Mr. 89. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inferate für die nächste Numiner müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber. Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen: tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sernsprecher: 2mt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. 390 1190 Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Imffurz mit Dampt. Mittwoch, den 17. April 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. für kein Material vorliegt, und kehren zurück zur Betrach-| geschläge ist. Wäre wirklich der Mittelbetrieb, vom Kleintung der Dampffefsel- Statistik. betrieb wollen wir ganz schweigen, konkurrenzfähiger geworden Einen Maßstab für die Leistungsfähigkeit der Dampf- durch die Anwendung der Motoren, so hätte sich bei diesem Angenommen es wäre, was wohl selbst die Köller und Bronsart von Schellendorff im Siegesrausche über fessel gewährt ihre Heizfläche. Die Zahl der beweglichen rasenden Emporschnellen der Zahl der Dampfkessel die durchund der feststehenden Dampfkessel stieg nach der obigen schnittliche Heizfläche vermindern müssen. Diese ist aber im die Beschlüsse der Umsturzkommission sich einbilden dürften, Tabelle in der Zeit von 1879-1894 von 37 947 auf 70485. Gegentheil von 36,04 auf 40,51 Quadratmeter gestiegen, in möglich, die Sozialdemokratie mundtodt, ja mausetodt zu Von 37 654 bezw. 70485 dieser Kessel ist die Heizfläche be- feiner einzigen Industriegruppe ist in diesem Zeitraume die machen, wäre dann die heutige Ordnung vor der Gefahr faunt; sie wuchs in diesem Zeitraum von 1357047 Quadrat- durchschnittliche Heizfläche gesunken. Blos in der Landdes„ Umsturzes" gefeit? Nur wer ganz blind für die Entwicklung der Kräfte metern auf 2882170 Quadratmeter. Während also die Zahl wirthschaft, wo ganz andere Verhältnisse obwalten, hat bei Nur wer ganz blind für die Entwicklung der Kräfte in unserem Wirthschaftsleben ist, wird diese Frage bejahend der Dampffeffel um 85,74 pCt. wuchs, wuchs ihre Heiz- einer Vergrößerung der Kesselfläche um mehr als das dreiin unserem Wirthschaftsleben ist, wird diese Frage bejahend fläche um 112,39 pCt., wodurch der beste Beweis erbracht fache, die durchschnittliche Heizfläche nicht erheblich abbeantworten. Wie leichtfertig diese Antwort wäre, mag an einem Beispiel an der Entwicklung der Dampskraft in ist, daß das Wachsthum lediglich der Großindustrie genommen. gute tam, daß die Hoffnung auf Hebung In welcher Weise die Handwerks durch die Kleinmotoren eitel Schaum- zeigt die folgende Tabelle: einigen deutschen Bundesstaaten gezeigt werden. Wir legen u den folgenden Ausführungen die statistischen Zusammen- des stellungen, die von einem ganz einwandfreien Zeugen, einem ebenso konservativen, wie strebhaften Berliner Privatdozenten, dem Dr. Karl Oldenberg, unlängst veröffentlicht wurden*), unseren Ausführungen zu grunde. Preußen besaß am 1. Januar des Jahres: 1894 Gewerbegruppen. Gesammte Heizfläche in Quadratmetern Zunahme stattgefunden hat, Durchschnittliche Heizfläche in Quadratmetern am 1. Januar 1879*) 1894 Bunahme in% am 1. Januar 1879 1893 1893 mehr als 1879 absolut in% 1879 1894 feststehende 82 411 55 605 23 194 mehr als 1879 absolut in pet.**) 71,56 1. Land- und Forstwirthschaft, Weinbau und Gärtnerei 2. Fischerei 39 447 121 569 82 122 208,18 13,91 13,00 6,54 bewegliche 3. Bergbau, Hütten- und Salinenwesen 498 204 874 585 376 381 75,55 48,98 63,62 29,89 5536 14 880 9 344 168,78 4. Industrie der Steine und Erden 47 011 130 876 83 865 178,39 30,08 37,04 23,13 private Schiffs Dampffefsel 702 1 934 1 232 5. Metallverarbeitung 39 811 75 575 35 764 89,83 28,00 31,41 12,18 . 175,50 feststehende 29 895 57 224 27 329 91,42 6. Industrie der Maschinen, Werkzeuge und Apparate 7. Chemische Industrie. 43 135 70 364 27 229 63,12 25,80 29,78 15,48 30 883 97 286 66 403 215,01 36,08 53,51 48,31 bewegliche 5442 14 424 8 983 162,09 8. Industrie der Heiz- und Leuchtstoffe 19 343 49 403 30 060 155,41 25,22 39,81 57,85 private SchiffsDampfmaschinen. 623 1726 1 103 9. Textilindustrie 154 401 303 022 148 621 96,26 43,99 60,21 36,87 177,05 10. Papier und Lederindustrie 42 474 94 925 52 451 123,49 39,88 51,73 29,71 feststehenden 887 780 11. Industrie der Holz- und Schnigstoffe 46 187 108 011 61 824 133,85 29,10 30,43 8,88 47 104 2 172 250 147 130 1 284 470 100 026 144,69 233,59 12. Industrie der Nahrungs- und Genußmittel. 306 180 615 437 309 257 101,01 35,77 39,69 10,96 privaten Schiffs• 13. Industrie der Bekleidung und Reinigung 14. Baugewerbe 8 335 21 449 13 114 157,34 21,32 27,96 23,75 2 793 15 043 12 250 431,43 14,70 17,00 15,65 219 769 161 460 320,94 15. Polygraphische Gewerbe 3 558 8.042 4 484 126,03 12,48 20,89 67,39 44 381 337 765,90 11,00 23,81 116,45 460 7 168 6 708 1458,30 10,22 35,49 245,30 8931 41 946 33 015 369,67 11,38 21,85 92,00 229 2886 2 657 1160,30 25,44 30,38 19,41 4053 61 568 30 923 107 066 26 870 662,99 15,18 30,44 100,53 45 498 73,90 36,87 37,47 1,63 Ueberhaupt 1 357 042 2 775 957 1418 910 104,63 36,04 40,51 12,40 Pferdeträfte der beweglichen Dampfmaschinen 50 309 16. Künstlerische Betriebe zu gewerblichen Zwecken 17. Handelsgewerbe Diese Zahlen illustriren noch lange nicht genügend das rasende Tempo unserer wirthschaftlichen Entwickelung. Gerade in dem Zeitraume seit 1879 haben eine Reihe neuer, 18. Berkehrsgewerbe nicht mit Dampf bedienter Motoren noch weit raschere Ver- 19. Beherbergung und Erquickung breitung gefunden wie die Dampfmaschinen, so z. B. die 20. Häusliche Zwecke Gasmotoren, andere kamen überhaupt erst in diesem Zeit- 21. Gemischte und unbestimmte Zwede raume zur technischen Verwendung, dabei aber auch schon zu ansehnlicher Verbreitung; so die Heißluftmotoren, und vor allem anderen die Elektrizität als Triebkraft. Wir müssen uns mit dieser Andeutung begnügen, da uns hier würde die ohnedies große Bedeutung dieser Zahlen noch weit bemerkenswerther sein. *) Bei Oldenberg steht 1889, was jedenfalls ein Druckfehler sein dürfte. Wäre übrigens die Zahl 1889 die richtige, so *) Die Dampffraft in einigen deutschen Bundesstaaten in Schmoller's Jahrbuch für Gesezgebung, Verwaltung und Volkswirthschaft. Neue Folge, XIX. Jahrgang( Leipzig 1895). G. 269-278. **) In Prozenten der Zahlen von 1879. Feuilleton. [ Nachbruck verboten.] 18 Zu Tode gehetzt! außer Gebrauch gekommen, so ergiebt sich die Thatsache der Auch die Verbreitung der einzelnen Refselarten unter Affumulation nach jeder Richtung: nach der der Verden feststehenden Refseln zeigt den industriellen Fortschritt; die Kessel einfachster Bauart: einfache Walzentessel und Walzenkessel mit Siederohren sind in beträchtlichem Maße sputet hatte, bei der Behörde nur ja ohne jeden Zeitverlust einzutreffen. Der Richter sah ein, daß hier eine Uebereilung des Amtsgerichts Hohenthal" vorläge, und nahm den Haftbefehl zurück. " mehrung der Dampffessel, der durchschnittlichen Größe der Heizfläche und der erhöhten Leistungsfähigkeit der Dampfteffel bei gleicher Heizfläche. Menschheit und schickten ihm seine flehentlichen Briefe, in denen er sich rechtfertigte, uneröffnet zurück. Bald stand er mit den Seinen( sie waren in zwei ärmliche Miethszimmer des nächsten Dertchens gezogen) vor dem Punkt, wo sie der Armenpflege zur Laft fallen, betteln oder verhungern würden. Selbstmord?! müssen. Und auch sein unerschüttlicher Glaube hielt ihn vom Aeußersten zurück, daß er doch schließlich irgendwo Gerechtig feit finden würde. Mit tausend Freuden konnte Schwarz andern Tages Eine Erzählung nach dem Leben von Franz Held. seinem Chef, zu dessen Ohren das fürchterliche Gerücht natürDas ereignete sich erst nach einer halben Stunde. Miß- lich inzwischen auch schon gedrungen war, seine glänzende Der Gedanke hatte ihn mehr wie einmal geschüttelt in muthig, halb im Traum, hörte der Staatsanwalt ihn an. Rechtfertigung melden. Der Chef erwiderte, das sei sehr gut; schlaflosen Fiebernächten. Zuerst wollte er von einer Aufhebung des Haftbefehls denn bei all seiner persönlichen Zuneigung zu Schwarz Aber dann würde seine Familie ja erst recht verkommen durchaus nichts wissen. Schließlich mußte er zugeben, daß würde er ihn sonst nicht im Geschäft haben behalten in der Entnahme von Gegenständen des täglichen, persön tönnen, weil so etwas" seinen Kredit allzu sehr erschüttern lichen Haushaltungsbedarfs aus der Konkursmasse nichts müßte. Strafbares liege. Er selbst sei aber augenblicklich zu be- Nach einigen Tagen stand wirklich eine bezügliche Mitschäftigt, gähnte er, um sich persönlich der Sache anzunehmen. theilung der Staatsanwaltschaft Allenfeld in der Zeitung. Was trieb denn die Menschen zu Handel und Wandel, Er schrieb auf den Rand des von Schwart mitgebrachten Sie lautete:" Der hinter dem 2c. Echwart dem so und so Ackerbau und Gewerbe? Doch nur, daß sie ihrer Arbeit Zeitungsblattes: Kein ausreichender Grund vorhanden. vielten erlassene Steckbrief ist erledigt." in Sicherheit froh zu werden hofften. Der Staat gewähr Haftbefehl wahrscheinlich aufzuheben. Dann steckte er sich Ob diese Erledigung" nun Folge der Schuldlosigkeit leistete ihnen dies Sicherheitsgefühl, und deshalb brachten eine Havanna an und sagte zu Schwarz, gemächlich puffend, oder des Strafantritts des Gesuchten sei, darüber war fie für den Staat willig alle möglichen, schweren Opfer: er möge mit dieser Notiz zum Gerichtsrath X. gehen, der nichts gesagt. Statt einer Rechtfertigung war es also nur zahlten drückende Steuern, gaben schweren Herzens ihre würde das weitere veranlassen. Darauf winkte er dem eine neue, stärkere Verdächtigung. Jedenfalls nur infolge Söhne als Blutsteuer hin. Bittsteller seine Entlassung zu, vornehm im Polsterstuhl der gefühllosen Schablonenhaftigkeit des richterlichen Sobald der Staat ihnen den Genuß ihrer Arbeitszurückgelehnt. Bureaukratisuus, und nicht infolge böswilliger Absicht. früchte nicht mehr sichern konnte, hörte seine eigene ExistenzKaum war der läftige Störenfried heraus, als der Aber die Wirkung blieb darum die gleiche. berechtigung auf. Vertreter des Rechtsgedankens seine dringende Beschäfti- Die nächste Folge war, daß der Brenner seinen Ver gung" eifrigst wieder aufnahm, d. h. sich im Sessel ganz walter die Stelle kündigte. Er bedauere das ganz außerzurückfallen ließ und sein Verdauungsschläfchen mit Hin- ordentlich aber einen Mann, der in der öffentlichen gebung fortsette. d Meinung derartig belastet dastehe, könne er beim besten Der betreffende Gerichtsrath mußte zur Schöffengerichts- Willen in seiner Firma nicht mehr beschäftigen. fizung( weil eine Obsthöferin der Kaze ihrer Kollegin einen Schwartz war also mit Weib und Kind zum zweiten Fußtritt gegeben hatte), war deshalb höchst eilig und ver- Mal obdachlos und ohne Subsistenzmittel. Aber selbst für ihn, für den ehemaligen Brenngehilfen, wies den Schwart mit seiner Zeitung an einen anderen Und bei allen Besitzern, wo auch immer er eine Stelle der Thaler auf Thaler aus sauer Erspartem hatte aufRichter. Bei diesem mußte er eine Stunde warten, weil suchte, überall wurde ihm der gleiche Bescheid: Sie haben thürmen müssen, um das Fundament seines späteren Verder Beamte eine dringende Unterredung mit dem Bürger- gute Zeugnisse, jawohl. Sie machen auch persönlich einen mögens zu legen auch für ihn, den deshalb der Verlust meister des Städtchens hatte, über das Arrangement des vertrauenerweckenden Eindruck. Aber wir können Ihnen des Gutes doppelt und dreifach schmerzlich traf, gab es Honoratioren- Balles. Endlich, um sechs Uhr abends, wurde trotzdem kein Vertrauen schenken, denn nun, Sie wissen noch etwas höheres, als den Besitz. Und das mußte bei er von dem durch den Entwurf eines geschmackvollen schon turz und gut: Das Gericht erläßt keine Steckbriefe jedem Kerl von echtem Schrot und Korn so sein Dics Cotillons höchst überanstrengten lichter wirklich vernommen zum Spaß." höhere war die Ehre: die Werthschäzung, die er - nachdem er seit zehn Uhr morgens mit Aufbietung aller Sein Bruder und seine übrigen Verwandten be- seitens seiner Mitbürger genoß. Wenn ihm die ants seiner förperlichen und finanziellen Kräfte sich ge- trachteten ihn fortab als Ausfäßigen, als Abschaum der getastet wurde, überließ er ebenfalls getrost dem " Ob ihm sein hart erarbeitetes Gigenthum durch Diebe und Räuber oder durch Schleicher und Betrüger straflos geI stohlen werden konnte das blieb sich für ihn ganz gleich. In beiden Fällen war der Boden erschüttert, im Vertrauen auf dessen Unerschütterlichkeit er überhaupt nur gewagt hatte, ein Haus zu bauen. Dieser Entwickelung entsprechend betrug die Zahl der durch andere von modernster Bauart und weit höherer paktiren und die Umsturzvorlage in der Komissionsfassung feststehenden Kessel mit einem Atmosphären- Ueberdruck Leistungsfähigkeit. afzeptiren werde, folgendes: 1879 1888 1888 mehr als 1879 bez. weniger absolut bis zu 2 Atmosphären über 3 bis zu 5 Atmosphären 27 067 über 5 Atmosphären 1 165 303 31 171 4179 13 415 262 4114 9236 +15,10 +221,01 bis zu 5 Pferbekräften über 5-20 Pferdefräfte 13 132 1879 8 333 1888 11 833 3500 42,13 18 944 5812 44,26 " 20-50 50-100 4484 7 302 2818 62,85 " " " 1 515 1707 2 592 1077 71,09 " über 100 2 600 893 52,24 In Bayern, das hinter Preußen und Sachsen ökonomisch Es ist ohne Zweifel richtig, daß die verbündeten Res zurückgeblieben ist, tragen die Ergebnisse der Dampfteffel- gierungen ein lebhaftes Interesse an dem Zustandekommen in pet. Statistik auch den Charakter der sturmartigen Entwickelung des Gesetzes nehmen und den Triumph, den die Sozialdemokratie wie in den Hauptindustriestaaten Norddeutschlands; blos anderenfalls davontragen würde, vereitelt zu sehen wünschen. Wir wissen aber von keinen Rundgebungen oder sonstigen sicheren sind die absoluten Zahlen geringer. Im Dezennium 1879 Anzeichen, die den Schluß rechtfertigen, daß die Regierung, um Wir sehen hier so recht deutlich den Kampf der großen bis 1889 ist in Bayern die Zahl der stehenden Dampf ihr Biel zu erreichen, bereit wäre, sämmtliche Beschlüsse der Dampfmaschinen gegen die kleinen; die kleinen weichen fessel von 3279 auf 4939, die der beweglichen von 934 Umsturzfommission ohne Ausnahme zu ratifigiren; wo man nicht zurück, die mittleren nehmen verhältnißmäßig nicht so start auf 2111, die der feststehenden Dampfmaschinen von 2411 ein Interesse hat, Mißdeutungen zu pflegen, wird man nur zu, als die kleinen abnehmen, und die größten vermehren auf 3819, die der beweglichen von 892 auf 2021 gestiegen. Symptome des Gegentheils bemerkt haben. Das Zentrum hat fich um mehr als das doppelte der Anzahl derselben im Die Zahl der Pferdekräfte der bayerischen Dampfmaschinen in den Kommissionsberathungen neben einer positiven Mitarbeit, Jahre 1879. Und all dies in dem kurzen Zeitraume von wuchs von 79 055,7 im Jahre 1879 auf 142 748,7 im die der Regierung dankenswerth erschienen sein wird, auch einige neun Jahren. Jahre 1889, und die Heizfläche stieg von 81 565,5 auf Beschlüsse durchgefeßt, die in der Richtung feiner besonderen Die gleiche Entwickelung an der Anzahl der Pferde- 150 413,29 Quadratmeter. Wir sehen demnach, daß in Parteiwünsche liegen. Die fraglichen einzelnen Beschlüsse haben auf liberaler Seite, indem sie unseres Erachtens mit Unrecht für das Träfte illustrirt, zeigt die folgende Tabelle: Bayern die Anwendung der Dampfkraft 1889 fast doppelt" Siegel" der ganzen Vorlage nach der Kommissionsfassung ausgegeben wurden, einen Widerhall gefunden, der auf die Erhebung eines Von den feststehenden Dampfmaschinen hatten eine so groß war wie zehn Jahre vorher. Leistungsfähigkeit: Diese Angaben geben zwar fein vollkommenes Bild der allgemeinen Kriegsrufs gegen den Ultramontanismus" hinauslief. 