Nr. 127. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs: Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Ute Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Bore mittags geöffnet. Eernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin!' Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die nächste Nummer des„ Vorwärts" erscheint des Pfingstfestes Sonntag, den 2. Juni 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Wenn moderne Priester, wie der Papst in Rom, sich| sind ganz im Geist der herrschenden Gesellschaft gehalten. in Wissen und Handlungen für göttlich und unfehlbar aus- Diese herrschende Gesellschaft aber ist„ christlich": also ist geben, so ist das christliche Bescheidenheit. Wenn sie und der Geist der sie durchweht der„ Heilige Geiſt". ihre Unterpfaffen die ganze Welt geistig beherrschen und Niemand hat besser den Geist, der im neuen deutschen wegen am Mittwoch, den 5. Juni. unterjochen wollen, es ist das christliche Demuth. Wenn Reich dominirt, begriffen und in ein kurzes Wort zusammenDer Heilige Geift. Pfingsten, das liebliche Fest war gekommen; es grünten und blühten Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken Uebten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel; Jede Wiese sproßte von Blumen in duftenden Gründen, Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde. Wer nur auf Gott vertraut Und feste um sich haut, Hat nicht auf Sand gebaut. sie sich in Gold und Silber kleiden und in gefaßt, als der regierende Kaiser Wilhelm II. in seinem der ganzen Welt Schäße zu ungezählten Millionen lustigen Verslein, das er einem Hofprediger ins Album sammeln, so ist das christliche Genügsamkeit. Und schrieb: wenn die Hof- und Domprediger, die Pfaffen der reinen evangelischen Lehre, die Nachkommen des Stammes, dem ihr Jesus Christus entsprossen ist, mit Hep! hep! Juden raus!" aus dem Lande hetzen wollen, so ist das christliche In der schon zitirten Apostelgeschichte steht:„ JoNächstenliebe und genaue Befolgung des Wortes ihres hannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit Meisters: Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst!" dem Heiligen Geist getauft werden." Und unsere Wenn es eine Sorte von Menschen giebt, die auf Bourgeoisie glaubt nun, daß ihr dies Heil Doch lassen wir den alten Heiden Goethe mit seinem nichts weiter fiunt, als Geld zusammenzuscharren, die in widerfahren sei; sie feiert Pfingsten in dem herrlichen Pfingstgesang. Das christliche" Pfingsten, das Gold und Freuden Freuden schwelgt, während ungezählte Sinn, daß an diesem Tage der Heilige Geist" über sie man heute in der Kulturwelt" feiert, ist das Fest der Aus- tausende von Mitmenschen, die für sie arbeiten, kaum zum ausgegossen wurde. Nun, die Leser haben in dem obigen gießung des Heiligen Geistes" und der Stiftung sattessen haben, ihr Leben in Hunger und Kummer, ständiger kurzen Abriß gesehen, wie die„ chriftliche Gemeinschaft" und der christlichen Kirche. Es hat nichts mehr zu Sorge umis tägliche Brot hinbringen, von morgens bis der„ Heilige Geist" heutzutage in der Praxis aussehen. schaffen mit den alten, heidnischen, vor allem germanischen abends arbeiten, ihre Gesundheit im Dienst des Unter- Doch mag die Bourgeoisie ihr Pfingsten feiern in Frühlings- und Sommerfesten. Die chriftlichen Pfaffen, nehmerthums opfern, jung an Jahren dahinsiechen oder im welchem Sinne sie will; wir feiern es ja auch in schlau wie alle Pfaffen, haben dem weltfreudigen Naturfefte Alter von Almosen leben; wenn das Unternehmerthum dem unseren. Wir feiern es als Fest des Sommers, die chriftliche Prägung aufgedrückt, und an den Ursprung weit und breit den Zuständen des Königreichs Stumm als Fest der Freude an der üppig blühenden Natur. erinnert nun nichts mehr, rein gar nichts mehr außer als Idealen nachstrebt, außer als Idealen nachstrebt, in welchem Königreich der Zudem sind wir genöthigt, die Feste zu feiern, dem lachenden Himmel, der strahlenden Sonne und den bewußte Großfapitalist, Abgeordnete und Freiherr sich nicht wie sie fallen. Selbst wenn der Arbeiter einem von dem blühenden Blumen. blos die Millionen von den Arbeitern zusammenschanzen Bourgeoisstaat dargebotenen Fest keine tiefere Bedeutung, In muffigen, grabestalten Kirchen wird heute laut läßt, sondern seine Arbeiter" auch ,, beherrschen" will, ihnen kein Symbol unterlegen kann, ist er froh, den Ruhetag zu gepredigt von der Ausgießung des Heiligen Geistes" über sagt, welche Zeitungen und Bücher sie lesen dürfen, in haben, auf kurze Stunden sich selbst und seiner Familie Sie einmüthig in langem Warten versammelten Jünger welchen Häusern sie wohnen, bei welchem Kaufutann sie leben zu können. In einem künftigen freien Volks des Herrn; wie sie von da an in feurigen Zungen aller taufen, in welcher Wirthschaft sie verkehren und wo sie staat werden sich auch Volksfeste einfinden, die aus Welt das Evangelium fündeten; wie jeder, der sich auf nicht verkehren dürfen, ihre Verheirathung von seinem Willen dem innersten Denken und Fühlen des Volkes geboren sind. den Namen Jesu Chrifti taufen ließ, vom heiligen Geist abhängig macht: dann ist das alles kein Kapitalismus, Ein Beispiel bietet schon jetzt der Arbeiter- Weltfeiertag, der erleuchtet wurde; wie die neuen Christen ihre Güter und keine Geldsacksherrschaft, sondern vernünftige, fittliche, 1. mai. Habe verkauften und einander austheilten, nachdem jeder christliche Staatseinrichtung und beruht auf dem reinen Wann und wo wir aber auch Feste feiern: immer mann noth war; wie keiner mehr Besißthum hatte, als der Gedanken der christlichen Liebe. wollen wir uns erinnern, daß der Feiertag ein Mußetag andere; wie feiner über den anderen herrschen wollte; wie Unsere Köller und Kollegen machen ihre Umsturz ist, nicht nur um den Körper zu ruhen, sich zu vergnügen sie alle in der Apostel Lehre, in der christlichen Gemein- gesetze getrieben von den heiligen Geiste". Unsere staats- und sich am Schönen zu freuen, sondern auch ein Mußetag, um schaft, einmüthig bei einander blieben und wie solches erhaltenden Parteien verlangen ihr Sozialistengeset", das Erkenntniß und Kraft zu sammeln, mit den Klassengenossen alles zu lesen ist im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte die ganze Arbeiterklasse, die Mehrzahl des Volkes, geistig vereint uns ein höheres, schöneres Kulturdasein zu erSankt Luca, der Epistel des heutigen Pfingsttages. In und wirthschaftlich fnebeln soll, aus chriftlicher Barmherzig- kämpfen. allen Kirchen wird es heute gepredigt, daß der heilige feit. Und wenn unsere Richter sozialdemokratische Geist fortwirkt und das Lebenswerk Jesu fortsett Redakteure zu vielen Monaten Gefängniß verurtheilen, in der heutigen Christenheit, daß die heutige Christenheit die in ihrer Zeitung aus bürgerlichen Blättern die Fortsetzung der Gemeinschaft der Apostel mit den etwas abgedruckt haben, was in diesen bürgerlichen Blättern Gläubigen ist. Die Prediger sagen es und die Frommen glauben es. Was böse Menschen sagen, daß Thron, Altar und Geldsack in dem heutigen christlichen Staat die Herrscher find, wird wohl nicht zutreffen. Feuilleton. " ausgesprochenermaßen straflos bleibt; wenn sie einen Drucker verurtheilen, weil er die technische Herstellung einer Beitung übernommen hat, deren einzelne Artikel vorher schon von anderen preußischen Richtern für straffrei erklärt worden waren: so droht einem zwar der gesunde aber diese Urtheile Menschenverstand stille zu stehen, Wollt Ihr der Qual der Gegenwart vergessen In eines Festes turzem Traumgefühl: Lernt Eures Elends ganze Tief' ermessen Und dann der Völkerzukunft goldnes Ziel! Auch Deiner Feierstunden Spiel und Sang Veredle, heilige ein ernst Betheuern, Zu lösen Euch aus Hunger und aus Drang! So, Mann der Arbeit, sollst Du Feste feiern! seinem Hünenschwert ausholenden Gesetzeshüter in seiner Scheerereien hat. Namentlich hier in de Schloßrevierjejend. ganzen Brustbreite entgegentrat. Jesindel über Jesindel kommt zujezogen. Da soll man nu Hallunken! Gesindel! Verschwörer!" rief der Ordnungs- for Nuhe und Ordnung sorgen!" [ Nachdruck verboten.] mann in seinem dienstlichen Ingrimm. Der plötzliche" Leicht mag's freilich nich sin, det Vaterland zu bes Widerstand jedoch wirkte auf seinen Zorn wie ein falter schützen, for so'ne arme zweehundert Nachtwächter", meinte Guß, und er ließ den bereits erhobenen Arm unwillkürlich Fritze Grams. fintent. Berliner Märztage. 28 Eine geschichtliche Erzählung von Michel Deutsch. ,, Um des Himmels Willen, Herr Graf, sie sind da!" rief er ganz entsegt. Hören Sie das Klopfen? Hören Sie?" Man konnte in der That durch die geöffnete Zimmerflucht hindurch ein lautes Pochen an der Eingangsthür vernehmen. Wer ist's denn? Wer?" fragte Dr. Wollstein mit bebender Stimme. Die Polizei! Wer denn sonst?" Sie suchen den Grafen rasch fort, meine Herren, alle mit einander!" " Durch den Hof!" In die Remise!" " Nach der Schornsteinfegergasse!" In wilder Flucht wälzte sich ein Knäuel von Menschen daher, durch den Bruno, Hans und Schnick, sowie Herr Müllerchen, wat is denn?" begann Frize Grams gemüthlich zu dem ihm bekannten Wächter, der ihn gleich falls erkannt hatte, wo find se denn injebrochen?" " Jujebrochen? Jar nich sind se ingebrochen, Rev'luzion machen woll'n se! Platz da!" Er suchte an der breiten Gestalt des Bäckermeisters vorüber zu kommen, doch dieser trat ihm immer wieder in den Weg, so daß es ihm schlechterdings unmöglich war, den Fliehenden nachzusetzen. Da, sehn Se, Herr Grams- nu find se um die Ecke! Nu bürgen Sie for die Ausreißer und müssen mit zur Wache!" " Mit' n jrößten Vergnügen, Müllerchen aber wat is denn eenklich los? Wen wollen Se' n fangen?" Een polnischen Frafen oder Fürsten, der det fönigvon Tumidaisti vorwärts gedrängt wurden. Das Thor liche Schloß hat in die Luft sprengen wollen." nach der Schornsteinfegergasse öffnete sich, und alles stürzte Det Schloß in die Luft, sprengen? Mit Champagner hinaus gerade auf einen Polizeisergeanten und zwei korken woll? Nee, Müller, so'n graf is nich bei jewesen." Nachtwächter zu, die den hinteren Zugang zur Silbernen Er trat zur Seite, als ob er den Wächter vorüber Ente" besezt hatten. lassen wollte. Dieser ließ sich durch die Sicherheit, die In raschem Laufe jagte das Rudel der Fliehenden Grams in seine Worte legte, vollkommen irre machen und nach der Ecke der Roßstraße und spaltete sich hier in zwei zögerte weiterzueilen. Trupps, von denen der eine sich links nach der Roß- Loofen Se dreist hinterher", meinte Frize Grams Straßenbrücke wandte und der andere durch die Rittergasse et waren man lauter ehrsame Leute aus de Petristraße." nach der Petristraße zu eilte. Bei diesem letzteren befanden Der etwas asthmatisch veranlagte Nachtwächter, dem sich außer Hans, Bruno und Schnick noch Frize Grams das Laufen nie recht bekommen war, entschloß sich, die Verund der Pole. folgung aufzugeben. " Fräßlich is et", versetzte Müller treuherzig.„ Heit war allens aus Rand und Band. Alle Dogenblicke heeßt et: Der Olle kommt! Minutoli nämlich, der Polizeipräsident. Dreißig Manu ha'm wer injespuunt, alleen bei uns us'n Friedrichsgracht. Se glooben nich, wie frech det Volk is nur for de Soldaten ha'm se noch Reschpeckt. Wat da draus noch werden soll, mecht ich wissen. Wenn schon de Nachtwächter am Tage Dienst dhun müssen, da muß et wirklich schlimm stehen." Die Na cht wächter... am Tage? Ja, da muß et wirklich sehr schlimm stehen," bestätigte Frize Grams. Da hat man nu so nebenbei sein Kleenes Borkostjeschäft det jeht nadierlich zu Frunde bei die schlechten Beiten," klagte das schwergegrüfte Organ der öffentlichen Sicherheit. Sie waren an der Roßstraße angekommen und machten Miene, sich zu trennen. Frize Grams horchte nach der Brücke hinunter, nach der das Gros der Tischrunde sich gewandt hatte. Es war ihm, als ob er aus der Ferne ein wirres Durcheinander von Stimmen vernehme. Ach was, sie werden sich schon' rausbeißen," dachte er bei sich, drückte dem Nachtwächter ein Biergroschenstück in die Hand und kehrte durch die Rittergasse nach seiner Wohnung zurück, während Müllerchen" die für einen Augenblick abgethane Amtsmiene wieder aufsetzte und nach der Revierwache eilte. Hans Hartung, Volkmuth und Schnick waren in zwischen sammt dem Polen an das Plüddemann'sche Haus Von den Verfolgern war nur ein Nachtwächter den„ Nu find se doch schon über alle Berge", meinte er gelangt. Schnick zog den Hausschlüssel hervor und öffnete. durch die Rittergasse Fliehenden nachgeeilt. Schon war er resignirt. Er schlug den Weg nach der Roßstraße ein und Langsam schlich einer nach dem andern durch den engen ihnen auf den Fersen, als Frize Grams sich plötzlich um- ließ es ruhig geschehen, daß Frize Grams ihn begleitete. Hausflur, bald links, bald rechts an eine Ecke oder Kante wandte und dem gerade zu einem gewaltigen Hiebe mit" Se glooben jar nich, Herr Grams, wat unsereens jetzt for dieses engen Kaninchenbaues anstoßend. An der Thür, die Politische Itebersicht. Vertraulich! : oder Nach dem 1. Oftober d. J. wird hiernach ein Einschreiten befinden; welche infolge gerichtlicher Anordnung in der Wekgegen ehemals verbotene Druckschriften, wie der Herr Minister fügung über ihr Vermögen beschränkt sind; welche wegen beBerlin, 1. Juni. des Innern im Einverständniß mit dem Herrn Justizminister trügerischen oder einfachen Bankrotts rechtskräftig verurtheilt hierher zu erkennen gegeben hat, nur unter den allgemeinen gesetz- find; welche sich im Zustande der Zahlungsunfähigkeit befinden; Umfturz in der Kreuz- Zeitung": Die„ Liberale lichen Voraussetzungen und ohne Rücksicht auf das frühere Verbot statt endlich solche, gegen welche durch rechtskräftige oder ehrengericht Korrespondenz" schreibt: finden können. Dagegen unterliegt es keinen Bedenten, daß die auf grundliche Entscheidung auf Ausschließung vom Börsenbesuche erkannt „ Nachdem, wie die Blätter mitgetheilt haben, der Oberst der mehrerwähnten Verbote ausgeführten Beschlagnahmen als ihrer ist. An jeder Börse wird ein Ehrengericht gebildet, welches lieutenant 3. D. Scheibert trot politischer Uebereinstimmung aus Zeit gesetzmäßig vollzogen von der erst am 1. Oktober d. J. an folche Börsenbesucher zur Verantwortung zu ziehen hat, die sich der Redaktion der„ Kreuz- Zeitung" ausgeschieden ist, weil er ein eintretenden Unwirksamkeit der Verbote nicht berührt werden, im Zusammenhange mit ihrer Thätigkeit an der Börse eine unZusammenwirken mit Herrn von Hammerstein ablehnt, verlautet und daß daher die Freigabe der in Beschlag genommenen ehrenhafte Handlung haben zu schulden kommen lassen, und jetzt aus zuverlässiger Quelle, daß der zweite Redakteur der Exemplare von Druckschriften nicht gefordert werden kann. als Strafen Verweis sowie zeitweiligen oder dauernden AusKreuz- Zeitung", der bekannte Landtags und Reichstags- AbDie vielberufene Polizeiverordnung, Tellersammlungen 2c. schluß von der Börse verhängen, sowie nebenher auf voll. geordnete Dr. Kropatscheck, aus gleichem Grunde zum 1. Juli in öffentlichen Versammlungen betreffend, welche man ständigen oder theilweisen Ersatz der Koften des Verfahrens erfeine Stellung fündigt." Herr Dr. Kropatscheck wird sich, wie uns mitgetheilt Börſenterminhandel. iſt odig überall zur Geltung zu bringen suchte, wird in bezug auf fennen fann. Der vierte Theil des Gefeßentwurfs trifft Be wird, vorerst vom politischen und journalistischen Leben ihre Anwendung gegen die Sozialdemokratie in einem als ſtimmungen über den Börsen termin handel. Dieser ist insoweit als eine berechtigte Form des Handelsverkehrs anzuerkennen, als bezeichneten Rundschreiben eines zurückziehen. Seine Ernennung zum Schulrektor soll bevor- streng vertraulich" er zur Ausgleichung der Waarenpreise für längere Zeits stehen. Ob der Verzicht auf die parlamentarische Thätigkeit Schlesischen Landrats an seine Herren Amtsvorsteher wie perioden beiträgt, die Möglichkeit einer Versicherung gegen Preis. schwankungen schafft, die Regelung internationaler Zahlungsvon der Regierung gefordert wurde, oder ob er freiwillig folgt interpretirt: " Indem ich Ew. Hochwohlgeboren auf die Polizeiverordnung verbindlichkeiten erleichtert und die Grundlage für den Arbitrage erfolgt, oder, ob er sich einer Neuwahl zu unterziehen be- vom 18. d. M. betreffend die Abhaltung von sogenannten Teller verkehr im allgemeinen bietet. Anderseits werden Werthpapiere absichtigt, ist uns nicht bekannt. Herr Dr. Kropatscheck sammlungen bez. Erhebung eines Eintrittsgeldes von beliebiger wie Waaren in den börsenmäßigen Terminhandel einbezogen, und Oberstlieutenant Echeibert verlassen die Kreuz- Höhe bei öffentlichen bezw. den Vorschriften der allerhöchsten deren Unterwerfung unter diese eigenthümliche Form des VerZeitung" aus keinem anderen Grunde als aus dem, Verordnung vom 11. März 1850 unterliegenden Versammlungen kehrs den Interessen der produzirenden und uniſeßenden Erwerbsweil sie mit einem so eigenthümlichen Vorkämpfer für hiermit aufmerksam mache, bemerke ich, daß die in§ 1 der und Handelszweige zuwiderläuft. Die Möglichkeit ferner, am Religion, Ordnung und Sitte nicht weiter gegen den Um- Polizeiverordnung vorgesehene ortspolizeiliche Genehmigung Terminhandel mit geringen Mitteln theilzunehmen und die leichte insbesondere in sturz kämpfen wollen. Wir stehen somit nicht am Ende, entweder die betreffende Bersammlung als eine sozial- Personen bewirkt, die sich nur betheiligen, um aus der glücklichen allen denjenigen Fällen zu versagen ist, Art des Geschäftsabschlusses hat außerdem ein Hinzudrängen von sondern am Anfange des Skandals. Einen ehrenhaften wo bezeichnet wird, demokratische ausdrücklich und ernsten Politiker, wie Dr. Kropatscheck, lassen die der Einberufer bezw. wo Ausnuzung der Preisschwankungen raschen und mühelosen Ge Leiter derselben ein notorischer winn zu ziehen, so daß die von ihnen geschlossenen börsenmäßigen Kuratoren der Kreuz- Zeitung" fang und klanglos aus Anhänger der sozialdemokratischen Partei ist, oder, wo aus Beitgeschäfte nicht einem wirthschaftlichen Zweck entsprechen, dem Hauptorgan der konservativen Partei scheiden, sie sehen irgend welchen anderen Gründen die Annahme gerechtfertigt er- sondern lediglich der Befriedigung des Spielbedürfnisses diener. ruhig zu, daß einer der wenigen selbständigen Köpfe aus scheint, daß die zu sammelnden Gelder zu sozialdemokratischen Bur Bekämpfung dieser Ausartungen sieht der Entwurf zwei der deutschkonservativen Fraktion ausscheidet, einem Judustrie- Parteizwecken Verwendung finden sollen. Mittel vor: das Verbot des Börsen- Terminhandels für bestimmte ritter wie Herrn v. Hammerstein zu Liebe. Die Redakteure der Aber auch„ geistig" wurde wacker bekämpft. So schreibt Waaren oder Werthpapiere und das Börsenregister. Zur Einschränkung wirthschaftlich unberechtigter Betheiligung Krenz- 3tg." und so mancher andere den Hintermännern ein königlicher Landrath folgendes: am Börsen- Terminhandel ist ferner die Fähigkeit, rechtlich wirkdes Blattes wohl bekannte Mann, wie z. B. der Minister v. Berlepsch, kennen die famosen Briefe des Chefredakteurs Der Reichstags Abgeordnete Herr Gugen Richter hat same Börsen- Termingeschäfte abzuschließen, an die Voraussetzung eine Broschüre Sozialdemokratische Zukunftsbilder" heraus der Eintragung in das Börsenregister geknüpft. Bei jedem der„ Kreuz- 3tg." au Frl. Flora Gaß. Aber die Herren gegeben, welche zum Preise von 50 Pf. durch die Expedition der zur Führung des Handelsregisters zuständigen Gerichte iſt je ein Kuratoren der Kreuz- 3tg." haben gegen die Verhältnisse" Freifinnigen Zeitung", Berlin SW, 3immerstr. 8, sowie durch öffentliches, von jedermann einzusehendes Börsenregiſter für des Herrn v. Hammerstein heute nichts mehr einzuwenden, alle Buchhandlungen zu beziehen ist. Waaren und für Werthpapiere zu führen, in das die Personen weil es letzterem gelungen ist, die ihn kompromittirenden Die Ortspolizeibehörden des Kreises werden hiermit auf jene eingetragen werden, welche sich an den betreffenden Termin. Briefe mit hoher Protektion und Hilfe eines Detektivs, Broschüre wegen Ankaufs und event. Verbreitung in vertraulicher geschäften betheiligen wollen. Die Eintragungsgebühr beträgt 150 Mark, die Erhaltungsgebühr für jedes folgende Kalender nebenbei gesagt für sehr wenig Geld, in seinen Besitz.wieder Weise aufmerksam gemacht. zubekommen und weil er die„ Kleine Presse" in Frankfurt a. M. Dies einige Augenblicksbilder aus der damaligen iahr 25 Mart. Die Namenliften sämmtlicher Börsenbezirke werden verklagt" hat. Herrv. Mauteuffel, sicher einer der energischesten Sozialistenbekämpfung. Aber siehe da, es hat alles nichts alljährlich nach Beginn des Kalenderjahres im„ Reichs- Anzeiger" bekannt gemacht. Kämpfer für Religion, Sitte und Ordnung, wurde von den genügt. Nicht einmal die Spar Agues des Herrn Eugen Verhältnissen des edlen Freiherrn schon im vorigen Jahre Richter. Der Entwurf eines Depotgefehes für Kaufleute wird unterrichtet, und ebensowohl sind andere Stüßen der Ordnung Das neue Börsengeset hat jetzt den Bundes in der Berliner Korrespondenz" bekannt gegeben. Die ersten wohl informirt über Herrn v. Hammerstein. Aber er hat die rath passirt und kann dem Reichstage bei seinem Zu- beiden Baragraphen lauten: kompromittirenden Briefe wieder in Händen, er hat Herrn sammentritt vorgelegt werden. Der Entwurf war schon§ 1. Ein Kaufmann, welchem im Betriebe seines Handels Sonnemann verklagt und hat sich, als er mit der alleinigen früher durch eine Indiskretion in die Oeffentlichkeit gesalons), auf den Inhaber lautende oder durch Indoffement übergewerbes Attien, Rure, Interimsscheine, Erneuerungsscheine Klage gegen Herrn Sonnemann kein Glück hatte, zur ge- langt. In dem Leitartikel des„ Vorwärts" vom 21. April( Talons), auf den Inhaber lautende oder durch Indoffement übermeinsamen Klage gegen Sonnemann und Dr. Zacher ent- finden die Leser bereits einiges," was von unserem Stand- tragbare Schuldverschreibungen, oder vertretbare andere Werth papiere mit Ausnahme von Banknoten unverschlossen zur Ver schließen müssen. Wie wir bestimmt glauben, wird es aber punkte aus zu dem Gesetz zu sagen ist. Der Entwurf ist wahrung oder als Pfand übergeben sind, ist verpflichtet: blos bei der Klage bleiben, ein Prozeß wird nicht statt im Bundesrath nicht abgeändert worden, und geben wir finden, denn dieser würde nicht blos Herrn v. Hammerstein nachstehend nach dem Bericht der„ Berl. Korr." noch einige moralisch todt machen. Bestimmungen des Gesetzes: Die amtliche Bekämpfung der Sozialdemokratie Staatskommissar zu bestellen. Er stellt, um der ReBei jeder Börse ist als Organ der Landesregierung ein im Jahre 1890. Nachdem im Jahre 1890 das Sozia- gierung eine wirksame Handhabung der Aufsicht zu ermöglichen, Listengesetz gefallen war, versuchten sich die Behörden in eine unmittelbare Verbindung zwischen ihr und der einzelnen allerlei geistiger und anderer Bekämpfung der Sozialdemo- Börse her, bewegt sich als unparteiischer Beobachter in dem fratie. Da auch jetzt, nach Fall des Umsturzgesetzes, wieder Verkehr an der Börse und lenkt die Aufmerksamkeit der Reauf eine starte Stimmung für derartige behördliche Experimente gierung auf hervorgetretene Mängel und die Mittel vorhanden zu sein scheint, ist es nicht uninteressant, einige zu ihrer Beseitigung. Als begutachtendes SachverständigenAttenflücke aus jenen Jahren zu rekapituliren, die unserm organ zur Unterstüßung des Bundesraths bei einer Reihe von Angelegenheiten, die das Gesek dem letzteren zur Parteiorgan in Breslau in die Hände gefallen sind. So verfügte der Regierungspräsident von Breslau Beschlußfaſſung überweist, ist ein Börsen Ausschuß welche der Verwahrer oder Pfandgläubiger ermächtigt wird, an zu bilden. Seine Mitglieder, mindestens 30, werden vom Bundes- stelle hinterlegter oder verpfändeter Werthpapiere der im§ 1 be unterm 26. September 1890 an die Herren Landräthe" rath, zu zwei Dritteln auf Vorschlag der Organe der deutschen zeichneten Art gleichartige Werthpapiere zurückzugewähren oder folgendes: Börsen, in der Regel auf je 3 Jahre gewählt. Für jede Börse über die Papiere zu seinem Nußen zu verfügen, ist nur giltig, Mit dem am 1. Oktober d. J. erfolgenden Außerkrafttreten ist eine Börsenordnung zu erlassen; sie muß bestimmen soweit sie für das einzelne Geschäft ausdrücklich und schriftlich des Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der über die Börsenleitung und ihre Organe, über die Geschäfts- abgegeben ist. In diesem Falle finden die Bestimmungen des Sozialdemokratie vom 21. Ottober 1878 erlischt auch die zweige, für welche die Börseneinrichtungen bestimmt sind, über§ 1 keine Anwendung. Rechtsbeständigkeit der auf grund dieses Gesezes erlassenen die Voraussetzung der Zulassung zum Besuch der Börje und Verbote von Druckschriften. Denn es tritt mit diesem Zeitpunkt über die Art und Weise der Preis- und Kursnotirungen. Bei der§ 1 des Gesetzes über die Preffe vom 7. Mai 1871(.- G.