Abendausgabe Nr. 23242. Jahrgang Ausgabe B Nr. 114 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise find in der Morgenausgabe angegeben Redaktion: Sw. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Donhoff 292-295 Tel- Adresse: Sozialdemokrat Berlin 5 Pfennig 18. Mai 1925 Vorwärts= Berliner Dolksblatt Berlag und Anzeigenabteilung Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 Ferusprecher: Dönhoff 2506-2507 Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Das Unglück auf Zeche" Dorstfeld". Frankreichs Gemeindewahlen. 44 Tote 25 Verletzte. Das Grubensicherheitsamt im Handelsminifterium| Länge von 300 Meter zu Bruch gegangen sein. Kein Wunder, teilt dem Amtlichen Preußischen Pressedienst über das Zechenunglück bei 1000 Kilogramm Dynamit. Aber dennoch: Unter diesen auf Grube Dorftfeld weiter folgendes mit: Die Zahl der Toten gewaltigen Brüchen, unter den unermeßlichen Felsmassen, da beträgt 44, von denen 43 geborgen sind. Die Zahl der Ber- fand man schon Ueberreste von abgebrannten Streichlekten 25, davon drei Schwer- und 22 Leichlverlehte. hölzern? Ist es nicht so? Oder möchte man sie erst noch finden und spricht deshalb schon jetzt davon? Der Teufel hol dieses Geschreibsel. Der Ausgangspunkt der Explosion liegt mit größter Wahrscheinlichkeit im Sprengstoffmagazin, wo rund 1080 Kilogramm Sprengstoff lagerten. Die Explosion hat dann die in der Nähe gelegenen Streden und ferner hauptsächlich die erfte Steigeabteilung betroffen, wo 34 Mann zu Tode lamen. Die Fortpflanzung der Explosion ist durch die Gesteinstaubstreuung aufgehalten worden. Der Unfallausschuß der Grubensicherheitskommission ist heute früh mit den Behördenvertretern eingefahren. Die Unterfuchung ist im Gange und erstreckt sich hauptsächlich auf die Ursache der Entzündung der Sprengstoffe im Strengstofflager. Der Leiter des Grubenficherheitsamtes ist am Sonntag an die Unglücksstelle abgereift. Der Oberberghauptmann reist heute ab. Die Beerdigung der Opfer findet wahrscheinlich am Mittwoch statt. Dortmund, 18. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Die Zeche„ Dorstfeld gehört zu den Essener Steintohlenbergwerfen A. G. und stand während der Besetzung unter der Verwaltung der Regie. Die furchtbaren Folgen der Explosion erflären sich aus der Menge der Sprengmittel, die mit 2000 Kilogramm angegeben werden. Das Preußische Oberbergamt in Dortmund teilt zu dem Unglück mit: Die Verunglückten sind bis auf drei Bermißte ge= borgen. Sämtliche Grubenbaue find befahrbar. Eine weitere Gefahr besteht nicht mehr. Nach den letzten Feststellungen hat die Explosion des Sprengstoffmagazins auf ein etwa 1000 meter entfernt liegendes Revier übergegriffen, in dem Fettkohlenflöze gebaut werden. Hier ist die Explosion anscheinend an dem Kohlenstaub der Abbaubetriebe eines Flözes nochmals furz aufgeflammt. Das hat die meiffen Opfer gefordert. Die ganzen Gruben waren, wie mehrfach durch Befahren festgestellt, durch Gesteinsstaubsperren und bestreuten Steinstaub gesichert. Die Gesteinstaubbestreuung läßt sich leider nicht überall in den Hauptabbaubetrieben selbst ausführen, woburd) es anscheinend ermöglicht worden ist, daß die Explosion überhaupt auf das betroffene Revier in dem vorliegenden Umfange hat übergreifen tönnen. Die Verletzten sind in dem Brüder- Krankenhaus, im Luisen. Hospital und im Städtischen Krankenhaus zu Dortmund unter gebracht. Die Totenliste ist noch nicht abgeschlossen. Ueber die Explosionsursa che steht noch nichts fest. Am Montag morgen soll eine amtliche Untersuchung eingeleitet werden. Die Toten, die zum Teil furchtbar verstümmelt wurden, sind in der Waschlaue der Zeche aufgebahrt. Der Reichstanzler hat sich im Laufe des Sonntag verschiedentlich telephonisch nach dem Umfang der Katastrophe erfundigt. Wie entstand die Explosion? Das Rätsel wird nicht gelöst werden. An ihrem Entstehungsherd ist alles stum: n. Stumm wie das Grab. Nur vermuten, nur raten fann man. Sind vielleicht in der Nähe der Geschoßtammer Zeche Dorstfeld 16362 Emscher ET Min. Stein * Block Obereving Kirchderne Scharnhorst 53 Dortmund Brackelo Karte zum Explosions Unglück auf der Zeche Dorstfeld. explosive Gase( schlagende Wetter) durch irgendeinen Umstand zur Entzündung gebracht worden und ist did Stich flamme diefer Explosion in die Geschoßlammer geschlagen? Konnte sie sich den Weg zur verschlossenen Geschoßfammer bahnen? Oder war diese nicht verschlossen? War sie etwa allgemein zugänglich? Die Explosion soll alfo vom Sprengstoffmagazin, von 1000 Kg. Dynamit ausgegangen sein. Dagegen helfen Gesteinsftaubsperren nicht. Was hinderlich ist, wird von ihrer Gewalt niedergerissen und Gesteinsstaub coraufgejagt. Die Erplofionsflamme des Sprengstoffmagazins muß weit in den Bau, in ein im Abbau begriffenes Grubenfeld geschlagen und dort eine Rohlenstauberplosion entfacht haben. Davon spricht auch der Bericht des Oberberamtes. Es handelt sich alfo um eine Sprengstoff- und in ihrer Fortsetzung um eine Rohlenstauberplosion. Diese forderte nach dem amtRohlenstauber plosion. Diese forderte nach dem amt: lichen Bericht die meisten Todesopfer! Was zur Sprengstofferplosion führte, wer weiß es? Bon Paul Faure, Deputierter und Bürgermeister von Le Creusot. Die Gemeindewahlen vollziehen sich in der französischen Wenn eine Kandidatenliste die absolute Mehrheit der abRepublik nach dem System des Mehrheitslistenwahlrechts. gegebenen Stimmen nicht erzielt, findet acht Tage später ein zweiter Wahlgang statt, in dem die relative Mehrheit genügt. Alle Gemeinderäte Frankreichs find am 3. und am 10. d. M. nengewählt worden. Diese Boltsbefragung hatte diesmal eine politische Bedeutung ersten Ranges. Ueberall traten die Fragen der kommunalen Verwaltung zurück. Das liegt darDurchmacht, ein offenfundiger konflitt die beiden an, daß in der ernsten Krise, die unser Land gegenwärtig parlamentarischen Körperschaften, Deputiertenfammer und Senat, trennt. Das tam am deutlichsten beim parlamentarischen Körperschaften, DeputiertenSturz der Regierung Herriot zum Ausdruck, die am Tage nach ihrem Siege in der Kammer vom Senat gestürzt wurde. Nun bilden die Gemeinderäte den zahlenmäßigen wichtigsten Bestandteil jener Wahlmännerförperschaften, die die Senatoren wählen. Das ist der Grund der Leidenschaftlichkeit, die die Rechte und die Linie in dem soeben ausgetragenen Kampfe gezeigt haben. Je nachdem die eine oder die andere Richtung siegen würde, sollte man sehen, ob das Land die Politik der aus den Wahlen vom 11. Mai 1924 hervorgegangenen Kammermehrheit billigte oder nicht. Andererseits bestritten die aktiven und zahreichen Elemente des Nationalen Biods, gestützt auf ihre starte Minderheit in der Kammer und ermutigt durch die Mehrheit des Senats, die Gültigkeit der Ergebnisse des vorigen Jahres. Sie schrien überall, daß jene Mahl Folge einer Ueberrumpelung gewesen sei, und daß die Wählerschaft nach den gemachten Erfahrungen zweifellos zu den früheren Anschauungen zurückgekehrt wäre, deren Hauptvertreter sowohl in der äußeren wie in der inneren Politit Poincaré gein der äußeren wie in der inneren Politit Boincaré gewesen ist. Der färmende Feldzug des Nationalen Blocks, der von Zeitungen mit Riesenauflagen geführt und von den Geld= mächten der Bant- und Industriewelt genährt wurde, hatte gewiffe politische Kreise beunruhigt und es war der Eindruc entstanden, als wäre ein Teil der Radikalen Partei reif für die Abwanderung nach rechts. Die Bildung des Kabinetts Painlevé war offenkundig durch diesen Einbrud beeinflußt worden. Das waren die Verhältnisse, unter denen unser fommunaler Bahlkampf geführt wurde. Es mag noch der Vollstänbigkeit halber hinzugefügt werden. daß diese Art Wahlen für die demokratischen und sozialistischen Barteien wegen der Schwierigkeit der Listenbildung recht unvorteilhaft ist, sowie Bourgecifie in den ländlichen Gemeinden und sogar in wichauch wegen des unbestreitbaren Einflusses, den die Führer der tigeren städtischen Zentren ausüben. Eines steht fest. Die Unglüdsfälle im Bergbau auf ,, Minister häufen sich. Nur Massenunglüde wie auf Minister Dennoch haben die Linksparteien diefe Prüfung fiegStein" und jetzt auf ,, Dorstfeld" erregen die Gemüter. Biel reich bestanden, und zwar so siegreich, daß es ihren Gegnern Der Hauptaktionär der Seche„ Dorstfeld" ist die Firma mehr Bergleute werden aber in Einzelfällen gemmöglich ist, die Klarheit und die Größe diefes Sieges zu Henschel Kassel, deren Vertreter Mitglied des Aufsichtsratstötet und verfrüppelt. Täglich und täglich hauchen gesunde bestreiten. Die Reaktion hat eine glatte Niederlage erlitten Der Berliner Diskonto- Gesellschaft ist, der gleichen Distonto- Gesell- fräftige Menschen, drei, vier, fünf an der Zahl, im Bergbau und muß es übrigens in allen ihren Blättern zugeben. Sie schaft, deren Geschäftsinhaber Dr. Salomonjohn gleichzeitig als Auf- des Ruhrreviers, im Often, Süden, Westen und Norden ihr hatte zwar nach dem ersten Wahlgang romh eine feife Hoffnung sichtsratsvorsitzender der Gelsenkirchener Bergwerts- 2.