Nr. 219 42. Jahrg. Ausgabe A nr. 113 Bezugspreis: 35dhentlich 70 Bfennig, monoli 8. Reichsmart voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Saar- und Memelgebiet, Defterreich, Litauen, Zuremburg 4.50 Reichsmart, für das übrige Ausland 5,50 Reichsinart pro Monat. Der Bormatis" mit der Sonntags beilage Bolt und Zeit" mit„ Sied. bung und Kleingarten fomie der Beilage, Unterhaltung und Biffen und Frauenbeilage Frauenftimme erfcheint wochentäglich ameimal, Eonntags und Montags einmal. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin* Sonntagsausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 15 Pfennig Anzeigenpreise: Die etxfpaltige Nonpareille. Reflamezeile peile 70 Pfennig. 4- Reichsmart. Kleine Anzeigen" bas fettgebrudte Wort 20 Pfennig ( aufäffia amei fettgedruckte Worte). febes meitere Bort 10 Bfenn. Stellengesuche bas erste Wort 10 Pfennig, jebes weitere Wort 5 Pfennig. Borte über 15 Bushftaben zählen für zwei Borte. Familienanzeigen fic Abonnenten Beile 30 Pfennig. Anzeigen für bie nächste Rummer müffen bis 4% Uhr nachmittags im Sauptgeschäft, Berlin SW 68, Linden. Straße 3, abgegeben werden. Geöffnet non 9 Uhr frith bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Dönhoff 292-295 Berlag: Dönhoff 2506-2507 Sonntag, den 10. Mai 1925 Erst Entwaffnung, dann Räumung. Bevorstehende Gutscheidung der Botschafterkonferenz. Paris, 9. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Entgegen der allgemeinen Annahme war der heutige Ministerrat fast ausschließlich der Erörterung der Finanzfragen gewidmet, so daß für eine Aus fprache über die afuten außenpolitischen Fragen feine Zeit mehr blieb und deren Beratung auf nächsten Dienstag vertagt werden mußte. Briand foll neuerdings feine Haltung in der Frage der deutschen Abrüstung und der Räumung von Köln im Sinne einer Annäherung an den englischen Standpunkt leicht geändert haben. Ob dieje Annäherung groß genug ist, um in der nächsten Sigung der Botschafterkonferenz ein Kompromiß zwischen der eng. lischen und französischen Auffassung zu ermöglichen, ist fraglich Denn während England nach wie vor auf möglichst rasche Räumung der Kölner Zone drängt, geht die französische Taftit dahin, die militärische Räumung so lange hinauszuschieben, bis sich die politische Entwicklung in Deutschland und die Berhandlungen über die Sicherheitsfrage die Lage mehr geflärt haben. Die. franzöfifche Diplomatie scheint sich des gewohnten Verfahrens bedienen zu wollen, indem sie sich auf der Botschafterkonferenz zunächst lediglich auf die Mitteilung der deutschen Berfehlungen beschränkt und die Räumung Kölns von einer neuen Generalinipeffion abhängig zu machen versuchen wird, die feststellen soll, ob und in miemeit Deutschland den ihm auferlegten neuen Berpflichtungen nachgefommen ist. Paris, 9. Mai.( WTB.) Man behauptet, schreibt das„ Journal des Débats, daß die hauptsächlichste Meinungsverschiedenheit zwischen London und Paris fich auf die Frage der Räumung der Fölner Zone bezieht. Die britische Regierung verlange die Fest fegung eines Termins. Außenminister Briand dagegen suche, da die brifische Regierung auf ihre Borschläge, deutsche Delegierte über den kontrollbericht anzuhören, verzichtet habe, Das Korridorunglück. 8000000 M. Schadenersatz gefordert. Marichan, 9. Mai.( TU) Die Generaldirettion der deutschen Eisenbahnen verlang vom polnischen Fiskus für die Personen- und Materialschäden durch das Eisenbahmunglüd bei Stargard acht Millionen Reichsmart. Auch im preußischen Landtag wird man über das Stargarder Unglüd reden; hier interpellieren die Deutschnationalen, im Reichstag die Stresemann- Partei. Der dänische Generalfonful in Danzig hat das deutsch- polnische Danziger Schiedsgericht für den Durchgangsverkehr auf Montag, den 11. mai, 11 Uhr vormittags, einberufen. Die deutsche Regierung wird bei dem Termin durch den Sachwalter, Generalfonful v. Dirdsen vertreten sein. Der Mord im Theater. Von Sofia veranlaßt?! mien, 9. Mai( Eigener Drahtbericht.) Die Mordtat, die am Freitag spät abends im Burgtheater begangen wurde, beschäftigt alle Blätter. Sowohl die Attentäterin, wie auch alle anderen Mazedonier, die verhört wurden, sprechen und verstehen Deutsch entweder gar nicht oder sehr schlecht und ihr Berhör ist daher sehr Schwierig. Die Attentäterin erklärte wiederholt, daß es sich um einen politischen Mord handle, da der Ermordete vor einem Sahr ebenfalls zwei gegnerische Mazedonier habe ermorden lassen. Diese Aussage ist jedoch nicht richtig. Die beiden mazedonischen Führer Garbanoff und Sarasoff wurden z. B. schon 1908 ermordet. Gegen einen Todor Panizza von der bulgarischen Bolizei ist wegen dieser Mordtat damals ein Stedbrief erlaffen worden. Banizza heißt mit seinem richtigen Namen Nitoleff. Er hat sich viele Jahre in Griechenland und Serbien unter falschem Namen aufgehalten und ist am 16. April nach Wien gekommen. Ueber die Ursache seines Wiener Aufenthalts liegen verschiedene Versionen vor. Nach der einen Darstellung soll er her. gefommen sein, um zwischen zwei feindlichen Gruppen seiner Bar tei zu vermitteln, nach der anderen aus privaten Bründen, da ſein Sohn in Wien die deutsche Sprache erlernen soll und außerdem eine Berwandte, die er heiraten sollte, hier wohnt. Die Antunft in Bien erfolgte in Begleitung seiner ständigen Leibgarde, welche ihn auf allen feinen Spaziergängen mit schußbereiten Revolvern umgab, um ihn vor Attentaten zu schüßen. Banizza ist einer der Führer der föderalistischen Mazedonier, sozulagen der legte, da die anderen von der bulgarischen Regierung längst um gebracht worden sind. Nun ist in Wien zwischen ben Emigranten der föderalistischen Gruppe ein 3 wist entstanden, ben Banizza fchlichten sollte. Banizza erklärte fich gegen die Gruppe Atanasoff. Es ist also nicht ausgeschlossen, daß es sich bei der Mordtat um einen Ra che att handelt, um so mehr, da die Attentäterin nicht nur mit der Frau Panizza, sondern auch mit Angehörigen der ausgeschlossenen Gruppe sehr befreundet mar. Aus den Kreifen der Wiener mazedonischen Emigranten wer den über die Vorgeschichte der Mordtat noch folgende Einzelheiten berichtet: Der Ermordete war feit ungefähr 24 Jahren in der reDolutionären mazedonischen Bewegung tätig, und zwar schon in der Beit, da Sandaniti und der Bojewode Seriti Führer der | feinerseits Entgegenkommen zu beweisen, indem er, mährend die franzöfifche Regierung ursprünglich beabsichtigt hatte, überhaupt teine Berpflichtungen über den Zeitpunkt der Räumung zu über nehmen, jetzt ein Rompromiß vorschlage. Gemäß der britischen Anregung soll die deutsche Regierung aufgefordert werden, eine Serie von Maßnahmen durchzuführen, und zwar die erste bis 1. Juni, die zweite bis 1. Juli und die dritte bis 1. August. Da die englische Regierung fordere, daß grundsätzlich erklärt werde, die Kölner Zone werde am 15. August geräumt, verlange die fran zösische Regierung für diesen Fall, daß bestimmt werde, daß die Räumung erst dann erfolgen tönne, menn nach Prüfung fest. gestellt würde, daß Deutschland zu den oben bestimmten Terminen alle Maßnahmen ergriffen habe, die die Alliierten Regierungen der deutschen Regierung befanntgeben werden. Sicherheitspakt und Völkerbund. Paris, 9. Mai.( WTB.) Wie ha pas berichtet, bestätigt es fich, daß die französische Regierung den Eintritt Deutschlands in den handlungen über das deutsche Anerbieten eines Sicherheitspafts Bolterbund nicht zur Borbedingung für die Eröffnung von Ber. machen werde. Eine endgültige Berständigung fönne indessen erst nach erfolgter Bulaffung Deutschlands in Genf erfolgen. Der Sicherheitspakt dürfe selbstverständlich keine Klauseln enthalten, die mit den Friedensverträgen in Widerspruch stehen. Bor der Einleitung von Verhandlungen mit Deutschland behalte sich Frant reich das Recht vor, sich mit England und Belgien über die wesent lichen Klauseln des mit Deutschland einzugehenden Batts ins Eine bernehmen zu setzen. Die Entwaffnungsfrage werde die Botschafterkonferenz erst kommenden Mittwoch besprechen können, da der französische Ministerrat erst am Dienstag hierüber. beraten werde. Man sehe voraus, daß eine Lösung ziemlich leicht fein Imerde, denn England und Frankreich feien schon jetzt über das einzuschlagende Berfahren einig. Bewegung waren. Diefe Gruppe nannte fich daher auch die SerstaGruppe. Ihr Biel war die Unabhängigkeit und die Selbständigkeit Mazedoniens in einer republikanischen Föderation aller Ballanvolfer. Ihr heftigster Feind mar die bulgarische Ramarilla am Hofe des Baren" Ferdinand, welche die mazedonische Begarischen Imperialismus ausnußen wollte. Seit dem Juliputsch des wegung für die Zwecke des bulgarischen Königshofes und des bulJahres 1923, der die Regierung 3antoff zur Herrschaft brachte, ist die Hoffamarilla durch die Regierung Bantoff erlegt, melche eine andere Mazedoniergruppe, nämlich die Autonomiſtengruppe, unterstützt. Zwischen den Föderalisten und den Autonomisten tobte seit dieser Zeit ein heftiger Kampf, in deffen Berlauf über die Führer der Föderaliffen Todesurteile gefällt wurden. Mit der Ermordung des mazedonischen Führers Aleg androff begann der blutige Kampf zwischen den beiden Gruppen. Erst vor einem Monat ist in Mailand der hervorragendste Führer der Föderalisten, Tschauloff, einem Mordattentat zum Opfer gefallen, und die mazedonischen Föderalisten, welche in Wien der Fédération Baltanique angehören, erklären, genau gewußt zu haben, daß Nikoloff das nächste Opfer sein werde. Er mußte es auch und war deshalb ständig von bewaffneten Mazedoniern umgeben. Nun wird von den Föderaliſten darauf verwiesen, daß die Attentäterin mit der Schwester der Frau des bulgarischen Preffe hefs Antonoff intim befreundet war. Antonoff leitete in Wien ein Bureau, welchem auch ein gewisser Karad siew angehörte. Er war der offizielle Bertreter der bulgarischen Milt. tärliga, welche die eigentliche Herrschaft in Bulgarien ausübt. Dieser Karadjiew hatte die Aufgabe, die in Deutschösterreich befind. lichen bulgarischen und mazedonischen Föderalisten zu über Tschauloff, Antonoff und dem Karadsiew hin. In den Kreisen der machen. Die Fäden der Ermordung des Nikoleff führen auch zu Föderalisten wird die Befürchtung ausgesprochen, daß noch weitere Morde folgen werden. Die Frau des Ermordeten weiß noch nichts von dem Tod ihres Mannes. Ihr Zustand ist ernst. Sie konnte noch nicht verhört werden, da sie infolge einer Schußverlegung an der mordeten, Iwan Bogdanowitsch, welcher von vier Schüssen getroffen Bunge nicht sprechen tann. Der andere Begleiter des Erist, liegt im ernsten, aber nicht hoffnungslosen Zustand danieder. Bühne und eins im Partett aufgeschlagen ist; glücklicherweise Im Burgtheater wurde festgestellt, daß ein Geschoß auf der wurde wenigstens da niemand getroffen. Tagung der Internationale. Paris, 9. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Das Erelutipfomitee der Sozialistischen Internationale ist heute hier zusammengetreten. Deutschland vertreten Hermaun Müller, Bels und Crispien, Frankreich Leon Blum, Renaudel und Longuet, England Henderson und Cramp, Deutschösterreich Otto Bauer. Nach längerer Discussion wurde das Bureau beauftragt, bis Sonntag ein genaues Brogramm für den Internationalen Kongres im August vorzuschlagen. Den hauptsächlichsten Beratungsgegenstand soll die Friedenspolitit der Sozialistischen Internationale bilden. An Stelle des holländischen Genossen Troelstra, der wegen seines hohen Alters sich aus dem politischen Leben zurüdzieht und auch aus dem Erefutipfomitee ausscheidet, tritt auf Vorschlag Hollands Bliegen. Morgen, Sonntag, wird das Erefufivkomitee fich mit der internationalen Situation und insbesondere mit der Frage der Sicherheit, der Abrüstung, des Achtstundentags somie den Ereignissen auf dem Baltaa beschäftigen, Vorwärts- Verlag 6.m. b. H., Berlin SW. 68, Lindenstr. 3 Boftschecktonto: Berlin 37536- Bankkonto: Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Depofitentaffe Lindenstraße 3 Das gefährliche Schlagwort. „ Die eine reaktionäre Maffe." Bon Eduard Bernstein das Die Kom In dem Rampf um die Besehung des Postens des Präsidenten der deutschen Republit hat auch das Schlagwort von der einen reaktionären Masse heißt, daß der Arbeiterklasse gegenüber alle bürgerlichen Klassen und Parteien„ nur eine reaktionäre sein Wert tun müssen. Masse seien munisten haben es in den verschiedensten Abtönungen ausgespielt, um ihre im zweiten Wahlgang dieses Kampfes geübfe Taftif zu rechtfertigen, von der es vornherein flar war, daß sie nicht einmal der eigenen Partei einen Erfolg eintragen, fondern lediglich der Kandidatur des Militaristen Hindenburg zugute fommen fonnte. Wie falsch im doppelten Sinne des Wortes diese Taktik war, haben die Kommunisten nach erfolgter Wahl Hinden. burgs durch ihre Aufforderung an die Arbeiterschaft Berlins, am Tage der Bereidigung des Gemählten durch einen Massenstreit ihren Protest fundzutun, der Sache nach selbst einen leidlichen Sinn, wenn die Arbeiterschaft die Auslieferung eingestanden. Denn diese Aufforderung hatte doch nur dann der mit dem Präsidentenposten verbundenen Machtvoll fommenheiten an Hindenburg so stark als das größere Uebel empfindet, daß sie selbst einen Broteststreit, der an dieser Auslieferung nichts mehr ändern kann, einem stillen Ergeben in diese vorzieht. Indes hat die große Mehrheit der Arbeiter Berlins die Aufforderung mit demselben Empfinden aufgenommen, dem der ,, Kladderadatfch", als er noch nicht Organ für Verdummung der Geister und Verrohung der Gemüter war, einem nationalliberalen Parteiführer gegenüber, der einen Bosten im Reichshaushalt für eine von ihm bewilligte, recht überflüffige Sache exorbitant genannt hatte, mit dem Berse Ausdruck gab: Exorbitant nennst du die Summe? Erorbitant, exorbitant? Da du es hattest in der Hand, 3u streichen, was exorbitant, Warum warst damals du der Weise?" Man fann es verstehen, wenn bei einer Wahl von größe rer politischer Bedeutung Angehörige einer Kampfpartei es als ein Lebensbedürfnis empfinden, zunächst die eigene Stärfe zu manifestieren. So haben in der Sozialdemokratie, als man über die bei der Wahl des Reichspräsidenten zu beob= achtenden Taktik beriet, diejenigen, die es für ratsam hielten, von vornherein mit den bürgerlichen Republikanern eine Sammelkandidatur zu vereinbaren, doch volles Verständnis für die Empfindungen gehabt, aus denen heraus andere Genossen den Verzicht auf ein selbständiges Vorgehen im ersten Wahlgang mit Leidenschaft bekämpften, und, als diese bei der Abstimmung in der Mehrheit blieben, ohne Zucken darin eingewilligt, dem Verlangen der Mehrheit die Weihe eines einmütigen Beschlusses zu verleihen. Man kann auch zur Not verstehen, daß die Kommunisten im ersten Wahlgang mit einem eigenen Kandidaten ihrer Partei auftraten. Nicht die Tatsache, die Art und Weise ihres Kampfes schuf die große Erbitterung gegen sie. Verfassung den Charakter einer Stichwahl mit der verschärfenAnders beim zweiten Wahlgang. Dieser trägt nach der den Bestimmung, daß bei ihm das relative Mehr den Sieg die meisten Stimmen entfallen. Hier fiel das Moment hinentscheidet, daß derjenige für gewählt erklärt wird, auf den meg, das im ersten Wahlgang die Sonderkandidatur der Komder eigenen Kraft. Diese war erfolgt und hatte gezeigt, daß munisten rechtfertigen fonnte, das Bedürfnis der Kundgebung die Kommunisten noch nicht den vierzehnten Teil der Wähler rund 28 Millionen abgegebener Stimmen. Die Wahl des hinter sich hatten, nicht ganz zwei Millionen von im ganzen Kandidaten der Kommunisten im zweiten Wahlgang war dahandelt sich bei ihm nur noch darum, ob der Kandidat der mit außer dem Bereich denkbarer Möglichkeit gerückt. Es militaristisch reaktionären Koalition oder der Kandidat des demokratisch- republikanischen Boltsblocks als Sieger aus der Wahl hervorgehen sollte. Der Sieg des letteren war geihren Kandidaten zurückzogen und es dadurch ihren Wählern fichert, wenn die Kommunisten für den zweiten Wahlgang anheimſtellten, nunmehr für den demokratischen Republitaner Marg gegen den monarchistischen Militaristen Hindenburg zu stimmen. Statt dessen hielten sie die Kandidatur aufrecht, mas nach der Lage der Dinge nur den 3med haben fonnte und denn auch erzielt hat, die Wahl des Republikaners zu verhindern und den Sieg des Militaristen herbeizuführen, und begründeten dies mit der Redensart, der eine sei so gut Rewort von der einen reaktionären Maffe wieder aufwärmten, attionär mie der andere. Womit sie in der Sache das Schlagunbekümmert darum, daß es nicht nur auf allen Seiten der Geschichte durch die Tatsache der Verschiedenheit der wirtschaftlichen Interessen und der Ideologien der nichtproletarischen Klaffen Widerlegung erfahren hat, sondern auch von Karl Marg, von dem die Kommunisten so gern behaupten, daß Die Reichsregierung versucht zu einem ehrlichen Frieden und zur Befreiung der besetzten Gebiete zu gelangen, indem fie Frankreich die jetzigen Grenzen garantiert. Hindenburg versichert, die Friedenspolitik des Reiches sei auch die feine. Die Berbände aber, die für Hindenburg Spalier stehen, die ihm zujubeln und ihn als ihren Führer in Anspruch nehmen, brüllen in alle Welt hinaus: einzig fie feine richtigen Nachfolger feten, in einem Brief vom| otonomische Rücksichten und andere soziale Erfordernisse. Die| Divifionen, in ein neues großes Boltsheer, das dem Reiche zurüdMai 1875 über den Entmitrf des Gothaer Einigungs- in dieser Richtung wirkenden Kräfte zu erkennen und richtig gewinnt, was sein ist seit Jahrtausenden, das dem Reiche zurückholt rogramms der deutschen Sozialbemofratie ausdrücklich auf einzuschätzen ist für die Arbeiterklasse in ihrem Emanzipations auch das elfäffische Land." 13 schärfte zurückgewiesen worden ist. famp von der größten Wichtigkeit. Dem stemmt sich aber das Schlagwort von der einen reaktionären Masse entgegen, das, wie es selbst ein Erzeugnis rein schematischen Denkens ist, immer wieder dazu verleitet, über die Fragen der Politik nach fertigen schematisch konstruierten Formeln abzuurteilen. An der Pforte der Wissenschaft des menschlichen Denkens aber steht in großen Lettern: Lerne unterscheiden! Alle bedeutsame Erfenntnis, alles tiefe Eindringen in die Realität der Dinge beruht zuletzt auf der Fähigkelt, zu unter scheiden. Sie zu entwickeln ist die Aufgabe des als Wissenfchaft begriffenen Sozialismus, ihr Todfeind die Untergrabung des rationellen Urteilens durch den Kleister des allezeit fertigen, Wissenschaft vortäuschenden Schemas. Marg nennt in diesem Brief, der im ersten Band des Teunten Jahrgangs der Neuen Zeit"( 1890/91) auf eite 561 ff. abgedruckt ist, das Schlagwort ein Lassallesches und wirft Lassalle vor, in diesem Sinne das fommuiftive Manifest verfälscht" zu haben, um seine Allianz mit be abfolutistischen und feudalen Gegnern der Bourgeoisie beschnigen". Aber das ist ein doppelter Irrtum, den Pernlichkeiten perfchuldet haben, die zur Zeit von Lassalles gitation non Deutschland aus an Marg über dessen Auftreten chrieben haben. Weder hat Laffalle jemals in einem lianzverhältnis mit absolutistischen und feudalen Gegnern er Bourgeoisie gestanden, noch findet man in irgendeiner iner Schriften and Reden das Schlagwort oder einen den eichen Gedanken ausdrückenden Eaz. Bu so heftiger Kritik ihm entgegentretenden bürgerlichen Politiker und Parteien 1 Lassalle auch in der Leidenschaft des Kampfes hinreißen 13, ist es ihm dach niemals eingefallen, eine so sinnlose, die genen Anhänger' mit Notwendigkeif irreführende Phrase in Debatte zu werfen. Selbst in der Rede vom September 833„ Die Feste, die Bresse und der Frankfurter Abgeordneten jag", in der seine Erbitterung über die preußische Fortschrittsirtei und deren Presse und seine Stoffnung auf die Einhrung des allgemeinen Wahlrechts durch einen Staatsstreich Bismarckischen preußischen Regierung ihn zu Ausfällen uf die ersteren hinriffen, die an Schroffheit nicht zu übereten waren, fordert Laffalle die Arbeiter nicht etwa auf, ei den damals durch die Auflösung der Kammer notwendig ewordenen Wahlen die Fortschrittler ihren Kampf mit der tegierung allein ausfechten zu laffen, sondern empfiehlt er nen, nur dort, wo der Sieg der Fortschrittler ohnehin sicher i, sich der Stimme zu enthalten, dagegen dort, wo die Geahr eines Sieges der Reaktion bestehe, trog aller Be= enten gegen die Fortschrittler für diese stimmen. Wir unfererseits müfen also," führt er aus, wo es nötig ist, dafür sorgen, daß nicht die Realtion tie Gartrittler verschlinge." Friedenspräsident? " Die Antwort des Stahlhelm". Reichstanzler Luther, der Ministerpräsident des Rechtsblockkabinetts, hat in München bei der Eröffnung des Deutschen Museums Reden gehalten, die das Bekenntnis um deutschen Friedens willen in den Mittelpunkt ftellten. Die Reden atmeten jenen Geist, der aus dem Sicherbeitsangebot Stresemanns spricht. Sie waren eine wirksame Unterstützung der Politit des friedlichen Ausgleichs. Wahl zum Reichspräsidenten entscheidendes Gewicht darauf Feldmarschall Hindenburg hat vor und nach seiner gelegt, auch für seine Person den Friedenswillen zu betonen. Er hat vor den Pressevertretern der ganzen Welt erklärt, er dente nicht daran, die bisher von den jeweiligen deutschen Regierungen fonfequent verfolgte Friedenspolitik zu stören. warten müssen, daß die Berbände, die vor allem HindenWenn diese Worte Geltung haben sollen, wird man erburg als ihren Führer betrachten, nichts unternehmen, was diese Friedenspolitik schädigt. Die Quertreibereien des Berbandes und des rechten alldeutschen Es werde, fügt er allerdings hinzu, dies hoffentlich das legtemal sein. Aber dazu, dan Arbeitern eine Tafiif zu emp- Flügels der Deutsch nationalen mußten aber zum hlen, die mit Notwendigkeit einen Sieg der Reaktion herbeis fchärften Mißtrauen Anlaß geben. führen mußte, fonnte selbst seine: hochgradige Leidenschaft und fein diplomatisches Spiel mit Bismard einen Lassalle nicht hinreißen. Und um Friedrich Engels nicht zu vergessen, diesen Mit verfaffer des Kommunistischen Manifests und über das Grab hinaus treuen Mittämpfer von Karl Marg, fo zeigen eine ganze Reihe von Aufsätzen und Briefen aus seiner Feder ihn ols womöglich noch schärferen Gegner jenes Schlagworts und ciner den Reaktionsmächten dienenden Tattit als Karl Marr. Reiner der drei großen Borfämpfer der Sozialdemokratie päre in einer Situation, wie sie im April dieses Jahres in Deutschland bestand, für eine Tatiif zu haben gewesen, die inen Repräsentanten des preußischen Militarismus an die Spike der deutschen Republik gebracht. hat. Dazu kannten sie hie Geschichte und die in ihr wirkenden Kräfte zu gut, als daß fie die Anwälte eines so widerfinnigen Experiments hätten verden fönnen. Was ist es, das das Schlagwort von der einen reaktiomären Maffe für den Befreiungskampf der Arbeitertiaffe so nefährlich und deshalb verwerflich macht? Die Geschichte unseer Zeit meist genug der Fälle auf, wo die nichtproletarischen Gesellschaftselemente teils örtlich, gelegentlich aber auch auf nationaler Basis in so großem Umfange eine Einheit im Stampf mider die Partei der Arbeiter gebildet haben, daß man da schon berechtigt war, von einer reaktionären Masse" zu sprechen. Aber noch immer sind diese hinterher dann doch wieder untereinander in so scharfe Gegenfäße geraten, daß bestimmte Schichten es vorgezogen haben, fich der Arbeiterwartei anzunähern. Und zwar feineswegs nur aus bloßer Paune, sondern mit innerer Notwendigkeit, getrieben durch Kohlhafenbrück. Eine Lenzbetrachtung von Paul Gutmann. Wenn die Blätter im Frühjahr zu grünen anfangen, dann pflegt sich Hoffnungsgrün auch in den Blättern auszubreiten. Wie angenehm ist es doch, die schwere not des Winters zu vergessen und mit den Vögeln in der sanften Maiensonne um die Wette zu jubilieren. Daß der Frühling gar lieblich ist, diese Tatsache ist keines wegs zu leugnen. Wir können es aber leider nicht den Singvögeln gleich machen, deren Nefter ihren Zweck mit der Aufzucht der jungen Brut erfüllt haben. Wir müssen darauf achten, daß unser Neft allen Stürmen auch in der Zukunft gewachsen ist. Schön ist es, an der Havel im Frühling zu schlendern, und schön, die trübe Gegenwart zu vergessen. Ein Trunt im Wirtshaus zu Kohlhasenbrück hatte uns nach mehrstündiger Banderung gelabt. Die Sonne lachte, das Wasser glizerte, die Welt schien hoffnungsvoll, aber wie es nun kam, der Trunk schmeckte einigen von uns bitter durch die Erinnerungen des Ortes und deren Beziehungen zu unseren Lagen. Und wie steht es mit den sogenannten Baterländischen Verbänden, den Jungdo, Stahlhelm ufm.? Waffen sind zu Hause zu lassen!" Diese Warnung des Polizeipräsidiums für den Tag der Ankunft Hindenburgs ist ein historisches Dofument. Sie und das Register der spalierbildenden Verbände fennzeichnen die Lage. Vervollständigt wird das Bild durch einen Artikel im Alten Dessauer". ,, Der Alte Dessauer" bezeichnet sich als Rampfblatt der nationalen Frontsoldaten" und als Nachrichten blatt des Stahlhelm, Jungstahlhelm, des Königin Luise und des Scharnhorst Bundes. Er richtet in einer umfangreichen Sondernummer zum Frontfoldatentag in Frankfurt a. M. einen Appell an den Frontsoldaten im deutschen Elsaß", in dem es im Dessauer- Stil heißt: Wir Baterländischen. wir als seine Kameraden werden nicht müde werden, ihm hilfreich zur Seite zu stehen und ihm die Waffentreue für alle 3eiten zu bewahren. Wir werden uns immer an seine Seite stellen, werden es besonders tun, wenn der große Tag anbricht, an dem wir zur Bergeltung schreiten, um alle Schmach und Schande, die uns die gallischen Blutsauger angetan haben, auszulöschen. Es gibt fein Bolt und hat kein Bolf gegeben, das die Ketten der Fremdherrschaft für immer geduldig trug. Die Geschichte seines eigenen Stammes gibt ihm erschütternde Beweise dafür. Und deshalb wiffen wir, daß wir dereinst mal wieder gemeinsam marschieren werden, um von seiner Muttererde den Fluch der Knechtschaft zu nehmen, die iegt auf uns alle im Reiche drückend laftet... Hindenburg führt uns wieder! Wir folgen ihm und bereiten Wir folgen ihm und bereiten uns vor in ffiller, zäher Kleinarbeit auf den Tag, der alle deutschen Stammesbrüder wieder einreiht in fiegwollende Regimenter und ausnüßen, und der in finnloser But gegen Schuldige und Unschuldige Sturm läuft, alles zertrümmern möchte, was ihm in den Weg fommt, und seine Raserei für Gerechtigkeitsfinn, für Patriotismus ausgibt. Es ist Kohlhasentum schlimmster Art zu glauben, daß die Welt diese Raserei als ein erhabenes Schauspiel betrachten und dem Amotläufer das gewähren wird, was es dem nüchternen Recht suchenden bisher versagt hat. Kohlhase wütet gegen feine Heimat, jenes unverständige Deutschland gegen die Welt. Welch Verbrechen, dieje mißverstandene Art von Gerechtigkeitsfinn noch in die Köpfe der Jugend zu pflanzen, den Gegner als Schurken zu brandmarfen, in fagor den eigenen Staat in seinen Farben und Einrichtungen zügellos zu beschimpfen! Alle diese kleinen Kohlhasen meinen, wenn fie recht frech und hemmungslos über Sitte und Bernunft hinweg springen, sie hätten einem erträumten Recht zum Siege verholfen. Sie haben nur ihren Größenwahn ausgetobt und das eigene Nest in Grund und Boden verwüstet. Man beseitigt nicht Unrecht, indem man größeres zufügt. Wieviel maßlofes Unrecht wurde stets unter der Devise göttlichen Rechts verübt. Der ewige Kohlhase geht durch das deutsche Boll. der maßlose Egoist, der lieber die Welt zertrümmert, als daß er erlittenes oder eingebildetes Unrecht durch eigene untadeligkeit vor Gott und den Menschen verächtlich machte und so doch vielleicht zu seinem Recht gelangen möchte. Diese Gedanken waren es, die in dem fraglichen Kohlhasenbrück an einem schönen Maientag uns bewegten. Immer reden die Männer von Politit," sagte Frau Lotte, die sich in ihrer Schwärmerei für Vergißmeinnicht und Flieder nur ungern gestört sah. Ich antwortete:„ Es ist besser, beizeiten davon zu reden, und fofte es den schönsten Frühlingstag, als abzuwarten, bis vor Brandgeruch und Pulverdampf fein Fliederduft mehr zu spüren ist. Denn Kohl hase, der Gerechte, der teuflische Pharisäer, der edle Bandit, das ist der Erzfeind, den es zu bekämpfen gilt. Diesem bösen Geist, der an feine Stätte gebunden ist, wollen wir entfliehen!" Man fennt die Geschichte des Hans Kohlhase, der unter der Havelbrücke einen geraubten Silberschatz versteckt haben soll, wonach angeblich der Ort benannt worden ist. Heinrich Kleist zwar gibt an, daß der Held seiner Meisternovelle Michael Kohlhase in Kohlhasenbrück beheimatet gewesen sei. Wie dem nun sein mag, der Ort crweckt die Erinnerung an einen der größten Missetäter früherer Zeit, dessen verlegtes Rechtsgefühl die Ursache unzähliger Gewalt taten geworden ist, wodurch er angeblich das weltliche Recht wieder herstelien wollte, aber in die Welt die größte Unordnung gebracht hat. Ein Junker hatte ihm, wie man weiß, Pferde gestohlen und sich Dabei auf eine Berfügung berufen, die lediglich seinen Raub beschönigen sollte. Die Gerichte schüßten Kohlhafe nicht, und das nagende Gefühl erlittenen Unrechts brachte den sonst so besonnenen Mann zur Raserei, die sich in Morden, Plündern, Brandschahungen aus. Eine Dentschrift über die Einheitsturzschrift. Dem Reichstag robte, bis das Staatsrecht ihn zur ewigen Ruhe brachte. ist eine Ergänzung zu der Dentschrift über die Einheitsturzschrift Kohlhase ist das typische Beispiel