ssle mansa Abendausgabe Nr. 412 42. Jahrgang Ausgabe B Nr. 203 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreife find in der Morgenausgabe angegeben Rebattion: Sm. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Tel.- Udreffe: Sozialdemokrat Berlin 10 Pfennig Dienstag 1. September 1925 Vorwärts= Berliner Dolksblatt Berlag und Anzeigenabteilung: Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Vorwärts- Verlag GmbH. Berlin S. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 2506-2507 Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands 23123 Des Retters" Uniformgebot. Ungeheuerliche Provokation aller Republikaner. - Das Uniformtragen erlaubt, weil sein Verbot ,, die öffentliche Sicherheit und Ordnung erheblich gefährdet." Durch eine Verordnung des Reichspräsidenten| lang in Kraft ist, nicht länger zu warten. Man hofft, daß das v. Hindenburg, gegengezeichnet vom Reichswehrminister Geßler, Gefeß über das Tragen der Uniform recht bald vom Reichstag verauf Grund des Art. 48 der Reichsverfaffung, wird mit fofortiger abschiedet wird. to Wirkung die Verordnung des Reichspräsidenten vom 30. August 1921 betreffend das Berbot des Tragens der Militäruniform aufgehoben! Zur Begründung dieser erstaunlichen Not"-Berordnung wird von zuständiger amtlicher Stelle" folgendes behauptet: Auf Grund des Art. 48 fann der Reichspräsident Verordnungen erlaffen. wenn er hebliche Störungen und Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vorliegen. Eine solche Gefahr lag nach dem Erzbergermord vor, da zu befürchten war, daß die gewaltige politische Erregung jener Zeit durch Mißbrauch der Uniform im politischen Kampf noch gesteigert werden könnte. Seit dieser Zeit aber haben sich die Verhältnisse unleugbar wesentlich gebessert und eine solche Gefahr liegt jetzt nicht mehr vor. Vers ordnungen auf Grund des Art. 48 können aber nicht dauerndes Recht schaffen, fie enthalten nur vorübergehende Maßnahmen, die dann außer Kraft gesetzt werden müssen, wenn diejenige Befahr nicht mehr besteht, die zu ihrem Erlaß Anlaß gegeben hat. Der Schuß der Militäruniform, dessen man auch in normaler Zeit bedarf, muß durch die Gesetzgebung auf dem ordentlichen Wege geregelt werden. In mehreren Fällen haben Gerichte die Rechtsgültigkeit der Verordnung vom 30. August 1921 bezweifelt und 3 uwiderhandlungen straffrei gelaffen. Das Reichswehrministerium hält diese Urteile allerdings für Fehlsprüche und sieht die Rechtsgültigkeit der Berordnung nicht in Zweifel gestellt. Ein höchstes Gericht hat zu dieser Frage noch nicht Stellung genommen. Immerhin besteht eine gewiffe Rechtsunsicherheit, die beseitigt werden muß. Aus allen diesen • Gründen hat das alles erklärt die zuständige Stelle" der verstorbene Reichspräsident Ebert selbst darauf gedrängt, daß die Berordnung baldigt wieder aufgehoben wird. Man hat davon nur deswegen Abstand genommen, weil zu hoffen war, daß das Gefeb üter endgültige Regelung des Tragens der Militäruniform, das schon seit Jahren vom Reichswehrministerium vorbereitet ist, so bald in Kraft treten würde, daß man die Aufhebung der Verordnung bis zu diesem nahen Beitpunkt hinausschieben könnte. Aber infolge der Ueberlastung der Gesetzgebung ist dieses Gesetz bisher nicht erledigt worden. Der Reichspräsident hat sich daher ent fchloffen, mit der Aufhebung der Verordnung, die schon vier Jahre Gewerkschaftskongreß in Breslau. Wir haben also jetzt die erfreuliche Aussicht auf eine starke Belebung des Handels mit Militäruniformen, denn es wird wohl nicht lange dauern, und Frontbann, Stahlhelm, Werwolf und Jungdo werden den Windjacken- und Kappenersatz freude strahlend durch richtiggehende kaiserliche, fönigliche, groß herzogliche, herzogliche und fürstliche Uniformen des verflosse außenpolitische Konsequenzen wir uns heute noch gar nicht zu nen Hohenzollernheeres ersetzen. Diese Aussicht, über deren verbreiten brauchen, hat uns veranlaßt, die zuständige Stelle noch um einige weitere Aufklärungen zu ersuchen, die uns in folgender Weise gegeben werden: Das Tragen der Uniform wird erlaubt sein bei Auf stellung und Ausrückung von Vereinen, bei Vereinsfestlichfeiten, bei der Beerdigung von Vereinsmitgliedern, bei sonstigen ,, vaterländischen Festen" und bei der eigenen Trauer. Auf unsere weitere Frage, ob vielleicht als„, vaterländische Feste" Veranstaltungen der sich ,, vaterländisch" nennenden Bereine betrachtet werden, sagt man uns, daß das Reichswehrministerium in den Ausführungsbestimmungen näher bezeichnen werde, was unter„ vaterländischen" Festen zu verstehen sei: Artikel 48 der Reichsverfassung sagt: öffentliche Sicherheit und Ordnung erheblich ge„ Der Reichspräsident fann, wenn im Deutschen Reiche die stört oder gefährdet ist, die.... nötigen Maßnahmen treffen.... ordnung aufzuheben und dem Entschluß des Reichstags vor= Die Anwendung dieses Gates, um eine bestehende Berzugreifen, bedeutet demnach einen Mißbrauch des Aus nahmerechts zugunsten alter Gamaschenknöpfe, die ihren kaiserlichen Flitterkram spazierenführen wollen. Darüber hinaus aber eine Propotation des Reichstags und aller Republikaner im 2ande! Die Luther- Regierung mutet der Langmut des Boltes vielerlei zu! zweier hervorragender sozialdemokratischer Parteiführer erfolgt ist, sowie daß Ministerialrat Kuhn den Generalstaatsanwalt beim Landgericht Berlin I zugemutet habe, zu verhindern, daß das Schlußgutachten über den Tod Hoefles dem Untersuchungsausschuß und der Deffentlichkeit unterbreitet werde. Ein Verfahren wegen Auslieferung amtlichen Material zur politischen Auswertung schwebt noch. Ermittlungen über die angeblichen Aeußerungen Kutisters find noch nicht abgeschlossen. Zu einem Disziplinarverfahren gegen Beamte des Justizministeriums liegt fein Grund vor. Abrechnung mit den Kommunisten. Breslau, 1. September.( Eigener Drahtbericht.) In der Dienstagvormittagsigung des Gewerkschaftskongresses wurde die Aussprache über Leiparts Borstandsbericht fortgefeßt. Gertrud Hanna bedauerte, daß die Zahl der weiblichen Delegierten, die nur zu viert vertreten sind, nicht entfernt der Beteiligung der Frauen an den freien Gewerkschaften, die 20 Prozent ausmache, entspräche. Die Frauen hätten in schwerer, wirtschaftlicher Lage ihren Gewertschaften die Treue gehalten. Es fäme darauf an, den Zu sammenhang durch Heranziehung weiterer berufstätiger Frauen zu Die Paktverhandlungen. gewerkschaftlicher Erziehung zu stärken. Die Rednerin empfahl Die Rednerin empfahl Condon, 1. September.( Eigener Drahtbericht.) warm eine Entschließung über Heimarbeiten, in der die restlose Erfassung der in der Heimarbeit tätigen Frauen durch die Ge- juristischen Besprechungen über den Rheinpakt, die voraussichtlich die ganze Woche ausfüllen werden, haben am Montag nachmittag im werkschaften empfohlen wird. Fromageot, Dr. Gaus und eines italienischen Diplomaten, der englischen Außenamt in Anwesenheit von Sir Cecil Hurst, den erst am Dienstag eintreffenden offiziellen italienischen Beobachter vertrat, begonnen. Der Charakter der Aussprache ist im wesentlichen informatorisch, was auch daraus hervorgeht, daß die Außenminister der drei für den Sicherheitspakt entscheidenden Länder, Stresemann, Briand and Chamberlain, zurzeit von ihren Aemtern Simon Nürnberg( Schuhmacherverband) wandte sich gegen Simon Nürnberg( Schuhmacherverband) wandte sich gegen die beiden kommunistischen Redner des Montag. Diese hätten kein Recht, dem Bundesvorstand Vorwürfe wegen unterlassener Massen. Recht, dem Bundesvorstand Vorwürfe wegen unterlassener Wassen aftionen zu machen, da gerade die Kommunisten solche Massen aftionen zu machen, ba gerade die Kommunisten solche Massenaktionen, z. B. gegen den Zollwucher, ständig gestört hätten. Der kommunistische Redner Galm sei bezeichnenderweise erst vor wenigen Wochen wieder in die freie Gewert fchaftsbewegung eingetreten, offenbar, um auf diesem Kongreß reden zu können. Husemann vom Bergarbeiterverband wandte sich gleichfalls gegen die Kritiker des Bundesvorstandes und gab den Kommunisten ihre Vorwürfe wegen der Haltung im Ruhrkampf scharf zurück. Die Kommunisten hätten zunächst den Generalstreit gegen die einmarschierten Franzosen proflamiert und wenige Tage später hätte man fie im Hauptquartier der französischen Truppen gefunden. Die gewerkschaftliche