Nr. 116. Erscheint täglich außer Montags. Prets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mr. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs: Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. " Vorwärts 12. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr Abends, an Sonnund Fesitagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Bernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, 33ents- Straße 2. Sonntag, den 19. Mai 1895. Expedition: SW. 19, 33enth- Straße 3. J. IV F. 1325 93. VI 5665. Im Namen des Königs! In§ 5. Zur Bereitstellung der im§ 1 gedachten 5 000 000 m.[ drei Gruppen von Wohnungen hergestellt werden: Wohder Straffache gegen den Reichstags- Abgeordneten Redakteur ist eine Anleihe durch Veräußerung eines entsprechenden Be- nungen von drei Zimmern und Küche, zwei Zimmern und Robert Hermann Julius Schmidt zu Berlin, geboren am trages von Echuldverschreibungen aufzunehmen. Küche und einem Zimmer und Küche. Die Häuser sollen 15. Mai 1864 zu Berlin, Dissident, wegen Beleidigung durch die§ 6. Dem Landtage ist bei dessen nächster regelmäßiger für je zwei bis acht Familien berechnet sein. Nach einer Presse, hat die VII. Straffammer des föniglichen Landgerichts I Busammenkunft über die Ausführung dieses Gesetzes Rechenschaft Angabe des Ministers v. Berlepsch würde in ZweiBerlin in der Sigung vom 15. Oftober 1894, an welcher theil- zu geben. Berliner Vorwärts", sowie in die„ Badische Landeszeitung" auf Arbeiter. Es klingt zunächst sehr großartig, wie eine exkleckliche Abschlagszahlung auf die langversprochene und immer ausgebliebene obrigkeitliche Sozialreform, wenn wir von einer Maßregel der preußischen Regierung hören mit der langathmigen Betitelung: Es sind nur die Arbeiter und Beamten der Staatsgenommen haben: 1. Voigt, Landgerichts- Direktor, 2. Kahnen- Also Geldopfer werden dem armen preußischen Staate Familienhäusern die Wohnung je 5100 M., in den Biers berg, 3. Reinicke, 4. Roscky, Landgerichtsräthe, 5. Busch, Land- bei dieser Sozialreform völlig erspart. Er wird aber so groß- Familienhäusern je 4500 M., und in den Acht- Familienhäusern richter, als Richter, Müller II, Staatsanwalt, als Beamter der müthig sein, die gewaltige Summe von 5 Millionen Mark von je 4000 M. an Kapitalsanlage zu stehen kommen. Rechnet Staatsanwaltschaft, Caro, Referendar, als Gerichtsschreiber, für anderen Leuten zu pumpen, damit Wohnhäuser mit Woh- man um die Kapitalszinsen- mäßig zu 4 pt., so Recht erkannt: Der Angeklagte Schmidt wird wegen Beleidigung mittels der Preffe zu einer Geldstrafe von 500- fünfhundert- nungen, passend für mittellose Leute, zu bauen und diese würden einschließlich der beanspruchten 1 pet. VerwaltungsMark, an deren Stelle für je 10 m im Nichtbeitreibungsfalle Wohnungen an seine Arbeiter und Beamte gegen einen gebühren und 1/2 pet. Amortisation die Wohnungen mit eine eintägige Gefängnißstrafe zu treten hat, unter Belastung mit Miethszins abzugeben, der eine angemessene Verzinsung und je 51/2 pCt. zu verzinsen sein durch den Miether. Das wären den Kosten des Verfahrens verurtheilt. Dem Beleidigten Haupt- Amortifirung des Anlagefapitals einträgt. Eine mert durchschnittlich also 220--280 M. Das erscheint uns, wenn mann Buß wird die Befugniß zugesprochen, die Verurtheilung würdig zarte Rücksicht auf den Geldbeutel des preußischen wir als Normalwohnung die der zweiten Gruppe, mit Zimmer, des Angeklagten binnen 4 Wochen nach Zustellung einer Aus- Steuerzahlers spricht sich in den Motiven zu diesem sozial- Kammer und Küche, annehmen, denn doch für kleine Orte fertigung des rechtskräftigen Urtheils durch je einmalige Ein- politischen Gesetzesvorschlag aus. Doch dafür entschädigt ein viel zu hoher Miethspreis zu sein. Finanziell werden rückung der Urtheils formel an hervorragender Stelle in den sich ja die preußische Staatsverwaltung durch um so also die beglückten Arbeiter und Beamten bei dieser StaatsRoften des Angeklagten öffentlich bekannt zu machen. Gleich fräftigere Geldauspreffungs- Bemühungen, wenn es gilt, den wohlthat kaum etwas profitiren. Schwerer ins Gewicht fallen für uns aber noch die zeitig wird fangeordnet, daß alle vorfindlichen Exemplare des nämlichen Steuerzahler für allerhand patriotische" Aussonstigen Nachtheile, die den Arbeitern der Staatsverwaltung Vorwärts" vom 7. September 1898 fowie die zu ihrer Her- gaben in Anspruch zu nehmen. stellung bestimmten Platten und Formen, insoweit sie den Judeß, Motive find die schwache Seite der heutigen aus diesem Wohnungssystem erblühen können. Die Reinkriminirten Artikel betreffen, einzuziehen und unbrauchbar zu Regierungsmänner. Auch für diesen Gesezentwurf sind sie gierungsvertreter haben sich zwar eifrigft dagegen verwahrt, machen sind. Von Rechts wegen. so dürftig ausgefallen, daß man nicht einmal aus ihnen daß beabsichtigt würde, die Arbeiter unter eine Staatsflar erkennen kann, wo und für welche Arbeiter und aufsicht auch in ihrem Privatleben zu bringen. Leider Stantswohnungen für Stants- joll. Enſt die Berhandlungen im preußischen Ab eine quälende Berengerung der Bewegungsfreiheit und der Beamtengruppen die Fünfmillionen Anleihe Verwendung lehren zahlreiche Vorkehrungen im öffentlichen Leben, daß finden geordnetenhause, die zu einer Ueberweisung des Gesetz- politischen Freiheit, so dürftig dieselben auch so wie so hier entwurfs an eine Vierzehner- Kommission führten, haben zulande bereits find, mit derartigen Anstalten der Staatsdarüber einigen Aufschluß ertheilt. fürsorge fast unabwendbar verbunden zu sein pflegen. Aber einer der Befürworter des Gesezentwurfes, ein eisenbahnen und der Bergwerks- Verwaltungen, denen man Mann, der sich auf Arbeiterbeeinflussung versteht aus die geplanten Miethshäuser bestimmt hat. Nach den An- dem ff, der bekannte Herr Bued, der Generalsekretär des gaben der Minifter glaubt die Eisenbahn- Verwaltung mit Vereins mit dem langen Namen, hat denn auch die Raße einem Aufwande von 6 Mill. Mark, die Bergwerksverwaltung aus dem Sack gelassen. Indem er ein halbwegs ähnliches mit einem solchen von 2 Millionen Mart den vorhandenen Bauunternehmen des Herrn Krupp rühmend erwähnt, ein Wäre das zu Logirhaus für einzelstehende Arbeiter, sagt er: Bedürfnissen genüge leiften zu können. " Ich habe mir dieses Haus selbst angesehen, und ich treffend, so würden die fünf Millionen Mark zu einem ersten muß sagen, daß aus der woraus denn die Regierung die Ueberzeugung schöpft, daß sammten Klasse der Arbeiter die besseren § 1. Der Staatsregie: ung wird der Betrag von fünf jene 6 und 2 Millionen allen vernünftigen Ansprüchen an elemente sich herausheben und eine gewisse Millionen Mart zur Verfügung gestellt, um damit eine den Bau von Arbeiterwohnungen genügen. Nur so viel Aristokratie unter den Arbeitern bildet, die Verbesserung der Wohnungsverhältnisse von Arbeitern, die in läßt sich erkennen, daß an den Bau von Wohnungen in um so fefter den sozialdemokratischen Be staatlichen Betrieben beschäftigt sind, und von gering befoldeten großen Städten, wo das größte Wohnungselend herrscht, strebungen Widerstand entgegensezen wird.". Staatsbeamten nach Maßgabe der nachstehenden Bestimmungen kaum gedacht wird. Ganz abgesehen von den Plänen der Jin Zusammenhange mit diesem Seelenbekenntniß eines herbeizuführen. §2. Aus den bereit gestellen Mitteln dürfen für Rechnung Bergwerksverwaltung, deren Arbeiter so wie so abseits gesellschafts- und staatsrettenden Unternehmens versteht man des Staates Wohnhäuser, die im Eigenthum des den Verkehrszentren in der Nähe der Grube auch besser, was was Herrn Finanzminister Miquel den Staates verbleiben, errichtet werden. Die in diesen ihr Domizil haben müssen, hat auch die Eisenbahn- Stoßseufzer abzwängte: In welche Gesellschaft find solche Beamte Häusern enthaltenen Wohnungen sind alsdann an Arbeiter, die verwaltung nur dort den Bau von Wohnhäusern ins in staatlichen Betrieben beschäftigt sind, oder an gering befoldete Auge gefaßt, wo die Anlegung von Werkstätten in kleineren heute, namentlich in den großen Städten täglich zu kommen, Beamte zu vermiethen. Orten einen plötzlichen Zuzug von Arbeitern und Beamten oft geradezu gezwungen, weil sie andere Wohnungen nicht § 3. Der Miethszins ist so zu bestimmen, daß er nach geschaffen hat, denen die örtlichen Verhältnisse die Ausfindig- finden?!" finden?!" dir Deckung der Kosten für die Verwaltung und die bauliche Unter- machung passender Wohnungen erschweren. Da muß dem hocheingeschätzten Herrn eine schmerzliche haltung der Gebäude eine angemessene Verzinsung werden müßte, ist sicher. Der Regierungsplan kann aber seiner Jugendzeit, als er selber erfahren hat, bis zu welchem Daß dort ein Bedürfniß vorhanden ist, das gedeckt Erinnerung aufgetaucht sein an die übelangewandten Tage wenig Befriedigung erwecken. Vor allem scheint der Plan Grade Geist und Gemüth eines Sohnes ordnungsbefliffener anf viel zu theure Wohnungen hinauszukommen. Es sollen Eltern verderbt werden kann durch schlechten Umgang: bis Entwurf eines Gefeßes, betreffend die Bewilligung von Etaatsmitteln zur Verbesserung der Wohnungs verhältnisse von Arbeitern, die in staatlichen Be trieben beschäftigt find, und von gering befoldeten Staatsbeamten. Die hochgespannten Erwartungen werden indeß erheblich herabgestimmt, wenn man dann die 6 Paragraphen des langbetitelten Gesezentwurfs durchlieft: des gesammten Anlagefapitals und die Amor tisation der Baukosten gewährt. § 4. Die bereitgestellten Mittel dürfen ferner zur Bewilligung Don Bauprämien und Baudarlehnen verwendet werden. Feuilleton. Verfuch ja ausreichen. Leider erfahren wir aber garnicht, mich gemacht; es trägt dazu bei, es hat einen vortrefflichen Eindruck auf von " ge= kommen war. Ab und zu blieb ein Angetrunkener oder Ein paar verschlagene Köpfe, welche die umwälzenden ein Gassenjunge stehen, um die Soldaten lachend anzurufen: Erfindungen genialer Grübelgeister für ihre eigene Tasche " Du, Jochem, der neinte Knopp is nich jeputzt!" oder: ergiebig zu machen wußten, hatten sich hier draußen eine [ Nachdruck verboten.]" Echieß man blos nich um die Ecke, Willem, det thut souveräne Machtstellung geschaffen, um die sie mancher Feldweh!" oder: Jetzt man nach Köln am Rhein, da machen marschall der heiligen Allianz, mancher von den sechsund16 je Revoluzion!" dreißig deutschen Landesvätern beneiden konnte. Berliner Märztage. Eine geschichtliche Erzählung von Michel Deutsch. Die armen pommierschen, schlesischen und ostpreußischen Bauernjungen, die mit ihren zwanzig Jahren keinen blauen Unter den Linden war das Treiben der Menschen noch Dunst davon hatten, was eigentlich um sie herum vorging, lebhafter als auf dem Schloßplatz. Die Angehörigen der blickten verlegen nach dem Herrn Lieutenant, der sie führte. besseren Kreise" waren hier zahlreicher, als vor dem Und als sie sahen, daß dieser vor Wuth und Ingrimm Schloffe. Nur ein Element fehlte heut fast ganz: die seinen Schnurrbart faute und giftige Blicke auf die Passanten Offiziere. Wo sich einer dieser privilegirten Uniformträger des Bürgersteigs abschoß, da begannen auch sie ingrimmig sehen ließ, da zeigte seine Miene einen geschäftigen, dienst- drein zu schauen, als ob sie die göttliche Weltordnung selbst lichen, fast scheuen Ausdruck. Es war, als ob sie sich unter gegen eine Armee von wüthenden Höllengeistern zu vertheidigen Feinden bewegten, denen sie nicht frei ins Auge zu blicken hätten. wagten als ob sie nicht Kinder dieses selben preußischen Voltes wären, das sich da in den Gaffen fummelte, sondern einer fremden Erobererrasse angehörten, die für ihre Herr schaft fürchtete. Und sie bedurften keiner zwangsweisen Aushebung und feiner mit Latten und Spießruthen arbeitenden Disziplin, um ihre Bataillone zu formiren, denn zu Hunderten und Tausenden drängten sich die Freiwilligen des Hungers, die Schiffbrüchigen des Handwerks und Kleingewerbes nach ihren Werbebureaus. Leute, die eben noch von einer eigenen Werkstatt, einer bescheidenen Selbständigkeit und jener idyllischen, zünstlerisch- patriarchalischen Alleinherrschaft im engen häns lichen Kreise geträumt hatten, sahen sich plötzlich, sie wußten selber nicht wie, in die Armee dieser Condottieri( LandsJenseits der Stadtmauer, vor dem Dranienburger Thore, knecht- Häuptlinge) des Kapitalismus eingereiht. Tas Angenehme und Lustige aber bei der Sache war, befanden sich zu jener Zeit die großen Maschinenbau- Anstalten von Borsig, Egells, Rüdiger, Sigl u. s. w., die den Ruhm daß diese Condottieri ihre Truppen nicht einmal zu nähren, der aufblühenden Berliner Großindustrie zuerst begründet zu kleiden und zu beherbergen brauchten, wie das der König An der Ecke der Friedrichstraße trennte sich Hans von hatten. Hier hatte im Laufe der beiden letzten Jahrzehnte doch mit seinen Soldaten thun mußte, daß sie keinen seinen beiden Begleitern. Hartung wollte den Weg zu sich jener wichtige Abschnürungsprozeß vorbereitet, durch den Invaliden und Alterspfründner, keine Wittwen und Waisen feiner in der Invalidenstraße wohnenden Echwester allein aus dem biederen alten Schlosser- und Schmiedehandwerk zu füttern hatten, gleich dem König, sondern daß sie einfach zurücklegen, während Schnick und Ferdinand, der sich mit der Moloch der modernen Eisenindustrie sich entwickeln ihren Söldnern am Zahltage das Bischen Lohn hinwarfen einer Schaar von Altersgenossen zusammengethan hatte, sollte. Dampf, Kohle und Eisen" dieser elementare und damit quitt waren: " Paßt Dir's nicht? Gut vor dem Thore stehen einen Ausflug nach den Zelten unternahmen. Am Abend kapitalistische Dreibund, der den Hunderttausenden seine wollten sie dann bei Vater Wernicke wieder zusammen barbarischen Hungergeseze diktirte, war hier außerhalb schon zehn andere für Dich!" der eigentlichen Stadt mit seinen Kerntruppen ins Quartier treffen. Kraut bist Du? Fort mit Dir- wir brauchen nur In der Friedrichstraße, nahe der Karlstraße, sah Hartung gezogen, fest entschlossen, dieses mittelalterlich- spießbürgerliche Gesunde!" leiddann größere und kleinere Soldatenabtheilungen in der Richtung kleine Soldatennest in Grund und Boden zu schmettern und Fünf Kinder hast Du? Thut uns leid dann hungre nach dem Innern der Stadt vorübermarschiren. Die ein neues Berlin, das seiner würdig wäre, ein groß und Du selbst und lies das Buch des Malthus, das von der Stimmung der Bevölkerung war hier lebhafter und aus weit angelegtes, dampfgeborenes Industriezentrum an die Zweifinderweisheit!" gelaffener als in den Stadttheilen, durch die er bisher ge- Stelle des alten Krähwinkels zu setzen. Nun und sie blieben und nahmen die zehn, zwölf, Die zur Ausbreitung reworfener Revolutionspläne. Dech, doch noch nicht vor die Achtmillimeter- Gewehre locken lassen. Die Pfingfiferien des Abgeordnetenhauses sollen nach Schwamm darüber! Ceien wir milde mit dem renigen Sie schreibt heute Abend: ber Frantf. 3tg." bis zum 11. Juni dauern. Ter Bericht der Sünder, der durch eifrige Ordnungsretterei die Sünden Man kann überzeugt sein, daß die Führer der Sozial- Stempelsteuer Kommission soll noch vor den Pfingstferien fefteiner ordnungsfeindlichen Jugend abbüßt. demokratie ganz genau wissen, daß sie bei dem Uebergang gestellt und vertheilt werden, damit das Abgeordne enhaus seine Doch alle liebevolle Nachsicht gegen Herrn Miquel fann zu Wegen der Gewalt zur Zeit noch nichts zu gewinnen und Geschäfte noch vor den Nordostseetanal- Feierlichkeiten erledigen nicht das Mißtrauen aus unserem Herzen bannen, das wir alles zu verlieren haben. Sie werden also jeden Gifer anwenden, fann. Die Dauer der Seffion nach diesen Feierlichkeiten würde dem Gesetzentwurf, den er über die Taufe gehalten und dem es vor der Hand nicht zu Straßenkonflikten oder gar zu Revo- alsdann, wie die Köln. 3tg." erfährt, allein von dem Busammen er durch die Bestimmung, daß diese Volkswohlthat von der Interesse an diefer Zurückhaltung ist so evident, daß Tutionsausbrüchen in breiterem Umfange kommen zu lassen; ihr treten und dem Fleiß des Herrenhauses abhängen. Wie die" Post" mittheilt, ist die Beschleunigung der Feft angemessenen Verzinsung des Anlagekapitals abhängig gemacht selbst etwa ein schärferes Anfassen der Führer ellung des Berichts der Stempelsteuer- Kommission auf den be werde, den Stempel seines Finanzgenies aufgedrückt hat, nun oder sonstige Maßnahmen, an denen sich unter anderen sonderen Wunsch des Finanzministers zurückzuführen, und man einmal entgegenbringen. Wir fürchten die Danaer, auch Umständen eine Desperado- Stimmung entzündet, die Mine, wie glaubt in der Woche vom 11. bis 18. Juni die Stempelsteuerwenn sie gegen angemessene Zinsen" fast hätten wir wir glauben, nicht zum Explodiren bringen würden. Wit Vorlage verabschieden zu tönnen, worauf sich das Haus zur Ermnzutreffenderweise gefagt- Geschenke bringen, denn welchen Plänen und Zukunftsvorstellungen sich die Sozial- öffnungsfeier des Nordostsee- Kanals bis zum 24. Juni vertagt, Geschenke, Dotationen giebts in Preußen nur für demokratie früher auch getragen haben mag: gegenwärtig geht um seine Arbeiten in den ersten Tagen des Juli zu erledigen und tambour battant dann die Session zu schließen. An neuen Vorlagen wird nur Generäle, Minister und dergleichen verdiente Leute. Hat ihre Absicht jedenfalls nicht dahin, gegen die bestehende Staats= und Gesellschaftsordnung noch der Gesezentwurf wegen Regelung des Kredits für landdoch auch Herr Miquel noch ausdrücklich versichert, daß selbst augustürmen, sondern fie allmälig zu unterhöhlen. Die wirthschaftliche und gewerkschaftliche Genossenschaften erwartet. mit dieser dürftigen Erbauung von Arbeiterhäusern es sich offene Hand soll sich gegen unseren Staats- und Gesellschafts Tie Wahl des Abg. Neichmuth in Weimar- Apolda ist nicht um eine künstliche Verbilligung der ban nicht eher erheben, als bis man sicher zu sein glaubt, daß mit ganz eigenartigen Mitteln zu ftande gekommen. Wohnungen in den Städten handelt." Be- ihn nur noch morsche, angesägte und nicht genügend widerstands- Apoldaer Beitung" registrirt folgende Wahlvorgänge: In wahre, wie sollte man auch so etwas denken! Da würden fähige Tragbalfen stützen. Apolda hat man die Stimmzettel für Baumbach und Baudert ja die Wohnungsspekulanten unter solchem unlauteren Wett- Tem müßte man aber zuvorzukommen suchen. Die einfach fortgeworfen, dort deren Austräger bei der Wahl bewerb leiden. Sozialdemokratie dürfe nicht als eine Partei wie andere den Aufenthalt verwehrt oder verleidet; ist es gefeßlich, daß Wenn wir uns von Herrn Miquel's Wohnungsreform- auch betrachtet werden. Die bürgerlichen Parteien, die ein Wähler für eine Anzahl Abwesender das Wahlrecht ausübte; Plan nun auch nichts versprechen, so bleiben wir doch der immer noch den freien Geisterkampf entscheiden lassen und wenn es wahr ist, daß in verschiedenen Dörfern bei der Ansicht, daß für gute Arbeiterwohnungen gesorgt wollten, müßten jetzt die Schwächlichkeit an den Nagel Stichwahl mehr Stiminen für Baudert abgegeben als später gewerden müßte. Nur halten wir dazu wir dazu die Kom- hängen, um die Staatsautorität energisch zu stügen, müßten zählt worden sind, ja, wenn es ferner wahr ist, daß anderswo mehr Wähler für Reichmuth gestimmt haben, als überhaupt Wahlmunen für geeignetere Unternehmer, als den bureau- sich unter die Fahne des monarchischen Staatsgedanken berechtigte am Orte sind- wer wundert sich dann noch über den fratischen Staatsorganismus. Vor allem müßte dabei stellen: dann erst könne es an die frische, fröhliche Sieg Reichmuth's?" Gorge getragen werden, daß bei der Beschaffung billiger Sozialistenhatz gehen. Nun, das ist ja alles nicht neu Miethswohnungen für Arbeiter die Miether vor jeder Be- und bei einer staatserhaltenden Zeitung, wie es die" Nordvormundung und Beaufsichtigung sicher gestellt werden. dentsche" ist, auch gar nicht verwunderlich. Wie schon früher Das preußische Abgeordnetenhaus und seine Kommission, in gesagt:„ Wer das Lied nicht weiter kann, der fängt es Berufs- und Gewerbezählung vom 14. Juni. Im der die Bueck und Konsorten das große Wort führen, werden wieder von vorne an." Wen die Erfahrungen der zwölf Reichs- Anzeiger" wird heute die von dem Minister des Innern indeß schwerlich das Gesetz mit diesen Bürgschaften versehen. Jahre Sozialistengeset nicht belehrt haben, der muß eben unter dem 16. April d. J. an die Regierungs- und Ober noch einmal einen Kursus in der Kunst nehmen, wie man Präsidenten erlassene Verfügung wegen Ausführung der Berufs durch Sozialistengeseze und dergleichen die Sozialdemokratie und Gewerbezählung am 14. Juni d. J., nebst den Anweisungen nicht todtkriegt. Wir Cozialdemokraten können die für die Zähler und für die Ortsbehörden, veröffentlicht.Erneuerungsversuche des Sozialistengesetzes jedenfalls mit Die antisemitische Volkspartet, die vor einigen Seelenruhe erwarten. Wochen am gemüthlichen Stammtische in Halle an der Herr v. Köller scheint zum Sündenbock gemacht Reaktionäre Pläne. Die Leipziger Zeitung" läßt Saale durch die Herren AhIwardt und Böck e'l im werden zu sollen. Nicht seitens der Regierung denn der heute ihren- gestern von uns besprochenen Vorschlägen Berein mit etwa noch einem Dußend anderer„ freiheitlicher" Entrüstungsartikel der Kölnischen Zeitung" ist sicherlich ein neues Projekt folgen: der Reichstag wird nach wie vor Antisemiten gegründet" wurde, will nunmehr am ersten nicht auf Berliner Mist gewachsen- aber seitens der gewählt wie jetzt, aber die Zahl der mit allgemeinem Stimm Pfingstfeiertage in den Germaniasälen zu Berlin ihren liberalen Presse. Es ist jetzt ähnlich wie nach der famosen recht gewählten Vertreter wird herabgesezt und an stelle ersten Parteitag abhalten. Das Programm der Vers Brausewetterei, wo sich auf einmal der ganze Zorn der ausfallenden kommen Vertreter, die aus Berufs- handlungen lautet: der liberalen Presse gegen eine Person entlud, die doch wahlen hervorgehen. Das heißt mit anderen 1. Die Nothwendigkeit der Begründung der nichts anderes gethan hatte, als das, was allgemeiner Worten, der Reichstag soll durch eine ständische VerGebrauch ist in unserer Rechtspflege, in etwas drastische Formen tretung( von Berufen: Schnapsbrennern, Innungszu fleiden. Gerade so ist es mit Herrn v. Köller. Die Grobheiten, meistern 2c.), die ihm wie ein Pfahl in's Fleisch getrieben welche er dem Reichstage sagte, sind nicht Köller'scher Herkunft- wird, lahm gelegt werden. Die Leipziger Beitung" meint, sie entsprechen den Anschauungen, die, feit es ein Deutsches der Reichstag werde einer solchen Selbstverstümmlung, die Reich, ja seit es eine preußische Verfassung giebt, in den ein politischer Selbstmord wäre, gutwillig zustimmen, maßgebenden Regierungsfreisen bezüglich so daß also kein Staatsstreich nöthig wäre. Die Gelehrten, der Stellung und Befugnisse der Boltsvertretung all Patrone und Kumpane der Leipziger Zeitung" Leiden gemein herrschen. offenbar an Gehirnerweichung. Politische Itebersicht. Berlin, 18. Mai. " Von unseren Genossen wird, wie uns mehrfache Zuschriften aus dem Wahllreise melten, rechtzeitig ein Protest gegen die Wahl eingebracht werden. " 1 Antisemitischen Volkspartei. Redner: ReichsT tags Abgeordneter Dr. Otto Böckel Berlin, Schriftleiter Geisler München, Rechtsanwalt Friedrich Leipzig. 2. Das Programm der Antisemitischen Bolt 3. partei. Redner: Reichstags- Abgeordneter H. AhlwardtBerlin. 3. Feststellung des Parteiprogramm 3. 