- der Bezeichnung derjenigen Personen, von denen der BörsenBI. S. 65) wieder in fraft, welcher verordnet: verkehr unter allen Umständen freigehalten werden soll, sind die Die Freiheit der Presse unterliegt nur denjenigen Be- jenigen Ausschließungsgründe aufgeführt, welche nach allgemeiner schränkungen, welche durch das gegenwärtige Gesetz vorgeschrieben oder überwiegender Anschauung zum Besuche der Börse unfähig oder zugelassen sind." machen und in zahlreichen Börsenordnungen schon jetzt berücksichtigt sind. Danach sind ausgeschlossen Personen weiblichen Geschlechts; Personen, welche sich nicht im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte " Mit dieser Bestimmung würde die weitere Aufrechterhaltung der erwähnten Verbote unvereinbar sein. nach dent Hofe führte, machten alle vier Halt. Ein Blick nach der Wohnung Meister Wernicke's belehrte sie, daß man sie dort noch erwartete. Was ist denn eigentlich geschehen?" wandte sich Hans Hartung an den Polen, der noch ganz athemlos war von dem raschen Laufen. Weshalb will man Sie verhaften?" " Hab' ich Nachtwächter auf Schloßplatz gebetent um Feuer für Zigarre, und hat mich dummer Kerl woll'n arretiren," lautete die Antwort. Das hätten Sie aber auch wissen können, daß in Berlin das Rauchen auf der Straße verboten ist," sagte Hans beluftigt. Himmelsakerment! Seid Ihr denn hier lauter Stroh töppe, daß man fürcht', Ihr brennt an?" Nicht übel, ha, ha!" lachte Bruno Volkmuth. Und was ist weiter geschehen?" ,, Was weiter ist geschehn? Hab' ich frechen Kerl Ohr feige gegeben und bin gegangen meiner Wege." Gelaufen, wollen Sie wohl sagen?" " " Gelaufen, natürlich, gelaufen. jetzt ,, Das wird man Ihnen nie verzeihen," meinte Haus. ,, Sie haben die heilige Polizei anzutasten gewagt find Sie in Berlin Ihres Lebens nicht mehr sicher." Ja, aber was nu machen, meine Chern?" " Borläufig kommen Sie mit uns zu Vater Wernicke," sagte Hans. Hoffentlich läßt er noch' mal Guade für Recht ergehn und nimmt uns auf in seinen vier Pfählen. Nach einer Weile können wir dann zusehen, ob die Luft rein und der Weg zur Silbernen Ente" wieder frei ist." Bravo, meine Chern, bravissimo," rief Herr von Tumis daisti mit seinem lauten, fnarrenden Baß." Werd' ich nie vergessen, was Sie haben gethan an armen verfolgten Sohn Poloniä.", : 1. diese Werthpapiere unter äußerlich erkennbarer Bezeichnung jedes Hinterlegers oder Verpfänders gesondert von seinen eigenen Beständen und von denen Dritter aufzubewahren, 2. ein Handelsbuch zu führen, in welches die Werthpapiere jedes Hinterlegers oder Verpfänders nach Gattung, Nenns werth, Nummern oder sonstigen Unterscheidungsmerkmalen der Stücke einzutragen sind; der Eintragung steht die Bezugnahme auf Verzeichnisse gleich, welche neben dem Handelsbuche geführt werden. Die Eintragung kann unterbleiben, insoweit die Werthpapiere zurückgegeben sind, bevor die Eintragung bei ordnungsmäßigem Geschäftsgange erfolgen konnte. § 2. Eine Erklärung des Hinterlegers oder Verpfänders, durch Neue Belastung des Pensionsfonds. Wie nach den B. N. N." in militärischen Kreisen verlautet, werden bis zum Beginn der Manöver noch über ein Dutzend Generale ihr Abschiedsgesuch einreichen. Von der beträchtlichen Anzahl von Generalen, welche hierzu prädestinirt erschienen, wurde erst die Hälfte in den letzten Monaten verabschiedet, und es lag in des Absicht, die große Anzahl auf einen längeren Zeitraum zu ver theilen. Der Vorgang befindet sich mit dem Inhalt einer bereits vor längerer Zeit ergangenen Kabinets ordre in Ueber einstimmung, mit welcher auf ein rascheres Verab schieden in der Armee hingewirtt und als Grund für dieselbe, wenn fein anderer vorliege, auf vorgeschrittenes der Plüddemann'schen Wohnung zwei Gestalten, die ihnen mit lauernden Blicken folgten. Es waren Frau Mucenich und Gotthold Jakob Plüddemann, die jede für sich Lebensalter hingewiesen wurde. Frau Mückenich von der Küche und Plüddemann von seinem Schlafzimmer aus den ungewöhnlichen Vorgängen in der Wohnung des Schneidermeisters bereits seit Stunden die regste Aufmerksamkeit geschenkt hatten. Bei Meister Wernicke war man nicht wenig überrascht, noch so spät in der Nacht mit einem fremden Gesichte Befanntschaft zu machen. " Verzeiht uur", bat Hans, es geht heut einmal brunter und drüber. Dafür habt Ihr auch die Ehre, einen gar seltenen Gast in Euren vier Pfählen zu begrüßen. Es stellte lächelnd den Polen vor, der sich unter höflichen Bücklingen den beiden jungen Mädchen näherte und der ihm zunächst stehenden Dora die Hand küßte. Als er auf gleiche Weise auch Lotten seine ritterliche Galanterie erweisen wollte, hielt er plöglich inne und starrte das verwirrte Mädchen mit großen Augen an. " Was schau' ich? Was seh'n meine Augen?" begann er pathetisch. Ist meine geliebte Ludmilla erwacht zum Leben?" " Nicht Ludmilla, sondern Charlotte", versetzte Sans durch die theatralische Pose des edlen Herrn Kasimir be Iuftigt meine Braut, Lotte Wernicke, Tochter des ehr samen Schneidermeisters gleichen Namens." Er deutete nach einem der aufgeschlagenen Betten an der Wand, in dem sich Vater Mathias und Ferdinand bereits zur Ruhe gelegt hatten. " ", so, so, also Frailn Lotte oder Panna Karola, wie sagen wir Kinder Polonia," erwiderte Herr von Tumidaiski. Er beugte sich über die Hand des verwirrten MädSchon setzte man sich in Bewegung, als Florian Schnick chens und füßte dieselbe. Wenn Sie wüßten, wie sind dieselbe den Buchdrucker leise am Aermel zupfte und ihm geheimniß- Sie ähnlich meine verstorbene Braut Juliana voll zuflüsterte: Augen, dieselbe Wuchs, dieselbe Eleganzo habe ich mur " Und den Aufruf, mein' ich den können wir ganz diesen einen Weib geliebt und werde nie kein andre gut bei uns oben aufsetzen. Des Meisters Sohn, der mehr lieben. Und mußte so jung mir sterben, arme Wilhelm, hat' n Stein auf dem Boden und' ne Presse für Juliana!" Kleine Arbeiten, die er manchmal zu Hause machte... " " " Ich denke, sie hieß Ludmilla?" warf Bruno Ausgezeichnet," versetzte Hans lebhaft zu Bruno, wir Volkmuth lächelnd ein. Diesen Namen hatten Sie ihr wollen die angebrochene Nacht benugen, um eine Proklamation wenigstens zuerst gegeben." an die Arbeiter von Berlin aufzusetzen." Als sie den Hof durchschritten, standen an den Fenstern ( Fortsetzung folgt.) Major. Schulte- Klosterfelde vom Kaiser begnadigt. Wie der Hamb. Korresp." authentisch meldet und uns drahtlich übermittelt wird, hat der Kaiser die zweimonatliche kaiserlich bestätigte Gefängnißstrafe des Majors Schulze Klosterfelde nachs träglich in Feftungshaft umgewandelt, die in Magdeburg verbüßt werden soll. Major v. Schulze Klosterfelde ist der Held einer Säbelaffäre in Altona, über die in der Presse und im Reichstage viel gesprochen wurde. Der Nord- Ostsee- Kanal. Unsere neuliche Mittheilung, daß die Schleusen des Nord- Ostsee- Kanals für große Ozean- Dampfer die über 150 Meter haben zu klein sind, wird heute von der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" in einem Artikel über den Kanal bestätigt. Die Fälschung der Emfer Depesche wird, seit sie von Bismarck selbst zugegeben ward, von keinem vernünftigen Menschen mehr bezweifelt. Von den" Patrioten" wird das Bers brechen aber als patriotische" Großthat gepriesen, die über der gemeinen Moral stehe und um so größer sei, je höher darüber. Troßdem giebt es noch einige sonderbare Heilige, die Bismarc durchaus zum Lügner und ,, ehrlichen Philister" machen wollen. Wir erwähnen dies aus folgendem Anlaß. Im neuesten Hest der Deutschen Rundschau" beginnt der ehemalige Kriegsminister Verby du Bernoy- merkwürdig, daß wir in Deutschland immer französische Kriegsminister haben! eine Reihe persönlicher Erinnerungen". Bei dieser Gelegenheit veröffentlicht er nachstehenden Depeschenwechsel: " Am 11. Juli ging dem Kriegsminister General v. Roon in Berlin folgende Depesche des Generaladjutanten Sr. Majestät, Generallieutenants v. Tresckow, aus Ems zu: Die Nachrichten aus Paris, welche Eurer Exzellenz durch das Auswärtige Amt mitgetheilt worden sind, erfordern, daß diejenigen Maßregeln vorbereitet werden, welche zur Sicherheit der Rheinprovinz, Mainz und Saarlouis nothwendig werden können. Seine Majestät der König erwarten umgehend entsprechende Vorschläge, eventuell telegraphisch." Die Antwort lautete: 11. Juli. Mittags 4 Uhr. An des Königs Majestät, Ems. Nach Erwägung der durch das Telegramm von heute früh erwähnten Angelegenheit im Einvernehmen mit den hier anwesenden Staatsministern, dem Geheimrath v. Thiele, dem General v. Podbielski nnd dem Oberst v. Stiehle( in Ber tretung des abwesenden Chefs des Generalstabes) stelle Gurer Majestät ich unterthänigst anheim, von Spezialmaß regeln Abstand zu nehmen, weil und Saarlouis binnen 24 Stunden sturmfrei an General Verdy schließt mit recht aus diesen Depeschen, daß man in leitenden Kreisen" damals also am 11. Juli teinen Krieg dachte, und weit entfernt davon war, den Krieg heraufzubeschwören." Wenn nun aber ein Gelehrter des„ Berliner Tageblatt" kommt und den Schluß ziehen will, daß nur" Fanatiker wie vom Schlage Liebknecht's" an die Fälschung der Emser Depesche glauben tönnten, so beweist der Tageblatt- Schreiber blos seine Dentunfähigkeit und seine Unkenntniß der Thatsachen. M Italien. Man schreibt uns über den italienischen Wahl tampf aus Venedig: gespannt, und mancher hat die Geburtsstunde der Neu- Ordnung mit geballter Faust verflucht. In der königl. Eisenbahn Hauptfasse zu Berlin z. B. ist seit dem April täglich auch an Sonn- Die Wahlbetheiligung war hierselbst eine äußerst geringe. und Feiertagen bis spät in die Nacht gearbeitet worden. Venedig hat drei Wahlkreise mit je ca. 7000 Wahlberechtigten, das fünf Märsche von der Grenze belegene Mainz in Und so sieht es überall aus und wird von Tag zu Tag noch von denen jedoch in zwei Wahlkreisen nur je ca. 2500, in einem 48 Stunden mit hinreichender immobiler Besatzung ver- schlimmer. nur ca. 1600 gestimmt haben. Zum ersten Male trat sehen sein kann. Militärische partielle Maßregeln Es ist Thatsache, daß die Dienstgeschäfte der jetzigen Staats- die sozialistische Partei mit Kandidaten auf, die sich in der letzten unfererseits würden aber dergleichen feindlicher- Eisenbahnverwaltung gegen früher umfangreicher geworden sind. Woche vor der Wahl den Arbeitern vorstellten, jedoch für seits hervorrufen und wir würden unaushaltsam in den Welcher Präsident würde das aber auf Gefahr seiner sofortigen deutschen Geschmack etwas start mit schönrednerischem Krieg treiben. Amtsenthebung höheren Ortes sagen? Man verherrlicht an Aufpuz arbeiteten. Allerdings ist man in Italien wohl Salten Eure Majestät, nach bestimmten Nachrichten von höchster Stelle die Neuordnung und will die gemachten Fehler allgemein für rednerische Effekte sehr viel zugänglicher. offensiven französischen Maßregeln, den Krieg für unvermeid- durchaus nicht sehen. Der Erfolg war für die Kürze der Agitation und in lich, so würde nur die Mobilmachung der gesammten Armee des der völligen Jungfräulichkeit Terrains Aber mit Gewalt drängen die Verhältnisse zur Beantwortung anbetracht mit einem Schlage als rathsam angesehen werden können. schlecht; der Frage, ob die Neuordnung als ein ruhmreiches Wert anzu- nicht im ganzen wurden 1041 sozialistische ( Gezeichnet) v. Roon. sehen oder das alte System schnellstens wieder einzurichten ist. Stimmen abgegeben und tommt in einem Wahlkreis der Arbeiter Als bester Beweis für die Hinfälligkeit der gemachten Ver- Cabianca am nächsten Sonntag in die Stichwahl, allerdings ohne Sowohl die Wahlheißungen kann der Umstand angeführt werden, daß die Aussicht auf einen definitiven Sieg. preußische Staatseisenbahn- Berwaltung schon jetzt, obgleich alle agitation als auch die Wahlen selbst vollzogen sich in vollBeamte weit über das gewohnte Maß hinaus thätig sind, ihre ständiger Ruhe, und ist die kürzliche Meldung der„ Neuen Freien Buflucht zu den kaum entlassenen Wartegeldempfängern nehmen Bresse", gelegentlich der Vorstellung der sozialistischen Kandidaten habe muß, weil die Arbeiten eben nicht mehr bewältigt werden können. ein starkes Polizeiaufgebot stattgefunden, vollständig aus der Luft Die tönigliche Eisenbahn- Direktion Berlin hat zum 1. Juni gegriffen. Anders scheinen die Dinge allerdings im Zentrum des dieses Jahres 20 derartige Beamte wieder einberufen. norditalienischen Sozialismus, in Mailand verlaufen zu sein. Hier wurde Barbato gewählt, jener unglückliche Arzt, dem die Aera Eine internationale Vereinbarung über die Zucker- Crispi 12 Jahre Kerker und Verlust der bürgerlichen Ehrenprämien fordert die Vollversammlung des Vereins für Bucker- rechte durch vorjähriges Urtheil des Kriegsgerichtes zu Palermo industrie in Böhmen zum Schuhe gegen die Rohrzucker- Industrie. gebracht hat. Die Polizei ging in Bekämpfung dieser Kandidatur Angesichts des bis auf die Hälfte herabgefunkenen Prämienschutzes so weit, die Wahlaufrufe abzureißen( echt deutsch), und die und der Bedrängniß der Zuckerindustrie, sei es, so behaupten die Berbreiter zu verhaften( auch echt deutsch)- man half sich bescheidenen, der Begehrlichkeit der Arbeiter stets bekämpfenden mit Ausmalen des Namens und furzer Aufrufe an die Hausböhmischen Zuckerbarone, ein Gebot der Gerechtigkeit, die Gewände; auch dagegen schritt die Polizei mit Verhaftungen ein sammtprämiensumme von 5 auf 71/2 Millionen Gulden zu er( desgleichen echt deutsch). Schließlich verfiel man auf ein Mittel, höhen und zwar so lange, bis eine internationale Regelung des das der Galanterie der Italiener alle Ehre macht: Am WahlPrämienwesens erfolgt. tage befanden sich an allen Wahllokalen Mädchen aus dem Volfe, je 3 bis 4 und darüber, kokett gekleidet, mit rothen Armbinden und der Inschrift„ Für Barbato", welche, ohne von der Polizei behindert zu werden, die Wähler bestürmten. Wie das Resultat ergiebt, mit gutem Erfolg! Ob in Deutschland die Polizei wohl auch das schönere Geschlecht respektirt haben würde? Man darf daran zweifeln. Die Fälschung der Gmfer Depesche – oder, wie Bismarck fich ausdrückte:„ Die Verwandlung der Chamade in eine Fanfare, fand ausgesprochenermaßen zu dem Zweck statt, die leitenden Kreise", d. h. zuvörderst den König von Preußen, der allerdings den Krieg nicht heraufbeschwören wollte, in den Krieg hineinzureißen, in dem Bonaparte zur Kriegserklärung gezwungen Und das ist gelungen. ward. Die friedliche Gesinnung König Wilhelm's brauchte nicht erst bewiesen zu werden. Wir kennen sie ja zur Genüge aus der nämlichen Depesche, die Bismarck gefälscht hat. " Die Internationalität der Arbeiter wird als eine der verruchtesten Erscheinungen in der Geschichte der Gegenwart gefennzeichnet, die Internationalität der Ausbeuter aber dabei von den strengen Kritikern zum Schaden des allgemeinen Besten gepflegt. Heuchler. Jm konservativen Reichsboten" lesen wir: Die erbärmlichste, gefährlichste Menschenforte sind die Heuchler. In der Umgegend Güterslohs haben die SozialDemokraten am legten Sonntage eine An die ländlichen Arbeiter Westfalens" betitelte Flugschrift vertheilt. Die Heuchelei, die Proportionalwahl in der Schweiz. Aus Zürich wird mit dieser Flugschrift und ihrer Verbreitung verübt worden ist, uns geschrieben: Ueber den Sieg Crispi's in Rom wird uns geschrieben: lägt sich schon aus ihrem Schlußsatz erkennen, der nach der Der Gedanke der Proportionalwahl seht seinen Siegeszug in Auf unwürdigere Weise hat noch niemals ein Minister einen Güt. 3tg." also lautet:" Ein Konservativer kann kein der Schweiz von Kanton zu Kanton fort. Die von unfern Sieg erfochten wie Crispi in Rom. Die Polizei hat den Sieg gläubiger Christ sein. Ein wirklich gläubiger Christ kann nichts Baseler Genossen gemachte Anregung, einen neuerlichen Ver- De Felice's über Crispi in der Reichshauptstadt vorhergesehen anderes als ein Sozialdemokrat sein." Das ist wohl such zur Einführung des Proporzes auf dem Wege der Volks- und suchte nach einem Mittel, den leitenden Minister vor dieser eine der ungeheuerlichsten Lügen, die zu Ehren der initiative zu machen, ist auf guten Boden gefallen. Das aus beschämenden Niederlage zu bewahren. Da die heilige Hermandad sozialistischen Taktik zusammengelogen worden sind. Aber es Vertretern aller Parteien zusammengesette Initiativkomitee in Italien vor feiner Gewaltthat zurückschreckt, so wählte sie das deckt sich mit dem, was jüngst der Zigarrenhändler Garbe betreffs in Basel, das seit Jahren für Einführung der einfachste Mittel, fie verhaftete vor dem Wahltage die 120 Wähler, der Landagitation sagte: Wenn Sie von jemand gefragt werden, Proportionalwahl agitirt hat, hat beschlossen, die Ini von denen sie überzeugt war, daß sie sich am eifrigsten für die dann sagen Sie:„ Was Jesus Christus gelehrt hat, das wollen fiative aufzunehmen und die Unterschriftensammlung zu Erwählung De Felice's bemühen würden. Das sozialistische wir auch.(!!) Da geben Sie das Beispiel von Jesus an, daß er besorgen. Es sind 1000 Unterschriften nöthig, man hofft aber Wahlkomitee hat sofort genaue Erhebungen vorgenommen, gefagt hat: Wer zwei Röcke hat, gebe dem, der keinen hat." deren 3000 aufzubringen. Nun hat auch die herrschende frei- die zu dem Ergebniß führten, daß für diese Vers Denn der Bauer hat noch schlechtere Kleider an als wir, und sinnige Partei heschlossen, für das Proporzbegehren einzustehen, haftungen nicht der leisefte von Schein Gesetz tann. machen Sie ihn darauf aufmerksam, daß der reiche Grundbesitzer aber daffelbe nicht blos auf die Wahl des Kantonsrathes zu be- lichkeit ins Feld geführt werden Die Kammern und der Pfaff bessere Kleider tragen. Fragen Sie die Leute, ob schränken, sondern auch auf die Wahlen für den Bürgerrath und werden bei ihrem Zusammentreten einen Protest gegen der reiche Grundbefizer und der Pfaffe, wenn sie frank sind, zu die reformirte Synode auszudehnen und ferner die obliga- die Wahl Crispi's in Rom vorfinden, über den selbst der schamihnen kommen und sagen: Ich will dir auch einmal etwas torische Stimmabgabe git fordern. Die Sozialdemo- lose Crispt wenig erbaut sein wird. Bei der Beweiskraft der geben. Wenn wir den Leuten kleine Bibelsprüche(!!) sagen, fraten halten Diefe Bedingungen für selbstverständ- Anfeindungsgründe ist es nicht ausgeschlossen, daß die Wahl dann kommen wir auch mit der Religion durch. Die Sozial- liche. und Der( Basler) Borwärts" erinnert daran, Crispi's in Rom für ungiltig erklärt werden wird, wenn Herr demokraten scheinen fich den Satan zum Vorbild genommen zu daß die dortigen Genoffen bereits vor 10 Jahren den Stimm- Crispi es nicht vorziehen sollte, sein Mandat vorher nieder zu haben, der, als er den Heiland versuchte, auch mit Bibelsprüchen proporz verlangten, wofür sich jedoch im Kantonsrath nur 6 bis legen. operirte. Jedenfalls ist es feine fanatische Tattit, die hier für 8 Stimmen damals fanden und nun heute verlangt ihn die die sozialdemokratische Landagitation empfohlen wird. Hoffentlich herrschende Partei selbst. Dieselbe hat übrigens noch vor vier lernen unsere christlichen Bauern an dem Beispiele ihres Heilandes, Jahren das Begehren nach dem Proportional Wahlsystem mit wie man solchen Versuchen Widerstand leisten kann. den absurdesten Argumenten bekämpft und heute akzeptirt fie es. Wir kennen das Wahlflugblatt nicht, über welches der Wie rasch sich doch zu gunsten der Sozialdemokraten die Beiten Reichsbote" sich entrüstet. Wir gestehen auch, daß wir das ändern! Berufen auf das Chriftenthum nicht sonderlich lieben, weil tadurch das klare Urtheil gestört wird. Uber den großprozigen Gegnern gegenüber, die mit ihrem Christenthum prahlen und sich dabei des unchristlichsten Handelns befleißigen, haben wir allerdings ein volles Recht, ihnen Heuchelei vorzuwerfen und ihnen zu sagen, daß wir, das Wort„ chriftlich" in dem Sinn genommen, wie sie es uns gegenüber definiren, weit bessere Christen sind als sie; denn wir bekämpfen das was der Chriftus der Legende bekämpft hat: den Mammon und Moloch, dessen Anbeter sie sind. Und der Reichsbote" hat uns aus der Seele gesprochen, wenn er sagt: die erbärmlichste und gefährlichste Menschensorte sind die Heuchler". richtigung: auch Ein Plebiszit für Crispi nannten seine Lobredner seine Wahl in neun Wahltreifen. Nun hat aber die Wahlstatistik er geben, daß Crispi in diesen neun Wahlfreisen blos 12000 Stimmen erhalten hat, während die" Zuchthäusler" De Felice und Dr. Barbato 60 000 Stimmen erhalten haben. Für wen hat Auch im Kanton Bern steht der„ Proporz" auf der somit das italienische Volk gesprochen, für den Renegaten Crispi Beit dafür erklärt haben, hat nun in den letzten Tagen die ton- Siziliens? Tagesordnung. Nachdem sich unsere Genossen schon vor einiger oder für die Opfer infamer Justizmorde, für die Märtyrer fervative Partei beschlossen, für die Einführung der Proportional- Schweden- Norwegen. Heute lauten die Nachrichten etwas wahl die Volksinitiative zu ergreifen. Das proportionale Wahl- friedlicher. Ein Telegramm vom gestrigen Tage befagt: Morgen verfahren soll sich erstrecken auf die Wahl der Regierungs- und werden 5 Mitglieder der Linken, 3 Mitglieder der Rechten und Ständeräthe, des Kantonsrathes und eventuell des Obergerichts. zwei Mitglieder der Gemäßigten im Storthing eine Tagesordnung Außer den Sozialdemokraten und Konservativen werden die Ka- einbringen, dahin lautend, daß das Storthing, unter Festhalten tholiken im Jura und ein Theil der Freisinnigen die Unterschriften- an der Alleingewalt Norwegens in allen nicht unionellen Fragen, bogen unterschreiben, so daß der Erfolg der Kampagne gesichert sich dafür ausspricht, daß möglichst bald Verhandlungen scheint. Der Gedanke des Proportionalwahlsystems marschirt zwischen Schweden und Norwegen unter einem mit dem Storthing also in der Schweiz! gemeinsam arbeitenden Kabinet eingeleitet werden sollen behufs Stimmen der Rechten, ein der Bei Berathung der Initiative Stüßi( Staatsschreiber) auf der befriedigenden Regelung der das Konsulatswesen und das Herr W. Gerling ersucht uns um Abdruck folgender Be- Ersetzung des absoluten Mehre durch das relative Mehr be- Minifterium des Aeußern betreffenden Fragen. Voraussetzung Im Leitartikel Nr. 124 Ihres Blattes reproduziren Sie ein antragte unser Genoffe Bürkli im Züricher Kantons: der Verhandlung soll sowohl ein gemeinsamer, wie Mit Referat der Münchener Post" vom 29. Mai, das meine auf dem rath, daß die betreffende Kommission neben der obgenannten besonderer norwegischer Minister des Aeußern sein. der Gemäßigten und Freidenker- Kongres in München gemachte Aeußerung durchaus Broportionalwahl einzuführen sei. Vertreter der freifinnigen Mitglieder der Linken, welche den Antrag unterzeichnet haben, Initiative auch die Frage prüfen soll, ob nicht gleich beffer die den mißverständlich wiedergiebt. Ich äußerte mich nicht, daß ich über und konservativen Partei erklärten sich für diesen Antrag, der hat der Antrag bereits die Majorität; es ist nicht ausgeschlossen, die Umfturzvorlage gelacht habe, sondern daß dieselbe meiner benn auch sammt der Initiative Stüßi der betreffenden Kommission daß Einstimmigkeit erreicht werden kann. Die Debatte über den persönlichen Auffassung nach nur verdient habe, mit grenzenlosem überwiesen wurde. Antrag wird wahrscheinlich Mittwoch oder Donnerstag nächster Spott behandelt zu werden. Deshalb hätte ich mich nur mit innerem Woche beginnen. Der Schritt ist erfolgt, weil auch in Schweden Widerstreben zu einem feierlichen Ernst, wie ihn die Petition einer Beichen versöhnlicher Stimmung zu tage treten. Jedenfalls Rorporation an den Reichstag erfordere, aufschwingen fönnen. werden die Verhandlungen, die schon abgebrochen waren, jezt Dazu komme noch in betracht, daß der Bund eben erst um Abwieder aufgenommen. schaffung des§ 166 des Strafgesetzbuches petitionirt habe. Im übrigen erkläre ich es noch für einen Irrthum, daß( wie aus dem bezüglichen Referatie zu entnehmen ist) in der publizirten Protestschrift der Freidenker andere als rein redaktionelle Abänderungen nach dem Vorschlage des Herrn Prof. Büchner vorgenommen worden sind, und daß derjenige Saß des ersten Ent wurfes, welcher prinzipielle Bedenken erregt hatte, unverändert in der Petition veröffentlicht worden ist. Köln, 31. Mai 1895. W. Gerling. " " fiehe die vor Calvignac und Calviuhac. Man schreibt uns aus Paris unterm 30. Mai: Dadurch, daß der Maire von Carmaux und der sozialistische Abgeordnete von Toulouse einen fast gleich lautenden Namen haben, und beide Sozialisten sind, wird in der Ueber Nikolai Iwanowitsch Jukowsky deutschen Presse und nicht selten in der Parteipreffe, gar oft der schreibt man uns: Fern von eine für den anderen und zuweilen sogar beide für eine und die gestrige Nummer des Vorwärts" felbe Person genommen. Ich glaube daher darauf aufmerksam seiner Heimath, nach 33 Jahre langem Leben im Exil starb vor machen zu müssen, daß der Maire von Carmaux Calvignac, der einigen Tagen in Genf( wir hatten nach einem französischen Abgeordnete von Toulouse hingegen Calvinhac heißt. Noch Blattin Frankreich" geschrieben. N. d. ,, W.") einer der bedeutendsten wichtiger erscheint mir aber, die auch in den Vorwärts" über- russischen Revolutionäre N. J. Jukowsky. Sein Name steht im gegangene irrige Meldung zu berichtigen, wonach Genosse Zusammenhenge mit den wichtigsten revolutionären Bewegungen Calvinhac wegen Wahlfälschung zu einem Monat Gefängniß ver- Rußlands und Europa's während der letzten Jahrzehnte. Den urtheilt worden wäre und damit auch sein Abgeordneten- revolutionären Organisationen Semlja i Wolja"( Boden und Bur Reorganisation der preußischen Staats. Eisen- Mandat verloren hätte. Beides würden unsere Gegner wohl Freiheit),„ Welikorup"( Großruffe), Molobaja Rossija"( Jungbahnen. Mit pomphaften und gleißenden Worten wurde am gerne sehen und arbeiten auch darauf hin. Vorläufig ist er Rußland) und der Polnischen revolutionären Partei"; ferner: Anfange der Landtagsfeffion 1894/95 von Exzellenz Thielen die aber erst auf grund von Aussagen eines im Dienste der den Redaktionen des Kolokol"( Glocke),„ Narodnoje Djelo" gewaltige Neuordnung der preußischen Staats- Eisenbahn- Ver- Opportunisten stehenden notorischen Lumpen namens Mascaras( Volkssache), Rabotnik"( Arbeiter),„ Obtschina"( Gemeinde); den waltung angekündigt. Durch dieselbe sollte infolge Verminderung der Wahlfälschung" beschuldigt, und um ihn dieserhalb gericht- franzöfifchen Solidarité"," Travailleur" u. a.- gehörte des Personals um ca. 2100 Köpfe Vereinfachung des Geschäfts- lich verfolgen zu können, seine Auslieferung von der Kammer Jukowsky als aktives Mitglied und eifriger Mitarbeiter an. Bebetriebes, Auflösung von 76 Betriebsämtern 2c. eine Ausgabes verlangt worden. Doch es ist noch sehr fraglich, ob diese sie fonders hervorragend betheiligte er sich an der gesammteuropäischen verminderung von ca. 3 Millionen Mart herbeigeführt werden. bewilligen wird. Von den 11 Mitgliedern der dieser Tage er sozialistischen Bewegung der arbeitenden Klassen, an der InterDer gesammte Apparat wurde verändert, neue Dienststellen nannten Kommission, die das Verlangen der Toulouser Staats- nationale. wurden errichtet, tausende von treugedienten Beamten und Ar- anwaltschaft auf Verfolgung Calvinhac's zu prüfen hat, haben Hochbegabt als Redner und Publizist, durch seine vielseitige beitern theils pensionirt, theils auf Wartegeld gestellt oder sich nämlich nicht weniger als 8 Mitglieder stritte dagegen er Bildung ausgezeichnet, ein glänzender Leftor, ein geistreicher Erzähler entlassen. flärt. Es sind dies die Abgeordneten Viviani, Clovis Hugues, und sogar vorzüglicher Musiker wirkte Nikolai Jwanowitsch immer Der neue Verwaltungsapparat funktionirt nun seit dem Paschal Grousset, Camille Pelleton, Pédebidou, Couchard, bezaubernd sowohl auf den Kongreffen, auf der Tribüne, in den 1. April d. J. Was aber versprochen wurde, hat sich nicht er: Decker- David und Dujardin- Beaumes. Von den übrigen drei Arbeiterversammlungen, wie auch unter den Verbannten aller füllt. So schwerfällig wie jetzt hat wohl ein Staatskörper noch Abgeordneten haben sich zwei refervirt gehalten und nur einer Nationalitäten und im intimen Kreise seiner hochsympathischer nie gearbeitet. Der Umstand, daß tausende von Beamten versetzt sich für die Verfolgung ausgesprochen. Zum Präsidenten der und von allen seinen Freunden geschätzten Familie. worden sind und theilweise ganz ungewohnte und ihnen völlig Kommission wurde Abg. Dujardin Beaumes, zum Sekretär Abg. Herzen, Batunin, Ogarew, Serno- Solowjewitsch, Metschnikow, fremde Arbeiten haben übernehmen müssen, daß ferner für die Pédebidou ernannt. Tkatschew, Sokolow, Sajzew- das sind alles theure russische Erledigung der Dienstgeschäfte durchweg neue Bestimmungen am Es werden nun vorerst alle auf die Wahl Calvinhac's Namen, die in der Fremde ruhen. Mit allen diesen war Nikolai grünen Tische des Ministeriums geschaffen sind, deren Durch bezüglichen Akten geprüft werden, mit ihnen aber auch zugleich Iwanowitsch, der einer hochadeligen russischen Familie entstammte, führung in der Praxis überall auf Schwierigkeiten stößt, hatte die Akten, die sich auf die Wahl seines unmittelbaren Vorgängers, auf das engste befreundet, mit ihnen hat er zusammen gearbeitet naturgemäß eine unglaubliche Schwerfälligkeit und Verwirrung des berüchtigten ehemaligen Minister Constans beziehen, deffen und gelitten. Die Geschichte des russischen Befreiungskampfes zur Folge. Wahlfälschung die Herren Opportunisten, die in Toulouse bereits wird seinen Namen unter die ersten verzeichnen. Da sich ferner die gesammten Arbeiten, welche schon seit gänzlich abgewirthschaftet haben, nun gerne auf Calvinhac über- Die russischen Lockspitzel an der Arbeit. Die Nr. 20 Jahren infolge der Miquel'schen Sparsamkeitsprinzipien auf das wälzen möchten. der in London von F. Woletowsky herausgegebenen Fliegenden nothdürftigfte Mindestmaß zusammengedrückt waren, auch nicht Man sieht, daß es noch weit bis zur Auslieferung, geschweige Blätter"( Letutschija chistki) theilt aus bester Quelle mit, daß im geringsten vermindert hatten, und andererseits der Unwille denn zur Verurtheilung Calvinhac's ist. Unsere Gegner mögen die russische Regierung in der letzten Zeit eine Kompagnie von und die Mißstimmung der zurückgebliebenen und zum größten also nicht zu früh triumphiren, weil es ihnen sonst leicht wie Agents provocateurs in das Ausland kommandirt hat. Es werden Theile u. a. durch Herabsetzung des Mindestgehaltes für mit gewissen Siegesbulletins gehen könnte, denen nur allzu rasch hiermit auf diese väterliche That die im Auslande wohnenden Eisenbahnsekretäre um 300 m. geschädigten Beamten groß war ein desto niederfchmetternderes Dementi folgt. Ruffen aufmerksam gemacht. und sich in Arbeitsunlust äußerte, so tam sehr bald der Zeitpunkt heran, wo die laufenden Geschäfte während der Dienststunden Robin. Der Pariser Stadtrath hat dem zu unrecht von den Verwaltungsbeamten nicht mehr bewältigt werden aus Liebedienerei gegen die Pfaffen abgesetzten Direktor des Waisenhauses von Cempuis das beantragte RuheDas Bureaupersonal der königl. Eisenbahndirektion Berlin, gehalt von 4000 Frts. beinigt. Damit ist die Sache aber noch wie das aller übrigen Direktionen, wurde außerordentlich an- nicht zu Ende; sie wird demnächst die Kammer beschäftigen. Tonnten. Zu der Konful- Mißhandlung in Dichedda soll auch ein Erzeß gegen die europäischen Kommissäre in Armenien hinzugetommen fein. Die Türkei hat Pech und die russische Diplomatie Glück. Ob sie das Glück verbessert" hat, wie der biedere Riccaut de la Marlinière? Parteinachrichten. " gerichtet: " uns Es wäre Bis zum übrig, als wie ein neuer Boykott? Als wir darauf erklärten, 1 Die Arbeiter sämmtlicher Berufe werden ersucht, den daß, wenn er sich auf diesen Standpunkt stelle, jede Diskussion Zuzug nach Lägerdorf( Holstein) streng fernzuhalten. Nähere Vou der Agitation. Sehr beachtenswerth ist eine 3u aufhöre, lenkte er ein und bat uns abermals zu verzichten, die Auskunft ertheilt J. Hinsche, Lägerdorf, Rosenstraße. schrift, die der Rheinischen Zeitung Rheinischen Zeitung" in Köln von etwa verlangte Entschädigung in Geld würde uns nicht verDer Zimmererstreik in Bielefeld ist beendigt. Die einem dortigen Parteigenossen zuging. Er schreibt:„ Eine der weigert werden. Wir wiesen es jedoch entrüstet von uns, uns schwierigsten und undankbarsten Aufgaben der Einzelagitation ist durch Geldentschädigungen abfinden zu lassen. Dann bot er uns Meister haben die Forderungen bis auf einen bewilligt, der aber das Thema: Religion. Man läuft hier stets Gefahr, den Gegner die Schweizerei an, auf den Wirth Bachmann könnten sie einen aller Erwartung nach auch bald nachgeben wird. zu verlegen und sich selbst, sowie der Partei den größten Schaden wollte Gerlach mit dem Stadtrath Blochwitz Rücksprache nehmen, die Zahl der Ausständigen nach der letzten Nachricht rund Druck ausüben. Wir lehnten jedoch auch dies ab. Schließlich Ueber den Leipziger Maurerftreik ist mitzutheilen, daß zuzufügen. Dieser Fall tritt namentlich da leicht ein, wo Genoffen sich berufen fühlen, in öffentlichen ofalen in ob die Bewirthschaftung des Parkes an diesen drei Sonn1600 beträgt. 