Nr. 88. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preislifte für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Die nächste Nummer des ,, Vorwärts" erscheint des Osterfestes wegen am Mittwoch, den 17. d. M. Ostern grau und grün. Sonntag, den 14. April 1895. die den bürgerlichen Zeitungen jetzt Woche für Woche so schönes Füllsel mit hochachtbaren Namensunterschriften liefeen! Nie wird man die Empfindung los: sie würden beide Augen zudrücken zu den staatsrettenden Thaten des Unglücksraben, sofern sie nur die beruhigende Zusicherung hätten, daß er blos den bösen Sozialdemokraten die Augen aushacken solle. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der Generalstreik in Belgien. " Ueber den Entschluß der belgischen Parteileitung, vom Generalstreit abzurathen, ist sehr viel Unzutreffendes zusammendurch die energischen Maßregeln" der belgischen Regierung, geschrieben worden. Die einen sprachen von Einschüchterung insbesondere durch die Mezelei von Renaix( Ronse), die anderen Daß der junge Galgenbogel, so ganz anders bewehrt, von anderem- und ganz schlaue Leute entdeckten sogar einen Es sind keine fröhliche Ostern, die den Vertretern des als der nationalliberale Klingel es erwartet hatte, in das tiefsinnigen Plan, dessen Fäden sie auch gewissenhaft dem Publikum heute in Deutschland obwaltenden Staats- und Gesellschafts- Leben tritt, hat die Sozialdemokratie dem Zentrum zu auf die Nase banden. Für niemand, der die belgischen Verhältsystems herandämmen. Sie hatten sich, verfrüht, zum danken, die Sozialdemokratie, sagen wir ausdrücklich; niffe fennt, war der Entschluß des Nationalraths überersten April bereits, in einen erkünftelten Rausch zu ver- denn wir haben den Vortheil davon. Es war ein solcher raschend. In Belgien, deffen Arbeiterbewegung naturgemäß start setzen gesucht durch ein Uebermaß von Begeisterungs- auffälliger Beweis nöthig, um auch dem blödesten Auge in unter dem Einfluß der französischen steht, hatte der Glaube an alkohol, und nun wirkt das abermals hereingebrochene graue Deutschlands Philisterschaaren es klar zu machen, daß der Ausstandes oder Generalstreits ähnlich, wenn auch nicht in die Unwiderstehlichkeit der grêve générale des allgemeinen Elend um so niederdrückender auf ihr Bewußtsein. Im Sozialismus innig verknüpft ist mit allen großen Er- gleichem Maße, sich eingenistet wie in Frankreich. Bekanntlich grauen Elend aber treibt die Hoffnung ihr Phantasie- rungenschaften unserer Kultur. Man kann ihn nicht gelang es unseren Genossen in Frankreich, auf dem letzten spiel nicht. Die Zukunft hüllt sich in den nämlichen antasten, man kann ihn nicht zerren und zausen, französischen Arbeiterkongreß einen einstimmigen Bedüsteren Nebelschleier, der die Gegenwart so unbehaglich ohne alles das zu gefährden, was der moderne schluß gegen die rückständige Utopie des Generalstreits zu macht. Wie soll da aus den Wortführern der heutigen Mensch in Wissenschaft und Kunst zu schätzen und zu erwirken, allein der darauf folgende französische GewerkGesellschaft unerheuchelte Osterfreude sprechen können! verwehren gewohnt ist. Und wenn die heutigen Kultur- fchaftstongreß faßte allerdings nur mit knapper Und doch hätte sie ja eigentlich einen förmlichen Anlaß epigonen der Klassischen Periode unserer bürgerlichen Kunst Majorität einen Beschluß zu gunsten des Generalstreits; und selbst sonst so flare Genossen, wie Vaillant, haben sich zu freudiger Genugthuung. Was sie so lange ersehnt, haben auch nur Schwächlinge find, die sich hysterisch sie in der Hand: Das Osterküken der Umsturzvorlage ist spreizen, wenn sie Selbstbewußtsein zeigen wollen, die von dieser Illusion noch nicht ganz befreit. Aehnlich in Belgien. Die meisten Führer der Arbeiterpartei von der Kommissionsflucke noch rechtzeitig ausgebrütet mit erkünfteltem Flitterkram den dürftigen Gedankeninhalt waren bis vor drei Jahren etwa noch von der Kinderkrankheit worden. Da sollte doch eitel Freude und Hochgefühl ein- ihrer Machwerke aufputzen, um originell zu erscheinen, so des Generalstreits befallen, und wir selbst haben seinerzeit mit ziehen in die Brust aller derer, die es so sehnlichst ist ihnen doch die Lehre in Fleisch und Blut übergegangen, dem braven Bolders eine ziemlich lebhafte Korrespondenz über erwartet haben, seit die wohlgesinnte Presse des zahlungs- daß Schaffensfreiheit die leben- und kraftspendende Vor- diese Frage gehabt. Volders, gleich den meisten der bekannteren fähigen Bürgerthums zuerst darauf los trähte und fakelte, bedingung ist für jedwede Schaffensmöglichkeit. Genossen, gelangte auch zu durchaus richtigen Ansichten. Allein in den daß durchaus und durchaus etwas geschehen müsse gegen Da kommen nun die gottgesegneten Vorkämpfer für Bewerkschaften, namentlich unter den Bergarbeitern, den Umsturz. Religion, Ordnung und Sitte aus der päpstlichen Zentrums bewegung vor zwei Jahren, der fälschlich von vielen den Auswar die Idee festgewurzelt, und der Erfolg der WahlrechtsNun tommt das ausgebrütete Dfterküken angewatschelt; schaar daher und ziehen mit Beihilfe der nicht minder gott ständen der Arbeiter zugefchrieben wurde, obgleich diese Ausstände der Rintelen und der Buchka stolziren schüßend ihm zur Seite. Da begnadeten Junker und Juristen aus dem protestantischen burchaus nicht allgemein" waren gaben dem Glauben an das wollen sie nichts mehr von ihm wissen, die Wortführer des Boruffen- und Obotritenlande die Dornhecken ihrer Straf- scheinrevolutionäre Trugbild wieder frische Kraft. Als es neuerzahlungsfähigen Bürgerthums; denn wie sie das liebe kleine paragraphen um Ghe, Eigenthum, Religion und Monarchie, dings galt, die Bewegung gegen das reaktionäre GemeindeUngethüm schärfer ins Auge fassen, bangt ihnen, daß Dornhecken, in denen, lebten sie heute noch, nicht nur der Jude" wahlrecht zu organisiren, wurde sofort der Generalstreit als ein gar grauslicher Bogel daraus wird, der ihnen selbst Heine, sondern die großen Heiden Goethe und Schiller, in denen Hauptschlachtroß herangeschleppt. Die meisten der bekannteren die Bunge zerbeißen und die schreibfertigen Finger zer- unsere verehrtesten Philosophen Kant, Fichte und Hegel, in Führer suchten einen Beschluß, der den Generalstreit in Aussicht hacken könnte. denen alle sich verfangen müßten, denen Deutschland es stellte, zu verhindern, allein sie wurden überſtimmt. Der Entwickelung der Dinge war es vorbehalten, die nöthige Und flugs erhebt sich unter dem nämlichen Federvolk, das verdankt, daß es auch heute noch aus alter Gewohnheit Klarheit zu bringen. Es zeigte sich bald, daß die Gegner der im Herbst das Kommen des Umfturzgesezes sehnend erkrähte hin und wieder das Land der Dichter und Denker ge- Arbeiter fich des Trugbilds bemächtigten und es zum Schreckbild und erkakelte, ein noch ungefügerer Lärm: Nein, wir nannt wird. aufputten, das die bürgerlichen Elemente ins Regierungslager treiben sollte. Die Mezelei von Renaix öffnete auch denen, die aufs hartnäckigste an die Wunder des Generalftreits geglaubt hatten, die Augen und zeigten auch den wenigst Scharfblickenden, daß der Generalstreit nur den Feinden der Arbeiter von Nußen war ein Umschwung der Meinungen fand statt; die Gegner des Generalstreits bekamen Oberwaffer, und der Beschluß zu gunsten desselben wurde aufgehoben " wollen nichts von ihm wissen, fort mit dem Scheusal! Dank darum jenen trefflichen Heckenpflanzern, Dant Rehrte doch auch die gute Tante Nolte in Wilhelm Busch's auch unserem unentbehrlichen Minister v. Köller, dem Dichtung von dem einst verhätschelten Unglücksraben deutschen Musterkunstrichter z. D.! Hans Huckebein sich ab in tugendhafter Entrüstung: Sie Alle haben dazu mitgewirkt, daß den Trägern Nein, sprach sie, er ist doch nicht gut, weil er mir was und Wortführern unserer bürgerlichen Gesellschaft die Erzu Leide thut." fenntniß ihrer eigenen würdelosen Stellung aufdämmert, daß Ach, wenn sie doch in ihren Protesten nicht gar zu sehr griesgrämlich und grau nur ihnen die Osterzeit naht, an die gute Tante Nolte erinnerten, jene Professoren, während uns die Saat hoffnungsgrün emporsprießt, deren Doktoren, Pastoren, Versemacher und Novellenschreiber, Ernte wir mit zukunftssicherem Blick erschauen. Feuilleton. [ Nachdruck verboten.] Zu Tode gehetzt! 17 als Nimm's Dir nur mit, sonst müssen wir's uns neu anschaffen. Auf so ein paar Lumpereien kommt's wahrhaftig nicht an." Ja, und weißt Du noch, wie sie damals auszogen? Da haben sie uns ganz andere Sachen mitgenommen." Sie schafften also die Töpfe und das Waschfaß auf den Leiterwagen. Gerade, wie sie abfuhren, bemerkten sie eine Magd, die ihnen nachschaute und dann sofort in die Küche rannte. Eine Erzählung nach dem Leben von Franz Held. Da werd' ich doch nicht so oft kommen können, In der bescheiden, aber freundlich eingerichteten Verich dachte. Das ist ja ganze sechs Stunden weit! Aber walterwohnung zu Bogenau fühlten sie sich wie von einem hm schweren Alp befreit. Dem Schwartz war es, wie er den jedenfalls ich werde Dich ewig lieben!!" Noch lange Jahre nachher, als Annchen noch viel, viel altgewohnten Beschäftigungen in der Brennerei nachging, weiter fortgegangen war wenn Karl dann als ernster als wären die letzten drei Jahre nur ein böser Traum nüchterner Gutsbesitzer an dieser Linde vorbeifam( er hatte gewesen. schon viele Kinder einer ungeliebten, aber vermögenden Hier brauchen wir doch wenigstens nicht jeden Abend Frau und machte längst keine Verse mehr-) dann beim Einschlafen bange zu sein," sagte er zu seiner Frau, gemahnte ihn dieser rauschige Baum, wenn er seine daß uns in der Nacht das Dach über dem Kopf in Brand Frühligsdüfte in's Land streute, wehmüthig- hold an jenen gesteckt wird." Abend und an den Lindenblüthen Duft von Annchens Doch auch diese Freude sollte nicht lange dauern. Blondhaar. Aus Haß gegen den Amtsvorsteher Zwiebel hatte Schwarz es unterlassen, sich abzumelden und sein neues Domizil Das Mädchen hatte ihren Schah recht berichtet. anzugeben. Er hätte sich ja durch die Abmeldung gewisser In der That hatte der Brennereibefizer in Bogenau maßen als Zwiebel's Untergebener bezeigen müssen, dachte er. dem Schwarz, als dieser ihm sein ganzes Herz ausschüttete, Auch wollte er auf diese Weise alle etwaigen neuen AnGlauben geschenkt und ihm eine gerade frei gewordene schläge des Kendelmann hintertreiben. Wenigstens für die Stelle übertragen, Schwarz war überglücklich, für sich und nächste Zeit. die Seinen wenigstens eine Existenz gerettet zu haben. Er Da bekam seine Frau von einer ihr bekannten Dame miethete einen Leiterwagen; sie fuhren an ihrem alten Hof aus Allenfeld eine kürzlich erschienene Nummer des dortigen vorbei. Dort wurde wieder ein wenig gearbeitet. Schwarz Kreisblattes zugesandt. Sie faltete es beim gemeinschaftsah Geräthe umherstehen, die ihm gehört hatten. lichen Morgenkaffee auseinander. " Sie haben vielleicht auch in der Küche alles beim Das erste, was ihr durch den rothen Strich am Rand alten gelaffen," meinte seine Frau. Sie stiegen ab, gingen auffiel, war die gerichtliche Mittheilung, daß am 2. Oktober über den menschenverlassenen Hof und traten in die Küche. das Grundstück und Wohnhaus des Friedrich August Thatsächlich standen dort noch einige Rochtöpfe und ein Schwarz nebst Beständen an Getreide, Vieh und Utensilien Waschfaß. auf dem Wege der Subhastation an Rendelmann verkauft worden sei. " Frau Rendelmann wird sie nicht nöthig haben damals hab' ich sie auch schon mit hergebracht--" meinte Frau Schwarz noch unentschlossen. Einige Minuten herrschte peinliche Stille. Sicher so billig," sagte dann Schwarz, daß seine Ach was! Der Frau Kendelmann gehören sie ja vor- Hypothekenforderung höher ist, und er braucht also gar läufig gar nicht. Er muß erst das Gut ersteigert haben. nichts zu bezahlen." Man sieht, die Sache ging sehr natürlich zu. Die Logik der Verhältnisse forrigirte, wie das so oft geschieht, die Logik der Menschen, und die Vernunft und die Thatsachen siegten über die Nun hat er doch, was er wollte!" seufzte die Frau, indeni fie das Zeitungsblatt sinken ließ. " Unrecht Gut gedeiht nicht!" murmelte Schwarz über seiner Kaffeetasse. Der wird schon noch zu seiner Strafe kommen." ,, Muttchen, da steht aber ja noch was roth angestrichen!" rief Anna und wies mit dem Finger auf die Stelle. Die Frau laserbleichte jäh- starrte auf die gedruckten Zeilen wie geistesabsend hin. ein Sie schwieg. Sie wagte es ihrem Mann, der gerade Butterbrot schmierte, gar nicht zu zeigen. " Was hast Du denn nur? So laß doch sehen!" Er riß ihr das Blatt heftig aus der Hand und wurde ebenfalls freideweiß. Es war ein Steckbrief, vom Amtsgericht Hohenthal hinter ihm her erlassen. Hinter ihm her, hinter Friedrich August Schwarz her. Und warum? Weil er die paar alten Kochgeschirre mitgenommen hatte. Gott, o Gott!" jammerte seine Frau. " Freilich", sagte Aennchen, das hättet Ihr auch nicht Aber die thun sollen. Wo doch alles gepfändet war. Kleinigkeit es hat ja alles zusammen keine drei Thaler Werth! Nein, so' ne Gemeinheit!" " Es ist eine Schickung vom Himmel vom Himmel!" Frau Schwarz rang die Hände.„ Wir sollen zu Grunde gehen!" Schwart ging an's Fenster und starrte hinaus. Er überlegte, was da zu thun sei. Aber wer kann Dir nur das Blatt geschickt haben, Mutter?" frug Anna. Sicher eine Freundin von der Frau Kendelmann aha! sie sah auf die Rückseite des Kreuzbandes, wo die Adresse standja, es stimmt. Die Frau Rektor Belten. D, die giftige Kreatur!" Mädchen. Was kann sie aber nur dabei haben?" meinte das Das hat ihr die Kendelmann'sche eingeblasen!" sagte die Mutter. Sie wußte ja sehr gut, warum die Frau Kendels mann sie kränken wollte. Schwarz kam vom Fenster wieder an den Tisch zurück. Politische Iteberlicht. genoffen keinen der beiden Kandidaten zur Wahl empfehlen Kolonialpolitik verantwortlich machen. Gleich allen Menschen ist -: darunter verstanden hat, das hat solche Menschen, wie Leist einer ist, zur unerläßlichen Voraussetzung. Wer diese Kolonialpolitik Die Mit- will, muß auch die Leist mit in den Kauf nehmen. Das wird sich bald zeigen. Ich bin nicht schlechter als die Jetzt wird man den andern" zu Leibe gehen andern." müssen. Und jeder andere", den man packt, wird„ andere" lange dauern, bis entweder niemand mehr in den Kolonien ist, und hinter sich haben, die nicht beffer find" als er- und das wird so Kolonialpolitik also von selbst aufhört oder bis die Hand der strafenden Justizia erlahmt. Phrase. Wir wollen blos hoffen, daß der Sieg endgiltig ist und we der dem freifinnigen, noch dem banernbündlerischen machen, daß die Angelegenheit weiter verfolgt wird. Es wäre daß kein Rückfall mehr eintrete. Kandidaten Geschmack abgewinnen können. Eine von der eine schwere Ungerechtigkeit, Leist als den Alleinschuldigen zu be= Auf Frankreich kann die Wendung der Dinge in Belgien national- liberalen Parteileitung nach Eisenach einberufene trachten, dem alle Sünden unserer Kolonialpolitik aufgeladen nur von vortheilhaften Wirkungen sein, und unsere Genossen Vertrauensmänner- Versammlung hat folgende Erklärung werden und mit deſſen Abschlachtung als Sündenbock dann alles dort werden nun wohl mit diesem schädlichen Hirngespinst gründabgethan ist. Wir sind sicherlich keiner Voreingenommenheit lich aufräumen. beschlossen: für Herrn Leist verdächtig, wir halten es aber für unsere In der am 19. d. Mts. stattfindenden Stichwahl zwischen Pflicht, offen auszusprechen, daß auszusprechen, daß er nicht schlimmer ist Herrn Forstkommissar Casselmann und Herrn Dr. jur. Röside als manche andere, und daß es ein schweres Unrecht wäre, wollten erklären wir nach reiflicher Ueberlegung, daß wir unsern Partei- wir ausschließlich ihn für die Sünden und Verbrechen der sogen. können. Wir sind nicht in der Lage, für Angehörige extremer auch Leist nur ein Produkt der Verhältnisse. Er ist ein junger, Berlin, 13. April. mangelhaft erzogener, abenteuerlustiger Mensch, der von Das Umsturzgesetz scheint jetzt wirklich in Gefahr Parteien einzutreten, denen die beiden Kandidaten angehören. Herrn Forstkommissar Casselmann können wir unsere dem Leben in den Kolonien die romantischsten und 31 gerathen. Sogar die Freikonservativen fangen an, abzu Stimme nicht geben, weil er eine radikale Richtung vertritt, ausschweifendsten Vorstellungen hatte -- wie das bei bröckeln. Das„ Konservative Wochenblatt" schreibt: welche durch ihre nahezu grundsägliche Opposition gegen die tausenden junger Leute aus den gebildeten" Klaffen der Fall, Troh der großen Mehrheit, die sich in der Kommission schließ- Regierungen Unzufriedenheit in die weitesten Voltskreise hinein- feit der Kolonialſchwindel durch Bismarck mit den Reptilienlich für die Vorlage gefunden hat, ist ihre Annahme im Reichstage getragen und sich dadurch zu gedeihlichem politischen Schaffen fonds in Szene gesetzt ward. Er ging nach Afrika genau mit fehr zweifelhaft. Nicht einmal die konservativen Stimmen find unfähig erwiesen hat; weil er durch seine Abstimmung zu gunsten denselben Ideen, wie- außer zwei oder drei wissenschaftlich ficher, da in konservativen Kreisen die Ansicht mehr und mehr Boden der Wiederzulaffung der Jesuiten das evangelische Empfinden der bedeutenden Köpfen- wohl sämmtliche anderen Leute, die nach gewinnt, daß es besser sei, durch Ablehnung dieser ganz un- Bewohner unserer Lutherstadt und des Wahlkreises aufs schwerste Afrika gehen nicht besser und nicht schlechter- G3 find genügenden Abschlagszahlung wirklich ausreichende Maßnahmen verletzt hat und weil er einer Partei angehört, die sich der entgleifte Existenzen, verzogene Söhnchen, die zu Hause nicht herbeizuführen. Bei der Reichspartei tommen die schweren Be- Ehrung unseres Bismarck durch den Reichstag widersetzte. gut thun und deren die Angehörigen sich mit guter Art zu denken hinzu, welche durch die Zugeständnisse dem Ultramontanis- Ebenso wenig tönnen wir für Herrn Dr. jur. Röside entledigen suchen. Andere haben es gerade so gemacht" mus gegenüber wachgerufen sind. Die Reichspartei kann der Auf- ftimmen, weil er sich zur hochtonservativen Partei bekannt hat, ich bin nicht schlechter als andere" sagte Herr Leist hebung des Kanzelparagraphen nicht zustimmen. Alle übrigen die jederzeit im Gegensatz zu den von den Nationalliberalen wiederholt, und es ist merkwürdig, daß diese verrätherischen EntParteien mit Ausnahme des Zentrums dürften schließlich gefchloffen vertretenen Grundsäßen stand und auch jezt im Berein mit den büllungen, die der Gerichtshof ja vielleicht nicht weiter vers gegen die Vorlage stimmen. Und das Zentrum selbst würde mit Ultramontanen gegenüber der Umst urz vorlage einen Nein stimmen, wenn der Kaufpreis der Beseitigung des§ 130a Standpunkt einnimmt, der für die Nationalliberalen unannehmbar folgen durfte, von fast der gesammiten Presse so wenig beachtet worden sind. im Reichstag fällt.be ist; weil er in wirthschaftlicher Richtung eine einseitige und kurzex ift wirt! Wenn man dazu bedenkt, daß auch die National- fichtige Intereffenpofitit verfolgt, welche die Landwirthschaft nicht als die anderen, er ist im vollsten Sinne des Wortes ein Wir glauben Herrn Leist: er ist wirklich nicht schlechter bak auch liberalen jetzt überall fürchterlich auf die Pfaffen schimpfen, fördert und das Gemeinwohl aufs tiefste schädigt. Aus diesen Opfer der kolonialpolitit. Das, was heutzutage unter die den„ freien Geist" fnebeln wollen, daß die Polen nicht Gründen empfehlen wir unseren Parteigenossen in Stadt und Kolonialpolitik verstanden wird, was insbesondere Fürst Bismarck mitthun wollen, daß vielleicht auch ein Theil der Zentrums- and, bei der bevorstehenden Stichwahl weder für den einen noch Abgeordneten, durch ihre Wähler liebenswürdig aufgefordert, für den anderen Kandidaten zu stimmen." den Dienst versagen werden, so ist das Geschick des neuen Das neue preußische Vereinsgefeh. Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der theilung der Kreuz- Zeitung", dem preußischen Landtage Sozialdemokratie" immerhin zweifelhaft geworden. Bum werde noch in dieser Session ein neues Vereinsgefeß Glück ist es für unsere Partei ziemlich gleichgiltig, ob zugehen, soll sich in dieser Form nicht ganz bestätigen. Es man uns das neue Sozialistengeset" bescheert oder nicht. wird jetzt gemeldet, daß diese Vorlage nur in dem Falle Eine große Zahl unserer kämpfenden Genossen würde erfolgen solle, daß die Umst urz vorlage vom Reichsfreilich durch das Gesetz persönlich schwer betroffen werden. tage abgelehnt würde. Vor einigen Jahren, als es im Aber die sozialdemokratische Partei ist durch Plane lag, das Sozialistengesetz aufzuheben, pflegten wir wirthschaftlichen und politischen Druck nur immer gestärkt Sozialdemokraten zu sagen:" Ausnahmegefeßlich geschmort; und vergrößert worden. oder gemeinrechtlich gebraten." Bon jetzt ab heißt es: sturzgesetzlich geschmort, oder vereins Die Stellung der Regierung zu den Handwerker- rechtlich gebraten."- Aber vielleicht läßt sich die Reforderungen. Acht Tage nach Ostern tagt in Halle der gierung, bescheiden wie sie ist, auch beide Gerichte von achte deutsche Handwerkertag und von Kleinbürgerlicher Sen regierungsfrommen deutschen und preußischen BarlaSeite war nun in Anknüpfung hieran darüber geklagt menten serviren. worden, daß die Stellung, welche die Regierung zu den Handwerkerwünschen einnehme, eine unflare Das Gefalbader des todten Mannes, der im Sachsenwald Der Stand der österreichischen Wahlreform. Für das sei. Das soll aber durchaus nicht wahr sein, und die Re- herumspukt, hat in Frankreich, auf das er in seiner be- österreichische Parlament sind die Osterferien angebrochen, aber gierung läßt sich energisch gegen diesen Vorwurf ver- und Verachtung gefunden. Die Verleumdung der französischen Kaiser, die Regierung und die koalirten Parteien sind in der fannten Manier wie ein Rohrspaß schimpfte, die gebührende Bedie Wahlreform ist doch nicht vom Flecke gekommen. Der theidigen. Offiziös wird geschrieben: Die Klage ist nicht berechtigt. In erster Reihe kommt es bei Schule giebt der Justice" Veranlassung, die famose vom Kaiser, die Regierung und die toalirten Parteien sind in der offiziellen Leib= Busch erzählte Aeußerung der Frau des größten Verlegenheit, sie alle haben es nicht an feierlichen Berdieser Frage auf die Handwerksorganisation und auf den Be- Fürsten Bismard(„ Tödte alles in Frankreich! Auch die Kinder! Sprechungen fehlen lassen und doch tritt immer deutlicher die fähigungsnachweis an. Was die erstere betrifft, so haben be- Reine Gnade für dieses Gesindel!") auszugraben und zu fragen, Unfähigkeit der Herrschenden zu tage, sich über die nothwendigen fanntlich die im Sommer 1893 vom preußischen Handels- ob solche Bestialitäten der deutschen Schule zur Ehre ge- für ein Wahlreformprojekt gemeinsam eintreten, wenn die Opposition Bugeständnisse zu einigen. Liberale, Klerikale und Polen müssen minifter veröffentlichten Grundzüge eine so widerspruchsvolle reichten? Im ganzen aber nimmt niemand die Fafeleien der Jungtschechen, Antisemiten und der kleinen Gruppen über Aufnahme in den Kreisen des Handwerks selbst gefunden, daß ernst. Der„ Temps" wundert sich blos, daß es in es unmöglich war, auf ihnen ohne weiteres fortzubauen. Nach Deutschland doch wunden werden soll. Nun sind aber die Interessen der drei. fo viele Narren gebe, die den gutachtlichen Aeußerungen, welche darüber laut wurden, auch bereit wären, persönliche Opfer( Geld) für diesen Liberalen und Klerikalen. Auf das Kräfteverhältniß diefer toalirten Parteien durchaus verschieden, vor allem die der mußte man im Zweifel fein, ob durch die Vorschläge den abgethanen Menschen zu bringen. Nun die Zahl der Narren Barteien wird jede Wahlreform einwirken, die größten Verluste Wünschen eines großen Theiles des Handwerks selbst, geschweige ist doch winzig flein, wenn man sie mit der Gesammtbevölkerung broben den Liberalen, und das verhängnißvolle für die Arbeit denn der großen Mehrheit desselben nachgekommen würde. Man vergleicht was wollen bei 50 Millionen zehn oder zwanzig hinter den Koulissen besteht darin, daß die den Liberalen verist deshalb mit Naturwendigkeit von diesem Wege abgedrängt Tausend Narren bedeuten? Aber es sind gar keine Narren loren gehenden Mandate nicht blos den Sozialdemokraten zu gute worden und hat einen anderen eingeschlagen, der eher zum Ziele wenigstens nicht die Veranstalter des Spektakels sondern sehr zu führen verspricht, nämlich den, erst Vertretungstörperscharf rechnende Geschäftspolitiker, die in Bis- kommen dürften, sondern daß einige davon den sich der fchaften für das Handwerk zu schaffen und dann march den noch immer einflußreichsten Vertreter einer Politit Sympathie der Klerikalen erfreuenden Antisemiten und auch dieſe ſelbſt über die Organisation und andere Fragen fich fehen, die ihnen Millionen eingebracht hat, und die sie den Klerikalen selbst zufallen werden, so sollen Vertreter einigen zu lassen. Die Borbereitungen auf diesem Gebiete wieder eingeführt wünschen, um weitere Milliarden zu rauben. So war die Situation bis vor kurzem, fie ist noch verworrener entgegenstehender Interessen gemeinsame Arbeit werden eifrig gefördert und wenn auch nicht mehr für die Die Franzosen mögen doch an ihren eigenen Boulangerlaufende Reichstagstagung eine Vorlage nach dieser Richtung er- Rummel denken, der mit unserem Bismarck- Rummel die größte geworden durch den Austritt des Barons Dipauli aus dem wartet werden darf, so kann man doch für die nächste Tagung Aehnlichkeit hat. Die Aubeter" Boulangers opferten" viele Klerikaler, dem die Schädigung der Liberalen sehr am Herzen unterausschuß der Wahlreform Rommission. Dipauli ist ein darauf hoffen. Die Situation ist also nach dieser Seite völlig Millionen, aber nicht um der schönen Augen des braven liegt, deshalb beantragte er, abgesehen von der Einrichtung einer flar. Und nicht anders liegt es mit dem Befähigungs nachweis. Der Bundesrath hat sich ihm gegenüber bisher Republik, die Wiederherstellung der Kirchenmacht und die 70 Kreuzer( ca. 6 M.) herabzusetzen; dies hätte natürlich noch Generals" willen, sondern weil sie von ihm den Sturz der Arbeiterkurie, den Wahlzensus von 5 fl.