Nr. 97. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nuntmer mit illustr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. I. Die Agrarier im Kampfe gegen das Industrie-, Handels- und Leihkapital. Agrarier und Großindustrielle, Konservative und Nationalliberale rühmten in Versammlungen und in der Presse in den letzten Wochen alle erdenkbaren Verdienste" des Fürsten Bismarck in überlauten, ja direkt marktschreierischen Worten. Von einem Verdienste", wenn auch ficher nicht einem Verdienste um das deutsche Volk, so doch ficher einem um die ausbeutenden Klassen, waren die allermeisten mäuschenstill. Auffallend wenig war nämlich die Rede von der Gründung des Kartells, von der Vereinigung der wirthschaftlichen Interessen der Land- und Schlotbarone. Wird auch behauptet, daß Fürst Bismarck erst nach Wider streben auf den Kartellgedanken eingegangen ist, verfiel auch das politische Kartell der Konservativen und der Reichspartei mit den Nationalliberalen, so überdanerte doch die allgemeine wirthschaftliche Interessengemeinschaft des Großbesizes in Industrie und Landwirthschaft seine politische Konsequenz, das Kartell. Freitag, den 26. April 1895. Diese ehemals so feste Interessensolidarität, die freilich auch heute noch fest genug ist, einen neuen Versuch der Knebelung der Sozialdemokratie zu wagen, steht auf allen anderen Gebieten vor dem vollständigen Zusammenbruche. Das industrielle und das Handelskapital kann nicht mehr lange zögern, es muß den agrarischen Bundesgenossen die Waffenbrüderschaft fündigen, sie müssen fünftighin getrennt marschiren und werden sich blos noch vereint von der Sozialdemokratie schlagen lassen. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. den Warum dies? Jeder klaffenbewußte Bourgeois hätte| Dänemark, mehr englischen und Wiener Tand kaufen, für sich am St. Bismarckstag nichts mehr von seinem Klassen mehr Champagner und echte südfranzösische und spanische Weine, heiligen zu rühmen wissen sollen, als das, was wir hier russischen Kaviar und holländische und englische Austern ausgeführt haben. verbrauchen. Was sie dagegen von ihrer gesteigerten Kaufkraft der heimischen Industrie zuwenden, wird nicht ins Gewicht fallen, die Kleinbauern und Landarbeiter werden nach wie vor gleich kaufunfähig bleiben, und die Kanskraft der Industrie- Arbeiter wird wegen der zu gewärtigenden Verminderung des Reallohnes geschwächt sein. So wird die deutsche Industrie weiter für den Export arbeiten müssen, dort aber wird sie wegen der höheren Geldlöhne, die sie infolge des Antrages Kaniz zahlen muß, von ihren Konkurrenten auf dem Weltmarkte geschlagen werden. in Die Forderungen der Agrarier bedeuten heute nicht Eine Anzahl Industrien Sachsen, Thüringen, in Berlin, Hanau, Pforzheim, mehr blos die Aushungerung und Auspowerung der breiten in Rhein besiglosen Masse, sondern stellen sich als ein ernstlicher landen, die im wesentlichen für den Export arAngriff auf Rente und Kapital aus dem industriellen und beiten, würden durch die Verwirklichung des AnHandelskapital dar. Dies ließe sich an der Mehrzahl trages Kanit sicherlich vernichtet werden. Endlich würde agrarischer Forderungen nachweisen, doch wir beschränken der große weitere Schritt auf der Bahn zum Staatsuns auf die Hervorhebung von drei derselben, den Antrag kapitalismus die Furcht hervorrufen, daß nach dem GeKanig, die Einführung der Doppelwährung und die Ver- treidehandel die Müllerei, die Tabak- und die BierDiese wirthschaftliche Interessengemeinschaft der Schlot- staatlichung der Reichsbank. industrie, die Kohlengewinnung 2c. 2c. vom Hai Staate und Landbarone herbeizuführen, war Bismarck's Bestreben seit Der Antrag Ranit hat zum Zweck die rasche und verschlungen werden könnte, so daß aus den freundlichen dem Rücktritte Delbrück's. Ihr zu Liebe hat er mit den starke Erhöhung der Getreidepreise, seine unausbleibliche Unterstützern des agitatorischen Antrages Kaniz die Deklaranten Frieden geschlossen, hat er das indirekte Steuer- Folge für die Industriebarone ist daher, daß sie, bei energischsten, vor keinem Mittel der Opposition zurücksystem ausgebildet, hat er die Eisenzölle und nachher die eventuellem gleichzeitigen Sinken der Reallöhne, die Geldlöhne schreckenden Geguer des der Verwirklichung entgegenGetreidezölle eingeführt, mit einem Worte die Politik des ihrer Arbeiter nicht unerheblich steigern müssen. Als Wechsel gehenden Antrages Ranig werden würden. Schutzes der nationalen Arbeit inaugurirt, welche durch für die Zukunft geben die Plöz, Kaniz, Mirbach und Der Antrag Kanit wird aber immer wieder kommen, nichts weniger als durch den Arbeiterschutz, durch nichts Konsorten den Industriebaronen dafür das Versprechen, bis er zur lex Raniz geworden sein wird, so riefen die mehr als durch die Förderung der Interessen des Unter- daß durch die Erhöhung der Getreidepreise die Aufnahme- Agrarier schrill schreiend ins Land hinein. Nun, uns kann nehmerthums und das Sozialistengesetz charakterisirt wird. fähigkeit des inneren Marktes für Industrieprodukte ge- auch dies recht sein. Die Herren Stumm, Krupp, Henl Das, was für die Geschichte Englands in diesem Jahr waltig gesteigert und so vollständiger Ersatz für die und Konsorten werden aber bald an dieser Sache keine hundert eines der ausschlaggebendsten Momente war, der höheren Betriebskosten geschafft werden würde. Wenn gute Seite zu finden wissen. Widerstreit der Interessen des ländlichen und industriellen Groß- die Leichtfertigkeit und Oberflächlichkeit der Agrarier, und besiges, das war für Deutschland hierdurch vermieden. Damit ihr Mangel an nationalökonomischen Kenntnissen wie an gingen der deutschen Arbeiterklaffe die Vortheile verloren, Ueberblick für das Getriebe der ganzen Volts- und WeltKonferenz Wohlfahrtseinrichtungen. Am 22. und 23. April tagte in Düsseldorf eine KonA welche die engliſchen Arbeiter in Geſtalt von größter Bewirthschaft noch eines Beweiſes bedürfte, es würde ihn biefe der Zentralstelle für Arbeiterwegungsfreiheit, zeitlichem Ausbau der Arbeiterschutz- Beweisführung liefern. Hauptfehler derselben sind: Gesetzgebung diesem Widerstreite der Interessen innerhalb Durch den Antrag Kanik wird nur bei einem kleinen Bruchder Bourgeoisie verdanken. Selbstverständlich hatten die theile der ländlichen Bevölkerung die Kaufkraft erhöht, bei entgegengesetzten Ursachen die entgegengesetzten Folgen. War den Großbauern und Rittergutsbesitzern. Die Großbauern in England aus der Eifersucht der Vertreter agrarischer würden die größeren Einnahmen zur Vergrößerung und ferenz der vom Geheimrath Post gegründeten Zentralstelle für und großindustrieller Interessen die politische Freiheit für Abrundung des Besitzes und zur Schuldentilgung und der Reichsregierung stehende Institution soll durch Abhaltung die Arbeiter gefolgt, so hieß in Deutschland die Folge der blos zum kleinen Theile zur Erhöhung ihres Konjums ver- von Konferenzen, Herausgabe von Schriften 2c. für die EinInteressensolidarität von Land- und Schlotbaronie Sozia- wenden, die Großgrundbesitzer würden zum theil ähnlich führung der mancherlei sogenannten Wohlfahrts- Einlistengesetz, Entrechtung der Arbeiterklasse. handeln und damit zum weiteren Sinken des Zinsfußes, richtungen in den Kreisen der Unternehmer Propaganda All dies für die Bourgeoisie ein Ziel aufs innigste also zur Verminderung der Kauftraft ihrer Gläubiger bei- machen und sich auch sonst mit sozialpolitischen, die Lohnarbeiter zu wünschen, wurde von ihr niemals auf die Furcht vor tragen; soweit sie aber als stärkere Konsumenten auftreten, betreffenden Fragen beschäftigen. Gemäß diesem Charakter war die in Düsseldorf abgehaltene( vierte) Konferenz fast ausschließlich dem Proletariate, sondern stets auf den grrroßen werden sie die Dauer ihrer Reisen nach Monaco, in belgische von Großindustriellen und höheren Beamten besucht. Auch ließen Staatsmann Bismarck zurückgeführt, aber es wurde garnicht und französische Seebäder, in die schweizerischen und öfter- sich die preußischen Minister für Handel und Gewerbe, der öffentso gerühmt, wie es vom Standpunkte der bornirten reichischen Alpen und die jetzt üblich gewordenen Nordland- lichen Arbeiten, der Kriegsminister, die Staatssekretäre des Reichsherrschenden Klassen rühmenswerth ist, ja es wurde eigent- fahrten ausdehnen, sie werden ihren Frauen, Töchtern und amts des Innern, des Reichs- Marineamts, des Reichs- Postamts, lich mit Stillschweigen übergangen. Maitressen mehr Kleider aus Paris, mehr Handschuhe aus ferner die Vorstände des Reichs- Gefundheitsamts, des faiserlichen Feuilleton. [ Nachdruck verboten.] Der Einfluß der Frauen auf die Stand geſetzt sind, allerdings nicht ſelbſt wiſſen- lehre eine deduktive Wiſſenſchaft nennen, weil uns bei ihr, Willenschaft. Von Henry Thomas Buckle. Aus dem Englischen übersetzt von Eugenie Jacobi. zu den den werde ich mich nun weiterhin bei meinen Darlegungen be- sich dabei um einen heiß umstrittenen Punkt, und ich glaube schränken. Ich will es versuchen, den Beweis dafür zu er nicht, daß wir bereits so weit sind, hier eine Entscheidung bringen, daß die Frauen infolge einer natürlichen und fällen zu können. Ich beabsichtige auch keineswegs, dies zu vermuthlich unzerstörbaren geistigen Veranlagung in den versuchen. Es genügt die Bemerkung, daß wir die Raums schaftliche Entdeckungen aber selbst wenn ihre Lehrfäße auf induktivem Wege erlangt 2 den wichtigsten und heilsamsten Einfluß auf die Art sind, dies des zu geringen Hervortretens wegen nicht zum und Weise, wie diese Entdeckungen gemacht werden, aus Bewußsein kommt. Die deduktive Geistesthätigkeit bleibt zuüben. bei ihr die Hauptsache. Dem Wahrheitsforscher stehen nun zwei Wege offen. Zur näheren Erläuterung will ich nun an einem BeiDie fortschreitende Menschheit offenbart immer mehr Er schreitet entweder von der äußeren zur inneren Welt spiele zeigen, wie die gleiche Sache sich bei deduktiver und und mehr das Bestreben, diesem Können eine geordnete oder umgekehrt von der inneren zur äußeren. Ju jenem wie sie sich bei induktiver Behandlungsart ausnimmt. Grundlage zu geben und so das Wissen zu einem neuen Falle erforscht er die Thatsachen, die er mit seinen Sinnen Sehen wir den Fall, daß ein Schriftsteller, der sich mit sogenannten Sozialwissenschaft beschäftigt, Forschen anzuregen. Ursprünglich gab's nur das Können. wahrnimmt, um so zu richtigen Vorstellungen und Begriffen der Erft etwas später beginnt das Wissen sich Bahn zu brechen, zu kommen. In diesem erwägt er die bereits in ihm vor Entschluß gefaßt hat, Einfluß der Geistesund nun ist die Gesellschaft bei jedem weiteren Vorwärts- handenen Anschauungen, um sich dadurch die Thatsachen, thätigkeit auf die durchschnittliche Lebensdauer festschreiten eifriger von dem Wunsche beseelt, ihr Können unter von denen seine Sinne wissen, zu erklären. Beginnt er mit zustellen. Er hält sich dabei an die Dichter auf der die Herrschaft des Wissens zu stellen. Hiermit sind die den Thatsachen, so ist sein Verfahren das induktive. Geht einen und die Mathematiker auf der anderen Seite und jenigen, die sich mit der Entwickelungsgeschichte des geistigen er aber von der Gedankenwelt aus, so verfährt er deduktiv. will herausbekommen, innerhalb welcher dieser beiden von Lebens beschäftigten, so wohl vertraut, daß ich es kaum Der induktive Forscher macht sich mit den Thatsachen ent- einander so verschiedenen Kreise die längste Lebensdauer zu nöthig habe, mich näher darüber auszulassen. Vielleicht weder auf dem Wege der Beobachtung oder der Unter- finden ist. Verfährt er induktiv, so macht er sich zunächst als das augenfälligste Beispiel steht die Landwirthschaft da. suchungen bekannt und steigt von ihnen zu den als treibende mit den Thatsachen vertraut. Jahrtausende hindurch war dieselbe weiter nichts als ein Kraft dahinter stehenden allgemeinen Ursachen und Gesetzen beschreibungen von Dichtern und Mathematikern aus auf Erfahrungen sich stützendes Können, und erst in diesem herauf. Der deduktive hingegen entlehnt die Grundsätze verschiedenen Zeitaltern und verschiedenen Ländern- zur Jahrhundert begann sich die Chemie mit ihr zu befassen, so den bereits in seinem Geiste befindlichen Vorstellungen und Hand und scheidet alles nicht auf seinen Gegenstand bezüg daß nun die Ausnutzung des Bodens nach wissenschaftlichen erklärt die Erscheinungen, indem er von ihnen herunter-, liche aus. Was ihm dann verbleibt, bringt er in eine überGrundsägen betrieben wird. Vermuthlich führt der nächste nicht aber von ihnen heraufsteigt. Verschiedene hervor- fichtliche Form. Nun vergleicht er die Sterblichkeitsziffer Schritt dahin, auch die Witterungslehre für die Landwirth- ragende Denker haben behauptet, daß jeder Begriff das mit einander und findet dabei heraus, daß, als Gesammtschaft nuzbar zu machen. Es geschieht dies wohl so bald, Ergebniß der induktiven Forschung ist, und daß z. B. die förper betrachtet, Mathematiker länger leben als Dichter. als man sich über die den Witterungswechsel bedingenden Grundsätze der Raumlehre dereinst unbewußt auf diesem Das deduktive Verfahren bringt ihn, aber auf einem ganz Ursachen flar genug ist, um im voraus hinsichtlich des Wege erstanden sind. Stuart Mill erklärt in seinem großen anderen Wege, ans gleiche Ziel. In diesem zweiten Falle Wetters Bescheid zu wissen. Werke über die Logit", daß das Denten vom Einzelnen würde er folgende Erwägungen aufstellen: die Dichtkunst " Er nimmt die LebensUnsere Entwickelung, wie die thatsächlichen Vorgänge zum Einzelnen weiterschreitet, und daß jede von der Ver- bedarf der Einbildungskraft, die Mathematik des Verberechtigen uns also zu der Behauptung, daß die Wissen nunft gezogene Folgerung nur der Wiederhall und Nach- standes. Jene aber regt den Menschen mehr auf wie schaft ihren Gipfelpunkt in dem Vorausberechnen der tlang des vorher erlangten Wissens ist. Andere Denker dieser, und was aufregt, schädigt die Gesundheit. Was Folgen hat. Auf diese ihre höchste und bedeutsamste Form sagen, der Begriff geht der Erprobung voran. Es handelt die Gesundheit schädigt, kommt einer Kürzung des Lebens werden. Viele Politische Uebersicht. Nachdem die Erhöhung des Baumwollfamenöl- Bolles, gegen welche heute unser Genosse Herbert, und von den Freifinnigen Eugen Richter, mit den triftigsten Gründen 3 Felde zogen, angenommen war, begann die Debatte über die Resolution Stumm, in welcher die Erhöhung des Quebrachozolles auf 10 m. verlangt wird. Statistischen Amts, des königlich preußischen Statistischen Bureaus| jenigen Momenten unterstützt sein, die ihre Wirksamkeit ver- zurecht brauen könnte. Man sollte sich dann an den Bes durch Kommissare vertreten. Einige Arbeiter sollen ebenfalls bürgen, und hierzu gehört vor allem das Vertrauen zu dem Arzt, strebungen betheiligen, das Einkommen des Arbeiters und zugegen gewesen sein. Geleitet wurden die Verhandlungen durch in deffen Behandlung man fich begiebt. Von dieser suggestiven damit die ganze Lebenslage desselben zu heben, ohne daß er den Staatssekretär a. D. Dr. Herzog. Bedeutung und Wirksamkeit der ärztlichen Hilfe sind auch alle Umschau zu halten brauchte nach theils ekelhaften, theils minderDer Verhandlungsgegenstand des ersten Tages bildete die diejenigen beherrscht, die die freie Aerztewahl nicht einführen werthigen Surrogaten menschlicher Nahrungsmittel. Indeß so Frage der zweckmäßigen Gestaltung der Krantentassen wollen; fie erfahren dieselbe an ihrem eigenen Rörper, glauben find die Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen" nicht gemeint. Das innerhalb des Rahmens des Krankenkassengefeges. Es lagen aber, daß sie den Mitgliedern der Krankenkassen aus finanziellen überlassen die Herren den Arbeitern selbst. hierzu vorbereitende Referate der Herren Professor Dr. Hige Gründen nicht gewährt werden könne. Das die freie Aerztewahl ( Münster), Beigeordneter Schmid( Leipzig), Beigeordneter Wald- im Interesse der Arbeiter ideal und am besten sei, wird von schmidt( Crefeld), Fabrikbesizer Böker( Remscheid), Sanitätsrath feinem bestritten, Diese gerechte Forderung werden sich die Dr. Busch( Crefeld), Landesrath Dr. Liebrecht( Hannover) vor. Arbeiter erkämpfen, wenn Vorstände und Aufsichtsbehörden sie Berlin, 25. April. Die Diskussion bewegte sich nach drei Richtungen hin, nämlich ihnen verweigern wollten, und in diesem Kampfe sollen sie der 1. in welcher Weise innerhalb der gefeßlich zulässigen Grenze eine Mithilfe der Aerzte versichert sein. Aus dem Reichstage. Die Zöllner sind in der Ausdehnung der Leistungen der Krankenkasse wünschenswerth er- Die freie Aerztewahl liegt zweitens auch im Intereffe der scheint, 2. wie die Kassen am zweckmäßigften zu organisiren find, Krankenkassen selbst. Diejenige ist die beste Krankenkasse, welche jetzigen Session wieder mit einem Eifer dabei, den deutschen um sie zu den größtmöglichen Leistungen zu befähigen, 3. wie die die ihr vom Gesetz vorgeschriebenen Leistungen am besten gewährt. Konsumenten neue Lasten in Gestalt von LebensmittelStellung der Aerzte zu den Kaffen am besten zu regeln ist, um Es ist grundfalsch, wenn, wie es vielfach geschieht, diejenigen steuern aufzulegen, wie sie es toller in den Jahren 1879 sowohl den Interessen der Kaffen wie der Aerzte gerecht zu Stranfenfassen als die besten hingestellt werden, die den größten und 1885 auch nicht getrieben haben. Die Führung in diesem volksfeindlichen Spiel hat das Reservefonds aufgehäuft haben; nein, diejenige Krankenkasse hat Aus den Referaten und den Diskussionen über diesen Gegen ihre Aufgabe erfüllt, welche ihren Mitgliedern, soweit es ihr Zentrum übernommen, aus dessen Reihen auch heute wieder ftand ist folgendes als Schlußergebniß zu entnehmen: Bekanntlich möglich war, in ihren gefeßlichen Ansprüchen gerecht geworden, Anträge gestellt und angenommen wurden, welche die Vorschreibt das Raffenversicherungsgesetz gewisse Mindestleistungen, welche im vorliegenden Falle auch die Ansprüche ihrer Mitglieder namentlich in bezug auf die Dauer und die Höhe der zu ge auf freie ärztliche Behandlung in der freiesten Weise erfüllt hat. schläge der Regierung und Kommission sogar noch verschlechtern. währenden Unterstüßungen vor, läßt aber jeder einzelnen Kasse Viele Krankenkassen haben bewiesen, daß die freie Aerztewahl Wann werden die katholischen Arbeiter endlich die einen durch das Statut zu bestimmenden Spielraum, innerhalb ohne besondere finanzielle Mehrbelastung möglich ist. deffen sie ihre Leistungen bis zu einer wieder durch das Gesetz Krankenkassen bezahlen auch ohne freie Aerztewahl dasselbe ärzt- geziemende Antwort auf dieses Gebahren ihrer Vertreter" geben? vorgeschriebenen Maximalhöhe ausdehnen darf. Die Erfahrung liche Honorar, welches bei freier Aerztewahl gefordert wird. hat gezeigt, daß zwar eine ganze Anzahl von Krankenkassen Die freie Arztwahl ist drittens eine gerechte Forderung des die Betriebskrankentaffen, wie es scheint, im höheren Umfange ärztlichen Standes. Die Schädigung, die der ärztliche Stand als die Ortskrankenkaffe in ihren Leistungen über das Mindest durch die soziale Gefeßgebung erlitten hat, wird heute von niemaß hinausgegangen sind, ohne die Beiträge über das gewisser- mandem, wenn er die einschlägigen Verhältnisse kennt, bestritten. maffen zur Norm gewordene Maß vom 3 von Hundert des Diese Schädigung liegt theilweise auf materiellem, theilweise auf Arbeitslohnes erhöhen zu müssen. Das Groß der Kassen ethischem Gebiete. ist indessen über die gesetzlichen Mindestleistungen wenig Da dieser Antrag die Interessen einer großen im oder gar nicht hinausgegangen. Es machte sich nun fast übereinstimmend in der Diskussion die Auffassung geltend, daß schönsten Aufblühen begriffenen Juduftrie, der Gerberei, als die wichtigste anzustrebende Erhöhung der gesetzlichen Mindest verletzt und durch die Vertheuerung des Leders indirekt Leistungen die Erweiterung der Dauer der Unterstützung von 18 eine Reihe anderer Gewerbe berührt werden, so wird er auf 26 Wochen und die Erhöhung des Krankengeldes von der eine große Debatte hervorrufen, welche noch den größten Hälfte auf dreiviertel des Arbeitslohnes zu gelten habe. Ersteres namentlich, um für eine organische Verbindung der KrantenDer zweite Verhandlungstag war der Erörterung der Frage Theil der morgigen Sigung ausfüllen dürfte. Im Abgeordnetenhaus erfolgte heute die dritte versicherung mit der Invalidenversicherung die Grundlage zu ge- der Voltsernährung gewidmet. In die Referate theilten winnen, die dann allerdings statt nach einem Jahre, wie das sich die Herren Professor J. König( Münster), Stadtrath Kalle Berathung des preußischen Gerichtskosten- Gesetzes und der bestehende Gesetz es vorschreibt, schon nach einem halben Jahre( Wiesbaden) und Korvettenkapitän Harms( Friedrichsort). neuen Gebührenordnung für Notare. Das erstere Gesetz einzusehen haben würde. Als sehr wünschenswerth werde als Der erftere erörterte den theoretischen Theil der Frage. Seine wurde angenommen. Fortsetzung der Debatte über die dann in zweiter Linie die Aenderung der Krantenunterstützung, Ausführungen gipfelten darin, daß die Wissenschaft uns heute soweit ärztliche Behandlung und Gewährung freier Arznei in hinreichende Anhaltspunkte liefert, um die Ernährung auch für Gebührenordnung für Notare am Sonnabend. betracht kommen, auch auf die Familienangehörigen der Ver- die min der Begüterten rationell zu gestalten. Es fehle ficherten bezeichnet. Doch erscheint es zweifelhaft, ob dafür inner- leider nur fast durchweg an den richtigen Verständniß, nament halb der Grenzen der oben bezeichneten Beitragshöhen die Möglich unter den Arbeiterfrauen und an einer Schulung der lichkeit vorliegt. Es bleibt daher vielleicht dieser Theil der selben, welche sie befähigte, bei dem Einkauf, der Bereitung der Aufgabe zweckmäßiger besonderen Zuschußkassen vorbehalten. Nahrungsmittel und bei Einrichtung ihres Haushalts zweckmäßig Was die Frage der Drganisation anlangt, so tam in den zu verfahren. Ueber die schwierigsten wirthschaftlichen, sozialen darauf bezüglichen Referaten und in der Diskussion der Gegensah und politischen Probleme, die doch niemals zu einer Lösung gezwischen den Anhängern der neuerdings unter Führung Leipzigs langen werden, würden den Arbeitern Vorträge gehalten. Dagegen von mehreren Seiten befürworteten zentralisirten Orts Kranten- werde der wahre Wohlthäter der Arbeiter sein, der sie in den Zwei Nachwahlen zum Reichstage finden heute kassen und der beruflich gegliederten Orts- Krankenkassen zur Aus- verhältnißmäßig einfachen Fragen der Ernährungslehre gründlich Sprache. belehren wollte. Bei diesem Punkte setzte das zweite Referat statt und zwar im Wahlkreise Dresden- Land und Weimarein, indem es die Wege anzudeuten suchte, auf welchen eine Apolda. Unsere Leser finden unter den Telegrammen die solche Belehrung erreicht werden fann, als da find: populäre bis Schluß des Blattes einlaufenden Nachrichten über den Vorträge, Einwirkung durch die Presse und endlich alle die in Wahlausfall. neuerer Zeit aufgetauchten Bestrebungen, den Töchtern der Im Wahlkreise Dresden- Land erhielten bei der Haupts Arbeiter eine beffere landwirthschaftliche Erwahl im Jahre 1893 die Deutschkonservativen 4864, die ziehung angedeihen zu lassen. und die Sozialdemokraten Die Diskussion spizte sich wesentlich auf eine Erörterung Antisemiten 11 780 der Frage zu, ob es zweckmäßig ist, der hauswirthschaftlichen 15 650 Stimmen. Bei der folgenden Stichwahl unterlag Unterweisung durch eine Einfügung in den Volksschulunterricht unser Genosse Horn, der 16 943 Stimmen auf seinen Namen gegen den Antisemiten Hänichen, auf den eine breitere Basis zu geben, ein Standpunkt, dem namentlich vereinigte, die preußische Unterrichtsverwaltung aus pädagogischen Gründen 17 037 Stimmen fielen. bisher nicht sympathisch gegenüber gestanden hat. = Der dritte Hauptpunkt betraf die Stellung der Aerzte zu den Krantentassen und die Einführung der freien Arztwahl. Die Nothwendigkeit letzterer begründete Sanitätsrath Dr. Busch in der Hauptsache wie folgt: Der Inhalt der ganzen sozialen Gesetzgebung sollte dem Arbeiter nicht eine Wohlthat, sondern ein durch die Entwickelung unserer sozialen, gewerblichen und staatlichen Verhältnisse bedingtes Recht sein. Wenn dem Arbeiter daher durch das Krankenkassen Gesetz freie ärztliche Behandlung gewährleistet fein soll, so muß diese Behandlung auch in dem Sinne eine freie fein, als er sich, soweit dies möglich und durch führbar ist, den Arzt seines Vertrauens selber wählen kann; er foll nicht, wie bisher bei der Armenpraxis, einem bestimmten Arzte zugewiesen werden, sondern er soll jeden Arzt aussuchen, dem der Staat auf grund eines abgelegten Staatsexamens die Be fähigung und das Recht gegeben hat, Kranke zu behandeln, und der sich bereit erklärt, unter den obwaltenden Bedingungen diese ärztliche Hilfe zu leisten. Wenn die Gewährung ärztlicher Hilfe und Arznei eine Bedeutung haben soll, so muß sie von den gleich, und das Dasein der Dichter muß somit früher aufhören, als das der Mathematiker. An der Besprechung betheiligten sich u. a. Geheimrath v. Wödtke, Licentiat Weber und Profeffor Hize. Neue Seiten wurden der in der politischen wie in der fachmännischen Presse erschöpfend behandelten Frage nicht abgewonnen, und die große Mehrheit der Redner empfahl, wie schon erwähnt, die freie Arzt wahl unter gewissen, noch näher festzulegenden Beftimmungen. Damit waren die Verhandlungen beendet. Wenn die Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrts Einrichtungen fich wieder einmal mit der Frage der Boltsernährung beschäftigen will, dann wäre es vielleicht zweckmäßig und wirklich im Interesse der Volkswohlfahrt" gelegen, das Augenmert nicht nur darauf zu richten, wie die Arbeiterfrau auch mit dem erbärmlichsten Ein kommen noch ein einigermaßen für Menschen brauchbares Futter Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung den Gesetzentwurf wegen Abänderung des Gesetzes vom 23. Mai 1873 über die Gründung und Verwaltung des Reichs- Invalidenfonds, sowie den Entwurf einer anderweitigen Klaffeneintheilung der Militärbeamten des Reichsheeres und der Marine den zuständigen Ausschüssen überwiesen und den Antrag betr. den zollfreien Einlaß der von dem internationalen landwirthschaftlichen Maschinenmartt in Wien zurückgelangenden Güter angenommen. Jm Wahlkreise Weimar- Apolda erhielt bei der Haupts wahl im Jahre 1893 der Kandidat der Reichspartei 6396, der nationalliberale 3260, der der freisinnigen Volkspartei 4901, der sozialdemokratische Kandidat 6081, der Antisemit 4901, der sozialdemokratische Kandidat 6081, der Antisemit 475 Stimmen. Bei der Stichwahl siegte die deutsche Reichspartei mit 12 487 gegen den sozialdemokratischen Kandidaten, der 9791 Stimmen auf sich vereinigte. nöthige Auskunft erhält. Der Mann wäre zu schwerfällig, los. Es kommt mir nur darauf an, die Richtung, in der um genaue und deutliche Angaben ohne weiteres machen zu seine Gedanken sich nun bewegten, zu bezeichnen. Er wollte Werthvoll sind beide Arten des Verfahrens, und können. Dem ist eine andere Beobachtung, die wohl mehr ein Gesetz entdecken, also hinsichtlich der Schwere zu einer es ist um so fefter auf eine Schlußfolgerung zu als ein Reisender gemacht hat, an die Seite zu stellen. höheren Wahrheit, die die damalige Wissenschaft überragte, bauen, wenn zwei ganz verschiedene Wege zu ihr hinführen. Wer, nicht seine eigene Sprache redend, in einem fremden gelangen. Hierbei verfuhr er folgendermaßen. Nachdenkend Dies mit der uns vorliegenden Frage in Verbindung Lande sich befindet, wird von den Frauen schneller ver- verharrte er auf seinem Plate. Es fiel ihm nicht ein, in bringend, stelle ich nun zwei Säße auf, von denen der erste standen werden, als von den Männern, und wer irgendwo sein Arbeitszimmer zu gehen, um dort Versuche anzustellen besagt, daß die Frauen ihrer Natur nach den deduktiven nach dem Wege fragen muß, thut immer beffer daran, von oder die Beobachtungen anderer Forscher zu rathe zu ziehen Weg dem induktiven vorziehen. Zweitens ist's zu beachten, einer