einer tragisch gearteten Natur, zugegangen, in der, wie Staatssekretär Schulz einleitend ausführt. die das eigene Erlebnis in größenwahnsinniger Steigerung zur Material über Wert und Brauchbarkeit des Einheitsinstems ent gemeingültigkeit erhebt und sich unter Nichtachtung von Vernunft bisher stattgefundenen Lehrgänge von Stenographielehrern zur balten ist. Die Denkschrift gibt zunächst eine Uebersicht über die und Staatsrajon das Amt eines Weltrichters anmaßt. Das Gegen Einführung in die Einheitsfurzschrift, an denen 1133 Lehrer teilteil eines Christen, dem gesagt worden ist: Richtet nicht, auf daß genommen haben. Vom Zentralinftitut für Erziehung und Unterihr nicht gerichtet werdet." Ein Bandit, für den der Staat erledigt richt find ferner im ganzen Reiche einheitskurzfchriftliche Lehrgänge ist, wenn er ihm sein Interesse nicht wahrt, ein Anarchist, der eine eingerichtet worden. Die Denkschrift enthält weiter eine Anzahl Kirche in die Luft sprengt, well der Heilige, zu dem er gebetet hatte, von Aeußerungen der mit dem Unterricht in der Einheitsfurzschrift betrauten Lehrer sowie amtliche Berichte der mit den Kursen bei scheinbar seine Schuldigkeit nicht getan. Er ist ber, allerdings in vieler Beziehung noch mehr gerechtfertigte Urahn jener Leute, die ihr den Reichsbehörden beauftragten Lehrer. Alle diese Aeußerungen fprechen fich lobend über die ftattaefundenen Kurse aus und treten Baterland zu retten glauben, indem sie ein paar Minister ermorden, für das Einheitssystem ein. Die Dentschrift gibt zum Schluß einen in der Meinung, diese hätten das Baterland verkauft. Er ist bas leberblick über die bisher erschienene Literatur auf dem Gebiete Symbol für einen Teil des deutschen Volkes, der nicht begreifen der Einheitsturzschrift. Es sind bereits 82 verschiedene Lehrbücher fann, daß Unrecht Unrecht erzeugt, daß die Feinde seinen Triumph und 16 Zeitschriften in Einheitsturzschrift erschienen. AlWir wollen den Krieg! Wir wollen Re panche! Wir wollen das Elsaß! Hindenburg ist der Mann, der uns das besorgen wird!" Pamphlete wie das vorliegende tönnen dem Ausland nicht verborgen bleiben. Die Nationalisten Frankreichs werden es für ihre Zwecke ausschlachten, und es wird schwer sein, darauf etwas zu erwidern, da ein Publikationsorgan des Stahl= helm" tein Blatt ist, von dem man behaupten kann, niemand stehe hinter ihm oder es habe bei amtlichen Stellen feine Geltung. hat nicht Reichspräsident Hindenburg soeben noch dem Stahlhelm und den Vaterländischen für ihre Aufmerksamkeit einen sehr warmen Dank ausgesprochen? Wenn der Reichspräsident, wenn die Reichsregierung sich wirklich ernstlich um die Friedenspolitik bemühen, werden sie sich in Zukunft ihre Gefolgschaft etwas genauer ansehen müssen. Sie werden auch einsehen müssen, daß sie für den Unfug, den ihre Anhänger und Schüßlinge zum Schaden des deutschen Boltes anrichten, mitverantwortlich find. Pflicht zur Selbstzucht." Eine Mahnung. Einer von denen, der am Montag beim Hindenburg- Empfang sicher gern dabei gewesen sein würde, ist jener völkische Landwirtschaftseleve aus der Innsbrucker Straße, der den Reichsbannertameraden Schulz aus politischem Fanatismus ermordete. Unter den Spalierbildenden würden sich wahrscheinlich gern auch Te dhows befinden, die mit Fischer und Rern einst Emit Rathenau beseitigten. Möglich, daß auch der Ehrenmann Ehrhardt bei den ,, paterländischen Vereinen" auftaucht, und das Prinzeßchen Hohenlohe, die er in den Meineid verstricte. = Da die Erzberger Mörder noch in Ungarn und die Scheidemann Attentäter hinter schwedischen Gardinen steden, werden sie nur mit einigen Schwierigkeiten nach Berlin tommen fönnen. Immerhin sind die„ Wikinger" noch da und die Jungdo Leutchen und schließlich auch Hitlers, Front bann". Sie alle find gewöhnt, mit Schießeisen spielend zu hantieren. Und Herr v. Killinger wird gewiß dabei sein, der seine Gefängnisstrafe solange nicht anzutreten braucht, bis die Amnestie tommt, und ber inzwischen Aufrufe des Reichsblocs an das deutsche Volk unterschreibt. " Deshalb die Warnung des Polizeipräsidenten, man folle ja teine Waffen mitbringen! Und deshalb noch die väterliche Mahnung des deutschnationalen Lokal- Anzeigers", die allergrößte Gelbst zucht" müßte von den Baterländischen" geübt werden gegenüber den äußerst spärlichen republikanischen Verbänden, die sich an der Hindenburg- Ehrung beteiligen." ,, Rein noch so harmlofes Spottwort" dürfe einen Vorwand liefern, daß etwa diese Verbände abmarschierten! Augenscheinlich fennt die Hugenberg- Breffe die harmlofen Spottworte" recht gut, mit denen die Hindenburg- Begeisterten die Reichsfarben zu beschimpfen pflegen. Sicher fennt sie auch die liebevollen Ausdrücke, mit denen die republikanischen Kriegsteilnehmer vom Reichsbanner" bedacht werden, wie es eben erst in der Deutschen Tageszeitung" hieß: hörsings Bande"! Nachdem die Hege gegen alle Republikaner und gegen alle Einrichtungen der Republit bis zum Ueberlaufen gediehen ist, tommt jeßt, da Hindenburg den Eid auf Schwarzrotgold leisten will, die Mahmung zur Selbst zucht"! Temperaturmeffung auf dem Mars. Ueber die klimatischen Berhältnisse auf dem Mars ist unendlich viel geschrieben worden, und man hat im allgemeinen angenommen, das Marsflima müsse sehr viel unwirtschaftlicher sein als das Erdklima, da der Mars nur 0,43 von der die Erde treffenden Sonnenstrahlung erhält. Nun haben' aber im legten Jahr, wie A. Stengel in jeiner„ Astronomischen Zeit schrift" mitteilt, die amerikanischen Astronomen E. Pettit und S. B. Nicholson mit einer Thermozelle an dem 100 zölligen Mt. Wil-. fon- Reflektor eingehende Messungen der Strahlung des Planeten Mars ausgeführt. Sie erhielten dabei für die Mitte der Planetenscheibe eine Mitteltemperatur von 280 Grad Celsius, für die Bolartappe eine Temperatur von 205 Grad Celsius. Der absolute Nullpunkt liegt bekanntlich bei-273 Grad Celsius. Für die Erde sind die absoluten Temperaturen am Aequator bei einem Mittel von 28 Grad Celsius über 0 Grad 301 Grad Celsius und an den Polen bei einem Mittel von-20 Grab 253 Grad Celsius. Danach läge die Mitteltemperatur am Marsäquator noch 7 Grad Celsius über 0 Grad, dem Gefrierpuntt des Waffers. Wegen der außerordentlich starken Infolation find die Tage auf dem Mars in niedrigeren Breiten ohne Zweifel sehr warm, die Nächte aber wegen der intensiven Ausstrahlung sehr talt. Jedenfalls ist nach den von den beiden Astronomen ermittelten Temperaturen ein organisches, sogar ein höheres organisches Leben auf dem Mars sehr wohl möglich. Blühen doch auch auf Spitzbergen Blumen, leben in den Eiswüften der Bolar region noch Moschusochsen, Eisbären, Robben und viele andere hochorganisierte Tiere, führen doch in Grönland und im amerikanischen Norden selbst Menschen, die Estimos, den Kampf ums Dasein, ohne unterzugehen. Daher spricht in den klimatischen Verhältnissen nichts gegen die Tatsache, daß der Mars bewohnt sei. Ein österreichischer Dichterabend wird zugunsten des österreichischen Hilfs vereins Dienstag, 8 Ubr, bet Reus& Bollad( Kurfürstendamm 220) ver anstaltet. Dr. Erich Fortner- Bien lieft. Die Landsberg funft und Buchhandlung, Kurfürstendamm 201, ver anstaltet vom 8. bis 24. eine Kollektivausstellung des Malers Dito Julius Fled.( Auch Sonntags von 12-2 Uhr geöffnet.) Das Berliner Sinfonie- Orcheffer veranstaltet im Monat Mai unter Leitung von Dr. J. Kopich vier Stadt Bolts Konzerte und zwar am 12. Saalbau Friedrichshain, 13. Tegel( Strandschloß), 14. Schöne berg, Neues Rathaus, 16. Pantom( Bürgerpark) Vorverkauf: Theaters fassen Bertheim, Sors, Engelufer 23/23, Orchesterbureau Lükomstr. 76 usw.. Cintritt 40 Pf. Die J'st Jubilee Singers", bie demnächst nach Berlin fommen, find auf der Fist Universität ausgebildet worden, einer Neger- Univerfita, bie nach Beendigung des amerikanischen Bürger rieges in Nashville Tennessee gear bet wurde. Tie widmen ihr Leben der Forschung und Erbaliung Unterdrückten zum Ausdrud bringen. Das Berliner Stonzert findet am von Negergefängen, insbesondere Plantagenliedern, die die Leiden der 15. Mai im Beethoven- Saal statt. Sunfidentmäler unternimmt am 24. und 25. Mai die Humboldt- ochEine Relje nach Dresden zur Besichtigung der Galerie und der sonstigen schule unter Führung von Dr. Ernst Cohn- Biener. Borbespre chung 15. Mai, abends 8 1hr, Georgenftr. 30/31. Die 55. Versammlung deutscher Philologen und Schufmänner findet vom 29. September bis 2. Ditober in Erlangen statt. Anmeldungen von Borträgen find bis spätestens 10. Juni an den 1. Borfizenden, Prof. Dr. Dtto Stählin, Erlangen, Ratsberger Straße 9, zu senden. Selbstzucht zeigen aber vor allem die NepudNkaner, die dem Trubel fernbleiben und die auf dem Standpunkt stehen:„Sem Präsidenten, was dem Präsidenten gebührt, nicht mehr!' Die vereiöiguag tzmüenburgs. Tie Vereidigung des Reichspräsidenten Hindenburg wird am Dienstag im Plenarsaal des Reichstag» stattfinden. Um 12 Uhr mittags fährt der Wagen des Reichspräsidenten an der Friedrich�Ebert-Strahe beim Portal 4 des Reichstags vor. Hindenburg wird von einem Vizepräsidenten und dem Direktor beim Reichstag in das Zimmer des Präsidenten geführt. Reichs» tagspräsident Lobe führt den Reichspräsidenten von hier zur Präsi. dcntentnbüne des Plenarsaales. Nach einer Ankündigung des Reichs- tagsprasidenten leistet chindenburg den Eid. Es folgt ein« Be» glückwiinschung durch den Reichstagspräsidenten im Namen des Reichstags und die Zlntwort des Reichspräsidenten. Hierauf bringt Reichstagspräsident Lobe ein Hoch auf Reich und Volk aus. Auf der großen F r e i t r e p p«, zu der Reichstagspräsident und Reichstanzler den Relchspräsidenien geleiten, bringt der Reichskanzler ein Hoch auf den Reichspräsidenten aus. Nach dem Gesang des Deutschlandliedes schreitet der Reichspräsident in Begleitung des Neichswehrmintsters die Ehrenkompagnie ab. Darauf fährt Hindenburg zum Hause des Reichspräsidenten. „flußernüeutlich traurig!� Tic Schuldigen und die Partei ohne Handlungsfreiheit. Die volksparteiliche Absplitterung bei der Abstimmung im Preußischen Landtag hat im deutschnationalen Lager pein- liche Gefühle hervorgerufen. Die Berliner Rechtspresse oer- fährt aus taktischen Gründen mit den ungehorsamen Knaben noch recht sänftiglich. Aus der Provinz, wohin das Del der diplomatischen Redekunst nur tropfenweise dringt, kommen reuherc Töne. So schreibt die„Pommersche Tagespost' unter der drohenden Ueberschrist:„Die Schuldigen": Die 3 fehlenden Abgeordneten der Weimarer Koalition sind der Sozialdemokrat Rosenfeld, der erlrankt ist, sowie die Zentrumsabge» ordneten von Papen und Baumann, die als Männer von Ehre und Charakter auch diesmal die Unterstützung eines Sozialdemokraten ablehnten. Don den fehlenden Oppositio- nellen läßt sich nicht dasselbe sagen. Es ist traurig, aber nicht zu verheimlichen, daß ü Abgeordnete der Volks- Partei, die Herren von Eynern, Dr. Kriege, Becker- Magdeburg, Schmidt- Düsseldorf, Berkemeyer sowie Oetgen, der letztere allerdings mit der Entschuldigung, daß er heute Hochzeit feiere, von der Abstimmung ferngeblieben sind. Dazu kamen 3 Welsen und 2 Kommunisten. Obwohl man annehmen kann, daß das Fernbleiben der Dolksparteiler mehr in einer Abneigung gegen Neuwahlen als in Sympathie für da» Kabinett Braun seine Ursache hatte, bleibt e» doch außerordentlich traurig. Die„Ehre" und der„Charakter", die den zwei dissentierenden Zentrumsabgeordneten zugesprochen werden, werden damit den sechs Volksparteilern, die das Spiel der Deulscbnationalen nicht mehr mitspielen wollten, a b g e- sprachen. Ob auch sie darüber„außerordentlich traurig' sein werden? Diplomatischer versucht es in Versin die deutschnationale „Deutsche Tageszeitung". Im Verlauf einer längeren Be- trachtung schreibt sie: Zugleich findet sich m einem Linksblatt die Dchauptuag. mit der gestrige» Abstimmung habe die Deutsche Volkspartei— gegenüber den Dculschnalionalen— ihre Handlungsfreiheit wiedergewonnen. Wir begnügen uns im Augenblick mit der Feststellung, daß bisher das Ziel der Deutschen Dolkspartei im Preußischen Land- tage ein staatsbürgerliches Kabinett war und daß die eben erwähnte Bchanplung eines Linksblatles nicht zutrifft. Die Behauptung des Linksblattes, die Bolkspartei habe ihre Handlungsfreiheit wiedergewonnen, trifft als» nach der Feststellung dieses Rechtsblattes nicht zu. Die Deutsche Volkspartei hat keine Handlungsfreiheit. > Der sehnlichste Wunsch. Dr. Best soll sein Mandat niederlege«. Die Aufwertungsdebatte in der Freitagssitzung des Reichstags ist den Deutschnationalen höllisch unangenehm. Das Leiborgan des Herrn Hergt, der„Tag', bringt einen gift- geschwollenen Artikel gegen den Genossen Keil, weil er sich auch diesmal warm der Interessen der Sparer angenommen hat. Am unangenehmsten aber ist den Herrschaften sein Hin- weis gewesen, daß der Abgeordnete B e st von der Vorlage der deutschnationalen Regierung gesagt habe,„sie atme nicht den Geist deutscher Ehrlichkeit, sondern den Geist des internationalen Großkapitals und der recht- l i ch e n und sittlichen Verwilderung'. Ein solches Urteil aus den eigenen Reihen muß natürlich um so mehr verstimmen, als man gehofft hatte, durch die Aufnahme des Dr. Best in die deutschnationale Reichstagsfraktion diesen unbeaueinen Vorkämpfer für die Aufwertung umstimmen zu können. Da dies bisher nicht der Fall ist, dürfte Herrn Dr. Bests letztes Stündlein bald geschlagen haben. Man lese nur die folgende Bemerkung des„T a g": „Nicht nur die, die krankhaft an 100 Prozent festhalten, nein, auch die 33prozentigen werden bitter enttäuscht, nur die mit ganz. ganz kleinen Hoffnungen befriedigt werden. Best selber wird schließlich am Ende sein Mandat Hinwersen-, auch er, der beste, kann nicht mehr schassen, ais da ist." Dieser sanften Drohung dürften sicherlich bald stärkere folgen. Schon jetzt gestattet die deutschnationale Fraktion Herrn Dr. Best nicht, seine Anschauungen im Reichstag zu vertreten. Kennzeichnend für die Stimmung, die sich des- wegen bei Herrn Dr. Best bemerkbar macht, ist der d e m o n- stratioe Händedruck, mit dem Herr Dr. Best sich' in der Freitagssitzung des Reichstags bei dem völkischen Abge- ordneten Seif'fert bedankte, weil dieser sich beschwerte, daß die Deutschnationalen Herrn Dr. Best einen Maulkorb um- gehängt haben. Die lonöwirtstb östliche Unfallverstcherung. Beseitigte Härten. Am Sonnabend wurde im Sozialpolitischen Ausschuß des Reichstags über AbSnderungsvorschnften in der landwirtschaftlichen Unfalloersicherung beraten. Die landwirt- schastliche Unfallversicherung lehnt sich nach den gefaßten Beschlüssen jetzt ganz an die gewerbliche Unfallversicherung an. Die bisherigen Härten, die für Rentenempfänger aus der landwirtschaftlichen Unfallversicherung bestanden, sind beseitigt. Die Berechnung der Jahrcsarbcitsverdienste geschieht nicht mehr wie bisher nach den durchschnittlichen Jahresarbeits Verdiensten, die die land- oder sorst- wirts chafMchen Arbeiter am Beschästigmigsort des verletzte» ver- dienen, sondern nach dem wirklichen Jahresarbeits- verdienst. Die Regierung wollte den landwirtschaftlichen Arbei- tern bei der Berechnung der Jahresarbeitsverdienste entgegen- kommen, aber am Prinzip nicht rütteln, weil die tatsächlichen Jahre». arbeitsverdtenste schwer festzustellen seien. Die Mehrheit des Aus- fchusses ließ sich aber von ihrer Auffasiung nicht abbringen. Parteigenossen! Arbeiter! Morgen zieht Generalfeldmarschall v. hindenburg als nener Reichspräsident in unser republikanisches Verlin ein. Die rechlsgerichlelen Parteien und verbände wollen diesen Einzug zu einem monarchistisch-miliiaristlschea Schaustück macheu. Vir Republikaner und Sozialisteu halten uns voaeiuerSuadgebungferll.derdiehakeurreazler. die Mordorganlsatloaen um Millinger da» Gepräge ausdrücken. Mit dieseu Todfeinden der RepubNk und der Arbeiterschaft stellen wir uns nicht Schulter an Schulter— wir stellen aus nur gegen sie. zum Kampf. Zugleich rast aber auch die kommunistische Partei zu Montag abend nach Betriebsschluß die Arbeiter zu sogenannten „prolestkuadgebungea' aus. Dazu hat die kommunistische Partei kein Recht! Die kommunistische Partei hat hindenburg gegen die Arbeiterschaft zum Sieg verholfeut Sie hat stch in diesem Falle, wie schon so oft, als die beste Agentin des kaiserlichen und militaristische» Deutschland be- tSNgl. Venn sie seht die Arbeiter zum Kamps rast gegen einen Gegner, deflen Sieg sie selber herbelgesührk Hai, so ist da, nichts als eine elende Komödie, aufgeführt zu dem Zweck, die eigene Sünde vergehen zu machen. Bei den Arbeitern haben dl« kommnnlfilschea Führer nichts mehr zu suchen. Den Generalstrelk haben sie abgeblasen. Zeßl wollen ste ans öffentlichen Plätzen gegen den Erfolg Ihrer eigenen Talen demonstriereui An solchen Rarrenspossen teilzunehmen, tst die Arbeilerschast zu schade und die Lage zu ernst. Vir fordern die Arbeilerschast ans. sowohl dem monarchistischen wie auch dem kommunistischen Thealer fern zu bleiben. Ter Bezirksvorstand der Sozialdemokratische« Partei Grost-Berlt«. Eine merkwürüige Haussuchung. Beim verantwortlichen Redakteur des„BorwärtS". Gestern vormittag erschienen in Köpenick vor dem Siedlungs- Haus des Genosien Ernst Reuter, des verantwortlichen Redak- teurs des.Vorwärts', drei Kriminalbeamte. Sie fanden das Haus verschlossen, da Genosse Reuter verreist ist und sein« Frau aus- gegangen war. Sie erkundeten, daß stch der Hausschlüssel in Per- Währung einer Nachbarin befand und zwangen diese mit der Drohung, stewürden sonst grün« Polizei holen, zur Heraus- gab«. Nach Oeffnung des Hauses machten sie sich über den Schreib- tisch des Genossen Reuter her und schließlich entfernten sie sich. ohne etwas mitzunehmen. Das ganze Austreten der Beamten schien so abenteuerlich, daß die Vermutung nahelag, es hätte sich um eine fingierte Haus- suchung durch Unberufene gehandelt. Erkundigungen ergaben jedoch, daß die eigenartige Amtshandlung der Beamten im Auftrage der Oberstaatsanwaltschaft vorgenommen worden war. Um welchen angeblichen strafrechtlichen Tatbestand es sich handelte, konnte bisher nicht festgestellt werden! Das Lorgehen der Beamten oder ihrer Auftraggeber fordert zur schärf st en Kritik heraus. Aber frellich— heute kann man sich über nichts wundern, höchstens darüber, daß nicht auch noch Flugzeuge und Wasserpolizei bei dieser Aktion miteingesetzt war- den sind. polizeiüebatte im Lanütag. Sicherheitspolizei und Ausland. Der Landtag überwies in seiner gestrigen Sitzung zunächst die Anträge der Deutschen Volkspartei und der Deutschnationalen über den Bau des P a r w e- O s s a- und Arge-Polders im Nemo- niendeichgebiet, sowie über den Ausbau des Laukner-Polders, durch die Mittel für die erforderlichen Arbeiten angefordert werden, der Ausschußberatung. Ebenso wird aussprachelos der Ausschußbera- tung überwiesen der deutschnationale Antrag aus Abstandnahme von der Errichtung eigener Wasser st rahenbehörden des N« i ch s in der Provinzial- und Ortsinstanz, sowie der Antrag des Zentrums, wonach den Ländern das Mandat zur baulichen Der- waltung und zum Betriebe der Reichswasserstraßen erteilt wer- den soll. Darauf wird die am Freitag abgebrochene Beratung der Novelle zum Schutzpolizeibeamtengesetz fortgesetzt. Abg. Slieler(Z.) bedauert, daß die Schutzpolizei in die partet- politischen Kämpfe hineingezogen würde. Bedauerlich sei, daß das Ausland, insbesondere Frankreich, immer wieder behaupte, die Schutzpolizei diene dem Revanchegedanken: sie sei eine militaristische Einrichtung. Wenn angeführt werde, daß sie seit fünf Jahren eine staatliche Organisation sei, so sei dem entgegengeholten, daß schon seit Jahrzehnten solche staatlichen Organisationen bestanden hätten und auch dort, wo sie von Kriminalbeamten.geleitet wurden. Daß in einzelnen Industriestädten eine erhebliche Verstärkung der Polizei erforderlich sei, habe besonders darin seinen Grund, daß durch das schnelle Anwachsen der Städte im Industriegebiet der Wirtschaft- liche Kampf zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen sich immer schärfer gestattet habe, und daß sich infolgedessen immer wieder größere Unruhen einstellten. Zu ihrer Abwehr seien stärkere Polizeikräfte erforderlich. Abg. Dr. Körner(Dtsch-Völk.) hält die Entwürfe für geeignet, die wirtschaftliche Sicherung der Zukunft der Schutzpolizeioeamten zu gewährleisten, wenn die vom Ausschüsse vorgeschlagenen Aende- rungen angenommen würden. Abg. Marckwald(Soz.) weist die Vorwürfe gegen die Regierung wegen Ernennung sozial- demokratischer Nichtfachleute wie Richter und Grzesinsli zum Polizei- präfidecnten von Verlin als unbegründet zurück. Gegenüber dem deutschnati inalen Abgeordneten, dem Polizeimajor a. D. Borck, stellt er fest, daß deutschnationale Polizeipräsidenten tüchtige.Fachleute' im Polizeidienst diszipliniert und gemaßregett hätten, sobald ste er- fuhren oder annehmen zu müssen glaubten, daß diese Beamten Sozialdemokraten waren. Der Polizeioberwachtmeister Heimsberg, dessen Name ge- nannt wurde, ist kein Sozialdemokrat, sondern ein Z e n- t r u m s m a n n. Er ist nicht vom Polizeioberwachtmeister, sondern vom Polizeimajor zum Oberstwachtmeister in Berlin befärdert war- den. Die Beförderung erfolgte im Jahre 1924 auf Grund besonderer Tüchtigkeit. Ebenso liegen die Dinge bei dem Polizeihauptmann K l a p p r o t h. Die Deutschnationalen behaupten, Klapproth sei be- sörderl worden, obwohl er ungeeignet sei. Allein gerade die deutsch- nationalen Vorgesetzten des Hauptmanns haben diesen seine Tüchtig- kett wiederHoll bescheinigt. Das geschah noch am 2. März 1922 durch den deutschnationalen Bürgermeister ix Wesel und einen deutschnationalen Polizeiinspektor. Beide hoben Klapproth zur Be- förderung ausdrücklich empfohlen. Freilich wußten die beiden Herren damals noch nicht, daß Klapproch Sozialdemokrat war. Erst nachdem man dies erfahren hatte, änderte sich mit einemmal merkwürdigerweise das Urteil über Klapproth. Abg. Borck(Dnat.) wendet sich gegen den Vorredner, ohne dessen tatsächliche Angaben zu entkräften. Abg. Kasper(Komm.) erklärt im Laufe seiner Ausführungen: Die Sozialdemokraten haben durch ihre Politik dazu bei- getragen, daß die Republik Schritt für Schritt denMonarchisten ausgeliefert wurde: die Wahl Hindenburgs war der Echlußpunkt dieser Politik.(!) Abg. Mehenlhin(DVp.) weist die Behauptung des Abg. Marck- wald zurück, er habe einen sozialdemokratischen Antrag als Agitation»- geste abgelehnt und einem anderen Antrag des gleichen Inhalts später zugestimmt; er habe sich ledigllch von Rechtsgründen leiten lassen. Abg. Varckwald(Soz.) widerspricht dem Abg. Metzenthin(DDp.) und legt noch einmal seine Stellungnahme dar. Hierauf werden die Vorlagen nach den Ausschußanträgen an- genommen, ebenso der Entwurf über die Abfindung von Inhabern des Polizeiversorgungsscheins und der Ausschußantrag über die Be- förderungsverhällnisse der Schutzpollzeibeamten. Auch in dritter Beratung werden die Borlagen a n g e- n o m m e n und somit endgültig verabschiedet. Hierauf erstattet Abg. Oelze(Dnat.) den Bericht des Ausschusses zu den deutschnationalen Anträgen, die die Einrichtung der B e- gabtenk lassen zum Uebertritt in die höhere Schul« noch dreijährigem Besuch der Grundschul« sowie die Zulassung eines ge- meinsamen Privatunterrichts an Stelle des Unterrichts in der Grand- schule fordern. Der Gegenstand wird auf Vorschlag des Berichterstatter» zur nochmaligen Prüfung an den Ausschuß zurückverwiesen. Die Vorlagen auf Verlängerung des Kommunal. abgabengesetzes auf ein Jahr werden in zweller Lesung a n- genommen. Die Entscheidung über den Antrag des Geschäftsordnungsaus- fchusses auf Ergänzung des§ 3S der Geschäftsordnung(Vertrauens- frage) wird auf Antrag Dallmer(Dnat.) ausgesetzt, bis der Ver- fassungsausschuß sich über die Auslegung des§ 57 der Verfassung. der die Bestimmungen über das Vertrauen bzw. Mißtrauen ent- hält, geäußert hat. Eine Reihe kleiner Gegenstände werden ohne Aussprache der Ausschußberatung überwiesen. Montag 12 Uhr: Etat. Abstimmung über den Antrag betr. die hlnausschicbung der Vahl zu den Vrovinziallandlagen und kreis- lagen. Die Vorbereitung üer Steuervortagen. Um die Ermäßigung der Lohnsteuer. Zur Vorbereitung der Steuervorlagen traten am Sonnabend vormittag Mitglieder des Steuerausschusses, des Auswertung»«!»- ichusses und des Haushallsausschusses zu einer Besprechung zu- sammen. Ihr Zweck war die Feststellung der etatsmäßigen Bor- aussetzungen für die neuen Steuervorlagen, insbesondere die Klä- rang der tatsächlichen Lage der Reichsfinanzen und ihrer voraussichtlichen Entwicklung im Jahre 1925. Es wurden zum Zwecke der ausführlichen Beantwortung am Dienstag eine ganze Reihe von Fragen gestellt und von der Reichsregierung oer- langt, daß sie wie in früheren Jahren auch Uebersichten über die Steuer- und Etatsverhällnisse des Auslandes, die Belastung des ausländischen Volkseinkommens und Volksvermögens vorlege. Es wurde beschlossen, die in Aussicht genommene gemeinsame Sitzung des Steuer-, Haushalls- und Aufwertungsausschusses am kommen- den Dienstag nicht abzuhalten, da es zweckmäßiger sei, diese Fragen in dem kleineren Kreis zu erörtern. Bon der Linken wurde erneut an die Reichsregierung das Per- langen gerichtet, durch die Vorlage eines Notgesetzes zur schleu- nigen Verabschiedung der dringlichen Steuervorlagen— Lohn- steuer, Umsatzsteuer. Steuerüberleltungsgesetz— beizutragen. Demgegenüber beharrte die Regierung aus dem Standpunkt, daß ein« Voraberlediaung dieser Probleme nur in Verbindung mit dem E i n- kommen st euergesetz möglich sei. Sonst sei em Einsprach des Reichsrats zu erwarten. Das bedeute aber nicht, daß die Regie- rang der beschleunigten Erledigung der Lohnsteuerfrage ablehnend gegenüberstehe. Die sachliche Entscheidung über die Art der Er- ledigung der Steuervorlagen ist für den kommenden Mittwoch zu erwarten. Anschließend an diese Erörterung entspann sich eine Aussprache über die Lage der Reichsbahn und den ihr gewährten Kredit des Reiches. Die Knechtung Deutschöfterreichs. Benesch gegen Selbstbestimmnng. Bukarest, 9. Mai.(Eigener Drahtbericht.) Der tschechische Außenminister B e n e s ch Hot auf der Reis« nach Bukarest zur Kon- ferenz der Kleinen Entente ein Interview an die Presse gegeben, in dem er u. a. sagte, daß die Hauptabsicht der Kleinen Eniente die Verteidigung des gegenwärtigen Rechts zustandes in Europa sei. Sie werde, so oft das nötig und möglich lei, mit Polen g«- m e i n s o m vorgehen. In der österreichischen Frage seien zwei Lösungen völlig ausgeschlos s«n, nämlich der Anschluß an Deutschland und die Bildung einer Donaukonförderation. Oesterreich müsse sich selbständig(!) und unabhängig(!) ent- wickeln. Eine gewisse wirtschaftliche Unterstützung müsse dabei geleistet werden, damit Oesterreich kein Bettel st aat werde. Natürlich werde die Unterstützung nicht so weit gehen können, daß es auf Kosten anderer leben könne. Oesterreich müsse in»- besondere veranlaßt werden, seine inneren Finanzen zu ordnen. Wir haben erst dieser Tage die Politik Dr. Beneschs besprochen. Die Selbständigkeit des urdeutschen Landes, das nicht zu Deutschland darf, wird ausreichend gekennzeichnet durch die fortwährenden Kanossagänge seiner Regierungen: und seine Unabhängigkeit heißt— Zimmermann. »vaterlänölsche� Sanüiten. Gens, 9. Mai.