Abendausgabe Nr. 432 42. Jahrgang Ausgabe B Nr. 213 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreise find in der Morgenausgabe angegeben Redaktion: S. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-297 Tel.- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts Berliner Volksblatt 10 Pfennig Sonnabend 12. September 1925 Berlag und Anzeigenabteilung: Geschäftszeit S- 5 Uhr Berleger: Vorwärts- Verlag GmbH. Berlin SW. 63, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-29% Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands KPD.- Wirrwarr. Die Wirkung der Effi- Briefe. In Holland erhielten die Kommunisten 36 786 Slimmen, die Sozialdemokratie hingegen 706 000 Stimmen. Die Kommunistische Partei ist in drei Fraktionen gespalten. In Italien erhielten die Kommunisten 268 000 Stimmen. Beide sozialistischen Parteien erhielten 780 000 Gtimmen. Die Schlachtberichte in der„ Roten Fahne" werden fortgesetzt.| Spaltung die Bosschewisten die ganze Führung der Partei an sich Abteilungen, Unterabteilungen, Zahlabende und Unterzahlabende geriffen; nun find fie im Berfall, während die sozialistische Partei sich nehmen zum Brief des Etti Stellung.( Es heißt nämlich das in starter Zunahme befindet. Etfi, nicht die Etti!) Fein säuberlich wird die Statistik darüber geführt, ob mit 3 gegen 4 oder mit 4 gegen 3 Mitgliederstimmen der Brief des Etti abgelehnt oder gebilligt worden ist. Auf diese Weise bekommt man auch sehr bequem eine doch Statistit sicher zuverlässige über die fommu nistische Massenpartei. Der Zentralvorstand Don Berlin Brandenburg hat eine Scheinunterwerfung vorgenommen und der Unterwerfungsresolution eine Erklärung angehängt, die die neue Redaktion der„ Roten Fahne" in große Aufregung verfekt." Irreführung der Mitglieder",„ Berdrehung der Sachlage" usw. wird den Berliner vorgeworfen. Am rabiatesten find offenbar die Funktionäre in der radikalen Hochburg der Ruth- Fischer- Maslow- Gruppe, dem wedding. In einer heftigen Resolution gegen den neuen Kurs entschlüpft ihnen folgen des Geständnis: In Jugoslawien haben die Kommunisten 13 000 Stimmen und fein Mandat erhalten. Ihre Gewerkschaftsorganisationen, die früher sozialdemokratisch waren, haben 20 000 Mitglieder. In Lettland haben die Kommunisten 1000 Mitglieder. Bei den Wahlen erhielten sie fein Mandat. Die Sozialdemokraten erhielten 242 000 Stimmen oder 32 Pro3. aller abgegebenen Stimmen. In Deutschland hat die Kommunistische Partei angeblich 250 000 Mitglieder. Die Partei erhielt bei den Präsidentenwahlen vom 29. März 1 851 000 Stimmen. Die Sozialdemokratische Partet erhielt 7 802 000 Stimmen. In Normegen erhielten die Kommunisten bei den letzten Wahlen 58 000 Stimmen, die von Moskau abgefallenen Unabhängigen 178 000 Stimmen, die Sozialisten 87 000 Stimmen. In Polen, wo die Kommunistische Partei 5000 Mitglieder zählt, erhielt sie 128 000 Stimmen. Die Sozialdemokratie dagegen 911 000 Stimmen! In Desterreich erhielten die Kommunisten 22 161 Stimmen, die Sozialdemokraten 1311 000 Stimmen. In Schweden gibt es zwei kommunistische Parteien. Die eine erhielt 24 600, die andere 65 000 Stimmen. Die Sozialdemo: traten erhielten 726 000 Stimmen. ,, Die Funktionäre verkennen aber feineswegs die Tatsache, daß der Brief der Parteiorganisation Berlin- Brandenburg in Anbetracht der bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen große Hemmnisse und Gefahren mit sich bringt, weil die durch den Brief heraufbeschworene Parteifrife weidlich ausgenutzt werden wird von unseren Gegnern, ganz besonders von der SPD. Mit aller Entschiedenheit wehrt sich der Funktionärkörper gegen den Vorwurf des Antifommunismus und Antibolshewismus. Dieser Vorwurf hat das Resultat einer Hege der bankrotten Führerfligue um Brandler und seiner erstaunlicherweise fleinen Anhängerschaft gegen den Teil der Mitglieder, die man unberechtigterweise ultralinte Gruppe nennt" und deren einziges Verbrechen darin bestand, daß sie die Taktik an der Präsidentenwahl sowie die Taktik dem Voltsblock gegenüber nicht billigt. Bedauerlicherweise hat die Mehrheit der Parteileifung diefe Hehe unterstüht und trägt dieselbe einzig und allein die Verantwortung für die Parteiktife und der daraus resultieren- wiftische Zerstörungsarbeit, die im Gefolge der Nachkriegswirren die Es ist doch wenigstens gut, daß ab und zu der kommunistischen 3enfur etwas entgeht. Man weiß jezt doch wenigstens, was von bem unaufhaltsamen Vormarsch der KPD." zu halten iſt. Wir wünschen dem Etti viel Glück zur weiteren Entwicklung seiner Massenpartei. den allgemeinen paffiven Stimmung. Abrechnung in Köln. Köln, 12. September.( Eigener Drahtbericht.) In einer Be trauensmännerversammlung der Gewerkschaften und der Partei sprach am Freitag Genoffe Sollmann über Bon Spartakus bis zum KPD. Bantrott". Der 3ustrom war so groß, daß die sämtlichen Säle des Volkshauses den Andrang nicht faffen fonnten. Gleich 31 Beginn stellten die Kommunisten den Antrag, an Stelle Sollmanns ihre Kölner Rußlanddelegierten sprechen zu lassen. Die Bersammlung lehnte diesen Antrag unter stürmischen Gelächter gegen einige Stimmen ab. In zweistündigem Bortrag gab unser Redner. einen Rückblick auf die 3idzadlinie der Kommunisten und zergliederte dann den Brief der Eretutive. Die Stimmung der Versammelten entschied sich immer wieder gegen die verbrecherische Taftit der Kommunisten. Kein Kommunistenführer, auch nicht die anwesenden Rußlanddelegierten, meldeten sich zu Wort. Erst nach wiederholter Aufforderung irat ein kommunistischer Arbeiter in die Diskussion. Seine Rede war ein Zugeständnis für die große Berwirrung, die der russis.he Brief innerhalb der KPD. angerichtet hat. Die Kommunisten am Mittelrhein, so erklärte er, lehnten die neue Taktik ab und stünden frei zu Ruth Fischer und Maslom. Genosse Fries ergänzte bann die Rede Sollmanns. Er als früherer Kommunist könne die russische Diktatur über die deutschen Kommunisten und die völlige Einflußlosigkeit der kommunistischen Arbeiter auf die Gestaltung der Barteitaftit nur bestätigen. Die große Versammlung löfte fin gegen Mitternacht in begeisterter Stimmung auf. Sie war ein Beweis dafür, daß die Arbeiter und es waren Arbeiter in der Bersammlung von der KPD. nichts mehr wissen wollen. Verfall der Moskauer Internationale. Ratastrophaler Rückgang in allen Ländern. 3um Marseiller Kongreß hat die sozialistische Arbeiterinternationale einen Bericht über die Stärke und Tätigkeit der bolschewistischen Parteien der ganzen Welt ausgegeben, aus dem der Ber fall der kommunistischen Internationale in Europa und Amerika deutlich hervorgeht. Es genügt, die Zahlen sprechen zu lassen: In Amerika zählte die sozialistische Bartei im Jahre 1919 In Amerika zählte die sozialistische Partei im Jahre 1919 104 822 Mitglieder, 1924 hat sie bloß 12000 Mitglieder. Das ist cine Folge der bolschewistischen Vernichtungswut. Die Kommunisten erhielten bei den letzten Wahlen in den Bereinigten Staaten 37 008 Stimmen. In England hat die kommunistische Partei 3700 Mitglieder, erhielt bei den Wahlen 55 436 Stimmen und ein Mandat. Die Arbeiterpartei erhielt 5 550 000 Stimmen! In Belgien hat die fommunistische Partei 590 Mitglieder and erhielt 34 147 Stimmen( zwei Mandate). Die belgische fozialistische Bartel erhielt 820 650 Stimmen! In Dänemart erhielt die kommunistische Partei bei den legten Wahlen 6219 Stimmen, die Sozialdemokratie hingegen 470 000! Zu erwähnen wäre, daß die Ziffern über die Stärke der Kommunisten von offizieller tommunistischer Seite( aus einem Bericht der Moskauer Internationale) stammen. Sie zeigen mit aller Deutlichkeit, daß das westeuropäische Proletariat die boliche Arbeiterbewegung spaltete und zerfezte, zum größten Teil bereits überwunden hat. Die geschichtliche Entwicklung wird auch die letzten Reite der kommunistischen Inflationsgründungen von der Bildfläche verschwinden lassen. Die Einladung abgegangen. Ueberreichung am Dienstag. Genf, 12. September.