Nr.559 41.Jahrgang Ausgabe A nr. 284 Bezugspreis: Böchentlich 70 Goldpfennig, monatlich 3,-Goldmark voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland. Danzig Ear- und Memelgebiet. Desterreich, Litauen, Luremburg 4,50 Goldmart, für das übrige Ausland 5,50 Goldmar? pro Monat Der., Borwärts" mit der Gonntags beilage..Bolt und Reit" mit..Gieb. lung und Aleingarten sowie der Unterhaltungsbeilage..Seimwelt und Frauenbeilage Frauenstimme erscheint wochentäglich aweimal, Sonntags und Montags einmal. -Telegramm- Adrese: Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Dolksblatt 10 Goldpicnnig Anzeigenpreise: Die einfpaltige Nonpareillegeile 0.70 Goldmart, Reflamezeile - Goldmart.., Kleine Anzeigen bas fettgebrudte Wort 0,20 Goldmart( auläffig amei fettgebrudte Worte), jebes wettere Wort 0.10 Goldmart. Stellengesuche das erfte Wort 0.10 Goldmark, jedes weitere Wort 0,05 Goldmart. Worte über 15 Buchstaben zählen flir zwei Borte. Familienanzeigen für Abonnenten Reile 0.30 Goldmart. Eine Goldmart ein Dollar geteilt burch 4,20. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4½ Uhr nachmittags im Sauptgeschäft. Berlin SW 68, Linden. ftraße 3. abgegeben werden. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Donhoff 292-295 Verlag: Dönhoff 2506-2507 Donnerstag, den 27. November 1924 Nathusius wieder in Deutschland. Nun geht die Hehe erst recht los. Paris, 26. November.( Eigener Drahtbericht.) General| v. Nathusius, der noch am Dienstag die von ihm zu erfüllenden Formalitäten erledigt hatte, ist am Mittwoch morgen um. 6 Uhr von feiner Begnadigung in Kenntnis gesetzt worden. Er wurde sofort aus dem Gefängnis entlassen und hat mit dem nächsten Zuge Lille verlassen. Bereits am Mittwoch abend gegen 7 Uhr hat er die französische Grenze bei Forbach über schritten. Damit hat der Zwischenfall, der einen Augenblid lang die deutsch- französischen Beziehungen aufs neue zu vergiften drohte, eine Beilegung gefunden, die dem Verständigungswillen des Kabinetts Herriot ein Zeugnis ausstellt, an dem teine deutschnationale Kritik mehr rütteln fann. Die schnelle Beilegung, die der Zwischenfall Nathusius durch die französische Regierung erfahren hat, ist um so anerkennens werter, als die Art, wie die deutschnationale Agitation diefe Affäre zu Wahlzwecken ausbeutete, es dem Kabinett Herriot wirklich nicht leicht gemacht hat, die Begnadigung des vom Liller Kriegsgericht verurteilten deutschen Offiziers auszusprechen. Man wird ausnahmsweise dem„ Temps" beipflichten dürfen, wenn er am Mittwoch abend in seinem Kommentar zu dem Fall Nathusius schreibt, es sei unmöglich, an eine wirkliche Besserung der deutsch französischen Gesinnung zu glauben, solange von reaktionärer und nationalistischer Seite in Deutschland jeder Zwischenfall in der gewissenlosesten Weise ausgebeutet werde, um den haß lebendig zu halten und neu zu schüren. Frankreich." so fährt das Blatt fort,„ hat gerade in der jüngsten Zeit so ettatante Beweise feines Friedenswillens und feiner Verständigungsbereitschaft gegeben, daß dies auch von deutsch nationaler Seite anerkannt werden müßte und daß, wenn die deutsche Politik wirklich nur die friedliche Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches zum Ziele hat, man auch in Berlin einmal fünf gerade sein lassen muß. Statt dessen versucht die na'icnalistische Presse in Deutschland, jede von den Alliierten gemachte Ronzession und jedes der deutschen Regierung freiwillig gewährte zugeständnis als einen Erfolg hinzustellen, den die deutsche Diplomatie der Entente abgerungen hat. Glücklicherweise steht zu dieser nationalistischen Pressekampagne die Rede, die der ReichsPanzler Marg in Köln gehalten hat und in der er feine Absicht, die Politik internationaler Verständigung weiter zu verfolgen, in erfreulichem Gegensatz. Die franzöfifche Regierung hat diesen Weg deutschen Regierung, auch ihrerseits in voller Loyalität mitzuarbeiten, den internationalen Horizont zu klären." längst und mit dem besten Willen betreten. Es ist nunmehr an der Die Poincaristen interpellieren! Paris, 26. november.( Elgener Drahtbericht.) In den Wandelgängen der Kammer verlautete am Mittwochabend, daß mehrere Abgeordnete der Reaktion die Regierung am Mittwochabend nach Erschöpfung der Tagesordnung über die Begnadigung des Generals Nathufius zu interpellieren beabsichtigen. Herriot wird in diesem Falle die Interpellation voraussichtlich sofort beantworten. Die Aktion der französischen Bürgerblöckler wird als eine Entlastungsoffensive für ihre start ins Gedränge gekommenen deutschen Gesinnungsgenossen anzusprechen sein. In einem Augenblic, in dem der deutsch- französische Frieden auszubrechen droht, müssen eben alle Kräfte zusammengefaßt werden, um eine solche Geschäftsstörung zu verhindern. Inzwischen fährt die deutsche Rechtspresse fort, in ihrem Nez hilflos zu zappeln. Die Deutsche Zeitung" zieht aus dem Fall Nathusius die Lehre, daß mit dem„ feigen, händlerischen, jüdisch beeinflußten Getue" der bisherigen Regierungen Schluß gemacht werden muß. Das tapfere Blatt findet es richtig, daß der General die Begnadigung angenommen hat, um sich den Klauen des Beinigers zu ertwinden," verteidigt aber das Menschenrecht, hinterdrein diejenigen, deren Gnade man angenommen hat, Beiniger" zu schimpfer.. " Die Deutsche Tageszeitung" bläft in dasselbe Horn. Sie meint, Nathufius sei nur begnadigt worden, damit den deutschen Schildknappen der Franzosen" das Ronzept nicht verdorben werde. Daran knüpft dann das Agrarierblatt folgende schurkische Berleumdung: Es sei nur daran erinnert, mit welcher Gleich mütigkett seinerzeit das Schicksal tausender im Ruhrkampf ver: urteilter Deutfcher gerade von der sozialistischen Presse behandelt wurde. Das schreibt ein Blatt, dessen ganze Politik darauf ausgegangen ist, die Qualen der Ruhrgefangenen und der Ruhrdeutschen überhaupt zu verewigen! Für den Berliner Lotal- Anzeiger" beweist die Begnadigung des Herrn v. Nathufius ganz klar, daß man am 7. Degemberrechts rechts wählen muß. Die Begnadigung sei ,, widerwärtig und unfittlich", denn fie fei erfolgt, um die deutschen Sozialdemokraten zu unterftügen. Man tonne also genau erkennen, wo der äußere Feind Deutsch lands seine Bundesgenossen sieht und sucht." Das Blatt leistet sich zugleich ein niederträchtiges Fälscherkunststück gegen die Pariser Oeuvre", die angeblich den deutschen General Bariser Deuvre", die angeblich den deutschen General frech beleidigt" haben soll. Das genannte Blatt ist in feinem politischen Teil mit der größten Entschiedenheit für Nathufius eingetreten. Im Feuilleton fand sich allerdings Im Feuilleton fand sich allerdings eine satirische Plauderei, in der behauptet wurde, daß im eine satirische Blauderei, in der behauptet wurde, daß im Kriege alle Generäle flauten, besonders auch die französischen, daß dies jedoch lange noch die gemütlichste Seite des Krieges sei, weshalb es lächerlich wäre, nach Jahr und Tag um ein verloren gegangenes Geschirr zu prozessieren. In der Wahlbeilage der deutschnationalen Provinzpresse 3erbrecht die Ketten!" befindet sich ein Artikel aber nein, das muß man im Wortlaut genießen, genau nach Vorlage, wie es dort gedruckt steht: Nathusins! Mit blutigen Lettern steht auch dieser Name in der Geschichte der deutschen Republit eingetragen. Man denbe: Das Frankreich des Sozialdemokraten Herriot lockt den 70jährigen General von Nathufius über die Grenze, setzt ihn gefangen und übergibt ihn einem Kriegsgericht ehrlofer franzöfifcher Schurten. Die Unschuld des Greifes ist sonnentlar. Trotzdem brachte das Schurkengericht die Infamie fertig, Herrn v Nathusius zu einem Jahr Gefängnis zu verurtei= ten. Und was tut die Reichsregierung, um diesen Bürger vor sadistischer Rache der Leute des Sozi Herriot zu schützen? Ergreift sie Repreffalien? I wo! Sie wartet ab! Wartet vielleicht folange, bis Herrn v. Nathusius der große Befreier Tod die Kertertore öffnet. Der„ Vorwärts" aber, das rote Schandblatt, wagt es, den Fran30sen Hilfsdienste zu leisten, indem er die Unschuld des ehrenwerten 70jährigen deutschen Soldaten in Zweifel zieht, dann aber will, daß man bei Herriot um Gnade winfelt! geschehen, seit Umsturz und Demutspolitik das deutsche Volk wehrlos Grade!"" Für das Opfer franzöfifcher Juftiz!" So etwas tamm feinen Feinden preisgegeben haben. Seht Euch diesen Sozialisten Herriot an! " Er ist der Halbgott, die große Hoffnung unserer Demokraten und Ganzroten, von ihm erwarten sie den Geist der Versöhnung und Verständigung"! Tag um Tag wüten unter seiner Herrschaft die sog.„ Kriegsgerichte" gegen deutsche Brüder weiter, bis sie jetzt im Fall Nathufius einen neuen Gipfelpunkt der Niedertracht er reicht haben. Bergeßt nicht eine Stunde Namen, wie die des Helben Schla. geter und des Greises Nathusius! Wo ist der Unterschied zwischen Boincaré und Herriot? Erbärmlicher Schwindel ist es, dem deutschen Volt zu sagen: Auch in Frankreich herrscht jetzt ein neuer Geift. Vorwärts- Verlag 6.m.b.H., SW 68, Lindenste. 3 Postscheckkonto: Berlin 375 36- Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitentasie Lindenstraße 3 Index und Wirklichkeit. Kein Teuerungsmaßstab für ein Existenzminimum. Bon Kurt Heinig, Mitglied der Reichsinderkommission. " 1 Es wurde im Vorwärts" schon kurz mitgeteilt, daß die Reichsinderkommission zusammengetreten ist, um über die dringend notwendige Verbesserung der Inderberechnung zu beraten. Im besonderen durch die Anwendung der zurzeit unzureichenden Inderziffer bei sogenannten Real lohnberechnungen, wie sie das Reichsstatistische Amt in Wirtschaft und Statistit" fortlaufend veröffentlichte, sind Auswirkungen entstanden, die die Gewerkschaften nicht länger ertragen durften. Infolge ihres Einspruches und als Resultat der Beratungen der Inderkommission hat sich das Reichsstatistische Amt entschlossen, bis zur Erledi gung der Inderberechnungen von der Veröffentlichung weiterer Reallohnberechnungen abzusehen. Am nächsten Donnerstag tagt in Berlin eine Konferenz aller landesstatistischen Aemter, ihr folgt dann am 2. Dezember wieder die Reichsinderkommission. Der innere Aufbau der Reichsmeßziffer ist nur wenig befannt. Deswegen greifen auch so viele Kritiken daneben. Der Reichsinder entsteht auf die Art, daß aus 72 Kommunen( den sogenannten Eildienstgemeinden) auwöchentlich, von Arbeitnehmern und Arbeitgebern mitunterschrieben, die Lebensmittelpreise, Wohnungsmiete usw. nach Berlin gemeldet werden. Naturgemäß würde bei den Feststellungen der Teuerungsdurchschnittszahlen ein falsches Bild entstehen, wenn einfach der Kilopreis für Kartoffeln z. B. mit dem Kilopreis für Pfeffer zusammengezählt und dann die Veränderung gegenwürde. Das Gewürz spielt im Haushalt eine andere Rolle als über der gleichen Berechnung für die Vorwoche festgestellt Kartoffeln, Fleisch, Brot usw. Aus diesem Grund werden die einzelnen Teuerungszahlen. auf denen der Reichsindex beruht, oueinander in ein bestimmtes Verhältnis gesetzt. Amtes summiert die 53 Warenpreise, die von den EildienstDas Wertigkeitsschema des Reichsstatistischen gemeinden gemeldet werden, in 17 Gruppen. Diese 17 Gruppen Familie nach dem vierwöchigen Bedarf aufgebaut. Hier sind auf den wichtigsten Lebensbedürfnissen einer fünfköpfigen beginnt sehr häufig schon ein Irrtum. Viele Leute halten diese Wertigkeitszahlen für ein Eristenzminimum. machen dann für den unzureichenden Reichsinder die angeblich Das ist aber, wie schon gesagt, ein Irrtum. Die Lebensbedürf zu gering eingesetzten Lebensbedürfnisse, wie sie das Reichsstotistische Amt als Wertigkeitsschema benutzt, verantwortlich. nisse, die in jenem Wertigkeitsschema erfaßt sind, kosteten nach den Berechnungen Kuczynskis im vergangenen Monat 160 M. Es gibt viele Arbeiter, die wöchentlich 35 bis 40 m. nicht verdienen. Die Mängel des Reichsinderes liegen also in an= deren Ursachen. Ste Die nach dem Wertigkeitsschema errechneten Rohdurchschnitte werden wieder nicht einfach zusammengezählt, sondern sie werden, wie man das technisch nennt, noch einmal gewogen. Die 72 Eildienstgemeinden sind nach ihrer Größe in sechs Gruppen zerlegt. Aus den Teuerungszahlen der diesen sechs Gruppen angehörenden Eildienstkommunen wird je eine Durch, hnittsteuerungszahl gewonnen. Diese wird dann mit der Gesamtzahl der Einwohner der Städte ihrer Größengruppen multipliziert. Aus den so erzielten Durchschnitts3ohlen wird dann erst die Reichsinderziffer( Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Bekleidung) berechnet. Wer daran denkt und am 7. Dezember den Linksparteien feine Stimme gibt oder wer gar nicht wählt, der ist bewußt ein Verräter am Vaterland! Dieser Lyrik in Profa folgt dann unmittelbar folgende schilderte Berechnungsmethode unserer Indexziffer Poesie: Aus der Inflationsnot, wer rettete Dich? Der Deutschmationale Selfferich! Dant ihm die Tat der Rentenmart: Das Vaterland mach' frei und start! Ja, und das bekommt in Deutschland Stimmen! Das war im verflossenen Reichstag stärkste Fraktion! Das will Deutschland regieren! Gibt es in Innerafrifa noch einen Negerstamm, der sich solche Führer gefallen ließe?! Der Dank des Generals. Paris, 26. November.( WTB.) Wie die„ Agentur Havas" aus Paris, 26. November.( WTB.) Wie die Agentur Havas" aus Lille berichtet, ist der Bericht zur Freilassung des Generals v. Nathusius gestern abend um 9 Uhr bei der Präfeftur eingetroffen. Die Präfektur hat sofort Borkehrungen getroffen, daß die Nachricht fich in der Stadt nicht verbreitete, hat aber unverzüglich den General im Untersuchungsgefängnis von seiner Begnadigung in Kenntnis segen lassen. Der General erklärte darauf folgendes: Ich bin sehr glücklich daß die franzöfifche Regierung diese Entscheidung getroffen hat. Ich werde nunmehr baldigst meine Famille wiedersehen. Was man getan hat, ist gerecht, denn ich bin unschuldig." Bevor General v. Nathufius heute früh das Untersuchungsges fängnis verließ, drückte er seine Befriedigung über die ihm zuteil gewordene Behandlung aus. Heute früh um 7 Uhr 15 min, hat er Lille verlassen und ist um 7 Uhr abends in Forbach eingetroffen. Es muß immer wieder betont werden, daß die eben geobjektiv zuverlässig ist. Man meint häufig, es ginge dabei nicht richtig zu. Diese Annahme beruht zumeist darauf, daß in die Inderziffer etwas hineingedacht wird, was gar nicht in ihr liegt. Sie ist im besonderen féin Teuerungsmaßstab für ein Eristenzminimum. Natürlich wird die Teuerung vom Reichsstatistischen Amt zuerst in waren gemessen, die im Arbeitnehmerhaushait eine entscheidende Rolle spielen. Dennoch drückt die aus dem Inder sich entwickelnde Preisturve nicht die volle Teuerung einer bestimmten Lebenshaltungshöhe des Arbeitnehmers aus. Das geht schon daraus hervor, daß die derzeitige Berechnung nicht durch all die Ausgabeposten einen Querschnitt zieht, die im Arbeiterhaushalt heute eine entscheidende Rolle spielen. Ebensowenig zieht sie einen Querschnitt durch irgendein Friedensexistenzminimum des Arbeitnehmers. Sie ist nichts anderes als eine Teuerungsmeßziffer, die, wie son einmal gesagt, nur durch einen Teil der Lebenshaltungskosten des Arbeitnehmers hindurchgerechnet wird. Nehmen wir zwei Beispiele: Der Reichsinder wird heute in seinem Gesamtdurch schnitt mit Hilfe der Unterfriedensmiete nad unten forrigiert. Praktisch liegt es aber so, daß schon seit langem die Mehrzahl der verheirateten Arbeitnehmer durch eigene Nebenaufwendungen für die Instandhaltung ihrer Wohnung zur Unterfriedensmiete einen erheblichen Zuschlagzahlen, und daß die Wohnungen heute weniger wert sind als in Friedenszeiten, die für sie gezahlte Miete ist deswegen in Wirklichkeit gar feine Unters friedensmiete. Die Berhüllung durch die Zwangs " und gesteigerte Agitation rechtzeitig begegnen." wirtschaft vermindert die Erkenntnis der Qualitätsminderung| führt wird, sind die Reden das Geschüßfeuer, vor allem die unserer Wohnungen. Dazu kommt die Knappheit an Woh- Reden der großen Kanonen", aber die fuggeftiven Phrasen nungen, die für die schlechteste Wohnung doch einen Preis te re Birtung nicht unterschäßen und ihnen durch Abwehr wie Wahlmüdigkeit" find die betäubenden Gase. Man soll reichbar macht, der aus der gesetzlichen Unterfriedensmiete" ihre und den eigenen Mieteraufwendungen für sie besteht. Der Unverheiratete zahlt für Schlafstelle und möbliertes Zimmer erheblich mehr als in Borkriegszeiten, bald jeder Woh nungstausch verlangt Abfindungssummen, in Siedlungen usw. find häufig längst die Unterfriedensmieten" über Schritten. Man vergegenwärtige fich weiter, was ein Breisvergleich zwischen dem Butterpreis von 1914 und dem von 1918 auf der Butterkarte praktisch bei einer Inder berechnung, die die Teuerung der Lebenshaltung darstellen sollte, bedeutet hätte. " Ein weiteres Beispiel: Heute zahlt der Arbeitnehmer effektiv durchschnittlich fünf Prozent feines Verdienstes an Einkommensteuer, die Steigerung gegenüber dem Vorkriegsstand ist außerordentlich. Auch die von ihm selbst zu tragenden fozialen Lasten durchschnittlich 5 bis 6 Proz. des Einkom mens seine Werbungskosten dies ist ja auch vom Gefeßgeber anerkannt sind heute erheblich höher als vor dem Kriege. Man denke an Wochenkarte, Straßenbahnfahrten, Fahrradreparaturen usw. usw. Die in diesen Ausgaben eingetretene Steigerung ist ebensowenig vom Reichsinder erfaßt wie die Teuerung aller fulturellen Ausgaben in ihm nicht zum Ausdrud fommt. Der derzeitige Reichsinder gibt also nur einen Teil der Preishöhen an, die im Arbeit nehmerhaushalt eine Rolle spielen. die Das Reichsstatistische Amt hat, wie schon gefagt, vorläufig Veröffentlichung seiner Reallohnberechnungen ein gestellt, bis eine Untersuchung und Klarstellung der vorhandenen Mängel erfolgt ist. Es ist weiter heute noch eine offene Frage, ob nicht die beste Lösung des Inderstreites wäre, neben den bisherigen Zahl eine neue torrigierte 3 ahl, die auch bis 1913 zurückgerechnet werden müßte, zu schaffen. Es ist natürlich auch eine Korrektur der laufenden Inderziffer möglich. Darüber wird am 2. Dezember in der Reichsinder- Kommission entschieden werden. " Man sieht förmlich, wie Herrn Dr. Enerling bei dem Gedanken an die militaristischen Worte" und die ,, betäubenden Gase" der Pazifisten das Herz in die Hosen schlittert und fann es ihm deshalb nicht übel nehmen, wenn er bei seinen Wähfern dieselbe Widerstandskraft voraussetzt. Nach einem Siegfrieden" sieht das allerdings nicht aus, aber er muß seine Pappenheimer ja tennen, und wir sind nicht in der Lage zu widersprechen, wenn er die deutschnationalen Wähler für dümmer hält als die der anderen Parteien. In seiner Angst vor den suggestiven Phrasen sucht Dr. Everling frampshaft nach einem Mittel, das seinen Wählern den Rücken steifen könnte, und er plaudert bei dieser Gelegen heit mehr aus der Schule, als er vor sich und seiner Bartei verantworten kann. Et sagt, nachdem er die volle Schale feines Bornes auf das parlamentarische System ausgegossen hat, das die Parteien und Parteiführer zwingt, zu zeigen, was fie fönnen, und das deshalb für die Deutschnationalen ,, unfruchtbar und untragbar" ist: unfruchtbar und untragbar ist. Wir dürfen noch weniger um dieser Wir dürfen uns nicht dabei beruhigen, daß diefes System eben Erkenntnis willen die einzige und auf lange Zeit letzte Möglichkeit versäumen, das System durch ein fruchtbares und erträgliches zu erfetzen. Diese einzige Möglichkeit gibt die Wahl. Denn gewaltsame oder plöhliche Versuche zu Wenderungen haben sich gleichfalls als unmöglich erwiesen. Die letzte Möglichkeit dazu bildet diese Wahl. Ergitt sie eine Koalition der Mitte, so ist der Parfomentarismus erneut befestigt und auf Jahre verlängert, verlängert, wie es sonst bei vorläufigen Reichsprädenten geschieht. Ergibt sie gar eine Koalition der Linken, so wird der Unfug des Parlamentarismus noch übersteigert, und die Reinigung vom Geist der Unterwerfung und vom Geist der Revolution wird ebenjo vertagt, wie man inzwischen, um die Opposition auszufchal ten, den Reichstag immer wieder vertagt hat, um ihn schließlich aufzulösen. Nachschrift der Redaktion. Zu den kritischen Bemerkungen des Genossen Heinig ist noch einiges hinzuzu- Die deutschnationalen Bauchschmerzen sind verständlich. fügen. Das Statistische Amt der Stadt Betlin errechnet eine Die Deutschnationalen wissen, daß sie im letzten Reichstag, in um 20 Prozent höhere Teuerung als das dem sie zum ersten Male nach ihrem Zusammenbruch GeReichsstatistische Amt. Wer die Kleinhandelspreise im Auslegenheit hatten, zu zeigen, was sie fönnen, eine Riesenfand vergleicht mit den Kleinhandelspreisen in Deutsch blamage erlebt haben, sie befürchten, daß nationalistische fand, wird feststellen, daß diese höher sind. Die im Aus Phrasen nach dieser Blamage ihre eigene Uniäbi. lande errechneten Teuerungszahlen liegen aber um 50 bis feit nicht mehr verdecken können, und ihnen wird übel, wenn 80 Prozent über den Borkriegszahlen, während das Reichs- sie an ihre Zukunft unter einem System denken, in dem statistische Amt nur eine Teuerung von 23 Prozent errechnet. Fähigkeiten und nicht klassen vorrechte entscheiWenn da keine durchgreifende Aenderung eintritt, dann ist den. Deshalb ihr Ruf Fort mit dem Parlamentarismus!", die ganze Statistik mertlos. Es wird zu überlegen sein, deshalb ihr Entfeßen über die Wahlmüdigkeit in ihren eigenen ob nicht die Gewerkschaften unter Heranziehung von autora Reihen. tiven Fachleuten mit Hilfe der Konsumvereine selbst die Inderberechnung vornehmen sollen. Sort mit dem Parlamentarismus! Das Ziel der Deutschnationalen. In der Deutschen Zeitung" unternimmt der bisherige deutschnationale Reichstagsabgeordnete Dr. Everling den Berzweifelten Versuch, den deutschnationalen Wählern die Wahlmüdig.feif auszureden. Er tischt seinen Lesern unächst ein Grufelmärchen von dunklen Mächten auf, die burch ihre Parole pom zu Tode fiegen während des Krieges Den Siegeswillen gelähmt und nach dem Kriege durch Gerüchte von Regierungsfrisen die Regierungstrijen erft her vorgerufen hätten. Dieselben dunklen Mächte hätten jetzt die Parolen von der Wahlmüdigkeit ausgegeben, um den Aufmarsch der Deutschnationalen zu stören, Herr Everling Ichreibt: Im Wahlkampf, der gerade von den pazifistischen Parteien mit auffallend viel militaristischen" orten geDie Prominenten. Konzertumschau von Kurt Singer. Ueber ben Rapellmeister Bruno Walter, der einer von den feltenen Meistern der Kapelle ist, murde schon so viel gesprochen, daß zu fagen fast nichts mehr übrig bleibt. Er ist in feiner Art tatsächlich die Bollendung des Dirigiertechnischen, und er erfüllt in einer Weise, die nur bei Nitisch zu rühmen war, das höchste Brinzip mufitalischer Darstellung, mit sparsamsten Mitteln und ökonomisch ster Handhabung des Materials höchste Wirkungen zu erzielen. Er ift fenfitiver, füdlicher, auch weicher als Furtwängler, die Orchester farben werden, unter feinem Stab fülliger, fatter, während die Ronturen weniger scharf herausprofiliert werden. Das bedeutet rét Berwaschen der Form und feinen Mangel an Plaftit. Immer hin ist Walter das Singen im Orchester wertvoller als ber Atzent, das Ausgleichen der Einzelsysteme wichtiger als das Scharfpräzi Tieren. Die 10. Sinfonie von Haydn zeigte all biefe Borzüge des Meifterdirigenten, zeigte vor allem die weiche hand, die vornehme Baune, die delitate Lustigkeit und das vorbildliche. Stilempfinder. Reiner, ben eglicher, unbelasteter und heiterer tönnen Menuett und Fingle nicht gedacht werden. In dem etwas dicflüssigen, thematisch starren Doppelkonzert von Brahms( Opus 102) vereinigten sich bie Brüder Feuermann zu einem fehr beherzten und tempera mentvollen Zusammenspiel, in dem allerdings die Sinnlichkeit des Geigers gegen die Ruhe des Cellisten abftach. Das Wert ist nicht fehr Sanfbar; dant der Führung Walters wurde es in seinen Kraft werten und Gesangspartien emporgehoben. Ist Bruno Walter ein höchst sensitiver, einfühlsamer Musiker, fo dominiert bei Klemperer das Motorische, impulsio Treibende, auch das Erstatische und Kraftstürmende. Mit dicken und scharf geogenen Linier umreißt er das erste Brandenburgische Konzert von Bach, wobei er dem Gefühlvollen mit großem Geschmack ausweicht und dafür mehr das Gradlinige, Grundmusikalische vorbehaltlos be tont. Seine Energie fällt auf fruchtbaren Boden. Man hat immer das Gefühl, einem sehr gefund empfindenden, außerordentlichen Mufiter zu begegnen. Diefe abfolute Männlichtett hindert das Knien er.ber Melodie, die schwärmerische Hingabe an Lyrif. So wurde dds Es- Dur Konzert von Beelhoren eine leise Enttäuschung. Man fann fagen, daß der erste Afford das Schicksal des Allegro besiegelte. Diese faft martialische Ausbrudstraft, diefer schneidend scharfe Rhythmus und ein Feuer, das gar teine Beschwichtigung fennt, gestaltete diefen blühenden Saz zu einer heroischen Sinfonie. Das mag eine besondere Stinuance fain; fie wirkte erfahreckend, zumal Edwin Fischer dieselbe Ueberfraft dem Klavier zuteil werden fieß und bei feiner elementaren Art, in die Tasten zu greifen, mancherlet Fehler. in den Noten zutage förderte. Eine innere Ueber einstimmung machte den oben gefennzeichneten Stil des Wertes zwar inheitlich, fonnte aber nicht mit dieser Veränderung in der Seelenhaltung eines herrlich zu singenden Stückes versöhnen. Klemperer wurde,( ebenfo mie alter) mit süblichem Temperament gefeiert. Sascha Horenstein ist unter den jüngeren Dirigenten der einbriefspolifte, mohl auch der musitolisch reisste und gebildetste. Man merkt das an der Art, wie er Programme zusammensetzt, man fühlt Herr Dr. Everling hat in seiner Angst verrafen, worauf die Deutschnationalen mit ihrer schwarzweißroten Bürgerblockparole hinaus wollen. Sie werden am 7. Dezember die richtige Antwort erhalten: Nicht fort mit dem Parla mentarismus, sondern fort mit den Deutsch nationalen! Der Schmuhkampf der Deutschnationalen. Bochum, 26. November.