Nr. 91. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Jernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Auf Alen Freitag, den 19. April 1895. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. t europäischen Militärstaaten an Macht weit überragen wird.| obendrein voraussichtlich von einer Ueberschwemmung mit Der chinesische Riese, der bisher das Kriegshandwerk als asiatischen Arbeitern- Coolies- begleite find jetzt die Augen der Welt gerichtet. Im Osten des eine, gebildeter Menschen unwürdige Barbarei verachtet sein, so daß auch eine Revolutionirung des größten und bevölkertsten Erdtheils, der uralten und ewig hatte, ist durch den Ausgang des Kriegs mit dem Zwerg Arbeitsmarktes bevorsteht. Kurz, wir sind an der jungen Werkstätte der Menschheit", hat eins der beiden Japan eines anderen, wenn auch nicht eines besseren be- Schwelle gewaltiger Umgestaltungen. mongolischen Reiche, die bisher niemals eine Einwirkung lehrt werden; und da die japanische Lehre von den Zwei Mächte sind in erster Linie von der Entwicklung auf die Politik und Entwicklung der sogenannten zivilisirten europäischen Kulturstaaten, wenigstens durch das Beispiel, der Dinge in Asien berührt: England und Rußland. Staaten geübt und auch nur versucht hatten, nachdem es kräftigst unterstützt wird, so ist nicht zu zweifeln, daß das Was werden sie thun? Wir wollen uns nicht in Wahrfich zwei Jahrzehnte lang alle Machtmittel der Zivilisation tolossale Doppelreich im Osten Asiens sehr bald über scheinlichkeits- Berechnungen ergehen, was doppelt thöricht, wo angeeignet hatte, das andere zehnmal so große Mongolen- Armeen und Flotten verfügen wird, die nicht mehr als die nächsten Tage schon feste Grundlagen darbieten müssen. reich, China, mit Krieg überzogen und nach nicht ganz quantité negligeable als unbeachtlicher Werthfaktor- Werden die zwei Nebenbuhler sich verständigen? Werden dreivierteljährigen Kämpfen zu Wasser und Land auf die betrachtet werden können. Mit einem Wort: im Osten sie sich gegenseitig im Schach halten? Oder werden sie die Knie gebracht und zu bedingungsloser Unterwerfung ge- Asiens ist eine neue Weltmacht geboren Gelegenheit benutzen, um endlich einmal die lang aufzwungen. worden. gelaufene Rechnung mit dem Schivert zu begleichen? Als unsere Partei durch ihren Etatredner im Dezember Und nicht blos eine politische, auch eine vorigen Jahres auf die gewaltige Tragweite des Krieges industrielle Weltmacht. Die mongolische Rasse, zwischen China und Japan hinwies und eine vollständige soweit sie durch die Chinesen und Japaner vertreten wird, Verschiebung der Macht- und Weltmarttist törperlich wie geistig hoch veranlagt. Diese sind ausverhältnisse voraussagte, da bekundeten die dauernd und kräftig, fönnen sich fast jedem Klima anpassen, tapitalistischen Rannegießer und Zunftpolitiker ihre Un- sind der Todesfurcht ganz unzugänglich, woraus erhellt, daß wissenheit durch blödes Gelächter. Dieses Volt muß erst sie vorzügliches Soldatenmaterial abgeben, und haben ein 28 e st e n. mit der Nase an die Granitwand der Thatsachen gestoßen außerordentliches technisches und industrielles Geschick. Was werden, ehe es sie sieht es begreift nur, was es greifen die chinesischen Handwerker mit meist sehr mangelhaften Ginstweilen bewachen einander eifersüchtig die russischen und englischen Vorposten auf der Hochebene Mittelafiens, die russischen und die englischen Kriegsschiffe in den Gewässern Ostasiens. Und geht hier oder dort der Tanz los, so werden vom„ Tache Asiens" Lawinen herabdonnern, Länder verheerend auf tausende von Meilen nach Osten und kann und muß. Heute sind alle Parteien und alle Organe Werkzeugen leisten, ist geradezu staunenswerth; und englische Christenthum V und Anarchismus. der öffentlichen Meinung einig darin, daß unsere Auffassung Reisende, welche die letzte Industrie- Ausstellung in Japan In den bevorstehenden Reichstags- Debatten über die vom die richtige war. besucht haben, können die Güte der Waaren nicht genug Zentrum verbesserte Umftursvorlage der Reichsregierung wird es Gestern schon machten wir darauf aufmerksam, daß das rühmen und schlagen die Hände über dem Kopf zusammen viel Augenverdrehen und Bekreuzigungen geben; die Köller und Hauptgewicht des soeben abgeschlossenen Friedens in der von angesichts der fabelhaft billigen Preise. Nieberding werden um die Wette mit den Rintelen und Lieber Japan angestrebten Interessengemeinschaft der Und hier haben wir den Ausgangspunkt der Welt das bedrohte Christenthum ins Feld führen, dieses arme Christenbeiden mongolischen Staaten liege. Japan hat sich mit mar ft Umwälzung, von der unsere europäisch- thum, das infolge der Konzilien und Ketzerverfolgungen, inmarft im Vergleich zu der Größe Chinas- ziemlich geringen amerikanische Industriezivilisation bedroht wird. folge des Mißbrauches, den sein Name durch die Mächtigen Gebietsabtretungen begnügt, aber diese Bescheidenheit Werden die Chinesen in den Strom des japanischen oströmischen Kaiserthrone bis zur bigotten Kaiferin Eugenie er aller Zeiten von der Kirchengründerin Theodora auf dem ist nur scheinbar; in Wirklichkeit hat es die Fortschritts hereingerissen. und daß dies geschehen wird, fahren hat, doch nur noch ein blasfer Schatten des Christenthums chinesische Mauer überschritten und jen läßt sich nun mit Sicherheit erwarten, so geht nicht blos der Apostel und der ersten Kirchenväter ist. Bielleicht wird seits und innerhalb derselben Posto gefaßt. Ganz der ostasiatische Markt für unsere Industriestaaten ver wieder ein entsprechend geänderter Krapotkin oder Bakunin ins Japan steht jezt in China, und bei der Stammes loren, sondern wir haben auch die asiatische Kon Feld geführt werden, um zu zeigen, wie schlecht die Anarchisten verwandtschaft beider Völker und der außerordentlichen kurrenz auf dem europäisch amerikani- über das Christenthum urtheilen. Deshalb wird es Ueberlegenheit der Japaner an Initiativkraft heißt dies sch en Markt. Schon jetzt erzeugen die Japaner, und nicht von Uebel sein, wenn nach der Autorität eines nicht mehr und nicht weniger als die Eroberung zum theil auch die Chinesen, Waaren, die für den europäisch- fonservativen Staatsrechtslehrers, des Professors Dr. Ber China's durch Japan eine Eroberung, die sich amerikanischen Markt passen, dermaßen billig, daß sie nabit") an der Wiener Universität, gezeigt wird, daß, erschrick stetig und voraussichtlich ohne weiteres Blutvergießen bei gleicher Güte zur Hälfte unserer Fabrifpreise, ja thum ihre Berührungspunkte haben, ja, daß das Christenthum nicht, gläubige Menschheit!, der Anarchismus und das Chriftenzwischen beiden Ländern, also, wie wir es zu nennen pflegen: noch billiger verkauft werden können. ursprünglich anarchistisch war. Hierfür nun die Beweise nach moralisch vollziehen wird. Was das bedeutet welche Verschiebung aller Ver- Bernatif: Vom Standpunkt der internationalen Machtfrage aus hältnisse, welche Revolution auf ökonomischem Gebiete Eine erhebliche Neigung, die Afte der staatlichen aufgefaßt will dies besagen, daß vierhundert es bedingt, wenn 450 Millionen förperlich und geistig der Gewalt aus Mitleid und Menschenliebe zu verwerfen, finden fünfzig Millionen Menschen- ncunmal so viel als Veranlagung nach uns voll ebenbürtiger Menschen in den wir endlich im Christenthum. Es wäre in der That auch Deutschland, vier und ein halb al so viel als Rußland, wirthschaftlichen Interessenkantpf mit den bisher herrschenden und dreimal so viel als Rußland und Deutschland zu Industriestaaten eintreten, den Weltmarkt uns streitig Professor Dr. Bernazik. * Der Anarchismus, eine akademische Antrittsrede von sammen genommen, aus zwei Staaten, die bisher auf machen das kann und das möge ein jeder sich selbst Antritt der staatsrechtlichen Lehrfanzel der Wiener Universität. Europa politisch so einflußlos waren wie der am Himmel ausmalen. Und wirthschaftliche Interessenkämpfe werden Beröffentlicht in Schmoller's Jahrbuch für Gesetzgebung, Verhängende Mond, ein Heich geschaffen haben, das, wenn leicht zu politischen. waltung und Volkswirthschaft N. F. 19. Jahrgang( 1895) das Programm der siegreichen Japaner sich erfüllt, alle Die Ueberschwemmung mit asiatischen Waaren würde S. 1 ff. Feuilleton. [ Nachbruck verboten.] 20 Zu Tode gehetzt! Blick und Mund erinnerten doch immer noch etwas an die holde Frische einer Feldblume. " Die wird noch mal einen ordentlichen Mann kriegen!" fagte Schwarz oft zu seiner Frau, wenn beide ihr mit Stolz nachblickten, wie die schlanke Gestalt mit dem Korb am Arm zum Kaufmann einholen ging. Eine Erzählung nach dem Leben von Franz Held. Aus seiner neugewonnenen Ruhe wurde Schwarz durch Schwartz hatte jetzt endlich eine einigermaßen aus eine Zustellung des Landgerichts Allenfels jäh heraus tömmlich bezahlte Stelle gefunden als Portier in einer geriffen. Man hatte ihn wegen Unterschlagung" zu acht großen Fabrit. Er bekam 100 M. monatlich und Dienst Tagen Gefängniß verurtheilt. Allerdings das geringste wohnung. Er athmete auf. Da konnte er für seine leidende Strafmaß. Aber wer sollte unterdessen seine Stelle Frau Medizin kaufen. Und Aunchen würde sich auch ausfüllen? nicht mehr so schrecklich zu schinden brauchen, ja vielleicht, Er wandte seine geringen Ersparnisse daran, Berufung wenn das Frühjahr käme, und sie im Thiergarten frische beim Ober- Landesgericht einzulegen. Und das OberLuft schöpfen föune, wieder die rothen Backen und das Landesgericht bestätigte das Urtheil des Landgerichts helle Lachen von früher bekommen. Allenfeld. Kurz nachdem er die neue Stelle angetreten hatte, bes tam er vom faiserlichen Zivilkabinets- Vorsteher seine Bitt schrift zurückgestellt mit dem Vermerk: in Ihrem Falle tann Seine Majestät nichts thun, da die Materie gefeßlich geregelt ist." " ( Die Bittschrift war natürlich garnicht an den Kaiser gelaugt, sondern von irgend einem Bureaumenschen mit eiserner Gleichgiltigkeit nach dem Schema y erledigt worden.) Den Schwarz war nach Lesung des Schreibens, als sei etwas in seiner Brust geknackt. Es war ungefähr noch ein Monat bis zum Datum des Strafantritts. Eine dumpfe Ohnmacht lähmte ihn die ersten Tage. Dann fuhr er in wildem Jähzorn auf. Wollte man ihm auch den letzten Zufluchtsort nicht gönnen? Sein Chef würde ja nun zu der Meinung kommen, er sei ein Betrüger - und dann?! Es half nichts. Er mußte bei seinem Prinzipal um Urlaub nachsuchen. In den eindringlichsten Worten stellte er ihm seine Unschuld vor. Der Fabrikbefizer, als er von dem Echreiben der Hof- Der Fabritherr war durchaus kein Unmensch aber Instanz durch Klatschzungen erfuhr, sah sich seinen neuen ein Geschäftsmann, was so ziemlich dasselbe sagen will. Bortier etwas näher an. Auch der 26jährige Sohn des Er hatte sich überzeugt, daß Schwarz ein sehr zuverlässiger, Chefs, Prokurist der Firma, hatte, als man am Familien- brauchbarer Mann sei. Er wollte ihn deshalb seinem Getisch von der merkwürdigen Affäre sprach, Interesse für den schäft erhalten. Doch konnte er sich's nicht verkneifen, seinen vom Schicksal so hart mitgenommenen Mann gefaßt. Noch Eigennuß in den wallenden Mantel großartiger Menschenmehr interesfirte ihn allerdings dessen fiebzehnjährige, troh liebe zu drapiren. Gehalten am 18. Oftober 1894 zum Rückkunft freihalten, lieber Schivarh. Nur den Kopf nicht sinken lassen. Aber ich kann Ihnen von jetzt ab, weil ich Ihnen ja nicht mehr das frühere Vertrauen schenken darf, nur 90 Mark monatlich geben. Schwarh mußte froh sein, überhaupt noch das zu be kommen. Er ließ seine Stelle von Frau und Tochter vertreten und fuhr ab. Ju der Zwischenzeit stand der Prokurist, wenn Annchen ihm geöffnet hatte, oft zehn Minuten und länger mit ihr in der Thorwölbung, eifrig auf sie einredend. Frau Schwart merkte das wohl, aber sie drückte beide Augen zu. Sollte sie den jungen Herrn auch noch gegen sich aufbringen? Anuchen war ja übrigens vernünftig. Schwarz tam nach Absizung der Strafe zurück und trat seine Stelle richtig wieder an. Einige Wochen nach seiner Rückkehr wurde er morgens um halb fünf Uhr von einem Schutzmann geweckt und trotz feines heftigen Protestirens unter unsanften Büffen ant Kragen zum nächsten Polizeibureau transportirt. Es war, wie sich dann herausstellte, wegen seiner bereits abgebüßten acht Tage. Er hatte vergessen, seine Abreise zum Haft- Antritt der Berliner Polizei anzuzeigen. Daher dies formale Versehen der Polizeibehörde. Die sämmtlichen zur Fabrit gehenden Arbeiter und viele Leute aus den Fenstern der Nachbarhöfe hatten gesehen, wie er von dem Schuhmann abgeführt wurde. Der Prinzipal erklärte ihm infolgedessen: nunmehr, wo seine Schuld offenkundig geworden wäre, könne er ihn unmöglich länger im Dienst behalten.( Es hatte sich auch schon ein Ersatzmann gefunden, der blos 85 M. beanspruchte.) Bei aller seiner Menschenfreundlichkeit könne er es wirklich nicht er würde sich ja dadurch selbst kompromittiren! So war Schwarz denn wieder einmal genau so weit, wie bei seiner Ankunft in Berlin. Er hatte sich allerdings 150 Mart in der Stellung erspart. Aber um dies Sümms des blassen Hungerteints immer noch recht hübsche Tochter." Ich sehe ja, Sie haben Familie. Gehen Sie ruhig, Das täglich dreizehnstündige Mäntelnähen hatte dem Ihre acht Tage absitzen. Niemand als Sie und ich weiß chen wurde er von einer Stellenvermittlungs- Agentur" bald einst so blühenden Annchen allerdings start zugesetzt. Aber hier davon. Ich werde Ihnen die Stelle bis zu Ihrer beschwindelt. " onderbar, wenn die Ethit, welche wie keine andere artige, aber vollständig fehlgeschlagene Versuche, den Anarchismus den geträumten Effekt zu erreichen, sondern um die Gefahr einer mit Menschenliebe durchtränkt ist, sich solchen Gedanken zu verwirklichen."*) dauernden Diskreditirung der politischen Ein. entzogen hätte. In mehreren Aussprüchen des neuen Testaments Ist es nun Heuchelei oder Unwissenheit bei denjenigen, welche sicht der in Bewegung" gerathenen Schichten; des ge wird uns befohlen, die Gerechtigkeit allein dem himmlischen lärmend in den Kampfruf einstimmen: Auf für Religion, bildeten Bürgerthums, eine Gefahr, der diejenigen, Vater zu überlassen, unsererseits aber dem Verbrecher, statt ihn Ordnung und Sitte! Gegen den Umsturz?" die es angeht, ihre volle Aufmerksamkeit zuwenden sollten. zu bestrafen, Gnade und Verzeihung angedeihen zu lassen. Ja, Ein Glück ist es jedenfalls für die Apostel und für die, die Es ist bitter, sich so etwas sagen lassen zu müssen. es heißt geradezu, Gott will nicht den Tod des Ver in ihrem Sinne Christi Lehre verstanden, für die zahlreichen Aber bei der Schwächlichkeit und Mattherzigkeit ber brechers, sondern daß er sich bessere, und bekannt Kirchenväter, die theils für den Anarchismus, theils für den meisten dieser Professorenpetitionen" doch nicht ganz ungenug ist Christi Verhalten gegenüber der Ghebrecherin Kommunismus eintraten, daß sie anderthalb bis zwei Jahr- begründet. tausende vor dem im Namen des Christenthums unternommenen und gegenüber der Sünderin, von der er das herrliche, aber bedenkliche Wort gesagt hat: Ihr seien viele Sünden ver ziehen, denn sie habe viel geliebt. Der Verzicht auf die Rechts pflege, der darin liegt, würde aber sofort jede Regierung unmög.... Der Buddhismus, gleichwie die genannten Schulen" ( der Kyniker und Stoiker), lehren uns neben der Ehe und dem weltlichen Gut auch Macht und Herrschaft verachten, lich machen. " anwaltschaft am Plate finden! Armes Christenthum! weil sie uns Leiden und Sorgen bringen, ben Frieben Dolitische der Seele stören. Etwas anders gestaltet sich dieser Gedanke in der christlichen Lehre, die da verbietet, sich zum Meister, zum Richter über seine Nebenmenschen zu erheben, weil Meberlicht. V " 1 Kreuzzug gegen die Umsturzparteien lebten. Mag keinem gelüften, Zwei Wahlen zum Reichstag finden am Freitag, den im Geiſte und Sinne der Begründer des Christenthums zu 19. d. M. statt. Die Stichwahl in Eisenach zwischen dem handeln! Er würde königlich preußische Polizei und Staats: Freifinnigen Casselmann und dem Bauernbündler Dr. Rösicke- ferner die Ersatzwahl im Kreise Lennep Mettmann. Hier hat der bisherige Ver treter des Wahlkreises, unser Genosse Meist, die besten Der Aussichten. ist Kandidat des Mittelstandes" Kemmann, Kandidat des Bundes der Landwirthe der Berlin, 18. April. Antisemit Prof. Wendlandt und Kandidat der GroßDie Umsturzvorlage kommt jetzt auch bei gewissen tapitalisten und der- evangelischen Arbeitervereine ein dies hochmüthig und hoffärtig mache. Die weltlichen Fürsten Konservativen in Verruf. Die„ Konserv. Korresp." Herr Wülfing. herrschen und die Oberherren haben Gewalt. So soll es nicht schreibt parteioffiziös: unter Euch sein", sagt Christus."*) Man sollte Die fonservative Partei hat also wahrlich fein Interesse Die umsturzgefehlichen Historiker. Tieferen, dauernden Einfluß fann die kosmopolitische daran, sich wegen des Ausganges dieser Frage zu erhitzen. meinen, daß Historiker, die sich berufsmäßig mit der Ent Idee nur gewinnen, wenn sie eine un politische oder anarchistische Der eigentliche Zweck des Gefeßentwurfs, gegen die gewerbe- wickelungsgeschichte der Menschheit befassen, am allertiefsten ist, und in diesem Sinne habe sie auch jene Systeme"( Rynifer, mäßige Agitation sozialrevolutionärer Agenten den christ von der Thatsache überzeugt sein müßten, daß der Versuch Buddhisten) und insbesondere die chrifiliche Lehre aufgefaßt." lichen und monarchischen Staatsbürgern, die vielfach durch des Um sturzgesetzes, der Entwickelung der MenschDiese anarchistische Tendenz des Christenthums war eine so die Gleichberechtigungsphrase irretirt sind, Schuh zu geheit zu höheren Gesellschaftsformen Knüppel zwischen die starte, daß sie im ersten Jahrhundert die Bildung einer Regierung währen und für eine rege sozialreformerische Thätigkeit von Beine zu werfen, ganz dilettantenhaft ist. Die selbst innerhalb der heutigen Gemeinden verhinderte. Besonders reichs- bezw. staats- und fommunalwegen freie Bahn zu schaffen, heftig aber äußerte sie sich natürlich gegen den Staat. Darauf ist in der Kommissionsfassung kaum noch erkennbar. Ob es Historiker sollten wissen, daß sich Entwickelungsgesetze nicht deutet schon die Mahnung des Apostels, Streitigkeiten der im Plenum gelingen wird, in diesem Punkte Abhilfe zu ermög- durch Strafparagraphen aus der Welt schaffen lassen, wenn Christen untereinander nicht vor das staatliche Gericht zu bringen, lichen, steht dahin; geschieht das aber nicht, so werden die ton- diese Strafparagraphen auch uns Sozialdemokraten und sowie überhaupt die ganze, vom Staate sich fernhaltende Lebens fervativen Stimmen schwerlich für die Vorlage, die in ihrer vielen anderen Leuten hier und da unangenehm sein weise der ersten Christengemeinden, wie sie uns die Apostel jetzigen Gestaltung nur noch den Wünschen des Zentrums ent- mögen. Die Historifer fönnten diese Lehre zum geschichte schildert, und die noch oft wiederkehrt bei den christ- spricht, abgegeben werden. Damit wäre die Ablehnung einer Beispiel aus dem zwölfjährigen Walten des Sozialistenlichen Schwärmerfekten. Auch das Verbot der Theilnahme am Vorlage besiegelt, der wir wahrlich keine Thräne nachgesetzes gelernt haben und diese 12 Jahre Kriege, das sich bei so vielen christlichen Seften findet und noch weinen werden." heute bei manchen derselben besteht, ist charakteristisch." für das Königreich Bayern, der in Nürnberg tagte, hat gedrungen sind, wie aus dem folgenden zu schließen. Und der deutschtonservative Parteitag gehören doch auch der Weltgeschichte an. Aber es scheint, daß die" Historiker" so weit noch nicht durchfolgende Resolution angenommen: " Zwar hat das Christenthum bekanntlich bald seinen Frieden mit dem Staate gemacht, dem schon der weitausblickende Apostel Paulus mit seinem Ausspruch präludirte, daß alle Obrigkeit von " In Erwägung, daß 1. die sog. Umsturzvorlage ihrer Heute, am Donnerstag, trat in Frankfurt a. M. der dritte Gott sei. Daß aber die ursprüngliche Tendenz des Christenthums ganzen Entstehung und seitherigen Behandlung nach nicht durch deutsche Historikertag zusammen. Vor Eintritt in durchaus nicht auf eine Kooperation mit dem Staate gerichtet Erscheinungen unseres deutschen Volkslebens genügend begründet die Tagesordnung beantragte- wie ein Wolff'sches war, das zeigt sich mit voller Klarheit in den Schriften der erscheint; daß 2. Strafgesey- Paragraphen, Aktionen der Staats- Telegramm meldet- Professor Stern aus Zürich, Kirchenväter, die in der Sache ebenso scharf den sittlichen Werth anwälte und Richter sowie namentlich Polizeimaßregeln er die Versammlung möge eine Erklärung gegen die des Staates angreifen, wie die modernen Anarchisten. Nennen fie doch den Staat ein Werk und ein Werkzeug der Sünde, fahrungsgemäß zur Beseitigung der schwersten Schäden unseres Um sturz vorlage fassen. Professor Quidde aus Voltslebens wenig geeignet find; daß 3. vielmehr nur München unterstüßte den Antrag, während Professor der Ueberhebung, der Gewalt, des Teufels, das heißt in den durchgreifende Reformen auf wirthschaftlichem Gebiete den 2amprecht aus Leipzig und Professor Stiepe modernen Jargon übersetzt nichts anderes als ein Mittel der drohenden Umsturz beseitigen können, erklärt sich der Ausbeutung, des Rechtes der Stärkeren. Auf dieser Idee beaus München der Berathung widersprachen. Generalmajor heutige Parteitag der bayerischen Konservativen gegen ruht ja auch das geniale Werk, das wie kein anderes für die die genannte Umsturzvorlage, auch wie sie in ihrer Wetzer aus Wien erklärte, die Desterreicher würden im politische Auffassung des Mittelalters bestimmend wurde, des jegigen verbesserten Form vorliegt, und fordert eine ernste, Falle der Berathung des Antrages den Saal verlassen. Heiligen Auguftinus Buch de civitate dei( vom Staate Gottes); ausbauende Arbeit der Regierungen und Volksvertretungen ins Nach längerer Debatte lehnte die Versammlung mit allen fie lag den Worten und Werken des großen Papstes Gregor's VII., besondere zum Schutze und zur Erhaltung der schwer bedrängten gegen sechs Stimmen ab, den Antrag auf die Tagesordnung wie überhaupt dem welthistorischen Kampfe zwischen Kirche und Mittelstände und zur Hebung der ärmeren Voltstlaffen." zu setzen. Nun, mögen die Herren Historiker" beStaat zu grunde, fie blieb selbst heute noch in gewissen kleinen, Diese Schreibereien und Resolutionen haben natürlich schließen was sie wollen, die Weltgeschichte geht deswegen aber höchst charakteristischen, ohne jene Reminiszenz gar nicht verständlichen Zügen des Kirchenrechtes erhalten, wie in dem nur den relativen Werth, daß sie zeigen, wie den betheiligten rubig ihren Gang. Aber gut ist es doch, wenn das Volk Ihnen gewiß wohlbekannten Berbot der Grtheilung der Weihen Konservativen an dieser Umsturzvorlage, so wie sie in mitunter sieht, was für Hauptferle seine Gelehrten" sind. an Soldaten und an solche, welche Blut vergoffen der Kommission gestaltet worden ist, keinen besonderen GeDie Fuchsmühler Militärattacke wird, wie die einem Todesurtheil theilgenommen haben, Büge, fallen mehr finden. Am liebsten wäre ihnen und auch den Leser wissen, noch einmal die Gerichte beschäftigen. Am die sich bezeichnenderweise auch int Buddhismus finden Nationalliberalen eben ein Ausnahme gesetz gegen und bei deren Beurtheilung man wohl im Auge behalten Sie Sozialdemokratie. Und das will num wieder 23. d. M. und die folgenden Tage wird 146 Einwohnern muß, daß ehedem die Todesstrafe so ziemlich die einzige Strafe das Zentrum nicht. Recht fatale Situation für die staatsgewesen ist, über welche der Staat verfügte, und daß daber, erhaltenden Parteien"! wenn hier von der Todesstrafe gesprochen wird, damit die staatliche Strafjuftiz überhaupt genteint ist." oder an Nur die" Norddeutsche Allgemeine Zeitung" hält noch „ Es ist begreiflich, daß man diese Dinge gegen das Chriften- treu zur Fahne des Umsturzgesetzes". Sie verspottet heute thum ausgenügt hat. Das ergiebt sich schon aus dem Verhalten die" Professoren", die gegen das Gesetz submissest petitio: der römischen Kaiser gegen dasselbe. Und auch späterhin in niren: den antichristlichen Schriften der Renaissance und noch Man spricht mit großen Worten von dem Eindruck auch auf später, in denen der Encyklopädisten, vor allem Pierre Bayles und Rousseau's, und endlich neuerdings bei David Friedrich Strauß u. a. wird gegen das Christenthum der Vorwurf erhoben, daß es den ethischen Werth des Staates nicht würdige, und daß der Christ, wenn er wirklich, und nicht bloß in ober: flächlicher Weise die Gebote feines Meisters befolge, immer nur ein lauer und schlechter Patriot sein könne Vorwürfe, welche freilich das praktische Christenthum von heute längst nicht mehr treffen.