( EP.) Heute vormittag ist nun endlich die viel besprochene Einladung an die deutsche Regierung zu der Konferenz über den Sicherheitspalt nach Berlin abgegangen. Sie wird auf dem gleichen Wege wie die frühere Note des franzöfischen Außenministers Briand an die deutsche Regierung, d. h. durch den Berliner französischen Botschafter, und zwar erst am Dienstag überreicht werden. Die konferenz foll nun in den ersten Tagen des Oktober stattfinden, während über den Ort der Konferenz noch nichts Endgültiges beffimmi worden ist, da die Antwort Mussolinis hier immer noch nicht eingetroffen ist. Briand ist heute Bormittag nach Paris abgereift, wo er im Laufe der nächsten Woche mit dem dortigen deutschen Botschafter über die Einzelheiten der Konferenz verhandein wird. Die Haltung Italiens. Mailand, 12. September.( EP.) Ueber die Stellungnahme Italiens zur bevorstehenden Außenministerfonferenz erfährt der Secolo" aus zuverlässiger Quelle in Rom: Wenn Italien auch an allen vorbereitenden Unterhandlungen über den Sicherheitspaft in Rom teilgenommen habe, so sei doch seine praktische Beteiligung noch nicht entschieden. Italien behalte fich auch weiterhin volle Handlungsfreiheit vor und werde erst den geeigneten Augen blid abwarten, um sich in einem endgültigen Beschluß festzulegen. Eine persönliche Teilnahme Mussolinis an der Konferenz der Außenminister erscheine vorläufig nicht wahrscheinlich, obwohl Chamberlain als auch Briand darauf warteten. Die italieni sche Regierung sei entschieden gegen den in Genf gemachten Borschlag Beneschs, eine besondere Konferenz zur Sicherung der Oftgrenzen abzuhalten, an der die Außenminister von Polen und der Tschecho flowakei teilnehmen sollen. Reine Berkoppelung des Westpaktes mit den Ostfragen London, 12. September.( WTB.) Der diplomatische Berichter ſtatter des„ Daily Telegraph" schreibt im Zusammenhang mit den Erklärungen, die Chamberlain gestern in Genf vor einer Anahl Journalisten über die Sicherheitsfrage abgab, er höre, die Außenminister Polens und der Tschechoslowakei seien ziemlich niedergedrückt wegen des britischen Entschlusses, bei dem Rheinlandpakt alle Verhandlungen über den Often auszuschalten. Aber in diesem Puntte stehe die öffentliche Meinung Englands hinter Chamberlain, und sogar die lediglich versuchsweise vorgebrachte Formel wonad) im Fall eines ein tretenden oder drohenden deutsch- polnischen Konflikts die Berantwortlichkeit für die Anordnung von Santtionen oder die Genehmigung zum Einmarsch der französischen Armee in das endmilitarisierte Rheinland der britischen Regierung überlassen bleiben sollte, würde ron Großbritannien und dem britischen Reich als un annehm bar und gefährlich empfunden worden sein. Vor der Entscheidung in China. Von Richard Huelsenbed. Die Lage Chinas nähert sich einem Entscheidungspunkt. China hat für den 2. Oktober eine 3011fonferenz nach Beking berufen und die Signatarmächte des Washingioner Vertrages zu dieser Konferenz eingeladen. Es sollen hier alle Punkte besprochen werden, die die ökonomische Lage Chinas betreffen, und die in Washington zu feiner Regelung gebracht merden konnten. Mit anderen Worten, China macht einen großen Bors Stoß, um sich vor den Augen der ganzen Welt die wirtschaftliche Selbständigkeit zu erringen, die es wegen des mehr oder weniger bösen Willens der Mächte bisher nicht erlangen fonnte und die ein Fundament für seine nationale Selbständigkeit bilden soll. Es ist ganz zweifellos, daß China, schon ehe die Konferenz begonnen hat, einen großen moralischen Erfolg für fich buchen kann. Der Mord an den chinesischen Stu denten auf dem Bubling Bell in Schanghai, der von dem englischen Kapitän Martini inszeniert wurde, hat mit immer wachsendem Intereffe die Anteilnahme aller anständigen und ehrlich denkenden Menschen an chinesischen Problemen herbeigeführt. Auch dem Fernerstehenden scheint es heute flar, daß man diesem Lande in gröbster Weise Unrecht getan hat, und daß dieses Unrecht, wenn man den moralgetränkten Reden der führenden Männer der Mächte noch irgendwelchen Glauben schenken soll, so schnell wie möglich wieder gut ge= macht werden muß. " Um diese Wiedergutmachung" herbeizuführen, wird es allerdings große Schwierigkeiten zu überwinden geben. Bom 29. August 1812 an, an welchem Tage England den ersten Bertrag mit China in Nanting schloß, ist China systematisch vergewaltigt worden. Man hat es verstanden, durch eine lange Reihe von Vergewaltigungen sich chinesische Häfen, die soge= nannten Vertragshäfen, zu öffnen und von dort aus die Berwaltung des Landes an sich zu reißen. Die Mächte haben daß China teine zentrale Regierung befäße, die imftande sei, China gegenüber immer dasselbe Spiel getrieben. Sie haben, wenn die Chinesen ihre Selbständigkeit forderten, behauptet, Recht und Eigentum der Ausländer zu schützen und den Zinfendienst für die ausländischen Kredite zu garantieren. Auf der anderen Seite haben sie eifrigst die Bildung der Zeniralregierung, auf die die Entwicklung in China schon seit langem hingeht, und die bei gutem Willen aller Beteiligten ohne große Schwierigteit in den Sattel zu sehen wäre, zu hinters treiben gewußt. Sie haben die gewaltigen Gegensätze, in die das Land zerfällt, durch die Unterstützung der verschiedenen Militärmachthaber, die gegeneiander bestrebt waren, die oberste Gewalt an sich zu reißen, zum Schaden des Landes ausgenugt. große Erfolge aufzuweisen hat, haben sie behauptet, daß sie so lange nicht auf ihre angemaßten Rechte, also besonders auf das Recht der egterritorialen Gerichtsbarkeit verzichten könnten, als bis eine Zentralregierung gebildet sei, die den bolschewistischen Theorien eine ausdrückliche Absage erteilt hätte. Nachdem neuerdings der Bolichemismus im Süden Wenn man die Berhältniffe in China etwas genauer fennt und menn man meiß, daß alle modernen Energien von der südlichen Rantonregierung ausgehen, die dem Bolschewismus eine gewiffe Sympathie entgegenbringt, von der aber am ehesten eine Regierungsbildung zu erwarten wäre, so muten diese Behauptungen um so grotester an, und man gewinnt den Eindruck, daß die Mächte mit China nur ein frivoles Spiel treiben. feine Hinterländer der einzige noch unerschlossene Martt für Die wirtschaftliche Weltlage ist heute so, daß China und die großen fapitalistischen Staaten ist. England sowohl wie Amerifa und Japan find im Hinblid auf ihre Industrie ,. die wie alle kapitalistischen Industrien sich ständig ausdehnen muß, un existieren zu fönnen, auf China angewiesen. Das gilt ganz besonders für 3 a pan, und so erscheint es nicht wunderbar, daß Japan sich im Hinblick auf China der bru talften tapitalistischen Mittel bedient. Der Protest der Stu denten, die durch das Kommando des Kapitäns Martini im Anfang dieses Jahres ihr Leben lassen mußten, war gegen die brutale Lohnpolitit der Japan er gerichtet, die in ihren Baumwollfabriken in Shanghai neben einer 12-16ftündigen Arbeitszeit Löhne zahlten, von deren grotester Niedrigteit sich ein deutscher Arbeiter feinen Begriff machen kann. Ein chinesischer Kuli in den japanischen Cotton Mills verdiente nämlich bis zum Ausbruch des Streits in der Stunde ca. 15 Pfennige. Nach Beendigung des Krieges hatte China von den Mächten auch ein Selbstbestimmungsrecht im eine Revision der 3ollverträge gebeten, durch Einklang mit den Zielen des Bölkerbundes verlangt und um deren Innehaltung es außerstande sei, seinen Etat zu balancieren und seinen Berpflichtungen nachzukommen. Am 11. November 1922 wurde von Amerika die schon oben erwähnte Washingtoner Ronferenz zur Regelung der gesamten oftasiatischen Fragen einberufen. Dieje Konferenz, auf der die Chinesen unter Führung des sehr geschickten Alfred Sze die Rückgabe der Zollautonomie perlangten, brachte für China eine große Enttäuschung. Probleme, die den Mächten nicht angenehm waren, wie zum Beidem Brablem der Zollautonomie zusammenhängt, liek man ohne viel Gentimentalität unter den Tisch fallen. Eine Kommission, die eingelegt wurde, um die chinesische Zollfrage zu prüfen, war nicht viel mehr als eine beruhigende Geste. Man In Esthland erhielt die tommunistische Barici bei den legten meldet. ist das fürzlich in einigen deuticben Zeitungen wiedergegebene piel das Problem der Egierritorialität, das ja aufs engite mit Wahlen zehn Mondate von hundert, von den Abgeordneten traten aber vier zur sozialistischen Partei über und zwei wurden„ Bilde". In Frankreich erhielten die Kommunisten 800 000 Stimmen, be