- G. fungiert Leben aus und noch viel mehr werden verlegt. Diese Un- auf günſtigere Ergebnisse im zweiten. Aber ihre Niederlage und der die Berunglückten von„ Minister Stein seinerzeit schmählich fälle gehen unter als tägliche Erscheinung. Das inter hat sich dabei nur nach allen Seiten ausgedehnt. beschimpft hat. Der Unglücksschacht 5 wurde mitte 1920 abgeteuft. nationale Treibersystem ist nicht schuldios daran. Bereits im Jahre 1905 ereignete sich auf Dorftfeld 2 ein Unglüd. Ein Land versucht das andere im Wettbewerb zu verdrängen. find fie im vollen Rückzuge. Sie hatten im Mai 1924 in der Die sollen durch ermäßigt werden. Da wird angetrieben und die Unfälle mehren sich. Wann wird ein internationaler Schutz= bund erstehen, der diesem System ein Ende fezt? das sechs Tote forderte. Im Jahre 1916 verunglückten fünf Tote auf Schacht 2-2, im Jahre 1918 auf dem gleichen Schacht 12 Tote und 12 Echwerverlette. 1922 forderte ein Unglück auf Dorstfeld 1 und 4 drei Tote. Die täglichen Unglüdsfälle sind in diesen Zahlen natürlich nicht berücksichtigt. Wie berichtet wird, sollen schon am vorhergehenden Tage schlagende Wetter festgestellt und vermauert worden sein. * Abermals: 44 Tote und 25 Verletzte! Wen stört es? Wird denn Bergbau getrieben, um Unfälle zu verhüten? Nein, nein! Profit, Profit! Es lebe der Bergbau! 44 Tote und 25 Verletzte! Sie wurden verbrannt, erschlagen, im Schachte, sie erlagen der Elemente Wut". Wer fegte die Elemente in Wut? In diese verderbenbringende, in diese alles zerschmetternde Wut? Rätsel, Rätsel. Kalt berichtet das Oberbergamt: Die Explosion hat 44 Tote gefordert. Hiervon befinden sich auf der Schachtanlage 36 Tote, die dort aufgebahrt sind. Sieben Bergleute sind in den Krankenhäusern gestorben. 25 Mann sind teils leicht, teils schwer verlegt. Sämtliche betroffenen Grubenbauten sind be fahrbar. Eine weitere Gefahr besteht nicht mehr. Ist das nicht beruhigend? 44 Bergleute sind tot und 25 verlegt! Eine weitere Gefahr besteht nicht mehr! Es tann also gefördert werden. Beruhigung für Aktionäre und Kurenbefizer. 44 Bergleute sind tot, 25 verletzt, die Förderung ist nicht gestört. Glückauf! Das Beileid. Außer dem Reichspräsidenten und dem Reichs. fanzler hat auch der Reichsarbeitsminister ein Telegramm an die Berwaltung der Zeche Dorstfeld gesandt. Er richtete gleichzeitig folgendes Telegramm an den Betriebsrat der Grube:" Tief erschüttert von dem entsetzlichen Unglück, das eine so große Zahl Ihrer Kameraden in der Vollkraft ihrer Jahre dahin gerafft hat, spreche ich Ihnen allen mein wärmstes Beileid aus. Ich tin überzeugt, daß alles geschehen wird, um die durch das Unglück hervorgerufene Not zu lindern." Für die Kommunisten waren die Gemeindewahlen sie Hauptstadt 135 000 Stimmen erhalten. Diesmal nur 97 000. In der Provinz eristieren sie sozusagen nicht mehr. " Natürlich hatte die Reaîtion versucht, die öffentliche Meirung mit dein Schreckgespenst des Feldmarschalls Hindenburg zu verwirren. Es mag schon sein, daß ihr dies hier oder dort gelungen ist. In einer Wahlversammlung hörte ich einen Abgeordneten des Nationalen Blocs mit widerwärtigem 3ynismus folgenden Gebantengang entwidein: Bis 1914 waren bei uns die Linksparteien in der Regierung und da kam der Krieg. Im Mai 1924 hat die Linke geliegt und eine Regierung Herriot mit pazifistischen Tendenzen geſtüßt und jetzt antwortet Deutschland darauf mit der Bohl Hindenburgs." Das ist natürlich blödsinnig. Nichtsdestoweniger ist es recht bedauerlich, daß in der Zeit, in der die deutsche Sozialdemokratie am stärksten war, bei uns Poincaré regierte, und daß in dem Augenblick, wo die fran öfifche Demokratie von Erfolg zu Erfolg eilt, man vor die Becheösische Tatsache der Wahl Hindenburgs gestellt wird. Anlaßlich des Grubenunglücks auf der Zeche Dorstfeld hat der preußische Ministerpräsident Braun, dem Amtlichen Breußischen Bressedienst zufolge, an den Betriebsausschuß der Zeche Dorstfeld. bei Dortmund folgendes Telegramm gerichtet: „ Die Nachricht von dem furchtbaren Grubenunglück hat mich mit tiefer Trauer erfüllt. Ich bitte, den aufs schwerste betroffenen Hinterbliebenen mein aufrichtigstes Mitgefühl und den Verletzten meine Wünsche für recht baldige Genesung zu übermitteln. Den Männern, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens an den Rettungs, der preußischen Staatsregierung." arbeiten beteiligt sind, gebührt die ganz besondere Anerkennung Ferner hat Ministerpräsident Braun an die Zechenverwaltung der Zeche Dorfstfeld ein Beileidstelegramm gerichtet. Wie tam es? Darüber wird nicht viel berichtet. Das Sprengstoffmagazin auf der 635- Metersohle soll zur Explosion gebracht worden sein. Wie wurde der Sprengstoff entReichsbannertag in Bitterfeld. Am Sonnabend und Sonntag zündet? Die Geschoßkammer steht unter schärffter Auffah Bitterfeld zum ersten Male einen Massenaufmarsch der Resicht und Verwahrung eines besonders hierfür publifaner. Das Reichsbanner Scharz- Rot- Gold hatte verantworalichen Mannes. Nur er allein und nie- zu einer Tagung nach Bitterfeld aufgerufen. Tausende von Remand anders kann das Geschoßmagazin betreten. Für jeden verliefen ber Fadelaug am Sonnabend und der Aufmarsch am publikanern strömten hier zusammen. In musterhafter Ordnung anderen ist es verschlossen. Wie steht es also damit? In einem Montagsblatt heißt es:„ Man spricht von einem Sonntag. Die Bevölkerung nahm lebhafteften Anteil an ber Sonntag. Die Bevölkerung nahm lebhaftesten Anteil an der republikanischen Veranstaltung. Es fam miederholt zu 3usammenLeichtsinn der Arbeiter felbft, die unten in der Grube mititen mit Angehörigen des Stahlhelms, die jedo Streichhölzern umgingen." Mit Streichhölzern? Wer stellte durch die mustergültige Disziplin der Reichsbannerleute und bem Dies fest? Bom Geschoßmagazin aus soll die Strede in einer Einschreiten der Schuppolizei bald erftit murden. fratie trotz unvermeidlicher Rückschläge eine Macht bleibt, die Indessen ist es für uns alle flar, daß die deutsche Demonicht zu zerschlagen ist. Wir wollen hoffen, daß unser sozialistischer Aufstieg für sie ein Anfporn und ein Grund mehr fein wird, ihren Kampf fortzufeßen und die Lage immer mehr mieder einzurenfen. Der wirkliche Sieger vom 3. und vom 10. Mai städtischen Mehrheiten in Händen, die sie bereits besaß und hat war unsere Sozialistische Partei. Sie behält alle zahlreiche neue erobert. Nicht nur die Linkspresse, sondern fogar die Rechtsblätter geben dies zu. Eine Aufzählung einiger der größeren Städte, in denen wir entweder die Gesamtheit oder die Mehrheit der Size gewonnen haben, beweist am besten die Bedeutung unseres Sieges. In Zukunft wird Bürgermeistern wehen können, in denen wir bisher oder unsere Fahne auf folgenden Rathäusern mit sozialistischen früher die Mehrheit hatten: Lille, Roubair, Straß= burg, Troyes, Brest, Sait- Quentin, Creil, Loulouse, Limoges, Narbonne, Marseille, Grenoble, Montluçon, Commentrs ant ceau le s M i a e s, Srens, sowie die Pariser Lr>r- st S d t e Puteaux, Pantin. Suresnes, Montreuil usw. In folgenden anderen Städten haben wir die Mehrheit ganz neu erobert und damit den neuen Bürgermeister stellen können: Mülhausen, Dünkirchen, Be- thune.Rennes.Tours.Saint-Nazaires, Bordeaux. Montpellier, L