Abendausgabe Nr. 61141. Jahrgang Ausgabe B Nr. 305 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise find in der Morgenausgabe angegeben Redaktion: Sm. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Tel.- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts Berliner Volksblatt 5 Goldpfennig Montag 29. Dezember 1924. Berlag und Anzeigenabteilung: Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin S. 68, Lindenstraße: 3 Fernsprecher: Dönhoff 2506-2507 Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Auslegung des Botschafterbeschlusses. Entscheidung erst nach dem endgültigen Kontrollbericht. amtlichen, Kreisen werde erflärt, die Regierung sei nicht der Ansicht, daß fie ein offizielles Recht habe, in dieser Frage Borstellungen zu erheben, obgleich sie selbstverständlich an allen Angelegen heiten, die die Wohlfahrt Europas betiäfen, intereffiert sei. Krupp und die Entwaffnung. Effen, 29. Dezember.( WTB.) Die Firma Krupp teilt mit: Die Pariser Meldung, 47.000 neue Gewehre seien bei Krupp ermittelt, ist vollständig aus der Luft gegriffen, Krupp- Essen hat überhaupt nie Gewehre hergestellt. Das fleine Kruppsche Stahlwert in Annen- Westfalen walzt von altersher Gewehrlaufstäbe, namentlich für Jagdgewehre, ist aber auch als Unterlieferant für den Bedarf der Reichswehr zugelassen. Dementsprechend hat Annen im Jahre 1924 etwa 25 000 rohe ungebohrte Laufstäbe für die von der Kontrollfommission zugelassenen Gewehrstäbe gewalzt und dies auch den Kontrollbehörden gegenüber niemals verParis, 29. Dezember.( WTB.) Die Morgenpresse sucht es so darzustellen, als ob die Botschaftertonferenz bereits ein fachliches Urteil über das Ergebnis der Kontrolle gefällt hätte. Dieses taktische Borgehen wird einigermaßen dementiert durch eine der Agentur havas aus London zugegangene Schilderung der augenblicklichen Lage. In dieser zweifellos beeinflußten Depesche heißt es: Die Entscheidung, welche die Botschafterkonferenz getroffen habe, beweise nur, daß die erste Phase beendet sei. Die Nofe, welche die Botschafterkonferenz ausarbeite, stelle die Antwort auf den Protest der deutschen Regierung gegen die Aufrechtethaltung der Besetzung der Kölner Zone dar. Obzmar diese Note begründet werde, sei sie doch nur ein provisorisches Instrument, das in keiner Weise der Beurteilung der Frage in ihrer Gesamtheit vorgreife. Der Note merde also eine zweite Mitteilung an die Reichsregierung folgen, über die entschieden werde, nachdem man im Besitz des endgültigen Berichts der Kontrollheimlicht. fommission sei. In diesem Bericht sei die Frage zu beantworten, ob Deutschland die militärischen Verpflichtungen des Versailler Bertrages erfüllt habe. Der endgültige Bericht, den die Kontrollkommission erwarte, werde diese Frage beantworten, und es sei nicht unwahrscheinlich, daß hierüber vermutlich zwischen dem 5. und 10. Januar eine Notifizierung erfolge. Die Havas- Depesche fügt hinzu, es unterliege feinem Zweifel, daß in London und Paris die diplomatischen und militärischen Autoritäten schon entschieden hätten, und daß man weder die Militärkontrolle noch die Besetzung der Kölner Zone aufheben wolle, solange nicht Deutschland die fünf Punkte vom September 1922 erfüllt habe. Der„ Temps" vom Sonnabend greift die bisherige Politik Herriots als doppeldeutig an und wirft ihr vor, fie habe sich von Deutschland täuschen lassen. Die deutsche Demokrati e sei meiter nichts als eine Komödie, die dem Reich geholfen habe, sich der Erfüllung wesentlicher Bedingungen des Friedensvertrages zu entziehen, beträchtliche Borteile zu erlangen und auf Kosten Frankreichs wieder zu erstarten. Die neuen Reichstagswahlen mit ihrem zweifelhaften Ergebnis, das Hinausziehen der Regierungskrise, das alles fei nur ein Manöver gewesen. Die Politik des Vertrauens sei den Alliierten teuer zu stehen gekommen, jeßt müßten sie sich aber davon überzeugen, daß Deutschland nach einem sechsjährigen Regime der Republik sich selber gleich geblieben sei, und daß man in Wirklichkeit nur die Geschäfte der Reaktion besorge, wenn man einer falschen Demokratie ihre Aufgabe erleichtere. Der„ Temps", der seit dem Ausscheiden Herbettes ganz ins nationalistische Fahrwasser geraten ist, beweist für uns Deutsche mit seinen Aus ührungen zweierlei: Erstens, daß der französische Nationalismus an seinen Rheinlandplänen festhält und die augenblickliche Krise zu seinen Zwecken auszunuzen gedenkt, und zweitens, daß er in der deutschen DemoPratie die gefährlichste Gegnerin seiner Absichten erkannt hat. Frankreichs dauernde Festsetzung am Rhein kann nur gelingen, menn es gelingt, die Welt davon zu überzeugen, daß Frankreich zum Schuß gegen ein militaristisches, die Revanche vor= bereitendes Deutschland den Rhein unbedingt braucht. Daraus ergibt sich von selbst die Linie, die die deutsche Politik einhalten muß, um die Befreiung deutschen Bodens von fremder militärischer Besetzung zu erreichen. Es ist notwendig, alle 3 meifelsfragen, die sich auf dem Gebiete der Abrüstung ergeben haben, fo rasch wie mög lich zu bereinigen, dem Gegner jeden Bor wand für die Behauptung deutscher Vertragsverlegungen zu entziehen und ihn auf diese Weise zur Einhaltung des Vertrages, d. h. zur Räumung, zu zwingen. 13 Die Note der Botschafterkonferenz. Paris, 29. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Die Sonnabendfizung der Botschafterkonferenz, die eine Stunde fünfzehn Minuten hauerte, war zum größten Zeit durch einen Bericht des Marschalls Foch über den Stand der Ent- waffnung in Deutschland in Anspruch genommen. Das Sekretariat hat im Laufe des Abends den Entwurf der an Deutschland zu richtenden Note fertiggestellt. Er ist sofort an die intereffierten Regierungen abgegangen. Am Mittwoch soll sich die Botschafterkonferenz mit der endgültigen Festsetzung des Tertes beschäftigen. Ueber den Inhalt der Note wird folgendes mitgeteilt: Erste Voraussetzung der Räumung wäre, daß Deutschland sämtliche Berpflichtungen, die ihm durch den Friedensvertrag auferlegt wurden, erfüllt haben würde. Man könne aber schon jetzt jagen. daß das nicht der Fall sein würde. Die Botschafterkonferenz habe noch nicht den endgültigen Bericht der Militärkontrollkommission; er könne nicht vor dem 20. Januar fertig sein. Aber schon jetzt hätte die Botschafterkonferenz auf Grund der vorläufigen Berichte de Feft stellung gemacht, daß die Verfehlungen Deutschlands schwer wiegende feien. Kein Eingreifen Amerikas. New York, 29. Dezember.( WTB.) Nach einer Meldung der New York Times" aus Washington hat das Staatsdepartement die Ermächtigung erteilt, die Gerüchte zu dementieren, monach Staatssekretär Hughes die amerikanischen Botschafter in Europa angewiesen habe, den Alliierten Regierungen mitzuteilen, daß das Schicksal des Dames- Blanes von einer friedligen Regelung der Frage der Räumung des Kölner Gebiets abhänge. In Behauptungen des britischen Kontrollgenerals. London, 29. Dezember.( TU.) General Morgan, der englische Vertreter in der Kontrollkommission, veröffentlicht in der Quaterly Review" einen Artikel über den Stand der deutschen Rüstungen. Er nennt den General v. See d t einen zweiten Molite, dessen Gestalt in fünf oder zehn Jahren auf Europa vielleicht einen General Morgan, Deutschland hätte feit Unterzeichnung des Friedensgigantischen Schatten werfen werde. Weiter behauptet vertrages in jeder Weise versucht, eine Revision der Militärklausel herbeizuführen und die kommunistischen Unruhen an der Ruhr und anderen Punkten zum Vorwand genommen. Die deutschen Forderungen wären vollkommen ungerechtfertigt, da einige reguläre Bataillone zur Niederwerfung des Kommunistenputsches vollständig ausreichten. Trotzdem hätten die Deutschen die Kühnheit gehabt, Truppen aufstellen zu wollen, die die im Bersailler Bertrag vorgesehene Siffer um das Doppelte überschritten, und hätten einen Generalstab für 20 Divisionen eingerichtet. Weiter erzählt Morgan, wie das deutsche Oberkommando mit Hülfstruppen ( Bolizei, Geheim bündlern und früheren Kriegsteil, nehmern) die Divisionen zu Armeekorps erweitert hätte. Bas die Versorgung der Artillerie anbelange, so hätte die deutsche Heeresleitung unter Berufung auf den Versailler Bertrag fortgefezt versucht, ihren Bedarf für 20 Armeekorps zu decken. Die Ber bündeten hätten jedoch das Ziel durchschaut und während der Konferenz von Spa energisch auf der Erfüllung der Bertragsklaufein beſtanden. Darauf hätte der deutsche Generalstab feine Taftif ge ändert und sich unter scheinbarer Beobachtung der Klauseln auf die Schaffung eines Kernes für eine große Armee nerlegt. Die deutschen Militärbehörden wären dabei in der Weise verfahren, daß fämtliche verbotenen Geheimbünde in bestimmten Einheiten an die Kompagnien ange= schlossen worden wären. Die deutschen Regierungen entstünden und vergingen. General von Seedt aber bleibe fiets im Amt. Er sei gegen die Republik loyal. meil die Repub'it sich ihm gegenüber loyal zeige, d. h. ihm jeden Wunsch zur Berwirklichung seiner Pläne erfülle, die auf die Errichtung einer gewaltigeh Militärmacht nach dem Beispiel Moltkes abzielen. Wenn man sich fragt, so fährt General Morgan fort, warum der Vertrag von den Deutschen nicht ausgeführt werde, und welchen Zweck die Kontrollkommission hat, da sie nicht imstande ist, diese Berfehlungen zu verhindern, so antworte ich, der Deutschland kennt, daß Deutschlands wirksame Abrüstung praftisch geradezu unmöglich ist. Tatsächlich habe es, seitdem die Kontrollkommission ihre Aufgabe übernommen habe, in Deutschland vom Kriegsminister bis zum letzten Unteroffizier feinen einzigen Bertreter der militärischen Rangordnung gegeben, der ent Verbündeten Vertreter irre zu führen. Zum Schluß behauptet sprechend dem erhaltenen of unas wort nicht versucht habe, die General Moraan, daß Deutschland ein Jahr nach Auflösung der Stontrollfommission die Herstellung von Kanonen und Munition auf ein Höchstmaß wie 1918 bringe. Das deutsche Oberkommando sei in der Lage, allen Anforderungen wegen Erzeugung von erst i den den Gasen und Explosivstoffen innerhalb von drei Monaten zu entsprechen. Der Gefahr der deutschen Rüstungen könne nur begegnet werden, wenn nicht nur die Kontrollfommission im mt bleibe, sondern auch die Befehung der Brückenköpfe am Rhem, besonders des Mainzer Brückenkopfes ohne bestimmte Frist aufrecht erhaiten werde. Für den Fall, daß die Kontrollkommission aufgelöst und die Rheinarmee wesentlich verringert werde, fönne der Frieden in Europa für nicht länger als ein Jahr verbürgt werden. Britisch- sozialistischer Protest. Deutscher Trotzkismus. Brandler und Thalheimer an der Wand. Die kommunistische Presse beschäftigt sich mit der Erledi gung Trogfis und seiner Anhänger in Deutschland. Ein braver Kommunist und Anhänger der linken Zentrale darf zwar nicht lesen, was Trogti geschrieben hat, er muß aber bie spaltenlangen Artikel aller möglichen Geistesheroen in sich aufnehmen, die haartlein und bis aufs Tüpfelchen über dem i nachweisen, daß Trogfi rettungslos vom alleinfeligmachenden Heilsweg abgewichen, daß seine Seele ganz und gar dem Teufel des Menschemismus verfallen ist und daß deshalb jeder gläubige Kommunist über diesen Abtrünnigen nur drei Sowjetkreuze schlagen tann. Zu den Trogfi- Tötern gehört auch der Geistesriese Ottomar Geschte. Er fnüpft sich die deutschen Troglisten Dor. KPD. natürlich auch. Nachdem die deutsche KPD.