jezialistische Partei 1700 000 Stimmen, Hier hatten bei ber Keine Abtretung des Memelgebiets. Wie Wolffe Bureau Gericht, daß Litauen beabfibiige, das Memelgebiet wieder an Teutichland abzutreten, und daß dieses Gerücht vom Overpräsi benten in Königsberg und vom Auswärtigen Amt weber bestätigt noch abgeftritten worden wäre, in allen Zeilen aurigtig hat von der Arbeit und noch weniger von den Erfolgen dieser Kommission jemals wieder etwas gehört und es ist Tatsache, daß heute noch für China dieselbe Zwangsregelung in Zolldingen besteht, wie vorher. Das heißt, ebenso wie vorher ist China außerstand gesetzt, für seine Produkte eine freie Ausfuhr zu erlangen. Durch das sogenannte Binnenzollsystem wird es in die groteske Lage gebracht, die Ausfuhr seiner Fabrikate mit schweren Zollsägen belasten zu müssen, und es ist daher unfähig, eine eigene Industrie zu entwickeln. = Von der Zollkonferenz, die am 2. Oktober in Pefing stattfinden soll und zu der die beteiligten Mächte schon ihre Zuftimmung gegeben haben, hängt für China ungeheuer viel ab. Es dürfte diesmal den Mächten nicht wieder wie auf der Washingtoner Konferenz möglich sein, die Chinesen mit einem Schwall verbindlicher Redensarten abzuspeisen. Damals war die Welt noch zu stark durch die Nachkriegsatmosphäre in Anspruch genommen, um den dortigen Vorgängen so aufmerksam folgen zu können, wie die Wichtigkeit dieser asiatischen Frage es perlangt. Heute weiß jeder, daß„ China erwacht", und daß so oder so das Problem des chinesischen Selbstbestimmungsrechtes gelöst werden muß. Vor allen Dingen wird Eng I and einsehen müssen, daß es die Methode seiner bisherigen Kolonialpolitik energisch ändern muß, wenn es nicht jeden Kredit im Osten verlieren will. Amerita scheint, von außen gesehen, zu einer Vermittlerrolle geneigt zu fein. Wer aber den modernen Amerikanismus fennt und weiß, daß seine tolerante Gefte eben nur eine Geste ist, hinter der der brutalfte Profitwillen lauert, wird sehr daran zweifeln, ob eine Klärung der Lage durch den Schiedsspruch Amerikas möglich ist. Durch Amerika könnte im besten Falle ein Kompromiß zustande gebracht werden, das aber nach der ganzen Lage der Dinge, die auf eine Entscheidung drängen, taum noch möglich ist und nicht von Dauer sein könnte. Den Japanern kann man nach dem skrupellosen Unrecht, das sie bisher in Verfolgung eines konsequenten Planes den Chinesen zugefügt haben, nicht zutrauen, daß sie etwas tun könnten, mas für die nationale Selbständigkeit Chinas wertvoll wäre. Für die Politik der Russen ist unseres Erachtens China nicht reif. Das Land ist zu groß und die Gegensätze im Lande sind zu start, als daß man glauben tönnte, daß die bolschewistischen Ideen sich in entscheidender Weise in China geltend machen könnten. Wie die Dinge auch immer in China liegen mögen, so kann man doch mit Sicherheit behaupten, daß die Dinge dort zu einer Entscheidung drängen. Der Berlauf der Entmidlung im Osten kann nur ein rapider sein und in diesem Berlaufe wird die Zollkonferenz vom 2. Oftober eine bedeutenden Rolle spielen. Das Berlin er Zentrum für Wirth. Einstimmig für die Rückkehr Wirths in die Fraktion. Der Provinzverband des Zentrums für Groß- Berlin und Brandenburg hielt gestern Abend im Berliner Stadthaus die angekündigte Delegiertenversammlung ab, in der Ministerialdirektor Dr. Spieker das einleitende Referat über die Politik der Zentrumspartei hielt. Selbstverständlich stand der Austritt Wirths aus der Reichs tagsfraktion im Mittelpunkt der Erörterungen. In Spiekers Referat wie auch in den Ausführungen der Diskusfionsredner kam die Abneigung des Berliner Zentrums gegen eine einseitige Rechtsorientierung ungeschminkt zum Ausdruck. Von politischer Bedeutung ist die nach lebhafter Debatte einstimmig angenommene Resolution, in der es heißt: „ Der Provinzverband der Zentrumspartei Groß- Berlin und der Provinzverband der Provinz Brandenburg, die Vertretung von 140 000 Zentrumswählern, billigen und unterstreichen die Ausführungen des Referenten. So menig die Provinzverbände zurzeit eine Aenderung in der Reichsregierung für angebracht halten und im Gegenteil auf dem Standpunkt stehen, daß die Deutschnationale Bolfspartei aus der vollen Verantwortung für die Durchführung der von Wirth eingeFritzi Massary- die, Teresina". ( Erstaufführung im Deutschen Künstlertheater Die„ Teresina", das ist Frizi Massary. Die kleine Komödiantin der fahrenden Truppe mit umgehängter Bauke, die gefeierte Diva, die Frau, die einen Napoleon bezwingt und ablehnt, die Meisterin der Pointen, die sie auf Parkett und Galerie abschießt. Alles, was sie singt und spricht, scheint Beziehung auf sie selbst zu haben, denn sie ist ja in diesem Stück gefeierte Weltprimadonna. Aber eines ist nicht primadonnenhaft: wie sie nicht ruht und rastet, bis sich alle Mitspieler mit ihr verbinden, wenn der Applaus dröhnt. Allerdings: als Nebenspieler hat sie diesmal teine Erita, sondern nur Männer, von denen Staegemann, der edle, schönfingende Bariton, eine undankbare, Johannes Riemann als Napoleon eine schneidige, historisch fein pointierte, Harald Paulsen die ihm so gut stehende Rolle des unwiderstehlich lieben, von Bech verfolgten Jungen hat. Also die Massary. Der Kritiker geht seit Jahren mit Herzflopfen zu ihr und kehrt erhoben zurück. Man kennt die Wege des Ruhmes und fürchtet den Absturz. Ist nicht viel Konkurrenz da? Die Sturm, die so füß, temperamentvoll und jung ist, die Hesterberg, deren Keßheit berlinisch zuckt, die Wörner, die Lustigkeit und Derbheit mischt, die Gorina, die durch Aug' und Kehle fasziniert, die Leur, die in Schönheit strahlt, die Millowitsch und die Thellmann und die Müller, die sich köstlich wiegen und drehen und Kleider zu tragen wiffen? Ja, ja, die Konkurrenz. Und nun die Maffary? Von der Ermüdung ihrer Stimme abgesehen( die wohl Indisposition zuzuschreiben ist) sie hat alles, sie mischt, sie fasziniert, sie strahlt, fie tangt, wiegt sich und trägt ihre Kleider immer noch, immer wieder, wie feine. Sie adelt das Fach der Soubrette als eine Ausertorene unter Erwählten. Ein unerhörtes Temperament, eine Einzigkeit. Da sie nicht die Carmen und nicht die Herzogin von Gerolstein singt, so adelt sie leider auch schwache Mufit von Ostar Straus. Er ist alt geworden und hat in dieser ,, Terefina"-Partitur auch nicht einen einzigen jungen Schlager erfunden. Die großen Maffary- Nummern Besuch mich mal in Korfita",„ Männerherzen zu gewinnen" und„ Teresina" sind Ben- Akiba- Nummern, und sie stammen als magerer Abglanz von dem Fett älterer Strausscher leiteten und von Marg erfolgreich weitergeleiteten Außenpolitif ,, zu der fie fich selbst gedrängt hat, nicht herausgelaffen wird, stellen fie um so dringender an die Zentrumsfraktion des Reichstages das Verlangen, mit äußerster Wachsamkeit dafür zu sorgen, daß diese Außenpolitik im vaterländischen Sinne und im nationalen Intereffe ehrlich weiter verfolgt wird und der Gedanke der Berständigung und Berföhnung der Völker ihr aufrichtiges Leitmotiv bleibt. Mit Bertreter des Deutschtums in Amerita bezeichnete, suchte und fand zuerst in deutschen Pfarrertreisen Anschluß und Aufnahme. Strohschein ist nach seiner Angabe in New York Hilfsgeistlicher gewesen und will zuletzt in Chikago das Amt eines Reverend bekleidet haben. Strohschein hielt in den Kreisen der deutschen Geistlichen Vorträge über„ Christentum in Amerifa" und wußte sich so gut Eingang in firchliche Kreise zu verschaffen, daß er sogar von zwei deutschen SuperDie Provinzverbände erwarten und und verlangen von der intendenten Empfehlungsschreiben erhielt. 