktiven Wahl= rechts. Man glaubt, daß alle Amendements von der Kammer abgelehnt werden. Brüssel, 4. April. In der heutigen Rammerfihung Damblons, die politischen Rechte der Frauen betreffend, mit wurden alle Verbesserungsanträge der Sozialisten und ChristlichDemokraten zum Gemeinde- Wahlgeset, ebenso der Antrag großer Mehrheit abgelehnt. Brüssel, 4. April. Die sozialistischen Abgeordneten De fuisseaux und Roger, welche gestern den Abgeordneten Helleputte in den Wandelgängen der Kammer thätlich angriffen, sandten demselben ein Entschuldigungsschreiben. Brüssel, 4. April. Die Kammer hat sämmtliche Artikel der Regierungsvorlage des Gemeinde Wahlgefezes nacheinander angenommen. Die zweite Zefung und die Definition Abstimmung über das ganze Gesetz findet morgen statt. Der Abgeordnete Anseele interpellirt morgen die Kammer über die blutigen Borgänge in Renair. Nach diesen Beschlüssen darf man sich auf eine sehr ernste Entwickelung der Dinge in Belgien gefaßt machen. Arbeiterversicherung in Holland. Die Zweite Rammer nahm eine Resolution des liberalen Arbeiter- Abgeordneten" alter Arbeiter mit Staatshilfe durchzuführen sei. Nur 5 Stimmen Held an, worin die Regierung beauftragt wird, zu untersuchen, nach welchen Grundsätzen und auf welche Weise eine Pensionirung erflärten fich gegen Staatshilfe, 63 dafür. Die Regierung hatte sich gegen die Nesolution ausgesprochen. Der Betrag der preußischen Staatsschuld belief fich erschien im Reichstage Herr von Romierowski, der den ganzen jahr 1893/94 am 31. März 1894 auf 6 368 098 953,54. gegen Kurz vor der zweiten Lesung der Vorlage in der Kommission nach dem Bericht der Staatsschulden- Kommission im Rechnungs Winter hindurch den Verhandlungen fern geblieben war. Db6 239 889 529,93 M. am 31. März 1898.- Also beinahe wohl Herr v. Romierowsti den Berlauf der Kommissions- 180 Millionen Mark mehr Schulden, wie im Vorjahr! be rathungen gar nicht tannte, trat er sofort für die Vorlage ein. Ueber die Verschleppung der EinkommensteuerEs gab harte Kämpfe innerhalb der Fraktion, und der Abg. Reklamationen wird in der Bresse geklagt. Bis in das Das Anarchistengeset in Frankreich. Der Sozialist v. Wolszlegier unterlag. Herr v. Wolszlegier stellte sofort das Jahr 1895 habe das Oberverwaltungsgericht noch an den Ent- Gerault Richard hat gestern in der Kammer den Antrag eins ihm übertragene Mandat, die Fraktion in der Kommission zu scheidungen für das Steuerjahr 1892/93 zu thun gehabt. Ueber gebracht, das unter dem Kabinet Dupuy votirte Gesetz gegen den vertreten, zur Verfügung, und so fehlte er bei der Schlußabflim- 7000 Beschwerden vom Jahre 1893/94 und alle des Jahres Anarchismus und den Umsturz aufzuheben. mung, die von dem neu ernannten Vertreter der Fraktion im Sinne 1894/ 95- es follen 13 000 sein-harren noch der Entscheidung Die Folgen der Liebesgaben. Der französische Ministerder Zentrumspartei vollzogen wurde. In der Zentrumspartei durch das Oberverwaltungsgericht. Dem Nothstande müsse in präsident Ribot erklärte in einer Besprechung mit der Zolllaufen auch die Fäden zusammen, die zu dem Umfall der Polen der Art abgeholfen werden, wie es früher, als der Finanzminister Kommission der Deputirtenkammer, Frankreich sei genöthigt, bem geführt haben. Schon lange vor der zweiten Lesung in der die höchste Instanz bildete, geschah, daß schleunigst durch Hilfs deutschen Rübenzuder gegenüber wachsam zu sein, der Kommission ist von jener Seite die schließliche Abstimmung fräfte diese rückständigen 20 000 Beschwerden in Steuerfachen aus in Frankreich infolge der Ausfuhrprämien einzubringen suche. vorbereitet worden. Das Verhalten der Polen ist ein voll den Jahren 1898 und 1894 bis zum Schlusse des Kalenderjahres 1895 Die Regierung werde im Verein mit den Kammern oder, wenn in der Hauptsache erledigt werden. die Kammern nicht tagen, auf ihre eigene Verantwortlichkeit, diese Invasion zum Schutze des französisches Marktes ver hindern. wüthendfte Querulant sein, man kann auf alle Gerichte schimpfen, mit allen Behörden auf Hauen und Stechen stehen und doch der beste" Patriot" sein. Außerdem ist Herr von Carstenn beim arbeitenden Volk des Kreises Teltow eine ganz gleichgiltige und trotz aller Reklamen ganz unbekannte Persönlichkeit, und endlich ist der Kreis bereits sozialdemokratisch vertreten, " in leber Presverantwortlichkeit für Druckfehler hat das Reichsgericht sich in einer neulichen Entscheidung dahin ausgevergehen, sondern ein eigentliches Fahrlässigkeitsdelift statuirt. schreibt uns unser Korrespondent unterm 30. v. Mts: sprochen, daß das Reichspreßgefeh kein blos formales Ordnungs- Sozialistischer Wahlerfolg in Bristol. Aus London Der Redakteur sei nur strafbar, wenn er fahrlässig" gehandelt Der relativ große Erfolg des Arbeiterkandidaten bei der babe. Als unzutreffend wird es bezeichnet, daß der Redakteur vorige Woche stattgehabten Nachwahl in Ost- Bristol, über welchen die Pflicht habe, entweder die Korrektur seiner Zeitung zu be- der Vorwärts" bereits furz berichtet hat, hat in der politischen sorgen oder doch diese Korrektur persönlich zu kontrolliren. Im Welt etliche Sensation und in sozialistischen Kreisen große Also Sozialdemokraten haben das schnurrige Wesen der Redaktionsthätigkeit liegt nur die Sammlung, Sichtung, Freude hervorgerufen. Nach der nicht wegzuleugnenden bei Sozialdemokratie der Londoner Schriftstück nicht verfaßt. Eher könnte sich jemand einen Zusammenstellung des zu veröffentlichenden Stoffes. Daß der Schlappe, die die erlitten, war die Nachricht, daß der Wit gemacht und Herrn von Carstenn etwas aufgezogen Redakteur für die druckmäßige Herstellung des Breßerzeugnisses Grafschaftswahl haben. Und wenn wir voraussehen, daß der kuriose Brief sich der technischen Hilfskräfte bedienen faun und muß, unabhängige Arbeiterkandidat dem liberalen Gegner bis auf ist selbstverständlich. Zu diesen Hilfskräften gehört der gegen 200 Stimmen nahe gekommen, eine große Ermuthigung. dem Herrn vielleicht am 1. April zugegangen ist, so wäre Regel nach auch der den rohen Sah nachprüfende Korrektor. Oft- Bristol ist ein faft nur von Arbeitern bewohnter Wahlkreis damit ja alles erklärt. Trifft den Redakteur in der Auswahl dieses Personals keine und war bisher eine Domäne der Liberalen. 1892 war der Aber näher liegt für uns und ist am wahrscheinlichsten, Schuld und steht im übrigen lediglich ein Verfehen des letzteren Kandidat derselben ohne Gegenkandidaten gewählt worden, 1890, daß Herr v. Carstenn beides, Brief und Antwort, selber in Frage, wie es trotz der Anwendung äußerster Sorgfalt ab wobei einer Nachwahl der letzte Wahlkampf stattgefunden, gedichtet hat, um die öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen, feiten der tüchtigsten Setzer und Korrektoren unvermeidlich mit hatte der Liberale 4775, der Tory 1900, der Arbeiterkandidat Reklame zu machen und irgend welcher behördlichen Stelle unterläuft, so ist nicht abzusehen, wie bier den Redakteur noch 602 Stimmen. Diesmal erhielt der Liberale 3740 und der gegenüber, an die er vielleicht gerade eine seiner zahlreichen die Verantwortlichkeit für ein fahrlässig von ihm verschuldetes Arbeiterkandidat 8558 Stimmen. Kein Wunder, daß die sozialistischen Blätter dieser Woche jubeln, und ebenso begreiflich, daß Petitionen gerichtet hat, seine fönigstreue Gesinnungs- Preßvergehen treffen tönnte. tüchtigkeit zu demonstriren. Die ja genügend bekannte Der Deutsche Handelstag, der beute tagte, hat mit sie den Sieg fogar etwas übertreiben. Denn der betr. Randidat war weder von der Sozialdemokratischen Föderation, noch von der Geschicklichkeit dieses Herrn im Inszeniren öffentlichen bezug auf die Währungsfrage folgende Resolution an- Independent Labour Party aufgestellt und in mancher Hinsicht Tamtams, die Art, wie in dem sozialdemokratischen" genommen: Schreiben die Verdienste des Herrn v. Carstenn, von denen gehender Berathung in den Kreisen des deutschen Handels- Kunde, so achtungswerth er als Mensch zu sein scheint. Es ist Der Deutsche Handelstag bestätigt nach wiederholter und ein- ein von dem Standpunkt dieser Organisationen etwas bedenklicher sonst niemand nig weiß", gepriesen werden, macht die Anstandes feine bereits am 12. März 1886 und am 22. Februar einem Häuschen im ärmsten Quartier Bristols fein Lager auf nahme, daß Herr v. Carstenn selber der Sozialdemokrat" 1895 abgegebenen Erklärungen, wonach die erwerbsthätigen Kreise ift, der ihn beweihräuchert, für uns zur Gewißheit. Nun, des Handels und der Industrie in jeder Erschütterung unserer geschlagen hat und dort alle möglichen Unternehmungen und Reformen im Interesse der Arbeiter thatkräftig unterstützt. So hoffentlich hat sich Herr v. Carstenn nicht umsonst bemüht. wohlgeordneten deutschen Goldwährung eine fundamentale Schä weit so gut. Über Herr Hugh Holmes Gore ist Staatsfirchler digung des gesammten deutschen Wirthschaftslebens erblicken und bekämpft als solcher die jetzt dem Parlament vormüssen. Der Deutsche Handelstag vertraut deshalb fest auf die und bekämpft als solcher die jetzt dem Parlament vorvom Fürsten Reichskanzler in der Reichstags Sigung vom liegende Bill zur Entstaatlichung der Kirche in Wales, er ist Gegner Homerules und Gegner der Lokal Veto 15. Februar d. J. abgegebene Erklärung, wonach die Regierung Bill Sir William Harcourt's, die mit all ihren Mängeln teinerlei Verhandlung in Aussicht nimmt, durch welche den Grund- doch schon insofern ihre Berechtigung hat, als sie die Bestimmung Tagen der deutschen Reichswährung präjudizirt würde." 85 S. 80 über die Zahl und Natur der Schankhaus- Konzessionen der Die Ackerbau- Kolonien in der Republik Chile. Mit einer Ju Oesterreich haben bei den Wiener Gemeinde direkten Abstimmung der Bevölkerung überweist. Im Gegensat Karte. Mittheilung nach offiziellen Taten. Paris. L'Agence Ersagwahlen die Antisemiten gefiegt, fo daß sie im zu ihr befürwortete Herr Gore die Munisipalisirung des Getränkes der beigénérale du Gouvernement du Chili en Europe. 1895. Gemeinderath den Liberalen an Bahl fast gleich sind. Daß der handels; aber da die Realisirung dieses Gedankens 17 G. 80. Antisemitismus in Desterreich und namentlich in Wien zu einer läufig das lokale Veto, wie dasselbe in der Harcourt'schen Bill Diese beiden Schriften verfolgen den Zweck, den Strom der Macht werden fonnte, ist das denkbar schlechteste Zeugniß für beschränkt ist, gar nicht auszuschließen braucht da diese Idee Auswanderung nach der südamerikanischen Republit am Stillen die dort herrschenden Zustände. Nur aus dem faulen Moraft Bukunftsmusit" ist, so stimmten und agitirten die Schantwirthe Ozean zu leiten. Sie schildern die Zustände in Chile in den verrotteter Zustände tann diese Sumpfpflanze hervorwachsen, die Publitans" für Gore. Desgleichen, da die Konservativen hellsten Farben. Der Zweck der Broschüren muß das stärkte und nur wo die Massen der Bevölkerung systematisch verdummt teinen eigenen Kandidaten aufgestellt, die Antihomeruler und Mißtrauen gegen die in denselben gemachten Angaben heraus- worden sind. Das Bürgerthum in Desterreich ist durch und durch Klienten der Staatskirche, so daß z. B. der" Standard" den fordern. Sie sind Reklameschriften, die natürlich die Schatten- faul die Storruption auf allen Gebieten des Staats- und Ge- Wahlausgang für einen sehr akzeptablen Erfolg der konservativen feiten des Landes verschweigen und die Vorzüge lärmend über- sellschaftsleben unglaublich. Die Regierung greift nicht ein, fie Sache erklärte. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Vergleicht treiben. Wahrscheinlich werden diefe Broschüren in der nächsten hat weder Willen noch Kraft die Arbeiter sind rechtlos und man die Stimmen von 1890 und 1895 genauer, so zeigt sichs, Beit in Massen in Deutschland verbreitet werden. Wir warnen gewaltsam unterdrückt. Da muß ein Theil des Volkes sich den das Gore die 1900 Stimmen der Tories erhalten und dazu Diese letteren unsere Leser, den Angaben in denselben kritiklos Glauben zu Charlatanen in die Arme werfen, die Heilung versprechen, und 1000 Stimmen den Liberalen abgezogen hat. schenken. Von der Auswanderung nach der Republit am Stillen wenn sie auch nicht heilen können, wenigstens die Fäulnis auf- bat er aber nicht erhalten, weil er Staatskirchler 2c. iſt, Ozean, von wo die Rückkehr so außerordentlich schwierig ist, decken. Der Antisemitismus arbeitet auch in Desterreich für den sondern obwohl er es ist, auf grund seines Eintretens muß unseres Erachtens auf das allerentschiedenste abgerathen Sozialismus, der ihn beiseite schieben wird, sobald es gilt, ernstere für die ökonomischen Forderungen der Arbeiterklasse. Und insoweit Besserung zu schaffen. dürfen wir Sozialisten uns seines Erfolges freuen. Aber vere Literarisches. Davila Larrain. B. Chile, Publication officielle. werden. 1 5 " " 1 geen wonen wir daruder nicht, was der„ Labour Leader" diese Ivativen" und der bedeutendste wissenschaftliche Vertreter und- Freigesprochen. Der Buchdruckereibesiker Arnoldt Woche zu thun scheint, daß Gore ein Kandidat war, für den Kenner der modernen Sozialpolitik", wie es in den Ankündigungen und der Verleger der Magdeburger Boltsstimme", Harbaum, Sozialdemokraten wohl in einer Stichwahl stimmen können, pompös hieß, Herr Geheimrath Professor Dr. Wagner. Troß waren wegen Vergehen gegen das Preßgefeß angeklagt. Die den man aber nicht für die Sozialdemokratie reklamiren kann. Wo der reklamebaften Ankündigung fand sich nur ein äußerst Anklage behauptete, daß der der Voltsstimme" beigelegte würde diese hinkommen, wenn sie so bedeutsame Abweichungen dürftiges Publikum ein-da Sozialdemokraten aus historische Kalender nicht den Namen des Druckers trage. In von ihren Grundsägen ignoriren wollte. geschlossen waren. In Vohwinkel waren es kaum über der Verhandlung überzeugte sich aber das Gericht davon, daß = Cuba. Der Aufstand nimmt immer größere Dimensionen 50 Personen, die erschienen waren. Die Herren werden wohl unten auf dem Kalender sich der Name des Druckers Mar an. Die spanischen Verstärkungen sind in das Innere des Landes bald merken, daß da, wo die Sozialdemokraten in dem politischen Bading, Berlin, befindet, und sprach demgemäß die Anabgegangen. Ein Drittel der spanischen Truppen ist frant. Leben fehlen, Stagnation herrscht, daß sie wohl auf ihren Geld geklagten frei. Auch viele Todesfälle sind zu verzeichnen. Unter den frischen beutel und ihre wirthschaftliche Uebermacht pochen können, aber Truppen sind gestern nicht weniger als 66 Fälle von gelbem damit auf dem politischen Gebiete keinen Hund hinter dem Ofen Fieber tonstatirt worden. hevorlocken. Die Nachricht, daß der Rebellenführer Mazea mit einer großen Anzahl von Insurgenten auf Cuba gelandet ist, hat überall große Erregung hervorgerufen, besonders da Martinez Campos denselben als einen gefährlichen Gegner bezeichnete. Man nimmt an, daß der Feldzug ein lange andauernder und schwieriger sein werde. Parteinachrichten. Zum Frauen- Wahlrecht. Um die Nothwendigkeit der Forderung des Frauen- Wahlrechts auch in solchen Orten zur Besprechung zu bringen, in denen aus irgend welchen Gründen Versammlungen nicht stattfinden können, soll ein Flugblatt un entgeltlich zur Verbreitung kommen. Es werden daher die KreisVertrauenspersonen gebeten, unverzüglich mitzutheilen, wie viel Flugblätter fie für ihren Kreis zu haben wünschen, da mit der Berbreitung in den Feiertagen begonnen werden soll. Frau Ottilie Gerndt, Berlin O., Blumenstr. 