ets er it. 16 ta : t Nr. 118. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monata lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Ein niedliches Plänchen. Sonntag, den 24. Mai 1891. " " 1 Expedition: Beuth- Straße 3. Der Grundakkord des Manifestes, dieses wunderbaren fechziger Jahren auf ihrem Höhepunkt anlangende Schlachtrufs des wissenschaftlichen Sozialismus, aber ist Schwärmerei für unbedingte Koalitionsfreiheit auf einer das Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!" irrthümlichen Grundlage beruhte." D. h. die Bourgeois Die vervollkommnete Technik des Verkehrswesens ist wurden sofort Gegner der Freiheit, die sich zu bethätigen. Die Fortschritte des Verkehrswesens sind von Einfluß demnach ein Hebel der proletarischen Bewegung, ein Faktor versuchte gegen das Interesse ihres Geldbeutels. Irrthümauf die Entwickelung der Arbeiterbewegung, so gut wie neben vielen anderen, die aus dem Wesen des Kapitalismus lich" ist diese Grundlage nur für die profillüsternen Großdie anderen technischen Fortschritte auch. Wenn die Re- sich folgerichtig ergeben. Und dies trotz der Höhe der bürger. volution der Gütererzeugung durch die Einführung und Personentarife und trotz der Rückständigkeit unserer deutstete Vervollkommnung der Werkzeugmaschinerie vor sich schen Koalitions- Gesetzgebung. Herr Oldenberg erblickt in dem lebhafteren Verkehr Es ist in jüngster Zeit der Arbeiterparteien, in dem engeren Zusammenschlusse der geht, so mobilisirt die Ausbreitung des Eisenbahnwesens versucht worden, die Einwirkung des Verkehrs auf die Arbeiterschaften verschiedener Länder Anzeichen für die und ihre Begleiterscheinung, die Freizügigkeit, die an einem Scoalitions- Gesetzgebung gesondert zu betrachten und die Erweiterung der Arbeiterkoalitionen und für die Vergewissen Punkte der wirthschaftlichen Entwickelung zur Koalitionsgeschichte aus dem Wechsel der Verkehrszustände größerung ihrer Machtvollkommenheiten.„ Es würde sich," Sozialpolitischen Nothwendigkeit schon in Interesse der Bourgeoisie wird, die Arbeiterklasse. Das moderne Ver- kationswesen nur ein Moment in der Geschichte des greifen, um eine wirthschaftliche Machtverschiebung im großen Das moderne Ver- zu erklären. Das ist eine Einseitigkeit, da das Kommuni- sagt er, wenn nicht neue Faktoren in den Prozeß einfehrswesen schlägt tausend Verbindungen zwischen ent- Kapitalismus ist, aber es ist lehrreich, die Ergebnisse dieser Maßstabe handeln, eine Machtverschiebung zu Gunsten des fernten Bezirken, umspannt mit einem dichtmaschigen Neze absichtlich sich auf ein isolirtes Gebiet beschränkenden Unter- vierten Standes oder vielmehr eines Theiles desselben." von Haupt- und Nebenlinien die Kulturländer, und belebt suchung kennen zu lernen. Er müßte aber kein ethisch- historischer Nationalökonom sein, und stärkt die Beziehungen der Arbeiterklassen verschiedener Ein betriebsamer Schüler Schmoller's, ein Herr wenn nicht zuletzt der Pferdefuß der Reaktion recht mastig Staaten, ermöglicht rascheren und häufigeren persönlichen Oldenberg, welcher diese Frage behandelt hat, sagt in zum Vorschein käme. Nach einer salbungsvollen Verwahrung Austausch der Gedanken, trägt die Vorstellungen der Kürze folgendes. Die deutsche Bourgeoisie bequemte sich gegen jeden direkten Schnitt in das Koalitionsrecht" politisch fortgeschrittenen Arbeiter in die Gegenden, die zur Koalitionsfreiheit, als die moderne Produktionsweise predigt unser Sendbote der Bourgeoisökonomie: noch rückständig sind, verschärft das Klassenbewußtsein die größtmögliche Beweglichkeit der Arbeiterklasse forderte und erhebt die Solidarität der Proletarier aller Länder und die Gunst der wirthschaftlichen Verhältnisse, die aus der Dumpfheit eines Gefühls zur Klarheit und Aussicht auf reichen Profit der Unternehmer blühte. Energie einer zielbewußten Vorstellung. Der Rückschlag begann mit dem Krach, dem würdigen Schon im„ Kommunistischen Manifest" heißt es: Finale des Milliardenschwindels, mit dem Aufschwung Das Bedürfniß nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erd- der sozialdemokratischen Bewegung, der gewerkschaftlichen fugel. Ueberall muß sie sich einnisten, überall anbauen, überall und politischen Organisation des deutschen InduſtrieVerbindungen herstellen. Die Bourgeoisie hat durch ihre Er proletariats. Das Sozialistengefeh lähmite auch das geploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumtion werkschaftliche Leben, zur Freude der Bourgeois, bis die aller Länder kosmopolitisch gestaltet.... Die Bourgeoisie reißt burch eine rasche Verbesserung aller Produktionsinstrumente, Jahre 1882 bis 1885 und 1886 bis 1891 die Polizeidurch die unendlich erleichterten Kommunikationen alle, auch reaktion und die Kapitalistenreaktion verstärkten und ausdie barbarischsten Nationen in die Zivilisation.... Aber mit dehnten. Die Arbeiterschaft war von lokalen zu interder Entwickelung der Industrie vermehrt sich nicht nur das lokalen, zu nationalen Verbänden geschritten, soweit die Proletariat; es wird in größeren Massen zusammengedrängt, feine Kraft wächst und es fühlt sie mehr.... Immer mehr Gesetzgebung dies erlaubte. Sobald die Koalitionsfreiheit nehmen die Kollisionen zwischen dem einzelnen Arbeiter und planmäßig von einer zielbewußten Arbeiterschaft angewendet dem einzelnen Bourgeois den Charakter von Kollisionen zweier wurde, fing das Spießerthum an, Kontredampf zu heischen, Klassen an. Die Arbeiter beginnen damit, Roalitionen gegen die Buttkamerei war nur zu gern bereit, zu helfen. Prohauptung ihres Arbeitslohns. Sie stiften selbst dauernde effe, Polizeichikanen, der wohlbekannte Buttkamer'sche Assoziationen, um sich für diese gelegentlichen Empörungen Streikerlaß vom April 1886 waren die Waffen, welche zu verproviantiren. Von Zeit zu Zeit siegen die Arbeiter, aber gegen die Arbeiter gebraucht wurden. Zu was für Entnur vorübergehend. Das eigentliche Resultat ihrer Kämpfe ist scheidungen der höchste deutsche Gerichtshof in Sachen der nicht der unmittelbare Erfolg, sondern die immer weiter um Streifs gekommen ist, wissen unsere Leser. Dazu kommt fich greifende Vereinigung der Arbeiter. Sie wird befördert durch die wachsenden kommunikationsmittel, die von der großen die aus der schlimmsten Reaktionszeit stammende einzel- würdige Lehrling des Meisters, der die Freizügigkeit der Industrie erzeugt werden, um die Arbeiter der verschiedenen staatliche Vereinsgesetzgebung, welche den Arbeiter- minderjährigen Arbeiter verbieten will und kurz vor AbLokalitäten mit einander in Verbindung zu sehen. Es bedarf verbindungen so viel Hindernisse in den Weg legt, den lauf des Sozialistengesetzes die Deportation der Sozialaber blos der Verbindung, um die vielen Lokalkämpfe von demokraten in die deutsch- afrikanischen Fieberlöcher als überall gleichem Charakter zu einem nationalen, einem Klassen. Arbeitervereinen, nicht den Unternehmerkartellen. Oldenberg giebt denn auch offen zu, daß ,, die in den geeignetes Strafmittel enipfahl! Das ist die Ethik dieser tampfe zu zentralisiren." Feuilleton. Nachdrud verboten.] [ 67 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. Du wolltest zu mir," fragte er, um endlich auch einmal nach dem armen Hannes zu sehen?" Er wüßte ja, wie schwer es ihr würde, sich einmal zu Hause frei zu machen, entschuldigte sie sich. Nun der Vater nach der Stadt gefahren, war sie gekommen. Ich mußte mit Ihnen reden," fügte sie hinzu. Sie sollen mir mit Ihrem Rath helfen." " So laff' uns gehen," sagte er herzlich. Schau dort unten bei der Kirche, das ist mein Widdum." Mir ist es lieb, daß ich Sie hier oben getroffen habe," hielt" ihn Lisei zurück. Hier hört uns Niemand, und wenn Gie noch einen Augenblid Zeit haben-" fagte er. " " Für Dich so viel Zeit als Du willst, liebe Lifei," Wenn also das, was Du mir mitzutheilen haft, etwas so Geheimnisvolles ist, daß es Niemand hören darf, so lass uns auf der Bank dort niedersitzen." zurück. T Sie erzählte ihm von Jergs Werbung und dem heftigen Auftritt, den sie infolge dessen mit dem Vater gehabt hatte. " " „ Ich kann mir in nicht zu ferner Zukunft Verhältnisse denken, unter denen die Empfindlichkeit gegen Koalitionsbeschränkungen abgeschwächt, aber doch noch beachtenswerth wäre, unter denen andererseits die Ungleichheit der Wirkung einer solchen Maßregel viel schlagender sich aufdrängen würde als jetzt. Man dürfte dann jedenfalls der schwächsten Arbeitertlaffe die Koalition nicht verwehren; denn Arbeitseinstellungen sind der natürlichste Hebel aller beginnenden gewerkschaftlichen Selbsthilfe. Nur die Grenze zu ziehen ist das Schwierige. Man tönnte vielleicht die Zulassung umfassender gewerkschafts licher Zentralverbände von der Pflicht abhängig machen, bei jeder Arbeitseinstellung das geschädigte Konsumenten- Interesse pro Kopf und Tag mit einer ganz rohen Pauschalsumme zu entschädigen, die, in eine öffentliche Rasse fließend, natürlich nicht voll entschädigte, aber prohibitiv wirkte; die Beschränkung wäre dann weder unnöthig schroff, noch unnöthig weit greifend und durch den Charakter der Entschädigung minder odios( gehässig). Ein Versuch der Unternehmerschaft, einen bestehenden gewerkschaftlichen Verband zu sprengen, würde dann im Falle des Erfolges die Arbeitseinstellung verbilligen, so daß in der Maßregel zugleich eine gewisse Garantie für den Bestand der Gewerkschaften und gegen streiklustige Ausschreitungen von beiden Seiten läge. Der Entschädigungsbetrag könnte für junge Zentralverbände niedrig gestellt und mit den Jahren oder mit der Mitgliederzahl steigen." In der That, ein charmanter junger Mann, der V nicht. Habe ich Dich richtig verstanden, so bist Du ents schlossen, Wolf Dein Wort zu halten." " Ja, wie könnte es denn anders sein?" entgegnete Lisei. Und ist er nicht der bravste Mensch auf der Welt? Da, lesen Sie nur, wie fest er auf mich vertraut!" Sie reichte Hannes den Brief des Schmiedes. Deuts licher als ihre Worte redeten von ihrer Liebe die Flecken auf dem Papier, durch welche die Schriftzüge au manchen Stellen verwaschen waren. Nachdenklich legte Hannes, nachdem er gelesen, das Schreiben zusammen und es Lisei wiedergebend, sagte er: Arme Lisei!" rief Hannes voll Mitgefühl. Und jetzt will er Dich mit Gewalt zwingen, den Jerg zu heirathen, der unter den Gesellen unseres Bruders stets der boshafteste gegen mich war, wenn ich zu den großen Schulferien nach Hause kam." Ach nein, das ist es nicht," versetzte Lisei bekümmert. „ Aber ich kenn' mich nicht mehr aus in dem, was Recht ist und was Unrecht ist. Soll denn hent' nicht mehr gelten, was gestern gelobt ist worden? Wenn ein Vater einem Kinde das Wort bricht, das ist ja noch viel schreck Deiner Liebe zu Wolf. Eines ist gewiß; wie Du Dich " Du stehst zwischen Deiner Liebe zum Vater und licher, als wenn ein Priester lügt. Und jetzt achtet der auch entscheiden magst, Du wirst eine Einbuße erleiden. Bater seine eigene Ehre nicht und verlangt auch von mir, Darum prüfe Dein Herz, schütte es aus vor der Mutter daß ich schlecht sein soll. Ich kann's von dem Vater nicht Gottes im Gebet und dann thue, was Deine innere Stimme verstehen, daß er eine so schwere Sünde will begehen. Ich Dich heißt. Darauf kommt es an, liebe Schwester, daß wir hab's ihm vorhalten wollen, aber er hat mir verboten, mit in den Prüfungen, die uns der Himmel sendet, unser ihm zu reden. Und darum bin ich zu Ihnen gekommen, sittliches Wesen bewahren, daß wir vor dem Richterstuhle damit Sie als ein geweihter Priester die Mutter Gottes unseres Gewissens bestehen. Der Vater wird kein Mitleid bitten möchten, daß sie den Vater vor so schwerem Unrecht mit Dir haben." gegen sich selbst bewahren möchte." Liesei seufzte und nickte langsam einige Male mit dem und eine Weile saßen beide schweigend neben einander. Kopfe. Hannes dachte der eigenen schweren Herzenstämpfe " Ja, Lisei," nahm Hannes endlich wieder das Wort dose, aber er fand sie nicht, obgleich er sie bei sich hatte, Hannes fingerte an seinen Taschen nach seiner Tabaks früheren Plate er und legte seine Hand der„ der so sehr war er durch die Worte seiner Schwester erregt. heimniß hab' ich nicht, aber ich fann mit Keinem davon Lisei so geliebt zu werden, daß fie auch in ihrer jezigen wohl bevor; aber Du wirst wie immer thun, was Pflicht " Ach nein," sagte Lifei, indem sie ihm folgte, ein Ge- Vater so stark wäre. Wie hatte es dieser nur erreicht, von kein Mitleid mit Dir haben und Schweres steht Dir reden, als mit Ihnen. Ich bin so verzagt gewesen und Lage in erster Reihe an ihn dachte? habe mir gar nicht zu helfen gewußt. Da hab' ich zu mir| gefagt: und Gewissen Dir rathen. Niemand weiß dies so gut wie ich, liebe Schwester." Er hatte seine Dose gefunden und nahm langsam eine Prise. Mit ihr entschied er sich, Lisei Besseres als seinen geistlichen Zuspruch zu geben: sein Ver trauen. Sie wollen mir nicht helfen?" fragte sie kleinlaut, als er nicht gleich antwortete. gewiß", versetzte er mit einem warmen Blick seiner Gewiß, das kannst Du," versetzte er freundlich. Was grauen Augen. Denn wenn die Heiligen den Sinn des Vaters nicht wenden, menschliche Vorstellungen vermögen es„ Jedem Sterblichen wird der Leidenskelch geboten," Bruder, dem fannst Du Alles vertrauen." ist es denn?" " Richtung, welche die Sittlichkeit identifizirt mit den Inter-[ anderen Seite könnten aber auch die Arbeiter nicht mehr des Gefeßentwurfes eingegangen. Gleich bezüglich des§ 1 wird essen der Besitzenden, das ist die„ Geschichtsauffassung", bestraft werden, wenn sie Arbeit geber auf die schwarze eine Modifizirung gewünscht, dahingehend, das ohne Rücksicht auf die Zahl der verwendeten Arbeiter unbedingt jeder Arbeiter und welche die Frevel von heute mit den Uebeln von gestern Liste oder den Index sehen( boykotten). rechtfertigt. Das „ Einerseits andererseits", das Es wäre dies unleugbar ein Fortschritt, verglichen mit ohne Ausnahme gegen Unfälle zu versichern ist", weil das Klein wäre" könnte"," dürfte", dies ist die Phraseologie, Beset" besser entsprechen. Außer Acht gelaffen darf freilich wonach nicht blos die im Betriebe selbst, sondern auch die im ber bisherigen Praxis, und würde der Gleichheit vor dem gewerbe ebenso wenig von Unfällen verschont bleibt, wie die Groß Industrie. Ferner wird die Aufnahme einer Bestimmung empfohlen, die diesen Federhelden mundgerecht ist, das ist die nicht werden, daß die schwarzen Listen der Arbeitgeber Auftrage des Unternehmers zeitweilig an anderen Orten oder im Flagge, welche die schäbigste Ladung deckt. Man macht infolge der ökonomischen Uebermacht der Unternehmer eine Auslande beschäftigten Arbeiter gegen Unfälle zu versichern find. feine direkten Vorschläge zur Vernichtung der Koalitions- ungleich wirksamere und schneidigere Waffe Ausführlich wird der Wichtigkeit des Fabrikinspektors ge freiheit, man philosophirt über Hinterthürchen und Kniffe, sind, als schwarze Listen der Arbeiter es je werden bacht. Die Institution der Fabrikinspektoren ist ein für die Ge die es ermöglichen, ihr den Garaus zu machen. Verbände tönnen. Wir werden, sobald wir Aufschlüsse erhalten werbehygiene der Arbeiterschaft so wichtiger Zweig staatlicher der Arbeiter dürfen, so gestattet es gnädig der junge haben, auf die hochwichtige Materie zurückkommen. Administration, daß die einschlägigen Fragen, wie wir überzeugt strebsame Herr, existiren, aber- rühren dürfen sie sich In den letzten Tagen wurde in der Presse vielfach die sind, nur durch ein Spezialgesetz zufriedenstellend gelöst werden nicht." Ihr vermaledeiten Kerls wollt streifen, gut! Kündigung der Schienen- und Trägerkartelle be- fönnen. Die Agenden und die Amtshandlungen der Fabrikinspektoren bei Unfällen könnten wohl mit gewisser Folgerichtigaber Ihr müßt so und so viel dafür zahlen." Ein gran- sprochen. Wir brachten die Nachricht nicht, weil wir ihr feit im Gesetze über die Unfallversicherung umschrieben sein; dioser Gedanke, der prämiirt zu werden verdient! Wie feinen Glauben schenkten; wir sahen keinen Grund ein, Beruf, Bwed, allgemeiner Wirkungsfreis und alle anderen perein Staat durch Prohibitivzölle seine Kapitalisten vor weshalb das älteste und festeste Kartell gesprengt sein sollte. fönlichen und fachlichen Verhältnisse der Fabrikinspektoren, furz dem fremden Wettbewerb schützt, so schützt er sie vor dem Nun wird die Nachricht auch formell dementirt und auf die ganze Institution selbst wäre im Wege von speziellen legis Ausstand der Arbeiter durch die prohibitiv wirkenden, eine infolge Zutritts neuer Werke nothwendig gewordene latorischen Verfügungen zu regeln. Aenderung der Organisation zurückgeführt. Mit anderen Aus allgemeinen prinzipiellen Gesichtspunkten müssen wir d. h. die Streiks durchaus unmöglich machenden Streitbußen. Worten, es handelt sich nicht um eine Sprengung im Interesse der erfolgreichen Wirksamkeit der Inſtitution auf das Entschiedenste dem Wunsche Ausdruck geben, daß in die Herr Oldenberg ist noch jung, aber wenn er fort sondern im Gegentheil um Vergrößerung und das Entschiedenste dem Wunsche Ausdruck geben, daß in die fährt, solch verwünscht gefcheidte Gedanken weiterzudenken, Ausbau des Kartells. Für die Unternehmer- Fabrikinspektion von Arbeitern gewählte fachtüchtige Arbeiter einfann er es noch weit bringen. Eines nur vergessen die organisationen ist die Zeit eben günstiger als je, während gerüstet auf diesem Gebiete außerordentlich Ersprießliches leisten bezogen werden, weil diese mit praktischen Erfahrungen aus Strebelinge der historisch- ethischen Schule, daß ihr könnte", die Arbeiterorganisationen trotz aller Phrasen von fozialer könnten. dürfte", wäre" wie Seifenblasen zerrinnt vor dem Reformpolitik nach wie vor einen schweren Stand haben.-" Für ebenso zweckdienlich als nothwendig erachten wir die ftetigen Wachsthum, dem gewaltigen Fortschritt der modernen Ausdehnung der Fabrikinspektion auf das Kleingewerbe, weil in Graf Behr Negendant, der Oberpräsident diesem die ungefunden Arbeits- und Schlafräume, die eng zu Ideen, vor dem sozialen und politischen Befreiungskampfe der Provinz Pommern, hat am 15. Mai sein Ent- fammengedrängten Arbeiter, die lange Arbeitszeit, wie auch vers der Arbeiterklasse. lassungsgesuch eingereicht. Wir sind begierig, ob Herr fchiedene andere bedauerliche Mißstände ohne regelnde Aufsicht Während sie über Pseudoreförmchen und leibhaftigen von Caprivi nun wirklich den Better des Fürsten Bismarck geblieben sind; diese Mißstände aber sind so allgemein, so weit Unterdrückungsplänen spintisiren, reckt das Proletariat seine und Bewunderer der Thring- Mahlow's, Herrn von Butt- verbreitet, daß sie die Gesundheit der kleingewerblichen Arbeiter mächtigen Glieder. Und vor diesem Riesen wird sogar famer, als Nachfolger des abtretenden Grafen Behr- Negen- entschieden gefährden und untergraben. " Im Interesse der kontinuirlichen Inspektion der Fabriken solch ein solides Machwerk über den Haufen purzeln, wie dank in den aktiven Staatsdienst zurückrufen wird. wäre es unseres Erachtens zweckdienlich, den Gewerbe- Inspektor das Lehrstühlchen eines neugebackenen Berliner PrivatDas Saarbrückener Gewerbeblatt( Organ des Freiherrn dahin zu verpflichten, daß er die in seinem Bezirke gelegenen dozentchen. v. Stumm) fündigt eine Sonderausgabe der Stumm- Fabritetablissements jährlich öfters, mindestens aber zwei Mal be schen sozialpolitischen Reden an, welche dieser bei Befuche; die Erreichung des im Puntt 2 umschriebenen Inspektionszweckes glauben wir dadurch bedeutend gefördert, wenn dem Ge rathung des Arbeiterschuß- Gesetzes gehalten. werbe- Inspektor das unbedingt verpflichtende Verfügungsrecht eingeräumt wird und dessen Anordnungen bedingungslos durchzuführen sind; die Gewerbebehörden hätten in diesem Fall über die Durchführung dieser Anordnungen unter strenger Verantwort lichkeit zu wachen. Politische Mebersicht. Berlin, 23. Mai. Verrufserklärungen. Vorigen Donnerstag hat der Straffenat des Rammergerichts der obersten richterlichen Instanz für den Staat Preußen, wie mits getheilt wird, in der Revisionsinstanz eine wichtige grundfägliche Entscheidung getroffen. Derselben liegt folgender Thatbestand zu Grunde: " 0 Wir haben den lebhaften Wunsch, daß diese Reden zu einem so billigen Preis verkäuflich werden, daß sie sich jeder Arbeiter anschaffen kann, denn wir kennen kein besseres Material zur Bekämpfung der Unternehmerpolitik als die Reden von König Stumm. Herr Eugen Richter, Für die sozialdemokratische Bildungsanstalt in Berlin ist ein Lehrerausschuß aus 5 Personen bestellt worden, dessen zu sammensetzung uns deshalb intereſfirt, weil wir darin außer Dr. Arons auch dem früheren Redakteurder, VoltsZeitung", Herrn Ledebour, als einem nunmehr er flärten Sozialdemokraten begegnen. Der Ausschuß besteht nach dem Vorwärts" aus den Herren Ledebour, Dr. Heinrich Braun, Dr. Arons, Dr. Bruno Wille und W. LiebEnecht." Die Firma F. Pietschmann Söhne( Musikinstrumentenfabrik) war durch ein Inserat in der Berliner Volks- Zeitung" und dann auch brieflich aufgefordert worden, ihren Arbeitern günstigere Löhne zu gewähren, widrigenfalls die Fabrik in Verruf erklärt werden würde. Unterzeichnet waren diese Aufforderungen von dem Verband der Möbelpoliere von Berlin und Umgegend." Als Einsender des Inserats und des Briefes wurden zwei Möbelpolierer ermittelt und aus§ 153 der Gewerbeordnung angeflagt, in zwei Instanzen aber freigesprochen, Die gesperrte Stelle ist auch im Driginal gesperrt weil angenommen wurde, daß die Bestimmungen des erwähnten§ 153 sich nicht auf das Verhältniß natürlich ohne jedweden denunziatorischen Hintergedanken. Daß Herr Eugen Richter das Wirken an einer Arawischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sonbern nur auf diefelbe Partei beziehe, daß also beiterbildungsanstalt, also an einer Volksschule im eine Verrufserklärung nur zwischen Arbeit eigentlichsten Sinne des Wortes für einen Beweis sozialgebern und ebenso auch nur zwischen Arbeitneh- demokratischer Gesinnung hält, ist uns Sozialdemokraten mern stattfinden könne. Die Staatsanwaltschaft legte sehr schmeichelhaft. " Sowohl im Interesse der Sozialwissenschaft, welche doch bes rufen ist, der Sozialgesetzgebung wirkungsvoll vorzuarbeiten, als dem beiläufig die Fränk. auch vom Standpunkte der breitesten Kontrolle der Deffentlichkeit Tagespoſt" sein Lügenblatt" tüchtig eingetränkt hat, müssen wir auf das Entschiedenste dem Wunsche Ausbruck geben, macht heute seinem Aerger über das Gedeihen der Berliner daß die Berichte der Gewerbe- Inspektoren zu publiziren und allArbeiterschule in folgender Notiz Luft: gemein zugänglich zu machen seien;§ 23 wäre daher in