27 Unternehmer, die zirka 370 Maurer be bezug auf Religion au agitiren. Man mag über tagen von jemand anders ausgeführt werden könne, und wollte uns Mittheilung machen. Da die Antwort schäftigen, bewilligten den verlangten Stundenlohn von 45 Pf. die Religion eine Meinung haben, wie man will, das muß stets fich verzögerte, wurde an Gerlach unterm 18. Mai folgendes Bur Erleichterung der Geschäfte der Agitationskommission der oberster Grundfah Maurer werden seit Sonnabend in verschiedenen Lokalen Streif. besonders aber in öffentlichen Lokalen, nicht in einer die Schreiben angenehm, wenn farten ausgegeben. Jeder Streifende muß sich während der innersten Gefühle beleidigenden Weise auftritt. Size ich da am wir bis Montag, den 20. Mai, ihre Entschließung erhalten Streitdauer alltäglich einmal in seiner Meldestelle einfinden, Sonntag, nachdem ich dem Vortrage Liebknecht's beigewohnt hatte, könnten." Darauf schrieb Gerlach, daß er mit dem Stadtrath in Nippes in einem Lokal, um meinen Durst zu löschen, und höre, Blochwitz gesprochen habe und es unmöglich wäre, daß ein worauf ihm in der Streiftarte ein Vermerk gemacht wird. Jeder Abreisende hat sich in seiner Meldestelle abzumelden. Der Getst wie ein Mann über die Religion in unverständiger Weise derart anderer die Bewirthschaftung übernehmen könne. herzieht, daß ihm von der Wirthin das Lokal verwiesen wird Montag sei es ihm unmöglich, eine Aufsichtsrathssigung herbei- unter den Ausständigen ist vorzüglich. Die nächste große Ver und allgemeine Entrüstung seinen etwas gedrückten Abgang be- zuführen, er persönlich könne versichern, daß wir den Park nicht sammlung der Streitenden ist für Dienstag den dritten Pfingst gleitete. Nachdem die allgemeine Entrüstung sich etwas gelegt bekommen könnten, wolle aber Mittheilung machen. Am 21. Mai feiertag im Pantheon in Aussicht genommen. Die auswärtigen Maurer werden ersucht, strengstens den Zuzug nach Leipzig zu Wir gingen am hatte, nahm ich das Wort und stellte mich( da der Gegangene sich schrieb Gerlach, wir sollten ihn besuchen. vermeiden. als Sozialdemokrat und Freidenfer bezeichnet hatte) ebenfalls als 22. Mai zu ihm, wo er uns nochmals mittheilte, daß kein AusJu Celle in Hannover haben sieben Müller die Arbeit solchen vor und ersuchte die Anwesenden, die Partei nicht für weg vorhanden wäre und wir doch verzichten sollten und bot die Aeußerungen einzelner verantwortlich zu machen. Hierdurch uns wieder die Schweizerei", resp. Entschädigung an, was niedergelegt, weil man ihre Forderung nach 13-( dreizehn) wir wiederum ablehnten. Auf wurde eine neue Debatte eröffnet, welche ich mit bestem Wissen, den Vorhalt, daß doch ftündiger täglicher Arbeitszeit und vollständiger Sonntagsruhe die Verwaltung den Wirth Ebert auf grund des Ver- nicht bewilligte! Man sollte meinen, daß es ausgeschlossen wäre, aber ohne verlegende Redensarten führte; nach einer drei Stun= den langen Disfussion hatte ich die Genugthuung, daß die An- trages zwingen könne, die Bewirthschaftung zu übernehmen, es tönnten sich unter folchen Umständen noch Streitbrecher wesenden erklärten, man könne auch mit einem Sozialdemokraten meinte Gerlach:" Ja, was sollen wir denn machen, wir können finden. Dem ist aber nicht so. Die Altenburger Müller- 3tg." und Freidenker, ohne sich verletzt zu fühlen, ruhig und fachlich Ebert doch nicht hinauswerfen." Wir hielten ihm darauf noch macht nämlich die Berliner Kollegen darauf aufmerksam,„ daß distutiren. Ich habe auf diese Art und Weise schon manchen vor, daß das Publikum glauben werde, es sei das eine zwischen Rehlih bereits zwei Streitbrecher gesandt hat". Bemerkt sei au unserer Partei befehrt, aber auch andererseits schon manchen der Direktion und dem Wirthe abgekartete Sache, und er er noch, daß die betreffende Mühle in Celle vollständig ausreichende gefunden, der durch das gerügte Vorgehen einzelner der Partei widerte darauf, daß wir doch wohl die Ueberzeugung gewonnen und regelmäßige Wasserkraft hat, daß man aber trotzdem von entfremdet wurde. Auf dem Parteitage zerbricht man fich die haben müßten, daß sie es ehrlich meinten, und ersuchte uns, dies den jetzt ausständigen Müllern verlangt, sie sollten auch während Röpfe, wie man am besten die Agitation, speziell auf dem Lande, doch auszusprechen. Wir lehnten dies jedoch ganz entschieden ab der Kirchzeit arbeiten. Celle liegt bekanntlich in demselben Preußen, wo" dem Volke die Religion erhalten werden soll", Betreiben soll. Hier bedarf es meiner Ansicht nach einer und damit schloß die Verhandlung." dringenden Warnung an alle Landgenossen, im Interesse der Soweit der Bericht. Das Publikum wird hieraus am besten zu welchem Zwecke Jahr für Jahr eine Fülle neuer Kirchen ge Partei jede Agitation ruhig und sa chlich zu betreiben, und ersehen, wie sich die Direktion des Waldschlößchens die Erbaut wird. wo das Thema:„ Religion" sich nicht vermeiden läßt, dasselbe füllung eines gegebenen Wortes denkt. Und die Arbeiterschaft Der Porzellanarbeiter- Streit in Altwasser dauert fort. mit möglichster Deutlichkeit, aber auch mit größter Schonung der wird wissen, wie sie danach ihr Verhalten einzurichten hat. Gefühle zu besprechen. Möge jeder bedenken und beherzigen, Aus London geht uns eine Erklärung zu, die wir, getreu Die Nachricht vieler Blätter, daß die Mehrzahl der Ausständigen daß man durch Unvorsichtigkeit eher in der Lage ist, zehn unserer Neutralität gegenüber den inneren Partei- Angelegenheiten die Stadt verlassen hätte und ihre Stellen durch Arbeitskräfte Menschen der Partei zu entfremden, als einen einzigen zu unserer ausländischen Parteigenossen, ebenso zum Abdruck von auswärts besetzt seien, wird von unserem Langenbielauer gewinnen." bringen wie das Schreiben, auf das die Erklärung sich bezieht. Bruderorgan, dem Proletarier", für erlogen erklärt. Das Ver halten der Streifenden ist nach wie vor musterhaft. Auf dem Parteitag für Reuß j. 2., der am 16. Juni Sie lautet: im Gasthaus zum Martinsgrund in Pöppeln Gera abgehalten wird, soll u. a. auch zu den im nächsten Herbst zu vollziehenden Landtagswahlen Stellung genommen werden. 81 " " Für die Zentralisation des A.-V.-P.-S. Alexander Wronsti. London, 7. Mai 1895. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die Handschuhmacher haben über Stuttgart und & Blingen die Sperre verhängt, weil die dortigen Fabrikanten dieser Branche das Abkommen trafen, keinen der streifenden Arbeiter der Hugo Weigel'schen Fabrit in Stuttgart in Arbeit zu nehmen. Diese verlangten pro paar Handschuhe nur 1 Pf. mehr Lohnt, was nicht bewilligt worden ist. Die Steinfeger Halberstadts steben in einer Bewegung, um gleichen Lohn mit den von auswärts dahin gekommenen Kameraden zu bekommen, die bei einigen Meistern 50 bis 60 Pf. Stundenlohn bekommen, während die einheimischen mit 32 bis 34 Pf. abgespeist werden. Die Halberstädter ersuchen deshalb um Vermeidung des Zuzuges. Im Fachorgan der Steinseher wird ausdrücklich bemerkt, daß die verschiedene Bezahlung für die felbe Arbeitsleistung geleistet werde. Ferner wird um Vermeidung des Zuzuges von Steinfegern nach Sagan ersucht. In der Nr. 101 Ihres werthen Blattes haben Sie einen Brief des Herrn St. Mendelsohn veröffentlicht; um etwaigen Mißdeutungen vorzubeugen, fühlen wir uns veranlaßt, zu er flären, daß Herr St. Mendelsohn nicht nur jede Verbindung Partei- Literatur. Das Zentral- Agitationskomitee für die mit dem Przedswil" gelöst hat", sondern überhaupt aus unserer sächsischen Landtagswahlen hat eine Broschüre, betitelt Partei, dem„ Auswärtigen Verbande Polnischer Sozialisten" Die Landtagswahlen in Sachfen", herausgegeben,( deffen Organ der„ Przedświl" ift) ausgetreten ist. Als offizielle Die neben einer vollständigen Uebersicht der Wahlkreis- Eintheilung, Vertreter der Sozialistischen Partei Polens"( Russisch- Polen) wobei sämmtliche zu den einzelnen Wahlkreisen gehörige Ort erklären wir weiter, daß Herr St. M. mit derselben in keinen schaften nebst deren Einwohnerzahl angegeben sind, folgendes Beziehungen steht und unseres Wissens keiner polnischen soziaenthält: eine statistische Uebersicht der Wahlresultate aus den listischen Organisation angehört. einzelnen Wahltreisen seit 1869 unter besonderer Berücksichtigung Des Stimmenverhältnisses der einzelnen Parteien;" eine fummarische Uebersicht der Ergebnisse sämmtlicher auch der außerordentlichen( Ersatz-)- Wahlen; eine summarische Ueber- Todtenliste der Partei. In Dillenburg in Hessen ficht der Wahlergebnisse aus sämmtlichen Wahlkreisen Sachsens; Nassau ist der Tabakmeister J. Saat aus dem Leben geschieden. eine Zusammenstellung der Wahlkreise nach den Wahlperioden; Da ihm öffentliches Auftreten sofort die Existenz gekostet hätte, ferner als Anhang das Landtagswahl- Gesetz. Die Broschüre hat er um so mehr im stillen für den Sozialismus gearbeitet. foftet 50 Pf. und ist durch die Expedition der Sächsischen In Stettin stand ein ernster Konflikt zwischen den Arbeitern Ein anderer wackerer Parteigenosse, Max Sdell in Arbeiter- Zeitung", Dresden, Gerbergasse 1, zu beziehen. München, wurde dieser Tage zur letzten Ruhe gebracht. Er der Elysiumbrauerei und der Direktion dieses Etablisse Boykott- Angelegenheiten. In Magdeburg ist unseren war besonders in der Verwaltung des Sanitätsverbandes, ferner ments in Aussicht. Dieser ist jetzt vermieden dadurch, daß die Parteigenoffen das Lotal Luifenpart wieder zur Verfügung ge- als Arbeiterbeifiber bei der Unfall. sowie Invaliditäts- und Arbeiter ihre Forderungen ermäßigten und sich mit folgenden ftellt. Auch ein zweites größeres 2okal soll, wie die Magdeb. Altersversicherung aufs beste für das Wohl der Arbeiter Bewilligungen begnügten: 10stündige Arbeitszeit; für Ueber stunden werden 40 Pf. gezahlt( bisher betrug die Arbeitszeit Zeitung" schwermüthig berichtet, nächstens tapituliren wollen. schaft thätig. 13 Stunden). Der Minimallohn beträgt für Brauer und Man schreibt", so giebt das Blatt an, diese Fahnenflucht der Unzufriedenheit über die Verfügungen wegen Beschränkung der Sechs Monate lang sollte der Parteigenosse D. Schügelernte Arbeiter anfangs monatlich 90 M., und nach 3 Monaten 100 M. Der Lohn wird wöchentlich ausgezahlt. Arbeiter Sonntags: Tanzvergnügungen zu; die Eingaben einiger Saalaus Breslau nach dem Begehren der dortigen Staatsanwalt werden mit 16 M. pro Woche eingestellt; Verheirathete erhalten befizer über Wiederfreigabe der Stunde von 10-11 Uhr abends schaft im Gefängniß verweilen, weil er durch den von ihm heraus- monatlich 6 M. Wohnungsgeldzuschuß. Sonntags- du- jour wird haben bis jetzt keinen Erfolg gehabt. Ob den Saalbesizern durch gegebenen, sechs Wochen nach der Vertheilung beschlagnahmten mit 3 M. bezahlt. Maßregelungen sollen nicht stattfinden. Im die Kapitulation eine Erhöhung ihrer Einnahmen bescheert sein Schlesischen Landboten, Voltskalender für 1895" verschiedene übrigen gilt die Arbeitsordnung der Bergschloßbrauerei, deren wird, ist nach den Prinzipien der zielbewußten" Sozialdemo- Klaffen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten gegeneinander Arbeitsbedingungen in Stettin die besten sind. Die Vereine fraten faum zu erwarten. Die Mitläufer kehren sich nicht an aufgereizt und durch entstellte oder erdichtete Thatsachen Staats- barungen wurden schriftlich ausgefertigt, vom Direktor Diedrichs einen Boykott." einrichtungen verächtlich gemacht haben sollte. Die StaatsanwaltDie Meldung über den Luisenpark und über das zweite uns schaft hatte ihre Meinung durch eine Menge von„ Beweisstellen" und der Kommission der Arbeiter unterschrieben und jeder Partei wieder in Aussicht stehende größere Lokal beweist aber gerade zu erhärten gesucht, hatte aber damit beim Landgericht kein ist ein Exemplar zugestellt worden. das Gegentheil der Behauptungen des arbeiterfeindlichen Blattes. Glück. Der Gerichtshof erkannte auf tostenlose Freisprechung mit leber den Bergarbeiterstreit auf den belgischen Gruben In Dresden war von unseren Parteigenossen mit der der Begründung, es sei dem Angeklagten darum zu thun gewesen, im Sülzthal wird der Franti. 3tg." gemeldet: Der Streit Direktion der Waldschlößchen- Brauerei im vorigen die Großgrundbefizer, Junker 2c. in der Meinung der LandJahre ein Vertrag abgeschlossen worden, demzufolge der Boykott bevölkerung herabzuwürdigen, nicht aber Staatseinrichtungen veraufgehoben wurde, während sich die Direktion verpflichtete, den ächtlich zu machen, ebensowenig laffe die Schrift erkennen, daß Part des Waldschlößchens am 1. Mai 1895 und an zwei oder zu Gewaltthätigkeiten aufgereizt werden oder Feindseligkeiten drei Sonntagen des Sommers 1895 der Arbeiterschaft zur Wer zwischen verschiedenen Bevölkerungsklassen erweckt werden sollten. fügung zu stellen. Dieser Vertrag, dessen beiderseitige Erfüllung Der in Rede stehende Kalender ist bekanntlich die Schrift, über Ehrenfache war, ist jetzt gebrochen worden. Nachdem die im Reichstage der Minister v. Köller in der ihn aus die Feier des diesjährigen 1. Mai im Waldschlößchenpart ab- zeichnenden burschifosen Weise seine tiefe Entrüstung geäußert gehalten worden war, beabsichtigten die Arbeiter ein Sommerfest hatte. in dem Parke abzuhalten und zu diesem Zwecke mit dem Wirthe einen bestimmten Sonntag zu vereinbaren. Die Beauftragten der Arbeiter wurden rundweg abgewiesen; der Waldschlößchenpart steht uns nicht mehr zur Verfügung! Bei der Beachtung, die seinerzeit der Boykott des Dresdener Waldschlößchens und der Sieg unserer Parteigenossen in ganz Deutschland gefunden hat, ist es am Plage, den Bericht, der der Sächsischen Arbeiter Zeitung" über die neuerlich geführten Verhandlungen zuging, ausführlich wiederzugeben. Die Beauftragten der Arbeiter schrieben ihr: " 1 " Soziale Beberlicht. " Das Frauenstimmrecht lesen wir in der Stuttgarter Frauenzeitschrift Die Gleichheit" ist in der Gemeinde Friedrichstadt in Schleswig- Holstein eingeführt worden. Ohne Unterschied des Geschlechts sind sämmtliche Gemeindeangehörige stimmberechtigt, sobald sie die Großjährigkeit erreicht haben. " dauert fort, nachdem eine in den letzten Tagen in Mülheim a. Rh. unter dem Vorsitze des Regierungspräsidenten und im Beisein des Landraths sowie der Bürgermeister der betheiligten Gemeinden zwischen den Vertretern der Arbeiter und dem Direktor der Gesellschaft stattgehabte Konferenz resultatlos verlaufen ist. Die Gesellschaft verlangte bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit, während die Arbeiter vorerst eine Sicherstellung ihrer Forderung verlangen. Die Streifenden haben sich nun in einer Eingabe an den Kaiser gewandt. Die Metallschläger Wiens wollten am 1. Juni die Arbeit niederlegen, da ihre Forderungen nicht bewilligt worden waren. Nachricht darüber, ob der Streik wirklich begonnen hat, liegt noch nicht vor. Jedenfalls aber ist der Zuzug aus Deutschland aufs strengste fernzuhalten. Erkundigungen sind bei Engel. bert Termat, Wien XI, Goldschlagstraße 86, einzuziehen. Depelihen. In Aarhus( Jütland) find 60 Former in den Ausstand getreten. Sie fordern: Einführung der zehnstündigen ArbeitsAm 5. Mai gingen wir zu dem Restaurateur der Wald- In Nürnberg faßte eine überaus zahlreich besuchte Arbeiter zeit mit 1/2 Stunde Frühstücks- und 11/2 Stunde Mittagspause; schlößchen- Brauerei, Herrn Ebert, um mit demselben die uns zu versammlung zu dem vom Magistrat aufgestellten Statut eines Abschaffung der Affordarbeit; Ueber- und Sonntagsarbeit foll gefagten drei Sonntage zu vereinbaren. Dieser erklärte ganz städtischen Arbeitsnachweises nach einem Vortrag mit 25 pCt. Ausschlag bezahlt werden. Nur zwei Mann, welche kurz, daß er mit uns nichts zu thun habe, wir sollten zur Dertel's einstimmig folgende Resolution: Die Versammlung im Greifenalter( 67 und 62 Jahre) stehen, find in Arbeit geDirektion gehen. Da der Direktor schwer zu sprechen ist, erklärt den von der Gemeindevertretung Nürnbergs beschlossenen blieben. Hoffentlich giebt sich kein deutscher Arbeiter dazu her, wurde denfelben Tag noch ein Brief an denselben ab- Arbeitsnachweis für geeignet, die Arbeiter auf das tiefste zu den Streifenden in den Rücken zu fallen. Briefe und Anfragen geschickt, mit der Anfrage, wann er zu sprechen sei. Da schädigen, denn er entspricht nicht den minimalsten Forde sind zu richten an J. C. Suhr in Aarhus. eine Antwort nicht erfolgte, gingen wir den 8. Mai rungen, welche an eine solche Institution gestellt werden Die Versammelten protestiren gegen die Er nochmals zum Direktor. Hier wurde uns vom Prokuristen müssen. mitgetheilt, daß der Direktor verreist sei, aber auch seine öffnung dieses Arbeitsnachweises; sie erklären, auf die BeAdresse nicht bekannt sei, er wolle dem Direktor sofort nutzung desselben zu verzichten und fordern alle Arbeiter auf, ein Nachricht geben, wenn er dessen Aufenthalt wisse, er( der Pro- Gleiches zu thun. Die Versammlung erklärt weiter: Keine größere Wolff's Telegraphen- Bureau. furift) fönne in der Sache nichts thun. Den 10. Mai bekamen Stadt Deutschlands hat sich bei Gründung eines Arbeitsnachwir einen Brief, worin uns der Prokurist mittheilte, daß der weises auf einen so engherzigen, die Arbeiter mißachtenden und Budapest, 1. Juni. Bei der heutigen Reichstags= Wahl in Aufenthalt des Direktors noch nicht bekannt sei, wir sollten uns verletzenden Standpunkt gestellt wie die Gemeindevertretung Zichyfalva siegte der Kandidat der Liberalen, Daniel Grosser, aber an den Rechtsanwalt Gerlach wenden, dieser würde uns Nürnbergs, deren sozialpolitische Einsichtslosigkeit bei dieser mit großer Mehrheit über den Kandidaten der Volkspartei. eklatanter Weise zu tage getreten ist. Paris, 1. Juni.( Deputirtenkammer.) Rouanet interpellirte Bescheid geben und wäre heute zu sprechen. Als wir nun des Gelegenheit in die Arbeiter bei Berathung des Statuts die Regierung über die Südbahn- Angelegenheit und führte Klage felben Tags zu Gerlach tamen, theilte uns dieser mit, daß der Man hat Wirth Ebert sich weigere, die Bewirthschaftung des Parkes an nicht gehört, das Unternehmen auf eine Grundlage ge- darüber, daß die Regierung seit 2 Monaten das Gutachten eines den drei Sonntagen zu übernehmen. In einem Schreiben, welches ftellt, welche das Vertrauen der Arbeiter in diese Inftitution Schreibfachverständigen bewahre. Redner erklärt, er wolle die uns Gerlach mittheilte, stellte Ebert das Ersuchen an den Auf unmöglich macht, und das ganze durch ein Wahlverfahren für blosgestellten Mitglieder des Parlaments nicht anführen, aber unter Der Justizminister sichtsrath, ihn von der Bewirthschaftung des Parkes zu ent- die Aufsichtsstelle gekrönt, wie es rückständiger nicht ersonnen den Unternehmern könne er Eiffel nennen. binden, da es seinem Charakter und seiner Würde() nicht werden kann. Die Versammlung spricht deshalb die Erwartung Trarieur erwiderte, der erste der Regierung zugegangene Bericht entspräche, Sozialdemokraten zu bedienen. Gerlach bat uns, indem aus, daß die Beisiger des Gewerbegerichts aus der Arbeiterklasse betreffe feinen in der Politit thätigen Mann, der zweite, neuerer erklärte, daß sie Ehrenmänner seien und ihr Wort halten ihre Mitwirkung bei einer Institution, wo sie nach Lage der dings eingelangte, beschäftige sich mit den Emissionen der SüdDas bahn- Gesellschaft. Es sei keinerlei Unregelmäßigkeit festgestellt wollten, auf die drei Sonntage zu verzichten oder einen Ausweg Sache nur als Dekoration figuriren können, ablehnen. Die Theilnahme von Parlamentsmitgliedern an zu schaffen, der die Bewirthschaftung ermögliche. Wir gingen Bureau der Versammlung wird beauftragt, diese Resolution dem worden. deni Emissions Syndikate falle unter keinen Artikel des nicht darauf ein und verlangten die Erfüllung des Vertrages. Stadtmagistrat schriftlich mitzutheilen." Strafgesetes. Die Untersuchung in der Südbahn Angelegenheit Ami 14. Mai waren wir abermals bei Gerlach und erklärten, daß wir die drei Sonntage haben wollten, einen Ausweg könnten sei noch nicht abgeschlossen. Rouanet fragt hierauf, ob nicht der wir nicht angeben, das wäre Sache der Brauerei. Senator Magnier Geldbeträge vom Baron Reinach empfangen Tage theilte Gerlach uns mit, daß die Verwaltung mit Ebert Zuzug von Schuhmachern nach Karlsbad in Böhmen habe. Der Justizminister erwidert, er tönne hierüber, ohne Bebei Beilegung des Boykotts einen Vertrag abgeschlossen, in welchem ist streng zu vermeiden, da dort die Schuhmacher in einer Beweise zu befißen, nicht sprechen. London, 1. Juni. Bei einem gestern in den Kohlengruben sich Ebert verpflichtet, die Bewirthschaftung an den drei Sonne wegung um Verbesserung der Arbeitsbedingungen stehen. Wenn tagen zu übernehmen. Da wir freiwillig nicht ver- die Meister bis zum 8. Juni nicht bewilligen, soll der Streit be in der Grafschaft Fife ausgebrochenen Brande find neun Per sonen ums Leben gekommen. zichteten, erklärte Gerlach:" Nun, was bleibt dann weiter I ginnen. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen. An diesem Gewerkschaftliches. = 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 127. Sonntag, den 2. Juni 1895. 12. Jahrg. Aus einer katholischen Irren- nicht billigen. Herr Doktor, ich lief Ihnen noch nach. Sie streng zu beachten. einer solchen Anstalt festgehalten, dann würden Sie das wohl Seite gestellt werden. Im übrigen bitten wir die Lokallist Anstalt. ( Fortsetzung vom 1. Verhandlungstag.) im Auditorium.) schlugen jedoch die Thür hinter mir zu. Ernst Neumann, Bräs.: Herr Doktor, die Sache ist hier sehr ernst, Sie müssen Woltersdorf bei Ertner. sich doch eines solchen Vorganges erinnern? Die Verhandlung begann, nachdem die Personalien 2c. der Dr. Chantraine( zögernd): Etwas ähnliches ist allerdings Turnen, deren buntes, nicht gerade sehr geschmackvolles Plakat Die allgemeine Ausstellung für Sport, Spiel und Angeklagten festgestellt worden, mit der Zeugenvernehmung. Der vorgekommen.( Heiterkeit im Auditorium.) Der Präsident er schon seit Wochen die eintönige, düstere Front des alten erste Zeuge ist der dirigirende Arzt der Anstalt des Alerianer- mahnt das Publikum zur Ruhe. Reichstags- Gebäudes verschönte", ist nun am Freitag Abend flosters, Sanitätsrath Dr. Capellmann, ein kleiner, alter, sehr Zeuge Priester Rheindorf bekundet weiter: Allerdings, ich vor geladenen Gästen" mit einer besonderen Feier eröffnet gutmüthig aussehender Herr. Dieser bekundet auf Befragen des habe Herrn Sanitätsrath Dr. Capellmann gesagt: ein Kranker worden. Präsidenten: Forbes wurde im Jahre 1890 als freiwilliger Der Herr Sanitätsrath antwortete mir: Dazu kann ich nichts tamm in meinem Zustande muß doch Bewegung in frischer Luft haben. Von dieser Feier ist nicht viel zu sagen. Sie unterschied sich Pensionär aufgenommen. Forbes sagte: er sei von seinem Bischof Landeshymnen, von der Feier irgend eines Krieger- oder ähnlichen zunächst in ein belgisches Kloster verwiesen worden. Dort habe thun, die bischöfliche Behörde will es nicht haben.( Bewegung patriotischen Vereins. Kaiserhochs, Landes hymnen, patriotische es ihm nicht gefallen, er wünsche daher in das Alerianerkloster Reden und Gesänge waren dabei das wichtigste. Wir vermögen aufgenommen zu werden. Diesem Gesuche wurde entsprochen. haben, ich würde das auch heute noch thun, mich ging ja die zu thun hat; aber das sind ja bekanntlich Ansichts- resp. GeSanitätsrath Dr. Capellmann: Ich gebe zu, das gefagt zu zwar nicht einzusehen, was das mit Sport, Spiel und Turnen Nach etwa einem Jahre wurde mir von den Brüdern gemeldet, Sache nichts an. daß Forbes stark dem Trunke ergeben sei. Sobald er betrunken schmackssachen. nach Hause komme, beginne er zu toben. Es sei deshalb nothwendig, ihn in eine Isolirzelle zu sperren. Ich sagte: Das läßt sich nicht thun, der Mann ist freiwillig in das Kloster gekommen, ohne Genehmigung des Kreisphysikus dürfen wir ihn daher nicht Berth. Hatten Sie nun das Gefühl, als Sie in Mariaberg in die Irrenstation bringen. Der Bezirks- Physifus, Geheimer Medizinalrath Dr. Kribben, untersuchte den Forbes, erklärte ihn waren, daß die Internirung in der Demeritenanstalt in anderer für irrsinnig und befahl, ihn in die Irrenstation zu bringen. Form gegen Sie verlängert werden sollte? Die Ausstellung enthält manches Sehenswürdige und ist wohl In der eingehenden Vernehmung sagt der dirigirende Arzt der Zeuge( nach einigem Zögern): Dies Gefühl hatte ich später eines Besuches werth. 56 Aussteller haben hier ihre Erzeugnisse Anstalt des weiteren aus, daß ihm von unlauteren Zwangsallerdings. ausgebreitet, die zuweilen allerdings in recht entferntein mitteln in der Anstalt nichts bekannt sei. Der Polizei- Arzt, die er erhielt und hinausschickte, durch die Hände der Brüder 15 Gruppen gebildet worden, Der Zeuge befundet ferner auf Befragen, daß die Briefe, Busammenhange zu Sport, Spiel und Turnen stehen. Es sind Kreisphysikus Geh. Sanitätsrath Dr. Kribben, befundet, gingen, so daß er stark den Verdacht hege, daß die Briefe, Wassersports, Radfahren, Touristik, Rasen- und Gartenspiele, nämlich Turnen, Fechten, daß er 1891 von den Anstaltsbrüdern zu Forbes geführt worden sei; damals habe dieser wirre Reden obwohl dieselben alle versiegelt waren, von den Brüdern Wintersports, Reiten und Fahren, Jagd-, Schieß- und Angel geführt und start nach Spirituosen gerochen. Da ihm geöffnet und gelesen wurden. Er habe auch selbst Besuche sport, Luftschifffahrt, Zimmerbewegungs- Spiele, Sportbekleidung, mitgetheilt worden sei, daß der Mann schon seit vielen von ihm befreundeten Geistlichen nur in Gegenwart des Sportliteratur, Die Kunst im Dienste des Sports, Spiels und Jahren dem Trunke ergeben, so habe er ihn für irrsinnig erklärt. Bruders Heinrich empfangen dürfen. Er habe Herrn Forbes als Turnens, Verschiedenes. Verth. R.