Frau Auskunft zu erbitten. Männer begreifen minder oder Tabellen aufzusetzen. Wie ein der äußeren Welt völlig daß die Frauen wenn auch unbewußt der Wissen hurtig. entrückter Mensch saß er da, und aus sich selbst heraus entschaft einen großen Dienst leisten, indem sie die Männer zur Diese und noch andere Beweise, die fich gleichfalls auf- wickelte er einen Begriff nach dem anderen. Er sagte sich, deduktiven Behandlungsart anspornen. Sie verhindern die stellen ließen wie z. B. das feine Taktgefühl der Frauen daß ein Apfel von einem höheren, von dem denkbar höchsten selben dadurch, so ausschließlich induktiv zu sein, wie dies zeigen, daß das Vorwiegen der Fähigkeit, vom Allge- Baume auch heruntergefallen wäre. Es lag also kein Grund vor sonst wohl der Fall wäre. meinen aufs Besondere zu schließen, hauptsächlich auf zwei zu der Annahme, daß die Kraft, die den Apfel fallen ließ, Gegenüber dem Umstande, daß die Natur die Frauen Gründen beruht. Erstens sind die Frauen behender als sich mindern könne. Warum sollte ihr aber, wenn sie sich mehr deduktiv, die Männer aber mehr induktiv veranlagt die Männer. Dann zieht ihre größere Gemüthstiefe und nicht zu verringern vermochte, eine Grenze gesteckt sein? hat, ist daran zu erinnern, daß diese Weise den einzelnen Begeisterungsfähigkeit sie mehr zu höheren Standpunkten Als unumgrenzt und unvermindert muß sie über die Erde Thatsachen, jene dagegen allgemeinen Begriffen und Vor- hin und führt sie aus der Welt der Gedanken in die der hinausgehen, den Mond erreichen und diesen in ihre Bahn stellungen den ersten Platz einräumt. Aus verschiedenen Thatsachen. Den Männern bleibt der umgekehrte Weg ziehen. War's nun noch denkbar, daß sie hier aufhört? Gründen geben nun die Frauen der deduktiven und, möchte überlassen. Wird sie nicht vielmehr auch, dem Gesetze der Schwere folgend, der Sonne und den Planeten zugetrieben? So durchschritt Newton, von seiner Vorstellungskraft geführt, das Weltall, und ohne fich irgend welcher äußeren Hilfsmittel zu bedienen, vollendete er das großartigste, was der Menschengeist je erfaßte. ich sagen, höhergehenden Forschungsart den Vorzug. Sie Ich sprach von dem großen Dienste, den die Frauen find weicher und begeisterungsfähiger wie die Männer und durch die ihnen eigene Art, zu folgern, der Wissenschaft verfügen über eine reichere Einbildungskraft als diese. wenn auch unbewußtleisten. Ohne ihn würden die Demgemäß leben sie mehr in einer Welt, die auch über rein Männer durch eine zu weit getriebene gegenseitige Forschungshandgreifliches hinausreicht, während die kühler, herber weise die Wissenschaft in ihrem Fortschreiten hemmen. Hierin und schroffer denkenden Männer in ausgedehnterem werden mir nun viele nicht recht geben wollen, weil in Eine ungenaue Berechnung des Durchmessers der Erde Maße unter dem Einflusse der Berechnung stehen, England seit der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts das bewirkte es, daß die Einzelheiten der gewaltigen Schöpfung unter der Herrschaft des Thatsächlichen, dem sie folglich induktive Verfahren als Mittel, die Natur zu erforschen, erst nach zwanzig Jahren ausgebaut dastanden, als Newton eine erhöhte Wichtigkeit beilegen. Dazu kommt, daß die nicht etwa vernünftig gewürdigt, sondern vielmehr blind die von Kepler aufgestellten Gesetze zur deduktiven Anwendung Frauen in größerem Umfange das besigen, was man das und stlavisch verehrt worden ist. Beständig heißt's, daß es brachte. unmittelbare Erkenntnißvermögen nennt. Ihr Blick reicht seit der Zeit Bacons alle großen Entdeckungen auf dem Am Ein wie am Ausgangspunkte der bedeutsamsten nicht so weit wie der der Männer. Was sie aber sehen, er- Gebiete der Naturwissenschaft herbeigeführt hat. Wäre dies Entdeckung des hervorragendsten Naturforschers steht also fassen sie schneller. Deshalb sind sie, im Gegensatze zu den wirklich der Fall, so hätten allerdings die deduktiven die Frucht des deduktiven Verfahrens. Die Sinnenwelt anf einem langsameren und beschwerlicheren Hinansteigen Neigungen der Frauen der Wissenschaft mehr geschadet als hatte einen äußerst geringen Antheil an jener Entder das von begriffenen induktiven Forschern, stets geneigt, sich mit genügt. Aber die Sache verhält sich anders. Es ist nicht deckung, in den Flügeln des Ges einen geistige Sein einem Schlage eines Gedankens zu bemächtigen, und eine wahr, daß die größten Entdeckungen der Neuzeit sämmtlich dankens getragene glänzenden plötzliche Lösung zu erstreben. auf induktivem Wege erstanden sind. Man glaubt das Sieg erfocht. So fühn und doch so feinsinnig hat der zwar, beweist damit aber nur, daß man die Ursprungs- Genius sich außerdem nur noch in dem Herzenstündiger geschichte jener Entdeckungen nicht fennt. Shakespeare Bahn gebrochen. Manche bezeichnen wohl den Fall des Apfels als die Ursache der Entdeckung und sprechen dann, um dieses müßige und oberflächliche Gerede gewiffer maßen zu bekräftigen, davon, daß kleine Ursachen große Wirkungen hervorbringen". Sie zeigen damit aber nur, Daß ihr schnelleres Denken sie deduktiver macht, wollen viele Leute nicht zugeben, und doch ist's mannigfach zu beweisen. Verdunkelt und zurückgedrängt wird jene größere Als erstes Beispiel für das glänzende Obfiegen geistige Gelenfigkeit nur durch die unglückselige, beklagens- deduktiver Forschung führe ich saat Newton und das werthe und widersinnige sogenannte Erziehung, die auf dem Gesetz von der Schwerkraft an. Verschiedene andere Eut weiblichen Geschlechte lastet. Werthvolle Dinge hält man deckungen, die minder wesentlich sind, machte Newton wohl den Mädchen sorgfältig fern, und ebenso sorgfältig umgiebt auf induktivem Wege. Allein gerade semne größte Errungen, daß sie das, was die Geisteshelden für uns thaten, nicht zu man sie mit nichtigem Tand. Dadurch werden die Saiten schaft verdankt er der deduktiven Art im eigentlichen Sinne des schäzen wissen. Noch nie ist ein gewaltiges Ereigniß einer ihres geistigen Lebens, die zu so schönem und so behendem Wortes; das heißt, vom Boden des Gedankens aus geringfügigen Ursache entsprungen, und es wird einer Erklingen gestimmt sind, nur zu oft unwiederbringlich ge- folgerte er unendlich viel mehr, als auf dem der Thatsachen. solchen auch nie entspringen. Nicht der Fall des Apfels schädigt. In den von einer solchen Vergewaltigung minder Fünf oder sechs Jahre nachdem Karl II. den Thron bestiegen oder irgend eine andere Erscheinung der äußeren Welt sah belasteten unteren Klassen tritt jene geistige Behendigkeit hatte, saß Newton in einem Garten und fab wie jeder brachte es dahin, daß das Gesetz von der Schwerkraft ents deshalb auch offenkundiger an den Tag. Ein hervor weiß- einen Apfel von einem Baume zur Erde nieder- deckt wurde. Nein, in dem Geiste Newtons lagen wirkende ragender Arzt, Dr. Currie, berichtet, daß wenn fallen. Ob er vorher schon an die Echwerkraft dachte, oder Ursache und treibende Macht. ibn ein in Begleitung seiner Frau befindlicher ob er erst durch den Fall darauf hingelenkt wurde, steht Arbeiter um Rath fragt, er stets von letterer die nicht fest. Für die vorliegende Frage ist das auch belang ( Fortsetzung folgt.) 0 Reichstags Erfahwahl Rinteln Hofgeismar." Ein Reinfall. Das neueste( Mai) Seft der„ Preußi-| inzwischen stellen wir unsere Zandwirthe aber so, als ob der Nachdem nunmehr aus allen Ortschaften die Wahlergebnisse schen Jahrbücher" veröffentlicht Eine sozialdemokratische Getreidezoll nicht ermäßigt worden wäre, d. h. wir erstatten vorliegen, stellt sich das Schlußresultat wie folgt: Vielhaben Denkschrift", die der Redaktion, wie sie an der Spitze des ihnen auf andere Weise die 15 M., die fe durch Herabsetzung ( Antisemit) 4845 Stimmen, von Wächter( Soz.) 2198, Artikels erklärt, durch einen neckischen Kobold auf den des zolles für die Tonne( 1000 Kilo) Weizen oder Roggen Souchan( natl.) 1220, Virchow( frs. Vp.) 449 und Martin Redaktionstisch gelegt worden sein soll. Die„ Denkschrift" ihnen für jede 100 Kilo, die sie von den angegebenen Getreide( 12 M. beim Hafer) gegenwärtig verlieren müssen, indem wir ( Rp.) 162 Stimmen. Vielhaben ist somit gewählt. trägt an der Spize als Ort und Datum: München, den arten über den eigenen Bedarf erzeugen und von der eigenen " Gegenüber der letzten Wahl haben die Antisemiten 426, 11. April 1895, und aus dieser Bezeichnung wie aus einer Ernte verkaufen, einen Berechtigungsschein von 1,50 M.( bei die Sozialdemokraten aber 706 Stimmen gewonnen, die geheimnißvollen Andeutung der Redaktion ist die perfide Safer von 1,20 m.) ertheilen, für den sie aus der Staatstaffe Nationalliberalen haben 625 Stimmen verloren. Während Absicht zu erkennen, den Genossen Vollmar als Verfasser baares Geld erhalten. Der Berechtigungsschein wird auf 1 mM. für 100 Kilo herabgesetzt, wenn der Preis für Roggen oder Hafer damals die Konservativen 3121 Stimmen auf ihren Kandi- dieser Denkschrift" errathen zu lassen. daten vereinigten, bewarben sie sich diesmal gar nicht um Nun liegt aber gar fein Grund vor, der Vollmar am Berliner Markte über 145 M. und für Weizen über 165 M. das Mandat, dagegen sind diesmal freisinnige Volkspartei veranlassen könnte, seine Anschauungen über die gegenwärtige 100 Kilo reduzirt, wenn der Preis für Roggen( Safer) in Berlin für die Tonne( 1000 Kilo) steht; er wird ferner auf 50 Pf. für und Reichspartei mit Kandidaten hervorgetreten, deren Er- Situation in einer Denkschrift" niederzulegen, da er seine über 150 M. und für Weizen über 170 Mt. für die Tonne steht; folge aber die aufgewandten Mühen nicht lohnten. Da man an- Anschauung jeden Tag vor den berufenen Vertretern der er fällt gänzlich fort, so lange der Roggenpreis über 155 m. nehmen muß, daß die konservativen Wähler vom Jahre 1893 Partei, der Fraktion im Reichstag zu entwickeln und der Weizenpreis über 175 m. steht. Dieser Berechtigungsdiesmal ihre Stimmen auf den Antisemiten und die Reichs- vermag, der Inhalt Inhalt der" Dentschrift" ist auch schein soll auch schon ertheilt werden, wenn das Getreide in ein solcher, daß weder partei vertheilten, so haben Antisemiten und Konservative ein Vollmar no ch kontrollirtes Lagerhaus eingeliefert wird. Die Kosten für die einen Rückgang von 2533 Stimmen zu verzeichnen, das heißt sonst ein Sozialdemokrat sie verfaßt Berechtigungsscheine es dürften nach den weiterhin folgenden fie haben von je 1000 Stimmen 336 verloren, die National- ha ben tann. Das mögen folgenden Angabe über den Modalitäten und besonderen Berechnungen etwa 400 bis 500 Millionen Mark für die ganze zehnjährige Periode dafür liberalen haben von je 1000 Stimmen 338 verloren und blos die Inhalt zeigen. Sozialdemokraten haben sonach einen Zuwachs aufzuweisen Nachdem in der„ Denkschrift" die Lage der Partei in nöthig seindecken wir zunächst durch Anleihen des Reiches. Durch die nach Ablauf der Handelsverträge und nach Einführung und zwar auf je 1000 im Jahre 1893 abgegebene Stimmen einer Weise geschildert wird, wonach vorläufig keine Aus- bes beweglichen Getreidezolles jedenfalls zu erwartende erhöhte 473. Wir sind damit zufrieden. ficht auf weitere Erfolge vorhanden sei, kommt der Verfasser Einnahme aus den Getreidezöllen werden diese Anleihen in der auf die Umsturzvorlage und die Situation zu sprechen, die Folge verzinst und getilgt. durch dieselbe geschaffen würde. Danach soll es im Interesse Hier ist der Grundgedanke des Antrages Kanit" von der Sozialdemokratie liegen, daß die Umsturzvorlage Geses allem störenden und den eigentlichen Sinn enthüllenden Die Losung heißt: Baargeld vom werde, weil nur dadurch auf eine bedeutende Stärkung der Beiwerk befreit. revolutionären Strömung im Volfe zu rechnen wäre. Sei die Staate. Bei der Ersatzwahl zum Reichstag im zweiten weimarischen Wahlkreise( Eisenach Dermbach) wurden nach der amtlichen Zusammenstellung im ganzen 12 416 giltige Stimmen abgegeben, wovon 7950 auf den Forstfommissar Casselmann und 4466 auf den Gutsbesitzer Dr. Rösicke entfielen. aus allen 3. Das Vorlage Gesetz, was der Partei im ganzen nicht schaden Gegen den Bauschwindel. Der Zentralausschuß Berliner könne, so werde die weitere Folge die Beseitigung des all- taufmännischer, gewerblicher und industrieller Vereine hat sich Ein Gesetzentwurf über die Verpflegungsgemeinen Stimmrechts sein. Das werde aber um so weniger an den Reichstanzler, zugleich in seiner Eigenschaft als preußistationen. Wie die" Post" erfahren haben will, liegt zu bedeuten haben, da dasselbe seine Kraft für uns nahezu schen Ministerpräsidenten, mit einer Eingabe gewandt, worin im gegenwärtig dem Kaiser der Gesetzentwurf betreffs der Ver- erschöpft habe. Die Wirkung eines solchen Gewaltaktes, Hinblick auf die im Bauwesen bestehenden Schäden unter einpflegungsstationen vor, der in wenigen Tagen dem Ab- wie die Beseitigung des allgemeinen Stimmrechts werde aber gehender Begründung folgende Gesetzesänderungen vorgeschlagen geordnetenhause zugehen dürfte. Die Hauptbestimmung sein, daß die Partei massenhaften Anhang dadurch gewinne, werden: 1. Die gewerbsmäßigen Bau- Unternehmer sind zu dieses Entwurfs ist, wie uns mitgetheilt wird, die, daß daß jetzt das Solidaritätsgefühl aller Unterdrückten mächtig verpflichten, ihre Firmen in das Handelsregister eintragen zu die Kosten den Kreisen aufzuerlegen seien, aber gesteigert werde. Die Bewegung, die dadurch entstehe, habe lassen, also taufmännische Bücher zu führen und Bilanzen zu 2. Die Grundbücher sind, soweit es so, daß die Provinzialverbände die Hälfte, den besonderen Vortheil des Kämpfens im Dunkeln. Die siehen. Hierzu ist die Abänderung der Artikel 4 und 12 des und gegebenenfalls sogar noch mehr, den Kreisen zurück Gegner, die nicht mehr wüßten, wie stark unsere Sturmkolonnen sich um Neubauten handelt, gegen Entgelt jedermann zur Einerstatten. eigentlich sind, würden durch ihre aufgeregte Phantasie sicht vorzulegen. Hierzu ist die Abänderung des§ 19 der Ein Städtetag gegen die Umsturzvorlage. Eine unsere Kräfte ins Unermeßliche vergrößert sehen; in Grundbuchordnung vom 5. Mai 1872 erforderlich. Werkmeister" auf zwangsweise Eintragung Busammenkunft von Berliner Stadtverordneten gleichem Maße würden Muth und Hoffnung in unseren Vorrecht der 1 11 und Magistratsmitgliedern hat sich dahin Reihen wachsen und damit bald der Moment zum Ent- ihrer Forderungen in das Grundbuch(§ 972 Theil I Titel 11 schlüssig gemacht, für Sonntag, den 12. Mai, Stadt- scheidungskampf gekommen sein. Es gelte also jetzt die Allg. Landrecht) ist auf alle Baulieferanten auszudehnen." verordnete und Magistratsmitglieder Revolution von oben zu provoziren, wodurch die Revolution Uebrigens bat ber Zentralausschuß sich nicht verhehlen können, daß die so vielfach beklagten Schädigungen der Bauhandwerker von unten legitimirt werde. Das Umsturzgesetz eingeführt und Baulieferanten durch Zahlungsunfähigkeit der BauStädten Deutschlands nach Berlin zusammen zu und das allgemeine Stimmrecht beseitigt, das mache Deutsch- unternehmer zu einem erheblichen Theile darauf beruhen, daß berufen, um gemeinschaftlich einen Protest gegen die bei der Kreditgewährung nicht mit der nöthigen Sorgfalt ver Umfturzvorlage zu beschließen. Es hat sich für die weitere land reif für die Revolution. Wir haben nichts dagegen einzuwenden, wenn irgend fahren wird, und daß es die Betheiligten an der nöthigen Selbst. Ausführung dieses Beschlusses ein Komitee gebildet, an ein Mitarbeiter der„ Preußischen Jahrbücher", die Folgen hilfe fehlen laffen. Der Zentralausschuß hat deshalb einstimmig dessen Spiße der Berliner Stadtverordneten- Vorsteher Dr. ist Langerhans steht. Daß die Städte protestiren wollen, isto schwarz als möglich malt, die eintreten werden, falls folgende Resolution angenommen:" Den Bauinteressenten ist eine die Umsturzvorlage Gesetz, und und in weiterer Folge Berbesserung ihrer Drganisation zum Zwecke der Selbsthilfe gewiß sehr schön. Daß sie ihre Zusammenkunft und ihren das allgemeine Stimmrecht beseitigt würde. Aber man soll namentlich in bezug auf das Kredit. Auskunftswesen, au entProtest aber bis zum 12. Mai verschieben, wo das dann nicht zu einem Mittel plumper Mystifikation greifen, pfehlen." Umsturzgesetz schon am 2. Mai den Reichstag beschäftigen wie es der Abdruck dieser angeblich sozialdemokratischen soll, finden wir etwas schläfrig. Die Gemeinden gegen das Umsturzgesetz. Auf Die Partei ist einig darüber, daß sie alle Mittel und Unregung der Sozialdemokraten und Demokraten wurde in Kräfte aufzubieten hat, um eine Beschneidung oder Unter der Sigung des Fürther Kollegiums der Gemeindebevoll- drückung der spärlichen Rechte und Freiheiten des Volkes Wird dieser Wachtposten auch zum Gefreiten ernannt mächtigten vom 23. d. M. einstimmig eine Resolution zu verhindern. Treten solche Maßregeln dennoch ein, so fällt werden? gegen die Umsturzvorlage beschlossen. Der Magistrat wird die volle Verantwortung dafür auf die Häupter der Urheber. Der Ziegelarbeiter- Ausstand im österreichischen eingeladen, diesem Beschlusse beizutreten. Die Resolution Die Redaktion der" Preußischen Jahrbücher" hat einen Abgeordnetenhaus. Pernerstorfer brachte einen bringhat folgenden Wortlant: argen Reinfall erlebt. Und der Reinfall wird nicht ge- lichen Antrag ein, welcher eine strenge Untersuchung der " Unter der Befürchtung, daß die sogenannte Umfturzvorlage mildert, auch wenn er durch die gute Absicht veranlaßt sein mißstände insbesondere der Wohnungsverhältnisse der bei Gefeßestraft erhalten könne, fühlt sich das Kollegium der Ge- sollte, den nationalliberalen Angstmeiern das Rückgrat zu dem Ziegelwerke am Wiener Berge Beschäftigten bezweckt. meindebevollmächtigten der Stadt Fürth berechtigt und verpflichtet, steifen, damit sie die Umsturzvorlage zu Fall bringen und Ueber den Antrag soll am Schlusse der Sigung verhandelt auf die eminenten Gefahren dieser Gesetzesvorlage hinzuweisen. fich der Gefahren bewußt werden, die eine Abschaffung Ueber den Antrag soll am Schlusse der Sitzung verhandelt In der Erwägung, daß das Gesetz, weit davon entfernt, die des allgemeinen Stimmrechts für unsere Entwickelung im beabsichtigten Zwecke zu erreichen, geeignet ist, die öffentliche Erörterung unserer Verhältnisse zu unterbinden, die unabhängige Gefolge hat. Kritik zu unterdrücken, die Klaffengegenfäße zu verschärfen Sozialpolitisches von der Eisenbahn. Das Amtsund damit den sozialen Frieden zu gefährden, in der weiteren blatt der Königlichen Eisenbahndirektion zu Magdeburg Erwägung, daß dieses Gesetz unzweifelhaft Kunst und Wissens schaft, die höchsten Blüthen der Kultur, hemmen würde, beschließt vom 11. April 1895 veröffentlicht eine Verfügung, in der bas Kollegium der Gemeindebevollmächtigten, im Verein mit dem es über die Begründung von Urlaubsgesuchen u. a. heißt: Magiftrat, an den Reichstag die Bitte zu richten, dem Gesetze Zum Zwecke der Erholung ohne ärztliches Zeugniß erfeine Zustimmung zu versagen." Denkschrift" ist. Nachrichten" melden, erschoß in der Nacht vom Dienstag aut Ein unvorsichtiger Lück. Wie die Münchener Neuesten Mittwoch ein vorher von Zivilisten belästigter Wachtposten auf dem hiesigen Grerzierplatz in Oberwiesenfeld irrthümlich einen Soldaten der Visitirpatrouille. werden. Der österreichisch- bulgarische Handelsvertrag ist noch nicht abgeschlossen, die gestrige das Gegentheil meldende Nachricht wird heute von Wien aus dementirt. Für die Abschaffung des Kultusbudgets sammeln unsere enfer Genossen die nöthigen 2500 Unterschriften, um auf dem Wege der Initiative dieses Ziel zu erreichen. Die betreffende halten tostenlosen Urlaub nur Beamte, sofern sie sich in Ausgaben- Summe soll für eine Altersversicherungskaffe verwendet höherem Dienstalter und in Stellungen befinden, welche eine werden. erhebliche Anstrengung der Geistes träfte erfordern. Fm Fürther Gemeindekollegium sind außer der SozialDas erste Heft der neuen sozialistischen Modemokratie und der Demokratie auch die nationaldas soziale Beamte, welche deffenungeachtet in den bezeichneten Fällen na tsschrift: Le Devenir social liberale, freifinnige und konservative Partei ver- Urlaub erbitten, haben ihrem Antrage sogleich die Erklärung Werden liegt in schöner Ausstattung vor uns. Es enthält treten, so daß der einstimmig gefaßte Beschluß als Willens- beizufügen, daß sie die gesammten Vertretungskosten zu tragen auf 104 Oktavfeiten außer ökonomischen Notizen, Kritiken und ausdruck sämmtlicher Parteien aufgefaßt werden darf. bereit seien, andernfalls haben sie einfache Ablehnungen zu ge- Bücheranzeigen Auffähe von G. Sorel, F. Engels( BeiAuch der Stettiner Magistrat hat beschlossen, wärtigen. träge zur Geschichte des Urchristenthums), Paul Lafargue dem auf der Tagesordnung der Stadtverordneten- Versamin- Solche Beamte, die sich nur in Stellungen befinden, und Edw. Aveling. Möge die Revue den Erfolg finden, den lung stehenden Antrag: den Reichstag zu ersuchen, die welche erhebliche Anstrengung der Körperkräfte erfie in vollstem Maße verdient! Umfturzvorlage sowohl in der Fassung der Regierungs- fordern, werden also im Gebiete der Eisenbahnbirektion Der 1. Mai und das belgische Parlament. Genosse vorlage als der Kommissionsbeschlüsse im ganzen und un- Magdeburg der, Wohlthat" nicht zu theil, Erholungs- Anseele beantragte in der belgischen Kammer, am 1. Mai feine bedingt abzulehnen," seinerseits die Zustimmung zu erurlaub zu bekommen und die gesammten Vertretungskosten Sitzung abzuhalten. Morgen wird die Kammer über diesen Antheilen. Daß der Antrag von der Versammlung angenommen selbst zu bezahlen. Merkwürdig ist die feine Unterscheidung trag schlüssig werden. werden wird, ist nicht zu bezweifeln. zwischen geistiger und körperlicher Arbeit, wo Unser Brüsseler Parteiorgan, der„ Peuple", der vor doch auch von dem einfachsten und schlechtest bezahlten 10 Jahren gegründet wurde und vor Beginn der großen WahlDie Zentrumsherren wittern Unrath. Sie merken wohl, Unter- und Subalternbeamten so angestrengte geistige" reformbewegung sein Format um das doppelte vergrößerte, wird daß es mit der durch sie noch so verschönerten Umsturzvorlage schief gehen könnte, und sie blasen deswegen beizeiten zum Rück. Thätigkeit verlangt wird, daß er in jedem Augenblick wegen vom 1. Mai in abermals vergrößertem Format erscheinen. Der zug. Die Kölnische Volks- Zeitung" räth dem Zentrum, nicht des geringsten Fehlers vor den Staatsanwalt zitirt Preis bleibt der alte: 5 Centimes= 4 Pfennige die Nummer. Glück auf! zuviel Eifer für die Zustandebringung der Umsturzvorlage zu werden kann. oder schließlich nur die sogenannten Militärparagraphen und entfalten. Daffelbe möge die Sorgen für die Umsturzvorlage ,, Bange Sorgen blaße Noth" haben, nach dem Der Freigeist und Exrevolutionär Crispi buhlt jetzt um denjenigen überlassen, welche so laut nach einer Umsturzvorlage Beugniß der Deutschen Tageszeitung", die Bauern im die Gunft der Ultramontanen. Hierüber wird aus Nom gegerufen haben. Es zeigt sich", schreibt das Blatt, wie wir Deutschen Reich. Aber diesen Uebelſtänden soll jetzt gründ- meldet von vornherein ausgesprochen haben, mehr und mehr, wie die ,, Crispi hat verschiedenen hervorragenden Katholiken KanAnschauungen bezüglich dessen, was zum Schuße von" Religion, lich abgeholfen werden. Vom Landwirthschaftsminister soll didaturen angeboten, um das Veto des Papstes betreffs der Sitte und Ordnung" durch strafgeseßliche Bestimmungen zu ge- versuchsweise auf einigen Domänen, welche sich hierzu be- Wahlen zu umgehen und um die Katholiken zu bestimmen, sich schehen hätte, im deutschen Volte derart auseinander gehen, daß eine sonders eignen, mit der Einrichtung elektrischer Anan den Wahlen zu betheiligen. Seine der betreffenden Persönlich menn die Versuche in feiten hat jedoch eine Kandidatur angenommen." Verständigung nahezu ausgeschlossen erscheint. Das Bentrum hat I agen vorgegangen und, und nach unserem Dafürhalten gar keine Veranlassung, irgend einen technischer be wirthschaftlicher Beziehung zu So hat er zum Schaden noch den Spott! wesentlichen Punkt der auf seinen Antrag erfolgten Beschlüsse friedigendem Ergebniß führen, auf die Verwendung Portugal vor der Revolution? Aus Lissabon schreibt preiszugeben. Das heiße nur den Nationalliberalen und der der Elektrizität für den Betrieb der Landwirth man uns unterm 20. April: O Correjo da noite", das hervorReichspartei aus der übeln Lage heraushelfen, in welche fie schaft in weiterem Umfange hingewirkt werden. Ob ragendste Organ der monarchisch progressistischen verdientermaßen gerathen find. Wenn die Vorlage ganz fällt die Einführung elektrischer Anlagen in der Landwirthschaft Partei, veröffentlicht einen Aufsehen erregenden Artikel, der einige andere minder wichtige Verschärfungen Gesetz werden, so zu den kleinen Mitteln" gehört, mit denen die Regierung einem Aufruf zur Revolution verzweifelt ähnlich sieht. Wir fann das Zentrum mit diesem Ergebnis am leichtesten sich ab- helfen will, wissen wir nicht. Aber daß damit den kleinen laffen einige Stellen folgen: Die Revolution und die Anarchie kommen von oben; finden." Bauern" nicht geholfen werden kann, das wissen wir; was under also, wenn auch das Volk ein bischen Anarchie und Nun, uns tann es ja nur recht sein, wenn sich das Zentrum denn die haben häufig noch nicht einmal die Mittel, Revolution haben will? Die Regierung scheint zu allem fähig in dieser Weise aus der übein Lage, in die es verdientermaßen ein Pferd zu unterhalten, geschweige denn, sich eine zu sein. Mit einer wahren Berserkerwuth hat sie Provokation gerathen ist", herauszureden versteht, wie wir auch sonst allen elettrische Anlage machen zu lassen. Eher auf Provokation folgen laffen, mit der bekannten Absicht, die Parteien, die erst nach dem Umsturzgesetz geschrien haben und könnte es sich hier noch um ein Mittel handeln, die Ueber- politischen Parteien gegen einander aufzuhetzen und zu einem nun mit dem Kazenjammer ringen, einen möglichst glänzenden, legenheit der Großbetriebe in der Landwirthschaft über die leidenschaftlichen, wilden Kampje au reizen. Und wahrhaftig! möglichst wenig blamablen Rückzug wünschen. sie wird sich bald rühmen können, ihr Ziel erreicht fleinen Bauernwirthschaften noch zu erhöhen. Und dann fährt das Blatt fort: Die Kritik der Umsturzvorlage*) ist eine eben erschienene Aber mehr dürfte die Großgrundbesitzer noch ein Bor- zu haben." Broschüre betitelt, die durch ihre geschickte Busammen schlag ansprechen, der im Landwirth", dem Blatt des Minister sind Schurken ohne Grundfäße, ohne Patriotismus, ohne Gesinnungsadel, die sich nur von ihrem albernen Egoismus stellung des Materials über die Umsturzvorlage den landwirthschaftlichen Zentralvereins für Schlesien, gemacht leiten lassen; sie haben die Verfaffung, die sie respektiren sollten, Kämpfern gegen dieselbe warm empfohlen werden kann. wird. Da die Handelsverträge für die nächsten zehn Jahre mit Füßen getreten; sie haben alle Freiheiten, eine nach der die Erhöhung der Getreidezölle unmöglich machen, so muß anderen, verletzt und bewiesen, wie heuchlerisch und unredlich das Programm war, mit welchem sie die Regierung übernommen man sich eben zu behelfen suchen. haben." Von W. Giefe. Mit einem Anbange Historisches zur Umfturzvorlage" von Jul. Schulz. Berlin 1895. Verlag von Hermann Walther. Diese( d. h. Die zehnjährige Vertragsperiode), laffen wir, schreibt da ein bescheidener Mann, ruhig und ungestört vorbeifließen, Der Artikel schließt mit folgender Kriegserklärung: " * Soziale Uebersicht. Männer der Ordnung, Männer, die bei politischen Um- Ebenfalls gefiegt baben in Sande in Schleswig- Holstein Rrohn in Ronstanz wurde, wie ber Offenburger Bolts wälzungen alles zu verlieren und nichts zu gewinnen haben, unsere Parteigenossen bei der Wahl zur dritten Klasse der freund" meldet, vom dortigen Bezirksamt megen Erregung haben angesichts der in Aussicht stehenden revolutionären Gemeinde- Vertretung. Sie erhielten 90-99 Stimmen, die Gegner öffentlichen ergernisses mit 5 Mark bestraft. Dieses Bewegung nicht gezögert, fich allen Gefahren auszusetzen, in nur 9-16. Es ist dies der erste