e Creuzot, wo es uns zum erstenmal gelungen ist, die Liste des Stahlkönigs Schneider, des französischen Krupp, aus dem Rathaus zu verdrängen. Das alles beweist zur Genüge, daß in diesem Monat Mai unsere Partei eine prächtige Ernte roter Nelken eingebracht hat, die sie den in der Sozialistischen Arbeiter- Internationale vereinigten Massen als brüderliche Grüße entbietet! Protest gegen üie Haussuchungen. Die Organisation der Presse gegen Justizwillknr. Die mit großem Aufgebot von Kriminalbeamten vorge- nommene Haussuchung in der Redaktion des „Vorwärts* und in der Wohnung unseres ver- antwortlichen Redakteurs, Genossen Reuter, besck�äftigte am Sonntag den Vorstand des Berliner Bezirksverdändes des „Reichsverbandes der deutschen Presse*. All- gl mein war die Ueberzeugung, daß diese Haussuchung noch dem Wortlaut einer Berichtigung saus Grund des 8 11 des Preßgesetzes) einen schweren Ein- griff in die Freiheit und Würde der Presse darstellt. Bei der Besprechung wurde mitgeteilt, daß auch bei einigen anderen Blättern eine Haussuchung aus ähnlichem Anlaß stattgefunden habe. Auch dort wurde nach„Berichti- gungen* gesucht. Der Borstand legte feine unmißverständliche Ansicht in folgender Entschließung nieder: Der Vorstand de» Bezirksoerbaades Berlin im Reichsver- band der deutschen Presse hat davon Kenntnis genommen, daß in den Redaktionen verschiedenster Parteirichtungen wegen eines Formaldelikts(Uebertrewng des§ 11 des Preßgesetzes) Haussuchungen abgehalten worden sind. In einem Falle ist die Haussuchung sogar aufdiePrivatwohnungdes Redakteurs ausgedehnt worden.. Gegen dieses Vorgehen von Justizbehörden, in dem der Bezirks- verband als Berufsoertretung der Schriftleiter oller Richtungen einen schweren Angriff gegen die Frei- heit der Presse erblickt, erhebt der Vorstand in oller Form den schärfsten Protest und erwartet vom Justizministerium U n• oerzügliche Anweisungen an die nachgeordneten Stellen, auch der Presse gegenüber die Vorschriften der Strafpro- zehordgnung strikte zu beobachten. Diese Entschließung soll dem Justizministerium zugestellt, also„aktenkundig" gemacht werden. Außerdem aber soll durch ihre Beröffentlichung zum Ausdruck gebracht werden. daß die behördlichen Eingriffe in die Pressefreiheit auf den entschiedenen Widerstand derer stoßen, gegen die sie sich richten. Sparer und �ufwertungskompromiß. Eine Erklärung Bestö. Der HypochekenAläubiger- und Sparerschutzoerbend wendet sich in einer Sonderausgabe der.Aufwertung* scharf gegen das Aufwertungskompromiß. Zugleich wird eine Er- kläruna von Dr. Best veröffentlicht, in der es heißt: „Mein Name wird in der Aufwertungsfrag« so häufig genannt. daß ich die Gründe meines Austritts ans der deutsch- nationalen Reichstagsfrattion wegen ihres Zusam- menhanges mit jener glaub« darlegen zu sollen. Ich habe meinen Austritt erklärt, weil die Fraktion mich ans dem Auf- wertungsausschuß zurückgezogen hatte. Das wieder- um geschah, weil ich mich weigerte, im Ausschusie den Vereinbarun- gen, die die Regierungsparteien mit der Regierung über einzelne Aenderungen des Entwurfes getroffen hatten, zuzustimmen. Ich Hronnens neuestes Drama. »Und also ist e« Kramps, wa» sie machen oder Vermessenheit oder eine falsche Spekulation.- Arnold Bronnen. „Rheinische Rebelle»- 4. Akt. ..Rheinische Rebellen*, das jüngst« Schauspiel des jun- gen Dichters Arnold Bronnen, ist eine sensationelle Ange- legenheil. Im Rheinland ist das Drama von der Interalliierten Kommission verboten. Auch hat es eine sensationelle Handlung. Vom ersten Augenblick an reißt es uns in«inen aufgeregten Wirbel hochpolitischer Geschehnisse. Menschen von gigantischem Ausmaß arbeiten mit hemmungsloser Energie und ratterndem Hirnmecha- nismus und wir sind Augenzeugen. Wir stehen mit am Rad der Weltgeschichte, sozusagen, regen uns aber nicht dabei auf. Occc— das ist kein Druckfehler, bei Bronnen heißen die Personen unge- wohnlich, die Frauen haben die Vornamen Gien und Erle— Occc also ist das Haupt einer Separatistenbewegung, die eine freie rhei- nische Republik gründen will, weil sie die Bedrückung durch die Besatzung satt hat. Die Beweggründe zu seinem Tun sind Occc selbst, den Zuschauern und, ich fürchte, auch dem Dichter unklar. Der Rebell hat einen Geheimoertrag mit den Franzosen in der Tasche und keine Seele im Körper. Diesen Vertrag entwendet ihm vor seinen Augen Gien, eine todesmutig« Patriotin und seine er- bitterte Gegnerin, die alle seine Pläne durchkreuzt und die Lewe- gung zum Scheitern bringt. Schwer wird es ihr nicht gemacht, denn Occc, von leidenschaftlicher Liebe zu ihr ergriffen, überläßt ihr widerstandslos alle Waffen. Das ist der dramatische Konflikt: in den Mann, den die Politik innerlich erkaltet hat, wächst plötzlich die Liebe hinein, die Lieb« zu einem Mädchen, das nichts von Politik versteht und aus gefühlsmäßigem Drang zu ungeheuren Taten ge- rissen wird. Sie macht den kühlen Verstandesmenschen zu einem erotischen Sklaven, von dem sie spielend alles erreicht. Er verrät sogar auf ihren Wunsch seine liebende Gehilfin, Pola, eine tapfere Frau, die restlos an ihn und feine» Enderfolg glaubt. Dies Geschehen rollt in gehetzten Bildern und in gehetztem Dia- lag vorüber. Die Personen unterhalten sich literarisch geistvoll. Groteske Wendungen tauchen auf, z. B.:„Lerne leben ohne zu kotzen*. Im zweiten Akt hält Occc vor einem unsichtbaren Publi- kum die entscheidende Red«, die ihm die Autorisation zur Rebellion geben soll. In diese Rede, fast am Ende, platzt die Patriotin Gien hinein und appelliert an das heilig« Vaterlandsgefühl. Hier ist Bronnen eine Szene mit dramatischem Schwung, Spannungen und Steigerungen gelungen. Der Akt lebt und ist ein Eklebnis. Und deshalb hoffen wir weiter ans Bronnen und die junge Generation. Auch nach dem Mißerfolg des ganzen Dramas, das trotz allem Aufwand kalt läßt,«eil wir keine Beziehung zu den handelnden Personen mit ihre» verkeampsten und gequälten Gefühlen finden können. Die Empfindungen wirken irgendwie stklisiert. Das ist viel- leicht der Grund, warum Ießner im Staatstheater eine gewissermaßen stilisierte Aufführung inszeniert hat. Etwas Un- wirtliches ging von den Darsteller» aus. S t« i n r ü ck als Oeer hatte zwar die Bewegung««, die Stwnne und den Blick eines behielt mir vielmehr vor, an meinem Entwurf festzuhalten und bei seiner Ablehnung alle Anträge zu stellen, die mir geboten erschienen, um die Regierungsentwürse tragbar zu machen.* „Ich weiß, daß die Zugehörigkeit zu einer Fraktion der freien Betätigung Schranken auferlegt. Da aber die Fraktion meinen Standpunkt kannte, sich bei den Wahlen erfolgreich auf diesen und mich beza gen hatte und der Sparerbund für die Fraktion auf Grund der Zusage eingetreten war, daß sie unter voller Berücksichtigung meines Entwurfs für �>ie Wiederherstellung der beseitigten Rechte wirken werde, durfte ich erwarten, daß man mich wenigstens selbst meine Ansicht im Ausschuß vertreten lassen werde. Das Gegenteil muhte ich ablehnen, well es meiner Ueberzeugungg und meinem Wahlversprechen zu- widerlief, meine Ehre und meinen Namen gefährdet und das Dertrauen von Hunderttausenden getäuscht hätte. Auch erschien es mir unzulässig, die Ausschußverhandlungen über die wichtigste Frage der inneren Politik zu einer Komödie herabzuwür- digen.