Unfähigkeit der tommunistischen Führer zeige sich deutlich im Niedergang der von den Kommunisten begründeten„ Union der Bergarbeiter", die von 140 000 mitgliedern auf 8000 heruntergekommen jei. Jeder ehrliche Arbeiter sei in den freien Gewerkschaften wilt tommen, aber Gruppen, die nur Sonderaktionen und Zersplitte rung treiben wollen, hätten in ihnen keinen Platz. Caspary in Disziplinaruntersuchung. Der deutschnationale Schwindelbrei. Gegen den Gerichtsaffeffor Caspary ist vom Disziplinarsenat des Kammergerichts das förmliche Diszi plinarverfahren eröffnet worden. Zu einem ,, offenen Brief" der Leopold und Bacmeister erfährt der Amtliche Preußische Pressedienst von zuständiger Stelle: Die Behauptungen dieses offenen Briefes find zum Teil Wiederholungen schon früher richtiggestellter Behauptungen. Es wird nochmals betont, daß weder das Justizministerium noch irgendeiner seiner Beamten zugunsten irgendeiner politischen Partei in ein schwebendes Verfahren eingegriffen hat. Es ist vollkommen unrichtig, daß eine Antlageschrift gegen Stlarz unter dem Drud Die abwesend find. Man wird die Mission von Dr. Gaus in Condon darin erblicken können, von den Alliierten, die sich bisher lediglich über ihre Auffassung von der Gestaltung des Rheinpattes selbst zu über Schiedsgerichtsverträge ausführlich geäußert haben, Aufklärung erhalten. Ein endgültiges Ergebnis dars jedoch von diefer juristischen Besprechung nicht erwartet werden. Der deutsche Vertreter Gaus wurde bei seiner Ankunft von der englischen Presse mit besonderer Wärme begrüßt, wobei besonders auf die von ihm durchgeführte Vorbereitung des Dawes- Planes rühmend hingewiesen wurde. London, 1. September.( WTB.) Der diplomatische Bericht erstatter des„ Daily Telegraph" schreibt: Die gestrige Zusammen funft der juristischen Sachverständigen hatte infolge der Abwesen heit des Vertreters von Italien nur einen rein vorläufigen Charat ter. Sollte es zu Anempfehlungen seitens der juristischen Kommisfion tommen, so würden die verschiedenen Regierungen hierdurch nicht gebunden werden. Man erwartet, daß die Sachverständigen „ nicht nur ihre Gedanken, sendern auch ihre Hintergedanken und die ihrer Regierungen" austauschen werden. Schon der Abschluß eines Rheinlandpattes würde als ein großer Fortschritt zu bewerten sein. Andererseits erscheint die zur Verfügung stehende Beit taum als ausreichend, um hinsichtlich der Einzelheiten der ver schiedenen geplanten Schiedsverträge nähere Vereinbarungen zu treffen. Am bedeutendsten erscheint, sagt der Korrespondent weiter, die plögliche Entsendung eines italienischen Delegierten zu den Londoner Besprechungen. Diese Entsendung bedeutet jedoch nicht, daß Italien unbedingt den Paft mitunterzeichnen wird. Da gegen wäre es möglich, daß Italien dem Vertrage als Garant bei tritt. Dies würde eine Erweiterung des bisherigen Vertragsgedan tens erforderlich machen. CUD Bankrott. iquidation des Inflationskonzerns ,, KPD". Die Partei muß brechen, endgültig brechen mit einem System, das uns von den großen Massen des Proletariats getrennt und bis zu einem gewissen Grade isoliert hat. Wir sprechen offen aus, daß wir in dieser Beziehung unseren politischen Kurs ändern... Es lebe die Einheitsfront des Proletariats." ( Erklärung des Zentralfomitees der Kommunistischen Partei Deutschlands vom 1. September.) Die Erefutive der Kommunistischen Internationale nimmt eine Liquidation der Politik der Kommunistischen Partei Deutschlands vor. Die kommunistischen Parteiangehörigen werden über diese einschneidende Liquidation durch einen Brief der Erefutive der Kommunistischen Internationale unterrichtet, öffentlicht wird. Die große Maffe der kommunistischen Ander über drei volle Seiten der Roten Fahne" hinweg verhänger ausgenommen den kleinen Haufen, der mit berauschtem Kopfe jede neue These der Erefutive als Evangelium gläubig hinnimmt wird bei der Lektüre diefes unendlich langen Briefes stöhnen: Mir wird von alledem so dumm, als ging mir ein Mühlrad im Kopfe herum." Sie wird fragen: warum haben wir von alledem, was uns da erzählt wird, nichts erfahren? Sind wir denn ein Spielzeug in der Hand einiger Literaten in Deutschland und einiger ſtrupelloser Politiker in Mostau? Und sie wird vor eine kommunistische Partei, wenn die Dinge so bei allem fragen: Warum haben wir benn überhaupt uns stehen, wie es uns geschildert wird? Kommunistischen Partei Deutschlands am Ende ist. Es ging erklärung. Er ist das Zugeständnis, daß die Politik der Denn dieser Brief der Exekutive ist eine Bankrottweder mit der rechten noch mit der linken Gruppe, noch mit der linken und der ultralinken. Was hat die Kommunistische Partei Deutschlands nicht alles an Manövern versucht! Einheitsfronttaktit, Teilkampfmethoden, revolutionärer Barlamentarismus, Entlarvungspolitit, Gewerkschaftssprengung, Gewerkschaftseinheit- jede nur irgendwie mögliche Variante ist durchgeprobt worden. Und am Ende jeder Variante steht der Bankrott. Mag auch die Exekutive der Dritten Internationale noch so sehr erflären, daß es sich nicht um einen Bankrott der Partei, sondern nur um einen Bankrott von Personen handelt, so wie es in dem Briefe der Erekutive heißt: find bankrott, und die Linte wird sich behaupten auf " Nicht die Linke, sondern einige Führer dieser Linken anderen Gleisen, indem sie immer größere Schichten der Partel mitgliedschaften überzeugen und die energische positive Arbeit ent wideln wird." brud eines tatsachenfremden Radikalismus, der immer dann, Wir kennen diese Töne zur Genüge. Sie sind der Ausgewollten und erwarteten Richtung der Entwicklung verläuft, wenn die Geschichte der Entwicklung in einer von ihm nicht nach der Schuld von Personen fucht, ohne zu erkennen, daß er seine Gesamtanschauungen auf Grund der veränderten Tatfachen redigieren muß. Daß, was die Erefutive der Kommunistischen Internationale als den Bantroit einiger Führer der tommunistischen Linken bezeichnet, ist in Wahrheit der der tommunistischen AnschauBankrott ungen und der kommunistischen Politit. Die ein traditioneller fommunistisch gefärbter Radikalismus, der Tatsachen haben fie ins Unrecht gefeht, und übrig geblieben ist nicht in tiefer Gläubigkeit an eine revolutionäre Zukunft wurzelt, sondern im tiefsten Pessimismus. Die Erefutive der Dritten Internationale meint den Finger auf die Wunde der deutschen Kommunistischen Partei zu legen, wenn sie diesen Tatbestand enthüllt. Sie schreibt: G Bei der Gruppe Maslow Ruth Fischer befindet h aber die innere Ueberzeugung, die innere Einschäßung der Linie. Die tiefste Grundlage dieser Gruppe ist sehr pessimistisch: Lage in traffestem Ronflitt mit der angenommenen feine revolutionären Perspektiven, überhaupt die Auffassung: die Massen sind vollständig paffiv, fie flüchten aus dem Alltagsleben, sie spielen Soldaten usw. Aber die Erekutive der Kommunistischen Internationale legt damit mur den Finger auf die Bunde des Kommunismus überhaupt. Sie zeigt, daß die kommunistische Bewegung nur noch eine Tradition ist, an deren Zukunftsaussichten selbst die nicht mehr glauben, die es bisher als ihre Aufgabe betrachtet haben, den Massen Siegesaussichten des kommunistischen Kampfes zu suggerieren. = Die Die praktische Auswirkung des Briefes des Erekutivfomitees in der deutschen Kommunistischen Partei ist zunächst eine Dollständige Parteirevolution. Gruppe Ruth Fischer Maslow wird von der Parteiführung entfernt. Das deutsche Zentralfomitee, dessen Delegation in Moskau verhandelt hat, hat selbst das Urteil, das sich gegen seine eigene Politik richtet, unterzeichnet. Die Masse der kommunistischen Arbeiter muß sich bei dieser Revolution als ein untergeordneter Haufen fühlen, nach dessen Meinungen niemand fragt und der es hinnehmen muß, daß ihm bald dieser, bald jener Obergeneral an die Spige gestellt wird. Er muß fich fragen, worum geht es nun eigentlich. Wir wollen ihm sagen, worum es geht. 3wei Tatsachen sind es, die die gegenwärtige Lage und die Zukunftsaussichten der fommunistischen Bewegung in Deutschland entscheidend beeinflussen. Diese Tatsachen find erstens die unwiderstehliche Anziehungskraft der Sozialdemokratie, der Massenpartet der deutschen Arbeiterschaft, und zweitens das Anwachsen der Ueber= zeugung in den Köpfen der kommunistischen Arbeiter, daß praktische sozialistische