Nr. 115. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Volksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Reaktionäre Pläne. Sonnabend, den 18. Mai 1895. fordert. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Also zwar Wahl recht für jeden Staatsbürger, aber nicht bas gleiche, nicht das geheime, und als Politische Uebersicht. Die sächsische Regierung hat es sich, um den bösen Korrelat des Wahlrechts die Wahl pflicht. Das ist ein Berlin, 17. Mai. Programmi. Der erste und der dritte Punkt find in Ruf partikularistischer Bockbeinigkeit los zu werden, seit Belgien verwirklicht worden, ohne daß es etwas genügt Spezies bekanntlich auf der rechten Seite ſehr stark verAus dem Reichstage. Unsere Beutepolitiker, welche anderthalb Jahrzehnten zur Aufgabe gemacht, in dem Kampf hätte. Mit Hilfe des zweiten Punktes: der Aufhebung treten ist, befinden sich augenblicklich in einer kleinen gegen die Sozialdemokratie zwar nicht die Führung, aber den Vortritt zu haben, und in diesem Kampf alles zu ver- des Wahlgeheininiffes hoffen die Urheber dieses Programms Kalamität. Jagdvergnügen, Rennplätze und die Vorsuchen, was ohne offenen Gesetzesbruch nur irgend gethan offenbar dessen Erfolg zu sichern. bereitungen zur Sommerreife nehmen ihre ganze Aufwerden kann. Die„ sächsische Praxis" und die" sächsischen sächsischen Konservativen, die mit der sächsischen Regierung einige Stunden ihr Reichstagsmandat ausüben, da andernErwähnt sei hier noch, daß das amtliche Organ der merksamkeit in Anspruch und nun sollen sie auch noch auf Praktiken", anfangs von den Neaktionären der übrigen Water- sächsischen länder mit einem gewissen Befremden angesehen, haben mit thatsächlich eins sind: das" Vaterland" in seiner letzten falls absolut keine Aussicht vorhanden ist, die neuen Liebesdem wachsenden Verständniß mehr und mehr Anklang ge- den Angriffen auf das allgemeine Wahlrecht strotzenden Nummer, unter Uebernahme eines von beschimpfen- gaben bei der Zucker- und Branntweinsteuer einzuheimsen. funden und bürgern sich allmälig auch in allen anderen Artikels des Berliner„ Reichsboten" die Erhöhung des sie sich wenigstens der Mühe unterziehen, und die Gesetze Wollen die Herren den Raub einheimsen, dann sollen Bundesstaaten ein. Im jezigen Augenblick nun, wo der Krenzzug für wahlfähigen Alters von 25 auf 30 Jahre persönlich votiren, welche ihnen denselben sichern sollen. Religion, Ordnung und Sitte" mit dem Umsturzgesetz ein Das ist der feste Entschluß der Linken, weshalb so schmähliches Fiasto erlitten hat, und wo die Häuptlinge wir diesen Artikel des Baterlands", als aus gleicher oder slimmung die Beschlußunfähigkeit konstatiren ließ. Es wird In jenem Artikel der Leipziger Zeitung"," zu dem dieselbe gestern auszählen und heute durch namentliche Abder Reaktion all ihr Dichten und Trachten darauf richten, den Zweck des Umsturzgesetzes sei es mit sei es ohne doch nah verwandter Quelle, hinzufügen können, haben wir also den Schnaps- und Zuckerbaronen und ihren Schleppdie eine Hälfte des reaktionären Schlachtplans. Staatsstreich, dem Reichstage zum Trotz zu erreichen, trägern im Zentrum und bei den Nationalliberalen nichts haben zwei Artikel, die jetzt, nach dem Scheitern des Regierung, dem Dresdener Journal", enthüllt. Dieses müssen, wollen sie ihren Zweck erreichen. Die andere ist in dem zweiten Organ der sächsischen übrig bleiben, sie werden am Montag zur Stelle sein den beiden amtlichen Umfturzgesetzes gleichzeitig in Aus der Debatte verdient heute besonders die Rede Organen der sächsischen Regierung erschienen sind, Anspruch Blatt bringt an der Spitze seines nichtamtlichen Theils auf ernste Beachtung. Der erste ist ein Leitartikel der welchem, unter Benutzung der sozialdemokratischen Argumente besonders einen durch zwei Nummern gehenden Leitartikel, in unseres Genossen Schippel hervorgehoben zu werden, der Leipziger Zeitung", betitelt, Gleiches Wahlrecht" für den Normalarbeitstag, die Berechtigung Professor Paasche ganz besonders ins Gericht ging. mit dem nationalliberalen Drahtzieher Er führt mit brutaler Logik aus, daß die Versicherungen des gesetzlichen Arbeitstages, und sogar des Dieser vom einstigen Lintsliberalen zum waschechtesten Agrader Konservativen, sie seien dem allgemeinen Wahlrecht nicht feind, unehrlich und auf demagogische Motive Achtstundentages ausdrücklich und rück- rier ausgewachsene Professor hat noch vor wenigen Monaten man der Wählerschaft vermeintlich noch be- baltlos anerkannt wird. für die Beseitigung der Zuckerprämien plädirt, während er dürfe) zurückzuführen seien. Daß alle wirt Der Artikel des Dresdener Journals" ergänzt den jetzt einen Gesezentwurf eingebracht hat, in dem verlangt lich Konservativen die" Beseitigung des der Leipziger Zeitung". Beide gehören zusammen und wird, die Konsumsteuer auf Zucker zu erhöhen und aus den allgemeinen Wahlrechtes wünschen, und zeigen den Plan der Reaktion: dadurch erzielten Mehrerträgen den Zuckerfabrikanten bei wünschen müssen, tann für niemand ein Bernichtung des allgemeinen, gleichen der Ausfuhr Prämien zu gewähren. So offenkundig wie Geheimniß sein." Das ultrafonservative Blatt, dem Wahlrechts. in diesem Falle hat sich selten ein angeblicher Vertreter der wir für seine Offenherzigkeit nur Dank zollen können, wendet Wissenschaft in den Dienst der Beutepolitiker gestellt. fich dann gegen die geheime Abstimmung Durch den Köder des Normal- Arbeitstages und ähnin den Sonst verdient aus der Debatte wohl nur hervorgehoben schon sattsam bekannten Wendungen und hierauf, nach mit ihrer politischen Entrechtung ausgeföhnt werden. Posadowsky, auch heute wieder den Reigen der Agrarier und hierauf, nach licher, arbeiterfreundlichen" Maßregeln sollen die Arbeiter zu werden, daß der Staatssekretär der Reichsfinanzen, Graf einer Empfehlung der Wahlpflicht, gegen das gleiche Wahlrecht. Es ist die alte Politit: Peitsche und Zucker- führte und sich als deren begeisterter Vorkämpfer erwies. brot. Bei der von Richter beantragten namentlichen Abohne die deutschen Arbeiter. Diese wissen, daß jede Sozial geordnete anwesend, das Haus also beschlußunfähig war. Die Herren Reaktionäre machen aber die Rechnung ſtimmung über die Vorlage ergab sich, daß nur 186 Abreform, die das Proletariat mit dem Verlust seiner staats- Um den gewohnheitsmäßigen Schwänzern Gelegenheit zu ohne die deutschen Arbeiter. bürgerlichen Rechte und seiner politischen Mündigkeit zu geben, hierher zu kommen, soll die nächste Sizung erst am bezahlen hat, ein werth loses Gut ist, das obendrein Montag stattfinden. jeden Augenblick zurückgenommen werden Arbeitsprogramm des Reichstags. Durch die fann. „ Das allgemeine Wahlrecht verstößt Ueberweisung des Nachtragsetats an die Budgetkommission Die deutschen Arbeiter werden sich durch kein Danaer- dürfte sich, wie man in parlamentarischen Kreisen annimmt, gegen die Natur, und deshalb wird es Sie haben im allgemeinen, eine Aenderung des getroffenen Arbeitsplanes dahin als einst fallen, wie alles, was wider die geschenk betrügen lassen. gleichen, geheimen und direkten Wahlrecht den Hammer, nothwendig erweisen, daß der Schluß der Reichstagstagung Natur ist." mit dem sie ihr Geschick selber schmieden können sie nicht am Mittwoch, sondern erst am Sonnabend 25. Mai, werden sich diesen Hammer nicht entreißen und auch nicht erfolgt. zerbrechen lassen. ( weil Gott hat die Menschen ungleich geschaffen und ungleich werden fie bleiben, so lange die Welt steht. Ungleich schon durch Geburt, Besitz und natürliche Begabung werden sie auch im Leben, wie der Zukunftsstaat es auch gestalten möge, niemals aufhören, ungleich zu bleiben und immer ungleicher zu werden, durch Glück und Unglück, eigene Schuld und eigenes Verdienst. Das ist deutlich, und hinter diesen Worten stehen Menschen, die unter Umständen bereit sind, die Natur zu forrigiren, falls sie nicht schnell genug das verhaßte Wahlrecht beseitigt. Feuilleton. Berliner Märztage. Drill Sozialreform." nieder -Nachwahl in Köln- Stadt. Nach amtlicher Er. mittelung erhielten bei der Reichstagserfahwahl in Kölnheftigen Windes, der immer noch durch die Gassen fegte einsamung über dem alten, grauen Gebäude, das dereinst, und von Zeit zu Zeit einen leichten Regenschauer herab- genau vierhundert Jahre vorher, vom Kurfürsten Friedrich führte. Vor dem Schloffe zogen dichte Menschenmassen auf dem Eisernen als eine trogige Bwingburg errichtet worden ( Nachdruck verboten.]| und Bürgersleute, Handwerker und Ar war, um die Selbständigkeit der beiden freien Hanſaſtädte beiter, dazwischen Frauen und Kinder, halberwachsene des wendischen Quartiers", wie das Zwillingspaar Berlin15 Burschen, Handlungsgehilfen, Studenten. Es schien, Kölln ehemals benamset worden war, zu unterdrücken. als ob alle diese Leute das Schloß des Königs von Preußen Mit scheuer Neugier lugte da und dort ein Augenpaar Cine geschichtliche Erzählung von Michel Deutsch. zum ersten Mal in ihrem Leben sähen, oder als ob da aus den Schloßfenstern, um zu erspähen, ob nicht plötzlich Hier ist der lebendige Mensch durch Druck und drinnen irgend etwas Geheimnißvolles vor sich ginge, der Geist jener fernen Zeit, da die Berliner Bürgerschaft für immer verpfuscht," dachte Hans Hartung bei sich ich das mit ihrem eigenen Schicksal im innigsten Zusammen- kühn, und unverzagt gegen Fürsten und Raubritter das fann es nicht glauben, daß der freie Gedanke hier hang stand, und das sie vergebens zu ergründen sich be- Schwert geführt hatte, an irgend einer Straßenecke aufbald eine bleibende Stätte findet." mühten. tauchte und in die Menschen da draußen hineinfahre. Und Ferdinand trat eben mit verschmitter Miene aus der Die eckigen Gefichter, der düstre, ernste Blick, die großen, mit verächtlichem Lächeln wandte der feindliche Späher sich Hausthür. Sein Streich war, wie er dem Gesellen er- yarten Hände und der altväterische Schnitt der Kleider, wieder ab vom Fenster: nein, nein, das sind nicht die freien zählte, glänzend gelungen. Frau Muckenich habe schon fennzeichnete die Bevölkerungsschicht, mit der man es der Bürger der Hausa, das ist kraftloser Abschaum, elendes lange nicht so große Augen gemacht, wie eben bei der Mehrzahl nach hier zu thun hatte. Nur vereinzelt tauchte Pack, verhungertes Gefindel.... Ueberreichung des Veilchenstraußes. ein eleganter Geck oder sonst ein jemand aus den besseren Hans Hartung war überrascht von dem, was er sah: " Hast gewiß wieder Deine Faxen gemacht," meinte Kreisen" auf, der sich heftig durch die Menge drängte, als es entging ihm nicht, daß sich hier irgend etwas heimlich, Schnick lachend. ob es ihm inmitten derselben nicht ganz geheuer vorfäme. im duuklen Unbewußten der Boltsseele vollzog und mit der " Jott bewahre," versetzte Ferdinand ernsthaft, een Häufiger als soust sah man Leute im Alltagsrock, oder unfehlbaren Sicherheit des natürlichen Instinkts zum Licht Leichenbitter konnte nich jeseter aussehn." gar in abgeriffenen Kleidern. Die in starker Anzahl auf- emporreifte. Die in starker Anzahl auf- emporreifte. Seine Sinne waren von Paris her geschärft Sie bogen links um das Kölnische Rathhaus herum und gebotenen Gendarmen, denen die herabgelassenen Schuppen- für Erscheinungen dieser Art was den andern, die mitten schritten nach dem Königsschlosse zu. Ferdinand schien mit fetten ein besonders kriegerisches Aussehen gaben, musterten darin standen, vielleicht noch entging, das sah er bereits in aller Welt bekannt. Jeden Augenblick ertönte es: Morjen, diese Sabbathschänder mit mißtrauischen Blicken. Doch seinem Keimen und Werden. Mit einer gewissen Bewundes Nante!' n Tag, Nante! von irgend einem Rubel seiner fanden sie keinen Anlaß zum Einschreiten, da alles ruhig rung ruhte sein Blick auf dem hübschen blonden Knaben Altersgenossen, die nach den freudlosen Tagen der Woche für ein blieb, bis auf ein lautes Gespräch, das ab und zu ein an seiner Seite, der in richtigem Gefühl das Gleiche er paar Stunden der rauhen Zucht des Lehrmeisters entflohen waren. paar junge Burschen führten, oder das hohle, höhnische kannt hatte. Nicht wenig stolz schritt Nante neben seinem zukünftigen Lachen, das aus einer hungrigen Kehle drang. An der Schloßbrücke stauten sich die Menschen: eine Schwager einher, dessen stattliche Erscheinung die Köpfe der Die Durchgänge durch das Schloß standen offen, doch königliche Equipage, in der zwei Generäle in Uniform saßen, meisten Passanten überragte. wurden sie weit weniger benutzt als an anderen Tagen. fuhr nach dem Schlofse. Wenn Ihr wüßtet, wer dieser da ist!" dachte er, Es war, als ob unbewußt eine Scheidung sich vollzöge Der Prinz von Preußen", rief jemand aus der Menge. während er seinen Freunden von oben herab zunickte. Und zwischen den Menschen, die das Schloß bewohnten, Kein Gruß, fein Hurrahruf ertönte nur hier und dann musterte er Hans von der Seite, als ob er beinahe und den Massen da draußen vor demselben. Eine da zog ein chrbarer Bürgersmann seine Mütze. Der Prinz daran zweifelte, daß es wirklich ein Pariser Barrikaden- starke Abtheilung Soldaten war Abtheilung Soldaten war im Schloßhofe auf von Preußen, der kommandirende General des Garde= tämpfer war, der neben ihm einherschritt. gestellt, die Posten waren überall verdoppelt und Korps, hatte wenig Freunde in der Bevölkerung. Man Die Breite Straße war merkwürdig belebt, trotz des mit scharfen Patronen versehen. Es lag wie Verliebte diesen Mann des militärischen Gesichtspunktes" " seitigt werden könne. " Stadt am 13. Mai Landgerichtsrath Greiß( 8.) 10 353,| Parteigenossen von selbst. Eine kämpfende Partet, gleich einem Drittel der Kosten der Verpflegungsflation berongezogen Dr. Franz Lütgenau( S03.) 7366 und Rentner Fritz einem Heere in Krieg, muß auf alles vorbereitet sein und werden. Dieser Antrag wurde mit 11 gegen 9 Stimmen v. Wittgenstein( natl.) 3887 Stimmen. Es ist somit Stich sich durch nichts überraschen lassen. abgelehnt, und§ 2 in der Fassung der Regierungsvorlage an wahl zwischen Greiß und Lütgenau erforderlich. genommen. Dem§ 3 wurde in nachstehender Fassung zugestimmt: 1893 waren 89 Bezirke vorhanden, diesmal nur 57, die Zu der neuen Staatsstreichtechnik der Schles. Den Kreisen sind alljährlich nach erfolgter Rechnungslegung ungefähr den Bezirken 1-57 der Eintheilung von 1893 ent- Beitung", die wir in unserer vorgeftrigen Nummer ge- zwei Drittel der ihnen durch die Verpflegungsstationen erwachsenen sprechen. In den letzteren erhielten 1893: Bentrum 11 542, bührend beleuchtet haben, macht heute auch die„ Vossische Kosten zur Hälfte aus Staatsmitteln, zur Hälfte von dem Nationalliberale 8433, Sozialdemokraten 8319, Antisemiten Beitung" einige treffende Bemerkungen. Sie schreibt: Provinzialverbande, in der Provinz Heffen- Nassau von dem Be455, Freifinnige Volkspartei 386, Freisinnige Vereinigung schworen sei. 3ſt ſie deshalb nicht rechtsverbindlich? Braucht( Kommunalverband) und den Kreisen entscheidet die Provinzial Man beruft sich darauf, daß die Reichsverfassung nicht bezirksverbande zu ersetzen. Ueber Streitigkeiten in der Provinz 198, zersplittert 17, ungiltig 17, zusammen 29 367. Dem fie deshalb ein Fürst oder eine Regierung nicht zu halten? Da regierung.§§ 4 und 5 bleiben unbeanstandet.§ 6 wurde mit nach haben das Zentrum 1189, die Nationalliberalen 4546 will man die Monarchie unter besonderen Strafschutz stellen. 10 gegen 10 Stimmen abgelehnt.§ 7 bis zur zweiten Lefung und die Sozialdemokraten um 953 Stimmen abgenommen. Aber worauf beruht denn das deutsche Kaiserthum? zurückgestellt.§8 wurde also angenommen: Ueber die EinDa während der letzten zwei Jahre 1008 Wähler infolge Nur auf dieser unbeschworenen Berfassung. richtung, Verwaltung und Benutzung der Verpflegungsstationen, Armenunterstüßung das Wahlrecht verloren haben und so kann man mangels des Verfassungseides das Reichs- Wahlrecht be insbesondere über die Wander- und Arbeitsordnung, sowie über mancher Parteigenosse in die billigen Vororte gezogen ist, feitigen, weshalb nicht auch den Kaiserthron? Ja, man drängt die Regelung des Arbeitsnachweises erläßt der Provinzialrath so hält das Wahlresultat den Vergleich mit den„ Erfolgen" huldigen, mit dieser öden Empfehlung des Staatsstreiches geradezu ausschüsse die näheren Vorschriften. In der Stadt Berlin tritt den Kreisen, die das Reich nicht wollen, die dem Partikularismus nach Anhörung des Provinzialausschusses, bezw. der Landesder Gegner wohl aus. Der Zusammenbruch des National- bie Frage auf, ob nicht eines Tages gaus„ vertragsmäßig" das an die Stelle des Provinzialausschusses der Stadtausschuß.§§ 9 liberalismus iſt das charakteristische Ergebniß auch dieser Kaiserthum der Hohenzollern durch den Willen der Fürsten be- und 10 bleiben unverändert.§ 11 wird gestrichen.§§ 12, 13, Nachwahl. Damit war die erste Lesung Sie brauchen nur zusammenzukommen 14 werden nicht beanstandet. Der Bundesrath hat in feiner Sigung vom Donnerstag aufzuheben und dann einen neuen Bund zu schließen, in dem es für eine Stunde oder für fünf Minuten, das Reich beendet. Die zweite Lesung soll Freitag stattfinden. den Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren einen Raiser giebt. Wer aber nicht zugeben will, daß das Den Berathungen der in Berlin zusammengezogenen Sachvers Billiger Kredit für Landwirthschaft und Handwerk. Wettbewerbes, sowie die Reichstagsbeschlüsse zu den Gesetz- Staiserthum entwürfen, betreffend die privatrechtlichen Verhältnisse der Binnen- Kaiserthum durch Beschluß der Fürsten abgeschafft werden könne, ständigen- Kommission, die über die bessere Organisation des schifffahrt und betreffend die privatrechtlichen Verhältnisse der der wird sich zu dem Bekenntniß bequemen müssen, daß auch das Kredits für die Mittelstände berathen soll, liegt folgendes ProFlößerei, den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Einer Vor- Reichs- Wahlrecht auf diesem Wege nicht zu beseitigen sei. Die gramm zu grunde: lage über die steuerliche Behandlung der Abraumfalze wurde die Berreißung der Verfassung auch nur auf fünf Minuten bedeutet 1. Die Zweckmäßigkeit der Errichtung, die Organisation und Zustimmung ertheilt. Ferner wurde beschlossen, den vom Reichs- Die Bertrümmerung des Reichs, aber für unabsehbare Zeit. Den der Geschäftstreis einer Zentral- Kreditanstalt; 2. die Begrenzung tage bei der Berathung des Reichshaushalts- Gtats für 1895/96 heutigen Bundesstaat könnte man zerstören; ihn wieder aufzu- des Kreises derjenigen Verbände und Jaßitute, deren Kreditgefaßten Refolutionen, betreffend die Erhöhung der Gehaltsstufen bauen, dazu gehörten andere Männer, als heute am Ruder sind. bedürfniß die Zentralfaffe dienstbar gemacht werden soll; 3. die für diejenigen Klaffen von Reichspoſt- und Telegraphenbeamten, Parteien" zählt, der muß mit Blindheit geschlagen sein, wenn er währenden Kredite; 4. die Höhe der erforderlichen Bedarfé Wer sich guter Gesinnung" rühmt und sich zu den nationalen Voraussetzungen, Bedingungen und die Dauer der ihnen zu ge welche durch die Einführung des Dienstaltersstufensystems in ihren Gehaltsverhältnissen geschädigt werden, und betreffend die den Staatsstreich predigt und damit einer Lehre Vorschub leistet, summe; 5. die Beschaffung der für die Geschäftsthätigkeit des Forderung einer Pauschalsumme durch einen Nachtragsetat zur die auf die Auflösung des Reichs und den Ümsturz des Kaiser Bentral- Instituts sonst nöthigen Mittel( Depofitengeschäft, GiroGewährung von Zulagen an die durch das System der Dienst- throns hinausläuft. Verkehr, Annahme von Spareinlagen, sowie von überflüssigen alterszulagen besonders geschädigten Beamten, teine Folge zu Die bodenlose Beschränktheit der Kreuz- Zeitung" tritt Beständen der genossenschaftlichen Verbände, Ausgabe von geben, und außerdem über eine Reihe von Eingaben Beschluß uns in dem Leitartikel von heute Abend, betitelt Freifinn und Schuldverschreibungen 2c.); 6. etwaige weitere zur Hebung des gefaßt.Sozialdemokratie" entgegen. Aus der Thatsache, daß Dr. Barth Personalkredits vom Staate in Aussicht zu nehmende MaßDie Unsicherheit der Lage spiegelt sich in der Presse sich die Mühe genommen hat, die Sozialdemokratie und ihr Pro nahmen. wieder. Daß ein Blatt, wie die Boffische Beitung", die gramm zu studiren, und deshalb nicht mehr auf uns schimpft, Wielgeplante Wähler sind die des Wahlkreises Bomft. Möglichkeiten und Folgen eines Staatsstreiches faltblütig sieht das unterblatt den Schluß, daß die freiſinnige Vereini: Meseriz. ſollen jest ſeit 1898 ſchon zum fünften Male diskutiren kann, ist für sich allein schon ein bedeutsames versuchen will, auf" dem einen oder anderen Wege aus den geschickt hat. Bei den allgemeinen Wahlen 1893 errang erst gung, dieses kleine Offiziertorps ohne Soldaten", es nunmehr wählen, nach der Reichstag den Herrn v. Dziembowsti heims Zeichen der Zeit. In den Reihen der Regierungsparteien Kreisen der sozialdemokratischen Bevölkerung sich eine nach zweimaligem Wahlgange Frhr. v. Unruh- Bomst das Mandat. und der Regierung selber ist man offenbar noch nicht zu genügend 3 a hlreiche Gefolgschaft, eine Soldtruppe Wenige Monate darauf legte er dieses nieder auf Drängen der einem flaren Programm und festen Entschluß gelangt. Alle( wörtlich!), zu schaffen, die ihr Rückhalt gewähren und nach dortigen Anhänger des Bundes der Landwirthe, weil er für den möglichen Pläne- vom nackten oder verhüllten Staats- außen hin imponiren soll." österreichischen Handelsvertrag gestimmt hatte. Bei einer neu ftreich bis zum fatalistischen Lauern auf irgend ein rettendes Man traut wirklich seinen Augen nicht, wenn man der anberaumten Wahl fonnte der bisherige Vertreter Herr v. DziemEreigniß wirbeln wild durcheinander, und wir wollen artiges lieft. Erheuchelt kann das nicht sein dazu if's zu bowski auch erst wieder bei der Stichwahl durchbringen. Allem abwarten, worüber man sich schließlich einigen wird. Eins dumm. Es ist voller Ernst. Wie muß es aber in einer Partei Anschein nach steht jetzt der fünften Wahl ein äußerst heftiger Kampf bevor. Da der Bund der Landwirthe in dem Grafen der Staatsgewalt, denen die Vollstreckung der Umsturz- Staatsmann, der jetzt als Chefredakteur der„ Hamburger Nachaber können wir schon jetzt als sicher annehmen: die Organe aussehen, die sich solche geistige Roſt bieten läßt. Nichts gelernt und nichts vergeffen hat der schiffbrüchige beabsichtigt und auch die Antisemiten selbständig vorgehen, ift Dohna- Hiller- Gärtringen einen eigenen Kandidaten aufzustellen vorlage zugedacht war, werden das äußerste thun, um auf dem Boden des gemeinen Rechts richten" seinen Beruf verfehlt. Er führt heute in seinem Blatt eine Stichwahl wahrscheinlich, bei der die Polen unter allen und der bestehenden Vereinsgesehe das und Machtmitteln unterdrückt werden fann – und zwar schlägt wenigen, wo die Sozialdemokratie noch nicht hat festen Fuß wieder einmal aus, daß die Sozialdemokratie nur mit Gewalt- Umständen mit in Frage kommen. Der Kreis ist einer der zu leisten, was mit dem Umsturzgesetz bezweckt war. er jezt mit dürren Worten die Maßregelung, der faffen können. Sie erhielt dort 1893 überhaupt erst zum erſten Wir haben wiederholt dargelegt, daß in den Paragraphen& ührer vor, die auf die eine oder andere Weise aus dem Male Stimmen, und zivar 167.der Umsturzvorlage nichts ausgesprochen war, was nicht weg geschafft werden müßten- ob todtgeschossen, findige Staatsanwälte und scharfsinnige Richter- nament lich in Sachsen in das gemeine Recht bereits hineininterpretirt hätten zum theil in denfelben Worten, deren die Umsturzvorlage sich bediente. " internirt" oder in Gefängnisse gesperrt, das läßt der alten Raketentiste Höflichkeit unausgesprochen. Kein Staatsstreich! orakelt die„ Kreuz Zeitung" beiläufig eine sehr verdächtige Autorität in bezug auf diesen Wir wissen aus den Zeiten des Sozialistengesetzes, daß Punkt und sie folgert dies aus der ableugnenden Erdie Behörden, als dasselbe seine Wirkungslosigkeit zu zeigen flärung, die Herr v. Bötticher in der Neichstagssigung des begann, mit Hilfe des gemeinen Rechts und der 11. Dezember v. J. auf eine Anzapfung Eugen Richter's Vereinsgefeße uns abgesehen von den persönlichen gab. Gewiß, das damalige Dementi des Hrn. v. Bötticher Chikanen und Schädigungen durch den kleinen Belagerungs- war scharf und bündig. Aber wer bürgt uns für den zuftandweit mehr zu schaffen machten, als Herrn v. Bötticher, d. h. dafür, daß er morgen noch Minister mit dem Sozialisten geseh. ift? " Die Reform des Militärstrafverfahrens harrt noch ihrer Erledigung und wird ihrer noch lange harren. Wohl um die Frage nicht ganz in Vergessenheit gerathen zu lassen, hat das Zentrum in der württembergischen Kammer an das Ministerium die Anfrage gestellt: dahin zu wirken, daß die zur Zeit