* „Der Sparerbund hat von mir verlangt, daß ich die Partei- leitung um Entbindung von dem Versprechen ersuche, im Falle eine» Aueschlusses oder Austritt» aus der Fraktion mein Mandat niederzulegen. Der Verband macht geltend, daß mein Austritt mir durch das dargelegte Verhalten der Fraktion aufgezwungen war. Ich fühle mich um so mehr verpflichtet, dem Verlangen des Verbandes nachzukommen, als Hunderttausende für die Fraktion eingetretene Wähler durch die Hoffnung auf mein Wirken bestimmt waren. Hält die Parteileitung an meinem Reverse fest, so werde ich auf Verlangen des Verbandes die E n t s ch e i- d u n g eines Ehrengerichts anrufen. Aus dieser Erklärung geht hevor: Die Deutschnationnlen haben die Aufwertungshoffnungen und den Namen Dr. Best als Stimmfalle benutzt. Sie haben von vornherein mit dem Bruch ihrer Wahl- versprechen gerechnet und sich von Best einen Revers unter- zeichnen losien, der sie rückversichern sollte. Nicht einmal eineStimmeim Parlament wollten sie nach dem geplanten Bruch ihrer Wahlversprechungen den von ihnen Belogenen lasten. B est war ihnen gut in der Wahl- agitation, nun kann er gehen. feilte große Reichstagsöebatte. Heute nachmittag wird im Reichstag Außenminister Stresem a n n die zweite Beratung des Haushalts dieses Ministeriums mit einer großen politischen Rede einleiten. Für die Sozialdemokratie wird in der ersten Rednerreihe Rudolf D r« i t s ch e i d. in der zweiten Rednerreihe Otto Lands- b e r g sprechen. Mit dieser Beratung sind alle Interpellationen verbunden, die sich mit der politischen Lag« nach der Wahl Hindendurgs beschästigen. Kein Schaöenersatz für Stargard. Pole« zahlt nichts. Warschau. 18. Mai.ren Klöstern erdacht. Am Tage der Präsidentenwahl war mein Hündchen,„Etips* mit Namen, sehr unruhig— er wollte durchaus wählen gehen. Natürlich Hindenburg. Denn die vornehmen Hunde in Westend, die alle deutschaational oder völkisch sind, hatten ihm welsgemacht, dann würde sofort die lästige Hundesperre beseitigt. Ich war skeptisch:„Glaub's nicht, Stips,* sagte ich,„es wird so viel ge- schwindelt über die herrlichen Zeiten, die mit Hindenburg kommen sollen. Ich fürchte, im Gegenteil, wir nähern uns mit jedem Schritt nach rechts der menschlichen Hundesperre. An der Kette zerren wir all« schon, mehr oder minder— bald kommt für uns auch der Maulkorbzwang.* Inzwischen hat Frau Briege ihn in origineller Form eingeführt, freilich zunächst nur für Arbeiterinnen. Aber ich röte ihr zu so- sortiger Patentanmeldung, denn das System reizt zur Nachahmung, erschließt unabsehbare Perspektiven! Viel wichtiger als die Berhütting belanglosen Geplauders wäh- rnrd der Arbeit ist e«, unbequeme Beschwerdeführer, besonders Be- rwfstkkh'en Verpflichtung gemeint. Das Reichsverkehrsminr» sterium ist nach wie vor bereit, die Enffchädigungsansprüche zu sammeln, denn es hält sie für berechtigt, auch wenn es Polen gelingen sollte, ein Attentat als Ursache des Unglücks nachzu- weisen. Räch Art. 36 des deutsch-polnischen Korridorabkommens gilt dort noch das deutsche Recht. Das deutsche Reichs- Haftpflichtgesetz bestimmt, daß die Eisenbahn hastet, soweit nicht eine höhere Gewalt eingegriffen hat. Das deutsche Reichs- gericht hat jedoch Attentate nicht als höhere Gewalt anerkannt, da die theoretische Möglichkeit ihrer Abwendung immer vor- liegt. Wie die polnischen Gerichte sich zu dieser Frage stellen werden, bleibt abzuwarten. Ob die Deutsche Reichsbahngesell- schaft den Berletzten und Hinterbliebenen irgendwie materiell beistehen wird, ist noch nicht entschieden. Schwerwiegende /lbrüftungsfordernagea. �folgen der Hindenbnrg-Wahl. Die Londoner Sonnlagsbläller melden übereinstimmend, daß die Rote der Bokschaslerkonserenz. die auf Grund des erzielten Konmpromifle» zwischen England und Frankreich am Donnerstag nach Berlin gerickzlel werden soll, von außergewöhnlicher Härte sein wird. Die„Sunday Times* melnk, die Role werde für Denlschland eine beträchtliche lleberraschung bilden, wäh. rend„Observer* sogar davon spricht, daß die deutsche östcntliche Meinung darüber einen Schreck erleiden werde. Danach muß man sich ans allerhand gesaht machen. Die Note wird aus eine j-zanze Anzahl von Versehlungen anführen, die Deutschland begangen haben soll, und von Forderungen, die Deutschland erfüllen muß, bevor die Kölner Zone geräumt wird. Die liberalen Blätter„westminster Gazette* und»Daily News" vom Montag kritisieren dia Note als zu schars und über da» Maß de» vernünsiigen hinausgehend. * Es ist kein Zweifel daran, daß sich die Lage Deutschlands seit dem Herbst und vor allem seit dem Ausgang der Präst- dentenwahl erheblich verschlechtert hat und es war vorauszusehen, daß sich diese Berschlechterung gerade in der Frage der Militärtontrvlle auswirken würde. Das hat der Außenminister Stresemann genau gewußt, als er die Kandidatur Geßler hintertrieb und als er, allerdings ver- gebens, weil mit unzulänglichen Mitteln, die Kandidatur Hindenburg zu durchkreuzen versuchte. Die pazifistischen Er- klärungen des neuen Reichspräsidenten während des Wahl- kampfes und bei seinem Amtsantritt waren zweifellos auf- richtig und mögen dazu beigetragen haben, die ursprüngliche Stimmung in den Ententeländern etwas zu mildern, aber sie vermochten nicht, den Gesamteindruck, den der Sieg des Rechtsblocks in der Welt hervorgerufen hat, zu beseitigen. Amerika ürängt. «nf die iuteraNiierte Schuldenregelnng. Pari«. 18. Mal.(Eigener vrahkberichl.) Meldungen aus Washington beflättgen. daß die amerikanisch- Regiervog enl- schlössen ist. die Regelung der Frage der Alliiertensrfiulden mit allem Nachdruck zu betreiben. Verhandlungen, dle zunächst noch offiziöser Natur sind, werden darüber nicht uur mit Frankreich. sondern auch mit Ztalleu. Belgiea. Tschechoslowakei und Rumänien geführt. Dle Znltiattoe dazu ist von der Schul- denkommisstoa des amerikanischen Parlaments ausgegangen. Aus Veranlassung de» Weiße» Hause« würde» durch seine dlplomalischen Vertreter die Regteruageu der geuaunten Mächte in sehr uazweideu- liger Form darauf aufmerksam gemacht, daß der Zeitpunkt für dle Liquidation ihrer während des Kriege» aufgenommenen Anleihen gekommen sei. Nach dea Znsormationen der Pariser Presse, für die eine aml- liche Bestätigung allerdings noch nicht vorliegt, soll der amerikanische Botschafter in Paris der französischen Regierung nahegelegt haben. ein« Kommission zu direkten Verhandlungen nach Washington zu enks enden. Nach Meldungen au» B r u s s et soll dort ein ähulicher amerikanischer Schritt erfolgt sei«. triebsräte, unter Lippenverschluß zu nehmen. Dann kann man sich unbehindert mit ihnen unterhalten! Auch sozialistische Agitatoren, namentlich in Wahlzeiten, dürfen uneingeschränkt reden, nachdem ihnen der Sicherheitsdienst mit amtlich gestempeltem Leukoplast ordnungsgemäß den Mund ver» klebt hat. Gefährlich« Führer werden einfach dauernd versiegelt. Ich möchte aber eins vor allem befürworten: unser Reichstags- Präsident erhäll das Derschlußrecht gegenüber Ruhestörern im hohen Hause, auf daß Lobe sie verkleb«! Ich würde ihm freudig die erste Rolle Leukoplast für Amtszwecke dedizieren. Acht Zentimeter genügen in der Regel, für ganz groß« Schnauzen zehn bis zwölf. „Zur Rechten sieht man � wie zur Linken Viel rosa Klebepsloster blinken.* Die Leukoplastindustrie wird ein« neue Blüte erleben, Deutschland auch hier in der Welt voran! Adele Schreiber. Fifth Zubilee Singer». Da« sind S Negerstimmen aus dem Staate Tennesse USA., die uns erstmalig und einmalig Negerhymnen und Plantagenlieder vortrugen. Eine Frau, die den Tenören eine sanfte Stütze ist, und«in Männerquartett, in dem«in naturhaster Grundboß und ein weicher, lyrischer Vorsänger das Fundament und das Dach dieses einheitlichen Tongebäudes werden. Die S Leute haben jahrelang an der Sammlung echter Negergesänge gearbeitet. haben sie harmonisiert, teils ganz primttio, teils mit Kühnheiten. die an die Musikalität der Singenden groß« Ansprüche stellen. Ein- fachheit, Schlichtheit ist auch der innerlich« Zug dieser Gesänge, die durchwebt sind von einem edlen Gefübl der Frömmigkeit und der Hoffnung. Welch ein« menschliche Rasse, die auch für Leiden und Zurücksetzung nur diese Weisen des Trostes, der Selbstberuhiguug, des Aufblicks zu höherer Kraft hoben. Kein Ruf des Trotzes, der Rache, des Kampfes, alles ist Resignation, ist Wunsch und Bitte. „Ich bin so froh, daß der Schmerz nicht immer währt*— das könnte Motto all ihres Singen» fein. Die Originalhymnen, zum Teil sali- stisch unter Akkompagnement von Brummstimmen, zum Teil so ge- setzt, daß die Begleitstimmen Zupfinstrumente, Banjos u. a. malen sind die seelisch stärker wirtenden, die Bearbeitungen von Rhode. Dvorak, La Korge neigen zu einer Sentimalität, die uns peinlich an Koschat und Zither erinnert. Die Aussprache, die Phrasierung. die Einstimmigreit der Negersänger ist musterhast: hie und da springt eine humoristisch« Wendung aus, ein