diesem Sinne zu ergänzen. ( höchstens 100 fl.), die auf eine Außerachtlaffung der Schußvor Mit Recht rügt die Denkschrift die geringfügigen Strafen richtungen seitens der Unternehmer gefeßt sind; die bezüglichen Bestimmungen sind so harmlos, daß sie den Unternehmer durchaus nicht abschrecken werden, sich den ihm gefeßlich auferlegten Ver Pflichtungen zu entziehen. Andererseits wird der die Schutzvor richtungen nicht beachtende oder selbe beschädigende Arbeiter mit Geldstrafen bis zu 200 fl.belegt. Angesichts eines solchen Stückes Klassens justiz überrascht es nicht, wenn im Gesetzentwurfe eine Be stimmung enthalten ist, wonach der Arbeiter der Unterstützung verlustig erklärt werden kann, wenn der Unternehmer den Unfall für absichtlich herbeigeführt hält. Die Abhängigkeit der Arbeiter, die Furcht, die Arbeitsgelegenheit zu verlieren werden in solchen Fällen die Beiveisführung außerordentlich erleichtern." unter Bezugnahme auf ein Erkenntniß des Oberlandesgerichts Wiffen möchten wir aber, ob Herr Eugen Richter noch Gelle vom 28. September 1889, welches die entgegengesezte An- an seine wunderthätigen" Frrlehren" glaubt. Oder wartet schauung vertrat, Revision bei dem Kammergericht ein, welches aber nach dem Antrage der Oberstaatsanwaltschaft und in er auf weitere Ueberraschungen? Wir können ihm die tröst Uebereinstimmung mit den Gesichtspunkten des Borderrichters liche Versicherung geben, daß er nicht vergebens warten die Revision der Staatsanwaltschaft verwarf wird. Dies der uns vorliegende Bericht. begann er fanft. Auch der Geistliche ist nur ein Mensch und auch ihm bleiben schwere Seelentämpfe nicht erspart. Bergiß, daß ich unter diesem alten Mantel das Kleid des Pfarrers trage. Auch Dein Bruder hat sein Herz bezwingen müssen, um der Pflicht zu gehorchen." Die Verfasser der Denkschrift betonen ferner die Noth wendigkeit, die Krankenkassen zu entlasten und beantragen daher, die Entschädigungssumme, ohne Rücksicht darauf, ob die Heilung von kürzerer Dauer sein wird, vom Tage des Unfalles zu be zahlen." Nach ihrem Dafürhalten würde es der Gerechtigkeit nicht entsprechen, wenn den Versicherungsanstalten auf Kosten der Krankenkassen Vortheile gesichrt würden. Die Forderung, die Entschädigung gleich vom Tage des Unfalles flüssig zu machen, Das ungarische Unfallversicherungsgeseh und die erscheint genügend begründet, wenn man bedenkt, daß durch das Da derselbe vielfach unklar ist, so haben wir Schritte Arbeiter. Unter anderen Korporationen wurde auch die Unfallversicherungs- Gesetz bedeutende Lasten auf die Krankenkassen gethan, um zu einer genauen Kenntniß des Falls und einem Arbeiter- Krankenkasse in Best vom Handelsminister aufgefordert, überwälzt werden. kompetenten juristischen Urtheil zu gelangen. So weit wir über den Gesetzentwurf, betreffend die Arbeiter- Unfallversicherung, die Entscheidung verstehen, wäre festgestellt", daß Verrufs- ein Gutachten abzugeben. Dies ist nunmehr geschehen und wir In Belgien herrscht großer Jubel unter den Arbeitern, erklärungen im Sinne des Gesetzes nur von Klassengenossen theilen in Folgendem unseren Lejern jene Stellen aus der Dent- daß der Kammerausschuß sich einstimmig für die gegen Klaffengenossen, also nur von Arbeitern gegen schrift mit, die von besonderem Interesse sind. Gerade diese Verfassungsrevision erklärt hat. Bor Allem spricht sich die Dentschrift gegen die DurchArbeiter und von Arbeitgebern gegen Arbeitgeber ergehen führung der Unfallversicherung durch Privatgesellschaften aus, Ginstimmigkeit ist indeß geeignet, Mißtrauen zu erregen. tönnen nicht aber von Arbeitern gegen Arbeitgeber oder weil diese nicht die Interessen der Arbeiter, sondern den Nugen Daß die Herren Ultramontanen und Bourgeois über unigekehrt. Die schwarzen Listen der Arbeitgeber der Aktionäre im Auge haben; auf alle Fälle aber wird vor den Nacht Demokraten geworden seien, wird fein ver wären hiernach nicht Berrufserklärungen im Sinne des von Unternehmern zu errichtenden Unfallversicherungs- Genoffen- nünftiger Mensch glauben, und die Verfassungsrevision, Gesetzes, und folglich auch nicht strafbar. Auf der schaften gewarnt. So dann wird auf die einzelnen Bestimmungen welche sie meinen, ist jedenfalls eine andere, als die der zu führen. Er begleitete sie, ba es, wie er ihr nun mit Gestalt des Korfen die Welt mit Feuer und Schwert durch theilte, seine ursprüngliche Absicht gewesen, Herrn Molten rast. Nein, Kind, schaue mich nicht so trübselig an! Wie becher zu besuchen. Im Walde ergriff Lifei die Hand ihres sagt der Prediger? Denn was friegt der Mensch von aller Bruders und er ließ sie ihr auf ihren bittenden Blick. Sie Arbeit und Mühe des Herzens, die er hat unter der Sonne, sah mit Bewunderung zu ihm auf. Er war so schwächlich als alle seine Lebtage Schmerzen, mit Grämen und Leid, Ach Gott, auch Sie?" fragte Lifei mit trauriger und hatte doch ein so starkes Herz! Ihm selbst war die Brust daß sein Herz des Nachts nicht ruhet?" Laß' uns von er Verwunderung. durch seine Mittheilungen leichter geworden. Ein Berfreulicheren Dingen reden!" Auch ich," bestätigte er. Ich will es Dir nicht ver- sprechen der Verschwiegenheit forderte er von Lisei nicht; Er fuhr fort mit Hannes zu plaubern, erzählte und ließ schweigen." Er schob den Hut aus der Stirn zurück und denn er war überzeugt, daß sein Geständniß ihr heilig wie sich erzählen. In der That, er hatte alle irdischen Sorgen legte eine Weile die Hand über die Augen. Leise begann ein Beichtgeheimniß sein würde. Hand in Hand stiegen sie von sich abgeschüttelt und es trat dann und wann selbst ein er von seiner Liebe zu Stafi zu erzählen, doch nannte er durch den Wald abwärts, denselben Pfad, den er einst sein Bug jenes derben Humors hervor, der ihm in seinen ge weder ihren noch einen anderen Namen. Anfangs war es, Herzeleid so schwer den Berg hinaufgetragen hatte. Als sunden Tagen wohl zur Verfügung gestanden hatte. Mitten als ob er einen halb entschwundenen Traum erzählte, und sie auf dem Kirchhofe von einander schieden, sagte Lisei, in der Unterhaltung fielen ihm jedoch die Augen zu und er als ob sich derfelbe ihm allmälig deutlicher vergegenwärtigte, jebt hätte, sie wieder Muth, und Hannes nickte zufrieden. so wurde auch seine Mittheilung im Verlauf wärmer, Der Pfarrer streckte seinem ehemaligen Schüler beide farbenreicher, die Schilderung seiner Leidenschaft, seiner Ver- Hände entgegen und sein abgezehrtes Gesicht, über dessen zweiflung, der Schmerzen seines Ringeus ergreifender. Lisei's weiße Bartstoppeln lange tein Scheermesser gekommen, Thränen floffen und als er geendet hatte, umschlang sie seinen färbte sich ein wenig. Ihm fehle nichts, wehrte er die theil Hals und rief:„ D, Du armer, armer Hannes, was haft nehmenden Erkundigungen des jungen Geistlichen ab; nur Du aushalten müffen!" müde sei er, als ob er einen steilen Berg erstigen Es ist überwunden," sagte er tief aufathmend und hätte. Aber das thäte nichts; hätte er doch Zeit, sich aus machte fich fanft aus ihren Armen frei. zuruhen. Ueberwunden?" wiederholte fie.„ Ach, herzliebster Bolle, volle Zeit; denn die Herren in Bruneck sind Bruder, kann denn das Herz zu lieben aufhören, wenn es gar zärtlich um mich besorgt", fugte er mit gedämpfter einmal liebt?" Stimme hinzu, indem er mit den Augen auf die Thür des Nein, Lisei, das vermag es nicht," versette er mit Nebenzimmers deutete. Sie haben mir einen Vilarius ge-vor einer Stunde etiva ist er angekommen. Vefa Leuchtenden Augen. Aber die Liebe, die unter tausend schickt Schmerzen der Einen allein gehört hat, den Mitmenschen hat ihn in meinem Studium einquartirt. Nun, ich werde zuzuwenden, das vermag es. Was haben mich früher es ja nicht mehr brauchen. Die Bücher habe ich Dir verdie Leiden meines Nächsten gekümmert, was die unserer macht, das Uebrige der Befa. Mein Haus ist bestellt." In den fünf Tagen, welche vor seiner Erschaffung heiligen Kirche und des Vaterlandes? Mein Herz war Meine Gemeinde hatte ich freilich anderen Händen zu hinter verflossen sind?" fragte Herr Moltenbecher und drohte laffen gehofft, als diesem Priester mit dem-Re- Hannes gutmüthig mit dem Finger. Aber es bestätigt selbstsüchtig und verstockt in der Liebe zu der Einzigen." gierungspaß." dies, was geschrieben steht: wenn Menschen schweigen, werden Hannes wollte ihm die Todesgedanken ausreden; er Steine reden. Also wird der Felsen Petri alle Stürme würde sich bald wieder kräftig fühlen. überdauern, wenn von unserem Eintagedasein kaum noch ein verwitterter Leichenstein Kunde giebt." Lifei ergriff seine Hand und füßte fie. Wer die Einzige gewesen, fie fragte es nicht. Der Name that ja auch nichts zur Sache, konnte das Vertrauen, welches er ihr geschenkt hatte, nicht kostbarer machen. Bewegt schwiegen Beide. Nach einiger Zeit stand Lifei auf und sagte, wenn der Bruder ihr es nicht übel nehme, wollte sie jetzt lieber nach Hause gehen und ihn ein anderes Mal besuchen. Hannes bestand nicht darauf, sie in sein Widdum schlummerte ein. Hannes hielt sich ganz still und wie er wehmüthig das welke und so friedliche Antlitz des Schlafenden betrachtete, dachte er jenes Spruches der Weisheit Salomonis: Graue Haare sind eine Krone, die auf dem Wege der Gerechtigkeit gefunden werden." Auf dem Kirchthurme begann das Mittagsgeläut und der Pfarrer erwachte. " Ich glaube, ich habe ein wenig geschlafen," lächelte er. Wovon sprachen wir doch?" Hannes hatte zuletzt von den Versteinerungen erzählt, die in dem Grödnerthale gefunden würden, und Herr Molten becher sagte: Richtig! Das ist sehr wunderbar." " " Man könnte sie eine Bilderschrift nennen, welche dem Menschen offenbart, was lange vor seinem Erscheinen auf der Erde geschehen ist," bemerkte Hannes. " " Nicht doch, liebes Kind," entgegnete der Pfarrer. Meine Zeit ist zu Ende und die Feder eingetunkt, um auf Hier steckte die Magd den Kopf durch die leise geöffnete die letzte Blattseite das Finis zu schreiben. Ihr jungen Thür herein und meldete, daß der Herr Bikar den Herrn Leute möget nun sehen, wie Ihr mit den Welthandeln Kuraten bitten lasse, wenn er fortginge, auf einen Augen fertig werdet und Euch des Höllengeistes entledigt, der in blick zu ihm zu kommen. Hannes sagte zu. ( Forts. f.) 751 t 3 3 it ไร g it r, g es it er te at, 3 n 1, e ſe 1. er 1, et er LED t g 460E D e t t e t 1 Annahme: Arbeiter. Was über die Pläne der Regierung verlautet,| Kreise ein solcher Mann hätte durchkommen tönnen. Bur nächsten jedoch deffen Glaubwürdigkeit sehr in Frage, da der Beamte kann das Mißtrauen nur nähren. Es sollen den 120 000 Wahl werben sich die Wähler Ihres Kreises auf sich selbst be- nachgewiesener Maßen statt die Versammlung zu überwachen sich Zensus- Wählern, die das Land jetzt hat, 600 000 Benfus fonnen haben und die Folge wird sein, daß bei nur einigermaßen unterhalten haben, derselbe Beamte habe auch in seinem später Wähler hinzugefügt werden. Aber Belgien mit seinen reger Thätigkeit das Banner der Sozialdemokratie über Ihrem aus dem Gedächtniß verfaßten Bericht Krämer die Worte in den 6 Millionen Einwohnern hat mindestens anderthalb reise wehen wird. Hierauf gelangte folgende Resolution zur Mund gelegt:„ Wer gegen den Streit sei, müsse todtgeschlagen werden", während er später eingeräumt habe, die Worte könnten Millionen Männer von über 21 Jahren. Die Ver1. Die heutige Bersammlung erklärt fich mit den Aus- gelautet haben:„ Jeder Zweifel an dem Gelingen des Streits fassungsrevision der Regierung würde also die größere führungen des Referenten einverstanden und ist stets bereit, für müsse todtgeschlagen werden". Der Staatsanwalt beantragt vier Hälfte der Bürger im wahlfähigen Alter politisch recht- bie Verwirklichung der Ziele der sozialdemokratischen Partei ein- Wochen Gefängniß. Das Urtheil wird auf Spruch gelegt." Los laffen und diese größere Hälfte der zur politischen zutreten und nur für einen sozialdemokratischen Kandidaten bei Unmündigkeit Verurtheilten würde ausschließlich ber der nächsten Reichstagswahl zu stimmen. arbeitenden Klasse angehören. Wie dem nun sei, die belgischen Arbeiter haben den Rampf um ihr Recht bis hierher vortrefflich geführt und fie werden ihn auch weiter gut zu führen verstehen. Warschauer Meldungen zufolge wird jetzt in Rongreß polen die Ruffifizirung rücksichtsloser als je zuvor durchgeführt. In den letzten Tagen wurden sogar die Wohlthätigkeitsvereine angewiesen, ausschließlich in russischer Sprache zu verhandeln. Infolge dieser Verordnung werden diese Vereine voraussichtlich größtentheils zu Grunde gehen, da die Mitglieder, auch wenn sie russisch verstehen, der Verordnung nicht Folge leisten wollen. Die Forderung, russisch zu forrespondiren, ist auch an die polnischen Gewerbe- und Handels- Gesellschaften ergangen, welche daraufhin sich zur Liquidation entschlossen haben. Die Köln. 8tg." meldet aus Petersburg: Man er wartet beim Betreten des sibirischen Bodens durch den Thronfolger einen kaiserlichen Gnadenerlak, durch welchen die Strafzeit der nach Sibirien Verschickten, sowie auch der politischen Verbrecher um ein Drittel gekürzt wird. Von der großen Schuld, welche das offizielle Rußland auf sich geladen hat, würde dadurch nur ein unendlich kleiner Bruchtheil gut gemacht werden." 2. Die heutige Versammlung beschließt in Erwägung, daß das Arbeiterschuß- Gesez bisher nichts Gutes geboten, sich mit der Taktik der sozialdemokratischen Fraktion einverstanden zu erklären und spricht derselben ihren Dant für ihre Thätigkeit aus. 00 Breslau, 22. Mai. Heute, am Todestage E. P. Reinders, ( † 1879) wanderten wie alle Jahre eine große Anzahl Genossen am frühen Morgen hinaus nach dem reformirten Kirchhof, um Kranzspenden auf das Grab des den Breslauern unvergeßlichen Genossen niederzulegen. Die Mitglieder des Lese- und Diskutirtlubs C. P. Reinders legten einen prachtvollen Lorbeerkranz mit Poekneck in Thüringen. Am 15. Mai verurtheilte bas rothen Schleifen und folgender Widmung nieder: Gewidmet Schöffengericht zu Boeßneck den Genossen Paul Seige wegen Be- vom sozialdemokratischen Lese- und Diskutirklub E. P. Reinders. leidigung zu 14 Tagen Gefängniß, Tragen der Kosten und Urtheils Dem Kämpfer für Wahrheit und Recht, dem Todten die Lebenden. publikation. Der Amtsanwalt hatte 15 Mart beantragt! Die Der hiesige Sozialdemokratische Arbeiterverein legte ebenfalls einen strafbare Handlung soll dadurch entstanden sein, daß Genosse Seige großen Lorbeerkranz mit rothen Schleifen und folgender' Widim hiesigen freisinnigen Tageblatt" folgende Anfrage erlassen mung nieder: Gewidmet vom Sozialdemokratischen Arbeiterbatte: Hat ein christlicher Priester das Recht, das eheliche Leben verein Breslau. Dem Kämpfer für Wahrheit und Recht. Wie einer Familie durch Verhebung der Ehefrau gegen ihren Mann bei allen Gelegenheiten, wo die Vermuthung vorliegt, es fönnten au stören? Paul Seige." Ter christliche Priester hatte dies an sich eine Hand voll Sozialdemokraten versammeln, so auch hier feine vorgesetzte Dienstbehörde berichtet und diese( Abtheil. f. waren von Seiten der Behörden Maßnahmen getroffen und eine Kirchen- und Schulfachen gez. Heim) hatte bei der Staatsanwalt entsprechende Anzahl Schuhmannschaften zur Aufrechterhaltung Schaft Strafantrag gestellt. der öffentlichen Ruhe und Ordnung nach dem Kirchhof dirigirt, selbst höhere Beamten waren anwesend. * Aus der Verhandlung ging hervor, daß der Oberpfarrer Kaiser in Poeßneck am 15. Februar in die Wohnung des Tuchmachers Wöllner, welcher feinen Austritt aus der Landeskirche Stuttgart, 22. Mai. Anläßlich des Erkenntnisses des Reichsangemeldet hatte, gekommen und der zu Hause anwesenden Ghe- gerichts, wonach ein Rorrektor gleich dem Redakteur für den Inhalt einer Zeitung verantwortlich sei, bringt die Schw. Tgw." frau christlichen Troft" gespendet. Unter anderem hat sich der geistliche Herr geäußert: Wenn unter der Ueberschrift Nichts Neues unter der Sonne" jezt in Ihr Mann aus der Kirche ausscheidet, so ist die Familie gestört. Grinnerung, daß das Stuttgarter Schöffengericht unter dem VorDa ist die Ehe gestört. Es findet fein christliches Begräbniß fitze des Amtsrichters Habermaas bereits am 26. Februar 1884 statt. Wenn Jemand in der Familie stirbt, so den damaligen Redakteur des Schwäbischen Wochenblattes", wird er eingefcharrt wie ein-- 8wei Zeugen Georg Baßler, wegen Beleidigung eines Gmünder Gemeinderaths bestätigten diese Worte. Nur der eidlich vernommene Pfarrer zu 7 Tagen Gefängniß, den mitangeklagten Drucker und Verleger des Blattes, J. H. W. Diez, und den Gmünder Rolporteur, glaubt nicht, daß er sich so ausgedrückt habe. Trotzdem in den Worten kein Trost, sondern eine Auf- Dambacher, aber wegen Fahrlässigkeit und infolge dessen Beihilfe munterung" für die Frau vorlag, ihrem Manne entgegenzutreten, zur Beleidigung auf Grund des§ 21 des Preßgesetzes zu je trotzdem der Amtsanwalt 15 M. Geldstrafe beantragte, erkannte 10 M. Geldstrafe verurtheilte. Mehr kann man wohl nicht vers das Schöffengericht auf 14 Tage Gefängniß! Ob wohl auch in langen, Meiningen eine Verfügung an die Gerichte ergangen ist, Priesterbeleidigung" höher zu bestraßen? " Mühlhausen i. Th., 21. Mai 1891. Die Strafen, welche Gerichts- Beitung. Europäische Zivilisation" in Afrika heißt: Kanonen, Flinten, Revolver und mörde richstes aller Mordmittel: Wo er mann'scher Schna p 3. Und diese Zivilisations- Erreger äußern, wie männiglich betannt, ihren Kulturwirkung in der Verbrennung von Dörfern in der Niedermeßlung der Eingebornen und in Gtlaven jagden. Daß in den deutschen Kolonien Sklaverei besteht, das wurde schon früher ausgeplaudert. Inzwischen sind in dem anläßlich der legten Wahlen stattgefundenen Thüringer Eine Majestätsbeleidigung in einem Kriegerverein nun geradezu haarsträubende Nachrichten über die Zustände Aufruhrprozessen stattgefunden haben, sind rechtskräftig gebildete den Gegenstand einer gestern stattgehabten Verhandlung im Congo staat eingelaufen, dessen Gründung seiner worden, da der eingelegten Revision und dem Antrag auf das der I. Straftammer des Landgerichts II. Angeklagt war ein Beit als eine großartige Bivilisationsthat in allen Ton Wiederaufnahme- Verfahren nicht stattgegeben wurde. Ueber eine Serr Beiß, welcher in einer im Januar d. 3. stattgehabten Verarten gepriesen ward. Jetzt lesen wir in einem der ge- Beschwerde in Bezug auf den letzteren Befcheid ist hier bis heute fammlung des Kriegervereins zu Brenben, als ein hoch achtetsten Schweizer Blätter, bem" St. Gallener Stadt- nichts Definitives eingetroffen. Vielmehr wurden am Sonnabend, auf ben Raiser ausgebracht wurde, zweimal Pfui gerufen den 16. Mai, also am Tage vor dem Pfingstfest, fämmtliche hatte. Der Angeklagte ist geständig. Mit Rücksicht auf den anzeiger" unter der Spizmarke Rongostandale: zwei Man erinnert sich, daß zu Anfang Dezember v. J. der brei Angeklagte aus ihren Werkstätten von Charakter der Demonstration gegen den Kaiser, und wie der Kongoreisende Theodor Westmart, welcher heute auch in St. Bei Schuleuten abgeholt. Seffe arbeitet zu Hause Vorsitzende ausführt, mit Rücksicht auf die Thatsache, daß die Rongoreisende Theodor Westmart, welcher heute auch in St. und konnte er wenigstens von seiner Familie Abschied nehmen. Demonstration in einem Kriegerverein geschah, wird über das Gallen einen Vortrag halten wird gegen Stanley und seine Dagegen v. Rhein und Herbold sind Tabatarbeiter und in ver vom Staatsanwalt beantragte niedrigste Strafmaß von zwei Offiziere, die beiden Belgier Van Gele und Coquilhat, ernste schiedenen Fabriken beschäftigt. Diesen wurde nicht gestattet, die Monaten Gefängniß hinausgegangen und auf drei Monate GeAntlagen wegen ihrer Grausamkeit gegen die Gin Kleider zu wechseln oder von der Familie sich zu verabschieden. fängniß erkannt. geborenen und den Verkauf von Stlaven machte. Fluchtverdacht kann zu dieser Maßregel nicht Anlaß gewesen Ban Gele und Coquilhat hatten gegen 20 Pfund Sterling sein, da alle drei in solch dürftigen Verhältnissen leben, daß an Wegen wiederholter schwerer Beleidigung war die awei Mädchen( Bolembo und Doumba) gekauft und Aufbringung der Mittel zur Flucht nicht gedacht werden konnte, Steinfegmeisters- Ehefrau Schulz derzeit vom Schöffengerichte zu Coquilhat hatte im März 1885 in Bangala einen Neger aus außerdem die Verhafteten immer noch hofften, daß der Prozeß der hohen Strafe von neun Monaten Gefängniß ver N'Goumba, der ein fleines Stück Stoff gestohlen hatte, an einen für sie günstigen Abschluß finden würde, weil sich jeder urtheilt worden, während der Staatsanwalt sogar achteine Baline mit dem Kopfe nach unten und die eines Verbrechens nicht bewußt war und für unschuldig hielt. zehn Monate beantragt hatte. Der Ehemann der Angeklagten Beine oben binden und ihn dann mit Stochieben Die Verhafteten verbüßen ihre 6 Monate Gefängniß im hiesigen ist von dem in der Badstraße wohnenden Steinfegmeister trattiren lassen, bis er seinen Schmerzen erlag. Nachher überGerichts- Gefangenenhause. Schneider im Jahre 1888 als Werkführer angenommen worden. ließ er den Leichnam den Menschenfressern. Obwohl die belgische In der Voraussetzung, daß es sich um eine dauernde Stellung Presse die Kongoregierung zu Erklärungen im Interesse der Dortmund, 21. Mai. Genosse August Stegel hat sich nicht handele, sah Schulz sich getäuscht, nach drei Monaten gab er sie auf Ehre des Landes aufforderte, hüllte sie sich in Schweigen und weniger als sieben Anklagen bis jetzt auf feinen Agitationsreifen und gründete in der Prinzenstraße ein Konkurrenzgeschäft. Seine wollte nicht einmal die Beweise Westmarts annehmen. Im bereits zugezogen, von denen heute die zweite zur Aburtheilung Ehefrau ist der Ueberzeugung, daß Schneider ihren Mann durch falsche März 1891 wurden auch von englischen Blättern ähnliche An- tam. Die erste hat ihm eine Woche, die heutige, wie bereits fur Vorspiegelungen geschädigt hat und dadurch gegen ersteren zu einem flagen erhoben. Auch nach diesen Angaben sollen die Belgier gemeldet, sechs Monate Gefängniß eingebracht. In einer am faum glaublichen Haß eniflammt worden. Weit unermüdlicher Ausdie ärgsten Grausamkeiten am Rongo verüben; ja, ein 12. Oftober 1890 in dem Nachbarorte Hudarde abgehaltenen dauer hat sie versucht, denselben zu verderben. Sie schrieb an alle Offizier foll selbst Stlavenjagden am Flusse Bergarbeiter- Bersammlung erzählte Siegel seine Erlebnisse aus Lieferanten Schneiders Karten und anonyme Briefe, in denen sie Roango leiten. Dazu wurden, nach dem Hamburger Korre dem Mansfelder Bezirk, wo er bekanntlich mit Bunte im vorigen vor ihm warnte und ihn als den größten Betrüger hinstellte. spondent", alle