**) " Beides, Buddhismus und Christenthum, find also zwei groß*) Bernazik a. a. D. G. 11. **) Bernazik a. a. D. G. 12-14. IX. Nun ging wieder die alte Leier an: vergebliches Ringen nach einem, wenn auch noch so winzigen Verdienst täglich dreizehustündiges Mäntelnähen seiner Frau und Tochter. die Regierungen, den diese Schriftsteller- und Profefforenbewegung hervorrufen müsse. Man hat sich nie in einem stärkeren und verhängnißvolleren Irrthum befunden. Wir wollen gar nicht davon sprechen, daß sich in den Anfängen dieser Bewegung Erscheinungen bemerkbar gemacht haben, die in ihre ernste Auffassung und Behandlung von vornherein ein tödtlich wirkendes Moment tragen mußten. Aber der einzige Eindruck, den derartige und so motivirte Proteste erzielen können, ist der der Unzulänglichkeit in der Beurtheilung unserer inneren politischen Lage und in der Erfassung der aus ihr sich ergebenden Pflicht. So handelt es sich in Wahrheit nicht um die Möglichkeit, *) Bernazik a. a. D. G. 18 f. lebendige Mauer der Wartenden, meist elend verkommener Subjekte, und so fest eingepfercht, daß man nicht einmal mit den Füßen trampeln konnte, um sie gegen die grimmige Februar fälte einigermaßen zu vertheidigen. " von Fuchsmühl der Prozeß gemacht, weil sie sich haben beikommen lassen, das ihnen widerrechtlich vorenthaltene Holz eigenmächtig aus dem Walde zu holen. Die Anklageschrift umfaßt ca. 60 Bogen, die namentliche Aufführung der Angeklagten mit ihren Personalien nicht weniger als 18 Seiten. Von der Staatsanwaltschaft sind 29 Beugen, darunter Bezirksamtmann a. D. Wall, Oberförster Graßmann, Premierlieutenant Mayer und verschiedene Soldaten geladen. Von der Vertheidigung werden eine Reihe von Beugen benannt, welche in dem bekannten Prozeß gegen die sechs Redakteure in München nicht vernommen wurden. Man glaubt nicht, daß die Verhandlung in vier Tagen beendet werden könne. Dieselbe findet im Rathhaussaale zu Weiden statt. Zu derselben find bereits eine große Anzahl von Münchener und auswärtigen Journalisten, darunter von Berlin, Wienzund London angemeldet. Der Landwirthschaft wird weiter geholfen, und zwar mit„ fleinen Mitteln". Der Staat will ihr auf seine Kosten Lagerhäuser errichten. Offiziös wird darüber geschrieben: das betreffende Stärkungsmittel oder Gericht in Empfang nahm. Auf langen Holzbänken, die wie Schulbänke parallel aufgereiht waren, saßen dicht zusammengepreßt( der weite Da dachte er in der langen, fröstelnden Reihe dann Raum war für die nach Tausenden zählende tägliche Der Anna gefiel das aber auf die Dauer nicht mehr. manchmal an seine Frau, wie gut die es doch eigentlich Besucherzahl durchaus ungenügend, eine große Anzahl von Sie hatte eine Zeitlang in einem Geschäft gearbeitet und hätte, in einem warmen Bett der Charitee zu liegen Männern, Frauen wurde nicht zugelassen. dort elegante junge Damen fennen gelernt, die ihr ganz und vielleicht bald sterben zu können. neue Lebensanschauungen einimpften. Als sie ein- Mit ihm würde es aber wohl auch nicht mehr allzu mal von ihrem Verdienste eine Mart" Schmuh" lange dauern. Er spuckte ja schon Blut. machte und sich davon Parfum faufte, gab Jetzt wurde er wieder einmal von den Nachdrängelnden ihr der Vater, wie er es am Geruch merkte, eine Ohrfeige. in die Wärmehalle hinein geschoben. Sie befand sich unter Das empörte sie gewaltig. Und seine und der Mutter ewige Brummigkeit hatte sie auch schon lange satt. Außerdem hatte ihr ja der Sohn des Fabrikbefihers versprochen, daß er sie nicht im Stich lassen würde. Karl Neumann und der Abschiedsabend unter dem Lindenbaum mit all den Thränen und Schwüren das war längst vergessen. Eines Abends kam Auna vom Abliefern nicht mehr nach Hause Frau Schwarz wurde krank vor Kummer und mußte in die Charitee geschafft werden. Dem Alten gab's zwar einen heftigen Stich ins Herz. Aber er fam bald so ziemlich drüber weg. Denn mehr als an sein Herz hatte er jetzt an seine Beine zu denken, daß sie ihm in der schrecklichen Winterkälte nicht jabfrören! Er war nämlich obdachlos geworden. mehreren Bögen der Stadtbahn- Baukosten hatten sich die Begründer also gespart. Die Decke bestand aus weißlich grauem, gerilltem Wellblech. Obgleich es noch erst Nach mittag war, herrschte doch schon völlige Dämmerung in den langgestreckten, völlig fensterlosen Räumen. Es waren zwei größere Hallen und zwischen beiden eine kleinere, schmalere Verbindungshalle. In den beiden großen Räumen versandten zwei riesige, plumpe Defen eine ungeheure Gluth. Dem Schwarz fiel die Ruhe auf, die unter den Insassen dieser Bänke herrschte. Die so glücklich waren, etwas haben taufen zu können, hielten ihre geliebten Näpfe zwischen den geflickten. Knieen eingeklemmt und aßen oder tranken eifrig. Die übrigen( die große Mehrzahl) lafen vielfach Zeitung oder sie unterhielten sich halblaut, flüsternd mit ihren Nachbarn, wie Kinder während des Unterrichts. Es lag ein Druck über dieser Schaar von Ausgestoßenen, eine heimliche Angst, eine erbitterte Verschüchterung. Sie fühlten, daß sie ein Almosen empfingen, wo sie zu fordern berechtigt waren und daß das eiskalte, heuchlerisch- böse Auge einer widerwilligen Fürsorge auf ihnen ruhte, wie jenes Auge, daß durch den Kreisausschnitt der Gefängnißthür stiert und den Wehrlosen, auf dem es beständig ruht, allmälig zum Sie waren von Leuten, die sich nach der markerstarren- Wahnsinn bringt. den Kälte möglichst schnell aufthauen wollten, förmlich um- Da las einer in Schwark's Nähe mit gedämpfter lagert. Welch lebensgefährliche Katarrhe mochte das ab- Stimme einen Artikel des Berliner Tageblatt" über die sehen! Wenn jemand sich den an seinen plumpen Stiefeln Wärmehallen vor. Darin war genau nachgerechnet, was noch klebenden Schnee abstampfte, lösten sich die abspringen- für gewaltige Summen die Wärmehallen der Bürgerschaft den Schneeklumpen sofort zu Wasser auf. In der Mittel- lofteten! Und die hochherzige Mildthätigkeit der allzeit halle aber, wohin die Wärme der Defen nur schlecht drang, hilfsbereiten Berliner Bürgerschaft, die dies echt humane schlugen fröstelnde Gestalten mit beiden Armen über die Institut ohne Magistrats Subvention blos aus ihren Brust, um sich zu erwärmen. eigenen Beiträgen gegründet hat" wurde mit Wendungen psalmistischer Begeisterung gepriesen. weil " Er umwickelte seine Füße unter den geborstenen Stiefeln mit Lappen, die er aus den Mülkisten auflas. So trabte er den ganzen Tag in stierer, dumpfer Qual umher. Bei Schwart thaute in der nächsten Nähe eines Dfens, Und dies Geschrei," fagte einer der Hörer, Nacht war er sehr oft dem Erfrieren nahe, weil er fie im wohin er sich durchgearbeitet hatte, völlig wieder auf, und die Berliner Bürgerschaft, die Millionen über Millionen Freien verbringen mußte, unter Stadtbahnbögen, auf konnte nun genau um sich sehen. Bauplägen, in den Kellern von Neubauten. Das Das Ganze machte ungefähr den Eindruck eines flach- besitzt, und gerade jetzt allabendlich Hunderttausende in Asyl für Obdachlose" war ja meist überfüllt und außergewölbten Kellers. Aber es war fein Rathskeller. In dem glänzenden Festen verpufft, ein paar Wagen Steinkohlen dem durfte man dort nur drei Nächte hintereinander Mittellokal befand sich zwar eine Art Küche. Dort wurde opfert und Kaffee und Suppe zu den Selbstkosten hergiebt. Logiren. Kaffee, Suppe, Würstchen und sogar Rindfleisch gefocht. Das Asyl selbst fann man ihr nicht zum Verdienst anAuch mit der Wärmehalle" war es schon so eine Der Tarif hing an der Wand. Er war sehr niedrig rechnen. Die Stadtbahnbögen wären ja doch ertragslos." Nur fünf bis zehn Der Aufseher, ein riesig langer, hagerer Mensch, ging Sache. Er trabte Tag für Tag nach dem Alexanderplatz, für bürgerliche Begriffe. aber woher sollten majestätisch zwischen den Gruppen umher und schob die aber wenn er die dicht gedrängten Züge von Leidens Pfennige für jede Portion gefährten sah, die gleich ihm dem Bahnhof gegenüber um diese armen Teufel fünf bis zehn Pfennige nehmen? Leute nach Gutdünken wie das liebe Vieh hin und her. Er die Ecke bogen, an der Stadtbahn entlang, dann beschlich So profitirten denn von der Einrichtung hauptsächlich zu schnauzte den Schwarz, der ihm zufällig im Wege stand, ihn ein banges Gefühl. Wie viel Stunden würde er nun hälter, Diebe und Professionsbettler. Wer einige Nickel so barsch an, wie der es sich nicht zum letzten seiner ehewieder draußen ftehen müssen, eingeteilt in die übelriechende hatte, taufte sich eine Marte, gegen deren Vorzeigung er maligen Stallfnechte erlaubt haben würde. Aber den feinen Um den Nachtheilen, unter welchen eine erhebliche Zahl( möchte man ein bestimmtes Alter für die Theilnahme festgesetzt Entfehlich! Mehrere Fensterscheiben zertrümmert! Hoffent der heimischen Getreidebauer leidet, wirksam zu begegnen, ist haben. Offenbar würde die Ueberwachung der Ausführung lich werden bald neue Scheiben eingesetzt, damit sich die Be die Errichtung gemeinsamer Lagerhäuser geeignet, in denen einer solchen Bestimmung nicht allein sehr schwierig sein, wohner des Hauses nicht erkälten. die Erzeugnisse zahlreicher Einzelwirthschaften mit allen sondern es würde damit auch den gegnerischen Parteien Mitteln heutiger Technik zu einer, den Bedürfnissen des Groß- ein Mittel gegeben werden, Versammlungen anderer Parteien Vereins: Der 1. Mai wird dieses Jahr auch in Belgien all handels entsprechenden gleichmäßigen Waare verarbeitet und so zu sprengen. Zweitens ist die Frage streitig, welche gemeiner als je zuvor gefeiert werden. Während ein Theil der den in dieser Hinsicht bisher vielfach überlegenen ausländischen Vereine und Bersammlungen als solche anzusehen find, Fabrikanten und Grubenbefizer sich noch weigert, die Arbeit am Erzeugnissen gleichwerthig gemacht werden. Solche Lagerhäuser die ,, politische Gegenstände" im Sinne des 1. Mai ruhen zu lassen, haben die Vertretungen vieler Gebieten ferner den Vorzug, eine geeignete Unterlage für Lombard gesetzes zu erörtern bezwecken. Es dürfte in Regierungsfreisen meinden die Feier des Tages angeordnet, so daß der 1. Mai kredit zu gewähren und so die Landwirthe der Nothwendigkeit zu insbesondere nicht gebilligt werden, daß nach Entscheidungen des also dort ein offizieller gesetzlicher Feiertag ist. Auch in entheben, ihre Waaren allein nach ihrem Geldbedarf, aber ohne Reichsgerichts Verbindungen zur Erlangung günstigerer Lohn- Frankreich ist es ähnlich. Und da, wo es noch nicht ist, wird Frankreich ist es ähnlich. Und da, wo es noch nicht ist, wird Rücksicht auf die Höhe der Nachfrage auf den Markt zu werfen und Arbeitsbedingungen, Verbände, die auf Organisation eines es noch werden. Der 1. Mai wird als Feiertag der Arbeit und so die Preise noch fünstlich zu drücken. Für die Verwaltung Arbeiterausstandes berechnet sind, dem Privatrecht und nicht von den Völkern begangen werden, wenn der Sedanstag und solcher Lagerhäuser, bei der es gleichmäßig auf volle Kenntniß der Politik angehören und daher nicht ohne weiteres den Be- andere Mord- und Todtschlagsfeste längst vergessen, oder nur der Landwirthschaft und auf kaufmännische Fähigkeit ankommt, schränkungen Des§ 8 des des preußischen Vereinsgesetzes noch als Erinnerungen aus barbarischer Beit im Gedächtniß der eignet sich vornämlich die genossenschaftliche Form. Es vom 11. März 1850 unterworfen find. Jedenfalls Menschen sind. ist nicht zu zweifeln, daß der Staat fein Interesse würde eine Beschränkung des Vereins- und Versammlungs- Spanien. Die Lage ist jetzt für die Sozialisten sehr günstig für die Hebung der heimischen Landwirthschaft in der rechts alle Partei- und Vereinsorganisationen um so empfind- so schreibt man uns. Die bürgerlichen Republikaner haben vollWeise bethätigen würde, daß er sich bereit findet, wo die Vorauslicher treffen, als das Vereinsgesetz, das aus der Zeit der ständig abgewirthschaftet, und der Nothstand ergreift immer weitere fegungen für die Bildung einer lebensfähigen Lagerhaus trasfesten Reaktion stammt, wo gegen jegliche Freiheit das un- Klassen der Bevölkerung. Leider ist unter dem Einfluß des Genossenschaft vorliegen, an geeigneten Verkehrstnotenpunkten bedingteste Mißtrauen bestand und die Polizei mit den aus- katholischen Klerus die Erziehung des Volts so grauenhaft ver Lagerhäuser zu errichten und sie den Genossenschaften zu an- gedehntesten Vollmachten ausgerüstet wurde, die für das bürger- nachlässigt worden, daß den Opfern der Gesellschaft eher der gemessenem Preise zu verpackten. Dem Vernehmen nach sind die liche und staatliche Leben nothwendige Vereins- und Versamm Gedanke kommt, einen Reichen todtzuschlagen, als über die UrBestrebungen für die Bildung einer solchen Lagerhaus- Genoffen- lungsfreiheit ohnehin schon sehr geschmälert hat. fachen des Glends nachzudenken und auf Abhilfe zu sinnen. Aber schaft am weitesten in der Provinz Sachsen gediehen, so daß zuDörderst die Errichtung eines staatlichen Lagerhauses in Halle in Betheiligung Berliner Banken wird der Verein zur Förderung 1. Mai wird diesmal in Spanien gefeiert werden, wie noch nie Deutsche Ansiedelung in den Oftmarken. Unter der der Sozialismus breitet sich trotzdem fortwährend aus. Und der Deutsche Ansiedelung in den Oftmarken. Unter der Aussicht genommen werden könnte. des Deutschthums in den Dsimarken in einigen Wochen eine zuvor. Ostdeutsche Landbank" mit einem Grundkapital von drei Millionen Mart gründen. Der Zweck der Bank ist, Deutsche aus Mittel- Kelly) rückte am 13. d. M. auf dem Wege nach Tschitral mit Zu den Kämpfen der Engländer in Judien. Oberst und Westdeutschland anzusiedeln. 630 Mann gegen Samogher vor, wo der Feind, 1500 Mann start, eine feste Stellung in den den Bergen eingenommen hatte. Nach zweistündigem Kampfe zog sich der Feind unter Verlust von 50 Mann zurück. Die Engländer verloren 6 Mann an Todten, 16 Mann an Verwundeten. " Herr v. Hammerstein erläßt auf die verschiedenen interessanten und pikanten Mittheilungen über seine Person und seine Geschäftsführung in der Kreuz- Zeitung", von welchen Mittheilungen auch der Vorwärts" wiederholt Notiz nahm, folgende Erklärung: Gefährliche Melodien. Das Pfeifen des Sozialisten Die anständige Presse hat den von der„ Kleine Presse" in marsches so wird aus Leipzig berichtet- brachte dem Frankfurt verbreiteten verleumderischen Angriffen gegen die Soldaten Th. vier Wochen Mittelarrest ein, von denen er Kreuz- Zeitung" und gegen meine Person keine Aufnahme gewährt. nur zwölf Tage abbüßte, da der König telegraphisch die Wenn ich mich trotzdem entschloß, zu Berleumdungsklagen gegen sofortige Aufhebung der Strafe anordnete, nachdem der mehrere Blätter Auftrag zu geben, so geschah das, weil ich es im Vater des Th., ein bekannter Leipziger Arzt, früherer Interesse der Kreuz- Zeitung" und der konservativen Partei für württembergischer Militärarzt, die Gnade des Königs an meine Pflicht hielt, feststellen zu lassen, daß die Behauptung, die gerufen und den Nachweis erbracht hatte, daß sein Sohn Kreuz- Zeitung" fei finanziell ruinirt, und zwar durch meine unredliche Gebahrung mit den Mitteln derselben, in allen Theilen nur aus Gefallen an der Melodie den Marsch gepfiffen, beftinformirten und maßgebendsten Stelle durch die Erklärung kann der Mensch aber auch so umstürzlerische Melodien erlogen ist. Nachdem diese Feststellung von der für diese Frage von dem Text aber feine Ahnung gehabt hatte. Wie des Komitees der Kreuz- Zeitung" tlar und bestimmt erfolgt ist, pfeifen! Da muß ja der Staat zu grunde gehen. lafsen mich die übrigen gegen mich gerichteten Verleumdungen völlig kalt, so lange dieselben sich als das anonyme Machwerk befindliche Beweisstücke darthun, schon seit längerer Zeit an der Arbeit ist, durch Bestechung mit hohen Summen Aussagen gegen mich zu erkaufen. Inzwischen hat aber die Kleine Presse". Blätter sind ihr neuerdings gefolgt behauptet, daß ihre Quelle für die von ihr veröffentlichten Angriffe in den Reihen der mir politisch nahe stehenden Persönlichkeiten zu suchen sei. Ich halte zwar a priori dieſe gegen Mitglieder der konservativen Partei gerichtete Infinuation für unbedingt lügenhaft, will aber zur Klarstellung hiermit die„ KI. Presse" ausdrücklich aufgefordert haben, entweder selbst die Namen derjenigen konservativen Persön lichkeiten zu nennen, welche ihr das Material für ihre Verleumbungen angeblich geliefert haben sollen, oder diese Herren zu veranlassen, selbst mit ihren Namen hervorzutreten. Erst wenn dieser meiner Aufforderung in der einen oder anderen Weise entsprochen ist, würde ich mich veranlaßt sehen, der Angelegenheit noch weitere Beachtung zu schenken. " " und andere Der vizekönigliche Rath berieth am 18. d. M. über die schitralfrage und beschloß, mit Umra- Khan zu unterhandeln. Die Bedingungen werden indessen bis zu ihrer Annahn.e geheint gehalten. Den Bismarck- Simpeln in Amerika hat unser Genosset Sepner, Redakteur des„ St. Louis- Tageblatt", trefflich den englischen Text vorliegt, hat er die Niedrigkeit und BeschränktStandpunkt flar gemacht. In einem, am Vorabend vor dem Narrentag englisch und deutsch gehaltenen Vortrag, der uns im heit der Bismarc'schen, blos auf Befriedigung persönlicher geschwaders in Ostasien soll trotz des Friedensschlusses durch- barer Thatsachen nachgewiesen und gezeigt, wie kein verſtändiger Die beabsichtigte Verstärkung des deutschen Kreuzer- Herrsch- und Habsucht gerichteten Politik an der Hand unbestreitorderten Schiffe brauchen zu der Fahrt etwa zwei Monate. Menschen anders als mit Abscheu, dem vielleicht auch Mitleid Dann werden sie wohl keinen Schaden mehr anrichten können.fich beimischt, betrachten kann. Uebrigens ist auch in Amerika die Zahl der Aprilsnarren Wo liegt der dunkle Erdtheil? Der Danziger arg zusammengeschrumpft. dr elfogad Beitung" wird geschrieben: " H " " " der Aberglaube unter dem Volke herrscht, beweist folgendes General Echevarria eine Bande von Aufständischen zerstreut. Aus dem Kreise Tuchel, 15. April. Wie stark noch amtlich gemeldet: Einer Depesche aus Havannah zufolge hat Ueber den Aufstand auf Cuba wird spanisch. Stückchen: Ein Luftballon flog über die Ortschaft G. hin. Dieselbe verlor einen Todten und mehrere Verwundete, während Als ihn die Bewohner wahrnahmen, wurde die ganze Ortschaft die spanischen Truppen keine Verluste erlitten. Nach wie vor in Aufruhr versetzt. Die Richtung des Ballons verfolgend, rief find alle Provinzen außer der östlichen ruhig. man: Der Gzant( böser Geist, Teufel sei von find alle Provinzen außer der östlichen ruhig. Gott verflucht und zur Strafe zur Erde gestürzt, um von Der Frieden in China. Ueber den Friedensschluß, mit den Menschen vernichtet zu werden. Jung und alt bewaffnete dessen Folgen wir uns im Leitartikel beschäftigen, spricht die sich mit allerlei Werkzeugen, einer sogar mit Vossische Zeitung" sich also aus: einem Gewehr. In wilder Haft jagte man dem Es ist ein großer Erfolg, den die japanische Diplomatie Ungeheuer" quer über Feld nach, glücklicherweise erfolglos. Der errungen hat; die territorialen Zugeständnisse, die China ge Böse" ließ sich nicht von seinen Verfolgern ereilen. Noch macht, sind sehr bedeutjamer Art. Die Abtretung des Gebietes Nun hat's die„ Kleine Bresse" aber gründlich bekommen! heute steht allabendlich eine Schaar suchend da, ob nicht noch der Halbinsel Liartong bis zum 40. Grad nördlicher Breite Es ist übrigens nicht recht flar, warum Herr v. Hammer- einmal der böse Geist" erscheinen werde. Der vermeintliche schließt auch die Abtretung( blos die Besetzung auf einige Jahre. stein die Namen seiner Berleumder" nicht selber öffentlich Böse" war ein Luftballon der Berliner Luft. d. V.) von Port Arthur ein. Die Nordgrenze dieses japaninennt und die Personen event. verklagt, wenn er die schrift fchiffer Abtheilung. Die Insassen, drei Offiziere, die schen Zuwachses bildet eine Linie, die von Witsju an der lichen Beweisstücke" in Händen hat. Interessant scheint die eigentlich den Vorsatz hatten, bis Graudenz zu fahren, find noch Jalumündung bis zum Golf von Liaotong führt und in der Sache jetzt jedenfalls zu werden. Warum Herr an demselben Abend von Station Boln. Geczien( unweit Tuchel), Gegend von Junningtsang abschließt. Dadurch ist das eigentliche v. Hammerstein, da er doch einmal beim Erklären war, wo fie gelandet waren, nach ihrer Garnison zurückgekehrt. mandschurische Gebiet nicht angetastet und Rußland ein etwaiger Eines Kommentars enthalten wir uns. Man sieht Einwand aus der Hand genommen. Aber auch China tann nicht auch mit einem Wort auf den Vorwurf der ge aber, daß, soll die Kultur in den dunklen Grötheil ge- zufrieden sein; es behält die Halbinsel Schantung und damit meinen Kurstreibereien zu sprechen gekommen ist, tragen werden, wie die Redensart lautet, wir nicht nach Wei- Hai- Wei, so daß seine Stellung am Golf von Petſchil wieder der seinem Blatte unlängst gemacht wurde, wissen wir nicht. Afrika zu gehen brauchen. gesichert wird. Es ist dies eine Mäßigung, die von Japan nach Jedenfalls handelt es sich nur um eine Vergeßlichkeit. seinen bedeutenden Erfolgen kaum zu erwarten war. Der EinKeinen Begriff von Gerechtigkeit haben die Junker fluß auf Korea gleicht allerdings so manches aus, was der FestUeber das geplante preußische Vereinsgesetz, auf das und sonstigen reaktionären Umstürzler, die über die Gesez- fegung in Schantung Wichtigkeit verliehen haben würde. Bon wir noch näher zu sprechen kommen, gehen der Voss. 3tg." losigkeit des gemeinen Boltes zetern. Läßt da das Organ unermeßlichem Werthe ist die Abtretung der Insel Formosa, zu folgende Informationen zu: Thatsache ist, daß bisher in Regierungskreisen eine Ab- des Herrn v. Hammerstein sich von seinem sonst mitunter hören. Formosa zählt mehr als 700 Quadratmeilen mit über der zweifellos auch die Pescadoren die Fischerinseln ge änderung des§ 8 des preußischen Vereinsgesetzes vom 11. März ganz vernünftigen Pariser Korrespondenten schreiben, die 81/2 Millionen Bewohnern. Der Boden ist außerordentlich frucht11850 als nothwendig erachtet wurde, und zwar in doppelter Sozialisten legten