Nr. 122. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Bfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngaru 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfs., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Erped: tion ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Bernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Die italienischen Deputirten- Wahlen. Dienstag, den 28. Mini 1895. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. erscheint. Vergleichen wir das gestrige Wahlresultat mit den Wahlen am 26. Mai in Italien gefiegt hat, ob Crispi den letzten Wahlen, die Crispi 1890 als Ministerpräsident oder die politische Moral. leitete, so ergiebt sich ein starker Rückgang des Anhanges Wie aber auch die italienische Rammer entscheiden wird, Crispi's; damals wurden 392 Abgeordnete auf das Pro- so berechtigt doch zu den besten Hoffnungen für die WiederVerlegungen der Verfassung, willkürliche Aenderungen gramm Crispi's, also 71 mehr als 5 Jahre nachher gewählt. geburt des italienischen Volkes der große, den des Wahlgefeßes, Konfiskationen von Zeitungen, Einsperrung Aber nicht blos darin liegt die Bedeutung der Wahl, italienischen wie ausländischen Genossen unerwartet hunderter Agitatoren unserer Partei für den Wahltag, sondern auch in der Art der sich nun Crispi entgegenstellenden gekommene Wahlsieg der jungen sozialdemokratischen Auflösung aller sozialistischen Organisationen, Vollstreckung Opposition. Von dem konservativen Rudini bis zu den So- Arbeiterpartei Italiens. Er gereicht ihr zur Ehre und aller Strafen, die des Wahlrechts verlustig machen, hat zialisten standen alle ehrlichen Männer Italiens fest zusammen, Genugthuung und den Proletariern der ganzen Welt zur Ehren Crispi dem Wahltage vorangehen lassen. Er um sich dem Manne entgegenzustellen, der mehr als irgend größten Freude. hat die Zahl der Wähler bedeutend vermindert und blos ein bourbonischer Tyrann und Minister den italienischen Die italienische Sozialdemokratie hat den Beweis er diejenigen in den Listen stehen gelassen, die seinen Bedienten Namen geschändet hat. Daß gleich beim ersten Wahlgange bracht, daß auch die infamsten Ausnahmegefeße, die niederals zuverlässige Regierungsanhänger bekannt waren oder die Zahl der von unseren wackeren Genossen eroberten trächtigste Bureaukratie, die servilsten Gerichte den Siegesderen Streichung allzu viel Lärm gemacht hätte. Dann hat Wahlkreise sich verdreifacht hat, beweist, daß das italienische zug der Sozialdemokratie nicht hemmen fönnen. er den Wahltag im Gegensatz zu dem Wortlaute der Ver- Volt die schärfste Form der Opposition für die seinen An- Und deshalb können wir im Einverständniß mit den faffung soweit hinausgeschoben, daß alle seine Maßregeln sichten am meisten entsprechende hält. Dies zeigte sich vor allem Proletariern aller Länder rufen: volle Wirkung versprachen: Der Druck der Behörden war in Mailand, wo einer der angesehenften Mitglieder der Hoch die italienische Sozialdemokratie! so start wie noch nie bei Wahlen, seitdem das italienische radikalen Partei einem sozialistischen Kandidaten gegenüber Bolt, soweit es wahlberechtigt ist*), zur Wahlurne unterlag; dies sah man in Turin, wo unser Genosse schreitet. Wahlversammlungen wurden verboten, Wahlaufrufe Nofri, ein kleiner Eisenbahnangestellter, einen alten Barlafoufiszirt, Staatsgelder für die Kandidaten der Regierung mentarier und Gegner Crispi's besiegte, dies zeigte sich massenhaft verwandt. darin, daß die Märtyrer Siziliens, die die in den Der Kriegsminister und die Sozialdemokraten. Auf den Redaktionstisch unseres Banter Partei- Organs find die folgenden aus den Refforts des Kriegsministers und des Ministers des Junern stammenden durchaus geheimen" Briefchen geflogen: Kriegsministerium. Geheim. Bei dem Drucke auf die Wähler, bei dem ein- Buchthäusern schmachtenden edlen Vorkämpfer De Felice, geschränkten Wahlrechte und der Fälschung der Wähler- Dr. Barbato, Garibaldi Bosco gewählt wurden, dies zeigt Listen war ein Sieg der Regierung außer Zweifel. Dieser endlich auch die Wahl des Beamten Mareschalchi in Sieg ist auch eingetreten, aber zu besonderem Jubel Bologna, der die schamlosen Praktiken der crispinischen haben die freiwilligen und bezahlten Vertheidiger der Polizei bei der Verfolgung der Sozialisten enthüllt hat. Crispinischen Politik im In- und Auslande kein Recht: Was bedeutet aber der Sieg" Crispi's für den Fort Berlin, 13. 4. 94. denn ein Ausdruck der Volksstimmung ist ein mit gang der italienischen Politit? Allem Auscheine nach einen minifterium unter Bezugnahme auf die diesseitigen Schreiben Den föniglichen Generalfommandos übersendet das Kriegsso unwürdigen Mitteln erfochtener Sieg nicht. schweren Schlag. Moralische Bedeutung hat der Wahlsieg vom 21. 4. 1890 Nr. 136/90 geb. A. 1 und 4. 12. 90 Nr. 1552/90 Bisher sind die Resultate aus 502 Wahlkreisen be- nicht, denn in Italien weiß man, daß jede Regierung bei geh. A 1 beifolgend ergebenst in Abschrift zwei seitens des Herrn fannt. Nach nicht amtlicher Berechnung wurden ge- den Wahlen siegt, daß blos einmal im Jahre 1876 Ministers des Innern unter dem 24. 2. 94 und 25. 3. 94 an wählt 321 Ministerielle und 148Oppositionelle, sein Ministerium durch den Wahlausgang zum Rücktritte sämmtliche Oberpräsidenten der Monarchie gerichtete Erlasse. unter letzteren 15 Sozialisten; die Parteistellung von gezwungen wurde. Die neue Kammer enthält mit Ausnahme Nach denselben werden fünftig seitens der Zivilvorsitzenden 16 Gewählten ist unbestimmt. In 17 Wahlkreisen müssen von ca. 30 Abgeordneten nur Mitglieder des letzten Parlaments, der Ober- Ersatzkommissionen den Militärvorsitzenden nur noch Stichwahlen stattfinden, aus 6 Wahlkreisen stehen die mit dem weiter zu regieren Crispi für unmöglich hielt. Demokratie, dabei aber auch solche Persönlichkeiten bezeichnet die ziel bewußten und führenden Elemente der SozialResultate noch aus. Crispi soll über den Wahlausfall sehr erregt sein, dies be werden, deren Zugehörigkeit zur Sozialdemokratie nach ihrer Demnach dürfte die Rammer aus 333 Anhängern und greifen wir. Weiß er doch, daß er von einer Kammer ge- Haltung als als zweifellos erwiesen angenommen werden 159 Gegnern Crispi's zusammengesetzt sein. stürzt wurde, die bei den von ihm gemachten Wahlen ihm muß. Des weiteren werden fünftig auch etwa zur Wer lediglich die zahlenmäßigen Angaben berücksichtigt, eine große Majorität zur Verfügung gestellt hatte, Aushebung gelangende Anarchisten namhaft gemacht wird von einem großen Wahlsiege, von der parlamentarischen weiß er doch, daß er felbst Giolitti trotz dessen werden. Rekruten der letzteren Art sind ebenso, wie die Zweidrittel- Majorität sprechen, über die Crispi verfügt. großer Mehrheit im Parlament gestürzt hat. Die in Zukunft noch bezeichneten Sozialdemokraten, von der Ueber Wer aber die italienische Geschichte kennt, wird diesen Erfolg italienischen Parteien haben nicht das fefte Gefüge der weisung an die Garde grundsäßlich auszuschließen. recht gering anschlagen müssen, schon deshalb, weil Crispi deutschen parlamentarischen Fraktionen, diese verschieben sich in Frage kommen, wollen die toniglichen Generalfommandos Sofern für den Korpsbereich außerpreußische Bundesstaaten in seinen Blättern verkünden ließ, daß er auf mindestens oft, und Abgeordnete, die aus Furcht vor dem Regierungs- Vereinbarungen im Sinne der Erlasse des Herrn Ministers des 400 Anhänger in der neuen Kammer rechne. Aber nicht drucke als Anhänger Crispi's kandidirt haben, werden ihm Innern vom 24./2. und 25./3. 94 gefälligft unmittelbar herbeiblos mit diesen Versprechungen verglichen ist der bald als oppositionell gegenüberstehen. führen. Erfolg Crispi's kleiner, als er im ersten Augenblicke *) Die italienische Deputirtenkammer besteht aus 508 Ab geordneten, die auf die Dauer von 5 Jahren gewählt werden. Die Wähler müssen 21 Jahre alt sein, lesen und schreiben tönnen und an direkten Staats- und Provinzialsteuern jährlich mindestens 16,84 M. oder als Bächter bäuerlicher Gründe 400 m. oder einen Miethszins von 120-320 M. zahlen oder höhere Bildung besigen. Feuilleton. [ Nachdruck verboten.] Berliner Märztage. Seit dem 15. Dezember v. J., an dem Crispi die Schließlich wird ergebenst ersucht,[ vorstehendes Schreiben, Rammer feige nach Hause schickte, um der Besprechung des sowie die weiteren Maßnahmen, durch aus geheim zu be gegen ihn vorliegenden Aktenmaterials zu entgehen, find handeln. Bronsart v. Schellendorff. neue, schwere, durch Akten belegte Auschuldigungen gegen ihn An sämmtliche königliche Generalfommandos. vorgebracht worden. So unangenehm es auch Crispi ist, Die Schreiben, auf welche der Kriegsminister in seinem wird über diese die Kammer sich ein Urtheil bilden wollen. Hierzu wird sie von der Opposition gezwungen werden. Bei diesen Debatten wird es sich erst zeigen, wer bei Der bin ich allerdings " Schreiben bezug nimmt, find die folgenden: Die Schreiben vom 21. April 1890 und 4. Dezember 1890 enthalten die Mittheilung. daß die Zivilvorsitzenden der Ober Ersaßkommissionen von den Oberpräsidenten auf Veranlassung des Ministers des Innern Völkerfreiheit geleckt hatte und nun, nachdem er während der langen Friedensjahre Geld in seinen Beutel gethan, neben dem Offizier, dem Beamten und dem Priester auch etwas im Staate bedeuten wollte. Bruno's Begeisterung quoll aus tieferem Grunde: er war eine jener elementaren Naturen, in denen der Gedanke eines reineren Menschen" So bin ich doppelt erfreut über den Zufall, der uns zusammengeführt hat! Ich habe in Breslau als Druckerlehrling die volkswirthschaftlichen Schriften Ihres Vaters gesetzt, und diese Schriften find es, die zuerst in mir den 22 benkenden Menschen geweckt haben." " Dann sind wir also desselben Meisters Schüler- thumes fich verkörpert hat, die furchtlos und unbeirrt den Eine geschichtliche Erzählung von Michel Deutsch. ein Umstand, den wir nach gutem deutschen Brauch durch auf sie andringenden Einflüssen widerstehen und als martige Unbedingt," sagte Volfmuth in vollster Ueberzeugung. Jeinen herzhaften Trunk feiern sollten." Kerngestalten aus der sozialen Entwickelung emporragen. Diese Pilgram's, diese geborenen Feinde des Volkes, die im Sie waren gerade vor einer der zahlreichen Restaurationen Ein geborener Volksmann," entschied Hans Hartung im Heer, in der Beamtenschaft, in den Hofkreisen bis zu den unter den Linden" angekommen. Bruno Volkmuth machte stillen. höchsten Stellen hinauf nur zu zahlreich vertreten find, Miene, in dieselbe einzutreten. werden es ganz gewiß soweit bringen. Sie werden das" Ich würde mir einen Vorschlag erlauben," sagte Hans, Volk so lange reizen, bis es sich instinktiv seiner Haut der mit Bruno stehen blieb vorausgesetzt, daß Sie nicht wehrt dann hoffen sie es niederzuwerfen und ihm den anders über Ihre Zeit verfügt haben Eattel um so fester zuschnallen, damit sie wieder in Ruhe Ich bin vollkommen frei für diesen Abend." ihre zwanzig, dreißig Jahre lang auf seinem Rücken reiten" Dann bitte ich Sie, besagten Trunk an der befönnen. Sie hätten diese Gelbschnabel da oben hören sollen! scheidenen Tafel der Meinigen, die mich bereits erwarten, Am liebsten würden sie den frömmelnden, weichherzigen einnehmen zu wollen. Ein Volkmuth wird, dent' ich, vor König vom Throne stürzen, diese Stützen" des Thrones, der Gastfreundschaft der Armen nicht zurückschrecken." um den Mann ihres Herzens, den Prinzen von Preußen," Herzlich gern nehm' ich an," erwiderte Bruno liebensan seine Stelle zu sehen. Diese Herren, denen es um ihr würdig. Kann ich mir doch nichts Erfreulicheres denken, faules Schlaraffenleben zu thun ist, sind die wahren Feinde. als hier in diesem ledernen Spießbürgerneste mit seinen einDie Fürsten sind, wenn sie sich auch noch so absolut geberden, geschnürten Seelen ein paar menschlich empfindenden Herzen in den meisten Fällen nicht viel mehr als Werkzeuge, deren zu begegnen." In der Petristraße wurde Hans bereits seit einer Stunde erwartet. Er hatte versprochen, um acht Uhr zur Stelle zu sein, und es war nun fast eine Stunde später geworden. Florian Schnick und Ferdinand waren von ihrem Ausfluge nach den Zelten längst zurück. Bater Mathias hatte sich die Zeit vertrieben, so gut er konnte. Die so plöglich in seinem Hauswesen eingetretenen Ereignisse hatten ihm mancherlei zu denken gegeben. Im ganzen mußte er sich sagen, daß sie jedenfalls keine Wendung zum schlimmeren bedeuteten. Seine Stimmung war froher, als sie jemals seit langer Zeit gewesen, um so mehr, als auch der Schmerz im Knie aufgehört hatte. Mit stillem Behagen verfolgte er das geschäftige Treiben sich jene bei der Ausführung ihrer volksfeindlichen Pläne Ju lebhaftem Gespräch schritten sie weiter, dem Opern- der beiden Mädchen, die in der Küche mit der Zurüstung bedienen. Würden Sie es glauben, daß mein Vetter platz und der Schloßbrücke zu. Bruno Volkmuth war un- des Abendbrots beschäftigt waren. Er fühlte sich in seine Rechberg den König mit seinen großdeutschen Anwandlungen ermüdlich im Fragen, unerschöpflich im Reden. Eine besten Jahre zurückversetzt. Es war Lotte trotz der streng gegen diese Nachkommen der Quizon und Konsorten in glühende Begeisterung für die Sache des Volkes erfüllte überwachten Sabbathheiligung gelungen, eine Kalbskeule Schutz nehmen mußte?" den leidenschaftlichen Jüngling. Das war nicht jenes aufzutreiben, und Schnick hatte mit Ferdinand's Hilfe Lieutenant Rechberg ist Ihr Better?" unterbrach Hans Strohfeuer der deutschen Burschenschaft, das sich in der aus der Happoldt'schen Bairisch Bierniederlage in der den Studenten. Dann sind Sie der Sohn jenes schlesischen Verherrlichung des schwarz- roth- goldenen Bandes und in Brüderstraße eine ganze Flaschenbatterie herbeigeschleppt. Cutsbesitzers Volfmuth, der sein mannhaftes Eintreten für großsprecherischer Franzosenfeindschaft gefiel. Noch weniger Der Schneidertisch war in die Mitte der Stube gerückt und die Weber des Hirschberger Thales mit Verfolgung und war es jene allerunterthänigste Neuerungssucht des deutschen zur Festtafel hergerichtet worden. Die Dellampe, deren Zerker gebüßt hat?" Bourgeois, der in der Franzosenzeit an der neuen Leuchtkraft nicht mehr recht ausreichte für eine so feierliche worden ist, welche ihren Grund wesentlich darin haben möchte, - " -W Die letzte der von diefen angewiesen worden find, gelegentlich des Aushebungsgeschäfts,| Lesung der Umsturzvorlage im Reichstage ganz unumwunden deren Gebiet Börsen sich befinden. und auch nachträglich, den Militärvorsitzenden diejenigen aus angekündigt hat, daß als nächste Folge des etwaigen Scheiterns Regierungen abgegebenen Antworten, bis zu deren Eintreffen eine gehobenen Militärpflichtigen namhaft zu machen, welche 1. be- der Umsturzvorlage die Verschärfung der Vereins- und weitere Verhandlung ausgesetzt bleiben mußte, datirt vom reits eine gewisse Führerrolle innerhalb der sozial- Bersammlungs- Gesetze in den Einzelstaaten als weitere Folge 19. Mai 1894. Unter dem 28. Mai 1894 übermittelte der Reichs demokratischen Partei eingenommen haben oder wenigstens als die Beschreitung des Weges der Ausnahmegesetzgebung zur Bes fanzler den genannten Regierungen den Vorschlag, auf grund des zielbewußte Vertreter ihrer Lehren gelten, und 2. ohne als zur fämpfung der Umsturzgefahren zu erwarten feien." durch die schriftlichen Aeußerungen gewonnenen umfangreichen Kategorie 1 gehörig gelten zu können, unter sozialdemo Stoffs in mündliche kommissarische Erörterungen einzutreten. tratischem Einfluß oder in gewisser Fühlung mit der Gott sei Dank! Herr von Köller bleibt uns er: Diese Erörterungen haben zunäd, ft in engerem Kreise während fozialdemokratischen Partei gestanden haben und nach ihrem halten! Wie Herr von Köller der Voss. 3tg." mit der Zeit vom 2. bis 4. Juli 1894 stattgefunden und sind sodann eigenen Verhalten der Sozialdemokratie angehören. theilt, ist an der Geschichte, wonach er nur mit knapper da zahlreiche Kommissare während der Sommerzeit behindert Das Schreiben vom 24. 2. 