Politit im Interesse der Arbeiterklaffe von der deutschen Sozialdemofratie mit sozialdemokratischen Methoden geführt wird und daß kommunistische Politik daneben nur eine Politik der leeren Demonstration ist. Das ist eine Erkenntnis, die selbst in den Köpfen der nun gemaßregelten linken Führer der Kommunistischen Partei aufgedämmert ist. Im Mai führte Ruth Fischer auf dem Zentralausschuß der Kommunistischen Partei aus: „ Ich glaube, daß die Ursache der Schwierigkeiten aus zwei Hauptquellen kommt, die aber im Zusammenhang miteinander stehen. Erstens aus einer versteckten Liquidatorenstimmung tief in der Masse der Mitgliedschaft, die sagt: Wir haben feinen Sieg errungen, wozu wollen wir uns plagen, eine fommunistische Partei aufzubauen? wir können ebenso gut Klassenkampf in der Sozialdemofratie machen. Als Beispiel, als Beweis dafür gilt, daß unsere Barteigenoffen mit geradezu leidenschaftlicher Begeisterung Demonstrationen und Roten Frontfämpferbund machen. Warum? Weil fie fich damit vorspiegeln, daß fie an der Eroberung der Macht stehen, daß sie damit spielen können, Revolution zu machen, ohne die kleine | gegenüber neue Formein, einen neuen Loa, einen neuen Inhalt der Agitation finden. Sie muß alle Borgänge im Lager der Sozialdemokratie genau erkennen, studieren, in den Bezirken, Unterbezirfen und Ortsgruppen, entsprechend den lokalen Verhältnissen, durch unsere Agitation beeinflussen. Die sozialdemokratischen Arbeitermassen, die sich von ihren toterrevolutionären Führern abzukehren, langsam, zögernd, aber unverkennbar der proletarischen Revolution zuzuwenden beginnen, müssen das Gefühl haben: die Kommunistische Partei ist wirklich eine Partei der Arbeiter, eine Partei, die unentwegt für unsere Intereffen, unsere Teilforderungen, unfere Tagesnöte fämpft, die uns nicht nur als Agitationsabjeft, jondern als Klaffenbrüder betrachtet, die ehrlich die Herstellung der proletarischen Einheitsfront im Klassenkampf will. Um wirklich einen Zugang zu dem besten Teil der deut. schen sozialdemokratischen Arbeiter zu finden, muß man den Kampf aufnehmen gegen jene Eggesse, die aus der Zeit stammen, wo der Kampf mit der Waffe in der Hand geführt wurde. Den größten Schaden für die Sacher der Arbeiterflasse bringen z. B. Fälle von gegen seitigen Schlägereien zwischen Kommunisten und Sozialbemokraten( auf Bersammlungen, unter der Jugend usw.), bie durch die Schuld der Sozialdemokraten, mitunter aber auch nicht ohne Schuld der Kommunisten bis auf den heutigen Tag noch stattfinden." Der Prozeß gegen die Zentrale der KPD. Vor dem Staatsgerichtshof in Leipzig. Bor dem Staatsgerichtshof zum Schuße der Republik begann heute vormittag der Prozeß gegen die 3entrale der Kommu nistischen Bartei, der sich, entsprechend der Gliederung des politischen Stoffes, in zwei Abteilungen in Leipzig abrollen wird. Hochperrat" bildet in allen Einzelfällen die Grundlage der Anklage. In dem ersten Berfahren haben sich folgende Angeklagte zu verantworten: Der Schriftsteller Arkadij Wladimirowitsch Maslow aus Krimoj Rog in Rußland. Er war befanntlich lange Zeit zusammen mit Ruth Fischer. Gohlke, Führer des linken Flügels der PD., ferner der Berliner Stadtverordnete, Schloffer Anton Grylewicz, Parteiangestellter Franz Pfeiffer- Berlin, Redakteur Wilhelm Schuhmacher, Stadtverordneter, Gewerkschaftssekretär Erich Redehti und Dreher Paul Schlecht, Berlin. $ Wir sagen den kommunistischen Arbeitern mit aller Ruhe: Organisationsarbeit zu leisten. Meine Ueberzeugung ist, daß der Wollt Ihr den Ratschlägen der Sowjetpolitiker von Moskau Demonstrationscharakter überwiegt, weil unsere Lente fich folgen, so könnt Ihr von vorne anfangen. Ihr könnt flüchten in diese Demonftrationen, um die tägliche dann noch einmal alle Stadien der kommunistischen Manövriers Bart unter dem Berdacht des Taschendiebstahls verhaftet wurde. Arbeit in den Gewerkschaften und Betrieben nicht machen zu müssen." kunst durchlaufen. Ihr könnt abermals versuchen, mit HeimUnd die Erkenntnis der unwiderstehlichen An- tüde und Hinterlift Zersplitterung, Mißtrauen, Haß und tücke und hinterlift Zersplitterung, Mißtrauen, Haß und ziehungskraft der deutschen Sozialdemo- offenen Kampf in die Arbeiterschaft zu tragen. Ihr werdet fratie fommt zum Ausdruck in folgenden Säßen aus dem damit die deutsche Sozialdemokratie ebensowenig vernichten, Brief des Exekutivkomitees der Kommunistischen Inter- wie es Euch bisher gelungen ist. Ihr werdet nur die relative Macht der Reaktion stärken, und am Ende wird stehen eine neue autorative Bankrotterklärung von oben her und eine neue Liquidation dessen, was ihr heute von neuem anfangen sollt. Wir fragen Euch: War dieser Kampf innerhalb der Arbeiterbewegung, war das Maß von Zersplitterung und Schwächung, daß Ihr in sie hineingetragen habt, das Resultat wert, das Ihr nun erreicht habt, wo Euch von Moskau her falt versichert wird, daß Ihr nichts erreicht habt, daß Ihr bankrott feid? nationale: „ Jede bisherige Abweichung von der kommunistischen Bolitit begann in Deutschland mit einer Attacke gegen Sowjetrußland, die RRP., die Komintern. Die siebenjährigen Erfahrungen der deutschen Revolution lehren, daß alle derartigen Abweichungen, ganz gleich gültig, ob sie rechts oder lints" mastiert waren, fich entweder direkt zur Sozialdemokratie entwidelten, oder fattisch ein Bündnis mit ihr eingingen. Das gilt für die KAPD., für Levi, für Friesland, für einige Brandlerianer, für die Schuhmacher- Gruppe usw. Mit Ingrimm müssen die Sowjetpolitiker erkennen, daß jeder Zweig. der Arbeiterbewegung, mag er auch noch so radikal sich gebärden, am Ende trop des von Moskau aus eingeflößten Hasses gegen die deutsche Sozialdemokratie, trog aller organisatorischen und intellektuellen Bearbeitung immer wieder zur Deutschen Sozialdemokratie hin gravitiert. Das sind entscheidende Tatsachen. Es gibt nur eine Arbeiterbewegung in Deutschland. Ihr Kern Ihr Kern ist die deutsche Sozialdemokratie. Die Ronse quenz, die sich daraus für die kommunistischen Arbeiter ergibt, ist die, die in ihren Köpfen schon längst Gestalt gewonnen hat, und der ihre linke Führerin in dem einen prägnanten Sage Ausdruck verlieh: Warum sollen wir uns bemühen, eine kommunistische Partei aufzubauen, warum sollen wir nicht in der Sozialdemokratie Klassenfampf freiben." Das aber ist freilich nicht die Konsequenz, die die Erefutive der Kommunistischen Internationale gezogen haben will, wenn sie die Politik der deutschen Kommunisten für bankrott erklärt und die Liquidation des bisherigen Systems der deutschen Kommunistischen Partei vornimmt. Die Exe futive der Kommunistischen Internationale will von vorne anfangen mit der verlogenen Bolitit der Einheitsfront und der Bellenbildung in der deutschen Sozialdemokratie. Was fie will, tommt in folgenden Säßen zum Ausdruď: „ Alles kommt darauf an, daß die Partei ihre Werbefraft in größerem Maße steigert. Sie muß den sich nach lints entwickelnden sozialdemokratischen Arbeitermassen Die Jungfrau von Orleans. Neueinstudierung im Staatlichen Schillertheater. Wie lange ist es her, daß es für völlig veraltet galt, Schiller zu spielen? Daß die Aufführung eines seiner Werte, die aus irgend einem besonderen Anlaß stattfand, nichts weiter war als eine Reve renz vor einem zwar großen, aber doch völlig Toten? Nun hat Werdet Ihr endlich erkennen, wozu Ihr mißbraucht werdet? Die Erefutive der Kommunistischen Internationale versucht in ihrem Schreiben Euch abermals vorzuspiegeln, daß die Weltrevolution im Anmarsch sei. Aber sie läßt zugleich lich geht: nur zu deutlich erkennen, worum es ihr eigent " Als sehr wichtige Erscheinung in diesem Komplex ist die NeuDrientierung Deutschlands nach Besten zu bezeichnen. Diese Drientierung schafft eine andere allgemeine Stimmung im Bolte und teilweise findet sie auch ihre Widerspiegelung in ben am wenigften flaffenbewußten Teilen des Proletariats." Das Ziel der russischen Außenpolitik ist es, die Her stellung eines wahren Friedens in Europa zu verhindern. Sie fann nur leben vom Streit der Großmächte untereinander. Zu diesem Zwecke gebraucht die Sowjetregierung in Deutschland eine willfährige treue Partei, die auf Kommando jedes Manöver durchführt. Zu diesem Zweck sucht sie Einfluß zu gewinnen auch auf die Köpfe jozialdemokratischer Arbeiter mit