( Gigener Drahtbericht.) Gine 5 le Wahlpropaganda entfalten die Deutschnationalen. In einem Teil der Breffe veröffentlichen fie Wahlaufrufe, in denen fich die Verlogenheit der nationalistischen Reaktionäre von der Dolchitoßlegende bis zu der Behauptung, daß Minister Severing ben Bürgerkrieg propagiere, austobt. In noch schlimmerer Weise enthalten ihre Flugblätter die übelften Beschimpfungen der deutenthalten ihre Flugblätter die übelsten Beschimpfungen der deut fchen Republi! und ihrer Repräsentanten. In einer hiesigen deutich nationalen. Druderei wurden von der politischen Polizei eine große Anzahl beutic nationaler Wahlflug blätter beschlagnahmt, weil ihr Inhalt beleidigend für die Regierung war. es aus der erlebnisstarten Art seines Dirigierens heraus. Seine 180 Gänger treten so vorbereitet auf das Podium, daß feiner mehr ein Notenblatt braucht. Der Chor hat sich anscheinend im Laufe des letzten Jahres auch stimmlich glänzend entwickelt, und man fann fast ohne Hilfe eines Tertbuches die Chöre auch sprachlich verstehen. Es fehlt alles liebertafelmäßige Brüsten mit Kraft; gerade die sanften und stillen Gefänge( wie der Trauergesang von Schubert) werden innerhalb des Beisefingens noch vorsichtig nuanciert. Bolkslieder von Bartot, besonders das dritte, rollten wie am Schnürchen ab, wobei allerdings im schnellsten Tempo der S'immcharakter der Bässe rauh wurde. Früher traten die Sänger dieses Chores gern in Blufen und ohne Stehfragen auf und nannten sich proletarische Sänger" Jest suchen sie die Konzert'äle der Bürgermusifanten auf fleiden sich im Gehrod und machen die gleiche Reklame, wie alle anderen mufifalischen Bereine. Das ist gewiß fein Wechsel der Gesinnung, sollte aber den Chor darüber belehren, daß es fünstlerisch Beine Unterschiede zwischen bürgerlichem und profetarischem Mufizieren gibt. Auch proletarische Mufittrititer" existieren nicht. Die breite Ber liner Deffentlichkeit darf und soll sich für die Disziplin und den starken Kunstwillen des Schubert- Chors interessieren. Es lohnt vollauf. Die Novembergruppe ist das enfant terrible unter den Ronzertgebern. Sie läßt das lebermoderne, das Unaufgeführte und oft unaufführbare von Eingeweihten spielen. Eine Suite Don ellesa( Opus 38) flingt nicht eben sehr schön, zeigt aber befonders in den Edfäßen eine ungewöhnlich febernde Rhythmik und im Kammerorchester erotische Färbungen, die auch dem durchschnittlichen Einfall noch einen Stich ins Interessante geben. Die Grobeste Don Mallipiero birat einen müden und nicht gerade einschlagenden Win: fie ist ein 2bglanz Strawinffnicher Tänze. Am wertpoliften waren die ruiffchen Volkslieder von Straminity, die in ihrer geifivollen Seiterfeit und in dem unaufdringlichen programmatischen Griet der Instrumente fofort wiederholt werden mußten. Es ist Mufit, die Lächeln und Hetterfeit erzeugt. Allerdings ist enni Wolff mit ihrer Schwachen Stimme und ihrem schwächeren Gestalten nicht die Frau, die derart espritvollen Gebilden gerecht wird. Josef BoIfstal spielte mit gewohnter Bra vour die Sologeige im Kammerorchester, Ernst Kahn dirigierte mit großem Eifer. In die arotesten Situationen paßte feine haftige und wilde Art außerordentlich gut, hinein. " Merkwürdia. mie oft uns beim Hören moderner Mufit die Crinnerung an Schubert tommt, allerdings in dem Sinne, daß kein neuer Meister das hat, wovon die Lieber des öfterreichischen Meisters leben: Herz und Blut und Gefühl. Wenn nun eine Sängerin von der Qualität der Therese Schnabel den Zyklus der Winterreife" singt und fich von Artur Schnabel begleiten läßt, so meiß man von vornherein. daß hier ein Betztes an geistiger, gemütbafter unb. musikalischer Beherrschung vorliegt. Und es gibt tatfächlich feine Enttäuschung. Wir fennen auch unter den großen Liedersängerinnen nicht zwei, die etwa den Lindenbaum" oder Gute Nacht" so innig, so charafbervoll, so unbeschwert von dem Gefühl einer technischen Meisterleistung darzustellen weiß, wie Therese Schnabel Man wünschte, daß sie sich nicht so fetten macht Schubertsche Lieder auch im Konzert der Frau Schloßhauer Reynolds mit Friz Lindemann am Klavier. Der Musensohn" Gewerkschaften und Handelsverträge. Protest gegen die Ausschaltung. Die Gewerkschaften haben unter der Führung des ADG B. zum Zweck ihrer Heranziehung zu den Handelsvertragsverhandlungen in den legten Tagen verschiedene Schritte unternommen. Nach den Besprechungen mit dem Reichswirtschaftsministerium werden die Gewerkschaften nunmehr am Donnerstag gemeinsam bei dem Auswärtigen Úmt vorsprechen. Wenn die Besprechung mit dem Auswärtigen Amt erfolglos bleibt, dann wird ein gemeinsamer Schritt bei dem Reichskabinett erfolgen. * In Frankreich ist der bekannte Gewerkschaftsführer Jou haur sogar Mitglied der französischen Delegation für die Handelsvertragsverhandlungen. In Deutschland aber scheinen in gewiffen Ministerien merkwürdige Anschauungen über den Umfang des Sachverständigenstabes der Gewerkschaften zu bestehen. Die Gewerkschaften befizen ebensogut wie die Unternehmerkreise für die wichtigsten Wirtschaftszweige eine Reihe von Sachverständigen. Sie betrachten die Probleme der Handelsvertragsverhandlungen übrigens feineswegs lediglich vom sozialpolitischen, sondern auch vom allgemeinbetonen, weil es immer heißt, die zu den Handelsvertragsver wirtschaftlichen Standpunkt aus. Man muß das handlungen herangezogenen Persönlichkeiten aus dem Unternehmerlager fämen lediglich als Sachverständige in Betracht. Die deutsch- englischen Verhandlungen. Erfolgreicher Fortgang. London, 26. November. Eigener Drahtbericht.) Die englischdeutschen Handelsvertragsverhandlungen schreiten erfolreich vorwärts. Informierte Kreise wollen wissen, daß am Mitta och eine Formel gefunden worden ist, unter der England die Erhebung der 26prozentigen Exportabgabe einstellen will. Die englische Regierung will ferner erlauben, daß die deutschen Banten ihre Londoner Filialen wieder eröffnen und deutsche Seeleute auf englischen Schiffen Dienst tun können. Durch diese Konzessionen würde das in der Kriegsatmosphäre geschaffene, Deutschland ächtende Ausnahmerecht beseitigt werden. Preußen und die Rentenbankkreditanstalt. Gegen die Anwendung des Artikels 48. Die hinter der Rentenbank stehenden Großagrarier wollen noch rasch vor den Wahlen die Verwirklichung ihres Agrarbankplanes buchsetzen. Sie fürchten, daß der neue Reichstag ihren rasch vor den Wahlen die Verwirklichung ihres Agrarbant. Plänen auf Schaffung eines Agrarkreditinstitutes nicht entgegentommen wird, und so wünschen sie, daß der Artikel 48 der Reichsverfassung angewandt wird. Die preußische Regierung, die bei der Bedrohung der Preußentasse durch die geplanie Agrarbant geradezu Lebensinteressen Preußens zu verteidigen hat, erklärt deshalb jegt in einem Schreiben an den Reichsrat, daß Preußen in der Reichsratssitzung am 27. November die Bertagung der Beratung der Agrarbantvorlage beantragen werde. Die Vorlage tönne ja ohnehin erst im Februar im Reichstage zur Entscheidung tommen. Eine Errichtung der Rentenbanktrebi anstalt im Wege der Notverordnung mit Hilfe des Art. 48 der Reichsverfaffung fönne ernstlich unmöglich in Frage tommen. Im übrigen sei die Deutsche Rentenbant in der Lage, der Landwirtschaft die schon jetzt verfügbaren Mittel auf andere Weise zugänglich zu machen. Die Rentenbank wird hier mit der Nase darauf gestoßen, daß sie sehr wohl in der Lage wäre, der Landwirtschaft schon jetzt die zur Verfügung stehenden Kredite zukommen zu lassen. Die Rentenbank will nur nicht; sie verweigert die Kredite, um bei der jetzt vor Woche zu Woche wieder stärker werdenden Geldver. fnappung in der Landwirtschaft, deren allgemeine Zustimmung zu dem Agrarbantplan zu erzwingen. liegt ihrer schweren fatten Altstimme nicht mehr. Um so bemerkens. werter, wie sie versucht, auf den Wogen dieser ewigen Löne zu schwingen. In Hugo Wolfschen Liedern ist die Künstlerin ganz eingesungen und offenbart den Glanz, die glockenhafte Klarheit und Schönheit ihrer großen Altftimme. Das Wunderkind ist jetzt jede Woche einmal am Wert und scheint in das Berliner Programm bereits so zu gehören, wie der Verkehrsunfall. Hans Günther, der 14jährige, ist ein außerorden.liches Talent, fingergewandt, natürlich im Ausdruck und ohne üble Senfationsmanier. Soweit feine fleinen Finger reichen, bewältigt er auch grifftechnisch die gespielten Werte, wie die schwachen DreßlerBarationen Beethovens. Den Galonton eines Chopinschen Impromptus oder Scherzo zu treffen, darf man von dem Kinde nicht verlangen. Immerhin zog er sich auch hier mit großem Anstand aus der Affäre. Man hat das Gefühl, als sei der Junge in sehr guter Bucht und habe Aussicht, eine Entwidlung zum Großen zu nehmen. Bildpropaganda gegen Unfall. Eine umfassende Bildpropaganda hat die Zentralstelle für Unfallverhütung eingeleitet und zu diesem 3wed eine besondere„ Unfallverhütungsbild- G. m. b. h." ins Leben gerufen. Die Aufgabe dieser Propaganda ist, wie in der„ Deutschen Medizinischen Wochenschrift" mi geteilt wird, fortlaufend gute Unfallbilder, von Künstlerhand geschaffen, herstellen zu lassen und planmäßig zu verbreiten." Die ersten Bilder sind berei's erschienen. Bei dem einen handelt es sich um ein allgemeines Bildplakat, das auf die große Zahl der Unfälle hinweist und jeden im Betriebe Stehenden mahnt, das Seinige zur Berhütung und Berringerung des Unfalls beizutragen. Das zweite Bildplatat beschäftigt sich besonders mit dem Schuß der Augen. Um diese Bilder überall hin zu verbrei en, bedient man sich der Hilfe der Berufsgenossenschaften, die sie mög lichst in jeden einzelnen Betrieb bringen sollen. Fund eines gigantischen Dinosauriers. Der Direktor der notur geschichtlichen Abteilung des Britischen Museums erhielt fürzlich von der Cutlerschen Forschungsexpedition die Mitteilung, daß diefe im Gebiet des Tanganjilajees die Refte eines Dinosauriers gefunden habe, deffen Maße alles übertreffe, mas bisher von prähistorischen Funden bekannt geworden sei. Während das größte Foffit, der fogenannte Diplodoccus, einen Rüdenwirbel zeigt, der mit Edwanz 18 Meter Länge hat, erreichen die Maße des neu gefundenen Riesen fast das Doppelte. Man hofft, daß es der Expedition gelingen wird, Angesichts der Ausmake, um die es sich hier handelt, zerbricht das ganze Sfelett des Dinosauriers zufammenfügen zu können. man sich im Britischen Museum den Kopf, wie man dieses Riefen= fundſtüd unterbringen foll. Der Ursprung der Esfimos aufgeflärt? Knud Rasmussen, der bekannte dänische Bolarforscher, ist jetzt auf der Heimfahrt von der fünften Thule Expedition in das nordamerikanische Bolargeblet. Der Swed diefer Forschungsreise war u. a. e'ne Untersuchung, ob die nordamerikanischen Estimos mit den grönländisch n stammverwandt find. Die Expedition hat diese Annahme auch bestätigt. Rasmussen hat erklärt, daß er eine erschöpfende Abhandlung über die Geschichte der Estimoraffe fchreiben will. Er habe, so sagte er, pofitive Beweise dafür, daß er den Ursprung der Eskimos entdeckt habe, könne sich Wer im Glashaus sitzt ,, Nationale" Kriegsopferfürsorge. Genoffe Erich Roßmann, Mitglied unserer bis" herigen Reichstagsfraktion, schreibt uns: Bei der Behandlung der Kriegsopferfürsorge im Reichs tag hat der deutschvölfische Abgeordnete Oberstleutnant a. D. Ahlemann am 24. Juli 1924 den Geschmack besessen, folgende Hezerei vom Stapel zu lassen: " ,, Nun wird allenthalben behauptet, wir hätten zu wenig Geld. Wir könnten doch einiges heraussparen, wenn tie Herren Sozialdemokraten wirklich mit ernstem Willen an die Frage herangingen. Was brauchen wir? Nun, wir brauchen in der schweren Zeit vom Ende des Krieges bis jept 77 Minister mit Pensionsansprüchen. Jawohl, die Herren beanspruchen Ministerpensionen und sie bekommen fie. Da, wo es nicht langt, wird ihnen allerhand angerechnet, damit sie nur ja ihre hohen Bezüge bekommen. Streichen Sie diese Pensionen und geben Sie das Geld den Kriegsbeschädigten. ( Buruf von den Sozialdemokraten: Auch Ludendorffs Pension?) Ludendorff hat seine Pension ehrlich und redlich verdient. Also man streiche von den 77 Ministeren die Pensionen, man streiche aus dem Staatsdienst diejenigen Männer heraus, die unfähig sind für ihr Amt." Ich habe die Pensionen unter Berücksichtigung der neuesten Besoldungsreform nur in runden Summen wiedergegeben, weil sich aus dem Reichstagshandbuch das Pensionsdienstalter feststellen läßt. Einige weitere Bensionsempfänger, wie z. B. und der Familienstand dieser Pensionäre der Republik nicht Dr. Frick, seien übergangen. der berühmte bayerische republikanischen Oberamtmann Rechtssturm gegen Stauning. Vertrauensvotum für das sozialistische Ministerium. Anknüpfend an eine Skandalbroschüre, die ein früherer Mitarbeiter Kopenhagen, 26. november.( Eigener Drahtbericht.) Trotzki abberufen? des„ Sozialdemokrat verfaßt hat und in der der frühere Chefredakteur des Blattes, Sozialminifter Borgberg, befchuldigt gene nationalsozialistische Reichstagsfratarbeiter Handelstelegramme aus Amerika an die„ Frankfurter Jedenfalls steht fest, daß sich die vergan wird, daß er es geduldet habe, daß ein jest verstorbener Mittion zu 25 Broz. aus Abonnenten auf die Zeitung" weitergeleitet habe, obwohl diese Telegramme als Dedrepublitanische Futterfrippe zusammen mantel für deutsche Spionage dienten, versuchten die beiden Rechtsseßte, die neben der Pension trotz allem Antiparlamen- parteien heute, durch eine Interpellation das Minifterium Stauning tarismus auch die Diäten noch ganz gerne einsteckten. zu stürzen. Der Verfuch mißlang. Nach einer fehr heftigen Und wie steht es mit den 77 pensionierten Ministern der Debatte wurde ein vom Ministerpräsidenten verlangtes BerRepublik? Sie existieren nur in der allerdings sehr lebhaften trauenensvotum mit 73 Stimmen gegen 71 angenommen. Phantasie des Herrn Ahlemann. Aus dem Haushaltsvor- Aus der Stimmenanzahl geht hervor, daß die gegenwärtigen anschlag für 1924 ist zu entnehmen, daß zurzeit 42 ehemalige Regierungsparteien gefchloffen für das angenommene BerMinister und 5 Reichskanzler aus der Reichskasse Pension be- trauensvotum geftimmt haben. ziehen. 20 Minister hat Herr Ahlemann hinzufabuliert. Sind aber die 42 Minister republikanische Minister, wie man es in fühner Umbiegung der Wahrheit darzustellen versucht hat? In Wirklichkeit stammt die große Mehrzahl auch dieser Benfionäre, genau wie die rund 44 000 Offiziere und Seeresbeamten, für welche die Republik nach der neuesten Besoldungsreform rund 200 Goldmillionen aufzuwenden haben dürfte, noch aus der Zeit des Kaiser reichs. Zum Beweis hierfür seien nur die bekanntesten der noch lebenden Pensionäre hier genannt: Die Reichskanzler Fürst Bülow und Michaelis, die Staatssekretäre Tirpik, Graf Posadowsky, Wallraf, Kühne mann, hinge. In der Zahl des Etatsentwurfes ist auch Selffe rich noch enthalten. Dazu kommt eine ganze Reihe ehemaliger preußischer Kriegsminister. Sind die schwarzweißroten Minister v. Rheinbaben, Beder, Heinze und Raumer vielleicht als Republikaner anzusprechen? nationalistischen Parteien zum Schweigen alle Ursache, denn Benn von der Futterkrippe die Rede ist, so hätten die mer im Glashause sigt, soll nicht mit Steinen werfen! Eckener beim Reichspräsidenten. Ich habe darauf festgestellt, daß es in der Fraktion der Nationalsozialistischen Freiheitspartei förmNationalsozialistischen Freiheitspartei förmlich von Leuten wimmelt, die sich in der Bollkraft ihrer Jahre an der Futterkrippe" mästen, um eine von der Reaktion zum Schlagwort erhobene Ausdrucksweise zu gebrauchen. Als den Führer des parlamentarischen Pensionats nannte ich Herrn Ludendorff mit einer Pension von rund 22 000 Goldmart". Mir ist in jener Sigung in der Hize des Gefechts insofern ein Irrtum unterlaufen, als ich statt Bension" den Ausdruck hätte gebrauchen sollen:„ Aus öffentlichen Kassen der Republik". Die Bezüge des Herrn Ludendorff aus öffentlichen Kaffen der Republit beliefen sich, aufs Jahr umgerechnet, damals in der Tat auf etwas über 22 000 Goldmart, davon waren rund 16 000 Goldmark Generalspension. Nach der neuesten Besoldungsreform, deren Wirkung ich im Augenblick noch nicht genau übersehe, dürfte die Pension des Herrn Ludendorff auf rund 17 600 Goldmart anwachsen. Die Parlamentsdiäten will er, der Spizenkandidat der Zu Ehren des Führers des 3. R. 3, Dr. Edener, fand gestern Deutschvölkischen, trotz des Antiparlamentarismus der beim Reichspräsidenten ein Frühstüc statt, an dem außer Bölkischen, bekanntlich auch nicht missen. Die Auflösung des Dr. Edener u. a. die Reichsminister Dr. Geßier, Dr. Luther, Dr. Reichstages hat mich daran gehindert, diese kleine Richtig Stresemann, Hamm und Graf Kanik, Preußischer Staatsminister ftellung bei der ersten sich bietenden Gelegenheit im Reichs Dr. D. Richter, General v. Seedt, Württembergischer Gesandter tag zu machen. Sie ändert nichts an der Tatsache, daß Dr. Boßler, Herr Krupp v. Bohlen, Professor Junders- Dessau, Ludendorff, dessen ganzes politisches Trachten auf den Sturz Schiffsbauingenieur Flettner sowie eine Reihe führender Vertreter der Republik gerichtet ist, aus den kassen dieser Reber Industrie, der Gewerkschaften, der Finanzwelt, der Wissenschaft publit 24 000 Goldmart im Jahre schmunzelnd in Empfang nimmt und, wie Blätter melden, als National- Sozialist" sich von einem bayerischen Millionär burgähnliche Billen bauen und zur Verfügung stellen läßt. Herr Ludendorff steht indessen als Koftgänger der repu blikanischen Futterkrippe" in der nationalsozialistischen Fraktion nicht allein. Als weitere Abonnenten der Futterfrippe fönnen mit Sicherheit festgestellt werden: = Oberstleutnant a. D. Ahlemann. Er bezieht rund 5800 m. Pension im Jahr. Oberstleutnant a. D. Kriebel Er bezieht rund 5800 m Bension im Jahr. Begrüßung des Führers des 3. R. 3. und der Presse 1.ilnahmen. Mährend der Tafel hielt folgende, Ansprache: Reichspräsident Ebert ,, Es ist mir eine lebhafte Freude, Ihnen, Herr Dr. Edener, und Fahrt und Ihrer Rückkehr in die Heimat den herzlichen Will. Ihren Mi arbeitern nach Ihrer glücklich und erfolgreich vollendeten fommensgruß des Deutschen Reiches hier zu entbieten. Mit diesem Gruß nebe ich zugleich dem bewundernden Danke des gesamten deutschen Volkes an Sie und die anderen kühnen Luftfahrer für Ihre großen Leistungen herzlichsten Ausdrud. Unser Dant umfaßt alle die Männer, die als Erbauer, Ingenieure und Arbeiter an bem so trefflich bewährten Luftschiff mit bester Kraft zusammen gearbeitet haben Hauptmann a. D. Fled. Er bezieht rund 4000 m. Pension versicht'ichen Hoffnungen des ganzen deutschen Voltes; nicht nur aus im Jahr. Hauptmann a. D. von Hendebred. Er bezieht rund 4000 Mt. Penfion im Jahr. Ihre Fahrt war begleitet von den besten Wünschen und den zu= sportlichen Interessen und weil man sich begeisterte an dem Bagemut des Unternehmens und an der Kühnheit der Fahrt, jubelte man Ihnen und dem Luftschiff zu; es war mehr als das; wir alle sehen Rittmeister a. D. von Ramin. Rr bezieht rund 4000 m. in diesem Werk und in dieser Fahrt einen Ausdruck des technischen Rönnens Deu'schlands, des troß allem ungebrochenen deutschen Pension im Jahr. Kapitänleutnant a. D. von Reventlow. Er bezieht rund unserer Nation in sich und ihre Zukunft. Diesem Gefühle der Willens zur Selbstbehauptung und des stolzen Vertrauens 4000 M. Perfion im Jahr. Deutschen haben Sie, haben die Mitarbeiter an Schiff und Fahrt durch das gute Gelingen verstärktes Leben gegeben; in der Welt aber haben Sie deutsche Arbeit und deutsches Können erneut zu Ehren gebracht und unserem Lande neue Sympathien errungen. So war der Bau diefes Schiffes und eine glückliche Fahrt, trozdem sie im Beichen der Reparationsleistung stand, dennoch eine nationale Tat, für die wir Erbauer und Führer von Herzen Dank und Anerkennung darbringen. Ich bitte Sie, meine Herren, mit mir das Glas zu erheben auf den kühnen Kapitän Herrn Dr. Edener und feine Kameraden, auf die Zeppelinwerft und alle ihre Mitarbeiter." Auf die Ansprache des Reichspräsidenten antwortete aber vorläufig noch nicht öffentlich darüber äußern. Er fonnte von Grönland durch das arttische Kanada, über Alaska nach der sibirischen Küfte ziehen und fich mit allen Estimestämmen in einer für alle gemeinsamen Sprache verständigen. Von Grönland bis Sibirien gibt esalle Stämme zusammengerechnet- nicht mehr als vierzigtausend Eskimos. In der näheren Umgebung des Bols hat Rasmussen Stämme getroffen, die bisher niemals den Besuch eines weißen Mannes empfangen hatten. Rasmussen ist, wie bekannt, selbst Halbblut: feine Mutter war eine Estimofrau. 10 Millionen Jahre alte Wassertropfen. Profeffor D. C. Farring ton, der Leiter der geologischen Abteilung des Chikagoer Museums, hat von einer Studienreise durch Südamerika Wassertropfen mitgebracht, die 10 Millionen Jahre im Quarz eingesprengt erhalten geblieben find. Wie aus Chitago berichtet wird, sind diese Wassertropfen unbeschadet der Tatsache, daß sie schon vorhanden waren, ehe höheres organisches Leben auf der Erde begann, hell, durch sichtig und in flüssigem Bustand geblieben. Sie wurden im Quarz einer Felsenformation bei Bahia in Brasilien entdeckt, und die Tropfen werden in ihrem ursprünglichen Behälter jetzt ihren Blaz im Museum zu Chikago erhalten. mit folgenden Worten: Dr. Edener Was Riga, 26. November.( Eigener Drahtbericht.) Die radikale Richtung in den Sowjets hat ihren Willen, Troßti zu beseitigen, durchgesetzt. Er ist als Kommissar für Kriegsangelegenheiten und von seinen anderen hohen Posten ab berufen worden. mit ihm wird, ist noch nicht bekannt. Man spricht von seiner Berwendung auf einem diplomatischen Bosten im Auslande, aber auch von einer Berbannung nach dem Kautajus. In der roten Armee wie in der Marine herrscht über die Abberufung Tiofis sehr starte Beunruhigung, die sich auch in lauter Kritik gegen den nunmehr dominierenden Einfiiß Sinowjews in der russische Politik äußert. Efelsfußtritt der Scholemiten. Mostau, 26. November.( DE.) Dem Zentralfomitee der Russi schen Kommunistischen Pariei ist ein Schreiben des Zentralfomitees gen, in welchem das tiefe Bedauern der deutschen Partei darüber der. Kommunistischen Partei Deutschlands zugegonausgedrückt wird, daß ungeachtet der Beschlüsse aller tompetenten Instanzen" der Genosse Troßti es für möglich gehalten habe, gerade in diesem Moment die abgeschlossene Parteidiskussion nochmals aufleben zu lassen. Das Zentralfomitee der deutschen Partei leyne jede Erneuerung jener Debatte ab und erkläre sich solidarisch mit dem Zentralkomitee der KPR. Die Vergewaltigung Aegyptens. Das Kabinett für die Gewaltpolitik. hat am Mittwoch über die ägyptische Krise beraten. Chamberlain London, 26. November.( Eigener Drahtbericht.) Das Kabineti erstattete einen langen Bericht über die Entwicklung der Angelegen erstattete einen langen Bericht über die Entwicklung der Angelegen heit. Die militärischen Vorkehrungen wurden gebilligt. Mi besonderer Aufmerksamkeit wurde die scharfe Kritik aus anderen Ländern, insbesondere aus Frankreich und Amerita studiert. Die Räumung des Sudan durch die ägyptischen Truppen ha: am Mittwoch begonnen. Borläufig ist ein Bataillon abgezogen Die übrigen Truppen werden das Gebiet ebenfalls bis Connabend geräumt haben. Weitere Kriegsschiffe nach Aegypten. London, 26. November.( Eigener Drahtbericht.) Von Malta find drei weitere englische Kreuzer und zwei Hilfskreuzer nach Aegypten abgegangen. Oppofition gegen das Vorgehen in Aegypten. London, 26. November.( Eigener Drahtbericht.) Der„ DailyTelegraph" beschäftigt sich am Mittwoch in einem Artikel mit der Forderung, den Konflikt mit Aegypten dem Völkerbund zu unterbreiten. Er bestreitet, daß der Völkerbund in der Angelegenheit etwas zu sagen habe. England fönne sich auf das Statut des Bölkerbundes berufen, wenn es eine solche Einmischung ablehne. Nach den ver. dieser Konflikt zu den Angelegenheiten der britischen Innenpolitit. tragsmäßigen Beziehungen zwischen England und Aegypten gehöre England sei der Welt gegenüber für die Aufrechterhaltung der Ruhe in Aegypten und für den Schuß der Fremden verantwortlich. Die Regierung wird sich infolge der von Macdonald angefündigten Interpellation bereits in einer der ersten Sizungen des neuen Parlaments wegen ihrer Politik in Aegypten zu verant= worten haben. Auch die Liberalen sind mit der Haltung der Regierung nicht einverstanden. Sie werden wahrscheinlich verlangen, daß der Sudan unter das Regime des Völkerbundes gestellt wird und England im Auftrage des Völkerbundes die Verwaltung dieses Gebietes führt. Diese Absicht der Liberalen wird in den Kreisen der Arbeiterpartei unterstützt. Professor Gilbert Murray, einer der Vertreter des Limes": Wir mögen bis ins einzelne absolut recht haben, aber Arbeiterfabinetts beim Bölkerbund, schreibt in einem Brief an die wenn wir eine Untersuchung durch den Völkerbund vermeiden, wird man glauben, daß wir unrecht haben. Akzeptieren wir eine solche Untersuchung, so wird die Welt gezwungen sein, uns zu glauben. Die Arifis liefert uns eine Gelegenheit, darzutun, daß wir in gutem Glauben gehandelt haben. Die JLP. gegen die ägyptische Politil. London, 26. November.( EP.) Die unabhängige Arbeiterparte. ( 32P.) protestiert in einem Manifest gegen das Vorgehen der englischen Regierung in Aegypten. Die Besetzung Aegyptens diene nur strategischen und finanziellen 3weden. Zu dieser Beschung fchle jede moralische Grundlage. Die ägyptifche Regierung habe genau so wie jede andere Nation das Recht, sich selbst zu verwalten. Weiter wird in dem Manifeft verlangt, daß die Frage der Ober3000 Dollar auf jeden Amerikaner. Die Amerikaner schwimmen in einem Meer von Wohlstand, der sehr im Gegensatz zu der wachsen- Gegenteil, wir fanden schlechtes Wetter ver, aber es hat uns erlaubt. den Berarmung Europas steht. Die Natur hat ihnen in diefem Jahr eine glänzende Weizenernte beschert, die einen Ertrag von 850 Millionen Bushels von vorzüglicher Qualität brachte, während alle anderen Weizenländer, wie Kanada, Australien und Argentinien nur sehr spärliche Ernten haben. Statistiken, die aus diesem Anlaß in New York Blättern veröffentlicht werden, erklären, daß der Reichtum Ameritas seit dem Beginn des Weltkrieges um so viel angewachsen tegenheit eine politi che machte. Ich habe mir in Amerika erzählen aufsicht des Sudans dem Völkerbunde vorgelegt werden solle und ist wie das gesamte Bolksvermögen von Großbritannien und Frant reich zusammen beträgt. Die Erzeugnisse der amerikanischen Fabriken haben sich seit dem Kriece perdoppelt, und während die Zahl der Bevölkerung um fast 15 millionen angewachsen ist, hat der nationale Neichtum fo zugenommen, daß das auf jeden Ameritaner, Mann, Frau oder Kind, durchschnittlich entfallende Bermögen von 2000 auf 3000 Dollar pro Ropf gestiegen ist. Museumsführungen. Sonntag. den 30., 10 Uhr vorm., finden miffenschaftliche Fübrungen durch Direktorialbeamte im Alten Museum ( Statuen und Reliefs ter flaifischen Reit II), Professor Schröder; im Katier Friedrich Museum( Mittelitalienische Kunst um 1500 Raffact). Profeffor Schottmüller und im Museum Brinz Albrecht. Straße 7( Bor und fübgefchichtliche Kunst). Brofeffor( Göße, ftatt. für die Führung des Professors Göße zu 1 Mt. Bulastarten zu 50 f. find vor Beginn am Eingang der genannten Museen in beschränkter Anzabl erhältlich. OF Die Mulermsfunde", das von Prof. Dr. Karl Roetschau, dem Direktor der Düsseldorfer Kunstsammlungen, berausgegebene Fachblatt für Berwaltung und Technik öffentlicher und privater Sammlungen, stellt jest mit dem 17. Jahrgang das Ericheinen ein. Die Zeitschrift bat fräftig dazu mitgewirkt, die Museumswissenschaft als selbständiges Gebiet zu entwickeln. Nun soll in einer Zusammenfassung gezeigt werden, was bisher geleistet worden ist: in einem Handbuch der Museumstunde, das in einiger Zeit erscheinen wird. Dem ungariff en Nationalmuseum bat Graf Alexander Apponyi seine aus mehreren Tausend Exemplaren bestehende Bibliotbet, die alles enthält, was vom 15.