- Zentrale So etwas gibt es nämlich merkwürdigerweise in der Pflichtschuldigst auf die erste Nachricht von dem Erscheinen des Trozkischen Oktoberbuches hin von sich aus Sinowjem ihre loyale Unterstügung im Kampf gegen den gefährlichen Nebenbuhler in Aussicht gestellt hatte, muß jetzt daran gegangen werden, in Deutschland geeignete Opfer auszusuchen, die den Göttern auf dem Altar geschlachtet werden können. Kein zuverlässiger Kommunist würde sich auch wohl fühlen, wern er nicht mindestens quartalsmeise Renegaten abschlachten fönnte. So werden denn in der kommunistischen Presse jezt verstärkte Brandartitel gegen ,, re chte Abwei chungen" losgelassen. Die Opfer, die man diesmal ausersehen hat, sind die in Mostau als Emigranten lebenden Heinrich Brandler und August Thalheimer. Man möchte sie gerne so weit reizen, daß sie vielleicht freiwillig das so ungaftlich gewordene Haus der KPD. verlassen. Nun sind weder Brandler noch Thalheimer folche Heroen an Geist und an moralischer Widerstandskraft, daß die hartnäckigen und immer wiederholten Angriffe gegen diese beiden angeblich ,, sozialdemokra tisch verseuchten Zellen" in der KPD. verständlich sein könnten. Geschte charakterisiert alle beide nicht übel: Brandler und seine Freunde waren jederzeit Helden, der linten Phrase. Sie prahlten mit feurigen Berspektiven, mir deutschen llebersehungen der permanenten Revolution", um die Kritik der Linken gegen ihren eigenen Opportunismus abzulenten. Diese Taktik verfolgten sie im Einverständnis mit Radekwährend der ganzen, monatelangen Borbereitungszeit des Oktober, Als im Mai die Ruhrarbeiter und bald darauf die schlesischen Berg, arbeiter ftreiften, erließen fie fönende Aufrufe und würgten die Kämpfe ab. Als die Arbeiter gegen die faschisten vorgingen, schrieben sie:„ Stellt jeden zehnten Faschisten an die Wand!" fagten die Straßendemonstration am Antifaschistentag ab. 2013 während der Oktobertage selbst in verschiedenen Teilen Deutschlands Teillämpfe begannen, verbeten" sie die Fortführung dieser Stämpfe " trogfistisch una ganz wie die reformistischen Gewerkschaftsführer mit der taftischen" Losung: In der nächsten Woche geht der Aufstand los." Als aber die Stunde des Aufstandes fam, verhinderten sie ihn. Das mar die Katastrophe der revolutionären Phrase, die auf die Zwischenglieder des Machtkampfes, auf die Teillämpfe um die Macht verzichten, will, das war das Ende der„ permanenten Revolution": nichts als permanente kapitulation, das war Brandlers Trotzkismus im deutschen Oktober." Es ist uns zwar nicht bekannt geworden, daß die linken Kommunisten es irgendwie anders gemacht hätten. Die Rechten" werfen den ,, Linken" gerade vor, daß die ,, Linken" an allen Schandtaten der Rechten beteiligt gewesen felen. schied in manchen Phrasen, feinen Unterschied in den Taten Der Außenstehende hat jedenfalls, abgesehen von dem Unterbis jetzt entdecken fönnen. Die einzige Aenderung wenn man so will ,, geistige Leiſtung" der linken" Führung besteht darin, daß sie noch ausgesprochener als die BrandlerZentrale durch ihre fire Idee der alleinigen Bekämpfung der Sozialdemokratie die Reaktion in Deutschland unterstützt hat. Der wahre Grund dieses heftigen Borstoßes gegen den Brandler- Flügel ist ein ganz anderer. Die„ rechten Abweichungen" in der Kommunistischen Partei sind keine Spezialerfindung Brandlers und Thalheimers, sie sind Erscheinungen, die sich mit objektiver Notwendig feit aus der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der legten Zeit ergeben. Das Anschwellen der KPD. und die Berstärkung des Linkskurses im Jahre 1923 war eine InIations erscheinung, die beginnende Neigung auch der kommunistisch beeinflußten Massen zu einer mehr rechtsRückentwicklung, ist eine Deflations erscheinung. Dre Konzentration auf illusionäre Hoffnungen einer revolutionären Wendung in der innerdeutschen wie der gesamteuropäischen Entwicklung konnte im Jahre des Ruhrkampfes psychologisch verständlich sein. Es ist beinahe eher zu bewundern, daß die furchtbaren Wirkungen des rasenden Währungsverfalles im Herbst 1923 diesen Phantasien nicht st är fere Wirkungskraft verliehen haben Mit dem Stilstand der Inflation mußte naturgemäß ein Stillstand dieser Illusionen eintreten. So wie die Hoffnungen der KPD. mit dem Währungsperfall stiegen, mußten fie finken mit der Währungsbefestigung. Revolutionäre Hoffnungen lassen sich eine kurze aber ist es eine unlösbare Aufgabe, eine Massenbewegung Beit vielleicht konzentrisch zusammenfassen. Auf die Dauer der Arbeiterschaft zu organisieren, die fich nur auf revolutio näre Arbeit tonzentriert. London, 29. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Der„ Daily Herald" schreibt am Sonnabend zu dem Räumungsproblem: Die Entschließung der Botschafterkonferenz bedeutet eine definitive Rüd tehr zu den Methoden von 1919. Es bedeutet, daß der Kriegsgerichteten Taktik ist die logische Folge der wirtschaftlichen geist noch immer herrscht und daß Deutschland noch immer als " Feind" betrachtet wird, dem man diftiert, nicht als ein Kollege, mit dem man gemeinsam ein neues Europa aufbaut. Es ist ein tragisches Beispiel für politische Blindheit, daß man von diesem Vorgehen der Sicherheit Frankreichs zu dienen glaubt. Diese Sicherheit würde garantiert dadurch, daß man sich Deutschland zum Freund erwirbt und dadurch, daß man allgemein entwaffnet. Diese Sicherheit fann nicht dadurch herbeigeführt werden, daß man persucht, Deutschland allein dauernd in einem Zustand militäris fcher Unterordnung zu erhelten, noch dadurch, daß man auslan bische Truppen auf deutschem Boden beläßt. Die Enttauschung darüber, daß die erwartete Räumung nicht stattfinden wird, muß in Deutschland größte Bitternis hervorrufen. Man muß dort das Gefühl haben, daß man bei der Uebernahme der Mittel der Abhilfe gebe als die nadie Gewalt. Die militaristi Dames- Lasten betrogen worden sei und daß es fein anderes ichen und nationalistischen Barteien werben geftärtt merden, die gefunden friedlichen Strömungen geschwät. persönlichen Einstellung und Ihren Beweggründen gerecht. Ein derartiges Urteil ist nicht nur geeignet, das bisher schon aufs schwerste erschütterte Vertrauen zu unserer Strafjustiz aufs neue zu schädigen, sondern auch darüber hinaus dem Ansehen der deutschen Staatsgewalt, deren Repräsentant Sie sind, im In- und Ausland Abbruch zu tun. Die deutschen Republikaner wissen, was Deutschland Ihrer lugen und tatkräftigen Führung verdankt und lassen sich in Ihrem unwandelbaren Vertrauen durch diesen Fehlspruch nicht beirren. Mit republikanischem Gruß " Verunglückter Abbau. Eine neue Entscheidung zum Abbau von Wahlbeamten. Die Berliner Entscheidung des Kammergerichtsausschusses über den Abbau der Berliner Stadträte hat allgemein berech tigtes Aufsehen erregt. Der Standpunkt der Berliner Richter, die bekanntlich die Meinung vertreten, daß jeder Beschluß einer Stadtverordnetenversammlung von vornherein politischen Charakter trage und infolgedessen aus diesem Grunde gegen den Abbau fein Einspruch erhoben werden könne, wird aber von anderen Abbauausschüssen Der linlösbarkeit dieser Aufgabe sind sich die derzeitigen| linken Führer der KPD. wohl bewußt. Ihr Kampf gegen ,, rechte Abweichungen" entspringt der richtigen Einsicht, daß ade diese rechten Tendenzen, wenn sie in der KPD. organifatorisch Fuß faffen könnten, gerade in der jetzigen Beriode besonders gefährlich sein würden. Und die jeßige Entwicklung ist gefährlich". Nicht umsonst sprach Ruth Fischer dieser Tage von der Amnestierung der bayerischen Räterepublikaner als von einem abgefeimten Manöver", nicht umsonst warnte sie vor der sehr gefährlichen Tendenz", den Arbeitern Sand in die Augen zu streuen. Es ist in der Dr. Luppe, Oberbürgermeister, für den Republikanischen ReichsTat„ gefährlich", wenn es den Arbeitern gelingt, wieder wirt bund, Hörsing, Oberpräsident, für das Reichsbanner Schwarzschaftlich Boden unter den Füßen zu gewinnen, Erfolge durch- Rot- Gold", Dr. Großmann, Senatspräsident, für den Republi. Personalabbauausschuß in Frankfurt am Main eine Entzusehen, ihr Lebensniveau zu heben. Es ist gefährlich, wenn fenischen Richterbund, Hoeft, für den Reichsbund für Siedlung Der Kampf der Gewerkschaften, der Einfluß der sozialdemo- und Bachtung, Fald, für die Republikanische Beschwerdestelle, fratischen Fraktion die Reaktion zurückdrängt, es ist„ gefähr Dr. Friedländer, für das Republikanische Studentenkartell, lich", wenn die Arbeiter sich am täglichen politischen Rampi Dr. Bojener, für den Republikanischen Anwaltsbund, Marofe. beteiligen, in diesem Kampfe ihre geiftigen und organisato für den Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Lehmann Ruß rischen Kräfte sammeln und den Klassengegner in Schranken büldt, für die Liga für Menschenrechte, Prof. Schümer, für halten. Das alles ist gefährlich", denn es zeigt den Widersinn die Deutsche Friedensgesellschaft. der kommunistischen Tattit, es bringt die Arbeiter, die den Barolen ihrer Zentrale entsprechend gezwungen werden, die Erklärung von Gelehrten. Reaktion zu unterstüten, in einen