Menöausgabe WWW»»»!—»»■»■■»■»■■■ Jlc.600•> 41. Jahrgang Ausgabe ß Nr. 300 BszugsSeinnguirg«» anb Tnz-iaenpreil« ßnb in 6cr SKojgcnausgoSe mizegeben Rebattion: SU). öS. Cinbeafticfjs 3 Fernsprecher: DSahos? 292— 295 XeU'SlocefFKSojialbemottai Serli» Serlinev Volksblstt 5 GciSpfennig Sonnabenü 20. dezembs? 1924 Berlaa and AnzeigenabteNang! GesS>äftszert g— S Uhr Verleger: Aorwöris-Vorlag GmdY. Berlin STD. et. Ctnössfltabe 3 Fernsprecher: Döohoss 2506-250? Zcntralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutfcblands Raumungsfrage unö Regierungskrise Was wird in Preußen? Die Erklärung Lord Curzons in? englischen Oberdaus über die bezbsichtigle Verschiebung der Räumung der Kölner Zone hat die auswärtige Lage in unerfreulicher Weise kompliziert. Roch innen zeigt sie, wie wenig das Reich eine sichere Führung entbehren kann und wie wenig„national" diejenigen handelten, die Deutschland die neue Krise und das Interregnum einer in Demission besindlichen Regierung brachten. Für die Rechte sind aber auch die außenpolitischen Schwierigkeiten nur ein Mittel mehr zur taktischen Förderung ihres Strebens nach der Herrschaft. So gibt der„Tag" wegen der Verschiebung der Räumung von Äöln die Parole aus, Deutschland brauche jetzt„ein Kabinett der natio- nalen Verteidigung, wie es sich England und Frankreich in der Kriegsnot schufen, als die Konservativen in die liberale Regierung Lloyd Georges eintraten und Clemenceau� die Zügel der Regierung Frankreichs scharf anzog." Wir wären dem„Tag" dankbar, wenn er dos Wesen und die Aufgaben des geplanten„Kabinetts der nationalen Ver- teidigung" näher darlegen wollte. Trotz des Hinweises auf die „Kriegsnot", auf Lloyd George und Clemenceau glauben wir nicht, daß das„Kabinett der nationalen Verteidigung" als ein Kriegs kabinett gedacht ist. Wir glauben auch nicht, daß der„Tag" meint, die Bildung eines Kriegs kabivetts in Deutschland könnte Frankreich und England veranlassen, die von ihnen bisher gehaltenen st rategifchen Positionen zu räumen. Wenn der„Tag" aber das nicht meint, so bitten wir ihn zu sagen, was er meint. Denn daß er nur dumme Redensarten macht, können wir aus Gründen der Höflichkeit nicht annehmen. Nach dem Regierungswechsel in England schwuren alle deutschnationalen Karlchen MießniSs auf das Zusammengehen Deutschlands und Eng ands gegen Frankreich. Diese«peku- lalion war kindlich. Inzwischen hat sich gezeigt, daß Eng- land für Konzessionen, die es von Frankreich bekommt oder erwartet, in der Rheinfraae und in der Abrüstungsfrage zum Schaden Deutschlands mehr als entgegenkommend ist. F ugs haben die deutschnationalen Karlchen Mießnicks ihren Plan geändert. An Stelle des Bündnisses mit England pro! amieren sie die„nationale Verteidigung" gegen England und Frankreich. Hauptsache bleibt es aber für sie immer, sich als geeignete Anwärter für Ministe rposteu zu empfehlen. Der Lolkspartei freilich scheint der Kuddelmuddel, den sie angerichtet hat. noch immer nicht groß genug zu sein. Sie droht, auch Preußen mit hineinzuziehen, Das durch die Stabilität seiner Regierung in den letzten drei Jahren das Reich vor dem Untergang gerettet hat. Die„Z e i t" schreibt: Di« Deutsche Dollsparlei wird sich im neuen Landtag für die Erhaltung oder Msdrraufrichtung der bisherigen Koalition nicht zur Verfügung stellen. Was das für die Existenz des Kabinetts Braun- Seoering bedrutrt, ist wohl ziemlich klar und wird gegsbenenfa�s, weun es nicht klar genug fein sollte, wrihl noch beut. ltcher zum Ausdruck gebracht werden können. Es wird sich dann zeigen, ob im Preußischen Landtag die Mehrheit für eine Wiederwahl de? bisherigen Ministerpräsidenten und für«ine Regierung des Jen- trums und der beiden Linksparteien vorhanden ist. Wenn das ein Versuch sein soll, auf das Zentrum einen Druck auszuüben, so ist ein Erfolg wenig wahrschein- lich. Denn eben heute spottet eilte Zuschrift aus der Reichs- tagsfraktion des Zentrums in der„Germania" über die „großen politischen Kinder", die noch auf einen Ilmfall des Zentrums hoffen. Die Zuschrift schließt: Das Zentrum weiß, was es will. Wenn die Herren von rechts mehr die politischen Realitäten sehen wollten, dann wäre ihrer Sache mehr gedient, als mit dem Kamps gegen den Reichspräsidenten, die Reichsverfassuna und der seit. hertgen- A ußenpolitik. Es bleibt dem Verantwortungsgefühl der„nationalen" Rechtsparteien uberlassen, ob sie Deutschland in Klump schmeißen wollen, weil sich das Zentrum in ihren Büraerblock nicht hineinzwingen läßt. Chamberlams Programm. Paris. 20. Dezember.(TU.) Austen Ehamberlain hat gestern ob-nd Vertreter der englischen und der auswärtigen Presse empfangen und ihnen Angaben über die«nglifch« Politik im ollge- meinen gemacht. Die Angaben lasten sich in vachstehenden Punkten zusammenfassen: 1. Genser Protokoll: Die englisch* Regierung wird ohne Anhörung der Dominien keinen Beschluß fassen. Di« Skr- treter der Dominien werden m naher Zukunst zu einer Besprechung in London eintreffen. Wahrscheinlich werden an dem Protokoll einige Abänderungen oorgenommen werden. 2. Schuld evsrage: Di« englische Regierung hat ihr Wort oer- pfändet und beabsichtigt, ihre Schulden bis auf den letzten Pfennig zurückzuzahlen. Sie erkennt an, daß Frankreich -eine Verpflichtungen nicht außer Acht lasten darf unter dem Vor. nxnii, daß es mit der Bezahlung seiner Schulden an ei« anderes Land beginren muß. z Abrüstung uud Sicherungen: Die englische Regierung ist nicht w der La�- diese Frage vor Anhören der Dominien über tos Genfer Peatokoll zu erörtern.. 4 Räumung fto'ns: Die englische Regierung steht auf dem gtaadJurii, �6 jsdc HuMSschiabuug der Räumung dieser Jone der deutschen Obstruktionspolitik zugeschrieben werden wüste. Die Regierung wird i c Kenntnisnahme des Berichtes der Kontrollkommission kein« Beschlüsse fasten können. 5. Akarokko-Frage: Die Politik der englischen Regierung zielt auf dielokaleBeschränkungderAufstandsbewegung ab. Die englische Regierung verfolgt die Ereigniste in Ztordafrika mit großer Aufmerksamkeit. Sie erachtet es für nötig, daß sich die nicht beteiligten Staaten in die marokkanische Frag« nicht einmischen dürfen. London, 20. Dezember.