( 8 M.) auf 3 fl. stets ablehnend verhalten. Es wird abzuwaren sein, ob die dauernde Befestigung der kapitalistischen Rammern, welche eine autoritative Vertretung des Handwerks Diebswirthschaft erwarteten. weitere Verluste der Liberalen an die Antisemiten zur Folge ge= Der Boulanger- Rummel darstellen sollen, im stande sein werden, für die Einführung war eben ein kaufmännisches Geschäft des Befähigungsnachweises Gründe herbeizuschaffen, welche den Bismard- Rummel. Nur daß die Franzosen sich den Schwindel legenheit wurde bekannt, daß die Liberalen den Wahlzensus eben ein faufmännisches Geschäft- gerade wie der habt. Da die übrigen Bertreter seiner Fraktion ihn aber nicht unterſtüßten, trat er aus dem Ausschusse aus. Bei dieser GeBundesrath zu einer anderen Stellungnahme bewegen tönnen. nicht so lange gefallen ließen. auf 10 fl.( ca. 17 M.) erhöhen wollen. Dem können nun die noch " V Freilich die Kolonialpolitik ist zu gewissen Zwecken sehr nützlich. Die schneidigen" Kolonialbeamten vom Schlage des Leist find doch im grunde genommen das Ideal unseres Junkerthums, und was sie drüben in Afrika thun, ist nur, was unsere Junker in Deutschland thun möchten, wenn sie könnten. forten für die Neger und Negerweiber sei größer als die Vers Ober glaubt man etwa, die Verachtung der Leist und Konachtung der preußischen Vollblutjunker für unser arbeitendes Bolk und für das deutsche Weib aus der arbeitenden Klasse? " Teisten! Stichwahl im Kreise Eisenach. Die Antisemiten Afrikanisches. Die Verurtheilung des Kanzlers Leist hat Klerikalen wieder nicht zustimmen, da ihr Führer, Graf Hohen wollen, trotz der ihnen widerfahrenen schlechten Behandlung, den Schmutzfleck, den die halbe Freisprechung dieses fittenlosen wart, als Ministerpräsident für die Herabsehung des Wahlzensus in der am 19. d. M. anstehenden Stichwahl für den Bauern und barbarischen Kolonialkulturträgers auf das Deutsche Reich eingetreten ist und vor allem deshalb, weil es ihren Interessen bündler stimmen, die Nationalliberalen aber, kühn wie und die deutsche Justiz geworfen, einigermaßen beseitigt; allein widerspricht. So ist kein Ende der Wahlreformarbeit abzusehen. immer, wollen sich der Abstimmung enthalten, weil sie der Prozeß hat Thatsachen zu tage gefördert, die es nothwendig Die Krone hat ihr Wort für die Wahlreform verpfändet, das " Und ein Steckbrief! Gleich einen Steckbrief! Sie hätten mich doch einfach vorladen können." nur Im Geiste Köller's. Durch Abdruck des ersteren erbringt die" Kreuz- Zeitung" ben bedauernswerthen Beweis, daß im Rampf gegen die SozialSie werden Deine Adresse nicht wissen-" D, wie ist es hocherfreulich, demokratie auch leidlich vernünftige Leute Verstand und " Sag' lieber, Frau, sie wollen sie nicht wissen. Jeder Solchen Jüngling noch zu finden, Urtheil verlieren, während der zweite in der Nord= nicht ber Jezt, in unsrer Zeit, wo täglich in der Gegend kann sie ihnen sagen. Sie wollen mich auf deutschen Allgemeinen"-es fostet nichts die„ Allgemeine" diese Weise um mein letztes Brot bringen. Und es wird Mehr und mehr die bessern schwinden. zu sein, als die gemeine sein für alle den unschuldigen Abonnenten dargeboten wird. Heine, Ich gebe in diesem ihnen gelingen, paß nur auf!- Aber, was noch zu thun Es läßt sich nicht leugnen, daß ein betrübender Geist laster Fall übrigens der Kreuz- Zeitung" den Vorzug. Ihr ist, werd' ich sogleich thun. Ich muß sofort nach Allenfeld, hafter und zügellofer Unbotmäßigkeit in der modernen Kunst Roman hat mehr Humor. Er erzählt von einer Kuni Dotterweich. mich stellen, daß der Steckbrief aufgehoben wird." immer mehr um sich greift. Kirchenlieder dichtet schon längst die auf dem Lande wohnt und zwar bei ihren Eltern, die Er nahm auf der Stelle von seinem Chef Urlaub, fein Mensch mehr und auch die patriotischen Barden, die so sich, da der Roman in der„ Kreuz- Zeitung" spielt, in Judenohne diesem etwas von dem Grund zu sagen, riß sich von staatserhaltend mittelalterliche Institutionen mit dem holden händen befinden. Wie so manch anderer ist Kuni mit ihrem seinen jammernden Angehörigen los, die meinten, Schimmer einer knechtseligen Romantik zu umgeben wissen, die Schicksal unzufrieden, was fein und erschöpfend dadurch gezeigt man würde ihn sofort ins Gefängniß sezen, und jedem historischen Plunder gefühlvolle Thränen nachweinen und wird, daß sie durchaus keine Kartoffeln mehr effen will. Da rannte zu Fuß durch die glühende Hige eines außergewöhn- sentimentalen Lakeien drohen eines kümmerlichen Todes zu der benachbarten Fabrikstadt arbeitet, schließt Kuni sich ihr an. für ihre verlorene Würde feine übrig haben, auch diese gerade eine Jugendfreundin die Kathel- im Ort ist, die in lich heißen Mittags im Altweibersommer über die Land- sterben. Selbst wenn der Kammergerichtsrath Wichert seinen Unterwegs aber stellt es sich heraus, daß die bewußte Kathel in straße, auf die vier Stunden entfernte nächste Bahnstation Fleiß verdoppelt und einen neuen Orden bekommt, kann er nicht ihrer besonderen Art Sozialdemokrat" ist. Sie will feidene zu. Einen Wagen zu nehmen, erlaubte er sich nicht, seine alles allein besorgen und auf Wildenbruch, der mehr Talent Kleider tragen, Rutsche fahren, Kuchen essen, mit einem Wort: fie Baarschaft war zu gering. hat als für einen Legationssekretär im Auswärtigen von Vortheil will, daß endlich einmal getheilt werden soll. Das wollen in der Traktätchen- Literatur Er lief, als ob er mit Hunden gehetzt würde. Der ist, scheint in letzter Zeit kein rechter Verlaß mehr zu sein. Mit um so sozialdemokratische Arbeiter immer. Selbstverständlich kann solche Verworfenheit Schweiß rannte ihm in Strömen von der Stirn, sein größerer Freude muß es alle wahrhaft fonservativen Glemente ja Gaumen schien seiner tastenden Zunge aus Leder. Als es unseres Staatslebens erfüllen, daß der Himmel uns einen artigen der Gesinnung nicht ohne Einfluß auf den äußeren Menschen noch eine gute Weile bis zur Station war, sah er ein, daß Jüngling befcheert hat, der abseits vom großen Haufen der bleiben und wie sie einmal die Röcke hochschürzt, darf der geRebellen und Spötter wandelt und auf still verschwiegenen neigte Leser sehen, wie sie allerdings feingewebte, aber total er zu Fuß nicht mehr rechtzeitig für den Zug hinkommen Pfaden holde Träume spiunt. Theodor ist sein Name und zerrissene Strümpfe trägt, während bei der chriftlich- germanischen tönne. Er nahm Platz auf dem gerade vorbeifahrenden Dichten sein Beruf. Wohl haben schon andere vor ihm dasselbe Kuni, die noch durch keine Berührung mit der Sozialdemokratie Postwagen, so leid ihm auch das Geld that. Er er mit einigem Erfolg gethan, ohne in Preußen- Deutschland dafür verdorben ist, diese Bekleidungsstücke noch heil und dauerhaft reichte auch wirklich den Zug nur noch gerade im letzten besonderen Lohn zu ernten, was aber Theodor zur Hoffnung des find. Man sieht: Theodor kennt seine Kunst und weiß, daß Augenblick. Staats und zur Freude seiner Familie macht, ist der Umstand, prägnante Charakteristik in ihr eine Hauptsache ist. Kuni tommt Als Schwarz in Allenfeld autam( es war 3 Uhr nach- baß er mit Berlaub im Geifte Röller's dichtet. Als in indeffen nach der Stadt, lernt Sozialdemokraten fennen und hat nach- baß mittags geworden), stürzte er sofort in die Wohnung des jener Sigung des Abgeordnetenhauses der Mann aus Hinter sogar das Unglück, sich in den Kölbe Lorenz, einen eifrigen pommern aufstand und in seiner historischen Literaturrebe mit Agitator, zu verlieben. Dieser Kölbe, der ihr die Ehe verspricht, jener Feinheit und Grazie des Geistes, an die er uns nun ein- wäre natürlich kein Sozialdemokrat, wenn er nicht, ohne ihr " Der Herr Staatsanwalt arbeiten im Privatkabinet," mal gewöhnt hat, einige Dichter todtschlug, die Nieber- etwas davon zu sagen, zu Hause eine halbwahnsinnig geprügelte wurde ihm vom Dienstmädchen mitgetheilt, und lassen jezt ding vorher gelesen hatte, erklomm für die deutsche Frau und fünf bis sechs hungernde Kinder hätte, abgesehen davon, niemand vor". Literatur, insonderheit aber für die, so innerhalb der daß er fäuft, faulenzt und den Mund bei jeder Gelegenheit Aus einem starken Schnarchen, das durch die halb- schwarz- weißen Grenzpfäble unter den Augen einer hohen Polizei entfeßlich rüpelhaft aufreißt. Theodor ist fich eben feiner offene Verbindungsthür drang, entnahm er, daß die Arbeit" geboren wird, ein neues Morgenroth die Hügel, und die Götter Aufgabe bewußt: Er soll die Sozialdemokratie todtdichten und des Beamten in der Erledigung eines Nachmittagsschläfchens die in diesen Zeitläuften unserm Lande besonders gewogen er thut es. Er hat ein Amt und feine Meinung. Wenn er noch nicht scheinen, fügten es, daß ein Jüngling unter uns wandelt, ganz Reservelieutenant ist, soll man ihn schleunigst dazu machen. Wer bestand. berufen und auserwählt, die goldenen Worte seines hohen noch nicht weiß, wie ein Streit verläuft, und keine Zeit hat, Meisters in künstlerische Thaten zu wandeln. Zwei Romane Bola's" Germinal" zu lesen, tann es auch von Theodor ersoweit unsere Kenntniß reicht hat bis jest in gnadenreicher fahren. Die Arrangeure desselben sind Fremde, regelrechte AbStunde seine Muse geboren, wovon der eine„ Drei Sozial gesandte der Parteileitung. Dergleichen Sünder find gottlob demokratinnen" heißt, während der andere zum feinen felten. Landestinder. Die Mitglieder des Streiffomitees bes Unterschiede den Titel Eine Sozialdemokratin" führt. fommen täglich je 8 M. Diäten, nnd denunziren sich, nachdem Staatsanwalts. " Nach längerem Parlamentiren erhielt er die Erlaubniß, zu warten, bis der Herr Staatsanwalt seine, Privatgeschäfte" erledigt haben würde. ( Fortsetzung folgt.) Partei dadurch wett zu machen, daß sie für massenhaften Besuch faure Arbeit hoffentlich schon im ersten Wahlgange durch den genossen noch tüchtig ausgenutzt werden und wird ihnen die derselben sorgen. Die Feiertage werden seitens unserer Parteis Sieg unferes Randidaten gelohnt werden. Sieg unferes Kandidaten gelohnt werden. Ministerium hat sich unfähig gezeigt, feine feierlichen Ver- weiblichen Personen der Zutritt gestattet werden. Die deutschen tegenheit, die versammlungslose Beit der letzten Jahre für unsere sprechungen einzulösen und das Parlament übt die widerlichste Behörden sind über solchen Umsturz" erhaben.. Verschleppungstaktit, dabei werden die Massen, und nicht blos die proletarischen, immer ungeduldiger. Niemand weiß, wie dieſe Situation enden wird. Allgemein wird aber angenommen, daß das Ministerium Windischgrätz vor Ablauf des Jahres wegen feiner in der Wahlreformfrage bewiesenen vollkommenen Unfähig feit zurücktreten wird. find Spaltungen eingetreten; die Bildung einer regierungsZu den Wahlen in Serbien. In der liberalen Partei freundlichen Fraktion steht bevor. Nach mehrtägiger Berathung beschloß die Parteileitung der Radikalen, sich dem Streit der Liberalen anzuschließen und an den Stupschtinawahlen nicht Sämmtliche Lokalausschüsse wurden hiervon theilzunehmen. ganzen Lande zurückgezogen worden. telegraphisch benachrichtigt. Die radikalen Randidaturen find im Die wieder, wie gerade die freifinnige Partei es ist, die die ver In dem Bericht heißt es dann wörtlich weiter: In dem Kampfe, den wir durchzukämpfen haben, zeigt sich fchreibt uns aus Paris unterm 8. Aprif: Seit Justizminister Der Kampf ums Streifrecht in Frankreich. Man werflichsten Kampfesmittel in Anwendung bringt. Während die Trarieur, der bisherige Leibadvokat der Südbahngesellschaft, dem Ronservativen uns in ihren Versammlungen, wenn sie unsere Senate feine Gefeßesvorlage unterbreitet hat, die unter dem VorDie armenischen Greuel" werden in England, auf Partei angreifen, auch das Wort der Entgegnung gestatten, ist wande der Sicherheit der Landesvertheidigung den Eisenbahn- das es den Machern hauptsächlich ankommt, nicht geglaubt. es die freifinnige Partei, die wohl vorgiebt, für gleiches Recht arbeitern das Streifrecht zu entreißen sucht, finden allerorts Und da sind die Russen denn darauf verfallen, drei lebendige zu kämpfen und für freie Meinungsäußerung, die aber gerade Proteftversammlungen statt, die sich von Tag zu Tag mehren Armenier, die alle Greuel aus eigener Anschauung bezeugen diesen Grundsäten in der Praxis ins Gesicht schlägt. Ihr Kandidat und immer weitere Kreise um sich ziehen. Die Yves Guyot und können, nach England zu schicken, wo sie bereits angelangt find Fischbeck zieht im Wahlkreise von Ort zu Ort, hält alle Tage Konsorten, die schon lange nach einer solchen Vorlage riefen, und ihre Gastrollen begonnen haben. Auf der politischen Bühne Versammlungen ab und der Hauptinhalt feiner Rede ist stets der mit allen werden wohl bald finden, daß sie ihren Brotgebern nur einen werden mitunter auch Jahrmarktspossen aufgeführt, wie weiland sozialdemokratische Zukunftsstaat" Miezchen sehr schlechten Dienst damit erwiesen haben. Denn es ist, als ob die Potemkin'schen Dörfer. und Mäßchen, mit denen Eugen Richter in der berüchtigten fie selber hätten die Sturmglocke läuten wollen, die alle Arbeiter Der Feldzug der Engländer gegen Tschitral ist, wenn Bukunftsstaats. Debatte im Reichstag diefen ausgestattet hat. zu einem geeinigten Kampfe gegen das Drohnenthum aufruft. anders die englischen Berichte auf Wahrheit beruhen, seinem Während nun zu Beginn der Wahlbewegung. der Fischbeck in Die Arbeiter fühlen ganz wohl, daß der Streich, den die Herren Ende nab oder gar bereits siegreich beendigt. Die Engländer einigen Bersammlungen unseren Genossen das Wort verstattete, gegen die Eisenbahnarbeiter im Schilde führen, ihnen allen gilt; find, tros der Hindernisse, welche das Terrain ihnen entgegen 19. April statt und wird unsere Partei den freifinnigen" ist das sehr bald anders geworden. Die Wahl findet am daß wenn sie es gestatten, daß man den Eisenbahnstlaven fette, sehr rasch vorgedrungen, haben die Eingeborenen überall 19. April flatt und wird unsere Partei den freifinnigen" das Streifrecht entzieht, dann bald die anderen an die Reihe geschlagen, und sollen keine ernsthafte Streitmacht mehr gegen Helden die richtige Antwort wohl nicht schuldig bleiben. tommen und es über furz oder lang mit dem ganzen Koalitions- fich haben. Heute schon hofften fie in Tschitral, dem Ziel der recht vorbei sein würde. Darum schaaren sich die Gewerkschaften Expedition, einzuziehen, und die im dortigen Fort eingeschlossene Und nochmals Herr Seelmann. Von einem Parteis und Gewerkschaftsverbände in diesem Kampfe immer enger um handvoll englischer Truppen die tapfer ausgehalten haben, zu genossen wird uns zur weiteren Charakteristik des neuesten antidie Eisenbahn- Gewerkschaft, der sich ihrerseits wieder die Eisen- entsetzen. Erfüllt sich diese Hoffnung, und haben die Engländer femitischen Agitators noch folgendes geschrieben: Am 26. Februar bahnarbeiter und Angestellten nun in einem solchen Maße an die riesigen Felsenthore des Hindukusch vollständig in ihrer Ge- fand in Iserlohn eine Versammlung statt für das graphische schließen, daß die Gewerkschaft, die gegenwärtig schon rund walt, dann tönnen sie allerdings den weiteren Fortschritten der Gewerbe, in der Genoffe Gillier Berlin referirte. In der 70 000 Mitglieder zählt, in bälde und sicherlich, noch ehe die Vor- Russen einstweilen mit ziemlicher Gemüthsruhe zusehen. darauffolgenden Diskussion nahm auch Seelmann, der eigens lage vom Senat an die Rammer gelangt, an 100 000 Mitglieder zählen dürfte. Und diese werden sich umsoweniger das Streit- japanische Gesandtschaft empfing amtliche Nachrichten, nach welchen dem Referenten nur in allen Punkten zustimmen zu können. Vomostasiatischen Kriegsschauplast. Die Nordamerikanische von Lüdenscheid herübergekommen war, das Wort und erklärte, recht entziehen laffen, als sie die gesammte organisirte Arbeiter zwischen den chinesischen und japanischen Bevollmächtigten eine auch er habe das Glend der Arbeiterklasse so gefunden, wie es schaft an ihrer Seite wissen. In der That häufen sich von Tag Verständigung erreicht worden ist und die Nachricht von dem vom Referenten geschildert worden fei, und empfahl den Anzu Tag die Zuſchriften, die der Gewerkschaft der Eisenbahn- endgültigen Friedensabschluß jederzeit zu erwarten ist. Die wesenden den Anschluß an die, auf dem Boden der modernen arbeiter von denen der übrigen Berufe zugehen, die sich in dem genauen Friedensbedingungen sind noch nicht bestimmt, doch merksam gemacht, daß er doch entgegen sein bisheriges Wirken Arbeiterbewegung stehenden Gewerkschaften. Darauf auf Kampfe um Aufrechterhaltung des Streifrechtes solidarisch mit ihr verlautet, daß entsprechend dem wiederholten dringenden erklären. So haben, um nur die namhafteren Organisationen an Ersuchen China's um eine Herabminderung der ursprüng- gesprochen habe, erklärte Seelmann, daß er jetzt Reue empfunden zuführen, bisher folgende Gerwerkschaftsverbände ihre Solidarität lichen Friedensbedingungen Japan einige Zugeständnisse be- habe, er fei früher Sozialdemokrat gewesen und dann dem mit den Eisenbahnarbeitern erklärt: der Verband der Arbeitsbörsen, willigt hat. Katholischen Gesellenverein als Agitator beigetreten, abVerband der Grubenarbeiter, Verband der Bucharbeiter( Schrift- Ferner wird berichtet, falls in dem Zeitraum des wechselnd sei er dann zu den Nationalliberalen, Antisemiten 2c. gießer, Sezer, Drucker, Stereotypeure, Buchbinder 2c.), Verband Waffenstillstandes ein Friedensschluß nicht zu stande kommt, übergegangen, er könnte nur sagen, daß alles, was in diesen Der Glasarbeiter, Verband der Bauarbeiter, Verband der Metall- würde die Waffenruhe nicht weiter verlängert werden. Parteien für die Arbeiter versprochen wurde, nur Lug und Trug arbeiter, Verband der Hutmacher, Verband der Glasarbeiter, japanische Armee würde alsdann sofort auf Peking vorrücken. sei, ebenso gestehe er, daß das, was er seinerzeit gegen Bebel und Verband der Tabatarbeiter, Verband der Zündholzarbeiter, Ver- Nachträglich wird gemeldet, Japan babe China aufgefordert, die sozialdemokratische Partei vorgebracht, nur im Namen der band der kaufmännisch Angestellten, Verband der Lithographen, bis zum 14. die gestellten Friedensbedingungen anzunehmen oder antisemitischen Partei vorgebracht habe, er sei von dieser reichlich die Gewerkschaft der Omnibusbediensteten, Gewerkschaft der abzulehnen. Es verlautet, Japan habe die verlangte Kriegs: bezahlt worden und habe es vorbringen müssen, obwohl er wisse, Droschkenführer 2c. Angesichts dieser Bewegung unterliegt es entschädigung um 100 Millionen Yen herabgesetzt und ein- es sei erlogen. Seelmann erklärte ferner, von den„ Chriftlichkaum einem Zweifel, daß die Vorlage, falls sie auch von der gewilligt, daß nur die Halbinsel Liau- tong von China abgetreten Sozialen" nach Desterreich zum Studium der Judenfrage ge= Regierung aufrecht erhalten und vom Senat votirt werden sollte, werde. Die chinesische Kriegspartei allein ist noch gegen den fandt zu sein, er habe sich aber wenig um die Frage ſelbſt fandt au sein, er habe sich aber wenig um die Frage selbst von der Kammer verworfen werden wird, die sogar zu Zeiten Friedensschluß. gefümmert, sondern sei einfach, als das Geld alle war, wieder Periers, wenn auch sonst zu allem, so doch nicht zur Beschränkung zurückgekehrt nach Deutschland, wo er natürlich alles des Koalitionsrechts zu haben war. Sollte aber auch die Kammer Bum Aufstand auf Cuba wird bekannt, daß der Senat mögliche, nicht aber aus eigner Anschauung berichtet habe. sie votiren, was indeß kaum anzunehmen ist, so würde damit des amerikanischen Staates Florida den Insurgenten von Zum Schluß erklärte E., jetzt wieder Sozialdemokrat sein zu Cuba nur das erzielt werden, was die Vorlage eben verhindern sollte: seine Sympathie ausgedrückt hat. Die spanische wollen, weil alle übrigen Parteien darauf ausgingen, die Ars wäre läßt natürlich verbreiten, dies ein allgemeiner Eisenbahnarbeiter- Streit. Denn das Recht, das Regierung in beiter noch mehr zu unterdrücken, vorläufig müsse er erst einige feiner sie dem Kaiserreich abgerungen, das werden sich die Arbeiter um Weise beunruhigend und sie hoffe der sepa Jahre Buße thun für seine Handlungsweise gegen die Arbeiter. teinen Preis von der Republik nehmen lassen. Das haben sie ratistischen Bewegung Herr zu werden, ehe noch den Die Versammlung ging mit dem Gedanken auseinander, es mit erst auf ihrem am jüngsten Sonnabend in der Tivoli- Vaux- Halle Dennoch scheint die Nachricht aber von großer politischer Be- Wie übrigens die neueste Nummer unseres Kölner ParteiInsurgenten ernste Unterstützungen gewährt werden können. einem Raubritter edelster Sorte zu thun gehabt zu haben. hier flattgehabten Protestmeeting erklärt und danach wollen sie deutung zu sein; denn sobald den cubanischen Aufständischen Organs mittheilt, hat der„ olle ehrliche Seelmann" Köln mit gegebenenfalls auch handeln. nicht nur, wie bisher, die Sympathien Nord- Amerika's gehören, feiner werthen Berson beglückt. Deutsche Gefängnißarbeit in England. Vor kurzem fondern ihnen wenn auch nur unter der Hand-materielle wurde im preußischen Abgeordnetenhause über die Klagen Hilfe zu theil wird, in demselben Augenblick hat die Revolution verhandelt, die von der englischen Regierung gekommen auf Cuba auch gefiegt, und die spanische Monarchie hat dort die Vertrauensmann für den Gaalefreis erläßt folgende Erklärung: Parteitag für die Provinz Sachsen