3entrumsfraktion des Reichstages auch peinlichste Achtsamkeit, damit diesen Zeugnissen ausgerüstet, tam Strohschein zuerst zu der mo er einige die deutsche Republik ihren demokratischen Charakter unverfälscht Deutschvölkischen Freiheitspartei, bewahre. Insbesondere müssen die reaktionären Bestrebungen auf Monate als Wanderredner wirfte. Dann aber fuchte er an die sozialem Gebiet, wo immer fie sich zeigen, durch die Zentrums- Deutschjoziale Partei und an Richard Kunze Anschluß, der frattion des Reichstages in getreuer Wahrung der vorbildlichen Strohschein sen. auch als Redner für die Deutschsoziale Partei be3entrumstradition klarer als in den letzten Monaten eine entschäftigte. Der angebliche amerikanische Geistliche bezog von der Partei für seine agitatorische Tätigkeit angemessene Entschiedene Ablehnung erfahren. fchädigungen, suchte jedoch, wie von deutschnationaler Seite betont wird, möglichst viel Geld aus dieser Partei und aus feiner Tätigkeit für die Deutschsozialen herauszuholen. Befanntlich ist vor furzer Zeit innerhalb der Deutschsozialen Partei eine Spaltung eingetreten, und von gutinformierter Seite wird behauptet, daß die Seele dieses Zwistes der offenbar immer noch mit der Deutschvöllischen Freiheitspartei in Verbindung stehende ältere Strohschein gewesen sei. Strohschein habe nämlich versucht, Richard Kunze seiner Führerstelle zu berauben. Zu diesem Zweck war in der Deutschsozialen Partei von der rechten Opposition eine Generalversammlung einberufen worden; doch mißlang die .großangelegte" Sprengung deshalb, weil im letzten Augenblick Pfarrer Strohschein so betrunken in der Generalversammlung erschien, daß er seine angekündigte Rede nicht zu halten vermochte. Nach diesem Vorgang ist dann Die Provinzverbände erwarten weiter vom Reichsparteitag, daß er dafür sorgt, daß die Rückkehr des früheren Reichs tanzlers a. D. Birth, der das volle Bertrauen der Wähler der Provinzverbände befißt, in die Reichstagsfraktion fachlich er. möglicht und in Zukunft für die Erhaltung des Ber trauensverhältnisses zwischen Reichstagsfrat tion und Wählerschaft die erforderliche Borsorge getroffen wird. Die Provinzverbände sprechen ihre Genugtuung darüber aus, daß die Preußische Landtagsfraktion der Zentrumspartei gegenüber der Zermürbungstaftif der Deutschen Volkspartei eine feste, entschlossene haltung gewahrt hat, und setzen in sie das Vertrauen, daß sie auch weiterhin an dem Gedanken der Beltsgemeinschaft festhält und darum eine Regierung des Bürgerblods entschieden ablehnt." Angesichts folcher Stimmen kann man sehr gut begreifen, daß die Herrschaften in den Reihen der Rechts parteien in der letzten Zeit sehr fleinlaut geworden sind. Die Haltung der Zentrumsorganisation spiegelt legten Endes doch nur die allgemeine Boltsstimmung wieder, die sich eindeutig gegen die famose Wirtschaftspolitik der deutschnationalen Rechtsregierung wendet. Der Ku- Klux- Klan. Der Reverend" als Freiheitsapostel, Schuldenmacher und Trunkenbold. = = Die Presse der Rechten hat sich bis jetzt alle Mühe gegeben, die Berliner Ku Klug Klan- Affäre als eine alberne Narretei abzutun und die staatsgefährliche Seite solcher Geheimorganisationen ihren Lefern völlig zu unter schlagen. Es ist richtig: Die Ku Klux Klan Brüder, die unter Tags als harmlose Angestellte hinter dem Ladentisch standen, ihre Viktualien oder Billen mit der ehrlichsten Miene verkauften und dann abends, bis an die Haarwurzeln vermummt in der„ Walhall" oder im„ Asgard" zu Wotan schwuren, machen eine reichlich lächerliche Figur. Die ernste Seite des nunmehr bloßgelegten Hokuspotus ist jedoch in der Tatsache zu suchen, daß zwei Abenteurer und Hochstapler übelster Sorte, wie sie Vater und Sohn Strohschein offensichtlich repräsentieren, die deutsche evangelische Geistlichkeit mit ihren nationalistischen Sprüchen ebenso zu bluffen verstanden wie die Auserwählten der Deutsch völkischen und der Deutschsozialen Bartei. Die beiden Amerikaner wurden am gestrigen Freitag bis in die späten Abendstunden einem eingehenden Berhör unterworfen, wobei zunächst das Vorleben Strohscheins sen. als der wichtigeren und interessanteren Persönlichkeit besonders eingehend erörtert und dann ein ausführliches Verhör über die Ku- Klux- Klan- Tätigkeit der beiden Amerikaner in Deutschland vorgenommen wurde. Von gutunterrichteter Seite erfahren wir über das nicht uninteressante Vorleben und über die politische Tätigkeit des älteren Stroh schein in Deutschland folgende Einzelheiten: Die beiden Strohschein der jüngere Strohschein und der geflüchtete Gray find Studienfreunde famen vor geraumer Zeit nach Deutschland und Strohschein sen, der sich gern als von Bonaparte nach Paris ins Avancement geführt, vergißt die fleine Teresa, als die große Teresina vor ihm steht, rebelliert gegen Napoleon, der die Künstlerin für eine Nacht zur Geliebten machen will. Ein im ersten Atte schnell geschriebener Heiratskontrakt findet sich im Hut Napoleons wieder; er hatte ihn als Einlage benugt. So endet ein Spiel, das unwahrscheinlich begann, recht amüsant und fast historisch. Die Stürme des Beifalls fegten über die Häupter der Massary und Paulsens, Staegemanns und Riemanns, zuletzt auch Baßmanns und der Schollwer. Und dann die Herren Autoren." K. S. " Strohschein mit einem Teil der Deutschsozialen zu den Bölkischen abgeſchwenkt, hat aber auch nach dieser Zeit noch für den Orden in den deutschsozialen Kreisen eifrigft zu merben gesucht. Bei der Untersuchung gegen Strohschein dürfte auch aufgeflärt werden, woher Strohschein die Mittel ifür die Organisation des Geheimbundes bezogen hat. Bon Personen, die ihn genau kennen, wird behauptet, daß die beiden Strohschein in ewigen Geldberlegenheiten waren. So ultig die ganze Ku- Klux- Klan- Affäre äußerlich aufgezogen mar, so traurig ist ihr Ende für die„ nationalen Kreise" der völkischen und hundertprozentig evangelischen Elite der deut schen Nation! Ein verschuldeter, zu Zeiten betrunkener Reverend" reist mit" Empfehlungsschreiben würdiger Superintendenten in Deutschland herum, unterminiert„ echt nationale" Parteien, läßt deren Geldgeber zur Ader, gründet Logen" und„ Geheimverbände" und endet dann unter einem Berg voll Schulden im Suff! So sehen die Leute aus, die Deutschland mit der„ eisernen Faust" wieder zur Höhe führen wollen! Nach außen Wortgeklingel und Phrasen- und im Innern angefressen und faul! Schweizer Parteitag. Genf, 11. September.( Eigener Drahtbericht.) Am 12. und 13. September findet in 3 ürich der Parteitag der Schweizer Sozialdemokratie statt. Im Vordergrund der Debatte stehen Anträge auf Verweigerung der Militär kredite und zur Bekämpfung des Getreidemonopols bzw. hoher 3ölle; andere Anträge verlangen Mieterschutz und Wohnungsbau. Ein Antrag der Gruppe Romanshor n fordert den Anschluß der Schweizer Partei an die den Sozialistische Arbeiter Internationale und Eintritt in den Bundesrat. Diese Anträge dürften jedoch ab. gelehnt werden. Der Gemeindeausschuß des Preußischen Landtages fetzte gestern die Beratung der Städteordnung fort und erledigte den Abschnitt über die Stadtverordnetenversammlung. Bei dem Abschnitt Gemeindevorstand" tam die Eingabe des Städtetages auf Einführung der süddeutschen Stadtratŝverfassung zur Sprache. Es wurde beschlossen, darüber eine Generaldebatte stattfinden zu lassen und auch den Fraktionen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. strickendes, eine Frau ven der Herbheit ihrer Züge und der schneidenden Schärfe des Organs wirkt nicht verführerisch. René Smn= bra wa stellte eine weinerliche, büßerhafte Marie hin, der man nicht glauben fonnte, daß fie einen Frauenjäger wie Adalbert von Weislingen in ihren Bann zwingen könnte. Günther Hadant als Adalbert war eine durchaus durchschnittliche Leistung. Der Abend, der ein Erlebnis sein könnte, enttäuschte. Er war nur leere Defla= mation. e. d. Gustav Kadelburg. Einst ein beliebter Schauspieler( im f. Wallner- Theater und im Deutschen Theater unter L'Arronge) und ein vielgespielter Luftspieldichter ist Gustav Kadelburg, schon halb vergessen, im 75. Lebensjahre in Berlin gestorben. Seine 3. T. in Zusammenarbeit mit Franz v. Schönthan und Oskar Blumenthal geschriebene Schwänke und sogenannten Luftspiele wie„ Goldfische", mronnet) sind vom Repertoire der größeren Bühnen verschwunden, da dies flache, spießbürgerliche Genre heute nicht mehr zieht. Aber einst hat es die deutsche Theaternation entzückt. Persönlich war in Ungarn geboren Kadelburg ein wiziger Mensch und fröh= licher Gesellschafter, auch als Obmann der Schauspieler hat er verdienstvoll gewirkt. Der deklamierte, Götz von Berlichingen". Gestern führte sich Artur Hellmer mit einer großen Borstellung des" Göz von Berlichingen", einer Paradevorstellung sozum weißen Rößl",„ Großstadtluft",„ Husarenfieber"( mit Sto jagen, als