Drücker, ein Iuchzer, der zur Heiterkeit zwingt, auch wenn die englischen Text« unrerstairden bleiben. Dielleicht ist die» das beste Zeugnis für die Missionare geistlicher Gesänge: daß sie so unmittelbar Stimmung und Andacht erzeugen können. K. S. Theeter in der tUoslerstraße,««ethe-vühne. In Abänderung des Spielplane» findet die Erstaufilihrung der Komödie»Das Fräulein du P o r t a i l- am 20., abends 8 Uhr, statt. Ltna Serzer, die bisherige volle! tmeifierin und 1. Solotänzerin vom Deutschen Opernhau« Ckorloitenbur-z. wurde al« Nachfolgerin des volle«- meifter« Professor Kröller an die bayerischen StaotZtbealer München verpflichtet. Die medizinische Fakultät der llnloerfltäl Zllllafler wurde Freitag in Anwesenheit de» preußischen Finanzministers Dr. HZpker-Aichoff seterlich eröffnet. Münster ift damit zur Oollunlverfitat geworden. Für die neuen Kliniken, die seit 1913 int Bau wasea, ß»d T SWHiay« Mark auf- gewendet morden. Bayerisches. Scharfgeladene Gewehre gegen Republikaner. Ein Fortschritt ist zu verzeichnen. Bei der Tagung des Gaues Franken des Reichsbanners im Herbst vorigen Jahres in Bamberg war noch jedes öffentliche Hervortreten verboten. Kein Umzug durfte stattfinden, teine Fahnen entrollt werden, selbst die Niederlegung eines Kranzes mit schwarzrotgoldener Schleife am Dentmal der Gefallenen wurde nur gestattet, wenn nicht mehr als zwei Mann mit gingen. Und natürlich hatte man ein starkes Aufgebot schwer bewaffneter Landespolizei entsandt. Wie hätte sie fehlen dürfen! Sie fehlte auch am letzten Sonntag in Schwabach, dem altertümlichen Städtchen, nahe Nürnberg, nicht, um der schwarzrotgol denen Feier der Bannerweihe das nötige Blau- Weiß zu geben. Ein Umzug der gesamten Teilnehmer war auch verboten, aber die ein zelnen Abordnungen durften doch wenigstens mit entrollten Fahnen vom Bahnhof in die Stadt einziehen. Und es waren nicht wenige. Republikanischer Frühling! Hunderte von Bannern blähten auf über der mehr als 5000föpfigen Menge, die herbeigeeilt war, um ihren Rütlischwur für die Republif abzulegen. Aber wieder wie in Bamberg rollten die Kraftwagen mit Lan despolizei heran. Ohne das geht es in Bayern noch nicht. Und als fie von den Bannerleuten begeistert" mit Frei- Heil!-Rufen begrüßt wurden, ließ der Offizier halten und angesichts der Männer, die heute immer noch der sicherste Schutz der Verfassung sind die Ge wehre laden. Bayerisches, Allzubayerisches! Das kann schon die Stirnader in Zorn schwellen. Fehlt nur noch ein Provokateur in der Masse, der einen Stein wirft und das Unglück ist da. Aber die Selbstzucht der Reichsbannerleute ist groß. Auf einer Wiese, die mit blühenden Bäumen umrahmt war und die die Masse der Bannermänner taum faffen fonnte, trog ihrer großen Ausdehnung, hielt Polizeioberst a. D. Lange eine Ansprache und nahm die Weihe des Banners vor. Sein Hoch auf die Republit wurde mit hinreißender Begeisterung aufgenommen. Wahlen in Waldeck. Arolsen, 18. Mai.( WIB.) Bei sehr geringer Wahl beteiligung fanden gestern in Walded die Wahlen zur Landesvertretung statt. Bon den abgegebenen Stimmen entfielen 2826 auf die Sozialdemokraten, 1028 auf die Demofraten, 5155 auf den Landbund, 1869 auf den Handwerkerbund, 530 auf den Wirtschaftsbund, 2488 auf die Deutschnationale Boltspartei und 1473 auf den Mittelstandsbund. Demnach entfallen auf den Landbund 6 Size, auf die Deutschnationale Boltspartei 3, auf die Sozialdemokraten 3, Handwerterbund 2, Mittelstands. bund 1 und auf die Demokraten 1 Gig. Ob der 17. Siz dem Landtund oder dem Mittelstandsbund zufällt, ist noch unentschieden. Da der Landbund auf deutschnationalem Boden steht, besteht eine deutschnationale Mehrheit. Am Wannseestrand. Das Freibad Wannseee vereinigte gestern eine große Zahl Badeluftiger, die in dem herrlichen Sonnenwetter dort Erholung suchten. Am Sonnabend hatte die Stadt Berlin, der das Freibad gehört, die Vertreter der Preffe zu einer Besichtigung eingeladen. Die Berwaltung, die in der Tat feine Stritit zu scheuen braucht, wollte der Presse selber Gelegenheit geben, sich über die neuen Anlagen des umgestalteten Freibades zu unterrichten. Nach schöner Fahrt durch den von der Frühlingssonne überglänzten Grunewald wurden die Gäfte beim Eintritt in das Freibadgelände von dem Stadtverordneten Clajus, dem Direktor des Bades, bewillkommnet. Erschienen waren auch Mitglieder der Forstverwaltung und mit ihnen Stadtrat Wege als Dezernent und Forstdirektor Grasso. Ueber die Umgestaltung der Badeanlagen gaben Stadtrat Bege und Stadtverordneter Clajus einige Erläuterungen, und dann machten die Gäfte einen Rundgang durch das ganze Badegelände. Der Strand des Freibades Wannsee hat eine Ausdehnung, die ähnlich groß bei feinem anderen Freibad in der Umgebung Berlins ist. Auch die dem Badebetrieb dienenden neuen Bauten laffen an Geräumigkeit taum etwas zu wünschen übrig. Wie schön die schlichten Häufer aus dunklem Holz mit hellerem Mohrdach sich in die Wald- und Wasserlandschaft einfügen, das fällt dem Besucher des Freibades fofort in die Augen. Auf dem hohen ferrand stehen die Torbauten mit den Kassenschaltern. Hier findet der Besucher auch Stände zur Aufbewahrung von Fahrrädern und als eine sehr willkommene Einrichtung einen Hundezwinger, der die mitgebrachten Hunde in Berwahrung nimmt. Unten reihen sich die übrigen Gebäude aneinander, das Hauptgebäude mit Räumen für die Verwaltung und für die Gastwirtschaft, die Hallen, in denen die Badenden sich aus- und ankleiden, die Bedürfnisanstalten, die Berfaufsstände( für Milch, Obst, Wurst, Tabak). In den Gebäuden gilt wie auf dem Strande das Gebot der Ordnung und Sauber feit, ohne die ein Freibad nicht zu denken ist, und die Befolgung wird jedem Badegast zur Pflicht gemacht. Die Verwaltung des Bades findet für diese Bemühungen die wirksamste Unterstügung bei zwei schon früher aus ,, Stammgästen" zusammengetretenen Ver einen, dem Berein der Wannseeaten", von dessen Mitgliedern viele sich in einer dem Badegelände angegliederten Laubenstadt angesiedelt haben, und dem Berein der. ,, Sonnenbäder". Dank der Mitwirkung dieser Vereine und der Schwimmvereine hat das Freibad Wannsee auch einen Rettungsdienst, der mustergültig ist. Die Zahl der Rettungsmannschaften, die Stranddienst tun und die Wasserfläche unter ständiger Beobachtung halten, wird an Tagen stärksten Berfehrs bis auf 30 und manchmal sogar auf 40 gesteigert. In der. Rettungswache des Freibades steht Personal bereit, das ausgebildet ist, den Unfällen erste Hilfe zu leiften. Man darf sagen, daß im Freibad Wannsee, das früher als eine Art ,, Sodom und Gomorrha" verschrien war, jetzt Ordnung geschaffen worden ist. Die Verwaltung wünscht, den Aufenthalt an dieser Erholungsstätte den Berlinern fo angenehm zu machen, daß Freibad Wannsee ihnen fast eine Babereise erfeßen tann. Sogar an Einrichtung von Kurfonzerten" wird gedacht. machen " Ein Dachstuhlbrand. In der Nacht zum Sonntag wurde die Berliner Feuerwehr nach der Eschenallee 25 alarmiert, wo der Dachstuhl eines neuen Hauses brannte. Als die Charlottenburger Feuer. unter Leitung des Baurats Berg dort antamen, stand der Dachstuhl mit den Bodenverschlägen schon vollständig in Flammen. Diese hatten reiche Nahrung gefunden und müssen bort längere Zeit unbemerkt geschwelt haben. Erst nachdem mit vier Schlauchleitungen fräftig Waffer gegeben war, gelang es, der Flammen Herr zu werben. Die Ablöschungs- und Aufräumungsarbeiten nahmen noch viel Zeit in Anspruch, so daß die Züge erst früh morgens wieder abrüden konnten. Gleichzeitig stand in der Windscheidtstraße 12 die Drogerie DON Togad in Flammen. Sie hatten an Drogen, Delen u. a. Waren so reiche Nahrung gefunden, daß Baurat Bapte unverzüglich mehrere Schlauchleitungen von Motorsprigen vornehmen laffen mußte, um die angrenzenden und darüber liegenden Wohnungen und Geschäftsräume zu schüßen. In beiden Fällen ist der Schaden angeblich erheblich und nur zum Teil durch Bersicherungen gebedt. Ein Maitreffen. Die Berliner Gewerkschaftsjugend an der Havel. An vorgeschichtlich bedeutsamer Stelle gab sich gestern beim herrlichsten Frühlingswetter die Jugendgruppe