Mr. 123. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Mr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Sonnabend, den 30. Mai 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Volte das nothwendigste Lebensmittel, das tägliche Brot; der Getreidezölle; dieses Mittel paßt aber natürlich unseren wenn sie nebenher die Taschen einer Hand voll Agrarier ostelbischen Agrariern nicht, und um dieses Uebel von den füllen, welche die Gesetzgebung dazu benutzen, um aus nothleidenden gräflichen, freiherrlichen, einfach adligen, Für den Monat Juni eröffnen wir ein neues Abonnement der Haut der Armen und Besitzlosen Riemen für die be- ja auch der ganz gewöhnliche Bürgerliche darf hierbei mitauf den güterten Volksklassen zu schneiden, so ist das ein Grund thun Grundbesitzern abzuwenden, werden die landwirthmehr, bei dem bereits vorhandenen Nothstand, und gegen schaftlichen Vereine mobil gemacht. über der drohenden Gefahr einer Hungersnoth, die Ursachen zu beseitigen, welche diese Zustände herbeigeführt haben; durch sofortige Aufhebung der Getreidezölle muß die Möglichkeit vermehrter Einfuhr geschaffen und damit die Verbilligung des Getreides und Verwohlfeilerung des Brotes herbeigeführt werden. Vorwärts Berliner Volksblatt mit dem „ Sonntagsblatt" als Gratisbeilage. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen zum Preise von 1 Mark 10 Pf. monatlich, frei ins Hans, entgegen. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 1 Mark 10 Pf. für den Monat Juni entgegen. Die Redaktion und Expedition des Ein Petitionssturm soll in Szene gesetzt werden, um die Landwirthschaft, welche sich nach Ansicht hervorragender Erwerbsgenossen" von der Regierung verlassen sieht, vor dem Untergang zu retten, und im Hintergrund erscheint bereits der Führer der" Fronde", Fürst Bismarck, der die Schaar der unzufriedenen Konservativen um sich sammeln Kein anderes Mittel kann diesen Zweck erfüllen. und das einer erleichterten Voltsernährung nicht abgeneigte Die vorgeschlagene Herabsetzung der Eisenbahn- Tarife Ministerium Caprivi stürzen soll. Die Anklage, daß so nützlich eine solche Maßregel an sich wirken könnte der jetzige der jetzige Reichskanzler der Landwirthschaft nicht ist, in Rücksicht auf die Herbeiführung billigerer Getreide- wohlwollend genug gegenüberstehe, ist absurd. Gerade preise, Unsinn, weil die Brotfrüchte meist zu Wasser ver- die Halbheit und Unentschlossenheit, mit der die laden werden, und daher die Beförderung mit der Eisen- Regierung es vermeidet, die unheilvolle Bollpolitik Bismarc's bahn gar nicht in Frage kommt. energisch und durchgreifend zu beseitigen, die Berücksichtigung Ferner suchen sich die schuldbewußten Agrarier einen der Interessen der Landwirthschaft, welche die Regierung Prügelknaben, und machen die Börse für die hohen Getreide- verhindert, dem Rufe nach billigem Brot Erhörung zu preise verantwortlich; wir sind keine Freunde des Gift- schaffen, beweist deutlich, wie sehr auch die jetzigen Macht" „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. baumes" und finden es empörend, daß zu Gunsten einer haber in den Fesseln des Agrarierthums liegen, und wie Die Aufhebung wüsten Spekulation die Preise der nothwendigsten Lebens- wenig auf eine wirklich volksthümliche Zollpolitik zunächst mittel in die Höhe getrieben werden; aber die Börse" ist noch in Deutschland zu rechnen ist. eine nothwendige Konsequenz des heutigen Wirthschafts- Die geplante vorübergehende Ermäßigung der Getreidesystems, und diejen igen, welche die bestehende Wirthschafts- zölle hat weder Zweck noch Nutzen; daß aber der Beder Getreidezölle. ordnung für richtig halten, haben gar kein Recht, das aller- seitigung der Zollschranken eine Verbilligung des Getreides dings widerliche und gemeingefährliche Treiben der christlichen und damit die Möglichkeit der Beschaffung billigeren Brotes Die Zeit, in welcher Deutschland den zweifelhaften und jüdischen Börsenmatadore zu bemängeln. folgen wird, das beweist der Umstand, daß nur auf das Ruhm für sich in Anspruch nehmen darf, die höchsten Ge- Die Börse" dient der Ausraubung und Ausbeutung Gerücht hin, es seien Verhandlungen über die Beseitigung treidezölle zu haben, ist ihrem Ablauf nahe; die Tage des des Volkes genau ebenso wie die Kartelle und Ringe in der der Getreidezölle im Gange, an der hiesigen Börse Roggen Fünfzig Mark Bolles für Roggen und Weizen sind gezählt. Großindustrie; die Herren, welche von der„ Liebesgabe" beim und Weizen erheblich im Preise gesunken sind. Der Hunger klopft gar zu vernehmlich an die Thore des Reichs, Branntwein leben, welche, ohne das geringste Schamgefühl, An das Märchen, der Zoll werde vom Ausland und wenn der Kaiser aus den Jagdgründen von Brökelwit sich Zuckerprämien auszahlen lassen, die in den Getreide getragen, glaubt heute ebenso wenig Jemand mehr, wie heimgekehrt, mit den Ministern über die Frage, wie lange zöllen ein ihnen willkommenes und erlaubtes Bereicherungs- an die von den Vertheidigern der Lebensmittel- Zölle wohl noch die vorhandenen Vorräthe von Brotkorn für die mittel sehen und damit von dem Hunger der Volksmassen erfundene Geschichte, daß die Getreidezölle eine Steigerung Ernährung des Volkes ausreichen, hoffentlich sind jetzt profitiren, diese Herren haben wirklich weder Recht noch der Löhne und damit eine erhöhte Ernährungsfähigkeit der die Erhebungen, von denen der Minister von Bötticher be- Veranlassung, die Stelle zu schmähen, an welcher ihre Ge- Arbeiterklasse herbeiführen würden. reits vor länger als drei Wochen im Reichstage gesprochen, schäfte betrieben und vermittelt werden. Ju Wirklichkeit muß die übergroße Majorität der Bebeendetin Berathung tritt, werden voraussichtlich Be Man verstaatliche den Getreidehandel, d. h. man über- völkerung in der Vertheuerung des Brotes die Lasten der schlüsse gefaßt werden, welche zu einer Suspension der Ge- gebe die Distribution des Brotkorns staatlichen Organen, Getreidezölle tragen; Zölle, deren Ungerechtigkeit und Vertreidezölle führen. Freilich, es ist ein harter Schlag für welche, nach ehrlicher Berechnung der Herstellungskosten, den werflichkeit um so größer ist, als dieselben nicht nur die die armen Groß- Grundbesizer", welche sich gerade zur Verkaufspreis des Getreides bestimmen, oder noch besser, laßt nothwendigsten Lebensbedürfnisse besteuern und damit die Reise in der Bäder rüsten, um sich von den Strapazen uns den Grund und Boden vergesellschaftlichen, dann sind wirthschaftlich Schwachen in unerträglichster Weise belasten, des Winters, von der parlamentarischen und gesellschaftlichen der Börse" die Giftzähne ausgezogen. sondern durch die Erhöhung der Preise des inländischen Rampagne zu erholen, daß der Roggen- und Weizenzoll so Die Börse" steht und fällt mit der heutigen Gesell- Getreides einer kleinen, bereits durch Besiz und Einkommen, arg ins Wackeln kommt, und, wenn nicht Alles täuscht, dem schaftsordnung, und es ist lächerlich und frivol zugleich, günstig gestellten Minderheit viele Millionen zuwenden, elementaren Ansturm der für eine Erleichterung der Volks- wenn die blaublütigen Junker, die an der Börse ganz genau während die hart um ihren Lebensunterhalt ringende Maernährung ernsthaft besorgten Volkskreise nicht länger so zu Hause sind und ebenso" jobbern" und" fixen" wie jorität der Bevölkerung unter der Vertheuerung des HauptStand halten wird. ihre semitischen" und" deutschen" Erwerbsgenossen aus nahrungsmittels, des Brotes, schwer leidet, und in ihrer unt ihren Geldbeutel vor der Bourgeoisie, der Ernährungsfähigkeit täglich mehr geschädigt wird. Aufhebung der Getreidezölle zu schüßen, auf die durch die Es ist die höchste Zeit, daß diesen Zuständen ein Ende Börse" veranlaßten hohen Getreidepreise schimpfen. gemacht wird; die Situation ist derart gespannt, daß jeder Die einzig mögliche Abhilfe liegt in der Aufhebung versäumte Tag unheilvolle Folgen haben muß. Den Getreidezöllen ist neben der schlechten Ernte des Vorjahres und den ungünstigen Ernteaussichten für dieses Jahr der lange und andauernd hohe Preisstand des Brotkornes geschuldet; die Getreidezölle vertheuern dem Feuilleton. Nachdrud verboten.) ( 72 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. " steigen müssen. Heute sind die wirklichen Scheiterhaufen vor und spielte mit ihm Schach, geduldig wartend, wann nur noch für englische Waaren im Gebrauch, aber die mora- der Kranke darüber einschlief, bis er wieder erwachte. lischen Herenbrände dauern noch immer fort." Er kostete den Schmerz eines Mannes, der sich der besten Der Oberförster blies zustimmend dichte Rauchwolken Absicht bewußt ist und überall verkannt und zurückgestoßen aus seiner Meerschaumpfeife. Der Vikar meinte, daß es wird. Mußte er nun nicht jede Hoffnung fahren lassen, in daher um so nöthiger wäre, die Spinngewebe des Aber seiner Gemeinde wohlthätig zu wirken und die Menschen glaubens aus den Köpfen wegzufegen. Herr Zengerl für den Geist der neuen Zeit allmälig zu gewinnen? Wand pflichtete ihm bei. an Wand mit ihm ruhte der Todte, und entmuthigt fragte Aber es ist ein Augiasstall, den Sie reinigen wollen," er sich, ob die Zufriedenheit eines engbegrenzten Lebens, wie Das Mißtrauen stand zwischen Lacedelli und den Leuten fügte er hinzu, und ich möchte Sie weniger mit einem jener es geführt hatte, nicht jedes höhere Streben aufwöge? wie eine unübersteigliche Mauer. Es ließ auch keinen näheren Herenmeister als mit Herkules vergleichen: das Amt, das Wie heiter hatte der Greis nicht dem Tode entgegengeschaut, Umgang mit dem Landrichter und dem Oberförster zu. Ihnen die Regierung gegeben hat, ist ein Nessus- in welchem Frieden war er nicht gestorben! Durch das Als Beamte der bayrischen Krone hatten sie allerdings Rück- gewand." offene Fenster kamen allerhand Nachtinsekten herein, umfichten gegen den Vikar zu nehmen und sie mußten ihm Der Vikar zuckte leicht zusammen. So rathen Sie kreisten das Licht, welches auf dem Tische brannte, und verihre Häuser offen halten, wie sie in der Herrenstube des mir," bat er, wie ich das Mißtrauen, dem ich überall be- sengten sich. Der Vikar blickte auf die kleinen Leichen, Sterns eine Unterhaltung oder eine Partie Boston, bei der gegne, entkräften fann?" welche den Tisch bedeckten und mit einem bitteren Gefühl der Steuereinnehmer, der nur zur Berechnung den Mund Herr Zengerl wühlte in seinen Haaren und zog dann verglich er sein Schicksal dem ihrigen. Hatte nicht auch er aufthat, den Vierten machte, mit ihm nicht ablehnen konnten. Die Schultern in die Höhe. Wenn es die Zeit nicht thäte, fich die Flügel an dem Lichte verbrannt, dem er nachstrebte? Der freisinnige Landrichter stimmte zwar in manchen Fragen meinte er gedehnt und ließ den Satz unbeendigt. Verblendet, hatte Hannes ihn genannt. War es nicht vielmit dem Vilar überein, doch trennte sie der Haß, den er Aber die Zeit that es nicht. Die Kirche wurde leicht die Flamme eines Lichtstümpfchens, was er für die gegen Napoleon und seine Satrapen hegte, während der leerer und leerer. Die Leute gingen zur Andacht nach Hof Sonne hielt? Was ist Wahrheit?" seufzte er. Doch nein, Bikar das Genie des ersteren bewunderte. Zudem war es und Enneberg und selbst nach Zwischenwasser. Nur ein eine neue Zeit war angebrochen, und Entsagung wäre VerHerrn Zengerl, der in seinen Manieren wie in seiner paar Greise und Krüppel waren seine Zuhörer und kamen rath aus Feigheit gewesen. Der Gewaltige, der aus dieser Kleidung sich gehen ließ, nicht recht gemüthlich in der zu seinem Beichtstuhl. Die Kranken begehrten nicht seines Beit hervorgegangen, besaß auch die Macht, die Welt vor Gesellschaft des geistesregen Vikars, der seine Worte Trostes, die Sterbenden nicht der letzten Delung durch ihn. dem Rückfall in die alte Finsterniß zu wahren. Von den schönrednerisch zu setzen wußte und sich mit jener Glätte und jetzt hatte selbst Herr Moltenbecher in feiner letzten Mogen der Ostsee bis zum Kap Spartivento, von der benahm, welche die Priester mit den Diplomaten gemein Stunde nicht nach ihm verlangt, sondern den Dechanten Weichsel bis zu den Küsten des atlantischen Ozeans haben. Als der Vilar eines Abends mit guter Miene zum holen lassen, obgleich sich sein Verhältniß zu dem alten herrschte der Frankenkaiser. Wer wollte gegen die Macht bösen Spiel von dem Mißtrauen der Leute erzählte, das Manne allmälig freundlicher gestaltet hatte. Er hatte sich stemmen, wer sie erschüttern? Das war der Fels, ihn fast zu einem Herenmeister stempele, bemerkte der Land- es für seine Menschenpflicht gehalten, dem Pfarrer auf dem die neue Kirche sich auferbaute, eine Kirche, richter, indem er sich sein strickartig umgebundenes Halstuch seine Muße zu widmen, um ihm die lange Weile zu ver- frei von dem Despotismus ber Priesterkaste. Theil noch mehr lockerte:" Ja, Herr Vitar, zur Zeit der Heren- treiben. Wohnte er doch unter seinem Dache, aß er zu nehmen an diesem Bau bist auch Du berufen, prozesse hat auch mancher Pfarrer auf den Scheiterhaufen doch von seinem Brote. Er plauderte mit ihm, las ihm ermannte sich Lacedelli. Das Geschrei der Menge und ihre Jne Lande haben wir keine genügenden Vorräthe von] Der Reichstag könnte, wenn von keiner Seite WiderBrotfrüchten, und die Aussichten auf die nächste Ernte sind spruch kommt, eine bezügliche Regierungsvorlage in einem darin stimmen alle Nachrichten überein schlecht; was einzigen Tage erledigen. Im Falle des Widerspruchs wären bleibt also übrig, um der täglich sich vergrößernden Gefahr allerdings mindestens drei Tage nöthig. Und wenn es zu begegiten, als die Niederreißung der Zollschranken, damit lange Debatten gäbe, natürlich noch mehr. Wird es solche eine zollfreie Zufuhr erfolgt, welche den Bedarf befriedigen geben? Wird insbesondere Fürst Bismarck, der Millionärund die agrarischen Bestrebungen, das inländische Getreide züchter und erklärte Chef der Brotvertheuerer im Reichstag um den Betrag des Zolles zu vertheuern, verhindern kann. erscheinen und die Fortsetzung der Hun gerkur, die er Hierin besteht die Aufgabe der Regierung; je schneller dem deutschen Volk auferlegt hat, mit seiner berserkersie die nothwendigen Maßregeln ergreift, je eher sie sich von wüthigen Säkulär- Beredsamkeit als staatsmännische Pflicht dem die materiellen Interessen der eigenen Klasse vertreten- und staaterhaltende Nothwendigkeit hinstellen? Wir können den Agrarierthum emanzipirt, desto besser für die Gesammt es nur wünschen. Ein hübscher Wiß der Weltgeschichte heit des Volkes, für die arbeitende und schaffende Bevöl- wäre es unzweifelhaft, wenn der Mann, der den Palamenferung, welche nicht dazu da ist, sich zu Gunsten einer tarismus so verachtet und die parlamentarischen Majorifleinen Zahl von Großgrundbesitzern ihre Ernährung er- täten stets mit so souveräner Verachtung behandelt hat, jetzt schweren, die nothwendigsten Lebensmittel vertheuern zu im parlamentarischen Kampf von einer parlamentarischen Lassen. Majorität, der er nicht imponirt, ohne Federlesen bei Die Zeit, in der die Kornzölle auch nach Ansicht ihrer Seite geschoben und zum alten Eisen geworfen würde. Anhänger beseitigt werden müssen, ist gekommen; wir haben Unter allen Umständen ist es ein würdiger Abschluß in Deutschland Getreidepreise, wie wir sie seit den Hunger- des Lebens dieses Mannes, daß er mit dem letzten Rest jahren nicht mehr kannten; der heutige Preisstand der seines Einflusses für die Brotvertheuerung eintritt. Brotfrucht läßt sich nicht weiter