(Eigener Drahtberichi.) Die O p p o- sition im englischen Parlament, insbelondere die Arbeiterpartei, ist mit der Haltung der englischen Regierung zur Räumung der Kölner Jone sehr unzufrieden. Sie erklärt, daß es u n-- bere chtigi ist, die Besetzung über die im Friedensvertrag vor- gesehene Frist zu verlängern, solange hierfür kein Rechtszrund vor- liegt. Der„Manchester Guardian" erklärt zur Haltung der englischen Regierung, daß Deutschland berechtigt sei, die Zurückziehung der Truppen aus der Kölner Jane zu verlangen, mmn nicht bis zum lO. Januar 1925 ein Verstoß Deutschlands gegen den Friedensvertrag bewiesen werden kann. Ein Protest aus Saarlouis. MTB. verbreitet eine längere Eingabe dar Stadtn, �ordneten von Saarkouis an den Reichskanzler, die unter energischer B«- tonung der deutschen Gesinnung der Einwohnerschaft gegen ein Ge- rücht entschieden Stellung nimmt, wonach H e r r i o t dcn Verzicht Frankreichs auf das Saargeblet und die Saargruben auszusprechen bereit sei, wenn die Stadt Saarlouis nebst 7 Bürger- meistereien ohne Abstimmung an Frankreich fällt. Die Ein- gäbe behauptet, daß di«ses feit Monaten umlaufende Gerücht neuer- dings als richtig bestätigt worden sei. Das Grrücht ist zwar nicht neu, aber von seiner Bestä.igung ist uns nichts bekannt. Indcsten ist das Trougelübnis der Saar- loujser Bevölkerung zum Deutschtum um so mehr zu begrüßen, Äs dadurch die französische Regierung veraüla'zt werden dürft?, zu der angeblichen Erklärung Herriots Stellung zu nehmen. Die beste Lösung wäre vielleicht, wenn Herriot tatsächlich den Verzicht Frankreichs auf das Saar gebiet uud die Saargruben aussprechen würde mÄ». da man sich vielleicht in seiner Umgebung Wusionen über dt« Stimmung der Bevöltermig von Saarlouis hingibt, wenn m«m ein Plebiszit in Saarlouis sofort und nicht erst in 10 Jahren staitfiniten ließe. Das Ergebnis würde zweifellos ein überwäl.igan- der Sieg für Deutschland sein und damit wäre nicht nur das ge- samt« Saargebiet wieder endgültig deutsch, sonder« es würde oben- drein ein gefährlicher Zankapfel aus dar Welt geschafft sein. Serlin— tzalle. An der KPD. diskutiert mau. Die kominunistifchL Presse ist äußerst vorsichtig in der Berichterstattung über die Meinungsverschiedenheiten im eigenen Lager. Nur selten dringt über die heftigen Kämpfe in der KPD. etwas an die Ocffentlichkeit. Um so interesianter ist es, daß jetzt auch der in Halle erscheinende„Klassenkampf" über eine Diskussion in der Mitgliederversammlung der KPD, in Halle berichten muß. Während der offizielle Referent, der Landtogsabgeordnete Kilian, von der„sozialdemokratisch- reformistisch verseuchten Politik" der R e i ch s kommunisten ab- rückte und die Wahlergebnisse der Bezirke rühmte, die„sich em- schieden und energisch jede Einmischung opportu- nistisch-sozialdemokratischer Elemente ver- bitten", traten m der Diskussion sozialdemokratisch verseuchte Ketzer auf. Es heißt im Bericht des„Klassenkampf"'. „In der Diskussion sprachen eine Reihe von Genossen, die glaubten, zu den Lehren dcs Wahlergebnisses anders Stellung nehmen zu müssen als die Referenten. Sie wiesen auf die Kaudidalenfrage, die Fehler iu der Gewerkschaststattik u. a. hm. Ihre Ausführungen fanden lebhaften Widerfpruch bei der Mehrheit ver Verfamm- lung." Was diese Ketzer gesagt haben, verrät der Bericht nicht, und von Einstimmigkeit scheint in der Versammlung auch keine Rede gewesen zu sein. Es heißt im„Klassenkampf" zum Schluß nur lakonisch: „In den Schlußworten wiesen die beiden Referenten die An- griffe auf di« Linie der Partei unter Zustimmung der Versammlung energisch zurück. Sie sollten unter Beifall fest, daß die Dis- kusstan über Parteitaktik auf dem Frankfurter Parteitag beschlossen fei und daß es jetzt gell«, dies« Beschlüsse in energischer praktischer Arbeit durchzuführen." Wir fürchten, die Kommunisten werden noch manche Diskussionen über die Resullate ihrer glorreichen„linken" Führung haben. Wenn es ihnen erst gelungen ist, den Bürger- block in den Sattel zu setzen, dann werden den kommunistischen Arbeitern noch rechtzeitig genug die Augen darüber ausgehen, wohin der Kurs von chren unentwegten„revolutionären" Führern gesteuert wird- Srantmas Auftanü. Stockholm, 20. Dezember.(Eigener Drahrbericht.) Der«chwe- difche MinistevprSstdent Braniing dürfte infolge seiner Krankheit wcchrsch'tillch noch mehrere Wochen den Dienst'eschäsren f?rn bleiben müssen. Augenblicklich ist der G'iundhzitszustand. obwohl sck/echr nicht belorguiserrestend Die B:rmütungsu van einem baldigen Ableben. A'-Slllmgs smd heute unbegründet. Italienische Mustauschamnestie! (Von unserem römischen Korrespondenten.) Rom. Mitte Dezember. Dieser Tage ist vor den Assisen von Arozzo ein Prozeß beendigt worden, Nachspiel einer Episode des Bürgerkrieges, der im Jahre 1322 in Foiano Kommunisten und Faschisten zum Opfer sielen. Auf der Anklagebank jaßen aber nur die Verantwortlichen für die kommunistischen Repressalien. Die an dem ersten Blutbad schuldigen Faschisten sind alle durch die Weihnachtsanmestie vom Jahre 1922 strafirm ausge- gangen. Diese jedes Rechtsgefühl verhöhnende Tatsache ist dann noch durch den Wahrspruch der Geschworenen und das Urteil gekrönt worden. Von 32 Angeklagten sind 14 freige- sprachen worden. Für die übrigen 18 hat man die Provo- kation und alles, was sonst mildernde Umstände ausmachen konnte, vernemt, nur generell jene mildernden Umstände be- willigt, die das lebenslängliche Zuchthaus in dreißigjähriges verwandeln. Insgesamt sino 345 Jahre Zuchthaus verhängt worden für ein Massenverbrechen, das als Reaktion auf ein straffrei gebliebenes Mosienverbrechen erfolgt ist. Wir können nicht annehmen, daß dieser Wahrspruch dem Rechtsempfinden der Geschworenen entspricht. Es ist»n- denkbar, daß vor ihrem Geiste nicht das Bild der Faschisten erschienen ist, die für dieselbe Schuld ganz st r a f f r e i aus- gegangen sind. Wenn trotzdem ein so erbarmungsloser Wahr- spruch gefallt werden konnte, so muß den Geschworenen ein Wink gegeben worden sein, daß man an„hoher Stelle" große Strenge gern sehen würde. Ja, fragt man sich aber, wie kann in Zeiten, wo der Haß in jeder Straßenecke brütet, wo das Gefühl des erlittenen Unrechtes den Atem abschneidet, wo der Italiener sich als Fremdling fühlt im eigenen Vater- lande, wie kann