Nr. 129. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel: fährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. nsertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 fg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Soun und Festtagen bis 9 Uhr Vor mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Donnerstag, den 6. Juni 1895. die Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. = = die zu alls ersten Abtheilung der beiden Kurien das Wahlrecht besitzen. Insoffiziöse Presse wagt es nicht, Die österreichische Wahlreform befondere fetzt sich bie Kategorie der kleinsten Steuerträger zu Sarmonie zu stören. diese eigenartige Die Verfechter der Leistungen Wahlreform Ausschusses, kommt nun wieder in Fluß und beherrscht alle politische fammen aus denjenigen, welche weniger als 5 fl. an direkter des Subkomitees des Kreise unseres Nachbarlaudes. Das Schicksal der Regierung aus dem legten Drittel aller nach der Höhe ihrer Jahres faßt, ihr Machwerk vor den scharfen Pfeilen des Hohnes, Steuer bezahlen, in Galizien, Dalmatien und der Bukowina Klerikal Konservativen, haben noch nicht den Muth ge= und des Parlaments, ja der politischen Parteien ist schuldigkeit an direkten Steuern gereihten Gemeindemitglieder, abhängig von der Lösung dieser Frage, alle anderen die ihre direkte Steuer feit wenigfiens einem Jahre entrichten. Spottes und der Verachtung zu schützen. Bevor der Schild Juteressen, Pläne, Aufgaben und Fragen treten hinter Diefen sind gleichgehalten die Gemeindegenossen, die von ihrem zum Echute gehoben ist, liegt der Wechselbalg hoffnungsder nun bevorstehenden Entscheidung über die Frage Realbefize, Erwerb oder Einkommen eine Steuer entrichten. los, zum Tode getroffen, da. Kein Staatsmann, ja tein der Wahlreform zurück. Auf der Auf der einen Seite stehen Außerdem sind der Abtheilung der kleinsten Steuerträger noch) Bauberer kann ihm nochinals Leben einflößen. Liberale, Klerikale und Polen und die Regierung, alle einig zugewiesen jene auf den Krankheitsfall versicherten Arbeiter, Taß das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht nicht blos darin, daß das Wahlrecht möglichst wenig ausgedehnt einen Gulden an direkter Steuer bezahlen, ferner ohne Rücksicht das gleiche Wahlrecht hatte sich das Ministerium Windischblos darin, daß das Wahlrecht möglichst wenig ausgedehnt die Gemeindemitglieder sind und seit einem Jahre wenigstens eingeführt werden wird, darüber war sich jeder flar. Gegen werden soll, über die Art der Wahlreform drohen sie aber bald in Streit zu gerathen. Auf der andern Seite stehen in einer Krankenkasse versicherten Betriebsbeamten und die in gräz stets erklärt und die Majoritätsparteien hatten Sozialdemokraten, Demokraten, Antisemiten, Deutschland und forstwirthschaftlichen Betrieben Angestellten mit Aus- blos unter dieser Vorausseßung Heeresfolge geleistet. in Ungleichheit der Nationale, Jungtczechen, Ruthenen u. s. w. einig in schluß der Dienstboten und Diener. Diese drei Kategorien üben Aber Berechtigung die die von der Opposition gegen die Regierung und die Koalition das Wahlrecht in jener Gemeinde aus, in der sie seit einem wählen, der Regierung gutgeheißenen Wahlreform Vorschläge der Majoritätsparteien der großen Parteien, theils für das allgemeine Wahl- Jahre den Wohnsiz haben. recht, theils für andere Wahlreformen eintretend, Außerdem wird eine neue Rurie errichtet: die Kurie der zubieten wagen, hat niemand für möglich gehalten; gemeinsam in der Meinung, daß das, was die Regierung in den Krankenkassen versicherten Arbeiter. niemand glaubte, daß das indirekte Wahlsystem, das und die Majoritätsparteien bieten, viel zu wenig ist. Kein In dieser Kurie sind wahlberechtigt die für den Krankheitsfall schon bei dem zu unrecht noch bestehenden Wahlrechte Mann in Desterreich, von den ultrakonservativen polnischen versicherten Arbeiter, welche zur Zeit der Wahlausschreibung in immer bekämpft wurde, nicht blos weiter erhalten, sondern einer die Versicherungspflicht bedingenden Weise beschäftigt find und deutschen Fürſten bis zu dem letzten Kleinkrämer, hält und entweder einer Bezirle, Betriebs, Bau-, Genossenschafts- noch mehr ausgebaut werden soll. Niemand hielt es für die heutige parlamentarische Vertretung des österreichischen oder Vereins- Krankenkasse oder einer Bruderlade mindestens zwei möglich, daß die Klasse der politisch vollständig Rechts Boltes für werth, erhalten zu werden. Dies hat die Wahl- Jahre angehören oder von der Versicherungspflicht deshalb befreit losen nur vermindert, nicht aber aus der Welt geschafft rechtsagitation unserer österreichischen Genossen erreicht. Kein sind, weil sie für zwanzig Wochen auf Verpflegung und ärztliche werden sollte. Mitglied des österreichischen Abgeordnetenhauses würde Behandlung oder auf Fortzahlung des Gehaltes oder Lohnes Die Vorschläge der Wahlreform Kommission sind eine heute noch wagen, für die Erhaltung des bestehenden Wahl- Anspruch haben. Dieser Kurie sind auch die Arbeiter in den Frucht wahnsinniger Vermessenheit; an einigen Beispielen unrechtes zu stimmen. Aber über das, was au dessen staatlichen Salinen zugewiesen. Versicherungspflichtig für den sei dieses nicht zu harte Urtheil begründet. Krankheitsfall find: alle gegen Unfälle versicherten Arbeiter und Stelle gesetzt werden soll, ist ein Kampf der Interessenten Betriebsbeamte, ferner Arbeiter und Betriebsbeamte, die in Berg besigern 85 Mandate und 700 000 Arbeitern 13 Mandate Das österreichische Wahlgesetz, welches 5402 Großgrundausgebrochen, deffen Ausgang niemand voraussehen kann. werfen oder in einer unter die Gewerbe- Ordnung fallenden oder einräumt, ist gerichtet. Der Bericht des Subkomitees rühmt Nun weiß man endlich authentisch, worüber sich nach einer sonstigen gewerbsmäßig betriebenen Unternehmung, ferner monatelangem Feilschen unter dem Drucke der Krone, die beim Eisenbahnbetrieb und in der Binnenschifffahrt beschäftigt sich stolz, daß er den Wahlberechtigten, die im Jahre 1891 ihr Wort für die Wahlreform eingesetzt hat, Regierung mit find. Die Arbeiterturie hat 13 Abgeordnete zu 1726 272 waren, zwei Millionen neuer Wähler zufügt, und Majoritätsparteien geeinigt haben. Endlich hat das Sub- wählen, und zwar: diese zwei Millionen Menschen werden 47 Abgeordnete komitee des Wahlreform- Ausschusses, in dem gegen allen In Böhmen 4 Abgeordnete, in Dalmatien, Krain, Istrien, wählen, wogegen die kleinere Zahl der alten Wähler 353 parlamentarischen Gebrauch kein Mitglied der Opposition Görz und Triest zusammen 1 Abgeordneten, in Galizien und der Maudate behält. Der böhmische fideikommissarische Großsaß, seine Vorschläge veröffentlicht. Sie füllen in der Neuen Bukowina zusammen 1 Abgeordneten, in Niederösterreich 3. Abgrundbesitz wählt 5 Abgeordnete und zählt 45 Mitglieder; Freien Presse" die ersten sechs Seiten fast vollkommen. Es geordnete, in Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg zu neun Menschen schicken einen Vertreter ins Abgeordnetens handelt sich um zwei Gesetze, das eine ist die Aenderung fammen 1 Abgeordneten, in Steiermark und Kärnten zusammen haus. Sämmtliche Arbeiter von Böhmen, von deren Arbeit 1 Abgeordneten, in Mähren mit Ausschluß der Enclaven und des Grundgesetzes über die Reichsvertretung, das andere be- der politischen Bezirke Mistet, Neutitschein, Sternberg und Weißtrifft die Aenderung der Reichstags- Wahlordnung. firchen 1 Abgeordneten, in Schlesien mit den mährischen Der wesentliche Juhalt der beiden Wahlreform Vor- Enclaven und den politischen Bezirken Mistek, Neutitschein, lagen läßt sich in folgendem zusammenfassen: Sternberg und Weißkirchen 1 Abgeordneten, zusammen 13 Ab " V alle diese Privilegirten leben, erhalten vier Mandate zugewiesen. Ein Abgeordneter entfiel in den Wahlen von 1891 auf 63 Wähler im Großgrundbesitz, auf 2592 in den städtischen Wählerbezirken und auf 10 918 Wähler in den Die Zahl der Mitglieder des Abgeordnetenhauses wird geordnete. Landgemeinden. In der neuen Kurie werden bei den um 47, somit auf 400 erhöht. Die Kurie der Städte und jene So lange Desterreich ein politisches Leben besitzt, hat Steuerzahlern 40 000, bei den Arbeitern 55 000 Menschen der Landgemeinden zerfällt mit Ausnahme von Triest-noch nie unter den Organen der öffentlichen Meinung eine einen Abgeordneten wählen. tünftig in zwei Abtheilungen. Die erste Abtheilung wird gebildet so vollkommene Einigkeit geherrscht, wie nun nach Ver- Dann betrachte man die Wahlkreise. Oberösterreich, aus denjenigen Personen, welche nach der bisherigen Wahl- öffentlichung der Wahlreform- Vorlage. Organe der Groß- Salzburg, Tirol und Vorarlberg, Galizien und die ordnung das Wahlrecht besitzen. Die erste Abtheilung jeder der beiden Kurien wählt so viele Abgeordnete, als bisher auf die bourgeoisie und des Kleinbürgerthums und der Arbeiter, Bukowina, Dalmatien, Krain, Istrien, Triest, Görz Rurie entfielen. Die zweite Abtheilung der Kurien der Städte die liberalen, deutschnationalen, antisemitischen, czechischen, und Gradisca bilden je einen Wahlkreis für die Arbeiter und der Landgemeinden wird gebildet aus den fleinsten Steuer- polnischen und sozialdemokratischen Zeitungen sind einig in wähler; demnach wählen die Arbeiter eines Gebiets von trägern, das sind alle direkten Steuerträger, welche feit wenigstens der schärfsten Bernrtheilung der angebotenen Wahl- der halben Größe Preußens drei Abgeordnete. Daß hier einem Jahre eine direkte Steuer entrichten, aber nicht in der reform. Und was das eigenthümlichste ist, selbst die eine richtige Wahlagitation, ein Bekanntwerden der Wähler Feuilleton. [ Machbruck verboten.] Berliner Märztage. Eine geschichtliche Erzählung von Michel Deutsch. So schrieb er denn die nachfolgenden Zeilen nieder: „ Arbeiter, Brüder!" Eure Kräfte sammeln um. Euren eigenen Forderungen den nöthigen Nachdruck zu geben. Und diese Forderungen sind zunächst: Beschaffung von Arbeitsgelegenheit für die Beschäftigungslosen, Regelung der 30 Löhne und der Arbeitszeit, Beseitigung der schrankenlosen Willkür, mit welcher Unternehmer und Kapitalisten Euch ausbeuten. " Große Ereignisse stehen vor der Thür die nächsten Tage, Wochen, Monate werden über das Schicksal der Völker entscheiden. " In dieser bedeutungsvollen Stunde habt Ihr eine Pflicht, eine heilige, unerläßliche, durch die natürliche Nothwendigkeit Euch gebotene Pflicht: an Euch selbst, an Eure Frauen und Kinder, an Eure Genossen zu denken, die wie Ihr selbst von Noth und Elend zu Boden gedrückt sind. Arbeiter, Brüder! Versäumt nicht diese heilige Pflicht gegen die wirthschaftliche Klasse, der Ihr angehört, zu erfüllen. Denkt an Eure Leiden während der letzten Jahre, in denen die bestehende Ordnung der Dinge dem unabwend baren Bankrott entgegenging. " " gang zu entweichen suchte. Hans, die Mädchen, Vater Wernicke alle stürzten nach der geöffneten Thür und ein gar merkwürdiges und unerwartetes Schauspiel bot sich ihren Blicken dar: Herr Plüddemann, nur mit Schlafrock, Unterbein Kleidern und Pantoffeln bekleidet, wurde an den Füßen von Herrn Casimir und an den Armen von Frau Mucke nich festgehalten, und beide zerrten mit solcher Gewalt an den Gliedmaßen des armen Herrn Gotthold, daß man in der That das Schlimmste für sein körperliches Wohl befürchten mußte. ,, Arbeiter, Brüder! Werdet nicht müde diese Forderungen immer wieder taut und beharrlich zu erheben! In allem übrigen laßt Euren gesunden Menschenverstand darüber entscheiden, was Ihr zu thun und zu lassen habt." Lassen Sie ihn los, Sie Räuber, Mörder," schrie Frau Alle zollten dem Entwurf des Buchdruckers ihren Mucenich aus Leibeskräften oder ich laus' sofort zur Polizei!" Beifall. ,, Nun rasch auf den Stein damit, daß wir's morgen ,, Nix da! Is sich Spion, wird sich aufgehenkt!" rief Er schlug seine Arme gleich unter die Leute bringen können," meinte Florian der Pole mit dröhnender Stimme. Schnick, der sich im Herzen mit den Anti- Weitlingianern wie eherne Klammern um Plüddemann's Hüften und zog wieder ausgeföhnt hatte. ihn mit der ganzen Wucht seines umfangreichen Körpers die bedenklich knarrende Treppe hinunter. Am Morgen sollte der Druck besorgt werden und zwar beschloß man, um Vater Wernicke nicht zu ängstigen, Bruno Volkmuth's Wohnung in der Dorotheeustraße zum Mittelpunkte der Aktion zu machen. Nicht zur Polizei! Nicht zur Polizei!" ächzte Herr Gotthold, dem der Athem bereits ausging. Lassen Sie mich los... die Treppe bricht ein... die Leute werden wach... ich komme schon Eben hatten die drei Freunde alle nothwendigen Verabredungen getroffen, als plöglich ein donnerndes: Halt! Von Herrn Kasimir's. starken Armen niedergezogen, beWer da!" aus dem Munde des Polen die kleine Stube fand sich der unglückliche Lauscher bereits auf der Schwelle erzittern machte. Vater Wernicke fuhr mit weit auf der Wernicke'schen Wohnung. Der Kampf in den Lüften gerissenen Augen aus dem Bett empor, während die beiden war entschieden. Auf der dunklen Treppen stand die geMädchen mit erschrockenen Gesichtern in der Küchenthür er- spenstige Gestalt der Frau Muckenich, unschlüssig, ob sie schienen. dem geliebten Mann in die Höhle des Feindes folgen oder sich mit ihrem zum zweiten Male an diesem Tage ges brochenen Herzen auf ihr Zimmer zurückziehen sollte. Was habt Ihr verbrochen, daß so bitteres und hartes Euch widerfahren mußte? Wer ist gekommen, um Eure Sorgen au verscheuchen, die Thränen Eurer Frauen zu trocknen, den Hunger Eurer Kinder zu stillen? weder von rechts noch von " Niemand ist gekommen lints ist Guch ein Retter erschienen. " Halt ihn! Spitzbube! Spion!" tönte es aufs neue Und darum, wenn sie Euch jetzt locken von links und von Herrn Kasimir's. Lippen, der an der verrammelten von rechts, so wisset, daß es nur geschieht, weil sie Euch Treppenthür Posto gefaßt hatte und dieselbe vergeblich aufbrauchen, weil sie in den bevorstehenden, unausbleib zureißen suchte. Rasch hatte Schnick den großen hölzernen Thürriegel zurückgezogen und das verrostete Thürschloß gelichen Kämpfen Euch gegeneinander ausspielen wollen. ,, Arbeiter, Brüder! Laßt Euch nicht verlocken, nicht öffnet, und im nächsten Moment schon polterte der Pole mißbrauchen! Ihr habt nirgends Freunde, weder rechts den schmalen Treppengang empor, einer fliehenden Gestalt Ihr steht allein auf Euch selbst und müßt nach, die ihm durch den am oberen Ende befindlichen Zu noch lints D, sie hatte nur zu deutlich gespürt, wie seine Arme widerstrebten, als sie ihn zu sich enporzog und ihn aus der Gewalt des Feindes zu retten versucht hatte; Sie hatte sogleich Unheil gewittert, als sie ihn vom Küchenfenster aus die Treppe hinabklettern und an dem Wernicke'schen Fenster Ganz leise war sie ihm nachgeschlichen, lauschen sah. mit ihrem Kandidaten zur baren Unmöglichkeit wird, bedarf sie werden diese Spottgeburt des politischen und Klassen- 1 Die österreichischen Grubenarbeiter haben wegen der hohen feines Wortes weiterer Ausführung. egoismus der österreichischen Bourgeoisie im Lande herum- Kosten und da sie von ihren legten Rämpfen zu sehr in Anspruch genommen wurden, diesmal feinen Delegirten entfendet, sondern Doch wird der Kongreß erst zu entscheiden haben, ob eine solche Genossen Meyer aus Deutschland mit ihrer Vertretung betraut. Bertretung zu genehmigen fei. Die Arbeiter sollen erst dann wahlberechtigt sein, wenn tragen, Haß und Verachtung" gegen die herrschenden fie zwei Jahre Mitglieder einer Krankenkasse gewesen sind. Klassen mit deren eigenem Werke erzeugen; sie werden dafür Damit sind sämmtliche Saisonarbeiter, alle Bauhandwerker, sorgen, daß es nicht lebensfähig werden wird, sie werden alle, die zu streiten gewagt haben, alle unter Krisen und nicht nur eine Wahlreform, sondern die Wahlreform erArbeitslosigkeit leidenden Arbeiter vom Wahlrechte aus zwingen: geschlossen. Wer ist da seines Wahlrechtes sicher? das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht. Vollkommen vom Wahlrechte bleiben ausgeschlossen In den großen Kämpfen, die ihnen bevorstehen, begleiten die landwirthschaftlichen Arbeiter und die Dienst- sie die besten Wünsche ihrer Klassengenossen in allen zivilisirten boten. Da zeigt sich so recht deutlich die Bauern- Ländern. und Landarbeiter Freundlichkeit des Junkervolkes; der Fürsten, Grafen und Barone, der Großgrundbesitzer; sie, die doch immer das Wohlwollen für den kleinen Mann auf dem Lande im Munde führen, haben das Weiterbestehen der Rechtlosigkeit der Landarbeiter Bevölkerung durchgesetzt. fie, Internationaler BergarbeiterKongreh. Paris, den 3. Juni. Eröffnungssigung. = Als Delegirte der deutschen Grubenarbeiter sind anwesend: J. Meyer Bochum, Reichstags= Abgeordneter Möller Waldenburg, E. Bunte Dortmund, J. Mühlenbeck- Essen und der Reichstags- und Landtags Abgeordnete P. HornSachsen. 