26. Charlottenburg. Zur Aufstellung der gefeßlich vorge schriebenen Gemeindewählerliste ist eine neue Aufnahme erforderlich und sind zu diesem Zweck seitens des Magistrats den Grundbesigern resp. deren Stellvertretern vom 3. April cr. ab für die einzelnen wahlberechtigten Bewohner eines jeden Hauses befondere Karten zugestellt mit dem Ersuchen, den über 24 Jahre alten männlichen Bewohnern, soweit dieselben einen eigenen Hausstand haben, je ein Gremplar der Karte zur Ausfüllung auszuhändigen, und dieselben nach drei Tagen wieder einzufammeln. Wir ersuchen daher die Parteigenossen, die Fragen Nr. 1-8 der Karte genau und richtig auszufüllen, und falls Genossen nicht in den Besitz der Karte gelangen sollten, solche von ihren Hauswirthen resp. Stellvertretern zu verlangen und diesem Ersuchen weiteste Verbreitung zu verschaffen. Jeder selbständige Preuße erwirbt das Bürgerrecht, wenn er feit einem Jahre: 1. Einwohner des Stadtbezirks ist und zur Stadtgemeinde gehört; 2. feine Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln empfangen hat; 3. die ihn betreffenden Gemeinde- Abgaben bezahlt, und außerdem 4. entweder: a) ein Wohnhaus im Stadtbezirk besitzt, oder b) ein siebendes Gewerbe mit mindestens 2 Gehilfen felbständig betreibt, c) zur Staatseinkommen- Steuer veranlagt ist, oder mit einem Einkommen von mehr als 660 m. bis 900 m. veranlagt ist. Als selbständig wird nach vollendetem 24. Lebensjahr ein jeder betrachtet, der einen eigenen Hausstand hat, sofern ihm nicht das Verfügungsrecht über sein Vermögen oder dessen Verwaltung durch richterliches Erkenntniß entzogen ist. Parteigenossen! Um bei den im kommenden Herbst stattfindenden Wahlen gerüstet dazustehen, ist es Pflicht jedes ein zelnen, vorstehendes genau zu beachten und dahin zu wirken, daß jeder Arbeiter in den Besitz der erwähnten Karte gelangt. Die Vertrauensleute. Soziale Lebersicht. Ein alter Bekannter. Als Ordnungsretter läßt jetzt im Die behördlich angezeigte Mittagspause in der BeWahlkreise Eisenach ein gewisser. Paul Seelmann den Antisemiten schäftigung der Arbeiterinnen hat der Gewerbetreibende, nach feine Unterstützung angedeihen. Befagter Seelmann hat seine einem Urtheil des Reichsgerichts, III. Strassenats, vom 6. DeDienfte im Kampfe gegen die Sozialdemokratie nach und nach zember 1894, regelmäßig inne zu halten; eine wiutürliche Ver allen Parteien zur Verfügung gestellt, und es sollte uns nicht legung der festgelegten Mittagspause, auch nur für einen Theil wundern, wenn er nächstens in Anerkennung seiner Verdienste der Arbeiterinnen, ist strafbar. Ein Zigarrenfabrikant beun die staatserhaltenden Parteien" in irgend einem für die schäftigte in der von ihm betriebenen Fabrit über 16 Jahre alte Staatsretter zugänglichen Institute Anstellung und Unterkommen Arbeiterinnen und zeigte gemäß§§ 137, 138 der Gewerbehalten suchen. finden würde. So brauchbare Elemente muß man doch zu er- Ordnung als die den Arbeiterinnen zu gewährende einstündige Mittagspause die Zeit von 12 bis 1 Ühr der Orts PolizeiFür unsere Genossen im Eisenacher Kreise, welche dem behörde an und machte diese so bestimmte Pause auch in ge Burschen eventuell öffentlich gegenübertreten müssen, dienen höriger Form in der Fabrit mittels Aushangs bekannt. Fünf folgende Mittheilungen zur Information. Paul Seelmann tauchte vor ungefähr 4 Jahren auf, indem er sich als gemaß- on diesen Arbeiterinnen wurden aber in der Zeit von 12 regelter Genosse an die Parteileitung wandte und sich im Partei- Aufräumungsarbeiten beschäftigt, dafür wurde ihnen als bis 12/2 Uhr in den Fabrikräumen, insbesondere mit bureau vorstellte. Mittagspause die Zeit von 121/2 bis 112 Uhr eingeräumt. Kurze Zeit darauf produzirte er sich in katholischen Gesellen Infolge dieser willfürlichen Verlegung der Mittagspause vereinen in Baden als„ bekehrter Sozialdemokrat", wobei er die für die fünf Arbeiterinnen wurde der Fabrikant wegen Gewerbeselben Märchen, die er jetzt noch vorträgt und die wir unten furz fontravention(§§ 146 Biff. 2, 149 Biff. 7 Gewerbe- Ordnung) angeben, bereits zum besten gab. Nachdem die Seelmann'schen angeklagt. Die Straflammer sprach ihn frei, weil sie eine will Schwindeleien in Baden unmöglich geworden waren, glückte er später Bielefeld, wo fürliche Verlegung und Veränderung der festgelegten Mittagsschwingh'schen Anstalten Aufnahme fand. Betrügereien und anwalts hob das Reichsgericht das erste Urtheil auf, indem es er in den Pastor Bodel: pause für nicht strafbar erachtete. Auf die Revision des StaatsSchwindeleien, die sich S. gegen die Anstalt hatte zu begründend ausführte:" Hält man die Vorschriften der§§ 188 schulden kommen lassen, brachten ihn auf die Anklagebant, wo abf. 2, 149 Riff. 7 der Gewerbe- Ordnung mit der Bestimmung ihm von den Anstaltsbeamten ein möglichst schlechter Leumund im§ 137 Abs. 3 der Gewerbe- Ordnung zusammen, so ergiebt sich ausgestellt wurde, während S. auch in dieser Situation als„ be der Schluß, daß wenn auch§ 137 Abs. 3 der Gewerbe- Ordnung, tehrter Sozialdemokrat" Stimmung für sich zu machen suchte. * be= " Die schlechten Erfahrungen bei den protestantischen Muckern darin von der zu gunsten der jugendlichen Arbeiter gegebenen scheinen Seelmann bestimmt zu haben, wieder zu den Fleisch- Schutzvorschrift verschieden, nicht ausdrücklich„ regelmäßige" Baufen töpfen der katholischen Kirche zurückzukehren, denn einige Beit vorschreibt, doch der Gewerbetreibende auch bezüglich der weibnach feinen Abenteuern in Bielefeld tauchte er wieder auf einem lichen Arbeiterinnen verpflichtet ist, die einmal behördlich anfatholischen Gesellenvereinstag in Straubing in Bayern auf, wo gezeigte Mittagspause in der Beschäftigung regelmäßig inne zu halten."( 4201/94.) er unter dem Patronat des jegt neugewählten ReichstagsAbgeordneten und Domvikars Dr. Pichler von Passau, bie Der Breslauer Juuungsausschuß bat am 27. März an Vernichtung der unfittlichen" Sozialdemokratie mit frischen den Magistrat eine Eingabe gerichtet, in welcher demselben u. a. Kräften besorgte. Seit jener Zeit war Seelmann ver- auch folgender Beschluß der am 25. Januar stattgehabten Verschollen. Ob er seitdem in irgend einer Strafanstalt weitere sammlung Breslauer Gewerbetreibender unterbreitet wird: Der Studien getrieben, ist uns unbekannt. Fest steht nur, daß er heute Magistrat der Stadt Breslau wird ergebenst ersucht, mit Bernoch genau dieselbe Rede gegen die Sozialdemokratie hält, mit tretern des Breslauer Gewerbestandes in eine gemeinsame Er der er vor Jahren sich bei Pastor Bodelschwingh und später bei örterung über die für die städtische Verwaltung maßgebenden Dr. Pichler einschmeichelte. Danach ist Seelmann als Lehr Grundsätze für die Vergebung von Lieferungen einzutreten." Der bursche schon der Sozialdemokratie ins Garn gegangen. Als in Innungsausschuß verspricht sich von einer gemeinsamen Erörterung telligenten jungen Menschen suchte ihn die Partei des Umsturzes der Submissionsfrage den Vortheil, daß sie ohne Schädigung der als Agitator ausbilden zu lassen. In diesem Vorbereitungs- städtischen Intereffen den berechtigten Klagen des Gewerbestandes stadium hat S. Gelegenheit gehabt, bei Bebel und Liebknecht Abhilfe und dadurch für weite Kreise der Bürgerschaft Beruhigung zu Tische geladen zu werden, da hat er die Tafel mit den föst bringen wird. Alles schön und gut! Aber nicht nur allein lichsten Gerichten und theuersten Weinen bedeckt gefunden. Be- die berechtigten" Interessen des Gewerbestandes kommen hier in sonders Bebel's Weinkeller mit den seltensten und theuersten Frage, sondern auch und in erster Linie die der Arbeiter, Marken spielt in Seelmann's Vorträgen eine hervor- denn diese sind es, die die Kosten des Konkurrenzkampfes unter stechende Rolle. den Meistern bezahlen müssen. An den Breslauer Arbeitern Dieses Eybaritenleben der sozialdemokratischen Führer hat ist es demnach, auch ihrerseits Stellung zu nehmen. dem Jüngling Seelmann die Augen geöffnet, und da er die Gnade hatte, in die Hände eines- je nachdem er ein katholisches uns durch mehrfache Beispiele dargelegt worden. Die Soziale Die Gemeingefährlichkeit der Juuungen ist fürzlich von oder protestantisches Publikum vor sich hat- fatholischen oder protestantischen Gottesmannes gekommen zu sein, so ist eraldheim lieferten eine große Anzahl Bäcker und Fleischer Bragis" bringt einen neuen Beweis, diesmal aus Sachsen. In von den Jrrwegen seiner ersten Jugend ab und auf den Pfad ihre Waaren den Mitgliedern der zwei dort bestehenden Konsum der Tugend zurückgekommen. Seine früheren sozialdemokratischen vereine mit 6-7 pet. Rabatt. Der Gewerbeverein stellte an Sünden sucht Seelmann nun dadurch gut zu machen, daß er die Bäcker und Fleischerinnung daraufhin das Ersuchen, entweder Von der Wahlagitation. Im Eisenacher Wahlkreise seinen christlichen Brüdern die Augen über das sündige Treiben die beschränkte Rabattgewährung zu beseitigen oder aber eine wird der Wahlkampf in energischer Weise geführt. Von Berlin der Sozialdemokratie öffnet. aus ist Genosse Mattutat im Kreise für die sozialdemo Außer den splendiden Mahlzeiten bei den sozialdemokratischen allgemeine angemessene Berbilligung der Preise eintreten zu lassen. Während die Mitglieder der Fleischerinnung daraufhin be kratische Kandidatur thätig. Nachdem in Ruhla der Genosse Führern will Seelmann auch diversen sozialdemokratischen schlossen, ihre Waaren nicht mehr gegen Marken zu ver Mattutat den Reigen der Wahlversammlungen eröffnet hatte, Barteitagen beigewohnt haben. Es ist die eine Angabe so er- faufen und auch feinen Rabatt zu geben, erklärte die folgten die freisinnige Volkspartei und später die Antisemiten. logen wie die andere. Bäckerinnung, daß die Bäcker den Verkauf ihrer Waaren Die Versammlung der Freifinnigen war nur schwach besucht, die Den Antisemiten können wir zu dem neuen Kampfgenossen meisten Besucher waren noch dazu Sozialdemokraten. Herr nur gratuliren, den Parteigenossen aber empfehlen wir, die vor- gegen Marken nur dann einstellen könnten, wenn auf die von Goldschmidt aus Berlin frilisirte die einzelnen bürgerlichen stehenden Mittheilungen ihrem Gedächtnisse einzuprägen, denn auswärts eingeführten Bäckerwaaren eine Steuer gelegt werde. In einer gemeinschaftlichen Sigung von Bäckerinnung und GeBarteien, namentlich die Agrarier, in durchaus zutreffender Lumpazius Seelmann gehört zu der Gattung von Schwindlern, In einer gemeinschaftlichen Sigung von Bäckerinnung und Gewerbeverein war deshalb beschlossen worden, bei einigen Städten Weise; die Sozialdemokraten verschonte er, bedauerte jedoch, daß die immer und immer wieder auf der Bildfläche erscheinen. anzufragen, wie ihre Bemühungen um die Einführung einer dieselben einen eigenen Kandidaten aufgestellt haben. In der antisemitischen Bersammlung sprach der Obermeister der Berliner Als Kandidat für den 2. hessen- naffauischen Reichstags- solchen Steuer verlaufen seien. In der letzten Sihung des Ge Schuhmacherinnung, Herr Schuhmann. Auf Verlangen der Wahlkreis( Wiesbaden) wurde in einer in Wiesbaden am werbevereins wurde nun über die Antworten, betr. den SchutzArbeiter erfolgte, wenn auch nach einigem Zögern, Bureauwahl, 81. März stattgefundenen Parteiverfammlung Gen. Dr. Quardoll auf Backwaaren, berichtet, aus denen zu entnehmen war, und zwar wurde einstimmig ein Genosse zum Vorsitzenden be- Frankfurt a. M. aufgestellt, nachdem eine Vertrauens- daß ein Vorgehen in dieser Richtung gesetzlichen Hindernissen begegnet, wenn eine unterschiedliche Behandlung heimischer und ftimmt. Die Wahl desselben war um so charakteristischer, als männer- Konferenz sich dahin schlüssig geworden war. auswärtiger Backwaaren geplant ist. Vor allemi sei aber zu von den sehr zahlreich erschienenen Fabrikanten und sonstigen aus volkswirthHonoratioren nicht ein einziger dagegen opponirten. Parteipreffe. Die Breslauer Parteigenossen nahmen fonstatiren, daß das Ministerium schon Der Vortrag des Herrn Schuhmann bot nichts Neues. in einer start besuchten Versammlung nach einem Referat des schaftlichen Gründen der zu gunsten einer einzelnen ErwerbsG3 waren die alten, schon oft widerlegten Ziraden von der Genossen Bruno Geiser eine Resolution an, durch welche lasse beabsichtigten Vertheuerung eines der wichtigsten BoltsVerjudung des deutschen Volkes. Selbstverständlich fehlten auch sie sich verpflichten, mehr als bisher für die Verbreitung der Nahrungsmittel niemals seine Zustimmung geben werde. Das die diversen Seitenhiebe auf die Sozialdemokratie, die hohen Ge- Bollewacht" zu forgen. Mit dem 15. April soll eine planmäßige gange, so bemerkt bierzu die„ Soziale Praxis", ist ein recht lehrreicher Beitrag zur Lehre von der Beeinflussung der Preise durch hälter, Bernichtung der Religion u. s. w. nicht; nur mit dem Agitation beginnen. Innungen einerseits und geschlossene Konsumentenvereine andererUnterschied gegen das sonstige Auftreten dieses Herrn, daß alles feita. Und, fügen wir hinzu, das Vorkommniß beweist von in verhältnißmäßig biederer und harmlos naiver Weise zum Polizeiliches, Gerichtliches ze. Vortrag kam. Es mag wohl daran die Eigenart des Vor--Wegen Wert aufs von einigen Parteimarken wurde neuem, daß die Herren Junungsmeister, hätten sie nur die Macht, tragenden die Schuld tragen, der so recht den alten Handwerfer ein Genosse aus Barop vom Dortmunder Schöffengericht die Konsumenten ebenso, wie die Herren Junker, ihre agrarischen Vorbilder es thun, schröpfen würden. heraussteckte, welcher nicht mit seinen gewohnten alten An- zu 36 M. Strafe verurtheilt. Er soll durch den Verkauf schauungen brechen tann, aber für seine Nothlage einen Sünden Gewerbesteuer Hinterziehung begangen haben. Sicherlich wird bock brauchend, nach dem nächststehenden, dem Juden, greift, und die Berufungsinstanz das merkwürdige Urtheil aufheben. diesen als den alleinigen Urheber seiner traurigen Lage be Dem Verband deutscher Bergleute brachte schuldigt. Es war Genoffen Mattutat leicht, diese Aus der 1. April eine neue Ueberraschung: es fand abermals eine Wolff's Telegraphen- Bureau. führungen zu widerlegen, und auf das eigentliche Wesen des Haussuchung statt. Die zuletzt erschienene Nummer der BergWien, 4. April. Gegenüber den Meldungen mehrerer Antisemitismus eingehend, dessen Hohlheit darzulegen. Von den und Hüttenarbeiter- Zeitung( Nr. 18) wurde auf Befehl der praktischen Erfahrungen, die man gerade in dortigem Kreise in Essener Staatsanwaltschaft beschlagnahnit. Mit Inbegriff der Prager Blätter, nach welchen die Wahlreform gefährdet wäre besonders reichem Maße machen fann, wies er nach, daß Makulatur fanden sich 8 Exemplare vor. Gründe fonnten noch und das Subkomitee feine Thätigteit ganz eingestellt hätte, die Antisemiten nichts weiter als die Troßknechte der ton nicht angegeben werden. Die vorhandenen Exemplare der Bro- fonstatiren mehrere Abendblätter, daß die Nachricht von einem fervativen und nationalliberalen Ausbeuter darstellten. schüre des Knappschafts- Vorstandsmitgliedes Peter Meis Die Niederhalten der Wahlreform falsch sei und daß sich das SubDer Beifall, der ihm zu theil wurde, bewies, daß er den reichsgesetzliche Invaliditäts- und Altersversicherung und der all- tomitee nur über Ostern vertagt habe. ( Depeschen- Bureau Herold.) Leuten aus dem Herzen gesprochen. Num versuchte ein bisher in gemeine Knappschaftsverein zu Bochum" wurde ebenfalls beKöln, 4. April. Die Köln. 3tg." meldet aus Belgrad: Reserve gehaltener antisemitischer Agitator, ein junges Bürsch- schlagnahmt, um auf Seite 16 und 17 Verbesserungen vorzuchen von etwa 20 bis 21 Jahren, namens Paul Seelmann, nehmen. Achtzehn Stück waren noch vorhanden. In einer stürmischen Ministersigung erklärten die Minister In Gelsenkirchen wurde eine Bersammlung des General 3doavkowitsch, Losanitsch und Klaritsch, falls der sein Heil. Er sei früher auch Sozialdemokrat gewesen und habe zwei Parteitage als Delegirter besucht.( Siehe weiter unten.) Arbeiter- Bildungsvereins aufgelöst, noch ehe der Referent ge- Ministerpräsident Christitsch seine Gewaltstreiche Durch seinen Verkehr mit den Genossen Bebel, Singer, Liebknecht sprochen hatte. Als Grund der Auflösung wurde angegeben, Wahlen fortseye, aus dem Kabinet auszuscheiden. Die Gewaltund anderen habe er genauen Einblick in die Partei erhalten. daß ungefähr fünf Gäste anwesend gewesen wären! Selbst atte sollen alles bisher Dagewesene überbieten. In einer AnEr habe sich mit Entrüstung von dem Treiben dieser Leute, die verständlich wird eine geharnischte Beschwerde eingelegt werden, zahl von Gemeinden überfielen die Präfetten mit ihren Gehilfen auf Kosten der Arbeiter schwelgen, abgewendet und sich zum um die schon mehr als" fächsische" Auffassung der Polizei von die Gemeindevorsteher in ihren Wohnungen mit Revolvern, um sie zum Rücktritt zu zwingen. In Zsagutbitsa feuerte ein Ge. Antisemitismus bekehrt. Das junge Herrchen wurde ganz gehörig den Gründen einer Versammlungsauflösung zu forrigiren. abgebürstet, feine Kampfesweise in das richtige Licht gestellt. Damit Sachsens Ruhm nicht verbleiche, hilfe auf den Vorstand, welcher Lärm schlug. Die Thäter ers Jedenfalls sind die Antisemiten zu der Ueberzeugung gekommen, unternahm es am Sonntag der Gemeindevorstand von Böhlig griffen hierauf die Flucht In Gradist wurden 70 liberale und daß ihr Weizen dort nicht blüht. Ehrenberg, einem sächsischen Dorfe bei Leipzig, einem Redner raditale Wähler ohne jede Veranlassung verhaftet. Bismard fallen Wien, 4. April. Wie das„ Extrablatt" aus Prag meldet, Im 6. sächsischen Wahlkreise ist die Agitation das Wort zu entziehen, weil er das Wort ebenfalls in vollem Gange. Am vergangenen Sonntage wurden ließ. Genosse Pollender sprach über die Presse und ihre Be- befindet sich der an der bayrischen Grenze belegene Ort Neumark drei Wählerversammlungen von unseren Parteigen offen ver- deutung. Als der Redner dann weiter den Sah gebrauchte, es in Gefahr, in die Erde zu versinken. Die Regierung fandte eine anstaltet. In Unterweißig sprach Genosse Gradnauer, in Coffe- sei ein Gericht der Weltgeschichte, daß gerade die Partei, gegen Kommission zur Untersuchung nach dort. Mehrere Häuser sind baude in der Turnhalle Genosse Raden und auf der Leutewißer die Bismard einst telegraphirte: Ausnahmegefeß gegen die bereits theilweise eingestürzt. Die meisten Straßen sind abgesperrt Höhe Genosse Fräßdorf. Alle drei Versammlungen waren sehr Sozialdemokratie!" feinen schließlichen Sturz herbeiführte, da und die Einwohner anderweitig untergebracht worden. Warschau, 4. April. Die Polizei entdeckte hier eine gestart besucht und überall ernteten unsere Redner ungetheilten rief der überwachende Gemeindevorstand wörtlich: Ich entBeifall. ziche Ihnen das Wort, Sie haben Bismarck nicht ins Wort zu heime nihilistische Druckerei. Eine Anzahl von Verhaftungen hat stattgefunden. Im Kreise Lennep Remscheid. Mettmann, ziehen!" Auch einem Redner in einer Metallarbeiter- Versammlung in wo von seiten der Gegner in ihren Versammlungen anfangs Eisenach, 4. April.