Nichtbelgier durch Plackereien aus dem Gebiete Jahre war. Siegel foll hierbei gesagt haben, jener Bezirk sei so Als die Angeklagte fah, daß die ihrem Feinde bereiteten Verherausgedrängt. Ter amerikanische Oberst Georg W. Williams ein Königreich Stumm, der Druck auf die Arbeiter ein ganz drießlichkeiten nur vorübergehender Natur waren, griff sie zu schreibt, datirt 18. Juli 1890, aus den Stanley- Fällen:" Man unmenschlicher. Ein Theil der Beamten der genannten Kupfer- anderen Mitteln. Als sei fie von einer frankhaften Schreibwuth an das Polizeifauft und verlauft Slaven in ben Saupt- Schieferbau- Gewerkschaft stellte Strafantrag und die Folge war ergriffen, richtete sie sehr lange Briefe stationen. Die Offiziere bezahlen 3 Pfund Sterl. für einen die erwähnte Verurtheilung zu sechs Monaten Gefängniß. Siegel, Präsidium, Staatsanwaltschaft und Ober- Staatsanwaltschaft, und ablebodied"). Silaven, aber es giebt andere Sklaven, die noch der vor einigen Tagen verhaftet worden war, wurde vor unermüdlich wies sie darauf hin, daß Schneider ein gefährlicher geringer bezahlt werden." Auch die katholischen belgischen Beiläufig wieder freigelassen. Mensch sei, der unverzüglich in Haft genommen werden müsse. Alle diese Schreiben, die mit feiner Unterschrift vertungen fordern jetzt entschieden, daß die Kongoregierung ihr Schweigen bricht und endlich über alle diese Anschuldigungen Auf Dortmund, 20. Mai. Der Redakteur ber Westf. Freien sehen waren, quollen über von Gehässigkeit und Rachsucht. schluß giebt. Schon im Dezember hat die Kongoregierung zum Preffe", Genosse Lehmann, wurde heute wegen Beleidigung aber- Die gegen Schneider erhobenen Beschuldigungen erwiesen sich eriten Male die beiden Belgier Coquilhat und Ban Gele auf- mals zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt, weil er in Nr. 40 als grundlos und lange Beit hat es gedauert, bevor es gelang, gefordert, sich zu verantworten: jedoch ohne irgend ein Resultat. vom 15. Febr. b. J. unter Court berichtete, daß ein in der Grube die anonyme Briefschreiberin in der Person der Angeklagten ausDie legten Nachrichten vom Kongo erzählen, daß Coquilhat, verunglückter Bergmann mittelst des auf vielen Bechen gebräuch- findig zu machen. Der Schöffenrichter bezeichnete das Verfahren der durch die Skandale sehr kompromittirt war, feine Gr- lichen Krankenwagens, einer Pferdekarre, auf der Mist und alles der Angeklagten als den Inbegriff von Niedertracht und Feigflärungen geben fonnte, vielmehr einige Tage vor der beorderten mögliche transportirt werde, nach seiner Wohnung gebracht worden heit und erkannte deshalb auf bie erwähnte hohe Strafe. Im Rückreise nach Europa durch einen Pistolenschuß seinem be- sei. Sieran waren dann Bemerkungen geknüpft, daß ein der gestrigen Termine vor der Berufungs- Straffammer bat die Anwegten Leben ein gewaltsames Ende gemacht hat. Camille artiger Transport dem Heilungsprozeß wenig förderlich sein geklagte durch ihren Vertheidiger, Rechtsanwalt Bieber, von Coquilhat war im Jahre 1853 in Lüttich geboren. Raum tönne, und daß man in unserem humanitären Zeitalter" eine einer Gefängnißstrafe Abstand nehmen zu wollen. Die schreib17 Jahre alt, war er 1870 freiwillig als gemeiner Soldat in derartige Behandlung verunglückter Personen taum für möglich felige Dame, welche früher Korrespondentin in verschiedenen das französische Heer( Faidherber Armeekorps) eingetreten."- halten sollte. Der Betriebsführer Braukmann von Beche faufmännischen Geschäften gewesen ist, hat inzwischen ihrer Feder feine Wir können nur bestätigen, daß diese schweren Anklagen Gneisenau hatte sich durch den Artikel beleidigt gefühlt und Straf- Rube gegönnt, in langen Beschwerdeschriften an den Präsidenten des oon glaubwürdigster Seite wirklich erhoben und von der antrag gestellt. Die Beweisaufnahme ergab, daß der betreffende Landgerichts 1 ergeht sie sich in einer Weise über den Vorsitzenden des belgischen Regierung bisher nicht widerlegt oder auch nur Bergmann wirklich auf einer Karre, die auch zum Asche- und Schöffengerichts, daß der Vorsitzende der Berufungs- Strafkammer entkräftet worden sind. Wir können also mit Fug und Mitfahren benutzt wird, transportirt worden war, und zwar, ihr vorhielt, man könne darauf noch gegen 40 Anklagen erheben. weil derselbe nicht mit dem auf der Zeche vorhandenen Kranten- Am Schlusse ihrer letzten Beschwerdeschrist stellt die Angeklagte Recht annehmen, daß Alles wahr ist. wagen( fogenanten Todtenwagen) nach Hause gebracht werden die Behauptung auf, das gegen sie erkannte hohe Strafmaß habe wollte, um seine Familie nicht zu erschrecken. Die Zeugenaussage die Aufmerksamkeit des Kaisers erregt und wolle derselbe sich ergab aber auch noch ein anderes für den Angeklagten entlastendes von dem weiteren Verlaufe des Strafverfahrens Bericht erstatten Moment, nämlich, daß die Zeche auch noch einen Federwagen lassen. Während der Staatsanwalt das erste Erkenntniß aufbesitzt, der auch zum Transport von Kranken benutzt wird. Auf recht erhalten wissen wollte, glaubte der Gerichtshof dem Geden Einwand des Vertheidiges Herrn Rechtsanwalt Kohn, warum schlecht und der Erregung der Angeklagten Rechnung tragen zu man denn diesen Federwagen nicht genommen, wurde in dem müssen und wurde das erste Urtheil auf eine Geldstrafe von mündlich verkündeten Urtheil nicht eingegangen. 600 M. event. 100 Tage Gefängniß herabgesetzt. Horrespondenzen und Parteinachrichten. * Ueber die Maifeier in Deutschland sind jetzt erst die Effen, 20. Mai. Der Redakteur der Bergarbeiter- Beitung", legten Nachrichten bei uns eingetroffen. Die Feier wurde noch Sünninghaus, der angeklagt war, durch ein in seinem Blatte avbegangen in: Jena( 500 Theilnehmer); Büngel( 50 Th.); gedrucktes Gedicht verstedene Bevölkerungsklassen gegen einGöschwitz( 100 Th.); Biegenhain; Dietrichsdorf ander öffentlich aufgereizt zu haben, wurde heute von der hiesigen ( 130 h.); Delish( 800 Th.); Aachen( 300 Th.); Strafkammer freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte 6 Monate Berden( 800 Th.); 3oppot bei Danzig( 30 Th.); Kalten Gefängniß beantragt. Der Gerichtshof erkannte in der Urtheils thal in Württemb.( 400 Th.); Herford( 500 Th.) und begründung an, daß die Behandlung der Bergleute nicht immer Erfurt( 3000 Th.). eine gerechte sei, auch die Löhne seien nicht zufriedenstellend. Die hohen Dividenden geben Anlaß zur scharfen Kritik. Wenn die Form des Gedichtes auch etwas scharf sei, so erkläre sich das dar aus, daß in Gedichten immer mit glühenderen Farben geschildert werde, in als Profa- Artikeln. * Deffau. Am 20. Mai tagte unter dem Vorsitz des Genossen Sofang eine öffentliche von über 1000 Personen besuchte Volts versammlung, in welcher der Reichstagsabgeordnete Genoffe Singer über die letzte Reichstagsfession Bericht erstattete. Redner dankte zunächst im Namen der Partei für die ihm dargebrachten Ovationen, verwies auf die überhäuften Arbeiten, welche es ihm bis jetzt nicht erlaubt hätten, dem Nufe der Dessauer Genossen Folge zu leisten und besprach dann das zur Verhandlung stehende Thema in ausführlichster Weise. Gegner meldeten sich trot wiederholter Aufforderung in der Diskussion nicht zum Wort. In seinem Schlußwort streifte Singer das Verhalten des Abgewelcher wohl für die Aufhebung der Getreidezölle eingetreten, daneben aber ein so eingefleischter Gegner des Roalitionsrechtes jei, daß man sich wundern müsse, wie in einem so dicht von Arbeitern bevölkerten ordneten Röfice, *) Englisch körperlich gesund und kräftig. Aachen, 22. Mai. In der heutigen Sigung der Straftammer wurde wegen Beleidigung durch die Presse der Nedak teur Möller von der Gelsentirchener Zeitung" zu vier Wochen, Genosse Otten zu einer Woche Gefängniß verurtheilt. Theater. Thomastheater. Der Kneisel'sche Schwant Der liebe Onkel", der im Wallnertheater schon vielen Beifall gefunden hatte, erzielte auch bei seiner gestrigen Aufführung im ThomasTheater durchschlagende Seiterkeit. Ein ehrsamer Pfarrer stürzt von einer Angst in die andere und die Verwechselungsszenen überſtürzen sich förmlich. Es war daher kein Wunder, daß unser bürgerliches Publikum die komischen Szenen mit jubelnder Luftigkeit aufnahm. Neben dem Pfarrer, den Herr Jarno vorzüglich darstellte, zeichneten sich noch die Herren Bollmann, Guthery und Walden aus, während von den Damen Frl. Friedenau( Elise), Frl. Hocke ( Aennchen) und namentlich Fri. Gallus( Lotte) Anerkennung verdienen. Unbedeutend war der darauf folgende Einafter, Vaudeville Poffe mit Gefang von Theodor Ritter: Der Herr Graf". Eine Grafin zwingt in demselben einen ungarischen Weinreisenden, ihren Mann zu spielen. Mainz, 22. Mai. Vor der Straffammer des hiesigen Landgerichts wurde gestern gegen den Metallarbeiter Krämer von FrankDas nur dürftige Stück wurde durch Herrn Wellhof einigerfut verhandelt wegen Bergehens gegen§ 110 der Gewerbe- Ord vorjährigen be fold nach den Depofitionen bei Gelegenheit des maßen genießbar gemacht. Dieser stellte den Ungarn mit gen. vorjährigen Metallarbeiterstreits die jungen Arbeiter in einer ihm eigenen töstlichen Humor dar und erzielte einen großen Bersammlung aufgefordert haben, kontraktbrüchig zu werden, durch Lacherfolg. Frl. Jda Schlüter wurde ihrer Aufgabe nicht ganz fofortiges Verlassen der Stadt. Als einziger Zeuge für die Ans gerecht. Ihre Bewegungen sind zu ungrazios und ihr Organ zu B. A. lage erscheint Revierkommissar Schöneck. Die Bertheidigung stellt weich, Theater. Sonntag, den 24. Mai, Opernhaus. Lohengrin. Montag: Martha. Schauspielhaus. Wilhelm Tell, Montag: Die Quizom's. Leffing- Theater. Derby. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Theater. Die Journa liften. Montag: Der Veilchenfresser. Deutsches Theater. Der Weg zum Herzen. Montag: Das Wintermärchen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Nanon. Montag: Diefelbe Vorstellung. Wallner Theater. Miß Helyett. Montag: Geschlossen. Residenz- Theater. Dr. Jojo. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. und Cacolet. Tricoche Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Montag: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater. Heinrich Heine. Vorher: Gine vollkommene Frau. " Montag: Dieselbe Vorstellung. Saison- Theater. Vorstellung. Ranfmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenBorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Große Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Bratweilige Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. 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Solcher glauben, und so wird denn die schwarze Woche" äußerlich Artikels feineswegs von richtiger Information über das Wese: recht bemerkbar in die Erscheinung treten. Ob aber bei den Ver- unserer Thätigkeit. Ich erlaube mir daher, einige Prospeite mit handlungen viel hersauskommen wird, trotzdem der„ Evang. dem Ersuchen zu überreichen, dem Inhalt derselben gelegentlich Kaffenarzt oder freie Aerztewahl? Wir erhalten folgen- tirchl. Anz." denselben aus vollem Herzen reichen Segen und einige Aufmerksamkeit zu schenken. des Schreiben: Unter diesem Titel bringt die gestrige Nummer Erfolg wünscht, möchten wir füglich bezweifeln, denn daß die Die zarte Fürsorge um das Innehalten sozialistischer Prin des Vorwärts" einige Angaben, welche der Richtigstellung frommen Herren Kinder unserer Zeit" find zu dieser An- zipien hat uns tief gerührt. Daß der verehrte Herr seine Hilfe dringend bedürfen, da die in besagter Notis gemachten Mitschauung vermögen wir uns nicht emporzuschwingen, dem wider- auch Armen und unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat, wußten theilungen eine den Thatsachen nicht im entferntesten spricht auch der Schlußpassus, mit dem das Kirchenblatt feine wir bisher nicht, haben auch bisher nie etwas davon gehört und entsprechende Vorstellung von der Stellung der Aerzte zu Betrachtungen über die„ Trinitatiswoche" schließt:" Neuer tönnen auch heute noch einige leife Zweifel an der Richtigkeit der Streitfrage zu erwecken vermögen. Der Artikel giebt nicht lebensinhalt kann nur von oben kommen. Der Pfingstgeist dieser Behauptung nicht ganz überwinden. Was aber den Kampf an, daß der erwähnte Fragebogen an alle Berliner Aerzte bringt ihn. Möchten die bevorstehenden Versammlungen unter für Wahrheit und Recht anbetrifft, so stehen wir auf dem geschickt worden ist, d. h. an etwa 1700, von denen wir 685 in dem Wehen dieses Geistes stehen, möchte sich ihr Rathen und Standpunkt, daß in diesem Kampfe ein heimliches und dem angegebenen Verhältniß gestimmt haben. Es dürfte nun teinem Kenner der Berliner Aerzteschaft zweifelhaft sein, daß die Thaten im letzten Grunde und Ziele zu dem Gebete gestalten: hinterrückisches Verfahren geradezu verwerflich ist. Komm, heiliger Geist!" Waffen bedarf man im Kampfe für Wahrheit und Recht Tausend, die nicht gestimmt haben, zum weit überschlechterdings nicht; im Kampfe gegen grundsägliche, gefährliche wiegenden Theil Gegner der freien Aerztewahl sind. Die Jagd nach dem„ billigen Einkauf" ist ein hervor und planmäßig betriebene Verlegungen der bestehenden RechtsWenn auch hier nicht der Ort ist, über die Gründe ragendes Bestreben in unserer sozialfranken Zeit und ein charat ordnung, bei planmäßigen schweren Verbrechen mögen geheime dieser ausgedehnten Stimmenthaltung ausführlich zu sprechen, teristisches Kennzeichen unserer sozialkranken Erwerbsverhältnisse. Ueberwachungen behördlicherfeits mit einem gewissen Scheine von so darf man doch wohl so viel für mindestens wahrscheinlich kein Mensch fragt danach, ob der Arbeiter, der Verfertiger einer Berechtigung angewendet worden sein. Das Resultat dieses halten, daß diejenigen Aerzte, die ihre Stimme für oder wider Waare für den behandelten Preis dieselbe abgeben kann, ohne leberwachungsdienstes ist ein so geringes, und dieser Dienst hat nicht abgegeben haben, das in der Ueberzeugung gethan haben, selbst Schaden zu machen; zwischen Verfertiger und Käufer stellt dabei so viele Schäden aufzuweisen, daß ein Rechtsstaat kaum daß die Entscheidung der Angelegenheit nicht bei den Aerzten sich meist der empfindungsvolle Händler, der oft genug feine etwas einbüßen würde, wenn er diese ganze heimliche Ueberruht, sondern bei dem Publikum, hier also bei den Kranken- Größe darin sucht, recht viel im Preise vorzuschlagen, damit erwachung beseitigte. faffen. Die Krankenkassen aber denken gar nicht daran, von dem viel ablassen und so bei dem Käufer den Schein erwecken kann, Völlig unerträglich aber wird der Zustand, wenn kein Mensch bis jetzt herrschenden System der angestellten Aerzte abzugehen, als habe dieser für einen ungemein billigen Preis gekauft: Allein vor der Ueberwachung durch einen bezahlten Agenten sicher ist, einfach weil sie es nicht können. Wenn sie dem Wunsch der die reelle Preisgrenze wird bald ziemlich sicher festgestellt und da der zu einem ganz bestimmten 3 we de bei der Ueberfreien" Aerzte entsprechend freie Aerztewahl und damit Be- muß nun der Händler auf andere Gelegenheiten seinen Vortheil wachung in beliebig langer Zeit diejenigen Beobachtungszahlung der Einzelleistung mit 0,75 M. für Konsultation und zu machen, bedacht nehmen. Hierbei kommt dann oft ein noch momente einseitig sammelt, die zur Erreichung feines Zweckes 1,25 M. für Besuch einführen würden, so würden sie mit fabel- geringerer Grad vornehmer Gesinnung gegen den Erzeuger der passen und alles das verschweigt, was gegen seinen Zweck hafter Sicherheit dem Bankerott in die Arme marſchiren. aufzutaufenden Waare zum Ausdruck, als bei dem gewöhnlichen sprechen könnte. Wie soll der ahnungslose Beobachtete sich gegen Man frage nur die einzige Berliner Ortstranten- Kasse, Sandel. Aber unerschöpflich sind die Händler in der Entdeckung ein in dieser Weise gesammeltes Belastungsmaterial vertheidigen? welche seit Neujahr die Honorirung der Einzelleistung, ein neuer Formen, unter denen sie den billigen Einkauf zu bewirken Und wie operiren denn nun diese geheimen Agenten? geführt hat, was sie dieses sicher wohlgemeinte Experiment fuchen. Herr Caspari- Roth Rofft giebt selbst Aufschluß darüber in bis jetzt gekostet hat! Diejenigen Raffenmitglieder aber, welche Einem unserer Redakteure geht soeben folgendes Schreiben zu: seinem Geschäftsprospett. das Eldorado der freien Aerztewahl herbeisehnen, weil sie hoffen, Sehr geehrter Herr! Derselbe zählt, aus den Blättern der Berliner Tagespresse dann nicht mehr als Kranke zweiter Klasse" behandelt zu werden, Im Begriff, eine Leihbibliothek einzurichten, fehlt es mir entnommen, die Herr Caspari wohl selbst mit diesen Nachrichten wie es ihnen angeblich jetzt durch die Kaffenärzte geschieht, mögen momentan an belletristischen Büchern der neueren und neuesten versieht, zwölf Einzelfälle erfolgreicher ,, Observationen" auf; nicht fieh beruhigen. Der Arzt, der überhaupt sein ärztliches Thun durch das Portemonnaie seines Patienten bestimmen läßt, wird Zeit und erlaube ich mir die ergebenste Anfrage, ob Sie mir weniger als sieben dieser Fälle betreffen die Herbeischaffung von auch den 50-75 Pfennige zahlenden, freiwählenden Kassenkranken Rezensions- Exemplare zum Ankauf zu guten Preisen Beweismaterial in Ehe- oder Verlöbniß- Streitigkeiten, drei Fälle betreffen die Ausmittelung geldgeschäftlicher Angelegenheiten, ein nicht für voll ansehen, sondern ihn nach wie vor zweiter Güte" erlassen würden. Geneigte Rückäußerung erbittet anderer Fall die Aufdeckung eines Erpressungsversuchs, der behandeln. So wird auch diese Frage ihre allgemein zufriedenstellende Lösung erst dann finden, wenn jeder Proletarier des Wir nehmen an, daß hier ein erster schüchterner Versuch eines beiläufig bemerkt auch wahrscheinlich ganz unschädlich geblieben Sonntags ein Huhn im Topf und einen Hundertmarkschein in neuen Buchhändlers vorliegt, der von seiner neuerfundenen Idee, wäre, wenn die Entdeckung" nicht stattgefunden hätte der Westentasche findet ein Ziel aufs innigste zu wünschen! Rezensions- Exemplare billig aufzukaufen, so begeistert ist, daß er der letzte, für die Thätigkeit des Instituts besonders charakte dem Jahre 1885 folgendermaßen Zum Abschied aber eine bescheidene Anfrage an die Herren Aerzte sie ohne weitere Ueberlegung sofort ins Wert sett. Es wäre doch ristische Fall wird aus von der freien Aerztewahl, die da in ihrer Selbstlosigkeit die geradezu ein Skandal, wenn die Rezensions Exemplare, die den erzählt: Freiheit der Wahl des Arztes als den allein menschen- Redakteuren der Tagespresse von den Verlegern gewöhnlich unwürdigen Zustand erklären: es müsse dem Kranken überlassen entgeltlich übermittelt werden, nun auch noch zum Schaden derbleiben, zu seiner Heilung den Medizinmann zu nehmen, selben von den Redakteuren verkauft würden. Wer soll denn zu dem er„ Vertrauen" habe. So darf er also, wenn's ihn über- überhaupt noch den Buchhändlern etwas abkaufen, wenn selbst mächtig treibt, sich auch in der Behandlung eines Naturheil- die Inhaber von Leihbibliotheken ihre Bücher auf solchen Um fundigen" begeben oder eines Schäfers oder eines alten Weibes? oder ist das ganz was anderes? Hochachtungsvollst..." = wegen zu erreichen suchen? Hoffentlich bleiben wir in Zukunft mit derartigen Raufgesuchen verschont; es könnte uns sonst ein mal einfallen, das zu thnn, was wir für heute noch unterlassen, nämlich, solche Kaufofferteu mit Angabe des Namens des Rauflustigen zu veröffentlichen. " Die schwarze Woche. Wie alljährlich, so wird auch heuer wieder die Trinitatiswoche, an deren Schwelle wir stehen, viele Geistliche und andere Freunde des Reiches Gottes in unserer Hauptstadt zu gemeinsamen Berathungen und gottesdienstlichen Herr Caspari Roth Noffi, der Inhaber eines hiesigen Festfeiern vereinigen. Sehen wir von den vier Jahresfesten ab, Privat- Detektiv- Instituts, scheint sich durch unsere neulichen Aus welche herkömmlich in dieser Woche gefeiert werden, so ist der einandersehungen über das private Untersuchungswesen getroffen Montag den Werken der inneren Mission, der Dienstag der zu fühlen. Er sendet uns unter Bezugnahme auf jenen Artikel Arbeit der chriftlichen Presse gewidmet, an welche sich in geschicht eine längere Epistel, deren Liebenswürdigkeiten und zarte Anlicher Entwickelung das übrige angegliedert hat; am Donnerstag deutungen so intereffant für uns sind, daß wir sie unseren Lefern und Freitag aber wird die brennende Frage der Zeit, die soziale, nicht vorenthalten wollen. Herr Caspari- Roth Raffi schreibt: nach verschiedenen Seiten hin Gegenstand der Verhandlungen sein. Eine solche Kannegießerei ist denn doch noch nicht dagewesen. Das aufgestellte Programm legt Zeugniß von der weitgehenden Dieselbe ausgedacht, muß ja selbst Demjenigen, der Sorgfalt der Veranstalter ab und läßt Vortreffliches erwarten, dem Sozialismus sympathisch gegenübersteht, denn die Themata sind zeitgemäß( z. B. die Heranbildung die größten Bedenten erregen. tüchtiger redegewandter Arbeiter zum Kampfe gegen die Sofern es seitens des Sozialismus nicht bloße Phrase ist, Sozialdemokratie, Religion und Sozialdemokratie, die länd- für Recht und Wahrheit einzutreten, fann er niemals gegen eine liche Arbeiterfrage u. dergl. m.) und die gewonnenen Wirksamkeit Front machen, die dieselbe Parole auf ihre Fahne Referenten als tüchtige Renner bekannt. Höchstens tönnte geschrieben hat, gleichviel, in welchem Lebensverhältniß sie zur ein Fehler in diesem Programm gefunden werden; Geltung kommt, es sei denn, daß dies mit unredlichen Mitteln feine allzugroße Reichhaltigkeit.... Uebrigens aber ist geschähe. ia Massenhaftigkeit des Gebotenen ein Grundzug aller Abgesehen davon, daß wenigstens unsere Firma sich ganz derjenigen Veranstaltungen unserer Zeit, welche ziehen" sollen, und gar nicht ausschließlich der besitzenden Klaffe dienstbar macht, und wir sind nun einmal alle Kinder unserer Zeit". Also vielmehr nachweislich und freudig schon sehr vielen Armen und meint der Evang. Kirchl. Anz.". Unglücklichen und zwar in durchaus uneigennütziger Weise geNun, daß das Programm„ ziehen" wird, wollen wir gerne holfen hat, zeugen die Ausführungen Ihres in Rede stehenden es 11 Sonntagsplauderei. " und Erst jüngst soll in einem Kriminalprozesse einem hiesigen Privat Detektiv- Institut ein genialer Koup gefungen sein. Um Beweismittel heranzuschaffen, wurde in einem Restaurant ein ganzer Stammtisch portraitirt, ohne daß die Betheiligten eine Ahnung davon hatten." Nun, mit dieser Art, sich in den Dienst für Wahrheit und Recht" zu stellen, können wir uns nicht befreunden. Herrn Gaspari kommt es hierauf auch sicherlich weniger, als auf das Reüssiren seines Unternehmens