des 3d A. mit den jungen Berliner Gewerkschaftlern ein Stelldichein zu einem Frühlingsfeft. Die Römerschanze bei Potsdam war seit den ersten Bormittagsstunden das Ziel hunderter bei Lauten- und Mandolinenflang marschierender Burschen und Mädchen, die stolz ihre roten Wimpel zur Schau trugen und fröhlich in den Maientag hineins zogen. Allmählich sammelten sich auf dem früheren Ringwall der Bermanenzeit die verschiedenen Gruppen und von einem Ende Berlins zum anderen war die gewerkschaftlich organisierte Jugend pertreten. Ein buntes Treiben entfaltete sich hier bald. Hier Ge jang, dort Saitenspiel, überall frohes Lachen. Auf dem Rasen leichte athletische Uebungen. Unten am Havelftrand luden die cinten sich dann im Sonnenglanz die Jungen und Mädchen zu Wellen zum Bade. Erquickt und befreit vom Wanderftaube ver. Reigen und Tänzen, zu Sport und Spiel. Es dauerte über den Mittag, bis die legten Zuzügler innerhalb des Ringes ihr Platz chen gefunden. Dann sorgte die Festleitung für den programm mäßigen Fortgang des Festes. Gesang und Sprechchöre traten zusammen, Fiedel und Laute erzwangen sich Gehör und dann wurde das Frühlingsspiel von Osterrot aufgeführt, das mit Liebe und Geschick einstudiert war. Fast schien die Feier gefährbet, als der zuständige Förster die vom Landrat in Nauen er. teilte Genehmigung zuerst als nicht ausreichend" ansehen wollte. Offenbar hatten es übereifrigen Personen die roten Wimpel angetan, um Forstpolizei und Land. jäger zu Pferde und zu Rad den jungen Gewert fchaftlern entgegenzusenden. Den Abschluß dieser fröhIchien Frühlingsfeier bildete die Aufführung des Chorwerts Die Erlösung von Bruno Schönlant. Die tiefen Gedanken des Werkes fanden bei Käte Lindenberg und Hans Müller talentvolle Darsteller. Dann scharten sich die Gruppen um ihre bung und ein Bersprechen für die Zukunft. Banner zum Heimweg. Das Maitreffen war eine wirtsame WerEröffnung der Baufachausstellung. 4. Rennent. 30000., 1600 Meter. 1. Favor( D. Schmidt), 2. Sisyphus, 3. Malatefia. Toto: 20:10. Plag: 15, 19: 10. Ferner liefen: Mardud, Hermoder, Saturn. 5. Rennen. 10400 m., 2000 Meter. 1. Jdomomeus( H. Teichmann), 2. Hormbori, 3. Habicht. Toto: 356: 10. Blag: 73, 25: 10. Ferner liefen: Ganelon, Fundim, falsum. mann), 2. Blad Bridge, 8. Antonor. Toto: 27:10. Blak: 13, 14, 18: 10. Ferner liesen: Bardes Bruder, Olifant, Fits und Stars, Minty Bridge, Bones, Bory. 6. Rennen. 3900 M., 1800 Meter. 1. Großinquifitor(. Thiele 7. Rennent. 2800 R., 1400 Meter. 1. Abendwind( B. Tarras), 2. Riefenstein, 8. Calderon. Toto: 34: 10. Blak: 17, 34, 27: 10. Ferner liefen: Sojo, Sportwelt, Seewarte, Mutwillig, Alarid, Miffa, Kornelius, Lichtstrahl, Distel. Sawall gewinnt im Stadion. % Das für den gestrigen Renntag im Stadion Grunewald zusammengestellte Programm hatte seine Wirkung nicht verfehlt. Die Bahn wies daher guten Besuch auf. Im Vordergrund des Interesses stand das Dauerrennen über 50 Kilometer um den Angelegenheit Sawall- Lejour. Die anderen Fahrer, Juby, Großen Stadion Preis". Das Rennen selbst war eine Kruptat, Thomas, Gaffney und Wynsdau, zeigten zum Teil oft gute Fahrmomente, die aber nicht sonderlich zur Belebung des Rennens beitrugen. Sa wall, der in glänzender manier fuhr, hielt den Siegerplatz sicher gegen Lejour, dessen ebenfalls prächtige Fahrweise ben lauten Beifall des Publikums fand. Den Preis von holte sich ebenfalls Sawall. Gaffney mußte Defeft hinnehmen und ging daher als vierter Mann durchs Ziel. Den Großen Fliegerpreis von Deutschland", ein internationales Fliegertreffen in vier Laufen, sicherte sich, wie zu erwarten, van Kempen. Nach Beendigung des 50- Kilometer- Dauerrennens gab es noch einen Unglücksfall. Der Schrittmacher Wiemerall, der feine Maschine infolge Eersperrung der Bahn mit Fahrern und motoren in den Innenraum steuern mußte, überfuhr hierbei den Manager Mai, der fleirere Berlegungen erlitt. Grunewald", ein Dauerrennen über 30 Kilometer, B Resultate: Großer Stabion Breis, 50 km: 1. Gawall in 45 min. 37 Get. 2. Bejour 310 m. 3. Gaffney 480 m. 4. Juby 1190 m. 5. Rruplat 2950 m. 6. Bynebau 3040 m. 7. Thomas 5420 m zurüd. Preis vom Grunewalb, 30 km: 1. Gamal! 26 in. 57.3 Get. 2. Lejour 180 m. 3. Rruptat 1080 m. 4. Gaffney 1550 m. 5. Juby 1630 m. 6. Wynsdau 2350 m. 7. Thomas 4300 m zurüd. Im Sportpalaft wurde am Sonnabend die Industrie. ausstellung für das Baufach, das Wohnungs. wesen und verwandte Gewerbe eröffnet. Die Innung: Bund der Bau-, Maurer- und Zimmermeister ist die Ver anstalterin. Den einschlägigen Firmen soll Gelegenheit gegeben werden, ihre Leistungsfähigkeit und die Fortschritte auf dem Ges biete des Bauwesens und der Wohnungsausstattung zu zeigen. graeve 30 B. 3. Moreiti 28 B. 4. Spears 22 B. 5. Sahn 16 Buntte. Von den Firmen, die Baumaterialien herstellen, tann festgestellt werden, daß besonders bei der Fabrikation von Mauersteinen das Bestreben dahin geht, von Ton und Lehm freizukommen und die Steine unter Berwendung von Schlade, Sand und sonstigen billigen ( Abfall) Materialien, möglichst auf faltem Wege, herzustellen. Die Firmen warten mit Probebauten auf, die selbst auf dem Bretter. Congarbt( Temps). 4. Packebusch- Schenk( Concordia). fußboden der großen Halle errichtet sind. Ueber die Güte, die Halt barkeit und die Verwendungsmöglichkeiten tönnen leiber Nichtfach leute schwer entscheiden. Die Ausstellung von Eigenbauperfahren und fyftemen, die besonders für die kleinen Siedler in Frage fämen, ist etwas start vernachlässigt. Das gerade würde die Aus ftellung aber für das große Bublifum besuchenswert machen. Die ausstellenden Firmen zeigen natürlich ihr Bestes. Es ist alles ver. treten, vom Mauer- und Dachstein, vom Türscharnier und vom Rohrhafen bis zur eleganten Marmorbadewanneneinrichtung und zur schlauchlosen Gartensprengvorrichtung. In einer nebenaus. stellung der Philharmonie werden Innenausstattungen gezeigt. Hier fehlt besonders billiger Arbeiterhaushalt. Eine von Oberbaurat Mm a hite arrangierte Hausschwamm- Sonder ausstellung intereffiert auch den Richtfachmann. Die Ausstellung ist bis zum 2. Juni geöffnet. Großer Flieger Preis von Deutschland. 1. auf, Malfahren. 2 Runden( 5. 3, 2, 1, 0 Bunke): 1. van Rempen. 2. Moretti. 3. Hahn. 4. De Rempen,& Moretti. 5. Hahn. 3. 2 auf, 10 Runden, Bunttefahren( jede unde 5. Epears. 2. Lauf, Malfahren: 1. Degraeve. 2. Spears. 3. Dan eine Bertung. 5, 3, 2, 1, 0 p.). Gefamtergebnis: van Rempen 35, Degraepe 24, Moretti 22, Spears 18, Sahn 11 Punkte. 4. 2 auf, Handicap, 1 Stunde( 666 m): 1. Ban Rempen( 0) 47 Get. 2. Hahn( 40). 3. Moretti( 20). 4 Spears( 80). 5. Degraeve( 10 m Borgabe). Gesamtergebnis: 1. van Rempen 47 B. 2. DeBrämienrennen für Berufsfahrer, 10 km( 15 Munden): 1. Schwab 15 min., 01 Set 2 Schuls. 3. Mener. 4. Sänsler. 5. Erleben. Punttefahren für Amateure, 10 Runden: 1. Mühlbach( Krampe) 27 Punkte. 2. Buls( Argo) 16 3. 3. Longardt( Tempo) 10 B. 4. Betermann( Tempo) 8 P. 5. Balte( B.RC.) 8 Buntte 8melfigerfahren für Amateure 3 Runden( 2000 m): 1. Balte Rrehn( BR.C. 89). 2 Donath- R. Krupkat( Hermes). 3. Petermannin Ein alter Genoffe, Franz Breuß, der zulegt in Bruchmühle bei Fredersdorf wohnte, ift durch einen Unglüdsfall aus bem Leben gefchieden. Der Berstorbene ist vor allem den älteren Neus föllner Genossen tein Unbekannter. In der Bortriegszeit mar er viele Jahre als Parteifunttionär tätig. Trogdem er megen seines politischen und gewerkschaftlichen Birkens oft gemaßregelt und aus Arbeit und Brot gebracht wurde, trat er immer wieder für seine Kollegen ein. Nach der Revolution verließ Preuß mit seiner Familie Neukölln, um fich in Bruchmühle niederzulaffen. 