1888 mehr als 1879 ökonomischen Entwickelung im Deutschen Reiche, sie ge- Diese scharfe Weiterbildung der Situation ist von der regierungsabsolut in pet. statten aber einen Rückschluß auf dieselbe, und dieser kann freundlichen Presse zurückgewiesen, weil der liberale Gegenstoß kein anderer sein, als daß wir in einem Zeitalter der über die Tragweite des Anlaffes weit hinausging und weil nicht die Zerklüftung und erbitterte Befehdung, sondern die Einigung unerhörten Entwickelung der Produktivkräfte leben. Gleich- und das friedliche Zusammenwirken der in betracht kommenden zeitig entwickeln sich die industriellen Aktiengesellschaften Parteien, im Hinblick auf die Umsturzvorlage selbst wie auf die in Deutschland, eine Blüthezeit der Kartelle ist angebrochen, Staatsaufgaben überhaupt, in den dringenden Wünschen der das persönliche Unternehmerthum tritt immer mehr hinter Regierung liegen muß. Das ist bis zur Stunde die Lage. Es Diese Tabelle zeigt uns ein stetiges Ueberwiegen der bezahlten Angestellten zurück, die Banken werden Riesen- ist also lediglich eine zuweit geführte und mit der Aufgabe, eine leistungsfähigeren über die minder leistungsfähigeren Dampf- organismen, die politischen Parteien immer offener wirth- schwierige politische Situation besonnen zu behandeln, nicht vera maschinen, blos der Zuwachs der leistungsfähigsten, der schaftliche Interessenvertretungen. Immer näher rücken trägliche Konsequenz abgewiefen; die Frage aber, wie sich die über 100 Pferdekräfte starken, bleibt hinter dem Zuwachse wir dem Zeitpunkte, wo die Affumulation die Zahl der Unter- Regierung im einzelnen zu den Kommissionsbeschlüssen stellen der Dampfmaschinen, die weniger als 20 Pferdekräfte leisten Bourgeoisie sich als wirthschaftlich nüßlicher Faktor vollder 20 bis 100 pferdekräftigen zurück, überwiegt aber den nehmer auf eine ganz geringe Zahl reduzirt hat, wo die wird, ist über Andeutungen hinaus- noch gar nicht beDemgegenüber ist die Volks- Zeitung" wieder hente Die durchschnittliche Leistungsfähigkeit einer feststehenden ständig überflüssig gemacht hat, wo das Proletariat zur Abend in der Lage, folgendes zu schreiben: herrschenden Klasse werden muß und damit Lohnsystem und Dampfmaschine ist demnach in neun Jahren von 30,4 auf Klassenunterschiede aufhebt. Gegenüber denjenigen unverbesserlichen Optimisten, die da meinen, wie bei dem Zedlitz'schen Schulgesetz- Entwurf, so werde 33,4 Pferdefräfte, somit um 9,87 pCt. gestiegen. Kein Köller und und tein Rintelen und auch kein auch bei der Umsturzvorlage die Rettung von oben" Im Jahre 1837 hatte es in Altpreußen nur 419 ge- Bronsart von Schellendorf kann diesen Entwickelungsgang fommen, sind wir in der Lage, auf grund zuverlässiger werbliche Dampfmaschinen mit 7355 Pferdekräften gegeben, aufhalten. Die Tendenz des ökonomischen Entwickelungs- Informationen versichern zu können, daß eine solche 1846 1139 mit 21716 Pferdekräften, 1855 3049 mit 61945, prozesses ist stärker, als das dichteste Paragraphennet, sie Wendung" durchaus nicht zu denken iſt. Man iſt feſt ent1861 7000 mit 142 658, anfangs 1879 in ganz Preußen läßt sich durch die vervollkommnetsten Gewehre, durch die schlossen, die Durchbringung der Vorlage auch in der ihr vom 36 960 Maschinen mit 985 193 Pferdekräften und 1894 erprobtesten Schnellfeuer- Kanonen nicht aufhalten. Daß die Zentrum applizirten Gestalt zu betreiben. 71 669 Dampfmaschinen mit 2 319 380 Pferdefräften. EntWir wissen, daß uns trotz alledem und alledem der Vorlage jetzt den Ansprüchen des Zentrums in weitestem Maße entgegenkommt, wird als ein Hinderniß nicht behrt auch diese Zusammenstellung wegen der Vergrößerung Sieg zufallen wird, deshalb sehen wir ruhig den heroftrati- empfunden. Man müsse- dies der Gedankengang nun eins des Staatsgebietes der vollen Vergleichbarkeit, so läßt sie schen Bemühungen der Ausnahmegeseh- Künstler zu. Wir mal mit dem Zentrum als der stärksten und ausschlaggebenden doch den Umfang der industriellen Revolutionirung, die wissen, daß ihre Thätigkeit uns Opfer foften wird; wer Fraktion im Reichstage rechnen; auch werde der Schuß, der der immer rascher vor sich gegangen ist und gehen wird, ahnen. bringt diese aber nicht freudig, der sie für eine gerechte Religion in der katholischen Fassung durch die Vorlage zu theil Aehnlich wie die Entwickelung in Preußen war sie Sache bringen muß und der weiß, daß er sie für eine wird, ja damit auch der Religion in der protestantischen Form jedenfalls auch im ganzen Reiche, dies beweisen schon die siegreiche bringt! zu theil, und dem Volke müsse die Religion erhalten bleiben". Bahlen, die wir aus der sächsischen und bayerischen DampfMit aller Bestimmtheit wird uns im Gegensatz zu den Angaben teffel- Statistit folgen lassen. mittelparteilicher Blätter versichert, daß im besonderen der Reichskanzler Fürst Hohenlohe, der bekanntlich Katholik ist, an den Zusätzen des Zentrums zu der ursprünglichen Vorlage teinerlei Anstoß nimmt. fönnen. Im Königreiche Sachsen vermehrten sich die feststehen-O den Dampſteſſel von Ende 1861 bis Anfang 1891 von 2050 Dolitische Lebersicht. Berlin, 16. April. handelt. " an auf 8078, die feststehenden Dampfmaschinen vermehrten sich Es ist also nach diesen widersprechenden Meldungen von Ende 1846 bis Ende 1861 von 197 auf 1003 und von Osterblech und Osterwasser Osterwasser und vollständig unklar, was die nächsten Wochen bringen werden. da an bis Anfang 1886 auf 6244, die Pferdekräfte der Osterblech, das ist der passende Sammeltitel für die Oster- Einig sind sich fast alle bürgerlichen Parteien, mit ganz feststehenden Dampfmaschinen wuchsen in den Jahren 1879 artikel der bürgerlichen Zeitungen. Banale Redensarten, geringen Ausnahmen, darüber, daß dem arbeitenden bis 1886 von 130 171,0 auf 189 235,1. Während die Zahl heuchlerische Gemeinplätze! Und faustdicke Lügen! Da wird Volk das Fell über die Ohren gezogen werden der Kessel mit einer durchschnittlichen Heizfläche von weniger von christlicher Liebe geredet und grimmigster Haß aus- soll. Aber uneinig sind sie darüber, wie sie dies anzuals 60 Quadratmetern gesunken ist, verdoppelte sich in den gestreut- von. Entsagung gesprochen und schmutzigster stellen haben, ohne sich selber dabei Schaden zu thun. Je Jahren 1879-1891 der Prozentantheil der Kessel, welche Wucher gepredigt. Den Gipfel der Verlogenheit hat aber einiger und stärker aber das arbeitende Volt sich zeigt, eine Heizfläche von mehr als 60 Quadratmetern besaßen. Bindter der Zweite erklommen, der in seiner Norddeutschen desto schwerer wird es jenen Parteien werden, es zu ver Die gleiche Erscheinung zeigt sich beim Vergleiche der Ressel Allgemeinen" die Unterdrückung Deutschlands durch gewaltigen. der christlichen Kirchen oder eine andere mit mit Rücksicht auf den Ueberdruck. Die Refsel mit einem Napoleon zu Anfang dieses Jahrhunderts mit der Die Umsturzvorlage hat einen Druckfehler! Der Drucke von 5 und weniger Atmosphären gingen start zurück, gegenwärtigen wingherrschaft“ und„ Knechtung des§ 166 der Kommissionsfassung hatte nach der Köller'schen weit stärker aber stieg die Zahl der Kessel mit einem Gewissens". vergleicht, die aber von Volksgenossen" Korrespondenz folgende Gestalt: Drucke von mehr als 5 Atmosphären. Auch in ausgeht, und zwar nicht von den Vätern und „ Wer öffentlich in beschimpfenden Aeußerungen den bezug auf die Bauart der Kessel muß im König- Schmieden der Umsturzvorlage", sondern von denen, Glauben an Gott oder das Christenthum an reiche Sachsen die gleiche Erscheinung konstatirt werden gegen welche dieselbe gerichtet ist! Die greift oder Gott lästert oder wer öffentlich wie in Preußen: die einfachen, wenig leistungsfähigen, ver- Umsturzvorlage" ist also eine Episode des modernen eine alteten Refselkonstruktionen werden immer mehr ersetzt Freiheitskrieges. Nun Pindter der Zweite wird uns Rorporationsrechten innerhalb des Bundesgebiets bestehende demnächst beweisen, daß Bismarck der einzig wahre Religionsgesellschaft, ihre Lehren, Einrichtungen oder Gebräuche Staat ihre Wiederherstellung, weil er auf die Weisheit und Demokrat ist und das Kuebelgesetz ein Bollwerk der beschimpft, ingleichen, wer in einer Kirche oder an einem anderen zu religiösen Versammlungen bestimmten Orte beschimpfenden Unparteiischkeit der studirten Gerichtsherren baute. Be: Freiheit die Magna Charta des glücklichen Deutschlands. Unfug verübt, wird mit Gefängniß bis zu drei Jahren bestraft." wiesen sie sich aber als blind oder voreingenommen(- und Scherz bei, seite. Es ekelt einem vor dieser zynischen Das soll aber falsch sein. Die Worte ihre Lehren", nur eins von beiden konnte bei seinen Beleidigungsflagen Unehrlichkeit, der die letzte Spur von Scham und Anstand nämlich die Lehren jeder anerkannten Religionsgesellschaft der Fall gewesen sein!), noch mehr, fügten sie selbst ihm abhanden gekommen ist. dabi feien irrthümlich eingefügt worden, die Lehren“ der neue, schwerere Beleidigungen und Verdächtigungen zu,( wie Die Aussichten der Umsturzvorlage klar zu er- katholischen Kirche seien nicht unter den Schuß des es ihm in der Steckbriefgeschichte geschehen war) sonun kennen, wird immer schwieriger. Es beginnt sich ganz all- Umsturzgesetzes gestellt. Das ändere die ganze Sachlage, ja! so mußte er eben zur Selbsthilfe greifen! Wenn er ein Mann war, mußte er das unbedingt! mälig eine Scheidung der Geister zu vollziehen in solche, die wie die Nationalliberalen, die den Frrthum entdeckt haben, Und mußte den Beleidiger und Ehrabschneider kurzerhand mitmachen wollen, und solche, die hierzu keine Lust haben. behaupten. Nun, es ändert gar nichts. Wenn die Einrichzüchtigen, wo er ihn traf und wer es auch sei, ob ein Die Konservativen wollen, das Zentrum will; die NationalPrivatmann oder ein Staatsdiener. Und wenn der Feind liberalen wollen nicht mehr mitthun, die Freikonservativen tungen und Gebräuche" der verschiedenen Kirchen, wie das sein Leben vernichtet hatte( was blieb ihm dann noch fangen an zu schwanken; und die Regierung, oder solche, die sich thatsächlich der Fall, nicht kritisirt werden dürfen, dann sind die mit welchem Recht, bleibt ungewiß- anmaßen, im Namen Lehren" auch mit einbegriffen. Die Nationalübrig?!), so mußte er auch dessen Leben fordern, ihn der Regierung zu sprechen, machen diplomatische, nichts- liberalen aber sind froh, etwas gefunden zu haben, das fagende Redensarten. niederschlagenDas durchzuckte ihn denn auch oft genug, irgend eine gleichgiltige Unterhaltung durchkrenzend, jene innerliche, dumpfe Stimme: schlag' ihn todt! Nachts im Bett sah er's huschig, wie wenn es urplötzlich mit bligartig gezackten, leuchtenden Lettern auf dem dunkeln Getafel der Zimmer decke geschrieben stände: schlag' ihn todt! Aber nein! Es durchfuhr ihn schneller, als er es hätte ablesen können und greller als Blize. sid Nachdem, wie schon gemeldet, die badische ,, National liberale Korrespondenz" der Umsturzvorlage die Gefolgschaft gekündigt hatte, thut dics auch die amtliche ,, Karlsruher 38tg." Diese schreibt: A 1 " ihnen vielleicht das Einsch wenten erleichtert. Das Mücklein haben die Biedermänner geseigt", aber das Kameel sind sie bereit zu verschlucken. Stichwahl im Kreise Eisenach. Unser Eisenacher Parteiblatt räth den Genossen, in der am 18. d. M. anstehenden StichWenn die Parteileitung der badischen nationalliberalen wahl zwischen dem Freifinnigen Casselmann und dem Partei sich jetzt, nachdem die von der Reichstagskommission in Bauernbündler Rösicke für den ersteren zu stimmen. Es zweiter Lesung gefaßten Beschlüsse vorliegen, veranlaßt sieht, ihre schreibt, daß, obwohl für die Sozialdemokraten es nahe läge, für Parteifreunde im Lande zu Abwehrfundgebungen aufzurufen, jo Schmalkalden- Eschwege ein Erempel zu statuiren, es politischen Wenn er Bücher revidirte aus der Zahlenkolonne giebt sie unzweifelhaft den Empfindungen Ausdruck, welche Selbstmord begehen hieße, wenn sie der Stichwahl mit verheraus grinste es plöglich schlag' ihn todt! Aber kaum war er alle liberalen Elemente gegenüber diesen wenig maßvollen und schränkten Armen gegenüberstehen wollten. Der von Bock in wuthblaß an die Wand gestürzt, wo sein Gewehr hing der Denkweise der weitaus überwiegenden Mehrheit des Gotha unterzeichnete Artikel schließt folgendermaßen: Deshalb wäre geht mein Rath dahin, daß alle lintsstehenden Elemente, was zuwiderlaufenden Beschlüssen beseelen. Ge und sein Blick fiel vielleicht auf die Dorfstraße da ging Boltes grab ein Gendarm vorbei oder er las geistesabwesend in der That zu wünschen, daß es den verbündeten Regierungen uns auch sonst trennt und trennen wird, zusammenstehen und in in Gemeinschaft mit dem Reichstage gelingen möchte, unannehm der Stichwahl für Herrn Casselmann eintreten, wenn er sich auf den Wegweiser, gegenüber an der Straßenbiegung: bare Borschläge zurückzuweisen und der Vorlage wieder jene Ehrenwort verpflichtet, gegen die Umsturz vorlage Dorf Braunau, Bezirksamt Weſterode, Regierungs- Gestalt zu geben, die den zur Bekämpfung der Um- und gegen Beseitigung oder Berschlechterung des Wahlrechts Bezirk Königsberg, und der preußische Adler war auf das sturzgefahr bereiten, gemäßigten Parteien es mannhaft einzutreten. Schild gemalt so fühlte er sich diesem Adler gegenüber, ermöglicht, in positiver Weise mitzuwirken." mannhaft einzutreten. D zu dessen sklavischer Verehrung er von Jugend an gedrillt worden war, von dessen Krallen Macht er in seinem bisherigen Unglück ja schon eine Probe bekommen hatte, so bitter ohnmächtig und zaghaft, daß er die Sättigung feines gähnenden Rachedrangs nicht wagte. Denn was würden die Folgen sein? Den Rendelmann zu treffen, das getraute er sich schon denn er war als und so zu treffen, daß ausgezeichneter Schüße bekannt er nicht wieder aufstände. Aber dann?! Also mitgewirkt soll werden. Aber nur an einem Gesez, das den Nationalliberalen selber nicht wehe thut. Und die freikonservative" Post" schreibt heute Abend ungefähr in derselben Tonart: Eine berauschte Minute wahnsinnigen Aufjubelns. unheilvoller Irrthum, wenn man mit der Annahme der werden wird. had Gesetz über den unlauteren Wettbewerb. Dem Vers nehmen der Berliner Politischen Nachrichten" nach hat das preußische Staatsministerium seine Berathungen über den Gesetzentwurf, betreffend die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes, beendet und seine Beschlüsse zu der VorAuf die Beseitigung der Zentrumszufäße wird mit aller Kraft lage gefaßt. Die letztere dürfte deshalb binnen kurzem dem Bedacht genommen werden müssen, selbst auf die Gefahr hin, daß Bundesrathe zugehen. Es verlautet, daß ein beträchtlicher Theil iegt wenig oder gar nichts Positives erreicht wird. Die ab- der von den Interessenten bei der Begutachtung des im Januar geschwächten Strafbestimmungen find ohnehin nicht mehr von im Reichs- Anzeiger" veröffentlichten ersten Entwurfs geäußerten allzugroßem prattischem Werthe; jedenfalls würde mit ihnen wünsche Berücksichtigung erfahren hat, daß demnach der Ent lange nicht soviel genützt, als durch die Verleihung der Kor- wurf in einer gegenüber der früheren mehrfach abgeänderten porationsrechte an die Berufsvereine geschadet, und es wäre ein Gestalt den gefeßgebenden Faktoren des Reichs unterbreitet Bentrumsbeschlüsse eine wirkliche Schuhwehr gegen die UmsturzDer Autrag Kanit sollte nach der Konservativen Korbestrebungen erreicht zu haben und nun wieder die Hand in den 903180 respondenz", die dem Staatsrath etwas am Beuge flicken wollte, Schooß legen zu können glaubte. Diesen bedingten Absagen gegenüber läßt die ein anderthalb Sigungen erledigt worden sein und hiernach schon gierung, sofern man Artikel der Norddeutschen All- eine der Zeit nach ungenügende Beachtung im Staatsrath ge= über die Kanig'schen Anträge im Staatsrath an 4 Sigungstagen, gemeinen Zeitung" als Regierungsstimme betrachten will funden haben. Der Reichs- Anzeiger" berichtet nun aber, daß und kann, ihre Entscheidung noch in interessanter und und zwar in einer vollen von vormittags 10 bis 6% Uhr abends pikanter Weise in der