ertragen, er ist wenn nicht Es ist das beiläufig ein neues Glied in der langen Kette gänzlich, so doch zum großen Theil eine Wirkung des hohen von Ungeschicklichkeiten, durch welche die„ Germania", kurz Bolles, welcher in Deutschland, im Lande der Sozialreform, ehe die Nemesis ihn am Kragen packte, zu dem Worte ver auf das Brot, die Hauptnahrung des armen Mannes, anlaßt ward:„ Es gelingt nichts mehr." gelegt ist. Diese Wirkung kann einzig und allein durch die Beseitigung der Ursache aufgehoben werden, und die Ursache der für weite Volkskreise unerschwinglichen Brotpreise sind die Getreidezölle. Seife zur Mohrenwäsche wird in Friedrichsruhe gebraucht. Der unzufriedene Eigenthümer möchte von vielen anderen schwarzen Punkten" und Flecken ab gesehen den Kulturkampf jetzt von sich wegAngesichts der unausbleiblichen Folgen der fortwähren- schwemmen. Er reibt und spült, und spült und reibt in den Steigerung der Preise aller Lebensmittel, insbesondere seiner Hamburger Badestube-die Seife ist jedoch nicht der Vertheurung des Brotes, sind wir berechtigt und ver- scharf genug, und wenn auch die Haut zerschunden wirdpflichtet, der Regierung und den herrschenden Klassen zuzuder Mohr bleibt schwarz. rufen: Der Worte sind genug gewechselt; laßt uns jetzt endlich Thaten sehen." Das arbeitende Volk wird von den schönen Reden in den Parlamenten, von den Versicherungen der Minister, daß die Regierung die Volfsernährung zu erleichtern beabsichtige, nicht satt; es verlangt Arbeit und Brot und vereinigt sich mit seinen Vertretern zu der Forderung: Fort mit den Getreidezöllen!" Politische Itebersicht. J Berlin, 29. Mai. Wer aber Sinu für Humor hat und sich einen vergnügten Augenblick machen will, der lese den Artikel der Hamburger Nachrichten", in welchem der unzufriedene Mann sich als als unschuldiges Lamm das Lamm hinstellt, fein Wässerchen, namentlich kein katholisches Wasser, maren's, bösen Buben je getrübt habe der grundschlechte Falk und Andere, die das Unheil angerichtet, und das arme unschuldige Lamm bei den Katholiken in schlechten Ruf gebracht haben. Es ist eine fast geniale Selbstverhöhnung wider Willen. die -WO Goßler zum Oberpräsidenten von Ostpreußen gilt, wie die Die Ernennung des früheren Kultusministern von Königsberger Allgemeine Ztg." aus zuverlässigen Privatnachrichten erfährt, als sicher.der vorliegenden Absicht zuerst im Jahre 1895, nicht weniger als 163 mit der Inspektion der Fabriken betraut sein. Bei biefer ganz gewaltigen Steigerung wird man allerdings in Be tracht ziehen müssen, daß einmal mit der Uebertragung der Dampfteffelrevisionen an die Fabrikinspektoren und sodann in folge der durch die letzte Gewerbe- Ordnungs- Novelle einge führten Neuerungen der Umfang der Beschäftigung dieser Be amten außerordentlich erweitert worden ist. Die Neuorganisation ist so gedacht, daß die Fabrikaufsichtsbeamten den Bezirks regierungen angegliedert werden, und zwar sollen fünftig zwei Kategorien der Beamten thätig sein, Gewerberäthe und GewerbeInspektoren, zu denen noch nicht festangestellte Gewerbe- In spektionsassistenten treten. Für das Jahr 1891/92 nun foll für 17 Regierungen je eine Gewerberathsstelle geschaffen werden, für die anderen 9 Regierungen, in denen demnächst Gewerberäthe angestellt werden sollen, sollen Gewerbe- Inspeks toren mit den Geschäften jener beauftragt und außer dem denjenigen Regierungs Gewerberäthen und den die Ge schäfte solcher versehenden Gewerbe- Inspektoren, welche diese Geschäfte noch für einen oder mehrere andere Regierungsbezirke wahrzunehmen haben, eine Hilfskraft beigegeben wer den. Die Regierungsbezirke, welche schon in diesem Jahre einen Regierungs- Gewerberath erhalten sollen, sind: Königs berg, Frankfurt a. D., Berlin, Stettin, Posen, Breslau, Oppeln, Magdeburg, Merseburg, Schleswig, Hannover, Minden, Arnsberg, Wiesbaden, Düsseldorf, Köln und Aachen. Von den Gewerbe- Inspektoren sollen 24, davon je 5 in den Bezirken Arnsberg und Düsseldorf, von den Assistenten 23, davon 3 in Berlin, 5 in Arnsberg und 6 in Düsseldorf, in Thätigkeit treten. Die Ueberweisung der Dampftessel- Revisionen an die Gewerbe- Inspektion wird im laufenden Jahre nur in den Regierungsbezirken Arnsberg und Düsseldorf erfolgen, in denen 3565 bezw. 4210 Betriebe mit Dampfkesseln der staatlichen Revision unterstehen. Zum Rückgang der Sozialdemokratie" meldet heute Herr Richter triumphirend: " Ein Delegirter zum sozialdemokratischen Parteitag in Halle, Maler Johannsen aus Einbeck, giebt in der Südhannoverschen Beitung" folgende Erklärung ab:" Da ich mich von der Unausführbarkeit der sozialdemokratischen Lehren und Ideen überzeugt habe, bin ich aus der sozialdemokratischen Partei ausgetreten und habe mich der nationalliberalen Partei angeschlossen. Der sozialdemokratische Agitator Schmidtfranz in Bochum ist nach dem Börsen- Kourier" unter Mitnahme der von ihm verwalteten Kreis- Parteikasse, aber unter Zurücklaffung seiner Frau, flüchtig geworden." Unser hannoversches Partei- Organ, der Volkswille", der den Sachverhalt genau kennt, theilt über den großen Verlust unserer Partei Folgendes mit: Gegenüber der Auslassung des Berliner Aktionär" Ein sozialdemokratischer Agitator Schmidtfranz, oder fonstatirt die Köln. 3tg.", daß Präsident Thielen die ähnlichen Namens, in Bochum ist uns und auch dem ParteiBerufung an die Stelle des Herrn von Maybach bereits vorstand un bekannt. Die andere Wordgeschichte beDie Berufung des Reichstags zum Zweck der angenommen habe. Ein General als Chef des Arbeits- treffend, so findet sich im Verzeichniß der Delegirten zum völligen oder theilweisen Suspension der Getreidezölle, ministeriums sei nirgends außer in einigen Sensation Halle'schen Kongreß allerdings ein Johannsen aus Einbeck. Geredet hat derselbe nicht. scheint für die nächste Beit bevorzustehen. Wir sagen: liebenden Beitungen in Frage gekommen. Suspension, d. h. Außer Kraftseßung, nicht Abschaffung; Uns scheint das letzte Wort in der Frage der Neudenn an leine vollständige Beseitigung der Ge- besetzung des Eisenbahnminister- Posten noch nicht getreidezölle wird in den maßgebenden" Regionen vorläufig sprochen. nicht gedacht. Das Volk muß erst kräftiger gesprochen haben, ehe seinen Forderungen voll und ganz Rechnung getragen wird. Die endgiltige Schlacht wird also voraussichtlich nicht in der bevorstehenden außerordentlichen Session, sondern erst im Herbst geschlagen werden. In den Regierungskreisen schwant, man noch; allein gewiß ist, daß die Ueberzeugung von der Unhaltbarkeit des status quo des gegenwärtigen Zustandes auch dort mehr und mehr Play greift. Die Börse, welche für derartige Dinge ein feines Gefühl hat, eskomptirt( verrechnet) bereits die bevorstehende Getreidezoll- Ermäßigung, und im Hinblick auf dieselbe sind die Kornpreise an der Produktenbörse seit gestern um 6 M. für Weizen und um 5 M. für Roggen( Doppelzentner) zurückgegangen- eine Thatsache, die den agrari schen Kornwucherern doppelt fatal ist; einmal, weil durch das Preissinken der Wucherprofit geschmälert wird; und zweitens, weil das agrarische Lügenmärchen: die Kornzölle seien ganz ohne Einfluß auf die Brotpreise und also auch an der jetzigen Theuerung nicht schuld, in denkbar schlagendster Weise widerlegt wird, sodaß es sich als blauer Dunst verflüchtigen muß. Ist die Zollsuspension wirklich erfolgt, oder auch nur durch Vorlage eines Regierungsantrages gesichert, so würden die Kornpreise sofort noch weit erheblicher fallen, bis das allgemeine Weltmarkt- Niveau, über das wir durch die Kornzölle künstlich gehoben worden sind, in Deutschland wieder erreicht ist. Ueber die Reform des Fabrikinspektorats bringen die Berl. Polit. Nachrichten" folgende anscheinend offiziöse Informationen: Nachdem das preußische Abgeordnetenhaus den Etat des Ministeriums für Handel und Gewerbe auf das Jahr 1891/92 nunmehr definitiv genehmigt hat, so kann, da das Herrenhaus, dem nur eine Enbloc- Annahme oder Ablehnung des Etats zusteht, sicherlich hieraus keinen Einwand gegen den letzteren erheben wird, die beabsichtigte Reorganisation des Instituts der preußischen Fabrikinspektoren nunmehr zur Durchführung gelangen. Das Fabrikinspektorats Institut, wie es gegenwärtig besteht, ist durch die Gewerbe Ordnungs- Novelle vom Jahre 1878 geschaffen, seine Organisation wurde den Einzelstaaten überlassen. Der Entwickelung entsprechend, welche das Gewerbe in der Zwischenzeit erfahren hat, hat das FabrikinspektoratsInstitut allmälig eine große Bedeutung gewonnen. In Preußen waren auf Grund des§ 139b der GewerbeOrdnung im Jahre 1889, dem letzten, für welches bis jetzt Berichte vorliegen, 18 Gewerberäthe thätig, denen 11 Assistenten als Hilfskräfte beigegeben waren. Nunmehr wird nicht blos die Zahl der Aufsichtsbeamten eine bedeutende Verstärkung erhalten, die ganze Organisation des Fabrikinspektorats. instituts wird eine wesentlich andere werden. Statt der bisherigen 29 Aufsichtsbeamten werden künftig, und zwar nach Der nunmehr angeschlossene Maler R. E. Johannsen gab sich noch im Herbst vorigen Jahres als ein so eifriger Bekenner der Sozialdemokratie, daß er sich eifrig darum bewarb, Vertreter für Einbeck auf dem Hallenser Parteitage zu werden, ja sogar aus seiner Tasche die Kosten zu tragen sich bereit erklärte, und es dann auch wurde. Sein Gesinnungswechsel ist auch um so höher zu schäßen, als er geschäftlich bei den Nationalliberalen wenig Glück hatte. Noch am Donnerstag, den 21. Mai d. J., war Johannsen in Hannover, besuchte dort den Abgeordneten Meister und erzählte, da er diesen nicht antraf, in unserer Expedition, daß er bei einem Hausbau, den ein Kapitalist ausgeführt habe, 600 m. verliere, die ihm der Unternehmer nicht bezahlen wolle. Dabei schimpfte er auch gewaltig über die Nationalliberalen, obwohl diese Partei gewiß nicht dafür fann, wenn Johannsen schlechte Geschäfte machte. Er ist daher auch gewiß nicht davon überzeugt, daß er als nunmehriges Mitglied dieser Partei bessere Geschäfte machen wird und ist auch sicherlich nicht aus diesem Grunde Nationalliberaler geworden! Auffällig ist zwar der rasche Gesinnungswechsel allerdings! Donnerstag Nachmittag noch ein Gegner der Nationalliberalen und Vertrauensmann" der Sozialdemokraten, Frei tag darauf schon ein von der Unausführbarkeit der sozialdemo kratischen Lehren überzeugter Denker! Wir gratuliren den Nationalliberalen zu diesem neuen Anhänger, der so rasch und entschlossen eine neue Gesinnung", und Ueberzeugung sich verschafft hat. Hoffentlich ist sie waschecht, damit die Nationalliberalen nicht etwa bald wieder den einen Anhänger ver lieren!" Wir bedauern höchstens Herrn Richter, daß er Feindschaft sollten ihn nicht irren. Ausharren im Kampfe Haufen sich ihm nachschoben. Aller Augen hingen in höchster göttliche Kraft und Wirkung sind! Aber sagen Sie ihm, war das Losungswort. Spannung an den schwarzen Gestalten der Geistlichen und daß er zu früh triumphirt. Ich fürchte ihn nicht, nicht ihn, Als er sich aus seiner Entmuthigung emporgerafft, ließen nicht von ihnen ab. Es geschah indessen nichts Unge- Sie Alle nicht." hatten sich die Leute vor dem Pfarrhause zerstreut. wöhnliches, denn der Herr Dechant war viel zu flug, um Hannes erhob beschwichtigend seine Hände. Um eine Das Murmeln und Rauschen, welches er noch vernahm, durch eine ungefeßliche Handlung dem Feinde einen Vortheil inständige Bitte an ihn zu richten, wäre er gekommen, allein indem er das Fenster schloß, waren die Stimmen zu gewähren und die Zeremonien nahmen ohne Störung ihren er wolle sich gern auf eine gelegnere Zeit bescheiden. des Baches und des Nachtwindes. Und als ob es der Verlauf. Der Vikar vollzog sie mit Würde, die gleiche Festigkeit Lacedelli blickte ihn durchdringend an. Bach ihnen zugetragen hätte, so ging die Kunde von Ort im Blicke, mit der ihm das Auge des Dechanten begegnete. Ihre Bitte muß in der That wichtig sein", sagte er zu Ort, von Hütte zu Hütte, daß der Pfarrer von St. Vigil Hannes war vielleicht unter allen den Menschen der mit einem Anfluge von Fronie, da Sie ihretwegen die Gedas Zeitliche gesegnet hätte, und überall sprach man davon, einzige, der mit aufrichtiger Betrübniß der Bestattung bei meinschaft mit mir nicht scheuen." daß er die Sterbesakramente nicht von seinem Vikar habe wohnte. Erst die Stimme des Dechanten gemahnte ihn" Sie ist wichtig um Ihretwillen", versezte Hannes. empfangen wollen und die Todtenglocke nicht geläutet wor- wieder an die besonderen Umstände, unter denen die Beerdi- Ja, in den Augen der Geistlichkeit, die treu zu Rom steht, den wäre. Die ganze Thalschaft strömte zu dem Begräbniß gung stattfand. Die Grube war zugeschaufelt, der Vikar sind Sie ein Abtrünniger und Sie wissen, daß Ihre Gein St. Vigil zusamen. Der todte Pfarrer war eine Standarte, hatte das letzte Amen gesprochen und stand im Begriffe, meinde Sie in demselben Lichte betrachtet. Es giebt nur ein um die sie sich sammelten. Lacedelli ſeinerseits war sich sich zurückzuziehen; da sprach der Dechant, daß es weithin Mittel, das Zutrauen der Menschen zu gewinnen. Kehren dessen klar bewußt. Sein letzter Zweifel daran mußte an vernehmbar war: Sie in den Schooß der Kirche zurück! Ich bitte Sie herzdem Verhalten des Dechanten und seiner beiden Adjunkten," Lasset uns von dem Grabe nicht scheiden, lieben lich darum." des Pfarrers von Zwischenwasser und des Kuraten von Freunde, ohne noch ein besonderes Gebet für die Seelenruhe Das Gesicht des Vikars färbte sich dunkelroth. St. Martin, schwinden. Der Dechant hatte die geist des theuren Verstorbenen gesprochen zu haben. Wir alle" Ah," rief er mit seinem Born ringend, darauf ist es lichen Herren ausdrücklich zu dem Begräbniß eingeladen haben ihn ja gekannt und geliebt und hochgehalten darum, abgesehen? Ich weiß, daß Sie es redlich meinen und das und ihnen nicht das Pfarrhaus, sondern den Stern zum daß er fest stand in dem Glauben unserer heiligen Kirche!" rum will ich Ihnen antworten. Sie verwechseln die kathoVersammlungsort bestimmt. Sie kamen auch nicht in die Es war wie ein freudiges Aufrauschen in der Masse lische Kirche mit Ihrer Hierarchie. Den Schooß der Kirche, wo Laeedelli über dem vor dem Hochaltar und mit einer unverkennbar frohen Hast kam man der Auf- Kirche habe ich nie verlassen und was Sie von mir verstehenden Sarge die üblichen Todtengebete las, sondern forderung nach. Lacedelli preßte die Lippen zusammen; langen, heißt unter das Joch der Priesterherrschaft zurückhatten sich, als das Trauergeläut begann, nach dem Fried- denn er verstand sehr gut, was der Dechant mit diesem kehren. Denn dahin hat es Rom ja längst gebracht, daß hofe begeben und an der offenen Grube sich an der offenen Grube sich auf Gebet bezweckte und weshalb er die kirchliche Glaubens der Priester die Stelle der Kirche einnimmt. Habe ich Ungestellt. Kampf war also die Losung, und darum treue des Verstorbenen betont hatte. Da aber nichts recht, Herr Kurat? Ohne ihn giebt es keinerlei Beziehungen tönte die Stimme des Vilars nicht murmelnd durch das Gesetzwidriges darin lag, so konnte er nichts dagegen thun des Laien zu Gott. Der Priester allein hat die göttliche Gotteshaus, sondern wie Metallflang. Stolz war seine und schloß sich selbst dem Gebete an, das gleichsam ein Wahrheit in Besitz und Verschluß und theilt davon dem Haltung und stolz trug er den schönen Kopf, der sich wie Triumphgesang über ihn war. Hannes sah ihm mitleidig Laien mit nach eigenem Ermessen. Und hat er sie etwa