und Anhalt. Der waren, weil, wie behauptet wurde, deutsche Gelängste Zeit geherrscht. Da bei Anregung der Abhaltung eines Provinzial- Parteitages fängniß Arbeit nach England eingeführt worden angenommen worden war, daß bis Ostern eine Entscheidung über sei. Die deutsche Regierung gab dies im Abgeordnetendie Umsturzvorlage getroffen sein würde, die Voraussetzung jedoch hause nur halb und halb zu. Nun kommt aber aus England nicht eingetroffen ist, so soll die Abhaltung dieses Parteitages die Nachricht, daß das englische Handelsamt eine Kommission Vom Wahlkampf. Im Wahlkreise Vennep Remscheid. bis auf weiteres verschoben werden. Bemerkt sei, daß alle Wahlzur Untersuchung über die Ausdehnung des Imports von Mettmann ist der Wahlkampf nunmehr auf der Höhe aufreise, die bereits die Beschichung zugesagt haben, damit einverWaaren, die in fremden Gefängnissen angefertigt werden, gelangt, sämmtliche Parteien holen zum letzten Schlage aus. standen sind, daß die Berathungen in Halle stattfinden. Zur ernannt hat; ferner soll die Kommission untersuchen, ob Jeder Tag, so schreibt man unserem Elberfelder Partei- rechten Zeit werden die Parteigenossen wieder Nachricht erhalten und was für Maßregeln getroffen werden sollen, um eine Organ, bringt eine ganze Reihe neuer Versammlungen, welche unter genauer Angabe der vorläufigen Tagesordnung." ng derartige Einfuhr wirkungsvoll zu beschränken. von den verschiedenen Parteien, die um den Sieg ringen, abgehalten werden. Bekannt ist, daß unsere Partei im ganzen Man kann es den Engländern nicht verdenken, wenn Kreis Mettmann kein Lokal zu Versammlungen bekommen Molsheim( Elsaß) bringt der Offenburger Boltsfreund" Ueber die Reichstags- Nachwahl im Kreise Ersteinsie sich vor der Schmutzkonkurrenz ausländischer Gefängniß- tann. Theils fürchten die Besizer der Lokale behördliche Maß- mehrere Artikel, in denen der Verlauf und das Ergebniß der arbeit zu schüßen suchen. Haben doch selbst unsere deutschen regelungen, theils sind es Beeinflussungen gegnerischer Parteien, Wahl in eingehender Weise erörtert werden. Wir entnehmen Arbeiter empfindlich genug unter der Gefängnißarbeit zu die es dahin haben kommen lassen. Um nun nicht in den denselben, daß von ca. 28 000 Wählern 18 000 abgestimmt haben. leiden, die für einen Preis hergestellt wird, mit dem der Hintergrund gedrängt zu werden, und um zu zeigen, Das Ergebniß im Jahre 1893 war: Baron v. Bulach( Hospitant freie Arbeiter, der Frau und Kind zu ernähren hat, natür- daß wir kleine Hindernisse zu beseitigen wissen, ist in Mettmann, der Konfervativen) 13 863, Dr. Sieffermann( Proteſtler) 6865, lich nicht konturriren kann. dem Herzen des ganzen Kreises, ein großes Zelt aufgebaut Böhle( Sozialdemokrat) 3103 Stimmen. Zersplittert waren da worden, das mehrere tausend Menschen faßt, um die Lokal- mals blos 16 Stimmen, ungiltig oder weiß 621, von 28 000 ein schwierigkeit für unsere Partei zu heben. In diesem Beltbau geschriebenen Wählern stimmten 24 000 ab. Die Wahlbetheiligung finden bis zum 19. April noch mehrere Bersammlungen statt und ist also um 6000 Stimmen geringer, als im Jahre 1893; diese unsere Genossen im ganzen Kreise Mettmann haben jezt Ge- entfallen zu einem großen Theil auf die Protestler, die nach Frauenstudium in Rußland. Petersburger Blätter berichten, vom nächsten Schuljahre ab folle an denjenigen Univerfitäten, an denen medizinische Vorlesungen gehalten werden, auch Parteinachrichten. " der Streit unglücklich verlaufen ist, gegenseitig beim Staats- Aber weiter: Str. 109: Wenn je ein Pudel zärtlich ausanwalt u. f. w. Das Laster erbricht sich und Kuni, die endlich gesehen hat, so sah der Großkopf zärtlich aus in diesem AugenGerettete, setzt sich an den spärlich gedeckten Tisch, der braven blick." Arbeitern hienteden bereitet ist. In der Norddeutschen All- Ich bemerke, daß der unglückliche Großkopf ein Arbeiter ist. gemeinen" verläuft die Sache im großen und ganzen ähnlich. Und nicht einmal ein sozialdemokratischer! Grausamer Theodor! Wieder ist es ein braves Mädchen, das einem Sozial- Kühne Wortbildungen sind ein Privilegium des Genies. Auch demokraten in die Hände fällt und an einem duftigen Theodor macht Gebrauch davon. Er jagt( Nr. 31): Maiabend mit ihm zusammen einen Spaziergang macht. Weil Kuni ihn verdugt anstarrte, statt einer Antwort, ging Ich kenne Theodor und mir schwante bei diefem feine Güte in eine Von- Ober- Herabigkeit über, die an LuftSpaziergang gleich nichts Gutes. Natürlich bekam das Behandlung streifte." arme Mädchen schon in der nächsten Nummer ein Kind, ein Ereigniß, das sich im Laufe des Romans noch verschiedentlich wiederholt, bis schließlich die Mutter als überzeugte Sozialdemofratin im Delirium endet, während der biedere Water den Reft seiner Tage als gemeiner Lump im Zuchthaus verbringt. Die Sozialdemokratie ist gerichtet und Theodor, der Dichter, steckt sein blutdampfendes Schwert in die Scheide. Indeß: man soll seinen Nächsten lieben, auch wenn er Romane schreibt, und um alles in der Welt möchte ich die lichten Seiten meines Jünglings nicht verdunkeln. Er hat einen unendlichen Humor, der ungewollt und ungezwungen, wie der Duft der Rose, feiner Dichtung entsteigt und den Leser in einem götterfrohen Gelächter von allen Gebresten dieser Erde befreit. Und so mag Theodor selbst das Wort nehmen und uns durch Proben feines edlen Stils erfreuen. Er sagt: " " " Nr. 98.( Von einem begabten Arbeiter.) Seine sozialdemo fratischen Ueberzeugungen in Thaten zu wandeln, dafür war er zu sehr Hamlet und litt unter der Ankränkelung mit der Gedankenblässe.(!) Darum ftand er auch am dänischen Sof, will fagen bei den Arbeitern der Mechanischen" feineswegs in dem Ansehen, daß er seinen großen Geistesanlagen nach hätte beanspruchen können, und da er nicht ein einflußreicher Bring war, fand er feine Laertes(!), die feine philosophischen Ergüsse über sich ergeben zu laffen gewillt waren." Pardon, die Dame, mit der besagter Hamlet zu philosophiren pflegte, hieß Ophelia. Ihr Vater war ein alter Narr, der bei Hofe angesehen war, weil er es verstand, ein Kameel für ein Wiesel zu halten. Laertes war Jhr Bruder, Theodor, ein etwas higiger Junge, der über den Verkehr junger Mädchen mit Prinzen so feine eigenen Meinungen hatte und mit dem darum Prinz Hamlet wohl taum philosophirt haben wird. Vielleicht meinen sie aber auch Horatio, der ebenfalls im Stück vorkommt. Die arme Ophelia wurde verrückt und ging ins Wasser. Sie hatte ein so tiefes Gemüth, bas gute Kind. Andere find viel verrückter und gehen nicht ins Wasser. In der That! Sie sollten das Buch lesen. Jm ersten Aft erscheint ein Geist. Ein Geist! Ich denke mit Wehmuth daran, Theodor. Und merkwürdig: Der Geist gehört einem König. Aber die Geschichte ist lange her und spielt in Dänemarf. Tempi passati! Stehren wir zur Gegenwart und zur Kreuz- Zeitung" zurück. n Wenn ich jezt nur bestimmt wüßte, was Luft- Behandlung ist! Kneipp behandelt, so viel ich weiß, mit Wasser. Oder sollte es etwa das sein, was Herrn von Köller in Brandenburg widerfuhr?- Aber weiter! Immer besser und schlimmer, sagt Ophelia Folgendes Bild darf nicht ungenossen verblühen. Suni Dotterreich arbeitete hart: ihrer Liebesflemmen Asche waren Schulden. Sie begoß an den Abenden die graue Asche mit Thränen, es wurde ihr äßende Lauge daraus, die alle weiche Mollelei ihrer Seele, allen Glauben an soziale Utopier mit der Liebe zu dem Helden derselben hinwegfegte." Das ist zu viel, Theodor! Daß Liebesflammen Asche werden, ist in dieser Welt des Wechsels etwas Normales und kommt auch bei anderen Dichtern vor. Daß diese Asche eigentlich Schulden sind, schreibe ich auf Rechnung Ihrer allzu fühnen Phantasie. Wenn daraus aber trotzdem durch Begießen mit Eine sozialdemokratische Agitatorin hält folgende Rede: Thränen eine äßende Lauge" wird, die schließlich zum Ueberfluß noch Utopien hinweg fegen" tann, dann ist auch die Grenze und noch einer, der Karl Mary, von dem her heißt's SozialNr. 86. Aber einer ist aufgestanden, das war der Lassalle dessen überschritten, was dem Genie erlaubt ist. demokratie. Aber Theodor ist auch Philosoph und liebt es, die langvoll fammlung in London. Das war 1862. Und 1864 war die erste Verfließende Rede mit tiefsinnigen Sentenzen zu beleben. Man höre! Sammlung in London. Und da ist es beschworen worden zu Schuß und Truz, auf Brot und Tod, um Gut und Blut, ein G3 ist überhaupt ziemlich gleichgiltig, was geredet Bund soll sein von alle Arbeiter, alle, alle, ohne Unterschied ber wird, auch in Ürbeiterversammlungen. Es ist viel wichtiger, wie Nation, deswegen heißt er Internationale. Ein jeder von die Nr. 105.( Es ist die Rede von Großmuth gegenüber den und vor allem daß geredet wird." Unterdrückern.)„ Das Sammeln glühender Kohlen auf die Mit dem Dichten ist es natürlich ebenso. Wenn überhaupt hat sich jeder einen Schnitt gemacht. Der Karl Mary hat sein Theilnehmer hat mit fein Blut unterschrieben, in linten Daumen Häupter, die soviel Blut gesaugt haben( 1) zeitlebens, war zart nur gedichtet wird! gedacht. Einzig und allein mit der zarten Röthe der Scham In derselben Nummer: Es hält nicht schwer, ihn( den Areffer umdreht in fein tiefen Schnitt und fein Blut war auf die Wangen würde feinfühlig die Röthe des gesaugten beiter) abspenstig zu machen von der geduldigen Ergebung in beller und röther und feuriger und hat bas blutige Meffer Blutes vergolten werden." feinen Daseinszweck für die Gesellschaft, in die Rolle, welche der emporgerecht und hat einen fürchterlichen Schwur gethan gegen Ibid. Sie( die Agitatorin) schlug dem Komitee vor, etwas fategorische Imperativ als gewaltiger Regisseur des Dramas den Todfeind und hat das Messer gegen die Redekanzel gePositives zu bieten, etwas zu arranfchieren mit avec du feu, um Menschheitsentwickelung ihm aprioriftisch zuweist, die der schleudert, daß es tief ins Holz hineingefahren ist und hat geals moralisches Blasenpflaster den Andrang der Glieder vom Stulturbünger zu sein, mit seinem Berfall die Blüthen jener zu sittert da, fo fang er feine große Schwurrede gerebet hat das Gehirn abzuziehen, einer delirirenden Gehirnentzündung vor bedingen." war von dem mächtigen magnetischen Elektrizität- Fluidum, das zubeugen." Donnerwetter! Man merkt doch, wo und wie! Theodor von seinem Gehirn ausgeströmt ist." Gott fteh mir bei wenn fich die Glieder nach dem gehört natürlich zu den 2 Blühenden. Aus dem Grunde hat Schluß! Jetzt gittere ich auch. Gott schüße Theodor's Gehirn drängen, barf man sich auch nicht darüber wundern, daß er auch Beit, sich mit Literatur zu beschäftigen. Er tennt magnetisches Elektrizitäts- Fluidum! sogar die Gehirnentzündung zu deliriren anfängt. Shakespeare. Beweis: Erich Schlaitjer. Kreuz 3eitung" Nr. 81. Der Tahle Scheitel war früher eine Seltenheit beim gemeinen Mann; jeht lauscht er ihn den höheren Ständen glücklich ab." Nr. 83.( Bei der Auswahl eines Mastenanzugs). Die breiten Schultern und ungefügigen Glieder Kuni's widerstanden ehrbar den frechen Affenjädchen und schamlosen Atlasmiedern längstvergangener Balleteufen." Beseitigung der Kandidatur Tallor Tallor fich der man Oben den Wink? Zur Maifeier in Wien. Da alljährlich am 1. Mai sich in Wien der Mangel an genügend großen Versammlungsfälen herausstellt, eine Versammlung unter freiem Himmel aber, während das Parlament beisammen ist, unmöglich ist, wird beabsichtigt, für dieses Jahr die Rotunde im Prater zu einer Massenversammlung zu benüßen. Die Rotunde ist ein öffentlichen Zwecken gewidmetes Gebäude und vom Handelsminifterium verwaltet. " Parteipreffe. Le Socialiste", das Bentralorgan der französischen Arbeiterpartei, erscheint, wie wir mit Freude fonftatiren, feit Beginn des neuen Quartals in vergrößertem Format. Gleichzeitig find die Redaktion und Administration des Blattes nach der Rue Montmartre 132 verlegt worden, wo sich auch der Siz des Nationalrathes der Arbeiterpartei befindet, und ist Genosse A. Zévaés mit der Redaktionsführung betraut worden, während Genosse René Chauvin, Abgeordneter, die Administration übernommen hat. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wahl auf das dreifache gestiegen: 11 886 Wandernde mit 18 171| deutschen Arbeiter das lebhafteste Interesse hervorgerufen, sodaß enthielten. Nachdem der Artikelschreiber in längeren Schläfnächten. Im Jahre 1894 verkehrten in Herberge I wir annehmen, unsern Lesern mit einem Auszug aus dem foeben Ausführungen den Nachweis erbracht, daß die so 13 094 Personen in 21 309 Mächten, in Herberge II 10 968 Per- erschienenen Rechenschaftsbericht einen Dienst zu leisten. Als genannte Protestpartei sich immer mehr auflöst, daß sonen in 20 474 Nächten, in Herberge III 4708 Personen in am 1. April der Streit der Tischler beschlossen wurde, traten ihre Mitglieder zum theil nach rechts abschwenken zu den 8266 Nächten. Insgesammt fanden in den Herbergen im sofort 13 000 Gehilfen in den Ausstand, um endlich einmal die Konservativen und den Klerikalen oder aber sich zu lassen vorigen Jahre 28 770 Berfonen in 50 049 Nächten Aufnahme. Mißstände in bezug auf Affordarbeit, Arbeitszeit und Sonntags: hewußten Proletariern entwickeln, heißt es dann wörtlich weiter:- Welch' prächtigen Anlaß bieten diese Zahlen den gutgefinnten ruhe abzuschaffen und durch Forderung eines Minimallohnes Die Zahl dieser legteren( Sozialdemokraten) wächst naturgemäß, Blättern, über das„ Vagabondenthum" und die Arbeitsscheu" eine Regelung im Lohnverhältniß herbeizuführen, sowie sie wächst mit der fortschreitenden Aufklärung, mit der um sich die Schale sittlicher Entrüstung auszuschütten! 1. Mai die Prozenhaftigkeit greifenden Erkenntniß der eigenen Lage. Dafür bietet der Wahl278 Arbeitern wurden während ausfall in Erstein- Molsheim aufs neue den Beweis- wenn es Eisenbahn- Wagenbau ist in der Lage, an die Aktionäre für ihre mühe- des Streits die Wohnungen gekündigt, mehr als 65 FamilienEntbehrungslöhne. Die Breslauer Aktiengesellschaft für der Meister zu brechen. 278 eines solchen überhaupt bedurfte. Nicht ganz zwei Jahre sind volle Arbeit eine Dividende von 81/3 pct.( 275 000 M.) zu vertheilen. vätern wurden ihre Habseligkeiten vor die Thür gesezt. Diese feit der letzten Befragung der Wähler verflossen; die Zahl der Wie aus dem Geschäftsbericht ersichtlich, belief sich die Produktion Maßregeln befestigten nur die Solidarität der Streifenden und Sozialdemokratischen Stimmen hat sich in diesem turzen Zeitraum der Aktiengesellschaft im Jahre 1894 ouf 167 Stück Poſt- und selbst die unerhörte Thatsache, daß man 345 Mann mit dem von 3100 auf 5400 vermehrt. Es ist dies ein Zuwachs von Personenwagen im Werthe von 2 498 317,97 m. und 1252 Gepäck Schubwagen und der Kerkerzelle bekannt machte, konnte ihren 74 Prozent. Im Kreise Molsheim speziell haben sich die und Güterwagen im Werthe von 2341 281,92 M., zusammen Muth nicht brechen. sozialdemokratischen Stimmen glatt verdoppelt: von 1200 auf 1419 Eisenbahnwagen im Werthe von 4839 599,89 M. AußerVon den 345 wurden 240 vor den Richter gestellt und theils 2400. Insgesammt hat Herr v. Bulach eine Abnahme seiner dem wurde für Reparaturen und Umbauten von Eisen- freigesprochen theils verurtheilt. Die Verurtheilten hatten Stimmen um über anderthalbtausend zu verzeichnen. Versteht bahn- Wagen und sonstige Lieferungen und Leistungen eine insgesammt 9125 Tage= 25 Jahre abzufißen. Wenn troß dieser Summe von 70 326,54 Mart den bezüglichen Empfängern in Maßregeln in der dritten Woche noch 12 000, in der vierten buftion des Jahres 1894 einen Werth von 4909 926,43 Mart fiebenten Woche noch 8500 im Streit verblieben, so ist dies ein Rechnung gestellt, so daß die zur Ablieferung gebrachte Pro- 11 500, in der fünften 11 000, in der sechsten 10 000 und in der repräsentirt.- Die Herren Aktionäre vor allem dürften mit Beweis für die bewunderungswürdige Haltung. ihrem Entbehrungslohn vollauf zufrieden sein. Ter Geschäfts- Das Lohnkomitee verfügte über 38 958 Gulden. Nach Abbericht der Geraer Jutespinnerei und Weberei in zug der Rechtsanwaltfosten verblieben für die Streifenden rund Triebes ergiebt für das verflessene Jahr einen Reingewinn von 37 000 Gulden, wonach, wenn die Summe mit 7 dividirt wird, 409 015,28 m., rovon nach den statutarischen Bestimmungen auf einen Streifenden in 7 Wochen 3,96% 4, also auf eine Person zunächst 6 pet. Vorzugsdividende an die Prioritäts- St.- Attien pro Woche 65 Kreuzer kommen. Wenn man noch dazu in betracht Lit. A.( 25 500 m.), 5 pet. Tantième an den Vorstand zieht, daß die Zahl der angehörigen Frauen 3341 und der Kinder ( 19 175,76 m.), 8 pet. an den Aufsichtsrath( 30 681,22 m.) zu 6207 betrug, fo fommen für die Woche 33 Kreuzer per Kopf. entnehmen sind. Also ziemlich 50 000 m. Gratifikationen an den Die tausend Abgereiften und 472 Genossen, welche auf UnterAufsichtsrath und Vorstand, 12 000 M. an die sonstigen Beamten fügung verzichteten, sind hier nicht in betracht gezogen. Das und 14 und 20 pCt. Dividende an die Aktionäre. Blos die Refuitat des Streiks ist durch folgende Ziffern gekennzeichnet. Arbeiter, die doch das Riesengeschäft erst möglich gemacht haben, vor dem Streif 1500 die 10 stündige, 1000 die 11 stündige, 1000 die Von den 2500 in betracht kommenden Tischlermeistern hatten gehen leer aus. 12 bis 14 stündige Arbeitszeit. Nach dem Streit, nach welchent die Umsturzfämpfer noch recht seltsame Erfahrungen machen. mit 9 stündiger, 1000 mit 91/2 ftündiger, 1900 mit 10 stündiger und Mit den antikollektivistischen Banernschädeln werden die Zahl der Meister auf 2742 ftieg, giebt es 125 Werkstätten mer hätte im Vertrauen auf diese Bauernschädel sich träumen 400 mit unbeschränkter Arbeitszeit. Der Streik hat demnach den lassen, daß die Bauern sich mit streitenden Arbeitern solidarisch Sieg für den Neunstundentag geebnet. Auch der Lohn ist nicht erklären und sich verpflichten würden, die Arbeiter aufs that unbedeutend hinaufgegangen und trotz der verkürzten Arbeitszeit - Ein Bersammlungsverbot nach sächsischem fräftigste vor allem mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Dieser wird zum theil mehr Lohn bezahlt als früher. In die AkfordMuster erfolgte dieser Tage in Gadderbaum bei fall ist eben bei einem Spinnerstreit in Rohrbach in Nieder- arbeit ist eine Bresche geschoffen worden, obwohl die Beseitigung Bielefeld. Genosse Auer sollte, wie wir bereits mit- Desterreich eingetreten. Wahrhaft erheiterud ist dabei das in wenigen Wertstätten gelang. Ebenso ist es mit der Eroberung getheilt, am Charfreitag in oben genanntem Orte in einer Bolts- Klagen der Wiener bürgerlichen Preffe. Sie gleicht dabei der eines Minimallohnes. Die Erfahrungen, die durch diesen ges perfammlung über die Umsturzvorlage sprechen. Die Ber- Denne, aus deren Eiern Enten ausgekrochen sind, die sich luftig waltigsten Lohnkampf gemacht wurden, werden der gesammten sammlung wurde vom Amtmann verboten, weil durch dieselbe im Waffer tummeln. österreichischen Arbeiterschaft zu gute kommen. öffentliches Aergerniß erregt werden könnte". Die Biele= Die Vorstände- Versammlung der Arbeiter Union St. Die nieder österreichischen Gewerkschaften halten, zus felder Genoffen legten, da der Landrath nicht zu sprechen Gallen besprach, wie die Zürich. Post" mittheilt, die Arbeitswar, fofort telegraphisch beim Regierungspräsidenten in losen- Versicherung nach dem neuen Entwurfe des Gemeinderathes fammen mit den Arbeiter- und Arbeiterinnen- Bildungsvereinen, Minden Beschwerden ein. Da bis zum Donnerstag noch keine von St. Gallen. Die Versammlung erklärte sich im allgemeinen am 29. und 30. Juni d. I. in Wien eine gemeinschaftliche Antwort eingetroffen war, fuhr Genosse Schumann persönlich nach mit demselben einverstanden und faßte folgende Resolution: Konferenz ab. Die Tagesordnung lautet: 1. Allgemeine Be Minden. Das Resultat war: Das Versammlungsverbot wurde 1. Die Versammlung nimmt mit Bedauern Kenntniß davon, daß richte; 2. Agitation und Organisation; 3. Stellungnahme der aufgehoben. die Versicherung sich nicht auf die Gemeinden Tablat und Arbeiter- und Arbeiterinnen- Bildungsvereine zu den Gewerk Straubenzell erftredt. 2. Sie beschließt trotzdem, der Arbeiter- fchaften; 4. Bentralisation des Rechtsschutzes durch die Gewerk schaft und der Bürgerversammlung die Annahme des gemeinde- schaftskommission; 5. Streits und Bontotts; 6. Wahl der Kronräthlichen Entwurfes zu empfehlen. 