Nr.482 41.Jahrgang Ausgabe A nr. 245 Bezugspreis: Böchentlich 70 Goldpfennig, monatlich 3- Goldmark voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland. Danzig Gaar- und Memelgebiet. Defterreich, Litauen, Zuremburg 4,50 Goldmart, für das übrige Ausland 5,50 Goldmar! pro Monat. Der., Borwärts mit der Sonntags beilage Bolt und 8eit" mit..Gied. lung und Kleingarten". fowie der Unterhaltungsbeilage Heimwelt und Frauenbeilage Frauenstimme erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal, Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Sonntagsausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 15 Goläpfennig Anzeigenpreise: Die einfpaltige Nonpareille. aeile 0,70 Goldmart, Rellame eile 4.- Goldmart.., Kleine Anzeigen" das fettgedruckte Wort 0.20 Gold mart( zulässig zwei fettaedruckte Worte), jedes weitere Wort 0.10 Goldmart. Stellengesuche das erste Wort 0,10 Goldmark, icpes weitere Wort 0,05 Goldmyrt. Worte über 15 Buchstaben zäen für zwei Worte. Familienanzeigen für Abonnenten Reile 0.30 Goldmart. Eine Goldmart ein Dollar geteilt burth 4,20. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags im Sauptgeschäft, Berlin S 68, Linden ftraße 3, abgegeben werden. Geöffnet Don 9 Uhr früb bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292-295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Sonntag, den 12. Oktober 1924 Keine Halbheiten mehr! Die Halbierten gehen auf's Ganze. Nach einer Meldung der Expreß- Korrespondenz" sollen zwischen den Deutschnationalen und der Deutschen Volkspartei zurzeit Verhandlungen schweben, die darauf hinausgehen, die Kabinettsumbildung bis Januar zu vertagen. In diesem Falle würde lediglich eine Besetzung der jetzt unbejezten Ministerien in Frage kommen, und zwar durch Persönlichfeiten, die als Fachminister gelten fönnten und den Deutsch nationalen genehm seien. Hierzu schreibt die„ Deutschnationale Korrespondenz" parteiamtlich: Dieser Meldung jagte jedoch alsbald die folgende hinterdrein: Zu der Mitteilung, daß die Deutsche Volkspartei für den Fall des Scheiternis der Berhandlungen mit den Deutschnationalen den Küdtritt ihrer Minister angekündigt habe, wird der Telegraphen Union mitgeteilt, daß am Freitag keine Fraktionssihung der Deutschen Volkspartei stattgefunden hat, und infolgedessen auch kein Beschluß in dieser Richtung gefakt ist. " Vorwärts- Verlag G.m.b.H., SW 68, Lindenstr. 3 Posticheckkonto: Berlin 375 36- Banffonto: Direktion der Distouto- Gesellschaft, Depojitentasje Lindenstraße 3 Kommt der Bürgerblock? Bon Hermann Müller Franken. Der von der Krisenmacherpartei Stresemann- Scholz erzwungene Streit um die Erweiterung der Reichsregierung nach rechts fand zunächst ein sturmfreies politisches Wochenende. Am Dienstag soll der Kampf um das fünftige Kabinett der deutfchen Republik fortgeführt werden. Die Entscheidung liegt bei den Demokraten und dem Zentrum. Man sollte meinen, letzten Tagen genügend klar herausgearbeitet wurde, als die daß das Für und Wider der Umbildung der Regierung in den Richtlinien des Reichskanzlers zum Eintritt in die Regierung der Volksgemeinschaft einluden. Ist es doch ein Verdienst der Die Redaktionen der Rechtspresse wurden gestern nachmittag zu haben, in aller Deffentlichkeit sich zu demaskieren. Die von. Sozialdemokratischen Partei, die Deutschnationalen gezwungen Diese Mitteilung ist unrichtig. Berhandlungen der er nur von der Meldung Nr. 1 erreicht. Die Deutsche Tagesden Hergt und Genossen aufgestellten Richtlinien haben gezeigt, wähnten Art schweben nicht. Die Deutschnationalen würden sich auf geitung" brachte sie unter der Ueberschrift:" Ein energi dag die Erbin der preußischen Krautjunterpartei innerpolitisch solche Verhandlungen nicht einlassen. Sie könnten in dieser Zwischen- icher Beschluß der Volkspartei". Die Nachtaus- auf die Rückkehr zum klassen staat der wilhelminilösung, ganz abgesehen davon, daß sie wieder einmal auf vage Hoff- gabe des" Tag" schrieb:„ Einheitsfront der beiden schen Aera hinsteuert, den sie früher bereits ebenso unzutreffend nungen verwiesen werden würden, weder ein geeignetes Mittel Rechts parteien. Ultimative Forderung der Deutschen als unverfroren den Staat mit dem christlichen erblicken, um der Schwierigkeiten der hochgespannten außen- und Volkspartei." Man darf nun auf die Ueberschriften zur Mel- Kulturboden nannte, obwohl in ihm nicht nur die innenpolitischen Lage Herr zu werden, noch eine Einhaltung der von dung Nr. 2 gespannt sein. der Deutschen Volispartei und der Zentrumsfraktion gegebenen deren Rechtes waren. Sozialisten, sondern auch die Katholiken min. feierlichen Zusicherungen(!), die nunmehr endlich einmal erfüllt werden müssen. Die Deutschnationale Boltspartei wird selbst das ihrige tun, um eine alsbaldige Klärung der Situation herbeizuführen. Der Aeltestenausschuß des Reichstages ist auf Montag zusammenberufen, und die Deutschnationalen werden dabei auf eine beschleunigte Einberufung des Reichs tages dringen. Sollten ihre Vertreter in der Zwischenzeit nochmals zu dem Herrn Reichskanzler wegen Verhandlungen über die Regierungsumbildung berufen werden, so werden sie zum Ausdruck bringen, daß eine flare und endgültige Entscheidung von seiten des. Kabinets und der Regierungsparteien nicht länger hinausgeschoben werden fönne. Sachlich ist folgendes zu bemerken: Die Deutsche Boltspartei hat die von der Regierung unter Einschluß von Stresemann und Jarres angeblich einmütig aufgestellten Richtlinien für eine fünftige Politik gebilligt. Würde sie jetzt durch ihren Austritt aus der Arbeitsgemeinschaft der Mitte" die Regierung Marr fprengen, so würde sie nach ihrem eigenen Geständnis aus unsachlichen Gründen und frivolerweise eine schmere innenpolitische Krise heraufbeschwören. Die Bundesgenoffen. Was sich so christlich zufammentut. Der politische Beauftragte" der Deutschnationalen Partei, v. Lindeiner, hat eine große Freude erlebt. Auf Grund seiner Anweisung ist die Rechtspresse so gelehrig wie ein Pudel über das Christentumbergefallen, das sie dem Zentrum apportieren sollte. Er 30g an der Strippe und prompt sprangen die Wotansanbeter los von der Deutschen Tageszeitung" über den„ Reichsboten" und die Scherlpresse bis zur Kreuzzeitung". Alle stimmten den gleichen Chorus an; Christentum! Christentum! tatoren im ganzen Lande denen, die nicht alle werden, den Biel schlimmer ist jedoch, daß die deutschnationalen Agi= Glauben an ein Bismardsches Kanonenchristentum predigen, aber dabei ganz vergessen, daß der oberste Kriegsherr seine Kanonen im Stich ließ und daß bei den Deutschnationalen von heute kein Bismard sitzt. Denn der Entel zählt ja nicht einmal mehr in ihren Reihen, nachdem ihm selbst seine deutschnationalen Wähler das Mißtrauen aussprachen, weil er durch Hochhalten einer roten und Abgabe einer weißen Karte das zweite Versailles" mit beschließen half. Das Ausland fennt die Deutschnationalen. Essiehtin ihnen die Revanche partei!. Es hat genügend Belege dafür. Sie werden wöchentlich neu geliefert. 3. B. durch die Regimentsfeiern und Denkmalseinweihungen, für die unsere Patentpatrioten stets Geld genug haben, während die Krieger= witwen und-maisen und die Kriegskrüppel bitterstem Elend preisgegeben sind und, wenn es nach den Deutschnationalen geht, noch stärkere Stockschläge auf den Magen bekommen nationalen Agrarier die Zölle auf jene Höhe zurückzuführen, sollen, wenn es nämlich gelingen sollte, zugunsten der deutschmit der das kaiserliche Deutschland die Armen belastete. mit der das faiserliche Deutschland die Armen belastete. Zu theoretischen Balavern ist jetzt kein Raum mehr. Nach dem der Plan des Herrn Reichskanzlers, die sogenannte Volksgemeinschaft mit Einschluß der Sozialdemokraten herzustellen, an deren vigener Weigerung zur Anerkennung der Grundbedingungen für eine folche Boltsgemeinschaft gescheitert ist, fommt nur noch eine Regierungsumbildung nach rechts in Frage. Die Deutschnationalen haben ihre Bereitschaft zum Eintritt in eine solche Koalition durch offizielle Beschlüsse ihrer zuständigen Organisationen flar befundet. Ihre Auffassung zu den Richtlinien, die der Herr Reichskanzler ursprünglich zu Zwecken der von ihm betriebenen Boltsgemeinschaft ausgearbeitet hatte, ist der Regierung durch die Aussprache, die zu den einzelnen Punkten der Richtlinien stattgefunden hat, bekanntge geben worden, und es hat festgestellt werden können, daß diese Aussprache immerhin eine geeignete Grundlage für weitere Verhandlungen über die Regierungsbildung geschaffen habe. Nun hat die Regierung im Berein mit den Regierungsparteien das Wort. Die Deutschnationalen erwarten entweder ein be. stimmtes, endgültiges Angebot, gedeckt durch die Schon der Präsident dieser Tagung, der frühere Zentrums nünftiger Mensch im In- und Ausland auf solche LippenRegierung, und förmliche Erklärungen derjenigen Parteien, die sich hinter sie stellen wollen- oder Parteien, die sich hinter sie stellen wollen- oder aber die Weigerung! Auf Halbheiten tann sich die Deutschnationale Bolkspartei nicht mehr einlaffen. gonnen. der Erwartung, daß das Zentrum bei solcher Anbiederung Und Lindeiner stand als Mephisto grinsend daneben in nicht falt bleiben würde. Dabei hat er sich zwar um einiges perrechnet, aber es tommt ihm doch wenigstens ein Bundesgenosse aus- Kahrbayern! Dort hat soeben die Landesversammlung der Bayerischen Volkspartei beUnd diese katholisch- konservative Partikularistengruppe hielt es für nötig, den Helfershelfern des Hitler Putsches den Weg in die Regierung zu bahnen. abgeordnete Sped, versicherte, daß den deutschnationalen Wünschen Rechnung getragen werden müsse. Und Domtapitular Leicht, der Führer der Reichstagsfraktion der Baye rischen Volkspartei, bezeichnete es als eine Schande, daß ein Reichstag, der beinahe zu Zweidritteln aus Bertretern bürgerlicher Parteien zusammengesetzt ist, nicht den Bür gerblod zusammenbringe. Allerdings hätten sich die Deutschnationalen durch ihr rein oppofitio nelles Verhalten die Situation selbst erschwert! Schließlich zog Leicht gegen das Reichsbanner SchwarzRot- Gold" zu Felde. Er bedauerte, daß Dr. Wirth und der badische Staatspräsident Köhler ebenso wie andere Zentrumsanhänger sich daran beteiligten. Eine Organisation, die eine Bewaffnung von Mitgliedern zum Ziele" habe, dürfe nicht geduldet werden, weder rechts noch links! Das flingt schon g'spaßig, Herr Domfapitular! Besonders von dem Vertreter einer Partei, die die Hitler- Banden hat groß werden lassen und die Ehrhardt- Banden selbst auf päppelte. Woher fam euch aber die Wissenschaft, daß das ,, Reichsbanner" die Bewaffnung zum Ziel" habe? Fürchtet Beichen die Mittelparteien vor dieser lächerlichen Drohung etwa die Bayerische Volkspartei wie ihr protestantisch- preußizurück und unterwerfen sie sich dem deutschnationalen Ultischer Bruder, der sich deutschnational" nennt, daß das Reichsmatum, so werden sie die Auflösung damit nicht vermeiden, banner den Reichsgedanken auch gegen die Partikula. höchstens auf Wochen hinausschieben. Aber um die Situation, risten weißblauer Färbung verteidigen könnte? in die sie dann bei den Neuwahlen gerieten, würden sie nicht zu beneiden sein. Durch die Quertreibereien der Demokraten und die inne ren 3erwürfnisse im 3entrum ist es allerdings dahin gekommen, daß heute der Gedanke der Regierungsumbildung unter Eintritt der Deutschnationalen feine große Wahrscheinlichkeit mehr für sich hat. Mag es dann zum Bruche tommen die Deutschnationalen find auf die Auflösung gerüstet und werden ihre Aufgabe als Oppositionspartei, wenn sie in diese Rolle wieder hineingedrängt werden, zu erfüllen wissen. Um die Auflösung zu vermeiden, vor der sie die gräßlichste Angst hatten, stimmten nach dem Geständnis des Er- Chefs der Deutschen Tageszeitung", Ba e der, am 29. August 49 Deutschnationale für ein„ Bersilavungsgeseh". Jezt er klären sie zur Auflösung gerüstet" zu sein. Welche Wendung durch Herrn v. Lindeiners Fühgung! Halten sie aller stand und ergreifen sie die Offensive, dann Die Räumung Dortmunds. Dortmund, 11. Oktober.( WTB.) Cauf einer Mitteilung werdm die Bejahungstruppen die Stadt Dortmund im Laufe des 20. Oftober räumen. Freilich haben die Deutschnationalen in der vergangenen Woche sich schließlich mit den Marrschen Richtlinien zur Außenpolitik einverstanden erklärt. Sogar für den Eintritt in den Bölferbund sind sie jetzt zu haben, genau wie für die loyale Marg auch im ersteren Falle das Reich durch sein Völkerbunds= Durchführung der Dawes- Gefeße, weil angeblich das Kabinett Aber wird ein verbekenntnisse etwas geben? Weiß man doch allgemein, daß folche Erklärungen nur platonischen Wert haben, weil die Deutschnationalen Wahlen scheuen. Sie fürchten, ihrem Heros Bismard ganz unähnlich, Gott und die Wähler, am meisten aber die deutschnationalen Wähler, denen sie bei der letzten Wahl das Gegenteil von dem gesagt haben, was sie Wähler läßt sie nur noch eine Politik für möglich halten: die jezt zu tun bereit sind. Die Angst vor der Abrechnung der des ungezähmten Drangs nach der Futterkrippe im Reich und in Preußen. partei, die dieselbe Angst vor den Wahlen hat, was die„ Köl Unterstützt werden sie darin von der Deutschen Volks nische Zeitung" so schön offenbarte, als sie dieser Tage schrieb, partei, die dieselbe Angst vor den Wahlen hat, was die„ Köl daß die Auflösung des Reichstages aus innen- und aus außenpolitischen Gründen eine Katastrophe bedeuten würde. Katastrophe, fa! Aber nur für die Deutschnationalen, um deren Prestigeverlust die Volksparteiler, als die Anhänger der anderen Rechtspartei, dann mitweinen müßten. Was aber wird das Zentrum tun? Die Kraft des 3entrums hat ihre Wurzeln im besetzten Gebiet. Die Bevölke rung des Rhein- und des Ruhrgebiets ist aus Ueberzeugung für Völkerbundspolitit. Sie weiß, was es bedeuten würde, wenn wieder ein Krieg zwischen Deutschland und Frankreich ausbrechen würde, viel schrecklicher noch als der letzte. Die Fluren an Rhein und Ruhr wären dann Kriegsgebiet für feindliche Flugzeuge und Heere. Die Rhein- und Ruhrbevölke rung will deshalb nur eine Politit der Verständi mieden haben, was dort zu einem Rückschlag führen könnte. gungsgebantens in Frankreich begrüßt. Sie will alles verEine Erweiterung der Regierung nach rechts durch Einbe ziehung der deutschnationalen Revanche partei, das wäre für Poincarés Anhänger ein gefundenes Fressen. werden die Halbierten halbiert aus den Wahlen zurückkommen. des Generals Mathieu an den Oberbürgermeister von Dortmund gung, fie hat nach dem 11. Mai den Sieg des Berständi( Siehe dazu auch 2. Beilage 1. Seite.) Und was tun Stresemann- Jarres? Zwei T.- Meldungen. In den Nachmittagsstunden des geftrigen Tages gab die Telegraphen- Union folgende Meldung heraus: Wie die Telegraphen- Union erfährt, hat die Deutsche Bolfspartei den Reichstanzler dahin verständigt, daß sie bei einer Ablehnung ihres Borschlages auf Einbeziehung der Deutschnationalen in die Regierung ihren Rüdtritt aus der gegenwärtigen Regierungs. foalition erklären würde. Degouttes Nachfolger. Kann sich Poincaré einen befferen Propagandisten für seine deutschfeindlichen Pläne wünschen, als den Abgeordneten Schlange Schöningen, den Führer wohlge= als ein auf den Kopf gestellter Gambetta laut verkündet: Wir alle glauben, hoffen und fämpfen für den Tag, wo unter den wehenden schwarzweißroten Fahnen unsere verlorenen Brüder Paris, 11. Oktober.( WTB.) Der Ministerrat hat in seiner heutigen Vormittagssigung beschlossen, General Guillaumet, der während des Strieges die Drientarmee vor Galoniti fomman diert hat und sich augenblicklich in Athen aufbält, zum Obermerft: der Mehrheit der deutschnationalen Fraktion, der befehlshaber der Rheinarmee an Stelle von General Degoutte, der auf seinen Wunsch eine andere Verwendung finden wird, zu ernennen. heimgeführt werden in ihr Baterhaus. Das Heer wird dann nicht als ein Heer der Republik zurückommen, sondern wieder an seiner Spitze den deutschen Kaiser bringen. - Wer sind die alle", für die Herr Schlange- Schöningen mit der Zunge anstößt? Gehören die Hergt, Graf Westarp, Behrens, Schiele dazu, die mit dem Reichskanzler Marg über den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund verhandelt haben? Wollen fie beim Sturm auf die Futterfrippe efwa Herrn Schlange- Schöninigen zum deutschen Völkerbundsdelegierten in Genf vorschlagen? Wenn sie das täten, trieben sie gegen den Bölkerbund wenigstens eine ehrliche Politit. Denn man kann sonst von Herrn Schlange als Politiker noch so menig halten, er ist wenigstens ehrlich, während Herr Hergt und seine Gehilfen sich für die Marrschen Richtlinien er Sollte der Bürgerblock zum Schaden des deutschen Volkes zustande kommen, so wird der Sozialdemokratischen Partei eine große Aufgabe zufallen. Sie wird darüber zu machen haben, daß die Politik, die mit dem Wahlfiege der franzöfischen Radikalen und Sozialisten den Weg für die Befriedung Europas freigemacht hat, ohne Abirrungen in die wilhelmi nischen Provokationsmethoden fortgeführt wird. Auch zur Fortführung der Politik der Verständigung haben die Deutschnationalen bisher ein unzweideutiges Ja noch nicht gesagt. Blären Prüfsteine würde es in der nächsten Zeit auf den Wegen Der internationalen Politik übrigens genug geben. Die Deutschnationalen würden das Jasagen noch tüchtig üben müssen. Sie haben sich z. B. durch einen Antrag, der dem Reichstag vorliegt, gegen die Ratifikation des Washingtoner Abkommens über den Achtstundentag festgelegt. Das war an sich begreiflich bei ihrer Feindschaft gegen jede gesunde Sozialpolitik, die sie von den Deutschkon fervativen geerbt haben. Inzwischen hat aber Herr Brauns mit den Arbeitsministern Englands, Frankreichs und Belgiens Besprechungen mit dem Ziel einer gleichzeitigen Ratifikation diefes Abkommens gehabt. Da müssen die Deutschnationalen wieder umlernen, oder aber das deutsche Bolt hätte den Schaden zu tragen. Denn die anderen Industries länder, die mit Deutschland auf dem Weltmarkt konkurrieren, ließen es sich auf die Dauer nicht gefallen, daß nach deutschnationalen Rezepten durch übermäßige Ausbeutung der Arbeitskraft der deutschen Arbeiter die deutschen Unternehmer fich eine Vorzugsstellung schüfen. Auch die christlichen Arbeiter werden in diesem Bunfte darauf bestehen, daß eine praktisch- christliche, d. h. teine Dentschnationale Politik getrieben wird. Die Entscheidung, die am Dienstag von dem Zentrum und den Demokraten getroffen werden muß, wird für Deutschland von größter Bedeutung sein. Beide Parteien sind an den übrigens nur halb erfüllten, unmoralischen Berliner Baft nicht gebunden. Sie haben die Freiheit Deutschlands auf den Weg zu führen, der es schnell zu einem gleichberechtigten, feiner fulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung entsprechenden Gliede in der europäischen Völkerfamilie werden läßt. Das wird aber nur gelingen für ein Deutschland, das sich von allen Schladen der wilhelminischen Aera gereinigt hat, nicht für ein Deutschland des militä rischen Revanche geiftes, wie ihn die Deutschnationalen predigen. Der Bürgerblock bedeutet praktisch den Bruch mit der Bolttit der letzten Jahre. Die Parteien, die das Steuer des Reichs nach rechts werfen wollen, haben die Pflicht, vorher die Wähler zu fragen Innerhalb vier Wochen ist die Durch führung von Neuwahlen möglich. Die Wähler find bereit! Die bürgerlichen Parteien zögern. Aber warum sollten die Demofrafen und die Friedensfreunde in den bürgerlichen Barteien zögern? haftete Erzberger- Mörder Schulz ist nach seiner Freilaffung aus Schulz aus Budapest verschwunden. Der von der Polizei verBudapest verschwunden. Marionetten des Elends. Bon Lola Landau. Das Elend ist voll wilder und grotester Einfälle. Kann es etwas Phantastischeres ausdenten, als die Verzerrung eines Rinder gesichts, dessen glatte. hellgligernde Züge es plöglich mit der Haut erfahrener und versorgter Gedanken überzieht? Plöhlich wird auf einen fleinen Körper ein alter Kopf aufgestülpt wie die Maste eines japanischen Dämons, unter dem die winzigen Beine zwergenhaft ihren tindischen Tanz aufführen. Möge das Elend doch denen eine schwere Tracht umlegen, die es zu tragen verstehen. Aber daß es die ambrosische Kindheit onrührt mit Staubfingern, daß es ihr Gelächter steinigt, ja daß es ihm nicht einmal das furze, heftige und glückliche Weinen des findlichen Rummers gönnt, sondern ihm das trockene, trünenlose Beinen der Erwachsenen in seinen Hals preßt, das ist wie die ziffernlose Statistit eines unendlichen Berlustes. Es wird viele Menschen geben, die sich feiner Kindheit erinnern können. Wie werden sie aussehen? Zwei gespenstische Kindergesichter jagen plötzlich von neuem durch die düsteren Filme, welche die Großstadt verwischt und abgeriffen in dos flüchtige Auge der Vorübergehenden hineinspielt. I. Ein fleines Mädchen von zwei Jahren ist allein im Zimmer eingeschlossen, denn Arbeit hält ihre Mutter fern. Die Kleine spielt mit ihrem Haar, das in blonden 3otteln zerzaust in das hübsche, ungewaschene Geficht hineinhängt. Ihre fieinen Hände bemühen sich umsonst, den heruntergefallenen Strumpf über das nadte, rosige Rnie heraufzuziehen. Bloßlich bricht sie bei dieser Anstrengung in Gelächter aus, und der schwarze Schmutzflect an ihrem Munde scheint durch das Lachen noch breiter zu werden. Da flopft es und das Kind erschricht, gleitet vom Stuhl herunter, schreit und rollt fich in fürchterlicher Angst auf der Erde wie ein fleiner Igel zufammen. Endlich, fnirscht ein Schlüffel, und hinter der fremden Dame tritt atemlos die Mutter ein. Sehen Sie sich nicht um! Ich fomme ja erst mittags dazu, bei mir selber aufzuräumen. Und wie sichst du wieder aus!" Sie läuft auf das Kind zu und fängt an, ihr Haar zu bürsten. Dabei erzählt fie in dem eintönigen Eingfang der Klage, der ihr zur Gewohnheit geworden ist:„ Ich war früher Erzieherin in feinen Häufern. Ich habe ein Stüc Welt gesehen." Das Kind starrt nur auf den glänzenden Schirmfnopf der frem den Dame. Er hat ein so wundervolles goldenes Funkeln, man möchte ihn anfassen und streicheln. Da fällt dem Kinde ein, daß es sich vor der fremden Dame besonders zeigen fönnte. Und nun geschieht die sonderbarste sputhafte Theaterszene einer zweijährigen Schauspielerin. Dis Kind reißt sich los, läuft in ihren fleinen Schuhen in pathetischem Bang das Zimmer auf und ab, preßt die Kanig wehrt sich. Aber er tut nichts. Der Ueber Reichsminister Ranig, der bisher seine Aufgabe als Funktionär des Reichslandbundes in der Reichsregierung mit großem Erfolg erfüllt hat, fühlt sich veranlaßt, in einem Interview gegen die von der Linkspresse, besonders vom Borwärts", gegen seine Politik erhobenen Vorwürfe sich zur Wehr zu sehen. Das wortreiche Interview enthält an feiner Stelle auch nur eine ernsthafte Andeutung, wie einer spekula= tiven Verteuerung des Getreides entgegengetreten werden soll. Kaniz hat bekanntlich rund 80 000 Tonnen Getreide zur Ausfuhr ins Ausland freigegeben, und der Export erfolgte zu Preisen, die geradezu lächerlich niedrig waren. Das Getreide, das ausgeführt wurde, mußte jetzt zu wesentlich höheren Preisen wieder eingeführt werden. Verlust, den die deutsche Zahlungsbilanz dadurch erlitt, beträgt über eine Million Goldmart. diese Tatsache gleitet der für die Ernährung verantwortlich zeichnende Minister hinweg, auch über unsere Feststellung, daß er damit nicht der deutschen Landwirtschaft, sondern nur dem internationalen Handel einen Dienst geleistet habe. Nach der Meinung des Ministers ist der deutsche Brotpreis hinter dem ausländischen zurückgeblieben. Daß das deutsche Brot nicht teurer sein darf als das ausländische, solange die deufschen Arbeitslöhne so wesentlich unter denjenigen des Auslandes liegen, darüber verliert er fein Wort. Die Aussichten der Brotversorgung beurteilt der Minister nicht pessimistisch, da die möglichen Ausfälle an Brotgetreide durch Auslandsfäufe gedeckt werden können. Die hohen Kartoffelpreise im Besten werden zurzeit nachgeprüft. Das ist wenigstens etwas zur Beruhigung. Kein Wort findet sich in den Darlegungen des Ministers über das Schicksal der 301lvorlage, die durch die Preisentwicklung am Getreidemarkt längst überholt ist. Nach anderen Meldungen soll die Absicht bestehen, die Zollvorlage umzuarbeiten. Daß man das einzig Richtige tut, was jezt notwendig ist, nämlich die Getreidezölle zurückzieht, davon ist nichts zu hören. Graf Kanig verliert auch fein Wort darüber, daß er das Kunststück fertig bekommen hat, die Roggenpreise über die Weizenpreise hinaussteigen zu lassen. Es muß doch einige Dinge geben, an die man sich nicht gernerinnert. Denn sonst müßte endlich einmal etwas gegen die hohen Getreidepreise get an werden. Und das erlaubt der Reichslandbund nicht. Dafür wird um so mehr von Preisabbauaktionen ge= redet. Arbeitsgemeinschaft und Bürgerblock. Eine nütliche Erinnerung. Als im Sommer 1922 die Bildung der sozialdemofratischen Arbeitsgemeinschaft" als Vorspiel der sozialdemokratischen Einigung erfolgte, schloffen sich in Berwirklichung einer Stegerwald- Stresemannschen Jbee Demokraten, Bentrum und Boltspartei zu einer Arbeitsgemeinschaft der Mitte" zusammen. Der Vorwärts" schrieb dazu, damit sei der Weg einer neuen Politik der Sammlung gegen die Sozialdemokratie beschritten, die Entwicklung zum Bürgerblod eingeleitet. Die Barteien der in Bildung begriffenen Arbeitsgemeinschaft erließen darauf durch WTB. amt 20. Juli 1922 folgende Erklärung: Bertreter der drei Reichstagsfraktionen, der Deutschen- Demokratischen Partei, der Deutschen Volkspartei und des Zentrums, traten heute zusammen, um die Bildung einer Arbeitsgemein schaft zu beraten. Die Besprechungen ergaben Einigkeit darüber, daß eine Arbeitsgemeinschaft der derfassungs. treuen Mitte geschaffen werden solle, daß sie jedoch weder die Selbständigkeit der einzelnen Fraktionen beseitigen noch einen folle. Die beabsichtigte Arbeitsgemeinschaft soll bazu bestimmt sein, Bürgerblod im Gegensatz zu der sozialistischen Arbeiterschaft darstellen auf der Grundlage der bestehenden republitanischen Ber winzige Hand mit einer unbeschreiblichen Gebärde der Berzweiflung an die Stirn und ruft unaufhörlich: ,, Das Leben is swer. Das Leben is swer." Täuschend spielt sie nach, was die Mutter ihr täglich und stünd lich im Leben vorgespielt. Eine graufige Liliputpoffe des Elends führt sie auf, in den findlichen Fäusten, die noch faum ein Spiel zeug meistern fönnen, die Gefte der beladenen Sorge, in den Füßen, die taum laufen lernten, den Gang der Verzweiflung. Die ersten Bokabeln ihres verstümmelten Lallens sind die gealterten Worte der Lebensermüdung: Das Leben is fwer." Wir schließen die Augen, reißen den Film ab, um nicht weiter zusehen zu müffen. II. Eine Straße im weißen Mittagslicht mit dem Getümmel haftiger Menschen rollt sich auf. In ein leuchtendes Bukett von Luftballons starrt sehnsüchtig ein zehnjähriger Junge hinein. Da zupft ihn eine Dame an dem rauhen Stoff seines Aermels. ,, Willst du einen Luftballon haben? Ich schenke dir einen. Der Junge sieht die. Frau fassungslos an. Güte ist für den Armen und Befümmerten die unwahrscheinlichste Sache der Welt. Aber endlich beginnt in seinem Gesicht, den Augen und Mundwinkeln die Freude zu hüpfen, ,, Bitte einen roten." feffung die deutsche Politik nach außen und innen fester zu gestalten und die parlamentarischen Arbeiten zu vereinfachen und zu era leichtern. Damals leisteten die Führer der Arbeitsgemeinschaft im Sinne dieser Erklärung auch privatim die feierlichsten Schwüre, daß an einen Bürgerblod nicht gedacht werde. Und jezt? Vollzug der Dawes- Gesetze. Die Reichsbahngesellschaft in Funktion. WIB. meldet: Die Reparationsfommission hat am 10. d. m. nachmittags beschlossen, daß durch die am gleichen Tage in London abgeschlossenen Berträge über die Anleihe von 800 Millionen Gold. mark die Bedingung der Ziffer la 2 der Anlage 3 des Londoner protokolls erfüllt ist. Die endgültige Feststellung( zweite Festftellung) über die Erfüllung der anderen Bedingungen der 3iffer la der Anlage 3 des Landoner Protokolls wird am Montag, den 13. Oktober, erfolgen. Infolgedessen find heute durch Verordnung der Reichsregierung( Reichsgefehblatt S. 383) das Banf. geseh, das Privatnotenbankgeseh, das Rentengefeh, das Privatnotenbankgeseh, das Renten. martliquidierungsgefeh und das Münzgeseh in cast markliquidierungsgefeh und das Münzgefeh in kraft gesetzt worden, ferner ist mit dem heutigen Tage durch Erklärung des gesetzt worden, ferner ist mit dem heutigen Tage durch Erklärung des 8 Organisationsfomitees gemäß§ 47 3iffer& des Reichsbahngejeges gegenüber der Reichsregierung das Betriebsrecht der Reichsbahngesellschaft in Kraft getreten. Das Transferkomitee.. Paris, 11. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Das Transfer. fomitee wird sich nach den am Freitag von der Reparationstommission vorgenommenen Ernennungen aus folgenden Persönlichfeiten zusammensetzen: dem Amerikaner Sterrett, dem Belgier Jansen, Direttor der Belgischen Nationalbant, dem Engländer Henry Bell, Direktor der Lloydbank, der augenblicklich in Amerita weilt und bis zu seiner Rückkehr durch Sir Charles Addis ver treten wird, dem Franzosen Parmentier, Mitglied des Finanztomitees des Bölferbundes, und dem Italiener Jannaccone. Ein Gesuch Japans und Jugoslawiens um Bertretung im Transfer. fomitee wurde einer späteren Prüfung vorbehalten. Auf Grund des Beschlusses der Londoner Konferenz, daß bel allen auf die Durchführung des Sachverständigengutachtens bezüg lichen Beratungen und Abstimmungen der Reparationstommiffion ein amerikanischer Staatsbürger teilnehmen soll, hat die Reparationsfommission den amerikanischen Rechtsanwalt Bertins zum Vertreter der Interessen der Anleihegläubiger ernannt. Die Leistungsfähigkeit der Reichsbahn. Paris, 11. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Der Kommissar für die deutschen Eisenbahnen Leverde bezeichnete in seinem Be richt vor der Reparationskommission, die finanzielle Lage der deutschen Eisenbahn als befriedigend. Der Betriebs. fonds betrage mehr als 700 Millionen Goldmart. Die täglichen Roheinnahmen aus der Eisenbahn beziffert er auf ungefähr 12 Millionen Mart mit 15 Broz. Reingewinn. In diesen Ziffern sollen die Einnahmen aus den Regiebahnen noch nicht einbegriffen sein. 12 Millionen Mark tägliche Einnahme ergeben die Jahressumme von 4,38 milliarden. 15 Proz. Reingewinn davon würden jährlich 687. Millionen Mart ausmachen. Wenn dazu noch die Einnahmen aus den rheinischen Regiebahnen kommen, so würde die Gewähr gegeben sein, daß die nach dem Dames- Gutachten aus der Gisenbahn berlangten 8ahlungen glatt aufgebracht werden können. Geisler berichtigt! Der Reichstagsabgeordnete Geisler fendet uns folgende Berichtigung: Die in Ihrer Nr. 471 vom 6. Oftober 1924 unter der Ueberschrift ,, Abrechnung mit Geisler" in Ihrem Bericht über die Eichwalder Demonstration des Reichsbanners Schwarz Rot- Gold wiedergegebene Behauptung des Herrn Klein ,,, ich fei ver einiger Zeit aus Amerifa gekommen, um im Auftrage der Arbeitgeber für das Taylar- System Propaganda zu machen, fange aber alles so dumm und tölpelhaft an, daß ich bei der Arbeiterschaft glatt nie in Amerita gewesen bin und aus Deutschland stamme." allen Teilen unwahr? Auch, daß er bei der Arbeiterschaft glatt ababgefallen fei", ist in allen Teilen unwahr. Wahr ist, daß ich noch gefallen ist? In Kinder der Zeit, Marionetten des Elends, fleine, beraubte Seelen, denen die Nahrung des Wunders, die füße Speise des Gelächters versagt ist. In dem düsteren Zwergentum eurer Kindheit tappt ihr umher. Wo sind die Tische der Freude, an denen ihr, die fleinen Gottheiten der Zukunft, mit den Leckerbissen des unschuldigen Lachens gespeist werdet! „ Wallensteins Tod" im Staatstheater. Leopold Jeßner hat gestern abend einen seiner größten Triumphe errungen. Der Jubel der Zuschauer rief ihn auf die Bühne. Er mußte sich einige Male zeigen. Noch mehr als in dem. Piccolomini ruht in Wallensteins Tod" die Wirkung der Aufführung bei Werner Krauß. Er legte das tragische Gerüst der Wallenstein- Gestalt blos, entfleidete sie der ümgehängten Bathetik und vermenschlichte den Schmerz dieses Helden, der unserer Generation schon so fern gerückt ist, daß wir sie nicht mehr verstanden. Hier endlich trafen der große Regiffeur und der große Darsteller zusammen. So fonnte sogar Schiller gegenwärtig werden. Denn es ging barum, die Jahrzehnte alte dice Krufte der Konvenienz zu sprengen, die diesen Klassiker umgibt. Das gelana fogar ohne Bergewaltigung. Es gelang mit Strichen, die eine Wohltat waren. Das Kompromiß, das der Regie in Wallensteins Lager und in den Piccolomini schon gelungen war: die Verknüpfung after ergab in Wallensteins Tod eine volle gerundete Einheit. Was vors gestern noch ein Experiment war, wurde gestern so etwas wie ein neuer Weg, ein neuer Weg wenigstens für tommende Schiller- Aufführungen. Doch als der Luftballon sich schon aus dem Bufett löst, besinnt tlaffischer heroischer Elemente mit jenen der modernen Dramaturge er sich plötzlich. Rein, geben Sie mir lieber das Geld dafür." Und man sieht, wie es hinter dieser Knabenstirn zu rechnen beginnt, fpige Ziffern, die sich mit kleinen Widerhätchen in seinen Kopf bohren, ihn verfolgen und nicht loslassen. Was könnte er sich und der Mutter Nüßliches für das Geld kaufen, würde es zu einem guten Abendbrot reichen? Geld, nur Geld flirrt in feinem Kopfe. Die Dame fagt in bestimmtem Tone: Nein. Einen Ballon will ich dir schenken. Da hast du ihn, und nun freue dich." Und das Letzte fagt fie fast wie einen strengen Befehl. Kaum fühlt der Junge die Schnur des Ballons in feinen Fingern, als er zu laufen beginnt. Es tanzt die rote schimmernde Kugel hinter feinem Kopfe in der Luft, der felbft wie ein runder Ball unter der Menge verschwindet. An der nächsten Ede hält er inne. Seine Schritte verlangsamen sich, der Reiz des geraubten Wunders ist verflogen, und als er nach auses kommt, umringt von den fleinen tobenden Geschwistern, läßt er das Spielzeug ruhig in die Hände des jüngeren Bruders fahren. Den auf diesen zehnjährigen Schul tern ist der Kopf eines erwachsenen Mannes mit den rechnenden zählenden Sorgen der letzten Jahre, die er als Aeltefter mit der verwitweten Mutter durchlitt Er hat die Kunst des Spielens nie gelernt. Am Abend hängt der Billon an dem ärmlichen Bettpfosten über dem Schlaf von drei Kindern wie ein roter Märchenmond, aber in die Träume des ältesten Knaben scheint er nicht hinein. Neben Krauß blieb die Gräfin Terzfy der Agnes Straub ternde Wiedergabe jenes Unaussprechlichen, das die Gestalt der eine der größten Leistungen beider. Abende. Hier gelang die zitTerzty erst zur gleichrangigen weiblichen Heldin stempelt, 3wischen ihren Worten zittert mehr als der Ehrgeiz. An der Liebe, die so wunderbar verhüllt bleibt, daß sie feusch und leise offenbor wird, entzündet sich ihre und ein Teil der Wallensteinschen Tragit. So wunderbar verknüpft ist das historische Geschehen mit der Leidenschaft und die Weltgeschichte ist zurückgeführt auf ihren menschlichen Ursprung... Die sehr delikate Rolle der Thekla war der jungen Sonit Rainer Es war überhaupt eine glückliche Befehung der Frauenrollen. onvertraut. Eine belifate Rolle: weil das perliebte junge Mäs chen, Ideal einer entschwundener Zeit, uns heute noch fremder ift, als der Held, der an der Untreue gegen seinen Kaiser scheitert. Diefer Schauspielerin aber gelang es, Sentimentalität zu vermeiden, ohne offenbar liegende Leidenschaft vermissen zu lassen. Von den anderen feien erwähnt: Lina Loffen, Karl Ebert und in einer Nebenrolle der feine Arthur Krausned. th Der Kampf gegen das New Yorter Berkehrschaos. Um die Aufftauung der zahllosen Kraftwagen in den Nem Dorfer Straßen zu verhindern, greift man dort jekt zu den drastischsten Mitteln. So find in dem verkehrsreichsten Gebiet zwischen Battern Bark und Central Park die Straßen so eingeteilt worden, daß die Wagen nur Das Geschäft der Weltfinanz. Zur Auflegung der internationalen Anleihe. Die Löfung der Reparationsfrage durch den Londoner Vertrag ist fapitalistisch; nirgend fann das deutlicher in Erscheinung freten als bei den Bedingungen für die Ausgabe der internationalen Anleihe, die die Mittel für Aufbringung der Sachlieferungen und zur Aufrichtung der Goldwährung bringen soll. Die Banten, die die Anleihe übernehmen, zahlen dafür in Europa 87%, in Amerifa 87 Proz. Rüdzahlbar ist die Anleihe mit 100 Proz. in Europa, mit 105 Proz. in Amerika. 