sich da die Regierung von solch drakonischer Härte irgend welchen Vorteil versprochen? Im ganzen Lande regnet es Verurteilungen, auch gegen Faschisten. Dazu viele Verhaftungen weg�n angeblicher kommunistischer Komplotte. Uns scheint, es liegt Methode in dem Wahnsinn: die Regierung sammelt Austausch- gefangene für eine politische Amnestie. Sic siopfi die Gefängnisse und Zuchthäuser mit Proletariern voll und sagt sich: jede Familie, die ihres Ernährers beraubt ist, jede Muttsr, deren Sohn im Gefängnis sitzt, wird, ohne es zu wollen, zum Verfechter jener politischen Amnestie, mit de? die Regierung den Prozeß M a t t e o t t i aus der Welt schaffen möchte. Nach dem Moskauer Programm der„Zellen" lchafft die Regierung lauter kleine Zentren, in denen man die Amnestie als eine Erlösung erwartet. So bereitet man eine kolossale Erpressung vor, gegen die die beliebte Alter- native Mussolinis:„Wählt zwischen mir und dem Bürger- krieg!" noch etwas moralisch Anständiges ist. Man will die Rot und den Jammer der Proletarier der kleinen Orte aus- schlachten, um damit die Strasfrecheit der Herren Generalissimi De Bona und Balbo, der Herren Marinelli und Rossi und ihrer bezahlten Handlanger zu erreichen. Aber die Regie- rung sollte eingedenk sein daß sogar die gemeinen Verbrecher des römischen Gefängnisses sich seknerzett geweigert haben. mtt den Mördern Matteottis geineinsam im Ho'e Lust zu schöpfen. Viele Familien sind auch durch das Unglück der Ihren nicht so tief gebrochen, daß sie deren Freiheit mtt der Strasiosigkeit der Mörder Matteottis bezahlen möchten Das Wort der politischen Amnestie ist zuerst von der kommunistischen ,.U n i t a"' und vom maximalistischen „Avonti" hingeworfen worden. Dann hat es die Re- gierungspresie mtt Begeisterung ausgegrissen. Man will alles vergessen und vergeben, den Schleier des Berzeihcns über eine„tnibc Phase des sozialen Lebens" breiten. Die Regierung ist zu jeder Selbstamnestie berett. Dem obersten Gerichtshof würde man gern Arbeit ersparen. Es soll aber mit aller Deutlichkeit gesagt werden, daß eine politische Amnestie in Italien heute eine Schande wäre für das Land, eine moralische Minderwertigkeitserklä- rung, die sich etye Nation, die so etwas duldet, selbst ausstellte. Für die Ermordung Matteottis gibt es keine A m n e st i e vor dem Prozeß, gibt es keine Amnestie, so- lange nicht die Verantwortlichkeit nach oben hin kest abge- grenzt ist. Wenn der Verdacht hinaufsteigt bis zur Regie- rung, dann kann diese nicht sogen: lasten wir Vergangenes ver- gangen fein, möge verzeihende Milde alle Fehler zudecken! Nicht Milde, sondern schlaue Berechnung führt der gewollten Amnestie die Hand. Faschisten ha�en Matteotti geknebelt und ermordet und nannten das eine Dummheit: jetzt wollen sie die Justiz knebeln und ermorden und nennen das Amnestie Aber dieses Spiel soll der Regierung nicht glück n. Auf den ersten Blick ist es verblüffend, daß jetzt auch di- Libera'en des„Eiornalc d'Italio", die ungetreuen Faschisten- freunde, der Amnestie das Wort reden, ohne sich um den guten Namen des Landes Sorge zu machen. Aber in der Nähe gesehen ist ihre Rechnung gar nicht so dumm Sie stigem Mussolini geht nicht, well er weiß, daß ihm die Ergebnisse des Prozesses Matteotti— wenn er ohne Beein- fbissung der Justiz und der Zeugen geführt würde— mora- lisch das Genick brechen würden. Um Mussolini das Gehen zu erleichtern, schreibt die der Nachfolge begierige liberale Rechte die Amnestie auf ihr Programm. Sie will Mussolini so sein ministerielles Sterben sanfter machen. Das PrcTetario Italiens weiß gewiß den Vorteil von Mussolinis Rücktru zu schätzen, aber der geforderte Preis der verweigerten Klar- Heft über die Ermordung Matteottis dürfte ihm zu hoch er scheinen. Wir verstehen sehr gut, daß dem Sich anklammern Mufso üms an die Macht nicht mehr Machttsills,{cirdern nur nvtt. der Selbsterhaltungstrieb zugrunde liegt. Der Machtwille will seine Werte ausprägen, Spuren seiner Eigenart hinter- lassen. Die faschistische Regierung will nichts von alledem. S-e heckt ein monstruöses Preßgesetz ans, ist aber sofort be- reit, es zurückzuziehen, sobald sie sieht, daß es selbst ihrer Mehrheit nicht paßt. Sie nimmt mit franziskanischer Demut die Abweisung ihrer Militärreform durch die vorberatenden Kontmissionen des Senates hin und läßt die berüchtigte Kon- vention Sinclair fallen, die den Uittergrimd Siziliens und der Emilia einer amerikanischen Gesellschaft für Petroleum- bohrungen verpachtete. In solchen Sachen kennt Mussolini keine Empfindlichkeit. Presseregime, Militärreform, Verschacherung der natürlichen Reichtümer des Landes sind alles Nebensachen. Wenn er nur Ministerpräsident bleibt, jetzt und in alle Zukunft. Und für die Vergangenheit walte Vergessen und Vergeben.... wolfganz feines Gegenangriff. Zusammenstöße mit dem Vorsitzenden. R XI. Magdeburg, 20. Dezember.(Eig. Drahtbep.) Was Wolmaitg Heine am Sonnabend in seinem Plädoyer zum Vortrag brachte, war ein so temperamentvoller VorstoßgegendiedeutschnationaleVerleum- d u n g, daß er bald mit dem Vorsitzenden in Konflikt geriet. Ter Vorsitzende wünschte nicht, daß Heine von dem„l ü m m e l- haften" Betrogen jener Burschen spricht, die den beabsich- tigten Besuch des Reichspräsidenten in München durch das Schwingen roter Badehosen zu verschönen suchten. Er wünscht nicht, daff man solches Betragen als das von Gassen- jungen bezeichnet. Er ist empfindlich gegen jedes harte Wort, wenn es sich gegen die Kumpanei richtet, die im Gerichts- saal durch Herrn Rothardt vertreten ist, in Wirklichkeit aber draußen ihr edles Geuzerbe der Verleumdung betreibt. Rechts- anmalt Heine blieb aber trotzdem nichts schuldig. Er verwies darauf, daß Rothardt nur der Strohmann für andere sei, aber e? erinnerte an das furchtbare Urteil von vier Iahren Gefäng- nis, das in Magdeburg seinerzeit gegen August Müller vahängt, wurde, weil ein Mitglied des damaligen königlichen Hauses beleidigt worden war. Zwar wünscht niemand, daß jene Urteile in ihrer Bru- talität wiederkehren sollen, aber zum Vergleich mit der Milde, die neuerdings angewandt wird, sei dieser Hinweis not- wendig, um das Verhalten des jetzigen Angeklagten und seiner Hintermänner zu kennzeichnen. In mehr als zweistündiger Rede zerpflückte Heine die Einwendungen der Verteidiger, über die er seine Verwunderung aussprach, daß sie als An- wälte sich verpflichtet glauben, die Freisprechung zu bean- tragen. Soweit geht die Pflicht des Anwaltes nicht. Die juristischen und politisch-geschichtlichen Darlegungen Heines nahmen das ungeteilte Interesse des Gerichtes In Anspruch. Nach 12 Uhr ergriff die Verteidigung zur Replik das Wort. (BS.) Magdeburg, 20. Dezember. Zu Beginn der heutigen Verhandlung erteilt« Landgerichts- direktor Veroersdorf dem zweiten Vertreter drs Reichspräsidenten, Rcchtsanwolk Walfgaog helae. des Wort, der sich niit den beiden Verteidigern des Angeklagten ober die rechtliche Seite der Straftaten auseinandersetzte. R.