3. Die Kommission wird lands- Zentralleitung für Nieder- Desterreich; 7. Eventuelles. beauftragt, einen bezüglichen Aufruf durch die Presse zu erlassen. Der Uhrenarbeiter- Ausstand in der Schweiz dürfte -3ensurblüthe aus der Wiener Arb. 3tg.": Die Zehnstundenkommission der Seidenarbeiter in recht langwierig werden. Nachdem der erste VermittelungsDie Reichsrathswahl im III. Bezirte, die am Basel richtete im Juni 1894 an den Regierungsrath eine Ein versuch der Solothurner Regierung am Sonnabend resultatlos 7. Mai vollzogen wird, - Konfiszirt! Kongabe mit dem Ersuchen, bei den Bandfabrikanten auf die Ein- verlief, sollte am Mittwoch eine neuerliche Zusammenkunft stattfiszirt!. traft unseres Wahlunrechtswählen". führung der zehnftündigen Arbeitszeit hinzuwirken. Die bei den finden, allein die Fabrikanten haben inzwischen die Vermittelung Aus Karwin wird gemeldet: Am Sonnabend Fabrikanten eingezogenen Erkundigungen haben nun ergeben, daß der Regierung abgelehnt. Die Herren wollen es offenbar auf morgens Konfiszirt! Ron erstere es ablehnen, über Verkürzung der Arbeitszeit in Unter eine Kraftprobe ankommen lassen und erwarten von einer fiszirt! Das ist billiger. handlung zu treten, und es den einzelnen Arbeitergruppen über- längeren Dauer der Aussperrung die bedingungslose UnterGraf Wurmbrand Ronfiszirt! laffen, mit ihren speziellen Arbeitgebern sich zu verständigen; bei werfung der hungernden Arbeiter. Die Fabrikanten können Ronfiszirt! bedient. den verschiedenartigen Verhältnissen der einzelnen Fabriken sei auch ruhig warten, da die Uhrenindustrie sich noch in einer Jene Nachricht, daß Graf Wurmbrand Konfissirt! ein gemeinsames Vorgehen unmöglich und außerdem bei dem fortwährend schweren Krise befindet, wird: Ronfissirt! gegenwärtigen Stande der Textilindufirie eine Lohnerhöhung un- den Baseler Nachrichten" aus Biel geschrieben denkbar. Der Regierungsrath nahm von einem weitern Ver- In diese Zeit der Krisis und der Unsicherheit im Lande fällt mittlungsversuch Abstand. nun der Streit der Fabrikanten und Arbeiter im solothurnischen Leberberg. Für Grenchen allein beziffert sich der tägliche Lohnausfall auf rund 4000 Fr. und sollte der Streit nur 14 Tage dauern, so macht dies eine Summe von 50 000 Fr., die für die Ortschaft von 4500 Einwohnern verloren sind. Die allgemeine Streiffaffe verfügt allerdings über eine Summe von 150 000 Fr., aber speziell nur für die Grencher kann dieses Geld nicht aufgebraucht werden und die Geldspenden verschiedener Grütlivereine müssen auf die Dauer auch versiegen. Trotzdem wollen die Arbeiter wie auch die Fabrikanten nicht nachgeben. Es handelt sich heute nicht mehr um die 400 Fr. Strafe der Uhrenfabrik Kummer in Bettlach, die von den Arbeitern selbst auf 160 Fr. herabgesetzt worden sind, sondern die Differenzen find tiefer und einschneidender. Verschiedene Mißhelligkeiten zwischen Fabrikanten und Ars beitern, die ihren Grund bald auf dieser, bald auf jener Seite haben mochten und die nur noch eines Funkens bedurften, um das Pulverfaß zum Explodiren zu bringen, waren seit Jahren an der Tagesordnung. Heute hat nun der Kampf begounen; auf feiner Seite will man nachgeben und die Anstrengungen der auf keiner Seite will man nachgeben und die Anstrengungen der Kommission zur Beilegung des Streits hatten bis jetzt keinen Kommission zur Beilegung des Streits hatten bis jetzt keinen Erfolg - Von der Anklage, den bekannten Amtsrichter Dr. Spindler beleidigt zu haben, wurde Genosse Hoch, als Redakteur der Frankfurter Boltsstimme", freigesprochen. Die Roften wurden der Staatstaffe auferlegt. " worden. Soziale Ueberlicht. der 群 Ueber Frauenarbeit in Italien schreibt G. Buardo in Nuova Antologia". Danach find von 11 292 000 Frauen Kinder als Ernährer ihrer Eltern. In der Neckar- über neun Jahren 2000 000 industrielle, und über 3000 000 geitung" lesen wir: Waldenburg, 22. März. Ein Jahr ist ver- ländliche Arbeiterinnen. In allen Webereien sind hauptsächlich flossen, seitdem durch Vermittelung des Herrn Pfarrers Faul Frauen beschäftigt. In den Seidenfabriken arbeiten 117 000 haber in Hall hier eine Drahtbörsen- Industrie eingeführt worden Frauen und nur 17 700 Männer; in derselben Industrie sind ist. Die König Karl- Stiftung gewährte zur Instandsetzung 40 000 Kinder beschäftigt, darunter nur 2000 Knaben. In allen 200 M., die zum großen Theil als Betriebskapital zur Ver- Industrien werden die Mädchen den Knaben vorgezogen, da nach wendung famen. Bald betheiligten sich an dieser Industrie etwa den lehten Aufnahmen des statistischen Amtes 47 500 Mädchen sechzig Kinder. Obwohl über die Sommer- und Herbstzeit und nur 22 700 Knaben in Fabriken arbeiten. Troz dieser diefelben durch die Feldgeschäfte der Eltern in Anspruch ge Bahlen tommt der Autor zu dem bemerkenswerthen Schluß, daß nommen waren und theilweise auch auf den benachbarten Guts- es den Frauen Italiens niemals beffer gegangen ist, als jetzt! höfen anderweitigen Verdienst fanden, so rührten sich bei Ein- Löhne auf Ceylon. Auf der südlich von Ostindien liegenden, bruch des Winters wieder umso reger die Kinderhände für in englischem Besitze befindlichen Insel Ceylon werden nach einem ihre Industrie. Und jetzt, bei Abschluß der Jahresrechnung, kann Berichte der Kölnischen Zeitung" an Singhalefenfrauen, die sich festgestellt werden, daß etwa 1000 M. inzwischen den jungen zum Pflücken von Früchten, Theeblättern u. dgl. verdingen, Arbeitern als Verdienst ausbezahlt worden sind. Als über die täglich 22-34 Pf. bezahlt, männliche Arbeiter müssen sich mit harten Wintertage viele Eltern wenig oder nichts nicht viel mehr begnügen. In einem europäischen Hause, das in verdienen konnten, da haben in mancher geselliger und gesellschaftlicher Hinsicht den größten Ansprüchen Familie die Kinder durch ihren Fleiß den Ihrigen das Brot erworben. Es gebührt dem Herrn entspricht, die man in Europa machen kann, bezieht der den Pfarrer Faulhaber nicht blos für seine im reichen Segen wirkende ganzen Haushalt leitende Hausmeister 22 M., der erste Diener, der vor dem Zimmer seines Herrn auf der Beranda schläft und Gemeindediakonie, sondern auch für diese Art sozialer Aushilfe immer, Tag und Nacht, zur Verfügung ist, etwa 16 M. monataufrichtiger Dank. 60 Kinder verdienten also zusammen lich. Sie fprechen englisch und müssen sich selbst beföſtigen. Die 1000 m., womit sie den Ihrigen das Brot erwarben". Im übrigen Diener beziehen erheblich geringere Löhne. Sommer billige Arbeitskraft für die Gutsherren abgebend, im Winter Trahtarbeit, so verbringen die Proletarierfinder ihre Jugend, und eine solche Ausbeutung der Kinder wird noch als lobenswerth und erstrebenswerth hingestellt. Für eine solche Art fozialer Aufhilfe" danken wir. Europa der alt= Gewerkschaftliches. : worüber Nach diesen aus dem Fabrikantenlager kommenden Neuße rungen erscheint es als gewiß, daß die Uhrenfabrikanten auf Aushungerung der ausgesperrten Arbeiter ihre Hoffnung für die einen großen Konflikt hingearbeitet haben und daß sie auf die Beendigung dieses Konflittes segen, sowie die weitere Hoffnung daran knüpfen, die Organisation der Arbeiter zu zerstören oder doch bedeutend zu schwächen und auf längere Zeit hinaus mit den Arbeitern nach Belieben umspringen zu können. Um so Achtung! Buchdrucker! Wir empfehlen den in Innungs- mehr ist aber zu wünschen, daß die Arbeiter siegen werden. druckereien beschäftigten Kollegen zur Wahl des Ausschusses für Der schweizerische Schuhmacherverband zählte Ende 1894 das Gehilfen- und Lehrlingswesen der Berliner Buchdrucker- 16 Seftionen mit 826( 1893 375) Mitgliedern. Lohnbewegungen Inuung folgenden Kollegen ihre Stimmen zu geben: Franz fanden im verflossenen Jahre in 3ürich, Olten, Luzern Treder( Bernstein), Paul Quosigk( Elsner), Wilhelm und Basel statt. runz( Theinhardt). Der Vorstand des Vereins der Berliner Buchdrucker und Schriftgießer. Achtung, Zimmerer. In dem Geschäft von Simon n. Co., Depeschen. melden, wurde gestern Nacht gegen den Abgeordneten Graf Stefan Wien, 12. April. Wie die Morgenblätter aus Nagy- Mihaly Sztaray ein Attentat verübt, indem eine Pulverpetarde in sein Schlafzimmer geworfen wurde. Der Schreibtisch wurde zerstört. Der Abgeordnete ist unverletzt. Ein internationaler Kongrek für Kinderwohlfahrt soll im nächsten Jahre in Florenz abgehalten werden. Wie man der Allg. med. Zentral- Beitung" mittheilt, hat sich kürzlich ein Lotalfomitee von Aerzten in Wien tonstituirt, wo der Vizepräsident Prof. Monti einige Angaben über die projektirte Veranstaltung machte. Der Hauptzweck des Kongresses, fagte er, bestehe darin, das Interesse der staatlichen und humanitären Faktoren für die das leibliche und geistige Wohl der Kinder beWolff's Telegraphen- Bureau. treffenden Fragen wachzurufen, die daselbst zur Erörterung und Haidestraße, ist abermals versucht worden, die Akkordlöhne zu Frankfurt a. M., 13. April. Ein Kassenbote der hiesigen Entscheidung gelangen würden. G3 sei allgemein be- reduziren. Diesem Verlangen haben sich unsere Kollegen wider- Gold- und Silberscheide- Anstalt wurde, wie der„ Generalanzeiger kannt, daß die Versorgung der Kinder fast in ganz Bimmerer entlassen wurden. Im Laufe des Tages ist versucht hiesigen Reichsbank um 20 000 Mart bestohlen. Der Thäter segt, weshalb am Sonnabend sämmtliche dort beschäftigten der Stadt Frankfurt" meldet, heute Vormittag am Schalter der heimfalle, so daß der Kindheit seitens des Staates und worden, an ſtelle der Entlassenen Tischler einzustellen. Wir er: wurde verhaftet, der Betrag wurde vollzählig versteckt vorgeDer Gemeinden nicht jener Schuß zu theil werde, der nothwendig fuchen deshalb die Tischler sowohl, als auch unsere Berufs- funden. Der Täter ist ein Hochstapler, angeblich ein Engländer. sei, um die zukünftige Generation physisch und geistig fräftig follegen, den Zuzug nach jener Werkstatt fernzuhalten, da wir heranzubilden. Gine spezielle Aufgabe der einzelnen Länder sei über das betreffende Geschäft die Sperre verhängt haben. Der die Schilderung derjenigen Institutionen, die dieses Gebiet Bertrauensmann der Zimmerer. pflegen. Folgende Punkte werden zur Berathung in Vorschlag Die Differenzen in der Motorenfabrit von gebracht bezw. Referenten dafür bestimmt: 1. Rinderspitäler. Grob u. Go. in Leipzig- Gutrisch haben sich be2. Taubftummenwesen. 3. Blinde, geistig zurückgebliebene Kinder deutend verschärft durch die von der Fabrikleitung vorgenommene und Idioten. 4. Versorgung der strophulösen und rhachitischen Maßregelung eines Monteurs. Der letztere hatte in der am Kinder, Kinderhospitale und Kinderasyle. 5. Ferienkolonien und Sonntag in der Flora abgehaltenen Versammlung seine Ansichten Rindergärten. 6. Waisenpflege und Kinderversorgung. ausgesprochen, weshalb er von der Fabrikleitung zur Rede gestellt Einen Verbandstag hält der deutsche Verband kauf- und entlaffen wurde. Seinen Kollegen wurde die Angabe der männischer Vereine in Mainz vom 9.- 11. Juni cr. ab. Bur Gründe für die Entlassung verweigert, worauf sie sich mit dem Sämmtliche Monteure Berathung sind in Borschlag gebracht ca. 20 Punkte, zum theil Gemaßregelten solidarisch erklärten. von größerem sozialen Interesse. Unter anderem ist zur Bestellten, die Arbeit ein. Zuzug nach Leipzig ist streng fernSprechung vorgeschlagen: Die Krankenversicherung der Handlungs- zuhalten. gehilfen und Lehrlinge, die Ausdehnung der Unfallversicherung Eine Euquete über die Arbeitsverhältnisse der Berg- Paris, 12. April. Das seit der Verurtheilung des Chefauf das Handelsgewerbe, Versicherung gegen Stellungslosigkeit arbeiter wird jeht vom deutschen Bergarbeiter Verband auf: und die Errichtung kaufmännischer Schiedsgerichte. genommen. Der Fragebogen enthält 36 Fragen, die sich auf Einen Rückschluß auf die fortschreitende Verschärfung die Dauer der Arbeitszeit, die Arbeitsordnung, den Lohn, die BeVenedig, 13. April. Einer Meldung der Gazetta di Bedes Arbeitsmangels gestattet eine Statistit über den Fremden schaffenheit der Schußvorrichtungen, die Wascheinrichtungen 2c. nezia" zufolge hat die schweizerische Bundesregierung der italieverkehr in den Leipziger Herbergen zur Heimath. Der Verkehr beziehen. Der große Wiener Tischlerstreik, der im April vorigen nifchen Regierung mitgetheilt, daß alle in der Schweiz weilenden bezifferte sich im Jahre 1872 auf 4800 Wandernde mit 5825 Schlafnächten, nach zehn Jahren war der Verkehr ziemlich Jahres feinen Anfang nahm, hat f. 3. auch in den Kreisen der italienischen Anarchisten ausgewiesen werden würden. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Waz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen. Wien, 13. April. Bei dem Verlassen des heute früh hier eingetroffenen Schnellzuges der Westbahn entfiel einem jungen aus Paris kommenden Manne ein anscheinend mit rothen Bonbons gefüllter Glaszylinder. Die Untersuchung des von einem Polizeiagenten aufgelesenen Inhaltes des Cylinders ergab das Vorhandensein eines sehr starken Sublimate, von dem eine Pille zur Tödtung von 10 Personen hinreichend sein würde. Nachforschungen nach dem verdächtigen Reisenden sind angeordnet. ( Deveschen- Bureau Herold.) Die Redakteurs Grave eingegangene Anarchistenblatt„ Revolte" wird in den nächsten Tagen wieder erscheinen, und zwar als Wochenblatt unter dem Titel„ Neue Zeiten". 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 88. Sonntag, den 14. April 1895. = 12. Jahrg. Tokales. dekorative Ausstattungsvortrag„ Das Wunderland der neuen Reime zu ersticken. Wir werden natürlich nicht verfehlen, über Welt" gegeben; am Donnerstag und Freitag wiederholt Herr die Schritte, welche die Anklagebehörde selbstverständlich gegen Zur Lokalliste. In Köpenid stehen den Arbeitern P. Spies feinen Experimentalvortrag„ Tesla's Licht der Zukunft". die Prügelhelden unternehmen wird, das Publikum nach Möglichfolgende Lokale zur Verfügung: Klein's Hotel, Wilhelmstraße; Eine Meerfahrt in den Golf von Neapel ist das neueste, feit auf dem Laufenden zu erhalten. Goleiti, Kaiserhof, Grünstraße; beide mit Saal und Garten; was die rührige Direktion des Passage Panoptikums Beschädigten die folgenden Worte:" Also Herr von Koze hat Die Freifinnige Beitung" giebt ihrem Mitleid mit dem Scholz, Schönlinderstraße; Gaul, Grünstraße; Troppens, Rosen- dem Publikum bietet. Wer ein Panorama besucht hat, wird sich unschuldig 16 Tage im Gefängniß gesessen, Monate lang auf ftraße; Schröder, Kieh; Schulz, Rietz; Richter, Müggelheimer- peinlich der unheimlichen Stille erinnern, die in dem straße; Kaiser, Marienstraße; Weiß, Grünauerstraße. Lokal- weiten Raum um so unheimlicher den Urtheilspruch gewartet und jetzt, nachdem er gefällt und seine wirken mußte, je fommissions- Mitglied für Köpenick ist Henze, Glienickerstr. 27. lebendiger der Vorwurf war, den die Kunst des malers Freisprechung bestätigt ist, fügt es die Fronie des Schicksals, Das Lokal Schweizergarten am Königsthor steht der auf dem Rundgemälde verkörpert hatte. Keine Phantasie ver- daß der in seiner Ehre Getränkte durch die Kugel feines Gegners Arbeiterschaft zur Verfügung. mochte ein Stück Volksleben, das etwa dargestellt werden getroffen wird. Welch ein Hohn! Die Widersinnigkeit des In Friedrichsberg sind folgende Lokale frei: Asche, sollte, zur Wirklichkeit umzubilden, da alle Bewunderung der Duellivesens kann nicht drastischer illustrirt werden. Und dabei Zum Fürsten Wolfgang, Dorfstraße; Fuchs, Dorfstraße 2, Plastik und der Perspektive stets von dem unauslöschlichen Ge- sollen noch zwei Duelle in Aussicht stehen und es besteht kein Neumann, Rummelsburgerstr. 2. Lokalkommissionsmitglied für danken, daß kein Atom sich in dem gemalten Wirrwarr rührte, weifel, daß das Duell vom Sonnabend vorher in der Friedrichsberg ist Göring, Gürtelstr. 28. Hofgesellschaft bekannt war, denn bereits Sonnabend frühzeitig liefen Nachfragen nach dem Schicksal der beiden Gegner ein.- Auch ein Beitrag zur UmsturzVorlage!" Das Lokal von Hermann, Neu- Treptow, Baumschulenweg, ist gesperrt. Lokalkommiffionsmitglied für Treptow ist Nachtigall, Kiefholzstraße. J. A.: Karl Scholz, Berlin, Wrangel straße 32. Eine verständige Entscheidung des Herrn v. Köller ist jedenfalls etwas so Beachtenswerthes, daß der„ Vorwärts" unmöglich über sie hinweg gehen kann. behalten könne. menen Gelder an. " eingeengt werden mußten. Dieser Fehler ist von Herrn Neumann, dem künstlerischen Direktor des Panoptikums in wahrhaft genialer Weise behoben worden. Wir steigen eine Treppe hinauf, treten von da auf ein schwankendes Dampfschiff und bald geht es im sanften Ge- Zu der Weißenseer Mordthat ist noch nachzutragen, daß schaufel, unter Mandolinenklang, dessen Wirkung von der Gringer bei seiner legten Vernehmung ausgesagt hat, er habe arbeitenden Maschine des Schiffes und dem fanften Pfeifen des sein Opfer aus dem Zimmer, wo er es erwürgte, aus dem Seewindes durchaus nicht gestört wird, dem herrlichsten Fleck Erde, Grunde in die Kabuse getragen, um das Vorkommniß so lange Am 14. Ottober 1894 fammelte der Buchdrucker Königs im der vielbesungenen Stadt entgegen. Auf der rechten Seite liegt wie möglich unentdeckt zu lassen. Es sei ihm flar geworden, Lokal von Zubeil für den Parteitag in Frankfurt. Der an der feuerspeiende Vesuv vor dem Beschauer und links grüßen daß er sich der Ergreifung durch die Flucht entziehen müsse, und wesende Schuhmann, welcher dies bemerkte, nahm ihm die herrliche Felspartien, die von reizend gelegenen Schlössern und er habe sich einen möglichst großen Vorsprung schaffen wollen. Sammelliste und den gesammelten Betrag ab. Die Sammelliste Städtchen umrahmt werden. An Fischerkähnen vorbei eilt der Nun hatte sich aber Gringer bezüglich des Einbruches in den wurde ihm auf dem Polizeirevier zurückgegeben, die Zurückgabe Dampfer feinem Ziel näher, bis der helle Sonnenschein allmälig Dubeau'schen Koffer verrechnet. Dubeau bewahrte in dem Verdes Geldes aber verweigert. Der Polizeipräsident verweigerte von der Abenddämmerung abgelöst wird. Herrlicher fast noch schluß 50 M. auf, wie Gringer wußte, hatte aber davon am ebenfalls die Herausgabe des Geldes mit der Begründung, daß als die Einfahrt in den Hafen, ist die Rückfahrt im fanften Sonntag 40 M. an Berwandte nach Frankfurt a. d. Oder fortes sich um den Ertrag einer unerlaubten Kollekte handelte, welcher Mondschein. Die Illusion ist vollendet, und erschreckt fast ver- geschickt. Da nun Gringer nur die geringe Summe von 4 M. dem Fiskus verfallen sei. Er stützte sich auf§§ 172, 173, 1, 16 des nehmen wir das Zeichen, das uns mahnt, das Schiff zu ver- erbeutete, so habe er eingesehen, daß er mit den geringen Mitteln Allgem. Landrechts, welche vorschreiben, daß der Fiskus Zahlungen lassen und den Boden des- Panoptikums wieder zu besteigen. nicht weit fommen würde. Aus diesem Grunde habe er dann aus einem Geschäfte, welches gegen ein ausdrückliches Verbotsgefek läuft, dem Empfänger entreißen fann, und§§ 205, 206 ebenda, welche soweit der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen stattfindet, Am ersten Osterfeiertage dürfen im Handelsgewerbe, sum Revolver gegriffen. Ueber den Selbstmordversuch eines Zweinndneunzigbestimmen, daß der Fiskus Zahlungen, welche zu einem un: Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter nur nach Maßgabe der folgen jährigen wird berichtet: Der Schuhmachermeister Heinrich erlaubten oder wider die Ehrbarkeit laufenden Zweck gemacht den Bestimmungen beschäftigt werden: a) im Handel mit Matthies, der seit dem Eintritt in das achte Jahrzehnt feines worden, in Anspruch nehmen kann. Gegen diese Verfügung des Milch, mit Back, Konditor waaren und Konfitüren: Lebensalters nicht mehr arbeitsfähig ist, lebt mit seiner 73 Jahre Polizeipräsidiums legte der Rechtsanwalt Dr.Herzfeld für Königs während der Zeit von 5 bis 10 Uhr vormittags und von 12 bis alten Ghegattin in einer fümmerlichen Hofwohnung des Hauses Beschwerde bei dem Oberpräsidenten ein, indem er etwa das 2 Uhr nachmittags; b) im Handel mit Fleisch waaren: Dorotheenstr. 62. Matthies, der seinem Berufe früher mit unfolgende ausführte: Die§§ 172, 173, I, 16 2. 2.-R. find nicht während der Zeit von 5 bis 10 Uhr vormittags; c) im Handel ermüdlichem Gifer oblag, hatte sich das nette Sümmchen von anwendbar, da die Zahlungen nicht aus einem Geschäft" erfolgt mit Kolonial waaren, Vorfost waaren, mit Brenn- 12 000 M. erfpart, deren Zinsen ihm im Alter zu gute kommen find. Wären sie aber auch aus einem Geschäft erfolgt, so läuft materialien, mit Bier und Wein, mit Tabat und Bigarren: sollten. Ein Bauunternehmer brachte den Mann um seinen doch dieses Geschäft nicht gegen ein Verbotsgesetz. Das Geschäft während der Zeit von 8 bis 10 Uhr vormittags; d) im Handel sauer verdienten Mothgroschen. Das greise Paar ist daher auf würde in dem Geben und nehmen bestehen. Das Verbotsgesetz, mit Blumen: während der Zeit von 7 bis 10 Uhr vor- Almosen angewiesen. Der 92 jährige Matthies ist mit den Jahren die Polizeiverordnung, richtet sich aber nur gegen das Sammeln, mittags und von 12 bis 2 Uhr nachmittags; e) in der sonderlich geworden und erregt öfter die Unzufriedenheit seiner das Nehinen, nicht gegen das Geben. Die§§ des Landrechts 3eitungsspedition: während der Zeit von 4 bis 9 Uhr vor noch ziemlich rüſtigen Ehefrau, die ihn wie eine Mutter sind nur anwendbar, wenn beide Theile des Geschäfts, das mittags. Am zweiten Osterfeiertage finden lediglich ihr Kind, behandelt, aber durchaus nicht den gewünschten Ge Nehmen und das Geben verboten sind. Ebensowenig sind die die allgemeinen Vorschriften über die Sonntagsruhe im Handels- horsam findet. Vor etwa vier Wochen brachte Frau Matthies Paragraphen anwendbar, welche dem Fiskus das Recht geben, gewerbe Anwendung. den Alten, der fast das Jahrhundert durchlebt hat, wegen Alters zu einem unerlaubten oder unehrbaren Zweck gezahlte Gelder schwäche nach einem Krankenhause. Dort blieb er nur wenige zu fordern. Denn der Zweck, zu welchem die zurückbehaltenen leber eigenthümliche Belästigungen durch die Gelder gegeben worden, Deckung der Unkosten der Delegirten elektrische Bahn flagen in Steglig und Lichterfelbe age. Die Sehnsucht nach seiner Lebensgefährtin und nach der zum Parteitag, ist weder unerlaubt noch unehrbar. Nirgendwo diejenigen Bewohner der Straßen, durch welche die Bahn führt, feiner Wohnung entlassen werden. Während nun die Frau den Häuslichkeit ließ ihm keine Ruhe, und er mußte wieder nach ist es verboten oder für unehrbar erklärt, zur Deckung der Un- an deren Häusern zum Tragen der Drähte für die Strom Lebensbedarf von mildthätigen Mitmenschen einholte, verließ der fosten für die Delegirten zum Parteitage Beiträge zu zahlen, zuführungs- Leitungen Haten angebracht sind. Alle Zimmer, Alte sein Lager, wo er warm gebettet war, und Frau Matthies noch ist es den Delegirten verboten, solche Beiträge anzunehmen. an deren Wänden sich solche Haken befinden, sollen als Sch I affand bei der Heimkehr die Ordnung in der Häuslichkeit gestört. Der Rechtsanwalt führte ferner aus, daß der Polizeipräsident oder Krankenräume gar nicht mehr zu benußen Die Frau schalt dann wegen der Einmischung in ihr Regiment, die Gelder jedenfalls nicht ohne weiteres behalten, sondern nur sein. Fährt ein Wagen der Bahn an den Häusern vorbei, so und der Mann vermißte als Oberhaupt die ihm gebührende Rück im Prozeßwege dem Fiskus zusprechen laffen, und auch nicht entsteht in jenen Räumen zuerst ein feines Suminen, dann ein sicht. Am Donnerstag Mittag war Frau Matthies, ohne formelle Beschlagnahme bis zur Entscheidung zurück- immer stärker werdendes Klingen, welches schließlich in heftiges wie gewöhnlich, fortgegangen, um die Nahrung einzuholen. Saufen übergeht, worauf nach einer kurzen Stille- da die Diese Zeit benutzte der schwache Greis, um sich aus seinem Vors Der Oberpräsident wies die Beschwerde zurück, da es sich Schleifzunge des Wagens an der Ffolirung angekommen ist nicht um eine von der Polizeibehörde als Inhaberin der Polizei- daffelbe Geräusch sich in umgekehrter Reihenfolge wiederholt und rath an Handwerkszeug, das er noch immer aufbewahrt, ein gewalt in Ausübung dieser Gewalt erlassene Verfügung handele". allmälig verschwindet. Echon im nächsten Augenblick aber meldet Schustermesser herauszusuchen und sich damit zwei breite Schnitte an der linken Seite des Halses beizubringen. Als die Frau Auf die Beschwerde im Aufsichtswege gegen diese Verfügung sich ein zweiter Wagen, und so wiederholt sich das geschilderte heimkehrte, mußte sie von ihrem Manne die Worte hören, daß entschied der Minister des Innern, daß die Verfügung den Tag über( in 18 Betriebsstunden bei den 3 Wagen) zum sie zu früh gekommen sei, sonst hätte er sich noch den britten des Polizeipräsidenten zu unrecht ergangen sei und ordnete Beispiel auf der Strecke Chausseestraße Südende- Anhalter und schärfsten Schnitt beigebracht, da er des liebeleeren Daseins die Rückzahlung der dem Buchdrucker Königs abgenom- Bahnhof nicht weniger als 324 mal, also alle 31/3 Minuten. Die müde sei. Ein Arzt nähte die Wunde zu, legte einen Berband Unternehmer haben schon auf verschiedene Weise versucht, dem an und sorgte für die Ueberführung des widerstrebenden Greises Er wird sich freuen. Die Fürst Bismarck- Stiftung, sie ist wünschten Erfolg, und sollen deshalb nun auch noch wieder nicht tief eingedrungen sind, an sich keine Lebensgefahr in sich. ebelstande abzuhelfen, doch immer noch nicht mit dem ge- nach einem Krankenhause. Die Verlegungen schließen, da sie nun da, zur dauernden Erinnerung an den Nationalhelden, ver Sobne". Wer aber glaubt, daß diese Stiftung von Bismarck wäre aber wohl, wenn die Leitungen überhaupt nur von Alten Jakob- und Sebastianstraßen- Ecke, wo das weit in die anlaßt durch den 80. Geburtstag von Deutschlands größtem neue Masten zum Tragen der Leitungen aufgestellt werden, wo- nicht tief eingedrungen sind, an sich keine Lebensgefahr in sich. von man sich eine wesentliche Besserung verspricht. Das richtigste Wieder verschwindet ein Eisbock, und zwar an der herrührt oder mit Bismarckischem Gelde gespeist werde, der ist Masten und gar nicht von an Häusern eingefügten Halen ge- Straßenfront vorspringende Haus jetzt abgebrochen wird; auch wieder einmal auf einem sachsenwäldlichen Holzwege. Die tragen würden. Stiftung hat von Bismarck nur den Namen entlehnt, was den von dem an der Stallschreiberstraße zu belegenen Häuserblock, Gründern der Stiftung großmüthig und unentgeltlich gestattet Als ein Zeichen der in Künstlerkreisen herrschenden der über die neue Baufluchtlinie noch hinausgeht, wird wieder worden ist. Die Stiftung hat den Zweck, an jedem kommenden Arbeitslosigkeit kann es wohl betrachtet werden, daß zu eines der Häuser niedergelegt, so daß die neue Bauflucht auf der 1. April eine Anzahl Mitbürger deutsch- nationaler Gesinnung, der vom hiesigen Magistrat ausgeschriebenen Konkurrenz für eine Ostseite der Alten Jakobstraße zwischen Sebastian- und Stallwelche unverschuldet in Noth und Bedrängniß gerathen find, Statue der Sprea für das Rathhaus, wie bereits gemeldet, nicht schreiberstraße bald hergestellt sein wird. durch Unterstützungen bezw. zinsfreie Darlehen zu erfrenen, sowie weniger als 109 Arbeiten