Nr. 265 ♦ 42. �ahrg. Ausgabe& Nr. 137 Bezugspreis: Wöchentlich 70 Vienniz, monatNch S,— Scidjamort voran, jafilbac. Unter Jtrcujbanö für Demichland, San�iq. Saar- und Menielaebiet, Oesterreich. Litauen. Luremburz 4.50 Zieichsmarf. für das übrige Ausland 5,50 Reichsmark uro Monat. Der„Vorwärts' mit der Sonntage beilade„Volk und Reif mit„Sied- luna und Sieindarten' sowie der Beilage„Unterhallund und Wissen' und izrauenbeilage.Krauenssimme' «ischeint wochentädlich»weimal, Sonntags und Montags einmal. Telegramm-Adresse: .So,ialdemokrat Berti»' Sonntagsausgabe Derlinev VolKsblAtt (iL Pfennigs Anzeigenpreiie: Di««insvaltia« tionoareille- »eile 70 Mennig. ReIIame»eil« 4.— Reichsmark.„Kleine Anzeigen' da» kettgedrulkte Wort 20 Pfennig lzuläfssa»w«i Icitaedruckte Worte). jedes weitere Wort 70 Mennig. Stellengesuche da, erste Wort 70 Pfennig, jedes weitere Wort 5 Pfennig. Worte über 75 Buch- llaben»äblen für zwei Worte. ssamilienangeigen für Abounenten geil« 30 Pfennig. Anzeigen für die nächss« Nummer müssen bis 4>4 Uhr nachmittags im Sauvtgefchäft. Berlin SW0S. Linden- ssrasse Z. abgegeben werden. Geöffnet von 9 Ubr früb bis 5 Ubr nachm. Zcntralorgan der Sozialdemokrat» fchen parte» Deutfchlands Neüaktion und Verlag: Serlin SW. H8, Linöenftraße Z Kernsvreclier: Redaktion: Tönhoff "' Verlag: Dönhoff!ZSv«-SS«? Sonntag, den 7. Jnni 19ÄZ» vorwärts'verlag G.m.b.H., Serlin EW. öS. Linöenstr.Z Postscheckkonto:«crlin:»?»»«;— Pankkonto: Direktion der Dtekonto-Sesellschaft, Tepositeukasse Lindcnstrahc a England und die Entwaffnungsnote. Zwiespältige Beurteilung. London, 6. Juni.(Eigener Drahtbericht.) Soweit man sich hier überhaupt schon eine Meinung über die Note der Alliierten ge- -bildet hat, mutz die Aufnahme als ausgesprochen zwiespältig bezeichnet werden. Die„Times" betonen, daß der Inhalt der Note keinerlei unvernünftige oder übertriebene For- d e m n g e n darstelle. Sie nennen sogar die Note äußerst b e- scheiden. Demgegenüber sieht die liberale Presse, wie„Daily News",„Manchester Guardian" und das Abendblatt„Star" nunmehr große Gefahr für die schwebenden Sicherheitsver- Handlungen und dem rechtzeitigen Eintritt Deutschlands in den Völkerbund: selbst im Fall der A n n a h m�und Durchführung der alliierten Forderungen durch Deutschland bedeute die fünfmona- tige Verzögerung die große Gefahr, daß der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund und der Abschluß der Sicherheitsverhandlungen sich bis Ende 1926' hinausziehen werden. Wenn auch die Fest- stellung der Verfehlungen in liberalen und Labour-Kreisen zum Teil scharl kritisiert wird, so erhofft man auch in diesen Kreisen im In- tcrcssc der B c. r u h i g u n g Fr a n k r c i ch s und der Fortführung der Sicherheitspakt-Verhandlungen von Deutschland Erfüllung der Forderungen. So interesiant die scharfe Kritik der Opposition an der Note ist, so muß man sich in Deutschland hüten, die politische Bedeutung dieser Meinungsäußerungen zu ü b e r s ch ä tz e n. Die Note stellt ein äußer st schwer zustandegekommenes britisch-sranzösisches Kompromiß dar. Im Interesie eines guten Verhältnisses zu Frankreich glaubt man in britischen Rcgieriingskreisen eine Nachgiebigkeit gegenüber etwaigen deutschen �Gegenvorstellungen nicht zeigen zu dürfen. Ein bedeutungsvolles Symptom ist es, daß der einem Teil des Ministeriums, den söge- nannten Iklusionisten, nahestehende„Expreß" unter dem Titel .. G'egegpatt" eine'Kampagne gegen den Sicherheit s-- pakt eröffnet und sich. gegen jede europäische Verpflichtung der Regierung mit dem Hinweis auf das Verschwinden der deutschen Flotte und damit der deutschen Gefahr für England wendet. die britisch-französtsche Garantienote. London. 6. Juni.(Amtlicher Britischer Funkspruch.) Staats- sekretär Chamberlain ist nach Genf abgereist. Die Be- sprechungen zwischen ihm und B r i a n d, der ebenfalls der Tagung des Völkerbundrats beiwohnen wird, sind frühe st ens Ansang nächste� Woche zu erwarten. Der auszuarbeitende Entwurf der französischen Antwortnote an Deutschland ist gestern mit einein Begleitschreiben im Foreign Office eingegangen. Wenn demnächst das Schriftstück der deutschen Regierung über- in i t t e l t wird, so kann sein Inhalt als ausdrücklich von der britischen Regierung gebilligt betrachtet werden. Es verlautet, daß sich die Erörterung nur noch um wenige Punkte dreht, die außerdem von geringerer Bedeutung sind. Es ist daher nicht anzu- nehmen, daß bei den privaten Unterhaltungen zwischen Chamberlain und Briand irgendwelche Schwierigkeiten sich ergeben werden. Programm ües völkerbunüsrates. Minderheitenrecht. Sanierung. Entwaffnung— Deutschösterrcich! Genf, 6. Juni.(Eigener Drahtbericht.) Die am Montag statt- findende Sitzung des Völkch'bundsrats, an der auch Briand und Chamberlain teilnehmen weiden, hat ein uinstingreiches Pro« gramm zu erledigen. Neben der Erörterung der Frage der bul- gorischen Minderheiten in Griechenland und der polnischen Minderheiten in Litauen wird eine Entschei« dung getroffen werden über die Zukunft der madjarischen Minderheiten in Eüdslawien und Rumänien. Auf der Tages- ornung befinden sich außerdem die Fragen der finanziellen ZLieder- Herstellung Ungarns, beb polnischen Post in Danzig und der polnischen-Danziger Beziehungen. Die beiden lelsten Punkte betreffen die Methoden der finanziellen Sanierung Oe st erreich» und die Erhebung, die nach den Abrüstungsklauseln des Friedensver- träges in Deutschösterreich vorgenommen werden soll. Der �ufftanö in China. Darstellung der chincfischen Gesandtschaft in Berlin. MTB. erhält von der Chinesischen Gesandtschaft in Berlin folgende Mitteilungen: Soweit bis jetzt festgestellt werden konnte. haben sich die Ereignisse in S ch a n g h a i in folgender Weise ab- gespielt: Als bei dem Versuch einer gewaltsamen Unter- drückung eines Streiks chinesischer, in japanischen Baum- Wollspinnereien beschäftigter Arbeiter einige derselben v e r- mundet worden waren, haben chinesische Studenten am 30. Mai einen Demonstrationszug durch die Straßen Schanghait unternommen. Die ausländische Polizei hat, ohne den Versuch zu machen, den Zug in Ruhe aufzulösen, g e- feuert, wobei 11 Personen, Manifestanten und auch Passanten, getötet und 16 verwundet wurden. Etwa 49 Personen wurden verhaftet. Am 1. Juni wurden 3 Personen getötet ,md 17 verwundet. Dieses Vorgehen der ausländischen Polizei w»r durch die Haltung der Studenten, die unbewaffnet waren und lediglich eine Manifestation gegen die schlechte Behandlung der strei. kcnden Arbeiter unternehmen wollten, in keiner Weise gerecht- fertigt. Die Manifestation war nur aus patriotischen un!� Ge- rcchtigkeitsgefühlen unternommen worden und konnte demnach keinen fr.emdenfeindlichen oder kommunistischen Charakter haben. Deshalb haben die bedauerlichen Vorgänge, für welche ausschließlich die ausländischen Behörden die vcranlworlung zu tragen haben, einen gewaltigen Widerhall in ganz China gesunden und alle Chinesen mit Empörung erfüllt. Der Generalstreik ist in Schanghai beschlossen worden. Am 1. Juni hat das Auswärtige Amt in Peking an die Bertreter der beteiligten Mächte eine P r o t e st n o t e gerichtet, in welcher die sofortige Freilassung der Verhasteten verlangt und Geltendmachung von Forderungen nach Feststellung der Tatsachen an Ort und Stelle vorbehalten worden ist. Zwei Kommisiarc sind zu diesem Zweck sosort nach -Schanghai entsandt worden. Amerika wiN Gerechtigkeit gelten lalsen. London, 6. Juni.(MTB.)„Times" melden aus W a s h i n g- ton: Wenn auch die Regierung keine Neigung zeigt, den Einsluß einer tückischen Propaganda in China zu leugnen, so ist man doch nicht der Ansicht, daß hierin die einzige Ursache des UebelS zU suchen ist. Die eigentliche Ursache liegt darin, daß seit 39 Zähren die Verkehrsmittel und ein großer Teil der Bodenschätze des Lande» unter fremder Kontrolle und in eine Atmosphäre der Zntrigue ' und internationalen Cisersucht geraten sind. Di« Dereinigten Staaten glauben, daß nach Ratifizierung des Washingtoner Bertroges durch Frankreich eine Konferenz abgehalten werden sollte, die u. a. den Chinesen zeigen würde, daß diejenigen ihror Forderungen, die ein weiteres Ziel verfolgen, schwerlich in einer Periode nationaler Desorganisation bewilligt werden könne». der Skanüal von Hannover. Ein Schreiben des preustischen Unterrichtsministers. Pros. Lessing von der Technischen Hochschule in Hannover hatte vor den Reichspräsidentenwahlen in einem deutschfreundlichen tschechoslowakischen Blatt einen Beitrag über das Problem Hindenburg veröffentlicht, das einigen hakenkreuzlerischen Stu- Kenten nicht gefiel. Sie bildeten einen„K a m p f a u s s ch u ß", der es als seine Aufgabe ansieht, die öffentliche Meinung und die Stu« dentenschaft gegen den Hochschullehrer aufzuhetzen. Da sie mit ihren bisherigen Methoden keinen wesentlichen Erfolg erzielt haben, gehen sie jetzt zum Terror über. Sie haben am schwarzen Brett der Hochschule einen Anschlag"angebracht, in dem sie ankündigen, sie würden es zu verhindern wissen, daß Prof. Lessing am kommenden Montag feige Borlesungen wieder aufnimmt. Es ist unverständlich, wie der Rektor der Technischen Hoch- schule diese Ankündigung eines öffentlichen Skandals dulden kann. Seine Aufgabe ist es. für die Ruhe und Ordnung im Hause zu sorgen und die Lehrfreiheit zu« schützen. Wenn er nichts gegen Anschläge unternimint. die die Lehrfreiheit bedrohen, versäumt er seine Pflichten. Der preußische Kultus- minister hat sich deshalb in einem Schreiben an den Rektor der Hochschule in Hannover gewandt, in dem er ihn aus seine Pflichten aufmerksam macht. In dem Schreiben heißt es, wie der Preußische«Pressedienst meldet, u. a., daß Prof. Lessing als In- haber eines Lehrauftrages dem preußischen Disziplinargesetz vom 18. Juli 18.62 unterliegt.„Nach Artikel 118 Abs. 1 der Reichs- Verfassung, so führt der Minister aus, hat jeder Deutsche das Recht, innerhalb der Schranken der allgemeinen Gesetze seine Meinung durch Wort, Schrift. Druck, Bild oder in sonstiger Weise frei zu äußern. An diesem Recht darf ihn kein Arbeits- oder An- stellungsverhältnis hindern, und niemand darf ihn benach- t e i l i g e n, wenn er von diesem Recht Gebrauch macht." Der Minister weist darauf hin. daß der Artikel Lessings, so sehr in einer politisch erregten Zeit die stark herabsetzende Kritik in einer 'Zeitung des Auslandes zu bedauern sei, keinen genügenden Anlaß zu einem disziplinarischen Vorgehen gegen Prof. Lessing gebe. Die zur Entscheidung über die Eröffnung eines Disziplinarverfahrens gegen Prof. Lessing aus Grund der Bericht- erstattung über den Haarmann-Prozeß und seiner literarischen Be- 'Handlung notwendigen Erhebungen sind noch nicht zum Abschluß gelangt, so daß sich der Minister in diesem Punkte seine Ent- fchkießungen vorbehält. Hinsichtlich der durch den Anschlag am schwarzen Brett gefckhrdcten akademischen Lehrer ei- h e i t ersucht der Minister am Schluß seines Schreibens den Rektor, für den Fall, daß Prof. Lessing seine Vorlesungen wieder auf- zunehmen wünsche. Vorsorge zu rrefsen, daß dies unge- hindert geschehen könne. Vielleicht niinmt der Rektor der Technischen Hochschule in Hau- nooer sich jetzt seiner Pflichten etwas energischer an. Jedenfalls hat er die Verantwortung dafür, daß die Lehrfreiheit im Fall Lessing gewahrt bleibt und das Kultusministerium wird die Konfc- quenzen ziehen müssen, wenn er versagt. Entwaffnung. Sorgen des Tages.— Aufgaben der Zukunft. Jeder, der beim Militär gewesen ist, weiß, wie es ist, wenn ein hoher Vorgesetzter die Kaserne inspiziert. Dieser Vorgesetzte hat selber nneder Vorgesetzte, die von ihm Schneidigkest verlangen, und die ihm etwas zuviel Schikane eher verzeihen als etlvas zriviel Nachgiebigkeit. Er muß also beweisen, daß nichts seinem Adlerblick entgeht, daß er drein- fahren, sich in Respekt setzen kann. Und, weiß Gott, er tut es. Aber Heck sich das Donnerwetter entladen, hat der Donnergott selbst die Stätte verlassen, so sieht man statt der dienstbeflissenen Gesichter nur noch entspannte und etwas spitzbübische. Denn es gibt beim Militär— in Friedenszeiten— kein schöneres Gefühl als dieses: den Vorgesetzten ein wenig bemogelt zu haben. 4- Seit sieben Jahren muß sich das besiegte, entwaffnete Deutschland die Spindrevisionen durch fremdländische Offiziere gefallen lassen. Sie haben Riesendimension ange- nommen, und was an verhältnismäßiger Gemütlichkeit in ihnen steckte, ist durch die nationale Gegensätzlichkeit verloren gegangen. Der Ton ist, wie rechtsstehende Blätter mit Ge- nugtuung bemerken, höflich und konziliant, die Spannung ist größer geworden. Im übrigen walten auch hier die Gesetze der militärischen Psychologie. Die Herren von der Internationalen Militär- kontrollkommission müssen Verstöße entdecken, um zu zeigen, wie tüchtig sie sind. Etwas Uebereifer wird man ihnen drüben nicht übel nehmen, aber ihre Karriere wäre ver- nichtet, wenn man ihnen eines Tages nachsagen könnte, sie hätten nichts gesehen. Auf der cmderen Seite hat es auch in Deuffchland Stellen gegeben, die zu sehr mit der Feldwebel- Psychologie behaftet waren, und die vieMcht sogar glaubten, dem Vaterlande zu dienen,»venn sie den Kontrolleuren da oder dort ein Schnippchen schlugen. Hier hat es an Erziehung gefehlt, und das rächt sich jetzt. '*• Die ganze Entwaffnungsnote ist ein Dokument m i l i- tärischer S u b a l te rni t ä t. Es fit der Befehl erteilt worden, Verstöße zu entdecken, er ist ausgeführt worden, und nmn kam» jetzt den Scharfblick der Herren Inspekteure be- »vundern. Er setzt sich selber ins hellste Licht. Politisch betrachtet, fit aber das Ganze eine entsetzliche Dummheit. Man kann an einen zukünftigen europäischen Krieg glauben oder»richt an ihn glauben. Aber zweierlei ist gewiß: Erstens werden die vorhandenen Ausrüstungsgegen- stände noch mehr als einmal verrosten, veralten und durch neue ersetzt werden, bevor dieser Krieg kommt— wenn er überhaupt kommt— und zweitens kann heute noch kein Mensch sagen,' unter lvelchen Konstellationen und von welchen Koalitionen er ausgefochten werden wird. Bis dahin können Freunde zu Feinden werden und Feinde zu Freunden. Wohl rumort es an den verschiedensten Ecken und Enden der Welt, in Marokko, in China. Der Balkan und das übrige balkanisierte Europa, das der Weltkrieg hinterlassen hat, liefern eine beliebige Anzahl von„Wetterwinkeln" für weit vorausschauende Betrachtungen. Aber die Hauptvölkcr Europos sind noch viel zu erschöpft, als daß sie schon wieder Lust verspüren könnten, sich aufeinander zu stürzen. Deutschland ist entwaffnet, und nichts könnte den Franzosen vernünftigerweise gleichgültiger sein als die Frage, ob ein paar Minenwerfer und Stahlhelme mehr vorhanden sind, als der Vertrag erlaubt. Kein europäischer Krieg steht vor der Türe, und es ist noch Zeit, den europäischen Frieden vorzubercstcn. * In Berlin sprach gesten» abend der junge Führer der jungen paneuropäischen Bewegung, Coudenhove- K a l e r g i. Wäre die Politik von Logik regiert und nicht von Gefühle»» und erblichen Belastungen, st müßte schon morgen der paneuropäisc: e Kongreß zusammentreten, um über die Organisation der Vereinigten Staaten von Europa zu beschließen. Er müßte alle Schlagbäume, Zoll- sperren und Paßkontrollen zwischen Warschau»md Lisiobon niederlegen und die Millionen von Soldaten, Grenz-, Paß- und Zollwächtern einer produktiveren Beschäftigung zuführen. Erst dann würde Europa Aussicht haben, den Wettlauf mit Amerika wieder aufnehmen zu können, in dem es schon fast hofffmngslos zurückgeblieben ist infolge seiner Zersplitterung, seiner inneren Rivalitäten, seiner sich immer erneuernden. immer aufs neue vorbereitenden Bruderkriege. Würde es nur erst ollen zu Benmßtsein kommen, in welcher Welt des Widersinns und der Erbärmlichkeit wir leben! Würden die Völker Europas nur endlich begreifen, daß ihre Katzbalgereien immer mehr aufhören, Weltgeschichte zu sein, und daß nur noch chrc Rettung durch enge, sriedüche Zusammenarbeit oder ihr Untergang, durch Kurzsichtigkeit und Unfähigkeit die große roeltgeschichllichc Frage ist, die zur Ent- scheidung steht! Es gibt heute viele Leute, die von Paneuropa sprechen und dem Gedanken ihre Reverenz erweisen. Es gibt wenige, die an die Möglichkeit seiner Ausführung glauben, weil es wenige gibt, die Europa die geistige Krast zu einer solchen Umstellung zumuten. Politische Gedanken sind aber noch nicht deswegen falsch, weil sie nicht mit einem Schlage und nicht in absehbarer Zeit bis zu allerletzt ausführbar sind— sonst wäre ja auch der Sozialismus eine falsche Idee! Aber so gewiß die Idee des Sozialismus richtig ist, und so gewiß der Kampf für das organisierte Gemeininteresse gegen das zersplitterte kapitalistische Privatinteresse eine Lebensnotwendigkeit ist, so gewiß oerdient auch eine aus- wärtige Politik nur insoweit Beifall und Unterstützung, als sie die wirkliche Befriedung Europas, die immer engere An- Näherung seiner Völker aneinander als ihr r i ch t u n g- gebendes Ziel erkennt. Auf dem Weg zu diesem Ziel kann Europa keinen Schritt weiterkommen, wenn dieser Schritt nicht von D em t s ch- land und Frankreich gemeinsam getan wird. In der chand des deutschen und des französischen Bolkes liegt das Schicksal unseres alten Erdteils. Die in diesem Augenblick und für die nahe Zukunft gar nicht bedrohte „Sicherheit Frankreichs" kann nicht durch die Arbeit �mili- tärifcher Kontrollkommissionen und nicht durch die französische Wacht am Rhein, sondern mir durch eine vernünftige Politik gewährleistet werden, die den Lebensinteressen beider Völker emspricht.• Ist der Konflikt, der über die Entwaffnung und die Räu- mung ausgebrochen ist, ein übelster Rest der Vergangenheit, so zeigt der Plan eines Sicherheitspaktes den Weg in die Zukunft. In Frankreich hat man, wie es scheint, noch nicht erkannt, in welchem Maße die unbedingt f r i e d e n s- willigen Elemente in Deutschland gestärkt worden sind durch die erklärte Bereitwilligkeit einer deutschen R e ch t s regierung, die deutschen Grenzen im Westen, so wie sie jetzt sind, für alle Zeit anzuerkennen. Wo ist denn die Rot- wendigkeit eines Gegensatzes zwischen Deutschland und Frank- reich, wenn es zwischen ihnen keine Grenzstreitigkeiten mehr gibt? Deutschlands Ehre und Größe hängt nicht von dem Grad des Widerstandes ab, den es den Forderungen der Entwaffnungsnote entgegensetzt, sondern von der Klugheit und der Geschicklichkeit, mit der es diesen prähistorischen Streit rasch zu einem guten Ende führt, um dann den Kurs zu großen Zielen nehmen zu können. Große Ziele sind aber heute nicht mehr„nationale Ziele" im alten, engen Sinn des Worts, sondern europäische Ziele und Menschheitsziele. Im Kampfe für sie bewährt, ehrt und erhält sich auch die Nation. Im Kampfe gegen sie begeht sie nur einen mehr oder weniger „ritterlichen" S e l b st m o r d. Runü um den Stinnes-Konzern. Tie Reichsbank und die Stützungsaktion. Die Bedenken, die von verschiedenen Seiten dagegen er« hoben werden, daß die Reichsbank sich bei der Sanierung des Stinnes-Konzerns engagiert hat, verdienen noch einmal unter- strichen zu werden. Es ist bekannt, daß zugunsten der a n d e- r e n Konzerne, die der Deflation zum Opfer gefallen sind, wie j B. des Stahlwerks Becker oder des D a r m a t- Konzerns, keine rettende Hand sich erhoben hat. Sttnnes selbst kannte in Sanierungen keine Schonung und keine Gnade. Es braucht nur der Name Deutsch- Luxemburg zu fallen, um daran zu erinnern, wie er es verstand, die Sanierung eines Unternehmens zugunsten Dritter durchzuführen. Jetzt ober ist der nationale Wirtschaftsgötze ins Wackeln gekommen und alle großen Banken, an der Spitze die Reichsbank, eilen herbei, um ihn zu stützen. Man rede sich nicht darauf hinaus, daß die Reichsbank für die Sanierung des Stinnes-Konzerns keine eigenen Mittel aufwendender moralische Kredit, den die Reichsbank genießt, der Druck, den sie auf die privaten Banken auszuüben vermag, find Wertgegenstände, die hier ins Spiel geworfen werden. Wenn die Reichsbank den privaten Großbanken über das Kontingent hinaus Finanzwechsel je nach den Beträgen zu rediskontieren verspricht, die sie für die Rettung des Hauses Stinnes aufwenden, so bedeutet das eben, daß zu diesem auf- gelegt politischen Zweck die von der Reichsbank gewährten Kredite über das Maß des von ihrer Leitung für Volkswirt- schaftlich erträglich Gehaltenen hinaus erweitert werden. In Wirklichkeit ist heute ein erheblicher Teil der deutschen Schwerindustrie nur beschränkt lebensfähig, und die Kampfer- spritzen verschleierter Kredite aus öffentlichen Mitteln und die Heißluftbäder der Schutzzölle werden die Zugingen des Todes- kampfes nur verstärken. � Aufgabe der Reichsbank ist es gewiß nicht, zu einem solchen Spiel sich herzugeben, ja sich anzubieten. Die kapitalistische Wirtschaft wird unter der glorreichen Leitung der schwarzweißroten Barone van Schlot und Korn in den kommenden Jahren es schwer genug haben, den deut- schen Arbeitern auch nur das kümmerlichste Futter zu geben. Soll sie auch noch Versicherungsprämien für die geschäftlichen Unfälle politisierender Engroshändler in Unternehmungen auf- bringen, so wird sie vollends niederbrechen. Dazu nicht mit- zuhelfen, solchen Unfug vielmehr zu verhüten, ist Pflicht und Lebensinteresse der Rcichsbank selbst. Rund um Stinnes Elektromontantrust und StinncS-Kon«er«. Von Herrn Dr. v. Siemens wird dem Wolff-Bureau mit- geteilt: ' Bei der Erörterung über die Vorgänge innerhalb der Firma Hugo Stinnes ist in der Presse auch die S I e m e n s- R h e i n- elb e-Schuckert- Union mit der Firma Hugo Stinnes und dem Stlnnes-Konzern in Verbindung gebracht worden. Die in der Interessengemeinschaft der Siemens-Rheinelbe-Schuckert-Union ver- einigten Werke, nämlich: Siemens u. Halste A.-®., Deutsch-Luxem- burgische Bergwerks- und-Hütten A.-®., Gelsenkirchener Bergwerk»- Eesellschaft, Elektrizitäts-Aktiengesellschafr vorm. Schuckert u. Eo. und die Untergesellschasten/Haben niemals in irgendeinem Wirtschaft- lichen oder finanziellen Zusammenhang öder in irgendeiner Ab- hängigkelt von der Firma Hugo Stinnes oder dem Stinnes-Konzem gestanden. Die Firma Hugo Stinnes ist lediglich bei der einen oder anderen Gesellschaft Aktionär mit den Rechten jedes anderen Aktionärs, ohne daß aus diesem Aktienbesitz für die be- treffenden Gesellschaften irgendwelche Verpflichtungen bestanden haben oder entstehen können. Ebensowenig besteht Irgendein Zu- sammenhang mit den in einigen Pressenotizen erwähnten öfter- 'reichischen Unternehmungen. Aus diesen Darlegungen ergibt sich, daß die Siemens-Rheinelbe-Schuckert-Union oder irgendeine der ihr zugehörigen Gesellschaften und Untergesellschaften in keiner- lei Verbindung mit den Vorgängen im Stinnes- Konzern gebracht werden können. Herr Dr. Voegler hat feine Mitarbeit im Aussichtsrat der Hugo Stinnes A.-G. aus- schließlich aus alter persönlicher Freundschaft des verstorbenen Herrn Stinnes der Familie zur Verfügung gestellt. Der Tatbestand ist so: Hugo Stinnes der Gründer hatte als Anreger und Gründer eine persönlich führende Stellung bei der Bildung des Clektromontantrusts. Sein Privat- konzern ist davon scharf geschieden, obgleich gemeinsame Be- teiligungen an großen Werken bestehen. Die gemeldeten Verkäufe von Siemens- und Rheinelbe- Aktien find Barkäufe durch die Firma Stinnes als Aktionär, nM Äbstoßungen' des Elektromontankonzerns. Laverrenz und Stinnes. Klein und groft. Vo» noch nicht allzu langer Zeit hätte Herr Laverrenz sich bei dem Vergleich Laverrenz— Stinnes tn die Brust geworfen. Wenn aber das brüte des Vergleichs die Pleite ist, wird der Stolz dahinschwinden. Wie wir hören, hat„Die R a t i o n a l p o st", das Organ der Deutschnatiönalen Volkspartei in Berlin, bei dem zuständigen Amts- gcricht die Geschästsaufsicht beantragt. Stinnes ruft die Hilfe der Großbanken an. Laverrenz stellt sich unter Geschäfts- aufsicht. Es gibt noch mehr Parallelen. Bei Stinnes werden die Ange- stellten erbärmlich bezahlt— bei Laverrenz erhalten sie zwar kein Gehalt, aber ab und zu 5 M. Abzahlung, und manchmal auch nichts, so daß sie zu Hause bleiben, weil st« kein Geld für die Straßenbahn haben. Also Herr Laverrenz wird stch trösten: wenn es bei Stinnes kracht, darf Laverrenz Pleite machen. Nun— Stinnes ist groß, und Laverrenz ist klein. Stinnes wird saniert von den Großbanken, denen die Reichsbank Rückendeckung gibt. Wer beruft«ine Bankenkonferenz unter Führung der Reichsbank, um Laverrenz zu sanieren? Ja, warum nicht auch Laverrenz? Was dem jungen Mann Stinnes recht ist, der sich verspekuliert hat, müßte doch auch dem Geschäftsführer der.Nationalpost" recht sein, dessen Versuch schließ- lich weniger profitgierig-spekulatio war? Wenn die Reichsbank für Herrn Sttnnes da ist, warum nicht auch für Herm Laverrenz? Wer will es Herrn Laverrenz verargen, wenn er. bei oller Ehre des Vergleichs mit Stinnes, durch den Vergleich zu dieser Frage kommt? Nur eine Kleinigkeit. Wir lasen die Betrachtungen der„Deutschen Tages- zeitung" zum Abbau bei Stinnes, und folgende Kleinigkeit fiel uns auf:„Er hat wie wenige die I n s l a t i o n finanziell für seine Pläne auszunutzen gewußt." Wirklich, da stand es: er hat die Inflation für feine Pläne-ausgenutzt. Wer denkt nicht an die Helfferich-Politit» an die Opfer der Inflation, an den deutschnatio» nalen Au fwertungsbetrug? Er hat die Inflation für seine Zwecke auszunutzen gewußt. Nur eine Kleinigkeit, wie das so in der„Deut- schen Tageszeitung' steht. Tie Sanierungsverhandlungen noch nicht abgeschloffen? Wien. S. Juni.(TU.) Der für Montag in Aussicht genommene Besuch des Präsidenten der deutschen Reichsbant Dr. Schacht in Wien ist mit Rücksicht auf die schwebenden Derhand- langen über den Stinnes-Konzern a b g e s a g t worden. vom Zollkampf. Die Nationalökonomen im Neichswirtschaftsrat. Der Zollausschuß des Reichswirtschaftsrats hat mit den Beratungen der Agrarzollvorlage in der kleinen Zollnovelle begonnen. Er nimmt zunächst Referat« der Fachwissen- schaftler entgegen. Bisher haben unter anderen die Herren Gering, Aareboe und Harms ihre Anschauungen dar- gelegt. Diese Beratungen sind nicht öffentlich. Aus welchem Grunde, ist nicht abzusehen. Wenn die Regierung Wert darauf legt, ih� Zollvorlage im Gegensatz zu dem fast übereinstimmenden Urteil der Wissenschaft herzustellen und zu verteidigen, so kann der Fachwissenschaft gar nicht genug Gelegenheit gegeben werden, ihre Stimme in der Oeffentlich- keit zu erheben. Es handelt sich wahrhaftig nicht um interne Fragen, an denen kein öffentliches Interesse besteht! Schutzzoll und Reparationen. In der„Frankfurter Zeitung" setzt sich Dr. Walter Sulzbach mit der Begründung der Zollvorlage auseinander, die die deutschen Reparationsverpflichtungen als Argument für die Schutz.zölle anführt. Seine Ausführungen find zusammengefaßt in folgenden, siharf präzisierten Sätzeg: „Für eiss Land in Deutschkiüds heutiger Lage haben die vor- geschlagenen Schutzzölle solgc.�'- �deutung:;, fX.".-. .. 1. Die Tran»s e r pol» t lk des Agenten für Reparaiicms- Zahlungen wird uns immer wieder zur Umstellung vom innere» Handel auf den Export zwingen. Diese Umstellung wird die deutsche Wirtschaft in dem Maße noch mehr als nötig erschüttern, indem wir unsererseits bemüht fsin werden, uns durch Schutzzölle aus einem exportierenden in ein Binnenhandel treibende« Land zu verwandeln. 2. Die Schwierigkeiten, die der Abbau unseres auch in der Passivität der Handelsbilanz zum Ausdruck kommenden hohen >>aben Sie einen Stock? Von Paul Gukmann. An der Haltostelle, wo ich mittags auszusteigen pflege, warten ge- wohnlich vier, fünf Kinder, Knaben und Mädchen, vor Unruhe zappelnd, auf den Wagen der Straßenbahn. Kaum hält dieser, so drängen sie sich lärmend und mit funkelnden Augen heran und be- stürmen den Schaffner mit der Frage:„Haben Sie einen Block?" Fast immer muß der Schaffner verneinen, aber es kommt doch einmal vor, daß er diesen stürmisch begehrten„Block" einem glücklichen Empfänger überreichen kann, der damit im Triumph, von den anderen Kindern beneidet, abzieht. Was ist dieser Block? Es ist, philosophisch gesprochen, nur die platonische Idee eines solchen, ein Stück Karton, von dem die Fahrscheine, die sich erfahrungsgemäß darauf befunden haben müssen,«nifernt sind. Er ist das Ding an sich eines Blocks, nur etwas Vorgestelltes, etwas, was der Wirklichkeit zugrundeliegt. Für die kindliche Phantasie ist er jedoch etwas ganz Reelles, ein un- erhört lebendiges Wesen. Er verkörpert die Bewegung, die für das .Kind das Geheimnisvollste am Leben ist, er ist ein Symbol für die Resse nach fernen seltsamen Straßen und Plätzen, quer durch die un- heimlich große Stadt, in jenen bunten Wagen, die so rässelhaft auf Schienen laufen, ein Privileg der vielen beneideten Erwachsenen. Er ist ein Fetisch, den das Kind liebt, weil es seines umfassenden Inhalts noch nicht teilhaftig werden kann. Gestern hörte ich, wie ein alter, mürrisch aussehender Herr, viel- leicht ein verärgerter Schulmeister, einem Knaben, der vergebens um einen solchen Block gebettelt hatte, anranzte:„Geh doch nach Hause, du dummer Junge! Was hast du denn von einem Block? Es. ist ja nur ein gewöhnliches Stück Pappe". Dem armen Jungen traten die Tränen in die Augen. Ich ging dem alten Herrn nach und redete zu ihm mit folgenden Worten: „Sie verzeihen, Herr Doktor oder Herr Professor, ein Block ist nichts weniger Wirtliches für diefxs Kmd, als für Sie ein Titel, ein Orden, Ihr Stammtssch oder die Mitgliedschaft an irgend einem „nationalen" Verband. Sie haben vielleicht früher eine Uniform an- gebetet, hinter der irgend eine Null steckte. Das war viel gesährlicher als die harmlose Freude an einem Straßenbahnblock, der ja auch kein Block ist, sondern ein Anhaltsprmtt für die rührende Phantasie eines Proletarierkindes, das im Straßenschmutz noch Schönheiten entdeckt. Behalten Sie ruhig Ihr Ordensbändchen im Knopfloch, aber zerstören Sie nicht die Welt eines Kindes, die schöner sst als die Ihre und rveit- aus harmloser". So sprach ich allerdings nicht. So wollte ich sprechen. Aber man ist meistens zu feige zu solchen Dingen, zu gleichgültig, zu verstaubt, zu erwachsen._ Mnler in Sibirien. Aus TomSk wird vom 3. Juni ein Schneefall gemeldet. Nach Ansicht der TomZler Meierologen ist ein so später Schneesall zuletzt in den 80« Jahren de» vorigen Jahrhundert» vorgekommen. „Der Stolz der Nation�. Aus K u f st e I n wird uns von einem Nicht-Sozialdemokraten geschrieben: In diesen Tagen waren in Kusstein, an der Tiroler und bayerischen Grenze, viele Tausende zu einem Volksfest und der Tagung des«Vereins für das Deutschtum im Aus- lande" versammelt. Auch ein paar Hunderl Studenten waren dabei. Während nun in den vielen Reden und Ansprachen von der Bedrückung der Deutschen im Ausland und vom„ganzen deutschen Volk" die Rede war und dann Ausflüge m die schöne Umgebung gemacht wurden, wußten die Herren Studenten nichts Besseres an- zufangen, als— was sie auch sonst machen: kneipen, rauchen. Sans- lieder brüllen und mit dem Mund Deutschland retten. Ob das auf die Tiroler Bevölkerung einen„begeisternden Eindruck" gemacht hat. wissen wir nicht. Aber es ist doch schade, daß ein Teil solcher deutschen Studenten immer noch in den alten Formen lebt, dauernd zu trinken und nachts die ermüdeten Bewohner aus dem Schlaf zu grölen. Draußen winkt die herrliche Natur mit Wald und Bergen, — die Herren aber sitzen im Tabaksdunst und schreiben Plakate für den nächsten Tag:- 11 Uhr Frühschoppen, nachmittags Abend- fchoppen, dann Kommers. Sie reden dauernd von Erneuerung des deutschen Volkes, besserer Zukunft und so. Da sollten erst sie mal neue Formen des Zusammenseins finden! Wie viele von ihnen mögen das Kaiser- gebirge üsw. jetzt gesehen haben? Wir fürchten, sie kennen nur die Kneipen, in denen sie alle Stunden„Deuischland über alles" gesungen haben. Damit werden sie Deutschland auch nicht»etten! vor allen großen Reden sollen sie erst mal was tun, wie die Schul- gruppen des VdA.. deren Mitglieder zu Tausenden auch da waren. D i e haben durch ihre Sammlungen von Geld, Büchern und Lehr- Mitteln vielen, vielen deutschen Kindern außerhalb der Grenzen im Kampf um die Muttersprache geholfen, die doch wohl erstes Menschen- recht ist. lind von Kufstein sind sie In die Berge gewandert und feiern dort ihr fröhliches Beisammensein, während die„Musen- söhne" Kommers halten. Mit diesen stumpfsinnig festgehaltenen Lebensformen wird„Deutschlands Stolz" uns nicht vorwärts bringen!_ Ein Wiener Gericht gegen den Kellenhandel mtt Theaketn. Die Frage des Kettenhandels mit Theatern hat auf die Theateroerhäll- niffe der Großstädte häufig einen sehr schlechten Einfluß gehabt. Nunmehr hat sich ein Wiener Gericht gegen diesen Kettenhandel mit Theatern ausgesprochen und einen Pertrag als nicht mehr zu Recht bestehend anerkannt, durch den ein solcher Kettenhandel sank-. tirrniert worden war. Es handelt sich um eine Klage de» Eigen- tümers der Neuen Wiener Bühne gegen � den Berliner Theaterdirektor Dr. Robert, der Hauptpächter der Wiener Bühne war und die Bühne an einen Unterpächter abgetreten hatte. Bei dem Prozeß stellte' sich heraus, daß auch noch der Vorgänger Dr. Roberts an der Bühne mit 2X Proz. an der Bruttoeinnahme des Unterpächter» bcteiligt war, während Dr. Robert 3 Prozent erhielt. Es ist selbst- verständlich, daß es Theaterleitern, die solche Verträge abgeschlossen haben, fast unmöglich wird, einen Etat durchzuhalten. Das Betreten des Nordpol» oerbolent Das kanadische Par- lament had wie aus Ottawa gemeldet wird, ein Gesetz angenommen, durch das bestimmt wird, daß all« Ausländer, dt« das Nordwest- gebiet de» Lande» betreten wollen, einen Erlaubnisschein hoben müssen. Der Minister des Innern Stewart erklärte ausdrücklich, daß dabei eine Vorsichtsmahregel gegen di« Polar- forscher geschossen werden soll.