Schwebe. Die„ Norddeutsche All- dauernden Sigung und in 3 weiteren Sitzungen, außerdem in gemeine" schreibt auf die Mittheilungen des Hamburger einer besonderen Kommission berathen worden sei. Die Behand Korrespondenten", daß die Regierung mit dem Zentrum lung der Kanit'schen Anträge im Staatsrath sei hiernach als Und dann fäme er ins Zuchthaus oder gar aufs Schaffot. Sein Weib und Kind ständen verlassen da und entehrt! Entehrt! Er lachte gellend. Die Familie entehrt weil ihr Beschützer Ehre im Leib gehabt hatte! Ehr gefühl, und frische, kräftige, rücksichtslose Selbsthilfe, wenn es angetastet ist, bas durften sich heutzutage nur noch die Herren Offiziere und Studenten leisten und überhaupt die feinen Leute der gewöhnliche Mann hat zu tuschen. ( Foriseyung folgt.) wird. von " " = Die Maifeier in Wien wird dieses Mal einen besonders großartigen Charakter tragen, da eine gewaltige Demonstration zu gunsten des allgemeinen Wahlrechts stattfinden wird. Natür lich wird wie immer am 1. Mai die ganze Wiener Garnison in den Kasernen bereit gehalten werden, nm gegebenen Falls die foziale Frage nach dem Rezepte des„ Koalitions- Ministeriums" mit Säbelhieben und Bajonetteftichen zu lösen! fei er, forreft, rücksichtsvoll und bei der den Mitgliedern des Staats- G3 erfolgte die Wahl einer Mandatsprüfungskommission, die burg ist der Meinung, daß der Parteitag auf grund der all raths beiwohnenden Sachkunde als ausreichend zu bezeichnen. nach Tische Bericht erstattete. Bei Erörterung der beanstandeten gemeinen Organisation der deutschen Partei fein Recht habe, Bekämpfung des Getreidemonopols. Nachdem sich in Mandate plaßten die beiden gegnerischen Parteien ziemlich scharf einen Parteigenoffen auszuschließen. Schauer- Lörrach spricht fich folge der Angriffe auf die bestehende Goldwährung die Anhänger auf einander, doch wurden schließlich die beanstandeten Mandate für den Ausschluß Stegmüller's aus der Partei aus, der keinen der letzteren zu der Gründung eines Vereins entschlossen haben, mit großer Mehrheit für giltig erklärt. Bevor man in Anhang mehr habe und die Partei nur blamire. Die Partei der sich die Aufgabe stellt, die Irrthümer der Bimetallisten klar: die eigentliche Tagesordnung eintrat, machte Ad. Geck müsse davor bewahrt werden, daß er als Abgeordneter der Partei klar- die Mittheilung, daß Genosse Bebel als Delegirter des ferner angesehen werde, Weiter sprachen Messing Lahr, der zulegen, ist in ähnlicher Weise eine Vereinigung in Aussicht ge- Parteivorstandes eingetroffen sei und hieß ihn willkommen. fich für den Karlsruher Antrag ausspricht, weil er beide Schuldige nommen worden, die sich mit der Bekämpfung der auf die Ver- Parteivorstandes nommen worden, die sich mit der Bekämpfung der auf die Ver- Bebel dankte für die Begrüßung und hob hervor, daß treffe; Schaier- Karlsruhe erklärt sich gegen den Antrag der staatlichang des Getreidehandels gerichteten Vorschläge befassen der Umstand, daß er einer Familienangelegenheit wegen nach der Karlsruher, tadelt aber namentlich das Verhalten Rüdt's. Der Schweiz habe reifen müssen, der Hauptgrund sei, daß er mit der letztere erhält das Wort zur Vertheidigung, indem ihm die Redezeit Der Bund der Landwirthe will, wie Abg. v. Plötz in Vertretung des Parteivorstandes beauftragt worden sei. Das auf 15 Minuten statt 5 für die anderen Redner verlängert wird. einer Versammlung in Neustadt mittheilte, einen Gesezentwurf wolle er der gegnerischen Presse und auch den Genossen gegen. Dieselbe Redezeit soll Dreesbach erhalten. Rüdt erklärt, die auf Vereinigung der Kranken-, Unfall- und Altersversicherungs- über bemerken, die in der Wahl seiner Person eine Parteinahme gegen ihn geschleuderten Angriffe feien rein persönlich. Das Gesetzgebung in ein Gesez zur Verminderung der Verwaltungs- des Parteivorstandes in dem Streit der badischen Genossen er Berfahren seiner Gegner auf dem Frankfurter Parteitag sei toften im Reichstage beantragen. blickten. Partei sei er( Bebel) allerdings, wie jeder Parteigenoffe bubenhaft gewesen, man habe den Parteitag durch ein Pamphlet Herr von Hammerstein. Zu der Angelegenheit des Chef in Deutschland, der diese traurigen Streitigkeiten der badischen beeinflußt. Er habe in der Ordensfrage 38 badische Delegirten redakteurs der Kreuz- Zeitung", erfährt die Breslauer Zeitung" Parteigen offen verfolgt habe und als Delegirter auf dem Frank- hinter sich gehabt und diese ständen auch wohl noch heute hinter von gut unterrichteter Seite, daß die bekannten Mittheilungen furter Parteitag genöthigt gewesen sei, Stellung dazu zu ihm. Er giebt dann eine Schilderung der Verhandlungen vor der Frankfurter Kl. Pr." Erzählu ngen entsprechen, welche direkt nehmen. ,, Unparteiisch" sei man also weder im Partei- der Neuner- Kommission in Frankfurt, nach der die ganze Vervon einem Redaktionskollegen des Freiherrn v. Hammerstein in vorstand, noch hier in dieser Versammlung, aber das handlung eine ihm sehr ungünstige gewesen sei. Des weiteren der Kreuz- Zeitung" ausgehen. Auch der Name dieses Herrn ist schlösse nicht aus, daß er objektiv den Berhandlungen fommt er auf die Vorgänge zwischen Dreesbach und ihm im badischen bekannt. folge und sich weiter sein Urtheil bilde. Nachdem leider trotz der Landtag zu sprechen und auf die Verhandlungen der badischen Welch ein Hohn liegt darin", hatte der Kaiser unter Frankfurter Beschlüsse der Streit weiter gehe, habe der Partei- Konferenz in Frankfurt, wo man ihn zur Anerkennung der Das Bild einer englischen illustrirten Zeitschrift geschrieben, auf vorstand wie die Gesammtpartei ein lebhaftes Interesse, den Frankfurter Parteitagsbeschlüsse habe nöthigen wollen.( Die Verdem die in den chinesisch- japanischen Gewässern liegenden fremden Vorgängen genau zu folgen, denn es sei nicht ausgeschlossen, daß, sammlung beschließt, dem Redner eine weitere Viertelstunde RedeKriegsschiffe dargestellt waren, unter denen sich aber nur ein wenn auf dieser Versammlung es nicht gelinge, die Einigkeit zeit einzuräumen.) Rüdt theilt nun mit, warum er aus der deutsches befand. Diesem Hohn" soll jetzt abgeholfen werden. herbeizuführen, der nächste deutsche Parteitag sich abermals mit Partei ausgeschieden sei, er habe alsdann auch nicht gehetzt gegen Politische Erwägungen", schreibt die„ Norddeutsche Allgemeine der Angelegenheit werde befassen müssen. Er hoffe, daß die Partei, wohl aber sei von der Gegenseite gegen ihn gehekt Beitung", haben zu dem Entschluß geführt, das deutsche Kreuzer dieses letztere nicht der Fall sein und die Berathungen worden, als er wieder auf Einladung bei Parteigenoffen Vorgeschwader in Ostasien unverzüglich bedeutend zu verstärken. ein Resultat ergeben, das der Ehre und dem Wohle träge gehalten habe. Die Mannheimer hätten zum theil mit Ausersehen ist für diese Verstärkung das Panzerschiff 2. Klasse der badischen wie der Gesammtpartei entspräche. Man jesuitischen Mitteln gegen ihn gekämpft. Im weiteren Kaiser", welches in Ostasien die Rolle des Flaggschiffes über schritt hierauf zur Bureauwahl. Bon einigen Seiten geht der Redner ausführlich auf Vorwürfe ein, die man ihm genehmen wird; außerdem ist die Entfendung des Kreuzers 2. Klasse lungen zu wählen, von anderen Seiten wurde dem widersprochen. geknüpft. Briefe der betreffenden Personen, die er vorträgt, sollen wurde vorgeschlagen, Bebel zum Leiter der Verhand macht, als habe er mit Gegnern der Partei Beziehungen anPrinzeß Wilhelm" wahrscheinlich. Wenn die Entfendung dieser erheblichen Verstärkungen", Bebel erklärte, feine Wahl könnte nur dann in Frage beweisen, daß er nicht das geringste sich vergeben habe, wohl heißt es dann weiter, zunächst im Hinblick auf die starke Ver- kommen, wenn beide streitende Parteien sich auf seine Person aber das Parteiinteresse gewahrt habe, ebenso habe er Dreesbach mehrung sich erklärt, welche die anderen europäischen Mächte geeinigt hätten; da dieses nicht der Fall sei, so erkläre er, daß in Schutz genommen. Allmälig verlaufen sich seine Ausführungen und die Vereinigten Staaten ihren maritimen Streitkräften in er unter keinen Umständen den Vorsitz annähme. Hierauf in eine Menge von Kleinlichkeiten, denen zu folgen unmöglich ist. Ostasien in jüngster Zeit haben zu theil werden lassen, so wird wurden die Genoffen Krohn( Konstanz) und Haug( Freiburg) zu Dreesbach erklärt: er müsse sich summarisch faffen gegenüber den ein weiterer Grund doch in der Nothwendigkeit zu suchen sein, Vorsitzenden, und die Genossen Eug. Geck und Willy zu Schrift: gehörten Angriffen, er bestreitet, daß die Differenzen nur aus persön= bei der Entwickelung der japanisch- chinesischen Beziehungen eine führern gewählt. Den ersten Punkt der Tagesordnung bildete lichen Motiven herrührten; er solle aus Ehrgeiz handeln und dann achtunggebietende Streitmacht zum Schutz und zur Wahrung der die Berichterstattung des Landesvorstandes, für den der Vorwürfen ihm dieselben Leute vor, er sei unſelbständig und ließe bedeutenden deutschen Handelsinteressen in Ostasien zur Hand führungen desselben heben wir hervor, daß, obgleich die be- Pamphlet sei fein solches gewesen, denn es habe keine fißende Ad. Geck das Wort nahm. Aus den längeren Aus- sich leiten. Das von ihm in Frankfurt verbreitete zu haben." tannten Wirren das letzte Geschäftsjahr zu feinem erfreulichen Schmähungen und unwahre Angaben enthalten, es Nationale" Simpel. Unter den Aprilnarren, die gemacht hätten, die Zahl der der Organisation angehörigen sei nur informatorisch gewesen. Der Friedrichsfelder Beschluß, nach Friedrichsruh zum Aprilgößen wallfahrten, befinden Bereine von 46 auf 63 gestiegen sei. Die Gesammtzahl der daß Rüdt in feinem zur Organisation gehörigen Verein mehr fich auch einige Desterreicher- antisemitisch angehauchte organisirten Genoffen im Lande betrage nach seiner Schäßung sprechen dürfe, sei ganz forrett gewesen, da er, Rüdt, mit großer " Teutschthümler", die von den Verdiensten des Aprilgößen rund 3000. Unter den Wahlfreisen habe der erste( Kouftanz) Reklame aus der Partei ausgetreten sei. Auch in der Ordensum die teutsche Nationalität faselu. Man sollte wirklich ganz besonders rührig gearbeitet, obgleich die Verhältnisse dort frage sei seine, Dreesbach's, Stellung falsch dargestellt worden; eine solche Gedankenlosigkeit für unmöglich halten; denn sehr ungünstig seien. In Lörrach sei die Stegmülleret a user legt dar, wie nach seiner Auffassung die Sache sich zugetragen alle die Gefahren, die jetzt in der österreichischen Monarchie den Stuhl vor die Thür gesetzt.( Stegmüller hat aber bis heute ziehungen zu Rüdt ein und sucht darzulegen, daß dieser feinen gerottet, die dortigen Genossen hätten sämmtlich Stegmüller habe. Im weiteren geht Redner auf seine persönlichen Bedem Teutschthum" drohen, sind auf den Aprilgötzen zurück- noch das Parteimandat und denkt nicht daran, es nieder- Grund auch gehabt habe, ihn anzugreifen; zuführen, der durch die Amputation" des Bruderkrieges zulegen. D. B.) Anerkannt müffe werden die fräftige Unter- Dreesbach, nicht diktatorisch, vor solchen Neigungen be 1866 zwölf Millionen Deutsch- Desterreicher vom stüßung, welche die deutschen Genossen in Basel, Winterthur 2c. wahre ihn die Sorge für seine für seine zahlreiche Familie. deutschen Hauptland losschnitt und den Slaven und Ungarn den badischen Genossen in den Grenzbezirken widerfahren ließen. Der Karlsruher Antrag lasse ihn talt, mit seinen Kollegen in der als Beute hinwarf. Der Aprilgöze hat die österreichischen Genosse Scheier berichtete namens der Revisoren und Mannheimer Volksstimme" erkläre er sich solidarisch. Er habe Aprilnarren auch mit einer echten Aprilrede verspottet. beantragte die Ertheilung der Decharge für die Ge- 1890 dafür gewirkt und gestimmt, daß Rüdt Landtags- Kandidat Geschieht ihnen recht.schäftsführung. Die Debatte, die sich an den Bericht neben ihm geworden sei. Habe er damals gewußt, was er heute nach ihrer Decharge- Ertheilung wurde ausgesprochen. Den zweiten Punkt Wahl, feien sie zusammengegangen, tnüpfte, förderte teine bemerkenswerthen Erörterungen zu tage. Die wisse, hätte er es nicht gethan. Anfangs, der Tagesordnung bildete die Organisationsfrage. Ueber den anders geworden, worüber er sich ausführlicher ausspricht. seit 1893 sei dies vorliegenden Organisationsentwurf berichtete namens Kommission, die denselben ausgearbeitet hatte, G. Geck. fammengehen zwischen Rüdt und ihm sei fernerweit unmöglich. Organisationsentwurf berichtete namens der Die Versammlung möge beschließen was sie wolle, ein ZuKorreferent war A. Geck, der sich mehrfach abweichend Bebel erwiderte, daß wer glaube, er wolle als Nachfolger der beiden über den Entwurf aussprach. Nach Beendigung dieser Referate Vorredner die Rolle des Staatsanwalts spielen, um das Resumee wurden die Verhandlungen auf nächsten Morgen 8 Uhr vertagi. zur Anklage zu geben, der irre. Er werde sich innerhalb der Feiges Volk. Wann wird der Führer des deutschen Die Verhandlungen begannen heute um 1/29 Uhr mit Schranken halten, die ihm seine Stellung als Delegirter des Boltes in Desterreich auferstehen?" fragt verzweifelt die der Spezialberathung des Organisations Entwurfs. Die Vorstandes vorschriebe. Er wiederhole, er sei gekommen zu Wiener Neue Freie Presse" am Ostersonntag. Das„ Volt" der Debatten bei§ 1 nahmen dadurch, daß verschiedene sehen und zu hören und zu geeigneter Zeit zu berichten; er N. Fr. Pr." ist das liberale Bürgerthum, das soeben bei den der Nedner die bekannten persönlichen Streitigkeiten in werde daher auch nicht auf die Provokationen eingehen, die Wiener Gemeindewahlen von den Antisemiten in die Pfanne die Verhandlungen zogen, einen sehr lebhaften Charakter mehrere Redner gegen ihn erhoben. Die bisherigen Verhandgehauen ward. An sich selbst glaubt dieses traurige Bolt" nicht an. Ein Antrag: an teinem Orte dürfe mehr als eine Organis lungen hätten auf ihn keinen erhebenden Eindruck gemacht, es sei mehr und schreit nach einem rettenden Führer". Nun, wir fation bestehen und jeder Genosse müsse dem Verein seines Wohn- sehr viel Kleinliches vorgebracht worden, so daß man sich wundern wünschen ihm einen, der es mit Storpionen peitscht. ortes angehören, wurde nach längerer Debatte mit 53 gegen 32 müffe, wie ernsthafte Sozialdemokraten solches vorbringen Die Trennung Norwegens von Schweden scheint, wie die Stimmen abgelehnt. Dieser Antrag war hervorgerufen, weil fönnen. Das gelte auch namentlich von der Art, wie Rüdt auf Dinge jezt stehen, kaum zu vermeiden zu sein. Der König von infolge der Streitigkeiten au einzelnen Orten mehrere Vereine die von ihm selbst provozirten Zwischenrufe antwortete und wie Schweden hat schon erklärt, im Falle der Trennung die Krone gegründet wurden, so in Mannheim, Pforzheim 2c., an einem ein Theil der Versammlung diese Antworten aufnahm. Er muß niederzulegen und sie seinem Bruder zu überlassen, der ein andern Ort war ein Parteigenoffe persönlicher Differenzen halber die Neuner Kommission gegen die Verdächtigungen Rüdt's in fchneidiger" Kriegsherr ist und die Norweger in wenigen Wochen aus dem Verein seines Wohnorts ausgetreten und in den Verein Schutz nehmen. Er begreife, daß Rüdt mit den Beschlüssen des zu Paaren treiben will. eines Nachbarortes eingetreten. Die weitere Spezialberathung des Frankfurter Parteitages nicht einverstanden sei, er könne die Organisationsentwurfs nimmt nahezu den ganzen Vormittag in Beschlüsse tabeln, fügen aber muß er sich denselben. Sei die Anspruch. Darauf wird, da noch einige Zeit bis zur Mittags- Berhandlung vor der Neuner Kommission so gewesen, wie er pause vorhanden ist, zur Wahl des Vororts geschritten. Unter sie schilderte, so durfte er sich dies nicht gefallen lassen, er den Orten, die als Vorort zu wählen genannt werden, befindet habe alsdann das Recht gehabt, an den Parteitag zu appelliren sich Freiburg. Dies veranlaßt Bebel anzufragen, in und dieser