eingegangen sind, die im Festsaale des bedürftige Jubilare durch Ehrengeschenke auszuzeichnen. Hier Rathhauses Ausstellung gefunden haben. nach fann es leicht kommen, daß die Fürst Bismard- Stiftung Das Leben und Treiben auf dem Spandauer Bock am von diesem zuerst in Anspruch genommen und bedacht wird. In Charfreitag bewies auch in diesem Jahre, daß es dort mit den der lehthin im Hotel Alexanderplat stattgehabten Komitee allzu wüsten Szenen von früher vorbei zu sein scheint. Die aus fizung fonnte mit Genugthuung" fonstatirt werden, daß einem Ober- Wachtmeister und 22 Gendarmen bestehende behörde die Begründung der Stiftung in allen Schichten des liche Aufsicht fand fast gar keine Gelegenheit zum Einschreiten. Volkes mit Freuden begrüßt werde." Na, von einer derartigen wo es vorübergehend zu lärmenden Auftritten kam, war die tannten Firma Geschwister Frischeisen, Unter den Linden 29 wohnNach Amerika geflüchtet sind die Inhaberinnen der bes Begeisterung in allen Schichten des Boltes" ist bis jetzt höchnens holde Weiblichkeit durch ihren Puß die Veranlassung dazu. haft, welche eins der bedeutendsten Schneiderinnen- Ateliers unter gewerbsmäßigen Lungerhänsen etwas zu verspüren gewesen. Mädchen mit auffallend bunt besetzten Hüten, mit eigenartigen Europa's besaßen. Die beiden Damen, welche für die höchsten Es ist dies wohl auch nur ein ausgeworfener Röder, auf den Halstraufen oder sonstigen ungewöhnlichen Abzeichen in der und allerhöchsten Streife" arbeiteten, geriethen dadurch in Zahlungs alle Schichten des Voltes" gehen sollen, indem sie die Mitglied- Kleidung wurden sofort von lärmenden Massen umringt und und allerhöchsten Kreise" arbeiteten, geriethen dadurch in Zahlungs schaft dieser Stiftung, die schon für 2 M. jährlich zu haben ist, unter Gejohle begleitet. Natürlich aber spielten sich solche häß- schwierigkeiten, daß sie einem in Konkurs gerathenen Verwandten erwerben. Und 2 M. für den großen Mann? So viel wird er lichen Vorfälle vornämlich an feineren" Stellen ab, wo die Be- vier Wochen verließen die Damen Berlin, angeblich um in Paris durch Hergabe großer Summen zu halten versuchten. Vor etwa schließlich doch noch werth sein? Und was sagt nun Er, für fucher nur gegen Eintrittsgeld Bugang fanden. Der Besuch war den Sommereinkauf zu vollziehen und waren seitdem verschollen. den 1885 aus Arbeiter und anderen Groschen das Gut Schön- im ganzen etwas schwächer als im Vorjahre, was wohl in dem Erst am Donnerstag traf aus Amerika die Nachricht bei einem hausen erbettelt worden, zu dieser Stiftung? Auf eine ente rauhen Frühjahrswetter seinen Grund hatte. Trotzdem waren hiesigen Rechtsanwalt aus Südamerika ein, in welchem Schreiben sprechende Benachrichtigung ließ er an den Vorsitzenden des die Werkehrsmittel nach und von dem Bock ziemlich überfüllt. Komitees berichten, daß seine Durchlaucht sich über die EinGeschwister F. ihre Zahlungsunfähigkeit erklärten und mittheilten, richtung der von Ihnen und Ihren Freunden in Aussicht ge- Eine arge Holzerei, die zum mindesten an groben Unfug daß sie vorläufig in Amerika zu bleiben gedächten. nommenen Fürst Bismarck- Stiftung sehr freuen wird". Na, grenzt, hat es nach einem Bericht der Kreuz- Zeitung" am Sonnabend Morgen zwischen dem durch die bekannte Skandalaffäre Morgen im Thiergarten einen Schuß in die rechte Schläfe bei mehr kann man doch nicht verlangen! Echt durchlauchtig! Der Gutsinspektor Ludwig Kratz, der sich am Donnerst Paftor Hülle als Weiberfeind. In seinem„ Evangelisch- weiteren Streifen zugänglich gewordenen Zeremonienmeister brachte, weil er unschuldig zu einer vierwöchigen Strafe vers Kirchlichen Anzeiger" nimmt Redakteur Prediger Hülle auch von v. Reisch a ch gegeben. Diese beiden Leute, die sich wegen erlegen. Der 28 Jahre alte Mann stammt aus Margonin, war Kammer- und Freiherrn namens urtheilt sei, ist noch an demselben Vormittag der Verlegung der erfolgten Schließung der Frauen- Agitationstommission Notiz der berüchtigten Schmutzgeschichte wohl erzürnt haben müssen, bei dem Gutsbesitzer Schmeckel zu Wistitno im Kreise Bromberg und knüpft an die entsprechende Mittheilung folgende evangelisch fochten ihren 3ant mit einem Schießprügel aus. Der chriftlichen Betrachtungen: " Grſt ſeit verhältnißmäßig furzer arme Beremonienmeister, der so wie so schon genug Mergerniß in Stellung und hat einen Bruder in Bromberg, um dessen BeZeit hat die Frauen Agitationskommission, als deren Organ Die Gleichheit" zu betrachten ist, gewirkt. Diese Zeit hat aber gehabt haben muß, ist bei dieser Rüpelei aber übel weggekommen, nachrichtigung er auf einem Zettel gebeten hat. denn das Junkerblatt, auf das wir uns stützen müssen, meldet, Polizeibericht. Am 10. d. Mts. nachmittags wurde an der genügt, um feststellen zu können, wie entsittlichend und verrohend daß er einen Schuß durch den Oberschenkel erhalten hat. Wir Ecke der Rücker- und Linienstraße ein fünfjähriger Knabe durch es wirkt, wenn Frauen oder„ verspätete Mädchen" als politische wissen nicht, ob dem Verletzten nunmehr die eklatante Genug einen Geschäftswagen überfahren und schwer verletzt. Agenten auftreten, wenn sie mit der ihnen eigenen Leidenschaft- thuung verschafft worden ist, die nach der schnurrigen Anschauung 11. d. Mts. früh wurde auf einer Bank im Thiergarten, in der lichkeit und Heftigkeit öffentlich Reden halten und in Frauenversammlungen, die thatsächlich zum größten Theile aus männ- einiger in der geistigen und gesellschaftlichen Entwickelung zurück- Nähe des Goldfischteiches, ein Mann mit einer Schußwunde in lichen Theilnehmern, und zwar meist aus den Jugendlichen" G3 werden übrigens ohne Rücksicht auf die Gefühle der Polizei gebracht. Er hatte sich offenbar selbst zu tödten versucht. gebliebenen Volksschichten die Dueüprügelei mit sich bringen soll. der Schläfe vorgefunden und, da er noch lebte, nach der Charitee In bestehen, die Würde des Weibes bloßstellen." Die Antwort auf diese rüdige Pfäfferei fann sich Herr Pastor Hülle in der von einigen Ordnungsblättern noch mehr solche wüste Szenen der Lothringerstraße stürzte sich ein Mädchen aus der drei angekündigt. Wenigstens berichtet das„ Kleine Journal", daß Treppen hoch belegenen Wohnung seines Bruders auf den Hof ersten besten Frauenversammlung holen. seitens v. Kobe's bereits sechs Forderungen ergangen find". Da beraus und erlitt anscheinend schwere innere Verlegungen. Das Parodie Theater ist in der glücklichen Lage, während nun im Sprachgebrauch derer vom Reservelieutenant auf- Auf dem Dombauplatz fiel gegen Mittag ein Arbeiter von einem der Feiertage sein Repertoir wie das des Berliner" und wärts Forderungen" sich mehr auf unbezahlte Geldschulden, Gerüst und erlitt anscheinend recht bedenkliche innere Verlegungen. Deutschen Theaters" zu gestalten, indem es ebenfalls sondern auf Bergehen gegen den Duellparagraphen beziehen, so Nachmittags stürzte sich eine Frau am Halle'schen User in den feine Bug- und Raffenstücke Ma da me Sans Gêne" und haben voraussichtlich Staatsanwalt, Polizei und Landgendarmen Kanal, wurde aber noch lebend herausgezogen und nach der Die Weber" im Verein mit der Heimath" bereits zum in der nächsten Beit eine heillose Arbeit. Hoffentlich. Charitee gebracht. In der Gollnowstraße geriethen ein drei75. Male zur Aufführung bringt. gelingt es diesen in der heutigen Zeit der gefährdenden Ordnung, und ein neunjähriges Mädchen aus eigener Unvorsichtigkeit " : " v. Rote und einem Neu- Tempelhof. Auf dem Terrain des ehemaligen Kellers schen Hofjägers wird demnächst mit dem Bau von 50 neuen Häusern begonnen werden. Die Tempelhofer Gemeindeverwaltung, zu deren Verwaltungsbezirk das parzellirte Terrain gehört, hat bis jetzt schon 40 Baukonsense ertheilt und die übrigen sind bereits nachgesucht. Am In der Urania wird während der Osterfeiertage, sowie am Religion und Sitte bekanntlich zu ganz besonderer Wachsamkeit beim Ueberschreiten des Fahrdamms unter einen Geschäftswagen Dienstag, Mittwoch und Sonnabend der nächsten Woche der verpflichteten Staatsftützen, die angekündigten Radauszenen im und wurde namentlich das ältere erheblich verlegt.- Abends wurde am Schiffbauerdamm eine Frau in der Spree bemerkt und noch reichender Legitimation, ein legales Vertheidigungsmittel ist.( Röpnicker) Gadegast. Zu Revisoren wurden Iöcher, lebend herausgezogen. Es scheint Selbstmordversuch vorzuliegen. Nußen wird uns und unseren Klassengenossen dieser Entscheid Lock und Brückner, und zu Thürkontrolleuren Wase wit, Bier jugendliche Arbeiter zerschlugen, angeblich ohne jede Ber- insofern nicht, daß wir uns event. darauf berufen könnten; es Beuge, Schuck und Ackermann gewählt. Unter Vereinsanlaffung, einem in der Wallner Theaterstraße wohnhaften kommt eben darauf an, was man unter ausreichender angelegenheiten erhob zunächst die Versammlung den Antrag des Schantwirth Thüren und Fenster und verlegten einen der Gäste Legitimation" versteht. Man wird nach wie vor damit rechnen Vorstandes: Die Bezirksführer nicht mehr in den General- Verdes Lokals, der sich in den entstandenen Streit einmischte, schwer müssen, daß man in der Metropole des Intelligenzstaates trob sammlungen zu wählen, sondern von den Genossen des jeweiligen am Kopfe. Drei der Excedenten wurden verhaftet, der vierte der schönsten Legitimationspapiere sistirt wird, wenn beispiels- Bezirks selbst ernennen zu laffen, nach kurzer Debatte zum Be entfam. Am 12. b. M. wurde auf dem Hofe eines Grund weise nach Annahme eines Polizeibeamten durch Niesen" die schluß, ebenso gab sie auch einem weiteren Antrage: öffentliche stücks in der Koppenstraße ein obdachloser Arbeiter betrunken nächtliche Ruhe gestört werden könnte. Mitgliederversammlungen fortab in jedem Viertel nur allmonatund mit bedeutenden, anscheinend von einem Falle herrührenden Unzuverlässige Gutachten, die später von der Thierarznei- lich eine abzuhalten, ihre Zustimmung. Das bisherige Mitglied Verlegungen am Ropfe aufgefunden und nach dem Krankenhause schule beanstandet wurden, hat der Kreischemiter Dr. Stelter in iraschewstn( Tischler), welches wiederholt mehrere in der zwei Anklagen abgegeben, die sich wegen des Verdachts, Burst Arbeiterbewegung stehende Genossen in verleumderischer Absicht zwei Anklagen abgegeben, die sich wegen des Verdachts, Wurst der Spigelei verdächtigt hat, ohne im stande zu sein, auch nur mit Pferdefleisch verfälscht zu haben, gegen die Schlächtermeister den Schatten eines Beweises hierfür zu erbringen, wurde auf Schickgram und Richter in Rigdorf richteten. Während die Angeflagten in erster Instanz auf grund des Stelzer'schen Gut- Antrag des Vorstandes nach längerer Diskussion durch fast einachtens verurtheilt worden waren, gelangte die Berufungsinstanz verein ausgestoßen. Nach Aufforderung zur baldigen Abrechnung stimmigen Beschluß der Generalversammlung aus dem Wahl= in beiden Fällen zu einem freisprechenden Urtheil. der noch außenstehenden Billets der letzten Vergnügen erfolgte der Schluß der Versammlung. gebracht. Am 12. b. M. fanden zwei kleinere Brände statt. Witterungsübersicht vom 13. April 1895. Stationen. Swinemünde Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 764 NNW Windstärke 2244| NA( Stala 1-12) Wetter halb bedeckt beiter wolfenlos woltenlos wollig Celsius G. 40 R.) 3 Temperatur 4464966Awwp( nach 50 3 Hamburg 767 • NM Berlin 765 బి Wiesbaden. 768 NND München 766 NO Wien 765 NW Haparanda 762 Still Petersburg 758 NNO Corf. Aberdin. Paris 768 3 772 • . 767 a NO bedeckt wolfig wolkenlos bedeckt wolfig -4 -6 B wolfenlos Wetter Prognose für Sonntag, 14. April 1895. Nachts taltes, am Tage etwas wärmeres, trockenes und vorwiegend heiteres Wetter mit mäßigen nordöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beifung. " Die gestörte Mittagsruhe. Es waren zwei grundverschiedene Gestalten, die im Anklageraum vor dem SchöffenDer Zentralverein der Gärtner( Filiale Berlin) diskutirte gericht Platz zu nehmen hatten. Dem einen sah man auf den ersten Blick an, daß er trotz seiner 30 Jahre ein echt Berliner am 3. April über ein von der Redaktion zur Veröffentlichung abKind" war, der sich in allen Lebenslagen, auch als Angeklagter, Ser Mitglieder nachgekommen sei, der Redaktion ein Eingesandt gelehntes Eingesandt. Büchner bemerkte, daß er dem Wunsch 3 zu helfen wußte, der andere, ein junger Bursche vom Lande, dem der Angstschweiß von der gebräunten Stirn rieselte. Mit dem zu übermitteln, in welchem die Ansichten der organisirten Gärtnerletzteren ist auch dessen Vater erschienen, der den Vorsitzenden gehilfen über das Verhalten mehrerer Blumengeschäftsinhaber bittet, der Verhandlung beiwohnen zu dürfen, wobei er hinzufügt: wiedergegeben war. Hentschel, Borkäufer und andere Min oll Jung is en bischen goar tau dämlich, awer slicht is fritisirten nochmals das Gebahren jener Geschäftsleute, die, hei nich. Sei hebben em blos bedrunken matt, sus har hei dat ausgerüstet mit einer gehörigen Portion Dreiftigkeit, fast täglich nich dahn." Der alte Mann erhält die Weisung, sich hinzusetzen, genossen zu geriren. die Spalten des Vorwärts" benutzen, um sich als ParteiThatsächlich wird dadurch das Versich aber ganz ruhig zu verhalten. trauen Ser Genossen getäuscht und ift die ganze Bors.( sich zum ersten Angeklagten wendend): Sie sind der angebliche Parteizugehörigkeit nur eine Geschäftsspekulation. bereits mehrfach vorbestrafte Feilenhauer Karl Stier? Angefl.: Det flimmt, id jlobe aber, det ick diesmal een Heu- Da nun in letzter Zeit jene Auchgenossen" sich stetig vermehrt haben, sei es höchste Zeit, gegen derartige Reklame Front zu ochse jewesen bin. Vors.: Nun, das Wizemachen wollen machen. Besonders gelegentlich der Märzfeier haben sich immer wir Ihnen schon legen. Sie sollen ja am 25. März einen höchst mehr dieser Herren ihrer Parteigenossenschaft erinnert, und dann raffinirten Betrug begangen haben. Schämen Sie sich nicht, den eine höchst gen offenmäßige" Arbeit geliefert. jungen Menschen da noch anzuftiften und zu verjühren. Die Redaktion hat ein Eingesandt dieser Art nicht abgelehnt, Angell.: Herr Jerichtshof, ilooben Sie man nich, det der so sondern verlangt, daß die Reklame für bestimmte Geschäfte aus dumm is, wie er aussieht, heitzudage wissen sie ooch uff'n dem Gingesandt entfernt wird. Im redaktionellen Theil werden Lande schon recht propper Bescheed.- Vors.: Wir haben Vorf.: Wir haben im Vorwärts keine Reklamen aufgenommen. Ferner haben wir Schrecklich! Schrecklich! Wegen Uebertretung des Vereins- aber einen Beugen hier, der gesehen hat, daß Sie dem jungen den Einsender empfohlen, seinen Zweifel über die Partei. gefeges hatten sich gestern der Arbeiter Krause, der Schank Burschen Schnaps in sein Bier gegossen haben. Angefl. zugehörigkeit einzelner Geschäftsinhaber den Vorständen der wirth Bolz aus der Reinickendorferstraße und zwei Schloffer als wenn heitzubage die Bauern teenen Schnaps dränken. Ich betreffenden Wahlvereine zu übermitteln, da einige Herren Mitgefellen vor dem hiesigen Schöffengericht zu verantworten. babe mal in Heinersdorf eene Hochzeit mitjemacht, wo Bors: glieder dieser Vereine find. Damit wäre nach unserer Meinung Krause ist Bezirkskassirer des sozialdemokratischen Wahlvereins Ach was, reden Sie kein unnüßes Zeng. Wollen Sie den verglieder im 6. Berliner Reichstagswahlkreise und nimmt als solcher all- fuchten Betrug eingestehen oder nicht?- Angell: Jd be- die Sache ordnungsmäßig erledigt worden. monatlich in dem Bolz'schen Lokale die Beiträge der Mitglieder haupte, det ick an'n janzen Leibe teenen nüchternen Faden hatte Der Verein der Einsetzer hielt am 7. April seine ordent à 20 Pf. in Empfang. Am 17. Januar abends gegen 1/212 Uhr un det ich mir blos uf det Fuder Heu jelegt hatte, um een Baar liche Generalversammlung ab. Nach dem Bericht des Kassirers hörten zwei Schußleute, daß wenn auch die Ladenjalousie Dogen voll Schlaf zu nehmen. Ich bin jerade an jenen Vor- betrugen die Einnahmen des Vereins im letzten Quartal 219,72 m., herabgelaffen war im Lotale selbst noch Leben herrschte. Sie mittag in eene Ausspannung in Rixdorf, als dies ländliche In die Ausgaben 178,65 M. Bei dem Bericht der Arbeitsvermitt horchten etwa eine halbe halbe Stunde lang und wollen dividibum hier mit' ne Fuhre Heu uff'n Hof zu fahren fommt lungs- Kommission wurde die in diesem Winter überaus lange deutlich gehört haben, daß im Lokale eine Versammlung un da futtert. Denn fömmt er rin in die Stube, seht sich hin Arbeitslosigkeit bestätigt und übernahmen sodann sieben Mitglieder tagte. Nach ihren Wahrnehmungen soll in der aus etwa un präpelt an eene mächtige Stulle, wozu er sich een Flas Bier freiwillig die Verwaltung dieser Institution. Nach Erledigung 30 Personen bestehenden Bersammlung wiederholt Redner das jeben läßt. Ja laffe mir mit ihm in een Jespräch in un er einiger Vorstandsanträge wurde die Versammlung geschlossen. Wort ergriffen haben, während die übrigen schwiegen, sie wollen erzählt mir, det er det Heu in Berlin uf die Stadtwaage wiejen auch wiederholt den Ruf: Schluß! Schluß!" vernommen haben. lassen will un denn verfoofen will. Als er sein Brot ufjejeffen Die Freie Vereinigung der Bauarbeiter tagte am Sie haben sich ganze Säße der angeblich gehaltenen Reden notirt hat um weiter fahren will, frage ich ihn, ob er mir nich mit nach 7. April. Den ersten Gegenstand der Verhandlung bildete der und diese Notizen deuten darauf hin, daß über öffentliche An- Berlin nehmen will, ich hätte mir een bisten anjeschickert un Bericht des Kassirers, der einen Kassenbestand von 159,17 M. gelegenheiten verhandelt wurde, denn es kamen dabei Aus- denn dhäte et nischt Schönet jeben, als uf so'n guder Heu aufweist. Von dem Mitgliede Gaßmann wurden bei Besprechung führungen über das Partei- Organ, über Wanderversammliejen un bei det langsame Fahren so inschlafen. Er von Mißständen in dem Beruf die im Baugewerbe so zahlreichen lungen, Wahltaktit, Bierboykott und dergleichen vor. Die lacht denn noch un hat nischt dajejen un hilft mir Schwindelunternehmungen kritisirt. Sodann nahm die VerBeamten tamen zu der Ueberzeugung, daß hier eine noch uf'n Wagen ruf. Wir fahren denn los un ick schlafe denn einigung Stellung zur Maifeier. Im allgemeinen wurde den Versammlung ohne polizeiliche ohne polizeiliche Anzeige stattfände, Anzeige stattfände, fie ooch, als wenn ic' t bezahlt friegle. Ich bin jerade in'n besten Berufsgenossen empfohlen, da wo es möglich ist, die Arbeit ruhen ließen sich die Thür zum Lokal öffnen und notirten den Krause Drom, indem mir drömte, det mir mein Freund Willem eene zu lassen. als Leiter der Versammlung, Bolz als denjenigen, der den Plak berbe Prise jejeben hätte un ick daruf dreimal so heftig niesen Der Verband der Buchbinder hielt am Montag, den dazu eingeräumt, und die beiden anderen Angeklagten als Redner. muß, bet id dente, ick jebe aus sämmtliche Fujen. Un id fage 8. April, eine außerordentliche Generalversammlung in Schmieder's Die Angeklagten bestritten entschieden, eine Bersammlung ab- an Willem, er soll mir man dreimal mit die flache Faust in't Festfälen, Alte Jakobstr. 80, ab. Auf der Tagesordnung stand: gehalten zu haben; es hätte sich lediglich um einen Zahlabend Kreuz hauen, im Falle det id mir wat verknart hätte un erbstimmung über die unerledigten Anträge zur Urabstimmung. gehandelt; nach deffen Beendigung die Erschienenen zwanglos bhut det ooch. Ju diesem Ojenblick wache ich uf. Ich denke or Eintritt in dieselbe macht der Borsigende die Mittheilung an Tischen gesessen und über allerlei Dinge geplaudert hätten, doch, ich soll von'n Stengel fallen, als mein erster Anblick uff det or Eintritt in dieselbe macht der Vorsitzende die Mittheilung von dem Ableben des Kollegen Neubert, die Versammlung erhebt wie dies täglich an jedem Stammtische geschehe. Rechtsanwalt Jejicht von eenen Schußmann fällt, der mir hinten in't Kreuz jepackt Freudenthal bestritt die Strafbarkeit der Angeklagten, selbst hat un mir aus det Heu rauszieht, wo ich mir so recht dief sich zu Ehren des Verstorbenen von den Plägen. Umständehalber werden zunächst Mitgliederangelegenheiten erörtert und theilt wenn wirklich von einzelnen öffentliche Angelegenheiten injemuschelt hatte. Un fie ziehen mir runter un berührt fein sollten, da nach§ 1 der Verordnung vom ich weeß von nicht un bin rein wie Abraham's Schooß un die der Vorstand mit, daß für unser Sommerfest am 15. Juli Lips' Brauerei in Aussicht genommen ist. Nach einer fürzeren 11. März 1850 die Besprechung öffentlicher Angelegen Wiegeschalen- Beamten, die lachen alle un mir nimmt der Schutz- Diskussion, in der sich Kollege Wilhelm gegen dieses Lokal aus heiten bezweckt sein müsse. Der Gerichtshof schloß mann mit zur Wache, nachdem er diesen hier blos usjeschrieben spricht, erklärt sich die Versammlung für genanntes Lokal und sich jedoch der Auffassung der Polizeibeamten an und verurtheilte hat. Uf solche Art bin ich mein Leben noch nich aus'n Schlaf überträgt dem Vorstand die weiteren Vorbereitungen zu dieſem Krause und Bolz zu je 20 M., die beiden anderen Ange- jestört worden. tlagten zu je 15 M. Geldstrafe. Vorf.: Nun, Angeklagter W., Sie haben ja die schöne Fefte. Gleichzeitig wird bekanntgegeben, daß Sonnabend, den Abermals stand gestern ein Büchsenmacher vor dem Geschichte gehört, ist denn ein wahres Wort daran? Aber warum 27. April, im Luisenstädtischen Konzerthaus ein Experimental. warum vortrag des Herrn Gerling über Hypnotismus stattfindet. Kollege hiesigen Schöffengericht, dessen Geschäftsräume seinerzeit infolge lehen Sie denn den Mitangeklagten so erstaunt und entfest Gailer erstattet sodann Bericht über die Verhandlungen mit Herrn Angeklagter W.: Herr! Reiß, Wilhelmstraße, welche zu gunsten der Arbeiter ausgefallen Hause der Wallnertheaterstraße polizeilichen Besuch erhielten. menschenmöglich, dat ein einziger Mensch so fürchterlich sind. Die Versammlung geht darauf über zu dem Hauptpunkt Der Büchsenmacher Michaled gehört zu der Gruppe, welcher lügen fann! Da ist unser Feldaufseher ja ein Rind des Abends, der Urabstimmung. Kollege Wittrisch hatte sich wieder Der Waffen- Fabrikant Knaat die Anfertigung einer größeren Anzahl gegen! Vorf.: Ja, bier vor Gericht wird viel gelogen. Der Mühe unterzogen, die einzelnen Baragraphen zu erläutern. Ich hoffe, daß Sie bei der Wahrheit bleiben werden. Und nun Patronen übertragen hatte. Knaak selbst hat, wie in der Verhandlung trägt der junge Landmann den Sachverhalt vor: Als er mit 3u bemerken ist, daß bei der Reife Unterstüßung die Versamm zur Sprache kaum, mit polizeilicher Genehmigung die Herstellung seiner Fuhre Heu in der Nixdorfer Ausspannung angelangt sei, lung den Berliner Antrag betreffs Umänderung der Kilometer von 300 000 Patronen für Südamerika übernommen und die gelder in Tagegelder annimmt, während fast alle anderen Anträge Arbeit an verschiedene Büchsenmacher vertheilt. habe der ihm bis dahin völlig unbekannte Stier sich an ihn abgelehnt werden. Unter Verschiedenem bittet Kollege Wittrisch anzeige war von einem entlassenen Arbeiter des Kinaat aus: herangedrängt und ihn ausgehorcht. Dann habe derselbe ihm die Arbeiterinnen dringend, bei den statistischen Aufnahmen über gegangen und da in der Denunziation behauptet wurde, daß es den Vorschlag gemacht, er wolle sich so tief in dem Heu ver- die wirthschaftliche Lage der Kolleginnen ihm Angaben zu machen fich um ein anarchistisches Attentat handele, wurden die Arbeits- ftecken, daß er nicht zu sehen sei. Auf der Rathswaage würde über ihren Haushalt, Kleidung u. s. w., soweit sich dieselben er dann mitgewogen, wodurch das Gewicht des Heues um anräume der in Frage kommenden Büchsenmacher durch Polizei scheinend anderthalb Zentner vermehrt werde. Das wäre ein schöner hierüber Notizen gemacht haben. Ferner wird ersucht, die noch Buchbinderei von Hamann baldigst abzuliefern. Denunziation hat sich als böswillige Erfindung herausgestellt. Bei ueberverdienst, den sie sich theilen könnten. Der Verführer sei außenstehenden Sammellisten für die Arbeiter der gesperrten Herrn Michalect lagen die Verhältnisse ganz ähnlich wie bei dem lange Beit auf Widerstand gestoßen, dann sei der An- Buchbinderei von Hamann baldigst abzuliefern. 