4. Organisation der Partei. Redner: Herr Hans v. Mosch Steglis, Giese- Stargard und Bendig Königs berg i. Pr. = Der Herr von Köller ist von all diesen Verächtern des Gegen Pastor Schall- Bahrdorf wird, wie wir bes Reichstages und der Parlamente überhaupt sicherlich einer Immer neue Aufgaben will man dem Reichsder harmlosesten, jedenfalls einer der ungefährlichsten. tage zumuthen. Man will ihm noch das Börsenreform- richtet haben, eine Disziplinaruntersuchung eingeleitet. Nun Statt auf ihn loszuschlagen, sollte man Gesetz vorlegen, dann soll er den Antrag auf Kündigung des geht das Verleumden gegen den Mann los, der nicht durch freilich ohne ihn zu schonen sich mit der Erbärmlichkeit unserer argentinischen Meistbegünstigungs- Vertrages noch erledigen. Dick und Tünn mit Agrariern und Fabrikanten gehen wollte. politischen Zustände, und vor allem mit der jämmer- Auch der Bericht der Gewerbe- Ordnungs- Kommission wird In den Berliner Neuesten Nachrichten" wird ihm nachlichen Rolle, welche der deutsche Reich 3 noch zur Vertheilung an die Reichstagsmitglieder gelangen. gesagt, daß er geistige Gemeinschaft mit den Sozialdemo tag in unserem politischen Leben ein= Da erst Montag die Budgetkommission zur Berathung des fraten verrieth. Thatsächlich hat P. Echall die Sozial nimmt, beschäftigen. Nachtragskredits für den Nordostsee- Kanal zusammentreten; demokratie in einer Weise angegriffen, die beweist, daß er So lange der Reichstag sich nicht eine würdigere Stellung die Erledigung der Branntweinsteuer- Vorlage auch noch frei von jeder geistigen Gemeinschaft mit unseren Parteierobert hat, wird er Köllereien höhererer und niederer Art mehrere Tage dauern wird, läßt sich noch nicht voraussehen, genossen ist. fortwährend ausgesetzt und gegen sie hilflos sein hat wann der dieichstag schließt. Die badischen Landtags- Wahlen stehen nahe bevor. Bei er sich aber die einer Volksvertretung würdige Stellung erlent Brantweinsteuer- Gesetz hat in zweiter Lesung eine scheiden im ganzen 32 Mitglieder aus. Unter diesen befinden Branntweinftener Gesetz. Die Kommission für die der diesmaligen Erneuerung der zweiten badischen Kammer obert, dann schickt er die großen und kleinen Köller dahin, Bestimmung angenommen, die eine große Gefahr für die fich vier Demokraten, zwei Sozialisten, ein Konservativer, elf Novelle zum wo sie hingehören. betheiligten Gewerbe und das Publikum enthält. Danach würde Klerikale und vierzehn Liberale, während ebenfalls elf Kleritale, es in Zukunft der Spekulation möglich sein, große Quantitäten ein Konservativer, ein Demokrat, ein Sozialist und sechzehn Spiritus einzusperren, um dann die Preise ins ungemessene zu Liberale in der Kammer verbleiben. Der Wahlkampf wird sich steigern ähnlich wie bei der jüngsten Petroleum- Treiberei. auch in diesem Jahre wieder im wesentlichen zwischen Liberalen zur Besprechung dieser Angelegenheit hat der Verein der und Ultramontanen abspielen, doch haben unsere Genossen überall Berliner Groß- Destillateure in Verbindung mit dem Verband der an Aussichten gewonnen und stellen mehrfach Kandidaturen auf, Deutschen Liqueur- Fabrikanten eine Protest Versamm- sodaß eine Verstärkung unserer Vertretung in der badischen lung aller Betheiligten auf Montag, den 20. d. W., nachmittags Kammer zu erwarten ist. Eine Vorbedingung des Sieges ist aber 51/2 Uhr, nach Berlin( Buggenhagen) einberufen. die Einigkeit unserer Genossen. Hier ist das Uebel- hier ist die Heilung. Die Umsturzvorlage ist todt- es lebe das Sozialistengeset, oder der Staatsstreich oder irgend welche andern Gewaltmaßregeln, durch die man die verflirten Sozialdemokraten unter die Fuchtel bekommen kann. So denkt die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" in der Erkenntniß, daß die Sozialdemokraten für's erste sich fünfzehn Silbergroschen täglich und arbeiteten täglich ihre zog er nun in eine jener rasch entstandenen dumpfen, ganze Betrachtungsweise, welche in der exakten Physit längst burch vierzehn, sechzehn Stunden und erzogen sich selbst und die schmutzigen Miethsbaracken, die zu jener Zeit in der Juva- geführt ist, für verfehlt halten, wie es vielleicht manche frommen Ihrigen zu Märtyrern, Asketen, Helden- Helden des lidenstraße und deren Nachbarschaft bis nach dem Vogtland Theologen noch heute thun, so hat das doch, wie man sieht, mit Hungerus und Entbehrens. hin sich zu erheben begannen. Hans Hartung, Elsbeth's das allermindeste zu thun. Da Ferri aber zwei ganz verschieden der wirthschaftlichen Entwickelung und dem Sozialismus nicht Dort lagen fie einquartirt, in den Arbeiterkasernen vor jüngerer Bruder, der in einer großen, namentlich auf artige Gebiete innig mit einander verbinden will, so muß er den Thoren, in jener wüsten Gegend, die keiner Regulirung, wissenschaftliche Werke eingearbeiteten Buchdruckerei Berlins nothwendig scheitern. Er versucht auch durchaus nicht die nach feiner Verschönerung, keiner sozialen Fürsorge bedurfte, weil arbeitete, half damals, so gut er konnte, ohne dafür von seinem Vorwort zu erwartende logische Ableitung des Sozialis doch nur dieses Arbeiterpack daselbst wohnte, das ohnedies feinem Schwager mehr als Sticheleien über seinen„ Stolz" mus aus den Ergebnissen der Entwickelungslehre, die doch möglich den Armenetat der guten Stadt Berliu schier unerträglich und seine Bornehmthuerei" zu ernten. Heftige Szenen fein müßte, wenn der Sozialismus wirklich nur eine Weiter belastete. Wie sie da wohnten, was sie da aßen zwischen den Eheleuten waren nicht selten. Vier Kinder führung der Entwickelungslehre darstellen würde, sondern stellt das war den progigen Haupthähnen, die in jenen Etablisse schrieen nach Brot, und man wußte nicht, wie man sie entwickelungs- theoretische und sozialistische Säge in Parallele, ments souverän geboten und den ungezählten Profit in ihre sättigen sollte. Elsbeth klagte über ihren Mann wegen häufig in recht gezwungener Weise Dinge, die nichts mit einander wobei er, trot vieler geistreichen Bemerkungen im einzelnen, Taschen steckten, vollkommen gleichgiltig. seines unwirschen, hißigen Wesens, und dieser warf ihr vor, gemein haben, zusammenbringt. Andererseits ist jedoch nicht zu daß sie nichts als ein halb Duzend Hemden" in die Ehe verkennen, daß man auch eine Reihe treffender Entgegnungen mitgebracht habe. ( Fortsetzung folgt.) auf die Einwendungen findet, welche vielfach aus der Ent Bt. wickelungslehre gegen den Sozialismus erhoben wird. Ein Vorschlag zur Lösung der sozialen Frage von einem deutschen Fabrikanten. Preis 2 M. " Literarischjes. gerri, Enrico, Professor. Sozialismus und moderne Wissenschaft. Deutsch von H. Kurella. Leipzig, H. Wigand's Verlag. Preis 1.50 m. Und so aßen sie denn, was sie bekamen, und wohnten, wie sie konnten: zu zehn, zu zwölf Köpfen in einem Quartier, Männer und Weiber, Kinder und Greise, junge Burschen und junge Mädchen, alles durch einander. Und verloren sie selbst dieses elende Bißchen, diese zehn Groschen für fünfzehn Stunden nun, so wohnten sie eben gar nicht Der tluge Verfasser hält es für ausgemacht, daß der Sozia und aßen gar nichts, sondern lebten wie die Hunde von lismus die Durchführung dessen erstrebt, was Mojes begonnen Konstantinopel, aßen, was sie erschnappten, schliefen, wo und Jesus fortgeführt habe; so unsinnig, wie nach seiner Meis sie müde wurden, und starben, wenn der vom Hunger der Sozialismus Marzistischer Richtung, der einzige, welcher Sozialismus. Um dies den Menschen deutlich vor Augen zu Der Verfasser will, wie er im Vorwort sagt, beweisen, daß nung jeder religiöse Glaube, seien daher auch die Ziele des unheimlich rasch zerfressene Lebensfaden zu Ende war Auch Anton Kowalla war vor etlichen Jahren als solch wissenschaftliche Methode und Bedeutung besite, uur eine Weiterführen, muß der Staat eine sozialistische Kolonie gründen, in führung der Entwickelungslehre darstellt. Würde er behaupten, welche er alle sozialdemokratischen Führer und Agitatoren hinein ein Freiwilliger" der Fabrikarbeit in Berlin angelangt. daß der Sozialismus mit derselben nicht im Widerspruch, steht, zwingt; die Einrichtungen dieser Kolonie beschreibt der Verfasser Damals war er jung verheirathet und blickte mit seiner so ließe sich das hören, und wäre, obwohl selbstverständlich doch bis ins einzelne. Ist der Versuch mißlungen, so ist die Sozialdemokratie hübschen kleinen Frau froh und lebenslustig in die Welt. nicht überflüssig, da die Gegner des Sozialismus häufig einen damit aus der Welt geschafft. Sollte man fich darin aber täuschen, Er hatte auf einem oberschlesischen Hüttenwerte als Schlosser Widerspruch zwischen diesem und der Entwickelungslehre nachzu- nun, so muß ein Gewaltstreich gegen die Sozial. gearbeitet, und da er gute Zeugnisse über seine Leistungen weisen suchen. Go aber ist die Ferri'sche Behauptung geradezu demokratie geführt werden. Würde der Verfasser sich aufweisen konnte und überdies gedienter Kanonier war, so falsch; denn die sozialistische Lehre ist eine wirthschaftliche, nicht auch als schroffen Antisemiten und zugleich als erbitterten naturwissenschaftliche, die Forderungen der So Gegner des Christenthums bekennen, so tönnte man nach dem war es ihm gelungen, auf der königlichen Eisengießerei in feine der Invalidenstraße als Vorarbeiter angestellt zu werden. zialisten ergeben sich aus den wirthschaftlichen Verhältnissen, geistigen Gehalte und dem unsinnigen und gehässigen Geschimpfe die sozialistischen Behauptungen über die zukünftige Gestaltung auf die sozialdemokratischen Arbeiter Herrn v. Stumm für den Er hatte Elsbeth Hartung, die Tochter des verstorbenen der Gesellschaft sind aus der Beobachtung der bisherigen und deutschen Fabrikanten halten, der das Pamphlet geschrieben. gräflich Wildstein'schen Försters Hartung, aus Liebe geheirathet, vor unseren Augen sich weiter vollziehenden wirthschaftlichen Das geistige Niveau, die Gedankensphäre des Herrn v. Stumm! und auch Elsbeth Hartung war dem hübschen jungen Mann mit Entwickelung abgeleitet. Daher können von ernsthafter Ve- Da erübrigt jedes Wort der Kritik. den feurigen Augen und dem üppigen schwarzen Haar von deutung auch nur solche Angriffe auf den Sozialismus sein, Ludwig Schaper. Eine entscheidende Frage. Soziale Herzen zugethan gewesen. Und sie hatten auch ganz glücklich welche ihre Gründe aus den wirthschaftlichen Verhältnissen und Betrachtungen. Preis 50 Pfennige. gelebt, so lange sie ihr Austommen besaßen. Als aber deren Entwickelung herholen. Anton die Arbeit in der Eisengießerei verlor und ein paar Wochen ohne Arbeit war, da setten Noth und Sorge zum ersten Mal die Zähne an, um das friedliche Band zwischen den beiden Eheleuten zu zerreißen. Aus dem hübschen kleinen Gartenhäuschen an der Oranienburger Chaussee, das Kowalla aufangs bewohnt hatte, Bt. Der fromme Verfasser meint, die Lage der Arbeiter sei that Versuch dar, das Geschehen in der organischen Welt zu begreifen, gegenwärtigen Ausbeutung gegenüber nicht ganz in den Echeoß Dagegen stellt die Entwickelungslehre den ersten bedeutenden fächlich verbesserungsbedürftig und man dürfe die Hände der ohne den Zweckbegriff zu Hilfe zu nehmen, die Erscheinungen in legen. Die Hauptfache bei allem, was wir thun, sei aber doch ihrem Verlaufe zu erfassen, ohne eine geistige Kraft, welche nach der fromme, christliche Sinn; dieser muß den Armen vor zu einem bestimmten Plane oder zur Erreichung bestimmter Absichten großer Begehrlichkeit, den Reichen vor zu großer Hartherzigkeit dieselben regelt, nöthig zu haben. Mag man diesen Versuch nun bewahren. Also die alte Leier, nur hübsch fromm, dann wird für einen gelungenen oder mißlungenen halten, ja, mag man selbst die alles gut. Bt. Die Wahlprüfungskommission des württembergischen Landtags hat beschlossen, über die beanstandete Wahl im Oberamt Aalen nähere Beweiserhebungen anzustellen und zu diesem Zweck Zeugen eidlich und nichteidlich zu vernehmen. Bekanntlich ist bei der letzten Wahl unser Genosse Ag ster mit einer Majo: rität von 17 Stimmen gegen den Zentrumsmann Rembold unterlegen. Schluß nach 3/4 Uhr. Nächste Sigung: Montag 1 Uhr. ( Kleinere Vorlagen, Petitionen.) Parteinachrichten. 。 Fürstbisthum Fulda für die Einwilligung der Chefcauen in II affen. Die„ Ginigkeit", ble bisher exiftirte, konnte immer Bürgschaften und Expromiffionen der Eheniänner bestehenden nur auf Kosten der Arbeitnehmer im Vorstand der Kasse her Erfordernisjes der gerichtlichen Form, angenommen. gestellt werden. Es genügt, auf die verschiedenen Episoden zu verweisen, in denen u. a. die Einführung der Karenzzeit, die Aerztefrage, die Anstellung von Vertrauensärzten zc. auf der Tagesordnung stand. Neuerdings handelte es sich um die Abstellung der Uebelstände, die auch unter dem schließlich an3n den italienischen Wahlen. Bekanntlich hat der Papst gestellten Vertrauensarzt weiter fortgedauert haben. Mehrfach feinen Getreuen in Italien verboten, sich an den Wahlen zu besind im Laufe der Zeit eine ganze Anzahl von Klagen theiligen. Obwohl man es uun offiziell nicht eingestehen will, and war am Sonnabend in Berlin zu einer Berathung ver- Kontrolle bestellten Patienten auf der Ortskrankenkasse aus Agrarkommission. Der Ausschuß für Nordost. Deutschlaut geworden über die Behandlung, der sich die zur steht es doch außer Zweifel, daß Crispi sich bemüht hat, sammelt. Er wird Mittwoch nach Pfingsten ebendaselbst mit gesezt sahen. Die Arbeitnehmer des Ortskassenvorstandes drangen den Vatikan zur Zurücknahme des Wahlverbotes für den kooptirten Parteigenossen, voraussichtlich auf zwei Tage, darauf, daß ein zweiter Vertrauensarzt, der das Vertrauen der die Ultramontanen zu bewegen. Manches Wort, das der zur endgiltigen Beschlußfassung in der Programmfrage zu verficherten Mitglieder in vollem Maße befizt, angestellt werde, italienische Ministerpräsident in den letzten Monaten ge- fammentreten. um so der in weiten Kreisen bestehenden Unzufriedenheit und sprochen, und auch manche Regierungsmaßregel war auf den Wunsch zurückzuführen, an der ultramontanen Partei Verbündete Erregung den Boden zu entziehen. Uebrigens ging ursprünglich im Wahlkampfe zu gewinnen. Es ist auch vielfach die Meinung Die Kölner Stimmzettel- Augelegenheit erfährt eine neue der Vorschlag auf Anstellung zweier Vertrauensärzte von dem geäußert worden, Leo XIII. werde das sichtliche Entgegenkommen Beleuchtung durch folgende Bekanntmachung unseres Kölner Vorsitzenden der Orts- Krankenkasse Herrn Dr. Willmar Schwabe Crispi's erwidern und den Getreuen der Curie die Theilnahme Wahlkomitees:" Da die„ Kölnische Bolts- Zeitung" den Streich und dem jetzt bereits amtirenden Vertrauensarzt Herrn Dr. Otte an den Wahlen gestatten. Diese Erwartung ist nun arg ent- mit den röthlichen Stimmzetteln zu beschönigen und Herrn Holz selbst aus. Bei der ersten Abstimmung stimmten die Arbeittäuscht worden. Ein Echreiben des Papstes an den Kardinal- händler und zeitweiligen Armenvater Schumacher reinzuwaschen geber nicht nur der Anstellung selbst zu, sondern auch dem Bilar Parocchi erklärt neuerdings, und zwar in der bestimmtesten sucht, so ertlären wir hiermit, daß diese leicht erkennbaren Vorschlag bezüglich der Person des anzustellenden Arztes. Weise, die Theilnahme der gläubigen Katholiken an den politi- Stimmzettel schon um 1/211 Uhr morgens und zwar von Herrn Grst später war die Person des vorgeschlagenen Arztes den schen Wahlen für unzweckmäßig und aus Gründen höchster Schumacher selbst ausgegeben waren, und nicht nur in den drei Arbeitgebern nicht genehm deshalb die Amtsniederlegung Wichtigkeit für unthunlich. Das von Pius IX. erlassene Verbot ersten Bezirken, sondern auch im 4. und 7., also zu einer Beit, ihrer Mandate, von der übrigens nur insofern gesprochen werden wird also in vollem Umfang aufrechterhalten, aber es ist frag: wo unbedingt noch Stimmzettel von den vereinbarten da sein fann, als die Vorsitzenden der verschiedenen Ausschüsse im Vorlich, ob die Klerikalen überall Ordre pariren werden. Von Seite mußten, da der Wahlakt faum begonnen hatte, und sogar auch stande ihre Vorsitzendenämter niedergelegt haben. Ganz aus dem der Regierung wird jedenfalls alles aufgeboten, um wenigstens thatsächlich noch da waren, wie das eigene Schreiben des Vorftande auszuscheiden, haben die Herren in ihrem eigenen nur einen Theil der flerifalen Partei zur Betheiligung an den Herrn Fried. Bachem an unsern Genossen Rieger beweist. zu wohlverstandenen Interesse erklärlicherweise unterlassen. Der Wahlen zu bewegen, da die Regierung glaubt, daß die UltraSehr bezeichnender Weise hatten die Vertheiler der Konflikt besteht nicht erst seit heute und gestern. Die Arbeitmontanen, falls sie überhaupt wählen, nur für ministerielle eingeschmuggelten erkennbaren Stimmzettel des Ben nehmer hofften vergebens auf Einsicht der Arbeitgeber und montanen, falls sie überhaupt wählen, nur für miniſterielle trums auch eine Anzahl der vereinbarten dabei, welche sie auf einen Ausgleich; letzterer aber war nicht zu Kan idaten stimmen können. Wenn die K. Volksztg." reichen, wenn sich die Arbeitnehmer nicht abermals dem Bei den Munizipalrathewahlen in Spanien wurden, jetzt behauptet, die eingeschmuggelten Stimmzettel feien den ver- Willen und Verlangen der Arbeitgeber bedingungslos fügen obwohl die Regierung alle Wiittel der Korruption zur Anwen einbarten fast gleich" gewesen, so stellen wir ihr die Worte des wollten. Das Interesse aber, das der Schreiber der obigen verdung brachte und auf die Wählermassen einen unerhörten Druck Herrn Fried. Bachem gegenüber, welcher unserem Genoffen Rieger logenen Notiz in der Leipziger Zeitung" an dem Kaſſeninstitute ausübte, doch drei Kandidaten der sozialistischen nach dessen Interpellation zugestand, daß ein bedeutender Unter- fcheinheilig Heuchelt, wird ins richtige Licht gesetzt durch die Partei gewählt, und zwar in Ferrol( der Sozialist Fer- fchied vorhanden ist, den übrigens jeder Mensch sehen kann. Thatsache, daß die Innungsheißsporne längst auf den nandez), in Mataro und in Bilbao( der Sozialist Perezagua). Ferner erklären wir es für eine grobe Unwahrheit, wenn be- jeg igen konflitt vorbereitet und in ihren Bestrebungen, Aufgestellt waren sozialistische Kandidaten außerdem noch in hauptet wird, die fraglichen Stimmzettel wären sofort zurück- fich von der Ortskrankenkasse durch Neugründung von InnungsAlicante, Oviedo, Gestao und in Villanueva y Geltrie. Einen gezogen worden, nachdem das Wahlkomitee davon Kenntniß hatte. Krankenkaffen abzusondern, ermuthigt worden sind. Die Ber. sozialistischen Stadtverordneten wies bisher nur der Munizipal- Thatsache ist vielmehr, daß das Wahlkomitee schon vor waltung der Orts- Krankenkasse wird natürlich trotz aller ihr jetzt rath von Bilbao auf( den Genossen Orte); der Gegner des neu- 12 Uhr davon benachrichtigt wo war, wo Herr Fried. bereiteten Schwierigkeiten ruhig ihren Gang weitergehen und die gewählten Stadtverordneten Perezagua war der Millionär Cha- Bachem versprach, Herrn Schumacher sofort telephonisch zu be- Interessen der Mitglieder zu wahren wissen." varri, genannt der König von Vizcaya", der allen aufgewandten nachrichtigen und die fraglichen Stimmzettel einziehen zu lassen. Mühen zum Trot im Wahlkampfe schmählich unterlegen ist. Der Die Stimmzettel wurden aber erst gegen 2 Uhr eingezogen, schöne Erfolg, den die spanischen Sozialisten errungen haben, als die meisten Arbeiter bereits ihren Wahlakt vollzogen hatten." wird sie anspornen, nach und nach in die übrigen städtischen und Danach handelt es sich also thatsächlich um mehr, als eine provinziellen Körperschaften einzudringen und zuletzt auch in das gewöhnliche Wahlschlamperei. bis jetzt noch sozialistenreine" Parlament einzubringen. aber stets unten behielten. erAus Kopenhagen wird berichtet, daß dort unsere Parteis genoffen, die schon in verschiedenen Vierteln der Stadt vier große Gebäude besigen, ein großartiges Versammlungs. Iotal erbauen wollen, das auch für die Abhaltung von Festlichfeiten geeignet ist. Es wird im Vororte Vesterbro errichtet, wo Zur Landeskonferenz der fächsischen Sozialdemokratie viele Arbeiter wohnen und wo auch der Minister des Innern Rußland. In Bolbinien ist im Laufe der vorigen beantragen die Parteigenossen des 17. sächsischen Reichstags- bei den letzten Wahlen von einem Sozialdemokraten geschlagen Woche eine förmliche Bauernrevolte vorgekommen, bei der es sich um die gewaltsame Besißnahme und Theilung von Wahlkreises, die Landtagsfraktion folle beauftragt werden, worden ist. Das Gebäude soll einen Versammlungssaal von adeligem Grund und Boden handelte, und welche beweist, wie dahin zu wirken, daß die Abgrenzung der Landtags- Wahlbezirke 800 Quadratellen Umfang, einen Theater und Restaurationsweit die kommunistischen Ideen dort unter dem Bauernstande nicht mehr dem Ermessen der Lokalbehörden anheim gestellt saal und verschiedene andere Räume enthalten. Der Bau wird oder noch verbreitet sind. Aehnliche Unruhen wird, sondern daß die Wahlbezirke gesetzlich dem Reichstags in einem herrlichen Park, der 16 000 Quadratellen umfaßt, aufgeführt. In dem Park werden ferner ein offenes Theater, famen in Volhinien und Littauen im September 1878 Wahlgesetz angepaßt werden. Mufiftribünen, Springbrunnen, Karouffels u. f. w. errichtet. vor. Man sieht, daß" Jungväterchens" Umsichhauen die Macht der Ueberzeugung nicht unterdrücken taun.Neben dem Park befindet sich eine prächtige Villa, die ebenfalls von unseren Parteigen offen angetauft worden ist und wo sie ebenfalls einen großen Versammlungsfaal herstellen wollen. Die ganze Rauffumme beträgt 106 000 Kronen und wird durch Aktien à fünf Kronen mit einer Beisteuer von 25 Dere pro Woche zusammengebracht. bereits A " Am Ueber die Liederhalle in Stuttgart ist bekanntlich der Boytott verhängt, weil diese wohl anderen Parteien, aber nicht Die armenische Kommission hat ihre Untersuchungen be- ber unseren zu Bersammlungen überlassen wird. Eigenthümerin endigt und ist mit Vorschlägen hervorgetreten. Das Resultat der Liederhalle ist eine Gesellschaft, der auch viele Geschäftsleute der Untersuchungen ist, daß in Armenien halbwilde Völkerschaften angehören. Da diese in ihrer Eigenschaft als Besizer der Lieder zufammenwohnen, die sich schlecht miteinander vertragen, und halle nichts von der sozialdemokratischen Kundschaft wissen daß ein Theil der Armenier sich von den Russen zu Aufstands- mögen, so ist es nur natürlich, daß unsere Stuttgarter Parteiversuchen hat hehen lassen, die von den Türken unterdrückt worden genossen ihrerseits dafür sorgen, daß die Liederhallen= Mitglieder Todtenliste der Partei. In Greiz ist der wohlbewährte find, wobei natürlich nicht mit Glaçéhandschuhen zugegriffen ward. auch in Beziehung auf ihre Privat geschäfte nicht mehr mit Parteigenosse Franz Enders, nahezu 70 Jahre alt, gestorben. Seit So schlimm wie in Europa, z. B. Frankreich( Kommune) der lästigen sozialdemokratischen Kundschaft zu verkehren brauchen. die Arbeiterbewegung in Reuß ä. 2. ihren Anfang nahm, hat er in ift's freilich nicht gewesen. Die Vorschläge bestehen in einigen Ver In der Preffe der Arbeiter Bergewaltiger wird dieses logische der vordersten Reihe für den Sozialismus gewirkt, und als das waltungs- und Gerichtsreformen, die fedoch wirkungslos bleiben Berjahren der Stuttgarter Sozialdemokratie aber Tomischerweise Sozialistengefeß im Jahre 1878 über unsere Partei verhängt wurde, werden, so lange die türkische Regierung nicht die Macht hat, als Beweis dafür bezeichnet, wie sehr der Uebermuth" unserer war er einer der wenigen, die das Banner der Sozialdemokratie alle europäischen, insbesondere russischen Agenten, Partei sich gesteigert habe. Die„ Norddeutsche Allgem. Beitung" in dieser schweren Zeit hochhielten. die beständig zum Aufruhr treiben, aus dem Lande zu jagen. von Spree- Athen geht darin einträchtig Hand in Hand mit den Daß die Türkei dies thue, daran wird sie aber gerade durch die Neuesten Nachrichten" von Isar Athen. Beide beweisen also Polizeiliches, Gerichtliches c. Mächte gehindert, die am meisten über die Schwäche und auch in dieser doch so leicht begreifbaren Sache auss neue, daß Noch einmal der Dresdener Maifeiers Lotterei des franken Mannes schimpfen. Seit die Muselmänner an ihrer Wiege die Weisheitsgöttin nicht Pathe gestanden hat. Prozeß. Tie Vorgänge bei der Dresdener Maiseier im die Kraft zum Erobern verloren haben und unter die Vormund Die Gegner hoffen nun, daß die Liederhallen- Gesellschaft sich der Jahre 1894 dürften nunmehr ihren endgültigen gerichtlichen Abschaft der europäischen Mächte gerathen sind, ist die heidnische Forderung der Arbeiter fünftig ebenfalls nicht fügen, sondern schluß gefunden haben. Bekanntlich sind eine große Anzahl Türkei das Vivisektionsthier der christlichen" Diplomatie ge- daß„ der schwäbische Stamm auch hierin seiner tra- Parteigenoffen vom Dresdener Schöffengericht feinerzeit als worden, die erbarmungslos an ihr experimentirt und herum ditionellen Züchtigkeit entsprechen" Dabei wird Veranstalter und Theilnehmer eines Umzuges" zu Geldstrafen schneidet.nur vergessen, daß die Stuttgarter Arbeiter gleich und auch zu Gefängnißstrafen verurtheilt worden. Ostasien. Nach einem Reuter'schen Telegramm aus falls zähe Schwaben sind, freilich nicht solche, die erst mit Dienstag und Mittwoch nun verhandelte die Straffammer gegen wie die Liederhallen Mitglieder bis jetzt als Berufsinstanz 34 Angeklagte. 