Hilfe einer verlorenen Einheitsfronttaftit, deren Ziel nicht die Förderung der Interessen der Arbeiterschaft, sondern der russischen Machtpolitik ist. Die vermorenen sozialen Kämpfe der Inflationszeit sind vorbei. Die deutsche Arbeiterschaft steht in ernſtem Rampfe gegen einen politisch- sozialen Angriff der bürgerlichen Reaktion. Die Kommunistische Partei aber ertlärt in diefer Situation, daß ihre Politif bankrott sei, daß sie geändert werden müsse. Liquidation des tommunistischen Inflationsfonzerns! Es gibt nur eine Konsequenz: jeder deutsche Arbeiter gehört in die Sozialdemokratie! Die Antlage greift bis in das Jahr 1923 zurüd. Damals ver suchte bekanntlich die KPD., den Butsch in Mitteldeutschland und Sachsen zu organisieren, deffen Ziel der Sturz der Reichsregierung und die Errichtung der Diktatur des Proletariats war. Die fommunistische Presse, besonders die" Rote Fahne", rief das mals zum bewaffneten Kampf und zum Generalftreit auf. Die Angeflagten, die fast alle in hervorragender Stellung der Bezirksleitung haben sich nach der Antlage besonders dadurch schuldig gemacht, daß Berlin- Brandenburg waren oder der Zentrale der Partei angehörten, fie die proletarischen Hundertschaften bewaffneten, Betriebsorgani fationen usw. ins Leben riefen. Protokolle, die damals in der Partei besonders beschlagnahmt wurden, und die Maßnahmen zum Sturz der Regierung enthielten, waren von Ruth Fischer und Maslow unterzeichnet. Der Angeklagte Maslow befindet sich in Haft. Es dürfte noch in Erinnerung sein, daß Moslow feinerzeit im Luna. anwälte Dr. Kurt Rosenfeld Berlin und Wolff Düsseldorf. Die Verhandlung wird von Reichsgerichtsrat Lorenz geleitet, während als Vertreter der Anklage Landgerichtsrat Flögel fungiert. Nach Beginn der Berhandlung prüfte der Präsident zunächst die Frage, ob die Straftaten der Angeklagten unter das Amnestie. geset fallen oder nicht. Das Gericht entschied, die Frage bis nach der verantwortlichen Bernehmung der Angeflag. ten zurückzustellen. Ferner teilte der Vorsitzende mit, daß die Anflage gegen Pfeiffer abgetrennt sei und mit dem ZentraleProzeß zusammen verhandelt werde. Auch die Anklage gegen Redetti werde ausgesetzt, da bei ihm zweifellos die Amnestie zur Anwendung gelange. Bei der Bernehmung Maslows stellte der Borfigende fest, daß der Angeklagte ursprünglich Tuhemerinsky heiße, fein Bater war Schriftsteller, er selbst hat das Gymnasium bis zum 16. Jahre besucht und in Petersburg Naturwissenschaften studiert. Er ist wegen Führung eines falschen Passes vorbestraft. Allen Angeflagten wird zur Laft gelegt, verfucht zu haben, die Verfassung des Reiches gewaltsam zu stürzen. Maslow wird beschuldigt, daß er als abgesandter der Moskauer Regierung hier ben Bürgerrig, in während der Untersuchungshaft geschrieben hat, vertrat er den Standpunkt, der inkriminiert ist, daß nach russischem Muster dia demokratische Revolution durch die bolichemistische Revolution abgelöſt werden follte. Maslow schilderte hierauf seine Tätigkeit im weiten Rahmen Er wies auf den Prozeß gegen Liebknecht und Bebel im Jahre 1872 vor dem Schwurgericht in Leipzig bin. In diesem Prozeß sei nicht irgendeine Straftat, sondern die Gesinnung und Einsei ein Typus des politischen Prozesses, de mdiametral der Hitlerstellung gegen die bürgerliche Gesellschaft bestraft worden. Das Brozeß gegenüberstehe. Im letteren Prozeß habe vollendeter och verrat unter Antlage gestanden, ohne daß einer der Angeflagten die verhängte Strafe abgefeffen habe. Er habe sich feines fonfreten Bergehens fchuldig gemacht, befenne aber, daß seine Gesinnung absolut staatsfeindlich sei. Maslow beschäftigte fich dann mit dem materiellen Inhalt der Antlage, die Vorgänge aus bem Jahre 1923 infriminiert. Er schilderte die damalige innen und außenpolit fe age Der Krieg in Marokko. Paris, 1. September.( TU) Aus Madrid wird gemeldet, daß Spanien die Beschießung der Bucht von Alhucemas fortsetzt. Franzöfifche und spanische Meldungen stimmen darin überein, daß an der Front überaus rege Kampftätigkeit herrscht. Französische und spanische Schiffe haben gestern nachmittag ununterbrochen die Küstenbefestigungen der Kabylen unter Feuer gehalten. Nach gründlicher Artillerievorbereitung foll heute ein Landungsversuch unternommen werden. Wunders gesprochen, erzwingt teinen Glauben. Und ebensowenig überzeugend wirkt es, wenn die fünffüßigen Jamben des erschüttern den Gebetes im fünften Aft in Uebererregung minutenlang gefreischt werden. Am eindruckvollsten gelang Gerda Müller die göttliche Berzückung der Hirtin im Anfang der Tragödie. Wie sie, vom Geist des Helms beseelt, plötzlich die Rettung ihres Landes prophezeit und dann wieder mit langsam erwachendem Blid das Schäfermädchen Don Dom Remi wird, war vielleicht die stärkste Leistung des Abends. Für den Dauphin dieser Aufführung verdient Twardowsti Lob, wie überhaupt eine glückliche Hand in der Rollenbelegung geführt der Verfasser das folgende an:" Auf einer großen Estancia waltet hatte; erwähnt sei noch Carl Ebert als Bastard von Orleans, Albert Florath als Bater Johannas. Daß sich aber für die zmar Kleine, aber doch immerhin wichtige Rolle der Königin gegangen, nicht zuletzt unter dem Druck neuer Suppenparfüms" mit noch größerem Reflamegehalt, um schließlich ganz von der Bildfläche zu verschwinden." Die Fabritation hat seit Jahr und Tag aufgehört, und die Leiter der englischen Gesellschaft, meist Deutsche, die fich in England naturalisieren ließen, ruhen auf dem eroberten Reichtum aus. Hundhausen bezeichnet das Schicksal dieses einst so berühmten Präparates als ein Beispiel für die ungeheure Verschwendung, die mit Nährwerten betrieben wird. Noch heute geschieht dasselbe in den großen Fleischländern Südamerikas, wo das wertvolle Fleisch. eiweiß zu Guano verarbeitet wird. Als ein Beispiel dafür wurden von der Nationalbant zur Einfreibung rüdständiger Hypothetenzinsen 5000 Rinder versteigert und wegen Marktüberfüllung au sage und schreibe 5000 Pesos zugeschlagen, das Stüd zu 3½ M. Der Käufer ließ sie abschlachten und häuten, nahm bloß die Häute man ihn wieder entdeckt. Ursprünglich mag vor allem die Tatsache, daß seine Dramen im äußeren Aufbau gewissermaßen Idealbilder von Bühnenwerten sind, zu einem Bersuch verlockt haben, sie wieder in den Spielplan aufzunehmen. Und da zeigte es sich, daß das Schillersche Pathos in unserer pathosfeindlichen Zeit durchaus teine Dissonanzen aufflingen läßt; weil es echt ist. Weil es mit erftaun mathilde Sussin, ist zu bedauern. Der wilde und trosige mit und ließ die 5000 Leiber den Raubvögeln zum Fraß. Damals licher Kraft seine Dichtungen zu einem Ganzen, einem Kosmos rundet, mit eigenen Gefeßen und eigenen Maßen, die aber für die Stunden, die wir in den Bann der Werte geraten, auch die unseren werden; das aber ist schließlich das sicherste Zeichen eines echten Kunstwertes. Sinn dieser Königin wird durch Geschrei bestimmt nicht charalterifiert. diesmal bestehen; daß man ihn als durchaus zum Ganzen gehörig Der sonst meist gestrichene Auftritt des schwarzen Ritters blieb betrachtete, ist der beste Beweis dafür, daß der Wundergläubigkeit, die Schiller wollte, an diesem Abend wenigstens der Boden bereitet stützt von der stimmungsvollen Ausstattung Emil Birchan s. war. Friedrich Neubauer führte eine rühmliche Regie, unter Ein Hinweis sei gegeben: Die Idee, während des Schlußbildes sich Fahnen herabsenten zu lassen, bis die Szene davon erfüllt ist, ist schön und stimmungsvoll. Aber alle Banner müssen sich frei von der Dede herabsenten, und die, welche die Wand bedecken, dürfen nicht für die Zuschauer sichtbar fich aus ihr herauswinden. Das erihrem Gehäuse hervorfriechen. wedt irgend eine Ideenverbindung an Schnecken, die langsam aus Tes. Zur Frage des internationalen Schuhes des geiffigen Eigentums die Antwort Deutschlands und Frankreichs veröffentlicht. Bei grund bei der gewerblichen Verwertung wissenschaftlicher Entdeckungen und technischer Erfindungen hat das Generalsekretariat des Böllerbundes fäglicher Billigung der Anregungen des Bölkerbundes behalten fich beide Regierungen ihre endgültige Stellungnahme vor. Die deutsche scher Verbände, die der Befürchtung Ausdruck geben, daß sich die Regierung ftüßt sich in ihrer Antwort auf Gutachten zahlreicher deutgeplante Entschädigungspflicht sowohl für wissenschaftliche Arbeit als auch für die industrielle Unternehmungsluft als ein schweres Hindernis derstellen könne. Die Berliner Kammer- Oper, Lükonftr. 