bronzirt von dem Meßgewande abhob. nach, als er sich in die Kirche zurückzog und einige Sekunden erworben durch ein besonderes geistiges Ringen, durch eine Die Menge aber fühlte sich durch das Wegbleiben der später folgte er ihm. besondere Heiligung, die er in sich vollzogen? Ach, Herr Geistlichen beunruhigt und der Bikar sah die Köpfe zu seinen Er fand ihn in der kleinen Sakristei aufgeregt hin Kollega, wir Beide wissen es ja, daß wir durch nichts derFüßen wie die Aehren eines Kornfeldes im Winde wogen. und her gehend. Noch hatte er das Meßgewand nicht ab- gleichen zu ihr gelangt sind, sondern lediglich durch HandDie Leute schwankten, ob sie bleiben, oder sich ebenfalls entfernen gelegt. auflegung und Ordination! Und so geht es aufwärts sollten und von denjenigen, die dem Portale zunächst waren, Ach," rief er Hannes mit glühenden Augen entgegen, von Stufe zu Stufe bis zu dem heiligen Stuhle. Nicht schlichen sich viele hinaus. Die Unruhe wuchs. Was würde es am ist Ihr Herr Dechant jetzt zufrieden? Nicht genug, daß gute Thaten, nicht Gebet, keine Lauterkeit des Herzens und Grabe geben? Es mußte sich etwas ereignen, und als der er durch sein Fortbleiben aus der Kirche diese meiner Ge- teine Reue führen den Menschen zu Gott: der Priester Sarg hinausgetragen wurde, drängten sich die Einen ihm meinde als entweiht durch mich hinstellt; er muß ihr auch allein leitet ihn dorthin. Der Priester besorgt alles. haftig voraus, während die Anderen m einem ungeordneten noch deutlich machen, daß mein Segen, meine Gebete ohne ( Fortsetzung folgt.) diese Acquisition nicht gemacht hat. Für Herrn Richter und seine Frrlehren ist das sicher nicht schmeichelhaft. " In Amsterdam, der größten Stadt Hollands, ist am 26. d. M. der erste Arbeiter zum Mitgliede des Stadtrathes gewählt worden. Der Vorsitzende eines hiesigen Arbeiter- Vereins, der Billard- Arbeiter Nolting, ist mit Unterstützung eines Theils der Liberalen beim zweiten Wahlgange mit 3107 Stimmen Sieger geblieben. " Kommunales. es den frei= Begründeten? würde erhoben und Deinen Beruf als Gattin und Mutter geabelt. Nun aber soll mit dem neuen Programm der Freiheit, Gleichheit und Glückseligkeit das, was bisher Deine Ehre und Deine Würde Die letzte Sigung der Stadtverordneten beleuchtete In Belgien haben die Ultramontanen in der Stimm- war, bis auf die Wurzel vernichtet werden." Von der Urgeschichte wieder einmal die freifinnige Partei in hellster Weise. Wie be rechtsfrage eine plögliche Schwenkung gemacht sie wollen und der langen Herrschaft des Mutterrechts weiß Herr Dr. Siben richtet, hatten die sozialdemokratischen Stadtverordneten beantragt: auf einmal, obgleich ihre Vertreter in dem Revisionsausschuß offenbar gar nichts, Geschichte und Absichten der Sozialisten aber 1. Den Reichskanzler zu ersuchen, in Rücksicht auf den hohen für die Erweiterung des Wahlrechts stimmten, von einer entſtellt er mit Wissen. Den wirthschaftlichen Sozialismus, hält Stand der Getreidepreise und in Anbetracht der ungünstigen bei den Siben für möglich, wenn er ein freiwilliger ist wie Aussichten für die nächste Ernte die sofortige Suspension und solchen nichts mehr wissen. Die belgischen Arbeiter werden Jesuiten in Paraguai.() P. Weiß legt dem Abgeordneten bemnächstige Aufhebung der Getreidezölle zu veranlassen; 2. den sich also sofort auf weitere heftige Kämpfe gefaßt machen Bebel das Wort in den Mund:" Sittlichkeit fei Privat: Magistrat aufzufordern, sich diesem Ersuchen anzuschließen. Nach müssen. fache." Rechtsanwalt Trimborn, der zweite Vorsitzende des der kernigen Begründung dieses für Jeden, der das Brot nicht Vereins, legt folgendes Pröbchen von Logik ab: Das Die offische Beitung" spottet über die russische private Eigenthum, diese Säule der christlichen Gesellschafts- pertheuert und einer Hungersnoth vorgebeugt wissen will, felbstverständlichen Antrages durch Singer blieb Amnestie, die fast nur Ausnahmen enthält. Dabei ruft ordnung, ruht auf der Religion. Denn wodurch kann das Eigen: finnigen Stadtvätern und Abgeordneten Barth, Hermes fie ganz pathetisch aus: Wie weit unterscheidet sich nicht thum gegen die Leidenschaft der Massen und die Gier der Ein- und Horwit vorbehalten, einen Antrag auf Ablehnung We Die Herren Barth, Horwi eine russische Amnestie von einer westeuropäischen!" estzelnen besser geschützt werden, als durch das siebente der gött dieses Antrags einzubringen. europäischen", mag sein. Aber von mitteleuropäischen lichen Gebote?" Das Privateigenthum mußte da sein, ehe die und Hermes begründeten diese Ablehnung. unterscheiden sich russische Amnestien nicht viel. Oder Religion es stüßen konnte. Bordem war es nicht da, mithin Ach nein! Das war nicht möglich, aber sie führten in doch ja. Es ist allerdings ein großer Unterschied. Im hatte auch das siebente Gebot keinen Sinn. Die Sache verhält ihren Wadenstrümpfen einen Kneiftanz ersten Ranges auf, Stimmung, in Die er die Bu mitteleuropäischen Reich, oder Neich der Mitte, welches da dem privaten Eigenthum, Religion und Moral sind von der Pro- hörer bei den poffirlichen Sprüngen der Herren versehen mußte, heißt Deutschland, giebt's bekanntlich gar keine buktion abhängig. Erzbischof Philippus von Köln macht falbungsüber alle Prinzipien, die Freifinnige im Sandtag, wo der FreiAmnestien. volle Phrasen ohne allen fonkreten Inhalt. Das wissenschaft- finn nicht, wie in der Stadtverordneten- Versammlung, die domiliche, sozialökonomische Gebiet wird von den Rednern nirgends nirende Mehrheit bildet, dem Volke verkündet hatten, hinwegzugestreift. Die Ultramontanen werden auch so mit dem Sozialis- täuschen beinahe erreichte. Am 20. November hatte die Vermus fertig; Glückauf! fammlung nicht mit Rücksicht auf hohe Getreidepreise, auch nicht mit Rücksicht auf ungünstige Ernte Aussichten Dortmund. Die„ Westfälische Freie Presse" richtet folgenden einen Beschluß gefaßt, der nicht wie der sozialdemozeitgemäßen Aufruf an die rheinisch- westfälischen Berglente: fratische Antrag Suspension und Aufhebung der Alle diejenigen Bergleute, welche bei Gelegenheit des diesjährigen Getreidezölle verlangt, sondern Aufhebung des Aprilausstandes, oder des Ausstandes vom Mai 1889 wegen Ver- Fleischeinfuhr Verbots und langsame, allmälige HerabDie amerikanische Regierung bemüht sich, wie gehen gegen die§§ 158( Verrufserklärung, Aufreizung zum eßung der Getreidezölle. Ja, die Versammlung hatte wir schon gemeldet haben, einen Ausgleich zwischen den Kontraktbruch) oder 110( Aufreizung zum Ungehorsam gegen die damals jogar- entgegen einem sozialdemokratistreitenden Parteien in Chili herbeizuführen, und es ist Gesetze) des Straf- Gesetzbuches angeklagt oder bestraft sind, werden fchen Amendement- die sofortige Aufhebung zu beersucht, Anklagefchriften und Erkenntnisse an den Vorstand der gehren abgelehnt. Aber, was thuts? Herr Barth erklärte: wahrscheinlich, daß dieses Ziel auch erreicht werden wird. fozialdemokratischen Partei( J. Auer, Berlin SW., Kazbachstr. 9) fachlich ist das ja ganz daffelbe- den damaligen Antrag hat Die Vereinigten Staaten sind in ihrem Vorgehen beiläufig oder an die Redaktion dieses Blattes einzusenden. Bekanntlich hatte die Regierung eine sehr erhebliche Ver- ein Beichen hoher Achtung des Magistrats vor den Beschlüssen weniger durch Rücksichten der Humanität bestimmt, als Berber Magistrat noch nicht in Berathung gezogen( übrigens auch durch die Befürchtung, daß die europäischen Mächte schärfung des§ 153 beantragt, was der Reichstag unter dem Gin- feines Schwesterkollegs) also, fordern wir nicht den Reichskanzler, Anlaß zur Ginmischung finden möchten. Und der jetzige bruck der vom Vorwärts" veröffentlichten Enthüllungen über das fondern den in Dingen der Boltswohlfahrt obstinaten Magiftrat Staatssekretär des Auswärtigen, Mr. Blaine, ist befchamlose Vorgehen des Verbandes Berliner Metallindustrieller auf, dem damaligen Befchluß endlich beizutreten und lehnen kanntlich ein ganz besonders eifriger Anhänger der jedoch ablehnte. G3 steht nun sehr zu befürchten, daß man wir ging es in den Grotestſprüngen des Abgeordneten Barth für versuchen wird, das Ziel auf einem andern Wege zu erreichen, weiter- deshalb den Antrag Singer ab! Den Kneif sogenannten Amerika Monroe Doktrin: indem dem Reichstage bei seinem Wiederzufammentritt eine Die Amerikaner eine Doktrin, die bis zu einem gewissen Novelle zum Strafgesehbuch vorgelegt werden dürfte, in welcher tang brachte dann der sich gleichfalls freifinnig nennende Grade von allen Amerikanern getheilt wird, und vor einigen neben anderen schönen Dingen auch die Verschärfung des§ 153 Justizrath Horwiz auf den Höhepunkt durch einen Saltomortales, der über den gefunden Menschenverstand hinJahren auch der Bismarck'schen Politik auf den Samoa- enthalten sein dürfte. weg, den Tänzer in einem Formeltram von KompetenzUm nun auf alle Fälle gerüstet zu sein, ist es erforderlich, streit, Paragraphen und Bedenklichkeiten fast verschwinden Inseln eine empfindliche Niederlage bereitete." daß die Arbeiter ihren Vertretern dasjenige Material zu Verließ. Hermes wählte philosophisches Schweigen. Langerhans fügung stellen, was geeignet erscheint um darzuthun, wie schon aber betheiligte sich am Kneiftanz durch ein solennes Finale, Die freifinnige" Boffische Zeitung" hat wieder ein bei den heutigen Gefeßen die Gerichte es in der Hand haben, indem er zu verstehen gab, daß die Stadtverordneten wohl mal einen für die Feigheit des" Freisinns" bezeichnenden Streich wegen Aufforderung zum Kontraktbruch empfindliche Strafen zu petitioniren, nicht aber ersuchen könnten. Als ob begangen. Der Verlag des Blattes bezw. sein Haupteigenthümer, verhängen, und daß dieselben diese diesbezüglichen Bestimmungen außerhalb des Medizinlateins petitioniren" etwas anderes als Geheimer Justizrath Lessing, hat dem Mitredakteur Mary ge- auch in Anwendung bringen. fündigt, nachdem ihm bekannt geworden war, daß Herr Marr Durch das auf diese Weise zufammengetragene Material wird ersuchen" ist! Mit einer Stimme Majorität- Birch o w Mary strümpfler- Tanz nicht mitmachen Jude sei. Dabei gehörte Herr Ware feit 8½½ Jahren der Re- es jedenfalls möglich gemacht werden, die geplanten Verschär- onnte mit seinen Wasserstiefeln den Wadendaktion an. In ihren Spalten zieht die Boff. Stg." gegen fungen, die das Koalitionsrecht der Arbeiter vollständig in Frage der Antrag Barth und Genossen wasch mir den Pelz, Und nun ereignete Judenheze und Antisemitismus mit schönen Worten zu Felde, in stellen würden, abzuwenden." aber mach' ihn nicht naß" abgelehnt. ihrem Handeln dagegen hat sie Rücksichten zu nehmen." Blüthe edelsten Gemüthes ist die Rücksicht" dem Dichter( Storm) zu Schönebeck, den 27. Mai. Auf Grund einer hier vor sich das Köstliche, daß eine große Anzahl, die zuerst für AbTehnung des sozialdemokratischen Antrages gestimmt hatten, folge; hier aber ist sie Feigheit. Gin anderes hiesiges frei handenen Polizeiverordnung wurde der Genosse Hermann Petzold finniges Blatt findet sich mit dem blamablen Falle dadurch ab, wegen Erhebung von Eintrittsgeld bei einer Bersammlung mit jetzt für Annahme desselben Antrages votirten. Sie meinten daß es Herrn Leffing nicht als Freisinnigen gelten lassen einem Strafmandat von 5 M. bedacht. Seine Berufung beim wohl mit Barth: beide Anträge hätten denselben Charakter. treffend hervorhob, hat der sozialdemokratische Antrag allerdings will. Herr Lessing gehört indeß nominell der deutsch- hiesigen Amtsgericht hatte den Erfolg, daß er vom Amtsgericht Denselben Charakter"? D, nein! Wie Singer bereits zufreifinnigen Barter an; einen wirklich freisinnigen Standpunkt freigesprochen und die Polizeiverordnung vom 25. Juli 1890, Charakter, Charakter in dem Antrag Barth- Hermes- Horwit wird muß man sehr vielen Mitgliedern dieser Partei absprechen. Der welche das Erheben von Eintrittsgeld in Versammlungen ver Fall ist für den Freifinn" überhaupt charakteristisch; er paßt zu bietet, welche den§§ 3 und 6 des Gesetzes vom 11. März 1850 wohl selbst der geübte Mikroskop Virchow schwerlich entdeckt Der ganzen Haltung dieser ihren Jdealen und Grundsäßen untreu unterstellt sind, für ungiltig erklärt. Genosse Pezold hatte in gewordenen Partei. Sie ist nach rechts abmarschirt, weil sie einer Versammlung am 12. März troß vorherigen Verbots ein regierungsfähig werden will und, noch mehr, weil sie beim Staate Gintrittsgeld von 10 Pf. erhoben. Schutz sucht vor dem Proletariat, von dem die freisinnige" Braunsberg( Ostpreußen), 28. Mai. Vielleicht interesfirt Bourgeoisie die Gefahr für ihren Besiz, für ihre sozialen Positionen ahnt. Aus demselben Grunde ist das freisinnige Bürgerthum" es die Leser des Vorwärts", auch einmal etwas aus unserer firchlich geworden, was beiläufig die Streuz- Beitung" in ihrem Gegend zu hören. Die Arbeiter fristen hier eine fümmerliche gestrigen Leitartikel treffend, geradezu klassisch ausführt; Hände- Existenz. Braunsberg zählt 11 000 Einwohner, es hat eine falten habt ihr schon gelernt; wollt ihr auch beten lernen?" fragt Aktienbrauerei, eine Attienmüllerei, eine Schneidemühle, eine fie farkastisch die Liberalen. Die„ freisinnige" Jugend aspirirt Leder und eine Seifenfabrik. Der Tagelohn beträgt überall ja auch auf den Reserveoffizier Herr Lessing ist ein recht 1,50 M. bei fünfzehnstündiger(!) Arbeitszeit( von 5 Uhr Morgens Es ist eine leider zu wenig bekannte Thatsache, daß kein " patenter" mit feudalem" Auftreten; ein Requisit dazu bis 8 Uhr Abends). Nur in der Müllerei bildet ein Theil der ArAußerdem hat der anti- beiter, 56 Mann, eine Ausnahme, dieselben stehen in Affordarbeit. Stand mit so großen Mißständen zu kämpfen hat, als die Bar ift, daß man die Juden meidet. " Freisinns" seinen Grund Diese Akkordarbeiter werden bei der Auszahlung regelmäßig be- bier- und Friseurgehilfen. Lange Beit hat es gedauert, bis durch antisemitische Standpunkt des besonders in praktischen Interessen; dabei muß viel Heuchelei nachtheiligt. Das Quantum der von ihnen geleisteten Arbeit eine energisch geleitete Vereinigung den unter der drückenden Last andere, für den Einzelnen läßt sich am Ende der Woche nicht mehr feststellen, weil meist leidenden Barbiergehilfen selbst zum Bewußtsein geführt werden mit unterlaufen stärker mitsprechende Interessen in Frage kommen, in Frage kommen, so ein Theil des Produktes schon abgeschickt ist; wenn es nun heißt: fonnte, in wie unwürdigen Verhältnissen sie sich befinden. Wenn geht die Judenfreundschaft in die Brüche. Den Sozialisten, Bählt einmal die Stücke vor," so find die Stücke eben nicht mehr man bei den andern Gewerkschaften sich beklagt, und zwar mit Die weder anti- noch philosemitisch sind und den Antisemitismus alle da. Ein Trost ist, daß es wenigstens den Unternehmern gut Recht beklagt, daß die Arbeitsdauer eine zu lange, so handelt es Dieselben haben sich alle ans kleinen Verhältnissen sich meistens um eine Zeit von 10-11 Stunden. Die Barbieraus wissenschaftlichen, nicht aus äußeren Gründen bekämpfen, geht. fällt es schwer, sich in den widerspruchsvollen und unwahren zur Wohlhabenheit hinaufgearbeitet, richtiger: hinaufarbeiten gehilfen aber haben täglich 15-16 Stunden Arbeitszeit. MorStandpunkt des Freisinns" hineinzudenken. Wir gönnen den lassen. Die Aktienbrauerei hat jetzt drei Jahre hinter einander gens um 1/27 Uhr wird das Geschäft geöffnet und Abends um Antisemiten die„ Boff. 3tg." gern. Das Blatt schämt sich ja auch 25 pet. Dividende gezahlt. Der Lederfabrikant hat binnen den 10 Uhr, auch um 11 Uhr erst geschlossen, dabei haben wir nicht einmal, von der Kreuzzeitung" wegen ihres Verhaltens im 10 Jahren seiner( und der Arbeiter) Thätigkeit Betrieb, Fabrik teine Mittagspause von 1 bis 2 Stunden, im Gegentheil, Falle Mary belobt zu werden; sein Schweigen ist in diesem gebäude und Dampskraft um das Zehnfache vergrößert. Er hat manchmal tommen wir gar nicht dazu unser Mittagsbrot in Falle sicher nicht Scham, höchstens Verlegenheit. Die Bossische auch die Einschätzungskommission ersucht, ihn höher zu besteuern; Ruhe zu verzehren. Wenn man nun aber glauben würde, daß Beitung" wird aber nun wohl aufhören müssen, die Antisemiten das giebt ein Ansehen. Wie die Arbeiter hier leben, davon kann wenigstens der Lohn ein dementsprechender wäre, so ist das weit man sich einen Begriff machen, wenn man mit dem Lohn die gefehlt. Man höre und staune: Der durchschnittliche Lohn der zu befehden. Preise der Lebensmittel 2c. vergleicht. Nach Abzug der Aus Barbiergehilfen beträgt 6 M. und wenn es hochkommt 7,50 M. gaben für Wohnung nebst Heizung und Steuern bleiben 90 Pf. pro Woche, allerdings bei freier Station. Wie ist es nun mit täglich für die Ernährung einer Familie. Das Pfund Fleisch der Schlafstätte? Hier ist es vielfach vorgekommen, daß den foftet 60-70 Pf., der Zentner Kartoffeln 3,50 M., das Pfund Gehilfen die Werkstätte, in welcher noch der Staub der TagesBrot 14 Pf. Man bedenke die Wirkung der Zölle angesichts arbeit umherwirbelt, oder die Küche oder sonst ein Raum, der folcher Verdienstverhältnisse! und " Korrespondenzen und Parteinachrichten. " " * # haben. Die Redaktion stellt Sprechlaal. wurde Benutzung des Sprechfaals, soweit der Nattm dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung: ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem An die arbeitende Bevölkerung Berlins und Umgegend! Inhalt deffelben identifiziert zu werden. # weder Luft noch Licht in genügender Menge bietet, als SchlafReich ist Braunsberg an Geistlichen; es hat bei 9000 raum eingerichtet wurde. Nicht genug, daß uns dieser BettelUnd zwar sind diese eine Abart lohn geboten wird, habe die Innung auf dem Münchener Kongresse ,, Gazeta Robotnicza". Die soeben erschienene Nr. 22 hat Katholiken 23 Hirten. folgenden Inhalt:„ Was wir wollen?"