12% bis 18 Proz. beträgt der Sondergewinn für solche Banken, die jezt die Anleihe in ihr Portefeuille perfenten, um fie erst bei Fälligkeit wieder herauszuholen. In diesem Falle streicht Amerika 72, die übrigen Staaten steden 50 Millionen Goldmart ein- ohne die Zinsen. Ueberlassen aber die Banten die Papiere den Privat Ieuten, so streichen sie für das mühelose Geschäft der Bermittlung volle 4% bzw. 5 Proz. ein, da der Ausgabeturs Don 92 Proz. ebensoviel über dem Uebernahmefurs liegt, den das Publikum zu zahlen hat; dem Ertrag der Anleihe gehen so 38 Millionen Goldmark verloren. Noch besser fahren diejenigen Leute, die jetzt die Anleihe zeichnen, um fie später bei den sicher zu erwartenden stei genden Kurfen wieder abzustoßen. Der Zinsjag beträgt je 7 Proz., die offiziellen Geldsäge betragen in Den verschiedenen Staaten: Amerifa 3, England 4, Belgien 4%, Frankreich 6 Proz. Diese Zinssäge gelten für turzfristige Anlagen. Langfristige Gelder werden in der Regel billiger ausgeliehen. Da der Zinsfuß für das deutsche Papier 7, die tatsächliche Berzinsung unter Berück sichtigung des niedrigen Ausgabeturses fogar 7,50 Proz. beträgt, muß der Anleihefurs wesentlich in die Höhe gehen. Eine Erpressergeschichte. Völkisches aus Borkum. Rnüppelhiebe getötet wurde, legt die faschistische Preffe einem feiner vielen persönlichen Feinde zur Baft.. Der halbamtliche Messaggero" berichtet, Juftizminister Dviglio habe sich wiederholt bentüht, einen Haftbefehl gegen Regazzi megen Zu unseren Mitteilungen über die Baderechnung des Mordes zur Ausführung zu bringen, ohne jedoch den Widerstand deutschvöllischen Reichstagsabgeordneten Henning, die mir am der Präfettur und Polizei von Bologna überwinden zu 20. September veröffentlichten, erhalten wir nunmehr vom Rechts fönnen. Regazzi habe sogar an einer Sigung des Provinzial. beistand des Abgeordneten eine Zuschrift mit der Bitte um Ber rates teilgenommen, zusammen mit Opiglio, der zum Zeichen öffentlichung, aus der hervorgeht, daß die Angaben unseres Ge- des Proteftes die Sigung verließ. Die faschistische Organisation währsmannes im wesentlichen mit den Tatsachen übereinstimmen. Namen des Justizministers und des gesuchten Mörders unterDen Bologna habe einen Aufruf an die Bevölkerung mit dem Es ist richtig, daß Herr und Frau Henning im Hotel Kaiserzeichnet. Für den Biderstand gegen Regazzis Berhaftung wird das hof in Borfum zum Teil auf Kosten der Badediret. Ministerium des Innern verantwortlich gemacht. Die Preffe tion gelebt haben. Es ist richtig, daß die Gemeinde dagegen pro- fragt den Innenminister Federgoni, ob er den Begriff des Ver teftiert hat. Es ist richtig, daß Herr Henning Borfum verließ, ohne brechens aus staatlichen Beweggrünben" wieder auf die Summe von 607 m. beglichen zu haben. leben lassen wolle. Zur Entschuldigung des Abgeordneten führt sein Rechtsbeistand an, daß Herr Henning bei seiner Ankunft in Borkum nicht ge= wußt habe, daß die Badedirektion auf den Pensionspreis etwas brauf zahle. Er sei von dem Badebirektor irregeführt worden. Als er von dem wahren Sachverhalt Kenntnis erhalten habe, sei er zweimal an die Babedirektion mit dem Wunsch herangetreten, die Angelegenheit anders zu regeln. Die Badediret tion habe ihn aber dringend gebeten, davon abzusehen. Sobald er nach seiner Abreise von dem Streit um die Baderechnung erfahren habe, habe der Abgeordnete die von uns genannte Summe der Direktion mit der Bitte zur Verfügung gestellt, fie dem Hotel Kaiserhof" zu überweisen. Dem deutschvölkischen Abgeordneten Major a. D. Henning ist also in Borfum ein ähnliches Malheur paffiert, wie dem Gene rafftactstommiffar a. D. v. Kahr in einem gewissen Nebenraum des Bürgerbräus in München. Wir nehmen das mit dem Ausdrud des Bebauerns zur Kenntnis. Die Pariser Verhandlungen. Teilerfolg und Pause bis 5. November. Reaktionswahlblock in England? Wahlstreitthema: Verantwortlichkeit für die Neuwahlen. Tagen haben zwischen den liberalen und tonfervativen Führern London, 11, Offober.( Eigener Drahtbericht.) In den letzten wiederholt Besprechungen stattgefunden, die dem Verfuch galten, in den typischen Arbeiterwahlkreifen nur gemeinsame bürgerliche Kandidaten aufzustellen, um die Wahl des Arbeiterkandidaten zu verhindern. Ein Ergebnis scheinen die Konferenzen bisher nicht gehabt zu haben. Es ist nicht zu bestreiten, daß eine entsprechende Bereinpartei einen nachteil bedeutet. Da die englischen Abgeordneten barung zwischen den Liberalen und Konservativen für die Arbeitermit relativer Mehrheit gewählt werden- wer die meisten Stimmen hat ist gewählt; Stichwahlen gibt es nicht, würde es der Arbeiterpartei zugute kommen, wenn die Liberalen und Konservativen felbständige Kandidaten aufffellten. Bei der vorigen Wahl waren 70 von den Mandaten der Arbeiterpartei nur mit der relativen Mehrheit erobert worden. Wie der amtliche englische Funfdienst meldet, werden die Liberalen und Konfervativen Macdonalds äußere Politit abgesehen von dem Vertrag mit Sowjetrußland billischen und der französischen Delegation über den Stand der Handels. angreifen. Da infolge Zeitmangels die Kandidaten nicht die MöglichParis, 11. Dftober.( Eigener Drahtbericht.) Das von der deutgen, dagegen feine Polifit hinsichtlich der Arbeitslosenfrage gegebene kommuniqué hat folgenden Wortlaut:„ Die deutschleifer in weitem Umfange mit Wahlaufrufen und Radiolantvertragsverhandlungen am Sonnabend nachmittag gemeinsam ausfeit haben werden, alle Wahlbezirke aufzusuchen, werden die ParteiMitleid oder Hilfsbereitschaft ohne Profit fonnte man französische Wirtschaftskonferenz hat den ersten Abschnitt ihrer sprechern arbeiten. von den Finanziers der Welt nicht erwarten. Die kapita- linien beendet. Sie hat das Verfahren für ihre weiteren Sigungen Arbeiten durch eine Vereinbarung über die allgemeinen Richtlistische Lösung war für das deutsche Volk immer noch das festgelegt, in denen sie zu einer Beratung der Einzelheiten übergehen geringere Uebel gegenüber dem imperialisti schen Bahn, der vorher die Reparationspolitik beherrscht wird. Um vor Eintritt in diesen zweiten Berhandlungsabschnitt die hatte. Dennoch ist gegenüber allen Bersuchen, die Anleihe als nötigen Vorbereitungen treffen zu fönnen und jeder der beiden Dele einen Aft der Humanität gegen das deutsche Volk zu preifen, gationen Gelegenheit zu geben, ihre Sachverständigen zu Rate zu die Feststellung am Blake, daß hier auf Kosten der Beziehen, hat die Konferenz die nächste Sigung auf den 5. November siegten und. Wehrlosen ein fapitalistisches Profitgeschäft von im Handelsministerium festgesetzt." riefigem Ausmaße betrieben wird. Man läßt sich die Hilfe für das deutsche Bolt glänzend bezahlen. Das würde es auch erklären, wenn trog der deutschen Krise die Anleihe einen großen Erfolg hätte. An der Not derer, die durch Ludendorff- Helfferich Cunosches Hasard spiel so in das Elend geraten find wie das deutsche Bolt, läßt sich gut verdienen. Herr Scholz und Herr Hergt aber trachten nach neuen Erfolgen solcher Art! So ist die Anleihe ein fetter Broden für das Welttapital, besonders für die Banten. Die hohe Berzinsung und die sonstigen Zuschläge bedeuten bis zu einem gewiffen Grade eine Risikoprämie gegen Verlustgefahr. Aber es besteht kein Zweifel, daß diese Prämie sehr bald in reinen Gewinn umschlagen wird. = Friedensfreunde unerwünscht. Die von der Deutschen Liga für Menschenrechte, Arbeitsgemeinichaft Stuttgart, auf den 13. Oftober angelente äffentlige Beriammlung mit Vortrag über die europäische Lage und die deutsch franzöfifche Verständigung ist verboten worden, weil diese Veranstaltung mit einer Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit verbunden fei. In der Versammlung sollte u. a. Profeffor Victor Basch aus Paris sprechen. Der Boltsentscheid in Braunschweig. Wie die Braunschweigische Staatszeitung von unterrichteter Seite erfährt, hat die Regierung als Termin für die Abstimmung über den von der Deutschnationalen Bolkspartei beantragten Boltsenti heid betreffend die Auf Iōsung des braunschweigischen Landtags den 30. November in Aussicht genommen. nach einer Richtung fahren dürfen. Der nach Westen gerichtete Der nach Westen gerichtete Strom der Kraftwagen wird durch die Straßen mit ungeraden Zahlen geleitet, der öftliche Strom durch die Straßen mit geraden Zahlen. Nur die großen Avenuen, die von Norden nach Süden gehen, bleiben für den Berkehr nach beiden Richtungen geöffnet. Außerdem find neue Verkehrstürme für die ganze Stadt vorgesehen, von denen aus die Fahrtrichtung der einzelnen Gefährte geleitet und kontrolliert werden soll. Während der Dunkelheit erfolgt die Kontrolle durch gewaltige elektrische Lichtsignale von diesen Türmen aus. Stationen für Parts" von Zehntausenden von Kraftwagen werden an den Hauptplätzen der Stadt eingerichtet, und andere unterirdische Stationen, in denen die Wagen halten tönnen, sind im Bau. Schulen für 2000 Verkehrsschußleute, die in Klassen zu je 100 unterrichtet werden, find eröffnet, um ein genügend großes sachverständiges Perfonal für diese schwierigen Aufgaben auszubilden. Deutsche Geschichte feit 1848. Die Ausstellung zur Deutschen Geschichte feit 1848. die das Reichsarchiv zu Potsdam vom 14. bis 17. Oftober für die Reichs- und Staatsbehörden, den Reichs, tag und die deutsche Presse veranstaltet, findet im Ziviltafino in Potsdam, Waisenstr. 19-23, statt. Für die Deffentlichkeit ist die Ausstellung gegen einen Eintrittspreis von 1 m. am 15. und 16. Of tober, nachmittags von 3 bis 5 Uhr, und am 17. Oftober, vormittags Don 10 bis 1. Uhr und nachmittags von 3 bis 5 Uhr zugänglich. Die Ausstellung wird Dokumente, Karten und Bilder von 1848 an zeigen, darunter viele Originale von bedeutsamen Begebenheiten aus der Zeit der Reichsgründung, sowie aus der inneren und äußeren Geschichte des Deutschen Reichs von 1870-1914. Die Gruppe Weltfrieg" umfaßt Kriegstagebücher, Feldbriefe, militärische Ereigniffe, befeste Gebiete, Kriegswirtschaft, Propaganda usw. von 1914-1919. Die Gruppe Nachläffe und Autogramme" wird viele Driginal. schreiben enthalten. Eine Brudner- Gedenffeier wurde Sonnabendabend im Reichstag von der Brudner- Vereinigung veranstaltet. Reichskanzler Marg bielt dabei eine Ansprache, worin er den großen Künstler und einfachen, innerlichen Menschen feierte und im Hinblid aur Brudners Defterreichertum die kulturelle Berbundenheit zwischen Deutschland und Desterreich hervorhob. Eine ruffifche Bauernfünftausstellung wird am 12. Oktober im Stunftgewerbemuseum( Prinz- Abrecht- Str. 7) eröffnet. Die Preußische Staatsbibliothet eröffnet am 15. Oftober die neuen Räume ihrer Drientalischen Abteilung und im Anschluß daran einen eigenen Orientalischen Lesesaal, der zunächst von 9-3 geöffnet sein wird. Vorträge Karl Theodor Bluth spricht Dienstag, 8 Uhr, im AuguftFörster- Saal, Keithstr. 11, über Stil probleme bes modernen Theaters". Prof. Dr. Rudolf Euden aus Jena behandelt Die geistigen forderungen der Gegenwart" am Mittwoch, 8 Uhr, im Hörsaal 122 der Universität. " Die Goethe- Bühne in der Klosterftr. 43 wird am 18. Oftober mit Goethes natürlicher Tochter"( Else Heims in der Titelrolle) eröffnet. Nachmittags werden in der umgebauten Kirche Kulturfilme der Ufa vorgeführt. Surfe der Einheitskurzschrift werden im Reichsministerium des Innern für die Beamten uird Angestellten eingerichtet, die am 15. Dktober beginnen. Führungen im Museum für Meerestunde. Dienstag, 14. Dftober, 1 Uhr, Prof. Krumbach: Das Leben am Ufer der Meere. Hans Pfigner mußte fich in geidelberg einer Gallenoperation unter ziehen, die normal verlaufen ist. Wie wir in Ergänzung dieser nicht sehr inhaltreichen amtlichen mitteilung noch erfahren, stellt diese Vereinbarung, die den grundsätzlichen Rahmen der in Aussicht genommenen Regelung gibt, ein Montag erscheinen soll, beschuldigt die Arbeiterpartei die Liberalen Montag erscheinen foll, beschuldigt die Arbeiterpartei die Liberalen Condon, 11. Oftober.( WIB.) In einem Aufruf, der nächsten und die Konservativen, eine Verschwörung angezetfelt zu haben, um neue Wahlen zu erzwingen und so die Einführung einer Anzahl Maßnahmen verhindert zu haben, die, wenn keine Wahlen stattgefunden hätten, während der Hebstagung und nächstes Jahr beschloffen worden wären. Darunter befanden sich die Befteuerung von Grund und Boden nach realem Wert, die Penfionen für Frauen, die ihren Ernährer verloren haben, sowie ein Plan zur Neuorganisation der Elektrizitätsverforgung auf dem Canda Wahlaufruf der Konservativen. pofitives Ergebnis von außerordentlicher politischer Tragweite dar, indem es den starten Gegenfaz überbrüdt, der anfangs die von beiden Seiten vertretenen Auffaffungen unvereinbar fervativen befagt u. a., die sozialistische Minderheitsregierung habe Condon, 11. Oftober.( WTB.) Das Wahlmanifest der Konhatte erscheinen lassen. Unter Verzicht auf sterre programmatische das Land in Neuwahlen gestürzt. Das Manifest fordert größte Bindungen hat man eine Kompromißformel gefunden, Sparsamteit in der Verwaltung und erklärt, die Außendie, ohne die von Deutschland angestrebte Meiftbegünstigung festzu- politit müsse unter engster Beratung mit den Regierungen der fegen, beiden Ländern alle deren Vorteile sichert, ohne von Frant Dominions durchgeführt werden. Es tritt für Abfrechterhaltung reich einen formellen Berzicht auf die in seinen Verträgen mit den der freundschaftlichen Beziehungen mit den Alliierten, für die übrigen Ländern geübte Braris gegenseitiger Sonderzugeständnisse wiederherstellung geordneter 3ustände in zu verlangen. Praktisch scheint das in der Weise geschehen zu sollen, Stärkung des Bölkerbundes und Europa, Zusammenwirten mit Amerita, Unterstügung und daß Deutschland mit geringen, durch besondere Verhältnisse bedingten Sicherheit Großbritanniens zur See, zu Land und in der Aufrechterhaltung der Ausnahmen den franzöfifchen minimaltarif eingeräumt erhält, Luft ein. während Frankreich in den Genuß der Mt ei ft begünstigungs. Nur 12 Kandidaten der KPB., flaufel eintritt. Die Frage der von Frankreich für Elsaß= othringen angestrebten Vorrechte, über die bisher nur sehr London, 11. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Die Bedeutungsallgemein verhandelt worden ist, bleibt dem zweiten Verhandlungslosigkeit der kommunistischen Partei in England ergibt sich abschnitt vorbehalten. Hierbei ist man auf beiden Seiten bestrebt, daraus, daß sie in den 615 Wahlkreisen Englands nur 12 Kandidaten eine Lösung zu finden, die den berechtigten Interessen beider Teile aufgestellt hat. Von diesen 12 dürften nur wenige Erfolg haben. nach Möglichkeit gerecht wird. Die Erkenntnis, daß das nicht auf den Wege der Verlängerung der Deutschland in dem Friedensver= trage aufgezwungenen 3ollfreiheit gefchehen kann, da auf Grund der Meistbegünstigung die anderen mit Deutschland im Bertragsverhältnis stehenden Länder automatisch in den Genuß gleicher Vorrechte treten würden, scheint sich neuerdings auch in Frankreich Bahn zu brechen. Die Befriedigung der französischen Wünsche muß deshalb auf anderem Wege gesucht werden. Das dürfte um so eher möglich fein, als es sich bei dem zu treffenden Abkommen in Er wartung der von beiden Ländern in Aussicht genommenen Revi fion ihrer Bolltarife nur um eine vorübergehende Regelung von verhältnismäßig furzer Dauer handeln kann. Beamtenabbau in Frankreich. Paris, 11. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Der Ministerrat hat als Folge der Kabinettsbeschlüsse über die Erhöhung der Beamten gehälter eine Entscheidung von großer innerpolitischer Tragweite getroffen. Die Regierung ist bereit, dem Wunsch der Beamten in weiterem Umfange als bisher nachzukommen. Sie beabsichtigt jedoch, die dadurch verursachte finanzielle Mehrbelastung des Staatshaushalts durch einen weiteren Abbau des Beamtenapparats auszugleichen. Durch eine Umstellung der Verwaltung sollen 20000 Beamtenstellen eingespart werden. Der Ministerrat hat bereits Beamte ernannt, die alle dazu erforderlichen Maßnahmen in der Zivilverwaltung, im Heer und in der Marine vor bereiten sollen. Faschisten gegen Staatsmacht. Behördlicher Mörderschuh. Berwaltung gegen Juftiz. Rom, 11. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) In Piacenza ist der aus der, faschistischen Partei ausgetretene Kriegsinvalide er. tua in seinem Bett erschlagen aufgefunden worden. Vor wenigen Tagen hatte Lertua den faschistischen Abg. Barbiel linie wegen eines Bergehens angezeigt. Der Berdacht richtet sich deshalb gegen diesen Abgeordneten selbst. Er scheint begründet zu sein, denn Barbiellinie ist plötzlich spurlos Der schwunden. Rom, 11. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Reibereien und Gewalttätigkeiten, die schon feit längerer Zeit in dem Städtchen Morinella bei Bologna zwischen den Faschisten und den poli tifchet Gegnern des Faschismus an der Tagesordnung waren, führten am Freitag zu Zusammenstößen zwischen Gen darmerie und Faschisten, als ein übelbeleumbeter Fa schistenführer namens Regazzi in Morinella festgenommen wer erlassen worden, denen er sich jedoch bisher mit Hilfe von Freunden den follte. Gegen Regazzi waren bereits verfchiedene Haftbefehle haften wollten, tam es zum Widerstand seiner Anhänger und zu stets zu entziehen wußte. Als die Gendarmen Regazzi jetzt verblutigen Zusammenstößen, in deren Verlauf er wiederum zu entfliehen vermochte. Mailand, 11. Oktober.( Eca.) Die Ermordung des unab hängigen Faschisten Lertua, der in Piacenza im Schlaf durch Das Jrlandgefet verabschiedet. London, 11. Oftober,( WTB.) Vor der Vertagung des Unterhauses erklärte der Sprecher, daß das irische Gesetz die Billigung des Rönigs gefunden habe. In Dublin herrscht allgemeine Befriedigung darüber, daß das Gesetz unverändert durch die Parlamente gegangen ist. 7 Millionen Russen hungern. Riga, 11. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Offizielle mittellungen der Sowjettegierung bsagen, daß infolge der Mßente fich 7 millionen Einwohner in größter Hungersnot befinden. Die Regierung wird aus den einzelnen Landestellen um Hilfe bestürmt. Die russische Getreideausfuhr, mit der man früher fo viel Reklame getrieben hat, hat bereits seit längerer Zeit aufgehört sie hat aufhören müssen. Hätte Sowjetrußland, von dem große Teile so oft von Mißernten heimgesucht werden und dessen Bodenerträge seit der törichten Bolschewisierung fo start zurückgegangen sind, nicht besser getan, sein Getreide fir den Eigenbedarf aufzustapeln? Tschitscherin kommt nicht nach Warschau. Warschau, 10. Oftober.( DE.) Das polnische Außenministerium dementiert die Meldung von der bevorstehenden Ankunft Tichitscherins. Die Verhandlungen mit Strzynski werde der neue Sowjetgesandte Woitow führen. Die Sowjetregierung hat Polen eine Konferenz über die Banden überfalle in Ditrolen borgeschlagen. Die Magdeburger Berhaftungen. Amtlichen Meldungen zufolge hat das Bolizeipräsidium in Magdeburg die wegen Berdachts der Geheimbündelei verhafteten fünf Magdeburger Mitglieder des „ Germanenorders" auf freien Fuß gefeßt. Die Untersuchung geht weiter. Die Freilaffung fonnte erfolgen, weil Fluchtverdacht und Berdunkelungsgefahr nicht vorliegen. Bei diefer Gelegenheit sei daran erinnert, daß sowohl die ErzbergerMörder Schulz und Tilleffen und auch der Harden- Attentäter Granz Mitglieder des Germanenordens" waren. " Sozialdemokratischer Mißtrauensanttag in Danzig. Unfere Ge noffen im Danziger Vollstag: haben gegen den Senat einen Mißtrauensantrag eingebracht, da der Senat es ablehnte, die Alten in der Angelegenheit des früheren Senators Je belowiti, der gegen legen. Voraussichtlich werden sich dem sozialdemokratischen Mißeinige Danziger Senatoren Beschuldigungen erhoben hatte, vorzupartei(?) anschließen. trauensantrag auch Polen, Kommunisten und die Deutsche Volks Türkische Befreiungsfeier. In Konstantinopel ist mit großer Feierlichkeit der Jahrestag der Befreiung begangen worden. Vor einem Jahre, nach jahrelanger feindlicher Difupation, ist das türkische Heer wieder in die Hauptstadt eingezogen. Gewerkschaftsbewegung Die Reform der Landwirtschaftskammern. Offene Anfrage an die Reichsregierung. Uns wird geschrieben: Artikel 165 der Reichsverfassung bestimmt:„ Die Arbeiter und Angestellten sind dazu berufen, gleichberechtigt mit ben Unter nehmern an der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung der produktiven Kräfte mitzuwirken." Zu diesem Zwecke sollen die Arbeiter und Angestellten Betriebsarbeiterräte, Bezirkswirtschaftsräte und einen Reichswirtschaftsrat erhalten. Ferner sollen die Bezirkswirtschaftsräte und ein Reichsarbeiterrat gebildet werden. Bon diesen Versprechungen ist nur erst eine erfüllt, die durch das Betriebsrätegeset ihre Regelung erhalten hat. Die Frage des Aufbaues und der Einrichtung der anderen Räteorganifationen ist Gegenstand umfangreicher und langwieriger Verhandlungen im Verfassungsausschuß des Vorläufigen Reichswirtschaftsrates gewesen. Diese Verhandlungen hatten schließlich das Ergebnis, daß der Reichsregierung empfohlen wurde, für die Bezirksarbeiter und Bezirkswirtschaftsräte erst einen Unterbau herzustellen und zu diesem Zwecke die bestehenden öffentlich- rechtlichen Berufsvertretungen, nämlich die Handels, Gewerbe, Handwerks und Landwirtschaftstammern auszubauen. Für den Ausbau der Landwirtschaftskammern ift schon vor zwei Jahren durch den Vorläufigen Reichswirtschaftsrat ein abschließendes Gutachten erstattet worden. Es verlautete damals, die Reichsregierung habe die Absicht, baldigst dem Reichstage eine den Gutachten entsprechende Gelegesvorlage zu unterbreiten. Seither hat man davon nichts mehr gehört. Das Gutachten des Vorläufigen Reichswirtschaftsrates ist ein Rompromiß zwischen den voneinander abweichenden Ansichten der Arbeitnehmer- und der Arbeitgebervertreter der Landwirtschaft sowie den sonstigen Bertretungsgruppen des Vorläufigen Reichswirt schaftsrates. Die Arbeitnehmervertreter der Landwirtschaft haben nur mit schweren Bedenken dem Gutachten ihre Zustimmung gegeben. Die Arbeitgeber haben in der Schlußabstimmung des Vorläufigen Reichswirtschaftsrates dem Gutachten einmütig zugestimmt. * Als einziger Grund der Verzögerung wäre die politische und die wirtschaftliche Gesamtlage im Reiche anzusehen, die alle ver fügbaren Sträfte in Anspruch genommen und ersprießliche Reichs: tagsverhandlungen in dieser Zeit nicht versprochen hat. Vielleicht meint man auch jetzt noch, diesen Grund ins Feld führen zu sollen. Die innerwirtschaftlichen und die weltwirtschaftlichen Verhältnisse der Landwirtschaft haben jedoch in der letzten Zeit so viele und so große Fragen aufgeworfen, daß Gründe zwingender Art vorliegen, zu leiten! die Reform der Landwirtschaftskammern nun endlich in die Wege Die Landwirtschaftskammern in ihrer heutigen Gestalt sind zu allermeist noch reine Unternehmervertretungen, die obendrein ihre Direktiven wenn auch nicht direkt, indirekt aber ganz bestimmt vom Reichslandbund erhalten. Für Preußen trifft das ganz allgemein zu. Aber auch in den meisten anderen Ländern sieht es nicht viel anders aus. Wir wissen, daß das Reich nur ein Rahmengeset schaffen kann. Aber der zu fordernde Rahmen wird Anlaß geben, daß die Länder dann alle femt dazu übergehen werden, ihre Landwirtschaftskammern in diesen Rahmen hineinzustellen und die nach diesem Gesetz vorzuschreibende gleichberechtigte Vertretung, der Angestellten und Arbeiter endlich zuzubilligen. Die landwirtschaftlichen Arbeitnehmer haben einen wohl- und vollbegründeten Rechtsanspruch darauf, daß das erforderliche Reichsgesetz nicht länger verschleppt, sondern bestimmt nun in der nächsten Herbittagung verabschiedet wird. ed Hat die Reichsregierung schon die erforderlichen Vorbereitungen getroffen? Wenn nicht: 3ft sie bereit, ihre zuständigen Referenten anzuweisen, ihre Arbeiten jo zu beschleunigen, daß der Entwurf baldigst das Gesamtministerium passieren, und von diesem verab fchiedet werden, fann? Oder meint die Reichsregierung etwa, die Arbeitnehmer auch jetzt noch von den Landwirtschaftskammern fern halten zu können? Die landwirtschaftlichen Arbeitnehmer berufen sich auf ihr gutes Recht und auf ihren starten Willen, an der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung der produktiven Kräfte" der Landwirtschaft in den Landwirtschaftskammern mitzuwirken. Reichsregierung, öffne ihnen die Pforten! 519000 unterstützte Erwerbslose. Die Zahl der unterstüßten Arbeitslosen im Reichsgebiet hat am 1. Oktober 1924 519000 betragen, darunter 468000 männliche und 51 000 weibliche. Gegen den 15. September bedeutet dies einen Südgang von rund 9 Proz. Die Zahl liegt allerdinge noch immer bedeutend höher, als die Erwerbslosenziffer im Durchschnitt der lezten Jahre um die gleiche Jahreszeit sich gestellt hat. Auch bleibt zu berücksichtigen, daß nach den geltenden Bestimmungen ein wesentlicher Teil der Arbeitslosen teine Unterstügung erhält. Aufstieg im Textilarbeiterverband. In der legten Quartalsversammlung des Deutschen Textilarbeiterverbandes, die gestern abend bei Nowotnist, Lange Straße, stattfand, konnte Kollege Schein berichten, daß sich eine leise Besserung auf dem Textilarbeitsmarkt anbahnt. Das wirkt sich auch auf die Organisation aus. Der Mitgliederbestand ist um 162 gestiegen. Auch die Textilarbeiter iernen immer mehr erkennen, daß nur eine starte Organisation Vorteile für die Mitglieder herausholen fann. = über den internationalen Tertilarbeiterfongreß in Wien.. Der rufLang Langenbielau_gab dann einen ausführlichen Bericht fische Teptilarbeiterverband wollte in die Internationale aufgenom= men werden. dann erfolgen fann, wenn eine Einigung des Internationale men werden. Der Kongreß beschloß aber, daß die Aufnahme erst Gewerkschaftsbundes mit der Roten Internationale erzielt ist. In geradezu glänzender Rede fertigte der Redner bei der Erörterung dieser Frage die kommunistischen Zwischenrufer ab. Die Mostowiter waren auf solche hagelbichten hiebe nicht vorbereitet. Der Versuch von drei fommunistischen Rednern, noch zu retten, was nur zu retten war, mißlang kläglich. Der Verlauf der Versammlung hat gezeigt, daß auch die Textilarbeiterschaft Berlins, die so lange unter der Parolenschmiede der Moskauer gelitten hat, von diesen Phrasenhelden nichts mehr wissen will. Der Einfluß jener Organisationszerstörer ist dahin, der Aufstieg beginnt auch geistig. Tarifbewegung der Goldschmiede. den Zur Reform der Beamtenbesoldung in Frankreich. Paris, 11. Oktober.( Eigener Drahtbericht). Die Konferenz beim Ministerpräsidenten über die Frage der Erhöhung der Beamtengehälter am Freitag hat drei Stunden gedauert. Die Regierung hat sich zu neuem Entgegenkommen entschlossen, doch liegt über das Ausmaß ihrer Zugeständnisse noch feine genaue Angabe bor. Um die finanzielle Mehrbelastung einigermaßen auszugleichen, soll auf dem Wege von Verwaltungsreformen eine be trächtliche Verringerung des Beamtenapparates angestrebt werden. Unter Einschränkung allen überflüssigen bureaukratischen Formelframs sowie durch strikte Durchführung des Achtstundentages glaubt die Regierung zu einer wefentlichen Einsparung unnötiger Beamtenstellen zu gelangen. Es soll zu diesem Zweck eine dreigliedrige Rommission eingefegt werden, die entsprechende Vorschläge in den einzelnen Verwaltungen ausarbeiten soll. Die Mühlenarbeiter Königsbergs sind in den Streit getreten, nachdem Verhandlungen über eine Lohnerhöhung scheiterten. Gewerkschaftsschule. In der kommenden Woche beginnt der neue Unterrichtsabschnitt der Berftatt( bas Datum bezeichnet den Beginn des Lehrgangs): liner Gewerkschaftsschule. Jm Sophien- Lyzeum, Weinmeisterftr. 16/17, finden folgende Lehrgänge C. 1. Die gesellschaftliche Stellung der Arbeitnehmer." 17. Ottober, abends 7 Uhr. Freitag, den tag, den 17. Oktober, abends 7 Uhr. C. 2. Einführung in die Wirtschafts- und politische Geographie." Frei C. 3. Einkommensquellen des Staates unter besonderer Berücksichti gung der Rollfrage." Dienstag, den 14. Oktober, abends 6 Uhr. C. 4. Das Sachverständigen- Gutachten." Montag, den 13. Oktober, abends 7 Uhr. C. 5. Die Umwälzungen der deutschen Industrie im legten Jahrzehnt." Montag, den 13. Oktober, abends 7 Uhr. C. 8. den 17. Oktober, abends 7 Uhr. ,, Das Wesen der Aktiengesellschaft und der G. m. b. H." Freitag, C. 9. Einführung in die Rechtswissenschaft. Dienstag, den 14. Oktober, abends 6 Uhr. tober, abends 8 Uhr. C. 10. Rechtsgrundlagen und Rechtsentwicklung." Dienstag, den 14. Of. C. 12. ,, Das Recht des Arbeitsvertrages." Dienstag, den 14. Oktober, abends 7 Uhr. C. 13. Bom Wesen und Werden der Gewerkschaften." Donnerstag, den 16. Oktober, abends 7 Uhr. C. 14. Massen und Führer in der Gewerkschaftsbewegung." Montag, den 13. Oktober, abends 7 Uhr. C. 15. Hygiene des einzelnen und der Gesellschaft." Donnerstag, den 16. Oktober, abends 7 Uhr. Im Leibniz- Gymnasium, Mariannenplag, finden folgende Lehrgänge statt: GO. 19. Die gesellschaftliche Stellung der Arbeitnehmer.". Montag, den 13. Oktober, abends 7 Uhr, Zimmer 17. GO. 20. ,, Einführung in die Bolkswirtschaft." tober, abends 7 Uhr, Zimmer 17. Donnerstag, den 16. OfGO. 21. ,, Die Entstehung der modernen tapitalistischen Wirtschaft." Dienstag, den 14. Oktober, abends 7 Uhr, Zimmer 17. GO. 22. Die Lage der Weltwirtschaft und die Aufgaben der deutschen Wirtschaftspolitik." Dienstag, den 14. Otober, abends 7 Uhr, Zimmer 18. GO. 23. ,, Der moderne Betrieb und seine Berwaltung." Dienstag, den 14. Oktober, abends 7 Uhr, Rimmer 20. GO. 24. Arbeitswissenschaft und Arbeiterorganisation im Betrieb." Montag, den 13. Ottober, abends 7 Uhr, Zimmer 18. GO. 25. Buchhaltung und Bilanz. Montag, den 13. Oktober, abends Die Berliner Goldschmiede arbeiten seit Ende Mai dieses Jahres tariflos. Der bis dahin laufende Tarif war von einer Arbeitsgemeinschaft" abgeschlossen worden, der die Goldschmiedemeister und Juweliere und der Deutsche Metallarbeiterverband, Ortsverwaltung Berlin, angehörten. Diese Arbeitsgemeinschaft ist inzwischen eingegangen. Als sich die Arbeitnehmer wegen eines neuen Tarifpertrages an die Unternehmer wandten, wurden fie an die Gold. schmiedeinung verwiesen. In einem Schreiben an metallarbeiterverband teilte dann der Obermeister mit, daß die Innung„ teine Notwendigkeit" sehe, einen neuen Tarif ab= Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und in den einzelnen Bezuschließen. Die tariflose Zeit gefalle ihnen sehr gut; die direkten trieben brächten für beide Teile nur Gutes. Im übrigen hätte sich 7 uhr, Zimmer 19. zur Freude der Unternehmer das alte nette Berhältnis zwischen Meistern und Gefellen, wie es vor 1918 bestand, wieder angebahnt", und sie wünschten nicht, daß es gestört werde( durch den bösc Metallarbeiterverband!). mit der ablehnenden Haltung der Unternehmer. Allgemein kam zum Die Arbeitnehmer beschäftigten sich in mehreren Versammlungen Ausdruck, daß die Zeit vorüber sei, wo infolge des schlechten Geschäftsganges die Arbeiter sich mit Lohn- und Arbeitsverhältnissen abfinden mußten, die in direkten Verhandlungen" festgelegt worden warees, in Wirklichkeit aber von den Meistern in rigorosester Weise biktiert wurden. Die Goldschmiedegehilfen haben es fatt, sich von den Unternehmern in zünftlerischer Art behandeln zu lassen. Die Arbeitnehmerschaft wird zu gegebener Zeit wissen, wie sie Innungsfrauter zum Nachgeben zwingen kann. Die Organisationsverhältnisse unter den Gehilfen haben sich übrigens in letzter Zeit sehr gut geftaltet. Bundeskongreß des ADB. Der Allgemeine Deutiche Beamtenbund, der bor awei Jahren durch Vereinigung einer Reihe von Beamtenverbänden des Deutschen Beamtenbundes und den Beamtenabteilungen der freien Gewerkschaften gegründet ivorden ist und jetzt 21 Berufsverbände umfaßt, hat seinen ersten Bundestongreß für die Beit vom 24. bis 26. November nach Berlin einberufen. find besondere Referate vorgesehen über die Grundlagen des neuen Beamtenrechts, über die Lastenverteilung aus dem Londoner Abtommen und über die Stellung der Beamten zur Republik. Der neu erschlenene Winter- Katalog Damenkleidung Jumper- Bluse Kunstseide in viel.Farben 4.75 Kleid aus kariertem Wollstoff mit Gürtel 13.50 Mantel aus vorzüglichem Herrenkleidung Hausjoppe Flauschstoff, mit Agraffe und Ver- 18.00 Winter- Ulster schnürung. bewährte Stoffe, zweireihig 64.00 Velours de laine mit 59.00 Winter- Paletot Biberette- Pelzkrag. Skunks 118.00 Sakko- Anzug marengo, mit Samtkragen 66.00 Pelzjacke kanin.. Pelzjacke Zobel- 198.00 zickel Pelzmantel Seal- Elektric.... 