(Eigener Drahtbericht.) Das Luzernec Straf- gericht verurteilte am Sonnabend zwei Deutsche. Hans Nellen und Emil Mendel, wegen Raub und Brandstiftung zu einem Jahr Gefängnis und Landesverweisung. Beide gehörten deutschen.vaterländischen' Verbänden an. Dementis de» Qmdbuades. Die»Deutsche Tageszeitung", die auf den Befehl ihrer Geldgeber sich mit großer„sittlicher" Ent- rüftung gegen den Vorwurf gewandt hat, daß der Reichslandbund Dorteile aus dem Geschäft des sogenannten Landbundkonzerns ge- zogen habe, muß jetzt sogar zugeben, daß ihr Dementi Unwahr- heiten enthielt. Man hatte zwei Leute, den Generaldirektor und den zweiten Direktor des Konzerns, der Untreue beschuldigt. Jetzt muß die„Deutsche Tageszeitung" eingestehen, daß der zweite Direktor des Konzerns den Kredit nicht zu feinen Zwecken ver- wandt habe, noch der Untreue im Amt schuldig sei. Das Einge- ständnis ist natürlich sorgsam oerhüllt in das Mäntelchen einer Richtigstellung, die man so versteckt wie nur möglich wieder- gibt. Wer hat nun das Geld vertan? Ist es nochmals notwendig festzustellen, daß verantwortlicher Leiter jenes Land- bundkonzerns, der die Reichsgetreidestelle um 359 000 Mark er- leichtert hat. der deutschnationale Steuerstreikhetzer und Landbündler Freiherr von Natzmer war? Verständlich ist es ja schließ- lich, wenn der Reichslandbund die„Reinigung der Politik von Ge- schäften' will, wenn es sich gerade um feine eigenen Geschäfte handelt. Gewerkschaftsbewegung Gewerkschaften und Steuervorlagen. Die Generalversammlung des Zda In der Generalversammlung der Ortsverwaltung Berlin des Zentralverbandes der Angestellten sprach am Freitag ebend Genosse Dr. Herz, M. d. R., über die neuen Steuer. vorlagen der Regierung. Der Redner ging davon aus, daß die augenblicklich im Reichstag betriebene Steuerreform eine grundlegende Alenderung der finanziellen Abhängigkeit der Einzelstaaten vom Reich bringen soll und daß ferner diese Steuerreform die erste ist, nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen haben. So fann das Steuerwert für die Dauer sein. Die Regierungsvorlage läßt auch diesmal die gesamte Steuerhoheit beim Reiche, nur sind die sozialen Gedanken des bisherigen Steuersystems, seinerzeit von Erzberger hineingearbeitet, gänzlich mißachtet und dafür das alte System der Belastung der schwachen Schultern und der Schonung des Besizes mieder aufgebaut worden. Daß die sozialen Erleichterungen der monatlich, die von uns gefordert wurde, von der Steffung nahme der bürgerlichen Gewertschaftsvertreter rechts Dom 8entrum abhängen wird. Diese Aucharbeitervertreter sind durchaus geneigt, die Argumentation des Finanzministeriums zu zustimmen. Am Schlusse seines mit starkem Beifall aufgenommenen Referates ermahnte Genosse Herb die Anwesenden, in der Pro paganda gegen die pripattapitalistische Steuer reform der Lutherregierung nicht zu erlahmen, damit Der Kampf der Partei nicht umsonst geführt wird. In seinem Geschäftsbericht für das erste Quartal des Jahres betonte Genosse Gottfurcht, daß die zurückliegende Zeit Die Berliner Gewertschaftsmitglieder haben es bequemer wie alle anderen zur HeimarbeitsAusstellung zu fommen, da sie hier in Berlin, in den Landesausftellungshallen am Lehrter Bahnhof untergebracht ist. Alle, insbesondere auch die weiblichen Gewerkschaftsmitglieder, Achtung, Bauarbeiter! denen behauptet wird, der Vorsitzende des Baugewerksbundes, Auf den Baustellen werden Handzettel verbreitet, auf Rollege Drügemüller, habe zu einer gemeinsamen Ber sammlung von Mitgliedern des Baugewertsbundes und des Verbandes der ausgeschlossenen Bauarbeiter sein Erscheinen zugefagt. Die Zusage haben sich die Unterzeichner aus den Fingern gefogen. Unterzeichner der Handzettel ist ein„ Betriebsräteausschuß, der mit dem Betriebsräteausschuß der Berliner Gemertschaftstommission und den Kollegen des gewerksbund steht dieser Bersammlung gänzlich fern. Im übrigen ist durch Abschluß eines Lohnabkommens, das für den Baugewerfsbund bis zum 30. Juni Geltung hat, die Beratung, wie jetzt beffere Löhne zu erringen sind, überflüssig. Was zu tun ist, um bessere Löhne zu erringen, ist außerdem den Funktionären des Baugewerksbundes bekannt. Im Gegensatz zum Verband der ausgeschlossenen Bauarbeiter, der in seiner außerordentlichen Generalversammlung vom 6. April beschlossen hat, teine vorbereitenden Maßnahmen für einen Kampf zu treffen( s. Rote Fahne" vom 10. April 1925), hat unsere Organisation alle Maßnahmen getroffen, um auch vor Ueberraschungen sicher zu sein. Wir fordern unsere Kollegen auf, sich an solchen Teilaftionen" nicht für den Bersammlungsbesuch einfangen zu laffen. Baugemertsbundes nichts zu tun hat Der BauErzbergerschen Reform nicht zur Auswirkung gekommen find, bat missen die Heimarbeits- Ausstellung befuchen. u beteiligen und sich durch solchen frechen Schwindel auch nicht feine Ursache darin, daß die befizende Schicht wohl politisch, nicht aber wirtschaftlich ihrer Macht beraubt mar, die sie rücksichts los gegen die Republik anmandte. Heute herrscht das Schlagwort von der Entlastung der Wirtschaft. Zugegeben, daß die gegenwärtige steuerliche Belastung des Reiches, der Staaten und der Gemeinden, also der Gesamtwirtschaft, höher ist, als vor dem Kriege, so ist doch entscheidend für die Belastung, die Art ihrer Verteilung. Wenn die gegenwärtigen Steuervorlagen nach den Absichten der Regierung angenommen werden sollten, werden wir an der gegenwärtigen Wirtschaftsfrise nichts ändern. Sie wird weiter bestehen bleiben. Damit bleibt aber auch die Unfähigkeit der Massen zur Aufnahme der Produkte bestehen, die Absatzfrise wird nicht behoben und der so hervorgehobene Effekt Der Steuerreform wird durch die Reform selbst verhindert. Es find also nicht nur soziale Erwägungen, die Sozialdemokratie und Gewerkschaften zur Stellung gegen das Regierungsmachwert ver. anlassen. Die wirtschaftliche Wirkung der Steuervorlagen wird besonders wegen der Beibehaltung der Umsatzsteuer dahin gehen, daß eine Die Ausstellung ift von 10 Uhr morgens an bis 9 Uhr abends geöffnet, jedoch nur bis 15. Mai. Dazwischen liegt nur noch der heutige Sonntag, der möglichst auswärtigen Besuchern freizuhalten ift. Das Eintrittsgeld ist nur ganz gering bemessen, viel billiger als zum Kino. Die Ausstellung aber ist anschaulicher und lehrreicher als irgendein gewöhnlicher Film. Die Eintrittskarten sind bei den Gewerkschaften um 20 Pf., für Arbeitslose umsonst zu haben. An der Kaffe find 30 Pf. zu zahlen. Deutscher Baugewerksbund, Baugewerkschaft Berlin. Achtung, SPD.- Rohrleger und-Helfer! Am Dienstag, den 12. Mat, abends 7 Uhr, bei Ritter, Danbad ufer 6, Bersammlung aller SPD.- Genoffen. Wichtige Tagesordnung. Jeder muß erscheinen. Der Frattionsvorstand. Zentralverband der Angestellten, Sektion Chirurgiemechanit. Dienstag, den 12. Mai, abends 7½ Uhr, michtige Mitgliederversammlung in Saverlands Festsälen, Neue Friedrich Ede Rochstraße. Aufstellung der Gehalts forderungen. Erscheinen aller Mitglieder unbedingt erforderlich! Rentralverband der Angestellten, Bund der technischen Angestellten und Beamten, Deutscher Werkmeister- Berband. Sektion Geldschrankfabriken, Baufchlofferei. Mittwoch, den 13. Mai abends 7% Uhr, in Haverlands Festsälen, Neue Friedrich- Ede Rochstraße, wichtige Bersammlung. Tagesordnung: Rünbigen wir das Gehaltsabkommen? Erscheinen aller Af- Mitglieder unbedingt erforderlich! Tapeziererverbanb. Dienstag, ben 12. bat, abends 7 1hr, im Saal 5 des Gewerkschaftshauses, Bersammlung der Magazinbranche. Jeder Betrieb muß vollzählig erscheinen! eine ruhige, gefunde Entwidlung der Organisation erfennen läßt. Die Uebertrittsbewegung der Mitglieder aus der aufgelösten freien Angestellten. gemertschaft ist beendet. Die fommunistische Opposition" legentlich Versuche, ihre Existenz in Erinnerung zu bringen. Sie machen die Angestellten der tommunistischen Verlagsanstalten getommen aber über eine Gelegenheitsversammlung mit 10 bis 20 Besuchern nicht hinaus. die Tarifbewegungen der einzelnen Branchen. Eine umfassende Arbeit erforderten Die Rechtsschutzabteilung erledigte 106 Klagen beim Kaufmannsgericht, davon nur 12 zuungunsten der Kläger. Mit einem zusammenfassenden Bericht über innere Organisationsangelegenheiten Fuhrpart. Dienstag, den 12. Mai, abends 6 1hr, im Saal des Verbandsschloß der Berichterstatter. Der Kassierer fonnte feststellen, daß im Laufe des Quartals etwa 1800 Neuaufnahmen gemacht wurden, denen mur etwa 300 Austritte gegenüber stehen. und der Betriebe vor sich gehen wird. Die Umsatzsteuerfreiheit der ist ausgeschaltet. Lediglich in der Gruppe Papier und Buchhandel fammlung der BalIfchuhmacher, abends 6 Uhr, in den ResidenzfeftKonzerne in ihren einzelnen Produktionszweigen reizt direkt zu Betriebstonzentration. Damit wird aber die mirt schaftliche Macht des Kapitals ganz ungeheuerlich gefördert und erhöht. Das ist die Absicht der Regierungsvorlage. Genoffe Dr. Her ging in feinen weiteren Ausführungen auf die Forderung der Sozialdemokratie zur Steuerreform ein. Er erwähnt u. a., daß die Freilassung der Einkommen unter 100 r. Togal gegen Schmerzen der Nerven, Rheuma, Gicht, Jschias, Derenschuß, Kopfschmerzen. Togal stillt die Schmerzen und scheidet die Harnsäure aus. Klinisch erprobt! Hervorragend bewährt! Fragen Sie Ihren Arzt. In allen Apotheken erhältlich. Best. 12,6% Lith., 0,46% Chinin, 74,3% Acid. acet. salic., ad 100 Amylum. Achtung, Metallarbeiter! In der Woche vom 12. bis 19. mai finden die Wahltörperversammlungen statt, die zur Jahresgeneralversammlung am 25. Mai Stellung nehmen sollen. Alle Metallarbeiter der Amsterdamer Gewerkschaftsrichtung haben die Wahlkörperversammlungen zu befuchen. Caßt Euch nicht von den Kommunisten bluffen! Seht ihnen auf die Finger! Der SPD. Fraftionsvorstand Rentralverband der Schuhmacher. Montag, den 11. Mai, Branchenver fälen, Landsberger Str. 31; für die Maschinenarbeiter nadm. 5 Uhr im Saat 5 und für die 8 uschneider im Goal 3 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 25.- Dienstag, den 12. Mai, Branchenversammlung der Stepperei und Borrichterei im Betriebe für alle Fabriten nachm. 5 Uhr im Gaal 3 des Gewerkschaftshauses, Engelufer 25; für die Seimtepperei abends 7% Uhr in Gaal 3 des Gewerkschaftshauses. Tagesordnung in allen Bersammlungen: Die Durchführung des Schiedsspruches des RAM." Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter, Branche V, Straßenreinigung. hauses, Berlin, Johannisstr. 14/15, Branchen- Delegiertenversammlung für die Bezirte 1 bis 20. ( Gewerkschaftliches fiehe auch 3. Beilage.) Berantwortlich für Politit: Victor Schiff; Wirtschaft: Arthur Sateruns Gewerkschaftsbewegung: Friebr. Eklorn; Feuilleton: Dr. John Chikowski; Lokales und Sonstiges: Fris Rarstädt; Anzeigen Th. Glode: sämtlich in Berlin. und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin SB Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckeret 68 Lindenstraße 3. Sierzu 3 Beilagen und Unterhaltung und Wissen". übergibt man nur oem Nachweis des Deutschen Musiker Verbandes Berlin O 27, Andreasstr. 21( Königstadt 4310). Geschäftszeit 9-5, Sonntags 10-2 Uhr. Auf Wunsch Vertreterbesuch Muftaufträge S Nofsrael GEGR. 1815 BERLIN C- SPANDAUERSTRASSE KÖNIGSTRASSE Vorteilhafte Angebote: Damenkleidung aus gestreiftem Zephir, Bluse halfreich zehir 2.90 Rock aus reinwollen. Cheviot, 7.75 Kleid marine oder schwarz.. aus bedruckt. Waschstoff mit weißer Blende..... 6.90 Kleid aus bedruckt. VollVoile mit weißer Garnitur 22.00 Kleid bedruckte Bastseide mit einfarbiger Garnierung 37.50 Morgenrock Musselin..... aus bedruckt 6.50 3.75 aus einfarbig. Morgenjacke Crêpe mit weißer Blende Damen- Hüte Hut aus feinem Liséré Hut aus Tagal- Picot.... Hut aus feinem Liséré 3.90 .5.75 geflecht, mit Bandgarnitur 5.90 Hut aus Tagal- Picot, mit Band u. Blumen garniert 8.50 in aparten Farben, Filzhut mit Band Fanie 12.50 Samt- Blumen 3- teilig.... 0.35 30 en Stangenreiher hoch... 1.95 Kunstseid. Band in vielen Farben, 7½ cm Mtr 0.40 Reinseid. Taftband. Mt.1.20 10% cm. Waschstoffe Baumwoll. Musselin vorzügl. Qualität, neue Muster 0.75 ..Mtr. ca. 80 cm breit.. Bedruckt. Voile in vielen Mustern, doppeltbreit... 1.65 Seidenbatist weiß, Mt. 1.15 ca. 115 cm breit Tennisflanell vorzügliche Qualit., in neuen Mustern, Mer. 0.85 Kleiderstoffe Kammgarnstreifen reine Wolle, hellfarbig... Mtz.1.95 Wollmusselin bedruckt, in verschied. Musters 2.50 Kammgarnserge alfenbeinfarbig, Mt. 3.90 mit aparten Streifen, ca. 105 cm breit 60 Bordüren- Voile elegante Stickereien auf vorzüglichem Voll- Voile. 4.50 ca. 110 cm breit....... Mtr. Seidenstoffe Bastseide gestreift, f. Kleider u. Oberhemden, 80 cm..M 3.60 Shantung große Auswahl moderner Farben, 80 cm Mtr. 5.25 Marocain Halbseide, buntfarbig bedruckt, 100 er Mtr. 5.90 Reinseidener Bast schottisch kariert, 80 cm Mtr.7.80 Wirkwaren Herren- Socken mit Doppelsohle, farbig... 0.75 Damen- Strümpfe Kunstseide mit Durchbruch- Zwickel 2.75 Kinder- Strickhöschen weiß oder gelblich, Gr. 1-8 0.75 Herren- Unterjacken poros, weiß oder farbig **** 1.25 Schlupfbeinkleider für Damen, echt Mako, in modemen Farben.... Damen- Blusen gestrickt, reinwollener Zephir..... Schuhwaren 2.90 .6.90 Spangenschuhe für Damen, 10.60 braun R.- Chevreau.. Spangenschuhe für Damen, braun Boxcalf mit Doppel- 16.50 spange, Rahmenarbeit. Damen- Stiefel braun Rahmenarbeit. Bozcalf, bequeme Form, 17.75 Herren- Halbschuhe braun R.- Chevrean, spitze 14.90 Herrenstiefel braun Boxcalf. Form, Rahmenarbeit..... spitze Form, Rahmenarbeit.... 19.75 Schuhcreme Nugget schwarz und braun.... Dose 0.50 Reste u. Abschnitte von Weißen Wäschestoffen In Leinen und Baumwolle für Lelb- und Bettwäsche zu außergewöhnlich billigen Preisen Der neue, reloh Illustrierte Sommer- Katalog wird auf Wunsch kostenfrel zugesandt Auslage einer fertigen, eleganten Wäsche- Ausstattung am Montag u. Dienstag Im Wäsche- Lichthof Diwanbett mit buntem Bezug.... 41.00 Eisschrank mit Oberkühlung. gelb lackiert weiß 75.lackiert 78.Kinder- Schrank weiß Japanlack, 1 für Wäsche, 2/3 für Garderobe ca. 100-200 cm...... 90.00 ca. 120x200 cm...100.00 Steppdecken Steppdecke 130 200 cm...18.50 aus buntfarbigem Satin, Bezuggröße Steppdecke auf beiden Seiten aus einfarbigem Satin, 19.75 150x200 cm.. Daunendecke vorzüglicher einfarbiger Daunensatin, mit weißen Gänsedaunen gefüllt, 92.00 150x200 cm Daunendecke Daunendecke aus vorzüglichem bunten Satin mit einfarb. Rückseite, mit weiß. Gänsedaunen 94.00 gefüllt, 150x200 cm. Kissengarnitur für Korbmöbel, bunt bedruckt, 1 Sitz- und 3.50 1 Lehnkissen... Garnitur Schürzen Jumper- Schürze aus buntem Kreton..... Hausschürze 1.25 Babykorb mit 4 Rädern dem 19.00 und Bügelverdeck Wickelkommode weiß Japanlack... 65.00 Kinder- Sportwagen Sitz gepolstert, Rückenlehne verstellbar, Gummiräder 18.50 Eleganter Kinderwagen auf Riemenfedergestell 62.00 mit Gummirädern.... Gartenmöbel Peddigrohr- Sessel mit Wulstrand..... 9.50 Holz- Klappmöbel hell naturfarbig lackiert, bequemer Sitz Stuhl Bank Sessel 4.10 5.40 9.00 Fußbank Tisch Tisch 0.956.758.25 Liegestühle mit Armstützen... 5.00 .6.50 Mit Armstützen und Fußteil. Restposten: Bauern- Holzsessel farbig lackiert, mit buntem Sitzpolster. 19.00 Toilette- Artikel Lanolin- Kräuterseife Kappus- Offenbach 5 Stuck 0.95 au gestreiftem Gingham.1.70 Kölnisch. Wasser Hausschürze Jumperform, aus gestreiftem Gingham...... 2.50 Kleiderschürze aus gestreiftem Gingham 3.90 Spielhöschen Zephir..2.00 Große Flasche. Halbe Flasche Kopfbürste .0.95 .0.50 .... 0.60 gute Ausführung........ 0.50 Handspiegel weiß.... Pelz- Aufbewahrung Abholung Innerhalb Groß- Berlins kostenfrel Nr. 219 ♦ 42. Jahrgang So wertvoll es fein würde, wenn in der Spargelzeit(Ends April bis Mitte Juni) dieses gesunde Gericht mehrmals die Woche auf den Tisch auch der Minderbemittelten käme, so dürste doch dieser Wunsch ein frommer bleiben(ähnlich jenem vom»Sonntagshuhn"). Denn die Spargelkultur ist nicht so einfach und kostenlos, als daß man auf eine eingehende Verbilligung guter Ware rech- neu dürfte. Ob die jüngst hier behandelte Popoffsche Samen- Stimulation eine Aendcrung herbeiführen könnte, muß dahingestellt bleiben: bis jetzt sind unseres Wissens nach keine dahingehenden Versuche angestellt worden. Daß Wucherpreisen hier nicht das Wort geredet werden soll, ist selbstverständlich, aber eine genauere Betrachtung des Werdeganges des Spargels wird zeigen, daß es nicht damit getan ist, ihn zu pflanzen und nach Ablauf von drei Jahren dauernd bloß zu stechen, wie es der Laie sich leicht vor- stellt, sondern daß jede Spargelairlage dauernde Behandlung ver- langt, soll sie nicht frühzeitig ertragsmüde werden. Immerhin bietet sich in dem sogenannten Suppenspargel, den dünnen Pfeifen, ein verhältnismäßig billiges Material zur Bereitung einer sehr gutschmeckenden und bekömmlichen Spargelsuppe— es ist schon vorgekommen, daß solch' dünner Sporgel für lll und 20 Pf. das Pfund abgegeben wurde. Guter Spargel wird aber selten unter äll, 50, 60 Pf. herabgehen. Was man in vielen Speisewirtschaften als Spargelsuppe serviert erhält, ist allerdings oft eine jähmig ge- machte Spargelwasserbrühe. In der Inflationszeit ist es wohl vorgekommen, daß man mindergute Spargetanlagen wieder in land- wirtschaftliche Nutzung übergeführt hat, aber im allgemeinen kann man sagen, daß immer noch neue Anlagen entstehen, und zwar nicht kleine(»Zwerg"-) Betriebe, sondern große. Morgen süllende Plan- tagen, ein Beweis, daß der rationell betriebene Spargelanbau sich doch rentieren muß. Volkswirtschaftlich wichtig ist ja dabei, daß ein Sandboden, der sonst nur magere Erträge abwürfe, zur Anlage von Spargelbauten sich eignet, daher auch unsere Mark, die»Sand- büchse" viele Spargelkulturen aufweist, von denen die bei Beelitz sich befindenden etwa 2000 Morgen bedecken. Andere berühmte Gebiete sind die von Braunschweig und von Schwetzingen(in Süd- deutschland). Reiner Sandboden ist natürlich nicht das Ideal, sondern em sandiger Lehmboden: Anlagen auf letzterem halten wohl 20— 25 Jahre, die anderen etwa 15 Jahre aus. �!us öer Geschichte ües Spargels. Die in Europa und Westasten wild wachsende Pflanze war schon den alten Aegyptern bekannt, und die Griechen verwendeten sie als Arzneigewächs: erst bei den Römern wurde der Spargel- anbau zu Eßzwecken etwa 200 v. Chr. aufgenommen. Cato und Plinius singen dem Spargel ein Loblied: crsterer, der Verfasser einer Anweisung zur rationellen Spargelzucht, nennt ihn eine »Schmeichelei für den Gaumen" und letzterer hebt seine Bekomm- lichkeit für den Magen hervor. 3n Deutschland sind 15S5 im Stuttgarter Lustgarten die ersten Anlagen historisch beglaubigt und erst ein Jahrhundert später wird der Spargel in Norddeutschland kul- tiviert. Durch die Aufnahme als Konjervenartitel wurde dann eine große Hsranzucht hervorgerufen, die wiederum der Verarbeitung des Spargels in frischem Zustande den Weg bereitete. Es ist ja auch erklärlich, daß ein so früh erscheinendes Gemüse mit be- sonderen, Genuß verzehrt wird, genau so wie die ersten Kirschen den oblthungrigen Menschen besonders gut schmecken. Jene von den alten Griechen und Römern bereits bemerkte segensreiche Einwir- kung des Spargelgenusie» aus den Gesundheitszustand beruht auf der Anwesenheit des»Asparaains". das Herz, Niere und Blase günstig beeinflußt, was die Behandlung von Herzleiden und Wasser- sucht unterstützt. Daß ein übertriebener Genuß Blutharnen er- zeugen kann, sei bemerkt: praktisch wird dieser Fall selten eintreten. Die Sehanölung beim Stechen. Der Spargel wird„gestochen", d. h. man trennt die den Boden durchbrechende»Pfeife" durch einen Messerschnitt von der Pflanze. Dieses Stechen muß sachgemäß ausgeführt werden, damit nicht die noch in der Entwicklung begrisfenen Pfeifen verletzt werden, was zum Absterben führen würde. Man wird also so viel Erde ab- nehmen, daß man den Schnitt sicher ausführen kann, nicht zweck- mäßig ist es aber, die Pslanze ganz zu entblößen. In großen Be- trieben ist es vielfach üblich, jedem„Stecher"— meist sind es wohl Frauen— ein bestimmtes Quartier anzuweisen und die erhaltenen Resultate jedesmal aufzuzeichnen: auf diese Weise erhält man, da ja die Ertragfähigkeit der Quartiere meist die gleiche ist, eine Kon- trolle über die Arbeit des Stechenden. Die geernteten Spargel- stanaen dürfen nun nicht, wie es leider vielfach noch geschieht, in Waiier gelegt und fortgestellt werden, sondern sie werden behutsam durch kaltes Wasser gezogen, um etwaige anhastende Erde zu ent- fernen, dann in feuchte Tücher einschlagen und an einem kühlen dunklen Ort aufbewahrt. So behandelt, hält sich der Spargel sogar mehrere Tage hindurch frisch. Ganz dicke»Solo"-Spargel find nicht so beliebt, wie die mäßig starken, von denen 8— 10 auf ein Pfund gehen. Wichtig lst nun das„Schälen" der Stangen. Das} West« muß stets vom Spargelkopf abwärts geführt werden, um zu verhindern, daß die bittere Säure(Kieselsäure), die sich zuweilen in rostbraunen Flecken des unteren Sporgelsticles vorfindet, dem ganzen Stiel zugeführt wird. Eine»bittere" Pfeife kann die ganze Mahlzeit verleiden. Warmer Spargel mir brauner Buttersoße oder holländischer Tunke, Spargelsuppe und kalter Spargelsalat sind wohl die gebräuchlichsten Zurichtungen. Das Wasser, in dem der Spargel gekocht wird, ist nicht sortzugießen, sondern wird zur Bereitung der Suppe benutzt: es enthält die gleichen Nährbestandteile wie der Spargel selbst. Aber es gibt noch andere Berwendungs- arten, die dem Scharssinn der Hausfrau weiten Spielraum lasten, so Spargelfischklöße, Spargelgoulasch, Spargelpudding usw. Eine sparsame Kochin wird auch die Spargelschalen nicht unoerwendet m Anthony Zohn. Roman von Jerome K. Jerome. Wie soll er die rechten Worte finden? Wie ihr am wenigsten weh tun und ihr dennoch kein« trügerische Hofs- nunz lassen? Er hatte dies absichtlich bis jetzt nicht durch- gedacht. Es hätte keinen Sinn, mit Schlagworten und Phrasen zu il/r zu kommen. Er will ja nicht predigen, will nur um Verständnis, um Vergebung bitten. Er konnte sich den ver- wirrten Ausdruck ihrer Augen vorstellen, da sie allmählich seine Absichten begriff. Dann würden Zorn und Verzweiflung fol- gen. Es würde ihr scheinen, als hätte fi« ihn nie gekannt, als hätte sie immer mit einem Fremden gelebt Weshalb hat er ihr nicht schon vor Jahren alles anvertraut, sie an seinen Träumen, seinen Visionen teilhaben lassen? Woher wußte er, daß sie ihn nicht verstanden, nicht mit ihm gefühlt haben würde? Seine Liebe zu ihr hatte ihn zur Falschheit ver- dämmt, nein, vielmehr seine Liebe zu sich selbst. Er wollte immer mit Gaden zu ihr kommen, damit sie ihm dankbar, stolz auf ihn sei. Nun ist es zu spät. Es wird sie deuchtcn. als habe er diese ganzen Jahre getrennt von ihr gelebt, nur dem Körper nack ihr Gatte, sie wird sich wie eine verachtete. zurückgestoßene Frau vorkommen. Er lächelte, als er sich daran erinnerte, wie er zu Beginn des großen Krieges, so hatten sie ihn damals genannt, gehofft hatte, er würde nun dennoch den Kelch nickt leeren müssen. Gott dedürfe nicht der Hilie der Menschen. Aus dem ungeheuren Blut- und Tränenopfer werde dio Welt neugeboren erstehen. Die Sünde werde ihre eigenen Kinder vernichten, ntenstfuichc Hobgier und Haß wür- den von den Flammen verzehrt, die des Menschen böse Leiden- schast entfacht hatte. Es war eine seltsame Illusion gewesen. die er damals mit anderen teilte. Als dann für ihn das bittere Erwachen kam. hatte ihn eine dumpfe Apathie erfaßt, die seine Seele lähmte. Wozu der Kamps? Die höhnenden Worte: »die Menschheit wird stets eine Rasie von geringer Intelligenz und böfen Instinkten bleiben", beruhten auf Wahrheit. Möge sie untergehen, so rasch wie möglich. Allmählich rang sich aus Anthonys Verzweiflung ein großes Mitleid für Gott hervor. Zuerst verblüffte ihn dieses Gefühl; es erschien ihm grotesk. Und dennoch wurde es immer l stärker: der geheimnisvolle Kampf zwischen dem Guten und! Bösen. In seinem Gehirn nahm das Ringen Gestalt an, er sah es als etwas Konkretes. Gottes Einsamkeit: der verlassene, verratene Führer. Seine Anhänger fliehen ihn, beeilen sich, mit dem Bösen Frieden zu schließen. Anthony war zumute. als müsse er Gott zu Hilfe eilen: dieser bedürfe seiner. Der Gedanke bemächtigte sich seiner völlig. Alle anderen Stimmen klangen ihm schwach und alltäglich. All seine Sorge galt Eleanor: hätte er doch sie schonen können. Er selbst empfand voller Freude, daß ein Kamps vorüber sei, er gesiegt habe; nichts konnte ihn seinem Vorhaben untreu machen. Er wird sich oller seiner Unternehmungen entledigen. Nicht um der Armen willen: würden heute alle Reichtumer der Welt verteilt, so bedeutete es nur ein Auf- wirbeln der Fluten; unter dem gegenwärtigen System würden Habgier und Selbstsucht abermals auferstehen. Seit Urzeiten hatte es Reiche gegeben, die den Armen Geld hinwarfen, aber der Annen wurden immer mehr und ihre Not ward immer größer. Das Geld ist«in totes Ding; es trägt in sich den Samen der Verwesung. Nur die Liebe, der freiwillige Dienst sind lebendige Gaben. Sich selbst zuliebe, um, mit den Worten Thiw.otheus. den vielen schädlichen Lüsten zu entgehen, die den Menschen ersäufen, muß er seinen großen Reichtümern ent» fliehen. Kein Mensch vermag viel Geld zu besitzen, ohne es zu lieben. Nur in der Gemeinsamkeit des Besitzes, in der gleichen Befriedigung der allgemeinen B:dürfnisse kann es Brüderlichkeit und Liebe geben. Anthony hotte bereits seine Pläne entworfen: Er wird ein kleines Haus in Bruton Square mieten, neben dem Haufe gelegen, wo die Mutter noch immer wohnte. Dort wird er als Rechtsanwalt praktizieren. Die alte Frau ist n-och rüstig. Wenn es notwendig wird, wenn er ollein gehen muß, kann sie ihm den Hausholt führen. Es lag ihm viel daran, in Bruton Square zu wohnen; hier begann das Annenoiertel der Stadt. Die Armen würden in seiner Räbe sein. Das klein« bescheidene Häuschen wird sie nicht erschrecken, nicht in ihnen den Ge- danken an hohe Anwaltshonvrare erwecken; sie werden sich nicht scheuen, mit ihren geringfügigsten Anliegen zu kommen. Er wird ihnen helfen, sie vor Scharlatanen schützen können. Allmählich werden sie ihm ihr Vertrauen schenken. Et wird ihre Streite schlichten sie vor Uebervorteilung bewahren. Dies ist eine anständige Art, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Und das muß er tun; gerade dies erschien ihm besonders wich- wegwerfen, sondern sie, durch einen weißen Faden zusammen- gehalten, mit dem Spargslgemüie oder der Spargelsuppe mitkochen. Auch kann mon sie trocknen und im Winter als Zugabe zur Suppe verwenden. Daß die Köpfe der Spargelstangen den feinsten Ge. fchmack haben, fft bekannt. Nur darf man es nicht jo machen, wi-> jener Table-d'hote-Gast, der, als ihm die Spargeljchuffel zuerst feroiert wurde, mit seinem Messer die Spargelköpfe abschnitt und sie aui seinen Teller brachte, dem verwunderten Nachbar auf seine Frage die klassische Antwort gebend:»Ja, wissen Sie nicht, daß die Köpfe am besten schmecken?" Der biedere Landmann teilte darin die Au- ficht des verstorbenen Schahs von Persien, der ja bei seiner Europa- Reise den damaligen Zeremonienmeistern manche Sorge bereitete, so auch beim Spargelessen: er biß den Stangen' die Köpfe ab und warf die Reste hinter sich. In Büchern der Erziehung zu vornehmer Lebensart sollte überhauvt ein Kapitel über richtiges Spargel- verzehren nicht fehlen, wie dies ja auch beim Fischessen der Fall' ist. Die Spargelkultur. Nachdem wir so den Sporgel auf seiner Wanderung vom Pro- duz-nren zum Berzehrer begleitet haben, wenden wir uns jetzt seinem Ursprung zu. Sandboden— weit und breit dehnt sich das flache Terrain aus, wichtig ist, daß der Boden durchläjsia und frei von schädlichem llnt«grundwass« ist. Und vor allem frei von Unkraut, namentlich der lästigen Quecke. Vorfrucht von Kariofjeln, die den Boden.reinigt", ist eventuell angebracht. Der Boden wird rigolt, was nur selten umgangen werden kann. Im Winter teilt man da» Land in 1,25 Meter breite Beete«in, die von Norden nach Süden gehen sollen. In der Mitte des Beetes wird ein 40 Zenti- meter tiefer und ebenso breiter Groben ausgehoben und die Erde auf das Zwischenland gebracht. Der Graben wird mit Dünger und Komposterde gefüllt. Von Ende März bis Anfang Mai werden die jungen Spargelpflanzen(zweijährige) im Abstand'von einem halben Meter gepflanzt, so daß für einen Morgen zirka 5000 Pflanzen notwendig sind. Wer mit einem Meter Abstand pflanzt, erzielt wohl stärkere Stangen, das Gesamtergebnis ist aber natürlich kleiner. Die Wurzeln sind beim Pflanzen gut auszubreiten: dann wird zirka 10 Zentimeter hoch Erde hinaufgebracht. Nach dem Ab- schneiden des abgestorbenen Krautes im Herbst wird den Pflanzen durch kurzen Kuhmist Nahrung und Winterschutz gegebe». Im Frühjahr des zweiten Jahres wird dieser Mist wieder mit Erde gedeckt, dann folgt im Herbst neues'Aufbringen von Mist, da- zwischen sollte bei geeignetem Wetter gejaucht werden. Im dritten Frühjahr findet nun durch Umgraben des Zwischenlandes die An- häufelung statt, und dann kann mit dem Stechen begonnen werden. Man sticht sämtliche Pfeifen, auch die schwachen(da deren Stcl?en- bleiben den Pflanzen nichts nützt), hört jedoch Ende Mai auf. Jetzt muh durch Düngen mit künstlichem Dünger und Jauchen für die Fortentwicklung kräftiger Augen zum nächsten Frühjahr gesorgt werden: gerade im Sommer entwickelt sich die Anlage zur Sprossen- biiduug. In den ersten beiden Jahren kann man auf dem Zwischen- lande anderes Gemüse ziehen: für solche Zwiichenkultur eignen sich Buschbohnen am besten. Von der Pflanzung von zwei Reihen Spargelpflanzen aus einem Beet ist man gänzlich abgekommen: die Vorteile der einreihigen Pflanzung liegen selbst für den Laien offen zutage. Im Winter müssen die Beete eingeebnet werden und im Frühjahr wieder aufgehöht. Daß keine Gelegenheit versäumt wer- den sollte, dem Boden Nährstoffe zuzuführen, ist selbstverständlich. Je kräftiger die Pflanzen ernährt werden, desto reicher tragen sie. Auch die Unkrautbekämpfung mutz dauernd im Gange sein. Und dann ist noch großes Augenmerk auf die Schädlinge des Spargels zu legen: der Spargelkäfer erscheint schon in den ersten Tagen des Mai, ferner gibt es die ebenso gefährliche Spargclflicge. Nament- lich junge Pflanzungen werden gern heimgesucht. * Wie man sieht, ist die Spargelkultur durchaus nicht mühelas: auch der Einfluß des Wetters macht sich sehr bemerkbar. Gerade nach diesem milden Winter hätte man eine frühe Spargelernte erwarten sollen: diese ist aber infolge der kühlen Frühjahrsmitterung mit ihren kalten Nächten nicht eingetreten. Schließlich noch eine Mahnung an jeden Spargelzüchter: wer nach dem 24. Juni noch sticht, schädigt seine Kultur auf's allerempfindlichste. I- früher man aufhört, desto besser ist es für dos nächste Jahr. Raubbau verträgt der Spargel nicht._ Einem ungewöhnlichen Leichtsinn siel am Freitag der V14jährige Gerhard Hübner zum Opfer. Nach Ausräumung des Bodens Dcnnc- witzftr. 