94 enthält eine Mittheilung des Noth der Gefahr entronnen sei, vom Lucanus geholt zu waren im Oftober 1894 beendigt worden, und zwar an der Ministers des Innern an die Oberpräsidenten, daß von militäri werden, fein wahres Wort. Die Reise des Herrn von Hand von detaillirten Grundzügen, welche inzwischen im Reichs scher Seite neuerdings die Unsicherheit und Unvollständigkeit Köller nach Straßburg war, wie er schreibt, infolge einer amt des Innern ohne Zeitverlust ausgearbeitet worden waren. der von dem Zivilvorsitzenden gemachten Angaben hervorgehoben Einladung zu der Eröffnung der dortigen Gewerbe- Aus- Hierauf folgte die erforderliche Verſtändigung unter den Reiche Entwurf an das königlich preußische Staatsministerium, welches daß die Zivilbehörden wohl in der Lage sind, die zielbewußten stellung am 18. und 19. Mai seit lange geplant und hatte refforts, und am 3. Dezember 1894 ging der nunmehr festgestellte und führenden Elemente( Kategorie 1) zu ermitteln, da diese absolut keine anderen Motive als die, jener Feierlichkeit nach eingehendem Botenwechsel unter dem 4. März 1895 Beschluß meist eine leicht erkennbare Haltung zeigen, daß dies jedoch bei beizuwohnen. faßte. Am 11. März 1895 wurde die allerhöchste Genehmigung den passiven Anhängern der Partei( Kategorie 2) nicht der Fall Wir athmen auf. Es wäre auch wirklich zu traurig zur Einbringung der Vorlage im Bundesrath erbeten, und diese fein kann. In Anerkennung dieser Schwierigkeiten ordnet der gewesen, wenn ein so tüchtiger Agitator für unsere Sache, Einbringung erfolgte, nach Ertheilung der Genehmigung, am Minister des Innern im Einverständniß mit dem Kriegs- wie es der jetzige Minister des Innern in seinen Reden ist, 26. März 1895. Innerhalb des Bundesraths ist die Einholung minister an, daß die Ermittelung und Mittheilung sich fünftig taltgestellt worden wäre. der Instruktionen und die Berathung der Ausschüsse, welche auf die Militärpflichtigen der Kategorie 1 zu beschränken letzteren der Vorlage ein bedeutendes Maß von Arbeit zugewendet hat. Er setzt voraus, daß diese Angaben desto zuverlässiger und Herrn Möller, dem nationalliberalen Abgeordneten, haben, mit möglichster Beschleunigung vor sich gegangen, vollständiger gemacht werden. Außerdem erscheint es ihm von der in der letzten Reichstagssigung lieber freiwillig ging, fo daß nunmehr die Beschlußfaffung des Bundesraths un Hoffentlich wird auch so langsam und Werth, daß fünftighin auch die zur Aushebung fommenden An- als durch den Reichstag gegangen zu werden, wird in dem mittelbar bevorsteht. archisten, und zwar nicht allein die zielbewußten und führen Bentralorgan für die Interessen der Unternehmer und bedächtig gearbeitet, wenn es gilt, ein neues Sozialistengefeß ausregeln jetzt die Reaktion der ganzen Linie verlangt und wobei vorige be paffiven Anhänger der Partei ben Militär- Kapitalisten, der„ Kölnischen Zeitung", ein begeistertes Lob- auarbeiten und das Mahlrecht zu schmälern, nach welchen Maßvorfigenden der Ober- Ersaßkommissionen namhaft gemacht werden. lied gesungen: Die Oberpräsidenten sollen den Zivilvorsitzenden der Ober- Ersay politener den man übereiferer, schreibt das Blatt, erwies Sragen geht.Gegenüber den mannigfachsten Anforderungen unserer soziales nicht den Börsenkapitaliften, sondern den Proletariern an den Theoretiker und wird, die tommissionen diesbezügliche Weisungen zugehen lassen. Das Schreiben vom 25. März 1894 enthält die fernere Mit- er sich als der erfahrene und besonnene Mann der Der Verein zur Förderung der Handelsfreiheit hielt theilung des Ministers des Innern an die Oberpräsidenten, Braxis, der, ein warmer Freund fachgemäßen und vernünftigen am Sonnabend in Stettin seine Generalversammlung ab. Der wonach neben der Kategorie I auch diejenigen Refruten den sozialpolitischen Fortschrittes, für die Bedürfnisse unseres Verein ist eine für das Wirthschaftsleben in Deutschland ganz Militärvorsitzenden namhaft zu machen sind, deren Zugehörigkeit Gewerbelebens und unserer Arbeiterbevölkerung insbesondere ein einflußlose Organisation, in der einige wenige Namen, wie etwa zur Sozialdemokratie nach ihrer Haltung als zweifellos erwiesen waches Auge, ein warmes Herz, einen kräftigen Willen, ein der Ludwig Bamberger's, die Säulen bilden, die von der angesehen werden muß. scharf abwägendes Urtheil besitzt. Grade in der jeßigen Zeit entschwundenen Pracht deutschen Manchesterthums zeugen. probten Abgeordneten treu bleibt." Jedenfalls wird er sich durch das Gegentheil ehren. Die Wähler werden sich sagen, ein Mann, den die Kölnische Zeitung" aupreist, das muß ein trauriger Diese Aktenstücke und die Anordnung des Herrn wäre es lebhaft zu beklagen, wenn ein so rubiger, mit Auf der diesmaligen Tagesordnung stand ein Vortrag des VorKriegsministers Bronsart von reichen Renntnissen und Erfahrungen und mit einer vielfach stehers der Stettiner Raufmannschaft über die agrarischen AnSchellendorff, Sozial- bewährten Redegabe ausgestatteter Geschäftsmann nicht griffe auf den Handel, insbesondere auf den Getreidehandel. Der demokraten und Anarchisten grundsätzlich von der wieder in den Reichstag zurückkehren sollte. Wir hoffen, daß Redner suchte an einer Reihe von Beispielen die Unausführbar. Ueberweisung an die Garde auszuschließen, sind gerade kein der Wahlkreis Dortmund sich selbst ehrt, indem er seinem er- feit des Antrages Kanit nachzuweisen. Außerdem sprachen noch Beweis dafür, daß der Herr Kriegsminister gewillt ist, die Bamberger und Alexander Meyer. Auf Antrag des Abgeord Bekämpfung des" inneren Feindes" der Polizei und der neten Brömel gelangte folgende Resolution zur Annahme: Feuerwehr zu überlassen. Und wenn jetzt durch die Zivilvorsitzenden den Militärbehörden nur noch die ganz ziel bewußten" und" führenden" Genossen als Sozialdemokraten Volksvertreter sein. bezeichnet werden sollen, so hängt dies wohl auch damit zusammen, daß den betheiligten Behörden die Aufgabe, alle Sozialdemokraten unter den Rekruten als solche zu bezeichnen, bei der ständigen Ausbreitung unserer Partei allen Schichten der Bevölkerung über den Kopf wachsen ist. Politische teberlicht. Berlin, 27. Mai. " Nicht die Gleichmäßigkeit der Preise, sondern deren Ver änderlichkeit, so weit die Veränderungen aus den natürlichen Verhältnissen des Angebots und der Nachfrage hervorgehen, entspricht dem allgemeinen Interesse. Jeder Eingriff des Staates in den Getreidehandel stellt die ausreichende Ver forgung aller einzelnen Landestheile mit den nothwendigen Nahrungsmitteln in Frage." Freiherr von Hammerstein und seine Klage gegen die Frankfurter Kleine Preffe". Die Gegner des Herrn von Hammerstein haben Unrecht, wenn sie bein haupten, daß Herr von Hammerstein wegen der gegen ihn dem Gang der wirthschaftlichen Entwickelung nichts ändern. Der Berein wird, wie gesagt, mit seinen Resolutionen an ge- gerichteten angeblichen Verleumdungen nicht die Privatklage um auf diesen Einfluß zu gewinnen, dazu bedarf es eines größeren habe anstrengen wollen. Herr von und woßu Hammerstein Machtaufgebotes, als es die letzten Reste des Manchesterthums hat thatsächlich einen Auftrag zur Erhebung der auf die Beine bringen können. Privatflage gegeben und ist dabei recht vorsichtig verfahren. Seine Vorsicht ging so weit, daß er Bünftlerisches. Am Sonnabend tagte in Braunschweig nicht den verantwortlichen Redakteur belangen wollte, sondern Herrn Sonnemann. Bielleicht hat er diesen aus dem Grunde gewählt, weil Sonnemann Aktionär des Blattes ist und bei dem graffirenden dolus eventualis möglicher weise eine Verurtheilung Sonnemann's erfolgen kann. Festzustellen ist, daß der verantwortliche Redakteur des Frankfurter Blattes von Herrn v. Hammerstein nicht vor den Strafrichter gefordert ist. Bei der Stichwahl in Köln- Stadt, die heute, am 27., stattgefunden hat, erhielt unser Genoffe Lütgenau 8257 Stimmen, der Zentrumsmann Greiß 12 876 Stim men. Bei der Wahl vom 13. d. M. erhielten Greiß 10 353, Lütgenau 7366 und der Nationalliberale Rentuer Frizz v. Wittgenstein 3887 Stimmen. der 20. beutsche Schmiedetag, unifaffend 126 Junungen. Er erklärte sich für die Nothwendigkeit der Buerkennung des Rechts an die Innungen zur Ausstellung von Zeugnissen über Befähigung zum Hufbeschlag; er verlangt 3wangsinnungen, Ausdehnung der Sonntagsruhepflicht auf die Schmiedemeister, Schaffung einer eigenen Unfallversicherung, sowie Gründung eigener Arbeitsnachweise. Ein Antrag der Innung zu Geestes münde auf gemeinsame Interessenvertretung der Schmiede mit den Schlossern ward abgelehnt. So mischen fich alte, abgestandene Zunftforderungen mit modernen sozialpolitischen 3deen. Immerhin ein Zeichen für die vordringende Macht der letzteren. Billiger Kredit für die mittleren Stände". Die Vorarbeiten zur Fertigstellung des Gefeßentwurfs über die Orga nifation des Personalkredits der mittleren Stände sollen, wie berichtet wird, soweit gefördert sein, daß der Entwurf noch vor Pfingsten dem Staatsministerium unterbreitet werden kann. Bei der Wiederaufnahme der Sigungen nach den Pfingstferien tönnte die Vorlage dann dem Landtage zugestellt werden. Bei diesem Stimmenverhältniß war natürlich an einen Sieg unseres Genossen nicht zu denken. Immerhin ist es Das vielbesprochene neue Börsengesetz erweist sich als sehr beachtenswerth, daß nicht die ganzen nationalliberalen eine ungewöhnlich schwere Geburt. Bereits seit verschiedenen Stimmen auf den Bentrumsmann übergegangen sind, sondern Jahren wird seitens aller möglichen Instanzen an dem Entwurf daß unserem Genossen lediglich aus diesem Lager gegen gearbeitet, ohne daß es sich bis jetzt hätte erreichen lassen, den 900 Stimmen zugeflossen sind. Auch ein Zeichen der Zeit.Entwurf vor die eigentlich entscheidende Stelle, den Reichstag, zu bringen. Und da der letztere jetzt in die Ferien gegangen ist, Zur Ruffifizirung des preußischen Vereins- und so wird es nun auch wohl noch Jahr und Tag bauern, ehe die Versammlungsgesetzes schreibt man der Rheinisch- West- Börsen einem eventuellen Börsengesetz unterstellt werden. Die fälischen Zeitung" aus Berlin: Korrespondenz des Herrn von Köller giebt jetzt eine lange Lebensbeschreibung des Börsengesetz- Entwurfs, um es zu er flären, warum das Gefeß auch während der abgelaufenen Session noch nicht aus dem vorbereitenden Stadium habe herauskommen Reaktionärer Freifinn". Wo unfere freisinnigen Boltskönnen. Der Bericht der Börsenenquete- Kommission vom 11. No- parteiler die Macht in Händen haben, lassen sie es an vember 1898, berichtet sie, ging mit seinen etwa 7000 Foliodruck- reaktionären Streichen nicht fehlen. Als unlängst Genosse feiten umfassenden Anlagen am 15. November 1898 im Reichsamt Grillenberger im Reichstage die Auslegung des bayerischen bes Junern ein. Bereits am 30. Dezember 1898 waren dort die Vereins- und Versammlungsgesetzes scharf geißelte, entrüsteten Erwägungen soweit vorbereitet, um mittelst Rundschreibens mit sich die Freifinnigen darüber mächtig. denjenigen Bundesregierungen ins Benehmen treten zu können, in Wie wenig Anlaß sie dazu haben, beweist die neueste T Die Blättermeldung, daß eine Novelle zum preußischen Vereinsgesetz im Ministerium des Innern ausgearbeitet werde, ist bereits als falsch bezeichnet worden. Indeffen bezieht sich dieses Dementi nur auf die Behauptung, daß eine derartige Vorlage schon in der Ausarbeitung sei. Der Plan selbst be steht und soll in der nächsten Zagung des preußischen Landtages verwirklicht werden. Es mag übrigens daran erinnert werden, daß der Staatssekretär im Reichs- Justizamt, Dr. Nieberding, bei der ersten Gelegenheit, wurde durch zwei in grünen Leuchtern steckende Kerzen unterstützt. Was noch an Tischwäsche und blinkendem Geschirr aus besseren Tagen vorhanden war, wurde hervorgeholt. Theater. = Literarisches. bekümmert es saison des legten Winters nichts gebracht hat, was irgendwie be Im Leffing Theater hat es, nachdem die ganze Spiel Damannius Dr. Der Begräbnißlugu 3. Ein Mahn wort. Oldenburg und Leipzig. Schulze'sche Hofbuchhandlung. friedigen konnte, in den letzten Tagen des bühnen- Das 16 Seiten starte Heftchen bekämpft den in fostbaren Die schönste Zierde aber, welche die gänzlich um feindlichen Wonnemonds noch einen ehrlichen, brav ver- Leichenwagen, Särgen, Kränzen, Denkmälern u. s. w. sich äußerngewandelte Häuslichkeit Meister Wernicke's aufzuweisen hatte, dienten Erfolg gegeben. Dies merkwürdige Ereigniß ist den Begräbnißlurus aus ethischen Gründen, weil er den Gegensat waren unstreitig die beiden liebreizenden Wesen, die mit dem Drama, Drei" von May Dreyer zu verdanken. Es von Reich und Arm vom Leben auch auf den Tod übertrage, steigender Ungeduld bald aus der Küche nach der Stube bleibt zwar zu bezweifeln, ob der Kassenerfolg nachhaltig ge- und aus religiösen Gründen, weil er unchriftlich und ursprünglich und bald aus der Stube nach der Küche liefen und immer wesen wäre, wenn das Stück inmitten der Saison die Bretter heidnisch sei, was mit großem Aufwande von Gelehrsamkeit aus Den Ver noch da und dort etwas zurecht zu rücken oder zu zupfen bebes Amüsements wegen die theuren Pläge belegt, will derbere faffer beschritten hätte. Das Publifum des Lessing Theaters, alten Schriftstellern nachzuweisen versucht wird. daß zu fichtlich, ber schönen das fanden, wenn sie nicht gerade vor dem kleinen Spiegel in Stoft, als sie in diefem feinen Stimmungsbilde geboten wird. Rebensart von dem alle gleichmachenden Tode der Beder Küche mit ihren seidenen Busentüchern und den frisch aber die literarische Bedeutung des Stückes ist gerade darum, weil gräbnißluxus in Widerspruch steht, und daß namentlich geplätteten weißen Schürzen zu schaffen hatten. sie vor einer kleinen Gemeinde zu ungünstigster Zeit erobert wurde, die Kreise, die dem Volke die Religion erhalten wollen, Die ernſte, strenge Lotte war in ihrem ganzen Wesen um so höher anzuschlagen. Das interessante Werk behandelt ein durch ihre höchst unchriftliche Sucht, sich in diesem Luxus gegens wie umgewandelt, sie scherzte und lachte, und ein saufter, altes, einfaches Thema. Es ist die Geschichte von ihm, ihr und feitig zu überbieten, an die Stelle des schlichten, herzlichen Ges rofiger Hauch lag auf ihrem sonst blassen Gesichte. Um dem dritten. Mit einem braven Junggesellen haben Mann und fühle den hohlen Pomp und Schein gefeht haben. Er empfiehlt gefehrt war die allezeit muntere Dora in einer faft feier Weib einen Freundschaftspatt geschlossen. Das heitere, un- Bildung von Kranzablösungs- Vereinen in allen Städten: statt als Beileidszeichen soll man Karten lichen Stimmung. Wie in Gedanken versunken, stand sie befangene Wesen des ehrlichen Knaben ergänzt vortrefflich das luxuriöser Kränze des etwas nervösen und angegriffenen schicken, die gegen eine Spende zu wohlthätigen Zwecken bisweilen da, als ob sie in eine weite, weite Ferne schaute Familienglück Gelehrten. Da fommt eine böse Erinnerung. Ein zu laufen sind. Er zitirt Kirchenvater Augustin's Wort, daß und dort irgend etwas Geheimnisvolles, Unbekanntes, das alter Freund kehrt zum Besuch ins Haus ein, ein nichts das Andenken von Verstorbenen so wach erhalte als milde nur fie allein anging, herauslesen wollte. Freund, mit dessen Frau der Doktor einst die Sünde des Ehe- Gaben an Arme, ohne zu merken, daß er eine Heuchelei durch die " Ich werde ihm eine Strafpredigt halten, sagte Lotte bruchs getrieben hat. Arglos plaudert der behäbige Mann von andere ersetzen will. Daß der Begräbnißluxus heute für die besitzende lächelnd zu der Schwester, als der Erwartete immer noch alten Dingen, und halb betrübt geht er, als der Doktor sich Klasse vor allem ein wichtiges Reklamemittel ist, auf das nicht fani. weigert, die alten Freundschaftsbande zu erneuern, mit dem diefe so leicht nicht verzichten wird und unter der Herrschaft des Endlich ließ sich der Schritt des Geliebten auf der gutgemeinten Wunsche von dannen, daß Luft und Freude dem Kapitalismus auch taum ohne eigene Schädigung verzichten fann, Treppe vernehmen. Lotte stand mit dem Rücken nach dem neuen Hause ebenso hold sein möchten wie einft dem alten. Von das geht natürlich über die Fassungstraft des Dr. Damannius. an nagt in dem Gatten der Wurm Und dann: was sollte aus den Leichenbegängnissen mancher Zimmer in schmollender Haltung da und machte sich mit diesem Augenblicke Eifersucht und des Mißtrauens. In meisterhafter Landesväter werden,- wie viele würden sich noch um sie dem Stieglitz im Bauer zu schaffen. Als sie unerwartet der Eifersucht und Seelenschilderung wird die die Entwicklung fortgeführt, die fümmern, wenn auch hierbei auf allen Pomp verzichtet werden einen Fremden mit Hans ankommen fah, war ihr schlau zur schrillen Auflösung des harmonischen Dreitlangs treibt. foll? Db Herr Dr. Damannius gegen diesen Bomp überhaupt eingefädelter Plan sogleich vergessen. Bruno's Eintritt Freund und Mann und Weib, jedes geht am Schluß des Stückes etwas einzuwenden hat, geht aus seiner Broschüre nicht hervor. brachte in dem bescheidenen Heim des Meisters eine wahre feine eigenen, dunklen Wege. Die alte Schuld ist bitter gerächt Bestürzung hervor. Bater Mathias machte vor dem Herrn worden. In scharfen, deutlichen Strichen wird dieser Ausgang, mit Eingelaufene Druckschriften. Studiosus einen Bückling über den andern, ohne das rechte meisterhaftem Eingehen in die seelischen Empfindungen der Wort der Begrüßung finden zu können. Schnick und Handelnden vom Dichter herbeigeführt. Ferdinand hielten sich abseits, und die armen Mädchen großer künstlerischer Feinheit, die Mar Dreyer geliefert hat. Der wähnten ihre so wunderschön getroffenen, aber doch immer Dichter wurde unterstützt durch eine ausgezeichnete Darstellung. Herr Dstar Sauer gab den Doktor, Fräulein Reisenhofer sein nur für einen vertraulichen Kreis berechneten Anordnungen Weib und Herr Schönfeldt den dritten im Bunde. Die durch das plötzliche Erscheinen eines Unbekannten gänzlich fleine Rolle des betrogenen Freundes wurde von Herrn Horn über den Haufen geworfen. Ein Studiosus was fiel dargestellt. dem Hans ein, ihnen den auf den Hals zu bringen? Warum nicht gar einen Nittmeister oder Geheimen Oberhofcath. ( Fortsetzung folgt.) -r. Soziale Pravis, Zentralblatt für Sozialpolitik" enthält in ihrer Es ist eine Arbeit von neuefien Nr. 35 folgende leitende Auffäße: Der Entwurf zu einem BörsenBon Prof. Dr. Gohn. Aus dem Notizengefeß für das Deutsche Reich. Deutschland und Desterreich. Bekämpfung fozialer Bestrebungen in Deutsch= theil heben wir hervor: Gefeßentwürfe gegen untauteren Wettbewerb in land. X. Konferenz deutscher Städteftatiftiter. Fürsorge für Gemeindebeamte in Preußen. Betriebskosten von Straßenbahnen bei elettrischem Städtische Schuß- und Wartehalle für Arbeiter Berbot der gewert bewegung gegen Hausindustrie und Echwigsystem. 1 Dampf- oder Pferdebetrieb. in Breslau.- Internationaler Tertilarbetter- Kongreß.