- 19. Jahrhundert über Ungarn im Drud erschienen ist, vermacht. die Sie, Herr Reichspräsident, an mich und meine Kameraden gerichtet Tief bewegt nehme ich die überaus herzlichen Begrüßungsworte, haben, entgegen. Ich habe von ganz Deutschland so viel Beweise der Sympathie und Anerkennung erfahren, daß ich nicht weiß, ob sie im Gintlang stehen mit der bescheidenen Leistung, die wir vollbracht haben. Bei der ganzen Fahrt haben wir außerordent liches Glüd gehabt. Glüd haben wir erstens insofern gehabt, als wir beim deutschen Volke eine Anerkennung gefunden haben, auf die wir nicht rechnen durften. Glück haben wir weiter mit dem Beter gehabt, nicht als ob wir outes Weiter gehabt hätten; ganz im zu beweisen, was man mit unserem Luftschiff machen kann. Glück hatten wir weiter insofern, als wir bei der Fahrt über New ort ein Wetter vorfanden, das man am besten als Theater wetter" bezeichnen kann, und das unfer Schiff sozusagen in bengaliIcher Beleuchtung vor ftrahlendem Himmel zeigte. Glid hatten wir schließlich darin, daß wir drüben in Amerita eine Situation und eine Stimmung vorfanden, die aus unserer rein technischen Angelaffen, daß sich in den Vereinigten Staaten eine pinchofonische Stim mung herausgebildet hat, die zeinte, daß das amerikanische Volk geneigt ist zu einer Wiederannäherung an uns und nur nach einem Anlaß fuchte, um diesem Gefühl Ausdruck zu geben. Das amerikanische Bolt hat mit einer gewissen Begeisterung die von uns hingefredte Hond ergriffen und fich bereit erklärt, wieber qut Freund zu werden mit den Deutschen. Das ist der allgemeine Einbrud, den ich drüben gefunden habe in der Bevölkerung sowohl wie bei den Vertretern der amerikanischen Regierung. Ich darf meiner Genugtuung über diefen von uns verdienten Erfolg Ausdruck geben, indem ich Sie bitte, mit mir das Glas zu erheben auf die guten Beziehungen zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Bolke, die sich so erfreulich entwickelt haben; mögen sie weiter gestärbt werden und zu einer wirklichen Freundschaft beider Bölfer führen! Dem Ueberwachungsausschuß des Reichstages ist vom Reichs finanzminifterium Mitteilung von den Beschlüssen der Regierung und der Neichsratsausschüsse über die Beamten besoldung gemacht worden, der Vorsitzende des Ueberwachungsausschusses bat biefen jedoch nicht zu einer Sigung berufen. Infolgedeffen hat das Reichsfinanzministerium die Parteiführer des früheren Reichstags zu einer Sigung eingeladen, die am Dienstag im Der Zwed der Besprechung war Reichstag stattgefunden hat. lediglich der, die Barteiührer, die aus allen Parteien berufen waren, über die Sachlage zu informieren. daß man es Aegypten selbst überlasse. Ordnung zu schaffen. Die P. verlangt die fofortige Einberufung einer englisch- ägyptischen Konferenz über die Räumung Aegyptens, wobei auch beschlossen werden soll, daß der Suezkanal unter die Verwaltung des Völker bundes gestellt werde, da es sich hierbei um einen internationalen Handelsweg handle. Kampf gegen die Teuerung -in Frankreich. Paris, 26. November( Eigener Drahtbericht.) Die französi Regierung sucht die Berteuerung der Lebenshaltung so rasch und so wirksam wie möglich zu befämpfen Sie will zu diesem Zweck in erster Linie die Getreideerzeugung steigern. Ein Gesezentwurf, Durch den die Regierung die Verwendung stickstoffhaltiger Düngemittel in der französischen Landwirtschaft zu begünstigen sucht, nurde cm Mittwoch im Parlament eingebracht. Ein weiterer Gesetzentwurf soll die Getreideversorgung sicherstellen. Selbstverständlich pofaunt die Börse sofort aus, daß die vergeschlagenen Maßnahmen der Regierung nicht zu dem gewünschten Erfolg führen werden, da fie durch den Gefeßentwurf der Regierung die Freiheit des Getreidehandels in Frage gestellt sicht. Dementsprechend fehlt es nicht an Protesten derjenigen Kreise, die um ihr persönliches Geschäft besorgt find. Gewerkschaftsbewegung Der Reichsarbeitsminister verteidigt sich. Nach einem Bericht des Wolff- Bureau sagte der Reichsarbeitsminister Dr. Brauns in einer Ride in Osnabrüd: Auf dem Gebiete des Arbeiterschutzes ist die brennendste Frage die Frage der Arbeitszeit. Gegenüber dem immer wiederkehrenden Borwurf, daß gerade der Arbeitsminister es gewesen sei, der im Spätherbst 1923 den Achtstundentag abgeschafft habe, muß erneut festgestellt werden, daß sich damals über die Unmöglichkeit der Beibehaltung des schematischen Achtstundentages die gesamte öffentliche Meinung und alle Barteien, von der Sozialdemokratie bis zur äußersten Rechten, einig waren. Auch haben sich die gesamten Parteien über den wesentlichen Inhalt des damaligen Gefeßes geeinigt. Es ist nicht wahr, daß der Achtstundentag allgemein abgeschafft wäre. Die Mehrzahl der Betriebe und annähernd die Hälfte der Arbeiterschaft werden auch heute noch normalerweise acht Stunden am Tage beſchäfigt. Die einschneidensten Menderungen mußten in der Schwerindustrie, insbesondere in der Schwereisenindustrie, vorgenommen werden. Aber gerade hier waren bei ber Eigenart der Betriebe und angesichts der furchtbaren wirtschaftlichen Notlage( Micum- Verträge) die Verhältnisse besonders zwingend. Die Reichsregierung hat die damalige Arbeitszeitverord. nung stets als Notverordnung angesehen. Sie ist deshalb auch, troh der gegenwärtigen Lage, im Laufe dieses Jahres mit den Nachbariändern ins Benehmen getreten, um über eine vernünftige Anwendung des Washingtoner Abkommens eine Verständigung herbeizuführen, die auch der ungeheuer geschwächten deutschen Wirtschaft die Arwendung dieses Abkommens noch ermöglichen soll Auch steht Abhilfe für die Schwrerarbeiater in den ununterbrochenen Betrieben mit Sonntagsarbeit unmittelbar bevor. Die neuen Arbeitszei neseze, welche die Verordnung vom Dezember 1993 ablöfen sollen. find im Reichsarbeitsministerium in Vorbereitung und werden vom neuen Reichstag zu erledigen fein. Wenn der Reichsarbeitsminister behauptet, daß die gesamte öffentliche Meinung und alle Parteien, von der Sozialdemokratie bis zur äußersten Rechten" über den wesentlichen Inhalt des damaligen Gesetzes und der Unmöglichkeit der Beibehaltung des schematischen Achtstundentages" einig waren, so ist der wesentliche Inhalt" dieser Behauptung falsch. Die Sozialdemokratie und die freien Gewerkschaften find nur bereit gewesen, zuzulaffen, daß durch Tarifvertrag Abweichungen vom Achstundentag vereinbart merden können. Der Reichsarbeitsminister aber hat bei Nichtzustandekommen eines Tarifvertrages seine Schlichtungsinstanzen in Wirksamkeit treten lassen und die von diesen gefällten Schieds sprüche, die den Achtstundentag beseitigten, für allgemein ver bindlich erklärt. So wurde aus dem vereinbarten grundsätzlichen Achtstundentag, wie er im§ 1 der Arbeitszeitverordnung festgelegt wurde, der Neun-, 3ehn- und Zwölfftundentag. Wenn, wie der Reichsarbeitsminister hinzufügt, der Achtstundentag noch nicht allgemein beseitigt ist, so ist das gewiß nicht das Verdienst des Reichsarbeitsministers, sondern einzig dem Widerstand zu danken, den die Gewerkschaften und den die sozialdemo= Pratisch geschulte Arbeiterschaft geleistet haben. Diesem Widerstand ist es auch zu danken, daß der Reid, sarbeitsminister jetzt vor den Wahlen die Rückkehr zum Achtstundentag anfündigt. Wenn es den Unternehmern aber mit ihrem Korruptionsfonds ge= lingen sollte, entscheidenden Einfluß im Reichstag zu gewinnen, wenn die Sozialdemokratie am 7 Dezember nicht einen glänzen den Sieg erringt, dann wird Herr Dr. Brauns erneut„ die Unmöglichkeit der Beibehaltung des schematischen Achtstundentages" verfünden. Das tommende Arbeitszeitgefeß wird ausfallen, wie die Wahl am 7. Dezember. Und wie die Wahl ausfällt, wird Herr Dr. Brauns umfallen. Der Reichswirtschaftsrat verschleppt. Der vom Reichswirtschaftsrat eingesetzte Ausschuß hatte nach Besichtigungsreifen in das Ruhrgebiet und nach Oberschlesien in Ausficht genommen, das Ergebnis seiner Untersuchungen auf Grund des $ 7 der Arbeitszeitverordnung in einer für den 25. und 26. November anberaumten Sigung abschließend zu erörtern. Dazu ist es nicht gekommen, nachdem neue Anträge auf Erweiterung der Untersuchungen an Ort und Stelle eingegangen waren, obwohl der Vertreter des Reichsarbeitsministeriums die Bitte um Beschleunigung wiederholte; entgegen dem Votum der Arbeitnehmer. Dertreter glaubte die Mehrheit des Ausschusses diese Anträge nicht ablehnen zu dürfen. Der Abstieg der Kommunisten. Der alte Trick der Kommunisten, die geringe Zahl ihrer Anhänger hinter einem großen Geschrei zu verstecken, wird besonders in der letzten Zeit von ihnen wieder angewandt. Es hat sich gezeigt, daß ihre neue Parole hinein in die konterrevolutionären Gemert schaften bei den zahlungsfaulen und gewerkschaftsfeindlichen Ausge retenen nicht gezogen hat, so daß die KPD.- Fraktionen und Zellen dadurch nicht größer geworden sind. Die wenigen Verärgerten, denen die Gewerkschaften von den Kommunisten verefelt wurden, find zwar nach und nach zurückgekehrt, aber einen Zuwachs für die ,, revolutionären Gewerkschaftler haben sie nicht gebracht. Wer die Bersammlungen der verschiedenen Verbände besucht, muß feststellen, daß die Kommunisten im hoffnungslosen Absterben sind. Sie sterben natürlich nicht gern und deshalb wird von Fraktionen ein um so lauterer Speftafel gemacht. Sie machen sich die alte Er fahrung zunube, daß 20 Mann soviel Spettafel machen können, daß dadurch auch eine große aufme: tsame Bersammlung gestört wird. Auf diese Art allein sind sie noch in der Lage, die Versammlungen zu „ beeinflussen". Das Auftreten der bestellten Redner läßt die ganze agitatorische Hiflosigkeit der KPD.- Zentrale erkennen; in ihrer Not nehmen sie zu den ältesten Ladenhütern Zuflucht. Die Arbeitsgemeinschaft, der Ausschluß von notorischen Sagungsfeinden, ja fogar die Kriegspolitik der Gewerkschaften muß herhalten, damit wenigstens geredet werden kann. Dazwischen leistet man sich die wunderfichsten Gedankensprünge; was gestern weiß war, ist heute schwarz. Niemand, selbst nicht der junge geläufigfte Fraktionsredner, findet fich aus den Manuskripten mehr heraus, die den Kommunisten verabreicht werden. Es ist ein kommunistischer Wirrwarr entstanden, der den gänzlichen Niedergang der Kommunisten zeigt. Wie in der Bolitit. fo finten sie auch in den Gewerkschaften zur Sette herab. Eine fleine Gruppe Berrannter hält noch zusammen. Von Moskau ausgehaltene Führer" zeigen den allein rich igen, aber fortgefegt geänderten Weg aus dem Elend". Die große Masse aber wendet " 9 fich ab und erkennt in den freien Gewerkschaften wieder thre berufenen Vertretungen. Die Gewerkschaftsgenoffen müssen sich bei der Beurteilung und Einschätzung der fommunistischen Bewegung in den Gewerkschaften von der Erkenntnis leiten lassen, daß das Auftreten der meisten Fraktionsführer nicht einer persönlichen Ueberzeugung entspringt, fondern stets die bestellte Arbeit der 3entrale vorliegt. Wer in den verschiedenen Gewerkschaftsversammlungen die fommunistischen Redner hört, muß die vollkommene llebereinstimmung des " fachlichen" Inhalts sowohl als auch des Wortlauts feststellen. Da es an dem fehlt, werden Standalszenen provoziert. Da in die tommuistischen Bählerversammlung niemand geht, müssen eben die Gewerkschaftszusammenfünfte herhalten. Unsere Gewerkschaftsmitglieder werden gut tun, das Geschwät der Kommunisten nicht mehr zu beachten. Eine furze Rich'instellung der gröbsten Lügen und Verdrehungen genügt vollkommen. Jedes Eingehen auf den bolfches wistischen Unsinn raubt die Zeit für nugbringende Tätigkeit und verhilft im übrigen dem„ lebenden Leichnam" zu einer gänzlich unanges brachten Beachtung. Wenn die einst so starten kommunistischen Fraktionen bei den Metallarbeitern auf ganze 60 Mandate in der Generalversammlung gesunken sind, wenn die Kommunisten beim Verkehrsbund zu einer hoffnungslosen Minderheit geworfen sind, wenn in den anderen Organisationen ein gewaltiger Aufstieg unverkennbar ist, dann liegt das eben daran, daß die Masse der Mitglieder erkannt hat, daß die fommunistischen Parolen nur deshalb soviel Lärm machen, weil sie hohl sind. Die badische Regierung zur Beamtenbesoldung. Das Staatsministerium hat zu der vom Reichsfinansministerium getroffenen Regelung der Besolduna der Beamten Stellung genommen. Es wurde beschlossen, die Reichsvorschriften auch für die Landesbeamten zu übernehmen, jedoch mit der ausdrücklichen Bes schränkung auf die Zeit bis Ende Dember des laufenden Jabres. Damit soll zunächst erreicht werden, daß auch die Badischen Landesbeamten in den Befiz höherer Bezüge fommen. Andererseits wird das Staatsministerium alsbald nach dem Wiederzusammentritt des Landtags im Dezember dieses Jahres mit diesem darüber beraten, in welcher Weise der großen Notlage der unteren Besoldungsgruppen, die durch die jeßige Befol. dungsregelung leider nicht behoben wird, abgeholfen werden kann. 19 Der Holzarbeiterverband im dritten Quartal. Die wirtschaftliche Lage der Berliner Holzarbeiter hat sich durch den schlechten Geschäftsgang in der Holzindustrie im 3. Quartal dieses Jahres noch mehr verschlechtert. Die Möbelbranche arbeitete weiter tariflos; Verhandlungen zur Schaffung eines neuen Tarifes haben nicht stattgefunden.( Inzwischen ist es befannt lich für einen Teil der Betriebe zum Tarifabschluß gekommen.) Eine Umfrage der Ortsverwaltung Berlin des Deutschen Holz arbeiterverbandes ergab. daß in 268 Betrieben der Möbel brandye mit über 5000 Beschäftigten 4296 im Holzarbeiterverband und 318 in anderen Organisationen organisiert waren. Die Löhne der erfaßten Arbeiter bewegten sich zwischen 70 Bf. und 1 M., während der fforddurchschnittsverdienst etwa 1,05 m. betrug. Lohnbewegungen ohne Streits wurden bei den Bautischlern, in der Goldleisten und Rahmen branche, für die Klavierindustrie und die Karosseriearbeiter geführt. In den letztgenannten Branchen erfolgte die Kündigung der Lohnabkommen durch die Unternehmer. Die Ristenmader und die Belegschaft des Karosseriewerks von Schebera in Tempelhof mußten Streits zur Abwehr geplanter Lohn und Afordabzüge führen. Die Bewegungen wurden beendet, nachdem die Unternehmer die geplanten Abzüge ganz wesentlich herabgesetzt hatten. In einer Reihe ähnlicher Betriebe wurden gleichartige Gireits geführ Die Zahl der Arbeitslosen betrug am Familienlohnzulagen. Entlohnung der Arbeit nach der Bedürftigkeit. Wenige sozialpolitische Versuche der letzten Jahre haben mehr Aufmerksamkeit erregt als die in verschiedenen Ländern eingeführte Gepflogenheit, die Löhne durch besondere 3 ulagen für die Angehörigen des Arbeiters zu ergänzen. Dieser Brauch bedeutet die Enführung des Grundfazes der Entlohrung nach der Bedürftigkeit und nicht lediglich nach der Arbeitsle stung. während des Krieges eingeführt, um den schlimmsten, durch die Eteigerung der Kosten der Lebenshaltung veranlaßten Härten zu begegnen. hat sich das System der Familienlohnzulagen nament d in gewissen Ländern Europas so rasch ausgebreitet, daß es nun in Betrieben mit nicht weniger als acht Mill onen Arbeitern in einer oder der anderen Form besteht. In Frankreich allein find in felchen Betrieben 2 700 000 Arbeiter beschäftigt, und in Deutschland ist die Zahl noch erheblich größer.( Wozu bemerkt sei, daß in der Induſtrie der Abbau dieses Systems begonnen hat. Rep. d.„ Borw.".) Das Internationale Arbeitsamt erhielt so viele An fragen betreffend das System der Familienlohnzulagen, seine Entbren, wicklung und die zu se ner Durchführung eingeschlagenen Verfahren, daß es diesbezüglich eine in Ginzelheiten gehende Erhebung vornahm, beren Ergebnisse nun in einem Hefte der„ Studien und Begaben über die Verhältnisse in 15 europäischen Ländern und in richte" des Amtes veröffentlicht wurden. Die Schrift enthält AnAustralien sowie eine allgemeine Einführung in die behandelten Probleme. Besondere Aufmerksamlet findet das System der Ausgleichsfaffen, das in einigen Ländern zu dem Zweck eingeführt wurde, um zu verhüten, daß verheiratete Arbeiter mit großen Familien benachteiligt werden. Es wird auch auf die Frage eingegangen, ob Familienlchnzulagen aus den Erträg nissen der Wirtschaft oder aus Staatseinkünften zu bestreiten sind. Außerdem werden die Auffassungen von Arbeit r und Unternehmerorganisationen aufgezeigt, besonders in bezug auf die Frage, ob es erwünscht ist, daß sich das System der Famil'enlohn zulagen auf freiwilliger Grundlage weiter entwickelt oder daß es durch die Gesetzgebung mit dem größtmöglichen Maße von Einheitlichkeit durchgeführt wird. In dieser Hinsicht sind die Ansichten von Arbeitern und Unternehmern scharf unterschieden. In der Schrift werden statistische Nachweisungen gebracht über die Beträge, die an Familien von verschiedener Größe gezahlt werden, ferner werden die Anwendungsmethoden durch die Vorschriften verschiedener Organisationen illustriert, die Familienlohnzulagen auszahlen. Die Lohnbewegung in den Elektrizitätswerken. Wie uns vom Zentralverband der Maschinisten und Heizer mit geteilt wird, ist die Lohnbewegung in den privaten Elektrizitätswerfen noch nicht abgeschlossen. Es findet am Freitag ein Schlichtungsverfahren statt, um den Konflikt beizulegen. Soweit die Lohnbewegung in den städtischen Elektrizitätswerken in Frage kommt, deren Abschluß wir gestern bereits mitgeteilt haben, betragen jezt die Löhne in Klaffe Ia 84, Ib 79, in lasie II 74, Das bedeutet eine durch III 69, IV 60, V 50 3. pro Stunde. schnittliche Erhöhung des Stundenlohnes von 7 bis 8 Pf. Die Sozialzulagen betragen 96 Pf. für die Frau und 1,92 M. für jedes Kind. Streit bei Schuchardt, Rungestr. 9. Die Metallschleifer der Firma Schuchardt haben am Mittwoch infolge von Preisdifferenzen die Arbeit niedergelegt. Wir ersuchen um strengste Solidarität. Kein Metallschleifer darf in dem Betrieb Arbeit annehmen. Ins besondere machen wir die Kollegen der Kundenbetriebe auf diefe Bewegung aufmerksam, damit keinerlei Streifarbeit für die Firma Suchardt angefertigt wird. Es handelt sich speziell um Deutscher Metallarbeiter Verband. Telephon- und Radioteile. Ortsverwaltung Berlin. Algemeine Bersammlung aller im Bezirksamt Treptow( 15. Bezirk) beschäftigten Arbeiter, Angestellten, Beamten und deren Angehörigen am Freitag, den 28. November, abends 7% Uhr, in der Schulaula Nieberschöneweibe, Berliner Str. 31. Bortrea bes Stadtrats Carl Wer. muth: Wie verbessern wir unsere wirtschaftliche Lage?" Es ist Pflicht aller, diese wichtige Bersammlung zu besuchen. Achtung, Maler! Freitag abend 7% Uhr im Gewerkschaftshaus, Engelufer 24-25, Mitgliederversammlung. Die Ortsverwaltung. Ende der Berichtszeit 6544. Das bedeutet gegenüber dem 30. August allerdings einen Rüdgang von 1987 Erwerbslosen, doch ist seit dem Anfang des Quartals wieder ein Ansteigen zu beobachten. Die Außenbeamten der Ortsverwaltung mußten in 189 Fällen bei der Schlidytung von Betriebsdifferenzen mitwirken und hatten 35 Verhandlungen wegen Betriebsstillegungen zu führen. Der Mitgliederbestand hat eine geringe 3u. nahme erfahren; gegenwärtig gehören rund 25 000 Holzarbeiter der Berliner Verwaltungsstelle an. Der Barbestand der Kasse hat sich sehr gebeffert, die Berwaltung fann infolgedessen an die Arbetislofen und Invaliden in der nächsten Zeit Ertraunterstützun- Straße 31, allgemeine Funktionärverfammlung: Stellungnahme zum Ange. gen auszahlen. In dem Quartalsgeschäftsbericht, den Bevollmächtigter Freigang der Generalversammlung aab, erwähnte er besonders das Bestreben der Unternehmer, den Behörden einen Abbau der Sozialversicherungspflicht zu empfehlen, da die Wirtschaft die Beiträge dafür angeblich nicht mehr tragen kann. Die Arbeiterschaft muß auf diese Borgänge ein ebenso wachfames Auge die haben wie auf die Konzernierungsbestrebungen, sich in letzter Zeit in der Holzindustrie bemerkbar machen. " Die Aussprache benutzte Hennig von der KPD.- Frattion, um gegen einen Antrag der Ortsverwaltung, der den Beitrag an den Verband sozialer Baubetriebe" von 100 m. auf 2000 M. erhöhen wollte, Opposition zu machen. Die Generalversammlung war anderer Meinung und stimmte dem Antrag der Verwaltung zu. Der fommunistische Redner machte der Ortsverwaltung weiter darüber Vorwürfe, daß sie nicht energisch genug auf den Abschluß eines Tarifvertrages in der Möbelbranche gedrungen habe. Ihm fonnte vorgehalten werden, daß im allgemeinen durch die Kommunisten die freien Gewerkschaften wegen ihrer reformistischen Tarifpolitit" heftigen Angriffen ausgefekt sind. Als feinerzeit der Tarif abgelaufen mar, zeigten sich die Kommunisten sehr erfreut darüber; iegt rufen sie wieder nach dem Neuabschluß. In merkwürdigem Widerspruch dazu steht auch der Inhalt eines Flugblattes der KPD.. Fraktion, das der Ortsverwaltung nachfagt, sie laufe wegen des Tarifes den Unternehmern nach. Mit Recht fragte Boese, was denn nun eigentlich richtig sei. Am Schluß der Generalversammlung tam ein Antrag auf Erhöhung der Beiträge zur Berhandlung. Die Kommunisten erklärten sich in einer vogelegten Resolution für die Erhöhung, forderben aber eine Urab ftimmung. Sie erboten fich fogar, in den Mitgliederversammlungen Propaganda" dafür zu machen. Schon während Freigang fein Schlußwort hielt, machte sich eine Unruhe bei den Kommunisten bemerkbar, die sich schließlich so steigerte, daß die Versammlung nicht zum Abschluß gebracht werden fonnte. Es wird daher eine neue Generalversammlung nötig sein; währenddessen erhalten die Mitglieder teine höheren Unterstützungen, wofür sie sich bei der KPD. bedanken können. AfA- Funktionäre der Metallindustrie. Freitag, den 28. November, abends 7½ Uhr, Mufikerfäle, Raiser- Wilhelm bot des BBMJ. zum neuen Rahmen-( Leistungs-) Tarifvertrag." Die Mitglieder des AfA- Metall- Rattells treffen sich bereits abends 6 Uhr im Speisesaal ber Munterfäle au einer Borbesprechuno. Bei de Michelineit ber zu fallenden Beschlüße darf lein fA- Funktionär fehlen. Die für den Monat Dezember vorgesehenen Bezirks- AfA- Konferenzen fallen infolge der ver. änderten Situation aus. Nähere Mitteilung in der Bersammlung. ATA- Metallfartell. Günther, Lange, Rothe. Achtung, Steinträger des Baugewerksbundes! Die in der Bersammlung am Sonntag, den 23. November, festgefekten Affordpreise tönnen ab heute, Donnerstag, im Bureau, Engelufer 24-25, 8immer 53, abgeholt werden. Der Vorstand. Baugewerksbund, Fachgruppe ber Glaser. Freitag außerordentliche Mitgliederversammlung im Gewerkschaftshaus. Die Versammlung beginnt pünktlich 5 Uhr, da der Gaal um 7 Uhr geräumt sein muß. Tagesordnung: Bericht von der Lohnverhandlung. Die Mitgliedsbücher find am Saaleingang vorzuTegen. Ohne diese tein Sufritt. Die Fachgruppenleitung. Transportarbeiter der Metallindustrie. Freitag abend 6 Uhr im Gaal 1 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 24-25, Funktionärversammlung. Die Trans port- und Lagerarbeitergruppen aller Metallbetriebe haben sich durch ihre Funk. tionäre oder Betriebsdelegierten vertreten zu laffen. Sonntag vormittag 9% Uhr im Saalbau Friedrichshain. Am Friedrichshain 16-21, große Verfammlung aller Transportarbeitergruppen aus den Groß- Berliner Metallbetrieben. Stellungnahme zur Kündigung des Lohnabkommens. Die beschäftigten Transportarbeiter aller Betriebe haben bestimmt und vollzählig zu er fdeinen. Deutscher Verkehrsbund. Sektion 5. Deutscher Metallarbeiterverband. Achtung, Berwaltungsmitglieder! Am Freitag, den 28. November, findet eine Sigung der mitleren Ortsverwaltung nicht statt. Berantwortlich für Bolitik: Ernh Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schikowski: Cofales und Sonstiges: Frig Karstädt: Anzeigen: Th. Glode: sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag Gm b. S. Berlin. Druck: Borwärts- Buchbrucerei und Berlagsanstalt Baul Ginger u Co. Berlin SW 68, Lindenftrake& Hierzu 2 Beilagen. Die Ortsverwaltung. Ein milde und sicher wirkendes Abführmitte) sind San.- Rat Dr. Strahls Hauspillen, seit dem Jahre 1851 weltbekannt. Auch bei Hämorrhoidal-, Leber- und Gallensteinleiden vorzüglich bewährt. Von Aerzten u. Patienten glänzend begutachtet. in Originalschachteln à Mk. 1.- u. 2- zu haben in den Apotheken, wo nicht. franko Nachnahme durch Elefanten- Apotheke. Berlin SW., Leipzi er Straße 74, am Dönhoffplatz. Sophien- Säle Norden 929b. Sophienstraße 17-18. Säle frei! Wähle Voxhaus! Dann urteile! Eine Qualitäts- Zigarette für zwei fennige Nr. 55941. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Aus der Praxis der Darlehnsschwindler. Der Prozeß„ Adebar u. Co" lenkt die Augen der Oeffentlichkeit| Chiffre oder Dednamen aufgegebenen Geldangebote Kreditfucher, wieder auf jene Art von Schywindlern, die mit größtem Raffinement so werden fie on bestimmten Tagen in ein Hotel bestellt uns hier vorgehen, um G bedürftigen das letzte Geld aus der Tasche zu unterschreiten, die sie meist nicht durchlesen. In diesen Scheinen Loden. Er offenbart wieder, wie groß die Untenntnis über gelb- unterschreiben die fie fich meist nicht durchlesen. In diesen Scheiten liche Dinge in der Deffentlichkeit ist. Diese Untenntnis wird nur verpflichten sie sich die Kosten für eine Anzahl Inferate zu zahlen, noch übertroffen durch die geradezu unglaubliche Leichtgläutigkeit, dieser Art von Darlehesschwindlern aber an. Ihnen ist gleidy die oft bis fiber 500 m. betragen. Auf diese Inserate kommt es die es oft den Schwindlern erst möglich macht. ihr unsauberes Ge- gültig, ob sich auf die Inserate jemand meldet oder nicht. Ihr Berschäft mit Erfolg zu betreiben. Mit welchen Mitteln Hppo.heken dienst besteht ja im Infcratenfang. Doß die Kreditsucher billiger und Darlehnsschwindler arbeiten, follen die folgenden Ausführun gen zeigen. Vorschußschwindler. Borschußschwindler find Personen, denen es mur darauf an fommt, von den Kreditfuchenden unter irgendeiner Form oder Bezeichnung Gebühren einzuziehen, sich aber nach Erhalt derselben nicht mehr um die Beschaffung des meist bestimmi versprochenen Kredits zu fümmern. Die Antragsteller merden formularmäßig mit den unmöglichsten Gründen hingehalten und vertröstet oder es werden ihnen natürlich nach der Zahlung der Kosten Bedingungen ge stellt, die ganz unmöglich zu erfüllen sind. Erst allmählich wird Sen meist armen Opfern flar, daß sie ihre lehten Pfennige gemeinen Betrügern geopfert haben. Diese Art der Betrüger ist deshalb so gemeingefährlich, weil fie unter dem Deckmantel chrtarer Kaufleute oder Vermittler auftreten und hierdurch ihre Opfer desto sicherer schröpfen. Der Lale ahnt nich, welch aroße Summen trotz aller Warnungen diesen Spänen zum Opfer fallen. Die Polizei und die Gerichte fönnen diefen Betrügern mit den Betrugsbestimmungen fchmer beifommen, meil fie ftets so vorsichtig sind, eine fieine Anzahl von Anträgen zur Auszahlung zu bringen und so den Anschein erme en als handle es fih um recife Int.rudunnen. Erff bei gm eingehender Nadprüfunug des Betriebes stellt sich der Schwind! heraus. Aber auch dann wird trotz aller aufnemendeten Mühe sehr hawig das Verfahren eingeft: t, wil die gefehlichen Bestimmungen nicht ausreichend und dehnbar sind, um diefen Schädlingen das Hand mert legen zu förmen Da die Handelskammer sich gegen den Er lak von Vorschriften ausgesprochen hat, ist die Bevölkerung auf fich allein ar gewiesen, und fann jedem Kreditfucher nur auf das allerdringlichste geraten werden, Borschüsse irgend welcher Art, mögen sie heißen wie sie wollen, vor Auszahlung des beantrag'en Krebits auf feinen gol u zahlen. Nur so ist es möglich, sich vor diesen Betrümern zu schüzen. Reelle Geschäfte nehmen vor Aus zahlung der beantragten Kredite teinerlei Gebühren in irgendeiner Form. Wer die Tageszeitungen daraufhin durchsieht, wird erstaunt fein, welch aroke Rapitalien frog der af mein herrschenden Geftrot täglich angeboten werden Die Durchficht und Nachprüfung dieser angeh'ichen Geldleute kann den Finer" mtern nicht dringend genug ans Herz gelegt werden, da hiertei für den Etaat sehr viel zu verdienen ist. Die Gebühren werden unter den unglaublichsten Bereich nungen von den Kreditfuchenhen abrefordert, so z. B. als Ein. tragungs-, Bearbeitungs, Bschleunigungs-, Beftigungs-, Tartempel-, Notariatsvertragsgebühren und wie die Bezeichnungen noch alle hehen mögen Das diese Gebühren relos in die Taschen dieser Leute fließen ist den Eingeweihten bekannt. Leider cheuen fich euch einige fonenannte„ Bantoe dhäfte" nicht 1000 m. und mehr angliche Tegnebühren zu fretern bzw. mit dem Vermittler zu teilen, bevor überhaupt an eine Bearbeitung oder Prüfung der Anträge gedacht wird und obwohl der Tagator nur 50 oder 150 M. TarPosten erhält. Inferatenfänger. O Ers: Vorschuß, dann vielleicht... und schneller zum Ziele gelangen, wenn sie eigene Inserate in einer größeren Tageszeitung aufgeben, braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden Bu verstehen ist, wenn die Kreditsucher ihr Geld an folche Per fonen einfenden, die eine bestimmte Anschrift angegeben haten, unter der sie also zu finden sind. Daß es aber eine große Anzahl Leichtgläubiger gibt, die ihr Geld auch noch unter Chiffer em fenden, wird niemand glauben wollen und doch ist die Zahl der so Handelnden sehr groß. Eine Ermittlung diefer Leute ist natürlich richt möglich, da sie ständig ihre Zeichen wechseln und nie aufzu finden find. Solchen Leuten ist natürlich nicht zu helfen. Wer sich also vor Schaden bewahren will, zahle feinen Pfennig Vorschuß oder andere Gebuhren bei Kreditanträgen, bevor nicht das Kapital zur Auszahlung gelangt. Auch eine andere Art des Gimpelfanges ist zurzeit sehr beliebt und wird viel benutzt. Den Kreditsuchenden werden auf Inserat Anschriften von angeblichen Geldleuten gegen Nachnahme von 15 bis 50 M. und mehr zugesandt. Wenden sich die Kreditfucher hoffrungsvoll an die ongegebenen Adressen, so müssen sie zu ihrem Leid. wefen erfahren, taß sie gprellt find, denn die befragten Abreffat en wissen von nichts Die Anschriften sind von den Betrügern einfach - dem Reichsadrehbuch herausgeschrieben worden. Eine andere Art dieser schlauen Leute gibt ein kleines Blättchen im Selbstverlage heraus, das einem fieinen Kreis von Interessenten, meist Vermit lern. zugestellt wird, um den Anschein zu erweden, als handle es sich ta: fächlich um teelle Unternehmen 99 Proz. dieser Inserate sind aus anderen Zeitungen herausgeschnitten und dienen lediglich zur Füllung der Zeitung.. Diese Inserate werden ohne Wissen der Auftraggeber verwendet. Me den sich dann auf diese meist unterziehungsinftem der meisten Eltern ift. Wieder der Selbstmord eines Jugendlichen. Bieder meldet der Polizeibericht den erschütternben Selbst mord eines zwölfjäbrigen Jungen. Wieder soll das Motiv Furcht vor Strafe fein und die Eltern werden wieder am meiften gestraft sein, die Furcht vor Strafe als bestes Erziehungs. mittel in Rechnung stellten. Es handelt sich in diesem Falle um den 11jährigen Sohn Egon des Kaufmanns Sc. aus der Lychener Straße. Sch. fchickte feinen Sohn nach seinem Lauben. grundstück in der Kolonie Abendfrieden in Bantot, von wo er eines feiner Schulhefte holen follte. Der Junge fehrte nicht mehr zurüd. Er hängte fich wohl aus Furcht, wegen einer fchlechten Arbeit bestraft zu werden, in der Baube auf. Der fall beweist von neuem, wie reformbedürftig das Er. aus 35] Der Mittelweg. Bon Sir Philip Gibbs. Während Bellafis die Zahlen aufschrieb, ging Bertram zum Spieltisch und lehnte sich über Joyce, die Hand auf ihre Schulter legend. Sie zuckte unwillig unter seiner Berührung, aber er ließ seine Hand liegen und sagte: Ich möchte nach her mit dir sprechen, Jonce. Nach dem Spiele." Ist noch nicht genug gesprochen worden?" fragte sie ungeduldig. Nein," antwortete er. Ich habe dir Notwendiges zu fagen." Lady Ottery tippte seine Hand mit einer Spielschachtel. ,, Mein lieber Bertram, stör' doch nicht! Kannst du nichts zum Lesen finden?" ,, Tut mir leid," sagte Bertram, aber ich erbitte mir die Gunst, mit Jonce ein paar Worte zu reden." Der Abend fängt ja erst an," meinte Lord Ottery) ungeduldig. Du störst ja das ganze Spiel." ,, Deine Antwort, Jonce," bestand Bertram Jezt sah sie ihn an, Auge in Auge, und legte die ganze Herausforderung ihres Willens in ihren Blick.„ Nur nach dem Spiele, wenn ich fertig bin. Eher nicht." Gut." Er verließ das Rimmer und wanderte über eine Stunde im Barfe umher. Der warme Aprilabend war schwer von Frühlingsdüften, und in den langen, mondübergossenen Alleen lockte eine Nachtigall mit schmelzenden Tönen. Als Bertram zuletzt eine Nachtigall hatte schlagen hören, war es nach einer Schlacht gewesen, in Notre Dame de Lonette. Trotz Maschinengewehr- und Trommelfeuer ging das alte einzige Spiel von Liebe und Leidenschaft weiter, im Baum der Vogel lockte die Gefährtin, und im Blut der Trümmer lebte die ungestüme Sehnsucht der Geschlechter zueinander. Bertram fühlte auch in seinem Blute den Rausch der Leidenschaft. Jonce trohte ihm; was er wollte und erstrebte, war ihr zuwider. Sie zürnte ihm wegen seines Entschlusses. Und sie fette ihren Willen gegen den seinen, sprach hart und gereizt mit ihm und wollte ihn in ihre Denkungsweise hinüberziehen. Aber das war ja alles Unfinn. Das Leben war größer als dies alles, und doch viel größer war die Liebe. Er würde Joyce wieder sein eigen nennen, nicht durch die Kraft der Argumente, sondern durch seine alles bezwingende Leidenschaft, wie sie in dieser ganzen Frühlingsnacht in der ganzen Natur um ihn pulsierte, in allen Büschen und Gräben und Wäldern, wo nur Lebendiges fich regte, wie es gewesen war feit Urbeginn des Leben, denn dieser Trieb war das Leben selbst. Als Bertram nach einer Stunde durch die Rosengärten zum Hause zurüdging, hörte er durch die Stille Joyces Stimme. Sie sprach gedämpft, und er sah sie, in ihren schwarzen Mantel gehüllt, auf den Stufen der Freitreppe figen. Eine Stufe tiefer saß ein Mann, dessen Kragen blendend weiß im Mondlicht schimmerte. Schon an der nach lässigen Stellung erkannte Bertram die lange, elegante GeStalt Kenneth Murleß'. Obgleich sie nicht laut sprachen, tönten ihre Stimmen deutlich zu Bertram hinüber. ,, Es bricht mir das Herz, Holme Ottery verlassen zu müssen," sagte Joyce. Ja, es ist schredlich traurig," antwortete Kenneth. Für unsere fleine Welt überhaupt ein tragisches Los. Wir gehören der Vergangenheit an, Joyce, furchtbarer Gedanke." Wir brauchen uns aber nicht ohne Kampf zu ergeben," sagte Joyce heftig. Kenneth ließ sein leises, melodisches Lachen hören. ,, Gott ist auf der Seite der größten Betaillone, meine Liebe. Der Mob rückt an. Wir haben keine Aussichten mehr." zur Hölle mit dem Mob!" sagte Jonce leidenschaftlich. Bieder lachte Kenneth sein hübsches Lachen. Lassen Sie das nicht Ihren Batten hören!" " Einen Augenblick schwieg Joyce, dann sagte sie hart: Bertram ist ein Verräter an unserer Sache." ,, Still!" warnte Kenneth, denn in diesem Augenblic trat Bertram aus der dunklen Pergola hervor und stand ganz dicht Dot ihnen auf den Stufen. Joyce." sagte er ruhig ,,, wir beide haben zufammen zu reden, wenn Kenneth es gestattet." Renneth erhob sich nervös lächelnd. Ich gehe schlafen, Bertram. Gute Nacht, ihr beide!" Und damit eilte er mit langen Schritten dem Hause zu.„ Ich möchte auch zu Bett gehen," jagte Joyce. 3u einer Unterredung ist es zu spät. Und du hast doch gehört, was ich fagte, vermute ich." ,, Das Wort„ Berräter"?" „ Ja." Donnerstag, 27. November 1924 Wissens die Sterne? Auf der Elektrischen ein Fünfzehnjähriger neben seinem Stoffweißen Rotarde( soll fünden: Staatsangehörigkeit des Unternehmens ballen. Die Geschäftsjoppe ist zu groß. Die Mütze mit der schwarzstramm altpreußisch noch immer) wohl auch. Sein blaffes schmales Geficht hat überwachte Augen. Immer wieder fällt der hübsche Kinbertopf nach hinten, halb einnidend. Neben mir erkundigt sich eine Romm, Junge, fez dich!" Erst mißtrauisch, dann dankt er mit Frau nach der nächsten Haltestelle. Aha, steigt aus. Ich rufe: liebem Kinderlächeln. So aus dem Holz geschnigt, wie sie früher die Brinzen vor der Kamera frifierten. Fehlt nur noch Spigenfragen, Samtanzug, Bab und gutes Frühstück, na usw. Zuvielen feinen, stillen Berufen das Zeug in sich, nur nicht zum Laufjungen. Dafür mar er nicht unter den Sternen erschaffen worden. Seine Geschichte mar balb erzählt. Er der älteste von dreien, die Mutter Witwe. Da muß er bis in die Nacht hinein helfen Wollpüppchen für Lamnenfnäufe widein. Raum fünf Minuten, die Fußspike in den Stoffballen Dorsichtshalber eingezwängt. schäft er feft die halbe Stunde Fahrt. Kurz vor Mittag freuzte ich die Neue Friedrichstraße. Da steht er wieder vor mir, seiner Bürde entledigt, sehnsüchtia zuhörend de Mann, der die Leute fragt:„ Und wann sind sie geboren, mein Herr? Bitte, hier! Für 50 Bf. jeder Herr seines Schicksals, da er nun seine Steren tennt! Er überzählt seine Groschen.., Junge, willst du wohl!! Er schridt zusammen mit jenem nervösen Schreden, den feinere Rinbernaturen an fich haben, die zu oft und unnötig geSchlagen werden. 13 Glauben Sie an so was nich? Was hülfe ihm jetzt ein glattes Nein? Denn seine Augen sinb die des Träumers. „ Der fagt nämlich," er macht eine Ropfbewegung zum Jahr maritsaftronomen, ich sei ein Löwenfind. Das sei was besonderes. Soll denn nu so janischt an fo was fein?" „ Das weiß niemand, ob neben Sonne und Mond noch andere Strahlen von Himmelssternen auf uns Einfluß haben. Das papierene Blatt verschafft dem Mann bei Aschinger ein paar Würstchen, die dir nötiger tun." Na schön, also nicht, Mahlzeit! Ja, Junge, was hülfe es dir wohl, wenn an deinem Geburtshimmel die Sterne bir günstig gestanden hätten? Die Sterne machen geneigt, aber fie zwingen nicht. Zwingen dir nicht den Moloch Rapitalismus, der dein Schicksal ist, Prolet. Es sei denn, du lernest auch den anderen Spruch: aber der Weise regiert die Sterne. Das soil aber nur marte Schieber, Spekulanten und sonstigen Taschenbieben gelingen. Zur Verhaftung des Freiherrn v. Lühow. Ein wichtiger Belastungszeuge. Zu der Tatsache, daß der in der leßten Zeit vielgenannte Seiter eines Erziehungsheims in 3offen, Dr. Freiherr v. Lüzow, auf Anordnung des Untersuchungsrichters beim Landgericht II verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis Moabit eingeliefert ist, erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Schon vor vier Monaten, a's in der Deffentlichkeit die ersten Vorwürfe gegen Lügow erhoben wurden, meldeten sich bei den Ermit mngsbehörden auch Zeugen, insbesondere ehemalige Schüler der Lühowschen Anstalt, die über ongeblich ähnliche Vorgänge, wie she fich in Zoffen abgespielt haben follen, auch aus Budow berichteten, wo Lügow vor ungefähr 1% Jahren ebenfalls eine Anstalt gelcitet hatte. Diesen Vorwürfen, die in der Hauptsache wiederum auf Mihhandlungen mit angeblich feruellem Hinter. grund hinauslaufen, ist nun nachgegangen worden, und es fcheint, als ob sich gerade in diesem Falle das Belastungsmaterial gegen Lugom fo verstärkt hat, daß seine Berhaftung als notwendig erschien. Einem Antrag feiner Berteidiger auf Haftentlassung hat das Gericht nicht entsprochen. Bisher waren die Beschuldigungen gegen v Lükow nur von Schülern der Zoffener Anstalt erhoben worden, die sämtlich noch nicht das eidesfähige Aller erreich hatten. Vor einigen Tagen erfolgte jedoch in Hamburg die Bernehmung eines älteren Zeugen, der früher Zögling der Budower Erziehungsansta't gewesen war, die Dr. v. Lühow vor her geleitet hat. Dieser Beuge machte schwer belastende Auslage unter Eid, die den Anlaß zu der erneuten Verhaftung gaben. Bei feiner Bernehmung vor dem Untersuchungsrichter bestritt der An Sie zog ihren Mantel dichter um die Schultern und wandte sich dem Hause zu, aber Bertram ergriff sie beim Handgelent. ,, Nein, wir müssen uns aussprechen, Joyce. Soll es hier im Garten sein oder im Zimmer?" Sie versuchte, ihr Handgelenk zu befreien, aber er hielt feft. ,, Drinnen," sagte sie. ,, Gut." Er hielt die Tür zum fleinen Seitenflügel für fie offen, und da der Durchgang für zwei zu eng war, ließ er ihre Hand los, als sie eintrat. Sie entschlüpfte ihm und lief blitzschnell die kleine Nebentreppe hinauf, die zu ihrem Zimmer führte. Fast war es ihr gelungen, ihm die Tür vor der Nase zuzuschlagen, aber er ergriff noch rechtzeitig die Türklinke. ,, Nicht schnell genug." Nein." Faft atmelos standen sie beide in ihrem Zimmer. Joyce lachte ärgerlich wie ein Kind, dem man seinen Willen nicht getan hat. ,, Es ist das erstemal, daß ich in diesem Zimmer bin," fagte Beriram, sich in dem zierlichen fleinen Raum umsehend. Es war Jonces Mädchenzimmer gewesen und barg noch alle ihre Schäße aus der Backfischzeit. Hoffentlich bleibst du nicht lange hier," sagte Joyce. Sie ließ den Mantel zu Boden fallen und setzte sich in den alten Korblehnsessel neben das Kaminfeuer, das fast heruntergebrannt war. Sie sah noch immer aus wie ein trogiges Kind wie ein Königspage mit ihrem lodigen, furzen Haar. Joyce," fagte Bertram, haft du vergessen, daß wir Mann und Frau sind?" Bei ,, Um mir das mitzuteilen, hast du den ganzen Abend gewartet?" Sie reizte ihn unerträglich mit ihrem Spott. Gott, ja! Und ich will eine Antwort." Ihre Antwort war die allerschlimmste:„ Ich wollte, ich könnte diese höchst bedauerliche Tatsache vergessen." Vielleicht fieß sie sich nur von ihrer Heftigkeit hinreißen, als fie ihm diese brutale Antwort zuschleuderte. Er wantte wie unter einem förperlichen Schlage. Ist das dein Ernst," fragte er fie, wild anftarrend. Ist es denn nicht wahr? Für dich sowohl wie für mich? Du magst meine Ideen, meinen Charakter, meine ganze Lebensanschauung nicht. Das ist ein Unglück für dich. Ich aber hasse die Deinigen. Das ist ein Unglüd für mich. Das ist unglüdlich für uns beibe." ( Fortfeßung folgt.) gefchuldigte die Richtigkeit der Aussagen des neuen Belastungszeugen. Er bezeichnete diesen als einen unehrlichen Mens fchen und führte die ungünftigen Aussagen darauf zurück, daß er mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln gegen die feguellen Ver. irrungen diefes jungen Menschen eingeschritten sei. In einer um fangreichen Korrespondenz, die der Zeuge mit v. Lüßow geführt hat, habe er sich geradezu entschuldigt, daß er über v. Lühow gegenüber dritten Personen die Behauptungen aufgestellt habe, die er jetzt eidlich vor dent Untersuchungsrichter erhärtet habe. Es wird eine Gegenüberstellung des Zeugen mit Dr. v. Lügow notwendig werden. Landgerichtsrat Ebelt ist beauftragt wordet, die sehr schwierigen Bernehmungen der ehemaligen v. Lüßowschen Zöglinge, die jetzt über ganz Deutschland verbreitet wohnen, zu leiten und auszuführen. Lysol, Petroleum und Salzsäure. Ein Selbstmordverjuch im Gerichtssaal. Ein aufregender Borgang spielte sich am Dienstag am Schluß einer Verhandlung gegen ein Chepaar Kania ab, das wegen Unter schlagung und fortgesetzten Betruges verurteilt wurde. Nach der Urteilsverkündung setzte Frau Minna Kania, die zu 3 Monaten und einer Woche Gefängnis verurteilt worden war, während der Chemann, der Kellner Bittor Kania, 1 Jahr 2 Wochen Gefängnis erhielt, plöhlich ein Fläschchen Lysol an die Lippen und trant es bis auf einen Pleinen Reft, den ein herbeigeeilter Justizwachtmeister ihr noch entreißen konnte, aus. Die Frau wurde sofort nach dem Lazarett des Untersuchungsgefängnisses gebracht. Dieser Selbstmordversuch geht auf einen Mordverfuch zurück, der in Zusammenhang mit der abgeurteilten Straffache steht. Rania hatte im März seine Stellung verloren und befand sich in Not. Er hatte nebenbei noch eine Liebschaft mit einem Fräulein Rößler und war in Schulden geraten. Um nun wieder Geld für sein foftspieliges Berhältnis in die Hände zu bekommen, hatte er Inserate aufgegeben, in benen er Darlehen gegen Sicherheit und unter Zufiche: rung sehr hoher Zinsen suchte. Eine ganze Reihe Leute, die glaubten, auf diese Weise mehr Geld verdienen zu tönne, hatten ihm Beträge von 200 bis 400 M. geliehen, wofür er ihnen versprach, in furzer Zeit das Zweis und Dreifache zurückzuzahlen. Als Sicherheit hatte er die Möbel seiner Wohnung, die er nur auf Abzahlung hatte, nicht weniger als 30mal zu gleicher 3eit verpfändet. Als ihm der Boden unter den Füßen zu heiß war, war er geflüchtet, hatte aber vorher noch einen neuen Scha indel inszeniert, indem er feine Wohnung gegen eine Abschlagssumme dreimal cbtrat. Der Angeklagte Kania schob die Hauptschuld auf seine Geliebte, die er als seinen bösen Geist bezeichnete. Seine Frau habe ihm Beihilfe geleiftet. Die als Zeugin geladene Geliebte des Angeklagten, Fräulein Rößler, konnte vor Gericht nicht erscheinen, da die Ehefrau Kania am Tage vorher ein Attentat auf sie verübt hatte. Frau Kania hatte ihre Nebenbuhlerin überfallen, eine volle Flasche Petroleum auf ihrem Kopf zerschlagen und dann versucht, die petroleum getränften Kleider der Verlegten in Brand zu teden. Zum Glück verjagte das erste Zündholz und inzwischen waren auf das Hilfegeschrei der Ueberfallenen Nachbaren herbeigeeilt, die die Rasenbe von ihrem Opfer wegriffen. In der Tasche der Ange flagten wurde noch eine Flasche mit Salzsäure entdeckt, womit fie anscheinend ein neues Attentat auf ihre Rivalin, wenn sie als Zeugin erschienen wäre, geplant hatte. Der Selbstmordversuch murde also unternommen, weil Frau Kania annahm, daß fie megen des Sttentatsverfuchs in bas Polizeipräsidium übergeführt werdet foll Tas Urteil gegen Miaffojedoto rechtskräftig. Der wegen Falfchmünzerei von der Straffammer des Landgerichts III zu drei Jahren Zuchtbaus und fünf Jahren Ehrberluft verurteilte russische Stunstmaler Iwan Miassojedow hat auf die Revision des gegen ihn erkannten Urteile verzichtet, so daß die Strafe rechtsfräftig geworden ist. Frau Vernici hat sich noch nicht entschieden, ob sie die Strafe ebenfalls annehmen will. Miaffojedom hat sich freiwillig erboten, die ire des Untersuchungs. gefängnisfes mit Soloffalgemälden auszumalen. Ungetreue Postbeamten. | Alter Familienfchmuck. Betrogene Frauen der Aristokratie. Ein Schwindler namens Siegmund Goldfaden, der sich die Nots lage verarmter altabliger Frauen zunuze gemacht und die Geschäftsunfundigen raffiniert betrogen hatte, ist von der Kriminalpolizei festgenommen worden. Briefträger wäre mit diefer Einrichtung gedient, es würde wohl auch eine ungeheure Zeit- und Arbeitsersparnis im Interesse der Postver. maltung erreicht werden, ferner eine Ersparnis an Kranfengebühren für Briefträger, deren Gesundheitszustand Dom übermäßigen Treppenlaufen sicher nicht gebessert wird. Engherzigen und Kleinlichen mit ihren Bedenken kommen. Aber wo Wie gegen jede Neueinführung, so dürften auch gegen diese die es sich um das förperliche Wohl einer Gemeinschaft handelt, müßten alle egoistischen Bedenken schweigen. Goldfaden kam vor längerer Zeit aus der Tschecho. Iowa fei nach Berlin, afklimatisierte fich bald und wohnte seit einigen Monaten als vornehmer Herr in einem der ersten Hotels Unter den Linder. Bon hier aus Jette er sich mit altabligen Frauen in Berlin und Potsdam, Debatte in der Bezirksversammlung über die Hakenkreuzftrolche. Berein Sozialistische Arbeiterjugend Groß- Berlin Jugendsekretariat Lindenstraße 3 Erstes Konzert am Sonntag, 30. November 1924, nachmittags 3 Uhr in der Philharmonie, Bernburger Straße 22/23 Heitere Musik Saaleinlaß 2 Uhr Sarten à 75 Pf. im Jugendfekretariat und an der Kaffe. die unter der Not der Zeit au leiden haben, in Berbindung. Sehr gewandt in feinem ganzen Auftreten, machte er den geschäftsun fundigen Damen Klar, daß sie doch gut daran täten, ihre alten Familienschmud zu benutzen, um sich über die Schwierig feiten hinwegzuhelfen, bis wieder beffere Zeichen fämen. Diesen Schmud fönne er so arbeiten lassen, daß er, ohne die Substanz anzugreifen, der Eigentümeri monatlich ein Einkommen von 600 bis 1000 M. oder auch noch mehr, je nach dem Werte des Schages, zu verbürgen imstande fei. Er brauche nur die Schmuckfachen bei einer Großbant zu hinterlegen. Darauf bekomme er sofort Geld, und das wolle er zum Ankauf von Häusern und Gütern verwender. So fomme totsicher die versprochene Monatsrente heraus. Die Frouen ließen sich auch verleiten und glaubten, daß ihre Schätze ficher im Safe der Bant lägen. Um ihnen die Möglichkeit zu verfchaffen, jederzeit auch noch im Notfalle Zwischengeld zu erhalten, gab ihnen der menschenfreundliche Kaufmann noch ein Wechiel formular, in das er die Summe eintrug, auf die er den Schmuck fchäzte und das er dann mit seinem Namen unterschrieb. Als nun eine Frau von G. von diesem Papier Gebrauch machen wollte, erfuhr sie auf der Bant, daß es ganz wertlos war. Nun verbongte sie von Goldfaden ihren Schmuck, der nach dem Uebereinfommen am 20. d. M. wieder ausgehändigt werden sollte, zurüd. Goldfaden aber befaß ihn nicht mehr und hatte ihn auch nie auf der Bank gehabt. Auf eine Anzeige der Betrogenen ging die Kriminalpolizei den Geschäften des Tschechen nach und entdeckte, daß Frau von G. nicht fein einziges Opfer geworden ist, sie nahm den Betrüger jest und brachte ihn nach dem Polizeipräsidium. Die Etuis, bie bie Beamten in seiner Hotelwohnung fanden, waren alle leer. An Schmucksachen fand man bei ihm nur einige wertvolle und zum Teil mit Kronen versehene 3igaretten, etuis, die der Schwindler für sich selbst beha'ten und in Gebrauch genommen hatte. Alles andere hat er ins Ausland verkauft. Helft dem Briefträger! Man schreibt uns: Es flingelt. Ich öffne die Tür meiner im vierten Stod gelegenen Wohnung. Es ist der Briefträger. Schwer almend steht der hagere Mensch da und hält mir einen Brief entgegen. Ein für mich ganz interesseloses Reklamefchreiben oder sonst eine Offerte, die ich meist ungelesen beiseite lege. Mein Blick fällt auf den Briefträger, der sich mit müder Bewegung wieder zum Gehen wendet. Ra," meine ich, deswegen hätten Sie doch nicht erst die vier Treppen' rauflaufen müffen." " Es ist meine Pflicht," entgegnete er refigniert, unb ich muß soviel Treppen steigen, da tommt es nicht auf einmal mehr an." Melyrere Fälle von Amtsunterschlagung beschäftigten das Schöffengericht mitte. Der Oberpostschaffner Otto Finte war auf dem Postrevier 4 damit beschäftigt, die Ablieferungsscheine für EinSchreibbriefe zu erledigen. Einem Untergebenen fiel es auf, daß der Angeklagte eines Tages einen Ablieferungsschein zusammenfnitterte und in den Papierforb warf. Der Unterbeamte holte den Schein wieder heraus, strich ihn glatt und legte ihn in das entsprechende Fach. Am Abend überzeugte er sich jedoch, baß der Schein verschwunden war. Die Ermittlungen ergaben, daß ein Einschreibebrief aus Konstanz mit 540 M. Inhalt beijeite geschafft war. inte hatte auch den Einschreibeabschluß gefälscht. Das Schöffengericht verurteilte ihn zu sieben Womaten Geperschließbaren Brieffaften im Erdgeschoß des Hauses fängnis. In der Riefenstadt Berlin, wo so zahlreiche soziale Einrichtungen, Hilfsvereine, fanitäre Bereinigungen und Organisationen bestehen, Hilfsvereine, fanitäre Vereinigungen und Organisationen bestehen, um so viel wie möglich unseren Arbeitsgenossen die Bürde des Seins zu erleichtern, den Gefahren zu steuern, die Berufe und Lebensweise für den menschlichen Körper mit sich bringen, denft feiner baran, welch furchtbare Fronarbeit der Brief'räger verrichten muß, und wie sinnlosen und unnötigen Strapazen so vieler Menschen ein Ende zu leicht doch Mittel und Wege zu finden wären, in diefen gänzlich bereiten. In einer nordischen Großstadt, ich glaube es ist Kopen bagen, hat man diefem llebel, das einen ganzen Stand trifft, auf eine sehr einfache Art abgeholfen, indem jede Mietspartei ihren wohl angebracht hat. Ist es doch viel leichter für jeden einzelnen, seine Boft im Vorübergehen selbst zu holen, als einen einzelnen für Hunderte treppauf treppab laufen zu lassen. Nicht nur dem Das Rundfunkprogramm. Donnerstag, den 27. November. Außer dem üblichen Tagesprogramm: Der zweite Anflagefall betraf den Postassistenten Borowski, der in der Poststelle des Schlesischen Bahnhofs bei der Durchgangsstelle von Auslandssendungen nach Polen beschäftigt war. Der Angeklagte hatte aus einem Beutel mehrere Einschreibe. briefe an sich genommen. Durch eine anonyme Anzeige tam ber Morgang zur Kenntnis der Bostbehörde und die unterschlagenen Briefe wurden schon am nächsten Morgen in der Wohnung des Angeklagten noch uneröffnet vorgefunden. Die Beſt behörde folgerte aus der Anzeige, daß es sich nicht um diesen vereinzelten Borfall handeln dürfte, daß vielmehr Kollegen ihn schon fängere Zeit beobachtet hätten. Ein Beweis hierfür ließ sich je doch nicht erbringen. Rechtsanwalt Dr. Aron hatte den Geiftes zustand des Angeflagten in Frage gestellt. Das Gericht fam zu ber Ueberzeugung, daß bei bem Angeftogten infolge eines früheren Unfalles eine erheblich verminderte Burechnungsfähigkeit bestele, weshalb das Urteil nur auf ſechs Monate Gefängnis fautete. Contesen Prof. Emil Prat, soper, beste i den mm: wurde auf Antrag des Verteidigers der Angeklagten auch eine Be währungsfrist in Aussicht gestellt. Maßnahmen gegen mißhandelnde Polizeibeamte. Dem durch das Schöffengericht in Fürstenwalde wegen Mit handlung zu drei Monaten Gefängnis verurteilten Polizeitvachte meister Domte ist die Ausübung der Amtsverrichtungen vor läufig uuteriagt worden. Ebenso wurde gegenüber dem Polizei oberwachtmeister Wolf berfahren, der in der vorigen Woche durch die Straflammer in der Berufungsinstanz zu 300 M. Geldstrafe tegen gleichen Bergebens berurteilt worden ist. Eine endgültige Entscheidung über die gegenüber beiden Beamten zu ergreifenden weiteren disziplinarisen magnahmen lann erst nach Einsichtnahme in die Gerichtsaften erfolgen. 