an. Dieses Unternehmen ent spricht denjenigen Bedürfnissen des modernen Lebens, welche an solchen Stellen hauptsächlich entstehen, die als Auswüchse franthafter gesellschaftlicher Zustände zu betrachten sind. Je besser dies Geschäft reuiffirt, ein desto traurigerer Beweis für die modernen gesellschaftlichen Verhältnisse. Das haben wir neulich bereits ausgeführt. Hiergegen führt Herr Caspari Nichts an. Wohl aber ergiebt der Tarif seines Geschäftsprospettes, daß nur reiche Leute sich den Lurus gönnen tönnen, dies Institut zu be nuten. Es toften nach diesem Tarif nämlich: 1. Spezial- Personalauskunft über gegenwärtige GeschäftsFamilien-, Vermögens- u. f. w. Verhältnisse 10-30 m. 2. Sonstige Auskünfte 5-30 m. 3. a) Auskunft über gegenwärtigen Lebenswandel 30-100 M., b) Auskunft über das Vorleben( je nach Zahl der gehabten Domizile 2c.) 50-300 m. 4. Ermittelungen von Personen, welche sich verheimlichen oder verschollen sind: a) in Berlin und Umgegend je nach der Beschleunigung des Verfahrens, resp. der Nothwendigkeit von Observation 2c., Gebühr vorweg 20-50 M., Honorar bei Erfolg 30-100 m., b) in anderen europäischen Hauptstädten, Gebühr vorweg 30-50 M., Honorar bei Erfolg 50-100 m., c) in Deutschland, Gebühr vorweg 50 bis 100 M., Honorar bei Erfolg 50-200 m., d) in Europa oder in einem andern Erdtheile, Gebühr vorweg 100-300 m., Honorar bei Erfolg 100-500 m., e) in allen Erdtheilen, Gebühr vorweg 200-500 m., Honorar bei Erfolg 300-1000 M. 5. Ermittelung fanzler feine einzige Broschüre mehr schreiben läßt, dann mutter im höchsten Grade schmerzhaft sein, einige Millionen kommen die berühmten und mit Recht so sehr beliebten Er- Landeskinder ohne mütterliche Obhut zurückzulassen; daher R. C. Nun tommt mit ihrer Pracht- nicht die stille, zählungen aufs Tapet, denen von Alters her die Spitzmarke ist es auch ganz erklärlich, daß sie sich riesig stemmte, als heilige Nacht sondern die Sauregurkenzeit, der Schrecken" Justinkt oder Ueberlegung" anklebt. Thiere, deren Schlauheit man sie in zarter Art zum Weggehen aufforderte. Glückder Zeitungsschreiber, die Freude der Zeitungsleser. Die diejenige der Krone der Schöpfung weit in den Schatten stellt, licher Weise gelang es den Studenten noch im richtigen Seeschlange und der Eisenwurm, der Schienen frißt und werden bis in die intimsten Einzelheiten ihres Privatlebens Augenblick, den Kordon ihrer Anhänger zu sprengen, so daß Hobelspähne von sich giebt, sind bereits verbraucht und die geschildert und dem Kenner macht es Freude, wenn ihm außer den übrigen scharfen Salven auf das Publikum Erdiesjährige Phantasie hat sich mit Heuschrecken begnügt. In kleine Episoden, wie die folgende, vorgetragen werden. Der hebliches weiter nicht vorfiel. der Bibel steht von einem Manne zu lesen, dessen Speise Stellenbefizer K. in Ludwigsdorf besaß unter seinem FederNunmehr ist aber auch Herr Miquel, um innerhalb Heuschrecken und wilder Honig waren; das ist aber schon vieh einen Gänserich und einen Hahn, welche in beständiger unserer eigenen Grenzpfähle zu bleiben, von der„ Kreuzlange her und der Geschmack hat sich im Laufe der Jahr Fehde mit einander lebten, die wohl darin ihren Grund Beitung" gelobt worden. Er hat es redlich verdient, dent hunderte glücklicher Weise geläutert. Kein Mensch ißt in hatte, daß der gewandtere Hahn dem Gänserich beim Füttern von allen Finanzkünstlern der Welt ist er der begabteste: unserem gebildeten Zeitalter Heuschrecken, obgleich bei un stets die besten Bissen wegschnappte. Eines Tages lief der er versteht es, namhafte Ueberschüsse zu erzielen, ohne daß seren Fleisch- und Kornzöllen liegt, daß man bei uns auch in nicht allzuferner Wasser, um seinen Durst zu stillen. Der Gänserich, dies haben. Er wäscht den Pelz, ohne ihn naß zu machen; ist Beit zu finnigem Fleisch Heuschrecken als Kompot gewahrend, schlich unbemerkt herbei, packte den Hahn am es daher ein Wunder, daß er über alle Maßen gepriesen servirt erhalten könnte. Aver die Heuschrecken sollen Halse und tauchte ihn so lange unter das Wasser, bis der wird? Und ist es nicht ein Schauspiel für Götter, Herrn Miquel in glühender Umarmung an der Brust des Herrn satt bekommen haben, als Nahrung als Nahrung besonders selbe erstickte! Dieser Gänserich zeigt eine Mordlust, als ob er in von Hammerstein ruhen zu sehen? Was sind alle anderen gefräßiger Menschen zu dienen, sie haben den Spieß umwie lieblich gedreht, und sind nunmehr auf die unglückliche Idee ver- Bonn Korpsſtudent gewesen wäre. Aber so sind diese Finanzleute dagegen für Stümper und fallen, sich selbst Menschen zu Gemüth zu führen. Einen Thiere, nur im Anfang der Sauregurkenzeit entwickeln sie muß das schnarrende Lob aus dem Munde der Hochden Ohren des liberalen Ministers französischen Naturforscher sollen sie in Afrita bis zur Un- ihre innersten Triebe; zu anderen Zeiten hüllen sie sich in feudalen so lauteten wenigstens die die ihnen angeborene Dämlichkeit. Und doch wollten wiederklingen?! Das Geld hat bekanntlich die Eigenfenntlichkeit aufgefressen haren, so lauteten wenigstens die die ihnen angeborene Dämlichkeit. ersten sensationellen Nachrichten. Aber leider- jeder wir aus unserer eigenen Praxis erzählen, wir könnten schaft der Geruchlosigkeit, und namentlich das Geld, was Wir kannten einen Hund, der der Junker nicht zu zahlen hat. Und in der Ferne taucht Beitungsmann weiß es haben die Enten kurze Beine; Wunderdinge berichten. es stellte sich zunächst heraus, daß der todesmuthige Natur- soweit vorgeschritten war, daß er Bratwurst im Finstern als Ministerkandidat Herr von Bennigsen auf, was kein forscher nicht an den Heuschrecken sondern am Sonnenstich fraß, und trotzdem erhöhte der Magistrat die Hundesteuer! Erstaunen erregen kann, da das Gerede über den WiederJa, wenn die Königin von Serbien nicht wäre, so eintritt Puttkamers in den Staatsdienst immer noch kein Vielfüßler nur Haare sind Bart des Entschlafenen an- wäre das Reichsgericht das einzige Institut, mit dem man Ende nehmen will. Die Ober- Präsidenten- Stellen sind leider zum ewigen Leben eingegangen sei, und daß die hungrigen hiernach anzunehmen, sich ernsthaft beschäftigen könnte. Aber die schöne Natalie zu dünn gefäet, sonst fänden sich vielleicht noch einige andere geknabbert hätten. F& war daß der arme Teufel wahrscheinlich grüne Haare bietet Stoff genug, so daß man es nicht nöthig hat, sich abgethane Größen, die gerne wieder ihre Dienste dem gehabt hat, denn einen Rothkopf hätten sich mit dem Korrektor, als oberste Zensurbehörde, zu ver- Gemeinwohl widmeten. Es ist ein eigenartiges Ding um Aber auch feinden. Jeder Mensch lebt mit seinen Freunden und Amt und Würden, und wer einmal mit weitgehender Amtsdie Heuschrecken gewiß nicht herangevagt. das bestätigte sich nicht; nach späteren Mittheilungen sollte Nachbarn gern in Frieden, aber seitdem man es versucht, befugniß ausgerüstet gewesen ist, der fühlt sich nur in nur von seiner Stravatte gefrühstückt worden sein, und schließ auch den Herrn Korrektor nach Plößensee zu schleppen, hat seltenen Fällen als Privatmann wohl. Allerdings scheint lich machte es der Naturforscher wie Wrangel in dringlichen sich manch' sinniges Verhältniß getrübt. Es kann der Beste der Ehrgeiz bei unseren Würdenträgern nicht besonders Fällen, d. h. er depeschirte an seine Auftraggeber: J nicht in Frieden leben doch die Königin von Serbien ausgebildet zu sein, sie beguiigen sich im Nothfall auch mit dementire mir." Er ist wohlauf und die Henschrecken haben weikt nunmehr außerhalb ihrer landesmütterlichen Grenzen, minderwerthigen Stellungen, wenn nur der Mammon nicht ihm nichts gethan. und ihr Herr Sohn befindet sich noch in dem Alter, daß ausbleibt. Der alte Römer Cäsar wollte freilich in dem Aber die Thierfabeln sind hiermit noch keineswegs er- man ihm gar nicht zutrauen sollte, er könnte auch schon kleinsten Neft lieber der Erste sein, als in Rom der aber die Zeiten haben sich eben geändert! schöpft. Wenn garnichts passiren will und der Alt- Reichs- allergnädigst geruhen. Es muß allerdings für eine Landes- Zweite an von wichtigen Thatsachen in Gerichts, Familien-, Geschäftsan-| beseitigen. Auf den Grundstücken Am Karlsbad 21 und gelegenheiten, je nach Beschaffenheit derselben, ob dieselben in Lübeckerstraße 22 wurden durch den Sturm die Zinkdächer abBerlin, Nord, Süddeutschland, im Auslande oder überseeisch eruirt gedeckt. werden sollen, nach Uebereinkunft. Man sieht hieraus, dieser Dienst für Wahrheit und Recht ist außerdem auch noch ziemlich theuer für den Rechtsuchenden. Gerichts- Beitung. desselben einer scharfen Kritik. Zum Schluß sei dann die Dep tation von dem Herrn Lohdemann mit der Bemerkung entlassen worden, daß er jest nicht länger Zeit habe, noch mit ihnen zu unterhandeln. Der Erfolg der Deputation dürfte ihnen wohl die Ueberzeugung aufgenöthigt haben, daß es auf diesem Wege nicht möglich sei, etwas zu erreichen, daß man vielmehr sehen müsse, die Hilfe der Gesetzgebung anzurufen.( Beifall.) Kollege Rulmig: Der Zweck der Audienz" sei hauptsächlich Ein unverantwortlicher Uebergriff von Beamten der In der nächsten Schwurgerichtsperiode des Land- der gewesen, einmal an maßgebender Stelle Rücksprache zu Sittenpolizei wird von dem Berl. Tageblatt" wie folgt berichtet: gerichte II wird voraussichtlich die Verhandlung gegen die Dienst- nehmen über die den Droschkenkutscher so arg bedrückenden Der Ausschankpächter der neuen Belosiped- Rennbahn, Herr Baumgart wollte vorgestern kurz nach Mitternacht bei seiner magd Anna Kölln, welche an einem Abende des Februar d. J. Mißstände. Die Droschkenkutscher könnten ebenso gut wie jeder Heimt ihr das Haus Neue Schönhauserstr. 1a, in welchem feine gegen ihre Dienstherrin, die Bäckermeisters- Ehefrau Backa zu Andere verlangen, daß für sie das allgemeine Recht Geltung habe Wohnung sich befindet, aufschließen. Vor feiner Hausthür an- Rummelsburg, einen Raubmordversuch begangen haben soll, statt und daß sie nicht bei den Strasbestimmungen unter einem Ausgelangt, ließ Herr B. feine Frau vom Arm, um das Haus aufzu finden. Die Beschuldigte hat dem Rechtsanwalt Dr. Joers ihre nahmegesetz stände. Ueber den Droschkentutscher schwebe stets das Damoklesschwert der Entziehung der Fahrerlaubniß und schließert. In diesem Augenblic traten zwei Männer auf die auf Vertheidigung übertragen. dem Trottoir stehende Frau B. zu und packten sie an den Armen Nicht ohne ein gewiffes prinzipielles Intereffe für die meist geschehe ihnen hierbei Unrecht. Redner führt für lettere unter der Aufforderung, ihnen zu folgen. Herr B. intervenirte Besucher von Bierlokalen find die Einzelheiten einer Behauptung ein reiches statistisches Beweismaterial an. Angesichts all' dieser ungeheuren Mißstände sei es um so natürlich fofort, nannte seinen Namen und verlangte, daß Drosch kentutscher Schlacht, über welche die 5. Straf mehr zu verwundern, daß die Deputation von zuständiger Seite feine Ehefrau freigegeben werden solle. Die beiden Männer fammer gestern zu befinden hatte. Vor derselben standen die mehr zu verwundern, daß die Deputation von zuständiger Seite legitimirten fich nunmehr als Beamte der Sittenpolizei, be- Droschkentutscher Heinrich Banse, Wilhelm Nacho w 3 ti eine folche Antwort erhalten habe. Redner bringt hierauf zeichneten Frau B. als eine Serumtreiberin und erwiderten dem und Robert Marquardt unter der Anklage des gemeinschaft- folgende Resolution zur Berlefung: Die heute im Feenpalafte tagende öffentliche Versammlung Dagegen protestirenden Herrn B., daß er wohl jedenfalls der lichen Hausfriedensbruches und der Bedrohung mit einem Verder Broschtenführer Berlins beschließt mit Rücksicht darauf, daß Zuhälter der Person sei. Unter diesen Umständen blieb brechen. In dem Haufe Altmoabit 130/131 befindet sich das der mündliche Vortrag der Deputation beim Minister des Innern Herrn B. nichts weiter übrig, als feiner Ehefrau, welche von Kremniz'sche Schanklokal, zu beffen Gästen auch zahlreiche betreffs der Beschwerden aller im Droschkengewerbe beschäftigten den beiden Bolizeibeamten transportirt wurde, nach dem in der Droschkentutscher gehören, da vor dem Hause ein Droschken- betreffs der Beschwerden aller im Droschkengewerbe beschäftigten Hamburgerstraße belegenen Revierbureau zu folgen. Nachdem er Salteplaß sich befindet. Für die Zwecke des Schanklokals ist auf Personen resultatlos gewesen ist, In Anbetracht ferner, daß die ministerielle Auffassung über fich und seine Ehefrau dort legitimirt hatte, wurden Beide einfach dem Hofe des Hauses ein besonderer Abort errichtet, dessen die Lage der Droschenführer fogar dazu hinneigt, zu be entlaffen. häufige Benutzung seitens der Droschtenkutscher der HausSelbst die polizeifromme National- Beitung" bemerkt hierzu verwalter pens. Polizeiwachtmeister Hensel entschieden nicht haupten, daß, weil die Droschenführer sich einmal das Droschken Wir haben, bevor wir diesen Bericht wiedergaben, durch leiden wollte. Es tam darüber zu häufigen lebhaften Ausgewerbe als Erwerbe quelle erwählt haben, dieselben aus diesem ein Mitglied unferer Redaktion über den Thatbestand Er einandersetzungen und als am 22. Juli v. J. Hensel wieder Grunde nicht in dem Rahmen des allgemeinen Rechts behandelt fundigungen einziehen lassen. Der Bericht wurde von der, in- einen der Droschkentutscher etwas heftig hinaustomplimentiren werden können. Von heute ab bei sämmtlichen Droschkenführern des ganzen folge des Vorfaus erkrankten Frau Baumgart- beiläufig be- wollte, stürzten, wie das Schöffengericht als erwiesen annahm, mertt: die Mutter von acht Kindern durchaus bestätigt und 10-15 Droschfenfutscher über Hensel her, die brei Angeklagten sollen deutschen Reiches Liften zur Ginzeichnung zirtuliren zu laffen zwar mit dem Bemerken, daß auch die Behandlung des Ehepaares sich an der Bedrohung desselben betheiligt und namentlich soll Banse und diese mit einer ausgearbeiteten Beschwerdeschrift den gefelauf dem Revierbureau wenig angemessen war. wiederholt gerufen haben:" Schlagt doch den Hund todt!", so gebenden Körperschaften, vornehmlich dem deutschen Reichstag zu Wie man sieht, tönnte der Herr Polizeipräsident von Richt daß Hensel sich mit einem Beile in der Hand seiner Haut wehren unterbreiten und durch die sozialdemokratische Fraktion zur Vorlage bringen zu lassen."( Lebhafter Beifall.) hofen für seinen Thätigkeitsdrang eine nübliche Richtung finden, mußte. Das Schöffengericht verurtheilte s. 3t. Banse zu wenn er Borgänge, wie den erwähnten, unmöglich machte. Auch Bochen, die beiden anderen Angeklagten zu je 1 o che das Gebiet der Kriminalpolizei ist au nüßlicher Bethätigung ge: Gefängniß. In der gestrigen Verhandlung in der Beeignet: eine Anzahl Mordthaten der letzten Jahre sind noch un- rufungsinstanz erhielt der ganze Borgang eine wesentlich andere aufgehellt, die Mörder noch in Freiheit. Hier sind wichtigere Beleuchtung. Nicht allein, daß die Bedrohung wegfiel und er Aufgaben eines Polizeipräsidenten zu lösen, als durch Beschlag- wiesen wurde, daß der Angeklagte Banse durch den mit einem Beile auf ihn losstürzenden Beugen weit mehr bedroht war, fo nahme der National- 3tg." wegen eines harmlosen Versehens. wurde auch bestritten, daß der Hausverwalter bei der Ausweisung der Droschkentutscher ich in der Wahrung Rechtsanwalt Dr. Friedmann seines Hausrechts befunden. vertrat den Standpuntt, daß, wo es fich um regelmäßige Gäste eines Lokals handele, für dessen Zwecke ein bestimmter Abort errichtet ist, dieselben wohl berechtigt erscheinen, den letteren zu benußen, selbst wenn sie nicht gerade verzehrende Gäste des Lokals find. G3 würde doch höchst wunderbar erscheinen, wenn beispielsweise ein alter Stammgast von Siechen sich bei Benugung der außerhalb des Lokals liegenden Bequemlichkeit erst mit Biermarten zu seiner Legitimation dem Hausverwalter gegenüber verfehen müßte. Der Gerichtshof trat diesen Ausführungen bei, hob das erste Erkenntniß auf und erkannte auf& reisprechung der drei Angeklagten. " Auf den Kirchhöfen des Zuchthauses in Moabit, deren Ebnung fürzlich gemeldet wurde, ist ein Grab bestehen geblieben und wird auch erhalten werden. Es ist dies dasjenige des Jägers Butliz, welcher im März 1855 die dreißigjährige Schneiderin Dorothea Storbeck in ihrer am Anhalter Bahnhof belegenen Wohnung ermordet haben sollte, zum Tode verurtheilt und, obgleich er seine Unschuld bis zum letzten Augenblick betheuerte, auch hingerichtet wurde. Später stellte es sich dann heraus, daß das Urtheil einen Unschuldigen getroffen hatte, denn ein Polizeibeamter hatte auf dem Sterbebett sein Gewissen durch das Geständniß erleichtert, daß er der richtige Mörder sei. Den Sügel des unschuldig Gerichteten schmückt noch heute ein Denkmal. Eine große Anzahl von Zehnmarkstücken mit abge schliffenen oder abgefragten Rändern find gegenwärtig in Berlin und Umgegend in Umlauf. Diese Stücke find mitunter um einen erheblichen Prozentsatz leichter und minderwerthig gemacht worden und werden bei Zahlungen an die Reichsbank zurückgewiesen. Bei Zahlungnahme von Gold ist darauf zu achten, daß die Münzen am Rande die Prägung zeigen. Soziale Uebersicht. Die sofort vorgenommene Abstimmung ergab einstimmige Annahme der Resolution. Auch der dritte Delegirte Kollege Barth bestätigte die Ausführungen der anderen beiden Delegirten. Von diesen wird dann noch das Resultat einer zweiten Besprechung der Deffentlichkeit übergeben, welche sie auf Anrathen des Ministerialdirektors Lohdemann mit dem Vertreter der Gemeindebehörden, dem Stadtrath Meubrink gehabt haben. Der Erfolg wäre genau derselbe gewesen, doch seien sie hier noch nicht einmal so höflich wie dort behandelt und empfangen werden. Der Herr Stadtrath babe fich in tiefftes Amtsgeheimniß gehüllt, eine nähere Besprechung der Verhältnisse im Droschkengewerbe habe er mit der Begründung abgelehnt, daß er beffer darüber unterrichtet sei, als sie( die Fachmänner!). Natürlich erlangte die Handlungsweise des Herrn Stadtrath Meubrink sowohl seitens der drei Delegirten als auch seitens der weiteren Redner unter lebhafter Zustimmung der Versammlung die gebührende Würdigung. Es sprachen in der Diskussion noch die Kollegen Schulz, Oltersdorf und Genosse Zubeil. Aufgefordert wurden noch die Kollegen, welche es bisher verabsäumt, wie öffentlich beschlossen wurde, einen Theil des rbeitsverdienstes vom 1. Mai an die Gewerkschaftstasse abzu liefern. Rollege Engler theilt der Versammlung mit, daß eine Eingabe an den Polizeipräsidenten über die Mißstände im Beruf und die Wünsche der Interessenten gemacht sei und daß in derselben Die grobe Ausschreitung zweier in Untersuchungshaft be- gleichzeitig dieſem mitgetheilt werde, daß in der letzten öffentlichen findlicher Verbrecher, welche am 18. April im Sigungsfaale der Droschentutscher- Versammlung eine Kommission von 9 Personen zweiten Straffammes des Landgerichts I. bezw. auf dem Korridor gewählt sei, welche die Berechtigung habe, die Interessen der des Kriminalgerichtsgebäudes stattfand, unterlag gestern der straf- Droschkentutscher zu vertreten. rechtlichen Beurtheilung desselben Gerichts. An dem genannten Tage befanden sich drei vielfach bestrafte Subjekte, Hermann Blasius, Albert Megler und Germann wegen schweren Der orfanartige Sturm, welcher sich vorgestern Nach- Diebstahls auf der Antlagebant. Während die beiden Grſt mittag nach 6 Uhr plöglich erhob, sowie der wiederholt ein genannten leugneten, legte Germann ein Geständniß ab, wodurch getretene Wirbelwind hat namentlich in Charlottenburg arge sämmtliche Angeklagte für überführt erachtet und zu harten Der Verein zur Wahrung der Interessen der GastBerheerungen angerichtet. Am Kurfürstendamm Nr. 22 und 25 Strafen verurtheilt wurden. Kaum war das Urtheil ver- und Schankwirthe Berlins und Umgegend hielt am 22. Mai murde ein eiserner Förderthum vollständig umgeworfen; in der tündet als Blasius und Mehler über ihren Mitangeklagten feine Generalversammlung ab. Nach Erledigung einiger abBerlinerstraße, Kaiserin Augusta- Allee, Straße VI und IX, am herfielen und ihn durch Fauftschläge ins Gesicht blutig schlugen. zuändernden Punkte in dem Vereinsstatut des Rechtsschutz- RegleCharlottenburger Ujer, in der Kantstraße ist eine große Anzahl Durch schleuniges Dazwischentreten der Gerichtsdiener gelang es, ments ward die wichtigste Frage der Tagesordnung, besprochen, von Bäumen gänzlich entwurzelt worden; in der Bismarck weitere Mißhandlungen zu verhüten. Etwa eine halbe Stunde nämlich der Flaschenbierhandel der Berliner Brauereien. straße furz vor der Einmündung in die Straße XII ist die Pro- später führte der Gerichtsdiener G. den Angeklagten Blasius nach Zuerst ergriff Rollege Zubeil das Wort: Der Flaschenmenade völlig eingefunken; in der Wilmersdorferstraße hat der dem Untersuchungsgefängnisse zurück. Gleich darauf stellte sich bier Handel der Berliner Brauereien schädigt uns Schant Wind Bauzäune losgeriffen und große Balken in die Felder der Beamte dem Gerichtshofe in blutüberströmtem Zustande vor. wirthe, die wir so hoch besteuert werden, ganz außerordentlich. hinein geworfen. In der Dantelmann Straße endlich wie er angab, hatte der vor ihm gehende Gefangene sich plöß- um so energischer haben wir zu verlangen, daß dieser Handel wurde durch Sturm und Regen der Kanal durch lich umgedreht und ihm einen Boxerschlag gegen die Nase ge- des Großkapitals wenigstens auch der Besteuerung unterliegt, brochen, und das Wasser überfluthete namentlich das geben, dem mit fabelhafter Schnelligkeit andere Schläge folgten, was vorläufig noch nicht der Fall ist. Hier muß ein Weg ge Saus Nr. 3, welches im Keller einen Wasserstand von 1,5 Meter bevor der Mißhandelte sich zur Wehre zu setzen vermochte. Dem funden werden. Kollege Gründel: Durch Besteuerung Anderer wird zeigte. Telephon- und Telegraphenleitungen wurden zum Theil Letteren wurden dabei drei Vorderzähne losgeschlagen. Im die eigene Bast nicht leichter. Aus der angeregten Frage blickt übervöllig zerstört, sodaß der Betrieb ruhte; der Pferdeeisenbahn- gefirigen Termine war die Zahl der Aufsichtsbeamten vermehrt haupt mehr oder weniger verschleiert die Meinung heraus, die BraueVerkehr mußte für einige Zeit eingestellt werden, das Flora worden, um etwaigen erneuten Ausschreitungen der beiden gefähr- reien feien gar nicht berechtigt, Flaschenbierhandel zu treiben, der geEtablissement ist theilweise verwüstet worden. Mehrere alte etwa lichen Menschen vorzubeugen. Dieselben nahmen aber ihr Ur- höre den Schankwirthen allein. Nun, das schmeckt innungs2 Fuß im Durchmesser starke Bäume wurden theils entwurzelt, theil, welches gegen Blasius auf 1 Jahr 9 Monate, gegen mäßig, das ist ein manchesterlicher Standpuntt, wie er uns theils in halber Stammhöhe abgebrochen, sämmtliche Fenster an Weyler auf 1 Jahr Gefängniß lautete, ruhig entgegen. der Ostseite eingedrückt, und schließlich auch der Kaisersaal durch Waffer aus dem Oberlicht derartig überfluthet, daß die Oper nicht stattfinden fonnte. Während des Gewitters ist die Feuerwehr von Hilfesuchenden geradezu überſtürmt worden. Da in feinem der persönlich auf den Wachen gemeldeten Fällen eine ernstere Gefahr vorlag, mußten sämmtliche Gesuche um Hilfeleistung abgewiesen werden. In 11 Fällen hatte man sich der öffentlichen Feuermelder zur Alarmirung der Feuerwehr bedient und diesen Meldungen wurde auf Kosten der Betheiligten" entsprochen. Die Meldungen führten die Mannschaften nach der Potsdamerstr. 