295.00 Kleiderstoffe Reinwoll. Foulé einfarbig Mtr. 2.50 Schottisch karierte und gestreifte Stoffe, Mtr. 2.65 105 cm..... Kammgarn- Cheviot ammarheit 3.95 Reinwolle, 130 cm Mtr. Velours de laine aparte Streifen... Mtr. 6.50 Reinwollener Rips9.50 schwere Kostümware, 130 cm Mtr. Wirkwaren Damen- Hemd patentgestrickt, 90 cm lg. 1.45 Damen- Schlupfbeinkleid 2.75 Trikot, mit warmem Futter, farbig. Damen- Untertaille wollgemischt, mit langen Armeln Mittelgröße 3.10 Herren- Hemd wollgemischt Mittelgröße 3.90 Korsette Hüfthalter GummiEinsatz u. 1 Paar Halter 3.00 Korsett weißer, fester 5.00 vorzüglicher Stoff, 72.00 gute Verarbeitung Sport- Anzug Fischgrätstoffe, vierteilig.49.00 Seidenstoffe Crêpe de Chine schwarz, weiß, farbig. 6.90 Marocain Halbseide, ca. 100 cm breit, Mtr. in buntfarbigen Druckmustern, ca. 100 cm, Mtr. 7.80 Damast Seide mit Kunstseide, ca. 90 cm breit, Mtr. 9.80 Sealplüsch schwarz ca. 125 cm breit. Mtr. 19.50 schweres Mantelfutter, oder sealbraun, Schuhwaren Damen- Pantoffel mit Kordelsohle feinfarbiges Filztuch, 1.95 Kamelhaar- Schuh mit Lasche, Filz- u. Ledersohle DamenGröße Here 3.25 2.60 Kamelhaar- Schuh mit Umschlag, Filz- u. Ledersohle, Damengr. 3.25 Kurzwaren Wäscheknöpfe N Prinzeßrock mit Langetten, Im Rumpf gestlokt.... Nachthemd für Damen, m. Stickerel- Eins. Velours- Hut 3.90 3.90 für Damen, In vielen Farben Kinder- Hut aus Silkina, mit aparter Garnierung... 9.75 7.50 srael Es Messingèse, versilbert, Mittelgrı. Dtz 0.10 BERLIN C+ KÖNIGSTR. Weißes Band 0.15 SPANDAUERSTRASSE Halbleinen, Drell mit Langetten.. Mtr.ca.11/ cmbr.0.15 " GO. 27. Die Grundzüge des Strafrechts." Donnerstag, den 16. Ot tober, abends 7 Uhr, Zimmer 18. GO. 28. Das Betriebsrätegefeg." Freitag, den 17. Oktober, abends 7 Uhr, Zimmer 18. GO. 29. ,, Das arbeitsrechtliche Verfahren"( Arbeitsgerichtsbarkeit und Schlichtung). Dienstag, den 14. Oftober, abends 7 Uhr, Zimmer 19. GO. 30. ,, Gewerkschaftliche Beit- und Streitfragen." Freitag, den 17. Oftober, abends 7 Uhr, Zimmer 19. Alle freigewerkschaftlich organisierten Arbeiter und Angestellten, alle diesen Lehrgängen zu beteiligen. Funktionäre, vor allen Dingen alle Betriebsräte, haben die Pflicht, fich an ( Gewerkschaftliches fiehe auch 3. Beilage.) Berantwortlich für Politik: Ernst Renter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: Fr. Ekkorn; Feuilleton: Dr. John Schikowski; Lokales und Sonstiges: Willy Wöbus; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts Berlag 6. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerett und Verlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin SW. 68, Lindenstraße 3. Hierzu vier Beilagen und Frauenstimme". ALLER SORGEN BESTE KURI Die gute Berliner IST DIE MAIKAPAR NUR NUR 35cipe Cigarette wird auf Wunsch kostenfrel zugesandt Damen- Handschuhe 2 Druckk 3.35 Ziegenleder farbig.. 2 Druckk Nappaleder Stepper 3.75 Gazellenleder grau od. braun, 2 Druckknöpfe 4.25 Waschleder Knöpfe 4.25 gelb.. Ziegenleder Stepper, 2 Druckknöpfe, farbig 4.50 Leder- Nachahmg. Leder- Nachahmung farbig, mit 2 Druck- 0.70 knöpfen. Trikot farb. od, schwarz0.90 mit 2 Druckknöpfen Leder- Nachahmung Riegel- Verschluß.farbig 1.25 Echt- Wildleder grau, 2 Druckknöpfe..4.90 Herren- Handschuhe farbig, I Druckknopf 0.90 Nappaleder Stopper, 4.75 Gardinen Scheibengardinen gewebt... Stück 0.55 Halbvorhang Etamine mit Klöppel- Einsatz..2.40 Halbvorhang Etamine, mit gewebtem Fries.. 2.90 Halbvorhang mit handgearb. Filet- Fries 10.50 Beleuchtungskörper Nachttisch- Lampe mit Fußschalter und Seidenschirm mit Glasglocke. 8.30 Tischlampe 10.00 Holz- Standlampe gebeizt, mit Seiden- 55.00 schirm, 70 cm Herrenzimmer- Krone Messing, 6 flammig. 68.00 in großer Radio- Artikel Detector- Apparate Auswahl 3.50 7.- 11.50 17.50 versch. Systeme Doppel- Kopfhöhrer sch sämtliche Ersatz- und Zubehörteile 8.90 10.50 12.50 14.2 Druckknöpfe. Diwandecken Mohairdecke Fellmuster, 150X300 cm 39.00 Wollmokettedecke vorzl. Qualität, 160X300 cm Plüschdecke Per69.00 59.00 sermust., 150X300 cm Diwan- Rückwand SeidenPerser- Nachahmung 48.00 110X160 cm....... Vier Stockwerke Möbel Bücherschrank Eiche gebeizt, Höhe 168 cm, Breite 45.00 85 cm, Tiefe 32 cm Schreibtisch Eiche gebeizt, Tischplatte, 60X90 cm. Rauchtisch Eiche, gebeizt.. 58.00 19.50 Rauchtisch Eiche, 25.00 gebeizt, mit Glasschrank Toilette- Artikel Glyzerin- Seife Kappus- Offenbach. 2 Stück 0.25 Oberschalseife vor zügl. im Gebrauch, Stck. 0.25 Taschenkamm mit Etui 0.30 Nr. 482 41. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Jugend in der Großstadt. Staat und Gemeinde haben die Pflicht, in unserer an so vielen fozialen unzulänglichkeiten frankenden Zeit, wo( immer) nötig tatTräftig einzugreifen und denjenigen beizustehen, die Gefahr laufen, unter die Räder des Lebens zu kommen. Menschen davor zu schüßen, daß sie in Konflikt mit dem Strafgesetz geraten, ist eine dankbarare Aufgabe, als nach Verbrechern zu fahnden, sie vor den Richter zu zerren und ins Gefängnis zu stecken. Die Wohlfahrtspflege am Bolizeipräsidium hat die sozial so wertvolle Aufgabe, im Augenblid der größten Not dem heranwachsenden Menschen beizuspringen, ihn rade dann, wenn er am Wendepunkt des Lebens steht, vor dem Schritt zu warnen, von dem es oft fein Zurück gibt. Das Tätigkeitsfeld der Wohlfahrtsstelle. Die Wohlfahrtsstelle wurde am 1. Juli 1909 als Fürsorgestelle der Deutschen Zentrale für Jugendfürsorge eröffnet. Private Mittel und ein Staatszuschuß ermöglichten ihre Berwirklichung. Die Leitung der Fürsorgestelle übernahm die damalige Fürsorgedame Fräulein Margarete Dittmer, die nun als Leiterin der Wohlfahrtsstelle auf eine 15jährige Tätigkeit zurüdbliden fann. Sie hatte fich täglich im Polizeipräsidium einzufinden, sich die jugendlichen Eingelieferten vorführen zu laffen, die ihr von den verschiedenen Abteilungen des Polizeipräsidiums zugewiesenen Aften durchzusehen und unter Hinzuziehung privater und staatlicher Stellen die Hilfeleistung auszuüben. Nach der Revolution am 1. Oftober 1918 wurde die Fürsorgestelle zur Wohlfahrtsstelle am Polizeipräsidium. Ihre Befugnisse wurden erweitert, ihre Mitwirkung erstredbe sich nun auf alle Abteilungen des Polizeipräsidiums, die irgendwie mit Jugendlichen in Berührung famen. Am 1. November 1920 erfolgte schließlich auf Grund des Gemeindebeschlusses die Uebers nahme der Wohlfahrtsstelle durch das Jugendamt der Stadt mit Einstellung besonderer sozial vorgebildeter Kräfte. Es bildete fich allmählich ein ungeheures Arbeitsfeld heraus, das von einem zahlenmäßig vollfommen unzureichenden Personal in völlig unzulänglichen Räumlichkeiten bewältigt wird. Die ganze Tätigkeit( mit Ausnahme der Hilfeleistung im städtischen Obdach) widelte sich eigentlich in einem Zimmer ab-im ganzen verfügte sie über fünf Räume. Dieses dient als Wartezimmer für die Selbstmelder und die geladenen Angehörigen, als Sprechzimmer für die Eingelieferten und für die Eelbstmelder und für die Auskunftbedürftigen und als Bureauzimmer. Daß eine sachgemäße Abwicklung der Arbeit dadurch äußerst erschwert wird, liegt auf der Hand. Die Eingelieferten. Täglich verlassen Jugendliche aus dem einen oder dem anderen Grunde in Berlin ihr Elternhaus. Hierher zieht es auch die abenteuerliche Jugend aus ganz Deutschland, auch diejenigen, die zu Hause cder auf der Lehrstelle etwas ausgefressen" haben oder aus Furcht Dor ihren schlechten Zeugnissen ausgerüdt sind. Burschen und Mädel, die einen machen sich gar feine Gedanken darüber, mie fie hier ihr Fortkommen finden werden, die anderen hoffen Arbeit zu finden. Aunächtlich werden auf den Bahnhöfen, in den Haus fluren, auf offenen Plägen, im Tiergarten und Unter den Linden bei Razzien, von den Streifmannschaften und von einzelnen Schupoleuten die Jugendlichen aufgelesen und durch die Polizeireviere in das Polizeipräsidium eingeliefert. Sie tomm: n in das Polizeigefängnis in Schuhhaft, wo fie freiwillig eigentlich nur 24 Stunden festgehalten werden dürfen. Doch es vergehen Tage, in äußerst feltenen Fällen jogar Wochen, ehe es gelingt, die Jugendlichen nach Hause zu befördern, oder sonstwie unterzubringen. Am Morgen nach der Einlieferung werden Burschen und Mädel von besonderen Fürsorgern genau und freundschaftlich nach den Gründen ihres Berlaffens der Angehörigen befragt, es wird nach ihren häuslichen Ber: hältnissen gefcrscht, etwaige unwahrheiten und Widersprüche, die nicht selten vorkommen, aufgededt. Hondelt es sich um ein Berliner Rind, so werden sofort die nächsten Angehörigen geladen, wenn möglich der junge Mensch abgegeben, falls unmöglich die Eltern wollen den Jugendlichen nicht mehr aufnehmen, der Jugendliche will nicht zurüd entweder in ein zur Verfügung stehendes Heim oder auch durch Vermittlung des Jugendamts in ein Fürsorgeheim untergebracht. In jedem einzelnen Falle wird das Jugendamt in Kenntnis gesetzt. handelt es sich um einen auswärtigen jungen 38] Die Familie Frank. Roman von Martin Andersen Negō. 18. Nahm Madam Frant das Verschwinden ihres Mannes verhältnismäßig leicht, so rief es desto größere Bewegung unter der ganzen übrigen Bevölkerung wach. Nie wurde von etwas anderem gesprochen, die verschiedensten Bermutungen wurden erörtert, und die Frage verlor ganz und gar nicht an Interesse, sondern wurde immer brennender, als die Zeit verstrich, ohne daß er wieder auftauchte. Das Städtchen, dessen größte Ereignisse gewöhnlich darin bestanden, daß ein Gänschen tot auf der Grenzmark gefunden wurde oder ein Lamm mit zerschlagenem Schenkel auf der Stadtau lag, erging sich in den wildesten Phantasien. Einige meinten, Frant müsse nach Amerita durchgebrannt sein. Und man erörterte die Frage in vollem Ernst und ging alle Frauen der Stadt durch, verheiratete und unverheiratete. Es fehlte leider feine, und auch die verschiedenen Kassenbestände waren in Ordnung. Aber da war ja das mit dem Verkauf von Ole Andersens Weste, das schmeckte doch immerhin etwas nach einer Betrugsfache. Der dicke Mads fchwor hoch und heilig, daß Frank seiner Sanftmut wegen lebendig in den Himmel aufgenommen wor den sei; und als der Pastor das erfuhr, betonte er scharf, daß Frant wohl eher an einen anderen Ort vorausgegangen fei, um für den ebenso gottlosen mie diden Gastwirt einen Blag zu bestellen. " Ein Häusler hatte beim Torfftechen über den Felsen hinter den Höllenhügeln" eine Gestalt daherschwanken sehen, ein Landbriefträger hatte beobachtet, wie im Süden in den Berster Dünen" ein Mann herumtaumelte. Dann tam eine Frau, die Brennholz und Tannenzapfen sammelte, eines Lages aus dem Walde nach Haufe und erzählte, sie habe brinnen im Didicht zwischen den Tannen etwas hängen sehn, fich aber nicht hineingetraut. Sie fönne fich nicht genau er innern, wo es gewesen sei, aber die Stelle sei leicht zu finden, sagte sie, denn es rieche sehr garstig dort, und die Bäume seien voller Krähen. Die Hütejungen endlich behaupteten, Frant fize in einem Winkel der Stadtquelle; wenn das Baffer Die Wohlfahrtsstelle am Polizeipräsidium. | Menschen, so wird die Benachrichtigung der Elter brieflich bewertftelligt( früher geschah das auf telegraphischem Wege). Der junge Men' wird eventuell peciönlich abgeheit, oder er erhält eine Fahrfarte, deren Preis ersetzt werden muß; er wird zum Wagen begleitet und dem Zugschaffner übergeben. Auch in diesem Falle weird den Jugendlichen in die häuslichen Verhältnisse zurückzubringen, so das Jugendamt in Kenntnis gesezt. Erscheint es aber unratsam, erhält er in Berlin Unterkunft, wird in eine Arbeitsstelle unter gebracht oder einer Fürsorgestelle zugeführt. Nicht wenig machen der Wohlfahrtsstelle die entlaufenen Fürsorgezöglinge zu schaffen. So waren es im Jahre 1922/23 von den 1796 Eingelieferten 102 entlaufene Zöglinge, die in die Anstalten zurückgebracht wurden Lelmient ( von dem Reft waren 485 den Angehörigen in Berlin zurückgegeben, 753 in die Heimat befördert, 104 in den Heimen untergebracht, 55 er= hielten Arbeit, gegenüber 184 wurde Fürsorgeerziehung veranlaßt und 96 wurden als streckbrieflich Verfolgte der Polizei übergeben). Bei den 504 eingelieferten Mädchen ist die Zahl der auswärtigen verhältnismäßig größer als bei den Jungen. Polizeigefängnis und Schuhhaft. Ist der Eingelieferte noch unter 14 Jahren oder besonders vertrauenerweckend, dauert die Heranschaffung der Auskunft besonders lange oder erscheint es nicht ratsam, den Jungen nach Hause zu fajiden, so fommt er in eines der Heime. Neben einer ganzen Reihe fonfessioneller Jugendheime steht der Wohlfahrtsstelle das Jugend bewahrungsheim für männliche Jugend in Pankow zur Verfügung, das Mädchenschutzhaus daselbst, die Baraden für die Jugendlichen in Hoffmansthal, in denen sie unter der Anleitung eines Erziehers arbeiten, und die Jugendherberge in der Ackerstraß. Die größte Rolle spielt aber bei der Verwahrung der Jugendlichen leider das Polizeigefängnis im Polizeipräsidium. Hier werden sie so lange festgehalten, bis die nötigen Erfundigungen eintreffen. Welche Bedeutung das Gefängnis hat, beweist die Zahl der Eingelieferten: sie richtig flar sei, fönten sie ihn deutlich sehen; seine Augen seien offen, und die Zunge hänge ihm lang zum Halse heraus. Dieser Behauptung pflichtete eine Frau bei, die Erbsen in Quellwasser gefocht hatte, genau am siebzehnten Tag nach Franks Verschwinden. Und sie, der Mann und die Kinder maren alle frank geworden. Anderen fielen ähnliche Anfälle von Uebelkeit ein, und die alte Quelle, die seit Jahren ihres vortrefflichen Erbsenwassers wegen berühmt war, wurde nun wie die Best gescheut, bis der Bürgermeister eines Tages be: fahl, daß sie genau untersucht und gereinigt würde. Auf ihrem Grunde fand man viele merkwürdige und nicht gerade appetitliche Dinge. Doch Meister Frank fand man nicht. Da gaben die meisten es auf, weiter zu raten, und über lieferten sich mit behaglichem Schauder dem Rätselraten. Das Unerklärliche in dem Ereignis wies mit Hilfe des Pastors unabweisbar aufwärts, und viele sahen die gerechte Hand der Vorsehung schimmern. und eines Tages schlich sich das Gerücht unter die Leute, Einige aber wollten die Sache nicht so leicht fallen lassen, Madam Frank selber solle ihren Mann erschlagen und vergraben haben. Es war bekannt, daß Madam Frank über das Berschwinden ihres Mannes nicht nur ganz und gar feinen Kummer empfard, sondern sich darüber freute; und das Gerücht murde allgemein geglaubt. In der ersten Erregung war der Bürgermeister schon im Begriff, Madam Frank zu verhaften, doch durch Brauer Dams Dazwischenfunft wurde es verhindert. Dam war es auch, der, um das Gerücht vollständig niederzuschlagen, an allen denjenigen Stellen nachgraben ließ, die das Gerede der Leute bezeichnete, und das waren im Lauf einiger Tage nicht wenige. Mystisch war Franks Verschwinden tatsächlich, so mystisch, daß selbst der Bürgermeister ihm trot langen und verwickelten Berhören nicht auf den Grund kommen konnte. Schritt für Schritt verfolgte er das Gerede der Leute mit seinen Dutzenden von Gerüchten, und er lud alle möglichen Menschen als Zeugen vor. Aber dabei ergab sich nur, daß Frank sein mystisches Berschwinden mit einem noch mystischeren gleich zeitigen Auftreten an zehn weit auseinanderliegenden Eden der Insel eingeleitet hatte. Ein paar der Zechfumpane entfannen sich dunkel, daß sie ihn unterhalb des Hotels abgeladen hatten. Doch die Fischer, Sonntag, 12. Oktober 1924 stieg von 1140 im Jahre 1920 auf 2028 im Jahre 1923. Die Jugendcbteilung der Polizeigefängnisse ist das Sorgenkind der Wohlfahrtsstelle und des Polizeipräsidiums da ein festes Jugendheim fehlte muß die Schußhaft der Jugendlichen über das Maß ausgedehri werden. Es gilt, nach Möglichkeit die ganz unberührten Neulinge ven der schädigenden Beeinflussung der mit allen Wassern gewaschenen Großstedtpflanzen und entlaufenen Fürsorgezöglingen zu schützen, besonders für die Nachtstunden eine Ueberwachung durchzuführen, fie auch tagsüber irgendwie zu beschäftigen. Dies ist jedoch bei den räumlichen Verhältnissen unmöglich. Die Mädchen sind schon besser daran Allerdings sind auch sie nachts sich selbst überlassen. Tagsüber arbeiten fie in einer gemeinsamen Nähstube( im Juni mar fie von 93 Mädchen besucht) und erfreuen sich dabei der ständigen Fürsorge emner Erzieherin. Die Jungen werden teils mit Kartoffelschälen beschäftigt. Zum größten Teil aber halten sie sich im Schlafraum, der gleichzeitig als Lagesraum dient, auf Er ist für 26 ju: ge Menschen gedacht, die Pritschen stehen in zwei Reihen übereinander. Wenn sie alle belegt sind, muß die Luft ziemlich dick werden. Jeden Tag erhalten sie einen furzen Besuch des Fürsorgers von der Wohlfahrtsstelle, der mit anderer Arbeit überlastet ist. Auch hier ist für freiwillige Helfer eine Möglicteit gegeben, sich mit den junger Leuten einige Stunden am Nachmittag zu beschäftigen. Selbstmelder und Obdachlose. Die Zahl der Selbstmelder und Obdachlosen ist größer als die der Eingelieferten: sie stieg von 1074 im Jahre 1920 auf 3062 im Jahre 1923. Davon waren 543 weibliche Jugendliche. Die Zahlen sprechen für sich: sie liefern den Beweis dafür, welch große Rolle die Wohlfahrtspflege im Leben der Jugendlichen in der Großstadt jpielt, welch großes Vertrauen sie sich durch ihr wirklich freundschaftliches Verhalten erworben hat. Die Jugendlichen werden durch Plakate auf die Wohlfahrtsstelle aufmerksam gemacht, finder den Weg hierher cuf Hinweis der Schußpolizei und Bassanten, jung Menschen, denen hier Hilfe geworden ist, schicken ihre Freunde hin. Es sind neben den gleichen Kategorien, wie bei den Eingelieferien, auch einige andere: Jugendliche, die selbst arbeitslos, von den arbeitslofen Eltern nicht ernährt werden können, deshalb nach Berlin tommen, wandernde Jugendliche, junge Mädchen, die nach Berlin famen, um die Großstadt fennen zu lernen oder nicht selten von einem jungen oder äiteren Herrn entführt worden sind, die sie hier figen ließen, junge Menschen, die ihre Papiere verloren haben oder Senen die Sachen gestohlen worden sind. Diese Selbstmelder werden gewöhnlich in einem Heim untergebracht. Es wird ihnen auch diefelbe Hilfe zuteil wie den Eingelieferten; sie werden nach Hause geschickt, erhalten Kleidung, Arbeit und dergleichen mehr. Auch die Sorge um die Jugendlichen, die versuchen, sich das Leben zu nehmen, und die aus den Krankenhäusern und aus dem Gefängnis Entlassenen liegt der Wohlfahrsstelle ob. Gerade die letztere Tätigkeit -die Hilfe um den haftenflaffenen Jugendlichen ist besonders wichtig auch hier hätten freiwillige Helfer alle Hände voll zu tun. Eine Zwischenstellung zwischen den Selbstmeldern und den Ein gelieferten nehmen die Klienten des Asyls für Obdachlose ein. Wie für die Erwachsenen, so bildet auch für die Jugendlichen, besonders im Winter, das Haus in der Fröbelstraße die einzige Zufluchtftätte. Die fitilichen Gefahren des Obdachs find aber zur Genüge befannt. Es gilt hier nicht allein nachts die Jugendlichen von den Erwachsenen abzusondern, sondern auch die Jugendlichen voneinander. es gilt auch allen nicht allein Obdach zu gewähren, sondern auch den sittlichen Halt wiederzugeben, den sie durch Verlassen des Elternhauses und durch ihre Berührung mit den Lasterhöhlen der Großstadt verloren haben. Diese Aufgabe liegt einer besonderen Jugendfürsorge ob, die jeden Mergen im Asyt die Jugendlichen beim Verlassen desselben abfängt, fie genau ausfragt, sie dann der Wohlfahrtsstelle am Polizeipräsidium übermittelt und selbst die nötigen Recherchen übernimmt. Die Sprechstunde. Eine sehr wichtige Aufgabe erfüllt die Wohlfahrtsstelle in der Sprechstunde, die von einer besonderen Sozialbeamtin geführt wird. hier werden nicht allein Jugendliche, sondern auch Erwachsene beraten. Hier erhalten sie Auskunft in allen fie beunruhigenden Fragen, und hierher werden sie zu diesem Zweck von allen Polizeirevieren verwiesen. Die Fragen sind äußerst mannigfaltig: fie erdie eine Stunde später die Stelle passierten, hatten nichts von ihm gesehen. Die Hafenwache hatte um die fragliche Zeit einen Mann über den Hafenplay schwanken sehn, aber das mar höchstwahrscheinlich ein Schiffer gewesen, der etwas spät vom Verfassungsfest nach Hause fam. Und da stockte jede Spur. behalten, die menschlicheren Gefühle des Städtchens in BeFrank sollte jedoch nicht andauernd das alleinige Recht megung zu sehen. Das Idyll war einmal zerstört, und die eine spannende Begebenheit folgte der anderen auf den Fersen. Genau fünfundzwanzig Tage nach Branks Verschwinden zeigte sich die große Seeschlange, nicht mehr als eine gute Biertelmeile in See. Sie folgte der Küstenlinie mit allen ihren Bindungen von Norden nach Süden, drehte dann um und machte die ganze Tour wieder zurüd. Das war ein böses Vorzeichen, und an den nächsten Tagen erwartete man bestimmt, schlimme Kunde von der See zu hören. Dann starb der dicke Mads, sehr plötzlich und unter höchst unheimlichen Umständen. Er hatte einen seiner Wutanfälle gehabt, hatte plötzlich angefangen zu röcheln, als ob, er Bauchfett abrochte, und weg war er in seinem eigenen Fett erstickt. Und schon wenige Stunden später bekam er Risse, und das augenscheinliche Del und Wasser floß aus ihm heraus, so daß man, dem guten Brauch entgegen, den Leuten die Erlaubnis, die Leiche zu sehen, versagen, den Sarg schnell zunageln und in die Erde befördern mußte. Diese Eile erregte allgemein Anstoß, und viele entsannen fich der Worte des Pfarrers, daß Frank vorausgegangen sei, um dem dicken Mads einen Platz in der Hölle zu bestellen. Das geschah am achtundzwanzigsten Tage nach Franks Verschwinden. Und als wäre das noch nicht genug, entstand vier Nächte darauf Feuer in Svisas Hütte draußen auf der Balkaheide; fie brannte bis auf den Grund ab. Svisa und die Polizei hatten einen schwedischen Steinarbeiter im Verdacht. Er schlug nicht weit von der Hütte Steine und hatte sich mehrmals drinnen zu schaffen gemacht und sonderbare Fragen gestellt, die auf Svisa den Eindruck machten, als wollte er sie bestehlen. ( Fortsetzung folgt.) ftreden sich auf die Beschaffung von Papieren, auf Herausholung| Sozialdemokraten durchsetzten, verließen bei der Abstimmung über von mißhandelten oder gefährdeten Kindern, auf Hilfe bei Gefahr für Leib und Leben, auf Anträge, die sich auf Rückforderungen Minderjähriger beziehen, auf Pflegestellennachweis, auf Hilfe für Obdachlose usw. Eltern holen sich hier Rat über die Behandlung ihrer Kinder. Die Sprechstunden bilden auch die Vermittlungsstellen in den Fällen, wo es sich um Erwachsene handelt, die ihre Hilfe wo anders erhalten müssen. * Die Wohlfahrtsstelle ist sich dessen bewußt, daß sie ausbaubedürftig ist und daß sie lange nicht allen Anforderungen gerecht werden kann. Sie müßte auch wissen, was zu tun wäre, wenn das Geld nicht fehlte. Ihre größte Sorge ist neben dem Polizeigefängnis das Familienafyl für Obdachlose in der Fröbelstraße. Gerade dies ist eben in Ausgestaltung begriffen. Sie blidt mit Neid nach Wien, wo ein besonderes Haus für all die Kinder geschaffen ist, die mit der Bolizei in Berührung tommen. Ihr nicht geringes Verdienst besteht darin, daß sie durch die gemeinsame Tätigkeit mit der Polizei bei letzterer auch, ciete stärkere soziale Einstellung erzielt hat. Die breite Oeffentlichkeit, die Massen der proletarischen Eltern haben allen Grund, der Tätigkeit der Wohlfahrtsstelle ihre größte Aufmerksam feit zu schenken. Die älteren jungen Menschen aber sollten sich bereit finden, tätig mitzuhelfen. Hin und wieder bieten sich auch junge Menschen, selbst Studenten, während der Ferien als freiwillige Fürsorger an. Ein veriorenes junges Menschenleben. Trübe Bilder aus der Tiefe der Weltstadt. Ein außerordentliches trübes Gittenbild entrollte eine Berhandlung vor dem großen Schöffengericht Schöneberg, die unter Ausschluß der Deffentlichkeit von Landgerichtsdirektor Dr. Schneider geführt wurde. Im Mittelpunkt stand ein 13jähriges Schulmädchen Hildegard J. Der Fall hatte im August d. I. großes Aufsehen erregt. Das Gericht fam zu feinem besonders günstigen Urteil über das Mädchen. Wie dem auch sei, ein junges Menschen leben ist schon in frühester Jugend abwärts geglitten. Niemand hat es gehalten und gewissenlose Mitmenschen haben es vollends in den Sumpf gezerrt. Wie erinnerlich, sollte der Kaufmann Albert Boehl Ende No vember vorigen Jahres die 13jährige Hildegard J., nachdem er sie in seine Wohnung gelockt hatte, unter Anwendung von Gewalt verführt, fie unter Mithilfe seiner Ehefrau durch Drohungen ge amungen haben, sich seinen Lüften gefügig zu zeigen und sie dabei frant gemacht haben. Weiterhin soll er das Mädchen auch einem onderen Ehepaar, dem Schneider Auguft Brueffel und dessen Ehe frau, sowie der Verkäuferin Ella Hottemy zu unsittlichen Zweden zugeführt haben. Gegen diefe Angeklagten war nunmehr Anklage wegen Notzucht, Ruppelei, Körperverlegung und Bornahme unfittlicher Handlungen an einem minderjährigen Kinde erhoben worden. Die Berhandlung förderte die haarsträubendsten Dinge zutage. Die Angeklagten gaben bis auf die Hottemn, die sich auf Alkoholrausch berief, allerdings nur zu, daß es sich um unfittliche Handlungen, nicht aber Notzucht und dergleichen handele. Die Schuld aber daran, daß es so weit gefommen sei, schoben sie auf das Mädchen. Bon der Verteidigung wurde dem Gericht auch ein umfangreicher Beweis dafür eingebracht, daß das Kind erzählt habe, es sei schon Das Gericht lehnte Beweise iter den Sittencharakter des Kindes ab. Staatsanwalt Braut stützte sich nur auf das, was die Angeflogten selbst zugestanden haben. Gr teantragte daher Gefängnisstrafen von sechs bis acht Monaten. Das Gericht tam zu der Ueberzeugung, das zweifellos abscheuliche Dinge mit dem Mädchen vorgenommen worden feien. Das Ehepaar Boehl stehe auf einer fittlich sehr tiefen Stufe. Aber das Mädchen war schon damals moralisch sehr heruntergekommen. Es tönne fich nicht um die Verführung eines unverdorbenen Rindes handeln. Das sei mildernd in Betracht gezogen worden. Wegen Sittlichkeitsverbrechens nach§ 176 Abs. 2 wurden die fünf Angetlagten zu je sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Bürgerlich- kommunistische Verbrüderung in Kreuzberg. mit zehn Jahren verführt worden. Bei dem Kampf um den Abbau von Mitgliedern des Bezirksamts Kreuzberg erlebt man die wunderbarsten Dinge. In der Be= zirksversammlung haben Kommunisten, Deutschnatio= nale, Deutsche Volkspartei, Wirtschaftliche Ber= einigung, Demokraten und Zentrum sich eng verbunden, um den Abbau der ihnen so verhaßten Sozialdemo= traten durchzuführen. Die beiden Bürgermeister, unsere Genossen Kahle und Bruns, haben es dieser neuen Brüdergesellschaft" angetan. Gegen Genoffen Rahle wurde ein Mißtrauensantrag eingebracht und von den vereinigten Bürgerlichen und Kommunisten angenommen. Jetzt sagen die Kommunisten, daß Bürgermeister Benoffe Kahle abgebaut werden muß, weil die Mehrheit der Bezirksversammlung ihm das Bertrauen entzogen habe. Hiermit begründen ihre Zustimmung zum Abbau ausgerechnet die Kommunisten, die in den Parlamenten feine Geschäftsordnung aner. fennen und sich an irgendwelche parlamentarische Form nicht gewöhnen wollen. Eine längere Erflärung der Kommunisten zeigt offen, daß beim Abbau teine fachlichen, sondern nur politische Ermägungen für fie in Frage kommen, wenn es sich um Sozialdemokraten handelt. Die Bürgerlichen können überhaupt feine Begründung ihres Antrages geben, der den Abbau der beiden Sozialdemokraten fordert. Daß sich unsere Genossen in der Bezirksversammlung mit allen parlamentarischen Mitteln gegen biefen Abbau wehren, ist selbstverständlich. Aber bie bürgerlich- tom munistische Mehrheit hat die Macht, und so beschloß fie in der letzten Sigung den Abbau des Bürgermeisters Genossen Rahle und seines Stellvertreters, Genossen Bruns. Diefelben Kommunisten, mit deren Hilfe die Bürgerlichen den Abbau der KON LINON, den Abbau des deutschnationalen Stadtrats Brand den Saal. Der Deutschnationale blieb von dem Abbau verschont! Der Hund wird frei! Das Polizeipräsidium teift mit: Nachdem seit dem 5. August dieses Jahres nur ein neuer Tollwutfall Anfang September bei einem Hunde in Buchholz, der nicht frei umhergelaufen war, vor: gekommen ist, hat der Polizeipräsident, die Bestimmungen der viehfeuchenpolizeilichen Anordnung vom 22. März d. J.( fogenannte Hundesperre) in einem Teil von Berlin aufgehoben, und zwar tritt diese Bestimmung mit dem Tage der Veröffentlichung im Amtsblatt der Regierung in Botsdam und der Stadt Berlin( vermutlich am nächsten Dienstag) in Kraft. Die Grenzlinie, durch die der Sperrbezirk von den freien Teilen der Stadt getrennt wird, wird einmal durch die Havel gebildet und verläuft zunächst mit der Bahnstrede: Hauptbahnhof Spandau, Auswanderer- Bahnhof Fürstenbrunn, schlägt östlich dieser Station mit der Strecke des Nordrings nach Süden über Westend und die Stationen Ebersstraße und Papestraße bis zur Station StralauHalenfee um und folgt von hier ab der Strecke des Südrings über Rummelsburg, wo sie sich mit der Strede der Ostbahn über die Stationen Friedrichsfelde und Wahlsdorf bis zur Weichbildgrenze oftwärts zieht. Alle westlich der Havel gelegenen Stadtteile sowie die Gebiete, die südlich dieser Bahnstreden bzw. außerhalb des durch die Ringbahnstrecke gebildeten Halbkreises liegen, sind frei= von der Hundesperre. In den nördlich der Eisenbahn liegenden bzw. innerhalb des genannten Halbfreifes gelegenen Stadtteilen bleiben die gegen die Tollwut erlaffenen Schußmaß nahmen unverändert weiter in Geltung. Freispruch eines Straßenbahners. ... man sollte einen Direktor unter Anklage stellen!"! Der erste der zahlreichen Straßenbahnunfälle mit Tobesaus. gang, die in den letzten Monaten im weitesten Maß die Oeffentlichfeit beunruhigt haben, fand fein gerichtliches Nachspiel vor dem Amtsgericht Charlottenburg, vor dem sich der Straßenbahnfahrer D. meger angeblicher fahrläffiger Tötung zu verantworten hatte. Im Mai ereignete sich vor der Einfahrt zum Güterbahnhof an der Halenseer Brücke ein 3usammenstoß eines Straßenahnwagens der Linie 76, die vom Grunewald kam, mit einem Kohlenwagen, wobei der Kutscher des Rohlenwagens zu Tode fam. Gegen die Anflage verteidigte sich der angeflogte Straßenbahnführer damit, daß er alles getan habe, um den Unfall zu verhüten. Er habe die elektrische Bremse in fünf Meter Entfernung gezogen, der Wagen sei aber ins Gleiter gekommen, da die Bremse versagte! Der Angeflagte iſt vier Wochen Schaffner gewesen und meldete sich dann zum Fahrdienst. Er erhielt zehn Tage theoretischen Unterricht und fuhr zehn Tage nit einem Fahrer mit. Neun Tage, nachdem er selbständig gefahren mar, passierte der Unfall. Der Dienst sei, wie der Angeklagte und wie andere Straßenbahnangestellte befundeten, überaus anffrengend. Sie hätten neun bis zehn Stunden Dienstzeit und erst jeden 12., ja manchmal fogor nur jeden 18. Tag dienstfrei. Rechtsanwalt Dr. Mag Markuse bemängelte, daß an dieser gefährlichen Stelle, an der früher eine Haltestelle gewesen sei, nicht ein Posten stehe. Man solle einen Direktor unter Anflage stellen, dann werden die Straßenbahnunfälle schon ein Ende nehmen, Amts. gerichtsrat Roffta hielt es nicht für einwandfrei erwiesen, daß eine der beteiligten Personen Schuld an dem tedauerlichen Unfall habe. Offenbar liege die Hauptschuld an der Unvollkommenheit der Einrichtung. An der betreffenden Stelle feien von der Behörde nicht die notwendigen Vorkehrungen getroffet worden, um alle Gefahrenmomente zu beseitigen. Abgesehen von der Mangelhaftigkeit der elektrischen Brems= Dorrichtung handele es sich um eine sehr unübersichtliche Stelle. Aus diesen Gründen sprach das Gericht den Angeflagten von der Bei dieser Gelegenheit wird besonders darauf hingewiesen, daß nunmehr alle in den nicht mehr zum Sperrbezirt gehörigen Stadtgebiet befindlichen und frei umherlaufenden Hunde gemäß der Polizeiverordnung vom 9. September 1921 mit einem beißsicheren Maultorb und gemäß der feuchenpolizeilichen Anordnung vom 13. September 1921 mit einem Halsband, das die genaue breffe bes Anflage ber fahrlässiger Tötung cuf Kosten der Staatstaffe frei. festigt ist, versehen sein müssen. Ferner werden die im Sperrbezirk Befibers trägt, ober an dem eine gültige Steuermarke be wohnenden Hundebesitzer darauf aufmerksam gemacht, daß ihre Hunde auch außerhalb desselben dem Maulforb- und Leinenzwang unterliegen. Andererseits sind Hunde, die aus den sperrfreien Teilen Berlins in den Sperrbezirf geführt werden, in diesem nicht nur mit Maulforb zu versehen, sondern auch an die Leine zu nehmen. Es liegt im eigenen wohlverstandenen Interesse der Hundebefizer, diese Bestimmungen ftreng innezuhalten. Das Reichspoftmuseum bleibt wegen innerer Arbeiten noch weiter bis einschließlich Donnerstag, den 16. Dttober, geschlossen. Das Rundfunkprogramm. Sonntag, den 12. Oktober. 5 Uhr nachm.: Heiter ist die Kunst. Mitwirkende: Pia von Moosburg, Paul Heidemann und ein Kammerquintett. Dir.: Otto Urack( früher Kapellmeister an der Staatsoper Berlin). Anschließend: Ratschläge fürs Haus". 6.30 Uhr abends: Die Funkprinzessin erzählt ein Märchen: Barbarossas Jugendtraum( mit melodramatischer Musik).( Die Funkprinzessin: Adele Proesler.) 8.30-10 Uhr abends: Blasorchester.( Dirigent: Karl Woitschach). 1. Einzug der Hellebardiere, Marsch, Blankenburg. 2. Ouvertüre zu„ Dichter und Bauer", Suppé. 3. Die Glocken von St. Malo, Gavotte( mit großen Glocken) W. Rimmer. 4. Mondnacht auf der Alster, Walzer, Fetras. 5. Soldateska, Marschpotpourri, Seidenglanz. 6. Indischer Schleiertanz. Charakterstück, Siede. 7. Melodienkranz aus der Oper Troubadour". Verdi. 8. Künstlerleben, Walzer, Joh. Strauß. 9. Das deutsche Lied, Kalliwoda. Auf viels seitigen Wunsch: 10. Frohe Jugend, Kinderliedermarsch, C. Woitschach. Anschließend: Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten, Zeitansage, Wetterdienst, Sportnachrichten, Theaterdienst. Königswusterhausen, Sonntag, den 12. Oktober. Andante 10.40-11.40 Uhr vormittags( Welle 680): Konzert. Mitwirkende: Gertrud Bohse. Konzertsängerin. Steinway- Flügel: Günther von Brucker- Fock. Korbanek- Trio: Lotte Tuch flagel Mar Opernhaus, Charlottenburg. 1. Trio D- Dur, Haydn( Allegro Korbanek( oline), Paul Wohlgezogen( Cello) vom Deutschen Abendrot, b) Der Doppelgänger. 3. Impromptu As- Dur op. 90 Allegro, ma dolce). 