( Progammentwurf der von Sozialisten, sie predigen die sozialistische Gleichheit beschlossen: Die Meister sollen die Trinkgelder selbst einkassiren, polnischen Sozialisten). Der Arbeiterschutz in der neuen Ge- im Simmel, also den Himmes- Sozialismus. Der ist höchstens gegen eine geringe Entschädigung an den Gehilfen. Noch anderemißstände, die in unserem Stande herrschen hier hervorzuheben, werbe- Ordnung". Wie geht es unfern Arbeitern?" Korre- für die Arbeiter aber ein überwundener Standpunkt. spondenzen aus Zaborze, Staßfurt, Warschau und Bieliz.- Der Korrespondent theilt uns schließlich noch einen haar dürfte über den Rahmen einer Andeutung derselben hinausgehen. Politische Uebersicht. Arbeiterbewegung. Im Feuilleton: firäubenden Fall mit, bei welchem einem Knechte wegen Fahrens Aber die erwähnten dürften ausreichen, um auch Allen zum Be Auf der Suche nach der Noth. über einen fremden Acker ein Strafmandat von drei Mark suwußtsein zu bringen, in welcher unwürdigen und wahrhaft gestellt und der Knecht nach acht Tagen verhaftet worden sei, demüthigenden Lage wir uns befinden. Wir sind nun fest entBon Entstellungen und Schnigern wimmelt die Zweite obwohl er dem ihn verhaftenden Gemeindediener das Geld auf schlossen, mit Aufbietung aller Kräfte gegen diese Verhältnisse Vereinsgabe des Volksvereins für das katholische Deutschland", den Tisch legte. Im Gefängnisse habe der Mann erst nach zwölf anzutämpfen, Aber unsere eigenen Kräfte find vorläufig noch zu enthaltend Reden, welche sich fast ausschließlich mit der Sozial Stunden etwas zu effen bekommen. Ueber das fremde Grund- schwach, um allein diesen Kampf mit Erfolg aufnehmen zu demokratie beschäftigen. Religion ist Privatsache" wird dahin stück war der Knecht auf Verlangen des von ihm zu einem tönnen und daher ergeht unfere innigste Bitte um Unterausgelegt, daß jede gemeinfame Religionsausübung untersagt fei. Stranten gefahrenen Arztes gefahren. Wir theilen die uns sonst stützung in diesem Kampfe an Guch, Arbeiter Berlins und Nur Christen, meint Herr Brandes junior, tönnten die Sozial- noch bezeichneten Einzelheiten nicht mit, drücken aber an die zu umgegend, die Ihr ja jeder Zeit bereit gewesen seid, allen Bedemokratie bekämpfen: Eine Welt ohne Gott gehört mit Recht ständige Seite den Wunsch aus, den Fall zu prüfen und event. strebungen zur Erreichung besserer Lebensbedingungen hilfereichen Beistand zu leisten. Unser erstes Ziel sei: ter Sozialdemokratie." Nichtsozialistische Atheisten wären dem Remedur zu schaffen. Erreichung einer fürzeren, menschenwürdigen Arbeitszeit!" nach nicht möglich oder begingen einen Widerspruch. Mit der Die geistigen Waffen, mit denen die hessischen SchulWir wollen, daß sämmtliche Barbiergeschäfte früher als Gottes- und Unsterblichkeitsibee dürfte nicht ganz fertig werden, wer nicht einen Zustand wahrhafter sozialer Gerechtigkeit für all- behörden Lehrern zu Leibe gehen, von denen sie vermuthen, daß bisher geschlossen werden. Das aber können wir nur mit Guver mälig oder annähernd erreichbar hält; da ist in der Weltanschauung fie sozialistischen Anwandlungen unterliegen, sind Strafverfegungen. des atheistischen Liberalen freilich eine arge Lücke. Jeboch weiter: Gin Gin rheinhessischer Lehrer wurde, wie die Franks. 3tg." erfährt, Silfe erreichen, und wir werden es erreichen, wenn Ihr die Besuchet nur solche Barbiergeschäfte, deren Inhaber durch Dr. Siben apostrophirt die Jungfrau und verkündet ihr( in der strafversetzt, weil er einen Kranz auf das Grab eines verstorbenen nunmehr an Euch ergehende Bitte berücksichtigen wollt: sozialistischen Gesellschaft):" Draußen wartet schon die Nach- Sozialdemokraten niedergelegt hatte; einem anderen Lehrer in ein deutlich sichtbares Plakat fundgegeben, daß das Geschäft an folgerin jünger, schöner, fecker als Du, mit der ein neuer Offenbach ertheilte man eine scharfe Rüge, weil er mehrmals in Wochentagen Abends um 9 Uhr und an Sonn- und Festtagen Liebesvertrag auf Ründigung geschlossen wird." Der Mutter Gesellschaft eines sozialistischen Abgeordneten gesehen worden war. Abends um 6 Uhr geschlossen wird und meidet alle anderen! wird vorgeredet: Du siehst nicht mehr das sanfte Lächeln Deines Beide Fälle beweisen ja natürlich durchaus nicht, daß die Lehrer Engels, Du hörst nicht mehr den füßen Namen Mutter aus dank- sozialistischen Anschauungen huldigen, denn der Todte und der Der Vorstand des Verbandes deutscher Barbier, Friseur- und Perrückenmacher- Gehilfen ( Zweigverein Berlin). barem Kindermund." Beleidigt man nicht die Rheinländer, wenn Abgeordnete sind doch nicht ausschließlich Sozialdemokraten, sondern man ihnen solches Zeug darbietet und ihnen zumuthet, es zu ſo nebenbei auch noch Wenschen, die ganz achtungswerthe mit J. A.: Friedr. Willy John, 1. Schriftführer. glauben? Gleich darauf kommt die Behauptung, daß im sozial der Politik nicht im geringsten Zusammenhang stehende EigenDemokratischen Zukunftsstaate die schwächlichen, kranken und mit schaften haben können, und wenn die Lehrer diesen Anerkennung Die Redaktion ersuche ich, gefälligft im Partei- Organ be= Fehlern behafteten Kinder gleich nach der Geburt getödtet werden sollten, so schließt das noch lange nicht Uebereinstimmung auf müssen.(!) Wieder wird das Weib angeredet:" Du hast Jahr dem politischen Gebiete in sich. Es verdient auf solche Fälle tannt geben zu wollen, daß ich Strankheits halber in den nächsten taufende unter dem Banne des Heidenthums in Schmach und hingewiefen zu werden, um zu zeigen, von welcher Seite die vor Wochen am Reisen und Abhalten von Versammlungen verhindert Achtungsvoll handenen und nothwendigen Gegenfäße ganz überflüssiger Weise bin. Entwürdigung gelebt. Emma Jhrer, e. 8. Linienftr. 42, verschärft und vertieft werden. Erst das Christenthum hat Dich zur vollen Menschen. * Theater. Sonnabend, den 30. Mai. Opernhaus. Tannhäuser und der Neue Walhalla. Commer- Theater, Safenhaide. Fachverein der Tischler. Heute: Grosse Extra- Vorstellung. Sonnabend, Sen 30. Mai, Abends 82 Uhr, Sängerkrieg auf der Wartburg. Letzte Woche: Mons. Loisset m. d. dress. Klapperstörchen. Schauspielhaus. Die Kronpraten- Ardel u. West, genannt die Zulu- Könige mit der Pantom. Meyer in Afrika, int ,, Norbert's" beiden Sälen, Beuthstraße Nr. 21-22: Leffing- Theater. Der Königs- Rassen- Eröffn. 4 Uhr. Anfang des Konzerts 5 Uhr, der Vorstellung 7 Uhr. Denten. lieutenant. Berliner Theater. Goldfische. Deutsches Theater. Die Welt, in der man sich langweilt. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Nanon. Wallner Theater. Der verlorene Sohn. Vorher: Das Modell. Residenz- Thenter. Dr. Jojo. Bellealliance- Theater. und Cacolet. Tricoche Thomas- Theater. Der liebe Onkel. Vorher: Der Zigeuner. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Heine. Ostend- Theater. Heinrich Saison- Theater. Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. ferner Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Näheres die Säulen. Entree 30 Pf., Parquet 50 Pf., Sperrjih 75 Pf., Loge 1 Mt. Avis: Sonntag, den 31. Mai, große Gala- Vorstellung. Müggelschloss bei Friedrichshagen und Köpenick. Telephon Amt IV. Köpenick 32. Empfiehlt sein herrlich am Müggelsee und Wald gelegenes Etablissement mit 3000 Sigplätzen, 2 großen Sälen, 5 Gastzimmern, 2 eisernen großen Hallen, sowie Pariser Tanzsaal, zur Abhaltung von Festlichkeiten. Kaffeeküche stets geöffnet. Gewähre Fabriken, Vereinen, Korporationen ermäßigte Preise. Zu erreichen per Dampfer, Vorortzüge bis Friedrichshagen, mit Fuhrwert über Köpenick. 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Das Etatsgesetz wird unverändert angenommen, ebenso Etat und Etatsgesetz im Ganzen. Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 11 Uhr ( Eisenbahngesetz). wurde, die Vereine in das politische Getriebe hineinzuziehen, Nachdem Abg. Hansen den Wunsch ausgesprochen hat, daß wurde verfügt, daß diese Vereine in ihre Statuten die Treue zu bei dem neuen Volksschulgesetz die Eigenthümlichkeiten der ein90. Sigung vom 29. Mai. 11 Uhr. Kaiser und Reich und die Pflege der Kameradschaft aufnehmen, zelnen Provinzen beachtet werden sollen, wird um 4 Uhr ein VerAm Ministertische: von Schelling, Herrfurth, daß sie aber jede politische Erörterung ausschließen. Etwaige tagungsantrag gestellt, aber zurückgezogen, da der Präsident von Graf Zedlig. Ueberschreitungen dieser Vorschrift sind mit Verwarnungen be- Röller mahnt, den seit fast 6 Monaten vorliegenden Etat zu erDie dritte Berathung des Staatshaushalts- Etats dacht worden, aber in einigen wenigen Fällen sind allerdings ledigen. wird fortgesetzt und zwar beim Etat der Justizverwaltung; Vereine aufgelöst worden, weil sie sich sozialdemokratischen Abg. Virchow tritt für die Fortsetzung der Schliemann'schen zu dem letzteren liegt ein Antrag der Konservativen vor: Die Tendenzen hingegeben hatten. Aber im Allgemeinen kann man Arbeiten und deren Ausdehnung ein. in zweiter Lesung abgelehnte neue Forderung für einen den Kriegervereinen das Zeugniß nicht versagen, daß die Treue Senatspräsidenten beim Oberlandes Gericht in Breslau wieder gegen Kaiser und Reich bewahrt und sich von der Parteipolitik herzustellen. ferngehalten haben. Abg. Limburg- Stirum zieht mit Rücksicht auf die Geschäfts- Abg. Rickert: Der Minister hätte den Mißbrauch tadeln lage und um eine Beschleunigung der Etatsberathung herbei sollen, den einzelne Kriegervereine bei der Empfehlung besonderer zuführen, den Antrag zurück, zumal doch wenig Aussicht sei, den- Randidaten getrieben haben. selben durchzusetzen. Abg. Johannsen( Däne) führt Beschwerde darüber, daß in Abg. Rickert kommt auf die Verfügung des Breslauer Nordschleswig ein dänisches Lied als ein aufreizendes betrachtet Ober- Landesgerichts- Präsidenten wegen des Ausschlusses der worden ist und die Sänger bestraft worden sind, während Juden vom Geschworenendienst zurück und weist darauf hin, daß auch das Lied bei einem Besuche des dänischen Königs auch in Berlin der Ausschluß der Juden vom Schöffendienst vorkommen soll. gespielt wurde. Die Polizeiverordnung von 1865, welche das Der Justizminister soll auch einen Erlaß an die Gerichte ge- Singen aufreizender dänischer Lieder verbietet, sollte aufgehoben richtet haben, durch welchen er sie auffordert, Beleidigungen werden. von Religionsgesellschaften und Geistlichen strengstens zu be- Minister Herrfurth: Ich kenne den Vorfall nicht, werde aber strafen. taum Remedur eintreten lassen können, da dieselbe lediglich im Wege der Gnade erfolgen könnte. Minister von Schelling: Ich bin dem Vorredner dankbar dafür, daß er mir Gelegenheit zur Aufklärung eines Mißverständnisses gegeben hat. Der Schöffenrichter, welcher sich auf eine ministerielle Anordnung berufen haben soll, hat sich auf eine Auslaffung im nicht amtlichen Theil des Justizministerialblattes berufen, in welcher auf die Zuchtlosigkeit der jetzigen Zeit Bezug genommen und darauf hingewiesen war, daß dem gegenüber die Achtung des Gesetzes möglichst hoch zu halten sei. Diese Aeußerung war enthalten im Gutachten über die Bestrebungen wegen Einführung der bedingten Verurtheilung. Der Richter hat sich diese Ausführungen zu eigen gemacht. Geheimer Justizrath Lucas erklärt, daß der Ober- Landesgerichtspräsident von Breslau die Verordnung wegen der Zulassung der Juden zum Geschwornendienst sofort nach ihrer Bemängelung durch den Justizminister zurückgezogen habe, wie dies auch bei einem seit vierzig Jahren im Dienst befindlichen Beamten nicht anders zu erwarten sei. Abg. Bödicker bekämpft die Mehrforderung für einen neuen Senatspräsidenten und wendet sich gegen die Aeußerung des Grafen Limburg- Stirum in der zweiten Lesung, worauf Letterer einzugehen ablehnt. Abg. Cremer kommt auf die Verhandlungen in der zweiten Lesung zurück und weist darauf hin, daß der Abg. Richter ihm immer wahrheitswidrig den Vorwurf mache, daß dem Redner fein Mandat abgekauft sei. Herr Richter habe allerdings einen Theil des Materials zu Angriffen gegen ihn dadurch gewonnen, daß Herr Stöcker in dem Streite mit dem Redner keine offene Erklärung abgegeben habe. Abg. Johannfen: Ich habe nicht die Bestrafung der Sänger bemängelt, sondern vielmehr gebeten, daß eine besser verständliche Polizeiverordnung erlassen wird. Abg. Richter macht darauf aufmerksam, daß der Gastwirth Boyen in Gardingen lediglich seiner freisinnigen Gesinnung wegen nicht als Beigeordneter bestätigt worden ist; Redner empfiehlt die Beschwerde dem Wohlwollen des Ministers. Lokales. In den gestrigen Morgenblättern sindet sich unter der Spißmarte, Das war früher nicht" folgende aufregende Nachricht: Die Leierkasten haben jetzt die Marseillaise auf der Walze, welche von den Höfen auf die Straße flingt, ohne daß ein Schußmann davon Notiz nähme. Da schreibt man nun viel von der Findigkeit" der Berichterstatter, aber diese" Findigkeit" setzt doch jeder anderen die Krone auf. Was seit beinahe 8 Monaten bereits eine alte Jacke" ist, der„ findige" Berichterstatter gräbt es als eine große Neuigkeit aus und setzt die ängstliche Bourgeoisie, die ob dieser Schauernachricht sofort Mord, Todtschlag und sonstige Blutthaten