52 Verurtheilte Yokohama( Japan) sind von sieben japanischen Truppen- 40 Jahren und divisionen, die auf der Halbinsel Liao- Tung standen, fünf nach zeigten Das Urtheil wurde am oft auch dann noch nicht gescheit werden. Sie werden, hatten die Berufung zurückgezogen. Japan zurückgekehrt, awei verbleiben einstweilen. woran wir nicht zweifeln, mit schwäbischer Tapferkeit und Treue Sonnabend verkündet und endete mit der Freisprechung von Dies beweist die Richtigkeit der Meldung, daß die Japaner nicht zu einanderstehen, um der Liederhallen Gesellschaft zu beweisen, 13 Angeklagten. Bei den Genoffen Heilwert, Schönfeld in die bedingungslose Räumung der Halbinsel und des Port daß man die Interessen der Arbeiter nicht ungestraft mit Füßen und Wallfisch, die als Führer des vermeintlichen Zuges vom Arthur gewilligt haben. Die jüngsten Vorgänge sind noch theil- tritt. Das wird ihnen um so leichter fallen, als selbst in den Schöffengericht zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt waren, ist weise in Dunkel gehüllt. Aus der Haltung der russischen Kreisen des Bürgerthums das unschöne Verhalten der Liederhallen- die Strafe auf 100. herabgesetzt worden. Das Urtheil gegen Regierungspreffe aber erhellt, daß die russische Regierung mit Gesellschaft auf herben Tadel flößt. Beispielsweise hat der Aus- die übrigen wurde bestätigt. Damit hat eine der für uns sonder dem Gang der Dinge nicht zufrieden ist. schuß des Stuttgarter Volksvereins einstimmig beschlossen, der barsten juristischen Interpretationen, an welchen die sächsischen von den Stuttgarter Ronservativen und Nationalliberalen an ihn Gerichte so reich find, abermals ihre Bestätigung gefunden. gelangten Einladung zu einer Sigung, wo gegen den Boykott Stellung genommen werden sallte, feine Folge zu geben, da die Volkspartei einem Aft politischer Intolerang, wie ein solcher sich in der Vereinigung des Liederhallensaales bekundet in Dortmund sprach ihn jedoch kostenlos frei. bat, nicht zustimmen fönne. Und die Frankfurter 3ei tung", das Hauptblatt des süddeutschen Bürgerthums, sagt über den Boykott:„ Es ist richtig: der Liederkranz ist Herr in seinem Haus" und kann mit seinen Räumlichkeiten machen, was er will; wenn er sich aber auf den formalen Rechtsstandpunkt stellt, braucht er sich nicht zu verwundern, wenn ihm mit dem gleichen Maße gemessen wird. Man darf bei der Sache das eine nicht vergessen, daß der Boykott vom Lieder franz ausgegangen ist." Parlamentsberichte. Herrenhaus. 16. Sigung vom 18. Mai 1895, 12 Uhr. Am Regierungstische: Schönstedt, v. Berle pfch. Mündlicher Bericht der Handels- und Gewerbefommission über den Gefeßentwurf, betr. die Ausdehnung verschiedener Be ftimmungen des allgemeinen Berggefeßes auf den Stein- und Kalifalz Bergbau in der Provinz Hannover. Berichterstatter Dr. Möllmann beantragt die un veränderte Annahme der Vorlage, und das Haus beschließt ohne Debatte demgemäß. In einmaliger Schlußberathung werden die Gesetzentwürfe zur Abänderung und Ergänzung der Geseze, betr. die Kirchenverfassungen in der Provinz Schleswig- Holstein, im Amtsbezirke des Konsistoriums zu Wiesbaden, in der Provinz Hannover und im Bezirke des Konsistoriums zu Kassel mit einigen vom Berichterstatter Ober- Bürgermeister Struckmann- Hildesheim beantragten unwesentlichen Abänderungen angenommen. " Der Parteigenosse Deinhard aus Köln sollte in einer Rede, die er in Brechten über die Umsturzvorlage hielt, gegen den§ 181 des Strafgesetzbuchs verstoßen haben. Das Landgericht Nenester Angriff auf die Presfreiheit. weil Zur Feier des 18. März gab der Redakteur Fr. Schulze in seinem Verlage eine Druckschrift heraus, deren Inhalt er aus früheren Gelegenheitsschriften, die in den Jahren 1892-1894 zur Feier des 18. März herausgegeben waren, zusammengestellt hatte. Den Druckauftrag ertheilte er der Firma May Bading, Von einem Krach in der Leipziger Orts- Krankenkaffe, in deren Offizin diese Schrift hergestellt wurde. In den hervorgerufen durch die bösen Sozialdemokraten, phantafirt die Jahren 1892 und 1893 wurde gegen die damaligen Herausgeber Leipziger Zeitung". Gs fei Abficht gewesen, die Verwaltung der der Festblätter Anklage erhoben, es erfolgte aber Freisprechung. Orts- Krankenkasse unter die Botmäßigkeit der sozialdemokratischen In den Urtheilen wurde ausdrücklich festgestellt, daß der Bartei, speziell deren Leipziger Leitung zu bringen. Dank der Inhalt der inkriminirten Blätter gegen§ 130 St.-G.-B., auf Passivität der Arbeitgebervertreter" sei das denn auch so ge- grund dessen angeklagt war, nicht verstoßen habe, da nicht zu Es folgt der Bericht der Finanzkommission über den von kommen: Die Vorstandsmitglieder der Arbeitgeber" hätten Gewaltthätigkeiten in den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise Herrn v. Bethmann- Hollweg beantragten Gefeßentwurf, betreffend sämmtlich ihr Amt niedergelegt. Die Sache könne aber noch angereizt sei. Wegen der Druckschrift aus dem Jahre 1894 die Aufhebung der Rückzahlungen der Grundsteuerentschädigungen. ganz anders fommen. ,, Noch sind unsere Innungen," sagt das erfolgte feine Beschlagnahme und teine Anklage, Berichterstatter v. Pfuel beantragt die Ablehnung des Blatt, bestimmt durch das Zureden wohlmeinender Arbeitgeber, fie lediglich freigesprochene Artikel wiederholt hatte. Die Geseßentwurfs und die Annahme folgender Resolution: in Er- bei der Fahne der Orts- Kranfenfasse gehalten worden; unter den Staatsanwaltschaft ließ trotzdem die zum 18. März 1895 herauswägung, daß nach der Erklärung der Regierung das zur Be- jetzt eingetretenen Verhältnissen wird es kaum noch möglich sein. gegebene Nummer beschlagnahmen und erhob auf grund des gründung des Gesetzentwurfs erforderliche Material noch nicht vor Schwenken aber diese und schwenken die großen Betriebs- 130 des Strafgesetzbuches Auflage, und zwar nicht allein gegen handen ist, über den Gesetzentwurf zur Tagesordnung überzugeben, Krankenkassen ab, was soll dann aus der Orts- Krankenkaffe werden? ben verantwortlichen Redakteur, der gleichzeitig Verleger war, dagegen die Regierung zu ersuchen, mit Rücksicht auf die Noth Einer unter der Botmäßigkeit der sozialdemokratischen Partei sondern auch gegen den Drucker, der ledig. lage der durch die Rückzahlung der Grundsteuer- Entschädigungen stehenden Orts- Krankenkasse werden sich aber auch die städtischen ich einen Geschäftsauftrag ausführte. In der betroffenen Landwirthe und die Schwierigkeiten der Durchführung Kollegien anders als bisher gegenüberstellen müssen. Wohin Verhandlung, die gestern vor der 8. Straffammer des Landderselben ein dem vorgelegten Gesezentwurse entsprechendes Gefeß wir auch sehen, in feiner Richtung sehen wir etwas Erfreuliches gerichts I unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattfand, wurde vorzulegen. hervorgehen aus diesem Attentat, ein dem öffentlichen Nugen festgestellt, daß mit Ausnahme eines Artikels, der sich gegen die Ober- Bürgermeister Becker( Köln) beantragt folgende dienendes bewährtes Institut unter die Botmäßigkeit einer politi- Umfturzvorlage wendete, die sonstigen inkriminirten Stellen Resolution: In Erwägung, daß nach der Erklärung der Regierung schen Partei zu zwingen. Den Arbeitern aber wird man, wenn aus den oben genannten Gelegenheitsschriften entnommen waren das zur Begründung des vorgelegten Gefeßentwurfs erforderliche sie einmal später den Schaden überblicken, den sie sich selbst und daß wegen dieser die Staatsanwaltschaft zwar früher einMaterial noch nicht vorhanden ist, die Berathung über den Ge- zugefügt, nur antworten können: Ihr habt es nicht anders geschritten war, daß jedoch die Verhandlungen stets mit Freisetzentwurf bis zur Vorlage dieses Materials zu vertagen, die gewollt!" sprechung endeten. Fest gestellt wurde ferner, daß Regierung aber zugleich um möglichst baldige Vorlegung des Und wie steht die Sache in Wirklichkeit? Die Arbeiter der Druckauftrag in Abwesenheit des Buch. Materials zu ersuchen. vertreter im Vorstand der Kasse," schreibt die Leipziger Wolfs- druckereibesizers Bading an dessen Geschäfts. Nach der Ablehnung des Antrages Becker wird der Antrag zeitung", denken nicht daran, die Orts Krankenkasse führer ertheilt war, daß lekterer das Manuv. Bethmann Hollweg mit großer Mehrheit angenommen. unter die Botmäßigkeit der sozialdemokratischen Partei" zu fript in Drud gegeben und seinen Chef Die Resolution der Kommission ist damit erledigt. bringen, sie haben es aber endlich fatt, sich die von ihnen im lediglich von der Preiskaltulation Renntniß In einmaliger Schlußberathung werden der Gefeßentwurf, Intereffe der Raise und deren Mitglieder als gegeben hat. Auf Antrag des Vertheidigers wurden aus betr. die Ergänzung des§ 98 der Hinterlegungsordnung, und dringend nothwendig erkannten Maßnahmen den der Einleitung von Fr. Engels zur Echrift: Die Klassenfämpfe der Gesezentwurf, betr. die Aufhebung des in dem vormaligen Arbeitgebern systematisch durchkreuzen zu in Frankreich" die Stellen verlesen, die den Nachweis liefern, " " 0011 Soziale Itebersicht: Gewerkschaftliches. Gerichts- Beitung: Gewerbegericht. S daß eine gewaltfame Menderung der Staats- und Gesellschafte 0: onung feitens der sozialdemokratischen Partei nicht geplant sei, über das Jutereffe der Arbeiter an der Fabritinspektion erstatteten. und daß die Form des Barrikadenkampfes immer unwirksam ge= Mit wenigen Ausnahmen klagten die Delegirten darüber, daß wesen war und bleiben werde. viele Arbeiter sich entweder fürchten, vorhandene Mißstände zur Nach Schluß der BeTas Stuttgarter Gewerbegericht hat ein neues Statut Anzeige zu bringen, wieder andere die Hoffnung aufgegeben haben, weisaufnahme führte Staatsanwalt Strehler folgendes aus: erhalten, wonach in Zukunft 60 Beisiger, 10 mehr als bisher, zu auf diesem Wege Abhilfe zu erreichen. Auf der Konferenz waren Es sei gleichgiltig, was in früheren Fällen bezüglich der wählen sind. Die Beisitzer erhalten für jede Sigung, der sie die Gewerkschaften der Orte Ebingen, Gßlingen, Feuerbach, Schriften, die zum 18. März erschienen waren, entschieden beigewohnt haben, eine Entschädigung von 3 M.( ſeither Göppingen, Kirchheim, Ludwigsburg, Oberndorf, Ravensburg, ſei, man müsse im Auge behalten, daß Zweck und war die Entschädigung von der Zeitdauer der Sigung abhängig). Reutlingen, Schramberg, Stuttgart, Ulm, Heidenheim, Zuffen= Ziel der Sozialdemokratie dahin gerichtet sei, eine gährende Die Wahlen finden nicht, wie von den Arbeitern gewünscht hausen, Tuttlingen, Backnang, Cannstatt und Untertürkheim durch Stimmung in den arbeitenden Kreisen zu erhalten, des- wurde, Sonntags statt, sondern müssen an einem Werktag vorwegen würde die große französische Revolution gefeiert nud genommen werden. Neu ist die fernere Bestimmung, daß für zusammen 18 Delegirte vertreten. auch der 18. März verherrlicht. Diese Gedenktage würden hervor den Fall, daß das Gewerbegericht als Einigungsamt geholt nicht um den Kampf mit geistigen Waffen, sondern den fungiren sollte, die Auswahl der Beisiger durch den Kampf mit gewaltthätigen Mitteln zu verherrlichen und zu Gewerbegerichts- Ausschuß erfolgen muß. empfehlen. Aus ähnlichen Gründen würden ja auch die Siegesfeiern für die Schlachten von Leipzig und Sedan begangen. Man wolle eben die Spannkraft des Volkes rege halten, Nicht vorschriftsmäßige Besetzung des Ges 11111 sie geeigneten Falles zu verwenden. Unter solchen Vou verschiedenen Seiten werden zur Zeit gegen unfere richtshofes begründet nach der Zivil Prozeßordnung die Umständen sei es vollkommen flar, daß die inkriminirten Bewegung. Zersplitterungsversuche unternommen. Dieses ohne Nichtigkeitstlage gegen Urtheile, die sonst an Artikel auf den ungebildeten Arbeiter aufreizend wirkten, Grund und nur zum Gaudium unserer Gegner aufgeführte und für sich nicht anfechtbar] find. Zu einer solchen wenn auch dieselben nicht in voller Deutlichkeit erkennen Gaufelspiel richtet sich von selbst. Die bestehende Agitations- Richtigkeitstlage glaubte sich der Schneidermeister Drescher be= ließen, daß die Anreizungen auf Gewaltthätigkeiten gerichtet seien. fommission sab sich in letzter Sigung aber insoweit veranlaßt, rechtigt, der am 15. Dezember 1894 von der Kammer I des Aber dessen hätte sich der Verfasser klar sein müssen, daß der hierzu Stellung zu nehmen, weil man, um möglichst Zerfahren Gewerbegerichts verurtheilt worden war. Sein Vertreter, der einfache Arbeiter aus den Artikeln blos das Gewaltsame heit herbeizuführen, die Gegenagitation unter unserer Flagge be- Fabrikant Weigert, behauptete nämlich, der Schneider Leonhard herauslese. Für denselben sei aber neben dem treibt. Um Mißdeutungen vorzubeugen, geben wir bekannt, daß Pfeiffer habe zu unrecht als Arbeitnehmerbeisiger an dem Redakteur und Verleger auch der Drucker ver- fünftig alle von uns einberufenen öffentlichen Versammlungen Urtheil mitgewirkt, da er zur Zeit der Wahl und auch antwortlich; er habe gewußt, daß zur Feier des von dem Vertrauensmann J. Timm mitunterzeichnet werden. noch am 15. Dezember 1894 Arbeitgeber gewesen sei. Die Nich 18. März die Gelegenheitsschrift bei ihm gedruckt werde, Die Versammlungen des deutschen Schneider- und Schneiderinnen- tigkeitsklage wurde von der Kammer I unter dem Vorsize des er hätte sich, da es sich um die Verherrlichung eines Verbandes werden nach wie vor von den Bevoll Assessors Hellwig mit folgender Begründung abgewiesen: Revolutionstages handle, sagen müssen, die Gelegenheitsschrift mächtigten unterzeichnet. Die nächste Werkstatt- und Unbestritten sei, daß Pfeiffer ordnungsmäßig gewählt wurde, fönne Artikel aufreizenden Inhaltes enthalten und wenn er Geschäftsdelegirten- Sigung tagt am Montag, den 20. Mai, abends von dem Inhalte derselben teine Kenntniß ge: 81/2 Uhr, bei 3 u beil, Lindenstr. 106. nommen, sondern die Drucklegung gestattet habe, so habe er mit dem Willen gehandelt, daß es ihm gleich giltig sei, was die Druck. schrift enthalte, und diese Absicht genüge zur Anwendung des§ 130. Er beantragte gegen Bading 3 Monate, gegen Schulze 6 Monate Gefängniß. Die Kommission. J. A.: Franz Bauer, Swinemünderstr. 43. So lange denn die Wahllisten seien in der vorgeschriebenen Weise ausgestellt( und gegen die Rechtsgiltigkeit der Wahl Pfeiffers habe Die Agitation3 Rommission niemand während der zulässigen Frist( binnen einem Monat) der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Beschwerde erhoben. Durch die ordnungsmäßige Wahl sei J. A.: J. Timm, Vertrauensmann. aber Pfeiffer zu einem Mitgliede des Gewerbegerichts geAchtung, Töpfer Berlins! Wir machen unsere Berufsworden, und zwar als Zugehöriger der Arbeitnehmer genossen darauf aufmerksam, daß folgende Firmen gesperrt sind: Berlin bestimme, daß für jede Spruchfihung der einzelnen fategorie. Der§ 29 des Statuts für das Gewerbegericht Ofenfabrik D. Titel( Aktiengesellschaft), E. Brucks, Hiergegen führte der Rechtsanwalt Freudenthal folgendes aus: W. Grapp, C. Jünger, S. Wenkel und Daber in Rammer vier Beisiger, zwei Arbeitgeber und zwei Arbeiter Wenn auch das Gericht an vorher gegangene Entscheidungen Rixdorf. In diesen Geschäften wird der Lohntarif nicht gezahlt. Der Gerichtshof der Kammer I am 15. Dezember des vorigen einzuladen seien. Dementsprechend, also vorschriftsmäßig, sei aber. in gleichen Fällen nicht gebunden sei, so hätten diese doch für Ferner haben in Rixdorf auf dem Neubau in der Thomas die Beurtheilung der vorliegenden Sache nach der Richtung firaße beim Töpfermeister Dhlemann 5 Kollegen die Arbeit fommen, ob Pfeiffer am Tage der Wahl oder des angefochtenen Jahres besetzt gewesen. Denn nicht darauf konnte es an. hin einen Werth, daß die daß die inkriminirten Artikel nicht niedergelegt. Die übrigen 13 Kollegen haben weiter von einem Laien bezüglich ihrer Strafbarkeit geprüft worden gearbeitet. Turch Heranziehung Urtheilsspruches thatsächlich Arbeitnehmer oder Arbeitweiterer Arbeitskräfte wären, sondern von verschiedenen Gerichtshöfen einer ist die Arbeit auf dem Bau geber war, sondern nur darauf, daß er Richter war in fünf Tagen thatsächlichen und rechtlichen genauen Prüfung unterzogen feien, gestellt. Der Töpfermeister Ohlemann fängt am Montag, der Beisiger er durch seine Wahl angehörte. Durch seine Wahl fertig am 15. Dezember vorigen Jahres und welcher Kategorie und daß alle Juristen, die dabei als Richter mit thätig gewesen den 20. d. M., einen Neubau in Charlottenburg an, deshalb gehörte er aber der Arbeiterkategorie an, und er sei auch am seien, nichts Strafbares gefunden hätten. Der Angeflagte Schulze machen wir die Kollegen darauf aufmerksam, sich zu vergewiffern, fraglichen Tage nicht durch die zuständige Behörde seines Amtes habe lediglich eine compilatorische Thätigkeit ausgeübt, er habe bevor sie anfangen, ob auf diesem Bau der Tarif bezahlt wird. zusammengestellt, was als straflos gerichtsseitig anerkannt worden und wenn er bestraft würde, würde er eigentlich die lungen nachzukommen, den Lohntaris unter allen Umständen hoch- flage als unbegründet abgewiesen werden müssen. Kollegen, wir ersuchen Euch, den Beschlüssen der Versamm- enthoben gewesen. Aus diesen Gründen habe die NichtigkeitsVerantwortung für eine frühere richterliche zuhalten und die Kommission in jeder Hinsicht zu unterstützen. Thätigkeit tragen. Als im Anfang des vorigen Jahres im Auslande Wenn man sich die einzelnen Die Kommission. anarchistische Bomben Attentate stattfanden, gingen bei der Artifel anfehe, so fehlten sämmliche Voraussetzungen für die Anwendung des§ 130 An die Bürsten und Pinselmacher Berlins und der hiesigen Staatsanwaltschaft zwei Briefe ohne Unterschrift ein, und das Plaidoyer des Herrn Staatsanwaltes Im reinsten Berliner Umgegend! Kollegen! In unserer letzten Branchenversammlung die einen sonderbaren Inhalt hatten. habe dies auch durchblicken laſſen, des deutschen Holzarbeiter Verbandes wurde eine Kommission ge: Dialekt wurde der Behörde mitgetheilt, daß der Kaufmann und da derselbe von dem einfachen, einfältigen Arbeiter immer gewählt zur Ermittelung der Lohns: und Arbeitsverhältnisse in Eigenthümer 2. in Charlottenburg ein höchst gefährlicher sprochen habe, der den Sinn der Artikel immer mißverstehen unserem Gewerbe in Berlin. Die Kollegen versprachen, die Kom- Anarchist sei, der sich mit dem Plane trage, den Moabiter würde. Für Mißverständnisse seien die Angeklagten nicht ver- mission mit Material in bezug auf die Uebelstände in den Wert Justizpalast sammt sämmtlichen Staatsanwälten mit Dynamit antwortlich und der einfältige Arbeiter bilde keine Gesell- stätten zu unterstützen. Nuu scheinen aber die Kollegen schon in die Luft zu sprengen. Der Kaufmann T. gab bei seiner schaftsklasse im Sinne des§ 130. An das Beispiel von Sedan alles vergessen zu haben, denn die Mittheilungen sind sehr spär verantwortlichen Vernehmung seinem höchsten Erstaunen und Leipzig, den Gedenktagen der großen Siege, habe lich eingetroffen. Nun, Kollegen, wenn die Kommission etwas über die ungeheuerliche Beschuldigung Ausdruck. auch der Vertheidiger gedacht. Mit diesen wolle man wirklich die politische Spannkraft des Volkes in ähnlicher Weise Kommission mehr wie bisher unterfüht und die nothwendigen mit Anarchisten habe er nie zu thun gehabt, er kenne nicht ein Ersprießliches leiften soll, so wird es nöthig sein, daß ihr die er politisch reif sei, gehöre er der freisinnigen Partei an, wachhalten, wie mit dem Gedenktage des 18. März. Aber wenn Mittheilungen über die Verhältnisse in den Werkstätten an den mal deren Tendenzen. Die weiteren Ermittelungen ergaben das man die Schlußfolgerungen des Staatsanwaltes acceptire, dann Unterzeichneten gelangen läßt. völlig haltlose der Denunziation, worauf das Berfahren gegen müßte auch die Feier des Sedantages und der sonstigen Siegestage unterbleiben, denn angesichts dieser Schlußfolgerungen fönnten die T. eingestellt wurde. Dieser gab sich die größte Mühe, den VerFeiernden Anklagen aus dem Strafgesetzbuche wegen seindlicher fasser der beiden Briefe zu ermitteln und nach länger als JahresDie Wittwe Handlungen gegen befreundete Staaten sich leicht zuziehen. An Von den Schmöllner Knopfarbeitern, die am Streit frift glaubte er, fein Biel erreicht zu haben. Mathilde Galep, geb. Kiethöfer, sollte die Thäterin sein, sie der Hand der einzelnen Artikel stellt der Vertheidiger sogar fest, theilnahmen, haben noch nicht alle, sondern 740 ihre Forderung hatte sich heute vor der 3. Straffammer des Landgerichts 1 wegen daß von einem Kampfe mit förperlichen Mitteln in denselben durchgefeßt, während 160 noch im Ausstande verharren müssen, wiffentlich falscher Anschuldigung zu verantworten. Sie mußte nicht die Rede sei, daß gerade die Märzbetrachtung da deren Prinzipale drei an der Zahl noch nicht bewilligt zugeben, daß sie zu dem Kaufmann 2. in einem feindseligen Ber einen Gegensatz von Einst und Jezt giebt, in dem es heißt: haben. Die Forderung besteht bekanntlich darin, daß der T. Wie einst die Bauern kämpften, mit Morgenstern und Echwert, fogenannte Einheitstarif nicht als Maximaltarif, wie die Unter- hältnisse stand und daß sie wegen Beleidigung desselben zweimal So fämpfen jetzt die Armen, doch kräftiger bewehrt, nehmer wollten, sondern als Minimaltarif gelten soll. Die mit Geldstrafe belegt worden sei. Aber mit Entschiedenheit beIhr Schwert, es nennt sich Wahrheit, ihr Morgenstern sich Licht, 160 Mann find also noch zu unterstüßen, weshalb es dringend tritt sie, zu den fraglichen Briefen in irgend einer Verbindung zu Bis einst der Strahl der Freiheit hell durch die Wolken bricht. nöthig ist, daß die Sammlungen für die Schmöllner Knopf- machte den Gerichtshof auf viele charakteristische Uebereinstim ftehen. Der Schreibfachverständige, Graphologe Langenbruch, Völlig haltlos jei die Anklage gegen den Buchdruckereibefizer arbeiter in den Kreisen der deutschen Arbeiter fortgesetzt werden. Die mungen zwischen der von der Angeklagten eingeholten Probe Bading. Der Staatsanwalt selbst nehme an, daß dieser An- Gelder sind zu senden an den Kassirer des deutschen Holzarbeiter schrift und der Handschrift in den Briefen aufmerksam, sein Gutachten geklagte keine Kenntniß von dem Artikel gehabt habe und suche sich Verbandes, Bohne in Stuttgart, Böblingerstr. 