jetzt das Geständniß ihrer Verwandtschaft bar und obwohl ein Theil der Insel fast unbekannt ist, lieferten Hinsicht. Während der§ 8 neben Frauenspersonen Schüler und mit den Anarchisten ab, indem sie die Abschaffung der gegen selbst die Küstendistrikte bedeutende Ueberschüsse nach Beting. Lehrlinge von der Theilnahme an politischen Vereinen und die Anarchisten gerichteten verbrecherischen Gesetze"( aus Bucker, Reis, Tabat, Thee und besonders Kampher werden ausgeführt, an den Bersammlungen und Sigungen solcher Vereine ausschließt, der Aera Cafimir Perier) forderten. Welch' verrätherische außerdem werden in primitiv bearbeiteten Minen Silber, Kupfer, Logik! Daß diese Geseze nur zum Schein gegen die sogen. Roblen, Blei und Salz gewonnen. Die Insel hat vorzügliche Herren gegenüber, die hier und da wohl einmal zwischen Anarchisten und in Wirklichkeit gegen die Sozialisten ge- Säfen und ihre Lage giebt ihr eine Wichtigkeit sowohl für China, Sen Lumpengestalten auftauchten( Mitglieder des Komitees richtet sind, das sei hier nur nebenbei erwähnt. Aber wie für die französischen Besitzungen in Hinterindien und IndoChina. Gegenüber diesen Landabtretungen fällt die Kriegsoder Reporter) da stellte er die schaltende und waltende nehmen wir an, sie seien in der That und ausschließlich entschädigung von 200 Millionen Taels( 800 Mill. Mark) gar Bewegung seiner langen Gorilla- Arme vollständig ein und gegen die Anarchisten gerichtet, liegt jener lächerlichen An nicht ins Gewicht. Was aber besonders ins Auge zu fassen ist, verbeugte sich demüthigst. flage nicht die Vorausseßung zu grunde, jede Partei ist die Deffnung von fünf neuen Häfen( einschließlich Betings, Ein Journalist näherte sich jetzt neugierig einem sehr habe blos für sich selbst zu sorgen und auf die d. h. der Schifffahrt auf dem Peiho) und die Herabsetzung der alten, ganz verfallenen und blödsinnig dreinblickenden Unterdrückung aller anderen Parteien Litinabgaben auf 2 v. H. Bisher wurden 50 v. H. zum Eingangs Stromer, der in der Nähe von Schwarz zusammengebrochen hinzuwirken? Daß eine Partei das gleiche Recht soll auf ausländische Waaren geschlagen, wenn diese im Inland auf der Bank saß und Unverständliches vor sich hin für alle ernstlich verlangen kann, ist diesen Reaktionären, vom Litin den provinziellen Böllen befreit sein sollten. die nur ihre eigene Macht und ihr eigenes Interesse im Erstreckt sich diese Begünstigung nur auf japanische Erzeugnisse ( S. unten das Telegramm. R. d. V.), so haben diese einen unEr suchte aus dem Alten vergeblich dessen Lebens- Auge haben, ein unfaßbarer Gedanke. gemeinen Vorsprung gewonnen, und die englischen Baumwollwaaren geschichte heraus zu locken. Der württembergische Landtag ist zum 24. d. M. find in China überhaupt nicht mehr konkurrenzfähig, da Japan Da half ein Nahesigender aus. Er war aus derselben einberufen. diese schon jetzt billiger herstellt, als dies in England und selbst Gegend und deshalb in die weithin bekannte, merkin Judien möglich ist. Sich wegen dieser Bestimmung des würdige Affäre eingeweiht. Irrthümlicherweise war der wie schon gemeldet, die Ziegeleiarbeiter, um einen höheren Lohn der fiegende Staat sorgt für sich, er hat nicht die Verpflichtung, Zum Ziegelarbeiter- Streit in Wien. In Wien streifen, Friedensvertrages über Japan zu ereifern, geht jedoch nicht an; Alte zu lebenslänglichem Buchthaus verurtheilt worden, zu erreichen. Dabei ist es denn heute zu einem Zusammenstoß auch seine Konkurrenten in handelspolitische Vortheile einzu wegen Brandstiftung Wegen Brandstiftung? Bu Bucht ber Streifenden mit der Stüße der fapitalistischen Gesellschaft, schließen. Die Idee, den Vertrag erst der Genehmigung der eurohaus? Lebenslänglich?" fuhr Schwarz auf. der Polizei, gekommen. Aus Wien telegraphirt Wolff's Tele- päischen Großmächte zu unterbreiten, ist absurd, und Japan würde graphen- Bureau: sie sicherlich mit Entrüstung zurückweisen. Rußland wird murmelte. Ja, nicht wahr, das ist viel?" sagte der Erzähler, , aber es waren drei Personen dabei umgekommen. Nachdem er 18 Jahre abgesessen hatte, tam seine Unschuld an den Tag. verkommen. Sein Geschäft war längst eingegangen, feine Familie Er hatte allerdings für jeden Tag im Buchthaus einen Pfennig zurückgelegt aber das reichte doch nur für ein paar Wochen. Conft bekam er feine Entschädigung" Keine Entschädigung!" murmelte Schwarz. Also sogar der nicht!" Wien, 18. April. Bei den Ziegelwerken am Wienerberge fich als ostasiatischer Staat seine Ansprüche gesichert haben, fand heute Vormittag ein Zusammenstoß von etwa 500 Arbeitern England aber wird sich an den Gedanken gewöhnen müssen, und Arbeiterinnen, welche ihre Genossen an der Fortsetzung in Japan einen gleichberechtigten Staat und einen gefährlichen Bache, welche von der erregten Menge thätlich angegriffen wurde, Handelsvertrages vom vorigen Jahre und die zugestandene Aufder Arbeit hindern wollten, mit der Sicherheitswache statt. Die Rivalen im Stillen Meere zu erblicken. Schon der Abschluß des mußte von ihrer Waffe Gebrauch machen. Dabei wurden, wie hebung der Konsulargerichtsbarkeit haben bewiesen, daß Großauthentisch festgestellt ist, 3 Personen, darunter 2 Frauen, leicht britannien Japan als einen zivilifirten Staat betrachtet. Bon, verlegt. 12 Personen wurden verhaftet. der deutschen Reichsregierung läßt sich erwarten, daß sie sich he sich erwarten, daß ſie ſich von allen Schritten fernhält, die sie ins Schlepptau anderer Mächte und ins Lager der Gegner Japans bringen könnten. Sie fie muß aber vermeiden, dem„ Preußen Oftastens" irgendwie den mag energisch die Handelsinteressen bei den gegenwärtigen Vers handlungen mit Japan wegen des Vertragsabschlusses wahren, Erfolg schmälern zu wollen." Was an der Sache wahres ist, wollen wir berichten, wenn wir unsere österreichischen Parteizeitungen gelesen haben. Nummer des neugegründeten französisch schweizerischen Wochen Schweizerische Arbeiterpresse. In Genf ist die erste blattes Le Peuple" erschienen. Herausgeber find die sozialistische Arbeiterpartei und der Arbeiterbund in Genf. Hoffentlich ist dem neuen Mitkämpfer ein längeres Dasein beschieden als seinen furzlebigen Vorgängern. Vom Gefängniß her hatte er hier( der Sprecher schlug fich gegen die Stirn) was weg. Arbeiten konnte er nichts mehr. Seitdem zieht er bettelnd über die Landstraßen." Schwark stierte in die gewaltige, grellrothe Kohlengluth eines Ofens. Dieser Moloch hatte also nicht blos ihn verschlungen er forderte noch ganz andere Opfer Alle, die hier saßen, waren in seinen Schlund gestürzt telegraphirt: in seinem Rachen verendeten tausende und zehntausende von Mißhandelten! Eine große, grimmige Ruhe zog bei diesen Gedanken in Schwarz ein. Es war dieselbe Suhe, die über den geduckten Männern dort auf den Schulbänken lag. Jest donnerte ein Stadtbahnzug über das Wellblechdach. Es flang wie ein fernes Gewitter. ( Fortseyung folgt.) Eine Nachricht besagt, in Japan herrsche große Unzufriedens heit über den Vertrag die Blätter feten so erbittert, daß fieben Zeitungen zeitweise das Erscheinen verboten worden sei. ,, Anarchisten" gefällig? Aus Brünn wird vom 18. d. M. Nun, das ist nicht ernst zu nehmen; wenn die Japaner sich die Sache genau überlegen, werden fie merken, wie wenig Grund Gestern Abend 9 Uhr wurden in dem Vorderhause des sie zur Unzufriedenheit haben. Ebensowenig ernst ist wohl die Baron Prazal'schen Hauses durch eine Explosion mehrere Nachricht zu nehmen, die chinesischen Soldaten( die überall Blechbüchse in Form eines Bylinders Fensterscheiben zertrümmert. Es wurde festgestellt, daß eine davongelaufen sind) wollten die Abtretung von Formosa nicht welche auf der dulden. Thürschwelle des dem Arbeitergesangverein Veleslavin" bes Das neueste Telegramm lautet: nachbarten Hauses gestanden hatte, explodirte und eine Anzahl New York. Nach einem Telegramm der New YorkGlas- und Eisenstücke, Drahtstifte und Patronenhülsen umher- World" aus Tokio hat China zugestanden, die auf den Bertauf warf. Die Ladung bestand muthmaßlich aus Pulver; der Thäter von Waaren gelegte Litin Abgabe ferner nicht mehr zu er ist unbekannt. heben. Ferner soll eine gleichmäßige Taël Währung als " = B 9 trage fat pa Landesmünze durchgeführt werden. Allen Ausländern soll es I macher 2. Rirchner, in München Michael Duda, der seit| dessen beauftragt der Kongreß den Generalbevollmächtigten gestattet sein, Fabriken zu errichten, Maschinen einzuführen und vielen Jahren und namentlich während der schweren Zeit des der Maurer Deutschlands, geeignete Schritte einzu Waarenhäuser im Junern zu pachten. Die Zugeständnisse auf Ausnahmegesezes mit unermüdlichem Eifer für den Sozialismus leiten, durch welche eine vollständige Sicherstellung des handelspolitischem Gebiete sollen allen Nationen in gleicher Weise wirkte, aus dem Leben geschieden. zu theil werden. Das ist die Niederreißung der chinesischen Mauer. Parlamentarisches. " Gewerkschaftliches. und wenn : = Arbeitslohnes für den Arbeiter herbeigeführt und dem Arbeiter auch schnell zu seinem verdienten Lohn verholfen wird." Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Der Kongreß beschließt alsdann, an die Epiße der MaurerDer Parteigenosse Paul Pezold in Peit( Nieder- bewegung in Zukunft einen Generalbevollmächtigten Lausit) ist nicht, wie in der letzten Strafen- Zusammenstellung und einen Stellvertreter desselben zu stellen und wählt für diese Unterm neuesten Kurs" angegeben war, zu 6 Monaten, sondern Posten Bömelburg Hamburg und Staningt- Hamburg. zu 10 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Um so mehr ist Die Wahl der Revisoren wird den Orten Harburg, Von dem Bureaudirektor des Hauses der Abgeordneten zu wünschen, daß er den Aufenthalt hinter Kertermauern so gut Wandsbeck und Hamburg, als dem Sitz des Generalbevollmächtigten Kleinschmidt ist ein Verzeichniß der im 2andtag noch überstehen möge, als das bei den überaus verbesserungsbedürftigen zunächst gelegen, überwiesen.( Mittagspause.) unerledigten Vorlagen ausgegeben worden. Danach Einrichtungen der deutschen Gefängnisse möglich ist. haben noch die dritte Lesung im Hause der Abgeordneten zu Zweite ordentliche Generalversammlung des Deutschen Metallarbeiter Verbandes in Magdeburg. Dritter paffiren das Gerichtskostengesez, die Gebührenordnung für Notare und die Novelle zur Hinterlegungsordnung. In zweiter und Verhandlungstag. Nachmittags- Sigung. Auf der TagesDritter Berathung ist noch zu erledigen das Gesetz über die ErAchtung, Zimmerer! Da Da von der Firma Simon ordnung steht die Berathung der Anträge, die sich auf das Verrichtung einer Generalfommission für Ostpreußen. Kommissarischer u. Ko., Berlin, Haideftr. 55/57, die alten Preise für die einzelnen bandsorgan beziehen. Die Anträge betreffen im wesentlichen die Berathung überwiesen sind das Stempelsteuer- Gesetz, das Gesetz Theile der Militärbaracken bis jetzt noch nicht wieder bewilligt bschaffung des obligatorischen Bezuges für die Mitglieder, Bebetreffend die Fischerei der Ufereigenthümer in den Privatflüffen sind, bleibt bis auf weiteres die Sperre über das Geschäft verschränkung der Erscheinungsweise und des Umfanges, Verlegung der Rheinprovinz, das Gesetz über die Erbschaftssteuern, die hängt. Der Vertrauensmann der Zimmerer Berlins und Um- des Sizes der Redaktion und Expedition nach dem Orte des Novelle zum Ausführungsgeseh zur deutschen Zivilprozeß- Ordnung gegend. Vorstandssizes, Einführung einer Fachbeilage, sowie Uebersendung und das Gesetz über die Entschädigung für Verluste durch der überschüssigen Blätter an die Filialen. Diese Anträge werden Die Maler, Lackirer und Anstreicher Berlins und sämmtlich durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Dagegen Schweinefrankheiten. Noch gar nicht zur ersten Berathung Imgegend werden hierdurch vom Vertrauensmann G. Lint werden die Anträge angenommen, wonach 1. die Bekanntmachung gelangt sind die Gefeße über das Pfandrecht an Privat- Eisen- unter Berufung auf die große Bedeutung der Maifeier auf der wichtigen Mittheilungen, des Vorstandes auf die 1. resp. bahnen, das vom Herrenhause unverändert genehmigt wurde, gefordert, in der zu Montag, den 22. April, abends 8 Uhr, in 4. Seite des Blattes zu setzen ist, 2. ein unentgeltlich zu bedie Novelle zum Kommunalabgaben- Gefeß und das Gesetz die Arminhallen einberufenen Versammlung recht zahlreich nutzender Vereins- und Versammlungskalender eingeführt werden über die Aufhebung des im vormaligen Fürstbisthum Fulda zu erscheinen. Die Tagesordnung lautet: 1. Stellungnahme zum foll, 3. der Inhalt des Blattes für die weiblichen Mitglieder für die Einwilligung der Ehefrauen in Bürgschaften der Ehe- 1. Mai; 2. Wie stellen sich die Kollegen zum Verhalten einzelner interessanter zu gestalten ist, 4. Berichte über allgemeine männer bestehenden Erfordernisses der gerichtlichen Form. Prinzipale bezüglich des Sonnabends um 5 Uhr Feierabend zu Gewerkschafts Versammlungen, die höheres Intereſſe be Im Herrenhause sind noch unerledigt die Gesetze über das machen? Grundbuchwesen in den der Grundbuchordnung von 1872 bisher anspruchen, aufgenommen werden sollen, 5. die Versammlungsnicht unterworfenen Theilen von Hessen- Nassau, über die Ver- 9. deutscher Maurerkongres in Halberstadt. 2. Verberichte der Metallarbeiter nur dann zu veröffentlichen tretung des Gesammt Synodalverbandes des Konsistorialbezirts handlungsta g. Nachmittags Sigung. Zu Punkt 4 der endlich 6. die Abrechnung über das Verbandsorgan spezialisirt sind, fie wirklich allgemeines Interesse haben; Raffel in vermögensrechtlichen Angelegenheiten, über die Aus- Tagesordnung: Unfallversicherungs- Geset dehnung des Allgemeinen Berggesetzes von 1865 auf den Stein- Unfallverhütung ergreift Paul- Hannover das Wort zu veröffentlichen ist. Durch diese Beschlüsse gewinnt die Zeitung und Kalifalz Bergbau der Provinz Hannover und die Novellen Nach einer Schilderung der Ausreden des Unternehmerthums in nach Meinung der Redner mehr Raum als bisher für Artikel, über die evangelische Kirchenverfassung Schleswig Holsteins 2c, betreff der Bau- Unfälle erklärt Redner, daß die Ueberhaftung bei worin die wirthschaftlichen Tagesfragen den Mitgliedern aus sowie die im Hause der Abgeordneten angenommene Vorlage den Bauten und das Submissionswesen die innere Ursache der führlich klar gemacht werden sollen, und so werde der Inhalt über die Aufhebung von Stolgebühren im Regierungsbezirk Arbeiterverunglückungen seien. Der Schutz der Arbeiter durch der Zeitung den agitatorischen Zwecken mehr entsprechen. Es das Unfallversicherungs- Gesetz sei durchaus ungenügend und noch beginnt sodann die Generaldebatte über die Fragen, die das mehr die Ueberwachung der Unfallverhütung durch Berufs Unterstützungswesen betreffen. genossenschaften und deren Vertrauensleute, die alle Interessenten Kongreß des Holzarbeiter Verbandes in Erfurt. In feien. Um hier Befferung zu schaffen, müßten die Arbeiter an der Nachmittags Sigung am 17. April wird die Debatte über die Gesetzgebung herantreten, wie es theilweise schon geschehen die zum Statut gestellten Anträge fortgesetzt. Sämmtliche Ansei. Redner schlägt vor, zur Novelle zum Unfallversicherungs- träge werden einer Kommission zur Berathung überwiesen. Gesez den Arbeitervertretern im Parlament in einer Dann wurde das Verhältniß zur Generalkommission besprochen. Dentschrift das Material und die Wünsche des Bau- Den eingehenden Bericht hierüber sowie über die weiteren Bergewerbes zur Seite zu stellen. Im Sinne dieses handlungen werden wir in nächster Nummer veröffentlichen. Vorschlags empfiehlt er die Annahme folgender Resolution: Der Der Vertrauensmann der Leipziger Vergolder, Kongreß erklärt, daß die deutsche Reichsregierung und der Reichs- E. Struß( Adresse: Jahn's Restaurant in Leipzig- Reudniß, Von der Agitation. Der Wahlverein für Uecker- tag verpflichtet sind, im Intereffe der baugewerblichen Arbeiter Kronprinzstraße 6), giebt im Anschluß an eine frühere Notiz hierminde, der gegenwärtig rund 120 Mitglieder zählt, unter eine Ausgestaltung des Unfallversicherungswesens nach Maßgabe durch bekannt, daß die mit den betreffenden Unternehmern ge nahm, wie man uns mittheilt, am Ostersonntag seine erste folgender Forderungen auf gesetzlicher Grundlage durchzuführen: pflogenen Verhandlungen resultatlos geblieben sind und die Ge ' uns. Agitationstour. Die Orte Behrendtshof, Bellin, Lukow und 1. Aufhebung der jetzigen absolut zweckwidrigen Organisation hilfen deshalb genöthigt waren, in den Streit einzutreten. Es Möncheberg, wurden mit Schriften versorgt und überall nahm der Unfallverhütung und der Feststellung durch die Berufsgenossen wird um strenge Fernhaltung des Zuzugs gebeten und die Ar man die sozialistische Literatur gern entgegen, wie auch sonst die schaften, 2. Einführung der obligatorischen, durch das beiterpreffe um Bekanntmachung dieser Mittheilung ersucht. Tour ohne Zwischenfall verlief. Gewünscht wird nur, daß die Gesetz ausdrücklich vorzuschreibenden und zu regelnden Unfall- Briefe und Geldsendungen sind an den Vertrauensmann zu jenigen Parteigenoffen, die um Zusendung von Material ersucht verhütung, 3. in Verbindung damit Einführung der obligatorichten. werden und solches besitzen, die leckermünder nicht wieder im rischen regelmäßigen Ueberwachung und Kontrolle Stiche lassen, wie es dieses Mal geschehen ist. Die Material- sämmtlicher Baubetriebe durch aus öffentlichen Mitteln zu besoldende, jetzt noch auf die Fabrik von Theodor Küpper ausgedehnt; Der Weberstreik in Aachen dauert fort und hat sich fendungen sind zu richten an Wilh. Prezer, Anklamerstraße, mit entsprechenden Befugnissen ausgestattete und wie die außer den Arbeitern dieser Fabrit stehen die der Firmen Bima P. Mice, Töpferstr. 207, Wilh. Mülling, Hospitalstr. 187, Fabrifinspektoren vom Unternehmerthum grundsätzlich unberg und Bertraut im Ausstande. Die Forderungen sind: sämmtlich in Ueckermünde.o abhängige Beamte. Mindestens die Hälfte diefer Beamten zehnstündige Arbeitszeit im Gegensatz zu der bisher üblich Unsere polnischen Parteigenossen in Hamist nach gefeßlich vorzuschreibendem Modus, welcher jede gewesenen elfstündigen, Bezahlung des Ramm- Anhängens und burg haben die Osterfeiertage nicht ungenügt verstreichen lassen, Beeinflussung durch Behörden und Unternehmer ausschließt, von des Rettenanknüpfens, ferner Erhöhung des Lohns um 1 Pf. sondern, wie das" Echo" meldet, unter ihren dort wohnenden der baugewerblichen Arbeiterschaft frei zu wählen, während pro 1000 Schuß- Forderungen, die von den meisten Webereien Landsleuten agitirt. In der Nähe der katholischen Kirche hatten die übrigen von den zuständigen Behörden zu ernennen find, Aachens schon bewilligt sind. Im ganzen befinden sich 100 Weber fich Flugblattverbreiter poftirt und jeder polnische Arbeiter, der jedoch mit der Maßgabe, daß die Neberwachung und Kontrolle, im Ausstande, der für sie ohne Zweifel siegreich enden zum Gottesdienst ging, bekam ein in seiner Muttersprache abgefaßtes fowie die Betheiligung an Feststellung der Art, der Ursachen wird, wenn jedweder 3uzug nach Aachen unterBlatt, das ihn darauf aufmerksam machte, auch sein weltliches und Folgen des Unfalles von beiden Beamten bleibt. Im Orte selbst hat sich bis jetzt erst ein Wiesbaden. = Parkeinachrichten. Bur Reichstagswahl im Kreise Aschaffenburg ist von einer Konferenz unserer dortigen Parteigenossen, die von 22 Orten durch mehr als 50 Delegirte beschickt war, Reinhold Opificius aus Frankfurt a. M. als Kandidat der Sozialdemokratie aufgestellt worden. zu Interesse zu fördern und sich darum der bestehenden Organisation fategorien gemeinsam ausgeübt wird. Nur auf einziger Streitbrecher gefunden. Der Vorstand der Textil Der Sozialdemokraten polnischer Bunge anzuschließen. Mehrere folcher Basis tann den berechtigten Interessen der Arbeiter arbeiter- Organisation, Karl Hübsch in Berlin, Memelerstr. 40, tausend dieser Flugschriften tamen in die richtigen Hände und betreffend die Unfallverhütung, und was damit zusammenhängt, bittet nun die Arbeiterschaft, der kämpfenden Brüder an der hoffentlich wird der äußerst rührige und erfolgreiche polnische prompt genügt werden. Der Generalbevollmächtigte der Westgrenze des Reiches zu gedenken und ein Scherflein für ste Sozialdemokratische Verein Hamburgs dadurch wieder neuen Bu- Maurer Deutschlands wird beauftragt, alle im Bau wachs gewinnen. gewerbe beschäftigten Arbeiter für diese Frage zu intereffiren 8 opfern. Sendungen sind zu richten an Heinr. Ehrich, Templer graben 24 in Aachen. und eine die Forderungen ausreichend begründende( besonders Maifeier. Die Maifeier wird in Kiel, wie man uns von auch die im Gesetz zu berücksichtigenden Einzelheiten betreffend 300 jugendliche Arbeiter der Wilhelmsburger dort schreibt, in folgender Weise begangen werden: Morgens die Unfallverhütung) eingehende Denkschrift auszuarbeiten und wolltämmerei bei Harburg legten am Dienstag die Arbeit 10 Uhr wird eine öffentliche Boltsversammlung abgehalten; die dieselbe bis zum Beginn der nächsten Session des Reichstages nieder, weil ihre Arbeitszeit, die bisher um 7 Uhr abends beTheilnehmer der Boltsversammlung finden sich am Nachmittage sowohl dieser Körperschaft wie der Reichsregierung zu über- gann, schon um 6 Uhr beginnen und damit um eine Stunde ver zu einem Ausfluge zusammen und für den Abend werden in mitteln." An das sehr eingehende Referat knüpft sich eine leb- längert werden sollte. Stiel und nächster Umgebung 8 Fesiversammlungen anberaumt hafte Debatte, die sich in allen wesentlichen Punkten im Sinne In Offenburg ist der Ausstand der Arbeiter der Schuh des Referenten hält, Es wird jedoch mehrfach die Inangriff- macher's chen Bürstenfabrik gütlich beigelegt, nachdem nahme einer alle Berufe oder wenigstens alle Baugewerke ins die wichtigsten Forderungen als berechtigt anerkannt worden Bereich ziehenden Agitation gewünscht, um so auf die Behörden waren. Die Fabrifinspektion förderte die Vereinbarung. einen lassendruck zu üben. Die Diskussion fördert in Beziehung Vom Ziegelarbeiterftreik wird aus Wien telegraphisch auf gewiffenlose Unfallverschuldung seitens der Unternehmer gemeldet, daß das Wert auf dem Wiener Berge von der Polizei haarsträubende Dinge zu Tage. Um 6 Uhr wird die Debatte mit einer Sicherheitswache besetzt wurde, weil die dort weiter abgebrochen. arbeitenden Verlader mit Steinen beworfen worden seien. Die werden. Aus New- Yort wird uns über dasselbe Thema geschrieben: Wie es in diesem Jahre mit der Maifeier ausfallen wird, läßt sich noch nicht bestimmt beurtheilen. Im allgemeinen ist zu fonstatiren, daß den amerikanischen Arbeitern- aller Nationalitäten in ihrer großen Masse der Gedanke der internationalen Solidarität noch immer nicht aufgedämmert ist. Wir haben zwar diverse gewerkschaftliche Verbände, die sich ,, international" nennen, aber gerade gelegentlich der Maifeier zeigt es sich, daß diese Internationalität eine leere Phrase ist. Wie bisher, wird also auch in diesem Jahr die Feier lediglich von den fortschrittlichen, vom sozialistischen Geiste durchseuchten" oder doch infizirten Organisationen getragen werden.