„Wir nehmen an," meinte er, „daß es sich bei Männern wie Macmillon und Amundsen nur um wissenschaftliche Absichten Handell, aber es kann auch leicht eine Frage der Souveränität auftauchen, und da müssen wir dafür sorgen, daß uns der Besitz des nördlichen Teiles von Kanada garantiert bleibt." Als ihn ein Abgeordneter fragte, ob das Verbot sich auch auf den Nordpol erstreckte, antwortete Stewart:„Ja." Russische Kunst In Pari». In der Pariser Kunstgewerbe» ausstellung ist am Donnerstag in Anwesenheit de» Sowjet-Bot- schafters und des Unterrichtsministers sowie zahlreicher Vertreter des Parlaments der Pavillon für Sowjet-Rußland eingeweiht war- den. Krassin hielt dabei eine Ansprache, worin er erklärte, daß die Ausstellung noch keinen richtigen Begriff von dem russischen Kunstgewerbe geben könne, da di« Kunst in Rußland noch im Wer- den begriffen sei. In Rußland entwickele sich gegenwärtig eine neue Kunstform, deren Hauptmerkmal sei. daß sie aus dem Volk hervorgehe und keinen Fabrikcharakter besitze. Aus diesem Grunde sei die russische Kunst vielleicht die demokratischste Kunst, die in der Welt existiere. j' Ausstellung„Die neue Sachllchkeil" in Manyheim. Unter diesem Titel wird am 14. Juni in der städtischen Kunsthalle Mann- heim eine umfangreiche Ausstellung eröffnet, mit der der Veran- statter, Direktor Dr. Hartlaub, über gewisse wesentliche künstlerische Zielbildungen unterrichten will, die seit dem Abklingen des so- genannten„Expressionismus" in Deutschland erkennbar geworden sind. Es kommen in dieser Schau nur gegenständlich dar- stellende Maler und Graphiker, zu Wort und zwar ebenso die ak- tuell eingestellten„Veristen"(Dix, Groß. Scholz usw.). wie ein- Anzahl mehr zeitlos-ideal gerichteter Künstler(Schrimpf, Kanoldk, Mense u. a.). Ein gedruckter und illustrierter Katalog wird zur Er- ösfnnng erscheinen. Die Ausstellung bleibt bis Anfang September geöffnet._ Elve Inlernokionale pollzellechvifch« vusssellnng sinket In K a rlj ru h» vom 7. bis St. Juni lS25 stait. Ei« ist in eine allgemeine Abfeiluna. �eine gewerbliche AuSllcllung und eine Sonderausstellung der Polizeibehöidci, gegliedert. Wahrend der Ausstellung findet neben anderen Tagungen ein« teutfch« Polizeilonseren, statt. Sedächtnisini»stellung für celnnbruck. Am 8. Juni wurde im Tuis. burger MuleumSvercin«ine AutNeHung der Werte Wilhelm L-ömbruck« eröffnet. Duisburg ist die Vaterstadt de» grov-n. allzufrüh verstorbenen Plasttker». Das Duisburger Museum besitzt die große weibltch« sswur in Marmor auS dem Jahre 1S10 und erwarb.jetzt hie große Kniende in Bronze. Eine neue große«helnbrsicke soll nach einem Plan der ftädtilibe» Korverschasten in D ü f f e l d o r s entstehen. Die«rücke ,st al« ein« rieiiae iAiTtTnebfriffp#ll lin<»»■(««* tztzi« f** tfnei tfSnrfi_«■«." Hängebrücke entworfen, die In zwei Hochhäusern, dl« an den beiden wenn -n sollen, hängen soll. Eine» dieser Häuser ist alz städtisches 6epte�a«rjpi a d'IwIct Ein neues Rätsel im Zoll köfie. Das mysteriöse Meineidsverfahren.- Anfklürnng dri»,gend geboten! Die Untersuchung der chöfle-Tragödie durch den preußischen Aus- schuh hat bereits allerlei skandalöse Zustände aufgedeckt und ver- schiedene dunkle Punkte aufgeklärt. Andere wichtige Einzelheiten, wie z. V der Tablettenfund und die eigentliche Todesursache konnten dagegen noch nicht einwandfrei klargestellt werden. Nun ist, wie wir von zuverlässiger Seite erfahren, in den letzten Tagen eine ganz neue Tatfache aufgetaucht, die für die Behandlung Höfles durch die Justizbehörden von weit- tragender Bedeutung sein dürfte. Einige Wochen nach dem Tode des früheren Reichspostministers fanden seine Angehörigen bei der Durchsicht der Kleider, die er als Untersuchungsgefongener im Gefängnislazarett getragen hatte, in einer Tasche ein merkwürdiges Dokument. Es handelte sich um die gerichtliche Benachrichtigung Höfles, daß die gegen ihn schwebende Voruntersuchung wegen ZNelneids nunmehr eingestellt worden sei. Dieser Descheid war Dr. Höste am 13. April, also eine Woche vor seinem Tode, zugestellt worden. Sowohl die Familie, wie auch die benachrichtigten Verteidiger standen vor einem absoluten Rätsel. Von einem schwebenden Meineidsverfahren gegen Höfle war ihnen bis dahin überhaupt nicht» bekannt geworden. Die Einstellung, einer solchen Vorunter» suchung setzte doch ihre E r ö f s n u n g voraus. Aber niemals war von Höfle seinen Anwälten gegenüber auch nur eine A n- d e u t u n g darüber gemacht worden. Es erscheint jedoch vollständig undenkbar, daß Höfle bei seinen zahlreichen Unterredungen mit seinen Verteidigern ihnen keine Mitteilung darüber gemacht hätte, daß ein derartiges Verfahren gegen ihn angestrengt worden sei. Für die Tatsache der Eröffnung einer Voruntersuchung wegen Meineides gibt es überhaupt nur folgende Erklärung: Wenige Tage nach seiner Verhaftung war Dr. Höfle vom Gericht in Lichtersclde aufgefordert worden, dort zu erscheinen, um über seine Ver- mögensverhältnisse Erklärungen abzugeben. Er begab sich dorthin unter Bewachung mit seinem Verteidiger, Rechtsanwalt Pescht«, und es wurde ihm dort u. a. nahegelegt, einen Ossenbarungseid zu leisten. Das stand offenbar in Zusammenhang mit den Schadenersatz- f o r d e r u n g e n, die die Reichspostverwaltung in der damaligen politischen PogromstimMung aus dem Höhepunkt der Barmat-Hetze gegen ihren früheren Chef angestrengt hatte und woraus sich be- kanntlich»in Arrestbefehl in Höhe von über K2000 M. mit sofort aufzubringenden 2400 M. Gerichtskosten ergeben hatte. Der Ver- teidiger legte seinem Mandanten dringend nahe, dieser Zumutung kein« Folg« zu leisten, dekin er sei als Untersuchungsgefangener weder verpflichtet, noch überhaupt in der Lage, einen sicheren Ueber- blick über seine Vermögensverhältnisse zu gewinnen und einen ein- wandfreien Offenbarungseid zu leisten. Dr. Höfle folgte zunächst diesem Rate. Etliche Tage später teilte er bei einer Unterredung im Gefängnis- lazarett Dr. Peschke mit, daß jer inzwischen von den Staatsanwälten bzw. vom Untersuchungsrichter-----—---—— unablässig in dem Sinne bearbellel worden wäre, den Offenbarungseid zu leisten, weil dies in seinem Interesse liege usw. Er hätte sich insolge dieses Drängens schließlich dazu breitschlagen lassen und hätte ein» Ausstellung seines vermögen» und desjenigen seiner Frau eidlich abgegeben. Der Ver- teidiger machte ihm Vorwürfe darüber, daß er diesem Drängen ganz überslüssigerweise nachgegeben hätte und nahm eine Abschrift dieser Erklärung an sich. Bei der Prüfung dieses Offenbarungseides stellte sich indessen heraus, daß Höfle sich in verschiedenen Punkte.» a c- irrt hatte, und zwar zu seinen Ungunsten. Er hatte einzelne Vermögenswerte, die in Wirklichkeit seiner Frau gehörten, als eigen« bezeichnet. Auf Grund dieser nach. traglichen Feststellungen reichte sodann Höfle eine Berichtigung seines Offenbarungseides beim Gericht ein. Seitdem hatte man bis zu feinem Tode von der Angelegenheit nichts mehr gehört. Das aufgenfundene Schreiben, wonach die Vorunter- suchung wegen Meineibes eingestellt sei. läßt darauf schließen, daß es sich dabei um jenen berichtigten Offenbarungseid gehandelt haben muß. Es ist überhaupt unverständlich, wie die Justizbehörden auf den Gedanken kommen tonnten, unter diesen Umständen eine Voruntersuchung wegen Meineides zu eröffnen. Dieser Punkt läßt aus die Behandlung Höfles so tief blicken, daß er unbedingt im Untersuchungsausschuß des Landtages zur Sprache ge- bracht und aufgeklärt werden muß. Dies um so mehr, als die Herren Linde, Pelzer und R o t h m a n n, die als Zeugen ver» nommen wurden und geschworen haben, nicht nur die Wahrheit zu sagen, sondern auch nicht» zu verschweigen, mit keiner Silbe von einer Voruntersuchung wegen Mein- eides gesprochen haben. Schließlich wäre es unter' solchen Verhältnissen schon zu verstehen, wenn Dr. Höfle bei einer solchen Behandlung allmählich den Verstand verloren hätte. Diese Meineidsgeschichte ist so ungeheuerlich, daß man unwill- kürlich die Frage aufwerfen muß, was die Leute, die sie eingeleitet hatten, damit bezweckt haben mögen. Diese Frage ist um so berechtigter, als man ja in den letzten Wochen immer deutlicher erkannt hotte, daß d«m Moabiter Hexensabbat offen. bar nichts Konkretes zugrundelag. Als man sah, daß die konstruierte Anklag« des Betruges an her Staatsbank gegen B a r m a t in nichts zerfloß, verhaftete man Höfle, So konnte man' Barmat wenigstens wegen Bestechung im Gefängnis festhalten. Run hgben wir aus dem Munde de, Rechtsanwalts Alsberg unter Zeugen gehört, daß diese Leslechungsonklage ein juristischer Widersinn gewesen ist. Das werden wohl auch die Herren in Moabit allmählich gemerkt haben. Sollten sie da am Ende, um einen Grund oder Vor- wand zu haben, Höfle, d. h. also auch die Barmats, weiter in Haft zu behalten, auf den Meineid versallen sein? War das etwa der Zweck dieses Drängens auf Leistung eines Offenbarungseides? Einst- weilen können wir noch nicht glauben, daß man Höfle bewußt auf das Glatteis eines Offenbarungseides gelockt hat, um das Fiasko de» staatsanwaltlichen Vorgehen» zu maskieren. Aber man ist um so mehr berechtigt, diese Fragen aufzuwerfen, als sie vieles, was über dieses Vorgehen der Staatsanwaltschaft behauptet und nicht widerlegt wurde, so hahnebüchen ist, daß in dieser Affäre auch das Unwahrscheinlichste wahrscheinlich werden kann. Einstweilen haben, wie wir hören, die Verteidiger Höfles Schritte beim Gericht unternommen, um eine Auskunft über den Sinn dieser mysteriösen, in der Rocktasche des Verstorbenen gefundenen -Bersügung-zn-erhaften.—-----—..... � Sie konnten ind«ssen nicht, erfahren.-• weil, wie es hieß, die Akten an eine ander« Stelle weitergeleitet feien. Indessen hätte man doch über die Tatsache, daß eine Bor» Untersuchung wegen Meineides gegen Höfle geschwebt hat, was doch immerhin keine belanglose Kleinigkeit ist, auch ohne Vorlegung der Akten Auskunft geben können und müssen. Es wird Sache des Untersuchungsausschusses sein, den schweigsamen Herren d i e Z u n g e zu lösen. Preisniveaus bietet, sind dadurch so besonders groß, daß das Wohnen in Deutschland teuer werden muß. Durch die wettere Abkehr vom Freihandel werden diese Schwierigkeiten noch verstärkt. 3. Durch Zölle beschützt werden naturgemäß immer die Waren. mit denen das Aueland im Inland konkurriert, in denen also bei entsprechenden Preisen auch das Inland im Auslande Abnehmer finden kann. Fällt infolge der Transferpolitik das deutsche Preis- Niveau, so besteht die Möglichkeit, daß die Produzenten der zoll- geschützten Waren ihx Monopol im Inland aufrecht- erhalten und durch Schleuderexport im Ausland für privatwiitschastliche Liquidität folgen können. Ohne Aequioalent aber müßten in einem solchen Falle die Waren und Dien st e der nichtzollgeschützten Deutschen export- bzw. repa- rationsfähig werden, und diese haben dann die deutschen Wirt» schaftsnöte dreifach zu tragen: als Steuerzahler—■ wie alle Deutschen— als Abnehmer der geschützten Waren zu er» höhten Preisen und als T r ä g e r der Differenz zwischen den normalen und den vom Agenten erwirkten Deflativnspreisen ihrer eigenen Produkte aus dem Weltmarkt. Das ist auf die Dauer un- möglich. Baftiat hat vor Jahrzehnten auf den Widerspruch hingewiesen, der darin liegt, daß die Völker einerseits Straßen und Bahnen bauen und die Berge durchstechen, um den Warenverkehr zu erleichtem, und andererseits Zollmauern errichten, um den freien Handel zu unterbinden. Noch größer aber als dieser Widerspruch sind die Un- sinnigkeiten, in die sich die Politik eines Landes verstrickt, das Kriegsentschädigungen zahlen muß und sich gleich- zeitig freiwillig der Vorteil« der internationalen Arbeitsteilungbegib t." Die Begründung der Zollvorlage der Regierung hat nicht den Versuch gemacht, den angedeuteten Zusammenhängen ernsthaft nachzugehen. Ratlosigfeit statt Mhrnng. Eine nicht minder scharf« Kritik an der Vorlag« der Re- gierung übt Dr. Walter Greiling im Hamburger „W i r t s ch a f t s d i e n st". Er schreibt: „Betrachtet man dagegen die Aenderungen, welche die kleine Zolltarif-Rovelle auf a g r a r i s ch« m Gebiet bringt, so erkennt man sofort, daß zwei ganz verschiedene Gesichtspunkte die Aufstellung der Zolltarif-Novclle beeinflußt haben, einmal der Gesichtspunkt einer Modernisierung des Zolltarifs au» zolltechnischen und Handels» politischen Gründen und dann die Wiedereinführung des. Agrar- schutzzolles aus parteipolitischen und Wirtschaft»» politischenGründen... Schon bei flüchtigem Durchsehen der Zolltarif-Rovelle erkennt man, daß ihren Verfassern als Ideal die Wiederherstellung de» deutschen Zollsystems der Vorkriegszeit vor- schwebt, natürlich unter Berücksichtigung der inzwischen stattge- fundenen Verschiebungen im Preisverhältnis der Warengruppen und unter Berücksichtigung der technischen Entwicklung. Es ist nicht der Versuch gemacht worden, die veränderten Probleme der M e l t w i r t s ch a f t und der deutschen Volkswirtschaft mit neuen Mitteln zu meistern. Man hat in der Begründung der Vorlage nicht einmal versu cht, ihr« Wirkungen abzu- schätzen. Die Vorlag« bedeutet ein« Flucht in die Tra- ditton, aus Ratlosigkeit den. neuen Aufgaben gegenüber. Die Bezeichnung von Zöllen als Derhandlungs- und Kompen- fationszölle ist die typische Verteidigungsstellung eines durch außen- politische Erwägungen verdrängten Schutzzollgedanken», wenn nicht gleichzeitig die Grenzen für Dertragssätze niedrig gehalten werden. Die bei jeder Selegenhest verschiedenen Aeußerunge'n der'Ministerien zeigen, daß die Linie der deutschen Handel»- Politik entscheidender von dem Spiel und Zusammentreffen der Umstände bestimmt wird als von inikerer Notwendigkeit und f e st e r Führung." Der Vorrourf mangelnder Führung gegen die Regierung wird von allen Seiten erhoben. Gestern morgen wurde in einem Artikel der„Germania" ausgeführt, daß in der Zollvorlag« ein« staatsmännische Führung der deutschen Wirtschaftspolitik nicht erkennbar sei. 'zat die Regierung ein handelspolitisches Programm? Die Wohnungsfrage in Preußen. Ein sozialdemokratisches Programm. Der Houptausschuß des Landtages beschästigte sich gestern nrit der Wohnungsfrage. Genosse Meyer» Solingen legte bei dieser Gelegenheit der Regierung und dem Ausschuß«In von der sozialdemokratischen Fraktion auigearbeltete» Programm vor, in dem folgende Forderungen gestellt werden: Keine weitere Verschlechterung der Mieterschutzbeftim» m un gen, Festsetzung der gesetzlichen Miete nicht über die zur ordnungsmäßigen Bewirtschaftung, Berwaltung und Instandhaltung der Wohnungen notwendigen Beträge. Ergänzung der Mieterschutz- bestimmungen dahin, daß eine zwangsweise Wohnung»« r ä u ni u n g wegen Zahlungsunfähigkeit des Mieters infolge Erwerb»» losigkcit oder anderer unverschuldeter Notfälle unterbleibt, reich». gesetzlicher Schutz der L a n d a r b e i t e r w o h n u n g e n im Sinne der Mieterschutzgesetzgebung, ein Wohnungsprogramm für t926, das den jährlichen Wohnungsneubau min- bestens auf den Vorkriegsstand und darüber hinaus einen Ausgleich für den Wohnungsausfall des letztem Jahrzehnts bringt keine spekulative Verwendung der von den Gemeinden zur Verfügung gestellten Bauplätze und ihre Sicherstellung vor jeder Spekulation durch grundbuchlich« Eintragung, endliche Der- abschiedung des Gesetzentwurfs über den Erwerb und besieren Gebrauch des Bau- und Wirtschaftslandes(Bodenreform- gesetz). Prüfung des vom Reichsverband der Kleingarten. bauvereine aufgestellten Grundlinien für ein Preußisches Haus- und Kleingafiengesetz. Das Programm fordert ferner«in« Abänderung der Richt- sinien über die Verwendung des Anteiles der hauszinsflener für die Nenban- tätigkelt in folgender Form: 1. Hauszinssteuerhypotheken dürfen nur für«lein» wohrrungen der minderbemittelten Bevölkerung gegeben werben, fentiich ancrfQnn(e gemeinnützige Orgonifattonen, die Woh- nungsfürforae für Minderbemittelte zum Zweck haben sowie Reich»» Heimstätten sind bei der Vergebung der Hausztn»steuerhypothek«n «» erster Linie und bevorzugt zu berücksichtigen. 2. die Höhe d e r H o u» z l n» st e u e r h y p o t h e k. bei Vor» handenfein zufammen mit einer ersten Hypothek, ist so zu bemesien. daß dies« 90 v H der Gefamttosten oder 100 v. der reinen Baukosten beträgt. Bei Feststellung der Baukosten darf nur der notwendigste Aufwand bei guter Bauausführung in Ansatz gebracht werden, 4. dle für Wohnungen au» Hauszin»steuerbeträgen festgesetzten Mieten bedürfen der Genehmigung der Stellen, die die - Hauszinssteuerhypothek hergeben. Die Mieten dürfen unter keinen ilmftändcn höher fein, als'es die Berzinfung der tatsächlichen An» lagewerte und die notwendigen Betriebsuntosten erfordern. 5. der Z i n s f a tz der Hau»zinssteuerhypoth«k beträgt allgemein 1 Proz. Derselbe ist zu erhöhen, wenn die Mietsätze in diesen Woh- nungen unter die allgemein üblichen Sätze herabsinken sollten. Solange die Mietsätze dieser Wohnungen wesentlich höher als die allgemeinen Sätze sind, ist von»ner Tilgung abzusehen, 6. der Bezug einer Wohnung in Neubauten, die mit ilfe der Hauszinssteuer errichtet wurden, darf nicht van der ahlung größerer Geldbeträge, ganz gleich in welcher orm abhängig gemacht werden. Das Recht gemeinnütziger Bau- Vereinigungen aus Zahlung von Geschäftsanteilen usw. von ihren Mitgliedern wird dadurch nicht berühn, für die Vergebung dieser Wohnungen machen die Wohnungsämter nach der Dringlichkeit geeignet« Vorschläge, 7. für Hauszinssteuer-Neubautcn ist mindestens auf die Dauer von 20 Iahren im Grundbuch eine Sicherung einzutragen, die j e d- w«de spekulativ« Verwertung unmöglich macht. An die R e i ch s r e g i e r u n g ist nach dem Programm die Aufforderung zu richten, das g a n z e A u f k o m m e n aus der Haus- zinssteuer für die Beschaffung und Erhaltung der Wohnungen ein» zusetzen und den öffentlichen Sparkassen aufzuerlegen, «inen größeren Teil ihrer Spareinlagen als bisher als erststellige Hypotheken zu einem mäßigen Zinssatz für den Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen. Als dringend wird betrachtet der Abbau der unerträglichen Zinssätze im Realkreditwescn und die Befreiung aller ab 1924 fertiggestellten Wohnungsneubauten von staatlichen und gemeindlichen Steuerabgaben, solange die Miete nach tatsächlichen Erstellungskosten und laufenden Abgaben berechnet über die allgemein festgelegten Mietssätze hinausgeht. Das Programm wünscht schließlich den mit öffentlichen Mitteln finanzierten Wohnungsneubau In erster Linie den kinderreichen Familien und Flüchtlingen, sowie den besetzten und den anderen Notstandsgebieten zugute kommen zu lasten. Vom Staatsministerium ist zu verlangen, daß es dem Ver- band sozialer Baubetriebe und der Gesellschaft zur För- derung von Bauproduktivgenossenschaftcn m. b. H. Berlln-Lichten» berg ein B e t r i« b« k r e d i-t von- fünf Millionen t zwecks Wohnungsbauförderung zu mäßigem Zinssatz bewilligt. Einen be» sonderen Wert legt die Fraktion aus eine gesetzliche Regelung de» Bauarbeiterschutzes in Preußen. �pan-Europa/ Sin Bortrag Coudenhove-Kalergi. Gestern abend sprach der Verfechter der Idee„Pan-Europa", Gros Coudenhove-Kalergi im Vlenarsitznnosiaal des Reichswirt- ichaftsrats. Der Saal war überfüllt, der Beifall demönsträtw. Den Ausführungen fei folgende« entnommen:• Die Ursache der gegenwärtigen europäischen Zerrüttung liegt in der Zersplitterung. Die einzige Heilung wäre europäischer Zu- sammenschluß. Nicht Kurpfuscherei, nur eine Radikalkur kann helfen. Di« außereuropäische Welt schließt sich immer mehr zusammen: man denke an Amerika. Sowjetrußland und das britische Weltreich. Auch Ostasten läßt Europa weit hinter sich. Das schwache Europa von heute kann nicht den Wettbewerb ausnehmen mit den jungen Riesen jenseits der Meere: aber einen neuen Krieg aus wirtschaftlichen Gründen könnte kein europäischer Staat überleben. Garantiepatt, Zollbund, Minderheitenschutz sind die Postulate für Pan-Europa. da» dann ein mächtiges und vollwertiges Westreich bilden würde. Einheitliche Iitteresiengemeinschaft ist der sichere Weg zur politischen Gemeinschaft, und die politische Gemeinschaft stützt das Wirtschajts. leben. Aber auch solang« e» nationale Unterdrückung gibt, ist ein dauernder Friede nicht möglich. Keine deutsche Regierung kann die Reichsarenzen garantieren, ohne Garantfen zu haben für die Sicherheiten der nationalen Minder- Helten. Pan-Europa ist ein neuer Name und eine neue Form für den alten Traum von den Vereinigten Staaten von Europa: was gestern noch Utopie war, ist heute Forderung poli- tischer Notwendigkeit. Tausend Jahre lang wurde die pan-curopgilche Ivee aufgehalten durch die Rivaliiäl mehrerer feindlicher Brüder. Aber heute ist da» Ziel des europäischen Zusammenschlusses zü sehr eine Forderung der eigenen Interessen jeder beteiligte» Notion, ols daß man heute noch mit gutem Recht sich ihm widersetzen könnte. Identifiziert sich doch dle größte Tradition Deutschlands und Frank- reich» mit der Hofjnung auf eine gemeinsame Zukunft. Die beiden Nachbarvölker, deren beste Seelen sich stets fanden, wurden durch Haß getrennt, dle Not führt sie wieder zusammen. Sich für Pan- Europa einzusetzen, wäre nationale Politik vom deutsche» n»d opm französiscken Standpunkt aus. Und Deutschland wird da» Vaterland von 80 Millionen Menschen sein, die heute in nationaler Beziehung achtzehnfach geteilt sind. So verwirklicht Pan-Europn den nationalen Traum deutscher Patrioten mit friedlichen Mitteln intensiver als je ein siegreicher Krieg das zu erreichen vermag. Einheit, Sicherheit und Freiheit wird der deutschen Nation zuteil werden, und somit kann man ohne weiteres behaupten, daß das Eintreten für Pan- Europa nur eine nationale Politik treiben heißt. Zum Schluß des Abends beantwortete Graf Eoudenhove- Kalergi zahlreiche Fragen aus dein Publikum, die ihm n. a Gelegenheit gaben, die Stellung des offiziellen Deutschlands und die Stellung anderer Nationen zu dem aktuellen Problein zu präzisieren. Der Enthüller Sem'czkp in Dauerhaft. Budapest, 6. Juni.(Eigener Drahtbsricht.) Der Untersuchuntzs» richter hat Edmund B e n> c z k y aus feiner l4tägigen Strafhaft weöen „Verleumdung" eines gewesenen Kriegsministers vorführen lasten, um ihn in der gegen ihn anhängigen Strafsache wegen Beleidigung des Neichsverwefers, Verietzung der amtlichen Schweigepflicht und verbotener VeröffeMlichung zu vernehmen. Da Deniczky jede Aus- sag« verweigerte, ließ der Untersuchungsrichter«in Protokoll aufnehmen, dessen Unterzeichnung Benicky ebensalls ab» lehnt«. Daraus wurde über Beniezky die P r ä v e n t I v b a s t ver- hängt. Die sozialdemokratisch« Zeitung„Nepszawa" erstattete heute Anzeige gegen einen Beamten im Honvedministerium Stephan S o l- t e s z. den schon die Opposition in öffentlicher Parlamentssttzung der Mittäterschaft am Morde bezichtigt hotte. Die Staatsanwalffchaft wird von der„Nepszawa" aufgefordert, sofortige Untersuchung gegen diesen Herrn einzuleileu._. Der Answörlige Ausschuß des Reichstags ist endgültig auf Mittwoch, den 10. Juni, vormittag» 10 Uhr berufen. Auf der Tagesordnung steht die Entwaffnungsnote. Deutschösterreich» Gesandter ln Berlin. Herr Riedel war in den letzten Tagen in Wien und wird ln der nächsten Woche dem Reickc- Präsidenten sein Abberufungsschreiben überreichen. Die Neubesetzung des Posteiv erfolgt im Herbst. Bis dahin wird der frühere österreichische Generalkonsul-in Köln,"P ln n n i e», provisorisch die Gesandtschaft letten. GswerMostsbewegung der Erfolg öes dänischen Lohnkampfes. Kopenhagen. 6. Juni.(Eigener Drahtbericht.) Nach 1 3 W o ch e n schweren Ringens wird in Dänemark nunmehr morgen, Montag. die Arbeit wieder aufgenommen. Mit den B e d i n g u n- gen, unter denen die Arbeiter wieder in Beschäftigung gehen, können sie vo l l a u f zufrieden sein. Man erinnere sich, daß es die Arbeitgeber waren, die mit der Parole„keine Lohn- erhöhung, aber Lohnabbau bei den best bezahlten Arbeitern" den Kampf begannen. Erst SO 000, dann 10 0 00 0 Arbeiter sperrten s i e aus, um dieses Ziel zu er- reichen. Die Gewerkschaften kämpften den aufgezwungenen Kampf mit Gegenstreits.zuletztmitihrerschärsstenWaffe, dem Transportarbeiter- und Seeleute st r ei k. durch. Es ist ihnen gelungen. ihr Ziel, Regulierung der L ö h n e nach dem Index, und darüber hinaus Zulagen für die Minimallöhne, zu erreichen. Es ist müßig, zu untersuchen, ob die Gewerkschaften bei einheitlicher Taktik hätten mehr erreichen können, oder ob die zum Teil sehr geringen Diffe- renzpunkte einen so langen Konflikt rechtfertigten: denn das Prinzip der Jndexlöhne sollte und ist von den »«»-«rrschaften durchgesetzt worden. Die umfangreichste, am Streit beteiligte Arbeitergruppe waren dieungelerntenArbei- t e r. Sie vor allem sollte der Schlag der Unternehmer treffen. Und gerade sie haben äußerst günstig abgeschnitten. Der Grundzug der vielen neuen Einzeltarife und-regelungen ist «ine Lohnerhöhung von 3 Prozent» die für die nie- d r i g st b e z a h l t e n Arbeiter aufSbisSProzent steigt. Sie tritt sofort in Kraft: die Forderung rückwirkender Zahlung war nicht durchzusetzen. Die meisten Tarife gelten für zwei statt wie bisher für ein Jahr. Während dieser Zeit sollen die Löhne entsprechend der halbjährlichen amtlichen Preiszahl gesenkt oder erhöht werden, und zwar für jeden Punkt des Index mit 1 Prozent, aber nur, wenn die Schwingung über 6 Punkte beträgt. Maßregelungen dürfen nicht stattfinden. Lokale Derhand- lungen sollen gewisie örtliche Akkordsätze im Sinne dieser Verein- barungen regeln. Dieser Ausgang ist wohlverdient. Die dänische Arbeiterschaft hat den Kam?f zäh d u r ch g e h a l t« nr Die O p f e r, die sie gebracht hat, läßt die Tatsache ahnen, daß i m psskTer Heumanns Heilmittel stets auch vorrätig im Alleindepot: Zlrat-Apotlielie Homöopath. Zentral-Officio Berlin N. 31, AnHlamer strafte 39 40, an der Ecke Brunnens tr., S Min V, Rosen'hal, Tor. Tel- Amt Humboldt 1022- Adler- ApOtneKe ("Paul und W. Sadöe), Berlin-Friedcnau. Rneinstr. 10- T«L: Rheinsau so?«?, Frledrltfi• Wilhelm• Apotheke. Apotheker Georg Seelenbinder Charlottenburg?, Leibnizstraße 104. leiephon 12]- Stnwetzer-äOOillCKe. Apotheker Max Riedel- Berlin W 8, Friedrichstr.izs. Heede'» Apotheke. Berlin O, Gubener Str. 33. Edre Vfa rchauer Str. S Min. entf. v.Sladt-. Hodrbahnstat.WarrdiauerBrüdie Pas krofte Pfarrer Hcnmann-Bndi 340 Seiten.(00 Abbildungen) erhalt jeder Leser, der seine Adresse einsdiidu. von der Birma Ludwig Heumann» Co., Nürnberg M 43 gratis und franko zugesandt. Pos karte genügt LprilundMainichtwenigeralsi3MillionenKro- n'e n Sparguthaben von den dänischen Sparkassen a b- gehoben worden sind. Mit Stolz sehen die dänischen Arbeiter auch auf die internationale Unterstützung, sei es die finanzielle von Deutschland, Schweden und Norwegen, sei es die Blockierung der dänischen Streikbrecherschiffe in den englischen chäfen. Letzten Endes aber hoben die dänischen Arbeiter die H a u p t l a st des Konflikts getragen— aber mit Erfolg! Abbruch der Lohnverhandlungen im Holzgewerbe. MTB. meldet: Der Arbeitgeberverband im Deutschen Holz- gewerbe teilt mit: Die zentral geführten Verhandlungen über die Arbeitslöhne im deutschen cholzgewerbe sind ergebnislos ab- gebrochen worden, so daß mit Arbeitskämpfcn von größerem Umfang zu rechnen ist. In Schlesien, Hamburg und Kassel sind bereits T e i l st r e i k s aus- gebrochen, die von Arbeitgeberseite mit Aussperrungen beantwortet wurden._ Große Streikgefahr bei der Meierei Bolle. In der Funktionärversammlung der Meiereibelegschaft am S Juni wurde beschlossen, die Streikkommission zu ermächtigen, in der zu morgen(Montag) einberufenen Bolloersammlung die s o- fortige Arbeitseinstellung zu empfehlen. Die D i r e k- t i o n der Meierei Bolle hat bisher keinerlei Schritte zur' Beilegung der schwebenden Differenzen unternommen. Infolge der dauernd ablehnenden Haltung gegen die Lohn- erhöhung hat sich der Belegschaft ein« immer stärkere Erregung be- mächtigt, zumal die Löhne seit Ausgang vorigen Jahres nicht nur keine Erhöhung erfahren, sondern teilweise sogar bis zu 3 Mark für die Lohnwoche reduziert worden sind. Die Erbitterung der Arbeitnehmer ist derart groß, daß mit dem sofortigen Ausbruch des Streiks zu rechnen ist._ � Borläufiges Ende der Berliner Zyeilenhanerbewegung. Die im Metallarbeiterverband organisierten Fellenarbeiter be- schäftigten sich in ihrer Branchenversammlung am 3. Juni mit den zurzeit in Groß-Berlin gezahlten Löhnen. Sie beschlossen, unter allen Umständen an ihrem Ziel, einer Aufbesierung der Löhne, fest- zuhalten, und beauftragten die Organisation, alle Wege zu be- schreiten, um dieses Ziel zu erreichen. In allen kleineren und mittleren Betrieben Groß- Berlins wird zu den neuen Lohnsätzen gearbeitet, nur die Firmen Mägdefrau, Peiseler, Wenk und Werner haben jede Erhöhung über den Schiedsspruch hinaus abgelehnt, da sie mit Hilfe des Deutschen Feilenbundes, der die bedrängte Ber- liner Feilenindustrie mit Geld, Feilen und durch Ueberweisung von Arbeitskräften unterstützte, sich aufs hohe Pferd setzen konnten. Eine äußerst traurige Rolle bei dem letzten Lohnkampf hat der Meister Hohensee bei der Firma Werner durch An- werben von Hilfskräften gespielt. Alle Mittel wurden von ihm an- gewandt, um Verwandte, Bekannte und Nachbarn als Hilfstruppcn für die Firma Werner heranzuziehen. Die Geldmittel des Feilen- bundes sowie das unkollegiale Verhalten eines Teiles der Ar- b e t t e r der Firmen Mägdefrau und Werner haben dazu beigetragen, daß die Lohnbewegung deinen vollen Erfolg hatte. Die Branchenversammlung beschloß, soweit es den Feilen- arbeitern nicht gelungen ist, in anderen Betrieben unterzukommen, sich im Arbeitsnachweis für die Feilenindustrie eintragen zu lassen. Einmütig kam in der Debatte die Ueberzeugung zum Ausdruck, daß alle Feilenarbeiter auch in Zukunft ihre Gewerkschaft, den Deutschen Metallarbeiterverband, hochhalten und mehr wie bisher dafür wirken müsfea. Stillegungen unü kein Enüe. Aus Hamborn meldet WTB.: Die Kündigungen im Ham- borner Bergbaubezirk, die insgesaml 3500 Mann betreffen, werden sich nicht in dem Maße auswirken, wie man zu- nächst befürchtet hatte. Immerhin rechnet man für die Stadt Ham- dorn selbst mit 1500 Erwerbslosen. Man will versuchen, einen Teil dieser Leute entweder in landwirtschaftlichen Arbeitsstellen oder in den südlichen Randzcchcn(?) unter. zubringen. Außerdem sollen Notstandsarbeiten in Angriff genommen werden. Auf der�Gewerkschaft„Friedrich Thyssen" rechnet man mit einer Entlassung von 240 Betricbsbeamten. Die Krise im Berg- bau wirkt sich bedauerlicherweise' auch auf die anderen Gewerbe- betriebe aus. Zahlreiche Neubauten wurden von den Werken st i l l g e l e g t und die Arbeiter wurden entlassen.„ Es ist gelungen, die Facharbeiter anderweitig unterzubringen. Die Landwirtschaft könnte sich infolge des Abbaues im Berg- bau viele brauchbare Arbeitskräfte sichern, wenn die landwirtschafl- lichen Arbeitgeber sich an eine bessere Behandlung ihrer Arbeiter gewöhnen wollten._ Internationale Arbeitskonferenz. Genf, 6. Juni.(WTB.) Auf der unter dem Vorsitz von Be- nesch abgehaltenen Vollsitzung der Internationalen Arbeitskonfercnz vom Freitag vormittag wurde das der Konferenz in zweiter Lesung vorliegende internationale Abkommen über die Gleichstellung der ausländischen mit den einheimischen Arbeitern bei Arbeitsunfällen endgültig angenommen. Auch eine auf die gleiche Materie bezüg- lichc sogenannte Empfehlung wurde ohne Widerspruch genehmigt. Berhandlungen im französischen Bergbaukonflikt. , Paris, 6. Juni.(WTB.) Wie„Petit Journal" mitteilt, haben die Vertreter der Bergwerksbesitzer der Departements Nord und Pas de Calais auf Drängen des Ministers für öffentliche Arbeiten eingewilligt, die den Bergarbeitern bisher gewährte Teuerungszu- läge, die abgeschafft werden sollt«, zur Hälfte weiterzuzahlen. Die Vertreter der Bergarbeiter werden diesen Vorschlag weiterleiten. und der nationale Kongreß der Bergarbeiter des Allgemeinen Ar- beiterverbandes(EGT.), der am 25. Juni in Carmaux stattfinden wird, wird die Lag? zu prüfen haben. Achtung, Buchdrucker! In den.Deutschen Werken" in Spandau sind Differenzen ausgebrochen. Bor Antritt einer Kon- dition daselbst sind unbedingt Erkundigungen einzuziehen aus dem Berliner Gaubureau. Der Gauvorstand. Achtung, Bergmann-Elektrizitätswerke Berlin! W Am Montufl, den 8. Juni, nachm. 5 Ufit. bei kroll, Utrcthtn, @ Ecke SicnnigshorfCT Strohe, für oll« Senosfimien und EcnoiTen, Handel und Kopfarbeiter eine sehr wichtige isroftionsiitumg. Stellungnahme ü zur Betriebsratswahl. Der Fraklionanorftanb. Gewerkschaftliches siehe auch 3. Beilage. Beranlwortlich für Politik: Virtor Schiff: Wirtschaft: Arthur Saternns: Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schikowaki: Lokale» unb Sonstiges: ffrifc Korstädt: Anzeigen Th. Glocke: sämtlich In Berlin. Berlag: Vorwärts-Verlgg®. m. b. Berlin. Druck: Borwiirts»Buch!