3 weiter Verhandlungstag. ( Vormittagssigung.) Der Kongreß, der heute von Calvignac präsidirt wird, nimmt bei Aufnahme der Verhandlungen das Referat der Geschäftskommission entgegen, der das Mandat der österreichischen Bergarbeiter mit dem Auftrage zugewiesen wurde, zu prüfen, ob es zulässig sei, die Bergarbeiter einer Nationalität durch einen Delegirten einer anderen Nationalität vertreten zu lassen. Bee Betrachtet man blos diese Punkte der geplanten WahlHeute vormittag, 11 Uhr, fand in dem im ersten Stockwerke fanntlich haben die Desterreicher ihr Mandat dem Delegírten von reform in Desterreich, so muß man zugestehen, daß kein des Café Globe, Boulevard de Straßburg, gelegenen geräumigen Bochum, Genossen Meyer, übertragen. Dem Referat zufolge soll Wort der Kritik für dieses Anerbieten scharf genug ist. Saale, der im Hintergrunde eine Bühne zeigt und rings mit einer das österreichische Mandat nur im ideellen Sinne für giltig erGallerie versehen ist, die Eröffnung des 6. internationalen Kon- flärt werden. Meyer solle wohl im Namen der österreichischen BergWir fagten gleich anfangs, daß diese Wahlreform gresses der Bergarbeiter statt. Als Präsident fungirte Herr arbeiter sprechen dürfen, aber nicht abstimmen. Möller( Reichstageteine Aussicht hat, Gesetz zu werden. Schon im Subkomitee Thomas Burt, Mitglied des englischen Parlaments, der in Abgeordneter) habe wohl mit Rücksicht auf die schwierige Lage, in hat es die schwersten Stämpfe gekostet, irgend etwas fertig einer kurzen Ansprache den Kongreß bewillkommte und zugleich der sich die österreichischen Bergarbeiter befinden, in der Kommission zu bringen; die einzelnen Parteien drohten, sich von den Be- die Hoffnung aussprach, daß troz aller Meinungsverschiedenheit, für die Vollgiltigkeit des Mandats plädirt und Abg. Defuisseaux sich rathungen zurückzuziehen, und blos der mehrfachen be- die bei der Diskussion der einzelnen Fragen zu tage treten sollte, dem angeschlossen, doch wurde seitens der englischen Kommissionsstimmten Erklärung der Regierung, in diesem Falle die Delegirten niemals die Gemeinsamkeit der Interessen und die mitglieder dagegen eingewandt, daß dadurch ein Präzedenz zurückzutreten, ist es zuzuschreiben, daß das Sub- brüderlichen Gefühle, die sie mit einander verbinden, aus dem geschaffen würde, das es z. B. den australischen Bergarbeitern erlauben würde, sich durch einen englischen Delegirten vertreten tomitee seine Arbeiten freilich gar nicht recht aber desto Auge verlieren werden. Es wird hierauf zur Wahl des Bureaus geschritten. Genosse zu lassen. Schließlich wird, da die Kommission, wie der franschlechter beendigte. Nun kommt der Bericht vor den Ba3ly, Abgeordneter von Pas- de- Calais, der zum Präsidenten zöfifche Delegirte Evrard hervorhob, über das Referat nicht abWahlreform- Ausschuß, in dem aber nicht blos wie im vorgeschlagen wird, lehnt die Wahl mit dem Bemerken geftimmt hatte, dasselbe an die Kommission zurückgewiesen. Subkomitee die foalirten Parteien, sondern alle parla- ab, daß die französischen Delegirten sich mit den belgischen dahin Calvignac ergreift hierauf das Wort, um dem Kongreß mentarischen Parteien vertreten sind. Hier wird, das läßt geeinigt haben, Genossen Galvignac, den früheren Maire von für seine Wahl zum Präsidenten zu danken. Er hebt dabei die schon das einmüthige Urtheil in der Presse schließen, mit Carmaux, zum Präsidenten vorzuschlagen und bittet den Kongreß, Bedeutung derselben, eine Verurtheilung seiner Verurtheilung, der schärfsten Kritik nicht gespart werden. Es ist nicht sich der Protestation, die sie im Auge haben, anzuschließen. Es hervor und erklärt, wie er dies bereits vor den Richtern gethan, ausgeschlossen, daß schon der Wahlreform- Ausschuß die handelt sich, wie hier gleich hinzugefügt sei, um einen Protest daß er die ihm in den Mund gelegten Worte, für die ihn das gegen die jüngste Verurtheilung Calvignac's, die aber nicht etwa, richterliche Urtheil traf, nicht ausgesprochen. Man wollte ihn Vorlage ablehnt. Dann würde entweder das Abgeordneten wie es in der deutschen Presse hieß, wegen Wahlfälschung, aber um jeden Preis treffen, hatte ihm ja die Staatsanwaltschaft haus aufgelöst werden oder das Ministerium würde zurück- sondern wegen angeblicher Beleidigung des jeßigen Maire von selbst seine Betheiligung an den internationalen Bergarbeitertreten, oder beide würden vom Schauplaze verschwinden. Carmaux erfolgt ist. Anklage wie Verurtheilung sind gleicher Kongressen für ein Verbrechen angerechnet. Nebergehend auf Niemand, von einigen Stellenjägern abgesehen, würde dann weise schuftig. Als Galvignac für eine zeitlang suspendirt wurde, den Kongreß spricht er die Zuversicht aus, daß derselbe die Arbeiter eine Thräne vergießen. Sollte aber der Druck der Regie- hatten die Gemeinderaths- Mitglieder einen gewissen Mazins mit wieder ein gut Stück vorwärts bringen werde. Die Gesellschaft rung genügen, um den Wahlreform- Ausschuß zur Annahme dem Vorbehalt zum Maire gewählt, daß er nach Aufhebung der befinde sich in einem Entwickelungsprozeß und es werde den Redes Gesetzesvorschlags zu bewegen, so daß er zur Suspendirung Calvignac's abdanken werde. Als nun der Beit- gierungen nicht immer gelingen, die Forderungen der Arbeiter Berathung im Abgeordnetenhause käme, so ist es doch punkt hierfür eingetreten war, lehnte er dies aber in öffentlicher zurückzuweisen, da diese sich auf die Länge der Zeit dies nichtGemeindesignng ab, worauf ihm von vielen Seiten: Berräther! bieten lassen werden.( Beifall.) faft ausgeschloffen, daß er Gesetz wird. Zur An und Erkaufter!" zugerufen wurde. Obwohl aber Calvignac, Meyer( Bochum) überbringt dem Kongreß die Grüße der nahme ist eine Bweidrittelmajorität erforderlich. Diese wie dies nicht nur von ihm erklärt, sondern auch von den in deutschen Bergarbeiter und kommt dabei auf das Borgehen der ist aber selbst in der herabgekommenen österreichischen der Sigung anwesend gewesenen Gemeinderäthen beschworen deutschen Staatsanwälte zu sprechen und auf die Jagd, die diese Klassenvertretung für einen von der öffentlichen Meinung wurde, sich nicht unter diesen Rufern befand, wurde er dennoch auf sie machen. Ob Bourgeoisrepublik oder Monarchie, die Arso einmüthig verurtheilten Gesezentwurf nicht aufzutreiben. auf die Anklage des wortbrüchigen Maires hin, der nur im beiter, die für ihre Rechte einstehen, werden überall verfolgt. Ist nun mit der Ablehnung der Vorlage auch die Auftrage der Präfektur gehandelt, für deren Zweck er gewonnen Die deutschen Bergarbeiter haben es aber verstanden, daß ihre Wahlrechtsfrage erledigt? Sicherlich nicht. Darüber täuscht wurde, zu 40 Tagen Gefängniß und damit zur Unwählbarkeit Befreiung nur im Anschluß an alle übrigen Arbeiter erfolgen sich in Desterreich niemand mehr, daß die Wahlreform dinge noch kein definitives; da Calvignac bagegen appellirt hat, kommunistischen Manifests:" Proletarier aller Länder, vereinigt in der Dauer von 5 Jahren verurtheilt- ein Urtheil, das aller tönne und schließt unter lebhaftem Beifall mit dem Rufe des nicht mehr lange eine offene Frage bleiben darf; der aber nichts desto weniger ein empörendes ist. berdings Kaiser, zwei Ministerien, die herrschenden und die Es liegt darum eine gewisse Genugthuung darin, daß Defuisseaux ergreift hierauf das Wort, um den Kongreß Oppositionsparteien haben sich gebunden, sie müssen die nag sämmtliche Delegirte durch die einstimmige Wahl zu bitten, den zweiten Punkt der Tagesordnung, die UeberFrage ihrer Lösung entgegen führen; und erklären sie fich Calvignac's zum Präsidenten des Kongresses dem produktion zuerst behandeln zu wollen, da er und seine Freunde, hierzu außer stande, so sind die Folgen nicht abzusehen. Proteste der französischen Delegirten angeschlossen haben. bie gleich ihm Abgeordnete sind, gerne bei der GetränktsteuerDie Erfolge des Antisemitismus und der Sozial- u Bizepräsidenten wurden der englische Delegirte Wood 3, Debatte, die der belgischen Rammer bevorsteht, der klerikalen demokratie in Desterreich zeigen deutlich, wohin eine Parlamentsmitglied, und der deutsche Delegirte Bunte gewählt; Majorität gegenüber, die auf dem Schutzzollstandpunkte stehe, und Generalsekretär Pickard Bersumpfungspolitik in der Wahlrechtsfrage führen würde: Th. Burt, die beide Mitglieder des englischen Parlaments belgischen Delegirten, namentlich in bezug auf das System Schatzmeister auf dem Blaze sein wollen. Ebenso gerne möchten aber die zum Untergange der heute herrschenden Parteien. find. Zu Sekretären der einzelnen Nationalitäten wurden er- Lewy- Regelung der Kohlenproduktion fich auch an der Wie war es aber möglich, daß ein so unmöglicher nannt: Meyer für die deutsche, Lamendin, Abgeordneter Diskussion über die Ueberproduktion betheiligen. von Pas de Calais, für die französische, Ashton für die Gefeßentwurf als Antwort auf die Wahlrechtsfrage englische und und Biebbeuf für die belgische Nationalität. den österreichischen Völkern angeboten werden konnte? Pickard fragt an, ob die Belgier bereits die Mandate Diese Antwort giebt flipp und tlar der Bericht ihrer Delegirten geprüft und dabei auf das Reglement Rücksicht des Wahlreform Ausschusses: Die Furcht vor der genommen haben, wonach nur Bergleute oder Sekretäre von Sozialdemokratie ist es, welche zur Zweitheilung der Grubenarbeiter- Verbänden Delegirte sein können. Es war dies Kurien, zur geringen Zahl der Arbeitermandate, zum eine Anspielung auf A. Defuiffeaux, Abgeordneter der belgischen weiteren Ausschluß der Landarbeiter vom Wahlrechte ge- wurde, Gefretär eines Grubenarbeiter- Verbandes ist. Damit war Kammer, der aber, wie seitens der belgischen Delegirten erklärt führt hat. denn auch die ganze Angelegenheit erledigt. # Das Subkomitee gesteht es offen zu, daß die Wahlreform von den sozialdemokratischen Arbeitern erzwungen wurde, heißt es doch in dem Berichte: = zum Am stärksten sind die englischen Grubenarbeiter vertreten. Sie zählen 35 Delegirte, während die deutschen, französischen und belgischen Grubenarbeiter zusammen nur 15 Delegirte zählen. Gine länger dauernde, zielbewußte Agitation der immer Dies hatte denn auch zur Folge, daß der Antrag der Engländer durchgreifender auf sozialdemokratischer Basis organisirten Ar- täglich nur von 10-12 Uhr und von 2-5 Uhr Sizungen zu beiter, namentlich der Industrie Arbeiter, die als eine flaffen- halten die französischen und deutschen schlugen vor, sowohl bewußte politische Partei den Kampf um die politischen Rechte die Vormittags: wie Nachmittagssigungen oder wenigstens eine auch in Desterreich mit immer größerem Nachdruck führen, hat der beiden Sigungen um eine Stunde auszudehnen mit die möglichst baldige parlamentarische Vertretung dieses beweg- Majorität angenommen wurde. lichen, mit der industriellen Entwicklung der Länder in stetigem und fähem Wachsen begriffenen Boltselements nöthig gemacht." Die Arbeiter werden nun erst recht energisch vorgehen, um im Augenblick der Gefahr sogleich dem Theueren nahe zu sein. Und nun war er freiwillig-ja, freiwillig zu jenen gegangen, die ihn, wie sie nach allen Anzeichen vermuthete, noch wenige Stunden vorher beschimpft und beleidigt hatten. Und wie war er gegangen?! Ju Schlafrock, Unterbeinkleidern und Pantoffeln! Nein, ein Mann wie dieser war nicht werth, daß eine ehrbare Wittwe ihm zur Nachtzeit in fremde Wohnungen nachlief... Nachdem hierauf noch beschloffen wurde, heute wegen des Pfingstfeiertages teine zweite Sigung zu halten, wurden die Berhandlungen nach halb 3 Uhr geschlossen. an eine Rückkehr des Polen war unter diesen Umständen nicht zu denken. Schnick erzählte seinem jungen Freunde lachend, was während seiner Abwesenheit sich ereignet hatte. " Det sieht Herrn Jotthold ähnlich!" sagte der junge Schalt pathetisch.„ Mein Meester lacht sich' n Ast, wenn ick'n die Jeschichte erzähle!" Wem? Herrn Grams?" entfuhr es dem jäh erschrockenen Plübdemann. Alles in der Welt, nur das nicht! Gotthold Plüddemann machte inzwischen in Meister Verlangen Sie sonst von mir, was Sie wollen, aber Wernicke's Wohnung die jämmerlichste Figur von der Welt. beobachten Sie Stillschweigen gegenüber diesem Menschen!" Herr Kasimir hielt ihn noch immer wie einen ertappten" Jut, Herr Vorsteher, anjenommen," entgegnete Verbrecher am Arme. Bruno, Hans und Florian Schnick Ferdinand, ick will schweigen wie'n Grab, aber Se müssen schienen durch den Vorfall eher belustigt als geärgert, und uns' nen Gegendienst dafür leisten!" Dora's Kichern verrieth, daß auch die übrigen Anwesenden die Sache nicht besonders tragisch nahmen. „ Das kommit davon, wenn man an anderer Leute Thüren horcht", brummte Meister Mathias, der sich bereits wieder in sein Bett zurückgezogen hatte. Und wenn man um jeden Preis Verschwörungen entdecken will," versetzte Hans Hartung spöttisch oder was sonst hat Sie an diese Thür geführt?" Und der wäre, mein Sohn?" fragte Plüddemann erleichtert. Sie müssen den Herrn da" er wies auf den Polen an Plüddentann's Seite- ,, bis uf weiteres bei sich inquartieren," " Bravo, Ferdinand, sehr gut!" rief Hartung und klopfte den tapferen Jungen auf die Schulter. " Ich bin vollkommen einverstanden mit diesem Vor?" Euch!" Der Kongreß erklärt sich zu dieser Umstellung der Tagesordnung bereit und es ergreift das Wort Abg. Lamendin, Delegirter der Grubenarbeiter des Norddepartements und Vertreter des Nationalverbandes, der nach einer kurzen Einleitung, in der er auf den Berliner internationalen Bergarbeiter- Kongres hinweist, zur Frage der Ueberproduktion folgenden Antrag einbringt: der elenden Lage der Bergarbeiter ist, daß sie sich ebenso sehr " In Erwägung, daß die Ueberproduktion die erfte Ursache gegen die Interessen der Arbeiter wie gegen die Interessen der Unternehmer richtet; in Erwägung, daß es dringend geboten ist, diesem durch eine Regelung der Produktion, d. h. indem man sie durch eine internationale Verständigung den Bedürfnissen der Konsumenten anpaßt, ein Ende zu setzen; daß diese Verständigung nur unter Arbeitern möglich ift; in Erwägung, daß, um die errungenen Resultate zu überwachen und aufrecht zu erhalten, sich die Organisirung eines internationalen Produktionskomitees aufdrängt, erklärt der Kongreß, daß es nothwendig sei, fich entschloffen und ohne Baudern auf den von Herrn Emile Lewy angegebenen Weg zu begeben." Damit schließt die Vormittagssigung. In der Nachmittagsfizung wird die eigentliche Diskussion über diesen Punkt beginnen. Doch scheint es mir schon jetzt sehr fraglich, ob der eingebrachte Antrag zur Annahme gelangen wird. Ueber den Verlauf der Debatten am Dienstag liegen uns folgende Telegramme vor: Paris, 4. Juni. In der Vormittagssigung des internationalen Kongresses der Grubenarbeiter unter dem Vorsitz Pickard's beantragte Defuisseaug, der Kongreß solle zuerst über die Regu lirung der Produktion verhandeln. Die nächste Sigung wird dieser Frage gewidmet werden. Der Kongreß nahm sodann einen Antrag an des Inhalts: es solle eine internationale Verständigung unter den Grübenarbeitern getroffen werden, um die Ueberproduktion zu verhindern. Paris, 4. Juni. Internationaler Bergarbeiter- Rongreß. In der Nachmittags- Sigung forderten Lamendin, Cadot und Defuisseaug ein internationales Abkommen über die Beschränkung der Produktion in den einzelnen Ländern auf die Bedürfnisse dieser Länder. Der deutsche Delegirte Möller sprach sich gegen ein solches Abkommen aus und verlangte die Einsetzung einer besonderen Kommission, welche die Erörterung dieser Frage für den nächsten Kongreß vorbereiten solle. Die Berathung wird morgen fortgesetzt werden. Herr Plüddemann war so vollkommen geknicht, daß er schlag," versetzte Herr Blüddemann, dem eine Zentnerlaſt Dolitische Lebersicht. kein Wort der Erwiderung fand. Wenn wir nu machen kurzes Prozeß und häng' Ihn' an erſten besten Nagel?" platte Herr von Tumidaisti heraus, indem er seine drohend rollenden Augen auf das arme Opfer richtete und alsdann suchend durch die Stube streifen ließ. Das werden Sie nicht thun, meine Herren," sagte Herr Plübdemann mit einem fläglichen Lächeln. Ich bin mir feines bösen Gedankens bewußt... ich sah hier so viele fremde, unangemeldete Menschen... man hat doch seine Pflichten als Hauswirth und Staatsbürger..." " Und da halten Sie es für angemessen, Ihren Mitbürgern gegenüber den Spion zu spielen?" verjette Hans Hartung. Auch ein Standpunkt", meinte Bruno Volkmuth verächtlich. Eben war Ferdinand zur Thür hereingetreten. Er hatte die„ Silberne Ente" von der Polizei besetzt gefunden, I vom Herzen fiel. Mit wem hab' ich denn aber die Ehre Kasimir Boleslaw von Tumidaiski, edler Herr auf Slupno und Bogdanowo," stellte der Pole sich vor. Angenehm, sehr angenehm," sagte Herr Plüddemann geschmeichelt. Mein Name ist Plüddemann, Gotthold, Brivatier und Eigenthümer." Hier ist Beweis, daß bin ich kein Spizbube und Räuber," entgegnete Herr Kasimir, indem er vor Plüddemann's Augen ein reich mit Geldscheinen gespicktes Portefeuille durchblätterte. Nur böses Zufall macht mich heut zu Bogel ohne Nest, zu arme Waise ohne Heimath. Und Du, mein Sohn, bist herzlich bedankt für Deine treue Dienste!" Berlin, 5. Juni. Gegen das allgemeine Wahlrecht. Die Umsturzratten hören nicht auf, die Grundlagen des Reiches zu zernagen und zu unterwühlen. Jetzt hat der fromme, für Religion, Ordnung und Sitte" schwärmende Reichsbote" einen neuen Attentatsplan gegen das allgemeine Wahlrecht ausgeheckt. Der angebliche Zweck ist, den Widerspruch zwischen dem Reichstag und den Landtagen und damit zwischen dem Reich und den Bundesstaaten auszugleichen. schreibt der Reichsbote": Das begreift jeder" " Das begreift jeder, daß auf die Dauer die Landtage und der Reichstag, je mehr der letztere durch sein demokratisches WahlDie letzten Worte waren an Ferdinand gerichtet, dem recht immer mehr einen demokratisch- radikalen und manchest erlichen(!) Charakter annehmen wird, schwer mit Herr Kasimir einen Zehnthalerschein in die widerstrebende einander werden auskommen können. Diesem Konflikte wird Hand zu drücken suchte. aber am einfachsten dadurch vorgebeugt werden können, daß die Reichstags. Abgeordneten nicht durch direkte gleiche Wahlen, sondern durch die Land( Fortsetzung folgt.) tage gewählt würden, fo daß der Reich 3- Jangestrebt aber vergeblich; wir haben in diesem Sinne zwei-| auch bei mehreren Sozialdemokraten, wo die Soldaten nicht nur tag aus Delegirten der Landtage bestände, mal mitgearbeitet- aber vergeblich. Ja, man hat uns nicht in sozialdemokratischen Betten, sondern ganz umgeben von wie der Bundesrath aus Delegirten der Einzel- einmal die Gründe gesagt, warum die Arbeit nicht an den sozialdemokratischen Schriften schlafen. Es ist regierungen. Dadurch würden die Landtage und der Bundesrath fam; wir werden in diesem Sinne weiter arbeiten selbstverständlich, daß die sozialistischen Quartiergeber für das Reichstag in eine organische Verbindung gebracht, welche den und an diesem Standpunkt auch fünftig festhalten. Wenn es törperliche Wohlbefinden ihrer Pflegebefohlenen sorgen, doch wäre föderativen