- Deutsche Schneider= schaftlichen Organisation in Sachsen. Beendigung des Wiener ZieglerEnglische Streitftatiftit. Schuß für Schultinder in Deutschland. Echuz für Biegelarbeiter in Preußen. Fabritinspektion im Großherzogthum Seffen. Die Kreis- Pflege- Anstalten in Baden. Von Bürgermeister Armen- Handbuch für Frankfurt a. M. E. Thoma. Seranziehung der Alimentationspflichtigen in Straßburg i. G. Deffentliche Armenpflege und Brivatwohlthätigteit in Glbing. Hilfsvereine und Armenpflege in Dem Drama ging ein für Liebhabertheater sehr passendes Stüd voran, das die große Künstlerin Clara Ziegler zur Ber- ftreits. fafferin hat. Herr Blumenthal muß bedeutenden Frauen schwer etwas abschlagen können; anders verstehen wir es nicht, wie das Luftspiel" Flirten" ins Leffing- Theater kommen konnte. Es war scheußlich albern. England. vergrößert.Leiftung des Nürnberger Stadtmagistrats, über die der Franks. Crefeld, benutzt, um einer reaktionären Umgestaltung des eine Berichtigung, die diefer brachte, wobei er aber gleichwohl | Zeitung" aus Nürnberg folgendes geschrieben wird: Reichstagswahlrechts den Weg zu ebnen. Gemäß einem Vor- die erwähnte falsche Behauptung aufrecht erhielt. Dengsbach verIn der freien religiösen Gemeinde sprach in den gewöhn- schlage des badischen Staatsanwalts Gageur empfiehlt das klagte nun den Redakteur des Zentrumsblattes wegen Beleidigung. lichen Sonntagsvorträgen kürzlich der Prediger Herr G. Scholl Blatt die Einführung der Proportionalwahl auf der Grundlage, Schon vor dem Schiedsrichter gab die betreffende Zeitungsvom Rheinischen Merkur" auch über den neuesten Umsturzversuch gegen die Glaubens- und daß der bis 50 Jahre alte Wähler 1 Stimme und der über trägerin zu, daß sie nicht aus der Die betreffende ZeitungsGewissensfreiheit." Diese Vorträge brauchten bisher weber 50 Jahre alte 2 Stimmen abgiebt. Zur Begründung dieses angegebenen Ursache, sondern anderer Umstände halber entlassen polizeilich angemeldet zu werden, noch war den Frauen der Vorschlages sagt die„ Crefelder Beitung": worden sei. Das Schöffengericht hat nun den Redakteur des Zutritt verwehrt. Jezt wurde aber plöglich von der Amts- Wir haben zu dem Wahlsystem gegriffen, das auf dem Bentrumsblattes wegen Beleidigung zu 30 Mark Geldstrafe und anwaltschaft, weil der letzte Vortrag nicht angemeldet war und sozialdemokratischen Programm steht. Freilich stellen wir eine den üblichen Nebenftrafen verurtheilt. weil Frauen ihn mit anhörten, gegen den Vorstand Anklage er- Bedingung: wir wollen neben dem gerechten Ausdruck der zahlen- Wegen Beleidigung des Amtsvorstehers v. Bedlitz- Neus hoben wegen Bergehens gegen das Vereinsgesetz. Diese Slage mäßigen Macht jeder Partei eine Werthschäßung der Stimmen. haus soll der Parteigenosse Lehms laut Urtheil des Schöffenwird in der nächsten Zeit zur Verhandlung kommen. Die Freie Um solche Werthschätzung einzuführen, wissen wir fein besseres gerichts in Jau er auf acht Tage ins Gefängniß. Die Bes Gemeinde ist als religiöse Bereinigung gemeldet und nicht als Mittel, als eine Altersabstufung zu gunsten eines erhöhten leidigung foll Behms bei der Anmeldung einer Versammlung politischer Verein erklärt; nur auf solche finden jedoch die ein- Stimmrechtes der über 50 Jahre alten Männer. Man sagt uns: gethan haben, als ihn der Amtsvorsteher v. 3edlih durch den schlägigen§§ 2 und 15 des Vereins- und Versammlungsgefeßes darin läge eine Willfür. Dann ist es auch Wiatür, gerade mit Diener zu dem stellvertretenden Amtsvorsteher Corus mit dem Anwendung. Auf den gerichtlichen Austrag der Sache ist man dem 25. Jahre die Wahlfähigkeit eintreten zu lassen. Noch Bemerken sandte, er sei frant, sein Stellvertreter Gorus sei befugt, die in weiteren Kreifen gespannt. größere Willfür läge in jedem anderen Versuch, Bildung oder Bescheinigung auszustellen. Wie Lehms bei diesem erschien, Der bayerische Bauernbund geht den Krebsgang. Ge- Besiz bei der Verleihung des Wahlrechtes zu begünstigen. Die wurde er wieder abgewiesen, indem ihm Corus sagte, er habe gründet zum Zwecke einer selbständigen, dem Zentrum entgegen- Begünstigung der Altersstimmen bedeutet nichts anderes als teine Nachricht, daß er befugt sei, die Amtsgeschäfte zu führen, gefetten Politit, empfiehlt er jegt anläßlich der Aschaffenburger Schaffung eines berechtigten Einflusses der größeren natürlichen Lehms solle sich nur wieder zurück zu Herrn v. Bedlig bemühen, Nachwahl Wahlenthaltung oder Stimmabgabe für das Zentrum. Erfahrung des Alters. Unser jeßiges Wahlrecht mit dem dort werde er schon die Bescheinigung der Anmeldung erhalten. Aus Fuchsmühl wird dem ultramontanen„ Regensburger absoluten Mehr steckt unter der nackten Herrschaft der Zahl und Er bekam sie alsdann auch thatsächlich. Aergerlich über dieses Anzeiger" gemeldet, daß seit der Verkündigung des Weidener infolge dessen sind seine Ergebnisse in den meisten Fällen nichts Hin- und Hersenden machte Lehms seinem Unmuth in derben meniger als der reine politische Ausdruck der Gesinnung der Morten Luft, die erklärlich waren, denn der Weg, den Lehms Urtheiles in der ganzen Gegend eine äußerst trübe Stimmung wähler; sie sind vielmehr sehr oft nur das Ergebnis partei- unnütz hatte machen müffen, hatte zirka eine Stunde in Anspruch herrscht. Die Leute find theilweise ganz niedergeschlagen. Falls füchtiger Vergewaltigung. Bei der letzten Wahl in Köln ist die genommen. Interessant war noch die Begründung des Urtheils nicht eine Begnadigung erfolgt, so freten die meisten in das wählerzahl der liberalen Partei um etwa 5000 hinter der der durch den Assessor Münscher, von einer Geldstrafe sei deshalb sozialdemokratische Lager über. Für das fatholische Blatt mag die Erscheinung neu sein. vorletzten Wahl zurückgeblieben. Die fehlenden 5000 find gewiß Abstand genommen worden, weil nicht der Angeklagte biefe bes nicht in ein anderes Lager übergegangen. Sie haben nicht ge- zahle, sondern die Sozialdemokratie. Gegen das Urtheil ist BeUns ist es längst bekannt, daß jedes Unrecht, begangen durch die wählt, weil sie sich sagten: es mußt doch nichts. Solche Errufung eingelegt. herrschenden Klassen, sich an denselben herrschenden Klassen daschlaffung ist wahrhaftig zu tadeln, aber sie ist erklärlich. Das- Sächsische 3. Nicht weniger als 40 M. Geldstrafe durch straft, daß sich die Anhängerschaft der Sozialdemokratie Wahlrecht mit dem absoluten Mehr wirkt selbst auf starte Par- soll in Marienthal der Arbeiter F. Knate laut Urtheil teien, wenn sie einmal ins zweite Treffen gedrückt wurden, des Zwickauer Schöffengerichts dafür zahlen, daß er in seiner Das Freibier bei der Wahl. Eine zeitgemäße Ent- lähmend. Niemand wird sich von der Fortdauer solcher Er- Wohnung einem Bergmann auf dessen Ansuchen eine 10 PfennigScheidung hat der Provinzialausschuß für Oberheffen in Gießen scheinungen gutes versprechen, und darum sagen wir: weg mit Marte als Beitrag zu sozialdemokratischen Parteizwecken abs in der Bürgermeisterwahl zu Niederflorstadt ge dem absoluten Mehr." gelaffen hatte! Der mitangeklagte Lagerhalter A. Vogel wurde fällt, die er für ungiltig erklärt hat, weil sowohl vor wie nach Daß das Blatt die sozialdemokratische Proportionalwahl freigesprochen. Für die Leute, die nicht begreifen können, daß der Wahl das Freibier eine große Rolle gespielt hat. Der empfiehlt, will wegen der von ihm zugleich verlangten Ein- der Arbeiter Kuate wegen der Briefmarke überhaupt verdonnert dort wiedergewählte Bürgermeister spendirte zwar vor der führung von Doppelstimmen für die über 50 Jahre alten Wähler werden founte, mag bemerkt sein, daß er sich des verbotenen Wahl weder Speisen noch Getränke, er that es aber in reich nichts befagen. Da die Arbeiter nur verhältnißmäßig felten das Sammelns" schuldig gemacht hat. Ein Parteigenoffe aus lichem Maße nachher. Ein Anhänger des Bürgermeisters aber 50. Lebensjahr erreichen, wäre ihr jetziger Einfluß auf die Wahl Cölln hat während der Maifeier in Zechendorf abends volle vier Monate später fiel und trattirte dabei eine Menge lich abgeschwächt, was ja auch der Zweck des nationalliberalen er die fächsische Staatsordnung so gefährdet, daß eine Menschen mit Freibier. Der löbliche oberhessische Provinzial- Vorschlages ift. Den Hinweis auf die größere Lebenserfahrung Strafe von 3. 40 Pf. nöthig ist, um der beleidigten Gerechtigkeit ausschuß soll die Absicht haben, in Zukunft mit aller Schärfe älterer Leute braucht man schon deshalb nicht in betracht zu genüge zu thun. Der Leipziger Polizei scheint der Hin vorzugehen, um dem Unfug des Freibierspendens bei der Wahl ziehen, weil die„ Crefelder Zeitung" ganz übersehen hat, daß weis unserer Preffe, daß der Minister v. Metsch seinerzeit im zu steuern. wir in Deutschland eine Reihe Personen haben, die, troßdem sie Landtage das polizeiliche Verlangen nach Nennung der Ver Das mag für Bürgermeisterwahlen eine sehr gute noch lange nicht 50 Jahre alt find, sogar schon über Land und fammlungs Referenten für nicht gefeßlich erklärt hat, etwas Maßregel sein. Bei den Reichstagswahlen gehört aber Beute regieren. Wenn übrigens höheres Alter immer die Ge- Sorge zu bereiten. Sie sucht ihre gegenüber dem Ministerdas Freibierspenden in vielen Theilen Deutschlands zu den Gin- währ für vernünftiges Handeln gäbe, dann müßte der deutsche Urtheile doch sicherlich auffäffige Handlungsweise in der bürgerrichtungen, an denen zu zweifeln und an die zu rühren Staats- Reichstag eine wahre Akademie der Weisheit sein, denn unseres lichen Presse durch folgende Notiz zu rechtfertigen:" Die Leips verbrechen ist. Wie sollten denn ohne Freibier häufig die Wissens bilden dort die über 50 Jahre alten Abgeordneten die ziger Polizeibehörde hat auf grund§ 19 des fächsischen Vereinsstaatserhaltenden Wahlen zu stande kommen. überwiegende Mehrheit. Die„ Crefelder Zeitung" will aber gesetzes angeordnet, daß die Namen derjenigen Referenten, die Die österreichische Wahlreformfrage. Aus Wien wird gerade von diesem Reichstag nichts missen; sie sieht sich sonach in Versammlungen von Vereinen, die sich mit öffentlichen Ans telegraphirt: hinsichtlich der von ihr vertretenen Theorie mit ihren eigenen gelegenheiten beschäftigen, Vorträge halten sollen, der Polizeis Gründen geschlagen. behörde bekannt zu geben sind. Nach§ 19 des genannten Ges setzes find nämlich der Polizei auf Verlangen alle auf den zu ertheilen." Sollte die Die Zentrumspresse stimmte dieser Tage ein gewaltiges Verein bezügliche Auskünfte Geschrei darüber an, daß in Köln eine von flerifaler Seite ver- Leipziger Polizei, so bemerkt die„ Leipziger Volts- Zeitung" hierzu, anstaltete Wählerversammlung von" Sozialdemokraten" gestört mit diesem Versuche Glück haben, so würde für Vereins. worden wäre. Da aber das Gros unserer fölnischen Partei- versammlungen ein 3wang geschaffen, der für öffentliche Nach den Wiener Abendblättern vom Montag werde der von genossen an demselben Abend einer Versammlung des Sozial- Versammlungen nicht exiftirt." Wir betrachten die Begründung dem Subkomitee des Wahlreform- Ausschusses ausgearbeitete demokratischen Wahlvereins beiwohnte, um einen Vortrag Dr. des polizeilichen Verlangens mit der Bestimmung des§ 19 des Wahlreform- Entwurf die Schaffung einer neuen Wahlkurie von Bütgenau's anzuhören, und da ferner die Leiter der fleritalen Bereinsgefeges übrigens für gänzlich haltlos. Es ist im Intereffe 50 Mitgliedern enthalten mit zwei Unterabtheilungen. Die Versammlung einen befannten Sozialdemokraten das Wort hatten ber an sich schon genug beschränkten fächsischen Bewegungsfreiheit erfte dieser Unterabtheilungen soll die geringsten Steuerzahler nehmen lassen, damit er die aufgeregten Wähler um Ruhe er- selbstverständliche Pflicht des ersten betroffenen Vereins, über die umfaffen mit 37 Mandaten, die zweite die Arbeiter mit 13 Man- suche, wobei auch dieser nicht zu Worte fam, so ist klar, daß der polizeiliche Vorschrift die Entscheidung der Kreishauptmannschaft Vorwurf, den die Zentrumspreffe gegen unsere Partei erhebt, und event. des Ministeriums des Junern herbeizuführen." Die nicht berechtigt ist. Thatsächlich wird denn auch die Störung der deutsche Sprache ist um ein neues Wort in Sachsen bereichert Bersammlung, über deren Urheber nichts bekannt ist, von unseren worden, was das Verdienst der heiligen Hermandad ist. Nachdem tölnischen Parteigenoffen nicht gebilligt. Ursache der Störung war, nämlich die Polizei die sozialdemokratische Partei- Organisation daß die Klerikalen dem Verlangen der Versammlung nach Vor- aufgelöst hat, hat man sich im Wahlkreise Merbau damit ge nahme einer Bureauwahl nicht nachtamen, was die Partei für holfen, daß zu der neulich bort abgehaltenen Kreisversammlung Wahrheit, Freiheit und Recht" ja genügend charakterisirt. unserer Partei alle Einzel sozialdemokraten eingeladen worden Einzelsozialdemokraten! Wie treffend travestirt dieses Uebrigens ist die fölnische Sorte des Zentrums am allerwenigsten sind. berechtigt, unferer Partei Versammlungssprengerei nachzusagen, Wort die sächsische Polizeipraktik! Der Gedenktag der blutigen Woche wurde von unseren denn die Schwarzen der rheinischen Metropole haben in BeParifer Genoffen am letzten Sonntage pietätvoll begangen. Eine ziehung auf die Vergewaltigung des Versammlungsrechts der Parifer Depesche meldet über die von der Furcht der Bourgeoisie Arbeiter Leistungen vollbracht, die sie zu jenem Vorwurf durchaus zeugenden polizeilichen Kundgebungen das folgende:" Anläßlich nicht legitimiren. Wenn sich danach der Unwille der Arbeiter In Leipzig faßte eine gutbesuchte Versammlung, wo das des Jahrestages der Besiegung der Kommune fanden auf dem massen über diese Wirthschaft des Zentrums einmal an unrichtigem Friedhofe Père- Lachaise die üblichen Kundgebungen statt. Die Orte Luft gemacht hätte, so wäre das, wenn auch selbstverständ- Mitglied der Reichskommiffion für Arbeiterstatistik, der Reichstags= abgeordnete Moltenbuhr, über die Erhebungen gesprochen Polizei hatte den Eingang besetzt und ließ die Manifeftanten nur lich nicht zu billigen, so doch durchaus begreiflich. zu je vier den Friedhof betreten. Die Kundgebungen verhatte, die die genannte Stommiffion über Arbeitszeit, Kündigungss liefen ohne Zwischenfall. Verhaftungen wurden nicht vor- mittheilt, foll über die Gastwirthschaft von Pippert in Kirchgestellt hat, einstimmig eine Resolution, worin sie ihr Einver Zum Militärboykott. Wie das„ Boltsblatt für Geffen" fristen und Lehrlingsverhältnisse im Handelsgewerbe ans ditmold der Militärboykott verhängt worden sein, weil dort ständniß mit dem Referenten und weiter erklärte, daß sie das Die belgische Ministerkrifis hat mit der Ernennung des in einer Versammlung, die im vorigen Jahre und unter Eingreifen des Staates für absolut nothwendig halte, um die Ministerpräsidenten Burlet zum Minister des Auswärtigen, des einem anderen als bem jetzigen Wirth abgehalten worden ist, im Intereffe der Gesundheit der Handelsangestellten dringend Schutzöllners Schollaert zum Minister des Innern und mit der die Marsellaise gesungen worden wäre. Das ist allerdings der zu fordernde Verkürzung der Arbeitszeit zu ermöglichen, und Schutzöllners Schollaert zum Minister des Innern und mit der Schaffung eines Ministeriums für Industrie und Arbeiten Gipfel des Schrecklichen. Aber was kann der jezige Wirth daß die Fefflegung einer Maximal- Ladenzeit nicht nur nothihr Ende gefunden. Die Ernennung Schollaers wird als eine dafür? wendig, sondern auch durchführbar sei. Die Versammlung neue Kriegserklärung gegen den Sozialismus und den weltlichen erklärte auch die neuere, dem Bundesrath zur BeschlußDas Subkomitee des Wahlreform- Ausschusses hielt eine Sigung ab, in welcher die nunmehr fertig gestellte Ausarbeitung des Gesetzentwurfes, betr. die Wahlreform bezw. der Bericht Rutowski's vorgelegt wurde. Wie verlautet, dürfte über den Inhalt des Entwurfes vor der am Mittwoch stattfindenden Sigung des Wahlreform- Ausschusses nichts in die Deffentlichkeit gelangen. Daten. Die Friedensbewegung lächerlich zu machen, ist den Ungarn trefflich gelungen; haben doch 131 Abgeordnete ihres Barlamentes unter dem Vorsitze des Ministerpräsidenten Banffy eine parlamentarische Friedensgruppe gegründet. Die Herren, welche Militärvorlagen ausarbeiten und fie in Parlamenten durchdrücken im Gewande der Friedensapostel einherstolziren zu laffen, ist ein Vorwurf werth als Karrikatur in ein Album moderner Verlogenheit verewigt zu werden. genommen." * # Soziale Uebersicht. Schulunterricht angesehen. Der Chef des neugebildeten Mi- Aus den Parteiorganisationen. Der Wahlverein in faffung vorliegende Fassung des§ 7 des Gefeßentwurfes nifteriums, Nyssens, ist auch ein Reaktionär; er ist der Vater Nieder- Langenbielau hat eine Statistik über das Alter gegen den umlauteren Wettbewerb, betreffend den Berrath des Pluralſtimmrechts, dagegen foll er in sozialpolitischen Fragen feiner Mitglieder aufgenommen, wonach sich ergab, daß von den von Fabrik- und Geschäftsgeheimnissen, nicht für im Interesse weniger beschränkten Anschauungen huldigen, als seine Kollegen 210 Mitgliedern, die der Verein damals hatte, nur 23 unter der im Handelsgewerbe Angestellten liegend, weil diese Beim Minifterium. 20 Jahre alt waren, während das Alter der übrigen sich wie ſtimmungen gerade nur die Angestellten unter gewiffen Bedingungen Das neue belgische Arbeitsministerium. Das bisherige folgt ftellte: 85 waren 21--30 Jahre, 60 31-40 Jahre, 28 41 bis unter Strafe stellen, ihnen aber andererseits keinen Schuh gegen Departement der Landwirthschaft, der Industrie, der Arbeit und 50 Jahre, 9 51-60, 4 61-70 Jahre alt und 1 Witglied zählte Uebergriffe der Chefs und für die zweckmäßige Verwerthung ihrer der öffentlichen Arbeiten ist nun in zwei Ministerien eingetheilt über 70 Jahre. Das wäre ein neuer Anhalt für die nahe- Arbeitskraft gewähren, und weil die die Gehilfen schwer treffenden worden, das eine hat die Verwaltung der Landwirthschaft, des liegende Vermuthung, daß das fächsische Pseudo- Junkerlein Konkurrenzverträge nicht verboten werden." In der Resolution Gesundheitswesens und der öffentlichen Arbeiten, das zweite die v. Frege sich nur am Grün seiner Landesfarbe versehen hat, als wird daher der Bundesrath ersucht, den Gefeßentwurf abder Industrie, der Arbeitsgesetzgebung und der Bergwerfe aus es die Sozialdemokraten als grüne Jungen bezeichnete. zulehnen. gewiesen erhalten. Dem letteren ist die Gewerbe- Inspektion und das neugeschaffene Arbeitsamt unterstellt. Todtenliste der Partei. Jn 2udenwalde find zwei Der chinesische Diplomatenstreich, die Japaner um den brave Parteigenossen, Glias, genannt ralisch, und Befit Formosa's zu bringen, dürfte nicht den erwarteten Erfolg 2. Richter, im besten Mannesalter der tückischen Proletarierhaben, da hinter der Republik Formosa" außer den chinesischen krankheit erlegen. Sympathien teine Macht steht. Auf eine Anerkennung der Polizeilich, Gerichtliches zc. Mächte hat die neue Republit nicht zu rechnen. Die Japaner Wegen Verbreitung verbotener" Druckschriften schwebt werden sich wohl ohne große Schwierigkeiten in den Besitz der in Halberstadt gegen Abler und Genossen ein Borverfahren. Insel setzen. Es soll die Verbreitung der Maifeft- Beitung" verfolgt werden. In Südchina ist eine starte antidynastische Bekanntlich ist deren Beschlagnahme aufgehoben, folglich zählt Strömung vorhanden; die Proflamirung der Republik die Zeitung nicht zu den verbotenen Druckschriften und ist vorher Formosa durchkreuzt die Pläne der Führer der antidynastischen eben nur irrthümlich zu ihnen gerechnet worden. Bewegung, welche davon eine Bereitelung ihres Planes Weil er in einer Volksversammlung am 18. März den fürchten. Gesang des Vereins Sängerluft" dirigirt hatte, ohne daß der In Französisch- Guyana( Südamerika) fam es an der Gefang angemeldet gewesen ist, wurde in 2udenwalde der brasilianischen Grenze zu einem blutigen Zusammenstoße zwischen Parteigenoffe Hellfinger vom Schöffengericht zu 3 Mart französischer Marineinfanterie und brasilianischen Freibeutern. Geldstrafe verurtheilt. Der Parteigenoffe Julius Große aus Staßfurt, Die spanischen Siegesnachrichten aus Cuba find, wie wir stets betont haben, mit dem größten Mißtrauen aufzunehmen, der in Schkeudig eine längere Freiheitsstrafe zu verbüßen hat, dies beweisen die großen Truppennachschübe, die die spanische ist trankheitshalber beurlaubt worden. Regierung wieder nach Cuba entsendet. In diefen Tagen wurden wieder mehrere Kavallerieregimenter und ein Bataillon Marine. infanterie auf den Kriegsschauplatz entfendet. Wie man den Landarbeiter behandelt. Die„ Norddeutsche