-A. L- ine schilderte dabei in so temperameritomler Weise die Entstehung des.Offenen Briefes", der gegen den Reichspräsidenten gerichtet war. daß bald noch Beginn seiner Ausführunzen es zu einem Z u» f a in m e N st o ß zwischen ihm und dem Vorsitzenden kam. Seit langer Zeit, so führte Rech sanroall Heine aus. wird gegen den Reichspräsidenten eine Beleidigungs» und Verleum- dungskampagne geführt, in deren Verlauf auch immer die biwühmte role Badehose ein« gewisse Rolle spielt. Der Reichs- Präsident ist eines Tages beim Baden am Strande zusammen mit n-elen anderen Leuten vhotogrophiert worden, und er hat, als er erfuhr, daß er ohne sein Wissen im Bilde sestzehalten war, dem Pho.ographen das Versprechen abgenommen, von der Platte keinen rissentlicheii Ee brauch zu machen. Dieser elende Bursche hat aber das gegebene Wort nicht gehalten, sondern die Platte an die Berliner Illustrierte Zeitung verkauft und dann ist durch Vergrößerung dos bekannte Bild Eberts in der Badshose erschienen. Der Verleger der Zeitung, hinter dessen Rücken die Veröffentlichung geschah, war da- nials genau so empört wie der Reichspräsident und anders Leute. Ich mar damals Innenminister und habe leider zwei Stunden zu spät von der Veröffentlichung gehört. Ich hatte bereits die Polizei in Bewegung gesetzt und hätte sonst die Zeitung beschlagnahmen lassen. Als der Reichspräsident dann nach München kam, haben die je Burschen dort sich nicht«üblödet, rote Badehosen aus den Fenstern zu hängen.(Sehr erregt auf Rothardt deutend): Und dieser da hat durch Anführung dieser Tatsache in seiner Zeitung den Herrn Reichspräsidenten noch änsdrücklick)-u kränken und zu beleidigen vir- sucht. Der unter Anklage gestellte Zeitungsartikel des Rothardt sagt zudem:„Beweisen Sie, Herr Eberl, daß Sie kein Landesverräter sind." Das ist eine schamlose, freche llnjurie. Niemand, auch kein Pressevertreter, hat das Recht, einen anständigen Menschen so herauszufordern, und ihm das Verlangen ins Gesicht zu schleudern, der Angegriffene solle beweisen, daß er keinen Landes- verrat begangen habe- Mir selbst, als Minister, ist ja auch einmal nachgesagt worden, ich hätte zwei Waggons Kakao ver- schoben und 36 000 M. Schmiergelder erhoben. Ich habe gegen diese Verleumder nicht geklagt, sondern einfach durch den Preußischen Pressedienst verbreiten lassen, daß die ganze Geschichte ein S ch w i n- bel sei. Herr Rothardt hat dann hier im Gericht aber erklärt, er habe den Reichspräsidenten nicht etwa beleidigen wolle'n, und er habe auch gar keine Unterlagen bei Abfassung des Artikels für das gehabt, was er behauptete. Trotz dieser Erklärung steht doch aber fest, daß er den Animus der Beleidigung gehab/ hat. Herr Nothardt hat sogar behauptet, der Reichspräsident habe den Vorwurf des Landesverrats auf sich sitzen lassen. Auch das ist vollkommen unwahr, denn es ist bekanntlich ein Verfahren gegen den Dr. Eanßer, der diese Beleidigung zuerst aufstellte, eingeleitet nmrixu, und im Verlaus der Voruntersuchung in diesem Verfahren ist ja bereits festgestellt worden, daß auch nicht der Schatten eines Verdachtes auf den Reichspräsidenten fallen konnte.(Sehr erregt) Sie kennen ja wahrscheinlich die Geschichte: Auf dem Bahn Hofsplatz in München ist da ein Mann in der lüminelhafieften Weife herumgelaufen... Vors.(unterbrochcnd): Ich mußte unterbrechen, nachdem ich bisher nicht eiirgegriffen hatte. Derartige Aeuherungen überschreiten jedoch weit die Grenze des Erlaubten. Ich kann es nicht zulassen, daß Sie hier jemanden angreifen, der nicht in der Lage ist, sich zu verteidigen. R.-A. Heine: Dann will ich das Wort zurücknehmen und sagen, daß dieser Dr. Ganßer sich in München benahm wie ein Gassenjunge. Vor s.: Das ist genau dasselbe. R.-A. Hein«: Also gut. In juristische Formeln gekleidet, be- Haupte ich, daß Dr. Ganßer groben Unfug in schlimmster Form ge- trieben hat, ein Mann, der sich noch dazu rühmt, de» Doktor- titel zu besitzen. Vors.: Ich bitte Sie doch, aus das Gericht und auf die Oeffent- lichkeir Rücksicht zu nehmen. R.-A Heine: Der Angeklagte Rothardt ljai im Laufe der Verhandlung nicht daran gedacht, von seinen formellen und tatsächlichen Angaben etwos zurückzunehmen, oder sich dem Reichspräsidenten gegenüber zu entschuldigen. An diesem Angeklagten hier liegt ja nicht viel. Er ist nur der Strohmann des Hottcnrott, der unter dem Namen v. Hagen nach wie vor in der „Mitte'devtschen Zeitung" schreibt, sich aber verborgen hält, weii er vom Staatsgerichtshof zu einer mehrjährigen Strafe n-egen Beleidi- gung des Reichspiäjidenten vaurteilt ist. Wir verhandeln hier nun zwei Wochen und kaum irgend jemand kennt den Namen dieses Angeklagten, der ja auch gar ncht in die Erscheinung tritt und der mindestens im Austrage des Hottenrott den beleidigenden Artikel gefchriebe i hat, wenn er ihn überhaupt selbst verfaßt hat. Mir würde Herr Dl. Ganßer als Angeklagter lieber sein, aber der ist nach Abfassung des„Offenen Brieses" an den Reichspräsidenten aus- gerückt und es mußte ein S:cckbnef hinter ihm erlassen werden. bis er durch feine Wahl:ns Parlament gesichert war. Herr Dr. Ganßer hat sich freilich in Bulin beim Untersuchungsrichter nicht sehen lassen, ober hier im Saa.'e macht er sich breit. Im weiteren Verlauf seines Plädsners wandte sich RÄ. Heine sehr scharf gegen den Angeklagten, de? es gewagt habe, in fernem Blatt den Mann anzugreifen, um den sich damals beim Zusammenbruch die iüchkigltcn Männer g g e r und gegen sein« Methode, den Streik durch Venoeigerung von Verhandlungen zum Zusammenbrua) zu bringen. Als Rechtsanwalt Hein« dann weiter erwähnt, daß die Verteidigung auch besonders auf die Aussage S y r i g s und G o- b« rtt-s. verwiesen habe, unterbricht ihn der Vorptzende mit der Bemerkung, daß die Verteidigung doch gerade erklärt habe, sie lege diese» beiden Bekundungen k e i n en Wert bei, da ihr die übrigen Aussagen genügten. R.