2le, bie ihn tannten, und es sind viele, geben dem guten Menschen und waderen Kämpfer das letzte Geleit am Mittwoch, den 19. mai, nachmittags 3 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße. Ein schlechter Scherz. Gestern abend geriet der Arbeiter Kurt Appelt aus der Rottbusser Straße mit feiner Ehefrau in Streit und drohte ihr mit Erschießen. Die Ehefrau flüchtete mit ihrem fleinen Kinde aus dem Zimmer. Bald darauf hörte fie drei Schüsse. Als fie darauf die Tür öffnen wollte, fand sie diese Als man dann das Zimmer mit Gewalt öffnete, verfchloffen. fand man den Ehemann schlafend in seinem Bett vor. Er hatte durch die Schüffe seine Frau erschrecken unnd Selbstmord vortäuschen wollen. Zusammenstoß zwischen Autobus und Straßenbahn. Heute vor. mittag 12 Uhr stieß in der Potsdamer Straße unweit der Bülow. straße ein Autobus der Linie 5 mit einem Straßenbahnwagen der Linie 40 zusammen. Das Borderteil des Autobus wurde start beschädigt und der Wagen mußte abgeschleppt werden. Personen wurden nicht verlegt. Es entstand eine viertelstündige Berkehrsstörung. Der neue Berliner Sender in Wihleben wird voraussichtlich Ende Mai in Betrieb genommen werden; die Antennen. anlage ist fertiggestellt, jedoch wird der Ausbau des Antennenmastes zu einem Aussichtsturm erst zur Deutschen Funkausstellung 1925, die in der Zeit vom 4. bis 13. September stattfinden soll, fertig werden. Die Stadtverordnetenverfammlung hat in dieser Woche eine außerordentliche Sigung am Dienstag um 6 Uhr. Am Donners. tag wird wegen des Himmelfahrtstages teine Sigung abgehalten. Dampferzufammenstoß bei Le Havre. In dichtem Nebel ist der deutsche Dampfer Mira" bei Le Havre mit einem Die Mira" franzöfifchen Dampfer zusammengestoßen. wurde beschädigt, wird aber die Fahrt nach Hamburg fortjeßen fönnen. 100 Personen bei einem Hauseinffurz getötet. In der Ortschaft ug beby im Rautasus stürzte während einer georgischen Hochzeit ein Haus ein, in dem sich 400 Menschen befanden. Ungefähr 100 Personen fanden den Tod unter den Trümmern, viele wurden schwer verlegt. Bis jetzt wurden fünf Leichen geborgen. Groß- Berliner Parteinachrichten. 7. Kreis Charlottenburg. Heute abend, pünktlich 7%, Uhr, im Charlottenburger Rathaus, Zimmer 1, wichtige Frattionsfigung mit den Bürgerbeputierten. Sport. Rennen zu Hoppegarten am Sonntag, den 17. Mai. 1. Rennen. 2800 m., 1400 meter 1. Frobfinn( V. Esch), 2. Mais prinz, 8. Marquis. Toto: 50: 10. Blat: 27, 61: 10. Ferner Hefen Feuergeift, Hochstapler, Lederstrumpf. 2. Rennent. 3900 M., 1600 Meter. 1. Sermeo( B. Thielemann), fiefen: bol, Menelauts, Elfenbein, Brimas, Myron, Mantinea, Königl. 2. La Bourreo, 3. Lump. Toto: 27: 10. Blag: 17, 77, 78 10. Ferner Hoheit, Dama. 3. Rennen. 3900 90, 1200 Meter. 1. Memnon( D. Schmidt), 2. Domglode, 3. Dottor Mabule. Toto: 24: 10. Plat: 11, 11, 18: 10. Ferner liefen: Difels, Dsena, Tiresias, Samtidatle. Gewerkschaftsbewegung Der Gewerkschaftskongreß. Der am Montag, den 31. August, in Breslau im Gemertschaftshaus beginnende 12. Kongreß der Gewerkschaften Deutschlands hat folgende Tagesordnung: 1. Wahl der Rongreßleitung und der Kommiffionen. 2. Bericht des Bundesvorstandes. 3. Die Sozialgeseggebung in Deutschland. 4. Die Organisationsfrage. 5. Die Wirtschaft und die Gewerkschaften: a) Die deutsche Wirtschaft. b) Die Wirtschaftsdemokratie. 6. Beratung der Bundesjagungen. 7. Wahl des Bundesvorstandes. 8. Erledigung sonstiger Anträge. Kommunistische Bauernfängerei. Durch Handzettel und durch Anzeige in der R. F. wird zu einer Betriebsversammlung morgen, Dienstag, nachmittag eingeladen. Als Tagesordnung haben die Kommunisten bie Lage in der Berliner Metallindustrie vorgesehen, ferner: Die monarchistische Gefahr. Wer folche Gefahren plan. mäßig heraufbeschwört, mie die Partei der Thälmann- Wähler, ist cm ehesten berufen, darüber zu räfonnieren und zu resolutionieren. Schließlich wäre das Sache der Kommunisten bas Geschrei hinterher. Es ist aber eine bewußte Irreführung, wenn in der Einladung der Saz steht: Referenten: Bertreter des DGB., der SPD. und der KPD." Bersonen, die in der Versammlung etwa als Vertreter des DGB. und der SPD. ausgegeben werden, machen diese Bertretung auf eigene Faust, im Auftiage der om. munisten im den Schminde! noch zugkräftiger zu machen, ist als Einberufer der Versammlung an erfier Stelle der Betriebsrat der AEG. Turbine" genannt. Dem Betriebsra: winten die fertiggedruckten Einladungszettel vorgelegt, be vor man ihm von der Absicht Mitteilung machte, ihm vor die Agitetionstarre der KPD. zu spannen. Der Betriebsrat haf feine Zustimmung nicht gegeben, die übrigen Einberufer find oppofitionelle Betriebsräte". Unsere Genossen, insbesondere die in den Moabiter Betrieben beschäftigten metallarbeiter, müssen diese Bauernfänger, die schon mit solchem Schwindel operieren, um nur eine Agitationsversammlung voll zu bekommen, hübsch unter sich lassen. Diese Bersammlung dient wie alle ähnlichen ihrer Art lediglich der Beschimpfung der SPD. und des ADGB., der Stimmungsmache für die Partei der Hindenburg- Wahlhelfer. Streit in den Efha- Werken. Das gesamte gewerbliche Personal der Fabrit der Briger Rnoblindhen"( Efha Werte) steht seit Sonnabend, den 16. Mai, im Abwehrstreit. Um allen eventuellen Falschmel bungen von vornherein die Spige abzubrechen, sei der gesamten Groß- Berliner Bevölkerung folgendes mitgeteilt: Anfang Januar 1925 tünbigte die Firma ben Manteltarif, um einen ganz wesentlichen Abbau der sozialen Be ftimmungen vorzunehmen und um die Sonntagsarbeit einzuführen. 4% Monate verschleppte die Direttion die Ber handlungen, troßdem die Belegschaft weitgehende Zugeftändnisse in sozialer Beziehung machte, um den für sie günstigeren Zeitpunkt abzupassen und dann noch weitere Berfchlechterungen einzuführen. Die im Zentralverband der Fleischer und im Bentralverband der Maschinisten und Heizer organisierte Beleg schaft ist nicht gewillt, sich den Achtstundentag nehmen und weiteren Abbau der sozialen Bestimmungen gefallen zu lassen. Einmütig legte fie deshalb die Arbeit nieder. Arbeiter, Hausfrauen, übt Solidarität! Die Streitleitung. Teit Die Hochbahn will endlich verhandeln. Eine Bollversammlung des technischen Bersonals der Hochbahn befaßte sich am Sonnabend nach einem eingehenden Bericht von bewegung und deren im Borwärts" bereits gekennzeichneten BerStrobel, bes Bertreters des Belehrsbundes, mit der Lohnschleppung durch den Arbeitgeberverband und die Hochbahndirektion. Gefordert ist eine Erhöhung der Stundenlöhne um 20 Pfennige. Endlich hat man fich bereit erflärt, am Mittwoch " über diese Forderung mit den Bertretern des Personals zu ver1 indeln. Bei diesen Verhandlungen wird sich ergeben, ob die irektion bezw. der Arbeitgeberverband bereit sind, nach der prozentigen Fahrpreiserhöhung dem technischen Bersonal a us fömmlichere Löhne zu zahlen, oder ob man s zu einem neuen Konflikt kommen lassen will. Koch I vom Retallarbeiterverband, ermahnte die Versammelten für ie Durchfegung ihrer Forderung gehörig einzustehen und fest zu ammenzuhalten. Einigung in der niederschlesischen Metallindustrie. Görlig, 16. Mai.( WTB.) In dem Konflikt der Metallindustrie Niederschlesiens wurde Sonnabend abend gegen 10 Uhr nach langpierigen Verhandlungen zwischen den Parteien eine Einigung erzielt. Die Arbeit dürfte in Kürze wieder aufgenommen werden. Zusammentritt der Bergarbeiter- Internationale. Amsterdam, 18. Mai.( Eigener Drahtbericht.) Unläßlich der zunehmenden Grubenkatastrophen wird der Exekutivausschuß der Bergarbeiterinternationale in fürzester Zeit zu einer außerordentlichen Sihung zusammentreten, um einheitliche Richtlinien für die Sicherheitsmaßnahmen im Bergbau festzulegen. Zur Teilnahme an der Sigung follen Vertreter der fohlenfördernden Länder sowie Bertreter des Arbeitsamts und Bölkerbundes eingeladen werden. Aus Polnisch- Oberschlesien. vor, die dem Arbeitsminister thre Forberungen auf Bohn aufbesserung für die Arbeiter im oberschlesischen Bergban und Hüttenwesen überreichte. Die Abordnung jezte sich aus dem Vizesejmmarschall Grajet, dem deutschen Abgeordneten Jankowski und weiteren drei Mitgliedern zusammen. Die Abordnung schilderte dem Minister die unerträgliche Lage der Arbeiterschaft und verlangte sofortige Hilfsmaß nahmen. Deutsche Filmgewerkschaft. Mittwoch, den 20. Mai 1925, abbs. 7 Uhr, Boll versammlung aller Mitglieder im Alten Astanier", Anhaltstraße 11. Verantwortlich für Politik: Bietor Schiff; Wirtschaft: Arthur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: Friebr. Ekkorn; Feuilleton: Dr. John Schikowski; Lotales Warschau, 18. Mai.