Charakter des Reiches verstärken und die Veranlassung dann wieder vergeblich sein sollte, dann weiß man deutlich, wen es gewiß nur fonfequent, wenn die Militärverwaltung, um die zu solchen Konflikten jedenfalls vermindern würde. Es würde im Deutschen Reich einzig und allein die Schuld trifft: Preußen. Soldaten vor dem sozialistischen Gifte zu bewahren, die SozialDann viel eher möglich, Reich und Staaten zu einer einheitlichen Daß der preußische Staat, insbesondere auf militäri- demokraten mit Einquartirung verschonen würde. Politik zu verbinden, als wenn der Reichstag wie ein fremd- schem Gebiet, der Hort aller Reaktion ist, das ist in Deutschartiger, weil durch ein ganz anderes Wahlsystem gebildeter land niemandem ein Geheimniß. Körper, der von ganz anderen Prinzipien und Anschauungen beherrscht wird, als die Landtage, zwischen diesen und den Bundesrath gestellt wird. CODAY " Die evangelisch- sozialen Arbeitervereine hielten am 4. Juni in Erfurt eine Ausschußsihung ab. Alle bes Herr v. Hammerstein erklärt auf unsere letzte ihn kannten Namen der Richtung waren vertreten. Es kam betreffende Notiz: dabei zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Freilich müßte dann auch das Landtags- Wahlrecht Wir gehen auf die Details begreiflicherweise nicht ein; Strömungen, die in der evangelisch- sozialen Bewegung schon einigermaßen revidirt werden; denn sein Aufbau auf die Gerichtsverhandlung wird ja die Antwort auf alle diese Ver- seit langem nebeneinander herlaufen. Das christlich- soziale den direkten Steuern paßt für den Reichstag nicht, weil es den Einfluß leumdungen geben. Nur eins müssen wir richtigstellen. In dem" Bolt" berichtet selbst über diese Differenzen folgenderder ärmeren Klaffen der gebildeten wie der ungebildeten betreffenden Artikel heißt es am Schluß:„ Er( Herr v. Hammer- maßen: die bei den indirekten Steuern, der Regelung der Wirthschafts- stein) hat Sonnemann verklagt und hat sich, als er mit der Es mag bedenklich sein, diese Strömungen ohne weiteres an und Sozialpolitik wie der auswärtigen Politik mindestens ebenso alleinigen Klage gegen Sonnemann kein Glück hatte, zur gemein- bestimmte Namen zu knüpfen. Aber die Sache wird dadurch mit start intereffirt sind, als die Reichen, zu sehr herabdrückt. Gin famen Klage gegen Sonnemann und Dr. Zacher entschließen einem Schlage largestellt. Weber und Naumann, die Wahlrecht, das sich lediglich auf dem Steuerzettel oder Geldbeutel müssen. Wie wir beftimant glauben, wird es blos bei der Klage Alten" und" Jungen"- diese Gegenüberstellung trifft doch das aufbaut und alle andere Potenzen, wie Bildung, Beruf und bleiben, ein Prozeß wird nicht stattfinden, denn dieser würde wesentliche. Das entscheidende Unterscheidungsmerkmal ist ja, fozialen Einfluß unbeachtet läßt, ist ebenso einseitig und nicht blos Herrn v. Hammerstein moralisch todt machen." wie bekannt, die Stellung aur falsch, wie das gleiche Wahlrecht, welches sich Stellung zur Sozialdemokratie. Es ist eine erlogene Behauptung, daß Herr v. Hammerstein Weber betont mehr das Entgegen treten, Naumann mehr das lediglich auf der Person aufbaut, ohne zu fragen, auch nur den Versuch gemacht habe, Sonnemann allein zu ver- Entgegen to mm en. Das Gros der Arbeitervereine steht augenwas diese Person im Staate gilt. Wie es flagen, er hat vielmehr feine Klage sofort gemeinsam gegen scheinlich noch auf feiten Weber's. Weber führt vor allem den falsch ist, wenn Staatsminister zum Landtage in der Sonnemann und Dr. Zacher gerichtet. Was aber den Schlußfak mächtigen Rheinisch- Westfälischen Berband, gegen deffen zwölf britten Klasse wählen, während ein hagestolzer reicher des Artikels anlangt, so möchten wir den Gegnern rathen, fich Stimmen der von Naumann geführte Mittelrheinische Verband Rentner in der ersten Klasse einen ungeheueren Einauf die Zurückziehung der Klage teine Hoffnung zu machen. mit seinen drei Stimmen noch nicht ankämpfen tann. Die fluß übt, so ist es falsch, wenn beim Reichstags: Herr v. Hammerstein wird das unter keinen Umständen, oder anderen Verbände scheinen etwa in gleichen Theilen zu Nauwahlrecht der in Schlafftelle liegende Tagelöhner höchstens dann thun, wenn die Verklagten ihren Frrthum öffentlich mann und zu Weber zu stehen, die südlich des Mains mehr genau so viel Einfluß hat, wie der durch sein entschuldigend eingestehen. Also warten wir das Ende ab!" zu Naumann, die anderen zu Weber. Doch auch das ist Amt, feine Bildung und seinen Gewerbebesih Es liegt nur an Herrn v. Hammerstein, daß auch diese keine Regel ohne Ausnahme. Die Pfälzer trennten sich bei einflußreichste Mann, der hundert und tausend anderen den Abstimmungen regelmäßig von den Südländern, andrerseits Brot und Arbeit giebt. Aber in dem kleineren Rahmen der Thatsache unter Beweis gestellt wird. Einzelstaaten ließen sich alle diese Momente viel eher beDie„ Elberfelder Zeitung" bemerkt zum Fall Hammer erstanden Naumann in dem Vertreter von Altona, in dem pommerschen Paftor Rauh aus Cladow und in manchem outsider rücksichtigen und zu ihrem naturgemäßen Rechte tommen lassen, stein: zumal mit Hilfe der kommunalen Körperschaften, als im Rahmen Aber das Ausscheiden des Abgeordneten Dr. Kropatscheck( weniger bekannten Persönlichkeit) wackere Kämpen. Einen eigendes Reiches, wo es an den sozialen Grundlagen für einen wirklich aus der Rebattion des ultrakonservativen Blattes bedeutet an- thümlichen Eindruck machte die Vertretung des Saarverbandes. gefunden Aufbau eines Wahlrechts fehlt." scheinend für den Konflikt innerhalb der bezeichneten Partei noch zwei Geistliche waren erschienen, von denen der eine, Pfarrer Das der saubere Vorschlag, in welchem so ziemlich feineswegs das Ende..... Man denkt dabei an den Frhrn. Benze aus Saarbrücken eine warme Lobrede auf Stumm und das„ patriarchalische System" alles zusammengedrängt ist, was reaktionäre Sophiftit v. Manteuffel, der, sicher gegen seinen Wunsch, Herrn v. Hammerstein bei der„ Kreuz- Zeitung" zu erhalten sucht, um nicht das Uebel hielt, während der andere, Pfarrer Coerper aus Dudweiler, jemals ersonnen hat, um das Menschenrecht durch Fälschung noch ärger werden zu lassen, da, einmal geopfert, der pom- betonte, daß diese Ansicht über den Saarkönig und seine Reund Gewaltmaßregelung zu unterdrücken. Daß der Plan mersche Edelmann sehr unangenehme Indiskretionen begierungsweise doch nicht allgemein im Saarrevier getheilt werde. auf gesetzlichem Wege nicht durchzuführen ist, das sagt gehen würde; man glaubt die Namen dieser aristokratischen Besonders auffällig traten die Differenzen bei Be der Reichsbote" fich selbst. Er sagt nicht, daß er den Reichstags- Abgeordneten zu kennen, von deren Hand Herr von rathung der Abänderungsanträge zu den Statuten hervor. Staatsstreich will allein er fordert, was den Staats- Hammerstein höchst unangenehme Briefschaften befizen foll." Gegen den Satz: Kampf gegen die Frrlehren der streich zur Nothwendigkeit macht. Es ist gut, daß die Heiß- Das Leipziger Tageblatt" schließt seinen Artikel über Sozialdemokratie hob Paftor Naumann hervor, daß von sporne der Reaktion ihre innersten Gedanken verrathen der den Fall v. Hammerstein mit folgenden Ausführungen: anderer Seite dann wohl beantragt werden könnte, hinein zu Reichstag weiß jetzt, daß nicht blos die Grundlage, auf der" Herr von Hammerstein erinnert an die in der Mitte der schalten:„ Kampf gegen die Frrlehren des Manchesterthums, des er ruht, umgestürzt, sondern daß er selbst als selbständiger fiebziger Jahre angebrochene Berlanbungsära und hat dazu Freidenkerthums der Katholiken u. s. w." Er spricht sich gegen Gesezgebungskörper vernichtet und zu einem insofern ein vorzüglich begründetes Recht, als die" Kreuz- 3tg." feits tomme man zu einer„ langen Siste". Falſch ſei auch Anhängsel und Ausschuß der Landtage herabgewürdigt Zode zu verdächtigen, selbst start betheiligt war. an der Einführung der Methode, den politischen Gegner zubie Fassung gegen das Manchesterthum, da nicht zu vergessen werden soll. er gehört nicht zu den Opfern dieser schändlichen Kampfes fei, daß in den eigenen Reihen Freunde sind, die Ausnahmegesetze gegen die Sozialdemokratie methode, ihn sucht man nicht durch Verdächtigungen zu ruiniren nach ihrer Vergangenheit noch ebenso pietätvoll zum Manchesterwerden jezt, nach Fall des Umsturzgesetzes, von den Staats- die ihrer Natur nach nicht zu widerlegen sind, sondern ganz im thum aufblicken, wie andere zu den Konservativen. erhaltenden aller Schattirungen gefordert. Auch das Sam Gegentheil macht man ihm eine zweideutige Haltung gegenüber Lic. Weber: Er bezweifele, daß ein Mitglied der Arbeitervereine erhaltenden aller Schattirungen gefordert. Auch das Ham Beschuldigungen, die förmlich nach einer gerichtlichen Beweis mit dem Manchesterthum sympathisire. Bei der Abstimmung burger Leiborgan des Fürsten Bismarck setzt unentwegt" oder Gegenbeweisführung schreien, zum Vorwurf. Wenn Herr nach Verbänden wird einstimmig mit 31 Stimmen-befeine Agitation für ein solches Ausnahmegesez fort. In v. Hammerstein sich unter die Gesellschaft der von Gehlsen, schlossen, den Satz:„ Kampf gegen die Frrlehren der seiner neuesten Nummer schreibt es: Ahlwardt u. f. w. Berleumdeten mischen will, muß erst die Ein- Sozialdemokratie" stehen zu lassen und gemäß einem trittstarte gelöst haben. Die Ausgabestelle ist das Frankfurter Antrag Walther hinzuzufügen: ebenso gegen alle arbeiterfeindlichen Bestrebungen." Amtgericht. Recht sehr interessant war auch, daß der folgende Antrag einlief, der viele Freunde fand und bei der nächsten Busammenkunft auch wieder berathen werden soll. Der Gesammtverband räth den evangelischen Arbeitervereinen " Aber " Es ist anzunehmen, daß trotz der vielen schönen " Fürst Hohenlohe hat in seiner Programmrede feierlich erklärt, die Regierung könne dem durch den Wegfall des SoziaListengefeges eingetretenen Gehen lassen nicht mehr zusehen. Wenn sie jetzt, nach dem erften gescheiterten Anlaufe, ihrer Pflicht Der Duellfer Stumm soll, wie schon berichtet, wegen ledig zu sein und die Hände in den Schooß legen zu können seiner Duellherausforderung vom Staatsanwalt verglaubte, nicht Freund noch Feind würden das verstehen. folgt werden. Diese Nachricht war nun mit dem Hinweis Wir fürchten nicht, daß man der gegenwärtigen Regierung diese darauf bezweifelt worden, daß Herr v. Stumm auch mit an denjenigen Orten, wo Hirsch Dunder'sche GewerkSelbstpreisgebung werde nachsagen tönnen. Es dürfte aber glied des Herrenhauses sei und deshalb, da die Session vereine bestehen, an, sich mit denselben in anbetracht des nichts schaben, wenn sie in der ihr zur Verfügung stehenden dieses Hauses noch fortdauert, die Genehmigung des Hauses gemeinsamen Standpunktes gegenüber der Breffe ihre Anschauung etwas deutlicher zum Ausdruck bringen hätte herbeigeführt werden müssen. Die„ Deutsche Warte", Sozialdemokratie in ein freundschaftliches Vernehmen zu ließe." welche die Nachricht von der Verfolgung Stumm's gebracht aufzustellen, und wo nicht eigene Fachfektionen vertreten find, fetzen, bei den Gewerbegerichtswahlen gemeinsame Kandidaten Zur Freude der Zünffter werden sich, wie die hatte, bemerkt dem gegenüber: zur Gründung von Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereinen hilfreiche Boft" vernimmt, die Geheimräthe Wilhelmi, Dr. Daß Artikel 84 der preußischen Verfaffung nur befagt, tein and zu bieten. Sieffert und Assessor Hofmann nach Desterreich begeben, Mitglied der Kammer könne ohne deren Genehmigung wegen um die Erfahrungen zu studiren, welche in Desterreich mit einer mit Strafe bedrohten Handlung zur Untersuchung gezogen Rebensarten von Einigkeit die beiden gänzlich differirenden der Durchführung der Zwangsorganisation der Handwerker bereitende Berfahren, wie es jedem Hauptverfahren vorangeht, Richtungen bald ganz auseinanderfallen werden. Das offizielle oder verhaftet werden. Auf das staatsanwaltliche, sogen, vorbezieht fich dagegen, wie auch in der staatsrechtlichen Literatur Christenthum ist eben doch zu sehr zur Dienerin der Zum Merger der Bünftler werden sie mit Erfahrungen anerkannt ist, diese Vorschrift nicht. Die zeitige Vornahme eines herrschenden Gesellschaftsordnung, der weltlichen und Geldzurückkehren, die wenig aufmunternd für die Nachahmung derartigen Vorbereitungsverfahrens erscheint aber gerade in den- facksherren geworden, als als daß sich diese modernen der reaktionären österreichischen Gewerbe- Gesetzgebung sind.jenigen Fällen geboten, in denen der Eröffnung des Haupt- Mächte auf die Dauer solche Rezzereien wie verfahrens ein Hinderniß entgegensteht, um sofort nach Be- fie von einzelnen Elementen jener evangelisch- sozialen Das Sonntagsruhe Gesek. Aus dem Ruhr feitigung des Hindernisses die Eröffnung beantragen zu können. Bewegung gewagt werden, in dem Lager jener Geistlichen revier schreibt uns ein Bergarbeiter folgendes: Im vorliegenden Falle hatte überdies, wie wir nachtragen Sie und Millionen anderer fönnen nicht wissen, wie tödtend fönnen, der Justizminister persönlich eine thunlichste Beschleunigung gefallen lassen brauchte, die fie als ihre Diener und EinNachtarbeit auf den menschlichen Körper wirkt. Ich be- der Sache als wünschenswerth angeregt." peitscher betrachtet und für ihre Dienst e" bezahlt. Diehaupte, daß drei Tagschichten denselben nicht so ruiniren als Nun, sei dem wie ihm sei. Auf allzu lange wird Herr jenigen Geistlichen, die diese Rolle nicht spielen, oder die eine Nachtschicht. Das ist keine Uebertreibung, das wird Ihnen v. Stumm ja sowieso nicht eingesperrt werden und er wird gar den unterdrückten Klassen gegen die herrschenden helfen jeder Nachtschicht- Arbeiter bestätigen. Und doch müssen wir die es sicherlich besser haben, wie so ein verruchter sozialdemo- wollen, die werden eben mit ihrer Stellung bankrott machen, Woche fieben fieben Nachtschichten machen, während wir nur sechs Tagschichten haben. Um diese sieben Nacht- tratischer Agitator und Redakteur, der seiner Ueberzeugung die werden früher oder später abgesägt", mit guter oder schichten fertig zu bekommen, fangen wir Sonntags wegen sich einige Monate an Rumfutsch und blauem Heinrich schlechter Manier. Nachmittag zwischen 4 und 5, spätestens um erquicken muß. gemacht worden sind. = Sonntag Morgen 6, 7 und 8 Uhr, auch wurde es schon 9 Ühr. 6 Uhr an, und arbeiten Nacht für Nacht bis zum nächsten Die Schnüffelei nach Sozialdemokraten wird nicht Dadurch bleibt und fein freier Gonntag, ausgenommen Ostern, nur in Preußen und Sachsen nach großem Maßstabe bePfingsten und Weihnachten. Um 1. April ist zwar das lang ersehnte trieben. Auch in anderen Bundesstaaten wird dieses VerSonntagsruhe Gesetz für die Industrie in kraft getreten, fahren durch die Militärbehörden jetzt angewandt, wie das aber wir merten nichts davon, bei uns wird nach wie folgende Geheimschreiben aus der neuesten Zeit beweist, das vor in alter Weise geschuftet. Hätten die Herren in der Regie ber Stuttgarter Beobachter" zu veröffentlichen in der rung eine Ahnung von all den vielen Flüchen und Verwünschungen Lage ist. und der Unzufriedenheit, welche dieses Uebermaß von Arbeitszeit schon hervorgerufen hat, sie würden keinen Augenblick zögern, die stärksten Maßregeln gegen folche Unzufriedenheitsstifter wie unsere Rapitalisten es sind, in Anwendung zu bringen.(?) Unsere Kapitalisten find die schlimmsten Umstürzler, die es giebt, sie bringen den ruhigsten Arbeiter auf Umsturzgedanken." An den Serrn Zivilvorfißenden der Ersatzkommission des Aushebungsbezirks zu 187..zu Gleichzeitig wird um gefällige Mittheilung gebeten, ob der Militärpflichtige: Der Militärpflichtige.... geboren.. So unser Gewährsmann. Nach§ 105b der Gewerbe- hat sich hier zur Aushebung zu stellen. Ordnung hat die Arbeit an Sonn- und Festtagen/ im Be- Ich ersuche um gefällige Mittheilung eines Verzeichnisses der triebe von Bergwerken, Salinen ze. 24 Stunden, an zwei gegen denselben erkannten Strafen und bitte um Nachricht, ob aufeinanderfolgenden Festtagen 36 Stunden zu ruhen. teine Ausschließungsgründe gegen ihn vorliegen(§§ 30 und 37 Ist im Ruhrgebiet fein Bergwerks- oder Gewerbe der Wehr.