> ruckerei unb Berlagsanffglt Paul Singer u. Co. Berlin SW fiR L ndenitrahe 8. Hierzu i Beilagen und„Unterhaltung und Bissen-. Ii Nollendorf 1120, 1121, 1122 fotsdauer Str. 127 Treppenläufer und Teppichstoffe in Kokos» Haar, Velour, Linoleum und Triolin. Sorgfältige Ausführung. Jumperkletd«u reinwollenem eUenbeinfarbie. Crtpe, Oö wie Abbildung....... Strickmaren Strickjacken für Damen. Rditwofle, Serie I 1 3.50 Serless 1 9.50 Strick-Kostümc u.-Kleider für Damen« Reinwolle Serlel2T.00 Seriell 36.00 Sportiuesten für Damen and Herren, Reinwolle gestrickt Serie I 7• 75 Serie II 9• 75 : Hüfthalter Gummi- cj o er= : Schlüpfer mit 2 HaltemOa�O: | HiifthalteriÄT.OO I GEGR. 1816-BERLIN C- SPANDAU ERSTRASSE- KÖNIG STRASSE Damcnklctdung Bluse aus weißem Voll-Voile, O beetiekt.................... 0.c7U Jumpet-Blus« 6.50 rrl- 1 aus bedrucktem Kleid Waachetoff............ D.cA/ tri-j au» bedrucktem Voll- ck Q Ofl KlCld Voile mit Jabot..... lc7.UU Sportjacke 25.00 Reise-Kostüme Jacke auf Futter 29.00 39.00 59.00 Damen-Hut L�f.e.m.... 2.90 Damen-Hut 4.90 Fllz-HütC in eielen Farben.. 4» 75 Damen-Hut an. Uatri. mit«7 cr\ Band nnd Blumen garniert...*. OU Filz-Hut weiß oder farbig... 9.75 Kunstseid. Band in vielen /> Farben. lO� cm breit.. Mir. U.DU Kunstseid. Ripsband f\ yc moderne Farb�Thb cm breit Mtr-U.» O WolUuaren fumper£&"!"■ 3.90 Qbetjacke Puii-pver 2, ör-** 9.75 2.90 Kunstseidene Schals buntfarbig mit Quarte.... Kunstseid. Spitzenschals q q r schwarz, weiß, farbig........ ........................... 1 Reinseidene Schals r| f bunt bedruckt.....'...... Oit/U j aus Crfpe de Chine, in 4 O'TC I aparten Druckmuatem... i..w.» O l ••••••AlieiiMIMilltlOMMaitlllUU,«# IMuiUiKiMiMiMiMii,,..« Frotticruiäsche KraaseUtoff Laken wciB iooxioo cm.... 3» 35 «x7a25«x8a75,SoxlL90 Handtuch weiß, soxiiocm 1.75 Ä45�2a75�x3.50 Handtuch weiß mit bunten Kanten » 60 X 120 cm nnd 70x110 cm � O CT DurcKacbnitUprcia.......... a• Bademantel für Damen aus weißem Frottxeratoff m. farbig. Blende xOa V/ w fiir Herren aua Frottierstoff mit farbigem Schalkragen.. v/%/ riMMIMMMItniltlMMM «,,,,r, ,,,,,, 1 Frottierhandtuch l weiß KrioaelrtoS BN j 50X100 cm.........|.OW II IIMIIMMIIII Reise-Artikel Kupcekoffcr«U« Hartplatte m- Vulkanfiber- Ecken u. 2 Zugachlossem Unga 55 60 65 70 cm 5.75 6.- 6.50 7.- Kabincnfeoffer astfreies Holz, mit Stoffbezug, braun lackiert, and. Kanten m. Blech beschlagen L&nge i 90 100 110 cm 39.- 45.- 49.- Reisehandtasche au* grünem Schildein Länge 40 45 , Maulbügelform 50 55 cm 11.5012.2513.-13.25 Reisenecessaire 7 teilig**7 c mit heller Lederhülle...... X V. I O Luftkissen bunter gummierter Satin 25x35 cm 3.95 30>O8cm4.40 Badczcughülle O Q C au* imprägniertem Jagdtuch ........................................................................ | Kölnisches Wasser n QC I große Flaache........... V/.c/D j 1 Zerstäuber 1.151 SaiitMMMtmM'MiuiiiiinMiMniiiiiiitMiuiumiiiiint imi iiiiiiiii* Kleiderstoffe Kariert Donegal für Rei»e--i Q c u. Sportröcke, 130 cm....Mtr. X«c/0 Wollbatist elfenbein w- ia O neuesten Sommerfarben. Mtr. i O Wollmarocainfä., 2.90 Elfenbeinfarbiget Cheviot vorzügliche Qualität, Q 7C 1 30 cm breit........... Mtr. O• i O Kammgarn-Streifen auf elfenbeinfarbigem Grund<5 100 cm breit.».......... Mtr. OaOw Waschstoffe er__ U* für Bliuen. Kleider u. /A«TC Zephir Hemden........ Mtr. U, l O Bedruckt Satin für Kleider � c nnd Schürzen........... Mtr. A.�O c__ iz- in hübschen Mn.lern i C C rrottc........... Mtr. i.OD Bedruckt VoÜC in hüb.ehen-j q c Mustern, ca. 110 cm...... Mtr. XaOO XT_44.' weiß, für Blusen, Kleider* unc] Sportheroden.. Mtr. X SportflancU ��»» 0.75 m,„»»aiaaiiii»»»»»»« I Crepe marocaln l ▼orzüglichc Qualität in, = Tiden Druckmustern, l ca. 100 cm.... 7. Mtr. 1.30 INI llltKMnaMMwT Seidenstoffe Bastseide Rem»eide. naturfarb., f. Kleider u.Wiache 80 cm................ Mtr. Bastseide gestreift. für Bluaen, Kleidet u. Oberhemden. 80 cm......... Mtr. Bastseide in neuen karierten Druckrr.u«tem. 80 cm...Mtr. Foulardscide Tupfen- und muster auf Twill oder Cachemire, 90 cm....... Mtr. j Regenschirm /» nc= : Halbseide mit Futteral... O.�O: 5 Halb»eide mit Topgrill und>7| Stangenapitzen, für Damen t| 3.60 5.80 6.75 Fantaaia- 7.80 Moderner Jumperrock Batist• Untertaille mit angesetztem Kleiderrock aus reinwollenem cremefarbigen Cheviot, plissiert, 4 O wie Abbildung.......... Taschentücher Damentücher Linon, r\, cc Größe 39 cm...3 StticK v/• O O Batist m. Hohlsaum u. fein-*7 färb. Punktkanten 3 Stack W* l O Herrentücher Batüt, s\ yr* mehriarb. bedruckt 3 St ÜcK V«( L/ Weiß Linon mit farbig., eingewebten Srreifenkanten, /-v Größe 45 cm....3 StUcK L/-0 vi j Prinzeflrock ring*- a 1 j herum Stick.-Einsatz.. TT. D U[ 1 Hemdhose 50 1 |UnletteiUet-; 1.45) »••uminiumMiii, !tc. 265 ♦ 42. Jahrgang 7. Heilage ües vorwärts Sonntag, 7. Juni 1425 Die täglich« rapide Steigerung der Fleischpreise hat in der LevSl. tcrung eine sehr erhebliche Beunruhigung hervorgerufen. Wenn auch ein langsames Steigen der Preise überhaupt nicht verkannt werden soll, so muß doch sestgestellt werden, daß die Preise auf dem Fleischmarkt in keinem Verhältnis zum allgemeinen Preisniveau stehen und zu schärf st en Be denken herausfordern. Welche Ein- flüsse dieses sprunghafte Klettern der Fleischpreis« bewirken, soll in nachfolgendem zu deuten versucht werden. Daß außer normalen Beeinflussungen zweifelhaste Spekulationen am Werke sind, um die sowieso schon unerträglich belastete arbeitende Bevölkerung mit neuen Preishausfen zu beglücken, liegt auf der chand. Jedenfalls muß ent- schieden«ine schärfere Kontrolle der Preisbildung auf dem Fleischmarkt oerlangt werden. Es geht nicht an. daß die Preise für Fleisch, das für olle schaffenden Teile der Bevölkerung ein unentbehrliches Nahrungsmittel fp, täglich um 5 bis 7 Proz. gesteigert .werben. viehbestanü unü Zwischenhanüel. Der Viehbestand Deutschlands nähert sich ungefähr wieder dem Vorkriegsstand. Die» Ursachen für die Bichvermehruna der letzten Jahre liegen darin, daß in der Inflationszeit die Landwirte ihr Lieh in den Ställen zurückbehielten und nicht oer�luften, und darin, daß der Landwirt für sein Dieh annehmbare Preise erhielt, die ihn ver- anlaßten, der Viehzüchtung größere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Das Vieh des Landwirts— es handelt sich in der Hauptsache um kleinere und mittlere Landwirte, welche den Diehkonsum Deutsch- lands befriedigen— geht nun nicht etwa auf direktem Wege in das L-rliner Schlachthaus, sondern es schieben sich da eine Reihe von Zwlscheninstanzen hinein, die leben wollen und die selbstverständlich dazu beitragen, die Preis« für das Fleisch zu verteuern. So kommt es, daß die Spann« zwischen Bich- und Fleischpreisen heut« bedeutend höher ist als in der Vorkriegszeit. Die Preise sind in kurzer Zeit für Rind- und Schweinefleisch um etwa 50 bis 60 Proz. gestiegen. T>er eigenlliche Einkäufer des Viehs ist der sogenannte.Schmuser". Das ist ein Mann im Dorfe, der die Verhältnisse genau kennt und den Viehbesitzer veranlaßt, sein Vieh an den Einkäufer des Großvieh- Händlers zu verkaufen. Diese Einkäufer sitzen in Städten, die von einem großen Kranz viehreicher Dörfer umgeben sind. Di« Einkäufer eines Großoichhändlers bringen das zusammengetauste Vieh auf den Berliner Viehhof, wo mit Hilfe der Viehagenturen Verkäufe an die Engrosschlächter vorgenommen werden, erst von dem Engrosschlächter kommt das Fleisch an die Ladenschlächter und Durstfabrikanten. Dos Berliner Schlachthofsystem ist nun geeignet, den vollkommen über- flüssigen Stand der Engrosschlächter zu konservieren. Es existiert im Schlachthof das sogenannte Kammerusyslem. d. h. die Engrosschlächter mieten sich die einzelnen Kammern des Schlachthofes, und nur sie sind berechtigt in diesen Schlochtkammern Schlachtungen vor- zunehmen. Vor dem Kriege waren immer noch einige Kammern frei. Jetzt aber hat die Zahl der Engrosschlächter derartig zugeiwm- men, daß sich 3 bis 4 von ihnen zusammengetan haben, mn in einer Kammer zu schlachten. Teilweise schlachten diese Engrosschlächter nicht auf eigene Rechnung, sondern sie schlachten in Lohn und für klein� Ladenschlächter. Da auf diese Weise die freie Konkurrenz aus-, geschaltet ist, die Engrosschlächter ein Monopol besiheu, haben sie es natürlich in der Hand, die Preise so zu beeinflussen,, wie es ihren Interessen entspricht. Während-in Engrosschlächter vor dem Kriege mindestens 30 Schweine pro Woche schlachte» inußte, um eine Existenz zu haben, genügen heute 6 Schweine pro Woche zur Existenzsähigkeit. Daß es anders geht, beweisen die Schlochthofsysteme Mittel- und Süddeuischlands. Dort kann jeder Ladenschlächter seinen Vteheinkaus selbst vornehmen, er löst sich am Schlachttage eine Schlachtkartc für die Ltehanzahl, die er zu schlachten beabsichtigt, und auf diese Weise sind eine ganze Reihe von Instanzen in diesen Städten ausgeschaltet, was für die Preisbildung von sehr großer Wichtigkeit ist. Es ist nach diesen Darlegungen kein Zufall, wenn, von wenigen Ausnahmen abgesehen, in der Hauptsache die Fleischpreise Berlins über den Fleischpreisen in den meisten Städten Deutschlands liegen. Interessentenkampf gegen Gefrierfleisch. Wa» den Austrieb von Dich anbelangt, so war es begreiflicher- weise vor dem Kriege stärker als jetzt, aber es blieb nicht soviel von dem nach Berlin hereinkommenden Vieh in Berlin zurück, sondern es gingen erheblich größere Mengen von Vieh nach auswärts, als es jetzt der Fall ist. Nun ist allerdings auch die Versorgung des Fleisch- konsums, der zwar in den letzten Jahren ganz erheblich gestiegen ist, aber immer noch nicht die Vorkriegshöhe erreicht hat, in der ictzigen Zeit ganz anders wie vor dem Kriege. Die Fleischmengen, die als Gefrierfleisch damals nach Deutschland kamen, waren nur unbedeutend, und heute bedeuten die hereinkommenden Gefrierfleischmengen, trotz- dem der Gesriersleischverbrauch in Tier letzten Zeit zurückgegangen ist, einen sehr wichtigen Faktor für die Fleischversorgung Deutsch. lands. Mlerdings wird hier insofern ein Ausgleich geschaffen, als die Ausfuhr vou Vieh jetzt wieder gestattet ist. Don dieser Erlaubnis haben die schleswig-holsteinischen Landwirte in sehr erheblichem Um- fange Gebrauch gemacht. Man versucht nun künstlich die Antipathie Segen das Gefrierfleisch zu züchten. Wenn, wie erwähnt, in der letzten seit ein Rückgang des Gefrierfleischtonsums eingetreten ist, so ist das nicht in letzter Linie auf die Propaganda der Interessenten gegen das Gefrierfleisch zurückzuführen, eine Propaganda, die jeder Berech- tigung entbehrt, da die Qualität des Gefrierfleisches dem unseres frischen Fleisches meistens überlegen ist. Das ist ja auch ganz notür- lich, es fehlt unserem Dieh die Mast, weil die für die Mästung des Viehes erforderlichen Kraftfuttermittcl nicht in dem Maße eingeführt werden können, wie es zur Züchtung von Oualitätsvieh erforder- lich ist.. Fleischpreise unü Zölle. Wenn die Agrarier auf die Krastfuttermittel hohe Zölle erreichen, dann können wir eine Steigerung der Fl-ischpreise erleben, die geradezu kataslrephal für die Ernährung zu nennen ist. Sowcü die allgemeinen Ursachen der Preisbildung. Die augenblicklichen Gründe sind eigentlich mit Ausnahme des Jahres 19Z4, wo die Landwirte bei ihren großen Steuerverpflichtungen gezwungen waren. Dich um jeden Preis zu verkaufen, stets um diese Zeit festzustellen. Der Land- wirt hat in dieser Zeit genügend Grünfutter, er kann das Bich auf die Weide treiben, das koste: ihn nichts, er behält es infolgedessen lieber im Stall, um so inehr, als seine Zeit infolge der Beschäitigung mit Landarbeiten sehr gedrängt ist. Gewiß, auch die Ladenschlächter benutzen die Gelegenheit, um ihr Schäfchen zu scheren. Aber ihre Schuld an der Preissteigerung ist doch sehr minimal, denn letzten Endes haben sie ein großes Jntsresie ani Umsatz, und dieser Umsatz ist nur gewährleistet," wenn die Preise billig sind. Wenn wir nun zu diesen, für die Steigerung der Fleischpreise sehr günstigen Moment noch Zölle hinzubekommen, die die landwirtschaftliche Erzeugung ver- teuern, und gleichzeitig unsere Grenzen gegen die Einsuhr gewisser- maßen absperren, dann kann der Arbeiter seinen Schmachtriemen noch enger schnallen, als er es jetzt ohnehin schon tun niuß. In welch skrupelloser Weise dunkle Elemente am Werke sind. um die Preisbildung auf dem Fleischmarkt unreell zu beeinflussen, sei an einem charakteristischen Beispiel sestgestellt. Danach trisst die Hauptschuld an der Preiswelle den Auskäuser. So wird uns aus der Vrovin.z Sachsen berichtet, daß die gewerbsmäßigen Aufkäufer für einen Zentner Lebendgewicht 48 Mark zahlen. Das ist also für da» Pfund ein Einkaufspreis von 48 Pf. Danach ist festzustellen, daß das Fleisch aus dem Wege vom Aufkäufer bis zum Konsumenten eine Steigerung von etwa ZlKZ Prozent und mebr durchmacht. >* Diese wucherische Preistreiberei ist zu skandalöser Höhe gediehen und nötigt zu ernstester Prüfung der Sachloge. Die Bevölkerung verbittet es sich/ zuni Spekulationsobjekt gewisser Interessentenkreise gemocht zu werden, und sie hat ein Recht dazu, von den Behörden Schutz gegen diese Auspoweningsmethoden zu verlangen. «i Schnock. Ein Roman von See und Sümpfen. Bon Soend Fl euren. Der See, der zum größten Teil von stellen schllfigen Usern umrahmt ist. hat sie nie angelockt, wenn sie ihr« Eier legen wollte. Sie hat es dann vorgezogen, den Bach hinauf in einer Reihe großer, überschwemmter Torfmoore und Wiesenstrecken ihr Loger zu suchen. lieber einen Umweg pflegt sie dort hinübermschlüpfen. An einer Stelle, wo der Bach sich zu einem kleinen Weiher öfnet und ein Sumpfboden mit kilometerlangen Röhricht- wäldern an seinen Ufern bildet, führt«in breiter Schilsgürtel durch einige Wiesen und Wässerchen ein ganzes Stück ins Land hinein. Der Schilfweg ist gewunden und schnörkelig— und Schilfrohre von den verflossenen Jahren mit dünnen, ent- feinten Büscheln ragen zu allen Jahreszeiten daraus auf. Im Sommer ist er zugewachsen und eigentlich nur ein tiefer, grundloser Graben: aber während der Schneeschmelze schwillt er an zu einer breiten, wassergefüllten Rinne... In dieser Rinne, unter blühendem Schlehdorn und grünen- den Erlenbäumen vereinigen sich die Wasser des Moores und des Sees. Bersolgt von drei feurigen, zärtlichen Hechtmännchen. deren größter nicht halb so groß war wie sie. schlängelt Schnock sich in einer bewölkten, dampfenden Frühlingsnacht durch den Graben. Es findet ohnehin bereits ein lebhaftes Anrücken vieler liebeskronker Hechte statt... die große Wanderung vorm Laichen ist in vollem Gange! Sie kreuzt hm und her um die Gründe und Riffe der Dasierpflanzen. Bald hat sie nur einer Rinne in der Mitte des Stroms zu folgen, bald muß sie durch einen langen und engen Verbindungsgraben, unter dem hängenden Unser hin- weg. bis sie offene, unterseeische Ebenen in breiten Wieken er- reicht. Ihr Feuer und ihr Wille, alle Schwierigkeiten zu über- winden, stehen ihr bei— dem Schlamm und xinem halbver- faulten Stauwor/ zum Troß. Endlich ist sie am Bestimmungsorte angelangt und schwimmt umher... Schworzgolden. mit einem bronzenen Schein leuckstet das Moorwasier. Sie wird es nicht müde, sich an den weichen. sondigen Torffasern zu scheuern... Holbfaulig« Reste verwelkter, herabgefallener Stengel ziehen sich im Verein durch das ganz« große Grundtissen, und neue Reste— neues abgestorbenes Leben und Zellgewebe— ist unablässig auf dem Wege dort hiimb. Aus der Tief« aber steigt wieder junges Leben ans Tageslicht, die aufgehende Sonne befreit fortwährend kleine grüne, moosige Schleimklexe, sie liegen wie an einen einzelnen feinen Nabelstrang gefesselt und regen sich und schaukeln unten auf dem Grunde: und mit einem Male bricht er unter ihnen auf. sie steigen durch das Waffer in Häufchen empo�rvie Blasen und entfalten sich lieblich zu großen, gefransten Schirmen. Auf den Torfinseln blühen die Weiden, und hinter den Landzungen balgen sich die Bleßhühner, während die Bekassi- neu oben in den Lüften ringsumher toben und den Wind in ihren Fedcrharfen singen lassen. Der Tag, an dem sie laichen soll, naht so heran! Ein«igentümsiches, ihr unbegreifliches Berlangen, den Bauch im Schilf und Rohrstoppeln streifen zu soffen, stellt sich ein, und sie bekommt eine Vorliebe dafür, ihren großen Rumpf hoch oben zwisckzen Gras und Seggenbüscheln sich tummeln zu lassen, wo sie kaum schwimmen oder wenden kann. Mit Wonne verspürt sie das Krabbeln weit oben an den Flanken. Sie ist ja niemals von nennenswerter Empfindsamkeit gewesen, namentlich dann nicht, wenn es nicht ihre eigenen Gräten anging. Mit kaltem Herzen ist sie denn auch Zeuge des- sen, wie die leicht erregten Männchen um sich beißen und sich gegenseitig Bauch und Seiten aufreißen: leider fehlt ihr jeg- liche Eßlust. sonst hätte sie den Appetillichsten sich zur Mahl- zeit ausersehen! Bald beginnt das Spiel: in dichtem Klumpen poltern die Fische umeinander herum... und Schnock ist jedes Bewußt- seins. jeder Sammlung bar, als sie ihren goldenen Strom von fünfhunderttausend klaren, gelben Eiern ausgießt. Aber im nämllchen Augenblick, als sie sich des Rogens ent- ledigt hat, kehrt die Besinnung wieder, sie empfindet plötzlich einen heftigen Hunger nach dieser zärtlichen Hingebung. Die vorher so sanst plätschernde Schwanzflosie strafst sich wie ein windgefülltes Seqel, und mit einer kraftvollen, blitzschnellen Wendung stülpt sie ihre Tonne über den nächststehenden Ka- oalier— um ihn sodann langsam in den„Schnürsack" zu stopfen. Ueber«ine Stunde währt das Hochzeitsesien... dann schwimmt die große Dame wohlzufrieden von dannen, mit ei- nem kleinen Stück von ihres Bräutigams Schwanz, das ihr noch vor dem Schnabel pendelt. Später, als sie dann auf dem Schilfwcgc heim zum See zog, mar ihr Blut kalt und der Wille schlaff. Der Frühling war in diesem Jahre ungewöhnlich trocken. das Wasser war nach der Schneeschmelze hurtig gesunken, und der Bach bekam keinen Zustrom. Als sie die Stelle, wo das alte, halbverfallene Stauwerk gestanden hatte, erreichte, war dieses durch ein neues ersetzt worden. Gemeinsam mit einer Schar anderer Fische, die sich nach und nach dort einfandet,, stand sie davor und versuchte es zu stürmen. Zwei Tage und zwei Rächte konnte sie weder vor- noch rückwärts kommen: mehrmals versuchte sie es mit einem Spning, der aber mißglückte— da besann sie sich und kehrte zum Moor zurück, während es noHZeit war... Sie war eingeschlossen! � Im Sumpf. Der Sumpf war groß und dicht bewachsen und'schwer zugänglich, mit vielen ausgedehnten Tümpeln, voller Gestrüpp und Schilf. Seite an Seite zogen sich die jahrhundertealten Torfgräben dahin, verbunden durch Bachläufc oder halb zu- gewachsene Gräben. Auf den Torfinseln kämpften Weide und Wollgras um den Platz, und in das schwarzfarbene Wasser hinein ragten Landzungen und Riffe— und Inseln, die, bald festgewachsen, bald losgelöst, umhertrieben. Ganze schwimmende kleine Wiesenstrecken. mit Froschbiß und Laichkraut bewachsen, konnten sich von einem User ins Wasser schieben und die bronzebraunen Wellen vollkommen verdecken: grün und lächelnd erschienen sie und lockten den Fuß wie eine v'ertrnuenerlbeckende Brücke: berührte man aber nur mit der Stiefelspitze die erste„Bohle", so bebte und zitterte die ganze Masse. Drunten in der Tiefe, wo die großen Pferdeegel sich lang- sam vorwärts mühen, wo wahre Ungeheuer von Larven mit geschwungenem Rücken und gespreizten Kiefern, ohne sich zu rühren, unter dem Tierzeug Raubzüge unternehmen, wuchsen die seltsamsten Wallerwälder. Sie waren ohne jegliche Härte und Steifheit: die Stämme bestanden aus biegsamen Ranken, die vom Wasser hochgehalten wurden. Hier fand man hlaugrüne, üppige und fruchtbare„Nadel- wäldcr" und wahre Haine von palmähnlichen Büschen mit roten Blumen auf langen Stielen. Am Waldessaum gab es Schlingpflanzen, die ein verfilztes Gewebe von Stengeln und Fäden bildeten und zu schwellenden Wolken sich ballten (Fortsetzung jolgt,? Ueber den Pol nach Amerika. Die Atordpolexpedition im Lcnkluftschiff. Ach IS. Februar 1893 hielt August Andres vor der schwedischen Akademie der Wissenschosten einen Vortrag, in dem er seinen Plan, den Nordpol mit dem Luftballon zu erreichen, überzeugend darlegte. Selbst Nordenskjöld. der der Sache von vornherein mit größtem Zweifel begegnete, wurde sowohl durch die Begeisterung, als auch durch die mit Ueberzeugung vorgetragenen Ausführungen Andrees für diesen Plan gjtvonnen. Am 11, Juli 1896 stieg der Ballon, ein gewöhnlicher Freiballon, den man für die Nordpolsahrt besonders ausgerüstet hatte, zu seinem kühnen Unternehmen auf und blieb seitdem verschollen. Nur eine Brieftaubennachricht vom 13. Juli 1896 meldete, hast AndreiWe»(ien* in , xlailf n tlnitfleii, Sie durch eine» oder twei Lterne am Kragen d« Uniform kenntlich n»macht werden. Ich werde jetzt immer aufpasien, daß ich einen Schaffner mit nur einem Stern erwisch«: saust kann es mir am Ende passieren, daß der Zxoeigesternte zu mir sagt:..Bitte, mein Herr, Ihren Paß? Ihre Steuererklärung? Ihr polizeiliches Führungszeugizi»? Ich knipse nur Leuten vom Pegierungsrat aufwärts da» Billett."— Ich bin leider nicht Regieru�gsrat.—..Versteuern Sie Wenigstens «in anständiges Einkommen?"— Es blieb im letzten Jahr« unter der steuerpflichtigen Grenze. Sogar best, oft bin ich schon, weil mein Hund ohne Marke umherlief!— Natürlich würde der Schaffner die Fragen laut stellen, daß oll« Leute sich nach uns umdrehen würden. Ich säße dann da und wogte nicht auszusehen, und wäre froh, wenn ich an der nächsten Haltestelle möglichst unauffällig absteigen dürft«: denn natürlich kriegte ich keinen Fahrschein! Der Mann aber mit nur einem Stern—- ich denke, der würde ihn mir geben. Oder muh ich»tun immer warten, bis ein S t r a f w a g« n kommt für moralisch unzpoerlässige Mäuschen? Von einem Schaffner bedient, den nicht einmal dieser einzige Stern schmückt, und der trotzdem ehrlos genug war, om Leben zu bleiben? Recht wär mir's schon! Warum bin ich nicht wenjgstins Ehrenbürger der Stadt! Sicher werde ich jetzt immer sehr lange an der Haltestelle warten müfssn, weil wahrscheinlich mit zäher Energie nun jeder Schaffner nach dem Schmuck der beiden Sterne streben— und Ihn erreichen wird. Wie aber, wenn ein Fahrgast, der«in Anrecht darauf hat. von solchem dekorierten Beamten bedient zu werden, sein« Ausweispapiere vergißt? Wird der Schaffner ihn trotzdem mitnehmen? Wird er sich dann vielleicht auch meiner erbarmen, wenn ich es sehr ellig habe? Ich ipill ja gern stehen!— Wie verkautet, erhalten hesonders verdiente Beamte einen Stern au« bestem Konservenbüch�enblech in Lrdcnsgröh«. aus der linken Brust zu tragen. Lohnforderungen werden mit dem sofortigen Enl- ziehen sämtlicher Dekorationen bestraft. a abgelehntes wieüeraufnahmeverfahren. Der Prozeh des Sladlrals Eggert. Der Antrag der Verteidiger auf ein Diederausnahmeverfahren in der Affäre des sozialdemokratischen Stadtrat» Eggert in Spandau, der seinerzeit zu zwei Jahren Zuchthau» verurteilt wurde, ist von der Beschlußkomm er adgelehnt worden. Hiermit sind die rechtlichen Wege evschäpst. Es bleibt nur der Gnadenweg. Ob dieser Erfolg haben wird, erscheint bei der Einstellung der Ge- richte in Meineidsachen fraglich. Der Prozeß des Stadtrats- Eggert hat deshalb«in große» Aufsehen erregt, weil dabei auch da» politische Moment ein« große Roll« gespielt hat. Man war auf ihn in gewisien Kreisen nicht gut zu iprechen. Wichtiger erscheint jedoch die strafprozessuale Seite, die bei den sich immer mehr häufenden Meineidsprozessen van allgemeiner Bedeumng ist. Diese Prozesie sind es ja, die jetzt den größten Teil der Schwurgerichtsperiodc ausfüllen. Das Schick- sol de» verurteilten Stadtrats hat bereits fb manchen Angeklagten ereilt. Hier betritt man das Gebiet der Psychologie der Zeugen- aussagen, und es will manches Mal fast scheinen, als seien die ForsckungRi� der bekannten Psychologen, wie Proi. Liepmann und Prof. Stern, die Feststellung so hervorragender Kriminalisten. wie Prof. Groß und Prof. v. List, spurlos an unseren Richtern vorübergeganaen. Der Ell, gilt leider noch allzu oft als vollgültiger Beweis für die Richtigkeit der Wahrnehmung durch den Zeugen und diese beeidigte Aussag« genügt, um Menschen in» Verderben C stürzen. Auch hierin uneilen verschiedene Richter verschieden. r zu oft heißt es aber:.Angeklagter, Sie hören, was der Zeug« unter seinem Eid« ausgesagt hat," und tn der Urteilsbegründung liest ma« dann:»Es besteht kein Grund, dem Zeugen nicht zu glauben, da er unter Eid ausgesagt hat." Wieviel ein Eid bedeutet, beweisen ja die vielen MeinSivsprozesie. Die hoch aber inuß die Zahl der Meineide sein, die nicht nachgewiesen werden können. Die Sache Eggert weift aber in mancher Beziehung Eigen« tümlschkeiten auf. Er lag bekanntlich mit seiner Frau in der Scheidungsklage. Gerücht«, deren Ausgangspunkt«ine gewisse Frau Studiengesellschaft. Bevor man a» die Errichtung einer ständigen Luftfchisflinie auf diesem Wege geht, müsien eingehende Studien- sahrken mit dem Luftschiff in die Arktis unternommen werden. Die günstigsten Monate hierfür sind Aprll und Mai. Für die Navigation worden die Funkstationen herangezogen, mit deren Hilf« die Miß- Weisung de» gewöhnlichen Kompasses in den Polargebieten korrigiert werden kann. Bei klarem Wetter wird man den neuen Sonnen- kompaß zur Festlegung des Schiffsortes heranziehen können. Die erste Forschungsreise wird von Murmansk an der Nordküslp von Schweden ihren Ausgang nehmen. Dieser Punkt ist gewählt war- den, weil er der nördlichst«, mit der Eisenbahn zu erreichende 5hafen an der Murmonküste unter dem 69. Grad nördlicher Breite und dem 33. Grad östlicher Länge ist. Ein modernes Luftschiff würde diesen Punkt nach einer eintägigen Fahrt von irgendeinem europäischen Luitschiffhaien aus erreichen können. Von hier aus wird das Luft« schiff über Spitzbergen oder Franz-Iolef-Land zum Pol fliegen, um dann nach Nordamerika zu gehen, bei Nome in Alaska«ine Zwischen landung auszuführen, neue Betriebsstoff« auszunehmen und endlich über die Behringstraßc hinweg über das recht wenig bekannt« Nika laus-II.-Land die Rückfahrt anzutreten haben. Bei der Wahl dieses Weges waren drei Eefichtspunkle bestimmend: 1. die Berücksichtigung der günstigste� meteorologischen Ber Kältnisse: 2. die Möglichkeit, wissenschaftliche, vor allem aeographische Aufgaben durch Ueberfahren unerforschter Gebiete zu lösen; 3. die Möglichkeit, von jedem Punkte des Weges bei verunglücktem Schiffe Land zu erreichen, innerhalb des Zeitraumes, der einem modernen Großluftschiff, selbst bei erheblicher Verletzung, bis zur erzwungenen Notlandung noch zur Verfügung steht. Man erhofft van einer solchen Fahrt die Lösung zahlreicher wlsienschasllicher Aufgaben. So weiß man heute noch nicht, ob die Westhälst« des Nordpolarmeeres von Flach- oder Tieffee, oder durch eine größere Landmaff« ausgefüllt ist. Man weiß nicht, ob das vor etwa zwölf Iahren nordwestlich vom Kap Tfcheljufkin entdeckte Nikolaus-Il.-Land eine einzelne Insel ist, oder ob Wer ein ganzer Archipel liegt. Das Luftschiff wird pboto- gxammetischc vermeflungen vornehmen, Filmaufnahmen und Eis-, Luft- und elektrische Leobachlungen machen. Es wird also möglich sein, mit seiner Hilfe zahlreiche wisienschaflliche Forschungen durch- zuführen, die bei der Verwendung des Flugzeuges nicht so gründlich und nicht in solchem Umfange, zum Teil aber auch gar nicht aus- Deführt werden können. O Alle diese Borzüge, die das Lustschiff für die Erforschung der arktischen Gebiet« mit sich bringt, sind in einer Denkschrift der Studiengesellschaft niedergelegt, und es ist durchaus möglich, daß die Derwirklichung dieser Pläne zum ersten Mal« nicht nur zu einer wissenschaftlichen, sondern auch zu einer wirtschaftlichen Auswertung der erkialtenen Forschungsergebnisse führt. Weitere Ein-elheiten finden unsere Leser in der Beilage.Unteri Haltung und Wisien".* Beennann war, behaupteten, daß der Stadtrat«in intime» Der- stältnis mit der Krankenschwester Metzger unterhalt«. In der L«> leidiauno-kloge, die Eggert gegen die Frau Beermann anstrengte, bestritt Krankenschwester und Stadtrat, in intimen Beziehungen zueinander gestanden zu baben. Frau Beermann wird freigesprochen, aegen beide beugen AnKage weaen Meineides erhoben. In ber Hauptverhandlung sagt Frau Beennann u. o. aus, sie habe nacht, dur WaldeeVSnii in CMaria Mengni, ReritationV 2. W. Forok: i) T.nnda Sion Salratorezn, bl Gott, wia groß ist deine Gflte. el Es ist ein köstlich Bieg, dem Herrn ru denken fMargit Schelgen. Gesang; am Harmonium: Rudolf PoVomy). 3. al Bach: PräIndium I. 2. Teil. Wohltemperiertes Klavier. hl Liezt: Der heilige Pranr.iakus auf den Wogen'Rudolf Pokomy, Klavierl. 9 Uhr nachm: Hana-Bredow-Schule(HoohsehulVurael. Abteilung Bandwirtscbaft. Artur Foediseh;.Landwirtschaftliche Entwässernng". J.SO Uhr nachm.: Märchenstunde. Ousti Becker erzählt: Sagen und Märchen von der Insel Rügen.«99— 9 Uhr abends: Konzert. Dirigent; Dr. W. Buschkötter. 7 Uhr abends: Vortragsreihe des Oberregiemngsrat« Dr. Th. Sohulte-Holthausen: .Sozialpolitik". 2. Vortrag..Die Opfer des Krieges, der Arbeit und der Wirtschaftslage". 7.4S Uhr abends: Vortrsgsreihe des Geh. Regierungsrats Professor Dr. A. Mietha;.Das Rimmalsfern- rohr und seine Meister", t. Vertrag..»Die Erfindung des Fernrohrs. Galilei". 9 90 Uhr abends: Kunterbunt, t. Wallace: Faptaeie aus der Oper.Maritana"(Fritz Wenueis, Harmoninml. 2. al Ej nehmen(Burlakil. russisches Volkslied, b) Russisches Potpourri(Kapelle Darydoff). 8. a) John Schönberger: Havana. bl Frit» Lahner: Im Mondenschein, ans der Ravua.Alles per Radio", el Hans May: Beim Rheinwein sollst du mein sein(Willi Weiß. Tenor; am Flügel: Miezi Peery).«. Botteasini: Grand Duo für Violin« und Kontrabaß(Oharlottä Rosen, Violice; Lebarecht Goedecke, Kontrabaß). 6. a) Dalibes; Glookenarie ans dar Opar .Lakms*. b) Thomas: Polonäse aus der Oper.Mignon'(Alezan- drine Alexandre wa. Sopran; am Flügal: Dr. E. H. Lapinil. 0. a) T. Malia, J. Wittla: Baby, what is your name. Foxtrot. b) 9. , t____. t_ cv t.- a--- k*•■"——--------— (Gnldo Gialdini, Kunstpfeifer; am Flügel: Dr. R. K. LapiniV 8.»1 H. Krame: Bleib" mir treu, du mein kleines Mägdelein. bl W. B. Heymann: Zu Rüdesheim in der Droeselgaß, e) B. Kelsen: Zur Liebe gehört auch ein bißchen Musik, aus.Madame Revue"(Willi Weiß; am Flügal: Mia*i Peery). Anschließend: Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten. Zeitansage, Wetterdienst. Sportnachrichten. Thaeter- und Filmdienst. KBnigswosterhanscn. Sonntag, den 7. Jnti. 11.80—12.80 Uhr mittags: Programm laut Ansage. 1t Uhr mittags: Esperantoamlaga. Montag, den 8. Juni. Außer dem übliohen Tagesprogramm: 4.30—# Uhr abends: Nachmiltegskoniert der Berliner Punk- kapeUe. Leitung: Konzercmeiater Ferdy Kauffman• SO Uhr abends: Zehn Minuten für die Frau(.Reisen wir?"). 0.40 Uhr abends: Hans-Bredow-Schule(Budungskurse). AbteilnngTeehcik. Ingenieur Joachim Boehmer:»Dar kritische Ingenieur"(Teehc. Wochenplauderei). 7 Uhr ebenda: Tausend Worte Französisch. 7.80 Uhr abaads: Hans- Bredo_w• Sehnla(Roahsehnlkurss). Abtailung Theologie. Dr. Hugo Greßraaan:.Das alte Istaal und der alte Orient". 5. Vortrag.»Weltkönig und Messias". 0 Uhr abends: Dr..Felix Günther:»Einleitender Vortrag tu dam Sendeipial am 0. Juni»Dia lustigen Weiber von"U iedsor" mit musikalischen Beispielen". 8.80 Uhr abends: Robert Schumann(»n seinem Geburtstage"). Dirigent: Selmar Meyrowitz. 1. Ouvertüre zu.Genoveva". 2. Klavierkonzert A-Moll iTheepbil Demetrieacul. 