wittert, in Furcht und Entfeßen. Löwe! Abg. Krause: Wenn das Verfahren der„ National- 3tg." gegenüber als berechtigt hingestellt werden sollte, dann wird Ver- Der Verein deutschfreisinniger Handlungs- Gehilfen nunft Unsinn. Die Verwarnung ist im Gesetz nicht vorgesehen; winselt die Prinzipale um materielle Unterstützung an; er kennt die Polizei hätte die Bestrafung der Zeitung verlangen tönnen, aber seine Pappenheimer und weiß daher, daß nur dann von aber nicht gleich zur Konfistation schreiten sollen. den Chefs etwas zu erlangen ist, wenn er sie mit den dreimal Abg. von Rauchhaupt: Es wäre doch besser gewesen, wenn verfluchten Sozialdemokraten recht gruselig macht. Und wah die Herren Nationalliberalen eingestehen wollten, daß sie eine lich, muß ein echtes Unternehmerherz nicht vor Entrüsturaz wesentliche Thatsache nicht kannten, als sie ihren Vorstoß unter- schwellen, wenn ihm der Verein deutschfreisinniger Handlungs nahmen. gehilfen mittheilt, daß durch die wüsten agitatorischen Hez- und Die Abgg. Friedberg und Krause, ebenso v. Huene Brandreden der sozialistischen Versammlungsredner, die nicht ( Bentrum) bleiben dabei, daß der Polizeipräsident nicht gleich allein gegen erwiesene Schäden, sondern gegen alle Arbeitgeber hätte zur Konfiskation schreiten sollen. und alle Besitzenden gerichtet sind, in das Herz des jungen Abg. Czwalina bringt die Ungiltigkeit der standesamtlichen Mannes der Keim der Unlust, der Trägheit, der GleichAtte zur Sprache, welche in einer rheinischen Gemeinde dadurch giltigkeit und des Trozes gepflanzt wird!" Gut ge= entstanden ist, daß der Vertreter des Standesbeamten, weil er brüllt, Bisher haben wir zwar inzmer nicht mehr Beigeordneter war, auch die Vertretung des Standes- geglaubt, daß dann, wenn Der junge Mann" bis beamten nicht mehr führen dürfte. Daraus werde die Ungiltig in die Nacht hinein im Geschäft festgehalten wird, werm er feit der von diesen Beamten geschlossenen Ehen gefolgert; das an Sonntagen ins Engrosgeschäft kommen muß, nur um zu sehen, wäre aber eine große Ungerechtigkeit gegen die betroffenen, ganz wie sein Chef schön frühstücken kann, wenn er von seinem ,, rbeitunschuldigen Personen. In irgend einer Weise müsse hier geber" behandelt wird, als müßte in ihn auch hier in DeutschAbg. Richter: Der Vorredner beruft sich auf einen Bericht Remedur geschaffen werden. land die Zivilisation nach afrikanischem Muster getragen werden, der Bossischen Zeitung", welcher naturgemäß ein furzer Auszug Justizminister v. Schelling: Die Standesämter in der Rhein- in das Herz des jungen Mannes der Keim ber Unkust, der der mehr als eine Stunde langen Rede war. Ich habe Herrn provinz unterstehen der Aufsicht des Staatsanwalts; infolge Trägheit, der Gleichgiltigkeit und des Troyes gepflanzt wird", Cremer gegenüber nur behauptet, was in der konservativen Presse dessen bin ich berechtigt, über die Thatsache Auskunft zu geben. aber wir sehen ein, daß wir uns bisher getäuscht haben, daß die festgestellt war, daß angesichts des Abschlusses des Kartells Herr Von einem Standesbeamten, dessen Amtsperiode im Mai 1890 sozialistischen Heyreden das Amt des Pflanzers übernommen Cremer von seiner Kandidatur zurückgetreten sei auf Veranlassung ablief, der aber selbst sich im Irrthum befand, daß sie haben, denn der deutschfreisinnige Jünglingsverein sagt es, und des Geheimraths Rottenburgs, daß dafür 10 000 oder 20 000 M. noch bis zum Mai 1891 dauere, sind sechs Ehen abgeschlossen das ist ein ehrenwerther Mann! Allerdings giebt der Aufruf für konservative Wahlzwecke gegeben wurden. Daß Herr Cremer worden. Die Ehepaare sind aufgefordert, die Eheschließung zu Mißstände zu, und in seiner Unschuld meint er, daß die Erfüllung Davon etwas zum persönlichen Vortheil erhalten hätte, habe ich wiederholen. Das ist von allen sechs Paaren geschehen. Damit seiner Forderungen( die er nicht mittheilt) ebenso im niemals behauptet. Es muß besondere Gründe haben, daß Herr ist der Fall erledigt. Ich habe dem Reichskanzler vorgeschlagen, Interesse der Geschäftsinhaber als der Der Gehilfen Gehilfen liegt. Cremer seine Person immer wieder in die Deffentlichkeit bringt. in dem bürgerlichen Gesetzbuch eine Bestimmung aufzunehmen, Db viele Kaufleute als stiftendes oder außerordentliches MitAbg. Cremer: Das Lehte ist echt Richtersch. Ich habe daß eine Ehe nicht angefochten werden kann, welche vor einem glied" beitreten werden, wagen wir, selbst nach der beweglichen Herrn Richter nicht verklagt, weil ich durch ihn nicht beleidigt Beamten geschloffen ist, den die Eheleute für den berechtigten Ansprache gegen die Sozialdemokraten, sehr zu bezweifeln; denn werden kann, weil ich ferner weiß, daß er sich dahinter zurückziehen Standesbeamten halten mußten; ich habe auch vorgeschlagen, wenn die Prinzipale von„ Mißständen" hören, pflegen sie ihre wird, er hätte davon nichts gesagt, weil endlich in dieser ge- daß dieser Bestiminung rückwirkende Kraft gegeben werden soll. Taschen zuzuknöpfen. segneten Zeit ein Abgeordneter überhaupt nicht angeklagt werden( Bustimmung.) Uns soll es aber recht sein: Wir gönnen dem Verein von fann während der parlamentarischen Session, so daß sich die Sache Abg. Eynern wiederholt seine Erklärung darüber, daß Handlungsgehilfen, der die Mißstände im Berufe beseitigen 21 Städten, darunter der Stadt Berlin, die Polizeikosten durch will, seine Prinzipale. Der Verein will scheinbar den Teufel vielleicht mehrere Jahre hingezogen hätte. den Staat erleichtert wurden, während die anderen Gemeinden durch Beelzebub vertreiben! die Kosten selbst tragen müssen. Redner empfiehlt die gesetzliche Regelung dieser Frage. Abg. Brandenburg empfiehlt, die Waisenräthe mit dem Vormundschaftsgerichte in engere Verbindung zu bringen. Abg. Jürgensen bezeichnet den Umbau des Gefängnisses in Flensburg als dringend nothwendig. Geheimer Ober- Justizrath Starke erkennt diese Nothwendig feit an, es fehle aber noch an den nöthigen Geldmitteln und außerdem müsse erwogen werden, ob nicht auch ein Umbau des Gerichtsgebäudes erfolgen müsse. Der Etat des Justizministeriums wird genehmigt. Minister Herrfurth erklärt, daß das Gesetz in der nächsten Session wieder vorgelegt werden würde, sobald die jetzt noch mit den einzelnen Städten schwebenden Verhandlungen abgeschlossen sein würden. Beim Etat der landwirthschaftlichen Verwal= tung fragt Abg. v. Riffelmann, ob die 300 000 M., welche zu Versuchen mit der Einlassung von Hochfluthwasser in bedeichte Niederungen bestimmt sind, auch für solche Niederungen verwendet werden können, deren Bedeichung erst noch im Entstehen ist. Minister v. Heyden bejaht diese Frage. Beim Etat des Ministeriums des Innern bringt Abg. Friedberg die Beschlagnahme der National- Zeitung" vom 16. Wai zur Sprache, welche lediglich dadurch veranlaßt sei, daß zweimal der verantwortliche Redakteur, aber nicht der Drucker und Verleger angegeben war. Befugt zur Beschlagnahme Abg. v. Wackerbarth empfiehlt dem Minister im Interesse war der Polizeipräsident allerdings, aber gezivungen dazu war er nicht. Daß für dieses Vorgehen ein vernünftiger Grund vor der Landes- Pferdezucht die bessere Berücksichtigung der Buchtthiere handen war, ist sehr zweifelhaft; es liegt lediglich ein un- auf der Eisenbahn. überlegter Gewaltaft des Polizeipräsidenten Polizeipräsidenten vor, welcher Minister v. Heyden erklärt, daß er diese Frage schon in Erschon die Volts- Zeitung" ohne jeden Grund mit Beschlag, bewägung gezogen habe. legt hat. Der Minister sollte gegen solche Vorkommnisse Fürsorge Es folgt die Berathung des Etats des Kultusmini treffen. steriums. Minister Herrfurth: Die National- Zeitung" hat dieselben Abg. Dürre tritt für die Aufbesserung der Lage der Lehrer thatsächlichen und rechtlichen Beduktionen wie der Vorredner an den höheren Lehranstalten ein und hofft nach der neulichen bereits am 19. Mai gemacht, aber allerdings dabei nicht von einem Erklärung des neuen Ministers auf eine Erfüllung der Wünsche „ unüberlegten Gewaltatt" gesprochen. Ich kann das Verfahren derfelben. des Polizeipräsidenten nicht mißbilligen aus einem Grunde, der Minister Graf Zedlik: Die einschlagenden Verhältnisse sind bisher mit Stillschweigen übergangen worden ist. Die Beschlag- schon erörtert worden und es wird vielleicht in der nächsten Session nahme einer Beitung ist allerdings sehr störend sowohl für den schon eine Vorlage gemacht werden. Erst wenn die Gehaltsfrage Verleger als für die Leser einer Zeitung; man sollte nicht ohne geregelt ist, wird die Aszension geregelt und aus dem jetzigen willWeiteres mit einer Beschlagnahme vorgehen, sondern erst eine fürlichen Verfahren herausgehoben werden können, in welcher Warnung eintreten lassen. Aber bei der„ National- Zeitung" war Weise, weiß ich noch nicht. dasselbe Versehen bereits am 11. März vorgekommen und deshalb Abg. Knörcke tadelt die Verweigerung des Urlaubs an die ist eine Verwarnung eingetreten. Wenn diese Warnung nichts nützte, Bolfsschullehrer für den Besuch der Lehrerversammlung in Mann so war der Polizeipräsident vollständig berechtigt, zur Konfistation heim. Der Minister verlange, daß diese Veſammlung in die zu schreiten, da man doch nicht einen Unterschied etwa zwischen Ferien gelegt werden solle. Das ist aber bei der verschiedenen Sozialdemokratischen und anderen Blättern machen kann. Ich habe Dauer der Ferien nicht möglich. Den Gymnasiallehrern sei der deshalb keinen Grund, eine allgemeine Verfügung zu erlassen. Besuch des Philologenkongresses gestattet, und deswegen fogar Abg. Friedberg: Der Polizeipräsident hätte wohl in an- Anstalten, von denen mehrere Lehrere dorthin wollten, auf längere derer Weise die„ National- Zeitung" hinweisen fönnen auf diesen Beit in die Ferien geschickt worden. Fehler. Nach der Erklärung des Ministers scheint es sich also um einen überlegten Gewaltakt zu handeln. Es fragt sich nur, wer in dieser trauten Vereinigung den Andern über den Löffel barbieren wird: die Prinzipale die Gehilfen, oder umgekehrt und daher geben wir zum Schluß dem taufmännischen Sozialistentödter- Verein den wohlgemeinten Rath: Hüten Sie sich vor den Prinzipalen! Ein nenes Geheim ,, mittel" wird gegenwärtig mit der in diesem Geschäftszweig üblichen übergroßen Reklame in der gesammten bürgerlichen Presse augepriesen. Dasselbe fällt in das Gebiet der von dem Geheimmittelschwindel besonders kultivirten Geschlechtskrankheiten und da bekanntlich die Dummen nicht Alle werden, so muß jedenfalls das Geschäft ein ziemlich einträgliches sein, sonst würden die gewiegten Herren Geschäftsleute, welche hier den Absatz betreiben, nicht so große Geldkosten für die theuren Zeitungsannoncen aufwenden. " Ein Philanthrop" hat entdeckt", daß es keine konstitutionelle Syphylis gebe" und erläßt daher ein Trostwort für die gesammte Menschheit". Der Messias ist ein Dr. Joseph Hermann, welcher seine epochemachende Entdeckung in einer Brochüre niedergelegt hat. Seine„ Lehre" lautet der Reklame zufolge: " Die Syphilis ist eine einfache, örtliche Krankheit, welche nie ins Blut des Menschen übergeht, vollkommen heilbar ist, nie bleibende Folgen zurückläßt und nie durch Zeugung und Vererbung sich weiter verpflanzt; die Syphilis gefährdet nicht die allgemeine Gesundheit und das Leben des Menschen, geht über die primitiven und die unmittelbaren Folgeformen nie und nimmer in anderartige Erkrankungen über". " 1 Dann rühmte sich der Entdecker" diefer großen Lehre", daß ea seine Erfindung nicht bloß, bevor er damit vor das große Publikum getreten ist, an einem halben Duhend Meerschweinchen ausprobirt habe, sondern daß er erst, nachdem er es so und so viele Dugend Jahre erprobt und Tausende von Menschen von ihrem Leiden dadurch befreit habe, jetzt als 74 jähriger Greis mit seinen Erfahrungen als Spezialist für Syphilis vor die Deffentlichkeit trete. Zum Schluß kommt dann noch die bei dieser Sorte von Anpreisungen stereotype Humanitätsmaste zur Anwendung: .. erachte es für eine heilige Pflicht, frei und offen, mitten im Sturme der gegentheiligen Anschauungen, dem falschen System der heutigen Syphilislehre zum Troß seine Lehre über Syphilis aller Welt zu verkünden. Schließlich ist also nur das Bestreben, der Menschheit einen Minister Graf Zedlių: Es sind jetzt schon 120 Tage im Jahre schulfrei, deshalb muß der Urlaub für die Lehrer möglichst Abg. Rickert: Alle Zeitungen sollen gleich behandelt werden, beschränkt werden, und ich habe die Maßregel, auch wenn sie aber der Polizeipräsident hätte doch mehr als einmal warnen nnpopulär war, ergreifen müssen.( Beifall.) Die Ferien können Lönnen, wie ja fogar in den Preßordonnanzen eine dreimalige nicht allein nach den Wünschen der Lehrer geregelt werden, dabei Verwarnung vorgeschrieben war. Redner weist darauf hin, daß kommen die Wünsche der Eltern viel mehr in Frage, als die der Dienst zu erweisen der Beweggrund, welcher den„ Entdecker" der der Polizeipräsident von Richthofen an die Kriegervereine ein paar Lehrer, welche allgemeine Versammlungen besuchen wollen. neuen Heilmethode" und die das Anpreisen ausführende GeRundschreiben erlassen habe, durch welches dieselben aufgefordert( Lebhafte Zustimmung rechts.) Feindlich gesinnt bin ich den schäftsfirma veranlaßt, mit der größten Marktschreierei das werden, Personen, welche sich als reichsfeindlich erweisen, auszu- Lehrerversammlungen nicht, aber von der weltüberwindenden Macht Wittelchen der ganzen Menschheit bekannt zu machen, oder vielschließen. Diese Maßregel sei eine lediglich politische und werde der dort gehaltenen Reden fann ich mich nicht überzeugen.( Lebhafter mehr nur sie von dem Vorhandensein in Kenntniß zu sehen. Der Beifall rechts.) Solche Strömungen müssen an die Deffentlichkeit Damit prunken die Herren voin Geheimmittelschwindel immer, vom Reichstage stets bei Wahlprüfungen mißbilligt. Minister sollte in dieser Beziehung eine allgemeine Verfügung heraustreten, dann wird der gesunde Sinn der Lehrerschaft schon daß sie es nur aus Liebe zur leidenden Menschheit thäten, hinterdie Reaktion dagegen finden.