2. Zwei Lieder, Schubert, a) Im Schubert. 4. Zwei Lieder, Schubert, a) Die junge Nonne, b) Ständchen. 5. Fantasie Impromptu op. 66, Chopin. 11.50 bis 12.50 Uhr mittags( Welle 2800) Konzert. 1. Trio B- Dur, C. G. Reissiger ( Allegro appassionata Scherzo Rondo Finale Moderato). 2. Zwei Lieder, a) Liebst du um Schönheit, Mahler, b) Gesang Weylas, H. Wolf. 3. Zwei Etüden A- Dur F- Moll op. 25, R. Strauß. 5. Rapsodie H- Moll op. 79, Brahms. Chopin. 4. Zwei Lieder. a) Heimweh, H. Wolf, b) Zueignung, Montag, den 13. Oktober. Andantino Außer dem üblichen Tagesprogramm: Die Rathenower Kommunistenkrawalle vor Gericht. Vor dem Schöffengericht in Brandenburg a. d. H. stand am Sonnabend die Verhandlung gegen die Rädelsführer des Rathenower Kommunistenaufruhrs an. Angeflagt waren neun optische Arbeiter, darunter ein Kreisdeputierter, fast alle der KPD. angehörend. Den Borsiz führte Amtsgerichtsrat Haberling- Brandenburg, die Anflage vertrat Etaatsanwaltschaftsrat Stargard- Potsdam. Etwa 48 3eugen waren geladen. Einer der Angeklagten verbüßt eine Zuchthausstrafe. Am 6. Dezember v. J., als die Arbeiter aus der großen Betrieben in Rathenom strömten, ballte sich plötzlich eine aufgeregte Menschenmenge zusammen. Wie auf Kommando formierte sich die Menge und unter Abfingen der Internationale durchzogen große Trupps die Straßen. Flugblätter, auf Behnmillionenblüte't gedruckt, wurden verteilt. Als die Polizei zum Auseinandergehen aufforderte, beschimpfte die Menge sie und rief: Nieder mit den Bluthunden! Nieder mit den Mördern! Nieder mit Ebert und nieder mit der Regierung! Die Polizei bekam Reichswehrschutz und es wurden Berhaftungen vorgenommen. Die Demonstranten forderten die Freilassung der Verhafteten. Dabei fam es zu Lätlichkeiten gegen die Beamten. Aus der Menge fielen Schüsse und die Lage wurde immer bedenklicher. Die Reichswehr ließ Maschinengewehre auf fahren. Dann erst zerstreute sich die Massen. Die Angeklagten follen sich in hervorragender Weise an den Unruhen beteiligt haben. Das Urteil lautete auf 6-9 Monate Gefängnis. Drei Angeklagte wurden freigesprochen. Feuerung für Notleidende. Die Not der Armenrentner, der Sozialrentne und auch der Kleinrentner ist in der Winterszeit besonders groß. Darum hat der Magistrat beschlossen, diesen Personen für die nächsten Monate neben den laufenden Unter stüßungen noch Feuerung zu gewähren. Sozial-, Klein und Armenrentner mit eigenem Hausstand will er bis 10 3entner Briketts geben; die in fremden Haushalt leben, sollen bis 5 Zentner erhalten. Die Zahl der Sozial- und Kleinin fremdem Haushalt rund 23 500 leben. Für diese 75 000 Perrentner mit eigenem Haushalt beläuft sich auf rund 51 500, während fonen fordert der Magiftrat von der Stadtverordnetenversammlung 700 000 Mart zur Beschaffung von Brennstoffen. Von den laufend unterstügten 25 500 Armenrentnern haben 20 500 einen eigenen Haushalt, die übrigen 5000 leben in fremdem Haushalt. Für die Armenrentner find Mittel zur Brennstoffbeschaffung schon im Etat vorgesehen, diese sollen aber um weitere 88 000 m. erhöht werden. Unter den Rädern der Straßenbahn. 4.30-6.30 Uhr abends: Unterhaltungsmusik( Berliner Funkkapelle). Während der Pausen: Ratschläge fürs Haus". 7 Uhr abends: Tausend Worte englisch. 7.45 Uhr abends: Vortrag des Herrn Dr. Viktor Engelhardt: Kungfutse und der chinesische burtstag, Storm, b) Im Saal, Novelle, Storm, c) Gedichte. Storm ittenbergplag ein schwerer Straßenbahnunfall. Geist". 8.30 Uhr abends: Theodor- Storm- Abend. 1. a) Zum 70. Ge- Am Sonnabendmittag gegen 3/412 Uhr ereignete fich am ( Dr. Heinrich Michaelis, Rezitation). 2. a) Ueber die Heide, Brahms, Gin Wagen der Linie 31 überfuhr an der Ecke der Ansbacher und b) Als ich dich kaum gesehen, Kaun, c) Wenn't Abend wird, Kaun, d) Lied des Harfenmädchens, S. v. Hausegger( Else Jörn von der Tauenienstraße einen unbekannten Mann, der die Straßenkreuzung Berliner Staatsoper). 3. Trio H- Dur für Klavier, Violine und Cello, überqueren wollte. Er geriet so anglüdlich unter den Wagen, Brahms( Prof. Max Saal, Konzertmeister Rudolf Deman, Kammer- baß die Feuerwehr alarmiert werden musikus Karl Dechert). 4. Wenn die Aepfel reif werden, Novelle, anbob und auf diese Weise den Verunglückten hefreite. Infolge mußte, die den Wagen Storm( Dr. Heinrich Michaelis, Rezitation). 5. a) Musikanten Schütt, d) Die Nachtigall, Schütt( Else Jörn, von der Berliner Empörung über den Unfall lebhaften Ausdruck gab. Die Polizei wollen wandern, Rud. Schüller, b) Trest, van Eyken, c) Im Walde, bes Unglücks entstand eine große Menschenansammlung, die ihrer Staatsoper). Am Schwechten- Flügel: Kapellmeister Otto Urack. Anschließend: Dritte Bekanntgabe der neuesten Tagesnach- forgte für die Wiederherstellung der Ordnung. richten. Zeitansage. Wetterdienst, Sportnachrichten, Theaterdienst. ftörung dauerte etwa 4 Stunden. Das jst KALODONT KALODONT Die Schäumende Zahncreme Das beste Zahnreinigungsmittel überhaupt! Die Verkehrs Reklamehalber gratis." Man meiß, mit welchen Mitteln notleidende Theater ihre leeren Bänke zu füllen fuchen. Daß Bons mit Anspruch auf Preisermäßigung in Massen verteilt werden, daß Freifarten in nicht geringer Bahl ausgegeben werden, ist alter Brauch, den jeder tennt. Niemand wird sich dorüber wundern, daß auch das Dramatische Theater" zu diesem Behelf gegriffen hat, Wundern müssen wir uns aber darüber, daß Bons des„ Dramatischen Theaters" eine Ausstattung erhalten haben, die den mit solchen Bons beglückten Personen eine bittere Ent. täuschung bereiten fann. Die Direktion des Theaters ließ in Betrieben massenhaft Bettel verbreiten, die zu einer Vorstellung ganz ergebenst einluden und den Berinert enthielten:„ Die Einladung erfolgt, damit unser Theater in den weitesten Kreisen be= fannt wird, reflamehalber gratis. Die Korten find gegen Rückgabe beiliegender Scheine nur an der Abendkasse von 6 bis 28 Uhr erhältlich." Der Kopf des Scheines sah so aus: Dramatisches Theater BERLIN N. Chausseestr. 30-32, Tel. nur Büro Moritzplatz 461. GEGEN ENTRICHTUNG DER GERINGEN STEUER VON EINER MARK AN für Reservatschein reservierte Propagandakarten Der Himmel weiß, warum die dritte Zeile des Kopfes, die auf die Notwendigkeit der Entrichtung der geringen Steuer von einer Mark an" hinweist, ganz in großen Buchstaben gedruckt ist. Leute, die schwache Augen haben oder flüchtig hinsehen, fönnten diese Zeile fast für eine Verzierung halten. Wir wollen hier nicht wiedergeben, was Arbeiter, die erst an der Abendkasse über die Bedeutung dieser Zeile aufgeklärt wurden, uns über das ihnen cufgegebene Buchstabenrätsei in berechtigtem Aerger schreiben. Die Direktion des Dramatischen Theaters" dürfte mit der artigen„ reklamehalber gratis" erfolgenden Einladungen ihrem Unternehmen schwerlich nüßen. Zwei lebende Schlachtochsen vom Bichhof gestohlen. Dem Anziehen der Fleischpreise entsprechend, nehmen auch die Fleischdiebstähle auf dem Schlacht und Viehhof wieder erheblich zu. Während noch bis vor kurzem die zuständige Kriminalpolizei des Polizeiamis Friedrichshain von einer etwas ruhigeren Zeit sprechen konnte- als solche galt, wenn täglich nur etma 5 bis 6 halbe Schweine und eine gleiche Stückzahl anderen Fleisches gestohlen wurden gehen die Diebe erneut mit ungeheurer Frechheit jetzt sogar dazu über, lebende Schlachttiere zu stehlen. So wurden einer hiesigen Rom missionsfirma durch den Schweizer Friedrich Roth aus der Neuen Königstr. 90 am hellen Lage zwei Schlachtochsen ent vendet, nachdem Roth mit der Firma in Scheinverhandlungen über den Ankauf getreten war. Unter Mißbrauch des Namens eines angesehenen Schlöchters brachte der Dieb die Tiere durch die Kon trolle und ging sogar so weit, sie unter Benuzung wieder eines anderen Namens als Eigentümer auf dem Schlachthof felbst schlachten zu lassen und das Fleisch erst am nächsten Tage abholen zu lassen. Er verkaufte es dann an eine größere Restauration im Zentrum, dessen Inhaber sich nun wegen ehlerei zu verantworten hat, da er Roth weder nach seinem Namen noch nach der Herkunft des Fleisches gefragt hatte. Der Kriminalpolizei vom Bolizeiamt Friedrichshain gelang es, die geschlachteten Tiere noch vor dem Verbrauch zu beschlagnahmen. Roth selbst hatte Wind von der Sache bekommen und war geflüchtet. Ein Haftbefehl gegen ihm ist bereits erlassen worden. Drei Jugendführer- Vorträge veranstaltet das Bezirks. jugendamt Treptow im Saal des Jugendheims Oberschöne weide, Laufener Straße 2. 1. Vortrags- und Ausspracheabend am Donnerstag, 16. Oftober über„ Kind und Jugendbildung"( Bortr. Reftor Gensch). 2. Atend am Montag, 20. Ottober, über Möglich feiten und Grenzen des Jugendspiels"( Bortr. Georg Götsch). 3. Abend am Freitag, 24. Ottober, über Jugend und Sexual frage"( Bortr. Dr. Hodann). Sämtliche Vorträge beginnen um 7½ Uhr. Unfostenbeitrag je Abend 10 Pf. " Lebenstundlicher Unterricht. Dem Bedürfnis entsprechend, hat die Freie Schulgemeinde Charlottenburg für alle Schüler und Schülerinnen vom 10. Lebensjahre an einen lebensfundlichen Unterricht eingeführt, der sich bisher eines stets wachsen den Zuspruches erfreut hat. Derselbe wird in der 32. Gemeinde. schule, Oranienstr. 15a( am Luiseplay) des Montags und Freitags in je zwei Abteilungen von 4-6 Uhr durch berufene Lehrer erteilt. Die erste Atteilung für Schüler und Schülerinnen im legten Schuljahr erhalten den Vorbereitungsunterricht für die Jugendweihe in Klasse II M; alle übrigen in Klasse II O, beide im ersten Siod gelegen. Es verpflichtet nur zum einmaligen Unterricht, der Tag der Teilnahme ist wahlfrei. Humboldt- Hochschule: Dr. Mar Deri beginnt am Dienstag, abends 8 Uhr, in der Aula, Dorotheenftr. 12, feine Lichtbildvorlesung über die Kunst der Antike. Die Reichs- Kleingärtner- Werbewoche, die im Reich bom 3.- 12. Dtober 1924 stattgefunden hat, findet für Groß- Berlin vom 12.- 19. Oftober 1924 statt. Der Kleingarten Bezirksverband Wedding" veranstaltet am Dienstag, den 14. Oftober 1924, abends 7 Uhr, in den Bharusjälen, Müllerstraße( großer Saal), eine Kleingärtner- Werbeversammlung. Der Homöopathische Verein Hahnemann- Lichtenberg( Mitglied des Berbandes Boltsgesundheit und der 3.-.) veranstaltet am Dienstag, den 14. Dtober, abends 7 Uhr, in der Schulaula Frankfurter Allee 37( Nähe Warschauer Straße) einen Vortrag. Thema: Boltselend und Gebärzwang, der Kampf gegen den Abtreibungsparagraph. Referent: der zu drei Jahren Buchthaus verurteilte Genosse Apotheker Paul Heiser. Arbeiter, erscheint in Massen, gestaltet diesen Vortrag zu einer Protesttundgebung gegen den Paragraph 218. Die Feierstunde der Sozialistischen Arbeiterjugend muß wegen technischer Schwierigkeiten im Großen Schauspielhaus von Sonntag, den 12. Oktober 1924 auf Sonntag, 26. Oktober 1924 verlegt werden. Die Karten behalten Gültigkeit. Der Bezirksvorstand. Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Montag, den 13. Oftober, pünkt lich 5 Uhr nachmittags, Sigung des fleinen Bildungsausschusses. Heute, Sonntag, den 12. Oftober, pünktlich 3 1hr nachmittags, im Theater des eftens Madame 2egros" von Heinrich Mann. Breis pro Starte einschließlich Garderobe und Theaterzettel 0,90 m. Starten sind noch im pünktlich 3%, Uhr nachmittags, 1. Festfonzert in der Philharmonie, Bern Borraum des Theaters zu haben. Heute, Sonntag, den 12. Dftober, burger Straße 22. Werte von Beethoven und Brudner. Ginzelfarten zum Preise von 1.10 Gm. und Abonnements find noch am Eingang des Saales zu haben. Die Streife werden ersucht, Anfang dieler Woche die Theater farten für den Monat November vom Bureau abzuholen. e man freut sich auch einmal über das Bublifum, wenn man bemerkt, daß es mit Recht seine stärkite Sympathie dem bravourösen Pferdedress uratt Otto Schumanns zuwendet. Die 5 Ferdinis verwandeln Strohhüte in Bumerangs, lassen sie über das Publikum fliegen und gehorsam wie die bekannten Wurshölzer in ihre Hände zurüdkehren. Der Boganny akrobatik hinein. Att( Bergnügte Köche) bringt neue, überraschende Momente in die Grotest Der Rosello Balanceaft ist bei absoluter Sicherheit dennoch atemraubend. Der Motorfahrer Rotset ist in seiner wilden, tollkühnen Fahrt auf rotierender Platte der wahre Teufelsfahrer. Wir freuen uns, daß er Mut und Geschmad besitzt, neben feiner Heimatflagge die deutsche Nationalflagge zu zeigen. Driginell find bie hawaischen Tänze und Gesänge. Der Fußjongleur Takahashi in seiner verblüffend sicheren und teilweise sehr gefährlichen Leistung, und Schichtls drollig arbeitende Marionetten sind an dieser Stelle wohl bekannt aber freudig wieder begrüßt. Das Walhalla- Theater, in der Borstadt gelegen und ziemlich verbaut. war bon jeher ein Schmerzenskind der Stunst. Heute scheint es in richtige Hände geraten zu sein. Es ist Varieté geworden, aber wahrhaftig fein Borstadtvarieté. Man muß ehrlich sein und gestehen: Nirgends in Berlin hat man bisher eine derart vollendete Leistung erlebt wie die der Redturner Paulo und Florian. Das sind Menschen, für die die Geseze des Schwergewichts aufgehoben scheinen. Das Programm begann gut mit Medini- Comp. In M. u. A. Née folgten Tanzparodien, die durch und durch das Niveau des Künstlerischen wahrten. In diesem Rahmen er wedten sie stürmische Heiterkeit. Die Nummern des Varietés find durchweg gut. Erstklassige Stunft. Wenn trotzdem der Besuch nicht so start ist, wie man ihn dem Unternehmen wünschen möchte- nun, daran erkennt man eben die wirtschaftliche Not, das Geset unserer Tage und unserer Kreise. Aus den guten einzelnen Leistungen müssen noch die verblüffenden Vorführungen der Italiener Manetti hervorgehoben werden. Ebenso muß man den Komifer Jurisch nennen. Alles in allem: ein vorbildliches Varieté der Borstadt, dem leider zunächst noch die Resonanz zahlungsfähiger Besucher zu fehlen scheint. Abfahrt des 3. R. 3 heute früh! Die Gründe des am Sonnabend verhinderten Aufstiegs. Die Abfahrt des 3. R. 3 nach Amerita ist nunmehr, wie aus Friedrichshafen gedrahtet wird, auf heute, Sonntag früh 6 Uhr festgesetzt werden. Ueber die Fahrtrichtung ist noch nichts bekannt. Das Schiff foll beits um 5 Uhr flar zur Fahrt sein. Die Luftschiffleitung ist der festen Zuversicht, daß zu diesem Zeitpunkt die da die Abfahrt genau zum Sonnenaufgang angefeht ist. Die letzten Temperaturverhältnisse einen glatten Aufstieg ermöglichen werden, Wetterberichte lauten günstig. Der Ansturm der Fremden ist unbeschreiblich. Alle Gasthäuser und Privatquartiere sind überfüllt. eine Verschiebung der Ozeanfahrt nötig gemacht haben, fönnen wir Ueber die Ursachen, die am Sonnabend früh in letzter Minute folgendes nachtragen: Apollotheater: Das lachende Berlin. Das Rezept zu einer solchen Nevu ift verhältnismäßig einfach. Man nimmt drei schöne fabriziose Frauen, umgibt sie mit schönen geschmackvollen Stoffen, würzt mit dünnen leichten Humoren, bergißt auch einige Rörnchen Baprila nicht, fügt eine füße Melodientunke hinzu, die man wieder durch einen Eklöffel voll Sentimentalität pilant macht und der Salat ist fertig und schmeckt dem Bublikum ausgezeichnet. Eine Rahmenbandlung will den nicht ganz unbekannten Sab erbärten: Wenn der Junge verdirbt, was der Alte erwirbt, gebt die Firma pleite. Darum geht aus pädagogischen Gründen auch der Alte auf den Bummel, um dem Jungen zu zeigen, wie bäßlich das schöne Bummelleben doch eigentlich ist. Und der Junge befehrt sich. Na also! Die drei schönen Frauen find Lotte Dobischinski, blond und raffig, Elje Balzer Lichtenstein, süßen Wohllaut in Stimme und Spiel, und Ise Reval, üppig und blühend, unser liebes schnoddriges Berlinertum famos und ohne die unleidlichen Uebertreibungen verkörvernd. Ueber diesem Frauentrio aber funfelt eine Sonne des Humors: Paul Beders, der bekannte sächsische Komiker, dem die tragende Rolle zugeschrieben worden ist und der alle Register ziebt. Berlin lacht! Und wie! Erich Boremiti, der bummelnde Sohn, der sich gut anzuziehen weiß und gut fingt. Man lacht sich fchedig über Siegfried Berisch und Alfred Walter, die eine Stonfektionsszene im Jargon glänzend hinlegen. Driginell und niedlich sind das Massenbett und die„ Base". Anderes ist nett und luftig, wenn auch nicht neu. Im ganzen 16 bunte Bilder. Die Gesamtaufmachung ist farbenund sinnenfroh, immer geschmadvoll und immer dezent. Der Hausballettmeister Blanbalet gibt wieder sein Bestes. Die Mufit, zu der mit Franz Doelle auch Direttor Slein beigesteuert hat, ohne vordringliche Schlager einschmeichelnd und gefällig. Das Chrysantemenlied und das Lied von der Mitternacht wird man bald singen. Ganz brillant find aber zwei englische Spezialitäteneinlagen, die fabelhaft tanzenden drei Manleys und die beiden Liliputaner- 8willinge Therry wins, die einen Bog fampi aufführen, bei dem fein Auge troden bleibt. Summa Summarum: Sumor, Lieder, Farben, Licht und schöne Frauen, was will man mehr? Nach dem Inhalt fragt man nicht und der fo nabe liegenden Zeitfatire geht antworten zu tönnen glaubte. Aus diesem Grunde entschloß man man auch hier aus dem Weg. Aber die Zeit kommt auch noch! Berliner Varietés. tr. Der Wintergarten hat auf dem Oftober- Programm eine Nummer, die weit über das emporragt, was man sonst auf Barietébühnen zu sehen be fommt. Dr. Angelos lebende Bijouterie sind ebenso originell in der Erfindung wie von vollendeter Schönheit in der Aufmachung. Sunge Damen im Trifot mit den harmonischsten Körpern bilden gewissermaßen die lebende Staffage zu allerhand loftbaren Schmudſtüden( Tafelaufsak, Spiegel, Armband, Kamm, Fächer und Brosche). Man kann sich weder er flären, wie die großen und doch rokotozierlichen Schmuckstücke auf der Bühne ihre unbeweglichen Stellungen an den einzelnen Bijouterien einzunehmen befestigt sind, und noch viel weniger, wie die Damen es möglich machen, und festzuhalten. Alles ist von einer Phantasie umkleidet, die an das Wunderbare grenzt. Aus dem übrigen Programm sei besonders der Bauchredner Richard Nada gré erwähnt und auf das russische Ballett hingewiesen. Die ünf Bernetts am Drahtseil, die zwei Iant 3 auf Rollschuhen, Will Cummin, Nicol und Martin auf dem Stab, die vier affans, die fünf lektors in ifaschen Spielen sowie der komische Fritchie fanden ebenfalls lebhaften Beifall. Stala- Theater. Uebersicht man einmal die Gesamtleistung eines solchen Abends, so muß man gerechterweise neben der Anerkennung für den Einzelnen auch dem Gesamtaufbau Bewunderung zollen. Aus dem gewaltigen internationalen Angebot wurde bier wieder nicht nur das Beste, sondern in seiner bunten Mannigfaltigkeit auch das Unterhaltsamite zusammengebracht. Und 3. R. 3 trägt für die Amerikafahrt eine Belastung an Brennftoffen von rund 32 Tonnen, die für ein Luftschiff von dieser Größe und mit diesem Gasinhalt zu start ist. Auf der anderen Seite ist zwungen, sich mit einer derart großen Brennstoffmenge zu verdie Luftschiffleitung in Anbetracht des zurückzulegenden Weges ge forgen. Um dieses Mißverhältnis zwischen Gasinhalt und Brennstoffbelastung auszugleichen, ist es notwendig, daß der Aufstieg des Luftschiffes bei fühler Witterung und zwar bei einer höchst temperatur von 6 Grad erfolgt, da mur dann der nötige Auftrieb vorhanden ist Ganz unerwartet hatte sich aber am Sonnabend früh in Friedrichhafen und überhaupt am Bodensee ein sehr starter Nebel gebildet, der die Erde einhüllte und den Boden erwärmte, indem er die talten Winde abhielt, innerhalb weniger Minuten stieg die Temperatur von 6 auf 10 Grad und das Luftschiff verlor damit zugleich den notwendigen Auftrieb. Es wurde zunächst versucht, durch Abgabe von Wasserbalast und durch Entfernung von rund 600 Kilogramm Benzin das Luftschiff zu erleichtern. Die Temperatur ftieg aber fortgesetzt, so daß eine immer größere Menge an Brennstoffabgabe nötig gewesen wäre, was die Luftschiffleitung im Interesse der Sicherheit der Fahrt nicht ver fich schweren Herzens die Fahrt, für die sonst alle Borbereitungen getroffen waren, auf Sonntag früh zu verschieben. Untergang eines Hamburger Dampfers an der litauischen Küste.. Der Hamburger Dampfer, Thor, der ständig zwischen Danzig und Libau verkehrt, ist in der Nähe der litauischen Küste untergegangen. 3 wölf Mann der Besagung wurden gerettet, das Schicial der übrigen ist unbekannt. Zugentgleifung bei Czenstochau. Auf der Station Boraj bei Czenstochau entgleiste ein Güterzug. Ein EisenbahnEine ganze Reihe von Wagen wurde zertrümmert und durch die arbeiter wurde getötet, fieben wurden verwundet. Trümmer war die Strecke längere Zeit vollkommen gesperrt. Raubüberfall auf einen amerikanischen Zug. Räuberbanden brachten in der Nähe von Calendrio einen Eisenbahnzug zum Entgleisen und verübten dann Plünderungen. Neun Bassagiere wurden getötet, darunter zwei Amerikaner. Truppen nahmen die Verfolgung der Banditen auf. Die Ueberschwemmungsfatastrophe in Indien. Aus Allahabad wird gemeldet, daß die leberschwemmung des Ganges großen Schaden anrichtet und die Ernte bedroht ist. 2000 Personen find obdachlos. Riesen Leiser Leistungen 3 Que recht und trage < Kinder Damen Desen- und Agraffenstiefel bequemer, kräftiger Strapazierstiefel, rationelle Form, prima Rindbox Gr. 31 bis 35 5,90, Gr. 27-30 4,90, prima Pressbox Gr. 25-28 3,50, Gr. 23-24 Spangen- und Schnürschuhe prima R'Chevreau, moderne spitze und halbrunde Form, schicker Absatz, echte Lederbrandsohle und Ledersohle Herren Strapazier- u. Strassenstiefel Ia Rindbox, dauerhaft, bequeme Passform, ganz besonders billiges Angebot Leiser HAC 95 2; 90 90 9, Kamelhaarschuhe fürs Haus, warm, mollig und bequem, in verschied. Ausführungen Güte ist selbstverständlich, der billige Preis Leistungsfähigkeit erst beweist die C& A 000000000 Kinder Mantel aus schöner Karierter Ware. Lg.60 08 Königstraße 33 Am Bahnhof Alexanderpl. Chausseestr.[ 13 Beim Stettiner Bahnhof ( Untergrundbahnstation) Moderner Winter- Mantel sus gut. Affenhautware apart bestickt, Kragen mit Pelz verbramt in 3900 Sehr Interess. Kleid in eigenartiger Verbia dung von Rips u. Samt in exotischen Mustern nur 3500 Praktisches Cheviot- Kleid mit lang.Armeln, hübsch eingesetzter Weste u dem beliebt Plissérock 995 A7 R Hocheleganter WinterMantel aus gut warmer WollplüschWare, ganz auf Futter 65° Schriftliche Bestellungen können nicht berücksichtigt werdeni chuh ftrumpfffoff. Kleid Sch Mengenabgabe vorbehalten Die für diese Veranstaltung zum Verkauf gestellten Waren sind durchweg bewährte gute Qualitäten zu aussergewöhnlich billigen Preisen DamenSchuhwaren Damen- Stoffhausschuhe mit Kordelsohle, in schönen Farben...... Damen- Spangenschuhe Boxca, mit breiter Schiebeschnalle ...... Grösse 36-39 Damen- Halbschuhe braun, Damen- Strümpfe Hochterse Baumwolle gewebt, z. T. mit Doppelsohle und schwz, 48 250 Seidenflor gewebt, schwarz und farbig 1050 Kunstseide spange, schwarz Boxcalf, zum Schnoren, mit Schiebe 1650 Kinder- Lederstiefel in guten Qualitäten, verschied. Lederarten, bequeme Passform, dauerhafte Verarbeitg. Rahmenarbeit Kinder- Lack- Halbschuhe 25-26 27-30 31-35 540650690 90 850 queme Form, gutes 79 Grosse zum Schnüren, breite bequeme Form, gutes Fabrikat Grösse 27-30 81-85 Damen- und HerrenGesellschaftsschuhe Wiener a. deutsche Fabrikate, eleg. Formen u. Ausführungen, in grosser Auswahl am Lager Kleiderstoffe 145 Schotten doppeltbreit, moderne Stellungen, Meter Reinwollener Foulé bedruckt, Meter 175 Bandstreifen reine Wolle, für Klolder, Meter 290 Trikot 140 cm breit, in vielen Farben...... Meter 4 Wolle, schwere Qualität, 140 cm gewebt, nur schwarz...... Kunstseide gewebt, schwarz, Ia Qualität....... Pf. 90 Pf. Reine Wolle gewebt, schwarz Reine Wolle Kaschmir, gewebt, schwarz und farbig.. Verkauf nur sowelt Vorrat HerrenSchuhwaren Herren- Hausschuhe Kamelhaarstoft, 145 195 mit Filz- und Ledersohle.. Herren- Halbschuhe schwarz Rindbox, 29⁰ 12.50 90 90 125 Tramaseide 2.9⁰ extratein, schwarz und moderne Farben 245 Reine Wolle Kashmir, sohle und Hochterse, schwarz und farbig Herren- Socken Baumwolle Seidenflor gewebt, moderne Farben....... 45 75 Pf. 325 Baumwolle gewebt, farbig, mit Jacquard- Dessins 90P. Reine Wolle Pf. gewebt, schwarz... Kinder- Strümpfe Echt Mako 90.15165 Gamaschen 1x1 gestr., schw.u.led..1-3 4-6 45 Gamaschen Reine Wolle 15121 1x1 gestrickt, schwarz..: 1-3 4-6 Kinder aus Trikot Bwl., mit Futter, schwz. u. farb., Gr.4 Damen- Bekleidung Wollkleider fott gearbeitet....... Kleider. 4 3 125 75 Weit Gr. 50 Pl. mehr 25 Weit Gr. 50 P1. mehr 1775 Flauschmäntel 1975 aparte Dessins Kleider aus Gabardin, 1975 Cheviotröcke in hübscher Ausführung... schwarz und blau.... Velours breit, für Mistel und kostumeter 690 Trikotkleider 1775 Röcke Reinw. Tuche 10 cm breit, elegante Klei. 790 aparte Farben..... derware .Meter Reinw. Streifen 95 für Blusen und Kleider ....... Meter Pf. Rock- Schotten 195 sparte Farbenstellung, 100 cm breit..... Meter in Sportfarben moderne Form, gute Verarbeitung, Rahmenarbeit..... Herren- Schnürstiefel u. Halbschuhe 1550 braun R.- Box, vorzügliche Qualitäten, Rahmenarbeit.. Kinder- Schnallenstiefel 19-22 23-26 27-30 31-35 Kamelhaarstoff, vorzügliche Qualitäten, schöne Muster, mit Filz- und Ledersohle. 60 20 50 Kinder- Filz- Schnallen. 19-24 25-28 27-30 31-85 stiefel mit Filz- und Ledersohle, in verschied. Ausiührungen.. 60 2029030420 ,, Marke Hassia" Alleinverkauf für Berlin Damen- und Herren- Schuhe und-Stiefel in grosser Auswahl Seidenstoffe Kleiderseide schwarz, doppeltbreit, Méter 550 ..Meter 590 für Pelz and Jackenfutter, gute Qua: lität, doppeltbreit..... ca. 90 röcke cm breit, für MorgenMeter Damassé Rippensamt 4⁹⁰ Crêpe de chine doppeltbreit, in vielen 90 Kaschmirseide schwarz und farbig, Meter 90 690 690 Meter 790 950 Velours- Chiffon( Panne), for Gesell- 1590 für THEIZ Wolltaffet 3 M R Leipziger Straße Alexanderplatz N Frankfurter Allee 178 uni und bedruckt, in grossem Sortiment, Meter Kostümstoffe gemustert, 140 cm breit................. Meter 5⁹⁰ نی اور Nr. 482 41. Jahrgang Dank des Vaterlands. 2. Beilage des Vorwärts Für das Recht der Schwerkriegsbeschädigten. Bon Erich Roßmann. In den letzten Monaten ist mir in meiner Eigenschaft als Mitglied des Reichstags eine große Anzahl lebhafter Be= schwerden von Kriegsbeschädigten aus dem ganzen Reichsgebiet zugegangen, aus deren genauester Brüfung ich die Ueberzeugung gewonnen habe, daß diesen hilfsbedürftigen Boltsgenossen mit Hilfe der Personalabbauver ordnung ein bitteres Unrecht zugefügt worden ist, das der öffentlichen Kritik unterworfen werden muß, um Wiederholungen in der Zukunft vorzubeugen. Die Schwerkriegsbeschädigten unterliegen den Schutzvor schriften des Schwerbeschädigtengefezes vom 12. Januar 1923. Danach müssen mindestens 2 Proz. der Arbeitspläge mit Schwerkriegsbeschädigten besetzt werden. Neben diesem Recht auf Arbeit hat dieses Gefeß noch einen besonderen Schutz gegen die Entlassung von Schwerbeschädigten geschaffen. Einem Schwerbeschädigten fann nur mit Zustimmung der Hauptfürsorgestelle gekündigt werden. Außerdem hat die Kündigungsfrist mindestens 4 Wochen zu betragen. Die Zustimmung zur Kündigung eines Schwerbeschädigten darf nicht versagt werden bei Betrieben des Reichs, der Länder und anderer öffentlicher Körperschaften, Stiftungen und Anstalten des öffentlichen Rechts, die aufgelöst oder nicht nur vorübergehend wesentlich eingeschränkt werden müssen, wenn das Gehalt vom Tage der Kündigung ab noch 3 Monate weitergezahlt wird und wenn noch mindestens 5 Proz. der Gesamtzahl der im beschränkten Betriebe verbleibenden Beschäftigten Schwerbeschädigte find. Gegen die Anordnungen und Entscheidungen der Hauptfürsorgestelle tann, sofern es sich um private Betriebe handelt, beim Schwerbeschädigtenausschuß der Hauptfürsorgestelle, sofern es sich um öffentliche Betriebe handelt, nach dem Gesez sowohl von der Behörde als von dem Beschä digten Beschwerde bei der obersten zuständigen Reichs- oder Landesbehörde erhoben werden. Durch die Personalabbau verordnung ist den Schwerbeschädigten das Recht der Be schwerde bei der obersten Reichs- oder Landesstelle entzogen morden. Nur die Behörde selbst tann gegen die Bersagung der Kündigung bei ihrer vorgesetzten Dienststelle gegen die Entscheidung der Hauptfürsorgestelle Beschwerde einlegen. Die obersten Reichs- oder Landesbehörden haben es also trop des Schwerbeschädigtengefeßes ganz in der Hand, in welchem Um fange fie Kriegsbeschädigte weiter beschäftigen wollen. So die Rechtslage, soweit sie zum Verständnis der Einzelfälle, die ich nachstehend aus der Fülle meines Materials der Deffentlichkeit übergebe, geschildert werden muß. 1. Fall: Ein Schwerbeschädigter mit völliger Bersteifung der linken Hand, Bater von 7 Kindern, Inhaber des Anstellungsscheins, feit 8 Jahren im Bostdienft tätig. wird im Juni 1923 entlassen. Auf Grund des Beschwerderechts, das den Beschädigten damals noch zustand, wehrt er fich und erreicht mit Zustimmung des Reichspoftministers feine Wiederanstellung. Um sich seiner jedoch jederzeit entledigen und die Einmischung der Hauptfürsorgestelle fernhalten zu können, wird das neue Arbeitsverhälmis von der Behörde als nur vorüber. gehend" charakterisiert. Dadurch wird erreicht, daß die Schup. vorschriften des Schwerbeschädigtengesetzes ohne Anwen bung bleiben. Nach dem Schwerbeschädigtengesek geht aber ein Dorübergehendes Arbeitsverhältnis ohne weiteres in ein dauerndes über, wenn die Beschäftigung 3 Monate überschreitet. Um das zu verhindern, führt die Postverwaltung im vorliegenden Fall eine tünstliche Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses herbei, entläßt den Schwerbeschädigten 2 Tage vor Ablauf der Dreimonatsfrist wegen angeblicher Entbehrlichkeit und stellt ihn 2 Tage später wieder vorübergehend" ein. Eine Reichsbehörde sabotiert also absichtlich das Schwerbeschädigtengesetz und sucht sich durch einen ganz gewöhnlichen Trid, der jedem privaten Unternehmer die schärfste moralische Berurteilung eintragen würde, von den gesetzlichen sozialen Verpflichtungen zu befreien, die durch das Schwerchädigtengesetz allen Arbeitgebern auferlegt worden sind. 2. Fall: Ein Poft amt beantragt bei einer Hauptfürsorgestelle die Zuftimmung zur Ründigung von sämtlichen 7 Schwerbe. schädigten, obwohl im ganzen Bereich der betreffenden Oberpoftdirektion nur 10 Schwerbeschädigte beschäftigt find. Also Abbau von 100 Proz. der betreffenden Dienststelle. Ohne die Entscheidung der Hauptfürsorgestelle, der man die notwendigen Auskünfte zur Be urteilung des ganzen Falles verweigert, abzuwarten, werden die 7 Schwerbeschädigten 14 Tage später einfach außer Beschäfti gung gesetzt. Bugleich teilt die Oberpostdirektion mit, daß eine Wiedereinstellung unter gar feinen Umständen in Frage kommen fönne. Mit einer verblüffenden Leichtfertigteit fegt man sich über unzweideutige Gefegesbestimmungen hinweg. Unter Ueberwindung schwerster Bedenten und nach weitestgehender Würdigung der von der Postverwaltung vorgebrachten Gründe stimmt die Hauptfürsorgestelle schließlich der Kündigung von 4 Schwerbeschädigten zu. Die Postverwaltung aber verweigert die Weiterbeschäfti gung der übrigen 3 Schwerbeschädigten, obwohl die Hauptfürsorgestelle darauf hinweist, daß diese durch ihre Entlassung in das größte Elend gestoßen werden, well bei der sehr schweren Art ihrer Beschädigung ein anderweitiges Unterfommen fast ausgefchloffen erscheint. Schließlich geht die ganze Kündigungsangelegenheit an das Reichsarbeitsministerium, das sie wegen ihrer grundsäglichen Bedeutung an das Reichspoftministerium weitergibt. Nach 8 Monaten war noch feine Antwort des Reichspoftministers ein. gegangen! Die Schwerbeschädigten selbst stellten an den Reichspoftminister einen bringenden Antrag um Wiedereinstellung, befon ders mit Rücksicht auf den Erlaß des Reichsfinanzministers, nach welchem der Abbauanteil der Schwerbeschädigten höchstens ein Biertel bes gefamten Abbauprozentjages betragen soll, so daß im ganzen Bezirt der in Frage fommenden Oberpoftdirektion nicht ein ein ziger Schwerbeschädigter hätte entlassen werden dürfen. Auf die Eingabe war nach 5 Monaten noch teine Antwort eingegangen. Damit ist die Angelegenheit aber noch nicht erschöpft; ihre weitere Entwicklung ist geradezu ein Standal. Während die in Frage tommende Oberpoftdirektion sich nicht einmal mit der Entlassung des größten Teils der von ihr zur Kündigung vorgeschlagenen Schwerbeschädigten einverstanden erklären wollte, sondern darüber hinaus eigensinnig auf der Entlassung auch der Schwer ft beschäbigten bestand, hatte sie 8 Wochen später wieder einen solchen Per fonalbedarf, daß 7 neue Kräfte neueingestellt werden mußten, darunter allerdings 2 Schwerbeschädigte, die sich jedoch mit NEIN Sonntag, 12. Oktober 1924 „ Keine Halbheiten mehr!" ( Siehe auch 1. Geite des Hauptblattes.) O.K. O.K. L. Unser Banner hat nie geschwankt. II. So ftand ich da ich konnte nicht anders! O.K. III. Fürs Baterland ließen wir uns in Stüde reißen. einer nur vorübergehenden" Beschäftigung einverstanden erklären mußten, weil sie sonst nicht wieder eingestellt worden wären. Inzwischen steigert sich der Personalbedarf weiter, so daß in den Momaten Februar bis März nicht weniger als 18 Hilfsträfte eingestellt werden mußten, wobei tros dringender Borstellungen auf die entlassenen Schwerbeschädigten nicht zurückgegriffen wurde. Es wurden vielmehr die 2 bei der Wiedereinstellung berücksichtigten Schwerbeschädigten nach 3 Monaten gezwungen, ihren Dienst zu ver lassen, während die zugleich oder später eingestellten gefunden Kräfte im Dienste verbleiben durften. Dabei war auch diese Entlassung rechtlich unzulässig, denn die Postbehörde hatte es unterlassen, die„ vorübergehende Beschäftigung der Hauptfürsorgestelle mitzuteilen, wodurch das Arbeitsverhältnis rechtlich als ein dauerndes anzusehen war. Es war also bei dem in Frage kommenden Bostamt ein bedeutender Personalbedarf zur Bewältigung des laufenden Verkehrs vorhanden; es wurden neue Stadireviene eingerichtet, Wartegeldempfänger und Urlauber zurüd berufen. Es hätte unter diesen Umständen rechtlich überhaupt feine Entlassung von Schwerbeschädigten eintreten dürfen, aber den Schwerbeschädigten wurde taltlächelnd erklärt, daß ihre Entlassung zur Unterbrechung der dreimonatigen Beschäftigungsdauer erforder. lich sei. Wiederum also eine absichtliche Umgehung eines Reichsgefeßes durch die Behörden! Darauf aufmertfam gemacht, daß er sich durch ein berartiges Verfahren Unannehmlichkeiten aussehe, erklärt der verantwortliche Postbirektor, das könne ihm als Reichs | OKOESTER IV. Doch nun feine halbheiten mehr! Einig und geschlossen den Blick aufs hohe Ziel gerichtet! beamten nicht paffieren, er handle nur im Auftrage feiner vor. gesezten Behörde. Nach vierwöchiger Arbeitslosigkeit werden die entiaffenen Schwerbeschädigten wieder eingestellt, nachdem man ihnen auf diese Weise die Rechte aus dem Schwerbeschädigtengefeß genommen hatte. Auf alle Beschwerden schweigt sich der Reichspost minister aus! Eine unerhörte Rücksichtslosigkeit und ein außergewöhnlicher Mangel an sozialem Empfinden drückt sich ist dieser Behandlung von Schwerbeschädigten aus, mit deren Schicksal geradezu gespielt wird. 3. Fall: Eine Reichsbantnebenstelle fündigt einem Schwerbeschädigten, die Hauptfürsorgestelle versagt die Zustimmung. Das Reichsbank direktorium entscheidet sich für die Entlassung und lehnt es ab, mit der Hauptfürsorgestelle in eine weitere Erörterung der Angelegenheit einzutreten. Das Reichsbantbirettorium weigert sich ferner, die gesetzliche Berpflichtung einzuhalten, nach der dem Schwerbeschädigten 3 Monate lang, vom Tage der Kündigung ab gerechnet, das Gehalt weiterzuzahlen ist. Die Hauptfürsorgestelle interveniert beim Reichsarbeitsministerium, bleibt aber wochenlang ohne Nachricht. 