-A. Heine: Das ist doch wohl Sache der Verteidigung und nicht des Herrn Vorsitzenden. Vors.: Ich brauch« keine Belehrung von Ihnen. Herr Rechtsanwalt. R.-?l. Heine: Ich bitte, mir doch mein« eigenen Deduktionen zu überlassen. Jedenfalls stelle ich noch jetzt den Evenwalantrag für den Fall, daß die Aucsage des Gabert als e r h e b i i ch betrachle: werden sollt«, die Akten aus den Bureaus des Reichspräsidenten herbeizu.ziehei!, die das llnterstützungsgesuch des Gobert vom 31. März 1824 betreffen und denen«in Bericht dos Reichs miniftcr.- für die besetzten Gebiete und des Roten Kreuzes beiliegt. Dieses Gesuch Gobms mußte abgelehnt werden,»nachdem sich seine Au- gaben als s ch w i n de l ha f t herausgestellt hatten. Gobert ist der typische Unterslühungsschwiudler und ist auch schon deswegen bc- straft worden. Ferner beantrage ick für diesen Fall, den betreffenden Beamten des Reichspräsidenienbureaus, der mit Gabert vor- handelt hat, als Zeugen zu rcrnehmen und die Strafakten G-oberts heranzuziehen. R.-A. Heine würdigte dann in längeren Ausführungen noch einmal die Beweisaufnahme zu dem Vorwurf des Landesverrats, wobei er sich besonders -gegen die Aussog« des Freiheirn v. F o r st n e r wandle. Der Krieg ist nicht veiloren gegangen, weil wir damals nicht 18 U-Bootkreuzer hatten, sondern weil wir zu wenig Mannschaften hatten. Weil kein« Stimmung mehr vorhanden war, weil man den richtigen Augenblick zum Friedensschluß verpaßt hatte, weil man das Volk über die Lag- nicht richtig insormlert Halle. Der Krieg war überhaupt nicht zu gewinnen. Vors.: Weshalb der Krieg verloren ist. können wir doch hier nicht erörtern.— R.-2L Hein«: Ich habe nichts davon gehört, daß der Herr Vorsitzende die politischen Ausführungen meiner Gegner unterbrochen hat. als dies« u. a behaupteten, meine Partei habe den Sieg über dos deutsche Volk davongetragen. Vors.: Ich habe dt« Herren gestern sofort unterbrochen, als sie auf den Marrismus»u fvrechen kamen. Heine(fortfahrend): In keiner juristischen Deduktion kann wegdistutiert werden, daß der Beitritt der SPD. zur Strelllettung zu dem Zweck erfolgt war, um dem Streik ein Ende zu machen. Das wußten die Linksradikolen, die weiter streuen wollten, auch ganz genau. Zum Schluß seines Plädoyers erklärte Rechtsanwalt Heine, daß b-ei der Urteilssindimg die Politik sicherlich kein« Rolle spielen dürfe und daß die Politik das Re ch t nicht beeinflussen könne. Wohl aber müsse der Richter Rücksicht nehmen auf die Wirkungen des Urteil». Wenn etwa das Gericht dem Antrage der Verteidiger ent-- sprechend den Angeklagten freisprechen sollte, so würde das eine Katastrophe für veulschlond bedeuten. Zilles Spatzen. Von Rudolf Danke. Wer mit der Ringbahn über Beusselstraß«, Westend— Richtung Witzleben, fährt, kommt zwischen diesen letzten beiden Stationen on Zilles Haus vorüber. Man kann es gar nicht verfehlen, wenn n an nur beizeiien den Hals lang macht, um linker Hand über den .Pohlen platz hinwegzuspähen, der sich zwischen Bahnkörper und Straße legt. Es ist di«„ro!« Ecke", an der vier Treppen unterm Dach auf der Hauskante ein wackliger Balkon ongefetzt ist und di« von allen Seiten„Landwind" genug hat. soviel:„det Sommer wie Winter i.'ene jar nischt wachsen will". Das hält aber den alten Herrn nicht davon ab,„det bißken Verbindung mit de Natur zu jenießen", und sei's nur, um seine Augen— nach anstrengendem Sitzen vor der Stoffelei— mit einem freien Blick in die Weite zu erholen.— Zilles Ba kon ist aber gleichzeitig'ns Spatzenvolkskuche— und Zill« und die Spatzen„'n« Anjelejenheit für sich". Jeden Morgen, wenn er hinaustritt, um seine„Pariser" aus- zc- klopfen, ist dos für di« Spatzen der ganze»! Umgebung das Futter- signa!. Dann fliegen zwei, drei, die in der Nähe das Zeichen er- lauscht haben, weg und sagen's den anderen. Denn bald danach kommt Zille abermals heraus, in der Hand die Futternäpfe seiner Stubenvögel, deren Körnerreste er auf«in Brett schüttet. Inzwischen er nun im Zimmer Brotkürsten zu kleinen Brocken krümctt. rücken draußen die ersten Kolonnen an, stürzen sich auf den Imbtß, lärmen. zecern. picken— spotzenfrech. Für den zweiten Gong stehen flache Näpfe bereit, die von den weiteren Abteilungen überfallen werden. „Det janze Manöver dauert'ne Stunde und noch länger". Dann ist die Spatzenkoloni« gespeist und nur di«„Verbindungsmänner" hopse» noch auf der Bolkonbrüstung umher und schnabulieren vereinzelte, besonders lohnende Hoppen auf. Aber Zille weiß auch:„Ierrau so witzig ig een juter Troppen". Darum füllt«r im Sommer, wenn Staub und Hitze jede Pfütze leer- lecken, viel« Mcl« am Tag frisch auf.„Da könn' S? denn Manieren sehn! Det se sich erst mal der Länge nach rinfetze». muß wohl wejen d« Bey! emlichkett sein; nur dahinter bin ich noch nich jekommen. warum die dumme Iesellschaft immer erst mal rinka..cn muß." vnd in den Monaten„wo's Eis einfriert" achtet er„auf die neetije Berdinnung".—„Naja—"n Kofeewärmer kann ick doch nich rüberstü'penl" „Sehn Se, die Tiere finden ja kaum noch«at. Mit's Pferd is«t bald janz aus. und von de Autos sollen ja!e«i< Aeppel. Di« sorjen bloß für Krankenhäuser und B-stattung. Und Sonntags. wen» ilch mal n Kohlenwagen hier langkommt, sind s« schon früh- morjens raus aufs Land. Tjck— so schlägt sich eben jeder durch. Da— da sitzen schon wieder so'n paar Bettler, und weil ick dock) nich im Verein jejen Bettelei und Verarmung bin, muß ick doch wieder abfüttern."— Auf solch« Weise erfährt Zille auch alles,„was die Spatzen von den Dächern pfeifen", fetzt sich dann vor seinen Malständer, zur Linken das Licht aus erster Quelle, und formt's mit in jpin« Biiderkens hinein. Vom Zug« aus kani man auch noch die an den Fenster» als Blender aufgestellten Papplafeln erkennen. Aber auch die sind— der Spatzen wegen da!