194 aber so ,, benommen" im Kopf geworden Der sozialdemokratische Wahlverein für Teltow. am Donnerstag verhandelten Fall Knoth. Bei ihm find getlagte Batronen vorgefunden, deren Zahl der Polizeilieutenant auf der Rathswaage stand, habe Stier sich wohl noch tiefer im Heu Herrn Bredlow, Augsburgerstr. 78, eine öffentliche Versammlung Batronen vorgefunden, deren Zahl der Polizeilieutenant auf und habe sich schließlich überreden lassen. Als der Wagen auf Beeskow- Charlottenburg hielt am 10. April im Lofale des über 5000 Stück schäßte, daneben aber auch noch 3 Zentner über 5000 Stück schäßte, daneben aber auch noch 3 Zentner verstecken wollen, dabei sei ihm wohl ein Halm in die Nafe ge- ab. Zunächst gab der Vorsitzende bekannt, daß laut Beschluß der Pulver. Der Amtsanwalt beantragte wegen Uebertretung der Polizeiverordnungen von 1892 und 1893 80 M. Geldstrafe und rathen, denn er habe fürchterlich nieſen müssen und dabei sei die am 26. März stattgefundenen Parteiverfammlung der Bertrieb Sache entdeckt worden. des Vorwärts" sowie der gesammten Parteiliteratur in eigene 6 Wochen Haft. Rechtsanwalt Breslauer hielt dagegen Der Angeklagte Stier wird zu drei Monaten Gefängniß Regie der Partei übernommen ist. Er ersuchte deshalb die An auch in diesem Falle eine Freisprechung für geboten. Er stellte verurtheilt, während der zweite Angeklagte mit einem Verwesenden, recht rege für die Verbreitung unserer Lektüre Sorge unter Beweis, daß die 3 Zentner Pulver dem Angeklagten am Sonnabend Abend in seiner Abwesenheit zum Verarbeiten zu weise davonkommt. Als der Vater des letzteren dies hört, zu tragen. Jeder Genosse möge sich zwecks Bestellung an den gestellt und schon am Sonntag früh durch die Polizei beschlag- springt er auf:" Herr! Schall hei utwiest war'n? Kann hei Spediteur Genossen Gustav Scharnberg, Wilmersdorferstr. 124, in unsern Dörp nich mihr bliewen? Sei möt jo noch wenden. Nach einigen Ausführungen des Genossen Flemming nahmt worden seien. Der Gerichtshof erblickte auch hierin schon Soldat war'n."- Vors.: Nein, ausgewiesen wird er nicht, er über unfere heutigen sozialen Zustände erhielt Genoffe Hansen ein vorschriftswidriges„ Lagern" und verurtheilte den Angeklagten, bekommt nur einen Berweis, einen gerichtlichen Tadel. Dörf das Wort zu feinem Vortrage über„ Entwicklung und Sozia der in übrigen freigesprochen wurde, deswegen zu 30 Mart hei denn nich mihr führen?" Geldstrafe. Bors: Auch das darf er, er liemus". Eine Diskussion über das beifällig aufgenommene darf sich nur nicht wieder auf solche Geschichten einlassen, wie Referat fand nicht statt. Wie der Vorsitzende zum Schlusse miter es gethan hat. Herr!" erwidert der alte Mann, mit der theilte, findet in der nächsten Versammlung die Neuwahl des Rechten seinen Stock fester fassend, doar laten's mi för sorgen." Vorstandes statt. der Entdeckung einer Menge von 5 Zentnern Pulver in einem beamte nächtlicher Weile überwacht. Die Straf ? an Wo is't blos Derlammlungen. Vermischtes. Eine flagrante Verlegung des§ 127 der Strafprozeß Ordnung fand das Reichsgericht fürzlich, wie die Blätter berichten, in dem Verhalten eines Schuhmanns( man denke, eines Schußmanns!) in Kassel, der widerrechtlich eine Berhaftung vorgenommen hatte. Der Beamte verhaftete einen Referendar, der nachts durch lautes Singen die Ruhe störte, obwohl der lettere Jm Kurort Toeplit ist einem Telegramm aus Laibach zusich im Besitze einer ausreichenden Legitimation befand. Der Wahlverein für den 4. Kreis hielt am 10. April Der Referendar hatte seiner Verhaftung Widerstand ents in Fiebig's Salon, Große Frankfurterstraße 28, eine start folge am Freitag eine Feuersbrunft ausgebrochen; 26 Wohn gegengesetzt und war deshalb vom Landgericht wegen Lärmens besuchte Generalversammlung ab. Bevor der Vorsitzende Erbe häuser und 24 Wirthschaftsgebäude sind eingeäschert. Ein Luftmord ist am 11. April abends in der Nähe von und Widerstandes gegen die Staatsgewalt zu einer den Vorstandsbericht erstattete, widmete er den drei im verGeldstrafe verurtheilt worden. Das Reichsgericht hat nun gangenen Vierteljahr verstorbenen Mitgliedern Kottonau, Ludwigslust in Mecklenburg, in der Waldung zwischen Grabow der Revision des Verurtheilten in bezug auf das letzte Delitt Bielenz und Hante einen turzen Nachruf; die Versammlung und Groß- Laasch, an einem jungen Mädchen verübt worden. Das Folge gegeben. Das Gericht folgerte, daß die Legitimation ehrte das Andenken an dieselben durch Erheben von den Plägen. Ludw. Tgbl." berichtet darüber: Der Name des unglücklichen den nächstlichen Ruhestörer vor der Verhaftung hätte schützen Es haben laut Bericht in den letzten drei Monaten eine Ge. Opfers ist Anna Kavelsdorf. Das junge Mädchen, welches von müffen; es liege eine flagrante Verlegung des§ 127 der Strafneral und 11 Viertels- Versammlungen stattgefunden; die Mit- ner Dienstherrschaft, dem Kaufmann Leopoldi zu Grabow, Prozeßordnung" vor und deshalb sei der von dem Angeklagten gliederzahl ist auf 3100 gestiegen, es hat also feit Reorganisation für die Festtage beurlaubt war, wollte den zirka einstündigen geleistete Widerstand nicht strafbar gewesen. Des Wahlvereins eine Zunahme von etwa 1500 Mitgliedern Weg zu Fuß zurücklegen. Ungefähr 150 Meter von der balb Der Fall ist für uns recht lehrreich. Zunächst, weil im stattgefunden. Den Raffenbericht verlas 8abel. Die Einnahme wegs liegenden Grabower Siegelfchenne ist die grausige That be Gegensatz zu der Auffassung diverser Gerichte, die den Wider betrug 1725,25 M., hierzu der Bestand von 430,66 M., ergiebt gangen. Der Mörder hat anscheinend sein Opfer mißbraucht, stand gegen die Staatsgewalt, felbst wenn sie repräsentirt wird die Gesammtsumme von 2157,41 M. Die Ausgaben beliefen sich dann demselben mit einem scharfen Instrument den Schädel durch den letzten Nachtwächter, mit Gefängniß ahnden auf 1914,55., somit verblieb ein Ueberschuß von 242,86 M. zertrümmert und die Leiche zirka 100 Meter ins Holz geschleppt. wenigstens soweit unferes Wissens Angehörige der arbeitenden Die Revisoren bestätigten die Richtigkeit der Rechnungslegung. Hier wurde dieselbe von heimkehrenden Steinschlägern gefunden, Der Mörder der Näherin Cordes in Uetersen ist, wie nachKlassen in Frage tamen, Landgericht Die hierauf vollzogene Vorstandswahl hatte folgendes Resultat: das Raffeler für beide Strafthaten eine Geldstrafe für ausreichend Vorsitzender Erbe; Schriftführer Runge; Kassirer( Osten) träglich gemeldet wird, verhaftet worden. Es ist der Knecht Witt hielt. Tann aber durch das wichtige Anerkenntniß, 3 a bel;( Südosten) Franz Lehmann; Viertelsführer( Stra- aus Kurzenmoor. Die Verhaftung erfolgte durch den Altonaer daß der Widerstand in einem bestimmten Falle, bei aus lauer) Kaiser;( Frankfurter) Rohrmann;( Görlitzer) Gutschte; Polizeikommissar Engel. Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas a. 6. Novität! 3um 56. Male: Novität! eue Welt. Hasenhaide. Heute, Sonntag: Eröffnung des Sommergartens. Aden theilnehmenden Freunden die In meinem Verlage find soeben Mittheilung, daß uns heute um 1/21 Uhr nachfolgende interessante und fesselnde mittags ein Töchterchen geboren ward. Schriften erschienen: Leipzig, 11. April 1895. Manfred und Anna Wittich. Martha Fuchs Ww., Grosses Concert. As Berlobte empfehlen sich: Rentiers. Grosses Concert. Anf. 4 Uhr. Entree 20 Pf., Kinder 5 Pf. Am 2. und 8. Osterfeiertag: Unsere Reutiers. Theater. Große Poffe mit Gesang und Tanz Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julins Freund. Sonntag, den 14. April. Freie Volksbühne. National. Theater: 4. Abtheilung. Nach mittags 2/2 Uhr: Pelikan. Lessing Theater: 1. Abth. Montag, 15. April, nachmittags 21/2 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerfrieg auf Wartburg. Montag: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Dienstag: Rienzi. Schauspielhaus. Faust. Montag: Halali. Die stille Wache. Dienstag: König Ottokars Glück und Ende. Musik von Julius Einödshofer. 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M., nachm. 4 Uhr, auf dem Neuen Marienkirchhofe, Prenzlauer Allee von der Leichenhalle aus. [ 6056 Die trauernde Wittwe Ottilie Graebsch nebst Rindern u. Schwiegerkindern. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine Frau Ida Schäler geb. Guschmann nach furzem Strantenlager am 11. d. M. verstorben ist. Anfang 8 Uhr. Sonntage 71/2 Uhr. Der trauernde Gatte Carl Schäler. Max Kliem's Volksgarten Hafenhaide 14-15. Am 1., 2. und 3. Osterfeiertag im Garten: Ein Bauerusozialist as über dies Soziale Frage und die Landwirthschaft. Das Bon Aug. Heine- Halberstadt. K Preis 10 Pf. Monopol der Wissenschaft und das Volk. on Willy Medicus. Preis 10 Pf. Aus allen Welten. Menschen und Hunde. Erzählungen für das Bolt. Wölfen. Unter Aus dem Russischen. Preis 10 Pf. Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt. Ernst Wiest Nachf. Leipzig. Verlagsbuchhandlung.' На Blumenhandlung P. Abromeit, Blücherstraße 69, Berlin SW. 55472* Kränze, Bouquets, Topfgewächse, Guirlanden u. s. w. 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Hamann, Benthstr. 5, B den 15. d. M., nachmittags 3 Uhr, vom Grosser Ball. Trauerhause in Deutsch Wilmersdorf, Im Theater- Tunnel: Extra- Gasteinerstr. 29, aus statt. Specialitäten- Vorstellung. Gustav Behrendt. Diese Concerte sowie Vorstellung finden von jetzt ab jeden Sonntag ftati. Achtung! Achtung! Max Kliem. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. 57. Bock- Saison. Täglich: Militär- Konzert. Konzert. ist infolge der unfittlichen Handlungen des Inhabers die Sperre verhängt. Zuzug ist fernzuhalten. 78/2 Soziald. Wahlverein für den Bororte thätige Saupt u. Spezial6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Das Mitglied Paul Wienegge, Maler, wird heute, Sonntag, Borm. 10 Uhr, vom Moabiter Krankenhause aus be erdigt; alegia 9128010 und das Mitglied at rega Julius Peetz, Anfang 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. wird ebenfalls heute, Sonntag, Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes in der Faltenberger Chauffee bei Weißensee aus beerdigt. Volksgarten ( ehem. Weimann's Volksgarten). Gesundbrunnen Badstr. 57. Täglich Vorstellung im wissenschaft- Direttion: Max Samst. lichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Heute: Eröffnung der Sommersaison. Castan's Panoptikum. Gr. Theater- u. Spezialitäten Noch nie dagewesen! Vorstellung. Montag, 15. April, nachm. 3 Uhr: Die Riesen des dunkeln Erdtheils: Entree 25 Bi. Die zärtlichen Verwandten und Ein Strafrapport. Abends 8 Uhr: Die Journalisten. Dienstag, 16. April, nachm. 3 Uhr: Die Journalisten. Abends 8 Uhr: Die zärtlichen Verwandten und Ein Strafrapport. Borverkaufs- Gebühr wird nicht erhoben. Die Dinka. 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. ,, Präsident Faure" Uin zahlreiche Betheiligung ersucht 303/8 Der Vorstand. Achtung! Bimmerer! Der Vertrauensmann. Gine alte deutsche Feuer- Versiche rungs- Gesellschaft sucht für Berlin und Agenten unter sehr günst. Bedingungen. Off. unter P. 2. nimmt die Exped. d. Bl. entgegen. 4496 Tüchtige Bambus- Arbeiter gesucht A. Rudloff u. Ko., Ritterftr. 86. Metalldrucker! 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Dienstag, nachm. 3 Uhr und abends 71/2 Uhr: Die lebende Brücke. 92801 27 Gitanos Grosses Vergnügen statt. Raffeneröffnung 6 Uhr. Billets für Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. sind im Bureau und auf den Bahlstellen zu haben. Die Lokalverwaltung. ( andalusische 221/7 Sänger, Tänzer mittags 12 Uhr, vom Trauerhause Martussir. 58 aus statt. Um zahlreiches Gefolge bittet Der Vorstand. Hiermit zur Mittheilung, daß mein lieber guter Mann Heinrich Ramm, Feilenhauer, orgens, 5/ von Wir ersuchen die Kollegen, den Zuzug nach dort unbedingt fernzuhalten. Die Kommission. 245/3 Tüchtige Rabitzputzer werden verlangt. C. Rabitz, Scharnhorststraße 7. 5995 Für eine größere Krankenkasse wird den 11. April 52 Úhr morgens, von ein tüchtiger Bureaubeamter u. Tänzerinnen) Franke's Volkstaffee- feinen schweren Leiden erlöft ift. Um gesucht. or. sub 6. K. K. in ber Vorstellung um und Speisehaus, 4, 5, 6, 7, 8 u. 9 Uhr. Gr. Frankfurterstraße 73, an der Raiserstraße. Billiger Mittags- u. Abendtisch. 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Kurspreifen gekauft und in Bahlung Bund der geselligen Arbeitervereine Halbe Preise! stellt das unterzeichnete Institut der ,, Gold'nen Hundertzehn" ( Leipzigerstr. 110) in seinem Ausverkauf, da das überfüllte Lager absolut verringert werden muß; zum Beispiel: 12 000 FrühjahrsPaletots von 8, 10, 12, 15, 18, 20, 25 Mark prima. 15 000 dj neidige Jaquet- u. Rodi- Anzüge( auch in schwarz Tudy und Kammgarn) v. 10, 12, 14, 16, 18, 20, 24, 27, 30 Mark prima. 6000 Hosen in dauerhaften Stoffen von 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12 M. prima. Havelocks für Herren bei von 9 Mark an. uns nur Knaben- und BurschenAnzüge jezt von 3 Mark an. Berlins nnd Umgegend. Das IV. Stiftungsfest findet Sonnabend, den 27. April cr., bei Gründel, Brunnenstr. 188, am Rosenthaler Thor, statt. Alles nähere darüber in der 93/13 K Versammlung am Sonntag, den 21. April, vormittags 10 Uhr, Annenstraße 16. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Pinn: Die Lügen unfrer Zeit. 2. Aufnahme neuer Vereine. 3. Bundesangelegenheiten." Former. Dienstag, den 16. April( 3. Feiertag), vorm. 9 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Oeffentliche Versammlung aller in der Metallgießerei beschäft. Arbeiter Berlins u. Umg. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Rollegen Paul Litfin. 2. Diskussion. 3. Die immermehr überhandnehmenden Mißstände in Gießereien. 67/17 Es ist dringend nothwendig, daß die Kollegen Mann für Mann in dieser Versammlung erscheinen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Vertrauensmann. Spandau. Goldene 110, Dienstag, den 16. d. M.( 3. Osterfeiertag), nachm. 4 Uhr, 110. Leipzigerstraße 110. Ersten Feiertag geschlossen, zweiten Feiertag bis 2 Uhr geöffnet. Thatsache! Rein Scherz! Rein Schwindel, sondern nur reinfte, heiligste Wahrheit! 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Wohlthätigkeits- Matinee zur Unterstützung erkrankter Mitglieder, arrangirt vom 190/17 Zentral- Verband der Maurer, Bahlstelle Berlin 1( Puher). unter Mitwirkung des Männer- Gesangvereins ,, Gemüthlichkeit"( Mit glied des Arbeiter- Sängerbundes), Dirigent Herr G. Gartmann, sowie des Volkshumoristen Herrn Nieke und des Boltshumoristen und Deflamators Herrn Held. Anfang präzise 12 Uhr. Billets sind zu haben bei Thielice, Schöneberg, Marstraße 2 Fr. Kühne, Willibald Alerisstraße 27; Weiher, Bernauerstraße 118 2. Simanowski, Ackerstraße 112; Iopsch, Manteuffelstraße 7 A. Müller, Münchebergerstraße 20; C. Hellwig. Emdenerstraße 50 W. Dochow, Rixdorf, Biethenstr. 53; H. Neumann, Grunewaldstr. 118 Keller's Festsäle Koppenstraße 29. Größtes und schönstes Etablissement der Residenz! 2. und 3. Osterfeiertag: Großes Concert E der gesammten Kapelle des Berliner Blas- Orchesters unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Herrn G. Grass. Entree 30 Pr. Kaffeueröffnung 5 hr. 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Za beziehen durch alle Buchhandlungen, Von der Geschichte des Sozialismus erschien soeben der erste Theil des ersten Bandes Die Vorläufer des neueren Sozialismus. Labalt des ersten Theils Von Plato bis zu den Wiedertantern. Von Jarl Kautsky. Preis broscbirt M. 3 gebd in Lwd. M. 50, in Hibtrz. M. 5.50. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. SW, Beuthitraße 2. Jeder Kolporteur liefert 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 88. Derlammlungen. Sonntag, den 14. April 1895. = 12. Jahrg. feiner Seite gemacht, weshalb man sogleich zur Neuwahl des Bismarck zu verehren, die Arbeiter jedoch hierzu keinerlei Ver Vorstandes überging. Es wurden gewählt: Segler erster, Fürsten- anlassung hätten, und warf sodann einen Blick auf die Arbeits< berg zweiter Vorsitzender; Matull erster, Kielmann zweiter verhältnisse in der oben genannten Fabrik. Die Löhne seien beFür die Genossen des zweiten Berliner Reichstags: Saffirer; Pfister erster, Behrendt zweiter Schriftführer; Westfahl, sonders niedrige, die Arbeitszeit im Winter eine sehr ausWahlkreises tagte am 10. April eine Parteiversammlung im Revisor. In den Ausschuß delegirte man die Mitglieder gedehnte, von 1/27 Uhr morgens bis 8 Uhr abends, die Lage der Neuen Gesellschaftshause, Hasenhaide 57, um Stellung zur dies- Knöpchen und Pfeil. Zum Hilfskassirer für den Südwesten wurde Arbeiter daher keine derartige, daß sie zu Ehren Bismarck's auf jährigen Maijeier zu nehmen. Voran ging ein trefflicher Bor: das Mitglied Arndt ernannt. einen halben Tagelohn verzichten könnten. Daß die Firma sich bereit trag des Reichstags- Abgeordneten Genossen Auer über die Umsturzvorlage. Von einer Diskussion wurde allseitig abgesehen Der Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und gefunden habe, den Lohn nachträglich zu zahlen, sei die erfreuliche Folge und sofort in die Besprechung über die Maifeier eingetreten. auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter und der getroffenen Maßnahmen seitens der Arbeiter. Wie verlautet, be= Nach eingehendem, längerem Meinungsaustausch, bei welchem Arbeiterinnen( Filiale 1) hielt am 8. April eine Versamm- werbe sich die Firma angelegentlichst um staatliche Arbeiten. meist die materielle Seite diskutirt wurde, beschloß man die Feier lung ab. Nachdem der Kassirer die Abrechnung vom letzten Wenn sie ihrer Loyalität Ausdruck verleihen wolle, so möge sie wieder so zu gestalten, wie im Vorjahre. Als Lokal war die Quartal verlesen hatte, die einen Bestand von 322,60 m. auf das ruhig thun, jedoch die Arbeiter dabei aus dem Spiele lassen Bockbrauerei bestimmt. Das Arrangement übertrug man einer weist, wurde zur Neuwahl des Vorstandes geschritten, die und nicht, wie geschehen, dieselben in rücksichtsloser Weise bei der Kommission von 7 Mitgliedern. An stelle des bisherigen Preß folgendes Resultat ergab: Kobold erster, Neuling zweiter Vor- patriotischen Demonstration in Mitleidenschaft ziehen. Wollten fommissions- Mitgliedes wählte man den Genossen Jacob. figender; Regel erster, Strauſe zweiter Kassirer; Weise erster, die Arbeiter am 1. Mai in ihrem eigenen Interesse demonSchmolta zweiter Schriftführer. Die Rechtsschutz- Kommission striren, so würde die Firma sich nicht bereit finden lassen, Die Filiale II. des Textilarbeiter Verbandes( Posa- bilden die Mitglieder Brunmühl, Gura und Ott. In die die Fabrit zu schließen. Redner richtete an die Arbeiter mentenbranche) nahm in ihrer letzten Versammlung den Bericht Arbeitsnachweis- Kommission wurden die Mitglieder Knoll, Krause, der Fabrik die dringende Mahnung, sich zu organisiren. über die Abrechnung vom Maskenball entgegen; derselbe hatte Bausch, Glaubitz, Pankow, Wiland und Gerber delegirt. Von In der folgenden Diskussion gab ein wegen des Bierboykotts einen Ueberschuß von 54,65 M. ergeben, welche Summe dem dem Mitglied Stein wird den Anwesenden bekannt gegeben, daß gemaßregelter Arbeiter seine Erfahrungen zum besten, die vollUnterstützungsfonds überwiesen wurde. Es wird beschlossen, aus der Anschluß an den Holzarbeiterverband mit 94 Stimmen ständig den Darstellungen des Referenten entsprachen. Als ein diesem Fonds, in welchem jetzt 111,55 M. vorhanden sind, 25 M. Majorität abgelehnt ist. besonderer Uebelstand wurde von Näther auch das in der Fabrik zur Unterstüßung Arbeitsloser dem Vorstand zur Verfügung In einer Mitgliederversammlung der Kürschner sprach eingeführte Kolonnensystem verurtheilt. Wie auch von Arbeitern zu stellen, sowie 5 M. der Arbeiter Sanitätskommission am 8. April Genosse Dr. Zadek in einem interessanten Vortrag der Fabrik zugestanden wurde, zeichnet sich nach dieser Richtung zu überweisen. Ein weiterer Punkt betr. die Entsendung eines über das Verhältniß der Arbeitsdauer zur Gesundheit des hin besonders die Abtheilung I. unrühmlich aus. Auch der VorAgitators nach dem sächsischen Erzgebirge, um die dortigen Menschen. Nach einer kurzen Diskussion über den Vortrag giebt sitzende der Versammlung nahm zum Schlusse Veranlassung, zahlreichen Posamenten- Arbeiter dem Verband zuzuführen, wird sodann der Kassirer Hübner die Abrechnung bekannt. An Ein- nachdrücklichst zur gewerkschaftlichen Organisation aufzufordern. für die nächste Versammlung zurückgestellt. Die Versammlung nahmen sind zu verzeichnen 110,55 M., denen an Ausgaben Eine öffentliche Versammlung der Vergolder, einberieth ferner, wie eine lebhaftere Werkstattagitation zu entfalten 136,65 M. gegenüber stehen. Zur Besprechung gelangt hierauf berufen von der Agitationskommission zwecks Stellungnahme zum ist; als bestes Mittel hierzu wird die Aufstellung von Werkstatt die Maifeier. Es ipurde beschlossen, daß die Kollegen, welche 1. Mai tagte am 11. April im Louisenstädtischen Klubhaus, Vertrauensleuten anerkannt und in Form einer Resolution an den 1. Mai nicht feiern, 1 M. in den Agitationsfonds zahlen. Annenstr. 16. Der Vortrag des Genoffen itfin wurde in analle Kollegen das Ersuchen gerichtet, in allen Wertstätten die Die Frage, ob es möglich wäre, in der Gewerkschaft eine Genossen- betracht des schwachen Besuchs von der Tagesordnung abgesetzt Wahl von Vertrauensleuten vorzunehmen. Die hierauf vor schaft ins Leben zu rufen, zeitigte eine lebhafte Debatte. Kollege und ohne Debatte einer Resolution zugestimmt, welche es allen genommene Erfahwahl für einen 2. Vorsitzenden fiel auf den Regge legte in eingehender Weise klar, daß ein solches Unter- Beschäftigungslosen und denjenigen Kollegen, die, ohne mit dem Kollegen E. Schmidt. nehmen mit unseren Verhältnissen nicht vereinbar ist. Riehl Unternehmerthum in Konflikt zu gerathen, die Arbeitsruhe durchDer Fachverein der Holz- und Bretterträger hielt am giebt ferner bekannt, daß am 1. Diterfeiertag eine Matinee zum führen können, zur Pflicht macht, die am 1. Mai einzuberufende öffentliche Versammlung zu besuchen. Der Gewerkschafts7. April feine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Zur besten der ausgesperrten Brauer stattfindet. Berlesung gelangte zunächst die Abrechnung. Diese ergab mit Die Metallschleifer beabsichtigten in ihrer Versammlung fommission wurden 30 M. überwiesen. In einer weiteren zur einem vorhandenen Bestand eine Einnahme von 586,64 m., der am 9. April in eine Besprechung einzutreten über eine andere Annahme gelangenden Resolution verpflichteten sich die Aneine Ausgabe von 189,35 M. gegenüber stand. Unter Vereins- Tattit bei den Streite. Die Versammlung war nur schwach be- wesenden, um bei gelegener Zeit den fortgesetzten Lohnabzügen angelegenheiten wird einem erkrankten Mitgliede eine Untersucht. Der Einberufer gab einleitend die Erklärung ab, daß man stuben- Agitation für den Anschluß an den Verband zu betreiben in der Leistenbranche begegnen zu können, größtmöglichste Werkftüßung von 20 M. bewilligt. Ein Antrag auf Erhöhung der für die Zukunft versuchen werde, die Arbeit zu dem bisherigen und die Listensammlung für einen Fonds in die Hand zu nehmen. Beiträge wird abgelehnt, mithin die bisherige Beitragsleistung Gesellenlohn von dem Auftraggeber des Kleinmeisters zu erwöhring theilte mit, daß er für die streifenden Hamburger beibehalten. Für den Fonds zur Unterstützung hilfsbedürftiger langen. Hübner theilt mit, daß bereits bei dem Streik bei Mitglieder soll eine Sammlung veranstaltet werden. Der Vorönecke der Anfang mit dieser Taktik gemacht sei. Aus der Kollegen bisher 580 m. vereinnahint habe, ferner ersuchte er um stand wird beauftragt, zu diesem Zwecke Bons anfertigen zu Bersammlung werden gegenüber dieser Mittheilung theils zu der Ortskasse am 20. April, in der die tief einschneidende Frage zahlreiches Erscheinen der Delegirten zur Generalversammlung laffen. Zu einer präzisen Stellungnahme gelangte man in der Diskussion nicht. Der Karenzzeit auf der Tagesordnung stehe. In Schkeudik- Leipzig Sierauf wurde die Streifabrechnung unterbreitet. Diese ergab sind Differenzen ausgebrochen, daher ist zuzug fern zu halten. eine Einnahme von 137,65 M., der eine Ausgabe von 121,96 M. im turhause zu Friedenau Bersammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Arbeiter- Bildungsverein. Dienstag, den 16. April( 3. Diterfeiertag), gegenüberstand. Genoffen Megner. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Ver einsangelegenheiten. 14. April( 1. Osterfeiertag), abends 7 Uhr, Feier des 3. Stiftungsfestes in den Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute, Sonntag, den Dranienhallen", Oranienſtr. 51. Eine öffentliche Versammlung der Stockarbeiter, welche am 7. April in Buste's Saal, Grenadierstr. 33, statt fand, nahm nach einem Vortrage des Genossen Jahn über die Umsturzvorlage Stellung zur Maifeier. Der Antrag des Gewertschaftsdelegirten Steigenfint: überall, wo irgend thunlich, wie im Vorjahr am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen und in einem noch näher zu bezeichnenden Lokale zufammenzutreffen, um von da aus sich nach der Versammlung der Holzarbeiter- Gruppe in Lips' Brauerei im Friedrichshain zu be geben, fand die Zustimmung der Versammlung. Sonntagsplauderet. Ethische Gesellschaft. Montag, den 15. April( 2. Ofterfeiertag), abends 6% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Bortrag des Genoffen untelui" Robert Owen's geben und wirken" Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper etc. Dienstag, den 16. April ( dritter Osterfeiertag), abends 6 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus" Belfortersir. 15: Große Versammlung. Nachher Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Vergnügungsverein Italia". Sonntag, den 14. April cr.( 1. Ofters feiertag): Großes Familientränzchen mit humoristischen Borträgen im Restaurant Roland, Elsasserstr. 26, I. Anfang 6 Uhr. Geselliger Arbeiterverein Bruderkette". Sonntag, den 14. April ( 1 Osterfeiertag), nachmittags 6% Uhr, im Sotale Frankfurterstr. 117: Wor stellung. Nachdem Tanz. feiertag), nachmittags& Uhr, bei Pallasch, Raupachstr. 6( Felsensaat): Gizung Vergnügungsverein Eintracht". Sonntag, den 14. April( 1. Ofters mit Danten. Hierauf Gemüthlicher Fidelitas. Theaterverrin Freundeskreis". Sigung jeden Dienstag 9 Uhr im Restaurant Raporte, Solmsstr. 1. Geselliger Verein Hertha". Dfter Sonntag Fidelitas im Restaurant und Garten von Roll, Adalbertstr. 21. Die Bismarckfeier und die Firma Hein, Lehmann 11. Kv. beschäftigte eine Versammlung von Arbeitern dieser Firma, welche für den 11. d. M. von dem Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter, Otto Mäther, einberufen war. Referent war Genoffe Mäther, welcher eingangs seiner Ausführungen die Gepflogenheit der Großindustriellen, unter ihren Arbeitern freiwillige" Sammlungen zu patriotischen Zwecken, wie jetzt zum Hierauf erstattete vorbenannter Kollege Bericht über die 80. Geburtstag Bismard's, zu veranstalten oder auf Kosten der Thätigkeit der Gewerkschaftskommission; von einer Diskussion Arbeiter die Fabriken zu schließen, gebührend geißelte. Auch die wurde Abstand genommen und zum Schluß befannt gegeben, daß obige Firma hatte am 1. April die Arbeiter zu Ehren Bismarck's die Agitationskommission in nächster Zeit mit den Schirmarbeitern einen halben Tag feiern laffen und denselben diesen gemeinsam die Urania im Ausstellungspark für eine Vorstellung halben Tag bei er Lohnzahlung in Abzug gebracht. miethen wird. Das Urtheil, welches die öffentliche Meinung über diese Der Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Maßnahme gefällt hat, veranlaßte die Firma, den Arbeitern den beschäftigte sich in seiner Sigung am 7. April mit der Regelung in Abzug gebrachten halben Tag nachträglich zu bezahlen und einiger Vereinsangelegenheiten. Nach einem Bericht über die und auch die gerügten mangelhaften Schutzvorrichtungen an den Thätigkeit des Vereins folgte von dem Kassirer die Bekanntgabe Maschinen zu verbessern! Redner legte ferner klar, daß, wenn der Abrechnung vom legten Quartal. Ausstellungen wurden von auch das Unternehmerthum ein erklärliches Intereffe habe, Georg, als er auszog, den Drachen zu tödten. Die Helden Untersuchung vom Verdacht gereinigt, die zotenhaften pose steht diesen Edlen so prächtig zu Gesichte! Ist es Denunziationen über das mehr oder weniger standalöse doch heutzutage manchmal ihr einziger Stolz, ihr einziges Privatleben einzelner Höflinge verbreitet zu haben. Aber Vergnügen geworden, sich wie komödiantisches Heroenthum die höfische Luft ist nun einmal das Lebensbedürfniß eines Stets habe ich die Leute angestaunt, die auf Kommando zu geberden. Mannes, wie Herr v. Kotze einer ist. Wird sich der so wundersam gefühlvoll zu sem verstehen. Db die gnaden- Nicht selten wird diese Heldenpose unfreiwillig lächer- Wermste je wieder in höfischer Luft wohl und behaglich bringende Weihnachtszeit, ob das österliche Auferstehungs- lich. Ein Lanzenstechen um Dinge, wie die neue Börsen- fühlen können? Und hätte das theure Haupt des Herrn fest ihnen winkt, sie wissen gleichmäßig ihre Eprüchlein reform oder die Angelegenheit Koze, das würde drollig v. Roße nicht von all dem verschont bleiben tönnen, wenn herzusagen; fein studirter" Theologe ist ihnen darin über. werden, wenn der eine der 74 Paragraphen des Gesetz nicht eine jener plötzlichen Improvisationen, durch die So wird auch jetzt wieder in den Blättern die rühr entwurfes zur Börsenreform Wahrheit würde. Ich meine Minister schon gestürzt worden sind, auch ihn betroffen same Litanei angestimmt, wie die Osterglocken feierlichen den Ehrsamkeitsparagraphen, der ein Ehrengericht hätte? Dieses sentimentalische Mitgefühl mit dem Frieden verkünden, wie ihr Geläute ans fröhliche Früh- einsetzt. Was haben wir nicht schon für Ehren- Schicksal des Zeremonienhelden und Hofmannes v. Kotze lingserwachen in der Natur gemahne und wie alle grauen gerichte erlebt? Ehrengerichte, die ähnlich wie ist wirklich rührend, zu rührend. Ja, wenn die Kleinen Wintersorgen, die auf der armen Menschheit lasten, Falstaff in seinem berühmten Monolog über Ehrbegriffe fallen, wenn die Niedriggeborenen niedergemäht werden, vergehen müssen vor der österlichen Weihe, so wie philosophirten. Und nun erst die heilige Börse, der un- wenn sie aus Irrthum ins Gefängniß wandern müssen, der Schnee zergeht vor der milden Sonne. antastbare Repräsentant modernen fapitalistischen Wesens. oder wenn harte Gesetze sie für das Ausüben ihrer innersten Solche troftreiche Erbaulichkeit macht sich schön und ist Wer kennt sich in ihren Finessen aus, was gestattet sie nicht Ueberzeugung züchtigen", da braucht es feiner großen so spottwohlfeil. Man darf mit verschränkten Armen da als guten Brauch", als" Usance"? Welche knifflichen Worte. Wenn aber ein so hochragender Manu, der an der stehen und sich an süßlich benebelnden Phrasen berauschen. Auslegungen läßt sie für ihr Geschäftsgebahren zu! Wenn Spitze der Gesellschaft zu marschiren gewohnt ist, wenn aber Dazu braucht es keiner Entschlossenheit; selbst greisenhaftes man sich der verwickelten öffentlichen Prozesse erinnert, ein Auserlesener, dem die Sonne hösischer Gunst zeitlebens Empfinden läßt sich hiervon wohlig einlullen. Aber es von der Art des Prozesses Polfe, des Angeklagten, schien, wie Herr v. Kotze, der Zeremonienkundige, jählings geht mit den Lenzempfindungen in Wahrheit so, wie der ebenfalls an wie der ebenfalls an der Krippe der Börse saß, so gestürzt wird, dann treten die Wortführer der bürgerlichen nach Chakespeare mit der Musit. Wer nicht Musik wird man auch des spitfindigen juristischen Gezänkes Opposition zusammen, wie die Sprecher im Chor der hat in sich selbst, sagt der große Dichter, dem hülfe eingedenk sein, das sich um die Bedenklichkeit oder antiken Tragödie, und sie überströmen vor pathetischem es nicht, selbst wenn eine Fluth von Melodien Unbedenklichkeit einer Handlung im Börsenverkehr entspann. Mitleid. Da wird wird kleinliches kleinliches Geträtsche Kleinlicher auf ihn einströmte. So ginge es auch dem, der kein stolzes Wenn jeder rabulistische Advokat in den mannigfachen Menschen zu einer bedeutsamen Aktion gestempelt; Frühlingsbewußtsein in seiner eigenen Bruſt trüge. Jung Irrgängen, in den hundertfachen Schlupfwinkeln, in denen und die Ehre eines höfischen Dutzendmenschen, wie muß man sich fühlen, vertrauend sein und kampfbereit, einem sich Börsenspekulation, Ausbeutung und Profitgier verstecken, Herr 1. Kotze einer ist, wird so dargestellt, Geschlecht muß man angehören, das zuversichtlich in die einen Klienten vor Strafe bergen kann, um wie viel leichter als wäre sie aus ganz besonderem Stoff geschaffen, Zukunft schaut, dann braucht man keinen Pfaffensegen und wird ein rabulistischer Ehrenrichter seine Freunde als höchst viel zu subtil und erhaben, als daß sie auch nur entfernt fein Feiergeläute um sich emporzuheben über die Wlisere der ehrenhafte Bürger bezeichnen können, da doch ungleich mit der Ehre eines Hungerleiders verglichen werden könnte. Gegenwart. feinere Empfindung dazu gehört, über, ehrenhaft und ehrlos" Wer solche bange Sorgen um so tiefer Dinge willen Was nügt dem Zaghaften ein Hochgefühl, das von zu urtheilen, als über strafbar und nicht strafbar" Das in seinem Hirne birgt, wer mit so gravitätisch besorgten Ostersonntag höchstens bis zum dritten Feiertage reicht? Dann gäbe manchmal ein grotest- komisches Echauspiel, wenn die Mienen Auslug hält nach allem, was sich der Hof erzählt", legen sich alle die schreckhaften Dinge wieder wie ein gefähr Aeltesten der Börse zusammenfäßen und mit emfigem Bemühen das ist gewiß kein Mann, der vom Frühlingsathem einer licher Alp auf die Seele des frommen Bürgersmanns, und sich den Kopf zerbrächen, ob eine Handlung auf der Börse tommenden Zeit berührt ist. In vergangenen Anschauungen die feiertäglichen Betrachtungen, in denen man Erlösung von nur die That eines smarten Jungen", wie man in Amerika ist er befangen; nicht will er neue geistige Gebiete erobern aller Finsterniß versprach, zerrinnen wie ein müßiger sagt, eines gewißten Kopfes, oder das unehrenhafte Vorgehen helfen; er ist schon zufrieden, wenn er, was bis heute Traum. Den einen hatte man auf die grimmige Umsturz- eines Börsenbesuchers sei? Ein raffinirter Fuchsbau ist errungen wurde, bequem genießen darf. Droht dem vorlage verwiesen, die durch die Kraft des selbstbewußten es, den die Weisen der Finanzwelt sich allmälig aufgebaut geistigen Besißthum eine Gefahr, wie in unseren Tagen, Bürgerthums abgewehrt werden solle; dem anderen, der haben; und wenn Füchse über frommen Anstand zu Ge- so wird er beredtsam jammern; an Sonn- und irgendwie im trüben Gewässer der Börse sigt, malte man richt ſigen, das wird sich ergößlich machen. Feiertagen wird er auch, wie jetzt, die Flamme der das neue Börsenreglement in schwarzen Farben; einem Neben der Börsenreform ist es der Fall Kohe, den Begeisterung" mit vollen Backen anfachen. Aber er ist undritten wurden die bedenklichen Symptome aufgezählt, die mancher brave Mensch so tragisch nahm. Heute ist Herr fähig geworden, vornweg zu marschiren, wo es ernsten fich an den famosen Fall Roze knüpfen. All dieser winter- v. Koze freigesprochen. Aber was hilft das Herrn v. Koße Kampf gilt. Für ihn sind selbst die Sinnbilder des Osterliche Schutt aber wird verschmäht werden, wenn nur die viel, so jammern die Leutchen, die noch immer höfische Vor- und Auferstehungsfestes todte Symbole, konventionelles Helden der Bourgeoisie den entschlossenen Willen zeigen. gänge als Symptome, bedeutsam für die Welt, in der wir Spielzeug, an dem er zärtlich zu hängen scheint. FrühlingsJa, wenn gutes Zureden entnervten Leuten robuste Kraft leben, zu betrachten lieben. Wo Herr v. Koze wirkte und feste zu feiern, das ziemt einer jugendlichen Welt, die noch wiedergeben könnte! lebte, sagen sie, da hat man weit empfindsamere Ehrbegriffe, den Frühling in sich selber verspürt, mit seinen tausenden als im gewöhnlichen Leben, in den Niederungen der Gesellschaft. von Reimen, mit seinem gährenden Wollen, mit seiner fröhHerr v. Koße ist freigesprochen. Er ist durch gerichtliche lichen Zuversicht. Alpha, Man dente sich auch diese Riesenaufgaben! Muß sich der tapfere Bürgersmann nicht vorkommen, wie der Ritter Gasglühlicht! Ich offerire complette Apparate inclusive Montage per Stück à 7 Mark. Zu den vielen tausend Apparaten, welche ich allein in Berlin verkauft habe, liefere stets Glühkörper nach, deren Lichtstärke von feiner Konkurrenz übertroffen wird. Gleichzeitig theile ergebenst mit, daß mein Geschäft mit der gegründeten Gesellschaft Gantsch, Anhaltstr. 14, in keinem Busammenhang steht. 607b EMIL BILLEIT Kaiser Franz- Grenadier- Platz 2. 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Der Käufer empfängt ganz nach Belieben entweder neuen Ersatz in Waaren oder sein Geld und Auslagen sowie ausgiebigfte Entschädigung für Die gehabte Mühewaltung und bei Stiefeln oder Garderobe wenn thunlich die getragenen Gegenstände reparirt dazu, ohne einen Pfennig dafür zu bezahlen. Achtung!! Stliche hier folgende Schuh- und Stiefelforten können 25-50 pCt. unter nachstehenden Preisen verkauft werden, wenn dieselben aus Factis( sogenanntem Kunstleder, welches aus Lederpappe und Gummi zusammengefekt ist) im Buchthause hergestellt sind. Jeder Käufer solcher Waare ist um sein ausgegebenes Geld betrogen. Jedes ,, meiner Schuhwaarenfabrikate ist auf das Peinlichste und Reellte von bestem Material hergestellt, und übernehme ich für die Haltbarkeit volle Garantie. Die mit einem bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage hergestellt, da sie sonst ihren Zweck sehr leicht zu sein nicht erfüllen würden. Diese Artikel sind als solche auch die reellsten und werden nicht anders in den Handel gebracht. Es lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die sich in Schuhwaaren zwischen Sohle und Brandsohle befindet, minderwerthig ist, sobald sie aus Spahn und nicht aus Leder besteht. Diese Ansicht ist eine irrige. Die Spahneinlage ist um mehr als das Bierfache theurer als das Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt. Spahneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch in sanitärer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder. als das man zu Auf die Haltbarkeit übt die Einlage feinen Einfluß aus. wurde meine Koulanz vielfach, als man von mir Entschädigung für fehlerhafte Waaren verlangte, die bei unreeller Konkurrenz gekauft worden sind. Um ders Jeder Käufer erhält eine solche und hat dieselbe aufzubewahren, denn nur gegen Vorzeigung einer Entschädigungskarte werden Reklamationen berücksichtigt. Für auswärtige Käufer genügt die empfangene Rechnung. 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Diefelben mit Lederabsatz, einbällig, durchgenäht, Dieselben bis 2112 cm 4,00 M. bald jedoch bei der Ausführung des Auftrages Spiegel- Rohleder- Bugstief, gewaltt, Oberled.( Chic- Schune) 3,75. Dieselben bis 26 cm 5,25. eine Unregelmäßigkeit von Seiten meines expeaus einem Stück, auf Rand genäht( Hand- aiblack- Promenadenschuhe, ausgeschnitten Rohleder- Mädchenstiefel, zum Knöpfen, von direnden Personals vorgekommen ist, trage ich arbeit), eigenes Fabrikat. 8,50 M. 3,25. 16 bis 18 cm 3,00. felbstverständlich sämmtliche Auslagen. Es ist Bergheiger- Schnürstiefel von Roßleder mit Dieselben mit Lederabsah* 4,00 M. Dieselben bis 211/2 cm 4,00 M. erforderlich, beim Unprobiren eine Decke unterAgraffen, auf Rand genäht. 8,50. Diefelben mit Leder abfaz, einbällig, durchgenäht Dieselben bis 26 cm 5,00. zulegen, damit die Sohle nicht beschmuzt wird. Kalbleder- Zugstiefel, gewaltt, Oberleder aus( Chic- Schuhe) 4,50 M. Kalbleder- Knopf- und Agraffenstiefel bis Um das Maß festzustellen, wolle man einen Stab ein. Stück, auf Hand genäht, Handarb. 10 M. Rohleder Schnürschuhe, genäht 4.00. 18 cm 5,00. in den getragenen Stiefel einpassen und das Kalb- Lack- Salonstiefel mit Glacé- Einsaß, Diefelben mit Gummizug ebenfalls 4,00. Dieselben bis 22 cm 5,75 M. Maß in Centimetern angeben, mit der Bemerauf Rand genäht. . 10,00 m. Chagrin- Schnürschuhe mit Stalbladblatt, alblack- Spangenschuhe mit Spigen und tung, ob Spann hoch oder niedrig. Siehe Reitstiefel aus prima genarbtem Hindleder, genäht 4,50.Schleifen bis 18 cm 3,75. oben meine Bitte". Sämmtliche Abtheilungen meines Etablissements find Sonn- und Feiertags während der polizeilicherseits erlaubten Stunden geöffnet. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. A 9 • . • • 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 88. Gewerkschaftliches. Achtung, Möbelpolirer! Die am 11. März ausgebrochenen Differenzen in der Nähmaschinenfabrik der Wittwe Dräsel, Admiralstr. 7, sind noch nicht beigelegt. Wir bitten deshalb, den Zuzug fern zu halten. Die Fachkommission. Achtung, Metallarbeiter! Die Werkstatt der Firma& c e I u. Glinicke, Wasserthorstr. 50, ist bis auf weiteres für MetallDrücker gesperrt. Der Streit bei der Firma O. Lundershausen, Prinzenstr. 99, dauert unverändert fort. Um weitere strenge Fernhaltung des Zuzuges ersucht Der Vorstand des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonntag, den 14. April 1895. 12. Jahrg. Konferenz, die von beinahe allen Schächten der drei genannten mit doppelter Wandung kochen müssen, in dem äußeren Reviere befchickt war, wäre hervorzuheben, daß der Kongreß aus den westböhmischen Distrikten von sieben bis acht Delegirten be sucht werden wird. In bezug der 1. Maifeier sprachen sich sämmtliche Delegirte für die Arbeitsruhe aus, und soll während der Osterfeiertage eine dahingehende Agitation unter den Bergarbeitern entfaltet werden. Gerichts- Beitung. " be vorRaume befand sich Wasser, im innern die Milch, so daß die lettere im Wasserbade gekocht wurde. Der Apparat war mit einem Deckel verschlossen, der durch eine Deffnung den Dampf hinausließ. Die Angeklagte will nun während des Kochens der Milch einen anderen Topf mit Soda gereinigt haben. Dabei sei ihr ein Stück Soda aus der Hand und auf den Deckel gefallen, der herausströmende Dampf habe die Soda sofort aufgelöst und so müsse sie in die Milch gekommen sein. Die Dienstherrin der Angeklagten hatte das Kochgefäß mitgebracht, sie erläuterte dem Gerichtshofe, daß die Darstellung der Angeklagten Wie man sich bei der Lösung eines Arbeitsverhältnisses unmöglich richtig sein könne, denn dadurch konnte nur das nicht benehmen darf, wenn man sich bestimmte Rechte sichern Wasser, nicht aber die Milch, die sich in dem inneren luftdicht will, das ist in weiteren Arbeiterkreisen leider immer noch wenig verschlossenen Behälter befand, verunreinigt werden. Professor bekannt. In diefer Hinsicht sind die folgenden Beispiele aus der Dr. Straßmann begutachtete, daß Soda zwar nicht zu den Der Streif der Stettiner Steinsetzer ist zwar noch nicht weil sie bezeichnend sind für eine große Menge gleichartiger Fälle. drei Monaten würde der Genuß der in Rede stehenden Praxis des Berliner Gewerbegerichts deshalb besonders lehrreich, giftigen Substanzen gerechnet werden könne, einem Kinde von beendet, jedoch sind die Aussichten auf einen Sieg der Arbeiter Gine Stepperin, der wegen ihrer Arbeit Vorhaltungen gemacht Milch wahrscheinlich aber nach wie vor sehr günstig. Dies geht wohl am besten daraus hervor, wurden, antwortete dem Arbeitgeber darauf:„ Na, dann kann verursacht haben. schwere Verdauungsstörungen daß sich die Innung, im Gegensatz zu ihrem Verhalten im vorigen ich ja aufhören." Sie hatte das gar nicht so ernst gemeint, geklagte Staatsanwalt Strähler hielt die AnJahre und gestützt auf die damalige Unterstützung des Magistrats, weshalb sie auch keine Anstalten machte, wirklich zu gehen. Als eine für überführt, er beantragte gegen dieselbe Gefängnißstrafe von nun doch schon zu Unterhandlungen hat bereit finden lassen, in nun aber der Arbeitgeber meinte, er denke, sie wolle aufhören", quemte sich die Angeklagte auf Vorhalten des Präsidenten zu givei Jahren. Jetzt welchen sie ganz bedeutende Zugeſtändnisse gemacht hat. erhob sich das junge Mädchen und zog sich die Ueberkleider an; einem Geständnisse. Sie gab zu, die Soda vorfäßlich in die Taß es trotzdem noch nicht zu einer endgiltigen Beilegung mittlerweile hatte ihr Brotherr" schleunigst Buch und Karte zur Milch gethan zu haben, um sich an ihrer Herrin, die sie vielfach dieses nunmehr über ein ganzes Jahr dauernden Streits gekommen ist, liegt allerdings auch nur allein an dem Stelle gebracht, die sie nahm, um dann thatsächlich die Arbeitsstätte getadelt und ihr zum 1. April gekündigt habe, zu rächen. Sie zweideutigen Verhalten der Innungsmeister, indem dieselben sich Entlassung, weshalb es beim Gewerbegericht auf Lohnentschädigung follte es werden, damit die Mutter Gram und Kummer erhalte. zu verlassen. Das Mädchen sah in dem ganzen Vorgange eine habe nicht geglaubt, daß das Kind sterben könne, nur frank bis jetzt geweigert haben, die versprochenen Zugeständnisse klagte, ohne aber mit der Klage durchzubringen. Das Gericht durch unterschriftlich e Erklärung Der Gerichtshof beschloß aus einem formellen Grunde die während die Streifenden, gewißigt durch vielfache Erfahrungen, ihre Stellung aufgegeben hatte, nicht aber entlassen worden, der Angeklagten, die bei Begehung noch nicht 16 Jahre anzuerkennen, wies die Klägerin ab, weil sie seiner Meinung nach selbst Vertagung der Sache. Es sei nämlich gerichtsseitig übersehen sich auf bloße Versprechungen hin keineswegs zur Aufnahme der Arbeit bewegen lassen. Die Innung ihrerseits hofft vielleicht war. Die Worte:" Na, denn kann ich ja gehen", im Zusammen- alt war, einen Wertheidiger zu stellen. Es müsse somit eine durch diese Verzögerung einer bündigen Verpflichtung aus dem hange damit, daß Klägerin auf die weitere Anzapfung des nochmalige Verhandlung stattfinden. Wege gehen zu können in der Annahme, daß sich innerhalb der Meisters sich zum Gehen bereit machte, wurde als freiwilliges Daß die Umgangsformen des Leist nicht allein im unthatsächlichen Galgenfrist, die ihr nur noch übrig ist, genügend Aufgeben des Arbeitsverhältnisses ausgelegt. Ebenso ging es glücklichen Afrika, sondern auch im Reiche der Gottesfurcht und Ueberläufer finden werden. Dagegen sind jedoch die Streifenden und auf die Androhung eventueller Entlassung geantwortet beitsbeamten einer wehrlosen Frau gegenüber in Ans einem Omnibusfutscher, der auf Vorhaltungen eines Vorgesetzten frommen Sitte von einem königlich preußischen Sicherunerschütterlich entschlossen, nun auch noch so lange auszuharren, hatte, er könne dann wohl gleich gehen, und dem ebenfalls ohne wendung gebracht werden können, das lehrte eine Gerichtsbis die Innung die Waffen strecken muß. Und diefer Zeitpunkt ist nicht mehr allzufern, Da eigenes Verlangen danach sofort Buch und Karte ausgehändigt verhandlung, von der unser Magdeburger Partei- Organ wie folgt die großen Arbeiten alle noch im Laufe dieses Monats aufgenommen Unmuth gethan und durchaus nicht die Absicht hatte, sofort das worden waren. Obwohl auch er die fragliche Aeußerung im berichtet: werden müssen. Wenn sich nun auch die Vorarbeiten noch eine Verhältniß zu lösen, und obgleich ihn nur die Uebergabe der vember 1894 im Wilhelmspart" ein Stiftungsfest mitgefeiert. Der Schuhmann Paul Ley, geboren 1862, hatte am 11. Nos zeitlang binziehen, so muß die endgiltige Entscheidung doch Papiere" bewegte, thatsächlich doch gleich zu gehen, wurde sein Als er gegen Morgen nach seiner Wohnung in der Sudenburg ficher innerhalb der nächsten vier Wochen fallen. Gelingt es aber, die Streifenden noch so lange über Wasser zu halten, dann Verhalten als freiwillige Lösung des Arbeitsvertrages angefehen ging, begegnete ihm in der Nähe der Kleinen Diesdorferstraße und seine Entschädigungsflage abgewiefen.