neuer Herr des Lessing Theaters ein. Zunächst ei über das äußere Bild berichtet, das sich bot, als der Vorhang endgültig gefallen war: die Dame neben mir, die während der letzten Hälfte sanft und hörbar geschlafen hatte, wachte auf, und die Herren zogen ihre Uhren aus der Tasche und wunderten sich, daß die Aufführung nur vier Stunden gedauert hatte. Nach dem angeschlagenen Spieltempo hätten wir auf sechs bis sieben Stunden gewettet. Und dann jezte ein äußerst dauerhafter Beifall ein, der die Hauptdarsteller sowie den Regiffeur Richard Rosenheim unzählige Male vor die Kampe zerrte. Nach dem Premierenbeifall wird der Direktor Hellmer vielleicht an einen Erfolg glauben. Das wäre eine gefährliche Illusion. So wie es das Lessing- Theater gestern tat, darf man heutzutage Goethes Göz" nicht aufführen. Das Drama des versinkenden Mittelalters, des sterbenden Raubrittertums, die Tragödie des edlen Ritters, der das Anbrechen einer neuen Zeit nicht versteht und an ihr zerbricht, ist in der Sturm- und Drangperiode entstanden. Was an Göz besticht, die Schrankenlosigkeit der Form, das genialische Hinweg legen über die schulmäßigen Regeln des Dramas, der bunte Wechsel der Szene, der ungestüme Tatendurft wurden im Lessing- Theater zum Hemmnis am Genuß. Die einzelnen Bilder hatten feinen Zusammenhang. Die Zerrissenheit des Ganzen erweckte den Eindruck des Unfertigen, faft Improvisierten. Die müde Trägheit der Drehbühne schläferte ein. Bothetik wurde der fade Ersatz für stürmende Kraft. Die Zunahme der deutschen Schiffahrt im Panamafanal. Der Wiederaufbau der deutschen Schiffahrt nach dem Kriege läßt sich besonders deutlich an den Zahlen des Durchgangsverkehrs durch den Banamafanal erkennen. Während unmittelbar nach dem Kriege die deutsche Flagge im Banamafanal gar nicht in Erscheinung trat, fezte 1920 ein lebhafterer Verkehr ein, und von der anfänglich 13. Stelle 1921 rückte die deutsche Flagge 1922 an die 6., 1923 an die 5. und 1924 an die 4. Stelle. Sie wird nur noch von der amerikanischen, englischen und japanischen Flagge überboten, und dürfte bald an 3, Stelle folgen. Die Zahl der Schiffe stieg von 13 1921 auf 165 1924, die Tonnage von 31 000 1921 auf 847 000 Tonnen 1924. Erftanfführungen der Woche. Dienst. Kammerspiele: Der Strom. Mittw. Th. am Schiffbauerdamm: Lady Fanny und die Dienst. botenfrage". Dounersf. Tribüne: 3urüd zu Methusalem". Freit. Städt. Oper: Meistersinger". Sonnab. Städt. Dper: Die fleine Ente. Bollsbühne:, Kaufmann von Benedig. Urania- Borträge. Sonntag bis Freitag; Subseeabenteuer Mont. bis Donn.: Insulind e." Freit. u. Sonnab. 5. u. 7.: Gluten am Nordpol." Sonnab. 9: Das Gefichtbes roten Rußland." Im Hörsaal wird Donn.( 5) 11. Sonnab.( 7) das Rhein- Mainische Marionetten- Theater den Dr. Faust spielen. Für Dich auch am Sonntag nachmittag zu ermäßigten Preisen gespielt. Großes Schauspielhaus. Vom 13. September ab wird die Charell- Rebue Beginn 3 Uhr. Herr Hellmer hat einige Stars in seinem Ensemble. Sie wurden Operetten. Oder ist das Erstgenannte nicht das viel ältere Lied herausgestellt ohne Ueberlegung, ob sie ihre Rollen richtig ausschöpfen fönnen. Und so fam eine Fehlbefegung auf der ganzen Linie heraus. Komm mit mir nach Panama"? Aehnlich geht's dem Daniel- Baul Wegener als„ Bög" in der Maste eines alten Matrojen Couplet. Da all das hervorragend bearbeitet, wigig und parodistisch spielte Theater. Er jezte feinem Geficht etwas beängstigend Mystisch. instrumentiert ist und da es die Massary und Paulsen singen, so Dämonisches auf, das für den„ Golem" paßt, aber für einen derben schlägt's dennoch ein. Die Güte des Textes( Schanzer und Wehlisch) offenen, freien Rittersmann vom Uebel ist. Gewiß pacte er zuweilen wächst von dem gar zu hastig arbeitenden, dabei langen ersten Att. mit seinen breiten ausladenden Gesten und dem Donner seiner ( der ein zweiter Operettenatt ist) bis zum dritten( der ein zweiter ift). Stimme, aber der Funte des Geistes lag nicht über ihm. Die Ein musikalischer Schluß fehlt, wohingegen die diplomatisch fingen Darstellung war nicht durchdacht. Lothar Müthel als Franz gelang es, in einigen Szenen die Besessenheit eines Liebestoffen zu Reden zwischen Napoleon und Teresina jehr pointenreich sind. 3mci zeigen. Durch übertriebenes Bathos tötete er schließlich die GlaubAfte erträgt man viel Leidenschaft auf Anhieb und viel Wehmutshaftigkeit des Schwurs. Gerda Müller fehlt die schlangenhafte melgerei. Lavalette liebt in zwei Minuten die kleine Tereja, wird Biegjamkeit des fchönen Weibes, Ihre Adelheid hat nichts Beauteit außerordentlich gefeiert. Die Covis Corinth- Gedächtnis- Ausstellung der Kunsthandlung Frik Gurlitt, Friedrich- Ebert- Straße 7, bleibt den ganzen September geöffnet. Die Shaw- Uraufführung in der Tribüne. Die Uraufführung von Sbalos 3urüd zu Methusalem", womit Victor Barnowsky die Tribüne eröffnet, iit ani Donnerstag, den 17. September angejezt. Der Schauspieler Georg Reimer beging in Wien das 50jährige Rubi aum als Mitglied des Burgtheaters und wurde an der Stätte jeiner Birl Boxgemeinde vor den Toren. gepflegt. Das Heim hat unter den Unbilden der Zeit schwer zu leiden, mögen daher recht Viele die Gelegenheit wahrnehmen, die sehenswerte Ausstellung und die Vorführungen am Montag zu besuchen. Die Ausstellung ist geöffnet von 16 bis 10 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Zwei neue Dachstuhlbrände. In einem Falle Brandstiftung festgestellt. Ein großer Dachstuhlbrand, wohl der größte der letzten 3eit, rief heute morgen die Feuerwehr nach dem Hause Mar filiusstraße Nr. 8 an der Ede der Blankenfelder Straße. Dieses Haus wird augenblicklich von außen abgeputzt. Der Dachstuhl war erst vor einigen Wochen neu instandegesetzt worden. Gewerkschaftsbewegung Erklärung der Eisenbahnerorganisationen. Ablehnung und Vorbehaltung der Handlungsfreiheit. Die Tariforganisationen der Eisenbahner haben heute an den Reichsarbeitsminiffer folgendes Schreiben abgeschickt: Zu dem unter III C 47/80 zugestellten Schiedsspruch von 10. dieses Monats in Sachen Cohnstreit bei der Reichsbahngefell fchaft erklären die unterzeichneten Organisationen nach eingehender Stellungnahme, daß sie diesen Schiedsspruch in jeder Beziehung ablehnen müssen. Der Schiedsspruch geht erstens von falschen Boraus. fetungen aus, indem er eine noch gar nicht bewiesene Preisfenfungsaffion und eine von uns mit Talsachenmaterial beftrittene finanzielle Notlage der Reichsbahngesellschaft unterstellt. der LebensEs war eine eigenartige Gemeinde, die sich während der geftrigen Kämpfe vor den Toren der Autohalle am Kaiserdamm aufhielt. Weit über die Hälfte rekrutierte sich aus Jugendlichen, Boltsschülern, Gymnasiasten, Lehrlingen, Arbeitsburschen und kaufmännischen Angestellten. Der andere Teil aus behäbigen Kleinbürgern, oft mit ihren Frauen, denen die geforderten Eintrittspreise zu pazig sind und die doch etwas von dem Fluidum da drin zu erhaschen suchen, aus Arbeitern, Angestellten, einigen wilden Billetthändlern, Zeitungshändlern, Bonbonverkäufern, Chauffeuren und Grünen, Grünen und noch einmal Grünen, teilweise hoch zu Roß. Die Luft ist erfüllt von Benzinwolfen, die in dem Licht der hellen Lampen auf und niederschweben. Drinnen finden die ersten Kämpfe Heute morgen turz nach 5 Uhr sahen Bewohner des Hinterstatt. Vor dem roten Tore stehen sie auf den Sandhügeln, lösen hauses, daß es im Dachstuhl brannte. Sie benachrichtigten sofort fich Jugend und auch Erwachsene in Roß- und Reiterspielen ab, um durch den nächsten Melder die Feuerwehr. Diese rückte mit 5 3ügen nur etwas von da drinnen zu gewahren. Mit einer Geschicklichkeit, an und fand den ganzen Dachstuhl an beiden Fronten schon in die den Neid eines beruflichen Fassadent letterers hervorrufen fönnte, hellen Flammen. Die Aufgänge von beiden Straßen her waren flimmen sie zu den Fenstern hinauf. Eine franthafte Spannung, start verqualmt. Die Feuerwehr mußte in die Decke über dem die sich ab und zu in einem Hallo Luft macht. Die Grünen jagen fie schlagen, um dem Brand Abzug zu verschaffen. Des Qualmes wegen 4. Stock die ebenfalls schon angebrannt war, ein großes Loch Berhältnisse, die insbesondere darin bestehen, daß feit der durch Zweitens berücksichtigt