127. gipfelte darin, daß die Angeklagte die Verfasserin der Briefe sei. mit dem sogenannten dolus eventualis zu helfen. Seitdem dieser Der Staatsanwalt beantragte gegen die Angeklagte eine GefängnißDolus Eingang in die deutsche Jurisprudenz gefunden, seien die strafe von drei Monaten und einjährigen Ehrverlust. Die Deutschen wirklich das Volk der Dichter und Denker geworden. Angeklagte gab der Vermuthung Ausdruck, daß der Zeuge T. Mit diesem Dolus könne der Lumpensammler, der da annimmt, selbst die Briefe geschrieben habe, oder habe schreiben laffen, indaß seine Lumpen zu Papier verwendet würden und daß auf dem er frühere Briefe von ihr als Vorlage benutzt habe. diesem sozialdemokratische Schriften gedruckt werden könnten, Daraus ließe sich dann die Aehnlichkeit in den Handschriften erwelche etiva strafbaren Inhaltes sein könnten, ebenso ver Achtung, Metallarbeiter! Wegen Maßregelung eines flären. antwortlich sein wie der Verfasser dieser Schriften selbst oder wie Kollegen, der bei der Firma Brand und Barandsky, Metall- Der Gerichtshof hatte mit dem Staatsanwalt die Uebers der Staatsanwalt will, der Drucker. Er beantrage Freisprechung. waarenfabrit in Markranstädt, um Freigabe des 1. Mai zeugung gewonnen, daß die Angeklagte die Briefschreiberin fei. Nach längerer Berathung verkündete der Gerichtshof das vorstellig wurde, wird gebeten, bis auf weiteres den Zuzug fern- Das Urtheil lautete auf sech sochen Gefängniß. Urtheil dahin, daß beide Angeklagte zu verurtheilen feien, und zuhalten. Das gleiche Gesuch wird an die Former in Bezwar Bading zu zwei, Schulze zu vier Monaten Gefängniß. ziehung auf die Fabriken Offenbach 3 a. M. gerichtet. Bading sei für das in einer Offizin Ser gestellte auch dann verantwortlich, Zuzug von Malern ist fernzuhalten von Dortmund, wenn Nürnberg, Fürth und Karlsruhe. In Lübeck hat er von dem Inhalt des Gedruckten feine Kenntniß genommen habe. Daß die intrimi- der Streit mit einem theilweisen Siege geendet. Hirten Stellen früher nach erhobener Antlage Die Töpfer werden ersucht, den Zuzug zu vermeiden nach für straffrei von den Gerichten rechtsträftig Görlig, Stettin, Berlin,( wo folgende Firmen gesperrt erkannt waren, könne die Angeklagten nicht sind: Titel, Brucks, Grapp, Jünger, Wenzel und Daber in Rig entschuldigen. Bei der Urtheilsverkündigung, die öffent dors) ferner nach der Firma Herzog in Breslau, für Werklich erfolgte, wurden sämmtliche Stellen, deren Staats- stubenarbeiter nach Nürnberg( Firma Kittler). In Bukarest gefährlichkeit halber die Oeffentlichkeit ausgeschlossen war, ist die Firma Beege gesperrt. vom Vorsitzenden des Gerichts, dem aus dem westlichen Industrie- Ueber den Porzellauarbeiter Streit in Altwasser bezirk nach Berlin beförderten Landgerichts- Direktor Leonhardt, schreibt das Gehilfenorgan„ Die Ameise", so bedauerlich es sei, öffentlich verlesen. Zu Gewaltthätigkeiten wurde dadurch nie- daß die Direktion sich nicht auf Unterhandlungen mit den Aus mand angereizt. ständigen einlaffe, so erfreulich sei der Zusammenhalt der AusDie vorstehend referirte Gerichtsverhandlung wirst ins- ständigen. Die Versuche der Direktion, Arbeiter von auswärts besondere nach zwei Richtungen hin bemerkenswerthe Schlaglichter zu bekommen, glückte nur in vereinzelten Fällen, und gewöhnauf unsere Rechtsprechung ohne Umsturzgesetz. Genau die- lich schüttelten die neuengagirten Arbeiter sofort wieder den Staub felben Artikel, die vor 2 Jahren als straffrei von der von den Pantoffeln. Berliner Straftammer und vom Reichsgericht erachtet Beendet ist der Streit der Arbeiter der Palm kernöl, waren, find heute strafbar, nicht weil inzwischen das Umsturz- Fabriken vormals Heins u. Asbeck in Harburg, und Regiſter bewirkthen und deshalb mußten beide freigesprochen gesetz Gesetz geworden oder weil wir mit anderen neuen Gesetzen zwar durch Vermittelung des Syndikus Denike. Die Arbeiter werden, befcheert sind, sondern weil zufällig heute andere Richter an der erhalten 20 Pf. Lohnzulage pro Tag. Urtelsfällung theilnehmen. So will es der Rechtsstaat". Und weit darüber Unter- mit Die Steinsetzer Sagans, die bis jetzt bei elfstündiger Arbeitszeit 28 Pf. Stundenlohn( ältere Arbeiter gar nur 18 Pf.!) beziehen, wollen Aufbefferung dieses jämmerlichen Lohnes haben. Ihr Begehren ist abgelehnt worden. Sie bitten nun ihre aus wärtigen Kameraden um Vermeidung des Zuzuges, damit sie ihre Forderung durchfeßen können. Der Druckereibesizer, hinausgehend: der In Fürth find die Arbeiter der Hosenträgerfabrik von Heimann im Ausstand. : Das Gefangenen Register des Rirdorfer Aintsgerichtss Gefängnisses wird nach einen Modus geführt, welcher die Be strafung vorsätzlicher Gefangenen Unterschiebung straflos läßt, wie sich in einer Verhandlung zeigte, welche heute vor der ersten Straftammer am Landgericht II stattfand. Die Gebrüder Emil und Paul Nieme aus Rigdorf waren wegen intellektueller Urkundenfälschung bezw. wegen Anstiftung dazu angeklagt. Der eine hatte vier Tage Gefängniß zu verbüßen gehabt, die er aber feinen Bruder, absizen" ließ. Die Unterschiebung fam später heraus und der andere Bruder mußte seine vier Tage auch noch verbüßen, und endlich wurden beide noch unter Anklage gestellt. Wie sich aber heute aus der Vernehmung des Gefängnißauffehers ergab, erfolgt die Eintragung in das Register nicht im Beisein und nicht nach den Angaben des sich zur Strafverbüßung Meldenden, sondern lediglich nach dem Wortlaut des Strafantrittsbefehls. Das Publikum pflege darüber nicht nachzudenken, daß über die Gefangenen Buch geführt wird und die Personalien derselben in amtlich dazu bestimmte Register eingetragen werden. Die Angeklagten konnten sich daher auch keine Vorstellung davon machen, daß sie durch die Unterschiebung falsche Eintragungen in die Depeschen. Wolff's Telegraphen- Bureau. 0 W Straßburg i. E., 18. Mai. Heute Mittag fand die Gröffnung der Straßburger Industrie- und Gewerbe- Ausstellung für Elsaß- Lothringen, Baden und die Pfalz statt. der nachweislich von keinem Artikel Kenntniß hatte, ist strafbar, weil das Gericht den Inhaber einer Druckerei für den Inhalt Zur internationalen Konferenz der Bildhaner, die am des in seiner Offizin Hergestellten unter allen Umständen für ver- 5. Juni d. J., vormittags 9 Uhr, in Nürnberg in den Zentral- Ilm, 18. Mai. Amtliches Ergebniß der Reichstags- Stichantwortlich erachtet. Diese Rechtsanschauung widerspricht schnur- sälen am Maxthor zusammentreten wird, ist folgende Tages- wahl im 14. Wahlkreise( Geislingen Heidenheim Ulm): Es stracks zum mindesten den Geist des Preßgesetzes und zeigt, wie ordnung vorgeschlagen: 1. Bericht( mündlich oder schriftlich) über wurden insgesammt 17250 Stimmen abgegeben; davon erhielten: recht die Mitglieder aller Parteien auch der konservativen die Lage der Bildhauer bezw. über den Stand der Organisation Sähnle( Dem.) 9626, Ehmann( freit.) 7624 Stimmen. Hähnle hatten, als sie in der Justiznovellen- Kommission betonten, daß der in den verschiedenen Ländern. 2. Wie nuß eine Vereinigung be ist danach gewählt. artige Urtheile zeigen, daß gelehrte Richter mit der Art der technischen schaffen sein, um ihrem Hauptzweck, Besserung der Lohn- und Herstellung einer Zeitung außerordentlich wenig vertraut zu sein Arbeitsverhältnisse zu entsprechen? 3. Wie sind die nicht scheinen. Mit demselben Recht wie im vorliegenden Fall organisirten Bildhauer zu organisiren, mit besonderer Berücksichtigung der Buchdruckereibefizer, tann im nächsten der Setzer, der Italiens. 4. Empfiehlt sich die Einrichtung eines internationalen Stereotypeur, der Laufjunge, der Expedient und die Zeitungs- Sekretariats? frau verantwortlich gemacht werden. Das Urtel bedroht Der Konferenz voran geht die General Versammlung des die Preßfreiheit überhaupt und berührt nicht Bentralvereins der Bildhauer Deutschland 3, etwa blos die sozialdemokratische Partei allein. Die am 3. Juni, vormittags 9 Uhr, in demselben Lokal zu Gespannt darf man darauf sein, ob das Reichsgericht das Urtel sammentritt. bestätigen wird, das die Freisprechung der inkriminirten Artikel in An der Vertrauensmänner Konferenz der Gewerkden früheren Fällen für unbedenklich erklärt hatte und aus schaften Württembergs, die türzlich in Stuttgart ab- steht in Flammen. deffen Reihe hervorragende Mitglieder sich in Wort und Schrift gehalten wurde, nahmen auch die Fabrikinspektoren Berner, Buenos- Ayres, 18. Mai. Hier eingegangenen Nachrichten mit Schärfe gegen den Versuch gewendet haben, die Konstruktion Hochstetter und Hardegg mit ihren Assistenten theil, zufolge ist das Gebäude des chilenischen Kongresses in Santiago des dolus eventualis auf Druckereibefizer, Sezer 2c. auszudebnen. um den Bericht mit zu vernehmen, den die einzelnen Delegirten völlig niedergebrannt. Man vermuthet Brandstiftung. Laibach, 18. Mai. Heute früh wurde hier ein schwaches Beben und ein kurzer, mäßig starker Erdstoß verspürt. Petersburg, 18. Mai. Bei dem gestrigen großen Brande in Brest Litowsk wurden 1500 Häuser vernichtet. Drei Viertel der Stadt find zerstört. Die Zahl der Opfer wird auf 20 angegeben. Die Bewohner lagen auf freien Felde. Die Hotels und einige größere Geschäftshäuser wurden gerettet. Auch die Stadt Kobryn Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Truck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 116. Sonntag, den 19. Mai 1895. Der Verrath von Betriebs- und Flugblatt vom vorigen Sonntag vertretenen. Die Berliner Zefer Geschäftsgeheimnissen. 12. Jahrg. Die in ihrer jüngsten wichtige anderen dem erklärt. Gigung beſchloſſene Resolution lautet:„ Die Berliner Schlächterwerden um Beachtung auch dieser Streitschrift ersucht. Innung beschließt in Erwägung, daß es sehr wohl möglich ist, Ueber die Kündigung der Assistenzärzte im Krankenhause aus gutem Material eine gute Dauerwurst auch ohne Zusatz In der Sonnabendnummer haben wir die§§ 7 und 8 Friedrichshain bringt die„ Berl. 3lg." einen Bericht, der von Farbstoff herzustellen, und ferner, da nach einer fürzlich erder neuen Fassung des Gesetzes zur Bekämpfung des un- die ganze Sache in einem für die Aerzte allerdings sehr wenig laffenen Polizeiverordnung für Berlin jeder Zusatz von Farbstoff Lauteren Wettbewerbes wiedergegeben, welche sich auf den schmeichelhaften Lichte erscheinen läßt. Die Sache liegt nach zur Wurst gerichtlich anhängig gemacht wird, und in fernerer Erwägung, daß gerade die reelle Wurstfabrikation durch die Verrath von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen durch Ar- dem genannten Blatte so, daß man die Langmuth der vorgesetzten Manipulation des Färbens geringwerthiger Waaren ganz be des Gegenstandes für unsere Leser heben wir nachstehend Färbens noch mehr geschädigt würde, daß sie dem in Gotha aus der neuen Begründung noch die wichtigsten der jene gefaßten Beschluß, wonach das Färben von Wurst gesetzlich verParagraphen betreffenden Abschnitte heraus. Es heißt in boten werden soll, sich anschließt." der Begründung: Die Angestellten haben in ihren berechtigten Interessen eine Schädigung nicht zu besorgen. Sie und sollen durch Bestimmungen, welche gewisse als Geheimnisse zu betrachtende Besonderheiten und Eigenthümlichkeiten eines geschäftlichen oder industriellen Betriebes an die Schweigepflicht binden, im übrigen nicht gehindert werden, die in einer Dienststelle gesammelten Erfahrungen und Kenntnisse zu ihrem späteren Fortkommen nußbringend zu verwenden. lichkeit begründet. schränkt wird. besteht wie in allen Krankenhäusern ein Kasino für die Aerzte, Schritt entschlossen haben. Im Krankenhause Friedrichshain in dem sie ihre gemeinschaftlichen Mahlzeiten einnehmen, Lektüre vorfinden u. s. w. Dieses Kasino wurde von den Herren, die fast durchweg ehemalige Korpsstudenten find, als Rueiplokal be Das Berliner Aquarium hat während der letzten Tage trachtet und behandelt. Bis in die späte Nacht hinein wurde seine verschiedenen Abtheilungen durch neue und seltene bezw. gezecht und gesungen, und wenn ein Schwertranfer nachts ein bisher ihm fehlende Thierarten ergänzen und bereichern können. geliefert wurde, konnte es ihm passiren, daß ihn ein fröhliches Dem Vogelhaus wurden außer Kiebigen, Tauchern 2c. zwei zu Lied, etwa:" Im Krug zum grünen Kranze" oder„ Grad aus dem den Stelzvögeln zählende, durch ihren merkwürdig gebogenen Die Reptiliens Wirthshau tomm' ich heraus" begrüßte. Weilten sie aber außer Schnabel auffallende Brachvögel einverleibt. halb des Hauses, so tamen sie in der Regel vor 3 Uhr nicht nach Sammlung erfuhr eine Vermehrung unter anderen durch eine Hause. Alle Ermahnungen der ärztlichen Vorgesetzten, die selber in über die zoologische Station Rovigno hierher gelangte, in der ihrer Nachtruhe durch diese Skandale gestört wurden, fruchteten Adria gefangene Seeschildkröte, eine sogen. Cauana, die den im nichts. Schließlich wurden die Herren in aller Form durch ein Aquarium auch vertretenen Carettschildkröten zwar verwandt ist, von den beiden ärztlichen Direktoren und dem Verwaltungs- indeß nicht die wirthschaftliche Bedeutung der letzteren hat, da direktor unterzeichnetes Schriftstück aufgefordert, das Lärmen ein-| Fleisch und Schale( Schildpatt) nicht verwendet werden. Unter zustellen und sich eines früheren Nachhausekommens zu befleißigen. Den einpaffirten Fischen befinden sich ebenfalls mehrere im Dieses Schreiben wurde durch ein Versehen des Sekretärs ihnen Aquarium bislang vermißte Arten. Die eine ist ein mit den unverschlossen zugestellt. Als Antwort erhielt die Direktion das Flundern, Schollen, Zungen, zu den Plattfischen gehörender Schriftstück ebenfalls unverschlossen brevi manu zurück mit einer Glattbutt, der gleicherweise aus der Adria stammt und sich von von allen unterzeichneten, im ungehörigsten Tone gehaltenen Be- dem bekannteren Steinbutt durch kleine, fast glatte Schuppen, merkung, wonach die Assistenzärzte sich jeden Eingriff in ihre durch den Mangel der steinartigen Hautknochen und geringerer persönlichen Rechte und Freiheiten nachdrücklichst verbaten. Größe unterscheidet, aber ebenso feines und geschäßtes Fleisch Daraufhin hat die Krankenhaus- Direktion sämmtlichen Assistenten liefert, wie sein stärkerer Genoffe. mit Ausnahme des unbetheiligten Dr. Freyhan die Kündigung ausgesprochen. Eine Störung des ärztlichen Dienstes ist nicht zu besorgen, da die übrigen größeren Krankenhäuser, insbesondere die Charitee, Aushilfe zugefagt haben." " So die Berl. 3tg.", die in der Angelegenheit gut unterrichtet zu sein scheint. man Spielplan des Der gegenwärtige Entwurf hat davon Abstand genommen, die Angestellten auch nach Lösung des Dienstverhältnisses für eine bestimmte Frist an die Wahrung von Geheimnissen zu binden. Er beschränkt grundsäßlich die Schweigepflicht auf die Dauer des Dienst verhältnisses und sucht für die darauf folgende Zeit die Interessen der Dienstherren und der Angestellten in der Weise auszugleichen, daß er erstere in die Lage verseßt, durch eine besonders auszustellende Urkunde sich der Verschwiegenheit ihres Personals zu versichern. Dieser Auswveg lehnt sich an den aus gewerblichen Streisen mehrfach befür worteten Borschlag an, als Geheimniß dasjenige anzusehen, was dem Angestellten als solches unter der Auflage der Geheimhaltung bezeichnet worden ist, unterscheidet sich jedoch zum Vor Sonntag: Der Freischütz. Montag: Der Ring des Nibelungen. heaterchronik. Wochenspielplan des Opernhauses: theil der Angestellten von diesem Vorschlage insofern, als der Entwurf Sonntag: Der Freischütz. Montag: Der Ring des Nibelungen. eine schriftliche, den Gegenstand des Geheimnisses spezialisirende Vorabend: Das Rheingold. Dienstag: Frauenlob.( Frauenlob: Zusicherung der Verschwiegenheit von seiten des Angestellten Herr Kraus.) Mittwoch: Der Ring des Nibelungen. Erster verlangt. Dieses Erforderniß hindert den Prinzipal wozu er Abend: Die Walküre. Donnerstag: Die lustigen Weiber von sonst in der Lage wäre Windsor. bei Beginn oder während der Dauer ( Frau Fluth: Frau Marcella Sembrich.) Freitag: des Dienstverhältnisses schlechthin alle Einzelheiten des GeschäftsAuch die Neue freie Wolfsbühne", welche wie die Der Evangelimann. Sonnabend: Der Ring des Nibelungen. Montag: betriebes als Geheimniß zu bezeichnen und hierdurch der späteren Freie Voltsbühne"," Versuchsbühne“ und„ Freie Bühne" die be- 3weiter Abend: Siegfried. Sonntag: Frauenlob. Benutzung zu entziehen. Ein weiterer Vortheil liegt darin, daß tannte Verfügung betreffs der Unterstellung unter die Zenfur er- Der Barbier von Sevilla. Die Puppenfee.( Nofine: Frau Marcella Schauspielhauses: durch genaue Abgrenzung der geheim zu haltenden Gegenstände hielt, wird von der Veranstaltung regelmäßiger Vereins- Bor- Sembrich.) jede Unsicherheit und jede Handhabung zu chikanöser Verfolgung stellungen für die Dauer des ihrerseits in die Wege geleiteten Sonntag: Zum ersten Mal: Alt- Berlin. Montag: Alt- Berlin. eines feine Stellung aufgebenden Angestellten beseitigt Prozesses absehen. Sie wird, wie die sogenannte alte Volts Tienstag: Der Revisor. Mittwoch: König Ottokar's Glück und wird. Die Dauer der Schweigepflicht bestimmt sich nach bühne", inzwischen Konzert- und Deklamationsabende veranstalten. Ende. Donnerstag: Alt- Berlin. Freitag: Egmont.( Vansen: dem Inhalt der schriftlichen Zusicherung; es bedarf somit Außerdem hat der Vorstand aber noch mit dem Schillertheater Herr Moritz Zeisler, vom Residenztheater in Hannover, als feiner generellen Fristfestseßung, die, wie die Frist auch einen Vertrag abgeschlossen, dahin, daß dasselbe öffent Gast.) Sonnabend: Torquato Tasso. Sonntag: Die Nibelungen. Siegfried's Tod. bestimmt werden möge, in der Anwendung auf den Einzelfall liche Borstellungen für den Verein giebt, zu denen die Mitglieder Erster Abend: Der gehörnte Siegfried. nothwendig ein Element der Willkür an sich tragen müßte. zu dem Vorzugspreis des Monatsbeitrags Zutritt haben, während Montag: Die Nibelungen. Zweiter Abend: Kriemhild's Rache. Handelt ein Angestellter der von ihm in freier Entschließung andere Besucher der Vorstellungen 80 Pf. zahlen müssen und Im Deutschen Theater findet heute Abend die erste übernommenen Pflicht entgegen, so macht er sich eines Treuerst in zweiter Linie berücksichtigt werden. Wie der Vorsitzende der Wiederholung von Shakespeare's Lustspiel:„ Der bruches schuldig, der vom Standpunkte der Moral eine straf- Neuen freien Volksbühne“ in der vorgestern( Freitag) statt spenstigen Zähmung" statt; am Nachmittage gehen Die Weber" außerordentlichen Versammlung mittheilte, will in Szene. Montag, Mittwoch und Freitag bringen weitere rechtliche Ahndung erheischt und nach Maßgabe des dem früheren gefundenen außerordentlichen Versammlung mittheilte, Dienstherrn zugefügten Schadens eine zivilrechtliche Berantwort Hauptfrage die machen, worin denn eigentlich die Deffentlich- Freitag ist zugleich das letzte Auftreten in dem Prozeß gegen das Polizeipräsidium zur Wiederholungen von Der Widerspenstigen Zähmung". Am von Agnes Der frühere Entwurf bedrohte die unbefugte Verwerthung feit der Aufführungen gesehen worden sei, im Gegensatz zur Sorma vor den Ferien. Dienstag: Das Lumpengefindel", eines fremden Geheimnisses nur insofern mit Rechtsnachtheilen, alten Volksbühne, die ja überhaupt die Gesetzlichkeit der hier Donnerstag:" Weh dem, der lügt!" mit Agnes Sorma und in Frage kommenden Polizei verordnung von 1851 als sie von Angestellten, sei es während der Dauer des Dienst Josef Kainz. Am Sonnabend gelangt zum ersten Male in neuer verhältnisses, sei es innerhalb einer zweijährigen Frist nach bestreitet und damit die Berechtigung zu der Verfügung Einstudirung Molière's Komödie„ Der eingebildete Kranke" zur Beendigung desselben, vom April 1895. Der Vorsitzende hob hervor, daß es für die Aufführung; voran geht ein Schauspiel in zwei Szenen von betrieben wird. Demgegenüber ist namentlich aus industriellen Kreisen das Bedürfniß betont Voltsbühnenfache sehr gut sei, wenn so von verschiedenen Seiten G. Gẞmann Zwei Wittwer". Dieselbe Vorstellung wird am Er sprach die nächsten Sonntag Abend wiederholt. Nächsten Sonntag Nachworden, die Verantwortlichkeit auf die außerhalb des Kreises ter verschiedene Wege eingeschlagen würden. Im Lessings Angestellten stehenden Personen zu erstrecken, welche fremde Geheim- Bermuthung aus, ber Polizeipräsident könne vielleicht die mittag werden abermals„ Die Weber" gegeben. nisse verwerthen, die auf rechtswidrigem Wege zu ihrer Kenntniß Deffentlichkeit der Vorstellungen nach den gemachten Er- Theater werden am Sonnabend zwei Novitäten gegeben, gelangt find. In der That ist die Verwerflichkeit der Handlungs- fahrungen" daraus herleiten, daß die mitwirkenden Künstler nicht nämlich das dreiaktige Schauspiel" Drei" von Max Dreyer und weise in beiden Fällen die gleiche, und es wird wesentlich dazu Mitglieder der Vereine seien. Zwei anwesende Künstlerinnen das einaftige Lustspiel" Flirten"" von Clara Ziegler.- Im weise in beiden Fällen die gleiche, und es wird wesentlich dazu beitragen, die Angestellten vor der Versuchung zum Treubruch zu bestätigten das insoweit, als sie bekannt gaben, daß sie Schiller Theater wird Gutzkow's" Zopf und Schwert" Im deutschen Volksbewahren, wenn die mißbräuchliche Benutzung fremder Geheim- thatsächlich auf dem Polizeipräsidium veram Dienstag zuerst aufgeführt. nisse auch dritten Personen im Wege einer Strafandrohung vernommen und befragt worden seien, ob sie mit theater wird am Dienstag zuerst„ Der Verschwender" gegeben. glieder des Vereins Versuchsbühne" wären. Von seinem Truppentheil hat sich am Donnerstag früh Es hat nicht an Stimmen gefehlt, welche schon das Eindringen Aus dem Staate der Sozialreform. Für zufrieden- der Sergeant Koczeck von der 11. Kompagnie des Garde- Füsilierin fremde Geheimnisse, namentlich das Einschleichen in Geschäfts- stellende Dienstleistungen" sollen in diesem Jahre bei der Eisen- Regiments heimlich entfernt. Er hatte sich in der Nacht vom oder Betriebsräume anderer zum Zweck der Spionage unter Strafe bahn- Direktion Berlin eine Reihe von Arbeitern besondere Grati- Mittwoch zum Donnerstag ohne Urlaub außerhalb der Kaserne gestellt sehen wollten. Nach dieser Richtung hin ist indessen das Be- fikationen erhalten haben, und zwar 9 Arbeiter mit 35 jähriger amüsirt und kehrte erst Donnerstag früh zu seiner Kompagnie dürfniß eines besonderen gesetzlichen Schutzes nicht überzeugend nach: Dienstzeit je 60 M., und 21 Arbeiter mit 25 jähriger Dienstzeit zurück. Dort erfuhr er, daß der diensthabende Unteroffizier ihn gewiesen. Auch ist ein Att des unlauteren Wettbewerbs erst dann voll- je 30 M. Eine Erhöhung ihres Arbeitslohnes wäre den Arbeitern, dem Regiment als fehlend gemeldet habe. Aus Furcht vor der zogen, wenn das auf unrechtmäßigem Wege erlangte Geheimniß die für 2 M. 30 Pf. pro Tag oft in ständiger Lebensgefahr thätig ihm bevorstehenden Strafe hat er schleunigst seinen Truppentheil gewerblich verwerthet wird. Der Verwerthung ist, als für den find, jedenfalls lieber, als das Geschenk, das auf 25 Jahre be- verlassen und alle Nachforschungen nach ihm, waren bisher Geschädigten im gleichen Maße nachtheilig, die Mittheilung an rechnet, für jede Arbeitswoche gerade baare drei Pfennig aus resultatlos. andere gleichgestellt; hierunter wird auch die öffentliche Bekannt macht. Mag die Direktion mit den Dienstleistungen der ergrauten gabe eines Geheimnisses zu verstehen sein. Proletarier auch zufrieden sein, mit den Leistungen der Verwal- Militaria. Wie unseren Lesern noch aus der Nummer vom Die in den§§ 7 und 8 durchgeführte Gleichstellung der tung sind die Arbeiter in ihrer großen Mehrzahl nicht zufrieden. Donnerstag erinnerlich sein dürfte, kam es in der Nacht vom Geschäfts- und der Betriebsgeheimnisse ist bei der Beweis: Die Vertrauensstellung, welche die Sozialdemokratie Sonntag zum Montag in der Chauffeestraße zu einer größeren Sachverständigenberathung wie auch bei der öffentlichen ErSchlägerei zwischen den beiden Sergeanten Bauer und Kutielta örterung des Entwurfes nicht ohne Widerspruch geblieben. Das gerade in den Kreisen der Staatsbahnarbeiter einnimmt von der 10. Kompagnie des Garde- Füsilierregiments und zehn Bedürfniß eines gesetzlichen Schutes, das in Ansehung der Ueber den Werth von Ausstellungspreisen giebt ein bis fünfzehn Zivilisten. Am Freitag ist nun Sergeant Bauer Betriebsgeheimnisse fast allseitige Anerkennung fand, wurde Brief einigen Aufschluß, der von einem Herrn W. Hähnel in zu zehn Tagen und Sergeant Kutielta zu vierzehn Tagen Mittels für die kaufmännischen Geheimnisse von verschiedenen Seiten Magdeburg versendet worden ist. Das interessante Schriftstück arrest verurtheilt worden, weil sie sich außer Dienst betrunken, lebhaft bestritten. Mögen nun auch, wie behauptet worden ist, in lautet: in einem Lokal störenden Lärm verursacht und Anlaß zu einer einzelnen faufmännischen Branchen, insbesondere des Großhandels, Herrn N. N. Von besonderem Interesse für Sie dürften Schlägerei gegeben haben. Sergeant Rukielta hat deshalb noch Geheimnisse überhaupt nicht vorkommen, so darf der Umstand, die bevorstehenden Ausstellungen in Berlin, München, Paris, eine Zusatzstrafe von vier Tagen Mittelarrest erhalten, daß hier ein Schuh nicht nöthig ist, doch nicht die Veranlassung St. Etienne und Genf sein, und lade ich Sie zur Betheiligung weil er die Flucht ergriffen und seinen Kameraden im Stich ge= bieten, ihn solchen Geschäftszweigen vorzuenthalten, die desselben höflichst ein mit der Bitte, mir Ihre Vertretung daselbst zu über- lassen hat. nach den obwaltenden besonderen Verhältnissen bedürfen. So fragen. Ihre Interessen, z. B. sachgemäße und vortheilhafte Aufsehen macht im Zentrum der Stadt der Selbstmord des bildet in zahlreichen Geschäften neben den Bezugsquellen vor Vorführung Ihrer Produkte dem Preisgericht gegenüber, würde allem das Absatzgebiet den berechtigten Gegenstand der Geheim- ich strengstens wahrnehmen, so daß Jbnen die verdiente Aus- in der Alexanderstr. 