Nr. 99. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. OesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. F& SOS 45 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berling Vorwärts Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Röllerstreiche. Sonntag, den 28. April 1895. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. " des Proletariats angelegen sein lassen. Seit mehreren| Verkümmerung der Vereins- und Versammlungsfreiheit Jahren haben sie das getrieben, wenigstens zwei von ihnen; nicht zu erwarten ist, wendet sich Herr v. Köller, gänzlich die eine, der es nur auf die Probe- Aufführung eigenartiger unbekümmert um den Reichsgedanken", an das preußische Stücke ankommt, hat seit zwei Jahren fein Lebenszeichen Abgeordneten- und Herrenhaus. Die sollen ihm für von sich gegeben. Aber einen ungeheuerlichen Frevel haben Preußen ein Vereinsgesetz zurechtstutzen, das die Frauen sie alle drei auf dem Kerbholz; sie haben ein abscheuliches von der Bethätigung am öffentlichen Leben völlig ausStück aufgeführt, dessen abgrundtiefe Verworfenheit sich schließt. Es läßt sich gar nicht sagen, was für einen Schab wir an unserem Köller besitzen. Es kommt in unserer Zeit der gährenden Gegensäge im Bolte, der tappenden Ziellosigkeit in den freiheitsfeindlichen Kreisen so gar viel darauf an, daß die Schlummernden aufgerüttelt, daß die Kurzsichtigen mit der Nase auf die Schäden unseres Gemeinwesens ge- dadurch bekundet, daß darin ein Polizeiverwalter und ein Und auch an dieser Kralle, die er in die Frauenfrage stoßen werden. Und wo es einer solchen Aufklärungsarbeit Gendarm verprügelt werden. Nun hätte ein nach alt hineindrückt, erkennen wir wieder den ganzen Köller. Weit diingend bedarf, flugs ist unser Köller bei der Hand väterischer Methode die Umsturzbekämpfung betreibender weniger, als wir es wünschen möchten, sind in Deutschland und besorgt das Geschäft gründlich und derbe. Nicht Bureaukrat, nachdem ihm der Beschluß gekommen, die den Frauen die Augen geöffnet für ihre unwürdige Lage. zwar nach einem von langer Hand vorbereiteten Bühnenvereine zu zerstören, erst abgewartet, ob nicht das Bei weitem noch nicht noch nicht genügend haben auch die Plan nach mühseliger Ueberlegung; nein, wie auf Umsturzgesetz unter Dach und Fach kommt, um nicht un- Proletarierinnen es erkannt, daß eine Erlösung aus ihrer höhere Eingebung mit der blinden Treffsicherheit des nöthig vorher vorher alle Bühnenunternehmer zu reizen. Noth für sie nur zu erhoffen ist von der Emanzipation des Aber unser genialer Köller, der weiß besser, was gesammten Proletariats. Genies. Möge ihn sobald noch nicht das Schicksal des Mannes ereilen, der nächtens ein Katzenständchen überfiel und als er feste um sich haute", gar bös zu Falle kam. Der selige Lichtwer hat an diese Fabel die altbackene Nuzanwendung geknüpft: Blinder Eifer schadet nur!" Aber die gilt heut nicht mehr bei unseren Staatsrettern von Beruf. Und das ist gut so. Tarin erkennen und verehren wir das Walten der sich in solchen Lagen schickt; der haut gleich Da tritt wieder unser gesegneter Röller unter den Vorsehung: ein Köller war nothwendig, der Köller erschien; feste um sich, so recht feste in den Umstürzlerschwarm rathlosen Schwarm und haut feste um sich. Nun werden er fam, griff zu und na, sagen wir deckte die hinein: einen Tag vor einer angekündigten Vorstellung fie an den Striemen, die die Vereinsgesetzes- Paragraphen Blößen unserer Staats- und Gesellschaftsordnung auf. stellt er an die nichtsahnenden Bühnenleiter das Verlangen, auf ihren Leibern hinterlassen, wohl erkennen, was ihnen Als es galt, die Unifturzvorlage zu diskreditiren, mußte ihre Stücke 14 Tage vorher zur Zensur einzureichen. noth thut. Eine solche Behandlung ist wirklich von nöthen, der offenkundige Beweis geführt werden, daß das Ver- Natürlich fällt damit die angekündigte Vorstellung ins um die deutschen Frauen zum Kampf gegen die bestehende halten der Sozialdemokratie keinen, aber auch gar keinen Wasser. Der eine Verein, dem die Ankündigung überhaupt frauenfeindliche Ordnung zusammen zu treiben. triftigen Grund zur Einbringung dieses auf Zerstörung nicht zugegangen ist, wird ein Hauptspaß aus dem So stiftet unser Köller Segen überall. Uns bangt auch der Volksfreiheit gerichteten Gesetzentwurfs darbiete. Der Theater vor verschlossenem Vorhang auf und davon gejagt. nicht, daß er bei seinem eifrigen Bemühen, immer dem Nieberding hatte sich zwar schon redlich bemüht, aber Seine Extra Würze erhält diese Köllerthat durch die Zickzackkurse vorauf zu irrlichteliren, sobald in eine jener man vermißte doch in seinen Leistungen, so anerkennens- Thatsache, daß die Verfügung mindestens zwei Jahre lang Versenkungen stolpern könnte, in der verbrauchte preußische werth die Verwerthung des Bakunin- Popanzes auch war, zum Ausreifen bedurft hat, da ja der Verein" Freie Bühne", Minister auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden pflegen. die durchdringende Leuchtkraft der Geniebliße. Da trat der der seit zwei Jahren nicht hat spielen lassen, die Verfügung Noch lange wird er segensreich auf der Schaubühne walten Köller auf: Feierlich und ernst zerrte er einige unbekannte gleichfalls auf grund der gemachten Beobachtungen" zu für Ordnung, Sitte und Religion. Kennt und beherzigt er Frankfurter Bersammlungsredner und die Zeitungsfrauen gestellt erhielt. Herrn v. Köller schreiben wir auch hier doch den Werth der Lebensregel: Wer nur auf Gott von Langenbielau vor das vor das Forum des Reichstages. das Verdienst zu, denn wir thun dem Polizeipräsidenten vertraut und feste um sich haut, hat nicht auf Sand Wenn man zu einem solchen Hilfsmittel greifen mußte, um wohl fein Unrecht, wenn wir annehmen, daß auf seinen gebaut". zu beweisen, daß die Frevelhaftigkeit der Sozialdemokratie Beeten im Treibhause für Staatsretterei am Alexanderdas Gesetz bedinge, so wurde dadurch den Gegnern des platz dieses Gemüse nicht gewachsen ist. Gesetzes in dankenswerthester Weise ihre Arbeit erleichtert. Und sollte nun die Umsturzvorlage die Billigung des Doch unser Köller suchte sofort sich ein anderes Reichstages nicht finden was thut's? Herr v. Köller Gebiet für sein erfreuliches Wirken aus. Die umsturz- als ein fürsorglicher Mann hat ein zweites Eisen im Feuer. gesetzlichen Verschlimmbesserungen des Zentrums hatten bei Er will durch die preußische Geldsacksvertretung das Vereins dem harmlosen Völkchen der Poeten und Professoren Be- gesetz für Preußen rückwärts revidiren lassen. sorgniß erweckt. Es bedurfte wieder eines handgreiflichen Für Preußen, ja, nicht für das Reich! Man bewundere Beweises für die Kulturfeindlichkeit der Umsturzbekämpfer. auch da das Wirken unseres Röller's: Es galt wieder ein Sracks trat unser Köller im preußischen Abgeordnetenhause Exempel zu statuiren, daß vor dem Bestreben, die Volksauf und hielt seine Rede wider die moderne Dichtung, in rechte einzudämmen, alle anderen Erwägungen, die geder er den Befähigungsnachweis dafür erbrachte, daß er ganz heiligtsten patriotischen Mären, verblassen müssen. Wie der Mann dazu sei, die umstürzlerische Kunst und Wissen- wurde und wird nicht stets die Bureaukratie, die preußische schaft in Grund und Boden zu vermöbeln, so weit sich das insbesondere, seit dem Bestehen des Reiches als der Hort mit den polizeilichen Waffen machen läßt. In des deutschen Einheitsgedankens gepriesen! Die reaktionären unser aller Brust erweckte sein Herzenswunsch zustimmende Reichsjustizgesetze wurden auf das Stichwort: die Reichseinheit Begeisterung, daß es ihm vergönnt sein möge, sich über die erfordert es! ihrer Zeit von den Nationalliberalen moderne Dichtung einmal so recht gründlich auszuköllern. apportirt. Als ein Reichsfeind wurde angeknurrt, wer Doch Thaten, nicht nur Worte braucht's. Auch an nicht mitthun wollte. Es giebt noch immer Leute in Jm Reichstage wurde heute zunächst der mündliche Thaten hat es unser Köller nicht mangeln lassen. Eilig Deutschland, die da glauben, die Reichseinheit, die Ueber- Bericht der Geschäftsordnungs- Kommission, in Sachen eines war er zur Stelle, sobald ihm die Erleuchtung kam, wie einstimmung aller das Volksleben beeinflussenden Gesetze, Klageverfahrens gegen den Abgeordneten Dr. Sigl, vors man ein Exempel für die Gefährdung der modernen Kunst- liege den Regierungen vor allem am Herzen. Da kommt getragen. Der bekannte Redakteur des„ Vaterland" hat entwickelung statuiren könne, noch ehe die Umsturzvorlage zur nun unser gesegneter Köller und liefert den Beweis, daß durch seine urderben Angriffe Herrn Dr. Kleitner, den endgiltig en Berathung fam. Da giebt es in Berlin so die Verkümmerung der Volksrechte ihm und den Seinen Führer des oberbayerischen Bundes, so geärgert, daß dieser unterschiedliche Bühnengesellschaften, die sich die Aufführung viel wichtiger ist. Ein Reichs- Vereinsgesetz wäre dringend durch den Rechtsanwalt Maurmeier hat Klage erheben moderner Stücke und die Befriedigung des Kunstbedürfnisses nothwendig. Da aber vom Reichstag eine wesentliche laffen. Feuilleton. [ Nachdruck verboten.] Die Genossen in allen größeren Orten bitten wir, uns in Maifeier in ihren Bezirken zu berichten. gedrängter Kürze spätestens am 2. Mai über den Verlauf der Mit Parteigruß Redaktion des, Vorwärts". " Politische Leberlicht. Berlin, 27. April. wir unsere Aufmerksamkeit einer Einzelrichtung zuwenden, Dieser ganzen Sache wohnt eine um so nachdrücklichere Bebüßt unsere Fassungskraft die Fähigkeit ein, ins Weite deutung inne, weil sich mit dem weiteren Fortschreiten der blicken zu können. Es handelt sich hier keineswegs um eine Wissenschaft immer mehr die Nothwendigkeit herausstellt, die bloße Befürchtung, sondern um bereits geschehenes Unheil. Körperwelt auch noch mit einem anderen, als bloß mit dem Der Einfluß der Frauen auf die man betrachte doch einmal diejenigen, die in der wiſſen- finnlichen Auge anzuschauen. Zu der großartigen Lehre Wissenschaft. Von Henry Thomas Buckle. 4 schaftlichen Welt die Wortfübrer der öffentlichen Meinung von der Unzerstörbarkeit des Stoffes ist die nicht minder zu sein behaupten und es gewissermaßen auch sind. großartige von der Unzerstörbarkeit der Kraft gekommen. Auf ihren Wahrspruch hin wird derjenige gerühmt und Wir beginnen nun, zu begreifen, daß unsere Forschung Aus dem Englischen übersetzt von Eugenie Jacobi. gepriesen, der ein neues Salz oder eine neue Säure nach dem bisher üblichen wissenschaftlichen Verfahren über ( Fortsetzung statt Schluß.) entdeckt. Anders hingegen verhält fich's, wenn die Umwandlung und Vertheilung des Stoffes nicht hinausIm menschlichen Innenleben ist noch eine gewisse ein Mann wie Goethe hervortritt mit einem weltbewegenden kommt, daß ihr also eine Einsicht in die Ursachen und in geistige, dichterische und, so viel wir wissen, freiwillig Gedanken, der ganz neugestaltend zu wirken bestimmt ist, das Wesen des Seins verschlossen bleibt. Erscheinungen wirkende Kraft vorhanden. Sie hört nicht auf, uns plöß der einen Markstein in der Geschichte des Menschenthums hinter die wir nicht zu dringen vermögen, rufen uns ein lich und unvermittelt Blicke in die Zukunft zu erschließen bildet, gleichzeitig aber, wie dies immer so ist, mit gewissen donnerndes Halt entgegen. Doch uns ist, hoffe ich, ein und dabei gleichsam vorweg mit tecker Hand nach der Thatsachen im Widerspruche steht. In den Fällen greifen Mehr beschieden. Sicherlich werden wir uns, auch in der Wahrheit greifen zu lassen. Man vermag's, mit Umgebung die sogenannten Vertreter der Wissenschaft zu den Waffen, Naturwissenschaft, nicht immer mit der trübseligen Aussicht äußerer Nebendinge, ohne weiteres an den Kern und ein Sturm erhebt sich über dem Haupte des fühnen begnügen, nie über die Gesetze des Mitvorhandenseins und einer Sache heran zu kommen, und die Geschichte Neuerers. Man nennt ihn Träumer, Schwärmer, Eindring- des Nachfolgens hinauszugelangen, und hierin das All unseres unserer Wissenschaft beweist, daß große Entdeckungen ling und wirft ihm vor, daß er sich in Dinge mischt, in Wissens zu erblicken. Die induftive Forschung behauptet auf diese Weise zu stande gekommen sind. Bei denen er keine Fachkenntnisse besitzt. das allerdings. Zum Glücke ist sie indessen nur eine von einem Vergleiche deffen, was hierin bereits geschah, und was So werden die großen Geister unterdrückt, damit die unseren Waffen, und ich will die andere zwar nicht als an noch zu vollführen ist, stellt sich die Nothwendigkeit der kleinen emporsteigen können. Dieser falsche Standpunkt hat und für sich stärker, wohl aber als feiner geschliffen bededuktiven Forschung als immer dringender heraus. Riesen- sogar auf unsere Sprachweise verderblich eingewirkt. Mit zeichnen. Wäre dieselbe bislang mehr gebraucht worden, so mäßig wächst das Gebiet des Gedankens. Nach allen Seiten den Worten, Theoretiker sein, d. h. allgemeine, nicht auf stände es besser um unsere Wissenschaft. Man hin erweitert sich der Gesichtskreis, und es wird dem Ver- dem Wege der Erfahrung, sondern des Denkens gefundene muß der Einbildungskraft eine erhöhte Beachtung Lassen und stande bald unmöglich sein, den ganzen ungeheueren Bereich Geseze in ihrem Verhältniß von Ursache und Wirkung er- angedeihen eine innigere Verbindung allein zu umfassen. Die Arbeitstheilung ist schon so weit gründen, pflegt man gegenwärtig den Begriff des Vorwurfs zwischen dem Geiste der Dichtkunst und und dem gediehen, daß wir Gefahr laufen, unsere Uebersichtlichkeit zu verbinden, während dieselben doch gerade eine ehrenvolle Wissenschaft erstreben. Dann würde auch die Naturwissenmehr zu verringern, als wir bezüglich der Genauigkeit ge- Bezeichnung ausdrücken sollten. Jenes Bestreben ist der schaft größere Fortschritte machen, weil ihre Vertreter auf winnen. Das Bestreben, besonderen Wahrheiten nachzu höchste Beruf des geistigen Pfadfinders und die größten einer höheren Warte stehen und ihnen nun mehr Saiten des forschen, bedroht unseren Geist mit der Berengung. Indem Deuter müssen auch immer die größten Theoretiker sein. Menschenthums entgegenklingen.( Schluß folgt.) der Dieser Privatprozeß ist durch die Eigenschaft Sigl's) als Reichstagsdeputatus ins Stocken gerathen, und sein Widerpart Kleitner will nun, daß Sigl des Schützes der Jmmunität beraubt werde. Die Geschäftsordnungs- Kommission schlug vor, dieses Aufinnen abzulehnen, und der Reichstag trat ihrem Antrage ohne Debatte bei. 100 Dies war wohl zwei Wochen vor dem Tage, an welchem das 1, Bange Sorgen blaffe Noth", in welchem b Edmund Klappert- Niederschönhausen an der Hand eines un Plenum dem Antrage der Wahlprüfungskommission beitrat. tommission habe ich feiner Kommissionssigung welchem Maße der gegenwärtige Ertrag der gesammten Seit dem Tage des Beschlusses ber Wahlprüfung 3- fangreichen statistischen Materials nachzuweisen unternimmt, in mehr beigewohnt, auch nicht an irgend einer privaten deutschen Landwirthschaft gegenüber den Erträgen der als Vorbesprechung von Kommissionsmitgliedern theil genommen." Normalperiode" angenommenen Zeit von 1870-75 zurückbleibt. Die Konfiskation der Maifest- Zeitung scheint den Be In einer Fußnote hebt der Verfasser des Artikels selbst hervor, es sei nicht möglich, die speziellen statistischen Beweise im Rahmen Hierauf wurde die Diskussion über die Branntwein weis liefern zu wollen, daß auch ohne Umsturzvorlage Polizei eines BZeitungsartitels darzulegen. Da hiermit indirekt zu steuer- Novelle weiter geführt. Nachdem diese Borlage, welche und Staatsanwaltschaft bei uns allmächtig sind. Wie bereits gegeben wird, daß ohne diese spezielleren Nachweise eine Kontrolle nichts ist als eine weitere Fortbildung des Systems der gestern mitgetheilt, ist die Beschlagnahme angeblich wegen Auf- ber hier vorgeführten- übrigens nach den verschiedensten Rich Liebesgaben für die Agrarier, gestern bereits von unserem reizung zu Gewaltthätigkeiten verfügt worden. Die Konfistation er tungen hin anfechtbar erscheinenden Berechnungen nicht mög lich sei, so hätte es nahegelegen, mit der Behauptung, hiermit sei Genossen Wurm in schärffter Weise kritisirt worden folgte, ohne daß entgegen den klaren Bestimmungen der Beweis dafür, daß die überwältigende Mehrheit der ist, traten heute die Herren Richter und Pachnicke den des Preßgefeßes dem Verleger und der Buchhandlung deutschen Landwirthe unmittelbar vor dem Ruin stehe, ers Schnapsbrennern entgegen. die beanstandeten Stellen angegeben wurden. Als heute Vor- bracht und mit der Forderung des Gegenbeweises so lange Auch der nationalliberale Baasche hat mancherlei an der Vorlage auszusetzen, besonders ist ihm die Ein- mittag noch immer keine Mittheilung über die Gründe der wohl- wenigstens zu warten, bis das angeblich beweisende Material mitgetheilt werden konnte. Wenn die Deutsche Tageszeitung" schränkung der gewerblichen Melaffebrennerei zu gunsten der weisen Maßregel gegeben waren, begaben sich der Verleger trotzdem den Beweis bereits als erbracht ansieht und daraufhin Glocke und der Reichstags Abgeordnete Fischer als Leiter mit der Behauptung hervortritt, daß die berufenen und vers landwirthschaftlichen Brenner unbequem. Für die Vorlage trat besonders der Reichs- Schat- der Buchhandlung zum Untersuchungsrichter. Herr v. Podewils antwortlichen Rathgeber der Krone felbst nicht genügend untersekretär Graf von Posadowski ein, der übrigens gab in bereitwilligfter Weise Auskunft und bezeichnete die richtet seien, so fennzeichnet sich dieses Vorgehen als dieselbe Art der Agitation, die bereits früher abgewiesen werden mußte. den agrarischen Charakter der Vorlage offen zu Artikel, welche als aufreizend" angesehen wurden, nämlich: Die Agrarier wird dieser kalte Wasserstrahl an die gab. Bezeichnenderweise stellte sich der Herr Minister auch 1. den Leitartikel Der 1. Mai". 2. Gin Maigespräch auf Münchhausiade vom eingefrorenen Ton in der Trompete recht freundlich zu den bekannten Rohspiritus- Monopol- dem Lande." 3. Das Vollbild und endlich 4. das humoristische erinnern, sie werden in der Köller'schen Erklärung die plänen. Den Einwürfen der Opposition gegenüber trat der Bild auf der letzten Seite. Die übrigen Artikel und Sprache Caprivi's wieder vernehmen. Wir sehen darin Herr Minister sehr gereizt auf, was für die Güte der von Bilder bezeichnete er selber als unverfänglich. blos einen Beweis, daß die Thatsachen stärker sind ihm vertretenen Sache nicht besonders spricht. als der Mille der einzelnen, was fich darin Nach der Rede des Reichs- Schatzsekretärs wurde die Darauf stellten unsere Genossen den Antrag, die Platten der unDiskussion geschlossen. Richter konstatirte zur Geschäfts- beanstandeten Artikel freizugeben. Diesem Antrage gab der Unter- zeigt, daß die ökonomische Situation nun die Großordnung die" eigenthümliche Art", daß der Re- fuchungsrichter Folge, aber der Herr Staatsanwalt widersprach grundbesizer Hohenlohe, Hammerstein- Lorten und Köller zu der gleichen Sprache zwingt, wie sie Caprivi, der gierungsvertreter während der zweitägigen Debatte dem Beschluß des Untersuchungsrichters, worauf Beschwerde er: Mann ohne Ar und Halm, und Marschall v. Bieberstein, schwieg, um dann nach Erschöpfung der Rednerliste auf hoben wurde, so daß die Angelegenheit jetzt vor dem Landgericht der ehemalige Staatsanwalt, geführt haben. alle Einwürfe zu einer Beit zu antworten, wo eine Er zur Entscheidung kommt. widerung unmöglich sei. Am Montag steht die zweite Lesung des Schiffereis und Flößergesetzes auf der Tagesordnung. " " Wir erwarten, daß die Gerichte, wie es der Wille des Gesetzgebers war, schon in Rücksicht darauf, daß eine weitere Verzögerung eine schwere Vermögensschädigung in sich schlösse, Im Abgeordnetenhause wurde heute wieder das nunmehr ohne Berzug die Entscheidung fällen werden. Lied von der nothleidenden Landwirthschaft gesungen, in Uebrigens werden unsere Genossen Mittel und Wege finden, das die Minister fräftiglich einstimmten. Herr Gamp trug diesen ganz besonders eklatanten Fall denn auch in den das Sturmpanier den Herren von und zu voraus mit beanstandeten Artikeln wird kein Richterkollegium das seinem Antrage, daß die Staatsbetriebe den Ankauf in: Delikt der Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten finden können ländischer Erzeugnisse der Land- und Forstwirthschaft Delikt der Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten finden können bevorzugen sollen. Die Antragsteller wollen, daß der gelegentlich der Umsturzdebatte im Reichstag zur Sprache zu Staat auf Kosten der Steuerzahler ihren Schüßlingen bringen. höhere Preise als die üblichen Marktpreise zahle, daß Auf alle Fälle können wir heute schon erklären, daß wir der Staat sich alle Preistreibereien der Kartelle gefallen allen polizeilichen Maßregeln gegenüber unser Recht bis zum laffe. Die Minister äußerten zum theil ähnliche Ansichten äußersten wahren werden, und daß es nicht gelingen wird, uns und versprachen den Agrariern Errichtung großer Korn à la Sozialist" mundtodt zu machen. häuser, die den Getreideproduzenten zur Verfügung gestellt werden sollen. Das wird auch Herr v. Köller nicht fertig bringen. So ist wenigstens mit einem kleinen Schrittchen dem Ideal des staatlichen Getreidehandels Die Konfiskation der Mai- Zeitung erinnert uns entgegengekommen. Außerdem wurde die Gebühren- an die Konfiskation der Gedenkblätter zum 18. März. ordnung für Notare, der Gefeßentwurf betreffend Diese wurden in den letzten Jahren regelmäßig von der die Aufhebung des in den vormaligen Fürstbisthum Fulda Staatsanwaltschaft vor dem 18. März konfiszirt, nachher für die Einwilligung der Ehefrauen in Bürgschaften und aber von den Gerichten freigegeben. Die Kanzlerkrisis, von der in den letzten Tagen so viel gefabelt wurde, wird vom Wolff'schen Telegraphenbureau energisch dementirt. Die Hoffnungen der Agrarier auf die Staatsstüten, auf die Männer ihres besonderen Vertrauens, werden wieder einmal erschüttert, die Frage, ob sie wieder zur sensationellen Agitation und zur lärmenden Opposition übergehen sollen, wird sich ihnen von neuem aufdrängen. Die Jfolirung wird auch dem Hohenlohe'schen Regime blos ein Freund der Regierung wird wieder augenfällig werden. Zuletzt übrig bleiben Herr Rickert. Das Schreien von der Noth der Landwirthschaft und der Luxus der Agrarier sind zwei Dinge, die sich nicht recht in Uebereinstimmung bringen lassen. Deshalb empfiehlt das Deutsche Adelsblatt" den Agrariern bes scheidener aufzutreten, bis sie ihr Schäfchen im Trocknen haben. Das Fachblatt" der Geburtsaristokratie schreibt: Solange die Geburtsaristokratie sich nicht geräuschlos von den Stätten des Luxus und der Geldvergeudung zurückzieht, ihre Rennställe auflöst, die Salons der Großstädte und besonders der Reichskapitale den Großen der Börse und der Industrie freigiebt, sich von aller sogenannten Repräsentation zurückzieht, mit einem Wort auch äußerlich Nothstandsfarbe bekennt, solange wird man sie auf gefliffentliche Uebertreibung tagiren.... Der agrarische ihm nicht die entsprechenden Thaten folgen. Schmerzensschrei bleibt solange ein Borderfah ohne Nachsay, als Der badische Landwirthschaftsrath hat mit 16 gegen 14 Stimmen den Antrag Kaniz abgelehnt. Expromissionen der Ehemänner bestehenden Erfordernisses Beginnt das Zentrum zu wackeln? Durch die der gerichtlichen Form, angenommen und die Errichtung Telegraphenbureaus war verbreitet worden, die Zentrumseiner Generalfommission für die Provinz Ostpreußen be- fraktion habe beschlossen, gegen die Umsturzvorlage zu Die neueste ,, instruktionsmäßige" Schießerei hat sich schlossen. Gegen die letztere stimmte der größte Theil der stimmen. Einzelnen Mitgliedern der Fraktion, die sich, folgendermaßen zugetragen: Während ein Soldat des Münchener Ronservativen und einige Freikonservative*). 