—„Wat meinen Se wohl, die würden ja sonst ejalweg rinkieken und am Ende den Leuten meine Witz« schon vorher erzählen. Und wenn ick denn mein« Bilder uff de Redoktion bringe, sagen se da: Lieber Herr Zille, den Käse kenn' wir schoi, det hat schon in de vorchts Nummer drinjeftanden. — Nee, ne«— den Happen Brot müssen se mir schon lasse») s« kr lesen ja sonst nachher selb«? nischt!" Ve? feixenSe§aun. Bon WalterBraun. Ich liege im Bett und starre an die Deck«. Allerhand'chöne, bunte Flecken sind an meiner Decke. Nach jedem Regen sind fs mehr. Schön sind sie und interessant. Sie wirken auss ästhetische Empfinden und geben gleichzeitig den Gedanke» Nahrung. Da ist ein Kyffhäufer-Tenkmai auf gewaltigem Sockel, höchst naturgetreu, bloß etwas verbogen, und gleich darunter hat der Zufallspinsel eines nachhaltigen Landregens ein Bildnis gemalt: Das Bildnis eines feixenden Fauns, mit struppigen, Haarwuchs, weit geöffnetem Mund und— einer herausgestreckten Zunge. Der Faun ist für mich«in Problem oder besser, seine heraus- gestreckt« Zunge ist das Problem. Gar zu gerne wüßie ich, wem er diesen Tort antut, ausgerechnet unter den, Kyffhäuser-Denkmal. Ist's der Kysfhäuser-Bund, den er meint, oder bloß di« hehre „Idee", die im Denkmal zu Stein geworden ist? Es sähe ihm ähnlich, diesem griechischen Naturgott, wenn«r einen un- germanischen Haß geworfen hätte auf das blonde germanische Richmtum, dessen höchste Sehnsucht Walhalla ist. Immerhin, wie dein auch sei: Gü ig war der Regenhimmel, der mir sein feixendes Bildnis an die Decke malte und das Sym- bot edlen Heldengeistes, das„ragende" Kyffhäufer-Denkmai! Und ihr Hab! kein« Poesie, die ihr meint, mein« Zimmerdecke sei schwarz und fleckig, und es„käme wohl gar der Regen durch"!„Und dos wäre doch ungesund und überhaupt müßte der Hauswirt doch...!" Ach, Gott, ich weiß schon lang«, daß der Hauswirt gar nichts muß, und der Mieter froh sein soll, wenn der liebe Gott für seine Zer- streuung und Erheiterung so rührende Sorg« trägt und Faune an die Wand mall, die unter Krffhäuser-Denkmälern feixen, wenn cs mal so schon und ardiuernd geregnet hat. Und froh bin ich auch und danke dem lieben Gott und bm iehr sehr neugierig, was er mir das nächst« Mal an die Decke»r.alsn wird beim nächsten schönen Herbstregen. Den feixenden Faun aber und das herrliche Kyffhäuser-Denk- mal, beides möge er mir noch recht lange erhallen— oder befürchtet jemo-id das Gegenteil?—. vielleicht kriege ich doch noch vous. worüber mein Faun eigentlich feixt. Uebcr Hauszinssteuer und Wohnungswirlschaft gibt's doch nix zu feixen! Problem!_ Licbesarbeii in der Schwei». Der russische Edelkommunist Fürst Kiapotkin hat in einem seiner Bücher die kommunistische Bautätigkeit geschildert: hat einer Luft nach einem Hause, so kommen die Gefahr- ten und helfen ihm beim Bauen. Ein Idcalzustand, der sich leider nicht so leicht allgemein einbürgern dürfte. In der Schweiz hat mal jetzt aber ein jolches L-ebeswert durchgeführt, freilich als tatkräftige Hilf« für cin durch Naturereignisse schwer mitgenommenes Don. Bei dem jüngsten Erdbeben in Tessin wurde das'Dorf Someo durch Erdrutsch zerstört und di« Armut der Gemeinde stellte natuilich die schnell« Wiederhe-rftellung der Häuser und Gärten in Frag«. Da kamen aus der ganzen Schweiz Freiwillige nach Someo— bis zu 150 und mehr—. ferner lieferten Private und Eenreinden nicht nur dos nötige Handwerkszeug, sondern auch die Materialien für die Beköstigung der Freiwilligen. Daß sich unter diesen auch verschie. den« Arbeitslose befanden, sei noch hervorgehoben: trotzdem st? keinen Lahn erhielten, haben sie wacker gearbeitet. Natürlich herrscht eine gewisse Zucht unter den Freiwilligen, damit die Arbeiten planmäßig und so schnell als möglich fortichreiten: auch für ärztliche Hilfe ist gesorgt, doch haben die eingetroffenen Aerzte so wemg zu tun, daß sie gleichfalls an den Aufräumunös- und Wiederherstellungs- arbeiten sich betätigen. Abends gibt es oft fföhlich« Beranftaltungrn, auch ein Hauskino trat in Tätigkeit. Die Dorfbewohner sind rührend in Bewei'en ihrer Dankbarkeit: wenn auch der Mem-zel an Vorräten ihrer Gastfreundschaft gewisse Grenze» setzt, so sehen sie di« Frei. nilligen gern als ihre Gäste. Die Leitung dieser Kolonne konnte auf Wunsch der tessim-chen Regierung Mannschaften auch noch anderen Ortschgften, wie Aurigeno und Grssso, senden; auch hier haben die Freiwilligen rasche und gute Arbeit getan. Erslaussilhrvngen der Woche. Moni. Operettenhaus:.Die vertauschle Frau."— v eost. Berliner Tbeater:.Anneliese van Dessan." Th. a. Kurfürst endamm:.Mam'ell Ritoiiche." Wall- nertheater:.PelleaS und Mclisande."— Donner-». Neues T k>. a. Z o o:.WiIb-Wcst-2'Iädei."— Mont. StaatSoper-.Baibicr von Sevilla." !lroa>a-v!>rtröge. Moni., Dienst., Donnerst., Freit., Sonnt.(5 Nbri. Eonnab..Die Keiahren der Großstadt"— V'or.t TicnSt. (lu. 9). Donnerst, bis Sonnt..9):.Reise um die Welt I."— DonnelSI.(7): ,A u S der Geschichte d c§ Papsttums".— Freit-, Sonnt.(3): Maria Schipsmann erzählt Märchen.— Freit. bis Sonnt.(7):.Im Reiche d e r K o m i k". Srlngi Feiertag o"",>i,uiiiiiafl. ocn üs.»Ä atu nt ata". Für die Nach» millage sind angesetzt: 2ö. Schiuck und Jau", 26..Schneider Dibbet". 27. Das Märchen vom.Tapseren Schneiderlein" am 28..Don C a r I o S". Die Lhlvesteraujjühruna von.S ch l u ck u u d I a u" am 31. beginnt bereits um 7 Uhr. Ssnntag früh H Uhr gchep. sLe GsnsssiKKLN unö GenoAett Zu? � � Kekmr darf fehlen! Hsteiiißuug ist Parteipfiicht. De? ungesetzliche �bbau. Die Entscheidung des Kammergerichts. Wir erhalten folgende Zuschrift: Die Begründung des richterlichen Ausschusses, der den politischen Abbau der Wahlbeamten legitimiert, hat bereits von den verschiedensten Seiten zutreffende Kriiik erfahren. Die Entscheidung ist nur daraus verständlich, daß der Ausschuß offenbar den Zusammenhang der gesetzlichen Bestimmungen nicht hinlänglich übersehen hat. �Die Begründung läuft darauf hinaus, daß nach dem Willen der preußischen Abbauverordnung der politische Abbau statthaft sei. weil die Entscheidung einer politischen Körper- s ch a f t, nämlich der Stadtverordnetenversammlung über- tragen ist. Hätte die preußische Verordnung eine solche Aus- nahmebestimmung für die Wahlbeamten gewollt, so wäre sie insoweit ohne weiteres