in Bearbeitung befindliche Ob das fönigl. Staatsministerium geneigt ist, im Bundesrath Militärftrafprozeß Ordnung für das Deutsche Reich nach den erprobten Grundfäßen der bürgerlichen Strafprozeß- Ordnung für das Deutsche Reich ausgearbeitet, insbesondere hierbei, soweit nicht für die Verhältnisse im Krieg eine Modifikation dieser Die Trennung der Aufgaben des Anklagers, des Vertheidigers Grundfäße unumgänglich ist, die Ständigkeit der Militärgerichte, und des Richters, die Freigebung der Vertheidigung in allen Straffällen, die Mündlichkeit und Deffentlichkeit der Hauptverhandlung und die Einführung ordentlicher Rechtsmittel gegen die ergangenen Urtheile gewährt werde?" Viel helfen wird diese Anfrage freilich auch nicht. Die Fragesteller werden nur erfahren, daß die Verhandlungen über diese Angelegenheit, wie seit dreißig Jahren, noch immer schweben." " " Das wissen natürlich auch die Organe der Staatsgewalt, und und wir müssen uns Ein Erfolg des Herrn v. Köller. Man schreibt uns: auf alles gefaßt Die neuliche Reichstagsrede des Herrn v. Köller hat eine machen, was ohne offenen und flagranten Gesetzesbruch Ant'l age gegen den Redakteur des Sozialistischen Akademikers", gegen uns nur irgend gethan werden kann. Die Praxis, Genossen Sassenbach zur Folge gehabt. Es handelt sich um die wie sie zur Zeit des Sozialistengesetzes herrschte, wird Nummer vom 15. März; der darin enthaltene Artikel Zum wiederkehren, und die Parteigenossen haben sich dem 18. März" soll eine Verlegung des§ 130 enthalten. Am 9. Mai entsprechend zu verhalten. Die Umsturzvorlage ist gefallen, hielt Herr v. Köller seine Rede, am selben Tage noch fand sich die Sozialisten hat aber, die sie einleiten sollte, ein Staatsanwalt, der gegen den faft zwei Monate alten Artikel tann auch ohne Umsturzgeset die Strafverfolgung einleitete." Wie die Zentralstelle für Arbeiter- Wohlfahrtseinrich vor sich Wir gratuliren Herrn v. Köller! tungen die soziale Frage löst. Auf grund der Beziehungen gehen. Und unsere Gegner werden durch ihr beispielloses Fiasko uns sicherlich nicht freundlicher gestimmt wettbewerbs liegt nunmehr in etwas veränderter Gestalt vem Zentralftelle, wurde versucht, das Interesse der Arbeiter Der Gesetzentwurf zur Bekämpfung des unfauteren mit den Berliner Arbeiterkreisen, schreibt die Beitschrift der auch auf ein anderes Gebiet zu lenken und ihnen für auch auf ein anderes Gebiet au lenken und ihnen für Bundesrath vor. Der ursprüngliche Entwurf war im Reichs- einen ihrem Einkommen entsprechenden Rostenaufwand die Die praktischen Konsequenzen ergeben sich für jeden Anzeiger" veröffentlicht worden, um die öffentliche Kritik zu er- Antheilnahme an edleren geistigen Genüffen zu ermöglichen. Die möglichen. Der Vorwärts" hat in seiner Nummer vom 9. Januar Bildung eines Arbeiterkomitees zu diesem Zweck ift gelungen. nicht, dem man einen verhängnißvollen Einfluß auf über den Entwurf berichtet. Der jetzt dem Bundesrath vor: Mit Hilfe opferbereiter musikalischer Kräfte war es möglich, am den schwankenden Charakter seines älteren Bruders, des liegende Gesetzentwurf ist in den meisten Paragraphen mur ganz Balmsonntag und am Charfreitag in der Garnisonkirche bie Königs, zuschrieb. unwesentlich verändert. Ganz umgestaltet ist nach Form und Nu zieht er ja ab," hörte Hans Hartung jemanden Betriebsgeheimnissen betrifft und am meisten an- beiter nicht zufrieden sind mit ihren Verhältnissen, dann ist ihnen Inhalt der§ 7, der den Verrath von Geschäfts- und Bach'sche Matthäuspassion mit einem unerwartet günstigen Erfolge zur Aufführung zu bringen." Wenn nun die Berliner Ars in seiner Nähe sagen, heut Morgen soll er von den gefochten worden war. Truppen Abschied genommen haben, um an den Rhein zu Die Bestimmungen über den Verrath von Geschäfts- und überhaupt nicht zu helfen. gehen." werden. Die armen Kölner," versetzte eine zweite Stimme, ,, wenn der sie in die Mache kriegt, wird's ihnen schlecht gehen." Die beiden Stimmen tamen Ferdinand bekannt vor. Er wandte sich um und erblickte seinen Meister Frizze Grams und Herrn Fisch, die eben aus den Belten zurück tehrten, wo sie angeblich auf irgend etwas" gewartet hatten. Morgen", hieß es, sollte wieder eine große BolksversammTung stattfinden. Herr Plüddemann hatte sich an dem gefährlichen Ausflug nicht betheiligt: er war nicht ganz wohl", wie Frau Muckenich dem ihn abholenden Grams mitgetheilt hatte. Na, Junge, auch mit draußen?" begann Friße Grams freundlich, nachdem Ferdinand ihn begrüßt hatte.„ Du mußt natürlich überall dabei sein!" " „ Gewiß doch, Herr Meister", antwortete Ferdinand fect ohne uns gehts mal nicht, und wenns auch jemandem nicht recht ist." Friße Grams hatte einen guten Ruf unter den Jungen seines Viertels: er fütterte seine Lehrlinge gut, behandelte sie menschlich und sprach mit ihnen wie mit Er wachsenen", was ihn bei seinen Innungsgenossen zwar arg in Berruf brachte, dafür aber bei den Jungen um so größeren Beifall fand. Mit nicht geringem Stolze ftellte Ferdinand seinem Meister den Bräutigam seiner Schwester vor. Betriebsgeheimnissen lauten nun folgendermaßen: Mit Geldstrafe bis zu dreitausend Mark oder mit Gefängniß bis zu einem Jahre wird bestraft: 1. wer als Angestellter, Arbeiter oder Lehrling eines Geschäftsbetriebes Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse, die ihm vermöge des Dienstverhältnisses anvertraut oder sonst zugänglich geworden sind, während der Geltungsdauer des Dienst vertrages, 2. wer Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse, die ihm als Angestellten, Arbeiter oder Lehrling eines Geschäftsbetriebes gegen die schriftliche, den Gegenstand des Geheimnisses ausdrücklich bezeichnende Zusicherung der Verschwiegenheit anvertraut worden sind, dieser Zusicherung entgegen nach Ablauf des Dienstvertrages unbefugt an andere zu Zwecken des Wettbewerbes mittheilt. Gleiche Strafe trifft denjenigen, welcher Geschäfts- oder Betriebsgeheimniffe, deren Kenntniß er durch eine der unter 1 und 2 bezeichneten Mittheilungen oder durch eine eigene rechtswidrige Handlung erlangt hat, zu Zwecken des Wettbewerbes unbefugt Derwerthet oder an andere mittheilt. Der Thäter ist außerdem zum Ersage des entstandenen Schadens verpflichtet. Die zum Schadenersage Berurtheilten haften als Gesammtschuldner. Juternationaler Bimetallismns. Wie englische Blätter melden, hätte zwischen der englischen und deutschen Regierung bereits ein Meinungsaustausch bezüglich der Münzreform stattgefunden. Die deutsche Regierung soll danach bereit sein, den Bimetallisten bedeutende Konzessionen zu machen. Nach den geftrigen Erklärungen des Reichstanslers im Herrenhaus, wonach Regierung sich aber nicht auf die Doppelwährung einfchwören lassen will, scheinen diese englischen Meldungen doch der Wahrs heit nicht ganz zu entsprechen. war eine internationale Busammenkunft stattfinden soll, die Die Herren Bimetallisen fönnen sich fretten. Die amerikanischen Silberinteressenten, die trotz der Entwerthung des Silbers über ungezählte Millionen verfügen, haben auf einer Ronferenz in Salt Lake City, City, der alten Mormonenstadt, beschlossen, Silber die Verfechter der Prägung und Doppelwährung zu unterstüßen". Da giebt's was bruch von Doppelwährungs- Zeitungen, Schriften und Reden zu fischen und wir werden nächstens mit einem wahren Wolkenüberschwemmt werden. Die Lösung der ungarischen Ministerkrifis. Die Gr nennung des Grafen Agenor Goluchowski zum Minister des Aeußern ist bereits vollzogen. Am Sonnabend soll die amts Wer es unternimmt, einen anderen zu einer Zuwiderliche Veröffentlichung erfolgen. Kalnoty erhält zum Abschiede handlung gegen die Vorschriften des§ 7 Absatz 1 zu verleiten, ein besonderes Zeichen des faiserlichen Wohlwollens. Der neue wird mit Geldstrafe bis Gintausend fünfhundert Mark oder Minister des Aeußern ist 46 Jahre alt. Er war 1872 Botschaftsmit Gefängniß bis zu sechs Monaten bestraft. attachee in Berlin, später in Paris. Die von ihm angestrebte Ernennung zum Botschafter in Paris unterblieb mit Rücksicht darauf, daß seine Gemahlin eine gebürtige Französin ist. Die Strafverfolgung für die obigen Vergehen tritt nur auf Antrag ein. Die Zurücknahme des Autrages ist zulässig. Der Gesetzentwurf über Verpflegungsstationen, über Das Defizit ist todt, es lebe bas Defizit! ist die Losung ft heute von Paris angekommen," fügte er leise den der Leitartikel unserer Mittwochsnummer handelte, ist vom in Frankreich. Kaum istvier Monate nach der Zeithinzu. preußischen Abgordnetenhaus zur Vorberathung an eine Kom- das Budget für das laufende Finanzjahr, mit mühsam verstopftem Ephraim Fisch spitte die Ohren und ließ sich die mission verwiesen worden. Diese Kommission hielt am Mittwoch Defizitloch zu ftande gekommen, so wird auch schon angekündigt, Neuigkeit noch einmal wiederholen. Sie schien ihm wichtig die erste Lesung ab. Bu§ 2 hatte Frhr. v. 3edlitz- Neukirch den daß das nächste Budget ein sehr großes Defizit aufweisen werde, neue Steuern bewilligt würden, und ber genug, daß er nach einem furzen, leise geführten Brie Antrag gestellt,§ 2 folgendermaßen zu faffen: Die Einrichtung, wenn nicht gespräch mit Grams den Buchdrucker aufforderte, sich abends Unterhaltung und Verwaltung der Verpflegungsstationen ist Ministerpräsident Ribot stellt fogar binnen weniger Monate cin Sache der Provinz( Kommunalverband). Die Provinzen( Kom An Iehen von anderthalb Milliarden, das heißt am Stammtisch der„ Silbernen Ente" einzufinden. munalverbände) fönnen nach Maßgabe näherer Vereinbarung anderthalbtausend Millionen in Aussicht. Nun Sie brauchen nichts zu fürchten," meinte Fisch ge- diese Aufgaben auf diese Weise übertragen. Kreise, in denen unsere Lefer sind durch die Briefe unferes Gallus über die heimnisvoll beim Abschied wir werden dafür sorgen, noch 6 Berpflegungsstationen errichtet sind, können vom Finanzlage Frankreichs unterrichtet. Die Bourgeois- Republik treibt daß wir unter uns find." ( Fortsetzung folgt.) Provinzial- Landtage zu einer Vorausleistung bis zu höchstens ebenso sicher in den Staatsbankrott, wie im vorigen Jahrhundert die 99 abfolute feudal Monarchie. Und der Staatsbankrott ist diesmal der Bankrott der bürgerlichen Gesellschaft. Die revolutionäre Propaganda in Rußland. Ein, vom Junter den beiden Brüdern Maceo kämpfenden Aufständischen. westeuropäischen Standpunkt aus betrachtet, recht eigenthümlicher Die vereinigten Aufständischen hatten 47 Todte und zahlreiche Verwundete. Von den Truppen der Regierung fiel OberstlieutéDer französische Ministerpräsident und die sozia Prozeß, spielte fich in Odessa ab. Tistische Kammergruppe. Man schreibt uns aus Paris Mann namens Ilschewitsch, Musiker bei dem Kosaten- Regiment Gegen Ende des Monats Dezember 1894 verließ ein junger nant Bosch, mehrere Mann erlitten Verwundungen. Nach in Madrid eingegangenen amtlichen Depeschen aus unterm 14. Mai: Es freißte der Berg und gebar eine Maus. Nr. 8, die Kaserne, um eine ihm bekannte Dame zu besuchen. Kuba über den Kampf bei Jovita, 10 Kilometer von Guantanamo, So könnte man mit bezug auf die Rede sagen, die Minister- Er wurde von ihr freundschaftlich empfangen, stahl ihr aber eine hat derfelbe von fünf Uhr morgens bis drei Uhr nachmittags ge= präsident Ribot am jüngsten Sonnabend bei einem Bankett vom Taschenuhr und kehrte darauf in die Kaserne zurück. Den folgenden dauert. Von den Regierungstruppen fielen Oberfilieutenant Bosch, Stapel gelaffen und die um so unbedeutender erscheint, als er schon wochenlang vorher antündigen ließ, daß er daselbst eine Tag entfernte er sich wieder, um eine andere Dame zu besuchen, ein Hauptmann, zwei Lieutenants und 11 Mann, 31 Mann welcher er eine Wanduhr stahl. Diesmal aber fehrte er, wurden verwundet. Dem Vernehmen nach sind von den Auf" große Rede" halten werde. Nichts von einem neuen Gesichts- fürchtend, daß man ihn verfolge, nicht in die Kaserne zurück, ständischen die Häuptlinge Tudela und Maceito getödtet und punkte, nichts, was nicht unzählige Male vor ihm gesagt worden wäre, nichts, was nicht der erste beste Deschanel mindestens Lage war eine der denkbar unangenehmsten. Ein nicht vorher ständischen sollen sich zurückgezogen haben. wäre, nichts, was nicht der erste beste Deschanel mindestens fondern ging in die Stadt und suchte sich zu verbergen. Seine Periquito, Perez und Cartagena verwundet worden. Die Aufebenso gut hätte vorbringen können." Und wenn der glattage gestriegelte Deschanel dieselbe Rede hätte halten können, wie der gesehener Umstand rettete ihn. Am Eingange eines Café- Restaurants begegnete er zwei ihm zu trinken. Parteinachrichten. Lockige Ribot, dann versteht es sich von selbst, daß die Rede nicht völlig unbekannten Arbeitern die ihn einluden, Thee mit ihnen ohne Ausfälle gegen die sozialistischen Abgeordneten abgehen tonnte. In der That sprach er von ihrer ebenso leeren wie geEr nahm es an. Sie traten darauf zusammen in das Sächsische Landtagskandidaturen. Für den 2. und fährlichen Rhetorit" und fragte sich, welche Projekte praktischer Restaurant ein, wo sie noch mehrere Arbeiter fanden, die auch 4. städtischen Wahlkreis find von einer Leipziger Parteiver Reformen ſte ſeit 18 Monaten gebracht haben und was sie zur Thee tranken und über Politik sprachen. Sobald fie den jungen ſammlung wieder die Parteigenoffen Paul se lemann und Werbefferung der Lage der Niedrigen gethan haben. Ja, fügte Mann in Uniform sahen, wandten sie sich an ihn und versuchten Kar I Binkau als Kandidaten aufgestellt worden. Lekterer er dem bei, welche praktischen und realisirbaren Reformen haben sie gebracht? An welcher Diskussion, die das Glend vermindern ihm zu beweisen, daß die Soldaten nicht auf das Bolt schießen gehörte bekanntlich dem Landtag schon an. In Dresden ist für den Bezirk Johannstadt der Buchdürften, daß vielmehr die Ehre und die Liebe zum Vaterland und den Reichthum und Wohlstand dieses Landes vermehren fönnte, haben sie theilgenommen? Ich habe das Recht, sie das zu fragen." Und weiter:„ Wir haben das Recht, diejenigen, die sich zu Richtern der Regierung ihres Landes aufwerfen, zu fragen, was fie gethan haben, was sie im Kopf und Herzen haben. Nun, die sozialistische Kammergruppe wird ihm die Antwort nicht schuldig bleiben, ja hat sie ihm zum theil schon darauf gegeben, daß sie ihm in einem Schreiben anzeigte, sie werde ihn über seine Rede sowohl vom Gesichtspunkte der inneren wie der äußeren Politit interpelliren. Bezugnehmend auf die angeführten Stellen heißt es in diesem Schreiben:" Auf diese Don Ihnen gestellten, faft gebieterischen Fragen, auf diese Interpellation, die uns das Ministerium stellt, wie wenn die Sozialisten schon die Regierung wären, eilen wir, vor der Kammer, wie vor dem ganzen Lande die Antwort zu geben. Sie werden zwar vorgeben, wie Sie es schon in Bordeaux gethan, daß wir unfähig sind, etwas anderes als Phrasen zu bringen. Wir im Gegentheil behaupten, daß wir schon sehr genau bestimmte Anträge gestellt und unterstützt haben, und wir wollen ein festes Programm praktischer Reformen formuliren, die, wenn sie von den Regierenden unterstützt und von den Majoritäten angenommen würden, der unausweichlichen sozialen Revolution die Gestalt einer friedlichen und regelmäßigen Evolution geben würden." Wenn nun Herrn Ribot dieſe von ihm provozirte Interpellation unangenehm wird, darf er sich nicht beklagen, denn tu l'as voulu, ne t'en plains pas! er gestellt. fie verpflichteten, ihre Waffen gegen die Regierung zu richten. Druckereibefizer Schönfeld und für den Bezirk Friedrichstadt Der Kosat spitzte die Ohren. Wie wollen Sie aber ohne Regierung der Ortstrantentassen Borsteher Julius Fräßdorf aut widerten die Arbeiter, wir haben aber die despotische Releben?" fragte er. Ohne Regierung wollen wir nicht leben," er gierung des Zaren satt. Wir wollen eine Republik wie in Deutsche Gefängnißzzustände. In Erfurt erlaubt der erfte Staatsanwalt Lorenz den sozialdemokratischen Redakteuren Frankreich."( Doch wohl nicht. Anm. des Verf.) geben, in denen unser Biel flar auseinandergefeßt ist." Wenn Sie das nicht verstehen, werden wir Ihnen Broschüren feine eigene Lektüre. Nur die Bibel und das„ Evangelische Sonntagsblatt" dürfen sie lesen. Weiter müssen sie, wie die Geben Sie mir, bitte, solche Broschüren," sagte der Rofat. wegen trimineller Vergehen Verurtheilten körperliche Arbeit ver"" Gehen Sie mit zu uns, verließen sie das Restaurant und begaben sich in das Lokal eines wird. So wurde der Redakteur Hülle mit dem Nähen von da können Sie welche haben." Darauf richten, wobei auf ihren Bildungsgang keine Rücksicht genommen Artel 3( Genossenschaft) der Maurer. Hier setzte man die Hosenträgerstrippen beschäftigt, während der Redakteur Gülden. militärischen Bekehrungsversuche fort. Der Soldat hört um so berg vorigen Sommer zuerst in der Zollstäbchen- Fabrik ihn von den Folgen seiner Diebstähle frei machen soll. Er schreibt In diesem Winter sollte Güldenberg wahrscheinlich ein neues ausgebildet" wurde. lieber, als er den Plan zu einer patriotischen" That gefaßt hat, die( Baracke), dann in der Korbmacherei an den Chef seines Regiments einen Brief, in dem er ihm sagt, Handwerk" lernen, denn die erste Zeit wurde er mit daß er ein sozialistisches Komplott entdeckt habe und nur des Binden von Blumenbouquets beschäftigt. Doch bei dieser Arbeit halb mehrere Tage nicht in die Kaserne gekommen sei, um die blieb er nicht lange, denn als seine Verseßung nach einem Fäden des Komplotts beffer aufdecken zu können. Der Regimentschef anderen Stockwerke erfolgte, bat er zur Schonung seiner Augen Die Gendarmen sind entzückt und glauben schon die Hand auf wurde ihm vom Inspektor gewährt. Aber auch bei der Korbzeigt diesen Brief dem Chef der politischen Polizei von Odessa um seine frühere Beschäftigung als Korbmacher". Diese Bitte Bomben legen zu können. macherei hatte Güldenberg start zu leiden und zwar Haufe von Gendarmen, Polizisten und Spizeln In einer schwarzen Januarnacht 1895 umftellt ein großer durch den Mangel an Licht in seiner Belle. an die drei Fenster der Einzelzellen sind nicht allein hundert Mann- das Haus des Artels der Maurer. Man unter- fichtigem Glafe versehen, sondern es befindet sich außerhalb wirft alles einer schonungslosen Durchsuchung, durchwühlt alles derselben noch eine gräulich- weiße fingerdicke Glasjalousie. Inund überall und sindet sozialistische Broschüren, aber kein folge dessen ist es im Winter meist nur von 10 Uhr vormittags Dynamit. Zwei Arbeiter, Troptime Konfchin und Paul Anitanoff bis 3 Uhr nachmittags einigermaßen hell in der Zelle. Der werden verhaftet, und die Untersuchung beginnt. Redakteur Güldenberg mußte wegen Augenleidens bald nach seiner Entlassung ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, und da wurde ihm denn erklärt, daß der Aufenthalt im Gefängniß Einwirkung auf sein Augenlicht gehabt habe. In Odessa ist man über die Milde des Urtheils sehr erstaunt. Vergleichweise ist es, obgleich ungefeglich, doch thatsächlich milde. Die Regierung scheint die Arbeiter nicht reizen zu wollen. Was nun den Dieb Jlschewitsch anbelangt, so ist er in den Dienst der politischen Polizei getreten. Es versteht sich von selbst, daß man ihn wegen seiner Diebstähle nicht beunruhigte; was aus den gestohlenen Uhren geworden ist, wiffen wir nicht. " Die mit undurch= Die üble Behandlung der politischen Gefangenen in Deutschland zeigt, wie tief das deutsche Reich noch hinter anderen alle mögliche Rücksicht gewidmet, im Deutschen Reiche behandelt man ihn nicht viel besser als einen Straßenräuber. Die abermalige Betheiligung an der Bezirtstags. 23 ahl im Nordtanton Straßburg i. E., über die in Nr. 108 des Vorwärts" ein Parteigenosse seinen Tabel geäußert hatte, wird in einer Buschrift des Parteigenossen B. Böhle in Straßburg wie folgt begründet: Crispi's Echandthaten in Porto Ercole.( Il plico Santoro.) Als Anarchisten waren auf den Meldezetteln sehr zahlreiche junge Leute geftempelt, die gar nicht fagen fonnten, was Anarchismus ist, oder nie das Wort gehört hatten, so ganze Die zwei Angeklagten bekennen sich nicht für schuldig, sie er Schaaren Taglöhner und Landarbeiter aus der Romagna, die flären dies trop des Zeugnisses des Kosaken. Was die soziavom Sumpffieber zerfressen aus den Gruben, wo sie gearbeitet listischen Broschüren anbelange, so hätten sie dieselben von einem hatten, direkt in Ketten gelegt und hergefchickt wurden, darunter unbekannten Mann erhalten. Die Polizei spottet über diese auch ein Einbeiniger, namens Bandoni, ein Halb- Idiot, namens Aussage und läßt eine Menge Zeugen kommen. Alle, die Santarelli. Ich erinnere mich, schreibt Santoro, wie drei der Konschin und Anikanoff näher oder auch nur entfernt Ländern zurücksteht. Anderswo wird dem politischen Gefangenen als Anarchisten gestempelten Antömmlinge schon in der zweiten fennen, passiren Revue vor dem geheimnißvollen GerichtsNacht wahnsinnig wurden und fortgeschafft werden mußten. hof der politischen Polizei. Aber niemand sagt gegen Die sogenannten Anarchisten famen auch äußerlich in sie aus. Die Zeugen, meistens Arbeiter, geben zu Protokoll, daß schrecklichem Zustande an, viele waren monatelang in Unter- Die Angeklagten niemals gegen die Regierung gesprochen und daß suchungsgefängnissen gehalten worden, sie hatten feine Schuhe sie niemals irgend jemand revolutionäre Broschüren gegeben mehr, keine ordentlichen Beinkleider. Ich schrieb wiederholt nach hätten. Rom um Sendung von Schuhen, Hemden und Kleidern. Mein Der Fall, welcher für die Odessaer Polizei so glänzend" zu legter dringender Brief dieses Inhaltes war vom 7. Februar d. J. sein schien, war vollständig zusammengebrochen. ( der Brief trug die Nummer 235), und als ich wieder keine Nach russischem Gefeß wird jeder, welcher verbotene Bücher Uns Straßburger Genossen war es nach der letzten Reichs Antwort betam, telegraphirte ich am 23. Februar. Aber alles oder Broschüren besigt, mit 2 bis 3 Wochen Gefängniß bestraft. Und tags- Wahl klar, daß wir in Zukunft alle Kräfte aufbieten war vergebens. Da ich mir nicht anders zu helfen wußte, beschloß da der Besiz solcher Broschüren das einzige Verbrechen war, welches müßten, um das zu erhalten, was wir errungen haben. Wir ich Crispi selbst in Rom aufzusuchen, ich sandte ihm am 4. März Konschin und Anitanoff zur Last gelegt werden konnte, so hätten haben hier nicht etwa eine Wählerschaft, die über ihre Intereine chiffrirte Depesche und bat ihn um eine Audienz. Gr ant fie nach ungefähr 20 Tagen aus dem Gefängniß entlassen werden efsen tlar ist, sondern einen großen Haufen, der nicht recht weiß, wortete mir telegraphisch, mich den folgenden Tag bei ihm ein- müssen. In Rußland aber denkt das Gefeß und die Polizei was er will; dabei ist uns jede Agitation außer den Wahlzeiten zufinden. Er börte ruhig alle meine Schilderungen an und lenkt. In seinen Schlußworten bestand der Staatsanwalt auf fast gänglich unmöglich gemacht. Sobald wir ein Lokal zu öffent versprach mir schließlich zum Geburtstage des Königs Humberto Berschärfung der Strafe. lichen Versammlungen haben, kommt die Polizei und verbietet ( am 14. März) 19 Anarchisten aus Porto Ercole zu be" Man kann diesen Leuten nicht trauen", sagte er, fie die Versammlungen aus baupolizeilichen" Rücksichten. Die gnabigen. Er lenkte darauf das Gespräch auf den Attentäter Lega scheinen mir fähig zu sein, ihre verbrecherische Handlung in Wahlzeiten müssen wir deshalb zur Agitation ausuüßen, umſound gab seinem Unwillen den stärksten Ausdruck, daß es fo Bukunft fortzusetzen. Als arme Arbeiter, einfache Männer mehr, da unter einem großen Theil der hiesigen Arbeiter noch die vielen Anarchisten gelungen sei, ins Ausland zu fliehen, die von den intereffiren sie sich für politische und soziale Fragen, was Leuten Ansicht herrscht, die sog. freisinnige, Bürger- Zeitung" vertrete unserer Bwangsgefeßen nicht erreicht werden können. Das Versprechen der ihrer Klaffe gar nicht zukommt( sic!). Man darf nie ver- Standpunkt. Es ist klar, daß diese Auffassung zu nichte gemacht Begnadigung zum Geburtstag wurde mir auf Ehrenwort von gessen, daß ihre Art zu denten revolutionär ist." Der werden muß, und das tönnen wir eben nur durch Flugblätter Crispi gegeben, aber die Begnadigung erfolgte biebere Mann war aus diesen Gründen ber An- thun, weshalb die 60 M., die uns der zweite Wahlgang gekostet nicht. Aus dieser Ursache brach in Porto Ercole der bekannte ficht, daß man auf dem Verwaltungswege Konschin hat, nicht zum Fenster hinaus geworfen waren. Für uns ist die Tumult aus, der so viel von sich reden machte. Ich wurde ab- und Anikanoff, jeden zu drei Monaten Gefängniß und sogenannte freifinnige Partei genau so viel werth, wie die Res gefeßt und nach Rom berufen und an meine Stelle tam der einem Jahr Polizeiaufsicht verurtheilen müsse. Und die Gründe gierungs- und klerikale Partei; wir bekämpfen fie alle drei bis Inspektor Bajotti, der gegenwärtige Direktor von Porto Ercole. waren ausschlaggebeno. auf's äußerste. Die sogenannte freisinnige Partei hält die gleiche In dieser Zeit war es, daß ich mich zuerst in einer UnterTattik wie die übrigen Parteien inne; ihre Versammlungen redung an Sie, Herr Cavallotti, mit meinen Klagen wandte. werden auch hinter verschloffenen Thüren abgehalten und erdreistet Crispi erfuhr durch seine Spione sofort davon; sich ein Sozialdemokrat hineinzugehen, so wird er ganz einfach ließ mich sogleich zu fich kommen und als ich meine an die frische Luft gefeßt. Gelegentlich der Reichstagswahl im Erklärung italienisch begann, fuhr er mich mit den Worten an: Wahlkreis Erstein Molsheim schrieb die sogenannte freisinnige Va' dicienno, calavrise!"