- Ord.). Inspektor vorhanden, der auf Ordnung sieht? Wir rathen den Arbeitern, die sich durch Maßnahmen, wie die geschilderten, geschädigt erachten geschädigt erachten, dem Gewerbe- oder Bergwerksinspektor ihres Bezirkes Anzeige davon zu machen, und falls sie Schädigung fürchten, die Anzeige anonym einzureichen. Auch ist die Polizeibehörde verpflichtet, Rontrolle zu üben und auf Innehaltung der geseglichen Bestimmungen zu achten. a) als Führer, bezw. eifriger und zielbewußter Vertreter der fozialdemokratifchen Lehre gilt, oder b) unter sozialdemokratischem Einfluß oder in gewisser Fühlung mit der sozialdemokratischen Partei steht. den.. 189.. Der Zivilvorsitzende der Erfaßkommission: Oberamtmann: Geheim! Die Beschleunigung der österreichischen Wahlreform er empfahl, die Sigungen des Parlaments so lange auszusetzen, wurde von jungezechischer Seite im Abgeordnetenhause beantragt. bis der Bericht über die Wahlreform fertiggestellt ist. Nachdem der Ministerpräsident sich dagegen ausgesprochen hatte, wurde der Antrag von der großen Majorität der Abgeordneten abgelehnt.Auch in Ungarn scheinen die Unterbeamten der Post nicht auf Rosen gebettet zu sein. Wie aus Budapest berichtet wird, beschlossen die Briefträger, welche mit ihren Bezügen unzufrieden sind und eine Kürzung der Arbeitszeit verlangen, eine diesbezüg liche Eingabe an den Handelsminister. Falls ihre Wünsche nicht erfüllt werden, wollen sie streiken. Juternationales Schiedsgericht. Am Montag trat in Bern das Schiedsgericht zusammen zur Festsetzung der Entschädigung, welche Portugal den englischen und amerikanischen Interessirten für die Besizergreifung der Delagoabei- Eisenbahn entrichten soll. Die Schiedsrichter sind von der schweizerischen Regierung ernannt worden. Die Parteien des italienischen Parlaments. Gesammtergebniß der Wahlen stellt sich nunmehr nach einem offiziösen Telegramm wie folgt dar: 336 Ministerielle, 98 Mitglieder der konstitutionellen Oppofition( Rechte), 40 Radikale und 17 Sozialisten; bei 17 Gewählten steht die Parteistellung noch nicht fest. Es stehen also 336 Ministerielle einer Opposition von 172 Mitgliedern gegenüber; das Verhältniß ist demnach: schwach zwei Drittel gegen ein startes Drittel. Das italienische Parlament gehört jeßt, wie die Frankfurter Beitung" hervorhebt, auch zu denen, die eine erfleckliche Das militärische Strafverfahren. Bezüglich der Wie zwecklos übrigens alle diefe Schnüffeleien find, in Anzahl Sozialisten aufweisen. Es haben gegenwärtig sozialistiReform der Militär- Strafprozeßordnung hat der württemeiner Zeit, wo die sozialdemokratische Gesinnung in der sche Vertreter: die französische Kammer 49 von 581, der deutsche bergische Kriegsminister in der Kammer eine Er städtischen Arbeiterbevölkerung doch eben nicht mehr die bie italienische Rammer 17 von 508. Die letztere SozialistenReichstag 46 von 397, bie belgische Kammer 33 von 152 und flärung abgegeben, woraus zu ersehen ist, daß die Schuld Ausnahme, sondern durchaus die Stegel bildet, darauf siffer ist zwar geringer als die der übrigen Barlamente, aber sie an der Hinausschiebung dieser dringenden Reform auf macht die Schwäbische Tagwacht" aufmerksam, indem sie hat mindestens doch einen ebenso hohen Werth, da sie einem Konto des Intelligenzstaates Preußen zu sehen ist. Der schreibt: sehr beschränkten und von Herrn Crispi noch ausdrücklich geStuttgarter Beobachter" faßt den Sinn der Erklärung der Der Militarismus ist peinlichst bemüht, den Sozialismus zu säuberten Wahlkörper entstammt, während die Sozialisten der württembergischen Regierung in die Säße zusammen: bekämpfen, wo er die Leute in seinen gewaltthätigen Klauen hat. übrigen Parlamente aus dem allgemeinen Wahlrechte hervor Wir, die Regierung, haben immer in wohlwollender Hal- Wenn er aber dem Bolte Laften auferlegt, macht er keinen Unterschied gegangen find. Man kann sich daraus eine Vorstellung bilden, ung" eine Reform ber Militär- Strafgerichtsordnung in, thunlichstem in der Gesinnung der zu Belastenden. So wurden in den letzten wie viele Sozialisten erst gewählt worden wären, wenn Italien Anschluß an die Grundsätze der bürgerlichen Strafprozeßordnung" Tagen in Stuttgart, wieder Quartiere angefagt, unter anderen das allgemeine Wahlrecht hätte. Soziale Mebersicht: Das Attentat, das gegen den radikalen Abgeord 1 hinzugezogenen Vertrauenspersonen ihre Programmvorschläge feft. neten Ferrari in Rimini verübt wurde, wird von einigen Die drei Sektionen, in die die Agrarkommission getheilt ist, Sozialisten freffern unseren Parteigenossen in die Schuhe geschoben. werden vor dem Breslauer Parteitage noch zu einer gemeinDiese leichtfertige Behauptung richtet sich schon durch den Um famen Konferenz zusammentreten, um die Programmvorschläge schriften wird uns noch geschrieben: Einen neuen Beitrag zu Zur Abänderung der fächsischen Bergpolizei- Vorstand, daß sie aufgestellt wurde, bevor eine der That verdächtige endgiltig festzusetzen. Berjon verhaftet wurde. Es steht dahin, ob das bedauernswerthe der Bereitwilligkeit" der sächsischen Grubenbesizer, die Lage der Ereigniß überhaupt einen politischen Hintergrund hat. In Italienwalde sprach am 3. Juni Otto Antrid aus Berlin in einer bei der Einführung der verbesserten Bergpolizei- Vorschriften Von der Agitation. In Alt- Rüstrinchen bei Freien- Bergleute zu verbessern, liefert der Widerstand, den die Herren find Mordthaten so häufig, Mafia und Camorra sind noch lange Versammlung, die wegen mangels eines Saales im Freien ab- leisten, von welchen sie am liebsten nur das nichtsfagende stehen nicht ausgerottet, daß man wahrlich nicht sofort an einen politischen Mord denken muß, wenn eine bekannte Persönlichkeit gehalten werden mußte, über die letzte Reichstagssession. Troy laffen möchten, besonders aber gegen alles das Front machen, des regnerischen Wetters hatten sich etwa 300 Buhörer ein- was zirka einer Mordthat zum Opfer fällt. Die italienische Sozialdemo 11 000 Bergleute vor 12 Jahren in einer an den Landtag forderten, wovon fratie hat schon so oft und so entschieden den politischen Mord gefunden. Als Antrick bei seinen 3/ 4stündigen Ausführungen auf Petition einige trok die Silberwährung zu sprechen tam und dabei das Gehalt eines Buntte der von den Herren Grubenbefizern verdamint, daß man es als eine infame Verleumdung bezeichnen Staatsbeamten ironisch behandelte, wurde die Versammlung in in Szene gefeßten Gegenpetition in den betreffenden Vorschriften muß, den Tod Ferrari's den Sozialdemokraten in die Schuhe zu große Seiterkeit verseßt, was den Gendarm veranlaßte, ge- berücksichtigt worden sind. Das Bergamt war genöthigt, den schieben. bieterisch Ruhe!" zu befehlen. Antrick belehrte jedoch den Be- fraglichen Entwurf dem Vorstand der Sektion VII der KnappAuf nach Dalldorf! Der heutige Leitartikelschreiber der amten energisch darüber, daß für die Ordnung in einer Ver- fchafts- Berufsgenossenschaft zur Begutachtung vorzulegen, der ihn Kreuz- Zeitung" hört aus guter englischer Quelle, ein neu- fammlung der Vorsitzende zu sorgen hat. Die Versammlung ver- auf seine Nüglichkeit zur Verhütung von Unfällen prüfen gewähltes englisches Parlament werde eine große bimetallistische lief vortrefflich. Die Parteigenoffen jener Gegend wollen bald sollte, und das haben die sechs Herren- an der Spite Majorität bringen." wieder eine abhalten und dazu auch die Frauen mitbringen. Bergrath Berg im Verein mit sechs abhängigen Arbeiter Die gute englische Quelle" ist wohl der Brunnen von auch gründlich gethan, indem sie in einer Bedlam. Reichstags Wahlkreis Dortmund. Die Nachricht eines Dr. Diederich aus Bremen als Kandidat aufgestellt, wird stehen bleiben soll, die ursprüngliche Vorlage faum wieder zu erbürgerlichen Dortmunder Blattes, von unserer Seite sei Redakteur neunstündigen Sitzung mit dem Entwurf übel umgesprungen find, daß an dem winzigen Theil, der nach ihrer Meinung nur von der„ Rheinisch- Westfälischen Arbeiter- Zeitung“ für vollständig kennen ist. So wurde 3. 3. Die tägliche Beobachtung B. unbegründet erklärt. Der Madrider Attentäter ist vom Kriegsgerichte verurtheilt und schon hingerichtet worden. Bor dem Kriegsgerichte begründete Clavijo das Attentat mit Norwegen Schweden. Während der norwegisch e Storthing seine Versöhnlichkeit zeigt und nach einem Wege zum friedlichen Ausgleich sucht, hat in Schweden der Chauvinismus Wahlbezirk $ einen Sieg erfochten, indem Graf Lewenhaupt, bisher Minister Aschaffenburg( Stadt) des Aeußeren und Befürworter einer Versöhnungspolitik, ge• nöthigt wurde, seinen Abschied zu nehmen. Der Kronprinz, Alzenau welcher das Haupt der Kriegspartei ist, scheint die Krone nicht schnell genug auf den Kopf bekommen zu können. Wie man Aschaffenburg( Bezirk) weiß, soll er, sobald der Krieg erklärt ist, den Thron besteigen, da der König dann nicht weiter regieren will. Nun, wie lange das Herrchen auf dem Thron bleiben wird, ist freilich eine andere Frage. Landesversammlung der Sozialdemokraten Sachsens. Döbeln, 4. Juni 1895. In dem geräumigen, von hiesigen Genossen sehr schön geschmückten Saale zur Muldenterraffe" traten heute Vormittag die Delegirten der sächsischen Sozialdemokratie zu ernsten Berathungen zufammen. Als Tagesordnung hatte die LandtagsFraktion folgende sechs Punkte vorgeschlagen: 1. Bericht des Zentralfomitees. 2. Organisation und Agitation. 3. Reichstags-, Landtags- und Gemeinderaths Wahlen. 4. Aufstellung von Kandidaten für die Landtags- Wahlen. 5. Presse. 6. Anträge der Kandidaten für die Landtags- Wahlen. 5. Presse. 6. Anträge der Parteigenoffen. Opificius ( Sozialdem.) Pfr. Gerstenberger( 3.) Deckelmann ( Volkspartei) Schulz ( liberal) 504 16 262 768 488 ( 193) ( 740) ( 263) 244 1772 504 ( 364) ( 1277) ( 277) 510 3201 ( 644) ( 2738) 472 ( 200) ( 562) 71 ( 72) 145 ( 203) 57 260 43 ( 22) ( 217) ( 54) ( 21) Miltenberg. Obernburg 369 1803 628 205 · . ( 453) ( 1526) ( 562) ( 240) . . 150 ( 135) 1592 2638 1316 ( 2196) 10442 ( 1350) 3451 179 ( 158) 1420 Lohr( 5 Gemeinden). Summa: ( 1811)( 8694)( 2706)( 1256) In Braunschweig hat das Landgericht die Beschwerde zurückgewiesen, die von unserem dortigen Vertrauensmann Stegmann gegen die verweigerte Herausgabe der Maifest Beitung erhoben worden war. vertretern -der ungerechten Behandlung, die ihm der General der Temperatur an Arbeitspunkten, wo diese 28 Grad Rivera habe zu theil werden lassen, erinnert an die zahlreichen Reichstags- Wahlkreis Aschaffenburg. Resultat der Wahl Celfius übersteigt, als eine zu weitgehende Anordnung gerichtlichen Verfolgungen, an seinen rückständigen Sold vom 27. Mai 1895 in den einzelnen Verwaltungsbegutachtet", eine wöchentliche oder vierzehntägige ges und an das Glend, in welches er versetzt wurde. Der Antläger bezirken. Das Ergebniß vom 15. Juni 1893 ist in Parenthese nüge, meinten die Herren„ einstimmig". Nun foll beantragte die Todesstrafe. Der Anwalt bemerkt, Clavijo sei beigefügt. aber nach ihrem Beschlusse die Spezialverordnung der zweimal wegen Geisteskrankheit in ärztlicher Beobachtung gewesen, sächsischen Regierung vom 2. Januar 1890 an stelle des konstatirt alsdann, daß Clavijo im Dienste sich stets trefflich ge= $ 101b des Entwurfes treten, und diese Verordnung besagt, daß führt habe und bittet für ihn um Nachsicht. Nichts destoweniger bei einer Temperatur von 30 Grad Celsius( in der Bergarbeiterwurde das Todesurtheil gesprochen. Petition waren 28 Grad Celsius, im Bergamts- Entwurf 29 Grad Celfius festgeset) doppelte Belegschaft verwendet werden muß, damit die Pausen größer werden, oder daß die Beschäftigung des Arbeiters auf höchstens sechs Stunden einzuschränken ist, und daß der Betrieb, wenn ein Wärmegrad von 40 Grad Celsius und mehr eintritt, eingestellt werden muß. Wenn aber die Temperatur blos aller 8-14 Tage gemeffen werden soll, wie fann man da zur rechten Zeit wissen, wann die Gr= leichterungen für die Arbeiter eintreten müssen? Traurig erging es auch dem§ 132 a, der von der Einrichtung von Mannschaftsbädern handelt; er sollte überhaupt aus der Diskussion ausgeschieden werden, da er keine Vorschriften zur Unfallverhütung enthalte. Doch konnte sich die Kommission nicht entschließen, so furzer Hand darüber hinwegzugehen, sondern hielt es für nöthig, einstimmig" die Ansicht auszusprechen, daß man die Nothwendigkeit allgemeiner behördlicher Vorschriften, wie sie in diesem Paragraphen enthalten sind, nicht anzuerkennen vermöge, d. h. mit anderen Worten: wir wollen die Mannschaftsbäder nicht obligatorisch eingeführt wissen. Im ganzen Zwickauer Revier besteht ein solches heute noch nicht und wenn der§ 132b von der Regierung fallen gelassen wird, werden die Bergleute solche auch noch lange nicht bekommen. Daß rationell eingerichtete Bäder zur Hebung der Gesundheit und Der Liederhallen- Boykott in Stuttgart fam, wie die der Sittlichkeit der Bergleute viel beitragen können, Schwäbische Tagwacht" hört, auch in einer Sigung zur Sprache, die muß jeder zugeben, der diese hochwichtige Forderung nicht durch der deutsche Sängerbund Ausschuß mit dem in Stuttgart domi- die Unternehmerbrille betrachtet. Jezt kommt es vielfach vor, zilienden Gesammt- Feſtausschuß dort abgehalten hat. Von un- daß die Bergleute, besonders im Winter, wo ihnen nur das geparteiischer Seite soll dabei eine gütliche Beilegung des Bwistes heizte Wohnzimmer zur Verfügung steht, fich inmitten der angeregt worden sein, besonders habe der Stuttgarter Ober- Familienmitglieder von Staub und Schweiß reinigen müssen, Um 10 Uhr eröffnete Genosse Henschel die Versamm: bürgermeister Dr. Rümelin in diesem Sinne gewirkt. Ob der was ohne Schamverletzung nicht möglich ist. Schreiber dieses lung und hieß die erschienenen Delegirten im Namen der Liederkranz- Ausschuß, dem die Liederhalle untersteht, Entgegen- fam selbst einmal in eine solche Arbeiterwohnung, als der FamilienDöbelner Parteigenossen herzlich willkommen. Vertreten find tonimen gezeigt hat, weiß man nicht. Er scheint meint die vater, vom Schacht zurückgekehrt, sich vollständig entblößt vor den sämmtliche 23 fächsische Reichstags- Wahlkreise durch insgesammt" Schwäb. Tagwacht"- noch immer keine Neigung zu haben, erwachsenen Kindern wusch; solche Fälle sind keine Ausnahmen 60 Delegirte. Von der Landtags- Fraktion sind elf Vertreter an- ber Sozialdemokratie gegenüber als recht anzuerkennen, was allen sondern wiederholen sich tagtäglich in vielen Wohnungen. Allerwesend, außerdem find noch erschienen die Reichstags- Abgeord- anderen Parteien gegenüber als billig erachtet wurde. dings die Herren Grubenbesitzer fühlen sich dadurch nicht genirt neten Hofmann und Schoenlant und vom Parteivorstand und für verwahrloste" Bergmannstinder giebt es ja staatliche Genosse Gerisch. Todtenliste der Partei. Gestorben in Hamburg 3wangsanstalten genug. Nicht minder wichtig ist§ 132c, der in In das Bureau wurden gewählt als Vorsitzende Kaden P. Bender, in Ottensen A. Borad, in Velbert seinem ersten Absah bestimmt, daß gefährliche Arbeiten und Semmler, als Schriftführer Goldstein, Geyer, W. Heise, in Nürnberg der Kapellmeister Hülf, in nicht verdungen werden dürfen, sondern im Schichtlohn Silber und Fräßdorf. Heroldsberg bei Fürth der Schlosser J. Albrecht, sämmt auszuführen sind; er wurde von der Kommission als ein Angriff Die vorgeschlagene Tagesordnung wird angenommen, doch lich brave Parteigenossen. auf die Gedingearbeit überhaupt betrachtet und unter allerlei Ein wird Punkt 1 und 2 zugleich zur Verhandlung gestellt. Den wänden verworfen. Auch die Arbeitervertreter boten dazu, nachdem Bericht des Zentralfomitees erstattete Genoffe Heilweck, Polizeilich, Gerichtliches 2c. ste„ aufgeklärt" worden waren, die Hand. Einer von den letteren Dresden. -Am 30. Mai ging dem Redakteur Blod in Dort- Herren meinte, wenn die Arbeiter einige Zeit auf Schichtlohn Aus demselben ergiebt sich, daß von den vier Agitations- mund vom Staatsanwalt die Nachricht zu, daß das wegen an- gearbeitet hätten, verlangten sie wieder Gedingearbeit. Das ist fomitees im verflossenen Jahre 591 Referenten als Ver- geblicher Beleidigung der Verwaltung der Zeche Westphalia freilich in gewisser Beziehung nicht zu bestreiten, denn der gegensammlungsredner entfendet wurden. Flugblätter tamen gegen ihn eingeleitet gewesene Verfahren eingestellt sei. wärtige Schichtlohn ist ein Minimallohn, der im Gedinge von 700 000 zur Bertheilung. Einnahmen hatte das Zentralkomitee Dieser Tage aber erhielt er wegen Beleidigung dieser Zeche eine einem Pfennig bis über eine Mart überschritten wird, je nach 308,58 M., Ausgaben 242,40 M. Bei den einzelnen Agitations- Anklageschrift. Beide Schreiben sind vom selbigen Datum: der verdingten Arbeit; doch ist zu bemerken, daß auch im Gedinge fomitees waren Einnahmen und Ausgaben bedeutend höher. 27. Mai. Da dem Genossen Block nur ein Fall bekannt ist, in auf verschiedenen Werken schon unterm Schichtlohn ausgezahlt Briefe find 1177 aus- und eingegangen. Die fächsischen Polizei- dem er die Verwaltung befagter Beche beleidigt haben soll, so wird. Wenn aber die Gedingearbeit ganz verboten wird, wie es und Rechtszustände wurden charakterisirt durch folgende Mit- steht er jetzt vor einem Räthsel. die Bergarbeiter in ihrer Petition verlangt haben, so müßte theilungen: In Chemnitz sind innerhalb 5 Monaten 33 Vereine-Wegen„ Jskraut Beleidigung" wurde in Göttingen der Schichtlohn im Durchschnitt steigen und die Hatz bei der Geaufgelöst und 37 Versammlungen und Feste verboten worden. vom Schöffengericht der Parteigenosse Trilfe zu 30 M. Geld- dingearbeit, wie der unsichere Gewinn der Bergleute, der sich nach Den Dresdener Genoffen haben die beiden Prozesse, strafe oder 6 Tagen Gefängniß verurtheilt. Wer mit seinen den Orts( Gesteins) verhältnissen richtet, würde dem ruhigern Grwerbe der Maifeier- und Zeitungsausträger: Prozeß 22 000 Mart politischen Gegnern so wenig im Salontone verkehrt wie Pfarrer eines sicheren, gleichmäßigeren Lohnes Platz machen und in ein gefoftet. Nachdem Genosse Seifert als Referent straut, sollte füglich darauf verzichten, wegen Beleidigung den gerechteres Verhältniß zu den Anstrengungen gebracht werden, zum zweiten Punkt der Tagesordnung das stetige Wachsthum Klageweg zu beschreiten, wenn ihm einmal etwas derb entgegen während bei der Gedingearbeit jetzt öfter die aufreibendste der sozialdemokratischen Bewegung zahlenmäßig nachgewiesen getreten wird. Arbeit am schlechtesten bezahlt wird. Das einzige, was hatte, trat die Versammlung in die Diskussion über die beiden Die Polizei in Altenburg läßt wie der Sektionsvorstand ziemlich unangetastet gelassen hat, über die Bestimmungen die erften Punkte der Tagesordnung ein. Zur Organisationsfrage wir im Wähler" lefen nicht zu, daß Sonntags die Ar find Aufbewahrung der lagen von Mitgliedern des Zentralkomitees eine Reihe von An beiter auf ihren Ausflügen fingen oder sonstwie musikalisch Schießmaterialien und über die Sicherheitsmaßregeln bei deren trägen vor, welche verlangten, daß, um eine einheitliche Organi- fich amüsiren. Selbst im Walde ist es dem Proletarier nicht er- Gebrauch, sowie die Schutzmaßregeln, die in Schlagwettergruben sation zu erzielen, die Wahlvereine über die ganzen Reichstags- laubt, ein Lied zu schmettern. Wird es ruchbar, daß eine Gesell zur Verhütung größerer Unglücke getroffen werden sollen; ſie ſind Wahlkreise gebildet werden sollen. Daß die Vertrauens- schaft oder gar ein Gefangverein einen Ausflug plant, sofort ist nun präziser als in den alten Vorschriften gefaßt. In übrigen männer das überschüssige Geld an die Agitationsfomitees abzu- die Polizei zur Stelle, geht mit, paßt auf, daß ihr geistreiches foll alles hübsch beim alten bleiben, und man tann gespannt