-A. Lenzmann: Ist Ihnen bekannt, Herr Pfarrer, daß nach dem Reichsgesetz ein Geistlicher nicht länger als drei Monate in einer Demeritenanstalt internirt bleiben durf? Zeuge: Jawohl. : Die Ausstellung selbst ist noch nicht fertig, ein Punkt, den sie mit so ziemlich allen früheren, und wohl auch kommenden, guten und schlechten Ausstellungen gemein hat. Ihr Haupttheil befindet fich in dem großen Sigungssaale, einzelne Gruppen sind in den anstoßenden kleineren Räumen und auf den Tribünen unter gebracht. Im Mai 1894 sei Forbes ihm wiederum auf dem Polizei einen ihm sympathischen Mann kennen gelernt und sei mit diesem Die einzelnen Gruppen haben eine sehr verschiedene Auspräsidium vorgeführt worden, da habe er ihn sehr ruhig ge- einmal auf dem Korridor eingesperrt worden. Er habe nicht dehnung. Von einzelnen ist so gut wie garnichts zu sehen, funden und erklärt, daß er gegen seine Entlassung aus der Frren- nur vollständig unzuträgliche Roſt erhalten, sondern es seien während namentlich der augenblicklich modernste und beliebteste anstalt nichts einzuwenden habe. Auf grund eines eingehenden während des Essens auch verschiedene Unsauberkeiten und ekel- Sport, das Radeln, sowie die Bekleidungsindustrie einen ver Verhörs sucht der Vertheidiger zu konstatiren, daß der Polizei- erregende Unappetitlichkeiten vorgekommen. Es habe z. B. der hältnißmäßig großen Raum einnehmen. In der letzteren ist der arzt lediglich auf grund von Mittheilungen der Anstaltsbrüder Bruder Ambrosius feinen Anstand genommen, bei Tische sich mit schöneren Hälfte des menschlichen Geschlechts besondere Beachtung angenommen habe, daß Forbes an chronischer Trunksucht leide. dem Daumen die Nase zu schneuzen. zut theil geworden. Die Kostüme der radelnden Damen nehmen Berth. Rechtsanwalt Dr. Niemeyer: Ihr Endurtheil über übrigens Anstalt Mariaberg war:„ Ich wurde dort behandelt, wie Anspruch auch ohne Frage das größte Intereſſe der Besucher in denn den Manu den Anstaltsbrüdern Tieferte? ein Gefangener und Verbrecher?" Zeuge: Das ist richtig. Muste der Arat fich have nicht sagen, daß er durch sein Beugniß die überGeh. Regierungs-[ und Medizinalrath Dr. Trost, der alsdann vernommen wird, daß er gefeßlich verpflichtet sei, jährlich zveimal alle Apotheken und Krankenhäuser seines Bezirks zu revidiren. Präs.: Es wird behauptet, daß die Brüder des Alexianerflosters stets 2 Tage vor Ihrer Revision davon Kenntniß er hielten. Beuge: Das ist unwahr, das kann nicht sein. Berth. Rechtsanwalt Dr. Lenzmann: Herr Geheimrath, wenn nun aber zeugen auftreten und unter ihrem Gide bekunden sollten, daß die Brüder des Alexianerklosters stets zwei Tage vor Ihrem Erscheinen Kenntniß von der Revision hatten, wie würden Sie sich das erklären? Beuge: Das wäre mir unerklärlich, ich habe niemandem eine Mittheilung davon gemacht. mals Verlegungen wahrgenommen habe. Kreisphysitus Dr. Rose( Iserlohn), der mit Forbes ein Lateinisches Colloquium gehalten, bekundet, daß er letzteren nicht für geistig intakt befunden habe. Kreisphysitus Sanitätsrath Dr. Büren( Jferlohn) macht noch einige Bekundungen über den Zustand des Bikars Rheindorf. Alsdann wird gegen 8 Uhr abends die Sigung auf Freitag vormittags 9 Uhr vertagt. In der Verhandlung vom Freitag befundet der in der Anstalt internirt gewesene katholische Priester Friedrich Rheindorf aus Köln als Zeuge folgendes: als freiwilliger Pensionär in Mariaberg gefühlt? Berth. Rechtsanwalt Lenzmann: Sie haben sich also nicht Beuge: Einen freiwilligen Pensionär behandelt man doch nicht ſo. über einen Brief des Pfarrers an seinen Bruder, in dem er über Es entsteht dann eine Debatte unter den Rechtsanwälten sein gutes Wohlbefinden in der Anstalt berichtet, sowie über die Bulässigkeit der Frage an ihn, ob er in der Anstalt mehrfach in ärgernißerregender Weise betrunken gewesen sei. Der Gerichtshof lehnt das Eingehen auf diese Fragen ab. Sanitätsrath Dr. Capellmann bekundet, daß der Zenge an Verfolgungswahnsinn gelitten und auf Beschluß des hiesigen Amtsgerichts entmündigt worden sei. Um 1 Uhr tritt eine Mittagspause ein. Darüber, was die Veranstalter der Ausstellung wollen und über ihre Zwecke und Ziele haben sie zwei Flugblätter erscheinen lassen. In dem ersten wird in nicht sehr glücklicher, man möchte fast sagen in unbeholfener Weise die Wichtigkeit der Leibesübungen für die Gesundheit des Körpers und der Seele auseinandergesetzt. Diese Wichtigkeit ist unbestreitbar; sie ist eine Ausfall gegen diejenigen, die alles leugnen, die nur verneinen allgemein anerkannte Wahrheit. Deshalb ist der sehr heftige tönnen, die nie bauen, sondern nur herabreißen", hier geradezu unverständlich. Ein Appell gegen die Trägheit und Gleichgiltig feit wäre mehr am Blake gewesen. " Sauerlande): Er sei als Franziskanerpater viele Jahre in Amerika Turnen eine Hebung des törperlichen und geistigen Wohlbefindens Ein weiterer Zeuge ist Kaplan Schröder( Medebach im weiten Ausbreitung und Popularisirung von Sport, Spiel und Wenn die Veranstalter der Ausstellung von einer möglichst gewesen. Als er 1880 aus Amerika zurückgekehrt war, sei ein- der Menschen erhoffen, so haben wir gegen diese Ansicht nichts mal ein fremder Herr zu ihm gekommen und habe ihn in einen einzuwenden. Wir möchten nur die Bemerkung einFrrenanstalts- Direktor Dr. Reping( Düren) bekundet, daß er Zustand versetzt, daß ihm seine Sinne vollständig schwanden. schalten, daß es sich selbstverständlich nur 12112 die an den ihm aus dem Alexianerkloster überwiesenen Frren nie- Als er aufwachte, habe er sich in Alexiauerkloster Mariaberg Hebung des Wohlbefindens der Menschen handeln kann, befunden. Auf welche Weise er in das Kloster gekommen, wisse deren ökonomische Stellung es ihnen gestattet, den zur er nicht. Er habe sich nun krank gefühlt, obwohl er früher ganz Ausübung von Sport, Spiel und Turnen erforderlichen Aufwand gesund gewesen sei. Er habe einmal den Versuch gemacht, aus an Zeit und Geld zu opfern. Im allgemeinen wird es, glauben der Anstalt zu entfliehen und habe bei der Polizei Schuß ge- wir, schwer möglich sein, einen modernen Industriesklaven von sucht. Die Polizei habe ihm aber keinen Schutz gewährt, der doch wohl auch berechtigten Ansicht abzubringen, daß nach sondern ihn in die Anstalt zurückgebracht, er sei deshalb zur 12 bis 14 stündiger harter Arbeit die Ruhe das nächste Bedürfniß Strafe auf acht Tage in die schmußige Station gebracht worden. ist. Da die Proletarier aber nun einmal den größten Theil des In dieser Station beschmugen die Frren sich selbst und geberden Volkes ausmachen, so wird die Hoffnung des Herrn v. Egidy, sich wie wilde Thiere. Er habe einmal das Essen verweigert. die er in einem, gleichfalls als Flugblatt verbreiteten Artikel 3 jei ihm deshalb zur Strafe die Zwangsjacke angezogen, und er ausspricht: daß sich die ganze Nation so zu einem Volke alsdann von dem Bruder Wollweber gepackt und in den Rücken von Edlingen erziehen könne, wahrscheinlich elend Er habe seiner bischöflichen Behörde geschrieben: Er wolle gestoßen worden. Schanden werden. Wir wissen ein unfehlbares Mittel, durch das wir diesem Ziele, das Herr v. Egidy in seiner unsern Lesern in eine Privatpension gehen. Er habe jedoch von dem Bischof den Befehl erhalten, nach Mariaberg zu gehen. Er sei aber von ja hinreichend bekannten krausen Ausdrucksweise mit„ Erziehung verschiedenen Seiten davor gewarnt worden. Er habe sich deszu einem Volfe von Edlingen" bezeichnet und das wir auch erhalb noch einmal an den Kardinal persönlich gewandt und diesen streben, näher kommen fönnten. Dieses Mittel heißt Verkürzung Nachdem eine Reihe angesehener Bürger aus Iserlohn über der Arbeitszeit! Durch sie würde auch Zeit für die Beschäftigung gebeten, ihm zu gestatten, in Rücksicht auf seinen Gesundheits. zustand, in eine Brivatpension zu gehen. Der Kardinal ſchrieb Forbes in durchweg günstigem Sinne ausgesagt und namentlich mit Sport, Spiel und Turnen geschaffen werden. Ob sich die mir jedoch: ich soll nur nach Mariaberg gehen, ich werde dort eine geistige zurechnungsfähigkeit bekundet hatten, wird Forbes Herren Ausstellungsunternehmer auch einmal an diesen Gedankendie beste und sorgfältigste Pflege, besser als in der kostspieligen die über ihn in der Anstalt verhängt worden seien. Es sei ihm müssen. Sie sagen zwar in ihrer Flugschrift, daß sie die Leibesfelber als Zeuge vernommen. Er schildert eingehend die Leiden, gang heranwagen möchten? Wir fürchten, es verneinen zu Privatpension, erhalten. Dies veranlaßte mich, nach Mariaberg zu gehen. Ich durfte jedoch dort niemals ausgehen. Ich jeder Verkehr mit der Außenwelt abgeschnitten gewesen. Er habe übungen vor allem auch den untersten Streifen unserer betam nun sehr bald Augenschmerzen und verlangte zu sich darüber nicht beschwert, da er befürchtete, alsdann noch Mitmenschen zugänglich machen wollen, die wohl gern dem Augenarzt Dr. Kirsch zu gehen. Dies wurde mir jedoch schlechter behandelt zu werden. Die Douche sei gegen ihn nicht mitspielen und Sport treiben möchten, denen aber zunächst abgeschlagen. Endlich, nach wiederholtem Bitten, wurde angewendet worden; er sei aber eines Abends in seinem die die Fortspinnung dieses Gemir gestattet, in Begleitung des Bruders Ambrofius zu Dr. Bimmer von den Brüdern mit Stricken gefesselt worden. Es dankens den Herren aber offenbar unangenehm war, so Kirsch zu gehen. Ich fand nun Gelegenheit, den Dr. Kirsch sei ihm gelungen, die Fesseln am Bettpfosten abzustreifen. Er rissen sie sich aus aller Verlegenheit dadurch, daß sie hinzusetzten: allein zu sprechen. Aus diesem Aulaß wurden dem Bruder Am- babe nachher an seinen Bischof geschrieben, ihm diese Ve= oder besser gesagt, die ihre wenigen überflüssigen Mittel anlegen brosius schwere Vorwürfe gemacht, daß er dies ermöglicht habe. handlung mitgetheilt und diesen gebeten, ihn zu befreien, da er für schädliche und ihrer Nachkommen Gefundheit untergrabende Nach einiger Zeit verlangte ich wieder zu Dr. Kirsch zu gehen, sich nicht denken konnte, daß der Bischof mit dieser Behandlung Reizmittel". Dann wird eine ungeheure Summe genannt, die dies wurde mir aber abgeschlagen. Bald darauf wurde ich von einverstanden sei. Er habe jedoch vom Bischof keine Antwort er das deutsche Volk jährlich in Alkohol und Tabak anlegt und heftigen Zahnschmerzen heimgesucht. den Anstaltsarzt Dr. Chantraine, dieser verordnete mir die Un- haben. Bruder Heinrich habe ihm einmal gedroht, wenn er nicht Theil hierzu beiträgen". Recht so! Echt pharifäerhaft! Wenn wendung von Myrrhentinktur. Dies hatte jedoch keinen Erfolg, artig sei, werde er alles, was er von ihm wisse, in der„ Germania" man auf einen Gedankengang geräth, der für ein byzantinisches ich verlangte deshalb, zu einem Bahnarzt gehen zu dürfen. in Berlin veröffentlichen. Gemüth zu bedenklichen Konsequenzen führen könnte, entrüstet Auf Antrag der Staatsanwalts beschließt der Gerichts- man sich schleunigst über die Schwelgerei und Schlemmerei der Diese Bitte wurde mir aber abgeschlagen, und als die Zahnschmerzen immer größer wurden, und ich wiederholt bat, einen hof: den Zeugen Forbes noch einmal von den anwesenden sogenannten Besiglosen, und alles ist wieder in schönster Bahnarzt tonfultiren zu dürfen, wurde mir schließlich gesagt: medizinischen Sachverständigen törperlich und geistig untersuchen ich dürfe wohl zu dem Zahnarzt gehen, aber nur in Begleitung zu lassen. des Bruders Heinrich. Gleich darauf erhielt ich jedoch von dem Nach Vernehmung einiger weiterer Zeugen, die aber nichts Erzbischof Urlaub und da sagte ich bei mir: Ich blas' Euch etwas, besonders Wesentliches zur Sache aussagen, wird die Verhandlung ich komme nicht mehr zurück. In Köln begab ich mich zu dem auf Sonnabend Vormittag 9 Uhr vertagt. Generalvikar und erklärte diesem: ich kann einfach nach Mariaberg nicht mehr zurückgehen, ich kann dort nicht leben. Sie leben ja doch noch, verfette der Generalvifar. Nach vielen Bemühungen sei es ihm endlich gelungen, in eine andere Anstalt zu kommen. Interessant ist folgende Episode: Tokales. Mittel fehlen. Da Ordnung! Unter anderem sind die Herren davon überzeugt, daß durch ihre Bestrebungen der Ausgleich der sozialen Klaffen gefördert werden wird. Wenn sie das auf die Klassen beschränken, die die Anwartschaft auf den Reserveoffizier haben, so mag das bis zu einem gewissen Grade richtig sein, ist aber durchaus un= erheblich. Eine Annäherung der Vertreter von Besitz und Bildung an das Proletariat ist aber vollkommen ausgeschlossen. Man merkt übrigens auch bald, daß es den Herren Veranstaltern Die Lokalliste, welche der gestrigen Nummer des Vor- damit gar nicht ernst ist, und daß die obige Phrase eben weiter wärts" beigefügt worden ist, verdient vor allem bei den Pfingst- nichts ist als eine der vielen schönklingenden Phrasen, die bei Präs.: Herr Dr. Chantraine, Sie haben die Bekundungen ausflügen die sorgfältigste Beachtung. Das Pfingstgeschäft ist solchen Gelegenheiten verbrochen zu werden pflegen, ohne daß des Zeugen gehört, was sagen Sie dazu? Dr. Chantraine: Ich muß bemerken, daß die Verdauungs- den ganzen Sommer, und bei genügendem Pflichteifer ist die bereits ganz unverhüllt zum Vorschein. Der Pferdefuß kommt denn auch in dem zweiten Zirkular Dr. Chantraine: Ich muß bemerken, daß die Verdauungs- für die Wirthe der Umgegend von einschneidendster Wirkung für man sich dabei etwas denkt. beschwerden, über die der Zeuge klagte, infolge Alkoholgenusses Berliner Arbeiterschaft daher im stande, den Herren, die, meift bereits ganz unverhüllt zum Vorschein. Da steht mit dürren entstanden waren, der Beuge konnte deshalb die Anstaltskost allerdings auf Antrieb von außen her, ihre Räumlichkeiten für 25 Pi. festgesetzt ist Worten, daß der Eintrittspreis( inkl. Führerbuch) auf nicht genießen. ,, um gewisse störende Parteis und Gewerkschaftsversammlungen verweigern, aufs gründ- fernzuhalten." Elemente Bräf.: Welche Anhaltspunkte hatten Sie, daß der Zeuge lichste zu zeigen, von welcher Bedeutung gerade die Arbeiter Eintrittspreis ist ja gewiß nichts einzuwenden, wenn man das Ganz recht, da haben wir's! Gegen einen durch Alkoholgenuß erkrankt war? kundschaft ist. Zu den Ausrüftungsgegenständen für die Pfingst durch die Unkosten decken will. Selbst dann würde ein EintrittsSelbst dann würde ein EintrittsBeuge: Ich hörte es vom Bruder Heinrich.( Heiterkeit.) Staatsanwalt: Herr Vifar, haben Sie einmal das direkte partie gehört daher auch die Lokalliste. Niemand lasse dies preis in unserem kapitalistisch- spekulativen Zeitalter eine gewisse Berechtigung haben, wenn man dadurch einen Gewinn für die Berlangen gestellt, aus der Anstalt Mariaberg entlassen zu wichtige Verzeichniß zu Hause liegen! Tasche der Unternehmer herausschlagen wollte. Aber nein, der Gintrittspreis wird damit motivirt, daß man gewisse störende Glemente fern halten will! Das gebildete Rowdythum wird man dadurch natürlich nicht ausschließen, und das ungebildete Rowdythum tönnte man wohl auch auf andere Weise fernhalten. Es tommen noch ganz andere Institute, so die Museen, ohne Eintrittspreise aus. werden? Beuge: Jawohl, ich habe Herrn Dr. Chantraine mit Rückficht auf meinen Gesundheitszustand darum gebeten, ich wurde aler abschlägig beschieden. Dr. Chantraine: Ich erinnere mich eines solchen Vor ganges nicht. Die Parteigenossen des vierten Berliner Reichstag3Wahlkreises werden darauf aufmerksam gemacht, daß am Sonntag, den 23. Juni im Müggelschlößchen Friedrichshagen ein Volksfest stattfindet. Der Vertrauensmann. Vereine, Gewerkschaften und andere geschlossene GefellRheindorf: Erinnern Sie sich nur, Herr Doktor, ich sagte schaften, welche Partieen nach Ertner, Woltersdorf oder Ihnen, Sie haben doch selbst einen Bruder, der Kaplan ist, be- Rüdersdorf unternehmen, werden gebeten, sich bei dem denken Sie, wenn dieser so trant wäre wie ich und würde in Unterzeichneten vorher zu melden, da ihnen dann Führer zur Aber weshalb darüber noch reden! Die unliebsamen stören= den Elemente sind ja gar nicht das Rowdythum, das im Gegen Jeil wohl höchst willkommen ist, wenn es nur in Frack und in die das Fest fällt, die Zufuhr nach Berlin außerordentlich geben fann, 50 M. als Belohnung zu, gletchviel, ob der Ber Zylinder erscheint, sondern das Proletariat. Das will man fern groß gewesen. Auf verschiedenen Plägen, namentlich im Süden schwundene noch lebt oder todt ist. balten. Uebrigens wird der Eintrittspreis an einem Abend der und Osten der Stadt, hatten sich Verkäufer etablirt, durch alle Polizeibericht. Am 31. v. M. wurde in einer Fabrik in der Woche auf 1 M. erhöht, damit dann die Elite ganz unter sich Straßen fuhren zahlreiche Wagen, vom Hundefuhrwert bis zum Neanderstraße ein Arbeiter erhängt vorgefunden. Vormittags sein fann. großen Leiterwagen hinauf, die mit den Zweigen und jungen fiel von der Treptower Brücke ein 5 jähriger Knabe beim Spielen Und Ihr redet vom Ausgleich der sozialen Klaffen! Arm- Stämmen der Birke schwer beladen waren. Die Preise waren ins Wasser und ertrank. Auf dem Wilhelmsplate gerieth ein felige Stümper, Ihr könnt aus Eurer Haut nicht heraus! infolge des großen Angebotes niedrig. Auch Kalmus erschien in Kaufmann unter die Räder einer Droschke und erlitt außer Jutimes aus einem Nachtkaffee. Wenn der Provinziale, großer Menge auf dem Markte und wurde in kleineren Partien mehreren äußerlichen Verlegungen einen Bruch des KnöchelJutimes aus einem Nachtkaffee. Wenn der Provinziale, namentlich von armen Kindern auf den Straßen still feilgeboten gelents. Nachmittags fiel ein 3jähriges Mädchen beim Spielen lüstern nach den Nachtseiten der Residenz, den Kundigen fragt, oder laut ausgerufen. am Luisen- Ufer in den Kanal, wurde jedoch von einem vorbeis wo man die Zeit von Mitternacht ab in Gesellschaft" verIn bringen kann, wird ihm sicher das Café National in der Friedrich- In seinem Berufe verunglückt ist am Freitag Nachmittag tommenden Kutscher lebend aus dem Wasser gezogen. straße mitgenannt werden. Das Lokal wird von vielen unter der Pferdebahnschaffner Klein. Derselbe befuhr auf einem ihrer Wohnung in der Invalidenstraße versuchte eine Frau die Sehenswürdigkeiten gerechnet- daß in der That dort manches Sommerwagen der Linie Vinetaplay- Mannsteinstraße gegen sich zu vergiften, wurde aber durch einen sofort herbeigerufenen interessante vorgeht, werden die Leser aus dem Nachstehenden 4 Uhr die Rosenthalerstraße und stand, um zu tafsiren, auf dem Arzt noch gerettet und später, da sich gemeingefährliche Geistesersehen. In der letzten Nummer des„ Gastwirthsgehilfen" be- Trittbrett. Der Wagen befand sich gerade an dem be frankheit bei ihr herausstellte, in die Frrenanstalt gebracht. findet sich die Jahresbilanz für 1894 von einem Berliner rüchtigten Engpaß der Rosenthalerstraße an Im Laufe des Tages fanden drei kleine Brände statt. Nacht Café( gemeint ist National), die einen lehrreichen Einblick der Ecke der Gips, Gormann und Wein: gewährt, unter welchen Umständen ein riesiger Kapitalprofit an- meisterstraße und es mußten die Wagen bei dem gehäuft werden kann; wir werden das dort veröffentlichte Material enormen Fuhrverkehr, der an jener schmalen noch in einigen Punkten ergänzen. Bei 137 000. Jahres- Passage herrscht, an ein Ausweichen war Der Witterungsübersicht vom 1. Juni 1895. Wiesbaden. Aberdin. Der Mennonit Tröbuer, der als Rekrut der 9. Kompagnie München. des Kaiser Alexander- Garde- Grenadier- Regiments aus religiösen Wien Gründen sich weigerte, Waffen zu tragen, wurde dafür seinerzeit Haparanda belegt, die er in Spandau verbüßt hat. Zum zweiten Male hat Gort wegen Gehorsamsverweigerung mit zwei Monaten Festungsstrafe Petersburg das Kriegsgericht den Soldaten, der aus dem Elsaß stammt, zu 27. vor. Monats vom Kaiser bestätigt worden. einem Jahr Gefängniß verurtheilt. Dieses Urtheil ist am Paris Es scheint mithin, daß der glaubensfeste Rekrut so ziemlich sein ganzes Leben auf der Festung zubringen kann. Leben auf der Festung zubringen kann. " Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung ១៩៩ Windstärke NANNANA( Stala 1-12) etter Temperatur nach Celfus ( 50.= 4° R.) 7726 761 heiter 17 761 WSW • 760Q Dunst heiter 17 21 762 Still Regen 16 763 SM 4 wolfig 16 761 Still woltenlos 13 768 NNO 2 wolkig 9 762 NNO 2 bedeckt 8 754 SSW 5 halb bedeckt 13 758 GD 2 halb bedeckt 16 760 DSD 16 • • halb bedeckt Welter Prognose für Sonntag, 2. Juni 1895. Etwas fühleres Wetter mit schwachen südwestlichen Winden, veränderlicher Bewölkung und fortdauernder Gewitterneigung. Berliner Wetterbureau. Theater. " Kunst und Wissenschaft. war umfaß und 76000 M. Anlagefapital hat der Besitzer des Grand- nicht zu denken, so dicht an dem Pferdebahn- Stationen. Cafés" ein Herr Ebert, im vergangenen Jahre einen Reingewinn wagen vorüberfahren, daß der daß der Kasten eines Lastfuhrvon rund 50 000 M. erzielt! An Miethe hatte er die verhältniß- werts den K. streifte und vom Wagen herunterriß. mäßig hohe Summe von 48 000. verausgabt, die Löhne Der Pferdebahnschaffner erlitt neben inneren Verlegungen für sein Personal es sind insgesammt 26 Personen auch eine Vertrümmerung des Schultertnochens Swinemünde. dort beschäftigt betrugen im gleichen Zeitraum nicht ganz und wird seinen Dienst schwerlich wieder versehen können. Hamburg 19 000 M. Der Herr Ebert zahlt den meisten seiner Angestellten Verwundete wurde mittels Krankenwagen nach der Charitee Berlin ein Rostgeld von i M. pro Tag; inklusive dieser Summe betrug gebracht. der Monatslohn eines Portiers z. B. 72 M., die Hausdiener erhielten 61 m. und die Mädchen gar nur 48,50 M. Eine für Den glücklichen Befizer aber gerade wundervolle Einrichtung ist die des Prozentsystems der Zahlkellner. Diese decken die Unkosten für die zur Bedienung thätigen Personen zum theil und führen außerdem noch 4 Prozent vom der Tageslösung an ihren hohen Chef ab. Etwa 8% pCt. der Einnahme müssen also zunächst von den Trinkgeldern bestritten werden, ehe der Zahlkellner an seinen Verdienst denken kann. Für den Eingeweihten ist es damit klar, daß unter gewöhnlichen Umständen nur durch raffinirte Praktiken den Gästen gegenüber der Zahlkellner im stande ist, seinen Verpflichtungen nach- Unter den Opfern der Kessel- Explosion auf dem zukommen Unterstützt wird derselbe in diesem Bestreben, türkischen Torpedojäger, welche am Montag in der Eckernförder von den Gästen noch etwas mehr als das Trinkgeld zu Bucht stattfand, befinden sich auch zwei Berliner Kinder und erhalten, durch die weiblichen Stammgäste, die, weil abhängig, zwar der Heizer Korte und der Monteur Frizz Gönne. Der die Zechschulden ihres Galans manchmal künstlich in die Höhe Vater des legteren ist Portier bei der Dresdener Bant" am Jm Schiller- Theater wurde am Freitag mit zwei Stücken treiben. Enorm ist der direkte Verdienst des Cafetiers. Klingt Opernplay. von äußerst ungleichem Gehalt aufgewartet. Neben Björns Die Neuvers es nicht unglaublich, wenn, wie ausgerechnet wurde, beim Kaffee Von einem tragischen Geschick ist die Altfizerfamilie son's fein abgestimmtem Schauspiel ca. 1000 pet. Gewinn herausspringt! 3/10 dunkles Bößowbier Bolze in Deutsch- Wilmersdorf betroffen worden. Am Donnerstag mählten" erschien ein derber Schwant aus einer Zeit, in der wird mit 30 Pf. verkauft; im Einkauf kostet der ganze Liter Bormittag um 8 Uhr starb im Bad Rückers- Reinerz der 28 jährige Lustspiel und Hauswurstiade noch ziemlich ſich deckende Begriffe 15 Pf. Ein ähnlich hoher Verdienst, wie ihn der Hauptkonsum Rentner Paul Bolze nach kurzem Leiden. Nachmittags um 3 Uhr historisches Interesse haben; für eine Bühne, wie das Schillerwaren. Goldonis, Diener zweier Herren" mag ein artikel Kaffee bringt, für den 66 000 m. in Rechnung gestellt sind, erhielten die Angehörigen in Deutsch- Wilmersdorf dort die Theater, eignet sich das Stück, dessen Wirkung so ziemlich von tommt beim Rognat beraus. Troß der großen Summe, Trauerbotschaft durch den Draht. Die Nachricht erschütterte die die bei diesem Betriebe spielend verdient werden, sind die sozialen 85 jährige Großmutter Friederike Bolze geb. Blisse so stark, daß der Klownnatur seines Helden abhängig ist, denn doch nicht befonders. Man muß es Herrn Schmasow nachsagen, daß er fonders. Man muß es Herrn Sch masow nachsagen, daß er ersichtlich ist, elende; es ist meist Tag- und Nachtschicht und öfter fie, vom Herzschlag getroffen, umftel. Sie verstarb auf der Stelle. in Zirkustünsten vortreffliches geleistet hat, und daß der Beifall, längere als 12stündige Arbeitszeit. Die Klagen über Belästigungen auständiger Damen der ihm für seine Schwiztur zu theil wurde, ein wohl verdienter Wie die Ordnung und die Sitte in einem Grand Café in den belebteren Straßen während der Abendstunden mehren sich war. Auch sonst wußte sich das Personal des Schiller- Theaters geschützt wird, davon einige kleine Proben. Damen ohne von Tag zu Tag. Das Gigerlthum und der Pöbel in Glacee- vortrefflich in dem fremdartigen Charakter der Harlekinade Begleitung müssen vorfahren und dürfen nur den Ein- handschuhen haben es in dieser Beziehung zu einer Dreiftigkeit zurecht zu finden. Nicht ganz so einwandfrei Neuvermählten". Wie fast alle nordis gang Jägerstraße benügen. Mit den männlichen Begleitern gebracht, die man wirklich kaum für möglich halten sollte. Und die Darstellung der tann das Lokal auch von der Friedrichstraße aus doch ist dem so. Am vergestrigen Abend ist solchem elenden schen Stücke, so enthält auch Björnson's Schauspiel fest aus betreten werden. In der Ecke darf keine Dame fizen, ebenso Burschen in dem oberen Theile der Chausseestraße von geprägte Gestalten, die vom Künstler nicht allein sorgfältig cin wenig dürfen mehr als zwei ohne männliche Nachbaren zusammen Arbeitern ein so nachdrücklicher Denkzettel für seine studirt, sondern auch begriffen sein wollen. Und da haperte es an einem Tische Plaz nehmen. Die Plätze dürfen von den Rüpelei zut theil geworden, daß er zunächst nach der Unfall- am Freitag sehr oft. Eine Musterleistung bot einzig Herr Damen nicht anders gewechselt werden, als wenn der Geschäfts- station Wedding und von dort nach einem Krankenhause Walden als Amtmann, der für diese sensible Natur, abgesehen führer das gestattet. Wie man versichert, find täglich Kriminal- transportirt werden mußte. Der noble Rowdy, ein 24jähriger von einigen allzustarken Verzerrungen ins Romische, stets den beamte anwesend, die kontrolliren, daß diese peinlichen Vor- Nichtsthuer, d. h. ohne Beruf, Adolf Emil H., hatte vor dem richtigen Ausdruck fand. Die Damen, unter denen namentlich schriften nicht übertreten werden. Das Stammpublikum tennt Friedrich Wilhelmstädtischen Theater eine junge Kindergärtnerin Fräulein Hebbel als Laura eine allerdings nicht sehr leichte diese Beamten meist alle und behandelt sie als alte Bekannte. Fräulein E. in zudringlicher Weise angesprochen, trotzdem sie sich Rolle innehatte, tonnten leider nicht besonders befriedigen; des solches mehrmals energisch verbeten hatte. Als der Aufdring: gleichen fehlte es Herrn Georg als Arel an dem richtigen AusAm ersten Pfingstfeiertage dürfen im Handelsgewerbe, liche schließlich die Frechheit besaß, unter einer zotigen Redensart druck. Dem Publikum erschienen beide Stücke gleich famos. so weit der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen stattfindet, um die Taille der Dame seinen Arm zu legen, rief die Beleidigte Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter nur nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen beschäftigt werden: a) im Handel mit vor Entrüstung laut um Hilfe. Im Nu waren eine Anzahl Milch, mit Back, Konditorwaaren und Konfitüren: während der Fabrikarbeiter zur Stelle und die Hiebe sausten auf den unverschämten Patron mit bligartiger Geschwindigkeit so hageldicht Beit von 5-10 Uhr vormittags und von 12-2 Uhr nach hernieder, daß dieser im nächsten Moment blutüberströmt auf schwedische Dramatiter und Romancier August Strindberg hat Vom Schriftsteller zum Chemiker. Der bekannte mittags; b) im Handel mit Fleischwaaren: während der Zeit dem Straßendamm darniederlag. Der unerbittliche Richter Lynch fich nunmehr, wie aus Paris gemeldet wird, auch auf dem Ge von 5-10 Uhr vormittags; c) im Handel mit Kolonialwaaren, hatte seines Amtes mit furchtbarer Strenge gewaltet, denn der biete der Chemie ausgezeichnet. Wenn es richtig ist, was frauBortostwaaren, mit Brennmaterialien, mit Bier und Wein, mit Gestrafte fonnte sich nicht selbst wieder erheben. Er hatte so Tabak und Bigarren: während der Zeit von 8-10 Uhr vor schwere Kopfwunden erlitten, daß er mittels Droschke nach der mittags; d) im Handel mit Blumen: während der Zeit von Unfallstation und von dort nach der Heilanstalt geschafft werden 7-10 Uhr vormittags und von 12-2 Uhr nachmittags; e) in mußte. Wer ihm die Wunden zugefügt hat, war natürlich nicht der Zeitungsspedition: während der Zeit von 4-9 Uhr vormittags. Um zweiten Pfingstfeiertage finden lediglich die all- zu ermitteln und schadet auch nicht; denn der Lump hat nur gemeinen Vorschriften über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe feine wohlverdiente Strafe im abgetürzten Verfahren erhalten. Die vorläufige Amtsentsetzung des langjährigen Amts Bezüglich der Sonntagsruhe im Gewerbebetriebe gelten an sekretärs Sperling zu Weißensee wegen angeblichen Mißden Pfingstfeiertagen folgende Bestimmungen: a) In Blumen- brauchs der Amtsgewalt erregt dortfelbst großes Aussehen. bindereien dürfen Arbeiter am ersten Feiertage von 7 bis 10 Uhr Sperling, dem die Bearbeitung von Schanktonzessionssachen vormittags und von 12 bis 2 Uhr nachmittags, am zweiten oblag, soll sich für seine Gefälligkeit" von den betreffenden Feiertage von 8 bis 10 Uhr vormittags und von 12 bis 3 Uhr Antragstellern Summen von 50 bis 200 M. haben zahlen lassen. nachmittags beschäftigt werden. b) In photographischen An- In den letzten Tagen sind bereits eine größere Anzahl dortiger Faber, Martin, Raiser, Bolt und Boltzvertretung. stalten hat der Betrieb bezüglich der Angestellten am ersten Feier- Gastwirthe, die der Bestechung beschuldigt sind, verantwortlich tage ganz zu ruhen; am zweiten Feiertage dürfen Arbeiter vernommen worden. Die unbedeutende Schrift eines über Gefühle, aber nicht zwischen 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags, aber In einer Zuschrift, welche wir von dem Bierbrauerei über Kenntnisse und Erfahrungen verfügenden Mannes. 