3 Sinfonie B-Dur(Berliner Funkorcbester). Anschließend: Dritte Bekanntgabe der neuesten Taxesnaeh richten, Zeitsnssce Wetterdienst Sportnachrichten. Theater- und Film dienst 10 80 Uhr abends, Schtchfank(E. XeharmannJ._ Termin stattfand, entstanden bei den Richtern doch Bedenken Hin. sichtlich der Richtigkeit der Beermannfchen Aussage. Die Verhandlung wurde o e r t a g t, damit in Südamerika einige Zeugen oer- nommen würden. Die Angeklagte Metzger, die wegen Lungen- krantheit aus der Untersuchungshaft schließlich entlassen wurde. starb unterdeß. Die Verteidiger Eggerts hatten ihrerseits das Wiederaufnahmeverfahren beantragt. Nun sind die Z e u g e n v e r- nehmungen aus Südamerika eingetrosfen. Das Gericht hat aber in ihnen neue Tatsachen nicht sinden können und den Antrag aus Wiederaufnahme abgelehnt. Bekanntlich haben ja dieselben Richter über einen derartigen Antrag zu entscheiden, die auch das Urteil gesällt haben. Wie sollten sie aber zugeben, daß sie sich geirrt hätten. Der Fall Eggert zwingt erneut die Forderung zu stellen, d a sz das Wiederaufnahmeverfahren endlich refvr- m i e r t wird._ Deutscher Ruaöflug 1925. ZNüuchen— Berlin in 3 Stunden 51 Alinuten. Tempelhof hatte gestern seinen großen Tag. Der Besuch wor noch stärker als an den übrigen Starttagen. Es gab zum ersten Mole in dieser Woche einen wirklich intereiianten Nachmittag. Man wußte oft nicht, wohin man zu sehen hatte. So belebt war der Horizont von landenden und startenden Flugzeugen. Es kam vor. daß sieben Flugzeuge gleichzeitig die Aufmerliamkeit aus sich lenkten. Im Laufe des Nachmittags kehrten als erste B ä u m e r aus E) 639 und Polt« auf D 670 zurück. Bäumer hat die Strecke München — Berlin mit einer Zwischenlandung in Fürth in 3 Stunden öl Minuten überflogen und damit eine Rekordleistung aufgestellt. Später tvafen u. a. Earganieo und U d e t ein. Letzterer war seit vier Uhr morgens unterwegs gewesen und unterhielt nun in seiner Unennüdlichkeit das Publikum lange mit Sturzflügen, für die er reichen Beifall erntete. Dann führten Herr und Frau T r i e'b e n e r wieder ihre viel bewunderten Fallschirmabsprünae vor. B»i»iu-n, Z'-s-i-sn' una überflügelte Frau Triebener ihren Mann um 4 Meter. Auch sonst fehlte es nicht an interesianten Momenten. So ilog Oberbürgermeister Böß auf v SöZ nach Staaken und wieder zurück. Ebenso stattete die Berliner Kommandantur dem Flughafen einen Besuch ob. Bis zam Einbruch der Dunkelheit waren von der vierten Schleife 23 Piloten glücklich zurückgekehrt. Den Abschluß dieses fesselnden Nad)mittags bildete ein großes Feuerwerk. Ein Diener der Kirche. Zum Wesen der Kirche gehört die Unduldsamkell, aber genutzt wird der Kirche mit ihr nicht. Unduldsamkeit gegenüber Selb st Mördern gilt manchen Dienern der Kirche noch als ein „geistiges" Rüstzeug, aus das im Kamps gegen den Unglauben nicht verzichtet werden darf. Man kann es noch erleben, daß bei Beerdigungen von Selbstmördern, wenn solche Unduldsamkeit sich in einer für die Hinterbliebenen schmerzlichen Weise kundtut, zu pein- lichen Auftritten und Auseinandersetzungen mit Geistlichen oder Friedhofsbeamten kommt. Wir wissen nicht, ob der alte Brauch. die Leiche eine» Selbstmörders nicht durch das Friedhofstor hinein» zutragen, sondern an abgelegener Stelle den Sarg über die Fried- hofsmauer zu heben und ihn dort im Winkel einzuscharren, schon überall beseitigt ist. Doch das wissen wir, daß es immer»och als ein Recht der Kirch« angesehen wird, einen Selbstmörder bei der Be- stattung irgendwie zu kennzeichnen. Aus dem Friedhos der Kaiser-Wilhelm-Gedächt- n i» k i r ch e wurde vor einigen Tagen ein junger Mensch beerdigt, der tm Aller von 18 Iahren infolge einer ihn quälenden Krankheit — er litt an Epilepsie— seinem Leben ein Ende gemacht hatte. Der Vater bat den Pfarrer Mauff um eine Leichenrede, die ihm zugesagt wurde, und er bestellte auch Sänger. Als aber dos Trauergefolge sich in der Fnedhofskapelle vor dem aufgebahrten Sara versammelt« und«ine Trauerseier erwartete, kamen plötzlich Frieohofsangestellte herein, nahmen ohne viele Umstände die Kränze von dem Sarg und trugen ihn hinaus zur Gruft. Auf dem Weg« dorchin sagte der Pfarrer dem sein Erstaunen nicht verhehlenden Vater, er(der Pfarrer) habe doch von vornherein erklärt, daß er nicht in der Kapelle, sondern nur an der Gruft sprechen könne. Das tat er dann auch, aber er unterließ nicht, Worte gegenden Geist der Jugend von beute in seine Rede einzuflechten und anzu- deuten, daß bei anderer Erziehung und christlichem GeistdesElternhausesder junge Mensch nicht Hand an sich gelegt hätte. E» wird Leute g�ben, die ein derartige» Verhalten eines Geist- lichen nicht allzu tragisch nehmen. Aber die Eltern des Ber- swrbenen sühllen sich dadurch gekränkt, und auch auf manchen der anderen Bestattungsteilnehmer wirkte das alles verstimmend. Man entgeht solchen Dingen am sichersten, wenn man überhaupt keinen Geistlichen um«ine Leichenrede bittet. Diener der Kirche. die so handeln, wie Pfarrer Mauff, erweisen der Kirche— selbst- verständlich, ohne zu wollen— einen schlechten Dienst. Aber man muß e« dem Pfarrer überlassen, das mit sich und seiner Kirche ab. zumachen. Als der Dater ihm vorhieU, wie fein Tun wirken werde, bekam er von dem unerschütterlichen Pfarrer«ine scharf abweisende Antwort. Der Vater will daraus eine Lehre ziehen. Schwere Zuchthausstrafen für Straßenraub. Durch ihre Redseligkeit haben sich die Arbeiter Dehnert und M o j c z v k eine sehr böse Suppe eingebrockt. Beide waren In- fassen de« Gefängnisses in Oranienburg. Gelegentlich hatte Wojezyk dem Mitgefangenen Koch erzählt, daß fein Freund Dehnert ungeheure Körperkräfte Hab« und zum Beweise dafür führte er an, daß sie eine» Nachts«inen Mann im Oranien» burger Stadtpark gefleddert hätten. Sie hätten ihn von hinten überfallen und mll einem Schlag gegen die Halsader zu Boden aewarien. Dem halb Bewußtlosen habe man die Briestasche und die Uhr, ja sogar auch die Stiefel ausgezogen und ihn dann liegen lassen. Koch ließ sich diese Sache auch von Dehnert be- stätigeii. Nun war Dehnert im Gefängnis als Außenarbeiter be- Ichäftigt und erhlell von einigen Berliner Mitgefangenen eines Tages 10 M., für welche er ihnen auf seinem Wege zum Arbeits- platz au» der Stadt Zigaretten ins Gefängnis hineinschmuggeln cllte. Der unehrliche Dehnert unterschlug aber das Geld und brachte s seine Mitgefangenen um da» ersehnte Rauchvergnllgen. Das ollte ihm bitter zu stehen kommen. Au» Rache machten die Ber- liner dem Oberaufseher Mitteilung über den Vorfall in dem Oranienburger� Stadtpark, von dem ihnen K. Kenntnis gegeben hatte. Noch längeren Ermittlungen gelang es. den Ueberfallenen. einen Arbeiter, zu ermitteln. Dehnert und" Wojczyk wurden wegen gemeinschaftlichen Straßenraubes angeklagt. Sie bestritten nun alles und erklärten, daß sie sich dieser.Heldentat" nur gerühmt hätten. Der Uebersallene hat zwar in der Dunkelheit die Räuber nicht erkannt, bestätigte aber, daß die Figur derselben mll den Angeklagten vollkommen übereinstimme. E» kam noch hinzu, daß er den Dorfall genau so schilderte, wie es die Ange- klagten ihren Mitgefangenen gegenüber getan hatten. So h ell das Gericht die Schuld der Angeklagten für erwiesen. Die Strafkammer des Landgerichts IH bestätigte gestern da, von dem Schössen. oericht gefällt« schwere Urteil von 6 Iahren Zuchthaus für Dehnert und S Jahren Zuchthau« für Wojczyk. Die Lkadkverordnekenversammlung hat in dieser Woche feine Sitzung am Donnerstag, ober«ine außerordentliche Sibuna cm Dienstag um 6 Uhr. Arkellerwohlfah-lz.warenlsllerle. Gewlnn-Ausgab« täglich von 10 bis 6 Uhr. Sonnabend» nur bis 1»Uhr. Luaendbeim. Lindenftroße 3. II. Hof, drei Treppen.>-"n. Ronsamgeneffeasches: t Milglleder d'r 23. und 5? Adqaliestelli Clholbert. und Änimi-nstiai,,) niüffcn aüe an: OTcnGo. den S; I>.». Qr,f' »emsr fi6a»t46an« et, che!.,»n.«-.-oft,......»™ ~«rt&itfte der.Oor�nntoenef cnftSir ii*» lÄ,a8' itn" püntMch Utzt, in Ein SubenMck. Atkenkai aus deu Persouenzug Görlitz— Berlin. Ein verbrecherischer Anschlag wurde am Freitag abend aus den Personenzug Görlitz— Berlin verübt. Der Personenzug 770 passierte um 10,54 Uhr die Haltestelle E i ch w a l d c. Kurz vor der Bahn- wärterbude Nr. 10 erhielt der Zug einen heftigen Stoß. Gleich- zeitig prasselten Eisenstücke an die Wagenwände und fielen zum Teil auch seitwärts an dem Schienenstrang nieder. Es gelang dem Lokomotivführer, den Zug, der mit 75 Kilometer Stundengeschwindigkeit fuhr, bald zum Halten zu bringen. Das Zug- personal suchte die Strecke ob und entdeckte das Hindernis. Buben- Hände halten quer über die Schienen 4 Eisenträger gelest, die jeder•">» Meter lang und mehr als armdick waren. Bor und hinter den Trägern waren zw ei gxoße S t e i n b l ö ck e in den Boden grammt, um den Widerstand des Hindernisses zu verstärken. Der Anprall der Maschine hatte die Träger teilweise durch- schnitten. Stücke von ihnen wurden noch im Getriebe der Loto- motive und der nachfolgenden Wagen gesunden. Trotz der großen Geschwindigkeit ist glücklicherweise der Zug nicht entgleist, auch der Matrsalschaden ist nicht bedeutend, nur die Pufser und die Wagen- wände wurden leicht beschädigt. Personen sind nicht zu Schaden ge- kommen. Nach halbstündiger Aufräumungsarbeit konnte der Zug seine Fahrt fortsetzen. Wie die Ermittelungen der Berliner Krimi- nalpolizei im Derein mit der Eisenbohndirektion ergaben, sind die Schienen aus der Bude Nr. 11, in der sie zu Bauzwecken lagerten, gestohlen worden. Die Berbrecher müssen ihr Attentat in der Zeit zwischen 10,30 Uhr und 11 Uhr vorbereitet hoben, da der Borortzug, der den Haltepunkt Eichwalde um 10,27 passiert, kein Hindernis bc- merkt hat. Die hier zweigleisige Strecke ist auf beiden Seiten von hohen Kicfernständen begleitet, oie trotz des Mondscheine- eine deut- liche Uebersicht nicht zuließen. Die große Geschwindigkeit brachte es mit sich, daß der Lokomotivführer beim Erblicken des Hindernisses dieses auch schon überfahren hatte. Die Eisenbahndirektion wird auf die Ergreifung der Täter eine hohe Belohnung aussetzen, die in den nächsten Togen bekanntgegeben werden wird. Alle zweck- dienlichen Mitteilungen sind Kriminalkommissar Walter Müller, Fahndungsinspektion Dezernar I im Zimmer 108 des Berliner Polizeipräsidiums zuzuleiten._ Berlins Recht auf Erwerb der Hochbahn. Die Stadt Berlin kann ihr vertragliches Recht auf Erwerb der Hochbahn nach Ablauf des 3 0. Jahres seit der staot- lichem Genehmigung des Unternehmens ausüben und dann alle zehn Jahre. Sie muß die Absicht hierzu der Unternehmerin spätestens zwei volle Jahre vor Beginn der jedesmaligen Erwerbs- Periode erklären und dann von der abgegebenen Erklärung nicht wieder zurücktreten. Die staatliche Genehmigung ist am 3. Novem- der 1897 erteilt worden, so daß frühestens am 5. November 1927 das Erwerbsrecht ausgeübt werden kann und die Absicht hier- zu späte st ens am 5. November 1925 erklärt sein muß. Zur Erörterung dieser Frage und der hiermit in Zusammenhang stehenden sonstigen Auseinandersetzungen zwischen Hochbahngesell- schast und Stadt schlägt der Magistrat den Stadtverordneten die Einsetzung einer gemischten Deputation vor. Die wanderauskunstsstelle im Bezirksjugendamt Prenzlauer Berg. Danziger Str. 64. Zimmer 124, ist nun bis 51. Oktober wieder an jedem Montag von 11 bis)47 Uhr nachmittags geöffnet. Der Itlap, ver-müguagspork am Lchrler Lahnho», hat sich«ine neue Eenialion aui dem AuSlaudc verschrleben: Die B. HarlweUS T o d e«- s I i e q e r om H o ch s e i I. Auch an den beiden Psingststlertaeen. an denen der lllav.ein(jujtcS wartenbübkonzert vei-anilaltet, werden etwa gegen 7 Ubr die beiden Todciflieger hoch in den Lüsten die Besucher begrüben. lX'n-iO�pdczort) Garantiert unschädlich Billige Sonderzüge nach Dresden und Hamburg. Der am heutigen Sonntag, 7. Juni, vom Anhalter Bahn- hos nach Dresden und derSächfifchenSchweiz verkehrend« billig« Sondcrzug erfreut sich nach Mitteilung der Reichszentrole für Deutsche Bcrkehrswerbung des gleichen Zuspruchs, wie sein Borgän- ger am 10. Mai. Schon bis Freitag abend waren gegen 400 Fahr- karten verkauft, fodaß mit der Besetzung sämtlicher Plätze gerechnet werden kann. Die Aufftellung des Programms für die Ausflügler ist im Benehmen mit dem Dresdner Berkehrsvcrein erfolgt, der sich auch bei der Führung der Gäste in uneigennützigster Weise beteiligt.— Die Erfolge der bisher veranstalleten Sonntags-Sondsrfahrten veran- lassen die Reichsbahndirektion Berlin, am Sonntag, den 14. Juni 1925, bei ausreichender Besetzung einen beschleunigten S o n d c r z u g 4. Klasse mit»/- P r e'i s c r m ä ß i g u'n g von Berlin, Lehrter Bahnhof nach Hamburg zu befördern. Abfahrt vom Lehrter Bahnhof 6,20 vorm., Ankunft Hainburg 11,17 vorm., zurück 6,53 abends, Ankunft in Berlin 12,20 nachrs. Der Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt beträgt 12,80 M. In Hamburg werden die Teilnehmer in Gruppen durch die Hauptverkehrsstraßen zur Anlegestelle Rosen- brücke geführt, von wo Hafenrundfahrten mit Besichtigung des Freihafens, der Kaianlagen und Werften usw. vorgesehen sind. Nach 1 Uhr Landung an den St.-Pauli-Londungsbrücken. Weiterfahrt mit Sanderzügen der Hochbahn zu Hagenbecks Tierpark, wo gemein- sames Mittagessen stattfindet. Anschließend Führung durch die Tier- Parkanlage, nachmittags 3 Uhr Besichtigung der Bölierfchau. Bon 5 Uhr ab erfolgt Rückfahrt in Einzclwagen der Straßenbahn zum Hauprbahnhof. Reisende, die an diesen Beranstaltungcn teilnehmen wollen, müssen mit den Fahrkarten nach Hamburg gleichzeitig ein« Zusatzkarte zum Preise von 6 M. lösen, die zur Teilnahme an sämtlichen bezeichneten Veranstaltungen einschließlich Mittagessen de- rechtigt. Gegen Abgabe der Zulatzkarte erhalten die Teilnehmer während der Hinfahrt Hestchen, die eine Beschreibung der Sehens- Würdigkeiten, die gezeigt werden, und die Abschnitte für die einzelnen Unternehmungen enthalten. Der Fcchrkartenoerkauf beginnt Mitt- woch, 10. Juni, vormittags 9 Uhr, bei den Fahrkartenausgaben Lehr- tcr Bahnhof, Frisdrichstraße und Potsdamer Bahnhof. Der Berkauf wird spätestens am 12. Juni geschtosien. Sommunole Blätter für Groß-Berlin. Die neue Nummer für Juni ist erschienen mit folgenden wichtigen Beiträgen: Wien— Berlin, eine Gegenüber st ellun g.— �>as Gemeinde. bestimmungsrecht.— ArbeiterbaOk und Kommunen.— D i e Lokalpresse in den Außenbezirken Berlins.— Wahlergebnisse und Stadtverordnetenversammlung.— Allen kommunalpolitisch tätigen Mitgliedern der Berliner SP. werden die K. Blätter mit dem Mitteilungsblatt zugestellt. Sonstige Interesienten können diese Blätter durch die Post oder dui�ch das kommunale. Sekretariat, Berlin SW. 68, Lindenstraße 5, 11. Hof, 2 Treppen, beziehen. klrschenschau in Werder. Zum ersten Male findet in der Obst- baumschule zu Werder eine große Kirschenschau am 16. ds. Mts. statt. Jeder Obstzüchter stellt von seinen Sorten je ein Pfund Kirschen und einen vollbe hangenen Zweig aus. Diese Kirschenschau hat insofern großen wirtschaftlichen Wert, als durch eine Gegenüberstellung der Früchte der Anbau besonderer Sorten empfohlen werden kann.— Ferner haben die Landrät« des Kreises Zauch-Belzig und Osthavelland die Erlaubnis erteitt, daß auch während des Sonntags der Obstoerkauf in Obsthütten, auf Obstkähnen und bei den Zuchtern von nachmittags 2—7 Uhr er- folgen darf. Slabtbücherel Cbarlottevburg. Zum Zweck- der Prüfung de» Bücher. beftandeS und zur varnabme baulilber Arbelten find gefchloffen: 1. die Zweigilellen Oft und Nord, Karmier Str. 6» bzw. Kaiserin-Augusta-Allee 80, vom.V Juli biS 2. August; 2, die Hauptbücheret WilmerSdorfer Str. tSS/Sl und die Zweigltelle kSest. Tanckelnrannltr. 47, vani 2. bis 30. August. Die Ablieferuna-nlliehcner Bücher lann während dieser Zelt wochcntigltch in der Oauplbücherei von II bis 1 Uhr, mit AuSnabm« von Mittwoch, in den Zweigstelltn Ost. West und Nord ebenjallS von 1l bis t Uhr mit AuS« nähme von Donnerstag erfolgen. Sez>rk»bildm»g»au»fchuh Groh-SerNv. Am 20. und 2l. Juni Sonnen- w e n d f e i e r des ArbesterkulturkartellS in den«ofener Bergen. Karten ä SO Pf. bei der«ewerifchaflslommiii'ion, Engelufer 24/25— Afa-OrtS- lartell. Sngeluier 24.25— in den Zablflellen der Freien BolkSbühne— im Jugendfetreiariot Lindcnstr. S, 2. Sof II— ErziebungSverein der Kinder- fieunde— Reichsbanner Schwarz-Rol-Gold, Scbastianftr. 37/38— bei den Obleuten der Kreis- und AbteilungSbildungSauSIchüffe— in den Vorwärts- iveditlonen— im Bureau dcS BezirkSbillfuiigSauSlchlisfeS, Lindenltr. 3, 2. Hof IL Zimmer 8.— Ebert- Relief» nach dem Entwurf von Gmtenberg. ellenbein getönt 1,S0 Mk. dro Stück, dunkel getönt 1,80 Mt. bro Stück, in echt Bronze 45 Mk., zu biren in allen VorwärtSfpedstionen, bei den Obleuten der BllbungSauSfchusfe und im Bureau de« Beziik«. bildungSauSIchufle», Lindenstrahe S.— Radierungen von Sela Hasse, Oesterle und Krowmer. Besichtigung und Kauf von 8—5 Uhr im Bureau dcS BezirkSblldungSauSschusfet, Lmdenstr. 3, 2. Hos II. Die v.„.! in Amerika. In dem östlichen Teil der Dereiniaten Staaten smd über 150 Todesfälle als Folge der großen Hitze zu verzeichnen. Tausende schlafen in den Parkanlagen und am User des Meeres und der Flüsse.»_ Em Bischof, der Schätze sammelt... Kopenhagen, 6. Juni.(Eigener Drahlbericht.) Im Dezember hatte die Kopeichagener Polizei den Methodistenbischof für Skandinavien, Bast, unter Betrugsverdacht verhaftet. Nachdem nunmehr die dänische Gerichtsbehörde olle die beschlag- nahmten Bücher und Akten der wohltätigen Jnstttutianen, denen der Bischof vorstand, durchgesehen hat, hat die öffentliche VerHand- lung über ihn begonnen. Jedes Verhör war bisher eine Bestäti- gung der Anklagen, die darauf ausgingen, daß Bast die ihm zu wohltätigen Zwecken übergcbcnen Gelder für sein und seiner Familie luxuriöses Leben veibraucht hat. Eine besonders einträgliche Ouelle war sein Abstinenzblatt„Leuchtturm". Bast als Gründer de- Blot- tes empfing von sich selbst als Verwalter verschiedener Legate die Gelder zum Betrieb der Druckerei und für die hohen Honorare an Redakteur und Herausgeber— er selbst und sein Sohn. Bast als Vorsitzender der Zcntralkommisiion kaufte Bast als Verleger d'H Viertel der Aufloge des Blattes ab. Trotzdem blieb der Bischof' immer ein armer Mann, der Steuerbehörde gegenüber; das Blatt gab Ueberfchuß, den Revisoren der Gemeinde gegenüber. In Wirklichkeit hat Bast nach der Feststellung des Gerichts über 200 000 Kronen an dem Blatt verdient. Seine Reisespesen und Anleihen für seine verschiedenen Villenkäufe und andere luxuriös« Gewohn- heilen entnahm der hochchrwürdige Bckämpfer des Alkohols und der Unmoral den Fonds für„Verschämte Armut", für„Arme und Alte". Von 56 000 in den Sonntagsschulen Skandinaviens und Zlmerikas für Wiener Kinder gesammelten Kronen sind höchstens 25 000 an diese abgeführt worden; der Rest verschwand in Basis Taschen, ging an Olaf Fönß, den bekannten Filmschauspieler, als Vasts Schwiegersohn, und an andere gute Freunde. Weitere Ent- hüllungen sind zu erwarten. Um viele Zehntausende sind nicht nur die Armen in Skandinavien, sondern auch die notleidenden curo- päischen Kinder durch das Treiben des Bischofs geprellt worden. Es sei ausdrücklich vermerkt, daß diese Einsammlungen der christ- lichen Wohltäter für die mitteleuropäischen Kinder selbstverständlich nichts zu tun haben mit den Sammlungen der skandinavischen Ge- werkschaften resp. des dänischen Genossen I. P. Nielsen. Die Studienreisen rund um Afrika. Die Holland-Afrita« Linie hat die Einrichtung getroffen, zu außerordentlich billigen Preisen erhowngsuchendem Publikum Rundreisen rund um Afrika zu ermöglichen, die nicht nur das Angenehme einer Seefahrt auf erstklassig eingerichteten Dampfern besitzen, sondern zugleich die Passagiere mit der Küste von ganz Afrika betonnt machen. Eine solche Reise, die von Hamburg ausgeht und in Hamburg wieder aujhört, führt entweder westlich um Afrika und über Kapstadt an der Ostküfte, via Suez und durch das Mittelmeer zurück oder in umgekehrter Reihenfolge und dauert ca. 16 Woche N. Auf der Reise werden ca. 12 Häfen angelaufen, wo der Dampfer 1 bis mehrere Tage zu liegen pflegt und den Passagieren die Möglichkeit zu Ausflügen ins Innere geboten ist. Die ganze Reise incl. Ver- pflegung kostet nur 100 Piund Sterling— ca. 2000 M. Anfragen ''nd zu richten an die Fa. Phz. Van Ommeren(Berlin), G. m.>b. H., crlin W. 8, Französische Straße 48. Vetter sür Berlin und Umgegend. Samt und bester.— Jftt ventfch- fand. In Südweftdeutichland Gewitterneigung, sonst überall wärmer und vorübergehend heiter. Klllb8S85vS oderHolischemel! Genau so leicht wie Dir die Wahl zwischen diesen beiden wird, genau so leicht solltest Du Dich auch für den überaus elastischen ' BS 1 1 Oil" Reifen � entscheiden. Er macht selbst die schlechtesten Wege zur Asphaltstraße. (fahr* nach der„Continental-Straßenkarte"!) Grofeer Verkauf jf. Werthei Extra-Preise in dieser Woche Berlin Leipziger Str. Königstr. Rosen thaler Str. Moritzplatz Kekse und tßade-Jhtiftel Echt. Japan-Rcisckorbc mit Stulpdeckel. 8 Leder-Schu�ecken. Vollrlndlcder, Doppelrlemcn und solidem ........ üteuer. L/oppci Ledergriff, mit Melsllelnlage L;t. ca.66 60 66 78 em Handkoffer TOÄ.f Schute de., Mefallschlen. Zugsdilöss. 45 ö cm 225 3 m 3�5 Z 50 VulkBRflber, sehr leicht u daueihflit, mit 8 Sdiufcecken, MciallJchlene, Zu Brach ICssein und Udergriff Lhnge M 4"_ 46 80 cm 550 650 730 825 Hufschachlcln Sperrplatte. verschlletbar, mit aeiiltch. Ledercriff Purdun. 76 jO-z to cm 525 725 8 TS 975 950 1250 1450 1650 19m PidcnidckofferÄVfÄ flasche für warme und kalte Ge- trünke und Abteilung lür Proviant � Reise-Neccssairc 825 975 12m Badetrikots Ao IUr Herren, schwarz 1 80 � � ,U Badetrikots Lunge«%cm IUr Damen, schwara 320 mit larblgcm besä?....— Badetrikots K 7m 775 850 Badekostüm MSSäÄ« schwarz Salin, mit(arbigem Bcsa? 1 w' Badetrikots L,,n»c1" � IUr Kinder, adiwarz. 50' 8U Reisetaschen Länge 40_ 45_ 80__ 55 cm 16m 18m ZIm 24m Bahnkoffer nlStem Sloffbezu«. SchujbUgeln, Blnsab und guten Schlössern, flache Form Lg. 84 90_ 100 1 10 cm 24m 27m Lange 90 2950 100 33m HO cm bohe Form 31 M 33 M 3Sm Kupcckoffcr SMTÄ hall, mit Metalischlene, 8 Schub« eken, Zugacblöascm und Lcdcrgrtff Lg. 85 60_ 65_ 70 78 cm 950 1050 1125 1225 1450 Rucksacke lagdslotL mit Blnd- leder-Rlemen, Schubkapp«, Außentasche Ä290 46X42 350 �3 00 Handtuch u. Seife Q- Zellulolddoa« InOummlsloflelul"«»"t Bademäntel K™" 1 8« Bademäntel,�. iÄ1975 Badeschuhe s-wu... los Schwimmschuhe Ist» Badekappen{Ä, 55«. Badekappen gumm. stos 1 m 00-100 voo. 150 128x160 160x200cm Badeteppich gew�eh« 1" 2 90 620 Lso 1350 Badeteppich bum gem. 3i5 Schwimmhosen®«c™ rotKailun.wclBbesebtDOjTS, 93« Frottierhandtücher Krauschstoff 95 PL 1 75 1 75 Frottierhandtücher„ mit Buchslaben, achwcrt Qualuai Badelaken«HlSo cS IO75 Badelaken weis Krauseiaioir Cr 100x100 190- 150 125x160 160 x 200cm Kupcckoffcr KSÄn"" 8 Vulkanllbtr-Schubesttea u. ZugsJfföasern Lg. 58«0 68 70 78 em 325 425 525 625 725 Schrankkoffer ÄSSST« nlfllcm Segeltuch bezogen. Kante mit Vulkan- flbar beachlagen, 4froi>a Maiall-Sdiob»ck«n. la Zugsthlösser, mit Sioffullar.«Ina Seist 4 Kauen(Ur Waichius*.. die andere Seite hat einen Auaeug mit 7 Kleiderbügeln und « verstellbaren Scnu>l«l«tcn.»um Bc- Qfi («shgen der Gbrdernb«. Höh» NO cm V-? mit Nr- kan- können berQcksiciitigt SctirUacrfeiutb VcrHa 099., «etitlmig 3. 9m feinem 54.(Sebfeteiage»er. starb der Genosse Karl Schey Ehre feinem Andenken. Die EinSfchernng erfolgt am Mon» tag. den S. Juni, nachmittag» 4 Uhr, im Krematorium Gerichtstrahe. Zahlreiche Beteiligung erwartet 100)13 Die AbteUungelettnng. Am Donnerstag, den 4 Zuni ISZd, »erstarb nach tur,em. fchwerem Krankenlager mein lieber Mann und Bater, der Gastwirt Rldmrd Gillwald Pntdufer Str. 24, im 42. Lebensjahre In tiefer Trauer »Uma«Nif»«lllesald geb. Franz te und Tochter Martha. Berlin, den 5. Zuni 1925. Die Einäscherung findet am Dien». tag, den 9. Zuni I9Z5. nachm. 4 Uhr. im Krematorium Gerichtstrahe statt. Kranzspenden»erbeten. Ffir die Beweise herzlicher Teil» nähme bei dem Ableben meine, lieben Mannes und unsere. Bater» sagen wir unseren aufrichtigen Dank. Emma Wolthe � und Kinder. Zurück Dr. Qoldschmidt Warschauer StraBEIS Xljwvfcvici �vli MMwfc v�f4100l4�1W /oti-. Prot Dr.scMe;ch< Vfadismaniiorseife in blauer ßlechdose, frisch. gespach-Htt ist m jedem einschlaqiyen OejchSft tu haben,. \am*\ Beachten Sie b«onderj äa)A JnseraM � bammeln 5ie die Deckel der leeren DoienJ CHEMISCHE FABUK SCHIEICH GMBH BERLIN NW« Küchen nd esiilliert KGctie Lotteben mit Rahmen....»» 68 M. , Hennine mit Anrichte.... 68 120. I Magdalena mit Anrichte... 80 las „ Amalle mit Anrichte.... 120 178 , Alma mit Seitenschrinken und Anrichte....... 128 175 | RlesenauShrahl roher, lackierter, lasierter I Küchen n. eloicla. Schrinlce Jetzt enorm dtlllx Weifte KleldersclirflnKe roh,. 90 cm breit.. 35 IM., weia... 55 M. , 120.,.. 45,,... 70. Ansslellung Wesif. lasierter IQehen T.I7S-700 M.{ OW Frei Hani» Berlin"AM Küchenmöbelfabrik Himmel Lothrlnxer Straße 22(Schönhauser Tor) Norden 108 22 Linoleum-Spezialhaus Aualegon von Dlolen, Kinos, CafOs, TrnppnnaufgBngen durch mnina eigene Linoleum-Legerei Veriraterbesuch ohne Verbindlichkeit Kostenanschläge vollständig gratis Reparaturen werden sauber fnd billig ausgeführt aroEes Lager in TapetenrLäufer« Bioffen, Kokos« u. FuBabtretern Billigste Preise bei kulantesten Bedingungen Haker Td: OsipMI 721— Ttl.: Hsinkilit J7II DEitsdieililütallailieWsiliaiiil Brrwattuugsstrllr Bnltn. Montag, Ben 6. Zuul, abend» Z Ahr, in der Muladstr. g(Arbeltsgusg.-Zioum): Vollversammlung sämtlicher Sollegen Schmiede au» den Inaungsbeiriebeo. To g e»»rd nung: 1 Dl« Lohuverhilt- uific in de» Zunuugsdetrtebe». iktonfr»» tafleuougelegeuheite». 3. Branchenonge» l-venheite» und Betschiedene». Oirostag. den 0. Zual. abend» 7 Ahr. im Lokal powelett. Zostystr. 2: Vollversammlung der Auloreparalurschlosser Berlin». Tagesordnung: Bericht oon der Be» Handlung»or dem Schlichtungsausfchug. Der Wichtigkeit wegen ist es dringend« Pflicht eine» jeden Kollegen, tu der Ber» jammlung zu erscheinen. Vliller MMlerlmieii! vlenotag. den g. Zuni, abend» r Ahr. im Lokal»on VSHliug, vrnnnenftr. 7»: MßnslMklgevelsWiiiliivg der Sleiubetriebe, die nicht dem VBMZ. angehören. vten»tag. den«. Znnl, abend» 7 Ahr. im verban»»hon». Llnlenftr.»8 58 tVarterrr-Saal): mm. Brambenoerfointnlncg der BanaaschlSger. Tagesordnung: Wie»erbefiern die Bauanschläger ihre Lohn«»od Ar- beitsoerhältnifle 1 Bei der Wichtigfest der Tagesordnung ist es Pflicht jede» Kollegen, diese Ber- sammlung zu Muchen. Die Ort»o«rneott»ng. Metall betten Stahlinatratz� Kinderbetten dir. an Prir. Kat.SOA frei. Eisenmöbeifabr. Suhl Th&r Fernsprecher: Nollendorf 56, 57. 58, 59 Telegramm-Adresse: AUTORAATZ Vertretung der bestens bewährten zuverlässigsten Marken: Adler— Fafnir- Opel- Protos' Minerva- Isotta Fraschini in den neuesten und modernsten Ausführungen, von 4— 6— 8 Zylinder- Vierradbremse etc. Karosserien jeglicher Art für erlesensten Geschmack aus renommiertesten Werken Th. Raatz Automobil A..G., Berlin W35, Potsdamer Str.112 m I■ ZVB* Vi mil- geschnilzelter Kernseife MWJD(J�ltvl II Das VolllRommensl'e für die Wäsche � � mm iZesieral-Verlre�er für Crass-gerlin f. Brunswig, SeiFenfabrih. Malchin. ÖOlllob Meissner, Berlin 0112 Ami AfeSonder 2430 Schnifzelseifenpulver aeschnifzelfer Kernsei Nr. 2öS ♦ 42. Jahrgang 2. Heilage öes vorwärts Sonntag, 7. Juni 1425 /Arbeitersport. Die heutigen vorrunüenfpiele. Nachdem flch ia den einzelnen Kreisen die Meister sfit die Bor- runde um die Bundes-Fuhballmeisterschast qualifiziert haben, stehen folgende Kreismeister fest: Ostdeutschland: Sportuerein Stralau: Norddentschland: Bremerhaven SZ: Süddeutsch- land: Nürnberg und Mitteldeutschland: Dresdener Sportverein. Die Borrundenspiele bringen nun folgende Gegner zusammen: Bremerhaven und Stralau in Berlin. Nürnberg und Dresdener Sport-Derein in Nürnberg. So treffen fich am heutigen Sonntag, den 7. Iuui. nachmittags Uhr. im Lichtenberger Stadion in der Herzbergstrake Sremerhaven 43 und Sportverein Stralau. Bremerhaven 33 ist den Berlinern kein Neuling mehr; spielten sie doch schon im Jahr« 1921 gegen den damaligen Berliner Meister Nordista. Es zeigt sich, daß Bremerhaven einen ziemlich b«- ständigen Charakter in de» Spielstarke aufweist, die auch in diesem Jahre die Berbandsmeisterschast in Norddeutschland erringen tonnte. Auch Über den Kreis hinaus gelang es ihr nach hartem Kamps Düsseldors-Eller mit 1:9 niederzuringen. Den Kern der Mannschaft scheinen die 4 Brüder Franken zu bilden, die den linken Flügel besetzen. Bremerhaven trifft am Sonnabend mittag in Berlin ein und tritt also ausgeruht in den schweren Kampf. Stralau, der Ostdeutsche Meister, ist den Berlinern noch von seinen letzten Kämpfen um die Verbandsmeisterschaft in Erinnerung. Gelang es ihr doch Königsberg-Ponarth ebenfalls nur sehr knapp mit 1: 9 Zu schlagen. Die Mannschaft lief hier jedoch nicht zu ihrer vollen Form auf, machte vielmehr einen müden Eindruck. Die letzten Resultate von ihrer Pfingstreise(gegen cholzminden 5: 1, gegen Bielefeld 6: 1) lassen erkennen, dah sie wieder im Kommen ist. Ihre chauptkraft liegt im Stehvermögen und Sieges. willen, die sie zur Berliner Kampsmannschaft stempelt. Mehrere Spieler wirkten schon repräsentativ für die Märkische Spiel-Der- einigung. Die /»ufstellung der Mannschaften. Bremerhaven 93: Bebcnroth chas« Wangerin Franken 1 Knebel Miericke Kelm Peez Franken 4 Franken 3 Franken 2 Lachner Walter Weinberg Goldmann Degener Sottwitz Pilz Zllsleben Barrabas Bock Stralau: Stolpe Der aus diesem Spiel all» Sieger hervorgehend« Derein mutz am 28. Juni gegen den Sieger vom Spiel Nürn» der g— D resden zum Schlutzspiel entweder in Nürnberg oder Dresden untre ten. Um 3 Uhr findet ein Spiel zweier Schülermonnschosten statt. Es stehen sich hier Britania-Lichtenberg und Stralau gegen- über. Britanias Mannschaft, die schon über«in Jahr zusammen- spielt, hat schwer zu kämpfen, um gegen die kleinen Stralauer zu bestehen._ Fußball im 1. Kreis ües fi.T. unö Sp.S. Bis zum Jahre 1999 pslegte die Arbeiterschaft die Körperkultur nur im Rahmen der Turnspiele. Süd- und Mitteldeutschland war es vorbehalten, zu den Turnspielen auch das Fußballspielen hinzuzu- ziehen. Dem allgemeinen Drängen der Jugend Folge leistend, mußte sich der 1. Kreis dazu beauemen. auch hier da» Fußballspielen«in- zuführen. Den Anfang bildeten 9 Turnverein«, die sich zu den ersten Serienspielen zusammenfanden. Der 'Ansang war gemacht und der Zuwachs an Mannschaften ließ nichts zu wünschen übrig. Naturgemäß setzte die Gcgenbcwegung der bürgerlichen Verbände ein. Der 1. Kreis nicht müßig, forderte im August- September 1911 die Arbeiter in einem Flugblatt auf, den Vereinen des Deutschen Fußballbundes den Rücken zu kehren. Den chähe- runkt der Agitation bildete eine öffentlich- Sportler-Dersammlung. ,n der vor zahlreichen Fußballern, auch solchen aus dem bürgerlichen Lager, der Jung-Deutschland-Bnnd und seine arbeiterfeindlich« Ten- denz beleuchtet wurde. Der Erfolg dieser Versammlung macht« sich bei Beginn der Saison 1912/13 erheblich bemerkbar. Rund 39 Der- eine mit über 59 Mannschaften wurden im September 1912 fest» gestellt. Di« Jugendlichen spielten in dieser Saison schon ollein in einer Gruppe. Zu Beginn des Jahres 1913 faßte der Verband Brandenburgischer Ballspielvereine den Beschluß, daß die bürger- lichen Platzbesitzer den Arbeitersportlern ihre Plätze nicht mehr zur Bersügung stellen dürfen. Vielen Arbeitern wurden dadurch die Augen geöffnet. Zu dieser Zeit stellte auch der Arbeiter- A ich l e t e n h u n d seinen Spielbetrieb ein und traten seine Vereine geschlossen zur Märkischen Spielvereinigung über. Das weitere Anwachsen der Arbeiter-Fußballbewegung wurde durch den Krieg zwar unterbrochen, aber nicht unter. Kunden. Schon im Jahre 1917 spielten die ersten Vereine wieder, wenn auch nur in Freundschaftsspielen, um dann im Jahre 1919 zu einer ungeahnten Blüte emporzusteigen. Die Arbeiter erkannten, daß sie nur im Zusammenschluß mit ihren Klassengenossen der mili- taristischen Gesellschaft ein Paroli bieten tonnen. Die Märkische Spiel- Vereinigung ist heute so ge- wochsen, daß jeden Sonntag in Berlin und Umgebung zirka 599 Mannschaften im geregelten Spielbetrieb ihren Körper stählen, zum Kampf für die Interessen der arbeitenden Bevölkerung. Men Ar- beitern, die heute noch im bürgerlichen Lager weilen, rufen wir zu: kommt zu uns. klassengenossen! F. M. Körperkultur der proletarischen§rau. Es ist die natürliche Aufgabe der Frau, da» Sportliche auszugleichen und zu vollenden, der Kraft der Anmut, der Wucht Gewandtheit und Gefälligkeit zuzugesellen. Freiübungen den Frauen, Geräteturnen den Männern. Es soll e i n Bild, ein Ganzes. ein Abbild einheitlichen Volkes sein. Darüber hinaus aber oermag die Frau Körperkultur der gesamten Kultur, insbesondere dem Wesen des Künstlerischen zu nähern, sie ist die Mittlerein zwischen dem Körper und dem Geist, sie trägt die Linie des Schönen in die Regungen des Kraftwillens. Es ist der Reigen, der der Frau als schöne« und starke» Kampfmittel gegeben ist, der Reigen und alles, was zu ihm in Be- ziehung steht, der Lau f, da» Spiel der Beweglichkeit. Sieghafttg- keit menschlicher Körpervollendung tritt erschöpfend im Zusammen- wirken, im harmonischen Verbundensein von Mann und Frau, in der Vereinigung alles Körperlich-Schänen und Geistesbeschwingten in Erscheinung. Die sporttiche Betätigung der Frau muß als ein Gebiet für sich behandelt und betrachtet werden. Es Hot seine eigenen Gesetze, seine eigenen Möglichkeiten und Erfüllungen. 'Achten wir darouf, werden wir diesen Forderungen gerecht, dann und nur dann beAründen wir die große Gemeinschaft proletarischer Körperkultur. Körperkultur ist Grundlage geistigen Aufstiegs und menschlicher Befreiung. Sie ist es in erhöhter Bedeutung dann, wenn Gesundheit und Gesundung Förderung des gesamten Volks- wohls darstellen. Wir prüfen die Genossin auf dem Gebiet des Sporte«. Gleich- berechtigt, aber in den Grenzen eigener Entwicklungsnotwendigkeiten, soll sie uns und allen Wertvollstes und Wesen edler Freude schenken. Es soll und darf aber auch an uns nicht fehlen: wir wollen Beroter und Helfer sein, wir wollen die große Gemeinschaft der Volkskultur begründen und von ihr beseelt am siegreichen Aufstteg de» Volk«. gedankens wirken. Die Schweralhlelea zum RAST. «ach in diesvn Iah» bdetlitf sich der«.«i da» Katt«lls«si im Erunemotber Stadion. Ed werden daran teilnebmen: die Leder durch«ine Mittel«wicht»riea-, die Airwer durch«ine» D«retu«aann. schdftsdmnpi sowie die Ilu-Iitsu«r. ffiit all« Vereine isi es Pflicht, sich am Aufmarsch tu betetlisin. Außerdem ist der 4. Kr«,, eingeladen worden, anr W. Juni im Stebmen des«rbeitersporttaees in Salle mit den dortigen Aol» legen einen Städtelampf d«r Männer und Jugend im Siingen aussutragen. Dl« Technisch« Aomniilsion hat für tun Aampf btt Männer folgend« Aollegen mn» iZIi«gen. Iii Schwergewicht ausgestellt: SB. Böttcher(Äopemtf). Wuschke lNorden), Lentschel iBerolrna), Mener tLurich), Seelenbinder(Berälina), W. Paul tSiegkried). Sneikus llllouen). Pas Ivgendisortsesi der L-v. ia Aopeniek. Leute findet auf der schilnen, direkt an der Odersuree gelegenen Soorwladaniage des Turnverein»„Eiche Aövenick" da, diesjährig« Iugendspor tieft der Leichtatdletil. Vereinigung statt. Heber 33 Mannschaften mit nabctu 230 Teilnehmern haben fich tu den leicht- athletischen Wettbewerben geweidet. Beginn der Wettlämves um ILO. ffahr- verhindungen: Strosienbahn Str. 87 hi» Aövcnick, Marlenstrasie. oder Porort. bahn: Strschqarten, dann in Herinasdors»der beim Cvortvlat, übersehen lassen. «»beiter-Schachklud. Die Ableilllng Tempelhof hält am 8. Juni in ihrem Sviellotal, Manteulscisir. 