Abendargabe Nr. 462+ 42ahrgang 10 Pfennig = Vorwärts= Ausgabe Fr. 228 Bezugsbedingungen Anzeigenpreife Find in der Morgenzabe angegeben Redaffion: Sw. 6indenffraße 3 Fernsprecher: Dioff 292-297 Tel.- Adresse: Sozimotrat Berlin Berliner Dolksblatt 30. September 1925 Betlag und Anzeigenabteilung: Seschäftszeit 8-5 Ubr Berleger: Vorwärts- Verlag GmbH. Berlin S. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-287 Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Die Erledigung des Zwischenfalls". Pariser Mitteilungen. Paris, September.( Eigener Drahtbericht.) Durch die Uebergabe ein franzöfifchen Antwortnote auf die Erklärung des deutschen Botsfters über Räumung der Kölner Zone und Kriegsfchuldfrage, ifvie die heutige Morgenpreffe feststellt, der jüngste Zwischenfall dedigt. Nach der scheinbar offigiös inspirierten Darstellung d.Pelit Parifien follen fich die Ereigniffe im Laufe der letzten 48tunden wie folgt abgespielt haben: Die mündlichen Erklärungen deutschen Botschafters haben zweifellos, schreibt das Blatt, eine finergische Antwort Briands hervorgerufen, daß der Bonafter fich veranlaßt gesehen hat, die Erklärungen Briands fofenach Berlin weiter zu geben, wo die Reichsregierung noch im Lauder Nacht zu einer Sigung zusammentrat. Der deutsche Botschafter be daraufhin noch nachts neue Inftruffionen, wahrfcheinlich vehnliche, von seiner Regierung erhalten und sich dann am Dienstamorgen in das Auswärtige Umt begeben, um Briand die von diesegeforderten beruhigenden Erklärungen der deutsch Regierung zu übermitteln. Der Zwischenfall hätte ernste Folg haben und die gesamten Paffverhandlungen in Frage stellen tons. Infolgedeffen habe Briand es für nötig gehalten, dem am Dienst flattgefundenen Ministerrat den ganzen Zwischenfall zu unterbreit Im Laufe des Nachmittags habe der deutsche Botschafter finoch einmal in das Auswärtige Amt begeben und dort die franziche Note in Empfang genommen. Der Inhalt dieser Note sei lar, daß er keinerlei Kommentare bedürfe.( Allerdings! R d.„ B.") Der letzte Abschnitt der Note weife darauf hin, daß der schenfall erledigt sei, da die deutsche Regierung in Uebereinffimmg mit der franzöfifchen Regierung die in den mündlichen Erklärung enthaltenen Borbehalte nicht als Bedingungen für die Misterkonferenz betrachte. derb, was sie habe fagen wollen, und die Alliierten hätten thren Willen bestätigt, die Konferenz in dem Rahmen, den man sich geftect habe, zu halten. Deuvre" schreibt: Da Außenminister Briand feststellen fonnte, daß die im deutschen Aide- memoire formulierten Borbehalte nicht so aufgefaßt würden, daß fie Bedingungen oder Vorbehalte hinsichtlich der Sicherheitskonferenz darstellten, ist ein Zwischenfall beendet, der nicht tragisch zu nehmen war. Das englische Rabinett hat in der gleichen Weise geantwortet. Das ist das Zeichen eines glücklichen Einverständnisses unter den Alliterten, und ein gutes Vorzeichen für die kommende Konferenz. Stresemann dankt den Botschaftern. Für die Erledigung des Zwischenfalls". Bersetzt man sich in den angenehmen Zustand, den die deutschen Botschafter den Instruktionen von Berlin zu verbanden hatten, in das Hin und Her, in die herrliche Aufeinanderfolge Demarche Rückmarsch- Abmarsch", dann versteht man es schon, daß Herr Stresemann, wie offiziös gemeldet wird, den Botschaftern für diese Arbeit den besonderen Dant des Reichsaußen minifteriums ausgesprochen hat. Bielleicht mußte er das fogar tun, um die Herren von Hoesch und Sthamer zu verhindern, ihrem Instruktor bie Botschafterbestallung mit Dant zurückzugeben. Dazu hätten fie um so mehr Veranlaffung gehabt, als sie es sich hatten gefallen laffen müssen, daß sie für die ihnen anbefohlene peinliche Arbeit von der Bresse der größten Regierungspartei" noch beschimpft wurden. Die Danffagung Stresemanns ist eine beab fichtigte Demonstration gegen diese deutschnationale Preffehehe. Mag fich die Berteilung von Auszeichnungen nach einer verlorenen Schlacht auch etwas sonderbar ausnehmen, so tragen doch die Unterführer an dieser Niederlage teine Schuld. Sie haben die Folgen des ihnen „ Ed de Paris" sagt, durch den nunmehr veröffentlichten Notenaususch feien die Schwierigkeiten, die anscheinend vorhanden tue so. Die deutsche Regierung habe gesagt, und zwar ziemlich und haben sich dadurch den Dant bes Baterlandes verdient gewesen ien, verschwunden, und jedermann sei befriedigt, oder Tschitscherin in Berlin. Heut Mittwoch vormittag traf pünktlich 11,50 Uhr mit dem Expreßzu Warschau- Paris auf dem Schlesischen Bahnhof der sowjet ruffische Iußenfommiffar Tschitscherin ein. Bu feinem Empfangatten sich als Vertreter des Auswärtigen Amtes Staatsfefretär on Schubert, der Direktor der Oftabteilung von Dirkse, sowie der russische Botschafter Krestinsti und mehrere itglieder der russischen Botschaft eingefunden. Tschitscherin war leiglich von einem Setretär begleitet Er wird sichpermutlich mehrere Tage in Berlin aufhalten. Caillaux' Verhandlungen. Die neuen Vorschläge Amerikas. Prs, 30. September.( TU.) Die Morgenpresse ist auf Grund der zulit eingelaufenen Nachrichten aus Washington über den Stand Schuldenverhandlungen viel optimistischer. Nach dem„ Wtin" werden die Amerikaner morgen folgende drei Borschläge irlegen, die in der Unterkommission zur Behandlung gelangen: Alle Schulden Frankreichs an Amerika zu vereinigen, dazu au die fälligen und nicht bezahlten Zinsen, die um 200 Millinen Dollar vermindert werden, 2. von Frantreich zuverlangen, daß es die Hauptschuld im Betrage vrn 4025 Mionen Dollar durch Amortifierung im Laufe von 62 Jahren bezahlt, daß Frankreich die Zinsen auf Grund einer anderen Berechnunghie noch nicht feststeht, abzahlen soll. Zeichstagsmitglieder in New York. Die Interparlamentarische Konferenz. Ner Yort, 30. September.