würde Abhilfe geschaffen haben. Rüdt habe das welchem Verhältniß die Genossen Freiburgs zur dortigen nicht nur nicht gethan, er habe, wie er selbst zugab, der Ethischen Gesellschaft stünden und ob nicht die Möglichkeit vor Kommission Rede und Antwort gestanden und da sei Die Engländer find in Indien nicht so glücklich gewesen, liege, daß Mitglieder dieser Gesellschaft auch Landesvorstands- feine heutige Anklage sehr sonderbar um so als sie erwartet haben. An demselben Tage, wo sie in Tschitral ein Mitglieder würden, falls Freiburg Vorort werde. Ueber diese Anfrage schärfer zurückzuweisen, weil hier kein Mitglied der zuziehen hofften, wurde eine ihrer Truppenabtheilungen von über entsteht eine lebhafte Debatte, in welcher die Freiburger Delegirten Neunerkommiffion anwesend sei, das seine Behauptungen belegenen Streitkräften überfallen, zurückgeschlagen und der Befehls: die Mitgliedern der Ethischen Gesellschaft waren, und den übrigen gehabt, ein Wiederaufnahme- Berfahren bei dem nächsten Parteilegenen Streitkräften überfallen, zurückgeschlagen und der Befehls: erklären, daß die Differenzen, die zwischen den dortigen Genossen, antworten und richtig stellen könne. Auch habe Rüdt das Recht haber getödtet. Das wird allerdings an dem endgiltigen Ausgang Mitglieder der Ethischen Gesellschaft ausgebrochen seien, zum tag zu beantragen, falls er glaubte, daß die Beschlüsse ohne ge= nichts ändern, allein es zeigt doch, daß der Boden, auf dem die Austritt derselben geführt hätten. Bei der nach längerer Debatte nügende Informationen gefaßt wurden. Rüdt habe aber weder englische Herrschaft in Judien ruht, ein unsicherer ist. erfolgenden Wahl erhält als Vorort Freiburg 86 Stimmen, dies gethan, noch erklärt, sich den Beschlüssen zu unterDer Frieden in China. Aus Ostasien kommt die Nach- Karlsruhe erhielt 22, Offenburg 4 und Pforzheim 1 Stimme. werfen. Er habe vielmehr das Gegentheil gethan und sei richt, daß am Montag der Friede geschlossen worden sein Offenburg und Pforzheim hatten auf die Wahl verzichtet, Karls- unter einer entsprechenden Erklärung aus der Partei aussoll. Bestimmtes liegt noch nicht vor. Doch scheinen ruhe hatte sich für Freiburg ausgesprochen. Die Wahl der fünf gefchieden. Auch das sei sein Recht gewesen; die von verschiedenen Seiten kommenden Mittheilungen Mitglieder des Landesvorstantes wird den Freiburger Genossen um so auffallender sei, daß Rüdt kurze Zeit darauf sich wieder gewesen; aber auf Wahrheit zu beruhen. Eine Times" Meldung aus übertragen. Schluß der Vormittagsfißung 1/21 Uhr. Shangai in die Partei habe aufnehmen lassen, ohne zu erklären, daß er besagt, daß am Montag Abend nach fünf- In der Nachmittagssigung wurde zunächst der neue Organi- fich den Beschlüssen des Parteitages unterwerfe. Hier habe die stündiger Verhandlung der Friede zwischen China und sationsentwurf, wie er sich durch die Beschlüsse gestaltet, zum Gesammtpartei Stellung zu nehmen, denn die Partei sei kein Japan unter folgenden Bedingungen unterzeichnet wurde: Vortrag gebracht. Alsdann schritt man zur Wahl des Ortes, Taubenschlag, den man heute verlasse und morgen wieder auf1. China erkennt die Unabhängigkeit Koreas an; 2. Japan wo bleibt im Besitz der eroberten Pläße und 3. der Gebiete östlich Landesversammlung abgehalten werden soll; es wurde mit 32 üben, man folle beschließen, was man für gut halte, aber von nächstes Jahr zu Ostern die regelmäßig stattfindende fuche. Er wolle teinen Druck auf den hiesigen Parteitag ansvom Flusse Liao; 4. die Insel Formosa wird für gegen 31 Stimmen Baden- Baden gewählt. immer an Japan abgetreten; Japan abgetreten; 5. China entrichtet an der Art des Beschlusses hänge es ab, ob sich der nächste Den nächsten Punkt der Tagesordnung bildete die Streit- deutsche Parteitag noch einmal mit der Frage zu beschäftigen Japan 100 Millionen Dollars Kriegsentschädigung; 6. zwischen frage Dreesbach- Riidt. Genosse Weber- Karlsruhe begründet habe oder nicht. Pforzheimer Genossen beantragen zu beschließen, China und Japan wird ein Offensiv- und Defensivbündniß ab- einen Antrag der Karlsruher Genossen, der gefchloffen. Die chinesischen Bevollmächtigten zu den Friedens- geht, dahin Rüdt solle fich solange jeder Parteithätigkeit enthalten, bis der die Landesversammlung wolle beschließen, verhandlungen fehrten heute nach Peking zurück. daß in nächste deutsche Parteitag über den Wiedereintritt Rüdt's BeWir werden anbetracht der Streitigkeiten zwischen den beiden Geschluß gefaßt habe. Kalnbach Karlsruhe beintragt: Der jedenfalls schon morgen in der Lage sein, unseren Lesern mitzu- nossen Dr. Rüdt und Dreesbach die beiden auf Parteitag beschließt, von heute an hat der Streit Rüdt contra theilen, ob sich diese erfreulichen Nachrichten voll bestätigen. unbestimmte Zeit kein Mandat weder als Reichs- noch als Land- Dreesbach innerhalb der der badischen Sozialdemokraten zu Der Aufstand auf Cuba. Die Aufständischen haben am tags- Abgeordneter annehmen, noch als Agitatoren öffentlich auf- ruhen, bis der nächste deutsche Parteitag die Ange10. April eine Versammlung abgehalten. In dieser wurde ein treten dürfen. Der Antragsteller meint, beide, Mübt und legenheit endgiltig regelt. Den Parteigenossen im Lande Berfassungsentwurf für Kuba beschlossen, die Unabhängig- Dreesbach, hätten sich schwere Verstöße gegen das Partei- Juter bleibt es freigestellt, sowohl Nüdt als Dreesbach in der feit der Insel ausgerufen und ein Antrag ge- effe zu Schulden kommen lassen und Sünden begangen. Beide Agitation zu beschäftigen. Nachdem noch eine lange Reihe von nehmigt, von den Mächten die Anerkennung der Auf- müßten für ihre Handlungen büßen. Ginen auszuschließen, nüße Rednern gesprochen, wird abends 7 Uhr Schluß der Debatte anständischen als triegführende Macht zu verlangen. Zur nichts, das würde nur zu neuen Streitigkeiten führen. Von einem genommen. Die Mannheimer Genossen ziehen den Antrag auf weiteren Ermuthigung der Aufständischen muß es beitragen, Theil der Mannheimer Genossen ging der Antrag ein: Rüdt wegen Ausschluß Rüdt's zurück zu gunsten des Antrags der Pforzheimer daß der Senat des Staates Florida eine Resolution an- feines Verhaltens seit dem Frankfurter Parteitag aus der Partei aus Genossen. Der Antrag der Karlsruher Genossen wird abgelehnt, genommen hat, die den Aufständischen die Sympathien ausspricht zuschließen. Der Antrag wird von dem Genossen Keil begründet. ebenso der Antrag der Pforzheimer Genoffen. Dagegen wird und sie zur Fortführung des begonnenen Befreiungswertes er- Rüdt habe sich dem Frankfurter Parteitagsbeschluß nicht gefügt, der Antrag RaInbach mit Mehrheit angenommen. muthigt. sondern statt denselben anzuerkennen, erklärt, aus der Partei aus- Weiter wird der Antrag Karlsruhe einstimmig an zutreten, und dies ausgeführt. Rüdt's Verhalten sei zweideutig. genommen, Stegmüller aus der Partei auszuschließen. Redner geht des längeren auf die Mannheimer Vorgänge ein. An der Debatte betheiligen fich weiter Rhein- Pforzheim, Kolb. Landesversammlung der Sozialdemokratie Württem Karlsruhe, Plänz- Durlach, Meier- Pforzheim, Kalnbach- Karlsruhe. bergs. Im prächtig dekorirten Saale der Arbeiterhalle in Ueber die Verhandlungen des badischen Parteitages Der lettere geht auf das Verhältniß zwischen Dreesbach und Rüdt Stuttgart wurde während der Osterfeiertage der Parteitag wird uns aus Lahr unterm 15. April geschrieben: Die dies- ein, das er während deren Thätigkeit im Landtage genauer der schwäbischen Sozialdemokraten abgehalten. Daran nahmen jährige Landesversammlung der badischen Sozialdemokratie ist kennen gelernt habe. Anfangs sei dasselbe ein leidliches 175 Delegirte theil, die 82 Mitgliedschaften init rund sehr zahlreich besucht, es find über 60 Delegirte anwesend. Die gewesen, später habe sich dasselbe durch beider Schuld ver- 6000 Parteigenossen vertraten, und auch aus Frankfurt Versammlung wurde am ersten Osterfeiertag vormittags 11 Uhr schlimmert. Rüdt habe einen Fehler gemacht, daß er aus der am Main, Offenbach, Mannheim und anderen Orten der vom Vorsitzenden des Landesvorstandes Ad. Geck eröffnet, der Partei ausgeschieden sei, aber sein Fehler rechtfertige nicht den benachbarten Bundesstaaten waren Genossen, auf flüchtigem auch bis zur Konstituirung des Bureaus die Leitung übernahm. Ausschluß; er plädirt für den Karlsruher Antrag. Willi- Offen& ahlroß, herbeigekommen, um ihre Grüße den Schwaben " " Nun mit dem Wollen ist es nicht gethan. Die Schweden fönnen zweifellos sich der unbefestigten Hauptstadt Norwegens, Christianias, bemächtigen und einige andere Punkte militärisch besetzen, allein damit hätten sie auf die Dauer garnichts gewonnen. Norwegen ist so groß und so gebirgig, daß eine zehn fach größere Armee, als Schweden sie hat, zur dauernden Eroberung des Landes nicht ausreichen würde. Parteinachrichten. = und und darzubieten und dem sozialdemokratischen Radfahrer Verein abgelehnt die von drei Mitgliedschaften gestellten Anträge, Blechthür 1,25, für eine Bretterthür 0,90, Fußboden, einzelne Stuttgarts einen Besuch abzustatten. Der Parteitag wurde neben der täglich erscheinenden Schwäbischen Tagwacht" noch Platte 1,35, für eine volle Wand 5,60. Dabei ist noch zu bes durch Sperka, den Vorsitzenden des Landesvorstandes, er ein Wochenblatt für Württemberg herauszugeben. Außerdem merken, daß früher die Bogen ohne Pappe gemacht worden sind, öffnet; aus der Wahl des Bureaus ging Reichstags- Abgeord- wurde abgelehnt die Forderung, daß den abgelehnt die Forderung, daß den Bertrauens- während jetzt doppelte Pappe in die Bogen kommt, was die neter Diet als erster, Kastler aus Heidenheim als zweiter männern an Orten, wo sich Mitgliedschaften befinden, ein Arbeit gegen früher um ein Viertel vermehrt. Vorsitzender und Hildenbrand und Geiger aus Stuttgart Exemplar der„ Tagwacht" gratis zugestellt werden sollte, Der deutsche Metallarbeiter- Verband begann am zweiten als Schriftführer hervor. Dem hierauf von Sperta gegebenen ebenso ein Antrag, wonach von Zeit zu Zeit Agitationsnummern Osterfeiertage im Lokal„ Friedrichslust" in Magdeburg. Bericht über die Thätigkeit des Landesausschusses ist zu entnehmen, der Tagwacht", worin bäuerliche Verhältnisse zu berücksichtigen Sud enburg seine zweite ordentliche Generaldaß das Geschäftsjahr diesmal nur eine Periode von 7 Monaten um- wären, hergestellt und in großer Auflage verbreitet werden sollten. versammlung. Da die Polizei die Abhaltung der Vorfaßt, da nach einem Beschluß der letzten Landesversammlung vom Dem gleichen Schicksal verfiel ein Antrag der Mitgliedschaft versammlung für den Vormittag untersagt hatte, fand die Ers 23. September 1894 die Landesversammlung fünftig jedes Jahr Gaisburg, welcher verlangte, es möge eine einheitliche Gebühr öffnung nachmittags 3 Uhr statt. Anwesend waren 66 Delegirte zu Ostern abgehalten werden foll. Troß dieser kurzen Periode für Inserate ohne jede Rabattgewährung eingeführt werden. aus allen Theilen Deutschlands, sowie die Vorstandsmitglieder, war wegen der Landtagswahl die Arbeit für den Landesvorstand Ein weiterer Antrag, im Inseratentheil einen Versammlungs- der Redakteur des Verbandsorgans, ein Vertreter des Ausschusses überreich; in 65 Sitzungen wurden die laufenden Geschäfte Anzeiger als besondere Rubrik einzurichten, wurde dem und Genoffe Deifinger aus Hamburg als Vertreter der erledigt, außerdem fanden 12 Konferenzen in Gemeinschaft mit Landesvorstand zur Erwägung überwiesen, während man Generalfommission. Nach der üblichen Begrüßungsansprache und der Redaktion der Schwäbischen Tagwacht" statt, sowie zwei über einen Antrag, die Fremdwörter im Parteiorgan auszu der Bureauwahl( Vorsitzende: GIsner Stuttgart, Rurgas. Sigungen mit den Landtags- Abgeordneten. Beim Landes- merzen, zur Tagesordnung überging. Hierauf berieth der Partei- Berlin und Reichelt Leipzig) erftattete der Sekretär vorstand sind in der Geschäftsperiode 890 Briefe und 195 Geld tag die allgemeinen Anträge. Ein Antrag der Mitglied- Schlicke den Bericht des Vorstandes auf die Zeit von März sendungen eingelaufen; abgegangen sind 920 Briefe, 480 3irfulare, schaft Reutlingen: Die beiden Landtagsabgeordneten mögen 1893 bis März 1895. Die zweijährige Thätigkeit des Ver66 Geldsendungen, 32 Telegramme und eine Anzahl Packete. gelegentlich beim Minister des Innern anfragen, warum nach bandes können wir nach dem mehr als sehr umfangreichen Die Agitation zur Wahl wurde im ganzen Lande lebhaft wie Aufhebung des Sozialistengesetzes die Mitgliederversammlungen Bericht, der 3 Stunden in Anspruch nahm, nur kurz skizziren, nie zuvor betrieben und trotz des harten Winters der Sozialdemokraten noch heute überwacht werden", wurde mit Es ist leider eine sehr große Untreue eines Verwaltungsbeamten, zeigten die Genossen dabei überall den erforderlichen großer Majorität angenommen. Eine lebhafte Diskussion des früheren 1. Vorsitzenden Junge zu fonstatiren gewesen, die Opfermuth; insbesondere stellten sie sich zur Flugblätter- riefen drei von einander abweichende Anträge hervor, die dessen Amtsentsetzung und Ausschluß aus dem Verband zur vertheilung willig in den Dienst der Partei. Während sich mit dem Verhalten der Parteigenoffen bei Kommunal- Folge hatte. Die Einzelheiten dieses Treubruches werden die der Wahlkampagne fonnten infolge dessen 530 000 Flugblätter, wahlen befaßten. der Berathung dieser Anträge Generalversammlung noch weiter beschäftigen. Gleich nach der theilweise unter den schwierigsten Verhältnissen, im ganzen Lande traten verschiedene Meinungen auf, doch sprach doch sprach sich vor 2 Jahren stattgehabten er st en Generalversammlung wurden verbreitet werden. Die Zahl der abgehaltenen Versammlungen die Mehrzahl der Redner gegen jedes Zusammengehen in Berlin Verwaltungsstellen errichtet, die es in der verhältbelief sich vom 1. Januar bis Mitte Februar auf 460. Seit der mit anderen Parteien aus; sämmtliche drei Anträge wurden nißmäßig furzen Zeit von 2 Jahren auf einen Bestand von mehr legten Landesversammlung sind 7 Mitgliedschaften neu gegründet abgelehnt. Somit bleibt die auf der letzten Landesversammlung als 1500 Mitgliedern brachten, obwohl die Anhänger der Lokalorgaworden. Die Gesammtzahl der Mitgliedschaften beträgt nun 114, gefaßte Resolution in traft. Diese Resolution hat folgenden nisation anfangs jedes Fußfaffen des Verbandes in Berlin für ausdoch wird sich diese Zahl wohl schon in nächster Zeit erhöhen, Wortlaut:„ Die Landesversammlung befchließt: die Betheiligung gefchloffen erklärt hatten. Nicht ganz so rege als in Berlin geda die Wahlagitation Gelegenheit bot, an verschiedenen Orten an den Gemeindewahlen ist, weil von örtlichen Verhältnissen staltete sich die Arbeit im übrigen Deutschland, immerhin aber neue Anknüpfungspunkte ausfindig zu machen. Die Wahlagitation abhängig, den Genossen an den einzelnen Orten zu überlassen. ist es ein sehr erfreuliches Zeichen, daß die Zahl der Verhat auch sonst gute Früchte gezeitigt, neben 32 000 abgegebenen Wo eine sozialdemokratische Organisation besteht, sollten die waltungsstellen von 318 auf 392, die Zahl der Mitglieder von Stimmen verfügt die Partei jetzt, zum Schrecken unserer Gegner, Genossen selbständig als Partei auftreten." Die Mit 30 000 auf 33 500 gestiegen ist. Die Mit 30 000 auf 38 500 gestiegen ist. Dem entsprechend mußte auch über 2 Landtagssige und wird sich bemühen, immer mehr gliedschaft Eßlingen beantragte: Die Delegirten zum die Agitation sowohl an Umfang wie an Kosten steigen. Es und mehr Anhänger und Kämpfer zu erwerben. Wie deutschen Parteitag werden in vier Wahlabtheilungen, in wurden 11 größere Agitationstouren unternommen aus dem Kassenbericht ersichtlich, kostete die Landtags- welche das Land entsprechend der Kopfzahl einzutheilen ist, ge- 175 000 Flugblätter verbreitet. Ebenso große Ausdehnung wahl einschließlich der schriftlichen und mündlichen Agitation, wählt. Jede Abtheilung wählt einen Delegirten. Die Kosten nahm der Verkehr mit der Verwaltung. 