43. bei Lennig. abend» 8 Uhr,«inen Propaganda. abend ob. S» findet«in Wettkanipf Tempclhof-Weisiense«, an dem sich auch Steglih.Sr.-Lichterfelde beteiligt, statt. Schachfunk durch Lautsprecher. Bei gutem Wetter im lSarten. Säsie sind h ertlich eingeladen. Berliner Arbeiter-Schachklub. Di- Abteilungen Steglttz-Sriedenan, Sich- terielde-Laakwltz und Zngeadabteilnng Steglitz beteiligen sich an dem am Mantoq, den>. Juni, abend» 8 llhr, in Tempelhof, Manteuffel-, Eck« sfriedrich-Dtlhelm-StraKe statt sindenden..Srossdunpssabend". Da» Jugend- heim bleibt an dielem Montag geschlossen. Ziu-Zitso-Lebegosg. Der erst« Uedungsabend de» bereit, airgekflirdigt-n Lchrsange» im Iiu-Ittsu für Anfänger, den die Evortl. Big«.„Ztord-Oft" in der Sporihalle ahrislburger Str. 7 veranstaltet, ist Montage den 8. Juni. 7 Uhr abend». Anmeldungen tu diesem Aursu» werden varläuftq noch Man» dag» und Donnerstag» oben dort entgegengenommen. Ausser einem geringen Beitrag tum Mattenfonds wird keine besonder» Aursusgebühr erhoben. Die ge. meldeten Teilnehmer werden gebeten, am Montag pünktlich anwesend tu sein. Aindcekrri« tu ratest in Branbenbarg. Areie Turnerschoft Zleukälln-Ssiri». Alle Ainder und deren Eltern, die nach Brandenburg fahren, müssen am Montag, den 8. Juni, abeird» 7 Uhr, auf dem Bereinsttirnplatz am Damm. weg sein. Di» ssormulore müssen Namen und Vornamen. Nummer der Schul« und Alass« enthalten und sind mitzubringen. Parteinachrichten für Hroß-Sierlin Einsendnage» für diese«nbrik find «eri«» v». tt, Liubeastiosse t, flet, an da» Betirtssctretnrtet, t L»f- r Trev. recht».|a richten Abteilung«« ieteeoerteetee. Donnerstag, den 11. Znai, abend» 7 Vi Uhr, im Gewcrtschattshous, Engelnfer, Saal i. T. O.t 1. Bericht NN» Neuwahl de, Aueschnsse,: 2. Wie wehren wie an» gegen den Hausbesitzk— Alle Ab, t-Ilungen«üssen nerteeten sein.— Die Ansschusswitglicder eine Stande aorher. «erbeanssshuss der Post, und T-legeaphenbe-mtea.«w»ieastag, den 9. Juni, abead» 8 Vi Uhr, findet im Iugendhei«, Liadeafir. Z,«i»« Per- sanunlnng statt. Tagcaardnnng: L»vi« wirtschaftliche» Probleme and de« Sozialiamus." Resereat: Gen. Julius Scherff. 2. Parteiangelege». heite». Z. Verschiedene». 1. Aeeio- Mitte. Am Dienstag, den Z. Juni, Areizdelegiertenverfammlung im R-ichs.Aafino, Reue«dnigstr. 2«. Anfang pünktlich>t>8 Uhr. Reuwahl des Lorsiaudes. 2. Are!» Tiergarten. Montag, den 8. Juni, abend, 7U Uhr, erweiterte «r°l»vorstaiid-sixu>lg bei«rüger, Putlitzstr. 10. Di- Seschäftsleitung trisft sich um 7 Uhr. *■ P»°ttauer»erg. Dienstag, den 9. Juni, 7 Uhr, Abteilung-aus. schü>se sür«rbelterwohlsahrt und Auiderschutz wichtig- Sitzung bei Alug, 5.»reis�ri�richshain'. Mittwoch, den 10. Juni, 7 Uhr,«r-Uvertr-tcr. fonfcreiij in Schmidts Gesellschaftshaus, Fruck)tstr. 362. Tagesordnung: h Iahresboricht: 2. Diskussion; 3. Neuwohl des Vorstandes. Sämtliche Delegierten und Abgeordneten des Areise» müsse» erscheinen. Delegierten» karte und Mitgliedsbuch ist mitzubringen. Funktionäre der Ainderfreunde.«rbeiteringend. Iungsozialisten, Frauen. gruppe, kommunal,«onimisstonrn sind dringend eingeladen. 7. Are,» Eha-l-It-nburg. Montag, d-n 8. Juni, 7>- Uhr, Aüirzburg, Ho'- brau. Spreeftr. 8. Versainnilung de« Beanitenwerb-auoschusse, zweck» Neu. orgal.lsierung de» zurzeit stilliegenden Ausschusseo. Jede Abteilung muh lein.— 7.«reis Charlottenburg. Am Dienstag abend un, i-8 Uhr erweiterte Sitzung im Zimmer 1. II.»rei, Schoacberg. Friedenau. Dl-nstag, den S. Juni, 8 Uhr, Spedition V-Itlger wtrage 27, Setzung der g-itungsiommisjion. All- Abteilungen mllsien v-rtret-» sein.- 11.«rei». Alle L-udenkoloniften de» Süd. g-loudc», welche bisher Lorwärtslefer war«», werden gedeten, ihr- Adressen tweck, Zustellung de,„Vorwärts" zum Laubengelände an nachstehende Adressen abzuaeben: Wendt.«olonie Deutschland. Laub- 44, Anobloch.«o. I-Ni» Ideal. Fritz Aaspar, Aolonie Srün« Aue, 2. Teil La»b« 17. An- Meldungen nehmen sümtllch««bteilungsführer-»taegeu.— 11. greis. «ulturkartell rxhöneberg. Friedenau. Montag, 8. Juni. 8 Uhr. Jugendheim StubcMsttotze. V-ttrog in«denossin Ruthard.Ucko:.Einfache, gcsäMack. »oll- Sleidnng'(mit Vorführungen). j' a i i 14.«rei, Renkäll». Montag, den 8. Juni, 7 Vi Uhr. Kr-isfunktionärpersanim. Aula der«n-benmltt-lsiyul-, Donaustr. IIS. Vortrag des Gen. Stelling. M. d. R.,.Aufwertungsfragen— Zollpolitik.' Ii- Zlr«w Treptow Montag, den 8. Juni, abend, 8 Uhr, beim Gen. Trahl. Riederschonewelde,«reisvarstandssitzung mit Abteilungsleitern. 17. Kreis Lichtenberg. Montag, den 8. Juni. 7 Vi Uhr,«r-isfunltionärkonfe. ren, ,m Arbeitsamt,«chrciberhaucr Stratze. Es wird darauf hingewiesen. dafj einer wichtigen Fraklionssitzung wegen die«onferenz erst um 7 Vi Uhr beginnt. 18.«rei»«eisseusee. Fraklion, Vorstand und Kommunal- Kommission wich. tlg« g-melnsame Sitzung im Rathano, Zimmer 2l. am Montag. 2».«rei» Reiaickeadoes. Montag, den 8. Juni, 7 Uhr, im kleinen Sitzung». !?01 J".Rathauses Wittenau Sitzung des erweiterten Kreisvsrstandes. Dl« Mitglieder de, engeren Borstande- werden gebeten, bereit» um 8 Uhr zu erscheinen. «rbeit�em-iaschast der«ladeefeennde Tiergarten. Dienstag» und Freitag« von 3— V>8 Uhr im städt. Jugendheim, Vremer., Ecke Wiclefstrahe sBaracke), Spiel- und Heimabende. Erster Abend: Dienstag, den S. Juni. Arbeitsgemeinschaft»er«inderfrenad- R-ukSlla. Treptow. Britz. Sonntag. den 14. Juni, allgemeines Kindertressen Konigcheidc am Spielplatz. Eltern, Lehrer, Jugendliche sind eingeladen. Verpflegung mitbringen. Morgen. Montag, den S. Juni: � � Ith« bei Rickert, Stewmetzstr. 38», Funliianärkonferenz. Jeder bei Trllmper, Fl-nsburger Str. 8. IWWWI_________________ bei Gtllwald, Putbuser Str. 24. 17. Abt. 7Vh Uhr Funktionärkonferenz bei Dose. Rordhafen 8. 18. Abt. 7V, Uhr Funklionärfitzung bei Müller, Userftr. 12. II. Abt. 7 Uhr Funttionärkonferenz bei Schrepel. Grünthaler Str. 18. 2«. Abt. 7 Vi Uhr Funelionärsitzung bei Pose, Abteilungsleiwng eine halb« Stunde früher. 21. Abt. 7 Vi Uhr Funttionärpersammlung bei Kroll, Utrcchter Str. 21. 23. Abt. 8 Uhr Funkiionärsitzung bei Geunwald. 24. Abt. 7 Vi Uhr Funktionärsitzung bei Kähler,.Schwelzerhäuschen' am Bahn- haf Beitzenfee. 27. Abt. Funktioiiärkanferenz fällt in di-f-m Monat an». Vezirksflihrer laben zur Mitglledervarfammlung am Mittwoch, den 10. Juni. ein. 12. Abt. Funktionärsitzung«ällt au«. 83. Abt. 7 Vi Utr Funktionärsitzung bei Losock. Begmestr. 8. Alle Vorstand». Mitglieder, B-zirksführer und Funktionäre müssen erscheinen. Vejirk». sührcr Billetts abrechnen. 83. Abt. Montag, den 8. Juni, Funkttonärkonferen, mit Ellernbeiräten, Bc. triebsvertrauensleuten. Referenten, abends 7 Vi Uhr, bei Peter, Schreiper- stratz« 86. Die Delegierten zur Kreisvertreteilonferenz müssen auch unbedingt zur Eutaeaennahme der Legitimationskarten erscheinen. 88. Abt. 7'» Uhr de» Bartusch, Fricdenftr. 88. Sitzung iämtl. Funktionäre. 81. Abt. Die Funktionärn-rsammlung findet Montag nicht statt, sondern Mittwoch, den 10. Juni,«Vi Uhr, im Jugendheim. 4«. Abt.?>,V Uhr bei Keuiner, Hngelderger Str. 20a, Fiinktionärv-rsnmmlungre 4>. Abt. T.i Uhr bei Schulte, Maricndorfer Str. 3, Funttionärsitzuna. 44. Abt. 7Vö Uhr bei Ragel, Mantcuffelstr. 47, Sitzung sämtl. Funktionäre. 43. Abt. 8 Uhr Funktionärsitzung bei Ionekeip, Reichenbergcr Str. 73». 4>. Abt. 7W Uhr bei Eichholz. Cuvrpslr. 23, Funktionärsitzung. Die Be. zirksführer laden zur Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 10. Iimi. Restaurant Baitz, Schlesisch« Str. 28, ei». Humoristisch, satyrischer Licht» bildervortrag: Wilhelm Busch." 48. Abt. 8 Uhr Lokal Reitling, Wasserlvrstr. 71, Funktionärsitzung. Eharlotteaburg. 81. Abt. 8 Uhr Funktionärversammlung de« Lehmann. «änigsweg 8. Abteilimgsvorstand eine Stunde früher.— 3«.«dt. 7V4 Uhr Funktionärversammlung bei Liersch, Aanistr. 02. 78. Abt. Wilweesdorf. 8 Uhr bei Staitz, Holsteinische Str. 60, Funktionär- Versammlung 88. Abt. NeutSlla. 7 vi Uhr Borstandssitzung mit den Funktionäre» bei Schulz. S-b-echtstr. 64. 11. Abt. Beitz-Buckow. Gemeinsame Sitzung der Funllionäre, Kommunalen heiten. 1Z8./IZ0. Abt. Paakow. 8 Uhr Funltianärsitzung Iug-»dh-im Breite Strqtzc. Durchsprechung des Entwurf» zum neuen Ortsstatitt. Mitglieder de. Vor. stand«,-i»« Sttind« früher. Mitglieder de» Bildungsausschusses und Zeitungskoinmisston müssen erscheinen. Arauenveraustaltungen morgen, Montag, den S. Juni: 11. Krei» Pankow. Tt Uhr bei Mees, Lindenpromenade, Kreisfrauenabend. Borrrag lider:.Sie Kinderfreundebewegung." 81. Abt. Friebenan. Gemütliches Beisammensein in der Laub- der Genossin Krone, an der Rubensftratze, Aprikoscnwcg. Treffpunkt Vi? Uhr am Friedrich.Wilhelm.Platz vor der Kirche. 82. Abt. Steglitz. 7Vi Uhr bei Thiel, Albrechistr. 87, Vortrag des Gen. Fried- rich:.Die schule der alten und neuen Zeit." 121. Abt. Kerlshorft. TV, Uhr Lokal.Zur Rennbahn", Treskowallee. Bortrog der Genossin Geyer:.Frauenerwerdsrecht und Ehe." ""Reise"5p on Boots« und Turnschuhe (Cr Kinder,«tüi und braun Segeltuch, mit ongezouener GummUohlc. 39 35 3.90, 37 18 3.2», 33/3« 2.89............. 23/34 - Sandalen braun RMdleder. prima Qualität, 37 M m mit biegsam. led«rdoppel«oh:e SS 33 t.BO, 37.399*50, 35.389--, 33.34 4.5C, 18.314-- Leinen- Spangenschuhe wams fflr Kinder, In prima Abi- MtOQ tohrung und solider Qualität, mit& Cumalabtati, 30 34 4,90......... 37,3»«af Reise-Schuh ttr Damen, In entrildl enden geblümten M&n 3to den all«m«ie»ten For- m> QQ men. wtl Ledenohlen und Absätten. Mr—b Strasae und Strand geeignet. 9.90, 8.80, � Herren- Halbschuhe braun undtehven. eUemeuerieFormea, � 8 50 Fabrikate, mit und ohne Ebuob. ä VI. I>8.90, 16.50, 19.90.........|*T prima 21.50, Herren-SchnOrstiefel -rnun echt Chemaox. in moderner. am wg bequemerform, echt rahmengenail, prima| 3 Fabrikat booeden billig............... USm Uebecmorgen. Dienstag, den g. 3trai; tt HSf. 8 Uhr bei Kaiser, Gotzk»wski>str. 34, FunktionSversammIung. Die Suntlionärr laben nuc Mitgliederversammlung am Mittwoch ein. 15. Abt. VW Uhr bei Obiglo, Stralsunder Str. 11. >«. Adt. Uhr bei Dohling, Brunuenstr. 79, Sitzung aller ssunltionäre. ZS..Abt. Ti-Vt.x Funktianarsitzung bei Radzaq, Brüsseler Sit. 43. öi. Abt. V.'i Uhr bei Pefeier, Sauoburgstr. 2, Sitzung färatl. FuuktianSre. Tagesordnung t Zlenwahl des Obmanns der Kommunalen Kommisfion. 74. Abt. Zehlendorf. 5 Uhr bei Mickleh, Potsdamer Str. 23, Mitgliederversammlung. Portrog. 85. Abt. Scmpeüfas. 2. und z. Bezirk, gahlabend bei Buse, Werderstr. 24. Peserent: Tr. Koob. »t. Pbt. Aenlöll». 7W Uhr FunllionSrsstzung bei Lilddeke, Kaelsgarien. stratze 12. 115. Abt. Lichtenberg. 714 Uhr Lokal UHIig, Refidenzftr. 13«, FunllionZr. Ntzung. 13». Abt. Reinickendori-Ost.'V> Uhr rm Lokal UHIig, Ressdenzsirslr. 156, !7unktionürntzun«._ Arauenvcranslaltungen übermorgen, Dienstag, den 9. Juni: 2. Rtei» Tirrgorie». 7>o Uhr bei Trümper, Flensburger Str. 3, Funktionär- Versammlung. 34. Abt. Da am Mittwoch, den 10. Juni, die Areisvertreterkonferen, statt- findet, findet der gahlabend erst am Mittwoch, den 17. Juni, statt. Die zum 0. Juni ausgestellten Legltimationskarten haben am 10. Gütigkeit. 13. Abt. Die zum Mittwoch, den 10. Juni, vorgesehene Abteilungsversamm- lung fällt Umstände halber aus. � Sterbetafel der Groß-öerliner partet--7 Uhr abend» Gleimtunnel. Die Mitg>ie»>erverlämmluna findet erst um i49 abends im Jugendheim Geeisenhagener Str. 22.statt. Abt. Südwest. Die Einöschernng des am 1. Juni ertrunkenen ffie- £3 ti Nossen Erwin Schäfer fipdet morgen, Montag, abend,.« Uhr, im Krematorium Banmschulenwrg statt. Dir Gruppe trisit stch um 1■« Uhr vor dem Krematorium.______' rr-rr-rrTTT-r nk-i-r�-s-m Vortrüge, vereine und Versammlungen. Reichsbanner»Schwär, Rot-Gold-. Geschäft»»ekle- Berssn S 14. Sebastianstr. 37-38. So' 2 Tr. Kameradschalt Mitte. Sonntag, den 7. Juni, narmittags 11 Uhr, Antreten vor dem Schlessschen Bahnhof zur Fahrt nach Serzsrlde. Fahiiartc bis Strausberg 1.10 W. für Hin- und Ziückfadrt.— Montag, den 3. Juni, nachmittags 214 Uhr, treffen sich dl« Kameraden zur Trauerfeier de» Kamerechen Karl Schei im Krematorium Gerichtstrotze am Reuen Markt. — 4. Rag. Morrtaa, den 8. Jtrnf, SagwrfaeBnlun#(at Dokok IhaeleSt«»«.— Kameradschast Friedrichshain. Sorrntaq, den 7. Juni, früh 714 Uhr, Treffen der gesamten Kameradschaft vor dem Bereinslvkal, Fruchtstr. 38,. zur Fahrt nach Strausberg. Pndezenq mitbringen. Fntztour bis Herzselbe. Alles bat poll.üiblig zu erscheinen.— Kameradschaft Keexzberg. Sonntag, den 7. Juni, vormittggs 9ii Uhr, stellt jeher Block zur Anfsghrungsvrobe in der Bockbrauerei, Fidieinstratze, je drei Kameraden.— Kameradschaft Silmerodoes. Sonntag, den 7. Juni, nachmittags l1i Ubr, Treffen auf dem Spielplatz am Serpart fAugnstastratzel. Marsch nach dem Flughafen Tempelhof zum An- sehen der Flugvorführnnaen. Eintrittspreis 20 Pfennig. Zahlreiche Beteili- guna erwünscht.— Kameradschaft Zehlendors. Sonntag, den 7. Juni, Beteiligung an der Kannerweihe in Trebbin. Abmarsch 7>4 morgens bei Schnarre.— Kameradschaft Steglitz. Sonnte»», den 7. Juni, morgens 7 Uhr, Treffpunkt ükorttplatz Düvoelstratze. Fahrt mit Auto nach Trebbin. Radsaheer mit ihren Rädern. Badezeug mitbrinoen. Diejenigen, welche mit der Bahn fahren, treffen ssch um 8 Uhr Bahnhof Lichlerlelde-Ost. Fahrpreis hin und zurück 1.40 M. Sonntagsrückfahrkarte.— Komeeadschaft Tempelhos. Sonnlag. den 7. Juni, früh 7 Uhr, Treffpunkt zur Fahrt am Bahnhof Marien- darf.— Kameradschaft Lichtenbeeg nebst Untergruppen. Sonntag, den 7. Juni, früh 7>4 Uhr, Antreten der gesamten Kameradschaft zur Teilnahme an der Grlindungsfeier in Serzfelde. Badezeug mitdringen. Dir Unter- qruppen Karlshorst und Kaulsdorf treffen pllntUich 9 Uhr fn Strausberg ein. — Kameradschaft Petershageu-Fredersdors. Sonntag, den 7. Juni, pünktlich 1 Uhr, Kameradschastssttzung bei Eoatzmann(Heine). Pünktlich 2 Uhr Abfahrt mit Auto nach Hrrzfrlde fGründungsversammIung). Fahnen mitbringen. — Kameradschaft Wedding. Montag, den 8. Juni, abends 714 Ubr, Turn- abend Gothenburger Str. 2.— Gauvorftanb. Dienstag, den 9. Juni, abend» 8 Uhr, Bockbrauerei, Fidieinstratze, Gedankfeier für den erschossenen Kameraden Erich Schulz von der Kameradschaft Krenzbcrg. Männergesang, Erstauf- söhrung:„Die Freischar." Eintritt 50 Pf. Rege Beteiligung erwünscht.— Meldungen der Teilnehmer für Schwedt, Friesack, Küftrin müssen wegen enentneller Bestellung eines Ertrazuges bis spätestens Dienstag, den 9. Juni, im Gaubnrean eingehen.— Achtung! Alle Reichsbanner-Wasseesportler werden zu einer wichtigen Besprechung eingeladen am Mittwoch, den 10. Inni, abends 8 Uhr, bei Schneidrr, König-, Ecke«lostecstratze. Zahlreiches Erscheine» UN- bedingt ersorderlich.— Kameradschaft»reuzberg. Montag, den 8. Juni, nach- mittags 3 Ubr. Antreten der gesamten Kameradschast mit Fahnen am Kör» litzer Bahnhof. Teilnahme an der Einäscherung des ertruntenen Juaend- kamerade» Erwin Schäfer in Baumschnlenweg.— kameradschast Prenzlaaee Berg. 7. Zug. Bersommwng nicht, wie angegeben, am Montag, sondern am Dienstag, den 9. Juni, abends 7 Uhr, an bekannter Stelle. Dienstag, den Halle Heinersdorfer Strasse Turne».— Kameradschaft Friedrichohata. Mio- wow, den 10. Juni, abend» 7 Uhr. Trommler, und Pfeifrr-Svrvs, Königs. Hank, Grosse Frankfurter Strasse 117.— Kameradschaft Lichte»Heeg nebst Untergruppen. Mittwoch, den 10. Iuni, abend» 714 Uhr. Ueben der Spiel- Irntr der gesamten Kameradschaft bei Albrechi, Rene Bahnhof», Ecke Boxhagener Strasse.— Kamerablchast Neukölln. Britz. Die Kameraden, die ssch a» der Küstriner Bannerweihe am Sannabend und Sonniag, den 13. und 14. Iuni, beteiligen, melden ssch im Restaurant Schröder, Steimnetzstr. 52, bis spätesten» Dienstag, den 9. Juni. Fahraeld beträgt 3.56 M. pär Lastwagen, 5.86 M. per Eisenbahn, wahrscheinlich aber 4.10 M. mit Extrazug. Reichsbnnd der Kriegsbeschädigten. Kriegsteilnehmer nah Krtegeehiater- bliebenen. Ortsgruppe Ro'de» l4. Am Montag, den 8. Juni, 74 Uhr, Mit- gliederverfammlung in Büttners Fcsrsiilen. Schwedter Str. 23. Bortraq über: ..Siedlung nnd kindrrhrinu" Referenlin: Kameradin Winkel. Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Bereinigung sozialdemokratischer Arrzte. Oeffeutliche Dersammlung ern Donnerstag, den 11. Jititi. 8 Uhr. im Lehrervereinshaus, Alexanderstr. 41. „Gegen Unrecht und Willtür in den Gefängnissen!" Referenten die Genossen 1. Dr. med. Kronseld:„Die Lebens- und Gesundheitsgefährdung der Siros- und Untersuchunesgesanaenen bei den herrschenden Zuständen Im Justiz- und Eefängniswesen." 2. Felix Fechenbach:„Aus der Praxis des Etrawollzugs." 3. Dr. jur. Paul Bienrr:„Justizreform— Sesöngnisrefvrm." Perein der Freidenker für Fcaerb« statt» ng. 20. Pcziek. Es find folgende Zahlstellen neu errichtet: K. Sichiling, Buchdruckerei, Rein ickendorf-Oft, Pro» vinzltratze 129: Dehn, Schillerpromenade 36 v. l. Für Waidmannslust u. Umg. Sohn, Freie Scholle 4l. Am Dienstag, Aen 9. Juni. 714 Uhr, bei Rossack, am Bahnhof Schönholz, Sitzung aller Funkiionäre des 20. Bezirks. Sali» zähliges Ericheinen dringend notwendig. Die Mitglieder werden ersucht, ihre neuen Mitgliedsbücher aus den Zahlstellen baldigst abholen. Anmeldungen zur Freideuler-IugendweiKe werden in allen Zahlstellen angenommen. Die- selben find möglichst bald zu erledigen. Freireligiöie Gemeinde. Sonntag vorm. 11 Ilhr, Pappeiallee 15, Bortrag de» Herin Dr. W. kuntz:„Bnron. der englische Dtchlerloid und Frei- denker." Harmonium: Au»„Othello" sBerdi). Gäste willkommen. Freie Hochschule. Mittwoch, den 10. Juni, 6 Uhr, Sovhienfchule. Wein- meisterstratze 16,17, Dr. med., jur.. vhil.. dent. Hammer. Thema:„Sklavemi einst und setzt." Gäste haben Zutritt. Männerchor„Solidarität". Sonntag gpnn. 9 Uhr Generalversammlung in der Schulaula Stallschreiberstratze. Besprechung über dir Hamburger Fahrt. Erscheinen der Sänger ist Pflicht. I-adorisinl Jdu-C'nlono. Kunveno lundlo je 8. jnnio vespere je Th en ennarherno. Alte Jakobstrado 13i ______ �_ ckkeUn Arne**sA-Hkut'.Vlefe»ee, DD» »irt Zeutrvm. Montag. 8. Juni, Mitgliedervrr�aanmlunq de» Reichsbundes dee Kriegsdeschädiaten und-Hinterbliebenen. Bezirk Zentrum, im Rosenthaler Hof, Rr-en!»aler Str. 11/12. Referenlin: Kameradin Frau Bartel. Tonrifteuoerein„Die Raturfreunde"(Zentrale Wiev), Ortogruppe Berlin. Am Montag, den 8. Juni.>48 Uhr. findet auf Beranlassung des Werbebezirks Norden in der Schule Sonnrnburgcr Etr. 20 ein Portsag über die Rechts- fragen des Manderns statt. Refeent: Landgerichtsrat Gen. Rüben. Alle Wanderführer und Interessenten der Ortsgruppe werden um zahlreiche Da- teilignng ersucht.___ Sport. Rennen zu Karlshorst am Sonnabend, den 6. Zunl. 1. Rennen. 1. Balence(Zl. Derschuz), 2. Heerführer(H. Roval), Z. DiogeneZ fS. TZsIff). Toto: 1a: 10. Platz: 13, IS: 10. F-rn-r Uesen: Tauentzien, Denn? IV, Aricnla. . 2. R e n n e n. 1. Fichte(Kränzlein). 2. Primadera iE. Eichhorn), 3 Henrh(S. Streit). Toto: 12: 10. Platz: 11, 11: t0. Ferner liefeiu Mimameidr, Mobil, Landemar. 8. R e n n e n. 1. Gondatlan in. Metzfch), 2. Trompeter fv. Döritberg), 3. Märchenprinz(Hr. Slaudinger). Toto: 19:10. Platz: 11, 11:10. Ferner lief: Jadmata. 4. R enn en. 1. Tara Hill(Schuld!), 2. Ezaba(GorSler), 3. Alarid («ränzlein). Solo: 49: 10. Platz: 18, 18, 19: 10. Ferner liefen: Lod» redner, Jmpreisario, Exzelsior. Oktabio. Gigerl. S. R e n n e n. 1. Erzholunke(ftululicä), 2. Leander(Gl obig). Toto: 15: 10. 6. Rennen. 1. Tannkönig(Derlei), 2. Landdrost(Mate). 8. Rudel (Schuld!). Toto: 14: 10. Platz: 12, 13, 14: 10. Ferner liefen: Penr- lope. Tua» Fang, Valaiit. Lebemann. 7. Rennen. 1. Maiprinz(Staudmger), 2. Missa(Goldberg), 3. Rebus (Hr. Waller). Toto: Z3: 10. Platz: 11. 27, 20: 10. Ferner lieirn: Karneval, Laokoon, Lovelle, Pompadour. Geschäftliche Mitteilungen. Der Zahuproxis St. Müller i» Perliu, Ritterstr. 17, nahe Prinzenstrasse, gebührt der Borzug. daß Umarbeitungen schlecht passender Geblffe sowie Reparaturen auch während der Nacht im eigenen Laboratorium daselbst vorgenommen werden. Die Besstzer künstlicher Zahne find in solchen Fällen daher nicht gezwungen, am Tage ohne ihren Zahnersatz zu sein. Im gewitterschwülen Sommer treten beim Kleinkind oft Störungen aus, für welche die Mutter nicht gleich eine Erklärung hat. Der Grund für solaie Störungen liegt meisten» in der Milch, die durch säinelle Bakterienvermehrung keine zuveplässiqe Kindernahrung ist. Will man sein Kind vor de). Folgen infizierter Milch schützen, dann gebe man vorübergehend zu jeder Mablzeit eine kleine Menge Ranwgen, bis wieder einwaudfreic Milch zur See. fügung steht. Sch. Wird der Bubikopf unmodern? Diese Frage b�chäftigt heute wieder viele Frauen, wenn sie vor der Wahl stehen, ihr Haar abschneiden zu lassen. Niemand kann es bestimmt sagen, doch eins ist sicher, bleibt er oder werden unsere Damen wieder lange Haare tragen, modern ist nur ein Haar, wenn es voll, locker, duftig und Naturfarben ist. Scherinas flüssige Teerseife bringt ihm diese Eigen« schaften. Deshalb, ob Frau, ob junges Mädchen, ob Mann, ob Knabe, waschen Sie Ihr Haar jede Woche mindestens einmal mit Scherings flüssige Teerseife. Lassen Sie sich nichts Geheimnisvolles an Haarwässern, Pomaden, Schaumitteln oder sonstigen Sachen aufreden, nehmen Sie dos reelle bewährte Mittel: Scherings flüssiga Teerseife.— Seit fast 50 Iahren im Gebrauch, erhebt Scherings flüssige Teerseifc Anspruch darauf, als beste ihrer Art bezeichnet zu werden. In jeder Apotheke, Drogerie oder jedem Frissirgeschäjt ist Scherings flüssige Teerseif« erhältlich. Notfalls wende man sich an Scherings Grüne Apocheke, Berlin N. 4, Chausiecstr. 24, die auch gern Prospekt Nr. 14 kostenlos zusendet. üderaibl man nur dem Nachweis de? Teulich. MuiikerverbandeS. Berlin 027, AndreaSsir. 21 sKönigstadl 4310, 4048). GelchäslSzeit 9 Bis 5. Sonntag« 10 bis 2 Uhr. Aus Wunsch Vertreterbesuch vorteilhaste Angebote Waselistokke Crepe-Merocain Q- neue Streifen.,. Meter V.o/O CrSpe-Marocain n QC n eill, doppeltbreit, Meter V.t/O Frieii we>ß. ca. 100 cm I I iaC breit, für Sport- 4 O ET losiürac...... Meter breit, für Sport- ...... Meter Crfipe-Marocain "Cagalpicot- Hui mii Band' und Blumen' oamierang.,.. aparte Muster... Meter 1*25 Frotte neue Streifen, 4>1 C ca. 100 cm breit... Meter Rips-Popeline. 0_ in vielen Farben.. Meter Crßpe-Marocain �ur�tscide, großes Far- bensortimenf, ca. 100 etn O QCT breh........ Meter Strümpfe Damen-Strümpfe i'einfädig, gut vcrstäikt, � CO weiß, laibig, setrwars.. Damen-Strümpfe Scidengrlfi, Doppelsohle u. � OO Hoch ferse, schwarz u. farbig V»00 Damen-Strümpfe Mako mit Doppelsohle und Hochtcrsc, und farbig Wirkwaren weiß, schwarz Korsetts 1.15 i Damen-Strümpfe prima Sddcntlor m. breitem Doppelrand, Doppclsohle u, f OCT: HochJcrse, weiß u. farbig. X«00, j Herren-Socken b";n /,£> j u. graumeliert, gut vcrstärktv'#4xO Herren-Socken(.lg« QC: gestreift oder mit Zwickel Schlupthosen für Damen, farbig xl weiß Schlupthosen«u Damen, Kunstseide In vielen Farben....... Unterkleider D�en Kunstseide» in vielen Farben, gute Qualität... Neizjackcn Hm« Einsatzhemden ftir Heiren, weiß oder malco farbiger Rumpf, 3 Größen. Garnituren rttr"rn Jacke und Beinkleid, farbig, 3 Größen..... Herrenstutzen 1.55 2.95 4.75 0.80 2.95 4.95 1.25 Bettwäsche Büstenhalter ■weiß oder rosa Batist.,. Büstenhalter feinfSdigcr Wäschestofl.. Strumpthaltergürtd mit 2 Haltern....... Hütthalter Gummi und Haltern.., Drell-Korsett mod.Form, verschied. Färb, mit Stickerei und Haltern. 0.65 0.95 1.10 1.95 2.95 Deckbett wl,£™*n Koptkissen �end Deckbett Tolisi�. Koptkissen Bettlaken STÄ Bettlaken niib;.UM, gute Qualität, ca. 140X200 5.50 1.65 6.90 1.95 3.50 4.90 Schürzen Jumpertorm. ol- aus gestreiften Stoffen•» 1*�0 Servicr-Schürze. KutcrWiichestofl, Z T ajefan 1.40 Wiener Form. y* türkis th gemustert..... 1. t O Wiener Form. Q)- hell oder dunkel gemuatert 1*<70 Jumperform gestrelii, hübsch garniert 2.25 Reisekoffer 1 BuntesPorzellan! 3 7 g Sir aßen- Kleid ........... � aus Mussrliu tmltaf. In dunklen 2 PankimuslernmüSeiienvole/äs,� Stadtkoffer mit Patentscbloß n. Schiene, O ÖCT ca. 30 und 35 cm..... O Handkoffer gute Hartplatte. mit t Paten tachlössem u. Schiene, CT Cl CT ca. 65 cm■.••••••, wtc/ w Handkoffer gute Hartplatte, mit S PatcniMhlössem u, Schiene, Ä QET mit Einsatz, ca. 65 cm.. Kaffeeservice. lür b Personen,• teilig.. �*."0 Frühsiücksservice 0._ für 2 Personen, 5 teilig.. Kaffeetassen umer � qq tassen, Goldrand und Linie\/«00 Abendbrottcller �- mit Kanten dekoren•••• Milchtöpfe rtyz. mit Goldschiift, ca. 1 Liter W* i O Emaille Eimer g™,. Wannen. Wasdibedscn mit Seihupi........ Kaffeekannen,� Brotkasten Bratpfannen geschmiedet, ca 26 cm.. 0.95 0.95 0.95 1.95 6.50 0.75 Gardinen Schalgardinen � QC volle Breite..... Meter V*W/D Etamin kariert, ä ca. 150 cm breit.. Meter Künstlergardinen � Qc Etamin, 3 teilig.. Fenster Madrasgarnituren« 0e buntfarbig, 3 teilig. Fenster t«t/O Bettdecken /i qc Etamin mit Volant•••. Bettdecken q*7 e engt Tüll, über 2 Betten.. O* i O Steppdecken in vz Satin mit Trilcotfutter.. 1�.( O Schlafdecken. 0_ mit Kante, ca. IM X1SO,, rui A'Cagalpicot'Hui Merocoin-Rand, floüe ßmQ{ Bend- nnd Blume ngorn. Jg Herren�Artikel Oberhemden Zephir mit Kragen und A Qft Umjchlagmanschetten... Hachthemden Ä Qr. Gciaha-Fonn, larbig. Beagir O.y U Garnitur: vori>»mu.-- mit passeodera Klagen• X#Ow Stehumlegekragen /�t mod. Form, gute Qualität. Sporthemden�. 0 oc Zephir, aebdne Muster, Gr.I Wirtschaftsartikel Fleischhackmasdilne. verriont.......... Wandkaffecmohien. mit geschmiedet Mahlwerk 4.95 2 GasplätfcnriSd»- e0 mit Erhitzer... Garnitur C«O V Holztabletts._ Harthola, ca. 45 cm lang. 1« t 5 Kleiderleisten � mit 2 Haben....... 0.65 ► t Trotte-Kleid t ► t ► \BTKria Master Jesdterormmx � tabiKragcn a.Knotfgamierang � *750 V»�. ric�iC r» j rft. -\vufee ,90 •��ffi\ed-,Urü«>0° dv�e i» o,,;?ot�' »»GÄNs A -v� 50 vc� ,90 »Ä-- VI et« v» K'�' d\50%» e\s»' ■doVV Ä.ScVv« tfettjf�ut «ÄÄ [90 »U i8» v.w�- ,100% t v S'". 0"" - 4,yr-—____ �■}V*\SS ,CtL.S?S«.Cl.Uh, � ÄÄrr�-Ä'j äso Wßsit" Prlh'wm"'�P'ae ��nd�n&QO K l a j.............. 40-17 Gr.'zs��jö".� AMfObront! �"IQ SSvİ'""t:�425 ?———........................... �g* SS-S�M f /�hf, Filiale UntBerlo f8M IkiüMiM-M StaUeitei Montag, den 8 Juni 1025. abends 6 Uhr. bn Seal des Derbandshauies, Berlin, Iohauvisstrahe 14.15 Funktionärversammlung der Känimerei- und Regiebetriebe der Stadl Berlin. Tagezordoll»»: ,5Z1: Di« Ort,oerw»lt»»g. tier«-lit« »«>» na»» ' �,e»i>»a»« lag»' |r»i>on-i.»t«.'! nntroBje Ixirä Enorm die IWiac bllllse l'lvISV! Wellen and Laase* IQr groii» und starke Oamen. i Reise Kotttai. 17,21. 26. JS.«,62� Swli«« Sips Minlel 29,33, 36.41 1 lMti-Mlnl«l 16. 19, 23. 30. 36«. lederol.GymffliTäntel 21, 26. 27 IL WinlEf• KotlEHici 25% lIpsHa-Mntei 13t. 18 21. 26 H. Co»ercMt.Pa'(tott 8.11.16.18.21 U. Dorffll-MüiW«, 9. 12. 16,.. Herren-Loder. L'Srlel 25 27. 30 M. Herel|fiel;le»llenheutmänlcl PIlis'ch Mäntel, Reise-Ulster Lendibercer Strasse SA eine nOSCZyiSf am aiexenderplatr War am Alexanderplate > Sonnabend und Sonntan neschlossan., Treppe MÖBEL RekiaineaDgeiiote, sußlassige Fabrikate. tnf Wunsch TeilzahlHng ohne Prelsanfselilag 1 Kompl. Schlafzimmer M. 450.- SSO.- 600— usw. Speisezimmer„ 450.» 540.» 650.»„ Herrcozimmer., 475.-545.- 625.», [ IfietieD nnd Einzelmfibel äusserst preiswert{ Möbelhaus Qottlieb nur Rosenthaler StraSe 54. r. 1875| Xohlcnsäurerc IcHes-JHcrmaN Solbad und3nhalaU}riurrL ligllche Mincrolpasliuen In Apotheken uDrogerien., O-ush-unft durch ßipp.-ßadcuerujaltuao urrd alle(Rciss- undUcfeehrsbüros. R e g e t m 5 8 i g e r Personeo- und F r a dt I* er k e h r n a d> Mittel, and Süd. Ostasien/ Australien V'orzügL Reisegelegenheften in allen Klassen auf behaglich ausgestaltelcn Dampfern/ Bequeme Unterbringung Hervorr. Verpflegung und Bedienung RelsegepackwersUHerung Kostenlose Aaskdnft durch alle Vertretungen In Berlin: Norddeutscher Uoyd Agentur Berlin O. m.b.H., KaJDten- bureau Unter den Linden 1(Hotel Adlon). F. Monianus, Generalvertretung des Norddeutschen Lloyd, Invalidenstr. 93 zwischen Lehrter u. Stettiner Bahnhol. Weltrcisebureau»UnloiT. Unter den Linden 22 In Charlottenburg:.Atlanta" Verketusburcau m. b. IL, Joachims- thalerstr. 5. Nur für Frachten: Norddeutscher Lloyd, Fraciuenbureau Berlin, Unter den Linden 57/58. Möbel Engros-Lager HaxDalz Berl-QiariM. Sprcestr. 6-7 direkt a. Wilhelmpl Janungskraukeukaffe der ver. Lackierer Berlins. Ausschutzfihuoa » grtUag. ben 82. 3nal 1925. T Ahr. im eoffcalataL L Iahreaabmlhme 1924 2.«nHeIhmp des Bocftanbes. 8. SaauBasSKberunani. i. Serfdjiebene«.(963b _ gtmu gi*g*r, AarfHestbet. Herk.i'uch'a.PrifatE Eiche, BQfett. 1,60 m lang, raiMindervoll. Glasvltrin«, Innen Mahagoni, Kredenz, Zweizugtisch,prima Rindlederstühle zusammen M.420 isezimer Eiche, Bülett, 2 m, m. schwer. Aulsatz. innen Mahagoni, Kredenz mit Glasvitrine, Zweizug- lisch, prima Rindlederstühle zusammen M. 590 ämorrhoiden .. hellt gründlich A M O R R H A L Brosehür« mit vinlcn Dankschreiben und ärztL Gutachten gratis u. franko. Elefanten-Apotheke. Leipziger Str. 74 BadSchtniedebergl Her. Halte— Bahn Wittenberg-Eilenburg EisenmoorN�ÄÄ'Ä1 Vollständig renoviert Frauenleiden usw. Kur zeit MSrz-Okt« HerrI.Waldee2�Sommerfr.,Toai isten- orr Kur�a�mitKongreEsälen. Pmg. 76 d- lUdt. eiirvrwilt?. itet6 VLGänsefedem ��S�noaunserisso«: 0'"tt-.TfT>r kortkurranzlos btQig WilFv Manteuffel.Neutrebbin «Oderbr. i Oansemästanstaft Ernst HessNachf�lii- (ottil Sa. Hr. 129. Gegr. 1872 MI« Hnikisslnnih. Hiranism. Sprtdaspsrrtl• Fikribtics I Gr. Jub.- Katalog gratis Fabrlkpr Reell. Schallplalten pr. St 2.30 DIE WIRTSCHAFT ALS GESAMT PROZESS UND DIE SOZIALISIE' RUNG Ein Buch, das die Funktionäre der Arbeiterbewegung in die Wirtschaftswissenschaft und die Marx'schen Ideengänge einführt ' Preis 8.» Mk. InGanzleinen gebunden Zu beziehen durch: J. H. W. Dietz Nachf. G. m. b. H. Berlin SW 68, Liodcostr. 2; Abteilung Sortiment Adslf Hoffmann Episoden und Zwischenrufe au» der parlameui»- und INinlfierzett. Prei* 8 Alwrk. Porta 5 Psenalg. 8u»a,ieh,» dazch Ä» �»offmann, Dort In 0 82. MopponDr.«. 88. PnstschttNoitl« 130 461. Äamentaschen-Zabrik «nteriuMod.Spffrrt. m. 2bf. 1095 Echt Eaftian, 9�0 CovvS SM... 5.00« Auch Elnzelverfauft Lederwarenfabnt Metze! Prin,enl>a8S z milch. MorchpL n.«ftterstr. ösdl.iedeWki'ds fProv. Sachsen) Fernsprecher Nr. 151 Keine Kartaxe/ Ganzjährige Kurze iL Anerkannt hellkräftiges Moor. Grosse Heilerfolge Anskuntt erteilt: Di« Badedirektieai Richard Aroeid. BHÜJ zäune 2 Platt an, 1 ranHHcM Reparatur la t Stunden. StistzgHne G Kranen von 3 Mark an Zahnziehen mit Bat!«hang. Schonendes PUmhiexn bor U Morl tut Sliuftige ZoHlungsbedingitng earantW. Spr« chzeit 9—7, Sonntag* 9—19 Uhr. M NflllPr 41 uuentrase 81 n. nilllClp nahe Prinicnstr. ad KUDOVA Aellesfes Herzheilbad Sdileslens Aach anaganlihaet« HeOerfelge hei Arterien-, Bin»», Nerren-, Nieren-, Francn-«mn riieomai. KraxikheHen Starksie Arsen-Eisenquelle Deutschlands Seitervagen u. alle ander.Trans- pottgerlte liefen billigst GroSer Vorrat Georg Vagner Kdpenicker Str. 71. liii uimoasn. Keine Sebaufenster- Rek(»meiillrweseil- lieh billigere Preist Krause- Pianos AosbicherStr.l, fdnKnrtlBtmtTjh� Ii &elegeDti.-miife in Restan Stires. Iittinku Miins- nd fünsllerqirtitn. Stfiiel-Srüniatrhleti üeükBlln.Btinstri? am Ringbahnhof. NaMrlldw kohlenaonrc Mineral- nnd Moorkader. Proapeklc dnrdh Rebe» rem» nnd Baderervathing.»»» fiautlSBruer BurkCtrieB. Ich Hebe Deine blauen Augen, Sie blicken freundlich und so sQB. Doch hass' ich Deine Hflhnerangen— Nimm.Lebewohl"— das hilft gewiß. Gemeint ist natürlich das berühmte, von vielen Aerzfen empfohlene Htihneraugen• Lebewohl für die Zehen und Lebewohl- Ballenscheiben für die Fußsohle. Blechdose(8 Pflaster) 75 Pf., erhältlich in Apotheken und Drogerien. Sonder-Jlngetoot mii Louis-XV- Abaatt, i und 2 Spangen, fesche» Modell, der Schlager der Saison M. Weiße Leinenspangen 575 Braune Spang en 8« la K'CAevreaa,"1 Knopf, halbsuitze Form amerikan. Volhbsaiz, hubscher Straßen- schuh.......... M. su unvergleic&licf} Luxus-Spangen 12™ Herren- Ha Ib schuhe 9™ niedrigen Preisen! Einsatz-Halbschuhe Weiß Leinenspangen in Lackleder und braun edti Boxealf. Original Louis-XV.- Absatz, zehr elegante Modelle nur M-> für Herren, la Boxcatf mii farbigen Sabatk- und Boxcalf• Einsätzen btaunl6.SOM; schwarz M. 14 90 für Kinder und Mädchen, in runder Form, hübsches Modell, beste Verarbeii. 31134 4JO M., 27/30 3.95 M* 25/26 M. braun Rindbox, halbspitze Form, modemer Sdiniii, gute Verarbeitung... M. UM) derselbe in schwarz... M. Braune Spang en für Kinder und Mädchen prima- Rindbox, hübsches Modell, sehr>dS 0\ß beliebter Kinderschuh, 31:34 6.50M.�7I30S.SOM flS!26M. 375 IIsohL Sandalen 390 biegsam, weiß, gedoppelt, braun, glatt, Rindleder 41146 S.,0. 