1. Infanterie- Regiments an der sogenannten Melzlremise auf Oberiwie z. B. Dr. Rintelen, bei den Kommissionsberathungen start für die Vorlage engagirt haben, sei es anheim gestellt wiesenfeld Posten stand, nahten sich ihm einige Zivilpersonen; er rief sie vorschriftsmäßig dreimal an und da er keine worden, sich der Abstimmung im Plenum zu enthalten. Antwort erhielt, lub er sein Gewehr; inzwischen aber Diese Meldung wird nun natürlich schleunigst dementirt. hatten sich die erwähnten Personen schleunigst entfernt. Reichstags- Erfahwahl in Weimar- Apolda. Nach In der Zentrumsfraktion wäre überhaupt noch fein Etwa nach zehn Minuten näherte sich dem Posten eine von der Angelegenheit gefaßt worden. dem Unteroffizier Fischer desselben Regiments ge den nunmehr vollständig vorliegenden Wahlergebnissen er Beschluß in das Zentrum gegen die Vor- führte Visitirpatrouille. Der Posten rief abermals sein hielt Reichmuth( tons.) 5257, Ruhlemann( natl.) 2354, Daß jetzt auch das Zentrum Baumbach( freis.) 4657 und Baudert( Soz.) 5742 Stimmen. lage stimmen wollte, ist allerdings nicht glaubhaft. Aber dreimaliges Halt". Der Unteroffizier, der wartete, bis er den Es ist somit eine Stichwahl zwischen Reichmuth und Baudert immerhin scheint uns das Entstehen solcher Gerüchte darauf Poften laden hören würde, gab feine Antwort, da er nicht wußte, daß der Posten schon geladen hatte. Dieser aber gab seinen erforderlich. Die freisinnigen Mannesseelen werden wohl hinzudeuten, daß die Zentrumswähler wahrscheinlich mit Dienſtvorschriften gemäß, nachdem er vergeblich auf Antwort in Weimar- Apolda mit der gleichen Begeisterung Mann für ihren Abgeordneten scharf ins Gericht gegangen sind und gewartet hatte, Feuer und traf unglückseliger Weise einen SolMann für den Vertreter des Antrages Kanig, wie in daß es auch innerhalb der Zentrumsfraktion eine Unter- baten der Patrouille, der nach Verlauf von ungefähr einer ViertelEschwege- Schmalkalden für den Pastor Jetraut stimmen. ftrömung giebt, die bei der Umsturzgesetzgeberei nicht recht stunde auf dem Plage verstarb. Bon anderer Seite wird be Amtliches Wahlergebnis der Reichstags Erfahwahl mitmachen will. Nun, am Montag über acht Tage wird es ftätigt, daß der postenstehende Soldat nicht nur dreimal„ Balt" im Wahlkreise Rinteln- Hofgeismar- Wolfhagen: Von ins- sich ja zeigen, ob das Umfturzgesetz gegen den Willen des gerufen hat, sondern der Vorschrift gemäß wenn nicht Gefahr gefammt 9246 abgegebenen giltigen Stimmen erhielt Dr. Viel Zentrums oder mit deffen Hilfe zu Grabe getragen werden im Verzug ist noch einmal, also zum vierten Male den Droh ruf Halt! oder ich schieße!" hat laut werden lassen. Außerdem soll haben( deutsch- sozial) 5029, v. Wächter( Soz.) 2265, Souchay wird. Als todt ist es wohl jetzt schon zu betrachten. er auch noch den ihm trotzdem Entgegenkommenden, die er für jene ( natl.) 1245, Dr. Virchow( srs. Bp.) 502 und Martin( hessische Der Städtetag gegen das Umsturzgesetz soll, wie schon Bivilpersonen hielt, die ihn kurz vorher belästigt hatten, zugerufen Rechtspartei) 164 Stimmen. Dr. Vielhaben ist gewählt. berichtet, am 5. Mai in Berlin abgehalten werden. Ein Komitee, haben:" Ja, warum steht Ihr denn nicht? Steht, oder ich Den Herren Antisemiten scheint die Niederlage in Dresden bestehend aus einer Anzahl von Bürgermeistern, Stadverordneten schieße!" Wenn also jemand eine Schuld an dem Unglück trifft, Land ebenso unerwartet gekommen zu sein als sie ihnen un Vorstehern und Stadtverordneten verschiedener Städte, versendet so ist dies der Unteroffizier, der, wie dies überdienstbeqnem ist. Die Herren haben sich seit der letzten Wahl 1893 heute einen Aufruf an Bürgermeister, Magistratsmitglieder, eifrige Unteroffiziere zuweilen zu thun pflegen, darauf wartete, so oft als das einzige Bollwerk gegen den Vormarsch der Sozial- Beigeordnete, Stadtverordnete der deutschen Städte, sich an dieser ob der Posten auch vorschriftsmäßig nach dem dritten Ruf noch demokratie angepriesen und in maßgebenden Kreisen Sachsens Protestkundgebung zu betheiligen. Arrangeur des ganzen ist den vierten Drohruf ausstoßen bezw. laden werde. Solche scheint man dieser Behauptung auch blind vertraut haben, um so Dr. Langerhans. Auch der Oberbürgermeister Belle findet sich Vorgänge sind die Konsequenzen des deutschen Militaris. unangenehmer ist natürlich die jetzt erlittene Niederlage. Die unter den Unterzeichneten. mus. Wer die Ursache will, muß auch mit den Konsequenzen antisemitischen Abgeordneten spielten deshalb heute im Reichstag den Vogel Strauß, indem sie angeblich gestützt auf neueste Zur Petition der Berliner Stadtverordneten- zufrieden sein. Schließlich ist es ja auch nur ein gemeiner Soldat, der sein junges Leben hat hingeben müssen. Nachrichten das Gerücht in Umlauf seßten, Horn sei nicht Versammlung. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" gewählt, sondern eine Stichwahl nothwendig. Wir können dem- bringt eine langathmige Darstellung bezüglich der Berliner gegenüber nur wiederholt bestätigen, daß Genosse Horn als 46., Umsturzpetition und giebt in ihrem ebenso ohnmächtigen nicht als 45., wie gestern infolge eines Saßfehlers in unserer als lächerlichen Zorn über die Stadtverordneten Versamm Wahlnotiz zu lesen war, sozialdemokratischer Abgeordneter in den lung dem Magistrat den denunziatorischen Rath, den Reichstag einzieht. Reichstag auf die Rechtsungiltigkeit der von der Berliner In welch blödsinniger Weise die Antisemiten im 6. fächs. Stadtverordneten- Versammlung eingereichten Petition auf Wahlkreise unsere Partei im letzten Wahlkampf bekämpften, dafür merksam zu machen. In wieweit die Hoffnung des Köller'schen Es dürfte also wirklich die Lehrfreiheit an den deutschen Unibringt die Sächsische Arbeiter Zeitung" ein drastisches Beispiel. Danach brachte es der antisemitische Kandidat Hartwig fertig, Organs zweiter Güte auf den Magistrat berechtigt ist, Wenn die durch die Ünbotzu verkünden, die Sozialdemokratie stehe unter Führung des laffen wir dahingestellt. Juden Arons, der 20 Millionen befiße, er dagegen würde, wenn mäßigkeit" der Stadtverordneten- Versammlung scheinbar so das Vaterland es verlange, 50 pCt. Einkommensteuer zahlen".- tief verletzte Autorität der Herren von Köller und AchenDie europäische Einmischung in Ginmischung in den chinesischPolitischer Austand ist nie die besonders starke bach durch die von der" Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" Seite der Nationalliberalen gewesen und so hat man auch geforderte Sühne wiederhergestellt ist, gönnen wir ihnen japanischen Frieden. Dem„ Reuter fchen Bureau" wird aus weiter kein Aufheben darüber gemacht, daß Herr von Herzen die verlangte Genugthuung; wir glaubten Dofobama von gestern gemeldet: Der von Deutschland, Frank Dr. Böttcher obwohl die Wahlprüfungskommission die schon, das Verbrechen, sich nicht den Mund verbieten zu reich und Rußland eingelegte Proteft erklärt, die Abtretung der nach wie vor in laſſen, würde mit der Auflösung der Stadtverordneten fein und die Unabhängigkeit Korea's, sowie die Aufrechterhaltung Raffation seiner Wahl beschlossen hat nach wie vor in laffen, würde mit der Auflösung der Stadtverordneten Halbinsel Liantong würde eine beständige Drohung gegen Beting der Umsturztommission verblieb und den Vorsiz in der Versammlung gerochen werden. des Friedens im fernen Osten bedrohen. Das Memorandum selben weiter führte. Wie aber wirklich anständige Politiker Die Charlottenburger Stadtverordneten- Versammlung als freundlicher Rath, nicht als Drohung übergeben worden. Aus Shanghai erfahren die„ Times", zuverlässigen Nachsich in einer solchen Situation verhalten, ergiebt sich aus hat gleichfalls eine Petition gegen die Umsturzvorlage beschlossen. einer Erklärung des früheren Abgeordneten für Köln, Bon einem Einschreiten des Oberpräsidenten ist in Charlotten richten zufolge habe Rußland China ersucht, die Ratifitation des Vertrages von Shimonoseki einige Tage zu verschieben. Landgerichtsrath Greiß, welche derselbe in der Rh. 8tg." burg nichts bekannt. veröffentlicht. Herr Greiß sagt da: Es giebt noch brave Magistratskollegien. In Fürth Un demselben Tage, an welchem ich erfuhr, daß die Wahl- hatten, wie berichtet, die Stadtverordneten beschlossen, gegen die prüfungskommission vormittags beschlossen, die Ungiltigkeits. Umsturzvorlage zu protestiren. Das war schön. erklärung der Kölner Wahl aus dem bekannten, nicht den Wählern Magistrat von Fürth hat das sehr ungehörig gefunden. Er hat oder mir zur Last fallenden Grunde wegen unrichtiger Ab es einstimmig abgelehnt, dem Beschlusse des Kollegiums der Gemeindegrenzung des Wahlkreises zu beantragen, habe ich dem Vor- bevollmächtigten beizutreten. Es wurde zwar hervorgehoben, daß fizenden meiner Fraktion erklärt, daß ich aus der Kom- die Ablehnung der Resolution nicht als eine Zustimmung zur In Gegenwart von 18 Abgeordneten eröffnet der Präsident mission ausscheide und dies fofort veranlaßt, Umfturzvorlage aufgefaßt werden dürfe; aber die Ablehnung weil ich es für unzulässig hielt, bei der Wahrscheinlichkeit erfolgte, weil Herr Bürgermeister Langhans in nachdrücklichster von Buol die Sitzung. Ohne Debatte erledigt das Haus die allgemeine Rechnung der Kassirung ferner mitzustimmen, zumal wichtige Be- Weise die Intompetenz der Kollegien, speziell des Magistrates für 1891-92 in erster Berathung und verweist dieselbe an die schlüsse mit Giner Stimme Majorität gefaßt als Vollzugsorgan, betonte.- Wenigstens hat der Mann doch Rechnungskommission; darauf wird in zweiter Berathung in bezug seine Gesinnungstüchtigkeit bewiesen. auf die Rechnung der Kasse der Oberrechnungskammer Entlastung Herr von Köller gegen den Bund der Land- ertheilt. wirthe. Die Berl. Korr." schreibt heute: werden könnten. *) Der Andrang von Juferaten in später Stunde zwingt uns, leider auch den Bericht über die Verhandlungen des Abgeordnetenhauses zurückzustellen. " " Aber der Einschränkung der Lehrfreiheit an preußischen Universitäten. Vor einiger Zeit machte eine Mittheilung der Frankfurter Beitung" über den geplanten Eingriff des preußischen Staatsministeriums in die Lehrfreiheit der Privatdozenten Aufsehen. Die„ Norddeutsche Allgemeine Beitung" war mit einem gesucht unklaren Dementi rasch bei der Hand. Nun hält die Frankfurter Zeitung" ihre erste Meldung vollkommen aufrecht. versitäten demnächst beschnitten werden. Die Schutzöllner in Norwegen haben die Erhöhung des Malzzolles um 80 pet. und die des Bolles auf Getreide zum Malzen um 755/6 pt. durchgefeßt. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 78. Sigung vom 27. April 1895, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Graf Posadowsky. Es folgt der Bericht der Kommission für die GeschäftsDie Deutsche Tageszeitung" bringt in ihrer Abendausgabe ordnung über den Antrag des Rechtsanwalts Maurmeier zu vom 25. o. M. abermals einen Artikel unter der Ueberschrift München: Die Genehmigung zu ertheilen, daß der Reichstagsa Abgeordnete Dr. Sigl zu München wegen der in der Klagefchrift des Dr. Kleitner vom 6. September 1894 gerügten strafbaren Meußerungen in Untersuchung gezogen, beziehungsweise daß die Parlamentarisches. gegen denselben bereits eröffnete Untersuchung fortgesetzt werde. Der Seniorenkouvent des Reichstages hat sich dahin hineinzubringen. In Sachsen hört nachgerade alles auf. zum Branntweinsteuer- Gesez erhält das Wort Statuten einzureichen habe, so bat fich bas Romitee wieder aufgelöst. So erschwert man uns, Ordnung in eine Tagesfeier Im Volksblatt" für alle ersuchen dortige Arbeiterfrauen, Die Kommission beantragt, die Genehmigung nicht zu erschlüssig gemacht, daß die Spezialberathung der Umsturzvorlage man solle gleich ihnen am 1. Mai die Kinder in Festkleidung theilen. Der Antrag wird angenommen. auf grund des Kommissionsberichtes am Montag, den 6. Mai, zur Schule schicken. In der Fortsetzung der ersten Berathung der Novelle beginnt. Vorher sollen die zweiten Lesungen der Binnenschiff genoffen hat das Polizei- Amt um die Genehmigung zu einem Der Vertrauensmann unserer Magdeburger Parteis Abg. Graf Udo Stolberg( t.): Bon den erwarteten Wir fahrts- und Flößerei Gefeßentwürfe, einige erste Berathungen Aufzuge ersucht und an die Schuldeputation die Bitte gerichtet, fungen des Branntweinsteuer- Gesezes ist die eine, daß die kleineren( Sklavenraub, Schußtruppe in Afrika), sowie Wahlprüfungen 2c. diejenigen Kinder, die darum einkommen, für den 1. Mai vom Brennereien geschützt werden würden, nicht eingetreten; die erledigt werden. Man glaubt in Reichstagskreisen, daß die Schulbesuche zu entbinden. Die Entscheidung beider Behörden fleineren landwirthschaftlichen Brennereien können der Konkurrenz zweite Berathung der Umsturzvorlage zwei bis drei Wochen in ſteht noch aus. Eine große Zahl Stuttgarter Geschäftsleute werden der gewerblichen Brennereien und der Melaffebrennerei nicht ihren Arbeitern den 1. Mai freigeben. widerstehen, fie sollen durch die Vorlage besser geschützt werden. Anspruch nehmen wird. Die Arbeiterschaft Brünn3 in Mähren hält am Vormittag Wir billigen diese Tendenz der Vorlage und glauben nicht, daß XIV. Kommission. Antrag Kanik. In der Sonnabend des 1. Mai auf dem Weißen Berge ein Massen- Meeting durch dieselbe die Melaffebrennereien vollständig vernichtet werden. Die Zuckerindustrie wird dadurch nicht erheblich be- abgehaltenen Sigung waren als Vertreter der Regierung mehrere ab. Außer dem Achtstundentag wird auch die Forderung nach nachtheiligt. Die Nachtheile der Exportprämien sind mir be. Geheimräthe sowie Staatssekretär v. Bötticher erschienen. Vor dem allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrecht den Gegenkannt, ich halte fie für ein Uebel, aber sie sind ein nothwendiges Eintritt in die Verhandlungen wird beſchloſſen, von der nächsten stand der Neden bilden. Nachmittags ist großes Arbeiterfest in Uebel. Ich glaube, daß die 6 M.- Prämie in der Regel ge- Sigung an die Verhandlungen stenographisch aufnehmen zu laffen. Echreibwalde. In Mährisch Schönberg gaben die Fabrikanten ihren nügen werde, aber es giebt Momente, in denen es wünschens: Die Stenogramme follen gedruckt, jedoch als vertrauliches EigenArbeitern den 1. Mai frei. werth wäre, die Prämie zu erhöhen. Die Vorlage muß möglichst thum der Kommission behandelt werden. Namens der Antragsteller begründet Abg. Graf Schwerin Das österreichische Handelsministerium hat das Gesuch zum 1. Juli schon in kraft treten, sonst benutzen die Melaffe den Antrag. Er behauptet, der Antrag bezwecke nicht eine Preis- der Arbeiter, abgelehnt, die Rotunde im Wiener Prater fabrikanten noch den Sommer, um großen Vorrath zu brennen dadurch die anderen Brennereien zu steigerung, obwohl vorübergehend eine solche eintreten werde. zur Maifeier zur Verfügung zu stellen. Etwas anderes war von Der Zoll soll bei dem Steigen der Preise allmälig wegfallen dieser bürgerlichen Interessenvertretung selbstverständlich nicht zu benachtheiligen bei Beginn der neuen Kampagne. Man hat der Vorlage vorgeworfen, daß sie den Großgrundbesitz und sobald der festgesetzte Durchschnittspreis erreicht ist, ganz erwarten. Indessen ist durch den Entscheid wieder einmal amtbevorzuge. Wir geben am liebsten Gefeßen unsere Zustimmung, aufhören. Bei einem Preise von 200 Mart per Tonne sei das lich dokumentirt, daß der österreichische Staat nichts weniger als welche der gesammten Landwirthschaft zu gute fommen. Aber Fortbestehen der Bölle ein Unrecht gegen die Konsumenten. Ein ein über den Parteien und Klassen stehendes Organ wirklicher wo es nicht möglich ist, da müssen wir unsere Sorgfalt den ein. Ausgleich nach den Durchschnittspreisen sei teine Brotvertheuerung. Gerechtigkeit, sondern ein Werkzeug für die Interessen der zelnen Betriebszweigen zuwenden. In Süddeutschland ist an der sondern sogar Brotverbilligung. Die Geschädigten würden nicht Herrschenden, der besitzenden Klassen ist. Und das so oft wie Er stellt möglich dem Wolke vor Augen geführt zu sehen, ist von unBrennerei auch der Kleine Grundbesitz erheblich betheiligt. Ich die Konsumenten, sondern. Die Gpetulanten sein. berechenbarem Nutzen für die Ausbreitung der sozialistischen wünsche, daß die Vorlage möglichst schleunig erledigt wird, um schließlich folgenden Antrag: Ideen im„ Phäakenlande" an der Donau. jede Spekulation zu beseitigen. und " Die Kommission billigt den von den Antragstellern näher Der Generalrath der Arbeitskammer in Rom hat, wie man Abg. Richter( fr. Wg.): Es soll gegeben werden den oft dargelegten allgemeinen Zweck des Antrags: anstatt der bisherigen zeitweiliche unzureichenden, uns schreibt, folgenden Beschluß gefaßt: 1. Die Genoffen aufelbischen Landwirthen, und es wird genommen den Konsumenten. bei hohen Weltmarktspreisen dagegen ungerechtfertigten Der Export soll vermehrt werden durch die Exportprämie; da= Preissteigerung durch Schutzölle, einen Ausgleich der liche Bertheilung einer Festnummer; 3. alle Genossen zu einem zufordern, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen; 2. unentgeltdurch wird eine Preissteigerung erzielt, und diese hat eine Ver Getreidepreise auf mittlerer Höhe zu suchen; Vortrage einzuladen, der an einem noch näher zu bestimmenden minderung des Konsums zur Folge, woraus wiederum eine Verminderung der Einnahmen qus der Branntweinsteuer entsteht. vorbehaltlich jeder weiteren Entscheidung sowohl über die Zweck Orte gehalten werden soll; 4. die Vollstreckungskommission der Diese ist aber die Haupt- Einnahmequelle des Reiches. Der mäßigkeit und Durchführbarkeit der hierfür vorgeschlagenen Arbeitskammer soll den Vertretern der Stadt, der Provinz und Schaßsekretär, der über die Finanzen des Reiches wachen sollte, Mittel, als auch über die Preishöhe, bei welcher ein Ausgleich der Regierung die Wünsche der römischen Arbeiterklasse vortragen; 5. der Sitz der Arbeitskammer soll mit Fahnen geschmückt und hat über dieses finanzielle Bedenken kein Wort gesagt. Die Vor- wünschenswerth erscheint." Abg. v. Kardorff erörtert die Frage, warum die In- am Abend illuminirt werden; die Arbeitervereine werden aufTage kommt aus einer Finanzlage, die der Schazsekretär nicht dustrie durch Zölle besser geschützt sei, als die Landwirthschaft; gefordert, in ihren Versammlungsräumen ein gleiches zu thun. schwarz genug schildern kann. Wenn die Branntweinsteuer in Wie es heißt, werden am 1. Mai alle Truppen der Garnison Frage gestellt wird, dann ist die Einführung anderer Steuern lettere sei abhängig von den Weltmarktspreisen. Abg. Dr. Paasche meint, nach der heutigen Begründung in ihren Kafernen fonfignirt bleiben. Außer der oben aneine nothwendige Folge; das mögen die Freunde der Vor- des Antrags durch den Grafen Schwerin habe derselbe etwas gekündigten dürften noch mehrere Privatversammlungen stattlage sich flar machen. Soziale Rücksichten sind gestern Verlockendes. Der Antrag bezweckt aber nicht, dauernd einen mittle- finden; ferner spricht man von einem ländlichen Feste, wo ein geltend gemacht worden, aber bet der Tabaksteuer hat man von solchen sozialen Rücksichten nichts gesprochen. ren Preis festzustellen, sondern läßt höhere Preise zu. Es sei höchst hervorragender Redner unserer Partei einen der Bedeutung des Der Zweck des Gesetzes ist eine Produktionsbeschränkung. Das bedenklich, bauernd höhere Preise für Getreide festzusetzen, als Tages entsprechenden Vortrag halten soll. Durch das vom ist das entgegengesette dessen, was im Interesse der Landwirth- fie in anderen Ländern vorhanden sind; dadurch würde die Ju- römischen Präfekten ausgesprochene Berbot aller Borträge und schaft liegt. Infolge der Branntweinsteuer sind 3 pet. der bufirie unkonkurrenzfähig. Kartoffelproduktion weniger für die Brennerei verwendet Abg. Steininger( 3) steht den Antrage sympathischöffentlichen Versammlungen wird der Beschluß des Generalraths Polizeiliches, Gerichtliches 2c. vermehrten Bedarf infolge der Vermehrung der Bevölkerung; bestehen kann. Wenn auch gegen die Durchführbarkeit starte Beber Schleswig- Holsteinischen Boltszeitung", worden. Dieser Ausfall ist aber gedeckt worden durch den gegenüber. In Süddeutschland verstehe man den Untrag so, die wohl einige Abänderungen erleiden. Getreidepreise derart festzusehen, daß die Landwirthschaft dabei Das Reichsgericht verwarf die Revision des Redakteurs Konzentrirt sich denn die Landwirthschaft im Kartoffelbau? denken beständen, so müsse der Grundgedanke doch in irgend Joachim Klüß in Kiel, der vom dortigen Landgericht wegen ( Buruf: Doch! rechts.) Nein, Sie sagen sonst immer, der ( Buruf: Doch rechts.) Nein, Sie sagen sonst immer, der einer Form verwirklicht werden. Wenn dem Zuckerrüben- und Beleidigung der taiserlichen Kommission des Nord- Ostsee- Kanals zollpolitik haben sich alle Länder abgeschlossen, sodaß nur Kartoffelbau etwas zugewendet worden sei, müsse dem Getreide zu zwei Wochen Gefängniß verurtheilt worden war. Ein früheres Urtheil in diefer Sache war vom Reichsgericht wegen Verdie Schweiz deutschen Spiritus einläßt, und allenfalls findet sich bau auch geholfen werden. noch ein Absatz in den Kolonien. Die Leiter der Kolonien klagen Schwerin machten einen harmlosen Eindruck, aber so habe man Abg. Bebel( Soz.) führt aus, die Ausführungen des Grafen fennung des§ 20. des Preßgesetzes aufgehoben. aber schon über den vermehrten Schnapsgenuß in den Kolonien und bedauern, daß der Mohamedanismus 1879 auch gesprochen. Neu sei, daß bei einem Preise von durch das Christenthum verdrängt wird.