( Lebhafter Beifall rechts.) her kommen sie aber mit ihren hohen Preisen, welche es der erlassen. Minister Herrfurth: Die Kriegervereine beruhen auf einer Verordnung von 1842; sie haben besondere Vorrechte, z. B. in Uniform und bewaffnet zu erscheinen, Fahnen zu führen u. f. w. aber sind auch gewiffen Einschränkungen unterworfen, es dürfen Abg. Rickert: Wie ich höre, ist im Einzelnen Urlaub er- Mehrheit der Menschen nicht ermöglichen, die angeblich so vortheilt worden; da die Zahl der Lehrer, welche die Lehrerversamm- züglichen Mittel fich zu verschaffen. Beides reimt sich sehr wenig lung besuchen, eine geringe ist, ist der Differenzpnntt fein so er zusammen; hier trifft es auch wieder zu; der Preis ist ein ziemheblicher. Vielleicht versucht der Minister, die Ferien so zu lich hoher." trachten. " Wir machen alle Juteressenten darauf aufmerksam, daß am Sonntag, den 31. Mai, Herr Henning, Lehrer für Geschichte an der Arbeiter- Bildungsschule, einen gemeinsamen Gang mit den Schülern nach dem Museum am Lustgarten unternehmen wird. Die Zuſammenkunft findet ſtatt um 1/1 Uhr am hinteren Eingang des Museums( vis- à- vis der NationalGallerie und dem Denkmal Friedrich Wilhelms IV.). Auch Damen sind willkommen. strenge sanitätspolizeiliche Kontrolle ausüben. Gerichts- Beitung. Für den Herrn Dr. Joseph Hermann, als einem Tang- Iderartig noch im Gebrauch stehende Quasten; dieselben waren dicht] jährigen, erprobten Arzte dürfte es denn doch eine Möglichkeit besät mit eingetrockneten fleinen Blutkruften. Von der Tupffläche geben, wenn anders es ihm eben thatsächlich Ernst es ihm eben thatsächlich Ernst mit einer solchen Quaste hinweg brachte ich vier fleine Platinösen einer Hilfe für die leidende Menschheit" wäre, wie er voll Staub in ein Gelatinegläschen und legte mir davon Platten Charlottenburger Pferdebahn Usus! Diese Thatsache wurde 16 stündige Arbeitszeit ist bei den Kutschern der Berlin angiebt und wenn er zweitens von der Richtigkeit und an. Dieselben zeigten zahllose Kolonien eitererregender Batterien. Vorzüglichkeit seiner neu erfundenen Methode so felsenfest Bei einer Anzahl der abgeimpften Kolonien stellte ich durch gestern vor der 2. Strafkammer des Landgerichts II durch zeugenüberzeugt wäre, Mittel und Wege ausfindig zu machen, um seine Thierversuche die eitererregende Wirkung fest; dies bei allen zu Rutscher August Friedrich Karl Krüger, welcher bei der genannten eidliche Aussage in der Hauptverhandlung gegen den Pferdebahnepochemachende Entdeckung" auf eine etwas anständigere thun, dazu hätte der Thiervorrath nicht ausgereicht. Brunner Weise nicht nur zu veröffentlichen, sondern sie dann auch, wozu zitirt ferner Feibes, welcher gelegentlich der Infektion mit einer Gesellschaft in Dienst steht, festgestellt. Die Anklage lautete auf er ja als der eble Menschenfreund, als den er sich hinstellen anderen Krankheit nach dem Rasiren sagt, daß diese Fälle dringend schwere Körperverletzung durch Fahrlässigkeit. Am 12. April d. J. läßt, verpflichtet wäre, sie allen Menschen zugänglich zu machen dazu auffordern, die zuständigen Behörden mögen eine drakonisch fuhr der Angeklagte auf seiner Heimfahrt zum Depot Abends Daß der Herr aber damit auf den Weg der Marktschreierei Brunner noch darauf aufmerksam, daß die Buderquaste auch bei eingeschlafen. Er bemerkte also nicht, daß der ziemlich Schließlich macht gegen 11 Uhr hinter einem anderen Pferdebahnwagen her und war durch Uebermüdung von dem angestrengten Dienst kommt, das beweist, daß sein„ Mittel" unter die Kategorie jener der Säuglingspflege eine Rolle spielt, und daß sie hier, so nüßlich dicht vor ihm herfahrende Badtte seinen Wagen anhielt Geheimmittel gehört, mit denen man sich nur mit Efel zu be- fie bei sauberem Material ist, so schädlich bei unsauberer Ge- und fuhr in voller Geschwindigkeit gegen den stillhaltens faffen pflegt, da bekannt ist, daß dieselben meist lediglich auf die bahrung werden kann. Prellerei des Publikums hinauslaufen. den Wagen an. Erst ganz dicht vorher, als es zu spät Seit Jahr und Tag wird das Publikum schon mit der- Ein ruchloses Bubenstück, durch welches viele Menschen- war, wurde er durch den Zuruf des auf dem ersten Wagen auf artigen Auswüchsen des kapitalistischen Konkurrenzkampfes be- leben in ernstliche Gefahr gebracht wurden, ist gestern Nachmittag dem Hinterperron stehenden Schaffners munter, und so wurde lästigt. Wir erinnern an die bekannten famosen Selbstbewahrungs- in dem in der Jägerstraße belegenen Gebäude eines hiesigen dieser von der Deichsel des Krüger'schen Wagens so heftig in die bücher des„ Dr." Retau und andere, an die Dr, med. Meyer und Gesindevermiethungsbureaus von unbekannter Hand verübt worden. Seite gestoßen, daß zwei Rippenbrüche erfolgten, und er sofort wie die Ehrenmäzner alle heißen. Der Haupthahn der Flur- Gasbeleuchtung und auch die einzelnen bewußtlos zusammenbrach. Der Verunglückte ist erst seit etwa Brenner in den Korridoren waren aufgedreht und sehr bald war 14 Tagen im Stande, wieder auszugehen, fann jedoch irgend eine derartige große Menge Gas ausgeströmt, daß dieselbe bei welchen Dienst noch nicht verrichten. etwaiger Entzündung eine gefährliche Explosion hätte herbei- Krüger bekennt seine Schuld und gesteht offen und ehrlich führen können. Glücklicherweise wurde man durch den starken zu, geschlafen zu haben. Er sei von früh 1/25 Uhr bis 8 Uhr Gasgeruch, welcher sich durch das ganze Haus verbreitete, recht- 10 Minuten, erst mit Pferdepußen u. f. w., dann mit Fahren zeitig auf die Gefahr aufmerksam gemacht und vermochte dieselbe in Dienst gewesen. Von 8 Uhr 10 Minuten bis 10 Uhr habe er durch schleuniges Schließen der Gashähne und Deffnen aller Pause gehabt und sei dann wieder von 10 Uhr VorFlurfenster noch rechtzeitig zu beseitigen. mittags bis 11 Uhr Abends in Dienst gewesen! Nach jeder Fahrt sei an jenem Tage, einem Sonntage, Ein Kind durch Ueberfahren getödtet, zwei Kinder nur 1/2 Stunde Pause gewesen, während sonst 1 Stunde Kein Tag vergeht, an dem nicht die Reklame, dieser Angel erheblich verletzt. Ein entfeßliches Unglück hat sich gestern, Pause sei. Die 1/2 Stunde Pause aber würden durch Wagenhaken für das anbeißende Publikum, neue Blüthen treibt. Daß Donnerstag Abend, in der Hochstraße ereignet. Vor dem Hause und Pferdewaschen wie überhaupt Stall resp. Depotarbeiten unsere großen Verkaufsmagazine die Reklame verstehen, wissen 36 hielt ein zweispänniger Wagen, Mit der Beaufsichtigung des ausgefüllt. Sonntags ist dazu nur eine halbe Stunde Zeit. Am wir; daß die Theaterbureaus unerschöpflich in der Anpreisung Wagens war ein Arbeitsmann betraut, welcher auf dem Wagen Tage vorher sei er von 4 Uhr früh bis Abends 10 Uhr in Dienst der gerade aufgeführten Stücke sind, dürfte den Meisten bekannt Platz hatte. Als der Mann einem Pferde die Decke abnehmen gewesen. Der Zeuge Badtte bekundet unter Eid, daß die Anfein; neu war, wenigstens für uns, jedoch die Form folgender wollte, bewirkte er dies in der Weise, daß er von seinem Sige gaben Krügers richtig seien, und daß diese Dienstzeit allgemein Reklame, die schauspielerischerseits für die Lieferanten geschlagen aus auf die Deichfel kletterte; in diesem Augenblick brauste ein herrsche. Der Staatsanwalt hält die Fahrlässigkeit" Krügers wird. Mitte dieses Monats stand in der„ Vossischen Zeitung" Eisenbahnzug der Nordbahn vorüber, die Pferde scheuten und für erwiesen, er habe den Unfall verschuldet, dadurch, daß er sich dieses Juferat: zogen an. Der Mann fiel zur Erde und die Gäule stürmten nicht wachgehalten habe und beantragte wegen der Schwere der Um vielfachen Anfragen und Wünschen zu entsprechen, nach der anderen Seite der Straße hinüber. Dort spielten auf Verlegung 6 Monate Gefängniß! Das Gericht kann zwar ein bringe ich hierdurch zur Kenntniß, daß meine Kostüme zu einer kleinen Böschung drei Knaben im Alter von 2/2, 4 und Nichtschuldig nicht anssprechen, ist aber denn doch der Meinung, " Dr. Jojo" aus dem Atelier von N. N., Unter den 41/2 Jahren; in diese Gruppe raften die Pferde hinein, im daß der Dienst ein zu langer sei und Ermüdung herbeiführen Linden..., hervorgegangen sind. nächsten Augenblick erscholl ein durchdringendes Jammergeschrei müsse; das Urtheil lautete auf 14 Tage Gefängniß. Wird der Rathi Fischer. und das Entfehliche war geschehen. Als Passanten und die Angeklagte dadurch gebessert" werden? Wird er für die Zukunft ( Den Namen des erfinderischen Schneiders haben wir weg- Bewohner der angrenzenden Häuser hinzustürzten, fanden sie die noch länger sich wach halten fönnen? Oder wird er im nächsten gelassen.) drei Kleinen blutüberströmt auf der Erde liegen. Jammernd Jahre an der Maidemonstration theilnehmen?! Der Anfang wäre also gemacht, und wir können uns der tamen bald die Mütter herbei und nahmen ihre Kinder in Hoffnung hingeben, daß diese Art der Reklame Nachahmung und Empfang; am schwersten verlegt war der 42 jährige Sohn des Der Stellenvermittler Gustav Alwin Wipprecht stand örderung finden wird. Wertführers Thiele; die verzweifelte Mutter fuhr mit dem Kinde gestern wegen wiederholten Betruges vor der 93. Abtheilung des Ein Schritt weiter, und das Publikum hört in einem mo- nach der Sanitätswache in der Pantstraße; dort gab dasselbe Schöffengerichts. Der Beschuldigte erhielt im Oktober v. J. von dernen Stück folgenden Dialog:" Donnerwetter, Graf, tragen alsbald feinen Geist auf. Sehr erheblich sind nach dem„,.- A." einem hiesigen Fabrikbefizer den Auftrag, ihm einen MaschinenEie aber ein schönes Beinkleid!"" So, gefällt es Ihnen, Herr auch die Verlegungen der beiden anderen Kinder, des" kleinen meister zu besorgen. Bedingung war, daß der Bewerber nicht Rath? Das habe ich mir bei N. N. machen lassen; Sterl arbeitet Wenzel, dessen Vater ein Kolonialwaaren- Geschäft inne hat, so über 35 Jahre alt sein und eine praktische Ausbildung im fele gut; ist auch gar nicht theuer, kostet nur 30 Mart!"" Die wie des 21/2 jährigen Rudolfi, dessen Vater Arbeiter ist. Der Maschinenfache genossen haben sollte. Da mit der Stellung ein Reklame wäre noch wirksamer; das Geld für die Zeitungs- Rutscher wurde nach dem Unglück seitens des Polizeireviers, das pensionsberechtigtes monatliches Gehalt und freie Wohnung verannonce würde gespart, und Alle befänden sich dabei gut, denn sich in der Hochstraße, in der unmittelbaren Nähe der Unglücks- bunden war, so meldeten sich auf die vom Angeklagten veröffentselb frredend erhielten der Dichter und der Schauspieler von N. N. stätte befindet, sistirt, aber bald wieder entlassen; dagegen soll je eine neue Hose! fein Vertreter, dem er die Beaufsichtigung des Wagens überDas ist eine Art Kunst" zu Ende des neunzehnten Jahr- tragen hatte, sich nach der Katastrophe aus dem Staube gemacht hunderts. haben. lichte Annonze sehr viele Bewerber. Ohne zu prüfen, ob die Bewerber die gestellten Bedingungen zu erfüllen im Stande waren, ließ der Angeklagte sich von denselben Einschreibegebühren bis zu drei Mark zahlen. Es meldeten sich später fünf Personen, die sich für betrogen hielten, da der Angeklagte ihnen die Bedingungen in Betreff ihres Alters und ihrer Ausbildung verschwiegen hatte und ihre Bewerbung infolge dessen von vornherein abgelehnt wurde. In einem anderen Falle hatte der Angeklagte einem Arbeitsuchenden gegen Einschreibegebühr eine Stelle nachgewiesen, von der er wußte, daß sie längst besetzt war. Der Gerichtshof berücksichtigte zwar die bisherige Unbescholtenheit, sowie den geringen Vermögensvortheil, den der Angeklagte erzielt, erkannte aber immerhin auf eine Gefängnißstrafe von vierzehn Tagen. Arbeiterbewegung. Wien, den 26. Mai. Ueber den Stand des Streits der Buchdrucker schreibt man uns: In dem Stande der Bewegung Das erste frische Hen kam gestern hier zum Verkauf am Ueber den gestern gemeldeten Unglücksfall in der LöweLouise mufer, wo bekanntlich der Heumarkt für Berlin stattfindet. schen Gewehrfabrik zu Martinikenfelde wird von der Direktion Ein Lesuch des letzteren ist nicht uninteressant, man kann dort eine Mittheilung veröffentlicht, wonach das Unglück fich nur als manche vortreffliche Beobachtung machen. Kein hiesiger Molkerei- ein Unfall darstellt. Es sei allerdings, wahrscheinlich durch UnBesizer, der Heu für seine Kühe dort einkauft, wird solches achtsamkeit, eine, wenn man so fagen will, Explosion erfolgt, und wählen, in welchem Duvock( Heermoos) enthalten ist, während zwar in einem kleinen Ventilator, der mit einem Gemisch von die Pferdebefizer keinen Anstoß daran nehmen. Jeder kennt den Gas und Luft gespeist werde. Die Expansionskraft sei aber Geschmack seiner Thiere. Die Käufer wissen auch sehr gut, daß nur schwach gewesen und die umherfliegenden Stücke des gedie schöne grüne Farbe des Heus nur ein Zeichen davon ist, daß borstenen dünnen Mantels des Ventilators hätten nur vier dasselbe ohne Regen, also ohne Verlust an Nährstoffen zu erlei- Arbeiter wenig erheblich verlegt, so daß keiner von ihnen im den, gewonnen wurde, daß dieselbe aber sonst einen Maßstab für Moabiter Krankenhause, wohin sie sich sofort begeben hatten, die Güte des Heues ebensowenig abgiebt, wie der Geruch und aufgenommen werden mußte. Es brauchten ihnen vielmehr nur zwar deshalb nicht, weil letterer hauptsächlich hervorgerufen Verbände angelegt zu werden; einem wurde eine kleine Fleischwird durch das trockene und wenig nahrhafte Ruch- oder Ge- wunde nur verklebt, und drei von ihnen arbeiteten bereits nachruchgras, welches von den Thieren ebenso ungern gefressen wird, mittags weiter, während der vierte heute morgen ebenfalls wieder wie alle start riechenden Pflanzen. Für die Nase des Menschen an der Arbeit erscheinen wollte. ist der Duft von Rosen, Veilchen, Reseda, Waldmeister u. s. w. angenehm, das liebe Vieh muß aber doch wohl anders darüber Doppelter Selbstmord. In ein Vergnügungslokal am ist bisher keine Veränderung eingetreten. Ungebeugt und undenken, denn es verschmäht sie einfach, wenn sonst irgend anderes Rummelsburger See tehrten am Dienstag Nachmittag ein Herr gebrochen, wie in den ersten Tagen des Ausstandes, stehen noch) Futter zu haben ist. So besitzt beispielsweise das herrliche und eine Dame ein, welche sich Speisen bringen ließen und zuletzt sämmtliche Streifende außerhalb den Offizinen. Verhandlungen Mielitgras, welches den Hauptbestandtheil der Gräser in den Kaffee bestellten. Schon beim Essen bemerkte der Kellner, daß zwischen Gehilfen und Prinzipalen sind noch keine eingeleitet Oderwiesen ausmacht, nur sehr wenig Geruch, und doch ist das zwischen Beiden ein zwar leiser, doch heftiger Meinungs- worden, obwohl in einer der legten Versammlungen der Prinzipale Oderheu viel besser wie das Spreeheu. Auf dem hiesigen Heu- austausch stattfand. The der Kaffee gebracht wurde, lud der der Antrag gestellt wurde, es sei die Intervention des Gewerbemarkt sieht man, wie der Praktiker, der oft Heu zu kaufen in der Herr seine Begleiterin ein, mit ihm eine Bootsfahrt zu unter- Inspektors zur Beilegung des Konflikts anzurufen. Dieser AnLage ist, das Alles sehr gut weiß und ohne Botaniker zu sein nehmen. Die Dame weigerte fich, gab aber schließlich nach, als trag wurde jedoch( mit nur zwei Stimmen Mehrheit) abgelehnt. und die einzelnen Grasarten zu kennen, das bessere Heu richtig der Herr erklärte, andernfalls allein fahren zu wollen. Die Gehilfenschaft ist furchtbar erbittert über die infolge der herausfindet. Der Genuß des frischen Heus hat vielfältigen Er- Dem Kellner wurde bedeutet, daß der Raffee erst nach Denunziationen der Prinzipale und einzelner Kollegen" erfolgte fahrungen zu Folge bei Pferden oftmals Drüsen und Kolik, beim Rind- der Rückkehr gebracht werden solle. Dann miethete das Auflösung des Vereines der Buchdrucker- und Schriftgießergehilfen vieh Verdauungsstörungen, Blähsucht und Hirntongestionen zur Folge Paar bei dem Bootsverleiher des Lokals ein Boot, ließ Niederösterreichs und über das Vorgehen der Behörden, welche gehabt, weshalb man es denn nicht frisch verfuttert, sondern es einen Sommerhavelock, Hut und Schirm als Pfand zurück bislang jede nach dem Gesetze zulässige Versammlung der erst auf den Boden bringt, um es schwigen zu lassen. Bei dem und fuhr ab, ohne zurückzukehren. Die Beche ist nicht bezahlt Streifenden verboten haben. Erst gestern( am 25. Mai) ist dem Prozesse des Ausschwitzens, welcher 4-8 Wochen in Anspruch worden; die Garderobenstücke wurden nicht abgeholt. Am Mitt Obmanne des genossenschaftlichen Gehilfenausschusses die Abnimmt, vermindert sich der Wassergehalt und der strenge Ge- woch früh erhielt der Bootsverleiher durch einen Knecht des haltung einer allgemeinen Versammlung der sämmtlichen Buchschmack und dann erst ist das Heu den Thieren mundrecht und Fischermeisters Dannhauser die Nachricht, daß das fehlende Boot Druckerei und Schriftgießeret- Arbeiter Wiens für den 26. Mai gedeihlich. in der Nähe des