36,40 7 SO, 31135 6.SO. 21/30 5.50, 25/26 4.SO«, 23/24 M. Her ScßuB Jnh. Th. David Cfjpi&r d&r Zentrale: Berlin W9, lAnkftraße 11 Charloiihg.t Wilmersdorf er Str. III Spandau: Breite Straße 22 f Julei Wort i/.IU(ioidmark. üat leligedrukktc Wort 0,20 üoldmark I i(zuiass.2(eIteWor;e).Siellenge5acliedasl.Wort(ieit)0,li-CüUlmark. I | jedes«eitere Wort 0.05 Goidmark. Worte mit mehrals IS Bticnstcbcn I zdhlen für zweiW orte. Eine Goidmark ein Dollar itetel't dareb 4,20 1 Kleine Anzeigen j Anzeigen, die für die nächste Nummer bestimmt sind, müssen bis| 4", Uhr nachmittags In der Haupt-Expedition des Vorwirts, i Berlin SW 68, Llndenitraüe H, abgegeben werden. Dieselbe I ist wochentags ron 4 Uhr frQh bis 1 Ubr nachmittags gedffnet.l Äaulen Sit nicht Siöbtl, bcooc Sie; N,z®elb reicht bei mit! 5tn meinem| «bbatt. fioblunti nach Uebetcintunft.| lütchen fiichienffial OrcnienfttcSe Ha(ßein' tichspintl). Ecprilnbet 1879._' Jtüdhcn, Ankleibeschrante. Bettstellen, �dipe Jielefeidet Nennntaschinen i Waschiammoden. Tische,«liilüe usw.»tt Echlawc. Weintneisteesttake vier. niebiiaen Preisen aegen bat und aus beaneme Teiisahluna. Ein Btsttch witd Sie iiberteuaen. RSbelidxik. Brunnen. sirafte 160, Etnpang Anklonttsitake.' Rennmaschinen, Ttiumphtenner, Bteti. Ptachimodelle, sd>nei- W' W 110.-.!> Winbbaeft Möbeitüchleeet, Stunnen- sttasie 162, aeekaust biieft en Brioate Stlfbel. ffitoftiäqcr in Speifenimmern, Setrenjlmraetn Schlastirnmern, nüd'tn iEintelmäbelr. Ouaiildlaatbeii allet» �biBiaß. Bcsuch uiibcbinal labnenb. Arbeitsmarkt Mukikinstrumenle »lab 168 88 "'«offet,«ucksäckc, »luaiane, hilliset Cintelner« i icioi aeiaintni. Z.NU rrcu, Zitate, Zianllt.i,. mnn as lauf,. RabciSallait Ttufa, Sdtmibftt. ää.iumt mit �Scuct Blatttattte. �> ,-nv.laBe.' 12. Snhtteh,?. Kztztitt»„t�,-hbe. Tisch,-„ii.tclebets.dh e unb,—,,,„,., ' lUlUlUlt.<7L I Uli» tl Itl/Eisiilv* lUUHCUU. ' i fi-ölp2 is'�rrf Bettlba!seloua«eO, SÄlafck�ifelonnues. —'all i i Deisels ngu?d-cken 7.00. PolNsrauf- .r« reich in aa Vochen» Sobllebec, Sdiöfl«, Letilru ufm.»reis wert, L-berbanbluna P. ZilldI, Berlin- Schinwera. BabnhraKe 43. i ätinilabnfesTcl, lempltti flcbcijt. ZSö.-.�WW�WMMWWWW» --..._.., Rle. Mäbel- Fabririaaer, Friedrich- Drebraeen.Teschke. WabmannstraKe 2(6. Speisezimmer, 1,60, Etch- CS.tt.torp.Ien, itni; Aaltagazti. Siüfctt mit fferettr- 'ril.....""nibte NuKbautn-Wasr- tri' nahe Coubsbetpcrfltose. nur! Btäbelwlcheet, GIfaIfcrftioSe 20. •JSpattaWip, weil Siefcriumfa)t, Rjfilunflscrrcitbftnniflj__ Bisebcl-Barbcl, Oranitnfirabe 58 sMa Plan»,»reiswert. Sink, Btunnenftrab« 35, Slavtermachet Brcnnabarräber, Sdrickerlbtr, Bikto riarädcr. Echlawe, Wrininristristrahr Tcllzahinall. kulant, MSbel-RIsch� Tell,ablnnit, bill!a. Wöbel-Misch. Teilzablnnp. reell. Möbrl-Misch� EraKe lsrankfurterslrake 45,'43, Rirsenauswahl. Drehrallcn nmarbei'rn»ms».,,»,anbacschl?b'r 5!' sämtliche{fabtilale 200.-. Reidjsoaicnt.l�-'Vuä' N-wÄMipst. 6»e,iialf«brik. Mai«. j Slüsel, Pinna,. 275,— an. Reben-' stein_ Btün-tfirafee 10.__ j Piano,,»eüditi«» Instrumente, be- aueme Kahlweise. Sachter, Ocanten • iburoecflrofie 42.• Piano,, Qualitätsware au, eiaeurr ribviab)' lVäbriiae'bäude.-Aeuherst n-.e.!!?-drtk, Mitarl. Sarmautums. proste seine Beeile kllr einfache unb eleaante rluswalil IN tebee� Pre.�Iage. fiojiluup,- flabtamt 370. Pntrutmatraben. Aufiepematraben. Pietallbetien. Ehalselonpues. Äatter, Säkerwaaen burch Plattenäukb-u aus! Nnr"pg7berstra»e'achwd'n.l meine arosten vrtmn Leiter, unb Müen- � �... wagen selbst leicht berfellbar. iiie. ,, ij-lNetbeichlanke IlO.-. eiip,,scht Bcil. bripste Preise nur bei Wapner.«äbe. f�s». ii~-„Gir.sclmabc!. K-lillln-ch nitfet ett. 71 Sei«ein Laben. kein-!�°�.tsru»a. Stetn. Aniiatncruraste 20.' Schaufenster. Reklame, bakllr wesentlich- Sebrauchte und neue Mäbel, aller. billiacw Preise._* billipft, Sabüinps-chrletdilecunp. äDinücl. *«DjachlBa«. KähmaWneTen�T'Sa'.»hral«. Lüstawstr. 95.(ürüffnet bt, 6. brikate. neue unb pebrauchie, Revara turen schnell, billlg. Neu, König ftraste S«.«ämgstedt 6442. toaste 36. ' Ternsche. WWW.. Kaedlnen, cheEen, Metallbettstellen, Sinsalmäbel, bis»- 'chäne Kstchen. Kinderweia»!!, Musik. annarate HU leichtesten Bedinpungen im ältesten Kredii-Sefchäst be, Westens. Kutraun, Saebenftraste 9.• Ternich.Echeppee verkaust Trvviche»II unplaublich billiprn Preisen. Elsasser. ftraste sechs kein Laden.' Teppiche. Siwandetken. Tischbesen. »eitnorseper. Länferswsse.»rachtvolle Auswahl, ertra hilliae(.kstlepenhelten iWfcher. Paisdamerstraste 100• Teppiche, araste Auswahl, fpotibillia. ArUcken. Diwinbecken. Länferstofse. Teilwhluni, aestatiet. Relchke. Ran- kölln,«aisee.Trs«drich(Stro»e 5. �> «ingee-Rähmaschine. gut erhalieiü walk, Kappenstraste 17._____ 214 DRrchne» nrierte Schreihniiaschsnen. Auswahl. 30.—. 50.—. 75.-.»Usch. W 965» BranbeiibSrpstraste 35. Teilsahlunp. Möbel seder Atk. S«. ring, Anttahiunp. beauente Abzahlung. Lliöbelltaus Lutscnstabt, Kovrnickcr» ftraste 77078 Ecke Srstckenstraste.__ »acheiegante Schlaf, immer tn reicher Auswahl ,u loiibea Dreisen nerlaust nur btretl Schluiittuiner-Eurzialiabrik, CuyJttCRe_27. ißajcaufiau» Börse.___ Speisezimmer 400. Schlaszimmer 425, Ser.enzimmrr 290.»ächen.5, ötanb. uhren 85, Älubfcsftl 4b, fflabeUnfofa, 90, Ruhebetten 20 Eplbmaek. Möbai- haus»uiiieriiup,»astanienallee 55.__ Teilzahlnng.»omplette Kimmer, Ein- zeüuööel billig. Wenger. Marsiiiu,. II roste 8 sAieganbervlast). Graste ffrank. surirrstraste iechsuttbsitnizig.___________' SRöbtlfäbttk Georg Tennigkeit. Ora- nienftiaste 172/173. Sanbarangebp! Eichrn-Schlafzimmer van<75.—, Sprise- »immer 575.—. Herrenzimmer 340.—, Standuhren 05.—,»lubgarniturrn, Ziuhebett 55.—. Rustbaum-Einrich. tungen, farbig«»llchrn. auch einzelne Mädel.» vrnnze.»rpnleuchter. inabelle, zu Halden »lickengeräte. an Private Kaskrichter, Luiherstraste 53. � Teilzahlung: Rinde rmggen. ftinbet Graste Zsranksurtecstraste negen über Markusstraste, Ball.> Mibel-Laicmann. Reue Schöt'hanser —«.«□: gltaS|,( Auswahl in»ter «iisfttaungfr,! ertegen. Sanderaugebot in Speise. Preisen, auch-Zimmer, kampiert. 350, 480, 650. 720, verkauit 9.70 bis 1200. Hrrreuzininier, komplett. '-360. 440, 520, 680. 1400 bis 2100. Schlas.______________________________ »immer, lompte«, 410, 520, 800. 7W. lAusführuna. tunb»oraebaut. innen 930 Ins 3200. Küchen kampiert, 65. Mahagani, Sisherkasten und Silber, üge. 1�4» Entert** hrv Hlezv.,.»__», Sölakzimmer. Sveisrzimmer. Srrrrcn» »immer. Küchen. Bücherschränke. Schreib» iifche. Büseita. Anrichten, runbe Tische Stanbubren. Ankleibeschränke, alle fflrB. sten. Sofa,. Ruhebetten. Eorntuell Kablunaserieichteruna.____' Scleaenheit»leiberfchtar.! 18.—, Bcr. ilka 15- Baschtalletien 15.-. Bett. stelle», komplett. 14.-. Plüschsala 15.- Rllchen lt.— SoUlieb. Rüaeucr Steak dreizehn.____* ..tlenTttrecnzl«,.' Olci-e fonrnierte drei. iiitiae Ankleibeschrönke mit Svisgei. scheide, Wäscheabteilnna, 150 breit l-tZ Rl.. 130 breit 80 SB. Reue four» vierte Be"steven mit Batentböben und Aiislagen 52 Mk. Rene saurnievte Rvchi. tische mit Marmarvlatte 15 M.!7our< nierte Daschkommaden mit weistem Mar» mar und Tacettespiegel 65 M. Büfette 95 M. Tti>'-:p''ten?3 M. Rusthaum- umbautett 88 M. Plitschsasa, 45 SS. Schlafzimmer mit meistern Marmor. Brrllauslaaen. Kristall-Isarette-Spiepeln, komplett 325 M. Riesenauswahl in Serrenzinimern. Speisezimmern, Schlaf' »Immsrn. Einzelmöbel in itbet Au,» siihrung, Renaissanee-Mäbeln. niaberue Küche», aeftrichen. lästert. Möbelhau, Gattlieh. Rliaener Str. dreizehn. Bahn. hat Gesundbrunnen. Sfttiitefeninn Grast-Berlin. | BellleliInngsstaelH. Wüsche nsw.} Setr-aene Sereengarbersben. tabel- Tb, erhalten,«raste Auawahl, billige Preise. Leihhau, Epiepel. Ehaunee- ftraste 7. Ans Abzahlung. ßetrennatberpbc, Semenaarbctobe. Kummimäntes.iM. II Dgtoinobilt. Siig» i. V. Siechhausweg 1/t. Iefonßers wirksam sind dl« KLEINEN ANZEIGEN in darGassme- ■ ulligedts „Vorwärls" und trottdem n&muR Am Bahnhsf Gesundbrunnen. Kaus- mävnisch, Privatschule von V. Kossast, Äa dslrast« 67. Im Zun! beginnen neu« Lehrgänge in allen Tächrrn. Pripat. Unterricht teberzeit.___ Englisch, Mr. Äsplet, Landanrr. früher Lehrer Int. Universttn Eallrge, London t Er- Varlist- Schaal■ Direktor,- Lturnbcrgrrstrast, 20. Prospekt. Einzel- stunde Z Mark. Verzckiecienez Pertranrnsnolle Auskunft Trauen, Mllbchrn. Langiähr-g« Eefahrung särzt» lich). Walkf. Wicnrrstraste 20. Par, ta! III. Z Treppen. Görlister Bahr ho f. Die Äeusteeunst gegen Sernt Lüdi«. Lnchcnerstraste 96». nehm« hebauernd i zurück. Echwolau._ Klempner stellt lAulend ein* Meü!s(Jib Kühlerfabtit, Skt.-OEs, Beriln-Tcmpelhot, Oberlandstr. 6S. Scher- cnö VsliMrM 16 Jahre, grast u itärlip, Lehrzeit 2 Jahre, Kostgelb 9—12 Ml. Meldung schriftlich. Hermann verstn. Sominteacr Str. 23. sür unsere Abt. Bohrerei. Dreherei und Schiasterei zum safartigen An- tritt gesucht Rur schriftliche Be- Werbungen erbeten an ltvrKh»& Ka�ner Berlin O 112, Mainzer Straße 23. Wir suchen zu möglichst saiartigem Antrift zur Leitung unserer Piano- u giügelpiatieN-Lackiererei einen ersahre- nett Lock laro r. Gute Wohnung ist varhanben. Angehate mit getignia- abschrtlten sind zu richten an Gtsts. Isimdcrf, Piuolorteiabrili l.-C, Luckenwalde. I Tüdifi�e Insdialer für ElsenßeJoabauslelis Berlin-Nora sofort gesucht. Zu melden Neubau Sporrsfrafie 8| Die Banletluiia. BBS imrnm Werkmeister. elektrische Branche, Elaikstram. a6 Jahr«, pensioniert, qe- iunb. energisch, 27 Jahr« als Meister bei erst« ivirma mit Erfolg tätig, sucht Beschäftigung möglichst tn Bor- Ivaurnsstellung. Vertraut mit ollen Arbeiten der ssabrikation und Kalku»' lativn. Beste Referenzen. Osserien unter B. 40 Hauptezpeditiou des Vor. wärt,. 956g lteklensVgvdot« Tüchtige Bertreter ober auch Ver. treierinuen werben gesucht zum Ver- kauf guter gangbarer Bücher direkt an das Privatvublikuu: gegen tnonatlid-e Kahlungserltichterung. Sehr guter Berbicnst steht in Ausstcht. Angeboiq erbeten an die Berfanbbuchhandluttq A. M. Keller. Berlin-Hertnsborf, Weis- bachstraste 2._• Kahrstuhlmonteure, selbständig, für Reubamen unb Reparaturen, melden von 7—9 Uhr vormittag,. Sri» Avnt, Qlbendurgerstraste 11._ 9368 Kleber für Grundwasterisolierungen gesucht. Bau Ztorbiüdbahn. Belle» Alliance» Straste, Ecke Gneisenau» ftraste.__________ 964b' Serritupösche.Räherinnen fite weich, Ktaaer. erhalten außer dem Saus- Be. sötastigung. Meldungen»an 9— 1 Uhr, A.©ercheiin. Vranienftvaste 52._ Blnsen.MÜsternähed-iitnen.selbftfinbigel erhalten im Sause Beschäftiguna. Mel. düngen van 19—12 Uhr. A. Wertheim, Maristplast._________ Bluseu.Naheriunen für elegante Baile» und Seidenblusen«halten auster b»rr Sause Beschäftigung. Meldungen mit Prabrarbeit van 9—1 Uhr. A. Drrt- heim, Qranienitraste 52.__ Geübte Lumpe nsartiererinnen nee- langt Schmidt, Markusstraste 5. Räheeinne» für Kleider, austernt, ludten per sofort Krower u. Ea.. Mrlkenmarkt 7/8._ 418 Melkesr-N verlangt«uhnke. Zteuköllnl Ka!ler.Trtebridr.Ttraste 40,_ 2/15' Sdudiwaren Slrfimple Wir suchen zum baldigen Eintritt für obige Abteilungen erstklassige, wirklich b ra n c h e k u n d i g e, Hotte Verkäuferinnen und Dekoratenrinnen .-v»Vy:. Femer finden im Verkauf noch einige lehrmäddien rorzügliche Lehrstellen Vorstellung 8-10 Uhr Schmidstr. 24/25 2>/esf Wort, aus Hausfrauenmund geprägt zeugt trorr der unerSehudedichetr t&eJiebMteiJf des emigarUgen Wasch mittels. Hr. 265 ♦ 42. Jahrgang 3. Seilage öes vorwärts Sonntag,?. Junl 1925 Das Ende öer Mbbauverorönung Ein Erfolg der Sozialdemokratie. Don W. Steinkopf. Die Reichsregierung hat kurz vor Pfingsten ihre seit vier Monaten im Reichstag hängende Novelle zur Personal» a b b a u v e rord nung zurückgezogen und eine andere, bessere Novelle angekündigt. Jetzt wird halbamtlich mitgeteilt, daß die neue Novelle folgende wesentliche Verbesserungen vorsieht: 1. gänzliche Aufhebung der für die Beamten und Angestellten gellenden Abbaubcstimmungeu: 2. völlige Beseitigung der Psnstonskürzungsvorschnsten: 3. Gewährung von Abfindungssummen an verhei- ratete weibliche Beamte, die aus dem Beamtenverhällnis ausscheiden: 4. ch inou fsetzung der Winde stwartegeldgrenze und des chöchstbetrages des Wartegeldes: 5. Einschränkung der Einstellungssperre: besondere Berückstchti» gung der Bersorgungsanwärter und Schwerkriegsbeschädigten bei Erstellung von Beamten: (5. Gewährung von Witwen- und Waisengeld an die Hinterbliebenen eines verstcrbenen Ruhegehallsempfängers, der sich erst nach der Pensionierung verheiratet hat: 7. Gewährung einer Witwenbeihilfe an schuldlos geschiedene Ehefrauen verstorbener Beamten oder Ruhegehaltsempfänger: 8. Gewährung einer Witwenbeihilfe an wiederoerheiratets witwengeldberechtigte Witwen im Todessalle des zweiten Ehe- marmes. Diese Novelle wird, weil sk nicht ohne Einfluß auf die Rechte der Länder- und Gemeindebeamten bleiben kann, zu- nächst dem Reichsrat unterbreitet, um so eine gleichmäßige Behandlung der Reichsbeamten mit den Länder- und Ge- memdebeamten zu erzielen. Falls diese Mitteilung wirklich den Inhalt der neuen No- vr»."-»-stellt, so ist dies unstreitig ein großer Erfolg der Sozialdemokratie, wenn dabei auch die all» gemeine Beseitigung der Pensionskürzung eingeschmuggelt wird, gegen die sich die Partei mit guten Gründen wehrt, weil sie einzig den hochbezahlten Pensionären der obersten Be- amtengruppen(von Gruppe 12 aufryärts) zugute kommt. Wohl haben auch andere Parteien sowohl nach dem Zu- sammentritt des Reichstags vom Mai 1924 als auch des jetzigen Reichstags Anträge teils auf Aufhebung, teils auf Verbesserung der Abbauverordnung gestellt. Wenn es jedoch ernst wurde, dann kippte die bürgerliche Mehrheit regelmäßig um. und das Monstrum, Personalabbauverordnung, der Her- ren Luther und Stresemann blieb immer wieder am Leben. Ja, als im Juni 1924 mit Hilfe eines Teils der deutsch- nationalen Fraktion der sozialdemokratische Antrag auf sofor- tige Einstellung des Abbaus im Reichstag angenommen wurde, scheuten sich die bürgerlichen Parteien— ohne Ausnahme— nicht, die Durchführung dieses Beschlufles bei der Reichsregierung zu hintertreiben. Und als dann die Sozial- demokratie im Juli 1924 ihren Vorstoß im Haushaltsausschuß btß Reichstags wiederholte, wußten sich die bürgerlichen Par- tcien, die doch ai'.g.ehlich ebenso wie.die bürgerliche Reichs- rcqierunss stets f ir die Wiederherstellung der verfSffungs- mäßigen Rechte der Beamten sind— nicht anders zu retten, als daß sie alle diese Anträge in einen Unterausschuß oer- senkten. Wie sie wieder zum Vorschein kamen, zeigte es sich, daß sämtliche bürgerlichen Parteien die Forderung der Sozial- demokratie auf Aufhebung der Abbaubestimmungen abgelehnt hatten. Nach dem Willen jener Parteien blieb die Abbau- Verordnung bestehen. Genau dasselbe hat sich trotz aller schönen Wahlverspre- ckungen im gegenwärtigen Reichstag abgespielt. Auch hier Versenkung der Anträge auf Aufhebung, die von allen Par- teien gestellt waren, nebst der Regierungsvorlage in einen Unterausschuß: auch hier Preisgabe dieser Anträge durch die bürgerlichen Antragsteller. Lediglich die Demokraten haben inzwischen umgelernt und sich neben den Kommunisten dem Vorgehen der Sozialdemokraten angeschlossen. Die b ü r g e r- liche Mehrheit beschloß trotzdem die Aufrechterhal- t u n g der Abbaubestimmungen. Diese Mehrheit ist im Gegensatz zur Sozialdemokratie der Ansicht, daß die Abbau- bcstinimungen für den Fall eines notwendig werdenden weite- ren Abbaus bestehey bleiben müssen, denn es sei ein Unrecht gegen die bisher Abgebauten, wenn später nach milderen, menschlicheren Grundsätzen abgebaut werden sollt«. Inzwischen hat die feste und konsequente Haltung der Sozialdemokratie in der Äbbaufrage ihre Wirkung in den Kreisen der Beamten und anderen Arbeitnehmer des Reichs und der Länder nicht verfehlt. Der Wortbruch der Regie rungsparteien bei der Frage der Aufhebung des Besoldungs sperrgefetzes kam hinzu. Die Erregung wuchs, und als bei der zweiten Lesung der Vorlage im Unterausschuß die Sozial- demokratie abermals den Antrag auf Aufhebung der Abbau- bestimmungen stellte, zeigte es sich zum allgemeinen Erstaunen, daß die Front der Regierungsparteien erschüttert war. An- statt an der ablehnenden Haltung festzuhalten, neigten die Deutschnationalen zum Entsetzen ihrer Koalitionsbrüder nun- mehr der sozialdemokratischen Auffassung zu. Stürmisch verlangten die anderen Regierungsparteien die Vertagung des Unterausschusses, die nun schon zum Schaden der Beteiligten viele Wochen dauert. Was inzwischen hinter den Kulissen im Reigen der Regierungsparteien vorge- gangen ist, weiß man nicht genau. Fest steht nur, daß es zu harten Auseinandersetzungen besonders zwischen Deutschnationalen und Volksparteilern gekommen ist, die äugen- scheinlich mit einer Niederlage der Deutschnationalen geendet haben. Denn nur so sind die Zeitungsnotizen zu erklären, nach welchen ein besonders beteiligter deutsch- nationaler Abgeordneter sein Amt in dem Unterausschuß niedergelegt hat. Um so mehr wird man jetzt darüber staunen, daß die Reichsregierung plötzlich die Zurückziehung der alten und die Einbringung einer neuen Vorlage ankündigt, die den Abbaubestimmungen endlich den Garaus machen soll. Hiernach kann festgestellt werden, daß das unbeirrte Festhalten der Sozialdemokratie an ihrer Forderung auf Auf- Hebung der Abbaubestimmungen Bresche in die Regierungs- koalition geschlagen und die Reichsregierung schließlich ge- zwungen hat, ihren unnernünstigen Standpunkt aufzugeben. Die Gegnervon gestern werden morgen die Ver- fechte? der sozialdemokratischen Forderung sein. Mehr kann man wahrlich nicht verlangen. Trotz dieser günstigen Wendung der Dinge, wird man nach einem Weg suchen müssen, der Wiederholungen der Ab- baukatastrophe vorbeugt. Uns will scheinen, daß dieser Weg ziemlich leicht gefunden werden kann. Es ist die Einführung der obligatorischen Sechzigjahrgrenze für Pensionierungen. mindestens bei Verwallungen, bei denen sich früher oder später ein Ueberschuß an Beamten zeigen sollte, und die Er» leichterung des freiwilligen Ausscheidens. Was die Sechzigjahrgrenze anbetrifft, so haben Post und Eisenbahn die denkbar besten Erfahrungen damit gemacht. Sicher ist es nicht gut, wenn noch sehr rüstige Beamte im Alter von 69 bis 65 Jahren zwangsweise pensioniert werden, und man auf ihre Kenntnisse und Ersahrungen verzichten muß: Jedoch solange die Personalverhältnisse nicht so in Ordnung sind, daß die Frage, ob hier oder da noch abgebaut werden muß, auch von der Regierung endgüllig als erledigt betrachtet wird, ist der Abbau der Sechzigjährigen gegenüber dem Abbau jüngerer Beamten das kleinere flebel. Die Erleichterung des freiwilligen Ausscheidens könnte dadurch erfolgen, daß man einige Gedanken der Abbauver- ordnung als dauernde Gesetzesbestimmungen übernimmt. Der Grundgedanke ist, dem Beamten, der freiwillig ausscheidet. für den Invaliditätsfall die einmal erdiente Pension oder. wenn er auf sie verzichtet, eine Abfindung zu gewähren. Aller- dings ist dabei unerläßliche Voraussetzung, daß er mit Ge- nehmigung seiner vorgesetzten Behörde ausscheidet und fein Ausscheiden mit den dienstlichen Erforder- nissen nicht im Widerspruch steht. Denn, wenn man einerseits den Beamten, die entbehrlich sind und die gern aus dem Dehördenbetrieb herausmöchten, den Weg ins Freie öffnet, liegt andererseits doch keine Ursache vor, jenen noch ein besonderes Aequivalent zu gewähren, die, trotzdem sie unentbehrlich sind, den Dienst nur quittieren, um hochbezahlte Stellen in der Industrie anzunehmen. Sie werden wie bisher, so auch künftig auf alles verzichten müssen. In diesem Sinne sind von der Sozialdemokratie Anträge vorbereitet worden, die hoffentlich in dem von chr erkämpften Gesetz über die Aufhebung der Personalabbauverordnung ihren Platz finden werden. verteuerte Margarine. Aus Gewerkschastskreisen wird uns geschrieben: Ob mit Abschwächungen oder in der von der Regierung vorgelegten Form— die„kleine Zollvorlage" wird als Vor- läuferin des Gesamtzolltarifs Wirklichkeit werden, bevor die Berbrauchermafsen das ihnen drohende Unheil klar erkannt haben. Auch in Arbeitnehmerkreisen herrscht vielfach des- wegen nicht immer die notwendige Klarheit über die Aus- Wirkungen der Schutzzölle, weil oft die für die Durchdringung des konkreten Falles notwendige Kenntnis der Einzelheiten fehlt. Ein Beispiel: Ueber dem Kampf gegen Getreide- und dahinter drohende Eisenzölle wird die erforderliche Abwehr gegen die geplanten ZölleaufOele und Fette zu einer Handlung minderer Bedeutung. Und doch ist gerade diese Art Zölle geeignet, eine weitere Belastung der Ver- braucher durch Verteuerung der� Lebenshaltung herbeizuführen. Durch diese Zölle werden auch die für. die Margarine- fabrikation unentbehrlichen ausländischen Rohstoffe(Palm- öle, Kokosnußfette, Tran usw.) erfaßt. Die bisher vom aus- ländischen Kapital unabhängigen deutschen Margarinefabriken sind zurzeit In der Lage, ihren Bedarf an Rohstaffen auf dem freien Weltmarkt einzudecken und sich dadurch gegenüber den mit ausländischem Kapital arbeitenden Margarinekonzernen (Jürgens und van den Bergh) konkurrenzfähig zu erhalten. Dieser Zustand würde durch Zölle auf Oese und Fette beseitigt werden. Die unabhängigen Margarinefabriken wären nicht mehr imstande, ihre Rohstoffe zollfrei vom Auslande zu be- ziehen. Sie würden auf den Bezug von Rohstoffen von der Oelmühlenindustrie angewiesen sein. Das aber ist der End- zweck dieser von der Oelmühlenindustrie erhobenen Forderung, Oele und Fette mit Schutzzöllen zu belegen. Daß mit der Verwirklichung dieser Forderung eine Steigerung der Gefahr der Vernichtung deutscher Exportsähigkeit sowie der Aus- lieferung wichtiger Industriezweige an das ausländische Kapi- tal einsetzt, braucht sie in ihren Bestrebungen nicht zu hem- men, denn sie selber ist bereits bis zu 89 Prozent überfremdet. Für den kleinen Mann bedeutet jede Verteuerung der Lebenshaltung zugleich auch Einschränkung des Verbrauchs. Wohin aber gerade mangelnde Fettversorgung führen muß, hat uns das Versagen der Fettversorgung während des� Krieges und in den ersten Iahren der Nachkriegszeit gezeigt. Millionen Volksgenossen leiden noch heute unter den Aus- wtfkungen dieser Periode. Der geplante Zofl auf die für die Margarinefabrikation unentbehrlichen Rohstoffe bedeutet eine Bertsuerung der Margarine um etwa dreizehn Prozent. Durch die von deX Landwirtschaft geforderten Getreidezölle wehren— unverzüglich und mit aller Energie. wird keinesfalls eine nennenswerte Steigerung der Fettoer- sorgung aus eigener Erzeugung erreicht werden, das heißt also, daß die Butterpreise zum Winter wesentlich anziehen werden. Butter kostet heute schon„ 2,29— 2,49 Mark das Pfund, während der Margarinepreis, wie vor dem Kriege, auf 79— 89 Pfennig geblieben ist. Was bleibt daher bei steigendem Butterpreis den Verbrauchermassen anders übrig. als sich in höherem Maße als bisher für Margarine zu inter- essieren. Sie darf deshalb keinesfalls noch eine Preissteige- rung erfahren. Vor allem aber muß verhindert werden, daß die unabhängigen Margarinefabriken unter das Preisdiktat der vertrusteten Oelmühlenindustrie geraten, weil sonst das ausländische Kapital in die Lage versetzt wird, über seinen Margarinetrust beliebig hohe Monopolpreise für Margarine zu diktieren. Dieser klug angelegte Schachzüg der Oelmühlenindustrie muß von den am Hartesten Betroffenen, Arbeitnehmern und Verbrauchern, pariert werden. Oder besteht etwa für sie die Aussicht, durch Lohn- und Gehaltserhöhungen die Preis- erhöhung ausgleichen zu können? Das wird bei der Grund- einstellung der Arbeitgeber in der Lohnfrage niemand an- nehmen. Die Verteuerung der Margarine würde also für sie eine neue und schwere Belastung ihres Haushalts bedeuten. Unverständlich bleibt, daß die Reichsregierung sich in dem Entwurf der„kleinen Zollvorlage" die die Oelmühlenindustrie einseitig begünstigende Forderung der Zölle auf Rohstoffe zu eigen gemacht hat. Die Reichsregierung selbst hat' keinen Gewinn aus Zöllen für Oele und Fette zu erwarten, da sie naturgemäß einfuhrsperrend wirken. Ja. wenn wenigstens dir Oelmühlenindustrie geltend machen könnle, daß die Zölle „erhaltend" für sie wirken würden. Aber es ist doch kein Geheimnis, daß die Oelmühlenindustrie durch das ausländische Kapital eine starke wirtschaftliche Grundlage besitzt. Die S t e i- gerung ihres Absatzes während der letzten Monate trotz fehlenden Schutzzöllen ist Beweis genug sür diese Behauptung. Die Oelmühlenindustrie sucht lediglich Extragewinne zu erzielen, die aber letzten Endes nur einer Verrentung des ausländischen Kapitals die- nen. Auch die technische Vervollkommnung der Oelmühlen- Industrie während der Inflationszeit kann nicht geleugnet werden: die Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem Ausland be- steht. Die Oelmühlenindustrie benutzt auch jetzt wieder nur die Konjunktur, um sich auf Kosteq der deutschen Verbraucher Sondcrgewinne zu verschaffen. Dagegen müssen sich Arbeit- nehmer und Verbraucher mit allen vcrfügoaren Mitteln Senpltionelle Sonderangebote 4 � HOCHWERTIGER QUALITÄTSWAREN � I ■—— � i III 11111, ii■■■!■n.ia— I». i i»ji i mn. wn jj» iii.ihili i....................' i mmm ■Jh» 9°? Connp�ts letzt* Neuheiten, von M. 59?? I© I d© f au» Waachatofton...... von M. Kleider Jackenkleider 29?? Jumper u. Westens 9?? aus Wolle und Seide, von M. 19?? StHCkkO StÜ m© 39?? Mäntel lau j©glich er Art...........von M. 13 so Blusen .von M. 090 an. DAS HAUS DER MODEN K&T KERSTEN&-TUTEUR. LEIPZIG ER STR. 36. ECKE CHARLOTTENSTR. JS- 7WFir-.MIFhFPI ASCI IMA Kl IPFllPVTFNnAlUU DA MK�P-TTD■■ * Tschechische Reaktion. Itaig. 6. Sunt.(Eigener Drahtbericht.) In Eger fand ein Zkreisfest der deutschen Arbeiterturnvereinc statt. Das tschechoslowakische Snnenministerium hat es fertiggebracht, ein Fest sozialdemokratischer Turner mit nationall st ischen Maß- nahmen zu behelligen. Die Staatspolizei in Eger oerbot die Beteiligung reichsdeutscher Arbeiterturner am Festzug und verbot außerdem den bayerischen und sächsischen Ge- nassen das Tragen ihrer Fahnen. Ms sich das Gerücht von dieser Maßnahme in Eger verbreitete, bemächtigte sich der zum Fest herbei- geeilten Volksmenge eine große Empörung. Genosse Pohl begab sich zur Polizei und verlangte die Zurücknahme des Verbots. Es wurde ihm bedeutet, daß man dies nicht verfügen könne, denn der Auftrag, die Teilnahme von reichsdeutschen Arbeitern am Festzuge der Turner zu verbieten und das Tragen der Turnerfahnen der bayerischen und sächsischen Arbeiterturner zu verhindern, sei vom Ministerium des Snnern ausdrücklich verfügt worden. Den betreffenden Erlaß legte man dem intervenierenden Genossen auch zur Einsichtnahme vor. Die Deputation, die die tschechischen sozialdemokratischen Arbetterturner zum deutschen Arbeiterturnfest gesandt hatten, intervenierte ebenfalls gegen das Verbot. Die tschechi- schen Arbeiterturner verwiesen darauf, daß beim Arbeiterturnfcst in Leipzig die tschechischen Turnvereine ungehindert in Farben teilnehmen und ihre Fahnen tragen durften und daß die Gefahr be- stünde, daß in F r a n k f u r t a. M, wo im Suli die Arbeiter- Olympiade stattfindet, die deutsche Regierung mit einer Antworlmaß- regel kommen und den tschechischen Turnern ebenfalls ähnliche Ver- böte auferlegen könnte. Aber alles war vergebens, auch eine tele- graphische Sntervention bei den Prager Regierungsstellen half nichts. Sm Abgeordnctcnhause richtete der Genosse Pohl die Anfrage an den Innenminister, was dieser in Zukunft zu tun gedenkt, wm Vorfälle zu vermeiden. Sozialdem»rr»»i?"nd Landwirtschaftszölle. Prag. 6. Juni.(Eigener Drahtbeeichi.) Die tschechisch-sozial. demokratischen Minister Dr. Markooitsch, Srba und Dr. Winter haben dem Vollzugsausschuß der Partei mitgeteilt, daß in der gestrigen Ministerratssitzung der Antrag des Außen- minister B e n e s ch auf Einführung der gleitenden Getreide- zolle zur Verhandlung kam. Die sozialdemokratischen Minister haben zu diesem Antrag erklärt, daß sie g e g e n ihn stimmen müßten; auch wenn sie grundsätzlich die Notwendigkeit des Schutzes der landwirtschaftlichen Erzeugnisse anerkennen, bedürfe nach ihrer Ueberzeugung die Landwirtschast dieses Schutzes im Augenblick nicht. Nach dieser Erklärung wurde im Ministerrat abgestimmt und der Antrag Benesch mit Mehrheit angenommen. Die sozial- demokratischen Minister berichten weiter der Parteileitung:„Dieser Regierungsbeschluß steht im Gegensatz zu dem grundsätzlichen Stand- punkt, den die Partei in bezug auf die Getreidezölle einnimmt. � Wir wurden also in der Regierung in einer grundsätzlichen Frage Ü b e r st i m m t. Daher betrachten wir es als notwendig, dem Voll- zugsausfchuß der Partei unsere Ministerposten zur Verfügung zu stellen, und ersuchen, daß der Vollzugsausschuß über unser weiteres Verhalten entscheidet." Die cheute erschienene Zollverordnung trägt bloß die Unterschriften der bürgerlichen Minister. Die sozialdemokratischen Minister hoben nicht unterzeichnet. Der tschechische sozialoemokratische Parteivollzugsausschuh trat sofort zu- sammen und beschloß, dieses Schreiben einer außerordent- li chen Part ei v e rt r e t u ng s tag u n g, die auf den 14. Sunt nach Prag einberufen wurde, vorzulegen. Dort soll die Entscheidung fallen, ob die tschechischen Sozialdemokraten die Regierung ver- lassen sollen oder nicht. Man glaubt, daß die Entscheidung für das Derbleiben in der Koalitionsregierung fallen wird. Sn der Parteioertretungssitznng wird nicht nur die Zollfrage, sondern über- Haupt das ganze Problem der Beteiligung der tschechoslowaki- schqn Sozialdemokraten an der Koalitionsregierung zur Diskussion gestellt werden. SeweMhafisbewegung (Sieh« auch 4. Seite Hauptblatt.) Oer„Ircie" Eifenbahnerverbanü am Enöe. Die Niederlage, die der kommunistische Freie Eisenbahner- verband bei den Betriebsrätewahlen im Mai davongetragen hat, hat in seinen Reihen die schrecklichsten Verwüstungen zur Folge. und zwar nicht nur in seinem äußeren Bestände und in der Größe seiner Mllglicderzah!. Die Wahlniederlage hat vielmehr die innere Schwäche dieser Organisation so deutlich erkennen lassen, daß selbst gewisse Führer der kommunistischen Bewegung innerhalb der Eisenbahner nun ein Grauen vor ihrer eigenen Schöpfung packt. Die Existenz des FEV. stand ohne- hin längst in Widerspruch zu den Beschlüssen der Kommunistischen Internationale und zur Gewerkschaftspolitik der KPD., welche die Gründung von Sonderorganisationen, nachdem sie sie vorübergehend empfohlen hatten, bald wieder verwarfen. Obwohl die KPD. die Existenz des FEV. noch eine Zeitlang d ü l d e t e, indem sie die gegen die Gründung besonderer Organisationen gerichteten Beschlüsse ihrer internationalen Vorgesetzten nicht allzu streng handhabte, zeigten sich doch bereits in den letzten Monaten vor den Betriebs- rätewahlen zahlreiche Symptome eines inneren Kampfes i m F E V., und zwar eines Kampfes, der letzten Endes zwischen der politischen Leitung der KPD. und den im FEV. zu Amt und Würden gelangten Kommunisten ausgefochten wurde. Die KPD. will der selbständigen Organisation«in Ende bereiten, während die „Bonzen" des FEV. ihren Verband erhalten möchten. Infolge des Mißerfolges der Kommunisten bei den Wahlen sind diese Gegen- säge so stark geworden, daß der Rest des FEV., der nach den Wahlen noch geblieben ist. sich wahrscheinüch ohne weitere Be- mühungen der freien Gewerkschaftsbewegung von selbst erledigen wird. Einstweilei- erfahren jedoch die harmlosen Menschen, die noch Mitglieder oder Anhänger des FGB. find, davon nichts. Der „Freie Eisenbahner", das Organ des FEV., berichtet in seiner neuesten Nummer Über eine Beiratssitzung des FEV., die sich mit den„neuesten Aufgaben" dieser Organisation beschäftigt bat. Auf der Tagesordnung dieser Sitzung stand auch ein Bericht über die Betriebsrätewahlen. Der Referent mochte den Versuch, den katastrophalen Stimmenverlust des FEV. lediglich durch dema- gogische Wahlmanöver des DED. oder gar durch Wahlbetrug zu erklären, und er versprach, daß der FEV. es dem DEV.„beweisen" wird,„daß sein Betrugsmanöver nichts nützt". Aber kein Wort sogt der Bericht über die inneren Gegensätze, die, allem zur Schau getragenen Selbstbewußtsein zum Trotz, den Todes- k e i m für den FEV. darstellen. Der Beirat des FEV. hat viel- mehr«ine Entschließung angenommen, worin er— im Gegensatz zur Auffassung der Zentrale der KPD. — den von ihm beschrittenen Weg als den für eine„revolutionäre" Bewegung der Eisenbahner einzig richtigen bezeichnet und die weitere Stärkung des FEV. sowie die„Bekämpfung aller liquidatorischen Tendenzen" fordert. Daß diese„liquidatorischen Tendenzen" von der Zentrale der KPD., also von der für jeden ordentlichen Kommunisten maßgebenden höchsten Kommondostell« ausgehen, erfährt der geschätzte Leser und ahnungslose Anhänger des FEV. aus seinem Verbandsorgan nicht. Er weiß nichts davon, daß die Aufstellung der Listen des FEV. für die Wahl des Haupt- betriebsrates lediglich unter dem Gesichtspunkt der Bekämpfung der liquidatorischen Tendenzen erfolgt ist. Aber wir wissen nun. daß die B a n a s ch a k unl. Frisch von ihren führenden Stellen auf der vorjährigen Liste entfernt worden sind, weil sie den von der Zentrale der KPD. gepflegten liquidatorischen Tendenzen hul- digten. Es wird den Miioliedern und Anhängern des FEV. auch verschwiegen, daß die KPD. bereits alle Lorbereitungen getroffen bat, um den Bannfluch gegen Schmidtk«. den Vor- sitzenden des FEV., und seinen intimen Kreis km rechten Augen- blick aussprechen zu können. Die KPD. hat erka mt, daß die Gründung und Erhaltung von Sonderorganisationen dem Ziele zuwiderläuft, das sie innerhalb der Gewerkschaften«erfolgt, denn durch solche Gründungen werden die Leute, die dem Gängelbande der Partei folgen und ihre Parolen verbreiten, von der gewerkschaftlich organisierten Masse getrennt und überdies genötigt, in eigenen Organisationen auch eigene Verantwortung zu tragen und eigene Leistungen nach- zuweisen. Darum aber ist es der KPD. bei ihrer Gewerkschafts- Politik nicht zu tun, sondern es liegt ihr nur daran, daß ihre Be- auftragten mit Hilfe der Zellenarbeit in den freien Gewerkschaften wühlen und Unfrieden Liften. Nun aber ist die selbständias Organisation in Gestalt dieses FEV. einmal vorhanden. Mit»einer Hilfe und den Mitteln der Beiträge der Mitglieder sind dort waschechte kommuni- frische„Gewerkschaftsbonzc n" gezüchtet worden, die nun, da die Zentrale der KPD. in ihrer Gewerkschaftspolitik eine andere Taktik beliebt, wie kein anderer„an ihrem Posten kleben", um im Jargon dieser Leute zu reden. Um ihren Posten zu retten, verteidigen diese„Bonzen" die Selbständigkeit ihres Verbandes mit Hörnern und Klauen selbst gegen die mächtige Zentrale der KPD. Das sind die wahrhaft edlen Motive dieser Auseinandersetzung im FEV._ Internationale /lrbeitskonferenz. 