( Reichstags- Nachwahl.) Bis jetzt wurden noch freie Diskussion gewährt wurde, ist jetzt die Erbitterung Leipzig wurde das Wort entzogen, weil er sich abfällig über gezählt für Eckels( natl.) 1390, Röfice( Bund der Landwirthe) bis aufs höchste gestiegen. In einigen Bersammlungen der Bismard äußerte. Das sächsische Vereinsgefeß ist wirklich zu 592, Niemann( Antisemit) 694, Casselmann( frs. Bp.) 1414 und Päzold( Sozialdemokrat 1498 Stimmen. Ronservativen sprach der befte Sprecher der Deutsch- Konfer- allem zu gebrauchen. " = " 11 Depeschen. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. vor den Hierzu zwei Beilagen." 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 81. Kommunales. Freitag, den 5. April 1895. 12. Jahrg. t Stadtv.& ü ben steht der Angelegenheit dagegen sehr symp Die Borlage betr. den Ankauf des im Gemeindebezire pathisch gegenüber und bittet um thunlichste Beschleunigung der Treptow belegenen Prog'schen Grundstücks wird einem Ausschuss Ausschußarbeiten. überwiesen. Tokales: Stadtverordneten Versammlung. Stadto. Singer: Die Thatsache, daß wieder einmal eine Das Projekt für eine Anstalt zur Ausnutzung und Bes Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den in ihren positiven Forderungen recht dürftige Vorlage des Ma- feitigung der Fleischtonfistate auf dem Viehhose wird 4. April 1895, nachmittags 5 Uhr. gistrats 31/2 Jahre gebraucht hat, um an uns zu fommen, ist genehmigt. Eine dringliche Vorlage des Magistrats ersucht um die Be- für mich der unumstößliche Beweis dafür, daß, wenn wir Darauf bewilligt die Versammlung noch die in der dringwilligung von 40 000 M. zur Ausführung der am 14. Juni cr. nicht auf dem Gebiete des Verkehrswesens immer ärger ins lichen Vorlage verlangten 40 000 m. für die Berufs- und Gestattfindenden Berufs- und Gewerbezählung und um Hintertreffen gerathen sollen, wir uns zunächst ernsthaft werbezählung, verweist dagegen die Wahl der 8 Mitglieder zu Niedersehung einer gemischten Deputation zur Feststellung der mit der Organisation des Magistrats( Heiterkeit) dahin befassen der hierfür niederzusetzenden gemischten Deputation in die geModalitäten. In diese Deputation soll die Versammlung acht müssen, ob er über die für so außerordentlich wichtige Gebiete heime Sigung. Mitglieder entfenden.. nothwendigen Kräfte überhaupt verfügt.( Sehr richtig!) Soll Schluß 348 Uhr. Auf der Tagesordnung steht die Beschlußfassung über die es zu einer Förderung unseres Verkehrswesens tommen, so muß Anlage von Brause bädern in verschiedenen Gemeinde- innerhalb des Magistrats und der Versammlung eine Stelle geschulen. Bei Gelegenheit der Genehmigung des Projekts zum schaffen werden, die Zeit und Muße hat, unbeein Neubau einer Doppelschule in der Siemensstraße hatte sich die trächtigt von anderen Arbeiten, dieser Aufgabe ihre Versammlung die Entscheidung hierüber vorbehalten. Der ganze Aufmerksamkeit zuzuwenden. So lange solche Vor- Die Lokalliste liegt der heutigen Nummer des Vorwärts Magistrat hat die Schuldeputation veranlaßt, sich über die Anlagen von dem Wohlwollen, der Kenntniß oder der Ueber als besondere Beilage bei, um so bei Ausflügen u. s. w. von den ordnung der Brausebäder in der Schule Stephanstr. 25/26 zu zeugung eines einzelnen im Magistrat abhängt, werden diese Parteigenossen bequem in der Tasche geführt werden zu können. äußern. Die Deputation hat folgende Aenderungen für wünschens Schwierigkeiten nicht beseitigt. Wenn wir auf diese Vorlage Es braucht wohl nicht eingehend darauf hingewiefen zu werden, werth erklärt: 31/2 Jahre warten mußten, so sind wir ja an solche Behandlung daß der Lokalliste gerade in den nächsten Zeit, wo die Ausflüge " Der Baderaum müßte von dem Ankleideraum getrennt gewöhnt. Jahrelang verhandelt das Magistratskollegium über in die Umgegend beginnen, ganz besondere Beachtung zu schenken werden; die Ankleidezellen sind durch Scheidewände von einander eine Sache; von da kommen dann in die Presse alle die Nach ist. Nur bei peinlichster Respektirung dieser Liste ist es den zu trennen, nach vorn jedoch nicht abzuschließen; der Bade- richten, über die wir so sehr erstaunt sind, weil wir nichts davon Parteigenossen möglich, den Trotz der von arbeiterfeindlicher raum mit der entsprechenden Anzahl Brausen ist ohne Scheide: wissen( Sehr gut!); brennt dann das Feuer auf den Nägeln, Seite beeinflußten Wirthe ebenso zu beugen, wie im Kampfe des wände herzurichten; schließlich ist zum Trocknen der nassen dann fommt eine Vorlage an uns, in deren Berathung wir vorigen Jahres der Koalition unserer Berliner Gegner gegens Wäsche ein besonderer Raum vorzusehen." uns topfüber hineinstürzen müssen, um nicht unsererseits über in so glänzender Weise geschah. Nur strikte Disziplin führt Dem entsprechend hat der Magistrat nicht nur das Projekt den Vorwurf der Verschleppung auf uns zu laden. Solcher Zu- zum Siege. Deshalb rufen wir allen Parteigenossen die eins für die Schule in der Siemensstraße, sondern auch die für die im stand ist auf die Dauer nicht aufrecht zu erhalten. Für die dringliche Mahnung zu: Beachtet die Lokalliste, bes Bau begriffenen Schulen in der Gozkowsky: und Graunstraße Untergrundbahn empfindet der Stadtbaurath feine besondere Beachtet sie besonders genau bei Ausflügen in die umarbeiten lassen, auch der Errichtung von durchlaufenden Barrieren geisterung; er nimmt an, der Untergrund Berlins biete enorme Umgegend. in Tischhöhe zur Befestigung der Seifenbehälter zugestimmt und Schwierigkeiten. Der heutigen Technik dürften diese Schwierigdie so umgestalteten Projekte für die Brausebade- Anlagen feiten nicht unüberwindlich sein. Es ist ein Widerspruch, den von Cuvrystr. 34 nach Cuvrystr 22, vorn 2 Tr., verzogen. in den drei Schulen am 9. März cr. der Versammlung wieder Probetunnel an einer Stelle mit ganz anders geartetem Untervorgelegt. Dieselbe hat die Berathung aufgeschoben, um vorher grund ausführen zu lassen; richtiger wäre doch gewesen, eine Besichtigung solcher Anlagen in der Schule Lüßowstr. 115 vorzunehmen; die Besichtigung hat am 25. März stattgefunden. Der Magistratsantrag wird heute ohne Diskussion genehmigt. Zur Erörterung der in betreff der Frequenz in den Gemeindeschulen ermittelten statistischen Ergebnisse war ein Ausschuß niedergesezt worden, der der Versammlung folgende Beschlußfassung vorschlägt: Das Mitglied der Preskommission Nichard Beyer ist Eine Handfuchung erfolgte am Donnerstag Morgen in der Buchdruckerei von Janiszewsti u. Quitt m der Dresdenerstr. 38. Man fahndete auf ein angeblich umstürzlerisches Lied, das in wohlthätiger Absicht in der Druckerei hergestellt sein sollte. Sica fultat: Gänzlich Null. gemäß dem Wunsch der Gesellschaft für die Probestrecke ein Terrain innerhalb der Stadt anzuweisen.( Bustimmung.) Herr Dinse will den Ausschuß mit weitgehenden Vollmachten ausrüsten; da tommt ebenfalls in betracht, daß die lleberlastung der Arbeits fräfte im Magistrat es verhindert, daß ein solches Gebiet nach einem großen, allgemeinen Plan bearbeitet, durchdacht und zweck- Für die Ferienkolonien" werden schon jetzt die Gelde mäßig durchgeführt wird. Es macht doch einen wunderbaren sammlungen wieder eröffnet. Das Komitee muß so zeitig damit Den Magistrat zu ersuchen, in Erwägung zu nehmen, Gindruck, wenn uns von Zeit zu Zeit ein Stückchen, diese oder anfangen, weil es sonst nicht möglich ist, bis zum Sommer eine ob eine oder mehrere Gemeindeschulen im Innern der jene kleine Strecke vorgelegt wird. Das Ziel fehlt. So lange leidliche Summe zusammenzubringen. Bekanntlich hat das Unters Stadt nach und nach eingezogen werden können, und ihr Berlin sich nicht entschließt, ganz generaliter zu prüfen, nehmen sehr mit Geldsorgen zu kämpfen, seit das durch die Neueine bezügliche Borlage zugehen zu lassen. wie das gesammte Pferdebahnnetz in elektrisches heit der Sache hervorgerufene, anfangs ziemlich rege Intereffe Von der Joee, auch in der Peripherie die eine oder die Bahnnetz umzuwandeln ist, fommen wir nicht weiter. wieder abzunehmen begonnen hat. Im Sommer 1894 ließen andere Schule einzuziehen, ist man, wie der Referent Direktor Wir brauchen eine Kommission, die umfassende Vorschläge sich, wie selbst bürgerliche Blätter meldeten, besonders die Be Schwalbe ausführt, schon mit Rücksicht auf die bevorstehende zu machen hätte. Die Vorlage hat für mich wenig Bedeutung; mittelten recht lange bitten, ehe sie beisteuerten. Ein Hausbesitzer Eingemeindung wieder abgekommen. fie scheint mir bloß eine stüdweise Befriedigung des Verlangens im Westen sollte die Sammellisten einfach zurückgewiesen haben Stadtv. Tolksdorf fann für den Antrag des Ausschusses der öffentlichen Meinung vorstellen zu sollen. Warum man mit dem Bemerken, daß er seinen Miethern damit nicht mehr nicht stimmen. Im Südosten und Osten seien die Schulen über dieser Gesellschaft für diese Niveau- und Tunnelbahn be- kommen dürfe. Auf Widerstand gegen die Birkulation der Listen füllt, die doch die Schüler der im Zentrum aufzuhebenden sondere Vortheile gewähren solle, hat der Stadtbaurath nicht ist das Komitee im vorigen Sommer auch bei vielen anderen Schulen später theilweise würden aufnehmen müssen. Man habe begründet. Daß man auch hier 50 Jahre Konzession geben will, Hausbesitzern gestoßen, bezw. bei den von den Besitzern mit bes nicht ein Intereffe daran, mit den Schulneubauten inne zu also auf eine Beit, in der nothwendig grundlegende Aenderungen züglichen Weisungen versehenen Verwaltern und Portiers, worüber halten, sondern im Gegentheil müsse darin kräftig fortgefahren mit unserem Verkehrswesen vorgenommen werden müffen, zeigt, in der am 28. Mai 1894 abgehaltenen Sigung des Lokalkomitees daß man im Magistrat nicht weiß, was man will, sich über das bitter geflagt wurde. In ärmeren Häusern dagegen, so schrieben Der Referent bemerkt, daß der Ausschuß gerade aus den Interesse der Bürgerschaft der Großstadt Berlin noch immer bürgerliche Blätter, follte meist gern, Grü auch wenig. nicht flar ist, während uns andere Großstädte musterhafte gegeben worden sein. Vielleicht wird auch das Komitee für Der Ausschußantrag wird angenommen. Beispiele geboten haben.( Lebhafter Beifall.) Ferien- Kolonien", wenn erst das Interesse der Besitzenden für Stadtbaurath Hobrecht: Es ist falsch, daß die Vorlage diese Sache noch weiter geschwunden sein wird, zu der Einsicht 81/2 Jahre vom Magistrat verzögert worden ist und es ist ent kommen, daß das Biel, fein einziges fränkliches armes Kind schieden zurückzuweisen, daß der Magistrat die Versammlung an mehr von der Wohlthat der Sommerpflege ausschließen zu solche Berzögerungen gewöhnt habe, Die Sache hat 25 Monate müffen", mit privaten, durch Sammlung aufgebrachten Mitteln bei der Gesellschaft gelegen. Der Magistrat wird nicht nicht zu erreichen ist. Ob es dann sich auch zu dem offenen Gegestatten, daß in der Stadt felbst der Verkehr durch ständniß dieser Thatsache bequemen und die Konsequenzen daraus Die Anlage solcher Untergrundbahnen auf Jahre hinaus ziehen wird? werden. " b) daß die Dauer des Bestehens und Betriebes der Bahn nur auf so lange bemessen werden soll, als der Tunnel besteht, fahrbar ist und im Betrieb erhalten wird, c) daß aber, abgesehen von der Bedingung sub b, die Dauer der Zustimmung eine begrenzte sein und über eine etwa 50 jährige Maximalzeit nicht hinaus währen soll. wegung.) " wenn An stelle der schon seit Jahren für den Fahrverkehr ge sperrten, demnächst vollständig abzubrechenden Isenbrück e beabsichtigt der. Magistrat nur eine 4 Meter breite FußgängerBrüde zu errichten, deren Kosten sich auf etwa 130 000 Mart beLaufen follen. Auf Antrag des Stadtv. Lüben geht die Vorlage an einen Ausschuß von 10 Mitgliedern. Der Magistrat ist von der„ Gesellschaft für den Bau von gestört werde, so lange teine Sicherheit für die Be- Die Kinder Volksküchen sind am 1. April geschlossen. Untergrundbahnen", welche aus der Allgemeinen Elektrizitäts- währung derfelben existirt. Für die Förderung des geworden. Ueber die Wirkung dieser Maßregel schreibt uns ein gesellschaft" hervorgegangen ist, um die Mittheilung der Be- fammten Verkehrswesens thun wir alle möglichen Schritte; Leser: Mein Weg führt mich alltäglich an einigen KinderSingungen ersucht worden, unter welchen ihr die Ge- aber gerade hier in der Versammlung ist für kein bestimmtes Boltsküchen vorüber. In den letzten Tagen spielten sich dort nehmigung zum Bau einer elettrischen Niveau bahn System eine Mehrheit vorhanden.( Unruhe.) Sie sind einig im wegen Schließung der Küchen herzbewegende Szenen ab, die ganz vom Schlesischen Bahnhof durch die Mühlenstraße bis Stralau Verwerfen der Pferdebahn; aber für fein elektrisches Bahn- im Gegensatz standen zu der Fröhlichkeit, welche man sonst an ertheilt werden würde. Der Elektrizitäts- Gesellschaft, welche system findet sich hier eine Mehrheit. Gegen die elek- der fleinen Schaar beobachten konnte. Die hungrigen Kinder Untergrundbahnen im Zuge der Friedrichs- und Leipzigerstraße trischen Bahnen mit oberirdischer Kabelführung hat sich famen vergeblich; ihre Hoffnung auf ein warmes Mittagessen ausführen wollte, war vom Magistrat zunächst die Herstellung seinerzeit die Bersammlung ebenfalls ausgesprochen; dennoch wollte sich nicht erfüllen. Die Frauen jammerten, denn eines Probetunnels unter der Spree zwischen Stralau und führen wir 3. 3. mit der Pferdebahndirektion Verhandlungen Arbeitslosigkeit oder Krankheit machten es ihnen unmög Treptow anheimgestellt worden. Für den Fall, daß diese An- behufs Umwandlung des Pferdebahunezes in eine solche elektrische lich etwas zu bieten; es gelingt ihnen lage zur Ausführung fommt, soll der erſterwähnten Gesellschaft Bahnanlage, weil wir sie als die einstweilen beste ansehen. Eine ja vielfach nicht einmal die Miethe und ein Stück Brot zu ers prinzipiell die Zustimmung zu der Niveaubahn nach dem Untergrundbahn scheint mir allerdings nur mit ungeheuren werben oder zu erbetteln. Andere müssen ihren zeitweiligen BerMagistratsvorschlage unter folgenden Bedingungen ertheilt werden: Kosten ausführbar und ob sie beim Publikum Anklang finden dienst außer dem Hause aufgeben und nunmehr für ihre Kinder a) daß die Unternehmerin sämmtliche Kosten, welche direkt würde, zweifelhaft. Gegen die für Berlin ganz unpassende sorgen. Vielfach hatten die Kinder die Anstalts- Freifarten nur oder indirekt durch die Bauausführung und den Betrieb ent- Schwebebahn habe ich von Anfang an Front gemacht.