32 von altem Gerumpel warf eine Franziska L. aus dem Bodenfenster die vollgepfropften Säcke auf den Hof hinab. Ein Sack traf das auf dem Hof befindliche Kind, dos mit schwerer Gehirn- erschütterung und kompliziertem Beinbruch ins Elijabeth-Kranken- Hans gebracht werden mußte. tig. Soll die Welt gerettet werden, so muß es durch gemein- fam arbeitende werktätige Menschen geschehen. Und diese Rettung ist das Ziel;«r will den Menschen beweisen, daß dos Chnstu's-Leben nicht nur von Unverheirateten und Einsiedlern geführt werden kann, sondern auch von Familienvätern. E? muß allmählich das Leben der Straße, des Marktes, des Heims werden. Wenn Eleanor mit ihm käme, ihre Stimme mit der seinen vereinigte, den Menschen verkündete, daß ein Mann und eine Frau zusamtnen glücklich sein können, ohne den Luxus und Prunk, für den die bürgerliche Jugend täglich ihr Urrecht an Liebs und Freude verschachert, sich zu einem Leben des fiebri- gen Erraffens verdammend. Daß das Leben nicht von schönen Möbeln und Kleidern abhänge, von zahlreichen Dienstboten. prächtigen Häusern und erlesenen Speisen, daß ein Mann und eine Frau, die dies« Dinge besessen haben, sie freiwillig auf- zugeben vermögen und auch ohne sie Zufriedenheit und Be- Hägen finden können, daß die Befriedigung der einfachen Be- dllrfnisse genügt: sind diese gesichert, so hat das wilde Ringen um Reichtum und Ueberfluß keinen Sinn, die Habgier, Aus- beutung und Geldwut, die feit so langem die Welt mit Leiden und Schmerzen erfüllen. Wollte sie doch mit ihm kommen! Zusammen vermöchten sie eine Fackel zu entzünden. Aber wie kann er sie darum bitten? Nicht etwa, daß sie die Furcht vor körperlichen Entbehrungen und Unbequemlichkeiten zurück- halten würde. Verlangte man von ihr Heroisches— forderte man sie im Namen einer guten Sache auf, Leiden zu erdulden. ja selbst den Tod,— sie würde ihr« Hand in die seine legen und freudig aufbrechen. Sie halle Betty beneidst, die auszog, um im Wintergrouen der russischen Steppen gegen Hunger und Krankheit zu kämpfen...Ich bätte sie genie bcglettet," hotte sie zu ihm gesagt.„Dies muß ein Erbteil meiner Mutter sein. Etwas Seltsames geschah ihr, da sie ein jun�z� Mädchen war: sie wollte niemals darüber sprechen, aber ich weiß dennoch, daß es sie ihr Leben lang gequält hat. Als sie im Sterben lag. flüsterte sie mir zu. Gott habe sie in ihrer Jugend gerufen und sie sei dem Ruf nicht gefolgt. Der Vater nnd wir Kinder hinderten sie daran. Sie hatte einen Gatten genommen, konnte daber nicht kommen." Eleanor hatte ihn damals lochend ge- küßt; er erinnerte sich an die Tränen in ihren Augen und das Beben ihrer Stimme. (Fortsetzung folgt.) Geburtstag der Buchhändler. Heute hat der Börsenverein der deutschen Buch händler, wie unsere Leser wohl schon wissen werden, seinen hundertsten Geburtstag. Wenn er auch in Leipzig, wo er das Licht der Welt erblickte, gefeiert wird, so wollen wir dennoch mit unseren Glückwünschen nicht zurückhalten. Weil wir aber bei dieser Gelegenheit nicht die üblichen Phrasen vom Aufstieg der deutschen Kultur herunterbeten möchten, jo sei schon hier betont, daß mir dem Geburtstagsfind vor allem wünschen, daß es endlich ein mal im üblichen Sinne unpolitisch werden möge. Sollten nicht gerade die Buchhändler als tätige Berbreiter des gejamten Rulturguts bedenten, wie schlecht es doch mit wahrer Geistesfreiheit in der alten Zeit bestellt gewesen ist? Sollten fie sich nicht ferner überlegen, daß diese hundert Jahre deutschen Buchhandels trot mancher politischen Reaktion trotzdem und des megen gleichbedeutend sind mit einem Jahrhundert totaler DemoFreibäder- Schnellzüge. fengnts unb 3000 art Gelbftrafe, gegen Ran 10 to 1 a 3 nb menns auch etwas Säuglingsbut amet umb mad nate Gefängnis und Unfähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter Trodenlegen flingt. Es ist ein Heilruf, der sich mit den sonst noch auf 5 Jahre, gegen Kaiser 6 Monate Gefängnis und gegen Kufut gebräuchlichen wohl messen tann! Urteil gegen Direktor März einen Haftbefehl zu er 4 Monate Gefängnis. Außerdem beantragte er zugleich mit dem lassen, der begründet liege einmal in der Höhe der Strafe und in dem in der glänzenden Vermögenslage des Angeklagten bestehenden Fluchtverdacht. Außerdem aber liege auch Verdunkelungsgefahr vor, denn wenn man in der Verhandlung gesehen habe, wie die Rota hinter den Kulissen arbeite, sei zu befürchten, daß die Zeugen auch weiter bis zu einer Berufungsverhandlung bearbeitet würden. Die Berhandlungen wurden darauf auf Montag vertagt. Das Urteil soll am Mittwoch vom Schöffengericht Wedding gefällt merden. Frühlingsfest" tratifierung des Geistes? Man wird heute in Leipzig die erfreuliche für Leserinnen und Freunde der Frauenwelt" pazen einer 11 stündigen Bahnfahrt auf sich zu nehmen? Tatsache erwähnen, daß die Mitgliederzahl des Börsenvereins don 108 auf 5000 angewachsen ist. Man wird in Festreden von der fulturellen Aufgabe des Buchhändlers, der nicht nur Händler, sondern auch Führer sein soll, sprechen. Man wird auch manches erzählen von den organisatorischen Einrichtungen, die im Laufe der Zeit entstanden, von den festen Ladenpreisen und den Sortimenterrabatten, vom Schiedsgericht des Börsenvereins, vom Schlüffelsystem während Cunos rasender Inflationszeit, vom Kommissions. wefen und vor allem auch von Geschäftsverkehr via Leipzig". Wird man aber auch den tieferen Sinn des Jubiläums begreifen? Jenen Sinn für die notwendige weitere Demokratisierung des Geistes, zu der sich bis jetzt nur einige große Berleger, aber im Berhältnis hierzu nur sehr wenige Sortimenter befannt haben? Bon Thomas Mann stammt das schöne Wort: Die Zukunft gehört nicht der Bildung", der Kultur, der Innerlichkeit, der schönen Seele"; fie gehört be stimmt einer Menschlichkeit, die mit der Humanität von 1800 nicht mehr als den Namen gemeinsam hat." Heute gehen mir schon, menn auch nur mit zaghaften Schritten, dieser Epoche einer absoluten Menschlichkeit entgegen. Nur gilt es dafür zu sorgen, daß nicht Blüten plump zertreten werden, die unter liebevoller Pflege noch lange Zeit zur Reife brauchen. Die Buchhändler sollen erkennen, daß Autoren von„ Schund Itteratur durchaus nicht mur Lente vom Schlage Hedwig Courths Mahler sein müffen.( Gefährlicher ist noch der Typ 3ba Boy- Ed.) Daß der Buchhändler Erzieher zu höheren Zielen werden möge, ist unser Glückwunsch. " Luftwagen und Blindgänger". Wie die Steuerzahler um millionen betrogen werden. In einem großen Prozeß gegen den Direktor der Rota- Berfe, März und Genossen, wurde nach einwöchiger Dauer die Beweis. eufnahme geschlossen. Es wurden annähernd 100 Zeugen ver nommen. Der Fall dreht sich im wesentlichen um folgende Borgänge: Die Rota- Berte hatten durch Bertrag mit der Effenbahnver maltung im Jahre 1920 die Reparatur von Wagen, Ressein und Rotomotinen übernommen. Zuerst sollte die Bezahlung nach dem fogenannten Lohnsystem erfolgen, bei dem die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden mit entsprechenden Zuschlägen berechnet wurden. Es sollen nun aber die unproduttiven Arbeiten, barunter Arbeiten für die Rota, in die Arbeiten für das Berwaltungsgebäude der Staatseisenbahn mit in Rechnung gestellt worden fein Später kam durch Verfügung des Reichseisenbahnministeriums bte Bestimmung heraus, daß für belgische Bagen, die schwer be schädigt waren, nicht mehr als 500 Arbeitsstunden bewilligt werden sollten. Wenn diese Zeit überschritten war, wurden die über. hießenden Arbeitsstunden auf andere leicht beschädigte Wagen ge schrieben. Hierbei wurden Luftwagen", Luftstunden und Luftmaterial" in Rechnung gestellt. Außerdem wurden auch sogenannte Blindgänger aufgeführt, d. h. Arbeiter, die gar nicht für die Reparaturen beschäftigt worden waren. Diefe Unregelmäßigteiten sollen von dem Eisenbahningenieur Rau, der von der Eisenbahnverwaltung zur Beaufsichtigung der Rota- Werte beigegeben war, geduldet morden sein. Außer März und Ran find noch der Oberfaltulator Raifer und der Obermeister Rutnt megen Beihilfe zum Betruge mitangeflagt. Die Angeklagten behaupten, daß nur tatsächlich geleistete Arbeitsstunden überschrieben worden seien, während die Staatsanwaltschaft behauptete, daß vielfach Luftftunden" eingefügt worden feien. Den Hauptteil der Berhandlungen nahmen die Bersuche von Direktor März ein, die Schuld auf den Mitangeklagten, den früheren Oberfalkulator der Rota", Kaiser, zu schieben, indem er behauptete, daß er als Direfior eines Wertes mit 1000 Arbeitern sich nicht um die Raltulation hätte fümmern fönnen. Demgegenüber überreichte Rechtsanwalt Bahn eine von Raiser aufgestellte Kalkulation, in die März selbst Aenderungen hineingeschrieben hatte. Neben diesem Strafprozeß läuft noch ein 3ivilprozeß der Reichseisenbahn gegen die Rota Werte auf Schadenersaß, und in diesem Prozeßverfahren sollen auch nach Behauptung der Staatsanwaltschaft eine ganze Reihe von Meineiden und falschen eidesstattlichen Bersicherungen geleistet worden sein. Der Angeflagte Kaiser ist auch geständig, daß er einen Meineid zur Entlastung von März geleistet habe. Er behauptete jedoch, daß es auf Anftiften von März geschehen sei, was wiederum diefer bestreitet. Diese Meineidaffäre beschäftigt auch die Straf behörde und nach einer Erklärung des Staatsanwalts wird auch geprüft, ob nicht noch andere Personen in leitender Stellung ber Rota bei den Betrugsmanövern mitbeteiligt waren. Staatsanwaltfchaftsrat Barrifius hielt Rau und März schuldig des gemeinschaftfichen fortgefeßten Betruges zum Nachteil der Reichseisenbahn, die beiden anderen Angeklagten der Beihilfe. Es habe bei der Rota ein System bestanden, den Fistus unter allen nur möglichen Umständen übers Ohr zu hauen". Die Steuerzahler wurden schwer geschädigt, denn es handelt sich um Beträge, die in die Millionen Goldmart gehen. Der Hauptschuldige ist März. Auf ihn, als den Betriebsdirektor, find alle unlauteren Machenschaften zurückzuführen. Er hat die Betrügereien in gewinnsüchtiger Absicht verübt, da er durch seine Lantiemen an dem unrechtmäßigen Berdienst der Rota mit intereffiert mar. Die übrigen Angeflagten waren nur gefügige Inftru niente in der Hand des Betriebsdirektors und haben feinen rechten Borteil davon gehabt. Aus Schwachheit und Gutmütigkeit sind fie den Berlodungen des März unterlegen. Der Staatsanwalt beantragte gegen Direttor März 1 Jahr 6 Monate Gea Sonnabend, den 16. mai 1925, abends 7 Uhr, in Tempelhof, Birkenwäldchen, Manteuffelstraße. Mufitalische Darbietungen, Rezitationen, Bollstänze Ansprache: Genoffin Ryned, M. d. 2. Badewetter! Die Temperatur fteigt und mit ihr die Hoffnungen der Baffer stürmer. Die vielen, die mit Sehnsucht darauf warten, den tonzen trierten Staub verflossener Wintermonate von den Gliedern zu spülen, sehen die etwas brüchig gewordene Badegarderobe durch. Am Tegeler See, am Müggelsee, in Grünau und am Wannsee, überall rüstet man fieberhaft, die Heerscharen Neptuns würdig zu empfangen. Aber dann gibt es sehr zahlreich Leute, die auch so gern mal herausmöchten aus der Enge der schweißgetränkten luft, die in der betäubenden Hize des Maschinenraums standen, an den Fiebern des Kessels oder in der Schwüle ihrer giftdurch tränkten Hinterhausstuben. Die acht Stunden lang, schweißbeladen, die harte Fron harter Arbeit trugen, aber fein Geld haben, den er heblichen Obulus zu entrichten, den das öffentliche Bad verlangt. Das ist das Bolt- jene unendliche Masse, auf der die gewaltige Laft der großen Maschinerie und der Segen des Lebens ruht: Die werden überall Badeanstalten einrichten. An lauschigen Stellen, lung, wo Befreiung und Gesundheit minkt. an fühlem Waldesrand, an Seen und Bächen, überall da, wo Küh. Und dann wird es dem Wanderer aus allen Eden and intelu entgegenklingen, der Grußruf der Wasserlegionen: Heil Das Rundfunkprogramm. Sonntag, den 10. Mai. 9 Uhr vorm.: Morgenfeier. 1. a) Beethoven: Die Himmel rähmen des Ewigen Ehre, b) Mozart: Ave verum( Maria SchmidtRohda, Sopran). 2. a) Goethe: Gesang der Erzengel, aus dem Prolog des Faust", b) Goethe: Grenzen der Menschheit( Elsbeth Fittig, Rezitation). 3. Ansprache des Herrn Pfarrers Pfeiffer. Selig sind, die Verfolgung leiden, b) Schubert: Ave Maria 4. Goethe: Legende vom Hufeisen( Elsbeth Fittig). b. a) Kienzl: ( Maria Schmidt- Rohda). 12-12.50 Uhr nachm.: Hans- BredowSchule( Hochschulkurse). 12 Uhr mittags: Abteilung Heilkunde. Medizinalrat Dr. Paul Wätzold:„ Die Bedeutung des Anges 2. Vortrag. Schutzmaßnahmen gegen Erkrankungen des Auges. Abteilung, Theologie. 12.30 Uhr vorm.: Dr. Hugo Greßmann:„ Das alte Israel und der alte Orient. 2. Vortrag. Weltliteratur im vorderen Orient. 3 Uhr nachm.: Hans- Bredow- Schule( Bildungskurse). Abteilung Landwirtschaft. Privatdozent Dr. Otto Heuser: Der Kartoffelbau", 2. Teil. 8.30 Ubr nachm.: Märchenstunde. Ida Orloff erzählt: 1 Der lustige Bursche, ein Märchen aus dem Russischen. 2. Frids Schanz: Der Hafersack. 3. Michael Bauer: Der betrogene Teufel. 4.30 6 Uhr abends: Unterhaltungsmusik( Berliner Funkkapelle) 7 Uhr abends Hans- BredowSchule( Bildungskurse). Abteilung Kunstwissenschaft. Dr. Berthold Daun: Große Meister der Kunst. 2 Vortrag. Jean François Millet". 7.30 Uhr abends: Ministerialdirektor Dr. jur. trag. 8 Uhr abends: Maximilian Müller- Jabusch: Die Parteien v. Schoenebeck:, Die deutsche Handels- und Zollpolitik. 3. VorDirigent: Georg Széll. 1. J. Strauß: Ouvertüre zu der Operette Die Fledermaus". 2. Waldteufel: Immer oder nimmer. 3. Lanner: Pester Walzer. 4. Joh. Strauß: Rosen aus dem Süden( Berliner Funkorchester). II. Teil: 5. Johann Strauß: Auftrittslied des Barinkey ans der Operette, Zigeunerbaron"( Marcel Noë, von der Berliner Staatsoper, Tenor). 6. Joh. Strauß: Mein Herr Marquis, aus der Operette Die Fledermaus"( Else Tuschkan, Sopran). 7. Millöcker: Er soll dein Herr sein, aus der Operette, Gasparone" ( Marcel Noĕ). Zeller: Auftrittslied der Kurfürstin aus der Operette Der Vogelhändler"( Else Tuschkau). 9. Millöcker: Solch einen Keller wie den, aus„ Apajune, der Wassermann ( Marcel Noë). 10. Millöcker: Nur das Eine bitt' ich dich, aus der Operette„ Der Bettelstudent"( Else Tuschkau und Marcel Noë). Am Flügel: Otto Urack. Anschließend: Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten, Zeitansage, Wetterdienst. SportTanzmusik( Uebertragung). nachrichten. Theater- und Filmdienst. 10.30-12 Uhr abends: Montag, den 11. Mai. in Frankreich". 8.30 Uhr abends: Im Zeichen des Walzers. Außer dem üblichen Tagesprogramm: " 4.30-6 Uhr abends: Unterhaltungsmusik( Berliner Funkkapelle). 6.30 Uhr abends: Zehn Minuten für die Hausfrau. 8.40 Uhr abends: Hans- Bredow- Schule( Bildungskurse). Abteilung Technik. Ingenieur Joachim Boehmer: Der kritische Ingenieur"( Techn. Wochenplauderei). 7 Uhr abends: Tausend Worte Französisch. 7.30 Uhr abends: Hans- Bredow- Schule( Bildungskurse). Abteilung Philosophie. Dr. med. Alfred Beyer: Psychologie für das tägliche Leben. 2. Vortrag. Gefühl und Vernunft. 8 Uhr abends: Geh. Justizrat und Oberregierungsrat Kühnast: Die Frühlingsfahrt der deutschen Geistesarbeiter nach den Kanarischen Inseln". 8.30 Uhr abends: Ein Abend der Novembergruppe. Junge Dichter und Komponisten. 1. Die Novembergruppe, ihre Entstehung und Aufgabe( Rudolf Belling). 2. Heinz Tiessen: Klavier stück, op. 31( gespielt vom Komponisten). 3. a) Bert Brecht: Mazeppa, Ballade, b) Bert Brecht: Die höflichen Chinesen, kleine Geschichte( gesprochen vom Dichter). 4. Max Butting: Kleine Stücke für Streichquartett( Das Havemann- Quartett: Professor Gustav Havemann, Georg Kniestädt, Hans Mahlke, Adolf Steiner). 5. a) Martin Kessel: Der Mann mit den tausend Händen, Dichter). 6. Philipp Jarnach: Lieder, op. 16( Wilhelm Guttmann, b) Martin Kessel: Wandernde Straßen, e) Heute( gesprochen vom Elchlandreise, b) Karl Zuckmayer: Litanei vom Sündenfall( geBariton; am Flügel: Der Komponist). 7. a) Karl Zuckmayer: sprochen vom Dichter). Anschließend: Dritte Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten, Zeitansage, Wetterdienst, Sportnachrichten, Theater- und Filmdienst. 10.30 Uhr abends: Schachfunk( E. Nebermann). Die Reichsbahn erfreut sich zurzeit in den weitesten Kreisen der Bevölkerung feiner Beliebtheit. Und das, mie man sagen muß, durchaus mit Recht. Sie selber fühlt sich in diesem Zustand auch sehr unbehaglich und möchte sich beim Bublifum gern wieder beliebt machen. Am heutigen Sonntag, den 10. Mai, läßt sie z. B. einen Extrazug von Berlin nach Dresden und zurüd gehen; Abfahrt von Berlin 6,28 Uhr, Ankunft in Dresden 10,16, in Schandau in der Sächsischen Schweiz 11,29 Uhr, Abfahrt von Schandau 5,15 Uhr, Don Dresden 8,06 Uhr, Anfunft in Berlin 11,56 Uhr. Man ist also rund 17% Stunden unterwegs und verbringt davon nicht weniger als 11 Stunden auf der Bahn, wenn man bis Schandau fährt. Dort in dem schönsten Teil der Sächsischen Schweiz hat man dann gerade 6 Stunden Aufenthalt. Ob es sich, um diese 6 Stunden in der Sächsischen Schweiz zu verbringen, in der Tat lohnt, die Stra Es muß bezweifelt werden. Der Spaß fostet bis Dresden 7,90 m. und bis Schandau 9,70 M. Dafür hat der abenteuerluftige Berliner das Vergnügen, die allermodernsten Wagen 4. Klasse benutzen zu dürfen. Uns will scheinen, daß die Reichsbahn sich ein mirtliches Verdienst um die Großberliner Bevölkerung ermerben würde, wenn sie sich jetzt entschlösse, endlich einmal Bäder. schnellzüge für Großberlin einzurichten, und zwar ganz besonders für die großen Freibäder in Wannsee und am Müggelsee mit ihrem sonntäglichen Massenbesuch. Die Einrichtung derartiger von und nach Berlin durchgehender Züge, ohne Aufenthalt unterwegs, ist eisenbahntechnisch durchaus möglich. Die Reichsbahn mag mit der Einrichtung um so meniger fäumen, als sie bisher alles getan hat, um das Reisen in den oberen Klassen der Lurus- und D.- Züge so bequem und behaglich wie möglich zu gestalten. Und der Masse der Berliner Bevölkerung, von der der einzelne zmar 90 Bf., aber nicht 900 Pf. für eine Bahnfahrt ausgeben fann, ist viel mehr gedient, wenn sie bei schneller Hin- und Rückfahrt einen ganzen Tag in Licht, Luft, Sonne und Wasser im Freibad verbringen fann. Absperrungen am 11. und 12. Mai. Aus Anlaß der Ankunft und Bereidigung des neugemählten Reichspräsidenten sind vom Polizeipräsidenten für den 11. und 12. d. M. umfangreiche Absperrungen vorgesehen. Die AbSperrungen erstrecken sich in der Hauptsache auf die teilweise Sperrung des Fahrverfehrs längs der Anfahrtstraße und eine vor. übergehende Sperrung des Bahnhofes Heerstraße und einiger Untergrundbahnhöfe. Dem Publikum und den Bereinen ist jedoch Ge legenheit gegeben, am 11. der Anfahrt beizumohnen durch Aufstellung zu beiden Seiten des Kaiserdammes, der Bismarckstraße und der Charlottenburger Chauffee. Neuanmeldungen von Bereinen und Berbänden tönnen nicht mehr entgegengenommen werden, da die Pläge zur Aufstellung bereits fämtlich vergeben find. Der Bahnhof Heerstraße wird ab 3,45 nachmittags in größerem Umfange abgesperrt. Auf der gesamten Anfahrtstraße wird der mittlere Fahrdamm von 4,30 Uhr nachmittags ab nöllig freigehalten. Der gesamte Fahrzeugverkehr wird von 4,25 Uhr nachmittags an nord- und füdmärts der Fahrstrede durch besondere Kommandos an den Parallelstraßen abgeleitet. Die Untergrundbahnhöfe Knie, Bismardstraße, Sophie- Charlotte- Play und Kaiserdamm find ab 5 Uhr nachmittags folange geschlossen, bis nach Baffieren der Wagen die Absperrungen aufgehoben find. Die Bannfreisbestimmungen bleiben im wesentlichen in Kraft mit Ausnahme der für die Spalierbildung freigegebenen Plätze und Anmarschwege dorthin. Eine strenge bsperrung findet ſtatt für den Bereich Pariser Platz, Wilhelmstraße, Wilhelmplatz. Gegensatz zum 11. Mai hat die Beteiligung der Bevölkerung a m 12. Mai anläßlich der Bereidigung erheblich eingeschränkt werden müssen. Lediglich der Königsplatz meftlich des Bismard- Dentmals ist freigegeben. Im übrigen tommt eine Aufstellung des Publikums oder von spalierbildenden Körperschaften nicht in Im rage. Der gesamte Führwertsverfehr wird an diesem Tage ab 9 Uhr vormittags um den Raum Bellevueallee, Lennéstraße, Budapester Straße, Boßstraße, Wilhelmplaz, Mauerstraße, Behrenstraße bis zur Friedrichstraße, Neustädtische Kirchstraße, Schiffbauerdamm, Friedrich- Karl- Ufer und Lutherbrüde herum abgelentt. Die vorgenannten Straßen selbst bleiben von der Abfperrung frei. Autoomnibuffe tönnen auf den Linden bis zur Schadowstraße verkehren. Ab 10 Uhr vormittags wird der Raum Siegesallee, Charlottenburger Chauffee, Blag am Brandenburger Tor einschließlich, Pariser Blaz einschließlich, Wilhelmstraße ein schließlich, Wilhelmplatz ausschließlich, Mauerstraße, Unter den Linden, Schadowstraße, Dorotheenstraße, Reichstagsufer einschließlich, Roonstraße ausschließlich, Westseite des Königsplages für den gesamten Fußgänger- und Fahrverfehr gesperrt. Die Aufhebung der Sperren erfolgt an beiden Tagen sobald irgendwie angängig. findet am Montag statt, er nimmt denselben Beg mie 1920 beim Stapp. Hindenburg Präfident und was nun? Sindenburgs Einzug in Berlin Butsch die Brigade Ehrhardt: Heerstraße- Brandenburger Tor- Wilhelmftraße. Von den Republikanern wird es abbängen, daß diefes Symbol night eine grausame bolittsche Zutunft anfündigt. Deshalb ruft das Deutsche Friedenstartell nach dem großen Erfolg seiner Herrenhausfundgebung erneut zu einer öffentlichen Stundgebung auf, die am Dienstag, den 12. Mai, 8 Uhr, in den Spichernfalen, Spichern straße 3, stattfindet. Ueber die Frage: Hindenburg Präsi dent und was nun? fprechen: Senatspräfident Freymutb, h. von Gerlach, Chefredakteur Nushte, Brofeffor B. De streich, Loni fülf, MdR., Professor Dr. Balter Siding, Mon., Feinrich Strobel, R., Pater Ernst Thrasolt Den Borfiz führt wieder Profeffor Dr. 2. Duidde. Bezirksbildungsausschuß Groß- Berfin. Sonntag, 17 Mai, nadm. 22 Ubr, im Staatstheater Charlottenburg: apoleon( oder die 100 Tage), Drama in fünf Auszügen von Christ. Dietr. Grabbe. Preis der Karte einschließlich Kleiderablage und Theaterzettel 1 M. Donnerstag, den 21. Mai( Himmelfahrt), nachmittags 2 Uhr, im Deutschen Opernbaus, Charlottenburg: Boccaccio". Oper in drei Alten von F. Zell und Rich. Genée, Mufit von Franz v. Suppé. Preis pro starte 1,30 M., Kleider ablage frei. Karten für beide Veranstaltungen find noch in allen be fannten Verlaufsstellen zu haben. SP Wintergarten. Irgend ein Journalist, der wohl einmal befondere Ein Blide in die Berhältnisse hinter die Kulissen der Barietés hat nehmen hätte, welchen unerhörten Duälereien in Dressur befindliche Tiere ausfönnen, fagte einmal über Tierdreffuren: Wenn das Publikum eine Ahnung gesezt sind, würde es Tierdressur nicht mehr sehen mögen. Diesen Einbrud aber hat man von dem im Wintergarten vorgeführten Seelöwer Jadie feineswegs. Im Gegenteil, man hat das Empfinden, daß dieses Huge und sehr gelehrige Tier seine überraschenden und verblüffenden CHRISTIAN ANOMEN Preußsengold 5. Edelcigarette in eleganter 25 Stch- Pkg. Sunfiftiden mit einer gemiffen Inneren Freude ausübt. Jadie fingt, nieft, macht, berliebte Augen" und gibt seinem Herrn sogar einen Schmak Bon vielen anderen netten Dingen abgesehen. Diesem inter. essanten Stere zuzusehen, bedeutet für jeden Zuschauer eine Freude. Außerdem stellt sich eine wirklich erlesene Künstlerschaft vor. Ob es nun die halsbrecherischen und doch mit bewunderungswürdiger Leichtigkeit vor. geführten Leiterkunste der Japaner Jamoto und Soyoshi sind. Db die ungemein drolligen und doch von höchster autistischer Bollendung zeugenden Darbietungen der ugter Bros, ob der ans Bunderbare grenzenden Trampolin- Aft( 100 Saltos hintereinder), ob der waghalsige Reiteraft des Charlie Polen, immer hat man den Eindrud, Meister ihres Faches zu sehen. Die föstlichen Clowns Antonet und Bcbh sind miedergelehrt, ebenso der wandlungsreiche vorzügliche Damenimitator Dertas. Auch die Schenk- Kompagnie ist bestens befannt. Der englische Excentiif Chris Richards findet, wie alle englischen und amerikanischen Excentrifs begeisterte Racher. Kurzum, ein Programm, dessen man sich freu big erinnert. Schweres Schiffsunglück auf dem Minimippi. 21 Personen ertrunken. Am Freitag nachmittag fenterte auf dem Mississippi südlich von Memphis ein Schlepper des amerikanischen Ingenieurforp s. Von den 50 an Bord befindlichen Personen sind 21 ertrunken. Die Opfer gehören den Ingenieurvereinigungen aus den Mittel- und Südstaaten an. Das Unglück, das einer abgesonder, ten Abteilung zusticß, ist unter bisher unaufgeklärten Umständen erfolgt, doch wird eine Kesselexplosion vermutet. Einige der bestbekannten Ingenieure aus den Südstaaten befanden sich beim Sinken des Dampfers an Bord. Jugendveranstaltungen. Heute, Sonntag, den 10. mai: Südost R.-B. Fahrt. Treffpunkt 7 Uhr Görlizer Bahnhof. Werbebezirk Brenzlauer Berg Abends 18 Uhr im Jugendheim Danziger Str. 62 Baraden), Vortrag des Genossen Fechenbach: ,, Erlebnisse aus dem Zuchthaus". Werbebezirk Kreuzberg. Abends 28 Uhr im Jugendheim Lindenstraße 3: ,, Wilhelm- Busch- Abend". Morgen, Montag, den 11. Mai, abends 7½ Uhr: Moabit I. Schule Waldemarstr. 21, Vortrag: Die deutsche Reichsver foung”. Sübost G.-B. Schule Waldemarstr. 21, Bartrag: Nation, Bazifismus, Broletariat". Sermsdorf. Jugendheim Roonstraße, Vortrag: ,, Rörperkultur". Mufiter und Gesangschor! Montag, ab 7 Uhr, Ueben im Jugendheim Lindenstr. 3. Ale müssen zur Stelle fein. Sch. Der Glaube an die Möslichkeit einer Bereicherura und Erhaltung Ihres herrlichsten Schmuckes, Ihres Kopfhaares, ist durch die vielen fogenannten Haarpflegemittel mit hochtönenden Ramen und ohne jede Wirkung vollkommen zerstört werden. Darum halten wir es an der Zeit. Ihnen flar und schlicht und aufrichtig zu facen: Berwenden Sie die abertausendfach bewährte und wirklich mte Scherings flüssige Leerfeife, die Sie in jeder Apotheke. Drogerie nder fedem friseurnefchäft erhalten. Es liegt der feit achtzig Jahren beftehenden Firma Echerina wirklich daran, Ihnen zu be meisen, das Scherings füffige Teerseife das Mittel ist. daß Sie für Mie Schönheit und Gefunderhaltung Shres Saares gebrauchen miffen. Die rökten Milienschaftler auf dem Gebiete der Dermataloni haben Scherinna flffine Teerseife anerkannt und verwenden Te felbit. Fordern Sie hitte Profpeft Nr. A. 14 von Scherings Grüne Apothefe", Berlin N. 4. Chauffceftrafe 24. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsstelle: Berlin G. 14. Gebastianftr. 37/38, Sof 2 Tr. Kamerabschaft Neuföll- Brig, 1. Rug. Bersammlung bei Bähle, Wildenbruch- Ecke Weserstraße, fchon am Montag, den 11. Mai, abends 7½ Uhr. Mitgliedskarten mitbringen. Kameradschaft Lichtenberg nebst Untergruppen. Montag, den 11. Mai, abends 7% Uhr, Antreten der gesamten Rameradschaft bei Krüger. Kamerabschaft Wedding. Montag, den 11. Mai, abends 7½ Uhr, Turnabend Gothenburger Str. 2. Ramerad schaft Reinidendorf. Montag, den 11. Mai, ab 7 Uhr abends, Turnen aller 1 Donnerstag, 14. Mai 1925, abd8.7%, Uhr, spricht im Dorotheenstädtischen Realgymnasium( Aula) Dorotheenstraße( Stadtbahn Friedrichstraße) Reichsjustizminister a. D. Dr. Otto Landsberg, M. d. K. über Student und Politik" Bereinigung fozialdemofr. Studenten Universität Bereinigung fozialistischer Studenten Techn. Hochschule Untergruppen auf dem Sportplan Reinidendorf- West, Scharnweberstr. 100. Kameradschaft Oranienburg. Montag, den 11. Mai, abends 8 Uhr, Versamm Iung im Schützenhaus. Kamerabschaft Kreuzberg. Dienstag, den 12. Mai, abends 7½ Uhr, Bersammlung in den Blüchersälen, Blücherstr. 61. Politischer Vortrag. Einteilung zur Bannerweihe. Erscheinen Pflicht. Kameradschaft Tiergarten. Mittwoch, den 13. Mai, abends 8 Uhr, Versammlung im Raffec Gärtner am Bahnhof Bellevue. 1. Bortvag: ,, Reichsbanner und Reichspräsi dentenwahl". 2. Bebanntgabe der Sportveranstaltungen. Erscheinen ist Pflicht. Rameradschaft Brenzlauer Berg, 1., 2., 3., 5. Rug. Mittwoch, den 13. Mai, abends 7% Uhr, Antreten in der Turnhalle Seinersdorfer Straße. 4., 6., 7., 8. 8ng treffen sich in Rukunft Turnhalle Greifenhagener Str. 58/59. Der Tag wird jedoch erst noch bekanntgegeben. Bund der Atheisten. Montag, den 11. Mai, 8 Uhr, Rulmbacher Bierhaus, Friedrichsgracht 50, Bortpag mit Diskussion über: Staat und Religion". Vortragender: P. Petersdorf. Bund der Auslandsdeutschen. Die monatliche Versammlung fämtlicher Fremdländerabteilungen des Bundes der Auslandsdeutschen findet in diesem Monat ausnahmsweise am Montag, den 11. Mai, 8 Uhr, im großen Gaale des Lehrervereinshauses, Aleranderplan, statt. Nur Mitglieder haben Zutritt. Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinterbliebenen, Ortsgruppe Neukölln, Donaustr. 128, veranstaltet am Montag, den 11. Mai, 7½ Uhr, im Lokal von Picchnick, Ockerstr. 5, eine Sinterbliebenen- Versammlung. Sehr wichtige Tagesordnung! Pünktliches und restloses Erscheinen aller Rameradinnen ist unbedingt erforderlich. Arbeiter- Abstinentenbund Berlin. In Neukölln, Schule Rütlistraße, Aus stellung vom 11. bis 17. Mai, werktags von 6 bis 9 Uhr, Sonntags von 10 bis 6 Uhr. Aula der Schule Pank. Ecke Wiesenstraße 6½ und 81 Uhr Filmvortrag: Ein Boltsfeind". Bürgerfaal im Rathaus Schöneberg, Rudolf Wilde- Play, 8 Uhr, Dr. Strecker: ,, Das Gemeindebestimmungsrecht". Arbeitersport. 1. Areis, 1. Eurufpielbezirk. Durch ein Bersehen der Arbeiter- Sport. aeitung" find die Spieltermine für Fauft und Raffball für den 13. und 16. Mai verstümmelt erschienen. Da es unmöglich ist, 52 Mannschaften zu benachrichtigen, liegt ab Sonnabend, den 9. Mai, in der Geschäftsstelle, Köpenicker Str. 108, für diese Spieltage die Termintabelle aus. Sportgenoffinnen oder genossen, die diese Notiz Iefen, werden gebeten, ihre Mannschaften hiervon in Kenntnis zu sehen. Ein Musterriegenturnen für Kinder veranstaltet die Freie Turnerschaft Groß- Berlin heute, nachmittags von 2 bis 5 Uhr, in der Turnhalle Wrangelftraße( Thomasfirche). Alle Arbeitereltern werden gebeten, im Interesse der Sache mit ihren Kindern dort zu erscheinen. Arbeiter Sportkartell des 15. Berwaltungsbezirkes( Treptow). Umstände halber konnte die Sigung am Montag, den 4. b. M. nicht stattfinden. Sie findet nunmehr am Montag, den 11. Mai, bei Hermann Töpfer, Niederschöneweide, Berliner Straße, schräg gegenüber der Schule, statt. Tages. ordnung: 1. Berichte. 