( BTB.) Die deutschen Delegierten der Int parlamentarischen Union sind auf dem Dampfer Bremen" in New) ort angekommen. Sie wurden von einem Komitee hervor. ragende Deutschamerikaner und Bertreter der Steuben- Gesellschaft am Bie Hoboken empfangen. Dr. S chirp begrüßte die Dele gierten nd erklärte, es sei der sehnlichste Wunsch aller, daß die Beraturen auf der Washingtoner Konferenz zu einem besseren Berständis der Nationen untereinander führen und eine Friedensära einlten möge, die sich zum Besten Ameritas, der deut ichen tepublit und anderer Länder auf Gerechtigkeit und chriftlich Nächstenliebe gründe. Reichstagspräsident Löbe erwiderte, das sei auch der Wunsch der deutschen Delegierten. Er hoffe, de fich die schönen Wünsche erfüllen. Unter den Anwesenden am Pie Hoboken befand sich auch der deutsche Generalfonsul und Dr. Wth. Den Borsiz der Konferenz wird Senator Mac Kinleiführen. Die Rifleute kämpfen weiter sagt der Armeeführer. Conon, 30. September.( WTB.) Der Sonderberichterstatter des„ Day Expreß im Hauptquartier der Rifleute sendet seinem Blatte unter dem 13. September die Inhaltsangabe einer Unter redung, ie er mit Sidi Mohammed, dem Bruder Abd el Krims ud Oberbefehlshaber der Rifarmee, hatte. Sidi Mohammed erilärte, während die Franzosen 200 000 Mann mit gewaltigem Kriegsmterial an der Südfront zusammengezogen hätten, sei die ihnen gegenüberstehende Rifarmee niemals starter als anbefohlenen Dummenjungenstreichs nach Möglichkeit gemildert 18000 Mann gewesen. Die Franzosen würden das Rifgebiet niemals halten können, selbst wenn sie es eroberten, was ihnen, seiner Ansicht nach, nicht gelingen dürfte. Die Rifleute tönnten noch ein weiteres Jahr fämpfen und würden den Krieg nötigenfalls bis zum legten Mann fortsetzen. Ein französisches Flugzeug in Gefangenschaft geraten. Paris, 30. September.( EP.) Nach einer Meldung aus Schefchauen ist dort eines der Riesenflugzeuge der Franzosen namens Goliath abgestürzt. Die Infassen wurden von den Riftabylen gefangen genommen. Die Preissenkungsaktion. Ein Kommuniqué der Reichsregierung. Die Reichsregierung veröffentlicht furz vor Redaktionsschluß ein ausführliches Rommuniqué über die bisher zur Senkung der Preise getroffenen Maßnahmen. Es wird darauf hingearbeitet, daß die Ermäßigung der Umsatzsteuer um ein ½ Broz. im Preise zum Ausdrud tommt. In Verhandlungen mit einer Reihe von Verbänden hat man beabsichtigte Preissteigerungen verhindert, gegen einige renitente Organisationen ist Klage beim Rartellgericht eingereicht. Sehr start hervorgehoben wird die Zusage der wirtschaftlichen Spizenorganisationen, am Preisabbau mitzuwirken, obwohl doch inzwischen bekannt geworden ist, daß weite Kreise von ihnen sich an ihre Zusage gar nicht gebunden halten und alle Preisabbauversuche zu durchkreuzen suchen. Den Brotpreis fonnte man gegen Anfang März um 5 Bf. pro Kilo fenten. Die Berdienste des Berliner Polizeipräsidenten, Genossen Grezesinski um die Preisgestaltung am Fleisch- und Biehmarkt macht sich die Regierung zu eigen, obgleich fie alles getan hat, um eine wirtjame Tätigkeit der Preisprüfungsstellen zu verhindern, indem sie deren Abbau betrieb. Es werden dann eine Reihe von Einzelmaßnahmen aufgeführt, die zum Teil schon aus den Anfündigungen bekannt sind. Besondere Erwähnung verdient die Tatsache, daß die Banken ihre Kredit- und Wechselprovisionen vom 1. Oftober ab um 20 Proz., d. h. auf 2s Proz. im Jahre ermäßigen". Wir behalten uns vor, auf das Kommuniqué noch zurüd zufommen, dessen Schilderungen in der Gestaltung der Lebens haltungskosten bisher keine Bestätigung finden. der bürgerlichen Linten, der Stampa", ist durch eine zweite BerItalienische Preßfreiheit. Dem hochangesehenen Turiner Organ warnung das weitere Erscheinen vorläufig untersagt worden. Der Generalsekretär des Fascio von Turin erklärte, dem Stampa"-Redakteur Ambrosini fei jedes freie Umhergehen im ganzen Piemont verboten, und jeder Faschist habe die moralifche Pflicht, ihn zu ohrfeigen, wo er ihn nur antreffe. Die Schweiz behält die Wehrpflicht bei. Bei der Besprechung des Berichts des Bundesrats über die jüngste Tagung der Völkerbundsversammlung im Ständerat äußerte der Berichterstatter den Wunsch, der Bundesrat möge in den Instruktionen der schweizerischen Delegation deutlich zum Ausdruck bringen, daß die Schweiz bei allen Bereinbarungen über die allgemeine Abrüstung die in der schweize rischen Bundesverfaffung enthaltenen allgemeinen Wehr Pflichtbestimmungen nicht antast en laffen werde. Der Rat der Interparlamentarischen Union wählte den Senator mckinley( Juinois) zum Präsidenten der Washingtoner ferenz. Abrüstung und Nechtung des Krieges werden unter den Beratungsgegenständen sein. Bescheiden geworden. Sie sind mit der Niederlage zufrieden. Die Deutschnationalen haben um ihrer inneren Parteifchwierigkeiten willen die Regierung zu der törichten Attion in der Kriegsschuldfrage veranlaßt. Diese Aktion hat damit geendet, daß die Regierung sich eine diplomatische Niederlage zugezogen hat, die ihre Position bei den Berhandlungen in Locarno schwächen muß. Die Deutschnationalen jedoch sind mit dem Ausgang dieser Aktion zufrieden. Die gesamte deutschnationale Presse, mit der einzigen Ausnahme der Deutschen Zeitung", nimmt die französische und englische Antwort auf das deutsche Memorandum hin mit der bescheidenen Feststellung, daß eine andere Antwort nicht zu erwarten gewesen wäre. eine Aktion der deutschen Regierung in der Kriegsschuldfrage Wir meinen indessen, daß mancher Deutschnationale sich anders vorgestellt hat, als die Aktion, die jetzt abgeschlossen worden ist. Die Hoffnungen über den Ausgang einer solchen Aktion, die die Deutschnationalen bei ihren Anhängern hervorgerufen haben, waren weit weniger bescheiden, als die Zufriedenheit der deutschnationalen Presse mit der englischen und französischen Antwort. Für die deutschnationale Partei war die Forderung des Widerrufs der Kriegsschuldlüge die letzte agitatorische Reserve, nachdem sie Schritt für Schritt von ihren agitatorisch- demagogischen Forderungen und Fragen zurüc gewichen war. Diese Forderung ist in der Agitation von den Deutschnationalen so aufgezogen worden, daß jeder gläubige Anhänger der Deutschnationalen annehmen mußte, daß eine Aktion der Rechtsregierung in der Kriegsschuldfrage, mit der die Deutschnationalen sich zufrieden erklären würden, zum