4.30-6.15 Uhr abends: Unterhaltungsmusik( Berliner Funkkapelle) 6.20 Uhr abends: Ratschläge fürs Haus. 6.30 Uhr abends: Zehn Minuten für die Hausfrau. 7 Uhr abends: Vortrag des Herrn Dr. jur. Hans Schneickert. Leiter des Erkennungsdienstes des Berliner Polizeipräsidiums:„ Die Bedentung des Erkennungsdienstes für die Strafrechtspflege und die öffentliche Sicherheit". 8.30 Uhr abends: Konzert des Bläservirtuosen Prill, Flote; Prof. Fritz Flemming, Oboe; Leonard Kohl, Klarinette; Louis Scheiwein, Fagott; Prof. Paul Rembt. Horn, unter Mitwirkung von Eva Goldbach, Sopran, von der Berliner Staatsoper und Kapellmeister Otto Urack, Klavier. 1. Quintett für Oboe, Klarinette, Fagott, Horn und Klavier in Es- Dur, W. A. Mozart, Largo; Allegro moderato Larghetto Rondo( Allegretto). 2 Kantate( Nr. 21) für Sopran, mit obligater Oboe, J. S. Bach. 3. Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn, Fr. Danzi( 1768-1820) Allegro moderato Andante Allegro. 4. Deutsche Lieder für Sopran mit obligater Klarinette, Louis Spohr, a) Zwiegesang( R. Reinick), b) Wiegenlied( Hoffmann v. Fallersleben), c) Wach auf( Dichter unbekannt). 5. Quintett für Oboe, Klarinette, Fagott, Horn und Klavier in Es- Dur, op. 16, L. v. Beethoven, Grare; Allegro ma non troppo Andante cantabile Otto Urack. Anschließend: Dritte Bekanntgabe der neuesten Rondo Allegro. Am Sohwechten- Flügel: Kapellmeister Tagesnachrichten, Zeitansage. Wetterdienst. Sportnachrichten, Theaterdienst. 10.30-11.30 Uhr abends: Tanzmusik. 4 Die Charlottenburger Opernhauskrise. Die Opernhausfrise beschäftigte gestern die Charlottenburger Bezirksversammlung. 3wischen dem Magistrat und dem Bezirksamt Charlottenburg find Rompetenzstreifigteiten entstanden. Das Charlottenburger Bezirksamt hat dem Deutschen Opernhaus ein Darlehen von 50 000 m. gegeben, um die am 31. Oftober fälligen Gehälter und Löhne zahlen zu fönnen. Der Berliner Magistrat sah darin eine Uebertretung der Befugnisse des Bezirksamtes und eine Verlegung des Etalrechtes und war besonders deshalb ungehalten, weil das Bezirksamt nicht rechtzeitig vorher die Absicht, ein Darlehen zu geben, dem Magistrat mitgeteilt hatte. In einer Verfügung teilte der Magistrat mit, daß er beschlossen habe, die Verwaltung der Angelegenheiten des Deut. schen Opernhauses mit sofortiger Wirkung selbst zu übernehmen. Die Sprecher aller Fraktionen brachten zum Ausdruck, daß es besser gemesen wäre, men das Bezirksamt vorher die Zustimmung des Magistrats eingeholt hätte. Se sehen aber in den Magistrat das Vertrauen, daß er nach Würdigung der Motive, die das Bezirksamt bei Hergabe des Darlehens leiteten, die getroffene Verfügung aufheben wird. Nach kurzer Debaite wurde einstimmig folgende Re( olution angenommen:„ Das Deutsche Opernhaus ist auf Charlettenburger Gebiet als ein der gesamten Groß- Berliner Bevölke rung dienendes Kunstinstitut von den städtischen Körperschaften der früheren Stadt Charlottenburg geschaffen und in jahrelanger Arbeit gepflegt und unterhalten worden. Nachdem die Stadtremcinde Berlin gebildet ist, erscheint es als eine der vornehmsten Aufgaben der Stadtgemeinde, dieses Kunstinstitut feiner Be. pölkerung zu erhalten. Hierzu müssen Magistrat und Bezirksamt zusammenwirken. Die Bezirksversammlung hat das Bertrauen zum Magistrat, daß er den historischen Zusammenhängen und den Gründen der Zweckmäßigkeit Rechnung tragen, dem Be zirksamt die Verwaltung des Deutschen Opernhauses belassen wird. Gie sieht es andereseits als selbstverständlich an, daß das Bezirksamt richtige Maßnahmen hinsichtlich des Opernhauses, insbesondere solche organisatorischer und finanzieller Art, nicht ohne Einverständ nis des Magistrats treffen wird." Sodann entstand eine heftige Debatte über eine von der sozialdemokratischen Frattion gestellte bringende An⚫ frage, diese laulet: Beitungsnachrichten zufolge sind am Toten. fonntag Reichsbannerleute von rechtsradikalen Jünglingen über. fallen worden, wobei es schwere Verwundungen gegeben hat. Es haben sich nach Mitteilungen in der Bresse dabei Schüler Charlotten burger höherer Lehranstalten beteiligt. Genannt ist ein gewisser Lessing aus der Suarezstraße. Was gedenkt das Bezirksamt zu tun, um solchen Ausschreitungen ein Ende zu machen, bei denen fich immer wieder Schüler höherer Lehranstalten in traurigfter Weise hervortun?" Genosse Kawerau begründete die Anfrage unter Hinweis darauf, daß sich 3öglinge der Charlottenburger höheren Lehranstalten schon öfter in ganz unzulässiger Weise bemerkbar gemacht hätten durch Teilnahme an völkischen Gründungen, wie Stahlhelm, Werwolf, Frontbann u. a. Es ist bezeichnend für die Gemütsverfassung der jungen Leute, wenn festgestellt werden konnte, daß sie zum Besuch einer ernsten Totenfeier, welche in der Gedächtniskirche stattfand, Gummitnüppel, Schlagringe und andere Waffen mitnahmen. Es ist eine erbärmt dhe Feigheit, wenn diefe, meistens von schlechten Erz chern irregeleiteten Sünglinge, eben aus der Kirche fommend, in einer Stärte von 200 bis 250 Mann fünfzehn ruhig ihres Weges daher. ziehende Reichsbannerleute brutal überfallen Der Vertreter des Be. zirksamtes, Herr Bogt, war der Meinung, der ganze Borgang ginge die Charlottenburger nichts an, die polizeiliche Untersuchung habe ergeben, daß es sich nicht um einen Lessing, sondern Schles= fing handele und daß die Beteiligten nicht in Charlottenburg wohnen, sondern Söhne von Schöneberger Bürgern find. Die Fraktion der Mitte verurteilte die Vorgänge ebenfalls sehr fcharf, während sich einige bekannte Leuch en des bürgerliden Parteiſammelfuriums darauf beschränkten, täppische Zwischenrufe zu madjen. Richtiges Gewicht! Eine Hausfrau( chreibt uns: Da wir uns bei unferem fleinen Einkommen feine größeren Bor. räte leisten fönnen, find wir gezwungen, unferen Bedarf an Lebensmittele täglich oder möchentlich zu beden. Im Besitz einer guten Tafelwage, stellte ich fest, daß nur selten das Gewicht der eingekauften are stimmt. Nicht allein das verlangte Gewicht an Ware erhält man nicht, sondern auch das Gewicht des Einschlagpapiers oder der Düte ist darin eintegriffen. Wer kann, obgleich die Wage laut Borschrift fast überall frei steht, bei der Tüchtigkeit gewisser Berkäufer in der Kunst des Abwiegens soviel fehen, um den Irrtum sofort richtigzustellen? Man muß nur staunen, daß diese Verkäufer fich nie zu ihrem Schaden irren Ein Butter oder margarinepapier wiegt 10 Gramm, eine 2-18. Düte 10 bis 15 Gramm ufw. Je teurer die Ware, je größer der Breis des Papiers oder der Düte für den Käufer. Bei Dem Stand des Butterpreises beträgt er bei Pfund jetzt 5 Bf. In unserer Gegend im Norden machte ich fast überall die gleichen Erfahrungen. Deshalb wandte ich mich, Auskunft erbittend, an die Wucherpolizei in der Markihalle. Der Beamte gab mir bereitwillig und freundlich Bescheid. Wein in der Markthalle so etwas paffiert, Härbter eine 2ünzeige. Außerhalb der Marthalle foll man, wenn man einen Zeugen hat, das zuständige Polizeirevier aufsuchen. Es ist ganz klar, führte er aus, doß man bas verlangte Gewicht an Ware zu bekommen hat. Das Gewicht des Einschlagpapiers ist unabhängig bapon. Die meisten Hausfrauen wissen das alles, aber sie mogen faum einen Ton zu fogen, meil sie sich oft genieren, megen fo einer Kleinigkeit" sich zu beschweren. Nur ein gemeinsamer Kampf gegen diese Ünfitte tonn Abhilfe schaffen. 9 Chinesen als Spiellehrer. Nun hat auch A. Bertheim eine Mah Jongg Abteilung im Haufe Leipziger la eingerichtet. Mah Jongg, ein chinesisches Spiel, ist taufenb schwierig. Jeden nachmittag von 15-17 Uhr wird im Orient Jahre alt, und es zu lernen, ist, wie alles Taufendjabrige, ziemlich faal Unterricht erteilt. Richtiggehende Chinesen figen am Spieltisch und geben sich redliche Mühe, ihre Schüler in die Geheimniffe, 1000 Odol besitzt die Eigenschaft, daß es in alle der Zahnbürste unzugänglichen Ecken und Falten eindringt und noch lange nach dem Gebrauch den Gärungs- und Fäulnisprozessen im Munde entgegenwirkt. In dieser nachhaltigen Wirkung wird Odol von keiner Zahnpaste und von keinem Zahnpulver erreicht. Odol ist sehr stark konzentriert und darum so sparsam. Odol Parteimitglieder! Kommt alle Sonntag, 30. Nov., vormittags 9 Uhr, an die bekannten Stellen zur die wirklich welche find, einzuweihen. Als fürzlich der erste UnterFlugblattverbreitung ridtetag" vor fich ging, folgten wohl alle dem Vortragenden, der lingen, Graeftath, Wald und scheid find infolge Parteinachrichten die Grundbegriffe dieses Spiels erläuterte, aber nur die wenigsten gingen geklärten" Geistes nach Hause. Schwerer Bergehen an einem 12jährigen Mädchen hat sich ein Fabrikant am Weidenweg schuldig gemacht. Die Mutter des Kindes Erkrankungen nach dem Genuß von Pferdefleisch. In SoGenusses von Pferdefleisch 85 Personen ertranft. Lebensgefahr besteht in feinem Falle. nahm wahr, daß das Kind oft in den Laden des Fabrikanten ging Oeffentl. Wählerversammlungen und dort länger blieb. Eines Tages ging fie der Kleine nach, fand aber die Tür verschlossen und die Borhänge fast ganz herabgelassen. Nachdem sie vergeblich geklopit haite, fah fie unter dem Vorhang durch das Schaufenster hindurch, daß ihr Töchterchen im Laden war und von dem Inhaber hinten hinausgelaffen wurde. Erst jetzt öffnete der Fabritant, als wenn nichts geschehen wäre. Er mußte aber gestehen, daß er schon seit brei Bierteljahren wöchent> lich einigemal bie kleine in seinem Laden gehabt und fich an ihr vergangen hatte. Der Uebeltäter wurde verhaftet, nach Klarstellung der Vorgänge aber einstweilen wieder auf freien Fuß gefeßt, weil die Verdunkelungsgefahr beseitigt ist und Fluchtverdacht nicht vorliegt. Das Nachspiel zum Fürstenwalder Ulanentag. Zu diesen Ausführungen in Nr. 546 bittet uns Genosse Friedrich Schult, See stroke 109, mitzu eilen, daß er mit dem darin genannten Belastungszeugen Friedrich Schulz nicht identisch ist. Erleichterung im Auslands- Reiseverkehr. Durch die EinThränkung der Devisengeiezgebung ist, entgegen anders lautenden Mitteilungen in der Preffe, für die persönliche Mitinabme von Zahlungsmitteln nach dem Ausland im Reisevertebr eine Erleichterung nur insofern eingetreten, als ber hierfür freigegebene Betrag von 500 Goldmark wieder in voller Höhe in inländischen Zahlungsmitteln ausgenommen Metall geld mitgenommen werden fann. Für höhere Beträge bedarf es nach geltendem Recht noch der Genehmigung des zuständigen Finanzamte. Die gemeinnützige Gesellschaft Werffreude Bücherffuben Gm.b.5. berlegt Ende November ihre Blau snelle von Magdeburger Str. 7 nach Botsdamer Str. 104, Eingang Surfürstenstraße. Das Mufter lager und die Schneiderwerfftatt bleiben in der Magdeburger Straße, während bie ftändige Buch- und Spielzeugausstellung sich nur in den neuen Räumen befinden wird. Das erste Rathauskonzert der Stadt Berlin veranstaltet die städtische Kunstbepuation am 28. November, abends 8 Uhr, im Festsaal bes Rat hauses, Königstraße. Es ist ein Orchesterkonzert des Berliner Philharmonischen Orchesters( Dirigent: Prof. Richard Hagel) mit Werken Berliner Zonfeger. Der Ueberschuß wird der städtschyen Kunstdeputation zur För berung der Kunst in Berlin zugewiesen. Das zweite Konzert findet als Rammermusitabend am 21. Januar 1925 ebenfalls im Festsaal des RatDauses statt. Bezirtsbildungsausschuß Groß- Berlin. Sonntag, den 30. November. nachmittags pünktlich 3 Uhr, im Theater des Weftens Wozzeck". Preis bro Starte 90 Bf.reitag, den 26. Dezember( 2. Weihnachtsfeiertaa): Boletarische Feierstunde. Zur Aufführung fommt Großstadtfrühling". Chorwert mit Wusit, Gelang und Tanz, unter Mitwirkung der Tanzgruppe Terpis vom Staatstteater. Eintrittspreis 1. Am 7., 21. und 28. Dezember, nadm. 3 Uhr, im Theater des Weftens Romeo und Julia". Preis pro Karte 90 Pi. Am 29. Rovember, 3. und 6. Dezember, nach mittags 3, Uhr, im Theater des Westens: Märchenvorstellung Lotte im Weibnachtslande. Märchenspiel mit Mufit, Gefang und Tanz. Starten zum ermäßigten Treise von 60, 40, 30 f. Donnerstag, den 25. Dezember ( 1. Weihnachtsfeiertag). im Deutschen Opernhaus, nachm. 2%, Uhr: Die toten Augen". Preis pro Karte 1,20. Das englische Stahlluftschiff R. 101. Der größte Cenfballon der Welt. heute, Donnerstag, 27. November, abends 7 Uhr: Schmargendorf: Goethe- Lyzeum, Spandauer Straße. Dahlem: Schilling, Königin- Luise- Str. 42. Schöneberg: Hohenzollernschule, Belziger Straße( Ede Steglitz: Gymnasium Heesestr. 2. Eisenacher Straße). Steglih: Gymnasium Heeseftr. 2. Tempelhof: Wanzlik, Oberlandstr. 1. Budow: Turnhalle Gemeindeschule, Dorfstraße. Mahlsdorf- Süd: Heidekrug, Köpenicker Allee. Tagesordnung: Der 7. Dezember ein Schichalstag für Deutschlands Arbeiterschaft! Redner: Aufhäuser, Pfarrer Frante, A. Flatau, Heinig, Landa, Dr. Löwenstein, Scheidemann- Kaffel. Freitag, 28. November, abends 7'/ 2 Uhr: Wedding: Bharusfäle, Müllerstr. 142.( 14. 2bt.): Swines münder Gesellschaftshaus, Swinemünder Sh. 42. Prenzlauer Berg( 29. Abt.): Schulaula Senefelderstr. 6. Kreuzberg( 48. Abt.): Gließing, Waffertorstr. 68. Spandau: Germaniasäle, Strejomplag. Wilmersdorf: Viktoriagarten, Wilhelmsaue 114. Tempelhof: Wilhelmsgarten, Berliner Str. 49. Lichtenrade: Stieler, am Dorfteich. Köpenid: Aula Körner- Schule, Lindenstr. 11. Buchholz: Rossad, Hauptstr. 71. Mahlsdorf: Kisfelat, Hönower Str. 49. Redner: Aufhäuser, Bartels, Hänisch, Ad. Hoffmann, Heinig, Künstler, Klodt, Leid, Lüdemann, Stampfer, Niedisch. Oeffentl. Frauenkundgebungen Freitag, den 28. November, abends 7 Uhr: Prenzlauer Berg: Ledigenheim, Pappelallee 15. 7. Kreis Charlottenburg: im Türkischen Zelt", Berliner Straße 53. Referentin: Frau Adele Schreiber- Krieger. Lichterfelde: Realgymnasium Drafeſtr. 82/83. Rednerinnen: Minna Todenhagen, Hedwig Bachenheim. Beamten- Versammlungen heute, Donnerstag, 27. November, abends 7 Uhr: Polizeibeamte: Kammerfäle, Teltower Str. 1.- Referent: Landtagskandidat Polizeioberwachtmeister Klenz. Thema: Polizeibeamte und der 7. Dezember! Feuerwehr Groß- Berlins: Aulo der Sophienschule, Weinmeiſterstr. 16/17 Ref.: Stadtverordneter Ernst Teschte. Thema: Wen wählen wir in den neuen Reichstag? Genossen und Kollegen, erscheint mit euren Frauen und Freunden recht zahlreich. Freitag, 28. November, abends 7 Uhr: Feuerwehrbeamte Groß- Berlins: Aula der Sophienschule, Weinmeisterstr. 16/17. Thema: Wen wählen wir in den neuen Reichstag? Ref.: Stadtverordneter Teschte. Das englische Luftfahriminifterium veröffentlicht mehrere Angaben über das neue tritische Luftschiff R. 101, das in Cardington gebaut werden soll. Es wird mehr als drei. mal so groß sein als das größte bisher gebaute Luftschiff. Es wird bes erfte aus Eta hl gebaute Luftschiff fein; auch Sie Propeller werden aus Stahl fein. Es wird 7 Motoren von je 600 PS befigen. Es soll über 100 Passagiere mit sich führen. Die Länge beträgt 219% Meter, die größte Es Höhe ca. 42 Meter und der größte Durchmesser 39% Meter. wird gehofft, daß das Luftschiff die ersten Uebungsfahrten Ende 1926 und die erste Fahrt nach Indien Anfang 1927 ausführen fann. Men schäßt daß die Fahrt nach New Yort in 2%, nach Kapstadt in 7, nach Indien in 5 tis 6 und nach Australien in 10 Tagen ausgeführt werden kann. Es ist noch nicht beschlossen worden, ob R. 101 für militärische oder für fommerzielle Zwede verwendet werden soll. Nach den ersten Versuchen follen weitere Luftschiffe dieser Art zum regelmäßigen Berfehr mit 3ndien über Aegypten gebaut werden. Bei Kairo wird ein Lufthafen gebaut. In Indien sind ebenfalls die Vorarbeiten für eine große Luftschiffbasts im Gonge. England will eine große Luft- tratie". Ferner Konferenz der Mitglieder mit der Bartelabteilungsleitung bei handelsflotte zum Verkehr zwischen den einzelnen Teilen des Reiches schaffen. Der Dienst soll 1927 beginnen. Jugendveranstaltungen. eindenste. 3, abends pünktlich 7% Uhr. Achtung, Bezirksvorstandsmitglieder! Seute Sigung im Jugendfekretariat, Heute, Donnerstag, den 27. November, abends 7% Uhr: Schönhaufer Borflabt: Schule 3bfenftr. 17. Bortrag: Dittatur und Demo Goldschmidt, Stolpische Str. 36. Senefelder- Viertel: Badeanstalt Oberberger Straße 57. Bortrag: Geschichte des Altertums". Die mitteleuropäische Zeit im neubefehten Gebiet. Mit dem Fahrplanedfel wird am 1. Dezember in dem neubesezten Gebiet für die Reichsbahn wieder die mitteleuropäische Beit eingeführt. Es werden von dieser Regelung die Reichsbahndiref tionen Effen und Elberfeld betroffen. Ob es auch möglich fein wird, bei den Befazungsbehörden die Wiedereinführung der mitteleuropäischen Beit auch im altbefeßten Gebiet für den Fahrliche Untergruppen. Freitag, den 28. d. M., abends 7 Uhr, Treffen der Spiel pları durchzusetzen, hängt von dem Ausgang der Verhandlungen ab. Noch eine schwere minenerplosion. Neun Mann der Befatzung eines französischen Fischbampfers sind, wie aus Dünkirchen gemeldet wird, durch die Explosion einer Mine getötet worden, die in den Gewässern bei Dünfirchen trieb. Die Explosion erfolgte bei dem Versuch, die Mine an Bord des Dampfers zu fchaffen. Für den Weihnachtstisch beste Fabrikate, größte Auswahl, Herren- Anzugstoffe reine Wole...... Meter 10.-, 8.-, G.... Meter 20 Meter 20.-, 15.-, 10.U ster- Paletotstoffe prima Qualitäten Velours de laine für Kostüme und Mäntel Meter 12.-, 10.-, 8.Gabardine, Rips Meter 10.-, 8.-, 6.130 cm breit Koch& Seeland Gertraudtenstraße 20/21 gegenüber ber Betritirche. Vorträge, Vereine und Verfammlungen. Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsftefie: Berlin G 14. Gebaftianfte. 37/38. Sof 2 Tr. Stamerabschaft Köpenid: Donnerstag, den 27. d. M., Bersammlung der SPD. in Mahlsdorf- Süd, Reftaurant Seibetrug. Saalschus trifft fich abends 7 Uhr Bahnhof Röpenid. Kameradschaft Banlow und sämt leute im Jugendheim Breite Str. 32; abends 8 Uhr: Mitgliederversammlung bei Meier, Türkisches Belt, Breite Str. 14. Bollzähliges Erscheinen Pflicht. Kamerabschaft Webbing: Freitag, den 28. b. M., abends 6 Uhr, Antreten in den Pharusfülen. Jeden abendo bis 7. Dezember, 7 Uhr, Antreten aum Berettfáaftsdienst bei Müller, Uferstr. 12. Kamerabschaft Reinickendorf, Unter. gruppe Tegel: Filt alle Kameraden Treffen am Sonnabend, den 29. b. M., abends 7 Uhr, im Restaurant Hermann, Tegelort, Scharfenberger Straße. Reichsbund Deutscher Mieter, Bezirk Tiergarten. Deffentliche Mieterver fammlung am Montag, den 1. Dezember, abends 8 Uhr. Kulmftr. 15. Thema: Welche Partei vertritt uns im Reichs- und Sandbag?" Sämtliche Parteien find eingeladen. Fortschrittliche Berkehrstechnik, e. D. Bortragsabend über Die Behand lung der Berlehrstechni? im Reich und im Reichstag" am Donnerstag, den 4. Dezember, 8 Uhr, im Rollendorf- Rafino, Rleiftftr. 41. Eintritt für jedermann frei. Arbeiter Rabio- Riab, Bezirk Norden. Jeden Donnerstag 7 Uhr Berfamm. Tung bei Morat, Ropenhagener Str. 9. Gäste willkommen. Deffentliche Bflegschaft Brandenburg der Deutschen Friedensgesellschaft. Aussprache, Dr. Ewalt: Gandhi und das deutsche Bolt", am Freitag, den 28. November, abends 7% Uhr, im Friedenauer Gymnasium, Maybachplag. Arbeitersport. 23. B. Recomania( Fr. Ruber- und Ranubund im... Sp.-B.). gum Ausbau des Bereins werden neue Mitglieber gesucht. Sigung feben Freitag nach dem 1. und 15. eines Monats. Schriffliche Anfragen an F. Lange, Berlin- Friebenau, Bornftr. 9. 6. B. Sparta 1911. Seichtathletit, Fußball, Socken, Sandball. Jeden Freiban ab 17 Uhr Sallentraining. Elifabethstraße. Jeder Genoffe mus pünktlich erfcheinen. Gäfte herzlich willkommen. Geschäftsstelle: Erich Grofenid, N. 54, Fehrbelliner Str. 40-41. Cinfendungen für diese Rubrik find Berlin G. 68, Sindenstraße 3. für Groß- Berlin ffets an das Bezirkssekretariat, 2. Sof, 2 Trev. rechts, au richten. 2. Kreis Tiergarten. Freitag, den 28. November, 7% Uhr, erweiterte AreisDorstandssigung bei Krüger, Butligstr. 10. 5. Streis Friedrichshain. Abteilungsleiterinnen: Die Karten aum 3. Dezem ber für den Gaalbau Friedrichshain find abzuholen Litauer Str. 14. 7. Areis Charlottenburg. Freitag, den 28. November. 7½ Uhr, öffentliche Frauenkundgebung. Näheres fiehe unter Oeffentliche Wählerversammlungen. 9. Kreis Wilmersdorf. Die Briefe für die Sausangestellten find ebenso wie bie Ruperts bei Rrois abzuholen, die Wählerin" dagegen von der Genoffin Bahr. 14. Arcis Reutölln. Die Genoffen, die gewillt sind, die Landagitation im Kreise Beeskow am Sonnabend und Sonntag mitzumachen, werden aufgefordert, sich am Freitag abend 7% Uhr im Bokal von Schittler, Donau-, Ede Weidselstraße, einzufinden Arbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde. Gruppe Norben: Freitag, den 28. No. vember, piftlich 8 Uhr, in der Schulaula Greifenhagener Str. 20, Elterno abend. Freunde und Genossen berzlich willkommen. Heute, Donnerstag, den 27. November: $ 1. Abt. 72 Uhr Ronferenz der Mitglieder der Arbeiterjugend mit der Abs teilungsleitung bei Goldschmidt, Stolpische Str. 36. 38. Abt. 8 Uhr bei Bartusch. Friedenftr. 88, Bezirksführer. Empfangnahme von wichtigem Material. 86. Abt. Marienborf. 7½ Uhr erweiterte Funktionärversammlung, des Wahl. ausschusses usw. bei Niendorf. Chauffeeftraße. Genoffen, die noch im Be. fit einer Abschrift der alten Wählerliste find, werden verpflichtet, diefelbe sue Gigung mitzubringen. 102. Abt. Baumschulenweg. Pünktlich 7% Uhr im Lokal Borgmann, Baum schulen., Ede Riefholzftraße, Werbe- Mitgliederversammlung. Rege Pro paganda für diese Berfommlung machen. Jungsozialisten. Gruppe Süden: Die Gruppen fordern fofort ihren Bedarf an Eintrittstarten für die Kundgebung am tommenden Montag im Serren haus beim Genoffen Lipinski, Mariannenstr. 26a, an. Gruppe Treptow: 7½ Uhr im Jugendheim Elfenste. 3 Mitgliederversammlung. Verteilung ber Jungsozialistischen Blätter". Gruppe Neukölln: 8 Uhr in der KinderLefehalle, Nogatstr. 11-12, Vortrag des Genoffen Dr. Sturm über Etaiehungsfragen. Morgen, Freitag, den 28. November: 1. bt. 7 Uhr allgemeine Mitaliederversammlung in der Schulaula Augustftraße 68. Tagesordnung: Einteilung der Wahlarbeit. 4. Abt. 7 Uhr Funktionärsikung bei Roch, Schillingstr. 30. 8. Abt. 7 Uhr Mitgliederversammlung bei Gründer, Schwerinftr. 13, Tagesordnung: Wahlkampf Wohlarbeit. 26. t. 7½ Uhr erweiterte Funktionärsigung bei Benfewis, Prenzlauer Allee 239. Mitglieder haben Rutritt. 30. Abt. 7½ Uhr Funktionärsigung bei Mahnkopf. Carmen- Sylva- Str. 123. 53. Abt. Charlottenburg. Abends 10 Uhr wichtige Rusammenkunft bei Lug, Ufnauftr. 1. Funktionäre 8 Uhr ebenda. 67. Abt. Grunewald. 8 Uhr außerordentliche Abteilungsversammlung. teilung der Wahlarbeit. Eln 91. Abt. Reuföln. 7 Uhr Vorstandsfihung,% Stunde fpäter Funktionäre figung bei Mischte, Münchener Str. 23. 117. Abt. Bichtenberg. 7% Uhr Funktionärsigung bei Tilly, Leopold., Ede Giefelerstraße. Sonntag früh 9 Uhr Flugblattverbreitung bei Klose, Rupprecht, Ede Eitelstraße für Neu- Lichtenberg; für den Ortsteil Rummelsburg bei Krüger, Türrschmidtstraße Ede Vittoriaplag. Hierzu einladen. 120. Abt. Friedrichsfelde. 7 Uhr bei Tempel. Prinzenallee 30, Mitgliederver131. Abt. Nieberschönhausen. 18 Uhr Mitgliederversammlung bei Bott, Raiferweg. Ede Blantanenstraße, Tagesordnung: Wahlvorbereitungen. Romames. 8 Uhr im Lotal ur Turnhalle" große Frauenkundgebung. Refe. rentin Frau Hedwig Wachenheim. fammlung. Jungsozialisten. Gruppe Norden beteiliat fich am Freitag an der Wählerver. fammlung in den Pharus- Sälen, Müllerstraße. Gruppe Schöneberg: Der Gruppenabend fällt aus. Die Genoffen und Genoffinnen beteiligen fich gefchloffen an der Wahlarbeit im Neuen Rathaus, 8immer 41. Geschäftliche Mitteilungen. Die glänzenden Begutachtungen von Bewa- Geifenfäden werden immer mehr und auch Sie werden fich freuen, wenn Sie Bewa tennengelernt haben. Rögern Sie deshalb nicht, gehen Sie zu Ihrem Lieferanten und verlangen Sie Bewa" in Pateten zu 40 Bf. Lassen Sie sich nichts anderes aufreden. Die Genfation am Oranienburger Tor ist der Herrengarderobenvertrieb Bernhard Charasch, Friedrichstr. 113a, Eingang Ede Oranienburger Straße. 1 Treppe. Dort tauft man erfitlaffige Jadettanzüge, Baletots, Winterulster, Schlüpfer, Cutaways au fabelhaft billigen Breifen, weitefter Weg lohnend. Auf Wunsch Teilzahlungen geftattet. Briefkasten der Redaktion. W. G. Unseres Erachtens muß die Erhebung der Anklage abgelehnt werden. Nr. 8. 1. und 2. Ihre Mutter hat leinen Anspruch auf Witwenrente, da die Invalidität Ihres Baters vor dem 1. Januar 1912 eingetreten ift. 3. Ja. Betten. Sie müssen den Tag des Erwerbes angeben, da wir fonft Ihre Anfrage nicht beantworten können. G. 50. Ihre Mutter muß Ihren Gläubiger unter Glaubhaftmachung ihrer Eigentumsansprüche zur Freigabe der Bfandstücke auffordern und für den Fall, daß die Freigabe ab. gelehnt werden sollte, Alage auf Freigabe der Pfandstilde erheben und die Einstellung der Zwangsvollftredung beantragen. 8. 29. 1. Der Antrag auf Aufwertung der Snpothet ist an das Grundbuchamt( Amtsgericht) zu richten. 2. Er tann fomohl von dem Gläubiger als auch vom Schuldner( Eigentümer des Grundstüds) gestellt werden. Warmer Dudding hergestellt nach dem folgenden Oetker- Rezept ist eine ausgezeichnete nahrhafte und wohlschmeckende Speise und kostet Mk. 73 Pfg. nur 1 Mk. 250 g Nierenfeit, gehackt. rfd, ca. 0,60 125 g Zucker Pid. ca. 0.45. 3 Eier, Stck. ca 0.19 1 Pid. Weizenmehl Pfd, ca 024. 1 Päckchen von Dr. Oetker's Backin" Etwas Salz Liter Milch Lt. ca 0 33. 