Eierhäuschens angeschwemmt worden sei. Die abends gestattet worden. Wir werden also endlich Gelegenheit Beschaffenheit, in welcher der Besißer das Boot fand, läßt nur haben, uns über die Lage aussprechen und weitere Schritte beEin verlorener Sohn ist gestern Abend seinen Eltern den Schluß zu, daß die Insassen gemeinschaftlich in den Tod rathen zu können. wieder zugeführt worden. Die in der Friedrichsstraße wohnenden gegangen sind. Dasselbe war im Innern vollständig trocken. Am Bedrängt werden wir von allen Seiten. Die Unternehmer, Kaufmann N.'schen Eheleute hatten eine Reise nach Nürnberg Boden lag ein Damenhut. Die Riemen fehlten und von dem unterstüßt von Behörden, Staatsanstalten und verschiedenen unternommen, um dort der Hochzeitsfeier einer Verwandten bei Steuerruder waren die neuen Hansstricke losgefnotet. Läge ein fapitalistischen Gesellschaften, lassen fein Mittel unversucht, um zuwohnen, und auch ihr einziges vierjähriges Söhnchen mitge- Unglücksfall vor, würde das Boot gefentert sein oder Wasser ge- uns zu schädigen. Die Seger und Maschinenmeister der Staatsnommen. Am Mittwoch traten sie die Rückreise nach hier an schöpft haben und die Stricke würden nicht am Steuerruder Druckerei jedes Solidaritätsgefühls bar und bis auf etwa und passirten die Grenzstation Hof, wo fie ausstiegen. fehlen. Es erscheint unzweifelhaft, daß sich das Paar mit den 30 Mann sogar so egoistisch, daß sie nicht einmal einige Gulden Im Menschengewühl vermißten die Eltern plößlich den Stricken zusammengebunden hat und dann in das Wasser ge- für ihre im Kampfe gegen die Patrone stehenden Kameraden Kleinen, der sich von der Hand des Vaters losgemacht hatte und sprungen ist. Ueber die Persönlichkeiten des vermißten Paares sammeln, weil ihnen dies der allmächtige Direktor der Staatsverschwunden war. Alle Nachforschungen auf der Station und ist absolut nichts bekannt. Die Leichen sind noch nicht zum Vor- anstalt verbieten ließ und diese furchtsamen Leute sich ein solches in Stadt Hof waren vergeblich, und schweren Herzens traten die schein gekommen. betrübten Eltern mit dem nächsten Zuge die Fahrt nach Berlin der Verbot auch gefallen ließen, vielleicht gerne haben natürlich nicht den Muth gefunden, diejenigen Arbeiten zurückzuweisen an, um von hier aus weitere Nachforschungen zu veranlassen. Polizeibericht. Am 27. b. M. Abends gerieth die 11jährige welche eine Privatofsizin der Staatsdruckerei überwies. InterGestern Abend nun meldete eine von München eingetroffene Emma Mezzler vor dem Hause Gneisenaustr. 112, als sie von essant ist, daß die Staatsanstalt, welche mit Arbeiten für staatDepesche, daß der kleine N. von Passagieren nach der bayerischen einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen sprang, um ein liche Behörden überlastet ist, in einer Zeitungsdruckerei Hauptstadt gebracht worden sei, worauf nach Erforschung der heruntergefallenes Geldstück aufzuheben, mit dem Fuß unter die" Elbemühl"-drucken läßt. Bahnbedienstete arbeiten noch immer Adresse der Eltern des Flüchtlings denselben Mittheilung über Sicherheitsvorrichtung des Vorderrades und wurde so schwer in der Druckerei der Steyrermühl" und neuestens werden sogar die Auffindung des Kleinen gemacht wurde. Unter sicherer Be- verletzt, daß sie mittelst Droschke nach der Wohnung ihrer Eltern Personen, welche ehedem die Typographie erlernt haben und gleitung traf der unfreiwillige Ausreißer heute Morgen in der gebracht werden mußte. Am 28. d. M. Morgens wurde im gegenwärtig staatlich angestellt sind, verhalten, in gewissen OffiWohnung der Eltern hier ein. Landwehrkanal, nahe der Cornelius- Brücke, die Leiche einer un zinen zu arbeiten. bekannten, etwa 25 jährigen Frauensperson angeschwemmt.- So werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die feiernden Die Puderquafte als Infektionsträger. Einen inter- Auf dem Bauplatz des Reichstags- Gebäudes stürzte Nachmittags Arbeiter firre zu machen, aber alle Bemühungen, die Kollegen effanten Beitrag zur Kenntniß der Verbreitung von Krankheiten im Ruppelbau der Malergehilfe Steinland infolge eines Fehlin's Wanten zu bringen, sind bis nun vergeblich gewesen. Dank durch Bakterien liefert ein in der Wiener klinischen Wochen- tritts etwa 14 Meter hoch von einem Gerüst herab und erlitt der reichlichen Unterstüßung der Kollegen von ganz Europa schrift" enthaltener Bericht über einen Vortrag des Dr. Konrad anscheinend schwere innere Verlegungen, so daß seine Ueber- tönnen wir ausharren im Kampfe für die Ehre und für die Brunner, Privatdozenten der Chirurgie an der Züricher Univer- führung nach der Charitee erforderlich wurde. Im Landwehr- Berkürzung der Arbeitszeit, in einem Rampfe, der uns von fität. Der Vortragende fagte u. A.: Manchem ist es aus fanal, am Görlitzer Ujer, wurde zu derfelben Zeit die Leiche des einzelnen Brinzipalen, welche die Organisation der Gehilfenschaft eigener Erfahrung bekannt, daß oft nach dem Rasiren im Ge- am 28. d. M. ertrunkenen Knaben Otto Schüße aufgefunden. zerstören möchten, aufgezwungen worden ist. Ehrenvoll werden fichte da und dort aus kleinen Schnitt- und Kraßwunden Pusteln Gegen Abend gingen die Pferde eines vor dem Hause Hochstraße wir diesen Kampf bestehen, in welchem zum ersten Male der entstehen, es sind auch Fälle beobachtet, wo größere Furunkel Nr. 32B haltenden Wagens plöglich durch. Hierbei wurden die herrliche Gedante der internationalen Verbrüderung der ArDaran sich anschließen; so weiß ich von einem Kranken, bei dem ein Knaben Otto Thiele, Karl Wenzel und Paul Rudolfi überfahren beiter in so großartiger Weise zum Ausdrucke gebracht solcher nach dem Rasiren entstandener Furuntel zu einer tödt und schwer verletzt, so daß Ersterer auf der Stelle getödtet wurde, worden ist. lich endigenden Blutvergiftung führte. Es mag sein, daß hierbei während Wenzel einen Bruch des Oberschenkels und Rudolfi außer die Infektionsträger direkt durch das Messer in die Haut ein- einem Bruch des Fußgelenks eine schwere Verlegung am Kopfe geimpft werden; mit größerem Rechte jedoch wird das schuldige davontrug. Lekterer wurde nach dem Lazarus- Krankenhause geGebrauchsobjekt in den Buderquaften zu finden sein, mit welchen bracht. Abends fand in der Reinickendorferstraße 64A ein kleiner nach dem Rasiren die kleinen Wunden betupft werden. Daß Brand statt. hier eine Anhäufung frankheitserregender Mikroorganismen stattfindet, davon überzeugte mich eine bakteriologische Untersuchung diefer Toilettegegenstände. Ich kaufte in verschiedenen Rafirstuben Noch müssen wir erwähnen, daß die von den Prinzipalen und den ihnen ergebenen Lohnfchreibern ausgesprengten Gerüchte, wonach nur mehr ungefähr 1800 typographische Arbeiter und Arbeiterinnen in Streit stünden, die übrigen aber die Arbeit wieder aufgenommen hätten, einfach erlogen sind, denn die mit der Unterschrift jedes einzelnen Streitenden bestätigten Auszahlungslisten des Finanzkomitee weisen rund 2700 Streifende, barunter 200 bisher konditionslos gewesene Rollegen und hofenerstraßen- Ecke bei G. Schmidt, 15. Pantstraße Nr. 82 bei Otto. 1891. Wir empfehlen nicht nur den Kaufleuten diese für sie überKolleginnen, auf. Was die Prinzipale mit dieser lügenhaften| betheiligung der Arbeiter sprach. An der lebhaften Diskussion, Aussprengung beabsichtigen, liegt klar zu Tage. Sie wollen der welche durch drastische Beispiele noch den Vortrag ergänzte, be- aus nüzliche Schrift, sondern auch allen anderen Arbeitern, welche Welt vorfchwindeln, daß eine große Anzahl von Streifenden die theiligten sich die Kollegen Valerius, Meyer, Schmolling, aus derselben viel Nützliches über die Lage der kaufmännischen Arbeit bereits bedingungslos" aufgenommen habe. Wir E. Lange und Opiz. Unter Verschiedenem wurde vom Kollegen Angestellten erfahren werden. bitten alle Kollegenkreise, den in Wiener Zeitungen enthaltenen Köhler angeregt, ob es nicht möglich wäre, die Versammlungen Es würde sich empfehlen, wenn bei einer Neu- Auflage der und von den Wiener Schmocks an die ausländischen Blätter etwas pünktlicher beginnen zu lassen, das veranlaßte den Vor- Schrift das Kapital über die Lage der Arbeiter vielleicht auf weitertelegraphirten Nachrichten über unsere Bewegung auch nicht sitzenden, die Kollegen aufzufordern, etwas pünktlicher zu er Grund einer privaten Enquete noch weiter ausgearbeitet würde. den geringsten Glauben beizumeſſen. scheinen, alsdann tönne auch die Versammlung zeitiger eröffnet Der Welfenfonds. Attenmäßige Darstellung Nachstehendes Zirkular ist an die Buchdruckereibesiger Wiens und geschlossen werden. Nachdem noch einige Fabriken einer der Entwidelung der Vermögensfrage, des versendet worden: Kritik unterzogen worden und verschiedene Vereinsangelegenheiten Abschlusses des Bermögensvertrages und der Riedlingen an der Donau( Württemberg), 21. Mai erledigt waren, schloß der Vorsitzende die Versammlung. Beschlagnahme des Vermögensobjektes.( Separat 1891. Ser geehrter Herr Kollega! Bei dem gegenwärtig Fachverein der Tischler. Die Bahlstellen befinden sich in den folgenden Abdruck aus der Deutschen Volkszeitung"), Hannover, Verlag der in Ihrer Stadt herrschenden Gehilfenstreit erlauben wir soralen: 1. Friedrichsbergerstr. 25 bet Schmidt, 2. Staligerstr. 107 bet Stunft- Deutschen Volkszeitung" in Hannover, Burgftr. 40. uns, Ihnen unsere sehr gut eingerichtete Buchdruckerei mit mann 3. Belleallianceplas 6 bei Silscher, 4. Schwebterstr. 44 bet Thierbach, 126 S. fl. 80 50 3f. Diese Schrift ist als Darstellung von be= Motorenbetrieb zur Ausführung von Drucksachen aller 5. Schleiermacher- und Gneisenaustraßen- Gde bei Scheuer, 6. Steinmenftr. 57 Art( namentlich von Akzidenzarbeiten, auch in Bunt- und bei Lindow, 7. Dresdenerstraße 116, 8. Lübecker- und Thurmstraßen Gate bei theiligter Seite interessant und lesenswerth, sie ist ein SeparatJahnte, 9. Langestraße 70 bei Heindorf, 10. Rigdorf, Bergstr. 7, bet Duschet, Abdruck aus dem hervorragendsten Organe der deutsch- hannoveMehrfarbendruck) bestens zu empfehlen. Wir sind in der 1. Fenufir. 40 bei Krüger, 12. Görlitzer- und Sorauerstraßen- Ecke, 13. Weißen- ranischen( welfischen) Partei. Wenn wir auch keineswegs den Lage, auch die größten Auflagen in nur wenigen Tagen fee: Böller- und Charlottenstraßen- Ede bet selebs, 14. Tresorer Standpunkt theilen, daß der Weljenfonds an das hannoverazur Ablieferung zu bringen und die Preise möglichst billig arbeitsnachweis befindet sich Wallstraße 7-8 und ist von 7 Uhr Morgens bis nische Königshaus zurückzustellen sei, so glauben wir doch die zu stellen. Muster unserer Druckarbeiten stehen jederzeit zuhr Abends, mit Ausnahme der Mittagsstunden von 12-8 Uhr, geöffnet. Leftüre der reichhaltigen, viele thatsächliche Angaben enthal gratis und franko zur Verfügung. Mit follegialischem Die Arbeitsvermittlung geschieht unentgeltlich. Gruß! Ulrich'sche Buchdruckerei( F. J. und St. Ulrich)." Abends 8% Uhr, bei Stein, Rosenthalerstr. 38. Verein Bildung und Geselligkeit. Sonnabend, den 30. Mai cr., tenden Schrift allen Denen empfehlen zu sollen, welche sich für Tagesordnung: Vortrag des die Welfenfondsfrage und ihre Geschichte näher intereffiren. Wahl von drei Wir hoffen, daß die württembergischen Genossen das schöne Herrn Dr. Spazier über„ Der Boltsdichter Karl Wetse". Gäste sind willkommen. Fragebeantwortung. Beispiel der Leipziger, Dresdener und Berliner Kollegen nach- Revisoren. Die Reichs- Schwiegermutter kommt! Aus den Ges Bildungsklub der Hausdiener. Bersammlung am Montag, den 1. Juni, ahmen und alle von Wien importirten Streifarbeiten zurückweiſen abends up, bet Beyer, neue Grünftr. 14. Tagesordnung: ortrag beheimnissen einer politischen Ghe geplaudert von Einem Hausfreund. Berlin W., Verlag von Diskussion. Genossen Feldmann über die Ursachen des Massenelends. Berschiedenes. Gäfte haben Zutritt. F. G. Fricke. 31 Seiten 8°. 60 f. Sonnabend Abend 8 Uhr: Vergnügungsverein Carmen- Sylva". Das Titelblatt dieser der alten Raketentiste" wehmüthigen Sigung mit Damen im Reſtaurant Helfer, Oranienstr. 46. Nur geladene Gedenkens gewidmeten" Schrift" ist mit einem gelungenen HolzGäste haben Zutritt. Achtung! Bau- und gewerbliche Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen schnitte, welche Fürst Bismarck als altes Weib darstellt, gefür Brik und Umgegend. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, be a Rachmittag 4 Uhr, int sofale des Herrn Audolph( früher schmückt. Die Schrift rührt anscheinend von einem faiſertreuen Wittwe Müller), Chauseeftr. 98 in Brig. Tagesordnung: 1. Die Entwickelung Frei sinnigen her und stellt von diesem Standpunkte das Bisder kapitalistischen Produktionsweise. Referent W. Wach- Berlin. 2. Dismarckische Sündenregister zusammen; sie ist nicht gerade untussion. Nach der Bersammlung gefelliges Beifammensein, verbunden mit Tanstränzchen. Um zahlreiches Erscheinen für Männer und Frauen wird geschickt verfaßt und kann auch mit Nutzen gelesen werden. Wir haben sofort als wir sie gelesen, bemerkt, daß die von einem erfucht. Verein Serliner Schirmmacher. Heute Abend 9 Uhr: Geschäftliche antisemitischen Blatte aufgestellte Vermuthung, daß sie von Sigung bei Witte, Stralauerftr. 11. Verein selbständiger Wäsche-, Schürzen- und Juponsarbeiter und Dr. Fr. Mehring herrühre, in feiner Weise zutrifft. Diese AufArbeiterinnen Berlins und Umgegend. Montag, Abends 9 Uhr, Brunnen- fassung wurde uns nun auch direkt bestätigt. Straße 34, Versammlung. Tagesordnung: Geschäftliches. Anträge. Verschtebenes. Aufnahme neuer Mitglieder. werden. Brüffel, 19. Mai. Wegen Verweigerung der Lohnerhöhung wurden die Arbeiter in den Steingruben zu Lessines ausständig. London; 29. Mai. Die ausländischen Schneidergesellen bestreiten, daß sie den Beschluß gefaßt, die Arbeit wieder aufnehmen zu wollen. London, 29. Mai. Die hiesigen Omnibuskutscher und Kondukteure stellen dieselben Forderungen, wie sie ihren Pariser Genoffen bewilligt worden sind. Ein Theil derselben ist ausständig. Soziale Uebersicht. Achtung! Möbelpolirer. Wie jedem Kollegen bekannt, ift in der öffentlichen Möbelpolirer- Versammlung vom 23. März beschlossen, am 1. Mai die Arbeit nicht ruhen zu lassen, dafür aber 1 Mark für die Generalkommission Deutschlands in Hamburg abzuliefern. Kollegen, ich ersuche dringend, Eurer Verpflichtung in dieser Beziehung nachzukommen. Die Gelder werden am Sonnabend, den 30. Mai, in den bekannten Zahlstellen der Krankenkassen in Empfang genommen, um so schnell als möglich nach Hamburg abgeliefert zu werden. J. A.: Gust av Urban, Roppenstr. 25, III. 6 Generalversammlung der freien Bereinigung der Portiers und verwandten Berufsgenoffen für Berlin und umgegend am Montag, ben 1. Juni, Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75. Tagesordnung: 1. Vortrag. 8. Wahl des Gesammtvorstandes. 4. Ber2. Aufnahme neuer Mitglieder. schiedenes und Fragetaften. Gäfte sind willkommen. Tischlerversin. Heute, Abends 9 Uhr, Adalbertstr. 21, außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: Endgiltige Beschließung über die am 5. Juli stattfindende Landpartie. Sonnabend. Lese- und Diskutivklubs. Spaziergänge eines Atheisten. Ein Pfadweiser zur Erkenntniß der Wahrheit. Polemisches und Akademisches von Ferdinand Heigl, königl. Rechtsanwalt. Verlag der Handelsdruckerei in Bamberg. 87 Seiten tl 80. 