Gemeinde- Wahlfieg, den die Vergehen soll darin bestehen, daß Krohn den Abonnenten der Hoffnung, daß eine neue Regierungsform wenigstens die in Sozialdemokratie in Sande erfocht. des Volksfreundes" die am Sonntag früh in Konstanz eins der letzten Zeit so schwer verletzte Würde des Vaterlandes retten treffenden Exemplare ins Haus bringt. Unserer Ansicht könnte. Das Oberhaupt des Staats scheint aber noch immer nichts zu Als Reichstags- Kandidat für den 9. schleswig- Holstein'schen nach hört hier, wie man zu sagen pflegt, die Weltgeschichte auf. sehen und sich um nichts zu kümmern! Es verharrt in seiner Blind- Wahlkreis( Oldenburg- Plön) wurde von einer in Gutin ab- Ueber solche Polizeiweisheit kann man billig nur staunen. heit und läßt es geschehen, daß seine Kamarilla die Freiheit und gehaltenen Parteikonferenz der Genosse Weinheber aus Hamdie Verfassung in gröblicher Weise mit Füßen tritt. Aber der burg aufgestellt. Ueber den Stand unserer Sache in diesem Becher läuft bald über, und der Augenblick ist nahe, wo das Kreise wurde auf der Konferenz ausgeführt: Die Aufnahme bei Volt sich selbst Gerechtigkeit verschaffen wird. Das wird un der Bevölkerung wäre die denkbar beste, nur bei den Wahlen zweifelhaft geschehen, es sei denn, daß Europa dazwischentritt zeige es sich, welchen ungeheuren Truck die Großgrundbefizer und Portugal enteignet, denn Narren, Feiglinge und Entartete auf die arbeitende Bevölkerung ausüben. Jeder Arbeiter, der find einer Autonomie nicht würdig." im Verdacht stehe, sozialdemokratisch gewählt zu haben, werde ohne weiteres entlassen. Die Arbeiter seien daher vielfach gezwungen, einem Kandidaten die Stimme zu geben, von dem sie wiffen, daß er für ihre Interessen niemals eintreten wird. Troßdem nehme aber die Zahl der sozialdemokratischen Stimmen von Jahr zu Jahr zu und der Zeitpunkt sei nicht mehr so fern, wo dem Grafen Holstein- Waterneversdorf ein Sozialdemokrat das Reichstagsmandat streitig machen werde. Eine Man bedenke, es ist ein aufrichtig monarchisches Blatt, das eine solche Sprache führt. Inzwischen fahren die portugiesischen Gesandten im Auslande fort, zu erklären, daß in Portugal alles ruhig sei, und daß von bevorstehenden Ruhestörungen nicht die Rede sein könne. Man weiß aber, welcher Werth solchen amtlichen Noten beizumessen ist. Hier in Lissabon gewinnt man ein ganz anderes Bild von der kritischen Lage, in welcher das Land sich befindet. Zahlreiche politische Persönlichkeiten von unbestreit barem Einflusse, hohe Beamte, Generale und Subalternoffiziere Maifeier. Den Schwedter Bigarrenarbeitern der Firma erklären unumwunden, daß sie der sich vorbereitenden revolutionären J. Neumann in Berlin ist auf ihr Gesuch, wie schon in Bewegung sympathisch gegenüberstehen. Die monarchisch- pro- den früheren Jahren, so auch diesmal der 1. Mai als Feiertag greſſiſtiſche Partei hat sich bereits mit der republikanischen Partei freigegeben worden.. Ebenso haben die Direktoren der Braue verbündet, um gegebenenfalls die Revolution zu proklamiren. Wenn reien Kiels den Arbeitern die geforderte Freizeit bewilligt fie triumphiren würden, würden sie sofort mittels des allgemeinen Weiter hat der Verband der Bierbrauereibefizer Stimmrechts die politischen Wahlen vornehmen; und die neuen von Stuttgart und Umgebung auf eine Eingabe des Kammern würden dann in ihrer ersten Sitzung beschließen, welche Brauereigehilfenvereins wegen Freigabe des 1. Mai beschlossen, Regierungsform in Portugal herrschen soll. Beide Parteien find den Arbeitern von Mittags 12 Uhr ab freizugeben. übereingekommen, den Willen der parlamentarischen Mehrheit Anzahl größerer Brauereien hat überdies ihren Arbeitern unbedingt zu respektiren. Die Regierung weiß von diesen Vor- am 1. Mai den ganzen Tag freigestellt. bereitungen und ergreift ihrerseits energische Gegenmaßregeln Das Agitationskomitee in Dortmund giebt zur Maifeier Alle Offiziere und Beamte, deren Treue nicht ganz zweifelsohne ist, ein Flugblatt in einer Auflage von 150 000 Exemplaren wurden zur Disposition gestellt. Außerdem werden in Lissabon, heraus. Oporto, Coimbra u. s. w. bedeutende Truppenmassen konzentrirt Eine für die Crispi'sche Gewaltwirthschaft besonders charakund die Verhängung eines allgemeinen Belagerungszustandes ist teristische Maßnahme hat der Präfekt von Rom getroffen. Er nur eine Frage von Tagen. Ferner steht die Veröffentlichung untersagte nicht nur, wie in ganz Italien angeordnet worden ist, eines Defrets bevor, welches die Preßfreiheit auf ein geringes alle Ansammlungen und Umzüge auf den Straßen, sondern ver Maß beschränken wird. Die Ankündigung, daß König Carlos zur bot auch alle Vorträge und öffentlichen Versammlungen. Hochzeit des Herzogs von Aosta fich ins Ausland begeben werde, wird hier allgemein so gedeutet, daß der König entfliehen und Aus der„ Geistes- Werkstatt der Bourgeoisie. In nicht mehr nach Portugal zurückkehren wolle. Eine hochangesehene Chemnih sind in den Fabriken tausende von Exemplaren Persönlichkeit sagte mir gestern: Sie können mir glauben, daß einer Broschüre an die Arbeiter vertheilt worden, die den Titel seit 1846 die politische Lage in Portugal noch niemals so furcht trägt: Was unsere Arbeiter von dem sozialdemokratischen bar ernst und so beunruhigend gewesen ist wie gegenwärtig."-Bukunftsstaat zu erwarten haben." In dieser Broschüre befindet General ich folgende Stelle: Duell zwischen russischen Staatsstützen. Annenkoff ließ dem Finanzminister wegen angeblich ehrenrühriger Aeßerungen eine Forderung zugehen. Der Minister hat die For. derung angenommen. Er setzte den Zaren davon in Kenntniß. General Annenkoff ist ein wegen seiner forrupten Verwaltung bekannter russischer Staatsmann. Er meint wohl seine Ehre reinzuwaschen, wenn er den Finanzminister niederknallt. Auch in Rußland gilt der Ruf: Auf für Religion, Ordnung und Sitte. Nieder mit dem Umsturz! % " B.: Jch muß jetzt gehen, sonst schimpft Mutter". A.: Na, das tann sie doch in unserem Zukunftsstaat nicht mehr. " " B.: Ja, da hast Du recht. Mutter" darf im Zukunftsstaat nicht mehr schimpfen, weil es da feine Mutter" mehr giebt, Du hättest aber besser gethan, dieses zu verschweigen, da die meisten Menschen sich die Mutter" nicht nehmen lassen werden, und es wie ich machen und sagen: Im Osten und im Westen, bei Muttern" ist's immer am besten". Und nun gute Nacht." fönne. " Ein neuer Mitkämpfer. In Corfu( Griechen Ian d) erscheint jetzt auch ein sozialdemokratisches Halb. Es gehört ein hoher Grad von Dummbeit dazu, um zu monatsblatt unter dem Titel glauben, daß durch Schriften solchen Schlages der Wirksamkeit demokratia"(„ Die sozialistische Demokratie"). Der unserer Partei auch nur im geringsten Abbruch gethan werden Redakteur des Blattes ist D. A. Zoulas. Wir wünschen dem neuen Vorfämpfer beste Erfolge in seinem schweren Todtenliste der Partei. In Köln starben infolge eines Kampfe für die Emanzipation des hellenischen Proletariats.- Unfalls die beiden Genossen Maurer Heinrich Ay und Die Revolution in Ecuador( südamerikanische Anton Neid, beide im Alter von 32 Jahren. In dem erst Republik) dauert fort; die Kämpfe haben noch zu feiner Ent genannten verliert die Partei einen besonders thätigen Anhänger. In Dortmund ist der Stuckateur Wendelin Lawo, Die Tichitral Expedition der Engländer kann als beerst 23 Jahre alt, aus dem Leben geschieden. In Nürnberg starb der Gastwirth Frizz Rüger und endigt angesehen werden. Die hart bedrängte englische Besatzung und in Mögeldorf bei Nürnberg der Pflasterer Georg ist zwar nicht durch ein englisches Streiftorps, wie man anfangs Schmidt. Beide waren eifrige Mitglieder des Nürnberger glaubte, entsegt worden, sondern durch einheimische Gebirgs: Wahlvereins. stämme, aber das macht die Sache nur noch günstiger für die Engländer. scheidung geführt. Der Aufstand auf Cuba dehnt sich immer mehr aus. Das müssen die Spanier selbst jetzt zugeben. Polizeiliches, Gerichtliches zc. Ein städtischer Arbeitsnachweis soll auch in Bonn er richtet werden. Die Verhandlungen darüber sollen jedoch, wie in der Stadtverordneten- Versammlung beschlossen wurde, geheim geführt werden, was der Schaffung eines wirklich guten Arbeitsnachweises nicht gerade förderlich ist. Ein städtischer Arbeitsnachweis wird, wie das„ Volksblatt für Gotha" berichtet, in Weimar errichtet werden. Der Gemeinderath hat das Statut auf der Grundlage des von der Gewerkschaftskommission gelieferten Materials bereits genehmigt. Der Arbeitsnachweis soll in Zeiten des Streifs für die betreffenden Arbeitszweige ausgesetzt werden, um selbst den Schein der Parteilichkeit zu vermeiden. Die Stadtverwaltung Kölns hat den im Bureau- und Rassendienste beschäftigten Beamten die Kenntniß der Stenographie zur Pflicht gemacht. Supernumerare müssen nach Ablauf von zwei Jahren in der praktischen Anwendung der Stenographie eine solche Fertigkeit erlangt haben, daß sie in der Lage find, nicht zu schnell gesprochene Reden nachzuschreiben. Die Bureauvorsteher haben sich von Zeit zu Zeit durch Vorlage der Uebungshefte von den Fortschritten der Supernumerare in der Stenographie zu überzeugen. Der Verband der Arbeiter- Stenographenvereine Deutschlands( System Neu Stolze) hält am 2. Pfingsttag seinen 3. Verbandstag in Hannover bei Fr. Grending, Langestr. 2, ab. Die Zusammenkunft ist mit einer Ausstellung stenographischer Bücher und Handschriften vers bunden. Anträge und Anfragen sind zu richten an den Verbandsvorsitzenden, P. Bendschneider in Hamburg V, Brennerhof. Die Arbeiter Turnvereine halten an den beiden Pfingst feiertagen in Magdeburg ihren Bundes: Turntag ab. Die Tagesordnung enthält unter anderen folgende Punkte: Bericht des Bundesvorstandes; Berichterstatter Fromm- Leipzig und Bach Gera. Die Arbeiter- Turnzeitung und ihre Entfaltung; Referenten: Fromm- Leipzig und Pohle. Wien. Bericht der Kontrolleure; Berichterstatter: Mary- Dresden und Rodec. Gera. Die finanzielle Unterstützung bei Unfällen; Referent: Lungwig Dresden. Die Stellung des Bundes zum Preisturnen. Referent: Ried Rathenow. $ = Depeschen. ( Privat- Telegramme des Vorwärts".) Apolda, 25. April, 10 Uhr 15 Minuten abends. Bei der heutigen Ersatzwahl zum Reichstage erhielten bis jetzt: Baudert ( Soz.) 5150, Baumbach( frs. Bp.) 3795, Rulemann( natl.) 1954, Reichmuth( Bd. d. Edw., Reform- P. u. t.) 1718 Stimmen. Landbezirke fehlen noch. and Dresden, 25. April, 10 Uhr 40 Min. abends. Bei der Ersatzwahl zum Reichstage in Dresden- Land erhielten bis jetzt: Andrä 4824, Hartwig( Antisemit) 6004, Horn( So.) 13 569 Stimmen. Es fehlen noch 66 Orte.- Nach neuester Meldung Horn mit 108 Stimmen Mehrheit gewählt. Wolff's Telegraphen- Bureau. Dresden, 25. April. Bei der heutigen Reichstags- Ersatzwahl im sechsien sächsischen Wahlkreise( Dresden- Land) erhielten Horn( Soz.) 16 575, Andrä( t.) 7774 und Hartwig( Antifemit) 8693 Stimmen. Horn ist somit gewählt. = -In Altona ist, wie ein bürgerliches Blatt berichtet, gegen 140 Frauen und Mädchen Anklage erhoben worden, weil Weiden, 25. April. Fuchsmühler- Prozeß. Heute wurde sie in dem von ihnen gebildeten Verein politische Angelegenheiten das Zeugenverhör fortgesetzt. Lieutenant Mayr wiederholte Zum chinesisch japanischen Friedensvertrage. Die betrieben haben sollen. feine früher Rölnische Zeitung" ist in der Lage, den genauen Inhalt des in München gemachte Aussage. Mehrere chinesisch japanischen Friedensvertrags zuverlässig mittheilen zu 9. Kompagnie des 96. Regiments wurde, wie das Saalfelder Militär bemerkt haben. Wegen Beleidigung des Hauptmanns Gentner von der Sergeanten bekunden, daß sie keinen Widerstand gegen das Der Soldat Gallitzdörffer fand fönnen. Er umfaßt danach folgende Punkte: 1. China erkennt. die Unabhängigkeit Rorea's an. 2. Von der Halbinsel Liautong Rudolstädter Schöffengericht zu 100 M. Geldstrafe oder 10 Tagen denselben Boltsblatt" mittheilt, der Redakteur A. Hofmann vom fich durch einen Bauern mit der Art bedroht und hat niedergestochen. Vertheidiger Dr. wird das Gebiet abgetreten, welches südlich einer vom Yalufluffe Haft verurtheilt. Der Amtsanwalt hatte nicht weniger als acht beantragte Protokollirung dieser Aussage, was indessen abgelehnt Bernstein nach Haitscheng und von dort nach Deng- Kou gezogenen Linie liegt. Monate Gefängniß oder 500 M. Geldstrafe beantragt. Die Be- wurde. Soldat Player sagt aus, er habe den Bauern Stock 3. Abgetreten an Japan werden ferner die Fischerinseln und Formosa. leidigung wurde in einem Artikel gefunden, worin die an fich wahre niedergestochen, weil dieser sich ihm entgegenstellte und die Faust 4. Die Kriegskosten Entschädigung wird auf 200 Millionen Taëls feft: Thatsache besprochen war, daß der Hauptmann Gentner den Bataillons ballte. Letzteres weiß Beuge nicht genau, er war sehr aufgeregt gesetzt, welche spätestens in sieben Jahren bezahlt werden muß; tambour überritten hatte. Ueber das Vorkommniß waren bei der und hat nur eine leichte Verwundung beabsichtigt. Mehrere erfolgt die Zahlung in drei Jahren, so unterbleibt eine Zin Redaktion nicht weniger als 5 verschiedene Korrespondenzen andere als Zeugen vernommene Soldaten haben von ihrem berechnung, erfolgt sie später, so find 5 pet. Zinsen zu vergüten. eingegangen. In der Verhandlung vor dem Schöffengericht stellte Bajonett Gebrauch gemacht. Um 1 Uhr trat eine Pause ein. 5. Weihaiwei bleibt bis zur Bezahlung der Kriegsschuld in der Bataillonstambour den Vorgang in mildem Lichte dar, so daß japanischem Besitz; die Kosten der Oftupation trägt China. Das Gericht zur Verurtheilung des Redakteurs gelangte. Gin als 6. Bugeftanden wird die Eröffnung von Tschung King, Beuge hinzugezogener Schutzmann erklärte unter Gid, daß er Echischi und Sutschau und das Recht, Rohmaterialien mit fremden Maschinen in den geöffneten Häfen zu verarbeiten. noch heute die Ansicht habe, der Hauptmann hätte den Bataillons7. Ferner wird der Abschluß eines Handels- und Freund. tambour überreiten wollen. Gegen das Urtheil ist Berufung an schaftsvertrages bedungen nach Austausch der Ratifitationer gemeldet. diefes Friedensvertrages. Der Austausch wird auf den 8. Mai festgesetzt. = fäßlich des Ausstandes der Omnibusbediensteten einberufen wurde, Paris, 25. April. Der Munizipalrath, welcher heute anbeschloß Schritte zu thun, um die Freilassung der verhafteten oder verurtheilten Ausständigen und deren Aufnahme in den früheren Dienst zu erreichen. London, 25. April. Wie der„ Times" aus Niutschuang vom 23. d. M. gemeldet wird, berricht wegen der Mißernte des letzten Jahres im Süden der Mandschurei Hungersnoth. Die Difupation durch die feindlichen Armeen führte Stockungen der Lands und Waffertransporte und eine völlige Lähmung des Handels von Niutschuang herbei. Allerlei Sächsische 3. In einer Volksversamm lung in Unterweißig bei Dresden, wo Genosse Gold stein sprach, ließ der überwachende Beamte keine Debatte zu, Der Kölnischen Zeitung" wird versichert, daß diese Inhalte weil eine solche auf der Tagesordnung nicht angegeben war. angabe vollständig ift. Taraus würde also hervorgehen, daß Der Vorsigende weigerte sich, auf diese Beschränkung einzugehen, die Meldungen englischer Blätter von der Abtretung wichtiger worauf der Polizeibeamte die Versammlung auflöſte. Eine Ver- London, 25. April. Unterhaus. Der Parlaments- UnterGebiete im Innern China's unbegründet waren und daß die Gebiete im Innern China's unbegründet waren und daß die fammlung im 5. Wahlkreis, wo Abgeordneter Stolle aus fekretär des Auswärtigen Grey erklärte, es bestehe kein Uebereinvon ihnen gehegten Erwartungen von der Eröffnung eines großen Gebietes mit Millionen von Einwohnern sich als nicht den That- Gesau sprach, verfiel demselben Echicksal, weil ein Redner fommen mit Japan, durch welches letzteres gezwungen wäre, Gebietes mit Millionen von Einwohnern sich als nicht den That von der Tagesordnung abgewichen sein sollte und daraus das Bereinigte Königreich an irgend welchen Handelsprivilegien, fachen entsprechend erweisen. ein Wortwechsel zwischen dem Vorsitzenden und Die Kölnische Zeitung" meldet aus Tientsin, der Vizekönig ueberwachenden entstand. dem die es in China besitzen oder erwerben könnte, theilDie sächsische Rechtsprechung nehmen zu lassen, aber durch die Artikel 24 und 54 des Lihungtschang habe fürzlich den Vertretern der Großmächte gegen ist um eine neue feltsame Entscheidung bereichert. Das Dres Vertrages mit China vom 26. Juni 1858 habe China England über sein Befremden darüber ausgedrückt, daß ein großer Theil dener Schöffengericht hat das Vertheilen von Flug die Rechte einer meistbegünstigten Nation eingeräumt. Grey der europäischen Preffe auffälligerweise für Japan Partei nebme; blättern zum Hausfriedensbruch gestempelt und des erklärte ferner, der zum Kommiffar für die Untersuchung es werde nicht lange dauern, dann mache Japan den Euro äern halb den Genossen Künzel in Rabenau zu 30 M. Geldstrafe oder über den letzten Ausbruch von Unruhen in Braß auf ihren bisherigen Absatzmärkten Konkurrenz, während Chime 6 Tagen Gefängniß verurtheilt. Die Bertheilung war auf dem nannte Kirk gehe am 11. Mai nach Braß ab. bei seiner Riefengröße für den europäischen Handel auf Jahr Gute des Frhru. v Kappherr in Lockwitz erfolgt. Das Gericht wäre durch seine Instruktion auch angewiesen, für die hunderte hinaus Absatz habe. Die Kölnische Zeitung" erfährt, diese Ansicht werde in China und Japan von allen europäischen begründete die Verurtheilung damit, der Angeklagte habe den Abhilfe der Beschwerden und Aufrechterhaltung der Ordnung in Umständen nach annehmen müssen, daß er wider den erklärten beiden Protektoraten zu sorgen. Die Frage der oftafrikanischen Kaufleuten ausnahmlos getheilt. Willen des Besizers in deffen Befinthum eingedrungen und sozial Eisenbahn unterliege der Erwägung der Regierung; eine Erdemokratische Zeitschriften vertheilt habe. Er habe gewußt, daß tlärung über diesen Gegenstand fei aber zur Beit nicht möglich. die betreffende Zeitung notorisch sozialdemokratischen Inhalts Ein Boot für den Victoria Nyanza sei bei einer englischen Firma war und er hätte sich bei einiger Ueberlegung fagen müssen, daß angekauft worden. ein Frhr. v. Rappherr die Verbreitung einer solchen Schrift unter seinem Gesinde nicht dulden würde. Parteinachrichten. Agrarkommission. Die nordostdeutsche Abthet Iung der Agrarkommission, bestehend aus Bebel, Liebknecht, Molkenbuhr, Schippel und Schoenlant, hat sich am 25. April in Berlin fonstituirt. Bebel wurde zum Vorsitzenden, Schippel zum Echriftführer gewählt. Die nächste Sigung wird am 19. Mai abgehalten. Es wurde beschlossen, ich diesen Kranz nieder!" Bei dem Worte:" Sozialdemokraten" eine Anzahl Auskunftspersonen aus den verschiedenen Provinzen Oftelbiens zu kooptiren. = Bei der Bürgervorsteher Wahl in Geestemünde siegten in der dritten Klasse die sozialdemokratischen Kandidaten Aßmann, Dechine, Fischer, Lührs und Schröder mit 391 bis 401 Stimmen über die Gegner, von denen jeder nur rund 120 Stimmen erhielt. Die Geestemünder Parteigenoffen sahen also ihre eifrige Thätigkeit durch einen glänzenden Sieg belohnt. - In Netsch kau in Eachsen hatte der Parteigenosse F. Rohleder aus Elsterberg bei der Beerdigung des Webers Drechsler am Grabe einen Kranz niedergelegt und dabei laut gerufen: Im Namen der Elsterberger Sozialdemokraten lege unterbrach ihn der Geistliche mit dem Burufe: Schweigen Sie!" Rohleder führte aber den Eatz zu Ende. Als der Geistliche hierauf gegen ibn einschritt, ergriffen die anwesenden Parteigenossen durch Murren Partei gegen den Vertreter der Religion der Liebe. Die Sache hatte noch ein Nachspiel. Rohleder erhielt eine Bitation vor das Schöffengericht in Reichenbach und dieses verurtheilte ihn wegen groben Unfugs" zu 2 Wochen Haft. Die Berufung dagegen wurde vom Landgericht verworfen. er Kirt Paris, 25. April. In einer heute Abend stattgehaten Vers sammlung der ausständigen Omnibusbediensteten wurde bes schlossen, die Arbeit morgen wieder aufzunehmen. ( Deveschen- Bureau Herold.) Paris, 25. April. Auf dem Eisenbahnarbeiter= Rongreß wurde beantragt, die Genossenschaftsgelder zum Ankauf von Eisenbahnaktien zu verwenden, damit die Arbeiter bei den Generalversammlungen als Aktionäre das Recht, in die Debatte einzugreifen, besitzen. Paris, 25. April. Die ausständischen Ommibusangestellten baben heute eine Versammlung abgehalten und in derselben den Beschluß gefaßt, die Arbeit wieder aufzunehmen, wenn die Gesellschaft alle Streikenden, felbst die an Exzessen betheiligt ces wefenen, wieder einstellt. Eine Delegation der Streifenden wolte heute beim Polizeipräfekten um eine Audienz nachsuchen, wurde aber nicht vorgelassen. Aus dem badischen Musterländle liegt wieder ein eigenthümlicher Polizei- Entscheid vor. Unser Genoffe August Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. * Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 97. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 76. Gigung vom 25. April 1895, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: Graf Posadowsky. Das Haus genehmigt zunächst entsprechend dem schleunigen Antrage der Sozialdemokraten die Einstellung des gegen den Abg. Schmidt- Sachsen schwebenden Strafverfahrens und seht dann Position Baumwollensamen Del. = Freitag, den 26. April 1895. 12. Jahrg. mit dem Fürst Bismarck das Verbot gegen die Einfuhr des Abg. Bachem( 3.) beantragt, hinter den Worten überamerikanischen Specks herbeigeführt hat. Sobald Fürst Bismarck feeische Gerbstoffe" einzuschalten:" Soweit sie zur Gerberei von fort war, hatte die Regierung fein Bedenken, dieses Verbot zu Leder Verwendung finden mit Ausnahme derjenigen, welche für beseitigen( Ruf rechts: leider!) und seitdem flagt in Deutsch- die Färberei erheblich in betracht kommen." land kein Mensch über ungesundes amerikanisches Fleisch. Es Abg. Köpp( frs. Vg.) spricht sich im Interesse der deutschen ist das nationale Schwein in Deutschland, welches haupt- Gerberei gegen den Zoll auf Quebrachoholz aus. sächlich mit Trichinen behaftet ist( Lachen rechts), und Abg. Brockmann( 3.) tritt im Interesse der kleinen Eichen die Amerikaner wären schlechte Geschäftsleute, wenn schälwaldbefizer für den Quebrachozoll ein. die zweite Berathung der Novelle zum Bolltarifgefeß fort bei der sie in ihren leicht kontrollirbaren Großbetrieben um eines ge- Borsicht gebraucht werden muß. Redner empfiehlt die Annahme Abg. v. Salisch( f.) erkennt an, daß bei dieser Sache die größte ringen Vortheils willen schlechte Stoffe verarbeiteten und so Abg. Herbert( Soz. auf der Journalistentribüne schwer ver- ihren Ruf aufs Spiel setzten. So etwas kann man höchstens der Resolution mit dem Antrage Bachem. ständlich) erklärt sich gegen jede Zollerhöhung auf Baumwollen- von kleinen Krämern voraussetzen. Graf Kanit meinte gestern, Abg. Möller( natl.) erklärt sich gegen die Einführung des famen- Del. Sie würde die Speisefette so vertheuern, daß sie den wenn wir auch durch die Handelsverträge gebunden sind und Quebrachozolles, weil nicht im entfernteſten die Möglichkeit vorKonsum derselben der ärmeren Bevölkerung unmöglich machen den Boll auf die Fette nicht erhöhen können, so haben wir doch handen sei, die Gerbstoffe, welche jetzt in steigenden Mengen aus würde. Der Rückgang im Konsum würde aber auch ein Mittel, die Handelsverträge zu umgehen; Rußland und dem Auslande bezogen werden, dadurch im Inlande herzustellen, einen Rückgang der Produktion und damit eine Ent Desterreich haben gar kein Interesse an diesem Fettzoll, fie daß man den Eichenschälwald begünstigt. Redner erklärt sich laffung vieler in der Speisefettindustrie beschäftigten Arbeiter fönnen darauf verzichten, und dann haben wir Amerita gegen gegen den Antrag Bachem, welcher die in der Färberei vers zur Folge haben. Es sei aber Aufgabe einer gesunden Sozial- über freie Hand. Das ist eine Politit, die vielleicht formell nicht wendeten Gerbstoffe zollfrei lassen will; das sei gefährlich gegen politit, nicht Arbeitslosigkeit, sondern Arbeitsgelegenheit zu mit den Handelsverträgen im Widerspruch steht, aber that- über den stetig neu auftauchenden ausländischen Gerbstoffen. schaffen. Die ganze Maßregel sei lediglich vorgeschlagen im fächlich die ganze deutsche Vertragspolitik in Verruf bringen würde. Die Petitionen mit ihren hohen Zollfäßen, die vorgeschlagen Intereffe der tapitalkräftigen, in Deutschland bestehenden Del- Ein Bollfrieg mit Amerika würde unsere ganzen Erwerbsverhält werden, zeigen den Unverstand, mit welchem die Agitation bes indufirie auf Kosten der Arbeiter. nisse auf das schwerste schädigen. Es ist ganz merkwürdig, wie gonnen worden ist, denn die 3ollfäße steigen über 100 pct. des Abg. Hammacher( natl.) bestreitet, daß die Zolltarif- wenig Verständniß bei den Agrariern für ihre eigenen Interessen Werthes, also zu einer Höhe, die selbst in russischen Zolltarifen Novelle im Interesse der Delindustrie liege und der vorhanden ist.( Lachen rechts.) Die Herren kennen vielleicht das sehr selten vorkommt. Deutschland kann in der Gerberei nicht ärmeren Klasse zum Nachtheil gereiche. Es kommt das kürzlich erschienene Buch des Prof. Soyleth. Es ist mir kein zurückbleiben hinter den Fortschritten in anderen Ländern. finanzielle Interesse des Reiches wesentlich in betracht. Buch zu Gesicht gefommen, welches ein solches Verständniß der Früher wurden gewisse Ledersorten eingeführt; seitdem Das Baumwollensamen- Del tommt aus Amerika; man hat davon thatsächlichen Verhältnisse bekundet und so schonungslos und Quebrachoholz importirt wird, hat die Einfuhr dieser gesprochen, daß Amerika Repreffalien ergreifen würde. Aber wir unbarmherzig die grobe Unkenntniß und die freie Phantasie des Ledersorten abgenommen; abgenommen; diese Ledersorten werden jetzt behandeln das aus Amerika kommende Baumwollensamen- Del deutschen Landwirthschaftsraths, sowie der agrarischen Versamm in Deutschland selbst hergestellt. Die Aenderung des nur ebenso wie die Dele, welche aus anderen Welttheilen kommen. lungen offen legt. Es wird der ziffernmäßige Nachweis geführt, autonomen Zolltarifs Deutschlands würde die Folge haben, Die Speisefette, welche jetzt dem Volke verkauft werden, sind nach daß, wenn man überhaupt Ursache hat über die Butter daß der Boll nur den Staaten gegenüber zur An den Ermittelungen unseres Kollegen Siegle noch viel zu theuer preise zu klagen, diese Ursache daher rührt, daß sich wendung kommt, tommt, welche teine Meistbegünstigung haben. für unser braves Volt.( Sehr richtig! rechts.) Es ist zu wünschen, seit dem Jahre 1872 die Butterproduktion in Deutsch Es ist der Regierung auch gerathen worden, mit Daß etwas besseres an die Stelle tritt. Nach einer Broschüre land so außerordentlich vermehrt hat infolge der großen den Vertragsstaaten zu verhandeln, um den Zoll einführen eines Sachverständigen wird Baumwollensamen- Del in Japan Molkereien und des verbesserten Verfahrens bei der Gewinnung zu können. Darüber würden sich die Interessenten in den anderen zur Abtreibung der Leibes frucht verwendet und es soll bei Kühen der Butter aus Milch. Infolgedessen ist zwar der Durchschnitts Staaten nur freudig die Hände reiben, denn die dortigen zum Verwerfen führen.( Gelächter links; Zustimmung rechts.) werth des in Deutschland zum Konsum gelangenden Pfundes Gerbereien würden dadurch einen Vorsprung vor Deutschland Ein so ungünstiges Nahrungsmittel sollte nicht begünstigt werden. Butter heute höher als 1872, aber es ist ein Preisrückgang ein- gewinnen. Redner empfiehlt die Annahme der Regierungsvorlage. getreten bei der feineren Butter.