( Widerspruch im Zentrum.) 165 M. der Schutzzoll wegfallen solle. Fallen die Getreidezölle, Nur die Börsenspekulation ist für die Vorlage eingetreten. So muß der Regierung für den Ausfall doch Ersatz ge Durch die Exportprämie wird die Produktion gesteigert, die sonst schaffen werden, und da werden natürlich wieder die Arbeiter Der flare Zweck des Antrags sei doch von selbst eingeschränkt worden wäre; allerdings wird die Brenn- belastet werden. Der Antrag fei nicht fteuer einigen Betrieben die Vergrößerung der Produktion ver der, höhere Preise herbe zuführen. leiden, aber die kleineren werden um so mehr brennen. Wenn sozialistisch, sondern so antisozialistisch als möglich. Nach den alles in die Hand der Regierung gelegt werden soll, wie fann Bucker- und Branntweinproduzenten wollen nun auch die Getreide bauer etwas vom Staate haben. Die Folge wird weiter sein, daß auch die Vieh-, Wein-, Gemüse- und Tabafbauern mit fich für das Rohfpiritusmonopol zu begeistern. -Wegen Beleidigung des Stadtraths Dr. Krippendorf in Wurzen wurde der Redakteur der„ Neuen Wurzener Beitung", Paul Köhre, vom" dortigen Schöffengericht 36 Wochen Gefängniß verurtheilt. Gewerkschaftliches. Die organisirten Dachdecker Nürnbergs haben ihre an die Meister gestellten Forderungen zum größten Theile durchZwei In Troppau sind sämmtliche Tischlergesellen in den Streit eingetreten. Hauptforderung ist der Zehnstundentag. Den Konflikt der Brauer in Genf konnte das Bundeskomitee des Gewerkschaftsbundes schlichten. Es wurden bewilligt: 26 freie Sonntage per Jahr, Anerkennung des Arbeitsnachweises und Freigabe des 1. Mai von 11 Uhr vormittags an. eine Brennerei einrichtet? Da ist es begreiflich, daß man anfängt, Forderungen kommen und schließlich auch die Handwerker und pro Stunde, eine 5/4 stündige Mittagspause und die Abschaffung der Ueberstunden- und Akkordarbeit. Die Werkstattsperre über Abg. Paasche.( natl.) erklärt im. Namen. seiner politischen Arbeiter. Der erste Schritt führt nothwendigerweise andere die Merkel'sche Zimmererwerkstätte am Rennweg, sowie über die Freunde, daß sie dem Gesetz, welches nach dem Staatssekretär nach sich. Die bürgerliche Gesellschaft ist durch ihre Entwicke Schneider'sche in der St. Johannisstraße wird aufrecht erhalten. Siegreich beendet ist der Streit bei dem Wiener Hofeine agrarische Tendenz habe, eine große Sympathie lung allmälig dahin gekommen, daß sie ohne künstliche Mittel eutgegenbringen. Auch der Gedanke der Brennsteuer, welche die den Klassenftaat nicht aufrecht erhalten fann. Die Annahme des und Uniformschneider Josef Szalay. Die Arbeiter haben Mittel für die Hebung der Brennerei beschaffen soll, findet unsere Antrages Kaniz würde eine Untergrabung des heutiges Staates und folgende Forderungen durchgesetzt: 102 stündige Arbeitszeit, Billigung. Aber trotzdem habe ich mehrfache Bedenken gegen die feines Zweckes ſein. Es sei daher zu begreifen, wenn die Reegierung Freigabe des 1. Mai, zehnprozentige Lohnerhöhung und AufBorlage; die Einzelheiten werden aber besser in der Kommission sich dagegen sträube, denn sie würde ja ihr eigener Todtengräber stellung eines Lohntariss, ferner die Forderung, daß vor drei erörtert. Nicht sympathisch ist aber uns die Behandlung der sein. Redner beantragt, die Regierung zu ersuchen, in möglichst Monaten niemand aus der Arbeit entlassen werden darf. Melaffebrennerei. Die Herren von der rechten Seite sollten schneller Weise eine gründliche Untersuchung über die gesanimten entlassene Arbeiter werden wieder in Arbeit genommen. im eigenen Interesse nicht wünschen, daß das Gesetz da landwirthschaftlichen Verhältnisse vorzunehmen. Abg. Frank( Baden) führt an, daß in Baden die Stim durch einen gehässigen agrarischen Charakter enthält. Nur die Spekulation wird sich des Exports bemächtigen, und die mung zu dem Antrage Kanis eine andere ist, als sie der Abg. Steininger( der aus Bayern ist) ausgesprochen hat. Gr kann Sandwirthschaft wird davon keinen Vortheil haben. Abg. Pachnicke( frf. Wg.) bezweifelt, daß die Exportprämie dem Grundgedanken des Antrages nicht zustimmen. Seien. Die den Export steigern werde. Der Großbetrieb unterdrückt nicht blos Getreidepreise gegenwärtig auch niedrig, so belfe in seiner in der Brennerei, sondern überall die kleinen Betriebe, und wenn man Heimath eine einzige gute Obsternte wieder aus aller Werdie Brennsteuer einführt, wird man auch noch die Maschinensteuer ein- legenheit. Abg. Graf Galen( 3.) behauptet im Gegensatz zu seinem Frat führen. Man bekämpft die Sozialisten und befördert durch solche Vor- tionsgenossen Steininger, daß der Landwirthschaft generell nicht zu Ausstand der Uhrenarbeiter in der Schweiz. Eine von Lage den Sozialismus. Wir können der Vorlage nicht zustimmen, weil sie Ihnen( rechts) akzeptabel erscheint, weil sie nur einigen Produzenten sei nicht christlich sozial, sondern entspreche der weil sie Ihnen( rechts) akzeptabel erscheint, weil sie nur einigen helfen fei. Das Eingreifen des Staates zu gunsten einzelner wenigen großen Landwirthen zu gute fommt. Abg. Szmula( 3.) hofft, daß die Vorlage im großen und materialistischen Weltanschauung. Abg. Meyer- Halle erklärt, auf dem Standpunkte Bebel's ganzen zur Verabschiedung kommt, obwohl er auch nicht mit allen Bestimmungen einverstanden sei, namentlich eine Milu stehen, daß eine gründliche Kenntniß der Landwirthschaftlichen Verhältnisse nothwendig ist. Die Preisveränderungen fönnten derung der Vorschriften für die Melassebrennereien verlangt. Abg. Holz( Rp.): Mit dem Grafen Stolberg bin ich darin auf mechanischem Wege nicht eingeschränkt werden. Er bestreitet, einverstanden, daß das Gesetz zum 1. Juli in traft treten muß, daß die Spekulation die Veränderung der Preise hervorruft. Die Ursache der Preisschwankungen liege außerhalb der Börse in dem nicht erst zum 1. Oktober. Verhältniß von Angebot und Nachfrage. Im Streit stehen die Dachdecker in Genf. Ihre Forderungen sind: minimaler Tagelohn von 6 Fr. und Freigabe des 1. Mai. Die Meister boten 5,50 Fr. berufene Konferenz am Montag verlief aberinals refuttatlos. der Solothurner Regierung zur Beendigung des Ausstandes einImmerhin sollen, wie gemeldet wird, die Aussichten auf eine Berständigung sich gebeffert haben. In Konstanz stehen die Holzarbeiter, Glaser und 3immerleute mit den Unternehmern in Unterhandlung wegen Erlangung des zehnstündigen Arbeitstages. Es wird deshalb dringend ersucht, Zuzug dorthin fernzuhalten. Depeschen. V Privat Telegramm des Vorwärts". Wien, 27. April. 9 Uhr 15 Min. abends. Die ZiegelDie Verhandlungen zur Staatssekretär Graf Posadowsky: Es ist mir nicht ein Darauf vertagt sich die Kommission bis Dienstag, vorgefallen, die Herren auf der rechten Seite zu ermuntern, mit ihren Wünschen für das Branntweinmonopol hervorzutreten. mittags 10 Uhr. Die Wahlprüfungskommiffion beschloß in ihrer Sigung Dem Abg. Wurm bemerke ich, es ist nicht nur der Export beschränkt, sondern auch der einheimische Konsum. Das neue Gesetz am Freitag Abend, die Entscheidung über die Wahl des Abg. hat den Zweck, der Kartoffel eine größere Verwerthung zu schaffen. v. Deibnit, des eingigen freisinuigen Junkers, der im Reichstag arbeiter haben heute die Arbeit aufgenommen, nachdem gestern Der Abg. Wurm meinte, es wäre nun flar, wo die Liebesgabe vorhanden ist, auszusehen und Erhebungen zu beantragen. Gegen der Ausgleich zwischen den Wienerberger Biegelfabrikbefizern und geblieben wäre; denn in den Motiven stände mit dürren die 28ahl liegt ein Protest vor, dem aber ein ungemein um- den Arbeitern beschlossen wurde. Worten, der Spirituspreis baute sich auf auf dem Preise des fänglicher Gegenprotest gegenüber steht. Da Herr v. Reibniz Beilegung des Streits wurden im Auftrage des Stattsiebziger Spiritus. Er hat diese Entdeckung drei Jahre zuur mit zwei Stimmen Mehrheit gewählt ist, so wäre die Wahl halters von Niederösterreich vom Bürgermeister von Wien spät gemacht; denn derselbe Passus befindet sich in der Novelle sofort zu tafsiren, da fest steht, daß eine Anzahl Russen an der geleitet. An denselben nahmen theil sämmtliche Werkbesizer von 1893. Die Liebesgabe tommt nicht den Brennern, sondern felben theil genommen haben. Der Gegenprotest weist aber sound 26 Arbeiterbelegirte, außerdem die Genossen Neumann und viele behördliche Eingriffe gegen den Gewählten auf, daß die Streußler als Vertreter der österreichischen Gewerkschaftsden Konsumenten zu gute, wie der bayerische Finanzminister Kommission erst eine genaue Feststellung des Sachverhalts noth- Kommiffion. Die Unternehmer boten 15 pCt. Lohnerhöhung an, Riedel seinerzeit überzeugend ausgeführt hat. Die Staffelung ist nothwendig, wenn nicht den Konsumenten der Branntwein wendig erachtet, ehe eine Entscheidung getroffen wird. genuß ganz erheblich vertheuert werden soll. Was den Konsum von denaturirtem Spiritus anbetrifft, so schweben darüber Verhandlungen mit Preußen, welche hoffentlich zu einem den Abgeordneten Pachnicke befriedigenden Resultat führen werden. Die Arbeiterentlaffungen werden sich in der Praxis wohl voll ständig ausgleichen ohne die schweren Schädigungen, die man erwartet. Die Hauptsache im Gesetz ist die Staffelsteuer, die Exportprämie soll nur als Ventil dienen. Parteinachrichten. Maifeier. In Pieschen, einem Vorort Dresdens rechts der Glbe, faßte eine gut besuchte Volksversammlung nach einem Vortrage des Landtags- Abgeordneten Goldstein einstimmig eine Resolution, worin es als heilige Pflicht bezeichnet wird, für eine würdige Begehung des Weltfeiertages Sorge zu tragen, da Die Diskussion wird geschlossen. Persönlich bemerkt der in der Feier des 1. Mai nicht nur eine Demonstration für den Abg. Richter: Es ist ganz ungewöhnlich, daß ein Regierungs- Achtstundentag und für die Erringung emes durchgreifenden vertreter in einer zweitägigen Debatte erst am Schluß das Wort Arbeiterschutzes, sondern auch ein Protest gegen die geplante ergreift, nachdem die Rednerliste abgelaufen ist, so daß ihm nicht Knebelung des arbeitenden Wolfes, vor allen Dingen aber eine mehr geantwortet werden fann. Ich habe ausdrücklich hervor laute Rundgebung gegen die maßlofen Unterdrückungen und Ver gehoben, daß ich für alle Erwerbszweige dasselbe Wohlwollen folgungen, die den Genossen von Dresden und Umgegend befonders habe, aber daß ich nicht einem auf Kosten der Allgemeinheit im letzten Jahre widerfahren sind, zu erblicken wäre. Die Vereinen Vortheil zuwenden will. Ich habe ferner nur der rück- sammlung war ferner überzeugt, daß die Feier, da wo es einigersichtslosen Blusmacherei bei der Tabaksteuer gegenübergestellt, maßen angängig ist, durch Rubenlaffen der Arbeit begangen werden muß. Schließlich machte sie es den Geschäftsleuten zur daß der Minister hier als Minusmacher erscheint. Die Vorlage wird einer Kommission von 21 Mitgliedern Pflicht, ihre Geschäfte am 1. Mai zu schließen. Aus Netsch kau meldet das Sächsische Wolfsblatt": Da überwiesen. Eigung Montag 1 Uhr.( Binnenfchifffahrts- und Flößereigesetz.) die Behörde das Maifest Romitee als Verein anfay, der seine was von den Arbeitern als ungenügend zurückgewiesen wurde. Das Ultimatum der Arbeiter war 20 pCt. Lohnerhöhung, worauf die Unternehmer auch eingingen. Die Arbeiter sind vom Aus gange der Verhandlungen sehr befriedigt. Wolff's Telegraphen- Bureau. Breslau, 27. April. Auf Ersuchen der Berliner Staatsanwaltschaft wurden gestern Abend in der Expedition der hiesigen Bolkswacht" die vorhandenen Exemplare der sozialdemokratischen Berliner Maifeft- Zeitung konfiszirt. " Brüssel, 27. April. In Laeken ist in der Schaustellung Venedig" in Brüssel das Dach des im Bau befindlichen Zirkus eingestürzt und riß 17 Arbeiter mit sich. Von diesen sind 11, darunter 3 schwer, verwundet. Petersburg 27. April. Das Finanzministerinm hat sich gegen eine Vereinbarung zwischen den russischen und den amerikanischen Petroleumproduzenten ansgefrochen. ( Dpescheen- Bureau Herold.) Paris, 26. April. Wie der hiesige New- York Herald" telegraphisch aus Berlin meldet, sollen die deutschen Inhaber griechischer Werthpapiere beabsichtigen, die von Griechenland zu den Festlichkeiten nach Kiel zu entsendenden Schiffe mit Beschlag belegen zu lassen. Abrechnung der ausgesperrten Brauerei Arbeiter u. Böttcher in der Zeit vom 7. Mai 1894 bis 26. April 1895. Einnahme: Auf Listen( 11 109 Stück) Berliner Gewerkschaften Auswärtige Gewerkschaften. Verband der Brauer Verband der Böttcher. Gesammeltes Prozentgeld der BrauereiArbeiter Gesammeltes Prozentgeld der Böttcher. Tellersammlung der Brauerei Arbeiter. Ausgabe: 81 174,82 Mt. Unterstützungen an 789 Ausgesperrte mit 42 960,23 " 5 272,77 " 13 325,50 " 12 617,17 " 15 295,08 • " 8 788,85 D " 112,88 " • Total- Einnahme.. 179 547,30 Mt. Einnahme. Ausgabe. • 757 Kindern innerhalb 47 Wochen.. 174 541,60 Mt. Wachen und Kontrollen Drucksachen Fahrgelder. Juferate 0 Porto, Briefe, Bestellgeld, Karten Schreibmaterial und Diverse Strafmandate( 18 Stück) Mantogelder an Eiermann. Bilanz. 179 547,30 mt. 177 428,54 " • Bestand . 2118,76 Mt. Am 7. Mai 1894 waren 285 Böttcher ausgesperrt, davon: • 111 " 1 1 286,99 369,30 373,80" 265,99 191,20" 181,59 128,60 89,47 " " " " Total- Ausgabe.. 177 428,54 Mt. ( 202 verheirathet mit 337 Rindern. 83 unverheirathet. 344 verheirathet mit 420 Rindern. Am 16. Mai 1894 waren 504 Brauerei- Arbeiter ausgesperrt, davon 160 unverheirathet. Der jetzige Bestand find 39 Brauerei- Arbeiter mit 45 Rindern, 43 Böttcher mit 48 Kindern. schnittlich erhielt jeder Verheirathete 11,50 Wit. pro Woche, jeder Unverheirathete 8,25 Mt. pro Woche. Spezial- Abrechnung. Brauerei- Arbeiter. Einnahme: Aus der gemeinschaftlichen Einnahme*) Gesammelte Prozentgelder der BrauereiArbeiter . Vom Verband der Brauer Tellersammlung der Ausgesperrten Ausgabe: • Böttcher. Einnahme: 75 437,31 Mt. Aus der gemeinschaftlichen Einnahme*) Extra- Beiträge vor dem 21. Mai 1894 Böttcherlisten vor dem 21. Mai 1894. Gesammeltes Prozentgeld der Böttcher. Vom Verband der Böttcher 15 295,08 " 13 325,50 " 122,88 " Ga. 104 170,77 Mt. · • Unterstützung an 504 Brauerei Arbeiter mit 420 Kindern Wachen und Kontrollen Drucksachen Fahrgelder • Porto, Briefe, Bestellgeld Inserate Schreibmaterial, Bücher Strafmandate( 13). Mankogelder an Eiermann . Durch 569, 1922,78 Bekanntmachung der Orts- Krankenkasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute u. Apotheker Rechnungs- Abschluß. I. Kassenrechnung für das Kalenderjahr 1894. a) Einnahmen. 1. Baarer Kassenbestand am 1. Januar. · 2. Zinsen von Kapitalien und sonstigen belegten Geldern, sowie Erträge von sonstigen Vermögenstheilen 3. Eintrittsgelder. 4. Beiträge. 5. Ersatzleistungen Dritter für gewährte Krankenunterstützung nach Krankenversicherungs- Gesetz§§ 50, 57 Abfay 4, Unfallversicherungs- Gesetz vom 5. Juli 1884§ 5 Absatz 8 und 9,§ 8, Unfallversicherungs- Gesetz vom 5. Mai 1886 § 10 Absatz 4,§ 11,§ 136 Abfaz 5,§ 137 Absaz 3.. 6. Ersayleistungen von Berufsgenossenschaften, Unternehmern Versicherungsanstalten, für gewährte Krankenfürsorge, Unfallrenten, Unfallzuschüsse. 7. Aus verkauften Werthpapieren u. zurückgezogenen Rapitalien, Sparkassens oder Bankeinlagen 8. Sonstige Einnahmen. 9. Summe der Einnahmen • • b) Ausgaben. b) an Angehörige der Mitglieder nach§ 7 Absatz 2 des Gesetzes 1. Für ärztliche Behandlung. 2. Für Arznei und sonstige Heilmittel 51 478,73 Mt. 3. Krankengelder: a) an Mitglieder . " " 8 788,85 9 " . 12 617,17 " 4. Unterstützungen an Wöchnerinnen 5. Sterbegelder Ga. 75 376,53 Mt. 6. Kur- und Verpflegungskosten an Krantenanstalten Ausgabe: 100 385,90 mt. Unterstützung von 285 Böttchern mit 1 132,80 332,80 " 337 Kindern Wachen und Kontrollen " Drucksachen • 229,55" 177,90" 140,80 138,55 94,80 89,47 Sa. 102 722,57 Mt. Fahrgelder Porto, Briefe, Bestellgeld userate Schreibmaterial Strafmandate( 5) " " " " • 7. Ersatzleistungen an Dritte für gewährte Krantenunterstützung nach§ 57 Abs. 2 des Gesetzes,§ 16 des Gesetzes vom 28. Mai 1885 8. Zurückgezahlte Beiträge und Eintrittsgelber 9. Für Kapitalanlagen( Ankauf von Werthpapieren 2c.), Anlagen bei Sparkassen oder Banken. 10. Burückgezahlte Darlehne( der bei den Einnahmen Biffer 7 bezeichneten Art) 50,40 11. Verwaltungsausgaben: a) persönliche b) sächliche . • • . Mart Pf. 5 363 53 5981 15 358 572 455 5 026 12 116 64 25 一 4 772 71 73 17 324 45 1988 70 635 610 01 Mart Pf. 54 404 84 731 04 235 151 36 8471 57 4045 05 82 195 14.809 40 68 5 652 75 331 60 10 348 60 36 326 38 8 365 93 1 188 27 596 021 63 74 155,70 Mt. 154,19 " 36,50 " 144,25 " 88,09 " " 43,04 33,80 " " 12. Sonstige Ausgaben Ga. 74 705,97 Mt. 13. Summe der Ausgaben( 3iffer 1 bis 12) Bilang. Einnahme Ausgabe . • • • Bestand 75 376,53 Mt. 74 705,97 670,56 Mt. " c) Abschluss. Summe der Einnahmen( 3iffer a 9) Summe der Ausgaben( Ziffer b 13). Ergiebt einen baaren Rassenbestand am 31. Dezember von. 635 610 9 . • • . . 596 021 39 588 188 01 63 38 1448,20 Mt. 670,56" · Summa 2118,76 Mt. Bilanz. Einnahme.. Ausgabe. 104 170,77 Mt. 0 102 722,57 • . Bestand " 1448,20 Mt. Restbestand der Brauerei- Arbeiter Restbestand der Böttcher = Obige 2118,76 Mt. sind nach der Kopfzahl der noch zu unterstützenden Brauerei Arbeiter und Böttcher wie folgt vertheilt: Brauerei- Arbeiter: 1007,72 Mt. Böttcher: 1111,04 Mt. Unter gemeinschaftliche Einnahme sind Listengelder, Ueberweisung von Tellersammlungen, Beiträge verschiedener Berliner und auswärtiger Gewerkschaften, Vereine und Einzelpersonen zu verstehen. 6 II. Vermögens- Ausweis nach dem Bestande vom 31. Dezember 1894. A. Das Gesammtvermögen der Kaffe( ausschließlich des Werthes etwaiger Grundstücke) setzt sich wie folgt zusammen: 1. Attiva: a) der Baarbestand am 31. Dezember 1894 b) in Hypotheken, Werthpapieren, Sparkassenbüchern, Bankeinlagen. Mart Pf. $[ 18 F Noch außenstehende Brauerei- Arbeiter Listen.( 349 Stück.) 39 588 38 = 840 1827 10 931 1 834 2458 2467 3 227 4 195 4.996 5 960 6742 7 676 8 734 165 049 14 3 228 4212 4 999 5974 6756 7.709 8775 66 932 1877 2482 3 246 4224 5: 007 6.001 6766 7.799 8776 Summe 204 637 52 137 996 1878 2 483 3 247 4225 5 052 6.002 6 788 7 800 8778 2. Passiva: feine. 152 1044 1879 2484 3 282 4 344 5 053 6016 6 883 7.801 8779 155 1059 1 880 2522 3 303 4349 5 058 6.027 6 891 7.802 8889 166 1 138 1881 2543 3 323 4411 5 059 6 039 6.962 7.804 8929 284 1157 1888 2544 3326 4 462 5 085 6.040 7011 7.805 9 045 3. Hiernach beträgt das Gesammtvermögen der Kasse. Nach dem vorjährigen Abschluß betrug das Gesammtver mögen. 