50 Pf. Wir leugnen nicht, daß wir diese Schrift mit Mißtrauen und Unbehagen in die Hand genommen haben, wir haben eben eine Bürstenmacher! Unterstüßungsverein der Bürsten- und Binfelmacher Antipathie gegen die Leute, welche nichts anderes sind als Deutschlands( Filiale Berlin). Sonntag, den 31. Mat, Vormittags 10% Uhr, Atheisten, nichts anderes wissen, als daß ein Gott nicht existire. Bergstraße 12, Bersammlung. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder und Entrichtung der Beiträge. 2. Bericht der Arbeitsnachweis- Kommission Nur allzu oft treffen wir bei solchen Leuten auf unangenehmes Halbwissen, leichtfertiges Aburtheilen. Uns sind diejenigen, welche und Neuwahl derselben. 3. Verschiebenes. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 31. Mat, Abends 7 Uhr, Versammtung, Grenadierfir. 33 bei Seefeld. Bortrag des Herrn Peus: Der Fanatis- auf irgend ein atheistisches Traftätchen schwören, das den ganzen ausmacht, ebenso unsympathisch mus und feine Opfer. Nachdem gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Inhalt ihrer Bildung Damen und Herren, willkommen. wie diejenigen, welche auf muckerische Traktätchen schwören. Aignershöhe( Behlendorf, Alſenſtr. 16), mit Damen, dafelbfi Tanztränzchen. Geselliger Verein Klimbim. Sonntag, den 31. d. M., Ausflug nach Ferdinand Heigl beweist aber in seinen Spaziergängen, dass Gäste, welche daran theilnehmen wollen, bitte sich um 2 Uhr Nachmittags auf er etwas gelernt hat, gegnerische Anschauungen zu würdigen verdem Botsdamer Bahnhofe zu verfammein. Erkennung: Abzeichen! Abfahrts- steht, daß er eine scharfe, aber nicht unangenehm verlegende Feder seit 2 Uhr 33 Min. Nachmittags. Lese- und Diskutirttub führt. Seine trefflich geschriebene Streitschrift beweist wieder Feuerbach" tin Lokale bes Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. einmal, daß philosophischer Materialismus mit tiefer Sittlichkeit " eine", Abends 9 Uhr, im Lofale des Herrn Bechlin, Hornstr. 11. und edler Gesinnung durchaus vereinbar ist. Unter den vielen Lese- und Diskutirklub des Arbeiterbildungs- Bereins in Weißenfee, Reſtaur. Propagandaschriften für eine atheistische Weltanschauung erDuifebann( Vereinshaus), Charlottenburgerstraße 150 tm tleinen Saal. Paris Deutscher fostalble motratticher gefe scheint uns die hier angezeigte als eine der besten und empfehlenstub. Ede Rue Montmartre und Rue Etienne- Marcel. Jeden Sonn- werthesten. abend öffentliche Bersammlungen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonnabend. Abends Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diey' subr: uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein, Freund Verlag) ist soeben das 35. Heft des 9. Jahrgangs erschienen. fchaft", Friedenstr. 48 bei Tollkühn. Gesangverein Sanges Echo," Staligerstraße 142 bet Greifer. Gesangverein& nranta", Bandsberger Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die Ermäßigung der Geftraße 31 bei Musehold. Grüne Etche", Rirdorf, Knesebeck- und treidezölle und die deutsche Landwirthschaft. Von Mar Hermannftr.- Ede bei Beiler. Gefangverein Glaubet Bergmann, Bringen Schippel. Der Mythus von Adam und Eva. Ein Beitrag Allee 10. Gefangverein Treuer Bund" bei üürich, Arndt- und FriesenStraßen- Ecke. zur vergleichenden Mythologie. Von Paul 2afargue. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Männer- Gesang( Schluß.) Acht Stunden. Von E. Bernstein. II. verein Phönir", Steinmegstr. 76, bei Lemm. Aufnahme neuer Mitglieder Notizen. Feuilleton: zu neuen Zielen. Novelle von Robert Der Erstgenannte ist einer, der inmitten der Arbeiter- musifverein„ Borwärts", ab. 8%-10% Uhr, Annenstr. 14, part. Bitherklub bevölkerung lebend, sich in verächtlichster Weise über die Sozial- Waldrofe"," Abends 9 Uhr bet Kleemann, Caufigerstr. 41.- Bitherflubs arch weich el.( Fortsetzung.) monte", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplay 7. demokraten ausspricht. Zur Frage der Sonntagsruhe der Barbiergehilfen, deren Arbeitszeit bekanntlich die denkbar ausgedehnteste ist, liefern einige Barbierherren dadurch einen interessanten Beitrag, daß dieselben ungeachtet der allgemeinen Bewegung, ungeachtet des allgemeinen Verlangens nach Sonntagsruhe, und ungeachtet der Beschlüsse der Barbierinnung ihre Geschäfte des Sonntags bis 10 Uhr geöffnet halten, während alle Anderen in ser ganzen Gegend um 6 Uhr schließen. Wenn hiergegen nicht Die Arbeiterschaft Front macht, so werden diejenigen, die jetzt Am 6 Uhr schließen, durch die Konkurrenz gezwungen" schließlich auch wieder länger offen zu halten. Die Adressen dieser Rückwärtster find die folgenden: D. Scholber, Schlesischestraße 87. A. Rädlein, Cuvrystraße 52. A. Rensch, Wrangelstraße 91. J. Grob, Falkensteinstraße 10. A. Benz, Falkensteinstraße 25. haben Zutritt. " Gäste Tambour Statklub, a msch", gegründet 1. Oftober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung 9 Uhr, Sigung. Bettin. Theater Verein Giaconda" Berein ,, Deutsche Eiche", Stzung 9 Uhr im Restaurant Techow, Waterloo- Ufer 14. ,, Die Zeitschwingen", Monatsschrift für Wolfsbildung und Aufklärung. Verlag von J. Beranet, Reichenberg, Böhmen. Das unterzeichnete Zentral Komitee bringt hiermit aufnahme neuer Mitglieder. Berliner Turngenoffenschaft. 6. Männer- Abtheilung Abends von fämmtlichen Kollegen Deutschlands zur Kenntniß, daß über die 8-10 Uhr, Turnlofal Mariannenplay 1a.- 8. Männer Abtheilung. Abends Preis pro Heft 20 Kr.= 40 Pf. Soeben erschien das 5. Heft, Lübeck'scher Zurnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung 2. Jahrgang. Ofenfabrik Wannenmacher in Biel, Kanton Bern, welche fürz- 9-11 hr. Inhalt: Nicht rohe Macht. Gedicht von Otto Soubron. lich im Bauhandwerker" Arbeiter suchte, die Sperre verhängt turnt bends 8-10 Uhr. Der Turnfaal befindet sich Königstädtisches Gymnafium, Elisabethstraße 57-58. - Die Vertheilung des Volkseinkommens in der Schweiz. Von ist, und zwar infolge. unausgefeßter Maßregelungen. Dieser Der Spiritualismus, eine frankhafte Richtung WeltHerr hat seinen Arbeitern seit 1. April die Akkordarbeit auf in Willy Schmidt's Restaurant, Wrangelstr. 141. Genossen find freundlichsi L. Freiwald." eingeladen. Statflub, Ramsch", Fürstenbergerstr. 10. Sumoristischer des Geistes- und Gefühllebens. Von Dr. P. A. Rüdt. Privat gehalst und zwar zu einem Tarif, der zum Leben zu wenig und klub" Adonis" bei Heid, Koppenftr. 75. Gäste willkommen. Die Erde und das Weltall." Sofal" Beteranen- systeme. Von Walther May.. zum Sterben zu viel bietet. Friedliche Unterhandlungen von Theater Gesellschaft Schneeglöd chen" im bei 9 Das Kapital. Von A. Behr. V. Abends Von Theobald Lang.. Seiten des dort bestehenden Vereins sowie des Zentral- Komitees ftraße Berein Bustige Brüder", Abenos 9 Uhr, Die Rechtlosigkeit der besiglosen Volksklassen in unseren sogefind nuglos gewefen. Leider war der Fachverein zu schwach, um Brüderstr. 26. Vergnügungs- Verein Lustige 13", Abends 9½ Uhr, bei nannnten Rechtsstaaten. Die Entwickelung der VerkehrsBergnügungsverein Sorgen= den Kampf aufzunehmen, weil auch in diesem Geschäft trotz siebzeit, Wrangelstr. 30. Gäste willkom. schnelligkeit und des Welthandels- Gebietes.- Die Maschine als Kreuze ge= brecher", Mendelssohnftr. 4, Sigung mit Damen. Gäste willkommen. ihrer traurigen Lage einige Arbeiter zum Roller'scher Stenographer- Berein Süd- West Berlin", Abends Erlöserin der Menschheit. Gedankenperlen.- Volkswirthschaft Einigen Arbeitern wurde gekündigt und frochen find. 8% Uhr, im Restaurant Bürger- Garten", Lindensir. 105, Unterricht und und Statistit. Literatur. Verschiedenes. Rauchklub Goldene Duafte", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bei Brückner. die andern können gehen, wenn es ihnen so nicht gefällt. Ferner uebung. Rauchklub, Dornröschen", Abends 9 Uhr, bei Restaurateur Pietsch, legt die aller Gerechtigkeit spottende Werstattordnung, welche Rauchtlub, Rothe Nelte", Weinstr. 22, bei Hans Schreier, der große Mime, eine Buschiade von Erraths. der Deffentlichkeit übergeben werden sollte, Zeugniß von der Hennigsdorferstraße 24. Mit Illustrationen von Franz Stuck. München. F. Steuer. Gäste, burch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Humanität dieses Christenmenschen ab. Wir ersuchen deshalb sämmtliche Kollegen sich ja nicht verleiten zu lassen und den Zu- abend: Bergnügungsverein Suftige 13" 10 Uhr bei Stebzeit, Wrangelluſtrationen, Druck und Verlag der Münchener Kunst- und Berstraße 30. Theatertlub, Selmerbing" 9% Uhr bet Sanf, Tempelhofer lags- Anstalt Dr. E. Albert u. Cie. 82 S. 80. Tambourverein, Deutsche Eiche" s uhr bei Techow, Waterloozug nach Biel strengstens fern zu halten. Arbeiterfreundliche user 13. Blätter werden ersucht, hiervon gefälligst Notiz zu nehmen. ufer 14. Zürich, den 28. Mai 1891. Das Zentralfomitee der schweizerischen Hafner Fachvereine. haben. " " Literarisches. Der Schneiderstreik in England nimmt seinen Fortgang; zur Stunde find 4000 Arbeiter ohne Beschäftigung. Die Streifenden empfangen von ihrem Verbande( nach unserem Gelde) Die Berliner Volks- Tribüne"( Abonnementspreis für 14,20 M. pro Woche. Dennoch werden die Hilfsquellen voraussichtlich sehr bald erschöpft sein, umsomehr, als die Arbeiterinnen, Berlin monatlich 50 Pf. pränumerando( frei ins Haus]. Einzelne Nummer 15 Pf. Redaktion und Expedition SO.( 26), wenn auch in der Winderzahl, sich den Streifenden beigefellt Elisabeth- Ufer 55.) bringt in ihrer Nr. 22 vom Sonnabend, den Sind die Forderungen der Schneider auch bis jetzt noch 30. Mai: Aus der Woche.- Soziales aus Italien. Der nicht spezifizirt worden, so weiß man doch, daß sie sich mit denen arme Unternehmer. Freiheit.- Kornzölle in Deutschland nach Vermischtes. der anderen Arbeiter begegnen weniger Arbeit und mehr Geschichte und Statistik. Gedicht. Novelle. Warum geht Rußland auf ErobeLohn. Zu Beginn dieser Woche versammelten sich 2000 Schneider und durchzogen die Straßen Londons, vor allen großen rungen aus? V. Die foziale Revolution in London. II. Magazinen, die gegen ihre Vorstellungen und Forderungen sich Gine preußische Grundeigenthums Statistik.- Ein Arbeitertaub gezeigt, einen nicht gerade gelinden Lärm, durch Hurra- Haushaltungsbudget. Aus dem sozialen Leben. rufe u. f. w. verursachend. -Eine Eskorte von Polizei zu Fuß wie zu Pferde begleitete den Zug der Streifenden; dennoch ging es verhältnismäßig rubig ab. Gleich den Schneidern, so segen auch die Kutscher Londons in Uebereinstimmung mit ihren Bariser Kollegen den Streit fort. Versammlungen. Der Kaufmann und die Sozialdemokratie von Albert Auerbach. Berlin 1891. Berlag von Otto Berger. 47 Seiten 80. 50 Bfg. Diese Schrift hilft einem schon lange in unserer Partei gefühlten Bedürfnisse nach einer Agitationsschrift für die kaufmännischen Hilfsarbeiter ab. In einer den Kaufleuten sehr mundgerechten und prinzipiell durchaus treffenden Weise wird der Sozialismus und das Interesse der Handlungsangestellten, sich der Sozialdemokratie anzuschließen, dargelegt. Die Schrift gliedert sich in vier Kapitel, welche betitelt sind: 1. Die Lage des selbständigen Kleinkaufmanns. 2. Die Lage der Der Verein der Filzschuharbeiter und verwandten Be taufmännischen Arbeiter. 3. Die Forderungen an die Gesetzrufsgenossen Berlins und Umgegend hielt am 25. b. M. eine gebung im Interesse der kaufmännischen Angestellten und 4. Der Versammlung ab, in welcher Gen. Feldmann über die Gewinn- Kaufmannsstand und die Parteien. Diese in der trefflichen Ausstattung, dem Texte und der Illustrationsmanier den bekannten humoristischen Werken Wilhelm Busch's nachgeahmte Schrift dürfte vielen eine heitere Stunde bereiten. Während der Text hinter den besseren Werken W. Busch's zurückbleibt, kann dies von den trefflichen Zeichnungen Stud's nicht behauptet werden, denn sie übertreffen an feder Zeichnung, einfachen Mitteln und glücklicher Karrikatur so manche Leistung Busch's. Briefkaffen der Expedition. uns ein: Für den Maifonds gingen ferner folgende Beiträge bel Röder 100,-. Bereits quittirt 1024,65. Summa 1124,65. Weitere Beiträge nimmt gern entgegen die Expedition Beuthstr. 3. Für die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands( Hamburg)[ Maifonds] gingen ferner ein: Hermann Hähnel 0,65. Durch Franz( Nord) 0,40. Von den Glasmachern der grünen Hütte, Charlottenburg, durch P. 55,75, Bor Sonnenaufgang 4,50. Für die gemaßregelten Bergarbeiter gingen ein: Vom Rauchklub" Brüderlichkeit" durch W. Schmidt, Wrangel straße 141, 4,-. Aus dem Unterstützungsfonds der Stuckateure Berlins 50, Möbel-, Spiegel-. Polsterwaaren- Magazin Nachtigallen, SO. 5. Reidenbergerstraße 5. 50. 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Berlins und Umgegend am Sonntag, den 31. Mai, Vormittags 11 Uhr, in Hensel's Festsäle", Invaliden- Strasse No. la. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Peus. 2. Diskussion. 3. Beschlußfassung über die eingekommenen Gelder. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Kommission. Große Mitglieder- Versammlung 286/13 des Vereins der Plätterinnen und verwandter Berufsgenossen am Sonntag, den 31. Mai, Nachmittags 5½ Uhr, in ,, Gratweil's Bierhallen", Kommandantenstrasse 77-79. Zages Drdnung: 245/6 1. Das Verhalten einzelner Fabrikanten gegen unsere Mitglieder. 2. Wie stellen sich die Mitglieder zu dem von den Fabrikanten errichteten ArbeitsNachweis? 3. Abrechnung des Mai- Komitees über seine Thätigkeit. 4. Abrechnung vom Stiftungsfest. 5. Verschiedenes.- Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein, event. mit Tanz. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Weissgerber u. Berufsgen. am Sonnabend, den 30. Mai, Abends 8 Uhr, 445 in ,, Knebel's Salon", Bad- Strasse No. 58. Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Bericht der Revistonskommission. 3. Berichterstattung über Einnahme und Ausgabe zur Maifeier. 4. Rechnungslegung vom Maskenball. 5. Verschiedenes. Der Einberufer. Zimmerleute. 346/5 Sonntag, den 7. Juni, Vormittags 10 Uhr, im ,, Feen- Palast", Burg- und St. Wolfgangkraken- Ecke: Große öffentliche Versammlung jämmtl. Zimmerleute Berlins n. Umg. Tages = Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Wilh. Werner über: Welches sind die Ursachen des rapiden Sinkens des Stundenlohnes?" Diskussion. 2. Die freie Arbeitsvermittelung und ihr Nußen. Diskussion. Hierzu sind auch sämmtliche Poliere eingeladen. Zimmerleute! Erscheint alle in dieser Versammlung. Nur durch das Eintreten eines jeden fann die Sache zur Durchführung gelangen. 351/12 Der Einberufer: A. Gruse, Höchstestraße 14. Ein leiner fräftiger Atheist wurde) uns heute leicht und glücklich geboren. Dies zeigen hocherfreut an Hans Roeder u. Frau. Berlin, 29. Mai 1891. 1078 b Unserm Kollegen u. Gen. Joh. Missein donnerndes Hoch, daß die Schönh. mann zu seinem heutigen Wiegenfefte lett? Die Mordinstrumentenmacher Z. C. Allee wackelt. Ob he sick woll wat marten Bentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler etc. ( E. H., Hamburg). Filiale Berlin D. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 31. Mai, Vorm. 11 Uhr, Victoria- Saal, Berlebergerstraße 13. im Tagesordnung: 1. Stichwahl zwischen den Herren Böhm und Carow. 2. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt.[ 303/4 Die Ortsverwaltung. Zuzug ist fernzuhalten von der Pianofabrik von Matz& Co., Muskauerstr. 34. 186/33 VEREIN MAURER Die Kommission. Marken z. quittiren von Partei- 580L Beiträgen empfiehlt allen Genossen die empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik von Conrad Müller, Schkendih- Leipzig. Preisliste gratis und franto. 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