111/112( Rammermusikhaus) wird unter Mitarbeit des Dberegisseurs Dr. Georg Droescher Mitte Oftober wieder eröffnet. Die Brudner- Bereinigung wird im kommenden Winter unter der Leitung Chortonzerten in der Hochschule für Mufit veranstalten. Zur Aufführung von Profeffor Felix M. Gaz wieder einen Cyllus von sieben Orchesters und gelangen die Symphonien 4-9, sowie die Messen in E- moll und F- moll von Brudner. Shillers„ Jungfrau von Orleans allerdings ist Shillers Jungfrau von Orleans" allerdings ift wohl dasjenige seiner großen Dramen, das sich am schwersten neu beleben läßt. Wunderglauben kann nur erweckt werden durch wahr haft Wundergläubige, und welche Schauspieler sind das heute? Shaw hat den Weg ertannt, uns eine glaubhafte heilige Johanna auf die Bühne zu stellen, als er sie als Bauernmädchen, als Menschen von Fleisch und Blut, schuf; und in Deutschland fand er in Elifabeth Bergner die Berkörperung seiner Gestalt. Wo aber ist die Künft lerin, die Schillers Jungfrau darstellen kann? Auch Gerda müller gelang es diesmal nicht, und es ist ein geringer Trost, daß ich keine andere Schauspielerin zu nennen weiß, die statt ihrer diesen Platz hätte einnehmen sollen. Der Versuch, fie das Mädchen Das Ende von Liebigs Fleischertraft. Der Liebigsche Fleischertraft von Dom Remi spielen zu lassen, war gewiß interessant; aber der hat lange Zeit für ein besonders hochwertiges Nahrungsmittel reiche Beifall, der ihr zuteil wurde, darf nicht darüber hinwegtäuschen, gegolten und sich durch eine Reflame, die in der Zeit seiner Erfindung daß er ihr höchstens halb gelang. Gerda Müller kann uns starte beispiellos war, die ganze Welt erobert. Tatsächlich aber war der Menschen verkörpern; die Unwirklichkeit dieser Johanna ist ihr Nährwert nur gering, und dieser Extratt stellte eine ungeheure Ber fremd. So war der Geist dieser Rolle ihr nicht als Ganzes erschwendung dar. Das betont Dr. J. Hundhausen in einem Aufsatz der standen, sondern aus dem Intelleft heraus konstruiert. Der Schäferin, Umschau", in dem er mitteilt, daß die Hauptfabrikationsstätte des dem leidenden Menschen, dem Mädchen, das seiner eigentlichen Bertrattes Fran Bentos am Aruguay jekt stillgelegt ift. Als der stimmung entzogen und in eine fremde Welt hineingezwängt wird, Töchterlein mit dem hierfür gekochten Fleischertraft gerettet" hatte, große Juftus Liebig", schreibt er, feines Freundes Mufpratt frantes Der Film wird universitätsreif. An der amerikanischen Universität wußte fie ergreifenden Ausdruck zu verleihen; die Heilige, von einer begeisterte er sich und andere an diesem Scheinerfolg so sehr, daß er Princeton, an der Wilson seinerzeit als Profeffor des Völkerrechts gewirkt höheren, unbekannten Macht Erfüllte mußte farblos bleiben. Daß fie feine Erfindung durch eine englische Gesellschaft, die Liebig- Meat. hat, ist soeben ein Lehrstuhl für das Filmfach errichtet worden. Die er. fie immer wieder ins Menschliche umbog, mochte eine unbewußte Extraft- Company, über die Welt verbreiten ließ. Sehr bald trat averforderlichen Mittel hat ein Filmindustrieller zur Verfügung gestellt, und Erinnerung an Elisabeth Bergners Heilige Johanna sein, die aber doch ein Landsann von Liebig, ber Arzt Dr. Kemmerich, auf und erklärte zwar in Geftalt einer Stiftung, beren Jahreszinsen 50000 Dollar betragen. gerade an diesen Stellen ganz start sich von der Schillerschen Bühnen die Sache verblümt für Schwindel: das Präparat habe nicht den geſtalt löft. Schillers Jungfrau hat in ihrer Erstafe fein Lächeln, geringsten Nährwert, wie er bewiesen habe bei Fütterungsversuchen feine weichen mütterlichen Löne, wie fie Gerda Müller hier bisan Hunden, die daran Hungers gestorben seien. Das war so bündig, weilen arschlägt.„ Der Länder und der Könige Geschick liegt sonnen- daß die Liebig Co. mit dem tekannten englischen Trid den legerischen bell vor meinem Kinderblick, und einen Donnerfeil führ' ich im damit mundtot machte. Der Liebig- Extraft ift eigentlich nur in Arzt zum Direktor ihrer Fabrit in St. Elene am Urugay und Munde", in beglückt- freudiger Erfenntnis des doch unfaßbaren Deutschland beliebt gewesen und auch hier mehr und mehr zurüd Die Internationale Telegraphen- Konferenz wird heute in Baris eröffnet. 78 Länder haben zu der Konferenz insgesamt 240 Delegierte entsandt. Der Hauptgegenstand der Debatte wird die Frage der Neuregelung der Gebühren für den Telegraphen- und Telephonvertehr sein. Die Berhandlungen dürften fich den ganzen September hinzieheri. Dinofautierfunde in Südafrita. Entdedungen von fossilen Ueberresten dinosaurierartiger Tiere, eines Schädels von einem Dochnodon und anderer vorgefchichtlicher Knochen find von einem Farmer Olwagen, bei New Bethesda in dem füdafrikanischen Graaff- Reinet- Bezirt, gemacht worden. Nach dem Urteil der Prähistoriker Prof. Dart und Gill handelt es sich dabei um sehr Die neuen Dinosaurierfunde bringen weitere Renntnisse über diese fehlenden wichtige Funde, die neues Licht auf die Urgeschichte Südafrikas merjen. Bifenglteber soilchen Reptilien und Säugetieren. Wirths Absichten. Nicht ein flackerndes Fener, sondern eine Bewegung. Der frühere Reichstanzler Dr. Birth hat der„ Germania" in einer Unterredung die Gründe auseinander gesetzt, die ihn veranlaßten, der Zentrums frattion den Rüden zu fehren, und die Absichten, die fein weiteres Handeln bestimmen. Birth erklärte: = Ein neuer Dachstuhlbrand. Jn Reufölfn 8 Dachstuhlbrände in 4 Wochen. Rurz nach 7 Uhr morgens bemerkten Bewohner des Eckhauses Hermannstraße 74, daß aus den Bodenfenstern starker Qualm und Flammen drangen. Die Feuerwehr wurde sofort alarmiert. Bei ihrem Eintreffen stand der Dachstuhl in seiner ganzen Ausdehnung in hellen Flammen. Es wurde mit sechs Schlauchleitungen gegen das wütende Element vorgegangen, aber erst nach 11 Uhr gelang es, des Brandes Herr zu werden. Die Wohnungen in der vierten Etage haben start gelitten und stehen vollständig unter Wasser. Die Wohnung, die unmittelbar an der Ede liegt, an der der Brand offenbar am meisten gewütet hat, ist gleichfalls beinahe ausgebrannt, doch sind die von dem Schaden Betroffenen durch Versicherung gedeckt. Die Bewohner der oberen Stockwerke hatten ihre Möbel auf die Treppenflure hinausgetragen, um sie vor dem vernichtenden Feuer zu schützen. Die Kriminalpolizei, die gleichfalls mit der Feuerwehr an den Brandort eilte, konnte im Augenblick nichts feststellen, da sie bei ihrem Eintreffen nur noch ien Flammenmeer vorfand. Einwandfrei steht fest, daß Brandstiftung vorliegt. Die Erregung in der Bevölterung ist sehr groß. Die Annahme, daß Bodendiebe die Brandstifter seien, erschient sehr fraglich, nachdem wir erfahren haben, daß eine Mietpartei auf dem Boden eine große Anzahl Wäschestücke zum Trocknen aufgehängt hatte, die noch vorhanden waren und auf alle Fälle von Dieben gestohlen worden wären. In Neukölln handelt es sich allem Anschein nach um eine Brandstiftertolonne, deren verbrecherisches Handwert bisher noch nicht gelegt werden konnte. Die neue Dachstuhlbrandepidemie, die zurzeit in Berlin ausgebrochen ist und ganz besonders Neukölln heimsucht, erregt die Bevölkerung aufs höchfte. Gestern war es der Brand im Hause Koffbufer Damm 22, heute ist bereits wieder ein neuer Edhaus- Dach stuhlbrand im Hause Hermannstraße 74 und Jonasstraße 35 zu ver„ Mit Datum vom 13. Auguft habe ich Herrn Reichstags- zeichnen, der erst entdeckt wurde, als der ganze Dachstuhl bereits in abgeordneten Fehrenbach in der bekannten Form meinen AusFlammen stand. Es ist dies in vier Wochen in Neukölln der achte tritt aus der Reichstagsfrattion des Zentrums Dachstuhlbrand. mitgeteilt. Um allen Mißdeutungen und falschen Auffassungen von vornherein entgegenzutreten, betone ich mit allem Nachdruck, daß dieser Schritt nicht etwa eine Art impulsiver Ein gebung, auch nicht einer persönlichen Verbitterung entspringt, die bekanntlich immer politisch unfruchtbar ist. Mein Vorgehen ist die notwendige Folgerung meiner politischen Gesamthaltung zum neuen deutschen Boltsstaat und seinen politischen Kräften und entspricht derjenigen politischen Grundlinie, die ich seit Jahren als