dauernden und cuf die Dauer immer schärfer empfundenen Widerspruch zu ihren ureigensten Lebensinteressen. Der Troßfismus und Brandlerismus ist so ganz unabhängig von diesen beiden Personen in der gegenwärtigen Entwicklung unvermeidlich. Der Konflikt der KPD. mit den rechten Abmeichungen" in ihren eigenen Reihen wird sich immer wieder entzünden. Er wird sich nicht entmideln wie Geschte und Ruth Fischer demagogisch schreiben, weil schwache Gemüter vor dem Zuchthause Angst haben, sondern weil der nüchterne Verstand der Arbeiter auf die Dauer flarer fieht als die intellettua listisch überhitte Phantasie der November fozialisten derjeßigen tommunistischen Par teileitung. Nicht von einigen erledigten Führern entstehen der kommunistischen Parteileitung Schmierigkeiten, fie entwickeln sich vielmehr aus dem Widerspruch der einfachen Funktionäre, die in den Gewerkschaften, in den Gemeindepertretungen als Arbeitervertreter arbeiten müssen und die den Widersinn der kommunistischen Taktik am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Nichts hat der KPD. in diesem Jahre so sehr geschadet wie die ununterbrochenen Konflikte, die in ihren eigenen Reihen zwischen der Parteileitung und den opportunistisch" verseuchten Vertretern in den Stadtverordnetenversammlungen entstanden. Keine Beschwörung, feine rechtzeitigen Ausschlüsse von Leuten, die man als eventuell unbequeme Mahner fürchtet und los werden möchte, werden diese Quelle der ständigen Beunruhigung und der setzung in der KPD. verstopfen fönnen. Mit und ohne Biandler und Thalheimer werden die Stimmen immer # Die Unterzeichneten erklären angesichts des Urteils des Magdeburger Schöffengerichts als ihre Ueberzeugung, daß Der gegenwärtige Reichspräsident während des Munitionsarbeiterstreits im Jahre 1918 sich bei seinem Handeln von vater ländischen Motiven hat leiten laffen. Sie sprechen die be stimmte Hoffnung aus, daß das in seiner Begründung und feiner Schlußfolgerung unverständliche erste Urteil in höherer Instanz eine ben wirklichen Tatsachen entsprechende Rorref. tur erfahren wird, damit eine Schädigung des Ansehens Deutschlands und seiner Justiz vermieden werde. Gerhart Anschüß, Willi Andreas, Otto Baumgarten, Wilhelm v. Blume, Alexander Graf zu Dohna, Generalleut nant Gröner, Wilhelm Kahl, Heinrich Herkner, Thomas Mann, Friedrich Meinede, Albrecht Mendelssohn Bartholdy, Robert Piloty, Gerhart von Schulze Gaevernih, Richard Thormann, Alfred Weber. Niederschönenfeld aufgelöst. Es hat seine Schuldigkeit getan. München, 29. Dezember.( WTB.) Die Korrespondenz Hoffmann meldet amtlich: Nach einer unter dem 29. Dezember ergangenen Berordnung des Staatsministerriums der Justiz wird die im Jahre 1919 eingerichtete Festungshaftanstalt Niederschönenfeld, in ber bis in die jüngste Zeit die Führer der Rätebewegung verwahrt naren, vom 1. Januar on aufgelassen. Die Anstalt Niederschönenfeld wird vom gleichen Tage an ihrer früheren Bestimmung als Jugendstrafanstalt wieder zugeführt. Die Strafe der Festungshaft wird künftig in der Festungshaftanstalt Landsberg a. Lech vollstreckt. nicht geteilt. Für die Provinz Hessen- Nassau hat der Personalabbauausschuß in Frankfurt am Main eine Entscheidung gefällt, die vom entgegengesetzten Standpunkt ausgeht. Es handelt sich um den Einspruch des Verwaltungssekretärs Genossen Selbert in Niederzwehren, der ebenfalls baut war. Der richterliche Ausschuß hat sich hier auf den von einem größenwahnsinnig gewordenen Bürgerblod abgeStandpunkt gestellt, daß politische Motive den Abbau eines Wahlbeamten nicht beeinflussen dürfen. Dem Einspruch des Genossen Selbert ist daher stattgegeben worden. In der Begründung heißt es wörtlich: ,, Am 28. Dezember 1923 hot die Gemeindevertretung Nieder zwehren beschlossen, den Beschwerdeführer als Dauerangestellten mit der Anwartschaft auf Ruhegehalt und unter der ferneren Bedingung anzustellen, daß Kündigung nur aus einem wichtigen Grunde und unter gleichzeitiger Anhörung des Beamtenausschusses möglich sei. Am 1. August 1924 hat der Gemeinderat auf Grund der Bestimmun gen der Preußischen Personalabtauverordnung vom 8. Februar 1924 beschlossen, den Beschwerdeführer zum 1. Oftober 1924 abzubauen. Der Beschluß wird in dem Begleitschreiben vom 4. Auguſt 1924 näher damit begründet, daß die von Gelbert innegehabte Stelle eingezogen werden solle und er von der Mehrheit des Gemeindevor standes wegen mangelnder beruflicher Vorbildung nicht für befähigt gehalten werde, eine andere Beschäftigung im Berwaltungsdienst zu übernehmen. Gegen diesen ihm am 7. August ausgehändigten Beschluß hat Selbert mit Schreiben vom 11. August, eingegangen am 12. August, Einspruch eingelegt mit der Begründung, daß der Be schluß seinen Ursprung in persönlichen und polifischen Motion finde und gegen die Abbauverordnung verstoße. Diese seine Behauptungen hat er in dem am 21. August eingegangenen Schriftfaz vom über den Abbau der Vertreter des Bürgerbundes einen ferligen An15. August 1924 näher dahin begründet, daß zu den Verhandlungen trag mitgebracht habe und auf den Hinweis, daß doch eine fachliche Prüfung des Abtaus und der Personenfrage nötig sei, geantwortet habe, es sei ein Beschluß der Fraktion, daß der Abbau Selberts erfolgen folle, von dem nicht abgegangen werden könne. Selbert hat weiter angegeben, daß bereits in der Wahlpropaganda des Bürgerbundes und der bürgerlichen Parteien die Abbanabficht gegen ihn als politisch Täfigen in Erscheinung getreten fel. Er beruft sich hierfür auf das Wahlflugblatt des Bürgerbundes. wieder laut werden, die in der KPD. gegen die Tattit der Iaffen, die Anstalt hat ihre Schuldigkeit getan und fann rat dahin geäußert, daß er Leitung rebellieren An dem Widerspruch der objektiven Bedürfnisse der Arbeiterbewegung zu den unhaltbaren Phantafien einer immer mehr entschwindenden Weltrevolution mird fich die„ linke" KPD.- Führung genau so zerreiben, wie es die ..rechte" bereits getan hat. Republikaner für den Reichspräsidenten. Kundgebung republikanischer Verbände. Gine Konferenz der Borstände von republi. kanischen Verbänden, die dieser Tage in Magdeburg abgehalten murde, hat dem Reichspräsidenten folgende Ent schließung übermittelt: „ Dos Magdeburger Gericht hat unter dem Mantel der richterlichen Unabhängigkeit und unter Berkennung der Grenzen, die der richterlichen Erfenntnis bei Beurteilung geschichtlicher Vorgänge ge ein Urteil gefällt, durch das Sie, Herr Reichspräsident, des Landesverrates beschuldigt merden. Ganz abgesehen von den gegen das Urteil bestehenden juristischen Bedenken wird die Entscheidung weder dem eigentlichen Inhalt der politischen Ereignisse des Januar 1918 noch insbesondere Ihrer ganzen Lotte und Lili in der Straßenbahn Bon J. Steiner Jullien. Klein- Lotte sitt strahlend in der Straßenbahn, ihre Buppe auf dem Schoß. Der Weihnachtsmann hat ein Einsehen gehabt. Er weiß, daß man nicht immer bran und artig sein tann. Nicht, meil man es Die Räterepublikaner sind aus Niederschönenfeld ent= aufgelöst werden. Die Bestimmung, daß in Zukunft Landsberg a. Lech als Ort der Festungshaft dienen wird, ist auch ungefährlich, denn Graf Arco und die Hitler- Leute haben bis auf einen einzigen, den Hauptmann Weber, dessen Entloffung bevorsteht, das gastliche Heim in Landsberg verlassen. Nach ihrem Abgang wird fein Bedenken bestehen, die Niederschönenfelder bewährten Vorschriften für die Verbüßung von Festungshaft auch in Landsberg einzuführen. Alles ist in Ordnung. Die ganze Belt aber weiß, mas fie von dieser neuen Verfügung zu halten hat, sie sieht in ihr nur die erneute Bestätigung der berüchtigten Wirtschaft in Bayern. Die Dringlichkeit der Regierungsbildung. Reichstanzler Dr. Marg wird morgen, spätestens übermorgen, in Berlin zurüdermartet. Wegen der Dringlichkeit der bevorstehenden außenpolitischen Entscheidungen merden die Berhand lungen zur Bildung einer Regierung voraussichtlich sofort nach Neujahr aufgenommen werden. Man erwartet, daß auch die Fraktionen frühzeitig genug in Berlin versammelt sein merden. Lili ist ein feiner Name. Sie muß auch einen Knids machen und das Händchen geben, das schöne Händchen. Und dann muß sie fein stille sein und nicht immer dazwischen reden. Großmutter mag das nicht leiden. Und immer muß man acht geben, daß sie sich nicht schmuzig macht und rechtzeitig verlangt, wenn sie hinaus muß. Im Des Zu dem Einspruch des Beschwerdeführers hat sich der Land. den Abbau Selberts weder für rechtlich zulässig noch im Intereffe der Gemeinde für zweckmäßig und erforderlich halte. Er sei auch der Ansicht, daß das Personal bei der Gemeinde. verwaltung Niederzwehren nicht mehr weiter verringert werden tönne, Zudem habe er auch den Eindruck, daß Selbert seinen Posten stets durchaus sachgemäß und unparteiisch versehen hate. Auch der Bürgermeister der Gemeinde Niederzmehren hat sich dahingehend geäußert, daß Selbert in feinem Amt Tüchiges geleistet habe. Im übrigen wird auf den Atteninhalt Bezug genommen. Es mar mie geschehen zu entscheiden. Nach den Anstellungsbedingungen gehört Selbert zu denjenigen Berfonen, die auf Grund des§ 51 Abs. 2 der Bersonalabbauperpr nung zum Einspruch berechtigt sind. Sein Einspruch ist fristgemäß eingelegt. Er ist auch begründet. Denn nach§ 21, 49, 51 2bf. 2 darf die Auswahl der abzubauenden Personen durch die politische Betätigung oder di: Zugehörigkeit zu einer Partei nicht beeinflußt sein. man feine Rolle nicht gelernt hat. Aber es gibt doch einen Stich ins Herz, wenn man mit anhören muß, was die beiden aus dem Tert machen. Bor einigen Jahren fah man im Lessing- Theater einen Shakespeare, der erhob und den Dichter über die Zuschauer erhaben fein ließ. Altman ordnet Shakespeare den Bedürfnissen feines Publikums unter. Er gibt eine berbe Abendunterhaltung, einen Rasperleult, in dem übrigens eine unfreiwillig geplakte Hofe größeren Heiterfeitserfolg hatte als der ganze Shakespeare. Die Widerspenstige Maria Carsten aus Wien fuchte sich ohne Geheblichem Stimmenaufwand, ohne sich ins Herz des Parketts zu gabung berlangt, als diese Heroine fie befibt, und Iheodor. Beder gab den unerbittlichen Bezähmer mit viel Trara und er= Spielen. Gin Genuß war nur die Bianca der Margarete Schlegel, ein liebes Geschöpf voller Mutwillen und