der Schiedsspruch nicht die tatsächlichen von einem Tor zum anderen, schlagen manchmal rücksichtslos und mußte sie zunächst mit 2 mechanischen Leitern, je einer in beiden Schiedsspruch vom 13. März 1925 getroffenen Lohnfeftfehung eine ohne Wahl mit dem Gummiknüppel drein, womit sie sich wahrlich Straßen, vorgehen. Erst nach 3½ stündiger schwerer fehr erhebliche Berteuerung fein Lorbeerblatt erworben haben. Die Absperrung trug überhaupt Arbeit war der Brand bewältigt. Die Wasserhaltungsfesten eingetreten ist. ein echt preußisches Gepräge ohne Sinn und Humor, so daß sich der massen waren durch die Decken bis in die Räume des Berliner Wig nicht ausleben konnte. Die ewigen Optimisten sprechen 2. Stodes gedrungen. Der Schaden ist sehr groß, der Hausvon Lautsprechern, die von der Radioausstellung aus die Phasen befizer nicht versichert. Mit der Feuerwehr erschienen alsbald Bize des Kampfes Samson- Breitensträter verkünden sollten, die Beffi- polizeipräsident Dr. Friedensburg, der Chef der Krimnalpolizei, misten von Quatsch, Direktoren mit goldenen Uhrketten über dem Regierungsdirektor Dr. Weiß und Kriminalfommissar Kießling mit Bauch, die nur an die Kasse denken, für das Geld fönne man sich den Beamten der Brandkommission. Die Untersuchung ergab, daß schon zerschlagen laffen, von Schiebung, Schiebung und wieder Schie haben bei der Anlegung des Feuers wahrscheinlich Betroleum ohne Zweifel Brandstiftung vorliegt. Die Verbrecher bung. Die Sympathien waren verteilt, Samson ist wegen feines oder Benzin benutzt. Sonst ist das ungemein rasche Umsich volkstümlichen Wesens bei vielen beliebter. Drin spielte fich unter- greifen des Brandes schwer zu erklären. Im ganzen wurden deffen der Kampf ab. Gerüchte schwirrten. Einige Fassadenfletterer 3 Brandherde festgestellt. In einem Fall hatten die Berstiegen blißschnell herauf und wieder herunter. Aus den Hallen brecher in einem Verschlag eine mit Heu gefüllte Matrage über eine flingt kein Geräusch, hinter den Scheiben sieht man faum eine Be Kiste, die in dem verschlossenen Bodenraum lag, gelegt und angewegung der Zuschauer und doch harren troß Regen die Außenzündet. Die Feuerwehr merkte diesen Herd so früh, daß sie ihn Gerettet wurde von dem ganzen Stehenden weiter auf eine Sensation. Donnerndes Klatschen und sofort löschen konnte. Lärm dringen heraus, dann wieder Stille. Dachstuhl nur ein Stüd Trodenboden, das durch eine eisenbeschlagene Tür geschützt war. Wie die Feststellungen er Rörner!"" Nein, Breitensträter!" Die verschiedenen Gerüchte begaben, waren die Bodentüren verschlossen gewesen. Die Tür am Aufgang von der Blankenfelder Straße her war erbrochen, die Krampe des Schloffes herausgeriffen. Die Verbrecher müssen sehr rasch vorgegangen sein. Die Vernehmung der Hausbewohner und der Nachbarn sind noch im Gange. Bisher ist nicht festgestellt, daß verdächtige Leute gesehen worden wären. Die Gewerkschaften find deshalb tatsächlich schon moralisch verpflichtet, jede Gelegenheit zur Anpaffung des Einkommens ihrer Mitglieder an die Teuerungsverhältnisse wahrnehmen zu müssen und müssen sich in dieser Beziehung alle Schritte vorbehalten. * ausfallen. Der Schiedsspruch ist vor allem deshalb un annehm Diese Antwort war vorauszusehen, sie fonnte gar nicht anders bar und unzulässig, weil er die Eisenbahner in eine Zwangslage versagt, ohne auch die Gegenseite zu verplichten. Rechnung trägt. „ Breitensträter!" wegen sich wellenförmig fort und schneiden sich. Wieder eine längere Bause. Donnerndes Klatschen. Die Tore öffnen sich. Die von drinnen strömen heraus, die von draußen versuchen hineinzudrängen. " Breitensträter! Breitensträter!" Der Bann draußen legt sich. Sie versuchen alle Näheres zu erfahren und bekommen Bescheid. Es bilden sich Parteien. Breitensträter hat unfair gefämpft."" Der Schiedsspruch ist ungerecht."„ Schiebung."„ Quatsch."„ Breitensträter ist auf der Höhe, der schlägt sie alle in Klump." Und sie tragen ihre Erregung in Straßenbahn, Untergrund- und Ringbahn. Man fragt sich immer wieder, wie es fommt, daß von allen Schichten der Bevölkerung Teile vom Borenthusiasmus ergriffen sind und kann fich doch der mitschwingenden eigenen Erregung faum erwehren. Das Massenfluidum, die sich kreuzenden Wunschaffette, der Kampf von Mann gegen Mann, die Zeitungsreklame, aus ihnen mag der Boysport wohl seine stärksten Kräfte ziehen. Der geffrige Borgroßkampf = Das zweite Feuer brach heute morgen furz nach 6 Uuhr auf dem Edgrundstück Offenbacher Straße Mr. 6 und Laubacher Straße Nr. 35 in Friedenau aus. Der Bförtner eines gegenüberliegenden Hauses, ein Bostbeamter, ging um 6 Uhr in den Dienst und fah dabei noch zum Dachstuhl seines und auch des Eckhauses gegenüber hinauf. Er nahm noch nichts wahr. Eine Viertelstunde später stand der Dachstuhl in Flammen. Hausbewohner, die das Feuer zuerst wahrnahmen, benachrichtigten die Polizei. Von der Feuerwehr erschienen bald mehrere Züge von Friedenau, Stegliz, Schöneberg und Berlin. Der Dachstuhl brannte ganz herunter. Ueber einer Wohnung im 4. Stod brannte auch die Decke aus, so daß man von der Straße aus Wohnung hindurch den blauen Himmel sieht Nach den bisherigen Ermittlungen, die aber noch nicht abgeschlossen sind, liegt in diesem Falle wahrscheinlich keine Brandstiftung vor. Erdbeben in Italien. durch die Rom, 12. September.( WTB.). Gestern vormittag erfolgien in Toskana drei Erdstöße, und zwar der erste um fünf Uhr morgens, der zweite gegen acht Uhr und der dritte gegen elf Uhr vormittags. Das Zentrum dieser Stöße war die fleine Stadt Rocca San Casciano, in welcher Schornsteine umfielen. Einige Häuser weisen Risse auf. Arbeitersport. Nichtgenehmigte Spiele. in der neuen Autohalle am Kaiserdamm, über dessen Hauptergebnis wir bereits im Morgenblatt berichteten, sah ein überfülltes Haus. Schäzungsweise fanden 15000 3uschauer in der riesigen Halle Blaz. Kurz nach 8 Uhr ertönte der Gong zur Ankündigung des Einleitungskampfes eine Ausscheidung für die deutsche Meisterschaft im Leichtgewicht zwischen Adolf Schell Elberfeld und Walter Peter Berlin. Der, menn auch ziemlich flott geführte, doch an fritischen Momenten menig ereignisreiche Kampf endete mit einem Unentschieden. Als zweites Baar stiegen die Bantam- Gewichte Urban Graß Köln, der bisherige Meister und Verteidiger seines Titels und Felix Friedemann- Hamburg als Herausforderer durch die Seile. Graß ist bei weitem nicht mehr in seiner früheren Verfassung und mußte sich größtenteils auf die Verteidigung beschränken. In der 6. Runde gelang es Friede mann, Graß bis 9 zu Boden zu bringen. In der 10. Runde muß Graß wieder dreimal bis 9 zu Boden und nur Gong rettete ihn vor dem Auszählen. Die 11. Runde brachte dann den wohlverdien ten Sieg Friedemanns und damit den Meistertitel im Bantam Gewicht. Als dritter Kampf stieg das mit größter Span nung erwartete Treffen um die deutsche Schwergewichts meisterschaft zwischen P. Samson- KörnerBerlin, Meister und Verteidiger, und Hans Breitensträter Berlin als Her ausforderer. In der dritten Runde versucht Samson einige Links. hafen zu landen, doch weiß Breitensträter sehr gut abzudecken. In der 4. Runde gelingt es Breitensträter, einen rechten Hafen anzubringen, der aber nicht zu einem Niederschlag ausreicht. Samson hat das linglück, zu stürzen und unverständlicherweise schlägt Breitensträter auf den am Boden Liegenden nach, was ihm eine Verwarnung einbringt. In der 5. Runde, die auf beiden Seiten sehr hart geführt wird, erhält Breitensträter einen wuchtigen rechten Hafen, der ihm das linke Auge anschlägt. Breitensträters Sieg erscheint in Anbetracht des Blutverlustes sehr zweifelhaft, was fich auch in der 6. Runde ausdrückt, die Samson zunächst für sich buchen fann. Das Blatt wendet sich aber und Samson geht bis 9 zu Boden. Im Verlauf der 7. Runde mußte Samson noch fechsmal nieder. gehen. In der 8. Runde gelingt es Breitensträter seinen Gegner abermals bis 9 zu Boden zu schicken, doch reicht die Schlagkraft nicht mehr aus, einen t.- o.- Sieg herbeizuführen. 