65, nach Tempelhofer Ufer 19, nach Yorkstr. 8, Scharnhorststr. 41, Kurfürstenstr. 30, Chausseestr. 28, Weinbergsweg 14 a, Buttfamer straße 17 und Admiralstr. 23. An all diesen Orten waren die Reller überschwemmt. An zwei Stellen der Stadt, am Karlsbad Kollege Gründel das Wort: Die Debatte zeigt immer mehr, daß Nr. 21 und in der Lübeckerstr. 19, hatte der Sturm die ZinkParis, 23. Mai. Das Verhältniß zwischen der Omnibus- es sich weniger um die Besteuerung der Brauereien dreht, sondern dächer abgehoben, zum Glück, ohne selbst Schaden anzurichten. Unter den Baumbeständen hat das Gewitter theilweise recht vergesellschaft und deren Angestellten ist ein sehr gespanntes. Die daß fie Privilegien erringen möchten. Die Sozialdemokratie wird heerend gewüthet. Am Belle- Allianceplay find ganze Aeste ab- Droschtenkutscher beschlossen gestern Abend, sich durch die Ihnen sicher nicht beistehen; tenn sie ist verpflichtet, es mit dem gerissen worden. In der Gneisenau- und Nostizstraße wurde Omnibusbediensteten nicht zum Ausstand bewegen lassen zu Konsumenten und nicht mit dem Kleinmeister zu halten. Oder soll sie etwa den Arbeiter veranlassen, Ihren Budiken wieder eine große, jeden Verkehr hemmende Ueberschwemmung wollen. Kellern und treu bleiben, er in Bu während zu bes Einige Minuten nach dem Ausbruch herbeigeführt. funft vielleicht nach dem Projekt der Germaniagroßen Regens stand das Waffer an der Kreuzung der Brauerei für 10 Pfennige in einem schönen Saal mit frischer Gneisenau- und Nostizstraße bereits fußhoch und auf einige Beit war sogar der Pferdebahnverkehr auf der Linie KreuzbergLust einen halben Liter Bier erhält, und wo ihm obendrein die Fuhrwerke, welche genöthigt ausgiebigste Beitungslektüre zu Gebot stehen wird? Demminerstraße" unterbrochen. waren, die Strecke zu passiren, versanten bis über die Achsen in Eine öffentliche Versammlung fämmtlicher Droschtenkutscher treten würde, ist es sehr fraglich, ob ein Bierstreit fünftig glückden Fluthen, viele Pferde scheuten vor den dunklen Fluthen zurück, welche sich nicht nur aus der höher belegenen Gegend der Berg-( Kutscher und Fuhrherren) fand Freitag Nacht statt, doch war lich zu Ende geführt werden kann; denn durch Auskauf der mannstraße nach hier ergossen, sondern auch durch die Einstiege- diefelbe nur sehr schwach besucht, was wohl hauptsächlich dem kleinen Brauereien hat sich dann das Großkapital die Konkurrenz So lange Sie nicht eine eigene schachte der Kanalisation in hochauffprudelnden Strömen ent- furz voraufgegangenen Unwetter zugeschrieben werden darf. Der aus dem Wege geschafft. quollen. Die Kellerbewohner in den Edhäusern verbarrikadirten erste Punkt der Tagesordnung, Vortrag des Genoffen Bubeil, Brauerei besigen, lösen Sie die Frage Ihrer künftigen Existenz in aller Eile ihre Fenster und Eingänge durch Sanddämme und mußte abgesetzt werden, da der Referent bei Beginn der Ver- nicht. Rollege Zubeil: Traurig wäre es um die Berliner ArBorseter, welche mit alten Kleidungsstücken, Scheuerlappen und handlungen noch nicht erschienen war. Man nahm daher sogleich Fußdecken wasserdicht gemacht wurden und sie wurden darin von den zweiten Punkt, welcher einen Bericht über die Audienz" beiterschaft bestellt, wenn sie nicht auch einen fünftigen Bierring Der Jugend, welche trotz des herniederfausenden Regens als bei dem preußischen Minister des Innern betraf, vor. Kollege zu sprengen vermöchte. Wenn es nöthig werden sollte, wird Rettungsmannschaften" barfüßig und aufgekrempelt" herbei- Engler berichtete hierüber: Die drei Personen, welche sie ihn sprengen. auch heute das. Bureau bildeten, feien mit der Deputation Die Frage der Besteuerung der Brauereien wegen des geeilt war, wacker unterstützt. betraut worden und hätten sich am Donnerstag, den 23. April, Flaschenbier- Handels ist sozialdemokratisch, sie ist eine Frage der Polizeibericht. Am 21. b. Mts. versuchte ein Dienstmädchen Vormittags, zu dem Minister des Innern begeben, dort sei ihnen Gleichheit. Wenn der Antrag Thierbach, die Versammlung möge in der Wohnung der Herrschaft in der Prinzenstraße sich mittelst aber der Bescheid geworden, daß derselbe verhindert set, sie zu eine Kommission ernennen, die sich mit der genauen Prüfung des Schweinfurter Grüns zu vergiften. Sie wurde noch lebend nach empfangen, fie follten sich um 12 Uhr an den Ministerial Flaschenbier- Handels und feiner Ausdehnung beschäftigt, durch dem Krankenhause Am Urban gebracht. Am 22. d. Mts. Mittags direktor zc. Lohdemann wenden, was ihrerseits auch geschehen sei. geht, so wird zum Mindesten ein werthvolles statistisches Material stürzte ein vierjähriges Mädchen aus dem Fenster der im zweiten Der Empfang fei zwar bei diesem Herrn ein höchft liebens- gesammelt, wie sich das Großkapital auch auf diesem Feld systeStock des Hauses Müllerstraße 165 belegenen Wohnung seines würdiger" gewefen, er konnte ihnen aber durchaus feine Ber- matisch der Besteuerung zu entziehen fucht. Die Aufhellung diefes Ontels auf den Hof hinab und erlitt anscheinend bedeutende sprechungen machen und suchte sie mit den gewöhnlichen Ver- Punttes wäre allein schon Zweck genug. Als -Im Landwehr- Kanal, gegenüber dem tröstungen abzuspeisen. er auf die einzelnen aninnere Verlegungen. Hierauf ward der Antrag, eine Kommission zur Prüfung Hause Rottbuser Ufer 42, wurde Nachmittags die Leiche eines stößigen Paragraphen des Droschtenreglements aufmerksam des Flaschenbier- Handels zu beordern, von der Versammlung an gab wenn sie genommen. Un die Wahl der fünfzehn Kommissionsmitglieder Klempners angefchivemmt. Abends fand in der Friedrich gemacht wurde, er ihnen zur Antwort, ftraße 246 ein fleiner Brand statt. Außerdem trat die Feuer nicht mit demselben einverstanden wären, müßten sie sich einen inüpfte sich alsdann die Aufnahme neuer Bereinsmitglieder wehr an neun Stellen in Thätigkeit, um die infolge des starten anderen Erwerb fuchen. Redner geht die einzelnen Punkte der Be- sowie die Erledigung verschiedener interner Vereinsangelegen Gewitterregens in die Keller eingedrungenen Wassermassen au Isprechung mit dem Beamten durch und unterzieht die Antworten heiten. würdiger eines streng sozialdemokratischen Vereins nicht gedacht werden kann. Glauben Sie etwa als Kleinmeister denn das find Sie doch den Kampf gegen das Großkapital aufnehmen zu können? Jett sollen sogar die kleinen Brauereien von den großen angekauft werden, und die großen gedenken unter sich Ringe zu bilden. Das ist der Bug der Beit. Sie sind ohn mächtig, der Kapitalist wirft Sie um, Sie steigen ins Proletariat. Bimmerleute Berlins! Auf die Bekanntgebung der Lokale Setzen Sie die Frage von der Tagesordnung ab. Kollege der freien Arbeitsvermittlung des Verbandes deutscher Zimmer: Thierbach: Gegen etwaige Ringe werden wir nimmermehr machtleute, Lokalverband Berlin, erklären die Zimmerer Moabits, daß los sein. Ich erinnere an den Bierstreit der Arbeiter, wo große diefelben mit der Einrichtung der freien Arbeitsvermittlung voll Brauereien zu fapituliren gezwungen waren. Wenn es zum Kampf ständig fympathisiren und gewillt sind, für dieselbe kräftig ein- tommen sollte, wird hinter uns hilfreich das Heer der arbeitenden zutreten. Sie wollen aber auf jeden Fall unabhängig sein von Masse stehen. jeder hier am Ort bestehenden Organisation. E. Stehr, Zim- In der nunmehr sehr erregten Debatte erhält nochmals merer, Stephanstr. 45. Versammlungen. Droschkenkutscher. " Aber selbst wenn der Arbeiter einst im Rampf für Sie ein Die Glaser- Gesellschaft Berlins und Umgegend hielt wurde und Verlegungen am Arm, am Knie und im Gesicht er-| Beachtung scheint die von Dr. med, Abae jun, in einem Vortrage, am 19. d. Mts. ihre regelmäßige Versammlung ab. Der Vor- litt. Frau Carré wurde zerschmettert als Reiche unter den ben derfelbe bei der Landesversammlung des württembergischen fißende berichtete über den in Aussicht genommenen Prozeß gegen Wagentrümmern hervorgezogen, drei Kinder sind leicht verlegt, Vereins für die vaterländische Naturkunde zu Eßlingen am die hiesige Innungs- Krankenkasse. Hieran anknüpfend, forderte ein zweijähriger Knabe fiel unter die Bant und blieb unverlegt. 24. Juni 1890 gehalten hat, in Uebereinstimmung mit Prof. Holtz er die Anwesenden auf, sowohl hier wie auch außerhalb die Vom Personal sind 17 Verwundete in dem hiesigen städtischen aufgestellte und eingehend begründete Ansicht zu verdienen. HierKollegen mit den miserablen Verwaltungsverhältnissen der Kasse Krankenhause aufgenommen, mehrere find sehr schwer verlegt, nach liegt die Ursache nicht in der Vermehrung der Zahl der Gebekannt zu machen, und tüchtig für den Austritt aus der Kaffe haben Beinbrüche, Verrenkungen und Verlegungen an der Brust witter infolge von zunehmender Entwaldang oder in Zusammenau agitiren. Die Kommission zur Ausarbeitung der statistischen und am Kopfe erlitten; auch Verbrennungen durch Dampf sind hang mit den fleineren 11jährigen oder größeren 54jährigen der Wiederkehr ber größten oder ge= Fragebogen gab Bericht über das Resultat. Es wurde der Antrag vorgekommen. Ein sechsjähriger Knabe, dessen Mutter gleichfalls Beitabschnitten und Ausdehnung der Sonnenflecken, angenommen, dasselbe nicht zu veröffentlichen, da nur zirka der schwer verwundet ist, soll heute früh im Krankenhause ge- ringsten Häufigkeit vierte Theil der Glasergesellen die Fragebogen ausgefüllt, mithin storben sein. sondern in der zunehmenden Stärke und Gefährlichkeit der Be fein richtiger Schluß gezogen werden könne. Nachdem noch einige Aus Gent( Belgien) wird uns geschrieben: Die Rooperativ. Der Gewitter, bedingt durch Veränderungen in der untergeordnete Sachen erledigt, schloß der Vorsitzende mit einem genossenschaft Booru it" in Gent leistet den belgischen Genoffen schaffenheit der Luft einerseits und in der Anhäufung der Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung die Versammlung. Häusermassen und Bauweise der Hänser andererseits. Die Verjetzt nach beendigtem Streit ausgezeichnete Dienste. Die Geschäfts- anderungen in der Beschaffenheit der Luft bestehen hauptsächlich Fachverein der Weber. Die Vereinsversammlung für den Monat Mat leitung des umfangreichen Instituts fordert alle ihre Mitglieder in der Anhäufung von ganz feinen Staub- und Rauchtheilen, fann nicht stattfinden. Dafür findet am Montag, den 25. What, eine öffent; auf, schon jetzt durch Masseneinkäufe ihre Bedürfnisse für diese welche durch das massenhafte Verbrennen von Stein- und Braunliche Textilarbeiter- Bersammlung statt bei Haase, Königsbant, Große Frank furterſtraße 117. 63 werden die Kollegen erfucht, recht zahlreich zu er- Saison zu befriedigen, damit die Genossenschaft durch die er fohlen aus den Effen der Lokomotiven, Dampffchiffe, Fabriken, scheinen. zielten Gewinne thatfräftige Hilfe bringen kann, ohne durch Geld- Bergwerke 2c. in dieselbe gebracht werden; daß diese eine EinAm Montag, den 25. Mat, Abends 8% Uhr, Versammlung der Filiale sammlungen die schon so sehr in Anspruch genommenen Partei- wirtung auf die Vermehrung der elektrischen Spannung und Berlin 2 West, der deutschen Maler und verwandten Berufsgenoffen im Vereinslokal, Bülowftr. 69. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Sint genossen zu belästigen. über Arbeiterschuh. 2 Verschiedenes und Fragetasten. Die staatsretterischen deutschen Studenten wird die Nachricht mithin auf die Stärke der Gewitter haben, beweist nach den Ausbrüchen von Vulkanen stets heftige Gewitter über dem Gipfel interessiren, daß die sozialistischen Studenten aus Genf sich in Ausführungen von Dr. Adae u. A. der Umstand, daß bei den einem begeisterten Schreiben mit den streikenden belgischen Ar- der Vulkane zur Entladung kommen, und wie weit die Verbreibeitern solidarisch erklärten und als Beitrag für die Streitkasse tung solcher Staubtheile gehen kann, hat der Ausbruch des 50 Franks übersandten. Die belgische Armeeleitung hat ein eigenartiges Manöver Krakatau in den Sunda- Inseln im November 1883 gezeigt, ber auf Monate hinaus bei uns die sog. Dämmerungserscheinungen ersonnen, um unter den Soldaten Stimmnng gegen die sozialistischen in den höchsten Luftschichten hervorrief. Arbeiter zu machen. Es laufen bei den belgischen Parteiführern zahlreiche Schreiben von Soldaten ein, in welchen sich diese über bie unerhörte Strenge beklagen, mit welcher die Offiziere aus Anlaß des Streits gegen die Mannschaften vorgehen. Aus den allergeringfügigsten Anlässen werden ganze Regimenter konfignirt, und man glaubt durch solche Maßnahmen die Kinder des Volkes gegen ihre Brüder aus den Fabriken und Minen aufheben zu Tönnen. Glücklicher Weise geht aus den Briefen hervor, daß Waffen nach deutschem Muster- fast überall auf unfruchtbaren diese Art der Agitation- vielleicht ein Kampf mit geistigen Boden fällt. Roller'scher Stenographenverein Süd- Berlin". Montag, den Schreib und Leseübungen ze. 28. mai, Abends 8% Uhr, im Restaurant Pros, Annenfir. 9: Unterricht, Zentral- Branken- und Sterbekaffe aller Arbeiter Deutschlands ( Buſchußtaffe), örtliche Verwaltung Rixdorf. Mitgliederversammlung am Montag, den 25, Mai, Abends 8% Uhr, bei Duscheck, Bergstr. 7. Tagesordnung: 1. Wahl eines Delegirten zu der am 7. Juni fiatifindenden Generalversammlung. 2. Kaffenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Freie Vereinigung der Graveure, Ciseleure und verwandten Berufsgenossen. Montag, den 25. Mai, Abends 9 Uhr, in Krieger's Salon, Wafferthorstr. 68: Deffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Lütgenau über: Welcher politischen Partei schließen wir uns an? 2. Distuffton. 8. Verschiedenes. alle im graphischen Gewerbe bes fchäftigten männlichen Personen find zu diefer Bersammlung eingeladen; des= gleichen die Herren Redakteur Goldschmidt und Dr. M. Hirsch brieflich benachrichtigt. Verein zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher, Montag, den 25. Mat, bet Feuerstein, Alte Jatobiraße 75. Bersammlung. Tages ordnung: Bortrag des peren Bölsche über: Materialismus. Distusfion. Verschiedenes. Männergesangverein Olympia, Dienstag, Abends 8 Uhr, bet Gehrt Vergnügungsverein Reichskrone". Sigung am Dienstag, Abends 6 Uhr, im Bittoria- Salon, Perlebergerftr. 13. Gäste willkommen. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein am Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends von 8-10 Uhr, Männerabtheilung.- ,, Berliner Turngen offenfchaft" 1. Behrlings- Abtheilung turnt Montag von 8-10 Uhr Bant str. 9-10 im Leffing- Gymnasium. Turnverein, fte n"," Lehrlingsabtheilung, Montag Brinzenstr. 106. Aufnahme neuer Mitglieder. von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Gäste willkommen. " Bergnügungstlub Mephisto" Montag Abend Verein Wilhelmstr. 118. Damen und Herren willkommen. " " BergnügungsLiterarisches. Von der Bibliothek politischer Reben( Verlag von Wör lein u. Comp., Nürnberg) ist soeben Heft 6 erschienen. Daffe Ib enthält: Reden der Abg. Pernerstorfer und Dr. Krona wetter über die Auslagen der Staatspolizei. Gehalten im 1887. Gine Parlamentsrede Byron's.( Ins Deutsche übersetzt österreichischen Abgeordnetenhause in der Sigung vom 6. Mai von H. W. A.) Gehalten im englischen Oberhaus, den 27. Februar 1812. Preis des Heftes 20 Pf. Acmobleixed Sprechsaal. Depeschen. Daß das erste Dampfschiff der Welt auf der Fulda von Raffel nach Münden gefahren ist und daselbst vernichtet wurde, dürfte nicht allgemein tekannt sein, jedoch liegt über diese Thatsache ein attenmäßiger Beweis vor. Der Erste, welcher die Bewegtrait des Dampfes bei der Schifffahrt anwandte, war Rauch flub, Arcona", Montag, Abends 8-10% Uhr bet 3iplinstt, Dionisius Papin, ein aus Frankreich wegen seiner Religion verReichenbergerstr. 71.--Rauchtlub, Weiße Wolte", Montag, bends Auf die Sprechfaal- Notiz der Frau Gubela habe ich an dieser von 9-11 Uhr, Streligerstr. 16, bei Becker. Rauchtlub Deutscher triebener Franzose, der am 22. August 1647 zu Blois geboren Stelle folgendes zu erwidern: Miche I" Montag Abend von 8%-10% Uhr bei Schöneburg, Grüner Weg 9. wurde. Die Maschine seiner Erfindung ist unter dem Namen Als das Schiedsgericht mit dem Urtheil fertig war, wurde Rauchtlub, Freiheit", jeden Montag um s uhr bei Wuttke, Friedrichsberger-" Papin's Topf" bekannt. Die Dampfmaschine, welche er vorftraße 4. Bereinanderluft", Sigung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, Grünauer- schlug, finden wir in den Leipziger Urkunden vom Jahre 1690 Frau Gubela frank, und unterblieb aus diesem Grunde die Puftraße 14 bei Rach.- Verein der Oberlaufiber", Montag, Abend 9 Uhr unter dem Titel„ Novus- Methodus ad vires motrices vali- blizirung des Urtheils. Wenige Tage nach Ostern wurde mir im Restaurant Hedwig, Rosenthalerstr. 45. Friedrichs- Verein", ehemal. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Oranienstr. 34. ontag, Prantenir." dissimus levi pretio comparandus" auf Seite 410 verzeichnet. mitgetheilt, daß Frau G. aus dem Krankenhause entlassen wäre, Berein ehem. Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Sigung. Hiernach sind die Engländer so gut wie die Amerikaner im sich jedoch nur mit Hilfe eines Stockes fortbewegen tönnte. Nachdem ich mit einigen Mitgliedern des Schiedsgerichts Bergnügungsverein, Fre unde streue", 9% Uhr, tim Restaurant Gerth, Irrthum, das Eigenthum der Erfindung für ihre Nation darüber gesprochen, kamen wir dahin überein, die Publizirung Brinzenjiraße 106. Bergnügungs- Verein Reichstrone", Sigung Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, im Bittoria- Ballfalon, Berlebergerfir. 13. Gäfte in Anspruch zu nehmen. willkommen. Bergnügungsverein Fidelio", Montag Abends uhr im einer Schiffswerft in Kassel an, und im 28inter 1704 wurden da- auf einige Wochen zu vertagen, damit uns nicht der Vorwurf Reſtaurant" Bum Reichsgarten", Orantenſtr. 108. Damen und Herren als mit schon Experimente gemacht. Er wollte mit einem Schiffe der Härte gegen Frau G. gemacht werden konnte! Es liegt mithin fein Grund vor, in derartiger gehässiger 8% Uhr bei Wolff, Brunnenstr. 35a. Bergnügungsverein" Edelweiß 2" ohne Ruder und Segel, nur mit Rädern versehen, nicht allein jeben Montag im Restaurant Reichsgarten, Oranienfir. 108.- Bergnügungs- auf der Fulda von Kassel nach Münden und von da nach Bremen, Weise vorzugehen, wie Frau G. es für gut befunden. Wenn Frau G. die Publizirung früher gewünscht hätte, so Amicitia", Sigung Sonntags um 3 Uhr im Bereinshaus, sondern auch über das Meer nach England fahren. Landgraj wäre es jedenfalls einfacher gewesen, sich an ein Mitglied des verein Annita". Montag Abend von 8 bis 10 Uhr bet Roth, Rarl von Hessen interessirte sich sehr für die neue Erfindung. Naunynfir. 31. Theater- Verein Blumenlefe", Borf. E. Wuthe. Sonnabend, den 24. September 1707, fuhr Papin mit seinem Schiedgerichts zu wenden und dann erst den Weg der DeffentSigung mit Damen Sonntag Nachmittag 4 Uhr im„ Dresdener Garten", Damp schiffe von Kassel ab und kam am selben Tage in Münden lichkeit zu beschreiben. Alles Nähere am Dienstag, den 26. Mai, Dresdenerstraße 45. Gäfte willkommen. Privat- Theatergesellschaft off= bei Joël, Andreasstraße 21. nung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bei Krebs, Ohmgasse 2. Gäste, Damen und an. Er wollte weiter in die Weser nach Bremen fahren, aber Gustav Janz, Höchstestr. 43, Herren, willkommen. Privattheater- Gesellschaft Augusta- Victoria", die Münden'schen Schiffer wollten solches nicht leiden, auch waren Sonntag 3 Uhr im Vittoria- Saal, Perlebergerstr. 13. Gäste willkommen. der städtische Magistrat und die turfürstlich hannover'schen BePollack- Club„ Eintracht", bet Gustav Schulze, Wienerstr. 68. Gäfte will amten in der Sache nicht einig, und so konnte es geschehen, daß tommen. Klub„ Geselligfeit", Sigung Sonntags 6% Uhr bei Schmidt, Wrangelfir. 141. Geselliger Vergnügungsverein Nord" Sonntag Nach dem Papin das Dampfschiff in Münden von Seiten der Schiffer mittag 4 Uhr bei Rade, Müllerstr. 161. Gäste, Herren und Damen, will- zerstört wurde. Das Fahrzeug war so groß, daß Papin nebst ( Depeschen des Bureau Herold.) Sund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend. Frau und Kindern, auch einige Kasten und Hausgeräthe und ein Sonntag: Theater- Gesellschaft Köln, 23. Mai. Die Köln. Volksztg." meldet aus Saar Hoffnung' 6 Uhr, bet Stehmann, oder zwei Schiffsleuten sich darauf befanden. Melchiorstr. 15, Montag: Theatergesellschaft Ataste", 9 Uhr bei louis: Die Versammlung der streitenden Bergarbeiter beschloß, Stermann, Melchiorftr. 15.- Werein, et Be Wolte", 9 Uhr bet Becker, Zunahme der Blizgefahr. Es ist eine bereits mehrfach den Ausstand fortzusetzen. Die Versammlung wurde aufgelöst. Streligerftr. 16.- Bergnügungsverein, Fidelto", 9 Uhr im Reichsgarten, hervorgehobene Erscheinung, daß die Zahl der Fälle, in denen Vergnügungsverein Matglöckchen", 9 Uhr, bet Dranienfir 108. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Wend, Köslinerstr. 17.- Theaterverein Stern", 9 Uhr bei Granz, Tempelhofer ist, in stetiger Zunahme begriffen ist. Im Königreich Sachsen des Eisenbahn- Betriebsamts Hannover- Rheine ist das EisenbahnCamilla", bei Schröder, man nachgewiesenermaßen Feuerschaden durch Blitschläge entstanden Hannover, 23. Mai. Nach einer offiziellen Rundgebung teuffelstr. 9.- Theaterverein Kirchlengern Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends belief sich die Anzahl der durchschnittlich jährlich auf 1 Million auf zwei Ursachen zurückzuUhr: Uebungsfunde. Aufnahme neuer Mitglieder- Gesangverein Gene: Gebäude gefallenen Blißschläge 1859/62 auf 107, 1867/70 auf unglück bei felber" Restaurant Triefchmann, Jüdenstraße 55. Siebertafel der 161, 1875/78 auf 215, 1883/84 auf 818 und ist 1889 auf 621 führen: Der dienstthuende Stationsbeamte hat in Verlegung der Vorschriften gleichzeitig beiden Bügen das EinfahrtsMaler und verwandten Berufsgenoffen bei Berg, Kaifer- Franz- Grenadier gestiegen, nachdem das Jahr 1888 ausnahmsweise wenig, Plaz 7.