mindesten zur Zerreißung des Versailler Vertrages und zu einem großen politischen Umschwung führen müßte. Diese letzte Reserve haben die Deutschnationalen verausgabt. Die große Attion ist geschehen. Sie ist abgeschlossen. und das Resultat? Die Deutschnationalen sind zufrieden. deutliche Zurückweisung erfahren, aber die deutschnationale 3war hat die deutsche Erklärung in London und Paris eine Breffe erklärt einmütig, baß inan ja gar nichts anderes erwartet habe. Der„ Lofal- Anzeiger" versichert, nur Kindstöpfe hätten einen anderen Ausgang vermuten fönnen. Im„ Tag" fann man lesen: Ueber die Beurteilung des diplomatischen Er folges werden die Ansichten in der Deffentlichkeit ausein andergehen. Man darf damit rechnen, daß die gesamte Links matische Niederlage" fennzeichnen wird, fchon deshalb, weil sie grundpresse deutschen Schritt in der Kriegsschuldfrage als„ diplo fäglich gegen die Notifizierung der Kriegsschulderflärung gewesen ist und natürlich recht behalten muß. Ueberraschender ist es, daß leider auch die Zeitungen der äußersten Rechten mit dem Ergebnis der Aktion der deutschen Regierung durchaus nicht einver standen sind. Auch dort spricht man von einem diplomatischen Mißerfolg. Dieses Urteil muß auf eine merkwürdige Selbsttäuschung zurückgeführt werden. Man hatte allen Ernstes ermartet, daß die Regierungen von Frankreich und England ihrerseits den Artikel 231 des Versailler Vertrages aufheben würden." Diese Weberraschung des deutschnationalen„ Tag" über die Unzufriedenheit der äußersten Rechten ist etwas gespielt. Man hat die Aktion schließlich nur unternommen, um die Unzufriedenheit des gläubig- radikalen Flügels der Deutschnationalen zu besänftigen, nachdem man durch die eigene Demagogie illusionäre Hoffnungen hervorgerufen hatte. Deutlicher als in diesen Pressestimmen fann nicht gesagt werden, daß die Aktion nicht um eines wahrscheinlichen, und nicht einmal um eines möglichen Erfolges willen unternommen worden ist, sondern nur, um dem Regierungsflügel der Deutschnationalen die Situation in der eigenen Partei zu erleichtern. Daß diese Aktion der deutschen Stellung geschadet hat, daß sie eher dazu beigetragen hat, die Beseitigung der Kriegsschuldlüge zu hemmen, fällt für die Deutschnationalen nicht ins Gewicht. Sie sind schon zufrieden, daß eine Geste gemacht worden ist, selbst wenn sie dafür zwei Ohrfeigen einftecken müssen. In dieser Bescheidenheit und Zufriedenheit der Deutschnationalen fommt ihr Mangel an außenpolitischem Berantwortungsgefühl zum Ausdrud. Um diesen Mangel einigermaßen zu verdecken, bemüht sich ihre Bresse, nachträglich noch fo etwas wie einen deutschen Erfolg zu fonstruieren. Die Kreuz- Zeitung" behauptet, daß die Ententemächte nunmehr wenigstens wüßten, daß für die Zukunft Deutschland das erpreßte Schuldbekenntnis des Versailler Vertrages nicht mehr anerkennt. Der Tag" schreibt: " Die furchtbare Laft der moralischen Selbstbezichti gung ist von uns genommen." Im Lokal- Anzeiger" schließlich heißt es: „ Der praktische Vorteil, der sich für die Zukunft Deutsch lands gleichwohl ergibt, wurde hier gestern abend schon gekennzeichnet: Da teine deutsche Regierung mehr in der Lage sein würde, auf Verhandlungen einzugehen, die von der Grundlage der deutschen Kriegsschuld ausgingen, so wird umgekehrt teine fremde Regierung mehr in der Lage sein, von dieser Grundlage aus Berhandlungen anzuregen." Reiner deutschen Regierung ist es jemals eingefallen, dem In diesen Aeußerungen liegt eine fleine Geschichtsflitterung. deutschen Wolf die. Last der moralischen Selbstbezichtigung aufKon- zuerlegen. Schon vor der Unterzeichnung des Diklates von Bersailles ist den Ententeregierungen erflärt worden, daß teine deutsche Regierung eine moralische Schuld des deutschen Boltes mit der Unterzeichnung bes Friebensvertrages an erfennt. Alle Verhandlungen, die bisher mit den Alliierten geführt worden find, haben zur Grundlage gehabt nicht die Anerkennung der Kriegsschuldlüge, sondern die Anerkennung des Bertrages von Versailles, der der Ausdrud der gegen wärtigen Machtverhältnisse ist, und den die Deutschnationalen in der Regierung ebenso anerkennen müssen und zur Grundlage ihrer Verhandlungen machen müffen, wie vorhergehende Regierungen. Die Aktion der Regierung hat in dieser Hin ficht feinerlei neue Situationen geschaffen, so sehr sich die deutschnationale Presse auch bemüht, die Dinge so hinzustellen, um die Niederlage zu verbergen. Die Deutschnationalen haben lediglich das Bedürfnis gefühlt, fich noch einmal erflären zu laffen, daß sie eine moralische Schuld nicht anerkennen, nach dem frühere Regierungen dieselbe Erklärung wiederholt für das deutsche Bolt abgegeben haben. Dies Bedürfnis ist befriedigt worden, und nun sind sie zufrieden. Sie haben nur zwei Ohrfeigen dabei einsteden müssen. Es hätie viel schlimmer fommen fönnen, das ist richtig. Der Schaden, den sie Deutschland zugefügt haben, hätte größer sein können, obgleich es so schon schlimm genug ift. Sie freuen sich schon, wenn sie statt einer großen Nieder lage eine fleine Niederlage erreichen, und preisen dann die fleine Niederlage als halben Erfolg. Hinter der Bescheidenheit und Zufriedenheit der deutschnationalen Preffe verbirgt sich die Absicht, die Niederlage, in die die Deutschnationalen die Regierung hineinmanövriert haben, zu verbecken. Gegenüber diesen Bestrebungen muß mit aller Deutlichkeit festgestellt werden, was die Deutschnationalen mit der von ihnen herbeigeführten törichten Aftion in der Kriegsschuldfrage erreicht haben. Sie haben einmal den Umschwung der öffentlichen Meinung der alliierten Länder in der Kriegsschuldfrage gestört, sie haben weiterhin die Stellung Deutschlands auf der Konferenz in Locarno geschwächt. Ueber das erste schreibt die Germania": „ Daß das deutsche Bolt das ihm aufgezwungene Schuldbe tenntnis nicht anerkennt, brauchte doch nicht erneut gefagt zu werden. Reine Nachfriegsregierung hat in dieser Frage einen anderen Stand punft eingenommen, als die heutige Regierung. Die Reichsregie rung hat der Welt also wirklich teine neuen Offenbarungen