nichtig. Die preußische Abbauverord- nung ruht auf dem Grunde der Reichsverordnung, sie ist erlassen gemäß Artikel 18 der Reichspersonalabbau- Verordnung, wonach die Länder berechtigt und verpflichtet sind,„für die Beamten der Gemein- den eine den allgemeinen Grundsätzen der Artikel 1 bis 9 und 15 dieser Verordnung entsprechende Regelung zu treffen." Zu diesen Grundsätzen, die dem- gemäß für die preußische Verordnung bindend sind, ge- Hort daher auch Artikel 3§ 4 der Reichsverordnung, der be- stimmt:„Die Auswahl der in den einstweiligen Ruhestand zu Versetzenden darf durch ihre politische, konfessionelle oder gewerkschaftliche Betätigung und durch ihre Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zu einer politischen Partei und zu einem politischen, konfessionellen oder Berufsverein nicht be- einflußt werden." Es sind daher nur zwei Schlußfolgerungen möglich: Entweder die preußische Verordnung hatte die ihr vom kammergerichllichen Ausschuß zugeschriebene Absicht einer Ausnahmebehandlung der Wahlbeamten, dann folgt daraus zwingend die Nichtigkeit wegen Verstoßes gegen das Reichs- rocht; oder aber die Verordnung wollte auch für die Wahl- beamten den politischen Abbau verbieten, dann hatte der Aus- schuß die entsprechende Feststellung und Entscheidung zu treffen. Daß die Verordnung im Sinne der letzten Sluffassung auszulegen ist, geht schlüssig daraus hervor, daß im Gegen- fatz zur Reichsverordnung, die dem Beamten überhaupt kein Rechtsmittel gewährt, die preußische Verordnung den Ein- spruch gerade zu dem Zwecke geschaffen hat, dem Beamten verstärkten Rechtsschutz gegen den politischen Abbau zu geben. Die Rechtsprechung des Ausschusses macht gerade diesen Zweck illusorisch. Rechtsirrig ist endlich die Ansicht, daß aus der Uebertra- gung des Abbaus an eine politische Körperschaft auch der politische Charakter der Auswahl folge. Auch die Entschei- dung einer politischen Körperschaft hat nach Maßgabe und innerhalb der Schranken des Gesetzes zu erfolgen. Es ist auch durchaus nichts Ungewöhnliches, daß eine politische Körperschaft Entscheidungen trifft, die gebundenen xh e ch t s ch a r a k t e r haben. So fungiert z. B. die Stadt- verordnet enversammlung als Wahlprüfungsgericht für die Stodtvewrdnetenwahlen. ihre Beschlüsse auf diesem Gebiete unterliegen der Nachprüfung im Verwaltungsstrait- verfahren. Zu der Obfektioität der Richter darf man das Vertrauen haben., daß sie ihren Beschluß einer Nachprüfung unter Be- rücksichtigung der von der öffentlichen Kritik gellend gemachten Bedenken unterziehen. Da dieser Beschluß kein Urteil ist, sondern nur ein V e r w a l t u n g s a k t. so sind nach meiner Auffassung, die ich hier nicht näher begründen kann, die Richter für befugt zu erachten, ihre Entscheidung selbst abzu- ändern. Anzuerkennen ist, daß hinter der Ausschußentscheidung ein richtiges Empfinden steckt, das nur einen falschen recht- lichen Weg gegangen ist. Gerade well nämlich der Abbau- beschluß streng gebundenen Rechtscharakter hat, verschiebt er die Grundlagen für das Zustandekommen des obersten Ge- meindewillens und bedeutet einen Eingriff in die städtische Autonomie, der«ine organisationsgesetzliche Aenderung ist und als solcher von der Abbauverordnung gerade nicht gewollt war. Denn der Leitgedanke des Abbaues ist eine rein zahlen- mäßige Personalverminderung ohne Aenderung der in den Organisationsgesetzen, insbesondere in den Gemeindeordnun- gen verankerten Verwaltungsorganisation. Der Ausschuß ward sich daher auch mit' diesen Bedenken gegen die Statt- Heftigkeit des Abbaues der Wahlbeamten auseinanderzusetzen haben. fr'neln in öen Völkerbund! Die„Akademische Dereinigun«, der Dölkerbund- fre>unde" vera-nstcltet« gestern im großen Sitzungssaal des Herrenhauses eine machtvell« Kundgebung über die„Forde- rirrg der Stunde". Als erster Redner vertrat sie, häufig von Beifall un'erbrochen, mit Temptrament und Verständnis einer der ältesten Dcrkämpfcr des Völkerfriedens, Genosse Eduard B e r n ff« i n. Mit Recht betonte er. wir müssen in den Völkerbund, der heute noch ein„Bund der Nationen" ist, eintreten, wenn er repräsentieren tiereu will, was er repräsentieren soll. Gerade seine Mängel sind ein Grund zum Beitritt, durch den allein wir Unvoll- kommcnhütcn beseitigen können. Wäre dag deutsche Volt durch eine notiona-istisch-verlogene Presse nicht so mangelhaft über die tatsäch- lichen Leistungen des Völkerbunds unterrichtet, dann würde es ein- mutig der Ueberzeugung sein, daß nur Gewissenlosigkeit sich gegen einen Bund der Völker wenben kann. (Stürmischer Beifall.) Leider aber muß gerade jetzt festgestellt wer- de«, daß das Vertrauen in den vollen Friedenswillen Deutschlands zurückaegangen ist, weil die Reden unserer Politiker im Ausland nit der Lupe gelesen wevdcn. Es stünde heute besser um uns. sagten sich untere Politiker stets, daß ein Staatsmann nickst nur für seine jewe'liaen Zuhörer, sondern für die ganze Welt spricht.— Den Ein- druck ir'cher eigentlich selbstverständlichen, aber doch so seltenen To- wli«t hatte inan in der Tot bei den Ausführungen Bemsteiils, und wie sie zündete!?, bewies der stürmisch» Beifall, den sie bei der gei«annt lauschenden Versammlung auslösten. Eine historische und wirtschaftliche Begründung über die Not- wc' ldictkeit des Eintritts in den Völkerbund gab weiterhin Professor Malter Schücking. und besonders wurden seine Ausführungen über Bismarck, den großen Schachspieler, der nach Björnsons Wort llLn einzelnen Zug gewonnen, aber dos ganze Spiel verloren hat. mt' l-ahafter Zustimmung ausgenommen. Das verfäüchtc gv stch'urn im Zeitalter Bismarcks hat uns in den Krieg geführt, diese» gepriesene„Stahlbad" wurde für all« zum großen (=?4>lo7MnbTd. Wiederholung dieser großen Tragödie ist mir bei »wnl-o- Verwirklichung des großen Gedankens planmäßiger Ko. eporaiion unmöglich: der einzige Weg hierzu ist der Völkerbund, der das werden wird, was die Volker aus ihm machen. In seinem Rahmen begegnet sich die deutsche Sache mit dvr Sache der Menschheit! Auch diese Red? ssnd wie das überzeuge? Vs Schlußwort des Prof. Dessauer- Franffurt a. M., der auf noch zu beseitigenden Mängel näher einging, starken Beifall, und«s ist zu hssstn. daß auch diese Beranstaltunq" der akademischen Jugend ein Beitrag war zur Förderung unserer Sache, die die Sache der deutschen Republik. ja tatsächlich die Sache der ganzen Menschheit ist. Die Weih- nachtsbotschaft war eine Friedensbotschaft. Deutsche, vergoßt Soldschmidt, Stolpifch« Str. 36, Mi!gdlattv-rbr«ftuna. 