- Gefangverein Myrthenblätter, Alte Schönhauserstraße 42, nur 185, Blizschäden hatte. Professor Holz hat aus fignal gegeben; dazu kam, daß der Personenzug nicht rechtzeitig Gesangverein harmonie", Meyerbeerstr. 9 bei Dornblatt. Männer- Gefangverein Sieberluft", Fichteftraße 29 bei Strofche( früher einer Zusammenstellung aus den Atten von 60 Feuer zum Stehen gebracht, über die Ausgangsweiche eine Wagenlänge Moewes). Gefangverem Geselligkeit 2" Münzstraße 11 bet Bemter. versicherungs- Gesellschaften Deutschlands, Desterreichs und der herausrutschte und so dem einfahrenden Sonderzug in die Seite Arbeiter- Gesangverein Borwärts"( Südost) bet Biemer, Cuprys Gefangverein ,, yra", Charlottenburg, Rosinenfir. 3 bei Grischow Schweiz, welche den Beitraum von 1854-1877 umfaßt, ersehen, fuhr. Die nähere Untersuchung ist eingeleitet, der dienstthuende von 8 bis 10 Uhr. Gefangverein" Norddeutsches Doppel- daß die Blizgefahr in diesen drei Bändern zusammen durchschnitt Beamte ist suspendirt und verhaftet. lich sich um das 21/2 fache erhöht hat. Für Deutschland allein ergeben alle Untersuchungen übereinstimmend für die letzten 30 Jahre eine Verdreifachung der Blizgefahr; Prof. Karsten schäßt ben gegenwärtigen jährlichen Gesammtverlust für Deutschland hieraus auf 6-8 Millionen Mart; bei einer ferneren Bunahme Hannover. Ueber den Zusammenstoß in Kirchlengern der Blizgefahr in gleichem Verhältniß würde der jährliche Verlust werden folgende Einzelheiten gemeldet: Der Wagen, in welchem am Wolfsvermögen durch Blißschaden 25-30 Mill. Mart betragen. die Familie Carré und ein Theil des Personals faßen, wurde Es sind vielfache Versuche gemacht worden, die Ursache dieser über den Backwagen hinweg auf den Tender geschoben, schlug so bedrohlichen Zunahme zu ergründen, um festzustellen, ob die dann um und fiel, mit den Rädern nach oben, auf die Böschung selbe eine dauernde oder nur als vorübergehend anzusehen ist, des Bahndammes hinab, wobei Direktor Carré hinausgeschleudert und welche Maßnahmen dagegen zu ergreifen sind. Besondere tommen. " Ufer 15. Nachher Tanz. Gäste willkommen. bet Reimann. " ftraße 16.Quartett" Grüner Weg 20 bet Gold. " Vermischtes. Wissenschaftliche Naturheilkunde. Einzig sichere Hilfe für alle Kranken. Hände der Kurpfuscher werfen und diesen Geld 99 so Briefkaffen der Expedition. Für den Maifonds gingen ferner folgende Beiträge bet uns ein: Lefellub Gleichheit, Staligerstr. 7, 5,20. Tischlerei v. Bayer, Grüner Weg 2, 3 Mann 8,-. Milchpächter E. H., Münche bergerstraße, 1,-. Hugo Schröter 2,-. Summa 11,20. Bereits quittirt 909,40. Summa 920,60. Weitere Beiträge nimmt gern entgegen die Expedition Beuthstr. 3. weit hergestellt, daß ich meine Brazi? Bigarren- und Tabakgeschäftungen empf. Den Genossen G. Kleist, wieder übernommen habe. pract. Zahnarzt J. Semmel, 708L Von meiner Krankheit bin ich Vereinsabzeichen, Stempel u. GraviPraxis 58/19 J. Janz, Janno wih- Brüde Nr. 1. Waldemarstr. 48. Größtes Berlins Jede Art Wäsche w. gewaschen u. geSager p. plättet, auch ausgebeſſert Streltzerstraße Wer sich nicht in die der verlange meine Echrift: Welche Heile Neue Königstr. 48, am Alexanderpl. Kinderwagen. Andreasßr. 23, 5- P. Plaze 16, v. 3 Tr. bei Leh. und Gesundheit opfern will, methode ist die beste? Versandt gratis. Jeder Leidende, der diese Schrift gelesen hat, gewinnt die Ueberzeugung, daß ihm noch geholfen werden fann, wenn er auch schon von den größten Autoritäten der Medizinheilkunde als unheilbar aufgegeben ist. Dir. Zupke, Berlin SO., Michaelkirchplah 13 I. 780 L Dr. Hoesch, homöopath. Arzt Artillerieftr. 27. 8-10, 5-7, Gount. 8-10. Sprechstunden 9-11 Uhr. Auswärts brieflich mit gleichem Erfolg. Schmerzloses anziehen m. Glektri951b 937b Möbl. Schlafft., sep., Admiralstr. 40, G. möbl. Schlafft. Staligerstraße 128, b. Glaser, Hof 2 Tr., 7 M. 984b Hof 1 Tr. Möbl. Schlafstelle für Herrn, Weber, Mbl. Schlafft. Wrangelstr. 10 II. b. Blum. Oranienstr. 16, II. Gine frol. Schlafft. ist zu verm. Freundl. Schlafft. b. Stein, Sorauer- Staligerstr. 122 II b. Gündermann. ftraße 19, Hof I." Frol. Schlafft., sep. Eing., KöpnickerEine Schlafft. 3. vermieth. b. Walter, str. 124, Quergeb. 8 Tr. 999 b Prinzenstr. 100, Querg. III., Gartenw. Eine freundl. 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Greifswalderstr. 68, 968 b v. 1 r. b. Jost. Frdl. Schlafft.. Eing. sep., zu verm. Große Frankfurterstr. 5 3 Tr. lints. Frdl. Schlafst., sep. Eing., für zwei Grüner Weg 28, bei Masuch. 978b Serren, 6,50 M., Manteuffelstr. 102, 188 M v. 1. Tr. bei Kapuste. Schlafft. für 2 Herren zu vermiethen Saubere Schlafft.( sep. Eingang) für Eine gute Schlafft. ift 3. vermieth. b. 979b Rochow, Bagnhofftr. 2, H. II. 2 Herren b. König, Prinzenstr. 5, vorn 1£ r. t. 950b 953b Zwei freundl. Schlafft. s. a. Genossen. zu vermiethen Oranienstraße 200 bei artenberg. 944b Frol. Schlafft. Luifen- Ufer 39, Hof Möbl. Schlafft. 3. verm. b. Hoffa 974b 2 r., a. d. Ritterstr. 6. Tschernig. 983b| mann, Waßmannstr. 36, IV. 956b Große öffentliche Volksversammlung am Montag, den 25. Mai, Abends 8% Uhr, in der Volks- Brauerei, Alt- Moabit Nr. 47-49. Zages Ordnung: 333/8 1. Vortrag des Herrn Hennig. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes, Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein des II. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Versammlung am Dienstag, den 26. Mai cr., Abends 8½ Uhr, in ,, Königshof", Bülowstr. 40. Tages- Ordnung: 1. Vortrag über die sozialrevolutionäre Bewegung in Rußland". Referent: Genoffe Th. Glocke. 2. Distuffion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragetaften. Die neuen Statutenbücher werden in dieser Versammlung ausgegeben. Zugleich ersuchen wir diejenigen Mitglieder, welche mit ihren Beiträgen restiren, diese umgehend zu entrichten, da wir uns sonst veranlaßt sehen, sie auszuschließen. Die Zahlstellen befinden sich bei Otto Klein, Zigarrengeschäft, Rottbufer Damm 14; Schener, Restaurant, Gneisenaustr. 35; Haugt, Restaurant, Boechstr. 12; Schmidt, Restaurant, Dieffenbachstr. 34; Luhm, Restaurant, straße 1; Schröder, Zigarrengeschäft, Kreuzbergstr. 15; Grube vorm. Schönfeld, Restaurant, Mariendorferstr. 10; Riesel, Restaurant, Schwerinstraße 58; Böhland, Restaurant, Bülowftr. 52; Graffunder, Restaurant, Schwerinstr. 9. Arbeiter- Bildungs- Schule. Der heute( Sonntag) beabsichtigte Besuch des Museums am Luft. garten, unter Führung des Geschichtslehrers Herrn Henning, findet einges fretener Umstände wegen erst ftatt. über 8 Tage am 31. Mai Unferem Rollegen und Genossen Karl Klahn zu seinem 25. Wiegenfefte ein dreimal donnerndes Hoch von mehreren 964b Kollegen aus der Haide. Achtung, Wir erſuchen die Theilnehmer des Geſchichts- Unterrichts, ſich der Grpe: Zinkgiesser! dition anzuschließen. Gleichzeitig machen wir bekannt, daß der Unterricht für die National- Dekonomie in der II. Nordschule, Müllerstr. 179a jezt regelmäßig Mittwochs von 81/ 2-10%/ 2 Uhr Abends stattfindet. 103/19 Der Vorstand. Achtung, Maurer! Die Beerdigung unseres Kollegen Max Röthe findet heute, Sonntag, den 24. Mai, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichen halle der Zions- Gemeinde, Neu- Weißensee, in der Gustav Adolfstraße, aus statt. 353/4 Oeffentliche Versammlung der Maurer um recht zahlreiche Betheiligung erBerlins und Umgegend Dienstag, den 26. Mai, Abends 8 Uhr, in der Habel'schen Brauerei, Bergmannstraße 7. Tages- Ordnung: 1. Der 8. deutsche Maurerkongreß und dessen Beschlüsse. 2. Stellungnahme zu denselben. wollen, sind hierzu eingeladen. Alle Kollegen, welche die Einigkeit der deutschen Maurer herbeiführen 235/5 Der Einberufer. E. Gröppler, Krautstr. 42. Fachverein der in Buchbindereien Brandenburgstr. 11; Ernſt Wilſchke, Zigarrengeſchäft, Katzbachstr. 1 u. Junker- und verw. Betrieben beschäft. Arbeiter. Montag, den 25. Mai, Abends 9 Uhr, in Feuerstein's oberem Saal, Alte Jakobstr. 75. Zugleich weiſen wir darauf hin, daß alle Diejenigen, welche mit ihren Ausserordentliche General- Versammlung. Billets vom 3. Mai( Berliner Bock- Brauerei) noch nicht abgerechnet haben, dies bis spätestens Montag, den 25. Mai, zu thun ersucht werden. 337/11 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den vierten Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 26. Mai, Abds. 8 Uhr, in Mohrmann's Salon, Gr. Frankfurterstr. 117 Große Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereins- Angelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragetasten. Zahlreiches Erscheinen ist nothwendig. Der Vorstand. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich: im Süd- Osten bei G. Schulz, Rottbuserplay, Zigarrengeschäft; Fr. Zubeil, Naunynſtr. 86; Karl Scholz, Wrangelstr. 32; B. Stabernack, 2 rangelstr. 85; im Osten bei Gustav Tempel, Breslauerstr. 27; Restaurant Heindorf, Langestr. 70; Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Daselbst werden auch neue Mitglieder aufgenommen. Große öffentliche Versammlung 331/9 sucht J. A.: Otto Jost. Danksagung. Für die große Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben unvergeßlichen Mannes sage allen Verwandten u. Kollegen meinen tiefgefühlten Dank. 1004 b Wwe. Anna Bonke. Meinen werthen Freunden und Nachbarschaft zur gefl. Beachtung! Anfertigung von Damen- und Kindermänteln Genres schnell Binding auch jetze männl billig, fertige Mäntel und Modernisirung alter Sachen. ResterGeschäft G. Schiemann, GriebenowBrake 18 part. Tages Ordnung: Achtung! Kein Laden. 1. Stellungnahme zu der am 11. Mai in öffentlicher Versammlung an- Nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren genommenen Resolution( Freudenreich) und event. Umgestaltung oder Auf- 1 Mart. Garantie rein amerikanische lösung unseres Vereins. Zabate. Rippentabak 2 Pfd. 60 Pfg. 2. Antrag des Koll. Klitte betr. Aenderung des Arbeitsnachweis: 687L 3. Verschiedenes und Fragekasten. Reglements. 118/12 Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Textil- Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 25. Mai 1891, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Haase( Königsbank), Gr. Frankfurterstr. 117. Tagesordnung: 1. Verlesung des Verbandsstatuts und Diskussion. 2. Die Arbeiter- Kontrollmarke in der Textilbranche. Ref.: Gen. Augustin. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. NB. Es ist Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, welche Interesse für ihre eigene Lage und die ihrer Mitarbeiter Der Einberufer. Der Stellmacher Berlins u. Umgegend und Arbeiterinnen empfinden, in dieser Versammlung zu erscheinen. Dienstag, den 26. Mai, Abends 8 Uhr, in Heusel's Festfälen, Brunnenstraße 129 a, Eingang zum Saal Invalidenstraße. Zagesordnung: 1. Berichterstattung des Gesellenausschusses über die mit den Innungsmeistern stattgehabten Verhandlungen. 2. Die Streit Kontrollkommission event. Wahl. 3. Gewerkschaftliches, Verschiedenes. Es ist Pflicht jedes Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. R. Henze. 285/11 Große öffentliche Versammlung 947b Tapezirer! H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Gardinen- Reste zu 1-4 Fenster passend spottbillig, in der Fabrit Grüner Weg 80, part. Eingang vom Flur. 770 L Freunden und Genossen empfehle meine preiswerthen Cigarren und Tabake, Benno Stabernack, 7052 Wrangelstr. 85. nossen zur Anfertigung von HerrenEmpfehle mich Freunden und Gegarderoben jeder Art. 981b G. Richter, Aderstr. 159, v. 4 Tr. Billigste Bezugquelle für Wiederverkäufer! 2 gu Reid versi 289 14. diese Tedic 75 liche Schlü Veri that der fam hat, miff gere vorg der die dien 760b entg Rei war gehe weg aber abg gew 49a, wer Kra anzi wel höre den 34 Stac pfli Mi ein unt gef erft geig fall Der wel Mi ind 924b 84 nüc Ko leh au du AL de fer jed gli M M de 150b lic ha ftr ni ta Sämmtliche sozialistische Schriften, gebunden und in Lieferungen. Großes Lager von Parteibildern. Im Laden Montag, den 25. Mai, Abds. 81/2 Uhr, bei Hensel, Invalidenstr. 1a, Ede Brunnenstr. Einzelverkauf IF Versammlung. Tages- Ordnung: 311/10 1. Vortrag des Kollegen Wildberger. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Wir ersuchen die Kollegen des Nordens, die Versammlung zahlreich zu besuchen. der Maler, Austreicher n. Berufsg. Versammlung Berlins und Umgegend am Mittwoch, den 27. Mai, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79( oberer saat). des deutschen Schneider- und 1. Die Bedeutung des 1. Mai und der Achtſtunden- Arbeitstag. Referent: Schneiderinnen- Verbandes Zages Ordnung: Regierungs- Baumeister a. D. Herr Keßler. 2. Abstimmung über die Resolution. 3. Verschiedenes. 216/6 ( Filiale III) Der Einberufer. Vereinigung Th. Mayhofer, Nachf. Sozialdemokratische Buchhandlung, Berlin N. Weinbergsweg 15b, dicht am Rosenthalerthor. Nur 1 Mark. 849b der Schmiede Deutscht. siehung von Forderungen. Pollak, ( Zahlstelle Berlin.): Dienstag, den 26. Mai, Abends 8 Uhr, bei 3emter, Münzstr. 11: Klagen, Eingaben, Reklamationen, Rath im Zivil- und Strafprozeß. Einjetzt Raupachstr. 7, I. Auch Sonntags. Mein reichhaltiges Lager von Cigarren, Rauch-, Kau- und am Dienstag, den 26. d3., Abds. s uhr, Große Versammlung. hatte allen Freunden und Genossen in den Tagesordnung: 8 Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Um zahlreiches Er- Parlamentshallen, Landsbergerstr. 35. scheinen ersucht Der Vertrauensmann. Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Montag, den 25. Mai 1891, Abends präzise 8 Uhr, im ,, Salon zum Freischük", Fruchtstr. 36 a: Grosse Versammlung. Tagesordnung: 1. Die moderne Ehe und die freie Liebe. Neferent: Herr Marew 3ti. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Generalfonds und vom Vergnügungsfomitee. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Die Billets zu der am 7. Juni stattfindenden Dampferpartie nach Schmödwih gelangen zur Ausgabe. Jeder Kollege ist verpflichtet, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Stuckateure. 231/12 Große öffentliche Versammlung sämmtl. Stuckateure u. Berufsgen. Berlins u. Umgegend am Mittwoch, den 27. Mai, Abends 8 Uhr, in Feuerstein's( Parterre-) Saal, Alte Jakobstr. 75. Der wirkliche Werth der fachgewerb lichen Vereinigung. Ref.: J. Timm. Gäste willkommen. 270/11 Kranken- Unterstügungsbund der Schneider. Mitglieder- Versammlung Dienstag, den 26. Mai, Abds. 8½½ Uhr, Kommandantenstr. 20( Arminhallen). Tagesordnung: Statutenberathung und Stellung von Anträgen zu der am 10. August zu Göttingen stattfindenden Generalverfammlung. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder ist nothwendig. Mitgliedsbuch legitimirt. 274/5 Die Lokalverivaltung. Freie Bereinigung Tagesordnung. 1. Berichterstattung von der Generalversammlung. 2. Diskussion. 3. Unser Sommervergnügen. 4. Verschiedenes und Fragekasten. 979/7 Die Ortsverwaltung. bestens empfohlen. W. Gassert, Gerichtsstr. 7. Kanarienhähne, Vorsänger, Hohlroller- Apparate, verkauft billig 966b F. Schulz, Christinenstr. 28. Schlag. Nachtigallen 12 M. Pfeif. Sprachmeister 15 M. Pfeif. SchwarzVerband deutscher Korbmacher platten 8 M. Schlag. Finken 1,50 M.: c. ( Filiale E). Versammlung Montag, den 25. Mai, Abends 9 Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21. Der Vorstand. 193/5 Ich fordere den Herrn, der am Auch Tausch. Koppenstr. 90, Redt mann, Vogel- u. Taubenhdl.[ 917 b Arbeitsmarkt. 25 Arbeiterinnen 967b Kunze, Schulzendorferstr. 6. 21. Mai Reisekorb, grauen Koffer auf ganz einfache Tose Jackets in und Ledertasche bei mir abgegeben hat, und außer dem Hause verl. auf, diese Gegenstände bis Sonnabend, den 30. Mai bei mir abzuholen. F. Klühne, Schankwirth, Staligerstr. 182. Erkläre hiermit den Restaurateur Mamsells auf Jackets કોક- 525 973b verl. Kleiner, Anklamerstr. 26, 1 Tr. Wagenlackirer- Absetzer verl. Fruchtb 11 D 975b 11 Lages- Ordnung: 1. Bortrag des Herrn 3. die Gewerbe- Gerichte." 2. Diskussion. 3. Bericht der Delegirten von der Zivil- Berufs Musiker A. FIic, Simeonftr. 23, als Ehren- straße 24, 2. Dofder Berliner Bau- Arbeiter- Konferenz. 4. Bericht der Delegirten zur Berliner Streit- Kontroll- Kommission. 5. Verschiedenes. Der wichtigen Tages- Ordnung halber ist es unbedingt nothwendig, daß ein jeder in und um Berlin arbeitende Kollege in dieser Versammlung erscheint. 271/14 Der Einberufer. Vereins. Barquettbodenleger Berlins Montag, den 25. Mai, Abends 81/2 Uhr, bei Weigt, Markgrafenstr. 87. Versammlung. Zages Drdnung: 1. Vortrag. 2. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch ersucht Berlins und Umgegend. Am Dienstag, 26. Mai, Vormittags präz. 9 Uhr, in den" Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Grosse öffentliche Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Was haben wir von unserer Dr ganisation zu erwarten? Ref.: F. Zubeil. 2. Diskussion. 3. Ausgabe der Mitgliedstarten. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verschiedenes. 250/7 1005 b Der Vorstand. Rixdorf. DI Der Vorstand. Mitglieder- Versammlung der Mitglieder- Versammlung des Arbeiter- Beutral- Krankenkasse d. Töpfer Bildungsvereins für Rirdorf und Umgegend Montag, den 25. Mai, Abends 8/2 Uhr, in Barta's fleinem Saal, Bergstraße 120. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Benk:" Die Chartistenbewegung in England und die Sozialdemokratie." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen heiten und Fragetaften. Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. Gäste willDer Vorstand. tommen 107/6 am Dienstag, den 26. Mai, Abends 7/2 Uhr, bei Herrn Gründel, Dresdenerstr. 116. Zagesordnung: 1. Vortrag über geheime Männerfrankheiten: Herr Dr. Sturm. 2. Vierteljahrsbericht. 3. Verschiedenes. 318/4 Der Vorstand. mann. 989b Hof. Bigarrenmacher nach außerhalb verl. brüdern meine Brot- und ff. KuchenEmpfehle allen Genossen u. Sanges- Bu erfr. Gitschinerstr. 38 3 Tr. 1899 M bäckerei. Brot und Frühstück sende frei in's Haus. 628 H. Teupel, Boechstraße 21, Gräfestraße 78, Boppstraße 5. Alle Besucher der Hafenhaide mache auf mein Geschäft Gräfestr. 78 aufmerksam. Wenig fehlerhafte Teppiche pottbillig! Sophateppiche nur 6 u. S. Salonteppiche à 15 u. 18. Ganz große Saal- und Zimmerteppiche à 25,36 u. 58, sonst 80 u. 200 M. J. tücht. Mädchen f. 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Dezember 1890 überwies der Reichstag den Gefeßentwurf, betreffend Abänderung des Krankenversicherungs- Gesetzes vom 15. Juni 1883, einer Rommission von 28 Mitgliedern zur Vorberathung. Diese Kommission trat am 14. Januar d. J. in die Berathung des Entwurfes ein und hatte ledigt. Die zweite Lesung begann am 9. Februar und wurde in dieselbe in erster Lesung am 31. Januar nach 13 Sigungen er7 Sigungen zu Ende geführt. Am 17. März war der schristliche Bericht der Kommission über ihre Verhandlungen und Beschlüsse fertiggestellt, welcher nunmehr im Druck vorliegt. Veränderungen und was wir gleich fonstatiren wollen, auch Der Regierungsentwurf hat durch die Kommission erhebliche thatsächliche Verbesserungen erfahren. Die herbe Kritif, welche der Entwurf in der Presse sowohl als auch in zahlreichen Verfammlungen und auf dem Kongreß der freien Hilfskaffen erlitten hat, scheint nicht ohne Einfluß auf die Mitglieder der Kommission gewesen zu sein, was denselben nur zur Ehre gereichen kann; denn der Volksvertreter, der lediglich einer vorgefaßten Meinung oder dem Willen der Regierung folgt und der auf die berechtigten Klagen oder Wünsche und Bedürfnisse, die aus dem Volke geäußert werden, keine Rücksicht nimmt, verdient jedenfalls nicht das Vertrauen, welches ihm durch die Wahl entgegengebracht wurde. Sonntag, den 24. Mai 1891. 