sein liefern haben; daß Vertrauensmänner und Agitationskomitees Gebot nicht übertreten wird. Bis 3 Uhr nachmittags wird es auf die Kämpfe, die sich wahrscheinlich im nächsten Landtage gemeinsam über die weitere Verwendung der Gelder wie über aufrecht erhalten, nachher kann Allotria getrieben werden, soviel wegen dieser Vorlage entspinnen werden, die überhaut nur das Agitations- und Organisationsfragen zu berathen haben u. f. w. man mag. Wir müßten die altenburgischen Arbeiter schlecht geringste bietet, was der Bergmann zu seinem Schuße und zur Gegen diese Anträge sprachen sich in der Diskussion fast tennen, wenn wir nicht annehmen sollten, sie würden sich in die Schonung seiner Kräfte vom Staate verlangen tann. sämmtliche Redner aus, da der gegenwärtige Zeitpunkt der schnurrige Lage mit dem größten Humor zu finden wissen. Ueber den Stand der nordamerikanischen Agrikultur allerungeeignetste sei, um Organisationsänderungen vorzunehmen. In Budapest löfte die Polizei eine Versammlung auf, veröffentlicht die englische Kommission für Landwirthschaft einen Ueber das sächsische Juwel", genannt Vereinsgesetz, fiel dabei die von unseren Parteigenoffen wegen der im Vorwärts" schon beachtenswerthen Bericht der britischen Gesandtschaft in manch fräftiges Wörtchen. Schließlich wurden alle von Mit erwähnten Angelegenheit des Apothekers Joseph Török einberufen Washington. Was darin über die mangelnde Rentabilität des gliedern des Zentralfomitees gestellten Anträge zur Organisation war. Die Auflösung erfolgte, als der erste Redner gesagt hatte: Ackerbaues und der Viehzucht in den letzten Jahren und die erabgelehnt, dagegen folgender, von den Genossen Geyer und Schulze Der Gegenstand der Tagesordnung liefert wieder den Beweis, drückende Verschuldung der Farmer gesagt wird, ist nichts Neues gestellter Antrag: die Landesversammlung ertheilt der sozial- daß unter der heutigen Spekulationswuth es den Spekulanten mehr. Wichtiger ist, daß der Vericht jede Hoffnung Europa's Demokratischen Fraktion des sächsischen Landtages hierdurch Boll nicht darauf ankommt, aus Gewinnsucht die Arbeiter zu ver- auf fünftiges Nachlassen der amerikanischen Konkurrenz grausam Da der Apotheker Török durch die Verabfolgung niederschlägt. Und der Grund dafür liegt darin, daß man die macht, nöthigenfalls eine Neuorganisation der Sozial- giften." demokratie Sachsens ins Leben zu rufen," einstimmig an- eines theuren Kurpfuschmittels einem Arbeiter das Augen- Produktionskosten immer mehr zu vermindern weiß durch Aus licht vollständig geraubt, dann dem Unglücklichen sein wendung des kapitalistischen Großbetriebs, der sich auch im Zur Agitation" wurde ein von den Parteigenossen des Versprechen, für ihn zu forgen, gebrochen, ferner die Buda- Körnerbau deshalb schon jetzt überlegen zeigt. 12. und 13. Kreises gestellter Antrag, das Zentralfomitee auf- pester Zeitungen bestochen hat, daß sie über den Vorfall schwiegen, zufordern, in Zukunft die Agitation in den rückständigen Bezirken weiter die sozialdemokratische Zeitung Nepszava", die sich nicht Sachsens intensiver zu betreiben, angenommen, dagegen ein von bestechen ließ, in jeder nur möglichen Weise zu schädigen gesucht hat, Wolff's Telegraphen- Bureau. Genossen des 10. Kreises gestellter Antrag, ein Flugblatt für so war die Maffe über die polizeiliche Versammlungsauflösung London, 5. Juni. In Shoreditch starb am Freitag ein ganz Sachsen herauszugeben, abgelehnt. Ebenfalls abgelehnt, aufs äußerste empört und von allen Seiten wurde der Ruf laut, mit Hinweis auf den in Köln gefaßten Beschluß, wurde ein An- daß auch die Polizei von Török beftochen sei. Der überwachende Mann nach dreißigstündiger Krankheit. Der Arzt wies in seinem trag der Genossen des 1. Kreises, der die Parteigenoffen zur Polizeibeamte Toth forderte nun die Konstabler auf, das Ge- Todtenschein nach vorhergegangener Untersuchung auf Cholera starteren Unterstügung der Gewerkschaftsbewegung unterstüßen findel hinauszudrängen", diese Beamten waren aber vernünftiger hin, erklärte jedoch, es ließe sich die Todesursache nicht eher als ihr Befehlshaber. Sie brachten die Masse in Güte aus dem sicher angeben, bis die mikroskopische Untersuchung beendet wäre. sollte. 7 Saal. Auf der Straße formirten dann die Versammlungsbefucher, Athen, 5. Juni. Die Gefangennahme der Bande Tsekouraioi etiva 2000 Mann start, einen Zug und rückten vor das Haus fand, weiteren Meldungen zufolge, bei Kravassara nach achtdes Apothekers Török, um diesem ihre Verachtung zu bezeigen, stündigem Kampfe statt. Zwei Polizei- Agenten wurden getödtet was durch eine regelrechte Katzenmusik geschah. Dabei kam es und zwei verwundet. Ebenso wurden zwei Räuber verwundet. Rom, 5. Juni. Das Ministerium ordnete die Freilassung zwischen ihnen und der von allen Seiten herzugerufenen Polizei zu einigen unliebsamen Auftritten, die aber nicht entfernt den des in Reggio( Emilia) gewählten Sozialisten Salsi an, der phantasievollen Schilderungen entsprachen, die die bürgerliche zum Zwangsaufenthalt in Porte Ercole verurtheilt ist. Cavallotti hat durch Rundschreiben die Mitglieder der äußersten Presse darüber brachte. Auf die Nachricht hin, daß das Haus des Apothekers gestürmt" werde, begab sich ein Redakteur der Linken und die Sozialisten zu einer Zusammenkunft auf Sonn „ Nepszava" an Ort und Stelle, und da fand sich denn, daß abend Abend in den Rothen Saal der Deputirtenkammer ein weiter nichts geschehen war, als daß man im Gedränge eine geladen. Fensterscheibe zerbrochen hatte. Nächsten Sonntag sollen nun in Budapest zehn Volksversammlungen abgehalten werden, deren Tagesordnung lautet: Die Wunderheilmittel des Josef Töröt und die„ Nepszava". genommen. " Zu Punkt 3 der Tagesordnung: Die Bedeutung der Reichstags-, Landtags und Gemeinderaths- Wahlen, referirte in längerer Rede Genosse Stolle Gefau. Seine Ausführungen, daß man der Wichtigkeit der Gemeinderaths- Wahlen halber gelegentlich auch etwas Stegmüllerei mit in Stauf nehmen müsse, riefen lebhaften Widerspruch hervor. Um 6 Uhr abends, nachdem noch Genosse Schoenlant als letter Redner gegen die Ausführungen Stolle's polemisirt hatte, mußten die Verhandlungen abgebrochen werden. Parteinachrichten. Depeschen: ( Depeschen- Bureau Herold.) Loudon, 5. Juni. Zur armenischen Angelegenheit wird gemeldet, daß heute noch englische und französische Kriegsschiffe im Bosporus erwartet werden. Agrarkommission. Die nordostdeutsche Geftion war am 5. Juni in Berlin versammelt und stellte mit den Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. Sierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur, 129. Aus einer katholischen IrrenAnstalt. mit dem Donnerstag, den 6. Juni 1895. 12. Jahrg. ge Beuge: Wegen Komplottirerei", Unsittlichkeiten und Schlägerei.[ fangene, der in der Oper Fidelio" befreit werde. Berth. Haben Sie diese Strafmittel auch gegen Epileptiker, Der folgende Beuge ist der Landwirthsschaftsgehilfe Joseph die also nicht geiftestrant waren, angewandt? Beuge: Ja- Nelleffen. Dieser befundet auf Befragen des Präsidenten: Ich wohl. Verth.: Hielten Sie sich dazu für berechtigt? Zeuge: war 11 Monate Wärter in Mariaberg gewesen. Ich habe in Aus Aachen liegt über die Verhandlung vom Dienstag In Nothfällen allerdings.- Verth.: Was verstehen Sie unter meiner Station niemals einen Auftaltsarzt gesehen. folgende Meldung vor: Nothfällen? Benge: Es wurde mir einmal überbracht, daß Ich sah einmal, wie ein Bruder einen Kranken zu Boden stieß, Der Präsident, Landgerichtsrath Dahmen, eröffnet gegen die Epileptiker die Brüder überfallen wollten. Ich habe deshalb mit dem Fuße trat und in die Seite schlug. Ein anderes 9 Uhr vormittags wiederum die Sigung mit ungefähr folgenden eines Abends angeordnet, daß die Rädelsführer sofort gedoucht Mal sah ich, wie ein Kranker, der nicht schnell genug gehen Worten: Ich treffe die Anordnung, daß zu dem Zuhörerraum werden sollen und habe am folgenden Morgen diese Prozedur konnte, von einem Bruder und einem Wärter die Treppe hinabur Personen mit Einlaßkarten und zum Innenraum, mit Aus- wiederholen lassen; dadurch wurden die anderen gewarnt. gezerrt und alsdann über den Fußboden geschleift wurde. Ein nahme der Herren Vertreter der Presse, lediglich Zeugen und Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Niemeyer: Eie sagten vorhin, weiteres Mal sah ich, wie Bruder Cajus einen Kranken mit einem Sachverständige Zutritt haben. Die Herren Sachverständigen Sie haben im ganzen zwölfmal das Tauchbad und die Schlüsselbund auf den Hinterkopf schlug. Präs.: wurden am Sonnabend derartig bedrängt, daß sie faum etwas Douche angewandt, sollten Sie sich nicht irren, mir ist Nun erzählen Sie einmal, wie es mit dem Bottich gehandhabt wurde? verstehen konnten. Außerdem bemerke ich, daß bis jetzt 34 bereits das doppelte der Fälle bekannt? Beuge: Beuge: Die Epileptifer Joseph Schäfer, Oprée und Louis Zeugen vernommen worden sind und noch 79 Zeugen zu ver- Ich glaube mich nicht zu irren, ich habe allerdings einige Meyer erzählten mir: fie seien in folgender Weise bestraft nehmen seien. Ich ersuche daher, neue Beweisanträge nur im Male zwei bis drei Kranke zusammen unter die Douche bringen worden: sie wurden in den Bottichraum gebracht; es ist das allerdringendsten Falle zu stellen. Die Straffammer wird selbst- lassen. Verth.: Ach so, das nennen Sie auch nur einmal? ein leerer Raum, in dem eine Badewanne steht. Dort wurden verständlich alle Anträge aufs gewissenhafteste prüfen und auf Benge: Jawohl. Medizinalrath Dr. Gerlach: Wie viel die Kranken vollständig entkleidet, darauf gefeffelt und alsdann grund unserer Strafprozeß- Ordnung alle neuen Beweisanträge, Epileptiker befinden sich in der Anstalt? Beuge: Etwa in die mit eiskaltem Waffer gefüllte Wanne gesteckt, und zwar wenn diese für die Sache unerheblich sind, ablehnen. fünfzig. Sachverständiger: Sind diese alle in einem Saale? derartig, daß der Kopf unter Wasser kommt. Wenn die Kranken Eine Wittwe Berg bekundete, daß Forbes in Gemeinschaft Beuge: Jawohl. Sachverständiger: Wie groß ist wohl dieser zu ersticken drohten, dann wurde der Kopf aus dem Wasser mit einem Klosterbruder mehrfach ihren Laden besucht habe. Saal? Beuge: Größer als dieser Gerichtssaal.( Der hiesige herausgezogen, damit die Kranken einen Augenblick Luft schnappen Forbes sei ihr wegen seiner vielen Gespräche über religiöse Dinge Schwurgerichtssaal gleicht in der Größe etwa dem kleinen fonnten. Nach einigen Minuten ging diefe Prozedur von neuem unheimlich vorgekommen. Ein Fräulein Bat 3, Badewirthin in Schwurgerichtssaale in Berlin.) Vertheidiger Rechtsanwalt los und dauerte so etwa eine halbe Stunde. Präs.: Wissen Burtscheid, sagt gleichfalls aus, daß sie Forbes, der zuweilen ihr Dr. Niemeyer: Sind Epileptiker auch wegen anderer Vergehen Sie, aus welcher Veranlassung dies geschah?- Beuge: Bur Strafe. Lokal besuchte, für geistesgestört gehalten habe. Der geschlagen worden? Zeuge: Das ist mir nicht erinnerlich.- Präs. Was hatten die Kranken denn verbrochen? Zeuge: Binder dieser Zengin befundete dagegen, daß Forbes, Berth.: Kennen Sie einen gewissen Schäfer?- Der Beuge schweigt. Oprée foll einmal gelogen haben, Schäfer soll einige Wärter er sich mehrfach französisch unterhalten habe, Berth.: Dieser ist ein 17 jähriger junger Mann und behauptet, ins Gesicht gefragt haben.- Präs.: Haben die Kranken üble ihm keineswegs irrfinnig vorgekommen sei. Die Tochter durch Klatscherei eines Wärters, ohne irgend etwas begangen zu Folgen durch diese Prozedur davongetragen? Beuge: Davon der Frau Berg, eine Frau Schumacher, bezeugt, daß haben, unter die Douche gebracht worden zu sein. Der junge weiß ich nichts.- Präs.: Stand denn diese Strafe jemals im Forbes sich oft Schnaps in größeren Quantitäten mit Mann befand sich als Epileptiker in Mariaberg?- Benge: Verhältniß zu den begangenen Verbrechen? Zeuge: Niemals, nach Hause genommen habe. Zeuge Bruder Provinzial, gen. Soweit mir bekannt, hatte dieser Schäfer einen Wärter ge- ich fann nur sagen, daß ich die ganze Prozedur als eine Bruder Pius, mit bürgerlichem Namen Herbert Walter, hat, schlagen und zu Boden geworfen. Berth. Hatten Sie dies geradezu unerhörte, unmenschliche Strafe an. obgleich er Forbes nie gesehen haben will, gleichfalls Strafantrag selbst mit angesehen?- Beuge: Nein. Berth.: Haben Sie gesehen habe. Auf ferneres Befragen befundet der Beuge: gestellt, und zwar wegen der Behauptung, daß Herrn Forbes den Kranken gefragt, ob die Angaben des Wärters sich bewahr- er habe, mit Ausnahme eines einzigen Males, stets vorher gewußt, Gelder vorenthalten worden seien. Er befundet nach einigem heiten und aus welchem Grunde er gegen den Wärter thätlich wann die Revision kommt. Sobald den Brüdern bekannt wurde, Zögern, daß von den Anstaltsärzten Herr Dr. Capellmann geworden ist? Beuge: Darauf kann ich mich nicht mehr er daß Revision komme, wurde eine Generalwaschung der 3300 M. und Herr Dr. Chantraine 2600-2700 m. Gehalt be- innern. Berth. Ein anderer Epileptiker soll die Kranten vorgenommen und den Wärtern anbefohlen, sich zogen haben. Douche erhalten haben, weil er einen Bruder gefragt saubere Wäsche anzuziehen. Ein Kranker namens Spier Sanitätsrath Dr. Capellmann und Dr. Chantraine bestätigen habe? Zeuge: Darauf erinnere ich mich auch nicht sei einmal von dem Bruder Rochus derartig, mit einem Schlüffel diese Bekundung und bemerken, daß dies Gehalt aus Tantième- mehr. Vertreter der Nebenkläger Rechtsanwalt Oster: Ist auf den Kopf geschlagen worden, daß er ein Loch in den Kopf geldern bestand, das sich je nach der Zahl der Kranken richtete. die Douche für die Kranken von Nachtheil gewesen? bekam. Als ein Wärter diesen Kranken deshalb zu Bett bringen Verth. R.-A. Lenzmann: Ich richte an die Herren Sachver- Beuge: Nein. Nach der Douche wurden die Kranken tüchtig wollte, sagte Bruder Rochus: Ich werde den Kerl die Treppen ständigen die Frage, ob in irgend einer anderen Frrenanstalt die mit Tüchern gerieben, ins Bett gebracht, worauf ihnen warme herunterwerfen und ihm noch ein Loch in den Kopf Aerzte auf Tantième gestellt sind? Die Sachverständigen ver- Milch oder Kaffee gereicht wurde. Berth.: Nun sagen Sie, fchlagen.( Große Bewegung im Zuhörerraum.) Er( 3euge) neinen sämmtlich diese Frage.- Sachverständiger Geh. Medizinal. Sie haben den Forbes für anstaltsbedürftig gehalten, weil er so habe diese Mißhandlungen schließlich nicht mehr mit ansehen rath Prof. Dr. Finkelnburg: Haben Sie bei Aufnahme von sehr aufgeregt war. Hatten Sie keine anderen Merkmale für die können und habe deshalb gekündigt. 3-4 Tage vor seinem Abfreiwilligen Pensionären darauf geachtet, daß stets ein ärztliches Anstaltsbedürftigkeit?- Beuge: Nein.- Verth.: Kamen Sie gange habe ihn Bruder Overbeck in die schmutzige Station ges Attest eingeholt wurde? Zeuge: Nein. Sachverständ.: Ist das nicht auf den Gedanken, Forbes ist aufgeregt, weil ihm wider schickt. Er habe einmal gesehen, wie ein Kranker von dem niemals geschehen?-Beuge: Bei freiwilligen Pensionären nicht.- rechtlich die Freiheit entzogen war?- Beuge: Forbes wollte ja Bruder Stephan eine Ohrfeige bekam. Ein Kranker sei Sachverstäniger: Dann bemerke ich, daß laut einer preußischen schon längst nicht mehr ausgehen. Berth.: Er wollte eben durch die Mißhandlung eines Bruders Birtularverfügung vom 17. Juni 1874 bez. 19. Januar 1888 die nicht mehr in Begleitung eines Bruders ausgehen; als er seine storben. Auf Befragen des Geh. Medizinalraths Professors gesetzliche Borschrift besteht, welche besagt:" Die Aufnahme vollständige Freiheit erlangt hatte und nach Iserlohn kam, da Dr. Finkelnburg bekundet der Zeuge noch: Während seiner elfeines jeden feiwilligen Pensionärs in eine Frrenanstalt jetzt war er ruhig. Der Zeuge schweigt. Verth.: Aus welchem monatlichen Anwesenheit in Mariaberg sei die Anstalt 3-4 mal voraus: eine ärztliche Bescheinigung der Zweckmäßigkeit der Grunde wurde wohl Forbes von Anstaltsärzten nicht beobachtet? revidirt worden. Die Revision geschah sehr obers Aufnahme vom medizinischen Standpunkte". Bertheidiger Beuge: Forbes ließ sich von den Anstaltsärzten überhaupt flächlich, es feien feineswegs alle Kranken von den RevisionsRechtsanwalt Lenzmann: Herr Sanitätsrath Dr. Capellmann, nicht sprechen; wenn diese einen solchen Versuch machten, dann beamten gesehen worden. wer gab Ihnen nun die Erlaubniß, freiwillige Pensionäre ohne ging er ihnen aus dem Wege und schlug die Thür hinter sich zu. ärztliches Attest aufzunehmen?- Beuge: Die Erlaubniß gab Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Niemeyer: Wurde einmal der und sehr schwächlicher Zwerg. Es ist dies der Händler StutenEs erscheint nunmehr als Zeuge ein buckliger, ganz fleiner uns die seit Jahrhunderten bestehende Gewohnheit. Die Staats- Versuch gemacht, den Forbes mit Gewalt zu den Aerzten zu tämper aus Essen. Dieser befundet: Er sei ein Jahr lang als anwaltschaft hat auch niemals eingegriffen. Staatsanwalt: bringen? Beuge: Nein. Bertheidiger Rechtsanwalt LenzDas ist auch nicht Sache der Staatsanwaltschaft. Der mann: Wenn der Berg nicht zu Mohammed kommen will, dann Epileptiker in der Anstalt Mariaberg gewesen. Eines Tages, Zeuge bekundet im weiteren: Die in Mariaberg bestehenden kommt bekanntlich Mohammed zum Berge. Weshalb machten als er gerade aus der Kirche kam, habe er den Bruder Ezechiel Buchtmittel haben bis 1861 auch in Siegburg bestanden. denn die Aerzte nicht den Verfuch, aufs Zimmer zu Forbes zu habe ihm Bruder Ezechiel ein paar heftige Ohrfeigen gegeben gebeten, ihm seine Zelle aufzuschließen. Als Antwort hierauf An den Zeugen richtet der Bertheidiger Rechtsanwalt gehen? Beuge: Forbes fträubte sich überhaupt, sich von den und ihn mit Faust auf den Kopf und ins Kreuz geschlagen Dr. Niemeyer folgende Frage: Sie haben gesagt, Sie Aerzten untersuchen zu lassen. Verth. Als Mellage und Gehätten von dem Vorhandensein der Douche und des Tauchbades nossen, wildfremde Menschen, dem Forbes sagen ließen, er folle und als er sich dies verbat, habe ihn Bruder Ezechiel die erst durch die Broschüre Kenntniß erhalten. Herr Dr. Chantraine zu ihnen ins Sprechzimmer kommen, da war er davon freudig Treppe hinabgeworfen. Er habe ebenfalls gesehen, daß in der hatte aber schon im März 1894, also viele Monate vorher, von bewegt, leistete sofort Folge und wunderte sich, daß jemand Kirche eine Anzahl Kranker an Händen und Füßen mit Ketten dieser Einrichtung Kenntniß erhalten. Wie kam es wohl, daß ihn, der internirt fei und niemanden fenne, sprechen wolle. gefeffelt waren. Medizinalrath Dr. Gerlach: Sie waren doch Herr Dr. Chantraine Ihnen nicht davon Mittheilung machte? erklärt fich doch. daß Forbes eine nur Epileptiker, durften Sie sich denn frei in der Anstalt bewegen? Beuge: Dr. Chantraine muß das vergessen haben. Verth.: persönliche Abneigung die Anstaltsärzte hatte.