1 Handvoll Mandeln, fein gewiegt Die Schale einer halben Zitrone M. 0.30 0.12 057 99 0.30 0.12 0.17 ca. 90 010 ca. 0.05 M. 173 Nierentett. Zucker Eigelb und Mehl, dieses Zubereitung: mit dem Backin gemischt, verrührt man, gibt die Milch, die Mandeln, Zitronenschale, etwas Salz und den Schnee des Eiweiß hinzu Dann füllt man die Masse in eine mit Butter bestrichene und mit Reibbrot bestreute Pudding orm und läßt rund 2 Stunden im Wasserbad kochen. Statt in einer Puddingform kann man auch den Pudding in einer gewöhnlichen Kuchenform im Bratofen backen Man trägt heiß auf und reicht eine Weinschaum- Sauce dazu. Verlangen Sie vollständige Rezeptbücher in den Geschäften, wenn vergriffen, durch Postkarte gratis und franko von Dr. A. Detfer, Nährmittelfabrif, Bielefeld • Eingetretene Preisschwankungen sind zu berücksichtigen. Henko's Henkel's Wafch- und Bleich Soda Henke Fratel Walhund Beich Sobo spart Seife und Seifenpulver! Mitverwendung von Henko bei der Wälche verbilligt das Walchen. Vorzügliches Einweichmittel Hibt aufbewahre 4. Jnternationale Konferenz der Hotelangestellten. In den Tagen vom 25. bis 27, November findet in Berlin im Gewertschaftshaus die 4. Internationale Konferenz der Hotel, Restau rant und Caféangestellten statt. Delegierte waren aus 11 Ländern erfchienen, und zwar aus Belgien 1, Dänemart 2, Deutschland 6. Frankreich 1, Hrland 2, Italien 1, Oesterreich 5, Polen 4. Echweden 1. Tschechoslowakei 4 und Rumänien 1. Den Internationalen Gewerkschaftsbund vertritt Genoffe Saffenbach, den ADGB. Genosse Knoll. Zu Borfizenden uurben Ströhlinger- Berlin und 2onde Amsterdam bestimmt. Den ersten Berhandlungstag und die Hälfte des zweiten Tages nahmen die Berichte der Delegierten in Anspruch. Wie alle Organisationen hat auch di der Hotel, Restaurant- und Caféangestellten nach dem Kriege einen plöglichen mehr oder minder starten Aufschwung genommen und dann allmählich einen Rüdgang erfahren. Im Laufe dieses Jahres hat die Bewegung allent halben wieder ein Aufschwung genommen, insbesondere auch in Dew.schland. Der Achtstundentag ist auch dort, wo er gefeßlich eingeführt wurde nicht eingehalten worden. MANTEL Die geftrige Nachmittagsfihamg begann mit der Behandlung der überaus wichtigen Frage des Lohnsystems, wozu zaei Reso lutionen vorliegen lutionen vorliegen Die gänzliche Beseitigung des Trint gelbsystems muß das Ziel aller freigewertschaftlichen Berufs, organisationen fein," heißt es in der Resolution der deutschen Delegation, in der verlangt wird, daß alle gastwirtschaftlichen Unter nehmer alle Angestellten mit einem ausfömmlichen Bar. 1ohn für die gel istete Arbeit entschädigen. Das Prozent fyftem in den verschiedenen Formen lann als befriedigendes Lohnsystem nicht gelien und tur, wenn ein entsprechendes Mindesteintommen garantiert wird, für die llebergangs zeit anerkannt werden." Die Entschießung der österreichischen Delegation fordert ohne weiteres die Barentlohnung, stellt jedoch die zeitliche Durch führung dieser Forderung den Landesverbänden onheim. Während über die Beseitigung des Trinkgeldsystems nur eine Meinung herrscht, ist die Frage des Prozentsystems infolge der verschiedenen Berhältnisse in den eirzelnen Bändern noch start umstritten. In Desterreich hat sich das Trinkgeldsystem bisher noch erhalten, während in den meisten übrigen Ländern das Prozentsystem_eingeführt ist, das natürlich auch feine Schattenfeiten hat. Die Defter rethet menden fich boher gegen Bos Brogentsystem als Uebergangsstadium, bas die Durchführung der festen Entlohnung nur verzögete. Die polnische Delegation empfiehlt der Stonferenz für die Einführung der Entlohnung der Köche einzutreten, wie Das Trinkgeld ist in Bolen fie in Rongreßpolen üblich ist teftios beseitigt. Dagegen besteht auch in Schweden noch bas Trinkgeldsystem. Die Beschlußfassung wurde auf Donnerstag vertagt. Wetter für Berlin und Umgegerd. Etwas warmer. Heiter bis mollig. Reine erheblichen Nieders+ läge. Ziemlich lebhafte südliche Winde Fur Dent land. Jm Weften etwas Regen und etwas Bärme. Jm Dien troden und fübl Nachts leichter Froft. Spröde u.rote Haut Aufspringen der Hände und des Gesichts, Wundsein und unreinen Teint pflegemittel erhalten Sie überall, wo Sie die bekannte Chlorodont Zahnpaste laufen. beseitigt fofort Leokrem Dieles bewährte Saus . etzt weiter! Im Der unerhörte Erfolg unserer Mäntel Tage" läßt uns nicht etwa ruhen Gegenteil, er spornt uns an zu immer neuen, größeren Anstrengun gen, deren erstes Ergebnis Sie in unserem heutigen Preis- Angebot schen. Prüfen Sie sorgfältig, auch besonders, welche guten Qualitäten wir Ihnen zu diesen spottbilligen Preisen bieten. Sie sollen mit uns zufrieden sein! 93 DAMENKLEIDU MANTEL C& A Königstraße 33 Am Bahnhof Alexanderpl. Hochmoderne WinterMantel aus guter mollige Phantasieware, besonders fesch wirkt der große Pelzkrag.( Capra) น ทั 14.50 Chausseestr. 113 Beim Stettiner Bahnhof ( Untergrundbahnstation) Winter- Mäntel Winter Mäntel aus praktischen Stoffen....... ab 6” Phantasie- Mäntel sehr fesche Form, in dezens. Farbionea, ab 775 Winter Mäntel aus einfarb. Flausch- u and Stoffen ab 99 Phantasie- Mäntel sus guten hellen und dunkles Stoffen, mi grobem Pelzkragen...... 14" Eskimo Mäntel ma schönes Biesengarnierung... ab 1650 Attenhaut- Mäntel neuartig in Schnitt Garnierung, ab 19" Regen- Mäntel Imprägn. Regen- Mil ab 97 Lack Mäntel .. ab 1473 Lederol Mäntel 1873 Backfisch Mäntel fr jeden Geschmack und in jeder Preislage in der bei uns bekannien Vielseitigkeit... ab 6's Aftenhaut- Mäntel aus gut Ware, m schön. Biberettekrag, ab 2950 Imit. Lammfelljacken eus guter, molliger Ware.... Wollplüsch- Jacken gens auf gemustertem Salin... ab Astrachan- Mäntel gans out Fuffer..... 1450 2500 ..ab 2900 Wollplüsch- Mäntel ab 4730 end grobem Schal- Kragen, cans euf gemustertem Setin Seal- Plüsch- Mäntel in viel Form a Wet, ganz a Damasse ab 7900 Kinder Mäntel Phantasic- Mäntel aus gutes moll Ware Lge 60 cm, ab 30 Phantasic- Mäntel ous antarb Stofica, Lge 60 cm.. ab 4 Velours- Mäntel m. schönes Biesengarn, Lge 60 cm, eb 120 . Frauen Mäntel umtassender Auswahl Die schönsten Formen in allen modernen Farben and Stoffartea, auch für gons grobe Frauen- Weiles Schriftliche Bestellungen können nicht berücksichtigt werden! Besonders günstige Weihnachtsangebote! Herren Ulster und Schlüpfer, mod. verarb., aus guten Stoffarten, Must. u. Farben 70.- 65.- 58.Herren- Paletots, ein- und zweireihig, aus marengo Cheviot und schwarzem Eskimo mit Samtkragen, je nach Qualität und Art 90. 70. 65, Marren- Ulster, Ersatz für Maß, vornehme Dessins in erstklassiger Ausführung mit Rückenschlitz, Falte u. Gurt 120.- 110. 90.Herren- Jackett- Anzüge, mod. 45.48.Cutaway u. Westen, a. marengo und schwarzem Cheviot, Preis le 36nach Qualität 65.- 55.- 48.Herren- Gummimäntel, aus Nessel, Köper, Covercoat, Doubel u. Grätenstoffen, mit bester Gummierung je nach Qualität und Art 33.- 28. 25-21.Lodenmäntel f. Damen u. Herren aus imprägniertem Strichloden in grau, grün u. braun 80.Muster und Formen 60.- 30.29 36.Herren- Sakko- Anzüge, Ersatz für Maß, aus solid. Stoffen, Form u. Verarbeitung nach neuest. Schnitt. 68vorzügl. Paßf. 110.- 90.- 75.moking und Abendanzüge aus besten Stoffen in eleganter 95 • • • von Ausführung Gehrock- Pale'o's für Herren, marengo und schwarz, vorzügliche 100Paßform Hausjoppen tür Herren aus molligen Flauschstoffen in vor nehmen Farben, mit Verschnürung 1933.- 27.- 24.- 2216.56 43.- 35. 30.- 27.- 24.- 21.Winter lodenjoppen 1.2 reihig. und Sportform aus guten Loden 15. stoffen, warm gefüttert. Manchester- Anzüge für Herren, Jackett ganz gefütt., mit Breecheshose und dreiteiligem Gurt. Lodenanzüge schwere Ware f. Jagd u. Sport mit Knickerbocker, langer oder Breecheshose in verschied. Farben, ie nach Qualitāt und Art 65.- 58Modell- Mäntelt. Herren, in her vorragendster, geschmackvollster, modernster Form, aus reinwollen Flausch- und Ratinéstoffen. mit Seide gefüttert, 180..165. 36.48.145 Damen- Lederjoppen, fesche Wiener Fass. a. gut, braun. Leder v. 100. Herren- Fahr- u. Automäntel, 205.eleg. Formen aus braun. Leder von ipo tp Ize, braunmellerte StoffSchage mit Kaninfütterung und 95. Gehpeize, schwarzer Tuchbezug mit Kaninstückenfutter und Sealelectric Rollschalkragen. Chauffeurmäntel a. grau. Düffel 225.wit warmem Futter und Aermel 65. windschutz Fahrmäntel, schwere Winterware. 80.stabil verarbeitet Wagenfuß: äcke, Fußwärmer, Jagd- u. Automuifen fertig am Lager Nacktpeize gebrauchte. 35.- 25.Fußsäcke aus gut erhalten. Schaffe len, ca. 2 m lang. für Mitfahrer. Landwirte, Wächter. Jäger, Wagen und Schlitten besonders gut geeignet von 30. Die Pelze sind vom Umtausch ausgeschl Damenmäntel von in reichhaltig. Auswahl, moderne fesche Formen Windjacken m. angewebt. Futter 19 14. imprägn, m. aufgesetzten Taschen 30.und Gürtel ringsherum Jünglings Sportanzüge mit Breecheshose, in vielen Qualitäten und Mustern.. Anzüge aus gezwirnt. Cottbuser Cheviot Von 21. eisenf. Qual., 1. Streif.- u. Karomust. 30.Gr. 7-9, Sportform. Gr. 10-12, Sportform.... 33Gr. 38-44 in Sport- u. Jackettform 38Herrenanzüge. Sportform, droiteil. 58.Knaben- Wintermäntel in geschmackv. Dessins und Formen, Größe 0. von Jede weit. Gr. erhöht sich entsprech 18.50 Knaben- Anzüge, Joppenform, aus 675 grauen u. meliert. Stoff., Größe 1-3 warmen. muilig Schlafröcke Flauschstoffen in geschmackvollen Farben u. Ausführungen in großer Auswahl fertig am Lager Maßbekleidung in hervorrage..der Ausführung sear preiswert Herrenlederjoppen für Autound Motorsport, in flotter Form, braun 92. schwarz von 65. A. Baer Sohna G. Chauffeurpelze mit Schaffellfütterung und Lammfellkrage: 225Eigene Kleiderwerke Aur Chausseestraße 29-30 Nr. 559 41. Jahrgang Köpfe. 2. Beilage des Vorwärts Noch einmal Graf Westarp Spizenkandidat der Deutschnationalen Bolkspartei für Potsdam II. In der Kreuzzeitung" fucht Graf e starp die Hiebe des Borwärts" zu parieren. Wir hatten ihn mit dem Stoß degen angegriffen, einer Waffe, die er nicht zu handhaben versteht. Deshalb bedient er sich zur Abwehr eines Instru ments, das ihm beffer liegt, nämlich der Mistgabel. Er spricht Don Revolutionsgelichter, versucht sich nach Hammersteinschem Muster im Mauschein und nennt den Berfasser unseres Auffazes einen schwarzgelockten Pressejüngling, was nebenbei beweist, daß der Herr Graf nicht bloß in politischer Beziehung farbenblind ist. Daß blöde Köpfe und Menschen, die der Bornehmheit ermangeln, dem Antisemitismus verfallen, ist eine bekannte Tatsache. Warum sollte also Graf Westarp nicht Antisemit sein? Der fachliche Inhalt der Erwiderung des Herrn Grafen läßt in gleichem Maße Wahrheit und R'ugheit vermissen. In feinem Bettelbrief an die jüdischen Wähler des Wahlfreijes Meferig will er gesagt haben, daß die Judenfrage für ihn eine Frage religiöser Toleranz sei, während er in Wirklichkeit darin geschrieben hat: Die Grundsätze religiöser Toleranz sind mir so in Fleisch und Blut übergegangen, daß ich es für überflüssig gehalten habe, so ausführlich darüber zu reden. Er stellt sein Schreiben als eine Bagatelle hin. Er hat ganz recht. Was ist denn auch dabei, wenn ein Mann, der in den Bahnen Stöckers wandelt, soweit es ihm seine geiftigen Mittel gestatten, sich zum Zwecke des Fanges jüdischer Stimmen die Maste Lessings vorbindet? Zumal da diese Schauspielerische Leistung des Herrn Grafen in den Schatten gestellt wird durch seine Heuchelei vom Ende August des. Jahres. Wer in fagelangen Verhandlungen den Breis für den Umfall der Hälfte seiner Frattion bei einer entscheidenden Abstimmung ausgehandelt und dann selbst bei dieser Abstimmung den wilden Oppositionsmann marfiert hat, ist durchaus berechtigt, Angriffen, die gegen ihn vom Standpunkt der Moral aus erhoben werden, den Einwand mangelnder Passivlegitimation entgegenzustellen. Gegenüber der Anzweiflung seiner juristischen Fähig feiten macht Graf Westarp geltend, daß eine beträchtliche Anzahl von Urteilen feines Senats, die aus seiner Feder Stammten, den Weg in die amtliche Sammlung genommen hätten. Daß Graf Westarp imftande ist, Urteilsgründe, die andere gefunden haben, zu redigieren haben wir nie bezweifelt. Nur auf dem Gebiete des Findens ist er schwach, mie daraus hervorgeht, daß seine ellenlangen Boten von feinen Kollegen abgelehnt zu werden pflegten. Die Unflarheit des juristischen Dentens des Grafen Westarp wird z. B. durch die Bezeichnung Königlicher Oberverwaltungsgerichtsrat a. D." bewiesen, die er angenommen hat. Graf Bestarp war bis zum 9. November 1918 Königlicher Oberverwaltungsgerichtsrat Von diesem Tage an war er Oberverwaltungsgerichtsrat in der preußischen Republit. Da er aus seinem Amt erst im Jahre 1920 ausgeschieden ist, so ist es ein juristischer Unsinn, wenn er sich ,, Königlicher Oberverwaltungsgerichtsrat a. D." nennt. Der Herr Graf verspürt das Bedürfnis, sein Ausscheiden aus dem Amte zu rechtfertigen. Das hätten wir ihm im Hin blick auf das Berdienst um die Rechtsprechung, das er sich durch seinen Rücktritt erworben hat gern erlassen. Aber er gehört offenbar zu den Menschen, die feine Gelegenheit, eine Dummheit zu begehen, unbenußt lassen können. Das Penfionierungsgefez läßt die Versehung eines Beamten in den Ruhestand dann zu, wenn er infolge eines förperlichen Gebrechens oder wegen Schwäche seiner förperlichen oder geistigen Kräfte zur Erfüllung seiner Amtspflichten bauernd unfähig ist. Wir dachten bisher, daß einer dieser Gründe in der Person des förperlich allerdings sehr gefunden Herrn gegeben gewesen sei. Er belehrt uns aber, daß die Bolitit ihn veranlaßt habe, das Amtskleid des Richters abzulegen. Damit die Deutschnationale Partet einen Mann zu ihrer Verfügung hat, der vor dem unfaubersten Kuhhandel nicht zurückschreckt, muß also die preußische Republik dem Herrn Grafen eine Bension zahlen. Graf Westarp teilt uns auch in danfenswerter Weise mit, weshalb er, der ehemalige Reserveoffizier oun erst fünfzig Jahren, im Kriege nicht den Degen gezogen hat. Die politi fchen Blichten als Partei- und Fraktionsvorsitzender haben ihn im Lande festgehalten und gezwungen, feinen Kriegsdienst bei der freiwilligen Krantenpflege zu tun. Der Herr Graf hat also die Partei über bas Baterland gestellt. Wir sind darüber nicht erstaunt. Sehr interessant ist die Bermutung des Herrn Grafen, daß ihn der Landesverband Liegnig seiner Barter wohl des halb nicht für die Nationalversammlung als Standidaten aufgestellt habe, weil man seinen Namen für eine zu große Belastung gehalten habe. Wir erhalten dadurch einen neuen Beweis dafür, wie start damals die Gesinnungsgenossen des Grafen Westarp unter dem Eindruck standen, daß sie die alleinige Berantwortung für den Zusammenbruch Deutsch lands trugen. Die Ablegung des alten Bartenamens, die Beseitigung der alten Bekenntnisworte vom Kopfe der führenden Parteizeitungen, die Berbeugungen vor der Demokratie, bem parlamentarischen System und dem so lange mit Wut befämpften gleichen Wahlrecht, das alles erschien ihnen nicht ausreichend, um ihre furchtbaren Sünden vergessen zu machen. Auch die fompromittierten alten Führer mußten, wenn Graf Bestaro die Wahrheit fagt. verschwinden. Bis dann irgendein gründlich verlogenes Subjekt die rettende Mär vom Dolchstoß ber Heimat erfann. Sehr gegen feinen Willen geht Graf Bestarp auf den Besuch ein, den er am 11. November 1918 in der Reichskan lei gemacht hat. Er hat es nicht gewagt. den Lesern der Kreuzzeitung" feinen Brief an die Meferiker Juben auch nur aus: zugsweise mitzuteilen: sein Bublifum darf nicht einmal erfahren, wer die Adressaten dieses Briefes gewesen sind. Wir ahmen das Beispiel des Herrn Grafen nicht nach und drucken feine gewundene Erklärung, die sich auf den euch beim jegigen Reichspräsidenten bezieht, wörtlich ab: Am 11. November habe ich die Beltsbeauftragten Ebert und Haase aufgesucht, um ihnen, da Brinz Mag von Baden und Reichs. togspräsident Fehrenbach seit dem 9. November abwefend waren, die Forderung ber fonfervativen Fraktion zu überbringen, daß fie den Sujammentritt von Bundesrat und Reichstag veranlaffen möchten, um zu den ungefeßlichen Ereignissen des 9. Stellung zu nehmen. Es entspann sich eine Erörterung mit Herrn Haase, bei der ich meinen Widerspruch gegen seine Auffassung, das meltgeschichte liche Ereignis des 9. November habe das von mir betonte Recht der Nerfaffung aufgehoben, feineswegs fallen ließ. Als die Herren dabei blieben, meine Forderung abzulehnen, erklärte ich, da sie sich in den Besitz der tatsächlichen Gewalt gefeßt hätten, fo feien fie für eine sichere Heimreise meiner Fraftionsfollegen, die des Reichstages megen noch anwesend waren, verantwortlich. Die beiden Boltsbeauftragten erkannten das an und stellten, da erfahrungsgemäß die Deutschnationaler Zukunftstraum. Lehnerf Bürgerbied. Droben auf dem faroffen Steine Rauch und schlemmi on immerfort, Unt man blidt veräcytach nieder Auf di armen Cude: vort: Mit margiftischen Ideen Schlichet ihr von Ort zu Orf, Habt die Leute aufgewiegelt Gegen ihrer Brotherrn Wort. tsa nun seid ihr doch betrogen, Aus iff's mit der Margerei! Wu die mit den beiden Hälften, Spuden euch jetzt in der. Brei! Be nas Mampe! ir nur wissen, Was dem Bolte dienlich sei. Spüren follt ihr unsres Geistes Baldigh einen Haus eiweih!" 0. K. ( frel nach L. Uhland). Reichstagslegitimationen nicht mehr beobachtet wurden, besondere Ausweise der Reichstanzlei zur Verfügung. Es ist also nicht wahr, daß ich gefommen wäre, um einen Ausweis für meine Sicherheit 8 erbetteln. Ebenso ist es erlogen, daß ich mich in den Wochen uu dem 9. November vertrochen hätte. Zu diesen Auslaffungen des Herrn Grafen haben wir zu lagen: Es ist nicht wahr, daß Graf Westarp am 11. Noember 1918 in der Reichsfanzlei staatsrechtliche Erörterungen gepflogen hat. Er fonnte hiernach um so weniger Verlangen haben, als er in jener Beit( wir sind sehr gut unter richtet) die Abficht ausgesprochen hat, sich vom öffentlichen Leben zurückzuziehen. Wir wiederholen: Graf Westarp hat den Boltsbeauftragten Ebert gefragt, ob er und seine Rollegen sein Leben fichern fönnten, er hat, als er eine ver neinende Antwort erhielt, sich ertundigt, ob gegen seine Abreise nach Westpreußen Bedenten beständen und hat auf eine abermalige verneinende Antwort für sich einen Geleit brieferbeten, den er erhalten hat. Von der Berantwort lichkeit der Volksbeauftragten für die sichere Heimreise seiner Fraktionskollegen ist mit feinem Worte die Rede gewesen. Gras Westarp hat auch für feinen deutschkonservativen Abgeordneten als für sich selbst einen Ausweis erbeten und erhalten. Die gegenteilige Darstellung des Grafen Weftarp ist wissentlich unwahr. Wir sehen den Schritten, die der Herr Graf auf diese Feststellung hin unternehmen wird, mit Intereffe entgegen. Worte und Taten. Spiegel für die Deutschnationalen. Donnerstag, 27. November 1924 Deutschnationale Taten: Verschlechterung der deutfchen Situation in der Kriegsschuldfrage durch das Verschweigen der Proteste republikanischer Staatsmänner, durch das Herabziehen dieser nationalen Frage zur parteimäßigen Agitationsphrase. Zudem fämpft Herr Tirpik mit dem Chefredakteur der Deutschen Tages. zeitung", Herrn Baeder, einen wütenden und gehässigen Kampf gegen den deutschen amtlichen Kampf gegen die Kriegsschuldlüge.. Deutsch nationale Phrase:" Wehrhafte Waterlandsliebe bis zur Hingabe des eigenen Lebens." Deutsch nationale Taten: Von der deutschnationalen Reichstagsfraktion saßen im Krieg 40 Broz. im Hinterland. Deutschnationale Phrase:„ Bölkische Zusammen. fassung aller Volksgenossen, die ihre Hände im Betriebe deutscher Arbeit rühren" Deutschnationale Taten: Unterstützung aller sozial reaktionären Bestrebungen, die die arbeitende Bevölkerung redhilos machen wollen. Deutschnationale Phrase:" Soziale Hilfsbereitschaft nach dem Grundgesetz christlichen Empfindens: Einer trage des anderen La st." Nach diesem chriftlichen Grundgesetz wollen die Deutschnationalen die Last der Reparationen auf die Schultern der arbeitenden Bevölkerung wälzen, selbst aber frei ausgehen. Go werden die deutschnationalen Agitationsphrasen durch die deutschnationalen Taten Lügen gestraft. Keine Stimme am 7. Dezember der Partei, bei der Worte und Taten in unvereinbarem Widerspruch stehen, feine Stimme den Deutschnatio nalen. Sie wollen Preußen! Die Deutschnationalen wollen nicht nur in die Reichsregierung, fie wollen vor allen Dingen die Hand an das Ruder des preußischen Staates legen. Sie möchten zurüd zu den alten Zeiten, in denen die preußische Berwaltung eine einzig große Versorgungsanstalt für waschechte Konfervative war. Deshalb heißt es im Wahlmaterial der Deutschnationalen: „ Die Bedeutung des 7. Dezember ist um so größer, als es fich nicht allein darum handelt, im Reich endlich mit Sicherheit die ersehnte Nationalregierung zu erzwingen, sondern es geht auch um Preußer! Fünf Jahre des Systems Severing in Preußen haben uns besoiejen, wie recht der alte Bebel hatte, als er für die Sozialdemokraten die Parole ausgab:„ haben wir Preußen, dann haben wir das Reich." Das soll jeht unser Leitspruch sein! Weder dus Reich, noch Preußen den Deutschnationalen! Weder im Reich no in Preußen zurück zu dem verfaulten reaktionären Regime der ciren Konservativen! Schuh der Freiheit und der Demofrafie im Reich und in Preußen gegen die Reaktion, das ist unsere Wahlparole. Aus dem kinderreichen Arbeiterhause. Wer in foroerreiche Arbeiterfamilien hineinschaut, dem prägt sich das trübe Bild unauslöschlich ein: blasse Kinder, rachitische Kinder, strofulöse Kinder und tuberkulöse. Wenn in den Schulunter juchungen einer Großstadt fürzlich festgestellt wurde, daß 53 Proz der Kinder nicht gesund seien, so ist eine solche Statistik unvoll ständig, man hätte die Durchschnittszahl der Kinder in den Häufern der träfliche und in denen der 47 Proz. gefunden Kinder mit hinzufügen follen, das Ergebnis braucht nicht bezweifelt zu werden. Dabei ist das Kind aus finderreicher Familie feiner Anlage nach gefunder, denn seine Eltern besigen in ihrem Kinderreichtum ein Gefundheitszeugnis. Aber unendliche wirtschaftliche Not und vor allem Wohnungselend, oft unglaublicher Art, richten die Anlage zugrunde. Hier ist Hilfe dringend not, hier flegt ein Staatsintereffe vor. Nicht nur aus sozialen, nein, schon aus Gründen der Staatsflughcit muß hier geholfen werden, denn hier wächst ein Geschlecht heran, das in seiner gesundheitlichen Minderwertigkeit später demselben Staat schwere Lasten auferlegen wird, der jetzt achselzuckend beiseite steht. Zwar hat die Reichsverfassung zwei Artikel 119 und 155 die der finderreichen Familie erhöhte Fürsorge und Recht auf Wohnung zusichern, aber sie stehen nur auf dem Papier. Ihnen fehlen die Ausführungsgefeße. Hier nun erwächst dem kommenden Reichstage eine Aufgabe von hoher Berantwortlichkeit: er muß diese Ausführungs. gefeßeimaffen, wenn er nicht unseren Nachwuchs verfümmern lassen will! Aus der Wahlbewegung. Ein im Wahlkampf tätiger Genosse schreibt uns: Ich habe it vier Versammlungen bei Schneidemühl ge prochen, darunter in zwei größeren Industrieorten, Jastrow mit 5500, Schiniante mit 10 000 Einwohnein. Beide Ber fammlungen touren sehr gut besucht. Die Kommunisten find dort start am Niedergang, bie Böltischen in voll. itändiger Serfegung begriffen. Die Rommunisten, welche vor dem 4. Mai noch etwas zu sagen hatten, haben sich offenbar wegen ber starten Meinungsverschiedenheiten im eigenen Lager von ihrer bisherigen politischen Tätigkeit zurückgezogen. Die Völkischen veranstalteten dort keine öffentlichen Bersammlungen, sondern mit einer Theatertruppe machten sie Deutsche Abende, um ihre Schäfchar noch zusammenzuhalten. Am 16. November ließ sich Ludendorff wie eine Badpuppe aus Caftans Panoplifum in drei Sälen Schneidemühls öffentlich zur Schau stellen. Das Geld mußte im Rasten flingen, wer Ludendorff sehen und hören wollte, zahlte für das Bergnügen 2 M. Die Stimmung der Masse ist uns dort in der Grenzmark bedeutend günstiger als wie vor dem 4. Mai. Dann sprach ich in sechs Bersammlungen in und bei 3üllich au. Während vor dem 4. Mai dort einige unserer Vers fammlungen gesprengt wurden, wurde diesmal nicht der geringste Verfuch gemacht. Die Verfomnilungen waren gut, zum Teil sehr gut besucht. Hier trat mir überhaupt kein Angehöriger einer underen Partei entgegen. Außer den beiden festen Landbundbomänen Groß- Schmölln und Glauchow ist auch hier die Stimmung zu unseren Guten umgeschlagen. Die Kommunisten rühren sich bort gar nicht, die völkische Bewegung hat auch dort nach dem surten Anwacyjen des Reichsbummers Schwarz- Rot- Gold sehr abgeebbt. Für die Für die Deutsch nationalen zieht dort Herr Don Remnib mit stark versiummter politischer Orgel durch die Lande. In Zülliyau wurde ihn von dem volksparteilichen Seminar. overlehrer Buder vorgehalten, daß er nur deshalb sein politisches Hjemd gewechselt hätte, weil ihr Stresemann feinen Gesandtenposten Deshalb beschimpfen Sie die Republik und die Farben der geben fonnte. Sehr wirkungsvoll rechnete für unsere Partei der station. Uebrigens Würde von der Partei, die die unauslöschbare Genosse Schäffer mit ihm ab. In Guben ließ man Herrn von KemSchande des 29. August auf sich geladen hat! nig erst gar nicht sprechen. Ein speziell in der Aufwertungs Deutschnationale Phrase:" Forderung nach Ueberfrage gefchulter deutschymationaler Redner, ein Rechtsanwalt aus mittlung des amtlichen Widerrufes der Kriegsschuldlüge an die feind lichen Regierungen." Im Wahlmaterial der Deutschauonalen Bartei findet sich eine phrafenhaf e Zusammenstellung über vas, was" Schwurz- Weiß- Rot" bedeute. Wir ergänzen diefe Busammenstellung, indem wir neben di deutschnationalen Agitation sphra en die zugehörigen Taten der Deutschnationalen stellen. Die Deutchnationalen fagen: Würde." " Deutschbewußte Wille zur Vertretung nationaler Ehre und Büülichau, zieht bei Züllichau in den Kleinstädten umher, um mit der Leimrute der Aufwertung Dumme zu fangen. In der Umgebung Berlins find die Kommunisten rühriger. Dort treten auf den Dörfern fommunistische Redner auf, die ihre ersten Redeverfuche rachen. Nachdem ich am Sonnabend, den 22. November, in Eich. städt mit einem tommunistischen Stadtverordneten aus Belten djarf abgerechnet hatte, schickten sie mir am Totensonntag in Schwante bei Belten gleich vier Redner auf den Hals, darunter einen angeblich parteilofen Studienrat Dr. Runge aus Berlin- Wilmers dorf, der aus eigener Anschauung das Sowjetparabies in den höch sten Tönen pries. Drei dieser Herren fuhren dann nach Velten, wahrscheinlich um dort in der Versammlung des Genossen Siering ihre Tiraden anzubringen. Die in den Dörfern bei Belten veranstalteten fommunistischen Versammlungen zeichneten sich durch gähnende Leere aus, während unsere Bersammlungen start besucht werden. Erfreulich ist der Wiederaufstieg der Landarbeiterbewegung, ber sich nicht nur bei Belten, sondern auch bei Züllichau bemerkbar macht. freigemertschaftlichen Während in der Stadt