Volfsstimme" veröffentlichte den Text des hektographirten Miethskontrakts, den der Oldenburger Fabrikant Meyer, der zugleich Gutsbesitzer von Hundsmühlen ist, mit seinen Land arbeitern abschließt. Der Kontrakt lautet: Zwischen dem Gutsbefizer H. 2. Meyer und dem Arbeiter . ist heute folgender Vertrag verabredet und abgeschlossen worden: Der Gutsbefizer H. 2. Meyer vermiethet an den Arbeiter die Wohnung in seinem am Hunte Ems Ranal belegenen Hause für monatlich 6 M. 50 Pf., Sechs Mart 50 Pf., welcher Betrag entweder vom Lohn gekürzt wird, oder baar im voraus, spätestens 3 Tage vor dem Erften eines jeden Monats, zu entrichten ist. Der Miether verpflichtet sich, wenn es vom Verpächter verlangt wird, auf dem Gute, in den Forften, in den Mooren des Berpächters zu dem üblichen, auf dem Gute, in den Forsten und auf den Mooren gezahlten Tagelohn gut und fleißig zu arbeiten, auch übernimmt der Miether die Verpflichtung, daß deffen Frau auf dem Gute, in den Forsten und auf den Mooren zu dem üblichen, auf dem Gute gezahlten Tagelohn gut und Bu 14 Tagen Haft war der Redakteur Wilhelm fleißig arbeiten muß. Aftervermiethung der Wohnung ist ausGewehr in Elberfeld vom Barmer Amtsgericht wegen geschloffen, mit Ausnahme einzelner Wohnräume, wenn solche an " groben Unfugs" verurtheilt worden, weil er in der Freien nüchterne, unbescholtene arbeitsfähige Personen vermiethet werden. Breffe" mitgetheilt hatte, in Barmen sei ein Arbeiter verhungert, Der Miether des Hauses haftet dafür, daß auf Verlangen des was vom Gericht für unwahr erklärt wurde. Das Landgericht Vermiethers diese Leute zu jeder Zeit auf dem Gute, in den in Elberfeld bestätigte das Urtheil, indem es Gewehr's Berufung Forsten und auf den Mooren zu dem üblichen Tagelohn gut und verwarf. fleißig arbeiten. Wird die Miethe nicht pünktlich monatlich im Das Zentrumsblatt Rheinischer Merkur" hatte von voraus bezahlt, oder die angeführten Arbeiten nicht eingehalten, unserem Kölnischen Parteiorgan, der, heinischenzeitung", so hat der Miether die Wohnung sofort zu verlassen, und hat in behauptet, es sei dort eine Austrägerin deshalb entlassen worden, diesem Falle der Miether für die Miethe seine sämmtlichen weil deren Mann im katholischen Arbeiterverein und in der Mobilien in der Wohnung zurückzulassen. Dem Vermiether steht Der frühere Verleger der Rheinischen dagegen das Recht zu, ohne gerichtliches Verfahren sich durch den Tas Proportionalwahlsystem wird von der Crefelder Rongregation ist. Beitung", dem Amtsblatt für den Stadt und Landkreis Zeitung", Hengsbach, fandte darauf dem Rheinisch en Merkur" Berkauf der Eachen wegen seiner Miethforderung zu decken, überParteinachrichten. In Gotha, nicht in Eisenach, wie in voriger Nummer infolge eines fatalen Schreibfehlers mitgetheilt wurde, ist im Jahre 1875 die Einigung zwischen Lassalleanern und Eisenachern erfolgt. " • Bemerkt sei, daß wenn die Miether bei dem Gutsbesitzer Meyer arbeiten, sie nur 1,50 M. im Sommer und 1,25 M. im Winter bekommen, wobei sie sich selbst beköstigen müssen. Die Frauen und erwachsenen Mädchen erhalten selbstverständlich noch weniger, nämlich 90 Pf. haupt steht dann dem Vermiether die freie Verfügung über die zu wählen. Auf starke Vertretung der Lausitz wird besonders stellung sei die Revision unhaltbar. Dieser Ansicht schloß sich der Wohnung sowie über die Ländereien nebst darauf vorhandenem gerechnet. Die schlesischen Textilarbeiter haben eine Reichsanwalt Galli an und das Gericht erkannte auf Bestätigung Torf und Früchten zu, so daß derselbe schalten kann nach Be- Konferenz am 1. und 2. Pfingstfeiertag in Biegnig. des freisprechenden Urtheils und Verwerfung der Revision, lieben. Der Antritt erfolgt am 1. Oftober 1894. Es wird dem Von Stuttgart aus werden Zirkulare, unterzeichnet„ ChefMiether eine Stelle angewiesen, wo er den für seinen Haushalt redakteur Großmann" und" Kommerzieller Leiter Müller", an die gestern der Maurer Liesiwicz vor der 3. Straffammer des LandWegen Beschimpfung der katholischen Kirche stand nöthigen Torf graben kann, nur darf der Miether unter keiner deutschen Kunstgewerbegehilfen versandt, in denen zur Gründung gerichts I. Der Angeklagte, felbst ein Katholik, hatte am SonnBedingung schwarzen Torf graben, auch darf er nicht schwarzen einer Organisation aufgefordert wird. Die Organisation soll tag, den 21. April, vormittags, schon etwas über den Durst Torf noch Holz brennen, selbst dann auch nicht, wenn er den zur Wahrung und Verbesserung der Interessen" der Kunst- getrunken und belästigte die Gläubigen, die aus der St. PaulusSchwarzen Torf oder Holz gekauft hat. Das Land, das der gewerbegehilfen dienen. Es wird in Aussicht gestellt, daß, so- Kirche in Moabit herauskamen. Da gerade Konfirmationstag Wiether fultiviren kann, wird demselben angewiesen. Der Miether bald die Organisation 3000 Mitglieder hat, eine Zeitschrift" Der war, se erregte sein Gebahren um so größeren Anstoß und als verpflichtet sich, das Haus ordentlich und reinlich zu bewohnen, Kunstgewerbegehilfe" zum ersten Male erscheinen wird. Sind er schließlich mit drohender Faust häßliche Worte über die kathofowie etwaige fleine Reparaturen zu besorgen, jährlich einmal 5000 Mitglieder vorhanden, so soll die Zeitschrift allmonatlich lische Kirche ausstieß, wurde er verhaftet. Er erklärte, von dem fämmtliche Zimmer weißen und den Schornstein nach polizeilicher erscheinen. Ferner soll bei weiterer Entwickelung der Organi ganzen Vorgang nichts zu wiffen, da er betrunken gewesen sei. Vorschrift reinigen zu lassen, auch darf der Miether in feinem fation durch Krankenunterstüßung, Nothstandsunterstüßung, Die Beweisaufnahme ergab denn auch einen hohen Grad der Zimmer Tapeten haben, sondern muß, wie schon gesagt, die Begräbnißunterstützung, Wittwenunterstützung, sowie durch später Angetrunkenheit auf feiten des Angeklagten, der mit Rücksicht Wände mit Kalk weißen. Staatssteuern, die auf grund und Boden entstehende Pensionsberechtigung den Mitgliedern der Ver- hierauf mit drei Wochen Gefängniß davonkam. bajten, werden vom Vermiether getragen, dahingegen hat der einigung und deren Angehörigen eine kräftige Miether die Gemeindelaften einschließlich der Einquartierung zu Stüße geschaffen" werden.& sollen dann in den Eine Zuschrift, die wir von dem Gastwirth Herrn Hars tragen. Es ist zwischen Kontrahenten eine monatliche Kündigungs- einzelnen Berufsabtheilungen, deren sechs gebildet werden Thießen, Zionstirchplatz erhalten, besagt folgendes: In Nr. 118 frist verabredet, welche Ründigung von beiden Theilen zu jeder sollen, Preistonkurrenzen veranstaltet werden, bei denen Ihrer Zeitung vom 22. Mai cr. bringen Sie in der Beilage Beit und zu jedem Zeitpunkt erfolgen kann. Die Bedingungen Preise von 80, 120 und 150 M. auszusehen sind. Der Begriff unter Gerichtszeitung mit der Spikmarke:" Eine für Gastwirthe dieses Vertrages sind nur für ein Jahr giltig. Kunstgewerbegehilfe" ist soweit gefeßt, daß schließlich jeder ge- interessante Gerichtsverhandlung" eine Mittheilung des Herrn Oldenburg, den 19. September 1894. lernte Arbeiter der Organisation beitreten kann. Außer einem Baier, wonach er andere nur mit dem Maße gemessen, das man Beitrittsgeld von 2 M. soll jedes Mitglied pro Jahr 10 M. an an ihn angelegt habe. Hieran knüpfen Sie die Schlußfolgerung: Beitrag resp. Abonnement für das Blatt bezahlen. Wer im Laufe Es scheint nach dieser Mittheilung also, daß beide Parteien des Jahres eintritt, hat stets den vollen Jahresbeitrag zu bezahlen. gleich unwürdig an einander gehandelt haben". Jeder Leser Wer in den späteren Jahren eintritt, hat das Abonnementsgeld muß hieraus schließen, daß ich der Gegner des Baier bin, diesen für die verflossenen Jahre nachzuzahlen. Den Zirkularen sind auch denunzirt und daher unwürdig gehandelt habe. Nun vergleichzeitig Beitrittserklärungen mit Vordrud belegt. Die sichere ich hiermit aber, daß ich troh der zahlreichen Denunziationen Das Bürgerthum in den Kommunen. Zu diesem zeit- Generalkommission hält sich im Interesse der Arbeiter des Baier gegen mich, denselben auch noch nicht ein einziges Mal gemäßen Thema wird dem„ Volksblatt für Anhalt" aus Göthen bewegung für verpflichtet, die Arbeiter zu warnen, ihre Groschen denunzirt habe, so daß also sowohl die Mittheilung des Baier. berichtet, daß dort in zwei geheimen Sizungen des Gemeinde- zu einem Unternehmen zu steuern, von dem man nicht weiß, als auch die mich schwer beleidigende Schlußfolgerung in Ihrem Blatte unrichtig ist. raths folgende Beschlüsse gefaßt wurden: Erstens die Ein welchen Zwecken es schließlich dienen wird. führung einer Biersteuer von 50 Pf. pro Hektoliter für dortiges und 65 Pf. für auswärtiges Bier, welche Steuer beim Ausschank zu zahlen ist. Die sich daraus ergebende, auf 15-16 000 m. veranschlagte Summe soll zur Deckung der Zinsen eines Kapitals von 300 000 M. dienen, das, wie ebenfalls beschlossen wurde, einem Privatmann, Herrn Direktor Dr. Holzapfel, geliehen werden soll, zwecks Erbauung eines Akademiegebäudes. Das Kapital foll dem genannten Direktor 10 Jahre lang zin3frei überlassen und dann mit einem Prozent verzinst werden. Außerdem soll ein Bauplatz fostenlos an gewiesen werden. Dem, Voltsblatt für Anhalt" ist es unbegreif lich, wie eine Stadtverwaltung so etwas thun kann. Bemerkt sei, taß Hörer der Akademie nur werden kann, wer 21 Jahre alt und im Besitz des Einjährig Freiwilligen Zeugnisses iſt. Ueber den Klassencharakter der gemeinderäthlichen Maßnahme, die übrigens noch in öffentlicher Sigung verhandelt werden muß, um Giltigkeit zu bekommen, besteht danach kein Zweifel. Von heiterem Intereffe, möchte man fast sagen, ist hierbei noch, daß diefelbe freigebige Stadtvertretung kein Geld zur Schaffung eines Gewerbegerichts hat. = Gewerkschaftsadressen. Die Adresse des Geschäftsführers des Verbandes aller in der Textilindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands ist von jetzt ab: G. Treue, Berlin, Blumenstr. 29. Gerichts- Beitung. Der sozialdemokratische Gesangverein in Bernan ver anstaltete im Juni v. J. eine Tanzfestlichkeit. Mit der Kontrolle ward der Töpfer Richard Kreisel beauftragt und gehörte es zu seinen Obliegenheiten, darauf zu achten, daß nur die PerDas Bureau des Deutschen Berg- und Hütten- sonen in das Lokal hineinkamen, welche mit Einlaßkarten verarbeiter Verbandes befindet sich seit 1. Mai in sehen waren. Im Laufe des Abends erschien der städtische Bochum, Maltheserstr. 19a. Redaktion und Druckerei des Marttmeister Bieck um im Auftrage der Behörde zu kontrollirent Verbandsorgans" Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" ob von Nichtmitgliedern Tanzgeld erhoben würde. Da er bleiben vorläufig noch in Gelsenkirchen, Friedrichstr. 55. eine Einlaßkarte nicht aufzuweisen vermochte, wurde ihm der Zutritt verweigert. Der Beamte machte darauf aufmerksom, daß er im Auftrage feiner vorgesetzten Behörde komme, Kreisel erwiderte, er könne dazu nichts thun, Bieck möge sich an den Vorsitzenden wenden. Hierbei soll nun Kreisel den Beamten aus dem Saal zu drängen versucht haben. Der letztere machte von Der Hauptmann a. D. v. Bröcker, welcher vor einigen dem Vorfall Anzeige und das Schöffengericht verurtheilte den Tagen wegen Beleidigung von Richtern, Staatsanwälten und Angeklagten, weil er durch Gewalt den Bied an der Ausübung Medizinalbeamten von der hiesigen Straffammer verurtheilt einer Amtshandlung gehindert habe, zu drei Tagen Ges worden ist, hat gegen das Urtheil die Revision angemeldet. Herr fängniß. Amtsanwalt und Angeklagter legten gegen dieses v. Bröcker ist übrigens, wie zur Nichtigstellung des betr. Erkenntniß Berufung ein. Vor der vierten Straf Berichts hervorgehoben werden mag, thatsächlich niemals ent- fammer des Landgerichts II bestritt lekterer, gegen Der bayerische Verwaltungs- Gerichtshof in München hoben", sondern abgelehnt worden. Auch der Kaufmann nach der ihm vom Vorstand gegebenen Instruktion gehandelt und mündigt gewesen, die Entmündigung ist seinerzeit nicht aufge- den Beamten gewaltsem vorgegangen zu sein, er habe lediglich hat folgenden Entscheid veröffentlicht: Ausländern( Nicht: Bie wendt, der dieser Tage wegen Beleidigung des dem Bieck, welcher eine Einlaßkarte nicht besessen, den Eintritt deutschen) steht ein Rechtsanspruch auf Verleihung der Geh. Sanitätsraths Kalischer und bayerischen Staatsangehörigkeit nicht zu. Die Entscheidung glieder verurtheilt worden ist, hat die Revision eingelegt. dem gedachten Vorfall ihm die Hand auf den Arm ge dessen Familien- verweigert. Der Zeuge Bieck bekundete, daß der Angeklagte bei über Naturalisationsgesuche entzieht sich daher der Zuständigkeit des Verwaltungs Gerichtshofes. Behauptet ein Gesuchsteller, In dem gegen die Gräfin v. Perpoucher schwebenden legt habe, darin habe er eine Gewaltthätigteit Bundesangehöriger zu sein und wird ihm diese Eigenschaft von Strafverfahren ist die Voruntersuchung, in welcher Rechtsanwalt er blidt. Der Wertheidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Bundesangehöriger zu sein und wird ihm diese Eigenschaft von der zur Beschlußfaffung berufenen Regierung, Kammer des Innern, Dr. Schwinot eine ganze Reihe von Entlastungszeugen vor- Seine, führte aus, daß in dem Vergehen des Angeklagten eine bestritten, so ist über dessen Anspruch auf Verleihung der geschlagen hat, nunmehr geschlossen worden. Die Ansehung eines strafbare Handlung thatsächlich nicht gefunden werden könne, bayerischen Staatsangehörigkeit im verwaltungsrechtlichen Ver- Termins zur Hauptverhandlung dürfte nunmehr noch vor den aber auch rechtlich sei das Urtheil des Vorderrichters irrthümfahren, in letter Instanz vom Verwaltungs- Gerichtshofe, zu verGerichtsferien stattfinden. lich. Durch das Gesetz vom Jahre 1850 seien alle jene Vereine handeln und zu entscheiden, wobei die Frage der Bundes- Preßpiraten treiben seit einiger Zeit wieder im Kriminal- und Bersammlungen genau bezeichnet, zu denen die Polizeibeamten angehörigkeit einen Inzidenzpunkt bildet. gerichts Gebäude zu Moabit ihr Unwesen zum Schaden des ohne weiteres Zutritt hätten. Zu diesen gehöre der Gefangverein guten Rufes der akkreditirten Berichterstatter. Diese Talmi- nicht. Die Behörde fönne daher hier nur Zutritt verlangen, Vertreter der Presse" sind leicht daran kenntlich, daß wenn sie Beweise habe, daß dort Ungefeßlichkeiten vorkämen. sie oft bei den unbedeutendsten Sachen mit großer Emphase ihr Die bloße Vermuthung, es tönnten Gesezwidrigkeiten be Notizbuch herausholen und darin herumtriheln, so daß den An- gangen werden, rechtfertige ein derartiges Verlangen nicht. Der Der Korbmacherstreik in Friedrichsfelde ift geklagten angst und bange wird. Der Schlußeffekt ist dann nur Beamte hätte also vor der Thüre warten und eventuell die herausnoch nicht beendet. Ueber die 3 werner'sche Werkstatt ist der, daß die Geängstigten froh sind, wenn sie auf dem Korridor fommenden Gäfte fragen müssen, ob etwa von ihnen Tanzgeld nach wie vor die Sperre verhängt. von dem imitirten Berichterstatter die Zusage erhalten, daß erhoben worden sei. Der Gerichtshof schloß sich zwar den rechtnichts in die Presse tommen solle", wenn der betreffende für lichen Ausführungen der Vertheidigung nicht an, konnte aber die verlorene Zeit entschädigt würde. Im Interesse des guten in dem was Kreisel gethan, eine Gewaltthätigkeit nicht erblicken Rufes der wirklichen Berichterstatter wird das Publikum und erkannte auf Verwerfung der Berufung des dringend ersucht, jeden, der auf den Wandelgängen des Gerichts Staatsanwalts und Freisprechung des Angeklagten. sich mit solchen unlauteren Anerbietungen oder versteckten Drohungen an die Parteien herandrängt, sofort dem nächsten Schuhmann zuzuführen, denn es handelt sich dann immer um einen Schwindler, nicht aber um einen Vertreter der Presse. = Gewerkschaftliches. Um Vermeidung des Zuzuges wird ersucht: von Töpfern nach Berlin, Breslau, Stettin; von Steinarbeitern nach Stadthagen, Münchehagen, Hannover; von den in der Seiler, Reepschläger, Hänfer, Bürstenmacherbranche und Fiber hechlerei und zurichtere i beschäftigten Arbeitern nach Speier a. Rh.; von Feilenhauern nach Waidhofen an der Ybbs, Fraftanz( Voralberg); B von Metallarbeitern nach Pilsen, Nürnberg( Gebr. Bing, J. Schönner), Budapest; von = " Depeschen. ( Privat- Telegramm des Vorwärts".) Wolff's Telegraphen- Bureau. Vor dem Ehrengerichtshofe der Anwaltskammer im Bezirke des Kammergerichts begann gestern ein umfangreiches Glasarbeitern nach Oldenburg, Jbbenbüren, ehrengerichtliches Verfahren gegen den bekannten Vertheidiger, Riel, 27. Mai. Ein auf der Germaniawerft neuerbauter, für Charleroi und Jumet in Belgien, Bülach in der Echweiz, Braco Rechtsanwalt Dr. Friz Friedmann. Gegen denselben liegt die Türkei bestimmter Torpedojäger machte heute Nachmittag auf der de Prata in Portugal, Savona und Loretta bei Livorno in eine Reihe von Anschuldigungen vor, die sich auf sein amtliches Eckernförder Bucht eine Probefahrt. Dabei explodirte der Dampfteffel, Italien, Antonienwald und Schützen- Neudorf in Böhmen, Rade- und außeramtliches Verhalten beziehen. Der Stein ist von berg( Vereinigte Radeberger Glashütte); dem Bankier Lindner ins Rollen gebracht worden, der in einem fog hinaus und riß Maft und Schornstein fort. Von der Bes von Porzellanarbeitern nach Berlin( Porzellan- Beleidigungsprozesse Herrn Dr. Friedmann zu seinem Gegner sagung find 7 Mann todt, 12 verwundet. 