-Als interessanter Umstand ist anzuführen, daß hier in New- York der Delegatenlörper der Tofalen Knights of Labor- Organisationen, Distrikt Assembly 49 ( vor einer furzen Reihe Jahre noch ein Tummelplatz der politischen Schlepper der kapitalistischen Parteien) beschlossen hat, in Beziehung auf die Maifeier mit der Central Labor Federation, in der seit Jahren die fortschrittlichen gewerkschaftlichen Organi fationen vertreten find, und mit den vereinigten jüdischen Gewertschaften Hand in Hand zu gehen. " 3. Verhandlungstag. Vormittags- Sigung. Die gestern Ruhe sei somit ungestört." Nach der Neuen Freien Presse" abgebrochene Debatte über Unfallversicherungs- Gesetz sind auf den Werken der Wienerberger Biegelfabrit etwa 4000 und Unfallverhütung wird fortgesetzt. v. Im legt Arbeiter beschäftigt. Hiervon sind mehr als 3000 in den Streit die Stellung der Generalkommission zu dem Bestreben einer getreten. Der gegenwärtige Lohn der Ziegelschläger fei sehr verDresdener Kommission, die Agitation in Fluß zu bringen, flar, fchieden je nach der Distanz zwischen dem Orte der Erzeugung weiter fordert er eine gute Organisation der Bauarbeiter zur Ueber- der Biegel und dem Orte der Ablieferung. Im Durchschnitt wachung der Unfälle und Unfallverhütung und als einzig richtige stelle sich der Lohn seit der im vorigen Jahre vorgenommenen Grundlage zur Erstrebung befferer gefeßlicher Bestimmungen. Erhöhung auf 21/2 bis 3 fl. für 1000 Stück Ziegel, so daß der Redner verweist dann auf die Bedeutung der bevorstehenden Biegelschläger in der Woche etwa 18-22 fl. verdiene. Außerdem Reichstagsverhandlung über den sozialdemokratischen Antrag hätten diese Arbeiter auf den Werken der Gesellschaft freie auf Sicherung und Ausbau des Koalitionsrechtes, warnt aber Wohnung und unentgeltliches Heizmaterial. Jm vorigen Jahre sei vor übertriebenen Hoffnungen. Die heute vorliegende Materie den Biegelschlägern eine 20 prozentige Lohnerhöhung bewilligt laffe sich höchstens beim Etat, bei der Unfallnovelle oder durch worden. Jetzt begehrten sie eine fünfzigprozentige Steigerung Interpellation anschneiden. Grundbedingung dazu fei die Be- ihres Lohnes, so daß sich der Arbeitslohn für 1000 Stück Ziegel schaffung von zuverlässigem Material. Es sei selbst auf etwa 4 bis 4 fl. belaufen würde. Die Arbeiter verwiesen Parteifinanzen. Der Vertrauensmann von Kiel ver- verständlich, daß sich schließlich ein allgemeiner Gewerkschafts- darauf, daß seit dem vorigen Jahre eine sehr bedeutende Er öffentlicht seine Abrechnung auf die Zeit vom 22. November 1894 tongreß mit der vorliegenden Frage befasse, zunächst erfordere höhung der Ziegelpreise plaßgegriffen habe. Thatsächlich stelle bis 31. März 1895. Danach betrug die Einnahme für die Lokal- die Sache andauernde planmäßige Arbeit. Die Resolution fich jetzt der Ziegelpreis in der inneren Stadt auf etwa 22 fl., faffe 2269 M. 57 Pf., die Ausgabe 1811 m. 12 Pf., sodaß ein Paul wird darauf mit allen gegen eine Stimme angenommen. Kassenbestand von 458 m. 45 Pf. verblieb. Unter den Aus- 3u Punkt 5 der Tagesordnung, Gesetzliche Sicher gaben befindet sich die Summe von 652. 18 Pf., die an die stellung des Arbeitslohnes, hat Eckstein Wahlkreistasse gezahlt worden ist. Die Wahlkreistasse schließt Zwickau das Referat. Der Redner schildert das im mit einer Einnahme von 1029 M. 23 Pf. und einer Ausgabe Baugewerbe großgewordene Schwindelwesen der Unternehmer von 1029 M. 23 Pf. ab, sodaß sich Einnahme und Ausgabe decken. In Devenport, Jowa, hat unsere Partei beschlossen, sich felbständig an der nächsten Munisipalwahl zu betheiligen. Aus New- Haven, Connecticut, wo der alte Stamm der Parteigenoffen aus ausgewiesenen Hamburg- Altonaer Bigarrenmachern besteht, wird gemeldet, daß das irisch amerikanische Element beginnt, sich zahlreich der Bewegung anzuschließen. Eine, mehr als anderswo vorwiegend aus geborenen Amerikanern gebildete Parteisektion hat übrigens dort schon seit beinahe einem Jahrzehnt bestanden. während er vor einem Jahre nur 17 fl. durchschnittlich betrug. Die Organisation der Eisen- und Metallarbeiter ugarus hat über die erste ungarische Nähmaschinen. und Fahrrad- Fabrik die Sperre verhängt und ersucht alle Eisen und Metallarbeiter eindringlichst, den Berlockungen dieser Fabrit nicht zu folgen, sondern Zuzug streng fernzuhalten. Unterstützungen sind erbeten und zu senden an den Gastwirth Poloretty, VIII. Köris- uka Nr. 10, Budapest. $ und Terraingesellschaften und die Folgen, die es für die Arbeiter gehabt hat, nämlich Berringerung des Arbeitseinkommens, einen gefährlicheren Beruf und geradezu gestohlenen Arbeitslohn. Das in den Großstädten entstandene Uebel greife jetzt auf das ganze Der Dachdeckervercin in Basel, der im Kampf mit den Land über. Der Arbeitslohn sei diesen Schwindlern gegenüber nicht genügend geschützt. Redner geht hierauf die einschlägigen Unternehmern steht, ersucht die Dachdecker Deutschlands, Basel gesetzlichen Bestimmungen durch und fordert gesetzliche Bestimmungen, bis auf weiteres strengstens zu meiden. Die Unternehmer wollen bie den Arbeiter dagegen schüßen, daß er um seinen sauer ver- durch Maßregelung der Mitglieder des Vereins diesen verhindern, dienten Lohn betrogen wird. In diesem Sinne beantragt Eckstein die von ihm ins Auge gefaßte Herbeiführung einheitlicher Löhne eine Resolution, die etwas geändert in folgender Form an- und Arbeitszeit durchzusetzen. genommen wird. Der Kongreß spricht die Ueberzeugung aus, daß die Zusicherung eines Piandrechtes an die Arbeiter der Baubetriebe, wie die selbständigen Gewerbetreibenden als Schutz gegen schwindelhafte Bauunternehmer es beanspruchen, zwar " Depelchen: Privat Telegramm des ,, Vorwärts". Ju Cincinnati haben die beiden früher einander feindlich prinzipiell durchaus anzuerkennen ist, aber rücksichtlich Halle a. d. S., 18. April. In dem Anarchisten. gewefenen sozialistischen Gruppen gemeinsam die Kommunefeier des praktischen Werthes den Interessen der Arbeiter nicht Prozeß, dessen Verhandlung heute hier begonnen hat, wurde abgehalten. Brigius aus Chicago war als Feftredner ein- genügt. Die Arbeiter dürfen zwecks Erfüllung ihrer An- auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Deffentlichkeit geladen. Die Gelegenheit wurde benugt, eine Versammlung zur fprüche aus geleisteter Arbeit nicht auf umständliche und ausgeschlossen. Gründung einer anglo- amerikanischen Parteisektion zu veranstalten, langwierige gerichtliche Prozeduren angewiesen sein, wie sie die ( Deveschen- Bureau Herold.) die denn auch zu Stande tam und sich dem Parteiverband( Sig Erledigung pfandrechtlicher Ansprüche mit fich bringt; sie haben Paris, 18. April. Gestern wurde ein Arbeiterbelegirter des New- York) anschloß. das größte Intereffe daran, möglichst schnell zu ihrem Kohlenbeckens von Decazeville verhaftet, weil er beschuldigt wird, verdienten Lohn zu kommen, der von Schein oder Dynamit versteckt zu haben. In Pau wurde wegen des gleichen unter Todtenliste der Partei. In Meißen ist der Partei- 3 wischenunternehmern dem Vorgeben der Anlasses ein Individuum verhaftet. Man hat beide im Verdacht, genoffe Emil Niedermeyer, in Haynau der Handschuh- Bahlungsunfähigkeit ihnen vorenthalten wird. In Erwägung mit Anarchisten in Verbindung zu stehen. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. * Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 91. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Deffentliche Gigung vom Donnerstag, den 18. April 1895, nachmittags 5 Uhr. Der Stadtv. Stadthagen nimmt nach mehrmonatlicher unfreiwilliger Abwesenheit wieder an den Verhandlungen theil. Zu Beginn der Sigung erfolgt die Einführung und Verpflichtung des neugewählten Stadtv. För ster. Der Ausschuß zur Berathung über Bebauung, Anpflanzung und Bewirthschaftung der Rieselfelder besteht aus den Stadtvv. Langerhans, Virchow, Singer, Ralisch und Talte. Freitag, den 19. April 1895. 12. Jahrg. tönne nicht freigegeben werden, weil dann jede Kontrolle Stadtv. Cassel erkennt in der Vorlage das Bestreben des verloren gehe und die Stadt unzweifelhaft geschädigt Magistrats, mit der Versammlung zu einer Verständigung zu werde würde. Das Gebiet vor dem Potsdamer Thor bleibe der gelangen. Mit der Aenderung des Verkehrs müsse auch die Stadt bis 1904 verschlossen, auch wenn der Vertrag nicht ver- Art der Behandlung der Verkehrsfragen und Verkehrsunterlängert würde; an diesem Rechtsverhältniß fönne man zur Zeit nehmungen eine zeitgemäße Aenderung erfahren. Die Frage der nichts ändern. Im Jahre 1881 habe man die Rente von der Nutzbarmachung der Elektrizität sei offenbar im MagistratsEnglischen Gesellschaft gern genommen.( 3wischenruf: Leider!) dezernat, wie es jetzt noch bestehe, gedeihlich nicht zu erörtern. Die Gefahr der Konkurrenz des elektrischen Lichts für das Der Magistratsantrag gelangt darauf zur Annahme. Leuchtgas sei übrigens im Weichen begriffen und die Bestre- Die Vorlage, in welcher der Magistrat der Versammlung bungen auf Herabsetzung des Preises für Leuchtgas seien davon Kenntniß giebt, daß er die Mitwirkung der Versammlung daher mit recht auch von der Versammlung zurück bei der Bestellung von Rathsmaurermeistern und Rathszimmergewiesen worden; in dieser Beziehung würde von der meistern nicht mehr zulassen will, weil diese Personen nicht Beamte, Kündigung des Vertrages tein Vortheil zu erwarten sein, sondern Sachverständige seien, bietet in der heutigen Sigung den Auf die wiederholten Erinnerungen des Provinzial- Schul wohl aber ginge die im Etat sehr wesentliche halbe Million Mitgliedern den dritten Anlaß, über die Haltung des Magistrats follegiums, daß das gegenwärtige Reinigungsverfahren in den Rente verloren. zur Versammlung Klagen zu führen. Gemeindeschulen nach den jetzigen Anschauungen über Schul- Stadtv. Lüben steht auf dem Standpunkte des Stadt- Stadtv. Meyer I bezeichnet sie als eine Rücksichtslosigkeit, gesundheitspflege nicht ausreichend sei, hat der Magistrat für das verordneten Deter. Im Ausschuß habe man durchaus den Ein- als eine Herausforderung, die die Versammlung sich nicht geneue Etatsjahr statt der wöchentlichen zweimaligen Reinigung druck gehabt, daß der Magistrat mit dem Preise von 10 Pf. ein- fallen lassen dürfe, da sie ein 75 Jahre lang bestehendes Rechtseine dreimalige in Vorschlag gebracht, wozu die Versammlung verstanden sei. Wolle man ein großes Geschäft machen, so dürfe verhältniß einseitig aufhebe. Die Versammlung müsse den ihr hinauch ihre Zustimmung ertheilt hat. Bevor der Magistrat man doch nicht so außerordentlich kleinlich sein. Die Be- geworfenen Fehdehandschuh aufnehmen und dem Magistrate dieses Verfahren in der bisherigen Weise durch die Schul- denten gegen die Küchenflamme seien auch nur von diesem energisch flar machen, daß sie an der bisherigen Praxis nichts diener durchführt, will er einen Versuch in größerem fleinlichen Standpunkt aus zu begreifen; diese bleiche geändert haben wolle. Die Rathsmeister als Taratoren für Umfange durch Uebertragung der Reinigungsarbeiten an Furcht vor der Defraude sei doch einer so großen Immobilien seien wesentlich Beamte. Gegen die Rücksichtseine Reinigungsanstalt machen. An drei Tagen des städtischen Verwaltung nicht recht würdig. Redner spricht sich losigkeit dieser ganz unmotivirten Zumuthung müsse die Vers Januar dieses Jahres ist bereits die Reinigung der Schul- dafür aus, an dem Preis von 10 Pfg. festzuhalten und die Vor- sammlung noch besonders protestiren. räume in der 69. Gemeindeschule, Kleine Frankfurterstr. 6, durch lage in einem Ausschusse berathen zu lassen, der in der nächsten das große internationale Reinigungsinstitut( Stähr) hier ver- Sigung Bericht zu erstatten hätte. fuchsweise erfolgt. Der Versuch ist, was die Reinigung selbst betrifft, günstig ausgefallen. Um aber ein flares Bild über die Bweckmäßigkeit und die finanzielle Tragweite dieser Aenderung des bisherigen Reinigungsverfahrens zu gewinnen, will der Magistrat einen Versuch in größerem Maßstabe veranstalten und ersucht daher die Versammlung, fich damit einverstanden zu er flären, daß in den Gemeindeschulen in Moabit dem großen internationalen Reinigungsinstitut( Stähr) hier, für die 1. Mai bis Ende Juni d. J. versuchsweise die Reinigung der Schulräume übertragen werde; die in den Etat eingestellten Mittel dürfen hierdurch jedoch nicht überschritten werden. Sobald diese Versuche zum endgiltigen Abschluß gelangt find, wird der Magistrat der Versammlung erneute Borschläge unterbreiten. Stadtv. Dr. 3 adet: Der Magistrat kommt endlich, der Noth gehorchend, nicht dem eigenen Trieb, den Forderungen der Schulhygiene zögernd und unvollständig nach; er will nur eine dreimal wöchentliche Reinigung, während die Aufsichtsbehörde eine tägliche fordert. Ich beantrage diese tägliche naffe Reinigung, denn wenn irgendwo der Staub als Krankheitserreger gefährlich ist, dann ist es in unseren Gemeindeschulen der Fall. Ich beantrage weiter, die Reinigung der städtischen Straßenreinigung zu übertragen, deren Personal zu einem großen Theil ganz speziell technisch als Desinfektoren vorgebildet ist. Stadtrath Schäfer hält die tägliche Reinigung für zu fostspielig und nicht erforderlich. Zunächst sei das Resultat der beabsichtigten vermehrten und verbesserten Reinigung ab: zuwarten. Das Personal der Straßenreinigung ist keineswegs besonders für die Reinigung von Schulräumen vor gebildet; die Desinfektion von Wohnräumen wird vielmehr von dem Personal unserer städtischen Desinfektionsanstalt bewirft, welches mit dem der Straßenreinigung nicht identisch ist. Unter Ablehnung der Anträge Badet wird die Vorlage angenommen. Die Vorlage betr. den Verkauf des Grundstücks ThurmStraße 30, Ede der Wilhelmshavenerstraße, für 135 M. pro Quadratmeter Bauland, geht auf Antrag Gericke an einen Ausschuß. Bürgermeister Kirschner erklärt, es habe dem Magistrat jede Absicht in der ihm imputirten Richtung fern gelegen. Die Stadtv. Jacobi hält auch dafür, daß nun endlich nach Frage sei praktisch geworden, als die Feuersozietät vom Magistrat 17 Monaten etwas Positives aus der Sache herauskommen müsse. die Festsetzung von Ordnungsstrafen gegen zwei dieser Der Unterschied von 2/3 Pfg. bedeute nicht viel für die Stadt Männer beantragt habe. Romme der Magistrat zu der Aufs fasse, aber wesentliches für den Konsumenten, denn es seien faffung, daß die betreffenden nicht Beamte seien, immerhin 7 pet. Auch bezüglich der Leuchtflame theilt Redner so müsse er die Konsequenz ziehen, auch wenn damit die Anschauung der Vorredner; die Haltung des Magistrats zeige bisher ausgeübte Befugnisse der Versammlung tangirt werden. auch in diesem Punkte, daß man sich vom bureaukratischen Zopfe Er habe auch keinen anderen Weg gehabt, als die Vorlage zur noch immer nicht loszusagen vermöge. Troß aller Beanstandung Kenntnißnahme herüber zu geben.( Widerspruch.) Die Stellung halte der Magistrat auch jetzt noch an der unglücklichen Be- der Rathsmeister sei bisher ein Zwitterding. Aber von der fimmung fest, daß in geeigneten Fällen" die Anschlüsse Bedeutung sei die Sache wahrlich nicht, um eine Differenz mit unentgeltlich hergestellt werden. Man müsse einfach die unent der Versammlung herbeizuführen. geltliche Anschlußleitung überhaupt zugestehen.( Lebhafter Beifall.) Stadtv. Wohlgemuth: War die Sache zweifelhaft, so Im übrigen warnt Redner davor, schon heute über die Kün- hätte doch mit uns gemeinsam die Frage erörtert werden können, digung zu beschließen; darüber müsse ein Ausschuß in gründliche statt daß der Magistrat den ohnehin in der Luft herumschwirren Erwägung treten. Den Vorwurf aber könne man dem Magistrat den Konfliktsbazillen eine neue Reinkultur solcher Bazillen nicht ersparen, daß er auch hier wieder einmal einfach der Ber- in Gestalt der Vorlage hinzufügte. Sehr zahlreich sind sammlung die Pistole auf die Brust setze. die Fälle, die Versammlung Rathsmeister nicht be Auch Stadtv. Scheiding stimmt in die Klage der Vor- stätigt hat. Jest plötzlich soll die Mitwirkung der Versammlung redner ein; ihm will es scheinen, als ob die Vorlage dazu an- in Wegfall kommen! Auch die Feuersozietät ist ein Zwitterding gethan sei, die ganze Frage wieder einmal aufs Ungewisse zu und verdient doch, erhalten zu bleiben. Sind die Rathsmeister vertagen. Den schwierigen Vertrag mit den Engländern könne teine Beamten, so sind sie auch nicht Sachverständige nach den man doch nicht in 1/2 Wochen prüfen. Daß die Engländer der Voraussetzungen für diese Rategorie, sie schweben also vollständig Stadt f. 3. mit dem Vertrage eine Nase gedreht haben, sollte in der Luft. Es spielt hier wohl doch eine persönliche Angelegen doch auch dem Stadtrath Marggraff bekannt sein. Gerade mit heit mit hinein. Wir haben in der Feuerdeputation den Herrn der unentgeltlichen Herstellung der Anschlußleitungen hätten sie Kollegen Ealge nicht wieder gewählt, weil er seit 12 Jahren der Stadt zahlreiche Gastonsumenten weggekapert( Hört, hört!). nicht mehr Maurermeister ist und weil er Stadtverordneter ist. Gleichwohl finde sich in dem neuen Vertrage kein Wort Der von uns Gewählte ist bisher vom Magistrat nicht ernannt. über diesen Punkt. Man solle sofort sich für die Was liegt uäher, als zu vermuthen, daß die Vorlage nur Kündigung entscheiden; dann bleibe der Vertrag noch der Wiederwahl des Herrn Salge den Weg ebnen soll? Praktisch ein Jahr bestehen und innerhalb desselben sei Zeit genug zu ist, die Frage im Ausschuß zu erörtern, nicht aber den nuglosen neuen Verhandlungen.( Beifall.) Entrüftungsantrag Meyer anzunehmen. סטן Oberbürgermeister Belle: Wir sind entfernt von Konflikts. lüsternheit; die Bazillen werden von denjenigen ausgestreut, die mit Rücksichtslosigkeit, Utas" und ähnlichem schweren Geschütz tommen, während wir uns mustergiltiger Ruhe befleißigen. ( Heiterfeit.) Setzen wir hier die Beamtenqualität fest, so geben wir den Herren das Recht, uns auf Pension zu verklagen. Als Ausweg stellt sich die Möglichkeit dar, die Sache durch Ortsstatut nach Analogie der Stellung der Magi stratsassessoren zu regeln. Stadtrath Marggraff: Wir können den Engländern nicht vorschreiben, was sie zu thun haben; sie brauchen sich nicht zu unterwerfen. Das in geeigneten Fällen" müssen wir bei behalten, wir können nicht jedem beliebigen auf jede beliebige Leitung ein flagbares Recht geben. Wir sind ja dabei, für diese Angelegenheit bestimmte Grundsäge zu formuliren. Die Engländer führen uns nicht an der Nase herum, fie legen wie wir die Vertragsbestimmungen loyal aus und sind mir loyal entgegenfommen; daß sie ihr Interesse vertreten, ist ihr gutes Recht. Stadtv. Sa ch 3 II: Die Ausführungen des Stadtverordneten Stadtv. Sa ch 3 II: Die milde, sanfte Form des OberScheiding sind durch diese Widerlegung nicht widerlegt. Von einem bürgermeisters schafft die Thatsache nicht aus der Welt, daß Gewaltakt gegen die Gesellschaft ist nicht die Rede. Wir sollen uns die Vorlage nur zur Kenntnißnahme vorgelegt ist. die Sache noch 3 Jahre gehen lassen; das kann doch die Lage In dem bekannten Buche von Belle über das öffentliche Recht der Stadt, wenn sie durch den Vertrag betheiligt wird, nur ver- wird ausgesprochen, daß über die Beamtenqualität überhaupt schlimmern. Daß die Stadt sich verpflichtet, 5 pet. theurer sein nichts Bestimmtes feststeht( Heiterkeit). zu müssen als die Gesellschaft, kann man doch kein kauf- Nachdem noch die Stadtvv. Cassel und Esmann ge männisches Verhältniß nennen.( Zustimmung und Heiterkeit.) Nur sprochen, letterer namentlich hervorgehoben hat, daß der durch die Kündigung kommen wir zu erträglichen Verhältnissen. Magistrat Invaliden zu Rathsmeistern immer und immer wieder Daß die Gesellschaft die Stadt bei den Konsumenten unterbietet, ernannt habe, und Bürgermeister Kirschner betont hat, daß hat Herr Scheiding direkt behauptet und ist dafür verantwortlich. in der Feuerfozietät gegen seine Auffassung sich nicht der geringste Geht die Vorlage in die Brüche, so gewinnt wenigstens die Widerspruch erhoben habe, wird die Diskussion geschlossen und Stadt ihren Mitbürgern gegenüber ihre volle Freiheit wieder. die Vorlage in einen Ausschuß verwiesen. ( Beifall.) Auf eine dringliche Anfrage des Stadtv. Langenbucher, Darauf wird ein Schlußantrag angenommen und die Vor- ob der Magistrat für 1895/96 den Quadratmeter Asphaltpflaster lage an einen Ausschuß verwiesen, der in der nächsten Sizung für 14 M. vergeben will, obgleich eine leistungsfähige Firma sich Bericht erstatten soll. Der Ausschuß wird vom Vorstande sofort für 13 M. zur Lieferung erboten habe, bemerkt ernannt; ihm gehören auch die Stadtvv. Gieshoit und Hente an. In Sachen der Verbilligung der Gaspreise liegt jetzt endlich ein Magistratsantrag vor, der aber selbst hinter dem bescheidenen Maß von Ansprüchen, auf welches die Versammlung nach jahrelangen Verhandlungen sich zurückgezogen hat, noch erheblich zurückbleibt. Der Versammlungsbeschluß vom 21. Fe bruar er. ging dahin, vom 1. April 1895 ab Gas zum Kochen, Heizen, Löthen und zum Betriebe von Motoren für 10 Pf.( statt jetzt 12,8) pro Rubikmeter den Konsumenten abzulaffen, auch in Küchen, in welchen gewerbliches Gas verbraucht wird, eine Leucht flamme zu dem ermäßigten Preise von 10 Pf. pro Rubikmeter zu gestatten. Diese Ermäßigungen gehen dem Magistrat zu weit, von der Gewährung der Leuchtflamme gegen den herabgesezten Preis will er gar nichts wissen, und eine Ermäßigung des Preises für das gewerbliche Gas will er nur insoweit zugestehen, als der seit 1887 gewährte Rabatt von 20 pCt. auf den Preis für Leuchtgas( 16 Pf.) auf 381/3 pet. erhöht werden soll. Damit ermäßigt sich der Preis pro Kubikmeter von 12,8 auf 10%/ s Pf. Weshalb sich der Magistrat auf diese 2/3 Pfennige mehr für den Kubitmeter so versteift, ist wirklich nicht zu erkennen; es würden dadurch bei einem Konsum von 10 Millionen Rubitmetern höchstens 66 666 M. für den Stadtfäckel gerettet werden, andererseits aber würde der erstrebten Konsumzunahme Am 22. Dezember 1894 hatte die Stadtverordneten- Bersanım damit eine Erschwerung bereitet. Gleichzeitig legt der Magistrat lung beschlossen, den Magistrat zu ersuchen, sich mit der Einsehung einen neuen mit der Englischen Gasgesellschaft auf der Grundlage einer Verkehrsdeputation einverstanden zu erklären. Da feiner Vorschläge abgeschlossenen Vertrag zur Genehmigung vor, der Magistrat bis Anfang April d. J. auf das Ersuchen der wonach der Vertrag von 1881, der die Gesellschaft zur Zahlung Versammlung nicht geantwortet hat, ist am 3. April von der einer Rente an die Stadt verpflichtet, verlängert wird, die Ge neuen Fraktion der Linken der Antrag eingebracht, den Magistrat sellschaft aber von der Verpflichtung befreit wird, von dem ihrer zu ersuchen, dem vorerwähnten Beschluß baldigst zu entsprechen. seits mit 33/3 pCt. abgelassenen Straftgas noch eine besondere Die städtische Baudeputation Abtheilung II( Tiefbau), der diese Abgabe an die Stadt zu leisten. Angelegenheit zur gutachtlichen Aeußerung vom Magistrat überwiesen worden ist, hat beschlossen, dem Magistrat die Ablehnung dieses Antrages zu empfehlen, da sich der Geschäftskreis der neuen Deputation mit den bisherigen Aufgaben der Baudeputation II völlig decken würde. Von verschiedenen Seiten wird Ausschußberathung beantragt Stadtv. Sa ch 3 II. beantragt außerdem die Kündigung des Vertrages mit der Englischen Gesellschaft. Stadtbaurath Sobrecht, daß die betr. Charlottenburger Firma ein rechtsverbindliches Angebot in dieser Höhe nicht abs gegeben habe.