- Beuge: Benge: Nein, ich war in der geschlossenen Abtheilung.- VerBergessen? Hielten Sie das nicht für eine arge Pflichtvergeffen- Das ist möglich. Be Bie stand es mit der Wahrung des theidiger Rechtsanwalt Lenzmann: Welcher Geistliche war in heit? Beuge: Darüber kann ich nichts sagen. Im weiteren Briefgeheimnisses? Kon rbes ungehindert Briefe empfangen der Kirche zugegen, in der die Kranken mit Retten gefesselt Verlauf bemerkt Sachverständiger Medizinalrath Dr. Gerlach: Ich und auch folche abfende.. Beuge: Jawohl.- Berth.: waren? Beuge: Soweit ich mich erinnere, Herr Forbes und habe ein einziges Mal die Anwendung einer Douche mitangesehen, wurden alle von ihm geschriebenen Briefe abgesendet?-Beuge: daß Sie auf Veranlassung des Bruders Overbeck einen Revers noch einer. Berth. Rechtsanwalt Dr. Niemeyer: Ist es richtig, ich vergeffe diesen gräßlichen Eindruck, den diese Prozedur Jawohl, mit Ausnahme eines einzigen, der an eine englische unterschrieben, in dem Sie bescheinigten, daß Sie sich mit Bruder auf mich machte, niemals. Verth. H.-A. Dr. Niemeyer: Herr Dame gerichtet war. Präs.: Was enthielt dieser Brief? Dr. Capellmann, Sie haben in Abrede gestellt, daß, nachdem Sie Beuge: Das weiß ich nicht mehr.- Präs.: Forbes hat be- zechiel wieder ausgeföhnt haben, daß er Sie nicht abfichtlich von dem Vorhandensein der Douche und des Tauchbades erfahren, hauptet, da das Briefgeheimniß in der Anstalt nicht gehandlungen des Bruders Overbeck Klage führen sollten, dann sei geschlagen hat, und wenn sie später einmal über die Mißdiefe Strafmittel oder Disziplinarmittel weiter angewendet wahrt war, so mußte er fich seine Briefe an eine wurden. Sie haben nun eine Eingabe zu den Akten eingereicht, fogenannte Deck adresse schicken lassen. Nun bemerke ich Ihnen das unwahr?- Beuge: Das ist richtig. Präs.: Bruder Overbeck, ist das richtig? Overbeck: Jawohl. daß die Prozedur in dem Tauchbad in folgender Weise vor aber, daß, da die Verlegung des Briefgeheimnisses eine Handgenommen wurde. Es wurden dem Kranken die Füße zusammen lung ist, die strafrechtlich verfolgt werden kann, Sie nicht nöthig Präs: Haben Sie gewußt, daß Bruder Ezechiel diesen armen und alsdann die Hände an den Körper festgeschnallt. Alsdann haben, sich selbst zu belasten und können, wenn Sie dies be- unglücklichen Menschen derartig mißhandelt hat? Overbeck: wurde der Krante in das Tauchbad gesetzt, der Kopf nach fürchten, Ihre Aussage verweigern. Präf.: Und was haben Sie Jawohl, ich habe es gehört. Beuge; Dann ver unten getaucht, die Beine in die Höhe gezogen und er so weigere ich die Aussage.( Lautes Aha im Zuhörerraum. straft. Dieser mußte acht Tage in der Kirche knien. Auf sein dagegen gethan? Zeuge: Ich habe den Bruder Ezechiel beetwa 2 Minuten lang durch den Bottich gezogen. Als Der Präsident ermahnt das Publikum zur Ruhe.) Geh. Reg. Bitten hat ihn der Bruder Provinzial schließlich von der Strafe Sie davon erfuhren, wurde diese auf Ihre Anordnung, als Disziplinarmittel, angewandt. wöhnlich in Zwischenräumen von 2-3 Tagen revidirt werden, bekundet: Er sei 30 Jahre in Mariaberg thätig gewesen. Als befreit. Der folgende Zeuge ist der Barbier Mewen. Dieser Wollen Sie jetzt sagen, daß diese Ihre schriftliche Er- so sei es möglich, daß dies ein Kloster dem andern per Telephon die Mellage'sche Broschüre erschien, habe er sofort gesagt: der flärung unwahr ist?- Beuge: Nein, der Inhalt dieser meiner angezeigt habe. Eingabe ist wahr. Berth.: Wie viel Mal ist diese Prozedur Hierauf wird gegen 14 Uhr mittags eine längere Pause Berfasser ist gut unterrichtet. Das Schlagen mit dem Schlüffelauf Ihre Anordnung angewandt worden? bund auf den Kopf set ihm schon nicht mehr auf= Beuge: Einmal. gemacht. Auf Befragen des Vertheidigers bemerkt Medizinalrath Die Nachmittags- Sihung wird um 4 Uhr eröffnet. Aus der gefallen, daran sei er schon gewöhnt gewesen. Er habe Dr. Gerlach: Wenn in seiner Anstalt ein Wärter oder Ober- felben feien folgende Vorfälle registrirt: Der Priester Goidziert, einmal gefehen, wie ein Kranker zwischen ein eisernes Bitter und einen glühenden eisernen Ofen wärter sich beikommen lassen sollte, einen Kranken zu mißhandeln, Mutteranſtalt von 1891 bis 1893 Hausgeistlicher gewesen. Er gestellt wurde.( Große Bewegung im Zuhörerraum.) eine Art Gemaßregelter der Anstalt Mariaberg, ist in der würde er sofort entlassen werden. ein Epileptiker oder ein VerDer Rektor der Anstalt Mariaberg, Bruder Paulus Dve rift jetzt Kaplan in Gillrath. Er bekundet, daß der Generalvitar Präs. War der Kranke beck, muß zugeben, daß Forbes, obgleich er freiwilliger Pensionär gesagt habe, wenn er, Beuge, ungünstig gegen das Kloster ausrückter?- Beuge: Ich glaube, es war ein Verrückter?- Präs.: Hat man den Kranten gefesselt? war, nie anders als in Gesellschaft eines Bruders aus dem Kloster fagen werde, werde ihm etwas unangenehmes paffiren. Der Zeuge hat Dann lag doch die Gefahr nahe, daß er auf den glühenden Beuge: Nein. Präs.: gelassen wurde. Er habe die als niedrig zu betrachtende Revision des Alerianerklosters nothwendig sei, da die Kranken eisernen Ofen fallen und jämmerlich verbrennen fonnte? Pension von Er habe die als niedrig zu betrachtende einmal an das erzbischöfliche Vikariat berichtet, daß eine öftere habe stets für einen Priester unschickliche Urtheile über Damen sich über die Kost und hartherzige Behandlung beklagen. Beuge Sie, weshalb diese Strafe vollstreckt wurde?- Zeuge: Nein. zwanzig Mark Beuge: Gewiß, diese Gefahr war vorhanden.- Präs.: Wissen abgegeben. Sachverständiger Geh. Medizinalrath Profeffor habe außerdem veranlaßt, daß zwei junge Leute im Alter von Dr. Finkelnburg: Herr Rektor, Herr Sanitätsrath Dr. Capell- 17-18 Jahren, namens Lambert Müller aus Trier und Paul Präs.: Blieb nun der Kranke auf einer Stelle stehen oder lief er Zeuge: Er lief unaufhörlich laut schreiend mann hat bekundet: Sie waren früher in Belgien, wo Straf- Reschke aus Frankfurt a. d. D. aus der Anstalt entlassen wurden, um den Ofen herum? mittel, wie die Douche und das Tauchbad, geseglich eingeführt weil ihre Anwesenheit in der Anstalt nicht mehr erforderlich herum.Prás.: Brannte der eiserne Dfen?-Beuge: Jawohl.feien und auf Ihre Veranlassung wurden diese Strafmittel auch sei; Beuge wurde deshalb von den Brüdern in die Ecke gestoßen. Der Zeuge bekundet im weiteren auf Befragen: Er habe gesehen, diger: Von wem haben Sie gehört, daß derartige Zuchtmittel in worden, auch die Speisen waren sämmtlich im schlechten zu in Mariaberg eingeführt? Beuge: Jawohl.- Sachverstän- Die Geistlichen feien von den Brüdern sehr schlecht behandelt daß Kranke die sogenannte Kübeldouche bekamen. Belgien erlaubt sind? Zenge: Ich hörte das in meinem Kloster. ſtande. Zwei junge Leute, die als freiwillige Pensionäre von den Sachverständiger: Haben Sie von der Einführung dieser Zucht- Eltern in die Anstalt gegeben worden seien, wären als Gefangene mittel den Anstaltsärzten Mittheilung gemacht?- Beuge: Nein. behandelt worden. - Sachverständiger: Hielten Sie das nicht für Ihre Pflicht?- Polizeikommiffar 2ohe erzählt, in welcher Weise er mit Schreiner Friedrich Krämer, der hierauf als Zeuge erscheint, Zeuge: Nein. Sachverständiger: Haben Sie von der An- Mellage und dem Hotelier Dhse in das Kloster Wariaberg bekundet: Er sei vom 13. Mai 1891 bis 10. Juni 1992 Wärter wendung der Zuchtmittel den Anstaltsärzten Mittheilung gemacht? gegangen sei, um die Vorführung des Forbes zu -Zenge: Nein.- Sachverständiger: Wie viel Mal haben Sie langen. ver in Mariaberg gewesen. Bruder Thomas habe einmal einen Bruder Heinrich habe sich zunächst sehr dagegen Kranken mit dem Schlüsselbund auf den Kopf geschlagen, diese Zuchtmittel angewandt?- Im ganzen zwölfmal.- Sach- gesträubt. Dieser habe gesagt: Forbes ist so trant ihn alsdann in eine Belle schaffen und den Kranken verständiger: Ein Zeuge hat hier am Sonnabend bekundet, daß und so schwach, daß er nicht vorgeführt werden kann. hilflos liegen lassen. Am folgenden Morgen er die Zuchtmittel auch ohne Ihre Genehmigung angewandt Berth. Rechtsanwalt Dr. Niemeyer: Ich konstatire, daß der sei der Mann todt gewesen. habe? ( Große anhaltende Beuge: Wenn so etwas vorgekommen ist, so muß das Zeuge Bruder Heinrich sich bereits mit dem dritten Zeugen in Bewegung im Zuhörerraum.), vor meiner Zeit geschehen sein. Bruder Karl habe einmal Sachverständiger: Sie haben Widerspruch befindet. Polizeikommissar Lohe bekundet im einem Kranken eine Schlinge um den Hals ge aber eben gefagt, daß die Zuchtmittel erst auf Ihre Ver- weiteren: Als er den Forbes sah, habe er zunächst geglaubt, der worfen und ihn damit gewürgt. anlassung eingeführt wurden? Der letzte Zenge Zeuge( nach längerem Mann sei in der That irrfinnig. Als der Mann sich aber ge- ist Bruder Frenäus, mit seinem bürgerlichen Namen Engelbert Zögern): Ich vermag mir das nicht anders zu erklären. waschen hatte, rasirt war und andere Kleidung angezogen hatte, Müller. Dieser befundet auf Befragen: Der durch den Schlag Verth. Rechtsanwalt Lenzmann: Aus welchen Gründen haben da sah er ganz anders aus. Als sie mit ihm ins mit dem Schlüsselbund erschlagene Krante sei ein Mann namens Sie die erwähnten Zwangsmittel in Anwendung gebracht? Freie gingen, da sei ihm derselbe vorgekommen, wie der Ge- Borchelt gewesen. Dieser sei am folgenden Abend gegen 6 Uhr Prozedur nur noch -blos und Med. Rath Dr. Trost bekundet noch: Da die Klöster geEin Kranker, gesagt, das Essen im Zuchthause sei bedeutend besser als in Mariaberg, es sei das fein Essen für Menschen, sondern fürs Vieh. Er habe 1890 die Stellung in der früher im Zuchthause zu Werden war, habe ihm einmal Mariaberg aufgegeben. 12 = gestorben. Berth. Rechtsanwalt Lensmann: Haben Sie zu dem einen Brief geschrieben, in dem der Kommerzienrath B. sich um den 48 Jahr alten Maurer G. aus der Triftstraße, der Verstorbenen einen Arzt hinzugezogen? Zeuge: Nein. Ver kritisirt wurde. Da der Freund diesen Brief viel aus Furcht vor seiner besseren Hälfte" eine nicht ungefährliche G., der am ersten Feiertage theidiger: Hielten Sie es nicht für Ihre Christenpflicht, dem fach anderen Leuten zeigte, so erhielt auch B. Kenntniß Operation durchmachen mußte. armen Menschen ärztliche Hilfe zu bringen? Beuge: Der davon. Die Folge war eine Forderung auf Pistolen. Die einen ausgedehnten Pfingstausflug unternommen hatte und auch Mann machte auf mich den Eindruck eines Tobsüchtigen, in Bedingungen waren entsprechend der Schwere der Beleidigung die darauf folgende Nacht der Behausung fern blieb, traf bei seiner Gattin ein. Diese solchem Falle ist ärztliche Hilfe nicht nothwendig.- Ver- sehr scharf, fie lauteten auf dreimaligen Kugelwechsel aus ge- am Montag früh wieder theidiger: Sie sagten vorhin, Sie hätten nachmittags gegen zogenen Pistolen bei fünf Schritt Barriere. Trotzdem ist der forderte von dem„ Durchgefallenen" das übrig gebliebene Geld 3 Uhr dem Sterbenden Speise und Trank gebracht? Beuge: 3weikampf unblutig verlaufen. Von beiden Seiten waren zwei und unterwarf, als der wenig vertheidigungsfähige Gatte Allerdings. Verth. Tobte er da noch? Beuge: Nein, da Zeugen anivesend, außerdem zwei Aerzte und ein Rittmeister den Besitz von irgend welcher Reichsmünze bestritt, ihren war er schon ruhiger. Berth.: Sie hielten es aber nicht für als Präses des Offizier Ghrenrathes, der, weil v. F. Mann einer Leibesvisitation. Diese fiel zwar erfolglos aus, doch nothwendig, dem Manne ärztliche Hilfe zu bringen? Beuge: Reserve Offizier ist, in Kenntniß gesetzt war. Der erste bald begann G. heftig zu stöhnen; es stellte sich bei ihm ErNein. Berth. Haben die Herren Anstaltsärzte die Leiche be- Kugelwechsel fand gegen 10 Uhr vormittags statt, der ganze stickungserscheinungen ein und er mußte sich mittels Droschke fichtigt? Zeuge: Jawohl. Dieser Zweikampf hat nach dem Krankenhause begeben. Der brave Gatte hatte nämlich Sanitätsrath Dr. Capell- Zweikampf dauerte etwa 25 Minuten. mann bemerkt: Nach dem Befund der Leiche zu übrigens zu einer zweiten Forderung Veranlassung gegeben. Der den letzten Rest seiner Habe, ein Zweimartstück, den scharfen urtheilen, fonnte der Zeuge nicht annehmen, daß der erste Kartellträger, Rittmeister Schulz- Schulzenstein ließ den Augen seiner Frau entziehen wollen und die Münze in den Kranke sterben werde. Geh. Medizinalrath Prof. Dr. Finkeln- Regierungsassessor v. Flügge infolge das gegen ihn beobachteten Mund gesteckt. Durch ein verhängnißvolles„ Schaukeln" drang burg: Herr Sanitätsrath, was geben Sie als Todesursache an? Verhaltens ebenfalls fordern. Der Zweikampf wurde indeß das Geldstück in den Kehlkopf, wo es durch operativen Eingriff Dr. Capellmann: Apoplegie. Dr. Finkelnburg: Woraus ent- durch eine Erklärung v. Flügge's verhindert. Assessor v. Flügge beseitigt werden mußte. Dr. Capellmann: Ich nehme es an, weil ist, wie noch bemerkt sein mag, ein Sohn des früheren Reichsder Mann Paralytiker war und bei diesen gewöhnlich Apoplexie tags- Abgeordneten v. Flügge; er sowohl, als sein Vater find die Todesursache ist. Bruder Frenäus behauptet alsdann mit dem Kommerzienrath Bosch seit Jahren bekannt. Forbes habe die junge Frau Schumacher einmal in unzüchtiger weiter so für Ordnung, Religion und Sitte geprügelt, und die Weise umfaßt. Die beiden Beuginnen Schumacher und Zeuge Interessenten der Ordnung von heute werden über die Erfolge Forbes bestreiten das auf das entschiedenste. ihres Wirkens ihr blaues Wunder erleben. nehmen Sie das? Auf Antrag des Nechtsanwalts Lenzmann wird diese Ausfage des Bruder Frenäus protokollirt und alsdann, gegen 8½ Uhr abends, die Sigung auf Mittwoch, vormittags 9 Uhr, vertagt. Lokales: Bnr Lokalliste. In der Kolonie Schönholz steht außer den beiden auf der letzten Liste verzeichneten Lokalen von Hardegen und Streve auch noch Bagand's Restaurant mit großem Garten den Parteigenossen zur Verfügung. Infolge eines Versehens ist dies Lokal aus der letzten Liste fortgeblieben. In HohenNeuendorf an der Nordbahn ist Ivert's Restaurant von der Liste zu streichen. Nur Eine Typhusepidemie soll einer Blättermeldung zufolge im Stadttheil Moabit in der Gegend der Stephanstraße aus gebrochen sein. Dort find in den letzten 14 Tagen in einigen benachbarten Häusern etwa 10 Typhuserkrankungen ärztlicherseits festgestellt worden. Die Kranken sind zum theil in das städtische Krankenhaus Moabit übergeführt worden. Auch bei den in Moabit garnisonirenden Regimentern sollen in den letzten Wochen vereinzelte Typhuserkrankungen vorgekommen sein, so daß die Militärverwaltung augenblicklich Ermittelungen über den Ausgangspunkt der Epidemie anstellen läßt. Die Epidemie hat gegenwärtig nur einen geringen Umfang, die Erkrankungen werden als mittelschwer geschildert, Todesfälle seien noch nicht vorgekommen. Polizeibericht. Am 4. d. Mts. mittags versuchte ein Arbeiter in seiner Wohnung, in der Zionskirchstraße, sich zu vergiften. Er wurde auf ärztliche Anordnung nach dem Krankenhause gebracht.- Abends erhängte sich ein Mann in seiner Wohnung, in der Lichtenbergerstraße. Er wurde aber noch rechtzeitig losgeschnitten und da er geisteskrant zu sein schien, nach der Jrrenanstalt übergeführt. In der Hafenhaide fiel abends ein Mädchen von einer selbst hergestellten Schaukel und brach ein Bein.- Im Laufe des Tages fanden zwei unbedeutende Feuer statt. Witterungsübersicht vom 5. Juni 1895. Stationen. Swinemünde. Gesperrt sind vom 6. d. M. ab für Fuhrwerke und Reiter: Hamburg Von Parteigenoffen in Paukow und Nieder- Schönhausen Die Rathenowerstraße, von der Dreyse- bis zur Birkenstraße, Berlin. geht uns eine Buschrift zu, in welcher darauf hingewiesen wird, einschließlich des Kreuzdammes der letzteren, sowie die nördliche Wiesbaden. daß das Lokal von Thiele in Nieder- Schönhausen, in welchem Seite der Stralauer Chaussee vom Markgrafendamm bis zur München der Gefangverein Hilaritas am 1. Feiertage ein Vergnügen ab- Warschauerstraße. Wien gehalten habe, gesperrt sei. Dies gesperrte Lokal dürfe nicht mit dem einzig freien in diesem Ort, den vom Thieme, Linden straße 25, verwechselt werden. " Cork. 9 . OND Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke NNNIA NONNA( Stala 1-12) Wetter Temperatur FOR CARS nach Celsius ( 5°.