3wed lediglich zum Zwecke der Aufnahme von Portraits, beschäftigt besiger Herrn Lehmann, Dranienstraße 4, zugestellt erhalten, wird derselben ist für die Vermehrung der Gewalt des Kaiſers, für werden. c) Jm Gewerbebetriebe der Bierbrauereien und Eisfabriken darf die Versorgung der Kundschaft mit Bier und auf eine von uns am 30. v. M. gebrachte Mittheilung bezug die Verminderung des Einflusses der Volksvertretung und für Roheis am ersten Feiertage nur vormittags, von 8 bis 10 Uhr, genommen und auseinandergesetzt, daß der Satz, der sich in dem Schaffung einer Mittelstandspartei-- der wievielten?- Stimmung wer sind die wir? nicht von ihm lassen, selbst wenn am zweiten von 7 bis 10 Uhr vormittags und von 12 bis 2 Uhr von einer Frau in seinem Geschäft gekauften Weizenbier gebildet zu machen. Dem Kaiser versichert er:" Darum werden wir" nachmittags erfolgen. d) Im Gewerbebetriebe der Molkereien babe, aus reinem Farbmalz, einer der Gesundheit keineswegs einmal wirklich oder scheinbar seine Pflichten ver nachtheiligen Substanz bestehe. Das Bier werde erst ungenießist die Versorgung der Kundschaft mit Milch am ersten Feiertage zwischen 5 und 10 Uhr vormittags und von 12 bis 2 Uhr bar, wenn es längere Zeit offenstehend lagere. Im übrigen be- legen, z. B. die Verfassung brechen sollte wie Wilhelm I. tage zwischen 5 und 10 Uhr vormittags und von 12 bis 2 Uhr nachmittags, am zweiten von 5 bis 10 Uhr vormittags erlaubt. richtet Herr Lehmann, daß nicht er, sondern die betr. Frau sich mit seinem Militärfonflitt." Durch solche Schriften dürfte der Monarchie mehr geschadet als genügt werden. Für alle anderen Gewerbe gelten an beiden Feiertagen die ge- unhöflich in seinem Geschäft benommen habe. Ueber die Lage des ärzt wöhnlichen Sonntagsruhe- Bestimmungen. Vom Unglück verfolgt. Die Ehefrau des Zimmerers Erdmann in der Parallelstraße Nr. 11 zu Groß- Lichterfelde hatte Im Berliner Aquarium ist durch Züchtungserfolge bei sich am Donnerstag auf furze Zeit aus ihrer Wohnung entfernt. Wiener Mediz. Blätter." Wien 1895. 2. Bergmann u. Cie 26 S. 80. verschiedenen Arten eine Vermehrung des Thierbestandes erzielt als sie zurückkehrte, mußte sie die Entdeckung machen, daß inAn der Hand österreichischen Materials doch mit vers worden. So find, von den auf geschlechtlichem und ungeschlechtdeutscher und englischer Fre schon erwähnten niederen Thieren abgesehen, zu den in einem der von Kleidungsstücken einen sehr empfindlichen Verlust beigebracht fahrungen wird die schwere Nothlage des ärztlichen Standes, lichem Wege fich fortpflanzenden und in dieser Beziehung früher wischen Diebe eingedrungen waren und ihr durch Entwendung die ungleichmäßige Vertheilung der Aerzte auf dem Lande oberen, bereits von einem jungen Nagelrochen und einem etwas hatten. Sie hatte den Verlust noch nicht überwunden und befahrungen wird die schwere Notblage des ärztlichen Standes, die nicht ausreichende Zahl von größeren jungen Glattrochen bewohnten Seewasserbecken auf fand sich in gedrückter Stimmung, als ihr der nächste Tag die und in den Städten, Spitälern, das auf wirthschaftliche Ursachen zurückzus gehängten Haifisch- Eiern einige neue und ersichtlich in der Ent- niederschmetternde Hiobspoft brachte, daß ihr Mann in Steglig vom Bau gefallen und sofort todt geblieben war. Die Arme führende Mißtrauen der Kranten ihren Aerzten gegenüber widlung begriffene Exemplare dieser mit rankenartigen Anhängseln bleibt mit zwei Kindern in der trübsten Lage zurück. dargelegt. Nachdem verschiedene Vorschläge, aus der Mifere ausgerüsteten ,, Seebeutel" hinzugefommen. des ärztlichen Standes herauszukommen und die medizinische Wissenschaft und Praxis zur vollen Entfaltung im Interesse der leidenden und dem Erkranken ausgesetzten Menschheit zu bringen, erörtert sind, kommt der Verfasser zu dem Schluſſe, daß nicht blos die Aerzte zu Staatsbeamten gemacht werden müssen, sondern die Medizin zur Staatsarzneikunde werden und die Spitalbehand lung obligatorisch gemacht werden müsse. Dementsprechend forderter eine besondere staatliche Organisation der Aerzte und eine be deutende Vermehrung und gründliche Reform der Spitäler. Die interessante Schrift verdient auch in Deutschland gelesen zu werden. Eingelaufene Druckschriften. Anwendung. = " ösische Blätter über diese Forschungen Strindberg's veröffent großes Aussehen erregen. Wie der" Temps" nämlich meldet, belichen, so wird seine neueste Entdeckung in der Gelehrtenwelt steht August Strindberg's neueste chemische Erforschung in folgen großes Aussehen erregen. Wie der" Temps" nämlich meldet, beder Thatsache: Jod ist kein elementarer Körper, sondern ein Kohlenderivat. Man könne Vaselin durch Beimischung von hypermanganfaurem Kali, Chlorwasserstoff Säure und etwas Salpetersäure in Jod verwandeln. Ebenso giebt Strindberg die Methode der Jodgewinnung aus Benzin und Anilin. er M Literarisches. Leipzig. Reinh. Werther. 33 G. 80. Rosenfeld, Siegfried Dr. lichen Standes. Separatabdruck aus Nr. 1 und 3 der " gleichender Heranziehung Zu der Mittheilung über die Arbeiterfreundlichkeit auf Theaterchronif. Jn 3entraltheater finden von der einer Unfallstation, welche wir gestern nach dem„.." gebracht Operette Figaro bei Hofe" nur noch drei Aufführungen statt. haben, wird uns von dem Kuratorium berichtet, daß die EntDie Norddeutsche Sängergesellschaft Hoffmann, welche im laffung eines Kutschers überhaupt nicht erfolgt fei; feine Richtig prächtigen Garten des Reichshallen Theaters allabend- feit habe es jedoch mit der angekündigten Entlassung des Wärters lich ihre Weisen vorträgt, verspricht, namentlich für die Pfingst seitens des leitenden Arztes der Station, doch erfolge diese nicht Feiertage, ein besonders ausgewähltes Programm zu bieten. aus dem Grunde, weil von dem Angestellten der Presse ohne Im Park des Friedrich Wilhelmstädtischen Vorwissen und Einwilligung des leitenden Arztes Mittheilungen Theaters finden unter Leitung des Direttors Quarg während überbracht seien, sondern verschiedener Differenzen wegen, die der Pfingst- Feiertage Früh- Konzerte statt. schon vor dem in Rede stehenden Vorfall bestanden hätten. Das Die Setmaschine findet vorab doch nicht die Anwendung Kuratorium der Unfallstation sei selbstverständlich gleich dem in Berlin, wie sich nach der vom Allgemeinen Anzeiger für Publikum von der Absperrungsmaßregel im hohen Grade peinlich Druckereien" gebrachten Mittheilung vermuthen ließ. Wie wir berührt gewesen und bedaure, daß feine Instruktion bestände, gestern erfahren haben, besteht im Verlag des Berliner Lokal- welche Ausnahmen, wie sie im vorliegenden Falle erforderlich literarische Neuigkeiten an. Wir bitten unsere Leser die Nennung bec Anzeiger" nicht die Absicht, das neue Adreßbuch auf der Set- gewesen wären, zuließen. maschine herstellen zu lassen; dasselbe soll vielmehr in alter Weise mit gewöhnlichen Typen gesetzt werden. Das qu. Fachblatt war mithin falsch unterrichtet; und vorab Yankees noch der alleinige Ruhm, revolutionirend auf diesem Gebiete der schwarzen Runft zu wirken. " bleibt den Au Maien, die alljährlich bei uns zu Pfingsten Haus und Hof schmücken, ist dieses Mal bei der vorgerückten Jahreszeit, ―n. Unter dieser Rubrik zeigen wir sämmtliche der Redaktion zitgehende Schriften nicht als Empfehlung der Mebattion, sondern lediglich als Empfangsbestätigung aufzufaffen. Vor einigen Tagen wurde berichtet, daß der Rentner Meyer aus Wusterhausen, der zu seiner Heilung in GroßLichterfelde untergebracht war, seine Wohnung verlassen und in selbstmörderischer Absicht einen Revolver und ein Rafirmesser zu sich gesteckt hat. Meyer ist bisher nicht wieder gesehen worden lages abfehen zu wollen. und man weiß nicht das geringste über seinen Verbleis. Seine Angehörigen sichern dem, der über seinen Aufenthalt Auskunft Blos über diejenigen Erscheinungen, welche im Intereffe unferer Leser soweit dies der Raum unseres Blattes zuläßt, Kritiken. Genügt einer Berlagsoder aus politischen Gründen besprochen werden müssen, veröffentlichen wir, buchhandlung die Anführung der überfandten Rezensionseremplare in diefer Ruhrit nicht, so bitten wir von der Zusendung der Neuerscheinungen des VerZucker im Welthandel von Dr. Richard Zimmermann. 8°. se Seiten Ladenpreis 1,20 W. Verlag von Puttkammer u. Mühlbrecht, Buchhandlung für Staats- und Rechtswissenschaft. Berliu NW. 7. Unter den sinden 64. 1 Mart. Umlauf's Werke. Verlag Adolf Lemme, Eberswalde. 100 Seiten. Preis 17 Uhr ein ziemlich heftiger Wind von Südwest aufmachte, Eine fürchterliche Entdeckung hat die antisemitische Taschen- Atlas von Berlin und Umgegend mit 16 Karten in Farbendruck wurden die Flammenmassen immer tiefer in das Faß-„ Tägl. Rundschau" gemacht. Bei dem Empfang der Westfalen von Chr. Peip. Nebst Führer durch Berlin und Umgebung von F. Heiland. lager hinein und auf die naheftehenden Bauern durch den Fürsten Bismarck erhielt die Frau des Vorsitzenden 32 Geiten. Leipzig. Verlag von Körner u. Dietrich. Preis 2 M. häuser von Lauenbruch getrieben. Mit Aufgebot aller des Bochumer nationalliberalen Wahlvereins, welche im Namen Volks- Hochschulen von Marie Fischer. Leipzig. Verlag von R. Werther. 22 Seiten. Preis 40 Pf. nur denkbaren Kräfte große Zuschauerschaaren wurden der Frauen Bochums gesprochen hatte, vom Fürsten Bismarck Arbeiterfrage auf dem Lande von H. G. Fiedler. Leipzig. Verlag von mit Gewalt zur Arbeit für die am Elbstrande auf einen Kuß. Die Tägliche Rundschau" hat nun ausfindig R. Werther. 153 Seiten. 2,50 M. gestellten Spritzen und Zubringer veranlaßt suchte man, diese gemacht, daß die Dame eine getaufte Jüdin ist, und ist darüber mit Stroh gedeckten Kathen zu schützen. Bis Mitternacht waren natürlich außer sich vor Entrüstung. Das schönste ist, daß darauf dieselben auch noch nicht angegangen. Aber Furchtbares litten hin der gesammte Vorstand des nationalliberalen Wahlvereins die Bewohner von Lauenbruch durch die unbeschreiblichen Qualm- in Bochum sein Amt niedergelegt hat. massen, die vom Winde direkt ins Dorf hineingetrieben wurden. Soziales Christenthum von Sugh Price Hughes. Uebersezt von Dr. R. Zwingmann und G. Krause. 202 Seiten. 3,50 M. Arbeiter und Fabrikinspektion in Baden von Dr. M. Quarct. Mannheimer Aftiendruckerei. 36 Seiten. R. Werther. 118 Seiten. 1,50 M. Sittlichkeit auf dem Lande von C. Wagner. Leipzig. Verlag von Landtagswahlen in Sachsen. Kommiffionsverlag der Erpedition der Sächsischen Arbeiter- Zeitung". Herausgegeben vom Sozialdemokratischen Zentral- Agitationskomitee für das Königreich Sachsen( Siz Dresden). Nothlage der Landwirthschaft und die Goldwerthäteigerung von Aus Laibach meldet die Neue Freie Preffe" am Sonn Die dem Feuermeer am nächsten stehenden Häuser wurden selbst- abend: Nach längerer Zeit erfolgte nach 3 Uhr nachmittags ein verständlich geräumt und die Bewohner flüchteten nach Harburg. = Von den Petroleum- Anlagen ist nicht das geringste gerettet furzer, heftiger, gegen 6 Uhr abends ein schwacher Erdstoß. worden, da Rettungsarbeit hier wegen der furchtbaren Hiße ein- In Athen wurden am Mittwoch und Donnerstag starke fach unmöglich war. Der angerichtete Schaden ist bisher nicht Erderschütterungen, die von unterirdischem Getöse begleitet Wetter- Prognose und Kalender der kritischen Tage don R. Fatb. abzusehen, doch dürfte er sich auf Millionen belaufen. Soviel waren, serspürt; irgend ein Schaden ist nicht angerichtet bis jetzt bekannt ist, sind Menschenleben nicht zu beklagen. J. Zuns. Frankfurt a. M. Verlag von Mahlau und Waldschmidt. J. J. Rouleau und St. Juft von S. B. Krytschews ty. Bern, Verlag von R. J. Wyß. Berlin, Verlag von H. Steiniz. Vermischtes. Ein Telegramm, welches Freitag Nacht 12 Uhr abgegangen, besagt folgendes: Das Feuer wüthet ununterbrochen fort und dürfte auch morgen noch anhalten. Sämmtliche vier gefüllte Tanks sind total vernichtet, ebenso 3000 gefüllte Die Ausdehnung der FeuerDer in die Affäre der Gräfin v. Perpoucher mit ver- und etwa 70 000 leere Barrels. wickelte Dr. med. Voigt aus Heegermühle, der sich seit geraumer fläche beträgt etwa 300 Meter. Aus vielen Ortschaften sind die Zeit in Untersuchungshaft befand, ist auf Antrag des Rechts- lichen Bauernhäuser schüßen. Auch das ganze Pionierbataillon Feuerwehren am Blake, die jedoch nur die in der Nähe befindist zur Hilfeleistung anwesend. Die Gaiser'sche Fabrik und vier Betroleumläger der amerikanischen Gesellschaft sind außer Gefahr, da der Wind die Flammen nach der Elbe hinüberweht. Vom Sonnabend wird weiter berichtet: anwalts Dr. Mendel gestern aus derselben entlassen worden. Aus Harburg erhalten wir über das gestern unter Depeschen berichtete Brandunglück noch folgende Meldung: Freitag Abend turz vor 6 Uhr schlug bei fürchterlichem Gewitter der Blitz in einen großen Tank der Bremer Petroleumfirma Trading u. Ko. Das eiserne Dach wurde von den explodirenden Delmassen emporgehoben und wühlte sich in vielen ganz zerfetzten Stücken tief in die Erde. Nach wenigen Sekunden standen auch die anderen beiden Tanks und viele tausende gefüllter und leerer Fässer, die neben den Tanks auf einem Wiesenplan vor dem Dorfe Lauenbruch bei Harburg a. G. lagerten, in Flammen. " Das Fener der letzten Nacht zerstörte das gesammte Petroleumlager mit Maschinenhaus und Schuppen. Der Schaden wird auf etwa 2 Millionen Mark geschätzt. Die Tanks sind von der Bremen Trading Co." an die Firmen Rassow, Jung u. Co. in Bremen und Phil. Poth in Mannheim verpachtet. Sämmtliche benachbarte Fabriken und Wohngebäude wurden, Dank dem um die Tanks gezogenen Erdwälle und der günstigen Das Feuer brennt zwar im Innern Es war, nachdem sich brennendes Petroleum aus den Fässern Windrichtung gerettet. über angrenzende Wiesenflächen ergossen hatte, ein gewaltiges der Tanks noch weiter; jede weitere Gefahr ist jedoch ausFeuermeer von einigen tausend Quadratmetern. Da sich gegen geschlossen. Urania Für den Zuhalt der Inserate über- Anstalt nimmt die Redaktion dem Publikum Anstalt für volksthümliche gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 2. Juni. Deutsches Theater. Zwei Wittwer. Der eingebildete Kranke. Montag: Das Lumpengesindel. Berliner Theater. Das Bild des Signorelli. Montag: Madame Sans- Gêne. Dienstag: Das Bild des Signorelli. Lessing- Theater. Der Herr Senator. Montag: Die Schmetterlingsschlacht. Neues Theater. Tata- Toto. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorftellung. Schiller Theater. Die zärtlichen Naturkunde. Am Landes Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Mar Samst. Am 2., 3. u. 4. Juni, abends 7 Uhr Napoleon und seine Frauen oder Eine kaiserliche Ehescheidung. Verwandten. Ein Strafrapport. Montag: Die Neuvermählten. Ein Großes Sensations Ausstattungsstüc Diener zweier Herren. mit Melodramen u. Ballet in 5 Aften Theater Unter den Linden. Miß v. W. G. Wills u. Gracé Hans Thorne. Helyett. Die neuen Dekorationen sind aus dem Atelier von Hensel, die neuen Kostüme von der Firma Paul Hildebrandt. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Am 2. und 8. Juni, nachm. 21/2 Uhr: Central- Theater. 3. Figaro bei Hof. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorftellung. Alexanderplay Theater. Ein Modell. Heinrich Heine. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. National Theater. Napoleon und seine Frauen oder Eine kaiserliche Ehefcheidung. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorftellung. Deutsches Volks- Theater. Der Silberkönig. Montag und Dienstag: Dieselbe Bor ftellung. Apollo Theater. im Harem. Ein Abenteuer Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachin. 3 Uhr: Ultimo. Abends 8 Uhr: Die zärtlichen Verwandten. Ein Strafrapport. Volks- Vorstellung: Maria Magdalena. Bürgerliches Trauerspiel in 3 Atten von F. Hebbel mit den Gästen Klara Drucker, Agnes Werner, Krausneck, Wessels, SchmidtHäsler und Oskar Wagner. Nationaltheater- Garten: Großes Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Entree 20 Pf. Res. Play 50 Pf. Kassenöffnung 3 Uhr. Anfang 4 Uhr. Am 3. Juni, den 2. Pfingstfeiertag, morgens 5 Uhr: Grosses Frühkonzert. Entree 20 Bf. E Reichshallen. Jm prachtvollen Garten ( bei ungünstiger Witterung im Saal): Täglich: Humoristische Soiree der Montag, nachm. 3 Uhr: 3opf und Norddeutschen QuartettSchwert. Abends 8 Uhr: Die u. Couplet- Sänger Henvermählten. 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In Rechtsangelegenheiten wird ausschließ ich am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft erthei It. B. V. Sie haben recht. Wie uns von seiten der Lokalfommission mitgetheilt wird, hält der Artistenklub Herkules sein Fest am 1. Feiertag in dem boykottirten Lokal von Sachow in der Müllerstraße ab. Zwei Wettende in H. Birk( Sozialist) in München I und Lüttich( frs. Vg.) in Schwarzburg- Rudolstadt. Briefkaffen der Expedition. Kuauf. Reinickendorf. Bei fünfmaliger Aufgabe 20 pCt. Rabatt. Geöffnet bis 10 Uhr abends. Central- Theater Edison's Alte Jakobstraße Nr. 30. Novität! Bum 30. Male: Novität! Unter artistischer Leitung des Herrn Adolf Brahl vom fönigl. GärtnerplayTheater in München: Figaro bei Hof. ( Roccoco.) Operette in 3 Atten( nach Beaumarchais' Memoiren) von Bohrmann- Riegen. Musit von Alfred Müller- Norden. Anfang: 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a- Ecke der Schadowstr. Eing. Schadowstr. 14. 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Tagsüber: Besichtigung der italienischen Industrie- Ausstellung und Massen- Fabrikation italienischer Kunstprodukte, u. a. Vorführung der ital. Seidenspinnerei, Glasbläserei, florentinischer Strohflechterei, Mosaikfabrikation u. s. w. Entree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren 30 Pf. BE Schweizer- Garten Am Königsthor. Haltestelle der Pferdebahn.- Am Friedrichshain. Beginn der Hauptsaison an den Pfingstfeiertagen. Auftreten der neuen Spezialitäten Gebr. Grey, Tanzduettisten. Frères Derieux, Afrobaten- Exentrics. Mila Hermance, Bravoursängerin. Two Forlans, Chinesen- Exentrics. Geschw. Vanoni, Gesangsduettisten. Monn u. Bobb, musit. Clowns. Willy u. Adda, Kugellauf- Equilibr. Gebr. Waiton, Parterre gymnastiker. Max Berner, Gesangskomiter. Münch, Mäge, Wuttke, fächs. Komiker- Trio. Lebende Bilder der Gesellsch. Renaud( 8 Personen). Theater- Vorstellung des 16 Pers. start. Theater- Ens. Boltsbel. u. Ball. Am 1. und 2. Feiertag: Früh- Concert, Vorstellung u. Früh- Tanz. Ethische Gesellschaft. Versammlung am Montag, den 3. Juni 1895( 2. Pfingstfeiertag), abends 8 Uhr, bei Bühler, Rosenthalerstr. 38, gr. Saal. Vortrag des Herrn Dr. Voelkel aus Braunschweig über: Religion der Zukunft. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Nach dem Vortrage haben Gäste teinen Zutritt. 115/17 Der Vorstand. Künstl.Zähne 21 2 M. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Rep Waare. sof.Theilz. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. Tuchstoffreste spottbillig! Gelegenheitskauf, Herrenhofenrefte, Helle Anzugstoffe, feine Münzftr. 4, Engel. Papiergeschäft Damen- u. Mädchen- Mäntel- m. fl. Buchbinderei, gutgehend, neben Don Fabrik 22012 Doppelschule, ohne Konkurrenz, in belebter Straße, ist umständehalber so: J. Salomonsky, baffelbe von einer Dame gut zu leiten. fort sehr billig zu verkaufen. Auch ist Badstr. 18, Ecke Stettinerstaße, empfiehlt sein großes Lager in Damenu. Mädchen- Mäntel zu billigen, aber Näheres durch E. 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Filiale III( SW. u. W.) Allen Mitgliedern zur Nachricht, daß unser treuer Kollege Karl Richter am Sonntag, den 26. Mai, gestorben ist. Sein stilles Wirken für die Organisation sichert ihm ein bleibendes Andenken. 225/14 Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. Juni, nachm. 4 Uhr, vom Krankenhause am„ Urban", nach dem Neuen Zwölf Apostel- Kirchhof in Schöneberg statt. Um zahlreiche Betheiligung er sucht Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Freund und Kollege, der Schuhmacher Karl Richter, am 26. Mai verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 2. Juni, nachmittags 4 Uhr, vom Krankenhause am Urban nach dem Neuen Zwölf- Apostelkirchhof in Schöne berg statt. Carl Langbehu. Todesanzeige. 1454b Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Heinrich Geil, am 1. Juni nachmittags 11/2 Uhr nach längerem Leiden verstorben ist. den 4. Juni, nachmittage 4 Uhr, Die Beerdigung findet Dienstag, von der Leichenhalle des EmmausKirchhofs aus, an der Brizer Chaussee, statt. Die Kollegen der Pianoforte Fabrit von Laurinat u. Komp. Soziald. Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Die traurige Nachricht, daß das Mitglied, Schuhmacher 14626* Achtung! Brauerei- Hilfsarbeiter! Donnerstag, den 6. Juni, abends 8 Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106. Oeffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Jahn. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Agitationskommission. 4. Verschiedenes. Brauerei- Hilfsarbeiter! Da die Wahl der Agitationskommission für Euch von großer Wichtigkeit ist, so ist es Pflicht eines jeden einzelnen, in dieser Versammlung zu erscheinen. J. A.: A. Tamm. Jedem Parteigenollen zur Anschaffung empfohlen! Soeben ist complet in 5 Heften erschienen: Umfturz und Sozialdemokratie. Stenographischer Bericht der Reichstags- Verhandlungen über die Umsturz- Vorlage. 464 Seiten Groß- Dftav. Preis 60 Pfennig. Porto 20 Pfennig. Heft 1 und 2 je 15 Pfg., Heft 3, 4 und 5 je 10 Pfg. Gebundene Exemplare à 80 Pfg. Porto 20 Pfg. Seit der Zukunftsstaatsdebatte hat teine Reichstagsverhandlung die öffentliche Meinung so tief erregt wie die Umsturzdebatten, und die reaktionären Angriffe auf das Allgemeine Wahlrecht wie die Drohungen mit dem Staats#reich und neuen Ausnahmegesehen halten das Interesse an diesen Berhandlungen noch auf lange hinaus lebendig. Für unsere Partei sind diese einzelnen Hefte nach dem einstimmigen Klageruf der gegnerischen Presse das beste Agitationsmaterial, über das wir zur Zeit verfügen; und für alle politisch regen Kreise wird das Buch( wie f. 3. die Verhandlungen über das Sozialistengefeg) ein werthvolles historisches Aftenstück bleiben. Buchhandlung des ,, Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Jubiläums- 25 Ausgabe. Soeben erschien die fünfundzwanzigste Auflage von August Bebel: M. Richter, Die Frau und der Sozialismus. gestorben ist. Die Beerdigung findet am 1. PfingstKrankenhaus aus nach dem Zwölffeiertag nachmittags 4 Uhr vom Urbanapostel- Kirchhof( Schöneberg) statt. Zahlreicher Betheiligung sieht entgegen Der Vorstand. Orts- Krankenkasse der Robert Meyer, Steindruder und Lithographen, Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu vermeiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu achten. Bortieren, Läuferstoffe, Tiſch: u. SteppTeppiche, Gardinen, decken spottb. Münzstr. 17, Königsgraben. Arbeitsmarkt. Berlin. 1449b Am 31. Mai cr. verstarb unser Mitglied, der Steindrucker Herr Paul Kiehn. Die Beerdigung findet am Montag, Heft- Ausgabe. Komplet in 10 Heften à 20 Pfennig. Bu beziehen durch alle Kolporteure. Wer Stoff hat. Fertige Anzug 20 Mk., feinste Buthjaten, saubere Arbeit, wei Anprobru, Paletot 17,00, Hose 3,50, Tuchstoffrente zu Bosen, Anzugkoffe spottbillig, Gelegenheitskauf. Engel, Münztr. 4. Berlin S., Stiefel- Pascha 23 Prinzenſtr. 23 ( Inhaber: A. Atzler) zwisch. Ritter- u. Wasserthorstr. den 8. 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Selbst das Kultusministerium hat den Schulbibliotheken gestattet, einen Theil dieser Bücher anzuschaffen. Sonntag, den 2. Juni 1895. 