( Hört! hört!) Man sei in diesem Jahre schon von dem Say von 15 auf 14 M. heruntergegangen. Stadtv. R a st hält es für ausgemacht, daß der Antrag auf 13 M. ernsthaft gemeint war und bedauert, daß hier 79 000 m. zuviel hingegeben werden sollen. Stadtbaurath Hobrecht: Die betreffende Erklärung ist mir mündlich gemacht, aber dann nicht aufrecht erhalten worden. Mündliche Verträge schließen wir nicht ab. Stadtv. Wernau: Allzugroße Sympathie für die betreffende Firma, welche die längste Arbeitszeit und die niedrigsten Löbne hat, befize ich nicht. Aber unsere Preise sind thats thatsächlich zu hoch. Hamburg und Köln haben niedrigere Preise, Stadtv. Det er kritisirt lebhaft den Mangel an Entgegen Posen und Breslau auch. Wie fommt es denn, daß die Firmen, Tommen des Magistrats. Die ganze Versammlung empfinde das Unterm 10. April theilt nun der Magistrat der Versamm deren Ring wir doch verfallen sind, jetzt plöglich statt größte Mißfallen an der Vorlage. Bezeichnend sei, daß der lung mit, daß ihm daran liegt, bevor er über den Beschluß 15 nur 14 M. fordern? Weil die andern Städte es billiger Stadtrath Marggraff in der Gasdeputation den Antrag auf der Baudeputation II und der Versammlung sich end- baben. Die Verlegung des Asphalts ist für 9 M. möglich. Die Herabsetzung des Preises für Kraftgas auf 10 Pf. zuerst leb giltig entscheidet, mit der Versammlung in gemischter Deputation Anfrage Langenbucher ist daher sehr begründet, und wenigstens bait befürwortete, nachher aber dagegen stimmte. Die alle diejenigen Fragen durchzuberathen, welche zur Zeit inner- in dem nächsten Jahre sollte hier auf Ersparungen gesehen Nechnung mit einem Rabatt von 33% pet. ſtatt deshalb der städtischen Verwaltung auf dem Gebiete des Verkehrs- werden. glatten Preises von 10 Pf. habe der Stadtrath damit wesens im Flusse sind. Zu diesem Zweck schlägt er vor, eine Stadtv. Langenbucher nimmt mit Befriedigung von den motivirt, daß die Frauen lieber nach Rabattprozenten rechneten. folche gemischte Deputation aus fünf Magistratsmitgliedern und fachverständigen Ausführungen Wernau's Att und verweist auf ( Heiterkeit.) Solche Argumente seien doch kaum ernst zu nehmen. zehn Stadtverordneten zu bilden. den Weg der Submission. Für einen neuen Vertrag, den man bis dahin noch gar nicht ge Stadtv. Ky II mann empfiehlt den Magisiratsantrag in Stadtbaurath Sobrecht bezweifelt die Richtigkeit der fannt habe, sei die Berathungsfrist bis zum 1. Mai eine recht der Hoffnung, daß etwas Positives aus der Deputationsberathung Selbstkostentage von 9 M., der eine andere von 11 M. gegen= furze.( Sehr richtig!) Weshalb der Magistrat sich nicht für die herauskommen werde, zur Annahme. Er meint außerdem, daß überstehe. Wolle man das Submissionsverfahren auf diesem 10 Bf. erkläre, fei einfach unbegreiflich und jedenfalls sei eine das ablehnende Votum der Tiefbaudeputation blos aus der Gebiete einführen, so komme man schließlich auf Material von schwächere Motivirung noch nicht dagewesen. Redner geht dann Sorge, ihre Existenzberechtigung zu verlieren, entsprungen sei. der Güte des Viergroschen- Bazars. auf die Bestimmungen des Bertrages mit der Englischen Gesell- Für den Brückenbau, für den Schulbau habe man generelle Pläne, schaft ein und bemängelt, daß über denselben die Gasdeputation für das Verkehrswesen habe man solche bisher vermissen müssen. nicht gehört worden sei. Die Rente von 500 000 M. Die Verkehrsdeputation sei auch die Stelle, wo die bezüglichen Antönne doch die Stadt nicht bestimmen, so große Borregungen aus der Mitte der Versammlung und der Bürgerschaft theile aus der Hand zu geben und der Englischen erivogen werden könnten. Das Wohl der Stadt stehe über der Gesellschaft weiter zu belassen. Der Vertrag müsse gekündigt Bequemlichkeit dieser oder jener Deputation.( Beifall.) werden. Leider stoße man hier auf den passiven Widerstand Stadtv. Dinse sieht auch in der Behandlung dieser Andes Magistrats, der das ohnehin schon etwas gelockerte Ver- gelegenheit einen Beweis für das mangelnde Entgegenkommen hältniß zwischen Magistrat und Versammlung( Unruhe und Zu- des Magistrats, über das jezt die Klagen immer lauter ertönten. stimmung) nicht verbessern fönne. Schon im Dezember vorigen Jahres sei der Beschluß der Stadtrath Marggraff lehnt den in den letzten Aus- Versammlung einstimmig gefaßt und erst jetzt komme die führungen gegen den Magistrat enthaltenen Vorwurf entschieden Vorlage, nachdem der Magistrat zuvor, da er den Willen der Den Preisunterschied von 2/3 Pf. hält er für einen so Versammlung angeblich nicht zu erkennen vermochte, diesen minimalen, daß an diesem Punkte die Einigung nicht zu Willen in vertraulichen und unverbindlichen Besprechungen zu scheitern brauche. Die einzelne Leuchtflamme in der Kücheermitteln versucht habe. ab. Stadtv. Kalisch bestreitet die Berechnung Wernan's, während Stadtv. Rosenow darauf hinweist, daß derselbe Unternehmer, der für Berlin 15 Mark bekommt, in Charlotten= burg für 13 M. liefert.( Hört, hört!). Ein Antrag Buch o w, die Vergebung für 13 Mark zu be schließen, tommt aus formellen Gründen nicht zur Abstimmung. Schluß 3/410 Uhr. Tokales. An die Parteigenossen des 4. Berliner ReichstagsWahlkreises! Nachdem am 1. April die Partei- Spedition in unserem Kreise eingeführt ist, muß es das ernste Bestreben eines jeden Parteigenossen sein, die nun ins Leben gerufene Einrichtung nach besten Kräften zu unterstützen. Es gilt nicht nur den jetzt bestehenden Abonnentenkreis zu erhalten, sondern ihn nach Kräften zu vergrößern. Vorwärts" heißt unser Zentralorgan und ,, Vorwärts" muß unsere Losung sein. Einzeln find wir macht Ios vereint muß mit uns gerechnet werden! Wir machen darauf aufmerksam, daß in unten benannten 450 000 M. fehlen noch zum Bau der großen Kirche, die Lokalen Listen zur Einzeichnung ausliegen. Diese Listen werden jedoch spätestens am 27. d. M. eingezogen, damit alsdann am am Zoologischen Garten zu Ehren des seligen Heldengreises er1. Mai pünktlich der Vorwärts" u. f. w. geliefert werden kann. richtet wird. In der Voraussicht, daß die Berliner StadtAußerdem ersuchen wir die Parteigenossen, ihren alten Spediteuren des Instituts ablehnt. fönnen sich jetzt fromme Privatleute zur verordneten- Versammlung die geforderten 300 000 M. zum Bau rechtzeitig die Abbestellung zukommen zu lassen. Listen zur Einzeichnung für das Abonnement auf den Bergabe des Geldes melden. Wieviel schneidige Christen mag es Vorwärts". Wahrer Jakob u. f. w. liegen an folgenden geben, bei denen die Gottesfurcht bis an den Geldbeutel hinabStellen aus: Für den Osten bei Frit Wilte, reicht? " und andererseits der genommen habe. Uns wird mitgetheilt, daß der Gerichtsvollzieher| Ehemann Paul Nickel ist 35 Jahre alt und ernährte sich bald Wuckold am Osterheiligabend eine Frau, die Mutter mehrerer als Kellner, bald als Arbeiter. Die Frau ist um 4 Jahre älter. Kinder ist, behufs Ableistung des Offenbarungseides verhaftet Paul Nickel tam am Donnerstag früh gegen 8 Uhr betrunken hat. Die Frau soll erst am Dienstag Mittag entlassen nach Hause, und Nachbarsleute hörten, daß er erst nach worden sein. längerem Klopfen und Schelten von der Frau mit schwacher hörte man noch die Worte:„ Nun mache auf, sonst schlage ich Stimme die Antwort erhielt:„ Paul, bist Du es?" Dann Dich todt." Dann wurde alles still. Gegen 5/2 Uhr früh wurden Nachbarsleute durch einen starten Qualm, der sich in Otto Leder herbei, der sofort die Thürscheibe einschlug, die von den Wohnungen verbreitete, geweckt; sie riefen den Hausverwalter der Nickel'schen Wohnung nach dem Flur zu belegen ist. Das Glas war heiß und ließ auf einen Brand schließen. Der Zugang wurde nun von innen aufgeriegelt und man fand Andreasstr. 26; Wiedemann, Blumenstr. 38; G. Böhl, Ein junger Mensch muß Glück haben. Der Edelste Frau Nickel entkleidet auf der nur mit alten Bettlumpen verFrankfurter Allee Nr. 74; D. 3abel, Frankfurter und Beste Graf Adalbert Franken von Sierstorpff war sehenen Bettstelle vor, während der Mann halb angezogen am Allee 90; W. Lock, Friedrichsbergerstr. 11; Rattte, Krauts- früher Jardelieutenant in Potsdam. Aber schneidig! An einem Fußende des Bettes nahe der Eingangsthür leblos auf dem Boden Straße 48; 3ippte, Grüner Weg 14; Stabernack, Mühlen- Abende allein nahm ihm der„ olle ehrliche Seemann" mit Hilfe lag. Anscheinend war er beim Auskleiden von einem Stuhl straße 49; h. Böhl, Nüdersdorferstr. 8; Bredschneider, Lichtner's 10 000. im Macao ab. Die Folgen jener Spiel- heruntergesunken, nachdem ihn der Rauch und die Trunkenheit Rüdersdorferstr. 46; Köpnid, Schillingstr. 30a; Spät, abende waren es in erster Reihe, die den leichtlebigen Offizier übermannt hatten. Die Feuerwehr wurde nun gerufen, da es Weinstr. 28; H. Bolze, Landsbergerstr. 41; Bogel, Glbinger veranlaßten, seinen bunten Rock auszuziehen und sich in der in einer Ecke des Zimmers brannte. Hier hatte das Ehepaar straße 9; Owczaret, Langeftr. 65. Für Süd- Ost bei: neuen Welt nach einer anderen Gristenz umzusehen. Diese hat neben dem Kachelofen einen eisernen Kochheerd aufgestellt und Wilhelm Erbe, Cuvryftr. 25; Trittelwis, Faldenstein- er jetzt gefunden, indem er mit der Wittwe eines Kaufmanns dahinter in einer Holzfiste Preßfohlen aufbewahrt. Diese waren straße 7; Tolksdorf, Görlitzerftr. 58; Streit, Naunyn- Samuel J. Colgate aus Newyork, deren Vermögen etwa zehn in Brand gerathen. Während hun ein Theil der FeuerwehrStraße 86; Schilling, Bücklerstr. 55; Köppen, Neichen- Millionen Dollars beträgt, eine Verlobung eingegangen ist. männer den Brand schnell löschte, stellte ein anderer bei den Ghe bergerstraße 118; Schmidt, Adalbertstr. 16; Bieberstein, wie mancher Edelste und Beste mag den Grafen Sierstorpff leuten Wiederbelebungsversuche an. Diese blieben erfolglos, Laufizer Play 2; Fürstenau, Manteuffelstr. 52; Lucas, um das feine Geschäft beneiden, das er in der neuen Welt und ein hinzugezogener Arzt fonnte nur den bereits vor einer Wrangelstr. 32; Schayer, Reichenbergerstr. 54; Rumpf, gemacht hat. Auf nach Amerika! Stunde eingetretenen Tod feststellen. Die Leichen wurden um Wienerstraße 21; Roll, Waldemarstraße 61; Rachfall, Der Bericht der Straßenreinigungs- Deputation über zweifellos große Noth geherrscht, denn die Zimmereinrichtung beWaldemarfir. 18; Gröppler, Naunynftr. 65 und in der die Schnee- Abfuhr, aus dem wir gestern einige Daten gebracht stand außer der Bettstelle und einem Kleiderschrank nur aus 91/2 Uhr nach dem Schauhaufe abgeholt. In der Familie hat Partei Spedition, Lausitzerstr. 2. Die Fünfzehner Kommission. haben, hebt weiter hervor, daß Hilfsarbeiter immer in ausaltem, werthlofem Gerümpel. Die Ehefrau war ferner geistig reichender zahl und sogar oft über Bedarf da gewerbe jetzt wieder seine Orgien. Die Warnung des Magistrats, darf größer war, als in früheren Wintern auch die Pferde: Das profitfüchtige Unternehmerthum feiert im Bau- waren. Das ist um so bemerkenswerther, da einerseits der Be- nicht ganz zurechnungsfähig und hatte sich bereits früher in der Frrenanstalt Dalldorf befunden. Sie hat nun wahrscheinlich heiße die im Winter erschien und den Zuzug von Arbeitskräften betraf, bahngesellschaften und die Hausbesizer mußten diesmal mehr Kohlenstücke aus der Maschine auf den übrigen Vorrath in der hat im Winter, wo wenig oder gar feine Arbeit im Baugewerbe Schneeschipper als sonst annehmen Kiste gelegt und dadurch absichtlich oder unabsichtlich das ift, einigermaßen die großartige Wirkung, die man sich von ihr Bentralverein für Arbeitsnachweis, der Berliner Magistrat und absichtigten Vergiftung durch Kohlenoxydgase einverstanden Feuer veranlaßt. Nickel selbst ist entweder mit der beversprach, ausgeübt. Vor dem lachenden Frühlingssonnenschein der Regierungspräsident zu Potsdam den Zuzug Arbeitsloser absichtigten Vergiftung durch Kohlenoxydgase einverstanden oder gewefen hat in der Trunkenheit ist diese Wirkung aber zerschmolzen wie der Schnee und täglich nach Berlin und Umgegend durch Warnungen und rigorose nicht mehr fteigt gleich dem Hochwasser die Hochfluth der nach Berlin kom Maßregeln zu hindern gesucht hatten. Die eingestellten Arbeiter Gin fleiner Sund ist gleichfalls mit um das Leben gekommen. Kraft gehabt, gegen die Wirkung anzufämpfen. menden Arbeitskräfte. Die Herren Bauunternehmer sehen in sollen meist mit Arbeit und Rohn zufrieden gewesen sein und Merkwürdig erscheint für den Fall, daß ein gemeinsamer Tod diesen hochwilkommene Gäste und scheeren sich den Teufel um auch die neue Einrichtung, sie stets nach fünftägigen Perioden nicht beabsichtigt gewesen ist, daß weder die Frau, noch der magistratliche Warnungen. Sind sie doch die Herren auf den zu löhnen, gut aufgenommen" haben. Banten, nicht die Auftrag gebenden Behörden, und können sie und durch Deffnen des Fensters oder durch use nach den Mann beim Nachhausekommen des letzteren die Gefahr übersehen doch schalten und walten nach Belieben. So hat die bekannte Firma Held u. Franke die Bauausführung des Zehn- Millionen Nachbarn Abhilfe geschaffen hat. Doms übertragen erhalten. Auf dem Dombau werden nun, schrieben: Der Großbetrieb wird also unseren Kindern endlich hofes haben vom Polizeirevier die Aufforderung erhalten, ihre Zu der neuen Schulreinigungsmethode wird uns geDie Großschlächtermeister des städtischen Zentral Bieh wie uns von zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, vorzugsweise ftaubfreie Luft in den Schulräumen verfchaffen. Dies ist ja Betriebe zur Unfallversicherung anzumelden. Darob sind die auswärtige Maurer beschäftigt. Der gleichfalls genügend bekannte schön und gut, nur hat das Gyperiment bei einigen arbeitsBolier Lorgan, welcher daselbst das Regiment führt, soll sich ruſtigen Männern recht gemischte Empfindungen hervorgerufen. guten Leutchen erregt geworden; sie haben beschlossen, gegen die dahin ausgelassen haben, daß er nur mit auswärtigen Maurern sind dies bie& chui heiser, die vom 15. Oftober bis Aufforderung Einspruch zu erheben. Es wäre auch schlimm, arbeiten könne. Auch der Portier soll sich dahin geäußert haben, 15. April für die Heizung der Defen in den Klassenzimmern zu füllen sollten. Es Schulheizer, wenn die Großschlächtermeister eine sozialpolitische Pflicht er. daß nur auswärtige Maurer eingestellt werden. Und dies wird forgen haben. Sie beziehen ein wesentlich niedrigeres Gehalt schon seine Richtigkeit haben. Dafür bürgt schon die Firma als selbst die Schuldiener, und sind im Winter nur einen Theil Die Piepmahsucht grassirt, soweit das Zivil in betracht Held u. Franke. Diefelbe zahlt auch zur höheren Ehre Mammons des Tages, im Sommer aber gar nicht beschäftigt. Diese Männer fommt, im allgemeinen nur unter denen, die Geld überflüffig nur 50 Pf. Stundenlohn, indessen die Maurer steuerbehördlich würden die staubaufwirbelnde Thätigkeit des Reinigens beffer haben. Daß es in der Arbeiterklasse Leute giebt, die mit diesent meistens mit 60 Pf. Stundenlohn eingeschätzt werden, d. h. mit einem Jahreseinkommen bis zu 2000 W. Die Kirchenbauten ertragen, als 3. B. alte schwache Frauen, wie sie von Behörden Leiden behaftet sind, lehrt folgender von den Blättern mitgetheilte scheinen überhaupt dazu ausersehen zu sein, den Arbeitern den zur Reinigung von Amtsräumen verwendet werden. Vielleicht Fall: Der Kellner Nitsche aus Schmöckwitz hatte im Februar scheinen überhaupt dazu außersehen zu sein, den Arbeitern den läßt sich durch laufende Beschäftigung dieser Männer das eigent mit eigener Lebensgefahr einen Knaben vor dem Ertrinken geZweck ihres Daseins, zu arbeiten und in Noth und Kummer zu lich selbstverständliche erreichen, nämlich eine tägliche Reinigung rettet. Die Ortsbehörde hatte in Würdigung dieser That für leben, um dermaleinst reichlich belohnt zu werden, sichtbar vor Augen zu führen, denn auf dem Bau der evangelischen Garnisonden Lebensretter bei der Regierung die Rettungsmedaille am tirche in der Blücherstraße werden gar nur 45 Pf. Stundenlohn Junge Damen mit guter Saudschrift wurden fürzlich Bande beantragt. Die Regierung hat jedoch die Medaille nicht gezahlt. Auf städtischen Bauten geht es nicht besser zu. Wir nennen im„ Lokal- Anzeiger" für ein Monatsgehalt von 10 Mark unter bewilligt, sondern Nitsche nur eine Belohnung von 20 M. an hier nur den Bau der Zwangserziehungsanstalt, welchen die chiffrirter Adresse gesucht. Wir sind in der Lage, die Adresse feil" hat Nitsche aber die Geldprämie abgelehnt und sich an den gewiesen. Mit der Bemerkung:„ Mein Leben war für Geld nicht Stadt Berlin in Friedrichsfelde aufführen läßt. Dort gab des Ehrenwerthen zu veröffentlichen, der jungen Mädchen ein dem Grunde herausgeholt ist, hat sich der bortige Unternehmer Brostitution ergeben müssen. G3 ist der„ Gewerbefrennb" verleihen zu wollen. es anfangs 50 Pf. Stundenlohn. Jeht, nachdem der Bau aus Gehalt bietet, bei dem sie entweder verhungern oder sich der Kaiser mit der Bitte gewandt, ihm die Rettungsmedaille am Bande die Affordkolonne von der Reichspost in der Leipzigerstraße( Allgemeiner technischer Anzeiger, Zeitschrift für Fabrikation, tommen lassen und läßt nunmehr in Afford mauern. Wie ver- Gewerbe und Technik), Inhaber D. Italiener, NW., Schiff Tautet, werden 1000 Rathenower Verblender mit Jugen für 8,50 M. bauerdamm 21. Alle Achtung vor diesem Gewerbefreund! vermauert, d. h. so soll der Preissatz sein. Was sie aber verWas hat die Straßenreinigungs- Deputation daran, die Arbeiter derart zu uzen? der Schulräume. Bei der Weidendammer Nothbrücke, so wird uns ge" bie Anscheinend im Verfolgungswahn ist am Donnerstag Morgen gegen 2 Uhr der 43 Jahre alte obdachlose Schlächter Franz Koltiz in den Landwehrkanal gesprungen. Er entfam dem Element wieder- ob mit oder ohne Hilfe, ist unbekannt dienen, das wissen die Kolonnisten selber nicht. Wenn wir hier schrieben, bestätigt es sich schon jetzt, daß dieser Wunderbau" und wanderte vollständig durchnäßt durch die Straßen. Jm Be noch erwähnen, daß im Dachdeckergewerbe bereits 35 Pf. Stundenlohn gezahlt werden, so haben wir den Anfang und das Ende am Ende des neunzehnten Jahrhunderts recht viel zu wünschen zirk des 12. Polizeireviers wurde er von einem Schußmann ans von allem, was zum Bau gehört und man kann sich somit leicht übrig läßt. Der Bohlenbelag mußte bereits an mehreren Stellen gehalten und zunächst nach der Wache gebracht. Von dort ein Bild machen von der gegenwärtigen Bausaison. Die Dach den Dienst, was in der jetzigen Zeit des Hochwassers doppelt Wasser getrieben habe und will sich später auf dem Wege nach wurde er feines Zustandes wegen nach einem Krankenhause übererneuert werden, die Aufzugsvorrichtung versagt alle Augenblicke führt. Er gab an, daß ihn ein Mann verfolgt und in das decker beabsichtigen ja allerdings, in eine Lohnbewegung einzu empfindlich wirkt, und die Treppenanlagen erweisen sich in der dem städtischen Obdach befunden haben. treten. Möge es ihnen gelingen, dem profitsüchtigen Unternehmer Praxis als vollkommen verfehlt. Ueber die westlich gelegene thum einige Bugeständnisse abzuringen. bilben." W 9 " Treppe steigen täglich nur wenige Personen, dagegen ergießt sich Die Boßstraße ist jetzt in den Besitz der Stadt übergegangen Die Frechheit des Junker- und Pfaffengelichters über über die genau ebenso breite Ofttreppe der ganze gewaltige und an den Magistrat durch die deutsche Kredit- und Baubank fteigt nachgerade alle Grenzen. Ein Herr Weidemann sandte Strom des hier oft gefährlichen Fußgängerverkehrs hinweg. Be( früher Deutsche Baugesellschaft) aufgelassen worden. gestern an die Presse und u. a. auch an die„ Kreuz- Zeitung" eine denft man, daß bei dem Schauspiel des Brückenaufzuges alles Ein heftiger Zusammenstoß zweier Pferdebahnwagen Mittheilung des folgenden Inhalts: viertelstundenlang stehen bleibt, so ist es einigermaßen zu ver- fand am Mittwoch Abend gegen 9 Ühr in der Dorotheenstraße Auf Anregung des Vorstandes des deutschfreisinnigen stehen, wenn der Brückenoffizier" seinem Merger in nichts weniger statt. Zu dieser Zeit fuhr ein Wagen der Linie KupfergrabenArbeitervereins fonstituirte sich am 5. d. M. hierselbst ein als Höflichkeitsausdrücken Luft macht. Man sieht also auch in Charlottenburg in der Nähe des Kastanienwäldchens gegen einen Romitee, welches dafür sorgen will, daß auf dem Friedhofe der der Galgenbrücke", wie diese Nothbrücke vom Volkswitz getauft Tramway der Linie Streuzberg- Tegeler- Chauffee an, so daß Märzgefallenen im Friedrichshain ein würdiges Erinnerungs- ist, ein Beweisstück für die Behauptung, daß die städtische Bau- beide Wagen entgleisten. Die Wände wurden stark beschädigt Denkmal errichtet und am 18. März 1898, dem 50jährigen Gedenktage verwaltung nicht auf der Höhe der Zeit steht. und sämmtliche Scheiben zertrümmert. Die Fahrgäste tamen der glorreichen Volkserhebung, enthüllt werde. Das Komitee an dessen Spitze Herr Weidemann, Kommandantenstraße 57, steht, Eine Ausstellung von Verfahren des Kunstdrucks ist mit dem bloßen Schrecken davon, während beide Schaffner starke betrachtet sich nur als ein provisorisches, feine endgiltige Mabi am Dftermontag im Lichthofe des Kunstgewerbe- Museums er- Kontusionen erlitten. Beide Gefährte mußten sofort außer Dienst gesetzt werden. bleibt einem größeren Kreise vorbehalten. Das Dentmal soll öffnet worden. nicht die Kundgebung einer einzelnen politischen Partei bedeuten, Von der Sittsamkeit der deutschen Bürgersfrau. Vor Ein diebischer uteroffizier ist bei der Luftschiffervielmehr ein Wahrzeichen der Intereffen des gesammten Volkes dem Schöffengericht am Amtsgericht Il ereignete sich gestern eine Abtheilung nach langem Forschen ermittelt, degradirt und zur jener Szenen, von welchen die„ edle Weiblichkeit" jedoch keines Verbüßung seiner Freiheitsstrafe am Dienstag nach Spandau Man kann über diese Idee des deutsch freisinnigen Arbeiterwegs getroffen" wird. Ein Dienstherr war angeklagt, fein gebracht worden. Es ist der Unteroffizier Nabel. In der vereins, dem nebenbei bemerkt, Arbeiter nur in geringem Maße 15jähriges Dienstmädchen wiederholt mit unfittlichen Anträgen Raserne waren im Laufe der Zeit 21 Diebstähle vorgekommen, angehören, verschiedener Meinung sein. Man fann namentlich verfolgt zu haben. Das junge Mädchen mußte ihre Erlebnisse ohne daß der Thäter ermittelt werden konnte. Zwar hatte man den Denkmalsgedanken im Sinne des genannten Vereins unzweck- in detaillirter Weise erzählen, denn anders war ein Urtheil über einen dunklen Verdacht gegen N., der sich oft unter der Hand mäßig und utopistisch finden zu einer Beit, in der von der Ein Schuld oder Nichtschuld nicht zu bilden. Während der Ver- danach erkundigte, ob und wann Soldaten Geldsendungen von heit der Interessen des gesammten Voltes schlechterdings nehmung ertönten aus dem Zuhörerraum, in welchem den Angehörigen empfangen hatten; die Sache blieb aber uns nicht mehr die Rede sein kann, wenn man nicht unter der Be- hauptsächlich Damen in guter Toilette feineswegs aufgeklärt, bis sich zwei Gefreite in einen Hinterhalt legten. In zeichnung Volt" das arbeitende Volt, das internatio der Halbwelt angehörig saßen, wiederholt halblaute der Dämmerstunde konnten sie den Unteroffizier dabei ertappen, nale, gegen seine Ausbeuter und Unterdrücker kämpfende Pro- Bemerkungen, immerhin laut genug, um die Verhandlung als er die Spinden von Soldaten in der Rafernenstube mittels Ietariat verstanden wissen will. zu stören. Staatsanwalts- Assessor Varnau erhob sich und be- Nachschlüssels öffnete. Eine Durchsuchung seines Behälters Diese Meinungsverschiedenheiten berühren jedoch die bei der merkte:„ Ich würde es überhaupt für angemessen halten, wenn förderte verschiedene ihm nicht gehörende Gegenstände, darunter erdrückenden Mehrheit der Bevölkerung rege Grinnerung an die angesichts des zur Verhandlung stehenden Gegenstandes diejenigen auch ein Messer zu tage, das schon vor langer Zeit einem Feld. Ruhmesthat des 18. März als solche nicht weiter. Der Kreuz- Damen, welche für Wohlanständigkeit Verständniß besitzen, den webel abhanden gekommen war. Angesichts der Beweismittel Beitung" erst bleibt es vorbehalten, das lebendige Andenken an Saal verlassen würden!" Zwei Damen erheben sich zögernd, mußte der Unteroffizier verurtheilt werden. den herrlich sten Kampf, der bis auf den heutigen Tag die übrigen sehen sich gegenseitig an und bleiben sißen. Der Gewarnt wurde kürzlich vor einem Mann, der Frauen auf in den Annalen des deutschen Volles verzeichnet steht, mit Vorsitzende, Amtsrichter Dr. Albrecht, wandte sich mit der Frage der Straße mit Tinte begießt, um seiner Nichtswürdigkeit freien folgenden Worten zu besudelu: an den öffentlichen Antläger: Wäre es nicht überhaupt besser, Lauf zu lassen. Ein solcher Fall war auch am 12. d. M. in der Das fehlte gerade noch, daß die traurige Erinnerung an die Deffentlichkeit auszuschließen?"