204 637 52 177 865 17 287 1159 1889 2 631 3 363 4.495 5 106 6 095 7012 7806 9 051 311 1180 1890 2642 3 364 4515 5134 6 194 7041 7.807 9 052 331 1275 1891 2649 3 365 4531 5146 6 198 7048 7.808 9 053 397 1288 1892 2 666 3 386 4534 5161 6 201 7.053 7854 9.054 499 1 294 1986 2 695 3.393 4540 5178 6202 7143 7874 9 098 501 1 348 2052 2740 3524 4552 5 214 6204 7221 7.884 9 226 502 1346 2053 2752 3525 4553 5243 6261 7222 8121 9.387 563 1421 2054 2757 3 610 4554 5 253 6264 7226 8126 9401 591 1428 2055 2788 3 643 4555 5 317 6276 7230 8143 9472 612 1489 2113 2.808 3 652 4565 5 318 6277 7231 8144 9575 616 1535 2123 2809 3711 4582 5.319 6315 7 233 8.145 9654 648 1570 2149 2816 3712 4.597 5 320 6.382 7250 8146 9 655 b) im Sparkassenbuch, Banteinlagen 2c. 651 1598 2152 2820 3 734 4615 5 379 6 396 7254 8147 9 656 652 1 607 2157 2854 3 743 4728 5 380 6512 7 279 8175 9 657 669 1 610 2185 2855 3 752 4.742 5 637 6513 7310 8188 9 659 670 1628 2213 2.904 3 754 4768 5 640 6563 7 312 8.191 9712 672 1640 2283 2975 4056 4860 5.696 6564 7.350 8348 9744 673 1 644 2288 3 043 4059 4916 5776 6565 7 405 8372 9937 674 1717 2307 3 044 4 060 4925 5 779 6 566 7416 8 876 10 076 676 1 736 2319 3 095 4.066 4927 5 780 6.567 7419 8377 10 159 687 1737 2372 3166 4.102 4.933 5824 6 568 7.430 8513 10 331 729 730 780 1761 2 393 3 167 4114 4942 5833 6612 7436 8646 1762 1763 2415 3 224 4157 4.983 5840 6.623 7.457 8718 2 421 3 226 4158 4.988 5.934 6.677 7.460 8783 Ergiebt gegen das Vorjahr an Gesammtvermögen mehr B. Das Gesammtvermögen vertheilt sich wie folgt: 1. Stammvermögen nicht vorhanden 2. Zum Reservefonds gehören nach den stattgefundenen Ueberweisungen( Entziehungen). Nach dem vorjährigen Abschluß betrug der Reservefonds Ergiebt gegen das Vorjahr an Reservefonds weniger 3. Als Betriebsjonds verbleiben der Kasse von dem Betrage unter A 3 nach Abzug der Beträge unter B 1 und 2: a) baar Ergiebt einen Betriebsfonds von Das Formular I und II übereinstimmend mit den Verzeichnissen, Büchern und der Kasse aufgestellt sind, bescheinigt Berlin, den 28. Februar 1895. Straube, Vorsitzender. Papke, Schriftführer. Schnur, Rendant. Vorstehenden Rechnungs- Abschluß haben wir geprüft; wir haben denselben richtig und mit den ordnungsmäßig geführten Büchern übereinstimmend gefunden. Berlin, den 7. März 1895. 27 272 35 • • 159 803 166 860 7 057 75 75 • • 39 588 38 5246 14 44834 52 Der Vorstand: Buttel. Joh. Hoffmann. G. Ladewig. E. Putzer. Carl Albold. Verlorene Brauerei- Arbeiter- Listen.( 88 Stück.) 9144 9145 222 312 1 102 1.745 2778 3 674 4 697 5 890 6 713 7.792 8276 1.204 1964 2 793 3 784 4.705 5895 6719 7.794 8 389 9 142 9143 318 1273 2043 3 035 3 962 4.838 5896 6.828 7.795 8.390 581 1354 2162 3 036 3 968 4841 5917 6943 7.796 8.391 704 1356 2165 3 159 3 972 4852 5.976 7.007 7.797 8 392 9421 845 1341 2186 3 171 4.001 5 100 6514 7316 7 844 8 393 9 502 888 1047 1584 2.396 3574 4025 5 269 6515 7575 7 860 9 012 1685 2504 3.594 4415 5 888 6557 7592 8275 9 091 9.523 10 199 733 1 887 2910 2 898 3 092 1 169 23 39 33 40 949 3 290 5822 6 700 6938 6.960 6 992 7142 7 780 7 820 10 057 Konfiszirte Brauerei- Arbeiter- Listen.( 16 Stück.) Noch außenstehende Böttcher- Listen.( 22 Stück.) 71 72 73 74 100 101 102 103 116 147 209 210 Verlorene Böttcher- Listen.( 4 Stück.) 140 237 241 250 211 441 575 437 437 518 672 Auf 17 mit Beträgen versehenen Listen ist keine Zahlung erfolgt. Auf 5 Listen haben sich die Inhaber derselben verpflichtet, die Beträge ratenweise zu bezahlen. Vorstehende Abrechnung, Bücher und Belege geprüft und für richtig befunden. Die Revisoren. Für die Kommission. Fr. Jungnickel. G. Busse. R. Millarg. Fr. Eiermann. Neumann. Brauer. Schneider. Böttcher. Brauereihilfsarb In anbetracht der oben angeführten noch zu unterstützenden 39 Brauerei- Arbeiter und 43 Böttcher, sowie ber nur noch in geringem Betrage vorhandenen Baarmittel, hat sich der Unterzeichnete veranlaßt gesehen, des hohen Kostenpunktes wegen von einer detaillirten Abrechnung in Broschürenform Abstand zu nehmen und wie vorstehend der Deffentlichkeit zu übergeben. Um jedoch jedem Interessenten Gelegenheit zu geben, sich von der richtigen Abführung der gesammelten Gelder zu überführen, liegen auf dem Bureau der Gewerkschafts- Kommission, Grenadierstraße 10, eigens zu diesem Zweck angefertigte Bücher zur Einsicht aus. Die noch ausstehenden Listen sind auf dem GewerkschaftsBreau, Grenadierstr. 10, abzuliefern. Desgleichen alle für die Ausgesperrten Gelder." Stralib. Achtung! Friedenan. Mai- Feier Mittwoch, den 1. Mai, abends 7 Uhr: im ,, Kurhaus" zu Friedenau. Fest Ordnung: Vortrag über: Die Bedeutung des Tages". Referent: Genosse Nikolai. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. Aufführung von lebenden Bildern. 259/18 Unter Mitwirkung der Arbeiter Gefangvereine von Steglik und Friedenan. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Das Komitee. Appold's Salon. Rixdorf, Nr. 15. Knesebeckstraße Nr. 15. Angenehmster Familien Aufenthalt, großer schattiger Garten, Tanzsaal und schöne doppelte Kegelbahn. Guter Vergnügungsort für Vereine. Zu großen Festlichkeiten, Verfammlungen und vorkommenden Leichenbegängnissen sehr zu empfehlen. Für gute und billige Speisen und Getränke sorgt Hermann Rohr, J. V. früher Verein wirth der Klavierarbeiter, Berlin, Naunynstr. 78 8875 Der Ausschuss der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Truck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen. " 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 99. " Tokales. " Sonntag, den 28. April 1895. 12. Jahrg. Ge Der Kampf für Ordnung, Religion und Sitte wird von das Verlangen gerichtet war, drei Tage Haft dafür abzubüßen, Herrn Koze bald wieder auf der ganzen Linie eröffnet werden. weil er die Arbeitslosen- Versammlung, die am 18. Januar int Er will sich der staatserhaltenden Presse zufolge vorläufig mit Swinemünder Gesellschaftshaus tagte, mit einem Hoch auf die Achtung! Parteigenoffen des fechften Wahlkreises! einem Prinzen und noch sonst einer Standesperson prügeln. Der Partei geschlossen hatte. Gestern stand nun vor der 143. AbDiejenigen Genoffen, welche gewillt sind, den Vorwärts" Umsturz von oben arbeitet mit Dampfkraft. theilung des Schöffengerichts am am Landgericht I Termin vom 1. Mai ab von der Parteisredition zu beziehen, werden dieser Sache an. In der Urania machte am vorgeftrigen Abend Herr in Der Amtsanwalt war sehr ersucht, das Blatt rechtzeitig bei ihrem bisherigen Spediteur ab- Dr. med. Neuhaus das Publikum mit einer Reihe Errungen- bald mit seiner Ansicht fertig; derselbe beantragte zubestellen und ihre Adresse einem der Parteispediteure bald einzusenden, damit in der Weiterbestellung feine Störung eintritt. schaften auf dem Gebiete der Photographie bekannt. Der Vor- dieStrafe zu bestätigen, da für ihn zweifellos fei, daß durch den Die Adressen der Spediteure find: Für Moabit: Hempel, tragende gab altes und neues, werthvolles und minder werth Thatbestand alle Merkmale des groben Unfugs erfüllt seien. Auf Lübeckerstr. 16, S. p.; für Wedding und Oranienburger Bor: volles in bunter Reihenfolge zum besten. Das größte Interesse die Entscheide höherer Gerichte auf die er seine Auffassung stüßte, stadt: Stolzenburg, Wiesenstr. 14 p.; für Gesundbrunnen: nahmen seine Vorführungen von Photographien in natürlichen ging er nicht im mindesten ein. Dem gegenüber betonte der Gaßmann, Grünthalerstr. 67, H. p.; für Rosenthaler Vorstadt: Farben in Anspruch. Herr Dr. Neuhaus ist einer der wenigen, Bertheidiger, Rechtsanwalt Heinemann, daß man keineswegs, Rosenthal, Granseerstr. 6, v. Keller; für Schönhauser Vorstadt: denen es gelungen ist, auf diesem Gebiet praktisches zu leisten. so leicht über diese Sache hinweggehen dürfe, umsomehr da es sich Seine Aufnahmen sind nach dem sog. Lippmann'schen Verfahren im vorliegenden Falle um einen ersten Versuch der Mars, Kastanien- Allee 96 p. Auch findet an diesen Stellen Einzelverkauf des Vorwärts" und sämmtlicher Parteiliteratur hergestellt; auf einer einzigen Platte sind alle natürlichen Farben Anlagebehörde handle, die sehr auffällig gewordene des aufzunehmenden Objetts erzeugt worden. Zwar steckt dies fächsische Judikatur nach Preußen zu verpflanzen. Der statt. Der Vertrauensmann. Verfahren noch in den Kinderschuhen, und noch weit entfernt ist Gesetzgeber habe den Paragraphen, der angezogen werde, ges An die Parteigenoffen des 4. Berliner Reichstags es von einer allgemeinen Anwendung. Denn die Expositions- schaffen, um Belästigungen des Publikums auf Straßen und Wahlkreises! Nachdem am 1. April die Partei- Spedition in dauer beträgt zur Zeit noch etwa zwei Stunden; fein Mensch würde Plägen entgegenzutreten, was sei aber nicht nachträglich alles in unferem Kreise eingeführt ist, muß es das ernste Bestreben eines wohl eine so lange Sigung auf dem photographischen Marter- denselben hineininterpretirt worden! Ganz entschieden bestreitet jeden Parteigenossen sein, die nun ins Leben gerufene Einrichtung stuhl aushalten. Und bei der langen Dauer, welche die Auf- der Redner die unmittelbare Einwirkung im Sinne des Gesetzes; nach besten Kräften zu unterstützen. Es gilt nicht nur den jezt nahme beansprucht, ist das Resultat noch in hohem Grade un- beunruhigt konnte niemand werden, da jeder sich über den Charakter bestehenden Abonnentenkreis zu erhalten, sondern ihn nach Kräften zuverlässig. Nach Herrn Dr. Neuhaus' Ausführungen gehen von der betreffenden Versammlung im flaren war. Neben der Freizu vergrößern. Vorwärts" heißt unser Zentralorgan und 25 Aufnahmen 24 mit Bestimmtheit zu grunde, auf ein ge- sprechung, die er für selbstverständlich hält, beantragt der " Vorwärts" muß unsere Losung sein. Einzeln sind wir macht- lungenes Bild sind mithin im Durchschnitt 50 Arbeitsstunden Vertheidiger noch die Kosten des Verfahrens der Staatstaffe aufTos vereint muß mit uns gerechnet werden! verwendet worden. Von den zwei Dutzend Photographien in zuerlegen, um wenigstens in etwas dem vorzubeugen, daß die Wir machen darauf aufmerksam, daß in unten benannten natürlichen Farben, die auf der Erde überhaupt erst nach der Interpretirungskunst in dieser Richtung noch weitere Fortschritte Lokalen Listen zur Einzeichnung ausliegen. Diese Listen werden vorgeführten Methode verfertigt worden sind, war der Vor- mache. Ein hervorragender Rechtslehrer habe den Groben- Unfugs jedoch spätestens am 27. d. M. eingezogen, damit alsdann am tragende etwa zehn Stück zu zeigen in der Lage. Es waren dies paragraphen kürzlich als das kriminalistische Mädchen für Wo bleibe da die Rechtssicherheit, 1. Mai pünktlich der Vorwärts" u. f. m. geliefert werden kann. Aufnahmen vom Sonnenspektrum, von Blumenstücken, sowie von alles" bezeichnet. Außerdem ersuchen wir die Parteigenoffen, ihren alten Spediteuren einem Schmetterling. Die Farben waren lebhaft und natürlich wenn durch diesen Paragraphen der Ausdruck der Das Gericht kam nach rechtzeitig die Abbestellung zukommen zu lassen. wiedergegeben und erinnerten etwa an matte Farbendrucke. Die sinnung inhibirt werden könnte? Listen zur Einzeichnung für das Abonnement auf den Theorie, auf welche sich die Aufnahme in natürlichen Farben furzer Berathung zu folgendem Entscheid: Es sei nicht Vorwärts"," Wahrer Jakob" u. f. w. liegen an folgenden stüßt, wurde nicht besonders eingehend erläutert; vielleicht ge- ausgeschlossen, daß innerhalb der Versammlung einzelne PerStellen aus: Für den Often bei Friz Wilke, schah dies nicht, weil fie, wie Herr Dr. Neuhaus sonen, beispielsweise die überwachenden Beamten, an der That Andreasstr. 26; Wiedemann, Blumenstr. 38; G. Böhl, am Schluß dieses Thema's bemerkte, nach neuerer Ent- des Angeklagten Anstoß nehmen fonnten. An sich habe ja ein Frankfurter Allee Nr. 74; D. 3abel, Frankfurter deckung auf einer ganz falschen Voraussetzung beruhen soll. Hoch auf die Sozialdemokratie keine besondere Bedeutung; es fei Allee 90; W. Lod, Friedrichsbergerstr. 11; Rattte, Krauts- Nach Beendigung dieses Theils der Vorführungen zeigte Herr das ebenso aufzufassen, wie das Hochlebenlaffen jeder beliebigen straße 48; 3ippte, Grüner Weg 14; Stabernad, Mühlen- Dr. Neuhaus eine Reihe überraschend schöner Aufnahmen von Partei, aber der Zusatz revolutionär" sei das entscheidende. firaße 49; Ch. Böhl, Rüdersdorferstr. 8; Bred schneider, Wolfenbildungen. Beim Anblick dieser prächtigen Photographien Hierin sei der Begriff des gewaltsamen Umsturzes enthalten und Rüdersdorferstr. 46; Röpnid, Schillingstr. 30a; Spät, mußte man in der That der Bemerkung des Vortragenden bei ebenso wenig wie es straffrei sei, die Revolution hochleben zu Weinstr. 28; H. Bolze. Landsbergerstr. 41; Vogel, Glbinger- pflichten, daß von unsern Landschaftern kaum ein anderes Gebiet lassen, könne der unbestraft bleiben, der Rufe wie„ revolutionäre ftraße 9; Owczaret, Langestr. 65. Für Süd- Ost bei: so sehr vernachlässigt werde, als das Wolkenstudium. Eine Sozialdemokratie" in einer Menschenmenge ausstößt. Man habe den Wilhelm Erbe, Cuvryftr. 25; Trittelwig, Falckenstein- weitere Ueberraschung waren die Vorführungen von photo- Ausführungen des Vertheidigers nicht folgen tönnen, sondern das straße 7; Toltsdorf, Görlitzerstr. 58; Streit, Naunyn- graphirten Schnee- und Eiskristallen. Eine derartige Fülle und Gericht habe auf 15 M. Geldstrafe oder drei Tagen Haft er. straße 86; Schilling, Pücklerstr. 55; Köppen, Reichen Schönheit der Formen, wie sie hier in riesenhaften Bergröße- fannt. bergerstraße 118; Schmidt, Adalbertstr. 16; Bieberstein, rungen gezeigt wurden, vermuthet wohl selten jemand in den Gegen dieses Urtheil ist sofort Berufung eingelegt. Das Lausitzer Platz 2; Fürstenau, Manteuffelstr. 52; 2ucas, unscheinbaren Schneeflocken, die im Winter zu Milliarden auf interessanteste ist, daß die Aeußerung, welche nach Ansicht des Wrangelstr. 32; Schayer, Reichenbergerstr. 54; Rumpf, die Erde fallen. Interessant waren weiter die vorgezeigten Auf- Gerichts für die Beurtheilung der That entscheidend" gewesen Wienerstraße 21; Roll, Waldemarstraße 61; Rach fall, nahmen von fliegenden Geschossen, sowie die Photographien sein soll, von Näther garnicht gethan ist. Waldemarir. 18; Gröppler, Naunynftr. 65 und in der diverser Batterien. Zum Schluß zeigte Herr Dr. Neuhaus eine Nicht auf die revolutionäre, sondern auf die inter Partei Spedition, Lausitzerstr. 2. Rethe Landschafts- und Genrebilder, die zum theil eine Heiterfeit nationale Sozialdemokratie ist das Hoch in der fraglichen Die Fünfzehner Rommission. im Bublifum erregten, wie sie wohl selten in den der ernsten Versammlung ausgebracht; auch die Anklagefchrift stützt sich auf Wissenschaft gewidmeten Räumen der Urania zu tage getreten ist. den letzteren Ausdruck. Das Staunen der Anwesenden, als sie am Freitag das Urtheil und die Begründung hörten, war, wie man sich Schlaftrunken in den Tod gelaufen ist Morgen gegen 2 Uhr der 48 Jahre alte Maschinist Wilhelm denken kann, nicht gering. Sonnenburg, der in dem Hause Cuvrystraße 2 wohnte. Er war bei dem Neubau der Oberbaumbrücke beschäftigt und hatte die Obliegenheit, während der Nacht die Pumpmaschine zu bedienen. Nun hatte sich Sonnenburg in der Nacht zum Freitag in seiner Wärterbude zum Schlafen niedergelegt und war so fest eingeschlafen, daß er nicht zu wecken war, als er um 11/2 Uhr an die Maschine gerufen werden sollte. Nach etwa einer halben Ein recht kraffer Fall von Personenverwechselung bes Stunde erwachte Sonnenburg von selbst, erinnerte sich sofort an seine Arbeit bei der Pumpmaschine, sprang auf und rannte aus schäftigte vorgestern die 135. Abtheilung des Schöffengerichts. der Bude hinaus. In der Schlaftrunkenheit konnte er sich nicht der Buchbinder Otto Buxbaum war der Beleidigung gleich zurechtfinden, lief daher nach der falschen Richtung anstatt beschuldigt. An einem Novemberabende des vorigen Jahres wurde Buxbaum gelegentlich eines Menschenauflaufs nebst zu seiner Maschine in das Wasser. Hierbei wurde der nur halbwachende Mann sicherlich noch vom Schrecken befallen, so- anderen Personen zur Wache gebracht. Er erhielt ein Strafdaß er feine Anstalten zu seiner Rettung machen konnte. Der mandat über eine Mark, beantragte richterliche Entscheidung und Körper wurde von der Strömung alsbald erfaßt und mit fort- Buxbaum nahm die Straffammer in Anspruch und erzielte hier wurde vom Schöffengericht mit seinem Einspruch zurückgewiesen. gerissen. Als Sonnenburg später gelandet werden konnte, war menschliche Hilfe nicht mehr nöthig, denn der Tod war bereits ein freisprechendes Erkenntniß. In beiden Terminen war der Schuhmann Koplin als Zeuge aufgetreten. Nach der letzten Vereingetreten. handlung begab der Angeklagte sich nach dem Polizeirevier, bei Der cand. med. Joseph Wall ist seit einiger Zeit verwelchem Koplin angestellt war. Er gab hier zu Protokoll, daß schwunden. Unglücksfall oder ein Verbrechen. Wer etwas über den Verbleib gar nicht als Beuge aufgetreten sei, sondern sich durch vor dem Schöffengerichte Die unglücklichen Anverwandten vermuthen einen Soplin in dem ersten Termin Der letztere des Verschwundenen weiß, wolle Theodor Wall, Andreasstr. 32, einen Kollegen müsse baben vertreten lassen. Nachricht geben. habe demnach einen Meineid geleistet. Die Ermittelungen ergaben das völlig Haltlose dieser Beschuldigung, worauf gegen Buxbaum obige Anklage erhoben erhoben wurde. Dieser Polizeibericht. In der Nacht zum 26. d. M. fiel ein beim blieb auch im Termin dabei, daß derjenige Schußmann, der im Das Disziplinarverfahren gegen den Amtsrichter Herrn Bau der Oberbaumbrücke beschäftigter Maschinist, als er sich an zweiten Termine als Zeuge aufgetreten sei, nicht mit demjenigen Dr. Schlössing zu Rixdorf ist, wie wir bereits gestern ge- die von ihm bediente Pumpmaschine begeben wollte, infolge tm ersten Termine identisch sei. Die Beweisaufnahme ergab, meldet haben, eingestellt worden. Die Beschlußkammer hat die eines Fehltrittes in die Spree und ertrant. Ani 26. d. M. daß der Angeklagte sich in einem starken Irrthum befinden Einleitung des Disziplinarverfahrens im legten Augenblick als morgens wurde in der Spree, an der Weidendammerbrücke, die mußte, oder daß er sich von einem nicht minder starken Rache unzulässig abgelehnt. Nach genauer Prüfung der Strafatten Leiche eines neugeborenen Kindes angeschwemmt. In einem gefühl hatte leiten lassen. Der Staatsanwalt nahm das letztere Noad( des Arbeiters, der von dem Gendarm Höppner brutali Hause in der Königgrägerstraße fiel nachmittags die Hausthür, an und beantragte 2 Wochen Gefängniß. Der Gerichtshof er firt worden war) hat die Rammer gefunden, daß Amtsrichter als fie nach erfolgter Ausbesserung wieder eingesetzt werden sollte, wog, daß schon recht unerklärliche Fälle von PersonenverDr. Schlössingt in der Verhandlung, aus welcher Höppner feine auf einen Tischlerlehrling und fügte ihm mehrere äußere Ver- wechselungen vorgekommen seien, nahm einen solchen zu gunsten Beschwerde herleitete, die Grenzen seiner Befugnisse nicht überlegungen zu. In der Wasserthorstraße wurde ein Kaufmanns- des Angeklagten an und erkannte auf Freisprechung. schritten hat. Bei der Motivirung des freisprechenden Urtheils lehrling durch einen Geschäftswagen überfahren und an den gegen Noack sei aus dem Munde des Richters auch nicht eine Füßen erheblich verlegt. Gegen Abend fiel in der Naunyneinzige Aeußerung gefallen, welche für den Höppner eine straße ein Mann in der Trunkenheit hin und zog sich eine be= Beleidigung bedeuten könnte. Der Vorsitzende eines Gerichts habe deutende Verlegung am Hinterkopfe zu. Im Laufe des Tages das Recht, in öffentlicher Sigung sich einem Zeugen gegenüber, fanden vier kleine Brände statt. der einen Meineid geleistet babe, in entsprechender Weise zu äußern, und er brauche keine Rücksicht auf den Stand eines solchen meineidigen Beugen zu nehmen. Nach Lage der Sache habe der Amisrichter den Gendarm mithin nicht beleidigt, = Nach den Manuskripten der Maifest Zeitung ist am Sonnabend fünfviertel Stunden lang in der Bading'schen Druckerei sowie in der Buchhandlung und der Expedition des " Vorwärts" gehaussucht worden. Das Resultat dieses polizeilichen Wirkens war selbstverständlich total Null. Von dem Eifer der Polizei bei dieser Affäre giebt die Thatsache einen Begriff, daß man selbst die Geschäftsbücher des Vorwärts" durchfah, nachdem die Sucherei nach dem Manuskript in den Bulten 2c. fich als vergebliche Liebesmüh herausgestellt hatte. Nach der Maifest- Zeitung ist im Laufe des Sonnabends bei einer ganzen Reihe Spediteure und Kolporteure gehaussucht worden. Die Mühe der Polizei wurde aber an allen Stellen färglich gelohnt; soweit uns bis zum Abend berichtet worden, ist nur bei einem einzigen Kolporteur eine Anzahl Exemplare, im ganzen 73 Stück, gefunden worden. Zur Baumblüthe in Werder. Die Parteigenossen, welche Werder zur Baumblüthe und im Verlaufe des kommenden Sommers besuchen, werden darauf hingewiesen, daß sich wie früher, so auch jetzt in diesem Orte ein Komitee von Führern gebildet hat. Dies Komitee stellt sich den Genossen zwecks wirkfamer Beobachtung der Lokalliste zur Verfügung. Die Parteigenossen, und vor allem die Arbeiterorganisationen jeglicher Art find bei der Dreiftigkeit, mit welcher gerade in Werder unsere Feinde die Arbeitersache bekämpfen, unter allen Um= ständen verpflichtet, sich einen oder einige Tage vor dem geplanten Besuch mit dem Führerkomitee in Verbindung zu setzen. Anmeldingen wolle man an die folgende Adresse richten: August Heimlich, Kugelweg 31, Werder a. d. Havel. und es sei deshalb das Disziplinarverfahren gegen Herrn Der flüchtige Bankier Pariser soll Zeitungsmittheilungen zufolge in Brüssel verhaftet sein. Witterungsübersicht vom 27. April 1895. Dr. Schlössingt als unzulässig abzuweisen und ein Stationen. zu stellen gewesen. Soweit wir unterrichtet sind, ist der Höppner trotz allem immer noch Sicherheitsbeamter!!! Die Genossen des 5. Wahlkreises, welche gewillt sind, bei der Darstellung der„ Lebenden Bilder" am 1. Mai mitzuwirken, werden ersucht, am Sonntag Morgen 10 Uhr im Schweizer Hamburg Garten", Königsthor, zur Probe zu erscheinen. Das Komitee. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) LALIBIBBB Wetter Temperatur BDARETTO( nach Celsius Swinemünde 756 755 1 756 1 757 1 757 52 3 757 762 1 764 753 Still Still NNW Regen wolfig Regen bedeckt bedeckt bedeckt Nebel 12 14 12 10 10 10 2 wolfig 6 halb bedeckt 756 N 3 bedeckt • 756 SSM 3 bedeckt •.. Berlin Wiesbaden. Ahlwardt, der Edle, hat am Freitag den fühnen Verfuch München. gemacht, fich in einer eigens zu diesem Zweck einberufenen Ver- Wien sammlung bei der Arbeiterschaft einzuschmeicheln. Ihm wurde Haparanda nach Gebühr heimgeleuchtet. Die Versammlung schloß mit einem Petersburg Cort. begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie. 50 G. 4° R.) Wetter- Prognose für Sonntag, 28. April 1895. Ein wenig fühleres Wetter mit veränderlicher Bewölkung, leichten Regenfällen und schwachen südlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Sweimal dreihundert Mark sollte der Kaiser Zeitungs- Aberdin.. berichten zufolge fürzlich verschenkt haben. Das Geld sei dem Paris ersten Ehepaar, das in der durch die Sonntagsschändung bekannt gewordenen Gnadenkirche getraut, sowie den Eltern des Kindes, das in diesem Institut zuerst getauft, in aller Feierlich feit und Förmlichkeit überreicht worden. Diese von einem Chemiker Dr. P. einer Schöneberger Korrespondenz übermittelte Notiz beruht von Anfang bis zu Ende auf Schwindel. Der erste Täufling war der Sohn eines Pastors, Namens Dürselen, und das erste Ehepaar Herr und Frau Husarenwachtmeister Schünemann. Keiner von diesen Leuten weiß etwas von einem solchen„ Gnadengeschent". Gerichts- Beitung. Ueber einen Geheimbundsprozek berichtet der offiziöse Telegraph aus Prag: In dem Prozesse gegen 16 Theilnehmer an einem verbrecherischen Geheimbunde wurde der Bergarbeiter Franz Sokol am Freitag wegen Verbrechens gegen das Sprengstoff- Gesetz zu 15 Monaten verschärften schweren Kerkers vers urtheilt. Die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Vermischtes. Neber ein militärisches Idyll wird aus Brünn vom Sonnabend berichtet: Ein Korporal des 8. Infanterie- Regiments schoß heute früh mit seinem Dienstgewehr auf zwei Infanteristen, welche ihn wegen Mißhandlung angezeigt hatten. Alsdann richtete der Korporal die Waffe gegen sich selbst. Alle Drei sind tödtlich verletzt. Auch einer, der feste um sich haut. Am 23. April wurde ein Dürener Elementarschullehrer von seinem eigenen Sohne in der unmenschlichsten Weise mißhandelt. Dieser ein Student, welcher schon viele Semester hinter sich hat, wurde von seinem Vater angegangen, doch endlich mit dem Studium Ernst zu machen. Hierüber erbost, griff der brave Sohn zum Messer und brachte seinem alten Vater fünf Stiche bei, wovon drei die Brust und je einer den Kopf und die Pulsader an einem Arme traf. Der tödtlich Getroffene ist, wie die Rh.-W. 3tg." meldet, ob seiner Leutseligkeit ein in allen Kreisen geachteter Mann, Der entartete Sohn wurde verhaftet. Ein Dammbruch hat im Vogesen- Departement furchtbare Verwüstungen angerichtet. Aus Epinal wird über das Unglück telegraphirt: Der Damm, welcher das sehr bedeutende Wasser= reservoir des Ostkanals in Bousen bei Epinal schüßte, ist Sonn= abend Vormittag in einer Länge von 100 Metern gebrochen. Zahlreiche Gebäude wurden fortgerissen, die Eisenbahnlinien überschwemmt. 40 Personen werden vermißt. Der Schaden be trägt über eine Million Francs. Nach einem weiteren Telegramm sind durch den Dammbruch vier Ortschaften zum theil zerstört worden; bisher wurden 38 Leichen aufgefundent. Ein Hochverräther sitt im Kanton Schaffhausen. Unter den zahlreichen Volkswünschen betreffend die Gestaltung Ein Hoch" in der Umsturz- Aera. Wir hatten seinerzeit der neuen Kantonsverfassung, die dem Verfassungsrath eingereicht davon Mittheilung gemacht, daß an den Parteigenossen Nät her wurden, befindet sich auch einer auf Anschluß des Kantons Schaffhausen an das Großherzogthum Baden.p Der Bürger, der dieses sonderbare Verlangen stellt, ist vermuthlich im Oberstübchen nicht ganz normal. Vom Schlachtfelde der Arbeit. In Denny, Schottland, fand am Freitag eine schwere Grubenexplosion statt. 164 Berg Teute wurden gerettet, 13 find, wie man annimmt, umgekommen. Die Hoffnung auf Rettung der in der Grube verschütteten BergYeute hat man aufgegeben. Ein Mann von der Rettungsmannschaft ist erstickt. Für den Inhalt der Juferate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine 8a11) anzugeben unter der die Antwort ertheilt werben soll. Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag wird von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft und Rath in Rechtsangelegenheiten ertheilt. Posamentiere. Aufrufe für die Maifeier nehmen wir nicht auf." Wir verweisen auf unseren Aufruf, den wir in Nr. 98 des " Vorwärts" gebracht haben. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Lehte Sonntags- Aufführung. Zum vorletzten Male: E Sonntag, den 28. April. Freie Volksbühne. Lessing- in Theater: 3. Abth. Nachmittags 21/2 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. National Theater: 6. Abtheilung. Nachmittags 2/2 Uhr: Der Pelikan. Opernhaus. Tannhäuser. Montag: Carmen. Schauspielhaus. fungen. langweilt. Wie die Alten Montag: Die Welt, in der man sich Deutsches Theater. Das Lumpengefinder. Montag: Pastor Brose. Leshing Theater. Die Generalin. Niobe. Montag: Diefelbe Vorstellung. Berliner Theater. Die beiden Klingsberg. Im Vorzimmer Sr. Exzellenz. Montag: Der Probepfeil. Neues Theater. Die Nervösen. Die Maffagetur. Montag: Diefelbe Vorstellung. leue W. 2. Der betr. Arbeiter hat gelogen. 28,60 Mark. Ueber die Ansprüche, welche auf grund der Uebernahme einer gemeinsamen Arbeit von Arbeitern desselben Arbeitgebers gegen einander erhoben werden, ist nach§ 3 Nr. 4 des Gewerbegerichts- Gesetzes vom Gewerbegericht zu entscheiden. Zuständig ist das Gewerbegericht, in dessen Bezirk die streitige verpflichtung zu erfüllen ist. Within ist in Ihrem Falle das Berliner Gewerbegericht zuständig. Sprechen Sie gelegentlich in der Sprechstunde vor. Unserm Freund und Kollegen Welt. Unferm Hasenhaide. Sonntag: Emil Thomas a. G. Grosses Concert. Bum 70. Male: Unsere Rentiers. Große Poffe mit Gesang und Tanz 4 Atten von Wilhelm Mannstädi und Julius Freund. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: Benefis für E. Possansky. Bum legten Male: Unsere Rentiers. Dienstag: Schluß der Possensaison. Benefiz für Robert Guthery. Die Leibrente. Passage- Panopticum. Neu! Eine Fahrt auf dem Entree 15 Pf. Im Riesenfahnensaale: 2282L* 21. Aubert die besten Glückwünsche zum Geburtstag. P. R. M. Sch. P. M. Todes- Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Großer Ball. Frau Auguste Schuster geb. Fafelt am 26. April durch den Tod entRAVE Herren 50 Pf., Damen 15 Pf. CHSH riffen ist. = Materialien Geschäft zu verkaufen Charlottenburg, Denabrückerstr. 1. Ein guterhalt. mod. Kindersizwagen billig zu verk. Lausitzerstr. 39, v. 2 Tr. r. Wer- Stoff- hat. Fertige Anzüge 20 M., feinste 8466 Buthaten, saubere Arbeit, wei Die Beerdigung findet Dienstag, den Aftien- Brauerei 30 April, nachmittags 4 Uhr, von der Anproben, Paletot 17,00, Hose Leichenhalle des Freireligiösen Kirch- 3,50. Münftr. 4, Engel. Friedrichshain hofes in der Bappel- Allee statt. ( Königsthor). Ed. Schuster und Kinder. Heute Sonntag: Danksagung. Grosses Militär- Konzert. gräbniß unseres lieben Baters, GroßEintritt 10 f. Kinder frei. Louis Keller's Festsäle, 29, Koppenstr. 29. Größtes u. schönstes Lokal Berlins. Sonntag, den 28. April: Golf Grosses Concert, vont Neapel. ausgeführt von der ganzen Kapelle des Berliner Blas- Orchesters unter Leitung des Dirigenten G. Graß. Während der Pausen: Grosse Soiree Schiller- Theater. Die aartiden Castan's Panoptikum. ber beliebten Norddeutschen Sänger. Verwandten. Ein Strafrapport. Montag: Don Carlos. Friedrich- Wilhelmstädt, Theater. Ein Flug durch die Luft! Der Obersteiger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Chamly's mysteriöse Residenz- Theater. Fernand's Ghe Katakombe. fontraft. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Montag: Diefelbe Vorstellung, Central- Theater. Unsere Rentiers. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alerander- Play- Theater. Durch gegangene Weiber. Alle 5 Barτίχους. Montag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Die lebende Brücke. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Rund um Wien. Dorothea. Montag: Diefelbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Der Mann im Monde. Montag: Robert und Bertram. Reichshallen- Theater. Spezialitäten Borstellung. American- Theater. SpezialitätenVorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner Theater.) Sonntag, 28. April, nachm. 8 Uhr: Abends 8 Uhr: Don Carlos. Dis zärtlichen Verwandten und Ein Strafrapport. Montag, 29. April, abends 8 Uhr: Don Carlos. Dienstag, 80. April, abends 8 Uhr: Don Carlos. Ueber Theater- Abonnements Reichskanzler Fürst Hohenlohe. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Feen- Palast Burgstr. 22, neben der Börse. Nur noch bis zum 30. d. Mts. 4 Geschwister Marteppi. Lebende Marmor- Tableaux. Mr. Petram's. International und Original ,, Theatré Fantoche Chaugeant. Brothers William. Troupe Latori. Helma de la Croix. Eduardo Sturla und Clown Bobbi. The trec Quatoris. Mr. Pertois. Riondé und Runge, Carl Jörgensen. Klufti und Mufti. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags 61/2 Uhr. and Eintrittskarten zum Theatergarten Unter den Linden 21. siehe die Anschlagsäulen. Nur noch diese Woche täglich. Adolph Ernst- Theater Ben- Ali- Bey's Madame Suzette. D orientalische Magie. Vaudeville Poffe in 3 Atten Sonntag, 5.Mai: Saison- Schluss. von Ordonneau. Musik von Edmond Audran.( Novität.) In Szene gefeßt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Die Rasse ist von vormittags 10 Uhr ab ununterbrochen geöffnet. Familienkarten Giltigkeit. Kaufmann's Variété. Schluss der Winter- Saison am 30. April. National- Theater. Hodies eit Große Frankfurterstraße 132. Direktion: May Samft. Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder Die lebende Brücke. Großes Sensationsschauspiel mit Mufit in 4 Atten( 11 Bildern), nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Elektr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst. Raffenöffnung 3 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. National- Theatergarten. Concert- und SpecialitätenVorstellung. Anfang 4 Uhr. Die 30 000 Dollar- Uhr, mit dem Oberammergauer Festspiele Zugftück b. Weltausstellung in Chicago. Naucke!!! zu sehen. Der populärste Mann Berlins. Lachsalven! Bombenerfolg! Die Kneipgenies. Ferner das uur aus fomischen Nummern bestehende Programm. Voranzeige. Mittwoch, 1. Mai: Eröffnung der Sommer- Saison im Sommergarten. Neumann Bliemchen's Leipziger VaudevilleGesellschaft. Willi Wolff, Horváth, Gipner, Lemke, Feldow, Ledermann. werden Stimmbegabte Herren Gründung Zaselbst mit 6 ersten Preisen getrönt. eines Doppelquartetts gesucht. Dirigent Ausgestellt in der Passage". Entree 25 Pf. übt frei. Treff: Reichenbergerfir. 185 bei [ 369M Jensch, Dienstag 81/2 Uhr. 8406 Nachdem: Grosser Ball. Bwei Orchester. E Anfang 6 Uhr. Entree 30 f Familien- Billets haben Giltigkeit. Louis Keller. 28/8 Knaben- Garderoben von den einfachsten bis zu den besten billigsten Preisen. J. 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Einleitung zur Feier des Tages: Große öffentliche Volksversammlung. " Als einziger Punkt steht ein Vortrag über: Die Bedeutung des 1. Mai" auf der Tagesordnung. Referent: Reichstags- Abgeordneter Genosse Wilhelm Liebknecht. 54/3 Alle Genossinnen und Genossen, welche sich an diesem Tage frei machen tönnen, ersuchen wir, zu erscheinen. Die Vertrauenslente. Nachm. von 4 Uhr ab in den Lokalen„ Bismarckshöhe“ und„ Triefethan's Salon", Sophie Charlottenstr. 94: Vokal- u. Instrumental- Konzert, Vorträge und Tanz, Großer Kinder- Fackelzug. E Entree 20 Pf. Das Komitee. Rixdorf. Große Maifeier! Rixdorf. Mittwoch, den 1. Mai 1895, vorm. 8 Uhr: Buchhandlung des ,, Vorwärts" Beuthstr. 2, Berlin SW, Zur Maifeier Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. ist soeben erschienen und von uns für Montag, den 29. April, Abends 8 1hr, bei Wilke, Deutschland in Vertrieb genommen worden: Was haben wir erreicht? Andreasstr. 26: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes, der Kassirer u. f. w. Ein Rückblick auf die Bewegung 2. Anträge. 3. Wahl. 4. Berschiedenes. für die Achtstunden- Arbeit. Von H. Thurow und H. Pronier. Preis 20 Pf. B Die Bahlstellen Rassirer sowie Arbeitsnachweis Rontroleure werden ersucht, die Listen betr. der Kontrollfarten mitzubringen. Dieses Schriftchen giebt auf 2 Bogen eine furz gefaßte Darstellung der Fortschritte, welche der Gedante des Achtstundentags in den einzelnen Ländern in prattischer Hinsicht bei den Are Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, pünktlich zu erscheinen. Oeffentliche Versammlung der Möbelpolirer 208/8 beitern, bei den Unternehmern und bei am 1. Mai, vorm. 10 Uhr, bei Steller, Koppenstraße 29. Nach Schluß: Ausflug nach Ober- Schöntveide bei Haverlandt. den Behörden gemacht hat. Wir empfehlen dasselbe bestens. Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 29. April, abds. 8½ Uhr, im oberen Saal der 165/4 Volks- Versammlung Armin- Hallen, in den Victoria- Sälen, Hermannstr. 45. Tages Ordnung: ,, Die Bedeutung des 1. Mai". Referent: Reichstags- Abgeordneter Fritz Zubeil. Diskussion. Nachmittags in den Lokalen: Victoria- Säle, Hermannstr. 45: Kommandantenstr. 20. Eröffnung des Sommerkursus durch den Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Brandje beschäftigten Berufsgenossen. 99/20 Dienstag, den 30. April, abends 8 Uhr, in Gründel's Salon, Brunnenstraße 188: General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Raffenbericht vom 1. Quartal. 2. Vortrag. 8. Diskussion. 4. Wahl eines zweiten Vorsitzenden. 5. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet leitenden Arzt Herrn Dr. Christeller: Charlottenburg. Der Knochenbau des Menschen. Aufnahme neuer Theilnehmer. Ausflug am 5. Mai, nachmittags 8 Uhr, nach Treptow, bet Arens, Neue Krug Allee. Der Vorstand. Wiersing's Salon, 3eutral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler Knesebeckstr. 77: Großes Vokal- n. Juftrumental- Konzert, und anderer gewerbl. Arbeiter unter Mitwirkung des Mundharmonika- Vereins ,, Vorwärts- Berlin u. der Gesangvereine Melodia",„ Grüne Giche"," Arion"," Harmonie"," Schneeglöckchen", Eing. Hilfsk. Nr. 3 zu Hamburg Filiale Berlin H. " Tren u. Ginigkeit",„ Freia" II"( Gemischter Chor). Witglieder b. Arbeiter Mitgliederversammlung Die Musik wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmunker" am Montag, 29. April, abends 8 Uhr, Sängerbundes Berlins und Umgegend. ausgeführt. Lebende Bilder. Festrede, gehalten vom Genoffen Rohrlack, Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. We Die Billets find für beide Lotale giltig. D Nach dem Konzert: BALL. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Entree 20 Pf. bei Tollsdorf, Görlitzerstr. 58. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1895. 2. Verschiedene wichtige Kassen- Angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 287| 17 Die Ortsverwaltung. Arbeitslose, welche gewerkschaftlich oder politisch organisirt sind, haben Posamentiere u. Berufsgen.! freien Eintritt und erhalten Billets in der Vormittags- Versammlung. 259/20 Das Komitee. Verband deutscher Gold- u. Silberarbeiter u. verw. Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin). Montag, 29. April, abends 8% Uhr, im Lokale Annenstr. 16: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag der Frau Ihrer. 2. Diskussion. 3. Kassenbericht. 4. Verschiedenes. Da die Versammlung pünktlich eröffnet wird, werden die Mitglieder ersucht, pünktlich zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. D 131/18 Der Vorstand. NB. Sonntag, den 5. Mai: Herrenpartie nach Buch. Treffpunkt: Stettiner Bahnhof, Vordere Halle, 7 Uhr 30 Min. Charlottenburg. Grosse öffentliche Versammlung aller Arbeiter und Arbeiterinnen am Sonntag, den 28. April, nachm. 2 Uhr, im Lokal ,, Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39. Tages Ordnung: 70/3 1. Vortrag über: Werth und Nugen der Gewerkschafts- Organisation". Referent: P. Jahn. 2. Distussion. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um pünktliches Erscheinen aller Arbeiter und Arbeiterinnen ersucht Der Vertrauensmann: O. Schüler. Partiewaaren en gros. M. Levy/ Lohrmann. détail. Strümpfe, brillantschwarz, 35 P., bocheleg. Tapiferien u. Stickereien, Mittwoch, 1. Mai, vorm. 10 Uhr: Versammlung im Alten Schüßenhauſe, Linienstraße 5. Vorheriger Sammelpunkt im König stadt- Kasino, Holzmarktstraße 72, vormittags 9 Uhr. 209/7 Der Vertrauensmann. Wichtig f.Händler, Marktfahrer und Geschäfte. Partien in Kleiderstoffen, Leinenwaaren, Flanellen, sowie Konfektions- Seidenstoffe u. s. w. zu den billigsten Preisen. Der Detailverkauf findet nur nachmittags von 8-8 Uhr statt. J. Weiss, Partiewaaren- Handlg., Kaiser Wilhelmstr. 17. Albrecht's Ballsalon Memelerstraße 67. Empfehle meinen Saal( faff. 500 Pers.) zu Festlichkeiten und Versammlungen. 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Es frage sich aber dann, ob sie berechtigt 3 und 5 Tage, gegen die Nichtrechtler und diejenigen, die nur waren, eigenmächtig zu fällen und es zu fällen, wie sie es fanden. im Mühlschlag gearbeitet haben, das niedrigste Strafmaß von Eine Verlegung des Artikels 936 des Forstpolizei- Gefeßes liege drei Monaten, gegen die Rechtler, die am 29. gefällt haben, vier unbedingt vor, da dieser Artikel sagt, bestraft wird, wer als Monate, gegen die Rechtler, welche am 30. gefällt haben, fünf Der Vorsitzende eröffnet die heutige Verhandlung um Waldarbeiter beim Holzfällen den Vorschriften des Be- Monate und für die, welche an beiden Tagen im Walde ge81/4 und setzt sie mit der Vernehmung der Sachverständigen fort. fizzers: zuwiderhandelt. Den Angeklagten wurde noch weiter arbeitet haben, 6 Monate Gefängniß. Gegen die des Auflaufs Sachverständiger Forstmeister Gitschger in Mitterteich zur Last gelegt, daß sie nicht nur das Holz, das ihnen Ueberführten bittet er eine Strafe von zwei Wochen anzusehen, schätzt den Wertb des von den Bauern gefällten Holzes sowie zustand, sondern ganz anderes besseres Holz mitgefällt haben. ebenfalls um zwei Wochen soll sich die sonstige Strafe erhöhen den Werth des ihnen zukommenden Rechtholzes und den ver- Nach dem Urtheil des einen Sachverständigen habe das gefällte bei denen, die ihr Gesinde oder ihre Hausfinder angeftiftet haben. ursachten Schaden ab. Die Klafter Nuhholz berechnet er mit Holz aus 70 pCt. Nuhholz und 30 pCt. Brennholz, nach dem Die Gesammtstrafen, bei denen die einzelnen Strafen zusammens 20,18 M., die Klafter Brennholz mit 16,62 m., der Schaden für Urtheil des anderen aus 86 pet. Nuhholz und 14 pCt. Brenn- gezogen sind, bewegen sich zwischen 6 Monaten 3 Wochen Gefängniß den Baron v. Zoller auf 1151 M. Da die Fuchsmühler zur holz bestanden und auch die Angeklagten konnten das Nuhholz und 2 Tagen. Die 6 Monate 3 Wochen sind gegen den Georg Entnahme von Holz an sich berechtigt sind, so fällt ihre Hand vom Brennholz unterscheiden. Es waren schöne, lange Stämme, Ronz beantragt, bei dem der Staatsanwalt sämmtliche drei Iungsweise nur unter Artikel 98, 6 des Forfipolizei- Gesetzes, die man nicht zu Klaftern zusammensägt. Daß die Angeklagten Delikte( Landfriedensbruch, Anstiftung hierzu und Auflauf) für der das unbefugte Fällen mit einer Ordnungsstrafe be- nur zum Bezuge von Brennholz berechtigt waren, unterliege nach erwiesen hält.