Schelmerei. nicht immer mill. Man will fogar immer und immer bran unheaters am Bülowplaß ein gebefreudig- beifallspendendes lingen mit ihrer Rolle abzufinden, die eine stärfere fünstlerische Be Suppe so dick und klebrig ist, bleibt sie einem im Halse stecken. Und artig sein. Aber manchmal ist es wirklich gar zu schwer. Wenn die gerade dann ist der Teller immer so voll, daß man gar teinen Grund sehen kann. Man weiß gar nicht, hat man schon gegessen oder hat man noch immer so viel zu essen. Und der Tellerrand ist cuch so verschmiert, daß man nicht sehen fann, ob es weniger geworden ist. Wie soll man da Hunger haben! Und dann schimpft Mutter, weil es so lange dauert mit der dicken Suppe. Und dann cauert es noch länger, weil man weinen muß und erst recht nicht effen tann. Dann wird der Hals so eng, und die dice Suppe geht gar nicht mehr durch. Oder wenn man seine Schulaufgabe machen muß und Mieze ichielt einen an, weil sie gern spielen möchte. Dann springt sie davon, weil man sie fie so ein bißchen an dem Schwanz gezogen hat, hockt mit trummem Rücken unter Mutters Stuhl und lacht einen aus. Dann muß man sich etwas holen und stößt mit dem Fuß im Vorbeigehen gegen Mieze, die ein großes Geschrei anhebt, und Mutter schimpft, weil es dunkel wird und die Schulaufgabe immer noch nicht fertig ist. Dch, es fommt so oft vor, daß man sich gar nichts bei denkt, und Mutter muß in einem fort schimpfen, weil es so lange gedauert hat. Aber der Weihnachtsmann war doch lieb gewesen. Eine Puppe mit echtem geloďtem Ringelhaar. Und es ist doch so schrecklich hoch, vier Treppen nach dem Hof, daß man immer Angst hat, dem Weihnachtsmann ginge vorher die Puste aus, weil er doch schon so alt ist, und er tommt erst gar nicht, wie Großmutter, weil es so weit braußen ist und so hoch. Mit echtem Lockenhaar und blauen Augen, Die zweite Tanzmatinee der Volksbühne. Milde Weihnachtsstimmung Zuschauerraum Staatsoper. Dieses befindet sich gegenwärtig im Zustand der Publikum, auf der Bühne Herr Terpis mit dem Ballett der Umgruppierung und Neuorganisierung. Negatives Ziel: Ueberwindung des alten Balletts, pofitives Ziel: noch nicht erkennbar. Da Mar Terpis ein Wigman- Schüler ist, fann man immerhin ahnen, was er erstrebt. Inwiefern ihm dabei Frau ise Marée und ihre Kindergruppe dienen follen, ahnt man freilich nicht. " Durch Kitsch zur Kunst" ist ein Schlagwort der modernsten Snobiften, ich glaube aber nicht, daß Herr Terpis es sich mit Be reiner, flar fomponierter Tanz in Rot" mußtsein zu eigen macht. Seine eigenen Tänze darunter ein stilwaren ein bißchen dünn und wohlfeil. Bei Elisabeth Grube spürt man den ehrlichen Drang, sich von den Fesseln des Ballettstils zu befreien. Was fie heute gibt, ist aber doch noch nicht viel mehr als ein entfesseltes Ballett: zu viel äußerer Effekt, zu wenig beseelte Gestaltung. Ueber Osborn mit einem temperamentvollen, glänzend produzierten das bescheidene Durchschnittsniveau hervorragend: Aenne die weitaus wertvollste Gabe der Matinee war. Ein Tänzer von Schrei", und vor allem Harald Kreuzberg, deffen Lango" ungewöhnlicher Begabung, mit wundervoll trainiertem Körper und staunenswerter Beintechnik, der nur die findliche Freude am fpielerisch- fraufen Detail überwinden muß, um einer unserer Großen " zu werden. Publikum eine leichte Festtagsunterhaltung bieten wollte, so hat sie Wenn die Volfsbühne am zweiten Weihnachtstage ihrem ihren 3wed erreicht. War es aber ihr Ziel, wie in den früheren Beranstaltungen, das höchste moderner Tanzfunft zu zeigen, so war diese Matinee ein Schritt vom Wege. = John Schitomsti Dgr. Der Palast der ersten Könige von Babylon. Prof. Langdon, der berühmte englische Assyriologe, der die von dem Orforder Universitätsmuseum veranstalteten Ausgrabungen bei Kisch leitet, hat dieser Tage über das Ergebnis feiner Tätigkeit Bericht erstattet. Danach hat man den Balast der ersten Könige von Babylon gefunden. Die guterhaltenen Ruinen, die zutage gefördert worden sind, stellen das älteste Bauwerk dar, das bisher im Orient der Vergessenheit entrissen werden konnte. Der Bau ist aus Ziegelsteinen der ältesten bekannten Art hergestellt. Als die Außenwände freigelegt worden Nischen eingelassen sind. In der Nähe dieses Ganges fand sich eine waren, stieß man auf einen prächtigen Laufgang. in dem große Thronsaal führt. Nach den Inschriften, die in dieser Halle angeSäulenhalle vor, die sich von Osten nach Westen zieht und nach dem bracht sind. hat man es dabei mit dem Zugang zum Saal zu tun, faal felbft befinden sich zahlreiche wunderbar gearbeitete Tafeln, auf in dem die Könige und die Weisen zu Gericht faßen. In dem Throndenen die Eroberungszüge der ersten Könige dargestellt sind. M geführt, die aller Wahrscheinlichkeit nach teine Gemiten gewesen besonderer Feinheit sind die Gewänder und Spigen der Könige aus find. Die Könige und ihre Gefangenen haben runde und glattrasierte Köpfe. Ihr Blick ist entweder nach oben oder nach unten gerichtet, während er bei den Semiter meist geradeaus geht. Andere Tafeln stellen Landvolk und Arbeiter dar, die sich auf der Rückkehr von der Feldarbeit oder auf dem Felde selbst befinden. Auch hier wie Fräulein in der Schule, nicht furz und modern, sondern lang Das Lessing Theater bringt„ Der Widerspenstigen legt die forgfältige Zeichnung beredtes Zeugnis von der hervor und mit richtigen Zöpfen hinten. Und einen schwarzen Sammet uns mit 3a Weisemantel mit Knöpfen und Knopflöchern zum Auf- und Zutnöpfen und mit rosa Strümpfen, nicht bloß gemalt, sondern zum anziehen, Stopfen und waschen. Und eine weiße Spißenunterhose und ein rotes Kleid mit schwarzen Bordüren. Sie mag auch nicht immer Suppe haben und stille sigen und ihre Schulauigaben machen und zum Bäder gehen und schnell wie der zurück sein. Man hat so seinen erger. Aber jetzt sitzt fie ganz still auf dem Schoß, weil sie noch so klein ist und teine Fahrkarte braucht und nicht auf der Bant figen darf, wenn die Straßenbahn so voll ist. Großmutter wird sich aber wundern. Sie heißt Lili. Shakespeare bei Rotters. Shakespeare ist hieb- und stichfest. ähmung" in seiner Weise und Shakespeare hat standgehalten. Das Lustspiel von der feifenden Xantippe, die ber junge Ehemann firre friegt und zum gurrenden Läubchen macht, ist in dem Wirbel fröhlichen Uebermudes und toller Einfälle unverwüstlich. Selbst in der Form, wie es der Regiffeur Georg Altman aufgezogen hat. Altman spielt das Stück starf gefürzt, gewissermaßen auszugsweise, und läßt den Zügel der Spielleitung in feiner Milde gegen die pro. Grafen Baudiffin( Schlegel- Tied)". In Wahrheit ist der Text aber minenten Darsteller locker. Auf dem Zettel steht:„ beutsch vom nicht nur von Baudissin( Schlegel- Tied), sondern auch von den Schauspielern Theodor Beder und Ferdinand Bonn. Es ist gewiß eine Bravourleistung, nicht steden zu bleiben, wenn Thrones hat man das System einer uralten Bilderschrift entdedt. Dort hat sich eine Tafel vorgefunden, auf der Hände und Röpfe ab In der des gebildet sind, und die als ein Berzeichnis der Balaftsklaven festgestellt Dort hat sich eine Tafel vorgefunden, auf der Hände und Köpfe abgebildet find, und die als ein Berzeichnis der Palaſtſklaven feſtgeſtellt worden ist. 9 Bollsbühne. Die in der Dper am Rönigsplat am Dienstag bem 30., stattfindende Vorstellung Hänsel und Grete!" beginnt eignisse der letzten Zeit in feiner Beise berührt; die Vorstellungen nehmen bereits um 6 Uhr. Deutsches Opernhaus. Der fünstlerische Betrieb wird durch die Erihren ungehinderten Fortgang. Die Einlösung der Stammfize findet ab 2. Januar statt. Der ruffische Maler Leo Batft if in Paris geftorben Unbestritten ist Gelbert Sozialdemokrat, hat sich in dieser Richtung betätigt und auch seine Ansicht in feiner Eigenschaft als Mitglied des Gemeinderats vertreten. Da vorliegend die Begründung des Abbaubeschlusses, der Abbau erfolgt deshalb, weil Selbert nicht die nötige Befähigung befize, durch die eingezogene Aeußerung des Landrats sowie durch die Stellungnahme des Bürgermeisters als widerlegt angefehen werden muß, ist erwiesen, daß die Auswahl Selberts als Abzubauenden nicht unter Berüdfichtigung der Bestimmung des§ 20 der Personalabbauverordnung erfolgt ist. Ist dies aber der Fall, dann muß nach Lage der Dinge ohne weiteres angenommen werden, daß der Abbau Selberts darauf zurückzuführen ist, daß seine politische Betätigung der neuen Mehr heit des Gemeinderats unerwünscht war. Es bedurfte deshalb feiner weiteren Beweiserhebung über die Behauptung des Beschwerdeführers, der Bürgerbund sei an seinen Abbau ohne fachliche Beratung herangetreten. Auch weitere Untersuchungen darüber, ob der Inhalt des Wahlflugblattes mit der persönlichen politischen Betätigung Selberts in Verbindung steht, erschienen nicht mehr für erforderlich. Der Ausschuß für Personalabbau bei dem Oberlandesgericht Frankfurt a. M. gez.: Dr. Schulz. Schneider. Braun. Diese Begründung ist in jedem Satze diametral entgegengesezt der Berliner Begründung. Die bloße Tatsache eines solchen absolut unüberwindlichen Widerspruches in zwei Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung zeigt wieder, daß ein Eingreifen des Landtages in diese durch den Abbau der Wahlbeamten hervorgerufenen Schwierigkeiten unbedingt notwendig ist. Das Durcheinander in der Recht fprechung muß das Gefühl vollkommener Rechtlosigkeit verftärken, das durch die Entscheidung des Berliner Abbauausschiffes überall hervorgerufen war. Das jetzt entstandene Durcheinander erfordert das Eingreifen einer höheren Stelle und wird den Landtag zwingen, seine Bestimmungen über den Abbau der Wahlbeamten durch einen Bujazantrag zu ändern. Rossi entlarot Mussolini. Der Herzog" als Räuberhauptmann. Rom, 28. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Der Mondo veröffentlichte am Sonnabend eine Denkschrift, die der ehemalige Pressechef Mussolinis, Roffi, zurzeit wegen Teilnahme am Matteotti- Mord im Gefängnis, vor seiner Verhaftung verfaßt hat, Roffi übermittelte eine Abschrift einem Freunde, der sie jetzt zur Beröffentlichung dem„ Mondo" überreicht hat. In ihr wird dargelegt, daß Roffi felbft von der Mordtat an Matteotti vorher nichts gewußt hat. Er beschuldigt dagegen Dumini, der sich wegen der MatteottiAffäre ebenfalls in Haft befindet, als Haupttäter und bezichtigt muffolini elner ganzen Reihe von misfetaten. Er foll u. a. felne Genehmigung zu der Berprügelung Amendotas und der abtrünnigen faschistischen Abg. Miffuri und Formi durch die Faschiffen gegeben haben und die Angriffe gegen die Billa Nittis feien im Einverständnis mit Mussolini erfolgt. Im übrigen soll der Sicherheitsgeneral de Bono den Matteoffi- Mördern gefälschte Pässe zur Flucht nach Frankreich geliefert und der UnterStaatssekretär Finzi zu diesem Zwed 1000 Cire zur Verfügung gestellt haben. Rossi beruft sich zur Bestätigung seiner Angaben auf eine ganze Reihe bekannter faschistischer Abgeordneten und Journaliffen. Stammeln der Gezeichneten. Rom, 28. Dezember.( Stefani.) Die Dentschrift, die in den legten Tagen als ein fenfationelles Dokument angefünbigt morden war, wird von der öffentlichen Meinung gleichgültig aufgenommen, meil man den Eindrud hat, daß in dieser Denkschrift nur ein Be: fhuldigter spricht, der sich zu verteidigen fucht, indem er Anflage erhebt, ohne irgendeinen Beweis zu erbringen. Muffolinis Blait, Popolo d'Italia", fchreibt: Die Denkschrift beruhe auf der Aussage eines Angeklagten und fei dementsprechend zu bewerten. Außerdem sei festzustellen: 1. Roffi führe Peinen einzigen Beweis für seine Anflagen gegen den Chef der Partei betreffs der fleinen Fälle, 2. das Memorandum sei geschrieben worden, während Rossi von den Regierungsorganen verfolgt und immer mehr umstellt wurde, also in einem Augenblid äußerster Berzweiflung, offenbar mit dem 3med einer Ber. geltungsaftion, 3. in der Folge habe Rossi feine Anflagen nicht aufrechterhalten fönnen und während der sechs Monate feiner Haft hätten die Intersuchungsbehörden feinen Beweis für feine Aussage von ihm erhalten fönnen, 4. obwohl unter solchen Umständen verfaßt, enthalte das Memorandum dennoch keine bestimmte Beschuldigung einer direkten oder indirekten Verantwortlichkeit Mussolinis in der Matteotti- Affäre. Um Frankreichs Preßfreiheit. Die Aktion gegen den„ Eclair". Paris, 29. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Das gegen bas Blatt Eclair wegen der Veröffentlichung eines Geheimberichts des General Nollet eingeleitete Berfahren hat zahlreiche Proteste der französischen Preffe hervorgerufen. Auf einen Brief, den der der französischen Bresse hervorgerufen. Auf einen Brief, den der Borsitzende des Verbandes der Bariser Presse an Herriot richtete, antwortete der Ministerpräsident, daß die Regierung feineswegs be absichtige, die Breßfreiheit irgendwie einzuschränken, daß sie aber gegen diejenigen einschreiten müsse, die Geheimdotu. mente entwenden und veröffentlichen. Die Polizei hätte in der Redaktion des„ Eclair" einen weiteren Geheimbericht gefunden, der dem Generalstab entwendet worden sei. Die nationalistifchen Kreise versuchen, die Angelegenheit des Eclair" gegen die Regierung Herriot auszuschlachten. Arbeitslosenhilfe. Borschläge Deutschösterreichs. Wien, 29. Dezember.( WTB.) Wie der„ Morgen" meldet, hat der Arbeitslosenbeirat bestimmte Vorschläge zur Ueberführung der im Genuß der Arbeitslosenunterstügung stehenden Arbeiter in die produttive Arbeitslofen für forge ausgearbeitet. Der Minister für foziale Verwaltung. Dr. Resch, hat es übernommen, dem Ministerrat diese Vorschläge zu unterbreiten. Das vom Arbeitslosenversicherungsbeirat ausgearbeitete Programm sieht umfoffende Meliorationsarbeiten in der Landwirtschaft, ein Bahnprojett in Steiermark und den Bau des Freihafens in Wien vor. Ein Zweckverband foll für die Durchführung dieser Arbeit eine amerikanische Anleihe in der voraussichtlichen Höhe von 250 Milliarden Kronen aufnehmen. Nach dem Morgen" bewerben sich bereits, obwohl der Ministerrat noch feinen Beschluß gefaßt hat, amerikanische Agenten um die Anleihe. " Die Größe der Arbeitslosigkeit in Deutschösterreich und das Elend ihrer Opfer hat in letzter Zeit zu stürmischen Rundgebungen geführt und die sonst ganz aussichtslosen Kommunisten versuchen dort im Trüten zu fifchen. Die Ausschlüsse aus der fommunistischen Partei Frankreichs hauern fort. Zuletzt ist der Rechtsanwalt abrousse, der Gene ralsekretär der Humanité gewesen ist, gezwungen worden, die fom munistische Partei zu verlassen. Der Fall Kutister- Seehandlung. Verhaftung von drei höheren Beamten der Seehandlung. Nur mit Kopfschütteln mußte bisher selbst der Laie den Gang| ein Bettler fei. Die drei neu Berhafteten werden heute auf dem der Verhaftungen und Bernehmungen im Fall Kutister verfolgen. Polizeipräsidium vom Vernehmungsrichter und den Staatsanwälten Bon allem Anfang an stand die Preußische Seehandlung im Brenn- noch weiter protokollarisch verhört. punft des Standals, aber es haite den Anschein, als ob die StaatsEiner der früheren Beamten der Staatsbank, der um die anwälte ehrerbietig um dieses Institut herumgingen. Jetzt endlich Affäre Kutister sehr genau Bescheid weiß und namentlich über das haben sie hart hoffentlich hart genug Luftgeschäft mit Hanau- Lager die besten Ausfünfte zu geben verzugepackt und sogleich drei attive höhere und verantwortliche Beamte der Preußischen früheren Direktor der Staatsbant, Dr. Hellwig. der vor einigen mag, ist zurzeit leider nicht zu erreichen. Es handelt sich um den Staatsbant verhaftet, ferner einen ehemaligen Beamten der Staats- Monaten aus der Staatsbank austrat und zum Barmat- onbank und auch noch einen Sohn des bereits verhafteten Rutister, 3ern ging, in deffen Hypothekenabteilung er tätig war. Direktor einen 19jährigen Jüngling, der in diesem Alter, offenbar von Baters Hellwig ist überraschenderweise vor zehn Tagen aus dem Barmat Gnaden, schon„ Direktor" spielen durfte. Konzern ausgeschieden und hat sich am 23. Dezember auf Zur weiteren Prüfung des Materials Kutister- Seehandlung eine Reise begeben, die ihn zunächst nach Kassel führte. Wo hatte sich der Oberstaatsanwalt Dr. Lindow mit mehreren Sachversich Hellwig im Augenblick befindet, ist nicht bekannt. Schließlich ständigen in das Gebäude der Seehandlung begeben. Die Leitung ist heute früh auf Veranlassung des Staatsanwalts der Direktor der Seehandlung stellte das gesamte Material zur Verfügung. Im Baul Grieger der Kutisterschen Treibriemen- Konzern AG., der Anschluß daran fand dann die Bernehmung eines Sohnes Kutisters, mechanischen Treibriemen- Weberei und Ledertreibriemen AG. in des Direttors Mag Kutister, statt. Nach ſtundenlangem Verhör Tempelhof unter dem dringenden Berdacht des Betruges festge ergaben sich gegen ihn so zahlreiche belastende Mo mente, daß er sofort verhaftet und in das Polizeipräsi dium überführt wurde. Mar Kutister ist 19 Jahre alt. Er ist der Direktor eines von seinem Bater gegründeten Konzerns, der Automobil- und Motoren- Aktiengesellschaft. Neben anderem hat sich auch ergeben, daß dieser Max Kutister Wechsel unterschrieben hat, die als Deckung für Geschäfte, die der Generaldirektor Iwan Kutister gemacht hatte, dienen sollten. Später stellte es sich dann heraus, daß auch für diese Wechsel teine Dedung verhanden war. In später Stunde fand dann auch die Vernehmung des abgebauten Bantinspettors Erich Kersten aus Bankow statt, die ebenfalls mit seiner Berhaftung endete. Die Vernehmung ergab, daß auf Kersten der dringende Berdacht der Mithilfe und der Berdunkelung ruht. Das Ergebnis der gesamten Verhöre und Vernehmungen und der Attendurchsicht in der Seehandlung bestätigte die Bermutung, daß die ganzen Manipulationen Kufisters ohne Mitwirkung höherer Beamter der Seehandlung nicht möglich gewesen mären. Dieser Berdacht wurde endlich so start, daß in den gestrigen Machistunden noch der 44 Jahre alte Staatsfinanzrat Feiß Rühe aus der Bassauer Straße und der 34 Jahre alte Bant bureau inspektor Georg Blodow, ebenfalls aus der Passauer Straße, beide von der Seehandlung, und endlich auch noch der 33 Jahre alte, aus Rownow in Polen gebürtige Bankdirektor bei der Reichsbank und fam vor etwa 8 Jahren zur Seehandlung. Dr. Michael Feld verhaftet wurden. Rühe war früher Direttor Seine Verhaftung erfolgte unter dem Verdacht der fortgefeßten Unneue. Ihm fällt zur Last, daß Kutister Summen bis zur Gefamthöhe von etwa 15 Millionen zur Verfügung gestellt wurden. Blodom, der einer Abteilung der Staatsbant vorstand, murde wegen schwerer Urkundenfälschung in der Sache Kutister/ Blau festgenommen, Feld, der angeblich Dr. ist und in der Bleibtreustraße wohnt, wegen fortgesetzten Betruges, attiver BeFeld lam als vermögensloser Mann nach Berlin und wurde Direttor bei der Kredit- und Handelsbank AG. Er war ein sehr geschickter Mann, verlor aber seinen Bosten wegen Betruges und Bestechung. Seine Geschäfte machten ihn reich, durch wilde Spekulationen will er aber alles wieder verloren haben. Er behauptet, daß er jegt Wie Hakenkreuzler den Feiertag heiligen! Stahlhelm überfällt SPD. 1940 Am sogenannten dritten Feiertag hielt die 120. Abteilung der Sozialbemptratifchen Partei Deutschlands ( nicht, wie die halbamilichen Berliner Lofalnachrichten mitteilen, die Friedrichsfelder Ortsgruppe des Reichsbanners Schwarz Rot- Gold) in dem Lokal von Haberland in Friedrichsfelde ihre Weihnachtsfeier ab. Gegen 12 Uhr brangen plöglich 8 bis 10 Mann mit Satentreuze und Stahlhelm deko rierte Burschen in das Lotal ein, während vor dem Lotal nod) trat ihnen entgegen und verbot ihnen sein Lotal. As Antwort eretma 20 Mann warteten Der Wirt, der die Burschen erkannte, hielt Herr Haberland sofort einen Schlag ins Gesicht, so daß er start blutete. Darauf wollten die Kerle weiter in das Lofal einbringen. Mehrere Genoffen traten nun den Eindringlingen entgegen und der Genosse Dehlert wollte in Güte auf die Eindring linge einwirten. Während er den Raufbolden zuredete, doch ihre Wege zu gehen und nicht das Vergnügen zu stören, erhielt er fofort von hinten einen Schlag über den Hinterkopf, so daß er blutüberströmt zusammenbrach. Die anwesenden Genoffen und mehrere Reichsbannerleute drängten nun die Hakenkreuzstrolche zurüd. Auf dem Kampfplak hatten fie 3aunlatten, Eisentangen und andere deutschvolfische Kampfmittel zurückgelaffen, die dann der Polizei übergeben wurden. Der Genosse Dehlert wurde fofort durch einen herbeigerufenen Arzt behandelt, welcher eine 6 3entimeter lange Ropfwunde feststellte, die von einem wuchtigen Schlag mit einem stumpfen Gegenstand herrührte. Das Ueberfalltommando, das sofort angerufen wurde, fuhr anstatt nach Friedrichsfelde nach Lichtenberg und traf infolgedeffen viel zu spät ein. Durch Genossen, die sich zur der Raufbolde festgestellt werden. Als Führer fungierten ein ehePolizei begaben, konnten dann mit Hilfe der Polizei verschiedene maliger Leutnant 3rmisch und der Sohn eines Magistratsbeamten Hilfe. Der Bater des Hilfe foll im Stahlhelm eine recht rege Tätig feit ausüben. Irmisch hatte fogar die Dreiftigkeit, fpäter nochmals im Lokal zu erscheinen und sich verschiedenen Gästen als Kriminalbeamter vorstellte. Auf Drängen mehrerer Genossen wurde er mit zur Polizeiwache genommen, Ein verhängnisvoller Schuß. In der vergangenen Nacht ist die 46 Jahre alte Ehefrau Marie des Eisenhändlers Linde aus der Friedelstr. 