1893 gingen Stimmzettel, Inserate 2c. 14 918,92 M., welche Summe von den für die Delegation trägt die Landeskaffe. Dieser Antrag wurde bei der Verwaltung 15 638 Postsendungen ein und württembergischen Parteigenossen, ohne Inanspruchnahme der abgelehnt; es bleibt somit jeder Mitgliedschaft oder jedem Wahl: 21 320 aus. 1895 gingen 27 820 Postsendungen ein und Berliner Parteitaffe, aufgebracht wurde. Die Einnahmen freise überlassen, etwaige Delegirte selbst zu wählen. Die 46 587 aus. Ganz besonders hatte der Verband unter Polizeider Landeskasse betrugen vom 19. September 1894 bis Parteigenoffen aus der Garnisonsstadt Ludwigsburg be- maßregeln zu leiden. 10. April 1895 10 327,54 m., die Ausgaben während dieser Zeit antragten: In Erwägung, daß die Arbeiterschaft Ludwigsburgs unter bas bayerische Vereinsgesetz gestellt und mußte, um die Die Verwaltungsstelle München wurde 9861,19 M., somit verblieb ein Bestand von 466,35 M. Auf seit Jahren tein Lokal zur Verfügung hat, um ihre Angelegenheiten Organisation nicht ganz unmöglich zu machen, aufgehoben Sammellisten während der Wahl wurden 3857,07 m. gezeichnet, besprechen und Versammlungen abhalten zu können, und in fernerer werden, und durch Einsetzung eines Vertrauensmannes mußte was unter Berücksichtigung des harten Winters und der Grwägung, daß infolge dieſes Umftaudes die agitation in man Erfaß schaffen. Ueber das geradezu unglaubliche an- Organisation im Verhältniß zu anderen Städten zurückbleiben Vorgehen der sächsischen Behörden gegen den Verband sehnliche Summe iſt. An regelmäßigen Mitgliederbeiträgen muß, beantragen die Genoffen Ludwigsburgs, die Landes-( wie auch gegen die Organisationen anderer Branchen) liefen 2164,98 M. bei dem Landeskassirer ein. Ein versammlung wolle zu Vorerwähntem Stellung nehmen und den haben wir unseren Lesern seinerzeit schon eingehend Bericht er. verstorbener Genosse vermachte der Partei 1000 m., an Landesvorstand beauftragen. Mittel und Wege zu finden, um stattet. Da wurden die Vertrauensleute aufgelöst", und zwar fonftigen freiwilligen Beiträgen wurden 970,39 M. ab- den Genossen in Ludwigsburg ein entsprechendes Lokal zu ver- auf grund ungesetzlicher" Handlungen, aber bezeichnenderweise geliefert. Ueber den Stand des schwäbischen Partei schaffen. Ueber diesen Antrag ging man zur Tagesordnung über ist nur in einem Falle Anklage wegen der behaupteten organs, der Schwäbischen Tagwacht", wurde berichtet, daß mit der Begründung, daß die Genossen in Ludwigsburg selbst Ungefeßlichkeiten erhoben worden. und auch da erfolgte noch das Parteiorgan von Jahr zu Jahr an Abonnenten zunimmit Mittel und Wege finden möchten; die Landesversammlung erkenne Freisprechung! Es ist ein ganzes langes Register von seltsamen und auch einen kleinen Ueberschuß abwirft; vor der Landtags- wohl die schwierige Lage der dortigen Genossen an, tönne Polizeimaßregeln, das der Bericht enthält, und doch hat wahl find allein in Stuttgart 30 000 Agitationsexemplare ver- aber in dieser Angelegenheit nichts thun. legter gerade in Sachsen der Verband die besten Fortschritte getheilt worden, wodurch sich auch der Abonnentenstand erhöhte. Punkt der geftellten Anträge figurirte der Antrag von macht. Die verschiedenen Verluste, die der Verband erlitt( es Von dem erstmals für 1895 ausgegebenen Kalender sind Göppingen: Es soll über die Verhandlungen der Landes- find im Verhältniß zu den riesigen Ausgaben immerhin nur 15 000 Exemplare gedruckt und bis auf einige Hundert abgesetzt versammlung ein Protokoll herausgegeben nnd zum Selbstkosten- geringfügige), veranlaßten einige Anzeigen wegen Unterschlagung worden, was ebenfalls einen kleinen Ueberschuß zur Folge preis an die Mitgliedschaften abgegeben werden, was aber ab bei der Staatsanwaltschaft; der Verband fand aber hier in den hatte. Nach dem Bericht der Revisoren wurde dem gelehnt wurde unter Hinweis auf die Kosten und darauf, daß Staatsanwälten nicht die Beschützer des Eigenthums, die diese Landesvorstand für seine mühevolle Arbeit Decharge er in der Tagwacht" seither ein ziemlich ausführliches Protokoll sonst doch stets abgeben. Der Rechtsschutz wurde sehr lebhaft theilt und der Dant der Versammlung ausgesprochen. gebracht wurde. Nun wurde der allseitig mit Spannung er in Anspruch genommen. 492 Fälle sind es, die einen KostenDen parlamentarischen Bericht der Landtags- Abgeord- wartete Bericht des Schiedsgerichts gegeben, das über die aufwand von 12 000 m. erforderten. Ferner war der Verband neten erstattete Genosse Glaser aus Cannstatt. Daraus war Heilbronner Angelegenheit zu befinden hatte. Die Referentin, an 33 Streits betheiligt, mit einer Anzahl von 1529 Mits zu entnehmen, daß unsere Abgeordneten an sämmtlichen lara 3ettin, ergriff das Wort und schilderte auf grund gliedern. Von den Streits find 2( mit 17 Streifenden) ganz gewonnen, 13 Sigungen des Landtags theilgenommen haben, und daß Kloß des der Kommission vorgelegenen Attenmaterials und 1 Streit wurde durch für die Arbeiter erfolgreichen Vergleich in die Adreßtommission, Glaser in die Petitionskommission persönlicher Bernehmungen, die Ursache und Weiterent beendet( 180 Streifende), 5 mit theilweisem Erfolg( 401 Streifende), gewählt wurde. An den Bericht knüpfte sich eine lebhafte Debatte, wickelung der Heilbronner Streitigkeiten. Die Ursache 2 sind noch nicht beendet( 271 Arbeiter). Der Rest von 23 hauptsächlich wegen der Abstimmung der beiden Abgeordneten liege in gegenseitigen Vorwürsen, die leichtfertigerweise Streits blieb ohne Erfolg für die Arbeiter( 660 Streifende), bei der Adreßdebatte und zwar in Beziehung auf den Artikel der von den betreffenden Genoffen einander gemacht wurden, sowie Die Generalversammlung von 1893 hatte zwar beschlossen, die Adresse, wobei es sich um die Entfernung der Privilegirten aus in dem tattlosen Vorgehen eines dortigen Genossen, der eine Quartalsbeiträge an die Generalfommission regelmäßig abzu der Abgeordnetenkammer handelt, welche Angelegenheit in Nr. 63 Protestversammlung als Antwort auf den Beschluß einer früheren führen, doch war der Verband dazu nicht in der Lage, da der des Vorwärts" ausführlich besprochen worden ist. Den von Versammlung einberief, um diesen Beschluß wieder umzustoßen; Kampf mit Unternehmern und Polizei 2c. die Mittel zu sehr in den Heilbronner Genossen gestellten Antrag, dem Landesvorstand der Heilbronner Streit beruhe nur auf persönlichen Reibereien Anspruch nahm. Der Verband hätte jest wenigftens 11 100 m. wegen seines Verhaltens zu den Streitigkeiten der Heilbronner Genossen und sei nicht prinzipieller Natur. Nach Ansicht der nachzuzahlen. Die Generalversammlung wird hierüber beschließen. einen scharfen Zadel auszusprechen, überwies der Parteitag einem Rommission falle die größte Schuld den alten Parteigenoffen Morgen Kaffenbericht, Bericht des Ausschusses und Generaldebatte 5gliedrigen Schiedsgericht zur Untersuchung, das sofort in Thätigkeit zu. Da aber in Heilbronn sich infolge dieser Streitigkeiten über die Berichte. trat. Hierauf ergriff Reichstags- Abgeordneter Blos zu einem Referat ein zweiter Verein gebildet habe( der. ebenfalls auf dem Boden Damit B " F = V über die gegenwärtige politische Lage" das Wort, zum Schluß des Programms stehe), sei die Kommission zu der Ueberzeugung Der fünfte Kongreß der Berg und Hütten. die Annahme einer Resolution empfehlend, worin gegen die Ver- gelangt, daß ein Zusammengehen der beiden Vereine ausgeschlossen arbeiter Desterreich 3, der am Ostersonntag in Wien gewaltigung der Volksrechte durch die Umsturzvorlage protestirt fei, und so wäre es das beste, wenn die Landesversammlung be- zufammentrat, nahm gegen die Stimmen der tschechischen Dele wird, was auch einstimmig erfolgte. Es wurde nun in die schlösse, beide Vereine aufzulösen und eine öffentliche Verfamm- girten eine Resolution an, worin die Aufhebung der WerksBerathung der gestellten Anträge eingetreten. Ein Antrag, lung von feiten des Landesvorstandes in Heilbronn einberufen Bruderladen, die Gründung einer Reichs Bruderlade und die Landesversammlung statt zu Ostern erst zu Pfingsten ab- zu lassen, der der Landesvorstand beiwohne, und in der sich ein die Unterstellung der Bergarbeiter unter das Krankenzuhalten, wurde abgelehnt, ebenso ein Antrag, wonach vom neuer Verein konstituire. Dem Landesvorstand solle das Ver- und Unfall Versicherungsgeseh gefordert wird. Ferner Landesvorstand gedruckte Fragebogen vierteljährlich an die trauen der Landesversammlung ausgesprochen werden, da er sich wurde eine Resolution angenommen, worin die geMitgliedschaften ausgegeben werden sollten, um jederzeit den in dieser Sache vollständig forrekt und unparteiisch benommen setzliche Einführung der Achtſtundenschicht für sämmtliche jeweiligen Stand der Partei überblicken zu können. Ein von habe. Nachdem noch einige Heilbronner Delegirte ihre Bergarbeiter verlangt wird und worin ferner die Bergarbeiter dem 10. Reichstags Wahlkreis zur Agitation gestellter Antrag: Ansicht kundgegeben hatten, schloß sich die Landes Ver- aufgefordert werden, die sozialdemokratische Partei im Kampfe Das Auftreten unserer zwei Landtagsabgeordneten resp. deren sammlung dem Gutachten des Schieds Gerichts an, für das allgemeine direkte Wahlrecht zu unterstützen und den Verhalten im Landtage soll nach Ende der Landtagssession unter nahm eine von diesem eingebrachte Resolution an, Werkleitungen die Forderung der Achtstundenschicht bis zum Angabe der Gründe, welche für die Abstimmung maßgebend wonach die Haltung des Landesvorstandes für forrett erklärt 1. Mai zu unterbreiten. Die tschechischen Delegirten verlangten waren, in einem Flugblatt im ganzen Lande verbreitet werden, und bestimmt wird, daß die beiden Vereine sich aufzulösen haben. später eine nochmalige Abstimmung über die Reichsbruderlade zu wurde angenommen. Eine lebhafte Diskussion entspann sich Die Heilbronner Streitigkeiten haben mit diesem unparteiischen gunsten der von ihnen bereits im Jahre 1893 sowie auch diesmal über die Berathung von 7 von verschiedenen Witgliedschaften ge- Urtheilsspruch ihr Ende erreicht, und so ist die bürgerliche Presse geforderten Einführung von Landesbruderladen. Der Antrag wurde stellten Anträgen, welche wünschen, das Land mehr mit Rednern wieder um eine Hoffnung auf Spaltung der Partei ärmer. Bum abgelehnt, desgleichen der Wunsch der tschechischen Delegirten zu berücksichtigen. Die Debatte zeigte, daß trotz der entfalteten Schluffe der Versammlung refapitulirte Dieß noch einmal kurz nach Protokollirung ihres Antrages, worauf sie demonstrativ den energischen Agitation die Parteigenoffen immer noch mehr die Verhandlungen und schloß dann mit einem Hoch auf die Saal verließen. Zwei Delegirte, die nachher beauftragt wurden, Agitation wünschen und von gutem Geiste beseelt sind. Sämmt württembergische Partei- Organisation und auf die große deutsche und die Tschechen zur Rückkehr zu den Verhandlungen aufzufordern, liche Anträge wurden dem Landesvorstand zur Berücksichtigung die internationale Sozialdemokratie, in welches die Versammlung fehrten unverrichteter Dinge zurück, da die Tschechen nicht aufzuempfohlen. Von der Mitgliedschaft Neckargartach wurde der fräftig einstimmte, nachmittags 1 Uhr den schwäbischen Parteitag. finden waren. Der Kongreß nahm ferner einstimmig eine scharfe, Antrag gestellt, der Landesvorstand möge einen geeigneten gegen das Parlament gerichtete Resolution zu gunsten des allmeinen und direkten Wahlrechts an. Weiter faßte er eine Resolution, wo durch das Ackerbauministerium aufgefordert wird, in allen Gruben die zum Schuße der Sicherheit und des Lebens der Bergarbeiter erforderlichen Maßregeln zu treffen. Die Resolution fordert ferner die Einsetzung einer Kommission unter zuziehung von untersuchen haben, sodann die Abschaffung der Affordarbeit in den Gruben, wo lebensgefährliche Arbeiten zu verrichten find, und schließlich die Bestallung vom Staate besoldeter, technisch gebildeter Beamten. Nachdem noch der Rücktritt der tschechischen Delegirten den Gegenstand einer lebhaften Erörterung gebildet hatte, wurde der Kongreß geschlossen. * Genoffen beauftragen, die Thätigkeit des württembergischen Die belgische Arbeiterpartei begann am Ostersonntag in Landtages, sowie die Thätigkeit aller Parteien darauf Antwerpen ihren Jahreskongre ß. In einer Resolution, hin สิน beobachten, inwieweit fie den Versprechungen die fast einstimmig angenommen wurde, billigte der Kongreß das ihres Wahlprogramms Rechnung tragen; das gesammelte Verhalten des Generalraths in allen Punkten, bezeigte ihm sein Material folle zu einer Agitationsbroschüre verarbeitet werden. volles Vertrauen und beschloß, zur Beseitigung des im Parlament Der Antrag wurde angenommen. Einen von der Mitgliedschaft genehmigten Gemeindewahl- Gesetzes eine lebhafte Propaganda Bergarbeitern als Sachverständigen, die alle Gruben mit zu Degerloch gestellten Antrag: Die Landesversammlung beschließt, einzuleiten. Weiter nahm der Kongreß eine Tagesordnung an, die Herstellung eines Budgets des mittleren und kleineren wonach die sozialistische Gruppe der Kaminer die Durchführung Bauernstandes, um die Wirkung der Zölle zu erforschen, um die des militärischen Prinzips verfolgen soll, das die Gleichheit der Einnahmen und Ausgaben des Landmannes fennen zu Bürger gegenüber den staatlichen Lasten auf Grundlage der Boltslernen u. f. w., überwies man der Agrarkommission zur Er- bewaffnung festsetzt. wägung. Nach Erledigung dieser Anträge trat die Versammlung Gewerkschaftliches. Der Ausstand in den Havemeyer'schen 3uder. Raffinerien in Brooklyn ist, nach einer Wolff'schen Depesche, zu Ende. Die Arbeiter sollen die Arbeit wieder aufgenommen haben. Depelchen. Wolff's Telegraphen- Bureau. in die Neuwahl des Landesvorstands ein. Da der Vorsitzende Sperka und der Schriftführer Benz eine Wiederwahl entschieden ablehnten, mit der Begründung, daß sie nun Achtung, Tischler! Infolge der Aussperrung der Zimmerseit mehreren Jahren die Geschäfte verwalteten und doch auch leute bei der Firma Simon u. Kom p., Berlin, Heideftr. 55/57, wieder neue Kräfte in den Landesvorstand kommen müßten, sucht dieselbe Tischler auf Barackenbau zu gewinnen. Es ist wurde zum Vorsitzenden Dietrich, zu Kassirern Belly und Pflicht eines jeden Kollegen, sich mit den Zimmerleuten solidarisch Leickhardt, zum Schriftführer Fischer, und zu Beisigern zu erklären und bei jener Firma nicht in Arbeit zu treten, bis die seitherigen Mitglieder Wasner und Hermann vor die Verhältnisse geregelt sind. Die Werkstatt- Kontrollkommission geschlagen. Nach erledigter Abstimmung vertagte der Vorsitzende des deutschen Holzarbeiter- Verbandes. abends nach 127 Uhr die Versammlung auf Montag vormittag Nachstehend seien die Preise angeführt, die von der Firma 1/29 Uhr. Am zweiten Sigungstage, Montag vormittag 9 Uhr, er- für die einzelnen Barackentheile gezahlt wurden und werden Wien, 16. März. Sämmtliche Ziegelarbeiter der Wieneröffnete Dietz die Versammlung mit der Mittheilung, daß von sollen. So zahlte im Jahre 1890 für volle Bogen 2,80, berger Biegelgesellschaft, etwa 3000 Mann, sowie 250 Biegelder badischen Landesversammlung in Lahr ein Begrüßungs- Fensterbogen 3,20, Thürbogen 3,60, für einen Giebel 2,50, für arbeiter des Hernalser Werkes haben die Arbeit eingestellt und telegramm eingelaufen sei, worauf beschlossen wurde, es eben- eine Blechthür 1,85, für eine Bretterthür 1,60, Fußboden, einzelne verlangen eine Lohnerhöhung von 50 pCt.; die Streifenden vers falls telegraphisch zu erwidern. Die Wahltommission Blatte 2,20, für eine volle Wand 7,50 M. Bis zum Jahre 1895 halten sich ruhig; die Entscheidung der Arbeitgeber erfolgt morgen. erstattete sodann Bericht über die Wahl der Landes- find die Preise folgendermaßen reduzirt worden: Volle ( Depeschen- Bureau Herold.) vorstandsmitglieder. Gewählt find als Vorsitzender A. Bogen 2,15, Fensterbogen 2,35, Thürbogen 2,70, für einen Augsburg, 16. April. In Nervenheil, einem bekannten Dietrich, als Raffirer Belly, als Schriftführer Fischer Giebel 1,50, für eine Blechthür 1,35, für eine Bretterthür 1, Ausflugsort, wurde heute Vormittag die schrecklich verstümmelte und als Beisitzer Hermann und Wasner. Es folgte nun die Fußboden, einzelne Platte 1,75, für eine volle Wand 5,95 M. Leiche eines jungen Mannes aufgefunden, welche 25 Schnitt- und Weiterberathung der Anträge, die zum größten Theil abgelehnt Hente will die Firma zahlen: Bolle Bogen 2 M., Fenster- Stichwunden aufwies. Ueber die Person des Ermordeten und wurden. Unter den Anträgen zum Partei- Organ wurden bogen 2,20, Thürbogen 2,50, für einen Giebel 1,35, für eine die des Thäters ist nichts bekannt. . Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. drior Hierzu eine Beilage. Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 89. Mittwoch, de» 17. Aprit 1895. 12. Jahrg. UoktAles. Die Nr. 238 des„Wahren Jakob" wird von der Parteispedition den Abonnenten erst mit der D o n n e r s- tags- Nummer des„Vorwärts" geliefert, da die Bahn- sendung der Feiertage wegen 24 Stunden Verspätung er- litten hat. Ein neuer Fall von Feiertagsschändnng in einem amtlichen Gebäude hat sich am C h a r f r e i t a g ereignet. Im neuerbauten Direklionsgebäude der königlichen Eisenbahndirektion Berlin ist sowohl am„stillens Freitag", wie auch an den vorher- gehenden Sonntagen an der inneren Einrichtung gearbeitet worden. Das große Betriebsgebäude, an der Ecke Schöneberger Ufer und Schönebergerstraße belegen, ist nach vielen Mühen und nachdem zwei Baumeister, wie man sagt. sich daran„verbaut" haben, endlich bis aus die innere Einrichtung, als Installation der Beleuchtung und der elektrischen Anlagen, sowie der Ordnung der Bureauräume. fertig gestellt. Eine Anzahl von Eisenbahn-Unterbeamtcn wird gegenwärtig damit beschäftigt, die Aktenstöße zu ordnen und das Mobiliar zu placiren. Diesen Unterbeamten wurde am Charfreilag die Feiertagsruhe geraubt, ohne daß ein ersichtlich zwingender Grund für diese dem christlichen Mnsterstaate Preußen so prächtig anstehende Maßregel zu ent- decken gewesen wäre. Am allerheiligsten Charsreitag waren in dem Amtsgebäude außerdem noch die Arbeiter beschäftigt, denen die Installation der elektrischen Meldcapparate u. s. w. obliegt. sowie die Tischler, welche an der Aufstellung des Bureau- inventars arbeiten. Der Unternehmer, der seine Arbeiter auf solche fromme Weise den Feiertag heiligen ließ, war natürlich ein I n n u n g s m e i st e r, ein Mann, der mit seinesgleichen oft genug über das Schwinden von Ordnung, Zucht, Sitte und Frömmigkeit gezetert haben wird. Der Brave heißt Oberländer und wohnt Große Frankfurterstr. 84. Angesichts der geradezu epidemisch gewordenen Verletzungen des dritten Gebotes in staatlichen Gebäuden muß man sich wirklich fragen,»vas denn unsere Feinde daran haben, sich und ihre christ- liche Frömmigkeit in so auffälligerweise bloßzustellen? Sind sie etwa allesammt heimliche Gegner der Umsturzvorlage, und befürchten sie, daß der Sozialdemokratie nicht genug Waffen zu deren Bekämpfung zu Gebote stehen? Wir geben den patcntirten Stützen des christlichen Staates hiermit das Zeugniß, daß sie auch als Freunde uns garnicht besser in die Hände arbeiten können, als wie sie es u. a. durch die Sabbathschändungen als unsere Feinde thun. Bezeichnend für den Banschwindel der gegenwärtig in der Umgebung Berlins getrieben wird, sind die von den Berufs- genossenschaften an die Ortsvorstände ergehenden Aufträge um Einziehung der Prämien für die Unfallversicherung der Arbeiter, welche bei dem betreffenden Neubau beschäftigt gewesen sind. Bei zahlreichen dieser Schwindelbauten sind die Prämien natürlich garnicht bezahlt und die Berussgenossenfchaft greift auf diejenigen Personen zurück, die„einen wirthschaftlichen Vortheil" von dem Neubau gehabt haben. Dabei ergeben sich denn mitunter inter- essante Einblicke in das moderne Grundftücksgeschäft. Eine Rixdorfer Firma erhielt vor einiger Zeit von der Berufs- genossenschast die Aufforderung, die Prännenbeiträge von 800 M. zu zahlen für die auf einem bestimmten Neubau beschäftigt gewesenen Arbeiter; begründet war auch diese Zahlungs-Aus- sorderung mit der Behauptung, daß die Firnia von dem Neubau einen wirthschaftlichen Nutzen gehabt habe. In Wirklichkeit lag die Sache so, daß die Firma vor mehreren Jahren das fragliche Terrain verkauft und die Baustelle inzwischen, bevor der Neubau darauf errichtet wurde, seinen Eigenthümer zweimal gewechselt hatte; dem Erbauer des Hauses hatte die Firma sodann für die Ausnahme einer ersten Hypothek Priorität eingeräumt. Eine ganze Reihe ähnlicher Fälle sind in den Kreisen der Terrain- besitzer bekannt; praktisch haben sich dieselben bisher gewöhnlich derart erledigt, daß die Baugeldgeber für die Zahlung der Prämien haftbar gemacht worden sind, während die Rückgriffe auf Vorbesitzer aus erhobene Beschwerde als unstatthajt erachtet wurden. Zu dem Unfug, mit dem am Sonnabend die christlichen Kämpen v. Kotze und v. R e i s ch a ch die stille Woche so sinn- gemäß und stilvoll abgeschlossen haben, liegen einige Preß- äußerungen und Ergänzungen vor, welche das Christenlhnm, die Sittlichkeit und die Gesetzesliebe unserer Edelsten und Besten und deren Nachtreter im wundervollsten Brillant- feuerwerk erglänzen lassen. Wir wissen nicht, ob das „5rleine Journal", das in dieser Schmutzgeschichte die Rolle des Schmock übernommen hat, seine sogenannte Ueber- zeugung bekundet, oder ob es sich nur einen blutigen Börsenscherz leistet, wenn es meint, man könne es nur mit Freuden be- grüßen, daß diese aus bedauerlichem Jrrthum entstandene» Privatzwistigkeiten so aus loyale m Wege beigelegt seien. I» Eemäßheit des bekannten Sprichworts vom Schlagen und Ver- tragen hat sich nämlich, wie das zitirte Blatt berichtet, v. Kotze mit der Person, die ihn angeschossen hat, ausgesöhnt! Ganz bezeichnend ist übrigens, daß niemand von den Leuten, die vorher wußten, daß eine eklatante Gesetzesverletzung vor sich gehen solle, die Pflicht in sich gefühlt hat, dem Kaiser als obersten Gesetzeshüter oder zum mindesten der Polizei von dem geplanten Vergehen Mittheilung zu machen, damit eine in der Zeil des Umsturzes doppelt gefährliche Gesetzesverletzung verhütet werde. Ganz kurios ist es ferner, daß die Polizei selber vorher auch nicht die Bohne von dem Vergehen gewußt hat, und nicht im stände gewesen ist, die Prügelei zu verhindern, bei der ein Menschenleben— sei es für die Mitmenschen nun von Werth oder nicht, so immer- hin doch ein Menschenleben— in schwere Gefahr gebracht wurde. Eins noch. Das Vergehen, das schon vorher von unterrichteten bürgerlichen Blätter» angekündigt worden ist, soll in der Sitzung eines Vereins, der U n i o n s k l u b heißt, und wohl leicht auf- zufinden sein wird, in aller Form beschlossen worden sein. Ist es an sich zwar ausfallend, und für den gesitteten Bürger be- unruhigend, daß sich die Sicherheitsorgane nicht im stände gezeigt haben, die Ausführung dieses Beschlusses zu inhibiren, so mag das in der Schwäche, die allen menschlichen Institutionen nach der christlichen Glaubenslehre anhaftet, begründet erscheinen. Immerhin aber darf doch wohl erwartet werden, daß der Staatsanwalt sich jetzt energisch mit einem Verein be- faßt, der seine Sitzungen mit derart offenkundigen Vergehen gegen die Strafgesetz- Paragraphen des Reiches der Gottesfurcht und frommen Sitte ausfüllt. Der Pflichteifer unserer kompetenten Gesetzeshüter, der sich Sozial- demokralen gegenüber oft in den unbedeutendste» Angelegenheiten bekundet hat, wird es gewiß nicht ohne vorläufige polizeiliche Schließung des Unionklubs und nachfolgender Anklage gegen diverse seiner Mitglieder abgehen lassen. Uns wundert sehr, daß noch keine derartige Mittheilung in bürgerlichen Blättern vorliegt. Angesichts dieser Affäre wird übrigens einigen bürgerlichen Blättern recht schwül ums Herz. Das„Berliner Tageblatt" meint; „Was muß es wohl für einen Eindruck auf die naiven Ge- müther im Volk und auf die durchaus nicht naiven Gemüther in den sogenannten gebildeten Ständen machen, wenn sie er- fahren, daß die berufensten Vertreter unserer staatlichen, religiösen und gesellschaftlichen Ordnung, wenn Männer aus der un- mittelbaren Umgebung des Kaisers allen staat lichen Gesetzen, allen kirchlichen Verboten zuwider einen Zwei- kämpf mit einander ausfcchten, und zwar, um den Gegensatz zwischen dem Soll und dem Ist noch ins unendliche zu vev schärfen, an dem Sonnabend zwischen dem Charsreitag und dem Ostersonntag! Die Volksempfindung läßt ihrer nicht spotten. Was aber ist es anderes als Hohn und Spott auf die heiligsten allgemeinen Empfindungen, wenn Männer wie die genannten sich mit Hintansetzung aller religiösen Satzungen und aller staatlichen Verbote einander vor die Pistole fordern? Das sind die rechten kräftigenden Vorbilder nicht, um die Ein flüsse der grundstürzenden Mächte von dem Volke abzuhalten." Das„Berliner Tageblatt" möge sich beruhigen. Das Volk empfindet nur Ekel und Abscheu vor der sauberen Atmosphäre, in der sich der Schmutz des„Falles Kotze" ablagern konnte. Dies Gefühl ist bereits derart geweckt, daß es durch das Duell wirk- lich kaum noch gesteigert werden kann. Die„Vossische Zeitung" schreibt nach einer Betrachtung des Falles: „Welcher Hohn liegt darin", welcher Hohn auf Religion, Sitte und Ordnung, auf alle gesunde Vernunft! Und eine Ge- sellschaft, die diesem öden Molochsdienst fröhnt, macht eben jetzt ein Umsturzgesetz! Der Kaiser hat sich durch den Flügel adjutanten v. Moltke wiederholt nach dem Befinden des Herrn v. Kotze erkundigen, die Erbprinzessin von Meiningen hat ihn, mit den herzlichen Glückwünschen zu seiner Freisprechung ein prachtvolles Blumengewinde überreichen lassen. Wir verzichten nothgedrungen auf die eingehende Erörterung des Eindrucks, den dieser ganze„Fall Kotze" auf die große Mehrheit der Nation machen muß. Moderne? Ehristenthum. Ein Berichterstatter meldet: „Eine Massentaufe wurde am ersten Ostcrtage in der Kirche zum heiligen Kreuze vorgenommen. Es waren weit über 100 Täus- linge zur Stelle, welche in vier Abtheilungen vertheilt und dann in Masse getauft wurden. Die Tauszeugen und Pathen füllte» reichlich die halbe Kirche aus. Feierlich war diese Handlung aber nicht. Die Kinder schrien aus Leibeskräften und die Erwachsenen ergingen sich zum theil in recht rohen Scherzen." Ei» liebliches Stückchen StaudeSbewußtsei» offenbarte am Dienstag Mittag gegen 1 Uhr ein Arzt. Am Ruminelsburger Platz fiel um diese Zeit ein Arbeiter plötzlich in Krämpfe. Er war mit dem Kopfe ans das Straßenpflaster geschlagen und hatte schwere Verletzungen erlitten, die zunächst provi- sorisch von dem in der Mühlenstraße wohnenden Barbier Eisen verbunden wurden. Inzwischen war ein Arzt herbeigeholt worden, der die Beförderung des Verletzte» in ein Krankenhaus anordnete. Es wurde zu diesem Zweck eine Droschke herangerufen und nun verordnete der Arzt weiter, daß der schwerverletzte Arbeiter neben dem Kutscher auf dem Bocke platznehine» müsse, während der Arzt selber es sich allein im Innern der Droschke bequem machte. Man kann sich denken, daß dieser Vorfall unter dem zuschauenden Publikum eine nicht geringe Empörung hervorrief. Die Einwohnerschaft Spanbau'S steht unter dein Zeichen der Feuersbrünste. Ein neuer Stadttheil, der sich infolge des großen Betriebes einiger militärischer Fabriken mit fieberhafter Schnelligkeit zu bedeutender Ausdehnung entwickelt hat, jetzt aber wegen der Entvölkerung der Werkstätten wieder zurückgehl und unzählige leere Wohnungen aufzuweisen hat, wird in erschrecklicher Weise von Feuersbrünsten heimgesucht, die, wie die Polizei fest gestellt hat, allesammt böswillig angelegt sind. Die Brände häufen sich neuerdings derart, daß man völlig ralhloS geworden ist. Es brennt stets in neuen, erst wenige Jahre bewohnten Häusern; mehrere Feuer-Versicherungsgesellschaften beginnen, wie wir kürz lich schon mitgetheilt habe», die Verträge mit den in jenem Stadtviertel wohnenden Versicherten zu kündigen. Nachdem erst am Charsreitag wieder ein ausgedehnter Dachstuhlbrand statt- gefunden, wurden Sonnabend und am ersten Feiertag wieder an zwei Stellen Brände angelegt. Leider ist es noch in keinem der zahlreichen Brände gelungen, den Thäter zu ermitteln. Am zweiten Feiertag nachmittags 5 Uhr ertönte von neuem das Feuersigual. Wer mag denn ein Interesse daran haben, daß es fortwährend brennt? Die M i e t h e r doch gewiß nicht, denn es wird ja gemeldet, daß diese gerade in den leerstehenden Häusern fehlen Z Eine verheerende FeuerSbrnnst wüthcte vom 1. Feier. tage, vormittags 10�/4 Uhr ab, bis ziveitcn Ostertag auf dem Grundstück Köpnickerstr. 111, wo sich die Appretur- und Dekatur- anstalt von Otto Blumcnthal befindet. Tie Gebäude sind voll- ständig ausgebrannt. Die Feuerwehr, die unter Leitung des Branddirektors Gicrsberg den Heerd des Brandes mit drei Dampsspritzen und sechs Zügen von der Köpnicker- und Schmid- straße ans angriff, hatte wegen der sehr starken Rauchentwickelung einen schweren Stand. Der Oberfeuermann Keidrich, der eine etwa Lvzährige Dienstzeit hinter sich hat, sowie der Feuermann Rauscher kamen zu Schaden, indem sie unter der Wirkung des Qualms betäubt wurden. Der erstere erholte sich bald soweit, daß er im Dienst verbleiben konnte, der letztere mußte nach seiner Wohnung gebracht werden. Die Ursache des Feuers ist noch nicht ermittelt worden. Die Aufräumungsarbeiten fanden am 2. Feiertage statt, nachdem der Brand inzwischen gelöscht war. Unglücksfall auf der Stadtbahn. Eine überaus schmerz- hafte Verstümmelung erlitt am Montag nachmittag der bei der Stadt- und Ringbahn angestellte Maschinenführer Geisler am Bahnhos Friedrichstrahe. Geisler, der einen von Charlotten- bürg nach Johannisthal fälligen Vorortzug führte, sah sich gezwungen, plötzlich unmittelbar vor der Ausfahrt seine Maschine anzuhalten, weil die große Kolbenstange zwischen Vorder» und Mittelrädern abgebrochen und aus den Bahnkörper gestürzt war. Mit Hilfe des Heizers und einiger Arbeiter versuchte er den Schaden zu repariren und die schwere Kolbenstange wieder in ihr Lager zu legen. Bei dieser Arbeit gerieth G. mit der linken Hand derart zwischen die Stange und das Lager, daß ihm drei Finger der Hand total abgequetscht wurden. Der Verletzte wurde zunächst nach dem Statiousbnreau und von dort nach der königlichen Klinik in der Ziegelstraße geschafft. Ein sehr schwerer Unglücksfall trug sich Dienstag snach- mittag gegen 5 Uhr in der Straße Unter den Linden zu. Vor dem Hause Nr. 16 war plötzlich das Pferd einer Droschke 1. Klasse Nr. 27S9 ausgeglitten und gestürzt, aber sofort wieder auf- gesprungen und durch den zerbrochenen Schcerbaum scheu ge- worden. Das Pferd jagte die Straße entlang und direkt aus den mit lausenden von Spaziergängern gefüllten Bürgersteig. Durch den Anprall an der Bordschwelle schlug der Wagen um, wobei ein im Innern desselben sitzender Fahrgast, augenscheinlich ein Fremder, der sichlmit seinem Koffer nach dem Bahnhos begeben wollte, herausgeschleudert wurde und neben mehrfachen Ver- letzungen am Kopf emen komplizirten Beinbruch davontrug. Der Kutscher, der ebenfalls schwere Verletzungen erlitt, konnte nur mit großer Mühe unter dem vollständig zertrümmerten Wagen hervorgezogen werden. Entsetzliche Verletzungen hat sich der 45 Jahre alte Kauf- mann Adolf Wertens, der aus Meine! stammt und in Britz bei Berlin wohnt, beigebracht.. Vor einigen Tagen brach bei ihm Wahnsinn aus und er wurde deswegen von seiner Gattin in seinem Thun fortwährend scharf beobachtet. Der Zustand ver- schlimmerte sich, und Frau W. ließ am Sonntag ihren Mann aus kurze Zeit in der Werderstr. 