Zentrumsangehöriger in allen meinen Aemtern, als Minister, Kanzler und Reichstagsabgeordneter, unbeirrt um Tagesmeinungen eingehalten habe. Ich habe wiederholt, befonders auch im letzten Jahre, in Darlegungen, die durch die ganze politische Preffe gegangen find, offen und aufrichtig zu den Problemen der Gegenwart Stellung genommen. Der in wiedergewonne ner Gesundheit nach reiflicher Ueberlegung getane Schritt entsprang also meiner grundsäglichen inneren Einstellung, die nach meiner Ueberzeugung in vollem Einklang steht mit dem alten 3entrumsgeist, und die fest wurzelt in der Tradition unserer Partei. Mein Borgehen ist nicht der Ausdrud müder Resignation. Es ist begleitet von dem feften polifischen Willen, im Zentrum eine Bewegung hervorzurufen, die getragen ist bom alten, echten Zentrumsgeifte, und die fich orientiert an den Normen der christ lichen Demokratie, für die ich kämpfe. Wir kommen nicht mehr daran vorbei, die im Zentrum tatsächlich vorhandenen Strömungen, Meinungen und Meinungsverschiedenheiten einmal ernsthaft durchzudenken und zu prüfen, und wir müssen den großen Versuch machen, zu einer wirklichen, im alten Zentrumsgeist liegenden politischen Linie im Reiche wie in den Ländern zu kommen. Ich bin mir wohl bewußt, daß eine folche Bewegung für manche, denen Ruhe über lebendiges polifisches Leben geht, peinlich ist. Aber im Boltsstaat ist die politische Ruhe nicht des Bürgers erfte Pflicht; in ihm sind die lebendigen Kräfte Träger des poli. tischen Lebens, und wir erziehen fein verantwortungsbewußtes Bolt, wenn wir die politischen Probleme vergraben, flatt fie energisch anzupaden und fie, wenn nötig. initiativ der Lösung entgegenzuführen." Mein Schritt ist in Stuttgart, wo ich nicht anwesend war, befannt geworden. Nachdem mein Brief in die Deffentlichkeit gedrungen ist, habe ich keinen Anlaß, mit meinen politischen Auffaffungen über die Gründe meines Borgehens und die Folgerungen, die daraus zu ziehen find, zurückzuhalten. Ich habe deshalb in die Hände der für mich zuständigen Parteiorganisationen in Baden eine schriftliche Begründung meines Schrittes gelegt. Aus dieser näheren Darlegung meiner politischen Grundeinstellung geht hervor, daß der Schritt fein über eilter war. Er ist wohl überlegt und strebt nach einer lärung der heutigen politischen Ronstellation im Reiche, die, wie die Erledigung oder besser die Art der Erledigung gewiffer Geseze gezeigt hat, für einen Politiker meiner Einstellung, aber darüber hinaus für alle diejenigen, die in dieser meiner Gesamt haltung die alte Zentrumslinie sehen, notwendigerweise zu einer Auseinandersehung, zu einem Brotest und weiter zu einer polttischen Bewegung führen muß. In Berfolg meiner Aftion nehme ich auch an dem Parteitag ber Ba dischen Zentrumspartet teil und werde unter Zugrunde legung meiner bet der Badischen Partei eingereichten Denkschrift meinen Schritt begründen und darlegen, was zu geschehen hat, um der von mir eingeleiteten Bewegung nach drud zu geben. Ich bin in der Zentrumspartel aufgewachsen, ich habe in vielen Bersammlungen zu allen Berufsgruppen gesprochen, und glaube in die Seele unserer Anhänger hineingesehen zu haben. Darüber hin eus war es mir beschieden, bei den letzten Wahlen durch fast ganz Deutschland zu tommen, und insbesondere auch zu den Scharen des merftätigen Boltes im weitesten Sinne des Wortes in Stadt und Land zu sprechen, und die Zentrumsparteileitung hat mich überall hingerufn, wo foziale und politische Spannungen besonders deutlich waren. Und so, wie ich mich dort gegeben habe, möchte ich nicht nur scheinen: so bin ich auch nach meiner ganzen politischen lleberzeugung. Ich bin und bleibe Zentrumsmann und werde die alten Ideale der Partei stets hochhalten. Für diese Ueberzeugung trete ich auch jetzt ein, und diese Ueberzeugung entspricht auch weitesten Kreisen unserer Partei. Jest gilt es, das ordnungsgemäß festzustellen. Die bamit verbundene politische Arbeit tann nicht von heute auf morgen getan werden. Nicht um ein fladerndes Feuer anzuzünden, das rasch vergeht, ist dieser Schrift unternommen worden. Unsere Auseinandersehung dreht sich nicht nur um die Fragen nach der Unabhängigkeit des Zentrums im Reiche nach allen Seiten hin, sondern auch um den Sinn und Wert des 3en trumsgeiftes und seiner charatteristischen Einstellung zu den brennenden Fragen der Gegenwart. Es ist unausbleiblich, daß mit der Erörterung dieser Fragen eine Kritit ber in den legten Monaten geübten haltung der Reichstagsfraktion verbunden ist. Ein Polizeidezernat gegen Brandstiftung. Die zahlreichen Dachstuhlbrände der letzten Zeit, die sämtlich auf Brandstiftung zurückzuführen find, haben Leitung eines Kriminalfommissars für die Untersuchung dieser ben Polizeipräsidenten veranlaßt, eine besondere Dienststelle unter Brandstiftungen einzurichten. Obwohl Brandstiftung im allgemeinen zu den Delikten gehört, deren Untersuchung der Zuständigkeit der Kriminalpolizei, der örtlichen Polizeiämter unterliegt, hat der Polizei präsident doch angesichts der tiefgehenden Beunruhigung, die sich der Bevölkerung bemächtigt hat, diese besondere Dienststelle mit der gründlichen und schnellen Untersuchung beauftragt. Revolverschießerei. Selbstmord des Täters. - Ein Unschuldiger schwer verletzt. por 8 Uhr in der Passage des großen Sndustriegebäudes ab, das Ein aufregender Borfall spielte sich heute morgen turz liegt. Ein junger Mann zog hier nach einem furzen Wortwechsel zwischen der Beuth- und Kommandantenstraße mit einem jungen Mädchen einen Revolver und gab auf das Mädchen zwei Schüsse ab. Das Mädchen war beim ersten Schuß, der fehlging, schon geflüchtet. Der zweite Schuß traf unglüdlicher weise einen völlig unbeteiligten, den Bostbeamten Walter Grigereit, der mit vielen anderen diesen Durchgang bemust, um zur Arbeitsstelle au gelangen. Grigereit, ein Mann von 26 Jahren, der in der Oranienstraße wohnt, erhielt einen Stedschuß in die linte Leiſtengegend. Der Schüße richtete zu einem dritten Schuß die Waffe auf sich selbst und totete sich, indem er fich eine Kugel in die rechte Schläfe jagte. Man fand bei ihm Papiere auf den Namen eines 18 Jahre alten Paul Hinz aus der Scharnweber ftraße 73 zu Reinidendorf. Der schwerverlette Postbeamte wurde sofort in das Krankenhaus gebracht. Es ist nur einem Zufall zu verdanken, daß der erste Schuß in der zu dieser Zeit start bejunge Mädchen, dem die Schüsse galten, ist bis jetzt noch nicht bekannt; gangenen Basiage nicht noch weiteres Unheil angerichtet hat. Das des Selbstmorders wurde in das Schauhaus gebrach. es wird ersucht, sich auf dem 14. Polizeirevier zu melden. Die Leiche Zugentgleisung auf dem Güterbahnhof Schöneberg. Der Zugführer töflich verunglückt. Am heutigen Dienstag früh um 4 Uhr 35 Minuten entgleiffe furz vor der Einfahrt des Betriebsbahnhofs Schöneberg der zwischen Potsdam und Tempelhof verkehrende Nachtgüterzug 8713 auf bisher unaufgeklärte Weise. Der Padwagen und vier leere Rungenwagen, die zum Transport von Holz usw. dienen, stürzten Alte Königstraße 37, wurde lebensgefährlich verleht und dadurch um. Der Zugführer Rudolf Martin aus Potsdam, ffarb nach seiner Einlieferung im Augufte- Bittoria- Krankenhaus. Die Wasserversorgung von Schöneberg und Steglik. netenausschuß, der zur Beratung zweier sozialdemokratischer, Heute vormittag tagte im Rathaus ein Stadtverord netenausschuß, der zur Beratung zweier sozialdemokratischer, eines demokratischen und eines fommunistischen Antrages eingesetzt war. Dem Ausschuß lag ferner eine vom 29. August datierte Magistratsporlage vor, in der der Magistrat die Zuftimmung der Stadtverordnetenversammlung zur Uebernahme der Wasserversorgung von Schöneberg und Steglitz auf die Stadt erbittet. Der Ausschuß beschloß, auch über diese Vorlage zu verhandeln. Nach etwas über einstündiger Beratung, in der der den Gang der Verhandlungen Bericht zu erstatten und den StandOberbürgermeister mehrfach das Wort ergriff, um über punkt der Stadtverwaltung darzulegen, tam man einmütig zu dem Ergebnis, daß die Stadt unter allen Umständen zur Sicher ftellung der Wasserversorgung der gefährdeten westlichen Vororte die geplante Rohrleitung nach Schöneberg zu legen hat, und daß die Belieferung von Schöneberg und Steglig von Die ,, Germania" fügt der Wiedergabe dieser Auslaffum- der Stadt übernommen werden muß. Es wurde begen hinzu, daß Berge von Zustimmungsertläschloffen, der Stadtverordnetenversammlung zu empfehlen: rungen bei Birth eingelaufen feien, und zwar aus allen Kreisen der Partei. Vor allem aber stellt sie fest, daß der Versuch, den Schritt Wirths aus feiner Ertranfung abzuleiten oder auf persönliche Verärgerung zurückzuführen, durchaus abwegig fei. Birth mache einen sehr gefunden Eindruck und sprach ohne jedes Zeichen der Verärgerung, aber mit dem festen Willen, es nicht bei dem ersten Schritt zu laffen Es ist die Frage aufgeworfen worden, und ich verstehe fie, warum ich diese Form gewählt habe. Nach den Erfahrungen, die mir zuteil geworden sind, gab es teine andere Möglichkeit mehr. Der Aufstand in Syrien. Sneida nicht genommen. Paris, 1. September.