Nr. 138. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei tu's Haus. Einzelne Nummer 5 ẞfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzs band: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 1hr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berling Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Fall Bading, Sonntag, den 16. Juni 1895. Nummer, auch wenn sie gegen§ 130 des Strafgesetzbuches verExpedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Wenn er also die Mittheilung des Rosen stillschweigend ent-| Was legt das Urtheil nun der Annahme, daß Bading von gegennahm und keine Verfügungen traf, welche eine Verlegung dem ihm inhaltlich unbekannten Flugblatt eine Anreizung wie der„ Vorwärts" die Verurtheilung des Druckereibesitzers des§ 130 des Strafgesehbuchs hätten verhindern können, so hat im Sinne des§ 130 St.-G.-B. erwarten konnte und event. Max Bading durch das Erkenntniß der achten Straffammer er für den Fall der Bestellung den Druck der inkriminirten rothen damit einverstanden war, zu grunde? Folgende Momente des Landgerichts I vom 18. Mai 1895 nennt, giebt Anlaß stoßen sollte, genehmigt und sonach mit dem eventuellen Dolus sind zunächst angeführt: zu Betrachtungen verschiedenster Art. Wir wollen indeß gehandelt. die sonstigen Seiten dieses Prozeßverfahrens, so interessant sie sind, heute bei seite lassen und nur die rechtliche Seite des Falles betrachten. 1. Rekapituliren wir in Kürze den Thatbestand, wie er sich nach dem Urtheile selbst darstellt. Der Angeklagte Max Bading ist Eigenthümer einer Druckerei, in welcher er 120 Leute beschäftigt. Die geschäftlichen Angelegenheiten, welche sich auf die Annahme von Druckaufträgen beziehen, hat er seinem Faktor Rosen zugewiesen, weil es ihm selbst bei dem Umfange feines Geschäftes nicht möglich ist, derartige Sachen selbst zu er ledigen. In seiner Druckerei werden der„ Vorwärts" und der Sozialdemokrat" gedruckt. Eines Tages erscheint Schulze in dem Bading'schen Geschäft, verhandelt mit Rosen und erbittet einen Kosten anschlag darüber, was ein für den 18. März 1895 bestimmtes Flugblatt in zehntausend Exemplaren Druck kosten würde, wobei erwähnt wurde, daß diese Nummer auf rothem Papier gedruckt werden solle. Am selben Tage erzählt Rosen dem Bading, daß sie eine rothe Nummer" zum Druck bekämen. Zwei Tage später trifft das Manuskript ein und wird gedruckt. Schulze zeichnete dasselbe als Redakteur und Berleger. Bading bekommt das Manuskript nicht zu sehen, lieft es nicht, Rosen theilt ihm auch nichts darüber mit, was es enthält. Rosen selbst bekundet dem Gerichtshofe gegenüber, daß es im wesentlichen die Wiederholung von Flugblättern enthalten habe, die schon in früheren Jahren zum 18. März erschienen seien und bei Bading gedruckt worden wären. 2. Bei diesem Thatbestand gelangt der Gerichtshof zur Verurtheilung mit folgender Argumentation. Hiernach war thatsächlich festzustellen, daß die beiden Angeklagten zu Berlin im März 1895, und zwar Schulze als verantwortlicher Redakteur und Verleger, Bading als Drucker des zur Verbreitung gelangten Flugblattes Bum 18. März Berlin 1895" in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise verschiedene Klassen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten gegeneinander öffentlich angereizt haben. 3. Der Wortlaut des§ 130 St.-G.-B., gegen den Bading verstoßen haben soll, geht dahin: verschiedene Klassen der Bevölkerung zu Gewaltthätigkeiten gegen Wer in einer den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise einander öffentlich anreizt, wird mit Geldstrafe bis zu 600 m. oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft." 4. Es kann für unsere Betrachtung hier dahin gestellt bleiben, wieweit der Inhalt des Flugblattes eine öffentliche Anreizung verschiedener Klassen der Bevölkerung in einer den öffentlichen Frieden gefährenden Weise in sich schließt, obwohl auch hierbei das Urtheil durchaus anfechtbar erscheint. a) daß er Drucker des Vorwärts" und des„ Sozialdemokrat" ist und die Tendenz dieser Schriften kennt, b) daß er den Inhalt der früher zum 18. März veranstalteten Druckschriften kannte, c. daß er die Gewohnheit, den Inhalt derselben in der neuen Druckschrift im wesentlichen zu reproduziren, fannte. Die Tendenz des Vorwärts" und des„ Sozialdemokrat" ist bekanntermaßen die Vertretung der sozialdemokratischen eine stark oppofitionelle ist, wollen wir am wenigsten politischen und wirthschaftlichen Anschauung. Daß dieselbe bestreiten. Daß diese Auffassung aber gegen§ 130 Str.G.-B. verstößt, ist bisher von niemand behauptet worden, selbst die kühnsten Kämpfer gegen die Sozialdemokratie haben blos gesagt, die Agitation der Sozialdemokratie fönne gewisse Elemente der Bevölkerung verleiten, gegen § 130 Str. G. B. zu verstoßen. Jedenfalls konnte der Angeklagte Bading nicht auf den Gedanken kommen, daß der Truck des Vorwärts" und des„ Sozialdemokrat" gegen§ 130 Str. G. B. verstoßen, so lange ungefährdet und unbeanstandet jahraus jahrein diese Druckschriften erscheinen und fast nie eine Strafverfolgung wegen Vergehens gegen§ 130 Str.-G.-B. erlitten haben. = = Hinsichtlich des Bading nimmt das Urtheil an, daß er diesen Inhalt nicht gekannt hat. Es ficht infolge deffen auch von der Feststellung ab, daß Bading den eigentlichen Dolus gehabt habe, erachtet viel mehr nur den dolus eventualis für vorliegend. Wir können Daß Bading den Inhalt der früher zum 18. März im Rahmen dieses Artikels nicht auf diese wundersame veranstalteten Druckschriften kannte und daß ihn die Ges Echöpfung eines Rechtsbegriffs eingehen, die der dolus wohnheit, den Inhalt derfelbeit in der neuen Druckschrift eventualis darstellt, der in juristischen Schriften seit Jahren im wesentlichen zu reproduziren, bekannt war, folgert das bekämpft wird und eine vom Gesetzgeber nicht gewollte Aus- Gericht auch"( woraus sonst ist nicht gesagt) aus dem dehnung der Strafvorschriften herbeiführt, sondern müssen Umstande, daß Rosen sich begnügte, dem Bading mitschon davon ausgehen, daß die Rechtsprechung neuerdings zutheilen, es könne sein, daß sie eine rothe Nummer" zum diesen Begriff als vorhanden und gerechtfertigt betrachtet. Druck bekämen, von Rosen also die Kenntniß der näheren Der dolus eventualis ist nun bereits beim§ 130 des Umstände bei Bading einfach vorausgesetzt worden sei. Straf Gesetzbuchs vom Reichsgericht( Vd. 7 S. 419) dahin definirt, daß derjenige eventuell vorsätzlich handle, Danach hat der Angeklagte Bading vor der Ausgabe des welcher sich bewußt ist, daß derjenige Erfolg, von dem das Blattes zwar keine direkte Kenntniß von dem Inhalt erhalten, Gesch die Strafbarkeit abhängig macht, durch seine Handihm war aber als Drucker der sozialdemokratischen periodischen lung herbeigeführt werden könne, und welcher mit diesem Druckschriften„ Vorwärts" und" Sozialdemokrat" die Tendenz dieser Druckschriften„ Vorwärts" und" Sozialdemokrat" die Tendenz dieser Erfolge, wenn er eintritt, einverstanden ist. Schriften bekannt, und ebenso der Inhalt der früher zum 18. März besonders veranstalteten Druckschriften, auch die Ge- Wenden wir diese abstrakte Formulirung hier konkret wohnheit, den Inhalt derselben in der neuen Druckschrift zum an, so war zur Verurtheilung es nothwendig, daß der Selbst wenn aber, so beweist dies doch nur, daß 18. März im wesentlichen zu reproduziren, wie auch daraus Angeklagte Bading sich einmal darüber klar war, daß das Bading habe vermuthen können, es sei ein für den 18. März hervorgeht, daß Rosen sich begnügte, dem Bading mitzutheilen: Flugblatt die verschiedenen Klassen der Bevölkerung in einer bestimmtes Flugblatt in Druck gegeben worden. Daraus es fönne sein, daß sie eine rothe Nummer zum Druck befämen, den öffentlichen Frieden gefährdenden Weise zu Gewalt fonnte er schlimmstenfalls entnehmen, daß es sich um eine von Rosen also die Kenntniß der näheren Umstände bei Bading thätigkeiten anreizen konnte und daß er ferner, wenn er Druckschrift handle, welche die Bedeutung des 18. März einfach vorausgesetzt worden ist. Unter diesen Umständen hatte diesen Erfolg als möglich erwog, mit demselben ein- hervorhebe. Bading das Bewußtsein, daß, im Falle eine rothe Nummer zum Der dolus eventualis würde würde sich Daß dies verboten ist, sagt der Gerichtshof nicht; an18. März 1895 bestellt werden sollte, dieselbe geeignet sein würde, verstanden war. Gewaltthätigkeiten verschiedener Bevölkerungsklassen gegen von eigentlichen Dolus hierbei insofern unterscheiden, zunehmen aber, daß die Hervorhebung in einer strafbaren einander hervorzurufen und so den öffentlichen Frieden zu geals letterer den Willen, anzureizen, voraussetzt, Weise erfolgen könne, dafür fehlte dem Angeklagten Bading fährden. nicht die bloße Möglichkeit, daß man anreizen könne. umsomehr jeder Anhalt, als die Flugblätter gleichen Inhalts Feuilleton. [ Nachdruck verboten.] 39 Berliner Märztage. Jeder, der die Verhältnisse einer Druckerei mit 120 Angestellten kennt, wird aus diesem Umstande nur entnehmen, daß Bading erfahren habe, es sei eine auf rothem Papier herzustellende Piece in Druck gegeben worden. Daß aus diesem rothen Papier auch auf einen rothen Juhalt geschlossen werden müsse, wie das Urtheil annimmt, ist eine etwas weitgehende Vermuthung. bis oben hin gefüllten Semmeltorb auf der Schulter, einigen heit haben über das, was vorging, Gewißheit um jeden ungläubig Dreinschauenden zu.„ Kürassiere, Dragoner, Preis. Sie sahen sich gekränkt, verletzt in ihrem natürlichen Ullanen allens is im Sattel, als wenn't ins Manöber Rechtsgefühl, das troz aller Unterdrückung und Verjinge." gewaltigung auf dem Grunde ihrer Seele lebendig war. " It's wahr, Ferdinand?" fragte Hans Hartung, der Es war wie ein allgemeines Erwachen aus schwerem, mit Mühe seine Erregung verbarg. dumpfem Traume, ein Erwachen aus jenem Zustande der " Wat ick Jhn' sage," versetzte Ferdinand, indem er Betäubung, in den die natürliche Denkkraft dieser Köpfe, Es waren ihrer mehr und mehr geworden, dieser seinen Semmelforb niedersetzte und Schnick die unter den die doch organisirt waren wie alle anderen Köpfe, durch schlichten Männer der Arbeit. Aus den Werkstätten und Waaren verborgenen Flugblätter übergab. Im Schloffe jahrhundertelange Gängelung und Knechtung versetzt worden Fabriken strömten sie noch nach Feierabend, als die Conne liegen janze Regimenter, sogar Kanonen ha'm se uffahren waren. Blige und Funken begannen zu sprühen in diesen bereits untergegangen war, zu tausenden herbei und füllten lassen." Köpfen, und aus den entrüsteten Herzen stieg es wie heiße Gluth empor zum Hirne. Eine geschichtliche Erzählung von Michel Deutsch. " die Lücken, welche die früh heimgekehrten anständigen" Von Mund zu Munde ging die Nachricht von dem Bürgersleute gelassen hatten. Sie waren gekommen, um Unerhörten, Unglaublichen. Wie ein elektrischer Schlag die Worte zu vernehmen, die Worte: Freiheit" und durchzuckte es die nach Zehntausenden zählende Menge, und ,, Volksrecht", die ihren Ohren so ungewohnt flangen. Aber ein allgemeines Murmeln des Unwillens erhob sich. die papiernen Revolutionäre, die diese Worte zuerst in den Mund genommen hatten, und von denen man sich in den Wertstätten und Fabriken so ungeheuerliche Dinge erzählte, waren wie weggeblasen. Sie hatten sich vor der Polizei in's MauseLoch verkrochen. Soldaten! Kanonen! Was war das? Wollten sie schießen lassen auf das Volt, auf diese harmlosen, unbewaffneten Menschen, die hinausgeströmt waren, nicht um Revolution zu machen", sondern um nach den grauen, feuchten, düstern Wintertagen die Sonne wiederzusehen und Statt dessen waren Gendarmen da, Gendarmen zu Fuß in ihren warmen Strahlen, bei harmlosem Geplauder, ein und zu Roß, mit Pistolen, Säbeln und Flinten. Und auf Stündchen bescheidener Lebensluft zu genießen? einmal famen dann von den Linden her Leute, die ver Hatte der Wahnsinn von den Köpfen dieser Menschen, sicherten, daß die Garde nach Sonnenuntergang aus den in deren Händen das Ruder des Staatsschiffes lag, ur Kasernen ausgerückt sei und die Straßenzüge nach dem plötzlich Besitz ergriffen, daß sie selbst das letzte Band Echloffe, sammt der Umgebung des Schlosses besetzt habe. zerrissen, das sie noch mit diesen breiten Massen der BeNach Sonnenuntergang- so lange hatten sie ge- herrschten verknüpfte? wartet, damit das herrliche Tagesgestiru, die ewige, allliebende Urmutter es nicht sähe, wie der Bruder gegen den Bruder, der Starke, Gewappnete, gegen den Wehrlosen und Schwachen den tödtenden Stahl erhob. Zuerst einzelne, dann mehr und immer mehr brachten die unglaublich klingende Kunde. Ja doch, se tönnen's glooben!" rief ein hübscher, rothwangiger Junge im staubigen Bäckerhemd, mit einem " Soldaten! Ho, ho, die wollen wir uns doch ansehen!" oder Sind wir denn Aufrührer, Mordbrenner friedliche Bürger, die ihre Steuern zahlen?" " Auf, nach dem Schloßplat... nach dem Schloßpla... a... ah!" So tönte es allenthalben in der Menge. Der Ruf: Nach dem Schloßplat!" wurde zur allgemeinen Parole. In langem Zuge setzten sich die Tausende und Abertausende in Bewegung, die wenigen Gendarmen, mit ihren von Aufregung, Angst und Dienfteifer verzerrten Gesichtern mit sich reißend. Wie mit einem Schlage waren diese einander bisher fernstehenden Menschen in ein einziges Ganzes umgewandelt, das von einem gemeinsamen Gedanken beseelt und wie von einer einzigen elementaren Kraft vorwärts getrieben wurde. Wie durch verborgene Gewalten waren sie zu " Das ist die Rebellion von oben!" sagte sich Hans einer höheren Einheit zusammengeschweißt, die nach ihren eigenen, Hartung, der mit gespannter Aufmerksamkeit die Stimmung den einzelnen kaum bewußten Gesetzen in Wirkung trat. der Boltsmassen beobachtet und mit der Haltung der schlag. Aus dem dünnen Faden, der sich unsichtbar von Herz zu fertigen, klarbewußten Pariser Revolutionäre in Vergleich Herz gesponnen, war ein festes Band geworden, und das gezogen hatte. Sie fägen selber den Ast ab, auf dem sie keimende Gemeinsamkeitsgefühl schien in unerwarteter figen, die Tollhäusler! Was wird daraus werden?" Weise zu einer allbeherrschenden Massenempfindung zu cr starken. Die Volksmassen aber überlegten und fragten nicht, was daraus werden würde. Sie wollten vor allem Gewiß„ Wir wollen sie uns ansehen, diese Herren Soldaten", · der früheren Jahre zu einer Verurtheilung nicht geführt| gewiesen und schließlich ausgesprochen hat:" Die Un§ 131 gegen schließlich ausgesprochen hat: Die Un§ 131 gegen 2ütgenau und Comp." erhoben batten, Bading also gerade glauben mußte, daß es sich um bekümmertheit des Angeklagten um das Alter des Kindes.... worden. Lütgenau ist Herausgeber, Rompagnon" ist eine durchaus zulässige Druckschrift handle. laffe gerade erkennen, daß er die That.... auch gewollt habe." technischer Direktor Rehse als Druckereileiter mit dem Daß Bading den Inhalt der früheren Druckschriften Von diesem Gesichtspunkte aus würde die Folgerung, eventuellen Dolus. Termin fleht am 6. Juli an. gelaunt habe, ist übrigens nach dein Urtheil garnicht be- daß der eventuelle Wille.... für vorliegend zu erachten, jeder Grundlage entbehren, denn der eventuelle Wille kann nur wiesen, da es aus der Mittheilung des Rosen an ihn nicht auf ein Ziel gerichtet sein, welches der Thäter als ein real möghervorgeht. liches sich vorgestellt hat." Wenn das Urtheil daher fortfährt: Unter diesen Um ständen hatte Bading das Bewußtsein, daß im Falle eine rothe Nummer zum 18. März 1895 bestellt werden sollte, dieselbe geeignet sein würde, Gewaltthätigkeiten ver schiedener Bevölkerungsklassen gegen einander hervorzurufen und so den öffentlichen Frieden zu gefährden," so übersieht es total, daß dieses Bewußtsein eben absolut nicht unter diesen Umständen festzustellen ist, das heißt vielmehr aus dem Vorgehenden sich das Gegentheil ergiebt. Es erhellt vielmehr nur, daß Bading sich um das Manuskript und dessen Inhalt nicht gekümmert hat. Auf dieser Grundlage kann aber ein Delift gegen§ 130 Str. G.-B. nicht begangen werden. Das Landgericht scheint allerdings anderer Ansicht zu sein. Denn es fährt in dem Urtheil folgendermaßen fort: Wenn er( Bading) also die Mittheilung des Nosen stillschweigend entgegennahm und keine Verfügung traf, welche eine Verlegung des§ 130 St.-G.-B. hätte verhindern können, so hat er für den Fall der Bestellung den Druck der inkriminirten rothen Nummer, auch wenn sie gegen§ 130 St.-G.-B. verstoßen sollte, genehmigt und sonach mit dem eventuellen Dolus gehandelt. Zum Fall Bading schreibt die„ Tägliche Rundschau": Wer sich noch das Gefühl für die natürlichen Grundlagen einer gesunden Rechtspflege bewahrt hat, bei der ohne Buch Im Falle Bading hat der erkennende Gerichtshof diefe stabentüftelei der flare Sinn und Wortlaut eines Gesetzes ge hier hervorgehobenen Unterschiede nicht scharf gezogen. Die achtet wird und innerhalb des von jedem Gesetz gelassenen SpielUnbekümmertheit des Bading um den Druckauftrag hätte der praktischen Gesichtspunkte zur Geltung kommt, der muß sich raums auch der gesunde Menschenverstand und die Würdigung sonst von dem Gericht nicht als Moment benutzt werden durch dieses Urtheil sehr peinlich berührt fühlen und bemerken, tönnen, um den eventuellen Dolus anzunehmen. daß sich die Rechtsprechung auf eine bedentlich schiefe Ebene Wir können daher nur sagen, daß nach unserer begeben hat. Das Gesez fordert bei derartigen Druck juristischen Auffassung das Landgericht einen rechtlich unhalt- schriften die Nennung einer verantwortlichen Person; die baren Standpunkt eingenommen hat. Ausdehnung dieser Verantwortung, die durch das Gesetz Irrthümer in der Rechtsprechung, insbesondere wenn mit guter Absicht in vollkommen ausreichender Weise um sie gegen die Rechtspraxis des höchsten Gerichtshofes ver- grenzt ist, auf weitere technisch oder gesellschaftlich betheiligte stoßen, sind immer bedauerlich, weil sie Rechtsunsicherheit Personen ist nichts anderes. als eine Beugung des Nechts. Es erzeugen. Sie sind es aber besonders dann, wenn es fich teien eine solche Auslegung des Rechts in der Praxis angewendet besteht durchaus feine Gewähr, auf welche Personen und Parum politische Prozesse handelt und der Laie dann unwill wird; glaubt man sie den Sozialdemokraten gegenüber nicht ents kürlich geneigt ist, dem Urtheil eine subjektive Färbung unter- behren zu können, so mag man ein Gesetz geben, das dies klar zuschieben. ausspricht So lange es aber feine Ausnahmegefeße giebt, muß die Rechtsprechung ohne Ansehen der Person und der Partei erfolgen. Juristische Kunststücke, vermöge deren man gleichwohl die Spige einzelner Geseze gegen bestimmte Parteien fehrt, sind unter allen Umständen zu verwerfen. Auch hier hat man wieder unnöthiger Weise der Sozialdemokratie einen wirksamen Agitationsstoff geliefert und nebenbei durch die mangelnde Würdigung der praktischen Verhältnisse Anlaß zu allgemeinem Mißtrauen ge geben." Wir kommen in einem zweiten Artikel auf das Urtheil vom speziellen Standpunkte des Preßrechts zurück. Dolitische Itebersicht. Berlin, 15. Juni. Es leuchtet nach dem Vorhergehenden insbesondere nach dasselbe in der Beurtheilung des Boykotts sich auf den StandDie neueste Entscheidung des Reichsgerichts, wonach Selbst die" Post" muß schreiben: 2: no der zitirten Definition des Reichsgerichts hinsichtlich des punkt der bisherigen sächsischen Praxis gestellt hat, hat " Die Ausdehnung der Haftbarkeit auf Personen, welche Eventualdolus beim§ 130 St.-G.-B. ohne weiteres ein, daß hier die achte Strafkammer den Begriff des dolus selbstverständlich das Entzücken aller jener Blätter hervor lebiglich mit der mechanischen Herstellung des Preßerzeugnisses eventualis verkannt hat. Das bloße Unterlassen des Arbeiter ändert diese Entscheidung an der bisherigen Sachlage gefeßten Richtung von diesem erstrebenswerthen Biele, und Das bloße Unterlassen des gerufen, welche zu Stumm und Konsorten halten. Für die zu thun haben und für den Inhalt desselben in keiner Weise als Thäter oder Mitthäter gelten können, liegt in der entgegenDruckereibesitzers Bading, sein Bading, sein Nichthindern, Nichthindern, birgt jedoch nichts. Das Reichsgericht hat sich natürlich gehütet, den die Rechtbesprechung, welche, zum theil im Widerspruch gedanklich in keiner Weise das in sich, was selbst Boykott an sich als groben Unfug zu erklären, sondern denselben, mit dem Rechtsgefühle des Publikums, zu einer solchen Ausdas Reichsgericht bei seiner ausgedehnten Anwendung ganz sächsisch, nur unter Umständen" als strafbar erklärt. dehnung führt, unterliegt daher ernstlichen Bedenken und zwar des Begriffs dolus eventualis ftets verlangt hat, Soweit dieses Kampfesmittel also nur gegen Arbeiter nicht blos vom Standpunkte des Preßgewerbes aus. Gerade aus daß der Angeklagte die Möglichkeit des rechtswidrigen Er- angewendet wird, wird der Staatsanwalt nach wie vor stiller ihr sind die wirksamsten Waffen gegen die in der Umsturzvorlage folges in feinen Willen aufgenommen hat( R.-G., Straff. Bd. 25, S. 222). Erfordert wird eben ein vorsätzliches, Buschauer bleiben; wo aber die Arbeiter in Wahrung ihrer geplante Erweiterung des§ 130 Straf Gesetzbuches hergeleitet Interessen) boykottiren, da wird in Zukunft allge- die Aufwenn auch eventuelles Wollen, und das, was hier mein die öffentliche Ordnung" gefährdet sein und der merksamkeit der Justizverwaltung wohl verdient." das Urtheil feststellt, ist eben kein Wollen, sondern ein famose Unfugparagraph Play greifen. Das heißt, so erhoffen am 6. Juni Gegenstand der Verhandlungen des gemeinschaftDie Fabrikinspektion in Sachsen- Koburg- Gotha war Unterlassen jedes Nachdenkens, also gerade das Gegentheil es unsere Gegner. Wir aber, wenn wir in Zukunft lichen Landtages. Anlaß zu den Debatten gab bie bekannte vor denjenigen Brauereien, welche Arbeitern Wir brauchen auch hier einfach auf das zu verweisen, Säle ihre Petition deutscher Frauenvereine, welche die Ginfegung weiblicher was das Reichsgericht, das so energisch an der Geltung des warnen, sondern sie recht warm empfehlen:- glaubt zu Bersammlungen nicht geben, nicht mehr Fabrikinspektoren fordert und ein Antrag unseres Genossen Bock: Der Landtag wolle beschließen, das herzogliche Staats. Eventualdolus festhält, Band 23 S. 421 Entsch. in Strass. die Nat. Ztg." und das verwandte Zeitungsgeschwister, ministerium zu ersuchen, für das Herzogthum Koburg und Gotha ausführt. einen eigenen Fabrifinspektor anzustellen und diesem eine weibliche Affiftens zu substituiren." des Wollens. Der bestimmte Wille wird dann vorliegen, wenn der Thäter die Ueberzeugung hat, daß die Person, welche er mißdie Arbeiter werden uns dann nicht verstehen? Daß von dieser Art Rechtsprechung jemand den Schaden braucht( es handelte sich um ein Sittlichkeitsverbrechen) noch nicht hat, ist auch unsere Ueberzeugung, aber die Sozialdemokratie trifft derselbe nicht, das sollte man endlich einsehen. 14 Jahre alt. Der eventuelle Wille sett voraus, daß der Thäter diese Zur Währungsfrage. Die halbamtliche Karlsruher 3tg." Ueberzeugung nicht hat, aber hinsichtlich des Alters im Zweifel begrüßt die Erklärung der württembergischen Regierung zu der ist, daß er nämlich die Möglichkeit, die Person tönnte das Währungsfrage und sagt, man sei in Baden über die Noth14. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt haben, sich vorstellt, wendigkeit der Erhaltung der Goldwährung der gleichen Ueber gleichwohl aber für den Fall, daß jenes Alter noch zeugung. nicht zurückgelegt worden worden sein sollte," den Entschluß faßt, die unzüchtigen Handlungen vorzunehmen. .. denn wenn der Thäter... zweifelt. und nur... in . nügenden Gewerbeaufsichtsberichte des Herzogthums. Er be Genoffe Bock gab eine scharfe Kritik der durchaus ungemerkte unter anderem: Die Arbeiter flagten alle darüber, daß sie von einer Inspektion nicht viel merkten. Komme der Inspektor in eine Fabrit, so spreche er mit feinem Arbeiter. Auch seien die Besuche vorher angekündigt. Der Referent babe behauptet, zu einem weiblichen Inspektor seien teine geeigneten Kräfte vorhanden. Man solle doch nur einmal Ein deutscher Minister, der sich in einer wichtigen die Wahl den Arbeitern überlassen, dann werde sich schon gericht annimmt, rechtlich mit dem eventuellen Willen zu- gewiß ein weißer Rabe. Im württembergischen Landtag nöthig. Nirgendwo sei der Zustand der Hausindustrie schlimmer Dagegen fällt der bloße Zweifel nicht, wie das Instanz- volkswirthschaftlichen Frage auf Karl Marx beruft, ist eine tüchtige Kraft finden. Schlimm sei es, daß die Hausindustrie sammen interpellirte ge stern der volksparteiliche Abg. Haußmann als in Thüringen. Man solle die Inspektion darauf ausdehnen. Teichtfertiger Gr die Regierung über ihre Stellung zur Goldwährung, In den letzten Jahren habe man den Inspektoren die Reffelwartung die unzüchtigen Handlungen begeht ,.... so nimmt worauf, wie wir schon ausführlich berichtet haben, der revision mit übertragen, wodurch erst recht die Nothwendigkeit er die Verübung der That. noch nicht in seinen Finanzminister Riecke erklärte, die Staatsregierung halte eines besonderen Jnspektors sich ergebe." Willen auf entschieden an der bewährten gegenwärtigen Währung fest Der Antrag Bock wurde mit 20 gegen 8 Stimmen abgelehnt. In gleicher Weise würde z. B. derjenige, welcher einen ihm ent- und habe sich auch gegen die Einberufung einer inter Der Antrag, die Petition der Frauenvereine dem Ministerium behrlichen schweren Gegenstand, um sich desselben zu entledigen, nachts durch das Fenster wirft und hierbei zwar der Möglichkeit nationalen Münzkonferenz erklärt. Von besonderem Interesse zur Erwägung zu überweisen, wurde mit knapper Majorität an sich bewußt ist, daß ein Vorübergehender getroffen und getödtet ist die folgende Stelle seiner Rede: werden könnte, diese Folge aber, welche nicht nothwendigeußerung von Karl Marx im Kapital" dahin getheilt worden, daß der Selbstmord des Unteroffiziers Scholz " Den Nagel auf den Kopf treffe eine Militärboykott. Es ist vorgestern an dieser Stelle mit eintreten mußte, durchaus von feinem Willen aus schließt. und fich vielmehr der leichtfertigen Erwartung gehend, daß, wenn Gold und Silber Werthmesser sind, alle vom Liegniger Regiment auch für einen Raufmann verhängniß voll geworden sei, der dem Scholz wiederholt Geld gegen Wechsel hingiebt, es werde in dem betreffenden Zeitpunkt auf der Straße Waaren einen doppelten Preis haben. niemand vorübergehen, nicht wegen Mordes, sondern nur wegen Ein böses Omen für die Eröffnung des Nordostsee- geborgt habe. Durch Regimentsbefehl sei jetzt allen Mannschaften fahrlässiger Tödtung bestraft werden können, wenn in der That Kauals dürfte es sein, daß das Wolff'sche Telegraphen- Bureau der Besuch des Kaufmanns verboten worden. Wie uns der be ein Vorübergehender durch jenen Gegenstand getroffen und ge- es für nöthig hält, mitzutheilen, daß in der letzten Zeit teine neuen treffende Kaufmann persönlich mittbeilt, entspricht diese DarRutschungen am Kanal vorgekommen sind und daß der Aviso stellung nicht den Thatsachen. Allerdings habe er dem Unters wiederholten Abweisungen auf die Kaiseradler auf der Fahrt von Kiel nach Brunsbüttel bei Nobis- offizier Scholz nach Fürsprache anderer Geld geborgt, aber nur einmal und frug im Audorfer See auf Grund gerathen ist. gegen einfache Quittung, nicht gegen Wechsel. Scholz habe sein Darlehnsgesuch mit privaten Ausgaben begründet. Vereinbart worden sei die Rückzahlung des Darlehns in tödtet worden ist... In derselben Entscheidung sagt das Reichsgericht weiter: " Es tommt noch weiter in betracht, daß das InstanzenDer graffirende dolus eventualis. Wegen des gericht auf die in diesem Falle vorliegende Sorglosigkeit hin- westfälischen Maiflugblattes ist Anklage aus las man deutlich in den Mienen dieser geschlossen vorrückenden Menge von wehrlosen Kindern und Frauen, von Bürgern, Handwerkern und Arbeitern, die nicht einsehen konnten, daß ihre bloße Existenz schon staatsgefährlich genug war, um sie mit Flinten und Bajonneten zu bebrohen. H Berufszählung im Asyl für Obdachlose. des genommen. ans Weltstadt, sich Arbeit und Brot zu suchen und einen festen Punkt in der wilden Brandung des Lebens, in der die meisten, die hier antehren, Schiffbruch gelitten haben. Wie vielen mag es glücken, an stelle der zertrümmerten eine neue Eristenz zu errichten? Dicht zusammengeschlossen, in langen Reihen, bedrängten sie das Haus schon lange vor 6 Uhr, der ersehnten Oeffnungsstunde. Und dann wälzte sich die Glendsschaar durch die Pforte hindurch, womöglich den Nachbar verdrängend; denn für 310 Mann nur " Und da waren sie auch schon, diese Herren Soldaten: Die Berufszählung, die am 14. b. M. im ganzen Deutschen zum Angriff bereit, standen sie in dichten Kolonnen vor dem Reiche vorgenommen wurde, mußte natürlich, ebenso wie sie ihre Brandenburger Thore, ganze Bataillone und Schwadronen. Bähler" in die Häuser der wohlbestallten Günſtlinge ist Raum im Asyl, und jeder sucht sich einen Platz zu erkämpfen. Die Helmspitzen und Gewehre blitzten im schwindenden des Geschicks und in die Wohnungen der minderbegünstigten Im Winter müssen oft hunderte zurückgewiesen werden, weil der Arbeiter schickte, auch in die ent- Raum nicht reicht. Sie müssen zurück in die talte Winternacht, Halblicht der Abenddämmerung, und Haß und Feindschaft Bürgersteute und sprach aus den grimmig dreinschauenden Gesichtern. Tegenſten Schlupfwinkel der Armuth, Verbrechens ohne schützendes Dach, ohne Bett, zerrissen, schmußig, frierend, Wie Schuppen fie es dem Volte von den Augen: es und aller derer zu bringen suchen, die auf der untersten Stufe