7 belegenen Wohnung zurück, um mit einem Arzt wegen seiner Uebersührung nach einer Heilanstalt in Verbindung zu treten. Diese Zeit des Alleinseins benutzte der Wahnsinnige, um sich den linken Unterarm mittels eines Messers in furchtbarer Weise zu zerfleischen. Er hat alle um den Knochen herumliegenden Weichtheile, die Nerven, die Sehnen, das Fleisch, die Adern durchgeschnitten, so daß der Knochen blosgelegt war. Der un» glückliche Mann wurde mittels Krankenwagens nach einer Berliner Klinik gebracht, hatte aber trotz des ungeheueren Blut- Verlustes noch so unbändige Kraft, daß er unterwegs die Fenster zertrümmerte. Im Krankcnhause erwiesen sich die Wunden als so bedenklich, daß den Aerzten nichts übrig blieb, als die Hand und einen Theil des Oberarmes sofort abzunehmen. Ein Kindesmord ist am Sonnabend bei den Ausbaggerungs- arbeiten am Weidendamm entdeckt worden. Am Nachmittag griff die unter der Pferdebahn-Nothbrücke arbeitende Baggermaschine eine Zigarrenkiste auf, in welcher gewaltsam zusammengepreßt sich die Leiche eines neugeborenen Kindes männlichen Geschlechts befand. Der kleine Körper kann höchstens 24 Stunden im Wasser gelegen haben; von der Mutter des Kindes fehlt jede Spur. Selbstmord hat der 47 Jahre alte Schlossermeister Rosen- thal in der Bülowstraße 98 verübt. Die That soll ihren Grund in geschäftlichem Rückgang finden. Vom Omnibus gestürzt ist der 40 Jahre alle Dreher Schreiber aus der Schwedenfiraße 1 am Sonntag Abend gegen 8 Uhr, während er vom Verdeck heruntersteigen wollte. Er fiel in der Friedrichstraße, nahe am Halle'schen Thor, aus den Straßendamm und zog sich eine so schwere Kopfverletzung zn, daß er durch Beamte des 36. Polizei-Reviers nach der Unfall- station I in der Wilhelmstraße gebracht werden mußte. Bei dem Diebstahl eines Ringes ist in der Linienstr. 230 ein ISjähriger Knabe aus der Lothringerstraße, namens Westphal, festgenommen worden. Polizeibericht. Am 12. d. Mts. erhängten sich ein in der Nostizstraße und ein in der Petcrsburgerstraße wohnhafter Mann in ihrer Wohnung.— Ilm 13. d. M. vormittags wurden ein Mann auf dem Michaelkirchplatz und ein zweiter auf dem Haus- voigteiplatz durch Arbeitswagen überfahren und erheblich ver- letzt.— Nachmittags sprang eine Frau an der Möckernbrücke in den Kanal, wurde aber alsbald wieder herausgezogen.— Gegen Abend siel der mit Reinigungsarbeiten an einem Hause am Waterloo-Ufer beschäftigte Portier von der dabei benutzten Leiter und erlitt einen Rippenbruch.— Am 14. d. M. nachmittags wurde in der Ackerstraße ein auf dem Fahrdamm spielender siebenjähriger Knabe durch eine Droschke überfahren und am Kopfe und rechten Bein verletzt.— Abends stürzte in der Friedrichstraße an der Ecke der Kochstraße ein Mann beim Ab- steigen vom Verdeck eines bereits haltenden Omnibus infolge eigener Unvorsichtigkeit herunter und zog sich schwere Verletzungen am Kopfe zu.— In dem vierstöckigen Quergebäude des Grund« stücks Köpnickerstr. 111 entstand vormittags, anscheinend in einem seit längerer Zeit nicht mehr benutzten Maschinenraum Feuer. das sich bald über das ganze zu Fabrikzwecken eingerichtete Gebäude mit Ausnahme des dritten Stocks ansbreitete und auch einen hinter dem Quergebäude befindlichen Anbau ergriff. Die Feuerwehr war bis gegen Abend angestrengt mit dem Löschen beschäftigt, die Aufräumungsarbeiten wurden noch am anderen Tage fortgesetzt. Ein Oberfeuermann und ein Feuermann waren infolge des starken Qualms ohnmächtig geworden und wurden erst auf der nächsten Feuerwache unter ärztlicher Hilfe wieder zum Bewußtsein gebracht.— Außerdem fanden auf den Grundstücken Eisenbahnstr. 17 und Stromstr. 49 erheblichere Dachstuhlbrände statt.— Am 1ö. d. M. fiel ein Schutzmann bei der Verfolgung eines Exzedenten in der Strelitzer- straße hin und erlitt einen Rippenbruch und eine Verletzung des Rückgrats.— Ein Schlossermeister erschoß sich in seiner Wohnung in der Siosenthalerstraße.— Nachmittags wurde in der Spree, an der Weidendammerbrücke, die bereits stark verweste Leiche eines Mannes angeschwemmt. WitteruugSiibersicht vom 16. April 18SZ. Stationen. Swinemünde Hamburg. Berlin.. Wiesbaden. München. Wien.. aparanda etersburg ork... ZIberdin.. Paris.. » 1 ü S sä S.S.: g-Q s?| ja 765 765 764 762 762 762 762 753 758 767 759 o s -ff Ä I ONO OSO Still NO NO Still N St OSO WNW OSO 2 1 3 3 4 I 4 1 2 ietter H heiter halb bedeckt wolkenlos wolkenlos wolkenlos wolkenlos wolkenlos bedeckt wolkig heiter wolkenlos -»*** H 3� i-ffi is» SS m 5 8 7 10 4 6 —5 —3 8 8 10 Wetter-Prognose für Mittwoch, 17. April>863. Trockenes, vorwiegend heiteres Wetter mit schwachen nord- östliche» Winden, kühler Nacht und ziemlich hoher Tagestemperalur. Berliner Wetterbureau. TTzeelkvr. NeneS Theater. Du sollst auf Vater und Mutter schießen, wenn's das Kommando verlangt! Dies neupreußisch- militärische Diktat ist das Fundament, auf dem sich Richard Skowronnek's Schauspiel„Im F o r st h a u s e", das am Ostersonntag im Neuen Theater zum ersten Male gegeben wurde, aufbaut. Nicht wörtlich im übertragenen Sinne befolgt der junge Oberförster Anton Spalding das weltbekannt gewordene Gebot. Sein Vater, der königliche Förster, hat einen Holzhandel mit dem schuftigen Kaufmann Weschkalnies aufgethan. Wesch- kalnies war der Verführer und der alte Förster ließ sich zur Zeit, da ein großer Raupenfraß die Kontrolle erschwerte, bewegen, Holz aus den königlichen Forsten zu unterschlagen. Was ihn zur Untreue verführte, das war allzu schwache Liebe zu dem Sohn, dem Anton. Der sollte Karriere machen um jeden Preis; und der Junge fragte nicht, als er studirte und später Offiziersrang bekleidete: Wo nimmt mein Vater, der königliche Förster mit 400 Thalern Gehalt, das Geld her, das die Vor- bereitung zur„glänzenden Karriere" verschlingt? Er sollte auf vornehmem Fuß leben und der Vater mußte Schulden um Schulden machen; und als die Roth überhoch gestiegen war, hatte der Verführer leichtes Spiel. Nun war Anton Oberförster ge- worden; sein Vater soll in wenigen Tagen ein Jubelfest feiern. Vor 50 Jahren war der alte Spalding in königliche Dienste ge» haus bringt, endet der alte Mann durch Selbstmord. die Ausgaben " Sarajevo, 15. April. Das treten. Aber statt des Jubiläums erwartet den Alten der Tod. I das neue Organ mit dem 1. Juli cr. erscheinen kann. Falls die fanden. Bei Trifail erfolgte gleichfalls ein Felsabsturz; in Sein eigener Sohn, der heimgekommen war und durch einen Kosten eines eigenen Fachblatts zu groß werden, ist danach zu Laibach wurden insgesammt etwa 25 Erdstöße wahrgenommen; Mitschuldigen von der großen Holzunterschlagung erfährt, wird streben, daß die Holzarbeiter- Zeitung" als Verbandsorgan ein bisher wurden dort 2 Todte aufgefunden. In der Ortzum Ankläger. Auf alle Empfindungen der Menschlichkeit hat geführt wird. Rodica Ein erheblicher Theil der zur Berathung vor- schaft find mehrere Häuser eingestürzt, drei feine starre Offiziersehre nur eine einzige Antwort: die Pflicht, liegenden Anträge betraf Statutenänderungen. Die Kinder wurden getödtet und deren Eltern verletzt. In das Kommandos. Che seine Denunziation den Vater ins Zucht- Beiträge wurden von wöchentlich 10 Pf. auf 15 Pf. erhöht; Mannsburg ist der Hochaltar eingestürzt. In Graz Das Schauſpiel„ Im Forsthause" ist die dramatische Erstlings- Extrasteuerfür lokale Zwecke sind nach wie vor durch fand nachts 11 Uhr 15 Min. ein Erdbeben statt, das 15 bis arbeit von Skowronnet. Ghe er spekulativ der Kinderstuben- als vier Wochen frank oder arbeitslos ist, wird auf sein Gesuch piccolo werden Erdstöße gemeldet. der einzelnen Filialen zu decken. Wer länger 20 Gefunden dauerte; auch aus Salzburg, Bozen und LussinTheatralit sich ergab, weil der weil der ungefalzene Spaß den vom Beitrag befreit. Die Unterstützung für Mitglieder aus. In vielen Orten Bosniens und der Herzegowina fanden um sahlungsfähigen Flachtöpfen, die in überwiegender Mehr- ländischer Organisationen wurde, anstatt auf bisher 50 Pf., auf 11 Uhr 15 Min. nachts und 6 Uhr 45 Min. früh wiederholt heit unsere Bühnenhäuser bevölkern, am meisten noch das doppelte festgesetzt; sobald sie ihrer Vereinigung 13 Wochen an- von unterirdischem Getöse begleitete Erdstöße statt. Bozen, Behagen bereitet, strebte er ernsthafteren Problemen nach, gehört haben, zahlen sie beim Uebertritt fein Eintrittsgeld. 15. April. In der vergangenen Nacht um 11 Uhr wurden Das zeigt eben sein Drama Im Forsthause". Freilich schon in Der Antrag, die Höhe der Reise- und Arbeitslosen hier zwei Erderschütterungen verspürt; von der hiesigen Pfarrdieser Arbeit offenbart fich bei Stowronnet der Sinn für alles unterstügung statuarisch festzusetzen, wurde verworfen; die firche löften sich Mauerstücke los. In Gries wurden theatralisch- äußerliche und die Unzulänglichkeit, mit wirklicher Unterstüßungen werden also wie bisher je nach Lage der Kasse ebenfalls Erderschütterungen wahrgenommen. Agram, Künstlerkraft ängstlichen Drang und tiefe Seelennöthe der gewährt. Mit Einstimmigkeit beschloß man, den Titel des Ver- 15. April. Hier fanden um 11 Uhr 18 Min., 1 Uhr 8 Min. Menschen zu beleuchten. Ueberall fommt es zu lärmenden bandes dergestalt zu ändern, daß fünftig auch weibliche Per- und 4 Uhr 15 Minuten nachts schwache wellenförmige Explosionen, aber kein echter Naturlaut rührt und erschüttert den fonen Aufnahme finden tönnen. Statistische Erhebungen sollen Erdstöße statt, deren erster längere Zeit andauerte. Schaden Hörer. Um starte Spannung zu erzielen, muß der Autor in so in Zukunft alljährlich vorgenommen werden. Der nächste Ver- wurde nicht angerichtet. Rom, 15. April. grellen Kontrasten arbeiten, wie er sie zwischen Vater und bandstag findet im Jahre 1898 in Würzburg statt. In Wies- meteorologische Bureau meldet: Gestern Abend 11 Uhr 17 Min. Sohn in einem Maß errichtet hat, das die Lebens- baden nimmt der Vorstand seinen Siz wie bisher, und in Berlin wurden in Verona, Belluno, Padua, Venedig, Rovigno, Piacenca, wahrscheinlichkeit weit übersteigt. Ungeheuerliche Entschlüsse der Ausschuß. An den Verbandstag schloß sich am Abend des Ferrara, Pesaro, Macerata und Florenz Erderschütterungen verkönnen in jeder Menschenseele reifen. Aber 11111 fie zu 15. April ein Kommers in Schmiedel's Festsälen, der Telegirte spürt. In Venedig dauerte die Erschütterung 12 Sekunden; begreifen, muß man sie auch mählig reifen sehen. Wie sie aus und Gäste bis in die Morgenstunden beifammen hielt. derselben waren andere kleinere Erdstöße mit unterirdischem dunklen Grundstimmungen entstehen, wie sie wachsen, was einVou der Mittelstands Partei. Ein Verband deutscher Rollen vorausgegangen, die sich nach dem Erdbeben wiederstürmt auf den Menschen, bis seine Entschlüsse Form und Gestalt Mittelstände" hielt am 16. April in Berlin feine erste„ große" holten. Die seismographischen Instrumente zeigten das Erdgewinnen, das wird eine wahre Dichternatur zunächst an einem Hauptversammlung ab, die aufs deutlichste zeigte, wie schlecht die beben auch in Siena und Pavia an. Auch in Ravenna und Broblem intereffiren; davon steht in Skowronneks Schauspiel Aktien dieser neuen Partei stehen, die auf den Kampfplan ge- Airlo wurde in der letzten Nacht ein Erdbeben wahrgenommen. blutwenig geschrieben. Ihm kommt es auf die überraschende treten ist mit der Versicherung, daß sie allein im stande sei, den In vergangener Nacht wurde eine starke Erderschütterung in Teiten, an. Ein wehtlagender Monolog und Anton Spalding, der 11 Ortsgruppen, meist thüringische Städte. Man kann sich dem ersten Erdstoße andere weniger heftige. Viele Leute flüchteten junge Oberförster ist fertig mit sich. Er ist Offizier, damit einen Begriff machen, welche Zahl hinter den Delegirten steht, ins Freie. In Treviso stürzte das erschreckte Publikum aus dem auf seinen Vater schießen; das wenn man bedenkt, daß u. a. aus Luckenwalde ein Delegirter Theater, mehrere Schornsteine sind eingestürzt. gebietet das soldatische Kommando. Der Autor eine theatralische Berechnung aufzustellen, aber einstimmig" gewählt sei- darum nämlich, weil er in seiner Erderschütterung verspürt, welche eine Panik hervorrief; ein Hier versteht wohl erschienen war, der mit Stolz von sich sagen konnte, daß er 15. April. Gestern Abend wurde hier und in Verona eine starte schöpferisches Sinnen ist nicht sein Wesen. Ist die Menschenseele Heimath allein die„ Ortsgruppe" repräsentirt. Aus den Berichten Schaden wurde nicht angerichtet. zur trockenen glatt funttionirenden Maschine geworden, was soll der Delegirten ging hervor, daß die Klagen über mangelndes sie dann im Mittelpunkt einer Tragödie? Sollte dargethan Entgegenfommen der Kleingewerbetreibenden nur dort ertönen, der Arnulfstraße ein Zusammenstoß zweier Züge der Trambahn; In München erfolgte am Montag nachmittag 5 Uhr in werden, wie blutwarme Menschlichkeit sich aufbäumt gegen ein wo die Sozialdemokratie schon Gelegenheit gefunden hat, die einer fuhr in die Flanke des anderen. Ein Wagen, der stark beSystem, das die vielfältige Beweglichkeit der Seele falt, grausam Kleinbürger über ihre Zukunft genügend aufzuklären. Der Name setzt war, wurde total zertrümmert, doch wurden nur 6 Personen und brutal zur uniform wirkenden Maschine gerne umwandeln der Partei wurde abgeändert in Mittelstands. Partei; das Programın, leicht verletzt. Als Ursache des Zusammenstoßes wird angegeben, möchte, warum hat der Autor geschwiegen? Hätte er gesprochen oder hätte er zu sprechen gewußt, dann( Front gegen den Bauschwindel, gegen unlauteren Wettbewerb, Nymphenburg kam, eingefahren war. das die bekannten zünftlerisch- antisemitischen Forderungen enthält daß der Zug ab München nicht wartete, bis der Zug, der von wäre ihm auch jener Theil im Publikum voll Theilnahme ge- Gefängnißarbeit, gegen die Konsumvereine" 2c. 2c.) wird erweitert folgt, der gerade den lautesten Explosionen in dem Stücke fühl, durch die Punkte: Ausbildung des progressiven Steuersystems, unsere schneidigen Hüpel und Hohlköpfe mit Vorliebe berufen, Der Duellunfug ist in der guten alten Zeit", auf die sich mitunter ironisch gegenüberstand. Der theatralischen Gewandt- Verstaatlichung der Reichsbank und Zahlung von Diäten an die vom obersten Kriegsherrn" feineswegs mit besonders freundheit, die Skowronnet selbst in seinem Erstling bewies, war Abgeordneten der Parlamente. Bei der Ersatzwahl in Lennep- lichen Blicken betrachtet worden. In den Kriegsartikeln, welche übrigens der starke Beifall, der zum Schluß des Dramas nach- Mettmann will die„ Partei" für den Kandidaten des Bundes Friedrich II. von Preußen 1749 erlassen hat, findet sich über den ließ, zu danken. Die Darstellung deckte sich meist mit dem der Landwirthe stimmen. Diese letztere Organisation will man weikampf die folgende Bestimmung: Charakter des Stückes; auch sie war mehr auf äußere, als innere sich auch in anderer anderer Beziehung zum Muster nehmen; Wirkung bedacht. basta. Also muß er Versammlungen. = " -O Venedig, Insonderheit aber sollen diejenigen, welche duelliren, wann der Organisations= Plan ist schon ganz Darauf zu daben eine Entleibung vorgeht, ohne Gnade aufgehänget, wann geschnitten. Die eigentlichen Biele der Mittelstandspartei aber keine Entleibung geschieht, es mag jemand verwundet werden präzisirte ein Herr Dr. Linte aus Altenburg dahin, daß oder nicht, nach Beschaffenheit derer Umstände, mit ewiger man dahin streben müsse, daß sich beide Vereinigungen des Vestungsarbeit, oder anderer harten Leibesstrafe, auch bey denen, Der 7. Verbandstag des Zentral Verbandes der Mittelstandes, Bund der Landwirthe und Mittelstandspartei, so eine Capitulation haben, mit deren Verlust bestrafet werden. Glaser ze. hatte eine Reihe Vertreter aus den Städten Ham- gegenseitig ergänzen. Wenn der Bund allerdings keine Kon- Diese Bestimmungen beziehen sich allerdings nur auf die burg, Dresden, Wiesbaden, Berlin, Würzburg, Stuttgart, Freis