= 4° R.) 768 Regen 10 769 NO . heiter 14 766 NNO bedeckt 13 766 N halb bedeckt 19 766 Still wolkig 16 764 Regen 17 765 NO bedeckt 16 4 773 N heiter 16 774 NNO 2 heiter 13 768 N 2 bedeckt 12 . hat sich vorgestern Nacht auf zweifache Weise zu tödten versucht. Petersburg Ein ungarischer Refervelieutenant, Gerhardtv. Deschan, Haparanda Er war von Berlin nach Nieder- Schönweide gefahren, und ging dort in der Nähe des Etablissements Kyffhäuser in die Spree. Aberdin. Sodann jagte er sich eine Kugel in die linke Brust. Durch den Paris Revolverschuß aufmerksam gemacht, eilten Leute herbei, die den Wetter- Prognose für Donnerstag, 6. Juni 1895. Gelbstmörder noch lebend, aber schwer verletzt aus dem Wasser Zeitweise heiteres, vielfach wolfiges Wetter mit etwas Regen zogen. Der dortige Arzt Dr. Thomsen erklärte die Verwundungen und schwachen nordwestlichen Winden; Temperatur wenig verdes Ungarn für nicht gerade lebensgefährlich und ordnete dessen Berliner Wetterbureau. fofortige Ueberführung in das Krankenhaus am Urban an. Verschmähte Liebe soll den heißblütigen Mann zum Selbstmord ändert. Gerichts- Beitung. Die Kirchennoth" scheint gewissen Leuten doch nicht so sehr am Herzen zu liegen, als man nach ihren unaufhörlichen Klagen annehmen möchte. Im Reichsboten" annoncirt ein Pastor als Vorsitzender eines Gemeindekirchenrathes: 3wei Mark hat uns auf unsere dreimalige Bitte im Reichsboten" die chrift liche Liebe zum Bau eines auf 16 000 m. veranschlagten Gotteshauses in Streitwalde, Parochie Költschen Nm., gespendet." Die Bahl der Reichsbotenleser sei doch so groß, und mancher Noth sei durch sie schon abgeholfen worden. Ob denn Herzen getrieben haben. und Hände für eine arme Gemeinde, die sich schon Unsere deutschnationalen Edelsten und Besten sind bekanntlich seit Jahren nach einem anständigen Gotteshause sehne, dant ihres nur durch äußere Schneidigkeit aufgemußten, aber In der Anklagefache gegen den Stadtv. Riemer wegen verschlossen sein sollten. Wer leiht", fragt schließlich der Seelen- sonst tühl auf den Geldsack hin kalkulirenden Natur, weniger zu derhirte, seinem Herrn und Heiland ein Scherflein und läßt sich's artigen Extravaganzen geneigt. Sie vertuppeln sich in der Ver- Provinzial- Schulkollegiums abfällig kritisirenden Rede, die er vor seiner die Wirksamkeit des Oberlehrers Dr. Ewers und des von ihm mit Zinsen und von uns unter herzlichem Dank mit zweiflung höchstens an eine reiche Bankiertochter oder gehen, einiger Zeit in der Stadtverordneten- Bersammlung gehalten, ist Segenswünschen zurückzahlen?" Ja, wer-?! Diejenigen, wenn sie total unmöglich geworden sind, nach Amerika, um es bereits ein Termin zur Hauptverhandlung auf den 10. d. M. welche es dazu haben, wohl faum; wenigstens nicht, wenn ihnen dort als Kellner zc. einmal mit einem nüßlichen Beruf zu ver- angesetzt worden. Ob dieser zu einem Endergebniß führen wird, nur Zinsen vom Heiland und Segenswünsche vom Paftor versuchen. ist noch zweifelhaft, da Rechtsanwalt Hugo Sachs als Versprochen werden. Eher würde vielleicht noch die Mahnung helfen, Daß der Umsturz bekämpft und zu diesem Zwecke dem Volke die theidiger den Wahrheitsbeweis zu führen beabsichtigt und zu Religion erhalten werden muß. Der Pastor von Költschen könnte diesem Zwecke noch die Ladung von 14 Zeugen beantragt hat. in dieser Beziehung noch manches von den Machern der Berliner Kirchenbauerei lernen! Vorsicht scheint bei den Automaten angebracht zu sein, die die Form einer Henne haben. In einem Restaurant in Hirschgarten wurden einem achtjährigen Mädchen beim Herausnehmen des Gies die Finger der rechten Hand derartig eingequetscht, daß der ganze Apparat losgeschraubt werden mußte, ehe das Kind von den Qualen befreit werden konnte. Vom Streik bei Eckel u. Glienicke. Wegen verbotener Beeinflussung eines Dritten zur Theilnahme an einer ArbeitsIn Friedenau war der Rektor Eichholz zum Rektor der einstellung hatte sich gestern der Metalldrücker Ernst Hem bd Gemeindeschule erwählt worden. Der Reftor wurde jedoch nicht vor der 1. Straffammer hiesigen Landgerichts I zu verantworten. bestätigt und die gegen die Nichtbestätigung erhobene Beschwerde Selbstmord beging der in der Schwedterstraße wohnhaft In der Lampenfabrik von Eckel u. Glienicke hatten am 2. März murde vom Kultusminister zurückgewiesen, sodaß in Friedenau gewesene Geldbriefträger Hermann Leddig, indem er sich in der D. J. die Metallbrücker die Arbeit niedergelegt, weil der Aneine neue Rektorwahl vorgenommen werden muß. Ueber den Forst bei Westend eine Kugel in den Kopf jagte; neben der Leiche geklagte für eine schon seit längerer Zeit von ihm betriebene Fall äußert sich die Preuß. Lehrerztg." u. a. folgendermaßen: lag der Revolver, welcher noch mit vier Patronen geladen war. Affordarbeit plöglich einen geringeren Lohn erhalten sollte. Eichholz hat mit rückhaltloser Offenheit, wenn auch ohne die Die Motive dieser traurigen That scheinen darin zu suchen zu sein, Hierbei standen seine anderen Arbeitsgenossen pflichtgemäß auf nöthigen Grenzen zu überschreiten, seinen Vorgesetzten und den daß Leddig von einem unheilbaren Magenleiden befallen war, feiner Seite und legten die Arbeit nieder. Am 5. März sah vorgesetzten Behörden gegenüber die vorkommenden Schäden der weshalb er außer Dienst gestellt werden mußte. Dies hat sich der Angeklagte den Metalldrücker Walz, der inzwischen in aus der Fabrik Schule aufgedeckt, ist stets für seine Lehrer eingetreten, und der sonst pflichtgetreue Beamte so zu Herzen genommen, daß er der Fabrik Arbeit angenommen hatte, war der erste, wenn es galt, die berechtigten Interessen der trübfinnig wurde und wohl in einem solchen Anfalle hat er zum herauskommen. Er trat an ihn heran und machte ihm Vorwürfe Schule und der Lehrer zu vertheidigen. Dieses, und nur dies Revolver gegriffen. Er hinterläßt Frau und Kinder. darüber, daß er als organisirter Arbeiter seine Pflicht so hintanganz allein könnte der Grund sein, weshalb man ihm die Be- Einen merkwürdigen Selbstmordversuch unternahm am feße. Er soll dabei auch verschiedene Drohungen mit Körperstätigung versagt hat. Dienstag die unverehelichte Wirthsc in Sippel, welche bei dem verlegung ic. ausgestoßen haben, falls Walz mit der Arbeit forttenstet ist. 3., der Wittwer fahren würde. Wenige Tage darauf traf er den Walz wieder Die Direktion des Zoologischen Gartens hat am ersten Glasermeister 3. in der Köpenickerſte n betreffenden Tage mit und diefer versicherte, daß er aus der Arbeit geschieden sei. Pfingstfeiertag vielen die Festesfreude vergällt. Alle Welt war und Vater eines Kindes ist, hatte der Meinung, daß wie gewöhnlich am ersten Sonntag im Monat dem kleinen Knaben und der Wirthsayerin eine Landpartie nach Wieder nach einigen Tagen sah ihn der Angeklagte aus der auch diesmal der Eintrittspreis 25 Pf. betragen werde; ein Johannisthal unternommen. Auf Wunsch des Frl. Zippel wurde Fabrik kommen und machte ihm neue Vorhaltungen. Er soll bedeutender Theil der Besucher hatte sich überhaupt nur deshalb eine Kahnpartie gemacht. Als der Nachen ungefähr die Mitte der ihm u. a. angerathen haben, am nächsten Tage lieber nicht zur Arbeit auf den Weg gemacht, weil für den mit Kindern gesegneten Spree erreicht hatte, brachte die Wirthschafterin das Boot in schaukelnde zu gehen, da er sonst vielleicht durchgeprügelt werden könnte, er Familienvater der gewöhnliche Eintrittspreis eine zu hohe Be- Bewegung und zwar derartig, daß das leichte Fahrzeug umschlug. soll auch als Zeichen feiner Mißachtung vor ihm ausgespien lastung bedeutet. Daß die Verwaltung eines angeblich Der Glafer vermochte sich über Wasser zu halten, bis er von haben. Hierin erblickte die Anklagebehörde einen Verstoß gegen gemeinnügigen Juftituts, diese Erwägung nicht außer Acht einem herannahenden Dampfer der Gesellschaft" Stern" auf-$ 153 der Gewerbe- Ordnung. Der Gerichtshof hielt diese Straflaffen würde, konnte man billigerweise erwarten. Wie groß war genommen wurde. Den Bemühungen des Dampferpersonals fette bestimmung nicht für anwendbar, da es sich hier nicht um daher das Staunen, als man am Eingange des Gartens der die Zippel jedoch Widerstand entgegen, so daß es erst gelang fie eine Arbeitseinstellung zur Erlangung günstiger großen rothen Platate ansichtig wurde, die da verkündeten, daß au retten, nachdem sie die Besinnung verloren hatte. Das Kind Lohn- und Arbeitsbedingungen" gehandelt hatte. Dagegen wurde für alle drei Feiertage das Entree auf 50 Pf. festgesetzt sei. war nicht im Kahn, sondern hatte den Vorgang vom Ufer aus der Angeklagte wegen versuchter Nöthigung zu 30 M. Man hat wohl darauf gerechnet, daß niemand gern wieder angesehen. Die Veranlassung zu dem gemeingefährlichen Selbst- Geldstrafe verurtheilt. umkehrt, hieß es im Publikum, deshalb die Ueberraschung. mordversuch soll darin zu suchen sein, daß die Wirthschafterin Aergerlich zahlten die meisten, ein kleiner Theil wandte der Ein- den Glasfermeister liebte und daß der Glaser diese Liebe nicht gangsthür den Rücken. = erwiderte. Einem formalen Fehler hat den Brauereibesizer Adolf Neißer die Befreiung von einer sechswöchigen Gefängnißstraße wegen Hinterziehung von Braumalasteuer zu verGleich der Ober- Staatsanwaltschaft hat auch Herr Rechts- Von der Lokomotive gestürzt ist der gegenwärtig als danken. Neißer, der schon einige Geldstrafen wegen desselben Vergehens anwalt Dr. Frizz Friedmann Berufung gegen das Urtheil Hilfsheizer thätige Maschinenbauer v. Knoblauch aus Berlin. hat bezahlen müffen, beschäftigte als Braumeister den jezigen eingelegt, welches vom Ehrengerichtshof der hiesigen Anwalts- Der Genannte ist Eisenbahn- Ingenieur und befand sich auf der Brauereibefizer Platz. Er behauptet, daß er Plah gerade aus v. K. wollte an dem Grunde entlassen habe, weil er dessen Verfahren die ver= fammer in seiner Angelegenheit gefällt worden ist. Das Berl. Lokomotive eines sogenannten Bedarfszuges. Tageblatt" fügt zu dieser Meldung noch die nicht ganz des un- der Lokomotive etwas in Ordnung bringen und hatte sich weit schiedenen Geldstrafen zu danken gehabt habe. Als Platz felbftfreiwilligen Galgenhumors ermangelnde Erklärung hinzu, daß Herr über dieselbe hinausgelehnt, ohne zu beachten, daß der Zug in ständig geworden war und die Konkurrenz des Neißer zu fürchten Friedmann willens gewesen wäre, die ihn seit zwei Jahren verfolgende demselben Moment bei der Zentralhebelbude, welche dicht neben hatte, reichte er gegen diesen eine Strafanzeige wegen MalzsteuerAngelegenheit auf sich beruhen zu lassen" und sich mit dem Er- den Geleisen steht, vorüberfuhr. v. K. stieß gegen diese Bude, Sinterziehung ein und behauptete darin, daß Neißer in mehreren Kenntniß des Ehrengerichtshofes zu beruhigen, wenn nicht so daß er mit zerschmettertem Schädel herabstürzte. Der Ver Fällen, nachdem die Steuerbeamten die Brauerei verlassen hatten, Befehl ertheilt habe, unversteuertes Farbenmalz der die Ober Staatsanwaltschaft die Sache nochmals aufgenommen unglückte ist erst seit kurzer Zeit verheirathet. Würze hinzu zu sehen. Neißer wurde auch für überführt erachtet, hätte. Bewußtlos aufgefunden und ins Krankenhaus gebracht da die Behauptungen des Denunzianten durch den Arbeiter Diese abgeschmackte Darstellung wird noch von einer Be- wurden im Laufe des Dienstags drei Personen. Den 30jährigen Henschel unterstützt wurden, und zu 6 Wochen Gefängniß richtigung" übertrumpft, die sich gegen einige antisemitische Maurer Karl Werner fand man um die Mittagszeit vor dem verurtheilt. Dem Rechtsanwalt Dr. Fr. Friedmann gelang Blätter wendet, welche die Affäre natürlich in ihrem Sinne aus- Hause Alexanderufer Nr. 8 liegend auf. Ein Schuhmann brachte es, auf grund eines kleinen formellen Fehlers, der bei der ersten gebeutet haben. Die Berichtigung verkündet nämlich der ihn mit einer Droschte in eine Anstalt. Als ein 26jähriger Bank- Verhandlung mit untergelaufen war, erfolgreich die Revision staunenden Welt, daß Herr Dr. Fritz Friedmann kein Jude beamter Friedrich Thiel ans Charlottenburg wurde ein Mann durchzusehen. Das Reichsgericht hob das erste Urtheil auf und sei, selbst sein Herr Vater sei schon evangelisch gewesen. Bums! festgestellt, der in den ersten Nachmittagsstunden in einem Pferde- verwies die Sache zur anderweitigen Verhandlung Eine Zweigniederlassung der Alegianer, von denen der Eisenbahnwagen an der Ecke der Friedrich- und Dorotheenstraße die 3. Straffammer. Im gestrigen Termin hielten die BeAachener Prozeß jest so unrühmliche Dinge zu tage fördert, bewußtlos und so frant geworden war, daß er in einer Seil- laftungszeugen Platz u. Henschel ihre Beschuldigungen aufrecht, eriftirt auch bei Berlin. Kurze Zeit vor den Aachener Verhand- anstalt Unterkommen finden mußte. Noch nicht festgestellt ist Rechtsanwalt Dr. Friedmann brachte dagegen so viel Entlungen hatte, wie ein Blatt meldet, die hiesige Station an den dagegen die Persönlichkeit eines anderen Mannes, den gegen laftungsmaterial zur Stelle, daß die Glaubwürdigkeit der beiden Berliner Magistrat die Mittheilung gelangen lassen, daß sie noch 72 Uhr abends ein Schuhmann des 3. Polizeireviers vor dem Beugen wesentlich erschüttert wurde. Der Gerichtshof glaubte, für etwa 20 Frre Unterkunft habe und zur Pflege derselben er- Hause Mittelstr. 46 liegend auffand und mit einer Droschke in auf diese Aussagen hin nicht zu einer Verurtheilung des Angetlagten kommen zu dürfen und sprach daher letteren diesa bötig sei. Der Magiftrat hätte wahrscheilich von dieser Offerte ein Krankenhaus brachte. Gebrauch gemacht, da die städtischen Anstalten fast überfüllt sind. Eines schwunghaften Handels mit Leichentheilen an- mal frei. Da aber fam der Aachener Prozeß, und die haarsträubenden geklagt, stand vor kurzem ein Leichendiener Lehmann vor Gericht. Aus Lüneburg wird berichtet: Die Ehefrau des Einzelheiten, die er zu tage fördert, sollen bewirkt haben, daß Es wurde mitgetheilt, daß der Angeklagte freigesprochen wurde, Wunderdoktors" Ast in Radbruch stand unter der Ander Magistrat den Brüdern einen abschlägigen Bescheid zu- die Staatsanwaltschaft aber Berufung einzulegen beabsichtige. flage, ihre Pflichten als Hebamme derart außer ad, t gelaffen zu Wie ein Berichterstatter meldet, ist der Freigesprochene nicht, wie haben, daß ein neugeborenes Kind nach einiger Zeit fast völlig Für Ordnung, Religion und Sitte. Ueber eine Duell- es in einigen Berichten hieß, Leichendiener des königlichen Schau- erblindete. Es ist dies das Kind der Ehefrau des Arbeiters hauses, sondern Angestellter des städtischen Krankenhauses am prügelei wird berichtet: Ein Pistolenduell, das durch einen Brief Friedrichshain und derselbe Lehmann, über den vor längerer Hoyer in Radbruch. Das Kind hatte gleich nach der Geburt ein veranlaßt wurde, hat vor einigen Tagen in der Nähe von hielt diesen Zustand nicht für gefährlich und verordnete, daß das Westend in einer Waldparzelle stattgefunden. Die beiden Gegner Beit einmal öffentlich Beschwerde geführt wurde, weil er weib- eiterndes Auge, auch war das Auge geröthet. Die Angeklagte Auge ausgeleckt werden sollte. Der Zustand des Auges verein Regierungsaffeffor Hennig von Flügge lichen Leichen die Zöpfe abgeschnitten haben sollte. und ein Kommerzienrath Karl Bosch aus Charlotten- Ein sonderbarer Patient wurde am zweiten Pfingst- schlimmerte sich jedoch und die Angeklagte kümmerte sich nicht burg. Der Regierungsassessor hatte an einen seiner Freunde feiertage in ein hiesiges Krankenhaus eingeliefert. Es handelte weiter darum. Als das Kind später einem Augenarzte in Begehen ließ. waren an weiter wurde Handlung gegeben wurde, war es zu spät. Es war die Pflicht| Konsumverein oder eine landwirthschaftliche Genossenschaft des mitzuhelfen; Gewerkschafts- Bundes Der Angeklagten, das Kind wegen der Augenentzündung zu be- Schuhwaaren liefere. In der That beugten sich alle unter das einer Resolution zugestimmt, wonach die Berufsverbände einobachten oder darauf zu dringen, daß ein Arzt zugezogen werde. kaudinische Foch mit der alleinigen Ausnahme der Schuhfabrik geladen werden sollen, mit den Organisationen des Beides hat sie nicht gethan. Sie wurde deshalb zu 3 Monaten Kreuzlingen bei Konstanz, die nun boykottirt ist. Die Auslandes sich über die Auszahlung der bei der Gefängniß verurtheilt. „ Schweizer Schreiner- 3eitung"( Meisterorgan) warnt Reise- Unterstützung sich ergebenden Differenzsumme zu in einer der letzten Nummern vor zwei Arbeiter- ,, Scheusalen", verständigen. Bei Streits mit mehr als 300 Ausständigen wird deren Verbrechen darin bestehen, daß der eine die Arbeit ohne tünftig per Mitglied und Monat eine Extraftener von 50 Cts. Kündigung verließ und der andere angeblich aufgewiegelt" habe. erhoben. Der nächste Gewerkschaftskongreß soll über die AnDas alles geschieht von denselben Leuten, die über die stellung eines ständigen Sekretärs und auch darüber beschließen, Tyrannei" und den" Terrorismus" der Arbeiterorganisationen ob lokale Arbeiterfekretariate zu subventioniren feien; das Soziale Uebersicht. " Gewerbegerichtliches. Man schreibt uns aus Mainz, 3. Juni: Der Vorsitzende des hiesigen Gewerbegerichts, getern! Herr Rechnungsrath Amend, giebt soeben Bericht über die Thätigkeit des genannten Gerichts für die Zeit vom 1. April 1894 bis 31. März 1895. Gewerkschaftliches. Bundeskomitee wurde durch zwölf Mitglieder erweitert, die außerhalb des Vorortes wohnen und fich haupt sächlich mit der Organisation zu befassen haben; bei Angriffsstreits von mehr als 300 Ausständigen hat sich das Es heißt darin: Auch in dem abgelaufenen Geschäftsjahre wurde die Vermittelung des Gewerbegerichts in erhöhtem Maße Sämmtliche Sattlergehilfen und Zuschneider des Sattler Bundestomitee zu versammeln, Genehmigung und Beendigung in Anspruch genommen, so daß 99 Gizungen nöthig waren, um meisters A. Fiebrandt, Dorotheenſtr. 