- Der Staatsanwalt er- Gollnowstraße vorgekommen. Einer Dame wurde die Kleidung die März- Rebellion noch durch ein besonderes Denkmal ver- widerte:" Ich sehe dazu gar keine Veranlassung! Die Damen, völlig verdorben. Leider fehlt auch jetzt jeder Anhalt zur Er herrlicht und auf diese Weise im Volte das Gefühl für die jetzt noch hier sind, können in ihrer guten Sitte nicht mehr mittelung des Thäters. den Unterschied von Recht und Unrecht demonstrativ verwischt gefährdet werden!" Wieder sahen sich die Damen an, wieder würde." blieben sie fizen. Jetzt beschloß aber der Gerichtshof den AusPfui, Teufel! schluß der Deffentlichkeit und wenn auch zögernd, so mußten die Die städtische Idiotenanstalt Talldorf hat im Jahre Damen doch dem Zwange weichen und den Saal verlassen. 1993/94 62 Knaben und Burschen und 38 Mädchen neu auf- Das Ende des Maison rouge. Zu wahrhaften SchleuderPolizeibericht. Am 17. d. Mts. morgens wurde im Thiergenommen, die 6-24 Jahre alt waren. Entlassen wurden preisen ist die luguriöse Ausstattung des Maison rouge" bei garten, in der Nähe des Goldfischteiches, ein Mann mit einer 68 Knaben und Burschen und 45 Mädchen, darunter als bildungs- einer fürzlich im Auftrage des Konkursverwalters stattgehabten Schußwunde in der Schläfe aufgefunden und noch lebend nach der fähig 19 Knaben und Burschen und 17 Mädchen im Alter von Bersteigerung verkauft worden. Die schweren Plüsch- und Charitee gebracht. Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. 6-18 Jahren. Ein Theil der Entlassenen kommt zu Handwerks: Damast- Portièren mit schweren Gold- und Seiden- Stickereien an der Ecke der Potsdamer- und Lüßowstraße feuerte ein Hand. meistern oder Landleuten in Pflege. Die Zahl der sich meldenden find für sage und schreibe 60 m. zugeschlagen; ein weißseidener lungslehrling aus Uebermuth einen Revolverschuß ab und bedrohte Pfleger hat in letzter Zeit bedeutend zugenommen. Der Bericht Baldachin aus schwerem Atlas mit eingestickten Weinranken und zwei ihn deswegen verfolgende Schußmänner mit der Waffe, die über die Verwaltung der Anstalt in 1898/94 sagt hierzu, die Früchten, dessen Neuanschaffung 635 M. foftete, wurde für indessen versagte. Er wurde verhaftet. Ein Dienstmädchen Lehrlinge würden in den Provinzialstädten entschieden besser ge 25 Mart zugeschlagen; 600 Flaschen Rothwein, die ca. 2 Mark Straße im dritten Stocke belegenen Wohnung seiner Dienststürzte beim Deffnen eines Fensters der in der Wörther halten und im Handwerk langsamer und daher ficherer gefördert per Flasche kosteten, wurden für 20 Pfennige pro Flasche, gleich herrschaft auf den Hof vinaus und erlitt so schwere Verlegungen, als in Berlin. Hier solle der Bursche so schnell als möglich ver- 120 Mart verkauft! Aehnliche Preise wurden für Champagner, daß es furze Zeit darauf im Krankenhause verstarb. Nach dienen helfen, für den Meister natürlich! er werde daher Spirituosen und edlere Weine erzielt. mittags gerieth ein siebenjähriges Mädchen in der Gartenstraße ängstlich, mißmuthig und verliere die Lust zur Arbeit. Das ist Doppelselbstmord oder Doppelunfall? Im dritten Stod unter die Räder eines Geschäftswagens und erlitt bedeutende auch ein Beitrag zur Lehrlingsausbeutung. des Quergebäudes auf dem Grundstück Gitschinerstr. 80 hatten Verlegungen am Kopfe und an einem Bein. Ein Mann vers mit mehreren anderen Familien auf demselben Flur die Kellner fu chte in seiner Wohnung, in der Calvinstraße, sich zu vergiften. Nickel'schen Eheleute eine kleine einfenfirige Stube inne. Der Sr wurde schwer leidend nach dem Krankenhause gebracht. Das Köllerblatt dementirte vor kurzem die Nachricht, daß ein Gerichtsvollzieher am Weihnachtsabend Leute in Schuldhaft " Vier halbwüchsige Burschen, welche auf Hausfluren Beleuchtungskörper beschädigten, sind gestern festgenommen worden. In der Nacht zum 18. d. M. entzündeten sich in der Wohnung etwas angetrunken war. Nach erhobener Beweisaufnahme hob herstellung der Deffentlichkeit zu ersehen war, sind beide Angeklagte eines Reliners, in der Gitschinerstraße, Preßkohlen und setzten den der Staatsanwalt Wulf hervor, daß man von einem Beamten in dieser Sache, in welcher eine erhebliche Strafe zu erwarten Fußboden und die darunter befindliche Balkenlage in Brand. der Polizei verlangen müsse, daß er ruhig, besonnen und nüchtern war, sehr milde davon gekommen. Der Sachverhalt hatte sich Der Kellner und seine Frau waren bereits bewußtlos, als das sei und nicht provokatorisch auftrete. Diese Bedingungen feien ganz zu ihren gunsten aufgeklärt und trotz des Antrages des Feuer von den Hausbewohnern bemerkt wurde. Die sofort an- von dem Angeklagten nicht beachtet worden; er habe sich provo- Staatsanwalts auf 1/2 Jahr Zuchthaus, gelang es den Ver gestellten Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Außerdem tatorisch gezeigt und in unverantwortlicher Weise seine Pflicht theidigern, Dr. Rosenstock und Dr. Werthauer, den Gerichtshof fanden im Laufe des Tages zwei kleine Brände statt. verlegt. Das Publikum habe ein Recht, zu fordern, daß er be- zu überzeugen, daß nur 1 Fall des versuchten Verbrechens laut Witterungsübersicht vom 18. April 1895. straft und beseitigt würde. Bedauerlich sei, daß der§ 218 St.-G.-B. haften blieb. Die Angeklagte Rutsche wurde Klempner nicht energischer Widerstand ge- daher zu 2 Monaten und die Rieger zu 4 Monaten Gefängniß leistet habe und sich ruhig mißhandeln verurtheilt. Lettere wurde auf Antrag der Vertheidigung sofort ließ. Bon Bubilligung mildernder Umstände könne bei aus der Haft entlassen. 10 ani Stationen. Barometerstand in mm, reduzirt auf b. Meeressp. RORO Windrichtung 763 GD Windstärke 120| 20| Stala 1-12) Swinemünde. Hamburg. 758 Berlin 761 DED Wiesbaden. 756 D München 758 Still · Wien 763 GO Haparanda 754 MSM 6 Petersburg 754 NNW 755 D30 756 S Cort.. Aberdin. Paris • Wetter wollig bedeckt halb bedeckt bedeckt halb bedeckt halb bedeckt bedeckt halb bedeckt wolfig wolfenlos Temperatur 6165798( nach Celsius dem Angeklagten teine Rede sein, da er sich allzu Eifersucht war die Triebfeder einer Handlung, die gestern roh und brutal benommen habe, wozu auch nicht die Plätterin Ida Wegner wegen Sachbeschädigung vor die der geringste Grund vorgelegen. Er beantragte 9 Monate 140. Abtheilung des Schöffengerichts führte. Die Angeklagte E Gefängniß. Nach längerer Berathung verkündete der Vor- war zu dem Sohn ihrer Arbeitgeberin in heimlicher Liebe ents fizende, Landgerichtsdirektor Wittrock, daß das Gericht in allen brannt. Der Ahnungslose verlobte sich mit einer anderen. Als Punkten den Ausführungen des Staatsanwalts beigetreten sei. der Bräutigam eines Sonntags morgens seine besten KleidungsDer Angeklagte habe den Klempner, als diefer sich in das Gestücke hervorholte, machte er die Entdeckung, daß diefelben spräch gemischt, wozu er berechtigt war, beleidigt. Dann habe sämmtlich mittels einer äßenden Flüssigkeit zerstört worden er ihn in bewußter Weise rechtswidrig verhaftet und in roher waren. Eine Menge Umstände sprachen dafür, daß die Anund brutaler Weise mißhandelt. Mildernd stehe ihm weiter geklagte die Thäterin war, besonders derjenige, daß an ihren nichts zur Seite, als daß er bisher noch nicht bestraft sei. Das eigenen Kleidern ähnliche Flecke gefunden wurden. Der Gerichtsbeantragte Strafmaß sei feineswegs zu hoch. Auch sei erkannt, hof hielt sie auch für überführt und verurtheilte sie zu einer Ge daß der Angeklagte während zweier Jahre kein öffentliches Amt fängnißstrafe von drei Monaten. bekleiden dürfe und dem Beleidigten das Recht zustehe, das Urtheil auf Kosten des Angeklagten an der Gerichtstafel öffent lich bekannt zu geben. 12 10 7 9 Weiter- Prognose für Freitag, 19. April 1895. Nachts wärmeres, am Tage etwas fühleres, ziemlich trübes Weiter mit leichten Regenfällen und mäßigen südlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. " batte sich der Pferdebahnschaffner Schurich von der Neuen Der Beleidigung während der Ausübung seines Dienstes Berliner Pferdebahn schuldig gemacht. Er wurde deshalb gestern In dem Verfahren gegen die Kupplerin Frau Lenris von der 138. Abtheilung des Amtsgerichts I zu 20 M. Geldstrafe und deren Mitschuldige ist die Voruntersuchung geschlossen. verurtheilt. Er forderte während einer Fahrt von dem SchutzDie Lasterhöhle" der Frau Becker in der Friedrichstraße wird mann Durst und dem Kriminal- Schuhmann Eisfeldt die Vorin einiger Zeit die neunte Straffammer am Landgericht I. be- zeigung der Monatsmarke. Auf die Frage des ihm bekannten schäftigen. Aus„ technischen" Gründen ist die Straffache Becker Gisselbt: Muß ich meine Marke auch vorzeigen?" erwiderte er: mit einigen ähnlichen Sachen verbunden worden. Es ist nämlich Jawohl, vorzeigen; Ueberzeugung macht wahr; ich bin schon ein vierzehnjähriges Mädchen, welches als eine Hauptzeugin auf- oft gerade durch Ihre Kollegen reingefallen, die halbe Monate zutreten hat, auch in den anderen Strafsachen betheiligt, und es ohne Marte fahren." Durch diese Worte fühlten sich die beiden scheint wohl so, als habe dieses Mädchen abwechselnd in allen Beamten beleidigt und es wurde seitens des Polizeipräsidenten Lasterhöhlen Gastrollen gegeben.letato dolig Strafantrag gestellt. Uebrigens kaufen die Beamten die Marken nicht selbst, sondern erhalten fie vom Polizeipräsidium geliefert. Der Gerichtshof hielt die oben erwähnte Geldstrafe von 20 M. für angemesseit. Vermischkes. Der Schlächtermeister Hahnel hatte sich beim Herbergsvater" Hoppe einen Gesellen bestellt", den seine Frau am Abend Agrarisches. Die Verhältnisse einer ländlichen Muster" des 24. März in Empfang nahm, da er sich zur Zeit nicht zu Wirthschaft tamen bei einer Anklage wegen Betruges zur Hause befand. Die Frau Meisterin nahm dem jungen Manne Sprache, die gestern vor der zweiten Straffamnier gegen den die Engagementskarte ab, welche die bekannte Entlassungs: Landwirth Otto Briesenick verhandelt wurde. Der im bedingung( Sonntags bis 2 Uhr) enthielt, und schickte ihn darauf vorigen Jahre im Alter von ca. 80 Jahren verstorbene Vater in das für ihn bestimmte Schlafzimmer". Als anderen Tages des Angeklagten kaufte im Herbst 1891 das Rittergut Granow Meister Hahnel seines neuen Gehilfen anfichtig wurde, er- im Kreise Guben für den Preis von 168 000 m. bei einer Anschien ihm derselbe nicht für sein Geschäft geeignet, weshalb er zahlung von 30 000 M. Das Gut, welches vollständig devaftit scheint auf Einstürze von Höhlen im Erdinnern zurückzuführen Das Erdbeben in Südösterreich und Italien der Gattin den Auftrag ertheilte, ihn wieder gehen zu lassen". war, wurde dem Angeklagten in Der Auftrag wurde prompt erledigt; der Gehilfe erhielt die be- des Vaters bewirthschaftet, entwickelte sich aber nicht in zu sein. Die betroffenen Gegenden find sämmtlich reich an wußte Karte wieder und ging. Diesen ganz außergewöhnlich günstigem Sinne, sondern kam mehr und mehr in Verfall. Im Höhlen, von denen nur die wenigsten durchforscht sind. Der schnellen Wechsel sich rubig gefallen zu laffen, lag aber nicht in des August 1892 mußte der Angeklagte unter allen Umständen Geld ganze Boden ist dort durchlöchert und unterirdische Wasser sind Mannes Sinn; bald war beim Gewerbegericht eine Entschädigungs- beschaffen, denn es schwebte schon eine große Anzahl von Pro- fortwährend an der Arbeit des Untergrabens und des Umfturzes. flage anhängig gemacht. Der Beklagte Hahnel wurde vom Bor- geffen gegen den Vater bezw. gegen ihn, Wechselforderungen Bis zu einem gewissen Grad sind die Bodenverhältnisse ähnlich sitzenden veranlaßt, die beanspruchte Entschädigung freiwillig zu waren eingeklagt worden und der Gerichtsvollzieher in Guben wie in Mansfeld, wo die Höhlen alter Bergwerke, also durch zahlen. Assessor Leo sprach als Meinung des Gerichtshofes aus, hatte fast in jeder Woche Pfändungen auf dem Gute vorzunehmen. Menschenhand, hervorgebracht sind. Wir kennen aber alle die der Arbeitsvertrag zwischen den Parteien sei dadurch perfekt ge- In diesem Dilemma begab sich der Angeklagte nach Berlin, um Bodensenkungen und Häusereinstürze in Mansfeld, die auf den worden, daß die berufene Vertreterin des Beklagten, seine Frau, hier womöglich die Roggenernte, welche noch zu erwarten war, Busammenbruch jener Schachthöhlen zurückzuführen sind. Bedenken dem Kläger die Karte abnahm, welche die fragliche Bedingung zu Gelde zu machen. Dies gelang ihm auch. Er trat mit wir nun, daß es sich in Südöſterreich und Norditalien für das Arbeitsverhältniß enthielt. Der Kläger hätte demzufolge der Bank- und Getreidefirma Siegfried u. Grunad in Verum Naturhöhlen von riesiger Ausdehnung handelt und daß auf nicht am anderen Morgen mir nichts dir nichts fortgeschickt werden bindung und verkaufte an diese feine Roggenernte, y un berte von Meilen der Boden unterwühlt und durchkönnen, sondern man hätte ihn mindestens bis zum nächsten die er aut 1000 Zentner angab, obgleich er nur 300 Morgen löchert ist, so begreift sich die Ausdehnung des Erdbebens. Sonntag behalten müssen, auch wenn sich der Beklagte in seinen mit Roggen bestellt hatte. Bei den Unterhandlungen hatte er Daß die Bodenformation an demselben betheiligt ist und Erwartungen hinsichtlich der Körperkonstitution des neuen" die Verhältnisse auf dem Gute als durchaus günstig hingestellt daß Höhleneinstürze eine Rolle dabei gespielt haben und spielen, Gesellen getäuscht fah. und wahrheitswidrig versichert, daß außer einer kleinen noch offen wird von den österreichischen Blättern auch zugegeben, allein die Einer Entschädigungsflage, welche der Brauer R. gegen den stehenden Baurechnung brängende Schulden nicht vorhanden feien, Annahme ist: der Anstoß sei aus dem flüssigen ErdBrauereibesitzer Grunow angestrengt hatte, lag folgender Sach- während thatsächlich die Hypothekenzinsen schon eine ganze Weile inneren gekommen und die Höhleneinstürze seien erst Folges Erscheinungen. verhalt zu grunde. Der Kläger hatte sich während seiner Thätig im Rückstande waren. Er erhielt 2000 m. Vorschuß, wofür er feit beim Beklagten nicht deffen Zufriedenheit hinsichtlich seiner ein Akzept als Sicherheit gab, eine weitere Rate von 1000 m. Diese Annahme dünkt uns jedoch ganz willkürlich. Die Leistungen zu erwerben vermocht, was mehrfach zu Bemängelungen sollte er nach Eingang der ersten Lieferungen erhalten. Höhleneinstürze erklären sich zur genüge durch Verwitterung und Derselben führte. Auch am 15. März fam es zu einer Aus- Mit den 2000 W. in der Tasche reiste der Angeklagte wohl die Wirkung des Wassers Faktoren, durch welche vor Jahren einanderseyung über seine Leistungen. Den Vorwürfen des Be- gemuth nach Granow zurück, dachte aber gar nicht daran, der erwiesenermaßen das furchtbare Erdbeben von Capri bewirkt flagten begegnete er damit, daß er ja thatsächlich im Winter Berliner Firma den Roggen zu liefern. Er hat auch thatsächlich wurde. Wozu noch nach einer weiteren Ursache suchen, wenn feinen Wochenlohn von 21 M. nicht verdient hätte, daß Be- nicht ein Korn geliefert und die Firma Siegfried u. Grunack ist das bekannte zur Erklärung ausreicht? flagter es aber doch noch mal mit ihm versuchen solle, er werde um die gesammten 2000 m. betrogen worden. Die erste Lieferung In Laibach erfolgte am 17. April 10 Uhr 40 Min. vordann auch vorläufig für 18 M. die Woche arbeiten. follte am 15. Auguft erfolgen, sie blieb aber aus und statt ihrer mittags ein neuer starker Erdstoß. Seitens der Behörde wurde Grunow ging darauf ein. Am anderen Tage meinte trafen allerlei briefliche Entschuldigungen vom Angeklagten ein. festgestellt, daß ungefähr 98 pet. der Gebäude beschädigt sind. aber der Kläger zu diesem, auf die 18 Mart könne Dann fehlte es wieder an einer Dreschmaschine, zu deren Der Verkehr stockt gänzlich, die Geschäfte sind zum größten Theil er sich doch nicht einlassen; das hatte seine Entlassung Gestellung sich die Berliner Firma aus freien Stücken erboten hatte, gefchloffen. Die meisten Gassen sind noch immer durch Militär zur Folge. Der Kläger wurde unter nachstehender Begründung ein anderes Mal waren andere Hinderungsgründe eingetreten, bis abgesperrt. Der Bürgermeister hat an die Bevölkerung einen abgewiesen. Zweifellos habe ursprünglich ein Arbeitsvertrag endlich nach einer energischen Mahnung an Ort und Stelle der Aufruf erlassen, in welchem er dieselbe zur Ruhe ermahnt und tönnen Mit- bi auf 21 M. Lohn bestanden, der nicht ohne weiteres hätte gelöst Angeklagte hier in Berlin eintraf und Herrn Siegfried die Mit- die Berbreiter von beunruhigenden Nachrichten mit Strafe werden fönnen, weil mangelhafte Arbeitsleistungen an sich kein theilung machte, daß zur Zeit sechs Bispel Roggen zur Ver- bedroht. Aus Laibach berichtet eine spätere Depesche: Die letzte Grund zur Entlassung seien. Aber dieser Arbeitsvertrag fei sendung nach Berlin in die von der Firma gelieferten Säcke eindurch einen neuen ersetzt worden, indem die Parteien einig gefact würden. Es stellte sich bald heraus, daß auch diese Mit- Nacht verlief ruhiger; die Besonnenheit kehrt allmälig wieder. wurden, es bei einem Lohnsatz von 18 M. nochmals miteinander theilung des Angeklagten eitel Flunterei war. Inzwischen war Die Landesregierung hat die umfassendsten Vorkehrungsmaßregeln zu versuchen. Kläger habe nun den Anspruch auf eine Lohn- nämlich durch Beschluß des Amtsgerichts Guben das Konkurs- behuss Unterbringung der Obdachlosen getroffen, sanitäre entschädigung deshalb verloren, weil er den neuen Vertrag, verfahren über das Vermögen des Vaters eröffnet und die Maßregeln angeordnet und eine Kommission eingesetzt zur am Tage nach seinem Abschluß bereits, als für sich nicht bindend Zwangsverwaltung über das Gut eingeleitet worden. Da er sofortigen Vertheilung der Vertheilung der Raiserspende. Von Pettau eine Rompagnie Pioniere requirirt. Dieselbe erklärte, welche einseitige Lösung desselben dem Beklagten das gaben sich denn erbauliche Dinge. Die vorhanden gewefenen wurde Recht gab, seine Beziehungen zu ihm überhaupt zu lösen. 11 Pferde waren bis auf fünf verschwunden, von den acht Kühen begann sofort Arbeiten zur Sicherung des Museum, Und wiederum ein prügelnder Polizeibeamter. Dem Ochsen waren bis auf vier zusammengeschrumpft und die 250 befonderer Zug eingerichtet zwischen Laibach und Lees, um den war nur noch ein abgemagertes Exemplar vorhanden, die acht des Theaters und anderer öffentlicher Bauten. Es wurde ein " Hamburger Echo" entnehmen wir folgenden Gerichtsbericht: Schafe waren gänzlich verschwunden. Letztere will der An- Einwohnern die Möglichkeit zu gewähren, außerhalb Laibachs zu Unter der Anklage der öffentlichen Beleidigung und der rechts geklagte verkauft haben, um sich für den Erlös Kühe zu kaufen, übernachten. Die Schulen werden auf mehrere Wochen gewidrigen Verhaftung und Mißhandlung eines Klempners hatte sich heute vor der Straftammer des Landgerichts Altona der nachdem er die vorhandenen vorher verkauft hatte. Was aus schlossen bleiben; soweit sie bausicher sind, sollen sie zur AufPolizeisergeant Heinsen zu verantworten. Der Angeklagte kehrte Gr behauptet, daß während seiner Anwesenheit in Berlin ein Im Bezirke Stein find die Verwüftungen am bedeutendsten, die dem übrigen lebenden Inventar geworden, will er nicht wissen. nahme von Obdachlosen dienen. Die Ordnung ist mufterhaft. am Abend des 8. Dezember v. J., nachdem er eine Versammlung auf dem Gute beschäftigter Schwager, der jetzt auch nicht mehr Kirche und 24 Häuser sind zerstört, die Schule und das Pfarrüberwacht hatte, gegen 11 Uhr in der Renzmann'schen Wirthschaft in der Georgstraße ein, ließ sich an einem Tisch nieder auffindbar ist, mit dem Viehzeug auf und davon gegangen haus start beschädigt. Der in Altona verhaftete Knecht Witt, der Luftmörder der und knüpfte mit einem ihm bekannten Gast ein Gespräch über sei. Zu allem Ueberfluß ergab sich aber auch, daß der Andie Breitrück'sche Affäre an. Ein anwesender Klempner, der sich geklagte gar nicht im stande war, 1000 Bentner Roggen Schneiderin Cords, gestand heute, im Jahre 1892 auch die in das Gespräch mit eingelaffen hatte, meinte, die Polizei hätte an die Firma Siegfried und Grumack zu liefern, da Dienstmagd Giesfeld, die damals auf dem Gemüse- Acker im in die Sache auch wohl noch nicht vollständige Klarheit hinein er bereits 352 Ctr. nach Guben verkauft hatte. Obgleich der Vorort Hamm erbroffelt gefunden wurde, gemordet zu haben; gebracht." Halten Sie das Maul!" und andere beleidigende barzustellen, als ob er nur ein Opfer widrigen Geschicks geworden Leiche gefundener Tuchlappen führte zur Entdeckung, weil in Schwindel klar zu tage lag, versuchte es der Angeklagte doch so die Vergewaltigung ist damals mißlungen. Ein blauer, bei der Aeußerungen tamen als Antwort aus dem Munde des Beamten. Der Klempner schwieg und trant an wäre. Staatsanwalt Dietz beantragte 1 Jahr Gefängniß Witt's Uniform, die gestern herbeigeholt wurde( er war damals Toonbank sein Bier aus. Unterdessen zog der Beamte eine und 3 Jahre Ehrverlust, der Gerichtshof nahm aber Rücksicht Husar in Wandsbeck), ein entsprechendes Stück eingeflickt war. darauf, daß der Angeklagte sich auf abschüssiger Bahn befunden Folgendes schöne Reporterdeutsch findet sich in einem Stette aus der Tasche und sagte:" Der Sterl iſt reif, er muß und verzweifelt nach einem Strohhalm gegriffen habe. Er ver- Gothaer Blatte:" Vorgestern hat sich in einem hiesigen Hauſe Als der Klempner die Wirthschaft verließ und eine tragische Szene zugetragen, indem einen daselbst noch in sich nach der Bauer'schen Wirthschaft in derselben Straße begab, urtheilte ihn daher nur zu 6 Monaten Gefängniß. folgte ihm der Beamte nach und sagte, in der Bauer'schen WirthGarcon wohnende Handwerker seitens eines Mädchens angeblich Bestechung in zwei Fällen wurde dem Apotheker Wilhelm aus Remstädt ein kleiner Sprößling im Alter von etwa einigen Schaft angekommen, zu dem Klempner:" Sie sind verhaftet!" Jaft, dem Inhaber einer Lackfabrik, zur Last gelegt, der gestern Monaten vor die Stubenthür gelegt wurde und mußte sich der Obgleich dieser ihm gleich seinen Namen und seine Adresse fagte dieferhalb vor der vierten Strafkammer des Landgerichts I stand so, Beschenkte, wenn auch gegen Widerwillen, des Kleinen an und entgegnete, daß er nichts begangen habe, was seine Ver- Der Angeklagte trat als Wettbewerber um eine Lieferung auf nehmen und sich dadurch der ihm gewordenen Baterfreuden erverhaftet werden solle. Der Klempner ging schließlich ruhig mit, worden war. Die Bewerber hatten Muster nach der Station freuen. Die Polizei wurde von dem Vorfall in Kenntniß gesetzt und war auch sofort ein mit Einziehung der nothwendigsten bat aber die anderen Gäste, zu folgen, da er fürchte, daß er Grunewald zu senden, wo dieselben geprüft werden sollten. Der Recherchen beauftragter Schuhmann zur Stelle. Das Mädchen, mishandelt würde. Unterwegs wurde er denn auch von dem Angeklagte schickte gleichzeitig mit den Muſtern eine Kiste mit welche das Weite gesucht hatte, wurde in unmittelbarer Nähe Beamten in ganz brutaler Weise mißhandelt. Zunächst pacte 50 Flaschen Wein an den Eisenbahndirektor Lamfried zubes Grundstücks ergriffen und durch die Polizei veranlaßt, das ihn der Beamte in den Nacken, schob ihn fortwährend von einer Grunewald. Der letztere ließ sich den Absender fommen, Seite zur anderen und verfeyte ihm verschiedene Fauftschläge. machte ihn auf das Ungehörige feiner Handlungsweise auf ausgesetzte Kind wieder an sich zu nehmen. Damit nicht genug; er zog auch blant und hieb mit der Waffe merksam und veranlaßte ihn zur Zurücknahme des Weines. auf den ruhig mitgehenden wehrlosen Mann ein. Auch brachte Einige Monate später wiederholte der Angeklagte seinen Be- Briefkaffen der Redaktion. er ihm einige Stiche mit dem Säbel bei. Erst als beide bei der stechungsversuch in noch trasferer Form. Er sandte dem Direktor Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Bahl) Polizeistation in der Kleinen Gärtnerstraße angekommen waren, brei Stück Hundertmartscheine zu. Nunmehr erstattete der wurden die Mißhandlungen eingestellt. Der Mißhandelte wurde lettere wegen beider Fälle Anzeige. Der Angeklagte mußtee zu- In Rechtsangelegenheiten wird am Mon in Haft behalten und erst dritten Tage entlassen, nächst aus der Reihe der Wettbewerber ausscheiden, das Gericht tag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von worauf er Strafantrag gegen den Beamten stellte. Dieser verurtheilte ihn zu 300 M. Geldstrafe und erklärte den Wein 7 bis 8 Uhr abends Auskunft ertheilt. behauptete in der heutigen Verhandlung, er sei zunächst oder einen entsprechenden Werth für denselben, sowie die drei von dem Klempner beleidigt worden und hätte fo Grund Stück Banknoten dem Fiskus für verfallen. am der • anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Metzke. Sprechen Sie bei uns vor. R. 2. 