8. Jahrg. Aenderungen der Festseßung treten deutung. Am einfachsten können wir unsere Behauptung durch erst sechs Monate nach der Veröffentlichung ein Beispiel beweisen. Ein Arbeiter gehört einer Zwangs- und in Kraft." einer freien Hilfskasse an, er hat in beiden Kassen bis zum Bei Berathung des§ 8 wurde auch auf die großen Uebel- 1. Mai die Beiträge bezahlt und wird an diesem Tage erwerbsſtände hingewiesen, welche durch die oft willkürliche Festsetzung los, bleibt es auch auf längere Zeit und bezahlt weder an die des ortsüblichen Tagelohns entstünden. Die billigsten 3wangs noch an die Hilfskaffe Beiträge. Die Folge wird also 23hne dienten nur zu oft in großen ländlichen Distrikten als sein, daß er nach 3 Wochen keinen Anspruch an die Zwangstaffe Grundlage, dadurch aber erhalten die Arbeiter des betreffenden mehr geltend machen kann, während ihm seine Ansprüche an die Bezirks nicht nur ein niedrigeres Krankengeld, als ihnen zukom- Hilfskaffe immer noch erhalten bleiben, und zwar so lange, bis men müßte, sondern auch die Unfallrente wird dadurch äußerst der Ausschluß wegen Zahlungsfäumniß erfolgt ist, was in der Tagelohn nicht überschreiten. niedrig gehalten für diejenigen Arbeiter, welche den festgesetzten Regel bei 8-13 wöchentlichem Rückstande erst geschieht. Es ist in Bezug auf den Ausschluß bei den freien Hilfstassen völlig Es wurde dadurch die Arbeiterfreundlichkeit" unserer gleichgiltig, wie lange das Mitglied der Kasse angehört, der AusAgrarier wieder aufs Neue illustrirt- die Zölle auf die noth- schluß wegen Beitragsrückstand kann nach Bezahlung auch nur wendigsten Lebensmittel so hoch als möglich, die Arbeitslöhne eines Wochenbeitrages nicht früher erfolgen, als wenn der dieser Beziehung schon sein, denn folgende Resolution fand ein- tasse aber, welche eine statutarische Bestimmung aufnehmen hingegen so niedrig als möglich! Schlimm muß die Sache in Beitrag bereits Jahre lang entrichtet wurde. Die freie Hilfsstimmige Annahme: würde, nach welcher Mitglieder wegen vertragswidrigem Austritt mit tönnen. ,, Der Reichstag wolle die folgendeResolution annehmen: aus der Beschäftigung ausgeschlossen werden vorausgesetzt, daß Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, eine solche Bestimmung zulässig wäre die freie Silfstaffe die geeigneten Maßregeln zu ergreifen, würde eher an dieser Bestimmung zu Grunde gehen, wenigstens daß in sämmtlichen Bundesstaaten die soweit sie auf Arbeiter berechnet ist, als bei dem Mangel einer Feststellung der ortsüblichen Tagelöhne folchen Bestimmung an einem Streit, bei welchem mehr oder nach thunlichst gleichen Grundsäßen und weniger ihrer Mitglieder betheiligt sind. den thatsächlichen Tagelohnsähen ge= Eine Verbesserung hat der§ 28 der Regierungsvorlage auch wöhnlicher Zagearbeiter entsprechend er noch insofern erfahren, als der dreiwöchentliche Anspruch nach folgte." dem Ausscheiden nicht ohne Weiteres wegfallen soll, wenn der Betheiligte sich nicht im Gebiete des Deutschen Reiches aufhält, sondern nur insoweit, als nicht durch das Kassenstatut Ausnahmen vorgesehen werden. im Interesse der Versicherten liege, da diese, wenn sie MelWas Die zu den§§ 37 und 38 gefaßten Beschlüsse, wonach die Wahlen der Vertreter zur Generalversammlung und die Wahlen zum Vorstande fernerhin geheim sein sollen, bezwecken ebenfalls eine Verbesserung des jeßigen Zustandes. Allerdings war bei der gegenwärtigen Zusammensehung des Die rigorose Bestimmung in§ 26a, wodurch die Mitglieder Reichstages und damit auch der der Kommission nicht zu er der Zwangstaffen verpflichtet werden konnten, und zwar ohne warten, daß auf die Wünsche der Vertreter der freien Kassen weit- triftigen Grund, andere von ihnen eingegangene Versicherungsverhältnisse, aus welchen ihnen Ansprüche auf Krantenuntergehende Rücksicht genommen und den Letteren eine größere Beſtüßung zustehen, bei Verlust ihrer Ansprüche an die wegungsfreiheit eingeräumt würde, als bisher; immerhin hat Rasse binnen einer Woche nach dem Abschluß der aber die Kommiffion gerade die Bestimmungen des Entwurfs Doppelversicherung dem Kaffenvorstande an abgelehnt, welche den freien Hilfstassen am verhängnißvollsten Der beantragte§ 46a, wonach die Aufsichtsbehörde befugt geworden wären. Hierher gehören in erster Linie die SS 49, 88 eigen", wurde ebenfalls von der Kommission abgelehnt und sein sollte, 3wangstassen gegen deren Willen zu 49a, 49b und 50. Nach§ 49 sollten die Arbeitgeber verpflichtet dafür beschloffen: " Durch das Kassenstatut kann bestimmt werden: daß einem Verbande zu vereinigen, wurde abgelehnt und damit ein werden, auch die Mitglieder der Hilfskaffen, die dem§ 75 des die Mitglieder verpflichtet sind, spätestens am Stück Bureaukratie beseitigt, während durch den von der Krankenversicherungs- Gesezes entsprechen, zur Zwangsversicherung dritten Tage nach der Krankmeldung andere Rommission eingefügten§ 55 a die Rechte der Mitglieder insofern anzumelden. Nach§ 49a sollte die versicherungspflichtige Person, welche von ihnen eingegangene. Versicherungsverhältnisse, aus erweitert werden, als auf Antrag von mindestens 30 von der Verpflichtung, einer Zwangstasse angehören zu müssen, befreit sein wollte, verpflichtet sein, welchen ihnen Ansprüche auf Krankenunterstützung zustehen, betheiligten Versicherten die höhere Berwaldem Kaffenvorstande anzuzeigen." den Befreiungsanspruch innerhalb drei Tagen tungsbehörde verfügen kann, daß die Gewährung geltend auch den Befreiungsgrund nachzuweisen. einer Ordnungsstrafe bis zu 20 Mart belegt werden durch weitere als die von der Rasse bestimmten Aerzte, ApoDie Unterlassung der Anzeige soll nach§ 26 a, Biffer 2 a, ber in§ 6 Abs. 1 3iffer 1 und§ 7 Abs. 1 bezeichneten Leistungen Nach§ 49 b sollte jede Hilfskaffe, die dem§ 75 entspricht, verpflichtet sein, jedes Ausscheiden eines versicherungspflichtigen thefen und Krankenhäuser erfolgt, wenn durch die von der Seitens der Regierungsvertreter wurde bei dieser Gelegen- Rasse getroffenen Aenderungen eine dem BeMitgliedes aus der Kaffe und jedes Uebertreten eines solchen in heit die Erklärung abgegeben„ man würde im Interesse der dürfniß der Versicherten entsprechende Ge= eine niedrigere Mitgliederklasse binnen einer Woche anzuzeigen, Krankenkassen gegen Ersatz der von der Regierung vorgeschlagenen währ ung jener Leistungen nicht gesichert ist. und nach§ 50 sollte die Hilfskaffe, für welche die im§ 49b vor: Bestimmung durch den gestellten Antrag weitere Bedenken nicht Nach§ 58 der Regierungsvorlage sollten fernerhin Streitigerstatten haben, welche eine Zwangskasse in einem vor der An- geltend machen, man ſtelle aber zur Grwägung, ob die Menderung keiten über das Versicherungsverhältniß oder über die Verpflich zeige durch die nicht angezeigte Person veranlaßten Unterstützungs- dung bis zum Eintritt einer Krankheit aufschieben, leicht außer tung zur Leiſtung oder Ginzahlung von Eintrittsgeldern und falle gemacht hatte- abgesehen von der Bestrafung des Beamten, Stande sein oder vergessen könnten, dieselbe zu machen." Beiträgen oder über Unterstüßungsansprüche, nach erfolgter Entder die Anzeige versäumte, nach§ 81. Diese Bestimmungen, das Vergessen anbetrifft, so kann demselben sehr leicht dadurch scheidung durch die Aufsichtsbehörde, nicht mehr im ordentlichen welche zu endlosen Belästigungen der freien Kassen und deren vorgebeugt werden, daß seitens der Kassenverwaltung bei der Rechtswege verfolgt werden können, sondern an Stelle deffelben Mitglieder geführt hätten, wurden von der Kommission beseitigt, Kranfmeldung die Frage gestellt wird; einer Schädigung der sollte das Verwaltungs- Sreitverfahren bezw. der Rekurs nach indem nach der von der Kommission beschlossenen Fassung des Mitglieder in solchen Fällen, in welchen dieselben thatsächlich§§ 20, 21 der Gewerbe- Ordnung treten. Die Kommission hingegen § 49 Abs. 1 die Mitglieder der freien Kassen, die dem§ 75 ge- nicht im Stande sind innerhalb 3 Tage die Anzeige zu machen, hat beschlossen:„ Die Entscheidung( der Aufsichtsbehörde) kann binnen nügen, von dem Arbeitgeber nicht zur 3wangsver- fann aber durch eine statutarische Bestimmung vorgebeugt wer: 2 Wochen nach der Zustellung derselben mittelst I age im 2 Wochen nach der Zustellung derselben mittelst Klage im ficherung angemeldet zu werden brauchen. In Stonsequenz dieses Beschlusses wurde der§ 49a gänglich abgeben, wonach in solchen Fällen von einer Ordnungsstrafe ab- ordentlichen Rechtswege, soweit aber landesgefehlich folche Streitigkeiten bem Verwaltungs- Streitver lehnt. Der§ 49b wurde zwar auch abgelehnt, jedoch wurde die gesehen wird. auch seither für die freien Kassen schon bestehende Meldepflicht Extrabestrafung des Kontraktbruches erfahren. Die gebührende Abfertigung hat auch die zu§ 28 beantragte fahren überwiesen sind, im Wege des Letzteren angefochten werden." Der ordentliche Rechtswegen soll also beibehalten bleiben Nach dieser durch folgende Faffung des§76 aufrechterhalten und erweitert: In Bestimmung sollte der Anspruch auf die gesetzliche Mindeſt- in allen Fällen, in denen er nicht durch Landesgesetz ausgeAufsichtsbehörde kann anordnen, daß die Krankenkassen des Bezirts, leistung während der Dauer von 3 Wochen nach dem Ausschlossen ist. deren Mitgliedschaft von der Verpflichtung, der Gemeinde- Kran- scheiden aus der Kaffe wegfallen, wenn die Erwerbslosigkeit fenversicherung oder einer Orts- Krankenkasse anzugehören, befreit, burch vertragswidrigen Austritt aus der Bejeden Austritt eines versicherungspflichtigen Mitgliedes oder dessen Uebertritt in eine niedrigere schäftigung verursacht werden soll. Diese Bestimmung veranlaßte eine erhebliche Debatte. Es Mitgliederklasse binnen einer Woche bei der gemeinsamen ausgeführt, der sei Meldestelle(§ 49 Abs. 5) oder in Ermangelung einer solchen bei wurde unter anderem auger, when Vertragsbruch fet gewiß schriebenen Hilfskaffen vom 1. Juni 1884 errichteten Raffen sind zu verwerfen, aber dieses könne in einem Versicherungsgesetz nicht der Aufsichtsbehörde zur Anzeige bringen." zum Ausdruck gebracht werden; hier handle es sich um erworbene von der Verpflichtung, der Gemeinde- Krankenversicherung oder Hingegen wurde die in§ 50 vorgesehene Ersatzpflicht gänz- Rechte, auch werde der etwaige Zweck, dadurch den Kontraktbruch einer nach Maßgabe dieses Gesetzes errichteten Krankenkaffe anzulich abgelehnt, was auch, wie wir bereits früher ausgeführt zu verhüten, nicht erreicht werden. Nur Erbitterung würde man gehören, befreit, wenn die Hilfskaffe, welcher sie angehören, haben, die Gerechtigkeit unbedingt erforderte; denn eine Be- hervorrufen." Von anderer Seite wurde ausgeführt, ohne diese allen ihren Mitgliedern oder doch derjenigen Mitgliederklasse, zu strafung des Unschuldigen neben dem Schuldigen verträgt sich Bestimmung des§ 28 könne ein Streif der Krantentasse zum welcher der Versicherungspflichtige gehört, im Krantenfalle minnicht mit derselben. Verderben werden. Die freien Hilfskassen würden, destens diejenigen Leistungen gewährt, welche nach Maßgabe des Ferner hat die Rommiffion einem Beschluß des Kranken- wenn sie ähnliche Bestimmungen wie in§ 28,§6 von der Gemeinde, in deren Bezirk der Versicherungspflichtige faffen- Rongresses bei Berathung des§ 8 Rechnung getragen ohne die beantragten Ginschränkungen träfen, beschäftigt ist, zu gewähren sind. Die den Gemeinden in den Dieser Paragraph bestimmt, daß der Betrag des ortsüblichen dies bald genug erfahren." Diese Einwendungen können§§ 6a und 7 gewährten Befugnisse stehen auch den eingeschriebenen Tagelohns gewöhnlicher Tagearbeiter, wonach die Kassen bekannt wir nicht unwidersprochen lassen, sie zeigen deutlich, daß auf der Hilfskassen zu. lich das Krankengeld zu bemessen haben, von der höheren Ver- Seite, an der diese Einwendungen gemacht wurden, nicht das Tritt ein Mitglied einer eingeschriebenen Hilfskaffe an einem waltungsbehörde festgesetzt wird. Tritt nun eine Erhöhung dieses nöthige Verständniß für das Wesen der freien Hilfskaffen vor Orte in Beschäftigung, an welchem das Krankengeld der Tagelohns plöglich oder binnen kurzer Frist nach erfolgter handen ist. Die letzteren räumen thatsächlich ihren Mitgliedern Mitgliederklasse, der es bisher angehörte, hinter dem von der Festsetzung ein, tommen so die Kaffen, die eine viel weitergehende Ansprüche ein, als sie den Mitgliedern der Gemeinde- Krankenversicherung zu gewährenden Krankengeld entsprechende Aenderung des Statuts in der furzen 3wangsfaffen in§ 28 eingeräumt find, und zwar ohne zurückbleibt, so ist dasselbe befreit, wenn binnen 2 Wochen die Frist nicht herbeiführen können, in eine fritische Lage. Um diesem die beantragten Ginschränkungen, trotzdem ist unseres Bersicherung in einer Mitgliederklasse mit ausreichendem Krankenvorzubeugen, hat die Kommission folgenden Zusatz zu Absatz 1 Wissens noch keine freie Hilfskasse durch einen Streit vom Ver- gelde nachgewiesen wird. beschlossen: derben ereilt werden, wenigstens keine von nennenswerther Be- Mitglieder einer eingeschriebenen Hilfskaffe, welche zugleich Die Freie Volksbühne“ und Herr Otto Neumann- Hofer reiche Berathung und wurde schließlich folgende Faffung von der Wie vorauszusehen war, verursachte der§ 75 eine umfangKommission beschlossen: Mitglieder der auf Grund des Gesetzes über die einge7. April 1876 " = auch kein Nationalliberaler. Er hat die jammervollen Zustände nicht nur Dichter ſondern auch Schauspieler iſt, ſich eifrig, wenn Dem Herrn Neumann vom„ Berl. Tagebl." gönnen wir gern den Ruhm, für die Herren Jahnke und Schirmer gegen- Friz Reuter Bartei ergriffen zu haben. Er wird sich freilich damit entschuldigen, daß er Reuter's Rein Hüsung" ebenso wenig fenne, wie die Bearbeitung der Herren, die er vertheidigt. In diesem Falle ist er unserer Verzeihung sicher. Aber, o Graus! der verdammte Reuter, der in seinen besten schuldig, Daß aber auch Herr Schirmer die gespreizte öffentliche Jahren das schimmelige Brot preußischer Festungen gegeffen Erklärung des gereizten Rektoren Gemüthes mit unterschrieben hatte, war, als er„ Kein Hüsung" schuf, kein Konservativer und hat, paßt nicht ganz zu der harmlosen Thatsache, daß er, der mecklenburgischer Leibeigenschaft und patriarchalischer Guts- auch erfolglos, darum bemüht hat, die Hauptrolle des gekürzten Im Berl. Tagebl." zieht Herr Otto Neumann- Hofer gegen herrendespotie so geschildert, wie sie waren. Ja, er war so ver- Stückes bei der Vorstellung der Freien Volksbühne“ zu über. die" Freie Boltsbühne" zu Felde, weil sie, wie unsere Leser schon messen, nicht einmal einzusehen, daß sich seit dem Jahre des nehmen. Nun, ein Mann, der Reuter mit verbessert hat, wird wissen, so vermessen war, den vierten Aft der Dramatisirung von Fris Reuter's" Rein Hüfung", welche die Herren Jahnie Seils 1871, ſeit der Gründung Preußen- Deutſchlands, die Ber einen so unbedeutenden Widerspruch schon zu lösen im und Schirmer besorgt haben, einfach zu streichen. Herr Neumann hältnisse in Mecklenburg vollständig geändert haben und daß Stande sein. dort das Paradies auf Erden jetzt zu finden ist. Er gesteht selbst ein, daß er das Werk" der Herren nicht kenne, um starb 1874, hatte also noch vollkommen Gelegenheit, so unbefangener fann er daher auf die literarische Leitung der feinen Irrthum zu erkennen, und er nahm doch die Todsünde " Freien Volksbühne" schimpfen. Wir notiren folgende Ausdrücke, er mit denen der Kritiker des" Berl. Tabl." und Nachfolger Ehren- auf sein Gewissen, Rein Hüsung" unverändert zu lassen. Welches Glück, daß sich da in der Person des Herrn Jahnke Lindau's fie vedenkt: Att brutaler Bergewaltigung; literarische der patriotische Glementarschullehrer fand, der dem Reuter die Hefte Böbelhaftigkeit; moralische Berwerflichkeit; literarische Urkunden- forrigirte. Er setzte„ kein Hüsung" einen vierten Aft an, einen fälschung; ungeheuerlicher Gewaltatt. Wenn er aber am Schlusse seines Artikels der Freien vierten Aft, in dem er rasch mit zwei geschickten Griffen Man sieht, das Maul versteht der Herr recht voll zu nehmen; die herbe Tragödie Reuter's zur rührseligen Birchpfeifferiade Volksbühne" droht, sie werde durch ihr Borgehen die bisherigen schade nur, daß alle seine Schimpfereien nur seine eigenen SchützSympathien der Kreise verlieren, welche nicht mit den politischen linge, die Herren Jahnke und Schirmer, treffen. Alles vollendet sich herrlich. Min Fluch!" schreit der Knecht Bielen ihrer Leiter übereinstimmten, so hat er nur übersehen, daß Wer begeht eine„ literarische Pöbelhaftigkeit", um diesen am Schluß des dritten( Renter'schen) Attes und flüchtet in die die Freie Voltsbühne" auf die Sympathien des Berl. Tagebl." geschmackvollen Ausdruck anzuwenden: derjenige, der die Idee Wildnis der Wälder, nachdem er den Unterdrücker erschlagen, der und seines Anhanges zum Glück nicht angewiesen ist und sie, eines Dichters sich in die Tasche steckt und sie dann verballhorni- ihn gepeinigt hat bis aufs Blut. Und nach dreißig Jahren wie sich ziffernmäßig nachweisen läßt, auch gar nicht genießt. firt, ja in ihr Gegentheil fälscht, oder derjenige, der sie wieder finken sich in Herrn Jahnke's viertem Att Unterdrücker und Die Freie Volksbühne“ ist eine Schöpfung der Arbeiterschaft in ursprünglicher Reinheit hinstellt? Knecht gerührt in die Arme. Natürlich sind vorher so weise Berlins und stützt sich auf sie allein. Freilich kann sie da, wie machte. " " 1 So liegt die Sache: Die Herren Jahnke und Schirmer Reden, wie sie nur Rektoren bei Sedanfesten halten können, ihr Herr Neumann vorrückt, an die Autoren keine Tantièmen fanden, daß Reuters" Kein Hüsung" einen dramatischen Stoff darüber getauscht worden, wie alles so wunderbarlich gekommen zahlen, aber sie wirst auch keinem Unternehmer goldene Früchte Don großer Gewalt darstellt. Sie machten sich flugs an die ist, und wie im Deutschen Reiche jetzt Knecht und Unterdrücker in den Schooß. Und so prinzipiell ist ihre Abneigung gegen Arbeit und dramatisirten fetsch darauf los. Zuerst waren sie so einträchtiglich bei einander wohnen. Ein evangelischer Pastor Tantièmen doch nicht, daß sie einen Autor um 20 000 m. sagen wir verkürzen würde, wie es der Vorgänger des Herrn bescheiden, ihr eignes Licht unter den Scheffel zu stellen und ihr giebt seinen Segen dazu. Handwerk allein mit Scheere und Kleister zu betreiben. Ganze Und diese Harlekinade war die Freie Volksbühne in der Neumann, Ehren- Lindau, mit Echegaray und seinem Galeotto geSäße, ganze Unterhaltungen werden unverändert, ungekürzt That so roh, gegen den Willen der Herren Verfasser zu streichen. than hat. Der Spanier bekam nicht einen Pfennig, der schlechte hinübergenommen, die Verse werden als Prosa gesetzt, die Sie ist so pöbelhaft, ihren Witgliedern nur den unverfälschten lleberfeger behielt, als Lohn seiner Tugend, alles, was sich in Szenen- und Atteintheilungen vorgenommen und Reuter Ver- Reuter bieten zu wollen. feine Taschen verirrt hatte. zeihung, die Herren Jahnte und Schirmer haben ein sehr brauch- Daß Herr Jahnfe hiergegen protestirt, verstehen wir; das ist Hier, Herr Neumann- Hofer, hier ist ein Gegenstand Ihrer er als patriotischer Elementarschullehrer schließlich seiner Stellung Entrüstung! Wie? Sie wollen nicht? C. B. bares Drama verfaßt, der Gemeinde- Krankenversicherung oder einer auf Grund um thatkräftigste Unterstügung. Die Kommission hat beschlossen, dieses Gesetzes errichteten Krankenkasse angehören, tönnen Bons im Werthe von 10 Pfg. zur Ausgabe gelangen zu laffen an Stelle der freien ärztlichen Behandlung und Arznei und sind solche bei den Unterzeichneten zu haben. Speziell die eine Erhöhung des Krankengeldes um ein Viertel des Vertrauensleute aller Branchen ersuchen wir, hiervon Notiz Betrages des ortsüblichen Tagelohnes(§ 8) ihres Beschäftigungs- nehmen zu wollen. Wegen der Kürze der Zeit bitten wir, aus ortes beanspruchen. giebigsten Gebrauch von den Bons zu machen und ersuchen um baldige Abrechnung. Die Kommission zur Aufbringung der Delegirten- Unkosten der Metallarbeiter Berlins. Benno Stabernad, Wrangelfir. 85, Zigarrengeschäft. Wilhelm Neumann, Karl Trittelwig, Reinickendorferstr. 14, III. Rottbuserstr. 4, v. III. Die vorstehenden Bestimmungen finden auch auf Mitglieder folcher auf Grund landesrechtlicher Vorschriften errichteter Hilfstassen Anwendung, deren Statut von einer Staatsbehörde genehmigt ist und über die Bildung eines Reservefonds den§§ 32, 33 entsprechende Bestimmungen enthält." Wien, 23. Mai. Der Verein der Buchdrucker und Schrift gießer von Niederösterreich ist nach einer Wolff'schen Depesche aufgelöst worden. Der Verein besaß ein großes Haus in Wien und ein großes Baarvermögen von zusammen ca. 225 000 m. Die Auflösung, welche nach unseren Informationen auf Grund einer durch nichts erwiesenen weil durchaus falschen Denunziation der Unternehmer erfolgt ist, könnte wohl durch Einlegung der Revision rückgängig gemacht werden, wird es aber nicht, da in Desterreich das Einlegen der Revision noch weniger nüßt als bei uns. Für den Stand des Streites ist übrigens die Auflösung des Vereins von keiner Bedeutung, sie wird die Gehilfen nur hart nädiger machen und ist vielleicht eine besondere Gewähr des Sieges in diesem bedeutungsvollen Lohnkampfe. Saarbrücken, 23. Mai. Heute sind auf denselben Gruben, wie gestern, insgesammt 1831 Mann ausständig. Brüssel, 23. Mai. In Seraing find 500 Bergleute entlassen; infolge dessen weigern sich die übrigen anzufahren. Die beiden wesentlichsten Abänderungen des§ 75, welche von der Regierung beantragt sind, wurden also beibehalten und zwar die Verpflichtung zur Gewährung von freiem Der Streik der Buchdrucker in Wien. An die BuchArzt und Medizin und die Berechnung des Krankengeldes, bezw. drucker des In- und Auslandes richten die Ausständigen folgender Unterstützung, nach dem durchschnittlichen Tagelohn des Be- den Bericht: Vielfache Schwierigkeiten werden uns in den Weg fchäftigungsortes des Versicherten. Die erstere Bestimmung an- gelegt. Unsere Versammlungen werden verboten, die Besprechungen Langend, ist kaum mehr zu hoffen, daß sie von dem Reichstage der Vertrauensmänner der streifenden Personale gestört und alle abgelehnt wird. Nicht allein die Majorität der Kommission hat Bufammenkunftsorte der ausstehenden Genossen sind unter scharfe Brüffel, 23. Mai. Heute morgen find die Bergleute im sich dafür erklärt, sondern auch seitens der Regierungsvertreter behördliche Kontrolle gestellt. Der Gehilfenverein ist infolge wurde in beiden Lesungen die Erklärung abgegeben, von den der Denunziationen einer kleinen Anzahl von Vereinsmitgliedern, Becken von Charleroi nicht angefahren. Diefelben fordern eine verbündeten Regierungen würde nach wie vor auf die Berpflich- welche bei der Polizei angaben, daß das Vereinsvermögen zur Lohnerhöhung, vor Allem jedoch die Verpflichtung seitens der tung, Arzt und Arznei dem Versicherten in natura zu gewähren, Unterstützung der Streifenden verwendet werde, sistirt worden. Arbeitgeber, feine Repressalien gegen die Streifenden auszuüben. der größte Werth gelegt". Die versicherungspflichtigen Arbeiter Hinter diesen ehrlosen Angebern steht eine Klique von Prinzipalen, Gestern wurden vom Zuchtpolizeigericht in Mons mehrere strenge werden also fernerhin ausnahmslos mit Zwangsärzten„ beglückt". welche kein Mittel unversucht lassen, um den Gehilfen Verlegen- Verurtheilungen von Streifenden wegen Angriffe auf Gendarmen Zweifelhaft ist jedoch, ob gerade die zweite Bestimmung, die für beiten zu bereiten. Die bereits eingeleitete behördliche Unter- ausgesprochen. die Zentraltassen von Werth ist, Gesetzestraft erlangen wird. In suchung wird sicher dasselbe Resultat ergeben, wie anläßlich eines zweiter Lesung„ wurde von einem Mitgliede der Kommission dem ähnlichen Vorfalles in den fiebziger Jahren, wo die minutiöfefte Zweifel Ausdruck gegeben, ob man nach Beseitigung der in der Untersuchung seitens der Behörde die vollständige UnstichhaltigBorlage vorgesehenen Meldepflicht(§§ 49, 49 a, 49 b und 50) woch feit der vorgebrachten Denunziationen ergab. Es ist übrigens das im§ 75 angenommene Prinzip aufrecht erhalten fönne, nicht charakteristisch für unsere Gegner, daß sie gerade die verwerfden ortsüblichen Tagelohn am Size der freien Hilfskasse, sondern den- lichsten und unfittlichsten Mittel in Anwendung bringen, um jenigen am Beschäftigungsorte des Versicherten der Versicherung zu unsere Bestrebungen zu paralyfiren. Grunde zu legen, weil daraus, wie bereits bei§ 49 zur Sprache ge tommen, neue schwierige Verpflichtungen für Arbeitgeber und Arbeiter erwachsen würden." Brüffel, 22. Mai. Die in die Streifgebiete entsandten Truppen werden überall zurückgezogen. Die Entlassung der einberufenen zwei Milizklaſſen ſteht unmittelbar bevor. Rom, 22. Mai. Jn Como wurde der Ausstand für beendet erklärt, die Arbeiter kehren in die Fabriken zurück. Mehrere Fabrikanten weigern sich jedoch, die durch Vermittlung des Ge Neue meindeausschusses vereinbarten Lohnfäge anzuerkennen. Verhandlungen sind daher eröffnet, um einen allgemeinen Ausstand zu verhüten. Viele Prinzipale sind infolge der langen Dauer des Aus ftandes schon recht mißmuthig geworden und beginnen in den Kreisen der Unternehmer Stimmen gegen die bösen Geister unter Dieses Bedenten wurde seitens eines der Vertreter der ihren Kollegen laut zu werden, welche durch unberechtigte Strenge London, 23. Mai. Gestern Abend durchzogen über 1000 verbündeten Regierungen im vollen Umfange anerkannt, indessen und chitanoses Vorgehen den allgemeinen Widerstand der Gehilfen männliche und