12. Jahrg. Unterzeichnet J. Durnow 0. Vermischkes: Wege des Gesetzes ergreifen. Die Verbreiter dieser Volksbücher| schäftigen, unter die Kontrolle des Kultusministeriums gestell rathen einander, sich nicht mit der Verbreitung allein zu begnügen, und zur Errichtung einer einheitlichen Aufsicht durch die Wolkssondern sie möglichst dem Volfe zu erklären, um es den revo- Schulinspektoren über alle Voltsbibliotheken, Lesehallen und lutionären Ideen zugänglicher zit machen. Man darf Bücherlager, die für das Volk bestimmt sind, geschritten werden nicht aus dem Auge lassen, daß das Gehen der Jugend foll. Ich bitte ergebenst Euer Exzellenz, mich recht bald mit der ins Bolt im Beginn der siebziger Jahre ausschließlich aus dem Antwort zu beehren, wobei ich Euer Erzellenz sehr verbindlich Streben hervorgegangen die Bildung zu beschleunigen. Aber das sein werde für die Angabe der Methoden und Mittel, welche Sie lobenswerthe Biel nahm sehr bald einen eigenthümlichen vom Ministerium des Innern zur Mitwirkung in dieser Sache Charakter an, indem die Agitatoren sich immer mehr bestrebten, für nöthig halten. auf das Volk im Sinne der von ihnen aufgenommenen revolutio- Genehmigen Sie meine Versicherung nären Ideen zu wirken. Die jetzt von neuem erwachte Bewegung rief seiner Zeit die Verlagsthätigkeit des Komitees Gramotnosti unter der Firma Posrednick und einiger anderer Petersburger und Moskauer Buchhändler ins Leben. Die Volksliteratur fingen mehr oder minder hervorragende SchristVor kurzem wurde jedoch in den russischen Zeitungen das steller Narodniki( Volksthümler) all zu bearbeiten, Gerücht verbreitet, daß die Regierung die Absicht habe, dieses wie Michailowski, Uspenski, Zassodimski und andere, Mitteleuropäische Zeit. Die preußische Staats- EisenbahnKomitee zu unterdrücken und es in eigene Verwaltung zu geschweige Gr. Tolstoi, dessen Werke in einer ungeheuren Menge Verwaltung hat Anordnung getroffen, daß auf allen mit Lele. nehmen. Die konservativen Zeitungen werden es dadurch zu von Exemplaren verbreitet werden. Die Zensur, die in gewissen graphen- Apparaten versehenen Stationen einmal an jedem Tage erflären suchen, daß die Regierung das Unternehmen Rahmen eingeschränkt ist, kann nicht immer der Propaganda der zu bestimmter Stunde ein auf Bruchtheile von Sekunden richtiges auf eine breitere Basis stellen könne, wodurch ein gewiffen mastirten Ideen geschickt entgegenstreben. In Er Beitsignal hervorgebracht wird. Hierdurch wird die genaue EinFortschritt erzielt werden würde. Nachfolgender Brief mangelung eines formellen Grundes zum Verbot gewisser Bücher stellung der Dienstuhren auf den einzelnen Stationen ermöglicht Des Ministers des Innern an den Kultusminister er- läßt sie solche durch, die nicht immer dem Verständnisse und der und der für den pünktlichen Zugverkehr unerläßliche Gleichgang flärt uns die wahrhaften Gründe dieser Handlung zur Weltanschauung des Voltes entsprechen und nicht im Ein- sämmtlicher Stationsuhren in vollkommener Weise gewährleistet. genüge. Außerdem ist durch ihn in charakteristischer Weise die vernehmen mit dem Geiste der rechtgläubigen Religion Jm Telegraphenzimmer des Schlesischen Bahnhofes in Berlin Stellung der russischen Regierung zum russischen Volke gekenn- und dem Staatsleben stehen. Diese Erzeugnisse der Presse ist eine Normaluhr aufgestellt, welche durch eine mit der königlichen zeichnet. find das Hauptmittel der legalen Propaganda im Sternwarte elektrisch verbundene Zentraluhr auf elektrischem Wege Graf Iwan Davidowitsch! Unter den gesellschaftlichen Volke und werden an Bibliotheken und Lesehallen versandt, sowie regulirt wird und somit stets die astronomische Zeit angiebt. Vorgängen, die im vergangenen Jahre ganz besonders hervor- auch Lehrern, Heilgehilfen u. dgl. jungen Leuten beider Ge- An jedem Morgen um 8 Uhr seht nun diese Normaluhr einen getreten, muß das Streben verschiedener Schichten der intelligenten schlechter zur unentgeltlichen und unkontrollirbaren Verbreitung Beitsignalgeber in Thätigkeit, welcher gleichzeitig nach allen mit Klaffen bezeichnet werden, welches darauf ausgeht, das Niveau unter der Land- und Fabrikbevölkerung. Wenn in betracht ge- Berlin direkt verbundenen Stationen ein hörbares telegraphisches der Volksbildung zu heben. Zu diesem Zwecke wurden zogen wird, daß an der Spike der thätigsten Institution zur Beichen übermittelt. Auf den Uebergangsstationen find EinVolksvorlesungen organisirt, Bibliotheken und Lesehallen Verbreitung der Volfsbücher des Komitees", sich einige Leute rid tungen vorhanden, welche das eintreffende Beitsignal augen für die Fabrik und Dorfbevölkerung eröffnet und befinden, deren politische Zuverlässigkeit mehr als zweifelhaft ist blicklich selbstthätig nach den sämmtlichen telegraphischen Anschlußunter dem Volte unentgeltlich billige Bücher und Broschüren und daß an der Ausgabe und Verbreitung der Volfaliteratur linien übertragen, so daß die mit Morse- Apparaten versehenen wissenschaftlichen, moralischen und literarischen Inhalts ver- Leute, die durch ihren Liberalismus bekannt sind( Michailowski, Stationen des Staats- Eisenbahnnetzes jeden Morgen& Uhr die breitet. Dank den Bemühungen des Komitees in Petersburg und Golzen und andere), sehr regen Antheil nehmen, so ist auf Bruchtheile von Sekunden richtige mitteleuropäische Zeit er mit Hilfe der Gesellschaften, Komitees und Vereine in der es wahrscheinlich, daß die oben angeführte Bewegung halten. Provinz wurden sehr viele Bibliotheken an den Volks- und durch die Voltsnoth der der letzten Jahre hervorgerufen, Dem allgemeinen Interesse ist diese in erster Reihe für den Kirchenschulen gegründet. Unabhängig von diesen Echulen wurden sich systematisch entwickeln wird in einem Geifte, der Eisenbahn- Betriebsdienst getroffene Einrichtung insofern dienstbar sehr viele Lesehallen und Bibliotheken für das Volk in allen durchaus nicht den Aussichten der Regierung entspricht, und daß gemacht, als es der Gesellschaft Normal- Zeit" unter bestimmten Gegenden des Reiches eröffnet. Die meisten dieser Institutionen sie in naher Zukunft zu sehr unliebsamen Resultaten führen Bedingungen gestattet ist, das den einzelnen Stationen überbefinden sich unter einer Art Aufsicht der Ortsbehörden. Aber diese kann. Angesichts dieser Erwägungen und von Sorge für die Er- mittelte Zeitfignal zur Regulirung städtischer oder privater Uhren Kontrolle ist mehr formeller Art. Außerdem wird sie ganz verschieden haltung der gesellschaftlichen Ordnung und Sicherheit erfüllt, u benutzen. in verschiedenen Gouvernements angewandt und kann schwerlich hätte ich es für dringend nöthig gehalten ernste Mittel zu er= leber neue geographische Entdeckungen im südlichen diesen Institutionen eine normale Entwickelung sichern. Das greifen, damit die Wirksamkeit für den Fortschritt der Volks- Gismeer schreibt man der Köln. 3tg.": Rapitän Larsen hat mit trifft hauptsächlich in den Fällen zu, wenn die Stifter oder Vor- bildung nicht in schlechte Hände fällt. Sonst würde dem Dampfer Jason" eine geographisch sehr erfolgreiche Reise steher dieser Institute, von Ideen durchdrungen, die gegen die das Einmischen von Privatleuten und Gesellschaften in die Südpolar- Gegenden ausgeführt, indem er die Ostküste von Regierung gerichtet sind und in diesen Einrichtungen ein gesetzliches in diese wichtige Sphäre der Staatsfürsorge durch Graham- Land in etwa 58 Grad westlicher Länge v. Br. und Mittel sehen, thre Theorien ins Leben hineinzutragen und das das Einrücken schlechtgesinnter Leute zu einer Entstellung 65 Grad südlicher Breite auffand und fartographisch jestlegte. Bolt in einer von ihnen gewünschten Richtung zu erziehen, die der Weltauffassung des Volkes und zur Entfremdung Das sogenannte Graham- Land wurde 1832 von Biscoe aufnicht immer den wirklichen Verhältnissen unserer Reichsordnung des Volkes von den durch Jahrhunderte geheiligten geschichtlichen gefunden, und 1874 entdeckte Kapitän Dallmann daselbst entspricht. Wenn aber die Bibliotheken und Lesehallen irgend Vermächtnissen führen. Nach meiner Ansicht kann ein aktives eine Anzahl Inseln, die er Kaiser Wilhelm- Inseln benannte, welcher, wenn auch nicht ausreichenden Aufsicht unterworfen sind, so Mitwirken von Privatleuten und einzelnen Personen an der sowie eine breite Meeresstraße, welche tief in das sogenannte entgeht die unentgeltliche Vertheilung der Bücher überhaupt jeglicher Wolfsbildung unter der Bedingung gestattet werden, daß diese Graham- Land einschneidet. Von legterem waren hauptsächlich Regierungsaufsicht. Dieser Umstand ist um so beachtenswerther, Mitwirkung im Einklang mit der Richtung sei, die die Regierung nur Theile der Westküste bekannt, bis es jetzt Kapitän ajen als die unmittelbaren Werbreiter der Bücher im Volfe haupt in der Person des Kultusministers eingenommen hat. Die Wirk- gelungen ist, die Ostküste, südwärts über den Mount Hardington sächlich die intelligenten Personen sind, und am häufigsten die samkeit aller dieser Gesellschaften und einzelnen Personen muß hinaus, zu erforschen. Sie ist bis 68 Grad südlicher Breite jugendlichen Studirenden beider Geschlechter, die in die Volte sich unter der thätigen Aufsicht der dazu gehörenden Behörden ein hohes, mit Schneebergen bedecktes Land, das von Fjorden affen als Lehrer, Heilgehilfen, Thierärzte, Statistiker, Kirchen- befinden. Zur Zeit ist die Lage Lage der Dinge ganz zerschnitten wird und von dem mächtige Gletscher in's Meer verwalter und dergleichen eindringen. Die Mißernte von 1891 anders. Das Petersburger Komitee, das als zeitliche hinabstürzen. Stellenweise zeigten sich gewaltige, wie von und die Cholera von 92 und 93 verstärkten den großen Drang Institution zu der Kaiserlichen Freien ökonomischen Gesellschaft" Menschenhand gebildete Pfeiler, die wahrscheinlich Basaltsäulen der Jugend nach dem Dorf und belebten das Bestreben der russischen gehört und dessen Thätigkeit durch die Gefeße des Staatsministers sind, und endlich wurden in 67 Grad 7 Min. südlicher Breite Jugend, durch eigene Initiative das geistige Niveau des Volkes bestimmt ist, wirkt schädlich auf die Voltsentwickelung. Indem und 58 Grad 22 Min. westlicher Länge von Gr. zwei thätige zu heben, ein Bestreben, das während der achtziger Jahre zu er- ich alle oben angeführten Betrachtungen und Kenntnisse Euer Exzellenz Bulfane entdeckt, welche den Namen Christensen Vulkan und flicken begann. Aus dem, was zur Kenntniß des Ministeriums des mittheile, habe ich die Ehre Sie ergebenst zu bitten, in Erwägung Lindenberg- Buckerhut erhielten. Die Ausfindung dieser Bulkane Innern gelangt ist, dürfte man schließen, daß die Bewegung, die zu ziehen, ob Sie es nicht vielleicht zeitgemäß und zweckentsprechend ist um so interessanter, als man außer ihnen in den Südpolar. fich der Jugend bemächtigt hat, sich allmälig entwickelt und trägt finden werden, die Frage anzuregen, daß das Romitee und seine gegenden nur den Mount Crebus und die Bridgeman- Insel als nicht den Charakter einer zeitwilligen, zufälligen Erscheinung. Abtheilung in die Verwaltung des Ihnen anvertrauten Ministeriums thätige Bulkane fennt. Die neu entdeckte Ostküste. König Es scheint vielmehr ein systematisches Programm dahinter zu übergehe; außerdem ob passende Mittel anzuwenden feien, oder eine Dakar II.- Land und Foyn- Land, ist vollständig von Backeis um stecken, daß sich die der Regierung feindlichen Elemente gestellt Bevollmächtigung auszubitten sei, daß die Thätigkeit aller Privat faßt. Eine der höchsten Spizen des Foyn- Landes erhielt den haben und es als ein Kampfmittel gegen die Regierung auf dem leute oder Gesellschaften, die sich mit der Volksbildung be- Namen Jason- Berg. Volk bekam von den herrschenden Zeituntgen keine saubere mußten bekennen, daß ein Zug bedeutsamer Feier. Note mehr für Wohlanständigkeit und brave Aufführung; lichkeit durch die Demonstration der Arbeiter für plötzlich war es zum niedrigen Pöbel, zur wüthenden Horde ein Wahlrecht ging. Das hat von jeher den geworden, die laut aufbrüllt, wenn ihr ein Bürger mit Werth festlicher Kundgebungen ausgemacht: Ihre Form tadellosem Zylinderhut und elegantem Rock begegnet. muß einen bedeutsamen Inhalt haben. Wenn man • Sonntagsplanderet. = V " Dreitausend blumengeschmückte Gefährte rollen durch die Nobel- Allee" des Wiener Praters. Selbst wo sie in große Der Umschwung war ganz jäh gekommen; den äußeren den Muth der Kaltblütigkeit dadurch zu beweisen wähnt, freie Natur treten, haben die Menschen sein säuberlich auf Anlaß boten die viel erörterten Vorgänge bei der Wiener daß man seine Luxus- und Besizmittel gefliffentlich entfaltet, standesgemäße Reputirlichkeit gehalten; und die Nobel- Allee Bürgermeisterwahl. Dunkle, noch ungeklärte Vorstellungen und wenn man gleich darauf gebrochen vor jedem Ansturm bekam ihren Namen darum, weil sie zum Unterschied von beherrschen das kleine und mittlere Bürgerthum von Wien zusammenklappt, so war dann das demonstrative Fest Form anderen gemeinen Alleen an hohen Maifesttagen den aller- und auch von anderwärts. Nur tritt in Wien in ganz ohne Inhalt, eine Tändelei, ein Spiel mit erfünfteltem höchsten Hof, den verehrungswürdigen Adel und die Aus- einziger Beweiskraft auf, wohin die sozialen Instinkte ge- Machtbewußtsein. Das ist, wie wenn ein Mensch mit erlesenen vom Geldsack zu Gaste sieht. Das war ein drängt werden, wenn dein Sozialismus und der Diskussion zerrütteten Nerven sich Morphium éinspritzt. Für ein glanzvoller Blumenforso, als diese dreitausend Wagen, über ihn nicht die weiteste Freistätte geschaffen wird. Die Weilchen fehrt erhöhtes Lebensgefühl in ihm ein, seine Pulse Equipagen und Fiakerkutschen durch den Prater vorwirren, häufig aus der Oberfläche der Erscheinungen ge- schlagen träftiger, sein Auge befeuert sich. Dann aber fuhren bis zur Freudenau, der Zentralstätte des schöpften Anschauungen haben die Mehrheit Wiens, soweit kommt rasch um so ekler der Katzenjammer über ihn. fiolzen Wiener Rennsports. Die liberale Presse und sie noch im Lager der Bourgeoisie steht, auf ihren heutigen Nicht viel besser steht es um das Siegesgeschrei, das all ihrer Spitze ein„ Weltblatt" jubelte: derlei Standpunkt gebracht. Die Empörung über den Liberalismus, von den Crispi- Leuten aus Rom zu uns herüberscholl. Lügen Schönheit und Reichthum habe Wien noch nicht ge- der sich mit der Dienstbeflissenheit eines Büttels zum haben im allgemeinen kurze Beine. Auf dem weiten Weg se hen. Eine ganze Frühlingswelt war geplündert, um das Schüßer und Heger ausschließlich kapitalistischer Interessen über die Berge, über die Alpen dauert es schon ein Weilchen oh nedies entzückende Gigerlwesen noch entzückender zu ge- gemacht hatte, war einmal aufgerüttelt; und so entstand länger, bis sie erkannt werden; und bald nach dem Jubelstalten, um einen Schein blühenden Lebens über vertrocknete durch sie die merkwürdige Verquickung flerital- sozialer und geheul wurden die Lügen geprüft und erkannt. Auch aus Krämer und Banknotenjäger und deren stumpfsinnige, in hypernational antisemitischer, ja bürgerlich demokratischer dem Ergebniß der italienischen Kammerwahlen weht der Trägheit und Lüfternheit versunkene Frauen zu breiten. Elemente. Protenhafte Demonstrationen und Baraden der Athem beschwingter, ernenter Hoffnungsfreude. Ein junger Und das Volk, das heißt das gutgesinnte, das gemüthliche Besitzenden, wie die Auffahrt der dreitausend Wagen in der Stamm steht die Sozialdemokratie Italiens noch da, aber Volt, das nie nachdenken gelernt hat, stand angeblich Nobel- Allee des Praters, schüchtern hente niemanden mehr er quillt in frischem Saft. zur Seite und beschied sich mit der Freude und der ein. Ein fünstlich aufgeblähtes aufgeblähtes Machtgefühl hat Wir sind in die Pfingstzeit getreten. Sengende Ges Und wer weiß, Bracht der anderen, schwenkte die Müzen und schrie Hurrah! teinen Werth. ob schlummernde walt übt die Gonne und in vollsaftigem Grün stroßen durch den Baumkronen. Einmal übers andere Mal; wenn ein Wagen vorüber- Justinkte nicht erst recht auffällig ge- die Nach altem Berliner Brauch fam über und über mit Beilchen geziert oder mit weißen machten Uebermuth geweckt werden. Auch für die Instinkte dringt das Grün, als Verkündiger fröhlicher Hoffnung Rosen, unbekümmert darum, ob im Beilchenzelt ein modischer, des Antisemitismus mag das gelten. Professor Treitschke und gedeihlicher Lebenskraft bis ins Haus, bis in frech verwegener Glücksjäger saß oder unter weißen Rosen macht in einer seiner Echriften die Bemerkung-sie ist die Familienstube. In der Berlinischen Hänserwüste mag eine üppige Dame mit brennenden Dirnengelüfte. aus seinen antisemitischen Neigungen zu erklären, wenn man gern, selbst das bescheidenste Birkenreistein als freund Das war vor wenigen Tagen, als dies herrliche irgendwo in einer Straße zwanzig bis dreißig Juden ge- liches Symbol willkommen heißen. Unser Bürgerthum liebt Schauspiel sich vollzog. Man wollte den Muth der Kalt- troffen würden, dann sei jeder leicht bereit zu erklären, er es, die jeweiligen Festabschnitte mit weihevoller Würde ein blütigkeit bewahren und dem Mai- Aufzug des Proletariats habe deren hundert oder mehr gesehen. Während der zuleiten; und grausame Ketzer bekommen an hohen Feierdie Mai- Auffahrt des Besitzes, verkörpert in dem Massen- Maifahrt des Besizes" in Wien wird wohl die Hochfinanz tagen ein sentimentalisch- frömmelndes Rühren. Es wird aufgebot von dreitausend blumengeschmückten Gefährten, und jene Welt, die sich am liebsten im Sonnenglanz der auch zu diesen Pfingsten die uralte Litauei erklingen. Man Man wird Kraft und Nimmerverzagen renommiren; und als Demonstration entgegenstellen. Mau ist noch ein wenig Geldfürsten spiegelt, die erste Geige gespielt haben. südlich- naiver und ungenirter in Wien, als etwa in anderen kann sich denken, wie die aufgeregten Instinkte derer, die an überschienglicher Hoffnungsseligkeit wird man es nordländischen Metropolen. Man hat sich noch nicht in solche Parade des allgemeinen Geldproßenthums mit gewiß auch nicht fehlen lassen. Aber der vorwärts. dem Maße, wie der Geist, einer anderen Hauptstadt, zur ansehen, gerade die jüdischen Elemente doppelt und drei- treibende echtesten Wahrheitssinn heuchlerischen Weltklugheit bekannt, seinen ausschweifenden fach zählen. heilig ist, der ist gewichen aus den Einrichtungen und dem Lurus, seine Drgien vor der Menge zu verbergen, um nicht Nicht in stolzen Karossen, nicht überfäet mit Blumen Grundbau der Bourgeoisie. Was nüßt es, wenn sie ihn ihre Begehrlichkeit" herauszufordern. Diese ungenirte sträußen, nicht in der provokatorischen Absicht, durch nuklos beschwört? Der vorwärtsdrängende Geist lebt Demonstration nun sollte sagen: Wir können's uns leisten! blendendes Auftreten einzuschüchtern, hat zur felben Zeit, heute in der sozialistischen Welt. Die Sozialdemokratie, Wien bleibt Wien. Man war mit einem Male in himmel- als die Prunkfahrt der dreitausend Wagen abgehalten war, wenn sie rund um sich sieht, auf's Gebiet der Forschung hoch jauchzender Stimmung. Aber ein paar Tage danach, ein Arbeiterheer auf der Wiener Ringstraße mit eindrings blickt oder der politischen That, darf das Fest frühsommer. da waren gerade jene, die am lautesten gejubelt hatten, lichem Ernst demonstrirt, der in keinerlei Radau lichen Keimens und Sprießens, frühsommerlicher Lust fröhlich wiederum zu Tode betrübt. Das gemüthliche, gepriesene getriebe sich fundġab. Selbst arge Gegner des Proletariats feiern. Alpha. in im Cigarren nur bei Raphaëli, Neue Promenade Nr. 8, gegenüb. Stadtbahnh.„ Börse". Zweiggeschäft: Spandauer Brücke Nr. 2. AV & Co NIVERSAL METALL- PUTZ POM Schutzmarke. ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG goldene u.silberne Mods Zur Aufklärung! 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Ganze Anzüge aus feinstem Stoff" werden mit marktschreierischer Reklame für nur 20 M." angepriesen und leider finden sich immer und immer wieder Käufer, die einen Versuch machen, um nach kurzer Zeit bereits das erstandene Kleidungsstück, als werthlos und mit dem sehr billig erscheinenden Schleuderpreis noch viel zu theuer bezahlt, fortzuwerfen. Meine im Südosten der Stadt wohlbekannte Firma " Köpnickerstraße 121, Carl Zobel, Herren- u. Knaben- Garderoben- Geschäft, Ecke der michaelkirchstrasse, unternimmt es, den Kampf gegen diese Schleudergeschäfte auszufechten und dem Publikum die Augen zu öffnen. Reelle Waaren kosten auch reelles Geld. Ich zeige in meinen 5 großen Schaufenstern den Passanten reelle Waaren zu reellen Preisen. Auf jedem Stück in der Auslage befindet sich der feste Preis deutlich in Bahlen vermerkt, wodurch sich jedes Feilschen erübrigt. Die zu verkaufenden Garderobenstücke sind genau auskalkulirt und ist der Nutzen dem großen Umsatz entsprechend ein nur mäßiger. 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Sie bedeuten weiter nichts Eindruck, als bei ausbrechenden Kämpfen mit der Reklameals die Einführung des sogenannten„ Kontraktoren- Systems", trommel den Generalmarsch der Arbeiterfreundlichkeit zu schlagen. welches man in Amerika schon längst kennt, das sich bewährt hat und den dortigen Engros- Firmen von großem Von einem an dem Kampf der deutschen Schneiderinnen Nugen iſt. Der Werkstätten- Besitzer bekommt von den gegen das Schwißsystem betheiligten Genossen wird uns ge- Konfektionsgeschäften Aufträge, Stoffe und Zuthaten und schrieben: verpflichtet sich zu prompter und exakter Ablieferung. Seine Ober- Verwaltungsgericht. Anfechtungen der Ers Gegen das Echwitzsystem, das in der sogenannten Konfettion, Vermögenslage ist eine weit bessere als die eines gänzungswahlen für die Gemeindevertretung der Drteiner Zweigbranche der Bekleidungsindustrie, zum größten Nach Schneidermeister 3. Seine Firma ist handelsgerichtlich schaften Friedrichsberg- Lichtenberg, welche im März 1894 statt. theil der Arbeiter fast allgemein vorherrschend ist, haben die eingetragen. Man tann mit ihm faufmännisch verhandeln, und gefunden hatten, beschäftigten dieser Tage den 1. Senat des organisirten Arbeiter und Arbeiterinnen des Schneidergewerbes festgesetzte Konventionalstrafen sichern pünktliche Lieferung. Gerichts. Die Eigenthümer Plonk und Hensler hatten gegen die gegenwärtig in Deutschland den Feldzug eröffnet. Das soge- Dieses Kontraktorensystem für Werkstätten hat für große Ge- Wahlen zur Gemeindevertretung vergeblich Einspruch erhoben nannte Echwitzsystem besteht darin, daß die Konfektionsgeschäfte schäfte, welche bedeutende Exportordres bekommen, sehr großen und dann den Klageweg beschritten. Die Begründung beider ihre Lieferungen an Mittelspersonen, Zwischenmeister vergeben. Werth. Der Konfektionär kann für Innehaltung der Liefer: Klagen war im Wesen die gleiche. Zunächst behaupteten die Kläger, Diese Zwischenmeister lassen die Arbeiten entweder in ihrer zeit, für prompte Arbeit viel eher Garantie leisten, als das Unrichtigkeiten in der Abgrenzung der Wahlabtheilungen hätten Wohnung anfertigen, welches nur zum geringsten Theil bisher mit den Zwischenmeistern der Fall war, denen man nichts einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf den Ausgang der Wahlen, geschieht, oder sie fie vergeben fie wiederum an Der Gewinn der Zwischenmeister besteht in der Stich lassen, wie das ja leider nur zu ost vorkommt. Soweit sowohl der in der 1., wie auch der in der 2. Abtheilung gehabt. Differenz des vom Geschäft erhaltenen Preises und den tönnte man also mit dem neuen Wertstätten- Betrieb ganz ein- Anstatt der 1. Abtheilung sei der Eisenbahnfiskus der dritten zugetheilt. Wäre er, wie es seine Steuerfähigkeit eigentlich be= an ihre Arbeiter abgegebenen Löhnen. Die schliminsten Zustände verstanden sein." dinge, als Wähler der 1. Abtheilung im März 1894 aufgetreten, haben sich unter diesem System entwickelt. Ueberlange Arbeits- So greift das Kapital zu den erbärmlichsten Ausbeutungs- dann hätten die zwölf mindestbesteuerten Wähler der falsch ab zeit, ungeheuere Anspannung der Kräfte, Unregelmäßigkeit der methoden. Stets wählt es die, welche den größten Profit gegrenzten 1. Abtheilung in der 2. wählen müssen. BeArbeit, miserable Behandlung sind die ständigen Begleit- garantirt. Die Arbeiter und Arbeiterinnen thun gut, sich gegen sonders machten die Kläger gegen das richtige Zustandekommen erscheinungen unter diefem System. Nicht mit Unrecht hat man die Einführung dieser neuesten Ausbeutungsform zu wenden, denn der Wahlen aber geltend, der Orts- und Amtsvorsteher Röder habe es nach englischem Muster mit Sweating oder Schwitz- sie kommen dadurch nur vom Regen in die Traufe. das schließliche Ergebniß derselben durch seinen amtlichen syst em bezeichnet. Durch Anwendung dieses Systems hat Mit größerem sozialpolitischem Verständniß als der Kon- Einfluß gefördert. Diese unrechtmäßige Beeinflussung sahen sich allerdings die blühende und gewinnreiche Konfektionsbranche fektionär" behandelt ein anderes Unternehinerorgan, der„ Berliner die Kläger darin, daß Röder an eine große Anzahl Personen im Kampfe gegen die Maschinenarbeit auf Kosten der betheiligten Manufakturist" die Bewegung dieser Konfektionsarbeiter. Dieses hektographirte Echreiben mit dem Ersuchen sandte, ihm BollArbeiter und Arbeiterinnen bis jetzt auf größtentheils haus Blatt bringt einen objektiven Ueberblick der in der Konfektions- machten für die Wahlen auszustellen, damit er ihre Stimmen in dustrieller Basis gehalten. industrie herrschenden sozialen Zustände und sucht, um ausbrechende einem ihm und anderen Personen genehmen Kandidaten ver Die organisirten Arbeiter und Arbeiterinnen dieser Industrie Katastrophen zu vermeiden, eine öffentliche Diskussion unter tretungsweise geben könne. Die Anschreiben, denen Kouverts mit erblicken die Herbeiführung befferer Zustände in der Anbahnung den Unternehmern zu veranlassen, die bezwecken soll, das zu Röder's Adresse und Freimarken beilagen, waren unterzeichnet: des fabrikmäßigen Großbetriebes durch Einrichtung von Betriebs- schaffen, was nöthig ist, um bessere Zustände anzubahnen. Röder, Orts und Amtsvorsteher, worauf die Kläger werkstellen seitens der Konfektionsunternehmer. Eine Ein Interview mit den bedeutendsten Konfektionsunter vornehmlich Werth legten. Sie meinten, mancher vom Wohlwollen 13. Januar d. J. stattgehabte Konferenz der Konfektionsarbeiter nehmern in Berlin hatte, wie nicht anders zu erwarten, ein der Polizei Abhängige habe sich durch das Röder'sche Vorgehen beDeutschlands faßte entsprechende Beschlüsse. Am 6. Mai fanden negatives Ergebniß. Die großen Firmen halten durchweg die stimmen lassen, die Vollmacht auszustellen. Da bei der Wahl in der in den bedeutendsten Konfektionsorten Deutschlands Ver- hausindustrielle Betriebsform vit dem Zwischenmeister zweiten Abtheilung nur 154 Stimmen im ganzen abgegeben seien, sammlungen statt, in denen beschlossen wurde, die Kon- system für die geeignetste. Nur eine Firma, Saling Röder aber allein 38 Vollmachten zur Verfügung gestanden fektionsunternehmer aufzufordern, bis zum 1. Februar 1896 Simon u. Ro., welche Betriebswerkstätten im größeren Betriebswerkstellen einzurichten. Die Konfektionshändler wurden Maßstabe eingeführt hat, verspricht sich von der neuen Be- hätten, so sei die Beeinfluffung des Resultats auch in dieser Bezichung nicht zu verkennen. Kreis- und Bezirksausschuß wiesen verpflichtet, auf ihre Lieferanten einzuwirken, dieser Forderung triebsform in vielen Fällen größere Vortheile. die Kläger ab. Tie Wählerlisten hätten beim Mangel vorstattzugeben. Eine entsprechende Begründung, in welcher die So die Stimmen der Unternehmer. Wenn in irgend einer heriger Beanstandung für die Wahl die ordnungsmäßig zu stande miserablen Zustände, unter denen die Konfektionsarbeiter Branche, so ist die Forderung der Arbeiter in der Konfektion sicherlich gekommene Grundlage gebildet und Röder habe nur gethan, wozu leiden, geschildert werden, ist beiden Faktoren zugestellt. berechtigt. Tausende und abertausende von hausindustriellen Arbeitern er als Bürger berechtigt war. Die Zeichnung mit dem Amtstitel Von der der Gesetzgebung sind die scheußlichen fozialen werden jährlich dahingerafft. Gine Industrie, deren Gewinn nach habe an sich nichts zu bedeuten. Er habe nicht gezeigt, daß er den, Zustände in der Hausindustrie bisher nicht berücksichtigt worden; Millionen rechnet, muß zum mindesten den einfachsten Forderungen der ihm nicht zu Gefallen, seine Macht fühlen lassen wolle. Die ein das eifrige Eintreten unserer Genossen im Parlament für den der Besserstellung ihrer Arbeiter genügen. Wenn sie das nicht gehend begründete Revision ereilte ebenfalls das Schicksal der gesetzlichen Schutz der hausindustriellen Arbeiter hat das Gewissen verträgt, so ist sie nicht werth zu existiren. Und hier liegt das Burückweisung. Das Ober- Verwaltungsgericht habe, führte Perfius der herrschenden Gewalten nicht erweckt- so liegt das treibende Heilmittel in der Beseitigung des scheußlichsten aller Ausbeutungsaus, bei seiner Rechtsprechung stets an der Auffassung festgehalten, Mittel zur Erfämpfung befferer Verhältnisse in dem Kampfe der systeme, des Schwißsystems. daß einmal festgestellte Wählerlisten, so wie sie nach Ablauf der betheiligten Arbeiterschichten von unten herauf. Zweifellos sind in der Hausinduſtrie verschiedene Interessen: Einspruchs- und Berichtigungsfrist aussahen, eine unverrückbare Die energisch eingeleitete Aktion ist auf die Interessenten- gegenfäße, welche sich nicht schlechterdings beseitigen laffen. Eo Grundlage für das Wahlverfahren bilden, und daß materielle fr eise der Konfektions Industrie nicht ohne Wirkung gebieben. Die Mitarbeit der Arbeiterfrauen und Töchter. Sie haben jedoch Unrichtigkeiten nachher nicht mehr angefochten werden können. Der Konfektionär", das Interessenorgan der Unternehmer und ein ebenso lebhaftes Interesse an der Durchführung der geschilderten Darauf könne auch einer etwaigen abweichenden Praxis des ReichsHändler der Konfektions- Industrie, befaßt sich in der neuesten Forderungen, weil ihre Arbeit dadurch an Werth gewinnt. tags auf die der Rechtsbeistand der Kläger sich berufen hatte- tein Nummer eingehend mit den Forderungen der Arbeiter. In ein- Daß fich bei den weitgehenden Interessengegensätzen Einfluß gestattet werden. Betreffs des anderen Klagegrundes seitiger Weise sucht er indeß die Hauptschuld an den schlechten der am Produktionsprozeß betheiligten die Personen führte der Präsident aus: das Vorgehen Röders fei nicht ge= Verhältnissen den den„ Schneidermeistern", als solche werden verschiedensten Strömungen gegenüberstehen, ist nur erklärlich. eignet gewesen, einen Druck auf die Wähler auszuüben, der bei die 3wischenmeister" bezeichnet, in die Schuhe zu Die Zwischenmeister suchen ihre eigenartige Unternehmerstellung der Wahl ihre freie Willensbestimmung aufhob. Ordnungsschieben. Die Konfektionsunternehmer dagegen sucht der so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. widrigkeiten bei der Wahl zögen aber nur dann ihre Ungiltigkeit Konfektionär" von dem Vorwurf, als drückten sie die Eine Bewegung gegen die einheitlich aufgestellten Forde nach sich, wenn das Ergebniß der Wahl nicht als freier Willens Löhne der Arbeiter und Arbeiterinnen, rein zu waschen. Die rungen, unter Anführung zweifelhafter Elemente, macht ausdruck des Stimmenden angesehen werden könne. Der Reichs. Konfektionäre bezahlen sehr auskömmliche Löhne, nur die Echneider sich in der jüngsten Zeit bemerkbar. Sie wird natür meister drück en diefelben ihren Arbeitern gegenüber so herunter", lich von den Unternehmern weiblich in ihrem Interesse tag würde das Vorgehen des Oris- und Amtsvorstehers R. jedenschreibt er. Die Mache ist durchsichtig genug, sie braucht nicht ausgeschlachtet. Immerhin ist es bedauerlich, daß, wo es sich falls nicht so ganz ohne" finden. erst widerlegt zu werden. In der Betrachtung über die um die Erringung befferer Zustände handelt, die ein geschlossenes Wie ein gewerbsmäkiger Epitel aussieht. Aus Halle Durchführbarkeit der Forderung nach Betriebswerkstellen, sucht der Handeln