60 wohnhaft gewesenen Kaufmannes Schulze, haltung, und es sind Fälle zur Sprache gebracht, in denen ein zeichnung nicht versagt bleiben wird. Sollte es mir dagegen nicht der 25 Jahre hindurch Prokurist der bekannten EisenwaarenAngestellter durch Mittheilung der Kundenliste an einen Kontur- gelingen, Ihnen bei der Preisvertheilung die verdiente An- handlung von Kasten gewesen und vor kurzer Zeit der Inhaber renten seinem Dienstherrn beträchtlichen Schaden zugefügt hat. erkennung zu verschaffen(!). so erkläre ich mich bereit, sämmtliche des Tuchgeschäftes von Wolters und Schulze am Alexanderplat Aehnlich liegt die Sache beispielsweise bei der Vergebung von Ausstellungs- Spesen selbst zu tragen. Meine Konditionen sind geworden war. Sch. war durch den vor etwa 3 Monaten erLieferungen im Submissionsverfahren. Nach dem geltenden Recht sehr günstige und wollen Sie Prospette 2c. von mir gefl. ver- folgten Tod seines Bruders Mitbesizer des erwähnten Tuchwaarengeschäftes geworden und vor etwa 14 Tagen in dasselbe aber würde in solchen Fällen eine Verfolgung nur beim Vor- langen." handensein gewisser, an sich unbedeutender Nebenumstände zulässig Wer da Geld hat, kann also fein Publikum mit dem eingetreten. Was nun den in den besten Mannesjahren stehenfein, etwa dann, wenn mit der Kundenliste oder mit der Sub- schlimmsten Schund über's Ohr hauen und um des größeren den und wohlfitnirten Mann in den Tod getrieben, das ist ein missionsofferte das Material, auf dem sie verzeichnet steht, dem Erfolgs willen diesen Schund im Lichte diverser Medaillen und bisher noch unaufgeklärtes Räthsel. Am vorigen Sonnabend fuhr Sch., der Junggeselle ist, nach Potsdam und am Nachmittag Prinzipal entwendet worden ist. ehrender Anerkennungen erstrahlen lassen. Echt kapitalistisch. dieses Tages bemerften Passanten einen Mann, der sich von der Die Verpflichtung der Angestellten zur Verschwiegenheit soll Der Verein der Berliner Pferdebahn Abonnenten Glinickerbrücke herab in die Fluthen der Havel stürzte und, da nicht auf die in den Grenzen ihrer Dienstgeschäfte liegenden An- bittet uns, mitzutheilen, daß am Dienstag, den 21. Mai, abends Hilfe zu spät tam, ertrank. Gestern wurde die Leiche des Selbstgelegenheiten beschränkt sein. Es ist vielmehr in dem persön- 8 Uhr, in den Arminhallen eine Versammlung stattfindet, zu der mörders, in welchem der Tuchhändler Sch. refognoszirt wurde, lichen Charakter des Dienstverhältnisses ebenso wie in dem praktischen Bedürfniß begründet, auch solche Geschäftsgeheimnisse Gäste freien Zutritt haben. Der Verein bezweckt eine Beseitigung ans Ufer getrieben. Auf Wunsch der Verwandten wurde der der Mißstände im Berliner Pferdebahnverkehr, insbesondere Körper des Lebensmüden nach hier überführt. vor Verrath zu schüßen, von denen ein Angestellter außerhalb will er entschieden für eine Vereinfachung und Ver= des Bereichs seiner Obliegenheiten etwa durch zufällige Umstände billigung der Abonnements und für die Freigabe Auf der Straße ist am Freitag Vormittag ein Mann im Kenntniß erlangt hat. Zeitlich ist die Schweigepflicht auf die der Deckpläge für Damen eintreten. Das Bureau des Nordwesten der Stadt gestorben. Gegen 10 Uhr sah ihn ein Geltungsdauer des Dienstvertrages ausgedehnt, so daß der AnSchuhmann vor dem Hause Thurmstr. 66 in einer Blutlache gestellte, auch wenn er den Dienst unbefugt verläßt, bis zum Ab- Vereins ist von Franzstr. 1 nach Franzstr. 3, II, verlegt. Der Spielplan der Urania für die nächste Woche fetzt liegen. Der Beamte wollte den Todtkranken mit einer Droschke lauf der kontraktlich bedungenen Dienstzeit die Geheimnisse des fich in folgender Weise zusammen: Heute, Montag, Donnerstag in das Krankenhaus Moabit bringen, er starb ihm jedoch unter Prinzipals unter allen Umständen zu wahren hat. und Freitag Durch alle Welten"; Mittwoch und Sonnabend den Händen, bevor man das Krankenhaus erreicht. hatte. Es Herr P. Spies Tesla's Licht der Zukunft", und am Dienstag scheint, daß der Verstorbene, in dem der Arbeiter, Seidel aus wird Herr Dr. P. Schwahn zum letzten Mal vor dem Ferien- der Waldstr. 45 vermuthet wird, von einem Blutsturz befallen schluß der Anstalt über die Erdbebenkatastrophe in Laibach" worden war. Ein Flugblatt, welches sich mit der Frage der freien vortragen. Arztewahl befaßte, ist der heutigen Nummer des„ Vorwärts" Gegen das Wurstfärben hat sich nunmehr die Berliner beigefügt. Daffelbe behandelt die für das Krankenkassenwesen hoch- Schlächter Junung im Gegensatz zur Freien Vereinigung Tokales. " " W Von feiten des Orchesterpersonals des Deutschen Volkstheaters wird uns mitgetheilt, daß die von Herrn Direktor Sternheim an die hiesigen Beitungen gesandte und auch theilweise abgedruckte Entgeglung fich nicht auf die Thatsachen stützt. Aus dem Schreiben geht hervor: Theater: " Dann set das schwere Unrecht seines Vaters hinzugekommen, ber trot seiner schwierigen Lage ihm versagt habe, seine rechtlichen Es ist unwahr, daß die Rücknahme der Kündigung eine frei Im Dentschen Theater wurde am Dienstag Der Wider- Verpflichtungen ihm gegenüber zu erfüllen. Er habe gegen denwillige war. Der Rechtsvertreter der Musiker, Dr. Bont, hat spenstigen Zähmung", Shakespeare's derbes Lustspiel, neu ein- felben klagbar werden müssen und wenn nun die Psychiater der Direktion erst mitgetheilt, was die Musiker beabsichtigen, und studirt gegeben. Es tritt in diesem Werk des großen Dichters kommen und aus seinen berechtigten Maßnahmen der Selbsthilfe daraufhin erfolgte die Rücknahme der Kündigung. Herr Stern- bekanntlich eine" Moral" zu tage, die selbst dem modernen herdeduziren wollen, daß er verrückt oder blödsinnig sei, so sei heim spricht in seiner Entgegnung von Unbotmäßigkeiten, die vor Bourgeois, der gewiß nicht allzu hoch vom Werthe das wieder ein so unglaubliches schreiendes Unrecht, daß getommen sein sollen. Diese ist wohl nicht darin zu finden, daß die der Frau denkt, ständig Anlaß zu Beschönigungen er sich für berechtigt halte, dies für ein Verbrechen zu Mitglieder eines Abends beim Spielen im Garten bei der ge- giebt. Allerlei Wenn und Aber lassen ihm das Stück erklärent. Er wiederholt, daß er mit seiner Broschüre ringen Temperatur von 6 Grad Wärme die Hüte aufbehielten, nur dann bühnenfähig erscheinen, wenn die Kunst des Schau- nicht beabsichtigt habe, Schimpfereien in die Welt zu sehen; jedoch auf Wunsch der Direktion dieselben abnehmen. Es sei spielers mildernd auf seine Derbheiten wirkt und da schleift, wo daß er vielmehr einen tiefernsten, sittlichen Zweck verfolgt habe: bemerkt, daß Krankheitsparagraphen im Kontrakt nicht enthalten der Dichter in voller Naturwüchsigkeit das brutale Recht der die Aufmerksamkeit auf gewaltige Schäden des Staatslebens zu find. Auch ein Theil des technischen Personals war zu gleicher Gewalt bestehen läßt. Ein wenig frischer, als man es sonst zu sehen richten und eine unausbleibliche Lockerung des Respekts vor der Zeit gekündigt, als die Orchestermitglieder, und die Kündigung gewohnt, wurde das Werk am Deutschen Theater aufgeführt. Autorität zu hintertreiben. Sein eigener traffer Fall habe ihm ist am selben Tage wie bei diesen zurückgenommen. Die Namen Herr Nissen als Petrucchio blieb konsequent feiner Löwen- die fittliche Pflicht auferlegt, im Interesse der vielen tausende sind im Original angeführt. Die Gagen sind bei weitem nicht bändigerrolle getreu, und wo er milderte, that er's mit einem unglücklicher Menschen, die unter der Marter unserer heutigen so hoch, wie die unter der Direktion Morwizz gezahlten, fie guten Stück überlegenen Humors; nie vergessend, daß er im Frren- Rechtspflege leiden, das zu thun, was eigentlich Pflicht der variiren zwischen 90-105 M., wobei die zahlreichen Proben Grunde eine wilde Bestie zu zähmen habe. Auch seine Partnerin, Regierung wäre. Die Aeußerung des Regierungsvertreters in der eingeschloffen sind; unter der Direktion Morwit erhielt jedes Frau Sorma fügte sich als Räthchen in diesem Jdeengang, Herrenhaus- Rommission habe er feineswegs mißverstanden, viels Mitglied ca. 25 M. monatlich mehr. Hierdurch sind alle von und im letzten Att noch bewies ein Aufzucken ihres durch Hunger mehr sei er auf grund derselben berechtigt gewesen, anzunehmen, Herrn Direktor Sternheim angeführten Punkte erledigt und die und andere unausstehliche Qualen und Erniedrigungen daß in unserem Staate es allgemein üblich sei, die Wahrheit der Behauptungen der Mitglieder erwiesen. mühsam gebändigten Freiheitsdranges daß fie sich den Gerichten unbequemen Leute zu entmündigen. Er bestreite Bu erwähnen ist, daß Herr Sternheim am Donnerstag Abend, weniger der Liebe, als der rohen Gewalt ihres Bän- entschieden, daß die in der Broschüre enthaltenen scharfen Auswährend die Direktoren Maurice und Franz nicht anwesend waren digers gefügt hatte. Eine hübsch pointirte Leistung bot drücke auf die Absicht der Beleidigung hindeuten. Die Ausdrücke ( ie waren in Hamburg), das gesammte Orchesterpersonal, welches Herr Krauß neck als Vater Baptista; wie die Rolle vom Dichter seien der Schwere der Fälle durchaus angepaßt und er habe schon seine Bläße eingenommen hatte, in das Bureau rufen ließ, gezeichnet, war er weit mehr schlauer Kaufmann als Edelmann. teine Rechtspflicht, Dinge anders zu bezeichnen, als sie nach dem um dessen Kleidung zu revidiren, ob diefelbe laut Kontrakt in ins Klownhafte fügte Herr Jarno die Rolle des Dieners Tranio; Wortschatze der deutschen Sprache bezeichnet werden müssen. Ordnung wäre". Dieses ist in den Annalen des Theaterlebens feine ins Romische abgetönte Leistungen boten Herr Fischer als Die Verbrechen, die an ihm selbst begangen seien und nach nicht der einzige Fall, daß die Mitglieder auf eine solche Art Gremio und Herr Pauli als Magifter. Gar zu bläßlich war seiner Ueberzeugung an vielen Personen begangen würden, behandelt werden. Als später die beiden Herren Maurice und die sanfte Bianta des Fräul. Paula Worm. Prächtig wurden feien so schwer, daß es ihm unmöglich sei, mildere AusFrank zurückkehrten, und sich die Mitglieder bei ihnen be die Ensembleszenen gegeben. Leider konnte sich auch das Deutsche drücke zu wählen. Sein Buch sollte nicht Personen, schwerten, erklärten sie, daß sie mit dieser Maßregel durchaus Theater nicht entschließen, die Einleitung" als welche der sondern Bustände treffen. Er bleibe dabei, daß Leute, nicht einverstanden wären und dieses nur allein von Herrn Kesselflickerscherz bezeichnet wird, auf die Bühne zu bringen. Eternheim ausgegangen sei. Die Mitglieder erklären in jeder Weise, ihren Verpflichtungen nachgekommen zu sein. Vermint wird seit dem 13. d. M. der in Britz, Chauffeeftraße 101 a wohnhafte 73 jährige Arbeiter Heinrich Friese. Der felbe hat sich am genannten Tage aus unbekannten Gründen aus feiner Wohnung entfernt und ist nicht wieder zurückgekehrt. Da ein Unglücksfall vermuthet wird, bitten die geängstigten Angehörigen, ihnen etwaige Nachrichten über den Verbleib des alten Mannes schleunigst zukommen zu lassen. Gerichts- Beitung. als die sich mit seiner Ansicht nicht " etnen Der denen es möglich sei, Zweifel an seiner geistigen Gesundheit zu hegen, auf der untersten Stufe des Jdiotenthums oder Verbrechers thums stehen müßten. Seine geistige Gesundheit sei amtlich festgestellt, und sei also in dieser Beziehung gewissermaßen, geaicht". Eine erbärmliche Rohheit hat sich am Freitag Nachmittag Wenn trotzdem er noch immer in der Gefahr schwebe, daß sein In dem Prozesse gegen den Hauptmann a. D. Bröcker Thun und Lassen als Ausfluß geistiger Krankheit verdächtigt ein schon vielfach vorbestrafter Mann, der obdachlose Arbeiter wurde gestern die Besprechung der Broschüre„ Allgemein üblich werden könne – wie müsse es erst denen gehen, die nicht in Springeifen zu schulden kommen laffen. Derfelbe stand gegen von Gustav Mentecaptus" beendet. Die letzten Abschnitte ent- dieser Weise behördlich geaicht seien! Wenn ein Richter von 2 Uhr an der Ecke der Prenzlauer- und Linienstraße, als halten noch zahlreiche heftige Ausfälle gegen die Psychiater, die ,, Schamlosigkeit und Schurterei" in einer Urtheilsverkündigung an ihm der 20jährige Handwerksbursche Müller vorüber bei einzelnen Aufsehen erregenden Fällen der Entmündigung sprechen dürfe, so müsse ihm dies auch gestattet sein. Der ging. Sp. trat auf den jungen Mann zu und forderte ihn thätig gewesen sind, ferner gegen die Rechtspflege im allgemeinen Angeklagte bemängelt dann die Richtigkeit der Strafanträge. auf„ Geld zu Schnaps" zu geben. Als sich M. weigerte, dies zu und die Irren- Rechtspflege in besonderen. Der Staatsanwalt Er behauptet, daß der Staatsanwalt nicht das Recht thun, wurde er von dem Rowdy mit solcher Gewalt zu Boden Dieß meinte, die Schimpferei nehme gegen Schluß des Buches hatte, Exemplare der Broschüre dem Justizminister und dem geworfen, daß er sofort das Bewußtsein verlor. Dann trat der immer mehr git; man könne dreist sagen, daß die Kultusminister zu überliefern, die Strafanträge beruhten deshalb Unmensch auf dem Körper des Ohnmächtigen herum und verfekte ganze Broschüre zu 1/4 aus Thatsachen, zu 3 aber aus auf einer unberechtigten Handlung und seien auch aus dem Grunde dem Unglücklichen Fußtritte ins Gesicht, so daß dem Aermisten Schimpfereien bestehe. Der Angeklagte fei nicht im stande, nichtig, weil hier die Rechtspflege nicht zu ethischen Zwecken in das Blut aus Mund und Nafe quoll. Der rohe Patron hätte bei irgend welchen ärztlichen Gutachten oder gericht Anspruch genommen werde, sondern nur um die freie Meinungsden Bewußtlofen noch ärger mißhandelt, wenn nicht Hilfe von lichen Erkenntnissen, den Anwohnern jener Gegend gekommen wäre. Mehrere decken, bona fides anzunehmen; er wittere überall nur Bös äußerung zu unterdrücken. Der Angeklagte machte schließlich bie Baffanten traten dem brutalen Burschen entgegen, überwältigten willigkeit und meineid. Der Angeklagte schildert in den letzten SS 51-54( Nothwehr 2c.), als Strafausschließungsgrund für sich ihn, und übten dann an Sp. eine nachhaltige Lynchjustiz aus, Abschnitten die„ hyperbarbarischen Zustände", die in unserer geltend und beantragte seine Freisprechung. Der Gerichtshof bis Schußleute hinzukamen und den Schläger nach der 14. Revier Irren- Rechtspflege herrschen sollen, er spricht mit bezug auf die verurtheilte den Angeklagten zu 300 M. Geldstrafe ev. 20 Tagen Haft, erkannte auf Vernichtung der vorfindlichen Exemplare, wache in der Kaiser Wilhelmstraße schafften. Der junge Hand- Psychiater von„ Meuchelmördern",„ bornirten Berufsfanatikern", Haft, erkannte auf Vernichtung der vorfindlichen Exemplare, werksbursche, der sich auf der Durchreise befand, liegt schwer dreisten Burschen", von deren Dummheit, Niedertracht, Be Blatten und Formen und sprach dem Juſtizminister und dem Kultusminister die Publikationsbefugniß im Reichs- Anzeiger" trank im städtischen Krankenhause Friedrichshain darnieder. Stechlichkeit und Lust am Bösen", ihrer moralischen Gesunken heit", widerlichem rohen Bynismus", ferner von frecher Ver- 3. Der Gerichtshof fab als erwiesen an, daß der Angeklagte Ein schneidiger Radfahrer. Der Kaufmann Hanke fuhr höhnung der Gefeße", von der Schwierigkeit, in einzelnen in der Schrift, für deren Verbreitung er verantwortlich sei, gegen am Donnerstag Nachmittag gegen 4 Uhr mit seinem Zweirad Fällen eine Grenze zu ziehen zwischen der Beschränktheit Beamte aus dem Ressort des Justiz- und des Kultusministeriums vom Brandenburger Thor nach der Charlottenstraße zu. Vor der Richter und Böswilligkeit. Auch hier sucht der eine Reihe schwerer Beleidigungen ausgestoßen habe, mit denen er die Grenzen des Schutzes des§ 193, der ihm zuzubilligen dem Hause Dorotheenstr. 86 rannte er den Kaufmann Eisenstädt Angeklagte die einzelnen von ihm gebrauchten Ausaus der Friedrichsgracht 5, der vor ihm herging, von hinten an drücke in längeren Ausführungen als berechtigt und die That war, überschritten habe. Strafausschließungsgründe aus§§ 51 bis 54 liegen nicht vor. Strafmildernd set erwogen worden und verlegte ihn am Beine. Der rücksichtslose Nadfahrer hatte fachen richtig bezeichnend zu vertheidigen. Er meinte, daß er weder eine Warnungsglocke noch vermochte er sein Rad zu vor der Psychiatrie, wie sie jetzt gehandhabt werde, abfolut daß er sich in dem Glauben befunden haben mag, daß die in der Hemmen. Der Verlegte hat ihn polizeilich feststellen lassen teine Hochachtung habe, denn er wiffe, daß gerade die unfähigsten Broschüre gegeißelten Mißstände wirklich bestehen. Dazu komme, und wird gegen ihn Strafantrag wegen fahrlässiger Körper- Aerzte, die nicht recht was zu leisten vermögen, fich mit Vor- daß er auf grund der Mittheilungen des Herrn v. Klinkowströin verlegung stellen. liebe auf die Psychiatrie legen. Im übrigen tönne das vom im Herrenhaufe die vom Regierungsvertreter in der Kommiffion Staatsanwalt gebrauchte Wort„ Schimpferei" als Argument für gemachte Aeußerung mißverstanden hat und daß im Reichstage Vermißt wird seit dem vergangenen Sonntag der Post- die Broschüre dienen, daß man zur Bekämpfung von Gegnern sehens der deutschen Rechtspflege vom Regierungsvertreter die Aeußerung des Abg. Lenzmann über die Minderung des Angehilfe Paul Kig, der in der Wiesenstr. 8 bei seinen Eltern eben oft zu scharfen Ausdrücken greifen muß, greifen muß, welche wohnte. Da gar tein Grund vorliegt, weshalb sich der junge die deutsche Sprache an die Hand gebe. Ihm sei es Nieberding nicht ohne weiteres zurückgewiesen fei. Mann von seiner elterlichen Wohnung fernhalten sollte, so fann nicht auf öde Schimpfereien angekommen, sondern auf Angeklagte habe also in gutem Glauben gehandelt und da nur man nur annehmen, daß ihm ein Unfall zugestoßen ist. die Aufdeckung eines großen Uebels in unserem Staats-§. 185 in Frage stehe, habe sich eine Beweisaufnahme über leben. Zahllose Menschen werden auf Wint die in der Broschüre behaupteten Thatsachen erübrigt. Das der Psychiater schlechter behandelt wie Banditen und Meuchel- gegen sei in dem Falle Mittenzweig festgestellt worden, mörder, indem man sie zum geistigen Tode verurtheile. Er be- daß die von demselben unterschriebenen Blanketts nur den Zweck haupte, daß ein Drittel aller in Irrenhäuser gesteckten Personen der polizeilichen Anmeldung hatten und daß von unbefugten vollständig gesund sind und verlange, daß der Staat sämmtliche dritten Personen kein Mißbrauch damit getrieben werden konnte. Irrenhäuser darauf hin revidire. Bezeichnend sei es, daß Prof. Wenn das Kammergericht zu einer anderen Auffaffung gekommen, Finkelnburg, der in seinem Bezirke gegen Mißstände im Irren- o fei zu erwägen, daß es sich bei dem Zivilprozeß mehr um wefen aufgetreten, von sämmtlichen Frrenärzten boykottirt sei. Feststellung formeller als materieller Dinge bandelte und daß in Die Autorität des Staates tönne nicht schwerer unter- folchen Prozessen manchmal der Rechtsbeistand nicht genügend informirt sei, um sofort die Tragweite solcher Punkte übersehen Bu mehrfachen Zusammenstößen tam es am Freitag graben werden, durch solche Zustände, wie er Nachmittag zwischen einer Equipage, deren Pferde dem Führer sie in seiner Broschüre gegeißelt habe. Wenn sein Buch zu können. Jedenfalls habe der Angeklagte an der Hand des durchgingen. und anderen Gefährten. Die Equipage fam gegen fein anderes Ergebuiß gehabt die That fammergerichtlichen Erkenntnisses sich in dem Glauben befinden 64 Uhr von der Wilhelmstraße durch die Prinz Albrechtstraße fache festzunageln, daß Sanitätsrath Dr. Mittenzweig fönnen, daß sich Dr. Mittenzweig thatsächlich einer nicht zu gefauft und rannte zunächst an dem Inselperron der König- Blanketts unterschrieben habe und doch im Amte geblieben sei, billigenden Inkorrektheit schuldig gemacht habe. grägerstraße einen mit Flaschen beladenen Handwagen derart an, so hätte es seine Aufgabe schon erfüllt. Das Buch sei für ihn daß die Flaschen in tausend Scherben gingen und auch die Leit das einzige Mittel der Nothwehr gewesen. Vermischtes. stange des Wagens zerbrach. Dann rannten die Pferde, über die Die bestreitet, daß hier von Nothwehr irgendwie die Rede der Führer die Gewalt vollständig verloren hatte, durch die sein könne, da der Entmündigungsantrag der Staatsanwaltschaft Die Knödelfreiheit. Die Neaktion hat doch noch nicht den Deffauerstraße nach dem Hafenplayze. Hier suchten sie sich an am Landgericht II abgelehnt war und ein gegenwärtiger Angriff letzten Hort deutscher Freiheit erobert. Im schönen Bayernlande den Ausladestellen einen Durchgang nach der Möckernbrücke zu, auf den Angeklagten gar nicht vorlag. Die Anklage beruhe nur ist wenigstens eine Freiheit, die Knödelfreiheit gerettet worden. geriethen aber dabei an einen mit Holz beladenen Wagen eines auf§ 185 des Strafgesetzbuchs. Beleidigt seien der Vertreter Das Schöffengericht in München hat einen Wirth glücklich frei Architekten aus Friedenau, und zwar mit solcher Wucht, daß der des preußischen Justizministers in der Herrenhaus- Kommission, gesprochen, der ein Leberknödel- Wetteffen veranstaltet hatte, ohne Langbalken des Holzwagens brach. Erst hinter der Brücke gelang die preußischen Richter, die Staatsanwälte und die be- Die Polizei um Grlaubniß zu fragen. Bei dem Wetteffen waren es, die rasenden Thiere zum Stehen zu bringen. amteten Medizinalpersonen. Als strafmildernd müsse der Um 2800 Leberknödel verzehrt worden; der Sieger hatte in einer stand angesehen werden, daß der Angeklagte felbst in Stunde 32 Leberknödel hinuntergebracht. Ein Glück, daß Polizeibericht. Am 17. d. M. morgens wurde in der einem Entmündigungs- Verfahren gestanden und es müffe wenigstens solche Thaten noch nicht als staatsgefährlich angesehen Luckauerstraße ein siebenjähriger Knabe durch einen Schlächter- ihm zugegeben werden, daß er sich an und für sich werden. wagen überfahren und an den Unterschenkeln verletzt. In der in der Wahrnehmung berechtigter Interessen befunden habe. Usedomstraße wurde vormittags das Pferd eines Geschäftswagens Straffreiheit sei aber vollständig ausgeschlossen, denn der An- der Franff. 3tg." aus dem mittleren Wasgenwald berichtet: Bur Charakteristik des modernen Byzantinismus wird schen und ging durch. Ein auf dem Wagen fitzender Schank geklagte fei in der Form über die Grenzen der Bertheidigung Als Beispiel für die Art von Bismard Verehrung, wie sie wirth wurde dabei erheblich verlegt. Nachmittags gerieth in seiner Rechte weit hinausgegangen und habe schwere BeDer Weberstraße eine Frau unter die Räder eines übermäßig leidigungen und Beschimpfungen in die Welt gesetzt. Als straf- berrschte, sei aus unserem stillen Erdenwinkel eine kleine gerade in der Beamtenwelt noch vor wenigen Jahren schnell fahrenden Geschäftswagens und erlitt eine bedeutende mildernd tönne auch der Umstand angesehen werden, Verlegung am Kopfe. Abends wurde ein Mann auf dem daß die Verbreitung der Schrift keine umfangreiche ge- Geschichte erzählt. Ein Mächtiger dieser Erde sollte in dem in Boden eines Hauses in der Wrangelstraße erhängt vorgefunden. wesen, sie vielmehr sofort unschädlich gemacht worden sein. Der den Bergen inmitten tiefer Waldeinsamkeit liegenden ForstIm Laufe des Tages fanden zwei Brände ftatt, von denen Angeklagte habe nicht nur sein gutes Recht verfochten. Wenn er bause S. zur Auerhahnjago eintreffen. Um nun zu wissen, ob der eine auf dem Grundstück Andreasstraße 77 die Bodenräume einen Detektiv annimmt und nach der Abstammung eines Richters in dem Rasthause auch alles in Ordnung sei, wurden drei höhere und einen Theil des Dachstuhls stark beschädigte. forscht, um dann in der Broschüre aus dieser Abstammung Beamte dahin beordert, die eine eingehende Besichtigung vor Schlußfolgerungen auf die Charaktereigenschaften und Lebens. nahmen. Und siehe da, wie gut es war, daß sie den weiten Weg gewohnheiten zu ziehen, so sei das nicht mehr sein gutes Recht. nicht gefd, eut hatten, denn fie fanden das Bildniß des abgetafelten Wie würde der Angeklagte wohl mit demjenigen herumfpringen, Sanglers Bismarc. Nun hielten sie unter fich sorgfältig Rath; der es wagen würde, von seinem Vater, den er in unzähligen der eine von den dreien, noch der mildeste, meinte, es genüge, Schriftstücken als den größten Verbrecher hingestellt habe, wenn das gefährliche Konterfei in einem anderen Zimmer aufSchlüsse auf seinen Charakter zu ziehen. Wer so im Glas- gehangen werde, die beiden anderen aber plädirten auf gänzliche hause size, sollte sich doch wohl vorsehen, in dieser Weise vor- Entfernung, und demgemäß wurde auch verfahren. Nachdem die zugehen. Eine Geldstrafe erscheine ihm ausgeschlossen. Der Staats- drei diese kühne That vollbracht und die nach dieser anstrengenden anwalt beantragt schließlich drei Monate Gefängniß, Arbeit wohlverdiente Stärkung eingenommen hatten, zogen fie Unbrauchbarmachung der Schrift, Platten und Formen und vergnügt wieder heimwärts. Da inzwischen der Friedrichsruher Publikationsbefugniß für den Justiz- und Kultusminister im Cincinnatus wieder zu Gnaden gelangt und derselbe an seinem 80. Geburtstage so viel gefeiert worden, hielt auch einer von den " Reichsanzeiger" und der Staatsbürger- Zeitung". Der Angeklagte tritt den Ausführungen des Staatsanwalts drei Bilderstürmern eine fulminante Lobrede auf den in etwa zweistündiger Rede entgegen, in welcher er zahlreiche, Gefeierten. von frappirender Logik zeugende juristische Ausführungen macht. Briefkaffen der Redaktion. Der Fall seiner Entmündigung bezw. des Versuches zu einer solchen sei der denkbar traffeste, den man konstruiren könnte. Der Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwei Buchstaben oder eine Sahl) Staatsanwalt habe angedeutet, daß er weder Jurist, noch Psychiater sei und also über etwas geschrieben habe, was er eigentlich nicht verstehe. Gr fönne aber dem Staatsanwalt verrathen, daß er sich sowohl mit juristischen, als auch mit psychiatrischen Dingen außerordentlich viel beschäftigt habe. Gegen ihn seien unerhörte Ungerechtig teiten verübt worden. Schon seine Verabschiedung, durch die seine Aussicht auf eine glänzende Karriere abgeschlossen wurde, sei ein herbes Unrecht gewesen. Er verwies auf seine Beugnisse, welche nur die Prädikate sehr gut" und vorzüglich" aufweisen. Witterungsübersicht vom 18. Mai 1895. Stationen. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Swinemünde. 747 Hamburg Windstärke 1440p5044( Stala 1-12) Wetter Temperatur 50 G. 4° R.) wolkig bedeckt 14 12 10 heiter Regen Regen 42062709970 ว 745 NO Berlin 745 GO Wiesbaden. 750 München 751 SW 6 Wien 750 Haparanda 766 Petersburg 766 Still DND Cort. Aberdin. Paris 758 M 758 NM 754 SM I Regen bedeckt bedeckt halb bedeckt wolfig wolkenlos 10 10 19 Wetter Prognose für Sonntag, 19. Mai 1895. Langsam aufklärendes Wetter mit mäßigen bis frischen östlichen Winden und zunehmender Erwärmung; teine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. bätte, als Staatsanwalt M anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag wird von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft und Rath in Rechtsangelegenheiten ertheilt. A. 74. Sie können die Klage mit Aussicht auf Erfolg beim Amtsgericht zu Frankfurt a. D. anhängig machen. Mutel. Ungefähr 3 M. Verjährt. Der Berkauf des Kleides unzulässig. Pfänder, mit Ausnahme der zu Leihanstalten gebrachten, dürfen nur nach vorausgegangener Antlage verkauft = Eingelaufene Druckschriften. werden. 2. F. Die Umschreibung ist nur mit Zustimmung| Wirth Entfernung der Bewohnerinnen, die der Ertheilung der Reichstage von den Sozialdemokraten erhoben.- 100. 3.. des Vorstandes der betreffenden Kasse zulässig. 2 Wettende, Konzession nachtheilig sind. Kommt er Ihrer Aufforderung nicht Sie befinden sich im Irrthum. Die Unfallrente ist nicht pfändbar, A. R. und andere. Das Reichs- Zivilstandsgesetz ist seit dem nach, so können Sie auf Schadenersas flagen und vom Vertrag fann aber bei der Berechnung des Einkommens behuss Bes 1. Januar 1876 in fraft. ebeliche Söhne bis zum Zur Eheschließung bedürfen zurücktreten, falls beim Vertragsabschluß vorausgesetzt wurde, steuerung mit in betracht gezogen werden. 2. Es muß leider vollendeten 25., Töchter bis zum vollendeten 24. Lebensjahre der Einwilligung benutzt werden sollten. eheliche daß die vermietheten Räumlichkeiten als Restaurationslokal abgewartet werden, bis eventuell Berhaftung erfolgt. Geben Sie 2. 100. Nein. N. B. 48. eventuell Nachricht behuss Besprechung des Falles. Bunzlau. Des Vaters, nach dem Tode des Vaters der Gin Der Wirth ist im Recht. J. K. 20. 1-3 Ja. Derartige Entscheidungen sind leider nicht vereinzelt. Am besten willigung der Mutter und, falls sie minderjährig find, Bimetallismus. Die betreffende Behauptung ist unwahr. werden solche Vergnügen nicht von dem Verein als solchen verauch der des Vormundes. Sind beide Eltern verstorben, so be-. S., A. B. 13. Sprechen Sie mit den bezüglichen Papieren anstaltet. dürfen Minderjährige der Einwilligung des Vormundes. Un in der Sprechstunde vor.-J. G. Nordhafen. Nein. eheliche Kinder bedürfen derselben Genehmigung, wie vater- 2. T. Unterstübung der Familien Angehör lose eheliche Kinder. Wird die Einwilligung zur Eheschließung rigen zu Friedensübungen eingezogener versagt, so steht großjährigen Kindern die Klage auf Mannschaften. Der Anspruch auf die Unterstügung ist bei richterliche Ergänzung zu.-H. J. 55. Ihre Pflicht besteht noch der Gemeindebehörde des Orts zu erheben, an dem der Einfort. 10. B. N. Revision wäre leider aussichtslos. Be berufene zur Zeit vor der Uebung seinen gewöhnlichen antragen Sie aber, Ihnen Abschrift des Urtheils zu ertheilen, Aufenthaltsort hatte. 2 M. 50 Pf. Es genügt also ein Echreiben etwa damit es eventuell von uns besprochen werden kann. Brunnen folgenden Inhalts: An den Gemeindevorstand( Magistrat oder straße 11. Die Anfechtung des Testaments ist zulässig, wird dergl.) von Ich bin( war) vom... bis. zu einer aber wahrscheinlich an der Schwierigkeit des Beweises scheitern. Reserve( Landwehr-) Uebung eingezogen. Ich beanspruche für O. 3. 64. 1. Die von mehreren ausgestellte Vollmacht meine Familie die ihr zustehende Unterstügung. Meine Familie fann von einem zurückgenommen werden; die Zurücknahme gilt besteht aus meiner Frau und.... Kindern. Die Kinder sind aber nur bezüglich dieses einen. 2. Sie sind Miterbe. 3. Ja. geboren: Else am....., Adolf am..... u. f. w. Der An111. Nicht Sie, wohl aber unter den von Ihnen geschilderten spruch erlischt, wenn er nicht spätestens binnen vier Wochen nach Umständen Ihre Frau hat Ihre Schwiegermutter zu unterstüßen. Beendigung der Uebung erhoben wird. Die Unterstützung beträgt 7. H. 2. 88. Soweit sich ersehen läßt, ist die Behörde nicht für die Ehefrau 30 pCt., für jedes sonst unterstützungsberechtigte im Recht. Sprechen Sie mit allen die Sache betreffenden Familienmitglied 10 pCt.( insgesammt aber höchstens 60 pt.) Papieren in der Sprechstunde vor. 2. K. Dall- des ortsüblichen Tagelohnes für erwachsene männliche Arbeiter dorf. Der Vater ist dazu berechtigt. G. R. Sie können am Aufenthalt des Einberufenen. Unterstützungen sind für K. nachträglich abmelden; Strafbarkeit liegt nicht vor. Geben Uebungen der Reserve, Landwehr und Seewehr, sowie für die Sie als Tag des Wegzuges den der Anmeldung an.zweite und dritte Uebung der Erfahreserve zu zahlen. Die Unter stügungen gelten nicht als Armenunterstüßungen und find jeder 21 Jahre Alte) bedarf der väterlichen Genehmigung behuss Eingehung jedes gewerblichen Verhältnisses. 2. Wenden Sie sich wirkender Kraft bis zum 1. April 1892 in fraft getreten. Der direkt an den Kloyd. P. S. 78. Verlangen Sie von Ihrem Anspruch auf Unterstützungen ist Jahrzehnte lang vordem im Statistik der Landtagswahlen in Württemberg von Dr. E. Nößger. ... -- J. 93, K. G. Sch. 20. 1. Der Unmündige( d. i. der noch nichpfändung entzogen. Das Gesetz ist am 1. Juli 1892 mit rückFür den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Thenter. Sonntag, den 19. Mai. Fecie Volksbühne. Lessing Theater. 6. Abtheilung. Nach mittags 22 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Opernhaus. Der Freischüß. Montag: Der Ring der Nibelungen. Schauspielhaus. Alt- Berlin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Deutsches Theater. fpenftigen Zähmung. Die Wider= Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Reichshallen. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Mar Samst. Zum vorlekten Male: Gastspiel der amerikanischen Gesellschaft William Calder. Die lebende Brücke. Großes Sensationsschauspiel mit Musit in 4 Aften( 11 Bildern), nach dem Eng lischen von Sutton Bane, übersetzt von H. Schwab. Dirigent: Adolph Wiedecke. Glettr. Beleuchtungseffekte v. Lakowsky. Anfang 7/2 Uhr. Nationaltheater- Garten: Großes Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Jm prachtvollen Garten ( bei ungünstiger Witterung im Saal): Täglich: Humoristische Soiree der deutschen QuartettNord u. Couplet- Sänger Hoffmann, Wolff, Führmann, Walde, Horst, Beh u. Frische. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Platz 50 Pf. Sonntags: Anjang 7 Uhr. Entree 50 Pf., ab 9 Uhr 30 Pf. eue Welt. Die Theaterbesucher haben freien Bus Hasenhaide 108. Conntag, b. 19. Mai: Berliner Theater. Die Läſterſchule. tritt zum Garten mit ſeinen Spezia Montag: Die Ehre. Leng- Theater. Der Herr Senator. Montag: Dieselbe Vorstellung. Neues Theater. Tata- Toto. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller- Theater. Die Journalisten. Titäten. Großes Concert. Morgen: Bum letzten Male: Die Abends punkt 9 Uhr: Brillantlebende Brücke. Urania Montag: Der Herenteffel. Der Anstalt für volksthümliche zündende Funke. Aleranderplay- Theater. Durch Naturkunde. gegangene Weiber. Fernand's Am Landes- Ausstellungspark Shekontrakt. Alle 5 Barrison. Montag: Diefelbe Vorstellung. Central- Theater. Figaro bei Hof. Montag: Diefelbe Borstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Fernand's Ehefontrakt. Montag: Dieselbe Borstellung. National- Thenter. Die lebende Brücke. Im Garten Gr. Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Theater Unter den Linden. Der Zigeunerbaron. Montag: Dieselbe Vorstellung. Deutsches Volks Theater. Der Schmied von Rolandeck. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. La Puce( Der Floh). Montag: Dieselbe Vorstellung. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a Ecke der Schadowstr. Eing. Schadowstr. 14. Heute Sonntag: Eintrittspreis 50 Pf. 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Carl Heymann's Verlag, Berlin W., Mauerfir. 44. Erscheint jeden Montag. Preis vierteljährlich Die Nummer 33 vom 13. Mat enthält u. a.: Das Petroleum- Weltmonopol. Von Dr. H. Lu r. Das Proportional- Wahlsystem. Mit besonderer Rücksicht auf die Gewerbegerichte. Von Stadtrath Dr. K. Flesch. Generalversammlung des Bundes deutscher Frauenvereine. Die fran zösischen Gesetzentwürfe gegen das Koalitionsrecht. Soziale Reformen in Gerbien. Der Wiener Tramway- Streit. Von H. Friedjung.- Der Etädtefongreß gegen die Umfiurzvorlage.- Die Maifeier.- Kongreß der österreichischen Berg- und Hüttenarbetter.- Apothekengesez für das Deutsche Reich. Bremer Heilstätten Berein für Lungentrante.. Bau von Arbeiterund Beamtenwohnungen durch den preußischen Staat. Mietheaufwand für Familienwohnungen in Preußen. Heranziehung des Reichsfistus zu Deutsche Worte. Monatshefte, herausgegeben von E. Pernerstorfer. den Gemeinde lasien. Literatur. 15. Jahigang, Mai- Heft. Berlag in Wien, VIII. Langegaffe 15. 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Mai, abends 8 Uhr: Der Herenkessel. Der sünden Kaufmann's Variété. Funke. Central- Theater Alte Jakobstraße Nr. 30. Novität Bum 16. Male: Novität! Unter artistischer Leitung des Herrn Adolf Brahl vom fönigl. GärtnerplayTheater in München: Figaro bei Hof. ( Roccoco.) Operette in 3 Atten( nach Beaumarchais' Memoiren) von Bohrmann- Riegen. Musik von Alfred Müller- Norden. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Königstrasse, Kolonnaden. Täglich: NeumannBliemchen's Leipziger VandevilleGesellschaft: Neumann, Wilh. Wolff, Horvath, Gipner, Lemke, Feldow und Ledermann. Anfang 8 Uhr, Sonntags 1/28 Uhr. Entree 30 Pf., Sonntags 50 Pf. Direktor Bimmel's Passage- Panopticum. Spezialitäten- Theater. Neu! Eine Fahrt auf dem Humoristisches Gesammtspiel Don Wilh. Wolff. garten und mehreren Vereinszimmern eröffnet habe. Joh. Meßmann. 77 Prinzenstrasse 77. Zum gemüthlichen Piket! Billiger Einkauf für Arbeiter in Herren- u. Knaben- Garderobe wenig getragen und neu. 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Mai 1895 errichteten Justitut gleichen Familiennamens, deffen Anzeigen den Anschein hervorrufen, als ob es sich um unser altbewährtes Lehrinstitut handle, Licht zu verwechseln ist. Auch weise ich darauf hin, daß das von meinem Vater Rudolf Maurer erfundene, von allen Fachleuten anerkannte Carrésystem nur allein vor mir gelehrt wird und kein anderes Institut dasselbe ausbeuten darf. Am 1. und 15. jeden Monats beginnen neue Kurse, Prospekte gratis und franko. Lehrbücher zum Selbstunterricht geb. 20 M. Direktor Alfred Maurer. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Bahnschmerz beseitigt, schmerzKünstl. Zähne, obuziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienſtr. 123. Damen- und Mädchen- Mäntel- Fabrik Don Alb. Hartmann, Weinbergsweg 5, dicht am Rosenthaler Thor Parterre, kein Laden. Stets großes Lager in allen Neuheiten der Konfektion zu den billigsten Preisen. Uhren werden sauber und billig. reparirt. B. Schreiber, Uhrmacher Waldemarstr. 13, früher Admiralstr. 4 und 1. 2124L Achtung! 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Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Langestr. 3, aus nach dem Andreas: firchhof in Wilhelmsberg statt. 11936 Der Vorstand. Achtung, Maurer! Den Mitgliedern des Bentral verbandes deutscher Maurer, Filiale II Berlin", zur Nachricht, daß das Mitglied Hermann Schmieder am Mittwoch verstehen ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 41/2 Uhr, vom Trauerhause, Wrangelstr. 46, aus nach dem EmmausKirchhof statt. 191/17 Der Vorstand. Dem Verbande aller im Handelsund Transport Gewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter für die Theilnahme und Kranzspende bei der Beerdigung meines Mannes meinen herzlichsten Dank. 1194b Frau Heinemann. Ich warne hiermit jeden, meiner Frau Marie Ulbrich, geb. Ruhnau, auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich für nichts aufkomme. 1181b Wilhelm Ulbrich, Dieffenbachstr. 31. Verband der in HolzbearbeitungsFabriken und auf Holzplätzen besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Deutschlands. Dertliche Verwaltung Berlin II. Dienstag, den 21. Mai, abends Buchhandlung des„ Vorwärts" BERLIN SW., Beuthstrasse 2. Soeben erschienen: Umfturz und Sozialdemokratie. Drittes Heft. S. 257-320. Preis 10 Pf. Porto 5 Pf. Das dritte Heft enthält den Wortlaut der Umfturzvorlage, wie sie aus den Beschlüssen der Kommission hervorgegangen und den Berathungen des Reichstags zu grunde gelegen, sowie den Anfang der zweiten Lesung, darunter die Rede Auer's. Die Bebel'schen Reden folgen in Heft 4 und 5. Beft 4 ge langt am Dienstag, 21. Mai, und Heft 5 als Schlußheft am Freitag, 24. Mai zur Ausgabe. Preis pro Heft 10 Pf. Die Arbeiterin im Kampfe um's Dasein. Bon Adelheid Popp. Preis 20 Pf. Porto 5 Pf. Bezüglich dieser Schrift verweisen wir auf die in gestriger Nummer des Vorwärts" erschienene Besprechung. Zur Aufklärung für Mittel- und Kleinbauern. Rede des Reichstags- Abgeordnetrn Vollmar zum Antrag Kanig. Preis 5 Pf. In Partien billiger. Wir empfehlen diese Schrift ganz besonders zur Landagitation. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 19. Mai cr., abends 7½ Uhr, im Lokale Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Versammlung. Vortrag des Genossen Adolf Hoffmann über: Glaube und Vernunft. Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Nachdem: Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Nach dem Vortrage haben Gäfte keinen Zutritt. 115/15 Der Vorstand. Allgemeiner deutscher Tapezirer- Verein ( Filiale Berlin). Montag, den 20. Mai, abends 8 Uhr, im Restaurant Grauer, Oranienstraße Nr. 121: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: : 27318 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Ausgabe der 81/2 Uhr, bei Rehlitz, Bergstraße 12: Beitung, der Protokolle und der neuen Statuten. Jordan, Kleine Markusftr. 28. Versammlung.tattfindenden Landpartie recht zahlreich zu betheiligen. Abfahrt früh 730 vom Die Kollegen werden ersucht, sich an der am Himmelfahrtstage Nordbahnhof, Bernauerstraße. Näheres in der Versammlung. Die Ortsverwaltung. Zahn- Klinik. Preise Tagesordnung: event. 1. Vortrag des Herrn Joël über: Theilzahl. Urgeschichte der Erde. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. 145/11 Der Vorstand. Frau Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. Emil Krugmann, Kinderwagen größter Aus- empfiehlt allen Freunden u. Genossen taufen Sie bill. Grünthalerstr. 5, neben der Markthalle, 11686 wahl, auch gegen Theilzahlung, von fein Weiss- u. Bair.- Bier- Lokal, auch 1 m. wöchentlich im Kinderwagen- Fremdenlogis. Bazar Baby" Landsbergerstraße 70, am Alexanderplay. Kataloge franko. Gutes Einkommen tönnen geeignete Herren durch Vertretung resp. Verkauf der Fabrikate einer großen Zigarrenfabrik, welche Hervorragendes leistet, erzielen. Eventuell wird Kommissions- Lager ge geben. Offerten unter„ Bigarren an die Exped. des Vorw.". " Zwei Kegelbahnen, verdeckt, im Garten, empfiehlt Aug. Saupt mann, Wienerstr. 1-6. Rohtabak! 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Ausgabe der Billets zur Dampferpartie am Sonntag, den 30. Juni. 4. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! der Der Vorstand. 101/2 Achtung! Große öffentliche Versammlung Freien Rauchklubs Berlins und Umg. am Montag, 27. Mai, ab. 8 Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Oranienstr. 180. Lages Ordnung: 1. Stellungnahme zum neu gegründeten Arbeiter- Raucherbund Berling empf. Freunden u. Bekannten sein Lokal, und Umgegend. 2. Berathung des Statutenentwurfs. 3. Beitrittserklärungen sowie Vereinszimmer, ca. 50 Pers. fass. zum Bund. 4. Verschiedenes. 1170b Mache Freunde und Genossen auf der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Bur Deckung Der Einberufer. mein in der Thurmstraße 82 belegenes Weiß u. Bairisch Bierlokal aufmertfam. C. May. 1050b M 8. Ragel's Sommer- Theater Zentralverband der deutschen Maurer. F. Schwedterstr. 23 24. Zwei Sonnabende im Juni 1895 sind noch frei. 1132b Allen Mitgliedern zur Nachricht, daß als Treffpunkt zur Fußpartie am Himmelfahrtstage Station Jungfernhaide( Nordring), Allen Freunden und Bekannten, ins- morgens 8 Uhr, bestimmt ist. Ich ersuche die Mitglieder beider Filialen, besondere den Parteigenossen des vierten sich recht zahlreich und pünktlich einzufinden. Berl. Reichstags- Wahlkreises zur Nachricht, daß ich das Milch-, Sahnen. M J. A.: Der Bevollmächtigte: H. Neumann. NB. Gleichzeitig den Mitgliedern der Zahlstelle Berlin I zur Kenntniß, 192/9 1. Backwaaren Geschäft von Frau daß die nächste Mitglieder Versammlung der Pfingstfeiertage wegen am Oldenburg, 25a Manteuffelste 25a, Sonntag, den 9. Juni, stattfindet. übernommen frei Achtung!! Vereinshaus, Schönhauſer Allee 28. ins Haus. Niederlage der Genoſfens musik. Festsaal, Gr. schattiger Garten, Kegelbahn, Kaffeeküche. Auch Sonntags an Vereine zu vergeben. Max Mörschel. 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Heereman und Genossen auf Annahme eines Gesetzentwurfs, betreffend die Wieder herstellung der Art. 15, 16 und 18 der Verfassungsurkunde vom 31. Januar 1850. Die im Jahre 1875 aufgehobenen Artikel 15, 16 und 18 lauteten: Art. 15. Die evangelische und römisch- katholische Kirche, fowie jede andere Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbständig und bleibt im Befiz und Genuß der für ihre Kultus-, Unterrichts- und Wohlthätigkeitszwecke bestimmten Anstalten, Stiftungen und Fonds. Art. 16. Der Verkehr der Religionsgesellschaft mit ihren Oberen ist ungehindert. Die Bekanntmachung firchlicher Anordnungen ist nur denjenigen Beschränkungen unterworfen, welchen alle übrigen Veröffentlichungen unterliegen. Art. 18. Das Ernennungs-, Borschlags-, Wahl- und Bestätigungsrecht bei Besetzung firchlicher Stellen ist, soweit es dem Staate zusteht und nicht auf dem Patronate oder besonderen Rechtstiteln beruht, aufgehoben. Auf die Anstellung von Geistlichen beim Militär und an öffentlichen Anstalten findet diese Bestimmung feine Anwendung. Sonntag, den 19. Mai 1895. 12. Jahrg. fonnte er nicht wieder los werden. Sie herrschen noch in vielen und argwöhnisch über die Nechte und die Selbständigkeit der Kreisen der Beamten und sogar in den Reihen dieses Hauses. Kirche wachen. ( Heiterkeit.) Sie würden Ihrer großen Verehrung für den Damit schließt die erste Berathung. Darauf wird der Antrag gegen die Stimmen des Zentrums, der Polen und des konservativen Abg. Knoch abgelehnt. Es folgt die Berathung von Petitionen. Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr.( Berathung des Antrages Arendt, betreffend die internationale Regelung der Währungsfrage.) Gerichts- Bettung: Fürsten Bismarck feinen besseren Ausdruck geben, als In der zweiten legt Abg. Lieber( 3) die Gründe nochmals wenn Sie jetzt das vollendeten, wozu er leider keine dar, aus welchen das Zentrum diesen Antrag eingebracht habe. Gelegenheit und Zeit gefunden hat.( Heiterkeit.) Wenn Die Liebe zum Vaterlande habe hierbei nicht die geringste Rolle Sie die Bestrebungen, welche sich in lezter Zeit geltend gespielt. Man möge den Antrag ablehnen, aber an Wiedergemacht haben gegen unsere staatliche Gesellschaft, gegen unsere sehen denken. christliche Ordnung, gegen die Familie, gegen alles, was uns heilig und werthvoll ist, worauf unsere Kultur sich aufgebaut hat, zurückdrängen wollen, so müssen Sie das vom christlichen Standpunkte aus bekämpfen. Es giebt keinen anderen Weg. Wenn man annimmt, die Regierung ist von Gottes Gnaden, so ist das der schönste Edelstein in dem Diadem der Krone. Wenn man das zwar als einen sehr schönen Grundsatz anerfennt, aber meint, man brauche dazu nicht der Freiheit der christlichen Kirche, so ist das ein Widerspruch.( Beifall im Zentrum.) Wenn Sie der Kirche die Freiheit geben, geben Sie ihr auch die Macht gegen die Mächte, welche den Staat bekämpfen.( Sehr gestern ein Bild widerlichen Konkurrenzneides. In dem Hause Eine für Gastwirthe interessante Gerichtsverhandlung bot wahr! im Zentrum.) Wollen Sie unser Vertrauen wieder haben, Bionskirchplatz 1 betreiben die Gastwirthe Beyer und Thiessen so schaffen Sie diese Bestimmungen ab. Es giebt keine staats- Schankwirthschaften, ersterer in den Kellerräumen, während bürgerlichen und freiheitlichen Rechte, wenn man die kirchlichen letzterer die Parterrelokalitäten inne hat. B. scheint es darauf nicht anerkennt. Ich empfehle Ihnen den Antrag mit besonderer abgesehen zu haben, seinen Konkurrenten zu ruiniren, da er gegen Rücksicht auf das allgemeine Wohl unseres Staates.( Lebhafter diesen in einem Zeitraum von wenigen Wochen 9 Denunziationen abgesehen zu haben, seinen Konkurrenten zu ruiniren, da er gegen Beifall im Zentrum.) Abg. Sobrecht( natl) erklärt, die Nationalliberalen, wären wegen lebertretung der Polizeistunde eingereicht hat. In sechs der Ansicht, daß die Wiederherstellung dieser Verfassungsartitei Freisprechung. Wie der Beklagte erklärte, find gegen ihn außer Fällen, die zur richterlichen Entscheidung gelangten, erfolgte nicht dazu dienen könne, den kirchlichen Frieden zu erhalten. bem noch 15 anonyme Denunziationen bei der Polizei einAbg. Frhr. v. Heereman( 3.): Es handelt sich hier um Die Artikel feien aufgehoben, weil man die Ansicht hatte, daß gelaufen. In der gestern zur Verhandlung anstehenden Sache die Wiederherstellung der wichtigsten Rechte, welche der Mensch im nur durch eingehende Spezialgefeße das Verhältniß zwischen trat als Belastungszeuge ein Tischlergeselle B. auf, der nach dem Staate haben, ausüben oder verlieren kann, um die Freiheit und Kirche und Staat geregelt werden könne. Diese Artikel be- Bugeständniß seines eigenen Bruders von dem Gastwirth Beyer Selbständigkeit der christlichen Kirche. Als im Jahre 1875 diese standen, als der Kulturkampf begann. Sie hatten die zur Denunziation veranlaßt worden war. Der Gastwirth 3 Artikel aufgehoben wurden, haben die Abgg. v. Schorlemer Wirkung, daß zu dem besonderen, damals geführten Thiessen wurde zu einer Geldstrafe von 5 M. verurtheilt, trotund Peter Reichensperger darauf hingewiesen, daß von einer Kampf immer noch der um die Auslegung von von Ver bürgerlichen und staatsbürgerlichen Freiheit nicht die Rede sein fassungsbestimmungen hinzutrat. Dieser Grund bestehe fort die Aufforderung zum Verlassen des Lokals rechtzeitig erfolgt dem die Polizeistunde nur um 10 Minuten überschritten war und fönne, wenn nicht die kirchliche religiöse Freiheit gesichert sei. und sei für seine Partei genügend, den Antrag abzulehnen. war. Wie der Vorsitzende erklärte, genüge die bloße AufDies ist kein konfessioneller Antrag, die religiöse Freiheit und( Beifall links.) Selbständigkeit ist auch für die Evangelischen ein ebenso Abg. Graf zu Limburg- Stirum( T.) betont, die konservative forderung nicht, der Wirth müsse Mittel und Wege finden, seine großes und tiefempfundenes Bedürfniß, wie für die Partei stehe nach wie vor auf dem Standpunkt der Selbständig. Gäste rechtzeitig zu entfernen. Katholischen. Die Verfassung, die wir haben, ist die Grund- feit beider christlichen Kirchen; dieser Antrag führe aber nicht zu und Unterlage unseres öffentlichen Lebens, unserer staatlichen dem bezeichneten Ziele und würde eine Unsicherheit des Rechts und politischen Rechtsverhältnisse, nicht die Grundlage aller erzeugen. Daher werde seine Partei gegen ihn stimmen. Rechte; es giebt eine Menge von Rechten, die höher, älter, innerlich nothwendiger und noch viel geheiligter sind, wie die Verfassung.