4. Fall: Der Borstand eines Amtsgerichts muß auf Befehl des Oberlandesgerichtspräsidenten einen Schwerbeschädigten entlaffen, ob wohl er feinen Borgesezten auf die Unrechtmäßigkeit der Entlassung hingewiefen hatte. Der Vorstand des Amtsgerichts bittet die Haupt 5. Fall: fürsorgestelle felbft um Schuh für den armen Teufel. Diefe forbert| allem die Hamburg- Amerita- Linie, der Norddeutsche Mond, die Boerdie Wiedereinstellung und Nachzahlung des entgangenen Lohnes.| mann- Linie, die Kosmos- Linie; in Frankreich die Compagnie Trans. Der Oberlandesgerichtspräsident aber erklärt, die Entscheidung der atlantique in Havre und die Messageries Maritimes in Marseille. Hauptfürsorgeftelle sei für ihn nicht verbindlich. Nach abermaligem Schon vor dem Kriege war unter Bierpont Morgan nicht nur die Broteft wird der Schwerbeschädigte weiterbeschäftigt. ameritamische Schiffahrt vertruftet, auch die Mehrheit der Attien von fast allen England und Amerika verbindenden Linien befanden sich in amerikanischem Besih. Nach einem erbitterten Kampfe um die Seefrachten gelang es dem zu einem Syndikat verbundenen amerikaniEin Bostamt fchlägt feine fämtlichen 5 Schwerbesch& schen und deutschen Schiffahrtskapital, den ganzen nordatlantischen digten zur Kündigung mit der naiven Begründung vor, daß Dienst einheitlich zu organisieren und zu monopolisieren. De Unterdie Schwerbeschädigten nur beschränkt verwendbar feien und daher bietung der Seefrachten wurde abgelöst durch die„ shipping rings", zusammen mit den übrigen weniger leistungsfähigen Kräften abges die fartellistisch festgelegten Tarife. Der Krieg hat diese Entwicklung stoßen werden müßten. Die Leute sind größtenteils verheiratet und unterbrochen, insbesondere Deutschland hat erheblich von seiner haben zum Teil eine zahlreiche Familie zu ernähren. Bei dem früheren Geltung auf dem Weltmeere eingebüßt. Die großen deutgleichen Bostamt sollen weibliche Hilfskräfte, deren Bäter sich schen Schiffahrtslinien verbanden sich jetzt aufs neue mit dem ameriin gesicherter Lebensstellung befinden, im Dienste verbleiben. Die tanischen Rapital, bas feinen außerordentlich gestiegenen SchiffsHauptfürsorgestelle mendet sich an das Reichspostministerium. Eine Antwort von dort erfolgt nicht, die Schwerbeschädigten jedoch werden weiterbeschäftigt. 6. Fall: Zwei Postämter beantragen die Entlassung ihrer sämtlichen Schwerbeschädigten, so daß sich unter 55 bzw. 49 Beamten überhaupt fein Schwerbeschädigter mehr befinden würde. Postschaffner mit Befigtum bis zu 40 Morgen Aderland aber sollen im Dienste verbleiben. Die Zustimmung der Hauptfürsorgestelle wird versagt. Die Schwerbeschädigten werden schließlich weiterbeschäftigt. Haussammlung der„ Berliner Nothilfe" vom 4. bis 19. Oftober Rettet die Kinder! Helft den Alten! bestand in das Geschäft einbrachte, während von deutscher Seite ouerst nicht viel mehr als die Organisation des Weltdienstes zur Verfügung gestellt werden konnte. Bleiches gilt von den Krebiterfeichterungen der Reichsbank und der Serabfeßung des Distonijages ber Deutschen Golddiskontbant von 10 auf 8 Broz. Demgemäß hat auch die Rapitalfnappheit nur einigermaßen nachgelassen. Die Bildung neuen Betriebstapilais tann nur langsam vor sich gehen, und insbesondere für langfristigen Kapitalbedarf fehlen vielfach die Mittel. Wenn unter diesen Umständen der industrielle Unternehmungsgeist sich nur mit Bors ficht regt, so ist das zu verstehen und jedenfalls gesünder als etwa das Aufflammen einer Augenblidstonjunktur, der nur zu leicht ein allge meiner Rückschlag folgen fönnte. Größtmögliche Solidität ist Borausfegung einer gefunden wirtschaftlichen Weiterentwicklung. Leichte Befferung des Berliner Arbeitsmarkts. Das Landesarbeitsamt Berlin schreibt: Die Besserung der Arbeitsmarttlage vollzieht fich meiter, menn auch nur in mäßigen Grenzen. Für weibliche Kräfte blieb vornehmlich die Metallindustrie gut aufnahmefähig. In den meisten Berufsgruppen ist allgemein eine weitere Abnahme der Arbeitslosigkeit vorherrschend. Insgesamt hat sich die Zahl der bei den Arbeitsnachweisen eingetragenen Arbeitsuchenden weiter verringert. Es waren 85 698 Personen bei den Arbeits nachweisen eingetragen, gegen 91 897 der Vorwoche. Darunter be fanden sich 58 515( 64 036) männliche und 27 183( 27 861) weibliche Personen. Unterstützung bezogen 27 789( 29 074) männliche und 5569( 5986) weibliche, insgesamt 33 368( 35 060) Berfonen. Die Zahl der zu gemeinnüßigen Pflichtarbeiten leberwiesenen betrug 1663 gegen 1723 der Vormoche. feit vorherrschend. In der Industrie der Steine und Erden Für die Landwirtschaft blieb die gute Bermittlungstätig feßt für Bausteinmeßen sowie für Fräser, Schleifer und Schleife. rinnen der Marmorbranche eine gute Ronjunktur ein. Die Beschäftigungsverhältniffe in der Metallindustrie haben sich weiterhin gebeffert. Neben dem großen Bedarf an ein einen Spezialarbeiten steigerte fich insbesondere auch die Nach frage nach weiblichen Spezialkräften, die nur teilweise gedeckt werden fonnte. Das Spinnstoffgewerbe hatte überwiegend Bedarf an Kürschnern, männlichen und weiblichen Stridern sowie Bojaund Papierherstellung und Berarbeitung bot die mentenarbeiterinnen und Sadnäherinnen. In der ZellstoffIn den Jahren der Depression fonnte sich die Monopolisierung Diese wenigen Beispiele aus einer großen Materialfülle des Seeverkehrs noch nicht recht bemerkbar machen, weil bei dem zeigen, wie rigoros man gerade bei Behörden den Abbau der ueberangebot an Schiffsraum den Preistreibereien Grenzen gesetzt Schwerbeschädigten vollzog, wobei feine Rücksicht auf Familien- waren. Die großen Schiffahrtsgesellschaften mußten im Gegenteil päter genommen wurde, während gut fituierte Kräfte vom besondere Maßnahmen treffen, um den Passagierverkehr zu Abbau verschont blieben. Es ist bekannt, daß der Reichsarbeits- heben, ber burch die Herabdrückung der Zahl der in den Vereinigten minister solche Vorfälle nicht billigt. Er hat wiederholt zu Staaten zugelassenen Auswanderer auf ungefähr ein Biertel ihrer gunsten benachteiligter Schwerbeschädigter persönlich einge früheren Höhe bedroht wurde. Auf den Passagierdampfern der Nordgriffen. Das genügt jedoch nicht. Die Reichs-, Landes- und atlantischen Fahrt ist das frühere Zwischended jetzt vielfach durch eine Gemeindebehörden müssen eindeutiger und energischer auf die dritte Klaffe ersetzt worden, um auf diese Weise den Reife und Erfüllung ihrer sozialen und gesetzlichen Verpflichtungen gegen Touristenverkehr zwischen den Kontinenten zu heben. Es wird beüber den schwerbeschädigten Opfern des Krieges hingewiesen richtet, daß damit sehr gute Erfolge erzielt worden seien, daß ins- jekt werden. Wenn es auch nach monatelangen, mit viel Merger besondere der Touristenverkehr der meniger bemittelten Kreise aus und Berdruß verbundenen Bemühungen gelungen ist, die Amerita nach Europa und auch umgekehrt erheblich zugenommen Wiedereinstellung eines Teiles der Schwerbeschädigten zu er- habe, und daß man eine weitere Steigerung zuversichtlich erwarte. reichen, so muß man sich doch darüber im flaren sein, daß ein folches Borgehen die privaten Arbeitgeber ermuntert, ähnlich verfehr gekommen zu sehen. Jezt erst wird sich die Monopol zu verfahren, den Schwerbeschädigten jedes Berstellung der großen Gesellschaften auswirken, indem sie die Raten frauen zum Staate nimmt und sie einem zerstörenden diftatorisch erhöhen und dadurch an ihrem Teile zur Berteuerung Radikalismus in die Arme treibt. der Getreidepreise und zur Verschlechterung der Lebenshaltung der europäischen Bevölkerung beitragen. Wirtschaft Wiederbelebung der Weltschiffahrt. Man wird wieder an das alte Sprichwort erinnert: Was dem sinen seine Eule, ist dem anderen seine Nachtigall. Die schlechte Getreideernte in Europa hat eine Hauffe am Weltfrachtenmartt erzeugt. In den überfeeschen Ländern werden große Getreide fäufe durchgeführt, die nach Europa verschifft werden sollen; dadurch hat sich der bisherige Ueberfluß an Tonnage in einen fühlbaren Manget umgewandelt, die Reeder stellen selbst diejenigen Schiffe mieder in Dienst, die in den letzten Jahren stillgelegt waren, die Frachtfäße gehen sprunghaft in die Höhe, und da man besonders für die Frühjahrsmonate des nächsten Jahres eine weitere Hausse erwartet, weigern sich die Reeder vielfach, jetzt schon Berträge für diese Zeit abzuschließen. Ein englisches Fachblatt hatte 1921 gefchrieben, daß jenes Jahr von beispiellofer Depression und Düfterfeit für die Schiffahrt gewesen sei; in den darauffolgenden Jahren hatte sich dieses Bild wenig geändert. Nun erwarten die Reeder, daß ihnen die europäische Not zu einem glänzenden Geschäft verhelfe. Die Veränderungen in den weltwirtschaftlichen Verhältnissen, die der Krieg verursacht hat, spiegeln fich deutlich in der Entwicklung der Weltschiffahrt wider. Die internationale Handelsflotte hat zwar durch den Krieg einen Berlust von rund 12,5 Millionen Registertonnen erlitten, zu gleicher Zeit ist aber mit Hochdruck besonders in Großbritannien und in den Bereinigten Staaten am Bau neuer Tonnage gearbeitet worden, so daß schließlich in der Nachkriegszeit der Umfang der Welthandelsflotte wesentlich größer war, als vor dem Kriege. Da in den letzten Jahren der Welthandel nur etwa 80 Broz. des Umfangs der Borkriegszeit ausmachte, so wäre nicht genug Beschäftigung für den früheren Schiffsbestand dagewesen, geschweige für den inzwischen start vergrößerten Frachtraum. Register des Britischen Lloyd hat für das Jahr 1914 den Tonnengehalt an feefahrenden stählernen oder eisernen Dampfern und Motorschiffen im Besitz der hauptsächlichsten Schiffahrtsländer auf 42,5 Milfionen Bruttoregistertonnen berechnet. Mitte 1924 betrug er dagegen 57,5 Millionen Bruttoregiftertonnen. Der Gesamtbestand der Welt an solchem Schiffsraum macht sogar 61,5 Millionen aus, wozu noch 2,5 Millionen Bruttoregistertonnen Segler tommen. Wie fich der Besitz der wichtigsten Schiffahrtsländer an feefahrenden stählernen und eifernen Dampfschiffen und Motorbooten( über 100 Bruttoregistertonnen) geftaltet hat, ergibt sich aus folgender Tabelle: Großbritannien. Britische Kolonien. Bereinigte Staaten Frankreich Deutschland. Holland Italien Japan Norwegen 18 917 2213 11 823 Das Nunmehr scheinen die Reeder ihre Zeit auch für den FrachtenDer Beschäftigungsgrad der Industrie. leber den allgemeinen Stand der Beschäftigung der deutschen Industrie am Anfang Oftober erstattet bas Reichs. arbeitsblatt" folgenden Gesamtbericht: Die Anzeichen einer Befferung, die zu Ende August und Anfang September für einen Teil der Gewerbezweige, allerdings Berlaufe des Monats September vermehrt und auch auf einnicht für alle ihre Betriebe, verzeichnet werden konnten, haben sich im seine andere Wirtschaftszweige übergegriffen. Allerdings hat es auch teilweise an Rüdgängen nicht gefehlt. Die Zahl der unterft üßten Ermerbslosen im Deutschen Reich( einschließlich der Erwerbslosen im besetzten Gebiet), die in der zweiten Augusthälfte noch von 567 000 auf 588 000 gestiegen war, hat in der ersten Hälfte des September erstmalig wieder einen leichten Rüdgang, nämlich auf 577 000, gezeigt. Eine Anzahl von Gewerben, insbeson mirtschaft, vermochten Arbeitsfräfte aufzunehmen. Andere, insbeson bere Bekleidungsgewerbe und Textilindustrie, wie auch die Banddere die Metallindustrie, zeigten die gleiche Erscheinung noch nicht. nach den Berichten von 2416 typischen Industriebetrieben, die für den Monat September beim Reichsarbeitsblatt" eingingen, war die Geschäftslage der Industrie im ganzen ein wenig, aber noch feineswegs allgemein gebessert. Noch immer waren 51 Proz. der Beschäftigten gegenüber 54 Proz. im Auguft- in Betrieben mit schlechtem Geschäftsgang tätig. Die nur langsame und zögernde Befferung der Wirtschaftslage, die mit manchen allzu optimistischen Erwartungen nicht im Einklang stehen mag, ist im Grunde genommen nur natürlich. Erft während des Berichtsmonats ist die Rheinzollgrenze befeitigt worden. Auch die Ermäßigung der Frachttarife der Reichs bahn um 10 Proz. und der Umsatzsteuer von 2% auf 2 Pro3. haben bahn um 10 Broz. und der Umsatzsteuer von 2% auf 2 Pro3. haben sich während des Berichtsmonats noch nicht auswirken fönnen. " Preisnotierungen für Nahrungsmittel. voll beschäftigte Kartonbranche weiblichen Arbeitskräften gute Erwerbsmöglichkeiten. Für alle Branchen der Lederindustrie und Industrie lederartiger Stoffe, mit Ausnahme der Geschirrsattler, be. stand eine lebhafte Vermittlungstätigkeit. Im Holz und Schnisstoffgewerbe fest fich die Besserung langsam fort mittelgewerbe hat sich namentlich für Fletscher, Brauer und Der Beschäftigungsgrad im Nahrungs- und Genuß. in der Tabatbranche erhöht. Die gute Aufnahmefähigkeit im Be. tleidungsgewerbe blieb für die Herren- und Damenkonfektion bestehen. Für die Leichtkonfektion wurden nur vereinzelt ganz perfette Kräfte angefordert. Die Verschlechterung für die Gruppe Gefundheits- und Körperpflege ist noch immer anhaltend. Alle Gruppen des Baugewerbes meifen einen günftigen Befchäftigungsarad auf. Im Bervielfältigungsgewerbe boten fich für Schriftfeyzer gute Beschäftigungsmöglichkeiten. Für alle anderen Gruppen beffand geringere Nachfrage. Im Gastwirtsgewerbe wurden gegen die Vorwoche etwas günstigere Bermittlungsergebnisse erzielt. Die Lage im allgemeinen nuß jedoch fernerhin als ungünstig bezeichnet werden. Für Lohn. arbeit wechseln der Art bestand lebhafte Nachfrage nach jugendlichen und weiblichen Kräften. Die Unterbringung älterer Personen ist noch immer schwierig. Nach wie vor ungünstig blieb im allgemeinen der Stellenmarkt im Handelsgewerbe und für Bureauangestellte. Die technischen Berufe verzeichnen zum Quartalswechsel einen stärkeren Zugang von Werkmeistern. Das Baugewerbe hatte größeren Bedarf an jüngeren Technifern. Für die Industrie war nur geringe Nachfrage vorhanden. Der beste Beruf. Eine Beschäftigung muß ja der Mensch schließlich haben, sie darf aber nach einem alten fendalen Grundsatz unter feinen Umständen in Arbeit ausarten. Am besten erfüllt diese Forderung in der kapitalistischen Wirtschaft ein Aufsichtsratsposten. Die Tätigkeit eines Aufsichtsrates ist einträglich und lohnend, dabei besteht nicht die Gefahr, sich zu überarbeiten, noch weniger die Gefahr, daß die geistigen Kräfte zur Bewältigung der Tätig feit etwa nicht langen fönnten. Sie reichen in jedem Falle. 12 Gigungen, von denen normalerweise eine jede etwa 30 Minuten dauert, ist die ganze Arbeit, die ein Aufsichtsratsmitglied im Jahre zu leisten hat. Hier und da tommt es wohl vor, daß eine Aufsichtsratsfizung nicht ganz vorschriftsmäßig verläuft, daß Mit glieder näheren Einblid in die Gesellschaftsverhältnisse ver langen, doch stellt das immerhin einen eltenen Fall dar. Der Beweis dafür, daß die Arbeit eines Aufsichtsratsmitgliedes nicht eben groß ist, kann mit Leichtigkeit erbracht werden. Wie wäre es schen Wirtschaft vierzig-, fünfzig, ja sechzigfacher Aufsichtsrat find. Und das nur im Nebenamt, denn zumeist handelt es sich das bei um Leute, die im Hauptberuf Bankdirektoren, Bantiers oder Wenn man jo nebenbei 50 AufsichtsratsGroßindustrielle sind. stellen versehen fann, so muß die Arbeit dafür erträglich sein. Ein Blick in das Buch der Direktoren und Aufsichtsräte ergibt die folgende kleine Blütenlese, die sich noch erheblich vergrößern ließe: Geheimrat Louis Hagen( Köln) 69 Bosten, Direktor Jakob Gold. schmidt( Berlin) 68 Bosten, Geheimrat Kempner 63 Posten, Geheimrat Deutsch 61 Boften, Bankdirektor Fürstenberg 58 Boften, Dr. Brodhues 52 Poften, Bankier Carsch 48 Posten. Bekannt ist, daß unter den Großbefizern von Aufsichtsratspoften auch namhafte politische Führer der bürgerlichen Barteien sich befinden. Er. an Namen wie Siemens, Klöckner, Hugenberg, innert fei nur Stinnes usw. Durchschnittseinkaufspreise in Goldmark des Lebensmittel- Einzelhandels je fonit möglich, daß eine ganze Reihe von Persönlichkeiten der deut .. Gerstengraupen, lose Gerstengrütze, lose... Haferflocken, lose.... Roggenmehl 0/1.... Hafergrütze, lose.... Weizengrieß Hartgrieß 70% Weizenmehl Weizen- Auszugmehl Speiseerbsen, Viktoria Speiseerbsen. kleine. Bohnen, weiße, terl Langbohnen, handveries. Linsen, kleine Kartoffelmehl Juni 1914 Juni 1924 1000 BRT. 1000 BRT. Differ. zwisch. 1924 u. 1914 1000 BRT. 18 877 40 Linsen, mittel 1407 806 Linsen, große 1 837 9 936 1918 1275 5098 1471 1428 1 642 1923 3 193 2856 2533 2676 3655 2 326 ++ 1++ 2.242 +1062 1248 +2013 +403 Bor dem Kriege ftand Deutschland an zweiter Stelle, 1923 war es an die fiebente Stelle zurückgedrängt worden, heute nimmt es immerhin wieder den fünften Plaz ein. Während Großbritannien feinen Befihstand gerade wahren fonnte, find ihm die Vereinigten Staaten sehr nahegerückt. Würde man die amerikanischen Küstenfchiffe hinzurechnen, so wäre Großbritannien von der Union sogar überholt worden. Inzwischen hat auch die Bertruftung der Seeschifffahrt beträchtliche Fortschritte gemacht. In den einzelnen Ländern find nur wenige große Gesellschaften maßgebend an der Schiffahrt beteiligt. In England sind es die Cunard Line, die White Star Line, die Dominion Line, die Red Star Line; in Deutschland vor Makkaroni Makkaronimehl Schnittnudein, lose. Bruchreis Rangoon Reis Tafelreis, glasiert, Patna Tafelreis, Java. Ringäpfel, amerik. Getr. Pilaumen 90/100.. Pflaumen, entsteint Cal. Pflaumen 40/50 Rosinen in Kisten, Candia Sultaninen Caraburnu.. Korinthen, choice Mandeln, bittere Bari Mandeln, süße Bari Zimt( Cassia) Kümmel, holländischer Schwarzer Pfeffer Singap. Weißer Pfeffer Rohkaffee Brasil B Zentner frei Haus Berlin. 18,50-24,50| Kakao, fettarm 75,00-96,00 17,50- 18,00 Kakao, leicht entölt 100,00-120,00 21,00-22,50 Tee, Souchon, gepackt. 320,00-400,00 20,50-22,50 Tee, indischer, gepackt. 400,00-470,00 20,60 22,00 Inlandszucker basis mel. 40,0-41,00 22,00-24,75 Inlandszucker Raffinade 43,60 25,09-26,75 Zucker Würfel....... 43,00-46,00 20,00-21.50 Kunsthonig 39,90-42,00 22,00 28,50 Zuckersirup hell in Eim. 40,00-45,00 18,00-24,50 Speisesirup dunk. in Eim. 27,00-31,00 16,00-18,50 Marmelade Einfr. Erdb. 90,00-95,00 22,00-24,75 Marmelade Vierfrucht 40,0028,00-32,0 Pflaumenmus in Eimern 43,0018,50-29,50 Steinsalz, in Säcken 31,00-37,50 37,50-51,00 Siedesalz in Säcken 17,75-19,50 85,00-90,00 • 3,10- 3,60 3,70- 4,20 4.40- 5,00 5,20-5,80 43,00-46,00 Bratenschmalz in Tierces 94,50-95,50 38,00-39,00 Bratenschmalz in Kübeln 95,00-96,00 25,00-28,00 Purelard in Tierces 90,50-91,50 17,50-18,00 Purelard in Kisten 93,00-94,00 65,00-66,00 19,00 20,00 Speisetalg in Packung 24,25- 32,00 Speisetalg in Kübeln 32,75-39,00 Margarine, Handelsm. I 66,00 desgl. If 60,00-63,00 43,00-43,00 Margarine, Spezialm. I.. 80,00-84,00 54,00-58,00 desgl. II. 69,00-71,00 60,00-65,00 Molkereibutter Ia i. Fäss. 220,00-226,00 60,00 70,00 Molkereibutter i. Pack. 227,00-229,00 75,00-90,00 Molkereibutter llai. Fäss. 185,00-208,00 70,00-75,00 Molkereibutter i. Pack. 190,00-208,00 175,00-185,00 Auslandbutter in Fässern 223,00-237,0 175,00-185,00 Corned beef 12/6 lbs p. K. 35,00- 41,00 106.00-115,00 Ausl: Speck, geräuchert 103,00-108,00 55,00 65,00 Quadratkäse.. 45,00-55,00 108,00-115,00 Tilsiter Käse, vollfett.. 112,00-125,00 150,00-155,00 Bayr. Emmenthaler 160,00-170,00 195,00-220,00 Echter Emmenthaler 175,00-185,00 20,50-23,25 16,50-19,25 25,00- 26,00 99 Rohkaffee Zentralamerika238,00-295,00 Ausl. ungezuck. CondensRöstkaffee Brasil..... 240,00-290,00 milch 48/16 Röstkaffee Zentralam... 310,00-375,00 Inländische desgl. 48/12 Röstgetreide, lose 26,00-21,00 Inl. gez. Condensm. 48/14 das Persil Henke Persil Junübertroffene Wafchmittel Persil das Paket 45 Pf. 50 Daß die Gesellschaften den hohen Herren kein Trinkgeld an bieten, versteht sich von selbst, sie werden sogar recht annehmbar Es ist sicherlich bescheiden berechnet, wenn man die bezahlt. Durchschnittsbezüge für einen Aufsichtsratsposten mit 3000 m. im Jahre veranschlagt. Der glückliche Inhaber von Aufsichtsratsmandaten zieht aus seiner mühevollen" Tätigkeit so nebenbei das heißt ohne die Einnahmen aus seinem Hauptberuf, alfo die Kleinigkeit von etwa 150 000 m. im Jahre. Mancher Arbeiter freilich muß sich mit einer Einnahme von 1000 m. und darunter im Jahre begnügen. Von der sehr begreiflichen Auffasfung ausgehend, daß man niemals genug verdienen tann, haben die Aufsichtsratsmitglieder es allenthalben durchgefeßt, daß die Tantteme ihnen voll und ohne Abzug zur Auszah ( ung gebracht wird, d. h. daß die sogenannte Lantiemensteuer auf die Gesellschaft abgewälzt und von den Kleinattionären mit getragen wird. Führt man einem Aufsichtsratsmitglied die Annehmlichkeit feines Boftens vor Augen, so hört man gewöhnlich von der ge waltigen Berantwortungsfülle" und von dem Risiko der halbe Arbeit, billiges Walchen und die Wäsche fadellos. Nur in der bekannten Packung, niemals lose. Regreßpflicht gegenüber ben Aftionären reben. Daß es ba mit aber nicht gar so gefährlich ist, geht daraus hervor, daß seit den letzten 10 Jahren im ganzen deutschen Attienrecht taum drei Fälle zu registrieren sind, in denen Aufsichtsratsmitglieder zum Schadenersaz an die Aktionäre verurteilt wurden. Ganz neben bei sei nur erwähnt, daß mit dieser Anhäufung von Aufsichtsrats mandaten in einer Hand eine schwere Gefahr für die unab hängigen Aktionäre verbunden ist, denn felbst über natürliche Sträfte vorausgefeßt- fann niemand zahlreiche Aufsichtsratsposten so versehen, wie es der Geleggeber im Interesse der Gesamtheit der Aktionäre und der Gesellschaft selbst für erforder= lich hält. Die deutsche Wirtschaft ist im gegenwärtigen Stadium ihrer Berarmung nicht in der Lage, Sinefuien zu verteilen. Es muß daher dringend gefordert werden, daß durch Gesetz die Ansamm Iung der Aufsichtsratsposten in einer Hand erheblich beschränft wird, daß die Tantiemensteuer nicht auf die Gesellschaften abgewälzt werden darf, sondern von den Aufsichtsräten selbst getragen werden muß. Bu erwägen wäre auch eine Erhöhung des Steuerfages. Notwendig ist es ferner. daß den Kleinattionären allgemein die Möglichkeit verschafft wird, einen Bertrauensmann in den Aufsichtsrat zu entfenden. Heute sind fie gegenüber den Großaktionären leider noch fast rechtlos. Eine neue Juderbörse. In Breslau wird eine neue 3uderbörse auf Veranlassung der dortigen Handelstammer ins Leben gerufen am 20. Oftober sollen erstmalig auf der Breslauer Börse in der Zeit von 12½ bis 1 Uhr börsenartige Versammlungen für den Handel mit Zucker und Nebenprodukten stattfinden. Bei diesen Zusammenfünften soll jeweils auch eine Zudernotierung vorgenommen werden. Reichsbahn und Dawes- Gutachten. Die auf Grund der Gesetze zur Durchführung der Sachverständigengutachten neugebildete Deutsche Reichsbahn- Gesellschaft hat eine Die Deutsche Reichsbahn" betitelte Schrift herausgegeben, die die neuesten statistischen Angaben aus den einzelnen Gebieten des deutschen Eisenbahnwesens unter Berücksichtigung der Vorkriegszeit enthält. Durch erläuternden Text find die Einzelangaben zu einem Gesamtbilde über die frühere und jehige Lage der Deutschen Reichsbahn zusammengefaßt. Die Bro. schüre ist im Verlag H. S. Hermann u. Co., Berlin SW 19, erschienen und zum Preise von 1 M. zu beziehen. Die Frauenwerbewoche 34. t. Nadm. 5 Uhr Flugblattverbreitung von Roffn, Gubener Str. 19, und Mücke, Warschauer Str. 17, aus. 37. Abt. Montag, 6 Uhr, Treffpunkt der Genofftunen zur Flugblattver breitung bei Pfeifer, Sausburgstr. 2. 77. Abt. Schöneberg. Die Gigung des engeren Borstandes findet nicht am Montag, sondern Dienstag, den 14. October, 8 Uhr, bei Alawitter, ApostelPaulus- Str. 7, statt. 101. Abt. Treptow. Berbreitung der Frauenstimme von den Bezirkslokalen aus. Treffpunkt der Genoffinnen und Genossen um 6 Uhr daselbst. „ Jeder Schritt soll Ziel sein." Diefes Wort Goethes soll unser Ceitmotiv sein. Unsere Zeit ringt nach Erlösung aus wirtschaftlicher und seelischer 104. Abt. Niederschöneweide. Elternversammlung der Knabenſchule im ZeichenNot. Diesem nächsten Ziel glaubte so manche Frau zu dienen, als fie fich von der Sozialdemokratie ab- und den bürgerlichen Parteien zuwandte. Das schändlichste Spiel, das zur Stunde mit dem Schicksal des deutschen Bolles von der Deutschnationalen Partei getrieben wird, ist eine Folge der Unklarheit, die in den Massen über den eigenen Weg und das eigene Ziel immer noch vorherrscht. Die Misere unserer Tage liegt nicht nur bei der deutschnationalen Partei. In allen bürgerlichen Parteien find Neigungen dafür vorhanden, das Ziel unseres Boltslebens aus der Vergangenheit heraufzuholen. Die alltägliche Auffaffung verbindet mit der Bergangenheit nur die Erinnerung an das, was an ihr gut zu sein schien. Die Proletarierfrau verbindet mit dieser Erinnerung nicht viel Outes. Die Heimarbeiterin, bei Sündenlohn- unentbehrlich als Zuschuß zum schlechten Männerlohn, die Fabritarbeiterin, die Handlungs gehilfin, alle beruflich tätigen, alle Hausfrauen waren eingespannt in ein Schidjal, das sich bis zur Entartung steigerte in Kriegsdienstleistung durch Waffen- und Munitionsherstellung. Das sind die Erinnerungen der Proletarierfrau- Und doch glaubte sie die Qual diefer Vergangenheit der qualvollen Gegenwart- der Arbeitslofigfeit vorziehen zu sollen. Jedoch der in den bürgerlichen Barteien organisierte Kapitalismus tann nicht einmal mehr das jämmerliche Dasein der Vorfriegszeit garantieren. Mit jeder politischen Machterweiterung der bürgerlich- tapitalistischen Gesellschaft wird das Ceben des auf seiner Hände Arbeit angewiesenen Menschen schwerer. Das Proletariat, vor allem die proletarische Frau muß dem Einhalt gebieten. Die politisch mündige Frau muß in den Kampf ihrer& lasse eintreten muß sich der So3ialdemokratie anschließen. Die Sozialdemokratie gab der Frau die politische Gleichberechtigung. Diefes Schrittes Ziel ist die Erlösung der Frau aus feelischer und wirtschaftlicher Unterdrückung. Ein Ziel, das untrennbar verbunden ist mit dem höchsten Ziel der Sozialdemokratie, der Erlösung der proletarischen Klasse vom Fluch der fapifaliffifchen Ausbeutung! sie Ein Ziel, das hinüberführt zu der sozialen Gesellschaft und durch zum Bölferfrieden! faal der Rnabenschule, Rudower Str., abends 7% Uhr. Wahl des Wahlvorstandes zur Elternbeiratswahl. 124. Abt. Mahlsdorf. 7½ Uhr Funktionärsigung bei Riefelath. Höhnower Str. Bernau. Frauenversammlung am Montag, den 13. Oftober, 7% Uhr abends, im Restaurant Modisch, Bernau, Raiserstraße. Gäste willfommen. Uebermorgen, Dienstag, den 14. Oktober: 8. Abt. Pünktlich 6 Uhr Flugblattverbreitung von Rickert, Steinmeftr. 36a, 54. Abt. Charlottenburg. 7½ Uhr im Lobal Otto Fischer, Charlottenburger Ufer, Ede Cauerstraße, Funktionärsigung. 74. Abt. Rehlendorf. 8 Uhr Mitgliederversammlung bei Midlen, Botsdamer Straße, Vortrag über Die politische Bage". 94. Abt. Neukölln. 7½ Uhr Funktionärtigung bei Günther, Schillerpromenade 11. 116. Abt. Lichtenberg. 7% Uhr im Lokal Mähne, Boghagener Str. 55, Funktio närßigung. Die Betriebsvertrauensleute müssen auch erscheinen. * " 92. Abt. Reutölu. Mittwoch, ben 15. Oftober, pünktlich 7% Uhr, Abteilungs verfammlung im Gambrinus", Raiser- Friedrich-, Ede Treptower Straße. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Pfarrer Frande: Religion und Sozialismus." Freie Aussprache und Berschiedenes. Die Bezirts und Gruppenführer müssen einladen. Der Saafschuh versammelt sich eine halbe Stunde früher. 125. Abt. Weißenfee. Donnerstag, den 16. Oktober, im Gefangfaal bes. Realgymnasiums, Frauenwerbeversammlung. Die Gruppenführer laden ein. Das Material ist beim Genossen Fischer abzuholen. * generwehr! Mittwoch, den 15. Oftober, und Donnerstag, den 16. Oktober, sliederversammlung. Tagesordnung: 1. Die Tätigkeit der Fraktion und die vorm. 10 Uhr, in der Juristischen Sprechstunde, Bindenstr. 3, 1. Sof, Mitnächsten Aufgaben. 2. Wahl eines Arbeitsausschusses. 3. Vorstandswahl. Dis Vertrauensleute machen für diese Versammlung rege Propaganda. Mitliebsbuch legitimiert. Der Berbeausschus. Jugendveranstaltungen. Achtung, Jugendgenossen und-genoffinnen! Für unsere Theatervorstellungen im Winterhalbjahr 1924/25( 6 Theater. vorstellungen und 1 Konzert zum Gesamtpreis von 6 m.) im Theater des Bestens, Kantstraße, liegen die Zeichnungsliften bei den Abteilungsfeiters und im Jugendsekretariat, Lindenstr. 3, aus. Bei der Einzeichnung ist der Betrag von 1 M. an zahlen. Für jede weitere Veranstaltung ist dann laufend eine Marie zu leben. Jeder Abonnent erhält eine bebentende Breisermäßigung zu unferem Silvesterkirchenkonzert in der Garnisonkirche. Jeber Jugendgenone und jede Jugendgenossin muß es als Pflicht betrachten, in Bekannten. und Freundeskreisen recht viel Abonnenten zu gewinnen. Heute, Sonntag, den 12. Oktober: Gesundbrunnen II: Besuch des Märkischen Museums. Treffpunkt 9 Whe Brunnenplag. Lichtenberg- N.: Fahrt. Treffpunkt 8 Uhr Bahnhof Stralau Rummelsburg. Schmargendorf: Besuch des Märkischen Museums. Treffpunkt 9 Uhr Bahnhof Schmargendorf. Die Stillegungen im Kohlenbergbau. Die im Reichswirtschaftsminifterium begonnenen Besprechungen über die Stillegung von Ruhrzechen werden am kommenden Montag und Dienstag im Ruhr gebiet weitergeführt werden. Teilnehmen werden daran Bertreter der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer, der Gemeinden und Behörden, sowie des Oberbergamtes, des Reichstohlentommissars, des ReichsPohlenrates usw. Bei den Besprechungen wird es sich darum handeln, die Notwendigkeit und bie Ursache der Stillegung zu prüfen, sodann über Maßnahmen der Abhilfe zu beraten. Die Frau geht mit dem„ zielsicheren Massenschritt" LEECH LEEFEFEF LEPEREER Damit wird die Einfuhr von Kohle, der Bezug von Eisenbahndiensttohlen, Rohlenverteilung durch die Syndikate sowie die Frage der Umschichtung der Arbeiter ber stillgelegten Zechen erörtert werden. Reichs- Kredit- Gefjellschaft Attiengesellschaft, Berlin. Das Mitglied des Reichsbankdirektoriums Geh. Oberfinanzrat Kauffmann ist in den Aufsichtsrat der dem Reich gehörigen Reichs- Kredit- Gesellschaft Aktiengesellschaft eingetreten. Ein Ziel, das erreicht wird durch die Cofung: der Sozialdemokratie! Ein Verzeichnis der Rednerinnen und aller Versammlungstage und Versammlungsorte befindet sich in der unserer heutigen Nummer beiliegenden Frauenstimme". Der Getreidezoll„ undenkbar". Langham bricht fich die Ertennt Parteinachrichten nis Bahn, daß die ganze Schutzollfrage bei den augenbliclichen Verhältnissen völlig undiskutabel ist. Die Handelskammer Bremen hat dazu in einer Eingabe folgendes ausgeführt:„ Die Einführung von Brotgetreidezöllen und Haferzöllen ist für die nächsten Monate un denfbar. Für eine fernere Zukunft tommen Zölle nur dann in Betracht, wenn eine entsprechende Senkung Der Getreidepreise stattgefunden hat." Diese Bestätigung unserer Anficht, daß der Schuzzoll, wie die Handelskammer erflärt, undentbar" ist, beneist von neuem, daß die Zollvorlage nur als politifches Rampfmittel von den Agratiern behandelt wird. Der Eisenbahnvertehr im September. Ueber die Berkehrslage der deutschen Reichsbahn im September d. J. hören wir von unterrichteter Seite: Der regelmäßig im September einsetzende Güterondrang machte sich in diesem Jahre bei den immer noch herrfchenden finanziellen Schwierigkeiten nur in mäßigem um. fange bemerkbar. Er war eine Folge der sich allgemein langsam beffernden Wirtschaftslage, hauptsächlich aber eine Erscheinung, die in den fortschreitenden Erntearbeiten, der Bersorgung mit Wintervorräten, dem Anziehen der Preise für landwirtschaftliche Produkte und, wenn auch nur in geringem Maße, in der ab 18. Eeptember eingeführten allgemeinen Tarifermäßigung begründet ist. Zu Beginn des Monats drohte wegen starter Wagenanforderung Wagenmangel, der aber durch rechtzeitige eisenbahnseitige Maßnahmen gemildert werden konnte. Den höheren Verkehrsanforderungen fonnte bisher noch überall in vollem Umfange entsprodjen werden. Export deutscher Produktionsmittel und Patente. Die Elastic Silt Manufacturing Co. in Chicago, eine der ersten Seidenmebereien der Union, plant eine neue Betriebserweiterung, die in erster Linie mit Hilfe von sächsischen Textilfachleuten zustandetommen foll. Diese Nachricht dürfte in Textilfreifen berechtigtes Aufsehen erregen, zumal weiter mitgeteilt wird, daß die fächfischen Seidenweber mit ihren aus Sachsen mitgebrachten Stühlen ein neues, nicht fnitterndes Textilerzeugnis für Schals, Unterwäsche, Kleider usw. herstellen werden. Dieses Fabrikat wurde bislang nur als ein gewisses Betriebsgeheimnis an einigen fleinen Bläzen Sachfens erzeugt. Flugzeugbau in Polnisch- Oberschlefien. In Königshütte ift eine Flugzeugfabrit, die erste in Bolnisch- Oberschlesien, im Entstehen begriffen. Man hat mit dem Bau der Werkstätten bereits begonnen. abgegeben. Pfarrer Heumanns Heilmittel stets auch vorrätig im Alleindepot: Zions- Apotheke Homöopathische Zentral- Officin Berlin N. 31, Anklamer Straße 39, nahe Ecke Brunnenstr. Tel Amt Humboldt 1022 Adler- Apotheke( Paul und W. Sadée), BerlinFriedenau, Rheinstraße 16. Tel.: Rheingau 2029, Friedrich Wilhelm- Apotheke. Apotheker Georg Seelenbinder, Charlottenburg 2, Leibnitzstraße 106. Telefon 121. dortselbst wird auf Wunsch auch das Pfarrer Heumann- Buch Große Ausgabe( 240 Seiten 100 Abbildungen) gratis und franko Ginsendungen für diese Rubrik find Berlin SB. 68, Lindenstraße 3, Werbebezirk Webbing. Aula Lütticher Straße, abends 18 Uhr, Lichtbildervortrag: Rembrandt." Werbebezirk Ostbahn. Abends 18 Uhr in der Aula des Cäcilien Ingeums, Rathausstraße, Gentlentlaffungsfeier. Feftrede, Chorgefang, Rezitationen, Lieder zur Laute, Klaviervorträge, Boltstänze, HansSachs- Spiel. Margen, Montag, den 13. Oktober, abends 7% Uhr: Hermsdorf. Jugendheim Roonftr. Bortrag: ,, Nadtfultur", anschließend Vortrag: Was muß Abteilungsfunktionär Often, B.