39 zu Neukölln einem verhängnisvollen Irrtum zum Opfer gefallen. Linde, ein Mann von 47 Jahren, ging gestern abend mit feiner Frau aus und besuchte mit ihr mehrere Lofale. Bei der Heimkehr betrat die Frau zuerst die Wohnung und erschrat vor irgend etwas. Linde glaubte, daß Einbrecher in der Wohnung feien. Er gab aus seinem Trommelrevolver einen Schuß ab, der seine Frau in die Brust so schwer traf, daß fie tot zusammenbrach. Saison: und Inventurausverkäufe. nommen worden. Direktor Geheimrat Rühe und Direttor Hellwig trifft auch nach Annahme der Staatsanwaltschaft die Hauptschuld für den Schaden, der der Preußischen Staatsbank aus den Geschäften mit Kutisker erwachsen wird. Bekanntlich war nach Abschluß der Untersuchung des Falles durch das Preußische Finanzministerium die Höhe der Berpflichtungen Rutisfers gegenüber der Seehandlung auf rund 14,5 Millionen Goldmart beziffert worden und der amtliche Bericht sprach die Hoffnung aus, daß Kutister diese Schuld durch geeignete Pfänder werde decken können. Man versuchte zunächst eine Stügungsattion für Rutister bei verschiedenen Privatbanten und auch bei einer Großbant, die aber eine lebernahme der Berpflichtungen des Leiters des v. Steinschen Bankhauses ablehnten, da eine Prüfung ergab, daß die von Kufisfer zur Verfügung gestellten Sicherheiten auch nicht annähernd den von ihm angegebenen Wert besaßen. So war von Kutister und seinen Direktoren die mechanische reibriemenfabrit in Tempelhof mit ihren Lagerbeständen als Fauftpfand im Werte von 4,5 Millionen Goldmart bezeichnet worden. Von sachverständiger Seite wurde dagegen der Wert auf noch nicht 400000 Mart geschätzt, da die Lagerbestände an sich sehr gering waren und auch die Qualität der Baren feineswegs den Anforderungen entsprach, die an sie geſtellt werden konnten. Ebenso ergab es sich, daß die Radiofabrit tes besaß. Aus diesen Gründen heraus wurde die Sanierung unKutisters nur den Bruchteil des angegebenen Wer. möglich und so besteht leider nur eine fehr geringe Hoffnung, daß die Staatsbant ihre Kredite zurück. erhalten wird. Allerdings soll Generaldirektor Kutister als Privatmann sehr erhebliche Werte befizen, doch ist es, wenigstens im Augenblic, noch nicht gelungen, von ihm die Zuficherung zu erhalten, daß er mit all seinem Vermögen für den Schaden haftet, den er durch seine Transaktionen der Seehandlung zugefügt hat. Die von dem jetzt verhafteten Direktor Rühe bewilligt worden, der die Kreditgesuche des Generaldirektors befürwortend, dem Gesamtdirektorium meitergeleitet hat und der auch persönlich dem früheren Präsidenten der Staatsbant, v. Dombois, Bericht erstattet hat. auszurufen, um das lleberfahren der Stationen durch Reisende zu vermeiden, die mit den örtlichen Berhältnissen weniger pertraut sind. rebite Kutisters bei der Staatsbank find in erster Linie 3. Konzert der„ Den schen Nothilfe". Am Dienstag, den 30. Dezember abenbe 8 Ubr, findet in der Singalademie das britte Stonzert der Deutschen Rothilfe statt. Edwin Fifer und das Bolfsibal- Duarteti fpielen bas orellenguintett von Schubert und Regers Klapiers Arie Per questa bella mano" für Bas, Streichquartett und obligaten Kontrebas. quintett C- Moll op. 64. Hermann Schey fingt Mozarts felten gehörte Explosionskatastrophe in Japan. 50 Tote. Aus Totio wird über eine riesenhafte Pulverexplosion be richtet, die sich in Otaru, einem großen Hafen von fast 100 000 Einmohnern, bei Entladung des Pulverschiffes„ Seiho Maru zugetragen hat. Alle Häuser in der Umgebung sind vollständig ver nichtet, die Kais find auf größere Streden zerstört. Das Feuer, das ausbrach und das durch einen heftigen Wind von der See her noch mehr angefacht wurde, nahm schnell größeren Umfang an, so daß die unliegenden Ortschaften bedroht wurden. Ein weiteres Telegramm aus Tofio meldet: Die bereits ge meldete Explosion in Otaru ist darauf zurückzuführen, daß auf dem Bahnhof ein Behälter mit Dynamit zu Boden fiel und 865 Behälter mit Dynamit zur Explosion brachte. Der Bahnhof geriet in Brand, mehrere Leichter fanken und die in der Nähe stehenden Gebäude murden zum Einsturz gebracht. Nach den bisherigen Feststellungen wurden 50 Personen getötet, 50 schwer und 280 leicht verlegt. Schwere Sturmschäden überall. 4 Aus London merden schwere Schäden infolge der Sturm. gingen auf See zugrunde, einschließlich der Mannschaft des flut von überallher gemeldet. Bierzehn Menschenleben französischen Seglers Carabeo", welcher in der Bucht von Carmathen unterging. Beträchtlicher Schaden wurde auch durch eine Springflut in ben Docs von Belfast angerichtet. Observer" be richtet, daß ein deutscher Fisch dampfer mit einer Ladung Heringen auf der Fahrt von Lochsyne nach Deutschland im letzten Sturm auf der Höhe von Islay gestrandet sei. Man befürchtet, daß 13 Personen ums Leben gekommen seien. Paris, 29. Dezember.( Eca.) Der bereits seit einigen Tagen an der bretonischen Küste und über dem Atlantischen Ozean wütende Sturm dauert an. Der Schlepper Tourbillon“ vom Hafen Lorient hat den Dampfer Radium" retten können, der schwer havarieri ist. 3ahlreiche Schiffe merden in Seenot gemeldet. Auch aus dem Mittelmeer tommen Nachrichten über schwere Wetter. Aus der Normandie liegen Meldungen vor, wonach dori durch Regengüffe, die gleichzeitig mit den vom Meere herkommender Unwettern einsetzten, Ueberschwemmungen hervorgerufen wurden. In Cherbourgh hat der Wind die Dächer zahlreicher Häuser schwer beschädigt. Cinfendungen für diese Rubrik find Berlin B. 68, Sindenstraße 3, für Groß- Berlin ftets an das Bezirkssekretariat, 2. Hof, 2 Trep. rechts, zu richten. 2. Kreis Tiergarten, Revisoren, Oblente der 10. und 12. Abteilung. Dienstag abend 7 Uhr: Kaffenrevision bet Rreistaffierer Bauer, Stefanstr. 22. Nach der Verordnung des Polizeipräsidenten vom 16. Dezember Parteinachrichten 1921 müffen worauf die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs E. B. hinweist Saison und Inventurausverkäufe nur in der Zeit vom 2. Januar bis 15. Februar einschl. und innerhalb dieser Zeit nur auf die ununterbrochene Dauer von 2 Wochen abgehalten werden. Der Beginn des Ausverkaufes ist am GeSchäftslokal deutlich erkennbar zu machen. Nach dem Wettbewerbsgesez sind diese Ausverkäufe in der Anfündigung als solche zu be zeichnen, d. h. es muß deutlich erkennbar sein, daß es sich um einen Saison- bzw. Inventurausverkauf handelt. Bloße Bezeichnungen wie Ausverkauf“ oder„ Räumungsverlauf" genügen nicht. Ausrufen der Stationsnamen. Beim Herannaher der falten Jahreszeit hat die Reichsbahndirektion in Berlin wie immer die Aufsichtsbeamten, Türschließer und Zugbegleiter angewiesen, bei Behinderung der Aussicht nach den Bahnsteigen durch beschlagene und zugefrorene Fensterscheiben die Stationsnamen laut und deutlich 6. Kreis Kreuzberg. Bildungsausschuß. Heute abend 28 Uhr: Situng bel Reim, Urbanstr. 29. Abrechnung und Materialausgabe. Jede Abteilung mu vertreten fein. 18. Kreis Weißenfee. Sente 18 Uhr bei Gallas: Gemeinsame Sigung des Bor ftanbes unb ber Fraktion 74. Abt. Behlenborf, Frauengruppe. Bortrag der Genoffin Tobenhages Religion und Sozialismus", bei Schnorre, gehlendorf- Mitte, Botsdamer Str. Alle Genoffinnen müffen erscheinen. Borwärts" Leserinnen und Gesinnungs freundinnen find als Gäste willkommen. Jugendveranstaltungen. Rosenthaler Borstadt. Achtung! Der Gruppenabend am Dienstag, den 30. Dez fällt aus Dafür Funktionärligung bei Endrejat, Schönhauser Allee 181, abend 7 Uhr. Das Erscheinen aller Funktionäre und Intereffenten unbedingt nötig Gewerkschaftsbewegung Drohende Gesamtlage im Ruhrgebiet. Boum, 28. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Die wochenlange Lohnbewegung im Ruhrbergbau ist durch die Berbindlich Peitserklärung des Zwangsschiedsspruches, den Arbeitgeber wie Arbeitnehmer abgelehnt hatten, zunächst zum Stillstand getommen. Eine Beruhigung hat diese Lösung jedoch nicht gebracht. Es ist damit zu rechnen, daß die Unternehmer durch neue Feierfchichten die praktische Undurchführbarkeit des Schiedsspruches demonstrieren werden. Die Gefahr weiterer Stillegungen von Gruben ist ebenfalls in die Nähe gerückt. In den letzten Berhandlungen hat die Frage der eberarbeitszeit als Berhandlungsobjekt eine große Rolle gespielt. Die Bergarbeiterverbände fehen voraus, daß die Durchführung des Schiedsspruches schwierige und zahlreiche Auseinandersehungen mit den einzelnen Bergwerks gesellschaften zur Folge haben wird. Für die augenblickliche Lage im Bergbau ist besonders schwerwiegend, daß die Arbeitszeitfrage nicht geklärt wurde. Es ist mit einer erneuten kündigung des ueberarbeitzeitabkommens in fuczer Frist zu rechnen. Ende Februar läuft das Leberarbeitszeilabkommen in der metallindustrie ab. Es liegt durchaus im Bereich der Mög lichkeit, daß im gemeinsamen Kampf die beiden großen Arbeitergruppen des Industriegebietes die Arbeitszeiffrage zur Entscheidung bringen werden. Die Organe der Schwerindustrie rechnen offensichtlich mit einer solchen Entwicklung der Dinge. Ihr Kampf ist von sozialpolitischen Momenten völlig frei, allein die Rentabilitätsfrage wird in den Vordergrund gerüdt. Bon den Bergarbeiterverbänden ist der Mangel an amtlichem Unterlagenmaterial für die Selbstfostenberechnung wiederholt betont worden. Die Bergarbeiterverbände sind nicht in der Lage, das amtliche statistische Material genau nachzuprüfen. Sie halten die Errech nung der Löhne wie der übrigen Selbsttosten für falsch. In diefer Hallung liegt der Schwerpunkt der ganzen Lohnfrage. Solange fich die Beauftragten der Arbeitnehmerorganisationen nicht selbst davon überzeugen können, wie die Berechnungen der amtlichen Stellen zustande kommen, solange wird ein Jufrauen in die amtliche Stafiftit nicht eintreten. Es erwächst für die Allgemeinheit die Frage, ob die von den Bergarbeiterverbänden längst geforderte Einfehung paritätischer Prüfungsfommissionen, wie fie feit langem in England befiehen, nicht endlich vom Reichstag beschlossen wird. Der gegenwärtige Spannungszustand im Bergbau ist auf die Dauer unerträglich. Krise auch in Mitteldeutschland. Halle, 29. Dezember.