100. Die neuen Sonntagsruhe- Bestimmungen, welche erst seit dem 1. April in traft getreten sind, berühren die älteren Bestimmungen für das Handelsgewerbe nicht. A. B. 44 und 2. 200. Nach der seit dem 1. April in Geltung befindlichen Anordnung darf die Schneiderei und Schuhmacherei im handwerksmäßigen Betrieb an 6 Sonn- oder Festtagen bis 12 Uhr mittags bezu seiner Verhaftung gehabt. Auf dem Wege zur Polizeistation Die Hebeamme Rieger, deren Verhaftung durch den hätte der Klempner ihm derartigen Widerstand entgegengesetzt, Kriminalkommissar Damm vor 6 Monaten viel Aufsehen erregte, daß er von seiner Waffe Gebrauch machen mußte. Auch sei er wurde gestern vor der 7. Strafkammer des Landgerichts I ab von dem Klempner mit einem Messer gestochen und an der geurtheilt. Mitangeklagt war die noch im jugendlichen Alter rechten Hand verlegt worden. Es wurden mehrere Zeugen verstehende Rutsche, welche den Rath der Rieger eingeholt hatte. nommen, die die Mißhandlungen vollauf vollauf bestätigten. Diese hatte nicht nur in der Borsigstraße ein Absteigequartier, trieben werden. Diese Sonntage müssen jedoch vor Beginn der Arbeit decken. Kein einziger hat gehört, daß der Beamte beleidigt sondern war auch Inhaberin einer geheimen Entbindungs- festgesetzt werden. Unseres Erachtens gehört auch das Schneidereiworden ist und gefehen, daß der Klempner ihm Widerstand ge- anstalt, die in einer großartigen Villa zu Niederschönhausen ungeschäft, in dem Sie beschäftigt sind, zum handwerksmäßigen leistet hat. Alle haben den Eindruck gehabt, daß der Beamte genirt eingerichtet war. Wie aus den Urtheilsgründen nach Wieder Betrieb. Tragen Sie deshalb den Sachverhalt dem Gewerbes Inspektor oder der Polizeibehörde vor. Der Arbeitgeber, nicht J eines Vertrages ist ohne Einfluß auf dessen Giltigkeit. Der Ver-|- Alter Abonnent 83. Die Mutter ist zum Unterhalt ver Der Arbeitnehmer, ist strafbar.- Abonnent. Lohnarreft ist pfändungsvertrag ift giltig, wenn er schriftlich abgeschlossen ist pflichtet. Eine Ausweisung aus einer Gemeinde fann stattfinden, nicht wegen Wirthshausschulden zulässig.- W. B. Sie können und wenn eine Uebergabe der verpfändeten Sachen stattgefunden wenn der Auszuweisende in der Gemeinde den Unterſtüßungsdie Nummer des vorigen Jahrganges auf unserer Expedition hat. 3. Sie können wegen der Beschuldigungen Schadensersaß wohnsih noch nicht erworben hat und unterstützungsbedürftig einsehen. K. K. 1. Soweit ohne die Bescheide fich urtheilen verlangen, müssen aber den Beweis führen, daß und in welcher wird.- R. s. 50. Das uneheliche Kind erbt nach preußischem H. läßt, ist die Renteneinbehaltung zu unrecht erfolgt. Wenden Höhe eine Beschuldigung vorliegt. Wenden Höhe eine Beschuldigung vorliegt. Recht 1866. Die Hebe- Landrecht 1,6 des Nachlasses, wenn der Vater ohne Sie sich an das Schiedsgericht. 2. Der gemeinschaftliche Karr- amme und der Wirth sind in ihrem Recht. W. B. Eine eheliche Kinder und ohne Testament verstorben ist. steig darf von jeder Partei nur bis zur Hälfte beackert werden. wegen Unsauberkeit u. dergl. unbewohnbare Wohnung brauchen N. S. 1862. Der Armendirektion steht das Erbrecht zu. -R. St. 20. Für die Schuld Ihres Sohnes haften Sie nicht. Sie nicht anzunehmen, tönnen verlangen, daß sie bewohnbar ge- Str. 46. Ja. Kellinghusen A. S. Eine öffentliche R. 50. Der Vater muß sich vor Eingehung der zweiten Ehe macht und Ihnen Schadensersatz gezahlt werde, fönnen Theateraufführung bedarf der Genehmigung der Polizeimit seinen Kindern erster Ehe auseinandersetzen. W. H. 24. auch vom Vertrag zurücktreten. Eine andere Wohnung behörde, falls Entree erhoben werden soll. B. 712. Leider Wenden Sie sich unter Angabe von Beweismitteln an den statt der gemietheten brauchen Sie nicht anzunehmen. ist die behördliche Auskunft zutreffend: der Weg zur Arbeitsstätte Prediger der Petri- Gemeinde.- F. S., Marienburg. Auch. M. 1. Fragen Sie bei Gericht an, ob das Urtel rechts gilt im allgemeinen nicht als zum Bezirk der Arbeitsstätte ge= wenn durch Brand die Arbeiter beschäftigungslos geworden sind, fräftig geworden ist. 2. Sogenannte Prämien, Dividenden hörig, der Unfall auf diesem Wege daher nicht als Besteht ihnen ein Anspruch auf vierzehntägige Kündigungsfrist und u. dgl., die an Arbeiter vertraglich zu zahlen find, bilden nach triebsunfall. M. K. 41. Die Kosten eines ZivilLohnzahlung für diese Zeit zu. Der Anspruch ist beim Gewerbegericht richtiger Ansicht einen Theil des Arbeitslohns und sind deshalb prozesses hat die unterliegende Partei zu erstatten. und, wenn solches nicht besteht, beim Amtsgericht geltend zu machen. unpfändbar.- M. B. Ja.- 3. S. 100. Gin derartiges P. Krüger. Nein.- P. P. 1. Falls angenommen wird, W. G. 121. Die 9,25 M. darf der Lehrherr nicht von Versprechen ist ohne jede rechtliche Bedeutung; Sie würden mit der Arbeitsvertrag sei nicht im voraus auf weniger als Ihrem Lohn abziehen, fann aber auf Schadensersatz gegen Sie weiteren Schritten nuglos Beit vergeuden. G. K., Wittstock. eine Woche beschränkt gewesen, so hätten Sie den Betreffenden flagen, wenn der Kunde nicht zahlt. A. O. 9. Die be- Der Unfall ist nicht im Betriebe erfolgt. Weitere Schritte zur Gastwirths- Ortskrankenkasse anmelden müssen und haben sich treffende ist nicht an die mündliche Vereinbarung gebunden, würden deshalb nutzlos fein. E. S. 1. Ja. 2. Wenden Sie sich durch Unterlassung der Anmeldung schadensersatzpflichtig gemacht. sondern konnte seit dem 1. April 1895 unter Mitnahme ihrer an das Amtsgericht mit dem Antrage auf Festsetzung Ihrer Auslagen. War die Hilfsarbeit im voraus auf weniger als eine Woche Sachen ziehen. E. W. Seppel. Sprechen Sie in der Sprech- J. H., Oppelnerstr. 14. 1. Der Ehemann hat für seine beschränkt, so haften Sie nicht. 2. Wegen etwaiger unpünktlicher stunde vor. Bahl 10. Väter haften für den Ersatz der Ehefrau außerhalb der Ghewohnung nur dann zu sorgen, wenn Lieferung wollen Sie sich an Ihren Spediteur wenden. Die Scheiben, die ihre noch nicht 7 Jahr alten Kinder zerworfen haben. sie mit seinem Willen oder auf grund gerichtlichen Beschlusses Lotterieliste liegt allemal als Beilage bei. Th. Krüger. Der -A. B. 1001. 1. Die mündliche Abrede, ratenweise zahlen von ihm getrennt lebt. 2. Für die Kinder erster Ehe seiner Ehe- geschlossene Vergleich ist bindend, schriftliche Antwort ertheilen zu dürfen, ist giltig. 2. Die Stempelung oder Nichtstempelung frau ist der Ehemann Alimente zu zahlen nicht verpflichtet. wir nicht. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 19. April Opernhaus. Lohengrin. Schauspielhaus. Die Welt in der man sich langweilt. Deutsches Theater. Paftor Brose. Leffing- Theater. Die Großstadtluft. Berliner Theater. Der Probepfeil. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Neues Theater. Der selige Toupinel. Tausend Küffe. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Mar Samst. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Große Maifeier Gaftspiel der amerikanischen Gesellschaft Am Landes Ausstellungspark Re William Calder Die lebende Brücke. Großes Sensationsschauspiel mit Musik in 4 Aften( 11 Bildern), nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Bock- Brauerei Tempelhofer Berg. partiden Kaufmann's Variété. 57. Bock- Saison. Schiller Theater. Die zärtlichen Verwandten. Hierauf: Ein Strafrapport. Residenz- Theater. Fernand's Ghefontrakt. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Central- Theater. Unsere Rentiers. Alexander- Play- Theater. Durch gegangene Weiber. Alle 5 Bar risons. National Theater. Die lebende Brücke. Theater Unter den Linden. Doro thea. Rund um Wien. Bellealliance- Theater. Der Mann im Monde. Reichshallen- Theater. täten Vorstellung. Spezialis American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Kanfmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Neue freie Volksbühne. Schluss der Winter- Saison am 30. April. Noch nie dagewesener Erfolg: Emil Naucke! der Star dieser Saison. Lachsalven! Bombenerfolg! Die Kneipgenies. Urkomische Excentrik Burleske. Neu: Der Pennbruder. Neu: Botanische Studien. Neu: Berliner Tanzboden. Enthüllungen über: L'homme masque. Ferner das brillante komische Programm. Am 1. Mai: Eröffnung der Sommer- Saison. Neumann Bliemchen. Leipziger Vandeville- Gesellsch. theitag, 21. April, für die 1 Unter den Linden 21. von Alfhild Agrell. 68/1 Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Täglich abends Freitag, 19. April, abends 8 Uhr: 8 Uhr Die zärtlichen Verwandten und Ein Strafrapport. Sonnabend, 20. April, abends 8 Uhr: Kabale und Liebe. Sonntag, 21. April, nachm. 3 Uhr: Nur noch kurze Zeit. Heute Ben- Ali- Bey Oriental. Magie. Die zärtlichen Verwandten und Preise: 3, 2 und Gin Strafrapport. Abends 8 Uhr: 1 M. Sitzplatz. Die Journalisten. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Vorletzte Woche. Emil Thomas a. 6. Unsere Rentiers. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. Musit von Julius Ginödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: Unsere Rentiers. Mittwoch, den 24. April: Benefiz für Josefine Dora. Unsere Rentiers. Adolph Ernst- Theater Madame Suzette. Vaudeville Bosse in 3 Akten von Ordonneau. Musik von Edmond Audran.( Novität.) In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Die Kasse ist von vormittags 10 Uhr ab ununterbrochen geöffnet. H Castan's Panoptikum. Noch nie dagewesen! Die Dinka, Die Riesen des dunkeln Erdtheils: 40 Männer, Frauen u. Kinder. Das scheckige Mädchen Marietta. „ Präsident Faure" zum Täglich: Militär- Konzert. Anfang 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. arrangirt von den Genossen des 5. Wahlkreises Mittwoch, 1. Mai, in Schweizer- Garten, am Königsthor, bestehend in Konzert- Prolog- Gesang- Lebenden Bildern. Auftreten des Turnvereins Fichte. Festrede, Reich- Abgeordneten Robert Schmidt. vom Die Musik wird ausgeführt von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker, der Gesang vom Arbeiter- Sängerbund. Von 6 Uhr ab: Tanz im großen Saal. Anfang 4 Uhr. Tanz 6 Uhr. Die Kommission. Billets à 20 Pf. find zu haben in den Zahlstellen sowie in allen Hiermit meinen Bekannten und Freunden zur Nachricht, daß am 16. d. M. unsere fleine Martha im Alter von mit Plakaten belegten Geschäften. von 1 Jahr 2 Monaten an der englischen Krankheit gestorben ist. Franz Haupt, Hutmacher, Gr. Frankfurterstr. 145. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau Anna Kühn, geb. Schweiger, nach langem, schweren Krankenlager am 16. d. M., fanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 21. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle 265/20 Fachver. der Stellmacher Berlins und Umgegend. Sonntag, den 21. d. M., vormittags 9½ Uhr, bei Brüß, Lothringerstraße Nr. 41: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Sassenbach über: Freimaurerthum." 2. Dis des Parochialkirchhofes, Borhagener- fussion. 3. Abrechnung vom 1. Duartal. 4. Vorstandswahl. 5. Verschiedenes. straße, aus statt. 5 654b 215/5 Der trauernde Gatte Wilhelm Kühn, Buzer. Der Vorstand. Stuckateure! Mark Belohnung. Sonntag, den 21. d. M., vormittags 10 Uhr, im Lokal Am 9. d. Mts. ist in einem Koupee III. Klasse eines Stadtringbahnzuges des Herrn Butke, Grenadierfstr. 33: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: ein Packet, enthaltend eine beigefarbene Taille mit hellblauem Einsaß und ein 1. Stellungnahme zur Maifeier. 2. Rechnungslegung der VertrauensBaar Barchent- Beinkleider liegen ge- Teute. 3. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschaftskommission. blieben. 649b Bu gleicher Zeit diene den Kollegen zur Nachricht, daß die nächste Abzugeben bei Dr. Wollheim, Vereinsversammlung ausfällt, und werden die Kollegen ersucht, in der öffent 219. Madaifir. 10. lichen Versammlung zahlreich zu erscheinen. Male, An jedem der 3 Feiertage nachmittags 4 Uhr: Familien- Vorstellung zu halben Preisen. Feen- Palast Burgstr. 22, neben der Börse. Nur noch bis zum 30. d. Mts. 4 Geschwister Marteppi. Lebende Marmor- Tableaux. Mr. Petram's. International Chaugeant. Brothers William. Troupe Latori. Helma de la Croix. Eduardo Sturla und Clown Bobbi. Violin- Unterricht, 226/8 Die Vertrauensleute der Stuckateure. 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Yon Karl Kautsky. Preis brosch Mgebi wa M. 4.50 Btrz. M. 5.50 Berantwortlimer Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Leder Kolporteur liefert 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 91. Anarchistenprozeß. IpunidaA I. Freitag, den 19. April 1895. Zum Schluß gelangte der Abzug bei der Firma Knabe u. Thal zur Besprechung. Wie bekannt, hat das Mitglied Wimmer dort die Arbeit niedergelegt. paulis 12. Jahrg. Grünthalerstr. 4 bet Sämmerling.- 2ustige Sänger, Potsdam, Brans Bieber'scher Männera denburger Kommunikation 16 bei Glaser. chor, Rosenthalerstr. 57 bei Wernau. Gefelligteit, Hennigsdorf, Böhmert's Gafhaus.- Orante, Weißensee, Königschaussee 41 bei Frense. Johanni, Rüdersdorferstr. 45, Gesellschaftshaus Oftend. Sängerverein Gangesfreund, Gesangverein Wacht Gefang und Dragonerstr. Nr. 32 Sorgenfrei, Admiralfir. 18c, Märtischer Hof. bet Kamlowsty. auf I, Wörtherstraße Nr. 19 bei Schmidt. 83 bei Bowinkel( Gefang). Gefangverein Treu und 58 bet Neden. Mertens.- Gesangverein der Metallarbeiter( Dft), Blumenstr. 46. Gin= Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 74 bei Krause. Bernauerstr. 47. Hilaritas, Hochstraße Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Amgegend, Halle a. S., den 18. April. Heute beginnt vor der 2. Strafkammer des hiesigen fönig schleifer tagte am 10. d. M. behufs Besprechung und BeschlußEine öffentliche Versammlung der Marmor- und Granitfichen Landgerichts ein Prozeß, welcher mit Rücksicht auf die bevorstehende Berathung der Umsturzvorlage ziemlich interessant fassung über die Organisationsfrage. Der Versammlung wohnte Orcheſterfterverein Stratquer Siebertafel, Rummelsburg, Sauptzu werden verspricht. Man müßte das ganze staatsanwaltliche auch der Vertrauensmann der Steinmetzen, Buchmann, bei. Die ftrage Wert ein geradezu furioses Beginnen uennen, wenn man nicht Hauptfrage war, ob die Marmor- und Granitschleifer in Bu- Ginigtett, Rirdorf, Prinz Handjernstraße Nr. aus der Zeit des Schandgesezes einige ganz passable Vorbilder funft eine eigene Gruppe bilden, einen eigenen Vertrauensmann Gefangverein Frohsinn, Rummelsburg, Göthestraße, Ece Kantfiraße, bei wählen, Branchenversammlungen abbalten und ihr Geld allein hätte. Die Grundlage dieses Prozesses beruht auf mehreren verwalten wollen unter Verbleib in der bisherigen Organisation. It act 3, Eberswalde, Giſenbahnstr. 77 bei Dibal.- Rofentbal Borgängen, die sich theils in Versammlungen des„ Kommunisti. Die Versammlung gelangte nach einem längeren Meinungs- rob- Hoffnung( Berlin W.), Grunewaldfir. 110 bei Reßner. schen Klubs" und theils in öffentlichen anarchistischen Versamm lungen in den Jahren von 1892-95 hierselbst abgespielt haben. austausche zu dem Beschluß, es bei dem bisherigen OrganisationsNach dem sozialdemokratischen Parteitage in Erfurt 1891 bildete verhältnisse zu belassen, jedoch soll der Vertrauensmann gehalten Aue Buſchriften find zu senden an B. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: fich, wie auch in einigen anderen Städten, in Halle zum theil und Granitschleifer einzuberufen. Im Anschluß hieran fand eine wedding, Abends 8 Uhr, bet Schäfer, Seue Hochstraße 49. sein, nach Bedürfniß Branchenversammlungen für die Marmor- Stattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flid, Simeonftr. 28. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein Gefangs aus früheren Angehörigen der sozialdemokratischen Partei eine fleine unabhängige" Gruppe. Diese gründeten im Frühjahr 1892 Grörterung von Arbeitsverhältnissen statt. Algemein wurde verein Silaria, Freitag, Abends 8 Uhr, Gizung Blumenstr. 46 bet über Preisdrückerei geklagt und Verschlechterung der Arbeits- 8 uhr, bei W. Brüning, Rosenthalerstr. 11/12. Tomascheck. Berliner Damenchor( Dirigent D. Suchsdorf), abends einen Berein unter dem Namen„ Kominunistischer Klub", welcher verhältnisse. Zum Schlusse brachte Buchmann den Aufruf der begieitung. Duettgefang mit Pianopolizeilich angemeldet wurde und heute noch besteht. Nach streikenden Budapester Steinmetzen zur Verlesung. Wie derselbe Schulz, Bunbuſerſir. 85. Privat Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei § 2 des Statutes soll der Klub den Zweck haben: feine Mitferner mittheilte, steht in den schlesischen Steinbrüchen ein großer offnung( D) Freitags Abends von 9-11 Uhr. Uebungsstunde Große Bergnügungsverein Thusnelda, Freitag, Abends 8% Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106. Musikverein glieder für die Lehre von dem höchsten Ideal der Mensch- Ausstand der dortigen Arbeiter bevor. Dieselben gehören der Frankfurterir. 133 bei Gold. Tambourverein Frei- weg, Freitag, heit empfänglich zu machen und das um seine Freiheit Organisation an. Auch den hiesigen Kollegen wurde die Dr- uebungsstunde bei W. Radday, Elsasserstr. 11. fämpfende Proletariat bezüglich der einzuschlagenden Wege Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung aufzuklären". Die von dem Klub einberufenen Versammlungen ganisation dringend empfohlen. turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des bie 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der TurnLessing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. sind kommissarisch überwacht und die dort gehaltenen Turnverein Gesundbrunnen balle des Lessing- Gymnasiums, Pantsir. 9-10.- Kraft und Artisten= flub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bet Grüßner, beiter- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% ubr Turnverein Germania( Mitglied des deutschen ArAckerstr. 67.- Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und Kraft- Turnverein Freitag Abends von 8-10 Uhr in der St alißerfir.5/ 56. Ruoffnung übt jeden Freitag Abend von 9-11 Uhr bei Schuhmacher, Bücklerstr. 49. Zitherflub Waldrose, Abends 9 Uhr, Manteuffelfraße 86, Parterre: Resaurant. Verein Grüne Tanne, Abends 9 Uhr, jeden Freitag Abend 9 Uhr bei Feind, Weinstr. 11. bei Kaiser, Markusstraße 8. Bergnügungsverein Im Brand, Sigung Bau anschläger Berlins. Jeden Freitag, abends 9 Uhr bei S. Bernau, Rosenthalerstr. 57. Die Angeklagten sind: Schuhmacher Max Metzner aus Giebichenstein, geb. zu Halle, 29 Jahre alt, vorbestraft wegen Vergebens gegen§ 130 des St.-G.-B., Anreizung; Echlosser Hermann Deumer von hier, geboren hierselbst, 38 Jahre alt, eben falls wegen Aureizung vorbestraft; Restaurateur Karl Emmerich von hier, geb. zu Beesen, 33 Jahre alt; Arbeiter Louis Grube von hier, geb. zu Beesen, 33 Jahre alt; Arbeiter Karl Schimpi von hier, geboren hierselbst, 50 Jahre alt; Maler Robert Martin Brandt aus Giebichenstein, geb. zu Deichslau, Kreis Steinau. Waldemarstr. 42. Gesangverein der Stattlub Schnitt, Abends 9 Uhr, bei Trittelwig, Falkensteinstr. 7. - Tanzlehrer- Verein Solidarität, im Restaur. Grauer, Oranienstr. 121. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8% Uhr, Westen, bei H. Werner, Bülowftr. 69. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Friday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Club Uncle Sam. 9 o'clock p. m. Munzstr. 17. Washington's birthday celebration. Guests welcome. Guests are welcome. Die Maurer hielten am 12. d. behuss Stellungnahme zur Referate amtlicherseits meist stenographisch aufgenommen diesjährigen Maifeier und Erörterung gewerkschaftlicher Anworden. In der letzten Zeit wurden die Versammlungen nur gelegenheiten eine öffentliche Versammlung ab. Ueber die Frage noch schwach von einigen Personen besucht. Die Anklagebehörde der Maifeier referirte Blaurock, welcher darauf hinwies, daß erblickt nun in dem Verein eine Verbindung, zu deren Zwecken die Maurer von jeher auf dem Standpunkte gestanden haben, oder Beschäftigungen gehört, Maßregeln der Verwaltung oder die den 1. Mai durch Arbeitsruhe zu feiern. Im vorigen Jahre Vollziehung von Gesetzen durch ungesetzliche Mittel zu verhindern hätte, wie mit Genugthuung fonstatirt werden könne, der oder zu entkräften, und hat gegen 21, theils frühere, theils noch größte Theil der Maurer gefeiert und war der Referent der jezige Mitglieder des Klubs Anklage wegen Vergehens gegen Meinung, daß auch in diesem Jahre die Maurer ihren prinzipiellen § 129 des St.-G.