10 von den letzteren maler), Altwasser( Tielsch u. Ko.), Albersweiler, Frankfurt a. D. hatte und durch dessen Vorgehen gegen ihn verlegt, an die Anliegen im Eckernförder Krankenhaus, die übrigen wurden per ( Th. Paetsch), Vegesack, Chodau, Turn, Lessau, Schlackenwerth waltskammer verschiedene Beschuldigungen gegen Dr. Fr. gelangen Schiff nach Riel gebracht. Ebenso die zerrissenen Körpertheile und Wistriz in Desterreich. ließ. Diese gaben Veranlassung zu einem umfangreichen Er der Todten. Ans Kottbus erfahren wir, daß bereits am Montag die mittelungsverfahren, dessen Abschluß nun die gestrige Verhandgekündigten Weber in vielen Fabriken die Arbeit niedergelegt lung bildete. Der Gerichtshof wird gebildet durch Geh. Justizrath haben. Der Frankfurter Regierungspräsident soll sich zum Zwecke esse( Vors.) nnd den Justizräthen v. Simson, Matower, Kiel, 27. Mai. Nach weiteren Meldungen schleppte der der Unterhandlung mit den beiden Parteien nach Kottbus begeben Wegner und Uhle, die Ober- Staatsanwaltschaft wird durch Dampfer Hollmann" abends den infolge der Kesselerplosion arg wollen. Nach einer anderen Mittheilung soll das Militär in der den Staatsanwalt Dr. Sperling vertreten. Der Angeklagte beschädigten Torpedobootjäger ein. Von der Besatzung desselben Raferne tonfignirt sein. Falls der Streit die befürchtete vertheidigt sich selbst. Beim Aufruf der Sache waren über sind 7 Mann todt und 12 schwer verwundet, welche sämmtlich Ausdehnung annimmt, werden etwa 10 000 Arbeiter in Mitleiden- 40 3eugen zugegen, unter ihnen mehrere Rechtsanwälte, der von der Germaniawerft sind. schaft gezogen. Hauptbelastungszeuge Lindner, Generalfonsul Jakob Landau, Kiel, 27. Mai. Ueber eine Explosion auf einem für die Die Ursache der Differenzen besteht in folgendem: Die mehrere Bankiers 2c. 2c. Der weitaus größte Theil der Zeugen Türkei auf der Germaniawerft erbauten Torpedobootjäger von Weber und Weberinnen der großen Tuchfabrik von wurde nach Feststellung ihrer Anwesenheit durch den Vorsitzenden 850 Tons erfährt die„ Kieler Zeitung": Die Explosion erfolgte M. u. D. Sommerfeldt legten die Arbeit wegen Lohndifferenzen wieder entlassen und auf Nachmittag 4 Uhr vorgeladen. Die 12 mittags in der Eckernförder Bucht, das Deck des nieder. Darauf wurde in sämmtlichen Fabriken den Textil- Verhandlungen, für welche zwei Sitzungstage angesetzt sind, finden Schiffes wurde vollständig aufgeriffen, angeblich sind 30 Mann arbeitern gekündigt, und auf diese Kündigung antworteten die im großen Saale Nr. 1 des Kammergerichtsgebäudes ftatt. Sie verbrüht. Sechs Schwerverbrühte sind nach Edernförde gebracht Arbeiter mit dem allgemeinen Streit. Die Kündigung soll nun, find nicht öffentlich, vielmehr steht der Zutritt nur den Berufs- worden. Der Dampfer" Hollmann" in von Kiel zur Hilfe wie bürgerliche Blätter melden, zurückgenommen werden, wenn genossen des Angeklagten frei. gesandt. das Sommerfeldt'sche Personal die Arbeit wieder aufnimmt. Kegel's Liederbuch vor dem Reichsgericht. Die Buch Daß bis zum Austrag der Sache jeder Zuzug von händler Münz, Abel sowie der Spediteur Bleschfe waren von Zertilarbeitern nach Rottbus aufs strengste der Anklage der Aufreizung zum Klaffenhasse(§ 160 Str.-G.-B.) zu vermeiden ist, versteht sich von selbst. von der 3. Straffammer des Landgerichts I, Berlin, freigesprochen. Sie hatten das Regel'sche Liederbuch, 6. Auflage, vertrieben und einzelne Gedichte in dem Liederbuche sollten ein Vergehen gegen die angezogene Norm des Strafgesetzbuchs ent halten. Das Landgericht hatte festgestellt, daß in den felben wiederholt die arbeitende Klasse aufgefordert wird, in dem Die vereinigten Dachdeckermeister in Mainz haben der Verhältnisse zu den Befißenden zu ihrem gunsten eine Aenderung Rom, 27. Mai. Nach amtlicher Feststellung ist das Ges Gehilfenfommission geschrieben, daß sie die geforderte 30 prozentige hierzu erforderlichen Kampfe zu überwinden, dieser Kampf sei 326 Ministerielle, 102 Kandidaten der konstitutionellen Oppoherbeizuführen und den Widerstand der besitzenden Klasse in einem fammtresultat der gestrigen Wahlen folgendes: Gewählt wurden Lohnerhöhung ablehnen und ebenso die Einführung einer 11/2 stündigen Mittagspause, letteres deshalb, weil angeblich eine jedoch nach dem Inhalt der Gedichte nicht ein Kampf der Gewalten, fition, 31 der radiken Opposition und 14 Sozialisten; 35 Stich11% stündigen Mittagspause, legteres deshalb, weil angeblich eine fondern ein solcher der Ueberzeugungen. Zu Gewaltthätigkeiten wahlen sind erforderlich, die wahrscheinlich noch 19 Size für solche Pause auf den Geschäftsbetrieb anderer Baugewerfe flörend wirken würde. Dagegen wollen die Meister in die alb- sei nicht angereizt und deswegen sei die Freisprechung auszu- die Minifteriellen, 7 für die konstitutionelle Opposition, 6 für schaffung der Akkordarbeit willigen, erklären sich auch bereit, für sprechen. Gegen dieses Urtheil legte die Staatsanwaltschaft die die Radikalen und 3 für die Sozialisten ergeben werden. Ueberstunden, wie gefordert war, 10 Pf. mehr zu bezahlen. Die der Gedichte davon ausgegangen sei, welchen Eindruck dieselben auf französische Regierung das Ersuchen um Auslieferung des Revision ein mit der Begründung, da bei der Beurtheilung Paris, 27. Mai. Desterreich- Ungarn richtete heute an die Gehilsen werden zu dieser Erklärung der Meister Stellung den Gerichtshof machten, darauf fame es nicht an, sondern allein maß- Journalisten Szöles, welcher beschuldigt wird, das Attentat nehmen. Vor der Hand dauert der Streik unverändert fort. gebend sei, welche Wirkung die Gedichte auf den Leserkreis, für gegen das Henzi Denkmal ausgeführt zu haben. Die Textilarbeiter von Brandenburg, Mecklenben sie bestimmt seinen, ausüben können und in dieser Beziehung lieferung wird auf grund eines wegen Betruges und Verburg 2c. halten am 16. Juni in Berlin eine Konferenz ab, muß angenommen werden, daß die Wirkung einer Aufreizung zu untreuung gegen Szöles eingeleiteten Strafverfahrens verlangt. die über folgende Punkte verhandeln soll: 1. Agitation und Gewaltthätigkeiten erreicht werden kann. Rechtsanwalt Freuden Organisation. 2. Stellung zum internationalen Textilarbeiter- thal Berlin setzte auseinander, daß das angefochtene Urtheil ( Depeschen- Bureau Herold.) Kongreß. 3. Eventuelle Wahl eines Delegirten. 4. Anträge zum von einem Rechtsirrthum nicht getragen sei, es sei ganz objektiv Rongreß. 5. Stellung zu einem für Weihnachten geplanten festgestellt, daß die Gedichte den Kampf des Geistes und Landeskongreß. 6. Weitere Anträge der Delegirten. Die Dele- der Ueberzeugung im Auge haben, daß eine Störung des öffent girten zu der Konferenz find in öffentlichen Versammlungen lichen Friedens verneint wird. Gegenüber dieser thatsächlichen Fests Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. Für die streikenden Berglente im Denker Revier bittet Joh. Meyer in Bochum, der Herausgeber der Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Beitung", um weitere finanzielle Unterstützung. Ueber 300 Mann, zum großen Theil Familienväter, find der Hilfe bedürftig. Laibach, 27. Mai. Die leichten Erdschwankungen dauern noch immer fort. Der von der technischen Kommission festgestellte Gesammtschaden beläuft sich auf 3 138 700 Gulden. 145 Gebäude müffen niedergelegt werden. Der auf dem Lande angerichtete Schaden ist von den Gemeinden auf etwa 4 Millionen Gulden geschätzt worden. Rom, 27. Mai. Wie die„ Agenzia Stefani" meldet, sei der 3wischenfall betreffs der Reise des Nuntius Agliardi nach Ungarn durch den Austausch vertraulicher und mündlicher Erklärungen mit dem päpstlichen Stuhle beigelegt. = Die Auss Wien, 27. Mai. Bei dem heute erfolgten Einsturz eines Hängegerüftes in dem Vororte Währing wurden drei Arbeiter mit in die Tiefe gerissen. Zwei davon waren sofort todt, der dritte. wurde noch lebend hervorgezogen. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 122. Tokales. Die Parteigenoffsen, welche zu Pfingsten und später Aus, flüge nach Buckow bei Müncheberg unternehmen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß der Arbeiterschaft dort kein einziges Lokal zur Verfügung steht. Man wolle sich zwecks Auskunftsertheilung an den Genossen Schneidermeister Simon, Buckow bei Müncheberg, Berlinerstr. 111, wenden. Dienstag, den 28. Mai 1895. am Plaze. " 12. Jahrg. -UTO Das der Müllerverfehe. Daß eine derartige Verfügung besteht, wissen die Ar-[ zu werden. Neuerdings wurden Stimmen laut, daß der 1890 beiter auch nur schließen sie aus der Widerwilligkeit der Be- verschwundene und 1894 als Gerippe in der Hafenhaide wieder amten, derfelben in Nothiällen nachzukommen, daß fie faum über aufgefundene Knabe von seiner Stiefmutter der Schuhmacher den Bereich der obersten Verwaltungsbehörde hinaus bekannt sein Hoffmann war in zweiter Ehe verheirathet gröblich mißhandelt kommenden Eisenbahnbeamten halten die Arbeiter daher für sehr inzwischen von ihrem Ehemann getrennt lebende Frau Hoffmann Eine entsprechende Instruktion an die in Frage worden sei, auch schöpften die Verwandten aus Briefen, die die hatte liegen lassen, den Verdacht, daß die Eltern mit dem Was ein Häkchen werden will. Ueber die Art, wie die Verschwinden ihres Knaben in Verbindung ständen. Zunächst wurde festgestellt, daß das Herbeiholen des den Zigeunern Die Arbeitslosigkeit unter den Handelsangestellten Schüler höherer Lehranstalten ihre Erziehung torrigiren, giebt entlaufenen Knaben lediglich eine Komödie gewesen ist. Hoffmann fritt in den das Jahr 1894 behandelnden Berichten zweier in Treiben der Bourgeoissproffen wie folgt dargestellt wird.„ Von dem giebt zu, daß der Knabe, der den Zigeunern entlaufen ist, den er eine vom Kultusminister erlassene Verfügung Aufschluß, in der das Berlin bestehenden Vereine für männliche und für weibliche Angestellte wieder recht deutlich zu tage. Bei der Stellenver- Borhandensein dreier Verbindungen," so äußert sich der Kultus- aus Plessa bei Elsterwerda abgeholt und als seinen im Jahre 1890 mittelung des„ Kaufmännischen Hilfsverein 3" waren minister... habe ich mit um so größerem Bedauern Kenntniß verschwundenen Sohn anerkannt hat, nicht sein Sohn, sondern 1894( in Klammern 1893) angemeldet: 1197( 1829) offene genommen, als diese Verbindungen nach mehr als einer Seite ein fremdes Kind gewesen ist. Er will getäuscht worden sein. Etellen und 3488( 3416) eingeschriebene Bewerber; besetzt wurden fich als besonders schlimme erwiesen haben. Dies ergiebt sich Inzwischen hat die Annahme eines von den Hoffmann'schen Gheleuten gegen ihren Cohn und Stiefsohn Karl verübten Bernur 672( 804) Stellen. Also mehr Bewerber, aber bedeutend nicht allein aus der Theilnahme s. g. alter Herren, Kaufleute brechens so starke Begründung gefunden, daß zur Verhaftung der weniger offene Stellen und dementsprechend auch weniger besetzte und sonstiger früher den betreffenden Schulen angehörender Per- Beschuldigten geschritten worden ist. Mit den Nachforschungen Stellen. Wenn der Bericht sagt, das Resultat der Stellenver- onen, sondern namentlich auch aus dem Umstand, daß die Ver mittelung sei nicht ungünstig, da 1898 44 pCt., 1894 aber 36 pt. bindungsmitglieder Sonnabend bis nach Mitternacht und noch in der noch dunklen Angelegenheit ist der Kriminalkommiffar der angemeldeten Stellen durch den Verein besetzt worden an verschiedenen Tagen der Woche ihr Kneipgelage hielten, den von Kracht beauftragt. feien, so bedeutet das nur, daß die Wünsche der Chefs in Sonntag Vormittag dem Frühschoppen widmeten und außerdem Die königliche Bibliothek bleibt vom 1. bis einschließlich größerem Umfange befriedigt werden konnten. Das ist aber ein sich auf Ehrenwort verpflichtet zu haben scheinen, im Falle der 9. Juni geschlossen. schlechter Trost für die Handlungsgehilfen, die ihre Wünsche in Entdeckung alles zu leugnen." Es müssen schon eigenthümliche Gesperrt ist für Fuhrwerke und Reiter die Steinnesstraße geringerem Maße befriedigt saben. Auf je 100 Bewerber tamen häusliche Zustände sein, welche es möglich machen, daß so ein 1893 54, 1894 34 offene Stellen und 1893 24, 1894 19 besetzte Flegel von Junge bis nach Mitternacht unbemerkt und un- von der Kurfürstenstraße bis zur Bülowstraße, sowie die WaldemarStellen( abgerundet). Diese Bahlen auszurechnen, überläßt gezüchtigt Saufgelagen beiwohnen kann. Vielleicht, daß sich die Straße von der Manteuffelstraße bis zum Mariannenplatz. der Bericht dem Leser. Zugestanden wird jedoch, daß die Stellen- Burschen sich so frühzeitig deutsches Wesen" aneignen. Auch dergleichen Dinge, die ihnen entbehrlich geworden sind, überall Herren Eltern gar der Schneidigkeit freuen, mit denen die Die Unfitte der Berliner Ausflügler, leere Flaschen und vermittelung ebenso wie die bedeutend stärkere Inanspruchnahme die Schülerverbindungen geben einen bezeichnenden Beleg für den wegzuwerfen und liegen zu lassen, hat im Grunewald wieder der Darlehnskaffe und die Verminderung der Rück zahlungen von Darlehen erkennen lassen,„ daß die all- geistigen und sittlichen Niedergang der Bourgeoisie. einmal unheil angerichtet. Der 16jährige Schüler Willy gemein schlechte Geschäftslage des Jahres 1894 auch im Stande Das Zweirad soll nach dem„ B. T." in den nächsten Tagen einigen Altersgenossen einen Ausflug nach dem Grunewalde. Gordalewsky aus der Gleditschstraße 34 machte vorgestern mit der Handlungsgehilfen besonders hart gefühlt wurde". Aehnlich, bis auf einige Straßen in Berlin freigegeben werden. Gesperrt Die Knaben vergnügten sich im Schatten der Bäume mit Fußwenn auch nicht ganz so schlimm, sah es bei den Gehilfinnen bleiben auch ferner die Friedrichstraße von der Weidendammer ballspielen. Dabei fam Gordalewsky zu Falle und fiel unglück aus. Bei der Stellenvermittelung des aufmännischen Brücke bis zur Kochstraße, die ganze Leipzigerstraße, die Pots- licherweise auf die Scherben einer Selterwaffer- Flasche, die sich und gewerblichen Hilfsvereins für weiblich e damerstraße vom Platz bis zur Lühowstraße, die Königstraße, die ihm so tief in den Rücken einbohrten, daß er erheblich verlegt Angestellte" waren 1894( in Klammern 1893) angemeldet: Südseite der Straße Unter den Linden, sowie auch die Chauffee- wurde. Seine Begleiter mußten ihn auf die Unfallstation 7 in 1408( 928) offene Stellen und 2422( 1387) eingetragene Bewerberinnen; straße und die stille Behrenstraße. besetzt wurden nur 911( 559) Stellen.( Wieder zurückgezogene der Yorkstraße bringen, wo er einen Verband erhielt. Erst dann Vom Grafen Caprivi wissen die Blätter zu berichten, daß fonnte sich der Verletzte in seine elterliche Wohnung begeben. Meldungen sind nicht mitgezählt.) Hier ist zwar die Zahl der er sich jetzt auf turze Zeit hier aufhalte und daß er dann der Ebenso häßlich, wenn auch nicht zu solchen Unglücksfällen offenen Stellen und auch die der besetzten gestiegen, aber die politischen Welt den Rücken fehren werde. Wir dächten, das führend, wie das Wegwerfen von leeren Flaschen, ist das WegBahl der Bewerberinnen ist noch mehr gestiegen. Der Bericht hätte der zweite Reichskanzler im Gegensatz zum Rebegreis in werfen von Stullenpapier, dessen sich die Berliner Ausflügler hebt hervor, daß 1893 60 pCt., 1894 aber 65 pt. der an Friedrichsruh schon in der Stunde gethan, als er im Oktober bekanntlich ebenfalls nicht entwöhnen können. gemeldeten Stellen besetzt wurden; er verschweigt jedoch, daß, vorigen Jahres nach orientalischen Prinzipien gestürzt worden war. wie sich aus obigen Zahlen ergiebt, auf je 100 Bewerberinnen Im Teiche der Bergschloßbrauerei ist am Sonntag, vor1893 69, 1894 58 offene Stellen und 1893 42, 1894 38 be= Necht fromme Lente waren anscheinend einige der kürzlich mittags um 9 Uhr, das vierjährige Söhnchen Paul des dortigen setzte Stellen tamen( abgerundet). Das Ergebniß war also auch abgefaßten Diebe, welche u. a. dem fatholischen Armeebischof Angestellten Lehmann ertrunken. Das Kind spielte mit seineshier zwar für die Chefs günstiger, aber für die Gehilfinnen Aßmann das für ihn werthvolle Reliquienfreuz" gestohlen haben. gleichen an dem in den Anlagen belegenen Teich und fiel unbemerkt ungünstiger. Immerhin ist es, wenn man es mit dem des Ge- Die Germania" weiß über die Affäre folgendes zu melden: ins Wasser. Beim Absuchen des Teiches wurde seine Leiche ge= hilfenvereins vergleicht, noch gut zu nennen. Der Bericht des Den Diebstahl haben 4 Einbrecher ausgeführt, darunter funden. Gehilfinnenvereins weist auch darauf hin. Er nennt das Er zwei polnische Katholiten. Die Familie des einen von gcbniß merkwürdig günstig", sagt aber, es fei, wenigstens theil- diesen letzteren erfreute sich der Unterstützung seitens des 26 jährige Gertrud Küter, die aus der Frrenanstalt Herzberge, Verschwunden war seit dem vergangenen Donnerstag die weise, daraus zu erklären, daß die Zeitverhältnisse auf die Be- Herrn Ar me e bischofs. Zwei der Einbrecher sind kurze Zeit in der sie sich seit längerer Zeit befunden hatte, bei dem Barbier vorzugung weiblicher, bekanutermaßen billigerer Kräfte nicht vor dem Diebstahl in der Wohnung des Bischofs gewesen ulrich in der Raupachstraße in Pflege gegeben war. ohne Einfluß gewesen sein werden". Uebrigens erwarten beide und haben sich dieselbe unter dem Vorgeben, sie miethen Mädchen hatte sich am Donnerstag Nachmittag mit dem BeVereine eine Besserung der Lage der Handelsangestellten männ zu wollen, genau angesehen. Mit Revolvern und Dolchen merken entfernt, daß es einer Freundin schreiben wollte und lichen und weiblichen Geschlechts von der bekannten„ Harmonie" bewaffnet haben drei der Einbrecher an der Hausthür, der zwischen Prinzipal und Personal. Einstweilen kann man sich Korridorthür und der Thür zum Schlafgemach des Armee von Frau Ulrich einen Groschen zur Frankirung des Briefes aber aus ihren eigenen Berichten darüber belehren, daß es nicht bischofs Posten gestanden, während der vierte den Diebstahl wurde erst am Sonnabend Abend in einem ganz verwahrloften erhalten. Sie fehrte von diesem Ausgange nicht zurück und besser, sondern schlechter wird. ausführte. Daß die Diebe im Falle der Noth von ihren Waffen Zustande wieder aufgefunden. Es ist nun festgestellt Gebrauch gemacht und zum Mord übergegangen wären, ist bei Töbs- Krebs auswachsen zu sollen. Die stundenlangen Verhöre Zu einem großen Anarchistenprozeß scheint sich der Fall den schweren Strafen, die sie bereits hinter den schwedischen Gar- worden, daß die Irrfinnige in der Zwischenzeit mit einem aus der Müllerstraße verkehrt hat. der Hauptbelastungszeugen in dieser Angelegenheit werden mitoinen verbüßt, selbstverständlich, und so kann man noch von Glück Rollfutscher 2. sprechen, daß der Herr Bischof, der in dem Nebengemach schlief, Sie nächtigte auf einem Stätteplage an einem Gifer, der offenbar einer befferen Sache würdig wäre, nicht von dem Geräusch erwacht ist. Bei einer Konfrontation straße und erhielt jeden Morgen von dem Rollkutscher Kaffee fortgeset. Da bei denselben, wie man meldet, auch das des Herrn Bischofs mit der verhafteten Frau des Hauptes der zugetragen. Böllig erschöpft ist sie dann am Sonnabend Abend " Anarchistenalbum" eine nicht unwesentliche Rolle spielt, so liegt Spitzbubenbande Radetzky gab diese nach längerem Ginreden des auf dem Wedding hingefallen und liegen geblieben. Die Polizei, die Vermuthung nahe, daß es auf die Entdeckung einer anarchisti Bischofs auf dieselbe an, daß sie die in dem Bischofskreuz ent- führte sie ihren Pflegern wieder zu. Sie war so zugerichtet, daß die von ihrem Verschwinden Kenntniß hatte, fand sie auf und schen Verschwörung abgesehen ist. Bislang ist aber der Liebe haltene Reliquie in den Ofen geworfen habe. Man muß sich man sie kaum wiedererkannte. Ihre Kleider waren ganz zerfett Mühe umsonst gewesen, denn Paula, die liebe- und rachedürftende bekanntlich im Durchschnitt schon als recht Biersprize, hat in dem ihr vorgelegten Anarchistenalbum feinen fromm aus und theilweise vom Leibe geriffen. Das Schreiben an die " alten Bekannten" zu entdecken vermocht, weder von ihr noch weisen können, wenn man sich der pekuniären Unterstützung Freundin, von dem sie gesprochen hatte, hat sie besorgt. Wie sie eines Geistlichen erfreuen will. Die Diebesgeschichte wirft von Töbs oder Strebs. Unkontrollirbare Gerüchte behaupten im übrigen auch ein grelles Licht auf das Verhältniß der Herr su dem Rolltutscher gekommen ist, den sie früher schon kennen ferner, daß im Friedrichshain allen Gruftes„ gebuddelt" werde, schaft" zum„ Gefinde". Denn das fromme katholische Blatt weiß gelernt hatte, ist noch nicht aufgeklärt. Gegen T. ist die Unter1: 111 die dort angeblich vergrabenen Schäße zu heben. Zu tenten giebt weiter eine am Freitag voriger Woche statt- weiter zu melden:" Bei der Aufhebung dieser Diebesgesellschaft chung eingeleitet worden, weil er gewußt hat, daß die Rüter gehabte anarchistische" Haussuchung. Wenn derartige Vor- soll auch ein filbernes Bigarrenetui gefunden worden sein, irrfinnig war. das ein Dienstmädchen ihrer Herrschaft gestohlen zu haben be- Ueberfahren wurde am Sonntag Abend der Pferdebahntommnisse auch nicht gerade zu den Seltenheiten gehören, foschuldigt war und deshalb längere Zeit in Untersuchung sigen schaffner Braden, der auf der Linie Rathhaus- Nieder- Schön läßt doch gerade diese Haussuchung die Muthmaßung zu, daß sie mußte." Wir möchten wissen, ob die Herrschaft" sich Mühe hausen angestellt ist. Als B. während der Fahrt das Gitter des im Zusammenhange mit der großen Dynamiterei" ſtehe. Davon geben wird, auch nur annähernd das Dienstmädchen für die Vorderperrons einhängen wollte, verlor er das Gleichgewicht, betroffen wurde der Schloffer Wilhelm Köhler, Rügenerstr. 