( Eigener Drahtbericht.) Eine Havasmeldung aus Beirut dementiert ausdrücklich die am Montag morgen von englischen Blättern verbreitete Nachricht, daß die französische Garnison in Sueida sich den Drusen ergeben hätte. Reichstagspräsident Genosse Cobe hat am Montag mittag Bien verlassen und sich direkt nach Baris begeben, wo er auf Einladung des französischen Rammerpräsidenten Herriot am Weltfriedens tongreß teilnehmen wird. Die Versammlung erklärt sich damit einverstanden, daß die Wasserversorgung von Schöneberg und Steglig durch die Stadt Berlin übernommen wird, und daß die mit der Charlottenburger Wasserwerke Att.- Gef. befchloffenen Wafferlieferungsverträge von Friedenau und Grunewald zu dem nächst zulässigen Termin gekündigt werden. Die Versammlung ersucht ferner den Magistrat, unter allen Umständen durch Verlegung eines Rohrstranges nach Schöneberg dafür zu sorgen, daß eine Wiedertehr der diesjährigen Wasserfalamität verhindert wird." Rach dem Gang der Beratungen fann damit gerechnet werden, daß bereits in der nächsten Stadtverordnetenversammlung ein einmütiges Botum in diesem Sinne erzielt wird. Preise und Löhne im Schneidergewerbe. öffentliche Versammlung nach den Kammerfälen einberufen, die überDie Schneiderinnungen Berlins hatten zu gestern abend eine aus start besucht war. Es referierte Obermeister Drews über Preise und Löhne im Schneidergewerbe". Er sang natürlich das übliche lagelieb über die hohen Lasten, über die toloffalen Untoften und ähnliches, vergaß auch nicht die„ hohen Löhne und die geringen Leistungen der Arbeitnehmer" und betonte auf der anderen Seite, daß die Schneidermeister, besonders die, welche für die Kon fettion arbeiten, Preise erhielten, bie nicht das Ert. stenzminimum gewährten. Er brachte dann einen, wie wir unumwunden zugeben, begrüßenswerten Erlaß des Handelsministers zur Berlesung, in dem dieser seine ihm unterstellten Be hörden anweist, darauf zu achten, daß die Innungen ihren Mitgliedern feine Preise vorschreiben. Der MiniInnungen die Innehaltung der vorgeschriebenen Preise von den ster verlangt schärfftes Borgehen in allen den Fällen, in denen die Angehörigen der betreffenden Gewerbe zu erzwingen suchen. Der Referent erklärte unter Zustimmung der Versammlung und der nachfolgenden Distuffionsredner, daß die Schneiderinnungen diesen Erlaß nicht befolgen würden. Sie würden Richtpreise aufstellen und die Innehaltung dieser Richtpreise zu erzwingen wissen. weide, ist am Sonnabend, den 79. August 1925 für den Verkehr Der Fußgängernotsteg, die Stubenrauchbrücke in Oberschönefreigegeben worden. Seinen 60. Geburtstag feiert in boller förperlicher und geistiger Frische befannte Barteigenofie Emil isler in Stopenid. Seit ein paar Jahr heute unser im 16. Kreis und darüber hinaus im Kreise Teltow- Beeslom zehnten an der Spize des Kreises wirkend, hat er über alle schweren Zeiten, die die Bartet durchzumachen hatte, das Barteischiff gesteuert und in vielerlei Funktionen vorbildlich für die Parteigenoffen gearbeitet. Arbeitsgemeinschaft der freigeistigen Verbände der deutschen Republit. Rotalen: Berlin: C. Sophienfäle, Sophienstr. 17/18; NW. Moabiter Gesell Mittwoch, 2. September, abends 7 Uhr: Boltsversammlungen in folgenden schaftshaus, Wiclefftr. 24; N. Aula Grünthaler Str. 5; und Bharussale, Müllerftr. 142; N. unb NO. Stafinofäle Bappelallee 15; O. und SO, Stonigsbant, Gr. Frankfurter Str. 117; S. und Neukölln: Erbes Festfäle( vormals liems), Hafenhaide 13/15; Schöneberg: Berg, Hauptstr. 13. Tagesordnung: Die Kirche und das arbeitende Bolt." Freie Aussprache. Geschäftliche Mitteilungen. straße, wird der große Räumungs- Ausverkauf wegen Umbau in den anerkannt guten Jm Raufhaus Wilhelm Joseph in Schöneberg, Hauptstraße, Ede GroßgörfchenQualitäten zu erstaunlich billigen Preisen fortgefeßt. Näheres ergibt bas Inferat in der heutigen Nummer des Borwärts". Gewerkschaftsbewegung Bolschewistischer Zusammenbruch. In den Gewerkschaften abgewirtschaftet. garnitur absägt und die bisher unbeschränkt herrschende Ruth In dem Utas der Moskauer Erefutive, der wieder eine Führerhaften die Rede. Es geht bergab mit dem bolschewistischen Fischer mit dem Bannfluch belegt, ist besonders von den GewertEinfluß in den Gewerkschaften, sagt Moskau. So heißt es darüber u. a: So verstärkten sich die schweren Berluste, die unsere Partei im letzten Jahre auf allen Gebieten der Gewerkschaftsarbeit erlitt. Während die Opposition auf dem legten ADGB Rongreß( 1922) 88 Delegierte zählte, ist sie auf dem diesjährigen Kongreß nur durch 2 Delegierte vertreten. Wir haben eine Reihe von Zahlstellen und Ortskartellen ver loren. Nicht nur zahlenmäßig, sondern auch ideo. logisch und vor allem organisatorisch ist unser Einfluß auf die mehr als 80 Proz. parteilosen Mitglieder der deutschen freien Gewerkschaften aufs stärtste zurüdgegangen." Damit ist endlich das flare Eingeständnis gemacht, daß die fommunistische Massenpartei" heute nicht viel mehr ist als eine fanatisierte Sette, ohne jeden wirkungsvollen Einfluß auf die Arbeiterbewegung. bemüht, den Ursachen dieses Zusammenbruches nachzugehen Sie hat babei folgende, von der Moskauer Exekutive zitierte Feststellun gen gemacht: Auch die abgefägte Ruth Fischer hatte das erkannt und fich Wenn man absteht von den Spizenfunktionären und fich bie Mühe nimmt, hinunterzuſteigen in die Mitgliedschaft, wird man sehen, daß unsere Profeten im Betrieb sich unsicher fühlen in der Verteidigung der Kommunistischen Partei. Sie fühlen sich nicht als die Sieger der Zukunft, sondern als die Traditionsleute, die dabei sind, weil es anständig ist." Die Ursache sieht sie in der Niedergeschlagenheit der Mitglieder, die die Hoffnungslosigkeit begreifen, eine große tommunistische Bartei aufzubauen und sich mit Recht sagen: Warum? ,, ir fönnen ebenso gut Klaffentampf in der Sozialdemokratte machen. Als Beispiel, als Be weis dafür gilt, daß unsere Parteigenossen mit geradezu leiden fchaftlicher Begeisterung Demonstrationen und Roten Fronttämpferbund machen. Weil sie sich damit vor spiegeln, daß fie an der Eroberung der Macht stehen, daß fie bamit spielen tönnen, Repolution zu machen, ohne die kleine Organisationsarbeit zu leisten. Meine Ueberzeugung ist, daß der Demonstrationscharakter überwiegt, weil unsere Leute fich flüchten in diese Demonftrationen, um die tägliche Arbeit in den Gewertschaften und Betrieben nicht machen zu müssen." Diese Wahrheiten, jeder von uns, jeder in der Gewerkschafts bewegung tätige Genoffe, jeder Betriebsrat tennt fie. Sie aus gesprochen zu haben, fostet der Ruth Fischer den höchsten Posten, den ein deutscher Kommunist von Mostau verliehen bekommen tann. Was aber find mun die letzten Befehle von Mostau? Man höre und staune: Die Fehler unserer Gewertschaftsarbeit bestehen vor allem in dem Unvermögen, die uns günstigen Stimmungen und Strömungen breiter Arbeiterschichten politisch- organi fatorisch zu erfassen und festzuhalten. Seit einigen Monaten zeigt sich das langsame Wiedererwachen der politischen At. tivität großer Teile der deutschen Arbeiterschaft( Bauarbeiterstreit und andere Lohntämpfe in den verschiedensten Industriezweigen, Holzarbeitertampf, machtvolle Demonftrationen in vielen Großstädten, erfolgreiche Rote Tage usw. usw.). Die Parteileitung verstand es nicht, auf diese neuen Erscheinungen zu reagieren, vor allem nicht, fie für unsere Gemertfchaftsarbeit auszuwerten." Diese Aeußerung ist typisch für den Geift" von Moskau. ohntämpfe brauchen, sollen eigentlich