( Be- benutzt, wenn sie zu Hause nichts zu essen befamen. Die Hilfe stehen, allein trägt, durch den Armenvorsteher ist für diese Leute meistens und ohne Stadtv. Singer: Ueber die Schwebebahn will ich mich langdauernde Bemühung nicht zu erreichen und alsdann unver nicht äußern. Sehr hübsch ist es ja, wenn man Selbstvertrauen hältnißmäßig entehrend. Was soll nun werden, wenn der und Selbstbewußtsein besigt, aber doch möglich, daß Herr Verein seine Thätigkeit nicht bald wieder aufnimmt? Sobrecht später in der Lage sein wird, der Erörterung dieses Was werden soll? Ei nun, die Kinder hungern eben und Themas aus dem Wege zu gehen. Hätte es noch eines Beweises lassen sich, wenn ihnen der Magen gar zu sehr knurrt, mit bedurft, wie richtig und nothwendig die von mir erhobene falbungsvollen Bibelsprüchen abspeisen. Ihnen steht ja nach dem Die Stadtv. Ja co bi und Dinse beantragen Ausschuß- allgemeine Forderung ist, der Baurath hat ihn erbracht. Wir Ausspruch des Kultusministers das Recht" zu, selbst wider den berathung. hören, daß in dem verschwiegenen Kämmerlein des Magistrats Millen ihrer Eltern mit Religion gesättigt zu werden. Ein Recht Stadtv. Jacobi freut sich, daß der Magistrat endlich ein- und in dem ebenso verschwiegenen Bureau der Pferdebahn auf leibliche Nahrung giebt es bekanntlich im chriftlichen Staat mal wieder etwas von der Idee der elektrischen Bahn hören Gesellschaft Verhandlungen geführt werden, aber daß diese nicht einmal für unschuldige Kinder. Die Aufstellung eines läßt, fann aber die prinzipielle Genehmigung nicht geben, durch die Betheiligung der Vertreter der Vertreter der Bürgerschaft folchen Rechts hat sittliche Bedenken", und die, welche es ver wenn nicht über eine Reihe anderer Bunkte, so über leiden würden, hat Herr Hobrecht nicht bewiesen( Zustimmung), fangen, sind gemeingefährliche„ Umstürzler". die eventuelle Entschädigung an die Stadt gleichfalls und das ist es, was ich verlangt habe. Ich halte es überhaupt und gleichzeitig bestimmte Bedingungen aufgestellt werden. für falsch, diese großen, die vitalsten Interessen Berlins be- Eine eigene Volksküche hat sich eine vermögende junge Diese Dinge dürften nicht hinter den Koulissen geordnet rührenden Fragen derart zu behandeln und dann die Versamm Dame im Verein mit etlichen gleichgesinnten Freundinnen in werden. Die Sache gehöre eigentlich vor die längst beschlossene lung vor ein fait accompli zu stellen. Hat der Magistrat diesem Winter in Berlin eingerichtet. Es soll ganz in der Stille Verkehrsreputation; von dieser scheine der Magistrat aber nichts mit dem ihm zu Gebote stehenden Material an Arbeits- geschehen sein, sagt eine der Voss. 3tg." von augenscheinlich wissen zu wollen. träften und Sachverständigen eine Vorlage jahrelang durch betheiligter Seite zugehende Mittheilung, die bestimmt ist, das Stadtv. Fähndrich ist auch von der Kürze der Begründung gearbeitet, so ist es doch einfach ein Ding der Unmöglichkeit Walten der jungen Damen nachträglich an die große Glocke zu der Vorlage und der Verquickung mit dem Tunnel nicht sehr dagegen anzukämpfen, dafür liefert uns Woche für Woche bringen. Der Bericht spricht von einem munteren Leben, das erbaut. Der Osten entbehre noch immer der direkten Verbindung den Beweis. Mit diesem System muß also aufgeräumt werden. fich in der Küche entfaltet habe, and liest sich überhaupt mit dem Norden; würde man die Niveaubahn nur bis zur Grenze Ob sich keine Mehrheit für irgend ein Projekt findet, muß doch recht nett; er ist ungefähr in demselben Tone ge= des Weichbildes, bis zum Markgrafendamm führen auf dem erst abgewartet werden; bis heute kann man das nicht behalten, wie die Berichte über die bekannten großartigen Stralauer Gebiet erst begönnen die. Schwierigkeiten des Pro. haupten. Die Frage ist lediglich eine Gelofrage; sind wir erst Wohlthätigkeitsfeste der Bourgeoisie, bei benen junge jetts, so würde es andererseits thunlich sein, dieselbe bis zum soweit, daß wir nicht mehr privaten Aktionären Dividenden zu Damen der besten" Kreise zur Linderung fremder Noth Landsberger Platz westlich und nordwestlich zu verlängern. schaffen brauchen, so fallen alle Echwierigkeiten von selbst weg. mit graziöser Schalthaftigkeit die Rolle von simplen Blumens Stadtbaurath Hobrecht bestreitet, daß der Magistrat an Für die Bahnen mit oberirdischer Stromzuführung empfinde ich verkäuferinnen, Schäntmädchen u. f. w. spielen. Es darf dem der Verquickung schuld sei; die Gesellschaft habe diese Berkoppelung teine Begeisterung; das Straßenbild verschönen sie nicht. Ist Leser daher nicht verübelt werden, wenn er zunächst geneigt ist, vorgenommen. Der Magistrat meine, es sollten einem solchen die Möglichkeit einer Tunnelbahn erwiesen, dann ist diese die die in besagter Privat- Boltstüche thätigen Damen mit jenen Vorhaben keine Schwierigkeiten, besondere Abgaben und dergl. richtigste. Das Publikum, das sich mit der Stadtbahn abfindet, Blumen und Liköre verkaufenden Damen auf eine Stufe zu seitens der Stadt auferlegt werden. Die Gesellschaft mache den wird sich eben so mit der Tunnelbahn befreunden. stellen. Wenn es zum Schluß in dem Bericht heißt, die Damen Anfang der Ausführung des Tunnelbaues von der vorherigen Die Vorlage geht an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern, hätten neben den geselligen Genüssen der Saison sich die tiefere Erlangung der Gewißheit der Genehmigung der genannten der noch heute durch den Vorstand ernannt werden soll. Der und nachhaltigere Befriedigung verschafft, der Armuth geholfen Niveaubahn abhängig. Der Tunnel unter der Spree sei nur Vorstand deputirt in den Ausschuß auch die Stadtvv. Wernau und ihre Zeit wohl angewandt zu haben", So läßt 400 Meter lang und brauche doch immerhin mindestens ein Jahr. und Gieshoit. das die Sache noch verdächtiger erscheinen. Neben Eine Untergrundbahn in Berlin würde mindestens vier Jahre in Das Verzeichniß der für 1895/96 neu bezw. um den geselligen Genüssen der Saison"! Diese Diese sechs Anspruch nehmen. zupflasternden Straßen und Plähe wird nach den Worte bilden ein wichtiges Kapitel in der Nature Stadtv. Dinse hält hiernach Ausschußberathung erst recht Beschlüssen des Pflaster- Ausschusses genehmigt. geschichte des bürgerlichen Wohlthuns, wenigstens so weit es sich für nothwendig. Man höre täglich in den Zeitungen von neuen Ueber die Petition wegen Einschränkung des um den weiblichen Theil der Bourgeoisie handelt. In dem elektrischen Bahnen, welche die Baudeputation diesem oder jenem Sausir handels auf den Straßen der Stadt bezw. Be- ewigen Einerlei der Gesellschaften, Bälle u. s. w. verlangt das Ronsortium zugesagt habe, ohne daß man wisse, ob nach einem feitigung deffelben von den Straßen referint, da in einer Herz einer jungen Dame auch mal etwas anderes, aber bestimmten Generalplan verfahren würde. Bur Ausstellung 1896 früheren Sigung Berichterstattung verlangt war, namens des originell muß es natürlich sein. Nun bieten allerdings die weide der Tunnel ohnehin nicht fertig werden. Der Ausschuß Petitionsausschusses Stadtv. Bruns. Der Ausschußantrag auf Volksküchen der Frau Morgenstern hinreichende Gelegenheit, sich müsse weitgehende Bollmachten erhalten. Uebergang zur Tagesordnung wird angenommen. auf dem Gebiete zu bethätigen, das jene junge Damen sich aus " laffen. erforen haben. Frau Morgenstern hat sogar mehrfach den 25. April, für den Aushebungsbezirk Berlin II auf den Rechtsanwalt Schönfeld kam dann noch einmal auf den über Mangel an Aufsichtsdamen geklagt, da die ständigen 26. April, für den Aushebungsbezirk Berlin III auf den 27. April, Fall zurück, der die Wittwe Bolle in Charlottenburg betrifft. Helferinnen die Gewohnheit haben, manchmal verhindert für den Aushebungsbezirk Berlin IV auf den 22. April, für den Er beantragte die Ladung mehrerer Zeugen, welche bekunden zu sein". Aber blos unter dem Kommando der energischen Aushebungsbezirk Berlin V auf den 20. April, für den Aus sollen, daß die Wittwe Bolle entgegen ihrer Versicherung an Frau Morgenstern zu stehen, das ist eigentlich nicht nett. Warum hebungsbezirk Berlin VI auf den 22. April anberaumt worden Gerichtsstelle ganz wohl lesen und schreiben könne und 1. 3. foll man, wenn andere Damen aus bestehenden Vereinen ausge- und wird an den bezeichneten Tagen morgens 9 Uhr beginnen. das von Labaschin erhaltene Geld nicht für Zwecke ihres treten sind und sich ihr eigenes Konkurrenzvereinchen gegründet Die Militärpflichtigen brauchen bei dem Loosungstermin nicht Hauses, sondern für den Ankauf eines Gutes verlangt habe. haben, sich nicht auch eine eigene kleine Voltstüche gründen zugegen sein. Der Angeklagte Labaschin beantragte ferner, auch Frau dürfen? Das ist doch wirklich was Originelles! Wir können in der That nur schwer der Versuchung widerstehen, solche oder in der Karlstr. 10 schuldig gemacht. Die Frau liegt zur Zeit ganze Summe allvierteljährlich ohne Einspruch gezahlt habe, Einer schweren Köperverlegung hat sich eine Frau H. Bolle selbst zu laden, da er behaupte, daß sie die Zinsen für die ähnliche Motive bei den Begründerinnen dieses Unternehmens zu im Prozeß mit einer Kohlenfirma, deren Arbeiter Franz Ganger also feineswegs der Ansicht sein konnte, daß ihre Schuld widervermuthen. Sollten wir uns jedoch täuschen, so würden wir zufällig in dem Hause zu thun hatte. Als er die Frau S. sah, rechtlich um 5000 M. erhöht worden sei. Der Vertheidiger uns gern und mit aufrichtiger Freude eines besseren belehren ließ er eine unvorsichtige Bemerkung in bezug auf den Prozeß betonte die Nothwendigkeit, über die mangelnde Leſe- und fallen, worauf die Frau ihn mit einem großen Kesseltopf derart Schreibekunst der Frau Bolle zur Klarheit zu kommen; diese Im Zickzackfurs bewegte sich am Donnerstag die Witterung an die Schläfe schlug, daß der Arbeiter blutüberströmt zusammen habe bei ihrer Bernehmung nicht nur erklärt, daß sie Sagel, Schneegestöber, Regen und Sonnenschein wechselten in brach. Ihm war die Schlagader verlegt worden. Man schaffte Analphabetin sei und dies auch dem Justizrath Hirsch gesagt fiürmischer Folge miteinander ab. Es schien als wollte die den Unglücklichen, nachdem ein Nothverband angelegt worden habe. Für letteren könnte diese Behauptung unter Umständen Natur den neuesten Kurs des Reiches der Gottesfurcht und war, in die Charitee, wo er bewußtlos darnieder liegt. verhängnißvoll werden und da sei es doch wichtig, beispielsweise frommen Sitte im übermüthigen Scherze parodiren. Mochten durch den Justizrath Huth nachzuweisen, daß sie diesem gegen verwöhnte Leute verschnupft thun und ob des unvermittelten Eine„ Waschkeller- Schlächterei" ist im Südwesten Berlins über keinerlei Andeutung bezüglich ihres angeblichen AnDer Fleischschau- Beamte alphabetenthums gemacht habe. Staatsanwalt Strähler Wechsels schelten; der Arbeitsmann lachte über die gelungenen durch die Polizei geschlossen worden. Scherze, welche sich Frau Holda leistete, wie er über die un- Rottte hatte erfahren, daß die Handelsfrau Marie Lehmann aus hielt diese Beweiserhebung für überflüssig, da es eine bekannte freiwillige Komik des neuesten Kurses lacht. Weiß er doch, daß Luckenwalde an bestimmten Wochentagen mit Fleisch nach Berlin Thatsache sei, daß Analphabeten aus einem gewissen Schamgefühl wie in der Natur so auch im Völkerleben auf den Aprilsturm fam; um festzustellen, ob sie es untersuchen ließ, bevor sie es heraus darüber nicht gern etwas sagen, zumal wenn sie noch heller, lichter Frühling folgt. feilhielt, verfolgte er sie dieser Tage. Sie schaffte das Fleisch ihren Namen zu schreiben vermögen. Der Gerichtshof beschloß, in das Haus Königgräßer Straße 41. Es dauerte auch die Zeugen zu Sonnabend vorzuladen, ebenso den Sachverständigen nicht lange, jo tamen einige Frauen und Kinder mit Oliven, der über den Verkehr mit dritten und vierten Hypotheken Rörben am Arm herbei und nach kurzer Zeit erschienen Auskunft geben soll. Der Vertheidiger beantragte ferner, irgend sie wieder auf der Straße. An eine dieser Käuferinnen einen Kontursmassenverwalter zu laden, der bekunden werde, daß in trat Kottte heran; sie gab ihm folgenden Nath: Wenn Sie mal sehr vielen Kontursverfahren schlechte und zweifelhafte Forderungen was Billiges haben wollen, dann gehen Sie nur hierher; hinten des Kridars in ganzen Posten zu ganz billigen Preisen verkauft auf dem Hofe am Waschkeller, da siht die Lehmann, da friegen werden. Diesen Antrag lehnte der Gerichtshof ab, da er die Sie alles, was Sie haben wollen, für billiges Geld." Kottke behauptet e Thatsache als solche anerkannte. Der Rest des holte sich einen Schuhmann, der das Fleisch, das Frau Lehmann gestrigen Verhandlungstages wurde mit der Beweisaufnoch hatte, mit Beschlag belegte. Auf der Untersuchungsstation nahme in mehreren nur Rieß betreffenden Fällen auswurde nur der kleinere Theil untersucht, während das meiste gefüllt. In einem dieser Fälle wurde festgestellt, daß Fleisch sofort der Abdeckerei überwiesen wurde, da es der Vor- gegen Rieß auch ein Ermittelungsverfahren wegen Beschrift nicht entsprach. truges schwebe. Ein gewisser Wacht hatte dem Angeklagten Am nächsten Sonntag ist die Sonntagsruhe für Geschäfte insoweit aufgehoben, als die Läden im ganzen zehn Stunden geöffnet bleiben dürfen. Berliner Heirathestatistik. Der soeben erschienene Jahresbericht des statistischen Amtes der Stadt Berlin enthält eine Anzahl interessanter Angaben über das Alter, in welchem die Ehen in Berlin von den Parteien auf dem Standesamt vollzogen werden. Die Mehrzahl der Bräutigame( Junggesellen) des Berichtsjahres, nämlich 1065, haben im Alter von 25 Jahren, 920 haben im Alter von 26 den fühnen Schritt gethan, der unter den heutigen Verhältnissen mehr als ein gewisses Wagniß bezeichnet werden muß. Jm Alter von 24 Jahren haben 889, im Alter von 23 Jahren 562, im Alter von 21 Jahren 149, im Alter von 20 Jahren 48 und im Alter von 19 Jahren 1 Mann geheirathet. Blankenfelderstraße todt im Bette cfgesunden worden. Als seine ausgestellt. Den erhaltenen Betrag soll Nieß dann zu eigenen An seinem Geburtstage ist der Kaufmann Müller in der Sie eine notarielle Bollmacht zur Eintreibung einer Erbschaft Daß die Männer, nachdem sie erst die Dreißig überschritten, nur Schwer zum Heirathen heranzubekommen sind, diesen alten Satz Familienangehörigen zum Gratuiiren fomen, ertannten sie, daß Gunsten an einen Dritten weiter gedirt haben. Der Vorsigende beweist wiederum die Statistit. Im Alter von 30 Jahren haben ein Herzschlag dem Leben des Hausherrn ein Ende gemacht haben machte den Angeklagten deshalb darauf aufmerksam, daß in diesem Falle vom Gerichtshof möglicherweise nicht noch 451 sich für die Ehe entschieden, im Alter von 85 Jahren müsse.. hatte das 88. Lebensjahr vollendet. Wucher, sondern Untreue und Unterschlagung ange= haben sich nur 170, im Alter von 40 Jahren nur 79, im Alter Eine Reihe von Selbstmorden nub inglücksfäffett wird nommen werden könnte. Der Angeklagte behauptete, daß von 45 Jabren nur 41, im Alter von 50 Jahren nur 28, von gestern und heute gemeldet. Mittwoch Morgen um 8 Uhr ihm der Beuge Wacht gestattet habe, sich mit dem Gelde ſelbſt im Alter von 60 Jahren nur 13 zu dem standesamtlichen Att fand der Hauseigenthümer Suter auf dem Flur seines Grund- zit helfen und er berief sich auf einen Zeugen, der zum Sonnentschlossen. Die beiden ältesten Bräutigame waren 83 bezw. ftücks Büschingstr. 29 die Leiche eines etwa 30 Jahre alten abend geladen werden soll.- In einem anderen Fall foll 73 Jahre alt allerhand Achtung sagt der Berliner! Das Mannes. Auf welche Weise der Unbekannte um das Leben Rieß einer in Noth befindlichen Frau für eine Erbschaft in Gros der verehrten Berlinerinnen hat im Alter von 22 Jahren gekommen ist, steht noch nicht genau fest. Einige Höhe von 10 500 M. die Summe von 3000 gezahlt haben. Der geheirathet; die Statistik zählt 855 Damen dieses Lebensalters. Stunden später betrat ein Heilgehilfe Niemann auf Angeklagte erklärte, daß die Erbschaft in weiter Sicht stand und 537 find mit 20, 152 mit 18, 22 mit 16 Jahren in den Hafen dem Grundstück Andreasstraße 15 einen entlegenen Ort und hier ein ganz reeller Erbschaftskauf vorgelegen habe, bei welchem mindert sich, sobald sie das 28. Lebensjahr überschritten haben, am Fensterriegel. Es handelt sich um den 54jährigen Schneider lebe heute noch. Die Belastungszeugin versicherte, daß sie auffallend. Mit 28 Jahren heiratheten noch 452, mit 30 Jahren 345, mit 35 Jahren 144, mit 40 Jahren 64, mit 45 Jahren 37, Heinrich Barschinsky, der in der Wilhelmſtr. 40 wohnte und sich zur Zeit des Verkaufs der Erbschaft mit ihrem vermit 50 Jahren 17, mit 60 Jahren 2, aber auch noch mit wegen einer unheilbaren Krankheit in der Andreasstraße das Leben storbenen Ehemann sich in großer Noth befunden habe; mit genommen hatte. Mittwoch Abend gegen 8 Uhr jagte sich der bem von Nieß erhaltenen Gelde habe sie ein Buttergeschäft ges 70 Jahren heirathete ein unternehmendes Fräulein. 