25, haben die Arbeit von Streits haben zu erfolgen zwischen dem Bundeskomitee und der betreffenden Gewerkschaft der in Frage stehenden Arbeiter, 435 anhängig gemachte Klagen zur Entscheidung zu bringen. infolge Lohndifferenzen niedergelegt resp. gekündigt. Die Kollegen event, entscheidet endgültig das Bundeskomitee; andere als den Troß diefer gesteigerten Zahl der Streitfälle, 16 mehr als im werden gebeten, dies zu beachten. zu vertretenden Verbänden, Fachvereinen, Gewerkschaften anVorjahre, konnte dennoch der weitaus größte Theil derselben im Der Korbmacherstreik in Friedrichsfelde ist noch gehörende Mitglieder dürfen nicht als Delegirte gewählt werden; Borverfahren auf gütliche Weise erledigt werden, so daß nur in nicht beendet. Ueber die Zwerner'sche Werkstatt ist nach wie die Mitglieder des Bundestomitees sollen vom Vorort proportional 159 Fällen eine Mitwirkung der Beisitzer nothwendig wurde vor die Sperre verhängt. nach den Berufsgruppen gewählt werden. Wegen der und die Zahl der ergangenen Urtheile sich auf 96 gegen 120 im von Haftpflicht- Prozessen soll vielfachen Verschleppungen Vorjahre herabgemindert hat. Ueberdies sind 47 Streitfälle ohne Leipziger Maurerstreik. Nachzutragen ist noch, daß in das Bundeskomitee mit dem Vorstand des schweizerischen Klage- Erhebung von der Gerichtsschreiberei kurzer Hand zur Er- der Versammlung am dritten Feiertage die Ausständigen einen ledigung gebracht worden. Die rasche und wenig kostspielige Antrag ablehnten, wonach in den Generalstreit eingetreten werden Arbeiterbundes in Verbindung treten, um durch eine Eingabe die Art, in welcher die sich ergebenden Meinungsverschiedenheiten sollte; weiter beschloß man, daß die zu den neuen Bedingungen kompetenten Bundesbehörden zur Abstellung jener schädlichen zum Austrag kommen, die den Parteien gegebene Gelegenheit, arbeitenden Maurer eine Streifsteuer von täglich 50 Pf. zu ent- Praxis zu veranlassen. In einer anderen Eingabe sollen die ihre Interessen selbst wahrzunehmen und zu vertreten, findet richten haben. Donnerstag vormittag 10 Uhr wird wieder eine Arbeitsvergebungen auch den Arbeitern wegen Regelung der offenbar immer mehr Anklang in den betheiligten Kreisen, ganz Bersammlung im Pantheon abgehalten. Ueber den Stand des im Gegensaz zu den Angriffen, welche neuerdings Streits selbst wird in der Leipziger Boltszeitung" mitgetheilt, Arbeitslöhne zur Kenntniß zu bringen. Die in Basel zuſammengetretene Generalversammlung des schweizerischen Typographen von dem Zentralausschuß faufmännischer, ge- daß die Situation wenig verändert ist. Während der Feiertage bundes hat, nach unserer Quelle, wegen der Erhöhung der Beiwerblicher und industrieller Vereine zu Berlin, hat sich ein übrigens unwesentlicher Zuzug von Italienern und sowie von dem Verein der Arbeitgeber Beisiger anderen auswärtigen Maurern bemerkbar gemacht; die meisten träge den Austritt aus dem Gewerkschaftsbund beschlossen. Der des Gewerbegerichts Berlin gegen die Gewerbe- reisten jedoch wieder ab. Die Bauarbeiter außerhalb Leipzigs Kongreß sprach darüber sein Bedauern aus. gerichte erhoben worden find. Seitens dieser wird mögen auch ferner nach Möglichkeit dafür sorgen, daß der Zuzug Einführung der Berufung gegen alle vermieden wird. bekanntlich die Versammlungen: Eine Mitgliederversammlung der Filiale Berlin Moabit des deutschen Metallarbeiter- Werbandes tagte am 29. Mai in der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 48/49. Kollege 29. Mai in der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 48/49. Kollege Fried. Hofmann referirte in 1/ 2ftündigem Vortrag über das Fried. Hofmann referirte in 1/ 2stündigem Vortrag über das Thema:" Die technische und wirthschaftliche Revolution der Gegenwart". Sodann erläuterte Kollege May Lange in eingehender Weise die Nothwendigkeit der Verschmelzung Deutschen MetallDer Berliner Verwaltungsstellen des Urtheile der Gewerbegerichte erstrebt, während dieselbe heute auf In Stettin hat nun auch der Besitzer der Viktoria diejenigen Rechtsstreitigkeiten beschränkt ist, bei welchen der Brauerei seinen Arbeitern dieselben Forderungen wie die Werth des Streitgegenstandes den Betrag von 100 M. übersteigt Verwaltung der Elysium- Brauerei bewilligt, nachdem er erst die und des weiteren gefordert, daß die vorläufige Vollstreckbarkeit Lohnkommission nicht anerkannt hatte, was 6 Brauer zur sodes Urtheils von vorgängiger Sicherheitsleistung abhängig zu fortigen Niederlegung der Arbeit veranlaßte, wozu sie ein Recht machen sei. Angesichts dieser zu tage tretenden Bestrebungen hatten, da sie nicht auf Kündigung standen. Da ein bereits vor dürfte es sich indeß nicht als unangebracht erweisen, hier her gemaßregelter Brauer jetzt zu gunsten eines Verheiratheten, wenigstens festzustellen, daß bei dem Gewerbegericht der sonst hätte entlassen werden müssen, auf die Wiedereinstellung Mainz feit deffen vierjährigen Bestande im ganzen 15 be- verzichtet hat, so ist eine vollständige Ginigung erzielt. Die Ausrufungsfähige Urtheile ergangen und deren 4 mit Berufung an- ständigen traten wieder in Arbeit. Die Arbeitszeit ist von 11 arbeiter- Verbandes. Die Verschmelzung bedeute, die Verwaltungsgeschäfte für Berlin zu zentralisiren, die Agitation gefochten worden sind. In der Berufungsinstanz haben in zwei auf 10 Stunden herabgesetzt und nach dreimonatlicher Beschäfti hingegen zu dezentralisiren. Nach eingehender Diskussion gelangte Fällen die Erkenntnisse des Gewerbegerichts vollinhaltlich Be- gung erhalten die Brauer pro Monat 100 M. Lohn, was allen stätigung gefunden, während in den beiden übrigen Fällen die von Brauern zu gute kommt, da sie schon längere Zeit in der folgender Antrag zur Annahme:" Die Mitgliederversammlung der Filiale Moabit erklärt sich im Prinzipe mit der Verschmelzung Arbeitgebern eingelegte Berufung wieder zurückgenommen wurde. Viktoria- Brauerei in Arbeit sind. ber Berliner Verwaltungsstellen des Deutschen Deutschen MetallJedenfalls darf gesagt werden, daß es nicht unbedenklich erscheint, wenn auf grund ganz allgemeiner, unerwiesener Behauptungen am 3. Juni in einer Versammlung zu Hoffnungsthal, nächsten Die ftreifenden Bergarbeiter im Sülzthal beschloffen arbeiter Verbandes einverstanden, wünscht, daß in der Vertrauensmänner= Sigung ihrer Filiale die eine Einrichtung, deren wohlthätige Wirkung trotz ihres kurzen durch die Noth gezwungen, die Arbeit wieder aufzunehmen. Die einzelnen Bestimmungen dieses Planes nochmals durch Bestandes vielfach Anerkennung gefunden hat, zum Gegenstand Nachricht der bürgerlichen Bresse, daß sie sich an den Kaiser berathen werden, und erwartet von der nächsten gemeinso schwerer Angriffe gemacht und dadurch ein durch nichts gewendet hätten, wird in der westdeutschen Arbeiterpreffe nicht schaftlichen Mitgliederversammlung eine endgiltige Beschlußgerechtfertigtes Mißtrauen in die betheiligten Streife getragen bestätigt, ist also wohl unzutreffend. faffung in dieser Angelegenheit. Unter Verbandsangelegenheiten wählte die Versammlung zum Schriftführer den Kollegen Friedel. Jm weiteren hofft der Bericht, daß der Ausschuß des VerDie Vertrauenspersonen wurden ersucht, die statistischen Fragebandes deutscher Gewerbegerichte die Angelegenheit der ihr gebogen über die Arbeitsverhältnisse in Moabit Charlottenburg bis bührenden Würdigung ohne Zweifel unterziehen werde. Längstens zur nächsten Sitzung der Vertrauensleute ausgefüllt der Verwaltung einzureichen. wird." M Verband deutscher Barbiers, Friseure und Perrüdtenmacher Die italienischen Arbeiter zur Betheiligung am Gewertschaftsleben heranzuziehen, haben die vereinigten Gewerkschaften Cannstatts in Württemberg unternommen. Das soll in der Weise geschehen, daß Versammlungen von Arbeiterschutz in Defterreich. Am 21. März ereignete fich Italienern einberufen werden, in denen diese möglichst von Landsbei Prinzersdorf bei St. Pölten eine Kesselexplosion, der zwei Menschenleben auf gräßliche Weise zum Opfer fielen. Die leuten, jedenfalls in ihrer Landessprache durch Vorträge über die( Zweigverein Berlin). Donnerstag, den 6. Junt, abends 10% ubt, bet Röllig, Schuld an dem Unglück wurde in einer Mittheilung der General- fozialpolitischen Aufgaben des Arbeiters unterrichtet werden. Neue Friedrichstr. 44: Bersammlung. Eine dieser Versammlungen war schon angesetzt, leider war der direktion der Staatsbahnen wie üblich den beiden Getödteten Referent Casparoni aus Zürich nicht zur Stelle, so daß die beigemessen, die ja nicht mehr reden können. Am 30. März war 200 erschienenen Italiener wieder nach Hause gehen mußten, die Arbeiter- Zeitung" in der Lage, durch eine Reihe von ohne etwas gehört zu haben. Nächsten Sonntag foll nun eine gravirendsten Beweismomenten festzustellen, daß die beiden Getödteten nicht durch eigene Schuld, sondern lediglich durch zweite Bersammlung abgehalten werden, die hoffentlich ihren 18 Erfrankungen an Cholera festgestellt worden. Zweck erfüllen wird. den Umstand verunglückten, daß die schon längst reparaturB " Dermischkes: Ju Tarfus( Kleinasien) sind vom 31. Mai bis 2. Juni Von Sr. Majestät König Milan von Serbien liegt bedürftige Maschine nicht mehr für den Verkehr taugte. Den Paragraph vom groben tufug hat man nun auch folgende ganz interessante Mittheilung vor: König Milan hat Unser Bruderorgan verlangte eine gerichtliche Untersuchung. in Bayern gegen Boyfott- Erklärungen angewendet. nach kurzem Aufenthalte in Italien sein geliebtes Paris wieder Um 25. Mai besprach der Reichsraths Abgeordnete Kaizl im In Nürnberg waren dieses Vergehens die Parteigenoffen aufgesucht. Sein Hauptvergnügen, das Spiel, ist ihm dort etwas Budgetausschuß die Reffelerlosion bei Prinzersdorf und fragte, Werthmüller, Siebert und Hermann angeklagt, weil verleidet worden, denn in den Klub Royal, dem er angehörte, ward ob sich wirklich das Strafgericht mit der Sache befasse. Der sie in der„ Fränkischen Tagespost" Artikel hatten veröffentlichen gerade jetzt der Fürst Arsen Karageorgewitsch aufgenommen, der Herr Regierungsvertreter Ritter v. Bilinsti, Präsident der t. 1. laffen, worin die Klassenbewußten Arbeiter und alle rechtlich bekannte Prätendent und Erbfeind der herrschenden Obrenowitsch. Staatsbahnen, erwiderte, die strafgerichtliche Untersuchung auf denkenden Menschen aufgefordert worden waren, Schuhwaaren Darauf trat Milan aus. Auch sonst gefällt es Milan diesmal Veranlassung der Staatsbahn Verwaltung sei im Gange. Bis der Firma Strunzu. Gyfriedt nicht zu kaufen. Dadurch sollte schlecht in Paris, und es geht ihm auch schlecht, denn er hat heute, nach länger als 70 Tagen, ist das Ergebniß der Unter- die Ruhe der Allgemeinheit gestört worden sein. Der Vertheidiger gestern Prügel bekommen. Einer feiner zahllosen Gläubiger hat suchung immer noch nicht bekannt. Und zu einer Staats- der Angeklagten berief sich auf eine Reihe oberlandesgerichtlicher ihn auf der Straße überfallen und mit einem Stocke furchtbar verwaltung, die sich solcher Bummelei um teinen schärferen Urtheile, die freisprechend lauteten, ferner auf den von Militär- durchgewaltt. Es muß arg gewesen sein, denn der& rkönig ist bettlägerig Ausdruck zu gebrauchen schuldig macht, soll der Arbeiter Ver- behörden und Antisemiten geübten Boykott, gegen den ein- und wirft Blut aus. Man hat noch nichts davon gehört, daß trauen haben! zuschreiten noch feinem Staatsanwalt eingefallen sei; aber das der prügelluftige Gläubiger wegen Hochverraths oder sonst eines Unternehmer- Terrorismus. Aus der Schweiz wird uns Das Urtheil lautete für jeden Angeklagten auf 10 M. Geldstrafe Schöffengericht erklärte die Angeklagten dennoch für schuldig. Majestätsverbrechens angeklagt worden ist. Diese Franzosen! geschrieben: Bor einigen Monaten hat der 3üricher Maler oder zwei Tage Haft. In der Begründung wird angeführt, es meisterverein seinen Präsidenten ausgeschlossen, weil er sich geneigt zeigte, auf die Lohnforderungen der Arbeiter ei vollständig belanglos", was bis jetzt als grober was nicht; im vorliegenden einzugehen. In Brugg( Kanton Aargau) hat der Bäcker- Unfug verfolgt wurde und Falle wäre es zweifellos festgestellt", daß die von meisterverband über einen ihm unbequemen Berufsgenossen der Boykottkommission erlassenen Rundgebungen geeignet die Mehlsperre verhängt, so daß ihm weder Müller noch gewesen seien, erhebliche Beunruhigung innerhalb des geschäft N. L., Berlin. Im Parteiprogramm steht nichts über den Mehlhändler Mehl lieferten. Der Blockirte hat nun, den Prozeßlichen Verkehrs hervorzurufen. Die„ Fränkische Tagespost" werde Spiritismus. Wir halten die Geifterzitirerei für kindisch. weg beschritten und auch erreicht, daß das Bezirksgericht in nicht nur von Parteigenossen gelesen, sondern sei auch anderen Wenn aber ein Genosse anderer Meinung ist, so läßt Brugg den Bäckermeisterverband zu Schadenersatz von 5000 Frks. Kreifen zugänglich und damit wäre die Möglichkeit geboten, daß politische Partei hat mit dem Spiritismus ebensowenig etwas Brugg den Bäckermeisterverband zu Schadenersatz von 5000 Frks. verurtheilte. Auf der Tagesordnung des abstages am 11. Juni ber unparteiische Leser sich über derartige Rundgebungen ärgere gemein, wie etwa mit dem Begetarismus, der Jmpfgegnerei zc. 2c. in Schaffhausen stattfindenden Verbandstages Des schweizerischen Bäckermeister Vereins stehen Gegen das Urtheil, das in Bayern das erste seiner Art ist, Es muß den einzelnen Parteigenossen überlassen bleiben, sich zu unter anderm Anträge auf Einführung einer eigenen Rubrik im wird selbstverständlich Berufung eingelegt werden, wenn nöthig, diesen Bestrebungen zu stellen wie sie wollen. Meister- Fachblatt für die Namen der Blockirten und auf bis zur letzten Instanz. P. N. in D. Diesmal geht es nicht. 2. hat nicht die Boykottirung aller Arbeiter auf die Dauer eines Jahres, welche bis zur letzten Instanz. Zeit, Ihren Wunsch zu erfüllen. in einer Konsumbäckerei gearbeitet haben; der Boykott besteht Der Kongreß des schweiz erischen Gewerkschaftsbundes, 100 S. G. H. Pötzsch z. B. im Strafgefängniß Plößensee darin, daß kein Verbandsmeister einen solchen Arbeiter vor Ablauf der dieser Tage in Luzern verhandelte, war von 141 Delegirten bei Berlin. eines Jahres einstellen darf. Ein weiteres Stück Terrorismus besucht, die 9 Zentralverbände mit 84 Sektionen repräsentirten. Zwei Wettende. Bei der letzten Hauptwahl im Waldenleisteten die Schuhhändler. Auf die Nachricht hin, daß der Nach einer Berathung über Abänderungen des Statuts wurde burger Kreise erhielt der Kandidat der Reichspartei 8329, der Basler Konsumverein einen Schubladen einrichten wolle, beschlossen, zur Besserung der finanziellen Lage des Gewerkschafts- der freisinnigen Vereinigung 3697, der Sozialdemokrat Möller wurde sofort ein Verband der Schuhhändler der ganzen bundes einen einmaligen Extrabeitrag von 2 Frants in 11 386 Stimmen. In der Stichwahl siegte Genosse Möller mit Schweiz gegründet und jeder Schuhfabrikant sowie Schuh- vier Raten ชิน erheben, ferner den schweizerischen 12 299 Stimmen gegen den Kandidaten der deutschen Reichspartei, Grossist mit Boykott bedroht, der an irgend einen Arbeiterbund einzuladen, zur Speisung der Reservekaffe der 11 650 Stimmen erhielt. MöbelKaufgelegenheit bietet sich Brautleuten 2c. im MöbelSpeicher, 17218* Rosenthaler Strasse 13, 1. und daran Anstoß nehme". Ein grosser Posten Steppdecken echt Wollatlas( reine Wolle) Grösse 150x200, Stck. 7,50 M. ca. 1000 Stück schwere buntfarbige Daſelbſt ſtehen täglich zum Verkauf: Normal- Schlafdecken mit kleinen Maschinenflecken, in reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150 x 200 cm. Sonstiger ver Stück 4,50 M. Breis 9 M. Meine illustrirte Preisliste über hochfeine Stepp- und Schlafdecken gratis und franko. neue gediegene Möbel zu außergewöhn lich billigen Preisen, gebrauchte und verliehen gewesene Möbel zu wahrhaften Spottpreisen. 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Heute u. folgende Tage, abbs. 71/2 Uhr: Napoleon und seine Frauen oder Eine kaiserliche Ehescheidung. V Soiree der altbeliebten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Billets im Vorverkauf à 40 Pf. und Familienbillets à 1 M.( für 3 Personen giltig)( siehe Plakate). Heute nach Der Soiree: Lanzkränzchen. Volksgarten ( ehem. Weimann's Volksgarten) Gesundbrunnen. Badftr. 56. Direktion: Max Samst. Täglich: Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des deutschen Schneider- und Schneiderinnen- Verbandes zur Nachricht, daß unsere Kollegin, Frau Klara Streit Naunynftr. 86, am Montag, 3. Juni, plöglich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, 7. Juni, abends 7 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Michael Kirchhofes ( Mariendorf) aus statt. 218/20 Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten. Die Bevollmächtigten. Allen Freunden, Berwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Gattin und Mutter Klara Streit, geb. Zach, am 3. Juni nach kurzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 7. Juni, abends um 7 Uhr, von der Leichenhalle des Michael- Kirchhofes in Mariendorf aus statt. Um stille Theilnahme bitten 14826 Die trauernden Hinterbliebenen Reinhold Streit und Tochter. Danksagung. Für die überaus herzliche Theilnahme an dem Dahinscheiden meines lieben unvergeßlichen Mannes, unseres guten, treuen Vaters, des Gastwirths Emil Kurig, sprechen wir hiermit allen Verwandten, Freunden und Bekannten unfern Frau Aug. Kurig, geb. Marts, innigsten ont aus. nebst Kindern. Allen denen, welche mir bei dem Danksagung. herben Verlust meiner theuren, unvergeßlichen Gattin so tröstend zur Seite Ausstellung Italien in Berlin. Station Zoologischer Garten. Täglich, nachm. 41/2 Uhr: die Bersaglieri: Maestro Gatti. 5 Uhr: Musiktruppen: Liberti, Angeli, Penna, Tribuni, della Rosa. 6 Uhr: Tarantella- Tänzertruppen: Marano, Grieco, Lorenzo. 7 Uhr: Volksszenen aus dem italienischen Leben. mit seinem weltberühmten 71/2 Uhr: Maestro Gialdini Symphonie- Orchester aus Mailand. 8 Uhr: Opernchor des teatro filodramatico aus Mailand. Maestro Donizetti. 8 Uhr: Teatro americano mit Urcomico Bendixio. 11 Uhr: Finale: Grosser Umzug der Bersaglieri. Während des ganzen Tages Vorführung der ital. Seidenspinnerei, Glasbläserei, florentinischer Strohflechterei, Mosaitfabrikation, Holzschnißerei u. s. w. Entree 50 Pf. Schweizer- Garten Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn.-Am Friedrichshain. Täglich: Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Auftreten der Geschw. Valkoni, Gesangsduettisten. Mila Hermance, Bravoursängerin. Two Forlans, Knotabauts u. Exentrics. Münch, Mäge u. Wuttke, fächs. Komiter- Trio. Mr. Banola, fom. Intermezzo am dreifachen Reck. 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