( Abg. Gamp: bei der anderen Abg. Hirschel( Reform- P.) wendet sich gegen die Auss Abg. Wenders( 3.) spricht sich dagegen aus, daß denatu- auch!) Wenn Margarine ein solcher Konkurrent der Butter führungen der Redner in der ersten Lesung und bestreitet, daß rirtes Baumwollenfamen- Del zu 3,50 Mt. verzollt werden soll. wäre, so würde der Preisunterschied ein größerer geworden sein. Die Schälwaldbefizer nur darunter leiden, daß sie das Schälen Dadurch wird die technische Verwendung dieses Dels erleichtert Die Landwirthe verkaufen vielfach ihre Butter und kaufen für der Eichenrinde nicht selbst übernehmen; in seiner Heimath schälen zum Schaden deutscher Fabritate. Redner empfiehlt die An- ihren Gebrauch Margarine, um einen besseren Verdienst zu er- die Schälwaldbefizer selbst. Was sollen die Schälwaldbesitzer nahme des Zolls von 4 Mark für denaturirtes Baumwollen zielen. Die große Molkerei in Gandersheim stellt neben der machen? Eine Regierung kann vielleicht den Niederwald in famen- Del. Butter auch Margarine her. Alle Maßnahmen, Alle Maßnahmen, welche einen Hochwald verwandeln, aber da dazu mindestens 60 Jahre Geheimrath Henle bittet, bei der Vorlage in bezug auf das vorgeschlagen sind, sind nur geeignet, die Margarine erforderlich sind, können die kleinen Besitzer sich nicht darauf ein denaturirte Baumwollensamen- Del stehen zu bleiben. zu stigmatisiren und aus dem Konsum zu verdrängen. lassen. Die Gegenden, in denen der Schälwald verbreitet ist, Abg. Barth( frs. Vg.): Herr Hammacher hat etwas zu viel Werfälschungen entgegenzutreten, dazu genügte es, nur gehören zu den ärmsten Gegenden Deutschlands. bewiesen; denn wenn er recht hätte, dann müßte man das Baum die Zahl der Untersuchungsstationen zu vermehren und die Abg. Buddeberg( frs. Vp.) warnt vor der Einführung wollenfamen- Del nicht nur höher verzollen, sondern gänzlich ver- Verfälschungen zur Strafe zu ziehen. Die Vorlage ist nur ein eines Quebrachozolles, der eine der größten deutscheit bieten.( Sehr richtig! links.) Es handelt sich hier um eine ferneres Glied der Kette der Vertheuerung der nothwendigen Exportindustrien schwer schädigen würde, ohne den SchälVertheuerung des Bauwollensamen- Dels um etwa 2 Pfennige Lebensmittel. Die Regierung schreckt vor dem großen Mittel waldbefizer erheblich zu nügen. Die ärmeren Volks: für das Pfund. Das ist für die ärmsten Voltsklassen des Antrages Ranig zurück, aber sie denkt, kleine Geschenke er flassen, bei welchen die Ausgaben für Schuhwerk sehr sehr erheblich und muß schließlich erbitternd wirken. Der halten die Freundschaft, und das ist die einzige Erklärung für ins Gewicht fallen, feien auch gar nicht so unvorsichtig beim Schabfetretär hat zum Trost auf die Steigerung des Petroleum eine solche Zollvorlage. Ankauf derselben, wie es immer dargestellt werde. Ein Schuß preises hingewiesen, die viel erheblicher ist. Ich theile die Abg. v. Kardorff( Rp.): Herr Richter, Herr Barth und die für die großen Waldbesizer, für den Forstfistus sei wohl nicht Abneigung des Herrn Staatssekretärs gegenüber den Trusts, Sozialdemokraten find immer bereit, den Agrariern etwas anzu- nothwendig. Die kleinen Schälwaldbefizer haben aber zum theil welche fünstliche Preissteigerung hervorrufen. Aber dieselbe Abhängen; aber die verbündeten Regierungen werden sich dadurch wohl eine sehr schlechte Wirthschaft und nügen ihren Besitz überneigung sollte nur auch herrschen gegenüber den Maßregeln, wie nicht beeinflussen lassen. Der Vorredner hat mit einem gewissen mäßig aus. der Antrag Kanig, die eine künstliche Preissteigerung für Getreide Hohne davon gesprochen, daß die Agrarier den Versuch machen, Abg. v. Kardorff( Rp.) ergreift das Wort in Vertretung herbeiführen wollen. Man hätte eher so argumentiren sollen, daß das Baumwollensamen Del als gesundheitsgefährlich au verunsere Gesetzgebung sich um so mehr hüten müsse, zur Bertheue- dächtigen. Weshalb haben denn die Amerikaner durch eine rung von Lebensmitteln beizutragen, als die Trusts an der Arbeit hohe Fabrikationssteuer es unmöglich gemacht, daß dort solche find, andere Bedarfsartikel zu vertheuern. Wir werden gegen Fabriten entstehen? Glauben Sie nicht, daß die Amerikaner jede Bollerhöhung stimmen, aber wenn raffinirtes Baumwollen- die Gefährlichkeit des Cottonöls gekannt haben? Die Verfamen- Del einem Zoll unterworfen wird, werden wir für einen fütterung des Baumwollensamen hat für das Rindvieh überall niedrigeren Zoll für rohes Del stimmen. eine gefährliche Folge gehabt.( Sehr richtig! rechts.) Es wird Abg. Bachem( 3.) spricht sich für die Regierungsvorlage eine ernste Untersuchung angestellt werden müssen, ob das Baumaus, weil der Zoll größtentheils vom Auslande getragen wollensamen Del überhaupt zuzulassen ist, aus hygienischen werden wird; soweit das nicht der Fall sei, werde Ursachen, zur Speisefettbereitung. Es ist merkwürdig, wie die Margarinefabrikation ihn tragen müssen, ohne daß die Zeiten sich ändern. Als die Rosaten nach Deutschland dadurch eine Bertheuerung ihres Produktes herbeigeführt tamen, da wurde als das entsetzlichste erzählt, daß sie Talglichte werde. Wünschenswerth wäre es, daß bald ein Margarinegeset äßen. Davon sind Sie( links) jetzt zurückgekommen, denn jetzt ist vorgelegt wird; denn die Preise der Speisefette sind im Ver- das Talgessen Ihr Ideal( Heiterkeit); denn Margarine ist nichts hältniß zu ihrem Werth immer noch sehr hoch. = seiner erkrankten Freundes von Stumm und empfiehlt die Annahme des Antrages der Kommission. Darauf wird gegen 51/2 Uhr die weitere Berathung auf Freitag 1 Uhr vertagt. Auf der Tagesordnung steht ferner die erste Berathung der Novelle zum Branntweinsteuers Gesetz. Parlamentarisuhtes. Schleuniger Antrag der sozialdemokratischen Fraktion. Der Reichstag wolle beschließen, den Herrn Reichskanzler zu erfuchen zu veranlassen, daß das gegen den Abg. Schmidt( Sachsen) beim königlichen Amtsgericht Magdeburg wegen Vergehens gegen weiter als Zalg. Die Herren, welche dem armen Volte ein den§ 360 des Strafgesetzbuchs schwebende Strafverfahren für Abg. Richter( frs. Bp.): Mir ist selten eine so wundersame billiges Fett verschaffen wollen, befördern nur, daß dem Volke die Dauer der gegenwärtigen Session des Reichstages eingestellt Blüthe der Zollgefeßgebung vorgekommen, wie diese Vorlage; fie Nahrungsmittel geboten werden, die nicht preiswürdig sind. Die werde. bedroht eine Industrie, die erst durch die Einführung der Zölle Gefahr eines Bollkrieges mit Amerika ist doch wohl nicht ernsthaft auf amerikanisches Fett und Schmalz hervorgerufen worden ist. behauptet worden; die Amerikaner verhindern es, daß Speisefette Die Umfturzkommission beendete gestern die Vorlesung des Weil man die amerikanischen Produkte vertheuerte, so stellte aus Baumwollensamen- Del bei ihnen hergestellt werden, da werden Berichtes, welcher in seiner letzten Hälfte ohne irgend nennens man in Deutschland Konkurrenzartikel her, zum theil aus ein- fie nicht daran denken, uns deswegen mit dem Zollfrieg zu überziehen. werthe Aenderungen angenommen wurde. Von dem Abgeordneten heimischen, zum theil aus amerikanischen Rohstoffen und Erfreulich war das Zugeständniß des Herrn Richter, daß er uns Frohme wurde monirt, daß in dem Bericht die Gründe fehlen. aus dem amerikanischen Rohstoff des Baumwollensamen- Dels. unterstützen will bei der Feststellung von Berfälschungen der welche von den Zentrumsabgeordneten für das Preisgeben ihrer Warum nun diese Zollerhöhung? Weil eine andere Industrie, Butter u. s. w. Vielleicht bietet sich dazu recht bald Gelegenheit. Duellanträge angeführt wurden. * die auch unter der Schutzzollpolitit sich herausgebildet hat, einen Abg. Graf Kanit( t.): Durch den Zoll auf Baumwollen. Die nationalliberalen Kommissionsmitglieder fehlten auch Konkurrenten gerne beseitigen möchte, diejenige Industrie, welche famen- Del werden höchstens die Arbeiter der Speisefett- Industrie heute, mit Ausnahme des Dr. Böttcher, welcher als letter das Erdnuß- und das Sesamöl aus ausländischen Stoffen her- geschädigt, welche dieses Del verwenden, aber nicht die Arbeiter, Marodeur des einst so stolzen nationalliberalen Umsturzfähnleins stellt. Um dies zu beschönigen, wird der schöne Satz erfunden, welche in der übrigen Speisefett- Industrie beschäftigt sind. Wer am Plage war. daß alle Dele denselben Zoll verdienen, als ob zwischen Del und ist der arme Mann, dessen Nahrungsmittel vertheuert werden? thun ** Del nicht der allergrößte Unterschied wäre. Will man durchaus Die Armen sind die ländliche Bevölkerung, die kleinen Die Wahlprüfungskommission beschloß in ihrer gestrigen eine Disparität beseitigen, so sollte man diesen reinen Finanzzoll Bauern. Wenn der Kleine Landwirth am Getreide kein Sigung die Wahlen der Abgeordneten Graf von Limburg- Stirum auf die ausländischen Rohstoffe beseitigen. Ich habe den Ein- Intereffe hat, wovon foll er leben und Zinsen und( 8. Breslau) und Dr. Hammacher( 6. Düsseldorf) gegen welche druck, daß die ursprüngliche Regierungsvorlage aus rein formellen Steuern bezahlen? Bu seinen Einnahmequellen gehört in erster Protefte vorlagen, für giltig zu erklären. Ueber eine Reibe Rücksichten ausgearbeitet worden ist auf die Beschwerde der Linie die Naturbutter. Wenn die unbeschränkte Konkurrenz der von Protestbehauptungen wurden Erhebungen beschlossen, deren Mannheimer Erdnußöl- Fabriken hin. Jest fommt nun aber die Margarine die Preise herabdrückt, so wird die Landwirthschaft Ergebniß später dem Reichstage mitgetheilt werden soll. agrarische Agitation und sagt: hier ist eine Gelegenheit, einen Kon- geschädigt, die kleinen Landwirthe, welche noch ärmer find als furrenten der Butter, die Margarine zu vertheuern. Je länger diese die Industrie- Arbeiter. Herr Barth hat den Petroleumtruft ver- Die XIV. Kommission zur Berathung des Antrages Debatte dauert, um so schärfer tritt hervor, was die Herren glichen mit gewissen Bestrebungen der Landwirthe. Beim Trust Ranitz war gestern( Donnerstag) zu ihrer ersten Sizung zusammens eigentlich im Schilde führen. Es ist nur ein Vorspiel für handelt es sich um eine geringe Bahl von Spekulanten, getreten. Bei Beginn der Sizung war nicht ein einziger Verden Kampf, der nachher gegenüber der Marga welche ungemessene Gewinne erzielen, bei uns handelt treter der Regierung zugegen. Der Vorsitzende Abg. Paasche rine geführt werden soll. Man stellt es so dar, als ob es sich um die Existenz von Millionen von Landwirthen. erklärte, daß er die Einladung an die Regierung zur Theilnahme diese Stoffe gesundheitsschädlich seien und führt ärztliche Beug- Wir verlangen eine Beschränkung der fraudulösen Konkurrenz der an den Sizungen in der üblichen Weise habe ergehen lassen. nisse an. Es ist aber unglaublich, was hier an freier Phantasie Margarine, denn es werden viele Leute getäuscht, denen Margarine Während der Debatte über die Frage, ob man ohne Anwesenheit geleistet wird. Auf der anderen Seite behauptet man wieder, statt Butter verkauft wird.( Sehr richtig! rechts.) Die Amerikaner von Regierungsvertretern verhandeln oder die Sigung vertagen Daß Amerika den Zoll trägt; bei dem Getreide ist man längst verwenden eine große Menge unterwerthiger Fette, denn sonst solle, erscheint Geh.- Rath Köhn vom Reichs Schabamt. Tervon diesem Gedanken abgekommen, denn sonst hätte man nicht könnten sie nicht fertige Waare importiren zu dem hohen Zoll selbe erklärt auf Ersuchen, daß er die Einladung zur Sigung Den Antrag Kaniz eingebracht. Wenn es Ihnen von 10 Mart. Die deutsche Landwirthschaft ist durch den in der sonst üblichen Weise mit den Drucksachen erhalten wirklich darum zu ist, besseres Speisefett anderer dem Ruin Wirthschaftszweige zur Vermehrung der habe; er sei von seinem Chef, dem Grafen v. Posadowsky, als Volke zu schaffen, dann ift es das allerschlechteste Butterproduktion gedrängt worden. Die Schafzucht hatte Regierungsfommissar für diese Sache ernannt worden. Eine Mittel, den Hilfsstoff dazu zu vertheuern. Führen Sie diesen früher eine größere Bedeutung für die Landwirthschaft; Auskunft darüber, ob noch weitere Vertreter der Regierung an Zoll ein, so wird man schlechtere Stoffe nehmen und ein un- die Butterproduktion ist nur ein schwacher Ersatz dafür. Daß die den Verhandlungen theilnehmen sollen, vermag er nicht zu geben. gefunderes Nahrungsmittel liefern. Man spricht von dem großen Landwirthe ihre Butter verkaufen und selbst Margarine ver- Der Vorsitzende läßt nunmehr durch einen Diener beim Bureaus Gewinnder Margarine- und Speisefett- Fabritanten; mit allgemeinen sehren, mag vorkommen, namentlich in der Nähe von großen direktor anfragen, ob die Einladung an die Regierung zur Redewendungen ist hier aber nichts bewiesen. In diesem Augen- Städten. Der Landwirth muß eben möglichst alle Produkte zu Theilnahme an den Verhandlungen ergangen ist. Inzwischen blick befindet sich aber dieser Fabrikationszweig in einer durchaus baarem Gelde machen. verständigt sich die Kommission über die Führung der nicht günstigen Lage; er hat weit mehr Ursache zu flagen, als Damit schließt die Diskussion. Persönlich bemerkt Abg. Richter, Geschäfte. Es wird beschlossen, eine Generaldiskussion die sogenannten nothleidenden Landwirthe, und zwar infolge der daß er sich für Vermehrung der Untersuchungsstationen für Mar- über folgende Punkte stattfinden สิน Tassen: 1. ob fortgesetzten Anfeindung und der Berekelung des Publikums vor garine u. s. w. ausgesprochen habe, aber gegen alle agrarischen der Landwirthschaft durch den Antrag zu helfen ist, 2. ob die bem Genuß billiger Fette. Schränken Sie den Margarinegenuß Maßnahmen, welche die Margarine stigmatifiren sollen. praktische Durchführbarkeit desselben möglich ist, 3. über die ein, so wird deswegen nicht mehr Butter verzehrt werden, denn Darauf wird die Regierungsvorlage angenommen mit der Möglichkeit der Hilfe für die Landwirthschaft, 4. über die sozialgroße Klassen der Bevölkerung sind über- Aenderung, daß der Zoll auf denaturirtes Baumwollensamen politischen Bedenken, 5. über die handelspolitischen Bedenken, haupt nicht in der Lage, Butter zu kaufen. Del statt auf 3,50 auf 4 M. festgesetzt wird. 6. über die Einzelbestimmungen des Antrages, 7. über die MögWenn Sie wirklich die inländische Speiseöl- Fabrikation ein- Es folgt die Berathung der Resolution, welche die Kom- lichkeit, ob der Landwirthschaft auf andere Weise zu helfen ist. schränken, so befördern Sie damit nur den größeren Import mission vorgeschlagen hat:" An den Reichskanzler das Ersuchen Vom Bureau tst die Auskunft ertheilt worden, daß Geh. Rath amerikanischer Fette, deren Zollfah durch die Handelsverträge au richten, die Einführung eines wirksamen Schutzzolles auf Röhn für die Verhandlungen im Plenum als Regierungskommiſſar festgelegt ist. Man behauptet, die ausländischen Konkurrenz- Quebrachoholz und die daraus hergestellten Extrakte und Prä- ernannt ist und daher auch eine Einladung zur heutigen Sizung artikel würden aus nngefunden Stoffen, ans Abdeckerei-, Abfall- parate, sowie andere überfeeische Gerbstoffe baldihunlichst herbei- erhalten habe. Darauf erklärt derfelbe, daß er bei dieser Sachftoffen und schlechten Fetten hergestellt. Dies ist daffelbe Gerede, führen zu wollen." lage sich nicht mehr als berechtigt halte, als Vertreter der Re gierung den Verhandlungen beizuwohnen. Nunmet vertagte sich 1 die Kommission bis Sonnabend. " Die Stadtvv. Kreitling und Gen, beantragen, die Kündigung sollten. Wir aber wollen jetzt in unseren Beschlüssen fortfahren. des Vertrages zu beschließen und den Magistrat zum Beitritt zu( Sehr richtig.) Wird gegen meinen Antrag Widerspruch erdiesem Beschlusse aufzufordern; Stadtv. Deter will die Resolution hoben?( Pause.) Das ist nicht der Fall; dann kann ich wohl Die Kommission zur Vorberathung der Strafprozeßwegen der Leuchtflamme beseitigen und beantragt die Wieder annehmen, daß Sie so beschlossen haben.( Beifall.) Stadtv. Dr. Meyer 1.: Ich hatte blos noch ausführen ordnungs- Novelle beendete gestern die Berathung über§ 211 holung des früheren Beschlusses, wonach der Magistrat er( beschleunigtes Verfahren). Unsere Genossen hatten beantragt, sucht wird, auch eine Leuchtflamme in den betreffenden Küchen wollen, daß, um einen Beschluß zu beanstanden, es nothwendig ift, daß er zuvor gefaßt ist( Sehr richtig! und Heiterkeit), und den§ 211 der Strafprozeß- Ordnung unter Ablehnung des§ 211 zum Preise von 10 Pfg. pro kubikmeter zu gestatten. der Regierungsvorlage wie folgt zu fassen: Verhafteten Per- Der Referent Stadtv. Reich now weist besonders darauf das ist jetzt geschehen. Stadtv. Singer: Gegenüber der Ausführung des Obersonen ist unverzüglich nach der Festnahme ein Vertheidiger zu hin, daß die Englische Gesellschaft das Recht, 5 pCt. billiger das bestellen. Personen, welche vorläufig festgenommen oder verhaftet Gas abzugeben, seit alter Beit befize, obwohl es ihr niemals ausbürgermeisters halte ich mich für verpflichtet, einige Bemer find, haben das Recht zu beantragen, daß spätestens innerhalb drücklich zugestanden worden sei; auch 1881 habe man beim Ab- fungen zu machen, und ich kann das um so freudiger thun, als zwei Tagen nach ihrer Festnahme oder Verhaftung die Haupt- schluß des Vertrages diesen Punkt nicht berührt, sondern sei still- die Sache selbst durch den eben gefaßten Beschluß abgeschlossen verhandlung gegen sie stattfinde. Der Antrag auf Anberaumung schweigend darüber hinweggegangen. Die Mehrheit des Aus- ist und nicht mehr geändert werden kann. Ich erlaube mir, dem der Hauptverhandlung darf nur in öffentlicher Sigung nach schusses habe danach mit dem Magistrat angenommen, daß Oberbürgermeister das Recht zu bestreiten, in die Verhandlungen Anhörung des Verhafteten und seines Vertheidigers abgelehnt die Aufhebung des Vertrages gerade wegen dieses Umstandes, der Versammlung in der Weise einzugreifen, daß er uns durch werden. Wird der Antrag abgelehnt, so hat das Gericht von daß die Gesellschaft ihr Produkt 5 pCt. billiger anbieten sein Votum verpflichten will, gewisse Dinge, über die wir bes Amtswegen darüber zu beschließen, ob der Angeklagte aus der tönne, der Stadt nicht von Nußen sein würde, da die Ge- handeln und beschließen wollen, zu unterlassen. Davon steht in Haft zu entlassen ist und hat, falls der Haftbeschluß bestätigt sellschaft der Stadt gegenüber im Konkurrenzkampfe immer im der Städteordnung und im Zuständigkeitsgesetz fein Wort. Letzteres befugt den Oberbürgermeister, Beschlüsse der Versammwird, spätestens innerhalb je 7 Tagen wiederum in öffentlicher Vortheil wäre. Sigung Beschluß über die Fortdauer der Haft zu fassen." Gegen Stadtv. Kreitling hält dem Ausschußberichte entgegen, lung zu beanstanden, ihre Ausführung zu unterlassen, wenn sie diesen Antrag wurde geltend gemacht, er passe in das System daß der Verlust der Hente von 500 000 m. nicht ausschlaggebend den Bestimmungen der Geseze nicht entsprechen. Uin beanstandet nicht hinein, verursache zu viel Kosten, würde von der Regierung sein dürfe. Wenn die Stadt kontraktlich gezwungen fei, 5 pCt. zu werden, muß ein Beschluß erst gefaßt sein; außerdem muß nicht angenommen werden und sei entbehrlich, wenngleich anzu- theurer zu liefern, sei sie der Gesellschaft gegenüber überhaupt doch der Magistrat abwarten, ob wir ihn gebeten haben würden, erkennen sei, daß in sehr vielen Fällen Schuldige und Unschuldige nicht konkurrenzfähig. Lasse man diese Fessel unangetastet, so den Beschluß auszuführen. Ich meine, wir hätten den Magistrat einer außerordentlich langen Haft unterworfen würden. Der werde die Gesellschaft in den nächsten 8 Jahren die städtische nicht zum Briefträger unseres Gesuches an den Reichstag zu machen, sondern die Ueberreichung durch den VorAntrag wurde hierauf abgelehnt. Hingegen nahm die Kom- Anstalt abwürgen. mission einige Verbesserungen der Regierungsvorlage an. Diese Etadtv. Ja co bi hält den Antrag für aussichtslos, da der steher selbst ausführen zu lassen. Dann hätte der Magistrat Verbesserungen bestehen darin, daß in dem beschleunigten Ver- Magistrat nicht zustimmen würde. Aber auch ohnedies müsse nichts damit zu thun. Das Interesse unserer Gemeinde wäre gefahren wenigstens in allen Straffammersachen ein Ver- vor dem Experiment der Kündigung gewarnt werden. Ju der wahrt worden, wenn der Oberbürgermeister dem Oberpräsidenten theidiger von Amtswegen bestellt werden, daß dem Friedrichstadt und dem Zentrum habe die Gesellschaft, soweit geantwortet hätte, daß er ihn mit einem Auftrage versehen habe, Angeklagten zu Beginn der Verhandlung der Inhalt der Anklage ihre Röhren 1847 gelegt waren, auf ewige Beiten das den er nach Lage der Gefeße auszuführen nicht im stande sei. Es geht ein dringlicher Antrag des Stadtv. Meyer I mitgetheilt werden müsse( das hatte die Regierungsvorlage für Recht der Gasabgabe; fie dürfe zwar feine neuen Röhren legen, überflüssig gehalten!) und daß dem Angeklagten das Recht zu- aber die vorhandenen dürfte sie durch weitere ersetzen; für das ehe- ein, gegen den Einspruch des Oberbürgermeisters die Klage im stehen solle, der tumultuarischen Verhandlung zu widersprechen malige Schöneberger Gebiet von der Potsdamer Brücke an Verwaltungsstreit- Verfahren anzustellen. Die beantragte Dring Mit der Kündi- lichkeit sindet keinen Widerspruch. und eine Voruntersuchung zu verlangen. Demnach ist der§ 211 babe sie aber bis 1904 fogar das Monopol. Str. Pr.-D. folgendermaßen gestaltet: Personen, welche auf gung würde also ein Vortheil für die Stadt nicht gewonnen. frischer That betroffen oder verfolgt und vorläufig festgenommen Der Vertrag set eben gar nicht aus der Welt zu schaffen, zumal worden sind, können von der Staatsanwaltschaft unmittelbar dem sich die Gesellschaft auch in einer Reihe von Vororten dieselben zuständigen Gericht mit dem Antrage auf sofortige Aburtheilung Vortheile zu sichern verstanden habe. Trügen die Gegner des vorgeführt werden. Dieser Antrag ist auch dann zulässig, Vertrages den Sieg davon, so würde man einfach die letzten wenn der Beschuldigte in den Fällen des§ 10 einem darnach anderthalb Jahre in der Gasfrage vergeblich gearbeitet haben. zuständigen Gericht vorgeführt wird. Das Gericht hat ohne Viel werthvoller als die angeblichen Vortheile der Kündigung Schriftlich erhobene Anklage und ohne eine Entscheidung über sei die unentgeltliche Zuleitung des gewerblichen Gases, wie sie die Eröffnung des Hauptverfahrens sofort nach der Vor- vom Magistrat jest ohne jede Einschränkung auf, geeignete" u. dgl. führung oder spätestens am zweiten Tage darnach zur Fälle jedenfalls bewilligt werden würde. Stadtv. Wohlgemuth befürwortet einen Antrag, welcher Hauptverhandlung zu schreiten und dabei über die Verhaftung oder Freilassung des Angeklagten zu entscheiden. Der wesentliche der Versammlung das Recht, bei der jedesmaligen Verlängerung Juhalt der Anklage ist dem Angeklagten in der des Vertrages mitzusprechen, absolut sicher stellen soll. Hauptverhandlung vor seiner Befragung zur Nachdem sich Stadtv. Mommsen für die Ausschußanträge Sache mitzutheilen und in das Sigungsprotokoll auf- erklärt hat, nimmt Stadtv. Deter das Wort. Er meint, es sei zunehmen. Die ordnungsmäßige Ladung der Zeugen tann von jetzt gerade genug über die Sache gesprochen worden.( Lebhafte jedem Beamten der Staatsanwaltschaft oder des Polizei- und stürmische Zustimmung und Heiterfeit.) Er wolle daher nur noch Sicherheitsdienstes mündlich erfolgen. Dem Angetlagten, das nothwendigste bemerken. Schon 1846 habe der Stadtv. Scheffer der einen Vertheidiger noch nicht gewählt erkannt, daß dieses Unitum von einem Vertrage für die Stadt ein unhat, ist ein solcher in diesem Verfahren von leidliches Verhältniß begründe. Die Stadt verliere Tag für Tag Amts wegen zu bestellen, falls ein Verbrechen eine Reihe von Kunden an die Englische Gesellschaft. Diesem oder Vergehen den Gegenstand der Aburthei- Bustande müsse ein Ende gemacht werden, indem man der Stadt Tung bildet. die Freiheit der Aktion wiedergebe. Gerade der Umstand, daß Erweift sich die Sache in der Hauptverhandlung als nicht die Preise hochgehalten wurden, haben die Stadt fonkurrenz spruchreif oder verlangt der Angeklagte in der unfähig gemacht. Allerdings sei auch die von dem Petroleumersten Hauptverhandlung vor der Straf ring ausgehende Gefahr nicht zu unterschätzen. tammer die Vertagung, so hat das Gericht die Ver- Bürgermeister Kirschner giebt zu, daß der ganze Vertrag handlung auf eine der nächsten Sizungen zu vertagen. In Fällen, für die Gemeinde eine große Last ist, man müsse aber mit dem wo eine Voruntersuchung statthaft ist, fann das Gericht die Er- Privilegium der Gesellschaft zu rechnen, da die von der Stadt öffnung derselben beschließen. Auf das Verfahren vor dem geführten Prozesse alle zu ihren ungunsten ausgefallen feien. Es Reichsgericht und vor dem Schwurgericht finden die Be- gebe also nur den Weg der Verhandlung mit der Gesellschaft; stimmungen dieses Paragraphen leine Anwendung." Gegen beffere Bedingungen als die jetzt erreichten zu erlangen sei nicht ben so gestalteten Paragraph stimmten zunächst mit den möglich. Mit der Aufhebung des Vertrages fei der Krieg Sozialdemokraten die Nationalliberalen die Nationalliberalen und Konservativen, zwischen den beiden Kontrahenten erklärt, und der Konkurrenzgeführt werden, die letzteren, weil durch die beschlossenen( gesperrt gedruckten) tampf müßte mit ungleichen Waffen Verbesserungen dem Angeklagten zu viel Rechte eingeräumt seien, da eine Aftiengesellschaft in ihren Bewegungen unend an während die immer noch zu große Stärkung der Allmacht des lich viel freier sei als die Stadtverwaltung mit den beiden Staatsanwalts unsere Genossen zur Ablehnung des Paragraphen Körperschaften, deren Einigung jeder, auch der geringfügigsten, veranlaßte. Nach Besprechung mit den Regierungsvertretern Maßregel vorhergehen müsse. Auch die Anträge Wohlgemuth fielen jedoch die Konservativen und Nationalliberalen um und und Deter bittet der Bürgermeister abzulehnen; der erstere stimmten- ohne Präjudiz für die zweite Lesung für den würde das mühsam zum Abschluß gebrachte Einigungswerk oben mitgetheilten Paragraphen, der schließlich mit 15 gegen wieder ganz in Frage stellen. 4 Stimmen angenommen wurde. Die Kommission will nun in Darauf werden unter Ablehnung sämmtlicher Anträge die der nächsten Sigung( am Freitag) darüber beschließen, ob sie noch weiter tagen soll, da das ihr vorliegende Material vorausfichtlich vor dreißig ferneren Sigungen nicht erledigt werden tann. Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, den 25. April 1895, nachmittags 5 Uhr. Bu Ehren des verstorbenen städtischen Gasdirektors Cuno erheben sich die Mitglieder von den Sigen. Ausschußvorschläge genehmigt. W Stadtv. Meyer I begründet den Antrag mit der Annahme, daß die Erklärung des Oberbürgermeisters eine formelle Beanstandung war.( Widerspruch, dem sich auch der Oberbürgermeister anschließt.) Es sei das dritte Mal, daß dieser Kompetenzstreit auftauche und bald habe man sich auf diesem, bald auf jenem Wege zu helfen gesucht. Die Versammlung habe das größte daß die Sache einmal zum Aus Interesse daran, tomme. In der Frage der Getreidezölle habe trage das Ober- Verwaltungsgericht anerkannt, daß die Stadt ein entschiedenes Interesse an der Höhe derselben habe. Stadtv. Singer: Ich muß erklären, daß ich meinerseits fein Bedürfniß zur Annahme dieses Antrages fühle. Was die Versammlung zu thun hatte, hat sie durch ihren Beschluß gethan. Der Oberbürgermeister fann feine Beanstandung des Beschlusses ausführen, weil der Magiftrat gar nicht zur Ausführung des felben aufgefordert werden wird. Wir haben also gar keinen Grund, ihn zu verklagen. Wir haben gethan, was wir thun sollten, und lassen jetzt die Sache laufen.( Bustimmung.) Nachdem noch der Stadtv. Sachs II. darauf verwiesen hat, daß der Oberbürgermeister nach erfolgter Beschlußfassung das Wort überhaupt nicht ergriffen habe, wird der Antrag als gegenstandslos zurückgezogen. Schluß gegen 8 Uhr. Tokales. Im städtischen Obdach hat der in diesem Winter beob achtete Rück gang der Frequenz gegen die Vorjahre auch im März angehalten. In der Abtheilung für nächtlich Db bachlose nächtigten: " " " " 1462 1379 54 240 " " " " März 1895: 45 064 Männer, 1450 Frauen, zuf. 46 514 1894: 52 778 1898: 50 099 51 478 Davon wurden wegen zu häufiger Benutzung des Obdachs die Polizei ausgeliefert: März 1895: 796 Personen, d. h. rund 17 von je 1000 1894: 789 " 1893: 687 " " " 15 13 " " " " " " " Der Promillesatz der Ausgelieferten ist also auch für März in diesem Jahre höher als in den Vorjahren. Im Familien Obdach waren: am 1. März 1895: 40 Familien mit 112 Perf. 1894: 77 1893: 46 " am 1. April 48 Familien mit 150 Perf. " " " " 252 153 56 " 56 " " " " 196 170 " " " 日 " " " man Bezüglich der vom Magiftrat beschlossenen Petition an den Reichstag gegen die Umsturz vorlage hat der OberBürgermeister Belle an den Vorsteher ein Schreiben gerichtet, demzufolge er vom Ober- Präsidenten angewiefen Diese Zahlen bedeuten gleichfalls einen erheblichen Rückgang. ift, die Petition des Magistrats zurückzuziehen und die Wir haben schon mehrfach hervorgehoben, daß der Rückgang im Obdach des Absetzung des Gegenstandes von der Tagesordnung der Versamm- nicht auf Abnahme der Zahl der Obdachlosen, lung herbeizuführen. Der Ober- Bürgermeister hat dem Ober- Asylvereins" ist die Frequenz nicht herabgegangen!