( 3u deutsch wörtlich:" Sprich Bürger- Beitung": Wir haben keine Ursache die Sozialdemokratie Calabrefisch", das heißt: Sprich unsere fizilianische Gauner zu unterstügen, wir bekämpfen sie. Und vor noch nicht allzu Sprache! Ich hielt ihm dann das nicht gehaltene Ehrenwort langer Zeit schrieb dasselbe Blatt, es sei in Deutschland traurig Versprechen der Begnadigung, vor. Und, benken Sie, er bestellt, sonit tönnten im Reichstage nicht fleine Winkelkrämer Ieugnete rundweg, ein solches Wort mir am 5. März gegeben zu und sozialistische Schiffstöche vorhanden sein. Weiter: Bei den haben. Wörtlich erwiderte er mir:« Non è vero che vai Ostasien. Nach einer Depesche aus Washington nationalliberalen Dr. Petri eingetreten, und bei der Reichstagswahl legten Reichstagswahlen ist der freisinnige Bürgerverein für den fottendo!"( Dies letzte ist ein gemeines Wort, im Deutschen hat die japanische Regierung der Vereinigten Staaten im Nordkanton fchloffen die Herren ein Bündniß mit den Klerikalen. nicht wiederzugeben.) Wir trennten uns in vollem Zorn und ich erklärte ihm sofort offen, daß ich alles veröffentlichen würde. Regierung die Beilegung der Differenzen mit Da hätte es gewiß nicht schön ausgesehen, wenn die SozialRußland angezeigt. Die russische Diplomatie scheint demokratie im Bunde als dritte erschienen wäre. Durch unsere Das Plico Santoro, das Cavalotti gegen Crispi ge also den Rückzug angetreten zu haben. In übrigen meldet Taktik nun wird erstens die klerikale Partei aufgerieben, wofür schleudert, macht das ungeheuerste Aufsehen. Es sind in dem ein Telegramm aus Tientsin( China) vom heutigen Tag: die Wahl im Nordkanton der beste Beweis ist. Betrachten wir felben auch politische Attenstücke infamster Art darin, die Frank reich und Desterreich angehen. Crispi hat von Frankreich die Sweitens ist unsere Zaftit darauf berechnet, eine feste Partei zu Die chinesischen Truppen in Schan- hai- Kwan find in offenem den Vorort Ruprechtsau: Früher war er die Hochburg der Auslieferung des Santoro, der in Paris weilt, wegen Diebstahls Aufruhr. Die Stadt wird geplündert; die Einwohner Klerikalen, heute ist er die Hochburg der Sozialdemokratie. fliehen. öffentlicher Staatsakten kategorisch verlangt. Heute veröffentlichen viele bürgerlichen Zeitungen Artikel mit der Ueberschrift: Das kann nicht wundern. Der letzte Krieg hat gezeigt, schaffen; dazu ist nöthig, daß die Arbeiter den Unterschied zwischen " Freisinn" und Sozialdemokratie fennen lernen. Haben wir erst " Va' dicienno Calavrise!"( Sprich die Gaunersprache) daß die chinesischen Soldaten den eigenen Landsleuten ges eine fest geschlossene Partei, so können wir auch auf weitere und heben hervor, wie der herrschende Staatsmann des Landes fährlicher sind als den Feinden. Siege hoffen. Die sogenannte freisinnige Bürger- 8tg.", sowie deren und vielmals öffentlich erklärte Busenfreund des Königs Die Lage in Cuba. Nachdem die spanische Regierung Partei dagegen gehen darauf aus, die hiesige sozials Humberto mit den hohen Beamten des Landes in der Sprache fich seit Monaten alle erdenkliche Mühe gegeben hatte, den Auf demokratische Partei zu zersprengen; jede Kleinigkeit, die der abgefeimten Verbrecher und Bordellinfassen verkehrt. stand als eine Bagatelle und den baldigen Sieg der Regierungs bei uns paffirt, wird mächtig aufgebauscht; wenn es aus Gegen Cavalotti foll in Rom ein Verleumdungsprozeß erhoben truppen als etwas Eelbstverständliches hinzustellen, wird jetzt Lügen und Verleumden geht, dann sieht bie ,, Bürger- 8tg." oben an. werden, den dieser in einer Buschrift an die Tribuna" hoch auf einmal der Ernst der Lage zwar nicht direkt, aber indirett Mit unseren Gegnern haben wir also durchweg nichts gemein. willkommen heißt. Als am 14. d. M. Enrico Ferri im Theater zugegeben durch die amtlichen Nachrichten, daß neue Ver- Wir gehen unfere eigenen Wege; wer für uns stimmen will, ist von San Benedetto vor einer Versammlung, von 2000 Personen stärtungen, darunter 1500 Mann Kavallerie, nach Cuba geschickt uns willkommen. Der hiesigen Regierung endlich wollen wir feine sozialistische Wahlrede hielt und dabei seiner Freundschaft werden. Die Aufständischen, die viel Reiterei haben, müssen in tein Buckerbrot verabreichen und Zuckerbrot wäre der somit dem Dichter Cavalotti erwähnte, brachten alle Anwesenden letzter Beit bedeutende Grfolge gehabt, und Marschall Martinez genannte" freifinnige" Kandidat gewesen sondern Sauerampfer. diesem kühnen Bekämpfer des Verbrechers, der in der Herrschaft Gampos muß seine Streitkräfte für ungenügend erkannt haben, Drei Viertel der hiesigen Genossen billigen diese Taftit, ein sigt, eine stürmische Ovation dar. Von der Beilage des Secolo" sonst wäre dieser Entschluß der spanischen Regierung un- Viertel nicht. Im übrigen find die Straßburger Genossen die werden neue Auflagen gedruckt, die vielfach vom Auslande ver- erklärlich. letzten, die sich von einer Person leithammeln ließen. langt werden. Auch dem„ Secolo" will Crispi wegen der Wir sagten gleich zu Anfang, das Schicksal des cubanischen Beröffentlichung der Aftenstücke einen Prozeß machen. Aufstandes hänge von der Haltung der Vereinigten In Griechenland ist die jüngste Wahlbewegung nicht ohne Die Auflösung des englischen Parlaments steht jetzt in Staaten ab. Ist nun auch die Regierung in Washington Nußen für den Sozialismus geblieben infojern, als der Ausgang Kürze bevor. Durch Erfahwahlen ist die ohnehin kleine Redes Kongresses- die Anerkennung der Aufständischen als krieg didaten in die Kammer zu entfenden, zu der Ueberzeugung ge dem Verlangen des Repräsentantenhauses, des Volkshauses, der Wahl, bei der es noch nicht glückte, einen sozialistischen Kantitativ auch der bescheidensten Anforderung nicht genügt, qualitativ führende Macht zu erwirken, noch nicht nachgekommen, so unter führt hat, daß die jetzt noch zersplitterten sozialistischen Glemente aber ganz unbrauchbar ist. Innerhalb der liberalen Partei selbst liegt es doch keinem Zweifel, daß die Ausständischen aus den Griechenlands planvoll organisirt werden müssen, wenn positive brängt man jetzt zur Auflösung in der ganz richtigen Ueber- Bereinigten Staaten materielle Unterſtüßung in reichem Maße Erfolge erreicht werden sollen. Zu diesem Zwecke ist in Athen zeugung, daß die Wahlaussichten der Regierung, die sich mehr erhalten und daß die öffentliche Meinung in den Vereinigten ein Verband errichtet worden, der den Namen und mehr diskreditirt, je länger mit der Auflösung gewartet Staaten ihnen immer günstiger wird. Spricht der Kongreß der führt und eine eigene Zeitung herausgiebt, die denselben Namen wird, desto schlimmer werden. Da wird der arme Rosebery wohl Bereinigten Staaten zum zweiten Wale, so fällt die Perle trägt. Der Verband erhebt von seinen Mitgliedern 25 Lepta bald in den fauren Apfel zu beißen haben. der Antillen aus der spanischen Krone. ( 20 Pf) wöchentliche Steuer und hält aller 14 Tage eine Sitzung Jetzt werden aus Cuba wieder Sieges Nachrichten von ab. Das Programm der neuen Organisation enthält Die Streitfrage Englands mit Nicaragua ist gelöst. der spanischen Regierung verbreitet. Doch sollen die spanischen folgende Punkte: 1. Die menschliche Gesellschaft muß auf der Die von England geforderte und von Nicaragua zu leistende Truppen erhebliche Verluste erlitten haben. Nach einem Liebe begründet fein. 2. Damit sie auf der Liebe begründet wird, Entschädigung wurde am Donnerstag in London an die englische amtlichen Telegramm aus Havanna schlugen die Regierungs- muß der menschliche Konturrenzkampf aufhören. 3. Damit dieser Regierung gezahlt. truppen in der Umgebung von Guantanamo die Banden Kampf aufhört, müssen alle das gleiche Interesse haben. 4. Damit Zum Schluß müssen wir noch sagen, daß es von Ronschin und Anitanoff sehr unflug war, sich mit dem ersten besten Soldaten einzulassen. Kosmos" Ertner alle bas gleiche Jutereffe haben und damit die allgemeine und die Arbeit eingeftellt. Die Streitursache ist folgende: Seit dem vorgetragene, von der erften Instanz festgestellte Thatbestand deckt allseitige Liebe in Herrschaft tritt, aus der allein der Fortschritt 1. Mai d. J. erhalten die Zementbrenner der Breitenburger sich vollkommen mit den eigenen Angaben der Angeklagten, zu erwarten ist, muß 5. die Herrschaft des Kapitals aufgehoben Fabrik pro. Zag 3,25 M. und freies Trinken, während die reiche welche sich aber vom Gerichtshofe die Erlaubniß erbittet, auch werden. 6. Damit die Herrschaft des Rapitals beseitigt wird, muß Firma Lyon u. Alsen nur 3 M. ohne Trinken zahlt. Infolge die Motive ihrer Handlungen vortragen zu dürfen, was ihr gealles Privateigenthum, überhaupt alle Reichthum erzeugenden Mittel, der unbeschreiblichen Hitze an den Patentöfen müssen die Ar- stattet wird. Danach ist der Thatbestand folgender: Staatsder Erdboden, alles, was auf und unter dem Erdboden ist, zum beiter 50 Pf. bis 1 M. täglich allein für Braunbier verbrauchen. anwalt Dr. Eckert mußte sich eines unheilbaren Leidens halber Gesammteigenthum aller Mitglieder der Gesellschaft erklärt werden. Mit dem verbleibenden Rest sollen fie ihre Familie ernähren. Da pensioniren lassen und zog sich mit seiner Gattin und Pension 7. Damit diese neue Gesellschaftsordnung auf den Trümmern der dies unmöglich ist, so wurde die Tagschicht vorstellig und verlangte seiner zurück. Nach der Be Rapitalherrschaft errichtet und begründet werde, muß sie die gleichen Lohn mit den Breitenburger Brennern und weitere Lohn- hauptung der Angeklagten soll ihr Mann sehr bald zu Bürgschaft übernehmen, daß jede Person ihren gesicherten Lebens- erhöhung, sofern auf anderen Fabriken mehr als 3,25 M. und der Ueberzeugung gekommen sein und sie habe diese unterhalt, Kleidung und Obdach erhält, daß sie jedes Kind, das freies Trinken gewährt werde. Die Nachtschicht erklärte sich mit Ueberzeugung theilen müffen daß der Herr v. Busse in die Welt kommt, annehmen, nähren, aufziehen und unter der Tagschicht solidarisch, und da man nicht glaubte, bewilligen fein geeigneter Umgang für sie sei. Das scheine Herrn v. B. richten will. 8. Sie muß die Bürgschaft leisten, daß die Freiheit zu können, zogen sämmtliche Brenner ab. Am 15. Mai wurde verdroffen zu haben und von Stunde an hätte der Amtsvorsteher der Person, des Wortes und des Gewissens unverletzlich ist. ihnen der Bescheid, daß die Hamburger Verwaltung die Be- fie und ihren Gatten chikanirt. Wie das in der guten Gefell9. Daß sie jegliche Körperstraße aufheben wird. 10. Daß sie an willigung der Forderungen telegraphisch abgelehnt habe. Die schaft üblich sei, hätten sie beide stolz über alle die Kleinlichkeiten ftelle von Krankenhäusern Gesundheitshäuser errichten, den Defen rauchen, aber sie sind festgebrannt, weil die Bedienung hinweggesehen. Ihr Gatte habe sich stets mit Selbstmordgedanken Menschen statt Almosen Rechte gewähren und anstatt Lüge die fehlt. Viele Arbeiter feiern, weil sie nicht weiter arbeiten können. getragen, nur aus Rücksicht auf sie habe er die That immer Wahrheit lehren will. Als Entgelt dafür wird jede Person, Die Ausständigen erlassen folgenden Aufruf: Arbeiter! Partei- wieder hinausgeschoben, am 26. September v. J. habe er aber gleichsam als einen Baustein zu diesem Bauwerke, ihre persön- genossen! Helft den Streifenden ihr Loos erleichtern, bedenkt, doch seine düsteren Andeutungen wahr gemacht, der Gatte liche und freiwillige Arbeitsleistung nach ihrer Neigung und Be- daß fast alle Brenner verheirathet und Familienväter find, bedenkt, vergiftete sich zuerst und erschoß sich darauf. Schon am fähigung thun, welche Arbeitsleistung sich zu jener Umficht auf daß ein weiterer großer Theil von Arbeitern gezwungen ist, mit Tage darauf habe sie erfahren, daß der Amtsvorsteher fchwingt, die die ganze Gesellschaftsordnung leitet, deren Haupt- aufeiern. Unterstützungsgelder bitten wir an Wilhelm Sieben- selbst dafür Sorge trug, daß die Todesursache nicht geheim sächliches und grundlegendes Fundament sie sein muß." haar- Rethwisch bei Lägerdorf in Holstein, Briefe an Arthur blieb, indem er es den Leuten auf der Straße zurief:„ Dr. Eckert Nach unserer Ansicht trägt dieses Programm etwas start das v. Schubert bei Erdmann, Rethwisch, zu senden. Zuzug ist streng hat sich vergiftet und erschossen, so weit hat ihn die Frau ge= Gepräge des Gefühlssozialismus. Diese Erkenntniß wird aber fernzuhalten. trieben!" Sie habe sich darauf zum Amtsbureau begeben und den griechischen Parteigenossen bei längerem praktischem Studium der sozialen Frage wohl ganz von selbst kommen. Buzug ist fernzuhalten von Porzellanarbeitern sich bei Herrn v. Busse melden lassen; sie sei nach dessen Sprechnach Altwasser( Tielsch u. Ko.), Albersweiler, Berlin( Maler), immer geführt werden, doch habe Herr v. B. sofort seinen Amtssekretär hinzugerufen. Sie habe nun gefragt:" Herr AmtsFrankfurt a. O.( Th. Paetsch), Vegesack. Von Tischlern nach vorsteher, hatten Sie amtlich an der Leiche meines Mannes zu Amsterdam, Konstanz und Bern in der Schweiz( Firma Marzili); thun" Ja!" hätte er erwidert, worauf sie weiter fragte: " Hat Ihnen jemand aus von Bildhauern und Kehlern nach Lauterberg( Hilleunserem Haufe die mächtigung gegeben, die Todesursache meines Gatten, Ans Waldenburg( Schlesien) berichtet die Leipziger die amtlich zu Ihrer Kenntniß gelangt war, auf Volkszeitung": Nachdem die Forderungen der ausständigen Straße auszuschreien?"-, Darüber habe ich Ihnen keine Porzellanarbeiter abgelehnt worden sind, haben drei Auskunft zu geben!" habe die Antwort gelautet. Darauf hundert Arbeiter die Stadt verlassen. habe sie die mitgebrachte Reitpeitsche aus der Papierhülle ge 80gen, dieselbe vor das Gesicht des Amtsvorstehers gehalten und gesagt:" Hüten Sie sich, so rächt sich eine in ihrer Ehre beleidigte Frau!" Der Amtsvorsteher sei ängstlich auf seinen Sessel gefallen und habe zwei kleine Schreiberjünglinge zu Hilfe gerufen mit den Worten:„ Zu Hilfe, meine Herren, Sie sehen, ich werde bedroht!" und zu ihr selbst habe er nur geschrien: * Todtenliste der Partei." Im Dresdener Vorort Striesen ist der Steinmetz Gustav Scheinpflug, der vor und unter demi Sozialistengesetz mit größter Aufopferung für unsere Partei gewirkt hat, aus dem Leben geschieden. in * " geift). Die aus Er= der der Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wegen Majestätsbeleidigung wurde in Breslau der Redakteur der„ Volkswacht", Emil Neukirch, zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Mißlungene Anklagen. Der Redakteur Hülle Ju Dresden- Löbtau haben auf dem Neubau von Döhmer aus Erfurt sollte durch eine in der Apoldaer" Freien Presse" in der Nostizstraße 28 Maurer die Arbeit niedergelegt. Sie veröffentlichte Schilderung eines Transports der Weimarer verlangen 40 Pf. Stundenlohn und zehnflündige Arbeitszeit. Sanitätskolonne vom Rothen Kreuz diese Korporation wissentlich Auf mehreren anderen Bauten wurden die Forderungen bereits beleidigt haben, obwohl er die ihm von dieser zugesandte Be- bewilligt. richtigung anstandslos aufgenommen hatte. Da er nach- Ein Gewerkschaftskartell haben auch die Arbeiter Naum. Hinaus, hinaus aus dem Zimmer!" Sie sei auf der weisen fonnte, daß er bei der Veröffentlichung alle burgs errichtet. Stelle gegangen, habe aber dabei gefagt: Hüten Sie gefeßlich geforderte Sorgfalt beobachtet hatte, beantragte fich, wenn wir uns einmal allein begegnen!" Auf der der Verhandlung Ju Nürnberg find außer den Maurern und Steinhauern Schwelle habe sie sich noch einmal umgedreht und ihm zugerufen: vor dem Weimarer Landgericht der Staatsanwalt selbst die Freisprechung, worauf der auch die Zimmerer in den Ausstand getreten. " Sie glauben wohl, daß Sie es mit mir so machen können, wie Gerichtshof denn auch erkannte. Damit ist die letzte Anklage er ständigen Töpfer der Firma Kittler u. Ko. sind sämmtlich mit den Akten Raschte!", womit sie habe auf die Thatsache an anderweit untergebracht, weshalb der Streit für beendet erklärt ledigt, die gegen Hülle schwebte, und er wird nun endlich am wurde. Zuzug soll jedoch noch streng ferngehalten werden, bis Spielen wollen, daß Herr v. Busse aus den Atten des im Orte 2. wohnhaften Landwirths und Polizeilieutenants a. D. Raschke findet, zu seinem Weib und seinen Freunden zurückkehren können. die Firma nachgegeben hat. die unerheblichen Vorstrafen an Zivilpersonen ausgeplaudert In Würzburg sollten die Redakteure der Unterfränkischen Selbst einige fächsische Gerichte haben nicht vermocht, habe. Soweit die Darstellung der Angeklagten. Die An Bolfstribüne", Albrecht Fülle und Albert Galen, sowie das von den Polizeibehörden gegen den Textilarbeiters flage hat ursprünglich auch auf Hausfriedensbruch gelautet, in der Packer Johann Fersch den Magistrat beleidigt haben. Das Berband beliebte Berfahren der Auflösung seiner nach An- diesem Punkte hatte das Schöffengericht jedoch auf Freisprechung Landgericht ſetzte sie außer Verfolgung und legte die Kosten der sicht der Polizei vorhanden gewesenen Verwaltungsstellen" zu erkannt. Zu der gestrigen Verhandlung war amtlich nur der Staatstaffe auf. In Halle a. S. hatte der Rechtsanwalt Suchsland billigen, die thatsächlich fast immer nur in einem Vertrauens- Amtssekretär Müller geladen, welcher nicht allein den beleidigenden im Auftrage des dortigen Dienstvermittelungs- Bureaus für länd- manu bestanden. Nur für einen Theil der Ortschaften, wo der Juhalt des Gesprächs zwischen Frau Dr. Eckert und seinem Chef liches Gesinde Klage gegen den Redakteur des Boltsblatts", Amtshauptmann Rumpelt aus Chemnitz Rahlstellen des Ver- bekundete, sondern auch die Sache so darzustellen versuchte, als Schneckenburger, angefirengt, weil dieser eine von ihm bandes„ aufgelöst" hatte, vermochten die Gerichte solche fest- ob ein Hausfriedensbruch vorliege, womit er sich aber mit seiner eingesandte Berichtigung nicht aufgenommen hatte. Das zustellen". Nachdem bei den schöffengerichtlichen Urtheilen meist Aussage vor dem Schöffengericht in direkten Widerspruch sezte. Schöffengericht erkannte auf Freisprechung, u. a. deswegen, weil Berurtheilungen eingetreten waren, ist vor den Straffammern zu Der Bertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Jvers, hatte nun aber einen die Berichtigung Beleidigung mehrerer Knechte, also strafbares Chemnitz und Zwickau eine etwas günstigere Auffassung Beugen, den früheren Kaffenrevisor Jacoby, laden lassen, mit enthielt. Endlich wurden vom Harburger Schöffengericht zum wollte, daß Durchbruch gekommen, und das Oberlandesgericht dessen Hilfe Frau Dr. Eckert beweisen wollte, die Parteigenossen Müller, Dörge, Hirschfeld, zu Dresden ist der Auffassung der Straffammer zu Amtsvorsteher selbst den Bericht über den Selbstmord ihres Thiel, Kauffmann und Martens freigesprochen, Chemnitz beigetreten, die sich mit derjenigen der Zwickauer Gatten für die Alt- Landsberger Zeitung" veranlaßt, und die nach der Ansicht Des Amtsanwalts fich das Strafkammer im ganzen deckt. Danach ist der Textil- entweder diktirt oder doch inspirirt habe. Dieser Beweis gelang. durch straffällig gemacht haben sollten, daß sie eine arbeiterverband zwar als politischer" Verein anzusehen, und Amtssekretär Müller gab zwar zu, die zu seiner amtlichen Kennt für Kinder veranstaltete Weihnachtsbescheerung nicht an ihm also die Gliederung in Zweigvereine verboten, die Bahl- niß gelangenden wichtigen Vorkommnisse an verschiedene Blätter gemeldet hatten, obwohl in dieser Versammlung" öffentliche stellen aber feien als solche Zweigvereine zu betrachten. Die gegen Entgelt zu berichten, aber speziell diesen Fall wollte Angelegenheiten erörtert worden wären. Das Gericht stellte fest, Merkmale eines Zweigvereines feien aber nicht schon darin zu er nicht berichtet haben. Die Bekundungen des Zeugen Jacoby daß der öffentliche Charakter, den die Versammlung" gehabt finden, daß für die örtliche Niederlassung des Verbandes ein Ber- frischten jedoch sein Gedächtniß so weit auf, daß er sich sogar zu haben solle, nicht erwiesen sei. trauensmann zur Einsammlung der Beiträge, Entgegennahme von erinnern vermochte, daß er den Bericht dem Amts. Ueber die Beschlagnahme der Maifest 3eitung in Anmeldungen, Ausgabe der Verbandssagungen, Führung des vorsteher vorgelesen habe. Der Staatsanwalt ließ Frankfurt a. M, wird die dortige Straffammer am 29. Mai Schriftwechsels mit dem Verbandsvorstande besteht. Vielmehr den Hausfriedensbruch ebenfalls dahin gestellt sein, bezüglich verhandeln. fchließe eine solche Thätigkeit geradezu die Annahme eines Zweig der Beleidigung war er jedoch der Ansicht, daß dieselbe weit vereins aus, sobald der Vertrauensmann lediglich als Zwischen über die Wahrnehmung berechtigter Interessen hinausgehe und person, als Bevollmächtigte des Verbandsvorstandes handele. Es so schwer sei, daß mindestens auf hundert Mark Geldstrafe oder müsse, um einen Zweigverein feststellen zu fönnen, ein engerer 10 Tage Gefängniß erfaunt werden müsse. Der Vertheidiger Zusammenschluß der Mitglieder des Drtes unter einer Leitung, Dr. Ivers plädirte auf Freisprechung mit dem Hinweise, daß also eine felbständige Thätigkeit des Vertrauensmannes zu er die Angeklagte durch die jahrelange Pflege eines schwerleidenden fennen sein. Einen solchen engeren Zusammenschluß der Mit- Gatten hochgradig nervös geworden, durch das schreckliche Erglieder hat das Zwickauer Gericht. B. noch nicht darin eigniß ungemein aufgeregt, durch das mindestens eigenthümliche Ein Urtheil des Chemnizer Landgerichts, wonach die gesehen, daß die Mitglieder zur Wahl eines Vertrauens- Verhalten des Amtsvorstehers im höchsten Grade gereizt, Parteigenoffen Pollender aus Leipzig, Rosenow aus mannes zusammengekommen waren, während das Chemnizer in einen Zustand der Erregung gerathen sei, der ihre freie Chemnitz und Krahl aus Burgstädt Gefängnißstrafen verbüßen Gericht eine selbständige örtliche Thätigkeit darin fand, daß Willensbestimmung momentan ausschloß. Der Gerichtshof war müffen, ist jetzt rechtskräftig, da das Reichsgericht die Revision ein bestimmter Bruchtheil der Beiträge am Orte zur aber der Ansicht, daß die Angeklagte mit voller Einsicht, im vollen der Verurtheilten verworfen hat. selbständigen Verwendung zurückbehalten worden war. Im Bewußtsein der Art und Weise ihres Auftretens gehandelt habe, In dem ungarischen Orte Misto Icz suchte die Polizei ganzen wurden von zusammen 22 Angeklagten 7 verurtheilt. Denn dafür spreche ihre genaue Erinnerung an alle Details des im Lofal des Arbeitervereins nach Material, um dieser vermuth- Das ist, sagt die Frankfurter Zeitung", ein bescheidener Erfolg Vorganges. Die große Aufregung müsse ihr einerseits zu gute lich recht rührigen Organisation etwas am Zeuge zu flicken. Sie der Polizei. Der Verband hat sich schon im April oder Mai gehalten werden, andererseits tomme in betracht, daß die dem fand einige sozialistische Flugschriften, die man erschrecke nicht! vorigen Jahres, also bevor er noch durch die Gerichte über die Amtsvorsteher zugefügte Beleidigung eine unerhörte sei und die „ auf die bestimmte Spur einer projektirt gewesenen sozialistischen Leuchtkraft des sächsischen Juwels" belehrt worden war, genau Angeklagte eine Form wählte, welche nicht üblich ist in den Bewegung hinweisen". Es begreift sich sonach, daß die heilige so eingerichtet, wie es nunmehr gerichtlich für zulässig erklärt Kreisen, in denen sie sich bewegt. Der Gerichtshof habe daher Hermandad ungarischer Rouleur nun den Vorsitzenden des worden ist. Er hat nur vier örtliche Niederlassungen eingebüßt, erkannt, daß beide Berufungen zu verwerfen seien Vereins, sowie einige andere Vorstandsmitglieder verhaften und sechzehn neue mit mehr als 900 Mitgliedern sind in Sachsen hin- und die eine Hälfte der Kosten der zweiten die weitere Thätigkeit des unsäglich gefährlichen Vereins fistiren" zugekommen. Der