( Buftimmung im Zentrum.) Die monarchische Ordnung, die Krone, die Obrigkeit von Gottes Gnaden, die naturgemäße Freiheit des einzelnen Menschen und des Gewissens gehören dazu. Aber die Verfassung soll einen Damm bieten für die augenblickliche momentane Erregung einzelner Parteien und Erregtheiten einzelner Menschen, sonst hätte die Verfassung überhaupt keinen Sinn.( Zustimmung im Zentrum.) Aus diesem Grunde hat man denn die Abänderung der Verfassung erschwert. Diese grundlegende und absolut richtige Idee hat man leider im Kulturkampf nicht beachtet. Ich will die alten Wunden nicht aufreißen, aber es wurden Bischöfe eingeferfert und vertrieben, Geistliche eingesperrt, wenn sie ihre Pflicht thaten, und doch hatten die Katholiken nichts Schlimmes gethan, feine Revolution gemacht. Sie waren die loyalstent, opferwilligsten Unterthanen der Regieeung. Schließlich sah man ein, daß es nicht so weiter ging, und der große Staatsmann, der allerdings die wesentliche Schuld an der Entstehung dieses Rampfes trug, lenkte sofort, nachdem er seinen Irrthum eins gesehen hatte, ein und fing an, den sogenannten Kulturkampf wieder abzubröckeln. Aber die Geister, die er gerufen hatte, Sonntagsplauderet. Abg. Dr. Laugerhaus führt aus, die freisinnige Volkspartei wolle jeder Bevorzugung von Religionsgesellschaften entgegen treten; auch die in den Artikeln nicht genannten Religionsgesellschaften hätten die gleichen Ansprüche auf Selbständigkeit. Seine Partei werde daher gegen den Antrag stimmen. Abg. Motty erklärt namens der Polen, für den Antrag stimmen zu wollen. Die Freifonservativen wollen, wie der Abg. v. 3edlitz furz erklärte, gegen den Antrag stimmen und sich auch nicht an der Debatte betheiligen. Er halte es im Interesse des kirchlichen Friedens nicht für angebracht, auf den früheren Zustand zurückzugreifen. Abg. Schanasian erklärt, daß auch die Freisinnige Ver einigung gegen den Antrag stimmen werde. Zum Kapitel: Deutsche Richter". Ein Aufsehen erregen. der Vorfall trug sich in einer Schöffengerichts- Sizung zu Solingen zu. Ein Anwalt hatte einen Fabrikarbeiter, der seine Familie vernachlässigt haben sollte, zu vertheidigen. Mitten in seiner Rede jedoch hielt der erstere ein und machte geltend, daß das Gericht nicht die ihm gebührende Aufmerksamkeit erweise, weil der präſidirende Amtsrichter sich von seinem Size erhob und Miene machte, zum Fenster hinaus zu sehen. Auf eine Aufforderung des Amts richters hin verließ der Vertheidiger den Sizungsfaal, worauf die Sache vertagt werden mußte. Wegen Ungebühr nahm das Gericht dann den Anwalt in eine Ordnungsstrafe von 20 M. Gegen dieses Urtheil ist sofort von dem Rechtsanwalt Ginspruch erhoben worden. Dersammlungen. Das Schlußwort hat Abg. Bachem( 3.). Er hält es für In Köpenick tagte am 15. Mai eine nur mäßig besuchte fein Zeichen der Stärke der anderen Parteien, wenn sie sich auf Volksversammlung, in der Genosse Hoffmann über den furze Erklärungen beschränkten. Eine gründliche, ruhige Nußen der Gewerkschaftsorganisation sprach. Die intereffanten Diskussion wäre ihm lieber gewesen, und an ihr wäre dem Darlegungen des Redners fanden in der Diskussion allseitig zu Zentrum mehr gelegen, als an einer Abstimmung. Redner bestimmende Beurtheilung. Ein Antrag, eine Kommission zu hauptet, alle Staaten, die von der Kirche abgefallen wären, wählen, welche die Förderung der gewerkschaftlichen Agitation wären elend zerfallen. So lange diese Artikel nicht wiederher- und Organisation übernimmt, gelangte einstimmig zur Annahme. gestellt seien, müsse seine Partei immer auf dem Posten sein Gewählt wurden Tischler Heinemann, Schlosser Begoll, Zimmerer die Bitterkeit zu ermessen, die der Frau in der sozialdemo- festen Angeln hebt? Die sozialdemokratische Männerwelt tratischen Genossenschaft bestimmt sein wird. Und neben der wird man nicht mehr bekehren, und wenn man sie noch so Otto Frauenlob hat gesprochen und niedergeschmettert braven Agnes von Bismarck's intimistem Feind Eugen, die barsch anfährt, wie ein Kriegsminister im Vollgefühl seiner sind wir alle, die wir in hartherziger Männlichkeit eine um den Ertrag von ihrer Hände Arbeit, der ihr so reichlich Macht und Würde kann. Die tappen insgesammt zu sehr grausame Tyrannei üben. Otto, der neueste ritterliche zugeflossen war, schmählich betrogen war, taucht die demüthige im Düstern. Aber die Frau mit ihren klareren Instinkten, Frauenlob, Otto, der Alte vom Sachsenwalde, hat in weich- Helene auf, der man nicht nur die gesparten Bazen, nein, um mit Bismarck zu reden, wäre durch Locktöne noch zu herzigen Mitleiden, wie es seiner innersten Natur ent- auch ihr Selbstgefühl, das freie Wort, das Recht auf geistige gewinnen. Wie es gegenwärtig in der Ehe unter Proles spricht, vor den Vertreterinnen von 17 000 schlesischen Selbständigkeit mit frevlerischer Gewalt raubt. Mit ge- tariern steht, hat die Frau leider so wenig zu sagen. Fürst Frauen und Jungfrauen das Loos der Aermsten beklagt, beugtem Rücken, die Gestalt hager, das Gesicht bleich und Bismarck sagt es, Fürst Bismarck muß es wissen. Sie ahnt die an sozialdemokratische Gatten gebunden sind. Und auf der gedrückt, die Blicke scheu und verschüchtert, so schleicht die nicht, in welchem Höllenpfuhl sie an der Seite eines sozia geweihten Stätte des Sachsenwaldes tauchten altgermanische demüthige Helene, das typische Weib der Sozialdemokratie listischen Gatten lebt. Sie fühlt nicht, wie entfernt sie Erinnerungen auf. Ein frommes Rühren überkam die zarten nach Bismarc's Auffassung, auf den Behenspitzen einher. Wenn davon ist, in treuer Kameradschaft zu ihrem Manne zu Frauen und Jungfräulein, die den ehemaligen Lenker der der gestrenge Gatte sie energisch anblickt, zittert sie an allen stehen, den sie doch nicht in freier Liebe wählen durfte, wie Weltgeschicke, den Donnerer, den Mann von Blut und Eisen Gliedern wie Espenlaub; und daß sie in dem Zuchthause, bekanntermaßen die Töchter der vortrefflichen Bourgeoisie. wie einen galanten Junker schmeichlerisch reden hörten. Sie in dem sie lebt, jemals laut aufzumucken gewagt hätte, In ihrer dunklen Verlassenheit weiß sie von dem Glanz gedachten ihrer weiblichen Ahnen, die in der Vorzeit tapfere das ist niemals noch vorgekommen. Arme, bedaueruswerthe nichts, von dem stillen Glück, von der inneren Zufriedenheit, Kameraden und kluge Beratherinnen ihrer Gatten waren. Helene! von dem trauten Nebeneinandergehen, von der rosenrothen Sie fühlten sich gehoben, sie, die Frauen der deutschen Der große altgriechische Spötter Aristophanes weiß Idylle, in der die Ghe auf kapitalistischer Grundlage sich bürgerlichen Gesellschaft, die noch immer die Hausehre der bereits über eine Revolte empörter Frauen gegen ihre darstellt. Wenn in ihr die Erkenntniß von all der zuckers Familie darstellen; und sie bejanimerten das Geschick ihrer Männer zu berichten. Wie wär's, wenn die Worte des füßen Seligkeit aufdämmierte, wenn die stolze MenschenMitschwestern, die an finstere barbarische Sozialdemokraten Weisen vom Sachsenwalde zündend in die Herzen der würde, von der die Frau in der kapitalistischen Ehe erfüllt vermählt sind, nicht aufzuathmen wagen, wenn ihr Herr sozialdemokratischen Frauen fielen? Wenn auch sie sich wird, ihr erst zum rechten Bewußtsein käme, sie würde die und Gebieter spricht, und in stummer Ergebung ein dumpfes empörten, wenn auch sie zu frozen wagten und nach Bistüchtigste Bekämpferin des Umisturzes; mit weiblicher Zähig Stlavendasein fristen. mard's Mahnung handelten? Wenn sie sich nicht mehr feit und Ausdauer ginge sie darau, den tief verirrten Mann Alte Wahrwörter bei verschiedenen Völkerschaften zur Aschenbrödelrolle verdammen ließen und Einfluß über zu bekehren. pflegen zwar zu sagen, daß stumme Ergebenheit im die stockstarren Gewalthaber von Männern gewännen? Freilich giebt es andere Weise und Gelehrte, Künstler und allgemeinen nicht eine Eigenthümlichkeit des jungen, fertigen Es würde Herrn v. Köller, der nunmehr fern von allen und Dichter im Norden im Süden, die in Frauengeschlechtes sei. Allein die sozialdemokratische Frau bedrohlichen Staatsgeschäften als froher Waidmann auf der Bourgeois- Familie der Gegenwart nicht eitel Glück bildet nach dem vollwichtigen Zeugniß Bismarck's, des seinem Elsässer Besitzthum pirscht, nicht schaden, wenn er und Sonne sehen. Das liegt aber an der Beschaffenheit Frauenlobs, hiervon eine Ausnahme. Was will das be- diesen Gedanken zu Ende dächte. Wenn man auch von ihrer nichtsnußigen Augen. Dem einen kommt die Frau sagen, wenn mitunter August Bebel im Parlament ein Wort herpischer Unempfindlichkeit ist, wie Herr v. Köller, und wie dann vor, wie ein gefälliges Besizobjekt; dem anderen wie wagt für die Rechte der Frauen? Seine 45 Genossen im ein moderner Siegfried einen hörnernen Panzer um Leib reine Sklavenwaare. Kulturen, die man abgestorben wähnte, Reichstag grollen insgeheim über solche Verzärtelung des und Seele trägt, an dem kein einzig Lindenblättchen die erwachen kraft atavistischer Wandlung zu neuem Leben. Weibes und gegen den empfindsamen Bismarck gehalten Stelle deutet, wo ein tückischer Hagen verwunden könnte: Greise Lüfternheit greift mit zittrigen Händen nach jugendbleibt Bebel doch noch ein harter Despot. Frau Beecher- so muß man doch des harten Waffentanzes müde werden lich schwellenden Gliedern und überreifes Matronenthum Stowe hatte nicht so viel Thränen vergossen, da sie in und freudig wird man die sanfteren Mittel nützen, die angelt nach junger Männerkraft. Ein Markt ist aufgethan ihrem Buche Onkel Toms Hütte" das Leid der Neger- einem durch Frauengewalt in die Hände gespielt werden. und Kuppelei und Presse stehen ihm bereit, ein Markt sflaven beweinte, als Bismarck vergoß, da er herz- Wie Herr v. Köller geartet ist, wird er nicht mit unnüßem fast von einer Weite, wie ihn der alte Orient nicht kannte. beweglich vor den schlesischen Pilgerinnen vom dunkelsten Winseln und Händeringen am Grabe der Umsturzvorlage Und ein nordischer Ankläger kam und er nannte das überDeutschland sprach, wo der herrische Sozialdemokrat die stehen und wie die verliebte Leonore seufzen: Sin ist hin, goldete Bauer, in das junges, warmes Frauenleben so Geißel über seinem Weibe schwingt. Da hat einmal Ignat verloren ist verloren! Er ist nicht allzu sentimental und wird häufig zu bloßem spielerischen Ergößen des Herrn und Auer, ciner der finstersten und finsteren Tyrannen im nicht lange um den todten Wilhelm trauern, sondern sich Gebieters gesperrt wird, ein Puppenheim ohne Inhalt Reichstage, darauf hingewiesen, wie gerade im heutigen lieber besinnen, wie er dem deutschen Volk einen neuen und ein süddeutscher Ankläger gar wurde noch bitterer Bürgerthum die Würde des Weibes preisgegeben sei, wie Schatz bescheere, der es vor Umsturz, Unfitte und Unordnung und er ließ eine Straßendirne zur anständigen, aber unglückFrauenreiz und Frauenehre feilgeboten und fäuflich werden. bewahre.( Da Herr v. Köller jetzt in seinen Ferien auch lichen Bürgersfrau nahen, die väterliche und kirchliche Im Gegensatz hierzu gedachte er des freiwilligen Liebes- fleißig literarische Studien treiben soll, so wird es ihm un Mahnung zur Zwangsehe verdammt hatte, und die mits werbens im Proletariat und förmlich mit Behagen er schwer fallen, die Anspielung auf den todten Wilhelm, die leidige Bürgersfrau sprach: Weh' uns beiden, daß man mich innerte er sich seiner flotten Jugendzeit, da es ihm niemals sich an Bürgers Ballade Leonore anlehnt, zu verstehen.) an einen, Dich an viele verkauft hat. darum bange war, sich sein Mädel zu suchen,- schämig Wozu dann die rauhen Maßnahmen unbeliebter Gesetze, Wer solche Bitterkeiten hört, der könnte leicht bedenksenkte Herr Gröber vom Zentrum dabei sein Haupt über wozu die hißigen Schlachten im Parlament, wozu das lich werden. Aber an strammen, gesund- soldatischen Worten ein Attenbündel. Aber was beweist das fecke Sprüchlein Feilschen mit dem verschmitten Zentrum, das schneidige kann er sich aufrichten. Ein befreiender Spruch war das eines Menschen, der, wie ein Don Juan, sich süßer Jugend- Offenheit nicht zu ehren versteht, wozu die Schadenfreude neulich. Scien sie Weise und Gelehrte, feien sie Künstler sünden rühmt, ohne zu erröthen? Bismarck weiß es besser. sozialdemokratischer Wütheriche erhöhen, wenn man durch und Dichter; was sie sinnen, ist Galle, wie sie schreiben, Er, der von jeher Sinn und Wesen der Sozialdemokratie zärtliches Entgegenkommen gegen die Frauenwelt den Hebel an das ist die Weife literarischer Schmierfinken. Hab Dank in ihren Tiefen begriffen hat, weiß auch, wie ein Seher, feßen tanu, der die Gewaltherrschaft der Sozialdemokratie aus für dieses Wort, hochedler Kritikus! Alpha. Ziegelmann, Töpfer Torius, Färber Eichler und Maler Ackelbein. Die Mittheilung des Vertrauensmannes, daß die Polizeiverwaltung angeordnet habe, zukünftig den Frauen den Zutritt in den Versammlungen zu verwehren, erregte allgemeines Befremden. Man will jedoch erst abwarten, wie weit diese Absicht zur Anwendung kommt. Verein Freie Geifter". Sigung mit Damen jeden Sonntag nach dem 1. und 15., abends 6% Uhr, Admiralstr. 38 bei Tugauer. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe Der Metallarbeiter. ( E.. 29 Hamburg.) Filiale Berlin 2. Versammlung am Montag, 20. Mai, abends 8 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Frengang, Echüßenstr. 18/19. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 20. d. M.: Zahlstelle 1 Mebelin, Langeſtr. 108; Bahlstelle 2 Gründel, Brunnenstr. 188; Bahlstelle 3 Geselliger Arbeiter- Verein Bruderkette", Ohmgaffe 2 bet Krebs. Sonntag, den 19. Mai: Sigung 5 Uhr. Nachher Fidelitas. Freie Vereinigung der Graveure, Ciseleure etc. Dienstag, den 21. mat, abends 8% ühr, Oranienſtr. 61: Versammlung. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über: Die Kunst und Religion der alten Griechen. Die Versamm= lung wird pünktlich eröffnet. müllerstr. 179a Settüre( unentgeltlich). Südost- Schule, Waldemarfir. 14: Arbeiter Bildungsschule. Sonntag, 10-12 Uhr: Nord- Schule, mischter Chor, Lindowerfir. 26 bei Eachfe. Golidarität, Draniens firaße 109 bei reiser. Freya 2"( gem. Chor), Rigdorf, Hermannstr. 45 ,, Vittoria- Säle". Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Kanser, jeden Conntag Bormittags 10% Uhr im Restaur. Echömann, Heimsir. 16.Karl Mare", 9 Uhr, bet Grube, Martendorferstr. 5. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ( Alle zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, sind zu richten an P. Gent, Adalbertstraße 95.) Sonntag: Vergnügungsverein Helgoland II", Rüdersdorferstr. 45, Gesellschaftshaus Oftend", nachm. von 4-6 Uhr. Montag: Pfeifentub Felsenfest, Andreasstraße 26 bei Wilfe. Bergnügungsverein Felsen fest, Rirdorf, Hermannstraße 21 bei Kartentlub Lustige Brüder, Krautstraße 48 bei Rattte. Arbeiter BitherGeselliger Verein Fridolin, Brunnenstr. 35 bei Wolf. verein& inigteit, abends ½ Uhr, uebung bei Nowack, Manteuffelstr. 9. Theaterverein Liebesglüd, Große Frankfurterstraße 74 bei Breuer, an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat. Reinickendorf. Am Sonntag, den 12. Mai, hielt der Arbeiter Bildungsverein für Reinickendorf und Umgegend feine regelmäßige monatliche Versammlung ab. Auf der Tages- Lektüre( unentgeltlich). Hornburg. Montag, abends 7-8% Uhr: Leftüre. 8%-10% Uhr: Nord- Schule, ordnung stand ein Referat des Genossen Kiesel, der in einem Müllerstraße 179a: Nationalöfonomie. Südost- Schule, Waldemarstr. 14: interessanten Vortrage über die Chartistenbewegung sprach. Die volksthümliche Medizin.( Bau und Lebenserscheinungen des gefunden und Ausführungen des Referenten wurden mit großem Beifall auftranten Menschen.) Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, genommen und bewegte sich die Diskussion im Sinne des Damen und Herren, jederzeit aufgenommen. Lese- und Diskutirklub„ Carl Mare". Montag, abends 9 Uhr, bei Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Privat- TheaterReferenten. Grube, Mariendorferstr. 5. gesellschaft Satur" abends 349 Uhr, bei Specht, Markgrafenftr. 83.- Privat= Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender: Theatergesellschaft Immer 2u stig jeden Sonntag Abends 5 Uhr, bei Ruhl Privat- Theatergesellschaft Ad. Neumann, Pasewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender Andree, Chorinerstr. 53: Sigung mit Damen. sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49, v. 2 Tr. Minerva. Alle Montag Zusammenkunft Maibach- Ufer 3 bei Schmock. den Montag, Abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Privat- Theater- und Vergnügungsverein Morgenstern. Sigung jeden Liebert afe! der Maler, Annenstraße 6, bei Ehrenberg. Sonntag 5 Uhr; alle vierzehn Tage Fidelitas im Markthallen- Restaurant, Rauchtlub Brüderlichteit denied erhall, Köpenickerstr' 191 bet Foge.-8utunft I, Steglig, Ahorn Wörtherfiraße 45, bei F. Tarey. straße 15a,@ chelhose's Gambrinus.- Bruderherz, Krautftr. 6, bei Rudolf. jeden Montag 9-11 Uhr bei Pauts, Schlesischestraße 38.- Rauchklub Arbeiter: Gesangverein Vorwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzen- Eldorado alle Montage, abends 8% Uhr, bet Geier, PallisadenTheater und Vergnügungsverein Waldemar. Jeden Allee 6 bei Karl Echulz. Liederzweig, Waidmannslust Berlinerstraße straße 66. bei Berbe. Liebesfreiheit II, Strausberg, Wrießenerstraße bei Sonntag Staligerstr. 54 bei Hente. Anfang 6% Uhr.- Arbeiter- Stenographie Loot, Bürgergarten. Glodenrein( gemischter Chor) Schönhauser Berrein Eintracht", Unterricht und Üebungsstunde Montag, abends 8½ Uhr Rosalia, Lebuserstraße 5, bei A. Nemig. bet Nothes, Buttmannstraße 17. Allee 46 bei Höhne. Privat- Theaterverein FreiheitsSyrene, Echönhauser Allee 28 bei elle. A: beiter Gefang- hoffnung. Sigung mit Damen jeden Sonntag um 6 Uhr nachmittags bei verein Wacht auf II, Erfner, Restaurant Seebad" am Dämmerig- See, Baumann, Lychnerstr. 2-3( Straße XV). Nach der Sigung Fidelitas. Wilhelmshöhe".- Arbeiter Gesangverein der Enterbten, Eminemünder Privat- Theatergesellschaft Minerva. Alle Montag Busammenkunft Maibachfiraße 49. Soffnung II, Deutsch Wilmersdorf, Günzelftr. 39. Ten ufer 3 bei Schmock. Klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr nachblüthe, Benghofstr. 8, Refiaur. Behlendorf. Gefangverein Liberte: mittags an Sigung mit Fidelitas im Saale des Restaurants Kiefelhahn, Bergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4 1hr Brangelit r. 84 bei Redanz. Männerchor Sangeslust II, Basewalterstr. 3 Dresdenerstr. 68. bei Ad. Neumann.- Gesangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau Sigung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnftr. 9. Hussiten sir aße„ Elysium". Harmonie 2", Weinstr. 11, Restaurant Geselliger Verein Frohsinn. Sonntag, nachmittags 6 Uhr, bei G. Hiezig, Feindt. ,, Ginigteit 3", Groß- Lichterfelde, Amalienstr. bei G. Senger. Falckensteinstr. 41, Sigung, nachdem Fidelitas. hilaria, Blumenftr. 46 bei Tomatscheck. Slingmüller'sches Doppelquartett, Neu- Weißensee, Langhansstraße bei Ww. Busch. Süd- Ost 11, Falkensteinstr. 7 bei Trittelwig. Alpenveilchen, geAchtung. Vergolder! Die Kollegen werden auf die am Montag, 20. d. M., stattfindende Versammlung besonders aufmerksam gemacht. Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Sonntag, den 19. Mai: Ausflug nach Pantow- Schönhausen mit Uebung. Treffpunkt nachmittags 3 Uhr, in Bantow, Mühlenstraße, Störr's Gesellschaftshaus. Schöneberg. Arbeiter- Bildungsverein. Morgen Montag, abends 8 Uhr, Bersammlung bei Reßner, Grunewaldstraße 110. Tagesordnung: Bortrag des Genoffen H. Schulz über: Die häusliche Erziehung im heutigen Klaffenstaat. Bergnügungsverein Stalia". Sonntag, den 19. Mai, abends 6 Uhr, im Restaurant Roland, Elsasserstr. 26, 1 Tr.: Fidelitas. Entree und Tanz frei. Gäste willkommen. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure etr. Montag, ben 20. Mai, abends 10 Uhr, bei Buste, Grenadierstr. 33: Monatsversamm: lung. Kollegen als Gäste willkommen. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter.( E. S. Nr. 29.) Filiale Berlin 9. Mitglieder Versammlung am Sonntag, den 19. Mai, vorinittags 9 Uhr, bei Biect, Stemensstr. 17. Wahl der gesammten Ortsverwaltung. " Sozialdemokratischer Wahlverein Brichstags- Wayshreis, der Stereotypeure uns J Achtung, 5. Wahlkreis. für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. der Stereotypeure und Am Mittwoch, den 22. Wai, abends 8, Uhr, im Alten Da am Mittwoch unsere Versammlung aufgelöst wurde, findet morgen, Galvanoplastiker Montag, den 20. Mai, abends 8 Uhr, eine neue Bersammlung in den ,, Oranienhallen", Oranienftr. 51, statt. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Berlins und Umgegend. Sonntag, den 26. Mai, Abds. 7 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung. Versammlungen: Südost. Dienstag, 21. Mai, abends 8½½ Uhr, beim Gen. Ullrich, Waldemarstr. 75. = Tagesordnung: 1. Die freie Aerztewahl, eine Antwort an den Genossen Dr. Gustav Heymann. Referent Reichstags- Abgeordneter Genosse Robert Schmidt. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Mitglieder von Südost werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Osten. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes Der Vorstand. NB. Vor sowie nach der Verfammlung: Gemüthl. Beisammensein. Verband deutscher Korbmacher ( Filiale Berlin). Dienstag, 21. Mai, abends 8 Uhr, im Freischük", Montag, d. 20. Mai, abends 82 Uhr, Fruchtstr. 36a. Oranienstraße 51: Schützenhause, Linienstraße 5: Gr. sozialdemokr. Volksversammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Robert Schmidt über: „ Einiges aus der letzten Session des Reichstages". 2. Diskussion. 3. Wahl von Delegirten zur Preß- und Agitationskommission. 4. Verschiedenes. Der Vertrauensmann. 269/12 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Vertrauensmänner- Versammlungen: Schönhanser und Rosenthaler Vorbadt: Montag, den 20. Mai, abends 81/2 Uhr, bei Mörschel, Schönhauser Allee 28. 81/2 Norden: 158/18 Westen und Südwesten: Montag, den 20. Mai, abendz 8½ Uhr, bei Ladesordnung: 1. Bortrag des Genoſſen. Tabbert über: Versammlung Friedrichsberg und Nummelsburg: lihe, im Lotale des Herrn Heine. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Heinrich 281/10 für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 21. Mai, abends 8% Uhr, im Lokale Cösliner Hof, Cöslinerstraße Nr. 8: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Pätzel über: Beichen der Zeit". 2. Disfuffion. 3. Vereinsangelegenheiten und Fragekasten. 303/ 15* Achtung! Aufruf! Der Vorstand. Achtung Hilfsarbeiter und-Arbeiterinnen aller Branchen Berlins und Umgegend. Da Montag, den 20. Mai, Abends 8%, Uhr, im Lokale Königsbank", Große Frankfurterstr. 117, eine Grosse öffentliche Versammlung stattfindet, ersuchen wir die Kollegen und Kolleginnen, diese Versammlung im Interesse der Sache zahlreich zu besuchen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Velvet- Fabriken, welche noch nicht organisirt sind, werden gebeten, diese Versammlung alle zu besuchen, um ihre Aufnahme im Allgemeinen Arbeiter und Arbeiterinnen- Berein vollziehen zu tönnen. NB. Die Vereinsversammlung am Montag, den 20. d. M., bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, fällt infolge dieser Versammlung aus. Die Vertrauensmänner. Oskar Schüler. Arndt. Rohrleger und Gehilfen. Bubeil, Lindenstraße 106. Montag, abends 812 Uhr, Heinicke, Friedrich- Karlstraße 11. Tages- Ordnung: Besprechung von Wertstattangelegenheiten. Alle Werkstellen der Bezirke müssen sich durch einen Vertrauensmann ver Den Kollegen zur Nachricht, daß treten lassen. am Himmelfahrtstag eine Fusspartie hattnet. Treffpunkt: Grünau, fruh 9 Uhr bei Liedtke, Friedrichitt. 1. Abmarsch 91/2 Uhr nach Schmöckwitz bei Kurras( 3ur Palme). Freunde und Gäste willkommen. 11696 Der Beauftragte. Graveure, Ziselenre! Dienstag, den 21. Mai, abends 81/2 Uhr, Oranienstraße 51: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Dr. Pinn über:„ Die Kunst und Religion der alten Griechen." 3. Disfuffion. 