-B. Schule Eberty. ftraße 12, Einführungsabend. für Groß- Berlin Ausprache. Rarlshort. Schule Augufta- Vittoria- Str. 35, Boring: Bes ftets an das Bezirkssekretariat, 2. Sof, 2 rep. rechts, zu richten. 4. Kreis Prenzlauer Berg. Eine Kreisnorstandsfigung findet nächste Woche nicht statt. Die Abteilungsleiter stellen die Nummern der ReichstagsArbeitersport. mahlbezirke ihrer Abteilungen fest und bringen diefelben zur nächsten Sieg der Dresdener im deutsch- franzöfifchen Fußballwettkampf. Borstandsfizung mit 4. Kreis Prenzlauer Berg. breifung( Frauenstimme). 13. Kreis Tempelhof- Mariendorf. Seute, Sonntag, abends 7 Uhr, Runstabend im Gymnasium Mariendorf, Raiserstr. 21. Mitwirkende: Paula Weinbaum, Gefang, Artur Schröder( von den Robert- Bühnen), Rezitationen, Joseph Wolfsthal( Staatsoper), Bioline, Alegander Weinbaum, Klavier. Einirilt 75 Pf., an der Abendtaffe 1 M. Arbeitslose Genossen haben freien Ab heute in allen Abteilungen Flugblattver Eintritt. 7. Kreis Charlottenburg. Montag abend pünktlich 7 Uhr wichtige Frattions. fizung mit den Bürgerdeputierten im Charlottenburger Rathaus, Sigungszimmer 1. 12. Kreis Stegliz, Lichterfelbe, Bankwik. Montag, den 13. Oktober, 8 1hr, Fraktionsfigung. Sämtliche Stadt- und Bezirksverordnete sowie BürgerDeputierte müffen erscheinen. bureau, Nedarstr. 3. 14. Kreis Neukölln. Abteilungskaffierer: Gammelliften abholen im Partei 19. Kreis Bankow. Montag, den 13. Oktober, 6 Uhr, Fraktionsfigung mit den Bürgerdeputierten im Rathaus, Bimmer 17. 20. Kreis Reinickendorf. Montag, den 13. Oftober, 6% Uhr, im einen Sigungsfaal ds Rathauses Wittenau Gigung des erweiterten Kreisvorstandes. Jede Abteilung muß vertreten sein. 6. Kreis Kreuzberg. Dienstag, den 14. Oktober, 7% Uhr, bei Reim, Urbanstraße 29, Gigung des Kreisbildungsausschusses mit den Abteilungsleitern. Tagesordnung: Bücherkreis, Theater, Winterfurfe, Feierstunden, Abrech nung, Materialausgabe. Jede Abteilung muß vertreten fein. 11. Kreis Schöneberg- Friedenau. Dienstag, den 14. Ottober, 1. gemeinver. ständlicher Bildungsabend 7% Uhr bei Will, Martin- Luther- Str. 69. Bor trag des Genoffen Bittor Engelhardt: Wirtschaft und Geschichte." 13. Kreis Mariendorf, Tempelhof, Marienfelbe, Lichtenrabe. Dienstag, den 14. Oftober, beginnt die Arbeitsgemeinschaft Moderne Probleme des Sozialismus" in der Schule Kurfürstenstraße in Mariendorf, 7½ Uhr. Referent: Genoffe Gebhardt. 17. Areis Sichtenberg. Arbeitsgemeinschaft der Rinderfreunde! Unsere RinderSpiele beginnen am 14. Oktober, nachm. 5 Uhr, in der Schule Pfarrstraße und im Bestalozzi- 2yzeum, Prinz- Albert- Straße. Donnerstag, den 16. Of. tober, in der Schule Bürgerheimstvaße. 1. Kreis Mitte. Dienstag, den 14. Oktober, 7% Uhr, Gigung der Stadt- und Bezirksverordneten, bei Dobrohlam, Swinemünder Str. 11. 9. Arcis Wilmersdorf. Große Frauenkundgebung. Mittwoch, den 15. Of. tober, abends 8 Uhr pünktlich, in der Aula der Oberrealschule am Seepart. Referat der Genosin Adele Schreiber- Krüger: ,, Mutterschaft und Sozialismus". Bor und nachher tünstlerische Darbietungen( Gefang. Rezitation, Lieder zur Laute). Der Saalfchus muß rechtzeitig anwesend sein. Heute, Sonntag, den 12. Oftober: 3. Abt. Flugblattverbreitung vom Lokal Emil Krüger, Engelufer 23. 31. Abt. Seute allgemeine Flugblattverbreitung( Frauenstimme). Reiner darf fehlen. Morgen, Montag, den 13. Oktober: 21. Abt. Rommunale Rommission! 7% Uhr Sigung bei Möller, Adolfftr. 12, Bortrag des Genoffen Stadtrat Fuß. Alle ehrenamtlich tätigen Genossen haben zu erscheinen, ebenso die Bezirks- und Stadtverordneten der Abteilung. 22. Abt. 6 Uhr Abrechnung der Bezirksführer und Sauskaffierer bei Genossen Schmidt, Tegeler Str. 31. 24. Abt. Montag und Dienstag Flugblattverbreitung für die Frawenwerbemoche. Materialausgabe Montag von 5 Uhr ab in den 8ahlabendlokalen der Gruppen. 25. Abt. Pünktlich 7 Uhr bei Gott Flugblattverbreitung( zur Frauenwerbewoche). Die Bezirksführer treffen sich eine halbe Stunde früher. 27. Abt. Flugblattverbreitung für die Frauenwerbewoche abends 6 Uhr von Befelt, Gleimstr. 56, aus. Partei- und Gewerkschaftsfunktionäre müffen erscheinen. 29. Abt. Treffpunkt der Genoffinnen 8 Uhr bei Burg, Prenzlauer Allee 189. 8 Uhr Funktionärversammlung mit den Bezirks- und Stadtverordneten an bekannter Stelle. Paris, 11. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) In Paris hat am geftrigen Sonnabendnachmittag unter außerordentlimer Anteilnahme der Bevölkerung der erste Fußballtetttampf nach dem Kriege zwischen einer deutschen und fran3ösischen Mannschaft stattgefunden. Es standen sich gegen über der dem Deutschen Arbeiter Turn- und Sportbund angehörende Dresdener Arbeitersportverein, der in diesem Jahre Bundesmeister ist, und eine Mannschaft der Federation sportive du travail. Der Rampf endete mit einem Sieg der deutschen Mannschaft bon 3: 0, Halbzeit 2: 0. Die deutsche Mannschaft hatte sich von Spielbeginn an als der französischen beträchtlich überlegen erwiesen und sich durch Korrektheit und Vornehmheit ihres Spiels sehr rasch die Sympathie der Zuschauer erobert. Sport. Rennen zu Hoppegarten am Sonnabend, den 11. Offober. 1. Rennen. 1. Anitra II( F. Kasper), 2. Alhambra( Thielemann), 3. Enkel( Ludwig). Toto: 75:10. Blag: 18, 14, 18: 10. Ferner liefen: Nogulna, Brüderschaft, Alarid, Traumliese, Fipa II, Fouche le Ble. 2. Rennen. 1. Traumdeuter( B. Tarras), 2. Ber Dark( 5. Blume), 3. Felsenrose( Huguenin). Toto: 156: 10. Plat: 37, 18, 19:10. Ferner liefen: Santt Thomas, Whatagiul, Rosendame, Penelope, Japs, Silbers bazen, Ondina. 3. Rennen. 1. Sternschnuppe( Esch), 2. Lenor( Grabsch), 3. Loso. ( Jentsch). Toto: 33: 10. Plat: 22, 25: 10. Ferner liesen: Rostva, Matte, Wartburg. 4. Rennen. 1. Malatesta( Rorb), 2. Pythia( S. Stafper), 3. Rost ( W. Tarras). Toto: 21: 10. Plat: 16, 21: 10. Ferner liefen: Nubia, Dirndl, Automedon. 5. Rennen. 1. Fundin( 5. Blume). Toto: 43: 10. Platz: 14: 10. 1. Ganelon( D. Schmidt), 3. Basin( W. Tarras). Toto: 6:10. Blag: 10 10. Ferner liefen: Perilles, Rorenzo. 6. Rennen. 1. Meteor( W. Tarras), 2. Mantinea( Eich), 3. Adici (. Kasper), Toto: 101: 10. Plat: 31, 18, 23: 10. Ferner liefen: Con amore jun, Löwenherz, Patronin, Fabius, Menelaus, Rodenstein, Rebus, Maravedis. 7. Rennen. 1. Mesfina( Albers), 2. Felfenriede( F. Kasper), 3. Valant ( Huguenin). Toto: 76:10. Blas: 25, 56, 19:10. Ferner liefen: Gnaden frist, Black Bell, Favilla, Rubel, Biasti, Sternberg, Astra, Mänade, Flandern, Wildkatze, Soto. bervorragend bewährt bei: Gicht, Grippe, Togal Rheuma, Herven und Jschias, Kopfschmerzen. Togal stillt die Schmerzen und scheidet die Harniäure aus. Klinisch erprobt. In allen Apotheken erhältlich. Best. 74,3% Acid. acet. salic., 0,46% Chinin, 12,6% Lithium ad 100 Amylum. Fritzi Massary die unvergleichliche 33 Zigarette ist auch dem weniger Bemittelten zugänglich; erfreut täglich Tausende Volksversorgungs- Verkauf JANDORF Unsere Veranstaltung eines Volksversorgungs- Verkaufs soll weiten Kreisen der Bevöl kerung die Gelegenheit bieten, thren Bedarf für Herbst u. Winter unglaublich billigen Preisen zu decken. Eine Prüfung unserer Angebote wird Ihnen den Beweis liefern, daß wir trotz der erstaunlich niedrigen Preise wirklich gute, gebrauchsfähige Ware liefern. Wir hoffen, uns mit dieser Veranstaltung wieder neue Kunden zu erwerben. Um weiten Kreisen diese Vorteile zukommen zu lassen, werden diese Waren an Wiederverkäufer nicht abgeben. Zur Kontrolle müssen wir uns deshalb die Abgabe der Quantitäten vorbehalten. JANDORF Belle- Alliance- Straße Blusenstreifen Kniebeinkleid in guter Ans Handschuhe Trikot mit Handschuhe für Damen angeranhtem Fatter, farbig 0.95 Damen- Handschuhe Porzellan Kaffeetassen mit Unterlassen, weiß.... 0.15 Frühstückservice Kleiderstoffe Damenwäsche fesche Wiener Streifen, Meter 0.95 in guter Ausführung 1.45 Schotten doppeltbreft, Taghemd 1.75 .8.50 Handschuhe Schweden Trikot, mit warmem Futter, farbig. Herren, 1.65 dekoriert, für 2 Personen..1.95 Kaffeeservice Imitiert mit Aufnaht.. 0.85 ... 0.95 Handschuhe Herren, Trikot, gute hübsch dekor., für 6 Personen 4.75 Küchengarnitur Qualität. 1.25 • hübsche Stellungen Meter 1.65 Crêpe- Marocain neue Streifen Meter 1.95 Rockstoffe ca 105 cm br., Durchzug....... Meter 2.75 kunstselden. Strumpfwaren Damenstrümpfe gate Qualität, Ferse und Spitze verstärkt Damenstrümpfe Seidenflor, schwarz od.farbig, mit Doppelsohle.Hoch Herren- Socken schwarz oder farbig, Ferse und Spitze verstärkt Wirkwaren fir Damen, führung Nachthemd hübsch garniert... Untertaille hübsch garniert.. Baumwollwaren Rohnessel breit. Meter 0.68 c80 Bettkattun geblämt Mar. 0.95 0.75 1.35 Sportflanell 0.48 Schlupfhosen farbig, mit angeraubt. Futter 1.85 Hemdhosen für Damen, patentgerippt, m. Ueberschlag 2.35 Herren- Hemden oder wollhaltig weiß, " Hosen in 3 Gr 2.95 Garnituren für Herren, farbig, Jacke und Beinkleid.. 4.95 Hauswäsche weiche Qualität Staubtuch 0.28 Wischtuch Halbleinen..0.58 Drellhandtuch grau, gesäumt u. gebändert 0.68 Drellhandtuch. Halbleinen, ca. 46/100 0.98 Damen- Konfektion hell oder dunkel.. ca. 80 cm Meter 0.98 Schürzenstoff ca. 118 cm breit.... Meter 1.45 Wäschestoffe Hemdentuch... Meter 0.58 Renforce teinfidig Mr. 0.75 Louisiana..... Mater 0.80 Hemdentuch Meter kräftige Ware..... Meter 0.88 Bettwäschestoffe Louisiana Kissenbreite 0.95 Louisiana Deckbettbrele 1.65 Bettdamast vorzügliche Kissenbreite...... Meter 1.75 Bettdamast vorzügliche Deckbettbreite. Qua 2.75 Meter Qualität, Qualität Meter Gardinen Etamine ca. 150 cm Mr. 1.45 Scheibengardinen 0.55 Tüllgardinen Breitet. 0.88 Halbstores Etamine mit Volam...... 2.45 Herrenartikel Vorhemden wel mit 2 mal Band...... Meter volle Strellen weiß Satin ..0.35 mod Strelf. farb, mit Schleifenbinder 0.35 Oberhemden 1 weich. 1 stelfen Kragen mit Umschlagmanschetten ans kräftig. € 6.50 Golddekor, 22 teilig... 14.50 Steingut flach, muster Speiseteller tief oder 0.08 Salzmesten Zwiebel 0.50 Vorratstonnen mit Deckel... 4 S 0.95 Waschtischgarnitur dekoriert, 5 teilig....... 6.95 Glas Kompott- Teller gepreßt. ... 0.10 Likörgläser repreßt. 0.12 Teebecher mit Bordfire 0.15 Taghemden warg 3.60 Bierbecher mit Bordüre 0.18 Kurzwaren Stahlstecknadeln in Karton ca. 50 gr Karton 0.25 Sicherheitsnadeln sortiert, Mappe... 1 Dud 0.05 Haarnadeln glatt oder gewell 0.10 4 Pakete Nr. 40-60 1000 Obergarn Rolle Papierwaren 50 Bogen Briefpapier 50 Umschläg gefüttert....... Kassette Butterbrotpapier Bettwäsche Flanellbluse in schönen Streifen, Deckbettbezug guter 2.95 Wäschestoff.. 6.90 Unterröcke Kissenbezug 2.95 dazu passend 1.95 fettdicht. Bettlaken Toilettenpapier ..2.95 425 aus haltbaren Stoffen Kleiderröcke aus verschieden. Stoffen, modern verarbeitet 3.95 Kleider aus Cheviot, marineblau oder gestreift. 6.75 Große Frankfurter Straße Zähne 1,50M.Teilzahlung bel kleiner Anzahl. u. wöchentl. Abzahl von 1 M. an Bchte Goldkronen v. 8 M. an, Ersatzkronen 3 M. an Zahnziehen mit Betäubung 1 M. 3 Jahre Garantie. Vorzeiger 10% Rab. Sprechs. 9-7. Sonnf.9-12 Zahnarzt Dr. dent. Wolf, Potsdamer Str. 55, Hochbahn Sport und Fußpflege. 4. Es ist leichtsinnig, sich auf ein Rennen über eine lange Strecke einzulassen, oder eine große Tour anzutreten, ohne verber sein Rad und seine Püße mit aller Sorgfalt in Ordnung gebracht zu haben Ein Hühnerauge auf dem Zehengelenk wirkt genau so wie ein Nagel im Pneumatik, hat übrigens auch dieselbe Form Unterwegs ist da nichts anderes zu machen, als sofort das ärztlich empfohlene, millionenfach bewährte Kukirol- Hühneraugen- Pilaster aufsulegen. Es tindert sofort den Schmerz und in einigen Tagen kann das Hühnerauge unblutig, d. h ohne Schneiden and schmerzlos, weil ohne Entzündung, weggenommen werden. Dann aber regelmäßig die übrigens für jeden Sporttreibenden selbstverständliche planmäßige Fußpflege! Vor allem regelmäßige Benutzung von Sanitätsrat Dr. med Campe's Kukirol- Fußbad. Es kräftigt die Nerven und Sehnen, verhütet die nächtlichen Waden- und Zehenkrämpfe, ferner Schwitzen, Brennen und Wandlaufen der Füße und ist eine ungeahnte Wohltat mach größeren Anstrengungen Thre Bekannten werden es Ihnen bestätigen. Der Gang wird viel elastischer, straffer und selbstbewußter, denn es ist doch eine Tatsache, daß schmerzende Füße eine geknickte Haltung verursachen, nicht nur in körperlicher, sondern auch in seelischer Beziehung. Mit schmerzenden Füßen macht man keinen guten Eindruck auf Andere. Um die Wichtigkeit der Fußpflege Allen einzuprägen, wird jetzt eine neue Packung von Sanitätsrat Dr med. Campe's Kukirol- Fußbad für nur 30 Pfennig verkauft. Machen Sie sofort den Versuch! Die Kukirol Präparate sind in allen Apotheken und wirklichen Pachdrogerien vorrätig. Sollte irgendwo versucht werden, Ihnen etwas anderes als auch sehr gut anzubieten, so können Sie sicher sein, daß es nur deshalb geschieht, well an weniger guter War ehr verdient wird Richten Sie sich danach und kaufe e Sie ohne weiteres die Ware bekommen, die Sie wünschen. Die echten Kukirol- Präparate erkennen Sie an der Schutzmarke Hahnenkopf mit FußKakirol- Fahrik Groß- Salze bei Magdeburg. Der Kukirol- Walzer ist jetzt in allen Musikaltenbandtungen zum Preise von Mk. 1.50 erhältlich. Jede gute Kapelle spielt dieses schnell populär gewordenen Walzer. ANDERS' am Bahnhof Wedding Reinickendorfer Straße 16 Auf Tellzahlung Herren- Anzugeschick u. Paletots modern Damen- Garderoben Pelzkragen! Einsegnungs- Anzüge n. Kielder Riesen MOBEL Auswahl und Polsterwaren, elgenes Fabrikat Erleichterte Zahlungs- Bedingungen! Kredithaus, Anders' Größtes Haus direkt am Nettelbeckplatz 16 Reinickendorfer Strasse 16 Pank, Gorlchtsstrassen- Ecke Besichtigung ohne Kaufzwang erbeten ca. 130-200...... Bettlaken ca. 150x200 Brunnenstraße 0.68 0.75 ... 100 Blatt 0.30 ( Krepp). 3 Rollen 0.50 Servietten weiß, gezackt 100 Stick 0.65 Kottbuser Damm Berband der Gemeinde- und Staatsarbeiter Drisverwaltung Berlin Montag, ben 13. Ottober 1924, abends 6 Uhr, im Saale des Verbandsbaufes, Johannisfte. 14/15, 1. Sof 1: Funktionär Versammlung der Kämmereibetriebe Tagesordnung: Bericht über die Cohn- u. Manteltarifverhandlungen Bollzähliges und piinitliches Erscheinen in Bricht. Ohne Mitgliebs- und Funtiionärausmeis fein Zutritt. Die Detsverwaltung. 117/9 Cee in der Familie Emaille Müllschaufel....... 0.65 Nachtgeschirr Waschtopf etwa 30 cm Toiletteneimer mit Rohrbügel. ..... 0.85 1.45 .... 3.75 Wirtschaftsartikel Kaffeelöffel Alpacca, poliert, gewalzte Ware... 0.35 Eklöffel Alpacca, poliert, gewalzte Ware. ..0.75 Ebbesteck Solinger Stahl mit schwarzem Griff.... 0.95 0.48= zem Heft, Ebmesser mit schwar Solinger Stahl Wilmersdorfer Straße Möbelhaus Max Friedeberg Bülowstr. 24 am Hochbahnhof Wohnungs- Einrichtungen Einzelmöbel zu zeitgemäßen Breisen und bequemer Zahlungswei, e den Wünschen desKäufers entsprechend Echt Panagiotis CEEKANNE amikos ZIGARETTEN der Gehaltvolle sind Qualität! DESHALB DER BILLIGSTE U.ZUGLEICH DER FEINSTE TEE IM VERBRAUCH LINOLEUM- RAUSCH Fahrräder und Nähmaschinen Warschauer Straße 6 Fernspr.: Alexander 4805 Vom 3, bls 17. Oktober Großer Sonderverkauf in Wachstuchen! Prima Barchent und Napkin 85 cm breit à Mtr. 2.50| 115 cm breit à Mtr. 3.25 100 cm breit à Mtr. 2.75 130 cm breit à Mtr. 3.60 Ein großer Posten abgepaßter Decken spottbillig! Auf Teilzahlung Zettha, Berlin Leichtmaterräder Oranienburger Strasse 65 Nagelpflege- Garnituren Kop& Joseph in vornehmer Ausstattung. BERLIN W Potsdamer Str. 122. agres- Lag er wegründet 1894 Export- Lager Kela Ladan Grosser Preis- Abbauine Treppe Damen sparen Geld 10 Rabatt bel Vorzeigen des Inserats! 35 25 21 18 12 Valour- Mänte! m.Perzbesatz 61 44 35 Winter- Ulster Tuch Eskimo- Mäntel 46 42 36 22 Backfischmäntel 45 35 26 18 16 Plesch- Biberett- Mänt. 149 94 86 75 Astrach.- Plüsch- Mänte: 87 68 56 30 Krimmer- Ural- Mäntel 78 66 48 36 Plüsch- Fell- Jacken 60 45 40 35 21 Extra- Werten and Längen für grosse und starke damen Sommer Herbst- Konfektion bis 50% herabgesetzt. Kostume. TuchMosczytz, Lam Alexanderplatz Treppe müniol, Covercoat- Paletots. Wasserdichte Lodenmäntel und Gummimäntel 45 32 24 21 Seunsbands and Sennings geschlossen. Nr. 482 41. Jahrgang 3. Beilage des Vorwärts Sonntag, 12. Oktober 1924 Die christlichen Gewerkschaften. amtsbezirt Dortmund hat ein übriges, um diesen Verband zu be- dieſer Arbeiterschichten eingetreten ift. Jeder, der eine LohnZu ihrem 25 jährigen Bestehen. Die christlichen Gewertschaften blicken in diesen Tagen auf ihr 25jähriges Bestehen zurück. Sie verdanken ihre Existenz hauptsächlich dem rheinisch- westfälischen Zentrum. Den katholischen und evangelischen Arbeitern war die Gründung und Förderung ihrer chriftlichen Gewerkschaften wesentlich leichter gemacht als vordem der„ unchristlichen" weil sozialdemokra= tischen Arbeiterschaft. Abgesehen davon, daß sie bereits in firchlich tischen Arbeiterschaft. Abgesehen davon, daß sie bereits in kirchlich weltlichen Vereinigungen zufammen waren, besorgten im wesentlichen die Geistlichen für sie die Schaffung christlicher Gewerkschaften. Allerdings erst nach dem Fall des Sozialistengesetzes. Dabei hatte man sich auch in katholischen Kreisen schon frühzeitig mit der Gewerkschaftsfrage befaßt. Drei fatholische Arbeiter in Dünnwald bei Mülheim a. Rh. wandten sich 1866 an den Bischof Ketteler in Mainz um Auskunft, wie sie sich zu verhalten hätten, da ihnen ihr Pfarrer die Abfolution verweigerte, weil sie dem von Lassalle begründeten„ Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein" angehörten. Ketteler, der als der sozialpolitische Nährvater der Zentrumspolitik gilt, schrieb ihnen unter anderem: 0 Das Bemühen, die trostlose Lage zu verbes fern, in welche die Grundsäße der modernen Bolkswirtschaft den Arbeiter dadurch gebracht haben, daß dieser zahlreiche Stand, dem ein so großer Teil der Familienväter und Ernährer des Boltes angehört, täglich mit seiner ganzen Egiften3 Dom Marktpreis der Löhne abhängt, ist gewiß nicht in Widerspruch mit dem Geiste des Christentums, sondern ihm vollkommen entsprechend. Ueberdies find die Ansichten Lassalles in ihrem Urteil über jene Volkswirtschaftslehren, die nur den Geldmännern zunuze find, wohl begründet und auch in ihrem positiven Teile enthalten fie zweifellos viel Wahres.... Ende der sechziger Jahre hatten sich verschiedentlich christlich foziale Arbeitervereine gebildet, die als christlich soziale Partei galten. Diese Arbeitervereine faßten ihre Aufgaben allmählich etwas ernster auf, stellten sozialpolitische Forderungen, verlangten ein besseres Wahlrecht, sowie ein Mitbestimmungsrecht bei der Aufstellung der Reichstags und Landtagskandidaten, so daß man fich die Förderung dieser Bewegung, die ihren Gönnern über den Kopf zu wachsen und den christlichen Unternehmern unangenehm zu werden drohte, nicht sonderlich angelegen sein ließ. Im Mai 1878 wies der Konservative Rudolf Meyer auf die Notwendigkeit christlich- fonservativer Gemertvereine in den „ Christlich- sozialen Blättern" hin. In solchen Gewerkschaften müßten fich alle Mitglieder zu einer christlichen Konfession mit Ernst und Tätigkeit betennen, nur Arbeiter mit regel mäßiger Lehrzeit dürften Mitglied werden. Der Streit als einzige Waffe sei notwendig, weshalb die Gewerfvereine, sobald die Löhne sich etwas bessern, Streittassen sammeln müßten. Eine dauernde Verbesserung ihrer Lage fönne die Arbeiterschaft allerdings nur auf dem Wege der Gesez gebung erreichen, von der die Durchführung eines Normai arbeitstages, einer Beschränkung der Frauen- und Kinderarbeit und anderes zu erwarten sei. Politik dürften diese Gewerkvereine allerdings nicht treiben, doch sollten sie im Sinne ihrer wirtschaftlichen Reformbestrebungen bei Parlamentswahlen auf die Parteien einwirten. Gelinge es, eine große Dr ganisation christlicher Arbeiter auf dieser Grundlage zu schaffen, fo sei zu hoffen, daß nach und nach das Christentum auch im Parlament mehr Vertreter und schließlich auch in der Gesetzgebung durch humane, d. h. christlichere Reformen Ausdruck finde. Bis dahin würden die chriftlich- fonservativen Gewerfvereine auch nur Balliativmittel bleiben, feine fofortige Lösung der sozialen Frage fein, ,, immerhin vielen Christen eine Zuflucht schaffen, die nun den so zialdemokratischen Gewerkvereinen rettungslos verfallen, denn irgend einer Vereinsstüze bedarf heutzutage der Arbeiter*. Der Borschlag Meyers fand damals in Herifalen Kreisen feine Beachtung. Als aber im November 1877 im Ruhrrevier ein poli: tischer und religiös neutraler Bergarbeiterverband gegründet wurde, dessen Führer der Sozialdemokrat Hasselmann und der ta tholische Bergmann Rosenkranz waren, wurde das Problem für die Rlerifalen brennend. Man fürchtete die Berührung und Berbindung der christlichen Arbeiter mit den Sozialdemokraten. Die christlichen Bergarbeiter wurden von der Zentrumspreffe aufgefordert, ihre Beitrittserklärungen rüdgängig zu machen. Zugleich wurde angekündigt, daß von tüchtigen, fozialpolitisch gebildeten Männern der Kreise Essen, Bochum und Dortmund bereits Schritte getan feien aur demnächstigen Bildung eines christlich- sozialen Gewerkvereins. Man ließ dem Verband nicht erst Zeit, seine politische und religiöse Neutralität zu erweisen. Der„ Verein für die bergbaulichen Interessen" im Oberberg| tm Laufe der Jahre eine bemerkenswerte Radikalisierung gerade seitigen; er erließ am 18. Februar 1878 eine Verfügung, in der forderung stellte, galt den Unternehmern bis weit in die Zeit des alle Bergarbeiter mit Entlassung bedroht Verband beitreten würden. Daraufhin wurde auch die geplante wurden, die dem bestehenden oder einem kommenden christlichen Gegengründung eines christlichen Bergarbeiterverbandes aufgeschoben. In den Jahren des Sozialistengesetzes von 1878 bis 1890, als mit der Sozialdemokratie auch die freie Gewerkschaftsbewegung unterdrückt war, sprach man im flerifalen Lager von der gewert schaftlichen Organisation der katholischen Arbeiter nicht mehr. Alls Ersatz wurde ein Verband der katholischen Industriellen und Arbeiterfreunde unter dem Namen„ Arbeiterwohl" gebildet. Die „ Chriftlich- Sozialen Blätter" bemerkten dazu: Weltkrieges hinein als Sozialdemokrat und mochte er noch so wurden gemaßregelt und auf die Schwarze Liste gesetzt, so daß sehr sein Cristentum herauskehren. Die chriftlichen Vertrauensleute Sie unterkunftslos von Ort zu Ort, von Revier zu Revier gehetzt wur den. Noch heute denken die Christlichen im Saarrevier mit geballten Fäuften zurück an die Zeit, wo der Bergrat Hilger ihnen das lassen bewußtsein einzuhämmern suchte. Und im Ruhrgebiet, wo volksparteilich- nationalliberale Unternehmer mit ihren fatholisch- zentrümlichen Klaffengenossen wetteiferten in der Unterbindung jeder gewerkschaftlichen Tätigkeit, haben auch die christlichen Arbeiter gelernt, daß nur starke Kampforganisationen sie gegen den unchriftlichen Herrn- im- Haufe- Standpunkt der Kapitalgewaltigen schützen können. Wir erwarten aus der christlich liebreichen Herablas sung der Industriellen zu ihren mehr unglück lichen als verfommenen Arbeitern das Beste." Unter dem Eindrud dieses Klassentampfes, der den Der Generalsekretär des„ Arbeiterwohl", Kaplan Hinge, der Christlichen aufgezwungen wurde, hat, sich im Laufe der Zeit vordem die Arbeiter wieder in Zunftstuben sammeln wollte, kam ihr Verhältnis zu den freien Gewerkschaften in vielem gewandelt. 1884 zu der Mahnung:„ Organisieren wir unsere christlichen Schon vor dem Kriege war hier und da ein Zusammengehen bei Arbeiter, ehe es zu spät ist. Organisieren wir sie in christ Lohnbewegungen zu verzeichnen. Während des Krieges hat sich dies lichen Vereinen, ehe die Feinde in unseren eigenen Mauern sind." Zusammengehen so oft wiederholt, daß auch jetzt die Spizenorganis Schließlich suchte man einen Weg, der erfolgreicher den Massenfationen beider Richtungen vielfach hand in hand arbeiten. Seit ausständen entgegenwirten fönne als die Bereinigung die chriftlichen Arbeiter sich selbständig gemacht und auf die Oberchristlicher Arbeitgeber und Arbeiter. Die Besorgnis, daß die freien leitung aus anderen Berufstreifen verzichtet haben, ergab sich ganz Gewerkschaften auch die katholischen Arbeiter heranziehen würden, führte schließlich zur Gründung besonderer„ chriftlicher Gewerkschaf interessen und das Zurücktreten der trennenden Gesichtspunkte. von selbst die schärfere Betonung der gemeinsamen Arbeiter ten". Bunächst wurden in den Arbeiter- und Gefellenvereinen Fach-• Wenn sie heute auf ein Vierteljahrhundert thres Bestehens abteilungen geschaffen. Doch als im August 1889 der Berg zurückblicken, so werden die christlichen Gewerkschaften eine tiefarbeiterverband gegründet wurde, rief man bald darauf gehende Wandlung in ihren eigenen Reihen nicht bestreiten können. im Jahre 1890 eine tatholische Bergarbeitervereini. Sie werden aber auch feststellen müssen, daß es ihnen nicht gelungen gung, den Verband Glückauf“ ins Leben, der es jedoch zu keiner ist, den sozialdemokratischen Geist" niederzuringen, daß vielmehr Bedeutung brachte. Am 26. August 1894 beschloß man dann eine auch heute noch die Christlichen nur einen Bruchteil von der neue Organisation für die Bergarbeiter zu gründen und zwar auf Stärke der freien Gewerkschaften darstellen. intertonfeffioneller Grundlage, gemeinsam für fatholische und evangelische Bergarbeiter. Am 28. Oktober desselben Jahres wurde in Essen an der Ruhr die konstituierende Versammlung des Gewerkvereins chriftlicher Bergarbeiter" abgehalten. Kaplan Oberdörffer warnte auch hier, wie schon früher, vor allzu schroffer Haltung gegen die Sozialdemo tratie, denn es könnten Zeiten eintreten, wo man genötigt sei, mit den Sozialdemokraten gemeinsam zu handeln. " " Nach diesem Anfang wurde in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre die Gründung von Berufsorganisationen, Fachabteilungen und sonstigen Bereinen auf chriftlicher Grundlage geradezu fieberhaft betrieben. In den Industriegebieten fühlte sich fast jeder Kaplan und jeder Zentrumsredakteur berufen, als Organisator von Arbeitern aufzutreten. Aber erst zu Pfingsten 1899 gelang es auf einem Kongreß in Mainz, eine Art Programm der christlichen Gewerkschaften auf zustellen. Von diesem Lage datteren die Christlichen Gewerkschaften ihre gemeinsame Existenz. Im Mainzer Programm wurde in erster Linie die Interessengemeinschaft von Kapital und Arbeit betont und hinsichtlich der Forderungen der Arbeiter ausgesprochen, daß sie zwar maßpoll" fein, aber mit Entschiedenheit vertreten" werden müßten. Der Streit wurde als legtes Kampfmittel aufgenommen, das allerdings nur angewandt werden sollte, wenn alle anderen Bemühungen versagten und wenn feine Anwendung Erfolg verspreche. Gegenüber den freien Gewerkschaften standen die chriftlichen Organisationen, dem Zwecke ihrer Gründung entsprechend, von vornherein in einer scharfen Kampfstellung. Sie erklärten die freien Ga werkschaften für sozialdemokratische Organisationen und versicherten, fie wollten den sozialdemokratischen Geist, der in ihnen die Herrschaft führe", zurückdrängen. Sobald sich die freien Gewerkschaften von aller sozialdemokratischen Tenzenz freigemacht und sich wieder einzig auf ihre wirtschaftlichen Aufgaben beschränkt hätten, dann so hieß es in einer zur Erläuterung des Mainzer Programms veröffentlichten Broschüre fönne und müsse eine Verschmelzung der christlichen und sozialdemokratischen Organisationen stattfinden, weil dann das. Trennende beseitigt sei. Diese Berschmelzung sei nötig, wenn eine wahre Standesorganisation der Arbeiterschaft verwirklicht werden sollte. Aber trotz der Betonung der Interessengemeinschaft zwischen Kapital und Arbeit gelang es den christlichen Verbänden nicht, das Mißtrauen der Unternehmer zu beseitigen. Der Klassen instinkt des Unternehmertums ist von jeher viel schärfer cusgeprägt als der der Arbeiter. Besonders im Reiche der Schwerindustrie, in Rheinland- Westfalen, im Saargebiet, in Oberschlesien hat die Unternehmerschaft mit einer so brutalen Rüd: fichtslosigkeit auch gegen die christlichen Gewerkschaften gewütet, daß Gewerkschaftsbewegung ( Siehe auch) 4. Seite Hauptblatt.) Zur Reform des Lehrlingswesens. Die billigen Hände" war der Artikel in Nummer 460 des Borwärts" überschrieben, der ein Kapitel der Berufsiehre behandelte, und zwar die wirtschaftliche Seite des Lehrver. hältnisses für die Lehrlingseltern. Es wurde friti fiert, daß auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Eltern zu wenig Rücksicht genommen, die Lehrlingsentschädigung viel zu gering bemessen wird und die Rücksichtslosigteit so weit geht, die Ausgelernten sofort auf die Straße. zu sehen, sie ihrem Schicksal zu überlassen und neue Lehrlinge einzustellen. Herr Frizz Swoboda, Inhaber einer Lackiererei für Wagen und Automobile, Frankfurter Allee 315, äußert mun die Befürchtung, daß unsere Ausführungen auf das Ansehen der Handwerksmeister schädigend wirken und ersucht uns deshalb um Aufnahme einer Entgegnung. Als Handwerksmeister, der im Mittelpunkt des Innungswesens steht", müsse er sich„ um der guten Ruf der Handwerksmeister, und die rechte Auffassung vom Lehrverhältnis zu wahren", gegen unsere Ausführungen wenden. Er geht davon aus, daß einzelne Beschwerden von Lehrlingen bzw. deren Eltern uns veranlaßt hätten, der Kaze die Schelle um= zuhängen. Er verweist daher auf die in den Innungen bestehenden Schlichtungskommissionen zur Erledigung der einzelnen Beschwerden und Differenzen und meint, daß durch diese Einrichtung,„ abgesehen von einzelnen bedauerlichen Fällen, eine gewiffe Garantie für die Ordnungsmäßigkeit der Lehrlingsausbildung" gegeben sei. Er sagt: Nun zu der Entlohnung oder richtiger Erziehungsbeihilfe", wie dieser den Lehrling zu zahlende Geldbetrag ge nannt werden muß. Er ist allerdings niedrig und reicht in den meisten Fällen zum Unterhalt des Lehrlings nicht aus, aber die Gegenleistung des Lehrherrn darf auch nicht zu gering geschätzt werden. Beobachte man doch, was für Opfer an Zeit der Lehrmeister mit seinen eventuell dazu beauftragten Facharbeitern bei den Anleitungen während der gesamten Lehrzeit auf sich nimmt, und deren Zeit ist immer eine hoch be. meriete. Der gute Wille und die Geduld des Meisters werden ganz bestimmt sehr viel öfter auf die Probe gestellt als die des Behrlings. Das Berderben von Materialien und Arbeiten durch die ungeschickten Hände des Lehrlings belastet auch nicht unwesentlich das Konto des Meisters. Der Besuch der Fachschule durch die Lehrlinge und die dafür gebrauchte Zeit werden fast gar nicht als tatsächliche Verkürzung der Lehrzeit erkannt; diese nimmt, auf drei Lehrlingsjahre berechnet, beinahe ein Drittel eines HALPAUS Fabrik RARITÄT Die Qualitäts Cigaretten Die ideale Bettfüllung: Echt chinesische Bettfedern Lustig Monopoldaunen Aufpassen! Man irrt sich- Lustig nur Gundvierzig Gesetzl. gesch. p.Pfd.8,50Gm. 買 3-4 Pfund zum Oberbeff Monopoldaunen sind natürliche Daunen wie alle inländischen! Jahres in Anspruch. Im übrigen wird die Entschädigung| Rathauses in der Zeit vom 25. Oftober bis Anfang November d. J. der Lehrlinge, mo nicht tariflich vereinbart, unter Kontrolle der Handwerkskammer von weiteren Kreisen der Innungsverbände fest gefeßt ist also nicht etwa der Willfür einzelner überlassen. Nun eine furze Erwiderung auf die gerügte Entlassung der Ausgelernten. Fast in jeder Branche des Handwerks ist bei. guter Ronjunttur immer noch eine knappheit an Fachkräften festzustellen, während bei schlechter Geschäftslage immer wieder einige Arbeitskräfte zu viel fein merden. Von einer Lehrlingszüchterei" fann deshalb gar feine Rede sein!" " von uns veranstaltete große Ausstellung pon Lehrlings arbeiten und Gesellenstücken wird im übrigen den Eltern, Bormündern und der gesamten Bürgerschaft der Stadt Berlin, auch nicht zuletzt dem Deutschen Holzarbeiterverbande, Gelegenheit geben zu erkennen, daß auch von unserer Seite dafür geforgt worden ist und gesorgt wird, daß unser Nachwuchs sich mit seinen Leistungen sehen lassen fann." 2f- Betriebsräte- Bollversammlung Montag, den 13. Ottober, abends 7 Uhr, im Mufiler- Vereinshaus, Kaifer. Bitheim- Str. 31. Tagesordnung: 1. Die Angestellten und die Realtion." Referent: S. Aufhäuser. 2. Bericht über die Neuordnung des Berliner Betriebsrätewesens. Referent:. Iatau. 8. Ergänzungswahlen zum Betriebsrätausschuß. 8um Einlag berechtigt der vom Ortstartell Berlin bes-Bundes mit dem Jahsstempel 1924 ausgestellte Betriebsräte seis, bet augleich mit dem gültigen Berbands bu einer ¡ AGewerkschaft vorgezeigt werden muß. Jeutscher Bekleidungsarbeiterverband, Filiale Berlin, Sebastianstraße 37/38. Damenkonfektion( Mäntel, Rostüme) Berfammlung für alle in der Branche befchäftigten Kollegen und Kolleginnen morgen, Montag, abend 6 Uhr, in den Kranten lassenwesen. Bericht über den Abschluß des neuen Sarifes, bzw. Arminsälen, Kommandantenstr. 