2. Unsere Werbewoche. 3. Rast. 4. Berschiedenes. Die Techniker der Vereine find hiermit zu der Sigung gleichfalls eingeladen. Die Vereine, die die Mitgliederstatistik bis Montagabend nicht abiiefern, werden neröffentlicht. Swerts guter Durchführung der Werbemode haben die Vercine ilch restlos dafür einzusehen und ihre besten Kräfte mobil zu machen. Sport. Rennen zu Ruhleben am Sonnabend, den 9. Mai 1. Rennen. 1. Nonelle I( 5. Schröder), 2. Marg. O'Donna( Heer), 3. Terrazza( S3. Mills). Toto: 99: 10. Plat: 22, 24, 23. 10. Ferner liefen: Coriolanus, Byverberg, Frl. v. Lindow, Ludwig R., Heidesce, Benedict, Lu, Good Boy, Krrteufelchen. Hofmeisterin B.( Knöpnadel fr.), 2. Parasit ( F. Schmidt), 3. Roblenlönig( E. Ewiber). Toto: 26: 10. Blaz: 14, 13, 21: 10. Ferner liefen: Freibeuter, Andante, Sylvia Stout, Modern, Dina Watts. 2. Rennen. 1. 3. Rennen. 1. Interpellant( Ch. Mills), 2. Arworthy J.( J. Mills), 3. Prinzessin Etawah( H. Grube). Toto: 20: 10. Blaẞ: 12, 13, 15: 10. Ferner liefen: Frankenstein, Margot I, Beb. Dompfaff I, Eybill. 4. Rennen. 1. Homer( Ch. Mills), 2. Natban IV( Herm.Schleusener), 3. Gassenmädel( Knöpnadel jr.). Toto: 40: 10. Plaz: 15, 14, 16: 10. Ferner liefen: Handsest, Corona Mc. Kinney, Prinz Adbell, Dollyja, Franzisko. 5. Rennen. 1. Soubrette( Ch. Mills), 2. Primus( E. Ringius), 3. Konsul( B. Hedert). Toto: 18:10. Blak: 16, 46, 35: 10. Ferner liefen: Beter A., Dunajec, Isarwelle, Königsadler, My Darling, Dolorit, Kinostern, Ludwig, Lebensluft. 6. Rennen. 1. Doritba( J. Mills), 2. Colonel Bosworth( N. Großmann), 3. Carleta( G. Lautenberger). Zoto: 27: 10. Plat: 13, 14, 24 10. Ferner liefen: Trotteur, Marcel, Bassander, Erdmann. 7. Rennen. 1. Barometer( Herfurt), 2. Stavellauf( F. Brand), 3. Klud( Hr. Kleinau). Toto: 24: 10. Platz: 16, 36, 23: 10. Ferner liefen: Odessa, Zigeunerbaron, Paula Bingen, Prinz Kudud, Pontresina, Weinminze, Maitönigin I, Batschari, Fürst, Flora Bingen. 8. Rennen. 1. Prinz Adbell( B. Hedert), 2. Arworthy J.( J. Mins), 3. Frankenstein( Ed. Mills). Toto: 106: 10. Blag: 39, 25: 10. Ferner liefen: Bassenmädel, Interpellant, Prinzessin Etawah. 9. Rennen. 1. Dolina( E. Treuberz), 2. Unheil( W. Rösler), 3. Lady Bosworth( B. Hedert). Tofo: 64: 10. Plat: 30, 26, 31: 10, Ferner liefen: Armida I, Abdullah Silver, Importeur, Apfelblüte, Wainsca, Lumpi, Musical Girl, Amorette. Sport. .Die Stunde in Treptow. Der beutige Sonntag bringt den Berliner Radsportfreunden das klassische Rennen Die Stunde" als Haupts nummer des dritten diesjährigen Renntages der Treptower Bahn. Der Franzose Juby, der das letzte Rennen in Treptow in glänzendem Stile bei acht Ronkurrenten um Handbreite vor Beiß gewinnen fonnte, befindet sich in großer Form. Weig binter Schadebrodt fonnte sowohl am Sonntag in Saarbrüden, wie am Mittwoch in Dresden seine hohe Klasse und derzeitige große Form bestätigen. Es ist daher zu erwarten, daß Weiß alles daran sehen wird, um seinem schärfsten Widersacher vom „ Großen Dfterpreis", dem Franzosen Juby, eine Niederlage beizubringen. Seruptat hat sich einige Tage Ruhe gegönnt und hofft bestimmt, seine Anhänger am Sonntag durch gutes Fahren zu überraschen. Das große Fragezeichen im Rennen ist jedoch der sympathische Amerikaner Gaffney, deffen erstmaliger Start in Berlin ein besonderes Interesse beansprucht. Auch der„ Maienpreis" über 25 Rilometer dürfte sportlich interessante Kämpfe zeigen. Die Fliegerrennen bringen diesmal ein Handicap über fünf Runden. 20 Fabrer erscheinen zusammen am Ablauf. Hierdurch wird ebenso wie im Treptower Galopp" einem Bunttefahren über 30 Runden mit 10 Wertungen in verschiedenen Abständen dem Publikum ein abwechslungsreiches farbenprächtiges Bild geboten. Die Rennen beginnen um 32 Uhr. Bei Blutstauungen, Hämorrhoidal- Leiden gibt es nichts Besseres als eine häusliche Kur mit Hunyadi János ( Saxlehner's Bitterquelle) A.Wertheim Leipziger Str. Königstraße Rosenthaler Str. Moritzplatz Extra- Preise Montag bis Mittwoch Sommerstoffe Voile- Schotten gewebt 220 neue Muster, doppeltbreit, Mtr. Crêpe marocain 225 neue Streifen u. Karos, 100 cm Woll- Batist in großem 290 Farbensortiment. . • Meter 195 Meter • 240 Ein Posten Satin 250 Gabardine elfenbeinfarb. reine Wolle, ca. 130 cm breit, Mtr. 450 Kunstseiden- Trikot 380 viele Farben, 140 cm breit, Mtr. Bastseide handgedruckt 625 aparte Muster, 85 cm.. Meter Kleider- Krepp farbig und gestreift. indanthrenfarbig( licht- und waschecht) cinBaumw.- Musselin 75Pf. neue Dessins... Meter Woll- Musselin bedruckt... Frisé aparte Neuheit in allen Modefarb., ca. 100 cm breit, Mtr. Blusen Kasak aus gestreiftem Zephir 190 Kasak aus bedrucktem Baumwollkrepp Hemdbluse gestr. Zephir 390 Hemdbluse Zephir 575 Bandstreifen Jabot- Bluse Vollvolle, mit 750 Spitengarnierung, langeAermel Kasak Vollvolle m. Pikeeweste 1175 Kasak Kunstselden- Trikot 1450 mit Stickerel, Frauenform.. Kleiderröcke Rock aus weißem Frotté.. Rock Frotté, weiß Brit farbiger Bandschleife 475 7.50 Rock Schottenmuster 690 reine Wolle Servierkleid aus gestreift 475 Zephir Stickereien Hemdenpassen Träger 48 Pf. reiche Loch- 65Pf. Unterrockstickerei 50Pf. ca. 18 cm br. Mr. 50 Pf. ca. 20 cm br. 75 Pt. Hemdhose 775 Prinzeßrock 485 • 80 cm breit, farbig, mit kleinen Fehlern. Meter 105 Meter 120 Untertaille 385 Soweit Vorrat Eolienne( Seide mit Wolle) mit Wolle) 460 doppeltbreit. ... Meter Ottomane( Kunstseide) für 625 Mäntel, ca. 80 cm breit. Meter Crêpe marocain neueDruckmust., doppeltbr., Mtr. Prinzeßrock 950 Hemdhose 475 Schlafanzug 1675 Untertaille 360 Neuheiten in Bade- Artikeln 490 Damen- Wäsche Taghemden mit Blende 215 mit Stickerel Nachthemden 275 375 mit Stickerel 450 550 650 Hemdhosen our Einsatz 525 Bett- Wäsche mod. Formen Kissen Bettbezug 590 185 aus Wäschefuch.. Renforcé 975 250 aus einer Breite. • gestrelit Dimiti 1275 375 aus einer Breite Ueberlaken 1150 260 m. Bog., ca. 150x250 Bettlaken 750 160x825 Ia Qual, 160x225 Wäschestoffe Wäschetuch war. 65 Pf. Ware, Mtr. Hemdentuchcm, mittel- 78 Pf. Renforcé Mtr. 80 cm, bewährte Qualität, Meter 95 PL fein- 105 ad Ware, Mir. Madapolam 80cm brt., fein- 1 Makobatist Wäsche Cretonne 80 cm breit, für leichte, elegante 115 Meter 1,35 ca. 138 brf., gebleicht 155 tür Bettwäsche, Mtr. Die Uberraschung des Tages dürffen unsere heutigen Angebote sein, die- wenn's überhaupt möglich ist- noch billiger, noch vorteilhafter sind, als bisher schon. Da gibt's kein Zaudern mehr, sondern nur rasches Zugreifen! Denn es lohnt sich schon, bei uns zu kaufen! 88 C& A BRENNINKMEYER bas Kleid 50 50 Königstraße 33 Am Bahnhof Alexanderplatz Chausseestr.113 Beim Stettiner Bahnhof Der Mantel Das Kostüm 19:32 Schriftliche Bestellungen können 50 Das Kleid Der Mantel Das Kostüm in reizvoll- graziöser Kasackform, jugendl.- tesch mit festlich wirkender Seiden- u. Metallstickerei sollen auch Sie zu Tanz u.Tee tragen. Guter Popeline In kasackähnlicher Form -betont durch seitl. apart. Biesen- und Faltengarn.Ist der moderne, vornehme Tages- Mantel, den Sie suchen. Gutes Tuch R in herrengemäß- prakt. Form läßt auch Sie rassigflott erscheinen: auf d.Rei se, beim Sport. PassenGürteljacke a halbseid. Serge. Imprägn.Wollstoff nicht berücksichtigt werden! Engros- Lager Kein Laden Gegründet 1894 Export- Lager Eine Trespe Damen sparen Geld Neue Frühjahrs- Moden Extra Welten und Längen für grosse und starke Damen. 0 Kostüme 19, 22, 29. 48, 54, 66 M. Covercoat- Paletots 8%, 12,16,19,22 M. Donegal- Mäntel 8%, 10,13%, 16, 19 M. Damen- Loden- Mäntel 21, 25, 30 M. Wollrips- Mäntel 37%, 43, 48, 52 M. Tuch- Mäntel 19%, 24, 29, 36, 42 M. Lederol- Gummimäntel 23%, 27, 36 M. Herren- Loden- Mäntel 28, 30, 33 M. Plüsch- Mäntel Krimmer- Mäntel Winterkonfektion 25% herabgesetzt Affenhautmäntel Mosczytz, Landsberger Strasse 59 am Alexanderplatz eine Treppe. Sonnabend und Sonntag geschlossen. Kohlensäurereiches- Thermal. Solbad und Inhalatorium. SALZUF BAD Teutoburger Wald Kurzeit: März- November 1924: 22382 Kurgäste. Nerven Frauen: Luftwoodkrankh- Rheu Tagliche Konzerte Mineralpastillen in Apotheken uDrogerien. Quskunft durch Cipp- Badeverwaltung und alle Reise und Dekehrsbüros. dienung 15. und 16. Mas OSTPREUSSEN GELD- LOTTERIE 218 182 Lose, 6834 Gew. L Gesamtbetrage von R.-M. 2000 SODO Hauptgewinne 2000 10000 usw. usw. ( Postgebühr Lose zu 30 RM. Liste 30 P.) erhältlich bel d. Staat!. Lotterie Einnehmern und allen Lotteriegeschäften. Lud. Müller& Co. Berlin C 19, Jerusalemer Str. 18. Postscheck- Konto Berlin 19420. Die altberühmte Ectfiein's Dick rumal ohne Mast. Im nauan großen formed! Für Fife 340 GARDINEN E Ecritein Cigestion E 樂 Überall zu haben. Kredithaus , ANDERS am Bahnhof Wedding Reinickendorfer Straße 16 Auf Tellzahlung Anzüge schick und Herren- Patetets modern Damen- Garderobe Kostüme Kasaks Kleider Mäntel Knaben-, Mädchen-, Konfirmand.- Garderobes. Prima Qualitäten Solide Preise/ Größte Auswakl Niedrigste Anzahlung Riesen- MOBEL- Auswahl Polsterwaren elgenes Fabrikat Spezialität: 1- bis 2- Zimmer- Einrichtungen große Moderne Küchen Andre Korbmöbeln Auswahl in Erleichterte Zahlungsbedingungen! Kredithaus„ Anders" Größtes Haus direkt am Nottelbeckplatz Reinickendorfer Str.16 Pank- u. Gerichtsstraßen- Ecke Besichtigung ohne Kenlzwang erbeton Lieferung frei Haus Groß- Berlin Bernhard Berlin C TEPPICHE chwartz Sch Wallstr. 13 Traueripenden jeder Art fe'ert preiswert Paul Gollets, Dormals Rubert Meyer, Mariannenstr.3. Amt Morigpl 10303 Abessinier- Pumpen f Laubenkolonist. z. Selbstaufstil Filtersauger, Gartenspritzan, Pumpen, Schläuche, Brüger & Lathan Pumpeniabr. Alexanderstraße 14, 2 Min. v. B. Jana- Br. Besonders wirksam sind die KLEINEN ANZEIGEN in der Gesamtauflage des Vorwärts" und trotzdem 53 billig Braune Spangen M. 12.50 Absatz Luis Stiefelkönig FRIEDRICHSTR.131C. A.D.KARLSTR.GEGR.1895 Scheibengardinen m 45 Pt. Etaminestoffe farbig gestr. 75 Pt. Satin- Reste in vielen Farben, 90 Pt. 19 Halbstores. Madras- Garnituren . v.1.05 M. an Künstl, Garnituren... v. 4.25 M. ..v. 6.25 M. . Angestaubte Gardinen bis zur Hälfte d. Preises. Nr. 21942. Jahrgang unda 2. Beilage des Vorwärts Wirtschaftsdebatte im Reichstag. Kartellfragen. Die Not des Bergbaus. Jm weiteren Berlauf der geftrigen Reichstagssigung mies Abg. Effer( 3.) darauf hin, daß die Handwerkskammern in diesem Jahre auf ihr 25jähriges Bestehen zurückbliden fönnen. Ihre Tätig. feit habe sich im allgemeinen durchaus bewährt. Auch die fünftige Organisation des Handwerks müsse sich eng an die staatlichen Ein richtungen anlehnen und fich frei von jeder politischen Tendenz halten. Für Handwert und Kleingewerbe fei Rredithilfe notwendig, die Hauptsache sei aber die Selbsthilfe Sonntag, 10. Mai 1925 Die Wirtschaftspolitik der Reichsregierung. Abg. Stöhr( Böll.) wünscht die Einbeziehung der Hand Bolfsgemeinschaft innerhalb des Handwerks zu schaffen. werfsgefellen in die Handwerkskammern, um so eine Art Bon ben von einigen Rebnern geforderten Maßnahmen zur, uns bei allen unseren Beschlüssen davon leiten laffen, daß alien bas Hebung des Handwerks versprechen wir uns teinen durchschlagenden gleiche Recht zugestanden werden muß, ihrem Ermerbe nach Erfolg. Es liegt in der Tendenz der fapitalistischen Entwicklung, zugehen.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) daß durch die Stonturrenz der Großbetriebe die Selbständigkeit des Handwerks bedroht ist und dadurch manche Gewerbe pernichtet werden. Ich will nur an die Handweberei erinnern, der in ihrem schon Jahrzehnte dauernden Ronkurrenzfampf gegen den medhanischen Webstuhl bisher teine Maßnahme helfen konnte. Die AusAbg. Bartsche( Dem.): Das Handwerk fann nur gedeihen, wenn dehmung des Motorenbetriebs und die Anwendung der elektrischen es Qualitätsarbeit liefert. Der Minister sollte endlich sich Kraft gibt aber die Möglichkeit, die handwerklichen Betriebe auf über die von anderen Stellen ausgehenden Widerstände hinwegfeßen eine höhere Stufe ihrer Leistungsfähigteit zu bringen. Besonders und das Handwerksorganisationsgefeß fchleunigst die Anwendung des Runft gemerbes gibt dem Handwert ein herausbringen. Neuerdings wird das Kleingewerbe sehr dadurch weiteres Betätigungsfeld. Wir müssen aber auch einen Appell an geschädigt, daß englische Matrosen in den Hafenftädten einen schwung die Selbsthilfe richten, wir dürfen den Handwerfern nicht haften Hausierhandel mit englischen Stoffen treiben. Der Redner sagen, daß fie die Hände in den Schoß legen und die Wirkung der mendet sich weiter gegen die Konkurrenz, die dem gewerblichen hier geforderten Maßnahmen abwarten sollen. Auch durch ihre Mittelstand durch die Genossenschaften des Landwirtschaftliche Organisierung fönnen die Handwerfsbetriebe ihre bundes gemacht wird. Intereffen wirksam vertreten. Es gibt feine andere Wirtschaftsgruppe, für bte so weitgehende Bestimmungen der Gewerbeordnung bestehen. Ich bedaure, daß nicht der Rugen daraus gezogen wird, mie es notwendig wäre. Ein anderes Gebiet ist die Ausdehnung der genossenschaftlichen Organisationen. Bon einer Ueberspannung des Genossenschaftswesens, wie der deutschnationale Redner meinte, fann hier feine Rede sein, die Genoffenschaftsorgani fation des Handwerts ist im Gegenteil noch viel zu schwach. Hier allein ist die Möglichkeit gegeben, um die Ronkurrenzfähigkeit des Handwerks zu erhalten, besonders menn fie die Roh materialien burch größeren Eintauf zu annähernd denselben Bedingungen wie die Großbetriebe erhalten. Reichsregierung und Wirtschaftspolitik. Reichswirtschaftsminister Dr. Neuhaus weist dann auf die bevor. stehenden handels- und zollpolitischen Debatten im Reichstage hin Bei der Bolltarifnovelle, die jest in endgültiger Faffung vorliegt, handelt es sich um eine Uebergangslösung, um ein Handelsvertragsinstrument. Die Entscheidung über unsere dauernde zollpolitische Einstellung fann erst bei Borlage des end gültigen Zolltarifs fallen. Man darf hoffen, daß mit Hilfe der Dor liegenden Novelle die Handelsvertragsverhandlungen zu einem bal. digen vorläufigen Ergebnis führen werden. Schon in den nächsten Tagen wird bei den deutsch- französischen Berhand. lungen in die Einzelberatung über die fünftige Eifen und Tegtilregelung eingetreten werden. Bei den deutsch- italie nischen Verhandlungen ist mit einem Abschluß für Mai zu rechnen. der endgültige Handelsvertrag zustande kommen. Für unsere deutsche Nach Annahme der Zolltarifnovelle dürfte dann bis zum Sommer Wirtschaft werde die in Aussicht stehende Rüctehr zur englischen Schuzzollpolitit in einzelnen Industriezweigen besonders drückend empfunden werden. Die Raltulationsmethoden der Nachkriegszeit sind noch nicht völlig überwunden. Dadurch find wir in vielen Industriegruppen wiederum vom Weltmartt gelöft. In steigendem Maße findet auf dem Weltmarkte heute wieder ein verschärfter Konturrenzfampf statt, der besonders durch den Wettbewerb von Ländern mit sinkender Baluta verstärkt wird. Der Minister bespricht dann die Notwendigkeit einer wirksamen Beein flussung des allgemeinen Breisniveaus. Die Annahme ist irrig, daß mit der Aufhebung als abbauwürdig erfannter Teile der notwirtschaftlichen Gesetzgebung ein notwendiger und wirksamer Verbraucherschuh preisgegeben würde. Soweit Uebereinstimmung mit den Ländern erzielt if follen die entsprechenden Verordnungen bald erlassen werden. Das Reichswirtschaftsministerium wird sich, wo es immer tann, für eine Senfung der Kosten einsetzen, die die Generaluntoften unferer. Wirtschaft belasten. Es wird in diesem Sinne bei der Gestaltung der Frachttarife und beim Umbau der Steuergelebgebung mitwirken. Der Minister bestätigt, daß die Haldenbestände an der Ruhr auf 8 bis 10 Millionen Zonnen zu schägen feien Der Grund dafür läge in der fatastrophalen Abfazlage. Bon größter Bedeutung werde eine für bie Rohle in Aussicht genommene enderung ber Eisenbahntarife sein, die schon in den nächsten Tagen in Kraft freten folle. Für das Waldenburger Revier, wo die Lage noch bebrohlicher fet als im Ruhrgebiet, seien besondere Hilfsmaßnahmen vorgesehen. Der Minister stellte meiter feft, daß Maßnahmen zur Einführung eines neuen erfahrens für Gewinnung von Det be reits in die Wege geleitet seien. Bezüglich der Vorschläge für die Elettrizitätswirtschaft werde er alsbald mit den Bänder. regierungen in Verbindung treten. Nach Durchführung dieser Kreditatiion werde die Frage einer besseren Ausgestaltung des ganzen mittelständischen Kreditwesens geprüft werden. Der Referenten entwurf einer Reichshandmertsordnung sei den 2an dern bereits zur Stellungnahme zugestellt worden. Der Entwurf eines Berufsausbildungsgefeßes sei ebenfalls fertiggestellt. Der Entwurf über den endgültigen Reichswirtschaftsrat werde schon in naher Zeit zur Distuffion stehen. Der neue Reichs wirtschaftsrat werde auch in feiner Zusammensehung dem Beoürfnis nach fachkundiger Arbeit froh ffarter Herablehung der Mitgliederzahl in weitgehendem Maße entsprechen. Abg. Koenen( Rontm.) verlangt im Intersse des Mittelstandes bfe Beseitigung fämtlicher Verbrauchssteuern, besonders der UmsatzSteuer und der Gewerbesteuer. Abg. Loibl( Banŋer. Bp.) verlangt Srebithilfe für den gewerb lichen Mittelstand und die Einrichtung eines befonberen Staatssetretariats für das Handwert. Abg. Pehold( Wirtsch. Bgg.) verlangt ein Einschreiten gegen Auswüchse des Straßenhandels und gegen den Warenhandel von Beamten in öffentlichen Betrieben. Abg. v. Raumer( D. Bp.) verlangt größere Beschleunigung bei Der Einbringung der 3alltarifnovelle. Reichswirtschaftsminister Dr. Neuhaus stimmt bem Borrebner barin zu, daß die schleunige Berabschiedung der Zolltarifnovelle notwendig sei. Abg. Robert Schmidt- Berfin( Soz.): Gegegenüber unserem Antrag auf Errichtung eines Rar. tellamis hat der Reichsmirtschaftsminister hier ausgeführt, er glaube mit der bestehenden Kartellverordnung austommen zu fönnen, und er wies barauf hin, daß dieje doch auch die Zustimmung der sozialdemokratischen Minister gefunden habe. Das ist richtig, aber ebenso richtig ist, daß den Anregungen, die noch dazu gegeben worden sind, von meiner Seite entsprochen wurde. Aber eine solche Verordnung muß doch erst ihre praktische Birffamfeit erweisen, es muß fich im Laufe der Zeit zeigen, ob sich die Erwartungen, die an fie gefnüpft wurden, erfüllt haben. Heute ist der Zeitpunkt gegeben, wo wir fagen fönnen, fie paßt fich nicht mehr den wirtschaftlichen Verhältnissen an, insbesondere fomelt die Ausschreitungen des Rartellwesens in Betracht fommen. Ich gebe zu, daß die Kartellverordnung wesentliche Macht befugnisse für die Regierung enthält, die, wenn fie rüdsichtslos angewandt werden, den Preistreibereien und ähnlichen Auswirkun gen des Kartellmefens begegnen können. Aber von diesen Befugnissen hat die Regierung bisher so guf wie feinen Gebrauch gemacht. Ich weise besonders auf den§ 4 hin, der zwei solche Befugnisse ent hält. Erstens fann die Regierung im Einvernehmen mit dem Kartellgericht Beschlüsse der Kartelle für ungültig erflären und ihre Ausführung untersagen. Hier besteht schon die Möglichkeit, mit vorbeugend wirksamen Maßnahmen einzuschreiten. Bon dieser Be fugnis ist fein Gebrauch gemacht worden. Auch von der in 3iffer 3 gegebenen Befugnis, wonach alle Bereinbarungen einzureichen sind, hat die Regierung feinen Gebrauch gemacht. Deshalb verlangen wir das Kartellamt, das, losgelöft vom Minifterium, feine Rüdficht auf die Kreise zu nehmen braucht. die mit ihren ftarten Machtmitteln rüdfichtslos ihre Sonder intereffen wahrnehmen. Gut geleitete Genossenschaften tönnen mehr leisten als alle Hilfsmaßnahmen. Dasselbe trifft auch auf gut geleitete Rreditgenossenschaften zu. Auch die Gründung der Werthausorganisationen ist vor allen Dingen das Gebiet der Selbsthilfe und der Selbstorganiein Mittel zur Hebung des Handwerks. Das Handwert muß also fation mehr pflegen. Abg. Mollath( Wirtsch. Bgg.) verlangt eine wesentliche Er höhung des zur Kredithilfe für den gewerblichen Mittelstand bereit gestellten Fonds. Abg. Frau Wurm( Soz.) rerlangt die Beibehaltung der Preisprüfungsstelle, folange die vom Reichswirtschaftsminister angekündigte Reicho prüfungsstelle noch nicht eingesetzt ist. Wenn heute die Aufhebung der Preistreibereiverordnung verlangt wird, so muß man doch daran erinnern, daß sie nur den unreellen Handel treffen soll. Wenn fie aufgehoben wird, so besteht feine Handhabe mehr, um die redlichen Kreise zu schützen. Bei der Beratung des Etats für Band mirtschaft und Ernährung im Haushaltsausschuß ist darüber ge flagt worden, daß der Kredit sich auf dem Wege vom Kreditgeber bis zum fleinen Landwirt und Gewerbetreibenden jo außerordentlich verteuert. Warum soll jetzt die Preistreibereiverord nung aufgehoben werden, die doch auch Mittel bietet, um den 3ins wucher zu befämpfen. Es ist doch die Absicht des Gesetzes, die wucherische Ausbeutung der fleinen Landwirte und Gewerbetreibenden bei der Kreditgewährung zu verhindern. Wenn Unschuldige von ihr getroffen werden, so ist nicht die Berordnung daran schuld, sondern die mangelhafte Organisation. Die ehrlichen Raufleute haben feinen Nachteil von ihr zu befürchten. Die Zeiten, in denen wie in der Inflation Brot, Vieh, Fleisch, Kartoffeln und andere Nahrungsmittel zurückbehalten wurden, find zwar übermunden und ich hoffe, daß sie nicht mehr wiederkehren. Aber ge rade deshalb muß die Verordnung bestehen bleiben, um zu ner fichwerben vor. Und gerade Sie( gegen rechts), die Bertreter des hindern, daß aus. der Not der Zeit heraus die Verbraucher wuche risch ausgebeutet werden. Bon dem Kleinen liegen feine Be Mittelstandes fein wollen, dürften sich nicht gegen die Aufhebung der Preistreibereiverordnung wenden. Es ist zu befürchten, wenn die unreellen Elemente feine Strafe mehr zu gewärtigen haben, daß die Preise von neuem emporschnellen und eine ungeheuerliche Ausbeutung der Verbraucher einsetzt. Wir sind da her gegen die Aufhebung der Verordnung und hoffen, daß auch die jenigen Parteien mit uns stimmen werden, die sonst die Intereffen der Landwirtschaft und des Mittelstandes zu schützen vorgeben.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Husemann( Soz.): Der Abg. Effer hat mit Nachdrud Mehlzölle verlangt. Menn erst Mehlzölle tommen, bann tommen auch Getreide 3ölle. Ob aber die Arbeiter davon erbaut sein würden, möchte ich sehr bezweifeln. Wir haben jetzt schon so hohe Preise für Gefreide, daß feine Notwendigkeit für einen Hochschutzzoll besteht. Heute zunächst diese wenigen Ausführungen dazu, es wird sich an anderer Stelle noch Gelegenheit bieten, ausführlicher darüber zu sprechen. Die Berhältnisse im hausierhandel sind hier durchaus einseitig dargestellt worden. Es handelt sich dabei um schwache Erwerbsgruppen, und sie haben ein Recht darauf, daß wir für fie eintreten. Wir finden bei ihnen zum Teil Elendseriftenzen, deren Entstehen eng zusammenhängt mit dem ganzen Wirtschaftsleben. Die mangelnde Beschäftigung unserer Wirtschaft und die fort Mit dem wachsenden Wohlstand unserer Wirtschaft werben sie von schreitende Ersehung der schwarzen Kohle durch die Wafferkräfte bat felbft mieber verschwinden. Wenn andere Wirtschaftsgruppen bas zur Arbeitslosigkeit im Bergbau geführt. Diese Schwierigkeiten find Recht auf Eristenz haben, dann haben sie es ebenso, mit Bolizei aber auch in anderen Ländern vorhanden. Wir haben zwar ein maßnahmen dürfen wir nicht gegen fie vorgehen. Rohlenwirtschaftsgefeß, das feit 1919 in Kraft ist und bd Es befinden sich unter ihnen Berzweifelnde, die weiter abmärts befagt, daß die Kohlenwirtschaft einen gemeinmirtichaft finten und im Gefängnis enden müssen, wenn man ihnen die lehte lidhen Charatter haben foll; aber die privatwirtschaftlichen möglichkeit nimmt, um sich eine Eristens zu gründen. Auch die Einflüsse im Kohlenbergbau sind noch viel zu start. Wir sind aus große Gruppe ber. Meß und Marttreifenden unterliegt schon heute einer Rohlennot in einen Kohlenüberfluß hineingekommen. Se tett besteht, härtere Maßnahmen gegen sie zu ergreifen. Bir merbenfteigen von Tag zu Tag. Troß des Kohlenüberflusses an der Ruhi fo harten Bestimmungen der Gewerbeordnung, daß teine Notwendig Abfahschwierigkeiten werden immer größer und die Haldenüberschüle Rach priridentenwahl. Stimmenrerhältnis in den prelom Wahlkreisen be den Tablen am 7 Dezember 19, 29 Plars 825 and 26. April 1925 reußen Berlin Pelidan I Potsdam I 3 Frankfurt ado S Pommera Breslau Liegata 6 8 Oppeln 9 今 11 12 Magdeburg. Merseburg Thüringen Schlesing Holstria. Cies- Sinnenverhallinis Weser Ems. Osthannorer Braunschrag Westfalen Nord Sudhanngre 13 16 15 16 17 Wabikreas 1-35. 10 Weilen Sick Hessen Nassaus Kota Radin Cottene Ther 20 mom 21 Reichsblock Toltsblock 4% % B bus Dusseldorf- Ost Düsseldorf Wast Oberbayern Schweden Miederbayern 22 23 24 15 Kommunisten Franko 26 Fal 29 Dresden Bauben Leong 28 29 Benails- Tricks Virtemberg 30 31 Baden 32 as 24% Reichsblock: Deutsonalonate. Pasparta, Deutsche Polopark, Tolsche Parleren, Bayr Volkspark und Baugrund Wirtschaftsd Aufmerlungspark, landound. Deutsch Manne Parle Yolksblock: SPD, Zentrum, Dematrate 125 Hessen Darmstadt Hamburg Mecklenburg 33 36 35 Die auf Andere Parteren enfallenden immen sind out berucksichtigt Sie betragen: Ron Desember 1926-20% der gesanden gültigen Stummen un Rech An 29 März 1925.1%. An April 1925% mirdz. Bin ben rheinischen Brannfohlenbergwerten mit Hochbruc gearbeitet. Wenn in dieser Weise weitergeschafft wird, so find viel leicht in 25 bis 30 Jahren die Rohlenvorräte erschöpft. Dieser Raubbau müßte von Reichs wegen inhibiert werden. Die Absatzschwierigkeiten haben auch Schwierigteiten bei ber Syndikatsbildung gebracht. Die Verhandlungen des Ruhrsynditats haben sich monatelang hingezogen. Ein Passus in dem Vertrag diefes Syndikats sieht Entschädigungen für Werte, deren Betriebe eingeschränkt werden, vor. Für die Arbeiter und Ange stellten dieser selben Beteiebe ist jedoch eine Entschädigung nicht vorgesehen. Es ist die Absicht vorhanden, die Belegschaft im Ruhrgebiet auf die Borkriegshöhe, die 380 000 bis 390 000 Mann start mar, abzubauen. Das bedeutet, daß 70 000 bis 80 000 Arbeiter und Angestellte in nächster Zeit nach und nach gekündigt werden. Selbst wenn vielleicht nur 35 000 bis 40 000 davon betroffen werden, so ist das ungeheuerlich und sollte in Zeiten der Gemeinwirtschaft nicht mehr möglich sein. Ein Abbau oder eine Stillegung im Bergbau ist nicht gleichbedeutend mit einer Stillegung in der Industrie. Ein Bergwerf tann nur mit großen Unfoften wieder in Betrieb genommen werden. Aber auch die Gemeinden, Städte und Kreise, in denen die Berg. merte liegen, mürden durch Stillegungen außerordentlich schwer geschädigt werden. Hier müßte von Reichs- und Staats wegen eingegriffen werden, um dafür zu sorgen, daß nicht von den privattapitalistischen Gesichtspunkten aus Betriebe ſtillgelegt und Arbeiter entlassen merden. Wenn durch sechs Schichten zu viel Kohlen gefördert werden, so sollte man doch die englische Arbeitsmoche von fünf Schichten einführen. Wir haben den Antrag gestellt, daß, wenn Betriebe stillgelegt und Arbeiter entlassen werden, aus der Kohlenwirtschaft heraus die Unterstüßungsfrage und die Umfiedlungs- und Berufswechselfrage geregelt werden muß. In letzter Zeit sind sehr viele Bechen stillgelegt worden, die noch in den Monaten Januar- April v. J. einen großen Ueberschuß hatten, der sich nach der Aussperrung, an der nicht die Bergarbeiter, sondern das mangelnde Berständnis der Unternehmer schuld war, in ein Defizit verwandelte. Auf dieser Zeche wird jetzt trotz der Stillegung und Entlassung der Belegschaft an der Vervollständigung des Betriebes gearbeitet. Bir sehen, daß neben Feierschichten noch viele Ueberschichten gefahren werden. Es muß also dafür gesorgt werden, daß die möglichst gleichmäßige Beschäftigung aller Arbeiter durchgeführt wird, um sie über die für fie so schwierige Zeit hin megzuhelfen. Mein Kollege Robert Schmidt hat schon darauf hingewiesen, daß michtige Umstellungen im Bergbau nötig find. Er hat die Ergebnisse bei der Verflüssigung der Kohle und anderen Neuerungen erwähnt. Der Minister hat mitgeteilt, daß entsprechende Maßnahmen getroffen werden sollen. Ich hoffe, daß das im befchleunigten Tempo geschieht. Nicht nur im Neuroder Gebiet müssen solche Versuche gemacht werden, auch im südlichen Teil der Ruhr, mo die Magerfohlenzechen nicht versaden dürfen, sondern unserer Wirtschaft zugänglich gemacht werden müssen. Bei der Berechnung der Selbstfosten haben die Arbeiter schon wiederholt zum Ausdrud gebracht, daß sie an der Nachprüfung beteiligt werden wollen. Im englischen Bergbau sind damit nach den Berichten auf den internationalen Kongressen günstige Erfahrungen gemacht worden. Die englischen Bergarbeiter gewinnen dadurch einen tieferen Einblic in die Kohlenwirtschaft als das in Deutschland möglich ist. Es Finanzausgleich und Wohnungsnot! Im Entwurf eines Gesezes über Kenderungen des Finanz-| werbetreibenden und Inflationsopfern angehören, durch erhöhte ausgleichs zwischen Reich, Ländern und Gemeinden fordert der Mieten die Mittel aufbringen. Finanzminister: 1. Jm§ 26 der dritten Steuernotverordnung werben als Abs. 3 folgende Vorschriften eingestellt: die Länder fönnen bestimmen, daß der für die Neubautätigkeit zu verwen dende Teil der( Hauszins-) Steuer gesondert festzu. stellen und zu erheben ist. An Stelle des Teils der Steuer, der für die Neubautätigkeit zu verwenden ist, können die Länder auch eine andere, von der Steuer nach diesem unabhängige Steuer erheben. " 2. Entgegen der Bestimmung in jener Berordnung, monach die Länder gehalten sind, die Mieten allmählich gemäß der all gemeinen Wirtschaftslage den Friedensmieten anzunähern, soll eine neue Fassung die Befugnis der Länder Klarstellen, eine fortschreitende, angemessene Steigerung der Mieten bis zur vollen Friedensmiete und darüber durchzu. führen und sich dadurch genügend Spielraum für die Ausnugung der Hauszinssteuer zu schaffen. 