4. Verschiedenes. Bezirks- Versammlungen: Moabit: Sonntag, den 19. Mai, vormittags 10%, Uhr, Stromstraße 28 bei Lange. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:„ Kleinhandwerk und Großtapital". Refer. Kollege Millarg. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Südosten: Montag, den 20. Mai, abends 8 Uhr, im Lokal von Henke, V Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Die Abzüge in werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. Spiegelrahmen- Fabrik von Mefter.- Sämmtliche Kollegen diefer Branche der Barquetbodenleger Versammlung Montag, den 20. Mai, abends 8 Uhr, bei Schöning, Stallschreiberstr. 29. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. 240/9 Verband der Möbelpolirer. Derlammlung Da laut Beschluß der letzten Ver Montag, den 20. Mai, abends 8 Uhr, im Lokal von Wilke, Andreasstraße 26: sammlung die Versammlung pünktlich eröffnet wird, so ersucht um rege Betheiligung Der Vorstand. Erwiderung. Wider Erwarten hat sich der VorZages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Stadtv. Theodor Mener. 2. Diskussion. 3. Wahl. 4. Verschiedenes. 208/16 NB. Das Sommerfest findet am 23. Juni Rüdersdorferstraße 45 statt, Billet 30 Pf. Der Vorstand. stand der Zivil- Berufsmufiter dazu Verein zur Wahrung der Interessen der Zinkgiesser hinreißen lassen, eine öffentliche Gr flärung abzugeben, wozu gar keine Verband aller im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten ursache mehr vorhanden war. Hilfsarbeiter. Donnerstag, den 23. Mai( Himmelsfahrtstag): Ausflug nach Rüdersdorf( Kalkberge). Treffpunkt früh 7 Uhr: Schlesischer Bahnhof. Von da per Bahn bis Grfner. ( Fahrpreis 50 Pf.) Dann zu Fuß nach Rüdersdorf. Treffpunkt für Nachzügler: im Restaurant Holldorf, Woltersdorfer Schleuse bis 10% Uhr. Alle Kollegen und deren Frauen, welche sich für eine langandauernde Fußpartie interessiren, sind hiermit eingeladen. Achtung! Tapezirer! Der Vorstand. Achtung! Dienstag, den 21. Mai, abends 8/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20 Große öffentliche Volksversammlung aller im Tapezirgewerbe besch. Personen. Tages- Ordnung: 232/16 1. Bortrag des Genossen Jahn: Die Arbeiterfrage der Gegenwart. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Aufnahmen und Beiträge für den Fachverein werden entgegengenommen Ausgabe des Korrespondenzblattes. und pünktlich zu erscheinen. Treptow werden Die Werkstatt- Kontrollkommission. Restaur. ,, Zum Karpfenteich". Heute, Sonntag: Grosse Elite- Specialitäten- Vorstellung einer beliebten Variété- Gesellschaft. Anfang 4 Uhr. Entree frei. Jm Saale: Grosser Ball. Hermann Otto. Die Kaffeefüche ist geöffnet. " Der Gesangverein Glück zu" war sich darüber einig geworden, über die und Stürzer Berlins und Umgegend. Ordentliche Generalversammlung Püdlerstr. 49. Tages Drdnung: ganze Angelegenheit hinwegzugehen, am Dienstag, den 21. Mai, abends 8½½ Uhr, bei Schuhmacher, weil sich herausgestellt hatte, daß bei der Bestellung der Musik beiderseitig Fehler gemacht worden sind. Da nun aber in dieser Erkärung von einer groben Nnwahrheit die Rede ist, so fühlen wir uns aus diesem Grunde 296/6 verpflichtet, an dieser Stelle zu versichern, daß die Hauptschuld an dieser Unannehmlichkeit dein Arbeitsvermittler 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht des Kassirers. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Gewerkschaftliches. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Achtung! Deffentliche Der Vorstand. Achtung! ber Bivil- Berufsmusiker beizumessen ist. Versammlung der Brauer Im übrigen sind wir damit einverstanden, daß der Vorstand des Arbeiter Sängerbundes sein unparteiisches Gutachten als dritter in dieser Sache 152/14 abgeben möge. Der Vorstand des Gesangvereins Glück zu". J. A.: E. Müller städt. " Sonntag, den 19. Mai, nachmittags 2 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstraße Nr. 26. W Zages Ordnung: 92/12 1. Wahl der Agitationskommission. 2. Anträge zum Arbeitsnachweis der ringfreien Brauereien. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Agitations- Kommission. Franke's Voltstaffee- Unterstützungsv. deutscher Tabakarbeiter und Speisehaus, Gr. Frankfurterstraße 73, an der Saiferitraße. Billiger Mittags- u. Abend( Zahistelle Berlin). Mitglieder- Versammlung tisch. Größte Auswahl äußerst schmacam Dienstag, den 21. Mai, abends 8% Uhr, bei Gründel, haft bereiteter Speisen: täglich 8 bis 10 verschiedene Gerichte von 10-30 Pf. Bier 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf., aus der Brauerei Reichenkron. Ein Vereinszimmer ist zu vergeben, Brunnenstr. 188. Zages Ordnung: 1. Vorstand und Ausschuß contra 2. Die Agitation in Berlin und Vororte. 239/11 Generalkommission. Louis Dechend, Bevollmächtigter. An Wochentagen: Haal und Garten nebst Spielpersonal an Bereine ich, paffanteuffelstr. 69. G. Brödges Künstl. Zähne mert eingesetzt, feſtſiben leparaturen fofort. Weniger und Gesellschaften zu vergeben. 156b Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 13. Etablissement für Perleberg //// Garderobe 38, Chausseestr. Ecke Schwarzkopffstr. Telephon: Amt III No. 257. junior, 38, in allen Grössen und jedem Genre zu billigsten, aber streng festen, deutlich in Zahlen vermerkten Preisen; daher ist jede Uebervortheilung ausgeschlossen. Bedeutendes Lager in- und ausländischer Stoffe für Anfertigung nach Maass in eigener Werkstatt. 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Der Besteller erlegt den Betrag nur als Unterpfand für die zur Prüfung empfangene Ansichts- Waare.- Entspricht dieselbe seinen Erwartungen nicht, so beliebe er die Waare unfranfirt zurüdzuschicken, worauf sofort die Rücksendung des Betrages, sowie der Auslagen erfolgt. Von dieser Schadloshaltung des Empfängers bitte ich den ausgiebigsten Gebrauch zu machen. Unter 100 Stüd von einer Marke werden nicht abgegeben. 300 Stück und darüber franco über ganz Deutschland. Bei Entnahme von 500 Stück 3 pt. 1000 Stück 5/ pCt. 2000 Stück und darüber 10 pet. Rabatt. Jedem Einkauf resp. Auftrage füge ich ein Kistchen, enthaltend • 66 diese Zeitung bezieht. Die Marken bis zum Preise von einschließlich 2 Mart per 100 Stück find von Rabattgewährung, Francatur und Gratification ausgeschlossen und werden 10 Pfg. bei diesen billigen Marken für Verpackung berechnet. 4 Cigarren von jeder Marke können probeweise unentgeltlich geraucht werden; dasselbe gilt auch bei persönlichen Einfäufen. Reclamationen fönnen nur innerhalb 16 Tagen vom Tage des Versandes an berücksichtigt werden. Nur unter diesen Bedingungen wird versandt und verkauft. Frische Cigarren aus meiner Fabrik. 4 Marten Schweizer Cigarren u.." A"" B" Marke 9, ca. 10% em lang, ca. 5 cm Umf. mit La nirtesten Feinschmecker finden und viel gekauft werden. Widersacher stukig zu machen, und behaupte von ihr " C"" D" Marke ,, A" ca. 9 cm lang, 1 Packet 200 Stüd Cruz des Almas gemischter Einlage wird. Der Consum hat jedoch meine kühnsten Er- daß fie in Bezug auf Preiswürdigkeit nicht ihres enthaltend, in 20 Etuis verpackt( Havanillos) f. Mk.2,40.( einer der hervorragendsten Brasil- Tabake) mit ost- wartungen weit übertroffen, und dieses veranlaßte Gleichen findet. Dieselbe kostet per 100 Stüd Mk. 9, Marke„ B" ca.& cm lang, 1 Packet 200 Stück ent- indischem Tabak gedeckt, vollwürzige, edle Cigarre mich, noch die hier folgenden zwei anderen Marken haltend per 100 Std. 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Greg Megalia Bodfaçon . • Regel façon Alagoas- Felix- und Vuelta- HavanaCigarren, wie sie bei mir täglich unter den Fingern der Roller weg zum Verkauf und Versand fommen, die nicht im Entferntesten belästigen und hauptsächlich, frisch geraucht, die hervorragendsten Eigenschaften documentiren, empfehle ich den Freunden und Kennern saftiger Qualitäts- Cigarren in folgenden Größen und Marken: Hochfeine Vorsten- Java m. Felix, durchaus mild, Diplomaten- Façon, ca. 12 cm lang, 54 cm per 100 Stück Mt. 4,50. Alagoas- Felix, Torpedo- Façon, ca. 11 cm lang, 5%, cm Umfang, per 100 Stüd Mr. 5,-. Reina del Alagoas, ca. 14 cm lang, 6 em Umfang, per 100 Stück Mt. 6.-. Bei dieser Cigarre ist die Brandfläche bouquetartig unbeschnitten und ist dadurch ein mangelhafter Brand vollständig ausgeschlossen, und hat der Raucher sofort den Vollgenuß des Tabats. Mandi Angin m. La Cruz des Almas, TorpedoFaçon, ca. 11 cm lang, 5%, em Umfang, per 100 Stüd mit. 5,-. Deli Maatschappy mit Felix und Havana, Diplomaten- Façon, ca. 121, em lang, 51 cm per 100 Stück Mt. 6, Umfang, Vuelta Havana, Torpedo- Façon, ca. 11, em lang, 5 cm Unifang, per 100 Stück Mt. 7,50. Eine Musterkiste obiger 6 Marken zusammen 100 Stück Mik. 6,-. teit, wie aus den Preisen hervorgeht, keine Concurrenz.» Umf. Groß- Regalia Bockfaçon Marke 3( Sumatra), ca. 10% em lang, ca. 5 em ca. 9½ cm lang, 5% cm Umf., Hochfeine Brasilper 100 Stück jetzt nur Mk. 7,50. Unf., unfortirt in Papier verpackt, dafür vorzügl. im Einlage und Deli- Decke; diese Mischung em Meine langjährigen Erfahrungen und mein ganzes Geschmack per 100 Std. Mk. 2,00. pfiehlt sich allein.... per 100 Std. Mk. 4,50. Rönnen habe ich bei der Zusammenstellung der Marke 4( Sumatra), ca. 10 cm lang, ca. 5 cm Umf. Marke Bajamo, ca. 10 cm lang, ca. 5 cm Unif., legten 3 Marken aufgeboten und bin nunmehr der Umfang, festen Ueberzeugung, daß auch die letzten beiden Straßen- Cigarre, nicht belästigend, von durchaus die Cigarre ist kräftig, enthält burchweg feinste Marken sich desselben Beifalls erfreuen werden, wie vorzüglichem Geschmack, in schlankem Façon, tadelloser Brand per 100 Std. Mk. 2,50. überseeische Tabake und wird den Gaumen des die Marke Raphaëli III. verwöhntesten Qualitätsrauchers befriedigen Marke 5, Frühpromenaden= Cigarre per 100 Std. Mk. 4,50. façon, ca. 10% em lang, ca. 5 cm Umf., dieselbe in schlankem Façon ca. 10 cm lang, 5 cm Umf. Hervor Marke Termala, ca. 10% cm lang, ca. 5 cm ragend im Geschmack, kann ich sie Jedem empfehlen, Umf. Eine in ihrer vollendeten Form sowohl wie dessen Beruf es erheischt, viel Cigarren zu rauchen durch ihre köstliche Mischung hergestellte Cigarre aus per 100 Std. MK. 3,00. mildvollen und würzigen, edlen überseeischen Marke 7( Sumatra), etwas kleiner im Façon, be- Tabaken, mit ostindischer Decke, deren außer hervorragende Eigenschaften Jeden deutend eleganter ausgestattet, in Einfallfisten verordentlich packt, zu Geschenken geeignet, per 100 Std. Mk. 3,00. immer mehr interessiren werden, je länger er sie raucht Mocca- Cigarre, ca. 9 cm lang, 4 cm Umfg., geper 100 Std. Mk. 5,00. nußreich zum Kaffee, wirkt belebend, vollwürzige, hoch: Neu! Marke Vuelta Abajo, ca. 10 cm edle Cigarre per 100 Std. Mk. 3,50. Tang, ca. 4, em Umf. Die Krone aller HavanaMarke Manilla- Cigarre, ca. 11 cm lang, an Tabate, der Gipfel köstlichen Aromas und mildeſten d. Brandfläche ca. 5%, em Umf. per 100 Std. Mk.3,50. Geschmacks, ist die Cig. mit 12 Mr. per 100 Stück Viele Raucher haben eine Abneigung gegen Manilla- nicht zu hoch bezahlt. Durch den vortheilhaften EinTabat, weil der Geschmack desselben seiner Schwere und kauf von über einer halben Million verkaufe ich Schärfe wegen Augen und Gaumen belästigt. dieselbe mit per 100 Std. MK. 6,00. Nichts von alledem hat diese Cigarre, abweichend von der echten Manilla ist sie von der außer Hinweis! Die bisher, ca. 124 cm lang, ca. 6 cm Diplomaten Cigarre, voluminöfer ordentlichsten Weichheit im Geschmack, der besten zu: Umf. Im Aeußeren sowohl, wie auch in der Mischung verlässigkeit im Brande und von köstlichstem Aroma. die vornehmste Schöpfung, wird sie jedem Raucher, - Insbesondere ist diese Cigarre auch Statspielern sei er an milde oder kräftige Cigarre gewöhnt, Gaumen, zit empfehlen, da sie erstlich sehr groß folglich sehr sparsam von außerordentlich zuverlässigem Geruchsinn und Auge auf das höchste befriedigen u. verdient als der Jubegriff einer der vollkommensten Neu, Neu! Havana de Mexiko, ca. 11 cm lang, Brande ist. Cigarren, die ich bisher geliefert, hingestellt zu werden groß Bock, mild und voll per 100 Stück Mk. 9,00. Jagdsport- Mocca, auch Liebchenper 100 Std. Mk. 6,00. Nene Marke General, ca. 10%, cm lang, Cigarre genannt( Deli Maatschappy), ca. 9 cm vollen Zabalzam ist vermöge ihrer wunder Marke Raphaëli III, ca. 11 cm lang, ca. 5, em ca. 5 cm Umfang. Mit dieser Havana- Cigarre, Tabakzusammenstellung von einschmeichelndstem Umfang, per 100 Std. 6 Mk. welche aus einer Zusammensetzung der alleredelsten Aroma und hervorragend bestem Geschmack Bei der Einführung dieser Cigarre im April 1893 Tabake besteht, glaube ich nicht nur den raffinirtesten pr. 100 Std. Mk. 3,50. fegte ich zwar voraus, daß sie den Beifall der raffi- Raucher zu befriedigen, sondern den unversöhnlichsten B " " " Neu, Neu, Neu!!! Holländische Cigarren, Prima Rembrandt van Ryn Nr. 3 per 100 Std. 5 Mr. Nr. 2 per 100 Std. 6,50 Mt.-Nr. 1 per 100 Std. Mr. Die Länge dieser 3 Marken ist ca. 15 cm, der Umfang ca. 4 cm. Der passionirteſte Raucher wird in diesen Cigarren nach jeder Richtung hin ob er an milde oder kräftige Cigarren gewöhnt ist nicht nur die vollste Befriedigung finden, sondern dieselben als seine unentbehrlichsten Marken nach einmaligem Versuch be= trachten. Der Alleinverkauf für Deutschland ist mir übertragen. Da ich voraussetze, daß auch diese Marken bald von der Concurrenz ge fälscht werden, erkläre ich hiermit, daß jedes Ristchen Cigarren dieser Marken mit meinem Firmenstempel versehen wird und daß ich nur in diesem Falle für die Vorzüglichkeit eintrete. Jede dieser Marken dient mir als Empfehlungsbrief, und ein einmaliger Versuch genügt, um nicht mehr von ihnen zu lassen, auch sind sämmtliche Marken trocken zu haben. Echt importirte Cigarren, asiatisches Gewächs, welche von alt raffinirten Rauchern bezüglich ihres Aromas sowohl als auch in sanitärer Hinsicht den echten Havana5 cm Umfang per 100 Stück. porten vorgezogen werben, ca. 10% cm lang, ca. 10 cm lang, 5% cm Umfang per 100 Stück Mt. 5, Mr. 6, Schuhe u. Stiefel in elegant. Ausführung, aus bestem Material hergestellt. Bitte!! To vorhergegangener peinlichster Kontrole können sich an den von mir in den Handel gebrachten Waaren, ganz gleich ob bei Herren- Garderobe, Schuhwaaren oder Cigarren 2c. 2c. Achtung!! Getreu meinem alten Princip, bleibt keine Reclamation und bei ausgiebigste Entschädigung für die gehabte Mühewaltung nicht sofort sichtbare Mängel herausstellen, welche den Käufer glauben machen könnten, minderwerthige Waare erhalten zu haben. oder sein Geld und Auslagen, sowie entweder neuen Ersay in Waaren unberücksichtigt. Der Käufer empfängt ganz nach Belieben Stiefeln oder Garderobe wenn thunlich-die getragenen Gegenstände reparirt dazu, ohne einen Pfennig dafür zu bezahlen. Sämmtliche hier folgende Schuh- und Stiefelsorten fönnen 25-50% unter nachstehenden Preisen verkauft werden, wenn dieselben aus Factis( sogenanntem Kunstleder, welches aus. Jeder Käufer solcher Waare ist um sein ausgegebenes Geld betrogen. Lederpappe und Gummi zusammengesetzt ist) im Zuchthause hergestellt sind. Jedes„ meiner Schuhwaarenfabrikate ist auf das Peinlichste und Reellste von bestem Material hergestellt, und übernehme ich für die Haltbarkeit volle Garantie. nicht erfüllen würden. Die mit einem bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage hergestellt, da sie sonst ihren Zweck- sehr leicht zu sein Es lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die sich in Schuhwaaren zwischen Sohle und Brandsohle Diese Artikel sind als solche auch die reellsten und werden nicht anders in den Handel gebracht. Die Spahneinlage ist um mehr als das Vierfache theurer als das Leder, welches man hierfür zu befindet, minderwerthig ist, sobald sie aus Spahn und nicht aus Leder besteht. Diese Ansicht ist eine irrige. Auf die Haltbarkeit übt die Einlage keinen Einfluß aus. verwenden pflegt. Spahneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch in sanitairer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder. Gemißbraucht wurde meine Coulanz vielfach insofern, als man von mir Entschädigung für fehlerhafte Waaren verlangte, die bei unreeller Concurrens gekauft worden sind. Um derartigen Auswüchsen safer langegen treten, habe ich, jeit Jahresfrist Entschädigungskarten eingeführt. Jeder Käufer erhält eine solche und hat dieselbe aufzubewahren, denn nur gegen * * Schaftstiefel von Nindleder, starkes oder schwaches Oberleder, jetzt nur 5,00. Specialitat: Rindleder Zugstiefel in prima aus gesuchter, frischer Waare,- Vollleder ohne Seitennaht, ( Damenstiefel.) 9,25 t. 10,25 Mt. 8,75 f. 3,75 Mt. 4,25 Mr. 3,25 Mt. • Vorzeigung einer Entschädigungskarte werden Reclamationen berücksichtigt. Für auswärtige Käufer genügt die empfangene Rechnung. Lasting- Zugschuhe m. Ledersohle, Seitenleder u. Dieselben m. Lackspike 6" hoch im Zuge 4,00 Mt. Kalblack- Spangenschuhe* m. Spizen u. Schleifen bis Lackspize 4,00 Mr. Roßleder- Zugstiefel, 5" hoch im Zuge, genäht 4,509. 18 cm ( Herrenstiefel.) Roßleder Kellnerschuhe, genäht, mit zwei Gummizügen Dieselben mit eleganter Lackkappe, 6" hoch im Zuge, Dieselben bis 22 cm 4,25 t. auf Rand genäht 5,75. 6,50 t. 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Jahrg. zu schwach und die Arbeiter sind zu leidenschaftlich, als daß wir daß sie mit den rumänischen Genossen nicht genug Fühlung hätten sicher sein können, die versammelten Tausende, erbittert haben; wohl weil sie der Sprache nicht mächtig sind, haben sie Bukarest, den 12, Mai. wie sie sein mußten, würden auf unsere Anordnung hin ruhig eine Organisation ganz für sich. Es wäre zu wünschen, auseinandergehen. Wir wollten die Verantwortlichkeit eines daß dies aufhöre. Wie wenig die deutschen Genossen, Dieses Jahr hatten wir alle nöthigen Vorbereitungen ge- blutigen Zusammenstoßes und einer endlosen Reihe von Pro- zum theil wenigstens, mit unseren Verhältnissen vertroffen, um für den Sonntag vor dem 1. Mai imposante Kund- zessen, Verurtheilungen und Ausweisungen von Ausländern nicht traut find, sind, erhellt aus Korrespondenzen des„ Sozialgebungen zu veranstalten. Wir hatten für diese Kundgebungen auf uns nehmen. Wir verzichteten also auf die Manifestation demokrat" und der Arbeiter- Beitung". Da ist von einem Bukarest, Bloesti, Crajowa, Galaß und Braila in Aussicht ge- und luden die Arbeiter ein, sich einzeln oder in kleinen Gruppen großen Triumph die Rede, weil die Polizei die kleinen Vereine nommen. Jedes Jahr seit 1890 haben wir das Maifest gefeiert, nach dem Garten Bascojenu, nahe bei der Stadt, zu begeben, nicht gehindert habe, am 1. Mai sich in Gruppen auf öffentlicher ohne daß die Regierung und die Polizei irgend etwas einzu- die Fahnen der affiliirten Körperschaften und Vereine, Platate, Straße zu bewegen. Aber das thut unsere Polizei niemals. wenden oder gar einen Anlaß zum Einschreiten gehabt hätten. die Parteistandarte u. s. w. mitzubringen. Und am 1. Mai erlaubte die Polizei auch die Entfaltung der Unsere Verfassung gewährleistet im Art. 26 das Versammlungs- Wir waren unser mindestens dreitausend. G. Diamandy, Fahnen, die nur für den 28. April, den Tag der großen recht, auch unter freiem Himmel, und sagt blos, daß die Al. Jonescu und ich hielten Ansprachen; wir zeigten, wie nur Manifestation verboten war. " Polizei das Recht habe, nothwendige Sicherheitsmaßregeln die Furcht vor dem Anwachsen der Sozialdemokratie die Regie- Die Arbeiter konnten hier am 1. Mai die Arbeit nicht zur Aufrechterhaltung der Ordnung zu treffen. Dem ent- rung zu dem Verbot getrieben habe; wie sie gefürchtet, nachdem verlassen. Am Abend hatten wir aber im Klub eine sehr sprechend fonnte die Polizei, obgleich die Manifestation voriges Jahr 12 000 an der Manifestation theilgenommen, daß schöne Versammlung mit Vorträgen, Improvisationen und Ge teine Versammlung oder Verein ist, uns einen bestimmten es diesmal 15 000 sein würden. Und wir erläuterten die Be- sängen. Weg anweisen, Polizei- Agenten und sogar Soldaten an gewissen deutung dieses Festes der internationalen Solidarität. Bis Buntten aufstellen, die Regierung fonnte Truppen fonfigniren, 11 Uhr abends wurde getanzt, worauf alles ruhig nach sammlung ab, um gegen das Verbot der Manifestation zu pro Sonntag, den 4. Mai hielten wir im Dacia- Theater eine Ver allein die Manifestation verbieten durfte man nicht.. Hause ging. Aber die Regierungen haben nicht immer die Gepflogenteſtiren. Mehr als 2500 Personen waren anwesend, das Die Polizei hatte viele Agenten in den Garten geschickt und heißt genau so viele, als das Theater bei größter Ueberfüllung heit, die Verfassung zu respektiren ein Ministerrath beschloß, in der ganzen Umgebung wimmelte es von verdächtigen Ge- zu fassen vermochte. Die liberalen Bourgeois, deren Presse für dieses Jahr alle Maimanifestationen in ganz Rumänien zu sichtern. Die Vereine entfernten sich gruppenweise, die Fahnen übrigens gegen das Verbot sich gewandt hatte, glänzten durch verbieten und erforderlichenfalls das Verbot mit Gewalt aufrecht verhüllt. Eine deutsche Gruppe, die ihre Fahne flattern ließ, Abwesenheit. Den Vorsiz führte Sophie Nadejda; und die zu erhalten. Der Polizeipräfekt theilte uns den Beschluß mit; tam in Konflikt mit der Polizei; nachdem aber von dem Kassirer Sprecher der Partei waren J. Atanasiu( von Galatz), G. Diawir begaben uns zum Minister des Jnnern, Lascar Cantargiu, unseres Klubs erklärt worden war, daß die Sache auf einem Miß- mandy, Anton Bacalbasa und der Unterzeichnete. Es wurde eine und protestirten gegen diese flagrante Verlegung der Verfassung. verständniß beruhe, stand die Polizei von Berhaftungen ab und kräftige Resolution beschlossen, welche die ungefeßlichen MaßDer alte Reaktionär drohte uns mit der Strenge der alles verlief friedlich. regeln der Regierung scharf verurtheilt, die Aufhebung des in Gesetze und erklärte uns, der Ministerrath leite aus Am Vormittag des 1. Mai hielt der Verein der Deutschen famen Ausweisungsgesetzes gegen Ausländer fordert und es allen dem Artikel 26 das Recht Recht der der Regierung, Mani- und der Slovenen im Klub der sozialistischen Arbeiter eine freiheitsliebenden Menschen zur Pflicht macht, in die festationen zu verbieten, her, und er fügte hinzu, dieselbe Versammlung ab, in der mehrere Redner über den Achtstunden- Reihen der Sozialdemokratie Sozialdemokratie einzutreten und für die Maßregel sei schon gegen die Liberalen und gegen die Studenten tag, die internationale Solidarität, das Ziel der Arbeiter Groberung des allgemeinen Wahlrechts zu kämpfen. Das Ausangewandt worden, und um unseretwillen werde er die Methode bewegung Vorträge hielten. In dieser Versammlung wurde ein weisungsgesetz, dies sei noch bemerkt, trifft auch alle Juden, auch nicht ändern. Tadelsvotum gegen den Generalrath der sozialistischen Arbeiter die, welche feinem anderen Staatswesen angehören und welche partei Rumäniens beschlossen, weil er dem ungefeßlichen Verbot in bezug auf die Lasten und Pflichten den Rumänen ganz gleichder Polizei Folge geleistet und die Manifestation abbestellt habe. gestellt sind. Dieser Beschluß zeugt von vollständiger Unkenntniß unserer Es versteht sich von selbst, daß unser tägliches Organ nicht politischen Verhältnisse. Ein Zusammenstoß mit der bewaffneten verfehlt hat, gegen die Ungefeßlichkeit der Behörden zu protestiren Macht hätte uns nur geschadet und lag nur im Interesse unserer und das reaktionäre Treiben der Regierung zu brandmarken. Feinde. Der Fehler unserer deutschen Genossen erklärt sich daraus, Joan Nadejde. Meinen werthen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich am 1098b 1. Mai d. J. mein neues Lokal Was sollten wir thun? Es gab zwei Meinungen: die Minderheit des Generalraths der Partei war der Meinung, wir sollten, unbekümmert um das gesetzwidrige Verbot, die Manifestation stattfinden lassen und erst nach den drei gesetzlichen Aufforderungen uns zurückziehen. Wir anderen( 4 gegen 1) hielten dieses Vorgehen für unpraktisch. Unsere Organisation ist Spree- Havel Dampfschifffahrts- Gesellschaft Stern" Gesellschaftshaus 35.Swinemünderstr. 35. empfiehlt Säle zu Versammlungen, FestWochentagen außer Sonnabend gratis. feiten bei 250 Perfonen mit Munt in empfiehlt ihre vollständig neu renovirten mit komfortablen Kajüten ausgestatteten 22652* C. Bolzmann's 32 Salon- Dampfer jeder Grösse bis zu 400 Personen fassend nach sämmtlichen Pläßen der Oberspree, Dahme, Unterspree und Havel. 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