-B. erhoben. Die Theilnahme an einer solchen Standpunkt unbedingt zur Durchführung zu bringen hätten Verbindung wird an den Mitgliedern mit Gefängniß bis zu trotz der herrschenden wirthschaftlichen wie auch politischen einem Jahre und an den Stiftern und Vorstehern der Verbindung Misere. Der im vergangenen Jahre gefaßte Beschluß müsse auch mit Gefängniß von 3 Monaten bis zu 2 Jahren bestraft. für dieses Jahr und für spätere Jahre Geltung behalten. Wenn auch alle Diskussionsredner auf dem Standpunkte des Referenten standen, so gelangte die Versammlung doch in anbetracht des nicht ausreichenden Besuches zu dem Entschlusse, zur endgiltigen Beschlußfassung über die Maifeier nochmals eine öffentliche Verfammlung einzuberufen. Dieselbe wird sich auch mit einem VorSchlage Blaurock's zu befassen haben, welcher dahin geht, an die Maifeiernden Maimarken behuss späteren Ausweises unentgeltlich zu verabfolgen. Die Vertrauensleute wurden beauftragt, in der nächsten Versammlung entsprechende Vorschläge zu machen. Durch die Verhältnisse gedrängt, wählte die Versammlung im Schützet die Augen der Neugeborenen! Trotz der ant weiteren H. Fischer als Preßkommissionsmitglied an stelle von Schulz. Die Wahl eines Vertrauensmannes für den Wedding erkennenswerthen Fortschritte der modernen Hygiene hört man wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt. Die Abwesenheit noch immer vielfach von den verderblichen Wirkungen der be er Delegirten zur Gewerkschaftskommission wurde seitens der rüchtigten Augenentzündungen neugeborener Kinder. In dankens Versammlung gerügt. werther Weise hat nun die medizinische Sektion der schlesischen Ge Fiedler wünschte den Bericht der Untersuchungs- sellschaft eine populäre Belehrung über die Gefahren dieser Erfommission über die gegen Blaurock s. 3. erhobenen Be- frankung in 12 000 Exemplaren an sämmtliche Hebammen chuldigungen. Die Kommission, welche aus Anbängern beider Schlesiens vertheilen und den Standesämtern Breslaus zugehen Richtungen zusammengescht ist, hat die Untersuchung beendet, laffen zur Aushändigung an jede Person, welche die Geburt verlangt aber, daß die Berichterstattung auf die Tagesordnung eines Kindes mittheilt. einer öffentlichen Versammlung gesetzt werde, was die Bertranens- Der zehnte Theil aller Blinden so heißt es in der auch leute der Berliner Maurer bisher abgelehnt haben. Auch der für Berliner Verhältnisse giltigen Belehrung hat sein Vertrauensmann der zentralisirten Maurer hat es abgelehnt, in Augenlicht durch die Augenentzündung der Neugeborenen ver dieser Eache eine öffentliche Versammlung einzuberufen. Die loren, und Hunderttausende haben durch diefelbe eine Vers Vertrauensleute wurden beauftragt, die Berichterstattung der ringerung ihres Sehvermögens erfahren und das stets nur Untersuchungskommission auf die Tagesordnung einer der nächsten durch Schuld der Eltern, Ammen, Pflegerinnen oder Hebammen. öffentlichen Bersammlungen zu setzen. Schleunigste ärztliche Hilfe und zwar sofort beim ersten Bes 28 Jahre alt, vorbestraft wegen Anreizung; Speisewirth Rudolf Sd warz, früher hier, jezt in Leipzig, geboren zu Merseburg, 43 Jahre alt; Bigarrenarbeiter Wilhelm Hoffmann von hier, geboren zu Leipzig, Dissident, 58 Jahre alt; Maurer Heinrich Preuße von hier, geboren zu Wanzleben, 36 Jahre alt, vor bestraft wegen Anreizung; Maurer Wilhelm Härtel aus Giebichen stein, geboren zu Gröbers, 37 Jahre alt; Maurer Friedrid Menzel aus Giebichenstein, geboren zu Eisleben, 36 Jahre alt; Maurer Otto Thalheim, früher hier, jetzt in Naumburg, ga boren zu Wehliz, Kreis Merseburg, 32 Jahre alt; Zimmerman Friedrich Kohl aus Schönnewitz, geboren zu Wörmlig, 33 Jahr alt; Schuhmacher Wilhelm Thorenz von hier, geb. zu Gudelwig, Kreis Militsch, 28 Jahre alt; Restaurateur Ernst Voigt voi hier, geboren hierselbst, Dissident, 34 Jahre alt; Seiler Josept Deiting aus Giebichenstein, geboren zu Beverungen, Westfalen, 43 Jahre alt; Maler Richard Franz Schnur von hier, geboren zu Aschersleben, 33 Jahre alt; Töpfer Robert Rode aus Giebichenstein, geboren zu Königsberg, Dissident, 31 Jahre alt; Maurer Karl Kuhfuß, gegenwärtig angeblich in der Schweiz; Schuhmacher Karl Kaltenborn von hier, geboren zu Audigas. Kreis Leipzig, 36 Jahre alt; und der Glaser August Wolf vo: hier, geboren zu Lauchstädt, Kreis Merseberg. Vermischtes. Ter Sentral Kraufenunterfügungs- und Begräbniß- ginnen des Leidens fann das Auge mit Sicherheit retten. Die Verein der Schmiede Deutschlands hielt hier an den Oster- Krankheit beginnt gewöhnlich am dritten oder vierten Tage nach feiertagen seine erste ordentliche Generalversammlung in Wilte's der Geburt mit einer Röthung und Schwellung der Lidränder; Restaurant ab. Vertreten waren 12 Mitgliedschaften: Berlin, bald sind dieselben verklebt, und beim Deffnen tritt eine Laut Beschluß der Strafkammer des hiesigen Landgericht Kiel, Gaarden, Mannheim, Hannover, Dortmund, Meißen, schleimige Flüssigkeit aus, die bei stärkerer Zunahme der vom 22. Februar d. J. war das Verfahren gegen sämmtlich Görlitz, Rathenow, Magdeburg, Rixdorf und Moabit. Aus dem Schwellung eitrige Beschaffenheit annimmt. Dieser Eiter ist Angeklagte verständigerweise eingestellt worden, wogegen Bericht des Vorsitzenden G. Basner ging hervor, daß der ungemein ansteckend; daher ist Vorsicht geboten, um das etwa E. die Staatsanwaltschaft zu Halle beim Ober- Landesgericht 3 Verein trotz der kurzen Zeit seines Bestehens auf ein zufrieden- gesund gebliebene Auge des Kindes oder die Augen anderer mit Naumburg sofort Beschwerde führte mit dem Erfelge, dai nellendes Ergebniß seiner Thätigkeit zurückblicken fann; die dem Kinde in Berührung kommender Personen vor der gleichen das Ober- Landesgericht den Beschluß des Landgerichts aufhol saffenverhältnisse sind gut; es ist bereits ein Reservesonds von entzündung erfranft, so ist das andere sofort vollkommen von Erkrankung zu schützen. Wenn ein Zwillingskind an Augenund anordnete, das Hauptverfahren gegen die 21 Angeklagten 1200 M. vorhanden und die Mitgliederzahl steigt von Jahr zu ihm zu trennen und darf auch nicht in demselben Wasser gebadet zu eröffnen. Seitens der Anklagebehörde sind, wie wir Jahr. Die Generalversammlung beschloß auf Antrag des erfahren haben, als Zeugen geladen die Herren: Oberpolizei Telegirten aus Mannheim, eine höhere Klasse einzuführen, so daß werden. War nach einer früheren Entbindung bei einem NeuInspektor Weydemann, die Polizeikommiffare Sienang, Nietner in Zukunft folgende drei Klassen bestehen werden: 1. Klasse: geborenen schon die Augenentzündung vorgekommen, so muß vor Goldmann, Stechert und Große, Stadthaupttassen- Kontrolleur 50 f. Beitrag, 12 M. wöchentliche Unterstügung: 2. Klasse: Der nächsten Entbindung die Hebamme ganz besonders darauf Gebhardt und Polizeisergeant Peters. Seitens der Angeklagter 35 Pf. Beitrag, 8,40 m. wöchentliche Unterstüßung; 3. Klasse: aufmerksam gemacht werden. find aber bis dato teine Zeugen benannt worden. Nach den 25 f. Beitrag, 5,60 m. wöchentliche Unterstüßung. Außerdem Was muß geschehen, bis der Arzt erscheint? 1. Man öffne Anklagebeschluß soll der in Frage kommende Verein die Weiter wird ein Sterbegeld von 80, resp. 60 und 40 M. gewährt. Als die Augen des Kindes alle zehn Minuten, und wische mittels zwar mit dem Endzweck der Verwirklichung des Umſturzes der nimmt. Zum Vorsitzenden des Vereins wurde Louis Bosin, mehrfach zusammengelegtes Stück reiner Leinewand, welches auf verbreitung der anarchistisch- kommunistischen Ideen bewirken unt Sig des Vorstandes und Ausschusses wurde wieder Berlin be- sauberer, in Wasser getauchter und ausgedrückter Watte den Giter sorgsam aus dem Auge heraus. 2. Man lege ein bestehenden Staatsordnung in allen ihren wesentlichen Theilen Grüner Weg 63, zum Hauptkassirer H. Michaelis, Könige Eis oder in sehr kaltem Wasser gekühlt ist, gut ausgewunden und Die erstgenannten 11 Angeklagten sollen noch jetzt und die bergerstraße Nr. 34, zum Geschäftsführer des Ausschusses trocken und kalt auf das kranke Auge und erneuere es alle zwei letteren bis vor kurzem Mitglieder des seit dem 5. April 1892 G. Tempel, Gr. Frankfurterstr. 16, gewählt. Alle Anfragen Minuten. 3. Man streiche etwas Baseline außen auf die Augen bestehenden Vereins gewesen sein. Der Klub, dessen Leiter der sind an die Genannten zu richten. Aufnahmen finden stets statt. lider, damit sie nicht durch den Giter zusammenkleben. 4. Da Angeklagte Metzner ist, soll den Ein- und Austritt seiner Mitglieder bei der Polizeiverwaltung angemeldet und von den MitWie sorgt der Staat für die Arbeiter? lautete die die Augenentzündung überaus ansteckend ist, so dürfen Wasser, gliedern ihren materiellen Verhältnissen entsprechende Beiträge Frage, über welche Genosse Dr. Weyl in der am 16. d. im Leinenstücke und alle Gegenstände, die zum Waschen des Auges Norden stattgehabten Volksversammlung eine Osterbetrachtung gebraucht wurden, niemals für die Neinigung der Hände oder anstellte. Der Vortragende behandelte die staatliche Sozial- des Gesichts anderer Personen benutzt werden. Die Watte und reform", insbesondere die Arbeiterversicherungs- Gesetze, ihre alle zur Reinigung des Auges benutzten Leinenstücke sind bald zu Mängel vor Augen führend und demgegenüber die Wünsche der verbrennen. arbeitenden Bevölkerung erläuternd. Tem erschöpfenden Vortrage, hinzuzufügen wurde für zwecklos erachtet. So ging man ohne der Sozialdemokrat, Bentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partet dem die Versammelten mit regem Interesse folgten, noch etwas Eingelaufene Druckschriften. Diskussion zum Punkt Verschiedenes" über, nach dessen Erledigung der Echluß der Versammlung erfolgte, welcher sich ein geselliges Beisammensein anschloß. erhoben haben. Versammlungen: Die Orte Krankenkasse der Klempner legte am 7. April den Delegirten den Rechnungsabschluß 1894 vor. An Einnahmen find 142 449,66 M. zu verzeichnen, denen eine Ausgabe von 184 669 M. gegenübersteht. Das Gesammtvermögen der Kaffe beträgt 84 603,18 m. Da im verflossenen Jahre für den Reservefonds feine Rücklagen gemacht werden fonnten, so ist vom Oberpräsidenten verfügt, daß die Kasse ihre Unterstüßungss dauer von 52 Wochen auf 26 Wochen herabsetzt. Von den Ver tretern auf der Generalversammlung wurde jedoch eine Erhöhung des Beitrages um 3 Pf. und die Einführung der dreitägigen Karenzzeit befürwortet. " " Zentralverein der Bureau- Angestellten Deutschlands. Freitag, den Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 7-8% Uhr: Lektüre. Südost- Schule, Waldemarfir. 14: Deutsch( Literatur.) Bei allen Untergenommen. Der Verband der Möbelpolirer( Bezirk Nord) beschäftigte sich in seiner Sigung am 8. April mit einer Besprechung über den Streit bei der Firma Rückwart u. Riegel und der Wittwe Dräsel. Während in ersterer Fabrik die Differenz gütlich beigelegt ist, besteht über die Werkstatt der Wittwe Dräsel die Sperre weiter. Wie mitgetheilt wurde, habe sich hier ein organisirter Arbeiter angeboten, in Beschäftigung zu treten. Dieses Verhalten wurde allgemein abfällig beurtheilt. Die Buch binder- männerchor, Holzmarttitr. 3, bei Deter.-Vereinte nächste Versammlung findet am 13. Mai cr. bei Kranz, Badstraße 12, statt. Tee Fachverein der Musikinstrumenten Arbeiter beschäftigte sich in seiner Versammlung am 8. April mit der Erledigung einiger Vereinsangelegenheiten. Der Kassenbericht vom 1. Quartal d. J. weist eine Einnahme von 580,95 M. und eine Ausgabe von 566,73 M. auf. Hierauf erfolgte die Neuwahl des Vorsitzenden, mit welchem Amt der Kollege Dsburg betraut wurde. Ein Antrag, dem Kollegen Böker aus dem Arbeitsnachweis eine Liste der Arbeitslosen zu übergeben, damit schnell zu besetzende Stellen vergeben werden können, wurde abgelehnt. Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstage- Wahlhreis Stralsund- Franzburg- Rügen. Jeden Freitag nach dem 15., abends Uhr, Bersammlung bei Linte, Jüdenstr. 36. Aufnahme neuer Mitglieder. 19. April, abends 8½ Uhr, bei Röllig, Neue Friedrich fir. 44: Sizung. Bortrag S- 10% Uhr: Nord- Schule, Müllerfraße 179 a: Geschichte( neueſte). richtsfächern werden neue Theilnehmer, Tamen und Herren, jeder Zeit aufArbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender talender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Freitag. Ad. Neumann, Pasemalferiraße 3. Alle Aenderungen im Bereinsnebungsfiunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Collegia, Armi alfir. 38 bei Euganer.aiser'scher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bei stelle.- Arbeiter- Gefangverein Nord, Kaftanien- Allee 11, bei Augustin.-Summer' scher Gesangverein, Langefraße 65 bei Tempel.. Arbeiter Gesangverein Spandau in Spandau, Neunmeisterfir. 5, bei Radite. Sangesbrüder Moabit, Perlebergerstr. 28 bet F. Herrmerschmidt. Gesangrer. Maig löd chen I, Sindowerstr. 26 b. Sachs.- Gemüthlichkeit, Neue Friedrichstraße Nr. 44, bei Röllig. Deutsche Liedertafel, Blumenfirage ss, bei Wiedemann. Typographia, Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Arminhallen, Kommandanten Gefangverein Lorbeerzweig, Swinemünderstraße 35 bet Hübner. Gefangverein Rheingold, Büschingstr. 7, bet Jakob. Gefangverein Melodia, Rigdorf, Bergstr. 142 bei Echintäse.-grisNaunynstraße 86 bei Fritz Zubeil. Brandenburger Männere Gesangverein in Brandenburg a. H., Mengerts Voltsgarten, Bergstraße. - Gefangverein Freya II( gem. Ghor), Nixdorf, Hermannstr. 140, bet Dantel Apollo, Grünstr. 21 bei Sommer.- Freie Liedertafel, Böttcher. Gr. Frankfurterstr. 74 bei Breuer.- Nordwacht, Chausseestr. 72 bei Meißner. Frete Gänger, Edmargendorf, Warnemünderstr. b. Friedrich. Arbeiter jangv. Sängertre is( weißensee), Röttefir. 188 bet Flag. 2oreley, straße 20. Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 3). Die Nr. 16 vom 18. April hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Die Retter des Vaterlandes" von damals. Jude und Junter. Aus Elsaß- Lothringen. Die Wahlen in Dänemart. Niedergangsmerkmale. Parteinachrichten. Der 10. belgische Parteitag. Bericht des württem bergischen Landesvorstandes. Das Ende der christlichen Bergarbeiterbewegung. Die Lage der Arbeiter im Barbier und Friseurgewerbe. Arbeiterorganisationen. Wie man uns behandelt. Todtenliste. Literarisches. Von der Benen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diet' Berlag) tst foeben das 28. Sest des 13. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Unberechenbar. Einleitung zum Neudruck von Marr' Klaffentämpfe in Frankreich 1848-1850". Von Friedrich Engels.( Schluß.) Die Intelligenz und die Sozialdemokratie. Bon Karl Kautsky.( Fortfeßung.)- 8ur Agrar frage in den Vereinigten Staaten. Von J. 2. Franz. Tamible Unter dieser Nubrit zeigen wir sämmtliche der Redaktion zugehende literarische Neuigkeiten an. Wir bitten unsere Leser die Nennung der Schriften nicht als Empfehlung der Rebattton, sondern lediglich als Empfangsbestätigung aufzufassen. Blos über diejenigen Erscheinungen, welche im Interesse unserer Leser oder aus politischen Gründen befprochen werden müssen, veröffentlichen wir, soweit dies der Raum unseres Blattes zuläßt, Kritiken. Genügt einer Verlagsbuchhandlung die Anführung der übersandten Rezensionsexemplare in dieser Rubrik nicht, so bitten wir von der Zusendung der Neuerscheinungen des Verlages absehen zu wollen. Ein Bauernfojialist. Von A. Seine. Verlag von E. Wiest Nachf. zu Leipzig. 31 Seiten. Offener Brief an Freiherrn v. Stumm u. Genossen. Bon H. Köyſchte. Verlag von R. Werther in Leipzig. 80 S. 1 M. W. Roscher und seine Bedeutung für die Nationalökonomie. Bon Dr. Henry Leipzig Verlag von Milde. 16 Seiten, 50 Pfg. Die entartung der Menschen und die Beseitigung der Entartung. Bon Dr. med. Alfred Damm, Berlin, Berlag von Bruer u. Co. 80 Seiten. Preis 50 Pig. der Contrarfernale vor dem Strafrichter von N. Fr. v. Krafft. Ebing. Leipzig- Wien. Verlag von Deut.de. 38 S. Preis 1,50 Freie Volksbühne. Saufen- Unterſtützungs- und Berband aller in der Metallindustrie beſhäftigten Arbeiter Sonntag, den 21. April, nachmittags 2½ Uhr: VIII. Serie. V. Abtheilung( National- Theater): Der Pelikan. IX. Serie. II. Abtheilung( Lessing- Theater): Der Pfarrer von Kirchfeld. Begräbnißverein der Bau- und Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 20. April, abends 8½ Uhr: gewerbl. Hilfsarbeiter Berlins. Konferenz der Vertrauensleute des Südens Sonntag, den 21. April, vorm. 1012 Uhr, im Lokale von G. Tempel, 301/4 angeſtr. 65: Am Dienstag, den 23. April, findet bei Keller, Roppenstr. 29, die General- Versammlung ftatt, die diesmal von besonderer Wichtigkeit ist. Näheres Annonce am Dienstag. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Norden. Vertrauensmänner- Versammlung für Schönhauser und Rosenthaler Vorstadt am Montag, den 22. April 1895, abends 8½½ Uhr, bei Mörschel, Schönhauser Allee 28. Tages Drdnung: = Regelung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Achtung, Zimmerer! im Restaurant Hoffmann, Oranienstraße 180. Zur Beachtung! Obwohl es diesmal unmöglich war, die Kollegen wie bisher durch Karte zu laden, ersuchen wir dennoch um vollzähliges und Der Vorkand. General- Versammlung. pünktliches Erscheinen. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1895. 2. Vereinsangelegenheiten. 194/8 Achtung! Stralau! Achtung! Die Mitglieder werden ersucht, recht Gr. öffentl. Volksversammlung zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Bekanntmachung. Orts- Krankenkasse für das Goldschmiede- Gewerbe. Ordentliche am Sonntag, den 21. April 1895, nachmittags 1½ Uhr, im Lokale des Herrn Strohmeyer, Markgrafendamm 19. Tagesordnung: Siehe Plakat. 59/4 Maifestzeichen!! Neues Muster, zweckmäßiges Demonstrationsmittel empfiehlt Die Vertrauensperson. Spezialität: Generalversammlung B. E. Buchwald, Altenburg, S.-A.( eignes Fabrikat), sowie sämmtliche 240/4 sämmtlicher Herren Delegirten d. Arbeitgeber und Kassenmitglieder am Sonnabend, den 27. April, abends 81/2 Uhr, in den ,, Arminhallen", Komman Tagesordnung: Möbel Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Dantenstraße 20( Gartenhalle geradezu). Gelegenheitskauf Sonntag, den 21. April, vormittags 10 Uhr, im großen Saale der Arminhallen, Kommandantenstraße Nr. 20: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1895. 2. Wahl der Stevisoren. 3. Vereinsangelegenheiten und Gewerkschaftliches. 4. Vortrag. Referent: Genosse Ledebour. 288/8 Um recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Zutritt hat jeder Zimmerer. Der Vorstand. Verein Schäftebranche. Sonnabend, den 20. April, abends 9 Uhr, bei Herrn Röllig, Nene Friedricher. 44: Versammlung. Achtung! Maurer. Achtung! Den Mitgliedern des Zentralverbandes der Maurer Deutschlands, Filiale Berlin II, zur Kenntniß, daß an diesem Sonntag eine Mitgliederversammlung der Zentral- Krankenkasse stattfindet und unsere regelmäßige Mitgliederversammlung zu deren gunsten ausfällt. 190/18 J. A.: Der Bevollmächtigte. Orts- Krankenkasse für das Barbier- Gewerbe. General- Versammlung Dienstag, den 30. April 1895, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Zages Ordnung: Um 9 Uhr: Wahlversammlung: 4 Stellvertreter zum Vorstand, Kassenmitglieder. Um 10 Uhr: Generalversammlung, 1. Berlesung des Protokolls. 2. Abnahme der Jahresrechnung. 3. Be 1. Jahresbericht. 2. Bericht der Revisoren und Antrag auf Ertheilung der Decharge. zu außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautlente ganze Einrichtungen von 200-1000 M. Theilzahlung geBruchbandagen aller Art Artifel zur Krantenpflege empfiehlt A. Reiche, Seydelftr. 15 am Spittelmarkt, Lieferant f. Orts- u. Hilfs- Krankenkassen J.Sturm, Münzstrasse 5, ' Friedrichstr.25 26 3. Geschäftliches und Verschiedenes. stattet. Glegante Nußbaum- u.Mahagoni- Bonbon, Marzipan, Confituren. der Herren Vertreter ersucht Um zahlreiches u. pünktl. Erscheinen 653b Berlin, den 18. April 1895. Der Vorstand. J. 2.: E. Davidhäuser, Vorsitzender, Elisabethstr. 45b, v. 4 r. Generalversammlung der Orts- Krankenkasse f.d. Gewerbe d. Verfert. v. Musikinstrumenten am Sonnabend, den 27. April cr., abends 81/2 Uhr, bei Wernau, Rosenthalerstraße 57. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht für 1894. 2. Bericht der Revisoren. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Püschel, 1. Vorsitzender, Reibelstr. 10. Rottmann, Schriftführer, Jnvalidenstr. 10. Achtung, Rixdorf! Freie Vereinigung der richt des Prüfungs- Ausschusses. 4. Vergütigung des Vorüßenden und Schrift- Bau- u. gewerbl. Silfsarbeiter führers für 1895. 5. Gehaltsfrage des Kendanten und Kassirers. 6. Aenderung Sonntag, den 21. April, im Vereinsdes§ 13, Absatz 3 a und b. 7. Beschluß wegen Anschluß an die Freie lokal Schütz, Prinz Handjerystr. 7: Vereinigung der Orts- Krankentassen Berlins. Krantenbuch legitimirt. Der Vorstand. A. Flint, Vorigender. Aug. Fritz, Schriftführer. Regelmässige Kleiderspinden und Bertilows 30 M., einfache 15 M., Sophas, Bettstellen mit Matragen 20 M., Waschtoiletten, Küchenspinden, Kommoden 12 M., Säulen- Trumeaux 65 M., PlüschStühle 3 M., Sophatische 6 M., garnitur 60 u. 100 M., Muschelspinden Bei Erfält., Husten 2c. mache man einen Versuch m. Sturm's PectoralBonbon, per Packet 20 Pf. Bruchbandagen 40 M., Paneelsophas 80 M. Buffets, aller Art( eigenes Fabrikat), sowie Schreibsekretäre, Zylinder Bureaux, pflege empfiehlt Spiegel. Wenig gebrauchte Möbel zu versäumen, der gut und reell kaufen Lieferant für Orts- u. Hilfs- Krankenk. 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Verschiedenes. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß der Vorsitzende Paul Schneider jekt Schillingstraße 7, Quergebäude 3 Treppen, wohnt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 78/11 Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche- und Kravattenbrauche. Sonntag, den 21. April, abends 6 Uhr, im Elysium, Landsberger Allee Nr. 40-41: 207/7 Vortrag des Herrn Reinh. Gerling über: Hypnotismus und Magnetismus." Nachher: Gemüthliches Beisammensein mit Tany. Mittwoch, den 24. April, abends 81/2 Uhr, bei Feind, Weinfir. 11: Vierteljahres- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vierteljahresbericht. 4. Wahl eines Vorstandsmitgliedes. 5. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. J. A.: K. Hergt, Landwehrstr. 1. Achtung! Rixdorf. Achtung! billig. Auch einzelne Gegenstände werden zu Engrospreisen verkauft. Empfehle allen Herrschaften, mein größtes Möbellager Berlins zu besichtigen u. sich von den staunend billigen Preisen zu überzeugen. 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Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Julius Apelt, Sebastianstr. 20. Oranienftr. 8, Genthinerstr. 29. Potsdam, Waisenstr. 27. Kaufen Sie nicht anderwärts, bevor Sie sich nicht überzeugt haben, dass bei mir die ,, billigste Bezugsquelle für Hüte ist, und nur streng reelle Waare bei reichhaltigster Auswahl geführt wird; Herrenhüte steif und weich. do. in ff. Haarfilz do. in Loden Kinderhüte Confirmandenhüte Cylinderhüte " ... à 2,- 2,50 3,- 3,50 à 5,- 5,50 0, 7, à 1,25 1,50 1,75 2,- 2,50 3, à 1,-1,25 1,50 2, 2,50 à 1,50 1,75 2, 2,50 6,7,50 9,- 11, im Fabrikkomtoir bei Oscar Arnold タ am Oranienplatz C Dresdenerstr. 116( ein Laden). De Kontrollmarkenhüte zu den billigsten Preisen! Schweizer- Garten Am Königsthor- Am Friedrichshain. 21712 Jeden Sonntag: Konzert, Vorstellung und Ball. Beginn der Hauptsaison: Pfingsten. Bekanntmachung. An den Wochentagen ist das Etablissement an Vereine, Gesellschaften zur Abhaltung von Sommerfesten zu vergeben. Verantwortlicher Redakteur: J. Diert( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2.