24slündlgc Vetriebsruhe in Glashülken abgelehnt. Genf, 6. Juni.(Eigener Drahtbericht.) Die Konvention über die 24stündige Betriebsruhe in den Glashütten ist in der Schluß- abstimmung, welche sür eine Annahme eine Z w e i d r i t t e l m e h r- heit erfordert, mit 68 gegen 37 Stimmen abgelehnt worden. Die Umwandlung der abgelehnten Konvention in eine Gesetzesempfehlung wurde daraufhin auch mit46gegcn 46 Stimmen verworfen, wobei ein Teil der Arbeiter- Vertreter auch für die Ablehnung stimmte, von der Auffassung aus- gehend, daß die Empfehlung zu wenig darbiete. In der Weiter- beratung der Konvention für die Unfallentschädi- g u n g konnte der durch die Kommission verschlechterte Tert des Eni- wurfes fast durchweg in seiner ursprünglichen Fassung wiederhergestellt werden. Am' Schluß der Deteilberatung ver- langten die Arbeitergruppen eine sofortige Abstimmung, um in der nächsten Woche auch die zweite Lesung vornehmen zu können. Nach längerer Beratung wurde in diesem Sinne beschlossen und die Konvention mit 5 2 gegen 44 Stimmen gut- geheißen._ Ver«.Mbeitervertreter� Roffoni. Slnstifkung zum Meuchelmord. Genf, 6. Juni.(Eigener Drahtbericht.) In Konfcrenzkreisen wird ein Rossoni-Intcroiew kommentiert, das„Popolo d'Italia" veröffentlicht. Rossoni beschimpft dort den Genossen Darraaona. das Mitglied des Verwaltungsrats, und Labrini, den„Giuslizia". Redakteur, wegen angeblicher Verleumdung Italiens auf der Genfer Konferenz. Die Faschisten werden aufgefordert, mit beiden„ein Ende zu machen" und„sie zu überzeugen", daß man nicht un- gestraft das eigene Land beschimpfen dürfe. Ein panasiatischcr Gewerkschaftskougreft. Genf. 6. Juni.(Eigener Drahtbericht.) Auf Veranlassung des Japanischen Gewerkschaftsbundes wird in diesem Herbst in Frank- reich ein panasiatischer Gewerkschaftskongreß stattfinden, der die Schaffung internationaler Organisationen aller Industriearbeiter im fernen Osten bezweckt. Außer allen asiatischen Ländern und Kolonien sollen auch Arbeiterdeleaierte afrikanischer Staaten ge- laden werden. Ebenso wird Amsterdam zur Teilnahme aufgefordert werden. sg�l ■feillto ÜS» BaumwoM" KrePP 025 »tele Farbstellungen........ ca. joq cm iwm Wasch" Krapp bodrucM, tohSna K«ro. LO und Blumeciruster............ CSi jqq cm Gesirelfto Rohseide �50 neue Streifen �5 on Bedruckte Bastseide£300 moderne Muster ca. 80 cm Krepp ramage /if)80 kleider u. Complets, viele mod. Farben, ca. 130 cm I Reiche Auswahl in Krawatten Stets Eingang»on Neuheiten. Lelpzigersfr. 43/44, Uurfurstendamm�cke Rankesfr. yüüüütlWOCXRiXJOCXXJOOOOOeXiXDOOOOOCXXXXiXDOOOCXDOOOOOOOOOOOOOOOOO'ö Strickweslen��ÄSS 5.50 Sportwesten Hwt„ �0�. 3.60 Strickjacken ÄÄÄ. 4 50 Wäschestoffe«-» bmii.... mit. 0.60 Hemdenflaneiie-Zephir..... 0.70 Damen-Hemdchen ÄÄiS- n« garnitur••••••••••••••«••' Herren-Taschentücher n 9e nit bontw Kiotc, toia QiulitJt... SWdt Herren-Taschentucher w«ia.v. Dix. 1.— Männerhemden m.emu.inmn.«» 2.— Herrenhemden 2.10 Wollene Herrensocken— 0.90 Herrensocken 0.50 Damen-Strümpfe w.n.mod.ptrbe» 0 40 Damen-Untertalllen, 0.80 Knabenhemden SoÄM 0.40 Herren-Netzhemden «ehr gu'e Amiahrtuig.... Herrenhemden SWÖT Herrenunterhosen.. 2,— von 0.90«« brüst Q Öi/ Or. b Herren-Mützen.......... 1.— Damenröcke,„Mt** r>�«. 2.50 Damen-Reisemäntel ho�». 5.50 Windjacken 8~ Manchester-Anzüge,«c_ (ackeft ganz geUiftert.......... Herrendackettanzüge ��.33-�' Khaki-Anzüge, tÄi.... 12.— Waschjoppen>!g H«rrto,hodigtKhio««. 5,50 Lüster-Jacketts wr Hm«____ 9— Schul-Anzüge 5.75 Knaben-Waschanzug,. Qn hodijMdro-ien, Or6ß« 1—5 Knaben-V/aschhosen, blau-weiß testredt und durktibliu, J"Jj Monteur-Jacken od.-Hosen. 7- mf>- leinen Mäneeln, in Itleirm Oreßen i»»»>0 Ctnffa nocm drei», für Anatlge u Ko'tflme, O iJ OlUllc.fhSnr Muster. Meier ron'".n Schlafdecken 1.80 Kinderkleidchen 2.- Kinder-Jäckchen Mnuein. Zipfelmütze ins Kunstseide für Kinder 0.45 Damcn-Sir icifhosfOinc, vo�Q0„�ä. 1 5- Dlrndl-Hiciddicn. psäs'f" 2." BAER SOHNS Berlin SÜI Chausseestr. 29-30 OOOf�- Keine Wanze melit nach ffiebraudi o Reichels Wamen- fluld„Radikar, bei Wanzen arflftet Fein» Eine Flllistgiett. die eine Ntr Won- gen a. folut tbMid) wirkende Sa»ar erzeugt und in die verdorgenften stellen, dinier Tapeten tc eindringt, mit vernichtender Ärult auch die tunkt nicht erreichbaren Brumetrer teftlo» abtöten». Größe Ii M. 0 85®t III SR. 1.50.«e IV M. 2.40 •vetrt- M. 6.—. Otto Relcnel, Berlin SO. 88. SitendndnNr.4 ErdU tich in Drrq. aber echr nur mit bc: teti'chinliu Nanz Tod«nd Teufel pitBkoLpsinake. keMleMer kauirn ie gut und pi eiswert im Photo-Spczialhaus Haller, Kottboser Darmn 9S ITähne» 5rsn�n" Plomben AaCBEHBldS Brücken:: Gebisse gegen günstige Zahlungsbedingungen sorgfältigste.gewissenhafteste Behandlung S�- Wolf Potttei Str. 55 Sprech&te 9*7, Somit» 9-12— l Mlii. üoeixb» BOlovstr* i Sonntag 7. Inn! ms Äus öec Oilm-ÄVelt Seilage des vorwärts Die Zilme öer Woche. ■x Importen. Die reichen Leute finb kalt und hartherzig, sie sind Puppen, die in schönen Kleidern spazierengehen. Das habe» di? Amerikaner uns schon oft vorgeführt, so auch diesmal«jeder und zwar recht geschickt in dem FUm„Der Roman einer Kammerzofe"(Primus-Dalasl). Ein reicher Junge heiratet die Kannnerzofe feiner Schwester, Das ist natürlich vom gesellschaftlichen Standpunkt aus ein Fehltritt, ein Ver- hiechen, das gesühnt werden muß. Die junge Frau ist tatsächlich in einen goldenen Käfig geraten, bewußt tut die angeheiratete Verwandt- schaft alles, ihr das Leben zur Hölle zu machen. Der Schwager stellt ihr nach, ihre Schwägerin sieht sie nur strafend an, und die Schwieger- mutier tut alles, um das junge Ding gesellschaftlich unmöglich zu machen. Und eigenllich ist die kleine Kammerzofe die einzige Dame in der ganzen vorgeführten Gesellschaft. Als di« Sippschaft es glück- lich so weit gebracht hat, daß unter Anwendung von Lug und Trug eme Mißstimmung zwischen dem jungen Paare steht, verläßt die Frau das Haus. Bei ihrer eiligen Flucht überschreitet sie einen Bahnkörper und bleibt mit einem Fuß in den Schienen hängen. Jeder echte Amen- ferner arbeitet selbsiverständlich mit irgendeiner Sensation, die bei diesem Film recht wirkungsvoll inmitten der Schienenstränge einsetzt. Der Mann eilt der Frau nach, beide arbeiten in Todesangst an der Befreiung, vergeblich. Von zwei Seiten brausen Züge heran, die junge Frau ruft„Elliot. rette dich!", er aber umklammert sie, gewillt, mit ihr gemeinsam zu sterben. Die Züge überfahren das Paar nicht, das sich nun endgültig für das Leben gefunden hat. Filmisch ist der Schluß sehr gut. er versetzt in Aufregung. Regisseur John M. Stahl hält seine Schauspieler in sicherer Hand und leitet sie zu einem immer diskreten Spiel. Gute deutsche Texte kamen ihm zu Hilfe, ebenso scheint eine Schere sehr wohlbedacht ihren Daseinszweck erfüllt zu haben. Die Hauptdarstellerin Mari« Prevost kann sehr viel, man sieht sie in Deutschland recht gerne. Robert E l l i s war ihr ein guter Partner, doch war sein Haar derartig pomadeglänzend, daß bei Großaufnahmen seine Frisur fast sämtliche Lichtrefiexe aus sich versammelte. Im gleichen Theater laufen«Pak und Palachon aus der Melk- reise". Es ist eine gar lustige Geschichte von Gips und Gold, von Liebe und zwei Globetrottern. Von Dänemark aus machen die beiden eine Jagd auf einen alten Krug, sie kehren heim mit einem Goldschatz, und ihre Begleiterin(Agnes Petersen), mit einem Bräutigam. Pat und Patachon kommen nach Paris, nach Pisa, an die Riviera. Das gab dem talentierten Regisseur Lan Lauritzen Gelegenheit, wunderschöne Naturaufnahmen zu verwenden. Man weiß schon von vornherein, welche Gesichter Pat und Patachon machen werden, und man freut sich jedesmal, wenn sie dies« Gesichter schneiden. Der Abenteuer sind sehr viele. Wenn Patachon Makkaroni verzehrt, wird einem schlimm im Magen, und die Tränen kommen einem vor Lachen in die Augen. Eins muß man betonen: Pat und Patachon werden durch ihre Erfolge nicht matt, im Gegenteil, die Beiden werden eigentlich immer besser. .Die Unschuld von New Jork"(Türmst raße und UT. Kurfürstendamm) sst ein Amerikaner, der das New Park vor II« Jahren vor Augen führt. Ein kleines Mädel kämpft in der Der. kleidung ihres auf See verstorbenen Bruders um ein großes Erbe. Schließlich bekommt es selbst als MädelMas Erbe, denn der benoch- teilrgte Stiefsohn des reichen Gönners heiratet nach der Entdeckung den lieben, tapferen Jungen. FürMarianDawes erwuchs eine Paraderolle, die sie meisterhaft durchführte. Außer ihr gab es auch fönst noch allerlei Ergötzliches zu sehen. Da muß man zuerst die uns so eigenartig anmutenden Trachten erwähnen, dann den ersten Dampfer, den Fulton erbaute, die erste Feuerspritze, die für ein Welt- wuisder galt, und das originell« Spritzenhaus, in dem ein Borkampf abgehalten wird. Man kann es sich vorstellen, daß die New Porker in Scharen diesen Film besucht haben. Für uns ist er ohne Zweifel auch interessant._<■ b. „Qnec durch die Wüste Sahara". U.-T. iNollendorfplah. Die Düste Sahara Ist in den setzten zehn Jahren in Mode ge- kommen. Besonders die Franzosen haben große Anstrengungen gemacht, von Algerien aus quer durch die Wüste nach Süden auf Üimbuktu zu vorzudringen. Die modernsten Verkehrsmittel, Auto- mobile und Flugzeuge, wurden in Bewegung gesetzt, ober alle Ex- peditionen mißlangen, bis man ein Automobil herzustellen ver- mochte, dessen Transportraupen dem Sande gewachsen waren. Und so ist denn heute ein Zlutomobiloerkehr tatsächlich möglich. Auf die allmodische Weise mittels Träger und Kamelen operierte eine eng- lische Expeditton, die im März 1922 von Nigeria, an der Westküste Afrikas, aufbrach, und tatsächlich ihr Ziel unter unsäglichen Mühen und Entbehrungen erreichte. Sie hatte rein wissenschaftliche Zwecke, und ihrem Führer Angus B u ch a n a n, der für den Lord Roth- schild sammelte, gelang es in der Tat, eine Anzahl � Vögel und andere Tiere neu für die Wissenschaft zu entdecken und Völker- fchaften zu besuchen, zu denen nur ganz selten Europäer vorae- drungen sind. Von diesem kühnen Unternehmen, das 3209 ZAlo- meter zurücklegte, gibt der Film ein außerordentlich anschauliches Bild. Wie der deutsche Afrikaforscher Schomburgk in seinen erläuternden Bemerkungen ausführte, macht sich der Laie kaum «inen Legriff von den Schwierigkeiten von Filmaufnahmen in diesem überaus heißen Gebiet, das mit seinem Sand alles durch- dringt, selbst die besten Uhrgehäuse. Bon Kano in Nigerien ging der Marsch durch den westlichen Sudan, das Gebirgsland von A'r und Ahaggar. berührte die Oasen Fachi und Dilma und führte dann ins südliche Algerien. Das Gebiet wird von den Tuaregs be- wohnt, die teils mohammedanisch, teils heidnisch sind, und eine ge wisse Stufe der Zivilisation erreicht haben. Nur mit dem Kamel kann man die weiten Strecken, die wasserlos sind, durchqueren, und die endlosen Sandwüsten zeigen als Wegweiser überoll bleichende Gebeine gefallener Kamele. In vielen Gebieten drohte die Gefahr räuberischer Ueberfälle. Merkwürdig sind die großen Lehmstädte, die am Südrande der Wüste seit vielen Jahrhunderten bestehen, Häuser, Mauern, hohe Minaretts, alles ist aus Lehm gebaut, ja. eine Stadt besteht im wahrsten Sinne des Wortes aus Salz, da» dort den ganzen Boden erfüllt und in einfacher Weife gewonnen wird und als Handelsartikel für unermeßliche Gebiete exportiert wird. Interessante Aufnahmen aus der Tierwelt wechselten mll prächtigen Einblicken in das Leben der in Tanz und Arbeit beob- achteten Tuaregs. Aber am tiefsten prägten sich doch die O-den der Sandwüste und dazwischen die üppigen palmenbewachsenen Oasen ein._ D. Die olpmpischen Spiele 1924. Theater am Nollendorfplah. In Eolombes fand die Olympiade 1924 statt. Deutsche waren nicht unter den Teilnehmern. Darum stellten sich viele Widerstände der Aufführung dieses Films entgegen, die energisch überwunden wurden. Führende Sportsleute kalkulierten ganz richtig, der Film bietet uns viel Lehrreiches, wir können durch ihn lernen und wir müssen und wir wollen lernen. Bei der Olympiade treibt der Ehrgeiz zu Leistungen an. Man will Höchstleistungen bewun- dern, man will Rekorde brechen. Auf jedem Sportsgebiet werden einem die besten Leistungen in voller Deutlichkeit vor Augen ge- führt. Die Zeitlupe erschließt uns Wunder über Wunder: dabei ist niemals eine langweilige Begebenheit eingeflochten. In geschickter Zusammenstellung wird sportliches Interesse mit Geschmack verbunden. Der Film imponiert durch seine Einheitlich- keit. Ohne Zweifel liegt ein Reiz in dem Bewußtsein, es gehen die besten Mannschaften der verschiedenen Länder an den Start. Da sehen wir N u r m i. den schnellsten Mann der Welt, der so kühl überlegt sein Tempo reguliert und innerhalb einer halben Stunde zwei Weltmeisterschaften gewinnt. Wir sehen, wie Uruguay eine Fußballmannschaft von tatsächlich fabelhaftem Können ins Treffen schickt. Da ist der Neger A n d r a d e, ganz Körperanspannung. ganz Aufmerksamkeit. Beim Polospiel sind selbst die wendigen Pferde vollkommen bei der Sache: wir gewahren Stabhochspringer von vollendeter Technik und eigenartige Turnübungen, die vielleicht zur Nachahmung anreizen. Stets entflammt ein hinreißender Schwung die Begeisterung. Und was das Schönste ist, man ist überall dabei, wo was los ist. Man sieht jeden Endkampf haar- genau, was einem als Besucher einer Olympiade doch noch lange nicht oergönnt ist. Zudem zeigt manches schöne Bild von Pu- blikumsaufnahmen, wie echte Begeisterung die Massen durchpulst. „Die Mäöchenhänöler von New Zork'. Der Mozartsaol hat wieder einmal einen guten Abend. Nachdem die Ouvertüre zu Ostenbachs„Orpheus" in Schmidt- G e n t n e r s temperamentvoller Wiedergabe verrauscht ist. produziert sich Harold Lloyd hochkomisch als„glücklicher Ehemann": auf dem Wege zum Standesamt wird er auf dem Straßendamm von einer Füll« saufender Autos verschont, offenbar, weil gezeigt werbe» soll, daß das größte Unglück den Vorrang hat. Dann nimmt der von dem Poiizeipräfidenten von New Dork, Herrn Whrigt, versaß te Film „Die Mädchenhändler von New Port" die Sinne des Zuschauers ge- fangen, um wieder einmal drastisch zu zeigen, daß es bei der FUm- BISKOT MEYER IN PARISBTTI DIB TÄNZERIN DIR OROSSEN OPIR ZWEITER TEIL: DAS KIND VOR DER EHE ★ OER STURMISCHE LACHERFOLG OER SCHAUBURG 121 KONIOORÄTZER STRASSE 121. BAYERN-FILMS fünft mindestens ebensosehr auf Tempo und Spannung der Handlu!>z wie auf den Sinn des Geschehens ankommt. Denn mit der Maul haftigkeit des Vorgangs hapert es in den„Mädchenhändlern" durch- aus. Abgesehen davon, daß Existenz und Organisation der Mädchc.'- händlerzunst in der Polizeiwissenschaft durchaus' umstritten sind, ist das Motiv dieses Films, die Verschleppung reicher junger Mädch» jian Zwecke der Erpressung, angesichts der darauf von den Verbrecher, in dem Film verwendeten Mühen und Kosten und der Unergiebig'-n der Tat, außerordentlich fadenscheinig. Die Art aber, wie diese Eni- führungen, die Verfolgung der Verbrecher mit allen Mitteln durch die gesamt« New Torker Polizei bis zur endlichen Rettung und un- vermeidlichen Verehelichung der befreiten Dollarprinzessinnen in Szene gesetzt werden, verdient alles Lob und gewährt in das Polizei- getriebe einer Welsstadt einen lohnenden Einblick, der durch prach, volle Bilder von New Jork zu Lande und zur See noch verschönt wird. Die deussche Kinematographie sollte auch aus diesem Film wieder lernen, daß auch im Lichtbild derjenige, der schnell gibt, doppelt gibt, und Stagnationen besonders sentimentaler Art stets und unbe- dingt vermieden weiden müssen. k. b. c. „Unter Perlenfischern auf Hawaii." Mannoshaus. Die Rahmenhandlung dieses Films ist typisch amerikanisch. Einem Ehekandidaten geht 24 Stunden vor der Hochzeit seine Braiu mit seinem Freunde durch. Dieser Kerl iit natürlich ein Schuft, der auf den Dampfern des Stillen Ozeans fein Leben mit Faljchfpicl macht. Der verlassene Liebhaber weiß in seinem Kummer' nicht ö Besseres zu tun als Perlenfischer auf Hawaii zu werden. Durch einen Schiffsuntergang, den man schon packender gesehen hat. geräi das Betrügerpaar mit einer reichen Erbin auf eine unbewohnte Insel, wo sie ein ldyllssches Dafem führen. Naturlich rettet der betrogene Liebhaber das verlassene Mädchen, befreit es als echter Gentleman aus den Klauen eines Scheusals, das fein Kompagnon ist, bringt es glücklich nach New York, wo es gelingt, das Betrüger paar um feine Beute, die erschlichene Erbschaft, zu bringen. Der Edelmut des Braven wird durch die neue Liebe belohnt. Obwohl ganz annehmbare darstellerische Leistungen geboten werden, besonders durch M'aurice Flynn und die wirklich anmutige Jean Tolley, liegt der Rehv des Films doch wesentlich in den Land- schasts- und Unterseebildern, die zudem mit Hilfe des neuen T c ch n i- c o l o r- Verfahrens farbig vorgeführt werden. Die Filme si»d nicht koloriert, sondern farbig aufgenommen und reproduziert. Die«chön» heit der Hawaiischen Koralleninseln mit ihrer südländischen Vegetation, vor allem aber'das Leben auf dem Meeresboden, das mit Hilfe der Unterwasserapparate von Williamfon aufgenommen ist, das Blitzen der bunten Fische, das sanfte Hin- und Herwoqen der Mcerespslanzen sind farbenprächtig erschlossen, so daß der volle Em- druck der Naturwahrheit entsteht. Ralph Jnce hat es oerstanden, mittels der neuen technischen Errungenschaften ein wunderbares Btld der Eüdfee mit ihrem leuchtenden Kolorit erstehest zu lassen. Taucher- kunssstücke und Kämpfe mit Seeschlangen und Polypen fügen ein sen- sationelles Interesse Hinzu,_ r. „parifette." Schauburg. Ein französischer Fortsetzungsfilm, der das Schicksal einos P»riser Ballettmädchens schildert, voller Spannungen, Verwicklungen und Abenteuer.. Weit ausholend und mit breitgesponnenen Episoden. Das genaue Filnworbild des spannenden Romans, wie er heute noch in der französischen Presse erscheint, obwohl die Vorbilder dasür bald hundert Jahre zurückliegen. Unmöglich ist es, den Inhalt zu er- zählen, und zudem würde es den Zuschauern d«i Kribbel deij.. Spannung nehmen. Paris mit der großen Over, wechselnden Milieus, das Leben auf einem portugiesischen Herrensitz, Nizza, geben den Hintergrund für die mannigfachen Begebenheiten, unter denen zwei Morde mit ihren Komplikationen für Unschuldige, ein voreheliches Kind einer Bankiersfamilie, die Entdeckung eines alten Goldschatzes und die Enthüllung, daß Parifette die Enkelin eines reichen portugiesischen Grafen ist, eine große Rolle spielen. Für die Herzensbedürfnisse aller, die aus der Schalheit ihres Lebens in solche Romantik zu flüchten lieben, ist reichlich ffesorgt. Die Photographic ist vorzüglich. Den den Darstellern steht einer weit über dem Durch schnitt: Biskot Meyer, der einen alten Kassenboten, den herzensguten Onkel und Bertrauten mit meisterlicher Charakteristik darstellt: bald rührend, bald komisch, aber immer prägnant und fesselnd. Die kleine Parifette, die so groß« Karriere macht, wird von Sandra Milo sehr hübsch und einnehmend verkörpert. Voran geht ein sehr lustiger Jack-Dempsey- Film(„Der Kamps mit dem Doppelgänger) voller Groteskheiten und natürlich sportlich sehr interessant._ Ii. Narren See Liebe. Alhambra am Kurfürstendamm. Ein unendlich zarter, fein gearbeiteter Film, der dem Geschmack des großen Publikums keine Konzessionen macht. IulesRomains vor- zügliches Manuskript wurde von Jacques Feyder wohldurch- dacht, auf Spannung und Stimmung berechnet und richtig eingestellt, zu einem ganz aparten Werk. Die schön« Arlette Marchal, die ein edles, ausorucksfähiges Gesicht hat, ist die unbekannte Frau. An der Lette eine« alten, sie oernachiassigenden Gatte», umgeben von den unleidlichsten Schwägerinnen, die man sich denken kann, ver- schlagen in das graue ewige Einerlei der ungarischen Steppen, sehnt sie sich nach Leben, nach ihrer Heimat, nach Parts. Darum geht von ihrer Photographie, die in der Weltstadt in einem Schaufenster hängt, ein solches Fluidum aus. daß vier Männer oerwirrt werden. Deren Deschick gestaltet sich ihrer inneren Dercmlagung und ihren Lebensverhältnissen entsprechend. Der Goldarbeit«(packend durch Viktor Dt na verkörpert) handelt unter einem inneren Zwonch verläßt Beruf und Heimat und endet durch Selbstmord. Der Klosterschüler (Jean Marguerittes gequälte Augen bleiben einem unver- geßlich) findet nach schweren Seelenkämpfen und oergcblichey W»acn seinen Frieden, freilich den wunschlosen Frieden der Kirche. Der Ingenieur(gespielt voni energisch wirkenden Malcolm Tod) läßt sich das Schicksal des Goldarbeiters eine Lehre sein, rafft sich auf imd schafft in schwerer Arbeit im fremden Lande. Der Maler(verständlich gemacht durch die prächtige Auffassung von Louis Lerch) malt die unbekannte Frau und schafft«in Meisterwerk. Die vier Männer haben die Frau nicht gesehen, der Klosterschüler hat sie wohl ango- blickt, aber nicht erkannt. Dem Ingenieur, dem Klosterschülcr, dem Goldarbeit« war sie nahe, doch fuhr sie vorbei. An wie manchem von uns geht wohl das Glück vorbei? Dem Fild selbst wird es, wie jeder feinen Flligranarbeit, ergehen, beide sind nur etwas für Lieb- haber.— g- frlcTUew u. Mne Zur Haus-TrinKKur: bei Nierenleiden. Harnsäure Elser eiA5. ZucKac MLmemmeKe Badescforfflen sowie Angabe büligsker Bezugs» aaellen für das Mineralwasser durciv die Kurverwaliuno Berliner fluflialcn- TempeiUofer kein Sonntag, den 7. Juni 1925 Großes Ballon-Vellfliegen des Berliner Vereins für Luftschiffahrt, verbunden mit Automobilverfolgung des Berlin. Automobil-Klubs Aufstieg von 7 bemannten Freiballons „Bitterfeld VI",„Bitterfeld VII",„Bussard",„Eridamus", „Eule",„Gradenwitz",„Martens" Beginn der Füllung etwa II Uhr vormiltags Aufstieg gegen 3 Uhr 30 Minuten nachmittags Der Füllplatz ist direkt vor dem I. und II. Platz gelegen. Anschließend an den Aufstieg Kunstflüge, Fallschirmabsprünge.— Rammen kleiner Ballons durch Flugzeuge.— Geschwaderflüge.— Abends 9 Uhr: Großes Elite-Höhen-Fcuerwerk vor den Restaurationszelten. Ab 2 Uhr nachniittags masik von zwei Kapellen Preise der Tageskarten 1 Mk. für den I. Platz und Autoplatz, 50 Pfennig für den II. Platz. Die Dauerkart, des Deutsch. Rundfluges haben volle Gültigkeit. Militär und Kinder die Hallte. Programmänderung vorbehalten. ««g Wir suchen den schönsten Bubikopf!- Staats-Theater Iming-TWer Tagl. 8 Uhr: Pfl lai Opernhaus 7'/,: Die(ieschichic vom Soldaten.■ ...... leopoldine Pu Icinclla. Renard llOnSldnilll 1 n Opernhaus am Königsplatz ZV- U.: Alt-Berliner Possenabend 5: Flieg. Holländer Schauspielhaus Rhein. Rebellen ULAP GroOcs Preisausschreiben Schiller• Theater T'/j U."Glückspilz Näheres ab Dienstag l. d. Tageszeitungen u. Kassen Der Vergnügung 3 park am Lehrter Bahnhof v.AIexander Volksbühne 2'/, Uhr: Wer weint um Juckenack? 7 Uhr: HAMLET llt 7.45 Unr; Dum%s Trianon-Th. Tagl. 8 Uhr: Die blaue Stunde Lustspiel von Felix Joskv HomlTeübaii 8 Unr: Heute und Eintritt 50 Pfg. AoneliEsev.De�aoiilaniib.KdDindiefl Radio-Vermielnnd komplette, hörfertige Anlagen Monafildie Miele 4.00 Mark! mit Eigentumslibergang und Garantie! auch Lampen-Apparaie mit Lautsprecher! Verlangen Sie kostenlos Vertreterbesuch! 1 MA Mo-llürinietiiw-CtselH | gerUn C 2. aioslerstr. St. Tel: KOnlSstadl 7330 J Metropcl-Theater »V, OrSBter Erfolg 8'/« Tausend sStze Beinditn Massenchor schöner Frauen S8 2.3, 4, 5, 6 N.« Berliner Praicr Kastanienallee 7—9 Tätlich- Gr.Variet�VorslellB. Kaffeeküche ab 3 Uhr geöffnet. Anfang 4'/, Uhr. Eintritt 50 of. IDer glänz. Joni-Spielplanrai Reich shailen-Th e a t c r 8 Uhr: Siefflner Sünder „Das Deutsche Meer" Ut-ri« ItUt m FrtJaa«! Keyul Dönhoff. Brett'l: ' Saal und Q a r t e n ß«r berühnti Kimponlita-Barthllw Karl Kraun Berliner Prafer Kastanien-Allee 7— y Täglich s Gr.Varietö-Vorslellg. Anfang 4''. Uhr Eintritt 50 Pi. Berliner Olk-Trio N e u kö H n. SV Lahnstr.74 75 L Tralirennen Ruhleben Montag. S.Juni. nadim.S Uhr iz '$n*3ißenx77ailQ7ru£r vrud ; cu/chinöaj�lsc/vyoßQri Waniol T�LniooiLonori Tdamrrv- ga/rt. in i>Qr�chu2clQr�. �ormorbiznaL �cirlxsny 3S- aurhiriBcu�tflschqrößeri driunSGror� ScL��-Olyb�Iluru� TITocLsIlo, ajjLßßf OkiniQnstr-165. cm OranJ&nrd&tz (/�txLer—' Das sroBe Programm t) Ouvertflr«:.Mlgnon*...... 2) Gesang ond Tanz am 1020 Egos M ...... A. Thomat ____ unter Mitwirkung de» o'tköw-Baiietts und der 4 Meisterfinger. 9 Dleünschuld vonNewYork Dar Lai dam wag alne» klelnan. tapfaran Midalt. Drama > aus dam Naw York vor hundart Jahren. In dar Haupt- ralla: Mario. Davis.. Vorverkauf ohne Anf.ehlag täglich mitfaflt 72-2 Uhr Ufa p Theater TURMSTRASSE (Turms traaso. Eck. Stromstru.� . Verkahrsvartlndungea: DlrMt vor dam Thaatar halfen die StraSanbahnllnlea: 3, 4, 11, 12, 13, 14. 19, 21, 44. 45. 56, 113. Autobmllniaa: Nr. II. 26. Stadtbaha: Bahnhof Beüavua ?>..?»7.yv-lftC--»L•. Die Sensation des Lunaparks Das Tagesgesprädi Sellins Heute Zmal ig. Auftreten Eintritt 2 Mark loiiurtdesBtrl. Phillirni.BI.-OrdL -Neue Well- Arnold Scholz, Hasenheide 108/114 Sonntag, den 7. Jnni: Großes Konzert uYariele-Vorstellung Erslkl. Programm, 3S Arlislen BALL DIt EaffeekBche ist ab 2 0. geölfn. Volksbeluiliguiigsn. Pnpjenttieater osv. Einlaß 2 Uhr x Anfang 4 Uhr Voranzeige! Donnerstag, 11. Juni: Gr. Riesen-Xunstjeaerwerk (Schloü Frelenfels in Flammen) Für 5 Mark monatliche Miete erhalten Sie mit Kopfhörer und Antenne. Fachmännische Anbringung der Anlage ist in dem Mietpreis einbegriffen. ( Original- T eUfan ken-Patente relchsposlamtL gembmip) Nach Zahlung von 12 Monatsmieten Anlage in ihren 12 Monatsmieten geht die gi allelnlBen Betltz üb esairue er. Theaier in SdralraUpalMl Tagl. 8'/, Uhr: Kurzes Gastspiel dir Dign-Tnnigi Chocolale KldOles Die berühmtesten farbigen Künstler Amerikas !n enha Iii« ii hngi Heute nachm. J'/,: d ganze Vorstelig. zi�ialbjKasse�r� Central» Theater 1 U: O'wlssenswnrm 1: Hilfe, ein Kind Ist v. Himmel gelallen Sonntag, den 7. Jnni nachm. 3 Uhr Besuchen Sie unverbindlich unsere Vorführungsräume oder verlangen Sie kostenlos Vertreterbesuch. Mutiü iBitelsfori-Vsmistungs-CüsIMaft ilil Berlin S. 42, Riltersh a�e 11 MoritzpUtz 2989, 2990, 2991, 2992, 2993. s Kleines Th. Täglich 8 Uhr: Angele rtik- einzelhandels an den Reichsrat gerichtet hat und die auch dem Reichstag zugeleitet werden soll, nimmt dieser aus» schärfste gegen die Zollvorlag« der Regierung Stellung. Da» Organ des Texttl- einzelhandels, die„Textilwoche', benutzt die Gelegenheit, um den Reichsbund nach dieser Richtung zu lrnterstützen. In einem in der letzten Nummer dieser Zeitschrift enthaltenen Aufsatz wird aus- geführt, daß die Zölle auf Textilien unsere Dolkswirtschast mit vn- geiähr fünfzig Millionen Reichsmart belasten. Es fei nicht zu leugnen, daß die Textilindustrie Deutschland» aus dem Welt- markt zum Teil deswegen nicht konkurrenzsähta sei, weil sie mst schon fest langer Zeit veralteten Einrichtungen arbett«. Durch übermäßigen Zollschutz will die Regierung die Konkurrenz des Auslandes zum Schutze der Verbraucher fern halten. Es fei nicht zu leugnen, daß die Industrie D«utschland» gegenüber den In- dustrien anderer Länder durch wtrsschasslicho und soziale Lasten sehr stank vorbelastet sei. Aber die» werde mehr ala ausgeglichen dusch die niedrigen Arbeitslöhne. Di« Steigerung der Textilrohstofse, iur deren Preisgestaltung die r-ndeuz in letzter Zeit dahin aehe. sich den Aorkrieqspreisen anzupassen, fei nicht so groß wie sie dura) die Ausgleichzölle erschein«. Die Zolloorlage habe nur die«in» Wir- kung, der Textilindustrie die Monopolstellung, die sie habe. zu«rhasten und weiter auszubauen. Da» stehe im Widerspruch zu der auch von dar Regierung betonjen Notwendigtest, das Preis- Niveau zu senken und zu der Notwendigkeit, eine Steigerung der Auesuhr zu iärdern. Es sei zu befürchten, daß ein derartiger<)0ll- tarif Repressalien anderer Länder hervorruien und daß statt der Steigerung der Ausfuhr die Zunahme der Possivstät der Handel». bilanz eintreten wird. Der Zolltarif werde die Wirkung eurer Selbstblockade Deutschland» haben. Wmm die Regt«. rung als Beschwichttgungsmittel anführt, daß die Zollsätze durch d« Berichtigungen(zu Nr. 263„Die Probleme um Stinnes'). Im 2. Abschnitt des 1. Teiles hinter 200 Papiertrillionsschuld des Reiches einzufügen„im Goldmarkwert von etwa 200 Milliarden.' Im 2. Teil Mitte lies: die vollständige„Kongruenz" statt Konkurrenz. Im 4. Teil 3. Zeile lies„Deslationsgewinne' statt Inflationsgewinnc und 11. Zeile„Lenkung' statt Sendung. Scheu vor der Oessenllichkeii. Die bekannte Zigarettenfabrik Muratti, die ihren Generaloerfammlungstermin verlegt hat, hat heute Pressevertretern erklärt, daß sie von ihrer Gepflogenheit, die Oeffentlichkeit von der Generalversammlung auszuschließen, auch bei dieser Generalversammlung nicht abweichen könne. Das ist um so bedauerlicher, als bei der eigenartigen Situatton in der Zigaretten- industrie, in der eine Reihe von Unternehmungen um ihre Unvbhän- gigkeit und ein weiterer Teil um ihre Existenz kämpfen, da ja bekannt- lich die Vertrustung sbestrebrmgen in der deutschen Zigarettenindustrie sehr weit vorgeschritten sind, es sehr interessant wäre, daß die Oeffentlichkeit über den Stand eines der wenigen freien Unter- nehmungen uMerrichtet wird. Guter Stand der Bergmann-Elektriziläts-Werke A.-G. Aus dem Geschäftsbericht der Bergmann A.-G. entnehmen wir noch weiter, daß die Beschäftigung aller Abteilungen im Jahre 1924 sehr günstig war und sich im neuen Jahre noch gesteigert hat. Mit be- sonderem Nachdruck wird da» für die AbteilungH, für Berg- und Hüttenindustrie und für Maschin enfabrikation her- vorgehoben, die sonst notleidende Industriezweige sind. Die Beleg- schaft hat wieder Friedensstärke. Die Bilanz zeigt gegenüber dem 31. Dezember 1923 nur geringe Veränderungen. Die voroe- nommenen Abschreibungen sind relativ hoch, besonders für den Posten Maschinen, der mst 700 000 Mk. um 20 Proz. ab- geschrieben wird. Der Reingewinn beträgt 2,27 Mill. Mk.. aus oem wie gemeldet S Proz. Dividende verteilt werden. An» der fchlesischen lexillindustri«. Von dem schlechten Stand der Textilindustrie ist in dem Geschäftsbericht der Deutschen Wollwaren- Manufaktur. A.-G. Grünberg. Schlesien. noch nichts zu merken. Obwohl sich die überreichliche Beschäftigung des Jahres 1924 im neuen Jahre nicht ganz so stärk fortgesetzt hat. hat sie im neuen Jahre„forciert und mit befriedigendem Nutzen' ge- arbeitet Ihr Aktienkapital von 8 Mill. hat sie im Jahre 1924 in einem gegenüber der Vorkriegszeit verdoppelten Umsatz von 17 Mill. mehr als zweimal umschlagen können. Der Reinge- w i n v. der natürlich in erster Linie aus den niedrigen schle- fischen Textilarbeiterlöhnen fließt, beträgt über«00 000 Mk. und hätte eine reichliche Dividende ermöglicht. Es wurde aber vorgezogen, mit Rücksicht auf die„unsichere Geschäftslage' kein« Di- oidend« zu verteilen. Bei der Beurteilnug der Lage der Textil- ytdustrie wird diese Gewinnthesaurierungspolitik(die auch sonst stille Reserven bildet, z. B. bei den Fabrikationsbeständen) berücksichtigt werden müssen. A.-/e für Wische t Waschtisch m.Splag. u. echt. Marmor 2 Nachttische mit echtem Marmor 2 Sattste! Ion 2 Stühle PAA 2 Aüflege-Mafratzea jH ell— 1 Handtuchhalter VtAWe echt Eiche iourniert Mahagoni, poliert I Ankfeideschrank, 180 cm.bret, mit Splsgel, ,'g för Wäsche 1 Waschtisch, 110 cm. breit, mit Sp'egel und echtem Marmor 2 Nachttische mit Apotheken und echtem Marmor 2 Beftstell m.ZugfederbfidV AA 2 Auflege-Matratren nlfiS— 2 Lluhla, 1 Handtuchhalter VyW« 1 Ankleldeschrank, 180 breit, m. oval Spiegsl,1/« f. Wäsche u. ScHbkast. 1 Waschtisch, 110 breit, mit/opiegei u. echtem Marmor> 2 Nachttische mit echtem Marmor pothsken tell.m.2 2 Bettstell.m.ZugfederbÄd l 2 Auflege-Matratzen 2 Stühle mit Polster' Steppdecke.,. 13.75 Daunendecke,. 91.00 Schlafdecke. 8.75 Oberbett.,. 14.75 Kissen. e.... 4.50 Oberbettbezug. 5.25 Kissenbezug... 1.60 Bettlaken..... 2.45 Ueberlaken.,., 8.75 Badetuch..... 5.50 Frottierhandtuch 0.95 Ruhebett..... 39.75 Seit 1886 Gsqß/'es Spez/afhaus Veufsch/andsfürBefffec/em.Seffenu. Sch/afzi/nmerbedarf.