- Akkord die verebelichte Tischler Becker, die um 51/2 Uhr von ihrer Woh ist auch an dem endgiltigen Siege der Arbeiter in diesem beispiel- arbeiter dürfte speziell folgender Fall intereffiren. Einem nung in der Annastraße aus nach der Maquet'schen Zuckerfabrik los langwierigen und hartnäckigen Kampfe nicht zu zweifeln. Bergolder war auf Veranlassung seines Chefs ein Alford zur Arbeit gehen wollte. Ley will gemeint haben, er habe Es ergeht deshalb noch einmal an die Arbeiterschaft der wieder entzogen worden, mit dessen Ausführung dringende Appell, die Streikenden moralisch und materiell zu anderthalb Stunden früher der Werkmeister beauftragt hatte. Fräulein, wo wollen Sie denn hin?" Troßdem sie ihm ihn eine Person vor sich, die sich umher treibe. Er frug: unterstüßen. Adresse: C. Ortmann, Stettin, Deutschestr. 36. Statt des angefangenen hatte man ihm einen anderen Afford ihr Vorhaben erklärte, ihren Korb mit Frühstück Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. übertragen, den und ihren packte er sie an und Die Schmöllner Knopfarbeiter haben sich, da ihnen die die Werkstatt verließ. fich, da ihnen die die Werkſtatt verließ. Beim Gemerbegericht beanspruchte er forberte sie auf, mizukommen, wobei er fe sie Saumensch, Abhaltung von Versammlungen unmöglich gemacht wird, durch dann die Auszahlung des vollen Preises des ihm entzogenen halten Sie die Schnauze, Sie altes Weib!" ein Flugblatt an die Bürger der Stadt Schmölln gewandt. Akkordes. Steif und fest glaubte der Kläger, daß ihm die frag- schimpfte. Die Frau riß sich los, lief weg und rief um Hilfe. In demselben werden die Behauptungen der Fabrikanten, als lichen 14 M. zugesprochen werden müßten. Das Gericht war Als Männer hinzufamen und für die Frau Partei nahmen, zog seien die Arbeiter schuld an dem Streit, zurückgewiesen. Die aber der Meinung, daß sich der Kläger durch seine Weigerung, Ley blank und verfolgte die Frau. Er holte sie wieder ein, verArbeiter, heißt es dort, find thatsächlich so bescheiden in ihren Forde den Ersatzauftrag auszuführen, und durch das ärgerliche Fortsette ihr drei Schläge mit der Hand über den Hinterkopf und rungen, daß der Herr Fabrikinspektor zu Altenburg offen aus laufen, des Rechts beraubt habe, eine Entschädigung zu be- einen Schlag ins Gesicht und stieß sie gegen eine Hausecke. sprach, bei den geringen Forderungen bewundere er, daß die anspruchen. Nach Ansicht des Gerichts hätte er wohl gegen die Dabei äußerte er:" Siehst Du, altes Frauenzimmer, Du willst Fabrikanten die Sache so in die Länge zögen. Dann heißt es Fortnahme des strittigen Affords protestiren müssen, aber nur ausrücken, Du hast doch kein reines Gewissen!" Frau weiter: Was fordern denn die Arbeiter? Sie dann auch den neuen Auftrag auszuführen die Pflicht gehabt, Becker eilte ihrer Wohnung zu, flammerte fich an das Garten fordern, daß man den Normal- oder Einheitstarif umändere wenn der Meister darauf bestanden hätte. Was dieser weniger gitter und schrie um Hilfe. Len hielt ihr den Mund in einen Minimaltarif; statt daß er der höchstgezahlte eingebracht hätte, wie der andere, wäre Kläger zu fordern be- zu und versuchte, sie loszureißen. Ihr Mann eilte herbei und Lohnsatz sei, wie es die Fabrikanten wollen, foll er der rechtigt gewesen. Der Protest gegen gewisse Zumuthungen begleitete dann seine Frau nach dem Polizeirevier, wo die niederstgezahlte sein. Es soll jedem Fabrikanten freistehen, spielt übrigens hinsichtlich der Sicherung von Ansprüchen aus Personalien aufgenommen wurden. Der wegen öffentlicher Be mehr zahlen zu dürfen nach Vereinbarung mit seinen Arbeitern. dem Arbeitsverhältniß eine große Rolle. Die Inhaberin einer leidigang und Körperverlegung im Amte angeklagte Schuhmann Fünf Wochen schon dauert der Streit, und in dieser Zeit haben Blättstube fühlte sich so tief durch das Fortbleiben" einer will die Frau weder geschimpft, noch geschlagen haben. Er bedie Arbeiter fünfmal versucht, den Streit beizulegen. Das letzte Blätterin getränkt, daß fie beim Gewerbegericht behauptet, sie habe ihm auf Befragen ihren Namen nicht genannt, Mal durch Vermittelung des Herrn Fabrikinspektors, der da antragte, dieselbe wegen unberechtigter Niederlegung der Arbeit deshalb habe er sie aufgefordert, ihn zur Wache zu begleiten. Die fugte, seine und die Sympathie der Regierung sei mit den gemäß§ 124 b der Gewerbe Ordnung zu einer Buße in Höhe Beweisaufnahme stellte jedoch die Schuld des Angeklagten fest. Streifenden. Zweimal hat thatsächlich der Fabrikfinspektor schon des ortsüblichen Tagelohnes für 6 Tage zu verurtheilen. Die Die gemißhandelte Frau sagt aus anfangs habe er versucht, die Sache zu schlichten. Ein Mann ist es, an dessen Beklagte, ein noch junges und körperlich schwaches Mädchen, zärtlich zu ihr gesprochen, sie an die Hand gefaßt und Widerstande die Verhandlungen stets scheitern, das ist der suchte die Nichtbeachtung der Kündigungsfrist damit zu recht auf ihre Erklärung, sie wolle zur Arbeit gehen und müsse Kommerzienrath Hermann Donath. Während die Arbeiter ver- fertigen, daß fie bis spät in die Nacht hinein hätte arbeiten um 6 Uhr pünktlich erscheinen, er möge sie loslassen, gelangen, es sollten die Leute, die mannhaft für die müssen, was ihr Gesundheitszustand nicht länger zugelaffen hätte, meint: Was wollen Sie arbeiten, manche gerechten Forderungen eintraten, nicht auf die Straße und daß ihr auch der verdiente Lohn unpünktlich gezahlt worden arbeiten nicht und leben doch!" Es sei ihr geworfen werden, verlangt der Herr Kommerzienrath, fei. Bugeben mußte fie, aus Furcht vor den Grobheiten der so vorgekommen, als habe der Angeklagte beabsichtigt, sie der sich doch den Anspruch, ein guter Christ zu sein, Klägerin nie dagegen protestirt zu haben. Beklagte wurde mit in das Gebüsch zu ziehen. Als sie aber energisch ihren Weg zur nicht nehmen lassen wird, diese Leute sollten von der Arbeit der Begründung verurtheilt, die lange Nachtarbeit und Arbeit fortgesetzt und um Hilfe gerufen habe, habe der Anausgeschlossen werden, kurz, er will die Kommissionen maßregeln. insbesondere die unpünktliche Lohnzahlung wären an sich Gründe geklagte einen anderen Ton angeschlagen und fest angepackt, so Echt christlich, nicht wahr? Was würde der Herr Sommerzien zum sofortigen Verlassen der Arbeit, aber die Beklagte hätte den daß die Hand geschmerzt habe. Das Landgericht erachtete außer rath, der einst auch einfacher Arbeiter war, wohl gesagt haben, Mund aufthun" müssen, wollte sie sich dies Recht wahren. Aus der Körperverlegung im Amte und Beleidigung auch Freiheitswenn man ihn auf diese Weise dem Hunger überantwortet hätte. drücklich betonte der Vorsitzende noch, wenn die Beklagte unter- beraubung im Sinne des§ 341 des Str.-G.-B. für vorliegend Höflich sind die Arbeiter zu den Fabrikanten gekommen, um eine legen sei, hätte sie es sich selbst zuzuschreiben. Das Gericht fußte und erkannte auf 7 Monate Gefängniß. Bermittelung anzubahnen, aber starr und fest, man möchte sagen hier auf dem stillschweigenden Einverständniß", einem vagen, Gegen die Regeln der Bankunft verstoßen zu haben, herzlos, bestanden die Fabrikanten auf ihrem Tarif. Die fogen. aber häufig angewandten Rechtsbegriff. 3. B. wird ein fill so daß dadurch Gefahr für das Publikum entstand, war der Aufheßer" und" Wiegler" will der Herr Kommerzienrath los ichweigendes Einverständniß" mit unbezahltem Aussetzen der Maurer Hermann Opis vor der vierten Straffammer des fein. Hoffentlich wird es den Arbeitern durch festes Zusammen Arbeit dann angenommen, wenn Arbeiter die Aufforderung Landgerichts I angeklagt. Er hatte im Auftrage feines Meisters halten gelingen, den Streit, auch ohne ihre Wortführer opfern zu auszusetzen, unerwidert lassen und ihr ohne weiteres in der Neuen Friedrichstr. 3, wo sich in der Front des auf dem müffen, zu baldigem Ende zu bringen. nachkommen. Ansprüche auf Entschädigung des Verdienstes, zweiten Hofe gelegenen Färbereigebäudes ein bedeutender Riß Die" großen Exzesse der Schmöllner Knopf der infolge sogenannten Aussehens den Klägern entgangen war, gezeigt hatte, eine Reparatur vorzunehmen, indem er an stelle arbeiter", wie es in den bürgerlichen Zeitungen hieß, standen sind vom Gewerbegericht stets nur dann anerkannt worden, wenn des Bogens einen eisernen Träger anbringen sollte. Der Res am 9. d. M. vor dem Schöffengericht zur Verhandlung. Der sich nachweislich die betreffenden dagegen verwahrt hatten, um- gierungsbaumeister Riecks sah zufällig von der Straße aus Borgang war furz folgender: Zwei Knopfarbeiter, die sich am sonst" auszusetzen. Eine ganz irrige, weitverbreitete An- trotz der bedeutenden Entfernung den Riß, Bahntunnel trafen und dort stehen blieben, um etwas zu benahme ist die, der einmal entlassene Arbeiter habe nicht nöthig, näher und bemerkte, daß die beiden Steifen, welche sprechen, wurden vom Gendarmen aufgefordert beiseite zu treten. der nachträglichen Aufforderung zu folgen, feine vierzehn Tage", der Angeklagte unter dem Riß angebracht hatte, keineswegs aus. Sie thaten dies, nach Ansicht des Ober Gendarmen nur nicht reip. einen Theil der Kündigungsfrist abzuarbeiten"; so mancher reichend waren, um eine Gefahr durch Herabstürzen von Mauerweit genug. Dieser forderte sie auf, überhaupt weg zu hat das zu sein em Echaden erfahren, nachdem es zu spät war. werk abzuwenden, da der Abstand derselben von einander mehr gehen. Auf die Gegenrede, daß hier ja teine Paffage, fie Die bekannte Forderung auf den Lohn für 14 Tage wegen Nicht- als 50 Zentimeter, das höchste, zulässige Maß, betrug. also nicht im Wege feien, erfolgte sofort die Verhaftung beachtung der Kündigungsfrist in eben eine Entschädi anlaßte den Angeklagten noch eine dritte Stütze in der Mitte aneinen. Als das Publikum neugierig nachträngte, gungs Forderung. Der Arbeitgeber, welcher einen Angestellten zubringen. Opitz erhielt darauf obige Anklage. Der Staats30g der Gendarm Klein blant. Es wurde später noch ein Mann, zu unrecht plöglich entläßt, ist nach dem Gesetz nicht awalt hielt einen Verstoß gegen die Regeln der Baukunst für der auch mit dem Verhafteten gesprochen, ohne weiteres verhaftet. etwa zu einer Strafe in Höhe des 14tägigen Lohnes zu vorliegend und beantragte eine Geldstrafe von 40 M. auf welche Der Stadtrath Kroll zu Echmölln hatte eine Polizeistrafe von verurtheilen, sondern er kann nur verurtheilt werden, den der Gerichthof erkannte. sieben Tagen über die Missethäter verhängt. Hiergegen Schaden zu ersehen, den er verschuldete, hier den event. Vom Reichs- Versicherungsamt. war gerichtliche Entscheidung beantragt und während der Ver- Verdienstausfall, den der Entlassene infolge der sofortigen Enthandlung äußerte der Angeklagte D.:„ Die Frau, die vorbei- laffung während der Kündigungsfrist gehabt hat. Deshalb fällt eine Rente bezog, verstarb am 22. August 1893 unter Umständen, Der Rechnungsführer Ludwig, welcher infolge eines Unfalls ging, heißt Bartholomäi und wohnt in die Agnesstraße." Er der Anspruch aus der unberechtigten Entlassung in dem Maße, die feine Wittwe annehmen ließen, der Tod sei durch den Unfal that dies auf Befragen des Richters. Der Amtsrichter in welchem der Arbeitgeber nachträglich dem entlassenen Arbeiter bedingt worden. Dieselbe erhob deshalb Anspruch auf eine des Dr. Schubert fuhr ihn an: Können sie nicht deutsch reden, während dieser Frist Verdienstgelegenheit bietet. es heißt in der Agnesstraße! Denten Sie, wir haben " er trat Er ver Hinterbliebenenrente. Die landwirthschaftliche Berufsgenossen. hier so eine Sprache wie die dummen, ver Dienstmädchen Auguste Tetzlaff erhoben, welche heute der sich dazu geäußert hatten. Die beiden Mediziner waren entgegenEine schwere Beschuldigung wurde gegen das 15jährige schaft lehnte es jedoch ab, ihr zu willfahren, nachdem zwei Aerzte rüdten Berliner! Hier wird deutsch gesprochen, wir neunten Strastammer des Landgerichts I vorgeführt wurde. Die gefeßter Meinung, der eine bejahte die Frage nach dem Zusammensind Deutsche!!! Die Aussagen der Gendarmen und zweier Angeklagte stand in den Diensten des Gärtner Zierrath'schen hang zwischen dem Unfall und dem Tode, während der andere, Beugen wurden abgenommen. Dann beantragte der Staatsanwalt 5 Tage, das Schöffengericht erkannte auf 3 Tage Haft Ehepaares, wo sie zum theil mit der Wartung eines drei Monate ein Kreisphyfitus, fie verneinte. Die Berufung der Frau Ludwig und Tragung der Kosten. Gegen einen dritten, der später ver- alten Kindes betraut wurde. Am 25. Februar d. J. fiel es der beim Schiedsgericht hatte Erfolg, dasselbe gewährte ihr die Rente. haftet wurde, wurde, weil es möglich war, wie der Gendarm Dienstherrin auf, daß die kurz vorher von der Angeklagten ge- Die Berufsgenossenschaft beruhigte sich hierbei aber nicht. Indem Dwars sagt, daß ein Irrthum vorliegen könne, auf 10 M. Geld- tochte Milch ein auffälliges Aussehen hatte. Die Probe mit der sie betonte, das Gutachten des Kreisphysikus sei wichtiger wie strafe erkannt. Also in Berlin haben die Beute eine" dumme, Bunge ergab einen laugigen Geschmad. Die Angeklagte erklärte das des anderen Arztes, wandte sie sich an die Rekursinstanz. verrückte" Sprache und wahrscheinlich deswegen gehören sie nach auf Befragen, daß sie mit der Milch nichts vorgenommen babe. Das Reichs Versicherungsamt forderte nun den Dr. MittenAnsicht des Amtsrichters Schubert nicht zu den Deutschen. Ge- Die Untersuchung durch einen Sachverständigen ergab, daß die zweiger zu einem sogenannten Ober- Gutachten auf. Das Gericht schieht den Berlinern auch ganz recht, warum reden sie nicht deutsch! Wilch stark mit Soda versetzt war. Wenn das Kind davon ge- legte den größten Werth auf die Aeußerung desselben; es könne trunken hätte, würde es vielleicht Echaden genommen haben. nicht in Abrede gestellt werden, daß der Unfall den Tod Westböhmische Bergarbeiter- Konferenz. Sonntag, den Nur die Angeklagte fonnte die Thäterin sein, sie wurde unter des Ludwig mindestens beschleunigt habe. E3 nahm an, 7. d., fand in Chodau eine Konferenz der Bergarbeiter der dem Verdacht, die Gesundheit des Kindes beschädigen zu wollen, daß der Tod Ludwigs thatsächlich durch den Unfall beschleunigt Reviere Faltenau- Elbogen und Karlsbad statt, die sich in furzer verhaftet. Im Termine behauptete die jugendliche Angeklagte, worden sei, und daß die Berufsgenossenschaft wegen dieser Berathung mit dem zu Ostern stattfindenden Bergarbeiter- Rongreß daß sie nur ein Versehen begangen habe. An dem Beschleunigung die Verpflichtung habe, die Mente an die und mit der Maifeier beschäftigte. Aus den Berathungen der fraglichen Tage habe sie die Milch in einem Blechtopfe Wittwe weiter zu zahlen. 35 2 Spiegel u. Polsterwaaren eigener Fabrik. Möbel, E. Wendland, Tapezier. 35 143. Sminemünderftr. 143. Versuch ohne Risiko! Pikant Devise: Billig und gut. gute 5 Pfg. Cigarre. Lora 500 Stk. 15 Mckin gegen Gegründet 1877. Brand und Qualität fein. rein überseeisch 500 Stk: 20 Mrk. franco ff. 7. Pfg. Cigarra Nachnahme franco. Garantie Zurücknahme. Jeder Kunde wirbt neue Kunden! Rud. Tresp, Neustadt, Westpr. 2. Im Jahre 94 3535000 Stück Havanillos versandt. 500 Stück nur 7 Mk. 80 Pf. gegen Nachn. franco, Damen- und Mädchen- Mäntel- Fabrik Don Alb. Hartmann, Weinbergsweg 5, dicht am Rosenthaler Thor Parterre, kein Laden. Stets großes Lager in allen Neuheiten der Konfektion zu den billigsten Preisen. Nur zu Werkstatt- Preisen. Möbel 2124L* Spiegel und Polsterwaaren. Billige und solid gearbeitete Wohnungs- Einrichtungen Seidenstoffe Sammete, Plüsche, Velvets, Cravattenstoffe. 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Abnahme der Jahresrechnung für 1894. für Männer und Frauen am Dienstag, den 16. April 1895, abends 6 Uhr, in Gründel's Salon, Brunnenstr. 188. 2. Erfahwahl für ein ausgeschiedenes die Vorstandsmitglied( Arbeitnehmer). 3. Verschiedenes. Tages Ordnung: A 1. Vortrag des Genoffen Dr. Weil über: Wie sorgt der Staat für Arbeiter? Eine Osterbetrachtung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Tellersammlung findet statt. Rummelsburg, den 12. April 1895. Achtung! Der Kassenvorstand. gez. M. A. Rohr. Ortskrankenkasse 124/9 der Mechaniker, Optiker und verwandten Gewerbe. gehalten vom Reichstags- Abgeordneten E. Vogtherr. Ordentliche Generalversammlg. Anfang 4 Uhr. 270/3 Großes Feuerwerk. Tanz. Maifest Beitung gratis. Um zahlreiche Betheiligung ersucht sämmtlicher Herren Vertreter am Montag, den 22. April 1895, abends 8 Uhr, Billets 25 Pf. im Restaurant Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Das Komitee. Tagesordnung: Billets sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Freie Volksbühne. General- Versammlung am Dienstag, den 23. April 1895, abends 8, Uhr, im Saale des Herrn Keller, Koppenstr. 29. Lages Ordnung: 1. Verwaltungs- und Kassenbericht. 2. Das Theater des nächsten Spieljahrs. 3. Verschiedenes. 301/3 Infolge der Wichtigkeit dieser Versammlung, besonders des weiten Punktes der Tagesordnung, laden wir die Mitglieder dringend ein, die Versammlung zu besuchen. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. Ethische Gesellschaft. Montag, den 15. April( 2. Osterfeiertag), abends 6 Uhr, im Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20: Versammlung. Vortrag des Genoffen J. Timm über:" Robert Owen's Leben und Wirken. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. 115/10 Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Nach dem Vortrage haben Gäste keinen Zutritt. Der Vorstand. Achtung! Achtung! Dachdecker und Berufsgenossen! Montag, den 15. April 1895( 2. Ofter- Feiertag), vormittags 10 Uhr, bei Gründel, Brunnenstr. 188( nahe dem Rosenthaler Thor): Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Feier des 1. Mai. 2. Unsere Lohnbewegung. 8. Diskussion. 110/5 1. Abnahme der Jahresrechnung für 1894. 2. Bericht der Revisoren. 3. Antrag des Vorstandes auf Abänderung der§§ 1, 13, 30, 43, 53, 64 und auf Streichung des § 66 des Statuts. 4. Verschiedenes. Berlin, den 13. April 1895. Der Vorstand. J. A.: E. Schlenker, Vorsitzender. 297/18 Der Vertrauensmann. Achtung! Große öffentliche Versammlung aller in der Schuh- Industrie beschäftigten Personen, Filzschuh-, Schaft-, mechanische u. Schoss- Arbeiter 9 am Dienstag, 16. April, vormittags 10 Uhr, bei Nieft, Weberstr. 17. Tages Ordnung: 1. Wie feiern wir den 1. Mai. 2. Wie regeln wir das Sammel, und 6266 Unterstützungswesen. 3. Verschiedenes. J. A. Willner. Germann. Hildebrand. Bechstein. Zentralverband der Glaser und verwandter Berufsgenossen Deutschlands. Montag, den 15. April( 2. Ofter- Feiertag), abends 6, Uhr, in Schmiedel's Festsälen, Alte Jacob- Strasse Nr. 32: Großer Kommers 596/ b zu Chren der Delegirten des 7. Verbandstages unter Mitwirkung des Gesangvereins Nord"( Mitgl. des A.-S.-B.), sowie des Boltshumoristen Ortskrankenkasse der Weber und verwandter Gewerbe. General- Versammlung Sonntag, den 21. April er., Vormittags 10 Uhr, in Brener's Saal Gr. Frankfurterstr.74. Tages- Ordnung: 1. Wahl von 19 Delegirten für das Jahr 1895. 2. Vorlage der Jahresrechnung pro 1894. 3. Bericht der Revisoren und Antrag auf Ertheilung der Decharge. 4. Wahl eines Kaffenführers und dessen Stellvertreters. 5. Ab6. Beänderung des§ 12, Biffer 2. schlußfassung zum Beitritt einer Freien Vereinigung von Ortstrankenkassen Berlins u. Umgegend. 7. Verschiedenes. Achtung! Sollte die vorstehende Tagesordnung aus irgend einem Grunde nicht erledigt Lokal zur selben Stunde, am Sonntag, werden können, so findet in demselben den 28. April 2c., die Fortsetzung der Generalversammlung behufs Erledigung der übrig gebliebenen Punkte statt. Eine weitere Bekanntmachung hierzu findet nicht statt. Berlin, den 14. April 1895. Der Vorstand [ 595b Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. p. Stemmler, G. Reißmann, Die Kommission. Colberger Salon, Colbergerstr. 23. Montag, den 15. April( 2. Oster- Feiertag): Großes Vokal- u. Juftrumental- Konzert veranstaltet vom Gesang- Verein Glück zu"( M. d. A.-S.) 99 unter Leitung seines Dirigenten Herrn Primmel. Mitwirkung bewährter Solisten. Die Musik wird von Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. Nach dem Konzert: Tanz. 152/8 Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Entrée 25 Pf. Kassenöffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Charlottenburg. Vorsitzender. Schriftführer. Orts- Krankenkasse für das Bierbrauer- Gewerbe zu Berlin. Mittwoch, den 24. April, abends 812 Uhr, Generalversammlung der Vertreter der Herren Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Louis Keller's Festsälen, Koppenstr. 29. Tagesordnung: 1. Bericht des Kommissars über den Kassenabschluß. 2. Wahl des Ausschusses für die Prüfung der Rechnung des Jahres 1894.(§ 55 Biffer 4 des Statuts.) 3. Verschiedenes. Freitag, den 3. Mai, abends 81/2 Uhr, Wahlversammlung sämmtlicher Mit glieder der Drts- Krankenkasse für das Bierbrauer Gewerbe int Louis Keller's Festsälen, Koppenstr. 29. Tagesordnung: Wahl von 170 BerJahre 1895/96. Bismarckshöhe" Wilmersdorferstr. 39. tretern der Arbeitnehmer für die 1. Oster- Feiertag: Konzert. 2. u. 3. Feiertag: Gr. Ball. Zwei Kegelbahnen. H. Krause. 92/7 Die Wahl der Vertreter ist geheim und erfolgt in einem Wahlgange durch Abgabe des Stimmzettels. Arbeiter- Bildungsverein Friedrichsberg. Wahlberechtigt und wählbar find TF General- Versammlung I am Dienstag, den 16. April 1895, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Fuchs, Lichtenberg, Dorfstr. 2. Tages Ordnung: 1. Berichte: a) des Vorstandes, b) des Kassirers, c) des Bibliothekars. 2. Wahl des Vorstandes, der Hilfspersonen, der Revisoren und des Bibliothekars. 3. Abrechnung vom Stiftungsfest. 4. Vereinsangelegenheiten. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht der Mitglieder, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. 62/18 Der Vorstand. Wahlberechtigt und wählbar find nur Kassenmitglieder, welche großjährig und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte sind. Der Wahlaft schließt präzise 10 Uhr. Berlin, den 11. April 1895. Der Vorstand der Orts- Krankenkaffe für das Bierbrauer- Gewerbe zu Berlin. Petersen, Magistratskommissar. Klub Prawda. Sonntag, 21. April, im Saale Beuthstr. 20 Achtung! Schneider u. Schneiderinnen. Achtung! 3. Stiftungsfeft. Große Versammlung der Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper 2c. am Dienstag, den 16. April( 3. Osterfeiertag), abends 6 Uhr, in Schneider's Gesellschaftshaus, Belforterstraße Nr. 15. Tages Ordnung: Polnische Vorstellung. Nach derselben Tanz. Billets mit Programm 50 Pf. Zu zahlreichem Besuch ladet ein Das Komitee. 601b Fachverein der Konfektionsund Maasschneider. 1321/0 Herrn Otto Koch. Nach dem Konzert: TANZ. Hierzu ladet ein Das Komitee. Programme sind zu haben im Lofal H. Stramm, Ritter- Straße Nr. 123, Buchhandlung des„ Vorwärts" 2. Beuth Straße. Berlin SW. Benth- Straße 2. In unserem Verlage soeben erschienen: Karl Marx' Die Klaffenkämpfe in Frankreich 1848 bis 1850. Mit einer Einleitung von Friedrich Engels. 112 Seiten Oftav. Preis Mt. 1,-. Porto 10 Pfennig. 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