( 6 Monate+2 Wochen+2 Wochen, zusammendroht. Forsimeister Brenner giebt als Sachverständiger der Beweisaufnahme feinem Zweifel. Die Angeklagten haben gezogen in 6 Monate 3 Wochen.) fein Gutachten dahin ab, daß die Fuchsmühler nur Brennholz das auch gewußt, denn sie haben in den letzten acht Jahren an- In der Nachmittags- Sigung nimmt zunächst das Wort der zu beanspruchen hatten, sie hätten also bei der Aufarbeitung das standslos nur Brennholz in Empfang genommen. Er müsse Vertheidiger Rechtsanwalt Bernstein: Traurig Nuhholz ausscheiden und nichts als Brennholz zersägen dürfen. schließen, daß die Angeklagten in der Absicht rechts- und schmachvoll, so lautete das Urtheil über die in Rede Der dadurch entstandene Schaden belaufe sich auf 1274,39 m. widriger Zueignung gehandelt haben, sie das Holz stehenden Vorgänge. Traurig, weil dabei ein großes Unglück wenn Der Forstsrevel ist dann vollendet, we Forststrafrechtlich stehe er auf anderm Standpunkt als sein fällten. der geschehen, schmachvoll, weil man der Meinung war, daß an dem Wenn nun Kollege Gitschger. Auch wenn ein Berechtigter in den Wald geht Thäter sich irgend eines Baumes bemächtigt hat, und das ist schon Unglück andere Menschen nicht schuldlos waren. und so darin haust, müsse der Artikel 79 angewendet werden, der Fall, wenn der Baum gefällt, von der Erde getrennt wird. der Staatsanwalt eingangs seiner Rede gesagt hat, es sei der von der widerrechtlichen Aneignung handelt. Vors.: Die Angeklagten hätten auch sicher das aufgeklafterte Holz fort alles geschehen, was geschehen konnte, um den Sachverhalt Hätte aber nicht der Fall eintreten können, daß die Fuchsmühler geschafft, wenn sie nicht daran verhindert worden wären. Die aufzuklären, so bedaure ich, nicht seiner Ansicht sein zu können. fich das aufgellafterte Holz dann hätten anweisen und Bauern haben sich auch zusammengerottet, sie waren räumlich Das fonnte garnicht der Fall sein, weil diese Verhandlung garDiese Behauptung abbuchen lassen?- Sachverständiger: Das kommt meiner und geistig eng verbunden, sie wollten en masse auftreten und nicht im stande war, alles aufzuklären. Ansicht gar nicht in betracht. Der Forstfrevel ist in dadurch ihr Vorhaben durchsetzen, jeder einzelne fühlte sich als tönnte man nur dann mit recht aufstellen, bei einer Verhandlung, dem Augenblid sollendet, wenn die Bäume unbefugt gefällt und Organ des ganzen, jeder einzelne war Theilnehmer an dieser in der nicht der eine Theil der Betheiligten als Angeklagte, der aufgeklastert sind. Der Sachverständige schildert die Beschaffen- Menge, die mit vereinten Kräften vorgegangen ist, und andere als Zeugen fungirt. Würde gegen die Soldaten vor heit des Waldes in früheren Jahren und jetzt. Früher war der jeder hat selbstthätig eingegriffen. Auch die Oeffentlichkeit der diesem Gericht verhandelt worden sein, das Ergebniß würde Lehnswald so schlecht, daß er nicht einmal das Rechtholz, ge- Busammenrottung müsse als festgestellt angesehen werden, anders ausgefallen sein. Die heutige Verhandlung kann nicht schweige denn eine Nuznießung für den Besitzer lieferte. Jetzt denn nicht nur die Berechtigten sind hinausgezogen, sondern jeder als Prüfstein alles dessen gelten, was überhaupt passirt ist. sei der Wald aber in gutem Zustande. Und so habe thatsächlich war den Rechtlern als Helfer willkommen, daher auch die große Mein Standpunkt ist auch sonst ein ganz anderer, wie der des der Waldbesitzer dafür gesorgt, daß die Ansprüche der Holzbe- Anzahl Angeklagter. Ueberall war die Möglichkeit gegeben, daß Staatsanwalts. Ich sehe die Vorgeschichte in einem ganz anderen Und diese Vorgeschichte ist eine Geschichte voll rechtigten befriedigt werden könnten. Ein lebhafter Meinungs- sich ihnen noch weitere Personen anschließen konnten. Der Ein- Lichte wie er. fireit entsteht zwischen dem Sachverständigen und den An- wurf der Angeklagten, sie hätten nicht gewußt, was der Bezirks- Jammer und Elend und ich will nicht sagen verweigerten, aber, geklagten, ob die Fuchsmühler berechtigt waren, das Holz zu ver- amtmann wollte, kann nicht gelten, denn die Angeklagten wußten ganz gewiß nicht gefundenen Rechts. Es giebt gewiß auch in langen, wie es der Echlag giebt oder nur Brennholz. Der schon vom Tage vorher, daß der Bezirksamtmann sie aus dem Fuchsmühl Leute, die gern prozessiren, aber nirgends giebt es Sachverständige verneint den Anspruch auf Holz wie Wald hinaushaben wollte. Es sei gleichgiltig, ob die Aufforde- eine ganze Gemeinde, die sich fortgesetzt mit einem rechtlichen es der Schlag giebt.- Rechtsanwalt Bernstein: rung des Bezirksamtmanns gelautet habe: Jch fordere alle die Seelenschmerz drapirt. Es ist wahr, daß es den Fuchsmühlern Sie haben es vorhin so dargestellt, als ob der Baron Zoller den jenigen auf, die hier unbefugt Holz fällen, oder: Jch fordere die sehr schlecht geht, daß sie Grund haben sich zu beklagen. Es Wald so rationell bewirthschaftet hat im Interesse der Fuchs- Versammelten auf. Denn der Bezirksamtmann wollte die steht fest, daß die Leute seit 300 Jahren ein Holzbezugsrecht mühler. Wie kommt es aber dann, daß die Fuchsmühler von Aufforderung nicht an eine beschränkte Zahl ergehen lassen und haben, das sie jahrelang entbehren, um das sie jahrelang streiten diesen Resultaten nicht das geringste bekommen haben. Es wäre ist von den Angeklagten auch nicht so aufgefaßt worden. Sie war mußten und für das sie sehr viel Geld von dem wenigen, was den Fuchsmühlern vielleicht lieber gewesen, sie hätten alle Jahr für alle gemeint und ist von allen auch in diesem Sinne verstanden sie besitzen, hergegeben haben. Wenn die Leute sagen:„ Wir ihr Holz bekommen und der Befizer hätte den Wald zu seinen worden. Alle, die die dritte Aufforderung gehört haben und wollen unser Recht", so ist das keine Komödie. Dieses Recht ist gunsten bewirthschaftet.( Heiterfeit. Die Angeklagten machen nicht gegangen sind, haben sich des Auflaufs im Sinne des ihnen sehr viel werth. Wenn der eine sagt:" In meinem Haus ist zustimmende Bewegungen.) Gesetzes schuldig gemacht. Es sind dies 18 von den 22, die in es finfier von Hypotheken, oder ein anderer: Ich weiß nicht, wo der Anklageschrift des Vergehens des Auflaufs beschuldigt sind. ich mein Bett hinstellen soll, wenn ich ins Haus trete, fehe ich Was die Strafzumessung anlange, so wird man nach Gruppen durchs Dach den blauen Himmel", so sind das keine leeren Redensverfahren müssen. Es werden alle gleich schuldig sein, die nur arten, sondern Beweise für die Nothlage. Es mag auch auf am 29. Oktober gearbeitet haben, nur der Reger hat hier eine feiten des Gutsherrn fein böser Wille vorgelegen haben, aber es Führerrolle gespielt. Er hat den Leuten zugerufen: Laßt Euch sollte nicht sein in einem Kulturstaate, daß Leute sagen können: Es beginnen die Plaidoyers. nicht abhalten, haut's zu!" Eine zweite Gruppe werden Wir haben ein Recht, es tritt uns auch kein Richter zu nahe, Staatsanwalt Daubner Er wolle sich nur an die die bilden, die nur am 30. Oftober gearbeitet haben, oder wir bekommen unser Recht doch nicht. Das Recht sitzt im Anklage halten und alle Momente, die ja vielfach berührt worden diese haben sich schon schwerer verfehlt, weil sie von den Vor- Gemüth der Leute seit Generationen und läßt sich nicht ausDer Staatsanwalt sagt: Die Leute haben Holz ge= feien, oder in gar keinem oder nur sehr losem Zusammenhang gängen am Tage vorher gehört und doch hinausgegangen find. rotten. mit der Anflage selbst ständen, unberührt lassen. Es bestehe Eine dritte Gruppe bilden die, welche an beiden Tagen genommen, was ihnen nicht gehörte und ihnen nicht zukommt. Da sonst die Gefahr, daß das Sachverhältniß verwirrt werde und arbeitet und sich dadurch am ſawersten gefeie, die nur Am ist doch erst die Vorfrage zu entscheiden, ob die Leute nicht nicht mehr flar sei, worauf die Anklage Gewicht lege. Die An wenigsten ist eine vierte Gruppe belastet, das sind die, die nur glaubten oder glauben fonnten, das Holz stehe ihnen zu. Ais geflagten fagen:" Alle die Handlungen, die uns zur Laft gelegt in dem Mühlschlag gearbeitet haben. Weniger belastet als die der Herr Wall ihnen sagte, sie sollten das Holz nicht da dachten sie, da foll der sind, haben wir vorgenommen im Glauben auf unser gutes Rechtler sind die, die nur als Dienfiboten oder Haustinder ohne Anweisung fällen, dem Unrecht anfangen. Er hat Recht." E3 frage fich zunächst, ob die Angeklagten gewußt draußen gearbeitet haben. Diese werden mit der niedrigsten Zoller nicht das Holz rechtzeitig anzuweifen, anzuweifen, thut es aber haben, daß sie widerrechtlich handelten, als sie das Holz sich Strafe zu belegen sein und ich stehe gar nicht an, zu er uns holten. Es kommt dabei nicht darauf an, ob der Lehnswald- klären, wenn mir lieber, für diese dieses nicht. Und nun, das Verhalten des Bezirksamtmanns! Hätte besitzer berechtigt war, Don dem Augenblick, 100 Es sind dann er nicht früher eingreifen und vermitteln müssen? Macht es er niedrigste Strafmaß weniger hoch wäre. bei der Forstpolizei den Antrag auf Ablösung stellte, die Liefe noch die Minderjährigen zu berücksichtigen, diejenigen, bei unser Staat wirklich nothwendig, daß, wenn irgendwo in einem rung des Rechtholzes einzustellen oder nicht. Diese Frage wolle denen noch das Vergehen des Auflaufs vorliegt und diejenigen, Walde Schaden angerichtet wird und der Bezirksamtmann nicht er nicht entscheiden. Er wolle sich sogar auf den Standpunkt denen noch eine Anstiftung zum Landfriedensbruch zur Laft ge- fertig wird, sogleich das furchtbare Mittel des Militärs einsetzen muß? Ich verneine das. Die Fuchsmühler sind keine Aufrührer, stellen, daß die Fuchsmühler troß dem Ablösungsantrage des legt wird. Ein Zeuge tgl. Forstaufseher Beermüller, Unteroffizier der Reserve im 6. Infanterieregiment, sagt aus, daß die Soldaten im Laufschritt und mit Hurrah vorgegangen sind. Ob der Lieutenant kommandirt habe, Marsch, marsch, Hurrah" könne er nicht sagen. Sonntagsplauderet. es wäre " verlieren"? Warum konnten die armen Racker waren, das geschah dann gleichsam aus tindischem Uebermuth, Geduld nicht aus angeborener Ruchlosigkeit und Tücke. Nur kurze Zeit von Ziegelarbeitern nicht noch ein paar Wochen zusehen, die sich als günstige Konjunktur gefeftigt geAusdauer noch, und das Unglück wäre nicht geschehen; und bis mitten im Gerichtssaal hätte der verzweifelte Aufschrei eines zeigt hätte? Die Gesinnungsverwandten der Unternehmer Bauern nicht gehört werden dürfen: In Frankreich haben wir und die Vertreter der Grandseigneurs der Finanz haben das im Nichts geht über freigebige Noblesse. So dachte der alte gegen den Feind nicht so losgeschlagen, als die Soldaten gegen uns, Wiener Parlament unter tebhaftem Vedauern betont! Und wer Mann im Sachsenwalde auch, als er die Beamten der Eisenbahn- ihre Landsleute". Die Bauern von Fuchsmühl find in keine wollte an der Ehrlichkeit ihrer Worte zweifeln? Wie in fleineren Verhältnissen so wird auch im öffentlichen. station Friedrichsruh, die von den pompösen Festen im glorreichen demagogische Echule gegangen. Sie ermessen nicht und können April nur die schwere Plage hatten, in herzlicher Bereitschaft nicht ermessen, was sich in diesen Tagen im Gerichtssaal zu Leben weitesten Maßes diefelbe Arie gesungen:" Geduldet Euch beschenkte. Die höheren Beamten erhielten Medaillen aus Weiden zugetragen hat. Sie wissen nicht in ihren Ausrufen von ein Weilchen, wir, die wir die Macht haben, wollen Euch Bronze nebst einem huldvollen Dankschreiben zum An Noth, wie sehr von ihnen die Lust an modisch- militaristischer patriarchalisch beistehen und mit freigebiger Noblesse für Euch gedenken, die Unterbeamten andere Gaben. Schade, daß Schneidigkeit recht eigentlich vor das Auflagetribunal geschleift forgen. Wollt Ihr Euch aber nicht gedulden, Ihr Tauges der beredte Telegraph, der dies Ereigniß aller Welt mittheilte, worden ist. Der trübjelige Anblick hätte der Oeffentlichkeit er nichtse, dann kommen Köller und Achenbach über Euch! Umfturzvorlage enthält es vergaß prächtige Maiengabe die im einzelnen die werthvollen Geschenke anzu- spart werden können. Herr v. Zoller hat es ja so gut gemeint. Die Gemüth สิน viel geben, die für die nichtgenannten Unterbeamten abgefallen waren. Er wollte ja den nothleidenden Bauern sich als gnädigster jetzt selbst für manches junkerliche Guten. The noch die entscheidenden Kämpfe um Wer weiß, welche sinnige Aufmerksamkeit das fürstlich zart- Herr erweisen und es ihnen gütigst gestatten, Holz im des fühlende Gemüth des gefeierten Nationalhelden fand, um den Forst zu fällen. Aber wenn Gnade als die rechte Wohl- diese Herrlichste von allen begonnen haben, da hat mancher arg Beladenen ein Labsal zu bereiten. Wer weiß, was aus der that erscheinen soll, so muß sie in aller würdevollen Feierlichkeit aus der Sippe der Herrischen sie wunderlich angestarrt; und Fülle von Trink- und Genießbarem, das Aldeutschland nach einherschreiten und darf vor allen Dingen nicht überſtürzt wieder erklingt die uralte Weisheit: Ausnahmegesetze wohl! Friedrichsruh entsandte, ausgewählt worden war, um die kleinen handeln. Dann erst wirkt sie wie eine eindrückliche Wohlthat zum Schuße der Ordnung! Aber der Adel verpflichtet zur Leute in Friedrichsruh auch einmal zu erfreuen. 3war fehlte es und das Haupt des Gnadenspenders tritt in voller ruhmwürdiger Freigebigkeit, also versuchen wir's in Gnaden mit Reformen. nicht an hämischen Spöttern, die das merkwürdige Vorkommniß, Beleuchtung vor. Das heißt, hübsch bedachtsam und feierlich; nur nichts überdaß der Jubilar im Sachsenwald den heißen Drang in sich Konnte Herr von Zoller ahnen, daß die Bauern von stürzen, ganz im Stile des Herrn von Zoller zu Fuchsmühl. verspürte, durch kleine Geschenke sich dankbar zu erweisen, Fuchsmühl so schlappe Gesellen seien? Daß sie der Verzweiflung Gnade will erfleht sein. Der niedrige Mann, über den sie scheint, nichtsnugig genug bewigelten. Diesen Leuten ist eben nichts nahe waren? Ist etwa Baron Zoller ein Unmensch und fein soll sie empfinden, wie eine heiß entbehrte Wohlthat. Auch Herr heilig mehr, und jegliche Empfindung für zarte seelische Fein Oberförster Graßmann ein Tyrann? Nein, Herr von Zoller ist von Achenbach, der Oberpräsident uufer hoher Vorgesezter, heiten ist ihnen verloren gegangen. Welche staunenswerthe, ein Grandseigneur und sein Oberförster ein treuer Diener seines wie Herr Stryck, der ehemalige Vorsteher der Stadtverordneten muß schließlich ungehalten werden über die uns Finesse, welche noble Zurückhaltung lag darin, daß man das Herrn. Und wenn eine bittere Fronie es wollte, daß die armen fagte Bewußtsein der Beamten, auch unter den schwersten, drückendsten Bauern von Fuchsmühl zu ihrer grimmen Noth noch die Schläge geberdige Ungeduld unserer Stadtvertreter. Erdreisten sich die, Umständen ihre Pflicht gethan zu haben, nicht durch Darreichen der Urtheilssprüche zu verfoften hätten, wer trüge Schuld daran, ohne erst Urtheil und Strafandrohung des hohen Vorgesezten" schnöder Werthobjekte kränkte. Den schlichten Leuten eine schlichte als die unselige innere Schwäche, die die Leute zur Verzweiflung abzuwarten, ihre Petition an den Reichstag unmittelbar, nachWer wird darum an der milden Güte nobler dem der Beschluß gefaßt worden, abzusenden. Solcher RebellenAnerkennung. Raschflüssig ist das Gold und was ihm gleicht; treibt? wie bald verrinnt es unter unseren Händen. Wie dauerhaft Seelen zweifeln, es sei denn ein Empörer oder ein haßerfüllter trotz ist unerhört und unser städtisches Parlament mußte sich darum fchon mit dem Konvent aus der Pariser Revolution vers hingegen ist eine Medaille von echter Bronze! Ihr Besitz Ankläger der Gesellschaft? nährt feine Begehrlichkeit und ruft keinen Neid her= Es geht an anderen Orten ebenso. Auch bei Wien fam es gleichen lassen. Der Konvent im rothen Hause! Heiliger Langers Dor. Ruhig darf man fich ihrer freuen; stets in den jüngsten Tagen aus gleichen Ursachen zu tragisch- blutigen hans, welche wahnwißige Hyperbel, wenn man unsere Stadte freuen; und kann man dabei das tröstliche Gefühl haben: dich armen Zusammenstößen. Das war bei den Ziegelarbeitern a Wiener verordneten in ihrer überwiegenden Mehrheit dagegen hält. Man muß voll sein von servilem Unterthänigkeitsgefühl, Teufel wollte der zartfinnige Spender nicht durch proßenhaft Berge. Dies sind ebenfalls feine übermüthigen Gesellen. In üppige Geschenke verlegen, die dir nur seine riesige Ueberlegen ihrer Mehrheit fommen sie aus slavischen Gebieten. Demuth wenn man sehnsüchtig auf patriarchalische Gnaden wartet; und heit an materiellen Besigthümern prahlerisch vor die Augen rücken. und Geduld ist das Erbtheil, das sie mitgebracht haben. Sie man muß weltfremd sein, wie Hans der Träumer, wenn man Man soll noble Finessen in seinem eigenen plumpen Un- find von Hause aus so sehr bedürfnißlos, und wenn sie mit an überquellende Freigebigkeit hoher Herren glauben wollte. geschick nicht gering schäßen. Auch Baron Zoller wollte sich Magerfäse ihr trocken Brot belegen dürfen, so murren sie nicht. Von vorsorglicher Milde giebt weder die wunderfame Maiengabe gegenüber den Bauern in Fuchsmühl nobel erweisen. Er hat Aber selbst trotz ihrer Bedürfnißlofigkeit fonnten sie nicht an das deutsche Volt, noch die Härte, mit der heute schon mit es doch in Weiden vor Gericht ausgesagt. Wenn die Bauern leben. Die Zustände, wie sie Pernerstorfer im österreichischen Konfiskationen und Verboten gearbeitet wird, mit der man heute in ihrer Einfalt nur nicht so stürmisch ihr Recht begehrt hätten! Reichsrathe bloßlegte, find grauenvoll. Wie Troglodyten, wie die Maifestfreude, wie den künstlerischen Genuß von der Bühne Mußte es denn zum tragischen Kampf um's Recht kommen, der schmutzige Höhlenbewohner leben fie in feuchten und lehmigen her dem Proletariat verfümmern will, Zeugniß ab. Je schwerer in aller Welt Aufsehen erregte, wenn freiherrliche Gnade Erdgruben zusammengepfercht. Selbst der Minister mußte die der Druck, um so elastischer der Gegendruck; und elastisch und mildherzig und patriarchalisch zu helfen entschlossen war? gesellschaftliche Lage dieser Arbeiter tief beklagen; und dennoch aufstrebend ist die junge sozialistische Welt; das beweist ihr Wenn sie nur hätten geduldig sein wollen, die aufgehezten friegten die Verzweifelten, als sie sich zum Streit verbanden, sieghaftes Fortschreiten bei den jüngsten Wahlen. Was will der Bauern. Der Pfarrer von Wiesau in der Oberpfalz fennt sie blaue Bohnen zu fosten, dank der schneidigen Attacke der jungaufschwellenden Kraft die grämliche Reaktion anhaben? genau, seine Fuchsmühler. Sie sind fromm und gar nicht dreift. Gendarmen. Wer hieß die auch, sich zusammenrotten"? Weil Trotz aller Konfistationen und Verbote kann sie ihr ernstlich nicht Sie wählten fiets, wie es sich für brave Leute geziemt; und die Bautbätigkeit plößlich gestiegen war, weil die Besitzer der einmal die diesmalige Maifestfreude verkürzen, weil eine große, wenn auch in der letzten Zeit einzelne sozialdemokratische Stimm- riesigen Ziegeleien am Wiener Berge wieder flotte Geschäfte" weitumfassende Empfindung noch niemals verschüchtert und ver= Alpha. zettel auf den Namen Grillenberger in die Urne geworfen worden machten, mußten darum gleich die Arbeiter ungebührlich die ängstigt vor kleiner Chikane zurückwich. " feine Revolutionäre. Ich will mich aller Uebertreibungen ent- fich oft, bas ganze Volt felten. Die Gemeinde sagt ganz richtig: 1 der zivilrechtlichen Ansprüche der Bauern an den Lehnsherrn. halten, aber das ist gewiß: Das Eingreifen des Militärs war Der schlimmste ist nicht der Zoller, der schlimmste ist der, der Er sagt u. a.: Es war der Bauern gutes Recht, über die nicht nothwendig. Der Staatsanwalt hält die Leute des Land- den Mittelsmann spielen sollte oder die Scheidewand darstellte. 