- sondern Präsidenten Abschrift der Petition übersandt und ihn gebeten, mit auf strengere Handhabung der Hausordnung des städtischen Obs Rücksicht auf den nach Ansicht des Magistrats dessen kommunale dachs zurückzuführen ist, die besonders bei der Abtheilung für Befugnisse nicht überschreitenden Inhalt jene Anweisung zurück nächtlich Obdachlose in der Vermehrung der Auslieferungen zum zunehmen. Inzwischen aber spricht er die Zurückziehung der Vor- Ausdruck kommt. Die Obdach Verwaltung ist allerdings durch lage aus und ersucht den Vorsteher, dieselbe von der Tagesordnung die Polizeigesetzgebung verpflichtet, auszuliefern. Aber sie ver In die Verkehrsdeputation ist auch der Stadtv. Singer abzusehen. fährt dabei augenscheinlich bald milde, bald strenge. In dem gewählt worden, in den Ausschuß betr. die Stellung der Raths- Das Schreiben des Oberpräsidenten an den Oberbürgers legten Verwaltungsbericht wird beim Familien- Obdach" gesagt, meister der Stadtv. Stadthagen. meister besagt, daß der lettere, der bereits auf grund des§ 15 die strengere Handhabung der Hausordnung sei eine MaßUeber die Vorlage betr. die Herstellung einer e Iettrischen des Kompetenzgesetzes angewiesen ist, angewiesen ist, etwaige bezügliche nahme erziehlicher Natur und Absicht". Gänzlich andere Niveaubahn vom Schlesischen Bahnhof bis Stralau berichtet Magistratsbeschlüsse zu beanstanden, ergebenst ersucht wird, ge- Motive dagegen werden für den Wechsel in der Anin einem Auffage Stadtv. Meyer I namens des dafür niedergesetzten Ausschusses, fälligst unverzüglich für die Zurückziehung der fraglichen Bor- wendung des Auslieferungsparagraphen welcher der Versammlung die Ertheilung der prinzipiellen lage Sorge zu tragen und die Absehung des Gegenstandes von angeführt, den wir im Boltswohl",( Nr. 6, 1895) Darin wird nämlich ganz trocken erklärt, Zustimmung zur Ausführung des Unternehmens durch die Gesell- der Tagesordnung der Stadtverordneten Versammlung herbeizu finden. schaft für den Bau von Untergrundbahnen mit der Abänderung führen. Wenn wider Erwarten dennoch der richte sich mit den Auslieferungen Obdachloser als Arbeitsempfiehlt, daß die Konzession auf 40 ftatt auf 50 Jahre be- Versuch in dieser Versammlung gemacht wer scheuer" nach dem jeweiligen Bedarf des Arbeitshauses, für das schränkt werden soll. Gleichzeitig wird auch die Genehmigung den sollte, einen Beschluß mit bezug auf die das städtische Obdach die nöthigen Arbeitskräfte liefern müsse. einer Rampenanlage auf der Treptower Seite der Untergrund vorerwähnte Gesezvorlage herbeizuführen, Für Leser, die das" Bolkswohl" nicht kennen, wollen wir bes bahn statt des beabsichtigt gewesenen Aufzuges eventuell so ist dem dortseits entgegenzutreten. Ueber merken, daß es ein Organ des famosen Bentralvereins für das empfohlen. das dortseits veranlaßte ist mir telegraphisch Anzeige zu machen". Wohl der arbeitenden Klassen" ist, also über dem Verdacht übers Ohne Debatte wird bemgemäß beschlossen. Vorsteher Dr. Langerhans: Ich weiß nicht, ob der großer Sympathien für Arbeiter und Arbeitslose erhaben ist. Die Verhandlungen des Ausschusses, in welchen die Magistrats- Oberbürgermeister dazu befugt ist, derart, wie es in seinem Daffelbe gilt von dem Verfasser des Aussages. Sein Urtheil vorlage wegen Verbilligung der Gaspreise verwiesen Schreiben gesagt ist, in unsere Geschäftsordnung einzugreifen. über die Arbeits- und Obdachlosen faßt er in die liebevollen war, sind beendet und hat derselbe Bericht erstattet. Die Versamm- Nach meiner Ansicht nicht.( Sehr richtig!) Ich glaube also, meine Worte zusammen:" Es giebt auch hier Gerechte und Ungerechte; lung hatte bekanntlich angesichts des Widerstandes des Magistrats Herren, daß wir um so weniger hierauf Rücksicht nehmen können, die ersteren aber sind zu zählen, die weitaus meisten sind Gauner, Spitz ihre Forderungen auf das allerbescheidenfte Maß reduzirt: es sollte als nach meiner innersten Ueberzeugung wir alle doch von dem unverbesserliche Trunkenbolde, Tagediebe das Kraftgas zu 10 Pf. pro Kubikmeter abgegeben und in den starken Willen getragen werden, daß wir unser Petitionsrecht buben, Dieser Treffliche nun Zuhälter und Verbrecher." Küchen, wo derartiges gewerbliches Gas zur Verwendung gelangt, uus nun und nimmermehr verkürzen laffen.( Lebhafte allgemeine schildert in seinem sehr ausführlichen Berichte, der den genauen auch eine Leuchtflamme zu diesem ermäßigten Preise gestattet werden. Zustimmung.) Ich glaube deshalb, es wird richtig sein, wenn Kenner der Verhältnisse verräth, wie der„ Palmbruder" nach dem Aber auch das ist vom Magistrat nicht zu erreichen gewesen. Er hat ich Sie bitte, mir die Vollmacht zu geben, an den deutschen ersten Besuch der„ Palme"( Obdach) von einem Polizisten, vers schließlich den Zehnpfennigtarif zugestanden und somit endlich Reichstag im Namen der Versammlung eine Petition gegen die warnt" bei dem sechsten aber verschoben"( eingesteckt) wird und auf die 2/3 Pfennig verzichtet, die der Kubikmeter mehr ein- Umsturzvorlage zu richten. Wenn kein Widerspruch erfolgt... fügt dann hinzu:" Im Winter übrigens, wenn Gefängnisse übergetragen haben würde, wenn nach seinem Vorschlage der Rabatt( Der Oberbürgermeister bittet ums Wort). füllt und Arbeitshäuser teine ausreichende Beschäftigung haben, auf den Leuchtgaspreis von 16 Pf. von 20 auf 331/3 pt. erhöht Oberbürgermeister Belle: Es ist bezweifelt worden, ob ich wird in der„ Palme" die Praxis des Verwarnens und Ver worden wäre; die Preisermäßigung für die Küchenflamme hat er dem Auftrage des Oberpräsidenten Folge zu leisten verpflichtet schiebens sehr milde gehandhabt. Da sind Leute wochenlang in indeß wiederum und zwar mit Berufung auf die Englische Ge- oder berechtigt bin. Im§ 15 des Zuständigkeitsgesetzes wird der Palme", ehe sie verwarnt werden, und monatelang, ehe sie sellschaft abgelehnt. Unter dem Druck der Magistrats- verordnet, daß Beschlüsse der Stadtverordneten- Versammlung, verschoben werden. Im Sommer ist die Kontrolle genauer; da erklärungen hat der Ausschuß sich mit diesem überaus mageren welche deren Befugnisse überschreiten, entstehendenfalls auf An- braucht der Ochsenkopf" und die Rieselfelder viele Arbeitskräfte, Ergebniß begnügt und Im Sommer in einer Resolution seinen weisung der Aufsichtsbehörde mit aufschiebender Wirkung zu und die" Palme" muß dieselben liefern. aber auch faum soviel hunderte Palmbrüder Standpunkt bezüglich der Leuchtflamme in Küchen noch beanstanden sind. Ich glaube also, daß der Beschluß, den Sie giebt es mals formulirt. Auch auf die Kündigung des Vertrages mit auf Antrag des Herrn Vorstehers foeben zu fassen im Begriff wie im Winter tausende." Die Beschuldigung, die in diesen der Englischen Gesellschaft will er Verzicht leisten, da die Zeit fein würden, allerdings nach dieser Gesezesstelle vorläufig Worten liegt, ist so schwer, daß es geradezu unmöglich ist, sie zu zur Vereinbarung neuer Vertragsbedingungen bis zum 1. Mai beanstandet werden kann( Widerspruch). Der Herr Oberpräsident glauben. Daß im Sommer verhältnißmäßig viel mehr ver natürlich viel zu kurz ist und er doch nicht ohne ein positives nimmt auf den§ 15 bezug. In diesem wird das materielle schoben" werden als im Winter, ist allerdings Thatsache; es geht Resultat vor die Versammlung treten wollte. Seitens des und das formelle Recht der Aufsichtsbehörde unterschieden. Hat z. B. aus der früher von uns gebrachten Uebersicht über die Magistrats ist ein ganz besonderer Nachdruck barauf gelegt sie materiell nicht recht, so kann das durch das Oberverwaltungs- Obdachfrequenz in 1893 und 1894 hervor( vergl. 1895 Nr. 10). worden, daß man nicht die Rente von Aber das formelle Recht der Man kann diese auffällige Erscheinung auch nicht gut anders einer halben gericht ausgesprochen werden. Million aufs Spiel fehen dürfe; im übrigen leuchtet Beanstandung ist in diesem Paragraphen gewahrt. Ich möchte erklären, als aus einer wechselnden Strenge in der Handhabung Aber Auslieferungs Paragraphen. die aus den Ausführungen der Magiftratsvertreter im Ausschusse also die Pflicht, die mir aus diesem Auftrage erwächst, nicht ver- des ? Sollte es sich wirklich nur um eine zarte Rücksichtnahme auf die Interessen der Englischen säumen, sondern auf dieses formelle Recht ausdrücklich aufmerksam dieses Wechsels falte Berechnung, Gasgesellschaft unverkennbar hervor, sodaß der Hinweis auf die machen. um gefchäftsmäßige Rücksicht auf den Bedeutung der Befreiung der Stadt von den Fesseln dieses Borsteher Dr. 2angerhans: Ich erkenne vollständig an Bedarf" handeln? Dann würde es also mancher Arbeits- und Läftigen Bertrages nicht durchdrang. daß Sie den Auftrag ausgeführt haben, den Sie ausführen Obdachlose nur einer Konjunktur" verdanken, daß er schon beim nur " " Motive echfen Besuch zum Arbeitsscheuen" gestempelt und ins Arbeite. In einer geftern abgehaltenen Sitzung der zweiten Ablegung am rechten Rnie, daß er nach dem Lazaruskrankenhause baus gesteckt wurde. Sind solche Zustände nicht einfach undent theilung der Baudeputation gelangten die Angebote, welche überführt werden mußte. Ob der Besitzer des Fuhrwerks den Far? Vielleicht sind sie aber doch nicht so ganz undentbar. Etwas infolge der öffentlichen Ausschreibung für eine Straßenbahn vom muthigen Retter schadlos hält? ähnliches ist im Arbeitshause schon einmal dagewesen. Anfang Görliger Bahnhofe durch die Wienerstraße über den Kanal durch der 80er Jahre erlebte das Arbeitshaus einen so großen Buftrom Lohmühlenweg, Schlesischen Busch, Köpenicker Landstraße bis aus der Husfittenstraße in Untersuchungshaft geführt. Derfelbe Ein schenßliches Verbrechen hat den Kaufmann Olbrich von„ Arbeitsscheuen", daß nicht nur der Platz zur Aufnahme zum Ausstellungspark Treptow zur Erörterung. Die Deputation hat die Sonntagsruhe in sehr bedenklicher Weise ausgenutzt. In mangelte, sondern auch für die Aufgenommenen nicht aus- erachtete das Angebot der Firma Siemens u. Halste für das hat die Sonntagsruhe in sehr bedenklicher Weise ausgenutzt. In reichend Arbeit zu beschaffen war. seiner Nachbarschaft wohnte der Arbeiter A., dessen 13 jähriger Im Jahre 1883/84 annehmbarste und beschloß demgemäß, den Gemeindebehörden zu Sohn sich Sonntags vormittags oft auf der Straße aufzuhalten mußten eine zeitlang täglich dreihundert und mehr empfehlen, der genannten Firma den Zuschlag für die oben be Korrigenden unbeschäftigt bleiben. Da trat der Magi- fchriebene Linie mit der von ihr geplanten Weiterführung durch pflegte. Wenn Sonntags um 10 Uhr die Läden geschloffen ftrat im Januar 1884 mit der Polizei in Verhand- die Manteuffelstraße bis zur Ecke der Reichenberger- und werden mußten, so pflegte D. den Knaben in seinen Laden zu lungen, deren Ergebniß war, daß, wie im Bericht über das Mariannenstraße zu ertheilen. Von den Bedingungen sind rufen und denselben zu bewegen, gegen Zusicherung eines Boten Arbeitshaus pro 1883184 zu lesen steht,„ von da ab eine geringere folgende hervorzuheben: Die Bahn, welche elektrisch mit ober- lohnes irgend etwas aus der Apotheke zu holen. Kam dann der Einlieferung stattfand und auch denjenigen Korrigenden( ca. 120), irdischer Stromleitung betrieben werden soll, ist spätestens bis Sinabe zurück, fo war indessen der vordere Eingang geschlossen welche eine Haft von mindestens 18 Monaten zu verbüßen und zur Eröffnung der Gewerbe- Ausstellung im Treptower Part 1896 und er mußte den hinteren Eingang vom Hausflur aus benußen. geführt haben, also einige Aussicht auf Besserung versprachen, die der Ausstellung ist die Bahn wieder zu beseitigen, wenn nicht Von dort aus wurde die Polizei benachrichtigt, welche den Olvon Anbeginn dieser Detentionszeit an fich 6 Monate lang gut betriebsfähig herzustellen und in Betrieb zu nehmen. Bei Schluß hier bielt ihn dann der Kaufmann fest, um an ihm Handlungen zu verüben, die den Knaben schließlich in's Krankenhaus brachten. d. Hälfte ihrer Korrektionshaft allerdings erst gegen April b. J. ein besonderes Abkommen wegen dauernder Beibehaltung mit der brich verhaftete. vorläufig erlassen wurde." Damals hat man also wirklich auf Stadtgemeinde zu stande kommt. den verfügbaren Raum und auf die vorhandene Arbeitsgelegenheit Rücksicht genommen. Für das Obdach stellt übrigens die Armendirektion in einer später an das„ Volkswohl"( Nr. 14) gerichteten Zuschrift die Anwendung solcher Verwaltungsgrundsäge in Abrede, indem sie bestreitet, daß nur das Bestreben, dem Arbeitshause und den Riefelfeldern Arbeitskräfte zuzuführen, im Sommer die Kontrolle verschärfe." Daß aber zuweilen humaner" verfahren wird als sonst, das wird in der Zufchrift zugegeben. Während er Hochzeit feierte, wurde der Kaufmann Martzieck in der Rykestraße von Einbrechern besucht. Die Diebe stahlen 30 M. und ruinirten das Mobiliar im Hause. Ueber einen Theaterkrach weiß ,, Das Kleine Journal" zu berichten: Die diesjährige Winterspielzeit sollte nicht vorübergehen, ohne den Berlinern einen kleinen Theaterkrach gebracht zu 68 Kanarienvögeln wurde gestern die Rixdorfer Freiheit haben. Das der kurzgeschürzten Muse geweihte Reichshallen- Theater, in dem seit Anfang der Saison ein Herr Lehmann ohne sonderliches zu theil. Die geistesschwache Frau des Arbeiters Hente in der Glück das Direktionsszepter schwang, hat gestern plöglich seine Hermannstraße öffnete in einem Anfall von Jrrsinn die KanarienPforten geschlossen. Schon seit längerer Zeit war Herr Lehmann becke ihres Mannes und ließ die Thiere fliegen. Der Vorgang nicht mehr im stande, dem engagirten Künstlerpersonal sowohl erregte einen Auflauf. wie dem technischen Personal die Gagen zu zahlen, das erstere Dem großen Bierkriege des vorigen Jahres ist jetzt ein spielte bereits seit einigen Tagen auf Theilung. Am Dienstag an einem minderjährigen Mädchen, wurde in Rigdorf der obdachWegen eines gröblichen Sittlichkeitsvergehens, begangen fleiner Bierfrieg gefolgt, welcher ausschließlich von vorortlichen betrug der Antheil eines jeden nach Abzug der Unkosten, wozu lose Zimmermann Sch. aus Berlin verhaftet. Gast- und Schankwirthen geführt wird. Von verschiedenen Vor- auch der Lohn für die Theaterarbeiter, die Kosten für Beleuchtung lose Zimmermann Sch. aus Berlin verhaftet. ortsgemeinden ist bekanntlich eine Biersteuer eingeführt worden, u. f. w. gehörten, drei Mark. Trotzdem wollte das Artistenwelche von den Brauereien bezahlt und auf ihre Konsumenten völtchen gestern auf Theilung weiterspielen. Seine Absicht scheiterte straße ein fünfjähriger Knabe durch einen Milchwagen überfahren Polizeibericht. Am 24. d. M. mittags wurde in der Ritterabgewälzt wird. Aus diesem Anlasse hat sich nun ein Weißbier jedoch an dem Widerstande des technischen Personals, welches und anscheinend schwer verletzt. In der Prinzen- Allee gerieth Ring" gebildet, deffen Mitglieder den Preis für eine Tonne fofort die Vorauszahlung von 90 M. für den gestrigen Tag nachmittags ein fünfjähriges Mädchen unter die Räder eines Weißbier um 1 M. aufgeschlagen haben. Dagegen rebelliren nun verlangte. Darauf wollte oder konnte man nicht eingehen und Geschäftswagens und erlitt eine Verlegung am Kopfe. Auf Die interessirten Gast- und Schantwirthe, die ihren Bedarf an so wurde denn das elektrische Licht abgedreht und das Theater der Treppe eines Hauses in der Thurmstraße wurde abends ein Weißbier nur von" ringfreien" Brauereien beziehen, die sich er- geschlossen. Das Publikum, das am Vormittag Ginlaßkarten Zimmermann von einem Tischler infolge eines Wortwechsels boten haben, das Bier zu dem alten Preise zu liefern. Die im gekauft hatte, fand am Abend verschlossene Thüren, vor denen die durch Messerstiche schwer verletzt. In der Nacht zum vorigen Jahre so ringtreuen" Gastwirthe, die mit den Ring- o plöglich brotlos gewordenen Artisten rathlos standen. Die 25. b. M. verübte in der Strelißerfiraße eine Rotte von etwa brauereien" durch dick und dünn gingen, um die Arbeiterschaft Staffe war nur für kurze Zeit geöffnet, um das Geld für die 20 Strolchen groben Unfug. Ein als gewaltthätiger Buhälter mores zu lebren, sind also plötzlich arge Ringfeinde geworden, bereits gelösten Billets zurückzuzahlen. bekannter Maurer, welcher deshalb festgenommen wurde, leistete nun es an ihren Geldbeutel geht und sie keinen Vortheil von dem„ Ringe" zu erwarten haben. Hier wird auch keine Rück- Theaterchronik. Die Tage der Benefize sind im Zentral- fo heftigen Widerstand, daß der Schuhmann von seiner Waffe ficht auf das Publikum" genommen, wie das Schlagwort im theater angebrochen. Heute ist das Benefiz des Herrn Kapell- Gebrauch machen mußte. Im Laufe des Tages fanden vier vorigen Jahre vielfach lautete. Die Zeiten ändern sich! meisters Einödshose, morgen, Sonnabend, folgt das Benefiz für Brände statt. Die städtische Irrenanstalt Herzberge( bei Lichten Herrn Bruno Bollmann, am Montag dasjenige für Herrn Witterungsübersicht vom 25. April 1895. berg), die 1888-1893 zur Entlastung der Anstalt Dalldorf Possansky. Am Dienstag gelangt zum Benefiz für Herrn Robert erbaut und am 12. Juni 1893 eröffnet worden ist, hat 1893/94 Guthery G. von Moser's Leibrente" zur einmaligen Auf372 Männer, 201 Frauen unmittelbar aufgenommen und 417 Männer, 393 Frauen aus Dalldorf und aus von der Stadt Berlin benutten Privatanstalten übernommen. Es litten an: aufgenommene übernommene 5 54 12,9 5,5 2,5 20 26 " führung. Die Philifter der Musenstadt. Gine fonderbare Geschichte Stationen. hat sich jüngst in der Musenstadt Weimar zugetragen. Seit vielen Jahren hatten die Besucher der dortigen Kunstschule nicht Gelegenheit gehabt, einen weiblichen Akt" zu zeichnen oder zu malen. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 22121111 Wetter Temperatur 50.40 R.) 759 NO 1 757 GO 758 756 SW heiter heiter heiter bedeckt 10 15 14 13 758 heiter 13 759 Still heiter 762 bedeckt 765 Nebel 749 Nebel 9 750 4 . • 751 halb bedeckt bedeckt . • DABB221212 Wetter- Prognose für Freitag, 26. April 1895. Etwas fühleres, veränderliches, vorwiegend trübes Wetter Gewitterregen und mäßigen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Theater. 11 Männer Frauen Männer Frauen Was dies bei der Ausbildung von Kunstakademikern zu Swinemünde. Bahl pet. Zahl pet. Zahl pet. Bahl pet. einfache Seelenftörg. 211 56,7 139 69,2 273 65,5 316 80,4 bedeuten hat, liegt für jeden Verständigen auf der Hand. Um Hamburg paralyt. Seelenfiörg. 68 18,3 24 11,9 45 10,8 5,1 nun einer solchen geschlechtslosen" Ausbildung ein Ende zu Berlin 8,9 Seelenst. m. Epilepsie 33 22 10,9 45 10,8 6,6 machen, sorgten einige Profefforen( u. a. Prof. T.) für die Be Wiesbaden. Idiotie, Imbecillität 29 7,8 11 31 7,9 schaffung eines weiblichen Modells aus Berlin. Schon die München. Delirium tremens 31 8,3 Beschaffung einer Wohnung stieß auf Schwierigkeiten, und das Wien Die neue Anstalt Herzberge nimmt fünftig nur Kranke aus junge Mädchen, eine in Künstlerfreifen bekannte und ge- Saparanda dem östlichen Theile Berlins auf, während der alten Anstalt fuchte Erscheinung, wurde schließlich als Kunstschülerin" Betersburg Dalldorf der westliche Theil bleibt. Die Anstalt Herzberge hat untergebracht. Es dauerte indeß nicht lange, bis die Sache Cort eine bemerkenswerthe Neuerung eingeführt. Auf Absperrungs: ruchbar, und das Modell zu einem Verhör vor die Polizei ge- Aberdin. laden wurde. Dabei kam natürlich nichts heraus. Aber die Paris einrichtungen, namentlich Fenstergitter, Umzäunungen, hohe Mauern, ist möglichst verzichtet worden. Ueberhaupt sind, soweit Kunde, daß sich ein weibliches Wesen in seiner natürlichen Bezulässig, alle auffälligen, einen ungünstigen Eindruck machenden schaffenheit den Blicken der Kunstakademiker darbiete, hatte eine solche Aufregung in der guten Stadt Weimar hervorgerufen, vorrichtungen, die die Heilung oder Befferung hindern könnten, daß man schließlich mit den Fingern auf das Modell zeigte, und mit vermieden worden; daher werden auch verschiedenartige Kranke durch Unterbringung in gesonderten Gebäuden möglichst von daß die Straßenjugend das, was die Alten sich zuflüsterten, laut einander getrennt. Die theilweise Beseitigung des Gefängniß- verkündigte. Als nun gar dem Berliner Mädchen die Wohnung charakters, der z. B. der Anstalt Talldorf noch anhaftet, hat sich wegen feines unmoralischen Lebenswandels" gekündigt wurde, und die Sticheleien auch in einem neuen Heim nicht in der Anstalt Herzberge bisher bewährt. Entweichungen waren nicht häufig; auch handelte es sich, mit einer einzigen Ausnahme, aufhörten, entschloß sich das Opfer der Weimarischen Kunstauffassung, sein Bündel Das Schiller- Theater hat sich wieder auf Namen und Art schnüren. zu Vor einigen richtiger nur um einfache Entfernungen aus der Anstalt. Der Bericht über die Verwaltung der Anstalt konstatirt, daß das Tagen ist es, um die merkwürdigen Erfahrungen reicher, wieder besonnen und gestern ein drittes der Meisterwerke seines angrößere Maß von Bewegungsfreiheit dem Weglaufen gewiffer sich übrigens mit einem Akademiter in Weimar verlobt haben. in Berlin eingetroffen. Mathilde K., so heißt das Modell, soll gemaßten Schußherrn zur Aufführung gebracht. Don Carlos war verständnißvoll inszenirtund mit Lust und Liebe einstudirt worden. maßen entgegengewirkt hat. Das vorstehende Geschichtchen gehört, wie wir noch hinzufügen Daß im Schiller- Theater das Wollen mit dem Gelingen auf mehr oder Das preußische Militär- Christenthum. Einiges Amüsement wollen, nicht in den Bereich der Fabeln oder Plaudereien, sondern weniger gespanntem Fuße steht, ist ja offenkundig, und auch gestern war dürfte die folgende, reaktionären Blättern entnommene Notiz hat sich im April des Jahres 1895 in der berühmten Göthestadt manches zu sehen, was vollendeter hätte sein können. Herrn unseren Lesern bereiten: Die Einweihung der Kaiser an der Ilm so abgespielt, wie es hier vorgetragen worden ist. Felix war es sehr darum zu thun, einen wirkungsvollen Wilhelm Gedächtnißkirche wird, wie nun endgiltig Marquis Posa zu geben, und wenn die schwunghafte Dekla festgesetzt ist, am 1. September erfolgen. Die Vorbereitungen zur Rigdorfs schönste Straße, die Kaiser Friedrichstraße, mation alles vermocht hätte, so wäre gewiß das MenschenFeier sind schon im vollen Gange. Die Feier wird einen vor welche als Fortsetzung der Berliner Urbanstraße am Kottbuser möglichste von ihm erreicht worden. Leider ist es dem Künstler wiegend militärischen Charakter tragen, die Ein- Damm beginnt, wird nach ihrer völligen Vollendung als Sacks nicht möglich gewesen, einen weisen Marquis Bosa, einen Posa mit warmem, im edlen Freimuth weihung soll unter dem Donner der Geschüße erfolgen. gaffe am Bahndamm der Stadt- und Ringbahn enden, da die Marquis Fehlte Inwieweit die künftigen Gemeindemitglieder werden an der Feier Eisenbahn- Behörde sich entschieden weigert, auf ihre Kosten eine überquellenden Herzen darzustellen. ihm aber auch theilnehmen können, läßt sich zur Zeit noch nicht übersehen. Durchfahrt anzulegen, durch welche es ermöglicht würde, die das lettere, zu Zeiten immerhin ganz werthvolle ReDie Geladenen werden sich außerhalb der Kirche versammeln und ausgedehnte Köllnische Haide demi Verkehr zu erschließen und quifit, so war das Publikum des Schiller Theaters dennoch in feierlicher Prozession, wie dies bei den Katholiken eine Verbindung bis Schönweide zu schaffen. Dagegen ist die auch mit diesem Bürger derer die da kommen zufrieden. Ja, üblich ist, in das neue prächtige Gotteshaus einziehen." Wenn Gisenbahn bereit, bei dem demnächst erfolgenden Geleis- Ausbau dies Publikum. Es ist das Ideal einer Direktion, es ist immer, folche von Gardelieutenants und Kanonendonner begleitete Bro- auf jener Strecke eine Durchfahrt zu schaffen, sofern die Ge- immer zufrieden. Ob man ihm den Veilchenfresser" vorsetzt, zeffionen im tatholischen Stil nicht das atheistische meinde Rixdorf die hierdurch entstehenden Kosten mindestens ob die Räuber", ob schlecht, ob gut agirt wird, es findet übernehmen will. Volk von Berlin zum preußisch evangelisch- orthodoxen 120 000. Die Rigdorfer Gemeinde- alles herrlich wie am ersten Tag und lebt in seelenvoller Christenthum zurückführen, dann ist überhaupt keine Hilfe Vertretung hat dies jedoch abgelehnt und den Adjazenten anheim Harmonie mit sich und seiner Direktion. So gestern mehr da. gestellt, diese Kosten zu übernehmen, da deren Grundstücke durch wiederum. Es liegt aber etwas in der Luft von argen Deutsche Rüpel. In der„ Nordd. Allg. 3tg." lesen wir: Anlage einer Durchfahrt sofort ganz enorm im Werthe steigen Ränken und der ruhige Bürger greift zu jeder Wehr, um sich In einer Sigung des Vorstandes und Ausschusses der geplanten würden. Es bleibt nunmehr abzuwarten, ob die Befizer diesem gegen die Umsturzschande zu rüsten, die selbst ein Weißbiergespräch Winke folgen werden. zur verbrecherischen That stempeln soll. Und da der ordnungsAusstellung für Sport 2c. wurde gestern mitgetheilt, daß man privatim versucht habe, mit der in französischen Händen befind Arbeiterrifiko. In die Gefahr, geköpft zu werden, ist mäßige, gefeßliche Weg unschuldsvoller Petitionen, den die preußische lichen Leitung der sogenannten olympischen Spiele in Athen Donnerstag Morgen gegen 9 Uhr der 28 Jahre alte Arbeiter Verfaffung dem Bürger gewährleistet, selbst dem bismarcktreuen Fühlung zu gewinnen. Das veranlaßte Professor Guler, namens Emil Treblom gekommen, der Brunnenstraße 43 bei den Eltern Berliner Magistrat behördlich versperrt worden ist, so muß der anwesenden Turner, zu einem energischen Protest:„ Wir wohnt und in der Luruspapier- Fabrit von Hagelberg in der man vom Parkett aus reden. Das Schiller Theater hat im deutschen Turner wollen und können uns nicht an die Franzosen Marienstraße beschäftigt wurde. Treblow, ber mit der Einrich- Angesichte des Tyrannen Philipp gesprochen; als die Bitte um heranschmeißen, dazu stehen wir zu hoch; das tung des im Geschäft vorhandenen Fahrstuhls genau vertraut ist, Gedankenfreiheit schwungvoll verklungen war, ertönte eine beutsche Turnen hat zudem seine bestimmte Vertretung und will lag es ob, Steine von der Presse nach dem Fahrstuhl und zurück minutenlange, demonstrative Empörungssalve gegen alte und durch diesen Ausschuß nicht vertreten sein." Eine ähnliche Er- 8u bringen. Gestern Morgen trat er an den Schacht im ersten moderne Inquisition durch das Haus. Diese That wird im flärung gaben die Ruderer ab. Der Vorstand wird daher weitere Stock des Gebäudes und fah nach unten hinein, weil er den Bereiche des Herrn Polizeiministers gewiß nicht unbemerkt geSchritte in dieser Sache unterlassen." Da tommen die fran- Stuhl unten vermuthete. In diesem Augenblick legte sich ihm blieben sein; wer weiß, mit welchem verblüffenden Resultate die zösischen Chauvinisten allerdings nicht mit. der Fahrstuhl von oben auf das Genick und drückte ihn dadurch gemachten Beobachtungen", die selbst an der seit zwei Jahren mit der Brust auf das die Deffnung abschließende Gitter. todten Freien Bühne" ihre Wirkung nicht verfehlt haben, Die vielfachen durch den Fahrverkehr auf den öffents Treblow, ein ziemlich kräftiger Mensch, hielt den Fahrstuhl mit demnächst den sonst so friedsamen Abonnenten des Schillerlichen Straßen und Plägen der Stadt verursachten Unglücksfälle dem Genick, bis das Seil ganz abgelaufen war. Dann wurde er Theaters überraschen werden. Man muß auf alles gefaßt sein, und die berechtigten Klagen des Publikums über fortgefeßte Ge- von einem Arbeiter in der furchtbaren Lage aufgefunden, konnte und daher war es brav vom Publikum, daß es im Marquis fährdungen und Belästigungen der Fußgänger durch rücksichts- aber nur noch bewußtlos herausgezogen werden. Ein sofort Bosa ebenso sehr den Schiller als Herrn Felix ehrte. loses Verhalten der Kutscher geben der Polizei Veranlassung, die hinzugezogener Arzt hat festgestellt, daß das Genick nicht ge- König Philipp war von Herrn Pate gg und der Infant von folgenden Bestimmungen des Straßenpolizei Reglements vom brochen ist. Es ist daher nicht ausgeschlossen, daß Treblow in Herrn Bach ausgezeichnet dargestellt. Gerechtes Lob ernteten 7. April 1867 in erneute Erinnerung an bringen: 1.