hungernd, auch wohl verhungernd. Auch jest, mitten im wußte jetzt, wer der Feind war, gegen den diese Garde des sozialen Glends angekommen sind und nichts mehr zu ver- Sommer, trotzdem es sich jetzt leichter im Freien nächtigt, lieren haben, als das nackte Leben. war der Andrang so start, daß viele zurückgewiesen werden Regimenter mobil gemacht waren. Nicht Frankreich war Soll die Berufsstatistik", die auf dieser Zählung des mußten. Wohl nur wenige von ihnen haben dann noch einen es und nicht die Schweiz es war das eigene Fleisch und 14. Juni aufgebaut wird, doch ein Bild der ganzen Bevölkerung Unterschlupf gefunden, in dem sie von der Berufszählung mit Blut, das Volk von Berlin, an dem diese Säbel und Flinten Deutschlands in ihrer Berufszusammenseßung geben, sodaß zu erfaßt werden konnten. So geht es aber in Deutschland tausenprobirt werden sollten. erkennen ist, wieviel Menschen mit wieviel Angehörigen in den den; das Glend, das auf Landstraßen, in Wäldern und Feldern, Ihren Unwillen nur mit Mühe verhaltend, rückte die verschiedenen Haupt- Berufszweigen ihren Lebensunterhalt finden, in Schuppen und Chauffeegräben, das in den Straßen, den ParkMenge auf ihrem Zuge nach dem Schlosse stetig vor. An und daß man erfährt, wie groß die Zahl der selbständigen Unter- anlagen und auf den Treppenfluren der Häuser in der Großstadt im Verhältniß zur Zahl der Angestellten ift. nächtigt, fommt in die Berufsstatistit" nicht hinein. Es wird allen Straßenecken waren Militärpiquets aufgestellt. Die nehmer Paläste und öffentlichen Gebäude, namentlich das Zeughaus Speziell wir Sozialdemokraten erwarten von der neuen Berufs freilich auch so schon genug darin sein. statistik mit Spannung die Beantwortung der Frage, ob die Auf dem Hofe des Asyls wurden die Obdachlosen in Reih und und das Palais des Prinzen von Preußen, waren mit Gesellschaft auf dem Wege von der handwerksmäßigen Be- Glied aufgestellt. Welch' eine Elendsarmee! Männer aller Altersstarken Truppenabtheilungen besetzt, als ob jeden Augen- friedigung der menschlichen Bedürfnisse zur tapitalistischen tlaffen, vom 15. bis zum 70. Jahre; Leute der verschiedensten blick ein Kampf auf Leben und Tod gegen einen überlegenen Großproduktion Auch ift. die Herkunft und aller denkbaren Berufsarten! Ueberall aber hatte das Feind zu erwarten wäre. mit dieser Zählung zum ersten Male verbundene Fest- Elend die Spuren des Hungers, der Verzweiflung, oft freilich Aus allen Nebenstraßen strömten Neugierige herbei, ftellung der Arbeitslosigkeit im Reich ist ganz allgemein von auch der stumpfsinnigen Resignation in die alten und jungen Gedie durch das bunte Echauspiel des Truppenmarsches herbei der größten Bedeutung, für die Regierung sowohl, wie für die ſichter gezeichnet. Fast alle zerriffen und verlumpt; glücklich die noch in gewöhnlicher, derber Arbeitskleidung gelockt waren. Die Bürgersteige wurden zu eng, um all ahlungsfähige Bourgeoisie, wie in erster Feihe auch für die bie, arbeitenden und arbeitslosen Proletarier. Stecken; am jammervollsten die„ Lumpen= Proletarier", die Menschen zu fassen, und so fluthete die Menge auf den Und um nun wirklich von jedem einzelnen Menschen im die sich früher in der bessern Gesellschaft" bewegt und in ihre Fahrdamm und die Reitwege hinüber. Wie ein Meer wogte Reiche die nothwendigen Angaben zu bekommen, muß die jetzige Existenz nur das verfchliffene Gigerttostüm herübergerettet sie dahin, die Linden abwärts nach dem Opernplatz, dem Bählung eben überall da vorgenommen werden, wo sich Menschen haben mit dem schäbigen Bylinder und den Schnabelschuhen, aus Lustgarten, dem Schlosse zu. befinden: nicht nur in den regulären Wohnungen der Städte denen vorn die nackten Behen heraussehen. Und siehe, da setten sich, wie nach einheitlichem Plane, und Dörfer, sondern auch in Krankenhäusern und Kasernen, in An gewöhnlichen Tagen werden die Gäfte bei der Aufnahme Kavallerie- Abtheilungen vom Brandenburger Thore her in Gefängnissen, Herbergen, Verpflegungsstationen 2c.; natürlich nur nach dem Alter und danach gefragt, wie oft sie schon im Bewegung, das Volk gleichsam vor sich hertreibend und von auch in den städtischen, polizeilichen und privaten Asylen für Asyl genächtigt haben. Sonstige Angaben über seine Person braucht der Obdachsuchende, wenigstens in diesem Privatafyl, nicht Zeit zu Zeit in scharfem Trabe in die Menge hinein So begaben wir uns denn unserer vier in der Abendstunde zu machen. Bei der Berufszählung muß natürlich von dieser treibend. Schon hat dieser und jener aus dem Volke bes 18. Juni nach dem Asyl der Berliner Asylvereins für Ob- Regel abgewichen werden, und jeder Gast muß die in den Zählden schweren Tritt eines eisenbeschlagenen Hufes oder den dachlose, hoch oben im rauchgeschwärzten Nordosten der formularen vorgeschriebenen Fragen beantworten. Anjangs Stoß eines sporenbewaffneten Reiterstiefels verspürt Millionenstadt. Die Zählung wurde Asyl schon werden die Auskünfte über Namen und Stand, namentlich über aber immer noch hält das Volk die Aeußerungen seiner Er abends bei der Aufnahme vorgenommen, nicht erst am die Tauer der Arbeitslosigkeit, scheu und zögernd beantwortet. bitterung zurück. Fortseyung folgt. morgens, weil viele der Asyliften es morgens fehr Aber allmälig hat es sich berumgesprochen, daß ihre Aufeilig haben, um wieder hinauszuftrömien in den Strudel der nahme in das Asyl von der Beantwortung der Fragen nicht Obdachlose. 14. weiter fortgeschritten im Der österreichische Wahlreformausschuß begann die Spesialdebatte über den Wahlreform- Entwurf und zog zunächst die beiden ersten Paragraphen des Gefeßentwurfes betreffend die Abänderung des Grundgesetzes über die Reichsvertretung in Berathung. Nachdem mehrere Redner gesprochen hatten, wurde die Debatte geschloffen und die Verhandlung abgebrochen. Nächste Sigung unbestimmt. Wir glauben, daß die Initiative der Schweiz kaum fruchtbaren Boden finden wird. " " Bostale teberlicht. zeitung" in folgender Form an die sächsische Regierung: Die Eine ,, bescheidene Anfrage" richtet die Leipziger Volks. " brei Raten am 1. Mai, 1. Junt und 1. Juli. Pünktlich am] Dieses große Lotal war annähernd drei Jahre durch den Boykott 1. Mai habe Scholz die erste Rate zurückgezahlt und sei dann gesperrt. Antisemiten, evangelische Arbeiter- und Militärvereine einige Tage vor seinem am 23. Mai erfolgten Tode wieder bei hatten sich erboten, den Wirth schadlos zu halten. Sie haben dem Kaufmann erschienen, um demselben den ganzen Rest des aber ihr Versprechen nicht gehalten. Mit zäher Energie haben Darlehns zurückzuzahlen mit der Bemerkung, er habe von feinen die Sozialdemokraten Magdeburgs, ganz besonders die Sozial- sächsischen Fabritinspettoren Berichte für Eltern in Berlin Geld bekommen, so daß er alle seine Schulden demokraten Buckaus, den Germania- Park gemieden. Wie man bezahlen könne. Die Rückzahlung sei also vor dem Fälligkeits- fieht, nicht ohne Erfolg. In dem Luisen- und dem Germania Beitung", die Leipziger Neuesten Nachrichten", die" Norddeutsche 1894 find vor etwa zwei Wochen erschienen, die Leipziger termine und, wie der Kaufmann versichert, durchaus freiwillig, Part stehen der Sozialdemokratie Magdeburgs nun wieder zwei Allgemeine Beitung" und Blätter ähnlichen Schlages haben ohne eine Mabnung erfolgt. Nach dieser Darstellung des der größten Säle dieser Stadt zur Verfügung. Liegnizer Blattes ist allerdings ein Zusammenhang zwischen dem bereits Waschzettel und Artikel über die Veröffentlichung gebracht. Darlehen und dem Selbstmord des Scholz nicht erkennbar. Die 47 Mirthe genöthigt worden, vom Boykott unserer Preffe schon vor Monaten bei der Buchhandlung von J. A. Durch den Bierboykott in Augsburg sind bis jetzt Die Buchhandlung der Leipziger Boltszeitung" hat von feiten des Regiments über den Kaufmann verhängte Sperre zurückzutreten. Die ultramontane Neue Augsburger Beitung" Schröer in Dresden, wo diese Berichte erscheinen, ein Exemplar schädigt denselben, wie er diesem Blatte versichert, außerordentlich hatte versucht, durch Verdächtigung unserer Boykottkommission bestellt, sie hat darauf in diesen Wochen mehrfach reklamirt, bis schwer. den Bierboykott lahm zu legen. Die Boykottkommission wollte heute aber nichts erhalten. Es sei ferner festgestellt, gegen den Redakteur flagbar werden. Sie wurde aber von einer daß einer unserer Mitarbeiter, der sich die Berichte gleichfalls im Boltsversammlung durch einstimmigen Beschluß ersucht, die Klage voraus bestellt und das Geld dafür eingefchickt hat, diefelbe fallen zu lassen, da jenes Blatt dafür bekannt sei, daß es gegen lage führt wie wir. Er erhielt nichts. Was bedeutet über bem politischen Gegner gewerbsmäßige Ehrabschneiderei das? Ist es ein Zufall, daß die Aufträge der Arbeiter betreibt. blätter, die doch die nächsten in der Frage der Gewerbeaufsicht brachten neulich folgende Annonce eines Jüngers der holden fundige, unbefangene Kritik der sozialistischen Breffe so lange Humoristisches. Die bürgerlichen Blätter Dessaus find, so erledigt" werden? Oder wünscht man, daß die sachFrau Musika, der bei Arbeitervergnügen öfter mitgewirkt hat: wie möglich hinausgeschoben wird? Gin ebenso thörichtes, wie Internationale Arbeiterschutz Konferenz. Der Achtung!" Um Irrthümer zu vermeiden, theile ergebenst fruchtloses Bemühen, wie die fundigen Thebaner der heiligen fchu cizerische Nationalrath hat einstimmig beschlossen, der mit, daß ich nicht Sozialdemokrat bin und auch nichts mit den Ordnung in Bälde sehen werden. Die fächsische Regierung, die Bundesrath folle die Verhandlungen mit den aus selben gemein babe, sondern nur geschäftlich mit solchen Ver- diese Berichte herausgiebt, wird ergebenst um Auskunft gebeten." wärtigen Juduſtriestaaten wegen der Regelung der Arbeiter einen zu thun habe. Empfehle mich hiermit den Krieger- und schußfrage wieder aufnehmen. Das Bundesrathsmitglied patriotischen Vereinen gang ergebenst. E. Schmidt, Musik Berufsgenossenschaften ein Rundschreiben, betr. die Aufstellung Das Reichs- Versicherungsamt hat den Vorständen der Deucher, der Vorsteher des Judustrie- Tepartements, erklärte meister, Dessau, Breitestr. 1c." erläuternder Grundsäge über die Ausfüllung des Formulars der In Südböhmen siegten bei der Wahl zur Bezirks- Rechnungsergebnisse, zugehen lassen. Dabei ist auch das bisherige sich damit einverstanden. mit 840 Stimmen über die Gegner, die mit 58 Stimmen vorlieb Angabe der Bollarbeiter eingefügt ist; ausdrücklich bemerkt ist Krantentasse in Tabor die sozialdemokratischen Kandidaten Formular endgiltig dahin abgeändert, daß eine neue Rubrik zur nehmen mußten. In Südböhmen ist die Verwaltung der Bezirks hierbei jedoch, daß die Zahl der Vollarbeiter einstweilen nur von Zur Wahl Villa's zum italienischen Kammer- Krankenkassen von Tabor, Sobieslau, Budweis und den Berufsgenossenschaften anzugeben ist, die im Befize des dazu präsidenten schreibt unser italienischer Korrespondent: Krumau in den Händen unserer Parteigenossen. erforderlichen Materials find. Als Vollarbeiterzahl soll die Zahl Die neue Kammer hat mit 268 Stimmen, dem Gebote Crispi's Todtenliste der Partei. Nach längerem Leiden hat am der geleisteten Tagewerte, au 10 Arbeitsstunden, getheilt durch gehorchend, Tommaso Billa zu ihrem Präsidenten erwählt. Der 3. Juni Dr. George E. Stiebeling in New Yort 300, gelten. Kandidat der Opposition für den Präsidentensitz, der Herzog Caëtani, einer der ältesten und bekanntesten Sozialisten Ameritas, der feit erhielt 158 Stimmen, die Sozialisten gaben 8 Stimmen für Nicola einem Menschenalter mit ganzer Kraft für die Sache der ProleBarbato ab und 9 weiße Stimmzettel wurden vorgefunden tarier aller Länder eingetreten ist, die Augen für immer geDie Gesammtzahl der Stimmenden bei der Präsidentenwahl war schlossen. Er war am 6. November 1880 in dem oberhessischen 443, die absolute Majorität betrug also 222. Da Crispi's Flecken Gedern als Eohn wohlhabender Bürgerstente geboren, Kandidat 268 Stimmen erhielt, so beträgt bei der ersten ent- besuchte die Volksschule und das Gymnasium und studirte in den scheidenden Probe Crispi's Ueberschuß über die absolute Majorität Jahren 1850 bis 1854 auf den Universitäten in Gießen und nicht mehr als 46 Stimmen. Die Mehrheit, über die Crispi in Marburg Medizin. Nachdem er als Arzt promovirt hatte, den ersten voraussichtlich stürmischen Sigungen verfügen wird, wanderte er nach den Vereinigten Staaten aus, um sich in New schwankt um die Zahl 100 und nach dem Ausgang der Präsidenten- York niet erzulaffen. Er erwarb sich schnell eine lohnende Praxis wahl sprach Rubin, der seine Erfahrung darin hat, die Worte aus: und betheiligte sich mit Enthusiasmus an der Agitation gu Ein Ministerium in Rom fann wohl mit 150 Stimmen Majorität gunsten der Abschaffung der Neger- Stlaverei, und als im regieren, nicht aber mit 100, weil 50 von diesen 100 bei der Jahre 1861 Präsident Lincoln feine Bioflamation zur erften Gelegenheit bereit sein werden, zur Opposition abzuspringen." Bormitung von Freiwilligen Regimentern erließ, war Wer ist der gewählte Präsident Billa? Tommaso Billa ist der viel Dr. Etiebeling einer der ersten, Den Arbeitern und Arbeiterinnen der Bekleidungs. die der Regierung industrie folgendes zur Klarstellung: Neben den vom Ausgenannte und berüchtigte Wertheidiger von Tanlongo und Lazzaroni ihre Dienste im Kampfe gegen die Sklavenbarone im Bankdiebstahls- Prozeß der Banca Romana und seinem Eifer boten. an schuß der Gewerkschaftskommission am Montag, den 17. Juni, Er wurde dem 52. New Yorker Volontär- einberufenen Bekleidungsindustrie- Versammlungen, ist an demin dieser Sache ist die skandalöse Freisprechung von Bernardo, Regiment als Regimentsarzt zugetheilt und machte in demselben felben Abend von der Agitationskommission der in der DamenTanlongo, vorzüglich zuzuschreiben. Der Minister- Präsident die Kampagne im Staat Birginia mit, bis er durch eine Ver- und Kinderkonfektion beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen im Crispi fonnte sich feinen würdigeren Rammerpräsidenten auswählen, legung an einem feiner Augen gezwungen wurde, den Dienst in fleinen Saal bei Keller, Koppenstraße, ebenfalls eine öffentliche er hat mit gewohnter Frechheit durch diese Wahl, zu der er feine der Armee zu quittiren. Nach New York zurückgekehrt, wo er Versammlung einberufen. Der Ausschuß verurtheilt diese ZerWerkzeuge zwang, dem ganzen Lande wie der öffentlichen Moral feine ärztliche Praxis wieder aufnahm, schloß sich Stiebeling dem splitterung auf das schärfste. Dadurch wird ein planmäßiges den Fehdehandschuh hingeworfen. Ein Journal in Rom Freidenferbund an, in dessen Sigungen er stets für die Nechte Sandeln äußerst erschwert. Wir können nur wünschen, daß über La Stampa", das vorzüglich dem Parlament, und was mit ihm der unterdrückten Volksklassen eintrat, und als die Internationale die Einberufung von öffentlichen Versammlungen innerhalb einer in Beziehung steht, gewidmet ist, berichtet heute aus sicherer Arbeiter- Assoziation sich nach den Vereinigten Staaten auszu- Industrie eine einheitliche Verständigung erzielt wird, damit Quelle, daß viele Mitglieder der Majorität von 268 Stimmen dehnen begann, wurde Stiebeling als einer der ersten Mitglied die planlosen Gegenströmungen verschwinden. R. Hagen, Villa nicht gewählt hätten, wenn sie nicht als Bedingung ,, sina derselben. Er trat der 5. Sektion von Newyork bei und wurde Mustauerstr. 14. qua non" ihrer Wahl zu Deputirten bei den Präfekten ihrer bei der Organisirung der Nordamerikanischen Federation der Wahlkreise ein Dokument hinterlassen hätten, Crispi's Be- J. J. A. A. zum Echahmeister gewählt. Nach Auflösung der Inter fehlen bei allen entscheidenden Abstimmungen unbedingt zu folgen. Für den Congostaat werden vom belgischen Volk 5 Millionen Franken gefordert. Parteinachrichten. Das Zentral- Agitationskomitee der Sozialdemokratie Sachsens besteht nach feiner neuerlichen Wahl wiederum aus den Parteigenoffen Heilweck, Fischer und Breslauer in Dresden. 4 " Aus England kommen verhältnißmäßig felten Nachrichten über Dampfteffel- Explosionen zu uns herüber. Daß auch dort bei der Anlage und Konstruktion von Dampfkesseln nicht immer genügend für die Sicherheit des Lebens gesorgt wird, erhellt aus der Londoner Mittheilung, daß eine große Fabrik in Redcar durch die Explosion des Dampffeffels zum größten Theil zerstört wurde und dabei 6 Arbeiter das Leben verloren, während 18 mit mehr oder minder schweren Verletzungen davon kamen. Gewerkschaftliches. 120 Handschuhmacher in Stuttgart und Gßlingen haben die Arbeit gekündigt, weil ihnen die Forderung nach übrigens nur geringer Lohnerhöhung und nach Freizügigkeit beim Arbeitswechsel von den Fabritanten abgeschlagen worden ist. Es wird sich hoffentlich kein Handschuhmacher, weder in Deutschland noch im Ausland, zu Streitbrecherdiensten bereit finden lassen. Die Arbeiterblätter des In- und Auslandes werden ersucht, ihre Leser von dem Vorstehenden in Kenntniß zu setzen. nationale betheiligte sich Stiebeling an der Organisirung der sozialdemokratischen Arbeiterpartei von Nordamerika, der Vorläuferin der sozialistischen Arbeiterpartei, in deren Versammlungen er Agitationsreden hielt und deren Zeitungen, die Arbeiter stimme"," Standard", Volkszeitung"," Voice"," Leader" und Volkszeitung"," Voice"," Leader" und " People", er stets mit Math und That unterstüßte." Mehrfach ist Stiebeling Kandidat der Partei gen efen. Einen großen Theil seiner freien Zeit widmete er dem Studium der sozialen Frage und der Herausgabe wissenschaftlicher und agitatorischer Schriften. den Verhandlungen des Einigungsamts des Gewerbegerichts Leipziger Maurerstreik. Die Bauunternehmer haben zu Im Jahre 1870 veröffentlichte er eine Streitschrift gegen den gleichfalls drei Delegirte gesandt. Das Einigungsamt begann bürgerlichen Philofopben des Unbewußten", Eduard von Hart- gestern( Sonnabend) Nachmittag feine Thätigkeit. Die Verhand mann, betitelt Naturwissenschaft gegen Philosophie". Weitere lungen sind nicht öffentlich. Wegen der Einigungsverhandlungen Schriften Stiebeling's folgten unter dem Titel:„ Das Werth- wurde die für gestern in Aussicht gewesene Maurerversammlung gesetz und die Profitiate"," Untersuchungen über die Rate auf heute Vormittag verschoben. Unter den Bauunternehmern des Mehrwerthes und des Profits" und das Lesebuch scheint die Uneinigkeit immer mehr um sich zu greifen. Die nicht Reader" auch ins Englische übersetzt worden ist." Als statistische einem bürgerlichen Blatte Leipzigs eine Erklärung, worin sie den für das Volk", das unter dem Titel The People's den Verbänden angehörenden Maurermeister veröffentlichen in Arbeiten sind erwähnenswerth die Werke Bertheilung des Arbeits Ertrages in den Vereinigten Staaten nehmern zurückgeben, die ihnen den Vorwurf zuerst gemacht Erzeugung und Vorwurf der Schleuderkonkurrenz den großen koalirten Untervon Nordamerita", sowie Die wirthschaftliche Entwicklung der batten. Weiter wird die Generalaussperrung" bereits von einer Vereinigten Staaten von Nordamerika in dem Jahrzehnt von ganzen Anzahl Bauunternehmern nicht innegehalten. Gestern sind Einen weiteren bedeutungsvollen Sieg baben die 1870-80". Eine besonders für die Mitglieder der sozialistischen z. B. in Gohlis wieder eine ganze Anzahl Maurer in Arbeit Magdeburger Parteigenossen mit dem Lokalbontott Arbeiterpartei interessante historische Echrift Stiebeling's ift Gin getreten. Für die auswärtigen Maurer lautet nach wie vor die errungen. Nachdem ihnen neulich das große Etablissement Beitrag zur Geschichte der Internationalen Arbeiter- Affoziation Parole: Strengstens ben 3uzug nach Leipzig ver Luisenpark wieder zu Versammlungen zur Verfügung gestellt in Nordamerika", worin unter anderem die theilweisen Gründe meiden! worden ist, hat nun auch der Germania Part fapitulirt. für die Auflösung der Organisation angeführt werden. Unter den naturwissenschaftlichen Schriften Stiebeling's find zu erabhängt, daß ihre Mittheilungen auch nicht zu polizeilichen wähnen:" Sozialismus und Darwinismus", erschienen im Zweden benutzt werden; und nun erfolgen die Antworten Jahre 1872, und Ueber den sogenannten Instinkt des Huhns prompt, ohne Bögern und dem Anschein nach auch wahryeits- und der Ente", New York, 1872. Neueren Datums find gemäß. Stiebeling's Artifel für die Neue Beit" und seine Kontroverse mit Friedrich Engels und Kautsky. Bei der Gewerbegerichtswahl in sildesheim er hielten in der Klasse der Arbeiter unsere Kandidaten 1064 und 1066, die Gegner 242 Stimmen. In der Klasse der Unternehmer bekamen wir 21, die Gegner 115 Stimmen. Da indessen, infolge von Unkenntniß der Gegner, eines ihrer Mandate ungiltig ist, so erhalten wir auch in der Unternehmer- Abtheilung einen Sig. Das Resultat der Wahl rief unter den Parteigenossen Hildes heims großen Jubel hervor. - In Wald bei Solingen haben die Rafirmefferschleifer der Fabrik von E. Friedr. Ern die Arbeit nieders gelegt. Zuzug ist zu vermeiden. In Sagan sind die Differenzen, die die Steinfeger veranlaßten, um Vermeidung des Zuzugs zu erfucheu, dadurch erledigt, daß der betreffende Meister den gemaßregelten Steinsetzer wieder einstellte und diesem, sowie zwei anderen, die sich mit bem gemaßregelten Kollegen sofort folidarisch erklärt hatten, höheren Lobn bewilligte. Die übrigen Steinsetzer, die sich an der Sache nicht betheiligt hatten, haben nun den Nachtheil, zu dem alten Lohn arbeiten zu müssen. Hoffentlich lassen sie sich den Vorfall zur Lehre dienen. Gine große Zahl der Asylisten war verheirathet, hatte Frau und Kinder im Elend allein lassen müssen, um in der großen Stadt Polizeiliches, Gerichtliches 2c. zu versuchen, Arbeit und Unterkommen für sich und die AnSächsisches. In einer Versammlung in Adorf i. 2. gehörigen zu finden. Der Religion nach nannten sich die versuchte der überwachende Beamte im Referat der Frau Vogel überwiegend meisten evangelisch", nur ein geringer Prozentsaz einige statistische Angaben richtig zu nellen. Noch von Katholiken war vertreten, was in der norddeutschen beffer wäre es, meint die Sächs. Arbeiterzeitung" gemüthlich Stadt leicht erklärlich. An Juden wurde unter 310 Mann dazu, wenn die Polizei die Vorträge gleich selber hielt und jedem, nur ein einziger gezählt; und dieser eine war ein der ihren Ausführungen zu widersprechen wagte, das Wort Bürstenmachen gefelle, der antisemitischen Theorie zum Trog, entzöge. In Reichenbach i. V. war der Parteigenoffe Aus Birna in Sachsen wird gemeldet, daß in den Herrendaß Juden regelmäßig nur Börsenjobber oder Wucherer werden, R. Müller in Sachen eines Mai- Umzuges" von der Amts- either Steinbrüchen die Arbeiter ihre Thätigkeit wegen oder ähnliche Gewerbe betreiben. Sonst waren unter den bauptmannschaft zu einer Geldstrafe verurtheilt worden. Er Differenzen mit dem Unternehmer Först er eingestellt haben. nach differirten die Gäste vom früheren Handelschef und gewefenen aber davon Abstand, als ihm der Amtsanwalt Haußner 25 M. Wochenverdienst" in Aussicht stellen, während die jetzt in Asylisten fast alle Berufe vertreten; und der Stellung im Beruf wollte anfänglich das Gericht darüber entscheiben lassen, nahm Agenten dieses Mannes suchen in Böhmen Streitbrecher, wobei fte wie der Wiener Arbeiter Zeitung" geschrieben wird Handwerksmeister herunter bis zum Lausburschen und Lehrjungen. bedeutet hatte, daß hier vom Gericht gar nichts zu er- Streit befindlichen Arbeiter es nur auf 10-12 m. bringen Lie meisten der Asylisten gaben ein Handwerk als ihren Beruf an, warten ſet, weil der Umzug ohne Genehmigung ausund unter diesen fanden sich merkwürdig viele Bäcker und Tischler. geführt wurde. Damit hoffte Müller die Sache beigelegt. fonnten. Hoffentlich lehren böhmische wie deutsche Steinbrecher Taneben gab es eine große Anzahl von Leuten, die sich nur dazu och nein, fie geht erst los. Herr Haußner bestreitet der Umis- dem Unternehmer durch Vermeidung des Zuzuges, daß die Soli verstehen wollte,„ Arbeiter" als ihren Beruf anzugeben, aber hauptmannschaft die Kompetenz in dieser Sache, es sei nicht eine darität der Arbeiter keine leere Redensart ist. feine spezielle Branche, weil sie viele Jahre, bald hier bald Uebertretung, sondern ein Bergehen, dessen Verfolgung der An8 Mainz wird uns geschrieben, daß der Dachdeckerda, bald als Tagelöhner auf dem Gut, bald als Handlanger auf Staatsanwaltschaft zutomme. So lange er in diesem Bezirke streit durch einen Vergleich beendet und gestern die Arbeit dem Bau u. s. w. ihr Leben gefristet und die arbeitslose Zwischen sei, dürften solche Sachen nicht mit Geld abgemacht werden wieder aufgenommen worden ist. Erreicht wurde die Abzeit durch Betteln ausgefüllt hatten. Ein bemerkbar fiarter tönnen, was die Parteitaffe bezahle, hier seien Freiheitsstrafen schaffung der gerade in diesem Gewerbe so gefährlichen Prozentfay hatte mit Arbeitsfuhrwert als Kutscher zu thun am Plage. Dem Gemeinderath von Niederbaslau ging Affordarbeit, 35-42 Pf. Stundenlohn, 10 Pf. Aufschlag gehabt. dieser Tage ein Schreiben der Zwickauer Amtshauptmannschaft für Ueberstunden, die im übrigen möglichst zu vermeiden Zief traurig und für unsere Kulturzustände" unendlich zu, wonach die Gemeinderaths- Mitglieder Ernst Golz und Ernst sind; der normale Arbeitstag ist zehnstündig. Die Gehilfen beschämend waren die Mittheilungen über die Dauer der Arbeits- Bauer den Polizeidienst( Tanzaufsicht an Sonntagen 2c.) nicht haben annähernd erreicht, was sie bei Beginn des Streits Tofigfeit. Unter 310 tonnten nur etwa 5 oder 6. Leute die Frage mehr mit versehen dürfen, weil sie bekannte Sozialdemokraten verlangten. Den Erfolg verdanken sie lediglich ihrer Organi,, ob gegenwärtig in Arbeit" mit" Ja" beantworten. Alle übrigen seien. fation. Denn, als sich im Jahre 1886 die Gehilfen zu einer waren arbeitslos. Zum größten Theil seit Wochen und Monaten; In Mannheim will der Rechtsanwalt Dr. Alt von Lohnbewegung zusammenthaten, war in wenigen Tagen ihr viele, sehr viele aber auch seit Weihnachten"," feit vorigem der Voltsstimme" in einer Besprechung der dortigen Theater Widerstand gebrochen, weil ihnen jedwede Organisation und Serbst"; ja, eine Reihe älterer Leute hatte feit mehreren verhältnisse partout beleidigt worden sein. Obgleich das Schöffen- auch die Anlehnung an die organisirte Arbeiterschaft fehlte. Gine Fabren" teine Arbeit mehr gefunden und durch ununterbrochene gericht sowohl wie das Landgericht unseren Parteigenossen, den Mahnung an alle Arbeiter, sich ihrer Organisation anzuschließen! Bettelei, von einem Ort zum andern ziehend, ihr Leben gefristet, Redakteur Pfeiffle, freisprach, ließ Herr Alt nicht locker. theils im Freien, theils auf Heuböden, theils in Asylen schlafend, Er zog die Volksfiimme" vor das Forum des Oberlandesgerichts Komitee der Ausständigen mittheilt, jegt 258 Gehilfen und Am Streit der Metallschläger Fürths sind, wie das in Starlsruhe, aber auch dieses konnte keine Schuld an Pfeiffle 230 Burichterinnen betheiligt. Durch den Streif werde ein ProLies waren die Gäfte des Asyls für Obdachlose. Nach finden und wies deshalb die Berufung ab. Herr Alt, der von der Bählung ging's zur vorgeschriebenen Reinigung; dann gab's ber Volksstimme" als Theaterdichter bezeichnet wird, fann nun, buktionsausfall von wöchentlich etwa 45 000 Stück Schlagmetall einen Napf Suppe, ein Stück Brot, ein drahtgeflochtenes Bett wenn er will, eine Bluette über das Sprüchlein schreiben: Was perursacht. In ganz Fürth arbeiteten nur noch 3 Gehilfen auf mit Drillichdecke. Und am nächsten Morgen dann hinaus in den dem einen sein Leid, ist dem andern sein' Freud! In Mann- Schlagmetall. " Kampf um die Existenz"; am Abend auch wohl wieder zurück heim würde das Stück der Zugkräftigkeit sicherlich nicht entin den Rampf um einen Plaz im Asyl. M. P. behren. theils auch im Gefängniß. " In der Zündholzfabrik Union" in Augsburg wurde den Arbeiterinnen im Badraum, an 3ahl ca. 70, jüngst eine Lohnherabschung angekündigt. Sie ließen sich aber nicht darauf die Frage nicht so ftellen: ist die Aufforderung zum Boykott energisches Auftreten( Heiterkeit im Zuhörerraum) hingefallen. ein und brachten es infolge ihres Zusammenhalts zu wege, daß grundsäßlich als grober Unfug anzusehen, sondern man muß Schröder ist darauf allein hinausgegangen."