Erfolg ist also auf der Seite der Verfolgten! Instanz die Angeklagte, die andere Hälfte die mußte. Die Stephanstrone hätte ja sonst aus dem Reifen Staatstaffe zu tragen habe. springen können. " 20 M. Strafe soll in Dortmund der Parteigenoffe Schulz berappen, weil er ein Maifeft- Flugblatt von Haus zu Haus" verbreitet habe. Wenn er's in den Wohnungen selbst abgegeben hat, wird die nächste Instanz ihn freisprechen müssen. In Halle a. S. nahm die Polizei bei den Parteigenoffen Grosse und Schmidt eine Haussuchung nach verbotenen Schriften vor. Das Resultat war 0. -1 Boziale Ileberlicht. " Die Ziegelwerke in Niederösterreich werden jeht von den Behörden daraufhin inspizirt, ob die Arbeiterwohnungen den sanitären Forderungen entsprechen. Die Protokolle darüber werden sofort der Statthalterei zugesandt, die einerseits auf grund derselben die Durchführung der für nothwendig erachteten Depeschen. Ueber eine neue Berufskrankheit wird aus Wien ge- Maßnahmen den Unternehmern auftragen, andererseits das geWolff's Telegraphen- Bureau. meldet: Gine eigenthümliche Krankheitserscheinung, die oft fammte Material dem Ministerium des Innern zur Vorlegung Johannisfestes abgebrannten Feuerwerk durchzog eine tausend= Prag, 16. Mai. Nach dem heute Abend anläßlich des wochenlang anhaltende Lähmung des Daumens bei im Abgeordnetenhause übermitteln wird. Im Anschluß hieran Pferdebahntutschern, ist fürzlich von dem Oberarzt des sei bemerkt, daß auf dem Ziegelwerte am Wienerberge töpfige Menge unter Abfingen eines czechischen Agitationsliedes allgemeinen Wiener Krankenhauses zur Sprache gebracht worden. Die Direktion bereits wieder begonnen hat, die Arbeitszeit über die Straßen. Sie machte vor dem böhmischen Nationaltheater Sonderbar ist der Umstand, daß diese Lähmungen vorzugsweise das nach beendetem Streit den Arbeitern bewilligte und sogar mit Slava- Rufen halt, desgleichen mit Pereat- Rufen vor der Polizeibei solchen Kutschern auftreten, die asphaltirte Straßenstrecken über das gefeßliche Maß von 11 Stunden hinaus auszudehnen. direktion. Die Polizei zerstreute die Menge, welche sich darauf befahren. Man hat daraus den Schluß gezogen, daß die Ursache Man beginnt bei den Italienern, als den gefügigsten Elementen vor dem deutschen Kasino wiederum sammelte und Pereat- Rufe Abermals von der Polizei zersprengt, zog die Der Krankheit in der Ueberanstrengung der Hand liegt, weil der unter den Arbeitern, und diese arbeiten in mehreren Werken be- ausbrachte. Kutscher auf asphaltirten Strecken durch Straffhalten der Bügel reits 12 bis 13 Stunden. Es sind deshalb schon Streitigkeiten und Menge vor den Staatsbahnhof, woselbst eine Fensterscheibe durch die Pferde mit besonderem Kraftaufwand vor dem Fallen be- fogar Echlägereien vorgekommen. Die Betriebsleitungen protegiren einen Steinwurf zertrümmert wurde. Es wurde eine Verhaftung wahren muß. die Neberarbeit der Italiener schon ganz offenkundig. Paris, 16. Mai. Die Kammer beschloß auf Antrag des vorgenommen. Im Kanton Bern sind bei der Voltsabstimmung über In Lemberg find wegen des Tumults zwischen den dortigen Ministerpräsidenten Ribot mit 254 gegen 132 Stimmen die Be-das neue Impfgeset 7000 Stimmen gegen und nur Erdarbeitern und den Masuren sieben Arbeiter zu je 14 Tagen rathung der Interpellation der Sozialisten über die am Sonn4000 Stimmen für dies Gesetz abgegeben worden. Damit ist Arrestes verurtheilt worden. Ein gewiffer 3 elastiewicz, abend von Ribot in Bordeaux gehaltene Rede auf einen Monat auch der theilweise Impfzwang gefallen, den der Kantonsrath der bei dieser Gelegenheit von einem zeilenschindenden Reporter zu vertagen. nach Abschaffung des allgemeinen 3wanges in der Weise geplant zu einem der rührigsten Sozialistensführer" Lembergs gemacht hatte, daß die Vorsteher von Erziehungs-, Kranken-, Armen, wird, wurde nachträglich verhaftet, weil er zu den Tumulten aufArbeits- und Strafanstalten bei Ausbruch der Blattern das gereizt haben soll. Recht haben sollten, sämmtliche Insassen der Anstalten impfen zu laffen. Gewerkschaftliches. Posamentiere. Gerichts- Beitung. ( Depeschen- Bureau Herold.) München, 17. Mai. Eine vom Professor Dr. Quidde unterzeichnete Einladung fordert zur Theilnahme an einer tommersartigen Voltsversammlung auf, welche am Sonnabend auf dem Keller des bürgerlichen Brauhauses anläßlich der Verwerfung der Umsturzvorlage stattfinden soll. Meran, 17. Mai. Das hiesige städtische SicherheitsDie Reitpeitsche im Amtsbureau des Herrn v. Busse. Wachkorps trat heute in den Ausstand ein. Die Beamten verDie Arbeitseinstellung bei der Firma Auf hochdramatischem Gebiete bewegte sich ein Beleidigungs- langen zwölfstündige Dienstzeit und zwölfftündige Pause statt Th. Vogler in Berlin ist durch Vermittelung beigelegt, prozeß, welcher gestern die vierte Straffammer am Landgericht II. der bisherigen vierundzwanzigstündigen Dienstzeit mit zwölfindem sämmtliche Arbeiter wieder eingestellt sind. unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Magnus beschäftigte. Die Wittwe des verstorbenen Staatsanwalts a. D. stündiger Pause. Dr. Edert aus Ertner stand vor den Schranken. Sie war Prag, 17. Mai. Nach Schluß des auf der Schützeninsel vom Schöffengericht in Alt- Landsberg wegen Beleidigung des abgehaltenen Johannisfeftes, welchem mehrere tausend Menschen Amtsvorstehers von Busse in Ertner zu 50 M. Geldstrafe beigewohnt hatten, kam es in den Hauptstraßen zu großen verurtheilt worden, gegen welches Urtheil sie ebenso wie die Staats- Tumulten. Vor dem Polizeidirektions- Gebäude und dem deutschen anwaltschaftBerufung eingelegt hatte.( Anm. d. Verf.: Amtsvorst. v.B. Kasino wurde gejohlt, gepfiffen und Pereat geschrien und die ist der Amtsvorsteher, welchem Gerhard Hauptmann durch einschreitende Wache verhöhnt und mit Steinen beworfen. Erst seinen„ Biberpelz" ein Denkmal gesetzt hat!) Der vom Referenten um 11 Uhr nachts wurde die Ruhe wieder hergestellt. Der Vertrauensmann. Die Dachdecker in Bielefeld haben ihren Streit fiegreich beendet. Die Meister bewilligten die zehnstündige Arbeitszeit nnd 0,38 M. Stundenlohn für Gesellen, 0,28 M. für die Hilfsarbeiter. Die Dachdecker in Dortmund dagegen stehen noch im Streif, weshalb der Zuzug nach wie vor streng fernzuhalten ist. Sämmtliche Zementbrenner der Portlandzement- Fabrit von Eugen 2yon u. Ko. in Lägerdorf haben am 14. Mai Berantwortlicher Redakteur: J. Tierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 115. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonnabend, den 18. Mai 1895. 12. Jahrg. Abg. Leuschner( Rp.) erklärt sich für die Vorlage. Abg. Szmula( 3.) tritt für die Vorlage ein. Abg. Lotze( Reform- P.) erklärt sich für die Vorlage im Interesse der Arbeiter. Ich habe es 1891 vorausgesehen und vorausgesagt, daß die das Interesse, welches sie der Zuckerindustrie zugewendet haben. Zuckersteuer Gesetzgebung nicht lange unverändert bleiben wird, Wir hoffen, daß die Fürsorge sich nicht blos auf den Rübenbau, und zwar aus dem Mangel an prinzipiellen Gesichtspunkten. sondern auch auf den Körnerbau erstreckt. Gegen das ZuckerWie hätte sich die Zuckerindustrie entwickelt, wenn man zur steuergesetz von 1890 habe ich und mit mir ein großer Theil 95. Sigung vom 17. Mai. 1 Uhr. rechten Zeit eine auf das Prinzip der Konsumbesteuerung sich meiner Freunde gestimmt. Die von uns befürchteten Folgen find Am Bundesrathstische: Graf von Posadowsky, stüßende Steuer eingeführt hätte. Die Prämien sind ein Unglück eingetreten; damals hat auch der Abg. Orterer vom Zentrum b. Hammerstein, v. Bötticher. für die deutsche Zuckerindustrie; denn jeder Erhöhung erklärt, wenn die Prämien der anderen Länder nicht aufgehoben Aus Anlaß der Beschlußunfähigkeit des Reichstages erklärt der Prämie stellt sich eine Ausdehnung der Produktion gegenüber, werden sollten, dann müsse eine rückläufige Gesetzgebung einder Präsident v. Buol, daß er in Zukunft nur mit ganz und dadurch wird die Wirkung der Prämien beeinträchtigt. Im treten und die Prämien wieder beibehalten werden. Es handelt dringenden Gründen versehene Urlaubsgesuche bewilligen und Prinzip hat der Staatssekretär die Prämien nicht vertheidigt, er sich nur um ein kleines Mittel, aber trotzdem werden wir zustimmen. dem Hause zur Bewilligung empfehlen werde. Im übrigen bitte bezeichnete sie nur als Kampfmittel. Danach werden unsere Wir halten die Kontingentirung für verderblich, wir wollen keine er die Mitglieder des Reichstages, ihre Privatgeschäfte denen des Prämien erhöht werden müssen, wenn das Ausland sie erhöht; Erhöhung der Konsumsteuer und teine staffelmäßige BetriebsReichstages unterzuordnen.( Zustimmung.) wir werden abhängig vom Auslande in unserer Steuer- steuer, und eine Erhöhung der Exportprämie wünschen wir nur Auf der Tagesordnung steht die erste Berathung der Gesetzgebung. Daher können Daher können wir der Regierung Regierung nicht als Kampfmittel. Wenn die Zucker- und Branntweinsteuer den Novelle zum Zuckersteuer- Gefeß, wonach die Zucker- folgen auf das Gebiet der verschiedenen Steuerstufen. Landwirth fast vollständig expropriirt, dann hat er in seinem ausfuhr- Prämien bis zum 31. Juli 1897 in ihrer jezigen Höhe Unsere Ueberzeugung geht dahin, daß die Zuckerindustrie gehoben Hause eigentlich nichts mehr zu sagen, da dort allein der Steuererhalten bleiben sollen. werden kann auf dem Wege der gesteigerten Ronsumtion und ich beamte herrscht, ist es da nicht nothwendig, ihm eine ExportStaatssekretär Graf Posadowsky: Den Zweck des vor- bedaure die Gesetzgebung, welche die Steigerung des Konfums prämie zu gewähren? Für den wichtigsten Erwerbszweig des liegenden Gesetzentwurfs fann man furz bezeichnen mit dem verhindert. Landes findet man draußen im Lande und auch hier im Grundsatz: ne reformatio in peius( feine Aenderung zum Preußischer Landwirthschaftsminister von Hammerstein: Der Hause wenig Verständniß. Herr Schippel hat ein Rübenfeld schlechteren). Wir wollen mit Rücksicht auf die ungünstige Lage Staatssekretär Graf Posadowsky wies schon darauf hin, daß Ver- wohl niemals gesehen; er weiß nicht, wieviel Arbeiter dadurch der Zuckerindustrie und der rübenbauenden Gegenden, die handlungen eingeleitet werden zwischen Deutschland, Desterreich geschädigt würden, wenn der Rübenbau geschädigt würde. Wir an sich schon ungünstige Lage nicht noch mehr verschlechtern. und Frankreich wegen Ermäßigung oder gänzlicher Beseitigung der treten immer für vaterländische Arbeit ein und werden das Es handelt sich bei dieser ganzen Zuckersteuerfrage viel weniger Prämien. Die Reichsregierung befindet sich dabei in voller Ueber- immer thun. Ich hoffe, daß das Haus der Vorlage beitritt. um Interessen der Industrie, wie der Rübenbauer( lebhafte Zu einstimmung mit allen Parteien des Hauses. Wollen wir aber in den Abg. Röfice( b. f. F.) spricht als Vertreter seines Wahlkreises stimmung rechts); und ich möchte gerade die Herren von der Verhandlungen eine Position erlangen, die Aussicht auf Erfolg( Anhalt), in welchem die Zuckerindustrie stark vertreten ist, für die Linken, die uns gestern das Schauspiel der Auszählung be- hat, dann muß der Reichstag die Regierung unterstützen durch Vorlage. Es wäre nicht richtig, die Prämien zu ermäßigen reiteten( Buruf links: Nach berühmten Mustern!), bitten, diesen Annahme der Vorlage.( Sehr richtig! rechts.) Ein großer Theil ohne Rücksicht auf das Ergebniß der schwebenden Verhandlungen. Gesichtspunkt doch zu erwägen, insbesondere die Herren von der der Landwirthschaft hat sich mit außerordentlichen Kapitalien Dem Antrag Paasche kann man ebenso wenig zustimmen, wie Sozialdemokratischen Partei, welche, wenigstens in ihrem Pro- festgelegt in der Zuckerindustrie, und diese Kapitalien werden dem Antrag Kanik, denn er bedeutet die Monopolisirung der gramm, sich das Ziel gestellt haben, den Schwachen zu helfen. verloren sein, wenn nicht die Prämien aufrecht erhalten werden. Buckerindustrie für die jetzigen Fabriken und kommt nur Beim Zucker handelt es sich gerade in den ländlichen Kreisen Wohin die Preisgebung des deutschen Rübenbaues führen würde, einer kleinen Anzahl von Landwirthen um den kleinen wirthschaftlichen Besitz( Zustimmung rechts); zeigt der Umstand, daß bei niedrigeren Domänenpachten infolge lich denen, welche Rüben bauen tönnen. Gegen eine es könnte für die Führer der agrarischen Bewegung nichts des schlechten Erfolges des Rübenbaues ein Einnahme- Ausfall höhere Besteuerung der großen Unternehmungen habe Günstigeres geben, als wenn die Branntweinsteuer- Novelle von vier Millionen Mark eintreten würde. Was würde aber ich an sich nichts einzuwenden, aber bei der Zuckerindustrie ist sie und das Zuckersteuer- Nothgesetz nicht zur Verabschiedung ge erst der Privat- Landwirthschaft bevorstehen, die nicht so gut verkehrt, denn an großen Zuckerfabriken sind sehr viel kleine langten; die agrarische Bewegung würde dann noch an Tiefe eingerichtet ist und nicht über solche guten Kräfte Landwirthe als Rübenlieferanten betheiligt. Gegenüber der Anund Kraft gewinnen. Als die Zuckersteuer- Novelle von 1891 er verfügt, wie die preußische Domänenverwaltung. Ich bin kündigung einer neuen Zuckersteuer verlangen die Zuckerfabrikanten ging, war die ausdrückliche Voraussetzung der verbündeten gegentheiliger Ansicht als der Vorredner; gerade durch nur Ruhe und Verschonung mit allen neuen Projekten. Regierungen, daß die anderen Staaten gleichen Weges die Materialsteuer ist die Rübenzuder Industrie zu der Be Staatssekretär Graf Posadowsky bestreitet, daß er mit gehen würden. 1891/92 war der durchschnittliche Preis deutung gelangt, die sie jetzt hat. Frankreich hat seit Jahren feinen Ausführungen im Gegensage stehe zu den Ausführungen des Zuckers 26,37 Mart, 1892/93 18,90 Marf. Wir sich bemüht, festzustellen, wodurch die deutsche Zuckerindustrie der der Regierung im Jahre 1891. Wenn Herr Meyer ein litera sind in der Ermäßigung der Zucker Exportprämien den französischen überlegen sei, obgleich die Bodenverhältnisse Franfrisches Bild aus dem Leben Schiller's auf mich angewendet hat, anderen Staaten mit gutem Beispiele vorangegangen, wir haben reichs günstiger sind. Man hat ermittelt, daß daran allein die so fann ich sagen: Ich würde sehr zufrieden sein, wenn ich fogar den gänzlichen Fortfall der Prämien in Aussicht genommen, Materialsteuer schuld ist, und man hat sie in Frankreich an stelle jeder Industrie ein reichliches Brot zuwenden könnte.( Zustim aber wieder keine Schule gemacht; andere Staaten haben im der Fabrikatsteuer eingeführt. Die Fabrikatsteuer ermöglicht es, imung rechts.) Interesse ihrer Zuckerindustrie und ihrer Rübenbauer ihre Steuer auf leichterem Boden zu bauen und dadurch den Boden zu vergefeßgebung wesentlich erweitert. So lange die Verkehrsbeziehungen bessern durch die Tieffultur. Wenn es nicht nicht gelingt, der einzelnen Staaten noch minimale waren, war es möglich, die Prämie überall abzuschaffen, dann müssen wir den daß jeder Staat seine wirthschaftliche Steuergesetzgebung auf Kampf aufnehmen, um die in der Zuckerindustrie angelegten baute lediglich nach den Verhältnissen des eigenen Kapitalien zu retten. Ich kann nur dringend das Haus bitten, Landes. Jezt sind wir gezwungen, mit der wirthschaftlichen das Nothgesetz einstweilen anzunehmen, welches nur Geltung Entwickelung der Konkurrenzländer Fühlung zu behalten und haben soll bis zum Jahre 1897. Bis dahin wird eine andere danach unsere eigene Gesetzgebung einzurichten. Unsere erwerben Steuergesetzgebung ausgearbeitet werden, und zwar nach Verden Kreise wollen an dem Welthandel betheiligt sein und deshalb ständigung mit den Intereffenten. Mit Herrn Meyer stimme ich müssen wir eine so wichtige Industrie, wie die Zuckerindustrie, darin überein, daß der Konsum gehoben wird und daß die Prolebensfähig erhalten. Die französische Zuckerprämie betrug duktion hingewiesen wird auf den steigenden inneren Konsum, 1893/94 5,85 m., die österreichische 1,92 M., die deutsche nur damit wir unabhängiger vom Auslande werden.( Zustimmung 1,25 M. Daß dieser wesentliche Prämienunterschied auf unsern rechts.) Exports und damit auf den Zuckerpreis und so auf den Preis Abg. Spahn( 3.) erklärt, daß seine Freunde der Vorlage Der Rüben zurückwirken muß, bedarf keines Beweises. mit einer kleinen Einschränkung zustimmen werden. Eine KomMan wird ohne weiteres zugestehen können, daß die Prämie, misfionsberathung hält Redner nicht für nothwendig. rein fachlich betrachtet, etwas weltwirthschaftlich Ver Abg. Paasche( natl.): Wir sind bereit, das Gesetz anzutehrtes ist; wir liefern unseren Konkurrenten zunehmen, obgleich der Werth desselben nur in den Motiven den Buder billiger, als unseren eigenen liegt, in welchem anerkannt ist, daß die Zuckerindustrie in Landesangehörigen. Aber wenn wir auf die Prämien so schwerer Nothlage sich befindet, daß man eine bessere verzichten, werden wir vom Weltmarkt überhaupt verdrängt. Steuer schaffen muß. Wenn die Prämien nicht überall beseitigt ( Sehr richtig! rechts.) Es ist bestritten worden, daß die Zucker- werden, dann muß der Kampf aufgenommen werden, und es industrie mit Schaden arbeitet. Daß die Industrie mit Schaden wäre beffer, wenn der Reichstag seine Bereitwilligkeit bezeichnete, arbeitet, ist nur ein vorübergehender Zustand, solange wie sie die dafür besondere Kampfmittel zu bewilligen, um dadurch die Rüben zum alten Preise kauft. Der eigentliche Leibtragende bleibt die Stellung der Regierung zu stärken. Bis nach dieser Richtung rübenbauende Landwirthschaft.( Sehr wahr! rechts.) Von den hin etwas Besseres vorliegt, wird man sich mit den Prämien verarbeiteten Rüben werden 12 pet. von den Fabriken selbst ge- behelfen müssen. wonnen, 3312 pet. werden von den Aktionären der Fabriken Abg. Schippel( Soz.): Meine Partei nimmt heute genau Bestimmung über die Zahlung von Zuschüssen vollständig außer gebaut und 541/2 pet. werden von fremden Landwirthen gebaut. den Standpunkt ein, den die verbündeten Regierungen 1890 ein- fraft zu setzen, sobald in anderen Rübenzucker erzeugenden Die Industrie wird die Rüben schlechter bezahlen. Jetzt können genommen haben. Die verbündeten Regierungen beabsichtigen Ländern, welche gegenwärtig für die Zuckererzeugung oder Zucker. die Rüben nur mit 70 Pf. der Bentner verwerthet werden, daß hier genau das Gegentheil von dem, was in der Begründung ausfuhr eine Prämie gewähren, diese Prämie ermäßigt oder bedabei der Rübenbau nicht bestehen tann, ist selbstverständlich. des Gesezentwurfs von 1891 steht. Der eigentliche Urheber feitigt wird. Der bezügliche Beschluß des Bundesraths ist dem Man verweist darauf, daß die Zuckerfabriken 10/2 pet dieses Gesetzes ist nicht der verflossene Staatssekretär des Reichstage, sofern er versammelt ist, sofort, anderenfalls aber Dividende gegeben haben. Solche Durchschnitts Berech Reichsschaamtes, sondern der preußische Finanzminister bei seinem nächsten Zusammentritt vorzulegen. Derselbe ist außer nung ist lediglich Spielerei; es haben nämlich achtzig Dr. Miquel. Nach der Begründung von 1890 fonnte man teine traft zu sehen, soweit der Reichstag dies verlangt." Fabriken in den letzten Jahren gar keine Dividende gegeben. bessere Politit treiben, als die vollständige Beseitigung der Abg. Richter( frf. Bp.): Der Zuckerindustrie thut nichts dringenWill man die Zuckerindustrie faniren, dann muß man einen Buckerpämien, gleichgiltig, ob die benachbarten Staaten uns der noth, als eine Stabilität der Gesezgebung; die Zuckerindustrie tiefen Eingriff in die Verhältnisse machen; es sind da manche folgen oder nicht.( Redner zitirt die einschlägigen Stellen der fann eher als jede andere der Staatshilfe entbehren; gerade abenteuerliche Vorschläge gemacht worden. Wenn man beffere Motive.) Die Regierung fonnte fehr wohl von 1892 dasjenige durch die künstlichen Maßnahmen der Gesetzgebung sind die Preise für den Zucker erlangen will, so muß man die Produktion durchführen, was das Gesetz versprach, nämlich die gänzliche Zuckerindustriellen zur Ausdehnung ihrer Betriebe veranlaßt beschränken oder kontingentiren. Man kann ein Gesammtton- Beseitigung der Zuckerprämie. Aber selbst wenn man sich auf worden. Der Gefeßentwurf hat weiter feine Bedeutung, als daß tingent oder ein Einzeltontingent annehmen. Bei dem letzteren den jeßigen Standpunkt der Regierung stellen will, daß wir er der Staatskasse zwei Millionen Mark kostet. Fürst Bismarck müßte man nach der Leistungsfähigkeit der einzelnen Fabriken, gleichen Schritt halten mit den übrigen Ländern in der Herab- war auch der Meinung, daß wir durch Kampfzölle unfere oder nach der Produktion der letzten Jahre sich richten; bei feßung der Zuckerprämien, so frage ich: sind denn die Prämien Stellung verbessern tönnten, aber das ist nicht erreicht worden, dem ersten dagegen müßte das Gesammtkontingent vertheilt in den anderen Ländern nicht herabgesezt? Beide Minister haben man hat überall Zölle eingeführt oder erhöht, und dadurch ist werden auf die Einzelfabriken. Es fragt sich bei beiden aber, wie es bestritten. Aber alles, was sie gesagt haben, ist einfach un- die Industrie geschädigt worden. find die neuen Zuckerfabriken zu stellen; denn der richtig. Es bestehen im Auslande verschleierte Prämien. Für Vom Abg. Pa asche ist folgende Resolution eingegangen: Rübenbau dient der Verbesserung der Landwirthschaft und hinter den Abg. Paasche wird vielleicht eine Autorität maßgebend fein, Der Reichstag wolle beschließen, den Herrn Reichskanzler zu jeder Kleinbahn steht im Osten eine neue Buckerfabrik. Ein nämlich der Herr Professor Paasche.( Heiterkeit.) Dieser Professor ersuchen, baldigst ein neues Buckerſteuer Gesetz vorzulegen, in weiterer Weg wäre die Einführung einer Staffelsteuer, die dazu Paasche hat in einer Abhandlung über die Zuckerindustrie dem erhöhte Ausfuhrprämien gewährt werden, falls es nicht gebeitragen soll, daß die kleineren und mittleren gezeigt, wie die verschleierten Prämien der anderen Länder be- lingt, durch internationale Vereinbarung eine Beseitigung der Fabriken erhalten bleiben, während sie jetzt in den letzten schaffen sind. Beharren wir bei dem bestehenden Gesetz, so haben Prämien in den Haupt- Exportländern herbeizuführen. Jahren erheblich abgenommen haben. Nach diesen wir eine Prämie von 1,25 M. Nach Professor Paasche betrug in Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt zur Verkürzung Gesichtspunkten ist ein Gesezentwurf aufgestellt worden, der dem Frankreich die Prämie 1889/90 8,20 r., 1890/91 4,50 Fr. oder der Debatte, daß die verbündeten Regierungen in der Lage sein preußischen Ministerium zur Berathung unterliegt, der 5 Fr. nach einer neuerlichen Schäßung des Professor Paasche. werden, den Antrag Spahn zu akzeptiren. aber nicht früher als in der nächsten Session dem Hause vor- Frankreich hat also in diesem Zeitraum von 1889-1891 seine Der Antrag Spahn wird darauf gegen die Stimmen der gelegt werden kann. Die definitive Sanirung der Industrie Prämie um mehr als das doppelte unserer Ermäßigung herab Sozialdemokraten und Freisinnigen angenommen. Die Abstimmung liegt aber auf internationalem Gebiete.( Sehr richtig! rechts.) gesetzt. Auch Belgien hat seine Prämien wesentlich vermindert, über den einzigen Paragraphen der Vorlage ist eine namentliche. Deutschland und Desterreich sind beide geneigt, die Abschaffung nämlich um 6 Fr. Der preußische Landwirthschaftsminister hat Für dieselbe stimmen 140, gegen diefelbe 46 Mitglieder; es sind der Prämien in Erwägung zu ziehen. Sollte eine Verständigung gefagt, man müsse die Bauern und die Domänenpächter im also nur 186 Mitglieder anwesend; der Reichstag ist daher benicht erzielt werden, dann werden wir erwägen müssen, auf Auge behalten, die seien in einer schlimmen Lage infolge der schlußunfähig; die Sitzung wird abgebrochen. welche andere steuerliche Grundlage die Zuckerindustrie gestellt heutigen Zuckerfrisis. Die Krisis leugnet ja tein Mensch. Es Der Präsident v. Buol setzt auf die Tagesordnung für die werden soll; denn wir fönnen sie nicht als Exportindustrie zu fragt sich nur, wodurch sie hervorgerufen worden ist. nächste Sigung unter anderem auch den Antrag wegen des grunde gehen lassen.( Bustimmung rechts.) ( Sehr richtig! linfs.) Ich antworte: Durch die Margarinegesetzes. von B venu er Abg. Meyer- Halle( frs. Vg.): Dem Grafen Posadowsky gegenüber möchte ich eine literarisch- historische Bemerkung machen, welche die vorliegende Streitfrage allerdings nicht angeht, aber sich durch unzweifelhafte Richtigkeit auszeichnet: Werther's Lotte rührt nicht von Schiller her( stürmische Heiterkeit), sondern von Goethe. Schiller und Goethe stehen zwar auf dem Theaterplatz in Weimar Hand in Hand, aber man ist gewohnt, ihre Werke streng von einander zu sondern. Ich habe mich nicht auf die hohen Dividenden einzelner Fabriken berufen. Ich denunzire hohe Dividenden nicht, sondern freue mich darüber.