sessionen machen wolle, so werde er ganz entschieden bekämpft Unteroffiziere und Gemeinen, die als eine Art Kriegssklaven oft burg, Leipzig, Chemniz, Stettin, Offenbach, Mannheim, Köln, werden und die Mittelstandspartei werde dann auch die Bauern, mit vielen Schlichen und Unkosten geraubt und geworben wurden, Pirmasens, Karlsruhe, Gera und Gießen während der Oster- die ländlichen Mittelstandsmänner, um ihre Fahnen sammeln. und daher einen nicht unbeträchtlichen petuniären Werth hatten. feiertage in den Arminhallen" vereinigt. Für die General- Vorläufig hat's noch gute Wege, ehe sich die phantasievollen Kommission war Sabath aus Hamburg delegirt. Groll aus Worte in Thaten umsetzen lassen. Den neuen Vorstand der Wiesbaden, der derzeitige Vorsitzende, hob in seinem Rechen- Partei bilden zum größten Theile im Lager der Bünftler stehende fchaftsbericht hervor, daß die ungünstige Geschäftslage auch Handwerker. auf die Entwickelung des Verbandes hindernd eingewirkt hat. Seit 3 Jahren jedoch ist die alte, theilweise zünftlerische Strömung verdrängt durch den Geist, der die moderne Arbeiterbewegung charakterisirt, und es sind gegenwärtig in 56 3ahlstellen zirka 1400 zahlende Mitglieder vorhanden. Größere Kämpfe waren außer in Berlin in den letzten drei Jahren, für welche der Bericht gegeben wird, nicht zu verzeichnen. Der Feldzug, den die sächsischen Behörden gegen die Gewerkschaften führen, hat Tandemannschaft der Schleswig- Holsteiner. Mittwoch, den 17. April, abends 8% Uhr: Geschäftliche Sigung im Bereinslotal, Kommandantengarten", Kommandantenstraße 10-11.nding Vermischtes. Für Offiziere, welche der hungrige und beutegierige preußische Adel im Ueberfluß stellen konnte, war der Marktpreis im Verhältniß geringer, und daher wurden diese bei Duellvergehen etwas glimpflicher behandelt. behörde eine Belohnung von 300 M. ausgesetzt worden. Auf die Ergreifung zweier Räuber ist von der PostDie Personenpost zwischen Sonderburg und Gravenstein wurde kürzlich zur Nachtzeit überfallen und um mehrere tausend Mark beraubt. Verdächtig ist außer einem Tischlergesellen Peter Thomsen, ein Däne Christian Hansen" aus Kopenhagen, der wahrscheinlich mit dem aus dem Gefängniß zu Kolding entsprungenen Sträfling Ein bedentendes Erdbeben hat in der Nacht vom Junge ein und dieselbe Person bildet und sich abwechselnd für auch die dortigen organisirten Glaser veranlaßt, die Sonntag zum Montag fast das ganze südliche Desterreich, sowie einen Zimmermann, Stellmacher und Maschinenbauer ausgiebt. Organisationsform entsprechend zu verändern. Für den einen großen Theil Italiens heimgesucht. Eine Reihe Depeschen Er wird als ein außerordentlich geriebener Mensch geschildert. Ausschuß erstattete Hackebeil aus Berlin Bericht. Aus melden folgende Einzelheiten: Krainburg, 15. April. Gestern der Rechnungslegung des Kassirers ist hervorzuheben, Abend bald nach 1114 Uhr wurde hier ein heftiges Erdbeben wurden, wie aus Brüssel gemeldet wird, am Sonntag durch eine Fenersbrunft. In Faly- ley- Caves, Provinz Brabant, daß in drei Jahren 1892-94 39 430. eingenommen wurden. verspürt. Ein Erdstoß dauerte 20 Sekunden. Bis 4 Uhr früh Feuersbrunst 12 Häuser und 3 Scheunen zerstört. Die Ausgabe erreicht die Höhe von 34 942 M.; Darunter find wurden 16 Erdstöße wahrgenommen. Die Verluste 5706 Reise und 3680 M. Arbeitslosenunterstützung. Mit Ein im Freien. Viele Gebäude erlitten Beschädigungen. Wien, Feuer soll durch Brandstiftung entstanden sein. Die Bewohner kampirten find beträchtlich, 30 Familien find obdachlos geworden. Das rechnung eines Refervefonds war der Bestand der Hauptkasse 15. April. Das heute Nacht verspürte Erdbeben scheint sich auf Feuer soll durch Brandstiftung entstanden sein. 5043. Gegen die geschäftsführenden Organe des Verbandes den ganzen südlichen Theil der Monarchie erstreckt zu Ein spanisches Vergnügen. Aus Barcelona wird wurden Beschwerden nicht erhoben, das Verhalten des früheren haben. Besonders heftig trat es in Krain, Triest und vom Sonntag berichtet: Während eines Stiergefechtes brach ein Vorsitzenden dagegen Don allen Seiten scharf fritisirt. im Küstengebiete auf. Ueberall sind zahlreiche Gebäude be- Stier in den Zuschauerraum ein und rief eine Panik hervor. Der von mehreren Filialen geftelte Antrag: Ueberschädigt. In Laibach wurden 10 Personen schwer verletzt. Die Gin Gendarm tödtete den Stier mit einem Gewehrschusse, vertritt in den Holzarbeiter Verband, gab zu erschreckte Bevölkerung mehrerer Krainer Städte verbrachte die wundete aber mit demselben Schuffe einen Zuschauer, welcher einer längeren Debatte Anlaß. Während die Freunde des An- Nacht im Freien. Auch aus Graz und Agram werden Erdstöße starb, als er fortgetragen wurde. Bei der durch diesen Vorfall trages, meist Süddeutsche, einen solchen Beschluß ihren lange gemeldet. In Wien wurde um 11 Uhr 30 Minuten nachts ein hervorgerufenen Banik erhielten zahlreiche Personen Verlegungen. gehegten Wünschen entsprechend aufs wärmste empfahlen, schwacher Erbstoß festgestellt, der meist unbemerkt blieb, aber befürworteten die anderen Redner, zum theil, weil in der Uhren und Telegraphen- Apparate theilweise zum Stehen brachte. Glaserei noch Kleinproduktion vorherrschend sei, zum anderen Fortgesetzt laufen Meldungen ein über Erdbeben, die in Theile, weil das Gewerbe der Glasindustrie näher stehe als verschiedenen Orten der südlichen österreichischen Provinzen stattder Holzindustrie, die Ablehnung. Die lettere Meinung fiegte; gefunden haben. Die Dauer der Erdstöße schwankte zwischen Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Zahl) auch der Antrag mit den Holzarbeitern in ein Kartellverhältniß 15 und 26 Sefunden. Der angerichtete Schaden ist zum größten zu treten, fand keine Annahme. Das Verlangen, daß an stelle Theil unbedeutend; es sind zahlreiche Schornsteine eingestürzt, Maurer Kongreß, Halberstadt. Der Bericht, für dessen des jetzigen Fach organs, Der Glafer" ein anderes heraus- die Gebäude erhielten Risse. Auf dem größten Theile der Süd- Busendung wir bestens danken, traf erst in später Stunde ein, gegeben werde, das Verbandseigenthum fei, war fast allgemein bahnstrecke Wien- Triest, in Marburg, Franzensfeste und Ala als alle Dispositionen über den Raum des Blattes getroffen vorhanden. Das Blatt soll, wie es in einem am Ende der Dis- wurde um 11 Uhr 17 Min. ein 10 Sekunden dauerndes Erd- waren. Wir bitten deshalb, seine Zurückstellung bis zur nächsten tuffion angenommenen Beschlusse heißt, in der Weise fundirt beben verspürt, dem später wiederholte kürzere Erdstöße folgten. Nummer freundlichst zu entschuldigen. werden, daß die Einnahmen und Ausgaben sich decken. Der Am stärksten war der Erdstoß im Save- Thale, wo auf der Freireligiöse Gemeinde. Bitten in betreff des VereinsVorstand wird beauftragt, alle Vorbereitungen zu treffen, damit| Strecke Hrastnig- Sagorsava nicht unbedeutende Felsstürze statt- talenders gefälligst einmal auf der Redaktion vorzusprechen. Dr. M. Guttmann, Arzt, wohnt jetzt: Brunnenstrasse 16, 493b I Treppe. Sargmagazin Uhren reparirt gut und, dauerhaft W. Klawitter, Sprquerstraße 14, III. u. Beer- 635b digungsfomtoir, Schuhmacher, Sminemünderstr. 142. Briefkaffen der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Charlottenburg. Bestes Puzmittel der Welt! Herren- Hüte 1,25 Zur Einschulung empfehle den Ge nossen Schulmappen, Tafeln, Federfaften, Schreibhefte, sowie sämmtliche Schulartikel in größter Auswahl. Luchstoff- Neste A. Fiedler, Strummeſtr. 28. W. Pahr, zu Knabenanzügen, Gelegenheitskauf, Arbeitsanzüge Brunnenstr. 112. spottbillig. Herrenhosen- Reste 5 M. Münzstr. 4, Engel. 66. Resterhandlung. 66 Billig Reste zu Knaben- Anzügen von 1 M. Große Anzüge von 7 M. an 2815 bis zum feinsten Kammgarn, auch pass. zu Einsegnungs- Anzügen. Große Aus wahl in Paletotstoffen, sowie zu Früh jahrs- und Sommermänteln, Jaquets, Plüsch, Atlas, Seide, Sammt u. Spizen. Auf Wunsch alles zugeschnitten, auch angefertigt. 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Ein Sommernachtstraum. Dentsches Theater. Hamlet. Leffing- Theater. Unter vier Augen. Niobe. Vorher: Berliner Theater. Heimath. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Nenes Theater. Raskolnikow. Schiller- Theater. Die Karolinger. Rehdenz- Theater. Fernand's Che kontrakt. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Central- Theater. Unsere Rentiers. Alexander- Play- Theater. Durchgegangene Weiber. Alle 5 Barrisons. National Theater. Die lebende Brücke. Theater Unter den Linden. Dorothea. Rund um Wien. Bellealliance- Theater. Der Mann im Monde. Reichshallen Theater. täten- Vorstellung. Speziali Naturkunde. Dreimal donnern des Hoch. Am Landes- Ausstellungspark 631b ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Der Pfropfen- Verein Wedding. Arbeiter- Bildungsschule General- Versammlung Unferm lieben Vater A. Räder am Mittwoch, den 17. April 1895, abends 8 Uhr, in den Arnimhallen, Kommandantenstr. 20. Zages Ordnung: V zu seinem heutigen Wiegenfeste ein Täglich Vorstellung im wissenschaft- bonnerndes Hoch! lichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Feen- Palast Burgstr. 22, neben der Börse. Nur noch bis zum 30. d. Mts. 4 Geschwister Marteppi. Lebende Marmor- Tableaux. Mr. Petram's. International und Original ,, Theatré Fantoche Chaugeant. Brothers William. Troupe Latori. Helma de la Croix. Eduardo Sturla und Clown Bobbi. The trec Quatoris. Mr. Pertois. Riondé und Runge. Carl Jörgensen. Klufti und Mufti. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 61/2 Uhr. American- Theater. Spezialitäten Passage- Panopticum. Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenSchiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Mittwoch, den 17. April, abends 8 Uhr: Die Karolinger. Donnerstag, 18. April, abends 8 Uhr: Die zärtlichen Verwandten und Ein Strafrapport. Freitag, den 19. April, abends 8 Uhr: Die zärtlichen Verwandten und Ein Strafrapport. Sonnabend, 20. April, abends 8 Uhr: Kabale und Liebe. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Mar Samft. Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Die lebende Brücke. Großes Sensationsschauspiel mit Musik in 4 Aften( 11 Bildern), nach dem Englischen von Sutton Bane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst.. Raffenöffnung 6/2 Uhr.- Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Emil Thomas a. 6. Novität! Sum159. Male: Novität! Unsere Rentiers. Neu! Eine Fahrt auf dem Golf von Neapel. Charlottenburg, 11' Bismarcks- Höhe". Heute, Mittwoch, den 17. April: Einmalige Soiree der Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Refervirter Sitz 75 Pf. Raffeneröffnung 6/2 Uhr. Zum Schluß: Der Orchesterver. in Friesad. Urkomisches Ensemble v. August. D. D. Todes- Anzeige. Sonnabend, den 13. April, verstarb nach schwerem Leiden mein lieber Mann, der Zimmerpolier Carl Herzog im 55. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 18. April, mittags 1 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses„ Am Urban" aus nach dem Neuen Jakobi- Kirchhof in Briz statt. 629b Um stilles Beileid bittet Marie Herzog geb. Hempler. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten, welche unserer innigftgeliegten guten Mutter, Schwieger- und Großmutter in herzlicher Theilnahme zur letzten Ruhestätte begleiteten und ihr als letzten Gruß so schöne Blumen tränze gespendet haben, sagen wir unseren tiefgefühltesten Dant. Bertha Schwarz geb. Marzahn. Paul Schwarz, Schwiegersohn. Arthur Schwarz, Entel. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, sowie dem Beerdigungsverein Berliner Zimmerer für die zahlreiche Betheiligung bei der Beerdigung meines Mannes, des Zimmerers Herm. Oswald sage den herzlichsten Dank. Die trauernde Wittwe. Danksagung. Für die bewiesene herzliche Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters und Schwiegervaters, des Kaufmannes Anton Graebsch durch Worte, Kranzspenden und Grabegeleit sagen wir allen Freunden, Bekannten u. Verwandten unseren tiefgefühltesten Dant. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. 632b 63/5 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht des Kassirers und der Revisoren. 3. Wahl des Gesammt vorstandes und zweier Revisoren. Wir ersuchen alle Mitglieder dringend, recht zahlreich zu erscheinen. Mitgliedsbuch als Legitimation bitten mitzubringen Der Vorstand. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 21. April, vormittags präz. 10 Uhr, im Saale der Brauerei ,, Friedrichshain"( Am Königsthor): Uebungskunde. Vorbereitung zur Maifeier 1895. " 664 ( Bedingungsloses Mitwirken des Arbeiter- Sängerbundes zc. laut Beschluß.) Die Vereine find verpflichtet, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. ( Siehe Annonce vom 7. April im Vorwärts". Der Vorstand. Achtung! Den Arrangeuren zur Kenntniß! Die Nachweisung von Vereinen erfolgt nur durch die Obleuten. Für den 1. Kreis: A. Hübner, Wilhelmstraße 134. 2. Kreis: 0. Rasche, Mariannenstraße 17. 3. Kreis; Fr. Kortum, Manteuffelstr. 49. 4. Kreis: A. Kaiser, Bücklerstr. 54. 5. Kreis: R. Meyer, Mariannenstr. 2. 6. Streis: A. Neumann, Basewalkerstr. 3. D. D. Allgemeiner Verein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands, filiale Berlin. Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, den 18. April 1895, abends 6 Uhr, im Saale Wernan, Rofenthalerstr. 57. Tages Drdnung: S 1. Unsere wirthschaftliche Lage. 2. Ergänzungswahl des Zentral- Bor standes. 3. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand. Künstl.Zähne Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Rep. MACHT sof.Theilz. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. STARK GESCH Butter Arbeiter Berlins! 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Fertige Damen- und St. Urban für den erhebenden Gesang Kinderkonfettion.Herrenstoffe z. Anzügen. meinen innigsten Dant. 633b KinderwagenCarl Schäler. Danksagung. Allen und Castan's Panoptikum. Noch nie dagewesen! Rogen, wie dem Meiſter Herrn Brojahn unfern herzlichsten Dank für die Theilnahme bei der Beerdigung Paul Alberti und Frau. Große Poffe mit Gefang und Tanz Die Riesen des dunkeln Erdtheils: unseres Sohnes Paul. in 4 Atten von Wilhelm Mannftädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödshofer. Die Dinka, In Szene gesetzt vom Dir. R. Schult. 40 Männer, Frauen u. Kinder. Anfang 1/28 Uhr. Adolph Ernst- Theater Zum 25. Male: Madame Suzette. Baudeville- Posse in 3 Atten von Ordonneau. Musik von Edmond Audran.( Novität.) In Szene gefeht von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Die Raffe ist von vormittags 10 Uhr ab ununterbrochen geöffnet. Unter den Linden 21. Täglich abends 8 Uhr Nur noch kurze 19 Zeit. Ben- Ali- Bey Oriental. Magie. Preise: 3, 2 und 1 M. 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Die Lage der Rahmen- u. Leiftenvergolder. 2. Kassenbericht. 3. Wahl der Preßkommission sowie des Schriftführers. 4. Verschiedenes. 269/5 Die Ortsverwaltung. Madame Sans- Gene. 57. Bod- Saison. Die 30 000 Dollar- Uhr, Die Weber. Heimath. Anfang 8 Uhr. Donnerstag: Letzte Vorstellung. Täglich:. Militär- Konzert. Anfang 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. mit dem ca. 900 ẞ. gute wollene mit Bordüre und Quer streifen in allen Farben. 2 Mark. leppiche, mit kleinen unbedeutenden Farbfehlern( nichtWebefehl.) bon 3 Mark an. Mardinen Lichtenbergerstr. 16. Säle und Vereinszimmer von 20 bis 500 Personen. 1521L* Arbeitsmarkt. Metalldrucker! Für einen tüchtigen Metalldrucker, sowohl für Silber als Neusilber, ist sofort ein Play in Christiania beim Juwelier P. A. Lie offen. Gesuche m. Beugnißabschriften u. Cohnansprüchen direkt erbeten. Maschinen- Näherin( W.-W.) verlangt Roppenstr. 74, 2 Tr. 423b Verfilberer auf Leisten wird ver langt Rixdorf, Berlinerstr. 71. 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