§ 17 a. a. D. dem Krankenhause, wohin er durch einen Schußmann des fünften auch Fräulein Illing als Eboli und Fräulein Pant als schreibt vor, daß die in der Fahrrichtung stehenden oder sich be Polizeireviers gebracht wurde, am Leben erhalten wird, falls fich Königin. wegenden Personen durch lautes und rechtzeitiges Anrufen auf nicht Quetschungen oder schwere innere Verletzungen herausstellen. die Annäherung des Fuhrwerks aufmerksam zu machen sind. Gine Gehirnerschütterung, Verlegungen der Bauchorgane und 2.§ 28 a. a. D. verbietet u. a. an Kreuzungspunkten von Straßen einen Bruch der Nasenwurzel hatte sich der Arbeiter Otto Reiche und auf Brücken das Vorbeifahren, d. h. Ueberholen anderer Fuhrwerke in stärkerer Gangart. 3.§ 40 Biffer 3 a. a. D. be- zugezogen, der am Mittwoch von dem Hause Krausenstraße 37 stimmt, daß beim Einbiegen aus einer Straße in die andere im abstürzte und noch an demselben Vormittage um 114 Uhr den schweren Wunden erlegen ist. Schritt zu fahren ist. 4.§ 40 3iffer 7 a. a. D. schreibt vor, Oldenburg, den 24. April. daß überall da im Schritt gefahren wird, wo ein ungewöhnlich Bei der Rettung verunglückte am Mittwoch Nachmittag Der Angeklagte giebt auf Befragen die ihm vorgeworfene starter Verkehr von Wagen und Fußgängern stattfindet. Diese in der Swinemünderstraße der Maurer Christoph. Auf dem Fälschung der Zeugnisse 2c. zu und bemerkt danach auf Befragen Testere Vorschrift bezieht sich insbesondere auf den Fußgänger- Fabrdamme dieser Straße war das Pferd eines Geschäftswagens des Präsidenten: Ich bekenne mich schuldig, die von Herrn verkehr, welcher sich an den Pferdebahn- Haltestellen zwischen den scheu geworden und das führerlose am Kopf abgeschirrte Thier Janßen für die Schwesterntasse gesandten 2000 m. unterschlagen Pferdebahn- Wagen und dem gegenüberliegenden Theile des jagte unaushaltsam die Straße entlang nach dem Bürgersteig und außerdem unbefugterweise den Doftortitel geführt zu haben, Bürgersteiges bildet. Vor Zuwiderhandlungen gegen die be- hinauf, woselbst eine Bahl kleiner Kinder spielte. Die furchtbare ich bestreite aber, daß ich die 20 000 m., die ich von Herrn zeichneten Bestimmungen, deren Ueberwachung den Aufsichts- Gefahr sehend, sprang E. hinzu, erfaßte die herunterhängenden Janßen für die Diakonissenanstalt erhalten, unterschlagen habe. beamten zur besonderen Pflicht gemacht worden ist, wird ein- Biegel des Pferdes und riß dasselbe mit solcher Gewalt herum, Der Präsident verliest hierauf die Korrespondenz, die der Andringlich gewarnt. Hoffentlich werden auch die Herrschaften, daß das Thier wenige Schritte vor den Kindern zu Fall tam. geklagte mit Janßen geführt hat. Daraus geht hervor, daß welche in Hofequipagen fahren, sich diese Warnung zur Notiz Leider wurde dabei der muthige Netter in weitem Bogen auf der Angeklagte dem Janßen, als er um eine Unterstützung für nehmen. das Straßenpflaster geschleudert und erlitt eine so schwere Bers die von ihm errichtete Diakonissenanstalt bat, mitgetheilt hatte, Pastor Dr. Partisch auf der Anklagebank. Der An= Gewerkschaftliches. Die Sperre ist verhängt über die k. f. priv. Pottendorfer Baumwollspinnerei und Zwirnerei in Pottendorf und ohrbach bei Neunkirchen in Desterreich. Der Zuzug in diese Fabriken ist aufs allerstrengste fernzuhalten! von nicht zu ermüden, damit diesem immer mehr neue Mitglieder zugeführt werden. er besige ein Bermögen von 40 000 m. Präf.: Sie haben drum und dran hängt, schon deshalb lohnend ist, weil danach der sich Vogel, Dörre, Scharnberg und Bled be. aber ein solches Vermögen nicht besessen? Angel.: Nein. seitens der Militärstaaten stets große Nachfrage ist, soll die theiligten, gab die Versammlung zu dem Verhalten des Deles -Präs.: Wieviel Vermögen besaßen Sie damals. An Metallpatronen- Fabrit das Intereffe ihrer Aktionäre auch noch girten und den Beschlüssen des Verbandstages ihre volle Zus getlagter: Jch besaß nichts. Präs.: Besaß Ihre Frau dadurch wahrzunehmen wissen, daß sie die männlichen Arbeits- ftimung. Die Wahl eines stellvertretenden Delegirten zum Vermögen? Angefl.: Nein.- Präs.: Bekamen Sie nicht fräfte immer mehr durch die billigeren weiblichen ersetzt. Charlottenburger Gewerkschaftskartell fiel auf Vogel. mit Ihrer Fran 8000 M. mit?- Angefl.: Jawohl, diese 8000 M. Bezüglich der Frage der Feier des 1. Mai wurde beschlossen, waren aber bereits für das Diakonissenhaus verwandt. Präs: Wie konnten Sie nun, obwohl Sie gar keine Mittel besaßen, einer gesonderten Feier Abstand zu nehmen und jedem Kollegen die Betheiligung an den Veranstaltungen der politischen noch ein eigenes Haus für die Diakonissenanstalt antaufen? süßungszwecken sollen Listen für freiwillige Sammlungen in Angetl.: Ich rechnete auf die barmherzige Hilfe wohl Umlauf gesetzt werden. Zum Echluß richtete der Vorsigende an Partei anzuempfehlen. Zur Gründung eines Fonds zu Unterthätiger Menschen. Präs. Eigenthümlich ist es, daß Sie weder Ihre Frau als Gläubigerin in den Büchern der Anstalt die Versammelten den Appell, in der Agitation für den Berband aufführten, noch welche Gelder Sie aus den Ueberschüssen Ihres Gehalts für die Anstalt aufwendeten. getlagter: Das hielt ich hielt ich nicht für nothwendig. Präs.: Herr Janßen hat Ihnen doch genau angegeben, daß er die 20 000 M. zu einer gedeihlichen Fortführung des Werkes sende. Sie hatten doch alsdann kein Recht, diese Gelder zur Bezahlung von Schulden zu verwenden. Angefl.: Ich hatte jedenfalls nicht das Bewußtsein, damit etwas Unrechtes zu begehen. Die Abtragung des Kaufpreises für das Diakonissenhaus gehört doch Den Zehnstundentag verlangen die Stuttgarter Bauauch zur gedeihlichen Fortführung des Werkes. Im übrigen habe bandwerker schon seit Jahren vergeblich von den Unterich auch die Gelder nicht allein zur Abtragung des Kaufpreises, nehmern. Die Arbeiter haben nun eine Kommission gewählt, die sondern überhaupt für die Zwecke des Diakonissenhauses ver- mit ihnen darüber aufs neue verhandeln soll. In der Versammlung, wendet. Der Präsident stellt noch fest, daß der Angeklagte wo die Kommission gewählt wurde, kam nach der„ Schwäb. von 1885 bis 1892 3150 m. nebst freier Wohnung und vom Tagwacht" noch zur Sprache, daß die zur Verhütung von 1. März 1892 ab, zu welcher Zeit er zum dritten Prediger der Unfällen getroffenen Maßnahmen noch immer viel zu Lambertikirche ernannt wurde, 3600 M. nebst freier Wohnung wünschen übrig laffen und eine straffere Handhabung der bauerhalten habe. Der Angeklagte bemerkt noch auf Befragen des polizeilichen Kontrolle sehr zu wünschen wäre. Was die BerufsPräsidenten, daß er eine Reihe von Pensionären, von denen er genossenschaftsmatadore, die als häufigste Ursache der Unfälle Präsidenten, daß er eine Reihe von Pensionären, von denen er jetzt„ Trunksucht" der Arbeiter bezeichnen, sich hinter die Ohren bis 1500 m. jährlich erhalten, gehabt habe. Wie schon telegraphisch mitgetheilt wurde, ist Partisch zu drei Jahren Gefängniß verurtheilt worden. Der Gerichtshof nahm an, Partisch habe das Geschenk Janßen's von 20 000 m. für ein ihm persönlich, nicht der Diakonissenanstalt übergebenes halten können; es sei nicht nachgewiesen, daß der Angeklagte das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit seiner Verwendung des Geldes gehabt habe, es sei ferner nicht festgestellt, daß der Geber mit Bartisch's Verwendung des Geldes nicht einverstanden gewesen sei. Dagegen habe Partisch 2000 M. Janßen's rechtswidrig und bewußt zu eigenem Nußen verwendet, statt sie an die Diakonissen anstalt abzuliefern. Das Strafmaß sei hoch gegriffen wegen Partisch's Auftreten, Zeugnißfälschung und seiner unwahren Angaben. Wegen unberechtigter Führung des Doktortitels erhielt er sechs Wochen Haft, die durch die Untersuchungshaft für verbüßt betrachtet werden. Gerichts- Beitung. Vor Zuzug von Zimmerlenten nach Bern, von Schreinern, Zimmerlenten und Küfern nach Luzern und Schreinern nach Biel wird wegen Lohnbewegung gewarnt. Ebenso vor Zuzug von Schneidern nach Vevey, wo wegen Durchführung der Tarifregelung die Arbeit allgemein niedergelegt wurde. vormittags eine öffentliche Versammlung ab, in welcher Genosse Die Textilarbeiter in Rigdorf hielten am 3. Feiertag Jahn referirte und die Stellung unserer Partei der gesammten Sozial über: Sozialdemokratie und Sozialgeseggebung" und Arbeiterschutz- Gesetzgebung gegenüber erläuterte. Bezüglich der Maifeier wurde nach eingehender Diskussion beschlossen, die selbe durch allgemeine Arbeitsruhe und demgemäß Versammlung am Vormittag zu begehen und die Erwartung ausgefproden, daß die Feier eine einheitliche werde. Hierauf erstattet der elegirte beim Rigdorfer Gewerkschaftskartell, Kollege Schulz, Bericht über seine Thätigkeit, aus dem hervorgeht, daß man n. a. beschlossen hat, überall da wo ein Streit oder Lohnstreitigkeiten stattfinden, keine Arbeiter aus dem Arbeitsnachweis des Kartells hinzuschicken, auch auf die frühere Forderung betreffend Errichtung eines Geiverbeschiedsgerichts zu verzichten, da Rixdorf voraussichtlich doch bald mit Berlin vereinigt werden dürfte. Die Jahreseinnahme betrug 140,90 M., Ausgabe 118,85 W., so daß ein Bestand von 22,05 m. verbleibt. Kollege Schulz Vom Wiener Zieglerstreik. Hauptsächlich wegen ihrer wurde als Delegirter wiedergewählt. Der Bericht des Mitglieds ungeschminkten Berichte über den Streit ist die Wiener Arbeiter der Lohnkommission, Kollegen Stübner, giebt ein trauriges Zeitung" in drei Tagen dreimal tonfiszirt worden. Bild über die Verhältnisse, Löhne und Arbeitszeit der TextilDie Ziegelwerksdirektoren verlangten vom Statthalter Grafen arbeiter und bezeugt namentlich den Rückgang der Zahl der Rielmannsegg für jedes einzelne Werk militärische Hilfe, fleinen Meister und noch mehr der Stühle; in den meisten um die Arbeiter einzuschüchtern. Der Statthalter erklärte ihnen Werkstuben ist die Arbeitszeit unbegrenzt!" Der Durchschnittsaber kategorisch, daß nach den Ziegeleien nicht mehr Polizei und lohn beträgt für männliche Arbeiter 10, für weibliche 7-8 M. Militär geschickt werden könne, als schon draußen ist; die als Mitglieder der Lohnkommission wurden die Kollegen politische Behörde habe sich in den Lohnkampf nicht weiter ein- 2oite, Ringel, Stübner, Wolf und Klammert zulassen, sondern nur Gewaltthaten der Streifenden abzuwehren; gewählt. Ferner werden nach längerer Besprechung über die er tabelte dabei die mangelhaften Unterkunftsverhältnisse, die Innungs- Krankenkaffe die Kollegen Maiwald und Hangner den Ziegelarbeitern berechtigten Grund zur Klage gegeben hätten. für die eventuelle Vorstandswahl vorgeschlagen. Gegenüber dieser Entschließung des Statthalters find aber auf mehreren Werken bereits Dragoner zum Aufladen von Ziegeln. schreiben mögen! verwandt worden. Auf dem kleinen Werke Masur nahmen, mit Bewilligung der Vertrauensmänner, die Lebmscheiber die Arbeit wieder auf. Man hat ihnen einen Gulden Lohnerhöhung für tausend Ziegel zugefagt. am Die französischen Eisenbahnarbeiter eröffneten Donnerstag in Paris ihren Nationalkongreß. Er ist von 150 Delegirten besucht und erklärte sich mit den streikenden Omnibusangestellten solidarisch. " Aus Paris wird gemeldet, daß zwei Hauptführer" der Omnibusbeamten, Proust und Deville, am Mittwoch verhaftet wurden. Das Komitee des Omnibusbeamten- Syndikats erließ gegen diese polizeiliche Machination einen energischen Protest und erklärte, daß kein Ausgleich möglich sei, bevor nicht die Verhafteten wieder in Freiheit gesetzt würden. Die Verwaltung der Omnibusgesellschaft hat den Streifenden einige Konzessionen gemacht. Wegen Uebertretung der Polizeistunde hatte sich gestern der Restaurateur Gustav Heine aus Biesdorf vor dem Schöffengericht am Amtsgericht II zu verantworten. Der Superintendent von Biesdorf hatte am Vormittage des 10. Februar 1895 gepredigt, daß am Abend im Heine'schen Lokal eine christliche Andachtsübung der evangelischen Kirchengemeinde stattfinde, er labe dazu die ganze Gemeinde ein. Der Andachtsabend fand auch statt, es hatten sich aber noch einige Mitglieder der Gemeinde, wie auch der Gemeindevorsteher noch einige Beit nach 11 Uhr im Lokal befunden. Der Gendarm Brandt trat etwa 30 Minuten nach 11 Uhr ein und bemerkte außer den Gemeindemitgliedern noch einige Arbeiter, welche Karten spielten. Auf grund dieser Wahrnehmung erhielt Heine ein Strafmandat über 15 M. Dagegen ließ Heine durch seinen Nach einer weiteren Meldung sollen gestern von 1100 überRechtsanwalt Dr. Schöps die richterliche Entscheidung beantragen. haupt vorhandenen Omnibuswagen über 500 verkehrt haben. In der Verhandlung wurde festgestellt, daß die Karten spielenden Man erwarte das baldige Ende des Streifs. Diese Erwartung Arbeiter nicht zur Gemeinde gehörten, d. h. diese der Andachts- scheint sich zu erfüllen. Gestern noch beschloß eine Versammlung übung nicht beigewohnt hatten. Das Strafmandat sollte deshalb der Streifenden die anfangs verworfenen Zugeständnisse der Genach Ansicht des Amtsanwalts aufrecht erhalten bleiben. Der sellschaft zu afzeptiren und den Dienst wieder aufzunehmen, unter Bertheidiger machte aber noch den Einwand, daß der Angeklagte der Bedingung, daß alle Verhafteten Ausständigen ebenfalls den an diesem Tage frant gewesen wäre und infolge dessen seinen Dienst wieder aufnehmen. Etiefsohn mit der Vertretung beauftragt hatte. Es könne mithin nur dieser nach§ 45 und§ 147 der Gewerbeordnung bestraft werden. Der Gerichtshof schloß sich diesen Ausführungen an und erkannte auf Freisprechung. Soziale Leberlicht. Die Verfolgung der freien Bühnen in Berlin scheint man in Braunschweig nur abgewartet zu haben, um gegen die dortige Freie Bühne vom Leder zu ziehen. Als diese am Sonntag einen Theaterabend, verbunden mit humoristischen Vorträgen, unter Mitwirkung der Gesellschaft Vorwärts" aus Berlin, begonnen hatte, wurde die Festlichkeit polizeilich verboten. Ueber die Gründe" ist noch nichts bekannt. Versammlungen. = " In Rigdorf( Vittoriasäle) tagte am 22. April eine öffentliche Protestversammlung gegen die Umsturzvorlage. Stadt verordneter Th. Meyner hielt das Referat; von einer Disfussion wurde, da Gegner sich nicht zum Worte meldeten, Abstand genommen. Einstimmig gelangte folgende Resolution zur Annahme: Die 2c. Versammlung protestirt ganz entschieden gegen die sogenannte Umsturzvorlage und fordert diejenigen Reichstags- Abgeordneten, welche es mit der Freiheit des Volkes ehrlich meinen auf, einer Vorlage, die jede Kritik der ungefunden Verhältnisse in Deutschland verbietet, ein entschiedenes Nein! entgegenzusetzen. Ferner protestirt die Versammlung gegen die geplante Tabak- Fabrikatsteuer, durch welche tausende von Tabakarbeitern in Noth und Glend gestürzt würden, sowie gegen jede Bermehrung indirekter Steuern, weil durch sie gerade die Aermisten des Voltes in unerhörter Weise belastet werden." Gen. Thomas nahm hierauf noch Gelegenheit, gegen die in Rigdorf jetzt überhand nehmende Vereinsmeierei" zu Felde zu ziehen. Er wies nach, wie durch Gründung von sogenannten„ Klimbim- Vereinen" seitens der Arbeiter die gewerkschaftliche und politische Organifation vernachlässigt und hierdurch die allgemeine Arbeiterbewegung empfindlich geschädigt werde. Redner brachte dieserhalb eine Resolution ein, die ihre entschiedene Mißilligung gegen das Gebahren eines großen Theils der Rixdorfer Arbeiter aussprach, welche sich wohl Sozialdemokraten nennen, aber in keiner Weise geneigt sind, die Bestrebungen der Partei zu fördern, wozu der Anschluß an die Organisation sich als die erste Nothwendig. feit erweise.( Beifall.) Die Versammlung gab der Resolution einhellig ihre Zustimmung und wurde hierauf geschlossen." Eingelaufene Druckschriften. der Sozialdemokrat, Zentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 3). Die Nr. 17 vom 25. April hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Aus den Memoiren eines englischen Geheimpolizisten. Bitate. Die Festblätter zum 1. Mai. Parteinachrichten. Vermischtes.- Literarisches. Gedicht von Leopold Jacoby. Der Achtstundentag. Staat und Städte als Muster- Arbeitgeber in England. Die Maifeier in England. Aus Belgien. Der Maifeier und Verfolgungen in Russich- Polen. Arbeiter- Feiertag in Amerifa. Groß und Kleinbesitz auf dem Lande. Die Lage der Arbeiter im Kleingewerbe. Arbeiterorganisationen. Arbeiterschutz. Todtenliite. Wie man uns behandelt. 29. Heft des 13. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die Generation Leist. Das Proportional- Wahlsystem und die deutschen Reichstagswahlen. Von Advocatus. Die Intelligenz und die Sozialdemo tratte. Von Karl Kautsky.( Schluß.) Gläubige Wissenschaft. Neue Beiträge zur Umstu zvorlage von Arthur Jacobi. gart, J. H. W. Die B' Berlag) ist uns soeben die Nr. 8 des 5. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor:" Ihr hemmt uns, doch Jhr zwingt uns nicht." Die Brotvertheuerer vor dem Reichstage. Kritit, teine Zustimmung; Mitleid, tein Vertrauen. Zur Lage der Lübecker Arbeiterinnen. Feuilleton: Maria Stuart. Eine historische Stizze. Von Manfred Wittich.( Fortseßung.) Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Sarl) anzugeben unter der die Antwort ertheilt werden soll. In Rechtsangelegenheiten wird ausschließ= ich am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft erIn der Mitgliederversammlung des Zentralvereins der Bureau Angestellten, die am 19. d. M. tagte, sprach Kollege Schulz über den 1. Mai, seine Bedeutung in der Vergangenheit und für die moderne Bewegung der Arbeiterklasse schildernd. In der Diskussion wurden die Kollegen aufgefordert, fich an der Feier des 1. Mai nach Kräften zu betheiligen. Darauf erstattete der Vorsitzende Bericht über die Angelegenheit Freudenthal, den ganzen Verlauf derselben seit der Notiz in der Februarnummer des„ Bureau- Angestellten", und die Verhand- von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diey' Verlag) ist soeben das lungen mit dem Rechtsanwalt Herrn Freudenthal in einem furzen Resumee vortragend. Redner empfahl nachstehende Resolution, Die Regelung der Kellner- Verhältnisse und der Bund die von der Versammlung angenommen wurde:„ Die Verdeutscher Gastwirthe. Am 10. April hat, wie wir der Beit- sammelten nehmen Kenntniß von den Erklärungen der Rechts von der Gleichheit, Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen( Stuttschrift Soziale Praxis" entnehmen, die Unternehmer- Vereinigung ann älte Freudenthal und Naumann. Sie erblicken aber keineswegs im deutschen Gastwirthsgewerbe, der Bund deutscher Gastwirthe, in diefen eine Widerlegung der von ihnen aufgestellten Behauptungen; zu der von der Reichskommission für Arbeiterstatistit angeregten jedoch sieht die Versammlung von einer weiteren Polemit ab, in dem Frage der Regelung der Arbeitsverhältnisse Bewußtsein, daß nur eine starke Organisation im stande ist, die des Gastwirths personals Stellung genommen. Der bier zu tage tretenden Schäden unseres Berufslebens zu beVorstand der Unternehmer- Organisation einigte fich auf feitigen, und geloben die Anwesenden, alle Kräfte zum Ausbau folgende Punkte. Die gesetzliche Regelung der Arbeitszeit der und zur Stärkung der Organisation aufzubieten." Unter" VerKelner( Oberkellner), Kellnerinnen und Lehrlinge sei unter geschiedenem" forderte der Vorsitzende noch auf, für den Absatz der wissen Bedingungen durchführbar. Die Mindestdauer der un- vom Zentralverein jetzt eingeführten Agitationsmarken nach allen unterbrochenen täglichen( Nacht-) Ruhe soll für die Kellner 7, Kräften Gorge zu tragen. für Lehrlinge unter 16 Jahren 8 Stunden betragen. Die NachtIn einer gutbesuchten Putzerversammlung vom 22. April ruhe soll für die Lehrlinge spätestens um 12 Uhr beginnen. Als Mittagspause wurde eine halbe Stunde für ausreichend erklärt. Mittagspause wurde eine halbe Stunde für ausreichend erklärt. sprach P. Ja hn über das Thema" Die wirthschaftliche E3 empfehle sich nicht, die Dauer der Mindestruhezeit bezw. der age". Die statistischen Angaben des Redners über Steigerung Arbeitszeit für die verschiedenen Kategorien der in Gasthäusern Aufmerksamkeit entgegengenommen. Grothmann konstatirte, des Bodenwerthes und den Rückgang der Löhne wurden mit theilt. angestellten Kellner( 3immer, Restaurations- u. f. w. Kellner) ver- daß gegenwärtig in der Baufaifon die Arbeitslosigkeit im Parteiblatt. Im übrigen besten Dank für die Mittheilung. A. T., Luckenwalde. Eignet sich mehr für das lokale schieden zu bemessen. Eine eigentliche Sonntagspause der Kellner, Bußfach einen hohen Grad erreicht hat. An ein Hereinbrechen Kellnerinnen und Lehrlinge wurde für völlig undurchführbar er einer guten Zeit" anläßlich der Gewerbe- Ausstellung sei darum H. L. 1. Vormundschaft wird von Amtswegen eingeleitet; flärt. Dagegen soll ihnen monatlich 48 Stunden freie Zeit nicht zu denken, weil momentan in Berlin mit Einschluß der Vor- jedoch kann ein Betheiligter einen ausdrücklichen Antrag auf Einzur Erholung gewährt werden, was einer Zeit von vier freien orte über 50 000 Wohnungen leer stehen. Er empfahl den Kollegen, leitung der Vormundschaft beim Amtsgericht stellen. 2. Unfähig Nachmittagen im Monat gleichkommt. Nach wie vor soll dem aus dem Vergleich ihrer jetzigen Lage mit der in den siebziger zur Führung einer Vormundschaft sind: 1. noch nicht 21 Jahre Kellnerpersonal freie Zeit zum Besuche des Gottesdienstes ge Jahren die Lehre zu ziehen, daß auf eine eine Befferung alte, sowie bevormundete oder handlungsunfähige Personen, währt werden, sobald darum gebeten würde. Einstimmig erklärte der Verhältnisse so lange nicht gerechnet werden könne, als die 2. wer der bürgerlichen Ehrenrecht verlustig erklärt ist, 3. Gemeindie Versammlung, daß die Mehrzahl der im Vereinsbezirk beschäf- große Mehrzahl der Kollegen nicht besser d. h. aus indifferenten schuldner während der Dauer des Konkursverfahrens, tigten Kellner mit den ihm vom Prinzipal gewährten Einkommen Zu ihren( bezw. ihren und ihrer Familie) Unterhalt ohne Trinkgeld zu organisirten geworden sei. Bu Revisoren für den Vertrauens- 4. wer offenfundig einen unfittlichen Lebenswandel führt, 5. weibmann wurden gewählt Wanste, Fr. Gräschte und Mohr. liche Personen mit Ausnahme der Mutter, der Großmutter und nicht bestreiten kann. In dem Bestehen der gewerbsmäßigen Dähne ermahnte zur strengen Innehaltung der neunstündigen der von dem Vater oder von der Mutter, falls diese selbst VorStellenvermittler erblickte die Versammlung einen großen Nach- Arbeitszeit; in Pankow foll an einer Stelle bis 7 Uhr abends mund war, testamentarisch oder in einer gerichtlich oder notariell Es ist ein charakteristisches Zeichen für den hohen Grad der gearbeitet worden sein. Der Vorsitzende Schulz gab der Ver- beglaubigten oder in einer eigenhändig ge- und unterschriebenen fammlung ein Echreiben des Vereins 3onentarif: Einladung zu Urfunde berufenen Personen. Adlershof. Geben Sie die im Gastwirthsgewerbe herrschenden Uebelſtände, daß schon die einer Versammlung, bekannt, und forderte zum pünktlichen Gr betreffenden Thatsachen an; das genügt. Zu welcher Religions Einführung jener vom Bund deutscher Gastwirthe vorgeschlagenen scheinen in der Maiversammlung auf, die bei Keller, Koppen- gemeinschaft Sie dann das Gericht rechnet, ist gleichgiltig. äußerst geringfügigen Verbesserungen für die Arbeiter und - N. G. 18. Derartige Bücher taugen durchweg nichts. Arbeiterinnen des Gastwirthsgewerbes einen Fortschritt bedeuten straße, abgehalten wird. O. 7. Ja. G. F. 100. Vorläufig zurückgestellt. Reinickendorf. Am 14. April sprach hier im Arbeiter F. F. 100. Berlin bildet einen Bezirk für sich und gehört Bildungsverein Genosse Knauf in einem recht interessanten weder zum Regierungsbezirk Potsdam noch zum Oberpräsidium Aus dem Reiche der Dividendenschlucker. Die deutsche Vortrag über Aberglauben. Dem Vortrag schloß sich eine Metallpatronen- Fabrik in Karlsrube hat im letzten Geschäftsrege Tebatte an, die sich im allgemeinen im Sinne des Referats der Provinz Brandenburg. W. R. 54. Der Streit über jahre einen Rohgewinn von 2489515 M. und nach 795 554 M. Abschreibungen auf Maschinen und Gebäude einen Reingewinn bewegte. Hierauf giebt der Kassirer den Kaffenbericht, der einen Lohn für Wäschewaschen gehört nur dann zur Zuständigkeit des von 1 693 961 M. gemacht. Davon überweist sie 279 868 M. an Bestand von 22,50 M. aufweist. Zum Echluß wird darauf auf Bestellers eriolgt ist. In Ihrem Falle scheint Erlaß eines den Reservefonds, 210 698 M. für Gewinnantheile und Beattfindet mit der Tagesordnung: Die Bedeutung des 1. Mai. Dem Pfands und Retentionsrecht des Vermiethers unterliegt die mertfam gemacht, daß am 1. Mai eine öffentliche Versammlung Bahlungsbefehls das Gerathenste zu sein.- N., Schulstr. 114. lohnungen, die nach der Meinung der Mannheimer Volksstimme" wohl hauptsächlich den Direktoren und sonstigen gutbezahlten mögen die Genossen für den entsprechenden Besuch der Versamm der Prändung unterliegende Habe des Miethers, und zwar nicht lung sorgen. höheren Angestellten der Fabrik in die Taschen fließen, und theil für den Kellnerstand. würde. nur wegen der rückständigen Miethe, sondern wegen der vollen Miethe, die auf grund des Kontrakts zu zahlen ist. Der Wirth geht den übrigen Gläubigern vor. Manipulationen zwischen dem Schuldner und einem anderen Gläubiger, das Vorrecht zu schwächen, 50 000 M. einer Beamtenkasse. Aus dem Reste erhalten Die Holzarbeiter Charlottenburgs hielten am 20. April 1 080 000 m.= 18 pet. Dividende die Herren Aktionäre und eine öffentliche Versammlung ab, um zunächst den Bericht des 73 394 m. werden auf neue Rechnung vorgetragen. Abgesehen elegirten zum Verbandstage in Erfurt, Kollegen Noste davon, daß die Fabrikation von Mordiverkzeugen und dem, was Brandenburg, entgegenzunehmen. Nach längerer Diskussion, an sind nutzlos. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 97. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 58. Sigung vom 25. April, 12 Uhr. Am Regierungstische: Schönstedt und Kommissarien. Ohne Debatte wird zunächst in dritter Berathung der Gesetzentwurf, betreffend die Ergänzung des§ 98 der Hinter Legungs- Ordnung vom 14. März 1874 erledigt. bunden wird. zu wollen. 29 genehmigt. angenommen. = Schluß 33/4 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 11 Uhr. ( Gebührenordnung für Notare; Errichtung einer Generalfommission für Ostpreußen; Antrag Gamp, betreffend die Bevorzugung inländischer Erzeugnisse beim Ankauf für Staatsbetriebe; Antrag üdhoff, betr. Förderung des einheimischen Flachsbaues.) Freitag, den 26. April 1895. davon, 12. Jahrg. Zeuge Bäcker Josef Stock ist der Bruder des erstochenen hinauf kommen. Er habe gesehen, wie Stock gestochen worden Sch in idt: Wie steht's mit der Anweisung? Hat Ihnen der ist. Stock, der alte Mann, habe sich gerade den Rock aus- Graßmann Ihr Holz angewiesen? 