( Heiterkeit.) Ich stimme mit dem Grafen Posadowsky darin überein, daß die Be rechnung einer Durchschnittsdividende ein purer Unsinn ist. Abg. Paasche( natl.) wendet sich gegen die Ausführungen des Abg. Schippel, der ihm Widerspruch zwischen seinen Aeußerungen als Parlamentarier und als Profeffor vorgeworfen habe, was unrichtig sci. Dem Abg. Rösicke gegenüber bestreitet er, daß sein Antrag eine Monopolifirung der Zuckerindustrie enthalte. Nach einer mehr persönlichen Bemerkung des Abg. Schippel schließt die erste Berathung. Zur zweiten Berathung liegt folgender Antrag des Abg. Spahn vor: Dem einzigen Paragraphen der Vorlage hinzuzufügen:" Der Bundesrath ist ermächtigt, die vorstehenden Zuschußsäße vorübergehend oder dauernd zu ermäßigen oder die Abg. Meyer- Halle( frs. Vg.): Der Staatssekretär hat eine staatliche Prämien Subvention, wodurch mehr Fabriken Da er zur Geschäftsordnung das Wort nicht erhält, spricht Kritik an der Art der Geschäftsführung des Reichstages geübt. begründet worden sind, als sonst unter normalen Ver- Abg. Singer( Soz.) die Bitte aus, daß der Präsident diesen Mir thut es leid, daß ich die Worte des Herrn v. Köller nicht hältnissen begründet sein würden.( Sehr wahr! links.) Manche Antrag von der Tagesordnung absetzen möge, da zu einer Abauswendig gelernt habe, mit denen er die Stellung der verbün- Fabrikanten glaubten ein gutes Geschäft zu machen, das ist nicht weichung von der Regel, daß Anträge am Schwerinstage bedeten Regierungen dem Reichstage gegenüber illustrirte. Herr eingetreten, sie haben einen Gewinn nicht einstreichen können. rathen werden sollen, ein Mehrheitsbeschluß des Hauses gehört, v. Köller hätte an unserer Stelle vielleicht gesagt: Die verbündeten Aber wer garantirt denn dem Handwerker einen Gewinn, wer der heute nicht herbeigeführt werden könne. Regierungen haben ihre Vorlagen zu machen und dann abzuwarten, dem Arbeiter einen Lohn, teine Beschäftigung Präsident v. Buol erklärt weiteren Meldungen zur Geschäfts was wir darüber beschließen. Ich verwahre mich dagegen, daß hat? Der Bauer ist genau wie der Hausindustrielle ordnung gegenüber, daß er das Wort nicht ertheilen könne und ich so gesprochen haben würde.( Heiterkeit.) Wir haben nur abhängig dem Großfabrikanten, er wird ebenso erklärt die von ihm vorgeschlagene Tagesordnung für feststehend. das Beispiel der Ordnungsparteien befolgt, welche dreimal die ausgenugt, und auf die Dauer ist Wir( Lebhafter Beifall rechts.) Auszählung beantragt haben, und zwar bei unwichtigeren Dingen, werden selbstverständlich gegen die Vorlage stimmen und bedauern Schluß 43/4 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr.( Geset als die jetzige Vorlage; wir zeigen also den ernsten Willen, in nur, daß man nicht schon früher die Prämien energisch ohne betreffend den Stlavenhandel; weitere Berathung des Zuckersteuerdie Fußtapfen der staatserhaltenden Parteien zu treten.( Heiter- weiteres abgeschafft hat. Die Krisis hätte alsdann nicht einen gesetzes und Anträge betreffend den Verkehr mit Butter und keit.) Warum sind denn die Herren nicht da, welche diese Vor- so großen Umfang gehabt, wie wir es jetzt erleben.( Beifall bei Margarine.) lage haben wollen? Hat etwa der Mangel an Nahrung und den Sozialdemokraten.) Kleidung fie ferngehalten?( Heiterkeit.) Wenn die Herren die Abg. v. Standy( f.) verzichtet, auf die Bedeutung der Vorlage haben wollen, so müssen sie sie sich hier holen, wir Rübenzucker Industrie und ihre traurige Lage cinzugehen, wollen sie ihnen nicht mit der Packetpost nachschicken.( Heiterkeit.) er spricht den beiden Ministern lebhaften Dant aus für er verloren. Herrenhaus. 15. Sigung vom 17. Mai 1895. 1 Uhr. Am Regierungstische: Schönstedt. Auf der Tagesordnung steht zunächst der mündliche Bericht der Justiz- Kommission über den Entwurf eines Preußisch en Gerichtskosten Gesetzes. Berichterstatter Professor Dr. Dambach beantragt die unveränderte Annahme der Vorlage in der vom Abgeordnetenhause beschlossenen Fassung. genommen. b. erhalten dürfen. " M 13st der Antrag Ranih ein Mittel, der Landwirth des Sachverhalts von großem Nußen geworben wäre; es han schaft zu helfen?" Abg. Steininger( 3) ist der Ansicht, delte sich indessen um nichts weiter, als um die Entscheidung des daß wenigstens in Süddeutschland dieser Zweck nicht erreicht Gerichts über den Zweikampf des Herrn v. Schrader mit dent werden könne. Würden für den Süden höhere Durchschnittspreise Rittmeister v. Kotze, dem Vetter des Zeremonienmeisters. Entfestgestellt wie für den Osten, so würde eine gute Ernte im Often hüllungen über den Kern der Affäre, das Geheimniß der anc jenen ganzen Vortheil zu nichte machen, der Süden würde mit nymen Briefe, sind bei der noch ausstehenden Verhandlung jedendem billigeren östlichen Getreide überschwemmt werden. Diese falls nicht zu erwarten. Gefahr bestehe um so mehr, als ja die ausländische Konkurrenz Es hätte in der Sache nur noch mitgetheilt werden sollen, hinzukomme. Deshalb sei der Antrag mit Rücksicht auf die süd- wie viele Kirchenfenfter 2c. der lebensluftige Prinz mit der Die Vorlage wird in den einzelnen Paragraphen und dar deutschen Interessen unannehmbar. Man wendet sich zu hübschen Geliebten in seiner Gottesfürchtigkeit schon geftiftet hat, auf auch im ganzen ohne weitere Debatte unverändert an- Nr. 4: Soziale Bedenken." Abg. A ich bichler( 3.): und das Bild wäre in jeder Beziehung vollständig gewesen. Diese Bedenken würden schwinden, wenn allen Berufsständen Wie man interpretirt! Das geflügelte Wort von dem Der Entwurf einer Gebührenordnung für Notare Silfe gebracht würde; alle Berufsstände würden aber Nußen Feste um sich hauen" ist, ganz wie vorausgesagt wurde, auch wird ohne Debatte en bloc angenommen. haben von der Annahme des Antrages Ranig. Keineswegs v. Klindowsström auf Abänderung des Jagdpolizei vielmehr führe der gegenwärtige Zustand dahin, welcher die Es folgt die erste Berathung des Antrages des Grafen würde dadurch der sozialistische Staat herbeigeführt werden zum Leitmotiv von Raufbolden benügt worden: in erster Linie Auffassung die Angriffe der bösen Sozialdemokraten gegen die erhabene bürgerliche gefezes dahin, daß die Beſizer von Eisenbahnkörpern und landwirthschaftliche Bevölkerung befiglos und unzufrieden mache. Dronung 2c. 2c. abzuwehren sich berufen fühlen. Die Kumpane Kunststraßen den mehrfach geltend gemachten Anspruch auf Jagd- In der Freitagssigung wurde die Diskussion über des Schlächtermeisters Loewig, dessen Heldenthaten wir vor pachtgelder und Jagdeinnahmen aus diesen Grundstücken nicht Soziale Bedenten gegen den Antrag" fortgesetzt. einigen Tagen im Gerichtstheil erwähnten, sind ganz aus Abg. Schulze Henne( natl.): Der Antrag Kanig habe dem Häuschen, daß der 2. wegen seiner Rohheit 3 Monate Eisenbahnminister Thielen erklärt, daß er namens der Re- einen ausgeprägt sozialistischen Charakter. Daran ändere der gierung noch teine Stellung zu dem Antrage nehmen könne. absitzen soll. Das muß um jeden Preis verhindert werden. Das Umstand nichts, daß die Sozialdemokraten gegen den Antrag Sprachrohr der Koterie, die hinter dem Prügelhelden Loewig Der Antrag wird in erster und zweiter Berathung an- ftimmen. Sicher würde es ihnen sehr willkommen sein, wenn steht, bie Bentral- Fleischer- Zeitung", schreibt am Schlusse eines durch Ausführung des Kanik'schen Planes der Boden für In einmaliger Schlußberathung wird der Gefeßentwurf, be ihre Pläne bereitet würde. Jebenfalls biete man damit der Artikels, in dem die Brutalität des 2. glorifizirt wird:... Was treffend die Aufhebung von Stolgebühren für Taufen, Sozialdemokratie ein wirksames Agitationsmittel. An die von schließlich unseren schwer betroffenen Meister 2. anbetrifft, so ist man der festen Zuversicht, daß alle Kollegen geTrauungen und kirchliche Aufgebote im Amtsbezirke des Kon- Graf Stirum gestern behauptete antisozialistische Wirkung des meinsam ein Gnadengeſuch an Seine Majestät den Kaiser fistoriums zu Wiesbaden, ohne Debatte angenommen. Antrages tönne er nicht glauben. Der Antrag erwecke bei den 63 folgt die einmalige Schlußberathung der Dentschrift über Landleuten unerfüllbare Hoffnungen, und die unvermeidliche Gut- einreichen werden, welches auch sicherlich die allers finden wird. Wenn nach polizeilid; er bie Ausführung des Ansiedlungsgesetzes für West- täuschung werde die Landleute der Sozialdemokratie in die Arme Auflösung ein allgemeiner Tumult ausbrach und der Koll ge, preußen und Posen. treiben. Abg. Dr. Pichler( 3): Wenn die Gerechtigkeit er- um seine Haut zu wehren(). auch feste um sich haut, so hoffen Berichterstatter v. Graß beantragt, die Denkschrift durch fordere, daß den Getreideproduzenten ein ihren Ansprüchen ge- wir, daß ein solcher Kämpfer nicht auf Sand gebaut, wenn Kenntnißnahme für erledigt zu erklären, was geschieht. nügender Vortheil staatlicherseits gesichert werde durch eine Preisfeftisehung, so sei die Forderung mindestens ebenso berechtigt, er unter Mitwirkung seiner sämmtlichen Kollegen die Guade des Landesherrn anruft." daß dem Arbeiter ein entsprechendes Einkommen verbürgt Wahrhaftig, diefer Kämpfer" für Religion, Sitte und werde. Wohl oder übel gerathe man also mit dem Antrage in den Ordnung, der regenschirmschwingende Loewig muß begnadigt sozialistischen Staat. Was man der Landwirthschaft gewähre, werden. müsse man auch den anderen nicht minder nothleidenden Be- tonsequent, wenn sie das in ihrer hanebüchenen Art fordern. Sie rufsfreifen gewähren. Das sei aber nicht immer möglich, find unbezahlbar, unsere Feinde, die in dieser vortrefflichen Weise ohne die bestehende Ordnung preiszugeben. Abg. Aichbichler( 3.): Der Antrag würde den Untergang der Landwirthschaft durch den ausländischen Wettbewerb verhindern, also genommen. Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 12 Uhr. ( Kleinere Vorlagen; Antrag v. Bethmann Hollweg, betreffend die Rückzahlung von Grundsteuer- Entschädigungen; Petitionen.) der Parlamentarisches. = 41 B am Tokales. " Gnade höchste Zu dem Konflikte zwischen Aerzten und Direktorium bes etwas vom Die Wahlprüfungskommiffion beschloß in ihrer letzten Sizung am Freitag, dem Reichstag die Giltigkeit der Wahlen von guter fozialer Wirkung sein. Der Antrag werde uns vor städtischen Krankenhauses am Friedrichshain theilt das" Berliner der Abgeordneten Bauermeister( Bitterfeld- Delitzsch) und Jstraut( Eschwege) zu empfehlen. Die Kommission hat im Brotvertheuerung bewahren. Die dargestellten schlimmen Folgen Tageblatt" noch des näheren mit, daß von der seitens der Laufe der letzten Session 41 Sigungen abgehalten und in den- des Antrages könnten höchstens als möglich ins Auge gefaßt Deputation für die städtischen Krankenanstalten erfolgten Künwerden, für nothwendig brauche man sie nicht zu digung zehn Aerzte, d. h. sämmtliche Assistenzärzte des Krankenfelben 68 Sachen erledigt. Von den mittlerweile eingegangenen halten. Erhebungen konnten bisher die auf die Wahlen der Abgeordneten trag nicht bedenklich. Graf Arnim( Rp.): Die Sozial betroffen worden sind. Vor kurzer Zeit ging den in betracht Bom praktischen Standpunkt aus sei der An- hauses mit Ausnahme des ersten Assistenten Herrn Dr. Freyhan, Krupp, Graf Herbert Bismarck, Rother und Wamhoff bezüglichen nicht erledigt werden. Es besteht die demokraten seien deshalb gegen den Antrag, weil sie die Zu- kommenden, im Krankenhause wohnhaften Assistenzärzten ein Absicht, die in der Kommission geprüften Wahlen noch vor friedenheit fürchten. Abg. Dr. Lieber( 3) stellt fest, daß die offenes Schreiben der Direktion zu, in welchem die Herren aufKommission im Falle der Ablehnung des Antrages Kanit bereit gefordert wurden, des Abends zeitiger als bisher nach Hause zu Schluß der jetzigen Session im Plenum zur Erledigung zu bringen. fei weiter zu berathen über die Mittel zur Beseitigung der Noth- kommen, weil durch eine verspätete Heimkehr die Ruhe des Hauses Die Gewerbe Ordnunge Kommiffion beendete lage der Landwirthschaft. Mit Nachdruck widerspricht Redner gestört werde. In einem gemeinschaftlichen Antwortschreiben gaben Donnerstag Abend die zweite Lesung der Gewerbe Ordnungs. sodann der Auffassung feines Fraktionsgenossen Aichbichler und die Assistenten ihrem Befremden darüber Ausdruck, daß für eine Novelle. Mit Ausnahme einiger redaktioneller Aenderungen bestreitet besonders dessen Behauptung, daß sich der Antrag Wittheilung privaten Inhalts offizielle Form gewählt sei; sie wurden die Beschlüsse erster Lesung angenommen. Eine längere Kanig fehr wohl durchführen lasse, wenn der gute Wille dazu bemerkten ferner, daß ihres Wissens eine Beschränkung in ihrer Debatte entspann sich noch bei§ 56, der im letzten Absatz die vorhanden sei. Der gute Wille, der Landwirthschaft zu helfen, dienstfreien Zeit, sowie in der Benutzung ihrer Dienstwohnung Bestimmungen über das Einreichen eines Druckschriftenverzeich- dürfe den Gegnern des Antrages Kanit nicht abgesprochen werden, in ihrem Kontrakt nicht enthalten sei. In der hierauf erfolgten niffes enthält. Nach Annahme des§ 44 in der Form, daß auch aber Pflicht dieser Gegner sei auf die verhängnißvollen Folgen Rücfäußerung des Direktoriums fand sich der Baffus, daß in Bus Die die Reisenden, die Bestellungen aufsuchen, ein Druckschriften des Antrages hinzuweisen. Die weitere Berathung wird sodann funft ähnlichen Dienstwidrigkeiten gegenüber von einer bloßen bis Dienstag, 21. Mai, vertagt. Ermahnung nicht mehr Gebrauch gemacht werden würde. verzeichniß einreichen müssen, käme auch das Aufsuchen von Assistenten erklärten sich nunmehr für solidarisch und beschlossen, Zeitungs Abonnements unter diese Bestimmung. Es wird falls einem von ihnen aus dem in Rede stehenden Anlaß gekündigt deshalb von dem Abgeordneten Schmidt Berlin( Soz.) werden würde, gemeinsam ihre Stellungen aufzugeben. Infolge beantragt, periodisch erscheinende Zeitschriften von dieser dieses Beschlusses erhielten sämmtliche betheiligten Herren vor Verpflichtung zu befreien. Zur Begründung seines Antrages führt der Antragsteller an, daß bei der Anwendung Das Kapitel von den Dienstbotenschindereien ist in den einigen Tagen ihre Kündigung für den 1. Juli. Der erste Assistent, dieser Bestimmung zu erwarten ist, daß regelmäßig die sozial- letzten Wochen wieder um mehrere Fälle bereichert worden. Der Herr Dr. Freyhan, der von der Kündigung nicht betroffen demokratische Bresse von dem Druckschriftenverzeichniß gestrichen empörendste ist bis auf weiteres der( von uns in Nr. 111 mit- worden ist, war zur Zeit des Konfliktes beurlaubt. Dem Ver nehmen nach schweben zur Zeit Verhandlungen, die eine gütliche wird. Dabei ist es nicht ausgeschlossen, daß in politisch bewegten getheilte) Fall Homann". Hier erinnert uns der Umstand, daß Erledigung der Angelegenheit, welche in ärztlichen Kreisen nicht Zeiten auch Organe anderer Parteien dieser Bestimmung zum das mißhandelte Mädchen infolge von Mangel an Nahrung in Opfer fallen tönnen. Von den freisinnigen Mitgliedern der 3/2 Monaten 82 Pfund seines Körpergewichts verloren hatte, an geringes Aufsehen erregen dürfte, nicht ausgeschlossen erscheinen laffen. Kommission wird der Antrag gleichfalls lebhaft unterstützt. Bei eine Maßregel, die in England von manchen sich der Ausbildung Abstimmung wird der Antrag mit Grok Fener." Self er sich," sagt der Berliner in des von Dienstmädchen widmenden Vereinen schon vor mehreren 12 gegen 7 Stimmen abgelehnt. Die Anträge auf Prüfung der Jahrzehnten als Echuhmittel gegen die Rohheit gewiffer Herr Lebens Nöthen. Als ob das in jeder Situation nur so einfach Bedürfnißfrage werden von den Mitgliedern des Zentrums fchaften" für nöthig gehalten wurde. Von diesen Vereinen wurden wäre und immer ohne vorherigen Anschauungsunterricht ginge. zurückgezogen mit dem Bemerken, da die Regierung alle Pfleglinge, bevor sie in einen Dienft gegeben wurden, Was soll der Mensch z. B. thun bei der Entstehung bezw. Entfich gegen diese Aenderung erklärt habe, wolle man das gewogen, um bei etwaigen Klagen über zu wenig Nahrung den wickelung eines ungeheuren Brandes? So fragte die Direktion Bustandekommen der Vorlage nicht in Frage stellen, und begnüge Gerichten mit Beweismaterial bienen zu fönnen. Wir wissen des Passage Panoptikums das zum Donnerstag einfich vorläufig mit einer Resolution, die eine dahingehende For- nicht, ob dieses Verfahren auch von den Vereinen, Erziehungs- geladene Publikum, und als die Leute, an die diese nicht gar derung befürwortet. In der Diskussion wird gegenüber den häusern und Waisenanstalten, die bei uns die Töchter des Pro- so weit ab liegende Frage gerichtet war, vielfachen Behauptungen, man wolle den fleinen Handwerker und letariats zu Dienstboten für die Bourgeoisie heranbilden, an- Löschen mit Feuerwasser murmelten, schüttelte Herr Direktor Geschäftstreibenden vor einer unsoliden Konkurrenz schützen, von gewandt wird oder ihnen überhaupt bekannt ist. Auf alle Fälle Neumann ernst das Künstlerhaupt und führte seine Gäfte in den dem Abg. Reißha u 3( Soz.) bemerkt, daß es wohl faum mit dieser möchten wir es einmal zur Nachahmung empfehlen. Wir großen Saal hinein. Aldorten ging es luftig her. Ein neues Absicht sehr ernst sei, denn vor kurzem habe er die Mittheilung fürchten, wenn die betreffenden Vereine und Anstalten ihre Haus stand aufgerichtet und verschwand mit seinen Binnen in erhalten, daß sich die Direktion im Männer- Buchthaus zu Unter- Pfleglinge, folange fie noch ein Aufsichtsrecht über dieselben den höchsten Höhen der Decke; unten aber im Erdgeschoß hatte maßfeld bereit erklärt hat, die Fabrikation von Puppen zu über ausüben, von Zeit zu Zeit wiegen lassen wollten, so könnten sie sich des Lebens Prosa in Gestalt eines Droguen- und Chemikaliennehmen. Diese Konkurrenz fei viel gefährlicher, als die des leicht die Entdeckung machen, daß es auch unter ihren Gönnern" händlers einquartirt. Die Benzin- und Petroleumgerüche schienen Haufirers. Die Refolution wird sodann angenommen, ebenso und Gönnerinnen" Leute vom Schlage der Homann's und recht animirend auf eine Gesellschaft einzuwirken, die beim Nachbar nebenan versammelt war. Der Gute hatte einen jener Ser Rest der Vorlage. der Gerlach's giebt. Die Geschichte von der Dame, die keine Dame" ist, Biergärten inne, die mit Recht eine so beliebte Bierde ber Berliner Hinterhäuser bilden, und bilden, und eine Tyroler JodlerDie Reichstagskommission für den Antrag Stanis sezte erfährt in den" Hamburger Nachrichten" eine kleine Richtig und Juchzergesellschaft sorgte für eine künstlerisch auf moderner am Tonnerstag und Freitag ihre Berathungen über den Antrag stellung, welche die Anschauung der Arbeiterschaft über die Söhe stehende Unterhaltung. Die Brände, die sich hier unter fort. Um Donnerstag wurde noch verhandelt über die Frage der Qualität der in den höchsten Gesellschaftskreisen herrschenden Höhe stehende Unterhaltung. Die Brände, die sich hier unter praktischen Durchführbarkeit des Antrages. Abg. Ordnung, Religion und Sitte aufs neue als die zutreffende dar. Den Gästen entwickelten, blieben aber isolirt, und standen an sich in keinem Zusammenhang mit den Ereignissen, die nach Schluß Dr. Meyer- Halle wendet sich gegen die Ausführungen stellt. Die Mittheilungen, welche sich ganz interessant lesen, be- der Polizeistunde mehr als einen Menschen in bange Furcht ver v. Bollmar's. Allerdings vertrete er den Standpunkt des Manchester. fagen u. a. folgendes: thums. Mit diesem Manchesterthum werde die Menschheit wohl Eine Halbweltsdame, eine sehr hübsche Dame, die ehedem in festen. Denn faum ist das letzte Bierfeidel abgeräumt, als sich ein verspäteter Nachtbummler in die menschenleere Gasse verirrt. noch etliche Jahrtausende zu rechnen haben. Die Sozialdemokratie der Berliner Lebewelt eine gewiffe Rolle spielte, ist zu öfterem Sein Blick späht vergebens nach einer offenen Kneipe aus, denn muthe dem Staate Aufgaben zu, die demselben nicht zukommen.- in der Tragikomödie der anonymen Briefe genannt worden. Sie nichts sieht er erglänzen als einen röthlichen Schein in Abg. Dr. Lieber( 3) bleibt dabei, daß auf dem Boden der be- war die Geliebte eines Prinzen und verschwand eines nichts sieht er erglänzen als einen röthlichen Schein in des Petroleumlagers Tiefen. Es ist Feuer ausgebrochen. stehendenden Staats- und Gesellschaftsordnung die Verwirklichung Tages aus Berlin, weil der Prinz entdeckt haben sollte wer wendigkeit des Kanik'schen Projekts nicht möglich fei. Die Verwirklichung tann die Wahrheit ergründen! daß sie gewisse Interna und Entschlossen demonstrirt der Spätling die soziale Noth er des Nachtwandlerthums; würde bebeuten die gewaltlose Ueberführung des Staates und Intimitäten, die ihr über den Berliner Hof zu Dhren Feuermelder und mit gewohnter Pünktlichkeit raffelt die Hilfe der Gesellschaft in den Sozialismus. Jezt sei es Sache der gekommen, gegen flingenden Lohn an französische heran. In dem brennenden Hause ist es inzwischen lebendig Antragsteller, Schritt für Schritt, Punkt für Punkt zu beweisen, Journalisten verrathen habe. Es wurde sogar von einem geworden; und die bekannten Szenen aus Schiller's Glocke spielen wie unter Vereinbarung mit der bestehenden Ordnung das Projekt ganzen Spionagesystem gefabelt, das sie ins Werk gesetzt habe; sei man noch kein Sozialdemokrat, wenn man soziale Aufgaben und Fall den Abschied gab. Sie ging nach Paris und nun hieß jammernde Jungfrau oben im zweiten Stock wird das Sprung. praktisch durchführbar jei.