die Wählerverfammlungen im allgemeinen von den Anhängern einer Partei, und zwar von der einberufenden, besucht werden, ist es auf dem Lande ganz anders. Dort ist eine Boltsversammlung ein Ereignis, das noch lange im Gedächtnis der Besucher nachwirkt. Diesem Moment muß der Redner Rechnung tragen. Die wett dies fürzlich in einer Versammlung der Deutschnationalen geschah, jei an folgendem erläutert: unvorbeDer Redner, ein gewefener Major, fam reitet wie id mir habe mit dem Auto angesauft und bestieg die Rednertribüne. Auf seine Ausführungen, die Regierung der Mitte hätte in den sechs Jahren nach dem Kriege nur das beste gewollt, riefen einige Zuhörer:„ Dann sollen sie weiter regieren und die Deutschnationalen draußen bleiben“. Darauf fagte der Herr Major: Sie könnten's doch aber auch einmal mit uns versuchen, vielleicht machen wir's beffer". Als er dies noch mehreremale wiederholte, murde ihm zuge rufen: Wir sind doch hier nicht auf der Kirmeß, wo es auch immer heißt: Wer versucht's noch einmal." " Natürlich löste das allgemeine Heiterfeit aus. Auf die AbStimmung am 29. Auguft wollte er absolut nicht eingehen, erst auf verschiedene Zwischenrufe, daß die Deutschnationalen ja nicht wiffen was sie wollen rief er in den Saal:„ Sind Sie doch froh, daß solcher Blödsinn bei uns vorkommt." Nun war es aber auch vorbei mit allen fachlichen Ausführungen und der Herr Major beendete sein Referat mit den Worten: werde erst hören, was die Diskussionsredner erwidern, alles war doch auch nicht Mist, was ich Ihnen gesagt habe." Klappte die Haden zusammen und setzte sich. Vaterländischer Schwindel. Fingierte Inferate, die das Reichsbanner hineinlegen follen. Bom Bundesvorstand des Reichsbanner Schwarz- Rot. Bom Bundesvorstand des Reichsbanner Schwarz- Rot. Gold wird uns geschrieben: Gegen das Reichsbanner werden vom Tage feiner Gründung en von den Kreisen, die diese Organisation der republikanischen Kriegsteilnehmer zu fürchten haben, die unglaublichsten Angriffe und Berdächtigungen verbreitet. Man scheut weder die gemeinsten, noch die dümmsten Mittel, um die gewaltige Boltsbewegung, die das Reichsbanner nun einmal darstellt, in der Deffentlichkeit zu diskreditieren. Einer der häufigsten Borwürfe liegt darin, daß be hauptet wird, das Reichsbanner gewinne seine Mitglieder durch das * Bersprechen der Gratislieferung von Müßen und Windjacen, eine Behauptung, die ebenso verlogen ist, wie die von Ehren Geisler in die Welt gesetzte von der Gewährung eines Handgeldes von 40 Mart. Um den Anschein zu erweden, als fei diese Behauptung zu be. welfen, wird auf das nachstehende in Nr. 109 des Boten aus dem Queista 1", Friedeberg a. R., erschienene Injerat verwiesen: Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold Ortsgr. Ullersdorf. Alle Angehörigen aus der Umgegend werden ersucht, fich an der Besprechung am Kretscham Ullersdorf am 14. September recht zahlreich zu beteiligen! U. a. Anforderung von Windjacken. Bis zum 20. September noch neu beitr. Mitgl. erhalten müße und Windjacken gratis. J. A.: Freudenberg, Ortsgruppenführer. Die vom Bundesvorstand eingeleitete Untersuchung führte zu dem erwarteten Ergebnis: der Beweis" der Käuflichkeit der Reichsbannerleute erwies fich als ein aufgelegter Schwindel der„ Baterländischen". Das Manuffript des Inserates wurde bei der Zeitung von einem Kinde im verfchloffenen Umschlag abgegeben. Es mar, jedenfalls zum Zwecke der Täuschung, in mangel. haftem Deutsch geschrieben. Der Träger des Namens Freuden berg, der als Drisgruppenführer zeichnet, ist politisch eher rechts gerichtet und als Rottenführer bei der Privateisenbahn Flins. berg beschäftigt. Diefer Freudenberg bestreitet ganz entschieden feine Mitwirkung an der Veröffentlichung. Es handelt sich demnach um ein fingiertes Injerat und der Schluß liegt nahe, daß es von einem Mitgliede der vaterländischen Verbände aufgegeben worden ist. Diese Feststellungen fennzeichnen die Moral der Kreise, die die Berleumbungsfampagne gegen das Reichsbanner führen. Offenbar wollte man mit diesem Schwindelinferat dem arg in der Klemme fitzenden Beisler Beweismaterial verschaffen. fam, wie es in solchen Fällen fommen muß: Lügen haben kurze Beine und die vaterländischen Duntelmänner find die Blamierten Man fann als mildernden Umstand gelten laffen, daß sie sich bei ihrem Borgehen nach den in ihren Organisationen vorherrschenden Be. bräuchen gerichtet haben. Es ist bekannt, daß Freibier, 3igarren und ähnliche schöne Dinge beim Stahlhelm" übliche Werbemittel find. Es Das Reichsbanner weist derartige umlautere Machenschaften weit von sich. Seine Mitglieder kommen freiwillig und aus ehrlicher republikanischer Gesinnung zur Organisation in der Ueberzeugung. damit der Republit, dem Vaterlande zu dienen. Dinters Abschied. In der letzten Sizung des parlamenta. rischen Untersuchungsausichufies wegen der Entlassung des Staate. bantpräsidenten Loeb teilte der Vorsitzende der nationalsozialistischen Landtagsfraktion, Abg. Pöhltow, den Austritt Dinter& aus der Fraktion der national- fosialistischen Freibeitevartet mit. Wirtschaft Handelswechsel und Geschäftsaufsicht. bleibt es faft gleichgültig, ob der beabsichtigte Solffatz auf der Höhe bes Borfriegszolls liegen oder ob er etwas niedriger sein sollte. Die Interessenten suchten den Zoll von 40 m. zu erreichen. Ihre Bestrebungen find ebenso wie die der Regierung durch das Da zwischentreten der Konsumentenvertreter durchkreuzt worden. Krach bei der Roggenrentenbank. Nach und nach beginnt sich unsere Wirtschaft auf normale Ber hältnisse umzustellen. Eine stabile Währung macht den Handels wechsel als 3ahlungsmittel unentbehrlich. Auf diesem Wege wurden früher die meisten größeren Zahlungen geleistet. Die Roggenrentenbont war das erste Unternehmen, Die Inflation hat auch dieses Hilfsmittel einer hochentwickelten das in der Inflat on zur Schaffung wertbeständiger Anlagen und fapitalistischen Wirtschaft in den Staub maßloser Profitgier gezogen. Durch die Wechsel und Atzeptwirtschaft wurden die our Bergebung von Krediten auf Roggenbafis gegründet wurde. Gläubiger von den Schuldnern, die Reichsbant von ihren Kredit. Die Gewinne, die sie in der furzen Zeit ihres Bestehens erzielt Golbumstellung nehmern ausgebeutet. So wurde der durch den Wechsel ermög. hat, find so phantastisch, daß es ihretwegen auf der Generalversamme lidhte bargeldlose Berkehr, der auf der Grundlage allseitige Ber. lung, die über die Goldum stellung zu beschließen hatte, zu fchweren Auseinanderseßungen tam. Die Berwaltung nollte dia trauens beruht, zu einer Quelle des Mißtrauens und der strup Gewinne in stillen Reserven veridinden lassen. Die Oppo losen Bereicherung einzelner. Bon allen Instituten hielt dtmals die Reichsban! am längsten an der Fiftion Mart gleich Marf feft. fition hingegen war mit der niedrigen Einschätzung der Substanz Kein Wunder, daß der Wechsel bei ihr am längsten im Gebrauch der Roggenbank nicht einverstanden. Politisch wird der Streit war. Im Blütenjahre der Inflation 1923 jedoch war man allgemein um die Subftanz der Roggenbant, die ja dem Reichslandbund ten Großindustriellen Hugen berg geführt wird. Hugenberg hat zur Bargeldwirtschaft zurückgekehrt. Der Wechsel war seinen Funk- nabesteht, dadurch interessant, daß die Opposition von dem bekanntionen enthoben. Es ist bekannt, daß die Wirtschaft sich nur zöger id auf die dafür verschiedene Grimde. Zunächst steht er einem Institut nahe, der Ostdeutschen Privatbant, die Aktien der Roggenbant hat und Festigkeit der deutschen Währung unstellt. Gibt es doch noch heute diese zu einem möglichst günstigen Preis abstoßen will. Mit diesem weite Kreise, die die Möglichkeit einer Inflation in Rechnung stellen. rein materiellen Zwed verbindet Hugenberg ein wenig WahlagiAllmählich fehrt jedoch das Vertrauen zur neuen Reichsmar? alltation, um dem sogenannten„ fapitalistischen Elend", den Kleingemein zurüd, namentlich seitdem die internationalen Strebite zu aktionären, den deutschnationalen Siegfried gegen eine Exprofließen beginnen. Einher damit geht eine allmähliche Wieder. priation vorzutäuschen, deren er sich in anderen Gesellschaften beeinführung des bargeldlosen Berkehrs, als dessen hervorragendes priation vorzutäuschen, deren er sich in anderen Gesellschaften beInstrument der Handelswechsel gilt. Die neue Devisenverord nung hat die Hemmnisse beseitigt, die einer Anwendung des Handelswechsels auf den internationalen Geldmärkten im Wege standen. Die Exportbezüge der Fabrikanten brauchen nicht mehr in Devisen, sondern können in Reichsmart beglichen und verrechnet werden. Wenn man weiß, was der Handelswechsel im internatio. naten Zahlungsverkehr früher für die deutsche Wirtschaft bedeutete, wird man die Beseitigung der scharfen Bestimmungen in der Devijenverordnung nicht gering in Rechnung stellen. International fann nunmehr ein vollständig bargeldloser Verkehr erfolgen, die Reichsmart ist als Godgelb wieder in das Netz dieses Berlehrs cingestellt. In Innern steht einer schrankenlosen Einführung des Wechsel. verkehrs noch die Verordnung über die Geschäftsaufsicht im Wege. Die Stabilisierung der Währung und die Restrittionspolitik des Reichsbanfpräsidenten haben eine Säuberung der Wirtschaft von uniau eren Elementen, die den Wechsel mißbrauchen fleißigt. Die Rapitalsverhältnisse der Roggenbant, einer Inflationsgründung aus dem Jahre 1922, liegen ungefähr so, daß ihr folgendes Goldtapital zugeflossen ist: 1. 6 Millionen Papiermart Gründungstapital. 2. Erhöhung des Kapitals auf 100 Millionen; Einzahlung von 5% mit 10% Agio im Jahre 1923 3. Einzahlung der reftierenden 75%. 4. Erhöhung des Kapitals auf 1,1 Milliarden im Sommer 1923: a) 500 000 Aftien. b) 500 000 Aftien Es ergibt sich danach am 1. Januar 1924, dem Datum der Goldumstellung, ein der Bant zugeflossenes Goldkapital von Colomazi 6 089,46 6 531,20 17,91 8,29 1061 247, 1073 888,86 Die Bank hat aber das neue Goldmarkkapital mit 2800000 Mart angegeben. Demnach muß fie, nachdem sie erst 1½ Jahre bestanden hat, im Dezember 1923 nicht eniger als 1726 110,54 m. würden, zur Folge gehabt. Es stände in dieser Beziehung also weniger zu befürchten. Nur die Geschäftsaufsicht dürfte ein Hemmnis fein den Handelswechsel wie sonst in Umlauf zu fehen. Weiß man doch heute faum, ob eine Firma, die ihre Unterschrift unter einen Wedyfel fett, noch voll zahlungsfähig ist oder ob sie bereits unter Geschäftsaufsicht steht. Bom Standpunkt der allgemeinen Wirtschaft steht einer Beseitigung der Verordnung über die Geschäftsaufsicht nichts entgegen. Je früher und schneller die Wirtschaft von ungefunden 3 Elementen bereinigt wird, desto besser wird eine allgemeine Gesundung vorbereitet. Fällt die Geschäftsaufsicht, dann dürfte dem Wunsche der Reichsbant zur allgemeinen Berwendung des Handelswechsels nich's mehr im Wege stehen. Auch die Arbeiterschaft hat ein Interesse an dem ruhigen Lauf der kapitalistischen Wirtschaftsmaschinerie, weshalb die Einführung des Handelswechsels nur begrüßt werden tann. Dieser hat seinen Schrecken, der ihm in der Inflationsperiode anhaftete, nunmehr verloven. Zur Frage der Zuckerzölle. ―1. Zu unserem Artikel Konsumvereine und Zuckerwirtschaft" in Mr. 555 vom 25. November wird uns von zuständiger Seite mitgeteilt: Es mar nie in Aussicht genommen, anfäßlich der kleinen Zollvorlage für Zucker den früheren autonomen 3oll von 40 M. je Loppelzeniner festzusehen. Die Aufnahme des Zucers in die Zollvorlage diente vielmehr gerade dem 3wed, einen niedrigeren als den genannten Zollfaz festsetzen zu können, da ohne eine solche Ermächtigung nur der automone Zollfazz festgesezt meiden könnte. Die Berichtigung trifft nicht den Kern der Sache. Ohne die Ermächtigung, die auf Betreiben der Arbeiter und Verbraucher vertreter der Regierung verweigert wurde, bleibt die seit dem Kriege eingeführte 3ollfreiheit auf 3uder. Diese wäre, wie uns hier von amtlicher Seite zugegeben wird, beseitigt worden; dabei . 70,00-96,00 100,00-120,00 Preisnotierungen für Nahrungsmittel. Durchschnittseinkaufspreise in Goldmark des Lebensmittel- Einzelhandels je Gerstengraupen, lose Gerstengrütze, lose... Hafergrütze, lose Roggenmehl 0/1. Hartgries Haferflocken, lose Weizengrieẞ 70% Weizenmehl Weizen- Auszugmeh! Speiseerbsen, Viktoria Speiseerbsen, kleine Bohnen, weiße, erl Langbohnen. handverles. Linsen. kleine Linsen, mittel Linsen, große Kartoffelmehl Makkaroni, HartgrieBwr. Eternudeln Mehinudein Bruchreis Rangoon Reis Tafelreis, glasiert, Patna Tafelreis, java Ringäpfel, amerik. Getr Pilaumen 90/100. Pflaumen, entsteint Cal. Pflaumen 40/50. Rosinen in Kisten, Candia Sultaninen Caraburnu Mandeln, süße Bari Korinthen, choice Zentner frei Haus Berlin. 18,50-24,50 Kakao fettarm 18,50-18,75 Kakao, leicht entölt 20,00-21,50 Tee, Souchon, gepackt. 320,00-400,00 21,50-22,50 Tee, indischer, gepackt. 40,00-470,00 17,00-19,00 Inlandszucker basis mel. 29, 0-32,00 24,50-200 Zucker Würfel. 17,0 19. Kunsthonig.. 19,50-27,50 Zuckersirup hell in Eim 18,00-24,00 Speisesirup dunk. in Eim 16,00 17,50 Marmelade Einfr. Erdb. 22,00-24,25 Marmelade Vierfrucht 37,40-40,00 19,25-22,50 Inlandszucker Raffinade 32,25-35,50 35,5)-41,00 41,00-47,50 23,00 32,00 90,00-95,00 40,00 43,00-53,00 3,10- 3,60 3.70-, 20 5,20 3,80 89,00-91,00 89,00- 91,00 85,00-87,00 85,00-89,00 *** 4,40-5,40 28,00-33,0 Pflaumenmus in Eimern 18,00 27,00 Steinsalz, in Säcken 28,00-37,50 37,50-55.00 Siedesalz in Säcken 17,25-21,25 43,50-58,25 Bratenschmalz in Tierces 47,00 73,50 Bratenschmalz in Kübeln 23,00-27,00 Purelard in Tierces 15,75-18,0 Purelard in Kisten 19,00 20,00 Speisetalg in Packung 24,25-32,00 Speisetale in Kübeln 32,75-43,00 Margarine, Handelsm. 1 66,00 80,00-100,00 desgl. fl 40,00-46, 0 Margarine, Spezialm. I. 72,00-76, 0 desgl. II. 65,00-60, 60,00- 63,00 80,00-84,00 69,00-71,00 60,00-65,00 Molkereibutter la i. Fäss. 2 1,00-220,00 i. Pack. 220,00-226,00 60,00 70,00 Molkereibutter 75,00-95,00 Molkereibutter Ila i. Fäss. 185,00-200,00 i. Pack. 190,00-205,00 65,00-75,00 Molkereibutter, 195,00-210, 0 Auslandbutter in Fässern 217,00-230,00 Mandeln, bittere Bari 200,00-210,00 Corned beef 12/6 lbs p. K. 40,00- 42,00 Zimt( Cassia) 110.00-120,00 Aust. Speck, geräuchert 108,00-120,00 Kümmel, holländischer. 55,00-65,00 Quadratkäse Schwarzer Pfeffer singap 125,00-130,0 Tilsiter Käse, vollfett 175,00-135,0 Bayr: Emmenthaler 210,00-228,00 Echter Emmenthaler Weißer Pfeffer Rohkaffee Brasil 45,00-55,00 120,00-133,00 160,00 170,00 170,00-178,00 20,50-22,50 Rohkalice Zentralamerika215,00-310,00 Ausl. ungezuck. Condens260,00-300,00 milch 48/16 330,00-400,00 Iniändische desgl. 48/12 20.00-22.00 in gez. Condensm. 48/14 24,50 Röstkaffee Brasil Röstkaffee Zentralam. österreide lose verdient haben, also mehr als das ihr zugeflossene Goldmarktapital beträgt. Das bedeutet ein Arbeiten mit mehr als 100 Broz. Nettogewinn. Die Ecche fommt aber noch beffer. Dr. Hugenberg führte nämlich am Dienstag in feiner Oppositionsrede gegen die Bank aus, daß allein die greifbaren Sachwerte ber Bant 425 Goldmillionen betragen. Wenn Herr Hugenberg das fagt, wird das schon stimmen. Er erbot sich auch, den Nachweis dafür zu erbringen. Danach beläuft sich der Reingewinn auf 176 110,54 Gm. Herr Hugenberg faftuliert aber nocy wesentlich anders, indem er auf den Rentenfapitals wert der Bont hinweist. Die Bank hat z. B. bis Ende dieses Jahres Beleihungsgefchäfte in Höhe von 14 Millionen Zentnern Roggen. Rechnet man den Zender Roggen äußerst niedrig mit 8 M. und billigt man der Bant 1 Proz. Lerwaltungsfesten zu, so ergibt sich ein Ertrag von 1 Million Mart. Subtrahiert man davon 500 00 m. für Una fosten, Spesen usw., so ergibt sich immer noch ein Plus von 500 000 m., die jährlich einkommen und, wenn man sie fapitalisiert, nach Hugenbergs Berechnung das Bermögen der Bant bis auf 8½ millionen erhöhen. Diese Rechnung stommt von einem Manne, dessen wirtschaftliche Fähigkeiten und speculativen Instinkte kaum von jemandem bestritten werden dürften. Danach ergibt sich für die Bont ein Vermögenszuwachs in noch nicht ganz zwei Jahren von 7 426 110,54 Goldmart. Das ist ein Riefenverdienst, der sich allerdings aus der anormalen Höhe der Zinsfäße, Provisionen usw. so ziemlich era flärt. Es ist nun natürlich verfehlt, diefes Ergebnis folich zu verall gemeinern. Die Roggenrentenbon? hat als erfte Sachwerta bant ungewöhnlich günstige Gewinnchancen gehabt und hat außer dem es verstander, unter Berufung auf Formalbestimmungen von denen z. B. der Staat Preußen feinen Gebrauch gemacht hat ihre Gläubiger um einen erheblichen Teil der erwarteten 3insen auf Roggenrentenbriefe zu bringen. Bezeichnend find die Borgänge aber doch für die Kapitalpolitik gewisser Kreise, hinter denen der Reichslandbund steht. Auf Kosten der Landwirtschaft und derer, die ihr das Geld zur Verfügung gestellt haben, nurden unglaublich hohe Gewinne erzielt: die Bank die schwimmt in Geld und nach draußen verfündet mon Notlage der Landwirtschaft... Lage und Aussichten des Baumarktes. 17 In der Zeitschrift Wohnungswirtschaft", die von der Wohnungsfürsorge A.-G. für Beamte, Angestellte und Arbeiter her. ausgegeben wird, finden wir folgende Betrach.ungen über Lage und Aussichten des Baumarktes: " Der Ausgang des Jahres 1924 sieht den Baumarkt in voll. ster Blüte, und es sind Anzeichen dafür vorhanden, daß auch das Aber man Jahr 1925 eine rege Bautätigkeit entfalten wird. täusche sich nicht über den Charakter und über die Bes ft ändigkeit diefer Bautätigkeit. Das freie Spiel der Kräfte be. ginnt sich auszuwirken Der Rückgang in der Beschäftigung der InEdelster Deutscher Weinbrand Scharlachberg Meisterbrand Weinbrennerei Scharlachberg A.-G., Bingen am Rhein Filialbureau Berlin: Berlin W. 57, Kurfürstenstraße 28. car Görner Berlin W. S Unter den Linden 3, Ecke Wilhelmstrasse. Hamburger Keule Stück 10 Pf., eine Qualitätszigarre in Kisten zu 100 Stück duftrie treibt bem Baumarkt neuen Wind in die Segel. Das Kapital| beiden Banten vorzuschlagen befchloffen haben. Die Württeubergische soca.bert zum Baumarkt Das Priva.fapital ist aber ein herz- und rücksichtsloses Frauen zimmer, deffen Untreue einem Gutgläubigen die tiefften seelischen Erschuiterungen bringen muß und auch den Baumarkt wieder in bcs nefile Elend stürzen wird, wenn er sich dem verführerischen Rapital allzu blind hingibt. Das Prinzip des Privat topitals ist: furzfristige Anlage. Der gesunde Baumarkt aber braucht langfristiges Rapital zu niedrigem Sinsfag. Wer fid; heute und in den nächsten Monaten dazu verteiten läßt, mit furzfristigen Krediten zu arbeiten und glücklich ist, wenn er das Baufospital heute schon für 15 und 16 Proz. Zinsen erhält, fann schon nach furzer Zeit die erschü.ternde Erfahrung nachen daß die Liebe des Kapitals zu ihm nur von kurzer Dauer ift. Wir warnen daher alle Bauherren vor übereiligem Projekte. machen und leichtsinniger Bauerei. Bereinsbank stand vor der Notwendigkeit einer gründlichen Sanies rung. Da die Deutsche Bank die Aktiermehrheit befißt und die Sanierung zu tragen gehabt hätte, hat sie die Fusion vorgezogen und die Württembergische Vereinsbank zur Filiale der Deutschen Bank gemacht. Hoffnung auf Schutzölle? Im Börsen- Courier finden wir über die Horch- Werte folgende offenbar aus Verwaltungsfreisen stammende Mitteilung:„ Die Beschäftigung bei dem Unternehmen ist zurzeit recht gut. Eine ausländische Konkurrenz befürchtet man innerhalb der Verwaltung nicht, da die Firma nur Qualitätsware herstellt." Die Horch- Werte produzieren Motoren und Autos. Nun hat die deutsche Autoindustrie einen Schutzzoll in einer Höhe bis zu 350 Goldmart auf 100 Kilogramm ausländische Konkurrenzeinfuhr verlangt. Das find 3,50 Goldmart auf 1 kilogramm. Das Reichswirtschaftsministerium will 300 Goldmart auf 100 Kilogramm genehmigen. Die Horch- Werte fürchten teine auswärtige Konkurrenz. Ob wohl die Horch- Werke gegen die von ihrem Standpunkt unnötige Berteuerung der inländischen Berkehrsmittel protestieren werden? Sicher nicht. Denn in dem Schußzoll stedt eine gewaltige Gewinnmöglichkeit. Das deutsche Volk hat's ja dazu, fie zu bezahlen. ordnung werden auch Innungen zu rechnen sein. Der oft ge. hörte Einwand, die Preise werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt, erscheint durch die Preispolitik gewisser Verbände in bebentlicher Weise widerlegt. Die Preisfestsehungen der Verbände sind deshalb besonders wirksam, weil man versteht, jede Unterbietung der Berbandspreise als Schmuttonfurrenz zu brandmarken. Des deutsch- schweizerische Abkommen über die Einfuhrbeschrän fungen ist nunmehr von der Reichsregierung und von der schweize rischen Regierung genehmigt worden. Im Auswärtigen Amt hat daraufhin zwischen dem Reichsminister des Auswärtigen, Dr. Stresemann, und dem schweizerischen Gesandten Dr. Rüfenacht, ein Notenaustausch stattgefunden, demzufolge das Abkommen nach Ablauf der darin vorgesehenen Frist von zwei Wochen, also am 10. Dezember 1924, in Kraft tritt. Internationale Truftgewinne. Eine leise Borstellung von internationalen Truftgewinnen gibt der Abschluß des weltbekannten englischen Nähgarntrusts 3. u. P. Coats in Paisley( Schottland). Der Trust hat im letzten Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 3 107 213 Pfund Sterling erzielt, d. h. 217 000 Pfund Sterling mehr als im Vorjahr und 1000 000 Pfund mehr als im Jahre 1920/21. Nur in den Kriegsjahren ist der Gewinn der Firma noch größer gewesen und erreichte im Jahre 1919/20 mit 4 164 894 feine Marimalhöhe. Die Gesellschaft hat in den Borkriegs- und Kriegsjahren stets eine zwischen 30 und 40 Prozent schwankende Dividende verteilt und dabei jährlich sehr erhebliche Rückstellungen vornehmen fönnen. Die größten Zurückstellungen betrugen 2950 000 Sterling für 1918/19 und 2 000 000 Pfund Sterling für 1916/17. Im Jahre 1919 wurde auf Wunsch der Attionäre der größte Teil des Reservefonds in der Form von Gratisattien verteilt, und seitdem In diesem Jahre sind 200 000 Pfund Sterling dem Reservefonds find jedes Jahr 17% Prog. an Dividenden ausgeschüttet worden. Unternehmens hielt es die Gesellschaft wiederholt für angebracht, überwiesen worden. Angesichts der erstaunlichen Prosperität des Die Konstruktion unserer private Wirtschaft läßt hei steigender Pautonjunktur aber noch andere Gefahren erwarten. Die Fachwelt rechnet mit steigenden Baupreisen und steigenden Löhnen. Der Umfang unserer Baumaschine ist auf so rasche Expension, wie wir sie in letzter Zeit erlebt haben, nicht eingestellt Cin Mangel an Baumaterial, insbesondere an 8iegeln, und ein Mangel an Facharbeitern steht in Aussicht, und was das bedeutet, weiß nur derjenige, der im Bauwesen Erfahrung hat. Wir schoufeln wieder einmal auf dem Kamm der Belle, um im nächsten Augen- Neuorganisation in der Solinger Stahlwarenindustrie. Nach blick von dem Elend der Pleite und der Arbeitslosigkeit bedroht zu richten aus dem Solinger Industriebezirt befogen, daß zwede för. werden. Die Behörden werden, wenn der Arbeitsmangel und die derung des Exports ein„ genofienichaftlicher Zusammenschluß" Baustofftnappheit zutage tritt, vermutlich wieder zusammentreten bon mehr als 20 Spezialfirmen der Stahlwarenindustrie und Sachverständige nach den Ursachen des Uebels befragen, das geplant wird. Das Stammkapital wird 200000 Goldmail betragen, ihnen fattsam bekannte System der freien" Wirtschaft aber nicht die gegen hypothefarische Sicherheit von einer Reichstelle gegeben werden sollen. Aehnliche Experimente haben wir in der bergischen Die Interessenten des Privattapitals rüsten sich bereits zu einem Industrie mehrfach erlebt, jedoch scheint es sich in dem vorliegenden Borstoß gegen die legten Reste der gebundenen Wirtschaft. Eine Falle um eine ausgeiprodiene Startellierung, der die einerzfopitalistische Breffe, die Berliner Börsenzeitung". fchrieb jüngst zelnen Firmen ein gut Teil ihrer Selbständigkeit opfern müffen, einen Artikel über die Aussichten des Baumarktes. Sie stellte mit seinen Firmen ein gut Teil ihrer Selbständigkeit opfern müssen, Recht fest daß im Sommer dieses Jahres die Ziegel in Berlin schon au handeln. Angesichts der ganzen Kartellfrage bedarf die finan darauf hinzuweisen, daß ein großer Teil der Gewinne außerhalb für 11 m. ab Wert zu haben waren, heute aber 30 und mehr Mart aielle Beteiligung der Reichsstelle" u. E. noch einer Erklärung Großbritanniens erzielt wird. antaften. " der maßgebenden Instanzen. toften. Die Zeitung fieht in diesem Birrsal der Preisbildung nicht einen Fehler in der Konstruktion der Privat wirtschaft, sondern Bayern gegen das Kartellunwesen. Die bayerische Regierung macht die Zwangswirtschaft für diefe redyt bitteren Späße der läßt folgendes halbamtlich mitteilen: Es dürfte im allgemeinen Privatwirtschaft verantwortlich. Warum auch nicht? Die Mieten Intereffe fein, zu prüfen, ob nicht, gemäß§ 15 der Verordnung gegen sollen nach ihrer Ansicht über Friedenshöhe steigen, und der konden Mißbrauch wirtschaftlicher Machtstellung, An fument hat zu zahlen. Die Wirtschaft und die Nation sind träge an den Reichswirtschaftsminister zu richten seien, dahingehend, für gewisse Kreise nur für den Profit einzelner Unternehmer, daß Beschlüsse von Verbänden hinsichtlich der Preisfeftiehung Händler und Kapitalisten da. Wenn der Maurer fich weigert, außer Kraft gesetzt werden, soweit durch fie das allgemeine für einen bestimmten Lohn mehr als eine bestimmte Zahl von Wohl gefährdet wird. Zu den Verbänden im Sinne dieser VerSteinen zu verarbeiten, dann geht ein Schrei der Entrüstung durch die Reihen der Unternehmer. Der Ziegelhändier soll aber die Freiheit haben, die Zahl von Steinen zu bestimmen, die er für eine bestimmte Menge Geld abzugeben gewillt ist, und das nennt mar dann die von Gott gewollte fittliche Welt. ordnung. Wir werden in den nächsten Monaten unter dieser Beltordnung noch manchen Sturm zu erleben haben." Deutsche Bank. Der Berliner Handelsgesellschaft, der Dresner Bant und der Darmstädter Nationalbant ist die Deutsche Bank mit ihrer Goldbilanz gefolgt. Die Goldbilanzen der Großbanten find zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der deutschen Privat wirtschaft an sich von größter Bedeu'ung, weil die Großbanken bei der Festsetzung ihres eigenen Kapitals die Einschätzung der Ge fchäfte zugrunde legen müssen, die sie mit der Privatwirtschaft zu machen hoffen. Darum ist die Höhe des eigenen Kapitals und Die Höhe der Reserven in den Goldbilanzen der Großbanken von besonderem Wert. Anders steht es mit denjenigen Posten in der Golderöffnungsbilanz der Banten, in denen sich die laufenden Geschäfte felbft fpiegeln. Da sich die betreffenden Ziffern auf den 1. Januar 1924 beziehen, eine Zeit, zu welcher die Währung knapp wieder aufgebaut, die Kreditwirtschaft aber noch völlig zusammengebrochen war. haben die Ziffern nur historischen Wert. Man wird baher mindestens auf die erste Schlußbilanz der Großbanken warten müssen, um aus dem laufenden Geschäft Schlüsse auf die Liquidität ziehen zu können. In der Goldbila iz wurde nun auf diese fommenden Dinge von der Deutschen Bank selbstverständlich geachtet. Wenn die Reserven mit 50 Goldmillionen neben dem Kapital von 150 Goldmillionen auch nicht sehr hoch erscheinen, so sind sie doch gewaltig gestärkt durch die stillen Referpen, die gebildet find. Solche stillen Referven liegen in den Beteiligungen, den Effekten, den Dollarschazanweisungen und befonders in dem Posten Bankge bäude. 