48 Jahre alte Kirschner Gustav Mogge in seiner Grimmstraße 34 tauft. Die Beweisaufnahme gebieh am gestrigen Tage soweit, Zur Herstellung von Fahrgelegenheiten nach dem belegenen Wohnung aus einem Stevolver eine Kugel in die rechte daß ihre Beendigung am Sonnabend zu erwarten ist und der Ausstellung terrain find in den letzten Monaten eine große Schläfe. Die Ehefrau rief die Polizei herbei, die den noch Beginn der Plaidoyers für Montag in Aussicht genommen Menge Projekte aufgetaucht, eines immer schöner als das andere. lebenden Mann nach einem Krankenhause bringen ließ. Dort starb werden kann. Die nächste Sigung wurde auf Sonnabend anDie Unternehmer suchen einander den Rang abzulaufen, weil sie er gestern Morgen. Ueber die Ursache zum Selbstmord ist bis beraumt. sehr wohl wissen, daß dabei ein schönes Stück Geld zu verdienen jetzt nichts befannt. Mogge hinterläßt außer seiner Frau drei In Paris feuerte am Mittwoch eine Frau namens Richard, ist. So sind jetzt wieder auf das Ausschreiben des Magistrats kinder. Tödtlich verlief ein Unglücksfall, der sich gestern gegen welche vor dem Zuchtpolizeigericht wegen Beleidigung zur Anlegung einer zweigeleisigen Kleinbahn von der Wiener Morgen um 8 Uhr auf dem Grundstück Linienstraße Nr. 194 eines Gerichtsbeamten verhandelt werden sollte, bei Beginn ihrer ftraße bis Treptow nicht weniger als sieben Angebote eingegangen. ereignete. Dort war ein dem Namen nach bis jetzt unbefannt Bernehmung auf den Vorsitzenden des Gerichtshofes, Levrier, Unter den Bewerbern befindet sich natürlich auch die Große gebliebener Dachdecker mit Ausbefferungsarbeiten beschäftigt, einen blinden Revolverschuß ab. Die Sigung wurde unter Berliner Pferdebahn- Gesellschaft. Dieser wilde Ronkurrenz als er das Gleichgewicht plöglich verlor und tampf ist recht bezeichnend für die Privatwirthschaft im Höhe hinabstürzte. Da er noch Lebenszeichen von sich gab, großer Aufregung aufgehoben, die Frau sofort verhaftet. Straßenbahnwesen. Wenn es sich um die Herstellung von brachte man ihn nach einem Krankenhause, wo er alsbald starb. Verbindungen handelt, die weniger Profit versprechen, Endlich betrat am Mittwoch Nachmittag gegen 6 Uhr ein Herr aber nöthig sind, unt der Bevölkerung ärmerer Stadt in Begleitung feiner Gattin und eines zweiten Herrn den Laden theile den Weg zu ihren Arbeitsstellen abzukürzen, dann des Handschuhmachers und Hauseigenthümers Sachs in der meldet sich keine Große Berliner Pferdebahn- Gesellschaft, und Friedrichsfir. 48. Kaum befand er sich im Innern, als er zu wenn ihr die Herstellung einer solchen Verbindung als Raufpreis fammenbrach und bewußtlos mittels Krantenwagens nach der für eine von ihr gewünschte andere, rentablere Linie mitauferlegt Unfallstation I in der Wilhelmstraße gebracht wurde. Anscheinend wird, dann schiebt sie den Bau wenigstens so lange wie möglich liegt ein Herzschlag vor. hinaus. Das ist natürlich; denn feinem Privatunternehmer fann im Ernste zugemuthet werden, daß er die Interessen anderer Leute über seine eigenen stellt. Aber ebenso natürlich sollte es sein, daß die städtische Verwaltung eine so wichtige Sache, wie es das Straßenbahnwesen ist, nicht länger in den Händen von Privatunternehmern beließe." aus Der Gewerkschaftliches. 1 von In der Motorenfabrik von Grob u. Komp.[ in Gutrisch Leipzig wird, einem uns zugegangenen Privattelegramm zufolge, eine umfassende Lohns reduktion geplant. Die betroffenen Arbeiter ersuchen um Wegen schweren Verbrechens ist der Arbeiter J. aus ftrenge Fernhaltung des 8 uzugs. Alle Arbeiterblätter werden der Potsdamerstraße zu Charlottenburg verhaftet worden. In um Abdruck gebeten. der Straffache spielt feine jezt 13 Jahre alte Stieftochter eine Hauptrolle. Der Verhaftete hat seine verbrecherische Handlungsschweigs für ihre Forderungen Achtung, Barbiere! Der Kampf der Kollegen BraunMinimallohnes weise mehrere Jahre fortgesetzt, wie er selbst zugestanden hat. 6 M. pro Woche bei freier Station und Anerkennung des Polizeibericht. Am 3. d. M. vormittags wurde ein Mann Gehilfen- Arbeitsnachweises dauert fort. Bis jetzt hat nur in einer Klinik, in der er sich zur Kur befand, erhängt vor der der Innung nicht angehörende Theil der Prinzipale obige gefunden. Abends schoß sich ein Mann in seiner Wohnung Forderung bewilligt, während erstere, welche die dominirende ihrer Weigerung beharrt. Auf in der Chorinerstraße eine Revolverfugel in den Kopf. Er Stellung einnimmt, auf Die Berliner Rechtsanwälte wollen das geistige Niveau wurde noch lebend nach der Charitee gebracht. Eine Frau einer dieser Tage stattgefundenen Innungsversammlung ihrer Bureaubeamten durch Errichtung einer Fachschule heben, versuchte in ihrer Wohnung in der Bartelstraße sich zu vergiften. ist sogar beschlossen worden, die organisirten Gehilfen welche am 18. d. M. ins Leben treten soll. Gine Hebung des Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Im Laufe des Tages aufzufordern, aus dem Verbande auszutreten, widrigenleiblichen Niveaus der Angestellten durch Aufbesserung der fanden vier Brände statt. falls denselben nach und nach zu tündigen. Wir fordern meistens geradezu jammervollen Gehälter wäre in noch höherem daher alle Kollegen auf, teine Stellung nach Braunschweig an Maße am Platz. zunehmen und die Bewegung der Braunschweiger Kollegen nach Kräften auch finanziell zu unterstüßen. Sendungen sind zu richten an Ib. Meyer, Braunschweig, Rheinischer Hof", Der Verbandsvorstand. NB. Alle ArbeiterWendenstr. 45. blätter werden um Abdruck gebeten. Das Langen'sche Schwebebahn- Projekt, das den Berliner Hausbesitzern so viele unnöthige Sorge machte, ist nach der Nat.- 3tg." endgiltig als beseitigt zu betrachten. Witterungsübersicht vom 4. April 1895. Bum Preise von 5 Millionen Mark ist in diesen Tagen ein Ländereikomplex innerhalb Berlins erworben worden, welcher ben bisherigen Besitzern, den Kommerzienrath Cahnheim'schen Stationen. Erben seinerzeit nur 2100 Thaler gekostet hat. Es sind dies mehrere Grundstücke in Moabit in der Thurmstraße, durch welche Straßenzüge angelegt worden sind. Ein Konsortium hat den vorerwähnten Preis gezahlt, um ein neues Stadtviertel anzulegen. Wie sauer müssen die Erben diesen fargen Entbehrungslohn verdient haben! Barometerreduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke NAWIAA( Stala 1-12) Wetter Temperatur 755 NW 757 NW wolkig bedeckt 0 1 757 NW Schnee 0 761 NW 759 wollig wolkenlos 4 4 757 Still heiter 4 738 660 Schnee 0 769 N 3 heiter 4 765 NA 4 763 2 halb bedeckt bedeckt 0 • Swinemünde Hamburg Berlin Berlins Bevölkerung hat am 1. April um annähernd Wiesbaden. taufend Röpfe abgenommen. Infolge der Reorganisation der München preußischen Eisenbahnverwaltung werden fortan in Berlin 200 Wien bis 300 mittlere Eisenbahnbeamte, Sekretäre und Assistenten, Saparanda weniger beschäftigt sein, als bisher; sie sind zumeist nach Magde- Petersburg burg und Halle, hauptsächlich aber nach Erfurt versezt worden. Cort. Angesichts dieses Umstandes wollen die Hauswirthe, welche den Aberdin. hier beschäftigten Beamten bekanntlich verbieten lassen wollen, Paris außerhalb Berlins zu wohnen, an die Ministerien eine Petition des Inhalts richten, im Interesse der geschädigten Berliner Grundbesitzer überhaupt von Beamtenversetzungen Abstand zu nehmen. 222 50 G. 4° R.) Wetter Prognose für Freitag, 5. April 1895. Kühles, zeitweise aufklärendes, vorwiegend trübes Wetter mit Niederschlägen und frischen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Bettung. Achtung, Maurer! Zuzug ist fernzuhalten von Flensburg und Kellinghusen, weil sich die Maurer mit ihren Meistern in Lohnstreitigkeiten befinden. Achtung, Bürstenmacher! In der Schumacher'schen Bürstenfabrit in Offenburg( Baden) ist wegen Lohndifferenzen Streit ausgebrochen. Zuzug fernhalten. Der Streik der Knopfarbeiter in Schmölln dauert in vollem Umfange fort. Ausgiebige Unterstützung der Streitenden ist dringend erforderlich! Die Schneider von Wilhelmshaven find, wie wir bereits mitgetheilt hatten, in eine Lohnbewegung eingetreten. Weber in einer stattgehabten Konferenz mit den Meistern, noch in einer öffentlichen Versammlung, zu welcher Prinzipale und Arbeiter eingeladen waren, tam eine Einigung zu stande. Die ersteren behaupteten in ihrer Mehrzahl, den neuen Tarif nicht annehmen zu fönnen. Auf einen Vorschlag der Arbeitgeber hin fand am 28. März Nigdorf will nichts von Berlin wissen. Infolge der in Giler's Gasthaus nochmals ein Einigungstermin statt. In diesem Zeitungsmeldung, daß der Minister des Innern dem GemeindeTermin wurde nun der Zarif I von den Arbeitgebern, bis auf zivei vorstand in Rigdorf auf die Petition um Berleihung städtischer derselben, akzeptirt; der Tarif II jedoch von der Mehrzahl als Berfassung mitgetheilt habe, daß Rixdorf städtische Verfassung erhalten soll, hat der Berliner Magistrat Veranlassung genommen, unannehmbar verworfen; nur zwei Meister erklärten sich für die Annahme. Der Wochenlohntarif wurde von drei Arbeitgebern an den Gemeindevorstand zu Rigdorf die Anfrage zu richten, ob diefe Notiz auf Wahrheit beruhe. Daraufhin hat der Gemeinde- Die Verhandlungen in dem Wucherprozeß Labasahin angenommen. Nach dem Mißlingen der Vereinbarung über den vorsteher dem Magistrat die Abschrift des Ministerialerlajjes mit- und Genossen wurden gestern fortgesetzt. Seitens des Staats hauptsächlichsten Theil der Forderungen, den Zarif II und den getheilt, welcher folgendermaßen lautet: Berlin, 28. Februar 1895. anwalts und des Gerichtshofes wird auf die Erörterung einiger Wochenlohntarif, ist der Ausstand unvermeidlich. Die Gehilfen Auf die Eingabe vom 28. vorigen, hier eingegangen am 21. lau- weiter zur Anklage gestellten Fälle des Erbschaftstaufes seitens haben bereits vor acht Tagen gekündigt und wird unter diesen fenden Monats erwidere ich Eurer Wohlgeboren vorläufig, daß des Angeklagten Labaschin verzichtet. Rechtsanwalt Schön- Umständen die Kündigung aufrecht erhalten. Zuzug der Schneider Arbeiterfreundliche Blätter werden ich die Einleitung der Verhandlungen wegen Berleihung der feld machte darauf aufmerksam, daß in den Akten sich die Be- ift dringend fernzuhalten. städtischen Verfassung an die Gemeinde Rigdorf gemäß§ 1 fundungen einer ganzen Anzahl von Personen befänden, die um Abdruck gebeten. Absatz 2 der Landgemeinde Ordnung vom 3. Juli 1691 an darin übereinstimmen, daß ihnen Labaschin treffliche Dienste Nachdem die Verhandlungen behufs Beilegung des vers Streits in der Marschüz'schen Veloziped Fabrik bisher noch zu Bei der elektrischen Straßenbahn Steglit- Lichterfelde pflichtet seien. Im Interesse seines Klienten beantragte der feinem Resultat geführt haben, dauert der Streit unverändert sollen, um den 20- Minutenverkehr pünktlich zu gestalten, damit Bertheidiger, diese Aussagen als Leumundszeugnisse zur Ver- fort und ist der Zuzug von Arbeitskräften strengstens fernDie Fahrgäste stets mit Bestimmtheit auf den Anschluß an die lesung zu bringen. Staatsanwalt Strähler hielt diese Verzuhalten. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck Büge der Anhalter- und Wannseebahn rechnen können, die Zahl lesung nicht für nothwendig, da er schon in der Anklage selbst gebeten. Das Streitfomitee. die Thatsache hervorgehoben habe, daß eine größere Anzahl der der Wagen und Ausweichgeleise vermehrt werden. geordnet habe." Die diesjährige Loosung der Militärpflichtigen des Laufenden Jahrgangs ist für den Aushebungsbezirt Berlin I auf geleistet habe und sie ihm zu großem Danke vernommenen Zeugen dem Angeflagten Labaschin ein günstiges Die Arbeiter der Aachener Brillenmanufaktur, in Firma Beugniß über sein geschäftliches Verhalten ausgestellt haben. Von A. Meyer u. Ro., haben ihre Stellung gefündigt, weil es ihnen der Werlesung wurde deshalb Abstand genommen. nicht möglich war, bei dem Verdienst zu existiren. Es werden Deshalb die Brillenmacher und Goldschmiede ersucht, den Zuzug nach Aachen fern zu halten. Lohnbewegung in der Schweiz. Aus Lugano wird gemeldet, daß infolge Vermittelung des Staatsrathes( Ministers) Colombi der Maurerstreit zu gunsten der Arbeiter beendigt sei. In 3ürich haben, wie die Malermeister, nun auch die Gipsermeister die Forderungen der Arbeiter rundweg a b= gelehnt. In einer Gehilfenversammlung wurde beschlossen, daß jeder Gehilfe feinem Arbeitgeber die Forderungen unterbreite und, wenn sie nicht bewilligt werden, die Arbeit einstelle. Die event. Streifenden sollen aus der Kasse der Gipsergewerkschaft unterstützt werden, gestellt. Sie sind entschloffen, im Falle der Ablehnung in den Streit einzutreten. Vermischtes: # Das schweizerische Arbeitersekretariat in Zürich hat Bum Untergang der Elbe. Die erste Leiche unter den sein Bureau aus der Innenstadt, wo es bisher war, nach Hirs zahlreichen Opfern der Elbe"-Ratastrophe ist auf deutschem landen, einer früheren Außengemeinde Bürichs, verlegt. Die Boden und zwar an der westholsteinischen Küste gelandet. Aus Adresse lautet jest: Schweizerisches Arbeiterfekretariat, Zürich V. Dithmarschen fommt die Nachricht, daß am Strande des ElgersDer Streit der Zimmerer in Prag ist beendet. Die bütteler Sommerkrogs eine weibliche Leiche gefunden werden ist, Arbeiter haben bis auf 60 Mann die Arbeit am 2. d. M. wieder die bereits mehrere Wochen im Wasser gelegen hatte. Da dies aufgenommen, nachdem ihnen einige Bugeständnisse gemacht selbe nur mit einem Hemde bekleidet ist und in lezter Zeit feine worden sind. Zwanzig Tischler erhielten eine 15 proz. Lohn- weibliche Person bei einem Schiffsuntergange an der Nordseeerhöhung bewilligt. tüfte ums Leben gekommen ist, so stammt die Todte zweifellos von dem Lloyddampfer Elbe". Die Persönlichkeit der Vermann, wie es heißt, Sohn eines Telegraphenbeamten, verhaftet unglückten ist noch nicht festgestellt. Wegen Majestätsbeleidigung ist in Altona ein junger worden, der seit Jahren Schmähbriefe und Schmähpostkarten an den Kaiser abgesandt haben soll. Der Verhaftete stand im Begriff, in Altona als Einjähriger einzutreten, als die Entdeckung durch seine Handschrift erfolgte. Er hatte schon als Gymnasiast eine frankhafte Anlage. Schmähkarten versandt. Anscheinend handelt es sich bei ihm um Der Schuhmacherstreik in England dauert fort. Die gerichtes zu bewegen, sind gescheitert, doch sollen dieselben fort Versuche, die beiden Parteien zur Annahme eines Echiedsgesetzt werden. Kunst und Wissenschaft. eine rothe Fahne auf dem Kirchthurm. Am Zage darauf wurde In Pirmasens flatterte am 1. April zu Ehren Bismarck's der Dachdecker Sattig verhaftet, in dem man den Aufhiffer des Zeichens der Zukunft vermuthet. Derlammlungen. Gerhart Hauptmann, von wurde. von " " arbeiter in der Schweiz wird uns geschrieben: In der Ueber den Streik und die Aussperrung der Uhrenschweizerischen Uhrenindustrie besteht der offene soziale Krieg fast in Permanenz. Bald da, bald dort kommt es zur Arbeitseinstellung, die häufig nur kurze Zeit, oft wenige Tage währt, aber auch schon wochenlang gedauert hat. Die Uhrenarbeiter find zum größten Theil organisirt, von manchen Fabriken gehört die ganze Arbeiterschaft dem Verbande an, von anderen Fabriken Hannover'schen Theater Cour.": Hier gastirt zur Beit die Franz Schauspielerelend. Aus Iserlohn berichtet man dem die überwiegende Mehrheit. Das Arbeitsverhältniß beruht auf Bergmann'sche Theatergesellschaft.