geradezu nöthig machen, derartige Bersplitterungs- berichtet unser dortiges Parteiblatt: Der Arbeiter Lange, der im Dienste der hiesigen Kriminalpolizei für Geld und gute Worte Konfektionär" dann auch Stimmung zu machen für ein noch versuche auftauchen. Schärferes Ausbeutungssystem, das in Amerika zur Anwendung Ob die Unternehmer bei Erfüllung der Forderungen die eine eigenthümliche Rolle gespielt und dabei andere Personen gelangte Kontraktoren- System. Er schreibt unter anderem, nach- nöthige Einsicht haben werden, ist zu beziveifeln. Gelegenheit ist unschuldig in Untersuchungshaft gebracht hatte, stand am 28. Mai dem er sich dagegen erklärt, daß die Konfektionsunternehmer ihnen geboten, daß sie einmal beweisen, was sie stets prahlend wegen wissentlich falscher Anschuldigung unter Anklage, weil er selbst Werkstätten errichten: hervorheben, nämlich, daß sie aus eigener Einsicht und ohne den bei einer Behörde Anzeigen erstattet hat, durch welche er andere Ganz anders liegt aber die Sache mit den Groß- Wert- Druck von unten die Reformen durchführen, welche im Interesse Personen wider besseres Wissen der Verübung von Diebstählen stätten. Diese sind für die Inhaber der Konfektions- Geschäfte ihrer Arbeiter liegen. Einsichtige Sozialpolitiker aller Par beschuldigte. Nach seinem heutigen Geständniß hatte fiberein, auch nur eine Art Zwischenmeister, nur zuverlässiger und teien stimmen in dem Urtheil die Maurer Hilprecht daß die be- im Juli vorigen Jahres in der Konfektion für die Arbeiter Stöcklein des am 3. Juni in Knoll's Geschäft auf der leistungsfähiger, weil faufmännisch geführt. Die modernen Groß stehenden Zustände Werkstätten verfügen über die neuesten Einrichtungen und und Er hatte der unerträglich sind. Einsicht Leipzigersiraße verübten Diebstahls bezichtigt. = Eine " Arbeiterinnen revolutionäre Programmschrift humanistischen Streife. des XVI. Jahrhunderts. " Etwas 1 er und hand die Schoff geschoren und das Fleisch under der Hut( Haut) des armen Manns an sich geeignet." " " Friedenskaiser Friederich, die weltbeherrschenden Deutschen seiner Utopie nennt er Schwarzwälder". Als Maximilian I. den deutschen Kaiserthron besticg, war Bezüglich der inneren wie der äußeren Politit Maximilians unser Autor offenbar von demselben Kaiserwahn berauscht wie die ist die Schrift voller Unzufriedenheit über dessen Ohnmacht, unftete Projektenmacherei, Mangel an Patriotismus; für pflichtAuf dem Wormser Reichstag von 1495 will unser Autor treue Männer sei an seinem Hofe kein Playz. Ebenso scharf dafür eingetreten sein, daß man nicht nur die kleinen wenig taugen die zwieträchtigen Fürsten, von den Reichs811 erivarten. Die Ritter schirmen Diebe hänge, sondern auch den großen Uebertretern" ihr Recht tagen sei nichts thue, ja, sich selbst erboten haben, selbst die Exekution den Bauer nicht, sie sind im Felde ebenso feige wie die Fürsten: und dakei noch für den Bi Win( beim Wein) wend( wollen) sie den Fiend schlochen, Es bedarf nur kurzer Ueberlegung, um sich darüber klar zu in die Hand zu nehmen fein, taß solche Forderungen und Programme, wie die berühmten Kaiser täglich 1000 Gulden in die Kammer zu lifferen", darumb sie im Feld fliehen wider zu dem Win." Sie sind„ gezwölf Artikel der aufständischen Bauern der deutschen Reformations aber, ich fach( sah), daß kein Gewaltiger geneigt wer( wäre), neigt, den armen Mann zu verderben, do mit Schatzung, do zeit, die gründlichen und rechten Hauptartikel aller Bauernschaft den rechten Weg zu gen( gehen)." mit Brant,.... todten( tödten) den Ackermann und berauben und Hintersassen der geistlichen und weltlichen Obrigkeiten, von Dein Kaiser trug unser Revolutionär seine Pläne vor, fand Wittwen und Waisen." Rechtlosigkeit, Unfreiheit, Ausnuhung des fleinen Mannes welchen sie sich beschwert vermeinen", nicht aus dem Kopf aber kein Gehör und fing deshalb und aus anderen Gründen eines einzelnen, eines Führers", daß diser einzelne, wo an, wie viele andere Enttäuschte, an dem letzten Mitter" feien aufs höchste gestiegen, Frohnden und Auflagen drücken ihn ein solcher überhaupt vorhanden war und ist, er in der gründlich zu verzweifeln, ja ihn heftig anzugreifen in den nach selbst. Ich lis( lese)". heißt es in der Schrift, es sig( sei) DiebHauptfache nur der redaktionelle Former und Finder des sprach 1503( Besuch Maximilians im Elsaß) geschriebenen Kapiteln feiner stahl, wenn der Arm ußs fim( aus seinem) blutigen Schweiß lichen Ausdrucks besagter Forderungen ist. Meist sind sie das Schrist, wie das auch der sächsische Ritter Hans von Hermanns- muß geben, der Sausmann schlecht( schlägt) den Bol uff die Pfendwert( Waare), die der Arm muß han als Jfen( Eisen) Ergebniß der vereinigten Arbeit vieler, meist ruhen sie weiter grün in einer Echrist 1495 schon gethan hatte. auf früheren Vorarbeiten. Der ewig geldbedürftige Marianilian und eine deutsche Salz 2c." So haben auch die zwölf Artikel des Bauernkrieges ihre Vor- Reichsreform an Haupt und Gliedern, das reimte fich freilich Kapitalisten, Wucher und Gesellschaften", die Ringe und läufer und Borlag en. Eine der interessantesten soll in folgenden schlecht zusammen! Um ganz winziger nächstliegender Zwecke Trusts des Mittelalters müssen Spießruthen laufen, da der Vers Zeilen besprochen werden, die oft schlagende Verwandtschaft mit gemeine Geldnoth zu beseitigen hätte der beinahe fasser der Reformschrift nach der Lehre der Kirche alles Bins den geschichtskundigen Artikeln aufweist.*) die Reichsverweserschaft, an die englische Krone vergantet, nehmen verwirft und verflucht. Für neuzeitliche Staatsanwälte wäre die Schrift des un- 1508 schloß er die Ligue von Cambray mit dem Papst und bekannten Autors ein" gefundenes Fressen", und gut ab- Frankreich, worüber der Reformer vom Oberrhein so entfett ist, schneiden" würde der Sozialreformer aus der Zeit wohl nicht, daß er schreibt:" Man wird dem Kaiser ein Bauernhütlein auf denn mit Betrübniß müssen wir gestehen, daß er ein wenig ,, Um- setzen und ihn in das Elend( Eyil, Verbannung) schicken!" fiurz", sogar ein bischen mit Gewalt, wie nach ihm der„ theure Man sieht, an Radikalismus läßt unser Autor nichts zu Mann". Dr. Martinus Luther, arbeitet. wünschen übrig. Vor Anwendung von Gewalt gegen diejenigen, Aber fromm" ist der Mann dabei doch, genau wie Luther. welche sich der Reform durch die Brüder vom gelben Kreuz Er hat Gesichte und Offenbarungen; der Erzengel Michael ist widersehen würden, scheut er feineswegs zurück; im Blut der ihm erschienen und hat ihn beauftragt, einen Orden zu gründen Römischen" wollte ja auch Ehren- Luther seine Hände waschen. von verheiratheten Männern, denn alles Gute in der mensch- Die ganze Welt mit Heereskraft zu reguliren," spricht der Reaus als seinen Zweck und man braucht kein lichen Gesellschaft könne nur von Ehhaften, nicht von Gölibatären former um zu sein, die Frage ( 3wangs- und Scheinkeuschen) kommen. Die sollen ein gelbes Umsturz Staatsanwalt aufKreuz fich anheften und reformiren"! Geistlich und weltlich, in zuwerfen: Wenn nun die ganze Welt nicht stille hält? 1. f. w. Staat und Kirche reformiren und fügen wir hinzu gründlich Q. e. d. oder auf deutsch: radikal!- raßenfahl würde Heine volts. Tief schwarz ist das Gemälde des allgemeinen Sittenverfalls, ethymologisch übersehen. das unsere Programmschrift entrollt, für den fie in erster Linie Der Name des Verfassers ist nicht festzustellen, seine Heimath die Kirche und Geistlid feit verantwortlich macht. Das Lotter muthmaßlich das Elsaß, als König des Schwarzwaldes, als leben vieler Kleriker fiant notorisch zum Himmel, das werden Elsässer an anderen Stellen bezeichnet er seinen Zukunfts- Janssen und die Seinen nie hinweg zu redigiren" vermögen in ihren Geschichtsflitterungen. *) Ein ob errheinischer Revolutionär aus dem Zeitalter Kaiser Maximilians I( 8. Ergänzungsheft der westdeutschen Zeitschrift für Geschichte und Kunft.) Namentlich wird gegen die überreichliche Ausstattung der Kirche mit weltlichem Gut und die Aneignungsgier ihrer Organe scharf zu Felde gezogen, durch Ablaß und allerlei anderen un lanteren Wettbewerb" mit weltlichen Ausbeutern, Pfaffen und Munch Die Rechte bengung dem armen Nichteinheimischen gegenüber wird durch Erzählung eines konkreten Falles beleuchtet, in dem ein Todtschläger von dem ihm verwandten Obervogt, nicht nur nicht justifizirt, sondern der Kläger nur durch Fußfall der sicheren Justiz entgeht. Denn Juftitia habe teine Binde mehr vor den Augen, sondern spreche: Beig' mir den Mann, ich zeig' Dir das Recht." Von den Beamten seien beim Landesherrn diejenigen lieb Kind, die neue Zünde machen"( Ränte ausflügeln), domit dem Herrn Gelt wirt". Die Urgeschichte des zur Weltherrschaft berufenen deutschen Bolkes wird freilich furchtbar unfritisch nach Art des Mittelalters beschrieben, worauf wir uns nicht einlassen. Der deutsche Reformfaiser soll Weltherrscher werden, aber fein soziales Königthum erhält er als jeden Augenblick widers ruflichen Auftrag aus der Hand des souveränen( selbstherrlichen) Voltes. Er soll gemeinen Nutz handhaben" nach den fabelhaften deutschen Gesetzen Eeth's, des braven Sohnes des deutschen Adam, und der Trierer Germanentönige. Er soll auch auf firchlichem Gebiete Oberherr sein; aber auch darüber steht noch das souveräne Volk." Der arm gemeine Mann mag verfluchen beid, Kaiser und Babst( Päpste), sie um das Uebel stroffen( Uebel strafen), wen( denn) das Volk macht ein Kaiser und der Kaiser macht mit das Bolt." " Versammlungen: den 3. Juni( 2. Pfingstfeiertag), nachmittags von 2 Uhr fan: Gemüthliches Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Montag, Beifammensein im Restaurant Sanssouci in Schmargendorf, bet ſchlechtem Wetter in den Kurfürsten- Hallen, Kurfürstenstr. 31, bet Landsmann 5. Gaß. Sozialdemokratischer Agitations- Verein für den Reichstage. Wahlkreis Stralsund- Franzburg- Rügen. Jeden Sonntag nach dem 1.: Bersammlung bei Binte, Jüdenstraße 86. Bezahlung der Beiträge. Aufnahme neuer Mitglieder. Vergnügungsverein Italia. Am 1. und 2. Pfingstfeiertag Restaurant Roland, Elsafferstr. 26, bet ungünstiger Witterung. Polizei vorgelogen, daß er am fraglichen Tage mit Hilprecht und| steht:„ Sprechend ähnliche Bilder, gediegene Ausführung, foforti Stöcklein in der christlichen Herberge zusammengetroffen, dann mitzunehmen", denn habe ick doch keenen Schimmer von Ahnung, das Walhalla- Theater besucht habe und von dort mit den beiden wat da für' n Menschenschinder drin wohnt! Der Mann fann Personen nach dem Leipziger Thurm gegangen sei, wo er ge- ja„ drüben" Leisten helfen. Wenn der die Dahomächens photo- am 28. Mai in Cohn's Festsälen seine erste Generalversammlung Der Medizinalverein für Berlin und Umgegend hielt wartet und beobachtet habe, daß ein Stein gegen die Scheibe graphirt, denn schmerzt det mehr wie die Nilpferdpeitsche! ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung giebt der Vorsitzende begeworfen und nachdem zwei Jackets und ein Havelock aus dem Bors. Lieber Pinneberg, thun Sie mir den Gefallen und fannt, daß vom Polizeipräsidium Beamte zur Ueberwachung der Schaufenster geholt worden seien. Nach diesem Vorgange fei ihm reißen Sie hier keine schlechten Wize. Ich bin gern bereit, Sie Versammlung entfendet seien, er halte dies für eine Ueberschreitung von Stöcklein und Hilprecht mitgetheilt worden, daß sie die in Ihrer Art erzählen zu lassen, Sie müssen aber doch die Ihnen der Befugnisse und beabsichtige, dagegen Beschwerde einzureichen. Sachen genommen und nach der Dölauer Haide geschafft hätten. gezogenen Grenzen innehalten. Angeti.: Det hat der Kasten- Bum ersten Punkt der Tagesordnung übergehend, wurde an Bei der gegen Hilprecht und Stöcklein stattgehabten Verhandlung fiefer ooch nich jedahn; seine Unfähigkeit war jrenzenlos!-stelle des verstorbenen Kassirers W. Schmidt, als erster Kassirer stellte sich heraus, daß Lange, der als Belastungszeuge auftreten Präs. Ich werde wohl bestimmte Fragen an Sie richten müssen. Ernst Warnete follte, die Unwahrheit gesagt, weshalb gegen die Angeklagten Hilprecht Also: Wie sind Sie mit Herrn Krämer in Streit gerathen? und zum zweiten Kassirer F. Luz und Stöcklein damals auf Freisprechung erkannt werden mußte. Durch Stöcklein, der drei Monate unschuldig in Untersuchungs- heitigen Petroljumpreise un bei die andern Klebejesetze da kann Bertrauensmännern je 3 pet. der Einnahme bewilligt, sowie für Angel.: Dadran is mein neier Anzug Schuld. Bei die gewählt. Die vom Vorstande vorgelegte Geschäftsordnung wurde angenommen. Hierauf wurde dem Vorsitzenden, Kassirer und den haft gefeffen, gelangte dann das Verfahren gegen Lange zur An- fich so'n Prolet wie unsereiner nich alle Jahre' ne neie Kluft leisten Vorstandssigungen pro Mitglied 50 Pf., für den Schriftführer zeige. Erst am 27. Mai wurde vor der Strafkammer gegen den un wenn man denn endlich' mal eene hat, denn macht man vierteljährlich 2 M., den Revisoren für jede stattgefundene Revision Schloffer Fritz Schiepe wegen Diebstahls verhandelt, in natürlich' n jeschwoll'nen Willem un jeht mit Muttern ins welcher Sache ebenfalls Lange als Zeuge auftrat und schließlich Friene. So' ne Frau will doch noch mal' n Verjniejen haben, pro Mitglied 50 Bf. und für jede Neuaufnahme 10 Bf. bewilligt. zugeben mußte, daß er die Polizei angelogen hatte, in wenn se so det janze Jahr in ihre Dach- Beletage' rum murkst un wissenschaftliche und belehrende Vorträge über die Entstehung von Der Zweck des Vereins ist: 1. Seine Mitglieder durch folge deffen Schiepe freigesprochen wurde. Zur Entschuldigung vor Ostern irade det jroße Reinemachen hinter sich hatte. führte der Angeklagte Lange an, daß er damals Unwahrheiten Bors.: Um Himmels willen! Wollen Sie uns am Ende auch Krankheiten, Pflege und Hygiene des Körpers zc. aufzuklären, um angezeigt habe, weil er keine Arbeit gehabt habe und etwas ver- noch erzählen, was Ihre Frau zu Ostern gekocht hat? diefelben event, in den Stand zu ſehen, Krankheiten rechtzeitig zu dienen wollte. Zuerst habe er seine angeblichen Wahrnehmungen Angefl.: Ach nee, Sie essen so wat ja doch nich! Präs. heitsfällen auf ihr Gesuch Geldunterstügung zu gewähren oder Arzt erfennen bezw. ihnen vorzubeugen; 2. feinen Mitgliedern in Krank einem Sergeanten mitgetheilt und von selbigem sei er zur Polizei Alfo kommen Sie nun endlich zu Herrn Krämer! Angel.: und Medikamente zu verschaffen. Der monatliche Beitrag beträgt gefchickt worden, worauf er dem Polizeikommissar Bügler die Jetzt wollte ick jrade ins Atölje rinjehen! Also meine Sache erzählte. Für seine Mittheilungen habe er einmal 1 M. und Frau schmeißt immer so'n wohljefälliges Doge uff, mir für Mitglieder 60 Pf. und für deren Angehörigen 40. Bf. einmal 50 Pf. bekommen. Kommissar Bügler bekundete, daß un sagt blos: nahmen nehmen entgegen die Herren: A. Karge, ReichenbergerLange zur Erstattung solcher Anzeigen von der Polizei feinen Wirklich, sehr propper!" August, Du siehst aus wie'n Fürscht! straße 159, Quergeb. 2 Tr., abends von 72-8 Uhr; E. Karge, Auftrag gehabt. Die ihm bezüglich Hilprecht und Stöcklein mit Na, Liese, ich war doch immer'n hübscher Kert", da zeigt se Granseerstr. 2; V. Hundt, Lothringerstr. 43. P. Arend, BankUn wie ich ihr antworte: Annenstr. 21, Hof r. 3 Tr., abends von 71/ 2-8/ 2 Uhr; L. Sander, getheilte Sache habe er wegen der genauen Angabe von Einzel- plötzlich uff de andere Seite und da lefe ick denn: Sprechend straße 12; J.' Oster,( Moabit) Paulstr. 21; G. Heinike,( Char heiten für wahr gehalten. Direkte Bezahlung für event. An- ähnliche Bilder, jediejene Ausführung!" Jut, sage ick, M. W.; lottenburg) Wilmersdorferstr. 42; F. Luz, Buttkamerstr. 7; zeigen habe 2. nicht erhalten; nur aus Mitleid habe Lange zu vernaschen wir' mal' ne Mart, alle Dage is ja nich Sonntag! E. Warneke, Eisenbahnstr. 13, Seitenfl. 4 Tr.; P. Welzel, Gr. weilen aus seiner, Kommissar Bügler's, Tasche etwas bekommen. Die- Präs.: Na, nun sind Sie endlich im Atelier! Angefl.: Staatsanwaltschaft beantragte gegen den Angeklagten, der u. a. Jawoll, jetzt tret' ict in, jetzt macht er' n Büdling, Mutter Frankfurterstr. 121; Ed. Peter, Magdeburgerstr. 22; M. Wandelt, schon zweimal wegen Diebstahls vorbestraft ist, in Erwägung der streicht mir den Schnauzbart zurecht und nachdem ich mir Invalidenſtr. 141. niederträchtigen und gemeinen Denunziation eine Gefängnißstrafe ne Viertelstunde de Beene in'n Leib jestanden, sagt er: von 6 Monaten nebst Publikation des Urtheils. Das Urtheil Jest jeht's los! En freindlich Jesicht! Denten Se an Ihr lautete dem Strafantrag gemäß. Leibjericht!" Also: Kohlrüben mit Schweinebauch, sagt meine Alte un ick fieke ooch janz jlückselig vor mir hin. Nach' ne Weile Daß eine Taschenuhr nicht dem Zurückbehaltungsrecht kommt der Mann aus't Laboratorium wieder raus un sagt: Famos des Vermiethers unterliegt, wurde kürzlich in einer Straffache jelungen! Ohne Rahmen 75 Fennje, mit Rahmen eene Mart!" gegen den Maurer K. von der Strafkammer des Landgerichts II Bors.: Das übrige können wir Das übrige können wir uns allenfalls denken. entschieden. R. hatte seine Schlafstelle heimlich verlassen und Natürlich entsprach das Bild nicht Ihren Erwartungen? feine wenigen Habseligkeiten, darunter die Taschenuhr, mit Angeti.: Natierlich nee! Wie er mir det Bild mit'n gewissen genommen, obwohl der Schlafwirth ihm erklärt hatte, daß er Aweck vor de Dogen bringt, denke ich doch jleich, mir rührt der diese wegen rückständiger Miethe pfände. Vor Gericht gab R. Schlag! So hat mir noch teen Mensch vermöbelt!- Bors. Die Nedallion stellt die Benutzung des Sprechjaals, soweit der Raum dafür an, daß er die Uhr nicht entbehren könne, wenn er morgens um Bon so einem Fünfminuten- Bild können Sie doch auch kein abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen 6 Uhr pünktlich auf der Arbeitsstelle sein müsse. Das Gericht Kunstwert verlangen. Angel.: Meinswegen hätte Interesses zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. erfannte auf Freisprechung von der Anklage des strafbaren er ja' ne halbe Stunde dran rumpuffeln tönnen! Von Herrn Sanitätsrath Dr. Roeppel geht und Eigennutes, da unter den obwaltenden Umständen die Uhr zu Da macht ja jeder jewöhnliche Odör- Photojraf bessere folgendes Schreiben zu: denjenigen nothwendigen Gebrauchsgegenständen zu rechnen sei, Bisagen. Wissen Se, wie det aussah? Als wenn Se Sehr geehrter Herr Redakteur! In der Nummer vom die dem Zurückbehaltungsrecht des Vermiethers nicht unterliegen. ins Panoptikum ins Lachkabinet jehen: Beene wie de 31. Mai 1895 bringen Sie einen von Herrn Faber verfaßten Appeltähne,' ne Hand, aus die man zwee machen fonnte un Sprechsaalartikel. Es kann nicht unsere Aufgabe sein, den wirren Beim Photographen. Der Mann muß ja wejen Körper- nen Mund na, wenn die Ohren nich zwischen waren, dann Auseinandersetzungen des genannten Herrn eine eingebende Derletzung un Beleidijung' ran! Der Mann hat mir ja bildlich wäre er um den janzen Kopp herum jejangen. Bors: Das Widerlegung zu theil werden zu lassen, sind doch die wahren zum Krippel jemacht, so deß teen Hund en Stick Bulette mehr ist ja allerdings nicht sehr erfreulich, darum dürfen Sie aber noch Betriebsergebnisse derjenigen Kassen, die mit dem Verein der von mir freßt! So lasse ich mir mein Jesichte denn doch nich immer nicht brutal werden! Angel.: Der Mann war ja zu freigewählten Rassenärzte im Vertragsverhältniß stehen bezw. ges verbumfiedeln!"- Es war der Handelsmann August Pinnes übelnehmsch. Ich sagte ihm blos: Mensch, Sie find woll Hofphotograf standen haben, nachgerade hinreichend bekannt. Indessen fühlen berg, der mit diesen Worten den Schöffenrichter überzeugen fürs Verbrecheralbum oder fürs Leichenschauhaus? Mein Jesicht wir uns veranlaßt, wenigstens eine Angabe des Herrn Faber wollte, daß die gegen ihn erhobene Anklage wegen Haus- sieht ja aus, als wenn ich damit uff'n Rohrstuhl jesessen hätte, und damit dessen ganzes Vorgehen zu beleuchten. Wir erklären friedensbruches und Körperverlegung eine schreiende ungerechtig- un denn haben Se mir woll Knoten in de Beene jemacht? hiermit: Es ist absolut unwahr, daß der Vorstand der Verfeit sei. Herr Pinneberg ist sehr aufgeregt, er fährt Wors.: Darüber war Herr Krämer gewiß nicht sehr erbaut? ficherungsanstalt Berlin mit dem Verein Berliner Kaffenärzte sich mit seinem Taschentuch, welches früher einmal weiß gewesen Anget I.: Nee, er spielte noch' n Kittnäßigen und meente:„ Wenn( mit freier Arztwahl) wegen Ausstellung von Attesten in irgend sein dürfte, wiederholt über das Gesicht und läßt sich schon zum' n Affe in' Kasten fieft, kann keen Engel rauskommen un wenn welcher Verhandlung steht oder jemals gestanden hat. zweiten Male vom Gerichtsdiener ein Glas Wasser reichen. ick damit nich zufrieden wär', denn sollt' ick mir man Der Vorstand Bors: Zunächst beruhigen Sie sich nur und dann äußern Sie von Professor Werner'n in Essig und Del malen lassen. fich möglichst verständig auf die Anklage. Angeti.: Herr Vors.: Sie sind dann sehr ausfallend geworden und haben Gerichtshof, ich bin allemal derjenigte, welcher, aber man jo nich schließlich das Stativ entzwei geworfen. Angefl.: Det fich wat jefallen lassen! So wat jiebt's nich! Vors. Dreibeen? Herr Jerichtshof, det is blos Krämer's Schuld. Wenn das Ihre Parole sein sollte, so dürften Sie Sehn Se mir an un dann denken Se sich, det son wohl manchmal damit in Ungelegenheiten kommen. Hannefaßte, der drei Stunden in de Bratfanne liegen Angel.: Ich stehe allemal uff meinen Parajraphen fann ohne det een Droppen Fett rauskommt, mir jan UI haue fefte um mir, wenn mir Gener rinlejen will! regulär rausschmeißen will. Det wäre jrade wat Scheenes! Vors. Nachdem wir so Ihre Rechtsanschauungen Da habe icf ihn mit'n Kleenen Finger berührt un tennen gelernt haben, erzählen Sie uns mal furz Ihre Erlebnisse da is er jejen det Dreibeen jefallen. Vors.: Er hat Sie im Atelier des Photographen Krämer. Angefl.? Ja muß aber dreimal vergeblich aufgefordert, den Raum zu verlassen. befürworten, daß ich son' Affenkasten for keen Atölje nich Angel.: Un ich habe ihm dreimal uffgefordert, mir' n neues estimiren tann. En bisken jraue Sackleinewand rund Bild zu machen. Wir sind also gänzlich quitt! rum, een Stück Pappe, wodruff wat jemalt is, wat hof war nicht der Meinung sondern verurtheilte den Angeklagten ' nen Boom darstellen soll un denn een dreibeeniges Jestelle zu 30 M. Geldstrafe." Dafor hätte mir schon Gener in mit' n Sanfttuch drieber wenn det' n Atölje sind sein soll, Kreide gemalt!" seufzte Herr Auguft Pinneberg beim Verlassen denn is meinen Hektor seine Hundehütte' ne feine Villa in' des Saales. Thiergarten! Vors.: Na, Sie haben doch Herrn Krämer für einen Photographen angesehen und ihm Ihre werthe Rundschaft zugeführt? Angeflagter: Wenn draußen dran " Edel ist keiner, den nicht seine Tugend edel macht. Der GerichtsVor dem Gefeß ſollen alle gleich sein, oberste Instanz sei Naturkräfte and Naturgeseke. ein oberster deutscher Gerichtshof nach Art des Pariser Parla ments", das unserem Verfasser freilich nur eine Nachbildung des Obergerichts der alten Trierer ist; Sendgerichte sollen unter dem Obergericht und ihm zur Seite amtiren. Sprecisaal: des Vereins Berliner Rassenärzte ( mit freier Arztwahl). Vermischtes: gericht von Klein- Popo verdonnerte gestern den Drucker B. Uding Aus dem Gerichtssaale des Kladderadatsch. Das Land wegen Aufreizung mittelst der Presse zu 2 Monaten Gefängniß. Er hatte nämlich ein Werk zum Abbruck gebracht, wegen desser bereits zweimal eine Freisprechung erfolgt war, und hätte sich von seinem Standpunkt aus sagen müffen, daß das Gericht damals lediglich zu den freisprechenden Erkenntnissen gekommen durfte er als Drucker sich keineswegs durch die Verhandlungen war, um die bestehende Rechtsunsicherheit zu vermehren. Auch und Erklärungen, die im preußischen Abgeordnetenhause über die willkürliche Ausdehnung preßgefeßlicher Verantwortlichkeit vor einigen Jahren bereits abgegeben waren, in Sicherheit wiegen laffen, denn die Gesetze sind den Menschen mur gegeben, um ihre Gedanken darin zu verbergen, und das sicherste Recht ist daz Standrecht: Heute roth, morgen todt. gelangt, nicht zu erklären vermag, zumal der Zon des Lampaschen Buches ein ungemein sicherer ist. Ich vermisse durchaus die scharfe Betonung der Bedingtheit unseres Wissens, das Lampa will in seinen Vorträgen*) einen Beitrag zur Natur Hervorheben des Umstandes, daß die Folgerungen immer nur sos philosophie liefern. Als Aufgabe derselben bezeichnet er: ein weit richtig sein können, als es die Voraussetzungen sind, daß auf der eratten Forschung beruhendes Ge aber diese letteren viefach einen rein hypothetischen Charakter Nach der sozialwirthschaftspolitischen Seite sollen die Fürsten sammtbild der Welt zu geben. Diese Aufgabe ist für haben. bezüglich ihrer Einkünfte und Besize ebenso reformiret" werden einen einzelnen selbstverständlich unmöglich zu lösen, weil die Schlimmer noch, als solche gelegentlichen Begriffsver wie die städtischen Kapitalisten, d. h. fie sollen zu gunsten einzelnen Zweige der Naturwissenschaft zu umfangreich gewechselungen, ist es, daß zuweilen direkt falsche Säße mit eins gemeinen Nugens expropriirt werden und wie ja später auch worden sind, un von einem einzelnen genügend beherrscht fließen. So wird z. B. bei der Erklärung von Ebbe und Fluth Luther wollte, auf ein auskömmliches bürgerliches Wesen und zu werden. Daher beschränkt sich 2. darauf, lediglich die( S. 153) gesagt, daß die Körper, welche sich auf der dem Monde Leben" gebracht werden. Aller Wucher, d. h. alles Binsnehmen physikalischen Naturgesetze darzulegen, um so den Beitrag, zugekehrten Erdhälfte befinden, von diesem stärker angezogen soll aufhören, Münzen soll nur der Kaiser schlagen lassen dürfen, welchen die Physik nach dem gegenwärtigen Umfang und der Art werden, als die auf der abgekehrten Erdhälfte befindlichen; daher aus einem Pfund Goldes 100 Regalen, Münzen mit ihres Wissens zu dem Gesammtbild der Welt liefern kann, dem ziehe der Mond das Wasser des Weltmeeres zu sich empor, so des Kaisers Bild, jede 2 Gulden Werth, und aus so viel Verständniß eines weiteren Leserkreises näher zu führen. Warum daß ein Wasserberg auf der entsprechenden Erdhälfte entstehe. Silber zehn Silbermünzen. Das Volk sollte eben flare er bei dieser Darstellung der Physik die Gesetze vom Schall ganz Dann heißt es weiter: Nach einem Gesetz der Hydro. Einsicht haben in das die Leistungsverhältnisse verschleiernde unberücksichtigt und unerwähnt läßt, ist mir nicht recht erfindlich mechanit( Mechanit der flüssigen Körper) muß dieser WasserGeldwesen, wobei Kipper und Wipper, d. i. Münzfälscher und geworden; ebenso meine ich, daß die Wellenlehre bei ihrer berg auch einen solchen auf der entgegengefeßten Seite Bimetallisten, so viel unkontrollirtes Unwesen trieben alle Zeit; grundlegenden Bedeutung für unsere Vorstellungen physikalischer hervorrufen." Ganz abgesehen davon, daß mit dieser dürftigen man denke an das berüchtigte lange Geld", zu dem möglichst Borgänge einer eingehenderen Betrachtung werth gewesen wäre, Erklärung, falls sie richtig wäre, die Sache, um welche es sich wenig Edelmetall für viele Münzen genommen wurde, wie als fie, auf vier Seiten in den Vorträgen über Licht eingestreut, handelt, dem Verständniß in keiner Weise näher gerückt ist, ist sie beim Bettelmann wenig Fleisch oder Fett zu einer langen gefunden hat. durchaus falsch; es giebt kein derartiges Gesetz der Mechanit. Brühe oder breiten Bettelsuppe. Merkwürdig kühl werden Die ersten drei Hefte, in welchen die wichtigsten Gesetze der Hat man 3. B. eine eiserne Kugel zwischen zwei starten die eigentlich firchlichen Reformen abgethan, ein Be Mechanit und der Wärme abgehandelt werden, find bereits in Magnetpolen schwebend und überzieht man sie mit einer weis, daß in der Reformationszeit viel weniger das Nr. 255 des Vorwärts" vom Jahre 1894 besprochen worden. dünnen Flüssigkeitsschicht ganz gleichmäßig, fo wird Mönchsgezänt"( Hutten) der treibende Faktor war, als Die dort gerügte Flüchtigkeit, welche zum Beispiel bei unter dem Einfluß der Erdanziehung die Flüssigkeit sich vielmehr die voltswirthschaftlichen Momente, kurz gefagt: die der Verwechselung der Begriffe Masse und Gewicht zu an der der Erde zugekehrten Seite anhäufen, ohne daß dieser brutale Ausbeutung der niedergehaltenen Massen durch die tage trat, verleitet 2. auch in den weiteren Hesten zu Flüssigkeitsberg, diese Erhebung über das Niveau der Rugel herrschenden Klassen. weilen zur Aufstellung falscher Behauptungen und falscher fläche, eine gleiche Erhebung auf der entgegengesetzten Seite hervor Boll von afirologischem Aberglauben seiner Zeit setzte der Erklärungen, So will er( S. 383-384) den Hilfsbegriff rufen wird; ebensowenig fann natürlich ein Wasserberg, welcher Verfasser unserer Reformschrift den Anbruch des ,, neuen Kurses" des„ Sinus" einführen, um das Brechungsgesetz für Lichtstrahlen unter dem Meffias- Kaiser Friedrich in allernächste Zeit, auf das bequem ausdrücken zu können; dabei passirt es ihm, daß er statt Jahr 1509, und als da der große Krach nicht eintrat, auf 1511, des Sinus die Sinuslinie erklärt, so daß aus seinen Worten u. a. dann auf 1585. folgen würde:" Der Sinus eines Winkels ist veränderlich, je Auf diese Zeit habe sich die Brüderschaft vom gelben Kreuz nachdem man die Länge seiner Schenkel verändert." Freilich auch nur gestreift hat. vorzubereiten, wobei der Verfasser namentlich an die schwarz- zieht er diesen Schluß nicht und kommt zu seiner falschen Er- Troß derartiger Versehen im einzelnen möchte ich über das wälder Bauernschaft in erster Linie denkt, die den Flegel und klärung überhaupt nur, weil er den Quotienten der Sinus zweier Buch als ganzes nicht ein völlig absprechendes Urtheil abgeben; die Haue hinlegen werden, um eiserne Ruthen zur Hand zu Winkel benußen will, welcher allerdings dem Quotienten ihrer allerdings ist die Darstellung der mechanischen Geseze, wie ich nehmen. Wenn die Beschwerden eben nicht abgestellt würden Sinuslinien gleich ist, so daß die Verwechselung der beiden in der Besprechung der ersten drei Hefte hervorgehoben habe, vom Kaiser, so sei es weger( beffer) ein Mann verderben, dann Begriffe für das Gefeß, welches L. erläutern will, ohne Belang sehr mangelhaft, und ferner ist der Gebrauch arithmetischer ein ganz Land underbracht( zu grunde gerichtet)." ist. Aber nichts desto weniger bleibt es doch unangenehm, solchen Formeln ohne durchgeführte Zahlenbeispiele in einem für weitere Eo verlockend es wäre, weitere Auszüge aus Haupt's Arbeit Verwechslungen zu begegnen, zumal der Leserkreis, für welchen Kreise bestimmten Buche zu verwerfen; aber in dem weitaus das Buch berechnet ist, nicht die nöthige Schulung und Bekannt größten Theile des Buches, z. B. in der Darstellung der schaft mit den Begriffen besitzt, um die Fehler richtig zu stellen. elektrischen Erscheinungen und unserer Anschauungen über Gerade der denkende Leser, welcher vielleicht durch das Studium die ihnen zu grunde liegenden Ursachen, welche allein des Buches angeregt wird, sich näher über solche nur gelegentlich den halben Umfang des Werkes einnehmen, ist der erwähnten Begriffe zu unterrichten, kommt dann in arge Gebrauch solcher Formeln doch ein beschränkterer. Speziell Bedrängniß, weil er sich die Widersprüche, zu denen er der genannte Abschnitt über die Elektrizität ist sehr geeignet, das Verständniß für die Anschauungen, welche man sich über diese zu geben, lassen wir damit genügen, weil es deutlich genug zeigt, was für ein erbärmlich abgeblaßtes Bild in unseren Schulen von der großen deutschen Reformation des 16. Jahrhunderts gegeben zu werden pflegt bis auf diese Stunde. Immer mehr aber emanzipirt sich nun das deutsche Volt von der Zwangsschul Geschichtsdarstellung aus der Frosch perspektive des preußischen Rekrutenabrichters. Und das ist gut so. " unter dem Einfluß der Mondanziehung auf der ihm zugekehrten Erdfeite entsteht, einen gleichen auf der entgegengesetzten Seite hervorrufen; wenn dort ebenfalls eine Wasseranhäufung statt. findet, so beruht das auf Ursachen, welche 2. mit einem Worte *) Gemeinverständliche Vorträge von Dr. Anton Lampa. Erscheinungen gegenwärtig gebildet hat, zu erwecken und zu Erste Wiener Bolts- Buchhandlung, 1894-1895. ördern. Bt Achtung! Achtung! Parteigenossen! Montag, den 3. Juni( 2. Pfingstfeiertag): Richard Schiele's Concordia- Garten z. Wasserwerk Louisenstädtisches Klubhaus Lichtenberg, Landsberger Chaussee 1. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Voltsbelustigungen aller Art im großen Garten. Kaffeeküche. 3 Regelbahnen. Saal mit Theaterbühne für 600 Pers. Hochachtungsvoll Richard Schiele. 16. Annenstrasse 16. Inhaber: Hermann Bergner empfiehlt allen Freunden und Bekannten seinen im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee: für Vereine und Verſammlungen frei. Saal für Seſtlichkeiten, Vereine und öffentliche Versammlungen, Großes Großes Früh- Konzert arrangirt von den 1903 291/8 ca. 250 Personen fassend, sowie mehrere Vereinszimmer. Allen Freunden und Bekannten zur Jeden Sonntag und Donnerstag öffentlicher Tanz. Nachricht, daß ich Lützowstr. 4 ein Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit zu soliden Preisen Französisches Billard, B Weiß- u. Bayrisch- Bierlokal Verkehrstotal u. Arbeitsnachweis mehrerer Gewerkschaften. Tel.-A. VII. No. 3733. übernommen habe. Herm. Faber. Varteigenossen des 4. Wahlkreises Retaurant ( Offen) Vokal- und Instrumental- Konzert unter Mitwirkung des Gesangvereins tiedesfreiheit( Mitgl. des Arb.-S.-B.) und einer 20 Mann starten Kapelle der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker". Jm großen Saale: Tanz. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Bf. nach. Anfang 5 Uhr. Programm 25 Pf. Das Komitee. Wilhelmsberg. Am 1. 2., n. 3. Pfingstfeiertag: Grosses Garten- Konzert. Am 2. u. 3. Feiertag: Grosser Ball. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet, à Liter 60 Pfg. Bier: Brauhaus Hohen- Schönhausen. Men er baute Kegelbahn steht den Herren zur Verfügung. E3 ladet ergebenst ein G. Trinkaus, Restaurateur. Brochnow's Ball- und SpezialitätenEtablissement 39 Sebastianstraße 39. Im prächtigen Naturgarten täglich: Spezialitäten- Vorstellung. Anfang Sonntags 6 Uhr. Entree 25 Pf. Wochentags 8 Uhr. Entree frei. Im großen Saal: Ball. Gleichzeitig empfehle meine Säle, 500 Personen fassend, zu Festlichfeiten und Versammlungen. 26212* G. Brochnow. Hafenhaide Neue Welt. 108/114. An allen 3 Feiertagen: Arbeiter- Sängerbund casino Doppelkonzert. Spezialitäten. Berlins und Umgegend. HochplatzGerichtstr. 10. Empfehle Freunden und Bekannten meinen neu deforirten Saal und schönen Sonntag, den 9. Juni, vormittags präzise 10 Uhr, im Saale der schattigen Garten zu allen Festlichkeiten Brauerei ,, Friedrichshain": Mebungskunde. Noten von Bundesliedern älteren und neueren Datums find mitzubringen. Bundesmitgliedskarte legitimirt. 3- dis Im Nebensaale Außerordentliche Ausschuß- Situng. Tages Ordnung: 1. Arrangement zum Sängerfest. 2. Interne Bundesangelegenheiten. Die Vereine werden dringend ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Die Delegirten haben nur nach Vorzeigung der VereinsBundesmitgliedskarte zur Ausschußsizung Zutritt. 6/7 Abrechnung über den Der Vorstand. Streik der Arbeiter von Kuhnheim in Nieder- Schönweide in der Zeit vom 7. bis 21. Mai 1894. Betheiligt waren 520 Arbeiter. Einnahme. Brillant- Feuerwerk. Gr. Ball. Am 2. Feiertage: Gr. Früh- Konzert, ausgeführt von Mitgliedern und Bersammlungen. Sommer und des Vereins der Zivil Berufsmufiter unter Mitwirkung der Gesangvereine: Winter Kegelbahn. Familien tönnen Melodia, Waldkapelle, Völkerfrühling. Anfang 5 Uhr. Entree 20 Pf. Mittwoch: Erstes Kinderfest. Donnerstag: Monstre- Feuerwerk. Raffee tochen. Achtungsvoll Max Scheps, Gastwirth." Louis Ehrenberg Am Molkenmarkt No. 7 ( früher Annenftr. 16) empf Freunden u. Bekannten sein Weiss- u. Bairisch- Bierlokal. Treptow Restaur.„ Zum Karpfenteich“. Am 1., 2. und 3. Pfingstfeiertag: Grosse Elite- Specialitäten- Vorstellung einer beliebten Variété- Gesellschaft. Anfang 4 Uhr. Entree frei. Jm Saale: Grosser Ball, Die Raffeeküche ist geöffnet. Hermann Otto. An Wochentagen: Saal und Garten nebst Spielpersonal an Vereine und Gesellschaften zu vergeben. 77 Prinzenstrasse 77. C. Fröhlich's Gesellschafts- Säle und Garten, Zum gemüthlichen Piket! Billiger Einkauf für Arbeiter in Herren- u. Knaben- Garderobe wenig getragen und neu. Gesellschaftshaus Auf 458 Liften. 2785,05 M. An Unterſtühung gebit 8726,-. 35. Swinemünderstr.35, 17 Tellersammlungen. 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Noack- Baumschulenweg. Verloren zwei Listen( leer): Mr. 201 und 220. Nachstehend machen Franz Gittler, straße 48. wir die außer Liſten gezahlten Beiträge bekannt: Tellerſammlung im goufen Franke's Volkskaffeeund Speisehaus, städtischen Konzerthaus 20,-. Tellersammlung bei Wölftein, Adlershof, am 21. 6. 94 13,30. Tellersammlung der Wolfsversammlung am 27. 6. 94, Adlershof Gr. Frankfurterstraße 73, an der 19,40. Glasmacher- Versammlung zu Köpenick 4,50. Tellersammlung in Nagel's Raiserstraße. Billiger Mittags- u. AbendSalon, Berlin 19,50. Tellersammlung der Hilfsarbeiter am 25. 5. 94 bei tisch. Größte Auswahl äußerst schmack Leopold 6,-. Tellersammlung am 1. 6. 94 in den Germaniasälen 102,80. haft bereiteter Speisen: täglich 8 bis Zellerfammlung am 18. 5. 94 von Scheer 8,65. Tellersammlung am 5. 6. 94 von 10 verschiedene Gerichte von 10-30 Pf. in Reinhardt's Salon, Hasenhaide 6,36, Henneberg, Schönweide 3,-. Teller Brauerei Reichenkron. sammlung am 25. 5. 94 der Droschkentutscher Berlins 6,35. Tellersammlung am 5, 5. 94 in der Borussiabrauerei 23,25. Zellersammlung am 11. 5. 94 bei Scheer, Köpenick 82,70. Tellersammlung am 12. 5. 94 in der Boruffiabrauerei 7,40. Tellersammlung am 15. 5. 94 in der Borussiabrauerei 18,05. Teller= 1., 2. und 3. Feiertag: Frei- Konzert. 2. und 3. Feiertag: Gr. Ball. Für Vereine von ca. 200 Personen Mufit frei. Rohr's Salon, früber Appold, Rixdorf, Suefebedftraße 48/49. 22042 Am 2, und 8. Feiertag: Gr. Ball unter Leitung des Tanzlehrers R. Heinrich. Gr. schattiger Garten, Kaffeeküche, 2 verb. Kegelbahnen. Für gute Speisen u. Getränke sorgt stets H. Rohr, fr. Berlin, Naunynftr. 78. Franz Gittler, Kietz- Rummelsburg, Günstige Stadtbahn- u. Vorort- Verbindung, nur 3 Min. von der Station entfernt. ( früher Berlin, Mariannenstraße 48.) Neue Prinz- Albertstraße 70. Am 2. u. 3. Feiertag: Gr. Ball. Schöner Garten, Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen, Volksbelustigungen. Zugleich empf. ich meinen Saal, bis 400 Pers. fassend, für Vereine, zu Versammlungen u. Feftlichkeiten. Franz Gitfler. Echeer 13,60. Tellersammlung, Schulz' Salon, Berlin 58,58. Tellersammlung Bier 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf., aus der 3. # * Neues Club- Haus 72. Kommandantenstr. 72. Bellichkeiten ( Inhaber: N. Ballschmieder) Gesundbrunnen, Badstr.16. 1., 2. und 3. Pfingst- Feiertag und jeden Sonntag: Gr. Militair- Concert fammlung am 22. 5. 94 bei Leopold in Adlershof 20,15. Ges gverein Jeden Sonntag: Morgenroth, Köpenick 15,-. Fachverein der Töpfer, Berlin 50,- Gesangs Empf. meine 4 Fäle zu verein Eintracht, Glienice 10, Arbeiter- Sängerbund 150,- ozialdemokr. u. Bersammlungen gratis. H. Ebert. Arbeiterein, Köpenick 30,-. Arbeiter Bildungsverein, Friedrichshagen 10,-. Metallarbeiter- Verband, Berlin 150,- Arbeiter- Gesangverein Freundestreue, Kastanien- Wäldchen Berlin 15. Arbeiter Gefangverein Buchbinder Männerchor 3,-. Von der Glashütte, Köpenick 6,40. Gefangverein Briz 3,60. Gesell. Verein H. D. D. R. 30,- Von der Sandschurre, Köpenick 6,05. Stattlub Vier Wenzel 3, Gemüthlicher Schafstopf 1,10. W. Wolf, Köpenick 10,- Restaurateur Gaul 10, Kardinal, Stöpenick 4,-. G. Klinger 10,-. Priesenbrüder 2,50. Von vier Statbrüdern in den Katakomben auf der Tegeler Chaussee 7,-. Ungenannt, Schönweide 50,-. Von den Buchdruckern auf Listen 178,35. Von Herrn Rottenau 3,-. Von div. Geschäftsleuten von Adlershof auf verschiedene Listen 55,50. Von den 1,55. Von Heckel 5,-. Werkstatt von Albrecht in Berlin 1,30. Von Weber im Berein gesammelt 1,65. Zapezirer Berlin, Landsbergerstr. 92, 5,-. Tempel, Berlin 90. Kosel, Berlin 1,-. Soziald. Buchhalter-45. Tauchert'sche Graviranstalt, Berlin 4,50. Albumfabrik von Borchard, Berlin 7,-. Lederarbeiter Berlins 30,-. Segerpersonal des Vorwärts" 82,45. Beschwerden und Anfragen sind Grenadierstr. 10, I, zu richten. Der Ausschuß der Berliner Gewerkschafts- Kommission. R. Millarg. ausgeführt von der Kapelle des Kapellmeisters Herrn Franz Wolfer. Im Parquet- Saale: Gesellschafts- Stunde unter Leitung des Tanzlehrers Hrn. Köpernick. Anfang 4 Uhr. Entrée 15 Pfg. Jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag: 2 Concert. Wilh. Groth's Danziger Volksgarten Danzigerstr. 50/51, Haltestelle der Pferdebahn Moltenmarkt- Weißensee. 1. und 2. Feiertag: Gr. Konzert. Ene. Lanz frei. Entree 10 Pf. Volksbelustigungen jeder Art. 3 neue überdeckte Kegelbahnen. Gr. Weisse 20 Pf. Bairisch- Bier 4/10 Lt. 15 Pf. Gute Speisen. Kaffeeküche. W. Groth, Gastwirth der Neuseeländer Ackerpächter. Schloss Weissensee. Pfingst: Feiertag: Gr. Moustre- Konzert ausgeführt von den 1. Garde Am 1., 2. und Nur für die Pfingstage: Dragonern. Texas Jack's Original Cowboys ( American life show) x Am 1. und 2. Pfingsttag, Grosses Früh- Konzert und Ball. in ihren großartigen Vorführungen. morgens von 5 Uhr ab: Großes Front- und Waffer- Feuerwerk abgebrannt durch den Kunstfeuerwerter Herrn Massow. Alle Arten Boltsbeluftigungen: Bal champêtre. See- und Hamilton- Theater. Gondel- Corso. Elektrische Bahn. Entree 30 Pf. Pferdebahn von 5 Uhr morgens ab Alexanderplatz. Alles nähere durch die Anschlagfäulen. Jg. Barth. Grünau. Yolksgarten, Köpnickertraße 108, 11. d. Fähre. Jeden Sonntag: Tanz. Raffee- Küche von 1 bis 6 Uhr geöffnet. Zwei Saal u. Garten für 1000 Personen, Ausspannung, Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen. Geſellſchaften und Vereinen bei Ausflügen J. Niggemann. schöne Kegelbahnen, sowie Bolts- Belustigungen jeder Art. Schöner, schattiger Garten, Platz für 2000 Personen, Abends prachtvoll erleuchtet. Gute Speisen und Getränke. Säle für Vereine und Versammlungen stehen zur Verfügung. Hochachtungsvoll R. Ballschmieder. Haferland's Restaurant Achtung! Schuhmacher. Achtung! Wilhelminenhof), Ober- Schönweide. Aktien- Brauerei, Friedrichshain Am Königs- Thor. Sonnabend, den 15. Juni 1895: 5. Stiftungs- Fest des Vereins deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin) bestehend in 225/3 ,, Zum Wilhelminenhof" ( nicht zu verwechseln mit Schloßpark Großer schattiger Garten, Kegelbahnen, Kaffeeküche, großer Tanzsaal. ff. Weißund Bairisch- Bier. Gute Küche. Vereinen u. Ausflüglern bestens empfohlen. bestens empfohlen.[ 2628L*] Grunau, R. Liedtke's Restaurant, Wilhelm- und Friedrichstrassen- Ecke. Gr. schatt. Garten, Kaffeeküche, 2 verb. Kegelbahnen, Ausspannung. Zivile Preise. Jeden Sonntag: Tanz. Vereinen und Gesellschaften bei Ausflügen bestens empfohlen. Reinhold Liedtke, 26271* Beelithof( Station Wannsee) Vereinszimmer m. Piano Wilms- Haensel's Gasthaus.! straße 7. 2 M Inhaber: Carl Ulrich. Meinen Freunden und Bekannten 1., 2. und 3. Feiertag: Gr. Früh- und Nachmittag- Konzert. Jm Saale: Tanz. Großer schattiger Garten am Walde gelegen. empfehle meine neu renovirten Regel- Pichelsdorfer Biere, hell und dunkel. Vorzügl. Küche. 2 Kegelbahnen. bahnen, sowie mein ff. Weißbier. ( Volksbelustigung. Rud. Schröder, Laufgerür. 41. 14886* Konzert und humoristischen Vorträgen, ausgeführt von„ Bivil- Berufsmufitern", unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Gölfert, unter Mitwirkung der Lieber Sängerin Frl. E u stelli und der Humoristen Gebrüder Dest reich. Anfang des Konzerts 6 Uhr. Programm 25 Pf.m 9 Uhr: Große Kinder- Fackel Polonaise, wozu jedes Kind eine Stocklaterne Bartelstr. 1a, an der Linienstraße. Den geehrten Damen ist die Staffeeküche von 4 Uhr an geöffnet. Um Wo speisen Sie? gratis erhält. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Saale statt. Während der Pausen und nach dem Konzert im großen Saale: Tanzkränzchen. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Um zahlreichen Besuch Das Komitee. J. A.: G. Schrul. bittet Rohtabak Ernst Förster, * K Suppe, Gemüse, Braten 35 Pf. Emil Stege, Weidenweg 93, Ecke Insterburgerstraße, empfiehlt Freunden u. Bekannten sein Weiß- u. Bairischbier- Lokal, Berlin NO., Kaiserstr. 30. egelbahn. Um regen Besuch bittet Carl Ulrich, Unterhaltungsmusit u. Familienkränzchen, freier Tanz, Raffeeküche, Volks2. n. 3. Pfingßfeiertag, sowie jeden Sonntag: beluftigungen jeder Art. Schönholz, Birken- Park", O. Strewe. Hosen, Anzüge, Paletots nach Maaß bestellt, nicht abgeholt, Hälfte Kostenpreis. Münftr. 4, Engel, Louis Keller's Festsäle Weiß- und Bairisch- Bierlokal nebst Vereinszimmer empfehle den Parteigenossen. Karuhn, Kalkreuth und Mohstraßenecke. 13716 ( Grösstes u. schönstes Etablissement d. Residenz) B. Nieft's Festsäle, Berlin O, Stoppenstraße 29. Am 1. nud 2. Pfingstfeiertag im Garten: E Großes Instrumental- Konzert ausgeführt vom Berliner Konzert- Orchester unter persönlicher Leitung seines Dirigenten Herrn Grass. Anfang des Konzerts nachmittags 5 Uhr. Entree 20 Pf. Am 2. Pfingstfeiertag Großer Ball. von 5 Uhr: Im Tunnel: 3 Riesen- Kegelbahnen. Säle zu Festlichkeiten stehen den geehrten Vereinen und Gesellschaften jederzeit zur Verfügung. CER ACTION L. Keller. Actien- Brauerei Friedrichshain FRIEDRICHSHA ( Königsthor). Sonntag, 2. Juni 1895( 1. Pfingstfeiertag), morgens 5 Uhr: Gr. Früh- Konzert. Eintritt 10 Pf., Kinder frei. Programm unentgeltlich. Nachmitt. 4% Uhr: Gr. Militär- Konzert. Eintritt 20 Pf., Kinder frei. Programm unentgeltlich. Montag, 3. Juni 1895( 2. Pfingstfeiertag), morgens 5 Uhr: Gr. Früh- Konzert. Nachmittags 4% Uhr: Grosses Militär- Konzert, Eintritt 10. Pf., Kinder frei. Programm unentgeltlich. Eintritt 20 Pf., Kinder frei. Programm unentgeltlich. Dienstag, den 4. Juni 1895: Grosses Vocal- u. Instrumental- Konzert, veranstaltet von der Berliner Vereinigung des Märkischen Sängerbundes. Eintritt 30 Pf. Anfang 5 Uhr. Thieme's Lindengarten Festsäle, Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71.( Hermann Jmbs). Am Küstriner Platz, Sonntag, den ersten Pfingstfeiertag: Eröffnung der Haupt- Saison. engagirtes Ensemble. Garten- Concert von der 24 Mann starken Hausfapelle. Musikdirektor: W. Carlons. Empfiehlt sich zu Versamm- Raffeetiche 2 bis 5 Uhr.- Entree 20 f. Am 1. und 2. Feiertag, nachmittags 4 Uhr: Vorstellung. lungen und Vergnügungen. Am 2. Feiertag: Früh Vorstellung, Concert und Ball. Bolts Bek. foulante Bedingungen. Lager- beluftigungen jeder Art. Vier Kegelbahnen zur Verfügung. Gutes, sorglich bier: Brauerei Hohen- Schönhausen. gepflegtes Bier. Exquisite Küche zu foliden Preisen. heater und Spezialitäten- Vorstellung. Regie: R. Hintsche. Neu17. Weberstr. 17. Berufsmusiker und Maitre. 2544L* B. Nieft, Weberstr. 17. Restaurant Karlsgarten Karlagartenstraße a. d. Hafenhaids Aufgang Wißmann- u. Hermannstraße. An den drei Pfingßfeiertagen: Grosses Konzert v. Musikverein ,, Einigkeit“. zu Rixdorf. Volksbelustigungen aller Art, als: Rarouffelfahren, 12 Schaukeln, 3 Wippen, Esel- und Pony- Reiten und-Fahren, Kaffeeküche, 3 Kegelbahnen, groß. Tanz und große Verloosung von Schinken, Spect, Wurst und Giern 2c. Hierzu ladet ergebenst ein 1410b R. Seyer. Bier- Lokal nebst Garten Mein Weiß- und Bairis sei allen Freunden u. Bekannten, sowie den Gästen der Badeanstalt von Geischni bestens empfohlen. 2625* Anton Seidler, Ratiborstrasse No. 16. Friedrichshagen. Restaurant ,, Waldkater Am 1. und 2. Pfingstfeiertag, von 5 Uhr an: Grosses Früh- Concert, Jed. Sonntag, Dienstag, Freitag: Gr. FreiKonzert u. Tanz. Gr. schatt. Garten. Saal mit Bühne, 500 Pers. fassend. Kaffeeküche. Dorfstraße 25, Volksbelustig. aller Art. Für Vereine u. Fabriken zu Alte Taverne" tralau, Treptow, unentgeltlich. Chr. Schröder. Sent Ahrens. Restaurant Neue Krug- Allee. Erstes Lokal hinter d. Paradiesgarten. Gr. Tanzsaal. Schattiger Garten. Kaffeeküche( Liter 60 Pf.). 3 Kegelbahnen. Dekonomie: Viktoria- Säle, Rixdorf, P.Maass. Hermannstr. 44-46, vis- à- vis der Vereinsbrauerei, Größter u. elegantester Saal Rigdorfs mit großem Garten, 5000 Pers. fassend. Jeden Sonntag: Gr. Ball, Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Ausschant des Münchener Brauhauses. ff. Weissbier. Vereinszimmer. Den geehrten Kirchhofsbesuchern und zu Festlichkeiten ganz besonders empfohlen Schönhauser Allee 103 Jägerhaus. Feiertag: Neu renov. schattiger Garten( 6000 Perf. faff. gr. Tanzsaal, 4 Regelb., Kaffeek., v. 2 Uhr a b at und 2. Früh- Concert frbeiter Sänger Bund), 1., 2. und 3. Feiertag, Großes Frei- Concert. nachmittags: Größte Volksbeluftigungen in ganz Berlin! DE Grünau Gasthaus Zu den Linden 3a. Friedrichstr. 3a. Fremdenlogis, Ausspannung, Kaffeeküche, Köpnickerstraße 37, 2 Min. vom Vereinszimmer empfiehlt bestens für Ausflügler Bahnhof, mitten im Walde gelegen, Lindenstr. 25. Nieder- Schönhausen. Lindenstr. 25. 2000 Personen fassend. Kaffeeküche, Montag, den 3. Juni( 2. Pfingsfeiertag): Großes Früh- Concert, veranstaltet von den Arbeitervereinen Echo I und Wach' auf!( M. d. A.-S.-V.) Dirigent: Herr Emil Beutner. Die Mufit wird von Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. Im großen Saale: Früh- Tanz. Anfang früh 5 Uhr. [ 1451b] E Billet 25 Pf. Achtung, Schönhauser Vorstadt! Montag, den 3. Juni, im Jägerhaus, Schönhauser Allee 103: Grosses Früh- Concert unter gütiger Mitwirkung mehrerer Arbeiter- Gesangvereine. Anfang 5 Uhr. 251/7 4 Kegelbahnen, Belustigungen' aller Art. Vorzügliche Speisen u. Getränke. Hält sich Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Frei- Konzerte J. R. Janke. Paradies- Garten finden regelmäßig jeden Sonntag, am Mühlen- See in Birkenwerder a. d. Nordbahn, herrlichster Ausflug des Jeden Nordens, bietet Tausenden Unterkunft auch bei schlechtem Wetter im prächtigen Dienstag und Freitag statt, Mittwoch: Volks- Kinderfest. Saal und in den Hallenräumen. Dieses von der Natur vielseitig und selten Am 1. und 3. Feiertag: schön geschaffene Sommerlokal übertrifft nach allgemeinem Urtheil selbst die Großes Frei- Konzert. Schönstgelegensten Grunewaldpartien und ist daher allen Familien, Vereinen und Fabriken bestens zu empfehlen. Solide Preise, Bootfahren, Angeln, Badeanstalt 2c. DF H. Koslowsky. Friedrichshagen. Empfehle den Genossen mein Weiß und Bayr.- Bier- Lokal, Garten und Kegelbahn. 1411b Paul Spindler, Wilhelmstr. 67 rechts vom Bahnhof, die Linden- Allee entlang. Rixdorf Ed. Wiersing's 2572L* Um regen Besuch bittet Der Paradies- Wirth Adolf Burgemeister. Britz A. Bethge's Concert- u. Theaterpart. Chauffeeftr. 39. Sonntag, den 2. Juni( 1. Pfingsfeieriag): Grosses Garten- Concert. Restaurant, Garten Im neuen Theatersaal: Theatervorstellung u. humoristische Vorträge. und Ball- Salon. Am 2. und 3. Pfingstfeiertag: Knesebeckstr. 77. Hermannstr. 87. Alle drei Feiertage im Garten: Grosses Garten- Concert. Theater- Vorstellung. Ball im grossen Saale. Gr. Spezialitäten- Vorstellung. An den darauffolgenden Sonntagen: Concert, Theatervorstellung u. gr. Ball. Im neu renovirten Saale von 4 Uhr ab: Erwachsener sind frei. Volksbeluftigungen aller Art. Entree für Erwachsene 15 Pf., Kinder 10 Pf. Kinders in Begleitung Vereinen, Ges Großer öffentlicher Ball. Programm 25 Pf. 3wei verdeckte Regelbahnen. Kaffee- sellschaften 2c. fteben meine Botalitäten unter günstigen Beding. zur Verfügung. Sämmtl. Lokalitäten sind elektr. beleucht. Endstat. d. Pferdeb.: Moritzplatz- Britz. Die Vertrauensperson. tüche stets geöffnet. Meine Lokalitäten stehen den Vereinen zu Versammlungen, Festlichkeiten und bei Leichenzügen zur Verfügung. J. Goßmann's Konzert- u. Ballhaus Linden Nieder- Schönhausen, Linden- Garten, be Einziges freies Lokal mit großem Schattigem Vor- und Hintergarten. Gr. Tanzsaal. Raffeeküche. Regelbahnen. Am 2. Feiertag: Früh- Concert und Tanz. Kreuzbergstr. 48( feb. Lehmann) Am Victoriapark Reftaurant and Refillation Richard Halfter, Mühlenstraße 49a, An den 3 Feiertagen: Gr. Frei- Concert im schatt. Naturgarten, sowie Ball im großen, der Neuzeit entsprech. Fefaal. Am 1. u. 2. Feiertag: Frühkonzert. Tie Kaffeeküche ist von früh 5 Uhr, nachmittags von 2 Uhr an geöffnet. Ha Empfehle meine Säle bis 600 Personen fassend, für Vereine, zu Versammlungen und Privatfestlichkeiten. J. Gossmann. Variété- Theater, Rixdorf, Sermannstr. 20. Wigmannfr. 17. Sommer- Bühne. Reinickendorf, Provinstraße 45, von P. Gleisenberg, 5 Min. vom Bahnhof Schönbola. Empfehle meine Lokalitäten allen Freunden und Genossen. Für gute Speisen und Getränke, sowie für Unterbaltung iſt beſtens gesorgt. gra bem brei Gr. Concert, Theater- u. Spezialitäten- Borfiedung. Max Kliem's Volksgarten An den Feiertagen: Im Saale: Grosser Ball. 2643L Entree 20 Pf., refervirter Play 40 Pf. Kaffeeküche geöffnet von 2-6 Uhr. Pankow. Buge's Vereinshaus, Schulzestrasse ( Nordbahnstation Bankow). 2. u. 3. Pfingsfeiertag: Gr. Ball. Schattiger Garten. Kegelbahn. Kaffeeküche. W. Buge. Schönholz No. 16. Restaurant H. Hardegen empfiehlt großen schattigen Garten, 2 Kegelbahnen. Kaffeeküche geöffnet von 2 Uhr ab. Gute Speisen und Getränke. Märkischer Hof", Admiralstr. 18.. Am 1. Pfingst- Feiertag( von einem Verein): Konzert und Ball, Am 2. Pfingst- Feiertag: Grosser Festball. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Empfehle die beiden Spiegelsäle zu allen Festlichkeiten und Versammlungen. An einigen Sonnabenden sind die Säle noch frei zu Sommernachts- Bällen. Treptow, Ausschant Bodbrauerei. der Inhaber: Wilh. Jacob, Söpnicker Landstraße, brittes Lokal hinter der Verbindungsbahn. Montag, den 3. Juni( 2. Pfingit- Feiertag); Grokes Früh- Konzert veranstaltet vom Männer- Gesangverein Lorbeerkranz 1879"( Mt. d. A.-S.-B.). Dirigent H. Voigt. Die Musik wird von Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. # Im großen Saal: Früh- Tanz. Anfang 5 Uhr, Hierzu ladet ganz ergebenst ein 14466 Jeden Sonntag: Gr. Frei- Konzert. Jeden Sonntag, Montag u. Mittwoch in den Sälen Grosser Ball. Empfehle mein Lokal Vereinen 2c. zu Versammlungen, Sommerfesten, Kränzchen, ebenso stehen drei verdeckte B. Stabernack, Weiss- und Bairischbier- Lokal; Vereinszimmer. Schönhauser Volksgarten Nr. 101/102. Schönhauser Allee 1. u. 2. Pfingstf.: Früh- Concert u. Mitwirt. d. Bieber'schen Männerchors. Entree 0 Pf. Heute u. jed. Feiertag Nachm.: Freiconcert. F. Mierke. Wirthshaus Schmargendorf, Warnemünderir. 6 3. Lokal v. Ecke Breitestr., unmittelbar am Grunewald, mit schattigem Garten. Familien- Kaffeeküche. Sonntag: Versammlungen und Festlichkeiten. M. Schulze. Jeden Gr. Ball. al, 200 Personen faffend und Vereinszimmer zu Treptow. Ausschank der Bock- Brauerel, Köpenicker Landstraße. Wilh. Jakob. Drittes Lokal hinter der Verbindungsbahn. Prachtvoller, schattiger Garten. Circa 5000 Plähe. Sommer- Regelbahnen zur Verfügung. Lagerbier 10:10 elegante Kegelbahnen, Kaffeeküche. 23832* Neu! Max Kliem. Neu! Cösliner Hof Wedding Cöslinerstr. 8 wedding Jeden Sonntag: Grosser Ball. Grösster und schönster Saal des Nordens( 1000-1500 Personen) mit sehr gr. Orchester. Anf. 4 Uhr. Ende 1 Uhr. Für Vereine stehen noch einige Sonnabende zur Verfügung. Die Direktion. Entree 15 Pf. Das Komitee. Zwei Vereinszimmer stehen noch zur Verfügung. A. Goldbach, Prenzlauer Allee 207. 15 Pf. 1. u. 2. Feiertag: Frühconcert. 1. u. 3. Feiertag, nachm:: Freiconcert. Empfehle meinen neu erbauten gr. Concert- Saal, mit Bühne, sowie 2 fleinere Säle zur Abhaltung von Sommerfesten, Hochzeiten 2c. 2c. Achtung!! Vereinshaus, Schönhauſer Allee 28. musik. Festsaal, Gr. schattiger Garten, Regelbahn, Kaffeeküche. Auch Sonntags an Vereine zu vergeben. Max Mörschel. Im Garten: Sonnabends, Sonntags und Mittwochs: UnterhaltungsEntree frei. Fortuna- Säle, Straußbergerstr. 3. Inhaber: H. Birk. 22812* Sonntags: Grosser Ball. Donnerstags: Damen- Kränzchen. Außerdem empfehle meine Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. Kleiner Sanl( 40-70 Personen) noch einige Tage an Vereine zu vergeben MarkgrafenDamm 19. Empfiehlt den verehrt. Vereinen und Parteigenossen seinen Saal und großen Garten, Kegelbahn, Kaffeeküche. Hochachtungsvoll Franz Strohmeyer, Stralau. Restaurant F. Strohmeyer, Roh- Tabak J. Fränkel, Berlin C., Klosterstrasse No. 72 Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2.