- Abg. Dr. Pichler( 3): Allerdings Thatsache ist nur, daß der Prinz ihr eines guten Tages Knall sich, dramatisch bewegt, vor den Augen des Zuschauers ab. Aber die brave Feuerwehr zeigt mit Eifer, was sie kann. Für die erfülle; aber wenn man den Staat verpflichte zur Preisfeftfegung, es plöglich, sie sei eine der Mitwifferinnen über die Entstehung tuch ausgebreitet, und angstvoll freischend wagt das arme Kind so handle man durchaus nach den Grundsätzen der Sozialdemokratie, der anonymen Schmähbriefe, mit denen die Angehörigen des im tiefften Negligee den toloffalen Sprung ins Ungewiffe. Wäh bann sei man Sozialdemokrat. Von freier Einfuhr könne, wenn der Berliner Hofes überschwemmt wurden. Besonders fluge Köpfe rend die Sprizen emfig in Thätigkeit sind, werden Feuerleitern Antrag Kanitz durchgeführt werden sollte, überhaupt nicht mehr die gingen noch weiter; sie wollten wissen, der Prinz selbst habe Rede sein. Wolle das Reich mittlere Preise haben, so müsse das Reich dabei die Hand im Spiele; der ehemaligen Geliebten sei das an das Haus gelegt und Rettungsschläuche wie Gurte fördern sein Monopol auch auf die Mehl- und Brotproduktion ausdehnen. nicht unbekannt geblieben und sie trage sich daher mit artigen ohnmächtige Menschen auf die Straße. Nach schweren Mühen ist die größte Gefahr beseitigt und nur um die Samariter bildet Ein Durchschnittspreis nach dem Preise der letzten 40 Jahre Erpressungsgedanken. Herrn v. Kotze, der inzwischen inhaflirt lasse sich gar nicht feststellen, schon deshalb nicht, weil wir jetzt worden, jei dies zu Ohren gekommen, und er habe einen Wer sich noch eine angstvoll harrende Gruppe, da es gilt, in einem im Qualm ohnmächtig gewordenen Knaben wieder Leben zu er= mit ganz anderen Produktionsbedingungen als früher zu rechnen treter nach Paris geschickt, der, mit reichlichen Mitteln versehen, haben. Hierauf wird die Debatte über Punkt 2: Durchführbar auf der Basis goldener Versprechungen die" Dame" ausbaldo worden, und als nach gewissenhafter Prüfung jede Pflicht als wecken. Inzwischen ist das Haus mit Feuerhaken abgefucht feit des Antrages, geschlossen. Graf Kanit bemerkt in wern" sollte. All' dies ist in der That nichts" weiter als Klatsch, seinem Schlußwort: Der beste Beweis dafür, daß sein Antrag und zwar soweit er sich gegen den Prinzen richtet, recht böswillig erfüllt erklärt worden, rückt die Feverwehr ab, und tief er feine sozialistische Tendenz habe, sei die Stellungnahme der ersonnener, denn gerade in jener Zeit, in der der erwähnte schüttert wendet sich auch das Publikum von der Stätte, an der Sozialdemokratie gegen den Antrag. Sein Antrag würde im Klatsch seine ersten Blüthen zu treiben begann, wurde der Prinz, der gute Gedanke zu grunde, das Publikum durch den Augens es den ungeheuren Brand erlebt. Dem neuen Schaustück liegt Falle der Verwirklichung wirken. der mit seinen höchsten Verwandten immer auf dem herzgerade antisozialistisch Von der Festsetzung eines einheitlichen Getreidepreises lichsten Fuße gestanden hat, vom Raiser besonders aus: Schein darüber zu belehren, wie es sich in Feuersgefahr zu vers für ganz Deutschland sei in seinem Antrage gar nicht die Rede. gezeichnet. Wer den betreffenden Herrn persönlich kennt, halten habe, damit es Leib und Leben retten könne. Und es muß Die Preisregulirung werde im großen und ganzen sich so voll- weiß überdies, wie sehr er jeglicher Hostabale abgeneigt ist. Er anerkannt werden, daß der Anschauungsunterricht im Passages ziehen, wie es jetzt der Fall ist. Die in Aussicht stehende ist lebensluftig und temperamentvoll, aber nichts weniger als ein Panoptikum deutlich und eindringlich ertheilt wird. Mit der Triumph- Spiritus- Glühlampe, welche die ,, Tieben Steigerung der Getreidepreise sei ja allerdings seinem Projekt Intrigant; Charaktere von so großer Offenheit wie er neigen ungünstig, aber die Ursachen dieser Steigerung feien doch auf überhaupt nicht zur Intrigue. Wie der erwähnte Slatsch ent- Märter" von ihrem agrarischen Dalles befreien soll, scheint es normale Zustände zurückzuführen, die nicht von Dauer seien. standen, läßt sich nicht nachweisen. Ein merkwürdiger Zufall doch nicht so weit her zu sein. Diese„ bahnbrechende Erfindung" Unter normalen Verhältnissen würden die Preise wieder unter hat der phantasievollen Kombination vielleicht noch mehr Nahrung steckt nach der„ D. Tages- 3tg." noch vollständig in den Kinder den von ihm firirten Normalpreis sinken und deshalb sei der gegeben. Die betreffende Dame, von der oben die Rede war, hat schuhen. Wenn durch die Spiritus- Glühlampe der Petroleums landwirthschaftlichen Bevölkerung, die tein Interesse an einer inzwischen einen in Sportfreisen nicht unbekannten Herrn ge- spekulation die Spitze geboten werden soll, so müßte vor allen vorübergehenden Preissteigerung habe, mit seinem Antrag durch heirathet, dessen Namen jeden, der ihn hört, sofort an die viel Dingen der Preis der Lampe und der Speifung derselben mit aus gedient. Ueber eine angemessene Preishöhe, der man die besprochene Angelegenheit erinnern muß. Verschiedene Zeitungen Brennstoff billiger sein. Die Benutzung der Spiritus- Glühlampe Durchschnittspreise der letzten 40 Jahre zu grunde lege, tönne wußten zu berichten, Herr v. Kotze sei gegen den Baron wird sehr verthenert und für den kleinen Mann geradezu unmöglich man sich wohl verständigen. Es folgt die Debatte über Nr. 3: Schrader flagbar geworden, was allerdings zur Aufklärung gemacht durch die oft nothwendig werdende Erneuerung des 0 zerschlägt den Junge überfahren und, glücklicherweise nicht lebensgefährlich, Von einem Schlächterwagen ist wieder einmal ein kleiner verlegt worden. Der Vorfall geschah am Freitag früh an der Ecke der Luckauer- und Oranienstraße. Wie bei solchen, faft täglich pasfirenden Gelegenheiten üblich, fuchte der rohe Bursche, der den Wagen führte, sich durch noch schnelleres Fahren aus der Affäre zu ziehen. Leider entkam er auch. bei dem Verkehr mit dem niemals auf den Gedanken gekommen thun Strumpfes, der bei der geringsten Berührung oder Erschütterung, I sie sich nicht erholte, auf die Unfallstation I. Von hier mußte fie verfahren eingeleitet. Das Charlottenburger Gericht sette einen die bei einer transportablen Lampe geradezu unvermeidlich ist, später in die Charitee gebracht werden. Wer die Verunglückte Explorationstermin an, und das Gutachten des Kreiszufammenfällt. Die Verfuche, einen haltbareren Glühförper ift, ließ sich noch nicht ermitteln. In einem lichten Augenblicke physikus Dr. Falk und des Sanitätsraths Mittenzweig ber ustellen, an denen zur Beit vielleicht hunderte von Technifern verfuchte sie mitzutheilen, sie sei eine Frau Gräfin T. Den ging dahin, daß allerdings Geisteskrankheit vorliege und und Chemikern arbeiten, find bisher ohne Erfolg geblieben, und Namen verstand man nicht mehr. Eingeliefert ist die Dame als Größen Ideen und Wahn sowie Verfolgungs- Ideen nachdaß es dem Direktor der Neuen Gasglühlicht- Aktiengesellschaft geistestrank. weisbar feien. Dagegen brachte der Angeklagte ein Gutachten bald gelingen wird, das Problem zu lösen, ist nicht sehr wahr Das Dienstmädchen W. versuchte am 14. d. M. ihr eigenes des Direktors der psychiatrischen Klinit in Greifswald, Professor ſcheinlich. Die Erneuerung des Glühkörpers kostet jetzt jedesmal Kind, einen sieben Monate alten, unehelich geborenen Knaben, Arndt bei, welches im allgemeinen dahin ging, daß sich bei bem 2,50 M. Was aber die Brauchbarkeit der Triumph- Spiritus- Glüh durch das Eingeben einer Säure in der Wohnung ihrer Herr Angeklagten allerdings ein pathologischer Zug zeige, von einer lampe fehr beeinträchtigt, ist nach den Versicherungen von Käufern schaft im Norden Berlins zu tödten. Das Kind befand sich bei Geistesfrankheit aber feine Rede sein tönne. Der Angeklagte sei derselben der Umstand, daß es ca. 10 Minuten dauert, ehe die einer Kutscherfrau in Weißensee in Pflege. Die W. benutzte die eine Nietzsche'sche Natur. Der Angeklagte verwies ferner auf Spiritusdämpfe erzeugt und der Glübftrumpf in Weißglühhite Abwesenheit ihrer Herrschaft und den Besuch der Kutscherfrau, seine vorzüglichen Zeugnisse von der Kriegsakademie, Beugnisse rersetzt wird. Ein weiterer und vielleicht der schlimmste Uebel- um ihrem Kinde heimlich die scharfe Säure einzuflößen. Der des Prof. Lehmann, des Direttors der technischen Hochschule, stand, der sich bei der Benutzung der Spiritus- Glühlampe heraus- hinzugezogene Arzt pumpte den Mageninhalt des Kindes aus, und eines Generals der Artillerie, welche sämmtlich darin stellt, ist der geradezu unerträgliche, Kopfschmerzen erzeugende, welches demnächst dem Krankenhause im Friedrichshain über übereinstimmten, daß jedenfalls also gesundheitsschädliche Dunst, welcher der Lampe wiesen ist. Die W. hat selbst der Revierpolizei Meldung von Angeklagten entströmt. Von einer wirklichen Brauchbarkeit der Spiritus dem Vorfalle gemacht, indem sie die Kutscherfrau des Mord- feien, daß fie es mit einem Geisteskranken zu Glühlampe kann daher auch hier nicht die Rede sein. versuchs an dem Kinde beschuldigt. Der Kriminalpolizei vor- haben könnten. Der Angeklagte hat dann noch ein Gutachten Möglich ist es ja, daß die Spiritus- Glühlampe einmal ein geführt, bequemte sie sich nach dem hartnäckigsten Leugnen zu dem des Prof. Gulenburg eingeholt, welches wesentlich mit dem brauchbares Beleuchtungsmittel wird, dazu gehört jedoch eine Geständnisse, daß sie ihr Kind, das sie nie geliebt, zu tödten ver- des Prof. Arndt übereinstimmte. Andererseits trat der Prof. wesentliche Vervollkommnung derselben. Aber auch dann wird sucht habe. Dr. Simmerling wieder dem Gutachten des Dr. Mittenzweig fie schwerlich jemals die Lampe des kleinen Mannes werden. Auch die„ Volks- Zeitung" berichtet, die Spirituslampe entſpreche Größenideen, furz, das feststellte, was man Querulanten- Wahnsinn und des Dr. Falk bei, indem auch er das Vorhandensein von Wahnvorstellungen, Beeinträchtigungen, Verfolgungs- und nicht der Reflame. Allerdings fanden wir bald ein Mittel, „ Allerdings fanden wir bald ein Mittel, rm die Leuchtkraft auf die gewünschte Höhe zu steigern: man Prof. Arndt scharf an und führte aus, daß demselben nennt. Prof. Dr. Simmerling griff das Gutachten des brauchte nur an den Luftlöchern der Lampe durch Bewegen eines bie elementarite Kenntniß der Psychiatrie abgehen müsse. Darauf zufammengefalzten Zeitungsblattes einen lebhaften Luftzug zu hat dann Prof. Arndt wieder entgegnet, daß eine solche Art des erzeugen. Da man aber unmöglich neben jede Lampe einen Wienschen hinstellen kann, welcher eine Zeitung oder ein anderes Gutachtens doch Zeugniß ablege von einem ethischen Defekt des Blatt Papier auf und ab bewegt, so wird es mit der Einführung Am 3. Mai ist ein 3 bis 4 Monate alter Knabe Gutachters. Schließlich hat der Richter noch einmal persönlich der Lampe, deren Konstruktion an und für sich unzweifelhaft ein im Flur des Hauses Markusstraße 17 ausgefeht aufgefunden mit dem Angeklagten verhandelt und die Entmündigung auf großer Fortschritt im Beleuchtungswesen ist, nicht so schnell gehen, worden. Das Kind trug einen rothen Unterrock und ein blaues gehoben, weil der Angeklagte zwar etwas abnorm, aber nicht wie man hofft." Uebrigens habe ein Berliner Ingenieur eine Kleid. Personen die über die Mutter Auskunft geben fönnen, geiftestrant sei. Es wird nunmehr zur Verlesung der Bro Petroleum Glühlicht- Lampe in Arbeit, deren Anmeldung zum werden ersucht, sich auf Zimmer 330 bei der Kriminalpolizei zu schüre geschritten.- Der Angeklagte erklärt, daß diese Patent erfolgen werde. den Zweck hatte, die Mangelhaftigkeit unserer Rechtspflege und Nahrungsmittel Kontrolle in Berlin. Im Monat April Der Tapezirer, welcher unter dem Vorgeben, er werde der Moral des Staates darzuthun und die Gefahren der Entdieses Jahres wurden in Berlin 358 Proben von Nahrungs- und vom Hauswirth geschickt, um Tapeten zu repariren, sich Eingang mündigung und der Ueberführung ins Irrenhaus öffentlich vorGenusmitteln chemisch untersucht und 43 davon beanstandet. Die in Wohnungen verschaffte und hierbei seit Dezember 1893 be- zuführen, damit, wenn diese Zustände erst in den weitesten Kreiſen Beanstandungen betrafen folgende Waarengattungen: Schmalz, deutende Werthobjekte stahl, ist in der Person des Tapezirers bekannt geworden, wie mit elementarer Gewalt der Ruf nach Provenceröl, Zitronenöl, Thüringer Wurst, Chokolade, Weizen- Franz Schröder ermittelt und zur Haft gebracht worden. Schröder Abhilfe ertönen sollte. Der Angeklagte beantragt die Verlesung gries, Scheibenäpfel, Pfeffergurten, Piment, Ingwer, Pieffer, verübte vor vier Jahren Betrügereien, indem er in Abwesenheit des gesammten Buches. Wer dieses Buch durchlese und Safran, Effig, Selterwasser, Himbeersaft, Spirituosen, Wein. von Aerzten in deren Wohnung erschien und Sessel aus den dann noch der Meinung sei, daß der Verfasser desselben geistig Neue Ergebnisse sind durch die Untersuchung nicht zu tage ge: Sprechzimmern angeblich zur Reparatur im Auftrage des be irre sei, der müsse selbst einen abnormen Geisteszustand Der Staatsanwalt erklärt, daß er über die Verfördert worden. Bemerkenswerth ist, daß in der öffentlichen treffenden Arztes abholte. handlungsfähigkeit des Angeklagten feinen Zweifel habe. Kontrolle keine Verfälschung von Butter beobachtet wurde. Es Die nun zur Verlesung gelangende Broschüre knüpft an die am hängt dies mit den gegenwärtigen Preisverhältnissen zusammen, 22. Juni 1892 im Herrenhaus geführten Verhandlungen über die die eine Butterfälschung nicht lohnend erscheinen laffen. Ebenso Petition des Stabsarztes a. D. Sternberg über grobe Rechtswar auch nur eine Schmalzverfälschung zu fonstatiren. Auf beugung an. Bei den damaligen Verhandlungen soll in der fällig hoch( 8 von 11) war dagegen die Zahl der gefärbten Kommission angeblich die Bemerkung eines Regierungsvertreters Wurstproben. gefallen sein, daß es allgemein üblich sei, Querulanten zu ent mündigen, da dies die Folge habe, daß von den Behörden jedes weitere Gesuch des betreffenden ad acta geschrieben werde. Die Broschüre bespricht dann die Fälle Morris de Jonge, des Kaufmannes Drack 2c. 2c., sowie die Thätigkeit der Dr. Mittenzweig, Bär, Prof. Mendel, der Gerichte, der Staatsanwälte u. f. 1.Die Verlesung wird etwa 10 Stunden beanspruchen und erst am Freitag Nachmittag beendet werden. Die Einwohnerlisten des Neuen Adreßbuches für Berlin und Vororte liegen nunmehr in sämmtlichen Häusern Berlins behufs Aufnahme der erforderlichen Eintragungen Das eigene Interesse des Publikums erfordert es, für richtige Eintragung und schnelle Zirkulation der Listen Sorge zu tragen. aus. In der Untersuchungsangelegenheit gegen die Gräfin Pe poncher find sämmtliche Bewohner von Hegermühle bei Ebers walde, wo, wie bekannt, die Vorgeschichte zu dem Prozesse spielte, vernommen worden. Die Gräfin erklärt nach wie vor, teine Veranlassung zu haben, sich durch Flucht einer etwaigen Antlage zu entziehen. Der Mitangeschuldigte Dr. med. Voigt ist troß erneuter Anträge des Rechtsanwalts Dr. Mendel wegen Kollusionsgefahr aus der Untersuchungshaft nicht entlaffen worden. melden. Gerichts- Beitung. haben. Vermischtes. Schiffsuntergang im Nord- Ostsee- Kanal. Im Hafen von Brunsbüttel ist der erste größere Schiffsunfall vorgekommen. Bei Blangenmoor im Nord- Disee- Kanal sant der deutsche Ewer Marie". # Aus Loudon wird über eine Feuersbrunst vom Freitag berichtet: Im Ledermarkte im hiesigen Stadttheil Bermondsey wüthete vergangene Nacht eine große Feuersbrunst. Anderthalb Akres sind mit den Trümmern bedeckt. Der Schaden Viele der armen wird auf 200 000 Pfund Sterling geschätzt. Einwohner von Manning- Street flüchteten aus den Häusern und lagerten sich im Freien. Eine Anzahl Gerbereien sind ausgebrannt. Polizeibericht. Am 16. d. M. vormittags fiel ein an der Fernsprechleitung auf dem Dache des Hauses Echüßenstr. 3 befchäftigter Arbeiter in eine Dachluke und erlitt mehrfache schwere Verlegungen. Auf einem Neubau in der Hafenhaide wurde ein Steinträger durch ein aus dem ersten Stocke herabfallendes Brett bedeutend verletzt.- Nachmittags wurde in der Neuen Königstraße ein Portier durch einen Geschäftswagen überfahren und am Arme sowie innerlich schwer verlegt. In der Marienburgerstraße geriethen zwei Kinder unter die Räder eines Postwagens, eins wurde so erheblich verletzt, daß es nach einer Unfallstation gebracht werden mußte, während das andere mit einer leichten Verlegung am Knie davonkam. Auf der Kottbuserbrücke fiel ein Schußmann, der den Kutscher eines in schneller Fahrt befindlichen Rollwagens feststellen wollte, bei dem Versuche, auf den Wagen Die weiteren Verhandlungen boten nichts Neues. Das Urtheil au springen, hin, gerieth unter die Räder und erlitt eine schwere in dem Prozesse wird wahrscheinlich heute gesprochen werden. Quetschung am Oberkörper. Abends wurde an der Ecke der Straße Unter den Linden und der Friedrichstraße ein Arbeiter durch eine Droschte überfahren und am Halse und an den Beinen erheblich verlegt. In der Nacht zum 17. d. M. fprang ein Arbeiter an der Herkulesbrücke in den Landwehr- Kanal, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. Ein Tischler stürzte sich aus dem Fenster Ein schweres Verbrechen ist allem Anschein nach an feiner im 4. Stock eines Hauses in der Blumenstraße belegenen einem Berliner Liebespaar, das auf Rügen weilte, begangen Wohnung auf den Hof hinab und fand auf der Stelle den Tod. worden. Am vergangenen Sonnabend wurde das GemeindeIm Laufe des Tages fanden zwei kleine Brände statt. Amt in Weißensee von der Ortsbehörde in Stubbniz benachrichtigt, daß in den dortigen Waldungen ein Mädchen mit Stichwunden am Kopf und Hals entdeckt worden sei, bei welcher folgender Zettel gefunden wurde: Leopold Säger, Schankwirth, Berlin. Wer uns findet, laß uns 8u= Prozeß gegen den Hauptmann a. D. v. Bröcker.( Forts.) sammen. Ich wohne Weißensee bei Berlin, Streustraße, Bau Durch den Eröffnungsbeschluß wird der Angeklagte be Unternehmer." Wie die Weißenfeer Behörde feststellte, handelte schuldigt, durch die Broschüre den preußischen Richterstand und Unfall eines französischen Torpedobootes. Nachrichten es sich um den früheren Bauunternehmer, Pfandleiher und die Beamten der Staatsanwaltschaft sowie die preußischen Wer zufolge, die bei dem französischen Marineministerium eingelaufen Schankwirth Leopold Säger aus Weißensee, der verheirathet und dizinalbeamten beleidigt zu haben. Als Sachverständiger wohnt sind, ist das Torpedoboot Nr. 20 untergegangen. Hierbei kamen Vater von zwei Kindern ift. S. hatte vor etwa fieben Jahren Kreisphysikus Dr. Klein- Charlottenburg der Verhandlung bei. 1 Offizier und 6 Mann ums Leben. Das Wetter war schön in diesem Vorort drei Häuser gebaut, die sämmtlich subhaftirt Der Angeklagte behauptet zunächst, daß er für die Verbreitung und das Meer nur leicht bewegt; das Torpedoboot kam plöblich wurden. S. eröffnete fodann eine Pfandleihe, verkaufte diese der Broschüre( die am 8. oder 9. Mai beschlagnahmt wurde), quer vor dem Winde zu liegen, fenterte sogleich, den Kiel in der später und errichtete danach in Berlin( Waldemarstraße) ein b. h. für den stattgefundenen Verkauf, einiger Exemplare am Luft und fant lothrecht in die Tiefe. Eine Untersuchung der Restaurant mit Damenbedienung, in welchem die Kellnerin 8. und 9. Mai nicht verantwortlich sei. Er sei vor Erscheinen Ursachen des Unfalles, der augenblicklich unerklärbar ist, wurde Augufte Schulze bedienstet war. Zwischen Säger und dem der Broschüre mit dem Verleger Dewald in Gelddifferenzen angeordnet. Mädchen entspann sich ein Liebesverhältniß, welches auch fort- gerathen, die dazu geführt haben, daß er die Broschüre Dewald habe also kein Recht Ein geborener Verfechter von Religion, Ordnung und gesezt wurde, als vor zwei Jahren das Geschäft einging und die in Selbstverlag übernahm. S.'schen Eheleute nach Weißensee zurüczogen. Jeßt mußte Frau gehabt, die Broschüre zu verbreiten. Wie der Staatsanwalt Sitte ist selbstverständlich der Prince Gamelle, der Herzog von Eäger durch Nähen für den Lebensunterhalt der Familie hervorhebt, ist eine Broschüre von einem Schuhmann in dem Laden Orleans, der die fittenlose Republik durch das Königthum in forgen, bis die Schwester des Ehemannes und die jetzige des Buchhändlers Adolf Dewald gekauft, außerdem sind mehrere Frankreich ersetzen will. Bon politischen Talenten dieses jungen Mannes hat man noch nichts gehört, desto mehr von seinen Besizerin des Hauses Streustraße 126 dem Bruder 400 Exemplare in einer antisemitischen Versammlung bei Buggen pikanten Abenteuern, seiner zügellosen Sinneslust, seinen ehegab zur Errichtung eines Restaurants. Am 30. April begab bagen verbreitet worden. Der Verleger Gustav Dewald be pikanten Abenteuern, seiner zügellofen Sinneslust, feinen ehefich S. nach Berlin, um die erforderlichen Einkäufe zu machen ftätigt die Behauptungen des Angeklagten, befundet aber, daß brecherischen Thaten. Die Anhänger des Prinzen haben daher und ist seitdem verschwunden, bis jetzt die Nachricht von ihm bei der Auseinandersetzung mit dem Angeklagten als Ent: allen Anlaß, über sein Leben und Treiben möglichst wenig zu Rügen eintraf. Wie die sofort nach Stubbnik geeilten Verschädigung für seine Auslagen 200 Exemplare überlassen worden berichten, und dann, wenn berichtet werden muß, die Dummen, wandten erfuhren, ist die Kellnerin Schulze im Walde mit zahl- feien. Diese habe er feinem Bruder, dem Sortimenter welche an die orleanistische Monarchie glauben, zu belügen. Aber in dem Zeitalter des Verkehrs ist bies natürlich auf zugestellt. Der Angeklagte behauptet, daß er reichen Stichwunden und nur nothdürftig bekleidet aufgefunden Dewald nun erfährt man über die Wahrheit worden. Ihre fehlenden Kleidungsstücke lagen in Feßen zerrissen dem Gustav Dewald ausdrücklich die Anweisung gegeben die Dauer nicht möglich und so bes letzte Mißgeschick in der Umgebung. Von Eäger war feine Spur aufzufinden. habe, daß ohne seine Genehmigung fein Exemplar verfauftauch Das Pariser Blatt Ebenso wurde das von dem Liebespaar mitgeführte Gepäck nicht werden dürfe. Der Zeuge Gustav Dewald verweigert hierüber fünftigen Königs von Frankreich". ermittelt. Die Schulze ist nicht vernehmungsfähig, liegt im die Auskunft. Sein Bruder, der Sortimenter Adolf Dewald, giebt' clair" schreibt nämlich: was Eingeweihte einander schon seit Kreis Krankenkasse in Bergen im starken Fieber, in welchem sie su, daß er die Verbreitung bei Buggenhagen veranlaßt babe. vierzehn Tagen zuflüsterten, daß des Herzogs von Orleans wiederholt die Worte ausrief: Leopold ist unschuldig!" und Der Drucker der Broschüre, der Buchdruckereibesizer Wolff, weiß Sturz vom Pferde und Beinbruch eine Fabel dann sich wieder in Phantasien über einen Mann erging, den sie nur, daß dieselbe in etwa 2000 Exemplaren gedruckt worden ist sei, während er thatsächlich auf der Kirmeß von Sevilla von einem Burschen, dessen Schab er gefüßt hatte, Bei Ernst nannte. Es erscheint nicht wahrscheinlich, daß die Schulze und er bisher von keiner Seite Geld zu erhalten vermochte. so viel Muth und Kraft besessen, sich derartig furchtbare Stich- Der Angeklagte bleibt dabei, daß die dem Zeugen Dewald über- mit einem Messerstich verwundet wurde. wunden selbst beizubringen, wie ihr Hals und Gesicht aufweisen. wiesenen 200 Exemplare allerdings demselben eigenthüm- diesem Abenteuer waren Prinz Heinrich Battenberg, Herzog Alba, gehören sollten, ohne feine Genehmigung aber Marquis Delamina und andere seine Begleiter. Daß Säger mit der Schulze nach Rügen gereist ist, hat er in lich einem Briefe mehreren seiner Verwandten mitgetheilt; ob jedoch fein Exemplar hätte vertrieben werden dürfen, sei. Verbreitung unschuldig 6. von Rügen entflohen oder dort das Opfer eines Verbrechens habe mit der Verbreitung noch zurückgehalten, weil damals schon wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Bahl) felbft Briefkaffen der Redaktion. geworden, bleibt abzuwarten. in den Zeitungen von dem Rücktritt des Justizministers von Ein merkwürdiges Aufinnen stellte gestern Vormittag eine Echelling die Rede war; nach seiner Meinung war von einem Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag unbekannte Frauensperson an den Inhaber der Sanitätswache neuen Justizminister eine Abhilfe der Mißstände zu erwarten, wird von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft und in der Artilleriestraße. Die Frau erschien gegen 10 Uhr in nicht aber von dem Minister v. Schelling. Der Gerichtshof Rath in Rechtsangelegenheiten ertheilt. schwarzer Kleidung auf der Wache und verlangte nichts weniger, beschließt, die auf die Uebertragung des Verlagsrechts bezüglichen G. S. 73. 1. Die Ehefrau haftet weder für Alimente zu als daß man sie todtschlage. Man erkannte fofort, daß es sich Korrespondenzen bei dem Zeugen Gustav Dewald sofort mit Be- gunsten vorehelicher noch für solche zu gunsten unehelicher Kinder um eine Geistestrante handle und setzte die Polizei in Kenntniß. schlag belegen zu lassen. Demnächst Demnächst geht der Vorsitzende ihres Mannes. 2. Ein Gefeßentwurf wird erst dann Reichsgesez, Ein Schuhmann brachte die Jrrfinnige in ein Krankenhaus. Wer zu der Entstehung der Echrift Allgemein üblich. Von wenn Reichstag und Bundesrath demselben zugestimmt haben. fie ist, ließ sich nicht ermitteln, sie ist etwa 30 Jahre alt. Gustav Mente Captus" über. Er stellt durch Befragen Der Bundesrath hat dem betreffenden Entwurf nicht zugestimmt. Selbstmord durch Sturz aus dem Fenster beging in des Angeklagten etwa folgendes feft: Er ist seinerzeit in das P. N. 17a. Nichtzahlung von Gerichtskosten ist nicht strafder vorvergangenen Mitternachtsfiunde der 34 jährige Tischler Kadettenhaus eingetreten und ini Jahre 1871 Artillerie- Offizier bar. Kann man nicht zahlen, so bleibt man's eben schuldig. Neumann auf dem Grundstücke Blumenstr. 51 b. Bewohner fanden geworden, ist bis zum Jahre 1886 in der Armee gewesen Freiheitsstrafe als Ersatz der Kosten giebt's in Deutschland nicht. O.. 18. Sie müssen den Schlüssel aushändigen. feine Leiche, die entseßlich zugerichtet war, auf dem Hofe liegen. und dann ausgeschieden. Der Angeklagte erläutert dies dahin, Neumann hatte sich furz vorher aus dem vierten Stockwerke auf daß er gegen seine Borgesetzten verschiedene Beschwerden durch M. G. 100. Sprechen Sie gelegentlich in der Sprechstunde zuführen hatte, die immer einen ungünstigen Erfolg hatten und vor. S. K. 26. Fahren Sie, so lang Sie können. den Hof hinabgestürzt. ihn zu weiteren Anfechtungen dieser Entscheidungen bewogen. A. P. Velten. Die Strafverfolgung von Uebertretungen verVon einem plötzlichen Tod wurde Donnerstag der Rentier Seine Beschwerden haben ihm im ganzen 31 Tage Arrest ein jährt in 3 Monaten, die von Vergehen in 5 Jahren, wenn sie er schließlich und Gemeindeverordnete von Stegliß Hermann Töpffer ereilt. gebracht und als fich mit einer Beim Höchstbetrage mit einer längeren als dreimonatlichen Strafe Der im kräftigen Mannesalter stehende Herr unterhielt sich gegen schwerde an den Kaiser wandte, hat den Abschied bedroht sind, sonst in 3 Jahren. E. B. Sie müssen zahlen; die Abend mit einigen Bekannten, als er plöglich todt zusammen- erhalten. Dann hat er eine Reihe Prozesse gegen seine Nichtzahlung macht nur zivilrechtlich verantwortlich, nicht strafbar. brach. Ein Herzschlag hatte dem Leben ein schmerzloses Ende Berwandten und gegen feinen Rechtsanwalt bis zur letzten C. B. 20. Ist der Mann vor dem 1. April 1895 gestorben, Instanz mit negativem Erfolg durchgefochten, sowie verschiedene so kann die Wittive( spätestens am 1. Juli) zum 1. Oktober 1895, Leute aus nichtigen Gründen wegen angeblicher Uebelthaten ist der Mann nach dem 1. April gestorben, so tann fie( spätestens denunzirt; auch hat er gegen einige Richter vergeblich Anzeige am 1. Dttober) zum 1. Januar 1896 fündigen, wiewohl der Vertrag eine längere Dauer vorschreibt. F. A. 24. Ist Kon= wegen Rechtsbeugung erstattet. Auf Grund aller dieser Vorkommnisse wurde die geistige geffion vorhanden, so tönnen Sie ausschänken und in Gesundheit des Angeklagten angezweifelt und ein Entmündigungs- Ihrem Lokal trinken lassen, sonst nicht.