weibliche Schneider die Hauptstraßen Londons hinzugefügt, daß eine Erklärung darüber, ob die verbündeten Re- sozusagen über Nacht organisirt haben. Manche Prinzipale sind und machten vor den Werkstätten aller unnachgiebigen Schneidergierungen Angesichts der zu§§ 49 ff. gefaßten Beschlüsse es vor- burch ihre Faktore oder" Direktoren"- meist ehemalige Schreier, meister eine Raßenmusik. Die Zitypolizei trieb ein in der Nähe ziehen würden, in dieser Beziehung die bisherige Bestimmung die sich früher wie die rothesten Sozial- Anarchisten geberdeten des Börsengebäudes versuchtes Meeting von Schneidern ausbeizubehalten, nicht abgegeben werden könne." Es wird also oder mindestens als die besten Kollegen" sich ausspielten vereinander, worauf dieselben nach dem Hydepark zogen. lediglich davon abhängen, welche Stellung die verbündeten Re- anlaßt worden, die Forderungen der Gehilfen nicht zu bewilligen, gierungen zu dieser Bestimmung im Reichstage einnehmen. Ber- weil sie der sicheren Meinung" waren, daß im Falle eines Auslangen sie mit Rücksicht auf die zu§§ 49 ff. gefaßten Beschlüsse standes nur wenige Arbeiter austreten würden. Heute bereuen die Beseitigung der neuen Bestimmung, so wird sie auch zweifel- es diese Prinzipale, daß sie ihren Faktoren und„ Direktoren" los abgelehnt werden. Glauben schenkten. " Versuche zu Unterhandlungen sind von den Gehilfen nicht gemacht worden. Die verschiedenen Anzeigen, daß in einzelnen Geschäften ohne Bewilligung der Gewerbebehörde Sonntags und Nachts gearbeitet wird und daß Lehrlinge zur Ueberzeitarbeit verwendet werden, sind ohne Erfolg geblieben. Auch die Beschwerde beim Finanzminister, daß die Staatsdruckerei fapitalistischen Unternehmern sich zur Verfügung stellt, hat keinerlei Erfolg gehabt. In der Staatsanstalt wird Tag und Nacht für die Steyrermühl" gearbeitet, während die Staatsanstalt selbst vor Kurzem noch in verschiedenen Offizinen drucken lassen mußte, um die ihr zustehende Arbeit bewältigen zu können. Die Generaldirektion der Staatsbahnen hat der Direktion der Steyrermühl" mehrere EisenbahnAngestellte zur Verfügung gestellt, welche, ehe sie zur Bahn kamen, die Typographie ausgeübt hatten. Ein solches Vorgehen von Staatsinstituten tann nicht genug gerügt werden, umfomehr, als der Dienst des Staates im Interesse privattapitalistischer Unternehmer zum Theile gestört wird. So gut wie die übrigen von der Kommission hinzugefügten Bestimmungen im Interesse der freien Hilfskaffen auch gemeint fein mögen, so werden dieselben doch neue Quellen von Unzuträglichkeiten für dieselben bilden, daran wird die in§ 75 a beschlossene Bescheinigung durch den Reichskanzler, bezw. die Zentralbehörde nicht viel ändern. Namentlich die Aufsichtsbehörde in Dresden wird darin neuen Stoff finden, um sich den freien Raffen von ihrer liebenswürdigsten Seite zeigen zu können. Jedenfalls werden Jahre darüber vergehen, ehe die freien Kaffen sich in die neuen Bestimmungen, die nichts weniger als eine Bereinfachung der Verwaltung zur Folge haben, hineinleben. Ist das aber geschehen, sind seitens der freien Kaffen die neuen Schwierigkeiten überwunden, dann hat vielleicht auch in den maßgebenden Kreisen die Ueberzeugung Plaz gegriffen, welche schon in der Kommission zum Ausdruck fam, nämlich, ein den richtiges Verhältniß zwischen freien Hilfskassen und den Zwangstassen sei dann am Leichtesten herbeizuführen, wenn die freien Hilfstassen Die Setzer und Drucker der Staatsdruckerei haben leider, lediglich als Zuschußtassen für die Zwangskassen sowie die Setzer und Maschinenmeister der beiden„ Steyrermühl". wirken würden; dann bedürfe es feiner Vorschriften über Mel- Blätter( Neues Wiener Tagblatt" und" Desterreichische Boltsdung, Doppelversicherung u. s. w.; der Versicherungszeitung") nicht so viel Solidaritätsgefühl bewiesen, um für ihre pflicht würde lediglich durch den Beitritt zu streifenden Genoffen einzutreten, respektive die Arbeit für eine den Zwangstassen genügt." fremde Offizin zu verweigern. Die Erbitterung darüber ist in den Kreisen der Streifenden sehr groß. Einem Beschluß des Krankenkassen- Kongresses wurde Rechnung getragen durch einen Zusatz zu§ 78 wonach für Wahrnehmung der Befugnisse der Aufsichtsbehörde(§ 45) Kosten oder Gebühren den Kassen, deren Vorstände und Mitgliedern nicht auferlegt werden dürfen." Es ist nur zu wünschen, daß bei der Berathung dieser Bestimmung im Reichstage eine authentische Erklärung herbeigeführt wird, wonach diese Bestimmung auch den freien Hilfskaffen gegenüber zu beobachten ist. " Selbstverständlich, jeder Gingriff in die Unternehmerfreiheit ist in seinen Folgen höchst bedenklich für die Unternehmer und es muß deshalb ganz dem freien Ermessen der Unternehmer über laffen bleiben, ob der Arbeiter die ihm gefeglich einge räumten Rechte ausüben darf oder nicht. " " Boziale Lebericht. Zimmerlente Berlins. Die Lokale der freien Arbeitsvers mittelung des Verbandes deutscher Zimmerleute, Lokalverband Berlin, befinden sich: Osten: Markusftr. 14( Eingang Grüner Weg) bei Zippte. Roppenstr. 48 E bei 2orena. Vertrauens mann: Grufe. Mittwoch und Sonnabend von 8-10 Uhr Abends. Südosten: Eisenbahnstr. 85 bei Pfister. Vertrauens mann: Schmit. Mittwoch 8-10 Uhr Abends, Sonntags 10-12 Uhr Morgens. Ver Südwesten: Mariendorferstr. 10 bei Grube. trauensmann: Gefrois. Mittwoch und Sonnabend 8-10 Uhr Abends. Bergstr. 60 bei Hilgenfeld, Ruheplaystr. 18, Ece Antonftr. bei Heising. Vertrauensmann: Leonhart. Mittwoch und Sonnabend 8-10 Uhr Abends. Alte Hochstr. 32 a bei Wilte. Vertrauensmann: Petermann. Mittwoch und Sonnabend 8-10 Uhr Abends. Norden: " Nordosten: Hochmeisterstr. 19 bei Schulz. Vertrauens mann: Weiß. Mittwoch und Sonnabend 8-10 Uhr Abends. Birkenstr. 24 bei Vied. Moabit: Stehr. Vertrauensmann: Jedes Mitglied des Verbandes, sowie jeder Zimmerer ist verpflichtet, sobald er weiß, wo angestellt wird, es in oben genannten Lokalen zu melden; auch die Poliere werden ersucht, der Sache so nahe wie möglich zu treten, um somit jedem Bimmerer das Inarbeittreten zu erleichtern. Aufträge werden zu jeder Tageszeit in sämmtlichen Lokalen entgegengenommen. Im ersten der genannten Lokale verden Quittungen abgestempelt für Ost, Süd und Nord und Reise- Unterstüßung ausge zahlt. Zur Aufnahme in den Verband können die Zimmerleute in jedem der genannten Lokale gelangen. " Der Geist der streitenden Arbeiter ist ein ausgezeichneter. Sie find entschlossen, auszuharren bis zum letzten Augenblick. Von Seite der Unternehmer sind zahlreiche Maßregelungen in Aussicht gestellt worden. Bisher find Sarrazins von auswärts noch nicht gekommen. Von Seite des Magistrats ist dem Gehilfenobmanne Höger eine Vorladung zugekommen, monach sich derselbe am 20. Mai über eine Anzeige, betreffend sein bißheriges Wirken als Gehilfenobmann" zu verBeachtenswerth ist auch die Behandlung, welche der§ 80 in antworten haben wird. Wahrscheinlich wird ihm der Auftrag der Kommission erfahren hat. Die Bestimmung dieses Para- werden, seine Stelle als Obmann des genossenschaftlichen Ge graphen, wonach den Arbeitgebern untersagt ist, die Anwendung hilfenausschusses zurückzulegen, oder er wird einfach seines des Gefeßes zum Nachtheil der Arbeiter durch Verträge zu be- Ammtes"" enthoben" werden. Unsere Situationsberichte können schränken, genügte einer fleinen Minorität der Kommission nicht, nur verspätet zur Ausgabe und Versendung gelangen, denn nach Kameraden, thut Gure Schuldigkeit in der Sache; nur dann fie beantragte deshalb unter Strafe zu stellen, wenn ein Arbeit Anordnung der Behörde( auf Grund einer Bestimmung des Preßgeber seinen Arbeiter zwinge, einer bestimmten Kasse beizutreten. gefeßzes) dürfen die Berichte erst vierundzwanzig Stunden nach kann die Lage der Zimmerer wieder gehoben werden. J. A.: Der Vorstand. Von den übrigen Mitgliedern der Kommission ward dieser Einreichung des ersten Abzuges zur Zensur ausgegeben und ver Antrag als ein ungerechtfertigter Eingriff in das freie Vertrags- fendet werden. Wir bitten wegen dieser Verzögerung unsere Hannover, 28. Mai. Auch ein Beugniß. Nachstehenrecht und als in seinen Folgen höchst bedenklich bekämpft und Kollegen in den Provinzen und im Auslande, denen wir für die des Zeugniß ist einem Arbeiter ausgestellt worden, so daß der dementsprechend abgelehnt. bisherige thatkräftige und moralische Unterstügung herzlichst danken, um Entschuldigung. Helft uns wie bisher und wir selbe jetzt keine Arbeit findet. Das Zeugniß trägt alle Merkmale werden ausharren treu und fest. Unseres Dantes und Rück der Werrufserklärung an sich und wird die schwebende erstattung des Gegebenen tönnt Ihr sicher sein. Wien, am gerichtliche Entschädigungsklage wohl auch die Staatsanwaltschaft 20. Mai 1891. Mit follegialem Gruße für die Buchbrucker. veranlassen, Antlage gegen die Hannoversche Portland- Bement Gehilfen Wiens: Michael Anfried. Conrad Bretschneider. fabrik, Aktiengesellschaft, auf Grund des§ 158 der Gewerbeord Schließlich müffen wir uns noch mit Artikel 25 beschäftigen, August Chwala. Hans Czermat. Karl Höger. Wilhelm nung zu erheben. Adalbert Sedlaczek. wonach das neue Gesetz mit dem 1. Oktober 1892 in Kraft treten Schiegl. Adolf Siegmund Spizkopf. Das Zeugniß lautet: Der Heizer gebürtig aus. welcher seit dem 21. Mai foll. Mit dem gleichen Tage soll auch die Bestimmung des§ 4 Wielschke. Für die Schriftgießergehilfen Wiens: Franz Günther. Absah 5 des Hilfskaffen- Gesetzes außer Wirksamkeit treten, nach Franz Kaspar. Für die Hilfsarbeiter Wiens: Bertha Czai- 1885 in unserer Zementfabrik gearbeitet hat, ist hiermit heute welcher die höhere Berwaltungsbehörde zu bescheinigen hat, daß lowsty. Marie Ferdinand. Alois Slapak. Geldsendungen find wegen Aufreizung zur Arbeitseinstellung aus der Arbeit entdas Statut den Vorschriften des§ 75 des Krankenversicherungs- erbeten an Kollegen Hans Czermat, Wien, I. Am Bergl 1. lassen. Selbiger war während dieser Zeit Mitglied unserer KranGesetzes entspricht, weil von diesem Tage an die Bescheinigung Briefe wolle man gefälligst adressiren an Karl Höger, Wien, VII. tentasse. Misburg, den 11. Mai 1891. durch den Reichskanzler, bezw. die Zentralbehörde zu erfolgen Burggasse 57. Ueber den Streit schreibt die„ Arb.- 3tg.": Der Buch hat. Diese Bescheinigung ist nach§ 75a durch das für die amtHannoversche Portland 3ementfabrik Attiengesellschaft. lichen Bekanntmachungen der Zentralbehörde bestimmte Blatt, druckerstreik in Wien dauert jezt schon die zweite Woche unbezw. durch den Reichs- Anzeiger" bekannt zu machen. geschwächt fort. Wir haben da ein Beispiel eines Lohntampfes, Ans Sachsen, 15. Mai. Die Verhältnisse der Bergarbeiter Nach§ 75b wird der Nachweis der Bescheinigung durch wie es in Desterreich leider noch selten ist, vor uns: nämlich haben in der lezten Zeit wiederum allgemeine Aufmerksamkeit Borlegung eines Exemplars des Raffenstatuts geführt, in welchem den Kampf einer ausgezeichnet organisirten Branche, welche selbst erregt und es mag daher hier eine Untersuchung erwähnt das die Bekanntmachung enthaltende Blatt nach Jahrgang, über nicht unbedeutende Mittel verfügt und energischen Rückhalt werden, die von sozialpolitischer Seite überhaupt noch nicht geNummer und Seitenzahl angegeben ist. bei allen Gewerksgenossen im In- und Ausland findet. Wenn Mit Rücksicht auf diese Bestimmungen halten wir unbedingt die Arbeitseinstellungen der Perlmutterdrechsler im Vorjahre, der würdigt ist, obwohl sie besonders auch für den Sozialpolitiker ein für nothwendig, daß dem Reichskanzler, bezw. der Zentralbehörde, Schuhmacher vor einigen Monaten, die legten Bäckerstreits den hohes Intereſſe besitzt. Es handelt sich um die Untersuchung, bie Befugniß beigelegt wird, die Kaffenftatuten, welche dem Charakter eines elementaren Aufflammens boten, wenn die welche ein in autoritativer Stellung befindlicher Gelehrter, Medisechs Monate) vor dem Inkrafttreten des Gesetzes zu bescheinigen, angelangt, zur Gegenwehr griffen und sich dabei Bilder echtesten einer Bevölkerung aufstellten, in der sich der Bergmannsberuf feit neuen Gesetz angepaßt sind, schon eine längere Zeit( vielleicht Proletariermassen an der äußersten Grenze menschlichen Elendes zinalrath Dr. Geißler und N. Uhlißsch über die Größenverhält Damit bei Inkrafttreten des Gesetzes der in demselben geforderte Seldenthums, herzrührender Opferireudigkeit und Hingebung für Jahrhunderten forterbte. In jenem Bezirke wurden 10 343 Nachweis auch schon erbracht werden kann, andernfalls werden die gemeinsame Sache entrollten, so haben wir es beim Buch- Knaben und 10 880 Mädchen gemessen; die Untersuchung war den freien Kassen nicht nur erhebliche Kosten, sondern auch druckerstreit mit einer Aeußerung der höchsten Stufe von Fach- also auf breiter Grundlage angelegt und ist auch im Uebrigen Schwierigkeiten erwachsen. organisation, die bisher in Desterreich erreicht wurde, zu thun, ftreng wissenschaftlich geführt. Sie griff einzelne Gruppen der Wenn nun auch die härtesten Bestimmungen des Regierungs- und der hervorstechendste Zug ist wohlberechnende Besonnenheit, Kinder heraus und verglich so auch die Entwicklung der in Entwurfs von der Kommission beseitigt, bezw. gemildert wurden, genaue Kenntniß der in Betracht kommenden ökonomischen, geſetzso kann man sich doch der Ueberzeugung nicht verschließen, daß lichen und behördlichen Faktoren und eine Art von fübler Ge- günstigen Verhältnissen lebenden Bürgertinder mit fener der das Bestreben der herrschenden Richtung darauf gerichtet ist, die laffenheit, welche geradezu imponiren muß. Bekanntlich ist der Bergmannskinder. Hierbei ergab sich, daß die letzteren während freien Hilfskaffen immermehr bei Seite zu drängen. Kann dieses Streit die Antwort auf den Wortbruch, welchen einzelne Druckerei der ganzen Schulzeit um 3-5 Zentimeter kleiner als die Bürgertinder waren. Die genannten Sozialstatistiker bemerken hierzu: Bestreben zur Zeit von den Arbeitern auch noch nicht verhindert firmen durch Maßregelung einiger Hilfsarbeiter anläßlich der Die Kinder aus dem Bergmannsstande zeigen selbst geringere werden, so ist es um so mehr Pflicht derselben, durch treues Fest: Maifeier begingen. Die Gehilfen drehten den Spieß sofort um, Maße als für die Gesammtheit der gemessenen Kinder gefunden halten an ihren selbstgeschaffenen und verwalteten Einrichtungen verließen die Arbeit und stellten ihre bekannten Forderungen, wurden, während die Kinder aus den Bürgerschulen weit über deren wichtigste ganz im Sinne der Maifeier eine Verkürzung der dem allgemeinen Durchschnitt stehen. Es bestätigt sich auch hier den Erfolg jenes Bestrebens möglichst zu vereiteln. Arbeitszeit bis auf neun Stunden ist. Geradezu überraschend ist, wieder die Aeußerung des bekannten französischen Statistikers wie rasch die Solidarität der gelernten Arbeiter mit den Hilfs- und Arztes Billermé, daß nämlich der Mensch um so größer arbeitern zur unwiderruflichen Thatsache geworden ist und wie insbesondere das weibliche Element sich mit Verständniß und Be wird und sein Wachstum um so schneller seine Vollendung ergeisterung in die Organisation eingeoronet. Die Verbindung hat reicht, je reicher unter im Uebrigen gleichen Umständen das Land, beiden Theilen ungeheuer genügt und da nun die als unver- ie allgemeiner der Wohlstand ist, je besser die Kleidung, die WohAufruf an alle in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter! besserliche Aristokraten" berüchtigten Bucharbeiter die Vortheile nung, besonders aber die Nahrung, und je geringer die Noth, Kollegen! Gemäß dem Beschluß der öffentlichen Ver- des Anschlusses der Ungelernten erfahren, dürften wohl auch die die Anstrengungen und Entbehrungen sind, die man in der Kindheit erfährt." sammlung im Feenpalast richtet bie dort gewählte Kommission ältesten Bunstgesellen" gewisser anderer Branchen ihren hartC. D. Arbeiterbewegung. zur Aufbringung der Delegirten- Unkosten an Euch den Wunsch näckigen Widerstand aufgeben." Jah habe netne Filialen und stehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. Vorzügl. Arbeit. J. Baer, Großer Umsay. Berlin N., Gesundbrunnen, Badstraße 18, Ecke der Stettinerstraße, empfiehlt in überraschender Auswahl: Kleiner Nuzen. Große öffentliche Hutfabrit Versammlung der Puker Blücherstraße 11, vis- à- vis der Heiligen Kreuz- Kirche. 747L Wilhelm Böhm. Sämmtliche Hüte mit Kontrollmarken. Gr. Lager in Regen-, Sonnenschirmen u. Strohhüten. Reellste Bedienung. Eleg. Kammgarn- Anzüge 27, 30, 36–40. E. 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Anschluß der Puzer Berlins und Umgegend an die vom Kongreß beschlossene Zentralisation deutscher Maurer.( Listen zum Einzeichnen werden in der Versammlung ausgelegt.) 3. Verschiedenes. 246/14 Zellersammlung findet statt. Der Einberufer. F. Doch au, Schenckendorffstr. 2. Große öffentliche Versammlung Roulante Bahlungsbedingungen! der in Holzfabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter Raucher! Wer gut und billig rauchen will, probire meine feit Jahren eingeführten, von Fachkennern als ,, vorzüglich" erprobten Cigarren. Cosmopolit 1 Rarton 10 Stück 35 Pf. International 1 Rarton 10 Stück 50 Pf. Alliance 1 Karton 10 Stück 60 Pf. Electra 1 Karton 10 Stück 60 Pf. Wer 10 leere Kartons zurückgratis. Stück 651 L Möbel, Spiegel- und Polsterwaaren- Magazin. bringt erhält 1 Rarton= 10 Stud Ganze Ausstattungen Küchenmöbel in grosser in Mahagoni u. Nussbaum. Auswahl empfiehlt Julius Apelt, Sebastianstraße 27-28. Reelle Waare. [ 538 L] Prompte Bedienung. 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Mai, Abends 8½½2 Uhr, bet Deigmüller, Alte Jakob- Straße Nr. 48a. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom Lohnfonds der Holzbrechsler, der Sammlung für die ftreikenden Drechsler Rathenow's, vom Rammmacherstreit am Rüstriner Play, vom Streit der Perlmuttarbeiter der Firma Paul Hinge. 2. Wahl eines Vertrauensmannes. 3. Verschiedenes. Grosse öffentliche 136/18 Versammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 24. Mai d. J., Abends 6 Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Oranienstr. 180( oberer Saal). Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn R. Baginsky über:" Das Recht der Frauen". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Einberufer im Auftrage des Vertrauensmannes. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein. Achtung! Maurer Charlottenburgs. 331/8 Freie Vereinigung der Bentral- Kranken- und Sterbekaffe Graveure u. Ziseleure der Maurer u.[. w. ( Grundstein zur Einigkeit). Sonntag, den 24. Mai, Vorm. 11 Uhr auf Bismarckshöhe: Gr. Mitgliederversammlung. Tages- Ordnung: 1. Berichterstattung der Delegirten von der außerordentlichen GeneralverSammlung. 2. Rassenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Wegen der Wichtig feit der Tagesordnung ersucht um pünktliches Erscheinen. Montag, den 25. Mai, Abends 81/2 Uhr, in Krieger's Salon, Wasserthorstr. 68. Deffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Hrn. Dr. Lütgenau über ,, Welcher politischen Partei schließen wir uns an? 2. Diskussion. 3. Vers schiedenes. 960b Der Arbeitsnachweis befindet sich tägl. 241/5 im Vereinslokal, Dresdenerstr. 45, Abds. von 1/ 29-10 Uhr. Der Vorstand. Der Vorstand. Medizinal- Verein der Verein Kleider- Bascha Tabakarbeiter Berlins Berliner Hausdiener genannt: Der billige Mann. 32 Rosenthalerstraße 32. Ecke Sophienstr., Echladen. Man achte genau auf 32 u. Eckladen. Eckladen! Lager v. Schuhen u. Stiefeln, verfertigt von den ausgesperrten Schuhmachern Erfurts. Dienstag, den 26. Mai, Abends 81/2 Uhr, bei Gnadt, Brunnenstr. 38. General- Versammlung. Tagesordnung: Abrechnung. Verschiedenes. Nach Schluß derselben: Mitglieder- Versammlung der Zentral- Krankenkasse der TabakArbeiter, Berlin II. Tagesordnung: 1. Abrechnung. 2. Anträge und Wahl Chr. Geyer, Oranienstr. 202. eines Abgeordneten zu der am 14. Juni in Bremen stattfindenden außerordentl. ( Bwisch. Heinrichspl. u. Manteuffelstr.) Generalversammlung. 3. Verschiedenes. Kranzbinderei u. Blumenhdlg. 904b Die Ortsverwaltung. Don J. Meyer, 582 Lese- u.Diskutirklub Nur Berlin SO., Wienerstr. 1, wie bekannt. Guirlanden Meter von 15 Pf. Doppelbügel- Lorbeer von 50 Pf. an. Gr. Auswahl: Kränze, Bouquets, Blumenarrangements u. Zopfpflanzen. Fernsprecher Amt IX. 9482. Im Tuchgeschäft Oranien- Str.126. I. Herren- und KnabenAnzüge, Paletots, fowie Damenkleider etc. Auf Wunsch auch gegen Theilzahlungen. 769 L Bringe den Genossen hierdurch mein Sarg- Magazin ü. BeerdigungsComtoir Grimmerung. J. Schuhmacher, bei vorkommendem Bedarf in Swinemündertr. 140, am ArkonaPlay. Stl. Gängew. unentgeltlich ausgef. 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Wahl des gesammten Vor5. und Frauen als Gäste willkommen. 970b Montag, den 25. Mai, Abends 9 Uhr, Armin- Hallen, Kommandantenftr. 20. Ausserordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Mittheilung. 2. Aufnahme neuer Mitglieder und Ausgabe der Billets zu bem am Sonntag, den 7. Juni, stattfindenden Frühlingsfest. 8. Ergänzungswahl des stellvertr. Borsitzenden. 4. Ber schiedenes u. Fragekasten. 954b Ethische Gesellschaft. Sonntag, ben 24. Mai, Abends 7 Uhr, Kommandantenstr. 79, Gratweil's Bierhallen. 368/4 Versammlung Vortrag des Herrn Pinn über: Nationalität und Humanität". Nachdem gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, haben zutritt. standes. 6. Verschiedenes.-Männer Verein zur Wahrung der Der Vorstand. Interessen der Schuhmacher. Fachverein der Lithographie- Montag, den 25. Mai, Abends 81 Uhr, Steinschleifer u. Berufsgenossen Versammlung. ( Luxuspapier- Präger). Dienstag, den 26. Mai, Abends 8 Uhr, bei Seefeld, Grenadierstr. 88. Ausserordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Bölsche über: Materialismus. 2. Diskussion. 8. Ver schiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erfcheinen bittet Der Vorstand. nungslegung des Kassirers. 8. Ber1. Auflösung des Fachvereins. 2. Rech- 277/ 7 schiedenes. Die Mitglieder werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. 982b Der Vorstand. Zentral- Verein deutscher Böttcher. Dienstag, den 26. Mai, Abends 8 Uhr, in Heise's Salon, Lichtenbergerstr. 21. Versammlung. Zahlreiches Erscheinen nothwendig. Der 1. Bevollmächtigte. 122/13 Verein zur Wahrung der Interessen der Berlin. Knopfarbeiter Montag, den 25. Mai, Abends 81/2 Uhr, bei Bolzmann, Andreasstr. 26. Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bahlreiches u. pünktliches Erscheinen erwünscht. Gäste willkommen. Der Verstand. 191/6 Baarverkauf zu streng feften aber sehr bill. Preisen. 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