3euge: Nein, er hat gezogen, um beffer lauten zu können, da sei ein Soltat auf ihn nichts angewiesen, obwohl ich mit der Ablösung einverstanden gestürzt und habe ihm den tödtlichen Stich beigebracht. Eine war. Beuge Maurer Alois Schram I ist aus Neugierde Art oder Waffe habe Stock nicht gehabt. Gin 72jähriger hinausgegangen, als das Militär kam. Er schildert das Eintritt stürmen der Soldaten, die sich an nichts gekehrt haben. Der Greis, der Angeklagte Jakob Schaumberger, Mann, sich an einem Landfriedensbruch betheiligen? vor den Richtertisch. Vors.: Wie Vors: Wie konnten Sie, alter Ronz habe die Hände in die Höhe erhoben und um Pardon gebeten. Der Soldat habe ihn aber gestochen. Es folgt darauf die dritte Berathung des Entwurfes eines Angefl.: Ich hoab hoalt mei Hulz g'braucht. Xaver Vors.: Hat sich die milde Bestrafung der Helm im Dorfe preußischen Gerichtstoften- Gesetzes, mit welchem Beitler erklärt noch nachträglich:" I hoab anno 70 nit so herumgesprochen?- Zeuge: Jawohl, die Leute sagten, die Vors. Meinen Sie, daß, wenn die dritte Berathung des Entwurfes einer Gebühren scharf zug'stochen," wie die Schweinhunde von Soldaten 1,50 M. sind nicht schlimm. Ordnung für Notare auf Antrag des Abg. Knebel ver- gegen uns." Der Angeklagte Michael Robl ist schwer ver- die Helm eine Freiheitsstrafe erhalten hätte, das Eindruck auf Ordnung für Notare auf Antrag des Abg. Knebel verwundet worden. Er flagt! Ich habe 6 Wochen schwer danieder die Fuchsmühler gemacht hätte?- 3euge: Das kann ich Rechtsanwalt Bernstein: Wie war die GeIn der Generaldiskussion erhält das Wort Abg. Knebel( natl.): gelegen und 100 M. Doktorkosten, die ich nicht bezahlen kann. nicht sagen. Der 16 jährige Angeklagte Wilhelm Plodet behauptet, schichte mit dem Konz? 3euge: Konz hat um Pardon ge= Die Frage der Berechnung der Kosten bei Eigenthums- Uebertragung ist eine sehr schwierige, weil sich nicht übersehen läßt, er wäre nur hinausgegangen um die Soldaten zu sehen. beten, der Soldat hat ihn aber gleich so gestochen, daß er hins wieviel einzelne fostenpflichtige Handlungen geleistet werden Angeklagter Josef Plodek hat an beiden Tagen im Walde gefallen ist. Rechtsanwalt Bernstein: Haben Sie Wider müssen. Der Entwurf ist von Fachleuten mir als durchaus un- gearbeitet. Wir find herausgefordert worden; wenn's feiner ftand gegen die Soldaten bemerkt?- 3euge: Nicht im müssen. Der Entwurf ist von Fachleuten mir als durchaus un gethan hat, hat's der Graßmann gethan. Ich bin aber fo- geringsten, garnicht. Der Zeuge Franz Burger enthält sich annehmbar bezeichnet worden. Der Verein für das Notariat in der Rheinprovinz führt Beschwerde darüber, daß die Kosten, die fort gegangen, als die Soldaten kamen, habe die Aufforderungen der Beugenaussage, weil er der Sohn des angeklagten des Amtmannes gar nicht abgewartet. Die Weiber haben mich Gemeindedieners Burger ift. Beuge Wagnermeister der Entwurf dem Publikum auferlegt, viel zu hoch sind. Der sogar einen Feigling genannt, eine hat mir nachgerufen: Scharnag zu Wiesau ist aus Neugierde von Wiefau Umstand, daß die Notare selbst die Gebühren, Der hat schon die Hosen voll!"- Der Angeklagte Johann mit dem Miltär mitgegangen. Er hat den dreimaligen die ihnen zugebilligt werden, für als zu hoch beouz erwidert auf die Frage des Vorsitzenden, ob er die Auf- Trommelwirbel gehört. Er hat gesehen, wie der Angeklagte zeichnen, bedeutet die schärfste Verurtheilung des Entwurfes. forderung des Bezirksamtmanns gehört habe: Wie soll ich denn Kaspar Vogl sich vor den Soldaten auf den Boden gelegt hat, Statt einer Entlastung der fleinen Leute, werden sie eine nicht das hören, den mit seiner schwäbischen Sprach', wir fein Ober- fein Hemd und seinen Rock ausgebreitet hat und gerufen: Stecht, unerhebliche Mehrbelastung zur Folge haben. pfälzer. Vors.: Sind Sie geflohen, als die Soldaten kamen? wenn Ihr stechen wollt! Das ist mein Recht, und um mein Minister Schönstedt: Ich möchte diesem Antrage widersprechen; er ist aus spezifisch rheinischen Gesichtspunkten begründet, Angel.: Ja, aber man konnte nicht so schnell laufen, da Recht geb ich meinen Geist auf. Der Zeuge Josef Enderz diese sind aber schon in der zweiten Lesung vorgebracht worden sehr viele Granitsteine im Wege lagen, das Terrain auch viel verweigert die Aussage, weil er der Schwager eines Angeklagten ist. Beuge Holzhändler Josef Hoffmann in Wiesau und vom Hause nicht anerkannt worden, und das heutige( Er- fach fumpfig ist. Die Vernehmung der übrigen Zeugen erfolgt sehr rasch, da ist mit dem Graßmann häufig geschäftlich zusammengekommen. gebniß dürfte nicht anders sein. Bei der jetzigen Geschäftslage würde die Zurückweisung an die Kommission mit dem Scheitern der meistens schon Grörtertes wiederholt wird. Interesse erregte die Vors.: Hat Ihnen der Graßmann über das Rechtholz etwas 3euge: Er hat einmal gesagt, er könne Borlage in diefer Session gleichbedeutend sein, und der jetzige Ich bin der erste und einzige gewesen, der mit der Ablösung des ohne Anweisung nichts hergeben. Vernehmung des Angeklagten Franz Schram I. Er sagte: gesagt? Wors.: Wissen Bustand, der allseitig als unerträglich anerkannt ist, würde noch Holzes schon vor zwei Jahren einverstanden war. Ich war Sie, ob der Graßmann die Fuchsmühler chikanirt hat. länger bestehen bleiben. Es bestand auch nach der ersten Be länger bestehen bleiben. Es bestand auch nach der ersten Be- beim Bezirksassessor in Waldfassen gewesen, hab' heute aber Beuge: Da kann ich keine Auskunft geben. Vors.: Wo rathung ein Einverständniß zwischen der Regierung und dem Hause, daß zu weit gehende Ermäßigungen der Gebühren mit noch nichts für den Gang. Zwei Jahre habe ich fein Holz waren Sie beim Vorfall?- Zenge: Ich war oben beim Rücksicht auf die Finanzlage und die Justizpflege ausgeschlossen bekommen, Kinder habe ich mehr wie Fenster, da treibt's einen Oberförster und bin dann mit Graßmann hinter dem Militär seien. Jede weitere Ermäßigung hat eine höhere Steuerbelastung halt zur Selbsthilfe. Der Zoller ist nicht der schlimmste, der will hergegangen. Graßmann sagte:„ Es ist blos, daß man den zur Folge, und um so weniger können die berechtigten Wünsche nicht, daß wir so gepreßt werden, der Graßmann ist an allem Fuchsmühlern zeigt, daß sie nicht Herren im Walde find." Dann auf Vermehrung der Richterstellen, Staatsanwaltsstellen und schuld. Das Holz gehörte mir doch, ich hatte doch keinen Streit fagte ich: Dort giebt es wohl Verwundungen? Graßmann er auf Bermehrung der Richterstellen, Staatsanwaltsstellen und mit dem Zoller, ich war doch mit der Ablösung einverstanden. widerte: So schlimm wird es wohl nicht sein, die Leute reißen Verbesserung der Beamtengehälter erfüllt werden. Abg. Willebrandt( 3.): Eine Rückverweisung in die Kom- Ich wollte Ruh mit der Herrschaft. Meine Eltern haben schon ja alle aus. Erit später habe ich vom Gendarmeriekommandanten Vors. Sie wollten Holz mission wäre zwecklos, denn die Vorlage würde doch in derselben gesagt, wenn das so fort geht mit der Herrschaft, dann kommen gehört, daß es Toote gegeben hat. wir noch an den Bettelstecken. Rechtsanwalt Bernstein: vom Baron Boller kaufen. Beuge: Jawohl, für etwa Gestalt wieder an das Plenum gelangen und andererseits sind Der Graßmann wußte doch, daß Sie ablösen wollten und hat 25 000 M.- Bors.: Sie haben dann das Holz, das die Fuchs auch wesentliche Erleichterungen beschlossen, daher bin ich gegen Ihnen doch nichts angewiesen?- Angefl.: Ich bin oft bei mühler gehauen haben, gekauft?- 3euge: Einen Theil den Antrag des Abg. Knebel. für etwa 450 Mart, das übrige haben, Abg. Schettler( t.): Auch wir halten eine Zurücverweisung ihm gewesen, er hat mich stets abgewiesen. Ich hab' in den beiden Jahren für 600 M. Schaden gehabt. glaube ich, die Berechtigten angewiesen bekommen. Vors.: der Vorlage in die Kommission für zwecklos; es ist nicht abzuDie Angeklagte Anna Schmucker ist beschuldigt, ihren Aha, damit ist das Holz für 1893' angewiesen worden.- R.-A. sehen, auf grund welchen Materials wir zu anderen Beschlüssen Sohn angestiftet zu haben, in den Wald zu gehen, sie selbst Bernstein: Haben Sie das Militär losgehen gesehen? gelangen tönnten. Abg. Knebel zicht bei der Aussichtslosigkeit seines An- ist nicht mit hinausgegangen. Vorf.: Haben Sie sich das nicht Beuge: Das Militär ist sehr rasch vorgegangen. Ich wußte trages denselben zurück, erklärt aber, gegen die Gesetze stimmen überlegt, daß das strafbar sein könnte und Sie Ihr Kind ins gar nicht, wo es so schnell hergekommen ist.- Vorf.: Wie Unglück bringen? Angel.: Nein, ich hab nichts Unrechtes hoch stellt sich die Klafter Tannenholz im Preise?- 3euge: In der Spezialdistusfion werden ohne Debatte die§§ 1 bis gethan.- Die gleiche Antwort giebt auch der Angeklagte Bon dem besseren 13/2 M., von dem Faulholz 71/2 M. per Klafter. eitler, der feinen Sohn nach dem Wald geschickt hat. Nach längerer Spezialberathung der übrigen einzelnen Schließlich kommen die vier nur wegen Auflaufs angeschuloigten Stock. Er war der Prozeßführer für die Gemeinde Fuchsmühl. Paragraphen wird das Gesetz im ganzen mit großer Majorität Angeklagten an die Reihe. Der Angeklagte Ernstberger Vorf.: Wieso ist das Gerücht entstanden, daß das Holz am will nur hinausgegangen sein, um seinen schwerhörigen Bater zu 25. Oktober angewiesen werden müsse. 3euge: Ja, meine suchen. Er ist von einem Soldaten überrannt und gestochen lieben Herren, wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, worden. Der Angeklagte Hanbne er meint: Ich habe den das Holz auf gerichtlichem Wege zu bekommen. Wir haben Bezirksamtmann gehört, aber glaubte, die Aufforderung fei nur uns an die Regierung, an das Bezirksamt und an bas Die Regierung antwortete, fie an die Holzberechtigten gerichtet und ging mich nichts an. Ich Ministerium gewandt. habe gesehen, wie der alte Stock todtgestochen wurde, er tönne nichts machen, solange der Prozeß schwebt. Die Bauern wollte sich gerade die Jacke ausziehen. Der Forstgehilfe sollten sehen, daß ihr Anwalt aber eine einstweilige Verfügung Schuster hat Hurrah gerufen und da stürzten die Soldaten erwirke. Schließlich haben wir in Nürnberg Recht bekommen. los. Der Angeklagte Wilhelm Jaarner behauptete, er sei fofort Aber aus formalen Gründen wurde das Holz nicht angewiesen. nach der Aufforderung fortgegangen, habe aber nicht so schnell Nun beträgt der erste Rückstand etwa 100 000 m. und wir haben laufen können. Die Soldaten hätten ihn eingeholt und fort nichts bekommen und die Bauern sagten sich, jeßt läuft der zweite während gestupst, er sei hingefallen und wieder aufgestanden und Rückstand auf und wir kriegen wieder nichts, da müssen wir uns weiter gelaufen, habe aber fortwährend Stiche erhalten. Der das Holz selbst holen. Rechtsanwalt Bernstein: Wie ist Weiden, den 24. April 1895. Vorsitzende konstatirt, daß vier handbreite Verlegungen im das mit dem ersten Rückstand? Haben Sie nicht geklagt? Die Verhandlung wird um 8/4 Uhr früh von dem Vor- Rücken unter der Achsel vom Arzt festgestellt sind. Zenge: Wir haben von 1844 bis 1873 15 Jahre lang gar fein fizenden Landgerichtsrath Lerno eröffnet. Die Vernehmung der Damit ist die Vernehmung der Angeklagten beendet und der Holz und 15 Jahre nur die Hälfte bekommen. Der Prozeß zieht Angeklagten wird fortgesetzt. Der Angeklagte Josef Schram! Vorsitzende läßt eine Mittagspause eintreten. sich schon lange hin, er ruht jetzt, weil wir kein Geld haben, um ist durch mehrere Stiche im Rücken verwundet worden. Er er- In der Nachmittags Sigung beginnt das Verhör weiter zu prozessiren. Vorsitzender: Wie ist das Gerücht zählt, er habe sich zur Flucht gewandt und zu dem Soldaten, der der 3eugen. Erster Beuge ist Schuhmachermeister Johann von dem 25. Oktober entstanden, das haben Sie noch nicht gesagt. Sommer - 3euge: Der Förster Brennert sagte, im ihn verfolgt und gestochen hatte, gesagt:" Du bist ein Rindvieh, Schaumberger in Fuchsmühl. Er hat der Helm im Sommeraber fein Soldat". Der Soldat habe aber nicht abgelaffen und Holz hauen geholfen und war bei dem Termin gegen die Helm in kann das Holz nicht angewiesen werden, da wäre der Schaden ihm noch mehrere Stiche versetzt. Der Angeklagte Konz habe die Waldfassen dabei. Der Zenge erklärt, der Ober- Amtsrichter in für den Baron zu groß. Die Bauern sollten bis zum 25. Oktober Hände erhoben, den Hut in der einen Hand gehabt und gerufen: Wir Waldfaffen habe gesagt, die Helm habe nur ihr Rechtholz geholt warten. Es kann auch geheißen haben, daß bis zum 25. Oktober weichen der Staatsgewalt und bitten um Pardon. Die Sol- und sei im Sinne der Anklage nicht strafbar, sie sei lediglich der Prozeß in München beendigt sein würde. daten hätten sich daran aber nicht gekehrt.- Vorsigender: wegen Uebertretung der forsipolizeilichen Bestimmungen mit Es wird das von der Staatsanwaltschaft aufgenommene Sie haben doch von der Verhaftung des Bürgermeisters gehört? 1,50 W. zu bestrafen. Das Urtheil sei im Dorfe bekannt ge- Augenscheins- Protokoll des Schlachtfeldes" verlesen. Aus der Barum sind Sie am zweiten Tage wieder hinausgegangen worden und die Bauern hätten gesagt:. Wegen der 1,50 M. Verlesung eines Attenstückes geht hervor, daß die Fuchsmühler Angeti.: Ja, es hat geheißen, die brei find als Anführer ver- fragen wir nichts danach. Vors.: Hat der Ober- Amtsrichter am 1. August 1849 fich eigenmächtig ihr rückständiges Rechtallein die Helm hätte nicht in haftet worden. Aber meine lieben Herren, wir brauchen keine gesagt, den Wald holz geholt haben. Eine gerichtliche Anzeige hatte keinen Erfolg. bis die andern auch Anführer, die Noth hat uns in den Wald getrieben. Es war gehen sollen, sondern warten, doch unser Recht, an diesem Glauben machte uns auch die Ver- nach dem Holze gingen? 3euge: Nein, nicht Der Zeuge Karl Ernst haftung nicht irre. Wir meinten, der Bezirksamtmann ist doch hat er gefagt. nicht nur Polizei für einen einzelnen Gutsherrn, sondern für die berger ist der Bruder des Angeklagten Ernstberger. gegangen; ganze Gemeinde. Die Noth war doch zu groß. Staatsanwalt Vorf.: Sie sind nicht mit in den Wald Daubner: Es ist doch bekannt, daß das Jahr 1893 viel warum nicht? 3euge: Ich hatte keine Zeit. Bors.: schlimmer war für die Landwirthschaft als das Jahr 1894. Am zweiten Tage sind Sie draußen gewesen?- 3euge: Ja. Dreißig Mark Geldstrafe für eine Reihe infamee Warum haben Sie sich nicht schon 1893 das Holz geholt?--Vors.: Haben Sie die Aufforderung des Bezirksamtmanns Angel.: Ich habe mein Anwesen erst zwei Jahre und bin gehört?- 3 eu ge: Daß er sprach, habe ich gehört, ich habe Brutalitäten! Vor dem Rigdorfer Schöffengericht hatte sich am ein Anfänger, wollte also auch erst abwarten. Angeklagter ihn aber nicht verstanden. Trommeln habe ich gehört, dann hat Dienstag der Bäckermeister Gustav Leauclair, Kottbuser Fichtner hat 17 oder 18 Stiche von den Soldaten be- einer Hurrah geschrien und da kamen die Soldaten hervor. Ich amm 101 wohnhaft, wegen gröblicher Mißhandlungen feines fommen, und er behauptet, diese Verwundungen erst erhalten zu stand hundert Meter vom Bezirksamtmann weg.- Bors.: Wie 18jährigen Dienstmädchens Anna Böhm zu verantworten. 3euge: Die waren Gines Morgens im Oktober v. J. stand das Mädchen nicht sofort haben, als er schon aus dem Walde heraus auf der dem Josef, weit waren die Holzfäller entfernt? Eraml gehörigen Wiese sich befunden hat. Der Soldat habe noch weiter weg. Rechtsanwalt Bernstein: Haben Sie auf, als der Angeklagte es wedte; er stürzte daber in das ihn verfolgt und gerufen:" Du Saubauer, wirst Du gesehen, daß sich jemand den Soldaten widersetzt hat?-3enge: Schlafzimmer des Mädchens und riß diefem das Deckbett fort. machen, daß Du fortkommst."" Es is ganga, wie nein, die sind alle gelaufen. „ Es is ganga, wie nein, die sind alle gelaufen. Zeuge verh. Gütler Rahn Erschrocken sprang die Böhm auf und suchte zunächst ihre Blöße wenn's donnert hinten drauf. Ich bin heut noch invalid; ist ist außerhalb des Waldes mit ihnen zusammen gerathen, er 3 becken, wobei sie von dem sauberen Dienfiherrn in das eine Art einem Familienvater gegenüber? Da follte man ist ihnen aber entwischt. Zeuge hat gesehen, wie der Soldat gröblichster Weise ins Gesicht geschlagen wurde. sich doch wirklich besinnen, meine Herren Richter." Der An- ein Frauenzimmer gestochen hat und genau gehört, Noch ärger waren die Mißhandlungen, die das arme Mädchen an einem Abend desselben Monats vom Angeklagten zu erdulden getlagte Vogl erzählt, die Soldaten feien sofort losge- daß einer Hurrah gerufen hat. Wer, kann er nicht sagen. fürmt, als der Bezirksamtmann die letzte Aufforderung zum Rechtsanwalt Bernstein: Sat der Soldat das Frauenzimmer hatte, weil es angeblich den Bäckerladen nicht gründlich genug Beuge: Von hinten. gesäubert habe. Das Geschrei der Mißhandelten wurde sowohl Verlassen des Waldes erlassen hatte. Der nächste Angeklagte ist von vorne oder von hinten gestochen? ein kleiner 14 jähriger Junge August Fürst, er hat seinen Rechtsanwalt: War unten verstanden worden, man solle in einem benachbarten Lokal als auf der Straße gehört und als das Mädchen herausgestürzt kam, wies es ein durch Schläge geVater beim Holzfällen geholfen. Da er seinen Vater habe stehen hinauf zum Amtmann gehen? Zeuge: Ja, das war allröthetes Gesicht, zerzauste Haare und ein blutendes Ohr auf. sehen, sei er auch auf die Aufforderung des Bezirksamtmannes gemein die Ansicht. nicht fortgegangen. Sein Vater, der Angeklagte Johann Der Vorsitzende ersucht die Vertheidiger, das Fragerecht für Nunmehr verließ das Mädchen den Dienst und erstattete Anzeige. Fürst erzählt sehr drastisch, wie der Soldat ihn gestochen hat. Die Angeklagten auszuüben. Der Beuge Leonhard Hofer Nach ihren Angaben leidet die Böhm infolge jener MißhandNur durch eine Wendung nach der Seite sei er vor einem todt ist auch nicht in den Wald gegangen. Auf die Frage nach dem lungen noch heute an Kopf- und Rückenschmerzen, sowie an Trotzdem der Angeklagte bereits einmal bri genden Stich bewahrt worden. Angeklagter Sch mid- Grunde antwortet er:" Weil die Säg nicht g'paßt hat( nichts wegen Mißhandlung eines seiner Gesellen vorbestraft ist, vers schneider hat auch den Ruf von Konz gehört:„ Wir weichen getaugt hat)". Vors: Wann sind Sie am 2. Tage urtheilte ihn der Gerichtshof für seine Rohheiten zu sage und der Gewalt." Staatsanwalt Daubner: Dieser Ruf ist hinausgegangen? 3euge: Als die Soldaten durch schreibe dreißig Mark Geldstrafe! erst nach der dritten Aufforderung erfolgt, da durfte aber niemand Fuchsmühl marschirt sind, dem R.-A. Bernstein: Haben Sie die Auf Wege mehr stehen bleiben. Rigdorfer Sicherheitszustände. Wegen Beleidigung des es beweisen, beweisen, Ihr Chor, ihr elendiges. berittenen Gendarmen Drescher in Rigdorf hatte sich am Dienstag Aufforderung so verstanden, daß Sie gleich rennen mußten?-wir Angetl.: Nein. Angeflagter Steinhauer Stock, ein und legte auf mich an.- Rechtsanw. Bernstein: Haben Sie der Tischlergeselle Friedrich Albert Dick wach, zur Zeit in fünfzigjähriger Mann, ist auch verwundet worden. Er gesehen, wann die Soldaten aufgepflanzt haben? 3euge: Schneidemüht wohnhaft, vor dem Rixdorfer Schöffengericht zu ruft noch ganz erregt aus:„ Ich habe mich auch Die Bajonette waren schon droben. Zeuge Müller Johann verantworten. Der Angeklagte war jedoch wegen der weiten müssen stechen lassen. Ich habe Strafantrag gestellt gegen Matthes hat den Bezirksamtmann nicht gehört, aber die Entfernung seines jeßigen Wohnsitzes vom Erscheinen zur Haupts den, ter mich geftochen hat, er ist aber nicht angenommen Trommel hat er gehört. Er war 200 Schritt entfernt. verhandlung entbunden worden. Tie Beweisaufnahme ergab worden." Angeklagter Schneider aver 3eitler erklärt, er ors.: Waren die andern näher zum Herrn Bezirksamtmann? folgenden Sachverhalt: Am Abend des 3. Juli v. J. ftorb des habe auch verstanden, die Leute sollten zum Bezirksamtmann- 8euge: Ja, die meisten waren näher.- Rechtsanwalt Angeklagte auf dem Bürgersteig in der Hermannstraße an) Die Bauern von Fuchsmühl vor Gericht. = das A Die weiteren Zeugen sind erst auf morgen geladen. Der Vorsitzende vertagt deshalb die Situng gegen 1/26 Uhr abends auf Donnerstag früh 9 Uhr. ba bin ich nachgegangen. ein fagte Soldat: wollen „ Euch Gerichts- Beifung. wartete auf den Pferdebahnwagen. Da trat ein unbekannter thum wieder zurückbetam. Es war dem Angeklagten nämlich r Maler, Lackirer und Anftreicher waren behufs Stellung Mann an ihn heran und forderte ihn auf, weiterzugehen, was nicht geglückt, eine größere Summe darauf locker zu machen. nahme zur Maifeier am Montag in den" Arminhallen" verDickwach natürlich nicht that, da er hierzu ja gar keine Ver- Auch der Versuch des Angeklagten, sich als Opfer einer Intrigue sammelt.& int hält es für selbstverständlich, daß man, wie in anlaffung hatte. Jetzt stellte sich der Zivilist als der berittene hinzustellen, sowie die Bekundung seines Abscheues gegen den den früheren Jahren, an der Arbeitsruhe festhalte. Bur besseren Der Gerichtshof verurtheilte Kontrolle der Feiernden wünschte er die Stempelung der MitGendarm Drescher vor und wiederholte seine Aufforderung," Vorwärts" nüßten ihm nichts. wobei er den D. mit Arretirung drohte. Um allen ihn vielmehr wegen Betruges im Rückfalle zu der empfindlich gliedsbücher in der Versammlung. Von Witte wurde beScheerereien aus dem Wege zu gehen, ging D. weiter und wurde hohen Strafe von einem Jahr sechs Monaten Zuchthaus und antragt, den Arbeitslofen an diesem Tage eine kleine materielle von dem Gendarm langsam begleitet. Das schien dem An- drei Jahren Ehrverlust. Auch wurde auf sofortige Verhaftung Beihilfe zu gewähren, um die Ausrede, man könne nicht mitmachen, in jeder Weise zu pariren. Ein Antrag Lehmann geklagten, der sich nicht des geringsten Unrechts bewußt war, erkannt. denn doch zu arg, er blieb schließlich wieder stehen und soll Auch die Polizei in anten zeigt ihren Eifer am un- endlich wollte allen, die infolge ihres Eintretens für die Mainach der Bekundung des Sicherheitsbeamten geäußert haben: rechten Orte. Auf die Anzeige eines Wächters der öffentlichen bewegung gemaßregelt werden, die weitgehendste Hilfe der GeBon so'nkerl werde ich mich doch nicht arretiren Ordnung hin hatte das Schöffengericht der genannten Stadt werkschaft gesichert wissen. Der Vorschlag des Referenten Link lassen!" Dadurch fühlte sich der Gendarm Drescher be- einen Rektor als Redner und einen Stadtverordneten als Leiter wurde von allen Diskussionsrednern als unpraktisch bezeichnet; leidigt. Der Angeklagte hat bei seiner kommissarischen Ver- in einer Versammlung wegen Verlegung des preußischen Bereins- Schweiger hielt dem entgegen, daß den Arbeitslosen, die sans nehmung behauptet, er sei von dem Beamten zunächst arretirt, gefeges mit je 15 m. bestraft, Gie waren mit einem Dugend façon feiern, dadurch Gelegenheit gegeben werde, fich eventuell unterwegs aber wieder freigelassen worden, wodurch er zu der anderer Herren zu einer Besprechung zweds Erhaltung der Ober- als Märtyrer aufzuspielen, damit würden gerade die Indiffe. dann herumprahlen. Gegen Vermuthung gekommen sei, gar keinen echten Beamten vor sich Tertia an der höheren Knabenschule zusammengekommen; hierin renten dann Die Unterstützung man ein, daß in anbetracht der großen zu haben. Nun habe er aber verlangt, zur Wache gebracht zu erblickte man eine unerlaubte Versammlung. Das Landgericht in werden und dabei geäußert;" Ich bin noch so'n Kerl, daß ich Cleve hat natürlich das Urtheil kassirt; beide Staatsverbrecher Rämpfe die in Aussicht stehen, vermieden werden müsse, Sie mit nach der Wache bringe." Der Gendarm könne sich daher wurden freigesprochen. die Gewerkschaft gegenwärtig wegen der Maifrage finanziell zu engagiren. Mit Ablehnung aller Eventualanträge beschloß die nur verhört haben. Da der Gendarm bei seiner Bekundung verVor dem Landgericht Würzburg wurde dieser Tage Bersammlung dann mit allen gegen zwei Stimmen die Arbeitsblieb, erachtete der Gerichtshof den Angeklagten der Beleidigung für schuldig und verurtheilte denselben wirklich zu 3 Mart gegen die Freifrau v. Pape, genannt Papius, verhandelt, die für ruhe für den 1. Mai. Der später noch zur Beschlußfassung vorihre Tochter die Kupplerin gemacht hatte. Als Zeugen waren Geldbuße. Studenten, Kaufleute, Militärs, Beamte 2c. geladen und erschienen. gelegte Antrag: Die Kollegen, die aus zwingenden Gründen an fand keine Annahme. Am Vormittag um 9 Uhr findet eine Eine Anklage wegen Gotteslästerung wurde gestern vor Freifrau v. Pape erhielt 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus und drei diesem Tage arbeiten, haben eine Steuer von 1 M. zu entrichten, der neunten Strafkammer des Landgerichts I gegen den Maler- Jahre Ehrverlust. Versammlung in den Arminhallen statt, abends feiert jeder gehilfen Max Webel verhandelt. Am Abend des 27. November Im Prozeß Eichinger, der den Advokaten Rothziegel in nach Belieben. Der folgende Punkt betraf die Beschlußfassung vorigen Jahres fand in einem Lokale in der Badstraße eine Wien ermordet haben soll, bejahten die Geschworenen einstimmig über die Frage, ob man gegen die Prinzipale, welche sich an die öffentliche Versammlung statt, die von Personen beiderlei Ge- die Fragen auf Mord und Raub und verneinten die Frage auf Fünf- Uhr- Feierabendstunde nicht halten, vorgehen wolle. Link schlechts, zumeist der Freireligiösen Gemeinde angehörig, besucht Sinnesverwirrung. Eichinger wurde zum Tode verurtheilt. bemerkte, daß er diese Angelegenheit der Versammlung unterbreite. war. Der Angeflagte trat als Redner auf und machte zunächst weil verschiedene Werkstätten dazu drängten; als besonders traß Ausführungen, daß die Kirchensteuern unberechtigt seien. Ein seien ihm die Arbeitsverhältnisse bei der Firma Geßler geschildert Pfarrer beziehe Gehalt für Dienstleistungen, die garnicht verlangt worden. Bei der nun folgenden ausgedehnten Debatte würden. Sodann soll der Angeklagte nach der übereinstimmenden wurde das ganze Agitations Programm der Gewerkschaft Bekundung zweier Polizeilieutenants, welche die Versammlung Man solle eine einzelne Frage, überwachten, seine Ansichten über das Sakrament der Taufe in Der Sozialdemokratische Wahlverein für den mit erörtert. anstößiger Weise kundgegeben und von Beschmieren mit Wasser zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt Schweiger, nicht in dieser Form behandeln, wo der gesprochen haben. Der Angeklagte bestritt, daß diese Aeußerung am 23. April im Saale der Bockbrauerei eine Versammlung ab, Beitpunkt für ein Eintreten in eine Lohnbewegung noch nicht 10 gelautet habe und bertef sich auf drei weib in welcher Genosse Antrick die Währungsfrage einer gekommen sei. Reine de wandte sich gleichfalls dagegen, daß liche Beugen, welche auch bekundeten, daß ihnen be- Besprechung unterzog. Redner wies an der Hand ökonomischer man deshalb es zu einem partiellen Streit oder zu einer Sperre Betrachtungen über den Charakter des Geldes nach, daß das kommen lasse; die Kräfte sollten nicht vor der Zeit verzettelt Staatsanwalt Schütte legte den Entlastungszeugen feinen Streben der deutschen Agrarier nach Doppelwährung im Grunde werden. Nach weiteren Bemerkungen von Mausolf, Böh. Werth bei. An der Zuverlässigkeit der beiden Polizeilieutenants, nichts weiter fei, als ein Beutezug zu Nutz und Frommen derling und Link wurde ein Antrag angenommen, daß die die unmittelbar neben dem Redner gesessen hatten und lediglich Großgrundbesiger. Das Gerede, der Bauer würde den größten Berliner Filialen in einer fombinirten Versammlung die Regeihre Aufmerksamkeit auf etwaige gegen das Gesetz verstoßende Nußen von der Einführung der Doppelwährung haben, sei eitel lung dieser Angelegenheit und die Formulirung der sonstigen Redewendungen und Worte zu richten hatten, tönne ein 3weifel Heuchelei. Redner ist der Meinung, daß auch die Arbeiter ein Forderungen an die Unternehmerschaft vorzunehmen haben. Mit nicht aufkommen. Er beantrage bei der Schwere der Be- Intereffe daran hätten, sich über die Währungsfrage zu belehren. Der Aufstellung eines Lohntarifs soll in nächster Zeit begonnen schimpfung eine Gefängnißstrafe von sechs Monaten. Seine Ausführungen, die er mit einer Ermunterung zur Organi- werden. Mart erstattete Bericht über den Beschluß der GeDer Vertheidiger Rechtsanwalt Herzfeld, machte zunächst fation schloß, wurden recht beifällig aufgenommen. Der Vorwerkschaftskommission, betreffend Bulaffung der Delegirten. Nach geltend, daß der Standpunkt, den der Angeklagte mit bezug auf figende, Genosse Rizing, theilte mit, die Genossen von furzer Diskussion fam man zu der Entschließung, die Frage, ob Die Taufe einnehme, von vielen gebildeten und eblen Menschen Mariendorf und Tempelhof führten lebhaft darüber Klage, daß die Gewerkschaft für die Kosten des Gewerkschaftsbureaus Beigetheilt werde. Den am schwersten wiegenden Ausdruck Be- die Berliner Genossen, welche diese beiden Vororte besuchen, die träge leisten wolle, zu verneinen. Man war der Meinung, daß schmieren" hielt er nicht für erwiesen und in betreff der übrigen dortigen gesperrten Lokale start frequentirten. Im Anschluß an auf eine Vertretung in dieser Kommission ev. verzichtet werden Ausbrücke vermiffe er die Rohheit der Gesinnung, welche, nach diese Mittheilung forderte Rizing dazu auf, die genannten Ort- tönne.