mitgeteilt. Aber sie hat Antworten proDoziert, die eine Wiederholung der alliierten Auffassung über die deutsche Kriegsschuld darstellten. Dant der mühevollen Arbeit privater Streise ist unpertennbar in der öffentlichen Meinung der alltierten Länder ein langsamer Umschwung in der Kriegsschuldfrage zugunsten Deutschlands eingetreten. Wir befürchten, daß dieser gesunde Brozeß durch die neuerliche Betonung der angeblichen deutschen Schuld durch die perbündeten Regierungen einen bedauerlichen Stillstand erfährt." Bum zweiten äußert sich das Berliner Tageblatt": Also eine in allen Bunften abweisende Antwort, wie das jeder, der nur einiges pofitijdjes Urteilsvermögen befigt, er. wartet hat. Herr Luther und Herr Stresemann machen sich nun bereit, mit dieser Antwort in der Tasche zur Konferenz zu gehen. Will jemand behaupten, daß in den letzten achtundvierzig Stunden ihr Ansehen geftiegen, die Situation Deutschlands auf der Sonferenz besser geworden sei? Der Schaden, den der Mangel an Berantwortungsgefühl und die politische Unfähigkeit der Deutschnationalen wieder angerichtet habenn, ist riesengroß." Der Schaden steht fest, aber die Deutschnationalen find zu frieden. Was tommt es ihnen darauf an, daß sie die Stellung Deutschlands geschwächt haben, wenn Herr Westarp und Herr Schiele nur vor ihre Parteiorganisationen treten und fagen fönnen: Was wollen Sie denn, wir haben doch die Regierung zu einer Attion in der Kriegsschuldfrage veranlaßt." Mehr wollten sie nicht. Sie wollten ein Mittel, das ihnen den Weg aus der früheren verantwortungslosen Demagogie bahnt. Aber es liegt im Wesen ihrer Politik, daß sie zu neuer Verantwortungslosigkeit zum Schaden Deutschlands gezwungen find, sobald sie von der alten Demagogie frei werden wollen. Paddington Station London. Bon B. des Tuileries( London). " 1 Oppositionelle Ansätze in Rußland. Die Sowjetregierung droht. Der Boltstommiffar Kamenew, eines der Mitglieder des regierenden Direktoriums, hat, wie in der„ Prawda" vom 18. September mitgeteilt wird, in einer Rede im Plenum des Mostauer Kommunistischen Parteifomitees mit Besorgnis fest gestellt, daß in lezter Beit in die russische Kommunistische Partei erneut Strömungen eingedrungen feien, die ihr offensichtlich feindlich gegenüberſtänden. Ramenem teilte mit, daß ein Mitglied der Arbeiter opposition", das vom Redner ironisch als„ Akademiker" bezeichnet wurde, im Namen seiner Gruppe ein Dokument verfaßt habe, in dem die kritische Lage des Sowjet staates gekennzeichnet werde. In diesem Dokument heißt es: „ Es gibt nur einen Ausweg: man muß die Revolution retten, indem man mit dem fapitalistischen Besten zu einer Ver= ständigung gelangt, und zwar auf breiter Grundlage; man muß es ablehnen, abenteuerliche Methoden vom Besten nach dem Often zu übertragen und dies um so mehr, als die Imperialisten Mittel und Wege finden werden, um sich den neuen Bedingungen im Osten anzupaffen... Eine Berständigung mit dem Westen muß zu einer Aenderung unserer Gefeßgebung führen. Man muß deffen eingedent sein, daß Lenin schon im Jahre 1917 die Möglich teit eines Rückzuges auf die Stellung der bürgerlichen Demofratie voraussah." Angeft. Nehring: Ich hatte meinen laub wegen der Geschäfte mit dem Konsortium schon unterbchen müssen, und v. Ezdorf bat mich flehend, ich solle doch der Abwicklung des Vertrages mit Bedhoff dabei sein, damit diache in Ordnung gehe. Er sagte mir: Nehmen Sie doch mein Aunit, dann fönnen Sie jederzeit in vier Stunden in Berlin fein. Erf selbst brauchte den Wagen nicht, weil er damals in die Schy fuhr. Ich habe bann sein zinerbieten angenommen. Borf: Hielten Sie denn das für zulässig? Nehring( fehr erregt): Herr Borsitzender, inuß, obwohl ich das nicht liebe, nun auch mal auf das Menliche in dieser Affäre eingehen. Es ist doch so gewesen, daß dorf mir fein remder war. Er verkehrte in meinem und im Hause meiner Schwiegermutter, und er hat auch den beiden imen das Auto Beziehungen und hatten uns in einer Geselife kennengelernt. zur Verfügung gestellt. Wir pflegten miteinar gesellschaftliche ( Mit erhobener Stimme:) Ich muß ganz offengen, daß meine Berwandten und Freunde das Vorgehen deserrn v. Ezdorf gegen mich, der ich immer nur gegen ihn midpfällig erwiesen habe, einfach nicht verstehen. Ich bin vzdorf und den anderen Herren jederzeit als anständiger d ehriicher Mensch gegenübergetreten, und ich erttete von ihnen dasselbe. Borf.: Es ist doch aber immerhin schwer ständlich, Herr Mehring, wenn Sie sich von Ehdorf nach der Ausiche in Sinno mig zu einer neuen Zahlung wieder haben gewin, laffen. Nehring: Sie selbst haben Herrn Ehdorf inzmen auch schon als einen höchst gewandten Menschen fengelernt, der es versteht, sich einzuschmeicheln. Sie sehen ja, dcer mit Herrn Daß Kamenew den Verfasser dieses Dokuments beschimpft trauen befizt. Herr v. Ehdorf hat damals nach der üblen GeD. Zigewiß total auseinander war und heute auch der das Ver. und seinen Ausschluß aus der Partei anregt, ist weniger von schichte mit Beckhoff, als ich mit ihm bei Justizrat end bei ihm Interesse. Daß aber selbst in der linkskommunistischen„ ArInteresse. Daß aber selbst in der linkskommunistischen Arsim Bureau war, dieselben Tränen gemeint r neulich hier beiteroppofition" Stimmen laut werden, die die Abkehr von den bisherigen abenteuerlichen Methoden der Sozialpolitik fordern, ist höchst bezeichnend. Duell Ehdorf- Nehring. BS. Zu Beginn der heutigen Sizung ging Justizrat Chodziefener noch einmal auf die gestrigen belastenden Aeußerungen des Angeklagten des Angeklagten v. Ezdorf gegenüber dem Angeliaglen wurden von allen Seiten mit großer Heftigkeit geführt. Nehring ein. Die daraus entstehenden Auseinandersetzungen Justizrat Chodziefener: Ich bitte, heute noch einmal die Be hauptung des D. Egdorf nachzuprüfen, er habe von Nehring in 3innowig im Anschluß an die Vorwürfe, die ihm Herr Nehring wegen feines unaufrichtigen Borgehens in der 500 000- Mart- Sypo thef für Bedhoff gemacht hatte, eine weitere Zahlungsanleihe über 75 000 Mart erhalten. Ich behaupte, daß diefe Angabe Egdorfs