- N. M. Nein. bereitet. Ein eigenartiger Unfall ereignete sich am Donnerstag in der Nähe der Unfallstationen I in der Wilhelmstraße. Eine Dame von etwa 40 Jahren fiel auf der Straße, als ein Wagen in gefahrdrehender Weise auf sie zufuhr, vor Echreck um. Offiziere, bie des Weges famen, nahmen sich ihrer an und brachten sie, da er an ber er so daß Er das anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. -OPO Besuchszeit Wilhelmstr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Pf. Entree. 99. Beuben Sie sich an Stadtverordneten Dr. Zadek, Annen-| schuldigen, zu zahlen. Ihr Anwalt fann vorab Zahlung seiner Naturkunde, Invalidenstr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Kunststraße 46. 11. P. 1897. Wenden Sie sich direkt an die Gebühren von Ihnen verlangen. Heffe. Naturalisation wird gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. Museum für deutsche Voltstrachten und Erzeugnisse des Unteroffiziers- Schule. M. B. 25. 1. und 2. Ja. Postab. kaum durchzusetzen sein. Der betreffende fann auch als Aus- sausgewerbes, Klosterstr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs Hannover. Für beide Fälle: nein.. G. 65. 1. Lebende länder in Deutschland heirathen und möge sich an den Standes von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Erwachsene 50 Pf., Kinder 25 Bf., fann man nicht beerben. 2. Ja. K. 65. Wenden Sie sich an die Polizei öffnet Conntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von Vereine Gonntags 10 Pf.- Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. GeR. T. 11. Sie sind durch beamten werden. von Ihrer Frau geleistete Unterschrift Ihres Namens nicht verpflichtet. behörde mit dem Antrage auf zuerkennung einer Unfallrente. 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich In solcher Unterschrift kann aber Urkundenfälschung gefunden werden. außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr( unentgeltlich). Aussichtsthurm G. B. 200. 1. Der Drückeberger fann mit Erfolg angeklagt 50 Pf. Kunstausstellung des Vereins Berliner Künstler, werden. 2. Das Kind behält den Mädchennamen seiner Mutter, verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Altes und Neues Museum am Luftgarten. Besuchszeit täglich, mit Sternwarte, Endeplag 3a. Mittwochs und Sonnabends von 9 bis wenn diese sich mit einem anderen, als dem Vater des Kindes Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den 11 Uhr Bormittags. Sternwarte, Urania, Wissenschaftliches Theater. verheirathet. Abonnement 38. 1. Nein. 2. Ja. 3. Nein, 6 Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis Invalidenfir. 57-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends Entree 60 Pf. Zuschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M. Aquarium aber Sie müssen dann für Eintrittsmöglichkeit sorgen.- A.. 24.6 Uhr, Oftober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich). Die National Schadowstr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Pf., an jedem 1. Wird die Miethe von einem Gläubiger des Wirths gepfändet, gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr legten Sonntag im Monat 25 Pf.- Caftan's Panoptitum, FriedrichGeöffnet 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Paffage, so handelt der Miether am richtigsten, wenn er an teinen von( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis fraße. 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Marine. beiden zahlt, vielmehr die Miethe hinterlegt. 2. Wegen der 4 Uhr, Januar und Dezember 12–3 Uhr( unentgeltlich). Kunstgewerbe- Banorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree 6 Uhr, im März und Oftober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis Panoptikum Mängel in Ihrer Wohnung fordern Sie den Wirth auf: die Mängel, museum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags 50 Pf. Kaiser Panorama, Baffage( Unter den Linden). Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. 300 verschiedene Reisen, Landschaftsdie Sie näher angeben müssen, innerhalb 8 Tagen zu beseitigen, ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, widrigenfalls Sie die Mängel auf seine Kosten beseitigen lassen November und gebruar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12–3 Uhr( Unent- garten, zwei neue Dioramen: Katakomben des Kapuzinerklosters zu Palermo Sonntags, April- September von 12-6 Uhr, Ottober und März 12-5 Uhr, bilder. Jede Reise 20 Pf. Neapel- Panorama am Bahnhof Thieroder vom Vertrage zurücktreten und Schadenersaz begehren würden.- geltlich).- Museum für Völkerfunde, Königgräberfir. 120. Besuchs- und Vesuvausbruch. Sonntags 25 Pf. Eintrittspreis. Das Panorama ist Genosse. Haben Sie in einem Zivilprozeß obgefiegt, so hat Ihr zeit wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich).- Hygiene- Museum, bis 17 Uhr Abends zu besichtigen.- 3oologischer Garten, Lützowufer. 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Deutsches Volks Theater. Der Schmied von Rolandeck. Apollo Theater. La Puce( Der Floh). BOO Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonnabend, 18. Mai, abends 8 Uhr: Die zärtlichen Verwandten und Ein Strafrapport. Sonntag, 19. Mai, nachm. 3 Uhr: Der zerbrochene Krug. Die Burgruine. Ein Strafrapport. Abends 8 Uhr: Die Journalisten. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Dem Restaurateur Ernst Kerber! Zum heutigen Geburtstagsfeste, Gratuliren Reibeeisen und andere Gäste, Wir wünschen Dir Gesundheit, langes Leben, 11416 neben. Reibeeisen. Am Landes- Ausstellungspark Und ne' volle Schnupftabakdose da ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Unserm Freunde Hugo Abend zu seinem Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, daß die ganze Schneiderbude Reichshallen. so fall aber heute nicht in Im prachtvollen Garten ( bei ungünstiger Witterung im Saal): Nord Täglich: Humoristische Soiree der deutschen Quartettu. Couplet- Sänger Hoffmann, Wolff, Führmann, Walde, Horst, Behz u. Frische. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Play 50 Pf. Sonntags: Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf., ab 9 Ühr 30 Pf. Kaufmann's Variété. Königstrasse, Kolonnaden. Täglich: NeumannBliemchen's Leipziger Vaudeville Gesellschaft: Neumann, Wilh. Wolff, Horváth, Gipner, Lemke, Feldow und Ledermann. Anfang 8 Uhr, Sonntags 1/28 Uhr. Entree 30 Pf., Sonntags 50 Pf. Direktor Bimmel's K. Soziald. Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß das Mitglied Gustav Schlüter, Maurer, = am Sonntag Nachmittag 3 Uhr vom Lazarus Krankenhause, Bernauerstraße, aus in Plößensee be= erdigt wird. Zahlreiche Betheiligung erwünscht. Der Vorstand. Todes- Anzeige. 303/14 Am 15. Mai, abends 8, Uhr, verschied nach kurzem, aber schwerem Leiden unser Sohn, Bruder und Freund Hermann Schwieder im 34. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Buchhandlung des„ Vorwärts" BERLIN SW., Beuthstrasse 2. Soeben erschienen: Umfturz und Sozialdemokratie. Drittes Heft. G. 257-320. Preis 10 Pf. Porto 5 Pf. Das dritte Heft enthält den Wortlaut der Umsturzvorlage, wie sie aus den Beschlüssen der Kommission hervorgegangen und den Berathungen des Reichstags zu grunde gelegen, sowie den Anfang der zweiten Lesung, darunter die Rede Auer's. Die Bebel'sche Rede zu§ 111 folgt in Heft 4. Die Arbeiterin im Kampfe um's Dasein. Bon Adelheid Popp. Preis 20 Pf. Porto 5 Pf. Bezüglich dieser Schrift verweisen wir auf die in gestriger Nummer des Vorwärts" erschienene Besprechung. Zur Aufklärung für Mittel- und Kleinbanern. Rede des Reichstags- Abgeordnetrn Vollmar zum Antrag Kanit. Preis 5 Pf. In Partien billiger. Wir empfehlen diese Schrift ganz besonders zur Landagitation. 0 Teichter Verdient. Prediger- Gesuch. Rührige Personen, aber nur solche, Die Hinterbliebenen. die sich dem Versicherungsfach widmen die fich dem Versicherungsfach widmen Die Beerdigung findet Sonntag, wollen, bietet sich ein guter lohnender nachmittags 42 Uhr, vom Trauerhause Verdienst bei nur geringer Thätigkeit. Wrangelstr. 46 aus nach dem Emmaus- Ausbildung und Belehrung ertheilt Kirchhofe statt. 1151b bereitwilligst Am Mittwoch, den 15. Mai, verstarb unser lieber Kollege, der ZuNational- Theater. Spezialitäten- Theater. fammenfeßer Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Mar Samst. Nur noch 3 Aufführungen! Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder. Die lebende Brücke. Großes Sensationsschauspiel mit Mufit in 4 Aften( 11 Bildern), nach dem Englischen von Sutton Vane, übersetzt von Humoristisches Gesammtspiel von Wilh. Wolff. Strausberg. ,, Zum Bürgergarten" Restaurant ersten Ranges. Inh. Gustav Look. Tanzfaal. Billard. Kegelbahn. Schattiger Garten, dierekt am See Familien, auch können dieselben Kaffee fochen. Emil Hille. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes aus statt. Die Kollegen der Pianofabrik 1140b A. Mittag Nachf. Danksagung. Max Zamory, General- Agent, Gr. Frankfurterstr. 32 11. Sprechstunden 8-10 Uhr, 2-4 Uhr. Achtung! Zahnersatz, auch Theilzahl., wöchentl. 1 Mart, Gudel, Lausitzer Platz 2, Elsasserstr. 12. Empfehle allen Freunden u. Genossen Schuh- n. Stiefel- Lager. mein G. Kördel, Forsterstr. 5. Allen Freunden und Kollegen meines Gold- und Silberwaaren. Mannes, sowie dem Fuhrwerksbesitzer A. Barnick, Grüner Weg 112, part. I. der Bentral- Krankenkasse der Tischler, welche meinem Mann und unserem 5. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. gelegen. Angenehmer Aufenthalt für Herrn Gestram und den Mitgliedern Elektr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Regie: Max Samst. Im Sommer- Garten: Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Die Theaterbesucher haben freien Zu tritt zum Sommergarten. Raffenöffnung 5 Uhr. Anfang des Konzerts 6 Uhr, der Vorstellung 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater Alte Jakobtraße Nr. 30. Novität! Bum 15. Male: Novität Unter artistischer Leitung des Herrn Adolf Brahl vom fönigl. GärtnerplayTheater in München: Figaro bei Hof. ( Roccoco.) Operette in 3 Atten( nach Beaumarchais' Memoiren) von Bohrmann- Riegen. Musik von Alfred Müller- Norden. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Louis Ehrenberg Am Molkenmarkt No. 7 ( früher Annenstr. 16) empf Freunden u. Bekannten fein Weiss- u. Bairisch- Bierlokal. Bater, dem Kutscher Heinrich Ezyichte die lehte Ehre erwiesen haben, sagen hiermit innigsten Dant Wittwe Czyschke nebst 6 Kindern. Die Aeußerung gegen Frau Engler nehme ich hiermit zurück und erkläre dieselbe als anständige Frau. 1142b F. Kayser. Die Freie Religions- Gesellschaft zu Magdeburg, 1847 durch Leberecht hlich gegründet, sucht zum 1. Oktober 5. F. einen Prediger, welcher d. I. einen Prediger, welcher 270 Kindern ertheilt. Die Herren Be auch den Religionsunterricht ungefähr werber bitten wir, fich unter Einreichung eines turzgefaßten Lebenslaufes mit uns in Verbindung zu sehen. Das Aeltesten- Kollegium ber Freien Religionsgesellschaft zu Magdeburg. F. Koehler, Vorsitzender. Staare, Stieglite 1,50, Singvögel, Vogelbauer, billig. Bogelhandlung, In validenstraße 7. 1139b Posamentirgeschäft krankheitshalb. zu vert. fof. od 1. Ott. Liegnigerstr. 6. gr. Ausw. Best. u. Reparat. reell u. bill. Runge, Adalbertstr. 86.[ 1228b Gig. Repar.- Werkstatt f. uhren, sold: Alte Stiefel, Republ und Silberwaaren. Uhren werden fauber und billig reparirt. B. Schreiber, Uhrmacher, Waldemarstraße 13, früher Admiralstr. 4 und 1. Frdl. Schlafstelle für 2 Herren bei Gudopp. Rostockerstr. 2, Quergeb., 1 Tr. Eine möbl. Schlafft. ist sof. zu verm. Admiralstr. 29. v. 1 Tr. r. 1150b Frdl. möbl. Schlafft., sep., 1 auch 2 Herrn. 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Jahrg. bulbe, und um das Stattfinden der Versammlung nicht in Frage in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über die Arbeitsgea darauf aufmerksam gemacht, daß er ihre Anwesenheit nicht großen Saale der Arminhallen tagte, sprach der Genosse Sailer zu stellen, ersuchte sie auch der Vorsitzende, sich zu entfernen. verhältnisse in diesem Beruf. Im besonderen beschäftigte sich Sie tam auch der Aufforderung nach, um aber nach etwa Redner mit den Zuständen bei der Firma Ernst Deser hat seinen Geschäftsbericht für 1894 ausgegeben. Es geht daraus 1/4 Stunde von dem Vorsitzenden unbemerkt wiederzu- u. Ko. Vor zirka sechs Wochen hielten die bei hervor, daß seit dem Bestehen des Vereins in seiner eigentlichen tommen, was dem Beamten Veranlassung zu seinem oben er- nannter Firma Beschäftigten eine Werkstubenbesprechung ab. Thätigkeit dem Umfange nach kaum eine Aenderung ein- wähnten Vorgehen gab. Zu derselben war auch der Werkführer Hahn und einige getreten ist. Die Mitglieder des Vereins, die durch Zahlung Allgemeiner deutscher Tapezirerverein( Filiale Berlin). dessen die Stimmung anfänglich eine gedrückte war. Erst nach als Zuträger im Geruch stehende Personen erschienen, infolge von mindestens 4 Mart jährlich die Mitgliedschaft erwerben, find vom Vorjahre von 569 auf 578 gestiegen. Die Arbeits- In der Quartalsversammlung am 6. Mai sprach Genoffe Hinweggang jener Personen rückten die Anwesenden mit der vermittelung hat in den verschiedenen Jahren der Vereins- 2. Schmidt in einem Vortrage über:„ Kommunismus und Sprache heraus. In der Fabrik herrscht der Modus, daß in der thätigkeit folgendes Bild ergeben. Es betrug bei der Arbeits- Tagesordnung bildete die Abrechnung des Kassirers, die folgendes Arbeiter und Arbeiterinnen in der guten Zeit den Ausfall der die ökonomische Entwickelung." Den nächsten Gegenstand der schlechten Zeit Akkordlöhne gezahlt werden. Denken nun die ökonomische Entwickelung." Den nächsten Gegenstand der vermittelung für männliche Personen die Zahl 1894 Ergebniß hatte: Einnahme für das erste Quartal 90,75. schlechten Zeit wett zu machen, dann tritt flugs Wochenlohn ein, 11 218 Davon an die Hauptkasse gesandt, sowie im Auftrage des Haupt- der niedriger bemessen ist, wie in anderen derartigen Fabriken. 7 216 vorstandes gemachte Ausgaben 73,54 M. Der Mitgliederbestand Der Lohn schwankt zwischen 9 und 10, 15 und 18 M., auch Löhne 6 975 beträgt 114. Nach dem Bericht des Vorstandes wurden 7 Bor: von 5 und 6 M. find gezahlt worden. In letzter Zeit ist nun Zu den vorstehend aufgeführten Stellensuchern sind ferner standssitzungen abgehalten. Unter Vereinsangelegenheiten macht den dort Beschäftigten gesagt worden, daß die Löhne gekürzt noch diejenigen zu rechnen, die von dem Verein gründfählich nicht der Vorsitzende bekannt, daß die nächste Mitgliederversammlung werden und zwar mit der Redewendung, daß den Arbeitern und in die Listen aufgenommen werden oder die freiwillig auf die am Montag, den 20. Mai, bei D. Grauer, Oranienstraße 121, Arbeiterinnen die Augen übergehen sollen. Recht eifrig soll es Eintragung verzichtet haben. Der erfteren, nämlich sämmtliche stattfindet. Am Himmelfahrtstage findet eine Bartie nach Wald- fich der Werkführer Hahn angelegen sein lassen Lohnvon auswärts zugezogene Arbeiter, die fich die überflüssige burg bei Tegel statt. Treffpunkt morgens 7 Uhr 30 Min. auf reduktionen vorzunehmen. Mit Vorliebe werden ungelernte Mühe machten, nach den Geschäftsräumen des Vereins zu pilgern, waren es 1089 im Jahre 1894, der letzteren 1979, im ganzen 3068. 1891 1892 1893 der angebotenen Arbeitskräfte 13 459 11 672 11 208 der verlangten Arbeitskräfte.. der besetzten Stellen. • 8011 7949 7 393 7376 7552 7 101 dem Nordbahnhof, Bernauerstraße. Arbeiter und Daß nur ein fleiner Theil der Stellensucher in Berlin die Hilfe dieses Vereins in Anspruch nimmt, geht schon aus jenen Zahlen hervor. Auf das Auf- und Abwogen der Arbeitslosigkeit in Berlin fann man aus jenen statistischen Daten deshalb kaum Schlüsse ziehen. Noch weniger sind sie für allgemeine sozialpolitische Zwede zu Zwecke zu verwerthen. Jm Oktober ist der In der Freien Vereinigung sämmtlicher in der Andrang nach Stellen stets am stärksten gewesen unter den Schuhindustrie beschäftigten Monaten, während im Verhältniß zu der Zahl der Stellensucher Arbeiterinnen sprach vor einer sehr gut besuchten Verdie meisten Stellen besetzt wurden im März( 95,7 pct.) und im sammlung Herr Dr. Weyl über die Bedeutung der Verkürzung September( 89,3 pCt.). der Arbeitszeit. Nach einer im allgemeinen dem Referat zuDem Lebensalter nach entfallen 9,2 pet. der Stellensucher Stimmenden Diskussion verlas der Kassirer die Abrechnung vom auf Arbeiter unter 16 Jahren, 23,4 pct. auf Arbeiter von 16 letzten Quartal. Die weiteren Verhandlungen betrafen lediglich bis 20 Jahren. interne Vereinsangelegenheiten. Arbeiter resp. junge Burschen eingestellt, weil diese sich Der Verein der Arbeiterinnen an Buchdruck: Schnell- mehr gefallen lassen, wie ältere und gelernte Arpreffen hatte am 9. Mai eine Versammlung einberufen, in der beiter. Als weiterer Uebelstand ist das Strafgelder- Unwesen zu Genosse Massini einen recht beifällig aufgenommenen Vor- rügen. Das Zuspätkommen wird bis zu 50 Pf. bestraft. Auf trag hielt. Da eine Diskussion nicht stattfand, ging man sogleich Nachfrage über den Verbleib der Strafgelder wurde den Arzur Regelung der Vereinsangelegenheiten über, die im allgemeinen beitern geantwortet, daß sich darum nur Verwaltungsangelegenheiten betrafen. Ursprünglicher Bestimmung gemäß sollen Kranke damit untersiügt werden. Von ben 300 Arbeitenden gehören aber nur 80 der Unterstützungskasse an, in welche die Strafgelder fließen sollen. Erdreistet sich ein Arbeiter oder eine Arbeiterin mit den Einrichtungen nicht einverstanden zu sein, fliegt sie refp. der Arbeiter hinaus. Schüchtern wagte jemand zu bemerken, daß mit 7 M. Wochenlohn nicht auszukommen sei, tags darauf erfolgte dessen Entlassung. Als besonderer Uebelstand wird das Kolonnenführer- System, welches hauptsächlich bei den Schnittmachern üblich ist, insofern empfunden, daß der Lohn der Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Stock Kolonnenführer in dem Lohne der Arbeiter eingerechnet ist. arbeiter hielt am 12. Mai seine Generalversammlung ab. Vor Durch die Diskussion gelangten noch mehrere interessante Fälle Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das An- zur Kenntniß und wurden die Ausführungen des Referenten bedenken des verstorbenen Kollegen König durch Erheben von den stätigt. Bezeichnend für die ganzen Zustände bei Deser u. Ko. Plätzen. Hierauf beschäftigte sich die Versammlung mit der Maß ist das Verbot, mit welchem die Arbeiter am Feierabend beglückt regelung des Kollegen G. Derfelbe war bei dem Hausmeister wurden, die Versammlung zu besuchen. Ein anwesender VerA. Götting, Strelitzerstr. 44, beschäftigt und wurde, als er er- treter genannter Firma versuchte die niedrigen Löhne zu flärte, am 1. Mai zu feiern, entlassen. Damit glaubte indessen bestreiten, er behauptete, daß dieselben sich zwischen 21 und der Hausmeister Götting seiner Pflicht gegen den umstürzenden 36 Mark bewegen, wogegen mehrere Stimmen aus der VerGesellen noch nicht genügt zu haben, sondern unterfing sammlung protestirten und nur zugaben, daß sich vielleicht der fich, den Berliner Stodfabrikanten zu schreiben: Ich habe den Lohn des Kompagnons auf 36 M. belaufen könne. Eine ArEchnißer E. wegen sozialistischer Umtriebe am 1. Mai entlassen. beiterin behauptete, daß den weiblichen Arbeitern der Rath ge41 nicht Aus der Uebersicht über die Berufe geht hervor, daß es vorzugsweise ungelernte Arbeiter und Dienstboten sind, die die Hilfe des Vereins in Anspruch nehmen. Im Jahre 1894 entfielen auf Stellensucher Besetzte Stellen Ungelernte Arbeiler Hausdiener Kutscher Lauf und Arbeitsburschen. Stallleute. . Zusammen: Gegen alle übrigen Berufe( in 42 Rategorien) 3376 877 5239 1554 1128 673 2808 1968 136 10865 6934 353 der angebotenen Arbeitskräfte... 2343 der besetzten Stellen 1583 1893 1894 3503 1789 1682 • 1436 40 ' uchstage felbst durften M. gegenübersteht. Dem Kassirer wird Decharge Fabrikräume durchweg gesäubert und geputzt wurden. Am Be= " Vernunft. die Arbeiter und Jm Monat Juli wurde von dem Verein im Einvernehmen beitende Hausmeister den großen Fabrikanten gegenüber sich zu sollten sie sich des Abends nach 9 Uhr noch etwas auf der Straße mit der Malerinnung ein Fach- Arbeitsnachweis für dieser Warnung verpflichtet fühlt, wirkte etwas komisch. Die dazu verdienen. Während dieser Verhandlungen wurde dem Bureau Maler und Anstreicher eingerichtet. Die Leitung hat ein Versammlung gab ihrer Ansicht in folgender Resolution Aus- Mittheilung, daß ein Berichterstatter des Herrn Defer in der Person Malermeister, der lange Jahre im Arbeitsnachweis der Innung Druck: Die Generalversammlung hält es unter ihrer Würde, sich des dortigen Arbeiters Hartwich anwesend sei. Letzterer verthätig war. Während der 6 Monate seines Bestehens( Juli- mit der Handlungsweise des Hausmeisters A.Götting, Etreligerstr. 44, suchte sein Buträgeramt zu leugnen, erklärte, 19,50 M. ohne jeglichen Dezember) betrug die Zahl noch weiter zu beschäftigen. Sie hält es für unmöglich, daß die Kassenabzug zu verdienen, womit er sich recht zufrieden fühlte. Naivetät eines mit diesen Mitteln arbeitenden Mannes Beim Hinausgehen vor Schluß der Versammlung inspizirte er Einfluß auf das weitere Fortkommen des Kollegen E. ausüben jeden Tisch nach) Arbeitern aus der Deser'schen Fabrik, welches In dem Bericht wird die Hoffnung ausgesprochen, daß ein kann. Eie überläßt es den Arbeitern der Branche, sich Gebahren ihm streng verwiesen wurde, widrigenfalls ihm fünftig folcher Arbeitsnachweis auch für andere Berufe sich einrichten den Namen dieses Mannes im Gedächtniß einzuprägen." der Zutritt zu den Versammlungen verweigert werde. Ueber den laffe. Er müsse an Arbeitgeber- Verbände( Jnnungen) fich an- Der nun folgende Kassenbericht für das lehte Halbjahr Besuch des Herrn v. Köller beim Kommerzienrath Krause wurde von lehnen, dürfe allerdings nicht parteiisch in deren Interesse ge- ergiebt eine Einnahme von 87 M., der eine Ausgabe von verschiedenen Seiten mitgetheilt, daß am Tage vor dem Besuch die leitet werden. Letzteres ist indeß nach allen bisherigen Erfahrungeneribeilt. Darauf folgt die Abrechnung von dem am 9. Februar stets ein frommer Wunsch geblieben. Während der Arbeitsnachweis des Vereins für männliche ftatfgehabten Mastenball. Diese ergiebt eine Einnahme von Arbeiterinnen erst turz vor Eintreffen des Personen einen stetigen, wenn auch geringen Rückgang von Jahr 277,40 M. und eine Ausgabe von 129,42 M. Der Ueberschuß Besuch es mit der Arbeit beginnen, damit nichts zu Jahr aufweist, ist bei dem Arbeitsnachweis für von 147,98 M. wird der Vereinskasse überwiesen. Bei der Neu- unordentlich, und die Arbeiterinnen frisch und munter erschienen. weibliche Personen ein Fortschritt, allerdings auch wahl des Vorstandes wird der bisherige Vorstand wiedergewählt. Der Besuch begab sich aber nur bis 4 Treppen nicht sehr beträchtlicher Art, zu verzeichnen. Es betrug die Das erledigte Amt des einen Revisors nimmt der Kollege hoch; bis zur Straffolonie, 6 Treppen hoch, Zahl: Herzog wahr. verstiegen sich die Herren nicht. Zum Schlusse wurde Drei öffentliche Maurerversammlungen wurden am in Grinnerung gebracht, daß mit dem 1. April die Sonntagsdie in der Luxuspapierbranche Beschäftigten der angebotenen Arbeitskräfte 2873 15. d. M. gleichzeitig abgehalten und zwar für den Osten und ruhe für der zu besetzenden Stellen. 1535 Südosten in Renz' Ealon, für den Norden im Swine- in fraft getreten ist. Ausnahmebestimmungen existiren nicht. der besetzten Stellen. münder Gesellschaftshause und für den Nordwesten und Pflicht eines jeden ist es, Uebertretungen sofort dem VertrauensUnter den Stellensucherinnen finden sich gar teine Dienstboten, Wedding in der Kronen- Brauerei( Moabit). Referenten mann mitzutheilen. Ferner wurde noch mitgetheilt, daß Herr dagegen( 1894) Fabrikarbeiterinnen in großer Bahl: 2046, von waren die Genossen Wilke, Behrendt und Sparfeld Pommernell, Inhaber Otto Lork u. H. Menzel in der Moritzdenen nur 630 Stellung fanden. Unter den 18 übrigen Kategorien und lautete die einheitliche Tagesordnung: Die Ursachen des ftraße, feinen Arbeitern zumuthet, die Arbeiten für denselben sind die in Buchbindereien und Druckereien beschäftigten Hilfs- wirthschaftlichen Niederganges und wie ist denselben abzuhelfen?" Preis herzustellen, wie sie vom Zuchthaus Plößensee geliefert arbeiterinnen die zahlreichsten. Ausdrücklich wird noch ver- Die Referenten erläuterten in großen Zügen die Entwickelung werden. merkt, daß von den 630 mit Fabrikarbeiterinnen besetzten der Produktion aus dem Kleinbetriebe in den Großbetrieb, die Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 19. Mat, vormittags 8 Uhr, Stellen allein 323 auf die Lampenfabrik der Allgemeinen Begleiterscheinungen der fapitalistischen Produktionsweise und Rosenthalerfir. 