( WTB.) Heute fanden hier unter dem Bersiz des Reichsarbeitsministers Verhandlungen über die Erneuerung der zum Jahresende ablaufenden Lohn- und Tarifverträge sowie über den Zwangsvertrag betreffend die verlängerte Arbeitszeit im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau statt, wobei die Organisationen die tarifvertragliche, also acht stündige Arbeitszeit wieder durch Tarifvertrag zur Geltung bringen wollen. Zur Borbereitung dieser Berhandlungen tagten vorgestern in Magdeburg die Bertreter der am Tarif für den mitteldeutschen Braunfohlenbergbau beteiligten Organisationen. Es wurde beschlossen, für den 1. Januar eine große mitteldeutsche wurde beschlossen, für den 1. Januar eine große mitteldeutsche Bergarbeiterfonferenz nach Halle einzuberufen, die zu den schwebenden Fragen Stellung nehmen soll. Die Gesundung der Gewerkschaften. Mit dem Beginn des nächsten Jahres werden in vielen Organifationen des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes die fozialen Unterstützungen wieder eingeführt. Der Holz arbeiterverband wird neben der Unterstützung, die bisher an Streifende, Ausgesperrte und Gemaßregelte gezahlt wurde, in Zukunft euch seine arbeitslosen und reisenden Mitglieder unterstützen. Die Sterbeunter st üßung, welche beim Ableben eines Mitglieds oder seiner Ehehälfte gewährt wird und die Unterstützung in besonderen Not fällen tritt wieder in Kraft. Während der Inflationsperiode mußten im Oktober 1923 alle Unterſtügungseinrichtungen des Berbandes außer Kraft gesetzt werden, so daß nur bei Tarifkämpfen die Mitglieder eine materielle Stütze in ihrem Verband fanden. Die Holzarbeiter 3eitung, die in der legten Nummer des Jahres den Mitgliedern die Mitteilung von dem Infrafttreten der altgewohnten Unterſtügungen bringt, stellt gegenüber einzelnen aus dem Kollegenkreise, die immer noch in der Gewährung sozialer Unterstützungen ein Hemmnis für die revolutionäre Entwicklung des Ber bandes erblicken, fest, daß auch in Zukunft die Gewährung der jozialen Unterstützung die Führung der notwendigen Lohnfämpfe in teiner Weise beeinflussen darf". Die Unterstützungsfäße sind, den finanziellen Verhältnissen im Verbande entsprechend, noch niedrig; die Arbeitslosenunterstügung wird zunächst nur für die Dauer von fechs Wochen gewährt. Der Verbandsvorstand stellt aber in Aussicht, daß nach einer kurzen Uebergangszeit ein Ausbau hinsichtlich der Höhe und der Dauer der Unterſtügungen möglich sein wird. Auch im Metallarbeiterverband find die sozialen Unterstügungen, die bereits im Oktober d. 3. grundsätzlich wieder eingeführt wurden, am 1. Dezember erhöht worden. Sie find zwar immer noch etwas niedriger als die im Frieden gezahlten, entfprechen aber jetzt den Beschlüffen, die auf dem letzten Kaffeler Berbandstag gefaßt murden. Der Deutsche Berkehrsbund ist in der glücklichen Lage gewesen, bereits am 1. Mai die Unterstützung für seine erwerbslosen und franken Mitglieder wieder einzuführen. Im November sind Theater am Kottbusser Tor Täglich& Uhr und Sonntag nachmittag 8 Uhr Elite- Sänger Fabelhaftes Weiknachts- P.ogramm. Volkstümliche Preise Reichshallen- Theater Allabendl 8U., Sonnt. u 1.1.25 nachm.3U. Steffiner Sänger Das große Weihnachts- Programm Nachmittags halbe Preise volles Abendprogramm Dönhoff- Brett'l: Gr Elite Fest- Progr.! 31. 12 SilvesterUlk- Vorst.Verstärkt. Orch Konzert bis früh linferent lieben Genossen Otto Mahlow u. Frau die herzlichsten Glückwünsche zur Silbernen szett. Die Funktionäre der 30. Abt. 9999: 666666666 Silvesterscherze Karneval- und Vereinsartikel Tombola- Gewinne, -Lose und-Nieten Spittelmarkt 4/5 die Säge dann erhöht worden, so daß fie gegenwärtig wenig hinter den Friedensunterstützungen zurückſtehen. Die Wiedereinführung der sozialen Unterstützungen in den freien Gewerkschaften bedeutet, wie die Holzarbeiter- Zeitung" sehr richtig schreibt, einen Wendepunkt in der Geschichte der deutschen Arbeiter bewegung. Nicht nur durch die Inflation, sondern teilweise auch durch innere Bruderkämpfe erheblich geschwächt, mußten sie dazu übergehen, wesentliche Teile ihrer statutarisch statutarisch vorgesehenen Leistungen an die Mitglieder einzustellen. Wenn nunmehr der größte Teil der Organisationen seinen Mitgliedern wieder geben fann, was ihnen zusteht, so wird auch damit die Werbekraft und der Aufstieg der freien Gewerkschaften verstärkt werden. Weihnachtsfeier in der Herberge. aus Boulogne gemeldet, daß der Marineminister die Hafenbehörden benachrichtigt habe, daß die Arbeiter in den Arsenalen ohne besondere Ermächtigung den 1. Mai feiern fönnen. Die im letzten Jahre gegen diejenigen Arbeiter, die am 1. Mai der Arbeit ferngeblieben waren, verhängten Strafen sind, der gleichen Nachricht zufolge, auf gehoben worden. Parlamente und Internationale Arbeitsorganisation. Haben die Beschlüsse der Internationalen Arbeitskonferenzen tatsächlich Ergebnisse gebracht? Werden die Beschlüsse dieser alljährlich tagenden Konferenzen von den Mitgliedstaaten der Internationalen Arbeitsorganisation durchgeführt? Antwort hierauf gibt eine graphische Darstellung, die in einem der jüngsten Hefte der Wochenschrift„ Industrial and Labour Information Informations sociales( Herausgegeben vom Internationalen Arbeitsamt.) erschien. Sie zeigt, daß bisher in 141 Fällen Entsozialpolitischer Uebereintommen von den Mitgliedstaaten ratifiziert worden sind. lieberbies werden Einzelheiten angegeben über die in den verschie denen Staaten zur Durchführung von Beschlüssen der Arbeitskonfe renzen ergriffenen Maßnahmen. Zum erstenmal seit 1914 ist für die Gäste der Herberge des Berliner Gewerkschef.shauses eine Weihnachtsfeier veranstaltet worwürfe internationaler den. Auch diese Tatsache spricht deutlich für die Geſundung unserer Gemertschaftsorganisationen, die endlich aus der Scheinfonjunttur der Inflation und aus dem ihr folgenden Zusammenbruch wieder auf festem Boden stehen. Die Feier zu der die Berliner Gewerkschaften alle Gäste der Hjerterge eingeladen hatten, fand im Soal 1 statt. An weißgedeckten Tischen hatten etwa 45 Gäste Blaz genommen. Es wurde ihnen ein reichliches Abendbrot serviert und auch zu rauchen betam jeder nach Wunsch. In einer Ansprache des Vorsitzenden der Berliner Gen ertschaftskommission Genosse Sabath wurden die Gäste auf den Solidaritätsgetanfen der Gewerkschaften hingewiesen, die den in die Fremde Verschlagenen die Familie ersetzt, und auf den Gedanken der Hoffnung, der im Weihnachtsfest selbst liegt. Musikalische Dar bietungen halfen den Abend verschönen, so daß auch für die Gäste unserer Herberge unter leuchtendem Tannenbaum ein rechtes Weih. nachten war. Arbeitszeit und Alkohol. Auf dem 5. Afoholgegnerischen Kongreß in Basel erklärte der baselländische Nationalrat Genosse Stefan Gschwind, der sich baselländische Nationalrat Genosse Stefan Gschwind, der sich namentlich auf genossenschaftlichem Gebiet verdient gemacht hat, über die wirtschaftliche Seite der Alkoholfrage:" In dem Maße wie die Abstinenz wächst, wird auch die Produktion zunehmen, denn ieder abstinente Arbeiter hat nach anderer Richtung hin roesentlich mehr Bedürfnisse, tritt also nach anderer Richtung in vermehrtem Maße als Konsument auf, schafft somit wieder mehr Arbeitsgelegenheit. Die Produktion wird also durch die Abstinenz gefördert. Ich habe in meinem Geschäft die Erfahrung gemacht, daß abstinente Arbeiter mehr Bedürfnisse haben als Trinter: bessere Kleidung, bessere Nahrung, bessere Wohnung; das find drei der beliebtesten Forderungen. Auch haben sie mehr Bedürfnisse für Literatur und Kunst und andere edle Vergnügungen. Verheiratete abstinente Arbeiter sehen es viel eher, wenn die Kinder in zerrissenen Kleidchen einhergehen. Die Abstinenz steigert die Lebenshaltung, vermehrt also die Arbeitsgelegenheit. Es wird gesagt, eine lange Arbeitszeit sei die beste Schuhwehr gegen den Alkoholismus, überhaupt sei der am glücklichsten, der lange arbeite. furze Arbeitszeit mache nur begehrlich und unzufrieden.... Es kommt doch ganz darauf an, welcher Art die Arbeit ist, namentlich, ob sie eine selbst gewollte, gern vollzogene, dem Individuum ongepaßte ist. Wenn ja, so ist die Arbeit Lust, wenn nein, so ist sie Last, und in legterem Falle soll sie kurz sein, damit dem Arbeiter für seine individuelle Betätigung noch Zeit bleibe. Vom Maße dieser freien Zeit wird es wesentlich abhängen, ob der Mann zum Alkohol greift oder nicht. Ist die freie Zeit so groß, daß es sich lohnt, eine etlere Unterhaltung aufzusuchen, so wird er es tun. Ist aber die Zeit kurz, so wird Bier oder Schnaps sein Gesellschafter werden. Ich wiederhole meine Erfahrung als Arbeitgeber: Die abtinenten Arbeiter machen bedeutend höhere Lohnansprüche als die Trinfer, diese vegetieren dahin, sind beim Altohol zufrieden, arbeiten, menn es begehrt wird, länger, erweisen sich aber als unzuverlässig, während die Mäßigen und die Abstinenten bei fürzerer Arbeitszeit mehr und bessere Arbeit leisten, daher auch beffer bezahlt sein Sport. Rennen zu Mariendorf am Sonntag, den 28. Dezember. 1. Rennent. 1. Amorette( Ch. Mills), 2. Quintora( Jauß jr.) & Dollyia( R. Mills). Toto: 26:10. Platz: 16, 35, 22: 10. Ferner liefen: Federnelle, Brinz Rudud, Aftorie, Johannisfeuer, Martha III, Barmaid, Alvater, Idealift St. 2. Rennen. 1. Dompfaff I( 2. Beiß), 2. Musical Girl( B. Hedert), 3. Instanz( Sinorakki). Toto: 17: 10. Plat: 10, 10: 10. Ferner liefen: Inhaber, Eulenspiegel. 3. Rennen. 1. Legter Mohikaner( Hr. Menzel), 2. Amon( M. Bauer), 3. D. P.