unrigtig ist und daß zwischen dem erregten Auftritt in Sinno wiß und ber neuen Zahlungsanweisung mindestens vier Wochen gelegen haben. licher 3 wischenraum zeitlich vorhanden war. Angell. v. Ehdorf: Ich gebe zu, daß allerdings ein erheb. Borj.: Wir haben Sie doch gestern alle dahin perftanden, als ab diese neue Anweisung Ihnen sofort im Anschluß an Ihren Besuch bei Herrn Nehring in 3innowiß gegeben worden ist. Nehring: Es ist so gewesen, daß diese Anweisung gelegentlich meines zweiten Urlaubs in 3innowig erfolgte, der allerdings vier Wochen nach dem ersten Urlaub lag. Vorf.: Herr v. Ehdorf, es ist also flar, daß die Zahlungs. anweisung nicht, wie Sie es dargestellt haben, im Anschluß an das Kaffeetrinken mit Herrn Nehring bei Ihrem Besuch in Zinnowitz erfolgte. Ehdorf: Ich habe das gestern ja auch indirekt bestätigt, als ich jagte, daß die Beckhoff Affäre noch dazwischen fam. fpäter erfolgt fein, meil nach Ihrem Besuch Nehring mit Ihnen zusammen nach Berlin zurüdgefahren ist. Borf: Genau betrachtet, muß die Zahlungsanweisung auch viel R.-U. Dr. Alsberg: Trogdem ist die Zahlungsanweisung an D. Egdorf gegeben worden, obwohl schwere Lügen durch Herrn Mehring festgestellt worden waren. Ehdorf( auffpringend): Wenn Herr Nehring behauptet, daß er damals so wütend auf mich gewesen sein soll, so ist das einfach nicht wahr, denn Herr Nehring hat unmittelbar, nachdem mir beide im Gerichtssaal und mir hoch und heilig verspren, er werde nun das Geschäft schnell abwickeln.( Sehr erregt 3mmer und immer habe ich als anständiger Mensch an ejen Leuten hier gehandelt, und die, denen ich immer so geholfen h, legen nun meine Gutmütigteit so aus. Bors.: Haben Sie die Kosten des Autos während r acht Tage bezahlt? Nehring: Ich habe dem Chauffeur zum Schlu 50 Mart für Auslagen und Trinkgeld gegeben. Ich tone noch mals, daß die Ueberlassung des Autos von Ehdorf ajing. Hierauf folgte die Vernehmung des Angeklagten. Karstedt. Der Angeflagte schilderte, daß er 1919 aus der Gngenschaft zurückgekehrt sei, 1920 nach Berlin gekommen und hier mit dorf fennengelernt, der ihn für den Erwerb des Bureaubles Börje einer Gräfin Wiczelsta verheiratet habe. Er hatdann Ez zu intereffieren wußte. Anfangs habe Karstedt, der eißermögen von 150 000 Mart besaß, sich nicht beteiligen wollen, halauch nicht an die Durchführung des Unternehmens geglaubt, weer daran zweifelte, daß irgendeine Bant die notwendigen Mitti hergeben werde. Dann aber sei Herr v. 3ige mig bazu gefonen, und schließlich habe ihn v. Ezdorf mit der Mitteilung überras daß die BD. Die Krebite Dorfchießen würde. Wir fahen bei Herrn Geheimrat Nehring, man bot uns garren an, und wir plauderten zufammen. Nach kurzer Zeit urden uns Wechsel zur Unterschrift vorgelegt. Herr v. 3igeritlagte fehr über die fchlechte Cage der Landwirtschaft, und danunterfchrieben wir and die Sache war fertig. Borf.: Das ist doch aber fomisch, Herr v. 3izemi erzählt Geheimrat Nehring von der Not der Landwirtschaft undekommt trogdem einen Kredit über 600000 mark. wendigkeit, auch andere Geschäfte machen zu müssen. v. Karstedt: v. 3izemiz begründete mit seinen Klagenie Notage gefragt? Hat er nicht danach gefragt, ob Sie( cherBorf.: Hat denn Herr Nehring nicht nach Ihrer petu ären heiten dafür geben tönnten? zusammensein, als eine Geschäftsaussprache. Ich habe au zu den v. Karjtedt: Rein, es war mehr ein angenehmes gefellfiffliches anderen gesagt: Hier habe ich endlich den Idealbankier gefunden, den ich lange gesucht habe. Wenn ich zu einer anderen Bant tome und dort mein Konto auch nur um 100 Mart überziehen wil dann schmeißt mich der Bankier einfach raus. Als wir dann Herrn v. 3izewik ins Hotel gebracht hatteräußerte nach Berlin zurückgekehrt waren, sich von mir mein Auto geich zu Eydorf: Wozu haben wir uns eigentlich den alte size+ borgt und ist mit dem Wagen nach Zinnowiz zurückgefahren. Er hat das Auto auch 8 Tage lang dort benutzt.( Große Bewegung im Saal.) hatte, spielen Jazz, Irish Jigg, Scotch Reef noch und noch"; die Bauschergruppen um mich lösen fich auf, es paart sich, es fontre- tanzt, schlingt sich, löft fich, tanzt, tanzt, mit Freude, Feuer, Hingabe, Humor, Jauchzen. Halbsteife Bäter, verarbeitete Mütter, Kinder, Jungvolt beiderlei Geschlechts, Matrosen und Soldaten mit ihren LiebHier bin ich fürzlich dem Gemüt" begegnet und habe dabei die Entdeckung gemacht, daß bestimmte Begriffe durchaus nicht als Borichen, Samstagabend- Taumel. Diesen Kuß der ganzen Welt! und Lerikonswert zu eristieren brauchen, die sich start und groß in ihrer Auswirtung zeigen. Das Gemüt" ist dem englischen Volke Das Gemüt" ist dem englischen Bolte als Rollettipwort unbefannt, als Wert jedoch nicht. Wie gäbe es auch eine Boltsjeele ohne Gemüt? Ein Abend in der Riefenhalle der Paddington Station der Great Western Railway. Behn 11hr. Holidaygetriebe. Drängen und Drängen und Haften, aber ohne jebe Rüdsichtslosigkeit. Sollte sich irgendein Ellenbogen etwas lose betragen haben, da ist in der größten Hazz noch Bufte genug für ein„ I'm sorry"( Entschuldigen Sie). Dampfgezisch der ein- und ausfahrenden Lokomotiven, die sich wie riesige Raupen. leiber den Gleifen entlang winden. Hallo!" Bye- Bye!" Je nach dem. Ein paar Schritte davon, immer noch unter dem Riesenbach, Taris, Bostwagen, Badwagen, Pferdegetrappel und Geruch, Geruch von Säden, Benzin, Getier, müden Blumen und halbgegorenem Obst. Eine Weltsinfonie entsteigt hier einer der verkehrsreichften Stationen Englands. Dazwischen Stille, in ganz furzen Intervallen. Ausrangierte Backschiebwagen werden zu Nachtlagern hergerichtet für die, die morgen früh beim Ansturm auf den Holidaŋzug die Ersten sein wollen. Wer die"? Nun, Daddy, Mammie, Baby. Der alte Dreiflang über die ganze Welt. Milch, Tee, Limonade, Rates usw. werden ausgepackt und nach allerlei, falls Baby erst ein paar Wochen zählt. Liebe Hilfsbereitschaft von allen Seiten, Publifum, Bahnpersonal, Schuhmann. Ja, warum denn nicht? Tatwa masi. Das bist Du. Hallo? Was gibt's da? Musikkapelle im Zentrum der Halle, in Hörweite der Lokomotiven. In Riechweite