58/59, großer Gaal. Portrag über das festlegung von Mindestlöhnen durch den Fachausschuß. In Anbetracht der Herr Paeth geht mit seiner Berichtigung um das Wesent liche deffen herum, was der Holzarbeiterverband geschrieben hatte. Es mag dahingestellt fein, ob feine Agitation eine große Zahl junger Beute veranlaßt hat, fich als Tischlerlehrling bei der Tischlerinnung zu melden, oder ob diese sich ohne Agitation gemeldet haben; darauf tommt es nicht an Tatsache ist, daß Herr Paeth. in seiner Fachwichtigen Tagesordnung ist es, Pflicht aller Rollegen und Kolleginnen, in Herr Swoboda steht offenbar zu fehr im Mittelpunkt des Innungswesens, um die Dinge objektiv betrachten zu fönen. Er muß zwar zugeben, daß das fogenannte Roft geld zu nie. drig ist, verweist dafür aber auf die Gegenleistung des Lehr meisters. Diese Gegente: ftung bestand jedoch bereits zu der Zeit, als der Lehrling noch Kost und Logis beim Meister befam. Schließeitung unter den Tischlermeistern eine energische Agita lich darf aber auch die Gegenleistung des Lehrlings nicht übersehen werden, die er als Arbeitskraft bietet, sobald er einigermaßen angelernt ist, sei es auch selbst erst nach dem ersten Lehrjahre. Ob die Entschädigung tariflich vereinbart wird oder ob sie von weiteren Kreisen der Innungsverbände unter Kontrolle der Handwertstammern festgesetzt wird, ist natürlich ein großer Unterschieb, auf den Herr Swoboda nicht eingeht. Dieser Unterschied zeigt sich schon in der Höhe der Entschädigung bei tariflicher Regelung und den Säßen, die den Innungen von der Handwerkstammer empfohlen werden. Es ist doch recht auffällig, daß die meisten Innungen sich mit Händen und Füßen gegen eine tarifliche Regelung der Lehrlingsbezüge sträuben. Die Klage über den Zeitverlust durch Fachschulbesuch verrät eine Auffaffung, die uns veraltet und dem Ansehen des Handwerks nicht sonderlich dienlich erscheint. Auch an der Frage einer größeren Wirtschaftlichkeit und Ordnung in der Zahl und Berteilung der auf zunehmenden Behrling eht die Entgegnung vorbei. und daß er als gutes Beispiel für das zahlenmäßige Verhältnis tion für die Einstellung von Lehrlingen betreibt zwischen Gesellen und Lehrlingen die Provinz Brandenburg anführt, wo nach seiner Behauptung auf 2000 Gefellen 2000 Lehrlinge tommen. Die danach von ihm gemachte Feststellung, daß in Berlin auf 17000 bis 18 000 Gefellen ebenfalls nur 2000 Lehrlinge fommen, läßt doch in diesem Zusammens hange nur den Schluß zu, daß er auch für Berlin bie gleiche Anzahl Behrlinge erstrebt, wie Gefellen vorhanden find Weiter fann Herr Baeth nicht bestreiten, daß die Lehr. linge fast regelmäßig nach beendeter Lehrzeit entlassen werden und die ständig große Zahl der arbeits: lofen Holzarbeiter vermehren. Selbst in der lehten Nummer der Fachzeitung wird ein Brief eines Baters veröffentlicht, der sich ebenfalls darüber beschwert, daß die Lehrlinge fofort nach be= endeter Lehrzeit in der Regel entlaffen werden. In dem Brief wird Herr Paeth aufgefordert, feine Agitation auch dahin Lehre weiter beschäftigt werden. Herr Baeth weiß in einer Nachzu richten, daß die jungen Leute noch längere Zeit nach beendeter schrift zu diesem Brief weiter nichts zu erwidern, als daß die neudieser Entlaffungen feien. Wenn die Arbeitgeber gezwungen mären, den Ausgelernten einen bestimmten Tariflohn zu zah len, fo fei es verständlich", wenn zur Maßnahme der Entlassung gegriffen wird! Herr Swoboda hält es offenbar für ganz felbstverstän bzeitliche Gesetzgebung( Betriebsrätegefeß und Tarifrecht) die Ursache lich, daß die Ausgelernten ohne weiteres entlassen und ihrem Schicksal überlassen werden. Den Beweis, daß von Lehrlingszüchteret teine Rede sein tann, macht fich unser Kritifer sehr leicht, so daß man bezweifeln muß, ob er sich über den Begriff der Lehrlingszüchteret einigermaßen tlar geworden ist. Unsere Ausführungen bildeten einen Beitrag zur Reform des Lehrlingswesens und sind durch solche Ausreden nicht zu entfräften. „ Lehrlingszüchterei in der Holzindustrie." Der Obermeister der Berliner Tischlerinnung, Herr Theodor Paeth, schreibt uns: In Ihrer Abendausgabe vom 2. Oftober 1924 bringen Sie in der Rubrik„ Gewerkschaftliches" unter der Ueberschrift Lehrlingszüchterei in der Holzindustrie" Ausführungen des Deutschen Holzarbeiterverbandes, welche sich mit dem Lehrlingswesen in unserer Innung befaffen und den Tatsachen widersprechen. eine in vielen Fällen aus dem jungen Menschen nicht einen tüchtigen Liegt darin nicht das Eingeständnis, daß die Lehrzeit Tischler gemacht hat? Dagegen fann auch eine etwaige Ausstellung von guten Gesellenstüden nicht angeführt werden. Wir haben ja nicht behauptet, daß alle Lehrlinge nichts lernen. dieser Berlammlung zu erscheinen. Herrenmaßschneider! Am Dienstag, den 14. Oftober, abends 6 Uhr, Beschlußfaſſung über das Ergebnis der zentralen Cohnserhandlungen, Bersammlung in den Arminfälen, Kommandantenſtr. 58/59. Bertogenb flight. Rur Mitglieder ber Branche, die mit ihren Beiträgen nicht mehr Brandjenangelegenheiten. Das Erscheinen aller Brandienangehörigen tit als vier Wochen rückständig find, find abstimmungsberechtigt. Unotgani fierte haben als Gäste Zutritt. Die Branchenkommission. Zentralverband der Angestellten. Werbebezirk Nordweften. Dienstag, den 14. Oftober, abends pünktlich 8. Uhr, Nordwestlastno, Alt- Moabit 55, Werbebezirk Often. Donnerstag, den 16. Oktober, abends pünktlich 8 Uhr, Andreas- festfäle: Andreasstraße 21. Sonntag, den 19. Ottober: Besichtigung der eisenbahntechnischen Ause Gonderzug.( Fahrpreis 3. Kl. Sin- und Rüdfahrt 1.60 M. Ermäßigter Etn ftellung Sebbin. Abfahrt: 8.34 hr Dorm. ab Potsdamer Fernbahnhof. triffspreis 0,50 M. Anmeldungen bis spätestens Dienstag, den 14. Oftober Verbandsbureau, Belle- Alliance- Str. 7/10, Fachgruppen- Getretariat Berkehr, Die Reue Gehaltsgblommen find ab 1. Oktober für die Angestellten im Rolonial- und Feintoft Reinhandel und für die Ange ftellten im Ghotolaben Rleinhandel vereinbart worden. Nachträge find im Verbandsbureau des Zentralverbandes der Angestellten, Belle Alliance Straße 7/10, erhältlich. SPD.'. Muffinstrumentenarbeiter. Bersammlung am Mittwoch, ben 15. Oftober, 5 Uhr, im Reichenberger Sof, Reichenberger Str. 147.1 Alle Genoffen müssen erscheinen; sympathiserende Rollegen tönnen eingeführt werden. Der Werbeausschuß. Rentralverband der Schuhmacher. Morgen, Montag, nachm. 51 Uhe nadm. Uhr, Branchenversammlung der Stepperet und. Borrichterei der Branchenversammlung der Zuschneider im Saal 1 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 25. Die neuen Lohnforderungen." Dienstag, ben 14. Oftober, Straßen, Ball- und Lugusschuhindustrie in und außer dem Hauſe in Gaal 3 des Gewerkschaftshauses. Engelufer 25. Die neuen Lohnforderungen." vier Buchdruder. Dienstag nachm, 5% Uhr im Gewerkschaftshaus Bersamm Sandfeßern als Beifiker im Verbandsvorstand. Erscheinen sämtlicher Handlung der Sandseher- Funktionäre. Aufstellung der Randidaten von feger- Funktionäre ist Pflicht. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Reichsbund ber Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinter bliebenen Bezir! Rorben 14. Die Mitgliederversammlung findet am Montag, den 13. Oktober, in Büttners Festsälen, Schwedter Str. 23/24, abends 7½ Uhr, statt. Referent: Herr Bader über Zukunft der Arbeitsfürsorge". Männerchor Solidarität. Sonntag( heute) nachm. 1½ Uhr Strafgefängnis Tegel. Deutscher Berein für den Schuß des gewerblichen Eigentums. Am 16. Dr. Straße 97, eine Vereinsversammlung statt. Vortrag des Herrn Profeffor Dr. Albert Osterrieth ber: Die Arbeiten des Voltsbundes auf dem Gebiete des unlauteren Wettbewerbs. Sachverständigenkonferenz vom Mai 1924." Gäste find willkommen. Arbeiter Radio- Klub. Achtung, Mitglieder, jeden Montag Technifertonfealler technischen Kräfte unbedingt erforderlich. Funkfreunde, die fich fähig fühlen, ein Lehramt auszufüllen, merden gebeten, ebenfalls zu erscheinen, Der Berliner Männerchor ,, robfinn", Blindenverein( Mitglied, des DAGB.) ruft alle ftimmbegabten und fangesfreudigen Leidensgefährten, Ariegs- und Rivilblinde zur Mitgliedschaft und regen Anteilnahme an feinen Bestrebungen auf. Es wird in den Uebungsstunden, die jeden Mittwoch abend von 7 bis 94 Uhr in der Aula der Städtischen Blindenschule, Naunynftr. 63, ftattfinden und von dem ehemaligen Musiklehrer der Blindenschule Alwin Weiße ge leitet wethen das Betslied und der Kunstgefang genau fo wie in allen anderen Chören gepflegt. Daher ergeht der Aufruf an alle, Kriegs, und Ri Daß Herr Baeth für die Berliner Holzindustrie die Bezeichnung ,, Elendsindustrie" nicht gelten lassen will, ändert doch nichts Arbeitslosigkeit im Gewerbe, die riesige Anzahl flut an den Tatsachen, daß durch die andauernd riesenhafte fuierender Holzarbeiter mit einem erschredend geringen Jahreseinkommen ihr Leben fristen müssen. Darum dreht es sich in erster Linie, nicht um die verlangten Stundenlöhne. zeitung so hin, als ob mur eine noch viel stärkere Ausbildung von Herr Paeth stellt es in seinem Agitationsartitel in der Fach1. Es ist unzutreffend, daß wir eine lebhafte Agitation zur denn schon jemals Arbeitermangel gewefen oder droht Arbeiter tower, 8 Uhr findet im Richtigkeitsfaal des Reichspatentamies, Gitſchiner Lehrlingen eine Gefahr vom Holzgewerbe abwenden könne. Ja, ist Heranziehung von jungen Leuten entfaltet haben, um sie zum Er lernen des Tischlerhandwers zu bewegen. Vielmehr haben sich nach mangel einzutreten? Das kann doch sicher selbst Herr Beendigung des Krieges durch Umwälzung der wirtschaftlichen Ber Baeth nicht behaupten. ber ja die von uns angegebenen hältnisse und jetzt wieder vor kurzem infolge des Personalabbaues Brozentziffern der arbeitslofen Holzarbeiter nicht beftritt. Wenn - im Verhältnis zu vor dem Kriage to große Anzahl Herr Baeth schließlich einen geforderten" Durchschnittsstundenlohn renz in der Geschäftsstelle, Sendelstr. 20, Eingang Neue Grünftraße. Erscheinen von 90 Pf. fchon als einen Beweis gegen die elende Lage der Holz junger Menschen zur Erlernung des Tischlerarbeiter anführen will, so dürfen wir uns wohl der Hoffnung hin handmerts gemeldet, daß wir es schon aus sozialen und voltswirtschaftlichen Gründen für unsere Pflicht hielten, diesen die geben, daß er auch bereit ist, diesen Stundenlohn vertraglich zu bewilligen, dann wäre die Lage der arbeitenden HolzMöglichkeit zur Erlernung eines Berufes zu geben. In diesem Sinne haben wir auch stets nur auf unsere Mitglieder eingewirft, arbeiter wefentlich gebessert. An der Tatsache, daß im Berliner dadurch aber nur zum Teil die sich immer mehr steigenbe. Unluft besteht und daß also aus diesem Grunde ein Anlaß porhanden Holzgewerbe ein Ueberfluß an Arbeitsfräften ter Betriebsinhaber wegen der sich täglich steigernden Erschwerungen, überhaupt noch Lehrlinge zu halten, überwunden. Mir hätten ist, die Zahl der Lehrlinge beträchtlich zu steigern, tönnie aber auch eine Lohrerhöhung nichts ändern. 3. B. in den Jahren nach dem Kriege unseren gesamten Bedarf an Lehrlingen decken, fönnen aus erwachsenen oder halberwachsenen Lehrstellensuchenben, welche aus ihrer Eristenz geriffen maren, bzw. einen anderen Beruf ergreifen mußten. Die verstärkte Einstellung von Behrlingen war somit nach dem Kriege nicht nur eine Not mendigkeit für den erforderlichen und ausgefallenen Nachwuchs in unferem, Gewerbe, sondern auf Grund der vorangeführten Tatfachen auch eine boltswirtschaftlich und soziale Notwendigkeit und ist es auch nach Lage der Dinge noch heute. 2. Die Zahl der bei uns eingeschriebenen und in der Lehre befindlichen Lehrlinge beträgt mie der Holzarbeiterverband richtig etwa 2000, aber die Zahl derer, die in diesem Jahre, also jährlich, aus der Behre treten, wird voraussichtlich nicht über 370 fein, eine Zahl, welche für Berlin( unter Berücksichtigung des Abganges in perwandte Gewerbe) bei etiva 20 000 bis 25 000 Ara beitern viel zu gering ist. In diesem Ginne bewegen sich auch die reichsstatistischen Ausführungen. Außerdem wird es für uns immer fchwieriger, überhaupt noch Behrlinge unterzubringen. Die Ab neigung, Lehrlinge zu halten, wächst ständig und nie. mals war das Schlagwort von der Lehrlingszüchterei" beplacierter wie in diesem Fall. behauptet " 3. Daß das Tischlergewerbe- wie der Holzarbeiterverband behauptet für die Mehrzahl der in demselben beschäftigten Arbeite: eine Elendsindustrie" ist, wird schon durch, die Tatsache widerlegt, daß die Holzarbeiter, troß einer momentanen Geschäftsstille und bei einer Arbeitslosigkeit von ca. 4500 bei einer Gesamtbeschäftigungszahl von ca. 18 000 den Stundenlohn von 0,90 bis 1,10 m. pro Stunde als Durchschnittslohn verlangen, und die Leser des„ Vorwärts" werden hiernach gewiß selbst urteilen können, ohne daß wir eine Bolemit üben. 4. Daß wie der Holzarbeiterverband allerdings etwas hämisch fagt sich jeder Vater und Vormund den Lehrmeister feines Schußbefohlenen etwas näher ansehen soll, entspricht durchaus auch unserem Wunsche. Die im Festsaal des Berliner Zur Suche von Stuffateurlehrlingen. Die Bildhouer und Stuffateurinnung zu Berlin verlangt durch Annonce im Vormärts" vom 11. Oftober eine größere Anzahl Stuffateurlehrlinge. Nach dieser Anzeige muß fich jeder un befangene Lefer in den Glauben versehen, daß die Arbeitsverhält niffe in dem Beruf die dentbar günstigsten und ein Mangel an Stuffateuren vorhanden sei. Daß dem nicht so ist, beweist die große Arbeitslosigkeit, unter der die Stuffateure zu leiden haben, die im Durchschnitt dieses Jahres( Januar- September) 25 Proc. der im Beruf tätigen Stuffateure betraf. In der Vermittelung auf dem Arbeitsnachweis steht die Aushilfsarbeit gegen die sogenannte feste Arbeit" an der Spize. Hieraus fann man ermessen, daß nicht ein Mangel, fon bern ein leberfluß on Arbeitsträften vorhanden ist. Die Bautätigkeit, die eingefekt hat, wird für das Etuffateurgewerbe auch nicht in Frage kommen, da diese sich zum allergrößten Teil auf Siedlungen und Landhäuser erstrect, welche für Stuffateurarbeiten nicht in Frage fommen. blinden, die dem Liede thr Interesse widmen mollen, fich an dem gemeinnügigen Werte des Chors durch ihre Mitgliedschaft zu beteiligen. Nähere Aus funft wird in den Uebungsstunden und durch den Vorfizenden Kati So tam m., Berlin SW. 29, Fidicinste. 8, erteilt. Geschäftliche Mitteilungen. Der neu erschienene Winter- Ratalog ber Firma R. Israel, Berlin C, zeichnet sich durch eine große Anzahl besonders preiswerter Angebote aus. Bicle naturgetreue Abbildungen von Blusen, Röden, Aleibern, Mänteln und Süten veranschaulichen die Merkmale der neuen Mode, die gerade durch thre einfachen, fchlichten Formen besonders reizvoll wirkt. Daneben verdienen die umfangreichen Abteilungen fülr Wäsche, Birtwaren. Kleiderstoffe, Geibenstoffe fowie für Gardinen, Möbelstoffe. Teppiche, elektrische und Rabio- Artikel befondere Beachtung. Auf Wunsch wird dieser Katalog von der Firma R. Israel oftenfrei zugesandt. Leberkoffer und Reisetaschen find Quellen fteten Mergers für die Besitzer, daran, daß nur Mangel an Pflege die Sajuld trägt. Man pflege das Leder fobald ihre ursprüngliche Schönheit verschwunden ist. Niemand denkt aber des Roffers, der Tasche regelmäßig mit Erdal in Dosen mit dem roten rofd), weiß oder farbig, bas hauchdünn aufgetragen, gebürstet und dann mit weichem ber Stols ihrer Beüßer ſein. Lappen nachpoliert wird, und die Gegenstände werden wieber tadellos ausfchen, Das diesmalige Eröffnungsprogramm des Birkis Busch, das auch gegen. wärtig noch gespielt wird, war für die große Busch- Gemeinde ein wahrer Leckerbiffen. Kein Wunder, daß der weite Rundbau vom Parterre bis zu den höchsten Rängen allabendlich das Ziel ungezählter Tausende bildet Die Sonntag Nachmittagsvorstellung bringt im 2. Teil des Programms das für die Manege bearbeitete Märchen Dornröschen". Unsere Jugend folgte der ErftDurch diese Notiz wollen wir nicht die Absicht aussprechen, das Stuftateurgewerbe von Lehrlingen freizuhalten, sondern wir erachten es als unfere Pflicht, die Eltern darauf hinzu= weisen, daß sie sich nicht durch Lehrlingsstellenangebote zu dem aufführung am legten Sonntag mit heißen Wangen und glühendem Intereffe. Glauben verleiten lassen, daß ein Mangel an Arbeitskräften vorbanden fei. Zur weiteren Auskunft ist der Baugewerksbund, Fachgruppe Shud- und Gipsbau, Gewerkschaftshaus, gern bereit. Die belgischen Bergarbeiter sollen, der„ Libre Belgique" zufolge, von der am Freitag getroffenen Regelung befriedigt sein und verfprochen haben, daß die Arbeit im Borinage- Beden am Montag wieder aufgenommen werde, ohne daß erst noch eine Urabstimmung erfolgt. Durch Güte Preiswürdigkeit leit Jahren bekannt Ulster- und Paletotstoffe, Neuhelten, la. Qual, 40 von M. Kostüm- und Mantelstoffe, reine Wolle, 130 br. 780 Tuchhaus ME- Freitag Molkenmarkt 14 Mef Stoffe von M. Ecke Molkenstraße. Bitte genau auf Eingang Nr. 14 zu achten! Nur erstklassige Qualitäten in großer Auswahl zu äußerst billigen Preisen e Hier einige Beispiele: Damen- Hausschuhe aus prima schwarz. Filzstoff mit farbigem Kragen u. Ponpon, extra starken aufgenähten Filzsohlen, schöner leichter und angenehmer Schuh für das Haus, hervorragend billiges Angebot...... Damen 325 Halbschuhe aus prima echt Chevreau und Boxcalf, ebenso R'Chevreau, in nenester spitzer und runder Form mit halbhohem Absatz, beste Verarbeitung, vorzügliches Fabrikat, aussergewöhnl. billig. Angebot Damen 7.9⁰ Halbschuhe Ta echt Chevreau und Boxcalf, in neuer modern, rund.Form m.elegant. Absätzen, echte Rahmenarbeit, erstklassig, Fabrikat, nie wiederkehr. Gelegenheitskauf 890 Damen- Schnürstiefel Ia Lackbesatz m. elegant. teinfarbig. Stoffeinsätzen, m.extrahohem Schaft, elegant. spitze Formm LXV- ABsätz.. hochtein.Fabrikat, vorzügl.Qualität, ganz besonders billiges Angebot.. 1690 Kinder- Schnallenstiefel 3.90 190 aus prima Filzstoff m. stark Lederbes. und extra starken Ledersohlen und Absatz, prima Qualität, ausserordentlich billiges Angebot. 81/35 4.50, 27/80 Kinder Schnürstiefel aus prima braun Rindbox zum Schnüren aucir mit Agraffe, extra starke solide Qualität mit kernigen Böden, spottbilliges Angebot..... 31/ 35.5.90, 27/50, Kinder Schnürstiefel prim.schwarz Rind- u Chr.box.mit u. ohne Kappe, m.Derbyschnitt, bes.starken krätt. Böden. solider starker Schulstietel, ganz. besond. billig. Angebot 81/35 6.90, 27/30 5.90 Herren Hausschuhe 4.50 aus prima Kamelhaarstoff, mit Filzzwischen und starker Ledersohle mit verdeckter Naht, vorzügliche Qualitätsware, extra billiges Angebot. Herren- Schnürstiefel 1190 aus prima echt Rindbox, neue halbrande Form.vorzügl.solide Verarbtg sehr elegant. Strassen- u Strapazier stiefel, ausserg wöhnl. bill. Angebot Herren Schnürstiefel IaLackbes.m.Matt- Kidledercinsatz, Lelegantest. neu.Form, flach.Absatz, allerf.Rahmenarb..hervorrag Fabrikat, niewiederkehr.Gelegenheitskauf 1850 Stiller an In der Morgenstunde i M Hemdentuche 80 cm breit. Meter 0.55 Hemdenflanelle mit schönen Streifter 0.75 Zephir für Oberhemden eter 0.70 Bettsatin gestreift, 80 cm breit Mejer 1.10 Wollschals angestaubt 1.50 Männerhemden gestreift. 2.50 Männerhemden wollgemischt, Gr. 5; 2.50 Damen- Schlüpfer in schönen Farben 0.90 Damen- Schlüpfer schwere Qualität. 1.80 Damen- Taschentücher mit Hohl 0.15 Herren- Taschentücher weiß 0.25 Herren- Taschentücher kl. 0.20 gute m. Fehl. Winterhandschuhe. Paar 0.35 Hosenträger Gummiband mit Leder 0.50. Stehumlegekragen Käppchenkragen 0.35 Oberhemden Trikot: mit schönen Sem mit klein. ges gesch moderne M. 0.40 0.40 1.30 1._ Herrensocken bunt Damen- Strümpfe che Farbe Damen- Strümpfe Seidenfor... 1.25 Stepphüte Größe 55 and 56 Herren- Filzhüte Jackett- Anzüge aus br. a. bl. Cheviot 22.50 Sport- Anzüge langer Hose 17.50 Manchester- Anzüge Breecheshose, 36.Herren- Hosen gestreift Breecheshosen Pilot- Hosen grau gestreift Lammfellwesten für Herren, kl. Gros. 10.Pelz- Joppen feldgrauer Tuchbezug mit wenig gebr. Schaffelfutter 28. für die Landbevölkerung sehr geeignet für Herren, 2teilig, mit Sportform mit Jackeit ganz gefüttert, in vielen Farben aus gestreiftem Homespune Nacktpetze wenig gebraucht weiß manschetten und Kragen Gr. 4 Zephir modernen Einsätzen Zephur- Einsätzen, Klopp 3.Herren- Sporthemden seit 2.95 Herrenhemden weiß mit eleganten 2.3) Herrenhemden makofarbig mit 2.10 Herren- Unterhosen Vigogne 1.Herrensocken Seidenfior, in schönen 0.70 Herrensocken Doppelbrust Farben 4.75 4.50 4Von 25 mit Kaninfutierung, at Wirtschaftspelze für Kutscher und 34.Mitfahrer geeignet melierte Stoffe Gr. 1-6° Knaben- Anzüge Joppenform, dunkle u, 7Knaben Pyjacks mit warmer Fütterung 12.50 Burschen- u. Jünglingsmäntel 0-6 aus Flauschstoff, irregulare Ware, Größe 1238-42 14. Größe 10-12 a. Damenmäntel coverkostar tigem Stoff 8.50 Angestaubte Erstlingswäsche zu sehr billigen Preisen 0.10, 0.30. 0.20 moderne Form. Gummimäntel Herren und Damen, irreguläte Ware ür Stück 12.00 Wollene Umschlagtücher schönste Must, 130x170 6.50 Hosenstoffe Fabrikat, 14 cm breit, Kammgarncharakter in Teschmackvollen Streifen, sehr haltbares rheinisches 3.50. Kostümstoffe 140 cm breit Mengenabgabe vorbehalten. Metér Meter 1.95 BAER SOHN& Berlin nur Chausseestr. 29-30 Tausende und abertausende Piecen Vorrat finden Sie in den Kredit erhalten auch allein stehende Da mon Abteilungen Damen Konfektion B. Jeder Herr der einen schicken Anzug oder elnen eleganten Paletot kaufen möchte, besichtige die Abteilungen HerrenKonfektion FEDER Brunnenstrasse 1| Frankfurter Allee 350 Kottbuser Damm 103 Charlbg., Scharrenstr.5 ist und bleibt das allergrößte Kredithaus Deutschlands und steht in jeder Beziehung unerreicht da. Ueberzeugen Sie sich Ivon den kulanten Bedingungen von der großen Auswahl von den billigen Preisen Pelzund urteilen Sie selbst! mäntel, Pezjacken, Pelzkragen, Pelzmuffen in auserlesenen Qualitäten ZW. wirklich billigen Preisen! Anzahlung Teppiche, und Ratenzahlung richtet sich ganz nach dem Einkommen Gardinen, Stores, Bett-, Tisch- und Steppdecken in einer Auswahl wie im SpezialGeschäft Der grosse & Erfolg! TA IUFUMA BATSCHARI Man muss sie rauchen! IVO PUHONNY Pelzverkauf ist Vertrauenssache!!! Deutscher Metallarbeiter- Verband Darum kauft man nur beim Fachmann. Pelzwaren aller Art Günst. Angebote u. große Auswahl in wie Seal Elektric, Biberett, Skunks Kanin, Murmel, Fohlen, Persianer, Nutria- Mäntel u. Jacken. Spezialität: Skunks- u. OpossumKragen. Amerik. Opossum- Schalkragen u. Manschetten von 30.- Mark an. Neu eingeführt: Elegante Pelzhüte. Tellzahlung gestattet ell Achtung! Bautlempner Achtung! Dienstag, den 14. Ottober, abends 7 Uhr, im Parterresaal des Ber. bandshauses, Dinienste. 83/85: Versammlung aller in den Jnnungsbetrieben beschäftigten Kollegen. Tagesordnung: 1. Bericht und Beschlußfassung über ble Lohnberhandlungen mit den Arbeitgebern. 2. Branchen. Schlötcke& Männel Gr. Frankfurter Str.106, II. Etg. angelegenheiten. Eigene Werkstätten am Strausberger Platz Kein Laden II. Etage Die Wichtigkeit der Tagesordnung macht Kein Laden es jedem Kollegen zur Pflicht, in diefer Bersammlung anwesend au fein. Nach Therapie Die Wunderpuppe Dr.med. Güntz+ greitag, ben 17, Offober, abends Das schönste Geschenk! 52 Zentimeter groß, fein getleidet, läuft und spricht! Preis 8 M. frei Haus: Bahlung auf mein Bostschecktonto 12 547 oder Nachnahme. Wer bis 1. November 1924 bestellt, erhält außerdem 10 Spielzeuge Aratis!! Emil Heinrich Oldenburg amburg, Bei den Mühren 78 Uhr, im Barterresaal des Ber zur innerlichen Kur bei Syphilis bandshauses, Linienfir. 83/85: ohne Quecks. u. Salvars Keine Spritz- od. Versammlung Schmierk., schmerzl. ohn Be ufsst. Zahlr. Dankschr. Orig- Pack. 80 Stck 5,- Hei- aller Betriebsräte und Betriebsobleute, lung v. Harnröhrenausfluß ohne Spritzen. foweit diefelben Mitglieder des Deutschen Brosch. v. Dr Güntz 50 Pf. Apothekennachweis d metallarbeiter- Verbandes find, und der Volksgesundheits- Zentrale, Berlin, Invalidenstr. 94. Spezialinst. f. Geschlechtskr. Tägl. 10-7, Mitgliedero er mittlerenOrtsverwaltung. Sonnt. 10-12 Uhr. Niemand braucht seinen Namen nennen. " Tagesordnung: Bortrag und. Aussprache über: Die Berfplitterung im Krantentaffenwesen und die fich daraus ergebenden Gefahren file die Arbeiterschaft". Die außerordentliche Wichtigkeit dieses Rollegen. Metallbetten Themas erfordert das Erscheinen aller Stahlmatratz., Kinderbetten dir. an Priv Kat.30A frei. Eisenmöbelfabr. Suhl Thür Ohne Mitgliedsbuch und Funktionär tarte tein Zutritt. Die Detsverwaltung. nicht... zu viel und nicht zu wenig aber immer Rotfroschkönig Erdal putzt die Schuhe pflegt das Leder Alleinhersteller: Werner& Mertz A- G. Mainz. Erdal- Fabrikniederlage Berlin Bin. Lankwitz. Charlottenstr. 33 Fernspr. Lichterfelde 227 Selbst im Mädchenpensionate braucht man Seifix", das probate. Nach 1/4 stündigem Kochen ohne Reiben und Bürsten, bei denkbar einfachster Anwendung erzielen Sie mit Dr. Thompsons Seifenpulver( Marke Schwan) und gleichzeitiger Verwendung des modernen Bleichmittels Seifix blendend weisse Wäsche.c Dr. Thompsons Seifenpulver( Marke Schwan) das Paket 30 Pfg. Theater, Lichtspiele usw. Th. im Admiralspalast 34 u. 84 Uhr in erster Besetzun die große Revue Noch" Staats- Theater Lessing- Theater Noch und KOMISCHE OPER Opernhaus Täglich 8 Uhr: Central Theater 6 Uhr: Walküre Die große Revue: 3 Uhr: MORAL Opernhaus am Königsplatz 72: Der Freischütz Wien gib acht! 7/ G'wissenswurm U.: Schauspielhaus Ueb.150Mitwirkende Deuts Opernhaus 72: Wallenst. Lager Kasse den ganzen Tag geöffee Die Piccolomini Schiller Theater 22 Uhr: Tasso 7 U.: Dr. Klaus Deutsch. Künstlertheat. Volksbühne 212: Der Heimatlose Täglich 72 Uhr Der Tanz um die Liebe Die Rache d. ver- Operette in 3 Akt. höhnt. Liebhabers 7 Uhr: Don Carlos von Osk. Strauss Martha Serak Deutsch. Theater Erikav.Theilmann 71% Uhr: Paul Graetz/ RoZu ermäß. Preisen 7/ Uhr: Toscal Mtg, 6 Uhr: Tristan u. Isolde Musikal. Leitung: Felix v.Weingartner Intimes Theater 8: Liebeskonzern Tempo Tempo! Metropol- Theater Tägl. 71 Uhr: Michael Kramer bert Nästberger Gräfin Mariza Voranzeige! Dienstag, d 14. Okt 7 Uhr Zum ersten Male: Die heilige Johanna Robert Scholz Hars Wassmann Georg Baselt Erich Walter Mus.Leit.: M. Roth Tänze: H. Lingen Th. i. Kommand. Str. Nachm. 32 U.: Die Mädels v. Davos Letzte Wochen von Bernard Shaw Bühn Bild: E.Stern: Mister Regie: M. Remhardt Kammerspiele, 72 Uhr: Die tote Tante und andere Begebenheiten Theater i. d. Königgrätzer Str. Lustspielhaus Tägi 8 Uhr. Die Zwillingsschwester Lusts. v L, Fulda Käte Dorsch/ Joh. Riemann Hans Junkermann Globetrotter Dramatisch. Theater Chausseestr. 30/31 ir.: With. Dieterle 712 Uhr: 8 Uhr: Brich XIV. Heues Operettenhaus Tolkening Komödienhaus 8: Der unwiderstehlich. Kassian Täglich 8 Uhr: R. Valentin/ Lis! Karlstadt in von Alfred Brust Montag Uraufführg ,, Vorstadttheater" 7 U.: Methusalem Th. a. Nollendorfpl. Burleske v. Karl Valentin 7.30: Die Geliebte Sr. Hoheit mit Fritzi Massary Berliner Theater 7.30 Uhr: Der süße Kavalier Wallner- Theat. Tägl, 72 Uhr: Uriel Acosta. SCALA Residenz- Th. 8 Uhr: Internat.Varieté Sonntag 3.30 zu halben Preis, das volle Programm! Blüthnersaal. Dir.: Fel. Meinhardt Die Täglich 8 Uhr: Theater am Kotibusser Tor Täglich 8 Uhr u. Sonnt. nachm.3U.: EliteSänger Glänzendes OktoberProgramm 11. 3. Auf vielf. Wunsch vier Schlaumeier Pannemanns IMus. v. W W. Goetze Liebestraum", Sonnabend, 18. Oktober, 7½ Uhr Tanzabend PALUCCA Konzert- Direktion: Leonard HAPAGAHARRIMAN HAMBURG- AMERIKA LINIE UNITED AMERICAN LINES ( HARRIMAN LINE) Nach NORD- AMERIKA SUD- AMERIKA CANADA CUBA- MEXICO, WESTINDIEN AFRIKA, OSTASIEN USW. Billige Beförderung, vorzügliche Verpflegung, Unterbringung in Kammern in allen Klassen. Etwa wöchentliche Abfahrten von HAMBURG NACH NEW YORK Eisenbahnfahrkarten zu Schalter preisen. Zusammenstellbare Fahr scheinhefte für das In- und Ausland. Schlafwagenplätze, Bettkarten für deutsche und für internationale Schlafwagen. Reisegepäckversicherung ohne Zeitverlust zu günstigen Bedin gungen, auch für Übersee Luftverkehr, Rundflüge, Reklame flüge, Brief- und Paketbeförderung. Auskünfte und Drucksachen durch HAMBURG- AMERIKA LINIE Hamburg, Alsterdamm 25 und deren Geschäftsstellen in: Berlin, Reisebureau der Hamburg- Amerika- Linie, Unter den Linden 8, Potsdamer Strasse 3 und Leipziger Strasse( Kaufhaus Tietz), sowie bei der Deutschen Lloyd Bank A.-G., Kurfürstendamm 237 Frachtauskünfte erteilt das Schiffsfrachtenkontor G. m. b. H., Berlin, Unter den Linden 8 Direktion: James Klein & Uhr Allabendlich 8 Uhr Diese Revue ,, Das hat die Welt noch nicht gesch'n" übertrifft fraglos alle Revuen der Welt aus .folgenden Gründen: Die berühmtesten Berliner Bühnenkünstler sind nur bei uns! Die Original- Ausstattungen der Pariser Revuebühnen sind nur bei uns! Die fabelhaften echten spanischen Tanztruppen sind nur bei uns! Wirkliche große dekorative Aufbauten und große Balletts sind nur bei uns! Welche Bühne auf der ganzen Welt bringt derartig berühmie Darsteller und außerdem noch solche Sensationen??? Der Marsch ins Wasser ( Legende vom Nil). Das große Perlen- Ballett mit dem lebenden Diadem Die Soldatenburg mit 90 Zwergen und Knaben. Das Straußfedern- Ballett vorget. v. franz. Mannequins Was unter einem Frauenrack alles zu sehen ist usw. Lotte Werkmeister, Else Berna, Hanna Gorina, MiB Nielsen, Bruno Kastner, Arnold Riek, Paul Westermeier, Siegfr. Berisch, Hugo Flink, Heinz Larsson, Bianca und Josia, Juli und Fernan, Casanova usw. Bedeut. heranges. Preise Parkett 10 M., I. Rang 8 M., II. Rang 6 M., III. Rang 3 M. Tagesk. ununterbr. geöffnet Rennen zu Karlshorst Sonntag, d. 12. Okt., nachm. 1 Uhr Gr. Preis v. Karlshorst Apollo8 Uhr 8 Uhr Theater Direktion: James Klein Die erste große Revue Posse Das lachende Berlin In den Hauptrollen: Paul Beckers( Gast) Senta Söneland Else Balzer- Lichtenstein Erich Poremski, Else. Reval Lotte Dobischinski usw. 3 Manleys/ Therry Twins Unter anderem: Die lebende Schreibmaschine Das Massen- Himmelsbett Die Wembley- Ausstellung Parkett 2.50 Kleine Eintrittspreise Selbst im Mädchenpensionate braucht man Seifix", das probate. SEIFIX, modernes Bleichmittel, das Paket 15 Pfg. Zuban ZUBAN Wappenschau die neue 6 Pfg.zigarette ist das Ergebnis gründlichster Kenntnis des orient.Rohtabaks und seiner feinen mi schungen, gepaart mit sorgsamster Arbeit. G- ZUBAN MÜNCHEN Größte füddeutsche Zigaretten- fabrik 8 Uhr Große Volksoper 8 Uhr Telephongespräch. Billy: Sage mal, warst Du in diesem Monat schon im Wintergarten? Karl: Ach, in der Revue? Billy: Unfinn da gibt's nichts von Revue 1 es wird auch kein Auto verschenkt oder Nähmaschinen verloft, stelle Dir mal vor, teine einzige 8ote im Brogramm.- es steht auch nicht an den Säulen Das Tollite vom Tollen" oder sonstige reklamestrogend? Superlative, einfach kurz und bündig ein BarietéBrogramm, Da - aber was für eins, mein Junge! haft Du eine Revue von allem, was Du brauchst. mit allen Schikanen! Weibliche Stimme: Gehr richtig! Billy: Ach, Fräulein, gehen Sie doch aus der Leitung!! Die Stimme: Warum denn,- ich war fa im Wintergarten, tann also mitreben! Billy: Ra, was fagen Sie denn zu dem Programm? Stimme: Blenbend! Dieser Geschmad in den ..lebenden Bijouterien", die entzückenden Tänze der Juriewa mit dem Schlußbild der spanischen Zigeuner, Und die Ehtor'schen Mädchen, na, überhaupt alles! na, wiffen Sie, ich würde mich ja von feinem Mann so in der Luft herumwerfen lassen! Rarl: Fräulein, darf ich Ihnen mal etwas ins Ohr sagen? Stimme: Da Gie schon dabei sind Rarl: Fräulein, wie heißen Sie eigentlich? Stimme: Lizzi Karl: Sind Sie jung? Karl: Hübsch? Stimme: Gehr! Stimme: Man fagt esRarl: Ach, tommen Sie doch noch mal mit in den Wintergarten! Lizzi: Aber mit dem größten Bergnügen, bas fann man fogar dreimal sehen. Sie werden sich im übrigen totlachen über den Amerikaner Cummin mit den Hüten und die Engländer auf den kleinen Rädern, wenn der eine den Betrunkenen macht und nachher die Leiter hochgeht, einfach zum Wälzen! Karl: Also wälzen wir uns zusammen Billy: Na, da gehe ich auch noch mal mit,- also heute abend 8 Uhr an der Kaffe. Kleines Th. Täglich 8 Uhr Tilla Durieux in Ein idealer Gatte Jul. Falkenstein, Ferd. Bonn, H. Burg. R. Leffinger Adele Sandrock, Trianon- Th. Tägl, 8 Uhr: Erika Gläßner in „ Sie" Komödie v. Reicke Erich Kaiser- Tietz Rudolf Lettinger Rose- Theater Dir.: B. Rose 1/24: Miona von Barnhelm Alt- Heidelberg Anfang 7.45 Russisch.Ballett Diaghilew Walhallah.i.d.Gem.- Turnhalle Goethe Bühne Berlin C. 2, Klosterstr. 43, a. Eing. d. Untergrd- Bahnh. Klosterstrasse nahe d. Bahnh. Alexanderpl. Neu- Eröffnang: 18. Oktober 1924 Sonnabend, den abends 72 Uhr: Goethe: ..Die natürliche Tochter" in der Titelrolle: Frau Else Helms. Preise der Plätze: M. 7.-, 5.-. 3.-. Mitglieder der Kunstgemeinde der Goethe- Bühne zahl, auf all. Plätzen die Halfte. Jahresbeitr. d. Mitgl. M. 1.-. Vorverk. ab Mont. d. 13. 10. 11-6 U. i.d.Geschäftsst. Klosterst.43. TiEN BERLIN Wi Jagerstr.63: AMFANG 8 Uhr UnterhaltungsVarieté Eintritt frei! Grosses Programm Bierabteilung Täglich: 4- Uhr- Tee mit dem großen Programm. am Rosenthaler Tor Großes internationales Warieté- Programm! Anfang 8 Uhr Preise: 0.40 0.60 1.- 1.50 usw. Germania Pracht Säle Karl Richter, Chausseestraße 110 Weißensee, Pistoriusst.23 Sonntags 72 Uhr: W. Heiden- Heinrich Dietanzende Prinzessin Preise: 80 Pf. b. 2M Thalia- Theater Zigeunerliebe Jeden Sonntag Gr. humo- 7, Uhr Tägl. 72 Uhr ristische Vorstellung der !! Triumph- Sänger!! Stets neues Programm. Kasseneröffnang 4 Uhr. Konzert 26 Uhr, Beginn der Vorstellung 1/27 Uhr. Nachd. Familienkränzch. Im weißen Saal: Großer Ball. Musik von Franz Léhar Casino- Theater LUNAPARK Lothringer Str. 37 Tagl. 8 Sonntag geöffnet Eintritt 20 Pfennig Feuerwerk:: Konzert TANZ Reichshallen- Theat. Abends 8 U. u. Stg. nachm. 3 Uhr Stettiner Sänger Neu Mutter uff Reisen Nachm. halbe Pr. b. voll. Abendprogr. Herrlich. XXXXXX XXXX0XXX Donhoff- Brettl: Progr Anf. 72. Populäre Preise Nur noch bis 15.Okt. Muß Liebe schön sein! Donnerstag 16.Okt Zum 1. Male: Satan Weib Volksstück i. 6 Bild METROPOL 8 Uhr Der internat. OktoberSpielplan! Philharmonie 72 Uhr: XXXX Konzert Restaurant Gewerkschaftshaus Engelufer 25 Ausschank von Schultheiß- Patzenhofer Bier Guteru.reichhalt. Mittagstisch: Gedeck 0.75 Sonntags 1Mk. Reichh.Abendkarte zu zivilen Preisen. Eigene Schlächterei u. Wurstfabrik Spezialität: Frikassee von Huhn 1 Mk. Täglich Konzert Freitag, Sonnabend u. Sonntag GESANGS- EINLAGEN Bewirtschaftung ,, G ABEGE" XX Gastwirtschaftliche Betriebsgesellschaft m. b. H. XOXX des Philharm. Orch Dirig. Prof. R. Hagel 70OLOGISCHER GARTEN Sonntags Gr. Konzert Kircus Busch Heute Sonnt. 2 × 3+ 7%, U. Todes= 2x strahlen 2x Autore Left 2x in Spanische Kampfstiere sowie die übrig. Sensationen Nachm. z. Programm- Schluß: ManegeMärchenspiel, Dornröschen Abends: Wasserschaustück Carmen Gewaltige Wassereffekte! Nachm. Erwachs. u. Kind, halbe Preise Benutzen Sie Vorverk. Wertheim u. Circuskasse Nur bel Fisen& Diamant Kaiserstr. 4 kaufen Sie am billigsten Schokoladen bekannter Marken. Große Auswahl für Serien- Verlosungen! Zweigstelle: Andreasstr. 13( Schles. 