36. Abt. Zur Nugblattvrrbreitung tresscn fl« sSmMche Mitglieder frssd 9 Uhr bei Busch. Tilsster Str. 27. Ebenda milssen dl« B-itrogsmark«n und Somuieslisten abgerechnet wcrd«n. Di« Nugblattverbreitung"d«r imter-n Bezirke findet von Stahmann, j»!« dir oberen von Nösler aus statt.„, 116. Abt. Lichtenberg, ssrtll, 9 Uhr Flugb�üverbrettung. Spcdrtlvn Siefen- kränz, Boxhagene: StraSc. GsVerFschQstsbeVSgung potemkinsthe dorfer« Wie sehr die ganze Politik der Bolschewisten innerlich v e r- o g e n und haltlos ist, dafür fc-iekt der Einigkeitsschwiridel, den ste gsgenwärtig aufführen, ein Nassisches Beispiel. Sie wissen ganz g.�nau dah zwischen ihrer Auffassung und der der E n g l ä n de r in der Frag« der Herstellung der Einheit der GeVürkschaftsbewegunz ein A d g r u n d klafft. L o s o w s k t hat dos w einem ucn uns zitierten Artikel selbst festgestellt. Für die Engländer handelt es sich ausschließlich um die Frag« der Aufnahme der russi- schon Gewerkschaften in dm Internationalen Gewerkschststs- bund. Ob Purcell doneben über die Sowjetpolitik in Rußland und Georgien Dinge gesagt und geschrieben hat, die un schroffen Gegen- saß sich befinden zur Politik seiner eigenen Partei, ist für die Frage des eventuellen Anschlusses der russischen Gewerkschaften an den IGV. von keiner Bedeutung. Für Purcell handelt es sich jedenfalls nurumdisDurchführungdesBeschlussesdesinter-« nationalen Gewerkschaftskongresses von Wien, d. h. „um die Einverleibung der russischen Gewerkschaften auf Grund der Statuten und Bestimmungen des?GB. in. die internationale Gewerk- fchaftslwwegung". Das aber wollen die Bolfchcwiften gerade nicht. Sie wollen auf einem sogenanmeu„Welteinigungskcngreß� ein« allgemeine Rauferei veranstalten. Von einer Einigkeit wollen sie Massen.' Do dieser Gegensatz nicht zu überbrücken ist, bemühen sich die Moskauer Stipendiaten, durch allerhand Mätzchen ihn zu verdunkeln. Damit wird er aber nicht aus der Welt gcschafstn. In Rußland, wo«in« andere als die omlliche bolschewistische Presse nicht erscheinen darf, kann man den Lesern der Zeitung ein 1 für ein II vormachen, ohne daß di« Leser die Möglichkeit haben zu kontrollieren, ob die Behaupiungen auch stimmen. Außerhalb Ruß- lands Hai die Arbeiterschaft aber feststellen können, daß es den Bolschewisten nicht um die Einigkeit, fondern um die Spaltung der Arbeiterschaft zu tim ist. Deshalb hat sich die Arbeiter chast trotz der starken Sl)mpothien, die sie zunächst für die ruisisebs Revolution empfand von den Zerstörern der Oraanisalionen abgewendet. Das ist die wesentliche Ursach« des Verfalls der bolschewistischen Sektionen in allen Ländern. Wenn etwas diesen Versall beschleunigen wird, so ist es gerade di �verlogene Kampagne um die Einheit der Gewerkschaftsbewegung. Dls Berlmer„Prawda" führt jetzt sogar Genossen O u d egee st, Sekretär d'S MB., als Kronzeugen an. Das kenn sie natürlich rur, weil sie den wesentlichen Teil seiner scheinbar zitierten Aeußerungen unterschlägt. In den Pressenachrichten vom 18. Dezember des IEB. nimmt Oudegeest In einem ausführlichen Artikel Gtelliinq zu der.Haltung von Purcell in Rußland. Er meint zunächst, daß sich di; Kommentare der Gewerk ckhifts- und der Partei- presse der verschiedenen Länder„hauptsächlich auf geschickt aufgemachte und verbreitete Mitteilungen der kommunistischen Presse stützen". Diese Satze»nterlchläg! die Berliner„Prawda" natürlich. Wir können für den„Vcrwäris" in Anspruch nehmen, daß wir von vornherein da? stärkste Mißtrauen hatten zu den Meldungen, die von iNoskau kamen. Wir haben erst offiziell zu der Begrüßungsrede von Purrcll Stellung genommen, als dieser uns das Stenogramm feiner Rede, von chm selbst unterzeichnet und in englischer Sprache abgefaßt, zugeschickt hatte. Wir haben weiter dS5(dfeefpie0: Uhr: Schneider WibbeL 25. Schluck und Jan.' 26. Scknrider Wibbel. 27. Das tapfere Sckneiderlein. 23. Don Carlos. - Sckille'. Theater: 25. Alt- Berlin. 26. Candida.— Deutsche» Theater: 25., 26. und 28. Rose Bernd.— Die Komödie: 25.. 26. und 23. Die Bilchse der Bande ca.— Denis che» Opernhar«: 2L Rigoletto.'25. Die toien Augen. 28. 12 Uhr: Konzert.— Grosse« Schaukpirlhaus: 25. und 26. An alle...! 27. und 23. Kinderoorssellung.— Reuaissanee-Theotrr: 23. bis 28. Gläubiger. Seirat san trag.— Deutsche» Kllnstler-Theater: 23. und'26. Die ZwillindS- schwosser.— gentral-Theater: 21.. 23.. 26. und 2«. Moral.— Theater in der Komma ndantcnktrass«: 21. und 27. Fridolins Weihnoch»feit. 23.. 26. und 28. Der Rauh der Sabinerinnen.- Komische Oper: 23., 26. und 23. Doriu« und dop KufalL— Theater om Bokiendorsploss: 21.. 24. 23. Pelerchens Mondk.'hrt.— v'os:. Theatee: 21. und 27. P!ar und Ätoriss. 23. und 26. Da, Käthcken von Seil» bronu. 28. Sciuigefunden.—?ntime» Theater: Sonn- und Feiertags: Der blaue Pnjoma.— Schlossvark-Thrater Stegliss: 25. bis z«. Ghrissinchrnz Märchenbuch. Ncukölu M: Jeder Mi'mirkcr.d« zur Wcihnachtsseier Hot heute abend Z:3 Uhr im Seim Ganner Strosse bestimmt 5U erscheinen. Berantmorilich fstr Politik: Erust Renter: Wirtschaft: Artu« Saternu,: Gewerkschaftsbewegung: griedr. Esskoru: Feuilleton: Dr. John Schikowski: Lokales und Sonstiges: Ariss Karftädt: Anzeigen: Th. Glocke, sämtlich in Beclin Berlogt Borwärts-Berlag S. m b. S. BerNn. Druck: Borwärks-Buchdruckeret und ÄerlaasauNalt Paul Singer u. Co. Berlin SD 68 Lindenssrasse 3. B erliner Elektriker- Genossenschaft ingesdiu dem. Verb, sozialer Baabetriebe Berlin N 24, Elsässer Str. 86~88 —— Fernsprecher. Norden 1198— Herstellung elektr. Lidä-, Kraft- and Signalanlagen Verkauf aller elektrischer Bedarfsartikel Ausführung sämtl. Reparaturen Preiswerte, gediegene Arbeit cezic- ichirt '.er kd !ö>»!n kille deeeiii?: a»:te». ktttisz- SM., ket-i »»4 See.»(»» Z.all. istzerteiii. >» IZ Lzw!'«4 itzuwliute Mleekizz. HMiizmz ei>4 iieieneus. äretl. empfnblen, Imlitertnl»'06 Wl 1-4,'ejelai lO-i: iMe. j. 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