- Vorsitzender: Sie sollen ihnen nach nur zweistündiger Arbeitseinstellung der alte Lohn fragen, ob er unter Umständen als solcher anzusehen sei. nun Schröder, als er sich erhob, nochmals niedergestoßen haben. weiter bewilligt wurde. Grober Unfug stellt sich nach einer Entscheidung dieses Senates- Zeuge: Das ist ganz unwahr. -O Staats Glas- und Porzellanarbeiter, Achtung! Zuzug ist fern- dar in einer Ungebührlichkeit, die geeignet ist, den Zeuge Polizeifommissar Brockmeier: Schröder kam in die auhalten von Oldenburg( Glasmacher), Ibbenbüren äußeren Bestand der öffentlichen Ordnung unmittelbar zu Versammlung mit der doppelten Anzahl der schon Anwesenden, es ( Glasmacher), Charleroi und Jumet in Belgien( Glas- verletzen. Das angefochtene Urtheil läßt den Zweifel offen, ob waren fast nur Schneider. Sie lärmten und es entstand ein gegenacher), Bülach i. d. Echweiz( Glasmacher), Braco de nicht die Auflage recht hat, wenn sie meint, daß im vorliegenden feitiges Echimpfen, so daß ich auflösen wollte. Brift fam dem zuvor, Prata in Portugal( Glasmacher und Echleifer), Savona in Falle eine Gefährdung gegeben sei. Wenn die Strafkammer indent er vertagte. Zugleich wies er Schröder hinaus. Dieser blieb Stalien( Glasmacher), Loretta bei Livorno in Italien( Glas meint, es fönne grober Unfug nur dann angenommen werden, trotzdem. Ebenso mußte ich dem Verbandskassirer Meier erst drohen, macher), Antonienwald in Böhmen( Glasschleifer), wenn die Handlung, Bit welcher aufgefordert aufgefordert wird, daß ich ihn höchst eigenhändig"( Heiterkeit) hinausbringen Echizen- Neudorf in Böhmen( Glaskugler), Berlin eine strafbare fei, so ist diese Auffassung offenbar würde. Daß der Gendarm Münter den Schröder gefaßt und Wenn ( Forzellanmaler), Vegesack( Porzelliner), Altwasser in unbegründet. die Leute beschließen: wir wollen hinaus gebracht habe, ist ganz unwahr. Schröder ist ganz allein Echlesien( Porzelliner), Turn bei Teplitz( Porzelliner), Lessau in jenes Lokal nicht mehr mehr gehen gehen und dahin wirken, hinausgegangen. bei Karlsbad( Porzelliner), Graz( Glasarbeiter). daß auch andere dies nicht thun, so würde das nicht Zeuge Ludwig Schröder: Ich kam der Aufforderung, den strafbar sein, aber gerade durch die Veröffentlichung Saal zu verlassen, sofort nach. Der Gendarm folgte mir auf Die Töpfer werden ersucht, Zuzug zu vermeiden nach kann die öffentliche Ordnung gefährdet werden. Der Ge- dem Fuße. Ich verlangte aber an der Kaſſe mein Entree zurück. Stettin, Berlin, Breslau( Herzog), Nürnberg brauch eines Rechtes an sich, wenn er in einen Miß- Che ich noch eine Antwort bekommen konnte, ergriff mich der ( Kitler, für Werkstubenarbeiter), Döhlen( Knirling'sche Osen- branch übergeht, stellt eine Rechtswidrigkeit dar. Der Gendarm mit dem Worte" Raus!"() im Nacken und warf fabrit), Bukarest( Beega). erste Zivilsenat bes Reichsgerichts hat sich in diesem Sinne aus mich nieder; ich fiel und als ich mich halb erhoben Aus den Gewerkschaften. Der Verband deutscher gesprochen, indem er anerkannte, daß die vom Börsenverein der hatte, stieß mich der Gendarm zum zweiten Mal nieder. Buchdrucker bilancirt in seiner 1894 er Jahresrechnung mit Buchhändler boykottirten Sortimenter Anspruch auf Schadlos Vorf.: Der Gendarm sagt anders aus, nehmen Sie das auf nicht weniger als 1 290 468,75 M. für den Verband und haltung haben. Das Reichsgericht erachtete die Revision des Ihren Eid? Zeuge: Ja, es verhält sich so. 1 141 975,50 M. für die in Liquidation befindliche Invaliden- Staatsanwalts für begründet, hob das Urtheil in dem an- anwalt: Ich beantrage, diese Aussage zu protokolliren. Das ge kaffe; in Summa sind es also 2 332 444,25 M., die theils für gegebenen Umfange auf und verwies die Sache an das Land- schieht. die verschiedenen Verbandszwecke verausgabt find, theils als gericht zurück. In der Begründung hieß es: Rechtsirrthümlich Die Zeugen Joh. Meier und K. Gräf befunden genau das Bestand in den Kaffen liegen. An Arbeitslose auf der Reise ist die Ansicht, daß grober Frrthum dann nicht vorliege, nämliche wie Schröder. Sie müssen die betreffende Prozedur wurden verausgabt 114 913,55 M., an Arbeitslose am wenn die Handlung, zu der aufgefordert wird, eine nicht mit mit Schröder dem Gericht vormachen; auch hierin stimmen Orte 101 562 W., an Extraunterstützung( für Gemaßregelte, Strafe bedrohte ist. Dies gehört nicht zum Thatbestande fie unter sich und mit Schröder überein. Ihre Aussagen Streifende 2c.) 16 921,40 M., an erwerbsunfähige Mitglieder des groben Unfugs; erforderlich ist nur eine Handlung, welche sind klar und ganz bestimmt. Staatsanwalt: Ich beantrage, 391 931,84 M.; für Invalide wurden verausgabt 127 623 M.; ferner an sich ungebührlich ist, gegen Sitte und Ordnung ver- die Aussagen auch dieser beiden Zeugen zu protokolliren. bezahlte man 19052,26 M. Begräbnißgeld. Also leistete der Verband stößt und geeignet ist, unter Verlegung der öffentlichen Vertheid. Rechtsanw. Niemeyer: Ich beantrage, dann auch die an seine Mitglieder seien es Arbeitslose, Streifende, Gemaß- Ordnung und Ruhe das Publikum in seiner Allgemeinheit zu Aussage des Gendarms. Münter zu protokolliren. Derselbe hat regelte, Krante oder Invalide in einem Jahre die Summe gefährden. Dazu ist eine solche öffentliche Verrufs nachher nicht ganz so ausgesagt wie zuerst. Vors.: Das ge von 682 004,05 M. Unter den besonderen Ausgaben figuriren erklärung völlig geeignet. Die hier fragliche Verrufserklärung schieht nachher so wie so. Der Gendarm hat die Möglichkeit 2000 M. an die Generalfommission und 1200 M. an das inter- richtet sich nicht nur gegen einen Gastwirth und ähnliche zugegeben, daß er durch eine körperliche Bewegung den Fall des nationale Buchdrucker- Sefretariat in Bern, 2000 M. erhielten die Gewerbetreibende, sondern Gewerbetreibende im weitesten Um- Schröder veranlaßt habe. Er sagt: das kann sein. aber Schlag Steindrucker Londons, die ausständigen Buchdrucker Hollands be- fange, also das Publikum, werden durch dieselbe belästigt und angeblichen zweiten bestreitet er. Nicht kamen 400 M., die Dänemarks 600 W., die in Belgrad 160 M., in geängstigt. Ob im einzelnen Falle folche Verrufserklärungen wahr, so wollen Sie es gemeint haben, Münter? Münter: Jawohl. Sofia 100 M., in Arlon 50 M. Ferner empfingen die Seiler in geeignet sind, die öffentliche Ruhe und Ordnung zu stören, das Zeuge Das Berth. Niemeyer: Schlotheim und die Korbmacher in London je 100 M. An ist Sache der thatsächlichen Feststellung. war das Resultat, die historische Reihenfolge seiner Aussage war Beiträgen wurden 893 915,05 m. vereinnahmt, an Eintrittsgeld nach meiner Erinnerung anders. 3463 M. Unter den sonstigen Einnahmen ist der Ueberschuß der aufgelösten Zentral- Krankenkaffe mit 276 923,51 M. zu erwähnen, haben. Das Saldo des Verbandes bezifferte sich am 31. März auf 578 197,75 MM. Zieht man den vorjährigen Bestand und die Extra- Einnahme aus dem Ueberschusse der Krankenkasse ab, so bleibt als aus den ordentlichen Einnahmen erzielter Jahresüberschuß die Summe von 244 706 m. übrig. An Mitgliederbeiträgen wurden 167 865 M. mehr vereinnahmt als im Vorjahre. Der Zuwachs an Mitgliedern in dem letzten Jahre betrug 1703. Gude 1893 zählte der Verband 16 073 Mitglieder, Ende 1894 aber 17 776, wozu noch 236 auf der Reise befindliche tommen. -O = Den Dann So das Urtheil nach dem uns vorliegenden Bericht der Reichsgerichte Korrespondenz. Ein Wort demselben hinzuzufügen ist überStaatsanwalt: Die Aussagen stehen sich so schroff gegen. flüssig, es spricht an sich völlig für den„ Geist", der der modernen über, daß auf einer Seite die Unwahrheit gefagt worden sein dieser und ähnlicher Gerichtserkenntnisse wären einige Worte an- und ebenso ist unangreifbar das Zeugniß des Polizeikommissars gebracht, wenn nicht auch hier die Erfahrung flar vor Augen Brockmeier, der die Aussage Münter's bestätigt. läge, daß die Arbeiterschaft, wie sie sich bisher allen gerichtlichen müssen Schröder, Meier und Gräf die Unwahrheit und außergerichtlichen Hindernissen zum Trotz von dem legalen gesagt und beschworen haben. Ich beantrage, Schröder, Gebrauch der ihr nothwendig erscheinenden Kampfmethoden durch Meier und Gräf wegen dringenden Verdachts des nichts hat abhalten lassen, sie auch fortan Mittel und Wege Meineids zu verhaften.( Bewegung.) finden wird, um den Gegner ebenso scharf und schärfer noch wie bisher zu treffen. Unsere Macht steigt im sozialen Kampfe und nicht die unserer Feinde- trotz alledem! Bei der im vorstehenden gegebenen Abrechnung sind die Billiges Gas! Vor der Strafkammer IV am Landgericht I Unterstützungen, die die einzelnen Gaue aus eigenen Mitteln wurde am Sonnabend ein Fall verhandelt, in dem ein Hausfür die Mitglieder und für Arbeiter anderer Berufe bei Streits 2c. besitzer sich vergeblich bemühte, von der Schuld, die städtische leisteten, noch gar nicht in Rücksicht gezogen. Sie sind gleichfalls Gasanstalt durch acht Jahre hindurch betrogen zu haben, frei zu durchaus nicht gering. Kurz, das Organ der Buchdruckergewerk kommen. Herr Johann Klosowicz betrieb früber eine Restauration schaft, der„ Korrespondent", hat ein wohlbegründetes Recht, bei und lebt seit einiger Zeit als Rentier. Das Schöffengericht hatte der Besprechung der Abrechnung des Verbandes zu sagen:" Vor ihn zu vier Wochen Gefängniß verurtheilt, weil durch eine Reihe diesen grandios gemeinsinnigen Leistungen einer Arbeiterorgani- von Zeugen festgestellt war, daß er durch Manipulationen mit sation muß doch selbst ihr verbissenster Feind die Segel streichen!" dem Gaszähler den Betrag für das verbrauchte Gas reduzirt Die Tapezirer Jichts haben ihren Streit siegreich beendet. Serr Hauseigenthümer gleichfalls angeklagt und wegen des hatte. Wegen Körperverlegung und Beleidigung 2c. war der Bereits am nächsten Tage nach der Arbeitseinstellung bewilligten ersteren Deliftes auch verurtheilt. Zu der gestrigen Verhandlung die Unternehmer durch Unterschrift den Zehnstundentag und 12 Gulden Minimallohn oder 6 Gulden bei kost und Wohnung. Der Streit der Holzarbeiter in Troppau ist gleichfalls noch nicht zu Ende. Die Ausständigen ersuchen um Vermeidung des Zuzugs und besonders dringend um Unterstützung. Vom Schuhmacherstreik in Pilfen wird in der Wiener Arbeiterzeitung" berichtet, daß bis jetzt nur die kleinen Meister, die einen oder zwei Gehilfen beschäftigen, und ein größerer Unternehmer, Herr Trnka, bewilligt haben. Der Zuzug ist also nach wie vor aufs strengste fernzuhalten. 1500 Weber in Avesnez- les- Aubert( Bezirk Cambrai im französischen Norddepartement) sind seit dem 6. Juni im Ausstand; die Spannung zwischen den Arbeitern und den Sprößling eines Fabrikanten auf die versammelten Arbeiter feinen Karabiner abgeschossen und dabei einen Ausständigen verwindet hat. Gerichts- Beitung. Die neueste That des Reichsgerichts, die Erklärung der Aufforderung zum Boytott als grober Unfug ist gestern von uns schon charakterisirt worden als ein Erkenntniß, das sich würdig einer Reihe bisheriger Leistungen auf dem Gebiet der politischen Rechtsprechung anreiht. Bei der Wichtigkeit des Falles dürfte unsere Leser ein ausführlicher Bericht über den Gang der betreffenden Verhandlung intereffiren. " waren zwei Sachverständige und eine große Anzahl von Zeugen geladen. Die Sachverständigen, Revierinspektoren der Gasanstalt, hatten sich darüber auszulassen, wie die Differenz in dem Gas verbrauch zwischen K. und seinen Nachfolgern in dem fraglichen Restaurant entstanden sei. Während dieser pro Jahr 220 bis 360 Rubifmeter Gas verbraucht hatte, bezogen seine Nachfolger 900 bis 1200 Rubikmeter! Mit einer Zeugin hatte der verheirathete Angeklagte jahrelang ein Liebesverhältniß unterhalten. Als dieselbe die Mogeleien mit dem Gas aufgedeckt hatte, mißhandelte er sie aufs schwerfie. Ein Zeuge, der den vollendeten erzählte die haarbilde. Vors. Ich werde zuvor doch noch den Zeugen Brockmeier einmal fragen. Wir wollen hören, ob deſſen Zeugniß so beſtimmt ist. Zeuge Brockmeier, ich mahne Sie, nicht mehr auszusagen, als was Sie genau gesehen haben. Bedenken Sie, daß drei Beugen unter Eid aussagen, Münter habe den Schröder zweimal niedergeworfen! Was haben Sie gesehen? Beuge Brockmeier: Wenn Münter den Schröder gepackt und niedergestoßen hätte, so hätte ich es nicht sehen können, da ich hinter Münter war und noch einer zwischen uns stand. hinter Münter war und noch einer zwischen uns stand. Berth. Und wissen Sie, daß der zweite Fall Schröder's ohne Buthun des Münter erfolgt ist? Zeuge: Nach meiner Auffassung ja. Der Gerichtshof trat hierauf zur Berathung über den Antrag. Beschluß, daß der Antrag abgelehnt sei. Drei Eide ständen dem des Staatsanwalts ab und verkündete nach wenigen Minuten den einen des Gendarmen Münter gegenüber. Die Sache sei daher noch nicht aufgeklärt und werde behufs weiterer Zeugen ecnehmungen Vertheidiger Rechtsanwalt Niemeyer ersuchte, ihn in der neuen Verhandlung als Zeugen zu laden. vertagt. Depeschen. " " # Wolff's Telegraphen- Bureau. ( Privat- Telegramm des ,, Vorwärt8".) Als Ursachen des Bergarbeiterstreiks in Reschitza Eindruck der Wahrhaftigkeit machte Leipzig, 15. Juni, 9 Uhr 12 Min. Wegen Beleidigung des in Ungarn werden selbst von der bürgerlichen österreichischen firäubendsten Dinge von dem Angeklagten. Derselbe soll Preffe die ungefunden Verhältnisse der Bruderladen und Un- in früheren Jahren als Hehler fungirt haben; ein diebi- Leipziger Stadtraths wurden heute verurtheilt: der bisher uns zufriedenheit hinsichtlich der Lohnverhältnisse zugestanden. Ueber scher Hausdiener hat, so gab er an, längere Zeit die bestrafte, verantwortliche Redakteur der„ Leipziger Volkszeitung", den Stand des Streits selbst liegt noch keine neue Nachricht vor. gestohlenen Waaren bei dem K.„ verschärft". Der letztere hat Gen. Rabenstein, zu fünf Monaten und der Vorsitzende des schließlich seinen Genossen auspfänden lassen und dadurch sei sozialdemokratischen Stadtverordneten- Wahlkomitees, Drechslermeister Mohs, zu drei Monaten Gefängniß. Gen. Heinrich, dieser veranlaßt worden, die Heldenthaten des Klosowicz auszu- der technische Leiter der Druckerei der„ Bolts Zeitung" wurde plaudern. Es flang recht eigenthümlich, als der Vertheidiger Dr. Schwindt in seiner Rede betonte, der Mann habe es ja freigesprochen. Mohs und Heinrich, letzterer wegen Beihilfe, Auf zur Wahl" übergar nicht nöthig", fich um ein paar Mark zu bereichern, er sei waren wegen angeblich in zwei Flugblättern enthaltenen Be= gut fituirt; als ob das ein Hinderniß für derartige Machenschaften leidigungen, Rabenstein wegen eines Gegen vier unbescholtene Zeugen, die übereinstimmend schriebenen und in der„ Leipz. Volks- 3tg." veröffentlichten Aufrufes zu den Stadtverordneten- Wahlen angeklagt. Mohs und zu ungunsten des Angeklagten aussagten, ließ sich nichts machen. Katzenstein waren nicht Verfasser der inkriminirten Artikel bez. Der Gerichtshof nahm als erwiesen an, daß der Angeklagte Flugblätter, Heinrich lernte ihren Inhalt erst lange nach Fertig= die Gasdefraudation begangen habe; die Berufung wurde verworfen, auch wurden dem Angeklagten sämmtliche Kosten aufstellung fennen. Die Angriffe auf den Stadtrath waren im wesentlichen eine Antwort auf Provokationen der Leipziger erlegt. nationalliberalen Presse, auf die merkwürdige Aenderung des Ein charakteristischer Beleidigungsprozeß spielte sich Wahlrechts und auf andere eigenthümliche Thaten der Leipziger dieser Tage vor der Straffammer in Essen ab. Am 11. d. M. Stadtväter. Die Beweisaufnahme förderte so manches zu Tage, wurde wegen Beleidigung des Gendarms Münter in Herne vor was in interessanter Weise die Leipziger Stadtwirthschaft beder Straffammer in Essen verhandelt gegen den früheren ver- leuchtete. antwortlichen Redakteur der„ Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung", Joh. Marggraf. Die Beleidigung wird gefunden in dem Bericht Hamburg, 15. Juni. Das benachbarte Dorf Ahndorf, Es ist bekannt, daß die unteren Instanzen bisher vielfach die über eine Bergarbeiter Versammlung in Baukau, welchem zufolge welches etwa 700 Einwohner hat, wurde dem Hamb. FremdenBerrufserklärungen als strafbar nach dem Paragraphen vom ein langer Gendarm" den Verbandsvorsitzenden Ludw. Schröder blatt" zufolge durch eine furchtbare Feuers brust zerstört. Im groben Unfug angesehen haben, auch die Ober- Landes- zu Boden geworfen und, nachdem er sich halb erhoben, Verlaufe einer Stunde brannten 9 Gehöfte mit 40 Gebäuden gerichte Dresden und Naumburg haben sich bereits in abermals niedergestoßen haben soll. nieder; nur die Kirche, das Schulhaus und das Gut blieben vom biefem Sinne ausgesprochen. Eine prinzipielle Kundgebung eines Erster Zeuge ist der Gendarm Münter, 29 Jahre alt. Er Feuer verschont. 600 Menschen sind durch die Katastrophe Straffenates des Reichsgerichtes in dieser Materie war bisher will einiges vorausschicken, was ein Bild geben werde von dem obdachlos geworden. Die Hufner sind zum größten Theil noch nicht erfolgt, weil in der Regel die Prozesse wegen groben Thun und Treiben der Sozialdemokratie. Vor einiger Zeit versichert, die kleinen Befiber hingegen sind unversichert. Der Unfuges vor den Schöffengerichten stattfinden und an feine höhere fei ein Agitator aus Krefeld erschienen, der die Bergleute Schaden ist bedeutend. Dies Justanz als an das Ober- Landesgericht gelangen fönnen. Gestern gegen den chriftlichen Verband aufgeputscht" habe. Leipzig, 15. Juni. Wie das Leipziger Tageblatt" meldet, fam der 4. Straffenat des Reichsgerichts in die Lage, sich über habe ihm der Herner Polizeikommissar mitgetheilt. An hat das Ginigungsamt in Sachen des Maurer Aus die für unsere soziale Entwickelung bedeutsame Frage aus dem betreffenden Tage nun habe Schröder schon eine Ver- standes den folgenden Schiedsspruch gefällt: zusprechen, ob die Aufforderung zum Boykott nach§ 360, 11 fammlung in Oberbaufen gesprengt und sei dann Der niedrigste Stundenlohn soll bis Ende September ( ,, Mit Geldstrafe bis zu 150 M. oder mit Haft wird Abend in die Versammlung zu Baukau gekommen mit vielen 0,42 M., von da bis Ende März 0,43 M., vom 1. April 1896 bestraft, wer ungebührlicherweise ruhestörenden Lärm erregt oder anderen; es feien dies keine Bergleute, sondern meist kleine ab 0,45 M. betragen. Die Vertreter der Parteien mer groben Unfug verübt") bestraft werden kann. Vom Land- buckelige Schneider" gewesen. Schröder habe die Versammlung einigten sich dahin, die Annahme des Schieds. gerichte Schweidnih sind am 19. Februar der Cigarren sprengen wollen, der Plan sei in dem Lokal von Schwarz fest- spruchs zu empfehlen. Der Ausstand ist infolgedessen so händler Guido Hartung, der Uhrmacher Meyer und der gestellt worden, Schröder habe daher Freie Diskussion!" ver- gut wie beigelegt. Uhrenfabrikarbeiter Geyer wegen Beleidigung der Polizei- langt. Der Vorsitzende Brust habe wegen der Störung die Rom, 15. Juni.( Deputirtenkammer.) Der Kammerpräsident verwaltung von Freiburg i. Echl. resp. Beihilfe dazu ver- Versammlung vertagt und Schröder aus dem Gaal ge- verliest die über die innere Politit der Regierung einMinisterpräsident Crispi urtheilt worden, von der gleichzeitig erhobenen Anklage, groben wiesen. Beuge fah nun, daß etwas losging". Es habe gebrachten Interpellationen. Unfug verübt zu haben, aber freigesprochen worden. Hartung die Absicht einer Revolte" bestanden. sei deshalb erklärt, auf alle Interpellationen eingehen zu wollen, verlangt hatte ein Flugblatt verfaßt, drucken und durch die Mitangeklagten Echröder gefolgt und als dieser beim Kassirer, von dem jedoch Verschiebung der Debatte bis nach der verbreiten laffen, in welchem er der Polizei den Vor- er sein Gutree zurückverlangte, unnöthig verweilte, habe er ihn Berathung des Budgets. wurf machte, daß fie dem Unternehmerthum in dem energisch aufgefordert, hinauszugehen. Daß er Schröder an- Rom, 15. Juni. Die Kammer hat mit großer Majorität Bestreben, der Sozialdemokratie die Säle abzutreiben, Silfe gepackt und hinausgeworfen habe, sei unwahr. Echröder müsse auf Antrag des Ministerpräsidenten Crispi die Distussion leiste. Dieses Verfahren bezeichnet er als erbärmlich. Nachdem von dem Schreck" gefallen sein(!) oder es tönne auch durch über die Interpellation bezüglich der inneren Politit bis nach dann davon gesprochen war, daß die Arbeiter sich hiergegen feinen( des Zeugen) Fuß gekommen sein, daß Schröder auf die der Berathung des Budgets zurückgestellt. schützen müßten, hieß es in dem Flugblatte weiter: Arbeiter Hände gefallen sei; des Zeugen nähere Erörterung dieser Mög- Rom, 15. Juni.( Kammer, Schluß.) Mehrere Redner der Freiburgs! Boykottirt ist nur der Gasthof B. Laßt euch nicht lichkeit blieb uns unverständlich. Es sei erlogen, daß er den äußersten Linken, namentlich Imbriani, bekämpften leb Rudini Antiäge Crispi's. erklärt, nichts durch Versprechungen, auch nicht von Ochsenbraten, verleiten, Zeugen Echröder angefaßt und an die Lust gesetzt habe. Zeuge haft gegen diefelben einwenden zu wollen. Crispi besteht auf euer Geld bei diesem Manne zu verzehren, der nächst der Be- spricht auch davon, daß Schröder sich hingelegt" habe. hörde der Anstifter dieser schändlichen Saalabtreiberei ist." Hierin Vorsitzender: Nun möchte ich Sie fragen, Zeuge, ob Sie feinen Anträgen, indem er erklärt, er wolle nicht auf die liegt eine Aufforderung, dem beschlossenen Boykott beizutreten. nicht doch die Möglichkeit zugeben, daß Sie durch eine Körper- lebhaften Ausführungen der Gegner in derselben Weise er Das Landgericht erachtete aber verständigerweise diese Auf- bewegung den Schröder zu Fall gebracht haben. Sollten Sie zu widern; er bitte auch seine Freunde, sich nicht auf einen forderung deshalb nicht für strafbar, weil der Boykott an sich weit gegangen sein und eine möglicherweise strafbare Handlung Weg hinreißen zu lassen, der weder der Kammer, noch erlaubt sei. Der Staatsanwalt legte gegen die Freisprechung Revi begangen haben, so dürfen Sie die Aussage verweigern. Benge ihm selbst zur Ghre gereichen würde.( Lebhafte Zustimmung.) fion ein und der Reichsanwalt erklärte diefelbe für begründet. giebt die erwähnte Möglichkeit zu." Ich kann es nicht sicher Die Rammer genehmigte hierauf mit großer Majorität die Aus Aus seinem Plaidoyer ist folgendes hervorzuheben: Man muß sagen, ich glaube aber, ter Mann ist in der Angst durch mein träge Grispi's, worauf die Sigung geschlossen wurde. Verantwortlicher Redakteur: I. Dierl( Emil Roland) in Kerlin. Truck und Verlag ven Maz Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. " Er am die Hierzu drei Beilagen. 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Mr. 138. Lohnschwindler und gelehrte Gerichte Sonntag, den 16. Juni 1895. mehreren Seiten wurde 12. Jahrg. mit Entschiedenheit die Unter der Polizei ein beträchtlicher Theil der Sympathien, die ihr jetzt stellung zurückgewiesen, daß den Arbeiterbeisigern Ur- noch von der arbeiterfeindlichen Bourgeoisie entgegen gebracht theile aufoftroyirt würden, denen der Parteiftempel auf- werden, verloren gehen. Vorläufig glauben wir jedoch nicht an gedrückt sei. Ferner wurde es von den Beisitzern als uns die Nachricht von dem arbeiterfreundlichen Vorhaben des Polizeiunter besonderer Berücksichtigung der Praxis des gesetzlich empfunden, daß zur Wahrnehmung eines weiteren präsidenten. Wenn wir uns recht entsinnen, so sind s. 3. die Gewerbegerichts und des hiesigen Landgerichts gegen- Termins und eventuell zu vernehmender Zeugen Vorschüsse ge- Bauarbeiter in ihrem Kampf um Errichtung von Baubuden von über Bauschwindlern leistet werden müssen. Im weiteren Verlauf der Diskussion der Polizei genau so behandelt werden, wie sonst streifende Arlautete das Thema, über welches am 11. Juni im Louisen- wurde eingehend die Zuständigkeitsfrage ventilirt und außerdem beiter von ihr behandelt worden. städtischen Konzerthause Genosse Arthur Stadthagen in einer das Verhalten einiger Assessoren gegenüber einzelnen Personen Für die Ferienkolonien, von denen die ersten schon in Versammlung der Arbeitnehmer- Beisitzer des Gewerbegerichts scharf getadelt. Zum Schlusse nahm die Versammlung einstimmig nächster Zeit von Berlin in die Bade- und Luftkurorte abgehen referirte. In der Versammlung fehlte kaum ein Beisitzer. Ver- folgende Resolution an:" Die am 12. Juni stattgehabte Ver- müssen, scheint noch recht wenig Geld zusammengekommen zu fein. anlassung zu der Versammlung gab das bereits von uns be- sammlung sämmtlicher Arbeiterbeifizer des Berliner Gewerbe- Das Komitee macht bekannt, daß die erforderlichen Mittel zur sprochene Erkenntniß des hiesigen Landgerichts, das im Gegen- gerichts proteftirt energisch gegen die in letzter Zeit gefällten Befriedigung auch nur des bringendsten Bedürfnisses bei weitem Urtheile des biesigen königlichen Landgerichts, welche dahin gehen, noch nicht vorhanden sind". Gleichzeitig wird in der Voss. 3tg, zu der Praxis des Gewerbegerichts führer als selbständige„ Subunternehmer" und nicht als daß Kolonnenführer, resp. Vorarbeiter im Sinne des Gesezes als ein Brief eines der Vertrauensärzte veröffentlicht, in dem darauf Arbeiter betrachtet wissen will, und den Unternehmer nicht für Arbeitgeber anzuerkennen sind. Entgegen dieser Ansicht berufen hingewiesen wird, daß in diesem Jahre, wie in den früheren, die Arbeiten der Arbeiter haften läßt. Redner legte den Fall sich die Versammelten vielmehr auf die im Jahre 1893 gefällten fast alle zur Untersuchung überwiesenen Kinder„ durchweg krank an der Hand des Erkenntnisses eingehend dar und erörterte, Urtheile des Gewerbegerichtes, die besagen, daß derjenige als waren", und daß die größte Mehrzahl der Kinder für weshalb die Entscheidung, die die Rechte der Arbeiter eminent Arbeitgeber anzusehen sei, der selbständig ein Gewerbe betreibt, ihr Alter ganz ungenügend entwickelt war". Die Vers verlege und unabsichtlich Bau- und Lohnschwindlern jeder Art und den Nuznieß aus der Arbeit zieht. Sämmtliche Arbeiter- öffentlichung des Briefes hat den Zweck, die Besitzenden Thür und Thor breit öffne, hinfällig ist. Der Kolonnenführer Beisiger erkennen ihrer praktischen Thätigkeit im noch nachträglich zu reichlicheren Spenden zu bewegen. Wir jazz aus Tokales. Im Auftrage der Lokalkommission: H. Scholz. Den Parteigenossen im Kreise Niederbarnim zur Nachricht, daß am Sonntag, den 7. Juli, im Schloß Sternecker zu Weißensee ein Volksfest stattfindet, welches von den Partei genossen des Kreises arrangirt ist. Alles nähere wird im Anzeigentheil des Vorwärts" befannt gegeben. Gefangvereine, welche sich an dem Fest betheiligen wollen, werden ersucht, sich bei A. Kopp, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 4, zu melden. Die Vertrauensperson. " " Vom Kanzler Leist war dieser Tage eine Nachricht in der Presse aufgetaucht, die zu einem, der Sachlage nach nur zu er flärlichen Frrthum Veranlassung gegeben hat. Gine, zuerst, wenn wir nicht irren, vom Kleinen Journal" gebrachte Meldung sich hier als Rechtsanwalt niedergelassen habe. Diese Nach besagte nämlich, daß der berühmte Mann mit der Nilpferdpeitsche richt war im Fluge u. a. auch nach Aachen gedrungen und hatte hier den unter Anklage gestellten Alexianern Veranlassung gegeben, sofort bei Herrn Zeist telegraphisch anzufragen, ob er ihre Bertheidigung in dem wider sie bevorstehenden Strafprozeß übernehmen wolle. Der schlagfertige Extanzler mußte diese schmeichelhafte Offerte leider ablehnen, und in seiner Antwort an die frommen Brüder stellte er berichtigend fest, daß er in der Zeitungsmeldung mit seinem Bruder verwechselt worden sei, auf den die betreffende Mittheilung der hiesigen Blätter zutreffe. Das Preisgericht für das geplante Bismarckdenkmal das vor dem Reichstagsgebäude errichtet werden soll, hat gestern die eingesandten Entwürfe geprüft und verschiedene Preise auss getheilt. Das Denkmalkomitee hat Ursache, seine Arbeiten schleunigst unter Dach und Fach zu bringen. Bei dem zur Stunde herrschenden Wind könnte urplöglich zur Veränderung wieder der Befehl einlaufen, die Bismarckbegeisterung abzulegen und dem Reichsgößen gegenüber die Haltung wieder einzunehmen, die bis zum vorigen Jahre allein als staatserhaltend galt. " und 15 Puzer hatten auf Zahlung von Beträgen zwischen Erwerbsleben heraus, daß diese Interpretation als die allein wollen abwarten, wie weit das helfen wird. Wenn's nicht hilft, 29 und 48 M. gegen den Unternehmer geklagt. Vor richtige anzusehen ist, wenn ferner das Gewerbegericht in der so wird die bürgerliche Presse wahrscheinlich noch lauter als im dem Gewerbegericht hatten hatten sie obgeſiegt. Das Land- Deffentlichkeit weiter als Laiengericht anerkannt werden soll. vorigen Jahre darüber zetern, daß der„ Undank", den die begericht hielt aber eine Berufung für zulässig, wiewohl Durch verschiedene Verhandlungen vor dem Gewerbegericht wurde sitzende Klasse für ihre Wohlthaten" ernte, an allem Schuld sei. die von den einzelnen Arbeitern eingeklagte Summe weit der Beweis erbracht, daß Kolonnenführer, resp. Vorarbeiter Wenn man doch endlich den Muth der Ehrlichkeit finden und unter 100 M.betrug. Der Zweck des Gesetzes, bei kleinen Summen häufig vorgeschobene Personen sind, welche den wirk- ohne Umschweise eingestehen wollte, daß von der„ Privat- Wohllichen Arbeitgeber nur von die Berufung auszuschließen, werde, führte Redner aus, durch den gesetzlichen Pflichten ent- thätigkeit" mehr überhaupt nicht zu erwarten ist. Angesichts solche Praxis offensichtlich verlegt. In der Sache selbst hatte das binden sollen, die letzterer den Arbeitern gegenüber hat. Die so dürftiger Erfolge, wie wir sie nicht nur bei den FerienLandgericht den Kolonnenführer deshalb abgewiesen, weil er als Urtheile des Landgerichts erschweren den Arbeitnehmern die Führung kolonien, sondern auch bei fast allen anderen, auf private selbständiger„ Subunternehmer", nicht als Arbeiter zu ihrer Prozesse um vorenthaltenen Lohn. Hoffentlich wird sich das Hilfe ſich ſtüßenden, wohlthätigen" und" gemeinnützigen" gelten habe, und weil die 15 weiteren Buzer formell nur mit Gewerbegericht durch derartige Urtheile in seinem Kampf gegen unternehmungen Jahr für Jahr erleben, ist es einfach unmöglich, dem Kolonnenführer einen Vertrag geschlossen haben. Diese Ent- Lohnschwindler nicht irre machen lassen. Die Versammlung bei den Lobrednern der„ Privatwohlthätigkeit" noch guten Glauben scheidung sei hinfällig. Nicht nach formalistischer Wortklauberei, mehrerer Arbeiter gegen ein und denselben Arbeitgeber zufammen- leugnern, von denen sie sich nur sehr unwesentlich unterscheiden. protestirt ferner gegen die Praxis des Gewerbegerichts, Klagen anzunehmen. Sie gehören in einen Topf mit den Nothstandssondern nach dem Sinne des Vertrages und aller ihn begleitenden Umstände, sei zu interpretiren; der ge- zulegen und dadurch die Berufung an das Landgericht zu er- In der Hauptsache tommt es auf dasselbe hinaus, ob man die werbliche Arbeitsvertrag erfordert, daß