2% Rabatt! Bahnhf.) Auf Teilzahlung ½ 21nzabtung Distret! Rest in 6 Monatsraten Zu Ladenpretien tauten Sie elegante, gutfigende Herrengarderoben Albert Schenk Köpenicker Straße 127, Hof rechts, tein Laden. Neu eingeführt: DamenGummi- Mäntel Geschäftszeit 9-7 Uhr. Ungenieet! Der heutigen Gesamtauflage liegt ein Prospekt der Firma F. Hunnius Erben, Laboratorium f. mediz. Präparate, Hildburghausen i. Thür., gegen Gicht und Rheumatismus Aquarium eiben bei. Erhältlich in allen geöffnet von 9-7 Uhr WINDE STRATEN 2 Apotheken. Generaldepot: Gle. fanten Apotheke, Berlin SW., Leipziger Str. 74. Einem Teil unserer heutigen Auflage liegt ein Prospett ber bekannten Zeitschrift ,, DerStein der Weisen von der Buch. handlung der Vertriebszentrale 2 Berliner Zeitschriftenhändler, Berlin S. 14, Sebastianstr. 8 bei, worauf wir unsere Lefer be Heute Vorstellungen 31 und 8 Uhr flachm. halbe Filse XXXX Rauchen gestattet fenders' aufmerksam machen. Str. 482 41. Jahrgang Filmschau. Die Filme der Woche. 4. Beilage des Vorwärts Die amerikanische Filminvasion, die den Sommer beherrschte, ist vor über, der deutsche Film hat wieder eingelegt. War die amerikanische Aus beute flach, aber filmgerecht, so bemüht sich der deutsche Film um die Hand. Tung. Er sucht Gehalt freilich zumeist in Anlehnung an bekannte Literaturwerke. Hartlebens Drama Rosenmontag", Gustav Freitags Roman Sol und haben" gaben den Stoff für die beiden literarischen Filme der Woche. Freitags Kaufmannsroman war einst das beliebteste Buch des deutschen Bürgertums, weil darin nach Julian Schmidts Rezept das deutsche Bolt( das bürgerliche, natürlich) bei der Arbeit aufgesucht war. In ihrer Art ebenso populär war Hartlebens Offizierstragödie, sein erfolgreichstes, aber auch fünstlerisch schwächstes Bühnenstüd. Beide Werte sind heute nur noch von historischer Bedeutung. Der Rosenmontag( Marmothaus) hat das preußische Offiziersleben einer fleinen Garnison zum Inhalt. Der tragisch zugespizte Konflitt, ber zum Selbstmord eines jungen, unverdorbenen Leutnants und seiner nicht frandesgemäßen fleinbürgerlichen Braut führt, beleuchtet den Kastendünfel des Difizierstorps, jeine Brutalität und hartnädiges Strebertum. Der Be. arbeiter Alfieri hat geschickt das Drama in Filmszenen zerlegt, denen die Regie Rudolf Meinerts Leben gab. Das Ganze ist aber nüchtern und prosaisch wie es eben in einer fleinen Garnisonstadt zugehen möchte. Die Idylle" des Soldatenlebens ist mit allzuviel Behagen ausgesponnen ( wie der ganze Film zu lang ist). Möglicherweise finden die verbohrten Bewunderer des echten Preußentums gerade an dem militärischen in dieser Anprangerung des Militarismus trotzdem besonders Gefallen. Das Milieu ift gut herausgearbeitet, die Offizierstypen find gut getroffen. Ganz echt ist die Generalewitme Maria Reisenhofer. Der jugendlich schwärmes rische Leutnant Hans Rudorff wird von Gert Briefe sehr naturmabr bar gestellt. Dem lieben Bürgermädel der Fraute Reimann leibt Helga bomas jugendliche Anmut und die vorgeschriebene Gefühlsieligkeit. Die Uraufführung war dem Andenken Hartlebens geweiht. Rudolf Presber trug einen von ihm gedichteten Prolog wirtungsvoll selbst bor. Soll und haben( Primuspalaf) ist als Berherrlichung des deutschen Bürgers, speziell des Kaufmanns, gedacht. Aber der Patriotismus Freytags war immerhin anderer Art, als der heutige, der sich an einigen Titeln herauschte. Der weitausholende Stoff ift geschickt für den Film fondensiert und von Karl Wilhelm in ein padendes Filmbilderbuch verarbeitet worden. Das Biedermeiermilieu gab im Kostüm das alte Breslaut mit feinem Raufmannshof und der Herbergsipelunte, interessante und malerische Borlagen, die Regisseur und Photograph weidlich ausnutten. Die Kontrastierung der bürgerlichen und abeligen, der christlichen und jüdischen, der deutschen und polnischen Schichten ist vortrefflich gelöst. Eine Fülle lung filmmäßig auszugestalten. Man erfreute sich an dem prächtigen Hans hervorragender darstellerischer Kräfte ist am Wert, die verschlungene Hand: Brausewetter, der den deutschen Helden Anton Wohlfahrt jo brav, tüchtig und tatträjtig gestaltete und mit seinem heiteren Befen die bei Freytag gar zu ethisch geratene Figur durchsonnte. Man war entzüdt von dem charmanten Freifräulein Medy Christians, und ergött von dem fahlauen, raffinierten Beitel Jig, der Paul Gra es zu einer höchst ausbrudsvollen und gelungenen Charakterstudie Anlaß gab; auch die übrigen jüdischen Gestalten waren alle böchft lebendig geworden: der reiche Vater Ehrenthal in seiner Vornehmbeit und Sobnesliebe( arrison), seine Frau( Alta Grüning), sein ernster, edler, vom Tode gezeichneter Sohn ( Ernst Deutsch, der faft nur mit den Augen spielte). Die brave deutsche Kaufmannstochter war Olga Tschechowa. Wie fie ihre Liebe dem schüchternen Anton Wohlfart durch das Hauptbuch gesteht, war nicht ohne ( ironischen) Reiz. Auch die flemeren Rollen der adelige Herzensbrecher Fint( Bruno Kastner) oder der im Euff verfommene Advotat Hippius( Heinrich George) waren Kabinettitüde der Darstellung. d. .Guillotine( Richard Dswald Lichtspiele), beißt ein Film, der unter Schambergs Regie zustande lam. Er bat weder Einheit noch Rinie, verwechselt unllarbeit mit Spannung. Alle Tricks find schon lange abgenugt, wird der Regisseur toternst, dann ist dem Bublifum recht lächerlich zumute. Und das Manuskript? Einem unschuldig zur Zwangsarbeit Ber urteilten stirbt die Gattin und sein Tochterchen verschwindet. Als seine Unschuld erwiesen ist, sucht er vergeblich seine Tochter, die inzwischen un schuldig zum Tode verurteilt wurde, damit er fie im letzten Augenblid von der Guillotine retten fann.. Beinabe wird's gruselig, aber es wird nicht der Kopf, es werden nur die Haare abgeschnitten und die Märtyrerin bekommt | Sonntag, 12. Oktober 1924 auf diese Art und Weise einen höchstmodernen Bubenkopf. Ueber fünft lerischen Ehrgeiz fann man verschiedener Ansicht sein. Frau Albana verkauft zum Besten aimer Berliner Kinder Porträtpoftfarten mit eigenhändiger Unterschrift, was thr rauschenden Beifall und überaus fostbare Blumenarrangements einbringt. Es ist eben leichter, einen Filmstern fcian zu laffen, als einen guten Film zu machen. Mädchen, die man nicht heiratet( I am bra) ist ein Bavarias Film, der das Schidjal eines armen Mädchens schildert, das von ihrem Berlobten getäuscht wird, von Hand zu Hand gebt, durch Herren der Lebewelt zu Reichtum und Juwelen gelangt und als noch einmal wahre Liebe in sein Leben tritt, sieht, daß die Bergan genheit nicht auszulöschen ist. Das Mädchen findet leinen Ausweg. es endet durch Selbstmord. Géza von Bolbarb- 3abn ging als Regiffeur mit großem Ernst an die Arbeit. Et gestaltete diefes heille Thema nicht zum Reiz der Sinnenluft, weil er Beritchen eriveden wollte für Menschenschidsale. Der Architekt ließ schone Bauten erstehen. Der Photograph brachte in den Warenhausaufnahmen manches unvorteilhaft beleuchtetes Bild. Daneben aber sah man Bilder, von starkem Reiz und angenehmer Eigenart. Bei der folorierten Moden fau wurden viele Schwierigkeiten herausgefordert und gemeistert. Eine alte Erfahrung wurde wiederum bestätigt, das Rot benimmt sich auf der Leinwand für unsere Augen unausstehlich. Alle Darsteller befleißigten sich guter Leistungen. Das Spiel der Hauptdarstellerin Ellen Kürti gab dann und wann zu Ausstellungen Anlaß, doch fab fie immer sehr gut aus e.b. und im großen und ganzen war sie in ihrer Rolle stets glaubhaft. Briefkasten der Redaktion. . 6. 14. Der Standesbeamte hat fein Recht zu derartiger Forderung. Wetter für Berlin und Umgegend. Eroden, ziemlich heiter, morgens und abends fühl. Am Tag mäßig warm bei meist schwachen, füblichen Binden. Für Deutschland Ueberall troden. Besonders in Dft- und Mitteldeutschland ziemlich heiter. Fabelhaft 31 41 Balloacht 4 ENVER Enver Bey Gold 58 Unjerm Genossen August Reinecke und Frau zur Silberhochzeit die herzlichsten Glüdmünsche! Genasssen d.111.Abt. Am Donnerstag, den 9. Oktober, petschied nach langem und schwerem Leiden unser lieber Mitarbeiter, der Stereotypeur Karl Hayn im After von 39 Jahren. In den langen Jahren unseres Zu fammenarbeitens hat er sich ftets als braver Mitarbeiter und Rollege gezeigt. Gein Andenten werden wir in Ehren halten. Die Geschäftsleitung u. das Bersonal ber Borwärts- Buchdruckerei. Die Trauerfeier findet am Dienstag, ben 14. d. M, mittags 12% Uhr. im Krematorium Baumschulenweg statt Hiermit erfülle ich die traurige Pflicht, das Ableben meines lieben Mannes und Baters meiner Kinder, d. Stereotypeurs Karl Hayn mitzuteilen. Um stilles Beileib bittet Bwe. Marie Hayn. Am Sonnabend, den 11. Ottober, verschieb mein lieber Sohn, der Tischler Erich Sperling Die Einäscherung findet Mittwoch den 15. d. M., nachmittags 3 Uhr. im Rrematorium Baumschulenweg statt. Bm. Sperling, Treptow. Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme an dem Hinicheiden meines geliebten Mannes, unferes Baters, Schwiegervaters, Bruders und Schwa gers, des Bädermeisters Albert Hawellek fage ich auf diesem Bege meinen herz lichften Dant 80/ 20a Anna Hawellek i. Namen aller übrigen Hinterbliebenen. Komplette Speisezimmer Herrenzimmer Schlafzimmer zu enorm billigen Cassa- Preisen Einzelne Möbel wie Kennen Sie unsere Firma ? ? Febim 6 LederGarnituren Polsterwaren Klob- Möbel MöbelKommanditGesellschaft Kleiderspinden, Vertikos, Bettstellen, Trumeaus, Umbauten, Schreibtische KüchenMöbel sw. Elsasser Straße 1-2 Bei uns genießen Sie zu enorm billigen CassaPreisen Wir sind das Haus der guten Qualitäten der billigen Preise der großen Auswahl Zahlungs- Erleichterung. !!! Bekanntmachung. ( Ausschneiden und aufbewahren.) Für den Gasperbraud), ber von der Standaufnahme im Ditober d. 3. ab stattfindet, tritt eine neue Berechnungsart in Kraft. Die Preisberechnung für die con ber laufenben Standaufnahme des einen Monats bis zu berjenigen des nächsten Monats verbrauchte Gasmenge wird in unserem gefamten BersorgungsKarl Wilhelm Stange gebiete( mit Ausnahme von Grünau) in der Be ſe vorgenommen, daß wir in Anfaz bringen: geb. 30. 10. 1899, möchte ein Lebenszeichen an feine alte Mutter in Swininründe geben. Wer über ben Berbleib oder jegigen Aufenthalt orientiert ist, wird gebeten, Nachricht zu geben an Frau Ww. Marie Stange Swinemünde, Mühlenstraße 2. Adolf Hoffmann Episoden und Zwischenrufe aus der Parlaments- und Ministerzeit. Preis 1 Mart, Porto 5 Pfennig. 3u beziehen durch A. Hoffmann, Berlin D. 17, Roppenfir. 6, II. Postichedtonto 130 461. RAURINGE in jed. Größe u. Qualität, stets vorrät, nur bill. Preisberechn. M. Dinse, Jawelier Lichtenberg, Frankf. Allee 202 Nähe Bahnh. Lichtenb.- Friedrichsf., Teleph. Lichtenberg 3322 bas 1. bis 12. Rubikmeter mit je 19,00 Pfg. 18 19 Trauerfpenden jeber Art liefert preismert Paul Golletz, normals Robert Meyer, Mariannenstr. 3. Amt Morigpl 10303 Gardinen Sonderangebote Gelegenh.- Kaufe in Resten Stores, Bettdecken Madras- und Künstlergardinen. Spazial- Gardinenwerkstatt Neukölln, Bergstr.67 am Ringbahnhof. Dezimalwagen Tafelwag., Gewichte, Billigste Preise. Großes Lager Georg Wagner Köpenicker Str. 71 Kein Ladengeschäft Keine SchaufensterReklame, dafür wesentl.billigere Preise Hosen- Anders Beusselstraße 25 BEY Um Ihnen meine großangelegte Abteilung fertiger Damen Konfektion bei Bedarf ins Gedächtnis zu rufen, veranstalte ich in dieser Woche einen Propaganda- Verkauf in Kleidern Die Preise sind frappierend niedrig. Für individuellen Geschmack und die Vorzüge aller Qualitäten bürgt der Name Augufte Münzer. Samt- Panne und Seiden- Hüte Nachmittags- u. Straßenkleider aparte Formen, viele Farb. u.Stoffarten, 3900 auch gross. Weiten 78.-, 62.-, 49.-, grosse Formenund Farbenauswahl 25.-, 18., 15.-, 12.50 ..5- Uhr- Tee"-Kleider Crêpe marocain, auch andere leichtqualität., äuss.fesch. Form. 998.-, 88.-, fliessende Seidenarten u. teine Wollrips- 6800 MUNTER MODELLNUT Abendkleider f. grosse Gesellschaften, Erzeugnisse Das 2. Haus von der Leipziger Str. erster Modeateliers, gr. Farben- Form- 13500 u. Stoff aswahl..... 185.-, 65.-. Jugendliche Tanzkleider 7 Schaufenster Taffet. Crêpe marocain usw., entzück. 4200 Neuheiten ... 68.-. 58.-, Winter- Mäntel 78⁰⁰ 39.00 Modellhaps Auguste Veiour de laine mit Pelz, 118.-, 98.-, Mollige Auto- Mäntel engl. Geschmack....... 118.-, 75.-, Münzer Markgrafen strasse Bad Liebenwerda Fernruf 151( Krels- Eisenmoorbad) Provinz Sachsen Anerkannt starkes Moor! Glänzende Heilerfolge bei Frauenleiden Rheumatismus, Gicht, Ischias, Nervenleiden Die Heilanstalt ist vollständig erneuert Ganzjährige Kurzeit Auskunft erteilt die Badedirektion 100 Teppich- Haus100 Potsdamer Straße 100 zwischen Bülow- and Kurfürstenstraße Beste Einkaufs- Gelegenheit Reichste Auswahl Billigste Preise M. 72.Velours- Teppiche beste Qualität Vorwerk Teppiche Vorlagen, Decken Anker- Teppiche Handgeknüpfte Smyrna Teppiche Brücken, Divandecken, Tischdeck., Läuferstoffe, Velours u. Auslegestoffe von den einfachsten bis zu den testen Qualitäten. Dekorations- Stoffe in reichster Auswahl Ständig Gelegenheitskäufe In Orientteppichen Bettvorleger In allen Preislagen Wollplüsch prima 300 200 ca. 120. 250 850 ca M.175.800 400 M.240.die nächsten 8 Rubikmeter, alfo 13. 20. P n 17,48 = 8 Proz. Rabatt 10 21. 30. 12 " 2 " »» 17,10 10 " A " 10 31. 40. " " " " " " 16,72 13 " " 20 41. " " " 60. 16.34 " SP ル = 14 " 30 61. 90. " " 15,96 " = 16 810 91. 400. " 15,58 " 600 401. 1000. " " " * 15,20 20 " 1.000 1001. 2000. " " " D 14,82 22 19 2000 2001. 4000. 14.44 " " " " 4000 4001. 8000. " " " " " " 14.06 = 26 " " 8000 " 8001. 16 000. " " 4 " " AP 13,68 28 " meiteren " " 16001. u. die folgend. " AF" P 13,30 , = 30 " Der Berbrauch von mehreren Gasmeffern fann nur dann zufammengefaßt werden, wenn fich die Meffer entweder in ein und derselben Wohnung oder in ein und demselben Geschäftslotal befinden. Bei Berechnung eines Gasverbrauchs, der sich über mehrere Ablefungsperioden erftredt, mird zweds Feststellung der Rabatte bie Gefamtgasmenge in Monatsmengen aufgeteilt. Perser Imitiert 190 290 M. 27.240 ca. ca. 840 280 380 M. 43.M. 58.Axminster 160 са 12 Rubilmeter je 19 Big. → • 2,28 8 19 " " 8 Proz. Rabatt 17,48 Bfg. • 1,40" 10 19 10 " = 17,10 19 " " . 1,71 P 10 19 12 16,72 1,67 " " " P " " 20 19 PP -14 " " P " = 16.34 " 4 3,27 19 30 19 Way 16 99 15.96 4,79 " 32 " 10 19 18 1558 1,55 " 160 100 Rubikmeter • zufammen 16,67 m. ca. Berlin, den 10 Ottober 1924. 235 200 M. 58.ca. Gasbetriebsgesellschaft/ Aktiengesellschaft. 300 M.87.235 M. 49.200 ca. 800 250 ca..108.Die obigen Preise verstehen sich einschließlich Miete för Gasmeffer, Steuern, sowie 2bgaben an die Gemeinden und werden zum ersten Male bei der Standaufnahme im Monat November 1924 erhoben. Beispiel für die Berechnung eines Monatsverbrauchs von 100 kubikmeter: Tournay mit Franse 200 ca. 800 M. 168.250 C& 850 260.800 ca. 400 M.335. Prima TournayVorlagen ca. 68 120 M. 21. Landeshuter Leinen- und Gebildweberei FV.Grünfeld Leipziger Str. 20-22 Grünfeld Damen- Taghemd ous feinfädig Hemdentuch m. vor. nehm gedieg. Stickerei Gr. 44u.46 Haltbarer Stoff* Erftklaffige Arbeit GrünfeldVerbürgt gute Waren Besonders vorteilhafte Angebote! Tischwäsche Handtücher Nachthemd Reinleinen. Schnittware, gesäumt aus weißem Wäschestoff mit Durchbruch- Einsatz. Schlüpler 7ºº Tischtuch, Größe 150X180 em.. M. 9.50 Pass. Mundtüch.. Gr. 56x56 cm St. M. 1.40 Weiße, reinleinene JacquardHandtücher; Blumenmuster. Größe 48 × 110 cm Stück: M. Kleidsame Schalform.. M. Morgenrock aus Flauschstoff; viele Farb. 1250 Tischtücher u. Mundtücher mit kleinen Webefehlern Reinleinen! Besonders billig! Reinlein. Küchenhandtücher; grau- weiß gestreift mit roter Borde. Gr. 42x100 cm St. M. Badelaken bunt bedruckte Tischdecken aus gutem weißen Kräuselstoff, Gr. 150 × 180 cm M. 1400 **** M.8.40 M. 720 Weiß mit Blumenmust. Gr.80X80 cm M.3.20 Größe 130X160 cm Größe 130X130 cm Frottier- Handtücher aus weiß. Kräuselstoff mit roter Borde. Größe 55x100 cm. Stück. M. 2,40 LITZ " * • theken 10.-. neunundadtzig. Musikinstrumente Lint. Brunnenstraße 35. 204b Tüchtiger Schriftenzeichner oder Meriantilzeichner gesucht. W. Heidenhain, SW. 61, Gitschiner Straße 108 Geübte Tabaksaufmacherinnen für unsere Attorbabteilung per fofort gesucht Zigarettenfabrik J. Garbáty Sehr bequeme Teilzahlung. Serren. Metallbetten, Auflegmatrahen, Batent. Zeilzahlung. Komplette 8immer, Ein-| Technische Privatschule von Ludwig Einbinder für Drahtgeflecht zum foVerkäufe Anzüge, Ulfter, Paletots. Gontard- matragen, Chaiselongues Walter. Star selmöbel billig. Wenger, Marfilius- Barth, Inhaber und Leiter Dipl.- Ing. fortigen Eintritt gesucht. Förster u. Schulze, Neukölln, Finowstr. 27. straße 1 II am Bahnhof Alleganderplag. aarderstrake achtzehn. ftraße 8( Alexanderplag). Große Frank Sermann Saafe, N. 4, Chauffeestraße *( Oranienburger Tor). Maschinenbau, Naumann- Nähmaschinen für Sausge Belzwaren Feige. Sweds Geld Fünfundsechzig Speisezimmer, Züchtige Zusammenfeger und Ausacht- furterstraße fechsundfünfzig. brauch und Gewerbe. Teilzahlung. Re- beschaffung gewaltig herabgefegte Preise: undfünfzig Herrenzimmer, fünfund- Möbelfabrik Georg Tennigkeit, Dra- Elektrotechnik, Tages, Abendschule. Bearbeiter für Flügel und Pianos in neuen Lehrgänge Oktober. dauernde Stellung gesucht. Zu melden paratur- Werkstatt für alle Systeme. Elegante Gealelettrit- Mäntel auf Dafünfzig Schlafzimmer, fechsundvierzig nienstraße 172/173. Bevor Sie Möbel ginn der Lehrplan C. Emil Salbarth, G. m. b. S., Friedrich massee- Seide bei Dr. Wischer, Berlin- Tempelhof, jegt 245. Entzückende Rüchen noch sehr preiswert Möbelhaus taufen, besichtigen Sie mein großes 2006 Technische Privatschule Dr. Werner, Raifertorso 110, abends 7 Uhr. straße 55a. Merkur 6268. Belajacken 75, Maulwurf- Schals, Wölfe, Ramerling, Rastanienallee 56. Lager und überzeugen Sie sich von den Regierungs- Baumeister, Berlin, Neanperfekte, Teppich Thomas, Oranienstraße 44. Stunts, Silber- und Blaufüchse sowie Lampenschirm- Näherinnen, Möbel direkt ab Fabrik, konkurrenzlos billiaen Breisen. Maschinenbau, Elektro 50 Pfennig Stunde, Gelegenheiten in Teppichen, Läufer- Pelze aller Art enorm billig. Feige, billig, auf bequemite Teilzahlung nur Möbel- Schmidt, fofort. Basse, Bernauerstraße 80, berstraße 8. technik. Abendlehrgänge. ftoffen, Diwandecken, Tischdecken usw., nur Tageslehr Charlottenburg, Bundesallee 7. Brüderstraße 42( kein Laden, im Möbelhaus Sumboldt, Butbufer Speifezimmer, Serrenzimmer. Schlaf- gänge. auf Wunsch Teilzahlung. Schloßplay). Straße 14. Straßenbahn: Brunnen zimmer, Wohnzimmer, Lomplett von Seppich Einzelmöbel. Maschinenban, Elektrotechnit, TagesRiefenläger Schrager verkauft gegen Riefenlager, Baletots, Ulster, Schlip- Straße, Ede Rügener Straße. 3 Wi- 475-1900. Verkauf nur Abendlehrgänge, Privatschule für Ma. Teilzahlung Teppiche, 2X3, 30.- an. fer, Anzüge, Joppen, einzelne Modelle nuten vom Bahnhof Gesundbrunnen. Rahlungserleichterungen. schinenbau und Elektrotechnit Don Brüden, Diwandecken, Bettvorlagen, verkauft fpottbillig Arbeitsstube Antleideschränke, Eiche, Nußbaum, im Fabrikgebäude. Diplomingenieur Stellmacher, Fried Läuferstoffe อิน fabelhaft billigen Brunnenstraße 9, nur 1 Treppe. breiteilig, Facettenspiegel 115., Schlaf- Teilzahlung bei leinster An- und rich ficaße 118. Semesterbeginn Preisen. Elfaffer Straße sechs. Rein zimmer, Eiche, 150 breit, gediegene Abzahlung. Möbel jeder Art. Möbeltober. Brofpette. Belzwarenwegner, Potsdamerstr. 43, Arbeit, tomplett, 420.-, Bilderschränke Lechner, Brunnenstraße 7. Laden. Ede Stegligerstraße. Damenpelzwaren, Buschneideschule Heinrich Maurer, Federhandwagen, Leiterwagen, Roll- Herrenpelzwaren, teilweise 60 bis 75 42. Baschtoiletten. Waschtische, App Neumann, Elfafferftraße Alexanderplatz, Eingang Rönigsaraben. Farren. Einzelteile. Fabrit. Dresdener. Brozent unter Preis. Kreuzfüchse, geHerrenschneiderei, Damenschneiderei, Straße 55. blendet, 9.75, Blauwolfziegen 9.50, Busturfe. Schnittmuster. Pianos, große Auswahl in jeder Wäsche, Sohlleber, Schäfte, Leiften usw. preis. Slatehasenfüchse 9.75, Wölfintragen 9.75, Jebe Frau freut sich über ein schönes Preislage, Qualitätsware, Bahlungs- Köniastadt 339. 14.50, Silberfüchse, Seim. wert, Lederhandlung B. Rühl, Berlin- Grauwolffchakale Sie finden in befter Ausfüh Abitur, Obersekunda. Bormittags Schöneberg, Bahnstraße 43. geblendet, 17.50, Gilberwölfe 38.-, echt rung zu allerbilligsten Breisen wunder erleichterung. Max Adam, Münzstr. 16. Rur 490.fibirische Riefenblauwölfe 48.75, 8idel- volle Schlafzimmer, Serrenzimmer, fabrikneue Pianos, ge- fchule, Abendschule, Borbereitungsan Dezimalwagen, Tafelwagen, Gewichte jaden 95.-, Wallabyjaden 175.- Foh- Speisezimmer, Küchen direkt beim Tisch brauchte 350.-. Voigt, Neukölln, Gan- ftalt. Direktor Danziger, Berlin, Alte preiswert. Auswahl. Wagner, Röpelenmantel, Seehundjaden, Glintsiaden, lermeister Julius Apelt, Jakobstvaße 124. Adalbert. derftraße 30. nider Straße nur 71, Sof. Kein Laden. Biberettjaden, Elettritjaden enorm bil- ftcake 6( Hochbahn Rottbuferior). Auf Bianos preiswert. Klaviermacher Reine Schaufenster Reklame, dafitr Tig. Elektrikmantel 195.-, Serrensport- Wunsch Zahlungserleichterung. wesentlich billigere Preise. pela 68.- Serrengehpelze, Stunts- Bildschöne Küchen, reisende formen, Auf bequeme Teilzahlung. Gramma Verschiedenes Nähmaschinen, neue und gebrauchte, fragen, Opoffumfragen, Bifamschals, Lombardhaus Alte Jakobstraße 93. phone und Musikinstrumente. GontardTeilzahlung. Reparaturen. Gold, Maulwurfschals, Besakfelle. Biele an Bertrauensvolle Auskunft, Berkauf Waffertorstraße 64. dere Gelegenheiten. Neuwaren. Wie- Raufen Sie nicht Möbel, bevor Sie ftraße 1, am Bahnhof Alexanderplatz.* erfahrene Flügel Pianos, 275,- an. Naben. hygienischer Frauenartikel, Teppiche, Brücken, Tischdecken, Di- derverkäufer günstigste Einkaufsgelegen- meine Preife tennen. Roloffaler BreisSebamme a. D. Hildesheim, Lothrinabbau. Zahlung nach Uebereinkunft. ftein, Münzstraße 10. heit. wandecken, erstklassige Qualitäten, Sichtenthal. Oranienstraße 14a( Sein Pianos, prächtige Inftrumente, begerstraße 34/35, Rosenthalertor. billigst. Glufte, Grimmstraße 22. 2076 Krebithaus, Serrengarderobe, Gummi- richsplag). Gegründet 1879. gueme Rahlweise. Gachter, OranienTeilzahlung bei kleiner An. und Ab- mäntel, Wintermäntel, Joppen, Bett zahlung! Maßverarbeitung, Möbel- Safemann, Neue Schönhauser burgerftraße 42. Teppiche, Gardinen, Bettwäsche, Pianos preiswert verkäuflich. Gnadt, wäsche. Größte Auswahl, billigste Ratenzahlung Giefert, Charlottenburg, Straße 1. Sonderangebot in Speise. Preise. Lechner, Brunnenstraße 7. Goethestraße 25. Untergrundbahn Bis- zimmer, komplett, 480, 650, 720, 950 Georgenkirchstraße 13. bis 3000, Serrenzimmer, fomplett, 360, Pianos, preiswert, Klaviermacher prüft, Stralauer Blas 8-9, linter Sci440, 520, 680 bis 2400, Schlafzimmer, Marfiliusstraße 2, an Bekleidungsstücke. Wäsche usw. der Großen tomplett, 410, 520, 650, 750, 950 bis Rekler, Laufiger Straße 52. Frankfurterstraße, faufen Sie Damen- 3200, Richen, Lomplett, 65, 85, 140, 210 Fahrräder Blandleibhaus, Schönhauser Allee 115 Mäntel, Roftime, Herren- Anzüge und bis 350, Solange der Vorrat reicht: ( Nordring), -Mäntel besonders preiswert, gegen Büfette, Schränke, Ausziehtische, SchreibBelzwaren! Staunenbar und auf Teilzahlung. Carbiblampen, rein Messing, 3. erregend! Kreuzfüchfe! Spezial- tische, Leberstühle, Klubmöbel, RuheFünfzehn! Blauwolfziegen! Dreizehn! Abteilung Damen- und Herren- Gummi- betten, Standuhren, Rauchtische sowie Torpedolampen 4., Schußbleche 0.65, Gilber 4.80, Federbetten! mäntel. Bei mäßiger Anzahlung und ein Bosten Beleuchtungskörper, Salons, Rennfattel Rennienker 3.50, wölfe! Herrenanzüge! Gardinenlager. Saib umfonit.( Reine Borzeigung einer Legitimation wird wohnzimmer. Ständig Gelegenheits. Deden 2.50, Schläuche 0.50, SchlauchBersagware.) WiederverRiefenlager, günstig für Belzwaren gut und billig! Elegante Monatsanzüge, Winterpaletots, Ge- Lothringer Straße 24-26. fäufer. Großhandlung, Waldemar, Belzmäntel, Belzjacken sowie Belzwaren fellschaftsanzlige, forpulente Figuren, Möbelkredit und bar an febermann Mietgesuche aller Art. Prima Qualitäten. Belz- ftaunend billig. Naß, Gormannstr. 25/26, eine Anzahlung. Gärisch, Stralauer. Ede Büdlerstraße. haus Spiker, Rommandantenstraße 27, früher Mulad ftrage. plak 1. Schlesischer Bahnhof. Motorräder. Große Poften einge Schlafstelle mit Rochgelegenheit oder Laben. * Monatsanzüge, Fradanzüge, Smoking Metallbetten 19.00, Meffingbetten, troffen, neue au ganz erdenklich billi fleines Zimmer sucht solider Herr sum Berleih Don Gesellschafts- Anzügen anzüge Teilzahlung, Gehrodanzüge, Jadettanzüge, Rinderbetten, Wenger, gen Preisen. Besichtigen Sie, bitte, 1 Angebote Vorwärts. Brunnenstraße 4. Norden 5177. Gummimäntel, für jede Figur paffend. Auguststraße 63, Edhaus. mein Lager. Weist, Große Frant Ausgabestelle Laufiperplaz 14/15. 80/ 19a furterstraße 25/26. Auf Kredit! Erstklassige Herren- und Spezialität: Bauchanzüge, spottbillig. Burschenanzülge, aufs beste verarbeitet, Halpern, Rosenthalerstr. 4, erste Etage. traße 162, verkauft dirett an Brivate ten, Kröhl u. Senning, PrinzessinnenWinbhorft Möbeltischlerei, Brunnen Teilzahlung, Motorräder, alle Stärvollständiger Maßerfaz, Wintermäntel Verleih Don Gesellschafts- Anzügen, Möbel. Großläger in Speisezimmern, in allen Farben auf bequeme Teil- Rofenthalerstraße 4. Serrenzimmern. Schlafzimmern, Rüchen, fraße 7. zahlung. Kredithaus, Rosenthaler Qualitätsarbeit. aller. Belamantel. Wollen Sie schöne Seal. Einzelmöbeln. Straße. Eingang Auguststraße 41a, II mäntel qut und billig taufen, müssen billiaft. Besuch unbedingt lohnend. 4.95, Sie in den Blauen Bazar laufen, Damenmäntel, Chaiselongue 12., Diwanbeden 7.50, 0.80, Radiospulen 1.20, Detektor 0.80, Jofeph Junk, Sagelbergerstr. 53. 205b Herbsimäntel Seizungsmonteure, tüchtige, gesucht. Donegalmantel 9.- Covercoatmäntel Raifer- Wilhelm- Straße Nr. 16, Aleran- Bolsterauflagen. Batentmatratzen 12.12- Flauschmäntel 7.50, 9.50, Tuch derplat, Gelegenheiten, Belzmäntel 150 Ratenzahlung. Vappelallee 12. mäntel 14.-, 19.50, an, Belaiaden 50 an, Maulwurfschals Estimomäntel Möbelspeicher, Alte Schönhaufer. Affenhautmäntel 27.- 35.- 100 an, Silberwölfe 125, Nutriaiaden. ftraße 33/34, Sof links. Rahmen- Rüche, Werkstatt Schmechel, Gipsstraße 15, Nutriamäntel, Bersianermäntel, Sport Antichte- Riche, Schlafaimmer. Metall. pelze. Gehpelae, Maßanfertigung, ele- betten fehr billig. gant, qut. billig. Rahlungserleichterung. 28.Börsebahnhof. Damenmäntel, Flauschmäntel 5.mardstraße. bequeme 2086 Gewissenhafte Untersuchung, Auskunft. Erfahrene Hebamme Sildesheim- Eckel, Billowftraße 62. Bertrauensvolle Auskunft, langjährige Erfahrung. Frau Erdmann, ärztlich ge. tenflügel parterre( dirett Schlesischer Bahnhof). Auch Sonntags. Bln.- Pankow, Hadlichstraße. Einige ungelernte Bertrauensvolle Austunft Frauen Arbeiterinnen Mädchen, langjährige Erfahrung, ärzt. lich geprüft. Wolff. Wiener Straße 20, brittes Portal, II. die Ware fofort mitgegeben. 80/15 räufe in befferen Möbeln. Speichereten: reifen 5.50, Serrenräder, Damenräber Vermietungen . # Gelegenheit! Kleiderschränke 18.-, BerAnorke Breise. Laternen 1.20, Retten 1.20, Schußbleche 0.80, Schläuche 0.50, Primadeden 2.50, Schutzbleche Jfoliereier 0.03, Klemmen 0.05, Schilder 0.03, Antennenlige 3.20. Spottpreise. Schönleinstraße 2. Garten:: Laube:: Balkon Abessinierpumpen, Erfaßteile, Repara Kaufgesuche Unterricht . 8., 13., 19. Affenhautmäntel 19.-, Belzwaren, direkt aus der Fabril: tilos 15.-, Waschtoiletten 15. Bett turen billigit. Bumpenfabrik, Garten25.- 35.-, Tuchmäntel 9.-, 14.- Belaiaden, Pelzioppen, Belzmäntel, 21.- Estimomäntel 16.- 25.-, 35.- Stunts, Kreuzfuchs, Gilberfuchs, Alasta ftellen, tomplett, 14., Plüsch sofas 15.- ftraße 78. Schreibtische 25.-, echte NußbaumDamenmäntel- Fabrik, Charlottenstraße fuchs, Wolf, Wolfsziege, amerikan. Büfetts 75.-. Riesenauswahl in ge Nr. 66 ,, II, Einzelverkauf, Geschäfts. Opoffum. Reparaturen preiswert. Mi brauchten und neuen Nußbaum, eiche zeit ununterbrochen von 8 bis 7 Uhr. chaelis, Rürschnermeister, Große Frant nen und Mahagoni- Möbeln fomie Wir verleihen preismert furter Straße 99, eine Treppe. moderne tomSchlafzimmern, Serrenzimmern, Gesellschaftsanzüge, Schnapet, Staliger Doppelflinte, Kredithaus zu Zabenpreisen. Damen- pletten Einrichtungen vom einfachsten Drilling, Prismenſtraße 128. Morigplay 6260. tauft Miller, Berlin, Jahn und Serrengarderoben, Damen- und bis zum aparteften. Zahlungserleichte glas Gottlieb, Monatsgarderobe. Rügenerstraße 13, ftraße 1. 3-7. Serrenschuhe, Wäsche, Betten, Belze, zung. Täglich großer Gesundbrunnen. Lieferung Fahrräder fauft Linienftrake 19. Berkauf von Anzügen, Baletots, Män- Sardinen, Steppbeden in bequemer Ab- Bahnhof teln, Cutaways, Frads, Smotings, fchlagszahlung. Raufhaus Sirschberg Großberlin frei Haus. Brismengläser, Photoapparate fauft von feinsten Herrschaften nur wenig H. Co., Turmstraße 57. 1. Etage. Wichtig! für jedermann. Täglich wer Frant, Blücherstraße 56. getragen. Gelenheitskäufe in aller- Pelzwaren, Sealmäntel, Fohlenjaden, 18 Goldmart, Bettstellen, fomplett, 16, filber, 8inn, Blei, Glühftrumpfasche, Den vertauft: Kleiderschrant, Bertito Rahngebiffe, Edelmetallbruch, Qued befter neuer Garderobe eigener Her- Rideljaden, Biberettjaden, ftellung, tonkurrenzlos billig. Füchse, metallbettstellen mit Auflegematragen Gilberschmelze Christionat, RöpenickerLeih Sportpelze 60.- Alte Schüßenstraße 722, Flurschränke, Waschtoiletten haus Brunnenstraße 5, Rosenthalertor. direkt am Alexanderplag. 18, ftraße 20a( Manteuffelstraße). Alex. 5818. Chaiselongues 18, Rommoden 15, BücherBitte Lefen. Großes Lager getragener, Belzhaus! Warschauerstraße 7. Gün- fpinde. Schreibtische 36, Trumeaus 29, Fahrradankauf, Freilaufräder, höchst nur erstklassig erhaltener Winterulfter, ftige Gelegenheitsfäufe in allen Bela- Büfetts 75, Tifdje 6, Kücheneinrichtung zahlend Brückner, Gitschinerstraße 78. Jadettanzüge, Cutawayanzüge, Gmoting- arten au staunenerregend spottbilligen 48. Speisezimmer. Serrenzimmer, Schlaf. anzige, Gehrocanzlige, Fractanzüge, Gommerpreisen! Paletots, zum Teil auf Seide. Speziali- aiegen! Fuchstragen! Damenpelsjacken! fubfeffel 65. Wunderbare Wolfs zimmer 225, Klubgarnituren, LederRiefenauswahl, über tät: Bauchanzüge. Rulante Preise bei Serrenpelzel Zahlungserleichterung! Schnurmacher Staligerstraße 108, Laden, 500 Rimmer. Alles tatsächlich spott. direkt Hochbahn Oranienstraße. Blandleihhaus, Reinickendorferstr. 105, barbipeicher, Prenzlauer Straße fechs." aigerstraße 123a, billig. Stargards Möbel- und Lom. Berlis School. Fremde Sprachen. Leip Ede Wilhelmstraße, Nettelbeckplay. Filchfe 8.-, Blauwolfs. Beihhaus Rofenthalertor, Linien ziegen 12.-, fämtliche Belzarten Spott EinzelTauenzienstraße 19a. und Apartes Speisezimmer verkauft, fraße 203/204, Cafe Rosenthalerstraße, pretfe. Anzüge 18.-, Ulfter 15. Fe eventuell Teilzahlung, Tischlerei Böhle, Alaffenunterricht. Eintritt jederzeit. verkauft: Füchse 8.- Wolfsziegen berbetten 9.-. Anzahlung geftattet. Stallschreiberstraße 52. 12.-, Belaiaden 50.-, Stuntsfragen. Reine Lombardwaren. Rösners faufmännische Privatschule, Gämtliche Belzarten. Spottbillige Speisezimmer, echt Eiche, Bilfett mit Inhaber: Diplom- Handelslehrer Ernst Rösner, Neue Promenade 3, BörseSommerpreise. Anzüge 17.-, Gummi- Damenmäntel, Flauschmäntel 6,90, Kristallspiegel, Standuhr, Bimbam April beginnen Halbmäntel fenfationell billig. 9.50, Tuchmäntel 8,50, Estimomäntel wert, schwerer Ausziehtisch, 6 Leder, bahnhof. Lombardware. Reine 16. Affenhautmäntel 19. Gabardine fible, Complett aber fahres, Jahreslehrgänge, Gonderlehr gänge für ehemalige Schüller höherer Menetsanzüge, Winterpaletots, Geh- Werkstatt Altmann, Rosenthalerstr. 44, spottbillig. Riesenauswahl. niederlage Auguftstraße 47a. Lehranstalten. Brivatzirkel, Einzelunter rodanzüge, Fradanzüge, neue Jadett Sadefchermarkt, Börsebahnhof. Speisezimmer, echt Eiche, innen richt aur Ausbildung als Stenotypisten anzüge, Joppen, modernste TaillenpaleMahagoni, moderner Bitrinenauffag, und Buchhalter. Handelskunde, Buch tots verkauft spottbillig Alerander. Rechnen, Korrespondenz, volle Titren, Gilbertasten, Maferauf- führung, ftraße 28a, hochparterre.( Gesellschafts Tagen, reichgeschnitt, aparte Kredenz, Stenographie, Maschineschreiben, Deutsch, Auszugtisch, Möbel- Misch schwerer 6 Lederstühle, Englisch, Franzöfifch. Spanisch. Anmel fomplett gebeiat, 395,- Möbelnieder. bungen feberzeit. lage Auguftstraße 47a. Kurzschrift, Maschineschreiben, landbillig, Möbel- Misch Schlafzimmer, Buchführung. aus Große Frankfurterstraße 45/46, echt Eiche, großer wirtschaftliche Dreitüriger Ankleideschrank mit Aristall. Einzelunterricht. Teilzahlung, reell, Möbel- Misch, spiegel, Waschtoilette mit weißem Privatschule von Ernst Holle, Marmor, Spiralböden mit Gegenbrud. bamerstraße 116a. anzüge leihweise.) . Fleider Möbel Teilzahlung, tulant, Ich brauche Geld! Ich muß zu Große Frankfurterstraße 45/46. jedem annehmbaren Breis verkaufen. Teilzahlung, Einige Beispiele: Belzmäntel 90.prima Fellen 150.-, fefche Belzjacken 60.- erstklassige Sportpelze Gehpelze, echte Stuntstragen, Biber Große Frankfurterstraße 45/46. 2065 10 November. Arbeitsmarkt Stellenangebote zwischen 18 und 30 Jahren, stellt wegen Bergröß. einer Betriebsabteilg. geg. gute Bezahlung noch ein Spinnstofffabrik Zehlendorf G. m. b. H. Ortsteil Schönow bei Teltow. Persönliche Meldungen mit Steuerbuch, Invalidenkarte und legter Arbeitsbescheinig. vorm. von 9-10 Uhr. Binderinnen geübte, auf Batteriekohlen, bei nöchsten Akkordsätzen, stellen ein Neue Element- Werke Friedrichstraße 105a Tüchtige branchekundige Verkäuferinnen für die Abteilungen Handschuhe Seidenband Kurzwaren sofort gesucht Meldungen zwischen 12-2 Uhr mittags und 5-7 Uhr abends KLEINE Jandorf& Co ANZEIGEN Auch in der Gesamtauflage Landwirtschaftliche des Vorwärts" sind Bots besonders wirksam und trotzdem jacken, nur Qualitätswaren, auffallend Todesfallhalber Mahagoni Stuben- federn, Dreiteilige Drellauflagen, Tanzschule Stumpf, Annenstraße 16, billig. Goldmann Rottbufertor. Ein möbel, Bronzegastrone, Küchenschrant, Stühle, komplett 475.-. Möbelnieder- beginnen Sonntagsturſe, gang Dresdenerstraße 136. fchlagfäulen. Rastanienallee 22, Lohfe. Bei Nieren-, Blasen- und Frauenleiden, Harnsäure, Eiweiß, Zucker. 1923: 13000 Badegaste. 29068 Tage Auguftstraße 47a. fiche Anschr billig! Wildunger Helenenquelle Brunnenstraße 19-21 Schriften und Nachweis billigster Bezugsquellen durch die Kurverwaltung Bad Wildungen.