11nerwarteter. weise erholt sich Samson wieder und bedrängt Breitensträter hart. Die 10. Runde bringt Breitensträter wieder eine Bermarnung wegen Haltens. In der 11. und 12. Runde läßt Breitensträter sehr nach und es gelingt Samson, ihn in der 12. Runde bis 9 zu Boden zu schicken. In der 13. Runde landet Samson einen schweren Rechten. Beide Gegner sind start erschöpft, doch gelingt es Samson nicht, auszugleichen. In der 15. und letzten Runde versucht Samson abermals zum Angriff überzugehen, doch trifft ihn ein Schwinger Breitensträters so hart, daß er durch die Seile stürzt. Der Kampf endete mit einem Punttsieg Breitensträters, der ihm den Meistergürtel als deutschen Schwerge. ifa. 20. Tannhäuser. 21. Schaljapin- Konzert. wichtsmeister wiederbrachte. Das Urteil wurde geteilt aufgenom men, und man hörte viele Stimmen, die ein Unentschieden für richtiger gehalten hätten. Das Ende des Tages es war bereits 41 Uhr morgens brachte Theodor Benerling- Köln, Meister und Berteidiger im Febergewicht, gegen Edu Schmidt- Bremen in den Kampfring. Schmidt war der technisch bessere Mann und trieb Beyerling vor sich her wie er wollte. Es gelang ihm aber nicht, den äußerst harten Benerling auf die Bretter zu friegen, so daß der Kampf mit einem hohen Buntifieg für Schmidt endete, der ihm den Meistertitel im Federgewicht einbrachte. Das im Sportteil des Vorwärts" angekündigte Fußball. spiel zwischen einer russischen und einer norwegischen Mannschaft, das angeblich von der JAH. veranstaltet worden ist, findet nicht statt und ist auch vom Arbeiterturn- und Sportbund nicht genehmigt worden. Die norwegische Mannschaft hat Deutschland bereits wieder verlassen. Demnach kann auch das in gleicher Nummer angekündigte Spiel der norwegischen mit einer Berliner Mannschaft nicht stattfinden. Das Spielen deutscher Mannschaften mit der Russenmannschaft ist vom Arbeiterturn- und Sportbund nicht genehmigt und bedeutet, wenn es dennoch stattfindet, einen Disziplinbruch, der für die betreffenden Vereine schwere Folgen haben kann. Groß- Berliner Parteinachrichten. Rundfunk im Krankenhaus. Den Segen des Rundfunks wissen besonders die Kranten und Einsamen zu schäzen. Ihnen will eine Anregung dienen, die in der Deputation für das Gesundheitswesen der Stadt Berlin von unseren Genossen gegeben wird. In ihrer nächsten Sigung wird die Deputation fich mit folgendem Antrag Wenl zu beschäftigen haben:„ Die Krankenhäuser werden mit Rundfuntanlagen ausgestattet. Wir sehen einer Vorlage über die Kosten entgegen." Zum Besten franker Kinder. Am Montag, den 21. September, findet im Rahmen der Jugend- Spiel- und Sport, ausstellung" in der Neuen Welt"( Hasenheide 108/117) ein besonderer Tag mit intereffanten Vorführungen statt, dessen Reinerirag dem bekannten Rindererholungsheim Borgsdorf( Stiftung Toni Liebermann) bei Berlin zufällt. In diesem Heim werden etwa 100 fräntelnde Berliner Kinder der unbemittelten Bevölkerung, zum größten Teil Maijentinder, Sommer und Winter 13. Rreis Tempelhof- Mariendorf. Morgen, Sonntag, 13. September, Sommer. fest im Birkenwäldchen, Tempelhof, Manteuffelstraße. Die Mitglieder der Bildungskommission und die Selfer treffen bereits um 9 Uhr ein. Die Abrechnung der Karten muß Sonntag unbedingt erfolgen. Geschäftliche Mitteilungen. Die Firma Warenhaus H. Joseph& Co., Neukölln, hat nunmehr ihre Herbstmoden Ausstellung eröffnet und ladet das Publikum zur zwanglofen Besichtigung ein. Hervorzuheben sind die wunderschönen Modelle in der Puz- Abteilung, die Kleider, Mäntel und Kostüme, hergestellt in den ersten Ateliers, die Neuheiten in der Seiden- Samt- und Kleiberstoff- Abteilung und die moderne BeHeidung für den Herren. Es ist hierbei zu erwähnen, daß sowohl dem verwöhnten wie auch dem befferen und ebenso einfachen Geschmack durchaus Rechnung getragen worden ift. Auf das Inserat der Firma in der heutigen Ausgabe weifen wir be Theater der Woche. Daß seit der Lohnregelung vor einem halben Jahr die Lebenshaltungskosten gestiegen, die damals schon unzulänglichen Löhne weiter in ihrem realen Werte gesunken sind, ist eine Tatsache, die der Schiedsspruch zwar nicht zu bestreiten wagt, der er aber nicht Rechnung trägt. Er vertröstet die Eisenbahner auf die Preisfenfungsmaßnahme der Reichsregierung. Wenn er die angekündigte Preissenkung zur Grundlage nimmt, dann hätte der Schiedsspruch jedoch auch die Gegenseite verpflichten und bestimmen müssen, in welchem Maße die Löhne zu erhöhen sind, wenn die angekündigte Dann wäre auch für die ReichsBreissenfung nicht eintritt. regierung, das Unternehmertum und die Reichsbahn eine 3wangslage geschaffen worden. Wie die Dinge aber gegenwärtig liegen, haben die Unternehmer und die von ihr inspirierte Reichsregierung einen Freibrief, unter Hinweis auf eine tommende Preissenfung nichts zu preise aufrecht zu erhalten, und fortzufahren, mit Hilfe der niedrigen tun, beziehungsweise die Sauwirtschaft der Kartell- und RichtLöhne und der verlängerten Arbeitszeit die deutschen Eisenbahner find die einzigen Europas, denen man den Achtstundentag geraubt und eine Arbeitszeit von mindestens neun Stunden aufgezwungen hat die Lotterwirtschaft der hohen Untosten, des fleinen Umfages mit großem Nußen als wirtschaftlichen Leitfaden zu benutzen. Wenn die Eisenbahnerorganisationen diesen unzulässigen Schiedsspruch, der als Tatsache in Rechnung fiellt, was nicht besteht, und die Tatsachen als nicht bestehend in Rechnung stellt, bazu erflären, daß sie sich alle Schritte vorbehalten, dann ist das nicht allein ihr gutes Recht, es ist ihre elementarste Pflicht gegenüber ihren Mandanten. Es ist aber noch mehr. Es ist eine Warnung. Der Schiedsspruch gilt vom 1. September„ bis auf weiteres". Die Eisenbahner werden also sehr bald, in etma zwei Wochen, Gelegenheit haben, Reichsregierung und Reichsbahngesellschaft beim Wort zu nehmen. Am 1. Oftober soll sich das große Bunder der Preis. Die Eisenbahner fenfung durch Zollwucher begeben. glauben nicht an Wunder. Sie werden deshalb die furze Frist, die sich die Magier in der Reichsregierung selbst gestellt haben, nutzen, um allen Eisenbahnern flar zu machen, daß sie nur dann zu ihrem Rechte fommen werden, wenn fie den Gewalthabern, die die Eisenbahner auf das Jenseits der Preisien tung vertrösten, die irdische Macht der gewerfid; aftlichen fchloffenheit fühlen lassen. Generalversammlung der Sattler. Eine Abfuhr für die Kommunisten. GeIn der sehr gut besuchten außerordentlichen Generalversammlung der Sattler, Tapezierer und Portefeuiller gab der Borsigende Blume zunächst bekannt, daß die Lederwarenfabrikanten trog Anerkennung der Teuerung Lohnverhandlungen abgelehnt haben und deshalb der Schlichtungsausschuß angerufen worden ist. Für die 3elt und Plänebranche, sowie den Karosseriebau, finden am 12. September vor dem Schlichtungsausschuß die Lohnverhandlungen statt. Das Lohnabkommen der Tapezierer ist gefündigt worden. Dann gab Dst en den Bericht von dem 12. Gewerkschaftsfongreß. In der sehr regen Diskussion versuchten die Kommunisten die Arbeiten des Kongresses herunterzureißen und warfen Osten vor, gegen die Beschlüsse der Mitgliedschaft gehandelt zu haben. Sie brachten eine Resolution ein, die Osten den schärfsten Tadel ausspricht, auf der anderen Seite aber Galm- Offenbach, der gar nicht von Berlin gewählt ist, das größte Bertrauen für seine fommunistische Haltung erflärt. Blume, Heinrich und hoffmann bekämpften die Resolution und Often hatte es im Schlußwort leicht, ous der Praxis der KPD. den Beweis zu liefern, daß die Kommunisten bisher überhaupt nichts für die Arbeiterschaft ge leistet haben. Der Offene Brief Mostaus habe jetzt offiziell bestätigt, daß die Gewerkschaften und die SPD. richtig gehandelt haben. Das Mißtrauenvotum lel, ne er ab, denn er nehme tein gebundenes Mandat an und seine Wähler haben seine Meinung auch schon Dor= her gefannt. Deutsches Vom 13. September bis 21. September 1925. Bolfsbühne: 13., 14., 17., 18. Fiesto. 15., 16., 21. Samlet. 19., 20. Der Raufmann von Benedig. Opernhaus: 13. Meistersinger. 14. Bajazzi. Buccinella. 15. Genufa. 16. Der ferne Klang. 17. Mastenball. 18. Aiba. 19. Mona Schauspielhaus: 13., 14., 16., 21. Die große Ratharina. Der Bär. 15. Wallensteins Lager. Piccolomini. Kroll- Oper: 17., 20. Beer Gynt. 18. Wallensteins Tod. 19. Fauft I. 18. Traviata. 14., 15., 16. Gefchloffen. 17. Rauberflöte. 18. Madame Butterfly. 