ein Theil( der möglichen. Hilfe mit dem Worte es giebt keinen Nothstand!" überhaupt Arbeiter) feine Arbeitskraft dem anderen( dem Unternehmer) Schließlich verwahrt sich die Versammlung gegen die Ver- verweigert, oder sich nur soweit zu helfen bereit erklärt, als das für dessen Betrieb gegen Entgelt verdinge. Als selbständiger dächtigung feitens einzelner Arbeitgeber- Beisitzer und sogar eines Vor- warme Herz" der Bourgeoisie es erlaubt und die schäbigen Unternehmer hat also der zu gelten, in dessen Nußen die Arbeits- fizenden des Gewerbegerichts, durch welche die Arbeiter- Beisitzer Bettelpfennige, die sie beisteuert, zureichen. traft verwendet wird, der sich die Arbeitskraft aneignet. Das beschuldigt worden sind, von ihren Parteigenossen beeinflußt und ist der Unternehmer und das bleibt er auch dann, wenn zwischen veranlaßt worden zu sein, parteiische Urtheile zu fällen." ihm und dem Arbeiter eine Reihe Mittelspersonen im Betriebe dazwischengeschoben wird. So ist auch die ständige Praxis des Reichs- Versicherungsamts, des Oberverwaltungsgerichts und der Unfallberufsgenossenschaften. Wenn das Landgericht in Besehung Zur Lokalliste. Folgende Lokale stehen der Arbeiterschaft mit zwei Assessoren meint, der Unternehmer melde zum Unfall unter den bekannten Bedingungen zur Verfügung: und zur Krankenkasse nur als Vertreter des KolonnenIn Berlin: Neues Klubbaus, Juhaber Ebert, an, so beruht diese" Auffassung darauf, daß Kommandantenstraße 72; Berliner Ressource, Romman dem gelehrten Richter die wirthschaftlichen Verhältnisse fremd dantenstraße 57; in Briz: E. Jünger," Zum Landhaus", sind und daß er infolge seiner rückständigen, allein juristisch- tech. Chausseestraße 97; Bethge's Konzerthaus, Chausseestraße 39; in nischen Ausbildung den Versuch mache, das wirthschaftliche Fürstenwalde: Schloßkellerei. Leben in juristische Formeln zu zwängen, statt der Aufgabe zu Die Stralauer Parteigenossen weisen darauf hin, daß die genügen, die gefeßlichen Regeln den wirthschaftlichen, thatsäch: Brauerei Stralau( Dekonom Herr Kalbhenn) nach wie lichen Erwerbsverhältnissen anzupassen. Dem gelehrten Richter vor von der Arbeiterschaft zu meiden ist. fei leider entgangen, daß der moderne Gewerbebetrieb ein Ganzes Das Lokalkommissions- Mitglied H. Kunkel wohnt nicht in fei, auf welches die Regeln des gewerblichen Arbeits- Hackenfelde, sondern in Spandau, Ackerstraße 87. vertrages Anwendung สิน finden haben. Bu seiner irrigen i ffaffung sei er auch dadurch verleitet, daß er die Lohnform weder in wirthschaftlicher noch in juristischer Hinsicht richtig verstanden habe. Man müsse sich stets gegen wärtig halten, daß alle Zwischenpersonen Zwischenpersonen bleiben und nicht zu ändern vermögen, daß zwischen dem Hin geber der Arbeitskraft und dem Aneigner derselben ein Rechtsverhältniß bestehen bleibe. Gradmesser für den Lohn ist die Zeit, allerdings vielfach in versteckter Weise. Beim fog. Zeitlohn „ Daß der Baukier Samuel heißt, darf das Organ des liegt dies flar auf der Hand. Beim Zeitlohn muß aber der Herrn Singer natürlich nicht sagen". Mit dieser albernen Flostel Unternehmer die ihm günstigste Verwendung der Arbeitskraft Der Arbeiterschaft Berlins zur Nachricht, daß die an- wird die von uns dieser Tage gebrachte, und dann in die felbst kontrolliren. Er sucht nach einer Lohnform, die diese Kontroll- gekündigte Volksversammlung, welche am Montag Abend zu gegnerische Presse übergegangene Mittheilung, daß auf dem thätigkeit ihm abnimmt und ihm noch andere Vortheile biete; da gunsten der Arbeiter- Bildungsschule abgehalten wird, nicht bei Pariser Platz 1, wo ein Bankier wohnt, für das schäbige bietet sich ihm der sog. Atford- oder Stücklohn. Hier kontrollirt Hente, sondern im Lokal des Herrn Ulrich, Südost, Waldemar- Honorar von 15 M. monatlich ein Vorleser gesucht worden sei, das Arbeitsprodukt selbst, wie viel Arbeitskraft vorausgabt ist. straße 75, stattfindet. von einigen antisemitischen Blättern ausgeschmückt, unter denen Affordarbeit wird leider immer mehr Ausdehnung gewinnen. Die lebensgefährliche Erkrankung unseres Partei- sich natürlich auch die Staatsbürger- Zeitung" bes Erspart sie doch dem Unternehmer eine besondere Kontrolle, genossen Frik Zubeil hat seit einigen Tagen eine so glückliche findet. In dieser antisemitischen Bemerkung soll natürlich der zwingt sie doch den Arbeiter zu leberanstrengungen und verwendung genommen, daß die Lebensgefahr als beseitigt erachtet Vorwurf liegen, daß der Vorwärts" bei der Aufdeckung sozialer anlaßt Konkurrenz der Arbeiter gegen einander, die den Preis werden darf. Allerdings ist unser treuer Mitkämpfer noch bett- Mißstände respektvoll vor dem Judenthum Halt mache. der Waare Arbeitskraft herabdrückt. Es giebt auch komplizirtere lägerig und wird noch wochenlang außerordentliche Schonung Ueber diese ebenso infame wie unsinnige Verdächtigung Formen des Stücklohns, und zu diesem gehört z. B. die im nothwendig haben. Hoffen wir, daß in dem so glücklich verbrauchen wir fein Wort zu verlieren; unsere Parteigenossen Urtheil mißverstandene. Der Arbeitgeber schiebt zwischenpersonen laufenden Heilungsprozeß kein Rückschlag eintritt und daß unser sowohl wie unsere Gegner wissen aus hunderten von Belegstellen zwischen sich und dem Arbeitenden. Er schließt mit jemandem, Frizz Zubeil bald wieder in altgewohnter Unermüdlichkeit und in unserm Blatte, daß der Vorwärts" sich am allerwenigsten der Arbeiter sein kann, wie es z. B. der Kolonnenführer stets ist, Rüftigkeit für die Partei weiter wirke. scheut, das Ding beim rechten Namen zu nennen und seine Mitaber nicht zu sein braucht( z. B. der Arbeitsstuben- Inhaber), einen Vertrag in der Art ab, daß er die Arbeitskraft kauft, die Zahlung der Angelegenheit Töb3 Krebs aus, welche dem Anscheine weiter. Bezeichnend ist es aber, daß gerade die Radau- Antitheilungen ohne Rücksicht auf die Person in breitester DeffentWie eine Seeschlange dehnt sich die Voruntersuchung in lichkeit und Deutlichkeit zu bringen. Darüber also kein Wort nach Stücklohn berechnet, aber so viel Arbeitstraf nach nunmehr auf ein bestimmtes Biel loszusteuern scheint, semiten es sind, die ein sozialdemokratisches Organ derart mit fauft, als der direkte Kontrahent, der Kolonnenführer, nicht allein besigt. Kann ein einzelner z. B. in einem Monat 1500 nämlich auf eine Anklage wegen Bergehens gegen das Spreng- Schmutz bewerfen. Quadratmeter Putz bewältigen, der Unternehmer gebraucht aber stoffgesetz. Wie uns berichtet wird, finden noch immer in ausGerade die Staatsbürger Beitung" hat in nenester 15 000 Quadratmeter innerhalb dieser Frist und vereinbart, der gedehntem Maße Zeugenvernehmungen statt und handelt es sich Beit bewiesen, daß sie ein Blatt von so troftloser GrKolonnenführer solle 15 000 Quadratmeter Buz innerhalb eines hierbei um die Lösung der Frage, ob die Untersuchungsgefangenen bärmlichkeit und Feigheit ist, wie solches selbst unter Monats herstellen, so weiß er, der Kolonnenführer gebraucht haben. Im Zusammenhange hiermit steht auch wohl die Nach z. B. seinerzeit die Sonntags- und Feiertagsschändungen aufin ihrer früheren Behausung oder anderswo experimentirt" antisemitischen Organen selten zu finden sein dürfte. Als wir entweder bereits angenommene oder erst in Zukunft anzunehmende Hilfskräfte. Der Unternehmer will nicht allein des Kolonnen- forschung nach der Lektüre, welcher die beiden obgelegen und nach beckten, die im königlichen Schloß, in der Gnadenkirche und führers, sondern aller Buzer Arbeitskraft, die in feinem Gewerbe: Untersuchung nach dieser Richtung hin belastende Momente er frech als passende Illustration zum Kampf für Ordnung, Reden Personen, mit welchen sie Verkehr gepflegt haben. Ob die ähnlichen gottgeweihten und patriotischen Instituten fromm und betrieb, auf dem Bau, verausgabt wird fich aneignen. Er schließt also- gleichgiltig, wie er seine Absicht durch zwischen- geben hat oder ergeben wird, vermögen uneingeweihte natürlich ligion und Sitte begangen wurden, da war es neben dem Organ personen verschleiert mit allen Buzern, die auf seinem nicht vorauszusagen, doch wird auch dies in naheliegenden der evangelischen Heuchler, dem„ Reichsboten", so ziemlich Bau mit seinem Willen arbeiten, einen Arbeitsvertrag Streifen start bezweifelt. Die ganze Sensations affäre scheint einzig die radauantisemitische immer mehr hinauszulaufen auf Staatsbürger Zeitung", viel Lärm um nichts! und hat soweit zu haften, als er die Arbeitskraft anderer welche die selbst in der auswärtigen Presse vielfach fich angeeignet hat. Daß der Kolonnenführer außerdem haftet, Herr v. Richthofen als Menschenfreund? Uns wird kommentirten Schandwürdigkeiten systematisch todtschwieg. Troh verändert diese Rechtslage insbesondere dann nicht, wenn sich geschrieben: Die Errichtung größerer Warteräume für die auf mehrfacher Rippenstöße, die wir ihm ertheilten, wurde keine durch Bezahlung der Krankenkassen- Beiträge, durch Beitritt zur den Straßen beschäftigten Arbeiter war von dem Polizeipräsidenten Silbe von den Vorkommnissen in dem Antisemitenblatte erUnfall: Berufsgenossenschaft u. s. w. tlar ergiebt, daß er Leiter v. Richthofen beim Antritte seines Amtes in Berlin in Aussicht wähnt- aus Furcht, oben anzustoßen. Und ein Blatt von seines Betriebes bleiben will. In fonsequenter Weise müßte das genommen. Der neue Polizeipräsident hatte damals bei einem solcher Feigheit wagt in der rüpelhaften Manier unserer slavischen Landgericht, wenn andere Arten verfchleierten Akkordlohnes, zum Gange durch die Wilhelmstraße, wo größere Straßenarbeiten Urteutonen den Vorwärts" der Rücksichtnehmerei zu zeihen! Beispiel Prämiengewinn- Betheiligung, vorlägen, die Arbeiter gar stattfanden, mitangesehen, wie die Arbeiter in brennender Mittags Nichts kann schlagender die widerwärtige Charakterlosigkeit und als Unternehmer betrachten. Die vom Landgericht selbst be- fonne auf der Straße das ihnen von der Familie zugetragene Demoralisation im Lager der Radau- Antisemiten kennzeichnen, dauerte Folge mechanisch- juristischer Interpretation, daß der Mittagessen verzehrten und auf seine Nachfrage hatte er er als dieser Ausfall ihres Hauptorgans. Arbeiter bei solchen Lohnformen leicht um seinen Lohn geprellt werden fahren, daß von den vorhandenen beiden Baubuden die eine Nauck und Hartmann haben bekanntlich leider das Plakatfönne, hätte das Landgericht veranlassen sollen, etwas eingehender nothdürftig den Raum zur Aufbewahrung der abgelegten monopol und haben schon wiederholt Anlaß zu Beschwerden sich mit den thatsächlichen Verhältnissen und der ökonomischen Kleidungsstücke der Arbeiter enthielt, während die andere, mit wegen ihrer Weigerung, gewiffe Plakate anzubeften, gegeben. Grundlage des Arbeitsvertrages zu befassen. Dann hätte es ebenso beschränktem Raum als Baubureau hergerichtet war. Von Uus liegt wiederum ein solcher Fall vor. Das Plakat über die nicht so gewaltig, wie geschehen, geirrt. Der gelehrte Richter der Zeit an, so hieß es damals, bemühte sich der Polizeipräsident öffentliche Versammlung der Obst- und Gemüsehändler vom habe leider selten Gelegenheit, praktisch das gewerbliche Arbeits- dafür, daß bei solchen Straßenbauten die Unternehmer für einen 14. d. M., die über die Beseitigung der bestehenden Mißstände verhältniß kennen zu lernen, und juristisch sei es so gut wie noch ausreichend großen Raum sorgen sollten, der den Arbeitern während in der Zentral- Markthalle Beschluß fassen sollte, hat Nauck und gar nicht behandelt. Das Gewerbegericht solle festhalten an der Essenspausen zum Aufenthalt dienen sollte. Diese Be: Hartmann anzuheften abgelehnt. Als Grund ist von dem seiner den thatsächlichen Verhältnissen, dem Gesetz und der Ver- mühungen scheinen aber erfolglos gewesen zu sein, denn bis Monopolisten des Plakatwesens angegeben, daß auf deur nunft entsprechenden Praxis und sich nicht durch andere heute hat sich in diesen Verhältnissen nichts gegen damals ge- Plakate nicht Wohnung und Name des Einberufers der VerUrtheile irre machen lassen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer ändert. Man sieht heute noch, wie damals, die Arbeiter einen sammlung mitgetheilt war. Das ist jedoch weder ungesetzlich seien in Berlin Berlin glücklicherweise einig gewesen in der Platz zum Effen auf den Treppenstufen des nächsten Hauses sich noch ein vertragsmäßig zulässiger Ablehnungsgrund. Weshalb Abwehr gegen die Versuche, den Arbeiter um feinen suchen und sich zu einer kurzen Erholung auf den Fußboden des ist abgelehnt? Doch nicht deshalb, weil das Plakat in einer Lohn durch Zwischenpersonen zu bringen. Halten Sie Hausflurs hinstrecken; wird das, was gar nicht selten geschieht, anderen Druckerei als der von Nauck u. Hartmann hergestellt fest an diefer Praxis, wenn Sie fie für richtig halten. Lassen von dem Hausbefizer verboten, so bleibt dem Arbeiter nichts war? Der Einberufer beabsichtigt, Beschwerde beim Magistrat Sie sich weder durch meine Ausführungen noch durch Dar: Anderes übrig, als sich im Sonnenbrande auf das Straßenpflaster zu führen und den Litfaß- Nachfolger regreßpflichtig zu machen. legungen gelehrter Gerichte beeinflussen. Richten Sie lediglich niederzulegen und Bilder dieser Art erblickt man jetzt in den Wann wird die Stadtverwaltung dazu gelangen, die Schädlichnach dem Gesetz und nach bestem Gewissen, aber laffen Sie sich heißen Tagen zahlreich. teit privatkapitalistischer Monopolisirung einzusehen? auch nicht durch juristischen Formalismus irreführen. Sollte diese Mittheilung sich bewahrheiten, und sollte der von Uebrigens feien die Interessenten darauf hingewiesen, daß Lebhafter Beifall folgte dem Vortrage. In der Diskussion Herrn v. Richthofen angeblich angeregte Gedanke in der That ein- die angekündigte Versammlung nunmehr am Dienstag Abend in traten alle Redner den Ausführungen des Referenten bei. Bon mal auf Kosten der Unternehmer verwirklicht werden, so dürfte Fey's Gesellschaftshaus, Brunnenstr. 184, abgehalten wird. " " # " = Kunst und Wissenschaft. Ju München ist die Schad gallerie am Sonnabend wieder eröffnet worden. Cine Anreizung zum Auswandern nach dem kanadischen treibt in der Markgrafenstraße Nr. 95 eine Schankwirthschaft.| Fehler aber auch ohne besonderes Talent unter dem Beifall des Nordwesten von Nordamerika wird nach einem Erlaß des Re- Vor einigen Tagen hatte sie sich aus einer Droguenhandlung Kali- Bublikums herabgespielt. Mit dem Applaus wird im Schillergierungspräsidenten zu Potsdam an die Aufsichtsbehörden in lauge holen laffen, um den Bierdruckapparat zu reinigen. Als Theater nie gefargt. Ein dankbares, leider zu dankbares Ietzter Beit wieder vielfach dadurch versucht, daß über jene Gebiete fie eben dabei war, kam etwas dazwischen, das sie von der Be- Publikum! von Nordamerika, und besonders über die Provinz Manitoba, endigung der Arbeit abhielt. Die Tochter nahm nun die Flasche in Schantstätten lobrednerische Druckschriften ausgelegt werden. mit der Kalilauge und übergab sie ihrem Vater. Dieser stellte sie im Da dies hauptsächlich im Interesse der Dampfer- und Eisenbahn Schantlokale auf ein Spind. Am Donnerstag früh um 4 Uhr Gesellschaften geschehe, welche bei der Beförderung der Aus- erwachte Voigt, ein Mann von 40 Jahren, und verspürte einen wanderer betheiligt sind, weist der Regierungspräsident die Po- quälenden Durst. Er ging in das Schanklokal, um eine Flasche dichter ist am Nachmittage des 15. Juni in Baden bei Wien geNichard Genée, der bekannte Komponist und Libretto lizeibehörden an, auf jene unzulässige Propaganda behuss Ver- Selterswasser zu trinken, ergriff aber in der Schlaftrunkenheit hinderung derselben mit aller Entschiedenheit ihr besonderes die Kaliflasche, obwohl diese mit einem Todtenkopfe als giftig storben. Augenmerk zu richten. Vielleicht hilft eine Bekanntgabe des In- versehen war. Er nahm einen Schluck von der scharfen Lauge halts, daß Kanada preußisch geworden sei, als Abschreckungs- und stürzte mit einem gellenden Aufschrei zu Boden; er merkte mittel gegen die Auswanderungsluft. Dies Mittel soll früher die Verwechselung erst, als es zu spät war. Die Frau, die sofort fchon mit Erfolg angewendet worden sein. Zwischen den Sonnenflecken und den magnetischen herbeieilte, wandte Milch und Selterswasser als Gegenmittel an Im Sicherheit gegen Feuersgefahr auf der Berliner und zog ungefäumt auch einen Arzt zu Rathe. Alle Mittel Störungen auf der Erde ist oft ein innerer Zusammenhang ver Um Sicherheit gegen Feuersgefahr auf der Berliner muthet worden, speziell sollte eine Periode vieler Sonnenflecke Gewerbeausstellung in Treptow 1896 herbeizuführen, blieben jedoch ohne Erfolg, Voigt ist seinen Verlegungen erlegen. auch stets mit starten magnetischen Störungen auf der Erde ver hat der Magistrat auf Antrag des Polizeipräsidiums beschlossen, Große Havarie erlitt gestern, Sonnabend, Vormittag bunden sein. Nach eingehenden Vergleichungen beider Erdaß das Ausstellungsgelände während der Dauer der Ausstellung ein Lasikahn an der Bellevue Brücke. Diese wollte ein mehrere scheinungen, welche Herr Sidgreaves in Strughurst jüngst vor= vollständig in das Löschgebiet der Berliner Feuerwehr hineingezogen werden soll, jedoch mit der Maßgabe, daß der Feuerwehr ausschließlich für die Feuersicherheit die Verantwortung übertragen werde und daß der Stadtgemeinde besondere Kosten nicht entstehen. Eine kleine Vergeßlichkeit ist gestern bei der Berufszählung pafsirt. Nach der„ Bossischen Zeitung" hat man nämlich zählung passirt. Nach der Vossischen Zeitung" hat man nämlich versäumt, den Potsdamer Bahnhof mitzuzählen. Jedenfalls habe kein Miether in dem Gebäude bis jest Formulare oder Zähler zu Gesicht bekommen. Das Polizei- Präsidium hat das Projekt der Großen Berliner Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft zur Anlage einer elektrischen Bahn durch die Behren-, Martgrafen-, Junker, Ritter- und Reichenbergerstraße abgelehnt, dagegen aber der Direktion straße befindlichen Geleise in Erwägung zu nehmen. genommen hat, existirt ein erkennbarer Zusammenhang derselben nicht, ja, die stärksten und häufigsten magnetischen Störungen zeigten sich zu einer Zeit vollkommener Fleckenlosigkeit und Rühe auf der Sonnenoberfläche. Kähne stromaufwärts schleppender Dampfer in demselben Augen blicke passiren, als ein zweiter Schleppzug stromabwärts gefahren fam. Der eine Dampfer mußte daher stoppen, und zwar so plöglich, daß sein zweiter Kahn auf den ersten, ein eisernes Fahr zeug, mit großer Wucht auflief. Das hölzerne Schiff, das dem Ueber den Plan des schwedischen Ober Jugenieurs Schiffer Münstert aus Luckenwalde gehört, erhielt dabei ein S. A. Andrée, den Nordpol durch Ballonfahrt zu erreichen, großes Leck am Bordersteven, während das eiserne das Steuer- haben wir bereits mehrfach berichtet. Nach seiner der schwedischen ruder verlor. Münstert ließ seinen Kahn, der sofort zu sinken Akademie zur Begutachtung vorgelegten Denkschrift hängt die begann, ans Ufer laufen. Die Ladung, die aus Futterinehl be- Ausführbarkeit des Unternehmens von vier Hauptbedingungen steht, dürfte trotzdem zum größten Theil verdorben sein. ab, die der Ballon erfüllen muß: 1. er muß drei Personen, Inftrumente, Proviant für vier Monate, Ballast u. f. w. tragen fönnen; 2. er muß sich 30 Tage in der Luft frei schwebend halten können; 3. er muß an irgend einem Punkte des Polargebietes mit Gas gefüllt werden fönnen; 4. er muß zut lenkbar sein. einem gewissen Grade lenkbar Die Er Eine Anzahl Bons im Werthe von 4 Mark ist wahrscheinlich in Johannisthal verloren gegangen. Der Finder wird gebeten, dieselben bei Hill, Webersir. 45, abzugeben. Im Schlafe wurde gestern Vormittag der 30jährige Kutscher Wilhelm Hübner Ritterstraße zu führenden Bahn an die bereits in der Linden gegen 2 Uhr früh als Führer eines Kohlenwagens von Berlin Tüllung der beiden ersten Bedingungen dürfte feine besonderen nach Friedenau. Auf der Landstraße schlief er ein, fiel vom Wagen erklärt, einen derartigen Ballon aus doppeltem Seidenzeug von hat sich bereit Die Gallerie des Opernhauses, das„ Amphitheater", foll berab und wurde von seinem eigenen Fuhrwert überfahren. Gr 5500 Rubikmeter Inhalt für den Preis von 55 000 Franken hermit dem geplanten Umbau eine Verbesserung insoweit erfahren, erlitt dabei einen Genickbruch und starb auf der Stelle. Es wird zustellen. Auch die beiden anderen Erfordernisse hofft Andrée als die Plätze beweglich gemacht und die Stehpläge auf einen leider nicht gemeldet, wie lang der Arbeitstag des Verunglückten erfüllen zu können, während von fachmännischer Seite sehr ge= Bruchtheil beschränkt oder ganz aufgehoben werden sollen. war, so daß für die näher liegende Vermuthung, daß Hübner wichtige Bedenken dagegen geltend gemacht werden. Nach dem Gleichfalls soll das Barterre, der schmale Raum hinter dem ein Opfer übermäßiger Anstrengung geworden ist, keine näheren Nordpol per Luftballon zu gelangen, mag ihm vielleicht gelingen; Parkett, eingehen. Diese Mittheilungen würden dem Publikum Anhaltspunkte vorliegen. wie er aber auf demselben Wege zurückkommen will, ist noch wie angenehme Musik klingen, wenn nicht gleich hinterher die Bot- Verschwunden ist seit dem 26. Mai der Schloffer Hermann durchaus ungewiß. Und an der Schwierigkeit, am Nordpol das schaft käme, daß eine Preiserhöhung gerade für die Plätze des Amphi- Teschner. Er entfernte fich am Morgen dieses Tages, um Arbeit zur Wiederfüllung des Ballons nöthige Gas zu beschaffen, dürfte theaters in Aussicht genommen ist. Uns dünkt, das königliche" zu suchen und ist seitdem nicht zurückgekehrt. Die Ehefrau be die ganze Expedition scheitern. Gleichwohl will Andrée im FrühInstitut hätte es bei dem bisherigen Preise von einer Mark für fürchtet, daß er sich ein Leids angethan hat. Der Verschwundene jahr 1896 sich nach den norwegischen Inseln bei Spitzbergen be den Stehplatz und einer Mart fünfzig Pfennig für den Sitzplatz hat röthliches Haar, ist bartlos und von mittelgroßer Statur. geben, dort das Ballonhaus errichten, den Ballon füllen und im im höchsten Himmel dem unbemittelten Publikum schon schwer Er ging im Arbeitsanzug. Juli die Fahrt nach Norden antreten(?). genug gemacht, sich den Genuß einer Opernvorstellung zu gönnen. Bei Begehung eines schändlichen Verbrechens an einem Es hieße das Opernhaus gänzlich für die zahlungsfähige Bour- achtjährigen Mädchen wurde gestern Vormittag in einem Hausgeoisie referviren, wenn die Preise für die schlechteren Pläge noch flur in der Großen Hamburgerstraße der 24jährige Handlungsmehr in die Höhe geschraubt würden. reifende Bindewald überrascht. Der Mensch wurde selbstverständlich zur Wache gebracht. Auf der Brandstätte in der Köpenickerstraße mußte auch am geftrigen Tage noch mit drei Schläuchen in die noch immer glimmenden ca. 5 Meter hohen Schuttmassen Waffer gegeben werden. Mit den Aufräumungsarbeiten konnte erst gestern, und zwar am südlichen Theile des Gebäudes begonnen werden, nachdem die gefahrdrohenden Mauern niedergelegt worden sind. Be sondere Schwierigkeit bietet die Mauer der an der Spree beTegenen Nordfeite, welche, nachdem dreißig Mann gestern sich von einem Kahn aus vergeblich damit bemühten, heute durch Wasserdruck umgeworfen werden muß. Zu diesem Zweck schleudert seit gestern Morgen eine Dampfsprize fortgesetzt gewaltige Wasser massen gegen das Mauerwerk. Die Aufräunungsarbeiten gestalten sich noch insbesondere deshalb gefahrdrohend, als die unter den Schuttmassen verborgenen Mauern vollständig geborsten find; dieselben müssen, um einen Einsturz zu verhindern, nach und nach abgetragen werden. Welch gewaltige Hige der Brand her= vorgerufen, geht daraus hervor, daß die jetzt sichtbar gewordenen Eisentheile und Träger vollständig wie Blech gebogen sind und vielfach Schmelzstellen aufweisen. I Die Bewegung des Merkur. Leverrier, der berühmte Errechner des äußersten Planeten unseres Sonnensystems, des Neptun, hat auch merkwürdige Bewegungen an dem der Sonne nächsten Planeten, dem Merkur, wahrgenommen. Der seiner zeit bekannte äußerste Planet, der 1781 von Herschel Hospital ein Tischler erhängt vorgefunden. Am 14. d. Mts. von Polizeibericht. Am 13. d. Mts. abends wurde in einem entdeckte Uranus, zeigte in seinen Bewegungen Abweichungen er dem Gange, welchen der Rechnung zufolge födtete sich ein in der Waldemarstraße wohnender Mann im haben sollte; man suchte diese Abweichungen durch die Annahme betrunkenen Zustande durch einen Revolverschuß in den Kopf. An der Waisenbrücke fiel nachmittags ein zwölfjähriger Knabe bessen Einwirkung nicht in Stechnung gezogen sei; die beobachteten zu erklären, daß hinter ihm ein noch unbekannter Planet stehe, beim Spielen in die Spree und ertrank. wirthschaft in der Frankfurter Allee versuchte abends ein Soldat Ort der vermutheten Masse zu berechnen, was ihm so vollständig In einer Schant- Abweichungen gaben Leverrier Veranlassung, die Größe und den sich durch zwei Revolverschüsse in die Brust zu tödten. Er wurde gelang, daß am 23. September 1846 an der von ihm bezeichneten noch lebend in das Garnisonlazareth gebracht. Ein durch Stelle wirklich ein bis dahin der Beobachtung entgangener einen Dampfer geschleppter Kahn fuhr gegen einen Pfeiler der Stern, eben der Planet Neptun, aufgefunden wurde. Bellevuebrücke an und erhielt ein so bedeutendes Leck, daß er bald darauf fank. 14. b. M. fanden vier kleine Brände statt. Die Mannschaft wurde gerettet. Witterungsübersicht vom 15. Juni 1895. Stationen. Nach dem amtlichen Feuerbericht sind sechs( nicht fünf) Feuerwehrleute bei dem großen Speicherbrand in der Köpnicerstraße verunglückt. Es sind dies Feuermann Plög( Quetschung über dem rechten Auge mit Bluterguß), Feuermann Pylka( starte Kontusion des Kopfes und Wunden am Hinterkopfe, außerdem Swinemünde. unerhebliche Quetschung des Rückens und der großen rechten Hamburg Behe), Oberfeuermann Rosenow( Kontufion des Rückens und der Berlin linten Hüfte), Feuermann Franz( Kontufionen am Kopf und Wiesbaden. beiden Beinen), Feuermann Wiesenthal( Kontusionen an Stirn München. und Nase), Feuermannanwärter Meinhardt( Abschürfungen am Wien. Kopf und leichte Kontusionen am linken Fuß). Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke | WWHAT WAwww( Stala 1-12) Wetter halb bedeckt Am Temperatur nach Celfing ( 50.40 R.) 16 10 761 762 N bedeckt 761 763 SM NW bedeckt 12 4 bedeckt 763 SSM 3 763 761 SSM 4 768 WNW 1 Regen 11 bedeckt 12 wolfenlos 11 wollig 11 11 763 SO B heiter 14 768 NW 3 wolfig 9 767 bedeckt 10 • . Haparanda Gort Petersburg Aberdin. Paris Berliner Wetterbureau. Theater. Dieser berühinte Forscher hatte nun, wie anfangs erwähnt, auch an der Bewegung des Merkur Abweichungen von der be rechneten Bewegung wahrgenommen und die Vermuthung aus gesprochen, daß sie von einem oder mehreren unbekannten Planeten herrührten, welche der Sonne noch näher ständen als Merkur. Von diesen beobachteten Planeten ist bisher trotz des eifrigsten Suchens niemals eine Spur gefunden worden. in In der neuesten Zeit haben zwei Forscher diese Frage wieder Angriff genommen; der eine Haerdti, geht von der Annahme aus, daß die beobachteten Abweichungen in der Merkursbewegung von der berechneten durch einen Mond hervor gebracht werden, welcher den Planeten umkreist; wie Leverrier aus den Abweichungen des Uranus den Neptun, so errechnete Haerbil aus den Abweichungen des Merkur einen Merkursmond. Durch denselben würden die thatsächlichen Bewegungen freilich mit den theoretisch erforderten in Einklang kommen; aber die Masse des vermutheten Mondes ergiebt sich als eine so große und demgemäß entsprechend helle, daß man kaum annehmen tann, sie wäre den eifrig suchenden, mit den besten Fernröhren ausgerüsteten Astronomen bisher entgangen. Derlammlungen. Vom Eisenbahnzuge wurde Freitag Nachmittag um 2 Uhr ein Soldat des ersten Eisenbahnregiments auf der Strecke Der andere Forscher, Herr Newcomb, geht von Leverrier's zwischen Tempelhof und Südende todtgefahren. Der Soldat Vermuthung einer Gruppe von Planeten aus; dieselben müßten war als Streckenrevisor auf dem Geleife der Militärbahn damit aber nicht nur die Bewegung des Merkur, sondern auch die der beschäftigt, Schrauben anzuziehen und dergleichen fleine Arbeiten Venus, Erde und vielleicht des Mars stören. Zunächst weist nun Wetter- Prognose für Sonntag, 16. Juni 1895. mehr zu verrichten. Während er sich gerade in einer Kurve beHerr N. aus 62 000 am Merkur, der Sonne, Venus und dem fand, kam von Berlin ein Zug, der nach Dresden fuhr, und die und steigender Temperatur; teine oder unerhebliche Niederschläge. den legtgenannten Planeten Abweichungen von den berechneten Langsam aufklärendes Wetter mit schwachen westlichen Winden Mars gemachten Beobachtungen nach, daß thatsächlich auch bei Militärzugmaschine Nr. 103, die mit mehreren Militärpersonen, einem Maschinen- und einem Zugführer, einem Feuermann und Werthen vorkommen. Die angenommene Gruppe von Planeten, einem Bremser besetzt war und von Klausdorf einen Militärdie Herr N. dann zur Erklärung aller dieser Abweichungen zug abholen sollte. Die Geleise der Dresdener und der berechnet, ergiebt aber doch so große Werthe für ihre Masse, daß Militärbahn liegen dicht neben einander. Die Militärmaschine er erklärt:„ Es scheint mir unmöglich, daß eine solche fuhr dicht hinter dem Dresdener Buge. So famt es, daß Das Schillertheater hat seine Pforten noch weit geöffnet, Gruppe der Entdeckung entgangen sein fönnte." Er schlägt daber der Soldat in der Kurve wohl den Dresdener Zug, nicht während alle anderen Berliner Kunsttempel Sommerferien ge- vor, das von Newton aufgestellte Grundgesetz, welches allen aber die zweite Maschine rechtzeitig gesehen hat. Als diese fich macht und über die mehr oder weniger verlorene Eaison des Rechnungen zu grunde liegt, selbst zu ändern, d. h. anzunehmen, dem Manne näherte, gab ihr Führer zunächst das Achtungs- leßten Winters fich in Trauer verhüllt haben. Das Schiller daß die Wirkung der Massen auf einander nicht genau in dem zeichen, und dann das Nothsignal, zwei turze Pfiffe hinterein theater braucht nicht zu trauern. In ihm ist das anscheinend Berhältniß abnehme, wie ihre mit sich selbst multiplizirten Ents ander. Der Gefährdete muß die Warnung gehört haben, da er Unmögliche Ereigniß geworden: Ein volles Haus zur Zeit der fernungen zunehmen. Ehe die wissenschaftliche Welt sich aber sich daraufhin umbrehte. Troydem aber verließ er das Geleife Sonnenwende. Wie allgemein behauptet wird, soll die kühne dazu verstehen wird, wird sie doch wohl nach anderen E.klärungsnicht und wurde, da deren Führer nicht mehr anhalten fonnte, Rechnung, die Herr Direktor Löwenthal vor mehr denn gründen suchen. von der Maschine erfaßt, vom Wegräumer ein Stück Weges fort- Jahresfrist aufstellte, nicht allein gestimmt, sondern durch geschoben und dann überfahren. Die Räder verlegten ihn am die Erfolge weit übertroffen worden fein. Anderswo Kopfe und zermalmten ihm Hals, Arme und Beine, fodaß er auf gähnende Leere im Parkett und auf den Rängen; im der Stelle todt war. Die Leiche mit den abgerissenen Theilen Schiller- Theater allabendlich ein Publikum, welches das Haus Ju Zentralverein der Bureau Angestellten wurde nachmittags um 5 Uhr von Mannschaften unter Führung zwar nicht immer bis auf den letzten Platz, aber im allgemeinen Deutschlands hielt der Kollege Caspar in der letzten eines Oberstabsarztes und mehrerer Offiziere abgeholt und in doch leiblich füllt. Kurzum, das Unternehmen soll gesichert da Mitgliederversammlung am 7. d. M. einen Vortrag über„ Die das Garnisonlazareth gebracht. Der Verunglückte soll ein Rhein- stehen und vergnügten Sinnes blicken seine Gründer auf Gevatter Tendenz der sozialen Entwickelung", dem sich eine lebhafte Disländer aus Köln sein und Lorch heißen. Krämer und Schlächtermeister herab, die sich an dem ihnen ge- fuffion anschloß. Zur Besserung der Kassenverhältnisse wurde Eine Nevolveraffäre. Zu einer schweren Verlegung ist botenen Repertoire wie an den Leistungen der Bühnentünſtler bann beschlossen, für jede Himmelsrichtung Berlins dem Hauptvor einigen Lagen der Schmied Bernhard Engelhardt burch ein föniglich amüsiren. Und auch die Direktion mag gleich dem tafsirer je einen Hilfskaffirer beizuordnen, der die Ginziehung der Mißverständniß gekommen. Engelhardt, ein Mann von 44 Jahren, Publikum befriedigt sein, wenn sie auf das im ersten Jahr Gebotene rückständigen Beiträge bei den Mitgliedern seines Bezirks zu beder hier in der Reinickendorferstraße 60 wohnt, war in Spandau zurückblickt. Es war zwar wenig von dem hohen Flug zu spüren, der sorgen hat. Die nächste Vereinssitung findet am Freitag nach gewesen, um Arbeit zu suchen. Auf dem Heimwege nach Berlin a prophezeit wurde in den anfänglichen Ankündigungen der bem 1. Juli statt, da die zweite Monatsversammlung laut ba traf er auf der Spandauer Chauffee ein Fuhrwerk; er fragte gefügigen Preffe. Im Namen des großen Dichter- Idealisten, dessen Kutscher, ob er ihn nicht mitnehmen wolle. Die Antwort nach dem das frühere Wallnertheater umgetauft worden, leiert Vereinsbeschluß für die Sommermonate ausfällt. man ein Repertoire herunter, welches den, der noch an den Die Stuckateure Berlins und Umgegend hielten am des Kutschers verstand er zwar nicht genau, deutete sie aber dahin, Idealismus auf den Brettern, die die Welt bedeuten, glaubt, Montag, den 10. Juni, ihre übliche Vereinsversammlung ab, in daß ihm seine Bitte gewährt sei. Der Rutscher hatte jedoch eine zum Zähneklappern bringen kann. Aber was thut's? Das welcher Genosse Millarg über den Bauschwindel und die ablehnenden Antwort gegeben, und dieses Mißverständniß hatte Publikum will es Direktion steht sich Stuckateure referirte. Die werthvollsten Ausführungen waren die recht bedauerliche Folgen. Der Schmied machte sich daran, gut beim Veilchenfresser" und dem„ Schwabenstreich". Und Klarlegungen der letzten Landgericht Entscheidung über das den Wagen zu erflettern, erflettern, erhielt aber in demselben Augenblicke einen Revolverschuß in die linke Schläfe. Dero wird denn im Einverständniß mit den aus den solidesten Solonnensystem, nach welcher der Kolonnenführer resp. jeder Schichten der Bevölkerung" bestehenden Abonnenten am Schiller- Kollege, welcher sich Kollegen anwirbt, als Unternehmer Kutscher hatte geglaubt, zu einem energischen Bertheidigungs- Theater heiteren Blickes in das zweite Spieljahr hineingegondelt, betrachtet wird und fogar zur Zahlung der Unfallmittel greifen zu müssen, da er der Meinung war, einen der Räuber vor sich zu haben, die von Zeit zu Zeit durch ihre Ueber- enedig und Schönthan zu Ehren. Die Erfahrungen dieser Versicherung und der Gewerbesteuer herangezogen werden Bühne lehren, wie wenig auch das Kleinbürgerthum, um von fann. Sieran schloß sich eine Diskussion, in welcher zur fälle auf Fuhrwerke die Spandauer Chaussee unsicher machen. Der Großbourgeoisie ganz zu schweigen, im stande ist, das Werden Sprache fam, daß im Stuckfach sich ähnliche Kolonnen gebildet In einem Krankenhause, in das Engelhardt erst am folgenden Tage, am Mittwoch, gebracht wurde, ist ihm die Kugel aus der einer neuen Zeit in der Kunst zu begreifen. Auch hier mußte haben und wurde ein Fall angeführt, wo der Kollege Steele Wunde entfernt worden. Die Verlegung ist glücklicherweise nicht die in der Freien Voltsbühne" organisirte Arbeiterschaft die einen Bau in Moabit übernommen hat und dem dort arbeitenden Kollegen Kienhöfer 5 pet. von seinem verdienten Lohn für sich so schwer, daß eine unmittelbare Gefahr für das Leben des An- einzige Führerin bleiben. Am Freitag Abend sind wieder zwei Lustspiele nach dem abziehen wollte. Derselbe hat die Arbeit sofort niedergelegt. geschossenen bestände. Herzen des Publikums im Schiller- Theater gegeben worden. Ein Unter Punkt Gewerkschaftliches wurde berichtet, daß in der Firma hölzernes, Benedig" Hochzeitsreise" und ein flottes Stück, Berger, welche den Reichstagsbau fertig gestellt und ebenfalls Sardou's" Flattersucht" wurden schlecht und recht, ohne große die Domarbeiten hat, die Kollegen Gustav Meißer, Hugo Ueber eine tödtliche Vergiftung durch Kalilauge wird berichtet: Die Frau des früheren Schlächters August Boigt be fo uno die Schuchhardt, August Blaßmann, Frih Scherbing und an Ein weiterer Berhandlungspunkt war die Frage, ob die am ersten Pfingstfeiertag von morgens früh 4 Uhr Sperre bei Friz u. Peutert, Unternehmer Janschow, aufrecht zu bis abends 9 Uhr und ebenfalls am zweiten Feiertag erhalten sei. gearbeitet hätten. Diese Sache soll dem Fabrikinspektor Nach Klarstellender Debatte, in der berichtet wurde, daß be Dr. Sprenger überwiesen werden. Unter anderm lag noch ein reits sechs Zimmerer in der gesperrten Werkstatt arbeiten, und Antrag auf tägliche Kontrolle im Arbeitsnachweis vor, welcher die entlassenen Kollegen auf die Arbeit bei Friz u. Beufert ver abgelehnt wurde und dafür der Antrag Schünemann angenommen, zichteten, wurde folgender Beschluß gefaßt: Die heutige Playwelcher besagt: daß bei allen Arbeiten, welche abends vor 8 Uhr deputirten- Versammlung fordert den Vertrauensmann auf, mit einlaufen, der erst eingeschriebene Kollege per Rohrpostkarte be- der Firma Fritz u. Peutert in Unterhandlung zu treten und zu nachrichtigt wird; hat sich der Kollege am andern Morgen bis fordern, daß den dort in Arbeit gestandenen Kameraden für ihr 8 Uhr nicht gemeldet, wird die Arbeit weitergegeben. Die Ver- Warten die Stunden zu bezahlen seien und daß ferner pünktliche Lohnsammlung wurde um 11 Uhr geschlossen. auszahlung stattzufinden hat, widrigenfalls die Sperre aufrecht erhalten wird." " 14. D. Wi. im Saale der Norddeutschen Brauerei eine leider nur 8n gunsten der Arbeiter Bildungsschule fand auch am fehr schwach besuchte Versammlung statt. Troß der geringen Zuhörerschaft hielt doch Genosse Manfred Wittich aus Leipzig seinen angekündigten Vortrag über: Die Bauerntämpfe trag wurde mit Beifall entgegengenommen. Eine Diskussion fand der Stedinger, Ditmarsen und Schweizer". Der anregende Vor: nicht statt. Gerichts- Beitung. biefigen 63. Infanterieregiments in der Schußrichtung der 2. Kom pagnie exerzierte, schlug eine Kugel ein und durchbohrte den Musketier Ganz und den Musketier Loret. Beide sind trotz sofortiger Operation leider den Verwundungen erlegen. Der Schüße wurde sofort verhaftet. Die Untersuchung ergab, daß in der Patronentasche versehentlich neben Exerzierpatronen scharfe Patronen sich befanden, die abzuliefern vergessen waren. Zum Kampf für Ordnung, Religion und Sitte be richtet der Telegraph aus Marburg: Der Sparkassenrendant und Amtsanwalt Meier in Wöhl hat seit 10 Jahren Fälschungen im Amte verübt und 40 000 m. unterschlagen; seiner Berhaftung hat er sich durch Flucht entzogen. Viele Kleine Leute find um ihre Ersparnisse gekommen, auch fehlen die Bücher einer theiligt find. ihm anvertrauten Viehversicherung, an welcher 7 Gemeinden bedas prachtvolle Schloß des Herzogs von Fife in Brämar in Eine heftige Fener8brunst zerstörte am Freitag Abend Echottland. Das Schloß ist unter dem Namen Mar Lodre bemälde, sowie historische Denkwürdigkeiten von unschätzbarem Werthe Schottland. Das Schloß ist unter dem Namen Mar- Lodre betanut. Der Schaden ist enorm groß, eine Menge kostbarer Gefind verloren gegangen. Die Filiale IV der freien Vereinigung der Maler, Lackirer 2c. Deutschlands hatte am 11. d. M. ihre Filial: versammlung. Auf der Tagesordnung stand zunächst ein Vortrag des Genossen Wit über„ Die Kommune in Paris von 1870" Derfelbe wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Eine Disfussion fand nicht statt. Bei Puntt 3( Berschiedenes) wurde ein Antrag Roland's, das Versammlungslokal zu ver= legen, abgelehnt; dagegen der Antrag Guird, das VerkehrsYofal zu verlegen, angenommen. Ebenso wurde ein Antrag Dehns, daß diejenigen Kollegen, welche ein Buch länger als 14 Tage unentschuldigt aus der Bibliothek entleihen, eine Strafe von 10 Pf. für jede Woche zum Besten der Bibliothekkaffe zu Mehr Gebete für die Patronatsherren verlangte in der zahlen haben, angenommen. Kollege Löbke regte alsdann an, sich württembergischen Kammer der Standesherren der Fürst von mit der Gewertschaftsbewegung zu beschäftigen. Höfs meinte, Hohenlohe- Bartenstein. Er führte aus, daß nach einer königl. Im Prozek Riemer wurde am Freitag Abend das Urtheil Resolution vom Jahre 1807 in dem Kirchengebet nach der Fürdaß, wolle man in eine Lohnbewegung treten, doch ein Lohn- verkündet. Der Gerichtshof war der Meinung, daß die Behauptung bitte für das fgl. Haus, die Prinzen 2c. auch die göttliche Gnade refp. Affordtarif ausgearbeitet werden müsse. An der weiteren einer Pflichtvernachlässigung des Dr. Evers absolut nicht er für unsere Patronatsherrschaft, deren Familie und Anverwandte" Diskussion über diese Angelegenheit betheiligten sich wiederholt weislich wahr sei, daß dasselbe der Fall sei bezüglich der an- erfleht werden solle, daß aber, so viel er erfahren habe ,, viele die Kollegen Rautenhaus, Lane, Warnke und Guird." geblichen Erklärung des Dr. Evers über die mangelnde Geistliche letzteren Satz einfach weglaffen. Der Kultusminister Die Bildhauer hatten am 13. d. M. eine sehr gut besuchte Gleichberechtigung der Juden und bezüglich der Be- beruhigte den fürbittebedürftigen Fürsten, indem er ihm veröffentliche Versammlung. Diefelbe folgte mit großem Interesse hauptung, daß die Anstalt eine Zuchtschule des Anti- sicherte, daß Aenderungen getroffen werden, wenn derartige einem literar- und fulturhistorischen Vortrage des Genossen femitismus sei. Dazu reiche doch nicht aus, daß ein Unterlassungsfälle zur Kenntniß der Oberkirchenbehörde gelangen. Manfred Wittich- Leipzig über„ Till Gulenspiegel". Die einzelner Lehrer, wie Dr. Hentig, sich einzelne Uebergriffe er- Es muß doch ein erhebendes Gefühl für die evangelischen Ansicht des Vortragenden- welche bei bürgerlichen Gelehrten laubt und hin und wieder Redensarten gebraucht hat, die er Patronatsherr en sein, wenn für sie auf Kommando gebetet wird Bestätigung gefunden hat ging dahin, daß die auf uns über- besser unterlassen hätte. Wie man Direktor Bogel einen Vortommenen lustigen Schwänke Till's einen tiefernften fozialpolitis wurf daraus machen könne, daß er beim Religionsunterricht Ein furchtbares Arbeiterunglück wird aus New- York in schen Hintergrund haben, daß sich in ihnen das Ringen des ge- den Glauben an den Dreieinigen Gott in den Vordergrund folgendem gemeldet. Eine entsetzliche Katastrophe ereignete sich fnechteten Bauernthums aus der Reformationszeit nach einem gestellt habe, sei garnicht abzusehen. Dem Angeklagten am Freitag bei einer Explosion des Dampfteffels von Langleys besseren Loose wiederspiegele, daß sie gleichsam die Widervergeltung Riemer stehe an sich der Schutz des§ 193 zu, die Sattelfabrit in Fall River, Staat Massachusetts. Das Gebäude an ihren Bedrückern- den Edlen und Bürgern für deren Grenzen des letzteren seien aber überschritten worden. Auch wurde von der Gewalt der Explosion vollständig zertrümmert Berachtung darstellen. In dieser Beurtheilung gewinne Till eine Beleidigung des Provinzial- Schulkollegiums, dem gegen- und 43 Arbeiter, meistens Frauen, unter den stürzenden Balken Eulenspiegel eine ganz andere als die gewöhnliche Bedeutung. über der Schutz des§ 193 nicht obwalte, babe der Gerichts- und Eisenträgern begraben. Das in dem Trümmerhanfeu ausDer interessante Vortrag erzielte lebhaften Beifall. Sodann hof für vorliegend erachtet. Der Angeklagte Grüttefien brechende Feuer schnitt jede Hilfe von außen fast vollständig ab, nahm die Versammlung den Bericht des Delegirten Kollegen habe nicht verurtheilt werden können, dagegen sei auf Einziehung so daß acht Frauen lebendig verbrannten und viele entfeßlich Winkler über die ftattgehabte internationale Konferenz ent- der vorfindlichen Exemplare erkannt worden, dem Angell. Engel verstümmelt und verletzt wurden. Die Szenen auf der Unglücksgegen. Ueber dieselbe ist bereits im„ Vorn ärts" in ausreichender stehe als Jude ein Schutz des§ 193 nicht zur Seite. Aus allen stätte, wohin die Angehörigen der Verunglückten eilten, waren Weise berichtet worden. Die Versammlung erklärte sich mit der diesen Gesichtspunkten sei der Angell. Riemer zu 250 M. Geld- herzzerreißend Fabrikmädchen Thätigkeit des Delegirten und den Beschlüssen der Konferenz strafe event. 50 Tagen Gefängniß, der Angefl. Engel zu 50 W., stürzten schreiend auf dem Platze in Krämpfe, andere konnten einverstanden und verpflichtete sich die Kollegen.schaft, nach Kräften event. 10 Tagen Gefängniß verurtheilt, der Angell. Grüttefien nur mit Mühe von der Feuerwehr zurückgehalten werden, sich zur Deckung aller Kosten beizutragen. freigesprochen worden. Den Beleidigten wurde die Publikations- in die brennenden Gebäudetrümmer zu stürzen. befugniß im Lokal- Anzeiger" zugesprochen und auf Einziehung der vorfindlichen Exemplare der inkriminirten Nummern des Berl. Tagebl." erkannt. = T Eine Platz Deputirten Versammlung der Zimmerer Berlins und Umgegend, die am 14. Juni cr. bei Buske in der Grenadierstraße ftattfand, präzisirte ihre Stellung zu dem Streit der Zimmerer in Nürnberg durch Annahme folgender Resolution: Die heutige Versammlung der Play- Deputirten verpflichtet sich, mit mehr Energie, wie bisher für die streikenden Zimmerer Nürnbergs einzutreten; sollten die Verbandsmitglieder weiter auf dem Standpunkt verharren, auf die Listen des Vertrauensmannes nicht zu zeichnen, so müssen die Vereinsmitglieder es sich zur Ehre anrechnen, ihr Solidaritätsgefühl den auswärtigen streitenden Kameraden durch Leistung materieller Hilfe voll zum Ausdruck zu bringen." Der Annahme dieser Resolution voran ging die Mittheilung, daß der Stand der Nürnberger Kollegen fein günstiger ist. Der Streit ist im allgemeinen aufgehoben, 32 Meister haben die Forderungen bewilligt, 12 noch nicht, infolge dessen mußte über deren Werkstellen die Sperre verhängt werden. An diese direkte Mittheilung der Nürnberger Kollegen war die dringende Bitte um regere Unterstüßung gefnüpft. Hieran schloß sich eine ausgedehnte Debatte, die sich jedoch mehr auf das Gebiet der Organisationsformen erstreckte. Das Resultat war die Annahme obiger Resolution gegen drei Stimmen, Die Platdeputirten wurden verpflichtet, die heut gefaßten Beschlüsse innezuhalten. Unserem Freund und Genossen Albert Schlex zu seinem morgigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. Na, Albert, noch eenen Landwer Dopp! Die Schweinetreiber und Freunde 16346 aus der Naunynstraße. Danksagung. Für die herzliche Theilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau und unserer guten Mutter Anna Hoppe, geb. Hüttner, fagen wir allen Verwandten, Freunden und Genossen, sowie für die zahlreiche Kranzspende unsern herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. 20 Mark Belohnung. Medaillon, Form einer Kugel zu acht Bildern, vorn Monogr. m. blauen Stein., hinten Stern m. roth. Stein., ist am 6. Juni, Rigdorf, Ausstell. Part Hasenbaide od. Café Heine verlor.gegang. Abzugeb. Sebastianftr. 87, Fuhrgeschäft. viele der Mütter der Briefkaffen der Redaktion. tich am Montag, Dienstag, Donnerstag und In Redtsangelegenheiten wird ausschließ Freitag von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft ers theilt. Mit einer Klopfpeitsche hatte der Schlächtermeister Selle den achtjährigen Sohn des Kutschers Sonnenthal bearbeitet, weil derselbe vor seinem Laden Allotria getrieben. Das Schöffengericht beim Landgericht I hatte gestern darüber zu befinden, ob eine Mißhandlung vorliegen würde. Es wurde ein ärztliches A. T. 27. Der Verwalter hatte nicht das Recht. BeAttest vorgelegt, wonach bei dem Knaben blutige Striemen als schweren Sie sich schriftlich beim Statistischen Amt der Stadt Folgen der Schläge sichtbar geworden sind. Wie aus der Ver= Berlin. handlung ersichtlich wurde, bestand zwischen den Eltern des Kindes und dem Selle seit längerer Zeit ein gespanntes Verhält niß. Der Angeklagte gab an, daß er sich in der Nothwehr be funden habe. Das Urtheil lautete auf 10 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof sprach in den Urtheilsgründen aus, daß für den Angeflagten, felbst wenn er gereizt wurde, kein Grund vorlag, fein Recht in dieser Weise selbst zu suchen. Vermischtes. Opfer des Militarismus zur Friedenszeit. Der Berl. Abendpost" wird aus Neisse gemeldet: Als die 1. Kompagnie Auf vielseitige Wünsche haben wir Einbanddecken zur Almfturz- Broschüre anfertigen laffen. Preis 15 Pf., Einzelporto 10 Pf. Weiter empfehlen wir fernerhin Gebundene Exemplare Der Umsturz- Broschüre. 464 S. Preis 80 Pf. Porto 20 Pf. Buchhandlung des ,, Vorwärts". frische Ameiseneier f. Hübner Lt. 60 Pf., Frische Ameiseneter Liter 70 Bf., junge Eichhörnchen, Dohlen, Elstern, Staare, Droffeln, Vogeltäfige, billig Hoffmann, Vogelhol., Reinickendorfer traße 64 c, Laden, Bahnhof Wedding. Die Beleidigung gegen den Schloffer Ein Materialwaaren Geschäft Stolzenburg nehme ich hiermit mit Schanktonzession ist Umstände halb. zurück und erkläre denselben als Ghren- zu vert. Zu erfragen Charlottenburg, mann. 1623b Fritz Rasch. Wallstr. 99, bei Fädtel, Verwalter. Die Beleidigung gegen Frau Stärke nehme zurück. 1636b Fr. Menzer, Friedrichsfelderstr. 7. Ranarienhähne, Knorr, Hohl- und Klingelroller, gute Vorfänger verkauft Krebs, Köpenickerstr. 154, 4 Tr. Theilzahlung. Monat. v. 10 M. an liefert elegante Anzüge nach Maass Rankestraße 9. fram, Mehl und Vorkost oder KonEin Laden zum 1./10. 95 zu Grünfektionssachen, Damen- und HerrenSchneiderei, billig. Rankestraße 9, am Zoologischen Garten, 1 fl. Laden Möbl. Schlafft. für 2 H., à 7 M., Brizerstr. 41, v. 3 Tr. Balkenholl. Zwei freundl. Schlafft., sep., H. od. anst. M. b. 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Die Mellage'sche Broschüre über das Alegianertlofter: 39 Monate bei gesundem Geift als irrfinnig erklärt, ist wieder freigegeben und in der Buch= handlung des Vorwärt 3" vorräthig. Preis 1 M. Br., Zentralhotel Luxemburg. Bis jetzt sind 12 Nr. des W. J. erschienen; jede Nummer kostet 10 Pf. und 5 Bf. Porto, die 12 Nummern zusammen fosten 30 Pf. Porto. Die Buchhandlung des Vorwärts" tann Ihnen regelmäßig liefern. M. D., Wien. Sie können die Broschüre gegen Einsendung von 1,10 m. erhalten. " Jedem Parteigenoffen zur Anschaffung empfohlen! Soeben ist complet in 5 Heften erschienen: Umturz und Sozialdemokratie. Stenographischer Bericht ber Reichstags- Verhandlungen über die Umsturz- Vorlage. 464 Seiten Groß- Oktav. Preis 60 Pfennig. Porto 20 Pfennig. Heft 1 und 2 je 15 Pfg., Heft 3, 4 und 5 je 10 Pfg. Gebundene Exemplare à 80 Pfg. Porto 20 Pfg. Seit der Zukunftsstaatsdebatte hat keine Reichstagsverhandlung die öffentliche Meinung so tief erregt wie die Umsturzdebatten, und die reaktionären Angriffe auf das gemeine Wahlrecht wie die Drohungen mit dem StaatsStreich und neuen Husnahmegesehen, halten das Interesse an diesen Berhandlungen noch auf lange hinaus lebendig. Für unsere Partei sind diese einzelnen Hefte- nach dem einstimmigen Klageruf der gegnerischen Presse das beste Agitationsmaterial, über das wir zur Beit verfügen; und für alle politisch regen Kreise wird das Buch( wte f. 8. die Verhandlungen über das Sozialistengeset) ein werthvolles historisches Attenstück bleiben. 99 Buchhandlung des ,, Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Durch A. Hoffmann's Verlag, Berlin O., Krautstraße 38a, zu beziehen: schen Geistlichen 39 Monat bei gefundem Geiſte als) Erlebnisse des katholi irrsinnig eingekerfert! Mr. Forbes im Alerianertlofter Mariaberg. Mit Juustration. 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Mittwoch: Die Nenvermählten. Ein Diener zweier Herren. Donnerstag: Die Nenvermählten. Ein Diener zweier Herren. Freitag: Die Hochzeitsreise. Flattersucht. Sonnabend: Die Hochzeitsreise. Flattersucht. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: May Samst. Napoleon und seine Frauen oder Eine faiserliche Ehescheidung. Großes romantisches Drama in ŏ Akten von G. Wills und Hamthoren. Nationaltheater Garten: Großes Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Alle 5 Barrisons. Ein Modell. Fernand's Ehekontrakt. Kaffenöffnung 3 Uhr. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf. Die Theaterbesucher haben freien Zutritt zum Garten. Nachmittags 21 Uhr: Volts Vorstellung: Wilhelm Tell. Naturkunde. neueste wunderbare Erfindung: Das Kinetoskop" nahe Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 19. Juni, abends 8½ Uhr, Am Landes Ausstellungspark Friedrichstr. 65, Mostr. im Saale der Bockbrauerei, Tempelhofer Berg: ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. W. Noack's Alle 14 Tage wechseln die Scenen. Alle Bilder voller Bewegung und natürlichen Lebens. Reichshallen. Im prachtvollen Garten Sommer- Theater,( bei ungünstiger Witterung im Saal): Brunnenstr. 16. Täglich: Concert, Theateru. Spezialitäten- Vorstellung. Die goldene Infel. Ausstattungs- Operette v. Anton Arno. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag Jm Saale: Grosser Ball. Volksgarten ( ebem, Weimann's Volksgarten) Gesundbrunnen. Badstr. 56. Direktion: Max Samst.: Gr. Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Zum letzten Male: Auftreten der Original- Texas- Cowboy- Troupe. Alle 5 Barrisons. Auftreten des urkom. Wilh. Fröbel u. des beliebt. Franz Heska. Berlin bei Nacht. Rassenöffnung 3 Uhr. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Reserv. Sperrsiz 30 Pf. Victoria- Brauerei Lükowẞtraße 111-112 Täglich: Humoristische Soiree der Norddeutschen QuartettSoffmann, Wolff, Führmann, Couplet- Sänger Walde, Horst, Betz u. Frische. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf. Sonntags: Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf., ab 9 Uhr 30 Pf. eue We Außerordentliche General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Reichstags. Abgeordneten August Bebel. 2. Diskussion. 3. Anträge auf Abänderung des Vereinsstatuts. ersucht, zu erscheinen.- Mitgliedsbuch legitimirt. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung werden sämmtliche Mitglieder 40/14 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, 19. Juni, abends 8½ Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstr. 37: Grosse Versammlung. Tages Ordnung: = 1. Vortrag des Genossen Dr. Heymann über:" Die Organisation der elt. öffentlichen Gesundheitspflege in den Kulturstaaten"." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß heute Sonntag ein Ausflug nach Schmargendorf( Lokal Sanssouci") stattfindet. 302/13 Hafenhaide. Sonntag: Konkurrenzloses Riesenprogramm! Doppel- Konzert. Spezialitäten. Grosser Ball. Brillant- Feuerwerk. Näheres an den Säulen. Entree 30, Kinder 5, reserv. PI. 50 Pf. Rixdorf Ed. Wiersing's Restaurant, Garten und Ball- Salon. Knesebeckstr. 77. Hermannstr. 87. Jeden Sonntag im Garten: " Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Zur allgemeinen Kenntniss. I Das Sängerfest des Bundes findet am 21. Juli 1895 in Weissensee im Schloss Weissensee( Sternecker) statt. Den Vereinen zur Nachricht, daß folgende Lieder zur Aufführung fommen: 1. Bundeshymne. 2. Völkerfrühling. 3. Sommersonnenwende. 4. Gruß an den Mai. 5. Bannerlied. 6. Drei Ehrengrüße. Wir ersuchen, Täglich außer Sonnabends Gr. Spezialitäten- Vorstellung. diese Lieder in den Vereins- Uebungsstunden durchzunehmen. Garten resp. Saal: Soiree der altbeliebten Stettiner Sänger Im neu renovirten Saale von 4 Uhr ab: Großer öffentlicher Ball. 2 verdeckte Kegelbahnen. Kaffeeküche stets geöffnet. Meine Lokalitäten stehen den Vereinen zu Versammlungen, Festlichkeiten und bei Leichenzügen zur Verfügung. 66/9 Achtung! Maler. Der Vorstand. Achtung! Dienstag, den 18. Juni 1895, abends 81/2 Uhr, bei Brüning, Rosenthalerstr. 12: ( Meysel, Neues Club- Haus Kombinirte Mitglieder- Versammlung. Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. Für die Wochentage Vorverkauf 40 Pf., Familienbillets1 M.( siehe Plakate). Stets wechselndes Programm! Jeden Sonntag und Donnerstag: Jeden Sonntag und Donnerstag: Lanzkränzchen. Nach der Soiree: Entree auf allen Blägen 50 Pfennige Passage- Panopticum. Rasseneröffnung 1/2 Uhr. Dienstag: Im Irrenhause. Kaufmann's Variété. Königstr., Kolonnaden. Sonntag sowie täglich: Humoristischer Abend der NeumannBliemchen's Leipziger Sänger. Neumann, Wilh. Wolff, Horváth, Gipner, Lemke, Feldow und Ledermann. Anf.1/ 28 Uhr. Entree 50 Pf. Neu! Der Neu! Floh! ( La Puce.) Posse von Wilh. Wolff. Stürmischer Lacherfolg. Et is zum piepen! Montag: Anf. 8 Uhr, Entree 30 Pf. Altes Schützenhaus, Linienstrasse 5, Festfäle mit Garten. Jeden Sonntag: 1 BALL.[ 16116 Täglich: Rettung aus Feuersgefahr durch die Feuerwehr 72. Kommandantenstrasse 72. Tages Ordnung: 1648b 1. Arbeitsnachweis. 2. Fachschule. 3. Abrechnung vom Sommerfest. Ed. Graep. Jeden Sonntag: BALL. 4. Verschiedenes. Empf. meine 4 Säle zu Festlichkeiten u. Versammlungen gratis. H. Ebert. Verein deutscher Schuhmacher( Bahlstelle 1). Grosser Saal Versammlung am Montag, den 17. Juni, bei Nebelin, für Vereinsversammlungen und 225/17 Vereinszimmer. 16056* Langestraße 108. Der Bevollmächtigte. Brüning, Rofenthalerfr. 11-12 Freie Vereinig. der Zivil- Berufsmusiker. Charlottenburg, Schlofftraße 15 A. Delf's Restaurant allen Freunden bestens empfohlen. Vereinszimmer zu vergeben. Verband der in HolzbearbeitungsFabriken und auf Holzplätzen Dienstag, den 18. Juni, vormittags 1012 Uhr, im Lokale des Herrn Henke( fr. Renz), Naunynstrasse 271 Dersammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Bericht und Neuwahl des Arbeitsvermittlers. 3. Wahl eines 3. Schriftführers. 3. Verschiedenes. 100/5 Ausgabe der Geschäfte. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. besch. Arbeiter u. Arbeiterinnen Allgemeiner Arbeiter- und Arbeiterinnenverein Berlins und Umgegend. Deutschlands. 1451/12 ( Filiale Berlin II.) Dienstag, den 18. Juni 1894, Montag, den 17. Juni, abends 8, Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstraße 44: abends 81/2 Uhr: Versammlung bei Rehlitz, Bergstraße 12. Tagesordnung: 1. Vortrag.( Referent wird in der Versammlung bekannt gegeben.) 2. DisDer Vorstand. Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bernstein über:„ Geistestrankheiten". 2. Dis. fussion. 3. Wahl eines Bibliothekars und eines Schiedsgerichts. 4. Vereins fachen. Im Interesse der Sache wird um zahlreichen Besuch unserer Mitglieder ersucht. Gäste haben Zutritt. Die über 3 Monat mit den Beiträgen Sonnabend, den 6. Juli findet in Wöllstein's Lustgarten( Adlershof) ein Castan's Panoptikum. fussion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Ver- restirenden Mitglieder werden ersucht, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Das Bärenweib. Ein Flug durch die Luft! Bestrafte weibliche Eitelkeit. Sie geht los, die Badezeit! Volks- Badeanstalt Rixdorf, Canner Chaussee. NB. Am 14. Juli Dampferpartie nach Schmöckwitz. Billets sind bei allen Vorstandsmitgliedern zu haben. Central- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. Gingeschr. Bilistasse Nr. 3 Hamburg. Oertl. Verwaltung Berlin H. Montag, den 17. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Tolksdorf, Görligerstr. 