2. Qualen zu entschädigen, die ungerechtfertigt über es verhängt stürzte ab und die Räder gingen über die Füße des Mannes welchem von seinen Gesinnungsgenossen die Verwaltung des Unterstügungsfonds für die Familien inhaftirter Anarchisten über worden sind. fort. Der schwer Verletzte, der auch eine klaffende Wunde am tragen ist. Es ist dies eine befannte Einrichtung, die Tas räthselhafte Verschwinden des zehnjährigen Karl Ropfe, sowie eine Gehirnerschütterung davongetragen hat, wurde im Lichte der vollsten Deffentlichkeit stand in ein Krankenhaus befördert. und bisher Hoffmanu, Sohnes des Zossenerstr. 22 wohnhaft gewesenen. auch von der Polizei unbehelligt geblieben ist. Beschlag Schuhmachermeisters Hoffmann, erregte vor fünf Jahren im nahmt wurden wurden vorgefundene Sammellisten und Ausweise Stadtviertel vor dem Halleschen Thor großes Aufsehen. Der über ausgezahlte Unterstützungen. R. selber wurde nicht an- Knabe war mit seiner fünfjährigen Schwester Olga nach dem wesend betroffen, da er zur Zeit der Haussuchung fern von Kreuzberg zum Spielen gegangen, hatte diese sodann nach Hause Berlin weilte. Daß die Familien von Inhaftirten schwer zu geschickt, um ihm ein Butterbrot zu holen, und ist seitdem spurlos leiden haben, ist nur natürlich. Die schweren Folgen hat auch verschwunden. Vier Jahre später wurde auf dem neuen Pionier die Frau des inhaftirten Krebs zu fühlen bekommen. Dieselbe übungsplatz in der Hasenhaide beim Ausschachten des Erdbodens vermiethete bislang möblirt". Nach Eintritt der verhängniß das Stelett eines etwa zehnjährigen Knaben aufgefunden und von pollen Katastrophe ist sie indessen ihre Zimmerherren auf dem den Hoffmann'schen Eheleuten an den wohlerhaltenen Stiefeln, schnellsten Wege los geworden und dürfte für diese auch wohl die Hoffmann selbst angefertigt haben will, einem kleinen, neben schwerlich wieder Ersatz finden, jedenfalls nicht eher, als bis die dem Gerippe liegenden Kinderspaten, sowie an den Kleiderresten fühlt, ist seit dem 24. d. M. aus Groß- Lichterfelde verschwunden. Ein Mann, der sich zu nichts mehr nutze auf der Welt ängstlichen Gemüther sich allmälig wieder beruhigt haben. mit zweifelloser Sicherheit als das des verschwundenen Knaben Es handelt sich um einen aus Wusterhausen a. D. stammenden Hoffentlich gelingt es dem nunmehr von der Familie des in- wiedererkannt. Die von der Behörde angestellten Nachforschungen Rentner Gustav Meyer, einen Mann von 42 Jahren. Meyer Haftirten Krebs angenommenen Rechtsbeistande Dr. Biber, entsprachen diesen Angaben nicht. Auffällig erschien allerdings durch geeignetes Eingreifen die Angelegenheit zu einer schnelleren schon damals, daß die Schuhmacher Hoffmann'schen Eheleute Junggeselle und hat seinen Reichthum dazu benutzt, das Leben Entscheidung zu bringen, als nach dem bisherigen Gange der ge- bereits im Jahre 1892 einen angeblich den Zigeunern entlaufenen Wunder, daß er frühzeitig übersättigt war. Seine Nerven ents nach allen Richtungen mit vollen Zügen zu genießen. Rein führten Untersuchung zu erwarten sein dürfte. Knaben mit größter Bestimmtheit als ihren 1890 verschwundenen Wie nuuüt es ist, den Handelsangestellten an den Sonn- Sohn Karl erkannt haben wollten und in ihre häusliche Gemein- sprachen nicht mehr den an sie gestellten Anforderungen und in einem Anfalle von Schwermuth versuchte Meyer tagen vor den großen Festen die so nothwendige Ruhe und Er- schaft aufgenommen hatten. Sie erstatteten auch der Polizei eine holung zu rauben, das zeigte sich vorgestern wieder mit über- Anzeige von dem Wiederauffinden ihres Sohnes. Dieser gab eine sehr schon früher einmal, sich das Leben zu nehmen. Damals abenteuerlich flingende Erzählung von seinen Erlebniffen. Er Seit einiger Zeit weilte der Krante zur Wiederherstellung an der Ausführung seines Vorsages gehindert. zeugender Deutlichkeit: Es gab Läden, in denen sich in den Nachmittagsstunden von 2 Uhr ab auch nicht ein Käufer blicken ließ. sei in der Hasenhaide von dem Zigeuner Emil Petermann auf der Nerven in Groß- Lichterfelde. Er hat furz vor seinem Vers Dem Publikum ist die Sonntagsruhe bereits in Fleisch und Blut gegriffen und entführt worden und zwei Jahre mit ihm herum schwinden die Absicht ausgesprochen, aus dem Leben zu scheiden übergegangen, und was der Mensch Sonntags braucht, besorgt gezogen, habe wiederholt versucht zu entkommen und habe einmal und außer einem Zwanzigmarfstück als Selbstmordinstrumente er in den bekannten, jeden Sonntag zum Verkauf freigegebenen den Zigeunern entführt worden sei. Diese habe Lärm geschlagen, überdrüssige geblieben ist, weiß man nicht. erzählt, daß er von Stunden. Es gab eine ganze Anzahl Leute, die ganz erstaunt waren, als sie nachmittags um 5 Uhr ausgingen und die Läden worauf Petermann mit ihm und der Bande schleunigst davon geöffnet sahen. Viele Ladeninhaber machten aber auch gestern mehrere Messerstiche in das Gesicht versetzt. Die Verwandten mittag die Gäste des Restaurants gecilt fei. Aus Rache habe ihm einer der Eöhne Petermann's Eine nukrepirte Granate versetzte am Sonntag Nachschon um 2 oder 3 Uhr die Bude zu, weil sie bereits am Sonntag des Schuhmachers Hoffmann waren schon damals überzeugt, Tegel in Furcht und Schrecken. " Zum Feuerwerker" in Ein Mann trat in das Lokal, vor Ostern, wo ihnen gleichfalls der Nachmittag bis 6 Uhr zum daß dieser Zigeunerfnabe nicht der 1890 verschwundene Karl der das gefährliche Ding herrenlos auf den Tisch legte mit Verkauf freigegeben war, nur einen miserablen Umfag erzielt hatten. Hoffentlich vernimmt man im nächsten Jahre, daß die Hoffmann sei. Wenige Wochen nach Aufnahme in sein Haus dem Bemerken, er habe es auf dem in der Nähe gelegenen Ar" goldenen" Sonntage, deren Talmiqualität sich immer mehr schickte Hoffmann den Jungen zu ſeinen Eltern, den Eigenthümer tillerie- Schießplaz gesunden und wisse nicht, was er damit anHoffmann'schen Eheleuten in Rogasen. Hier führte der Knabe, fangen solle. Die anwesenden Gäste sprangen von den Sitzen herausstellt, ganz aufgehoben werden. der sich ganz verlogen und bösartig zeigte, einen Diebstahl aus empor und suchten das Freie, die Wirthin rief:„ Hinaus! Abschlägig ist vom Minister v. Thielen eine Petition be- und wurde nach Berlin zurückgebracht. Nunmehr weigerte sich Hinaus mit dem Dinge!" Dann lege ich es auf die Straße" schieden worden, welche von Rirdorfer Arbeitern abgesandt war. der angebliche Vater, den Knaben wieder bei sich aufzunehmen. meinte der Mann gleichmüthig, nahm die Granate und legte sie Sie ging dahin, den Arbeiter- Wochenkarten nicht nur für be- Es wurde, da der Junge, der in den Registern als der am vor dem Hause unweit der Pferdebahn- Schienen auf das Pflaster. stimmte Züge, sondern den ganzen Tag Giltigkeit zu verschaffen. 8. November 1880 geborene Knabe Karl Hoffmann geführt wurde Hier hätte die Granate ein noch größeres Unheil anrichten Der abschlägige Bescheid wurde damit begründet, daß in Fällen, und damals noch nicht das zwölfte Lebensjahr vollendet hatte, ein können. Der Wirth, Zum Feuerwerker" hob fie deshalb wieder mo Arbeiter durch irgendwelche Ereignisse zu früherer oder Zwangserzichungsverfahren eingeleitet und der Knabe einstweilen auf, trug fie nach dem Schießplatz zurück, ließ sie dort eingraben späterer Zeit die Arbeitsstätte verlassen müßten, dies jetzt schon dem Waisenhause überwiesen. Auf dem Transport nach dem und stellte einen Posten dabei, der dort ausharren mußte, bis nur dem Stationsvorsteher mitgetheilt zu werden brauche, worauf Korrektionshause Rummelsburg entlief der Bursche seinem Be- die benachrichtigte Militärwache erschien und die erforderlichen der Beamte die Arbeiter- Wochenkarte mit dem Giltigkeitsvermert gleiter, und es ist bis jetzt nicht gelungen, seiner wieder habhaft Maßregeln traf. -Die Noblesse einer Dienstherrschaft bekundet sich in einem Fall, der uns aus der Oranienstraße mitgetheilt wird. Dort feierte im Hause Nr. 97 eine Familie ein Fest, bei dem auch für das Dienstmädchen an Trinkgeld 12 M. abfielen. Von dieser Summe, welche die Gäste dem Mädchen gegeben hatten, wußte sich die Hausfrau die Hälfte anzueignen, und keine Bitten des Mädchens, das sich jetzt eine andere Stellung gesucht hat, konnten die Madame bewegen, das dem Mädchen weggenommene Geld wieder herauszugeben. er wurde Wo der Lebens bei Mertens. Gefangverein Metallarbeiter Often, Blumenfic. 46 Arbeiter Gesangverein DIimpia, balbertstr. Det Gefangverein Abendroth, Deutsch Wilmersdorf, BerBoltsgarten". Wilmersdorfer Stebertafel, forterstr. 18 bei Schneiber. Kornblume, Große Frankfurterstraße 183 bet Gold. Handschuhmacher- Gesangverein Arion III, Brandenburg a. S., Sauptstraße, Wintel's Salon. Männer- Gesangverein Adlershof i Adlershof, Grünauer Chauffeestraße bet Schulze. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und gegenb Alle Buschriften, ben Bund betreffend, find zu richten an B. Gent, BergnügungsMufifverein Münstermann, Hochstr. 32a bei Wilte. Privats Lotteric Gefleddert wurde am Sonnabend Abend der 52jährige Ar- Iversammlungen der einzelnen Fabriken und Werkstätten Gefangverein Frobfinn I, Rummelsburg, Göthefiraße, Gate Rantfirate beiter Wieland, der in einer Eisengießerei in der Pantstraße be- einzuberufen, um die Sache weiter zu verfolgen." Hierauf bet Tomaschat. schäftigt ist. Wieland befand sich auf dem Heimwege nach der wird die Wahl des Borsitzenden vollzogen und dem Mit- Sauermann. Schleiermacherstraße und hatte seinen ganzen Wochenlohn von glied Schmidt die Führung der Geschäfte übertragen. Ueber linerstraße 40 Badenscheftr. 18 bei Stabinsky. Deutscher Männerfang, Bel 16 M. bei sich. Am Planufer gefellten sich ein Mann und eine ben Stand der Streits in Leipzig berichtet das Mitglied Navy. Frau zu ihm, die sich ihm als Landsleute vorstellten und sich mit Redner ersucht die Streifenden recht eifrig zu unterstützen. ihm auf einer Bant niederließen. Zur Feier des Zusammentreffeus gab der Arbeiter 20 Pf. für Schnaps und seine Flasche( Bahlstelle Berlin) erledigte in der am 21. d. M. stattgehabten Ver Der Unterstütungsverein deutscher Tabakarbeiter her, die man gemeinschaftlich leerte. Dann schlief Wieland ein. Als er erwachte, bemerkte er, daß seine Hosentasche aufgeschnitten fammlung folgende Tagesordnung: 1. Vorstand und Ausschuß Adalbertstraße 95. Dienstag. Musikverein offnung, Görligerftr.ee bet Meter. und ein Geldbetrag von 7 M. daraus entwendet war. Den kontra Generalfommission. 2. Die Agitation in Berlin und den übrigen Theil seines Lohnes hatte er zu seinem Glück in die Vororten. Ueber den ersten Punkt der Tagesordnung fand eine verein Nordwacht, Perlebergerstr. 28 bei Hermerſchmidt. Brusttasche des Rockes gesteckt, wo die Fledderer ihn nicht gefolgender Erklärung endete: sehr lebhafte Aussprache statt, die mit der Beschlußfaffung Theatergesellschaft 3ielbewußt, Frankfurterfir. 11 bei Hermann. Verein für voltsthüm flub Fortuna, Görligerstr. 50 bet Stewert. Die Mitglieder der Zahlstelle riche unft, Breslauerstr. 27 bet Schmidt. Geselliger Berein erthu, funden haben. Der Frauensperson ist man auf der Spur. Adalbertstr. 21 bei Moll. er= Berlin des Unterstütungsvereins deutscher Tabatarbeiter Spezialitätenverein Normannia, Graubenzers fennen an, daß es im Interesse unserer Organisation liegt, die firaße 11 bei Fiege.- Theatergesellschaft Siberte, Reichenbergerfir. 54 bet Schaper. Theaterverein Freter Wille. Jeben Dienstag Abend im Verbindung mit der jetzt bestehenden Generalkommission ab- Lofale des Herrn Möhring Admiralstr. 18c. Gefelliger Berein Hertha, zubrechen, halten jedoch die Art, wie die Lösung in der betreffenden Adalbertfir. 21 bet Mor Geselliger Berein Anne- Marte, Adalbertftr. si bet Moll. Geselliger Verein unter uns, Beuffelftr. 66 bei Fischer. Frage von seiten des Vorstandes und Ausschusses vorgenommen Turnverein Deutsche Kraft, Eisenbahnstr. 7 bei Engelhardt. wurde, nicht für richtig und sprechen in dieser Beziehung ihr Grfang-, Turn- und gefellige Vereine. Disntag. Männer- Gefangs Mißfallen aus. Insbesondere erachten sie es für Pflicht, die verein Gangestreue jeben Dienstag von 8-10% Uhr bei Broß. Annens Mufitverein Frisch auf", Reichenbergerstr. 14 het Saufchte. rückständigen Beiträge bis zu dem Tage der erfolgten fraße 9. Gefangverein Anatreon, jeben Dienstag von 9-11 Uhr abends im Lösung von der Generalfommission an diese zu ent- Boutsenftädtischen Klubhaus, Annenstraße 16 bet Bergner, früher Ehrenberg. richten." Bezüglich des zweiten Punktes der Tagesordnung Arbeiter Bitherflub Freiheitstlänge. Jeden Dienfiag Abends o Aitherflub Alpengruß, Abends 9% Uhr in den Drantenhallen, Dranienftr. 51. wurde beschlossen, eine rege Agitation für den Unterstützungs- 3 bis 11 Uhr bei. Richter, Bülowoftr. 85 am Dennewit Blag. verein zu entfalten und zu diesem Zwecke auch eine Fabrit- Bergnügungsverein Gemüthlichtett, Gigung, Dienstag, br, Manges Berliner Dilettanten agitation in die Wege zu leiten. Insbesondere erging an die fraße 24, Gastwirth Seratsch. Gäste wint̃ommen. Acerfir. 144, netft Fidclitas. Geselliger Verein Brüderschaft jüngeren Kollegen der dringende Appell, fich thatkräftig an der bubne beingold II., Gigung, Dienstag, 10 Uhr im Borhäbtischen Kasino, Agitation zu betheiligen und in den Dienst der gemeinsamen Berlin Nord- West, Berlebergerfir. 3, Restaurant Dittmann, tagt Tambourverein Sache zu stellen, um die alten unermüdlichen Kämpfer in der Dienstags abends 9 Uhr mit darauf folgender belitas. Bewegung endlich einmal zu entlasten. Fret weg, gegründet 1890. Uebungsfiumbe Dienfiag bet. Rabbas, Elsasserfir. 11.- Statklub Schlechte Karte, jeben Dienstag non bis 11 Uhr bet Pauts, Schlesischeftraße 38. Säfte wiltommen. Als eine Gräfin Elifabeth Prebentowy aus der YorkStraße 64 ist die Dame festgestellt worden, die, wie wir berichteten, Mitte dieses Monats in der Nähe der Unfallstation I in die Gefahr gerieth, von einer Droschke überfahren zu werden, und dadurch so in Schrecken versetzt wurde, daß sie auf der Straße zusammenbrach. Der Schreck hat der 56jährigen Dame so zu gefeßt, daß sie noch jetzt in der Unfallstation I sich in ärztlicher Behandlung befindet. Sie ist so leidend, daß es bisher nicht möglich war, fie in ihre eigene Behausung zu bringen. In etwas unliebfamer Weise ist dem flüchtigen Geldverleiher 3 immermann seine gute Absicht, sich freiwillig der Staatsanwaltschaft zu stellen, vereitelt worden. Zimmermann, der früher das Schneiderhandwerk betrieb, hat neben Treuherz den Reigen der Anklagen wegen Wuchers eröffnet. Es gelang ihm aber, seine Person in Sicherheit zu bringen und nach London zu entfliehen. Auf den Rath seines Vertheidigers, Rechtsanwalt Hugo Marcuse, hatte er sich dazu entschlossen, nach Deutschland zurückzukehren und wollte sich am Montag der Staatsanwaltschaft ftellen. Unvorsichtigerweise ließ er sich am Sonntag durch das prächtige Wetter verleiten, einen Ausflug nach Hohen- Schönhausen, wo er ein Stück Land besitzt, zu machen. Als er sich im dortigen Kruge erfrischen wollte, hörte er plöglich den Zuruf: Guten Tag, Herr Zimmermann!" und als er sich umwandte, ftand der Gendarm vor ihm, der seine Verhaftung vornahm. Auf diese Weise ist er einen Tag früher, als er beabsichtigt hatte, in Das Untersuchungsgefängniß gekommen. wurden. 1895. 1 Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von -10% Uhr in der Zurnhalle des Leffing- Gymnasiums, Banffiraže 6-10.Berliner Turngen offenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeoen Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 3 a. Fichte( Mitglied des Deutschen Arbetter- Turnerbundes) 5. Männer- M6= Turnverein theilung turnt jeden Dienstag und Freitag abends von 8 bis 10 gr. Zurnverein Norden, jeden Dienstag Abends von 8 bis 10 Uhr in ser Theaterverein Prinzen Allee 8. Theaterveretne: Zurnhalle, Freier witte tagt jeben Dienstag Abend 8% Uhr im Märtischen Hof, Admiralftr. 18c. Rauchtlub Sorgenfret tagt bet Bartel, um 9 Uhr. Rauchklub Deutfche Flagge jeben Ballisadenstr. 22, Rauchklub Grüne Quee Dienflag Abend 8 Uhr Wrangelfir 32. ( Mitgl. des Bundes) jeden Dienstag Abend 9 Uhr, het ft, Dirbahnhof 7. Rauchtlub Schmofe's Werte, jeben Dienfiag bend 9 Uhr bei grittelwig, Faldensteinftr. 7. Rauchflub Ruhiga Dienstag Abend az Uhr bet Behrend, Gräfestraße 6: Sigung. Rauchflub Gutgefinnte Freunde ieben Dienstag Abend 9 Uhr bei Epät, Georgenkirchstr. 65. Rauchtlub verein Jm Brand, Dienstag, bei Stavidi, Barnimftr. 