40 mil. Gm. eigene Attien sind außerdem noch Amerita verfauft, um zur gebotenen Zeit aus dem Kapitalmarkt den Gegenmert zur Stärkung der Reserven herauszuholen. In der Papier. marfbilanz von 1923 ftand von dieser Rüdstellung nichts. Angesichts der Reserven ist es eine große Uebertreibung, wenn die Deutsche Bank ihre Kriegsverluste" auf weit über 150 Mill. Gm. Schäßt. Mon follte auch in diesen Dingen etwas mehr Wahrheitsliebe beneisen. Der Hokuspokus mit den Papiermarkbilanzen von 1923 ist im übri gen bei der Golderöffnungsbilanz der Deutschen Bant ganz be= fonders deutlich geworden. Der Posten Beteiligungen erfährt durch die Mitteilung eine interessante Beleuchtung, daß die Aufsichtsräte der Deutschen Bant und der Württembergischen Vereinsbant ihren Generalversammlungen die Fusion der Es ist nicht immer einfach doch leicht ist hier die Wahl verlange niemals Schuchureme Verlange stets fund Berstaatlichung der drahtlosen Telephonie in Frankreich. Der Haushalt der französischen Post- und Telegrapher verwaltung fieht u. a. auch die Verstaatlichung der bisher der Privatindustrie überlassenen Ausbeutung der drahtlosen Telephonie vor. Der Staat beansprucht für fich insbesondere das Monopol des drahtlosen Sendens, weil, wie es in der Begründung beißt, hierin eines der wirkiamsten Mittel der sozialen Entwidlung und zur estigung des Weltfriedens zu sehen ist. Crdal putzt die Schuhe, pflegt das Leder! Erdal- Fabrikniederlage Berlin, Lankwitz, Charlottenstr. 33 TIETZ * Leipziger Strasse Glügelte Worte. Ton Ge Bachmann. Der Zitatenschatz des outschen Volkes. Vollständige Ansgabe Bearbeitet a. bis zur Gegenwart erga zt von W. Heichen. 698 Seit. 450 Starker Ganzleinenband Ka tans lustiges Panop tikum. Drollige Geschichten lebte Anekdoten. aus verklun300 gener Zeit. Illustr. 156 S. Halblbd. - erGottfried Keller. Die miss. brauchten Liebesbriefe Spiegel, das Kätzchen- Der Schmied seines Glückes Drei Legenden. In 1 Band ge- 125 bunden 220 Seiten E.T. A. Hoffmann. Das Majorat. Das Fräulein von scuderi. Der unheimliche Gast. Die Bergwerke 125 zu Falun. 226 Seiten. ebunden Von der Tatra bis zur Sächsischen Schweiz. Eine Wanderung durch die Karpathen, Beskiden, Altvater, Glatzer, Riesen-. Böhmisches Mittelgebirge u. Sächsische Von Karl Kollbach. Schweiz. 304 Seiten mit 48 Vollbildern. 300 Eleganter Leinenband..... F. Alexanderplatz Frankfurter Allee 219 Meine Schweizer Reise. Krenz und Quer. 250 Ansichten auf Kunstdruckpapier, mit Text von 350 J. C. Heer u. a. Kart. Grossformat Von der Elbe bis zur das Brzgebirge, Fichtelgebirge, Bohmer Donau. Bine Wanderung durch 800 Wald u. Fränkischen Jara. Von Karl Kollbach. 1890. 234 Seiten mit 38 Vollbilder. Elegant. Leinenband Kant, Kritik der reinen Kant, Kritik der reinen Vernunft. Herausgegeben und eingeleitet von Professor August Messer. 658 Seiten. Eleganter 350 Leinenband. Heinrich Zschokke. Das Abenteuer d. Neujahrsnacht- Das blaue Wunder - Jo- 125 1 Walpurgisnacht nathan Fock. 224 Selten. Gebund. Der Versandabtellung: Leipziger Strasse Ekkehard. Eine Geschichte aus dem zehnten Jahrhundert von J. V. v. Scheffel, mit Bildern von L. Berwald. 712 Selten. Lelnen 225 band, früher 4.00......... jetzt V. Strants. Opernführer. Von Ford. Bis auf die neuesten Erscheinungen ergänzt, 448 Seiten, 300 eleganter Leinenband... Gemälde. Ausgewählte Meister Hausgalerie berühmter werke der bedeutendsten Maler aller Zeiten, in farbengetreuer Wiedergabe des Originals, mit kunsthistorischen Erläuterungen. Herausgegeben von barno Jessen. Halbleinen- 3000 band in Folioformat.. Takt und Ton. arbeitet von C. v. Seckendorff 200 Planderel en über den gesellschaftlichen Verkehr. Von Oswald Marschner. Neu bePhilipp Galen, Reiseromane. Der Strandvogt Hübsch gebanden, früher 3 0), jetzt grüne Pelz- Der Irre von St. James Bilder zur Geschichte. Jane, die Jüdin- Der Leuchtturm auf Kap Wrath Walter Lund Mit besonderer Betonung der KunstDie Tochter des Diplomaten geschichte. Der Löwe Herausgegeben von Dr. Von Zonen a elegantem roten 50 Seyfert. Mit 630 Abbildungen, mit eriant. Text. Lexikon format. 50 240 Seiten. Gebund. Statt 6,09 nur Ganzleinenband. Jeder Band Hervorragende Preisermäss gung! stav, Soll und Haben 1800 In 2 starken, eleganten Halblederbänden, früher 30,00, nur Die verlorene Handschrift 2 starke Ganzleinenbände frah. 20( 0, nur 1500 früh.30 c0, nur lederbände.00 starke HalbDiese Prankansgaben sind illustriert m.je ca.60 ganzseit.Orig.- Steinzeichnungen v.Prot.O.H. Engel u. sind in jed. Beziehung bibliophile Leistungen erst.Banges. Potsdam mit seinen Schlössern und Gärten. Bilder nach Naturaufnahmen, mit einleitendem Text von Dr. E. Cohn- Wiener. 78 Seiten, 400 Folioformat.. Die Wunder der Welt. Hervorragende Naturschöpfungen und staunenswerte Menschenworke aller Zeiten and Lander in Wort und Bild. Herausgegeben Hesse- Wartegg. 2 grosse starke Bände 5400 von mit reichem Bilderschmuck Am Montag jente der Tod dem nimmermüden Fleiß meines Gozius, Bergoldermeister Paul Doege durch Gehirnschlag ein jähes Ende. Das Ableben diefes braven Menschen, der mir in gemeinsamer Arbeit jahre. lang ein lieber Freund gewesen. trifft mich schwer und werde ich seiner ftete ehrend geben en 358b Carl Lemser Rahmen- und Beiten abril. Einäfa erung Frettag nachm. 1 Uhr m Krematorium Baum'chu'enmeg. Die unterzeichnete Genossenschaft ist durch Beschluß der Generalver ammlung vom 15. Geptember b J. au gelöst. Gläubiger werden zum letzten Male aufge ordert, fich zu melden Als Liquidatoren find heftellt: Architekt Paul Maruschke, Berlin R, Weißenburger Str. 67. Raurmann Genst öhler, Reufintenteng, Bahnhofstr. 1. Berlin, den 24 November 1924. Baugenossenschaft Waldheim eingetr. Gennffen dh. m. beschränkt. Haftpfl. P. Maruschke. G. Köhler. Der gute KapitänKautabak ist in den meisten Zigarrengeschäften erhältlich C. Röcker, Berlin Lichtenberger Straße 22, Kgst. 3861 Guter Schlaf ist das beste Heilmittel. Me allbetten für Groß und Klein, mit oder ohne Zubehör, S'ah matratz.. an Private. Bequeme Bedingungen Katalog 30A frei. Eisenmöbelfabrik Suhl( Thür.) Besonders wirksam sind aile KLEINEN ANZEIGEN" in der Gesamtauflage des billig! Vorwäris, trotzdem Billige Bücher Rest- Auflagen Antiquarische Werke Neu- Ausgaben Der grosse König und Die Renaissance. Histo- Goethe, Gedichte. Erganz. sein Rekrut. Lebensb Ider ans der Zeit des 7jährigen Krieges. Bearbeitet von Franz Otto. 324 Seiten. Mit vielen Bild. v. Rich. Knötel. 350 Halbleinenbd., früher 6,00, letzt Deutsche Heidensagen. Für Jugend a. Volk erzählt v. Gustav Schalk. Illustriert v. Herm. Vogel 472 Seiten. Halbleinenband, tra400 Griechische Heldensagen her 6,00 jetzt Für die Jugend bearbeit. v. J. C. Andra. Mit Farbendrucktafeln nach antiken Darstellungen. 314 Seiten. Halb350 leinenband, fraber 5,00.... jetzt Alexander Dumas historische Romans. Jeder Band 250 in Halbleinen gebunden Die drei Zwanzig Jahre nachher. 620 Selt 10 Jahre später oder Der Graf von Bragelonne. 800 Seiten. Der Graf von Monte Christo. 700 S. Die Totenhand. 624 Seiten. Der Herr der Welt. 618 Beiten. Das Halsband der Königin. 728 S. Joseph Balsamo( Graf Cagliostro). 616 Seiten. Ange Pitou. 624 Seiten. Die Gräfin v. Charny. 630 Seiten. Der Chevalier von Maison rouge. 620 Seiten. 25, Alie 11 Bände zusammen nur Straparola. Die Novellen and Mären der Ergötzlichen Nächte".Dtsch. von Hanns Floerke. 2 Halb- 700 lederhände, zus, statt 16,- nur Anna Karenina. Roman ans der russischen Gesellschaft von 250 L. Tolstoi. 683 Seiten. Halblnbd. rische Szenen von Graf Gobineau, deutsch von Ludwig SchemannAusgabe letzter Hand mit Original. Einleitungen 870 Selten. Elegant. Halblederband Gobineaus, 1912. 750 Konversationswörterbücher in alphaMeyers Sprachführer. betischer Ordnung, mit den gebräuchlichsten Redewendungen. Englisch. Französisch Italienisch Polnisch Russisch Spanisch. Jede Sprache zirka 400-500 Seiten. 250 Gebunden.. ..je Dante, Die göttliche Komödie. Metrisch übertragen und mit Erläuterungen versehen von Philalethes, mit Bildern von Gast. 790 Seiten. Eleganter Ganz- 350 Doré. Herausgegeben von W. Heichen. leinenband. Altes lustiges Berlin. Humomoris: ische Bildern Skizzen von 150 Adolf Glassbrenner. 160 Seit. Münchener Jugend" Katalog der farbigen Kunstblätter, ausgewählt aus den Jahrgängen 300 1896-1-22 202 Seiten Band, enth. Elegien- Episteln- Epigramme Xenien Aus fremden Sprachen und andere Dichtungen usw. 587 Seiten starker, hübscher 125 Halbleinenband, nur Dentsche Reich auf das Jahr 1922, entDaheim- Kalender. für das haltend Erzählungen. Gedichte, Antsätze und allerlei, mit vielen 45P Illustrationen. 114 Seiten. Geb... Pt. Spielbuch für Knaben. Eine Sammlung von Bewegungsspielen an Körperu bangen, physikalischen und chemischen Kunststücken, Handtertig keiton, Spielen nsw, Heran- gegeber von Herm. Wagner. 272 Seiten. Mit 350 281 Abb. Hilblbd. früh, 5 00, jetz Römische Heldensagen. Für uie Jugend bearbeitet von Gust Schalk. 360 Seiten. Mit 16 Vollbildern u. viel. Textbild. nach alt. Kupfern. 400 Ha bleinenbd. früher 6,00. jetzt Das Radio- Bastelbuch. Selbstanerti un von Bund unkemptänern. tchaltungs- und Hand uch für Radioamateure. Herausgeg b. 180 von E. n. O. Wrona. 104 Seiten Eleg.Geschenkbände Klarer Druck und holzfreies Papler. 3 50 In prächtig. Ganzied.Einband jeder Band In feinem Moiré- Einband jeder Bana Bern, Neue deutsche Lyrik Brachvogel, Friedemann Bach Eckermana, Gespräche mit Goethe 50 Goethe, Faust, Tell 1 und 2 in einem Band- Heine, Buch der Lieder Jacobsen, Niels Lyhne Jacobsen, Frau Blarie Grubbs- Kugelgen, Jugenderinnerangen eines alten Mannes Lagerlot, Gösta Berling- Lagerlöf, Jerusalem Sienkiewica, Quo vadis? Wallace, Ben HurWilde, Das Bildnis des Dorian Gray- Wilde, Erzählungen und Märchen. ? ? Schaumfee? ? Theater, Lichtspiele usw. www.onno Staats- Theater Lessing- Theater Th.i.Admiraispalast Th.i.d.Gem.- Turnhalle Alla end! 8 1hr Die größte Weißensee, Pistoriusst. Revue der Welt: Sonntag T, Uhr Noch and Noch Sonntag Vorstellungen Der Strom Opernhaus Heute z. etzten Male in erster Besetzung von Max Halbe BU.: Der fliegend. 8: Die gr. Revue 3 u. 8, Uhr Preise: 80 Pt. b. 2: 4 Hollander Wien gib acht! Central Theater Opernhaus Sonnabend 70. 1. Male am Königsplatz Sonnabend 7 U. zara 1. Mala: 7 U G'Wissenswarm METROPOL U: Salome Das weite Land Schauspielhaus v Arthur Schnitzler Deuts Opernhaus 7%, U.; Wallenst. Tod Schiller Theater 7 D.Kronenbraut Deutsch. Künstlertheat Gr. Volksopers perfenbar Ur Der Wildschütz Volksbühne The Schlack u.Jau Deutsch. Theater 7 Uhr Die heilige U.: Zaza Tägi 8 Uhr: Der Tanz um Der Tanz um die Liebe Wallner Theat. Tägl. 8 Uhr: David a. Go lath 8 Uhr 7 Uhr: Carmen Das waver leichliche Metropol- Theater Täel. Uhr Circus Busch Täglich 7, Uhr: Manege- Schaustuck Quo vadis? Der Triumphzug des Nero Unt. d. Krallen! der Löwen Unter Mitwirkung der berühmtea Quo50 adis Löwen des Kapitän Alfr.Schneider- Rom Kein Film! Ein.lebenswahr. pack. Schöpfung Vorher: Dasroße Nov. Circ.- Prog Papertaucher Rapt. Well's Riesenkrokodile! Sonnt.nehm.8 0. Brw. u. Kinder halb. Preise Der große Circus Spielpi. n.d. Schneid r'schen 50- Löwen Zum Schluß Manegemarchenspiel Dornröschen' MORTEN the November Varieté- Revuel Programm Grafin Mariza Neues Th. am Zoo Taglich 8 Uhr Die Frau ohneSchieler Shd., Sannt. 3: Dornröschen Th. 1. Kommand. Str. Johanna Residenz- Th. 8: Neuest. Schlager Kammerspiele 8 hr Heu e Uhr: Die tote Tante Gannerund andere Begebenheiten Die Komödie Kurfürstendamm 206/207 8 Unr Der eingebildete Kranke von Hugo Hirsch Wenn man ver liebt ist... mt Molly Wessely liebchen Siegfried Arno Musik. Schwank Preise der Plätze: 1-8 Mk. von Pordes- Milo Stg 3 U. Heimat Musik v. Willi Rosen Regie. Max Reinhardt Kleines Th. Theater i. d. Königgrätzer Str. 8 U: Der Mann ohne Maral Tag Papa U Brika Glässner Eugen Burg Th. a. Nollendorfpl. Blanche Dergan 7.30: Die Geliebte Rosé, Falkenstein Sr. Hohelt Lettinger Trianon- Th. Täglich 8 Uhr Der große Sonntags 31 Unr halbe Pr. Rauchen gestartet! Reichsnalen- Theater Abends 8 U. u. Stg. nachm. 3 Uhr Stettiner Sänger Hachm. halbe Pr. b. voll. Abendurogi. Donnerst. 4. 12.: BenefizVorst. m. Weihnachtsprog. Herrlich, Donhoff- Brett: Progr Anf. 7 Populäre Preise Deutscher Metallarbeiter- Verband Weihnasts- Unterstügung! Die Ortsverwaltung hat sich burch RundLusts piel erfo- schreiben an alle Funktionäre des Ber banbes, gewandt mit der Bitte, durch Sammlungen Gelder aufzubringen, die unferen arbeitslofen Mitgliedern zu Beihvan Fried mens- Frederich nachten als eine extraunterftügung ge Solott' mit Fritzi Massary Sbd. 4 U. Schneewittchen Gr. Kinder- Vorst. geben werden follen. Komödienhaus 8 Uhr: Karussell Berliner Theater 7.30 Uhr Crocio SCALA 8 Uhr Varieté Revue Theater am oubusser for. Täglich 8 Ubru onnt nachm 3Ubi: Eliteim Trianon- Theat Dieser Appell an sie Solidarität unserer Mitglieder hat leider nicht ben gewünschten 3bd. 4 U Pr. ab 60 P. Erfolg geseitigt, fo baß wir nicht in der Aschenbrödelage finb, unferen arbeitslosen Mitgliedern Sonn ag 4 Uhr aum Weihnachtsfeit auch nur annähernb Rotkäppchen eine Summe auszuzahlen, die als eine Jara in allen Vorstellungen: Unterftligung angesprochen werden kann.. 3 Bochen erfolgen foll, fo möchten wir auf Sänger Die Zaubertrille Da nun die Auszahlung bereits in sirka November Rose- Theater biefem Bege nochmals bringend erfuchen, Fabe hattes Programm! Volkstüml Preise KOMISCHE OPER Direktion: James Klein 8 Uhr Allabendlich 8 Uhr Die neuste Berliner Theater- Sensation Fern Andra und Kurt Prenzel persönliches Auftreten im Rahmen der großen fabelhaften Dir.: B Rose für einen regen Abfag der ausgegebenen U: Schmetter- Weihnachtsmarten zu forgen, damit unsere lingsschlacht arbeitelofen Kolleginnen und Kollegen Aum Weihnachtsfest die Enrofindung haben, Casino- Theater bas bie in Arbeit fiehenden Kollegen ther Lothrin er Str. 37 Tel. 8 Uhr Bebadht haben New! Neu! Bir erwarten, og stefer Appel an die Satan Weib! Opferireudigteit nicht ungehört bleibt und erwarten Einzahlungen größerer Beträge Berliner Volkssteck in 6 Bildern in den nächsten Tagen. Berliner Humor, Berliner Typen Vorher Bunter Tell! Volkstüml. Preise Beichels Husten tropfen helfen sicher In Drogetten u Apo thet. 9. 0.75 11. 9. 1,50 echt nur mit Marke Medico" und Firma Otte Reichel, Berlia 43. SO.. Eisenbahnítr 4 KrauseDie Ortsverwaltung. Ziehung 5. v. 6. Dez. In Berlin Ko'ner Geld- Lotterie Dombausow. sugunsten d Aachener Münsters 4562 Gow..1 Prämis i. Ges.- Betrag von größter Gewinn i giticki. Falle 60000 N. 1. Hauptgewinn 1 M. 50000 μL. . M. Pianos Lose 3 M. Porte Liste Revue Mote ..Das hat die Welt noch nicht geseh'n" Ueber 250 Mitwirkende Preise 2 M. bis 18 M. Apollo8 Uhr Theater* Uhr Direktion: James Klein Die erste große Revue- Posse Das lachende Berlin Ueber 150 Mitwirkendel Preise 2 bis 10 M. Pianos, Flügel erstklassig, preiswert, Römhildt, Potsdamer Str. 126. Ansbacher Str. 1, fake KartArstenstral ALBERT Pig. extra in allen durch Plakate kenntliches Verkaufestellen zu haben. Dentsche Lotterie- Emissions Gezelleckaitm.b., Berlin C 19 Hast Du schon' nen Paletot? Kauf bei Schenk, sonst nirgendwo!! Teilzahlung! Sportpelze, Taillenmäntel, Anzüge zte. für alle Figuren Größtes Berliner Spezialgeschätt lieser Art in Herren- Konfektion Chen Köpenicker Straße 127 Im 1. Industrichoi recats parterre Korbmöbel! Sonderangebot! An Private zu Engrospreisen. Elgene Fabrikate in gediegen. Ausführungen kaufen Sie ir großer Auswahl und billig be Wilhelm Schulze Monbijouplatz 12, Hol part. Nähe Hackescher Markt Zahlungserleichterung Telephon: Alexander 4112 BITTROF WAS IST Weihnachtsverfauf. SpotBilles Di. menpelzwaren, Herrenpelamaren aller erdentlichsten Edelvelzarten. Qualitäts Verkäufe Raumann- Rähmaschinen für Sausge. waren teilmeile fechaia bis fünfundeb Zahlungse brauch und Gewerbe. Zeilzahlung. Reais Brosent unter Breis. Erleichterungen. Blauwolfsiegen, Glates paratur- Berfitatt file alle Softeme bafenfücfe. Areuzfichie, Bolfintragen Emil Salbarth G. m. b. S., Friedrich 9.75, Gilberwölfe. Gilberfilchfe. Graue Straße 55a. Merkur 6268. wolffchafale 14.50, emifbirise Riesene Wale Teppich Thomas. Oranienficaße 44. blauwölfe 48.75, Rideliaden 98.Gelegenheiten in Teppichen, Bäufer- labniaden 175.-, Nutrinjaden 195.-. ftoffen, Diwandecken. Tischdeden ufw., Fohleniaden. Seehundjaden. Slinks. auf Wunsch Teilzahlung. laden, Gealelektrikmantel 345.-. Fohlene mantel, Serrensportpels 68.- Serren B Teppich Schrager verkauft gegen Teilzahlung Teppidje, 2X8, 30,- an. sehpelse. Serrenschaltragen 14.50, Stunts fragen, Opoffumtragen, Bisamichals, Brüden. Diwandeden Bettvorlagen. Maulwurfichals, Belaftreifen. Befagfelle. Läuferstoffe aut fabelhaft billigen Neuwaren. Biele andere Gelegenheiten. Breifen. Elfailer Straße fechs. Rein Wiederverkäufer aünftiafte Eintaufs aelegenheit. Belzwarenmeaner, Bots Binoleum, Linoleumläufer, Sino, damerftrake 43, Ede Stegliterftrake. leumteppiche mit treinen Farbfehlern billight Zinoleumlegerei Bringen ftraße 101. Baden. . Möbel Goldmanns billige Möbelangebote Ruffen- Schaftstiefel verlauft Fabianet, feine Lockpreise. fondern wirklich Brenzlauer Allee 194, Ede Danziger. b billiger Berkauf. Strausberger Str. 23, Schuhwaren, Teilzahlung. Qualitäts. direkt Strausbergerplak. ware zu Ladenpreisen ohne Aufschlag. Rußbaumbüfetts, Schreibtische, Bücher Bei Borzeigen von Mietvertrag und schränke, Ankleideschränke. Standuhren, Arbeitsschein wird Ware fofort ausge Kleiderschränke, Bertilos. Baschtvetten. händigt. Schuhvertrieb Stealis. Düppel- Nachttische, Trumeaus, Stühle. Aus ftraße 41, Sof- Elage, 1 Minute vom siehtische, Lederftühle. große Auswahl. Bahnhof und Rathaus. Bekleidungsstücke. Wäsche asw. Strausbergeritraße 23. Strauss Metallbettstellen( pottbillig. bergerftraße 23, direkt Strausberger plak. Tatentmatrasen. Auflegematraken. Metallbetten. Chaiselongues. Walter. Damenmäntel, Bintermäntel 5.Flauschmäntel 8., 8., 12.- Luc mäntel 14.-. Estimomäntel 15.-. 21.- Stargarderftraße achtachn. Affenhautmänzel 25.-, 32,-, Belours Standuhr, Prüfchfofas 30.-, KleiberBaine 39.-- ufw. Berkstatt fpinden, Wäschespinden 35.-, Bettstellen Schmechel, Gipsstraße 15, aine Treppe mit Matragen 20.-, Stommode 15.Börfebahnhof. 30.De Zifche 8- Rücheneinrichtung Beihhaus Grunnenstraße 5. Firma Sellin, Gartenstraße 26. achten. Monatsanzülge, Baletois. Möbelkrebit und bar an jedermann Taillenmäntel, Cutawans. Frads, Smo- neine Anzahlung. Gärisch, Stralauet tinganzitae, zum Teil auf Seibe, von plak 1. Schlefifcher Bahnhof. feinsten Serrichaften und Ravalieren nur furae Reit getragen. Sochelegante Cor. Windhorft Möbeltischlerei, Brunnen neue Garderobe aus feinften Stoffen. Irake 162, oerlaufi direft an Brivate Großläger in Speifeaimmern, auf prima Beinen und Rokhaar. bester Möbel. Makerfah. eigene Fabritation, Auf- Serrenzimmern Schlafzimmern, Rüchen, aller fehen erregend billia. Gelegenheits. Einzelmöbeln. Qualitätsarbeit täufe: Sportpelse, Gehpelze. Gealmäntel, billiaft. Befuch unbedingt lohnend. Belajaden. Füchse aller Art, nur Leih- Speisezimmer 550, Schlafzimmer 475, haus Brunnenstraße B, Rofenthaler Herrenzimmer 375, Rüden 90, Rlubgar. nituren, Rlubfeffel 68, Rlubtische, Glass Wir verleihen preiswert moderne oitrinen, Standuhren 120 Goldmart. Gefellichaftsangitge, Schnapel, Staliker. Möbelhaus Ramerling. Raftanienallee 56. origplak 6260 Metallbetten mit beften Auflagen be. Leibhaus, Friedrichstraße 2, Ballefches fonbers preiswert. Lombardhaus. Alte Jakobstrake 93. Tor. Enorm billiger Berkauf eleganter Belamäntel, Belaiaden, Sportpelge Gebpelze, Schals und Füchse aller Art. Ge- faufen gut und zu den allerbilligsten legenheitskäufe in Serrengarderobe. Tagespreifen direkt beim Tischlermeister Reine Lombardwaren. Julius Apelt, Abalbertstraße 6( Soch bahn Rottbufertor). Teilzahlung ge ftraße 128 Möbel nur beim Fachmann! Berleih OUR Gesellschafts- Anallaen fattet. Brunnenstraže 1. Norden 5177. Leibhaus Rorisping 58a. Ste • Widtig! für jedermann. Täglich wer Bela- den verlauft: Kleiberschränke, Bertifos mäntel 175... Belziaden auf Seibe 18, Bettstellen, tomplett, 16. Metall 75.Maulwurfichais 100.- Kreuz- bettstellen mit Auflegematragen 22, filchle 12. 3iegen 15.-. Suoripelae Flurfchränke, Baltoiletten 18. Chaise 85.- Gehvelse 100.ware. Ferner: Tongues 18, Rommoden 15, Büchers 1 Boften Analige 18.- an. Ulfter, Bale- fpinden, Schreibtische 36, Trumeaus 29, tots 15.- an, Damenmäntel, Roftüme, Büfetts 75. Tifche 6, Rücheneinrichtungen Aleider enorm billig. Reine Lombard. 48, Spelfesimmer, Serrenzimmer, Schlaf almmer 225, Rlubgarnituren 175, Rlub feffel 65. Riefenauswahl, über 500 3im Damenmäntel, Maufdmäntel 5- mer. Alles tatsächlich spottbillig. Star 8.-, 13-, 19.-. Affenbautmäntel 19, aardts Möbel- und Lombarbfpeicher, 25.85.- Tuchmäntel 9.-. 14.Brenzlauer Straße fechs. 21.- Estimomäntel 16.-, 25. 35.-. Moebel- Boebel, Oranienftraße 58( 200 Damenmäntel- fabrit, Charlottenftr. 60 11. Einzelverkauf. Geschäftszeit ununter- rikolas), Fabrilgebäude. Aeußerst niebrochen von 8 bis 7 Uhr. brige Breife für einfache und elegante Damenmäntel, Flauschmäntel 6.Schlafzimmer, Gneifezimmer, Serren 8.50, reinwollene Aimmer, Rüchen, Bücherfchränke, Sbreib Estimomäntel 15.75 Affenbautmäntel fche, Büfeits. Anrichten, runde Tische, 21.75, 29.75. reinwollene Belour Standuhren. Ankelbeschränke, alle Grd. be- Laine Mobellinäntel 34.75, Gabar- hen, 11.75, Tuchmäntel Sofas, Nuhebetten. binetleider fpottbillia. Riefenauswahl. Rahlungserleichterung. Bertftatt Altmann, Rofenthaler Straße 44, Sadescher Markt. Bahnhof, Börfe. Eventuell Musikinstrumente Bianos preiswert. Alaviermacher Marfiliusstraße?( Groke Frankfurter gint. Brunnenstraße 35. Strake) laufen Sie Damenmäntel. Roftüme, Serrenanzüge, Serrenmäntel be. fonders preiswert. auch auf Teilaahluna. Spezial- Abteilung: Damen, Serren Gummimäntel. Bei mäßiger Anzahlung Kaufgesuche und Legitimation wird Ware fofort mit Brismengläfer, Bhotoapparate Bauft gegeben, Belzwaren gut und binig! Elegante Belamäntel. Belsjaden fowie Belawaren aller Art. Bela Brima Qualitäten. haus Spiker. Rommandantenstraße 27, Bader. Monatsanzüge. Winterpaletsts Gefellschaftsanzüge, torpulente lauren, Frank, Blücherftraße 56. Fahrräder tauft 2inienftrake 19 Raufe Schäferhund. Panlow 3342. Verschiedenes Leibhaus Friebrichstraße 2 beleiht ftaunenb billig. Raf Gormann- Belse. Garderobe, Bäsche, Brillanter. ftraße 25/26, früher Muladftraße. Gold- und Silberwaren. Velamantel. Bollen Sie fchöne Seal- Gewiffenhafte Unterfuchung, Auskunft, mäntel qut unb billig taufen, müffen Entbinduna. Erfahrene Sebamme EdelSie in ben Blauen Bazar laufen, Silbesheim, Bülowftraße 62. Stailer- Bilhelm- Straße Nr. 16, Alexan berplak, Gelegenheiten. Belamante! 150 Bertrauensvolle Auskunft, Gelsverkehr Berkauf erfahrene an, Belgiaden 50 an, Maulwurffcals gtenischer Frauenartikel, 100 an. Gilberwölfe 125. Nutriajaden. Sebamme a. D. Sildesheim Aleran Rutriamäntel, Berfianermäntel, Sport. brinenstraße 1. Ede Gitfchineritraße am Sallefchen Toz. pelae. Gehpelaxe, Maßanfertigung, ele gant. aut. bilia. Rahlungserleichterung. Monatsgarberebe taufen Sie billig in Comidis Leibhaus. Brinzenstraße 105; Analge Baletots Taillenmäntel Cut- 8öchstbeleihung von Schmudfachen usw. Streng awans, Sportpelse, Gehrelse. Füchse Leihhaus Schüßenstraße 72. aller Art. Gelegenheitsfäufe in neuer reelle, bistrete Bebienung. 9 bis 3. Garderobe. Teilzahlung aeftattet. Möbelbeleihung. Abzahlkredite IhnellBlandleibhaus, Schönhaufer lee 115 ftens reellen Berfonen. Gilles, Elifa( Nordring). Belzwaren! Staunen bethitraße 25 Alexanderplak. erregend! Areuafüchfe! Blauwolfziegen! Dreizehn! Silber Blfel Serrenanzüge! Feberbetten! Gardinenlager. Salb umionit.( Reine Berfagware) Fünfzehn! Betten 12.-, Gardinen, Teppiche, Lau fer, Bäiche ufw. Reine Lombardware, Lethhaus Moriaplah 58s. Bollwesten, Gelbenfumper, Bandschuhe. Serrenartitel, Buppen. Engrospreife. Bartlein, Invalidenstraße 152. Ich brauche Geld! So muß file ieben annehmbaren Breis perlaufen. Einige Beispiele: Belamäntel prima Ausführung, 150.-, fefche Belaiaden 75.- erfttlaffige Sportpelae 90.- an, Gehpelse. Maulwurfichals. Biberiaden. Stuntsfragen, nur Qualitätsware, un alaublich billig. Erleichterte Sahlungs. weife. Golbmann. Rottbufer Tar Cin gana Dresdener Straße 186. Belawaren, direkt vom Rürichnet: Belamäntel. Belafaden. Serreniporinelae. Rreua, Silber, Robel.. lasta.idfe. China- Rieaen. Stunts, Amerikanisch, Auftralila- Stuntsopoffum, Muffen Bela Höchstbeleihung. Brillanten, Blantin waren, Golbwaren. Silberwaren, Edelmuttwaren fowie alle anderen Wert fachen. Antaut, Berkauf. Weanerleihbaus Botsbamerstraße 43. Arbeitsmarkt Stellenangebote Einrichter für Exzenterpresse, gelernter Werkzeugmacher, und perfekte Spulenwicklerinnen gesucht. Dr. Georg Selbt, Fabrik elektr. u. mechan Apparate. Berlin Schöneberg. Hauptstro hüte, Belabeden fowie alle ten von Tuttiae Berizeugner langt Belawaren, R. Michaelis. Rürffner. meifter, Berlin NO. 18, Große Frant furter Strake 90. 1. Elane. an Straus bergerplak. Monatsanallae, Winterpaletots, Neugarderoben, Sofen zu staunend billigen Breifen. Grüner Bea 2. Ede Blumen ftraße. Die Goldene 110! verkauft Monats anzüge. Baletots Taillenmäntel. Cutawananalige, fradanzüge, Gmolingan. Allge, aum Zell auf Geibe, von feinsten Serrfchaften und Ravalieren nur Eurse Seit getragen. Erstflaffige neue Gar berobe, nach bem neuesten Sonitt ge arbeitet, Schweben- Mäntel, Gehrodpale. tots. Analge unb Soppen u ganz be fonbers billigen Breifen. Gelegenheits auf von echten Sportvelgen. Rur bei Shiffmann, Staligerose, Golbene 110. ebe. Onie, Reihenberger Str. 79 80. Perfekte Flügel- Ausarbeite sucht in Dauerstellung C. Bechstein Pianofortefabrik A.-G. Berlin N.24, Jobannisstr. 5/7.