3wangsablösung eine prozessuale Entscheidung herbeizuführen, friedensbruchs für schuldig. Dann hätten wir es ja mit Herr Wall hatte von der Regierung die Weisung erhalten, und es war nicht richtig, daß die Gutsherrschaft ihnen das Holz 150 Dieben zu thun. Aber den Leuten ist der Dolus der wider- mit dem Militär nur zu drohen, in dem Augenblick, wo er diese vorenthielt, sie war zur Lieferung des Rechtholzes verpflichtet. rechtlichen Zueignung nicht zuzutrauen. Sie haben sich auch nicht wie ultima ratio schon ausgeführt hatte und das Militär schon Die Bauern haben sich keines Uebergriffes schuldig gemacht, der Diebe benommen. Der Staatsanwalt rechnet ihnen in Prozenten das herbeigerufen war. Und der Bezirksamtmann, ein juristisch ge- Uebergriff liegt auf ganz anderer Seite. Man tann ihnen gefällte Musholz war. Man kann doch diese Sache nicht bildeter Beamter, scheint der grundfalschen Ansicht gewesen zu höchstens einen formalen Verstoß, aber keinen materiellen zur Last en masse behandeln. Vielleicht sind ein paar Spizbuben darunter fein, im Angesicht des Militärs dürfe er nicht mehr verhandeln. legen. Die Freisprechung ist deshalb gerechtfertigt. gewesen und haben nur Nutbola gefällt, vielleicht haben eine Wo steht denn das geschrieben? Er hat am zweiten Tage Nuhholz Der Staatsanwalt antwortet und Rechtsanwalt Bernstein große Anzahl nur Brennholz gehauen. Sollen die Unschuldigen die Leute im Wald sich gar nicht angesehen, er wußte erwidert noch einmal. Er schließt mit der Bitte um Frei. mit den Schuldigen bei dieser Massenbeurtheilung leiden? Der gar nicht, es auch ganz dieselben Leute, wie sprechung und fügt hinzu: Es wird das weitere Folgen haben, Vertheidiger beftreitet in längeren Ausführungen, daß das Delift am Tage vorher waren, mit denen er schon verhandelt hatte. weil das Voltagemüth einen Strahl des Lichts sieht, das heller des Landfriedensbruches vorliegt. Es ist zweifellos, daß wenn ein Die Leute haben ihn auch nicht gehört. Warum stellt sich der leuchtet, als selbst das Licht der erleuchtetsten Jurisprudenz, daß Delikt in einer Handlung konsumirt ist, der gleiche Thatbestand Bezirksamtmann 40 Meter entfernt? Hat er sich gefürchtet? das Volk wieder einmal fühlt, was uns alle, die wir Glieder in einem anderen Gefeßesparagraphen nicht hineingezwängt Wenn er sich die Herren Forstfrevler notirt hätte, so hätte diefes der Menschheit sind, über Religion und Partei und alles werden kann. Wenn alles, was die Leute gethan haben und sehr einfache Mittel vielleicht viel mehr geholfen. Der Bezirks- Trennende hinweg, einigt, daß die Leute das erste Mal das ist hier der Fall schon im Forststrafgesetzbuch vor- amtmann hätte es mit der Wirksamkeit seiner Aufforderung wieder das Gefühl haben, Menschenliebe erfahren zu gesehen ist, ist, darf der§ 125 nicht zur Anwendung wirklich genauer nehmen sollen. Das Geräusch der im Walde haben." Es ertönt anhaltendes Bravo im Zuhörerraum und tommen. Dem Theilnehmer an einem Landfriedensbruch Arbeitenden drang bis zu den am Rande Stehenden, aber nicht bis in den Reihen der Angeklagten. Der Vorsitzende läßt es ruhig muß das Bewußtsein der Störung des Rechtsfriedens zu ihm. Wie will er behaupten, daß ihn alle am Rande stehen- geschehen. Auf seine Frage, wer von den Angeklagten selbst inne wohnen. Das ist hier keineswegs der Fall. Ganz zweifel- den Leute verstanden? Ich bestreite es nach den Proben, die ich noch etwas zu sagen habe, tritt der Angeklagte Pappenberger vor. haft steht es mit dem Begriff der Zusammenrottung und dem persönlich an Ort und Stelle angestellt habe. Den starken großen Mann übermannt aber die Rührung, er ist Arbeiten mit vereinten Kräften. Die Leute sind im Walde nicht Von der Kommandantur ist in einer Erklärung gefagt feines Wortes mächtig. Der Vorsitzende schließt die heutige zufammengetreten, sondern dort zusammengetroffen. Keinem der worden, daß von den Waffen nur der absolut nothwendige Ge- Sigung mit der Mittheilung, daß das Urtheil Sonnabend um Theilnehmer ist es auf die Menge der Theilnehmer irgendwie brauch gemacht worden ist. Nun, ich glaube, die Verhandlung 1/211 Uhr früh verkündet werden wird. angekommen, feinem war es bewußt, ev störe durch sein Thun hat das Gegentheil erwiesen. Der Premierlieutenant Mayr hat die öffentliche Ordnung. Die Leute sagten sich: Wir thun heute die Soldaten auf das strengste ermahnt, Wehrlose, Weiber, Das Urtheil im Fuchsmühler Prozeß wurde am Sonndas, was wir thun würden, wenn das Holz angewiesen wäre. Fliehende und Greise zu schonen. Verwundet worden sind Wehr abend Vormittag verkündet. Ein Recht zu verwirklichen, wenn es auch noch einer formalen lose, Weiber, Fliehende und Greise. Dem strikten Befehl ist 143 Angeklagte wurden wegen Landfriedensbruchs und ForstVoraussetzung fehlt, fann einen aber nimmermehr zum Land- striftissime zuwidergehandelt worden. Als der Lieutenant die frevels, beziehungsweise Auftiftung hierzu zu 14 Tagen bis friedensbrecher machen. Auch der Begriff der Oeffentlichkeit Soldaten nicht mehr in der Hand hatte, ist ein sonst entschuld- 4 Monaten 15 Tagen Gefängniß verurtheilt, 3 Personen wurden ist nicht gegeben. Ich hätte sehen mögen, was ge- barer, aber hier unverzeihlicher Furor bei ihnen ausgebrochen. nur wegen Forstfrevels zu je 683,67 m. verurtheilt. schehen wäre, venn etwa 100-150 Leute aus einer Wenn es nun bewiesen ist, daß das Unglück in Ueberschreitung 5 Personen, die nur wegen Auflaufs angeklagt waren, wurden anderen Gemeinde sich angeschlossen hätten. Die Fuchs eines dienstlichen Befehls erfolgt ist, dann wird dieses Vergeben freigesprochen. Zwei Personen wurden gänzlich freigesprochen. mühler hätten sich dieser Fremden sehr energisch ge- hoffentlich noch seine Sühne finden und ich sage deshalb nicht, Die höchste Strafe erhielt der Bürgermeister Josef Stock. Die wehrt. Und nun abermals, wie hat sich der Bezirksamtmann wie der Staatsanwalt, die Sache ist erschöpft, im Gegentheil. Krämer Pappenberger und Sieger, die ebenfalls eine führende Wall verhalten? Er hat an den Baron v. Boller nicht Schließlich ist noch zu sagen, daß der Wortlaut der Aufforderung Rolle gespielt hatten, wurden zu je 4 Monaten verurtheilt. telegraphirt. Dieser Umstand hat nicht nur die Fuchsmühler mit dem Relativsaß, diejenigen welche Holz fällen, nicht den In der Urtheilsbegründung fagte der Vorsitzende, die Aufgeschädigt, sondern auch den Baron Zoller. Dieser war nur gesetzlichen Erfordernissen entspricht. Ich hoffe nicht, meine regung der Bauern set begreiflich, aber nicht so entschuldbar ge= durch seinen Oberförster Graßmann informirt und die Ver- Herren Richter, daß Sie, wie der Herr Staatsanwalt es will, wesen, daß Straffreiheit hätte erfolgen können. In den Kreisen handlung, hat milde ausgedrückt, ergeben, daß die Unbeliebtheit die Angeklagten mit einem halben Jahrhundert Gefängniß be- der unglücklichen Bauern hegt man furioserweise noch die Hoffdes Graßmann nicht unverdient war. Unverdient war das legen werden. Ueber das Strafminimum wird wohl im nung, daß eine Begnadigung erfolgen werde. unbedingte Vertrauen, was Herr v. Zoller, ein Mann aus edlem schlimmsten Falle nicht hinausgegangen werden. Aber geben Sie Geschlecht, tgl. Kämmerer und hervorragendes Mitglied unserer den Angeklagten, was sie so lange entbehrt haben, ihr Recht. vaterländischen Justizpflege, diesem Herrn Graßmann schenkte. Wer Und ihr Recht ist es, daß man das, was sie gethan haben, nicht an Geist größer ist, dessen vornehmste Pflicht sollte es fein, auch härter beurtheilt, als sie es gemeint haben. Ich bitte Sie, die an Herz größer zu sein. Uebermuth ist die letzte Eigenschaft der Angeklagten freizusprechen. Fuchsmühler, Armuth ihre erste. Goethe sagt, der einzelne irrt Rechtsanwalt Schmidt beschränkt sich auf die Grörterung Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, den 28. d.., bei Zubeil, Lindenstr. 106: Abend- Unterhaltung. 409 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks Versammlung: Friedrichsberg und Rummelsburg. Montag, den 29. April, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Heinecke, Friedrich- Karlstr. 11. Tagesordnung: 1. Einführung des Vertrauensmänner- Systems. 2. Verbandsangelegenheiten. Nichtmitglieder haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Vertrauensmänner- Versammlung: Südosten: Montag, den 29. April, abends 812 Uhr, 8½ bei Hoffmann, Oranienstr. 180. Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Filiale Nord. Montag, den 29. April 1895, abends 81/2 Uhr, im ,, Colberger Salon", Colbergerstr. 23: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Abrechnung vom Güstrower Streit. 3. Bericht von der General- Versammlung in Magdeburg. 4. Diskussion. 5. Verbands- Angelegenheiten. 6. Verschiedenes. 49/3 Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht aller Mitglieder, zu erscheinen. Die Verwaltung. Achtung! Wilmersdorf. Achtung! Große öffentliche Bolts Versammlung am Mittwoch, den 1. Mai 1895, abends 8 Uhr, in Klingenberg's Volksgarten, Berlinerstr. 40. Referent: Genoffe 0. Knauf über den 1. Mai. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. 25919 Achtung! Maifeier. Der Vertrauensmann. Achtung! Britz. Maifeier. Mittwoch, den 1. Mai, abends 7 Uhr, im Lokale von Güldner, Rudowerstraße Nr. 66: Große öffentliche Volks- Versammlung für Frauen und Männer. Tagesordnung: 1. Bortrag über: ,, Der 1. Mai und seine Bedeutung." Referent: Genosse Steinbart. 2. Diskussion. Nachher: Geselliges Beisammensein. Bu regem Besuch ladet ein Achtung! Der Vertrauensmann. 2681 * Anklage und Urtheil sind in höchstem Maße geeignet, den bisher stumpffonservativen und staatserhaltenden bayerischen Bauernstamm von oben bis unten aufzuwühlen. Die Fuchsmübler Affäre wird gute, ja berrliche Früchte zeitigen. Mit Wohlgefallen quittirt die Sozialdemokratie bei nächster Gelegenheit über den Empfang einer reichen Ernte! Grosse öffentl. Versammlung der Herren- n. Knabenkonfektions- Schneider u. Schneiderinnen am Montag, den 29. April, abends punkt 9 Uhr, in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10 und 11. Lages Ordnung: # 1. Bericht über die Konferenz mit den Geschäftsinhabern. 2. Dis tuffion. 3. Stellung zum 1. Mai. 852b Kollegen und Frauen, zeigt Guern Opfermuth und erscheint alle in dieser Versammlung. Die Lohn- Kommission. Achtung, Steinmetzen! Heute, Sonntag, den 28. April, vormittags 10 Uhr, im Viktoria- Sanl, Berlebergerstr. 13: Innungs- Gesellen- Versammlung. Tages Ordnung: Besprechung unserer allgemeinen Lage. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Gegründet 1891, Berlin. Der Gesellen Ausschuß. 851b Größtes Spezialgeschäft für Bettfedern u. Betten Weltbekannte billigste Bezugsquelle. L. Beutler, Berlin Haupt- Geschäft: Aderstr. 28, Gde Invalidenstraße. 2. Geschäft: Mariannenstr. 11. 8. Geschäft: Kurfürstenstr. 25. 4. Geschäft: Gr. Frankfurterstr. 42. Bettfedern Pfund 50 u. 75 Pf. 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Aber auch auf seine sonstigen abfälligen Bemerkungen glauben wir uns unter Berufung auf unsere dem Berliner Publikum seit einer so langen Reihe von Jahren bekannten Leistungen, speziell auf dem Gebiete des Adreßbuches, entschlagen und jede weitere Zeitungspolemit ablehnen zu fönnen. Wir wollen uns denn hier auch nur darauf beschränken, sachlich und bündig folgendes zit erklären: 1. 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Errichtung einer Turnhalle, wie Unterricht im Kollegen Rönsch. Auf Antrag beschloß die Versammlung, für Turnen auch für Mädchen. 3. Errichtung von öffentlichen Eine öffentliche Tapezirer Versammlung tagte am den Delegirten 8 M. Diäten und Reisegeld 3. Klasse festzusehen. Bedürfnißanstalten für beiderlei Geschlecht. 4. Regelung des 22. b. M. bei Grauer, Oranienstraße. Kollege Friedmeier er Bei Besprechung gewerkschaftlicher Angelegenheiten gab der in- Beerdigungswesen in Pankow. stattete zunächst Bericht über seine Thätigkeit als Delegirter zur valid gewordene Kollege Müller eine furze Schilderung von Gewerkschaftskommission. Da eine Diskussion hierüber nicht den Schwierigkeiten, die entstehen, um in den Besitz der Jn 22. April eine Versammlung einberufen, in der Dr. Pinn einen Schöneberg. Der Arbeiter Bildungsverein hatte am stattfand, wurde über die Vertretung der Berliner Tapezirer validenrente zu gelangen. Beachtenswerth für die Kollegen sei, mit Beifall aufgenommenen Vortrag über Materialismus hielt. gehilfen in der Deffentlichkeit diskutirt. Friedmeier, Wels und ja alle Papiere von den Arbeitgebern aufzubewahren, da zur Er- Die Diskussion bewegte sich im Sinne des Referats. Sodann einige andere Kollegen tadelten das Verhalten der früheren langung des Invalidengeldes der genaue Nachweis erforderlich wurde der Vorstand mit dem Arrangement eines Stiftungsfestes Agitationstommission, sowie die Ueberrumpelung in der letzten ist, was bei jedem Meister verdient wurde. Zum Schluß wies betraut; da für Schöneberg tein Lokal für diesen Zweck zu haben öffentlichen Versammlung. Da Friedmeier das Mandat Markiel's der Vertrauensmann Buchmann auf den Aufruf der Budapester ist, wurde beschlossen, das Fest in Wilmersdorf abzuhalten. Mit als Vertrauensmann nicht anerkennen will, so ersucht derselbe, das ausständigen Kollegen hin, und empfahl eifriges Sammeln auf dem Hinweis auf die bei Reßner, Grunewaldstr. 110, stattAmt eines Gewerkschaftsdelegirten mit dem eines Vertrauens- den Plägen für die Ausgesperrten. Hierauf wurde mannes zu vereinigen. Unter ziemlich scharfem Protest der der Versammlung ein Antrag unterbreitet, welchen der Ausschuß sammlung. findende Maiversammlung schloß der Vorsitzende die VerVersammlung warnt Feder vor Annahme des Antrags des Berliner Gewerbegerichts im Interesse der BaugewerksFriedmeier und ersucht in Gemeinschaft mit Markiel und Gruppe an den Bundesrath richtet. Es betrifft dies die Ein- Rosenthalerstr. 38: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über:„ Die GeundFreireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 28. April, vormittags 8 Uhr, Biester die Thätigkeit der früheren Agitationskommission zu fügung eines Gesetzesparagraphen über Einräumung einer bevor- fäge der Gemeinde." Um 10% Uhr vormittags, ebendaselbst: Bortrag vertheidigen. Schließlich wurde gegen 4 Stimmen Kollege zugten Stellung der Bauarbeiter zur Erlangung ihrer Löhne bei des Fri. Jda Altmann über:" Gerechtigkeit in Religion, Natur und GeFriedmeier zum Gewerkschaftsdelegirten und Vertrauensmann Subhastationen. Einstimmig machte die Versammlung dieſen ſellſchaft." gewählt. Zur Maifeier stellt Biester den Antrag: Von der Antrag zu dem ihrigen. Vergnügungs- Verein Italia". Sonntag, den 28. April, abends 6 Uhr, im Restaurant Roland". Elsasserstr. 26 1 Tr.: Bei ungünstigem Maifeier abzusehen, da, wie er in einer längeren schriftlichen Wetter: Fidelitas". Begründung ausführte, durch das nicht korrekte Hochhalten des Berliner Schwimm- und Geselligkeitsklub Salts Vorwärts". Pariser Kongreßbeschlusses die Maifeier von Jahr zu Jahr Versammlung. zurückgegangen fei. Dieser Antrag wurde unter schallendem Gelächter mit großer Majorität abgelehnt, dagegen beschlossen, sich Pankow. Am 20. April tagte hier eine öffentliche Volksder Gruppenversammlung der Lederarbeiter anzuschließen. An versammlung, in der Frau Ihrer über das Thema: Privatstelle des Kollegen Homann wurde Kollege Zinke in die Arbeits- eigenthum und Kommunismus" sprach. Die Rednerin schildert nachweis- Kommission gewählt. Nachdem noch bekannt gegeben, die kommunistischen Bestrebungen im Alterthum und zitirte einige daß die im Zentrum, Süden und Westen wohnenden Kollegen sehr absprechende Urtheile über das Privateigenthum aus der sich Alte Jakobstr. 83 im früher Wienecke'schen Lokale am 1. Mai| Bibel, um sodann im Anschluß hieran den Kommunismus der versammeln zum Besuch der Gruppenversammlung', erfolgte neueren Zeit eingehend zu behandeln. Hierauf wird sogleich in Schluß der Versammlung. eine Besprechung über die Stellung zum 1. Mai eingetreten. Es Eine gutbesuchte Steinarbeiter Versammlung, die am wird beschlossen, Vormittags eine Versammlung einzuberufen und 23. April in Cohn's Festfälen in der Beuthstraße tagte, beschloß, am Nachmittag einen Ausflug zu arrangiren. In die Lokaldie Arbeit am 1. Mai überall da ruhen zu lassen, wo es die fommission delegirte die Versammlung den Genossen Hübsche. Berufsgenossen ermöglichen können. Eine längere Debatte rief Sodann wird einer Resolution zugestimmt, die von dem Ge- Stallschreiberstraße 58 bet Witte. Die Ortskrankenkasse der Kürschner beschloß in ihrer letzten Delegirtenversammlung, den Kontrakt mit dem Verein Dienstag, den 30. April, abends 9 Uhr, Neue Hochstraße 36: General= freigewählter Rassenärzte" zu erneuern. " " Theater- und Vergnügungs- Verein Fritillaria". Sonntag, den 28. April, abends 6 Uhr, bei Herrn Dreßler, Barnimstraße 16: Gizung. nach derselben: Gesellschafts- Abend, Tanz und Vorträge. Theater- und Vergnügungs- Verein„ Eldorado". Sonntag, ben 28. April, nachmittags 4 Uhr, Alerander- Garten, Alexanderstr. 80: Stzung. Nach der Sizung: Fidelitas". bei Birk, Straußbergerstr. 3: Vortrag und Tanz. Vergnügungsklub„ Ostend". Sonntag, den 28. April, abends 6 Uhr, Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 29. April, abends 8½ Uhr, im oberen Saal der Arminhallen, Komman= bantenstraße 20: Vortrag des Herrn Christeller über: Der Knochenbau des Menschen u. s. w." Aufnahme neuer Theilnehmer. Am 5. Mai: Ausflug mit öffentlicher Uebung nach Treptow. Nachmittags 3 Uhr, bei Arens, Neue Krug- Allee. Sterbekasse von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- AktienGesellschaft. Heute, Sonntag: Zahltag Ackerstraße 123 bei Stümfe, und Institut für Gelegenheitskäufe Central- Leihhaus- Ausverkauf, einzig in seiner Art in Berlin. 72 Jägerstrasse 72( 3wischen Kanonier- u. Mauerstraße, parterre). 10 000 moderne Frühjahr und Sommer- Paletots und Anzüge, Mode 1895, nen und wenig getragen, in besten Stoffen und neuesten Mustern von Mt. 8, 10, 12, 15, 20-30( Pracht- Exemplare). 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Eckhardt in Berlin: Die mir von Ihnen übersandten 2 Uhrgehäuse- Dedel mit der Marke Neugold babe ich einer Prüfung unterworfen. Das Metall hatte bei der Uebergabe eine goldähnliche Farbe, welche nicht durch Vergoldung hervors gerufen ist, sondern eine specifische Eigenschaft der Metallcomposition iſt. Ich habe ferner die Legirung geprüft in Bezug auf die Einwirkung von chamischen Agentien. Die Einwirkung von Salzsäure, Schwefelsäure, Ammoniat ist unbedeutend. Dagegen ist diejenige von Salpetersäure und Königswasser im Anfang sehr start, läßt aber rasch nach. Nach Aufpoliren mit Pariser Roth zeigt das Metall ursprünglichen Glanz und Farbe. Es ist daraus zu entnehmen, daß das Metall sich gut tragen wird und daß dasselbe nach langem Tragen nur wieder aufpolirt zu werden braucht, um sofort seine ursprüngliche Farbe und Glans wieder zu bekommen. Berlin, 6. März 1895. E. Eckhardt." Das Original dieses Gutachtens ist in meinem Schaufenster zu Jedermanns Ueberzeugung ausgehängt. 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Eine in ihrer vollendeten Form sowohl wie meine langjährigen Erfahrungen und mein ganzes façon, ca. 10% em lang, ca. 5%, em Umf., dieselbe in durch ihre köstliche Mischung hergestellte Cigarre aus Rönnen habe ich bei der Zusammenstellung der fchlantem Façon ca. 10 cm lang, 5 em Umf. Hervor mildvollen und würzigen, edlen überseeischen legten 3 Marken aufgeboten und bin nunmehr der ragend im Geschmad, kann ich sie Jedem empfehlen, Tabaken, mit ostindischer Decke, deren außer festen Ueberzeugung, daß auch die letzten beiden deffen Beruf es erheischt, viel Cigarren zu rauchen ordentlich hervorragende Eigenschaften Jeben Marken sich desselben Beifalls erfreuen werden, wie per 100 Std. Mk. 3,00. Jimmer mehr interessiren werden, je länger er sie raucht die Marke Raphaëli III. Marke 7( Sumatra), etwas kleiner im Façon, be= per 100 Sid. Mk. 5,00. W Neu, Neu, Neu!!! Holländische Cigarren, Prima Rembrandt van Ryn Nr. 3 per 100 Std. 5 Mr. Nr. 2 per 100 Std. 6,50 Mt.-Nr. 1 per 100 Std. 8 Mr. Die Länge dieser 3 Marken ist ca. 15 cm, der Umfang ca. 4 cm. Alagoas- Felix- und Vuelta- HavajiaCigarren, wie sie bei mir täglich unter den Fingern der Roller weg zum Verkauf und Versand kommen, die nicht im Entferntesten belästigen und hauptsächlich, frisch geraucht, die hervorragen dsten Eigenschaften documentiren, empfehle ich den Freunden und Kennern saftiger Qualitäts- Cig, arren in folgenden Größen und Marken: Hochfeine Vorsten Java m. Felix, dirrchans mild, Diplomaten- Façon, ca. 12 cm lang, 54 cm Umfang, per 100 Stück Mk. 4,50. Alagoas- Felix, Torpedo Façon, ca. 11 cm lang, 5%, em Umfang, per 100 Gild 21. 5,-. Reina del Alagoas, ca. 14 cm lang, 6 cm Umfang, per 100 Stück 10 it. 6.-. Bei dieser Cigarre ist die Brandfläche bouquetartig unbeschnitten und ist dadurch ein mangelhafter Brand vollständig ausgeschlossen, und hat der Raucher sofort den Vollgenus des Tabaks. Mandi Angin m. La Cruz des Almas, TorpedoFaçon, ca. 11 cm lang, 5%, em umforng, per 100 Stild it. 6,-. Deli Maatschappy mit Felix un Havana, Diplomaten- Façon, ca. 12, em lan g, 51 cm per 100 Stild Mr. 6, Vuelta Havana, Torpedo- Façon, ca. 11, cm lang, 5 cm Umfang, per 100 Stücf Mr. 7,50. Gine Musterkiste obiger 6 Marten zusammen 100 Stüit. 6, Umfang, Der passionirteste Raucher wird in diesen Cigarren nach jeder Richtung hin ob er an milde oder kräftige Cigarren gewöhnt ist nicht nur die vollste Befriedigung finden, sondern dieselben als seine unentbehr trachten. deutend eleganter ausgestattet, in Einfalliſten ver Neu, Neu!! Marke Prima Bahia Felix, padt, zu Geschenken geeignet, per 100 Std. Mk. 3,00. Mocca- Cigarre, ca. 9 em lang, 4 cm Umfg., ge- Bodfaçon, ca. 10% cm lang ca. 5% cm Umf., wird nußreich zum Kaffee, wirkt belebend, vollwürzige, hoch: Jedem die freundlichste Vermittlerin zu seiner Be edle Cigarre per 100 Std. MK. 3,50. friedigung werden, dem das dauernde Rauchen von Marke Manilla- Cigarre, ca. 11 cm lang, an Havana- Tabaken einen leisen Groll gegen dieselben b. Brandfläche ca. 5%, em Umf. per 100 Std. Mk.3: 50. eingeflößt. Sie trat früher ähnlich unter dem Namen Viele Raucher haben eine Abneigung gegen Manilla- Regenerativ- Cigarre" auf, doch nicht annähernd Zabat, weil der Geschmack desselben seiner Schwere und in dieser Vollkommenheit. Entzückendes Aroma Schärfe wegen Augen und Gaumen belästigt.