3. Der Entwurf beseitigt die Befristung der Borschriften über die Hauszinssteuer. In der Begründung hierzu wird ausgeführt:„ dies ist erforderlich, um die für den Finanz ausgleich notwendigen Mittel aus dem Auftommen der Hauszinssteuer zur Dedung des dringenden Bedarfs der Länder zunächst grundsäßlich zu gewährleisten," Sollte der Reichstag diesen ungeheuerlichen Vorschlägen zu stimmen, so wäre für ihre Dauer eine planmäßige und einheitliche Linderung der Wohnungsnot allgemein verhindert und das erschütternde Wohnungselend auf dem Lande und in den weitläufig bevölkerten Länderteilen verewigt. Reich und Wohnungsnot. Das Wohnungselend ist eine Folge des Krieges; die Folgen zu lindern und nach Kräften baldigst zu beseitigen, ist menschliche und soziale Pflicht des Reiches, zu deren Erfüllung das ge. famte Volt in allen feinen Teilen solidarisch hajtbar gemacht werden muß. Diese selbstverständliche Aufgabe tann nicht ben 2ändern, d. h. deren jeweiligen Regierungen und Parlamenten überlassen werden und ihrem jeweiligen sozialen Berständnis oder ihren wirtschaftlichen und finanziellen Erwägungen. Hierzu ist allein das Reich die einzige und allein geeignete Stelle, das zur planmäßigen Linderung der Wohnungsnot ein Wohnungsprogramm aufstellt und Länder und Gemeinden verpflichtet, in bestimm. ter Frist eine dem Bedarf entsprechende Mindestzahl von Kleinwohnungen zu erbauen.( Siehe Antrag Müller u. ( Siehe Antrag Müller u. Gen. Nr. 706 der Reichstagsdrucsachen vom 18. März d. J.) . Nach den Bestimmungen der dritten Steuernotverordnung ist die Reichsinitiative beseitigt, die Neuwohnungsbautätig feit ist den Ländern übermiesen. Da die Hauszinssteuer nur von einem Teil der Wohnungsinhaber erhoben wird und die Landwirtschaft frei ausgeht, ist in ländlichen Gemeinden und kleinen Städten mit landwirtschaftlichem Charakter wurde davon gesprochen, daß die schlechte Lage in Niederschlesien das Aufkommen gleich Null und Mittel zum Wohnungsbau stehen und in Sachsen besonders von dem Mangel an Aufträgen herrühre. Ich glaube aber, daß mir etwas tiefer blicken müssen. Es ist die mangelhafte Kauftraft, unter der wir zu leiden haben. Wenn es uns nicht gelingt, die Kauftraft der Arbeiter zu haben, so muß unsere gesamte Wirtschaft darunter leiden. Auf die Ausfuhr dürfen wir uns nicht verlaffen. Es ist schon im Ruhr. gebiet feine Seltenheit, daß beschäftigte Arbeiter die Gemeinden. in Anspruch nehmen müffen, weil sie wegen der Feierschichten zu wenig verdienen; so liegen die Verhältnisse besonders traß im nieder schlesischen Revier. Der Minister hat versprochen, daß Erleichte rungen, besonders bei den Tarifen und durch die Beschäftigung für den Bedarf der Eisenbahn, eintreten sollen. Wie schlecht die Lage dort ist, geht daraus hervor, daß die nieder schlesischen Bergarbeiter vor dem Kriege 66 bis 68 Proz. des Lohnes der Ruhrbergleute verdient haben, jezt aber nur noch 56 Proz. Erschütternd wirken die Angaben des Magistrats von Waldenburg über die Inanspruchnahme der Wohlfahrtspflege und der Wohltätigkeit der Bevölte rung und über deren Gesundheitszustand. Wir müssen helfen, daß cine Aenderung dieser furchtbaren Verhältnisse, die ähnlich auch in Sachsen find, geschaffen wird. Wir hoffen, daß unsere Anträge das Ohr der anderen Parteien finden und daß auch der Minister dafür sorgt, daß energisch durchgegriffen wird. Wir wollen das Gemeinwohl heben; wir müssen dafür sorgen, daß auch die Arbeiter des Bergbaues der gesamten Wirtschaft erhalten bleiben. ( Rebhafter Berfall bei den Sozialdemokraten.) daher nicht zur Verfügung. In diesen Bezirken, 3. R in Bayern, Brandenburg usw. ist das Wohnungselend tatastrophal gestiegen. Die Begründung sagt zwar: Auf Grund der in Fayern gemachten Erfahrungen erscheint die Einfügung einer Vorschrift medmäßig, dur bie bie Länder ausdrüdlich ermagtigt werden, den für Wohnungsbau bestimmten Teil der Hauszinssteuer gesondert feft. zustellen und zu erheben." Das ist weiße Salbe! Nach dem sozialdemokratischen Antrag muß gefordert werden: 1. Erhebung einer Steuer von allen Gebäuden und Gebäudeteilen( unter Wegfall der heutigen Hauszinssteuer), deren Aufkommen nur zum Wohnungsbau verwendet werden darf. 2. Reichsbestimmungen und Reichstontrolle und Verpflichtung der Länder und Gemeinden, dem Bedarf entsprechend Wohnungen zu erbauen 3. Zuwendung der Mittel durch die Länder auch gleich. mäßig an die Bedarfsgemeinden, die aus eigenem nicht oder nicht genügend bauen fönnen. Die Gefahren, die für die Mieter und die Wirtschaft entstehen, wenn nach der Vorlage die Hauszinssteuer verewigt, die Miete über den Friedensstand hinaus erhöht und der Ertrag zur Deckung des dringenden Bedarfs der Länder bereitgestellt wird, brauchen in gilt es nur die Tendenz aufzuzeigen. Um ¼7 Uhr wird die Weiterberatung auf Montag 1 hr diesem Zusammenhange nicht besonders besprochen zu werden. Hier rertagt. Legen Sie Wert auf gute und reelle Bedienung so kaufen Sie Mef Stoffe führend in der Mode, Qualitätswaren zu äußerst niedrigen Preisen Anzugstoffe in Kammgarn u. Chev., la Qual. Mk.8.20, 7.80, 10.80, 15.80, 19.80 Damenstoffe: Gabardine, Ripse, Mouliné, 180 em breit, Mk. 5.90, 8.40. 10.60 Tuchhaus MEFreitag Molkenmarkt 14 Ecke Molkenstraße Bitte auf den richtigen Eingang Nr. 14 zu achten. Der voltsfeindliche Geift in den Regierungen des Reichs und der Länder hat wieder über die jozialen, fiftlichen und bevölkerungspolitischen Notwendigkeiten gefiegt. Die Anschuldigen Opfer des Krieges, die im Wohnungselend schmachten, werden so ihrem Schicksal überlassen und einer falten und hartberzigen Finanzpolitik geopfert. Da die zahlungsfähigen Krelse und ihre Regierungen sich scheuen, die notwendigen Mittel für den Finanzausgleich aufzubringen, sollen die oh. nungsinhaber, die fast ausschließlich den Kreisen der Lohn und Gehaltsempfänger, den Rentnern, den Invaliden, den Ge Der' ozialdemokratischen Fraktion wird es ht erster Linie vor halten sein, gegen diese Ungeheuerliche Denen aber, die am 7. Dezember feiten anzufämpfen. 1924 die Voraussetzungen für eine solche politische und soziale Doftsfeindliche Atmosphäre schaffen halfen, dürfte doch jetzt ein 3meifel an der Richtigkeit ihrer damaligen Handlung aufsteigen, H. Silberschmidt Die Schutzzollforderungen der Autoindustrie. Die Nationale Automobilgesellschaft in Oberschöneweide, die über 3000 Angestellte und Arbeiter beschäftigt, verteilt auf die 7,14 mil lionen Mark Attien, die sie begeben hat, 12 Broz Dividende Die acht Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten zu ihrem Attionär gewinn 79 839 Mt., also rund je 10 000 m., hinzu. Die Grundstücke und Gebäude sind um einige Millionen Mart unterbewertet. Die gesamten Maschinen und Werkzeuge in fünf Bollgeschossen des großen Fabrifgebäudes, der großen Maschinenhalle, der Reparaturund der Fahrabteilung find mit 1 Mart bewertet", ebenso. die Modelle und das gesamte übrige Inventar. Auch die Zugänge aus 1924 find demnach voll, d. h. über Betrieb abgeschrieben. Die stillen Reserven tommen ihrer Höhe nach dem Aktienkapital nahe. Der Bruttogewinn beträgt rund 5 Millionen Mart. Nach dem Geschäftsbericht fonnte die Gesellschaft im Laufe des einen Jahres die Preise ihrer Automobile um 25 Broz. herabjezen. Ob wohl die Gesellschaft nach ihrer Gewinn und Berlustrechnung tatsächlich erhebliche Steuern gezahlt hat, 1,9 Millionen Mart, macht sie noch einen Reingewinn von 1,16 millionen Mart, aus dem 12 Proz. Dividende auf die Attionäre tommen. Die Bilanz ist sehr günstig zu nennen. Bielleicht daß es sich bei der Rationalen Automobilgesellschaft um eine besonders fortgeschrittene Autofirma handelt, die night typisch ist für die deutsche Autoindustrie. Bielleicht, daß die früh zeitige Einstellung auf Serienfabritation und bie Produktionsgemeinschaft mit der Hansa Lloyd 2.-G. und den Bren nabormerten( Gemeinschaft Deutscher Automobil. fabriken) der NAG.- Firma eine besonders bevorzugte Stellung verschafft hat, auch im deutschen Automobilexport, der sonst minimal ist. Jedenfalls ist es mertmürdig, daß gerade der Aufsichtsratsvor fizende dieser florierenden Firma, Dr. Baul Mamroth, in der Generalversammlung vom 9. Mai sich zum Anwalt des Schutz3olls für die Autoindustrie aufwerfen mußte. Man weiß nicht, ob er den Schutzoll gefordert hat, um den Autoexport zu fteigern, oder um den starken Inlandsbedarf unter Ausschluß der Auslandstonkurrenz zu decken und weiter zu entwideln. Er macht feine Schutzollforderung aber verdächtig und die Zubilligung bes guten Glaubens wird erschwert durch die Ablehnung ameritanischer Produktionsmethoden für die deutsche Autoindustrie. Für die amerikanische Produktionsmethoden ist doch am stärksten charakteristisch die Billigkeit der Produktion und die Wohlfeilheit der Produkte. Gerade das macht die amerikanische Autoprobuftion so gefährlich für den deutschen Automartt. Es besteht also die Gefahr, daß durch die Hochhaltung der Inlandspreise und aus der Berteuerung der inländischen Berkehrsmittel der Schußzzoll zu einer Ausfuhrprämie gemacht werden und sowohl die Versorgung, als die Entmidlung des inländischen Bedarfs vernachlässigt merden foll. Das aber märe das Gegenteil deffen, was für die deutsche Autoindustrie geboten tft. Deutschland ist ein hoch fapitalistischer Verkehrs- und Industriestaat, in dem Zeit nicht nur für die Industrie, sondern auch für die arbeitenden Massen Geld ist. In der Produktions- und Bertehrsintensität wird Deutschland nur von den Vereinigten Staaten übertroffen. Nun entfällt in den Bereinigten Staaten schon auf fechs Einwohner, in Deutschland aber erst auf 316 Einwohner ein Automobil Die einzige amerikanische Autofirma Ford produziert in 10 Tagen ebensoviel Wagen mie alle 90 Fir men der deutschen Autoindustrie zusammen in einem ganzen Jahre! Keine Ziffer vermöchte deutlicher zu beweisen, wie außer ordentlich die Vermehrung, Verbilligung und Beschleunigung der Berkehrsgelegenheiten die Betriebs- und Menschenökonomie in der Volkswirtschaft steigern fönnte. Damit würde dem Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft ein wirklich entscheidender Dienst geleistet, der sich für die Konkurrenzfähigkeit der Industrie auf die Dauer piel günstiger ausmirten muß, als der einseitige Schuh einzelner Industrien, der die Verbilligung der Produktionskosten nicht nur in der geschüßten, sondern in der Indus Als neues, vollständig unschädliches Mittel gegen chlaflosigkeit u. nervöse Aufregungszustände hat sich der pat. gesch.reinpflanzliche Som omnervin- Tee hervorragend bewährt Nehmen Sie nichts anderes. à 2 Mk. in den Apotheken. In Berlin sicher: Eletanten- Apotheke, Leipziger Straße 74, Germania- Apotheke, Lothringer Str. 50. Wäsche noch billiger! Überlaken Linen mit Leinen- Klöppel garniert. Kissenbezug 7.90 mit Langetten- 1.95 Verzierung Bettbezüge Starkfäd. Wäschesteff Oberbett ... 4.90 Kissen 80X80 Guter Linon zum Knöpfen Oberbett. Kissen 80X80 Feinfädiger 3.95 Ueberlaken Len 8.90 Suter Wischesteff5.25 Ueberlaken. Ta 14. 130X200 Oberbett . 1.55 Kissen 80x80... 1.95 Hohlsaum verziert non mit Hand stickerei u. Hand- 17.50 1.75 hohlssum Halbleinen m.Hand17.75 Klaren, passend... 5.50 Bettamast Ober: 10.50 Line, mit Stickerel 8.50 hoblesum 1.65 Kissen ..2.90 versiert. Kisson, presend.. 3.50 Kisses, passend. 7.50 Handtücher Reinlein. Bettlaken mit roter Kante 150x220. ..6.45 Bettlaken Gerstenkernhandtuch 48 PL Gerstenkerhandtuch 90 PL Halbleinen. Drellhandtuch, weiß 68 PL- 1.50 Starkfädiger Wäsche 2.20 Dowlas, 150x220.5.50 leinen mit Hohlsaum Küchenhandtuch 95 PL. Wischtuch, rot ka39 PL Naht Guter Linon, ohne 3.75 Halbleinen, feinfäd., 5.75 rein Leinen. riert 48, Nur sowelt Vorrat, Mengenabgabe vorbehalten 150 X 220.. Damenwäsche Taghemd agt.Hemdentuch m.Stick od Langettenbes 89 Pt. Nachthemd mit HohlsaumVerzier u Stickerei- Motiv 1.95 Hemdhose mit StickereiAnsatz. amerik Windelform 1.75 PrinzeBrock mit Stickerei. Einsats reich garniert 2.75 Jumper Untertaiile feinem Makobatist mit ge sticktem Motiv u. Hohlsaum 1.25 Untertaille mit Stickerei 45 Pf Waschestoffe| Fertige Bettinlette Hemdentuch starkfa dig 80 cm 0.59 gran- rot and rot Renforcé feinf. 80 cm 0.79 Oberbett.... 8.50 Linon feinfäd. 80 cm 088 Unterbett.... 7.75 Linon 130 cm breit. 1.65 Bettdamast 80 em brt 1.60 Kissen..... 2.50 Bettdamast 130 cm brt. 2.45 Lakendowlas 150 cm br. 1.95 Betffedern- Lustig Gustav Größtes Spezialhaus Deutschlands für Bettfedern, Betten u. Schlafzimmerbedarf Aufpassen! Man irrt sich- Lustig nur undvierzig Nordstern J. F. Brunswig, Seifenfabrik, Malchin. Schnitzelseifenpulver mit geschnitzelter Kernseife Das Vollkommenste für die Wäsche General Vertreter füPGross- Berlin Gottlob Meissner, Berlin 0112 Amt Alexander 2480 Fernruf: Mordsiem LA.Brussig MakTURM- ECKE Prinzensebastian LUSTIG LUSTIG bedwebsH ftrie fiberhaupt verzögern muß. Das Automobil als Boltsfahrzeug ist tatsächlich feine Phrase, die nur aus Reflameabsichten von Amerita nach Deutschland importiert wäre. Diese Forderung deckt sich auch mit weitgreifenden voltswirtschaftlichen Notwendigkeiten. Die von Herrn Dr. Paul Mamroth so nachbrücklich unterstrichene Die von Herrn Dr. Paul Mamroth so nachdrücklich unterstrichene Schutzzollforderung für die deutsche Autoindustrie wird also nach mie por äußerst fritisch geprüft werden müssen. R- 1. Der deutsche Arbeitsmarkt im März und April. Ueber die Lage des deutschen Arbeitsmarttes und die Rückschlüffe, die fich aus der Sozialstatistik auf die Beschäfti gung der Industrie im März und Anfang April ergaben, gibt das Reichsarbeitsblatt folgenden Ueberblid: Die überwiegend günstige Entmidlung auf dem Arbeitsmarft hielt den März hindurch an. Führend waren nach wie vor Landwirtschaft, Baugewerbe, Berkehrsgewerbe, Lohnarbeit, im ganzen also die Außenarbeiten. Abschwächungen machten sich in geringem Umfange im Nahrungs- und Genuß= mittelgemerbe, im Beftleidungsgemerbe, in me. tallverarbeitung und Maschinenindustrie sowie im Spinn stoffgemerbe geltend; doch erreichten sie nirgends den Charakter ausgesprochener Berschlechterung. Krantentaffenstatistit. Der Mitgliederbestand der reichsgesetzlichen Krantentassen stieg im Laufe des März weiter, so daß auf eine entsprechende Besserung des Beschäftigungsgrades geschlossen werden darf. Die 5544 Rassen, die berichtet haben. zählten om 1. März 12 805 046, am 1. April dagegen 12 965 312 versicherungspflichtige Mitglieder; das bedeutet eine Besserung um 160 266 oder 1,3 v. 5.( im Bormonat 1,1 v. 5.). Arbeitsnachweis statistit. Ein weiteres ftartes An machsen des Stellenangebots fennzeichnete die Entwic lung bei den Arbeitsnachweisen während des Berichtsmonats. Im ganzen stiegen die Stellenangebote von 533 477 im Februar auf 624 669 im März, d. h. um+ 17,1 v. 5.( im Bormonat+12,4 v. 5.). Die Zahl der Arbeitsgesuche ging in der gleichen Zeit von 1 463 192 auf 1 445 441, d. h. um 1,2 v. 5.( im Bormonat 1,9 v. 5.) zurück. Vermittlungen murden gezählt im Februar 430 047, im März 495 660, d. h. 65 613 oder 15,3 v. 5. mehr( im Vormonat +9,2 v. 5.). Die Gesamtandrangsziffer stellte sich auf 231 im März gegen 274 im Vormonat. 34,3 p. 5. aller Arbeits gesuche, 79,4 D. 5. aller Stellenangebote führten zu einer Bermittlung( im Vormonat 29,4 bzm. 80,6 v. 5.). Arbeitslosenstatistit. Die Arbeitslosigkeit unter den Mitgliedern der Arbeiterfachverbände hat wetter ab genommen. Bei 40 berichtenden Verbänden tamen im März auf 3 638 957 Mitglieder 211 987 Arbeitsloje, d. h. 5,8 aufs Hundert( gegen 7,3 v. H. im Februar). Kurzarbeitsstatistit. In der Zahl der Arbeitszeitverfürzungen ist gegenüber dem Bormonat eine erhebliche Alenderung nicht eingetreten. Nach den Meldungen der 35 Berbände arbeiteten von 3,13 Millionen Mitgliedern 158 681 oder 5,1 v. 5. verfürzt ( gegenüber 5,3 n. 5. im Vormonat). Die geringe hierin sich ausdrückende Verbesserung wird dadurch abgeschwächt, daß das Maß des Ausfalls an Arbeitsstunden in einer nicht unerheblichen Zahl von Fällen sich etwas erhöht hat. W | nach Schwachstrommonteuren, wie ja die Elettroindustrie im Die Studiengefellschaft für Währungs- und Finanzreform E. B. allgemeinen überaus gut beschäftigt ist. Einen sich bessern Berlin N 7, Dorotheenstraße 31, peranstaltet am Dienstag, den den Beschäftigungsgrad weist auch die allgemeine Maschinen 12. Mai 1925, abends 8 1hr, in der Aula der Handels- Hochschule, industrie auf. Schlechter hat sich der Arbeitsmartt im Loto Berlin, Spandauerstraße 1, eine Tagung, auf der Herr Staatssekretär motivbau gestaltet. Die Ursachen find darin zu suchen, daß die 3. D. Professor Dr. I Hirsch, Berlin, über das Thema Das Reichsbahn mit Neubestellungen und auch mit Reparaturen zurüddeutsche Kreditproblem sprechen wird. hält. Außerdem hat der Eingang von Auslandsaufträgen ganz be deutend nachgelaffen. Die Arbeitslosigkeit seit Anfang 1924. Das Reichsarbeitsblatt gibt in übersichtlichen Darstellungen die Cntmidlung der wichtigsten Erscheinungen nach Monaten wieder. Danach gab es bei den Arbeitsnahmeisen eingetragene Arbeitsuchende: 1924 J. F M. A M J J A S Q. N 0 19 25 F M usend 2977 2729 2338 1993 1364 1261 1360 1418 14.92 1426 1336 1307 1491 1463 1445 3000 2800 2600 2480 2200 2000 1800 1600 1400 1200 1000 Unterstützte Bollerwerbslose ( vom April an mit Einschluß des besetzten Gebietes): 1924 F M A M 0 J A S N D. J. 925 M A in Lausted 14401168 695 572 402 426 526 588 513 436 437 536 587 525 315 39 1500 1300 1100 900 700 500 300 300 Arbeitslosenziffer bei den berichtenden Arbeiterverbänden: Auf 100 fataver bandsmitghed 2 F M. A. M. atfallen Arbeitslose 26.5 25.1 16.6 108,6 2.9 27 3523525 21 19 17 15 23 21 1924 1925 I J A. S व N. 0.3. F. M. 30,5 12,5 12,4 10,5 8, 7.3 81 8.1 7.3 5.6 Die Zahlen zeigen zwar im Bergleich mit den beispiellosen Zu ständen am Ende der Inflationszeit eine starte Besserung bis auf etwa ein Drittel der Januarziffern, jedoch im Vergleich mit normalen Jahren noch immer einen außergewöhnlichen Notstand, der fich erst mit dem Eintritt der Frühjahrsbeschäftigung zu mildern beginnt. War doch im Durchschnitt 1907/1913 die Arbeitslosenziffer der Berbände Januar 2,9, Februar 2,6, März 2,1, also nur etwas mehr als ein Drittel der Zahlen von 1925. Stastistit der unterstügten Erwerbslofen. Die Inanspruchnahme der öffentlichen Erwerbslosenfürsorge hat weiter nachgelassen. Unterstützt wurden am 15. März 514 576, am 1. April 465 761, d. h. 48 815 oder 9,5 v. 5. weniger, am 15. April noch 394 292, also gegenüber dem 1. April eine weitere Berringerung um 71 469 oder 15,3 v. 5. Diese Zahlen bedeuten lediglich die aus öffentlichen Mitteln der Erwerbslosenfürsorge Unterstützten; sie enthalten nicht die mitunterstützten Familienangehörigen Erwerbsloser und dürfen auch keineswegs mit der Gesamtzahl aller Arbeitsstattung über den Stand der Saaten lautet diesmal außerordentlich Ipfen gleichgestellt werden. end Die Berliner Metallindustrie am Anfang Mai Bon den ungefähr 300 000 Metallarbeitern in Groß- Berfin waren bei den Arbeitsnachweisen in der Metallindustrie rund 5800 Arbeitslose gemeldet. Gesucht werden vor allen Dingen faft in allen 3meigen der Metallindustrie Facharbeiter, besonders Bert zeugmacher, Dreher, Motorenschlosser usw. Große Nachfrage herrscht Herren und Damen Stoffe H.& J. Friedlaender Spandauer Straße 23, Rathausstraße 1 Erprobte Qualitäten à 5, 6, 8, 11, 12, 14, 16 Mk. pro Meter Beste deutsche, echt englische Fabrikate. Berlins größte Schaufenster der Branche! Glänzender Saatenstand in Preußen. Die amtliche Berichter. hoffnungsvoll Die Begutachtungsziffern der amtlichen Berichter statter haben sich gegen April mindestens gehalten, in vielen Fällen gebessert. Das Ergebnis ist für die Hauptfruchtarten ein Saatenstand von 2,5, bei Weizen sogar von 2,4. Damit ist der aller dings auch verhältnismäßig fehr schlechte Stand des Vorjahres in allen Fällen bei weitem übertroffen. Bei den Winterfrüchten handelt sehr günstige Saatenstand des Jahres 1913, deffen es fich um Verbesserungen von 0,8 bis 1,0 Buntten. Aber auch der Ernte in jeder Hinsicht eine Re fordernte gewesen ist, bleibt hinter dem diesjährigen Saatenstand in den meisten Fällen zurüd und zwar bei allen Getreidearten und der Luzerne um 0,2 Punkte, bei Raps und Rübsen sogar um 0,4 Puntte. Nach diesem verheißungsvollen Beginn der Wachstumsperiode darf man, menn feine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten, für dieses Jahr mit einer recht ergiebigen Ernte rechnen. Gebr. Krüger u. Co., A.-G. Berlin. Bierapparate und Armaturenfabrit Gebr. Krüger u. Co. Köpenid und Reinickendorf, die seit 1923 ihre 1100 Arbeiter und Angestellte auch durch Motortlein. fahrzeugbau beschäftigt, ist mit dem Geschäftsjahr 1924 sehr zufrieden. Die Aufträge waren start und blieben auch 1925 start, der Maschinenpart murde erheblich vergrößert; auch die Tochtergesell schaften in Hannover, Köln, Lantwig und Bittenau haben gut ab geschnitten. Der Reingeminn auf das sehr niedrig bemessene Aftientapital von 1,84 Millionen Mart beträgt 163 000 Mt., nachdem das Warenlager in Dorsichtigster Beise" bewertet worden ist. Pfingsttreffen von Sozialbeamtinnen. Eine Veranstaltung der Arbeiterwohlfahrt". Der Hauptausschuß für Arbeiterwohlfahrt fann in den tommen den Pfingsttagen een lange gehegten Plan zur Ausführung bringen. Die Notwendigkeit, eine engere Gemeinschaft zwischen den fozialistischen Berufsarbeiterinnen untereinander and mit dem Hauptausschuß und seinen Unterorganisationen herbei. zuführen, zeigt sich immer mehr. Er ladet deshalb alle auf sozialistischem Boden stehenden Für. forgerinnen zu dieser Tagung ein, die vom Sonnabend, den 30. Mtai, bis Dienstag, den 2. Juni d. I., in Pipitsheide bei Detmold( Kinderheim Arminiusbad des Landkreises Hörde) statt findet An jedem der vier Tage soll vormittags ein Bortrag stattfinden, an den sich eine Besprechung des Themas sowie von Berufsfragen schließt. Der Nachmittag wird zu Ausflügen und geselligen Beran staltungen in der sehr schönen Gegend benutzt werden. Als Vortragsthemen sind vorgesehen: 1. Tag: Sozialismus( sozialistische Ethit) und Wohlfahrtspflege." 2. Tag: Wesen und Wirken der Arbeiterwohlfahrt. 3. Tag: Die Kulturaufgaben in der Fürsorge. 4. Tag: Borbeugende Fürsorge und moderne Erziehungsgrundsätze." Der Hauptausschuß erhofft von diesem ersten Betsammensein sozialistischer Fürsorgerinnen eine auf ideellen Grundlagen beruhende Gemeinschaft. Die Rosten für die Teilnahme fallen mur bie tatsächlichen Un foften deden. Es ist vorgesehen, einen Tagesfag von 150 bis 2 M zu erheben. Meldungen werden bis zum 15. Mai d. I an den Hauptausschuß für Arbeiterwohlfahrt, Berlin SM. 68, Lindenstr. 3, erbeten. Warnung vor einer Ersatzkasse". Zu der unter dieser Ueberschrift im Bormärts vom 3. Mai erschienenen Notiz, die der Deutschen Krantentassen- Rorrespondenz" entnommen war, sendet uns die Leitung der Kranten und Sterbe taffe für das Deutsche Reich eine Zuschrift, in der es u. a. heißt: Zur Begründung der Barnung wird angeführt, die Sazung unserer Kasse sehe eine neunmonatige Wartezeit für Leistungen auf Wochenhilfe, Früh- und Fehlgeburten vor; auch erhebe die Staffe nach einer neuen Sagungsbestimmung einen Ertrabeitrag. Die hierausgezogenen Schlußfolgerungen jedoch find falsch und irre führend. Die Notiz verschweigt nämlich, daß es sich bei den ein Angehörige folcher Versicherten handelt, die nie die Möglichkeit schränkenden Bestimmungen betr. Wochenhilfe usm. lediglich um aus einer Pflichtfrantentasse überhaupt irgendwelche Leistungen zu erhalten, weil sie der Versicherungspflicht nicht unter liegen und ihnen ein freiwilliger Beitritt versagt blieb. Dem Ver faffer der Warnungsnotiz muß bekannt sein, daß solchen Ersatzfaffenmitgliedern, welche im Falle ihrer Zugehörigkeit zur Pflicht frantentasse Ansprüche erwähnter Art haben, mindestens gleiche Leistungen gefeßlich und sagungsmäßig zustehen! Die Erhebung eines Ertrabeitrages ist in ihrer Auswirkung nichts anderes, als wenn eine Pflichtkrantentaffe die Beiträge etwa von 6 auf 6% Brozent erhöht, nur daß letterenfalls eine meist langfristige Be laftung ihrer Mitglieder eintritt, während ein Extrabeitrag( wie folcher ja auch bei anderen Erfagtassen in zwei bis vierfacher Höhe in Frage tommt) nur eine vorübergehende Belastung für plöglich eintretende Bedarfsfälle bedeutet. Das hohe Maß an falschen Boraussetzungen und Schlußfolge rungen zeigt, wie unbegründet bie Barnung an Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist." Pfarrer Heumanns Heilmittel stets auch vorrätig im Alleindepot: Zions- Apotheke Homöopath- Zentral- Officin Berlin N. 31, Anklamer Straße 39/40, an der Ecke Brunnenstr., 5 Min v. Rosen hal. Tor Tel- Amt Humboldt 1022. Adler- Apotheke ( Paul und W.Sadée), Berlin- Friedenau, Rheinstr. 16. Tel: Rheingau 2029, Friedrich WilhelmApotheke. Apotheker Georg Seelenbinder, Charlottenburg 2. Leibnizstraße 106. lelephon 121 Schweizer- Apotheke. Apotheker Max Riedel, Berlin W8, Friedrichstr.173. Heege's Apotheke. Berlin O, Gubener Str. 33, Ecke Wa schauer Str 2 Min. entf.v.Stadt-, Hochbahnstat. Warschauer Bricke Das große Pfarrer Heumann- Buch 520 Seften, 200 Abbildungen) erhält jeder Leser, der seine Adresse einschickt, von der Firma Ludwig Heumann& Co., Nürnberg M. 45 gratis und.franko zugesandt. Postkarte genügt. Auswahl Billigkeit sind unsere Damen- Spangenschuhe braun und schwarz echt Bozcalf, prima Qualität 9.90 Herren Halbschuhe schwarz und braun echt Boxcalf, mit farbigem Nubukeinsatz Damen- Spangenschuhe prima Boxcalf, 1 und 2 Spangen, in verschiedenen eleganten Ausführungen தி 12.50 Damen- Spangenschuhe la farbig Chevreaux mit geflochtenem Blatt, allerletzte Neuheit Damen- Spangenschuhe prima braun und schwarz echt Chevreaux, auch Lackleder, hochelegant. 18.50,16.50, 12.50 Damen- Spangenschuhe prima weiss Leinen, 1 und auch 2 Spangen, elegante, neue Formen Stärke Damen- Spangenschuhe prima schwarz u braun echt Boxcalf, in besonders beliebten u.mod. Formen 14.50, 12 50 Damen- Spangenschuhe la feinfarbig Chevreaux mit verschiedenen. aparten Besatzen, allerneueste Modelle. Damen- Spangenschuhe Ia Cherreaux. feinfarbig Nubuk, prima Lack, edelstes Material Herren 24.50 Halbschuhe braun und schwarz echt Boxcalf, mit farbigen Einsätzen, allerbeste feinste RahmenQualität, arbeit 16.50 Geregelte, sachgemässe Fusspflege erreicht man am besten durch Dr. Scholl's Fusspflege- System Gewissenhafte Fuss- Untersuchung und sach. gemässe, kostenlose ärztliche Beratung. Fussprüfungnach Fußabdruck. Röntgendurchleuch tung, separ. Beratungsräume. Kein Kaufzwang મીનીમીનીની Hervor ragendste Qualitäten 50 24 59 Stiller's Fuss Therapeutikum ist einzig in seiner Art, Fussbäder mit fillessendem Wasser, warm u. kalt, Fussmassage u. Pedicure. Abgeschlossene Kabinen, fachm. Bedienung Dr. Lahmann's Gesundheits- Stiefel. Alleinverkauf. Sorar- Stiefel für abnorme, starke Füsse mit empfindlichen Ballen, Massersatz Entzückende Formen 5.90 Stiller Wirkwaren Schlupthosen r Farben Damen, Kunstreide, viele 2.95 Hemdhosen feines Gewebe, mit Ueberschlag u. schmaler Achsel 2.65 Unterkleider fr Farben Damen, Kunstseide. viele 4.75 Damenstrümpfe gute Qualität, schwarz oder farbig, Doppelsohle, 0.95 Hochferse. Damenstrümpte gute Mako- Qual, schwarz od. farbig, breit. Doppel- 1.45 rand, Doppels, Hochterse Damenstrümpfe prima Seidenflor, breiter farbiger Innenrand, mit Doppelsohle u. Hochterse Herrensocken gut verstärkt 1.95 graumeliert oder farbig, 0.48 Herrenschweißsocken gute, wollhaltige Qualität 0.95 Mittelge. Form Taga! picof- Kopt Marocain- Rand Rand u. Seite mit Blumen garniert 1175 Große Glocke Tagalpicot- opt Marocain- Rand mit seitlicher Blumengantar 1175 10-08080-0080 SOODED DE Extra- Angebote Waschstoffe Krepp- Panama weiß, ca. 80 cm breit. Mtr. 0.88 Musseline- Imitat gr. Musterauswahl. Mr. 0.95 Crêpe- Marocain neue Fantasiemuster Mtr 0.95 Crêpe- Marocain kariert. Mtr. 1.25 Voll- Voile großes Farbensortiment. Meter 1.35 Seidenbatist viele Friesé 60 cm neue Farben, ca.120 cm br., Mtr. 1.65 einfarbig, Trikot Kunstsoide Pastellfarben Meter 2.45 mod.Farb, ca.100cmbr.Mtr. 2.75 Damenwäsche Damenhemd mit Languetten Damenhemd 0.98 mit Stickereigammierung. 