( Thüringer Hoftheater- Ensemble Abmachungen und Lohntarifen, die die beiden Verbände der Arnennt Herr Bergmann seine Truppe.) Bei der Aufführung des beiter und der Unternehmer gemeinschaftlich festgestellt haben. Schwabenstreich", im zweiten Afi, sprang der Darsteller des In diesen gegenseitigen Bereinbarungen liegt nun die Tamburini( Herr Paul Böbisch) mit einem fühnen Sage von der Quelle der beständigen Reibereien, die der Vertragstreue Bühne in den Theatersaal mit den im Charakter der Rolle ge= der Unternehmer das denkbar schlechteste Zeugniß aussprochenen Worten, welche aber die bittere Wahrheit verkündeten: zwischen dem Oberbürgermeister von Tilsit und einem vom Ein Kouflift wegen der Aufführung der Weber" ist stellen. Beständig find die Unternehmer daran, unter gröbster Mein Name ist Palmiro Tamburini, habe, wie auch die übrigen preußisch- töllerschen Geist beseelten Polizeiverwalter ausgebrochen. Mißachtung der Tarife, die Löhne zu reduziren oder durch Ein Mitglieder, seit drei Wochen feine Gage bekommen und mache Der„ Voff. 3tg." wird über diesen, in der Zeit obligatorischer führung neuer Maschinen, Wechsel des Rohmaterials 2c. eine Ver- nicht mehr mit". Sprach's und verschwand. Herr Bergmann Rückgratverkrümmung immerhin eine Seltenheit bildenden Streit ringerung des Arbeitslohnes herbeizuführen. Dies suchen sie auch gab nun für den Schwabenstreich" unter dem Titel Glückliche berichtet: In Tilsit ist zwischen dem Oberbürgermeister Thefing zu erreichen durch übermäßige Büchtung von Lehrlingen und und dem Regierungspräsidenten Hegel ein Konflikt ausgebrochen, andere Praktiken. Wehren sich die Arbeiter dagegen, so erfolgen Glitterwochen" den„ Glücklichen Familienvater". Maßregelungen ihrer Vertrauensleute, die dann zu Arbeitsauf deffen Ausgang man allgemein gespannt ist. Die Ver einstellungen führen. Die unmittelbare Ursache zur jetzigen Beanlassung hierzu gab zunächst die Aufführung der Weber" wegung liegt in einem früheren Streit der Arbeiter von der dem Polizeiverwalter Uhrenfabrit Kummer in Bettbach bei Grenchen. Jener Streit Witschel verboten, dem Oberbürgermeister Thesing war erledigt worden durch gegenseitige Vereinbarung über die Der Feldzug der Berliner Bäckerinnungen gegen den aber zugelassen Der Polizeiverwalter berichtete Streitforderungen, die der Fabrikant aber zum theil bis maximalarbeitstag im Bädergewerbe ist ver- nun an den Präsidenten Hegel, daß die Tilsiter Bürgerheute nicht erfüllte. Wiederholte Reklamationen der Organisation laufen wie das Hornberger Schießen. Bum Donnerstag Nachschaft in allen Schichten von Sozialdemokraten durchsetzt sei und hatten ebenfalls keinen Erfolg und schließlich erklärte der mittag waren die Berliner Bäckerei- Arbeiter zu einer gemeinsamen die Sozialdemokraten nur auf die Aufführung der Weber" Fabrikant Kummer unterm 11. März cr., daß er in dieser Sache gar Berfammlung mit den Meistern nach den„ Germania- Sälen" be warteten, um im Stadttheater Standalszenen herbeizuführen. teine Rompetenz habe, indem er die Angelegenheit dem Vorstand rufen; die Zahl der Anwesenden war über Erwarten groß. Der Präsident verfügte darauf, daß die Weber" nicht aufgeführt der Vereinigten Ebauches- Fabrikantin von Grenchen und Um- Durch den Vorsitzenden, Obermeister Bernard, wurde der Zweck werden dürften. Witschel scheint aber auch sonst beim Ober gebung" übertragen habe. Dazu kam, daß die Organisation den der Zusammenkunft dahin präzisirt, daß eine Aussprache beider bürgermeister durch seine Amtsführung Anstoß erregt zu haben, Arbeitern gegenüber von den Fabritangestellten beständig ver- Theile über den drohenden" Marimalarbeitstag sehr nöthig sei. benn er ist plöglich von dem Oberbürgermeister seines Amtes höhnt wurde und das Ende war, daß die Arbeiter der Meister Kauffmann als Referent, und die ihm folgenden Redner entsetzt worden. Doch ist dem Oberbürgermeister von dem ReKummer'schen Uhrenfabrit am 20. März die Arbeit einstellten. von seiten der Arbeitgeber baten herzlich und dringend" die gierungspräsidenten befohlen worden, Witfchel binnen 24 Stunden Drei Tage darauf fündigten die Kartellfreunde Kummer's Gefellen, doch blos um des Himmelswillen einzusehen, daß die wieder in sein Amt einzusetzen. In der Bürgerschaft hat Witschel ihren" Arbeitern, d. b. sperrten fie aus; diese Aussperrung erstreckt gesetzliche Regelung der Arbeitszeit den Ruin der beiden seines schroffen Auftretens wegen wenig Sympathien. Der Konfich auf 4 Uhrenfabriken in Grenchen und Umgebung und auf über Theile Meister und Gesellen bedeute. Der Gesellen flikt zwischen Oberbürgermeister und Regierungspräsidenten 1200 Arbeiter. Nun trat in Biel das Zentralfomitee des ausschuß habe die Gemeinsamkeit der Interessen auch erkannt wird daher sehr lebhaft erörtert, und es wird eine Bürger. Uhrenarbeiter- Verbandes zusammen und beschloß, gegen sämmt und deshalb(!) diese Versammlung angeregt.( Gelächter.) versammlung vorbereitet, in der die Angelegenheit zum Gegen liche, mit Kummer solidarischen Fabrikanten den Generalfireit zu Die Redner der Arbeiter leider sind das alles Sozialdemo- ftande einer öffentlichen Besprechung gemacht werden soll." Anerflären. Gleichzeitig wurde beschlossen, die Fabrikanten auf traten, sagte einer der Meister in komischer Verzweiflung scheinend hat sich der Bürgermeister also wirklich dem„ Befehl" Montag 25. März nach Grenchen zu einer Konferenz ein- wiefen unter Beifall der nach Tausenden zählenden Versammlung des Oberpräsidenten gefügt. zuladen. Die Fabrikanten tamen auch, benahmen sich aber sehr die Anmaßung, daß der Gesellenausschuß die Meinung der progig und provozirend, daß kaum mit ihnen verhandelt werden Bäckereiarbeiter repräsentire, zurück und betonten, daß die Gefonnte. Namentlich regte die Herren sehr auf der ihnen von sellen im wohlverstandenen Interesse ganz entschieden für die bal: den Arbeitern gemachte Borhalt ihres brutalen Rontrattbruches. bige Einführung des Marimalarbeitstages eintreten. Das fleine Ge Die Konferenz verlief resultatlos und am Dienstag fündigte auch die werbe werde ganz im Gegensatz zu den Ausführungen der Meister noch Uhrenfabrik Lanzendorf, wo erst jüngst ein Streit stattfand, ebenfalls Vortheil durch die Regelung der Arbeitszeit haben. Der Hinweis ihren Arbeitern. In der Solidarité Horlogère", dem Organ auf das Meisterwerden" sei ganz und gar verfehlt, da nur ein bes Uhrenarbeiter- Werbandes werden die" Dossiers" der aus sehr geringer Prozentsatz von Gesellen in die Lage tomme, Briefkaffen der Redaktion. Sperrenden Fabriten veröffentlicht und ihnen ihre Vertrags- Rapitalien zur Begründung eines Geschäfts zu erlangen. brüche, ihr Trucksystem, die Verleitung der Arbeiter zu maffen. Als die Junungsvertreter die Stimmung der Versammlung Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. haftem Konsum von Wein aus dem Keller des Fabrikanten, begriffen hatten, entfiel ihnen der Muth mit einer vor- Stockholm. Eine derartige Organisation besteht hier nicht, gegen die Eingriffe in natürlich gegen gutes Geld, nachgewiesen. Das in Grenchen her angekündigten Erklärung Die betreffenden Arbeiter unterstehen der Reichspost und dürften tonstituirte Streiffomitee erläßt bereits Aufrufe zur Unter- die Rechte" der ehrfamen Meister überhaupt hervorzutreten. Soweit sie überhaupt organisirt sind, dem Verband der Metallstügung der Streifenden und Ausgesperrten, die mit denen von Resolutionen, die nur von einem Theil der Anwesenden an- arbeiter angehören. Wenden Sie sich an: D. Mäther, Lanzendorf etwa 2000 zählen werden. genommen werden, haben keine große(!) praktische Bedeutung, Berlin N., Anflamerstr. 44. Dem Baseler Borwärts" entnehmen wir noch, daß der meinte der Vorsitzende mit sauerfüßer Miene, darum verzichten A. O. 9. Die Frage ist nicht verständlich.- G. 2. 35. Gemeinderath von Grenchen beschlossen hat, den Streifenden wir darauf. wöchentlich 500 Fr. zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig hat Damit schloß die große gemischte Versammlung mit einer 1. Ist ein Steckbrief erlassen? 2. Können wir nicht beant= worten. Anna. Nein. – W. R. 8. Fünf Stunden. der Gemeinderath einen Ausschuß von fünf Mitgliedern beetlatanten Niederlage der vereinigten Jnnungen. P. G. 77. August Wolff. Kommen Sie in unsere Sprechstunde. zeichnet, welcher Bermittelungsversuche einleiten soll. Dieser Aus- Im Verein deutscher Schuhmacher hielt am 1. April Schuß hält Sonntag, vormittags eine erste Busammenkunft mit Serr Walded Manasse einen beifällig aufgenommenen beiderseitigen Vertretern ab. Vortrag. Unter Vereinsangelegenheiten macht der Kaffirer Struck darauf aufmerksam, daß diejenigen Mitglieder, die mit ihren Beiträgen noch aus dem vorigen Jahre restiren, diese bis Ostern begleichen müssen, anderufalls sie ausgeschlossen werden. Eine Lohnbewegung der Maurer Bafel's steht in Aussicht. Die vereinigten Maurergewerkschaften Basel's haben die Forderung eines Minimallohns von 5 Fris. pro Tag aufDie Königin von Italien hat sich, wie berichtet wird, sowohl die Schuhe, welche Maria Stuart beim Gange zum Schaffot trug, als auch die Fußbekleidung der Maria Antoinette zu verschaffen gewußt. In der Dame sollen bei Betrachtung diefer heitlen Raritäten zuweilen recht unangenehme Ahnungen aufsteigen. Briefkaffen der Expedition. Die Sammlungen für die streitenden dolzarbeiter Schmöllns wird vom Vertrauensmann der Holzarbeiter Berlins E. Wiedemann unter Streifsammlung" im Annoncentheil quittirt. " Tohgerber, Tederzurichter u. Berufsgen. Verein der Einsetzer( Tischler). bandagen Berlins. Sonntag, 7. April, vormittags 10 Uhr, bei Herrn Feind, Weinftr. 11: Ordentliche General- Versammlung aller Art( eigenes Fabritat), sowie fämmtliche Artikel zur Krankenpflege empfiehlt LinienAraße 30. Große öffentliche Versammlung. am Sonntag, 7. April, vorm. 11 Uhr, Nene Friedrichstr. 44. J. Ch. Pollmann, Bo Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Näther. 2. Stellungnahme zum 1. Mai. 8. Bericht des Delegirten der Gewerkschaftskommission. 4. Wahl der Agitations. tommission. 5. Verschiedenes. 166/8 Der Einberufer. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. Mitglieder- Versammlung 1 am Sonntag, 7. April, nachmitt. 3/2 Uhr, bei Herrn Wilke, Andreasstr. 26. Tages Ordnung: 1 Tages Ordnung: 1. Kaffen- und Revisionsbericht. 2. Vorstandsanträge. 3. Bericht der Lieferant für Orts- u. Hilfs- Krankenk. 4. Fall des Arbeitsvermittelungs- Rommission und Neuwahl derselben. Kollegen Kurzmann. 5. Fragekasten. Der Vorstand. 116/12 Tischler- Verein. Ausverkauf Sonnabend, 6. April, abends 9 Uhr, D. Möbeln, Spiegeln u. PolsterMelchior str. 15: waaren wegen Aufgabe des LadenGeneralversammlung. geschäfts zu herabgeschten Preisen 1. Abrechnung vom 1. Bierteljahr 1895. Tagesordnung: 1. Bortrag der Genoffin Frau Rohrlack über: Warum fordern die proletarischen Frauen politische echte?" 2. Diskussion. 3. Wie stellen sich 2. Bericht der Bibliothek. die Mitglieder zur Sicherstellung des Arbeitslohnes auf gefeßlichem Wege"? Unterſtüßungsgesuch. " 4. Abrechnung vom 1. Quartal 1895. 5. Vereinsangelegenheiten. Frauen als Gäste haben Zutritt. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Achtung! Der Vorstand. 4. Beschlußs fassung über die diesjährige Land80/12 partie. 5. Vereinsangelegenheiten. Das Mitgliedsbuch legitimirt. 252/1 Der Vorstand. 187/9 Freie Vereinigung der Getreideträger und Speicherarbeiter. Sonntag, den 7. April 1895, vormittags 11 Uhr, General- Versammlung bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Zages Drbnung: 1. Kassenbericht. 2. Wahl des Vorstandes. 8. Wie stellen wir uns zu den Beschlüssen des Hallenser Kongresses? 4. Berschiedenes. Der Vorstand. Fachv. der Müller n. Mühlenarbeiter u. Berlins und Umgegend. Naturheil- Anstalt Thiergarten". Berlin( Moabit) Spenerstr. 5. Kranke jeder Art finden Heilung. Sprechstunden: 9-10 Uhr. 5-6 Uhr. Poliklinik 2-3 Uhr. 477b Pfundbärme. 475b Beste Getreide- Preßhefe, immer frisch, empfiehlt zur bevorstehenden Osterbäckerei die Fabrik 8. Oranienftr. 8. Bitte auf die Hausnummer achten! Damen- Hüte und Kinderhüte chic garnirt, mit Band v. 1,50 M. an, mit Blumen und Sonntag, 7. April, nachmittags 22 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Band 2,50 M., mit langen StraußGroße öffentliche Versammlung. Zages Drdnung: 1. Die Bedeutung des 1. Mai. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Agitations. tommission. 4. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. federn, Band und Blumen v. 4,75 M. an. Ungarnirte Hüte, sowie sämmtliche Zuthaten zum Garniren z. Fabrik von Julius Apelt, Sebastianstr. 20. Ein grosser Posten Steppdecken echt Wollatlas( reine Wolle) Herren- Hüte 1,25 Einsegnungs- Hüte 35 P neueste Façons verkauft das Fabrik. tomptoir, jezt Barnimstr. 4 u. 5 I. und alle[ 1995L*. Mehl Backzuthaten züglicher Güte jest ganz besond. preisw. liefert in anerkannt vorBerlin, Müllerstr. 180( Webbingplay). P. Herrguth, Wiederverk. befond. Vorzugspreise. Achtung! Zahnersatz, auch Theilzabl., wöchentl. 1 Mart, Guckel, Laufiger Play 2, Elsasserstr. 12. Ausw. Best. u. Grösse 150x200, Stck. 7,50 M. Alte Stiefel, Reparat. reell u. bill. ca. 1000 Stück schwere buntfarbige Normal- Schlafdecken mit kleinen Maschinenflecken, in reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150 x 200 cm. sonstiger per Stück 4,50 M. Breis 9 M. Meine illustrirte Preisliste über hochfeine Stepp- und Schlafdecken gratis und franto. Steppdecken- Emil Lefèvre, Fabrik Berlin S., Oranienstr. 158. Rohtabak. ! Runge, Adalbertstr. 86.[ 479b Tuchstoff- Neste zu Knabenanzügen, Gelegenheitskauf, spottbillig. 45| 17 Herrenhosen- Reste 5 M. Münzstr. 4, Engel. Kalbfleisch von 40-50 Pf. à Pfund Auguststr. 50a. Utensilien und Milchgeschäfts- Molkereigerätys, 480b Jordan, Kleine Markusstr. 28. Puhrüstzeug verborgt Buchowsky, Wittenbergplak 1. Friedrichsberg, Jungstr. 46, mehrere preifen. Trauerhüte in großer Auswahl Grösste Auswahl Billigste Preise! Borderwohnungen von 68 Thlr, an 468b 196/2 Frobenstrasse 22. Strickgarn und Kammgarn- Neste Lager in Formen, Bockfaçons. fofort. Heinrich Franck, 277b Möbl. Zimmer und Schlafstelle ver4726 t. stets Liebers, Swinemünderstr. 188. r. 185, Brunnenstraße Nr. 185. miethet 8iehe, Langestr. 18. Die Agitations- Kommission. Für den Inhalt der Juserate überAdolph Ernst- Theater nimmt die Redaktion dem Publikum Madame Suzette. Todes Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und gegenüber keinerlei Verantwortung Vaudeville- Posse in 3 Atten Bekannten die traurige Nachricht, daß Theater. Freitag, den 5. April. Opernhaus. Die Zauberflöte. von Ordonneau. Musik von Edmond Audran.( Novität.) In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Schauspielhaus. Die Welt in der Kaufmann's Variété. man sich langweilt. Deutsches Theater. Pastor Brose. Lessing- Theater. Wohlthäter der Menschheit. Berliner Theater. Der Herr Senator. Residenz- Theater. Fernand's Ehefontraft. Neues Theater. Die Unehrlichen. Ein Mustergatte. Schiller- Theater. Die Karolinger. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Theater Unter den Einden. Rund um Wien. Dorothea. Central- Theater. Unsere Rentiers. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Bellealliance- Theater. Alles mobil. Alerander- Play- Theater. Unfere Rentiers. National Theater. Brücke. Die lebende Reichshallen Theater, Speziali täten Borstellung. Americau- Theater. SpezialitätenVorstellung Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Schiller- Theater. ( Wallner Theater.) Freitag, den 5. April, abends 8 Uhr: Die Karolinger. Sonnabend, 6. April, abends 8 Uhr: Die Karolinger. Täglich ausverkauft! Durchschlagender Erfolg des brillanten neuen April- Programms. Abermalige Prolongation Naucke's. Jeden Abend gr. Lacherfolg. Die Kneipgenies Burlesque mit Gesang und Tanz von Emil Nancke& Arth. Fränkel. Fridolin: Emil Naucke. Schnorps: Arthur Fränkel, August: Pedro Hansen. Anfang präzise 71/2 Uhr. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Sonntag, 7. April, nachm. 8 Uhr: Castan's Panoptikum. Die Journalisten.- Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Central- Theater Ite Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas a. 6. Novität! Bum 49. Male: Novität! Unsere Rentiers. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. In Szene gesezt vom Dir. N. Schulz. Anfang 1/28 Uhr. Noch nie dagewesen! Die Riesen des dunkeln Erdlheils: Die Dinka, 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta, Präsident Faure Parodie- Theater Oranien- Straße 52( am Moritzpl.). Zum 68. Male: Madame Sans- Gêne. National- Theater. Die Weber. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Mar Samst. Sensationelle Novität! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Die lebende Brücke. Großes Sensationsschauspiel mit Mufit in 4 Aften( 11 Bildern), nach dem Eng. lischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 612 Uhr.- Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Feen- Palast Burgstr. 22, neben der Börse. Durchweg neues Programm 18 Bravour Nummern! Heimath. Anfang 8 Uhr. Sonntags 7/2 Uhr. Passage- Panopticum. 27 Gitanos mein geliebter Mann, unser guter Freie Volksbühne. Sonntag, den 7. April 1895: VII. Serie VII. Abtheilung( Lessing- Theater) Bater, Schwiegervater und Großvater, Der Geizige. Vorher: Cavalleria rusticana. der Webermeister Serr Karl Treue am 1. April cr. uns plöhlich durch den Tod entrissen worden ist. Wer den Verstorbenen tannte, wird unsern Schmerz zu würdigen wissen. Die Beerdigung findet am Sonntag, Beginn nachmittags 3 Uhr. VIII. Serie Ill. Abtheilung( National- Theater) Der Pelikan. Beginn nachmittags 2½ Uhr. Sonnabend, den 6. April, abends 9 Uhr, den 7. d. M., nachmittags 1 Uhr, von in den Festsälen von Louis Keller, Stoppenstraße Nr. 29: der Leichenhalle des Markus- Kirchhofes in Wilhelmsberg statt. Um stilles Beileid bitten Die Hinterbliebenen Wittwe Auguste Treue nebst Kindern. Bezugnehmend auf obige Todes Anzeige ersuchen wir die Mitglieder der Weber- und Wirkerinnung, sich bei der Beerdigung recht rege zu betheiligen. Der Verstorbene, welcher stets die Großes Konzert, unter freundlicher Mitwirkung des aus 40 Mitgliedern bestehenden Berliner Konzert- Orchesters unter Leitung des Dir. G. Grass, des Geigenvirtuosen F. Borisch, der Sängerin Annie Hindermann, der Schauspielfräfte Helene v. Rienzi und Paul Nollet, sowie des Gesangvereins Berliner Buchdrucker und Schriftgießer ,, Typographia" Programm wie am 30. März. Interessen der Innung in jeder Weise Nach Beendigung des Konzerts: Gemüthl. Beisammensein. Billets à 50 Pf. intl. Zanz sind in den 3ahlstellen gewahrt hat, ist in der Ausübung feines Berufes vom Tode ereilt worden. Wir zu haben. betrauern sein Hinscheiden sehr tief zu diesem Konzert sind nur 2000 Billets ausgegeben. und werden sein Andenken stets hoch Infolge vieler Anfragen theilen wir mit, daß die und in Ehren halten. Billets erst zum kleinen Theile verkauft sind und eine leberfüllung daher nicht zu fürchten ist. Die Kollegen, welche sich bei der Beerdigung betheiligen wollen, die mit den Gewerks Insignien erfolgt, ver sammeln sich am Sonntag Vormittag 111/2 Uhr im Meisterhause, Weberstr. 