--Wegen der mehrfachen Beschwerden, daß Kollegen zu einer Entscheidung des Reichsgerichts, zum Begriff der Gottes- fchaften bei Ausflügen möglichst überhaupt zu meiden. Auch unrecht gemahnt sind, sollen noch Erhebungen angestellt werden, Täfterung nothwendig sei. Er bat um Freisprechung. sprach der Borsigende noch den Wunsch aus, die Mitglieder deren Resultat in nächster Versammlung veröffentlicht wird. sollten sich eine lebhaftere Agitation für die Versammlungen angelegen sein laffen, bezw. felbft in größerer Zahl erscheinen. Die Versammlungen seien in letzter Zeit zu schlecht besucht. sonders der Ausdruck Beschmieren" entgangen set. Das Gericht trat diesen Ausführungen nicht bei, sondern verurtheilte den Angeklagten zu 4 Monaten Gefängniß. Es dürfte manchen wundern, daß im glaubenslosen Berlin schon eine Beschimpfung der Taufhandlung eine Gotteslästerung bedeutet. werde. Versammlungen. meint Rigdorf. Die hiesige Zahlstelle des Holzarbeiter- Verbandes hatte am 19. April eine Versammlung einberufen, in der eine. Reihe geschäftlicher Angelegenheiten erledigt wurden. Nachdem der Vorsitzende und der Kassirer den Bericht über die Vereinsthätigkeit im letzten Quartal gegeben hatten, sollte in eine Besprechung über die Verhandlungen des Verbandstages eingetreten werden. Jedoch mußte hiervon Abstand genommen werden, da der Delegirte noch nicht von der Generalversammlung zurückget̃ommen war. Unter Vereinsangelegenheiten wird beschlossen, Mitte Juli eine Kremserpartie zu arrangiren. Mitglieder, die baran theilnehmen wollen, mögen sich im Arbeitsnachweis melden. Die Versammlungen finden von jetzt ab jeden Mittwoch nach dem 15. des Monats statt. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbaner. Filiale Moabit, Sonnabend, den 27. April, abends 8 Uhr, im Lokal von Drendel, Jagowstraße 16: Bersammlung. Tagesordnung: Abrechnung vom ersten Quartal. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 7-8% Uhr: Lektüre. 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179 a: Geschichte( neueste). Südost Schule, Waldemarstr. 14: Deutsch( Literatur.) Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufArbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Alle Aenderungen im Bereinsfalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Freitag. Uebungssunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Collegia, genommen. Ad. Neumann, Palmer, Bertu Adalbertfir. 21 bet Roll. Raiser'scher Männerchor, Schönhauser allee 28, bet stelle. Arbeiter- Gefangverein Nord, Rastanien Allee 11, bei T In einer gutbesuchten Versammlung des Wahlvereins Das Theater Unter den Linden ein- Versammlungs- für den 4. Streis( Often), die am 23. April bei Reller, raum. Gine seltsame Streitfrage schwebt zur Zeit zwischen dem Koppenstr. 29, stattfand, referirte Genoffe Georg Wagner Bolizeipräsidium und dem Theaterdirektor Julius Fritsche. Der unter großem Beifall über das Thema: Die Bekämpfung der Bolizeipräsident behauptet, das" Theater Unter den Linden" sei Sozialdemokratie durch die Volksschule". Obgleich die Versamm fein Theater, sondern nur ein Versammlungsraum. Infolge lung als eine öffentliche" angemeldet war, verlangte der über dessen hat der Direktor Fritsche die polizeiliche Verfügung erwachende Beamte dennoch die Entfernung der anwesenden Frauen. halten, den besonderen Vorschriften des§ 74 der Polizei Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das verordnung Dom 31. Ottober 1889 Folge zu leisten Andenken des verstorbenen Genossen August Wolf in der und binnen 8 Tagen die Kulissen und fämmtliche üblichen Weise. An der Diskussion des Vortrages betheiligten Dekorationen des Theaters als absolut feuersichere aus Blech sich Rohmann und Jahn. Ersterer zog das Zivilstandsoder einem Asbestgewebe anfertigen zu lassen. Direktor Fritsche gesetz im Gegensatz zu dem erzwungenen Konfirmanden- Unterricht hat gegen diefe Verfügung eine Klage beim Bezirksausschusse in den Rahmen seiner Betrachtungen. Dann wurde noch zu angeftrengt, welche sich darauf stüßt, daß die thatsächlichen genauer Beachtung der Lokalliste bei Ausflügen und reger BeVoraussetzungen nicht vorhanden seien, welche die Polizeibehörde theiligung an der Maifeier aufgefordert. zum Erlasse der Verfügung berechtigt haben würden. Der Die Korbmacher nahmen in ihrer Versammlung vom juristische Vertreter Fritzsche's bestreitet die Berpflichtung, die 10. April Stellung zur Maifeier. Es wurde beschlossen, den Befeuersicheren Dekorationen herstellen zu müssen, da große Theater rufsgenossen zu empfehlen, so weit es möglich ist, am genannten folchen Vorschriften nicht unterliegen. Hierdurch ist nun die Tage zu feiern. Vormittags betheiligen sich die Korbmacher an Streitfrage entstanden, was ist denn eigentlich das" Theater der Versammlung in der Brauerei Friedrichshain. Der Treff Unter den Linden"? Ist es ein großes oder kleines Theater punkt ist früh 8 Uhr im Restaurant Stramm festgesetzt. Zum Dele Kummei'fcher Gesangverein, Langestraße 65 bei Tempel. oder ein Versammlungsraum, welche drei Klaffen die Bauordnung girten für die Gewerkschaftskommission wird der Kollege Jung- ou Buchbinder Männerchor, Holzmarttstraße 8, bei Deter. nur fennt. Ersteres kann es sein, da es über 1700 Personen nickel gewählt. Gesangver. Matglödchen I, Sindowerstr. 26 b. Eachs.- Gemüthlich fett, faßt, ein kleines Theater ist es nicht, weil mehr als 800 Per bei Röllig. Deutsche Liedertafel, Der Sozialdemokratische Wahlverein für den 6. Ber- Neue Friedrichstraße Nr. 44, Blumenstraße 38, bet Wiedemann. Enpographia, Gefangverein fonen Platz darin haben, und ein Versammlungsraum ist es aus dem Grunde nicht, indem außer dem Podium ein Schnürboden liner Reichstags- Wahlkreis hielt am 23. d. M. seine Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Arminhallen, KommandantenGesangverein Lorbeerzweig, Swinemünderstraße 35 und eine Versenkung vorhanden ist. Fritsche behauptet als ordentliche halbjährliche Generalversammlung ab. Vor Gintritt straße 20. bei Hübner. Gefangverein Rheingold, Büschingstr. 7, bei Jakob. Kläger, daß die ganze Existenzfrage des Theaters erschüttert in die Tagesordnung wurde das Andenken des verstorbenen Gesangverein me lobia, Rirdorf, Bergftr. 142 bet Schimtäſe.- IrisBrandenburger Männere Vereinsmitgliedes Franz Noffte in üblicher Weise geehrt. Naunynstraße 86 bet griz Bubett. Dasselbe folle in Zukunft n nur Ausstattungs zwecken dienen und abgesehen davon, daß die Asbestdekorationen Den Bericht des Vorstandes erstattete Genosse Riesel. Diesem Gefangverein in Brandenburg a. S., Mengerts Volksgarten, Bergstraße. Gefangverein Freya II( gem. Chor), Rigdorf, Hermannstr. 140, bei Daniel Böttcher. Apollo, Grünftr. 21 bei Sommer. Freie Liebertafel, bas dreifache kosten würden, so eignen sich derartige feuerficheren zufolge ist die Thätigkeit des Vorstandes im verflossenen HalbNordwacht, Chauffeeftr. 72 bei Meißner. Arbeiter Gewebe nicht dazu, um einen feinen und großartig wirkenden jahre eine umfangreiche gewesen. 12 ordentliche und 1 außer Gr. Frankfurterstr. 74 bei Brener. Loreley, Effekt zu erzielen. Ferner wird angeführt, daß der seinerzeit ordentliche Vorstandssitung haben stattgefunden. Der Vorstand rete Sänger, Edmargendorf, Warnemünderstr. b. Friedrich. Grünthalerstr. 4 bet Hämmerling. Lustige Sänger, Potsdam, Branausgestellte Bauschein auf ein, Theater" lautet, während jetzt der wurde besonders in Anspruch genommen mit der Reorganisation Gefangy. Sängertrets( Weißenfee), Mölteſtr. 188 bei plaß. Bieber'scher Männer Polizeipräsident von einem Etablissement" spricht. Infolge des Kassirerwesens. Nachdem diese vollzogen, sind die Mitglieder benburger Kommunitation 16 bei Glafer. Gefelligtett, Hennigsdorf, deffen hat auch Direktor Fritsche das gerichtliche Gutachten des gehalten, ihre Beiträge an den dazu festgesetzten Zahlstellen or, Rofenthalerfir. 57 bet Wernau. Drante, Weißenfee, Königschauffee 41 bet Frense. Johanni, Rüdersdorferstr. 45, Gesellschaftshaus Oftend.- Sängerverein Professors Dietrich von der technischen Hochschule eingeholt, fernerhin zu entrichten. Vereinsversammlungen haben zwölf Böhmert's Gasthaus. denen die auf Wunsch von Mitgliedern Sorgenfrei, Admiralfir. 1se, Märtischer Hof. Sangesfreund, welches besagt, daß der§ 74 der Polizeiverordnung auf dieses stattgefunden, von das Erfurter Pro- Dragonerstr. 82 bei Ramlowsty. Gefangverein Wacht auf I, Wörther Gefangverein Stralauer Liedertafel, Theater teine Anwendung finde und feine Gründe vorhanden stattgehabten Diskussionsabende über Rummelsburg, Hauptstr. 83 bei Bowinkel. Gefangverein Treu und seien, warum dasselbe andere Dekorationen anwenden soll, als gramm leider am schwächsten besucht waren. Den Kassen- fraße 19 bei Echmidt. Gleinert und ergab der Ginigkeit, Rirdorf, Prinz Handjernstraße Nr. 58 bet Reden. alle anderen großen Theater. Dasselbe entspreche den Vor- bericht erstattete Genosse schriften und gehe sogar in vielen Punkten über die Vorschriften Bericht an Einnahme die Summe von 4279,99 M., an Ausgabe Gefangverein Fro bfinn, Rummelsburg, Göthestraße, Ecke Kantfiraße, bei die Summe von 3770,90 W., an Bestand sind zu verzeichnen Mertens.- Gefangverein der Metallarbeiter( D), Blumenſtr. 46. hinaus. Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 74 bei Strauſe. Gin= 509,09 M. Die Mitgliederzahl ist etwas zurückgegangen und tracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bet Dibal.- Rosenthaler bilaritas, Gochiiraße 82a bet Wilte. Unschuldig verurtheilt. Der Arbeiter Franz Reiß aus beträgt 7965. Nach Bericht und auf Antrag der Revisoren Borstadt, Bernauerstr. 47. Weißensee behauptet, unschuldig zu einer Gefängnißftrafe von wurde Gleinert einstimmig entlastet. Die Versammlung vollzog grob- Soffnung( Berlin W.), Grunewaldstraße 110 bei Reßner. Brüderschaft, Alte Jakobftr. 87-88 bet Lamprecht. 11/2 Jahren verurtheilt worden zu sein. Im Mai 1893 fand in hierauf die Neuwahl des Vorstandes für ein weiteres halbes Band der gefelligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Weißensee ein Landfriedensbruch statt, bei der auch der Arbeiter Jahr. Die Wahl hatte folgendes Resultat: Erster Vorsitzender: Alle Buschriften find zu senden an B. Gent, Adalbertstr. 85. Freitag: Musikverein Reiß betheiligt gewesen sein soll. Das Schwurgericht am Land Kiesel, zweiter Vorsitzender: Freithaler, erster Kassirer: tattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonfir. 23. Soffnung, Große Frantfurterstr. 183 bet Gold. erster Quartettverein gericht II erklärte ihn mit noch sechs anderen Angeklagten in der Sleinert, zweiter Kassirer: Hermerschmidt, Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Gesang Dezemberperiode für schuldig. Bei einem Besuche seiner Mutter Schriftführer: Endritatis, zweiter Schriftführer Schumann, Bedding, Abends 8% Uhr, bei Schafer, Steue Hochitraße 49. im Gefängniß betheuerte er, daß er unschuldig sei. Die Mutter Beisiger: Raschte, Hansen und Neyer. Zu Revisoren verein Silaria, Freitag, Abends s½ Uhr, Sigung Blumenftr. 46 bei Tomafcheck. Berliner Damenchor( Dirigent D. Suchsdorf), abends Duettgesang mit Pianosolle sein ganzes erspartes Geld nehmen und ihm einen Rechts- wurden gewählt: Gnadt, Karl Weiße und Albert Weife. 8 Uhr, bet M. Brüning, Rosenthalerstr. 11/12. Privat Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei anwalt besorgen, der das Wiederaufnahme- Verfahren beantragen Bu Abtheilungsführern wurden gewählt Gabron, Remfer, begleitung. Vergnügungsverein Thusnelda, Freitag, möge. Die Mutter ging zu dem Rechtsanwalt Dr. Herzfeld, der st äther, Mary, Ernst und Brinkmann. Anschließend Schulz, Punbusersir. 85. Abends 8 1hr, Musikverein bei Zubeil, Lindenstraße 106. verschiedene Zeugen vernahm und mit deren Aussagen das hieran erstattete Jocobey den Bericht des Schiedsgerichts. Soffnung( O) Frettags Abends von 9-11 Uhr. Nebungsstunde Giove Tambourverein Frei- weg, greitag, Wiederaufnahme- Verfahren beantragte. Die Staatsanwaltschaft Dasselbe wurde sehr in Anspruch genommen und hat 33 Schieds- Frantfur terjir. 138 bei Gold. lehnte den Antrag ab. Auf grund einer Beschwerde seitens des gerichts- Sigungen abgehalten, an den zirka 136 Personen theil- üebungsstunde bei W. Radday, Elsasserstr. 11. Berliner Zurngen offenschaft. Die erfie Männerabtheilung Rechtsanwalts Dr. Herzfeld beschloß der Straffenat des Kammer- nahmen. 6 Mitglieder des Wahlvereins wurden ausgeschlossen, turnt Freitag und Dienfiag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des ( Seitens des Vorstandes wurden Lessing- Gymnafiums Pantsir. 9-10. Turnverein Gesundbrunnen gerichts das Verfahren wieder aufnehmen zu lassen. Es sollen 3 fchieden freiwillig aus. die vom Rechtsanwalt benannten Zeugen zunächst vernommen 2 Vereinsmitglieder ausgeschlossen.) In dem Fall Hohenstein die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8-10% Uhr in der Tun= Kraft und Artistenhalle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10, werden, und daraufhin soll die Verhandlung noch einmal an das ist das Schiedsgericht zu der Ueberzeugung gekommen, daß flub Berolina jeden Dienstag und Freitag uebungsstunde bei Grüßner, aus dem Wahlvereiß Waldemarstr. 42. Turnverein Germania( Mitglied des deutschen ArSchwurgericht des Landgerichts II verwiesen werben, Hobenstein seinerzeit zu unrecht worden ist. Laut Beschluß der General- better- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% hr Der Dr. phil. Ackermann, von dessen Rautions- ausgeschlossen Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes wieder wurde Genosse Hohenstein in Deutschlands.) Die zweite Männer Abtheilung turnt jeden Dienstag und schwindeleien wir im Herbst vorigen Jahres berichtet haben, versammlung Kraft- Turnverein hatte sich gestern wegen dieser Strafthaten vor der zweiten Straf den Wahlverein aufgenommen, der Schankwirth Schiefel Freitag Abends von 8-10 Uhr in der St aligerfir. 5/56. Bücklerstr. 49. Bitherflub Waldrose, Abends 9 Uhr, Manteuffelfammer am Landgericht I zu verantworten. Trogdem der Herr( Moabit) dagegen entgegen dem Spruche des Schiedsgerichts aus offnung übt jeden Freitag Abend von 9-11 Uhr bei Schuhmacher, Verein Grüne Tanne, Abends 9 ühe, Dottor mehrfach wegen Betruges, Urkundenfälschung u. f. w. mit dem Wahlvereine ausgeschlossen. Die Generalversammlung be- jiraße s6, Warterre: Restaurant. Vergnügungsverein Im Brand, Sigung Gesangverein der Buchthaus vorbestraft war, blieb er doch ein Ehrenmann und stätigte ferner die früher vollzogene Wahl des Genossen bei Kaiser, Marfusfiraße 8. wurde in dieser Eigenschaft Mitglied der städtischen Gräschte( Moabit) zum Hilfskaffirer. Die Genehmigung der jeden Freitag Abend& Uhr bei Feind, Weinftr. 11. Rosenthalerstr. 57. Armenkommission. Er gab sich aber meistens als Armen- felben fand ferner der Antrag, daß die in einer General- Bauanschläger Berlins. Jeden Freitag, abends 9 Uhr bei J. Wernau, Stattlub Ghnitt, Abends 9 Uhr, bet Trittelwit, Falkensteinstr. 7. und redete vorsteher aus ein, daß es versammlung nicht erledigten Angelegenheiten als erster Punkt jungen Leuten Tanzlehrer- Verein Solidarität, im Restaur. Grauer, Oranienftr. 121. Lese- und Diskutirkinbe. Freitas. Westen, bet H. Werner, ihnen unter seiner Protektion möglich sei, Anstellungen auf die Tagesordnung der nächstfolgenden Generalversammlung Der Ge- zu sehen sind. Außerdem wurde ein Antrag angenommen, in in der städtischen Verwaltung zu erlangen. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every richtshof nahm in dem vorliegenden Falle eine vollendete Bukunst in der Versammlung nicht anwesende Parteigenoffen Bermögensschädigung als vorliegend an, obwohl der Zeuge 2. nicht auf die Kundidatenliste für eine Wahl zu sehen. Hiermit Friday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königetr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Club Uncle Sam. 9 o'clock p. m. Munzstr. 17. Washington's der in der Hoffnung, Sekretär beim Herrn Doktor zu werden, war die Tagesordnung erledigt und wurde die Versammlung birthday celebration. Guests welcome. diefem sein Spartaffenbuch übergeben hatte, schließlich sein Eigen gefchloffen. Ackerstr. 67. Bülowiir. 59. Guests are welcome. O permilchkes. Ohne pfäffische Umsturzparagraphen. Ein interessanter literarischer Prozeß wird sich, wie man uns aus München schreibt, am 30. April vor dem dortigen Schwurgericht ab spielen. Es handelt sich um das jüngste Werk des durch sein Tagebuch eines Hundes", Visionen"," Der deutsche Michel und der römische Papit" 2c. bekannt gewordenen Münchener Schrift stellers Dr. Ostar Panizza, der sich durch sein Liebestonzil, eine Himmelstragödie in fünf Atten" eines Vergehens wider die Religion" schuldig gemacht haben soll. " Das ist noch Noblesse. Wölffchen telegraphirt aus Friedrichsruh:" Fürst Bismarck hat in Anerkennung der AusFür den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 26. April. Opernhaus. Oberon. Schauspielhaus. Der neue Herr. Deutsches Theater. Das Lumpengesindel. Lessing Theater. Die Generalin. Niobe. Berliner Theater. Der Probepfeil. Neues Theater. Demi- Monde. Schiller Theater. Die zärtlichen Verwandten. Ein Strafrapport. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Residenz- Theater. Fernand's Ehefontraft. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Central- Theater. Unsere Rentiers. Alexander- Play- Theater. Durch gegangene Weiber. Alle 5 Barrisons. National Theater. Die lebende Brücke. Theater Unter den Linden. Rund um Wien. Dorothea. Bellealliance- Theater. im Monde. Reichshallen Theater. täten- Vorstellung. Der Mann SpezialiAmerican- Theater. SpezialitätenVorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Briefkaffen der Redaktion. führung des schweren Dienstes bei der Bewältigung des großen Eisenbahnverkehrs anläßlich seines 80. Geburtstages dem Eisenbahnpersonal in Friedrichsruh mit huldvollen eigenhändigen Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schreiben eine Bronze medaille zum Andenken überreicht, In Rechtsangelegenheiten wird aus sich ließ= deren Vorderseite das Bild des Fürsten in Kürassieruniform und beren Rückseite das Bismarck'sche Wappen zeigt. Die Medaille lich am Montag, Dienstag, Donnerstag und erhielten der Stationsvorsteher Winckelmann und die Stations Freitag von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft er= Assistenten Brehde, Lange und Leppin. Das Unterpersonal erhielt theilt. andere Geschente." Diese werden dann wohl aus Blech, von dem der Reichsgreis ja eine ziemliche Portion im Besitz hat, verfertigt worden sein. Ju Laibach sind auch am Mittwoch geringe Erberschütterungen bemerkt worden. Der Gesundheitszustand ist normal. Die Bautommissionen sind unausgesetzt thätig. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Kaufmann's Variété. Schluss der Winter- Saison am 30. April. Noch ist es Beit Naucke!!! Achtung! Achtung! Die konstituirende Versammlung der Arbeiter Konsumgenossenschaft Befreiung( m. b. H.) für Berlin u. Umg. findet am Sonntag, den 28. April, vormittags 10 Uhr, bei Möhring, Adiniralstr. 18 c, statt. Mitgliedskarte legitimirt. Wagner, Brieg. Der Roman ist unseres Wissens nicht im Buchhandel erschienen. Vielleicht giebt Ihnen Genosse S. Kotosty, Steinmeistr. 48, Berlin W. Auskunft. Kempf. Nicht aufnahmefähig. Sprechen Sie ev. auf der Redaktion vor. M. R. 0,50. Ja. | Dezimal- und Die am 28. April erfolgte Geburt Eisspinden, Tafelwagen, einer Tochter beehren sich anzuzeigen Rechtsanwalt Schmilinsky u. Frau Helene, geb. Roestel aus Charlottenburg. Danksagung. Allen Verwandten und Bekannten, sowie dem Verband der in Holz8066 bearbeitungsfabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter und Zentral- Kranken- u. Sterbekasse Arbeiterinnen Deutſchlands( Filiale der Tischler und anderer gewerbl. Arbeiter Eing. Hilfsk. Nr. 3 in Hamburg Filiale Berlin C. Sonntag, den 28. April, vormittags 10 Uhr, bei Raumann, Rulmſtr. 36: Berlin I), den Kollegen der Ww. u. R. Roller'schen Fabrik und dem Gefangverein Liedesfreiheit I für die rege Betheiligung und reiche Kranzspendung bei der am 24. April stattgefundenen Be lieben erdigung unseres Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Willy unferen tiefgefühltesten Dank. L. Stein nebst Frau u. Kindern, Breslauerstr. 14. fehen. Mitgliederversammlung. 8106] Der populärste Mann Berlins. Lachsalven! Bombenerfolg! Die Kneipgenies. Ferner das uur aus tomischen Nummern bestehende Programm. Voranzeige. Mittwoch, 1. Mai: Eröffnung der Sommer- Saison im Sommergarten. Neumann Bliemchen's Leipziger VandevilleGesellschaft. Willi Wolff, Horváth, Gipner, Lemke, Feldow, Ledermann. Neue freie Volksbühne. Passage- Panopticum. Die polizeilich verboten geweſene Vorstellung ,, Einsam" findet für die I. Abth. nunmehr Sonntag, 28. April, Nachm. im Central- Theater statt. 68/2 Der Vorstand. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag, 26. April, abends 8 Uhr: Die zärtlichen Verwandten und Ein Strafrapport. Sonnabend, 27. April, abends 8 Uhr: Don Carlos. Sonntag, 28. April, nachm. 3 Uhr: Die Journalisten. Abends 8 Uhr: Die zärtlichen Verwandten und Ein Strafrapport. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Leyte Woche. Benefiz für Kapellmeister Jul. Einödshofer. Emil Thomas a. G. Zum 69. Male: Unsere Rentiers. Große Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Wilhelm Mannstädt und Julius Freund. Mufit von Julius Ginödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Sonnabend, den 27. April: Benefis für Bruno Bollmann. Unsere Rentiers. Neu! Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1895. 2. Verschiedene andere Kaffenangelegenheiten. 235/9 Jedes Mitglied ist verpflichtet zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die innige Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Wilhelm Dütt sage ich allen Verwandten, Freunden uno Kollegen meinen imnighten Dant Zentral- Berband der Glaser. 7946] Bei der Verloosung am 2. OfterFeiertag( Schmiedel's Festsaal) fiel auf Nr. 159 ein Gewinn. Derselbe ist ab zuholen bei P. Krüger, Dieffenbad- Straße 58a. 789b Achtung, Töpfer! Gute Magdeb. Sandsteine( Rutscher) bill. auf dem Abbruch Krausenstr. 37 ( Dönhoffs- Play). Achtung! 801b Ww. Dütt nebst Kindern. Danksagung. Bekannten, sowie dem Gesangverein Allen Verwandten, Freunden und fowie Milchgeschäfts- Utensilien. Jordan, Kleine Markusftr. 28. Jeden Morgen von 7 Uhr ab Berkauf von Rückenfett u. 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Verbandsangelegenheiten. Nichtmitglieder haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Vertrauensmänner- Versammlung: Südosten: Montag, den 29. April, abends 8½2 Uhr, bei Hoffmann, Oranienstr. 180. NB. Heute Abend bei Die Ortsverwaltung. Schöning, Stallschreiberstr. 29: Sizung der Ortsverwaltung. Maler und Berufsgenossen. Mittwoch, den 1. Mai, vormittags 9 Uhr, in den Arminhallen( gr. Saal), Kommandantenstr. 20/21: Oeffentliche Versammlung. Zahlreiches Erscheinen erwartet 183/18 Der Vertrauensmann der Berliner Maler. G. 2int. Achtung! Achtung! Große öffentliche Versammlung der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter B am Sonntag, 28. April, vorm. 10 Uhr, bei Max Mörschel, Schönhauser Allee 28. Tages Ordnung: 1. Vortrag: Der 1. Mai. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Kaffenbericht. 4. Neuwahl der Vertrauensmänner und des Delegirten zur Gewerkschaftskommission. 5. Gewerkschaftliches. 147/8 Der Vertrauensmann. Deutscher Metallarbeiter- Verband. ( Verwaltung Berlin Osten.) Sonnabend, den 27. April, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Nieft, Weberstraße 17: F Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag: Unsere Organisation und deren Zweck. Referent: Rohrlack. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten, Berschiedenes. Gäste willkommen. Die Kollegen werden ersucht, in dieser Versammlung zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. 803b Achtung! Bimmerer. Achtung! Sonntag, den 28. April, vorm. 10 Uhr, im Feen- Palast, Burg- nnd St. Wolfgangstraßen- Ecke: Gr. General- Versammlung der Zimmerer 292/9 Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Welche Mittel und Wege müssen wir anwenden, um eine Befferstellung unserer wirthschaftlichen Lage zu erreichen? Referent: Kamerad Adolf Schultze. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann der Zimmerer Berlins u. Umgegend. Freie Vereinigung der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Sonntag, 28. April, vorm. 10½ Uhr, bei Herrn Nöllig, Neue Friedrichstr. 44: General Versammlung. Zages Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Regelung des Arbeitsnachweises. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. 90/1 Fachv. der Musikinstrumenten- Arbeiter. Versammlung für den Norden am Sonnabend, den 27. April 1895, abends 8 Uhr, bei G. Witzel, Ackerstraße 145 vis- à- vis der Markthalle. Zagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verband der Sattler und Tapezirer. 205/2 Sonnabend, den 27. April, abends 8½½ Uhr: Versammlungen. E Im Lokale des Herrn Wienecke, Alte Jakobftraße Nr. 83. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Pörsch. 2. Abrechnung vom 1. Quartal 1895. 3. Verschiedenes. Norden: Im Lokale des Herrn Krüger, Fennstraße Nr. 5. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Abrechnung des Raffirers. 2. Vortrag des Genossen Jahn über:" Die Entwicklung der Bolts wirthschaft". 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 214/13 auf Die Ortsverwaltungen. Empfehle allen Vereinen, GesellLotal zu Sommerausflügen. DampferFür Wiederverkäufer, Vereine u. f. w. Lassalle- Büste Freie Volksbühne. Laut Beschluß der Generalversammlung vom 23. April werden ( auch in Medaillonform) die bereits begonnenen Serien zu Ende geführt. Es finden also folgende Vorstellungen statt: als Abzeichen od. Shlipsnadel Gross 6,50, Dutzend 60 Pf. Muster franko g. Eins. v. 30 Pf. Versandt gegen Nachnahme. Be stellungen erb. sofort 21822* Abzeichen- Fabrik H. Guttmann, Berlin N., 9. Brunnenstraße 9. Gelegenheitskauf für Brautleute: Sonntag, den 28. April, nachmittags 2½ Uhr: VIII. Serie. VI. Abtheilung( National- Theater): Der Pelikan. IX. Serie. III. Abtheilung( Lessing- Theater): Der Pfarrer von Kirchfeld. 301/6 3n beiden Vorstellungen werden, von 2/4 Uhr ab, für die Mitglieder anderer Abtheilungen Extrakarten verkauft. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. Gr. Volksversammlung heute Freitag, den 26. April, abends 8 Uhr, in Keller's großem Festsaal, Koppenstraße 29. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Ahlwardt über: Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. 800b Im Möbelspeicher Neue Königstr. 59, vorn I., sollen über 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze Beit verliehen gewesene u. neue Möbel spottbillig verkauft werden. Ganze Einrichtungen 100, 150, 200-1000 m. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Kleiderspinden 15, Küchenspinden, Kommoden 12, Sophas 15 M., Bettstellen mit Sprung feder- Matragen ,, Des arbeitenden deutschen Volkes Noth und der Weg zu seiner schnellen 18, Nußbaum- Kleiderspinden 30, Stühle Rettung" Freie Diskussion. 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Jeder Kolporteur fiatent