( TU.) Kürzlich sprach im Arbeitsund Sonstiges: Frik Karstädt; Anzeigen Th. Glode; sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag 6. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei ministerium eine oberschlesische Arbeiter delegation und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin GB. 68, Lindenstraße 3. Das Rheinland AACHEN BONN Histor. Jahrtausend- Ausstellung Jahrtausendfeier Mai/ Juni Juli 1925 U.a.: Die deutsche Königskrönung( Insignien, Kaiserbilder u Erinnerungen), Die Wallfahrt nach Aachen/ De Aachener Friedenskongresse und das Badeleben in Aachen Ausgewählte Werke von Aachens Architektur u. Kunstgewerbe Theaterausstellung 15.- 31. Mai in Verbindung mit Festaufiührungen an: äßlich des 100 jährigen Jubiläums des Stadttheaters Gewerbeschau aus Vergangenheit und Gegenwart 15. Juni 31. Juli Kunstaussteilung moderner religiöser Malerei:„ Bibel und Bild" Juni- Jall Festaufführungen im Stadttheater und Konzerthaus Kurveranstaltungen 16. bis 27. Mai 1925 Hauptveranstaltungen: 16. Mai: 17. Mai: ,, Deutsches Frauen! eben im letzten Jahrtausend", Festspiel. Festvorstellung im Stadttheater: Iphigenie". 18. bis 21. Mai: Musikfest 24. Mai: Beethoven, Schumann, Brahms, Reger( Leitung Generalmusikdirektoren Anton, Bonn und Kleiber, Berlin). Festakt. Sportl. Vorführungen. Massenchöre usw. Festliche Beleuchtungen. 24. bis 27. Mai Großes histor. Festspiel abends: ,, Bonn Im letzten Jahrtausend im Spiegel der rheinischen und deutschen Geschichte". 16. bis 23. Mai: ab 16. Mai: + Schaufensterwettbewerb. Bonn im Blumenschmuck". Im Mal: Ausstellung d. Bonner bildend. Künstler Ausführliches Programm Auskünfte durch, das Verkehrsbureau der kostenfrei durch Städt. Verkehrsamt, Poststr. 27 Ausstellung ELBERFELD Bergische Fernruf 3575. ESSEN die Großstadt im Herzen des Industriegebiets, ist gleichbedeutend als Kohlenstadt, Industriestadt und Siedlungsstadt. Sitz zahlreicher. Jahrtausendfeier großer Verbände der Industrie, sowie bedeuder Rheinlande 20.- 25. Mai 1925 + Engelbertfeler des Berg. Geschichtsvereins 20.- 23. Mai Errichtung eines deutschen Haines Beleuchtung der Höhen um Elberfeld Große musikalische Darbietungen Kunst- und Heimat- Ausstellungen Sportfest im Bergischen Stadion zu Elberfeld Festspiele Hauptjahresversammlung d. Rhein.Vereins für Kleinwohnungswesen. tender industrieller Werke, wie auch einer großen Anzahl von Behörden. Neben einer Anzahl von Fachmessen und Fachausstellungen, wie Rheinisch- Westfälische Lebens- und Genußmittel- Ausstellung, Rhei nisch- Westfälische Tabakmesse. Chemie im Alltag, Bureauausstellung, finden in der Stadt Essen anläßlich der Jahrtausendfeier folgende große Ausstellungen statt: vom 9.- 24. Mai Ausstellung: ,, Unser Sport" im Juni ,, Jahrtausendfelern" 18.7.- 16. 8. ,, Bau- Ausstellung" 13.- 25.9. Jahrtausend Feier der Bheinlande Ausstellungen und feftliche Veranstaltungen Radjen Gonn Dusseldorf+ Duisburg Elberfeld+ Essen Koblenzkoln Trier Auskunft in den Verkehrsvereinen Verkehroámtern und Beifebaros KOBLENZ ruft Euch zur Jahrtausendfeier! Deutsche, besucht die Ausstellungen und festlichen Veranstaltungen, den Rhein, seine Städte, Bäder, Berge, Burgen und Dome 8. August-13. September Reichsausstellung ,, Deutscher Wein" Weinbau, Weinhandel und verwandte Gewerbe 1. Auskunft: Rheinischer Verkehrsverband E. V. Sitz Bad Godesberg. Die Verkehrsämter der Städte und die Verkehrsvereine. Der Wein und die deutsche Wissenschaft 2. Ausstellung:, Gesundheit u.Arbeit Der Wein und die deutsche Wirtschaft veranstaltet unter Mitwirkung éer Deutschen Gesellschaft für Gewerbehygiene Auskunft ertellen das Städtische Verkehrsamt( RatThema: Wiederaufbau des Grundkredits haus) und der Verkehrsverein( Handelsfür den Wohnungsbau hof am Hauptbahnhof) 8. Der Wein und die deutsche Kultur Auskünfte: Städt. Verkehrsamt, Goebenplatz 20 DUISBURG DÜSSELDORF ( a) Ausstellungen: 15. April- bis. 15. Mai: Niederboinisches Kunstgewerbe und Nieder- Jubiläumsausstellungen 1925 rheinische Volkskunst.- 15. Mai bis 15. Juni: Lehmbruck- Ausstellung. Große Kunstausstellung 1. Juli Sep15. Juni bis 1. Juli: Ausstellung: Der guts Industriebau. bis 31. August: Ausstellang junger rheinischer Künstler. tember 1925: Historische Ausstellung: Duisburg and der Niederrhein. b) Festwoche vom 6. bis 14. Juni: Festaufführungen im Stadttheater: Lohengrin( 6. 6.). Oberon( 7. 6.). Alles um Geld" von Herbert Eulenburg( 8. 6.), Oberon( 9. 6.),„ Der verlorene Sohn" von Schmidthonn( 10. 6.), Die Meistersinger von Nürnberg( 11. 6.), Traumspiel von Weismann( 12. 6.). Nibelungen" 1. Abend von Fr. v. Hebbe!( 13. 6.), Nibelangen II. Abend von Fr. v. Hebbel( 14. 6.), am 6. und 7. Juni: Reit- und Springturnier auf der Rennbahn.- Am 7. Jani: Schiffsparade auf dem Rhein im Zeichen ,, Duisburg als größter Binnenhafen der Welt". Städte- Fußballspiel Amsterdam- Daisbarg im ca. 40 000 Besucher fassenden Stadion, Blamenkorso a. Kunstfahren der Kraftwagen a. Motorräder. 150 km Radrennen( Ruhrgaumeisterschaft), Vorträge von ca. 3000 Sängern v.d. Stadttheater, Rassehund- Ausstellungen.-11.- 14. Jani: Großes allgem. Tennisturnier. 14. Juni: Kaiserbergfurnfest; ferner in der Woche Hafenrundfahrten, künstlerischer Schaufenster- Wettbewerb, Filmverführungen und sonstige zahlreiche festliche Veranstaltungen. c) Städtisches Musikfest TO 15. bis 20, Jali unter Leitong d. Generalmusikdirektors Schelapflag. 15, Jali: Voraufführung des 1. Hauptkonzerts( Beethovenabend). 16, Juli: Hauptaufführung des 1. Hauptkonzerts( Beethovenabend). 17, Juli: Rammerkonzert. 18. Juli: 11. Hauptkonzert., Das junge Rheinland. 19. Juli: Voraufführung d. III. Hauptkonzerts 8. Sinfonie 7. Mahler".( Sinfonie der 1000). 20. Juli: Hauptaufführung des III. Hauptkonzerts 8. Sinfonie von Mahler"( Sinfonie der 1000). Städtisches Orchester( 120 Musikar), Festchor besteht aus 800 Mitwirkenden namhafte Solisten wirken mit. 1 JAHRTAUSEND- AUSSTELLUNG DERRHEINLANDE MAJUNI KÖLN 1925 JULI AUGUST 30. Mai bis 4. Oktober a) die letzten 100 Jahre rheinischer Malerei b) modernes deutsches Kunstschaffen c) modernes Düsseldorfer Kunstschatien Jagd- u. Fischerei- Ausstellung unter dem Protektorat des Generalfeldmarschalls von Hindenburg 30. Mai bis 15. Juli Gießerei- Ausstellung 20. Aug. bis 30. Sept. Große Allgem. Gartenbau- u. Bindekunst- Ausstellung 19. bis 27. Sept. Obst- u. Gemüse- Ausstellung 2. bis 4. Oktober Gr. Festspiel d. Künstlervereins ,, Malkasten" am Vorabend der Festsitzung des Rhein. Provinziallandtages in Anwesenheit der Reichsund Staatsbehörden am Mittwoch, den 17. Juni Werden und Wirken", Bilder aus der Geschichte des Rheinlands Wirtschafts- wissenschaftl. Woche vom 8. bis 12. Juni FESTKONZERTE unter Leitung von Pfitzner, Schillings und Schneevoigt, Festopern und Festschauspiele in der Woche vom 8. bis 14. Jun... TRIER Tausendjahrfeier der Rheinlande 10. bis 17. Mai: Mai- Festspiele im Stadttheat., u. a. Rosenkavalier, Meistersinger, Iphigenie( Gluck). Monat Juni: Sportveranstaltungen 6. und 7. Juni: Ruderregatta des Moselund Saarregatta- Verbandes. 10. bis 19. Juli: Gesangsfest der vereinigt. Gesangvereine der Stadt und des Bezirks. 2. August bis 13. September: Gewerbeschau auf dem Gelände zwischen Paulusplatz u. Deutschherrenstraße mit Schaufenster- Wettbewerb. An den Sonntagen von Ende Juni bis Ende September: Aufführungen des Heimatspieles von Dr. Leo Weismantel: ,, Der Kurfürst" Freilichtspiele in den Kaiserthermen. WIESBADEN Bad Langenschwalbach Bad Ems Deutschlands größtes Heilbad Kochsalzthermen 65,7° C. Unvergleichliche Heilerfolge bei Rheumatismus, Gicht, Nervenkrankheiten Stoffwechselleiden und Erkrankung der Atmungs- und Verdauungsorgane Gute Unterkunft bei äußerst mäßigen Preisen Stahl- und Moorbad Hotelverzeichnisse mit Preisen und Auskünfte durch das Hotel Alleesaal Städtische Verkehrsbureau im Taunus Hotel Herzog v. Nassau NEUENAHR Metropol- Theater 8 Premierenbesetzung Sh Tausend süße Beinchen von Walter Bromme Friedenspreise! Promenoir 2 M., Park. 3, 4, 5 M., Park.- Faut. 6 M. Vorverkauf ununterbrochen 12 WINTO BARTEN Der glänz. 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