der( siehe oben). Ich raste. Wo? Gott, mer lang fragt, geht viel irr. Ich fragte nicht lange und fitze auf dem Rand eines Handkarrens mit guter Aussicht und halte einen Hund in meinen Armen. Seine Herrin tanzte nämlich Irish Jigg, und weil das den ganzen Menschen ver. langt, der Hund in ihren Armen aber sich bedenklich zu einer Boa verlängerte, ging ich auf sie zu. Sie verstand meine Absicht sofort, und ohne auch nur einen Augenblick aus dem Taft zu kommen, schmiß sie mir das fabelhaft gutmütige Tier zu. Allgemeines Ent. züden und Fellow- Befriedigung. Inzwischen ist es 11 Uhr geworden. Mufit genossen, mitgefummt und mit dem Kinde an der Brust oder Noch einen Blick auf die Padwagengruppen. Auch sie haben die auf dem Schoß wurde auch das ,, Wiegenlied" nicht vergessen. Und dann endlich Stille über alles und über jeden, füße Stille, erwarten. das Träumen auf das Kommende. Liebe Volksseele du, ich bin dir heute abend begegnet und ich grüße dich. mig aus hinterpommern tommen lassen. Wenn icmeinem Chauffeur ein Monotel gegeben hätte, dann würde: s auch genügt haben. ( Schluß im Morge latt.) des Kupferleiters mit einer Invariant genannten Niceleisengierung, deren magnetische Eigenschaften für den Duplerbetrieb onders günftig find. Ein neugefundenes Werk des Pragiteles. Die State eines Knaben, die vor einigen Monaten auf dem Grunde der i von Marathon gefunden wurde, ist jetzt von dem hervorragend gricchischen Archäologen Alexander Philadelpheus als ein eigenindiges Die wundervolle śronzeWert des Praxiteles erkannt worden. Bronzen des Nationalmuseums zu Athen gereinigt hat, eier vollarbeit wurde von dem Konservator Stylianos Clavdianos, jer alle ständigen Säuberung unterzogen, und nachdem alle die trch das Meerwasser hervorgerufenen Beränderungen beseitigt war, geigte fich die Statue als eine der schönsten Arbeiten des 4. Jahrinderts, die nur von der Meisterhand des Prariteles gefchaffen in fann. In Fachkreisen bedauert man übrigens außerordentlich, ah die griechische Regierung verfäumt hat, fofort weitere Arbeite in der vermutet, daß dort noch weitere Meisterwerke auf dem Grunde Bai vorzunehmen, in der die Ephebenfigur gefunden wuri. Man liegen und fürchtet, daß mit dem Herannahen des Winters ie Auffindung dieser Gegenstände unmöglich wird. Die Bevölkerung der Erde. Im Jahre 1910 betrug digesamte Bevölkerung der Erde 1600 Millionen Seelen, in 1920: 179millionen, und in 1924: 1894 Millionen. Stellt man die Bevölkemg von 1910 auf 100, dann war sie in 1920 111 und in 1924 117. 2ffallend ist von 1910 bis 1924 der große Unterschied in der Zunane der Anzahl Einwohner in den verschiedenen Weltteilen. Ete Bu bern auch mit der Auswanderung und Einwanderung zummennahme, die nicht allein eine Folge des Geburtenüberschusses st, sonfällt. Die Bevölkerungszunahme betrug für Amerifa 21 Proz., dann folgen Asien, Ozeanien, Afrita, und zum Schluß Eupa mit 3 Proz. Im Jahre 1924 betrug die Anzahl Einwohner of einen Quadratkilometer in Europa 48,2; in Amerifa 5,2; in Afta 4,8; in Asien 24,3. Wechsel in der Celfung der Preußischen Staatsbibliothek. Mit dem 1. Oftober vollzieht sich der angekündigte Wechsel im Bosten Milkau, der als Nachfolger Harnads 4% Jahre gewirkt hat, legt des Generaldirektors der Preußischen Staatsbibliothet: Geh.- Rat die Leitung der größten deutschen Bücherei in die Hände von Geh. Rat Krüß, dem bisherigen Ministerialdirektor im preußischen Minifterium für Wissenschaft, Kunst und Boltsbildung. Milkau verabschiedete sich heute mittag mit einer fleinen Feier von der Bibliothet. Er bleibt als Mitglied des Beirats der Staatsbibliothek in Berbindung mit der Bibliothet. In der furzen Zeit seiner Tätigkeit, wendigen Reformen nicht durchführen können. Es wird Zeit, daß aur Bühne, sie ist für die Litelrolle in Annemarie" an das dalia. noch dazu in sehr schwierigen Beiten, hat Milkau die vielfach notfein Nachfolger daran geht. Bühnen ronit. Lotte Neumann, die belannte filmichauspielin, gebt Theater verpflichtet worden, fie tritt Donnerstag zum erstenm auf. Rudolf Laubenthal von der Metropolitan- Dper in New port rift ber sein er Abreise nach Nem Dorf einige Abende in der Städtischen per auf. Sein erftes Gaftfbiel findet am Freitag, den 2. Dttober 1925, firt, wo er den Troubadour ſingt. aufführung von Friedrich Kahler 3 Luftipiel, Der Brief statt. In den Hamburger Kammer'p'elen findet am Sonnaben die Ur Wahrhaftig! Ovation? Fürstenzimmer?? Nein. To please the travellers!"( Den Reisenden zuliebe.) Die GR. hat eine eigene Rapelle: The Great Western Railway Staff Military Prize Band." Sie ist eine Bruderschaft in praxi, da sich in ihr alle Dienstgrade vereinen. Das Orchester zählt intl. Rapellmeister 39 Mann, wovon 4 ehrenhalber mitwirken. Natürlich findet eine Sammlung ftatt, und die Gebefreude ist echt. Aus diesen Sammlungen bestritten fie nach und nach ihre eigenen Instrumente und schmuden Uniformen. Im Jahre 1922 beteiligten sie sich an einem großen musikalischen Bettbewerb, aus dem fie mit dem zweiten Preis ausgezeichnet her. sorgingen. Und während ich mir dies von dem Gefretär, Mr. Gen. mour, erzählen lasse. lausche ich dem Orchester und freue mich an dem weichen Klang der Instrumente. Er ,, entschuldigt" sich, daß fie an diefen Abenden feine klassischen Musikstüde spielten. Für die müden und oft mit abschiedswehen Herzen vorbeikommenden Reisen. transozeanischen Rabelstrecke entspricht, fonnten im Duplerbetriebe fein soll, um Heer und Flotte für 20 Jahre mit Helium zu vezorgen, ift ben müsse es etwas Aufheiterndes sein. Und diese Menschen, barunter viele, beren Dienst am frühen Morgen um 2 Uhr begonnen | Eine Berbefferung der Seelabelfelegraphie. Ueber einen neuen bedeutsamen Fortschritt in der Seekabeltelegraphie teilte Prof. Dr. R. W. Wagner im Elettrotechnischen Verein, Berlin, folgendes mit: arbeiten, bie gleichzeitig und unabhängig von einander in DeutschWie vor etwa Jahresfrist bekanntgeworden ist, hatten Forschungsland und in Amerita ausgeführt wurden, zur Ausbildung eines neuen Stabeltips geführt, der etwa das Fünffache der Kabel