58: Der Unterzeichnete empfiehlt den ge- Mitgliederversammlung. umgegend feine renovirte Badeanstalt ehrten Einwohnern von Rigdorf und für Herren und Damen mit SchwimmTages- Ordnung: 1. Festsetzung des Gehalts und der bassin. Man kann billig abonniren, Vergütung der Beamten. 2. Wahl der grosses Sommerfest statt. Da wir durch tüchtige mitwirkende Kräfte den Theilnehmern ein gennß reiches Vergnügen versprechen können, so bitten wir um rege Betheiligung. Programm. Der Vorstand. Billets à 20 Bf. find in der Versammlung zu haben. Alles nagereg Achtung! 70/9 Charlottenburg. Sonntag, den 16. d. M., in Bismarckshöhe: Achtung! Große Spezialitäten- Vorstellung ( neues Programm). Jm Parquettsaale: Grosser Ball. Hierzu ladet ergebenst ein H. Krause. J. V.: H. Wernicke. auch werden Schwimmschüler ange: Beitragssammler. 3. Wahl des Ber: Dampfer- Partie( mit Musik) nach Nedlig bei Potsdam nommen. Schöner Aufenthalt im schattigen Garten. Vier Kegelbahnen, Friedrich- Wilhelmstädtischer Schießbube, Kraftmesser und Schaufel Concert- Park 25/26 Chausseestraße 25/26. Einfach kolossaler der pikanten Sensationsstehen zur Verfügung. Jeden Sonntag im Garten: Große Spezialitätenund Theater- Vorstellung von renommirten Künstlern. trauensarztes. 4. Kranken- Kontrollen. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 238/12 Die Ortsverwaltung. am Sonntag, den 23 Juni 1895, arrangirt vom ,, Verein der Schäftebranche", Abfahrt morgens punkt 7 Uhr vom Schlütersteg( Weidendammer Brücke). Billets à 1,25 M. sind beim Vorstand, sowie im Vereinslokale Rosenthaler straße 57 zu haben. 98/10 Großer Graveure, Ziseleure! Britz A. Bethge's Concert- und Theaterpart. Jm Saale: Großer Ball. 0 Auch können Familien Kaffee kochen. Mein Lofal steht den geehrten Dienstag, 18. Juni, abends 82 Uhr, Oranienstr. 51: Innungen sowie den Vereinen unentErfolg geltlich zur Verfügung. 2560L Versammlung. wachfener find frei. Volksbelußigungen aller Art.- Vereinen, GefellFranzösin Nini Diva. Der muss nach Mariaberg! Aktuelles Couplet von Edi Blum. Das verrückte Genie Agooton. Riesen- Programm. 30 Elite- Nummern. des Konzerts 5 Uhr. Anfang der Vorstellung 6 Uhr. Entree 30 Pf. ACTIEN- BRAUER Hochachtungsvoll FRIEDRICHSHAIN Tagesordnung: A. Stolzenburg. 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des GeAktien- Brauerei noffen Manfred Wittich aus Leipzig über: Die Bauernkämpfe der Stedinger, Friedrichshain Dittmarsen und Schweizer. 3. Dis( Königsthor). Heute Sonntag: fussion. 4. Verschiedenes. In anbetracht des Vortrages werden die Mitglieder ersucht, pünktlich und Am Sonntag, den 11. August: Jed. Sonning: Gr. Garten- Konzert. TheaterChanfferstr. 39. Vorstellung. Ball im großen Saale. Entree für Erwachsene 15 Pf., Kinder 10 Pf. Kinder in Begleitung Ers schaften 2c. stehen meine Lokalitäten unter günstigen Beding. zur Verfüg. Sämmtl. Lokalitäten sind elektrisch beleuchtet. Endstation der Pferdeb.: Moritzplatz- Britz. schmerzlos eingesetzt, festsigend. Reparaturen sofort. Weniger Künstl. Zähne Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarit 18. Künstl.Zähne 2 M. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Rep. sof.Theilz. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerzGrosses Militär- gabreich zu erscheinen. Gäſte willkommen. Künstl. Zähne, loses Zahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienſtr. 123 Konzert. Eintr. 10 Pf. Kinder frei. Dampfer- Partie nach Zeuthen. Programm gratis. 140/9 Der Vorlaub. G. Superczynski, fünftliche Sühne, Invalidenstr. 105, II. Vorstand. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2, 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 138. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. Sonntag, den 16. Juni 1895. 12. Jahrg. Der Antrag wird gegen die Stimmen der Freifinnigen, eines als schönes Spielzeug betrachtet wurde. Auch am öffentlichen Theiles der Nationalliberalen und einzelner Zentrumsmitglieder Leben nahm die russische Frau immer großen Antheil, schon seit abgelehnt. der Zeit Peters d. Gr., der seinem Lande eine neue Kultur ge Tarifnummer 72 betrifft die Versicherungspolicen. waltsam aufzwang, zeigt sich der Einfluß der Frau bei der 75. Sigung vom 15. Juni 1895, 11 Uhr. Nach Litt. a. sollen Lebens- und Rentenversicherungen einschließ- Behandlung der öffentlichen Angelegenheiten. Zu Anfang dieses Am Ministertische: Miquel und Kommissarien. lich der Policen über Versicherung auf den Lebensfall mit 1/20 pCt. Jahrhunderts betrieb die gebildete Welt in Rußland mit Eifer Die zweite Berathung des Stempelsteuer- Gesezes der versicherten Summe verstempelt werden. Werden bei Ver- das Studium der Utopisten( Saint Simon, Fourier 2c.). wird fortgesetzt in der Debatte über die Tarifnummer 49: Pachtsicherungen gleicher Art von einer Gesellschaft mehrere Policen Praktische Politik unterblieb, weil zu gefährlich, und die und Miethsverträge. Der Stempel beträgt ein Behntel für dieselbe Person ausgestellt, so berechnet sich der Stempel nach ernsteren nationalökonomischen Werke wurden nicht gelesen, vom Hundert und wird erhoben auf grund eines Miethsverzeich der Gesammtsumme. Versicherungen, über welche eine Police weil das Verständniß dafür noch nicht entwickelt war. nisses. Die Anträge Hirsch( 3.) und Schenck( frs. Vp.) ver- nicht ausgestellt wird, sind ebenso stempelpflichtig, wie solche mit Auch die Frauenfrage wurde erörtert, allerdings in utopistischLangen die Beseitigung des Miethsverzeichnisses und die Be- Policen. Rückversicherungs- Policen sind stempelfrei. sentimentaler Form. Man proklamirte die Freiheit des schränkung des Stempels auf schriftliche Verträge; das letztere Ein Antrag Jansen will ſtatt Versicherungspolicen sehen: Herzens", erstrebte gleiche Bildung für beide Geschlechter, um der beantragt auch der Abg. Ha a cfe( natl.). Versicherungsverträge, auch in der Form von Policen. Demgemäß weiblichen Hälfte eine unabhängige, wirthschaftliche Stellung zu Die Abstimmung über den Antrag Ha a cke ist eine nament- soll der Absatz betr. der Versicherungen ohne Policen als über- ermöglichen. Eine andere Strömung tauchte zu gleicher Zeit liche. Der Antrag wird mit 136 gegen 135 Stimmen abflüssig gestrichen werden. Auch sonst will der Antrag nur noch auf: der Nihilismus, das Streben nach vollkommener, geistiger gelehnt; für denselben stimmen geschloffen die Freifinnigen, einige formelle Aenderungen. und sittlicher Selbständigkeit, die Verneinung jeder Autorität. die Polen, die Nationalliberalen, von denen aber der vierte Theil Nach derfelben Tarifnummer sollen Lebens, Feuers, Hagel Die gesammte gebildete Jugend unterstützte das Bestreben fehlt, und das Zentrum mit Ausnahme der Abgg. Im walle, und Viehversicherungen unter 3000 M. Nominal, sowie Unfall, nach Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts, das im Willebrand und Herold. Gegen denselben stimmen die Haft- und Transportversicherungen unter 40 M. Jahresprämie Jahre 1861 soweit Erfolg hatte, daß Abendkurse für beiden konservativen Parteien geschlossen. stempelfrei sein. verschiedene Fächer an fünf Üniversitäten speziell für Mädchen Ein Antrag Kirsch will auch die Beträge von 3000 m. und Frauen eingerichtet wurden. Im Jahre 1868 gingen Petis resp. 40 M. noch in die Stempelfreiheit einschließen. tionen an die Regierung ab, wo die Freigabe der Universitäten Die Tarifnummer 50: Bässe( 1,50 M., für Handwerks- Ferner beantragen Broemel und Gothein, die für die Frauen gefordert wurde. Die wirthschaftliche Lage des burschen nur 50 Pf.; Leichenpässe 5 M., im Falle der Be Transportversicherungen überhaupt stempelfrei fleinen und mittleren Adels, die durch die Aufhebung der Leibdürftigkeit 1,50 m.); 51: Policen, wobei auf Ver- zu lassen. eigenschaft in bedeutendem Maße geschädigt war, bedingte, daß ficherungspolicen verwiesen wird; 52: Genehmigung Endlich will ein Antrag Engelbrecht die Versicherungen die jungen Mädchen aus diesen Kreisen darauf brannten, der Verlängerung der Polizeistunde( 1 m.); bei der auf Gegenseitigkeit gegründeten und feinen Gewinn be- durch das Studium eine Existenz zu erringen; die 53: Proteste( 1,50 M.); 54: Protofolle( 1,50 M.); zweckenden Anstalten, deren Geschäftsbetrieb über den Umfang Industrie war ja noch zu wenig entwickelt, 55: Punktationen wie Verträge; 56: Registraturen einer Provinz nicht hinausgeht, stempelfrei lassen. wie Protokolle; 57: Schenkungen unter Lebenden Nach längerer Debatte werden angenommen die Anträge werden nach dem Erbschaftssteuer- Gesez behandelt; 58. Schieds- Brömel Gothein, Kirsch, Engelbrecht und Jansen sprüche( 1/10 v. H. des Werthes des Streitgegenstandes, jedoch und mit dieser Fassung die Tarifnummer 72. mindestens 2 und höchstens 100 M.) werden ohne Debatte angenommen. Die Nummer 49 wird unverändert nach dem Antrage der Kommission angenommen. Es folgt Nr. 59: Schuldverschreibungen. Persönliche und hypothekarische Schuldverschreibungen aller Art sollen 1/2 v. H. Stempel tragen. Befreit sind Schuldverschreibungen über aufgelder, Erbgelder u. s. w. aus gehörig versteuerten Verträgen. Ermäßigt auf 1/50 v. H. wird der Stempel für Beurkundungen von Darlehen, welche innerhalb Jahresfrist zurückgezahlt werden, sowie für die nicht auf Ordre ausgestellten taufmännischen Verpflichtungsscheine über Leistungen von Geld. Befreit sind ferner die Sparkassenbücher oder Bescheinigungen feitens öffentlicher oder solcher Sparkassen, welche gemeinnüßige 3wecke verfolgen, insbesondere die Gewinnvertheilung ausschließen. Hierzu beantragen die Abgg. Herold( 3.) und Genoffen, den Steuersatz von 1/12 auf 1/20 v. H. zu ermäßigen. Bezüglich der kaufmännischen, nicht auf Ordre ausgestellten Verpflichtungsscheine über Leistungen von Geld beantragt Abg. Ha a ce( natl.) den Steuersatz von 1/50 v. H. in Abstufungen von 20 Pf. für je 1000 Mt. oder einen Bruchtheil davon. Die Abgg. Nichter und Schenck( fr. Bp.) beantragen die Steuerbefreiung für Beurkundungen von zinsbaren Darlehen gegen Verpfändung von Waaren( Lombarddarlehen.) Endlich wird bezüglich der Sparkassenbücher beantragt von den Abgg. Schenck und Genossen die Befreiung für die Spartassenbücher aller Sparkassen, welche von eingetragenen Genossenschaften betrieben werden; desgleichen beantragen die Abgg. Schwedendied und Genossen die Befreiung der Sparkassen bücher derjenigen eingetragenen Erwerbs- und Wirthschaftsgenossenschaften, welche die Förderung des Personalkredits bezivecken. Nach längerer Diskussion zieht Abg. Schend seinen Antrag zurück. Der Antrag Her old wird abgelehnt; die Anträge Ha a ce und Schwecken died werden angenommen. Der Antrag Richter Gothein gelangt unter großer Heiterfeit nahezu einstimmig zur Annahme. Die Position wird mit diesen Modifikationen angenommen. Bei Tarif- Nr. 62, Standeserhöhungen, bemerkt Abg. Richter( frs. Bp.): Die Nummer bedarf einer anderweiten redaktionellen Fassung; nach der Verfaffung finden Standesunterschiede nicht statt, auch das Straf- Gefeßbuch kennt solche nicht und wenn ein Herzog ein Verbrechen verübt, so behält er seinen Namen und seine Bezeichnung als Graf ebenso wie ein Müller oder Schulze. Die Fassung im Tarif ist deshalb ungenau. Redner beantragt statt, Standeserhöhungen" zu sagen Verleihung von Würden" und statt Herzogs- 2c. Würde, zu sagen Herzogs 2c. Titel. Sonntagsplauderet. 0 Nr. 75 enthält die Stempelfäße für Vollmachten. Ein Antrag Oswaldt( natl.) hierzu, welcher den mehr fachen Stempel bei Kollektiv- Vollmachten beseitigen will, wird abgelehnt. Damit ist die Spezialberathung des Tarifs erledigt. Das Haus vertagt sich. Abg. Rickert: Wie wir hören, soll die Regierung noch eine Reihe Gesezentwürfe einbringen wollen. Ich frage den Herrn Präsidenten, ob ihm vertraulich( große Heiterkeit) eine Mittheilung darüber gemacht ist, ob und welche Geschentwürfe wir vielleicht noch in den nächsten Wochen zu erwarten haben. Wenn noch, wie es heißt, ein halbes Dußend Geseze kommen sollen, können wir uns darauf gefaßt machen, noch den ganzen Juli hier zu sitzen. Präsident v. Köller: Glücklicherweise ist mir eine vertrauliche Mittheilung nicht gemacht worden, sonst würde ich nicht darüber sprechen.( Große Heiterkeit.) Ich habe aber gehört, daß noch drei Gesetze kommen sollen betreffend die Verstaatlichung von Eisenbahnen. Ob das sicher der Fall sein wird, weiß ich nicht; von einem anderen Gesetz habe ich nichts gehört. Schluß gegen 33/4 Uhr. Nächste Sigung Montag 11 Uhr. ( Fortsetzung der zweiten Berathung des Stempelsteuer- Gesetzes; Grundbuch- Ordnung für Hessen- Nassau.) als Die daß sie dort hätten Verwendung finden können. Gebildeten standen der Zulassung der Frauen zum Studium wie das in anderen Ländern regelmäßig der Fall ist- nicht feindlich gegenüber, da sie keine Konkurrenz fürchteten, es war im Gegentheil ein großer Mangel an Aerzten z. B. vorhanden, ( noch im Jahre 1883 wurde in einer Broschüre nachgewiesen, daß Rußland statt der 14 000 Aerzte im Verhältniß zu seiner Ausdehnung eigentlich 50 000 haben müßte). Der Zarismus lehnte zunächst jede weitere Reform ab; erst im Jahre 1872 wurden besondere medizinische Kurse in Petersburg eingerichtet, denen das gleiche Programm zu grunde lag, was die männlichen Studenten absolviren mußten. Im russisch türkischen Kriege haben diese dort ausgebildeten weiblichen Aerzte große Thaten vollbracht; sie standen in feiner Weise den Männern an Geschicklichkeit, Ausdauer und Opfermuth nach. Als dann nach Beendigung des Krieges die Fachleute und die Behörden die verdienstvolle Thätigkeit der Studentinnen, die freiwillig alle Entbehrungen des Krieges auf sich genommen hatten, rühmend hervorhoben, erhielten die weiblichen Aerzte den offiziellen Titel und eine ganze Reihe wurde dann in öffentlichen Anstalten angestellt. Auch in anderen Fächern wurden später höhere Kurse eingerichtet, wo Frauen und Mädchen in großer Anzahl theilnahmen. Viele von ihnen mußten mit dem Fluche der Eltern beladen aus dem mütterlichen Hause ziehen, weil sie entgegen deren Willen den Drang nach Bildung nicht unterdrücken mochten; sie entbehrten um blos studiren zu können. Andere gingen Scheinehen ein, um sich der despotischen Gewalt des Vaters zu entziehen. Im Jahre 1882 wurden die medizinischen und 1885 auch die anderen höheren Kurse durch kaiserlichen Utas verboten. Das Studium der weiblichen Jugend war der russischen Regierung gefährlich geworden! Durch die Beschäftigung mit den Vor einem ungemein zahlreich versammelten Publikum Wissenschaften waren die Studentinnen mit den Freiheits. hielt Frau Klara 3ettin aus Etuttgart am Donnerstag Abend bestrebungen bekannt geworden und propagirten diefelben in einen Vortrag bei Steller in der Koppenstraße, wo sie in zwei vollständig legaler Weise. Viele wandten sich von ihren Berufs= stündiger Rede den Antheil der russischen Frauen an den Be- fludien ab und dem Studium der Nationalökonomie zu. In Genf, strebungen für die Gleich berechtigung des weiblichen Geschlechts Bürich 2c. waren die Zentren der Bewegung. Hier wurden die schilderte. In Deutschland ist die bürgerliche Frauenbewegung wissenschaftlichen Zirkel gebildet, die dem Despotismus so bedrohlich spät ins Leben getreten, äußerte die Rednerin, und auch heute waren. Das Bild, was die bürgerliche Welt durch ihre Organe noch ist sie schwächlich im Vergleich zu anderen Ländern; sie von dem Leben und Treiben der russischen Studentinnen erhielt, stärkt sich an dem Beispiel von Nordamerika, von England; betont die Rednerin, war vollständig entstellt. Es wurden keine übergangen wird dabei fast gänzlich die bedeutende russische Orgien" gefeiert, da alle Mittel, die flüssig gemacht werden Frauenbewegung. Was ist die Ursache? Der russischen Frau konnten, zum Unterhalt für die mittellosen Kameraden und zu haftet, wie Friedrich Wilhelm IV. fich ausdrückte, der Ludergeruch propagandistischen Zwecken verwendet wurden. Die Gelage, die der Revolution" an; in den Augen der feisten deutschen Gesellschaft in den bürgerlichen Blättern spukten, reduziren sich darauf, daß ist das eine unverzeihliche Sünde. Die Referentin erörtert nun in gelegentlich einige geräucherte Häringe oder Würste zum längeren Ausführungen, wie die moderne russische Frau gemäß der Thee verspeist wurden; man lebte färglich, weil man Tradition und ihrer eigenartigen Entwicklung ein freieres, felb- brüderlich theilte. Auch das Geschlechtsleben war nicht so, wie ständigeres Wesen werden mußte, als ihre Schwestern in West- die Welt das hinstellt. Der Verkehr der beiden Geschlechter war europa. Der Mann war schon infolge der Einflüsse des Klimas ungezwungen; Liebschaften oder Ehen waren jedoch im Verhältniß mehr auf die Unterstützung des Weibes angewiesen. Die recht wenig, da es den meisten beinahe als Berrath erschien, Naturalwirthschaft blieb länger erhalten als anderswo, wenn ein anderer Gedanke als der an die Befreiung des Volkes deshalb verkörperte die Frauenarbeit größeren Werth, die auftauchte. Zürich erschien der Regierung des Baren bald als Frau genoß höhere Achtung, als in den Ländern, wo sie der Hexenkessel der Revolution. Man beeilte sich, die russischen Versammlungen. Vorsicht zu beurtheilen, so schwer es ihr ohne Zweifel sein Grunde darauf richten müßte, die von Sünden bedrohten wird, die christliche Nächstenliebe zu zügeln, die darauf Reichen ebenfalls zur Armuth zu führen; eine„ Sozialbrennt, der mächtigen Konkurrentin einige pfeifende Seitens reform" allerdings, die auf noch größere Schwierigkeiten hiebe zu versetzen. Aber auch in ihren Kreisen sind jene stoßen dürfte, als diejenige, mit der die Zeit sich In der That scheint es, als ob jene häßliche Lehre, die Anschauungen heimisch, die Mariaberger Zustände entstehen sonst beschäftigt. Ohne Zweifel ist ja die Armuth ein den Menschen als ein von Natur beflecktes und mit dem lassen und die Gesinnungsgenossen des Herrn v. Bodelschwingh, der frommen Seele sehr nützliches und heilsam läuternder Aussatz der Sünde behaftetes Geschöpf darstellt, noch immer die ebenfalls vor allem" Geistestranke und Epileptische Zustand, aber es dürfte doch seine Schwierigkeiten haben, als ein finsterer Revenant aus einer finsteren Zeit durch die mit geistlichem Zuspruch" trattiren wollen, werden z. B. den Grafen Henckel von Donnersmarck, der moderne Welt schleicht. Man scheint noch immer zu glauben, gut thin, ihre zeternde Stimme nicht allzu lant zu erheben, neben seinen immenſen Bergwerkreich thümern noch die daß das Böse oder der Böse im Menschen sein Wesen treibe damit dem unbetheiligten Zuschauer nicht das kräftige Kleinigkeit von 25 Rittergütern befißt, davon zu überund hält selbst arme Geistestranke für Beseffene oder Mörtlein einfällt, das Heine einmal gelegentlich einer geist zeugen. Er hat zu greifbare Beispiele vor Augen, daß vom Teufel Geplagte, denen mit geistlichem Zuspruch am lichen Disputation gebrauchte. Die Neigung, in jedem Menschen die Armuth nicht nur die körperlichen Lüfte in einer meisten gedient sei. Wenigstens ist es bestimmt, daß Herr einen Sünder von Jugend an zu erblicken und alle Krant- gottwohlgefälligen Entsagung erstickt, sondern unter UmJusangel dieser Anschauung huldigt, denn troß der Vor- heiten des Leibes und des Geistes als Heimsuchungen und ständen auch der Seele das trübe flackernde Lebenslämpchen gänge im Alegianerkloster, die gegenwärtig die Strafen Gottes aufzufaffen, denen dann allerdings folgerichtig ausbläst. Welt mit ihrem Gestank erfüllen, will er noch immer die mit geistlichem Zuspruch" am meisten gedient ist, liegt tief Ju Antonienhütte", wo schon einmal das Leitung der Frrenpflege der Geistlichkeit vorbehalten wissen in dem ascetischen Inhalt des Christenthums begründet preußische Versammlungsrecht durch Pulver und Blei komund Herr Sanitätsrath Capellmann ist noch konsequenter, und muß daher in allen christlichen Konfefsionen ihr unheil- mentirt wurde, hat es wieder einmal todte Grubenleute inden er schlankweg die ganze medizinische Wissen- volles Wesen treiben. Auch jener Herr, der auf dem und jammender Hinterbliebene gegeben. Der Schacht hatte schaft der alleinseligmachenden römisch- katholischen evangelisch- sozialen Kongreß erklärte, daß ein feine Seilführung und diese Sparsamkeitspolitik tann selbst Kirche unterordnet. Er hat ein Buch geschrieben, das alles Bustand ohne Armuth nicht von dieser Welt" sei, scheint durch die wahrhaft adlige Gesinnungsvornehmheit nicht für katholische Geistliche Wissenswerthe aus der Medizin unter dem trübseligen Einfluß dieses trübseligen Gedankens wieder gut gemacht gemacht werden, mit der der Graf enthält und erklärt sich zugleich bereit, alles, was etwa gestanden zu haben. Wie thöricht wäre es auch gegen die von Donnersmarck versprach, für die Hinterbliebenen gegen die Lehren der Kirche verstoßen sollte, ohne weiteres Armuth zu kämpfen, wenn man diese Erde als einen nach Möglichkeit" forgen zu wollen. Pessimisten zurückzunehmen. Gegen solche kirchlich gesegnete Wissenschaft Kerker voll Leid und Jammer auffaßt, in dem man im werden wenig Vertrauen in dieses nach Möglichkeit" setzen, mag ja der eine oder andere etwas einzuwenden haben, Interesse seines Seelenheils gezwickt und malträtirt wird, da eine Seilführung für den reichen Herrn doch offenbar Lobenswerth aber bleibt unter allen Umständen, daß der wie etwa die Geisteskranken in Mariaberg von dem nun schon zu den" ll n möglichkeiten" gehört hat. Evangelischglorreiche Sanitätsrath offenen Muth feiner mehr glücklicherweise verhafteten Bruder Heinrich! Welch Soziale allerdings werden sich über das traurige Ereigniß wissenschaftlichen Gesinnungslosigkeit hat. Nicht jeder eine Thorheit, den Proletarier- Lazarus aus der Tiefe feines mit der troftlosen Anschauung hinweghelfen können, daß ein Gelehrte, der sein Leben lang dicke Bücher im Glends aufrichten zu wollen, wenn ihn nach seinem Tode Zustand mit ausreichendem Arbeiterschuh und ohne Armuth Interesse des Kapitals redigirt oder zur größeren freundliche Engel in Abraham's Schooß tragen, während eben nicht von dieser Welt" sei. Dieser traurige Peffimismus Ehre der Hohenzollern sogenannte„ Geschichtswerke höheren dem Reichen für seine Maitressen, Gastereien und sonstigen wird über jeden menschlichen Fammer sein gottergebenes Orts zu Markt bringt, kann sich dieser lobenswerthen Ehr schnöden Erdenfreuden in des Wortes verwegenſter Be- Sprüchlein beten und sich damit in Demuth bescheiden, daß lichkeit rühmen und wenn nationalliberale Mannesseelen deutung eingeheizt" wird! In der That jener die sündige Kreatur um ihrer Sünden willen gestraft und durch den Wissenschaftler Capellmann etwa kulturkampf- cvangelisch= soziale Herr sprach im Geiste des gepeinigt werden müsse. Eine hellere Zeit aber wird den den Lüftern geftimmt werden sollten, würde das Zentrum Christenthums, als er die Armuth in dieser Welt Menschen weder für„ gut“ oder„ böse" halten, sondern in der Lage sein, ihnen hohnlächelnd ihre eigenen, verewigen wollte und es ist nur zu bedauern, daß wissen, daß er beides erst durch die Verhältnisse wird noch um einen Grad mehr verlogenen Capellmänner ihm der Muth oder die Intelligenz seiner Konsequenzen und darum diese ändern, präsentiren zu können. Auch die evangelische Orthodoxie mangelte. Statt die Noth der Armen zu lindern, hätte er schmutzigen Nation" von Noth und Elend zu einem wird gut thun, die Vorgänge in Mariaberg mit dann vielleicht entdeckt, daß seine Sozialreform" sich im glücklichen Wohnort für glückliche Geschöpfe zu machen. " die Erde aus einer tag, den 17. Junt, außerordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: Lese- und Diskutirklub Aufklärung. Jeden dritten Montag im Monat Bücherwechsel bet Ferger, Sebastianfir. 78. tag, abends 8 Uhr, bet Keßner, Grunewaldfir. 110. Schöneberg. Arbeiter- Bildungsverein, Bersammlung morgen, MonVortrag des Genossen E. Wurm über: Unser Programm. Ausgabe der Billets zum Stiftungsfeft und Entrichtung der Beiträge. müderstr. 179a: Settüre( unentgeltlich). Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Arbeiter- Bildungsschule. Gonntag, 10-12 Uhr: Nord- Schule, Lektüre( unentgeltlich). Montag, abends 7-8% Uhr: Settüre. 8-10% thr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: Nationalötonomie. Südost- Schule, Waldemarfii. 14: Boltsthümliche Medizin.( Bau und Lebenserscheinungen des gefunden und tranten Menschen.) Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jederzeit aufgenommen. firaße 15a, Echelhose's Gambrinus. Bruderherz, Krautftr. 6, bet Rudolf.. allee 6 bei Karl Echulz. Arbeiter- Gefangverein Vorwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, PrinzenSieberzweig, Waidmannsluft Berlinerstraße bet Berbe. Liebesfreiheit II, Strausberg, Wrießenerstraße bet 2oot, Bürgergarten. Glodenrein( gem. Chor) Schönhauser Allee 46 bei Söhne. Arbetter- Gesang= Syrene, Schönhauser Allee 28 bei Relle. verein Wacht auf II, Erfner, Restaurant Seebad" am Dämmertz- See, Wilhelmshöhe".- Arbeiter- Gesangverein der Enterbten, Swinemünder firaße 49.- Hoffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelftr. 39.-enblüthe, Beughofstr. 8, Restaur. Behlendorf. Gefangverein Liberte: rangelfir. 84 bet Rebanz. Männerchor Sangesluft II, Bajewalterstr. 3 bei Ad. Neumann. Gesangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau " Harmonie 2", Wetnstr. 11, Restaurant Suffitenfiraße Glysium". Feindt. Etnigtett 3", Groß- Lichterfelde, Amalienftr. bet G. Senger. Hilaria, Blumenstr. 46 bet Tomatscheck. Klingmüller'sches Doppelquartett, Neu- Weißenfee, Langhansstraße bet w. Busch. sub Of 1, Faltenfteinfir. 7 bei Trittelwig. Alpenveilchen, ge= mischter Chor, Lindowerfir. 26 bet Sachse. Solidarität, Oranien firaße 109 bei Greiser." Freya 2"( gem. Chor), Rigdorf, Hermannftr. 45 Bittoria- Säle". Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Rayfer, Unterthanen von da zurückzurufen. Jeßt hielten die ruffischen I ca. 7500 Personen vormittags mehr gefeiert. Im Vorjahre wurden I versammlung verurtheilt auf das schärffte das Verhalten des An Freiheitsfreunde auch die Zeit für gekommen, nun nach der 8 Gruppenversammlungen, die 59 Berufe umfaßten, abgehalten; gestellten Schönberg in der Firma Rosenfeld u. Ko. und erwartet Heimath zurückzukehren, um unter das Volk zu gehen" und das diesmal waren es 65 Berufe. Von dem Vertreter der von den dort arbeitenten Kollegen, daß sie gegen eine derartige getnechtete, unwissende Volk auf seine Mission vorzubereiten. In Hausdiener wurde der Antrag eingebracht, die Teller Behandlung ganz entschieden Front machen. Falls fich die Bu eingehender Weise schildert die Vortragende, wie groß der An- sammlungen von den Maiversammlungen an die Gewerkschafts- stände in genannter Firma nicht ändern, soll bei besserer Kontheil der Frau bei dieser gefahrvollen, aufreibenden Thätigkeit fommission abzuführen, die dann die Kosten für die Einberufung junktur gegen dieselbe vorgegangen werden. Behufs Agitation war, wie sie mit Aufopferung der Gesundheit monatelang, jahre- derselben tragen soll. Ueber diesen Antrag entwickelt sich eine für den Verband soll die nächste Bodenlegerversammlung eine lang sich in die Fabriken einsperren ließ, um den Arbeitern lebhafte Bolemit. Die Vertreter der Kaufleute, Stellmacher, öffentliche sein und findet dieselbe Montag, den 24. Juni, statt. das Evangelium des Sozialismus zu bringen; wie sie Töpfer u. a. befürworten denselben, während von anderen Dele- Geselliger Arbeiterverein Bruderkette. Sonntag, den 16. Junt cr., alle Entbehrungen und Leiden auf sich genommen hat, um der girten, Massini, Mäther 2c., die Zweckmäßigkeit dieses nachmittags 5 Uhr, Ohmgaffe 2: Sigung. Nachdem: Fidelitas. Gäste willSache des Volkes zu dienen. Der Arbeit der Frau ist es zum Verfahrens bestritten wurde. Holzarbeiter Do ft betonte, daß tommen. großen Theil mit zu danken, daß die Regierung nach Verlauf seine Gewerkschaft den Antrag deshalb ablehne, da sie verpflichtet Geselliger Verein Frohsinn. Sonntag, den 16. Juni cr., nachmittags von 2 Jahren eingestehen mußte, daß bereits 37 Provinzen von sei, diese Einnahme für sich offen zu halten. 6 Uhr, bet Behlendorf, Beughofftr. 8, Gigung. Nachher: Fidelitas. Bon da ab alle 14 Tage. dem Gifte des Sozialismus angefressen seien. Da kamen dann Der Antrag wurde abgelehnt. Von Jost wurde hervor- Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure u. s. w. Mons die Verfolgungen. Ende der 70er Jahre wurden die großen gehoben, daß einzelne Gewerkschaften, entgegen den Beschlüssen Prozesse der„ Fünfzig" und der Hundertdreiundneunzig" der Kommission, beim Maifest Bons in anderen Kreisen verAnträge zum Kongreß. Delegirtenwahl. inszenirt, um die gebildete Welt gruselig zu machen; trieben. Faber stellte unter der Zustimmung der Versammlung damit wurde dann die Epoche des Terrorismus ein- fest, daß die Kommission es mißbilligt, wenn ohne ihre Zugeleitet. Die russische Frau zeigte auch hierbei ihre ganze Energie ftimmung bei anderen Gewerkschaften gesammelt wird. und Kraft, sie war in den gefährlichsten Missionen thätig, bis Uuter dem Punkt Gewerkschaftliches gelangte die mit der Beseitigung Alexanders II. der Terrorismus fich er- Streitfrage innerhalb der Gewerkschaft der Schneider bezüglich schöpfte. Die Rednerin zeigte an einigen Beispielen, wie tragisch ihrer Vertretung Gewerkschaftskommission zur Ver das Ende der edlen Frauen war, die hervorragend für die Behandlung. Der Ausschuß hatte die Mandate beider freiung des russischen Volkes gewirkt haben, ungezählte Richtungen, der lokalen und der zentralen, für un Kämpferinnen liegen in den Eiswüsten Sibiriens und in den giltig erklärt und beiden Parteien aufgegeben, sich in einer Rerfern begraben. Die russische Frau jener Epoche hat gezeigt, daß gemeinsamen öffentlichen Versammlung auf die Kandidaten zu sie dem Manne in keiner Beziehung nachsteht; wenn man einen einigen. Gegen die am 10. Juni erfolgte Wahl von drei Ver: Lese- und Diskutirklub" Earl Mars". Montag, abends 9 Uhr, bet Wergleich zwischen dieser und der deutschen Frau ziehen wollte, tretern erhob Frau Gubela Protest mit der Motivirung, daß Grube, Mariendorferstr. 