( Hr. Hermann). Toto: 89: 10. Plap: 36, 44, 44: 10. Ferner liefen: Haubige, Ballast, Hannover, Unheil, Tello, Edinhard, Allertony, Daniel, Germania B., Fürſt. 3. Edeltochter( 2. Weiß). Toto: 22:10. Blaz: 11, 12, 23: 10. 4. Rennen. 1. Gaffenmädel( Ch. Mills), 2. Wassander( E. Treuherz), Ferner liefen: Manfred, Brinzes Bertha, Linsto, Diana VII, Margot I. 5. Rennen. 1. Heideprinz I( J. Mills), 2. Ditermagda( Weidmüller), 3. Bismard( Knöpnadel jr.). Zoto: 47: 10. Blag: 23, 39, 35: 10. Ferner liefen: Arche, Gudrun II, Heiderose B., Tell, Flora Bingen, Storanna, Harry W., Fiscus, Erbschaft. 6. Rennen. 1. Alland( Ch. Mills), 2. Eilzug( J. Mills), 3. Dui bibe( Treuberz). Toto: 24: 10. Blag: 12, 16, 19: 10. Ferner liejen: Feuerwehr, Unton, Stella Harf, Dankwart Huga. 7. Rennen. 1. Monarchist( Weidmüller), 2. Heidemann( J. Mills), 3. Cadiac Arworthy( F. Schlager). Toto: 37: 10. Plat: 16, 21, 25: 10. Ferner liefen: Blaue Adria, Willy I, Zeitgeist, Hartenfels, Zufall, Pute, Salter, Schlips. Amateurrennen im Sportpalast. Am Sonntag gaben sich die Amateure im Berliner Sportpalast ein internationales Stell dichein. Bei Beginn des Rennens umjäumten viele Radfieunde die fleine Winterbahn. Frankreich hatte Balière, Italien Boiocchi, Deutschland den Meisterfahrer Omella( Köln) und Rieger( Breslau) als Vertreter entsandt. Bormeg sei gesagt, daß Deutschland dem Ausland weit überlegen war, wobei allerdings in Betracht gezogen werden muß, daß die Ausländer die Bahn nicht recht zu beherrschen wußten. Die sechs 3 weiertreffen, die das Hauptintereffe beanspruchten, zeigten im ersten Lauf DB mella Boiocchi dem Kölner als Sieger. Im zweiten Lauf war der Breslauer der flintste Mann, der den Balière auf den zweiten Platz verwies. Der dritte Lauf brachte das Treffen der beiden Deutschen. Auch hier konnte Rieger den Sieg für sich beanspruchen. Sportlich genommen war wohl dieser Kampf der schönste des langen Abends. Im vierten Lauf Frankreich Italien trug Italien einen leichten Sieg davon. Rieger, der am gestrigen Sonntag viele neue Anhänger dant feines Draufgehens erwerben fonnte, war auch im fünften Lauf der beste Mann. Trotzdem Boiocchi die Pedale scharf bearbeitete, fonnte er gegen Rieger nicht auffommen. Schließ lich fiegte D Bmella im sechsten Lauf über Valière, der sich auch über 9 Runden, das alle vier Fahrer am Start brachte, zeigte im Gesamtklassement Dß mella mit 10 Punkten als Sieger vor Rieger( 8 P.), Botocchi( 7 P.) und Balière( 4 P.). Das ein halfe es daher für unumgänglich notwendig, wenn wir Fliegeriteffe im wahrsten Sinne des Wortes erwies. das arbeitende Bolk auf eine höhere Stufe bringen wollen, nicht mur für die Abstinenz, sondern auch für eine wesentliche Verfürzung der Arbeitszeit einzutreten." Diese Rede wurde 1895, also lange vor Einführung des Achtstundentages gehalten. Die Erfahrung hat inzwischen ihre Ausführungen bestätigt. Wer die Arbeitszeit verlängert, fördert den Altoholismus. Wer die Freizeit dem Arbeiter wertvoll machen mill, muß den Alkohol bekämpfen. Lohnkämpfe in England. Ein Im Mannschaftsfahren Panther Contordia bildete die Confordia- Mann'chaft die bessere. Der Fliederpreis" brachte zunächst einen Waffensturz und später den Sieg Dahms( Krampe) Dor Kloß und Shettle. Der Confordia- Bertreter Senne holte sich den Maiglödchen Preis. S Das 300- Runden Mannschaftsfahren brachte fol gendes Ergebnis: 1 Nidel- Rieger( Germania 16.), 2. Buschenhagen- Boiocchi( 14 P.), 3. D. Blant- Krehn( B. A. C. von 89, 10), 4. Dßmella- Schorn( 10 p.), 5. Petermann- Longardt ( Sportflub Tempo 08, 8 p.), 6. Mar- Mühlbach( Krampe, 2 P.). In einer Anzahl von Industrien fonnten die Arbeiter beziehungsweise einzelne Gruppen derselben Bauarbeiter, Doduſm. arbeiter, Lokomotivführer usw. im Laufe des Jahres mesentliche Lohnerhöhungen durchfehen, die die großen Lohnherabsetzungen vom Jahre 1921 zum Teil ausglichen. Gegenwärtig stehen zwei große Organisationen für weitgehende Lohnerhöhungen im Kampf. Die Vorträge, Vereine und Verfammlungen. Maschinenarbeiter, deren Lohnlage anerkannterweise sehr schlecht ist, fordern ein Pfund( 20 M.) Lohnerhöhung pro Woche. In diesem Industriezweig gibt es 41 Gewerkschaften, die im Kampfe gemeinsam vorgehen, jedoch nicht die nötigen Mittel zur Führung eines erfolgreichen Streifs haben. Die große Organisation der Eisenbahner hat für die Wiedergewinnung der Löhne vor 1921 ebenfalls einen Lohntampf angefündigt. Dant ihrer Machtstellung fann sie auf einen Erfolg rechnen. Für die Bestimmung der Löhne und Gehälter der Eisenbahner besteht ein Nationales Lohnamt, Im Bergbau dessen Entscheidungen jedoch nicht bindend sind. wird der Tarifvertrag erst nach fieben Monaten ablaufen: trotzdem hat bereits jetzt eine energische Propaganda für die Erhöhung der Löhne und zur Abwehr der Arbeitszeitverlängerung- die Unternehmer fordern die Wiedereinführung der Achtstundenarbeit statt der gegenwärtigen sieben Stunden eingefeht. Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsstefie: Berlin G 14. Sebaftianstr. 37/38. Hof 2 Tr. Kamerabschaft Charlottenburg. Dienstag, den 30. Dezember, abends 8 Uhr, uebungsstunde der Trommler und Pfeifer im Lokal Benzlow, Neues Ufer Ede Widingenstraße. -GWO Der soziale Umschwung in Frankreich. Paris, 29. Dezember.( Eca.) Während bisher den Arbeitern in dem staatlichen Marinearsenal die Beteiligung an der Maifeier ver boten war und im letzten Jahre zu Strafen gegen Arbeiter geführt hat, die am 1. Mai der Arbeit ferngeblieben waren, wird nummehr au 4.75. tut Berantwortlich für Bolitik: Ernst Reuter: Wirtschaft i. B.: J. Steiner; Gewerkschaftsbewegung: Friebz. Ekkorn: Feuilleton: Dr. John Schikowski; Lotales und Sonstiges: Frig Karstadt: Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. 5., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin GW. 68, Lindenstraße 3. -Tabletten bewährt bei: 29.Togal Gicht, Rheuma, Ischias, hervorragend Hexenschuß, Nerven- und Kopfschmerzen Togal stillt die Schmerzen und scheidet die Harniäure aus. Fragen Sie Ihren Arzt. In allen Apotheken erhältlich. Best. 126% Lith, 0,46% Chinin, 74,3% Acid acet. salic., ad 100 Amylum Börse 5.Musikinstrumente Bianos preismert. Lint. Brunnenstraße 35. Klaviermacher Kaufgesuche Federbetten 9.-, Bettfedern 0.90, Gardinen. Großer Weihnachtsver- Berleih Don Gesellschafts- Anzügen Batentmatraken. Auflegematraken, Steppdecken. Theumer, Invaliden- fauf zu Schleuderpreisen. Wir bringen Brunnenstraße 4. Norden 5177. Metallbetten, Chaifelonques. Walter, ftraße neun. in größter Auswahl: Künstlergardinen Damenmäntel, Flauschmäntel 5.- Staraarderstraße achtzehn. 3.95, 5.75, 7.25, Salbstores 2.95, 3.45, 8., 12., Noppenmäntel 13.- 19.Teppich Schrager verkauft aegen Teilzahlung. Möbel jeder Art. Gea Teilzahlung Teppiche, 2 × 3, 30.- an. 11.85, Gardinenstoffe, Meter 0.90, 1.00, mäntel 23.-, Affenhautmäntel mit Bela Möbelhaus Madrasgarnituren 8.75, 10.00, Estímomäntel 14.-, 19.-, Affenhaut- ringe Anzahlung, bequeme Abzahlung. Brilden, Diwandecken Bettvorlagen. Luisenstadt, Röpenicker. Läuferstoffe billigen 1.15, Bettdecken 5.00, 6.25, 7.75, Diwan fabelhaft Beloursmäntel 34.-, 39.- ftraße 77/78, Ede Brückenstraße. Rein beden 17.00, 19.00, 24,80. Steppdeden Werkstatt Schmechel, Gipsstraße 15, eine Breifen. Elfaffer Straße fechs. 16.50, 19.50, 24.00. Etamine und Treppe. Markt, Sadescher Laden. Madrasstoffe, Ruggardinen. Läuferstoffe, bahnhof. Tischdecken, Brüden, Bettvorlagen, Mauschmäntel Bekleidungsstücke. Wäsche usw. effingstangen. Damenmäntel, Wir führen Qualitätswaren bis zur eleganteften 8. 18. 19.-, Affenhautmäntel 19.25.- 35.-. Tuchmäntel 9.-, 14. Zeilzahlung. Gardinen, Stores, Bett- Ausführung. Beininger u. Co., Am 35.Pohl& Weber Nachflg. beden, Teppiche, Bettwäsche. decken, Tischdecken. Steppdecken, Diwan- Strausberger Plak. Große Frankfurter 21.- Estimomäntel 16.- 25.Anzahlung, bequeme Abzahlung. Möbel- Angezahlte Waren werden zur späteren brochen von 8 bis 7 Uhr. Geringe Straße 104. Erste Etage. Rein Laden. Damenmäntel- Fabrik, Charlottenſtr. 66 11. Einzelverkauf. Geschäftszeit ununterhaus Luisenstadt, Röpeniderstraße 77/78, Abholung zurückgelegt. Gutschein über Ede Brüdenstraße. 5 Prozent Extrarabatt auf jeden EinBelzwaren. Eigene Fabrikation. Ele auf. gante Belzmäntel, Belajaden, Füchse Reihhaus Rofenthalertor, LinienGoldmanns billige Möbelangebote 15, Wolfsaiegen 12, elegante Bolfstraße 203/204. Ede Rofenthalerftraße eine Lodpreife. sondern wirklich fchafale 38. Belshaus Spiker, Rom- vertauft: Filchfe 8.- Wolfsaiegen billiger Bertauf. Strausberger Str. 23, mandantenstraße 27, Laden. 12.- Velsjaden Stuntsfragen. Sämt, dirett Strausbergerplas. Naumann- Nähmaschinen für Sausge Nußbaumbüfetts, Schreibtische. Bücher Entbinduna. Erfahrene Hebamme Eckel liche Belzarten. Spotthillige SommerGewissenhafte Untersuchung. Auskunft, Zeihhaus Morigplas 58a Belzbrauch und Gewerbe. Teilzahlung. Repreise. Anziige 17.- Winteru ter fen- fchrünte. Anfleideschränke. Standuhren, Sildesheim. Bülowstraße 62. mäntel 175.- Belziaden auf Seibe fationell billig. Seine Lombardware paratur- Werkstatt für alle Sniteme Kleiderichränke, Bertifos. Basch toiletten Kreuz Maulwurfichals 100.-, Emil Salbarth G. m. b. S.. Friedrich fühle 12. Siegen 15.-. Sportpelse Bfanbleihhaus. Reinickendorferſte, 105, ziehtische, Leberstühle, aroke Auswahl. Nachttische, Trumeaus. Stühle Ausftraße 55a. Merkur 6268. Gehpelze 100.-. Ferner: Reffelbedplag. Füchse 8.- Blauwolfs. Strausbergerstraße 23. Teppich Thomas. Oranienstraße 44.1 Bpiten Anzüge 18.- an. Wster, Bafe- siegen 12-, sämtliche Belgarten Spott Gelegenheiten in Teppichen, Säufer- tots 15.- an. Damenmäntel, Roftime, preife. Analge 18.-, fter 15- Fe Metallbettstellen fpottbillig. toffen. Diwanbeden, Tischdecken usw. Aleider enorm billig. Reine Lombard berbetten 9.- Anzahlung geftattet. bergeritzake 23, direkt Strausberger Beleihung auf Wunsch Teilzahlung. Verlangen Sie Preisliste Nr. 5 Verkäufe 85.ware Reine Bombardwaren. * plag. Möbel Fahrräder kauft Linienftraße 19 Prismengläser, Photoapparate tauft Frant. Blücherstraße 56. Verschiedenes Gelaverkehr Leihhaus Rollfrug, Neukölln, Ser Straus mannstraße 256, Ede Berliner Straße aller Bertfachen. Spo.te Billiger Bettenverkauf.