1.25 Kniebeinkleid geschlossene Form, mit 1.45 Hohlsaumgarnierung Kniebeinkleid mit breiter Stickerei, geschlossene Form.. Hemdhosen 1.95 Windelform m.Hohlsaum 2.65 Untertaille aus Makobatist, mit Spitzengarnierung, Jumperform 1.45 Hemdentuch kräftige Qualität Meter Straßenkleid aus Waschkrepp mit ajour Streifen, entzückende Form, viele Farben 7.50 Ret Schottenkleid Fesches Kleid aus gutem baumwollenen aus Wollmusseline, reiMarocain, mod. Muster, jugendliche Form 975 sende Muster, Bubikragen mit Ficha leinenart. Qualität, 1450 | 0.58| Louisianatuch Kissenbriefe Meter 0.85 leinenart. Qualität, Renforce feinfädige Ware. Meter 0.68 Louisianatuch beberet: 1.45 Hemdentuch starkadige Qualität Deckbetibr., Meter 0.75| Züchen gute Qualität Meter 0.95 • Weißwaren Bubikragen steife Form, für Kleider oder 0.75 Blusen • Bubikragen SUS Opal, mit Valenciennesspitzen garniert, Kasakausschnitt. Moderne Westen mit Kragen, lange 0.95 für Kleider oder Blasen 0.95 Moderne Westen mit Kragen, lange Form, reiche Spitzengarnierung 1.45 für Kasak oder Blusen. Mod. Opal- Westen -mit Kragen, tiefer Aus- 1.95 Kasakod.Kleider Handtücher Küchenhandtuch Gerstenkorn, gesäumt u. gebändert, ca. 46 x 100 cm 0.65 Stubenhandtuch Halbleinen, gesäumt und gebändert, ca. 48 × 100 cm 0.95 Stubenhandtuch vollweiß, gesäumt und ge: 0.98 bändert, ca. 48x100 cm. Kaffeedecke leinenartiges Gewebe.. 1.95 Kaffeedecke Javastoff, gestreift, ca. 120x120 cm.... Mittendecke 2.45 leinenartiges Gewebe, 1.25 hübsche Muster..... Meter 0.78 Schürzenstoff ca. 116 embr. Meter 1.25 Zephir einfarbig oder gestreift Schlafdecke mit bunter Kante. 1.45 JANDORF Badewäsche Frottierhandtuch bunt gestreift weiß, guter Kräuselstoff. 0.95 1.60 Frottierhandtuch Badelaken Kinder, 3.25 aus Kräuselstoff. für für ErBadelaken wachsene, aus gutem Kräuselstoff: 6.90 Bademantelen Herren für # 13.75 oderDamen, Kräuselstoff Herrenartikel Oberhemd durchgehend Zephir mit Kragen Nachthemd aus gutem Hemdentuch 4.90 mit farb. Besatz u. Tasche 4.35 Strohhüte Matelotform, Pedalgeflecht 1.95 Strohhüte Matelotform, Rustikgeflecht 2.95 Haar- Hüte mod. Farben u. Formen 7.90 lagalpicothut reicher Blumen- 1275 fesche Form, mit garnierung ex Jugendl. Form Tagalpicot- Kopt Marocain- Rand, mit Blumen- und Bandgarnitur 1175 Belle Alliance- Str. Gr.Frankfurter Str. Brunnenstr. Kottbusser Damm Wilmersdorfer Str... Protest- Kundgebung gegen die unmöglichen Aufwertungs- Gefeßesvorlagen, Entschädigungs- und Fürsorge- Regelung. Sport- Palast 12. Mai, abends 8 Uhr. Einlaß 6 Uhr. Gläubiger, Rentner, Sparer, Arbeits- und Kriegsopfer, Geschäbigte! Bahrt Euer Recht! Jeder muß kommen! Reichsregierung, Reichstag, Reichsrat, Reichswirtschaftsrat, Landtag usw. find eingeladen. Snpoth. Gläub. u. Sparers hugverbb. f. d. Deutsche Reich; Sparerbund( helmstraße); Deutscher Rentnerbund; Reichshund f Aufmerig.; Berband b Intereff. f. Animerta b. Stelchs- pp. Anleihen; Treuhandstelle f. öffentl Anleihen; Reichsverbb. D. Kriegsbeschäb. u. Rriegerhinterbliebenen; Berband b. Kriegsbeschäbigten. Ariegerhinterbliebenen; Reichstriegerbund Ayffhäuser; Deutscher Rentnerbund, Landesvb. Groß- Berlin: Verband ber b. b. Abgeltungs verordnung Geschädigten: Intereffenbertretung b. Deutsch Ameritaner: Bund erblind. Arieger; Reichsschußverbb b Gläubiger v. Sypo helen pp. angelegtem Sparkapital; Snpoth. Gläubig- u. Sparer- Schutzverbb. f d.Deutsche Reich; Sparetreichsverband( Rubensstraße) u a. mehr. Eintritt frei! Eintritt frei! Eintritt frei! 3m Blute liegen fall alle Krankheiten und schlechte Säfte im Blut find die Grundurfache vieler Leiben, der Stoff mechfelerkrankungen und deren bösen Folgen, daher reinigt Cuer Blut alljährlich mit Reichel's Wacholderertrakt, der ärztlich verordneten Marke Medico", dem wirksamsten und natürlichsten Blutreinigungsmittel. Gn Drogb. und Apotheken erhältlich, aber verbürgi echt nur in Original Füllungen der Firma Olio Reichel, Berlin 60.83 Wacholder- Medico. Wie schen bloß Ihre Hände aus? Nehmen Sie don kokona! Eine milde, aber wirkungsvol e Paste an Stelle von Seife, Sand, Blxzblank, Bimsteinpulver usw. rum Reinigen und en m Hausges gesch Dir schwarzelland t. Werkstatt u ort, sowie zur autpflege. Eine Probedose umsonst gegen uken tehenden Gutschein erhältl, wo Kokona- Plakat aushängt Die Pfunddose kostet 50 Pf. u.wird geg. eoPi ein Postpaket= 6 Dos. geg Mk. 3 postfr. u. Nachn- Geb. bersandt. Originalkisten # 10 Dosen fracht- u. verpackungstr, deutsche Vollbahnstat Wiederverkäuf, Rabatt Große Geschenke u. Riesenreklame belasten diesen billig Gebrauchsartikel nicht. Helenenwerk G. m. b. H., Berlin MagdeburgerStr.6 Kuriürst 6366 BESSER ALS JEDE SEIFE REINIGER KOKONA Gutschein für Probedose Besuche in der Alkoholgegnerwoche( 10.- 16. Mai) die Veranstaltung. d. Arbeiter- Abstinenten- Bundes! Montag, den 11. Mal, abends 6,30 und 8,30 Uhr, FIlm vorführung Ein Volksfeind Alkohol, Verbrechen und Geschlechtsleben In der Aula Pank- Edie Wiesenstraße Unkosten- Beitrag 10 Pfennig Dienstag, den 12. Mai, abends 7,30 Uhr. spricht Klara Bohm- Schucl über Sozialistische Kultur und Alkohol in Neukölln, Aula Kaiser Friedrich- Straße 208-209. Dienstag, den 12. Mai, abends 8 Uhr, spricht Rektor Fritz Schmidt über Sozialistische Kulturaufgaben in Reinickendorf- West, Aula der Sa- Schule, Auguste- Viktoria- Allee 37. Freitag, den 15. Mal, abends 7.30 Uhr, spricht Reinhard PaulFurstenwalde uber Kulturaufgaben der Arbeiterschaft im Jugendheim: Charlottenburg, Rosinenstraße 4. 12. Vom 11.- 17. Mal in Neukölln. Schule Rütlistraße Ausstellung von Modellen, Bildern und Plakaten Geöffnet: Wochentags von 6-9 Uhr abends Sonntags von 10-6 Uhr abends Täglich Führungen Deutscher Metallarbeiter- Verband Dienstag, den 12. Mai, abends 7 Uhr, bei Boweleit, Joftyfte. Z: Vollversammlung ber Autoreparaturschloffer GroßBerlins. Tagesordnung: Stellungnahme aur Ründigung unseres Lohnablommens. Wir ersuchen die Rollegen recht zahlreich zu erscheinen. Wahltörperversammlungen Für unsere Generalversammlung am 25, Mai finden die Wahlförperversammlungen in ber 8eit nom 12. bis 19. Mai statt. Nur die mit ihrem Mitgliedsbuch ver fehenen Stollegen erhalten Zutritt, biefe Kontrolle ist gewissenhaft auszuüben. Die Anträge zu den Wahlförper perfammlungen fönnen ab Montag, den 11. Mai, mährend der ordentlichen Geschäfts seit im Zimmer 5, non 4 bis 7 Uhr nach mittags im Bimmer 4 unseres Verbands hauses abgeholt werden. [ 80/18 Eintritt frel Bad Liebenwerda Kreis- Eisenmoorbad ( Prov. Sachsen) Fernsprecher Nr. 151 Keine Kurtaxe/ Ganzjährige Kurzeit. Anerkannt, hellkräftiges Moor. Grosse Hellerfolge Auskunft erteilt: Die Badedirektion Richard Arnold. 000000 Zähne Don 2 Mart an vorzüglich. Der für die Betriebe bes BBMJ. unterm 18. April flir perbindlich erklärte Schiebsspruch, soweit er bie Regelung ber Gebih- Reparaturen in 3 Stunden. Löhne für die Klaffen IV unb V Dorfieht, Stiftzähne Kronen von 3 Mart an. ift im Drud erichtenen unb tann in Zabuziehen mit Betäubung. unferem Berbanbsbureau, Simmer 20, Schonendes Plombleren von 2 Mr. an läuflich erworben werden. Günftige Zahlungsbedingung. Garantie. Sprechzeit 9-7 Uhr, Sonntag 9-12 Uhr 17 Ritterstraße 17 Die Ortsverwaltung. M. Müller, nabe Brinzenfirake. Marken- Zigaretten kaufen Sie am billigsten Berlin, Kaiser- Wilhelm- Straße 32, 1 Treppe Neue Preisliste gretis Gänsefedern gerissene u ungerissene liefert konkurrenzlos billig Willy Manteuffel, Neutrebbin ( Oderbr. Gänsemastanstalt Fabukpr AbessinierPumpen, Böhren, Filtes, Ersatztella Preisliste gratis Koblank& Co., Pumpenfabrik Berlin N 65 Reinicken dorfer Str. 9. Radio- Geräte Ernst Hess Nachf., Klinganthal Sa. Nr. 129. Gegr. 1872 erfttlaff.Fabritate, en. Alle Musikinstrumente, Barmoniams. Bahlungserleichterg Sprechapparate!-Fabrikation! liefert Domte, Berlin Gr. Jub.- Katalog gratis 39, Schließfach 214. Keell. Schallplatten pr. St. 2.30. Haben Sie schon EOS EXTRA Das neueste Wunder! Mit EOS- EXTRA- Politur Braucht man an Zeit Sekunden nur Und jeder schmutzige farbige Schuh Wird strahlend neu und blank im Nu! Ueberall zu haben! Gebr. Kroner, Eos- Werke, Berlin 017 Nr. 21942. Jahrgang 3. Beilage des Vorwärts Die Heimarbeit in der Papierindustrie. und unhygienischen Verhältnissen die hierfür bestimmten Tüten und Kartonnagen oftmals hergestellt werden, dann wird man diese im allgemeinen volfsgesundheitlichen Interesse liegende Forderung als durchaus berechtigt anerkennen müssen. In der Papierverarbeitungsindustrie war die Heimstättenarbeit| Heimarbeit verboten wird. Wenn man weiß, unter welch unfauberen noch vor 20 bis 30 Jahren in allen Branchen ziemlich stark verbreitet. Durch die maschinelle Entwicklung und tarifliche Regelung ist fie inzwischen ganz erheblich zurückgegangen. Gibt es doch bei fpielsweise Tüten und Beutelmaschinen, die das 20- bis 50 fache herstellen, was eine geübte Heimarbeiterin zu leisten vermag. Daß bei einer solchen maschinellen lleberlegenheit selbst die allerbilligste Bauarbeiterschuh und städtische Banten. Heimarbeiterin auf die Dauer sich nicht halten fann, ist natürlich. Insgesamt kommen heute in etwa 50 Arten nur noch der Stadt Berlin. Vor einigen Tagen fonnte man am SüdGeradezu skandalöse Zustände herrschen auf den Neubauten rund 5000 Heimarbeiter in Frage, von denen etwa je 2000 ufer auf dem Neubau des Umformers der Städt. Elef in der Tüten- und Beutelindustrie, ferner in der Kartonnagentrizitätswerte folgendes feststellen: Die dort beschäftigten branche beschäftigt werden. In Berlin find ferner außer Eisentonstruktionsarbeiter müssen ihre äußerst gefahr300 Heimarbeiterinnen in der Kartonnagen. Dolle Arbeit ohne Schuhvorrichtung verrichten. Unter ihnen branche auch ebenso viele in der Luxuspapierindustrie tätig. Da die Lohn- und Arbeitsverhältnisse faft für die gesamte Bapierindustrie mit ihren 120 000 Berufsangehörigen durch Reichs- und Bezirkstarife geregelt find, gelten diefelben somit auch für alle Heimarbeiter; d. h. die letzteren müssen mindestens ebenso wie die Werkstättenarbeiter entlohnt werden. Der größte Anreiz zur Beschäftigung von Heimarbeitern ist damit den gewiffenlosen Schmuhtonkurrenten der Unternehmer genommen. Es ist natürlich, daß durch diese tarifliche Regelung auch das Lohnniveau der Heimarbeiterinnen seit der ersten Heimarbeitsausstellung 1906 fidy ganz erheblich gehoben hat. In der jezigen Ausstellung tommt daher weniger das Elendsbild zum Ausdruck, als vielmehr die Erfolge der gewertschaftlichen Tätigkeit, die mit der zähen Tarif. politik erreicht wurde. Mit diesem einen Ergebnis fann der Berband der Buchbinder und Papierverarbeiter Deutschlands, als der berufendste Vertreter der Arbeiterinteressen, durchaus zufrieden sein. Es ist daher ein großer Irrtum, menn Unternehmervertreter be. haupten, daß mit der Ausstellung ein unnatürliches Elendsbild geboten werden sollte. " Nicht uninteressant und sicher nicht rein zufällig ist aber die Tatsache, daß hauptsächlich der christliche Gemertverein der heimarbeiterinnen" in die Ausstellung der Papier industrie erst solche Elendsbilder hineinbrachte, wie fie von den Unternehmern beanstandet werden. Elendsbilder, die felbst gute Kenner der Berufsverhältnisse in der allerdings am rüd ständigsten und tiefsten stehenden Luruspapierbranche taum für möglich gehalten hätten. Der Menschheit ganzer Jammer guckt ein an, wenn man sieht, daß beispielsweise Heimarbeiterinnen im besten Lebensalter in Liebertwolfmig, 3midau usw. 2%, 3% oder 4 Pf. pro Stunde verdienen und in Berlin ein 80 jähriges Mütterchen mit ihrer 60 jährigen Tochter noch durch Heimarbeit fich ernähren muß, die es auf einen Stundenverdienst von 9 Pf. bringen. Wie schlecht beraten aber selbst die Heimar beiterinnen find, die sich dem Gemerfverein angeschlossen haben, beweist die eine Tatsache, daß dieser Verein bei ausgestellten Heim arbeiten aus der Kartonnagenindustrie angegeben hat, die Lohn verhältnisse feien nicht tariflich geregelt. Er weiß also nicht, daß der Reichstarif für die Kartonnagenindustrie be. reits seit Jahren für allgemeinverbindlich er. tlärt ist und somit auch die Heimarbeiterinnen ein flagbares Recht auf die tariflichen Löhne haben. Wenn das die Leitung einer Organisation nicht einmal weiß, die angeblich die Berufsinteressen der Heimarbeiterinnen in erster Linie vertreten will, dann braucht man über die Unwissenheit der Arbeiterinnen felbft wirklich fein Wort mehr zu verlieren. Die Lehren, die sich mit aller Deutlichkeit aus der Ausstellung für uns ergeben, find bie, baß nur bort, wo sie Arbeiter, fchaft sich gar nicht um die Organisation Hungerlohne von 2% bis 4 Pf. noch heute möglich find: aber wenn sie sich dem christlichen Gemertverein der Heimarbeiterinnen anschließen, werden ihre vitalsten Interessen in feiner Weise gefördert; und endlich zeigt sich, daß selbst dort, wo Tarife bestehen, diese nur von wirklichen Bert sind, wenn eine gut disziplinierte und organi. fierte Arbeiterschaft dahinter steht. Bon der Gesetzgebung und den ausführenden Organen verlangen wir aber, daß mit der Durchführung des Heim arbeiter Lohngefezes endlich ernst gemacht wird, damit den Heimarbeitern ein Mindestlohn garantiert wird. Endlich verlangen mir von der Gesetzgebung, daß die Herstellung von Tüten und Beuteln fomie Kartonnagen, welche zum Berpaden von Nahrungs- und Genußmitteln bestimmt sind, in Herren- u. Damen- Stoffe Größte Auswahl! Bekannt billige Preise Ripse, Gabardine in allen Farben, 130 br. 8.50, 7.50 5.95 Burberry, Covercoat, 140 br., f. Mäntel u. Kost. 10.50, 7.95 5.25 Mouliné- Ottomane in allen Farben. 12.50 9.50 Mäntel- und Kleider- Seiden äußerst billig! . Gelegenheitskäufe in modern. Herren- Anzügen und Paletot- Stoffen Paul Karle Geschäft: Frankfurter Allee 49 1. Geschäft: Warschauer Straße 79 arbeiten die Bauarbeiter, die infolgedessen in ständiger Gefahr schme ben, von oben herabfallenden Gegenständen verletzt zu werden, da fie durch feine Schutzvorrichtung gesichert sind. Der ganze Bau sie durch keine Schuhvorrichtung gesichert sind. Der ganze Bau gleicht einem Bogelbauer, der vom Dachfirst bis ins Erdgeschoß als Luftraum dasteht. Auf diesem Bau sowohl, wie auf denen in der Kopenhagener Straße und auch am Kottbusser Ufer, Ede Grünauer Straße, wird in geradezu sträflich leichtfertiger Weise mit Menschenleben gespielt. Es ist unverständlich, wie solche lüderlichen Zustände auf städtischen Neubauten vorhanden sein fönnen. Weiß denn die Bauleitung nichts von den Unfallverhütungsvorschriften? solcher Zustände war es just nur möglich, daß am Mittwoch, den 6. Mai, auf dem Neubau des Elektrizitätswerks in der Kopenhagener Straße zwei Arbeiter, die unten beschäftigt waren, durch einen fünf 3entner schweren herabfallenden Eisenträger schwer verletzt wurden. Es klingt dann wie ein Hohn auf die Arbeiterschaft, wenn es heißt: Lebensgefahr für die beiden besteht nicht. Infolge Ebenso versteht es sich am Rande, daß die Ba upolizei, Bauund Gewerberat, die eine Stunde nach dem Unglück auf der Baustelle eintraf, eine Verschulden der Bauleitung nicht feststellen fonnte(!). Diese Mißstände wurden auf den fraglichen Bauten ichon Ende April festgestellt, fie mußten der Bauleitung befannt sein. Es ist geradezu ein Wunder, wenn unter diesen fahrlässigen Verhältnissen bisher nicht mehr Unglücksfälle erfolgt sind. Die städtischen Bauten müssen u. E. in bezug auf Bauarbeiterschutz muster gültig sein, stellen aber das Gegenteil dar. An die Baukontrolleure der Stadt Berlin ergeht das dringende Ersuchen, sich die städtischen Bauten etwas näher anzusehen. Aber auch die dort beschäftigten Bauarbeiter wie die anderen Arbeiter haben die Pflicht, dafür zu sorgen, daß Menschenleben nicht in frivolster Weise aufs Spiel gesetzt werden. Sie müssen mit allem Nachdruc von der Bauleitung die stritte Durchführung der Unfallverhütungsvorschriften zum Schuß des Lebens der baugewerblichen Arbeiter fordern! Streif der Bretterträger. Parteinachrichten Einsendungen für diese Rubrik find Berlin B. 68, Lindenstraße 3, Sonntag, 10. Mai 1925 für Groß- Berlin ffets en bas Bezirisjekretariat, 2. Sof, 2 Trep. rechts, 3x richten. 2. Rreis Ziergarten. Montag, ben 11. Mai, 7% Uhr, erweiterte Kreisnarftandssigung bei Arilger, Butligstr. 10. 4. Kreis Brenzlauer Berg. Die Sozialistische Arbeiterjugend Tabet bie Genossen zu einem Bortrag des Genossen Fechenbach: Erlebnisse aus dem Ruchthaus" heute, Sonntag, pünktlich 7 Uhr, Altersheim, Danziger Straße 62, ein. Die Genoffinnen werden gebeten, ihre Kinder an dem Spaziergang der Kinderfreunde am Dienstag, den 12. Mai, nach Hohenschönhausen teilnehmen zu lassen. Treffpunkt vormittags 9 Uhr Arnswalder Plaz. Frühſtüd mitbringen. 13. Kreis Tempelhof- Mariendorf. Montag, den 11. Mai, 7% Uhr, Frattions Figung im Polizeidienstgebäude, Rathausstr. 69/72, Rimmer 10. 17. Rreis Lichtenberg. Montag, den 11. Mai, 7 Uhr, Kreisfunktionärkonferens im Arbeitsamt, Schreiberbauer Straße. Heute, Sonntag, den 10. mai: 20. st. Achtung, Funktionäre! Seute wichtiges Material non Bose abboles. Montag, 7% Uhr, ebenda Gigung Morgen, Montag, den 11. mai: 1. bt. 7 Uhr Sigung der Funktionäre bei 8fdiefing, Aderitz. L 4. Abt. 7 Uhr Funktionärsigung bei Rod, Schillingstr. 30. Stellungnahme zur Borsbandsmahl. 6. Abt. 8 Uhr Funktionärtonferens bei Dobrohlam, Gmineminder Str. 11 Rommunale Rommission und alle ehrenamtlich tätigen Barteigenoffen der Abteilung: Sigung um 8 Uhr bei Dobrohlam, Swinemünder Str. 11 Bortrag des Genossen Bengsch. 7. Abt. 7% Uhr Funktionärsigung bei Dams, Schlegelftr. 9. 8. Abt. Die Bezirksführer treffen fich zu einer kurzen, wichtigen Ausferache 7½ Uhr bei Ridert, Steinmekftr. 36a. 11. t. 7% Uhr Funktionärtonferenz bei Berger, Levehowstr. 21. 14. Abt. 8 Uhr Funktionärtonferenz bei Gillwald, Puttbufer Str. A 15. Abt. 7 Uhr bei Obiglo, Stralsunder. Str. 11, wichtige Funktionärstung. 17. Abt. 7½ Uhr Funktionärtonferenz bei Dofe, Nordhafen 6. 18. Abt. 7% Uhr Funktionärfonferenz bei Müller, Uferstr. 12. 19. Abt. 7 Uhr Funktionärsihung bei Schrepel, Grünthaler Str. 13. 23. bt. 7% Uhr Funktionärsgung bei Grunwald, Kameruner Str. 1. 27. Abt. Borstandssikung bei Karl Woßmann, Gleimstr. 10.-.9% The Funktionäre ebenda. 28. Abt. 7 Uhr bei Büttner, Schwedder Str. 28, Gigung ber Finitiondre. Die gesamte Abteilungsleitung um 7. Uhr ebenda Gigung. 32. Abt. Sämtliche Funktionäre erscheinen 7 Uhr au einer Ronferens bei Rromphard, Grüner Weg 49. Thema: Abteilungswahl. 34. Abt. 7 Uhr Funktionärsigung bei Rosin, Gubener Str. 19. 35. bt. 7 Uhr Funktionärtonferenz bei Peter, Gdyreinerstr. 36. Ethern beiräte, Betriebsvertrauensleute und Referenten sind ebenfalls eingeladen. 86. Abt. 7 Uhr bei Busch, Tilsiter Str. 27, Funktionärtonferenz. Da außer dem noch wichtige Barteiarbeiten zu erledigen find, Erscheinen notwendig. 39. Abt. 7 Uhr in der Juristischen Sprechstunde Sigung aller Funktionäre. Abrechnung, Borstandswahl- Besprechung. Die Beamten und die in der Mieterbewegung tätigen Genoffen treffen sich eine halbe Stunde vor der Funktionärtonferenz zur Wahl eines Obmanns. 42. Ubt. 8 Uhr Funktionärversammlung bei Wiersdorf, Urbanstr. 6. Mai zeitungen und Marken müssen dort abgerechnet werden. 43. Abt. 7% Uhr Funktionärtonferens bei Bracht, Urbanstr. 71. 44. Abt. 7 Uhr, bei Nagel Manteuffelstr. 47, Gigung fänttlicher Funktis näre und aller tätigen Genossen. Wichtige Tagesordnung. 5. Abt. Außerordentliche Funktionärversammlung bei Bincziers, Reidhen berger Str. 104. Bortrag des Genossen. Reimann über: Die städtischen Werte". Agibationsfragen. 48. Abt. 714 Uhr wichtige Gigung ber Funktionäre und Bezirksführer bei Eichholz, Cuprnstr. 23. Die Abteilungsversammlung findet Mittwoch, ben 13. Mai, Restaurant Baik, Schlesische Str. 28, ftatt. Die Begirls führer laden ein. Referent: Genosse Biester Schleswig- Holstein". 48. Abt. 8 Uhr Funktionärsizung bei Redling, Waffertorstr. 71. 51. Abt. Charlottenburg. 7 Uhr Sigung des Abteilungsvorstandes, 8 fyr Funktionärtigung bei Behmann, Rönigsweg 8. 57. Abt. 7 Uhr Funt tionärtonferenz bei Grunert, Schlüterstr. 47. Tagesordnung: Stellung nahme zur Neuwahl des Kreis- und Abteilungsvorstandes. Rentöllu. 89. Abt. 7 Uhr Funktionärtonferenz bei Schulz, Sobrechtstr. 64. 89. und 90. Abt. 7% Uhr Jdealflause, Weichselstr. 8, gemütlicher Abend. Gäste millkommen. 90. Abt. 8 Uhr bei Schittler, Donaustr. 118, Funktionärfonferenz. 93. Abt. 7% Uhr bei Prigkom, Richarb str. 53, Funktionärsigung. Die Funktionäre Laben hierzu ein. Um 6% Thr ebenda Sigung des Vorstandes. Wie bereits befannt, war das Lohnabkommen der Bretterträger, Blazarbeiter und Kutscher in den Nuzholzhandlungen GroßBerlins, das einen Stundenlohn von 77 Bf. vorsah, am 26. März abgelaufen. Innerhalb der 6 Wochen war es nicht möglich, einen Weg der Berständigung zu finden. Durch das herausfordernde Angebot der Unternehmer veranlaßt, beschlossen die Arbeitnehmer 136. Abt. Reinickendorf- Dft. Die Generalversammlung ist verlagt und findet am gestrigen Sonnabend die Arbeit niederzulegen. Kollegen, unterſtügt die Streifenden in ihrem Rampf, um den Starrfinn der Arbeitgeber zu brechen! Freizügigkeit der Landarbeiter und Reichseisenbahn. Am 1. Oftober 1924 übermittelte die Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahn- Gesellschaft ihren Direktionen ein Schreiben, das die Entlassung von Arbeitern forderte, die aus der Landwirtschaft zur Reichsbahn gefommen waren. Diese Verfügung forderte den Protest des Deutschen Landarbeiter. verbandes heraus, der den Landarbeitern die ihnen nach der Ver. fassung zustehende Freizügigkeit gewahrt wissen wollte. Die Angelegenheit wurde mehrfach durch den Vorsitzenden des Deutschen Landarbeiterverbandes, Genossen Schmidt, im Reichstag zur Sprache gebracht. Das Reichsarbeitsministerium bemühte sich um eine allen Teilen gerecht werdende Lösung des Streitfalls und veranlaßte eine Besprechung, an der neben einer Vertretung der Reichsbahn, die Beschwerdeführer, sowie Vertreter der beteiligten Fachministerien teilnahmen. In der Aussprache wurde von allen Behördenvertre tern betont, daß das Recht auf Freizügigkeit der Landarbeiter nicht angetastet werden soll. Der Reichsbahn wurde empfohlen, ihre Direktionen in diesem Sinne anzuweisen. Um fünftige Differenzen zwischen Reichsbahn und Landwirt Ichaft zu vermeiden, wurde angeregt, daß die Reichsbahnihre Oberbauarbeiten( Stredenneubau- und Unterhaltung) auf das ganze Jahr verteilen möge. Eine derartige Regelung läge im allgemeinen volkswirtschaftlichen Intereffe. Es wäre dann möglich, daß Arbeiter in der arbeitsarmen Zeit der Landwirtschaft bei der Reichsbahn beschäftigt werden fönnten und umgekehrt. So. weit die Reichsbahn oder die von ihr beauftragten Privatunternehmer Arbeitskräfte benötigen, sollen diese durch Benuzung der öffentlichen Arbeitsnachweise eingestellt werden. ( Gewerkschaftliches siehe auch 4. Seite Hauptblatt.) DAS MEISTERSTUCK BRAUNE MARKE 101. Abt. Treptow. 7 Uhr Funktionärversammlung bei Eslinger, Riefbala ftraße 9, Ede Arinstraße. Stellungnahme zur Generalversammlung. nunmehr Mittwoch, den 13. Mai, 7½ Uhr, Restaurant Schülkenhaus, Residenzftr. 1/2, fbatt. Frauenveranstaltungen morgen, Montag, den 11. Mai: 2. Areis Wilmersdorf. 8 Uhr Kreisfontenabend bei Arois, Holſteinische Straße 60. Bortrag der Genoffin Abele Schreiber: Unfere gegenwärtige Lage und die Stellung der Frau". 74. Abt. Rehlendorf, Frauengruppe. 8 Uhr bei Gdynorre Frauenmitglieder. versammlung. Wahl des Vorstandes. Danach Beifammenfein. Alle Frauen müssen tommen. 82. Abt. Steglik. 8 Uhr bei Thiel, Albrecht- Ede Ringstraße, Bortnog ber Genofsin Aresse: ,, Entwicklungs- und Schöpfungstheorie 89. und 90. Abt. Reukölln. 7½ Uhr Jdealflause, Beichſelftr. 8, gefelliges Beisammensein. Uebermorgen, Dienstag, den 12. Mai: 13. bt. 8 hr Funktionärfonferenz bei Rrilger, Butligftr. 10. 16. bt. 8 Uhr Funktionarfonferenz bei Döhling. Brunnenstr. 7. 22. Abt. 7 Uhr Funktionärsigung bei Radzan. 37. bt. 7% Uhr Funktionärsigung bei Pfeiffer, Sausburgstr. 2. 85. Abt. Tempelhof. 2. und 5. Bezirk bei Buse, Werder. Ede Ralfer- Mithelm Straße, Referat: Die Sklaverei". Referent: Genosse Wachsmann. Frauenveranstaltung übermorgen, Dienstag, den 12. Mai: 14. Kreis Neukölln. 7½ Uhr Funktionärinnenfißung, Neckarstraße 2. Ret mahl der Kreisleiterin. Geschäftliche Mitteilungen. Wer bie Absicht hat, Stoff zum Anzug, Paletot, Kostüm ufm. zu laufen, follte zunächst die neun großen Schaufenster und Schaukästen der Firma S. u. J. Friedlaender, Spandauer Str. 23, besichtigen. Das Geschäft, als fehr reell bebannt, besteht über drei Jahrzehnte. M. Nollendorf 1120, 1121, 1122 Lammiromm& Vogel Potsdamer Str. 127 Treppenläufer und Teppichstoffe in Kokos, Haar, Velour, Linoleum und Triolin. Sorgfältige Ausführung. DER SCHUHFABRIKATION SALAMANDER ALAMANDEL 110 SALAMANDER- FUSSARZT DER SCHUHE SCHUH FUR EMPFINDLICHE FUSSE Breiswerte Damen- Belleidung Blusen Voilebluse mit farbigem Besatz u. Knöpfen reich garniert. Hemdbluse gatem Panama, Jumper mit Täschchen, gute Verarbeitung. ans gutem Vellvoile, mit farbigen Besatz und Knopfgarnitur.... Hemdbluse tem Opal, mit aus 2 Täschchen, in guter Verarbeitung....... Kasak aus kunstseidenem Crêpe, waschbar, in entzückenden hellenStreifen aus gutem gestreiften Stoff.... Unterrock Unterrock ans gutem Batin, mit bantem Plisseevolant, in vielen Farben, Korsette Hüfthalter Gummi, 1 Paar Halter aus gutem Dreli, mit Hüfthalter aus weissem u. farbigem Drell, lange Form. br. Gummi, 1 Paar Halter Bademäntel Mengenabgabe vorbehalten 2.90 4.50 Damen- Konfektion 90 Mengenabgabe verbehalten Musselinkleider 69° Damen- Mäntel 790 Baumwolle.. guter Donegal... 575 Foulardinekleider 115 Damen- Mäntel 65° Kleider 975 245 aus Waschseide. aus gutem Covercoat... ***** 975 1475 Damen- Mäntel 1975 aus vorzüglichem Gabardine.. Musselinkleider 1975 Damen- Mäntel 2950 reine Wolle 50 Kleider 45 175 $ 2,50 für Damen u. Herren, Tesches Karomaster, breitem, einfarbigen Besatzteil 2500 and Taschel Strümpfe SeidenDamen- Strümpfe riff, feinfäd., Doppels, u. Hochf., schw. u. farb Musso95PL. Damen- Strümpfe flor, 145125 teinmasen. Gewebe, Doppels. u. Hochf. la Seldenfior, Damen- Strümpfe in den neuest Strassenfarben, m. Doppels., Hocht. n. Naht mit verstärkter Spitze und Ferse.... Schweiss- Socken 195 Herren- Socken einfarbig. 55. .95PL 2.95 wollgem, m. verstärkt. Spitze n. Ferse Herren- Socken Wolle mit So in anarten Dessins... aus Bastseide guter Rips, viele Farben 2250 Jackenkleider 1975 Jacke gefüttert. Jackenkleider 6900 Jackenkleider ans Mouliné Jackenkleider aus reinwollenen Stoffen, auch in gross. Weit. 90 2.9º SERIE 475 Damen- Röcke SERIE 2 SERIE Damen- sästhe 395° SERIE III 5.90 50 Spitzenhemden 250 325 E Prinzeßröcke 36" mit Trägern, feiner Wäschestoff ********* 2.5° leg. Jumperform, mit feiner Spitze ****** Damen- Hemden 13575 Eleg. Hemdhosen 4" 6" Trägertorm oder feste Achsel...***....... Beinkleider Knietorm, mit Stickerei...... feinster Spitze. 195250 Untertaillen 50 90 mod. Formen, verschiedene Garnierungen Nachthemden 35° 49° Hemdhosen halsfrei, in schönen Ausführungen Unterkleider aus Kunstseide, moderne Windelform. aus Kunstseide, moderne Jumperform, in vielen Farben und Grössen 95.150 90 4.⁹° 75° 350 490 #ashbare KinderBekleidung Kinder- Kleider 35 45-70 cm lang, ca. 45 cm aus bedruckten Stoffen Weitere Grössen 50 Pt. mehr einfarbigem Voile 45-70 cm lang, aus besticktem. ca. 45 cm Weitere Grössen 50 Pt. mehr 25 575 leter Art 525 Kinder- Kleider Matrosenanzüge Matrosenkleider 930 für2-12 Jahre, für ca. 2 Jabre Weitere Grössen 50 Pt. mehr 50-100 cm 1g.. Kieler- oder Schlupfblusen form, a.Kadettstofien, ca.cuem Weitere Grössen 75 Pt. mehr 50 Burschen- Anzüge peste 750 C9-14Jahre. Weitere Grössen 50 PL mehr Morgenröde Morgenröcke in sich gemustert einfarb.Kreppstoff Morgenröcke Kreppstoff, in teinen, bunten Musteru tesche Form, Tasche u Gürtel eleg. Hag. Morgenröcke pa. Wollmusseline, weite fasche Form 675 12.50 Tritotagen Herren- Netzjacken naturfarben, Gr. 4-6.... Damen- Schlüpfer feine Baumwolle, gewebt...****** Büstenhalter Kunstseide.. 75P 95PL 95PL. Herren- Einsatzhemden 195 gebleicht... Blusenschoner reine Wolle 3.90 Damen- Sportwesten 6⁹⁰ reine Wolle. HERMANN TIETZ Einegute Taschenuhr 3.50 MR. Wesentlich verb. Werk, sorgfält. gepr., tadellos und genau gehend, jede Uhr mit Garantieschein. mit Scharnier, echtem Goldr., ca 38 st. Werk. 4.50 Goldm. Nr. 6 die gleiche Uhr, ohne Goldr, mit Leuchtzahlen, nur. 5.- Goldm. nur. Nr. 66. Goldpanzer- Herrenuhr, von echt golden fast nicht zu unterschelden, Ankerwerk 5.- Goldm. Nr. 16 Klappdeckel- Kavalier- Uhr, eleg. vergoldet oder versilbert Nr 27. Armbanduhr mit Leuchtzahlen Nr. 27/1. Herren Armband- Uhr. Neuheit Viereckig". Nickel Dieselbe Uhr vergoldet Nr. 83. Platinin- Damen- Armbanduhr, eckige Form, mit mod. Ripsband, Neuheit". 11.50 Goldm. 5. Goldm. 11. Goldm. 12.50 Goldm. 12.50 Goldm. 7.- Goldm. Nr. 36. Allerkl, Damenuhr mit Goldrand Wecker von 3.- Mk, an. Miniaturwecker 5.50 Goldm. Nickelkette 0.50 Goldm. Goldin- Kette 1.50 Goldm. Schwarzwälder Uhren von 1.50 Goldmark an. Versand gegen Nachnahme. Reichhaltiger Katalog 50 Pi UNION Kredit an Jedermann Beamic, Arbeiter und Arbeiterinnen! Erscheint in Massen! Wir gewähren Euch = Kredit bis 12 Monate Bei ganz geringer Anzahlung erhalten Sie bei uns Möbel( komplette Einrichtung sowie Einzelmöbel), ferner Herrenund Damen- Garderobe sowie Wäsche Die Ware wird gegen Levitimation sofort mitgegeben. Möbel- und Waren- Kredithaus ,, Union" G.m.b.H. Berlin N, Elsasser Straße 39, am Oranienburger Tor 1. Zweiggeschäft: Niederschöneweide, Spreestraße 6, 2. Zweiggeschäft: Tegel, Schlieperstraße 5 Deutschland Uhrenmanufakt. Leo Frank Marten- Zigaretten Berlin C 19, Beuthstraße 4. opp& Joseph's räuterfranzbranntwein K Ueberall erhältlich Fabrik Berlin W Nagelpflege- Garnituren Kop& Joseph In vornehmer Ausstattung. BERLIN W Potsdamer Str. 122. kaufen Sie am billigsten Mi Ta Fa. Tegeler Straße 42. Z ähne 1.2 G.