38: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über:„ Die Grundfäße der Gemeinde." Um 10% Uhr vormittags, ebendaselbst: Vortrag Elektrizitätsgesellschaft entfielen. Somit ist die Chance für eine stimmten darin überein, daß dieselben in erster Linie durch Organi- des Frl. Ida Altmann: Sünde und Sündlosigkeit". Fabritarbeiterin, durch den Verein Stellung zu finden, recht gering. fation der Arbeiter gemildert zu werden vermöchten. Die alte Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 19. Mai, abends 7% Uhr: Ver= Dem Alter nach waren von den Stellensucherinnen 8,3 pet. Solidarität, das feste Vertrauen und der geschlossene Busammenhalt sammlung. Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über: Glaube und unter 16 Jahren, 53,6 pCt. von 16-20 Jahren, 24,6 pCt. ent- der Berliner Maurer, wie sie früher bestanden, die die Maurer- Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. fielen auf Arbeiterinnen im Alter von 21-25 Jahren, nur bewegung groß und stark gemacht und große Erfolge ermöglicht( E.§. 29.) Filiale Berlin 1. Versammlung am Sonntag, den 19. Mai, 13,5 pt. auf alle übrigen Lebensalter. Dadurch wird bestätigt, hätten, müsse die Berliner Maurer aufs neue verbinden, der alte vormittags 10% Uhr, Lindenfir. 106 bei Zubeil. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. Filiale daß es wesentlich junge Mädchen sind, die in der Industrie Geist und Kampfesmuth müsse wieder aufleben, die alte bewährte Berlin 3. Mitglieder- Versammlung am Sonnabend, den 18. Mai, abends Verwendung finden. Von den 3503 Stellensucherinnen wohnten Fachorganisation wieder zur neuen Blüthe entfacht werden da 8% Uhr, in der Manteuffelstr. 46. Tagesordnung stehe Juferat in voriger 1947 bei ihren Eltern. durch, daß sich die Kollegen wieder um das alte Panier sammeln, Nummer. Einen besonderen Bericht erstattete der Verein ferner über die das sie schon oft zu Kampf und Sieg geführt habe. Politische Nr. 29 Hamburg.) Filiale Berlin 5. Sonnabend, den 18. Mai, abends 9 Uhr, Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter.( E. S. Wärmehallen im Winter 1894/95, die von ihm ins Leben und namentlich gewerkschaftliche Organisation sei den Berliner bei Diete, Lothringerstraße 67: Mitglieder- Bersammlung. gerufen wurden. Die Verwaltung derselben hat sich allmälig Maurern dringend anzurathen, wollten sie nicht gänzlich ver- Verein Berliner Schirmmacher. Sizung am Sonnabend, den 18. Mai, völlig abgezweigt von der Vereinsleitung, so daß jeßt ein be- sumpfen und zu grunde gehen. Ihr ganzes Sozialdemokratsein abends 9 Uhr, im Lokale von Nöllig, Neue Friedrichstr. 44. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, abends 7-8% Uhr: Lektüre sonderer Verein die Leitung der Wärmehallen übernehmen soll. ohne gewerkschaftliche Organisation ist Mumpig!" meinte Spa r- 8%-10% Uhr: Nordschule, Müllerstr. 179a, Distutirübungen( Thema: Was ist Die Wärmehallen waren geöffnet vom 3. Dezember 1894 bis feld am Schlusse seines Referates. Dieser Redner nahm Kultur? Referent: Genosse Tratscher.) Süd- Ost- Schule, Waldemarstr. 14, 13. März 1895. Am stärksten waren fie in der zweiten Hälfte auch Veranlassung, auf die Bedeutung des Genossenschaftswesens, 3bfcher.) unentgeltlich. Bei allen Unterrichtsfächern werden Damen und Diskutirübungen( Thema: Die Judenfrage in Deutschland. Referent: Genosse des Monats Februar besucht, von 1277 Personen nach das sich auch im Baufache zur Geltung bringen ließe, das aber Herren jederzeit aufgenommen. mittags zwischen 4-41/ 2 Uhr. Auch das ist nur eine ebenfalls einer starken gewerkschaftlichen Organisation als Grundtleine Zahl der Personen, die in jenen Tagen in Berlin lage bedürfe, hinzuweisen, ohne indessen näher auf die Materie obdachlos umherfroren. Es wurden Suppen, Kaffee, Milch einzugehen. In den den Referaten sich anschließenden Disund Brot verkauft, zum theil auch gratis verabfolgt. Der Verein fussionen traten besondere Gegnerschaften nicht zu tage und gebehauptet, genöthigt gewefen zu sein, junge Burschen unter langten schließlich Resolutionen im Sinne der Referenten zur 20 Jahren wegen häufig ruhestörenden Betragens gänzlich aus- Annahme. Den Maurern Moabits wurde noch die Betheiligung zuschließen. Einen nicht sehr erfreulichen Eindruck macht die an der sonntäglich bei Holzbächer statthabenden Frühsprache Klage des Vereins, daß die Eisenbahnverwaltung von Jahr zu dringend nahe gelegt. Die Abendsprache, wie sie im Osten an Jahr eine höhere Miethe für die zu Wärmehallen benußten den Abenden der Sonnabende statifinde, habe sich sehr gut bewährt. Derartige Zusammenfünfte dienten dazu, die Kollegen Eisenbahnbögen fordert. Angeschlossen an den Vereinsbericht ist ein Gutachten des einander näher zu bringen, wie auch zum freundschaftlichen Vorsitzenden, das sich gegen die Einrichtung eines städtischen Arbeitsnachweis. In der Ostversammlung wurde ferner scharf Arbeitsnachweises und für die freie Vereinsthätigkeit ausspricht. gerügt, daß die Firma Reimarius u. Hetzel( früher Borstel) bei Wir kommen darauf noch in einer besonderen Besprechung zurück. Ausführung von Arbeiten für die Gewerbe- Ausstellung nur 45 Pf. Stundenlohn zahle. In der Versammlung für den Norden wurde folgender Beschluß gefaßt:" Um dem schamlosen Treiben der heutigen Unternehmer im Baugewerbe einen Damm entgegen Der Versammlung des sozialdemokratischen Wahl zu sehen, werden die Vertrauensmänner angewiesen, statistisches vereins für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis, welche sammeln und dieses von Zeit zu Zeit in dem Bauhandwerker" Material über Lohn- und Arbeitsverhältnisse auf den Bauten zu am 15. Mai in den Oranien- Hallen" tagte, wurde durch den und„ Vorwärts" zu veröffentlichen, um so das schamlose Treiben überwachenden Polizeilieutenant ein vorzeitiges Ende bereitet; noch während des Bortrages, den Dr. med. Bernstein über gewiffenloser Unternehmer öffentlich zu kennzeichnen." Unterstützungsgesuch wurde den Vertrauensmännern überwiesen. " Geisteskrankheiten" hielt, löfte der Beamte die Versammlung auf In allen Versammlungen wurde den Kollegen zur Pflicht gemacht, grund des§ 8 des Vereinsgefehes vom Jahre 1851 auf. Die Ursache für weiteste Verbreitung des„ Bauhandwerker" Sorge zu tragen. dafür war die Anwesenheit einer Frau, die sich, mit odnungsmäßigem Gewerbeschein versehen, berechtigt glaubte, ihrem Rol- In einer öffentlichen Versammlung aller in der portagegeschäft auch in Wahlvereinen nachgehen zu dürfen. Vor Luxus- und Spigenpapierbranche beschäftigten Eröffnung der Versammlung hatte der Beamte allerdings bereits Arbeiter und Arbeiterinnen, die am 15. Mai imtheatergesellschaft Immer Lust is, Versammlungen. Ein Gesundbrunner Männer- Gesang= Arbeiter- Sängerbund Berlins und Untgegend. Borsigender Ad. Neumann, Pajewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9-11 Uhr: Uebungsflunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Gsmeralda, Königsbergerstr. 5 bei Rastowsky.- Grüne Eiche, Nirdorf, Hermannfir. 48, Ecke Herrfurthfiraße, bei Heickaus. 2yrania, Lands= berger Allee 156 bei Goebel. Ganges Echo, Naunynftr. 86, bei Zubeil. Glück zu, Pasewalkerstr. 3 bei Neumann. Männerchor. Prinzen- Allee 10 bet Bergmann verein Liebertranz in Brandenburg a. d. Havel, Mengert's Voltsgarten, Bergfir. 6.- Deutsche Eiche II, Brandenburg a. d. Havel, Hauptstraße, intel's Calon.- Frisch auf 1, Friedrichsberg, Nummelsburgerſtr. 23 bet Sängerlust, Luckenwalde, Beeligerstr. 34 bei Otto Emil Neumann. Schulze. Männer- Gesangverein Fortschritt, Königsbergerstraße 28 bet zeichniß. Hand in Hand 1, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bet Emil Heinecke. Männer- Gefangverein Immergrün, Tegel, Span= Moabit, Havelbergerstr. 31. dauerstr. 15 bei G. Rentner. Freie Admiralftr. 38 bei Euganer.- Gefangverein" Frisch auf II", Schönwalde Sänger, Schmargendorf, Wirthshaus Friedrich. Hand in hand I, in der Mart. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend find zu richten an: P. Gent, Adalbertstr. 95. Theaterverein effing, Kaupach fir. 6, Restaurant Felsengrotte deber Fichte( Witgl. d. Teutschen Arb.- Turnerb.) turnt heute: 1. Männer- Abth. und 4. Sonnabend). Friedensir. 37. 3. Männer- Abth. Boechstr. 21. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Turnverein 2. Lehrlings- Abth. Staligersir. 55-56. Gemischter Chor Gleichheit, Abends 9 Uhr, Emdenerstraße, Restaurateur Schirmer. Bühnenverband Normania, ieben letzten Sonnabend Königsbergerstraße Nr. 28. im Monat Sigung bei G. Leichniß, Privat Theater Gesellschaft Schiller, Sigung abends uhr bei einte, Buttbuferftr. 24. Nach der Situng: Theaterverein Bavaria, Ackerstraße 17 bei Manfras. Privattheater Gesellschaft Toni, Connabend 9% Uhr bei Buleger, Gwinea münderstraße 144.- Theatervercin Lustige Brüder II, Gizung jeden Sonnabend Abends 9 Uhr, bei Reichelt, Hafenhaide Nr. 45/47. Cigung bet Fidelitas. = Ruhl, 9 Uhr Verein Stattlub Ar Dansk Forening Freja, Oranienstrasse 51, Módeaften hver Lördag Mit vorzüglicher Hochachtung Dr. Otto Mugdan. Chorinerfir. 58..- Bergnügungsflub Oftend, Sigung Abends eine Einnahme von nur 276 098. gegenüber, so daß damals unter den Gewert3- Krankenvereinen weit mehr Personen ben im Restaurant Rudolf, Krautfireße 6. Geselliger Arbeiter das Defizit 103 509 M. betrug. Ohne weiteres aber nun beide Krankenhäusern überwiesen wurden, als zu der Zeit, in der die Proletaria, Sonnabend nach Dem 1. und 15. jeden Monats Abends 9 Uhr bet Sommer, Grünstraße 21. Rauchtlub Defizits abzuziehen und die Differenz als Gewinn für die Kasse Kasse freie Arztwahl hatte. Blaue Wolfell, Sigung jeden Sonnabend 9 Uhr im Restaurant&. Steuer, in Rechnung zu stellen, dies geht nicht an, da im ersten Zum Schlusse hoffe ich, daß noch in diesem Jahre bei der Weinstraße 23. Rauchflub Dornröschen, jeden Sonnabend, Abends Quartal 1894 die Beiträge um 3 Pf. geringer waren, als im Meyer'schen Kasse sowohl wie bei allen anderen ein wirklicher 9 Uhr, bet F. Krüger, Fennstraße 5. Rauchflub Unverzagt, Abends 9 Uhr bei Vogel, Lebuserstr. 13. Rauchtlub Märtisch kraut, ersten Quartal 1895, die Krankenunterstüßung dagegen damals Gewinn sich einstellen möge; denn tritt dies ein, so wird die Eisenbahnstr. 7 bei Engelhardt. Stattlub Blaue Blouse, jeben auf 52 Wochen, im letzten Quartal nur auf 13 Wochen gewährt Arbeitslosigkeit geringer und der Arbeitslohn höher sein, als ee Sonnabend bei Wuttke, Graudenzerstr. 2.- Stattlub Revolution, Sizung wurde. Die Meyer'sche Kasse hatte im ersten Quartal 1894 eine im Vorjahre gewesen ist. jeden Sonnabend 9 Uhr bet Hauptmann, Wienerstraße 1-6 Brüderlichkeit, Sonnabend von 9-11 Uhr Sigung bet Wittwe Lehn, durchschnittliche Mitgliederzahl von 47 400 Personen; würde Stralsunderstr. 19.- Bergnügungsverein Alpenveilchen, jeden Sonn daher damals der Beitrag derselbe gewesen sein, wie im ersten abend 10 Uhr Sigung bei Ruppin, Blumenstr. 49. Tambourverein Ruf, Quartal 1895, so hätten sich dadurch die Einnahmen auf Sonnabend, abends 9 11hr, beim Restaurateur Sodtke, Inselstr. 1. beiter- Zitherflub Frohsinn abends 8 Uhr im Restaurant Reich, Blumen- 294 584 M. erhöht, und wäre in beiden verglichenen Quartalen Der Einsender irrt, wenn er behauptet, wir hätten bei der ftraße 32. Vergnügungsverein Bruderfette, Sigung abends 9 Uhr bei die Länge der Krankenunterstützung die gleiche gewesen, allgemeinen Orts- Krankenkasse die angegebene Summe als GeParis, Gleditschstr. 23. Gäste willkommen. Wir haben vielmehr von einem finanziellen 1o hätten sich im 1. Quartal 1894 die Ausgaben für dieselbe winn bezeichnet. KI, 9. Besógende ere velkomne. Danske Aviser findes i Lokalet. 1:11 10 p@ t. nach Angabe in dem letzten Jahres- Vortheil gesprochen, als welchen man immerhin das Ergebniß Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. berichte der Meyer'schen Kasse( Seite 9)- d. h. von 192 702 M. bezeichnen kann. Unrichtig ist ferner, wenn der Einsender bes auf 173 432 M., mithin die Gesammtausgaben von 379 607 M. hauptet, die Rechnungen im Monat Januar- Februar refultirten auf 360 337. vermindert. Würden also im ersten Quartal vom voraufgegangenen Quartal. Nach näherer Information 1894 dieselben Verhältnisse, wie im ersten Quartal 1895 bestanden trifft diese Annahme nur für den Monat Januar zu. Richtig ist haben, so hätten die Ausgaben nur 360 337 M., die Einnahmen allerdings, daß durch die Beitragserhöhung und Herabsehung der 294 584 m. betragen, mithin würde das Defizit nur 65 753 M. Leistung das Ergebniß kein so günstiges ist wie angenommen war. gewesen sein, also nur 12 427 M. mehr als im ersten Quartal 1895. Dazu kommt, daß die Kasse im ersten Quartal 1894 46 000 m. Entschädigung an Krankenhäuser zu zahlen hatte, im ersten Quartal 1895 dagegen mur 34 000 M.; sicher muß In den Verkehr des Weltpostvereins mit einbegriffen die Entschädigung an Krankenhäuser im Januar und Februar 1894( 36 800 M.) auf Rechnung des Gewerks Krankenvereins, werden fortan folgende Gebiete Süd- Afrika's: Basutoland, Öst die im Januar und Februar 1895 gezahlte( 23 700 m.) auf und West Griqualand, Klein- Namaqualand, Pondoland, Rechnung des Vereins der freigewählten Rassenärzte gesetzt Tembuland, Transkei und Walfisch- Bay, welche in bezug auf werden. Wenn also die Meyer'sche Rasse im ersten Quartal 1895 den Postdienst als zur Kap- Kolonie gehörig anzusehen find. einen relativen" Gewinn erzielt hat, so verdankt sie dies in Demgemäß tommen nunmehr auf den Briefverkehr mit diesen erster Linie der Erhöhung der Beiträge, sowie der Herabsetzung Gebieten lediglich die Bestimmungen des Vereinsdienstes zur Anber Krankenunterstüßung, also Faktoren, die mit dem Arztsystem wendung. garnichts zu thun haben,*) in zweiter Linie dem Umstande, daß Rue St. Honore 314 Cafe bu Sion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Verfammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, französischer Unterricht. London. Der einzige hiesige fozialdemokratische Berein Londons, der alte, von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründete ommunifiifche Arbeiter: Bilbungsverein beftudet sich nach wie vor 49 Tottenham Street Tottenham Court Rd., W. London. Sprechsaal. Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechfaals, soweit der Naum dafür abzugeben ist, dem Bublikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; ste wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. A Dermisdites. Sur freien Arztwahl. In Nr. 110 des Borwärts" wird in einem Auffage gegen die freie Arztwahl die Behauptung aufgestellt, daß die Allgemeine Ortskrankenkaffe gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen( Meyer'sche Kaffe) im ersten Quartal 1895 bekanntlich hat die Kasse am 1. Januar 1895 die freie Arztwah! abgeschafft einen Gewinn von 50 000 m. erzielt habe. That sächlich betrugen bei dieser Kaffe im ersten Quartal 1895 die Einnahmen: 304 818 M. und die Ausgaben: 358 144 M., fodaß Krankenunterstützung von dem Oberpräsidenten auf grund des ein Defizit von 53 326 M. entstanden ist. Nun stand*) Um Irrthümer zu vermeiden, bemerke ich, daß die Er- finanziellen Ergebnisses des Jahres 1893, in dem die Kasse allerdings im 1. Quartal 1894 einer Ausgabe von 379 607 m. höhung der Beiträge sowohl, als auch die Herabsehung der noch zum Gewerks- Krankenverein gehörte, angeordnet wurde. Sozialdemokratischer Wahlverein Stuckateure! für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Generalversammlung Gauverein Berliner Bildhauer. Versammlung am Montag, den 20. Mai, abends Da am Mittwoch unsere Versammlung aufgelöst wurde, findet am 8 Uhr bei Buste( früher] Seefeld), Montag, den 20. Mai, abends 81/2 Uhr, eine neue Versammlung in den Grenadierstr. 33. 226/11 Dienstag, den 21. Mai 1895, abends 8½ Uhr, bei Oranienhallen", Oranienstr. 51, statt. Erscheinen sämmtlicher Kollegen Schneider, Annenstraße 16. Zages Ordnung: dringend nöthig. Tagesordnung: 1. Statutenberathung. 2. Wahl eines Schrift. Der Vorstand. führers und Verschiedenes. J. A.: A. Jänide. 1. Vortrag des Genossen Dr. Paul Bernstein über:„ Geistesfrankheiten". 2. Diskussion, 3. Vereinsangelegenheiten. 302/11 Der Vorstand. Den Mitgliedern des Wahlvereins zur Nachricht, daß am Donnerstag, den 23. Mai( Himmelfahrt), eine Fußpartie nach Grünau stattfindet. Abmarsch früh 61/2 Uhr von Genossen Felgentreff, Reichenbergerstr. 20, und Kind'scher Ausschant, Staligerstr. 75( Schlesisches Thor) 7 Uhr. Treffpunkt für Familie, Grünau, Köpenickerstr. 108, bei Niggemann. von Montag, den 20. Mai, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung Achtung! 78/3 In anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung werden die Mits Achtung! glieder dringend ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Handschuhmacher. Verein der Tithographen, Steindrucker Sontag, den 19. Mai, vormittags 10 Uhr, findet im Lokale des Herrn Hensel, Invalidenstr. 1a, eine öffentliche 1130b Handschuhmacher- Versammlung für Berlin und Umgegend statt. Tages- Ordnung: der in der Damen- und Kinderkostüm- Branche beschäftigten 1. Bericht der Delegirten der GeArbeiter und Arbeiterinnen, sowie der Bügler, Steppe- werkschafts- Kommission. 2. Diskussion. rinnen, Mäntel, Blousen, Damen Unterrock, Kleider- Wahl des Delegirten. = und Knabenkostüm- Arbeiterinnen in den Arminhallen, Rommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Die Zustände und Lohnverhältnisse bei den Schneidermeistern Gräpniz, Reichenbergerstr. 107, 30 ch, Oranienstr. 2a und Kollenter, Adalbertstr. 8, und das brutale Vorgehen dieser Herren gegenüber ihren schiedenes. 4. VerDer Einberufer. Drts- Krankenkasse der Buchbinder und Berufsgen. Deutschlands( Filiale Berlin). Donnerstag, den 23. Mai( Himmelfahrtstag): Herrenpartie nach Pichelsdorf unter Betheiligung des Gesangvereins ,, Senefelder", Sammelpunkt morgens 61/2 Uhr am Brandenburger Thor, Abmarsch: 7 Uhr. Treffpunkt für Nachzügler ist nicht. Zahlreiche Betheiligung wird erwünscht. Die Verwaltung. 168/15 Verband der in Buchbindereien, Arbeiterinnen; sowie das unkollegialische Verhalten der Kollegen unter sich und verwandten Gewerbe der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beſchäft. selbst. Referentin: Frau Gubela. 2. Diskussion. 3. Ergänzungswahl ber Montag, den 27. Mai, abds. Uhr, Agitationskommission. 4. Wahl von Gewerkschaftsdelegirten. 5. Regelung des Alte Jakobstr. 32: Agitationsfonds. 6. Verschiedenes. 38/6 Außerordentliche Die Genoffen werden ganz besonders auf dieſe Versammlung auf Generalversammlung. mertfam gemacht. Die Arbeitgeber sind zu dieser Versammlung schriftlich eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Die Agitationskommission der in der Damen- n. Kinderkonfektion beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Achtung! Achtung! Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über die Verfügung des Oberpräsidenten betr. Herabsetzung der Krankenunterstützung. Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 20. Mai, abends 8% hr bei Schmiedel, Alte Jakabftr. 32: Mitglieder- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Religion und Sittlichkeit im Lichte der Naturwissenschaft. 2. Abrechnung und Bericht der Sperre bei 2. Ersatzwahl e. Vorstandsmitgliedes. Haman. 3. Mitgliedschaftsangelegenheiten und Verschiedenes. 3. Verschiedenes. C. Hoffmann, Vorsigender. 78/20 78/19 Der Vorstand. Metallschleifer u.Galvaniseure Achtung! Rigdorf! Steinarbeiter Oeffentliche Versammlung am Montag, den 20. Mai 1895, abends 8 Uhr, im Lofal von Kintz& Co.( früher Wieneck e), Alte Jakobstr. 83. Zages Ordnung: 67/18 1. Vortrag des Kollegen P. Litfin über: Die wirthschaftlichen Umwälzungen und die Entwickelung der Gewerkschafts- Bewegung. 2. Die Mißstände in der Werkstätte von Wolter, Nachf. Puttendörfer& Kienast, Ritterstr. 74. 3. Diskussion. Verein der Bau u. gewerb lichen Hilfsarbeiter Rigdorfs und Umgegend. Sonntag, den 19. Mai, bei Schütz, Prinz Handjerystr. 7: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Protokollverlesung. 2. Vierteljahresabrechnung. 8. Stellungnahme Berlins und Umgegend. Sonntag, den 19. Mai, nachmittags 3 Uhr, im Lokale des Genossen F. Zubeil, Lindenstr. 106: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Gewerkschaftliches. 2. Vortrag des Genossen Fritz Hansen über: Die Innungen und ihre Ziele". Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung wird jeder Kollege dringend 227/19 Der Vertrauensmann: J. Buchmann, Fidicinftr. 38. guin Stiftungsfest und Wahl eines ersucht, zu erscheinen. Alle Kollegen, welche in Werkstätten arbeiten, in denen Arbeiten für die Vergnügungsfomitees. 4. BereinsFirma Moritz Rosenow angefertigt werden, besonders die Kollegen von angelegenheiten. Verschiedenes.[ 96/7 Nehring, Feilnerstr. 3a, Zorn& Zelch, Neuenburgerstr. 16, und Bergfeld, Ritterstr. 11, sind zu dieser Versammlung speziell eingeladen. Druckerei Süd- Ost" Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen aller Kollegen ersucht Der Vertrauensmann der Metallschleifer: Adolf Madrian, Manteuffelstr. 34, I. Gegr. 1880. Wrangelstr. 91, Tel.IV.529 Grosse öffentl. Versammlung der allgem. Arbeiter n. Arbeiterinnen. am Montag, den 20. Mai 1895, abends 8 Uhr, im Lokale Königsbank", Gr. Frankfurterstr. 117. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten E. Vogtherr. 2. Diskussion, Die Velurt- Arbeiterinnen und-Arbeiter sind ganz besonders eingeladen. 70/5 Pflicht aller Arbeiter und Arbeiterinnen ist es, zu erscheinen. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung ftatt. Vertrauensmann O. Schüler. Dachdecker und Berufsgenossen. Sonntag, den 19. Mai, vormittags 10 Uhr, bei Gründel, Brunnenstraße 188: Oeffentliche Versammlung. Zages Ordnung: = 1. Situationsbericht der am 2. Osterfeiertag gewählten Kommission. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 110/6 Da aller Wahrscheinlichkeit nach in dieser Versammlung wichtige Beschlüsse gefaßt werden müssen, so ist es Pflicht eines jeden Dachdeckers und Berufsgenossen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Kommiffion. Franz Müller. Möbelpolirer! Morgen Abend, 5 Uhr, Waldemarstr. 75: Empfiehlt sich zur ſchnellsten und Oeffentliche Versammlung mit billigsten Anfertigung aller im Privatund Vereinsleben vorkommenden Druckfachen. Tages Ordnung: 208/15 Frauen. 1. Vortrag des Genossen Schöpflin über: Aberglaube. 2. Diskussion. 964b 8. Bericht über die Maifeier.-Nachher gemüthliches BeisammenDer Vertrauensmann. Das Groß- Restaurant zum fein. Entree 10 Pf. egler- Schlösschen Achtung! Segler in Schmöckwitz e Former! Achtung! entspricht wegen feiner großen Montag, den 20. Mai, abends 8 Uhr, im Kolberger Salon, Räumlichkeiten den weitgehendsten AnKolbergerßr. 23: 1219 forderungen, daher Vereinen, Gefell Oeffentliche Versammlung fchaften, Fabriken zu Ausflügen besonders zu empfehlen. Th. Hahne. Neu eröffnet: 3. Restaurant und Stehbierhalle Emil Krutenberg, Königsbergerstr. 13. der Former mit Frauen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Pähel. 2. Diskussion. Der Einberufer. Ausgabe. Berschiedenes. Jubiläums- 25 August Bebel: Soeben erschien die fünfundzwanzigste Auflage von Destillation Die Frau und der Sozialismus. mit Nebenräumen u. gr. Vereinszimmer ( ca. 60 Perf.), gutgehend, an Parteigenossen zu vert. Swinemünderstr. 45. Heft- Ausgabe. Komplet in 10 Seften à 20 Pfennig. Bu beziehen durch alle Kolporteure. 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Jede Uebervortheilung ist ausgeschlossen, da ich für Nichtzusagendes den ausgelegten Betrag zurückzahle, sobald es mir im Originalzustande zurückgebracht wird. Bei Aufträgen von außerhalb wolle mer gef. für Kindergarderobe ob dasselbe dem Alter entsprechend körperlich mehr oder weniger entwickelt ist. Für Herrengarderobe bitte den Bruftumfang dicht unter dem Arm herumgemessen die halbe Rückenbreite von der Mittelnaht bis zur Aermelnaht gemessen, die äußere Aermellänge- und die Schrittlänge der Hose bis zum Beginn des Absatzes gemessen, anzugeben. Alle Angaben bitte nach Bentimetermaß; auch bitte ich zu bestimmen, ob die Farbe der Stoffe hell, mittel Wasch- Anzüge von Moleskin und andern waschechten Stoffen zu 5,75, 6,50 bis 10 M. oder dunkel sein soll. Frankatur ausgeschlossen. Versand nur gegen Nachnahme bezw. Waschhofen von 1,40. an. vorherige Einsendung des Betrages. 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