alter Bauart leistet. Bisher war es aber nicht möglich, die neuen Rabel bupler zu betreiben, d. h. auf einem solchen Rabel in beiden Nich- Tageblatt meldet, soll nach jahrelangen Vorarbeiten in Wien in dr nächſten tungen gleichzeitig zu telegraphieren. Die nach diesem Ziel gerich teten Versuche des Telegraphentechnischen Reichsamts sind nunmehr ebenfalls von Erfolg gekrönt worden. Auf einem in der Ostsee perlegten Brobefabel, das in feinen elektrischen Eigenschaften einer 800 Buchstaben in einer Minute einwandfrei empfangen werden. Als Sender dienten beiderseits Siemenssche Schnelltelegraphen. Diese hohe Leiftung des Kabels wurde erreicht durch die Bewicklung Eine deutsch- österreichische Nordpolegpedition. Wie das„ Nee Biener beginnen. Erbeditionsleiter ist Ingenieur Bilhelm Kulichta. Die gpedition Beit eine reisdeutsch österreichische Nordpolar- Expedition Ibre süftung wird im nächsten Raubjahr von Hamburg aus ihre Ausreise antrien. Man rechnet mit einer Dauer pon drei Jahren. Neue Hellumfunde in Amerifa. Ein Heliumfeld, das ergieig genug nach den Meldungen New Yorker Blätter in dem fog. Naconafid entdeďt worden. Dieser neue Heliumfund gewinnt dadurch belondere fedeutung, daß er der Verwertungsstelle des Heliums, dem Ford Worth, ngeliegt. Etti- Parolen. Bergebliche Ablengnung. Mit bemitleidenswertem Gestammel hat die Rote Jayne" unsere Beröffentlichung des fommunistischen Geheimzirkulars wher die Taktik der KPD. bei den kommenden Stadtverordnetenwahlen in Berlin beantwortet. Sie wagt es nicht, die Richtigkeit des Zir fulars zu bestreiten, aber mit Rücksicht auf einen großen Teil ihrer Wähler versucht sie durch eine Parallele mit dem GinowiewBrief an England eine bleugnung vorzutäuschen. Das gehört offenbar zum Kapitel der„ doppelten Buchführung", die die bedauernswerte neue KPD.- Zentrale anwenden muß, um den befohlenen Rechtsabmarjah zu verdeden. Leider ist bie Note Fahne" so unflug, in ihrer täglichen Rubrik über die Resolutionchen einzelner Bellen heute auch eine Entschließung der Betriebszelle der AEG.- Turbine abzudruden. Heil dem Efft! Diese Betriebszelle stellt sich„ vorbehaltlos und volfinhaltlich" hinter den Brief des Etti. Und außerdem erflärt die Belle: „ Die Belle stellt sich in Konsequenz des Effi- Briefes hinter die Politik und den Vorschlag des Pol- Bureaus des 3. bezüglich der Stadtverordnetenwahl." Bielleicht ist die„ Rote Fahne" so freundlich und bestätigt uns, daß dieser Borschlag des Bol- Bureaus" mit dem Zirkular identisch ist, das wir zum Abdruck brachten. Wir wünschen der femmunistischen Funktionärfonferenz, die sich heute abend mit der Stadtverordnetenwahl beschäftigen soll, viel Glück zu den Ohr feigen, die damit die KPD. sich selber erteilt. Ganz besonders begrüßen wir dabei auch die in der Roten Fahne" mit Sperrdruck hervorgehobenen bisherigen Stadt- und Bezirksverordneten. Von Dörr und Stolt angefangen bis herunter zu den Schreiern en us und Sellheim werden sie mit uns einer Meinung fein, daß gründlicher noch niemals eine Partei ihre eigene Politik in drei Wochen vor der Wahl selbst desavouiert hat. Kommunistentrach am Berföhnungsfest. In Montreal, der Hauptstadt Kanadas, veranstalteten am Versöhnungsfest, an dem die Religion Fasten vorschreibt, die Kommunisten in ihrem Lokal im Judenviertel eine Speisung jüdischer Kinder. 3000 Juden stürmten in großer Erregung das Lokal. Polizei brachte die Kommunisten in Sicherheit. Gamsbärte. In Berlin entfalten sich die Gamsbärte im Herbst zu pracht soller Blüte. Mit einiger Phantasie glaubt man, in Tirol oder in dem bayerischen Ordnungslande zu weilen. Zu einem anständigen Gamsbart gehört nun auch ein grünes Lodenhütchen, eine Joppe, ein greiser Oberförsterbart Waidmannsheil, ein Stußen, alles Aus züstungsgegenstände, mit denen man nur ungern im Westen Berlins aufwartet. Man beschränkt sich deshalb allein auf das neckische, grüne Lodenhütchen, das, man hielt es faum für möglich, bereits als unauffälliges Rennzeichen politisch Gleichgesinnter gelten fann. Früher, in politisch ruhig dahindämmernben Zeiten trugen nur brave Kleinburger, die ihre Phantasie an Förster- und Waldromanen entzündeten, oder Gutsbefizer, die in Berlin ihre Weineinfäufe tätigten, am Hut den Gamsbart, hin und wieder erfreute das Publikum auch ein echter Förster mit einem noch echteren Gams bart. Heute ist alles Gamsbärlige grundlegend anders geworden. Der Gamsbart ist in ein vornehmes Belleidungsstüd verwandelt. Alles, was Anspruch darauf erhebt, von tadelloser, fonservativer Gesinnung zu sein, trägt den Gamsbart und das grüne Trutala hitchen. Es tann geradezu als offizieller Zylindererfaz gelten. Regierungsvertreter- man hatte jüngst Gelegenheit es festzustellenzieren gerne ihr forgenburchfurchtes Haupt mit Gamsbärten bei nicht ganz offiziellen Empfängen. Ja, im Gamsbart liegt Erdverbundenheit, Schweißgeruch und endere ländlichen Tugenden. Deshalb tragen ihn auch vornehme Leute so gerne zu einem Ueberzieher, der sich als letzter Schrei Londoner Mode ausgibt, eine Uebung, die unbedingt feinstes Stil empfinden verrät. Aber der Gamsbart ist ein echt arisches Abzeichen und verfügt außerdem über den nicht zu unterschätzenden Borzug, noch im Nebenberuf als Rasierpinsel beschäftigt zu werden. Der Schuß ins Herz. Eine Folge unvorsichtigen Umgehens mit einer Schußwaffe. Das Gerücht von einem Morde war gestern spät abends in Schöneberg verbreitet. Dort erschoß der 20 Jahre alte Privatschüler Günther Bizmann in seiner Wohnung in der Eisenacher Straße 58 seine 24 Jahre alte Freundin, eine Frau Friba Lüble, geb. Repte, die mit ihrem Manne in Scheidung lebt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, daß fein Verbrechen, sondern Fahrläffig feit vorliegt. Der junge Bißmann hatte erst gestern in der Eisenacher Straße 58 im Gartenhaus ein neues möbliertes Zimmer bezogen. Hier besuchte ihn abends Frau Lübke, die er vor einem halben Jahre fennenlernte, und mit der er seitdem befreundet war. Frau Lübke faß auf dem Sofa, Wißmann auf der anderen Seite des Tisches auf einem Stuhl. Im Laufe des Gespräches