-M. auf A. Beheim- Schwarzbachs Kaufmännische Privatzirkel ( Inh. F. Eggert) Neukölln. Anmeldung. Ganghoferstr. I und Berliner Str. 82( Privatwohnung) Beginn neuer Jahres- und 4 Jahreslehrgänge. Fernspr.: Neukölln 1063 Teilzahlung Auf Teilzahlung! gestattet b. kl. Anzahl u. wöchentl. Abzahlung von 1 G.-M. an. Echte Goldkronen v 8 G.-M. an. Ersatzkronen v. 3 G.-M. an. Zähne ohne Gaumenplatte v. 3. G.-M. an. Zahnz. mit Betäub. 1 G.-M., b. Bestellg. von Gebissen gratis. Rat und Munduntersuchung gratis. 3 Jahre weitgehende Garantie. Ueber 20 000 Gebisse zur vollsten Zufriedenheit geliefert. Ecke SchönHatvani, Danziger Strasse 1, hauser Allee. Vorzeiger 10% Rabatt. Herren- u.BurschenGarderobe! Kleine Anzahlung! * Bequeme Abzahlung! CAMNITZER Schönhauser Allee 82, I am Hochbahnhof Nordring Dr. med. H. Gattwinkel Küchen Spezialarzt für Homöopathie und Biochemie Berlin N. Nene Hochstr. 24, Ecke Gerichtstr. ( im Hause: Hochplatz- Apotheke) Alle modernen Hilfsmittel in Diagnose und Therapie Höhensonne- Diathermie etc. Sprechstunden: morgens 10-12 Uhr, nachm.: Mo., Do. 2-4 Uhr, Di, Mi, Fr. 4-7 Uhr. Samstag nachmittag und Sonntag keine Sprechstunde. Telephon: Humboldt 244. Von 2 Mark an wöchent iche Teitzahlung llelere bei kleiner Anzahlung eleg. Herren- Moden fertig und nach Maß nur Qualitätsware in großer Auswahl Qualitäts- Möbel Größte Auswahl zu enorm billigen Preisen bis zu ben feinsten Modellen. Küche Margarete, roh, mit Anr., tomplett 65 M., emailliert 100 M. Küche Maria, roh. mit Anrichte, Tomplett 70 M., emailliert 120 M. Küche Gerty, roh, mit Anrichte, Tomplett 95 M., emailliert 160 M. Küche Berlin, mit Seitenspinden 195 cm breit, tompl., email. 150 M. Bauernküche Erika, roh, 38 M. emailliert 38 M. Kleiderschränke, toh. 90 cm breit, 33 M. emailliert 50 M. Müchenmöbel- Fabrik Laserstein, Luckauer Straße 1 Ecke Oranienstr., nahe Moritzplatz Dezimalwagen Tafelwag., Gewichte, Billigste Preise. Großes Lager Georg Wagner Köpenicker Str. 71 Kein Ladengeschäft das Buch von Keine SchaufensterWarum? Garantie f. tadellos. Sitz u. Verarbeitung. Framed Dammann Reklame, dafür weMaßschneiderei J. Kurzberg Oranienstraße 160, I. Chausseestraße Eingang Elsässer Straße 1, Schwangerschaft d. Bambagalog Preis 1-1.portfre KrausePianos zur Miete Inferieren Ansbacher Str. 1. bringt ERFOLG! Dr. Thompsons Seifenpulver spart Arbeit, SEIFENPULVER Zeit und Geld Dr. Thompsons Seifenpulver( Marke Schwan) das Paket 30 Pfg. Ecke Kurfürstenstraße Sonntag id. aioims Unterhaltung unö �Vissen Seilage ües vorwärts Der ariftokratisihe Jührergeöante im Laufe üer GeMchte. 1. Steinzeit: .Der Stamm braucht einen Führer. der bin ich.— wer', nicht glaubt wird totgeschlageu!" S. Zeit ber Mannentreue: Anulu der Befreier l Der Man« wird zu üppig! Wotan wolle sich gnädig erweisen, Wenn wir wagen Au lStea den Trottel. A. Zeitalter öer Minnefänger: .Zeht lauere ich schon Z Stunden und noch nischt abgestochen. was sich die verd... Dfeffersäcke denken. wovon man leben soll! £ 4. Saeeulmn öer Hirschparks: L'ätat c'est moi!— (Kommentar überflüssig.) 5. Um 1800: .Da» Eindringen landfremder konstitutioneller Ideen verstStzt gegen Serenissimi höchste Zutentione,." b. sicca hinüenburg: Odin sei Dank, der aristokratische Führergedanke hat wieder einmal gesiegt,(s. Bild 1) 5] Sommer auf öem Lande. Dackeierlebnisse von Svend Fleuron. (Schluß.) Es dauert» lang«, bevor man fertig war; abtr endlich bekam öunflf« Söoenfen die Erlaubnis, sich des letzten Rests anzunehmen: der Appetit war jetzt so überwältigenti. daß man mit der Aussicht auf ein wirtliches Ergebnis das Wahl beginnen tonnt«. In Sekt stieß man auf das Wohl des Schweine» an. und man bekam l 9 schöne Muster Meter von an 2.50 Bettuche weiß Molton gute Qualität Sick. Kinderkleidchen Wolle, handgehäkelt, 2Kinder- Jäckchen Handarb. a. best. Ze phirwolle in schönst. 1.50 Muster Zipfelmütze entzückendes Muster aus Kunstseide für Kinder 0.45 Besonders billiger Verkauf von Damenwäsche! Garnituren, Taghemd 2 M.und Beinkleid... von an BAERSOHNE 66609 000000000000000 Berlin nur Chausseestr. 29-30000000 Drum prüfe, wer sich ewig bindet Ich liefere als Selbsthersteller Ges. geschützt Preisliste Gelegenheit Trauringefe, zu billigsten Preisen in den gediegensten Ausführungen :: Ständig ca. 3000 St. auf Lager:: gratis Hermann Wiese, Berlin W.24, Artilleriestr. 30 W., PassauerStraße 12 Bei Umtausch werden die von mir getauffen Rings innerhalb eines Jahres zam vollen Preise zurückgenommen Ottomane- Seide, Rips- KostümStoffe, Gabardine, Wollschotten Futterseiden u. Halbseiden bedeutend unter Preis. Haarpuder, Goltzstr.2 ( Grunewaldstraße) PEEK& CLOPPENBURG G. M. B. H. BERLIN C 19* GERTRAUDTENSTR. 25-27 ROSS- STR. 1-4 Lodenmäntel für Landaufenthalt und Wanderung Herren- Lodenmäntel Loden hochgeschloss.Form m. Sattel 21, Grüner Strichloden. 29.Raglanform, hochgeschl. M. Grüner, guter Strichloden 36, mit Sattel Dunkelgrüner, reinwoll. 42, Strichloden M. Olivfarbiger Strichloden. 54.wie Abb. Damen- Lodenmäntel 3987 Grüner Strichloden, offen und hochgeschlossen zu tragen.... 8985 Mittelgrüner, M. 22.Strichloden, SattelformM. 248888 Graugrüner, leichter Strichloden, Sattelton 29, 8810 Dunkelgrüner, leichter Strichloden, offen u.hoch8983 Leichter reinwollener Ka geschlossen zu tragen M. 31, melhaar Lodenmantel, braunmeliert od. dunkelgrau, Kimonoform.. M. JünglingsLodenmäntel Olivgrüner Strichloden mit Gurt und Passe M. 31.-, 33.-, 35.Knaben Lodenmäntel Braunmeliert, reinwollener Strichloden Alter 8 9| 10| 11| 12| 13 M. 1925 20502175 23.- 25.- 27.- 29.- 31.- 133.Mädchen- Lodenmäntel Olivfarbiger Strichloden mit Sattel und Kapuze Länge 60 65 70 75 80 85 90 M. 16.- 17.- 18.- 19.- 20.- 21.- 1 22Alle Lodenmäntel sind wetterfestimprägniert 45.Rather HE AALKAMAY Complet aus reiner Sommerkleidaus waschbarer Kunstseide in bleu, fraise, bastfarbig oder apar ten Streifen, auch in Backfischgrößen 19.50 Kasak auswasch barer Kunstseide, bastfarbig mit modernen Karos oder Streifen, verschiedene neue Formen 975 Bluse aus Vollvoile, elegante Form mit Tabotu. Spitzen 875 PelzKonservierung Umarbeitung nach Bastseide Gemustertes unseren neuesten Voile Modellen in eigenen 115- Heid 1650 ateliers Maassen Leipziger Str, Ecke Markgrafenstr& Oranienstr.165am Oranienplatz Sehr preiswert! Kinderwagen Klappwagen Metallbetten Kindermöbel Liegestühle METZNER geiterwagen MINDERWAGEN Korbmöbel Größte Auswahl! Andreasstr. 23 Andreasplaz Beste Fabritate! Brunnenstr. 95 Beusselstr. 67 Leipziger Str. 54/55 Neukölln: Bergft.133 Spandau: Charlottenstr. 24 a Niederschöneweide: Brückenstr. 9 Größte Auswahl! Kronen:: Plomben Fahrräder und Nähmaschinen Zähne Brücken:: Gebisse Leichtmotorräder Auf Teilzahlung Zettha, Berlin ✡ Oranienburger Strasse 65 gegen günstige Zahlungsbedingungen sorgfältigste, gewissenhafteste Behandlung Zahn- Praxis med. Wolf, Potsdamer Str. 55 dent. Sprechst. 9-7. Sonnt. 9-12 1 Min. Hochb. Bülowstr. Pressen Der Entrüstete für Fruchtsäfte, Obst- u. Beerenweine Dörrapparate Für Obst u. Gemüse Obst Beeren mühlen Ph. Mayfarth& Co. Berlin N 4/43 c, Gartenstr. 33, Küchen in feinster Ausführung Entzückende Bauern- Küchen komplett 85 M. Moderne Anrichte- Küchen komplett 125 M. 135.- 145.- 170.Große Umbau- Küche, 190 cm breit, komplett 175 M. Eleg. Anrichte- Küche, schwere Ausführung, komplett 198 M. Küchen in größter Auswahl, einfachste bis feinste, zu sehr. billigen Preisen. Sehenswerte Ausstellung. Küchenmöbelfabrik 3.) Hühneraug' und seid'ner Strumpf, Das ist ein Skandal! " Lebewohl" ist heute Trumpf, Wirkt phänomenal! Gemeint ist natürlich das berühmte, von vielen Aerzten BEROLINA empfohlene Hühneraugen- Lebewohl für die Zehen und LebeKommandantenstr. 57. wohl- Ballenscheiben für die Fußsohle. Blechdose 8 Pflaster 75 Pf., erhältlich in Apotheken und Drogerien. Persil Bad Schmiedeberg Bez. Halle- Bahn Wittenberg- Ellenburg Eisenmoorbad end bewärt bei Gicht. Rheumatismus, Ischias, Vollständig renoviert Frauenleiden usw. Kurzeit März- Okt. Herri.Waldgeg., Sommerfr., Touristenort, Kurhaus mit Kongreßsälen. Presp. 75 d. städt. Badeverwaltg. Küchen Küche Lottchen mit Rahmen... 99 99 " 7 Hermine mit Anrichte. Magdalena mit Anrichte. Amalie mit Anrichte Alma mit Seitenschränken und Anrichte roh emelmart 35 68 M. 68 120 80 135 120 175 125 178 Riesenauswahl roher, lackierter, lasierter Küchenu. einzeln. Schränke jetzt enorm billig Weiße Kleiderschränke roh, 90 cm breit. 35 M., weiß. 120 " " 45 ... 53 M. 70 Ausstellung Westf. lasierter Küchen v. 175-700 M. Frei Haus Berlin Küchenmöbelfabrik Himmel Lothringer Straße 22( Schönhauser Tor) Norden 108 22 Gerade für Wollwäsche gibt es nichts besseres. Persil reinigt tadellos schon in kalter Lauge, das ist ein gewaltiger Vorzug! Die Stücke bleiben locker und weich und leiden auch nicht in der Farbe. Ohne Chlor Teppiche WE Wurzener Teppiche sind die seit 50 Jahren bewährten Edelerzeugnisse Große Bestände wegen Ueberproduktion und fehlenden 0 Export billigste Preise UANTMEYER& TICKE 55 Wilhelmstrasse 55 BERLIN W 252 Großer Verkauf in Armbanduhren Mein Schlager Mk. 9.50 14 Ka. Gold nur M. 38.50 Silber. Armbanduhren, 10 Steine, Mk. 14.Auf diese Preise 10 Proz. Rabatt, nur 8 Tage. H. Wiese, Artilleriestr. 30 Nähe Oranienburger Tor F. P. Winkler's Universal- Heilsalbe Auxilium findet Anwendung bei allen Arten von Entzündungen, Wunden, Geschwüren, Ausschlag, Flechten, offenen Füßen, Frost- u. Brandwunden, Hämorrhoiden, Pickeln, Mitessern, aufgesprungener Haut, entzündeten Augenrändern, Gerstenkorn. Auxilium ist ferner ein vorzügliches Hautpflegemittel In allen Apotheken erhältlich, bestimmt: Elefanten- Apotheke, Berlin SW 19, Leipziger Straße 74.- Ausführliche Prospekte kostenlos und portofrei durch F. P. Winkler& Co., Chem. Pharm. Laboratorium, Hamburg 25. Verkäufe Teilzahlung: Kinderwagen, Rinderbetten. Große Frankfureterstraße gegenilber Markusstraße, Ball. ftraße fechs, fein Laden. Monatsgarberoben, Möbel Anzüge Musikinstrumente Verschiedenes Gewissenhafte Untersuchung, Auskunft, Entbindung. Erfahrene Hebamme EdelSildesheim, Bülowstraße 62. Geldverkehr Rulant und hoch beleiht die tonzeffionierte Bfandleihe Schneider, Blumenstr. 87, unweit Alexanderstraße. Mietgesuche BuchdruckereiGeschäftsführer gesuchi Für unsere Zeitungs- und Akzidenzdruckerei nebst Buchhandlung suchen wir zum möglichst baldigen Antritt einen tüchtigen Buchdruckfachmann, der bilanzsicher, Papierkenner und in der Kalkulation sicher sein muß, sowie über die Fähigkeiten verfügt, einem größeren Betriebe mit Takt und Umsicht vorzustehen. Umzugskosten werden vergütet. Gefl. Oferten mit Gehaltsforderungen, Lichtbild und lückenlosen Angaben über bisherige Tätigkeit sowie Nachweis über gewerkschaftlic und SPD- Zugehörigkeit mit der Aufschrift Bewerbung" erbeten an Anständiges, Ehepaar Bianos, 200 Anzahlung, 50 monat- tangesehen Eichen- Schlafzimmer von 475.-, Speise lich. Garantieſchein. Mähige Preiſe, dringend leeres Zimmer mit Küchen- Mecklenburgische Volks- Zeitung 95.85.Straße 60, Seitenflügel. Arbeitsmarkt 1/8 Fahrpersonal im Alter von 24 bis 39 Jahren, gesund, unbestraft, 1,65 8195 170/ 74* G. m. b. H. Rostock, Doberaner Str. 6. Großbuchbinderei sucht auf Fortuna- Schärlmaschine. Bücher, politischen und Stonomifchen brige Breife für einfache und elegante Strebenz, Awetsugtif, fechs gediegene 30. Mai ein Pfingſtgeſchent im Werte Sotel, Königstraße 39. Vorstellung na- Bertauf von Schokoladen Röpeniderftraße nur 71. Sof. RaftenRein Laden. Reine Schaufensterrettame, baher wefentlich billigere Breife. Fliesenleger u. Hilfsarbeiter auch Maurer, die Fliesen gelegt, ( dauernde Beschäftigung) gesucht. Bettenverkauf! Neue Betten 17,501 Spelfezimmer, echt Eine, innen Ma22,50! Brachtbetten 27,50! 35,-! Bett- hagoni, modern, Bitrinenauffah, volle wäsche fpottbillig! Reine Lombardware! Türen, Silberkasten, Maserauflagen, Pianos, erstklassig im Ton, verkauft Teppiche, Dimandeden, Tischdecken, Nur Leihhaus Brunnenstvaße 47. reichgeschnigt, aparte Rrebena, schwerer zu Fabrikpreisen, auch Teilzahlung, Bettvorleger, Läuferstoffe, prachtvolle Monatsanzüge, Sommerpaletots, Ge- Auszugtisch, 6 Lederfillhle, komplett, Neukölln, Hermannstraße 47. Auswahl, extra billige Gelegenheiten. fellſchaftsanzilge, forpulente Figuren, gebeist, 395.- Möbelniederlage Berlin, Bianos preiswert. Klaviermacher Fischer, Batsbamerstraße 109. taunend billig. Nas, früher Mulad. Auguftstraße 47a, am Rosenthaler Tor. Lint. Brunnenstraße 85. Bertrauensvolle Auskunft Frauen, Cin Naumann- Nähmaschinen für Hausge- ftraße, ieht nur Gormannstraße 25/26 Jahr Bahlungserleichterung, Mädchen, langjährige Erfahrung, ärzt nur Meinste Anzahlung, Qualitäts- Klaviere ab 150,-. brauch und Gewerbe, Teilzahlung. Re- und Mariannenstraße 26. Rabenzahlung. lich geprüft. Wolff, Wiener Straße 20, paratur- Werkstatt für alle Gyfteme möbel, Schlafzimmer, Speisezimmer, Albrecht, Oranienstraße breiundfechzig, II. brittes Bortal, IL, Emil Salbarth, G. m. b. S., Friedrich- Gummintäntel 15.- idle 8.- Wolfs Einzelmöbel. Tischlermeister Schumann, ftein. Münzstraße 10. 18.Serrenzimmer, Wohnzimmer, Rüchen, Flügel, Bienos, 275,- an. Raben. ftraße 55a. Merkur 6268. aiegen 12., Federbetten, Metallbetten, Rionskirchstraße 30, Ede Templinerstraße. Bettenverkauf direkt von Fabrit! Dauhaus, Reinidendorferstraße 105, Nettel Bettiebern spottbillig. Neuwaren. LeihSochelegante Schlafzimmer in reicher Bianos, prächtige Instrumente, be nenbetten! Ausfteuerbetten! Fremben bedplak. Auswahl zu foliben Breifen verkauft queme 8ahlweife. Gachter, Oranien betten! Rinderbetten! Spottbillige nur direkt Schlafzimmer- Spezialfabrit, burgerftraße 42. Gelegenheitskäufe! Engrospreise! Brunnenstraße 115. Serrenanzüge! Burgstraße 27, Bureauhaus Börſe. Bianos, Qualitätsware aus eigener Koffer, Rudfäde, billiger Einzelver- Herrenhofen! Betten! Gardinenlager! Brachtteppiche! Steppbeden! Tauf. Fabritation Trufa, Schunib str. 85. Metalbetten, Ruthebetten,[ pottbillige Fabrit, Flügel, Sarmoniums, große Vermietungen Diwandecken! Belzwaren! Bequemste Teil- Reklamepreise. Schulze, Utrechter Str. 6. Auswahl in feber Breislage. BahlungsGartenschläuche tauft man im sablung bei Spottpreifen.( Reine Lom- Teilaahlung. 8596* erleichterung. Mar Adam, Inhaber Spezialgeschäft Sempe, Grüner Weg 86. barbware.) Pfandleihhaus, Schön Teilzahlung. Romplette Rimmer, Ein- Otto Woltersdorf. Münaftraße 16, nabe Kinderwagen, Kinderbetten billig bei haufer Allee 115( Nordring). gelmöbel billig. Wenger, Marfilius. Aleranderplak. Rinderwagen- Schulze, Utrechter Str. 6 Tausche 4 Rimmer mit allem Romfort, Auf bequeme Teilzahlung. Grammound Schulzendorfer Straße 25. Teil- nailge, Ulster, Baletots, Gummimäntel. Gehr bequeme Teilzahlung. Serren- ftraße 8( Alexanderplat). Große Frantfurterstraße fechsundfünfzig. phone und Mufitinstrumente. Gontard- Borbs, Winzstraße 18, gegen 3 Simmer Bahlung. 8606 Gonfaroftraße 1 II, am Bahnhof Aleran Möbelfabrik Georg Tennigkeit, Qraftrake 1, am Bahnhof Alexanderplak. mit Bad Nähe der Warschauer Brüde. 1/9 Bandsägen, auch kombinierte fowie berplag. nienstraße 172/173. Gonderangebot alle sonstigen Tischlermaschinen verkauft preiswert Sirsch, Pantstraße 39. 38/7 Bindjaden, When, Breeches, Gama- Standuhren Republikaner, Achtung! Rauft eure zimmer 575.- Serrenzimmer 340.- Serer, Pallasstraße 9, am Sportpalast.benugung. Ernst Hoffrichter, Bremer Sohlleber, Schäfte, Leiften usw. preis- fchen usw. billigst nur bei Der Re- Ruhebett Klubgarnituren, mert, Lederhandlung B. Rühl. Berlin- publikaner, Warenvertrieb"," Wilmers- tungen, farbige Küchen, auch einzelne mie Mandolinen, Gitarren. Bithern, Nußbaum- Einrich- Sprechmaschinen, Muffinftenmente, Schöneberg, Bahnstraße 43. dorf, Pfalzburger Straße 8. 8706 Möbel. Biolinen usw., eigener Fabrikation im Säkerwagen durch Blattenaufbau auf Marfiliusstraße 2, an Großer Frank meine großen prima Leiter- und Raften- furter Straße, Laufen Sie vorteilhaft meine Preife tennen. Roloffaler Breis- fen. Schulz u. Gundlach. Münafte. 18. Kaufen Sie nicht Möbel, bevor Sie mer noch au wirklich abgebauten Breiwagen felbft leicht herstellbar. Nie Damen, Serren Frithjahrs- Mäntel, abbau. Bahlung nach Uebereinfunft. drigste Breise nur bei Wagner, Röpe- ferner Damen- Kleiber, Roftime,-Kafats, Lichtenthal, Oranienstraße 14a( Sein- erstflaffigen erprobten Sprechapparat in unternehmen Berlins gesucht. Meldungen Pfingst- Angebot! Wollen Sie einen meters, für größeres Bertehrstüchtige Schnellpresser nider Str. 71, Sof. Rein Laden. Reine Herren- Anzüge, Herren- Satto und Man- richsplak). Gegründet 1879. Schaufenster- Reklame, dafile wefentlich fchesteranzüge, Damen- und Herrengediegener Tischlerarbeit und bester in den Bezirksarbeitsnachweisen, ber geübte Goldaufträgerinnen billigere Preise. gummimantel. 490, Matt. Schlafzimmer, Berfeinrichtung birekt vom Hersteller Fachabteilung für das Berkehrsgewerbe Eiche, Bet genügender Legitimation wird die innen Mahagoni, breiteiliger Antleibe. Mifert, fo to namen Sie zu uns. Befichtigen Berlin, Gormannstraße 13 sowie in ber geübte Lederschärferinnen Teilzahlung geftattet. Antleibe- aufen, tommen Ware fofort mitgegeben. fcheant, Kristallspiegel, echter Marmor. unser auswahlreiches Fabriklager. Abteilung Stellenausgleich, NiederwallDrelauflagen, Stühle. Möbelwichert, Schrankapparate Ausnahmepreis M. 75. ftraße 12, Rimmer 20. Elfaffer Str. 20. Lugusapparate ftaunend billig. Auf Teppich- Schrager verkauft Teppiche au ieden Apparat drei Jahre Garantie. Schilder- Anmacher, nur erfte Kraft, Berlin, Friedrichstr. 16, Aufgang VII, 3 Tr. 590,- Mart. unglaublich billigen Breifen. Elfaffer Moebel- Boebel, Oranienstraße 58( Mo- meter, runde Vitrine mit gefchliffenen leuten und von unserem Rundenkreis Jakobstraße la. Spelfezimmer, wei- Anerkennungen von ersten Mufitfach verlangt fofort Otto Baasner, te Nebenverdienst! rikplak). Fabritgebäude. Aeußerst nie- Kristallgläfern, innen Mahagoni, atoke liegen aus. Jeder Räufer erhält bis Männer und Frauen gesucht zum Kellnerlehrling sucht sofort Schneiders Jnholts, verkauft. Telephonische An- Schlafzimmer, Speisezimmer, Serren- Rindlederstüble. El- pon M. 15,-. fragen Nord 1586. Bequeme Teilzahlung mittags 2 bis 3 Uhr. 1/7 simmer, Küchen, Bücherschränke, Schreib- faffer Str. 20. ohne Aufschlag. Große Auswahl in Leiterwagen, Kastenwagen, Räber und Standuhren, Anfleideschränke, alle Grö- Rinderbetten, tifche, Büfetts, Anrichten, runde Tische, Nachtportier fucht sofort Schneiders fommissionsweise in ihren Betrieben. Metallbetten 19.00, Meffingbetten, Schallplatten. Freier u. Co., Liéfen- Sotel, Rönigstraße 39. Borstellung nach- Bahlungsfrist 8 Tage. Off. J. 258 An Achsen 5 Bros. Rabatt, nirgends billiger Ben, Teilzahlung, Wenger, ftraße 3, Ede Chauffeeftraße, Sof part, mittags 2 bis 3 Uhr. Gofas, als bei Wenzel, Adalbertstraße 15. Ruhebetten. noncenegped. Lichterfelde, Stegliter Str.19 Eventuell Auguftftrake 26. Rahlungserleichterung. Sandwagen, Leiterwagen, Berfette Drahtspinner aum fofortigen Winbhorst Möbeltischleret, BrunnenFahrräder Batentmatraken, wagen, preiswert. Auswahl. Wagner, Metallbetten, Chaiselongues. Walter, Möbel. Großläger in Goeifezimmern, 55, Freilaufräder 68,- Damenräder Straße 17. Steinplak 7376 und 1146. Eintritt in Dauerstellung gesucht. Paul Auflegematragen, traße 162, verkauft dirett an Brivate Stiefenlager fabrikneuer Charlottenburg, Fahrräder Friedrich, Leibniz Stargarderstraße achtzehn. Serrenzimmern. Schlafzimmern, Küchen. 75,-fowie Markenräder. Rubehörteile Lackierer, perfeft im Spriglacieren, Ankleibeschränke 110. englische Bett- billiaft. Befudh unbedingt lohnend. Einzelmöbeln. Qualitätsarbeit, aller alles tonturrenzlos billig. Fahrradarok stellt bauernd ein Bergmann, Neue Schmalisch& Below ftellen 45.-, Einzelmöbel. Zahlungs handlung Waldemar- Ede Püdlerstraße. Rönigstraße 85. Bekleidungsstücke. Wäsche usw. erleichterung. Stein. Antlamerstraße 20. Bettchaiselongues, Schlafchaiselongues, Gelegenheit. Kleiderschrank 18.-, Ber Chaiselonguebecken 7.00, Bolsterauf Getragene Herrengarheroben, tabel- tilo 15. Waschtoiletten 15.-, Bett lagen, Patentmatvagen 10.00. WochenTos erhalten, große Auswahl, billige ftellen, komplett, 14., Bifchlofa 15.- abrahlung 3.00. Pappelallee 12. Preise. Leihhaus Spiegel, Chauffee- Rüchen 24.- Gottlieb, Rügener Straße Teilzahlung, tulant, Möbel- Misch. Straße 7. breizehn. Teilzahlung, billig, Möbel- Misch. Monatsanzüge von Ravalieren, Geh- Konkurrenzlos." Neue fournierte brei. rodanzige, Fradanzüge( auch leibweise), türige Ankleideschränke mit Spiegel Große Frankfurterstraße 45/46. Teilzahlung, reell, Möbel- Misch neue Jadettanzülge, Gummimäntel ver- heibe, Wäscheabteilung, 150 fauft spottbillig Aleganderstraße 28a, 105 W., 130 breit 85. M. Neue four- Möbel wirklich auffallend billig auf Rennmaschinen, Triumphrenner, Bren- Räherinnen für Oberhemden und hochparterre. nierte Bettitellen mit Patentböden und allerbequemfte Teilzahlung nur Auf Abzahlung. Auflagen 52 Mr. Neue fournierte Nacht- Möbelhaus Sumboldt, Butbufer Ste. 14. bige Bielefelder Rennmaschinen 110.- Beschäftiguna. Meldungen von 10 bis im nabor, Göride, Brachtmodelle, fchnei- Sporthemben erhalten außer dem Hause Damengarderobe, Gummimäntel, Garnierte Baschkommoden mit weißem Mar- gener Straße. 3 Minuten vom Bahnhof Damenrahmen, Tourenrahmen, RennSerrengarderobe, tische mit Marmorplatte 15 M. Four- Straßenbahn: Brunnenstraße, Ede Ril- Salame, Beinmeisterstraße vier. 12 Uhr. A. Wertheim, Oranienstraße 52. binen, Stores, Bettwäsche, Inlette, mor und Facettespiegel 65 m. Büfette Gefundbrunnen. Näherinnen zum Kräufeln von Spiken, Steppdecken, Möbel, Küchen, Korbmöbel. Wilhelm Peters Nachf., Neu- umbauten 38 m. Plüschsofas 45 M. den verkauft: Kleiderschränke, Bertitos 95 M. Diplomaten 28 M. Nußbaum- Wichtig für febermann! Täglich wer Schlame, Weinmeisterftraße vier. rahmen, außerordentlich preiswilrdig. Meterware, Rüschen, geübte Kräfte Robert Märten 6.m.b... fucht 3. Soldheim Nachfolger, Kraufen. Tölln, Friedelstraße 82. Schlafzimmer Brennaborräder, Görideräder, Bitto- traße 81/2. mit weißem Marmor, 18. Bettstellen, fomplett, 16. MetallSchuhwaren für Herren, Damen und Drellauflagen, Kristall- Facette- Spiegeln, bettstellen mit Auflegematraken 22 riaräder. Schlawe, Weinmeisterstraße Blusen- Arbeiterinnen, Mittelgenre, Rinder Aut Engros- Preifen gibt ab komplett 325 M. Riefenauswahl in Alurschränke Bafchtoiletten 18. Chaise pier. finden gute Arbeit bei Adolf Wittkowski, Herrenkragenplätterei Markus, Wallnertheaterstraße 28. Fahr- Serrenzimmern, Speifezimmern, Schlaf- longues 18, Rommoden 15. Bücher geld wird vergütet. Grünstraße 3. aimmern. Einzelmöbel in jeder Aus- vinden, Schreibtische 36, Trumeaus 29. frei, weit unter Fabritpreis, Ründapp, Baliktn, Reinidendorfer Straße 14. Motorräder, 3 PS., fabritneu, fteuer50 Mamfells für Mäntel verlangt Monatsgarderoben, von Ravalieren führung, Renaissance- Möbeln, moderne Büfetts 75, fünfaia Standuhren, DR., Orionette, Bebamo, Wanderer wenig getragene fowie neue Serren. Küchen, gestrichen, laftert. Möbelhaus Garantie, von 98,- an, Kücheneinrich- usw. gebraucht von 200,- an Motorradgarderoben in großer Auswahl zu fen- Gottlieb, Riigener Str. breizehn, Bahn- tungen 48. Speisezimmer, Serrenzimmer. haus, Große Frankfurter Str. 57. 8825 erhält im Saufe Beschäftigung. Mel Näherin, geübte, für Herrenwäsche, fationell billigen Breifen. Gesundbrunnen. Freilieferung Echlafzimmer 225, Klubaarnituren 175, bungen von 10 bis 1 Uhr. A. BertBelzwaren staunend billig. Wolfspiegen Lederklubfeffel 65. Riefenauswahl, über heim, MorikpTag. 12. nur im altbekannten Leihhaus Gebrauchte und neue Möbel, aller 500 Rimmer. Alles tatsächlich spott Rosenthaler Tor, Linienstraße 203/204, billigit, Bahlungs- Erleichterung, Möbel- billig. Stargardis Möbel- und Bom. Ede Rofenthalerstraße. Steine Lombard- zentrale, Lükomftr. 95. bardfpeicher. Brenzlauer Straße fechs.* Wir gewähren jedermann bei An- Plüschfofas 50,-, Chaiselongues 20, Zeilaahlung. Gardinen. Stores, Bett- fchaffung eritilaffa gearbeiteter Serren- kbaum- Ankleidefcrant 125. becken, Tischdecken, Steppheffen. Diwan- simmer, Sveisezimmer, Schlafzimmer, fche Bettstellen 60,-, Schreibtisch 40, deden, Teppiche. Bettwäsche. Geringe Küchen, Einzelmöbel zur Ergänzung, Garderobenspind 45,- Bäschespinden Anzahlung, bequeme Abzahlung. Möbel, weitestgehende Rahlungserleichterung. 20,- Ausziehtische 24,-, Stihle haus Buifenftabt. Röpenickerstraße 77/78. Unfere Spezialabteilung enthält reich fie Rukbaum- Büfetts 100, Richeneintich fiber, Ede Brückenftraße. Auswahl an Teppichen, Decden, Gar- tung 30,-. Geffin, Gartenstraße 26. Berleih Don Gesellschafts- Anzügen: biter Krebithaus, Surmstraße 81, eine Möbelfeller wunderschöne Schlafzimmer, dinen, Dekorationen aller Art. Moa- Ihr Gelb reicht! Bei mir im großen teuffelftrage). Rofenthalerstraße 4. Treppe, gegenüber Arminiusplak. Monatsanzüge, Fredanzilge, SmokingKitchen, anzüge, Gehrodanzüge, Jadettanzüge, Bolfterkeller Arautstraße 2, Riefen. Waschkommoden, Tische, Stühle ufw. au Sommerpaletots, Cutawananzüge, Sail- auswahl bildschöner Chaiselongues, niedrigen Preisen gegen Bar- und auf Tenmäntel, für jede Figur paffend. Rastenruhebett, Gofas, Auflegemateagen, Gie überzeugen. Möbelschak, Brunnen- aigerstraße 123a, Berlin School. Frembe Sprachen. Leipbequeme Teilzahlung. Ein Befuch wird Spezialität: Ede Bauchangülge, fpottbillig. Felbbetten. Wilhelmstraße, Salpern, Rosenthalerstraße 4, erste ftraße 160, Eingang Antlamer Straße. Tauengienstraße 19a, Speifezimmer, echt Eiche, prachtvolle Einzel und Etage. • Ausführung, rund vorgebaut, innen Qualität, ist für die Möbelanschaffung Der Preis, in Verbindung mit befter Klaffenunterricht. Eintritt jederzeit. Monatsanzüge, Winterpaletots, Geh- Mahagoni, Silberkaften und Silberzüge ausschlaggebend. Wir bringen heute in Freiprofpett. Bukschule Simon, Markgrafenstr. 18, rodanzüge, Fradanzüge, neue Jadett große Glasvitrine mit gebogenen, geanzüge, Joppen, modernste Taillenpale- fchliffenen Gläfern, ganz aparte Are- unferem Angebot belbes. Speisezimmer Technische Privatschule Dr. Werner, Qualitätsarbeiter, für feine Stoff. u. Leber. tots verkauft spot billia Alerander. benz, schwerer Auszugtisch mit 6 hohen unerreicht": englisches Büfett zwei Regierungs- Baumeister, Berlin, Rean möbel verlangt fof. Schmidt, Schidlerstr. 6. ftraße 28a, hochparterre.( Gefellschafts- Rindlederstühlen, komplett, gebeizt, aparte derstraße 3. Maschinenbau, Elektro. Der heutigen wummer liegt et anallae leihweife.) 595. Möbelniederlage Berlin, Auguft. Arebena, großer Auszugtisch, 6 Rind- technit Abendlebränge. Tederfühle, fomplett nur 660,- Mart. agesteht tellenangebote Klempner opett der Biomalzwerke Monatsanzüge, Baletots, Gefellfaefts. ftcake 47a, am Rofenthaler Tor. Langjährige Garantie! Berliner Möbel. gänge. analige ftaunend billig nur bei Nak, auf Bintwaschgefäße in Treptow- Berlin bei, der Möbelfrebit und bar an jedermann haus, Movik Sirfchowih, Südoften, Gta finden im Verwärts verlangt eine ausführliche Abhandlung über Garantenallee 84, Sochbahn Danziger, eine Anzahlung drif Strakauer, liger Straße 25. Sochbahn Softbufer gibt win Jähn, Webbing, Anton- beste Beachtung Schlichter& Pulina bie altbewährten Biomalzpräpa Bahnhof. Neukölln, Kopist. 48 rate enthält. mare. hof Alle Art Groß- Berlin. breit Mein feit 22 Jahren bestehendes Ge- Geübte Faltenbeutel- Arbeiterinnen bei fchäft liefert nur reelle are, Ein extra hohen Löhnen suchen Schwan aroßer Boften Motorräder eingetroffen. u. Co., Alte Jakobstraße 23/4. 8695* Gebrauchte von 200,- an. Sämtliche Selbständige Räherinnen auf elegante Erfah- und Zubehörteile. Weist, Große Boileblusen mit feiner GäumchenſtepFrankfurterstraße 25/26. perei außer dem Hause verlangen Fahrräder 100.-, prima Reifen 2.20 Carstens u. Lachmann, Zimmerstraße 29, bis 7. Weber, Elsasserstraße 89. Quergebäude, drei Treppen. 8796 721 eng Kaufgesuche 8755 8805 Für größeren Saushalt tüchtiges Rahngebiffe, auch einzelne Rähne, for aefucht. Silfe vorhanden. R. 44 HauptMädchen oder Frau, die fochen fann, wie Gold, Silberbruch, Platin tauft erpedition Borwärts. höchsten Tagespreifen Sermann Wiefe, Artilleriestraße 30. Fahrräher fauft Linienstraße 10 Johng biffe, Edelmetallbruch, Qued Binn, Blei, Gilberschmelze Chriftionat, Köpeniderftrade 20a( ManAnkleideschränke, Bettstellen, Bett tellen, Unterricht Meter mit Bilrinenoberteil, Englisch fogleich sprechen, fayreiben, traße 5. Sn Meines Rinderheim tüchtige Mutter mit größerem Rind, die tochen fann, gefudit. S. 44 Saupierpebition Vor märts. Erster Dreher perfekt auf Reparaturen an Großmafchinen gesucht M. 44 Expedition des Vorwärts" 19 Tapezierer 8815 Berlin SW 61, Tempelhofer Ufer 22 Karosserie- Klempner Tüchtige Arbeiter auf Blechtarofferien per sofort verlangt. Schebera A.-G., Tempelhof, Selterwassertutscher tüchtigen, verlangt Weißenfee, Friedrichstr. 29 a. Dirckirice 8/2 mit der Hand- u. Maschinenplätterei bestens vertrani, zur Leitung einer Herre kragenpiiterei von allererster Wäschefabrik per sofort oder später verlangt. Off. unt. Hest. E. 656 an Rudolf Mosse, Berlin C, Homiesir. Se. Junge Mädchen für leichte Handarbeiten sucht per sofort Corsefifabrik W.& G. Neumann Berlin NO, Elisabethstr. 28/29