22. Grüne Eiche, bei Herrath, Blan- Ufer 92 a. rbeiter- Stenographe Verein Gintracht, unterricht und Uekungsfiunde Dienfiag abends 8 uhr bei Wählisch, Adalbertstr. 4. Rauchtlub Meffalina", Dienstag Sizung bei Wuttke, Graubenzerstraße 2. Vermischtes: Bergnügungss Die Dachdecker und Berufsgenossen nahmen am 26. d. M. in öffentlicher Versammlung den Bericht der am zweiten Oster: feiertage gewählten Kommission entgegen. Die Kommission hatte den Auftrag erhalten, Material betreffend die Arbeitsverhältnisse, Lohnhöhe 2c. zu sammeln, um danach die weiteren MaßDie nahmen für eine event. Lohnbewegung treffen zu können. Kommission hat sich dieser Aufgabe unterzogen und erstattete Rack wit den entsprechenden Bericht, welcher von Rosen baum ergänzt wurde. Nach den vorgenommenen Ermittelungen schwanken die Stundenlöhne zwischen 40 und 60 Pf., die üblichsten Stundenlöhne find indessen 50 Pf. Allerdings wurde Eine junge Dame hat sich am Montag Morgen in der seitens der Kommission darauf hingewiesen, daß man sich bei den Nähe der Eisernen Brücke in den Spreekanal gestürzt. Zwei von den Kollegen gemachten Angaben auf deren Richtigkeit verSchiffer, welche sie retten wollten, konnten nur die Leiche aus lassen müsse, indem das durch die Erhebungen gewonnene Bild dem Wasser fischen. Wer die Selbstmörderin ist, hat nicht fest- dem traurigen Bilde, was thatsächlich die Wirklichkeit darbiete, gestellt werden können. Sie ist von hübschem Ansehen, ging nicht entspreche. Bemängelt wurde an dem Situations vornehm gekleidet und trug Wäsche, welche E. W. gezeichnet war. berichte der Kommission die Nichtberücksichtigung Der Diese der Polizeibericht. Am 25. d. M. früh wurde an der Sand: Berufsgenossen. feien auf Hauptfaktor, welche das frugbrücke die Leiche einer Frau aus dem Wasser gezogen. höchste Augenmerk gerichtet werden müsse, Gegen Mittag machte ein Schuhmacher in den Häusern Pappel- indem sie durch billigere Arbeit auf die Gefellenlöhne drücken. Ans Köln wird über die Explosion einer Pulverfabrik bes Allee 19 und Raumerstr. 19 dreimal hintereinander den Versuch, Diese seien in anbetracht des Umstandes, daß die Dachdecker fast fich zu erhängen, wurde aber jedesmal rechtzeitig abgeschnitten ausnahmslos nur 25-30 Wochen im Jahre Arbeit haben, sehr richtet: Am Sonnabend Nachmittag kurz nach 5 Uhr fuhr und schließlich, da sich herausstellte, daß er an Säuferwahn leidet, mäßige zu nennen und wurde dies andererseits auch auf die während eines heftigen Gewitters ein Bliz strahl in das nach der Frrenanstalt gebracht. Nachmittags machte in der Organisationslosigkeit der Kollegen zurückgeführt. Um die Dach- Trockenhaus der Pulverfabrik Dsenberg bei Halver und brachte Lausitzerstraße ein Arbeiter den Versuch, sich am Treppengeländer decker würde es heute beffer stehen, wenn sich die indifferente daffelbe zur Explosion. Die Wirkung der Explosion war eine mittelst eines Handtuches zu erhängen, wurde aber noch Kollegenschaft der Organisation angeschlossen hätte. Von einem recht heftige und es sind die Gebäude der Fabrik mehr oder rechtzeitig losgemacht. Da er später tobfüchtig wurde, wurde Vertreter der Berufsgenossen wurde der noch herrschende Kasten- minder beschädigt. Menschen wurden nicht verlegt. Aus Prag wird berichtet: Infolge eines Wolfenbruches er auf ärztliche Anordnung ins Krankenhaus gebracht. geist der Dachdeckergesellen den Berufsgenossen gegenüber getadelt In der Nacht zum 26. d. M. wurde auf einer Promenadenbank und darauf hingewiesen, daß es in der Hand der Gesellen liege, sind die niedriger liegenden Straßen der Vororte überschwemmt. in Alt- Moabit ein Mann schwer trant aufgefunden. Seiner An- die Berufsgenossen zu sich und zum Verbande heranzuziehen. Das Wasser drang in die Wohnungen und Keller ein; zahlreiche gabe nach hat er sich absichtlich vergiftet. In der Nacht zum Diese Ansicht fand allseitige Zustimmung. Als ein Krebsschaden Menschen retteten sich in Kähnen. Der Schaden ist sehr be 27. b. M. geriethen in der Antlamerstraße drei Arbeiter in des Gewerbes wurde auch die Lehrlingszüchterei bezeichnet, in deutend. Ueber eine Gefangenenrevolte wird aus Paris berichtet: Streit, wobei auf beiden Seiten das Meffer gebraucht wurde. welcher Hinsicht der Innungs- Obermeister Reller mit gutem" Giner von ihnen wurde durch zehn Messerstiche schwer, aber an- Beispiele vorangehe, indem er nicht weniger als 18 Lehrlinge Am Sonnabend ist im Gefängniß zu Courville unter den Gescheinend nicht lebensgefährlich verlegt und befindet sich im balte. Das Resultat der Verhandlungen war, daß in diefem fangenen eine Revolte entstanden. Der Direktor und die übrigen Krankenhause, während die beiden anderen leichter verletzt Jahre von einer Lohnbewegung Abstand zu nehmen, aber mit Angestellten des Gefängnisses wurden mißhandelt und verjagt. Ebenfalls in der Nacht sprang eine Frau von der allen Kräften dahin zu streben sei, daß der Stundenlohn überall Als die Gendarmerie zur Unterdrückung der Revolte einschreiten Eisernen Brücke in die Spree und ertrant. Am 25. und mindestens auf 50 Pfennige gebracht wird. Zu diesem Zwecke wollte, verbarrikadirten sich die Aufständischen im Gefängniß. 26. d. M. fanden sechs Brände statt, darunter am 26. zwei er- sowohl, als auch, um sich für eine nächstjährige Lohnbewegung Es wurde schleunigst Militär aus Chartres berufen, und nun heblichere Dachstuhlbrände auf den Grundstücken Pallisadenstr. 79 zu rüsten, wurde den Kollegen der Beitritt zum Verbande zur gelang es erst, die Ruhe wieder herzustellen. und Soldinerstr. 41. Pflicht gemacht. Auf Beschluß der Versammlung wurde weiterhin Im Kopenhagener sozialdemokratischen Verein der Kollege Kühn seines Amtes als Delegirter zur Gewerk- hat nach der Frankf. 3tg." die Gräfin Schimmelmann dieser Witterungsübersicht vom 27. Mai schaftskommission enthoben und trat an seine Stelle der Kollege Tage einen Vortrag gehalten. Daß die frühere Hofdame einer Petri. Kaijerin einen Vortrag für Arbeiter hält, so schreibt das genannte Der Bericht über die letzte Versammlung der Damen- Blatt, dürfte wohl zu den größten Seltenheiten gehören, und der und Knabentonfettions= Arbeiter und Ar- riesige Festsaal war daher auch bis zum letzten Play besetzt, als die beiterinnen enthält einen drolligen aber zugleich finn- Gräfin die Rednertribüne betrat. Sie schilderte ihr Leben am Hofe entstellenden Druckfehler. In der Resolution wurde nicht die in Berlin und unter den Armen der Stadt. Sie habe im Schloß E Entfernung der Betten und Bügeleinrichtung aus den Wohn- des Kaisers und in der Hütte des Fischers gelebt, fie glaubte jedoch st u ben, sondern aus den Wertstuben der Zwischenmeister fagen zu tönnen, daß der Fischer glücklicher sei, als der Millionär. Sie habe es selbst gefühlt, wie leer das Leben der Reichen sei verlangt. Kellner! Dienstag, den 28. Mai, nachmittags 3% Uhr, im Gtablissement und habe deshalb beschlossen, mit den Armen zu leben und für Kohn, Beuthfir. 20/21( oberer Saal): Große öffentliche Versammlung. Tages- sie zu wirken. Es sei ihre Absicht gewesen, ein Schiff zu kaufen, Ordnung: Bericht der Gewerbegerichts- Beifizer. Lohntarif. um bei den armen Fischern an der Küste Pommerns herum zu Arbeiter- Bildungsschule. Dienflag Abend von 7-8 Uhr: Lektüre reisen; ihre Einsperrung in der Frrenanstalt im vorigen Winter 8%-10% Uhr: Nordschule, Müllerstraße 179a: Boltsthümliche Medizin ( Die Krankheiten der Proletarter mit besonderer Berücksichtigung der Berufs- habe ihr jedoch einen Verlust von 21 000 kronen verursacht, und trantheiten). Südostschule, Waldemarstraße 14: Nationalökonomie da sie jetzt nicht Geld genug habe, um das Schiff zu kaufen, habe ( praktische). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen sie beschlossen, ihre große Villa in der Nähe Kopenhagens zu und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Die schlichten und rührenden Worte der Gräfin Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borstzender: Ad. Neu- veräußern. mann, Pafewalterfir. 8. Alle Wenderungen im Bereinskalender sind zu richten machten nach der Frankfurter Zeitung" auf die Arbeiter einen an Friebr. Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Bienstag, Abends 8-11 ubr: tiefen Eindruck und der Vortrag wurde mit fast feierlicher AufUebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieber. Gefangverein Steinetche Es ehrt ja auch eine Gräfin und Hof( Böttcher), Neue Friedrichstr. 20 bet feller. Senefelder, Rosenthaler merksamkeit angehört. fraße 57 bet Wernau. Gerechtigtett- Westen, Bülowftraße 59 bei dame, wenn sie sich zur Sozialdemokratie wendet, aber allzuviel Werner. Sängergruß, Friedrichshagen, Friedrichstr. 58.- cho II, Weisheit dürfte die Arbeiterschaft taum aus den einem überSchild born, Usedom sirtenfir. 21, Gafibof zum schwarzen Adler. Wöllstein's Freiheit II, Adlershof, Luftgarten. quellenden Herzen entsprungenen Worten einer solchen Dame Myrthenblätter, Brenzlauer Allee 6 bet Stein. Ibn'scher schöpfen können. Wenn die Frankfurter Zeitung" die Thesen Humor, Blumenstraße 82 bei Reich. Eintracht I, Nieber Schön- Der Gräfin von der Glückseligkeit richtig wiedergegeben hat, so weide, Grünauerstraße bei Strecker. Männer- Besangv, orbeertrans II ( 79), Dranienftraße 190 bet Schaye. Gefangverein Einigtett III, ergiebt sich, daß es einer Hofdame nicht gerade sehr leicht fallen Gr. Lichterfelbe. Berliner ftraße bei Ebert. Unverzagt II, Beffing- muß, sich die Grundregeln nationalökonomischer Erkenntniß anstraße 28 bet Roch. Eängerchor ber Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 zueignen. b. Nöllig. Arbeiter: Gesangverein Arbeiter Maibund, Nowawes b. Pots dam, allfir. 55 b. Gärtner. Fretes Lied, Friedrichsberg, Friedrich- KarlMännerchor Nord- Oft, Landsberger Allee 152 bet raße 11 bei seinecke. Göbel. Gefangverein Rothe Melte II, Ruppiner- u. SchönholzerstraßenEce. Alte Linde, Admiralstr. 21 bei Echnieber. Arbeiter- Gefangv. " Sur Erholung" bei Friesece. Borwärts III, Rathenow, Restaurant Ipen glode, Große Frankfurterstraße Nr. 33 bet Gold. tentrans, Brenzlau, Bringenfiraße Nr. 638-34 Bum grünen Baum". Ginigteit II, Weinftr. 11 bet Feind. Webbinger Harmonie, Borwärts VIII, Marmi t. d. Mart, Reinickendorferfir 2a bei Schulz. bei W. Mölte. Wach' auf, Pantow, Wellantstr. 122 bet Klemens. Concordia, Simeonfir. 28 bet A. Flick. Frete Sänger III, Seeger mühle bet Eberswalde. Arbetter- Gefangverein Eintg, Andreasftr. 26 bet Gefangverein cacte( gemischter Chor), Beughofftr. 8 bei Behlendorf. Wilmersdorfer Stebertafel, Deutsch- Wilmersborf, Lab. Gefangverein Arton, Wittenberge, Thurmstraße 23, Wacht auf I, Wörther und Mykestraßen Ecte. G. S. 211. 1. Die Sachen der Ehefrau haften für die Sentralballe. Harmonte III, Rigdorf, Bergftr. 142 bei Schimfäfe. Gangesluit, Butbuferstr. so bei teimann. Alpenglühen, Manteuffelstr. s bei Nomad, Miethe. 2. Die für den Schuldner, seine Familie und sein Ges Gbelweiß I, Manteuffelftr. 9 bei Nowad. Walbfapelle, Admiral finde unentbehrlichen Kleidungsstücke unterliegen dem Pfandrecht straße 88 bet Tubauer.- Gefangverein Myrtre, Alte Jakobfir. 68 bet Dieffen nicht. 3. Nein. 4. Rücken" wird mit Gefängniß bis zu drei bach. Gesangverein Kreuzberg, Schönleinſtr. 6 bet Seraas.- Gefangverein Jahren oder mit Geldstrafe bis zu 900 M. bestraft; auch kann Der Enter bten, Gwinemünderstr. 65, bei Franz Schmidt.- Gefangverein eue Bett, Wollinerftr. se im teftaurant Sperling( Sperlingslufi"). auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden. Stationen. Swinemünde. Hamburg Barometerstand in mm, reduzirt auf b. Meeressp. Windrichtung MNM Windstärke (-23521212121 Wetter Temperatur 50 G. 40 R.) HANNUTIVES( nach Celfins 21 768 NND 771 bedeckt bedeckt 13 Berlin 770 NW bedeckt 12 Wiesbaden. 770 M München 771 At Wien 767 NM wolfenlos Regen heiter 11 14 Haparanda 765 Still bedeckt 10 765 NO wolfig Cort. Aberdin. Baris 771 Nebel 13 770 • heiter 17 772 B woltig 11 Betersburg Wetter- Prognose für Dienstag, 28. Mai 1895. Langsam aufklärendes Wetter mit schwachen südwestlichen Winden, etwas kühlerer Nacht und steigender Tagestemperatur; teine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Dersammlungen: Der Fachverein der Holz- und Bretterträger beschäftigte sich in seiner Sitzung am 19. Mai mit der Regelung einer Reihe geschäftlicher Angelegenheiten. Unter anderm vollzog man die Erfahwahl eines zweiten Schriftführers, mit welchem Amt das Mitglied Kretschmer betraut wurde. Die nächste Versammlung findet am 23. Juni statt. Wie denken die Vergolder über den Generalstreik? Mit dieser Tagesordnung beschäftigte sich am 20. Mai eine Verfammlung des Verbandes der Vergolder. Im allgemeinen wurde darauf hingewiesen, daß gegenwärtig die Zeit sehr ungünstig ist, um einen Generalftreit befürworten zu können. Vor allen Dingen müßten die Berufsgenossen sich dem Verband anschließen, dann wäre es wohl möglich, im Herbst mit einer Forderung an die Fabrikanten heranzutreten. Zum Schluß wurde folgende Resolution angenommen: Die Versammlung ist im Prinzip mit einem Generalstreit einverstanden und beauftragt die Agitationskommission, zur Vorbereitung desselben. WanderKinderwagen, grösstes Lager, Fabrikpreise, Theilzahlung, billigst nur Oranienstrasse 65. Roh- Tabak. Empfehle, so lange der Vorrath reicht schöne, blattige Java- Einlage, gesund, à 75 Pf. 24802* BrunnenH. Herholz, aße 188. Möbel, Straße 13. gebraucht, tauft MöbelHandlung Rosenthaler 14. Brunnen- Str. 14. ftraße 33. Bilte. 1 0 14. Brunnenstrasse 14. Billigste Bezugsquelle für Mehl, Mühlenfabrikate, Hülsenfrüchten. Kolonialwaaren im Spezial- Geschäft Lust& Co. 14. Brunnenstrasse 14. Berlin N. 1095b Bei Bestellungen von 3 M. an franco Versand, auch nach den Vororten. Nach ausserhalb franto Bahnhof Berlin bei freier Verpackung. BF Bitte genau auf die Firma u. Nummer zu achten. 14. Brunnen- Str. 14. Briefkaffen der Redaktion. Bir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag wird von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft und Rath in Rechtsangelegenheiten ertheilt. J. M. Bedauern diesmal ablehnen zu müssen. D. D. 2. Besten Dank für Ihre freundlichen Zeilen. Bei lage war etwas zu breit. Diezgen noch sehr erwünscht. Ihr Besuch natürlich sehr angenehm. C. B. 100. Der Klotz. Knaben- Anzüge sehr billig. Kranzbinderei n. Blumenhdlg. 8546) Hoffmann, Veteranenftr. 14. Robert Meyer, Gisspinden, Tafelwagen, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Frrthum zu vers meiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. Rohtabak Grösste Auswahl! Billigste Preise Lager in Formen, Bockfaçons. Heinrich Franck, Dezimal- und jowie Milchgeschäfts- Utensilien. Jordan, Kleine Markusstr. 28. Schlafstelle, sep. Eing., b. Schaar, 13166 Sebastianstraße 17, 2 Tr. Zum 1. Juni oder später freundliche Wohnung zu verm. Pofenerstr. 4, vorn 4 Tr. Brcis 80 Thaler. Baldemarstr. 62, v. 4 Tr. Frdl. Schlafft. f. 2 Herren b. John, 12345 Angen. Schlafft. Dresdenerstr. 57, 1377b Nr. 185. Brunnenstraße Nr. 185. Menzel. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 28. Mai. Opernhaus. Der Ring des Nibe. lungen. Zweiter Abend: Siegfried. Schauspielhaus. Die Journalisten. Deutsches Theater. Zwei Wittwer. Berliner Theater. Heimath. Leffing- Theater. Drei. Vorher: Flirten. Henes Theater. Tata- Toto. Schiller- Theater. Zopf und Schwert. Rehdenz- Theater. Fernand's Ehe fontraft. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Obersteiger. Theater Unter den Linden. Die Fledermaus. Central- Theater. Figaro bei Hof. Aleranderplay- Theater. Ein Modell. Fernand's Chekontrakt. Alle 5 Barrison. Das Blumenjahr. National- Theater. Konrad von Marburg. Im Garten Gr. Konzert und Spezialitäten- Borstellung. Deutsches Volks- Theater. Der Verschwender. Apollo Theater. Ein Abenteuer Passage- Panopticum. Täglich: Großfeuer und Rettung aus Feuersgefahr Kaufmann's Variété. Königstr., Kolonnaden. Vom 28. Mai bis 1. Juni: Geschlossen. Am 1. Pfingßfeiertag: Eröffn. d. Sommerbühne. Wiederbeginn der humorist. Abende der NeumannBliemchen's Leipziger Sänger. Anf. 1/28 Uhr. Eintr. 50 Pf. Urania Gauverein Berliner Bildhauer. Anstalt für volksthümliche Sente Dienstag, den 28. Mai, abends 82 Uhr, bei Schneider, Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Verband Annenstraße 16: Versammlung. W Zages: Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Statutenberathung. 3. Verschiedenes. Da es gilt, über wichtige Anträge, die Unterstüßung I betreffend, abzustimmen, werden die Kollegen ersucht, zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. 73/40 Deutscher Metallarbeiter- Berband Filiale Berlin- Moabit. aller in Handel und Transport- Mittwoch, den 29. Mai, abends 8½ Uhr, im oberen Saal gewerbe beschäft. Silfsarbeiter. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, Kollege Hermann Marquardt am 25. d.M. verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, nach mittags 5 Uhr, von der Zeichenhalle des Louisen- Kirchhof( Brih) aus statt. Der Vorstand. 136/7 der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 48/49: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Die techn.- wirthschaftl. Revolution der Gegenwart. Referent: Kollege Friedrich Hofmann. 2. Die Verschmelzung der Berliner Verivaltungsstellen des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes. Referent: Kollege Mar Lange. 3. Verbandsangelegenheiten. Bei der sehr wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, zu erscheinen. Das Protokoll der 2. Generalversammlung unseres Verbandes gelangt in diefer Versammlung zur Ausgabe. Die Vertrauensleute werden Central- Kranken- u. Sterbefasse bringend ersucht, in dieser Bersammlung die statistischen Fragebogen ausgefüllt abzugeben. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 49/6 der Tischler Berlin B. Todes Anzeige. = Achtung! Die Verwaltung. Achtung! Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Dienstag, den 28. Mai cr., abends 8, Uhr, im Bokale von Ullrich, Waldemarstraße Nr. 75: das Mitglied am Hermann Marquardt 25. d. M. gestorben ist. Die Beim Harem. La Puce( Der Flob). Castan's Panoptikum. Schiller- Theater. Ein Flug durch die Luft! Chamly's mysteriöse 28. 5.., nachmittags 5 Uhr, von der Katakombe. Rirchhofes aus statt. ( Wallner Theater.) Montag, abends 8 Uhr: Bopf und Schwert. Dienstag, abends 8 Uhr: Bopf und Schwert. Mittwody, abends 8 Uhr: Der Serenkessel. Der zündende Funke. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: May Samst. Volks- Vorftellung zu bedeutend Gastspiel des Herrn Oscar Krüger vom Hoftheater in Braunschweig. Konrad von Marburg. Drama in 5 Atten von Ludwig Wolff- Caffel. Anfang 71/2 Uhr. Nationaltheater- Garten: Konzert Reichskanzler Fürst Hohenlohe. F. Nagel's Sommer- Theater Schwedterstr. 23| 24. Heute, Dienstag: erdigung findet am Dienstag, den Leichenhalle des Neuen Louisenstädtischen Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. 234/6 Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß unsere Tochter Minna Friebel am 25. d. M. im Alter von 18 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet Dienstag, abends 8 Uhr, vom Trauerhause, Forsterstr. 39, nach dem EmmausHamburger Sänger ihhofftatt. beliebteste Gesellschaft( 8 Herren). Ant. 8 Uhr. Näheres die Anschlagsäulen. NB. Saal u. Garten( 1200 Pers.), kleine u. gr. Vereinszimmer noch zu vergeben. Vorläufige Anzeige. 1370b Die trauernden Eltern. Danksagung. Für die große Theilnahme und überreiche Strangspende bei der Beerdigung meines lieben Mannes, sage ich allen Freunden, Bekannten, sowie insbesondere Friedrich- Wilhelmstädtischer feinem Herrn Chef und allen seinen Concert- Park u. Spezialitäten- Vorstellung. 25/26 Chausseestrasse 25/26. Anfang 5 Uhr. Raffenöffnung 4 Uhr. Morgen: Napoleon und seine Artist. Direktor: R. Quarg. Frauen oder: Eine kaiserliche Ehe Sonntag, den 2. Juni: Scheidung. Central- Theater Alte Jakobaraße Nr. 80 Novität! Bum 25. Male: Novität! Unter artistischer Leitung des Herrn Adolf Brahl vom fönigl. GärtnerplatzTheater in München: Figaro bei Hof. ( Roccoco.) Operette in 3 Aften( nach Beaumarchais Memoiren) von Bohrmann- Riegen. Mujit von Alfred Müller- Norden. Anfang: 71/2 Uhr. Eröffnung der Sommer- Saison. Spezialitäten ersten Rauges. Große Garten- Concerte. Am 1. und 2. Feiertag: Herren Kollegen meinen innigsten Dant. Ww. A. Bacskow. Berlin, 27. Mai 1895. Gr. Volksversammlung. Zages Ordnung: 63/10 1. Vortrag des Schriftstellers Schulz über: Darwin'sche Wahrheiten und soziale Narrheiten. 2. Diskussion. Die Genoffinnen und Genossen aus dem 3. u. 4. Wahlkreis werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Einberufer: Arbeiter- Bildungsschule". 63/10 Arbeiter- Verkehrs- Almanach für Berlin und Umgegend, Sommer- Halbjahr 1895, mit einem Plan der Umgegend von Berlin, den Fahrplänen aller Verkehrs- Institute, den Adressen der Vorstände der politischen und gewerkschaftlichen Organisationen, Krankenkaffen und Vereine etc. etc. Preis 20 Pfg. ist erschienen. Wiederverkäufer, auch die verehrlichen Vereine, erhalten bei Partie2519L* Bezügen bedeutenden Rabatt. Verlag von Hans Baake, Berlin S., City- Pasage. 1880 Charlottenburg. Kunstmann, Wallstr. 103, Die Beleidigung, die ich dem Drechsler Hilbig zugefügt habe, nehme ich P. Lorenz. hiermit zurück. Louis Ehrenberg Am Molkenmarkt No. 7 ( früher Annenstr. 16) Uhrmacher. Jubiläums- 25 Ausgabe. Soeben erschien die fünfundzwanzigste Auflage von August Bebel: 8206 Weiss- u. Bairisch- Bierlokal. Die Frau und der Sozialismus. 22652 C. Bolzmann's Früh- Vorstellungen. Gesellschafts- Säle, Concert, Theater, Spezialitäten. August Wendt Lichtenbergerstr. 16. Säle und Vereinszimmer von 20 bis 500 Personen mit großer Bühne. Weiß- und Bairisch- Bierlofal nebst Vereinszimmer empfehle den Reichshallen. empf. Freunden u. Bekannten sein Lokal, Parteigenossen. Karuhn, KaldreuthMorgen: Dieselbe Vorstellung. Jm prachtvollen Garten ( bei ungünstiger Witterung im Saal): Nord Täglich: Humoristische Soiree der deutschen Quartettu. Couplet- Sänger Hoffmann, Wolff, Führmann, Walde, Horst, Beh u. Frische. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf. Sonntags: Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf., ab 9 Uhr 30 Pf. Victoria- Brauerei Lühowstraße 111-112. Sonntag, den 26. Mai ( bei schönem Wetter im Garten): Große Extra- Soiree ber Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader.) Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Montag, den 27. Mai: Viktoria- Brauerei( lette Soiree vor Pfingsten). Anfang 8 Uhr. Vorverkauf 40 Pf. Fa milienbillets 1 Mart. täglich( außer Ab Pfingsten: Sonnabends): Victoria- Brauerei. Rostocker- u. Wittstockerstr.- Ecke ( früher Claudiusstr. 19) 1119b sowie Vereinszimmer, ca. 50 Bers. faff. und Mohstraßenecke. Ausstellung Italien in Berlin. Täglich: Station Zoologischer Garten. Nachm. 41/2 Uhr: Die Bersaglieri Maestro Gatli. Musiktruppen: Liberti, Angeli, Perrna, Tribuni, della Rosa. 5 " B Abends 6 OP 7 20 U 71/2" B " 19 8 " 11 " Tarantella- Tänzertruppen: Marano, Grieco, Lorenzo. Volksszenen aus dem italienischen Leben. Maestro Gialdini Orchester aus Mailand. mit seinem weltberühmten Symphoni Opernchor des teatro filo dramatico aus Mailand, Maestro Donizetti. Teatro americano mit ,, Urcomico Bendixio". Finale: Grosser Umzug der Bersaglieri. Während des ganzen Tages: Vorführung der italienischen Seidenspinnerel, Glasbläserei, florentinischen Strohflechterei, Mosaikfabrikation, Holzschnitzerei etc. Entree 50 Pf. Am 1. und 2. Pfingstfeiertag: Früh- Konzerte Sämmtlicher Gesellschaften, sowie 1371b Heft- Ausgabe. Komplet in 10 Heften à 20 Pfennig. Zu beziehen durch alle Rolporteure. Maitrank frisch, ausgezeichnet à Flasche 60 Pf. intl., 10 FI. Mt. 5,50. Johannisbeerwein, herb, Fl. 60 Pf. Desertwein, süß, Fl. 75 Pf. Stachelbeerwein, ganz vorzüglich, Flasche M. 1,-. Echt Stonsdorfer Likör, à 2tr. 1,20, 5 2tr. 5,50, 10 2tr. 10,- 50 tr. 47/2, 100 2tr. 90,-. Edyten alten Nordhäuser Strft. Mt.1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Berliner Getreide- Kümmel 2trft. Mt. 1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeerfaft, vorzüglich, Strfl. 1.30. Medişin. Ungarwein, beste Qualität, à Literflasche Mt, 2,10. Empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin. 6a, Belle- Allianceplay 6a, Eugen Neumann& Co., S1, Neue Friedrichſtr. 81, Oranienstr. 8. Genthinerstr. 29. Potsdam, Waisenstr. 27. Achtung! Osten! Hüte nur ein Preis! Hochfein 2,50, 3,50, 4,50 Mart, Burückgesezte 1,00, 1,50, 2 Mart, Cylinder 5-12 Mt., ff. Saarfilz 5,50 Mt. Größte Auswahl in Strohhüten, Schirmen, Müßen, Kravatten, Spazierstöcken. Franz Haupt, Hutfabrik Gr. Frankfurterstr. 145. Bitte genau auf Hausnummer zu achten. Bier- Verlag Max Koch, Matthieuſtr. 17 ( zw. Brandenburg- u. Alexandrinenstr.), empfiehlt sich den Genoffen zur Lieferung sämmtlicher Biere für Werkstätten sowie den Hausbedarf. Tagsüber: Grosse Sensations- Aufführungen. Weinhandlung Künstl.Zähnet.Theilz. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. 2 M. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Rep. Schweizer- Garten Am Königsthor- Am Friedrichshain. Jeden Sonntag C. Böhme, 148. Reichenbergerstr. 148, empf.Bordeaux-, Spanische, Portugiesisch., mediz. Ungar-, Rhein- u. Moselw., àfl.60ẞf. fr.Cognac, Rum, Liköre, Maitrank àfl.60ẞf Johannisthal. Schaller's Familien- Restaurant, vorm. Henneberg, empfiehlt allen Vereinen und Gönnern seinen prachtvollen Saal nebst 2 Gärten, Regelbahnen, Hallen, und vorzügl. Kaffeeküche zur geft. Benuhung. Für Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. E. Schaller. Restaurant zum Zenthener See. Gr. Theater u. Spezialitäten- Vorstellung. anhaber: Ernst Küntzel. Station Beuthen( Görlizer Bahn). Volksbelustigungen Im neuen Saale aller Art. BALL. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pfennig. An den Wochentagen ist das Etablissement an Vereine, Gefell schaften zur Abhaltung von Sommerfesten zu vergeben. Vorzüglicher Ausflugsort für Landpartien, größere Gesellschaften, Vereine 2c. Angenehmer Aufenthalt an Wad und Wasser. TangfaalBillards Kegelbahnen- Kaffeeküche. Große Anlegebrücke für Dampfer und Segelboote. NB. Zu erreichen per Bahn, Wasser und Chaussee. Im Monat Juni find noch einige Sonnabende und Sonntage zu Land- und Wasserpartien zu vergeben. Wer hilft einem armen Parteigen offen aus schwerer Noth, da er schon seit 2 Jahren frant ist. Nih, Gleditschftraße 49. 13736 Ausverkauf! Aeltere, zurückgesetzte Muster gelangen von Dienstag, den 28. Mai, bis Sonnabend, den 1. Juni, * enorm billigen Preisen gum Ausverkauf! und zwar: Teppiche Portièren Gardinen Tisch. Steppdecken Läuferstoffe 2c. Dem geehrten Publikum ist hiermit Gelegenheit geboten, nur gute, vorzügliche Quaittäten zu alleinstehend billigen Preisen zu kaufen. 95/6 J. Adler, Teppidfabrit, Spandauerstr. 30, vis- à- vis dem Rathhause. NIVERSAL & Co Schutzmarke. PUTZ- POM POMADE ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG goldene u.silberne Achtung. 370 Empfehle den Genossen des 4. Berl. Reichstags- Wahlkreises O. mein Schuhgeschäft nebst Reparatur- Werkstatt. Streng reelle Bedienung. Billigste Preise. Bei etwaigem Bedarf bitte mein Unternehmen gütigst unterstützen zu wollen. W. Drossel, Borndorferstraße 1a, Ecke Weidenweg. Versand- Abtheilung. Otto Büchler, Königstr. 26, Ede Klosterstraße. ca. 900 Paar gute wollene Portièren mit Bordüre und Querstreifen in allen Farben 2 Mark. Otto Büchler. Königstr. 26, Ece Klosterstraße. Teppiche mit kleinen unbedeutenden Farbfehlern( nicht Webefehler) von 3 Mark an. Otto Büchler. Königstr. 26, Ede Klosterstraße. Gardinen und Stores in weiß und crême, engl. Tüll, Schweizer und Spachtel von 1,25 Mark an. Otto Büchler, Königstr. 26, Ecke Klosterstraße. Steppdecken, reine Wolle, in allen Farben, 160 X 200 cm, per Stück 5,50 Mark. Otto Büchler. 95/7 Versand- Abtheilung. Renommirteste Bezugsquelle für SCHUTZ- MARKE/ Fernspr.: Amt Schöneberg 9 Export- Weissbier. Berliner Jn Flaschen und in Fässern. Zur Aufklärung! Fabriken und Werkstätten erhalte Wiederverkäufer- Preise. Infolge der Anzeigen derjenigen Berl. Export- WeissbierFirmen, welche vorher auch nur rothe Metall- Pußpomade herstellten und als bestes Pugmittel für Metalle anboten, jetzt aber dieselbe in anderer Farbe und unter einem andern Namen( Putertrakt, Amor n. s. w.) als neueste Erfindung" und als viel besser wie Pußpomade" Brauerei A. Seidler Schöneberg-Berlin W. anpreisen, in der Absicht, unseren guten Sedanstr. 73-75 u. 82. Ruf zu schädigen, fühlen wir uns zu der Erklärung veranlaßt, daß solche Metall- Pugmittel mit anderer als wie rother Farbe schon viel früher in den Verkehr gebracht worden sind, mithin eine neue Erfindung hier nicht vorliegt. Auf die Behauptung ,, viel besser wie Bußpomade" erwidern wir, daß die im Jahre 1876 von uns erfundene Univerfal- Metall But Pomade wegen ihrer anerkannt hervorragenden, bisher unübertroffenen Eigenschaften überall im In- und Auslande zur Einführung gelangte, großen Anklang fand und bis heute noch kein Puhmittel eristirt, was die Vorzüge des unsrigen erreicht. • Bemerkend, daß wir auf Wunsch und Veranlassung unserer geehrten Kundschaft jetzt auch ganz weiße UniversalMetall- Putz- Pomade in derselben Güte erzeugen, bitten wir Proben und Preisanstellung abzuverlangen. Möbel !!! Extrafeines Kuchenmehl!!! Trotz der hohen Mehlpreise verfaufe ich: 1/4 Ctr. 3,20 10 Pfd. 1/8 Ctr. Mf. 1,35 1,68 Orig. Sad von 2 Ctr. billigster Börsenpreis. Sämmtliche Artikel zum Kuchen in bester Qualität und äußerst billig. Von 3 Mt. ab frei Haus. Weizenmehl- Niederlage i. Hause d. Berliner Weizenmtihle. Paul Ziegler, 0., Mühlenstr.8, a. d. Warschauerstr. Jophastoff S Reste in Rips, Damast, Crêpe, Phantasie, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! Läuferstoffe in allen Qualitäten zu Fabrikpreisen. Berlin S., Gelegenheitskauf Emil Lefèvre, Oranienstraße zu außergewöhnlich billigen Preisen. Für Brautleute ganze Einrichtungen Don 200-1000 m. Theilzahlung gestattet. Elegante Nußbaum- u.MahagoniKleiderspinden und Bertilows 30 m., 158. Herren- Stoffreste. Eleg. Neuheiten zu -Hosen, Anzügen, einfache 15 M., Sophas, Bettstellen Baletots 2c. Gelegenheitstäufe spottbill. mit Matraßen 20 W., Waschtoiletten, Tuchl. Hoh. Steinweg 11, I, nahe Rathh. Küchenspinden, Kommoden 12 M., Stühle 3 M., Sophatische 6 M.,! 1000( Modell) Damen! Säulen Trumeaux 65 M., Plüschgarnitur 60 u. 100 M., Muschelspinden Spizen Seidene Sammettragen, 40 M., Paneelfophas 80 M. Buffets, Capes 7,50-25,00. Jaquet- Kostüme Silberschränke, Herren Schreibtische, 10-15,00. Aparte Stegenmäntel und Schreibsekretäre, Zylinder- Bureaux, Sommerjaquets, um zu räumen, 5,00 Spiegel. Wenig gebrauchte Möbel zu bis 15,00, wasserdichte Staubmantel von M halben Preisen und sollte es niemand 5,00-15,00. Landsbergerstr. 59,1 Tr. Gardinen- Reste versäumen, der gut und reell taufen will, mein großes Lager zu besichtigen. Getaufte Möbel werden bis 1. Juli kostenfrei aufbewahrt, transportirt zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst in der Fabrik Grüner Weg 80, part., und aufgestellt. Schützenstr. 2, Möbelfabrik. Eingang vom Flur. Lager von Rathenower Brillen und Pincenez. Bruchbänder, Leibbinden, Nabelbandagen, Suspensorien, Korsetts, Vorfall- Sandagen, Krücken, s Geradehalter, orthopädische Maschinen, künstliche Arme und Beine, becken, Urinhalter, Klyßtier- und Mutterspriken, lysopomp, Irrigator, Inhalations- Apparate, Luft- und Wafferkiffen, Gummißtrümpfe, Bettunterlagen etc. empfehlen zu soliden Preisen Dienstag bis Sonnabend. Fertige Betten! Bettfedern! Müller& Co., Berlin S., Prinzenstraße 42, part. I. Für Damen: Damenbedienung. B Lieferanten sämmtlicher Orts- und freien Hilfs- Krankenkassen. Eigene Werkstatt im Hause. Angehörige von Kassenmitgliedern erhalten Preisermässigung. S. Grossmann's Herren- Mode- Magazin 3435, Rosenthaler- Strasse 34| 35. Ausnahmspreise: statt 27 Hochelegante Anzüge hell und bunker, 18 Mark Cheviot- u. Kammg.- Beinkleid. 3.50-6.50 " Schonet Eure Wäsche! Karol Weil's Seifenextract macht die Wäsche blendend weiss! Karol Weil's Seifenextract Spart Euch Geld! Karol Weil's Seifenextract Spart Euch Arbeit! Karol Weil's Seifenextract Schont Euch die Wäsche! Käuflich überall. Nur ächt In granen Packeten! Schutzmarke Waschfass. " Achtung! Geschäfts- Eröffnung. Achtung! R.& S. Moses, Reinickendorferstrasse 4, Ecke Dalldorferstr., nahe der Markthalle u. der Bahnstat. Wedding. Zum bevorstehenden Fest erlauben wir uns, ein verehrtes Publikum auf unser neues Etablissement aufmerksam zu machen und empfehlen in reicher Auswahl zu besonders billigen, jedoch streng festen Preifen nachstehende Artikel: Kleiderstoffe, Wäsche, Gardinen, Teppiche, Tischdecken, Spitzen, seidene Bänder; He Kurz-, Weiss- und Wollwaaren. Besonders großes Lager in: Fertigen Blousen, Kinderkleidern und Knabenanzügen. Gleichzeitig mache ich auf mein seit ca. 10 Jahren bestehendes Grösstes Sortimentswaaren- Geschäft des Schönhauser- u. Prenzlauer Thorbezirks, unter der Firma E Rudolf Moses, 41. Metzerstr. 41, Parterre u. I. Etage, Ecke Weissenburgerstrasse, aufmerksam. Veteranensis24 Carl Mampe Berim N Halb und Halb. Ueberall zu haben! Mampemil Pomeranzen Feinste Champagnerflasche Likörmischung Mark1,25 Carl Mampe Berlin, Veteranensfr.24. Butter, Kaffee, denkbar feinste, füße Sahnenbutter, täglich frisch, à Pfd. 1,00 u. 1,10 M. Feinstes Dienstag bis Sonnabend. Cravatten! Sonnen- n. Regenschirme! Achtung! 23942* Zahnersatz, auch Theilzahl., wöchentl. 1 Mart, Guckel, Laufiger Platz 2, Elsasserstr. 12. MöbelKaufgelegenheit bietet sich Brautleuten 2c. im Möbelspeicher, 17210* Rosenthaler Strasse 13, 1. Dafelbft stehen täglich zum Verkauf: neue gediegene Möbel zu außergewöhn lich billigen Preisen, gebrauchte und verliehen gewesene Möbel zu wahrhaften Spottpreisen. Theilzahlung geftattet. Kleiderschränke 15, Küchenspinde, Kommoden 12, Sophas 15, Bettstellen mit Matraßen 18 Mart, Nußbaum- Kleiderschränke, Vertikows 30, Stühle 3, Muschelspinden 40, Trumeaux 65, Paneelsophas 75, Plüschgarnituren 60 Mart. Herren- Schreibtische, Schreibsekretäre, Buffets, Kouliffentische, Spiegel, alles staunend billig. Gekaufte Möbel tönnen auf meinem Lagerspeicher bis April to stenfrei lagern und werden durch eigene Ges spanne transportirt und aufgestellt. Wer noch will reell und billig kaufen. Durch Ankauf auf Anktionen und von Konkursmaßen bin ich in der Lage, jedes Stück billiger zu verkaufen, als alle anderen Geschäfte! Ich verkaufe daher: " "" "" "" "" Hocheleg. Herr.- Sommerpal.v.9,75M. an Damenmäntel, Jaquets u. Capes 3,50 " Hochfeine Herren- Anzüge 12,75 Hochfeine Herren- Hosen 2,75 " Leder- u. Arbeits- Hosen zu 2,55 Kellner- Jaquets u. Hosen v. 4,75 Herren- Jaquets und Westen in allen Größen, Knaben- und Burschen- Anzüge, Hüte, Schirme, Stöcke, Wäsche, Stiefel, Koffer, Operngläser, Keffel, Nevolver, Teschings, Gewehre, Harmonikas, Betten, Uhren, Ketten, Ringe u. s. w. zu enorm billigen Preisen! Gustav Lucke, Waarenhaus, 6 Berlin, 131. Oranienstr. 131. Pfund Albrecht's Brot für 50 Pfennig Bäckerei, liefert Wrangel- Strasse 8. Langestr. 26, Falkensteinstr. 28. Die sehr berühmten und bekannten Butterhandlungen I. Geschäft: Markthalle VIII( Andreasstrasse), Stand 115-18. II. Geschäft: Krautstr. 52, n. d. Markth. III. Geschäft: Strausbergerstrasse 4. IV. Gesch.: Memelerstr.52, n.Warsch.Br. V. Geschäft: Demminerstr. 9. Verkaufe von jetzt ab Butter zu Sommerpreisen. 24912* J. Maeding. Blumenhandlung P. Abromeit, Blücherstraße 69, Berlin SW. 5517* Kränze, Bouquets, Topfgewächse, Guirlanden u. S. W. Billigste( Markthallen-) Preise bei ge= schmackvoller Ausführung. W. Pahr, Arbeitsanzüge Brunnenstr. 112. Knaben- Garderoben für das Alter v. 2-16 Jahr. empfiehlt in größter Auswahl zu billigsten Preisen. Flicken gratis. K. Hustädt, 0. Roppen- 85 pt. straße 2 Min. v. Schlesischen Bahnhof. Neuer Eingang von Resten in Batist, Mousseline, Satin, Ripspiqué, Waschstoffen, Kleiderstoffen, Futterstoffen, nur Neuheiten, direkt ab Fabrik zu befannt billigen, aber festen Preisen. Leipzigerstr. 48( Ronzerthaus), Hof I. Krohn. Arbeitsmarkt. Karton- Arbeiterinnen finden dauernde Beschäftigung. Julius Bijesse, Chorinerstr. 4. Für eine seit Jahren bestehende in stets Weißbierbrauerei in Berlin wird zur Vergrößerung ein Kompagnon ( Brauer) mit einem Kapital von zirka 8-10 000 m. gesucht, das Geld wird frischer, natürlicher Röstung von töstlichem Geschmack und Aroma, à Pfd. 1,40, 1,60, 1,80.. Kaiser- Auszug und Weizenmehl, fowie hergestellt. Offerten bitte man in der alle Baduthaten zu billigsten Preifen empfiehlt H. Fiebach, 12 Schwedterstr. 12, Fernspr. III 8117. vis- à- vis Templinerstrasse. II. Geschäft: Chorinerstr. 66. NB. Bitte genau auf meine Firma zu achten, da mein früherer Hauswirth in den von mir innegehabten Räumen ein Geschäft eingerichtet hat. niederzulegen. 13726 Gesucht für Hamburg tüchtige Saftenarbeiter und Nähtischmacher. Bu melden bei Asmus, Blumenstraße 43, pt. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. $ 3.8