( St. Felix Charakter), vollwürziger Geschmack, dabei Nichts von alledem hat diese Cigarre, abweichend von außerordentlicher Milde sind die bevorzugten von der echten Manilla ist sie von der außer- Eigenschaften dieser Cigarre per Kiste 250 Stüdlichsten Marken nach einmaligem Versuch be ordentlichsten Weichheit im Geschmad, der besten Bus enthaltend Mt. 13,50 franco Haus. verlässigkeit im Brande und von köstlichstem Aroma. Neu! Marke Vuelta Abajo, ca. 10%, em Insbesondere ist diese Cigarre auch Statspielern lang, ca. 4 cm Umf. Die Krone aller Havana zu empfehlen, da sie erstlich sehr groß folglich Tabake, der Gipfel köstlichen Aromas und mildesten sehr sparsam von außerordentlich zuverlässigem Geschmacks, ist die Cig. mit 12 Mr. per 100 Stüd Brande ist. nicht zu hoch bezahlt. Durch den vortheilhaften Ein Jagdsport- Mocca, auch Liebchen- fauf von über einer halben Million verkaufe ich per 100 Std. Mk. 6,00. Cigarre genannt( Deli Maatschappy), ca. 9 cm biefelbe mit -W . Der Alleinverkauf für Deutschland ist mir übertragen. Da ich voraussetze, daß auch diese Marken balb von ber Concurrenz ge fälscht werden, erkläre ich hiermit, daß jebes Riftchen Cigarren dieser Marken mit meinem Firmenstempel versehen wird und daß ich nur in diesem Falle für die Vorzüglichkeit eintrete. Jede dieser Marken dient mir als Erapfehlungsbrief, und ein einmaliger Versuch genügt, um nicht mehr von ihnen zu lassen, auch find sämmtliche Marken troden zu haben. Echt importirte Cigarren, afiatisches Gewächs, welche von alt raffinirten Rauchern bezüglich ihres Aromas sowohl als Mf. 5,-. lang, ca. 2 em Umf., ift vermöge ihrer wunder- Sinweis! Diplomaten- Cigarre, voluminöfer Neog, Bod, milb umb volt per 100 Cid Mk. 9,00 auch in sanitärer Hinsicht den echten Havanapollen Tabakzusammenstellung von einschmeichelndſtem bisher, ca. 124 cm lang, ca. 6 cm groß und Stück Importen vorgezogen werden, ca. 10% cm lang, Aroma und hervorragend bestem Geschmack Umf. Im Aeußeren sowohl, wie auch in der Mischung Neue Marke General, ca. 10, em lang, em Umfang per 100 Stüd pr. 100 Std. MK. 3,50. Die vornehmste Schöpfung, wird sie jedem Raucher, ca. 51%, em Umfang. Mit dieser Havana- Cigarre, Marke 9, ca. 10% em lang, ca. 5 em Unif. mit 2a fet er an milde oder kräftige Cigarre gewöhnt, Gaumen, welche aus einer Zusammensetzung der alleredelſten Cruz des Almas gemischter Einlage Geruchsin und Auge auf das höchste befriedigen" Tabake besteht, glaube ich nicht nur den raffinirtesten ca. 10 cm lang, 5% cm Umfang per 100 Stück MI. 6, Schuhe u. Stiefel in elegant. Ausführung, aus bestem Material hergestellt. 3 Bitte!! Tros borhergegangener peinlichster Kontrole können sich an den von mir in den Handel gebrachten Waaren, ganz gleich ob bei Herren- Garderobe, Schuhwaaren oder Cigarren 2c. z. nicht sofort sichtbare Mängel herausstellen, welche den Stäufer glauben machen könnten, minderwerthige Waare erhalten zu haben. Getreu meinem alten Princip, bleibt keine Reclamation unberücksichtigt. Der Käufer empfängt ganz nach Belieben entweder neuen Ersaz in Waaren oder sein Geld und Auslagen, sowie und bei ausgiebigste Entschädigung für die gehabte Mühewaltung Stiefeln oder Garderobe- wenn thunlich die getragenen Gegenstände reparirt dazu, ohne einen Pfennig dafür zu bezahlen. Sämmtliche hier folgende Schuh- und Stiefelsorten können 25-50% unter nachstehenden Preisen verkauft werden, wenn diefelben aus Factis( sogenanntem Kunstleder, welches aus Jebes meiner Schuhwaarenfabrikate ist auf das Beinlichste und Reellste von bestem Material hergestellt, und übernehme ich für die Haltbarkeit volle Garantie. Die mit einem bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage hergestellt, da sie sonst ihren Zweck sehr leicht zu sein nicht erfüllen würden. Diese Artikel find als solche auch die reellsten und werden nicht anders in den Handel gebracht. Gs lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die sich in Schuhwaaren zwischen Sohle und Brandsohle befindet, minderwerthig ist, sobald sie aus Spahn und nicht aus Leber besteht. Diese Ansicht ist eine irrige. Die Spahneinlage ist um mehr als das Vierfache theurer als das Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt. Spahneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch in sanitairer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder. Auf die Haltbarkeit übt die Einlage keinen Einfluß aus. Achtung!! Lederpappe und Gummi zusammengefent ift) im Zuchthause hergestellt sind. Jeder Käufer solcher Waare ist um sein ausgegebenes Geld betrogen. Gemißbraucht wurde meine Soulanz vielfach infofern, als man von mir Entschädigung flir fehlerhafte Waaren verlangte, die bei unreeller Concurrenz gekauft worden find.- Um berarkigen Auswüchsen • 1,50 Mt. ( Damenstiefel.) Schaftstiefel von Rindleber, starkes oder schwa Farbige Meltonpantoffel mit Filzfohle schwaches . • 3.75 9. unreeller Käufer entgegen zu treten, habe ich seit Jahresfrist Entschädigung sfarten eingeführt. Jeder Käufer erhält eine solche und hat dieselbe aufzubewahren, denn nur gegen Vorzeigung einer Entschädigungskarte werden Reclamationen berüdsichtigt. Für auswärtige Käufer genügt die empfangene Rechnung. Kalbleder- Zugftiefel Handarbeit, bestes Karlsbader Dieselben m. Lackspike 6" hoch im 3uge 4,00 Mr.Kalblad- Spangenschuhe* m. Spitzen u. Schleifen bis ( Herrenstiefel.) Fabrikat mit zwischengelegter Doppelfohle 11,00 Mt. Roßleder- Bugstiefel, 5" hoch im Zuge, genäht 4,50mt. 18 em Chagrin Hausschuhe mit Lasche u. Abja 3,90 Mr. Diefelben mit eleganter Ladkappe, 6" hoch im Buge, Diefelben bis 22 cm 4,25 Mt. Farbige Meltonpantoffel mit Filzfohle 0,50 21 Lasting- Bugschuhe m.Ledersohle u.Seitenleder3,50 Mt. auf Rand genäht 5,75 u. 6,50 Mr. Gemsleder- Spangenschuhe in gleicher Ausführung Plüschpantoffel mit Ledersohle, burchnäht 1,20 r. Dieselben mit Ladfpige 4,00 Mr. Kalbleder- Halbschuhe zum Schnüren oder Knöpfen bis 18 em 3,25 M. Saffian- Lederpantoffel mit geftifteter Ledersohle, Rohleder- Kellnerschuhe, genäht, mit zwei Gummizügen auch mit Ladblatt * 5,75 Mt. Dieselben bis 22 cm 3,75 M. gepolstert. 4,25 Mr. Roßleder- Knopfstiefel, auf Rand genäht, mit aus- Braune Leder- Strandknopf und Schnürstiefel bis Dieselben mit Ledersohle und Lederpolster 2.10 Mr. Braune Segeltuch Schnürschuhe mit Lederbesag und genähten Knopflöchern. 6,75 und 8 t. 18 cm 5.75. Lederpantoffel,* auch Schlappen genannt, durch durchgenähter Gummisohle oder mit Ledersohle( Sport Satin- Kalbleder- Bugstiefel, mit und ohne Ladipike, Dieselben bis 22 cm 6,50 WII. genäht 2.25 Mt. und Radfahrerschuhe) 4,25 M. auf Rand genäht, 6" hoch im Zuge 7,25 u. 8,25 Mit. Stulpstiefel, mit und ohne Badstulpe, aus genarbtem Dieselben mit zwischengelegter Kortfohle 2,60 Mt. Roßleder Halbschuhe zum Schnüren od. mit Gummi Glacé- Bugstiefel, fammetweich, auch mit Lackblatt, Rindleder, bis 16, cm innerer Länge 4,25, bis Plüsch u. bunte Cordenet- Schuhe mit Ledersohle zug, mit Knopfverzierung 4,50 Mt. sehr hohes Façon, auf Rand genäht 7,75 f. 19 cm 4,50, bis 21 cm 5,00, bis 23% cm 5,75 Mt. und Absäzen. 3. Mr. Rohleder Besatz- Halbschuhe, zum Schnüren oder mit Satin Kalb Knopfftiefel, auf Rand gelb genäht Erstling-, Baby- und Mädchenschuhe Don Leder Roßleder Turnschuhe, ohne Absaz mit 2 Gummi Gummizug, auf Rand genäht 6,00 mt. 8,50. 9,75 Mt. find in größter Auswahl und jeder Ausführung zügen, genäht 3.25 Mr. Satinirt Roßleder Halbschuhe auf Rand genäht mit Glacé- Bugstiefel m. Befaz u. echter, hoher Knopflasche, sowohl schwarz als farbig am Lager; Wiederverkäufern Confirmanden- Schaftstiefel von Rindleder bis 24 cm Befag in noch eleganterer Ausführung mit Gummi aussehend wie Knopfstiefel, mit rings Lackbesaß aus gewähre schon bei Entnahme von 1 Dz. Paar Rabatt. innerer Länge 3,75 Mt. ügen 7,00 Mr. einem Stüd 9,00 Mt. Das Befohlen( Kernleder echte Luxemburger Confirmanden- Zugftiefel von Roßleder mit Besag u. Glacé Knopfftiefel, sammetweich, in vorstehender Gichen- Lohgerbung) der Herrenstiefel einschließlich der Knöpfen bis zur inneren Länge von 24 cm 4,50 r. Ausführung, auch mit Lackblatt 9,25 u. 10,25 t. Abfäge berechne ich mit 1,90 mt., genäht 10 Bf.theurer; Dieselben rings mit Kalblackbejazz 9,50 u. 10,75 Mt. desgleichen Damenstiefel 1,40 Mt. genäht 10 Pf. Oberleber, jetzt nur 0,35 B. Braune Leder- Strand: u. Schnürstiefel 8.75 M. theurer. Auf Wunsch Anfertigung nach Maj Für Specialität: Rindleder Bugstiefel in prima aus Plüschpantoffel durchgenäht m. Ledersohle 0,90 m. Damen ist in besonderen Räumen weibliche Begesuchter, frischer Waare, Bollleber ohne Seitennaht, Sammt Pantoffel bunt gestickt mit durchgenähter dienung vorhanden. eigenes Fabrikat, Handarbeit, das Beste, das ich je Ledersohle und Lederpolster 1.50 Mt. geliefert 5,25 wit. Saffian- Lederpantoffel mit Ledersohle und Leder Rok- Bugstiefel mit Seitennaht, genagelt 5,00 mt. polster 1,85 f. Specialität: Rindleder Schaftstiefel ungeschwärzt in Lederpantoffel mit zwifchengelegter Kortjohle 2,10 Mr. Mohleder Halbschuhe zum Schnüren, prima ausgesuchter Waare, eigenes Fabrikat, Hand- Leder- Pantoffeln, auch Schlappen genannt, bis 25 cm. bis 18 cm 6,00 Mr. 1,50 mt. Diefelben bis 22 cm Spiegel- Roßleder- Zugftiefel ohne Seitennaht, genagelt Baftingschuhe mit Gummii auf dem Blatt, durch Rohleder- Zugschuhe, genagelt, bis 18 cm eigenes Fabrikat, Handarbeit 6,50 M. genäht mit Absaz und Seitenleder 2,10 M. 22 cm 3 m., bis 25 cm( einbällig) Spiegel- Rok- Zugstiefel ohne Seitennaht, doppel- Dieselben mit Seiten- Gummizügen und Rohleder Turnschuhe ohne Absah mit foblig, genagelt, eig. Fabrikat, Handarb. 7,50 wt. Ladipige. 2,75 Mt. ügen, genäht, bis 18 cm innerer Länge Rofleder- Zugstiefel, a.Rand genäht, Handarb. 7,50mt. Roßleder Hausschuhe, ausgeschnitt., genäht 2.75 wt. Dieselben bis 22 cm innerer Länge Roßleder- Zugstiefel mit Befag, Knopfverzierung und Gemsleder Promenadenschuhe*, ausgeschnitten, mit Diefelben bis 26 em innerer Länge burchlochter Kappe ebenfalls 7,50 Mr. Schleife und Spigfappe 2,50 Mt. Rokleber Knabenstiefel zum Schnüren, Spiegel- Roßleder- Zugftief., gewaltt, Oberled. aus ein. Dieselben mit Leberabſak 3,50 Mt. genagelt, bis 18 cm Stüd, auf Rand genäht( Handarbeit), eigenes Dieselben mit Leberabſaß, einbällig, burchgenäht, Dieselben bis 21%, cm, Fabrikat 8,50 mt.( Chic- Schuhe) Bergsteiger- Schnürstiefel von Rogleder mit Agraffen, Braune Segeltuch- Schnürschuhe m.Lederbesak 3,25 Mr. Rohleder- Mädchenstiefel, 3. Knöpfen von 16 bis 18 cm führung des Auftrages eine Unregelmäßigkeit von auf Rand genäht 8,50 M. Kalblack- Promenadenschuhe, ausgeschnitten 3.25 wit. 3,00 Mr. Seiten meines expedirenden Personals vorgekommen Kalbleder- Zugstiefel, gewaltt, Oberleder aus einem Dieselben mit Leberabjak 4,00 Wir. Diefelben bis 21 cm. 4,00 r. ist, trage ich selbstverständlich fämmtliche Auslagen. Stüd, auf Rand genäht, Handarbeit 10 Mr. Dieselben mit Leberabsatz, einbällig, durchgenäht Dieselben bis 26 cm 5,00 mt. Es ist erforderlich, beim Anprobiren eine Decke unterKalblad Salonstiefel mit Glacé- Einfah, auf Rand( Chic- Schuhe) 4,50 Mt. Stalbleder- Knopf- u. Agraffenstiefel bis 18 cm 5,00 mt. zulegen, damit die Sohle nicht beschmukt wird. Um genäht 10,00 Mt. Rokleder- Schnürschuhe, genäht 4,00 Mt. Dieselben bis 22 cm 5,75 Mt. Das Maß festzustellen, wolle man einen Stab in den Reitstiefel aus prima genarbiem Rindleder, kein Dieselben mit Gummizug ebenfalls 4,00 Mr. Satin- Kalbleder- Knopfftiefel, auf Rand gelb genäht, getragenen Stiefel einpassen und das Maß in CentiWagenverdeckleder, mit steifer Stulpe, genäht4,50 Mr. bis 18 cm 5,50 wit metern angeben, mit der Bemerkung, ob Spann hoch 6,50 Mt. oder niedrig. Siehe oben meine" Bitte". arbeit. fohlig 9 Doppel- Chagrin Schnürschuhe m.Ralblackblatt, 12,50 Mt. Lafting- 3ugstiefel mit Seitenleder. S ( Kinderstiefel.) 3,75 mit Dieselben bis 26 cm 3,50 Mt. Dieselben bis 22 cm 4 genagelt, 2,25 Mt. Bedingungen für den Versand von Schuhwaaren: 3,00 M. Francatur beim Versand obiger Schuhwaaren, der 2,50, bis mur gegen Nachnahme oder vorherige Ein3,75 M. sendung des Betrages geschieht, ausgeschlossen. 2 Gummi- Für Verpackung werden 10 Pfg. berechnet. Um1,90 m. tausch bereitwilligst gestattet. Auch bin ich zur 2,30 Mt. Rückzahlung des Betrages gern bereit, wenn die 2,80 Mt. Stiefel im Original- Zustande erhalten sind und der mit Agraffen, Kunde die Porto- Auslagen trägt; doch tritt letterer 3,00 mt. Fall deshalb nicht ein, weil jeder Nachbar, der der 4,00 Mt. Stiefel anfichtig wird, ihrer Billigkeit wegen, den 5,25 Mt. Preis dankbar zahlt. Sobald jedoch bei der Aus9 -Alle Reflectanten weise ich in ihrem eigenen Intereffe auf meine heute auf Seite 4 2. Beibiatt erscheinende Offerte, betreffend Herren- Garderobe, kin. Sämmtliche Abtheilungen meines Etablissements find Sonn- und Feiertags während der polizeilicherseits erlaubten Stunden geöffnet. Meine Offerte gilt bis zur nächsten Anzeige. Mittwoch, den 1. Mai 1895 Gr. Mai- Feier der er 6 Berliner Reichstags- Wahlkreise. Bestehend in Reinidendorf. htung! Holzarbeiter. Achtung! Mittwoch, den 1. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Glüner, Amendestraße 1: Große B Volksversammlung. Vortrag des Herrn Bilz. Um rege Betheiligung der Genossen bittet 844b Der Vertrauensmann. „ Eichengrün“ wünscht stimmbegabte Herren zu Mitgliedern. Uebungsstunde Mittwoch Vocal- u. Instrumental- Concert abends 81/2 Uhr, Pappel Allee 27. ausgeführt von der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend Große öffentliche Versammlung der zur Gruppe Holzindustrie gehörenden Gewerbe als wie Tischler, Drechsler, Bürstenmacher u. s. w. am Mittwoch, den 1. Mai, vormittags 10 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain am Friedrichshain. Tages Ordnung: = Die Bedeutung des 1. Mai." Referent: Th. Glocke. Es würde sich empfehlen, daß die Kollegen vorher in ihren Verkehrslofalen zusammenkommen, um dann gemeinschaftlich die Versammlung zu besuchen. Der Vertrauensmann. Ethische Gesellschaft. 240/9 Rummelsburg. Sonntag, den 28. April, abends 7 Uhr, im Saale der Bis zu meiner Genesung wird mich wie bisher Herr 754b Dr. Danziger vertreten, und zwar in seiner Wohnung I Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Versammlung. Vortrag des Genossen Dr. Heymann über: Die Anpassungsfähigkeit unter Mitwirkung von Vereinen des Arbeiter- Sängerbundes. Göthestr. 1, 1 r., von 8-10 und des Menschen an das heiße Klima. Nachdem:" Gemüthliches 1. Wahlkreis. Feen- Palast, Burgstraße, Ecke St. Wolfgangstraße. Festrede. Grosses Festspiel ausgeführt von Mitgliedern des National- Theaters. Anfang 4 Uhr. Nach Beendigung des Programms: Tanz. 2. Wahlkreis. Das Comitee. Bock Brauerei, Tempelhofer Berg. Vorstellung lebender Bilder. Feftrede. Auftreten des Arbeiter- Turnvereins ,, Fichte". Anfang 4 Uhr. Kaffeeküche geöffnet. 3. Wahlkreis. Das Comitee. Neue Welt, Hasenhaide Nr. 108. Festrede vom Reichstags- Abg. Vogtherr. Auftreten des Arbeiter- Turnvereins Fichte". Großes Feuerwerk. Tanz. Anfang 4 Uhr. Billets à 25 Pf. sowie am 1. Mai in der Maifest Beitung gratis! " Das Comitee. sind in allen mit Plakaten belegten Handlungen, Neuen Welt" an der Kasse zu haben. 4. Wahlkreis( Süd- Ost). Keller's Festsäle, Koppenstr. 29, Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. 4. Wahlkreis( Osten). Brauerei Friedrichshain, Am Königsthor, Elysium, Landsberger Allee 39/40. Kaffeeküche von 3 Uhr an geöffnet. In allen 4 Lokalen: Festrede. Aufführung lebender Bilder. Deklamationen. Tanz. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nadj. Anfang 4 Uhr. 5. Wahlkreis. Das Comitee. Schweizer Garten, Am Königsthor. 4-5 Uhr, in meiner Wohnung Prinz Beisammensein und Tanz. Albertstr. 2 von 5-6 Uhr nachm. Dr. Jsaac. Homöopath. frase 149, 8-10, 5 bis Arzt Dr. Höſch, Linien7, Sonntags 8-10 Uhr. 1375L* Preise event. Theilzahl. 45. Bahn- Klinif., Brau Olga Jacobson, Invalidenftr. 15 Die Hilfe, chriſtlich- soziales Wochenblatt Herausgegeben von Pfarrer Naumann in Frankfurt a. M. 115/12 Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Nach dem Vortrage haben Gäste keinen Zutritt. Maifeier! Stralau. Maifeier! Jun Lokale des Hrn. Strohmeyer, Markgrafendamm 19, 即 味 am Mittwoch, den 1. Mai, vorm. 10 Uhr: Große öffentliche Gewerkschafts- Versammlung. Tages Ordnung: = Die Bedeninng des 1. Mai. Referent: Gen. H. Sonnenburg( Friedrichshagen). Avends 7 Uhr: Große öffentliche Volksversammlung. Tages Ordnung: sucht an allen Orten Agenten. Die Bedeutung des 1. Mai. Referent: Genosse Fr. Hansen( Berlin). Preis vierteljährlich 50 f. 59/7 Die Einberufer. durch Agenten; 1 M. durch die Post. Nach den Versammlungen: Probenummern Gesangs- Aufführungen, ausgeführt von Frohsinn I u. Vorwärts VII. bei der Expedition, Frankfurt a. M. Nach der Abendversammlung Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 30 Pf. Obermainstr. 2 zu verlangen. 47/27 Das Komitee. Billardtuch 2 Meter breit, für Bezieher und Restaurateure billigst. 805b Carl Kiess, Reichenbergerstr. 29, III. Mein Lokal halte Vereinen und Gesellschaften zur Abhaltung von Verfammlungen, Sommerfesten, Kränzchen 11. f. w. bestens empfohlen.[ 17662 Neu: 3 verdeckte SommerKegelbahnen. Max Kliem. Achtung! Nieft's Festsäle, 17 Weber- Straße Nr. 17. April sind noch 2 Sonnabende frei und im Mai. Bestellung zu Versammlungen und Sonnabende zur nächsten Saison zum Vergnügen bitte recht baldigst machen zu wollen. Achtungsvoll B. Mieft, Weberstr. 17. Bier: Brauerei Hohen- Schönhausen. Küche anerkannt gut ff. C. Bolzmann's Gesellschafts- Säle, Lichtenbergerstr. 16. sale und Vereinszimmer von 20 bis 500 Personen mit großer Bühne. 77 Prinzenstrasse 77. Zum gemüthlichen Piket! Billiger Einkauf für Arbeiter Herren- u. Knaben- Garderobe wenig getragen und neu. Achtung! Rummelsburg. Achtung! Mittwoch, den 1. Mai, abends 72 Uhr, im Lokale des Herrn Vohwinkel, Hauptstr. 83: Große öffentliche Versammlung. T Tages Ordnung: Der erste Mai und seine Bedeutung. Referent: Genoffe Sonnenburg aus Friedrichshagen. 59/8 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. Zur Deckung der Unkosten Entree nach Belieben. Der Vertrauensmann. Künstl. Zähne merals eingesetzt, feſtſizend. Reparaturen sofort. Weniger Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 13. Schweizer- Garten Am Königsthor- Am Friedrichshain. Jeden Sonntag Gr. Theater u. Spezialitäten- Vorstellung. Volksbelustigungen aller Art. Anfang 4 Uhr. Im neuen Saale BALL. Entree 30 Pfennig. An den Wochentagen ist das Etablissement an Vereine, Gesellschaften zur Abhaltung von Sommerfesten zu vergeben. Schönhauser Volksgarten. Jeden Sonntag: Frei- Concert. Schönhauser= Allee 1012. Alle Freunde u. Genoffen lade ergebenst ein. Julius Mierke. ,, Märkischer Hof“, Admiralstr. 18.. Jeden Sonntag im prachtvollen Spiegel- Saal: Grosser Festball bei großer Ballmusik. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr.- Die beiden Franke's Boltsfaffee- Spiegeljale find zu allen Feſtlichkeiten und Verſammlungen hiermit beftens mehrere Vereinszimmer sind ebenfalls noch frei. Die Restaurationsund Sprisehaus, Räume stehen Sonntags den geehrten Familien zur Verfügung. Die beiden Billiger Abend- an Vereine zu Sommernachts- Bällen zu Festrede. Prolog. Aufführung lebender Bilder. Gr. Frankfurterſtraße 23, an der Gäle find am 1. Pfingstfeiertag, desgl. auch noch an einigen Sonnabenden Auftreten des Arbeiter- Turnvereins„ Fichte". Von 6 Uhr ab im großen Eaale: Tanz. Anfang 4 Uhr. 6. Wahlkreis. Für Moabit: Das Comitee. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49. Für Wedding: Norddeutsche Brauerei, Chausseestr. 58, Feldschlösschen, Müllerstr. 142. Auftreten des Arbeiter- Turnvereins. ,, Fichte". Für Rosenthaler Vorstadt: Weimann's Volksgarten, Badstr. 56. Für Schönhauser Vorstadt: Mörschel's Salon, Schönhauser Allee 28, Mierke, Schönhauser Allee 100, Jägerhaus, Schönhauser Allee 102. In allen Lokalen: Festrede. Deklamationen. Gesangs- Aufführungen etc. Anfang 4 Uhr. Das Comitee. tisch. Größte Auswahl äußerst schmack haft bereiteter Speisen: täglich 8 bis 10 verschiedene Gerichte von 10-30 Pf. Bier 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf., aus der Brauerei Reichenkron. ok Empfehle allen Freunden und Genossen des Südostens meinen reichh. Frühstück, Mittag: u. Abendtisch zu kleinen Preisen. Mariannen Franz Gittler, ſtraße 48. Gesellschaftshaus Achtung!! Vereinshaus, Shönhauſer Allee 28. Festsaal, Gr. schattiger Garten, Regelbahn, Kaffeeküche. Auch Sonntags an Vereine zu vergeben. Max Mörschel. Fortuna- Säle, Straußbergerstr. 3. Juhaber: H. Birk. Sonntags: Grosser Ball. Donnerstags: Damen- Kränzchen. Außerdem empfehle meine Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. Kleiner Saal( 40-70 Personen) noch einige Tage an Vereine zu vergeben. 35.Swinemünderstr. 35, Treptow. Ausschank der Bock- Brauerei, empfiehlt Säle zu Versammlungen, Festlichkeiten bei 250 Personen mit Musik in Wochentagen außer Sonnabend gratis. Schmiedel's Festsäle Alte Jakobstr. 32. Empfehle meine hocheleganten Säle ( elekt. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. von Vereins- u. Privatfestlichkeiten. 14042* Ww. E. Schmiedel. Armin- Hallen Kommandantenstraße Nr. 20 Säle und Vereinszimmer von 20-600 Personen. NB. Noch einige Sonnabende und Sonntage zu vergeben. Park- Restaurant. Köpenicker Landstraße. Drittes Lokal hinter der Verbindungsbahn. Prachtvoller, Schattiger Garten. Circa 5000 Plähe. 4,10 Ltr. 15: 10 elegante Kegelbahnen, Kaffeeküche. f. Lagerbier 15 f. Empfehle meinen neu erbauten gr. Concert- Saal, mit Bühne, sowie 2 fleinere Säle zur Abhaltung von Sommerfesten, Hochzeiten 2c. 2c. Treptow Wilh. Jacob, Gastwirth. Restaur. ,, Zum Karpfenteich". Heute, Sonntag: Grosse Elite- Specialitäten- Vorstellung riner beliebten Variété- Gesellschaft. Anfang 4 Uhr. I Entree frei. Jm Saale: Grosser Ball, Die Kaffeeküche ist geöffnet. Hermann Otto. Linden= Nieder- Schönhausen, Linden- Garten, Ben Einziges freies Lokal mit großem schattigem Vor- und Hintergarten. Gr. Tanzsaal. Kaffeeküche. Kegelbahnen Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beutostraße 2.