5. wo bliebe die lettere? In Deutschland ist die bürgerliche Frau den Gegnern der zentralen Richtung nicht frühzeitig genug Mit- Ad. Neumann, Pafewalterfir. 3. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender: Alle Aenderungen im Vereinskalender immer oberflächlich und beschränkt geblieben. Wir wollen, so theilung von der Versammlung gemacht sei, wodurch denselben find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfiraße 49, v. 2. Tr. beendet die Referentin ihre Rede unter dem stürmischen Beifall die Betheiligung an derselben unmöglich gemacht wurde. Frau Montag, Abends 9-11, Uebungsflunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Liedertafel der Maler, Annenstraße 6, bet Ehrenberg. der Anwesenden, der bürgerlichen Frau das amerikanische Vor- Dmoch schloß sich diesem Protest an. Pfeiffer und Timm Wiederhall, Köpenickerstr' 191 bei Foge. Butunft I, Stegliz, Ahorn bild lassen, bestreben wir proletarische Frauen uns, den russischen traten den Angaben der Vorrednerinnen entgegen, sie wiefen Heldinnen nachzueifern! darauf hin, daß dieselben nur Zersplitterungsversuche bezwecken Genosse Hansen schloß die animirte Versammlung mit und daß es ihre Schuld schließlich selber sei, wenn sie in der für dem Hinweis auf die Arbeiter- Bildungsschule. alle Branchen der Schneiderei ordnungsgemäß einberufenen Versammlung nicht ihre Vorschläge gemacht hätten. Im Verlaufe Berliner Gewerkschaftskommiffion. Sigung vom ber Debatte wurde die Bewegung in der Schneiderei nach allen 14. Juni. Gine Uebersicht über die in der letzten Beit er- Richtungen hin erörtert und die Thätigkeit der Frauen Gubela Tedigten Streits gab der Genoffe Millarg in folgendem. Bei und Dmoch kritisch beleuchtet. Nachdem Schulz, Lauschte, den Streit der Tarameterdroschken- Kutscher war eine Einnahme Frl. Schuppe, Faber, Millarg, Heinfurth u. A. von 8373,59 M. und eine Ausgabe von 8344 M. vorhanden, der zum Wort gekommen waren, wurde die Debatte geschlossen. Berichterstatter rügte, daß von der Organisation der Kutscher Gin Antrag Börner: die Gewerkschaftskommission erkennt nur der Betrag von 450 M. zurückbehalten ist. An Gerichtskosten die in der Versammlung vom 10. Juni gewählten Vertreter der und Strafen haben die Kutscher 386 M. bezahlen müssen. Schneider, Schulz, Pfeiffer und Frl. Schuppe an, Der Streif der Lithographen schließt mit einer Gin- wurde mit allen gegen zwei Stimmen angenommen. Millarg nahme und Ausgabe von 50 795,86 Mart ab; hier ermahnte die Delegirten, für die in nächster Zeit einzuberufenden ist noch ein erheblicher Betrag von Ausgaben zu großen, gewerkschaftlichen Agitationsversammlungen lebhafte decken. Für die Burger Streifenden waren eingegangen 1927,10 M. Propaganda zu entfalten. Hagen machte die Mittheilung, daß und ausgegeben 1912,48 M. Der Streit bei Fürstenheim und der Kommission der Töpfer große Schwierigkeiten beim Betreten Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Moröffe hatte eine Einnahme von 4653,18 M. und eine Ausgabe der Bauten gemacht werden; er ersucht die Vertreter des Bau-( Alle Buſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu Sonntag: Vergnügungsverein von 4645,88 M. Für die Arbeiter der Kuhnheim'schen Fabrik gewerbes, in ihren Kreisen dafür einzutreten, daß den Kom- richten an P. Gent, Adalbertstraße 95.) gingen 3965,09 m. ein, die gleiche Summe wurde verausgabt. missionsmitgliedern Hilfe bei der Kontrolle geleistet wird." Bergoland II", Rüdersdorferstr. 45," Gesellschaftshaus Oftend", nachm. Montag: Pfeifentub elfenfest, Andreasstraße 26 bet Die Glasschleifer nabinen 5314,25 M. ein, Ausgabe ebenso. Eine von Dem Vertreter der Brauer gegen das Wilfe. Vergnügungsverein Felsen fest, Nixdorf, Hermannstraße 21 bei Bei dem Streit von Mauff wurden vereinnahmt 1101,48 M. Kuratorium Arbeitsnachweises der Brauereien Kartentlub Lustige Brüder, Krautftraße 48 bet Rattle. ein- Dornburg. Arbeiter BitherGeselliger Verein Fridolin, Brunnenstr. 35 bet Wolf. und verausgabt 1085,96 M. Von der Aussperrung der Zink- gelegte Beschwerde wegen Nichteinstellung eines Brauers wurde verein Einigkeit, abends 9 Uhr, uebung bei Nowack, Manteuffelstr. 9. gießer vom 1. Mai 1894 wurden feine detaillirte Angaben gemacht. dem Ausschuß zur weiteren Behandlung überwiesen. Theaterverein Liebesglüd, Große Frankfurterstraße 74 bet Breuer, an Einzelne Listen stehen noch aus. Millarg giebt bekannt, daß die Drei Delegirte fehlten entschuldigt; ohne Entschuldigung iebem 1. und 3. Sonntag im Monat. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Privat- Theatergenaue Abrechnung im Gewerkschaftsbureau eingesehen werden waren ausgeblieben die Vertreter der Anschläger, Baugesellschaft" atur" abends 49 Uhr, bet Specht, Martgrafenftr. 83.- Privatfann. Bei der Debatte über diesen Punkt wurde das Ver Arbeiter( 2), Bäcker, Bilderrahmenmacher, Theatergesellschaft Immer& uftig jeden Sonntag Abends 5 Uhr, bei Nuht Andree, Privat- Theatergesellschaft fahren der Kutscher abfällig kritisirt. Weißgerber Arndt Buchdruckerei Silfsarbeiter, Bürstenmacher, minerva. Que Montag zusammenfunft Maibach- Ufer 3 bei Schmod. protestirte gegen die Einbehaltung der Summe von 450 m. Färberei Arbeiter, Firmenschilder Branche, Brivat- Theater- und Bergnügungsverein Morgenstern. Stgung jeden Faber stellte den Antrag, daß der Ausschuß Schritte thun soll,& isfchubarbeiter, Gärtner, Rornträger, me ch a Sonntag 5 Uhr; alle vierzehn Tage Fidelitas im Markthallen- Restaurant, um diesen Betrag wieder zu erlangen; dem stimmte die Vernischen Schuhfabritsarbeiter, Posamentiere, jeben Montag 9-11 Uhr bei Baurs, Schlesischestraße 38. Rauchklub fammlung zu. Nät her monirte einige bei dem Streit der Kuhn. Schirmmacher, Schlächter, Stereotypeure und Eldorado alle Montage, abends 8% uhr, bet Geter, Pallisaben ftraße 66. Theater- und Bergnügungsverein Waldemar. beim'schen Arbeiter vorgekommene Unregelmäßigkeiten, die den Stodarbeiter. Sonntag Stalizer ftr. 54 bei Sente. Anfang 6% Uhr. Arbeiter- Stenographie früheren Bertrauensmann in Adlershof betreffen. Beschlüsse wurden Eine Brauchenversammlung der Parquetbodenleger, Berrein Eintracht", unterricht und lebungsstunde Montag abends 8 Uhr in dieser Sache nicht gefaßt. Die Delegirten wählten nach Erledigung einberufen vom Deutschen Holzarbeiter Verbande, bei Nothes, Buttmannstraße 17. Privat- Theaterverein Frethetts. dieses Punktes als Revisoren Metallarbeiter 3 al éjzté, Buch welche am 8. d. M. stattfand, beschäftigte sich mit den Miß- hoffnung. Sigung mit Damen jeden Sonntag um 6 Uhr nachmittags bet Baumann, Lychnerfir. 2-3( Straße XV). Nach der Sigung Fibelttas. binder Jo ft und Weißgerber Arndt. ständen in der Firma Rosenfeld u. Ko., Berlin. Allgemein wurde privat- Theatergesellschaft Minerva. Alle Montag Busammenkunft MaibachUeber die Maifeier berichtete Millarg, daß nach den ge- Klage geführt, wie der Angestellte der Firma Rosenfeld u. Ko., machten Feststellungen die Zahl der Theilnehmer in diesem Herr Schönberg, die Bodenleger behandele. Einstimmig wurde Jahre bedeutend größer war als im Jahre 1894; es haben folgende Resolution angenommen: Die heutige Bodenleger Mühlen der bei einer Religion Interessirten. Selbst Raiser Der Esel, welcher Christus bei seinem Einzug in Jerusalem wäschen noch nicht weiß, erklärte bezüglich der Spöttereien zeit- der Sage eine folche antisemitische Abneigung gegen besagte Stadt genössischer freidenkerischer Schwäger:" Wir wollen es den bekommen, daß er sich durch das Meer schreitend auf und davon Göttern überlassen, sich für Beschimpfungen zu rächen". machte und sich über Cypern, Rhodus, Candia, Malta und Bekanntlich sprangen die Dichter und Philosophen Alt- Sizilien nach Aquileja( im österreichischen Küstenland) begab. Griechenlands und Roms nicht eben simperlich mit ihren Dann habe er sich in Verona häuslich niedergelassen, wo Göttern unt. er noch einige Zeit lebte und wo sich auch seine als Aus den Dramendichtern der Alten und aus volksthümlichen Reliquien verehrten Gebeine( in einem der dortigen Klöster) Mummereien entwickelte sich unter hervorragender Mitwirkung befinden sollen. Diesem Esel zu Ehren sollen in Verona die der Kirche das Theater des christlichen Mittelalters. So sehr erften Gfelsfeste gefeiert worden sein, die dann nach Frankreich, die Kirche später gegen das verfluchte Sinnengegaufel der Schau- zunächst nach Beauvais wanderten. Hier wurde dem schönsten bühne gewettert hat: sie ist die Pathin, die hervorragendste Mädchen ein Kind auf den Arm gegeben und beide auf einen Förderin desselben gewesen. reichgeschmückten Esel gesetzt, vom Bischof und sämmtlichen des Y = Krummstab und Narrenkolben. Tiberius, bekanntlich trog allen an ihm versuchten Mohren Gregor der Große wußte sehr wohl, was er that, als er allen Geistlichen empfahl, die altheidnischen Feste christlich zu wenden, um dem Volt etwas zu bieten, für so manches, was man ihm von wegen der Kirche nahm. Er kannte die Natur der Menschen. Die wollen nicht nur beten, fasten und ihr Fleisch kasteien, sondern auch schmausen und zechen und auch einmal sich herzlich auslachen. Und wenn einer auch die Natur mit der Mistgabel austreiben will, ste kommnt doch immer wieder zu einer Hinterthüre herein, wie der römische Hofpoet Horazius Flaccus vermeldet. Gegen die strengste Muckerei und Selbstpeinigung ist ja immer und allezeit der alte Adam des Fleisches wieder aufgestanden und hat so manchen Sieg davongetragen. Das Lachen gehört nun einmal zur Gesundheit, folglich meinten verständige Kirchenherren, man müsse dem Volf erlauben, auch zuweilen einmal sein Kälblein auszutreiben, seinem Affen Bucker zu geben, oder wie man sonst sagt. " jeden Sonntag Bormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimftr. 16.Karl Marr", 9 Uhr, bet Grube, Mariendorferstr. 5. von 4-6 Uhr. Wörtherstraße 45, bei F. Tarey. 3 Rauchflub Brüderlichtett Jeden ufer 3 bei Ecmod. Klub Freya. Klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr nach mittags an Sizung mit Fidelitas im Saale des Restaurants Kiekelhahn, Dresdenerstr. 68. Vergnügungsverein Flora. Jeben Sonntag 4 Uhr eigung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnftr. 9. getragen, hatte nach der Hinrichtung seines leßten Reiters nach Und sie hat bei ihren Weihnachtsspielen und Ofterdramen Geistlichen nach der Kirche geführt, wo in üblicher Weise die auch den Humor, die Komit, die Satire walten lassen. In zahl Messe mit allem Bubehör in Szene ging, nur daß bei den reichen mittelalterlichen deutschen, französischen und anderer Antwortsstrophen des Chores das Eselsgeschrei Hinhan( Ya heißts Nationen Kirchendramen reden die Heiligen, ja Christus und heute) als Kehrreim angefügt wurde. Dazu kam ein halblateinisch, So erhielt sich und ward auch in den christlichen Kirchen Gottvater eine sehr sonderbar derbe Sprache, ja schimpfen und halbfranzösisch abgefaßter Lobgesang an Sire Asne( Herrn Esel), geübt das helle, zwerchfellerschütternde Ostergelächter, altheid- prügeln sich gegenseitig. Bei der Vorführung der Passions- den ein Erzbischof von Sens gedichtet haben soll. Während nischer Freudenausdruck über den Sieg von Licht und Leben geschichte wird Judas Ischariot, werden die Juden als dieser musikalischen Huldigung beugte alles Volk vor Sire Asne des guten Theiles des Jahres, welcher mit dem Fall der Richter und Mörder Christi gar arg verhöhnt nicht eben die nie, beim Amen des letzten Verses that dies auch Tyrannei des Winters beginnt. Lacht nur zu!" sagten bei sich in zarten Ausdrücken. Bekanntlich geht es auch dem Teufel und der besonders dazu abgerichtete Gefeierte. Statt der Entlassungss die klugen Priester, wer gulegt lacht, lacht am besten! Und das den Seinen schlecht genug zur Ergößung der zuschauenden christ. formel: Ite, missa. est!(@eht! Sie( die Gemeinde) ift ents werden wir sein!" gläubigen Gemeinde. laffen!) rief der Priester dreimal Ya, welchen Ruf das gesammte Und so geschah es. Man ließ das Volk sein Gespey" In einem Osterspiel wird der verschmigte Krämer, bei dem Bolk lebhaft im. Chor wiederholte. treiben, wie man ehedem sagte, auch an heiliger Stätte, mit die Weiber Spezereien taufen, um sie an Chrifti Grab zu bringen, Die beiden neutestamentlichen Esel, der Chrifti beim Todes. Wigen und Neckreden, Schlamperlieblein und Zänzen, um der zu einer kompletten Luftspielfigur ausgestaltet. Er berichtet seine ritt nach Jerusalem und der Mariens, den sie auf Reisen, naments Osterfreude desselben sicher zu sein. Und als man die Spaß- Echelmenstreiche und geräth mit seinem Weibe in Zant und lich auf der Flucht nach Egypten benutte, bekamen bald eine macher Faßmänner" oder" Freihartstnaben" zum Tempel Handgemenge. alttestamentliche Nebenbuhlerin in der redenden Eselin des Bileam, hinausgeworfen hatte, da bestieg der Geistliche die Kanzel, um Aber auch die Heiligen werden nicht verschont. In den die um die Weihnachtszeit neben anderen Weissagern von Chriſti höchst selbst deren Amt zu übernehmen, luftige Ostermärlein Weihnachtsspielen ist Josef, um sein Vaterverhältniß zu Christus Zukunft in einem firchlichen Schauspiel auftrat. Die Reden der zu berichten, wobei es fein Streben war, das möglichst recht unwahrscheinlich zu machen, meist eine halblächerliche Eselin übernahm ein zwischen den Beinen derselben versteckter größte Gelächter zu erzielen. war sehr nüßlich Berson, alt, hüftelnd, podagramatisch was durchaus nicht Briefler. für sein Renommee, seinen Einfluß bei ernstem Thun, hinderte, daß die über ihn lachenden Zuschauer mit tiefer Innüglich auch für seinen Opferstock oder Klingelbeutel. brunft zu ihm beteten um seine Fürsprache und Hilfe. Man war im Mittelalter nicht so nervös empfindlich wie Ebenso tritt Petrus, der Fels, auf den ja Chriftus seine heute, und man meinte, was eine recht gesunde Religion sei, die Kirche bauen zu wollen erklärte, oft genug als humoristische Figur müffe auch einen Puff vertragen fönnen. Daß man im Ernst- auf. Die dreimalige Verleugnung seines Herrn, sein cholerischer fall feinen§ 166 brauchte, dessen war man sicher. Es ging ja Eifer, mit dem er den Malchus, einen der auf Chriftus fahndenden auch fo"! Und ist es vom Standpunkt eines Gottes Knechte, tödten will und ihm ein Ohr abbaut, geben Anlaß gläubigen nicht geradezu eine Blasphemie, seinen All zur Kritik. In einem Ofterspiel erhalten er und Johannes die mächtigen, Allgütigen u. f. w. mit menschlichen Gesetzes Nachricht von Chrifti Auferstehung durch die Weiber, die vom paragraphen, Knütteln und Bütteln schüßen, vertheidigen und leeren Grabe kommen. Da machen sie einen Wettlauf dahin, rächen zu wollen? Lebensgemeinschaften mit einer starten, der darauf berechnet ist, die Zuschauer zum Lachen zu bringen. lebendigen Religiosität brauchen solche Mothbehelfe nicht, diese Petrus humpelt, kann nicht schnell fort, strauchelt und trinkt zuzeigen also eigentlich nur, wie schwach es um diese Sache be- weilen aus einem Taschenfläschchen, um sich zu stärken. ftellt ist. Und welche gewagten Aeußerungen und Wendungen finden Im Gefühl ihrer Kraft laffen staatliche und kirchliche Träger sich in den uns erhaltenen Predigten! Die größten Prediger der Gewalt die Leute reden, ja selbst raisonniren und spotten, von den Kirchenvätern an bis auf Luther, ja noch weiter ins wie das die Menschheitsgeschichte seit Jahrtausenden beweist. 17. Jahrhundert herein wären heute vor unserem gesegneten Wo es aber mit der Gesundheit bergab geht, tritt die Furcht auf,§ 166 des Strafgesetzbuches nicht sicher. Das In Cambrai trat an ftelle des wirklichen Esels ein ges malter. Als die alte Naivetät des Mittelalters in Religionsdingen schwand, begannen mehrere Bischöfe gegen die Gſelsfeste als einen heidnischen groben Unfug" zu donnern, was nichts half, denn erst ein Parlamentsbeschluß beseitigte den Brauch( zu Dijon 1552). H Ernster angelegte Päpste hatten schon seit 688 die Esels. oder Narrenfeste vergeblich verflucht und verboten, welche von anderen, z. B. von der theologischen Fakultät der Pariser Universität, in Echutz genommen wurden. Summa Summarum: Geistliches und Weltliches waren im Mittelalter nicht zu trennen, durchdrangen einander aufs innigfte. Erft hatte die Kirche vom Weltlichen geborgt, was ihr dienlich schien, dann mußte sie wieder herleihen. Das ging nun immer hin und wieder. Sang der Bursch auf der Beche: Der liebste Buhle, den ich han, Der leit beim Wirth im Keller! so sangen die Frommen: Der liebste Buhle, den ich han, Der ist Herr Jesus Christus. Die Melodie zur Marsellaise der deutschen Reformation", Luther's Psalmenumschreibung: Ein fefte Burg", foll ursprünglich ein alter Landsknechtsmarsch fein. daß das bischen Macht umgeredet und umgelacht werden könnte. Und merkwürdigerweise giebt es in deutschen Gauen wohl So war's nicht in der Kirche des Mittelalters mit seinem wenig Richter, die auf grund dieses Paragraphen verurtheilen robusten Köhlerglauben, mit dem man Berge versehen konnte. und welche nicht als Studenten den lieblichen Komment der SaufDen grimmigsten Spötter gegen den äußeren Leib der Kirche, meffe zu unzähligen Malen exekutivt hätten. ihre Personen, Aemter und Einrichtungen NB. nie gegen die Burleste Verzerrung bemächtigte sich der heiligen Zeremonien zu „ Lehre!" François Rabelais hat man auch im 16. Jahr- und Bräuche im Komment der Handwerksburschen und Studenten, hundert nicht verbrannt; er starb als wohlbestallter Pfarrer zu der fahrenden Schüler und Landsknechte. Das Vaterunser ward Meudon bei Paris. umgedichtet, auf geistliche Melodien Spottlieder, Liebeslieder und Mag es paradox flingen, ich behaupte, daß eine start gläubige Bechgefänge übertragen. Volksmehrzahl da sein muß, wo ein Wig auf Kosten der Religion Das Heiligste war nicht sicher vor dieser Begeisterung für zünden oder gar aufreizend wirken soll. Darum sind die plumpen ausgelassenste Fröhlichkeit. Man denke nur an die Efels- und Religionsspöttereien heutigen Tages geradezu Wasser auf die| Narrenfeste. Das wichtigste aber bei der ganzen Geschichte ist, daß die schärfften Angriffe gegen Religion und Kirche allzeit zuerst von deren Dienern ausgingen oder veranlaßt wurden, wie jeder Kenner der Geschichte M. W. weiß. Schuh u. Stiefel nur bei Raphaëli, Neue Promenade Nr. 8, gegenüb. Stadtbahnh.„ Börse". 3weiggeschäft: Spandauer Br. 2. Auf die vom 1. Juli cr. ab eintretende Preissteigerung in sämmtlichen Lederwaaren von mindestens 10% mache ich die geehrten Leser aufmerksam. 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Der Verband Der deutsche Verband kaufmännischer Vereine nimmt mit[ nächsten Generalversammlung des Verbandes, die in Berlin tage" Bedauern von Mittheilungen Kenntniß, nach welchen durch die wird, zur Erledigung überwiesen. deutscher kaufmännischer Vereine tagsrube im Handelsgewerbe in einzelnen Gebieten Vereine schloß sich die Generalversammlung be3 Stellen Ausführung der reichsgesetzlichen Bestimmungen über die SonnAn die Versammlung des Verbandes deutscher kaufmännischer hielt dieser Tage in Mainz seine Generalversammlung ab. Es des Reichs die volle Verwirklichung der ausgesprochenen geset vermittelungsbundes kaufmännischer Vereine an. Diesem waren 38 Delegirte erschienen, die folgende 38 Städte vertraten: geberischen Absicht, den Hilfskräften im Handelsgewerbe eine aus Bunde, der 1891 ins Leben trat, gehören gegenwärtig 43 Vereine Apolda, Berlin, Bingen, Braunschweig, Bremen, Cassel, Crimmit- reichende und zweckentsprechende Sonntagsruhe zu sichern, vielfach schau, Danzig, Eßlingen, Frankfurt a. M., Fürth, Gera, Görlig, beeinträchtigt wird. Derselbe beauftragt seinen Vorstand, bei den( worunter 33 als passive Mitglieder) an. Seit seinem Bestehen Hamburg, Heilbronn, Höchst a. M., Iserlohn, Karlsruhe, Köln, Verbands- Vereinen eine Umfrage über die Ausführung und die hat er durch die aktiven( vermittelnden) Vereine 628 Mitglieder Ludwigshafen, Magdeburg, Mainz, Mannheim, Metz, Minden i. W., Wirkungen der Bestimmungen über die Sonntagsruhe im Be- untergebracht, davon in Frankfurt a. M. 230. München, Offenbach a. M., Offenburg, Pforzheim, Plauen, Rem- reiche derselben zu veranstalten und die Ergebnisse dieser Umscheid, Sonneberg i. Thüringen, Stuttgart, Ulm, Wiesbaden, frage bei Ausarbeitung einer an das Reichsamt des Innern einzu Worms, Würzburg und Zwickau. Die hessische Regierung reichenden Denkschrift über die Nothwendigkeit größerer Einheitwar durch den Provinzialdirektor für Rheinhessen Geheimen lichkeit in der Ausführung der gesetzlichen Bestimmungen über Rath Rothe und den Kreisamtmann Braun, die die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe und thunlichster Beschrän der Sonntagsarbeit auf die Vormittagsstunden zu verwerthen. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. Stadt Mainz durch den Beigeordneten Dr. Schmidt vertreten. fung der zulässigen Ausnahmen sowie möglichster Beschränkung der Kammer III unter dem Vorsitz des Assessors Lohmeier ges An den Verhandlungen der Generalversammlung des Verbandes, dem am Schlusse des vorigen Jahres 101 884 Mitglieder, darunter 20 797 Prinzipale, 78 177 Gehilfen und 1730 Lehrlinge angehörten, nahm auch unser Parteigenosse Dr. Quard aus Frankfurt a. M. lebhaft und mit Erfolg theil. Die Generalversammlung faßte folgende Beschlüsse: = 2. daß hinsichtlich der Kündigungsfristen, falls ver- Bei der Frage der Versicherung gegen Stellen tragsmäßig die handelsgesehliche Regelung derselben auslosigkeit wurde beschlossen, den Verbandsvorstand zu beaufgeschlossen wird, eine für beide Theile gleiche, mindestens ein- tragen, eine Statistit über Umfa. 3 und Ursachen der Stellenmonatliche, vom Letzten des Monats auf den Ersten des über- losigkeit unter den Angehörigen der Verbandsmitglieder zu vernächsten Monats lautende Kündigung vorgesehen werden muß, anstalten. auch für Probe- Anstellungen; daß ferner für Aushilfe- An= Eine ganz unhaltbare Entscheidung wurde von fällt. Der Maurer Rausch war nebst einigen Kollegen engagirt Der allgemeine Fortbildungszwang für alle worden, Maurerarbeiten in einem Tiefbau des Unternehmers aus der Volksschule zur Entlassung kommenden jungen Leute Boldt auszuführen. Am 20. Mai früh sollten die Leute mit der und überhaupt für alle diejenigen jungen Leute unter 18 Jahren, Arbeit beginnen, als sie sich aber zur bestimmten Zeit mit welche nicht mindestens die Befähigung zum einjährig- freiwilligen Handwerkszeug einfanden, wurde ihnen vom Polier des genannten Die Vernehmung der Auskunftspersonen vor der Reichs- Kom- Dienste nachweisen tönnen, sollte in ganz Deutschland zur Durch- Unternehmers erklärt, aus dem ausgemauerten Schacht müsse noch mission für Arbeiterstatistit hat bestätigt, daß im Handelsgewerbe führung kommen. Ueberall da, wo der allgemeine Fortbildungs- Waffer hinausgepumpt werden, bevor sie anfangen könnten. Im mit Beziehung auf die Beschäftigung der Handlungs- zwang besteht, ist die Gründung von ausreichenden kaufmännischen Anschluß hieran wurde ihnen gesagt, sie sollten nur da bleiben gehilfen und Lehrlinge Mißstände bestehen, deren Be- Fortbildungsschulen oder Handelsfachschulen anzustreben, deren Be- und in der„ Bude" warten, bis das Wasser heraus sei. Mittags feitigung von Reichswegen raschestens angestrebt werden muß. such von der Zugehörigkeit zur allgemeinen Fortbildungsschule befreit. gingen die Maurer nach Hause, ohne etwas gearbeitet zu haben, Der deutsche Verband kaufmännischer Vereine befürwortet des Die Prinzipale müssen gesetzlich gehalten sein, zweimal 2 Tages- und kamen dann pünktlich nach Tisch wieder. Um drei Uhr halb den baldigen Erlaß eines Reichsgesetzes, welches vorschreibt stunden in der Woche während der Arbeitszeit ihren Lehrlingen theilte ihnen der Polier mit, daß nun das Wasser beseitigt sei; 1. daß der Schluß der Ladengeschäfte auf 8 Uhr, unter 18 Jahren freizugeben, damit diese den Tagesunterricht einer jedoch, meinte er, lohne es sich wohl jeht nicht mehr, mit den am Sonnabend auf 9 Uhr festgesetzt wird, mit der auf Handelsschule oder sonstigen kaufmännischen Fachschule besuchen Maurerarbeiten zu beginnen, sie möchten nur nach Hause gehen das Mindestmaß zu beschränkenden Ausnahme vor Festen und können. und am nächsten Morgen pünktlich antreten. Diesem Verlangen für die Inventur; jedem Handlungsgehilfen und Lehrling ist Der deutsche Verband kaufmännischer Vereine empfiehlt die entlassen wurde, erhob Anspruch auf Bezahlung der Wartezeit fam man auch nach. Rausch, der nach einigen Tagen eine Mittags Pause von mindestens einer Errichtung von Lehrlingsheimen auf das wärmste und vom 20. Mai. Die Forderung wurde gütlich nicht erfüllt, wesStunde einzuräumen; der Verband drückt den dringenden befürwortet, daß deren Thätigkeit auch während des Sommier halb sich R. zur Inanspruchnahme des Gewerbegerichts gezwungen Wunsch aus, daß die gleichen Maßregeln für alle handels- halbjahres ausgeübt werde. gewerblichen Betriebe reichsgefeßlich demnächst getroffen werden; fah. Der Gerichtshof sprach ihm nicht den Lohn für den ganzen Tag zu, sondern nur für 3 Stunden, und zwar für die Zeit von 3 bis 6 Uhr. Als Meinung der Mehrheit des Gerichts vers fündete der Vorsitzende, daß der Unternehmer hier nur für die Beit entschädigungspflichtig sei, während welcher der Kläger infolge Verschuldens des Poliers am 20. Mai nicht arbeiten fonnte. Der Polier hätte den Kläger eben von 3 bis 6 Uhr stellungen eine Frist von drei Monaten nicht überschritten werden für Handlungsgehilfen und-Lehrlinge, b) die Vereinigung der gehoben war. Die übrige Zeit, während welcher das Waffer Betreffs der Punkte: a) die Krankenversicherung noch beschäftigen sollen, nachdem der eigentliche Behinderungsgrund darf; 3. daß Handlungslehrlingen und Gehilfen unter 18 Jahren Krankenkassen der Verbandsvereine zu einer Verbands Kranken- ausgepumpt wurde, habe aber Kläger auf seine Roften gewartet. zur Theilnahme an einem Fach- oder Fortbildungs- kasse" tam folgende Resolution zu stande: Derselbe hätte ja nach Hause gehen können. Bei diesem Urunterricht wöchentlich mindestens 6 Tagesstunden freigegeben Wirkungen des Krankenversicherungs Gesetzes auch für den ist ganz übersehen worden, daß sich der Arbeiter den ganzen Die Versammlung anerkennt zwar die segensreichen theil, das der bisherigen Praxis des Gerichts nicht entspricht, Die Verbandsversammlung fordert die einzelnen Vereine auf, den Handlungsgehilfenstand, erklärt aber, daß 1. im Laufe der Zeit Tag dem Unternehmer zur Verfügung hielt, auf Bestrebungen des Agitationsausschusses zur Bekämpfung des ge- sich in Praxis viele schädliche Auswüchse zeigten, das Ersuchen des Stellvertreters besselben. Der feßlichen Ladenschlusses, so wie sie zu tage treten, einen that theil auch auf dem Wege gesetzlicher Verordnung beseitigt lieber Himmel, wäre ihm dadurch der materielle Verlust erspart 2. die Mißstände zum theil durch Selbsthilfe, zum Kläger hätte nach Hause gehen können, wird gesagt. Ja, du Träftigen Widerstand entgegenzusetzen. werden können, 3. in anbetracht der Schwierigkeit, mit welchen worden!? Und abgesehen davon: liegen die Dinge nicht heute viele Verbandsvereine zu kämpfen haben, um den Fortbestand unbestreitbar so, daß der Polier oder Unternehmer auf die ihrer Krankenkasse zu sichern, erwählt der Verbandstag aus seiner Arbeitskraft dessen pfeift, der seinem leisesten Wunsch nicht nachMitte eine Kommission von 12 Mitgliedern und ertheilt ihr den kommt? Das Urtheil ist rechtlich und in jeder andern Hinsicht Auftrag, dem nächstjährigen Verbandstag einen Entwurf vor- verfehlt. zulegen, auf dessen Grundlage eine Vereinigung der jetzt bestehenden einzelnen Krankenkassen, unter möglichster Wahrung Die Unterstellung des Handelsgewerbes unter die Geder Autonomie derselben, zu einer Verbands- Krankenkasse er werbegerichte ist entschieden abzulehnen, dagegen sind für richtet werden könnte, zur gegenseitigen Hilfeleistung in vor die Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Prinzipalen einerseits tommenden Fällen, und 4. wenn sich dieses nicht als durchund Handlungsgehilfen oder Lehrlingen andererseits besondere, führbar herausstellen sollte, so hat die Kommission Vorschläge für mit je zwei Beifizern aus dem Prinzipal- und dem Gehilfenstande ein Kartell zwischen den Krankenkassen der Verbandsvereine zu und einem unparteiischen Vorsitzenden zu besetzende taufmachen." männische Schiedsgerichte zu bilden; über die Grund- A13 Orte, deren Vereine Krankenkassen haben und die F. H. 16. Sie sind hier unterstützungsberechtigt und können züge für die Zuständigkeit, das Verfahren, die Kosten und die infolge dessen geeignet sind, Mitglieder in die Kommission zu ebensowenig wie Ihre Kinder abgeschoben werden. Clara 200. Bollstreckung sind die kaufmännischen Vereine vor Erlaß des wählen, wurden bezeichnet: Ulm, Mannheim, Görlitz, Plauen i. 2., 1. Etwa 60 M.; das Kind bleibt Ihnen wahrscheinlich nicht. Gesetzes über die kaufmännischen Schiedsgerichte gutachtlich zu Frankfurt a. M., Köln, Mainz, Zwickau, Eßlingen, Heilbronn, 2. Die Erben haben keinen Anspruch. Sprechen Sie wegen des hören. Die kaufmännischen Schiedsgerichte sind durch Aus- Iserlohn und Hamburg. Kindes gelegentlich in der Sprechstunde vor. G. 8, 100, stattung derselben mit gutachtlichen und antragstellerischen R. D. 33. Sprechen Sie zur Klarlegung des Sachverhältnisses Eine Resolution über die Invaliditäts- und Alters- in der Sprechstunde vor. Befugnissen zu Vertretungen des Gehilfenstandes im HandelsN. M. B. 1. Mein. 2. Ja. gewerbe auf öffentlich- rechtlicher Grundlage auszugestalten. versicherung der Handelsgehilfen und Lehrlinge wurde der Neuer Hain. Weder Sie noch Ihr Sohn haftet. herr nicht, daß sein Gegenüber physiognomische her gewidmete Polizeiintereffe gegenstandslos gewesen und Studien an ihm machte, aber den klugen Augen der Ge- daß dem bürgerlichen Frankreich von diesem Reisenden keine mahlin entging es nicht, daß ihr Ehegespons Gegenstand Gefahr drohe. werden müssen. Die§§ 7 und 8 des Gesetzentwurfes betreffend den unlauteren Wettbewerb sind auch in ihrer neueren Fassung unannehmbar; eine Verwirklichung derselben würde die schwerste Schädigung der kaufmännischen Angestellten bedeuten, indem sie ihnen die freie Verwerthung ihrer Kenntnisse, wie die spätere Selbständigmachung unmöglich machen würde. Karl Marx in Frankreich oder: Ein Berliner Stadtrath als Maifestredner. Eine Polizeihumoreske. = Briefkaffen der Redaktion. wir biten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Bwet Buchstaben oder eine Sabb) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll.! Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag wird von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft und Rath in Rechtsangelegenheiten ertheilt. einer ihr unerklärlichen Beobachtung war. Angsterfüllt Höflich wie die Polizei überall ist, bedauerte der frans flüsterten sich Mutter und Tochter ihre Befürchtungen zu zösische Sozialistenfresser, ein Mitglied der Berliner und athmeten erleichtert auf, als der Zug endlich in Lyon Ortsobrigkeit so arg verkannt zu haben und die Die Furcht vor der Sozialdemokratie ist wie diese selbst einfuhr. Aber welche Enttäuschung bemächtigte sich des drei in ihrer Loyalität schwergekränkte Stadtrathsfamilie international. Nicht nur in Deutschland sorgt und bangt blättrigen Familienkleeblatts, als bemerkt wurde, daß schüttelte den Staub Lyon's von ihren Pantoffeln. Mit die Polizei für das Wohl der Bourgeoisie, auch in Frank Papachen nach wie vor das Objekt scharfer Beobachtung dem nächsten Zuge dampfte der Held dieser kleinen Ge reich hat die politische Polizei alle Hände voll zu bildete. Man fuhr ins Hotel. Nach einer nicht gerade schichte nach Nizza, um an dem Ufer des mittelländischen thun, um das geängstigte Philifterthum vor der Befehr gemüthlich verbrachten Nacht erhielt der Herr Stadt- Meeres darüber nachzudenken, mit wie wenig Weisheit heut rührung mit dem Sozialismus zu schützen. Daß bei rath den Besuch eines Herrn, der sich als Polizeibeamter zu tage die Welt regiert wird. Wir aber registriren heiteren diesen Bemühungen die drolligsten Späße vorkommen, mag legitimirte und ein genaues Examen über Ziel und Zweck Sinnes die Furcht der Bourgeoisie hüben und drüben vor folgendes heitere Geschichtchen beweisen, deren Verlauf der Reise vornahm. Unserem über seine Reise- Abenteuer den sozialdemokratischen Agitatoren und vor dem ersten Mai. manche unserer Leser an die sozialistengesetzliche Zeit er durchaus nicht vergnügten Berliner Stadtvater riß nun innern wird. Ein in der Berliner Stadtverwaltung endlich der Geduldsfaden und sich als Bürger des mächtigen thätiger, mit der goldenen Magistratskette geschmückter Deutschen Reiches fühlend, verlangte er von dem franHerr zog Ende April mit Frau und Tochter gen Süden, zösischen Polizeier zu wiffen, für wen man ihn eigentlich halte. weitlings beabsichtigt der parteigenöfifche Verlag von um von des Amtes Laft und Bürde auszuschnaufen. Glauben Sie, ich will Ihre Festungen abzeichnen oder M. Ernst in München zu veranstalten. Dr. G. Hugo wird die Familienpflichten führten unseren, wie es einem ordentlichen halten Sie mich für einen Anarchisten?" so interpellirte er felbe herausgeben und mit einer historisch- biographischen Ein Bürgersmann zukommt mit Paß und sonstigen Legitima- den republikanischen Sicherheitsmann, indem er die Absicht leitung versehen. tionen reichlich ausgerüsteten Reisenden zunächst in die aussprach, bei der deutschen Botschaft in Paris Schutz gegen Um dieselbe zu einer möglichst vollständigen, das gesammte Schweiz. Mit der Seelenruhe, die ein wohlgefülltes Porte- die polizeiliche Belästigung zu suchen. Dem armen Franzosen Wirken und Schaffen Weitling's umfassenden zu machen, richtet feuille verleiht, bestieg die Familie in Genf ein Koupee überlief es siedendheiß, im Geiste sah er schon sein Land der Verlag an alle Genossen, welche im Besitz von Briefen, Flugerster Klasse, um den wunderschönen Monat Mai in Süd mit Krieg überzogen, und so bequemte er sich denn dazu, Weitling's Hand selbst herrühren, oder sich mit dessen Person in blättern, Broschüren, Zeitungen 2c. sind, welche entweder von frankreich zu verleben. Als praktischer Mann hatte dem energisch gewordenen Berliner Aufschluß über irgend welcher Weise befassen, die Bitte um gütige Ueberlassung " " Literarisches. Eine Gesammtausgabe der Schriften Wilhelm der Herr Stadtrath seine Koffer direkt nach Marseille die Anhänglichkeit der Polizei an seine Person zu des betreffenden Materials für furze Zeit. Die Sendungen dirigirt und kam somit nur mit Handgepäck bewaffnet an geben. Sie sind verdächtig, mein Herr", so er wo möglich eingeschrieben sind zu richten: An M. Ernst, die schweizerisch- französische Grenze. Dort fand im Stations- klärte der Polizist, denn Sie haben verzweifelte Verlag, München. Der Verlag verbürgt fich für sicheren und bureaux eine sehr minutiöse Zoll- und Paß- Revision statt, Aehnlichkeit mit einem ausländischen Sozialisten- unbeschädigten Wiedererhalt, sobald Abschrift oder die noth welche durch das Verlangen nach einer Visitenkarte noch führer."" Und sehen Sie, der erste Mai ist vor der Thür, wendige Notiz genommen ist. Das ausgelegte Porto wird bei verstärkt wurde. Unser Reisender, geschmeichelt durch die da kommen meist über Genf Sozialisten ins Land und da der Rücksendung beigelegt. ihm gezollte Aufmerksamkeit und in dem Glauben, müssen wir aufpassen." in dem Glauben, müssen wir aufpaffen."" Sie reisen nur mit Handgepäck, Konrad Alberti, Maschinen, Roman. Leipzig. daß es in Frankreich Sitte sei, die Namen aller die Grenze das ist sehr verdächtig." Wir haben Sie für Verlag von W. Friedrich. passirenden Ausländer in einem Riesenalbum zu vereinigen, den Sozialistenführer Karl Marr gehalten, der Ich habe die zweite Hälfte dieses Romans nicht gelesen, liefert die, seine Berliner Stadtrathswürde verkündende die soziale Revolution entfesseln will." Unser Reisender und gleichgiltiger sein kann, als die erſte. Trotzdem der Verfaſſer aber ich wage getrost die Behauptung, daß sie nicht farbloser Karte ab, bestieg als doppelt und dreifach revidirter versicherte nunmehr in überzeugungsvollster Weise, daß er seinem Buch als Motto ein Wort von Luther voransetzt, nach dem die Mann seinen Eisenbahnzug, und denkt nunmehr in weder die Franzosen zu einer Revolution verleiten wolle, Christen viel leiden müssen, habe ich mich doch nicht entschließen der freien Republik unbehindert seine Straße ziehen noch die Absicht habe, am ersten Mai eine Festrede zu können, durch eine Fortsetzung der Lektüre diese Heilswahrheit zu können. Aber im Rathe der Götter war es halten, und auch nicht Karl Marx heiße, sondern ehrsamer an der eigenen Persönlichkeit zu erproben. Auch nicht ein anders beschlossen; während bis dahin niemand die Ein- Stadtrath in der Metropole des Deutschen Reiches sei. einziger mit frischer Kraft geschaffener Mensch, ja nicht einmal samkeit der deutschen Familie gestört hatte, erhielt sie von Die Thatsache, daß Mary seit einem Jahrzehnt todt ist, eine individuell und warm empfundene Naturstimmung erquickt per Grenze an in der Person eines elegant gekleideten, scheint feinen Einfluß auf die Lyoner Polizei geübt zu dieſes Romans. Nun fann zwar jemand ein sehr geistreicher den Leser auf der langen Wüstenwanderung durch die Blätter weltmännische Maniren zeigenden Herrn einen Reise- haben. Genug, das Räthsel war gelöst. Nachdem es unserem Schriftsteller sein, ohne darum ein Dichter fein zu müssen. Herr gesellschafter, welcher den Papa Stadtrath wiederholt mit Stadtrath gelungen war, seine blüthenweiße Unschuld in Alberti aber ist in diesem Buch weder das eine noch das andere. aufmerksamen, freundlichen Blicken betrachtete. In echt Buntto Sozialismus nachzuweisen, sab auch das Mit Er ist langweilig. Und das ist bekanntlich das einzige Genre, stadträthlicher Harmlosigkeit mertte der Magistrats- glied der Lyoner Hermandad ein, daß das dem Herrn bis- das nicht gestattet ist. es. Neue Gasglühlicht- Act.- Ges. Berlin W., Leipzigerstrasse No. 34. 9 Fernsprecher: Amt I, No. 1682. Unsere Spiritus- Triumph- Glühlichtlampe erspart 25 pCt. gegen Petroleum. Jede Petroleumlampe kann ohne weiteres mit unserem Glühlichtapparat 1 versehen werden. Unser Gasglühlicht erspart ca. 50 pCt. gegen Argandbrenner. Bequemstes und hygienisch bestes Glühlichtsystem. Einzig versandfähiger Glühkörper. ALG.A.G MACHT STARK GESCH Prospecte gratis und franco. Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jeht, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Aufklärung! PUTZ- POMADE Schutzmarke. 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Nach dem Vortrage erhalten nur noch Mitglieder neuen Zutritt. 115 Der Vorstand. im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Tagesordnung: 1. Festsetzung und Entschädigung an die Ortsbeamten. 2. Wahl der gesammten Orts- Verwaltung, der Vertrauensärzte und der Beitragssammler. 3. Verschiedene Kassen Angelegen heiten. Mitgliedsbuch legitimirt. 234/19 Die Ortsverwaltung. Kranken- u. Begräbnißlaſſe der Seifensieder u. Berufsgen. zu Berlin( E. H. Nr. 17). Sonntag, den 23. Juni, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Wollschläger, Blumenstr. 78: Außerordentliche Ausstellung Italien in Berlin. Station Zoologischer Garten. Täglich, nachm. 42 Uhr: die Bersaglieri: Maestro Gatti. 5 Uhr: Musiktruppen: Liberti, Angeli, Penna, Tribuni, della Rosa. 6 Uhr: Tarantella- Tänzertruppen: Marano, Grieco, Lorenzo. 7 Uhr: Volksszenen aus dem italienischen Leben.. mit seinem weltberühmten : Maestro Gialdini Emphonie- Drefter Tube: aus Mailand. 8 Uhr: Opernchor des teatro filodramatico aus Mailand. Maestro Donizetti. 8 Uhr: Teatro americano mit Urcomico Bendixio. 11. Uhr: Finale: Grosser Umzug der Bersaglieri. Während des ganzen Tages Vorführung der ital. Seidenspinnerei, Glasbläserei, florentinischer Strohflechterei, Mofaitfabrikation, Holzschnitzerei u. s. w. Entree 50 Pf. Sonntag Mittag zwischen 12 u. 2 Uhr: Matinee des Gialdini'schen Symphonie- Orchesters. Entree bis 12 Uhr vormittags nur 30 Pf. Kinder unter 10 Jahren frei. Hente, Sonntag, den 16. Juni 1895, nachm. 4 Uhr: Zwei grosse öffentliche Versammlungen Generalversammlung. Berliner Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. für die in der Damen- u. Kinder- Konfektion beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen. Montag, den 17. Juni, abends 8 Uhr, in Louis Keller's Fettfären, Koppenstr. 29( im fleinen Saal, 2 r.): Referentin: Frau Gubela. Tagesordnung: 1612b 1. Wahl des Kassirers. 2. Ver= schiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: W. Hoffmann, Vorsitzender. Beerdigungsverein Dienstag, den 18. Juni, abends 8 Uhr, im Lokal des Serra Berl. Zimmerleute. Buske, Grenadierstr. 33: Referentin: Frau Greiffenberg. Tagesordnung in beiden Versammlungen: Sonntag, den 23. d. M., mittags 1 Uhr, Besichtigung der„ Urania", ver1. Wie verhalten sich die in der Damen- und Kinderkonfektion be bunden mit der Vorstellung:„ Durch Sommer- Fest, veranstaltet vom Verband aller im Handels- und Transpert- Gewerbe beschäft. Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Großes Vokal: u. Instrumental- Konzert, ausgeführt von der Freien Vereinigung der Civil- Berufsmusiker unter Leitung des Herrn Gustav Raabe; und ſchäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen der Einrichtung von Betriebs- afle Welten". Billets find zu haben Humoristische Soiree der Stettiner Sänger Wertstätten gegenüber? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Die Agitations- Kommission bei den Komitee- Mitgliedern: 38/9 der in der Damen- und Kinderkonfektion beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen. Fachverein der Tapezirer für Berlin und Umgegend. Am Dienstag, den 18. Juni, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Freygang, Schükenstraße Nr. 18-19: Vereins- Versammlung. Zages Drdnung: 1. Vortrag über: Moderne Dramen". 2. Diskussion. 8. Vereinsangelegenheiten und Gewerkschaftliches. 232/17 Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Gäste sehr willkommen. Der Vorstand. Achtung! Puter. Achtung! Große öffentliche Versammlung der Putzer Berlins und Umg. am Montag, den 17. Juni, nachmittags 512 Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstr. 37. Tages Ordnung: 1. Zohnschwindler und gelehrte Gerichte. Referent Genosse Millarg. 2. Diskussion. Kollegen! Da die Tagesordnung für jeden Kollegen eine so wichtige ist, so ist es Pflicht eines jeden, dafür zu agitiren, daß die Versammlung gut besucht wird. Der Vertrauensmann: A. Vogel, Fruchtstr. 28. Arbeiter- Bildungsverein Friedrichsberg. Dienstag, den 18. Juni, abends 8½ Uhr, Versammlung im Lokale des Herrn Fuchs, Dorfstr. 2. Tages Ordnung: Klebb, Mariendorferstr. 2; Dietrich, Bahnstr. 4; Rau, Langestr. 38; Schmidt, Herren Hippel, Wagner, Ludwig, Küster, Little Bobby, Chlebus u. Blank. Von 5-6 Uhr: Freier Damen- Tanz mit Bonbon- Regen. Von Münchebergerstr. 28; Gieche, Andreas: 4 Uhr ab: Preis- Kegelschieben. Um 9 Uhr: Fackel- Polonaise, wozu Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Straße 59; Schacht, Trescowstr. 23; jedes Richter, Diedenhoferstr. 9; Girke, Naunynstr. 62; Schulz, Pappel- Allee 5a. Der Vorstand. 1635b " Achtung! Allen Freunden und Bekannten, sowie fämmtlichen Gewerkschaften empfehle mein 26742* Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal, verbunden mit Fremdenlogis( passend zur Zentralherberge). Ernst Siegemund, Alexanderft. 11. Meinen Freunden und Bekannten empfehle meine neu renovirten Regelbahnen, sowie mein ff. Weißbier. Rud. Schröder, Laußigerstr. 41. 1438b* Zum frischesten Schoppen. Königs- Garten, Leipzigerstr. 136. Täglich von dem tüchtigen Orchester des Franz Schmitz: Berliner Theater", unter Leitung des Musik- Direktors Grosses Garten- Concert. Entrée zwanzig Pfennige. Schönster Garten Berlins. 2000 Sigplähe A. Heyer, Dekonom. Richard Schiele's Concordia- Garten z. Wasserwerk Lichtenberg, Landsberger Chaussee 1. Von 6 Uhr an in beiden neu renovirten Sälen: Ball. E Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Mitglieder haben gegen Vorweisung des Mitgliedsbuches freien Tanz. Die Kaffeeküche ist von 3 Uhr an geöffnet. Billets à 30 Pf. find zu haben in den Zahlstellen, bei den Vorstandsmitgliedern, im Bureau und Arbeitsnachweis, Cünftr. 10( Amt 1, 810), geöffnet von morgens 8 Uhr bis 6 Uhr abent. Um zahlreichen Besuch bittet 136/18 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Berband. Zahlstelle Berlin. Vertrauensmänner- Versammlungen: Süd- Osten: Montag, den 17. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Tuhauer, Admiralstraße 88. Tagesordnung: Besprechung von Werkstattangelegenheiten. Westen und Südwesten: Montag, den 17. Juni, abends 81 Uhr, bet Bubeil, Lindenstraße 106. Tagesordnung: Besprechung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Die Kollegen aller Werkstätten werden ersucht, Vertrauensmänner zu entfenden. Die Sigung wird pünktlich um 8½½ Uhr eröffnet. Friedrichsberg und Rummelsburg: 8½ use, im Lokale des Herrn Montag, den 17. Juni, abends Heinecke, Friedrich- Karlstraße 11. Tagesordnung: Besprechung von Werkstellenangelegenheiten. Montag, den Norden, Rosenthaler- und Schönhauser Vorstadt: 17. Junt, abds. 81/2 Uhr, bei Morschel, Schönhauser Allee 28. Es ist Pflicht der Kollegen, dafür zu sorgen, daß alle Werkstellen vertreten sind. Bezirks- Versammlung Jeden Sonntag: Grosser Bali. für Wedding und Gesundbrunnen: Montag, den 17. Juni, abends Volksbeluftigungen aller Art im großen Garten. Raffeeküche. 3 Regelbahnen. 1. Vortrag des Genossen Jahn über die Malthus'sche Theorie. Saal mit Theaterbühne für 600 Perf. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 64/9 für Vereine und Versammlungen frei. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Hochachtungsvoll Richard Schiele. Achtung! Rixdorf. Der Vorstand. Achtung! Montag, den 17. Juni, abends 8½½ Uhr, in den Viktoria Sälen, Hermannstraße 48-50: 81/2 Uhr, im Bolberger Salon, Kolbergerstraße 23. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Weyl über: Berufstrantheiten mit besonderer Berücksichtigung der Holzarbeiter". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. B. Nieft's Festsäle, Walter& Co., Kolonieftr. 39; Artus, Wildenowftr. 5; Bappler, Brinzen17. Weberstr. 17. Empfiehlt sich zu Versammlungen und Vergnügungen. Gr. öffentliche Versammlung aller Gewerkschaften. Bet toutante Bedingungen. LagerTages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Max Schippel: Das Scheitern der Sozialreform in Deutschland. 2. Diskussion. 3. Der unentgeltliche Arbeitsnacheis für Rigdorf. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 1583b Das Gewerkschafts- Kartell. Wilh. Groth's Danziger Volksgarten Danzigerstr. 50/51, Haltestelle der Pferdebahn Moltenmarit- Weißensee. Entree Jeden Sonntag: Grosses Konzert. 10 Pt. Lanz frei. Staffeetüche geöffnet. W. Groth, Gastwirth d. Neuseeländer Aderpacht. Erdbeer- Bowle Pfirsich- Bowle frisch, ausgezeichnet à Flasche 60 Pf. intl., 10 FI. Mt. 5,50. Johannisbeerwein, herb, Fl. 60 Pf. Desertwein, füß, Fl. 75 Pf. Stachelbeerwein, ganz vorzüglich, Flasche M. 1,-. Echt Stonsdorfer Tikör, bier: Brauerei Hohen- Schönhausen. Berufsmusiker und Maitre. 2544L* B. Nieft, Weberstr. 17. 22659* C. Bolzmann's Gesellschafts- Säle, Lichtenbergerstr. 16. Säle und Vereinszimmer von 20 bis 500 Personen mit großer Bühne. Gesellschaftshaus 35. Swinemünderstr.35, Hierzu sind die Kollegen folgender Werkstellen eingeladen: Schmidt, Gartenstr 81; Wiese& Co., Reinickendorferstr. 55; Pinschke, Adolfstr. 12; Allee; Vok, Schulzendorferstr. 26; Haak, Müllerstr. 39; Heinemann, Reinickendorferstr. 28d; Risop, Liesenstr. 11a; und Schwartkopff( Fabrik). Montag, den 29. Juli, findet in der Neuen Welt, Hafenhaide, ein Sommer- Fest statt. Die Mitglieder werden ersucht, schon jetzt mit dem Vertrieb von Billet? zu beginnen; dieselben sind auf allen Bahlstellen, sowie bei den Borstandsmitgliedern zum Preise von 25 Pf. zu haben. Die Ortsverwaltung. 212/7 Schloß Weißensee Sonntag, Zum Sternecker. empfiehlt Säle zu Versammlungen, Fest. lichkeiten bei 250 Personen mit Musik in Wochentagen außer Sonnabend gratis. Empfehle allen Freunden und ausgeführt v. d. ges. Kapelle d. ehem. 1. Garde- Dragoner. Rapellmstr. Sebastian. Genossen des Südostens meinen reichh. Gr. Parade- Front- u. Wasser- Feuerwerk Frühstück, Mittags n. Abendtisch ausgeführt von den Kunst- Feuerwertern Herren Bock und Massow. zu kleinen Preisen. Großartiges See- Theater, 1000 Quadratfuß großer Bal champêtre, elektrische Bahn, großartiges Gondel- Corso und Entree 25 Pf., Vorverkauf 20 Pf. Den 16. Jani: Großes brillantes Konzert Mariannen Franz Gittler, traße 48. à Str. 1,20, 5 Str. 5,50, 10 Str. 10,- 50 tr. 47/2, 100 tr. 90,- Franke's VolkskaffeeEchten alten Nordhäuser Ltrfl. Mt.1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Berliner Getreide- Kümmel Stift. Mt. 1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Himbeer-, Kirsch, Johannisbeersaft, vorzüglich, Strfl. 1.30. Medizin. Ungarwein, beste Qualität, à Literflasche Mt. 2,10, Empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin. 6a, Belle- Allianceplay 6a, Eugen Neumann& Co., 81, Neue Friedrichstr. 81, Dranienstr. 8, Genthinerstr. 29. Potsdam, Waisenstr. 27. und Speisehaus, Peter- Fahrt, sowie Boltsbeluftigungen aller Art. Anfang 4 Uhr. Jg. Barth. Das Lokal ist noch an einigen Wochentagen an Vereine, unter Gr. Frankfurterstraße 73, an der ben koulanten Bedingungen zu vergeben. Raiserstraße. Billiger Mittags- u. Abendtisch. Größte Auswahl äußerst schmack haft bereiteter Speisen: täglich 8 bis 10 verschiedene Gerichte von 10-30 Pf. Bier 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf., aus der Brauerei Reichenkron., J. Fränkel, Roh- Tabak Berlin C., Klosterstrasse No. 72. Victoria- Säle und Garten Rixdorf, Hermannstraße 48-50. Ausschaut der Münchener Brauhaus- Attien- Gesellschaft zu Berlin. Elegantester und größter Saal in Rixdorf, ca. 2500 Personen fassend, nebst Garten für ca. 5000 Personen, Sommerbühne, Spezialitäten- Vorstellungen. KLEINER SAAL VICTORIA SALE und Garten GRIXDORF Hermann- Strasse 48/50. C BALL THEATERSAAL RESTAURANT KOLMETZ LUISEN Dem geehrten Publikum zu Vergnügungen und Versammlungen bestens empfohlen. Vom Moritzplatz 10 Pf.- Tour. Bademit Dampf Specialtat Heissluft und Kastenbäder Vern Massage BAD- FRANKFURT Or FrankFinta 13136 SOOL-, KLEIE SCHWEFELFICHTENNADELBÄDER. Bademit Dampf Specialitat Heissluft- und Kastenbader Vern Massage RITTER- BAD 18 RIHAASILasse 18 Kur- Bade- Anstalt und Massage von H. Mania, Brunnenstr. 16. Dampf- und Heißluft- Kaßenbäder, Wannen- und medizinische Bäder Fuß-, Arm- und einzelne Glieder- Bäder ohne den ganzen Körper zu strapaziren. Lieferant und Masseur sämmtlicher Drts- Krankenkassen und freien Hilfskassen. 22822* Dienstag und Freitag von 1 Uhr ab nur für Damen. Die Filiale nur für Massage ist Thurmstraße 46, 4 bis 51/2 Uhr. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Platz. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Regie: R. Hintsche. Pf. f. Garten- Concert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors W. Carloné. Kaffeeküche 3 bis 5 hr.- Entree 20 Volksbeluftigungen jeder Art. 4 egelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. Schweizer- Garten Am Königsthor. Haltestelle der Ringbahn.-Am Friedrichshain. Täglich: Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Auftreten der Geschw. Valkoni, Gesangsduettisten. Mila Hermance, Bravoursängerin. Two Forlays, Kuokabauts u. Gyentrics. Münch, Mäge u. Wuttke, sächs. Komifer- Trio. Mr. Banola, tom. Intermezzo am dreifachen Rec. Schulte und Zerner, Humoristen. Gebr. Gray, Grotesfouettisten. Lebende Bilder der Gesellsch. Renaud( 8 Personen). Theater- Vorstellung des 16 Personen starken Theater Ensembles. Boltsbeluftigungen. Ball. Anfang 5 Uhr. Sonntags 4 Uhr. Entree 30 Pf. Franz Gittler, Kietz- Rummelsburg, Nene Prinz- Albertstraße 70. ( früher Berlin, Mariannenstraße 48.) Günstige Stadtbahn- u. Vorort- Verbindung, nur 3 Min. von der Station entfernt. Jeden Sonntag: Gr. Ball. Schöner Garten, Kaffeeküche, 2 Regel bahnen, Volksbelustigungen. Zugleich empf. ich meinen Saal, bis 400 Bers. faffend, für Vereine, zu Versammlungen u. Festlichkeiten. Franz Gitiler. Treptow. Gegen Max Kliem's Volksgarten Hasenhaide 14/15. Jeden Sonntag: Gr. Frei- Konzert. Jeden Sonntag, Montag u. Mittwoch in den Sälen Grosser Ball. Empfehle mein Lokal Vereinen 2c. zu Versammlungen, Sommerfesten, Kränzchen, ebenso stehen drei verdeckte Sommer- Kegelbahnen zur Verfügung. 23832* Neu! Max Kliem. Neu! Cösliner Hof Webbing Cöslinerstr. 8 wedding Jeden Sonntag: Grosser Ball. Grösster und schönster Saal des Nordens( 1000-1500 Personen) mit sehr gr. Orchester. Anf. 4 Uhr. Ende 1 Uhr. Für Vereine stehen noch einige Sonnabende zur Verfügung. Die Direktion. Kastanien- Wäldchen ( Inhaber: R. Ballschmieder) Gesundbrunnen, Badstr.16. Jeden Sonntag: Gr. Militair- Concert ausgeführt von der Kapelle des Kapellmeisters Herrn Franz Wolfer. Im Parquet- Saale: Gesellschafts- Stunde unter Zeitung des Tanzlehrers Hrn. Köpernidt. Anfang 4 Uhr. Entrée 15 Pig. Jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag: Frei Concert. Ball- und SpezialitätenBrochnow's Etablissement 39 Sebastianstraße 39. Vorstellung. Im prächtigen Naturgarten täglich: Spezialitäten Anfang Sonntags 6 Uhr. Entree 25 Pf. Wochentags 8 Uhr. Entree frei. Im großen Saal: Ball. Gleichzeitig empfehle meine Säle, 500 Personen fassend, zu Festlich: feiten und Versammlungen. G. Brochnow. 26212* Fortuna- Sale, Straußbergerſtr. 3. Inhaber: H. Birk. 22812* Sonntags: Grosser Ball. Donnerstags: Damen- Kränzchen. Außerdem empfehle meine Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. Kleiner Saal( 40-70 Personen) noch einige Tage an Vereine zu vergeben Achtung!! Vereinshaus, Schönhauſer Allee 28. ✦ Festsaal, Gr. schattiger Garten, Regelbahn, Kaffeeküche. Concert Park Zur Wolfschlucht" 2682L*] No. 6 Am Tempelhofer- Berg No. 6. Jeden Sonntag u. Donnerstag: Gr. Freiconcert. 1/2 Liter ff. Lagerbier 15 Pf. Herrlicher Park mit Springbrunnen. Um zahlreichen Besuch bittet der Dekonom A. Philipp( früher Oranienplay). Etablissement Süd- Oft J. V.: Hermann Brüder, Waldemarstr. 75. früher: Schöneberg. Grunewaldstraße 115, empfiehlt Freunden und Bekannten sein Restaurant( falte u. warme Speisen und Getränke zu jeder Tageszeit) mit Billard u. Kegelbahn, sowie seinen Saal, 1500 Pers.fass., zu Versammlungen u. Festlichkeiten. Einige Sonnabende find noch rei für Sommernachts- Bälle. Telephon Amt IV Nr. 1191. 2713L* Märkischer Hof", Admiralstraße 18 c. Jeden Sonntag: Gr. Festball. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Empfehle die beiden Spiegelsäle zu allen Festlichkeiten und Versammlungen. An einigen Sonnabenden sind die Säle noch frei zu Sommernachts- Bällen. Jed. Sonntag, Dienstag, Freitag: Gr. FreiKonzert u. Tanz. Gr. schatt. Garten. Saal mit Bühne, 500 Pers. faffend. Kaffeeküche. 25, Voltsbelustig. aller Art. Für Vereine u. Fabriken zu Alte Taverne Stralau, Dampferstation.) Sommervergnügung. unentgeltlich. Chr. Schröder. Schönhauser Allee Schönhauser Volksgarten Nr. 101/102. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. gebenſt ein. Alle Freunde und Genossen lade er. Jägerhaus Julius Mierke. Schönhauser Allee 103. Neu renov. schatt. Garten( 6000 Pers. fass.), gr. Tanzsaal, 4 Regelb., Kaffeet. v. 2 Uhr ab. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin. Jeden Mittwoch: Gr. Volks- Kinderfest. Nieder- Schönhausen. Linden- Garten, str. 25. Einziges freies Lokal mit großem schattigem Vor- und Hintergarten. Gr. Tanzsaal. Kaffeeküche. Kegelbahnen. Schönholz, Birken- Park", O. Strewe. Jeden Sonntag: Unterhaltungsmusit u. FamilienKränzchen, freier Tanz, Raffeeküche, Voltsbeluftigungen jeder Art. Schönholz No. 16. Restaurant H. Hardegen empfiehlt großen schattigen Garten, 2 Kegelbahnen. Kaffeeküche geöffnet von 2 Uhr ab. Gute Speisen und Getränke. Beelitzhof, Wannsee. Haensel's Restaurant, Inhaber Carl Ullrich, früher Süd- Ost, Waldemarstraße, von den Stationen Schlachtensee und Wannsee in 20 Minuten zu erreichen, empfiehlt sich Vereinen und Gesellschaften bei Ausflügen und Landpartien. [ 2658L Großer schattiger Garten direkt am Walde gelegen. Ausschank der Brauerei Pichelsdorf. Vorzügliche Küche. 2 Kegelbahnen. Kaffeeküche. Großer Tanzsaal. Belustigungen aller Art. Stallungen für 100 Pferde. Knesebeckstraße 48/49. Zum fidelen Treffpunkt. Sonntag: Gemüthliches Tanzkränzchen. Gr. Schattiger Garten, Kaffeeküche, 2 verdeckte Kegelbahnen. Für gute Speisen und Getränke sorgt stets H. Rohr, früher Berlin, Naunynstr. 78, Rohr's Salon, früher Appold, Rixdorf, Neu eröffnet. Friedrichshagen. Neu eröffnet. Restaurant ,, Spreeschloss", birelt an ber Spree, ft. WeißlSeestraße 2-3, am Saidepark, Bier 20 Pf.,. Bairischbier 10 Vf., Kaffeeküche Str. 60 Pf., freie Neberfahrt zum Wald, Bootsverleihgeschäft. Um zahlreichen Besuch bittet Ernst Brüning, früher Judenwiese. Grünau. 99 Volksgarten" Köpnickerstr. 108, nahe der Fähre. Saal und Garten für 1000 Personen, Ausspannung, Kaffeeküche, 2 Regelbahnen. Jeden Sonntag: Tanz. Gesellchaften und Vereinen bei Ausflügen beftens empfohlen. J. Niggemann. Grünau Gasthaus ,, Zu den Linden 99 3a. Friedrichstr. 3a. Fremdenlogis, Ausspannung, Kaffeeküdje, Vereinszimmer empfiehlt bestens für Ausflügler J. R. Janke. Treptow. Ausschank der Bock- Brauerei, Wilh. Jakob. Köpenicker Landstraße. Drittes Lokal hinter der Verbindungsbahn. Prachtvoller, Schattiger Garten. Circa 5000 Plähe. f. Lagerbier 110 elegante Regelbahnen, Kaffeeküche. Treptow Restaur. ,, Zum Karpfenteich". Heute, Sonntag: Empfehle meinen neu erbauten gr. Concert- Haal mit Bühne, sowie Staffee S Küche von 2 bis 6 Uhr geöffnet. Zwei 2 fleinere Säle zur Abhaltung von Sommerfesten, Hochzeiten 2c. 2c. schöne Kegelbahnen, sowie Bolts- Belustigungen jeder Art. Schöner, schattiger Garten, Platz für 2000 Personen, Abends prachtvoll erleuchtet. Gute Speisen und Getränke. Säle für Vereine und Versammlungen stehen zur Verfügung. Hochachtungsvoll R. Ballschmieder. Für Vereine und Versammlungen: Saal für 100 Personen und vergeben. Adalbertstraße 51, Hof, Quergebäude, im Handwerkerverein der 14936 und Restaurant Ahrens Bereinszimmer vom 15. Juni ab zu Gr. Elite- Specialitäten- Vorstellung. einer beliebten Variété- Gesellschaft. Anfang 4 Uhr. Entree frei. Jm Saale: Grosser Bal Die Raffeeküche ist geöffnet. Hermann Otto. An Wochentagen: Snal und Garten nebst Spielpersonal an Vereine Gesellschaften zu vergeben. Nene Krng- Aller. Erstes Lokal hinter d. Paradiesgarten. Gr. Tanzsaal. Schattiger Garten. Kaffeeküche( Liter 60 Pf.). 3 Kegelbahnen. Louisenstadt. Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2.