19. Bajazzi. Cavalleria Rufticana. 20. Fledermaus. 21. Berkaufte Braut. Schiller Theater: 13., 14., 16., 17., 20., 21, Jungfrau von Orleans. 15. Doppelfelbftmorb. 18. Charlens Tante. 19. Alt- Berliner Boffenabend. Theater: 14., 15. Man tann nie wiffen. 16., 17., 18., 19., 20., 21. Die heilige Johanna. Kammerspiele: 14., 16., 18., 21. Gechs Perfonen fuchen einen Autor. 15., 17., 19., 20. Der Strom. Die Komödie: Sera ift Trumpf. Leffing- Theater: Göz von Berlichingen, Theater in der Röniggräger Straße: Wie es Euch gefällt. Städtische Oper Charlottenburg: 18. Meistersinger von Großes 20. Lohengrin. 21. Rigoletto. Nürnberg. 19. Die heilige Ente. Schauspielhaus: Für Dich. Große Boltsover im Theater bes Weftens: Wiener Blut. Renaissance- Theater: Totentang. Die Tribüne: Ab 17. Buvid au Methufalem. Deutsches Künstler- Theater: Die Terefina, Komödienhaus: Margarine. Berliner Theater: Eine Nacht in Benedig. Renes Theater am 800: Olly Polly. Trianon- Theater: Epsteins Witme. Residenz- Theater: Jugendfreunde. Rentral- Theater: 13. Silfe, ein Rind ist vom Himmel gefallen! Ab 14. Moral. Theater in der Kommandantenstraße: Anneliese von Dessau. Romische Oper: Das hat die Welt noch nicht gefehen. Luftspielhaus: Ritter Blaubarts achte Frau. Metropol- Theater: Mamsell Angot. Theater am Schiffbauerbamm: Ab 16. Lady Fannn und die Dienstbotenfrage. Thalia- Theater: Annemarie. Theater am Rollen barfplak: Die hellblauen Schwestern. Theater in ber Bükowstraße: Die Roblants. Kleines Theater: Beffer als früher. Wallner- Theater: Meifefen, Walhalla Theater: Mal was anders. Rose- Theater: O schöne Beit, felige Reit. Schloßpart Theater Kasino- Theater: Der Kühne Schwimmer. Steglik: 13, bis 16. Benfion Schöller. 17. bis 21. Der Better aus Dingsda. Theater im Admiralspalaft: Achtung, Welle 505! Apollo- Theater: Das große Los. Wintergarten: Internationales Bariete. Scala: Internatio nales Bariete, Rachmittagsvorstellungen. Bolksbühne: 13. Samlet. 20. Fiesto. Rroll- Oner: 13. Minna von Parnhelm. 30. Nathan der Weife. Geile Theatre: 20. Jugend. Leffing Theater: 20. Gök von Berlichingen. Großes Schauspielbens: 13.. 20. Für Dich. Große Voltsover im Theater des Westens: 13., 20. Wiener Blut. Rentral- heater: 13., 20. Silfe, ein Kind ift vom Simmel gefallen! Thalia- Theater: 20. Sm weißen Röß'L Theater am Rollendorfplag: Der iekte Ruß. Rose- beater: 20. Die Ebre. A Bei der Abstimmung wurde der Mißtrauensantrag dann mit % Majorität unter stürmischem Beifall abgelehnt. Die Berliner Kollegen haben damit befundet, daß sie mit der Haltung ihres Delegierien einverstanden waren, nicht aber mit der Haltung des Kommunisten Galm. Es trat also gerade das Gegenteil von dem ein, was beabsichtigt war. Mant Ein weiterer Antrag der Kominunisten, in der nächsten Generalversammlung den Bericht des Rußlanddelegierten Berfer aus Offenbach entgegenzunehmen, wurde, nachdem obige Abstimmung befannt wurde, mit Schnellzugsgeschwindigkeit zurückgezogen. hatte offenbar jebe Hoffnung verloren, irgendeinen„ Sieg" zu erringen. Denn Siege stellen sich die Kommunisten nur so vor, daß sie nicht den Unternehmern, sondern ihren andersdenkenden Kollegen eine Niederlage beibringen. Eine Gewerkschaftsdelegation nach Amerika. Zu dem Kongreß des amerikanischen Gewerkschaftsbundes, der am 5. Ottober in Atlantic City eröffnet wird, begibt sich in den nachsten Tagen eine größere Delegation der deutschen Gewertschaften. Sie wird aus je zwei Vertreter des ADGB., der Verbände der Bergarbeiter, Eisenbahner. Holzarbeiter und des Verkehrsbundes und je einem Vertreter des Afa- Bundes, der Arbeiterbant und der Berbände der Bekleidungsarbeiter, Gemeinde- und Staatsarbeiter und Lebensmittel und Geträntearbeiter bestehen. Der Deutsche Metall hat sie durch ihre Zustimmung bewiesen. arbeiterverband hat von einer Beteiligung abgesehen, weil die Jn| Delegiertenversammlung alles, mas in ihren Kräften steht, tun will, ternationale der Eisenbahner im nächsten Jahre ihre Tagung in Amerita abhalten wird. Die Delegation wird die Gelegenheit zu einer mehrmonatlichen Studienreise benutzen und insbesondere die amerikanischen Wirtschafts- und Produktionsverhältnisse studieren. Telegiertenversammlung der Bekleidungsarbeiter. Am Dienstag fand in den Arminhallen eine Delegiertenverfammung des Deutschen Bekleidungsarbeiterverbandes statt. Leh mann erstattete Bericht vom Verbandstag und Gewerkschaftskongreß. In seinen Ausführungen ging er im besonderen auf die Neuordnung der Beitragsfrage ein, die jetzt wieder aus Haupttassen und Lofalfassenbeitrag bestehen soll. Zum Lofalzuschlag murde ein Antrag angenommen, zu den Hauptfaffenbeiträgen einen Sufchlag von 33% Broz, abgerundet, festzusehen. Im übrigen verwies Lehmann auf die in beiden Tagungen fast durchweg einstimmig angenommenen Entschließungen, die es nun gelte, im einzelnen auch in die Tat umzusetzen. In Anbetracht der immer stärker und reaktionärer auftretenden Unternehmergruppen auch in der Bekleidungsindustrie ist einiges, geschlossenes Handeln unbedingte Boraussetzung für die Durchführung der auf beiden Tagungen gefaßten Beschlüsse. Daß hierin die Straßenbahnerstreik in Kiel. Kiel, 12. September.( WTB.) Gestern sind die hiesigen Straßentchner wegen Lohnstreitigkeiten in den Ausstand getreten. Der Berkehr wird durch Tarameter und Autodroschten aufrechterhalten. Das Messeamt teilt mit, daß der Messeverkehr von dem Streif nicht beeinflußzt wird. ... und wahrscheinlich in Rheinland- Westfalen. Effen. 12. September.( II.) Da die Lohnverhandlungen mit den rheinisch- westfälischen Straßenbahnern, die eine Lohnerhöhung von 10 Pf. für die Stunde gefordert hatten, gescheitert sind, steht die Gefahr des Ausstandes der Straßenbahner nahe bevor. In der gestern in den Betrieben der Effener Straßenbahner vorgenommenen Urabstimmung wurden 1113 Stimmen für und 88 Stimmen gegen den Streit abgegeben. Ein ähnliches Stimmverhältnis für Aufnahme des Streits zeigte sich bei den Urabstimmungen in Oberhousen und Dortmund. Die genannte Konferenz wurde bereits ermächtigt, falls fich bei der Gesamtabstimmung eine Mehrheit für den Streif ergibt, den Zeitpunkt der Arbeitseinstellung festzusetzen. Zum Seemannsstreit in Australien. London, 11. September.( Eigener Drahtberidjt.) Die auftralische Regierung sucht den Streif der englischen Seeleute in den Häfen Australiens dadurch gewaltsam zu unterdrüden, daß fie die Streifenden zu Hunderten ins Gefängnis wirft. So find in Wellington 110 englische Seeleute zu Gefängnisstrafen bis zu 6 Wochen, in Sydney 80 Seeleute zu einer Woche Haft wegen vorfählicher Pflichtverlegung" verurteilt worden. Darüber hinaus erklärt die Regierung, daß fie die verurteilten Seeieute als politische Gefangene betrachte; sie wird sie also vermutlich nach Berbüßung der Strafe als lästige Ausländer des Landes verweisen. In der Krefelder Seidenindusfrie wurde ein Schiedsspruch gefällt, der den Lohnstreit endgültig dahin entscheidet, daß die Tarifa lohne und Affordjäze für die verschiedenen Gruppen um zwei bis sechs Prozent erhöht werden. Das neue Abkommen läuft bis Ende Februar 1926. Berantwortlich für Bolitik: Ernst Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: Friebr. Egforn; Feuilleton: R. H. Döscher; Lofales und Sonstiges: Frig Karstädt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Vorwäris- Buchdruckerei und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin SB. 68, Lindenstraße 3. vom 12.- 18. Gardinen- Spitzentage September und Erstklassige Qualitäten in enormer Auswahl zu beispiellos billigen Preisen, um den allergrößten Umsatz zu erzielen, sind die Grundsätze dieser Veranstaltung, die somit niemand versäumen darf. Gardinen engl. Tull, ca. 50 cm breit Mtr. Gardinen engl. Tall, ca. 90 cm breit Mtr. 48 P Pt. 98 PL. Tull- Garnitur teilig, sehr apart 4.95 3 teilig, elegante 4.95 Etam.- Garnitur Ausführung... Madr.- Garnitur teilig, sehr schick 7.85 Wilh Herm. 3 mit elegantem Einsatz. 1.75 Etam.- Stores mod. Ausführung.. mit breitem Einsatz 4.95 Etam.- Stores und Franzen Tull- Bettdecke Dessins. Etam.- Bettdecke Ale 5.85 einbettig, moderne Ausführung 4.75 Scheibenschleier de 85 PL. mod. 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