gar nicht erfolgreich sein; sie müssen nur politis ausgewertet werden. Alles ist unter dem Gesichtswinkel der bolfchewistischen Stra tegie" zu betrachten. „ Der Kampf um die Einheit der Gewerkschaften ist ein Bestandteil der boischemistischen Strategie gegen. über der Mehrheit der internationalen Arbeiter tlasse. Wer sie nicht begriffen hat, konnte und kann die gejamte weltpolifiche Konftellation der Gegenwart nicht richtig einschätzen und noch meniger die Tattit der Komintern im eigenen Lande mit ganzer Kraft durchführen." Auch die Einheitsfront"-Barole ift also nur bolichewiftische Strategie gegenüber der Mehrheit der internationalen Arbeitertlasse"! Wie mag nun den braven Kommunisten und Sympathifterenden" zumute sein, die es mit der Einheitsfrontparole ernst meinten! Mostau fährt mit einem Donnerwetter dazwischen und erklärt fategorisch: Die Einheit der Arbeiterklasse? Wir denten nicht daran! Das ist nur ein Manöver, nur Strategie, um die Mehrheit der internationalen Arbeiterklasse zu verwirren, zu spalten, canmächtig und in Abhängigkeit von Mostan zu erhalten. Wer das nicht begreift und blindlings durchführt, ist kein richtiger Bolschewift, versteht nichts con ben Intereffen des russischen Imperialismus, ift für uns nicht zu gebrauchen." Man fann der Erefutive von Moskau nur dant bar sein für diese Klarstellung der bolschemistischen Heilslehre. Wer jezt noch nicht begreift, daß die in Rußland Herrschenden die internationale Arbeiterschaft nur zu Zwecken russischer Politif mißbrauchen will, dem ist nicht zu helfen. Was die Moskowiter von den deutschen Kommunisten verlangen, ist u. a. folgendes: " Die Kommunisten müssen verstehen lernen, in den Gewerkschaften die beste, energischste und fachlichste Arbeit zu leisten, sie müssen den parteilofen und sozialdemokratischen Gewerkschaftsmitgliedern durch Anschauungsunterricht beweisen, daß sie als Bolschewiften zugleich aktive Gewerkschaftler zu sein verstehen. Unseren Fraktionen in den Gewerkschaften erwachsen damit eine Reihe von Aufgaben: Wirkliches Eindringen in das Gewerkschaftsleben, intenfivstes Studium der wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge( Konzernwesen, Wirtschaftskonjunktur, Lage der Industriezweige, Besonderheiten der Wirtschaftsgebiete ufm.), Herausarbeitung einer klaren und fachkundigen Tarif- und Sozialpolitik, Führung Don Arbeitskämpfen, insbesondere Streifftrategie, Stellung zu allen Organisationsfragen der Gewerkschaften, Kampf für die Industrieverbände, besondere Berücksichtigung der Rolle und Aufgaben der Betriebsräte, Betonung der Interessen der Arbeiterjugend innerhalb der Gewerkschaften, der Arbeiterinnen usw... Eine lange Ausdauer und die Bereitschaft, jahrelang die einfachste alltägliche Arbeit unter den Massen zuleiten, um Einfluß für ihre Partei zu erobern das ist es, was die deutschen Kommunisten brauchen!" Nun lehrt die Erfahrung, daß jeder Kommunist, der wirkliche praktische Kleinarbeit leistet, der sich befaßt mit den Fragen des täglichen Wirtschaftskampfes, über furz oder lang entweder von der KBD. als„ Sozialverräter" ausgeschlossen wird oder dieser angeefelt freiwillig den Rüden tehrt. Praktischen Klaffentampf führen, heißt Sozialdemokrat, heißt Gewerkschaftler Amsterdamer Richtung sein. Wie Mod. Merrenhalbschuhe echt Boxrind ohne Einsatz 9 80 Herren Halbschuhe und-Stiefel mit u. ohne mod. Einsätzen in großer Auswahl billig Herren- Arbeitsstiefel kräitiges Spaltleder Herrenstiefel in verschied. mod. Formen u. Ausführ. 9.80, 11.80, 14.30 90 890 Orig. Goodyear- Weltecht Boxrind, Rand weiß 1250 Schuhe gedoppelt Sport- u.Wanderstiefel so 1190 braun u. schwarz, geschloss. Mod.Spangenschuhe grau Veloursleder- Besatz 10.90 12 große Schaufenster- Auslagen! Der große Lasche 14.80 | fann eine große Gewerkschaftsbewegung, eine mächtige Arbeiterpartei| nicht stattfinden. Sollten einzelne Arbeiter entgegen dem Abkommen entstehen und bestehen unter mostomitischer Herrschaft, wenn die nicht wieder eingestellt werden, so wird die Arbeit im Betriebe nicht Moskauer Parteipäpste mit einem Führerstrich die Führer abfägen, eher aufgenommen, bis die Maßregelung rückgängig gemacht wird. die Taftit umfrempeln! An dieser moralischen, politischen, wirtschaftlichen und psychologischen Unmöglichkeit ist die KPD. gescheitert, Bevorstehende Einigung im franzöfifchen Bankstreik? und muß sie scheitern, wie auch die Leute heißen mögen, die ihr von Moskau auf die Nase gesetzt werden. Einigung auch in den Bauschlossereien. Eine überfüllte Versammlung der streifenden und ausgesperrfen Bau-, Geldschrank- und Möbelschlosser nahm am Montag abend im Berbandshaus Linienstraße Stellung zu dem Ergebnis der am Sonnabend gepflogenen Verhandlungen. Fuchs vom Metallarbeiterverband berichtete über diese Verhandlungen, die vom Branchenleiter verband berichtete über diese Verhandlungen, die vom Branchenleiter Krüger ergänzt wurden. Auf Vermittlung des Gewerberats Körner famen die Parteien am Sonnabend zu einer unverbindlichen Verhandlung zusammen. Die Verhandlungen gestalteten sich äußerst schwierig. Nach ungefähr Die Verhandlungen gestalteten sich äußerst schwierig. Nach ungefähr fünfstündiger Verhandlungsdauer kam endlich eine Verständigung dahin zustande, daß die bis jetzt gezahlten außertariflichen Zulagen auf den neuen Tariflohn weitergezahlt werden. Weiter wurden die Affordpreise für die Geldschrankindustrie, laut Schiedsspruch um 10 Proz. erhöht, auf 12½ Proz. erhöht. Die Junggesellen im ersten Gesellenjahr, sowie die ungelernten Arbeiter der Klasse 5 und die Transportarbeiter erhalten auf den im Schiedsspruch festgesetzten Lohn eine weitere Zulage von 2 Pf. Dieses Lohnabkommen gilt vom 17. August bis 15. November. In der äußerst regen Diskussion wandten sich fast alle Redner gegen die Annahme dieses Abkommens. Trotz der scharfen Kritik gelang es der Streifleitung und Verhandlungskommission, die Versammlung zur Annahme des Vergleichsvorschlages zu bewegen. In der Abstimmung wurde nicht die statutarische Dreiviertelmehrheit zur Fortführung des Streits erreicht, so daß die Arbeit heute, Dienstag, geschlossen aufgenommen wird. Maßregelungen dürfen " Paris, 1. September.( Eigener Drahtbericht.) Der Streit der französischen Bankangestellten, der in der sechsten Woche andauert, scheint fich nunmehr feinem Ende zuzuneigen. Der französische Arbeitsminister Durafour soll in der Tat, wie der Petit Parisien" mitteilen zu können glaubt, in einer Unterredung, die er am Montag morgen mit den Vertretern der Bankleitungen gehabt hat, von diesen folgende Zugeständnisse erlangt haben: Berzicht auf Strafmaßnahmen wegen Beteiligung am Streit und ferner Einrichtung von bezahlten Ueberstunden, um den Beamten Gelegenheit zu geben, ihre finanziellen Verluste während des Streifs auszugleichen, eine Einrichtung, die schon wegen der liegengebliebenen Arbeit erforderlich ist. Doch lehnen die Bankleitungen im Augenblick noch die allgemeine Gehaltserhöhung von 100 Fr. monatlich ab, wie fie von der Angestelltenschaft gefordert wird. Immerhin sollen die Bankdirektoren eine Anpassung der Gehälter an die Lebenshaltungstosten in absehbarer Zeit in Aussicht gestellt haben. Die norwegischen Gewerkschaften gegen Moskan. Oslo, 1. September.( BTB.) Der Kongreß der gewerkschaft. lichen Landesorganisationen wählte halvarm Olsen mit 155 Stimmen zum Vorsitzenden. Olsen, der feiner Partei angehört, gilt als Anhänger der gemäßigten Richtung. 64 Stimmen er hielt der kommunistische Kandidat. Berantwortlich für Politik: Ernst Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: Fr. Ekkorn: Feuilleton: Dr. John Schilowski; Lotales und Sonstiges: Fris Raritäbt; Anzeigen Th. Glode; sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Druck: Borwärts- Buchdruderet und Berlaasanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin GB. 68, Lindenstraße 3. Echt Chevreau, echt Louis XII. Absatz 980 Billig aber gut 9 Durch unsern enorm großen Umsatz sind wir in der Lage, unserer werten Kundschaft stets gute Ware für wenig Geld zu beschaffen. Wir bringen wie immer wieder eine Anzahl günstiger Angebote und enorme Auswahl, denn unser Lager beträgt über 50000 Paar 80 Braune Haferischuhe echt Chevreaux 795 Lack- Damen- Spangen- u. 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