17. Der Vorstand der Weber- und Wirker Junung. A. Kölzer, Obermeister. Der Vorstand der Freien Volksbühne. 300/17 J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. Achtung! 2 Freitag, den 5. April, Abends 8 Uhr Achtung! Große öffentliche Versammlung fämmtlicher in den Betrieben der Zentralfranken- u.Sterbe- Bairisch- u. Weissbier- Brauereien Berlins u. Umg. kasse d.deutsch.Wagenbauer. Am 2. d. Mts. verstarb nach schweren Leiden unser Mitglied, 289/6 der Giseleur Robert Thomas im Alter von 30 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 6. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Gerichtsstr. 10, aus statt. Die Ortsverwaltung Berlin, Bezirk III. Sentral- Kranken- u. Sterbefase der Tapezirer ( E. H. 86, Filiale Berlin III, Ost.) Am 2. April, abends 8 Uhr, verstarb nach kurzer Krankheit unser langjähriges Mitglied Paul Kapuste im 48. Lebensjahre. 233/9 beschäftigten Brauer, Böttcher, Fahrer, Mitfahrer, Flaschenkellerarbeiter, Maschinisten, Heizer, Schlosser, Schmiede, Stallleute, Hofarbeiter u. s. w. im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37. Tages- Ordnung: 1. Stellung zur Maifeier.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Der Arbeitsnachweis der Ringbrauereien. 4. Verschiedenes. 92/5 In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ersucht um zahlreiches Erscheinen. Die Agitations Kommission. Atung! Töpfer! Achtung! Sonntag, den 7. April, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Fey, Brunnenstrasse No. 184: Deffentliche Versammlung aller Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: V Bericht der in letzter Versammlung gewählten KomDie Beerdigung findet Sonnabend, miffion und weitere Maßnahmen. den 6. April, nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas Kirchhofes Wir ersuchen die Kollegen und Berufsgenossen recht zahlreich und 245 2 ( Brit) aus statt. Um zahlreiche Bethei- pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann: Gustav Melzer. ligung ersucht Der Vorstand. Orts- Krankenkasse Deutscher Metallarbeiter- Verband. der Buchbinder Verwaltung Berlin( Filiale C.). Sonnabend, den 6. April, abends 82 Uhr, und verwandte Gewerbe. in den ,, Arminhallen", Kommandantenstrasse 20: Den Herren Arbeitgebern u. Arbeit. ( andalusische nehmern zur Nachricht, daß der Sänger, Tänzer Jahresbericht pro 1894 u. Tänzerinnen) fertig geftellt ist und im Kaffenlokal Vorstellung um Luisen- Ufer II, Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Timm über Klassenkämpfe im Mittelalter". 2. Diskussion. 3. Die Mißstände bei der Firma Schwidlinski& Co. 4, 5, 6, 7, 8 u. 9 Uhr. in Empfang.genommen werden kann. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. Der Vorstand. J. A. Hoffmann, Borsigender. 78/5 Achtung! Buchbinder! Märkischer Hof, Admiralstr. 18e. VI. Grossart. Ueberraschungen. 57. Bock- Saison. v. Stiftungsfest Kommen! Sehen! Gäste willkommen. In anbetracht der Tagesordnung ist zahlreiches und pünktliches Erscheinen der Mitglieder nothwendig. 179/20 Die Ortsverwaltung. NB. Die Wohnung des Kollegen Ha back befindet sich jetzt: Am Ostbahnhof 19, v. IV. Achtung, Zimmerer Charlottenburgs! Sonntag, den 7. April, nachmittags pünktlich 2 Uhr, Täglich: 5. Buchbinder- Männer- Chor im Lokale des Herrn Krause, Rüdert- u. Bismarcitr.- Eke: Berlins. Hören! Staunen! Militär- Konzert. l. d. Arb- 8. B. Berl. u. Ump.) Vorher wird nichts verrathen. TI ( Mitgl. Bestehend aus Anfang 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. Vokal- und Instrumental- Concert unter Leitung ihres Dirigenten Herrn C. Malmène. Anfang 8 Uhr. Programm 25 PI. Nach dem Concert: Ball. Herren, welche daran theilAnfang: Wochent. 72 Uhr. " Sonntags: Konzert 61/2, Borstellung 7 Uhr. Bitte lesen Sie! an Jedem Genossen, der seinen Bedarf nehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anzügen, 478b Sommer- Paletots, einzelnen Der Vorstand. Unter den Linden 21. Böden, Jaquets, Hosen, Westen, Sanitäts- Verein für Arbeiter Täglich abends 8 Uhr Einzig in seiner Art. Heute Ben- Ali- Bey. Oriental. Magie. Preise: 3, 2 und 1 M. Sitzplatz. zum 207 Male, Jeden Sonntag und Feiertag nachmittags 4 Uhr: Familien- Vorstellung zu halben Preisen. 30 Hüten, Stiefeln 2c., ferner Betten, Wäsche, Waschkessel, Koffer, Schirme billig und gut taufen will, empfehle mein reichhaltiges Lager in alt u. nen. beiderlei Geschlechts ( E.§. 85.) In der am 31. März cr. abgeA. Wergien, haltenen Generalversammlung wurde Schneidermeister und Parthiewaaren- die Schließung der Kaffe angenommen Händler, und der 5. April cr. als Termin fest. 127 Stalizerstraße 127. sefest. Sämmtliche Forderungen find Bestellungen nach Maak werden gut und billig ausgeführt. Bitte sehr, recht genau auf Namen und Hausnummer zu achten. Sargmagazin u. Beerdigungs211/13 an P. Hundt, Lothringerstr. 43, einzureichen. Restirende Beiträge sind an bie bekannten Beitragssammler zu ents richten. Berlin, den 5. April 1895. Die Liquidations- Kommiffion. J. A.: P. Hundt. W. Pahr, Schuhmacher, Swinemünderstr. 142. Arbeitsanzüge Brunnen. 11. Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 292/7 1. Die Kämpfe der Arbeiter- Organisationen und wie fönnen dieselben Besserung der Verhältnisse im allgemeinen herbeiführen? Referent. Genosse Paul Jahn. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann der Zimmerer Berlins und Umgegend. Künstl.Zähne of. Theilz Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr 2 M. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Rep soi. Auch in Hefter 2 20 Pig Zu beziehen durch alle Buchhandlungen. Von der Geschichte des Sozialismus erschien soshen der erste Theil des ersten Bandes Die Vorläufer des neueren Sozialismus. Inhalt des ersten heils: Von Plato bis zu den Wiedertäufern. Yon Karl Kantsky. Preis broscbirt M. 3. gehd. in Lwd M. i 50 in Hib! rz. M. 5.50. Verantwortlicher Rebatteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthitraße 2. Jeder Kolporteur liefert: 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 81. Parlamentsberichte. Bändesteuer. Abgeordnetenhans. Freitag, den 5. April 1895. " 12. Jahrg. worfen zu haben, drehte sich eine Verhandlung vor dem hiesigen das Lokal von Preuß, Neue Friedrichstraße 20, bestimmt. TreffSchöffengericht. Wegen Uebertretung der Polizeiverordnung vom punkt spätestens 9 Uhr vormittags. Zum Schluffe wurde der 10. Juli 1851, wonach sämmtliche theatralischen Aufführungen Innungsrummel, der sich im Gewerbe wieder breit macht, einer einer polizeilichen Zensur unterworfen sind, hatte sich heute der gebührenden Kritik unterzogen. 55. Sigung vom 4. April, 11 Uhr. Direktor des Reichshallen- Theaters, Herr Eugen Lehmann, vor Am Regierungstische: Kommissarien. dem Strafrichter zu verantworten. Am 1. Dezember v. J. trat Reinickendorf. Die Eingemeindung der Vororte Berlins" Eingegangen ist die Denkschrift über die Revision der Ge im Reichshallen- Theater die mittelst Depesche engagirte französische Tautete die Tagesordnung einer öffentlichen Volksversammlung, die Soubrette, Bianca Verier, zum ersten Male auf. Sofort wurden am Sonntag, den 24. März, im Lokale von W. Glüer, Amendes die Aufhebung von Stolgebühren für Taufen, Trauungen und Sängerin dem Polizeipräsidium zur Zensur übergeben. Aber erst der Vororte für die Arbeiter, hauptsächlich für den so vernach In dritter Berathung werden der Gefeßentwurf, betreffend von dem artistischen Leiter, Herrn Weigelt, sämmtliche Lieder der Straße 1 tagte. Der Referent, Herr Stadtverordneter Borgmann, wies in treffender Weise nach, daß die Gingemeindung firchliche Aufgebote im Amtsbezirke des Konsistoriums Wies am 8. Dezember fam die Genehmigung von der Polizei zurück, baden, und der Gesetzentwurf, betreffend die Vertretung der daß die Sängerin ihre Lieder unbeanstandet zum besten geben lässigten Norden, sowohl in Hinblick auf die Verkehrs- sowie Kreis- und Provinzial- Synodalverbände in vermögensrechtlichen fann. Da nun aber die Sängerin ihre Lieder sieben Tage bezw. hygienischen und sanitären Maßnahmen von nicht zu unterAngelegenheiten, ohne Debatte angenommen. Abende ohne polizeiliche Benfur gefungen hatte, hielt die Polizei schätzender Bedeutung sei. Die Ausführungen, die in der kommission über die allgemeine Rechnung über den Staatshaushalt der Sängerin wie dem Direktor Lehmann ein Strafmandat zu. leider verhältnißmäßig schwach besuchte Versammlung ihrer Zu In der einmaligen Berathung des Berichts der Rechnungs- eine Uebertretung in sieben Fällen für vorliegend und schickte dann darauf folgenden Diskussion gemacht wurden, beckten sich im wesentlichen mit denen des Referenten und gab die des Jahres 1891/92 und die Rechnung über die Fonds des ehemaligen Bianca Berier hat während dessen Deutschland den Rücken geStaatsschatzes für dasselbe Jahr wird auf Antrag der Kommission fehrt und ein Engagement nach Italien angenommen. Nur Stimmung mit den Darlegungen des Referenten durch Annahme unter nachträglicher Genehmigung der Etatsüberschreitungen Lehmann erhielt das Strafmandat in seine Hände. Er verlangte folgender Resolution Ausdruck:„ Die Versammlung erklärt sich und außeretatsmäßigen Ausgaben die Entlastung der Regierung richterliche Entscheidung. In der Verhandlung erkannte der Ge- mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und verausgesprochen. spricht auf das nachdrücklichste für die Eingemeindung auch der nördlichen Vororte einzutreten, da sie in der Nichtberücksichtigung In der einmaligen Berathung des Berichts der Rechnungs- richtshof auf eine Geldstrafe von 5 M. des Nordens eine schivere Schädigung der Arbeiterbevölkerung der nördlichen Vororte erblickt." " Ein Skandalprozeß gegen den Marquis of Queens berry, welcher angeklagt ist, den dramatischen Schriftsteller Ostar Wilde schwer verleumdet zu haben, ist in London, im Köpenick. In einer Versammlung der Arbeiter und Ar Old Bailey Kriminal- Gericht gestern eröffnet worden. Lord beiterinnen sprach hier am 27. März der Reichstags- Abgeordnete Queensberry händigte feinerzeit seine Visitenkarte dem Portier Seiffert in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über die des Klubs, in welchem Oskar Wilde Mitglied ist, für letteren gegenwärtige politische Lage. Im Namen der Versammlung aus. Auf der Karte waren, wie bereits früher gemeldet, mit sprach der Vorsitzende seine volle Anerkennung über die Haltung Bleistift Worte geschrieben, welche Wilde unnatürlicher Bergehen der sozialdemokratischen Fraktion aus. Da die Versammlung bezichtigten, ihn auch anklagten, jüngere Mitglieder der englischen um 10 Uhr geschlossen werden muß, so wurde von einer Dis Aristokratie zu derartigen Bergehen verleitet resp. angeſtiftet zu fussion Abstand genommen. haben. Der Gerichtssaal war bis auf den letzten Platz gefüllt, da der Fall ungeheures Aufsehen erregt. Nach den L.-A." trat der angeklagte Marquis den Wahrheitsbeweis für seine Behauptungen an. Die Verhandlung wurde vertagt, worauf der Angeklagte gegen eine Bürgschaft von 500 Pfd. Sterl. wieder freigelassen wurde. 9 " Versammlungen. fommission über die Uebersicht von den Staatseinnahmen und Ausgaben des Jahres 1893/94 beantragt die Kommission, vorbehaltlich der Prüfung und der Erinnerungen der königl. Oberrechnungskammer, die Etatsüberschreitungen von rund 40 Mill., sowie die außeretatsmäßigen Ausgaben von ca. 24 Million nachträglich zu genehmigen. Auf eine Anfrage des Berichterstatters Abg. Ha ate erklärt Geheimrath Krohne: Im Manchester Examiner" war vor einem Jahre behauptet worden, daß aus unseren Gefängnißanstalten Baumwollen- Webewaaren mit englischen Firmenstempeln versehen herausgehen. Der Minister des Innern hat in den Gefängnissen seines Ressorts eine Umfrage gehalten, ob dies wahr fei. Die Umfrage hat ergeben, daß feine solche Waaren in diesen Gefängnissen hergestellt werden.( Hört, hört! rechts.) Die Frage, ob etwa andere Fabrikate mit ausländischen Bezeichnungen und Stempeln daselbst versehen würden, hat ergeben, daß dies nicht geschehen ist( Hört, hört! rechts), bis auf zwei Fälle. In dem einen Falle wurden Luxuspapierfabrikate mit fremden Worten versehen, und im anderen Falle wurden Hemden und Kragen hergestellt und unter Verlangen eines Der Verein der Einsetzer( Tischler) hielt am 17. März ausländischen Abnehmers mit dessen Firma versehen. Englische eine Versammlung ab. Nach einem Referat des Kollegen Firmen waren das aber nicht. Der Minister hat infolge dessen den Millarg über die Bauhandwerkerkasse beschäftigte sich die Strafanstalten feines Ressorts dies untersagt. Später wurde die Versammlung mit der Stellung zum 1. Mai. Es wird be: selbe Behauptung aber von einer Birminghamer Zeitung auf- fchloffen, den Mitgliedern zu empfehlen, am 1. Mai zu feiern. genommen und infolge dessen auch im englischen Parlament an- Diejenigen, die hieran verhindert sind, verpflichten sich, an die gefragt, ob die englische Regierung Kenntniß davon habe, daß Vereinstasse einen Betrag von 1 M. abzuliefern. preußische Gefängnißarbeiten unter englischer Flagge nach EngDer Fachverein der Musikinstrumenten Arbeiter hielt land verkauft werden. Der Präsident des Handelsamtes hat dar am 23. März eine Versammlung im Norden und am 25. März auf erklärt, daß die englische Regierung nicht in der Lage sei, der eine Versammlung im Süden ab. Im Norden wurden einige Einfuhr solcher Fabrikate nach Lage der Gesetzgebung entgegenzutreten. Vereinsangelegenheiten erledigt, wobei hervorzuheben ist, daß der Bei der Untersuchung nach dem Gewährsmann der englischen Beitragssammler Kollege Lehr die Beiträge in seiner Wohnung Beitungen stellte sich heraus, daß ausgangs des vorigen Jahres Schönholzerstr. 10, 2 Tr., entgegennimmt, sowie auch die Bücher eine Persönlichkeit in eine Provinzial- Arbeitsanstalt unter dem der Bibliothek daselbst zur Ausgabe gelangen. Im Süden hielt Vorwande kam, die Arbeitsverhältnisse zu studiren. Der Direktor Herr Baumeister Seßler einen interessanten Vortrag über das war liebenswürdig genug, ihn durchzuführen. Es stellte sich Thema:„ Kulturentwickelung und Formen von Staat und Ge heraus, daß es ein Agent einer amerikanischen Teppichkehrer- sellschaft. In der darauffolgenden Diskussion betheiligten sich Fabrik war, der sehen wollte, ob die in jener Anstalt hergestellten mehrere Redner im Sinne des Referenten. Zum Schluß gelangten Teppichlehrer mit den von seiner Firma hergestellten eine ehn- einige Vereinsangelegenheiten zur Erledigung. lichkeit hatten. Die Verwaltung hat keine Veranlassung gehabt, diesen Borfall weiter zu veröffentlichen. Abg. Virchow( frf. Bp.) fragt an, ob in ähnlicher Weise die Justizverwaltung für die dieser unterstehenden Gefängnisse verfahre. Geheimrath Krohne: Ich glaube auch für die Gefängnisse Der Justizverwaltung dieselbe Erklärung abgeben zu können, denn die beiden Verwaltungen gehen einander Hand in Hand. Es wird bei beiden Verwaltungen nach denselben Grundsägen gearbeitet, und soviel ich weiß, hat der Justizminister ebenfalls eine solche Umfrage gehalten und wird eine ebensolche Bestimmung für seine Gefängnißverwaltungen haben ergehen laffen, daß, wenn ein solcher Fall vorgekommen wäre, daß dort Waaren mit ausländischen Firmen und Stempeln versehen würden, dies in Zukunft unterbleibt. Der Kommissionsantrag wird angenommen. Es folgt die Berathung einiger Petitionen. Schluß 1/2 Uhr. Nächste Sigung Dienstag, 28. April, 12 Uhr.( 3weite Lesung der Vorlage wegen Errichtung einer Generalfommission in Ostpreußen.) Gerichts- Beitung. " = Deutscher Holzarbeiter- Verband. Eine Versammlung für den Westen und Südwesten tagte am 24. März bei Zubeil, Lindenstr. 106. Auf der Tagesordnung stand: Die Reorganifation des Vertrauensmänner- Systems. Kollege Grunert legte in längeren Ausführungen die Vortheile desselben klar und war die sehr lebhafte Distusfion eine meist zustimmende. Vertrauens männer- Versammlungen sollen fortan am Montag nach dem 15. jeden Monats stattfinden. Nach einer sehr lebhaften Debatte über die Werkstelle von Weiß, Bülowstraße 57, schloß die Versammlung. Im Frauen- und Mädchen- Bildungsverein( Filiale Nord) sprach am 28. März Herr Waldeck Manasse über das Thema„ Krieg und Frieden". Dem interessanten Vortrage folgte eine Diskussion, an der sich Frau Mesch, Frau Scharnow ehrte die Verund Frau Ludwig betheiligten. Hierauf ehrte ſammlung das Andenken der verstorbenen Frau Gilte in der üblichen Weise. Eine öffentliche Versammlung der Schäftearbeiter, die am 30. März tagte, beschloß nach einem Referat des Genossen Sassenbach über die Bedeutung des ersten Mai die Arbeit an dem genannten Tage ruhen zu lassen und die Feier in der üblichen Weise zu begehen. Zentralverein der Burean- Angestellten Deutschlands. Freitag, den 5. April, abends 9 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Mitglieder- Ber fammlung. Vortrag. Beschlußfassung über das Regulativ. Ausgabe der Mitgliederbücher. Verein der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Sonntag, den 7. April, vormittags 10% Uhr: Versammlung. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 7-8% Uhr: Lektüre. 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179 a: Geschichte( neueste). Südost Schule, Waldemarstr. 14: Deutsch( Biteratur.) Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Allee 28, bet elle. Bereinte ad. Neumann, Pasewalferstraße 3. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Alle Aenderungen im Vereinsfalender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Freitag. nebungsstunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Collegia, Admiralstr. 38 bei Tugauer. Seatfer scher Männer chor, Schönhaufer Arbeiter- Gefangverein Nord, Kastanten Allee 11, bet Augustin.-kumme's cher Gesangverein, Langestraße 65 bei Tempel. Arbeiter- Gefangverein Spandau in Spandau, Neunmeisterftr. 5, bet Habite. Buch bin der Männerchor, Holzmarttitr. 8, bet Deter. Sangesbrüder Moabit, Perlebergerstr. 28 bet F. Serrmerschmidt. Gefangver. Maig löd chen I, Sindowerstr. 26 b. Sachs.- Gemüthlichfeit, Neue Friedrichstraße Nr. 44, bet Röllig. Deutsche Siebertafel, Berliner Buchbrucker und Schriftgießer, Arminhallen, KommandantenBlumenstraße 38, bei Wiedemann. straße 20. Gefangverein me lobia, Rirdorf, Bergftr. 142 bet Schimtäfe. Iris aunnnstraße 86 bei Frig Zubeil. Brandenburger Männere Gesangverein in Brandenburg a. 5., Mengerts Boltsgarten, Bergstraße. bei Hübner. Typographia, Gesangverein Gefangverein orbeerzweig, Swinemünderstraße 35 Gesangverein Rheingold, Büschingstr. 7, bet Jatob. - Gesangverein Freya II( gem. Chor), Rirdorf, Hermannstr. 140, bet Dantel Böttcher. Apollo, Grünftr. 21 bet Sommer. Frete Siebertafel. Arbeiter Gr. Frankfurterstr. 74 bei Breuer. Nordwacht, Chauffeeftr. 72 bei Meißner. rete Sänger, Schmargendorf, Warnemünderstr. b. Friedrich. Loreley, Gefango. Sängertreis( Weißenfee), Rölfeſtr. 188 bei plaz 19 Wörtherstraße Nr. bei Bowinkel( Gesang). bct Schmidt. Gefangverein Treu und 58 bet Neben. Grünthalerstr. 4 bet Hämmerling. Lustige Sänger, Potsdam, Brandenburger Kommunttation 16 bei Glaser. Bieber'scher Männers Gefelligteit, Hennigsdorf, chor, Rosenthalerfir. 67 bet Bernau. Böhmert's Gasthaus. Orante, Weißenfee, Königschauffee 41 bet Frenfe. Johannt, Rüdersdorferstr. 5, Gefeufchaftshaus Dftend.- Gängerverein Gangesfreund Sorgenfret, Admiralstr. 18c, Märkischer Hof. Mr. 32 bet Kamlowsty. Gesangverein Wacht Dragonerstr. auf I, Gesang- unb Orcheſterfterverein Stralauer Stebertafel, Rummelsburg, Hauptfraße 83 Ginigtett, Rirborf, Prinz Sandjerystraße Nr. Mertens. Gesangverein der Metallarbeiter( Dst), Blumenftr. 46. Gefangverein Frohsinn, Rummelsburg, Göthestraße, Ecke Stantstraße, bet Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 74 bet Krause.- Ein= tracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bet Dibal. Rosenthaler Vorstadt, Bernauerstr. 47. Hilaritas, bochstraße 82a bet Wilte. Froh- Hoffnung( Berlin W.), Grunewaldir. 110 bei Reßner. ane Buſchriften find zu fenden an B. G ent, Adalbertstr. 95. Eveitag: etattiub airo, Abends 8 Uhr bei Flict, Siméonstr. 23. 9 Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein Gesang Wedding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, Steue Sochstraße 49. verein ilaria, Freitag, Abends 8½ Uhr, Sigung Blumenstr. 46 bet Tomascheck. Privat- Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bet Schulz, Bunbuserstr. 35. Bergnügungsverein husnelda, Freitag, Abends 8% uhr, bet Zubeil, Lindenstraße 106. Musikverei hoffnung( D) Freitags Abends von 9-11 Uhr. Nebungsflunde Große rantfur terfir. 188 bei Gold. Tambourverein Frei- weg, Freitag, üebungsstunde bei W. Radday, Elsasserstr. 11. Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung turnt Freitag und Dienfiag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10.- Turnverein Gesundbrunnen Eine öffentliche Versammlung der Schmiede tagte am balle des Leffing- Gymnasiumns, Pantstr. 9-10. die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turns - Kraft und Artisten= 31. März in den" Central- Festfälen", Dranienstr. 180. In an tub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, Turnverein Germania( Mitglied des deutschen Ar betracht des schwachen Besuches, jedenfalls hervorgerufen durch Waldemar ftr. 42. gleichzeitiges Tagen einer Versammlung der„ Filiale Norden" better- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Übends von 8X- 10% Uhr Ackerfir. 67.- Turnverein Fichte( Mitglied des Arbetter- Turnerbundes und einer solchen der Krankenkasse, wurde der Vortrag des Genossen Teutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und Kraft- Turnverein Hansen über:" Die Bedeutung des 1. Mai" von der Tages- Freitag Abends von 8-10 Uhr in der St altzerftr. 5/56. ordnung abgesetzt. Bossin, Schmidt und Fischer erhielten offnung übt jeden Freitag Abend von 9-11 Uhr bet Schuhmacher. Bücklerstr. 49.- Bitherflub Waldrose, Abends 9 Uhr, Manteuffelden Auftrag, die Agitation für eine spätere Versammlung im straße se, Parterre Renaurant. Verein Grüne Tanne, Abends 9 Uhr, bei Kaiser, Martusstraße 8. Vergnügungsverein Jm Brand, Sigung Zentrum zu betreiben und nöthigenfalls ein Flugblatt zu ver jeden Freitag Abend 9 Uhr bei Feind, Weinstr. 11. Gesangverein ber treiben, damit auch besonders den zugereisten jüngeren Kollegen Bauanschläger Berlins. Jeden Freitag, abends 9 Uhr bei J. Wernau, der Zweck der Maidemonstration flar wird. Unter Verschiedenes" Rosenthalerstr. 57. wurde die Unfitte der Sonntagsarbeit im Schmiedegewerbe namentlich bei größeren Fuhrunternehmern besprochen, hierbei auf die am 1. April in traft tretenden Bestimmungen über die Sonntagsruhe hingewiesen und aufgefordert, alle llebertretungen der Agitationsfommission zu melden. Stattlub Schnitt, Abends 9 Uhr, bei Trittelwig, Faffenfteinftr. 7. - Tanzlehrer- Verein Solidarität, im teftaur. Grauer, Oranienstr. 121. gese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marx, Abends 8 Uhr, bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 59. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch, Guests are welcome. Club Uncle Sam. 9 o'clock p. m. Munzstr. 17. Washington's birthday celebration. Guests welcome. Eingelaufene Druckschriften. Die Schuld der Armen. Eine tief erschütternde Szene spielte sich am Mittwoch auf dem Kriminalgericht in Moabit ab. Aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurde die 21jährige Mäntelnäherin Anna D., welche angeklagt war, Mäntelstoffe, die ihr zur Bearbeitung übergeben worden waren, unterschlagen zu haben. Vor Gericht legte das junge Mädchen ein umfassendes Geständniß ab. Die D. hatte lohnenden Verdienst gehabt, womit fie auch noch ihre Eltern unterstützen konnte. Jm Januar d. J. wurde die junge Näherin eingeladen, sich an einem Kostümfeste zu betheiligen; da sie noch nie ein derartiges Vergnügen mitgemacht, so bat sie ihre Eltern um die Erlaubniß, sich daran betheiligen zu dürfen, was ihr nach anfänglichem Zögern gestattet wurde. An die fleine Vergnügungssüchtige trat nun die Kostüm frage heran, in ihrem schlichten Sonntagsfleide wollte die Arbeiterin das Fest nicht besuchen, sie wollte schön sein gleich den anderen Festgenossinnen. Wie die D. dem Gerichtshofe mit theilte, verursachte ihr die quälende Sorge, sich Geld für ein Die Rohrleger und Gehilfen nahmen in ihrer am 31. v. M. Kostüm zu schaffen, schlaflose Nächte. Da versiel sie endlich auf stattgehabten öffentlichen Versammlung den Bericht des Vertrauensden Ausweg, zur Bearbeitung erhaltene Stoffe zu versetzen und mannes entgegen und vollzogen die Neuwahl desselben. Der Beaus dem Erlös sich ein Maskenkostüm zu leihen. Die Ballnacht richt des Vertrauensmannes Oskar Fizius umfaßt die Zeit der Sozialdemokrat, Sentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Bartet gehörte zu ihren schrecklichsten Erinnerungen, denn am Abend vom März 1894 bis März 1895 und gab zu Erörterungen feine vorher hatte der Chef des Konfektionshauses, von welchem sie Die Stoffe erhalten, geschrieben, daß er die Ablieferung der Mäntel Beranlassung. Im weiteren berichtete Fizius über seine Thätigfeit als Gewerbegerichts- Beisiger, nabm bezug auf einzelne maram nächsten Tage erwarte. Am Tage nach dem Fest schlich die fante Fälle und legte in der Hauptsache seinem Berichte den amtUebernächtigte in das Komptoir, um ihrem Prinzipal die Schuld lichen Bericht des Magistrais su grunde. Der Berichterstatter zu entdecken und sich zur ratenweisen Abzahlung des entwendeten Betrages bereit zu erklären. Der Benachtheiligte ging darauflegte es den Kollegen u. a. nahe, sich vor Anstrengung von Klagen ein und die D. hatte schon 4 M. abbezahlt, als der Vater frant genau über die Sachlage zu informiren, um eine öfters nöthige und erwerbsunfähig wurde; das junge Mädchen mußte nun Abweisung der Klage zu vermeiden. Eine derartige Abweisung gänzlich für die Eltern sorgen. Da sie die Raten nicht weiter mußte z. B. der Kollege Schweizer erfahren, welcher, neben. Von der neuen Wiener Wochenschrift Die Zeit" tit foeben das 26. Seft erbezahlen konnte, wurde sie von dem Prinzipal angezeigt und bei bemerkt, für einen Stundenlohn von 30 Pf. gearbeitet hatte. Gewerbegerichts Beisitzer Becker hatte nichts wegen Unterschlagung verhaftet. In dem gestrigen Termin wurde Fizius legte sein Amt als Vertrauensmann anzuführen. sie zu 21/2 Monaten Gefängniß verurtheilt, von welcher Strafe vier nieder und wurde als solcher wiedergewählt. Für seine fernere Wochen als verbüßt erachtet wurden. Bei der Verkündigung Thätigkeit ersuchte er aber um thatkräftigere Unterstützung seitens des Urtheils verfiel die Arbeiterin in Weinkrämpfe; als sie fich der Kollegen mehr als bisher, damit etwas erzielt werden könne. Soziale Praxis, Sentralblatt für Sozialpolitik". Unter diesem Titel ere endlich erholt hatte und den Korridor betrat, fiel sie ohnmächtig Die Versammlung war fernerhin berufen, Stellung zum 1. Mai nieder. Ein alter vergrämt aussehender Mann, der der Ver handlung im Zuschauerraum beigewohnt, trug sein Kind in den zu nehmen. Nach längerer Aussprache gelangte die Versamm Armen davon. Das beleidigte Recht war aber gesühnt und der lung zu dem Beschluß, jedem Kollegen zu empfehlen, den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern, wenn dies ohne wirthschaft= geschädigte Prinzipal legte sich befriedigt zu Bette. liche Schädigung möglich ist. Den Kollegen wird empfohlen, sich Um die Frage, ob ein Theaterdirettor ver in der am Vormittag im Feenpalast stattfindenden Metallarbeiter antwortlich gemacht werden kann, wenn eine, von seinem Versammlung einzufinden. Den arbeitenden Kollegen wurde die von ihm bevollmächtigten artistischen Leiter, engagirte Sängerin Entnahme von Maimarten à 50 Pfennig nahe gelegt. Als ihre Lieder singt, ohne dieselben einer polizeilichen Benfur unter- Sammelpunkt der Versammlungstheilnehmer am 1. Mai wurde P Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 W. Streuz band 1,80 M. Die Nr. 14 vom 4. April hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Friedrich Engels über die Weltlage. Brummtüfelturs. Die Behandlung der Dänen in Nord Schleswig. Preisgekrönte Landarbeiterpolitit. Parteinachrichten. Wie man uns behandelt. Aus dem Reichstage. Die Agrarfrage in der belgischen Kammer. Die Umsturzvorlage.- Gin alter Bekannter. Gewerkschaftliches.- Todten liste. Biterarisches. 10190 1 schienen. Aus dem Inhalt deffelben heben wir hervor: Die Würde des Herrn v. Madeysti. Von K. Der Kampf des englischen Unterhauses gegen das Oberhaus. Von Sir Charles W. Dilte. Preußischer Staatsrath und kaiserlicher Anti- Parlamentarismus. Von Eduard Engels. Von der Agrarierbewegung im Deutschen Reiche. Von Karl Jentsch. Aus dem Reiche der Erfindungen. Von Leo Silberstein. Emanuel Haus Sachs als Lyriker. Von Moriz Necker. scheint nunmehr die neue Folge des Sozialpolitischen Sentralblattes", wie der Blätter für soziale Praris. Aus der uns vorliegenden Gröffnungs nummer heben wir hervor: Ansprache an die Lefer vom Herausgeber, Dr. J. Jaftrom. Die badische Fabritinspektion im Jahre 1894. Won Prof. Dr. H. Herkner. Die Ghehindernisse im Entwurf des bürgerlichen Gesetzbuches.. Staatskredit und Landwirthschaft. Von Dr. Hans Grüger. Beseitigung der Fideifommiffe im Deutschen Retche.. Die deutsche Berufs zählung und die Handlungsgehilfen.- Die Vergemeindung der Straßenbahnen in der Schweiz. Bon Notar Gustav Müller. Kellnerinnenwesen in Baden. Deffentliche Arbeitsnachweisstellen. Kommunale Vermittelung bei Arbeitseinstellungen in Zürich. Gewerbliche Sonntagsruhe. Die Armentinder- Pflege in den badischen Kreifen. Von Bürgermeister S. Thoma. Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin u. Umgeg.( Eing. Hilfskasse Nr. 118). Wir machen hierdurch bekannt, daß sich die Zahlstellen vom 1. April er. ab in folgenden Lokalen befinden: Sonnabend abends Für Westen tafsirt C. Pfeil, Blumenthalstr. 5 bei Behrend, von 8-10 Uhr. Südwest „ Südost " " B " H. Kieckback, Mittenwalderstr. 43 bei Briese, 8-10 " W. Glaser, Waldemarstr. 61 bei Roll, " Often 師 0. Künzel, Rüdersdorferstr. 8 bei Böhl, „ Norden " P Moabit 3entrum " T. Kaasch, Swinemünderstr. 20 bei Geife, " 8-10 " 8-10 8-10" " und ferner derselbe Trescow- und Diedenhofenerstraßen- Ecke bei Schmidt, Montag abends von 8-10 Uhr. Sonnabend abends " " " " 8-10 " 8-10 " Wedding fassirt A. Presse, Röslinerstr. 6 bei Haase, von 8-10 W. Ueckert, Thurmistr. 84 bei Holzbächer, 8-10 C. Pahnke, Gipsstr. 16 bei Blaurock, Charlottenburg fassirt G. Beyer, Wallstr. 96 bei Beyer, Pankow fafsirt E. Kotz, Schönholzer, Spandauer- und WollantstraßenEcke bei Gauert, Sonnabend abends von 8-10 Uhr. Das Kassenlokal befindet sich Gipsstr. 16 bei Blaurock und ist von morgens 9 Uhr bis nachmittags 5 Uhr ununterbrochen geöffnet. Ferner bringen wir zur allgemeinen Kenntniß, daß sich der Ausschuß konstituirt und zum Vorsitzenden Herrn C. Blaurock, Gipsstr. 16, gewählt hat. Der Vorland. J. A.: Heinrich Meßte. 299/6 Zentral- Verband deutscher Maurer etc. Zahlstelle Berlin I( Putzer). Sonntag, den 7. April, vormittags 11 Uhr, in den Armin- Hallen, Kommandanten- Strasse No. 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Diskussion über die statistischen Erhebungen in unserem Berufe. 2. Verbands- Angelegenheiten und Ausgabe der Programme zur OsterMatinee. Alle den Verband betreffenden Sachen bitte ich von jetzt ab an die Adresse H. Neumann, Berlin W., Grunewaldstr. 118, richten zu wollen. 190/16 J. A.: Der Bevollmächtigte. Maitrank frisch, ausgezeichnet à Flasche 60 f. intl., 10 FI. Mt. 5,50. Johannisbeerwein, herb, Fl. 60 Pf. Defertwein, süß, Fl. 75 Pf. Stachelbeerwein, ganz vorzüglich, Flasche M. 1,-. Echt Stousdorfer Tikör, à Str. 1,20, 5 Str. 5,50, 10 2tr. 10, 50 2tr. 47/2, 100 Str. 90,-. Echten alten Nordhäuser Ltrfl. Mt.1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Berliner Getreide- Kümmel Strft. Mt. 1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeersaft, vorzüglich, Strfl. 1.30. Medizin. Ungarwein, beste Qualität, à Literflasche Mt. 2,10. 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Schmidt, Lange= straße 53 2,50, Werkstelle Dräger 0,50, Modelltischlerei von Lukas, Elisabethftraße 4,10, Allgemeine ElektrizitätsGesellschaft 7,45, Werkstelle von Cortoie, Schwedterstr. 258 inkl. gewonnene Bierboykottklage 6,-. Berlin, den 4. April 1895. E. Wiedemaun. Möbel Gelegenheitskauf = zu außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautleute ganze Einrichtungen von 200-1000 m. Theilzahlung ge= stattet. Elegante Nußbaum- u.Mahagoni Kleiderspinden und Vertikows 30 M., einfache 15 M., Sophas, Bettstellen mit Matratzen 20 M., Waschtoiletten, Küchenspinden, Kommoden 12 M., Stühle 3 M., Sophatische 6 M., Säulen Trumeaug 65., Plüschgarnitur 60 u. 100 M., Muschelspinden 40 M., Paneelsophas 80 M. Buffets, Silberschränke, Herren Schreibtische, Schreibsekretäre, Zylinder Bureaux, Spiegel. Wenig gebrauchte Möbel zu halben Preisen und sollte es niemand will, mein großes Lager zu besichtigen. Gekaufte Möbel werden bis 1. 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