\ --- m FabHk, wHSUi, � -j�AufposscnlMan� Vurch sorgfckiiigsie Vorbereitungen, relchhaliige Auswahl, auhergewöhnkch billige preis« bietet flch eine besonders günstige«ausgeleqenheli für«inder-aonsektto«, Wäsche, putz, esebuhwaren, Znlotaqen, Strümpfe, Spielwaren usw. Alle Lager siad gerüstet, jedermann hat Selegenheit. feme Binder für billige- Setd nach Wunsch auszustatten. Um den Kindern ein« besondere Zreude ,u machen, haben wir in unseren Häusern einen Qmapark«tngenchtet,« dem dt« Kleinen sich in Begleitung Erwachsener nach Herzenslust vergnügen können. Karuffelt, Wurfvuden, Schietzbuden usw. werden die kleinen Ktnderherzen erfreue». �indev-WSsche MjzzÄKL-BOSkKßGttNS-MndevWäsche ____ U-- lür MiJchcn,_... V VV V WV V W W W II.__ II----- TriarerionrjBJeicher______ Fassonhemden Tu™!?™ q/zpl�s VHechesmii.Stlck.gsni., Lg. 40-9Ccra Hemden HlrMidehMi, gote Stoffo.Qffpf, 345 Tetechled-gem., Lg.40-fl0 cm.darchwog V Jüi-aol Trägerhemden ÄÄ 110975 Hohloeom garniert.... Llnge SO-IOO cm Ibl»� T rägerhemden�ÄÄiss-295 ßtiokerciefns.jSlickerelträg., Lg.50-100cinlbi£-� Fa ssonhemd en'�ÄnoÄi es a 25 Stickerei' Bin- u.-Ansatr, Länge 40-90 cm■ bis*4 Nachthemden Ä�Äa«.|5o feknitt u.eweilach.Hobls., Länge ÄS-llOcm■ bis-' Nachthemden ÄVetlÄeT 195?5o n. Lodlsaum xamiert, Länge Sö-liO cm> bis Nadithemden eckigem Ausschnitt n. schOn. Stickerei,"2 25 C 25 steh im Rfteken garniert, Lg. 60- 110 cm bis»-' Beinkleider JHVHH rem, StlekereiansaCz.. Lange üö-SO cra Kinder-Kleider S'.-T.Ä<,»ZlW Leinentmuat............. c», t5 cm lang■ mtbr Kinder-Kleider o25*'™. Batist........................ ca. tZ cm lang*■ mehr Kinder-Kleider SÄ.»' 3««gÄ wol(ina;6,.mod.mehrfärb.MBSterl c».4ö cm lang mehr Mädchen-Spielhosen'lr 97S� aasZepbit9tof[en,inU8pieltaseho,rarea.l Jahr mm njobr Qrosse Mädchen-Kleider eoo�y: 75-J10cra lang, Zeph-cd.LeiiL-ImitMci.75 om.L mehr Grosse Mädchen-Kleider .bedraoatBwl-MueeeIln,e«.75emL W 'ä-llucmL,hedraeaLBwl-Mu*9eIin,ea.75emL mtbr iatroa____________ gestreifter Kretonne......... ta. OU cm lang Mairosenkieider®~- f50?''""* ...... ea. flü , tu— 100 em lang, � �nn�rltero 74wGr.T5Pf. mehr Waschkleider 000 Stoffen....................... c». 80 om lang mm 'UrMPt. mehr für Mldeheii, Paeon-'JLS �25 Voüekleider kS&SÄ i 1 bcdrnckr, eimaibigcr Hoch, ca.60cmlang■■ mehr Knaben-Spielhosen aas gestrcllton Stoffen....... für ea. 1 Jahr■ mehr Knaben-Sporthosen 9" tür�-U Jahre, aua marine Satin, 1ftrca.ä Jahre Äi mehr Waschkittei ts-ssem uac... dnelrwog 95rt. MatrosenanzUgee�k�pfbi« aus gestreiftem Kretonne... Ihr ca. 2 Jahre mehr Kittelanzügei����rA"� »treiltem Kretonne............ für 2 Jahre■ mehr Matrosenanzügel�iau��icMS� geatieKte Kadctietoffe....... Ihr ca.2 Jahre'v mehr Burschen-Anzüge «negerwlrntenBaiunwolleUiaen.f. ea-aJahre w mehr MSdcheN'VeinNelderi45 19s Knieferm, a lt Stickerei, Lc.£0-15 Xöo-roX Binder. Gchubwaren Hemdhosen mselKleh gmehUUt.BeiakL,Lg.p6.100cBi Prinzessröcke gnWUendeFom, alt schöner Stickerei, Länge 45-100 cm Prinzessröcke und Stickereiträgern... Länge 45-100 cm Prinzessröcke JÄÄ: Stich. Nin- n-hna reich ganj, Lg. 45- 100 em Knaben-Hemden Katiaaencnesehnttt... Linge 40-85 en Knaben-Hemden Schill erferm.......... Llnge 40-85 cm Knaben-Hemden Aermeln und Flltehen, Länge 70-80 cm Nachthemden{SÄft,"" Tasche n.tarb. Besstr, Länge 55- 110 cm Nachthemden Becats oad Tasche. Ihlnge 56-1 lö cm 5%975 ltt375 2%590 BbV90 11S250 lb�295 2b7i5.395 2bi5.490 2b7�490 �pinkl�irlpr Kidchen, Knie* UemMeiaer form. ans leetem Stoir. 255 �35 mit StiekereiansatB.... Länge 80-60 cm I bis iL R�lnk AP Mädchen, Knie-_.. DeinMeiaer form, aus gut Stoff.m.OlO?50 8dek(rel*Bih*a.-Ansatz, Länge 30-60 cm bis Beinkleider ÄÄÄ 925™ eehfineaStlekereieissatn, LingcSCvöOcm � bis J Trägerhemdhosen SÄ. 935/150 Stick,«ettl. geechl. Beinkl, Lg-Öü. 100cm 4.bls�5 HAmHhntonTr4«"> f«ire stick,, i lemonosen aqeh,m Rackcngam, �50750 neffl. geechlltiL Beinkleid, Lg. JO-lUUem �bls/ Kinder-Weiss-Leinenstiefel Or. 38-33 2" in breiter moderner Form Backfisch-Schnürstiefel «•Ins, moderne Form. Kinder-Stleffelvo'Äii neo 020 o«o Fabrikat, breite, beqaeme Form...... M»%# trr. Rnr�xlf mit Qy 21-24 390 Kinder-Stiefel Grs� gute Terarbeitnng, vorzügliche Paeefom............ SrSS-26 I7.an 31-32 vorzOgi.Verarbeltf.,versch.AMttlhrunf 4�� 5" 6' Kinder-Lederhausschuhe 0r4|M mit biegsamer Lcdereoble............................| Tlirne�kllVlA Cr. 23-28 17-90 81-95 30-99 lurnscnune scgei- ats«»s«D«»«z«s tneh, mit Lcdereoble, br. r otm§§ gm mm Sandalen i.7cr?E�;0r �K � � Qualität, bequeme Form...... Kinder-Stiefel Kuaben-Semden 110-125 mit>fatroscnaauchnitt,Lg.4S-8D X Ö0-8O X Jeder, gute �50£90£90£Z0 I Turufchnhe mit enfegoceenerGuraniteohle, GrSee- 23-288® 27-90 320 9 40 �«O /äso I 27-90 O»1-95 O 88-99| -Kwder Tritoiagen CSlCttttlPVC Kieler Matrosenhüte 925 mit Bandgaraitur, in Terscbiedcaen Formen JL Ungarnierfe Llseretformen-,25 schwarz, braun, marine.................... Z. Kleine Liseretglocke z mit Bandichieiie.......................... j Waschpikee-Südwesfer..... Kinder-Sweafers qc ß�iio WadenslrümpfellSJ 90 /IQ und1/! Am............. Grösse 3545 cm IKVdOcml wolle, grau und beige, einfarbig 4-6 J Kinder-Höschen Bvcaters passend....... ardsse 30 40 em 7 � Oim-se O C / J45 55cmO Jpf. Wodensfrümpfe..>53„73„93rt Prima Baumwolle mit Wollrand 1-3 25 Mäddien-Satlnhosen rnm Ankn8pf«n....................... Srüsae I Welter» 195 QrBöPL 1 10 I mehr Madchen-Satin-Turnhosen 975 c£w? Torsehriftemiealgo Form............. Orts«« 45 � mehr Kinder-StrümpleÄ 50 Aß i\ 95 schwarz, braun, grau, weise...... JO, UCJ./ tJ, Ki nd er-S porfsf rü m pfe��°'i 25 �«g7s-� und braun, mit bnnten Bändern..... OrSsse 2l 25 Pf. mehr rstlingshemdchen /-c q/t 125 TorzügL Stoffe, verechied. garmO �7 JPt I Sfrickjäckchen 7� 125 gute Qualität......... Grüne« 14/-/Pf. hie I Strickjäckchen 115 i«5 leine Glanzgtrn wäre Grösse 1-6 I bis> Unterlagen-ir 110125 gute StoltonqoaliUt, Gf. 40X50'-'Pf.»> Wickeltücher 195 sittm 950995 gute �loltoaqualitÄt 78 90• 80-90 X X Tafchentüwee Kinder-Tücherwrf„BaH.t/cn q« mit tarbigei Kerdclktnte. Dtzd. VJt-/ ri. SJTl Kinder-Tücher weise Ballet, mit farbig 120 gegUckten Bildern....... S Stück im Karten I Kinder-Tücher wd.« uno«. mtt 125175 bunter Kante, etarke Qualität...>/, Dtzd. I I Kinder-Tücher wei» s»«.»,«it 5�1? 175 Lohleaom u. tarb. geeüeki. Buchstabe'J, Dtzd. I HERMANN TIETZ Soaatag 7. Mnterhaltun Vellage ües vorwärts ' i*'i?' wenn ich wieder zur Welt käme... von Zeitz Müller-Partenkirchea. Zuerst hatte ich natürlich auch ein Wbutn, ein Album mit Sprüchen. Und natürlich mußten mir alle meine Klassenkameraden l, ineinschreiben: rechts den Spruch und links ein wunderschönes Ab- ziehbild. Auf die Abziehbilder besinne ich mich nicht mehr recht. Nur daß sie rot imd grün und blau waren, das weiß ich noch. Aber von den Sprüchen weiß ich noch eine Menge. Denn es waren eiserne Sprüche, die seit Menschengedenken in die Kinderalbums ein- geschrieben werden. Das Klingklang dieser Sprüche erbt sich fort. Auch meine Kinder haben sie schon drinnen stehen. Da ist einer, der in keinem Album fehlt: Rosen, Tulpen, Nelken, Alle Blumen welken, Nur die eine Blume nicht, Welche heißt Vergißmeinnicht. Und dann ist«in anderer da, der lautet unweigerlich: Wenn du glaubst, ich sieb' dich nicht Und treib' mit dir nur Scherz So zünde ein Laternchen an Und schaue mir ins Her� Oder einer, der merkwürdigerweise von den srSHNchsten Album- desitzertm�en bevorzugt wird: ! � Und wenn ich einst gestorben bin, -V So geb zu meinem Grabe hin Und schreib' auf meinen Grabesrand: Diese Hab' ich auch gekannt. Oder es wird ein dicker unverstanden« Spruch aus den Schillerschen Werken in Daters Bibliothek ab- und tn da» Album hinemgeschrieben. oder ein zierlich-lockerer von Goethe» den sie lächelnd erst zehn Jahre später zu verstehen beginnen. Und natürlich fehlt aus dem ollerlegten Blatt nicht diesen: Wer dich lieb« hat als ich, D« schreib« sich fing» hinter«ich. So verschieden olle diese Sprüche auch sind, eins haben sie all« gemeinsam: Ueber die Persönlichkeit, die Seele der kleinen Schreiber oder Schreiberinnen sagen sie nichts aus. So wenig, wie es die Ansichlskarlen unserer Erwachsenen tun mit den hingeschmissenen �herzlichen Grüßen�. Auch der süße Schlußsatz von»dein« dich ewig liebenden Freundin", od«»zur unvergeßsichen Erinnerung an deinen treuen Freund" geben noch keinen Aufschluß über die jungen Menschlein, wie sie damals wirklich waren. Das haben wir auch alle gefühlt, als wir älter wurde». Da ver- schwand eines Tages das Album mit den Sprüchen und räumte seinen Platz dem Albuni mit den Photographien ein. Jeder von uns hat schon ein Photogrophienalbum gehabt oder hat es. Und manche stille Stund« ist er darüb« gesessen und hat sich wiederholt: „Ja. ja, so sah sie aus?—»Ja. ja. so schaute er aus. mein Kamei ad." Aber es war auch eine Täuschung. Wir wurden kritisch« und erkannten, daß Photographien lügen. Mehr oft noch als die Kind«- sprüche in den Albums. Rein, dieses gefrorene Lächeln hatte mein Freund ni«. Da» hat Ihm der Photograph angehext. Nein, diese steife Haltung und den hochmütigen Zug um den Mund hatte meine Freundin niemals. Beides ha: sie als Maske umgetan vor dem zudringlichen Glotzauge de» Photographenapparates. Nein, nein, ich kenne keine Photographie meiner Freunde, die meiner Freunde Seele eingesangen hätten. Und da war es, daß Ich auch das Photographiealbum auf die Seite legte, um es nicht mehr aufzuklappen. Und als ich lange genug nachgedacht hatte, da hatte ich's: Ein Buch mußte es sein, in das meine Freunde von sich selb« was hineinzuschreiben hatten. Keine »Nosen. Tulpen. Nelken", sondern etwas, das wirklich aus ihrem Hirnkasten kam, gereimt od« ungereimt, dumm oder gescheit, lang oder kurz— wenn's nur von ihnen selber war. Und ich muß es bekennen: ein paar von diesen Sätze» waren kebendige Nerven in der Erinnerung der Seele. Da stand einer: Laß ma mei Ruah! Wenn au, diesem Satze nicht die Seele mein«? Freundes Julius heraussprang, dann heiß« ich Hans. Oder nach einer: Arbeitst d', stirbst V Arbeitst d' net, stirbst d' aa—- Also arbeitst d' net. Wer and«, als der faule Paulus Hai den Satz wohl schreiben können? Fleisch von seinem Fleisch und Blut von seinem dicken Blut. Aber das waren drei oder vier brave Sprüche unter einem Wust von anderen Schreibereien, die schlimmer waren als Photo- graphien oder Abziehbilder in den Kinderalbums. Fast allen diesen Sprüchen m«kte man es an, wie sich der Schreiber in Positur ge- setzt, wie er an dem Feb«halt«r taute, wie« zähsküssig einen ein- zigen Gedanken in seinem Kopse wälzte, den Gedanken: Wie fange üh's nur an. damit das, was ich schreibe, recht bedeutend aussieht? Das heißt,.bedeutend", dachte er, wir. die wir's nachher lesen mußten, hießen es.g'fchwoll'n" und lachten uns den Buckel voll über die gravitätischen Schritte oder die langen Stelzen. Aber später haben wir nicht Mehr gelacht, später, als wir das Erinnerungsbuch wieder hervorzogen, um mit unseren alten Freunden Zwiesprache zu halten, und als uns ibre Seelen aus dem feierlichen Getrappel ge- feister Worte nicht mehr erstehen wollten. Und damals haben wir uns überlegt, ob's eine Frage gäbe, mit deren Beantwortung uns«e Freunde, ohne daß sie's wüßten, eine Blitzlichtaufnahme ihr« Seele geben müßten. Eine Frage, die so fröhlich war. daß sie den Ernst, den Riesenernst, der im Grunde da- hintersteckte, gor nicht merkten. Eine Frage, die so einfach war, dag keine Möglichkeit bestand, sich saltige oder brokatartige Ge- wänder daraus zurechtzuschneidern. Eine Frage, die so geschwind dahergeritten kam, wie ein Wirbelwind, der unsere Seele aus- blättert, ehe wir uns recht versehen. Und ich glaube, wi» haben diese Frage letzt gefunden: Wenn ich wieder aus die Welt käme, so... heißt diese unscheinbare Frage. Und gleich hinter dem.so" blatte� sich die Seele uns«« Freunde auf. Auch wenn da» Buch ihrer Seele dunn. ganz dünn ist. Ein paar Blättlein hat es doch. Und diese werden umgeschlagen. Irgendeine Sehnsucht hat ein leder Mensch. Und. ihr dürft mir's glauben, einen besseren Hahnenschrei für diese Sehnsucht, daß sie wach und geständnisfreudig werde, einen besseren Hahnenschrei für diese Sehnsucht gibt es nicht als: Wenn ich wieder aus die Welt käme, so... Da gibt es kein Entrinnen. Wie ein Schraubstock umklammert uns der Satz:.Wenn ich wieder auf die Welt käme, so..." und preßt uns«in Geständnis aus. Kein Unterschied ist zwischen jungen Seelen, alten Seelen— all«, alle müssen sie bei diesem Satze Farbe bekennen. Ich habe sie gesammelt, diese Forben. Bunt genug ist die Palette, und es ist ein arges Durcheinander. Aber echt sind alle diele Farben, und ungeschminkt und echt erheben sich daraus auch unserer Freunde Köpfe und nicken uns zu: Ja. so. das sind wir. Wenn ich wied« aus die Welt käme, so würde ich ein Huhn— schrieb mir ein kleines Mädchen auf die Palette— und wen» ich das»«-m« 8*# hatte, ich«tt de» Sock-! tenzirrrn.... Michels Entfettungskur. r*� Das haben wir von der stabllea Währung: Der ZNichel leidet an Ueberernähruag! Nachdem man ihm lange aus das verftopfle, Ueberfulterle Eingeweide klopsle, Entschloß man sich endlich, mit Absührmlkleln Sein Inneres durcheinanderzuschültesn.— Oslelbien liefert für alle Zölle Einen ganzen ZNislkübel Einfuhrzölle. Die Konsistorien segnen in schlichler Gesalbter Weise den Elnlauflrichter. Schon naht im Hintergrund Herr von Seeckl ZNit seinem Rcichswehretak-Laxinkonfekt. Die Justiz macht ihm die Deine grade; Das Finanzamt bringt Steuermarmelade. Es liefert, gegen Verftspsung der Seele. Die deutsche hanssrau gemütvolle Oele.— So griff man zur Radikalkur Als Ersatz für die fehlende Stahlkuri Wenn ich wied« auf die Welt käme— schrieb mir ein Gymnasiast, den seine Eltern durchs Gymnasium«(ölten—, so würde ich ein Fahrradlehrer oder Schrein«... Wenn ich wieder auf die Welt käme— schrieb mir«tn artiges Mädchen—, so würde ich meine eigene Puppe werden.., Wenn ich wieder auf die Welt käme— bekannte mir ein Jugendfreund—, so sollten meine Lehrer Buben sein und ich ihr Lehrer, damit sie einmal sähen, wie... Wenn ich wieder aus die Welt käme— schrieb ein Freund, d« es hoch gebracht hatte in der Regierungslcmfbahn—, so möchte ich ein Bauer werdeu... Wenn ich wieder auf die Welt käme— schrieb mir ein«, d« ein unverbesserlicher Weltverbesserer war—, so würde ich alle Dummheiten vermeiden, die ich bis jetzt... Wenn ich wieder auf die Welt käme— schrieb ein ander« dar- unter—> so würde ich alle Dummheiten wiedermachen, die Eine deutsche �ustschiff-Expedition nach dem Nordpol. Umfassende Vorarbeiten werden jetzt für eine Expedition ge troffen, deren glückliche Durchführung für die Wissenschast von un- absehbarer Bedeutung werden wird und die das Ansehen des beut- schen Namens in der Welt stärken wird Es ist dies der Flug nach dem Pol, der aber nicht, wie von Amundsen, mit einem Flugzeug, sondern mit einem großen, eigens zu diesem Zweck gebauten Luft- schiff unternommen werden soll. Der eigentliche Vater dieses Ge- dankens, der für seine Durchführung jetzt besonders tgtig ist, Haupt- mann Walter Bruns, macht in d« Frankfurter Wochenschrift»Die Umschau" nähere Mitteilungen über dieses gewaltige Unternehmen und über die Art, wie es ausgeführt werden soll. „Die Dorarbeiten an der von mir geplanten Erpedition schreiten rüstig vorwärts, sie werden nicht nur von der deutschen Wissenschast, sondern auch von großen Teilen der ausländischen Wissenschaft mir Interesse verfolgt und tatkräftig unterstützt. Die technischen und finanziellen Schwierigkeiten sind jedoch so umfangreich, daß mit einer Ausführung der Expedition vor Frühjahr 1927 keineswegs zu rechnen ist." Keines der gegenwärtig bereits vorhandenen Luftschiffe kann für die Bedürfnisse einer Nordpolfahrt in Frage kommen. Ein solches Polarluftschiff muß für diese besonderen Zwecke«- baut werden, und die bedeutendsten Männer der deutschen Wissen- schast und Technik, die Bruns bei seiner Arbeit unterstützten, sind nach zweijähriger Tätigkeit zu der überraschenden Tatsache gelangt, daß es heute ohne weiteres möglich ist, ein Luftschiff zu erbauen, das allen Anforderungen an eine solche Erpedition genügt, und das einem modernen Großluftschiff init 12S Kilometer Eigengeschwindigkeit keine Wilterungsschwierigkeiten entgegenstehen. Die Ausfüh- rung des Unternehmens denkt sich Bruns so, daß das Luftschiff in" irgendeiner Halle, die außerhalb der Polarzone liegt, gebaut wird. Es wird an einen sogenannten Ankermast, einen eisernen Turm von etwa SU Meter Höhe, gelegt, und zwar am besten in Murmansk, dem nördlichsten mit der Eisenbahn erreichbaren Punkt, von dem die Expedition auegehen soll. Dia Fahrt wird wegen der Nebel im Somm« am zweckmäßigsten Ende April oder Anfang � Mai angetreten; sie wird von Murmansk über Kaiser-Franz-Josef-Land, die Gegend des Nordpols, dann über das unbekannte Gebiet nördlich von Kap Barrow auf Alaska führen und in Nome oder Anadyr enden. Dort wird das Lustschifs wieder an einen Ankermast ge- führt, wo es Gas oder Betriebsstoff nachfüllen, kann. Die Rück- fahrt soll dann nach einer Ruhepause auf einem anderen Wege angetreten werden, der über den mehr nach Sibirien zu liegenden Teil des unbekannten Gebietes führt, das etwa die Größe von Europa hat; dann wird man nach d« Ostküste des im Kriege ent- deckten Nikolaus-Landes fliegen und dieses neuentdeckte Gebiet seinem ganzen Umfange nach erkunden sowie stereophotographisch vom Luftschiff aus vermessen. Von dort kehrt das- Luftschiffs über das noch unbekannte Gebiet östlich und südöstlich von Koiser-Franz- Josefs-Land und nördlich Nowajg Semlja nach seinem Ausgangs- Jjojen Murmansk zurück. �.... Der Weg, van das Lufkfchiff auf dies« Fahrt zurückzulegen hätte, ergäbe nicht ganz 6000 Kilometer, und das wäre ja nach der Fahrt des Am«ika-Luftschisfes nichts Besonderes. Aber ein solcher Flug über den Nordpol stellt doch noch ganz andere Anforderungen, und deshalb muß das Polarluftschiff ganz anders gebaut sein. Ein solches Luftschiff ist nämlich bei einem Unfall ganz allein auf sich selbst angewiesen und kann sich nicht in der Not auf 5lriegs- oder Handelsschiffe und auf deren Radiostationen stützen. Daher muß ein solches Expeditionsschsssi so stark gebaut und so durchdacht sein, daß es alle nur mögliche» Sicherheiten in sich selbst besitzt. Sodann muß es kür den Fall einer Strandung die gesamte Notrüstung an Bord Häven, um der beträchtlichen Teilnehmerzahl die Möglichkeit einer Rückkehr zu gewähren. Da eine solche Notausrüstung für »twa 50 TO □ im 7000 Kilogramm wiegt und das Gewicht der Bc- fotzung von 50 Köpfen mit Kleidung und Schlafgelegenheit weitere 5000 Kilogramm beträgt, so müssen diese 12009 Kilogramm in die Berechnung mit einkalkuliert werden, da die Besatzung nicht ver- ringert werden kann, weil nur eine größ«e Anzahl Teilnehmer die wissenschaftlichen Aufgaben des Unternehmens durchzuführen oer- rnog..';-• Besondere Schwierigkeiten oeniisocht die Schisfssührung, da die üblichen Kompasse in diesen hohen geographischen Breiten ver- sagen. Die Orientierung nach der Sonne bleibt unsicher, obgleich sie gerade im Mai im Nordpolargebiet Tag und Nacht scheint, denn sie kann ja von Wolken verdeckt sein. Das einzige technische Mittel, um dieses Hindernis der Navigation zu überwinden, ist die Funken- telegraphie, deren Verwendung große Vorbereitungen erfordert. Es muß einmal eine besonders starke und zuverlässige, also auch sehr schwere Sendestation an Bord des Luftschiffes.vorhanden sein, die mit 4 Croßstmkenstatwnen am Rande des Nordpolargebietes zusarnmenarbsitet. Alle diese 5 Stationen müssen dem Umstand? Rechnung tragen, daß das Nordpolargebiet im Mai beständig von der Sonne durchleuchtet ist, wodurch die funkentelegraphssche Normal- leistung wesentlich herabgesetzt wird. Außerdem, aber muß das Lustschiff noch eine Art funtentelegraphischen. Kompaß mitführen, um bei der dort unbekannten Lage der Längsachse des Luftschiffes zur Nordsüdrichtung diese bestimmen und danach steuern zu können. Zu den wetterkundlichen und meereskundlichen Forschungen sind noch weitere Einrichtungen notwendig, die an dem Luftschiff angebracht werden müssen. Das Polarlustschiff wird demnach etwa 150 000 Kubikmeter Gas fassen, eine Eigengeschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde haben müssen und für alle Motoren Brennstoffe für 100 Betnebsstunden mitzusühren haben. Der Kartoffelkäfer. Im Juli 1922 kam aus Frankreich die Nachricht, der gefürchtete ainerikanifche Kartoffelkäfer fei unweit von Bordeaux auf Kartoffeläckern aufgetreten und habe sich bereits über 250 Quadratkilometer in der Gironde ausgebreitet. Wer die Geschichte der Entwicklung der Kartoffelkäserplage in den Bereinigten Staaten von Amerika kannte und die Fälle der, mehrfachen Ein- schleppung der Schädlinge in Europa noch in der. Erinnerung hatte, wußte die Bedeutung d« Botschaft nicht nur für Frankreich, sondern auch für den Kartosfelbau der Nachbarländer richtig einzuschätzen. In Nordamerika hatte sich der Käs« in 18 Jahren von den Rocky Mountains bis zur Atlantischen Küste über eine Landflüche von der sechsfachen Größe des Deutschen Reiches- ausgebreitet..Der Ozean hatte ihn nicht gehindert, nach Europa zu kommen.'In Deutschland war es ihm fünfnial gelungen, sich auf Kartoffelfeldern niederzulassen und so stark zu vermehren, daß es. der. größten Anstrengungen bedurfte, ihn an seinen Einfallstellen auszurotten. Lediglich der rechtzeitigen Entdeckung des Feindes und d« unverzüglichen, rücksichtslosen Durchführung der Dertilgungsmaßnahmen war es zu oerdanken, daß sich der Käfer bisher auf europäischem Boden nicht dauernd festsetzen, ausbreiten und den Kartoffelbau so schwer schädigen konnte wie in Nordamerika. In den Vereinigten Staaten hat'der Kartosselbau wegen des Koloradolöfers stellenweise- überhaupt auf- gegeben werden müssen und im übrigen, trotz der regelmäßigen An- Wendung kostjpieiiger Lekampsungsmaßnahme«. jährliche Ernte- einbüßen van 30 fcs 30 Moz. zu tragen. Einkristallmetalle. Bon Dipl..Jng. Dr. Hamm. Einer der bedeutendsten Mathematiker de» IS. Jahrhunderts hat einmal den Vorwurf, leine Arbeiten feien ohne praktischen Wert, mit dem Wort« abgewiesen: die Wissenschaft arbeitet, mangels Be> stellungett. auf Vorrat. 3» der Tat hat es sich noch fast immer ge- "zeigt, dah wissenschaftlich« Untersuchungen, die ohne jede Beziehung zu praktischen Dingen standen, schließlich doch technische Anwendung fanden, die sie höchst wertvoll machte. Wie weltfern und abstrakt erschien der Generation etwa um 1870 die Maxwellsche Lehre von der Elektrizität, und doch dauerte es kaum zwei Jahrzehnte, bis sie in den Hertzschen' Versuchen und Marconis kühner Tat ihre praktische Wichtigkeit bewies. Maxwell hatte auf Vorrat gearbeitet. Manch- mal dauert es noch länger, eh« die wissenschaftliche Erkenntnis ver- wertbar wird, manchmal geht es frellich auch noch viel schneller. Und es scheint so, als ob w neuester Zeit diese Geschwindigkeit sich bedeutend gesteigert hätte. Denn das jüngste Kind der Physik, die Atomtheorie, deren Ausbau kaum begonnen hat, bat bereits angefangen, Früchte zu tragen und ihre praktische Wichtigkest zu erweisen. Wir wissen, daß die Atome aus einem positio-elektrisch geladenen Kern bestehen, den die winzigen, negativen Elektronen, die eigent- lichen Eletrizitätsatame, mit ungeheurer Geschwindigkeit umkreisen, ähnlich wie dl« Planeten die Sonne, nur eben viel schneller. Der Abstand der Atom« voneinander im festen Körper ist ungeheuer groß gegen ihre eigenen Abmessungen, so daß sich so tleine Körper, wle es die Elektronen sind, frei dazwischen bewegen können. In der Tat schwärmen eine Menge Elektronen tn dem freien Raum zwischen den metallischen Atomen herum: bewegen sie sich in einer Richtung. so entsteht die Erscheinung des elektrischen Stromes. Gewöhnlich bewegen sie sich aber höchst unregelmäßig. Bei der regelmäßigen Bewegung finden nun zahlreiche Zusammenstöße mit den Atomen statt, deren Elektronen dadurch in heftige Schwingungsbewegungen geraten, die sich nach außen als Wärme kund tun:«in von Strom durchflossener Körper erhitzt sich. Widerstand eines elektrischen Leiters nennen wir die Größe, die das Maß der Erhitzung bei einer Stromstärke von 1 Ampere anzeigt. Je unregelmäßiger die Metall- atome liegen, um so mehr Zusammenstöße mit den freien Elektronen finden statt. Es ist nicht anders, al» sollten Wagen durch eine Straße fahren, an deren Rande, oder manchmal auch mitten drin. Bäume stehen: da sind Zusammenstöße in der Geschwindigkeit nicht zu ver. meiden. Ständen alle Bäume hübsch regelmäßig am Rand« de» 'Weges, so würden auch die Zusammenstöße oermieden oder an Zahl sehr verringert. Eine solche ganz regelmäßige Lagerung der Atome haben wir nun beim Kristall, der seine besonderen Eigenschaften, z. B. die Licht- Xbrechung, diesem Umstände verdankt. Gelange es, ein Metall ähnlich wie einen Kristall ganz regelmäßig aufzubauen, so würde der Stroin der hindurchflutenden Elektronen einen viel geringeren Widerstand finden, die Zahl der Zusammenstöße und damit die Größe der Er- hitzung müßte kleiner werden. Das ist der leitende Grundgedanke bei der Konstruktion von Einkristallmetallen. wodurch e» in der Tat gelungen ist. die Größe, die wir für eine ganz unveränderliche Natur- konstante hielten, den elektrischen Leitungswiderstand, ganz wesentlich .zu verkleinern. Di? Amerikaner haben sich auf die Herstellung von Cinkristallkupser geworfen und damit einen ganz bemerkenswerten .Erfolg erzielt. Da» Einkristallkupfer wurde hergestellt durch all- mähliches Erhitzen und Abkühlen reinen Kupfers in einem elektrischen Hfen, der eine genaue Regulierung der Wärme gestattet«. Wird ge- schmolzenes Metall schnell abgekühlt, so entstehen sehr kleine Kristalle, kühlt man die geschmolzene Mass« langsam ab, so entstehen größere Kristalle. Im Laboratorium der General Electric Eo. kühlte man nun das Metall so außerordentlich langsam ab, daß nur ein einziger Kristall entstand, der da» ganze geschmolzene Metall enthielt. Roch diesem Verfahren konnten oann einzelne Kristalle hergestellt werden. die mehr al« 21 Millimeter Durchmesser hatten bei 150 Millimeter Länge. Die Leitsähigkest eines solchen Stabes ist um 13 Prozem größer als die gewöhnlichen Kupfer, ein Ergebnis von bedeu.-ender praktischer Wichtigkeit. Man sieht daran, wie wenig man einer wissenschaftlichen Untersuchung von vornherein ansehen kann, wozu sie einst führen wird._ Die?es«s-Saße. Georg Brandes, der feine unverwüstliche Greisengestall vor kurzem hier bei uns Hintsr dem Vortragstisch zeigte, hat nach Goethe, Voltaire, Michelangelo und Caesar nun auch noch über Jesu» als historische Gestalt gehandelt. Diesmal hat er nicht eines seiner voluminösen Bücher geschrieben, sondern eine anderthalb hundert Seiten lange Kampfschrift. Sie ist unter dem Titel.Die Iefus-Soge", wie alle seine Publikationen, bei Erich Reiß in Berlin erschienen. Den Stoff beherrscht dieser, anscheinend von keinem Wer ge- schwächte Kopf auch hier, höchstens, daß ihm die allerneuesten Werke wie die von Drews, die eine astralmythische Erklärung der Jesus- gestalt bringen, unbekannt geblieben sind. Dafür kennt er sich in der holländischen, skandinavischen und angelsächsischen Fachliteratur aus, die zu einer Verneinung der Geschichtlichkeit Jesu gekommen sind. Brandes, der große Sohn der Aufklärung, handhabt nicht nur die Ergebnisse der philologischen Kritik mit Geschick, er ist auch hier der Psychologe, der den Mut hat, mit den Mitteln des.denkenden Menschen� an eine Literatur heranzugehen, die uns allen tief im Gehirn sitzt. Von der Parallele der Tellsage geht er aus, um einen Eeschichtsvergleich oder vielmehr einen Sagenvergleich zu gewinnen. Seine Haupttendenz ist, die Evangelien als Kompilationen aus dem Alten Testament vor allem zu erklären und die Fama von der Einzigartigkeit der christlichen Ideen durch Dergleichung mit den älteren und gleichzelligen mythischen und theologischen Systemen zu' zerstören. Neue Weg« oder neue Resultate fördert Brandes nicht zutage. Dos will er auch nicht. Er will zusammenfassen. Was an dem Buche fessell, ist die Tatsache, daß ein Greis von über achtzig Sohren es für notwendig hält, sich zu dieser Fratze noch entschei- dend zu äußern, und die Art. wie er Stellung nimmt. Er greift dabei den Wahrheitsgehalt des Christentums nicht prinzipiell an, wenn er auch seinen absoluten Wert auf einen relativen Wert redu- ziert. Es kann in der Tat kein.denkender Mensch" gegen seine Kritik der Eoangelienethit etwas einwenden, wenn er sagt, daß die griechisch-römische Moral sehr hoch über der stand, die die Evangelien Jesus in den Mund legen, und daß der Grundgedanke der Heid- Nischen Moral, daß die gute Tat ihr eigener Lohn ist, keinem der anonymen Evangelisten auch nur vorgeschwebt habe, da sie völlig in einer primitiven Belohnungsmoral befangen gewesen seien, ebenso wie die„Intelligenz" dieser Anonymi, die bekanntlich erst im zweiten Jahrhundert nach Christi angeblicher Geburt ihre angeb- lichen Berichte niedergeschrieben haben, keineswegs von.höchstem Rang" gewesen sei. Brandes erweist auch hier wieder die Fähigkeit, naiv zu sehen, d. h., alle Ueblichkeiten und Traditionen der Anschauung über Bord zu werfen, und ganz unmittelbar das zu lesen, was da steht. So findet er sozusagen ganz neu die paradoxen Widerspruche m den Evangelien, die ein denkender Mensch eben nicht einfach als selbst- verständlich hinnimmt, so findet er Gleichnisse.schnurrig", so nennt er die Gebetstechnik der christlichen Lehre eine.parodsstische Vor- stellung" und so hat er die Courage, die Apokalypse einen.Horst" zu heißen,.in dem sich die menschliche Torheit nun schon das zweite Jahrtausend eingenistet, sich dabei innig wohlgefühll und kräftig be- stärkt gefunden hat". Dos Büchlein ist mll unvermindertem Temperament geschrieben, Daß ein Mann dahinter steht, der dt« Weltgeschichte zu einem plane- tarisch weiten Selbstbewußtsein ausgestattet hat, darf als besonderes Plus angesehen ryerden. Otto Ernst Hesse. De* echte„öieöermeier'. Vor 75 Jahren verstarb in Fechingen im badischen Kroichgau der Dorfschulmeister S a u t e r und hinterließ u. a. seine.Ge- sammelten Gedichte", die er fünf Jahre zuvor hatte drucken lassen. Sauter war kaum je über die Grenzen seines Dorfes hinaus- gekommen und frei geblieben von sentimxntylen, weltschmerzlichen und politischen Anwandlungen. Seine Gedichte waren ganz ernst gemeint und nicht auf Erregung der Lachmuskeln berechnet. Weil sie aber unbeabsichtigt doch diese Wirkung hotten, wirkten sie doppell lustig. Einige Beispiele mögen dies erläutern. Als Sauter nach iZjähriger glücklicher Ehe Witwer wurde, sang er: .Traurig ist es einsam leben. Einsam schlafen, nicht« daneben!" Heber ein Gewitter dichtete er: .Es steht ein Wetter über der Crd': Wenn's nur ins Württembergische fährt." Unter lauter drolligen Gedichten waren aber auch einzelne kunstvollendete, von denen drei noch zu Sauters Lebzeiten Bolls- lieber geworden sind. Darunter„Das Kartoffellied": „Herbei, herbei zu meinem Sang Hans, Jürgen, Michel, Stoffel Und singt mit mir das Ehrenlied Dem Bringsr der Kartoffel!" Die„Gesammellen Gedichte" Sauters gaben Anlaß zur Schaffung des Namens.Bieder maier", nach dem dann be- kanntlich eine ganze Kulturepoche benannt ist. Kußmaul.erzählt uns Tn seinen �Zugenderinnerungen eines alten Arztes", daß er die Sauterschen Gedichte nebst einer Vorrede, welche die„Biedermaier"- Poesie scharf charakterisierte, seinem Freunde Eichrodt zugeschickt habe. Als Biedermaiersche Gedichte sind die in Wirklichkeit Samer- schen Gedichte dann zuerst in den„Fliegenden Blättern" erschienen. Kußmaul hatte in seiner Vorrede erwähnt, daß sich auch bei den größten deutschen Dichtern Gemeinplätze i la Biedermaier nachweisen ließen. Daraufhin machten die„Fliegenden Blätter" sich den Spaß, das Goethesche Gedicht„Eins wie's andre": „Die Welt ist ein Sardellen-Salat, Er schmeckt uns früh, er schmeckt uns spat. Zitronen-Scheibchen rings umher, Dann Fischlein. Würstlein und was noch mehr In Essig und in Oel zusammenrinnt. Kapern, so künftige Blumen sind— Man schluckt sie zusammen wie Ein Gesind." als ein Biedermaiersches zu bringen, ohne daß dieser klein« Betrug von ihren Lesern bemerkt wurde. Die„Biedermaier-Gedichte" sind dann später von Eichrodt In Buchform erschienen. Auch die Vorrede, welche Kußmaul seinerzeit an Eichrodt geschickt hatte, ist wörtlich in dieses Buch übernommen. In dieser Vorrede hat Kußmaul aus- drücklich betont(was aber meistens übeffehen wird!), daß der.echt« und eigentliche Biedermaier" kein anderer als der Dorfschulmeister Samuel Friedrich Sauter ist! Um die Mitte der achtziger Jahre de« yorigen Jahrhundert» begann man die Zeit, in der Biedermaier-Sauter gelebt und ge- dichtet hatte, unter seinem Namen zu charakterisieren. Man sprach nicht allein mehr von Biedermaier-Poesie, sondern auch von Bieder- maier-Stil, Biedermaier-Kostüm usw. Jetzt nennt man die Bieder- maier-Zeit kurzweg„Das Biedermaier" und meint damit die deutsche Epoche von den Freiheitskriegen bis zum Jahr« 1848.— Wenn Sauter als„Biedermaier mit ai" durch die„Fliegenden Blätter" in die Literatur eingeführt wurde, so hat, wie ergänzend hinzugefügt sein möge, später Fritz von Ostini uMer dem Pseudonym „Biedermeier mll dem ei" für die Münchener„Jugend" gearbeitet. Dr. H. S. Fport- imd Relfemfintel �'«35°° birbenjirt-Steff. Ripsmoulind- Manlcl i39c 4U moi. Herren, r) /\00 form,«l Kücken. J 1* «ort...«»40> UMDEHAtm&SS Bln�chänßhepg BßElin-Tl&päoztert Bodin-f�oabtt Hauptßr. 149 f-antiiherger Allee 29 T urmßr.oPrls/e JSrvnnenstr. 1. FRAUHf U HT£ fL KOTTBUSFH(HAHLOTTBG. ALLES 3 5 0. DAMM 103. SCHABklNSJUS Sport- und Reifekoßume 4800