fragte nach feiner Darfiellung ihn Frau Lübke, ob er auch seine Pistole aus der alten Wohnung mitgebracht habe. Er bejahte und legte zugleich die Waffe auf den Tisch, nachdem er das Magazin, das 5 scharfe Batronen enthielt, herausgenommen hatte. Frau Lüdke nahm die Waffe und spielte damit, während Wißmann fich nach seinem Schreibtisch umwandte. In diefer Stellung fonnte er nicht sehen, daß die tisch umwandte. In diefer Stellung fonnte er nicht sehen, daß bie Frau das Magazin in die Pistole schob. Während er in einem Buch blätterte, hatte er aber gehört, daß die Waffe gespannt wurde. Als er sie jetzt auf dem Tisch liegen fah, wollte er sie wieder entspannen und drüdte ab, ohne erst die Pistole vom Tisch aufzuheben. Aus der Pistole frachte ein Schuß und gleich darauf ein zweiter, weil die Baffe, ein schlechtes Fabritat ,,, doppelte". Die erste Kugel traf Frau Lübke ins Herz, bie zweite brang in die Tischplatte ein. Die schwer Getroffene erhob sich noch mit einem Rud, fant dann aber sofort auf das Sofa zurück und blieb regungslos liegen. Bißmann holte sofort einen Arzt und auch einen Wachtmeister der Schußpolizei. Der Arzt konnte nur noch den Tod feststellen. Der Wachtmeister nahm Wißmann mit zur Bache, und die Kriminalpolizei verhörte Wißmann eingehend; seine Dar: stellung scheint richtig zu sein. Er wurde aber vorläufig noch in Gewahrsam behalten, weil feine Beziehungen zu der Erschossenen noch nachgeprüft werden sollen. Das letztere scheint also nach der Auffassung dieses Bertreters von vier Fakultäten mit den übrigen Titeln auf einer Stufe zu stehen. Trogdem bedankte sich die Einberuferin, Frau Lubarski, bei dem Redner für seine interessanten Ausführungen. Dabei hatte dieje Dame die Abgeordneten der Parlamente teils mündlich, teils schrift lich eingeladen. Als nun ein Abgeordneter des preußischen Landtages in der Distuffion das Wort nahm und neben verschiedenen Mitteilungen über die Gesetzgebung auch den etwas seltsamen Ton des Dr. Hammer besprach, nahm der letztere das Wort und be ichimpfte die Abgeordneten in der unflätigsten Weise und bezeichnete fie als Joiolen, weil sie sein Wert Der Wert ,, Der Krantentassensumpf" nicht fannten. Wenn die Impfgegner, die gerade von den sozialdemokratischen Abgeordneten die tatkräftigste unterstügung im Kampf für ihre Bestrebungen hatten, fich auch weiter solche Referenten verschreiben, ist wohl kaum zu hoffen, daß sie schnell zum Ziel kommen. Folgenschwerer Straßenbahnzusammenstoß. 47 Personen verlegt. = Heute morgen gegen 8 Uhr ereignete sich in der Brunnenftraße ein schwerer Straßenbahnzusammenstoß, bei dem 47 Perfonen teils schwer, teils leicht verletzt wurden. Wir erfahren hierzu folgendes: Ein Triebwagen der Linie 41 E fuhr, angeblich infolge Bersagens der Bremse, an der Haltestelle auf den Anhänge wagen der Linie 24 mit solcher Wucht auf, daß die Perrons total zertrümmert wurden. In den Wagen, die von Angestellten und Arbeitern zur Zeit des Geschäftsbeginnes dicht besetzt waren, brach eine entsetzliche Panik aus. Laute Angstschreie und Wehrlagen der Berletzten ertönten. Glücklicherweise erschienen bald nach Bekanntwerden des Unglücks Rettungswagen des Städtischen Rettungsamtes, die unter Leitung des sofort herbeigeeilten Direttors Paul Frant vom Rettungsamt sowie des in der Brunnenstraße wohnenden Arztes Dr. Rothschild die Verletzten in das Lazarus- und St. Hedwigstrantenhaus, abtransportierten. Die Namen der Verlegten find: | übungen und Kunstturnen. Den Höhepunkt bildete der große Stafettenlauf am Sonntag cormittag 9½ Nhr. Der Start war Sportplag Friedrichshain, von hier wurden durchlaufen: Berneuchener, Elbinger, Petersburger Straße, Baltenplay, Frankfurter Allee, Große Frantfurter, Strausberger, Friedens, Birchowund Werneuchener Straße. Der Lauf endete wieder auf dem Sportplazz Friedrichshain. Sportflub Burgund" durchlief die sieben Kilometer lange Strecke in 17 Minuten, 58% Sekunde und gewann damit den Großen Wanderpreis des Bezirks Friedrichshain. BTSB." tam als zweiter an, er hatte 18 Minuten, 20 Sefunden gebraucht. Am Nachmittag fanden dann im Friedrichshain Staffelläufe der einzelnen Berliner Sportvereine statt. Die Veranstaltung wurde mit Handballspielen beschlossen. , holungsheime, e. G. m. b. H., Berlin, Poststraße 10/11, Fernsprecher Herbstfuren veranstaltet die Genossenschaft Deutsche BolfserMerkur 418, zu äußerst billigen Preisen in ihren sehr schön gelegenen Heimen: Neuhaus sowie Graal an der mecklenb. Ostseefüjte mit Freibädern; im herrlich gelegenen Schloß Elgersberg im Thüringer Walde; in legis bad, dem berühmten Stahlbad im Harz. Für die Herbstferien sehr empfehlenswert! Benfionspreise durchschnittlich 4 Mart. In den Heimen der Devo ist hauptsächlich der geistig arbeitende Mittelstand vertreten. Die Deutsche Garfenbau- Gefeüschaft veranstaltet vom 13.- 15. November eine Blumenschaut der Garten und Pflanzenfreunde. Alle Garten und Bflanzenfreunde werden gebeten, von ihnen gezogene schöne Blüten- oder Blatipflanzen bierbei auszustellen. Besonders erwünscht ist die Beteiligung der Privatgärtnereien. Die besten Pflanzen werden durch wettbolle Medaillen und sonstige Breise prämitert. Anmeldungen bis spätestens 1. Dftober an die Geschäftsstelle der D. G. G., Invalidenstraße 32, Norden 12 262. Auskunft und Anmeldeformulare ebendort. Eine Großgetreidemühle niedergebrannt. permutlich durch das Heißlaufen einer Transmiffion, die SpitalLandau( Pfalz), 29. September.( BTB.) Heute nacht geriei, mühle im Westen von Landau, eine der größten und beſteingerichteten Mühlen in der Umgebung von Landau, in Brand. In den aufgespeicherten Erntevorräten fand das Feuer reiche Nahrung, so daß troß der Tätigkeit der sofort herbeigeeilten Feuerwehr das Gebäude bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist. Eine freiwillige Sanitätstolonne brachte die zum Teil frant daniederliegenden Hausbewohner in das städtische Krankenhaus. Groß- Berliner Parteinachrichten. 13. Kreis. Tempelhof- Mariendorf. Donnerstag, ben 1. Oftober, 8 Uhr, Fraktions figung bei Ringler, Tempelhof, Berliner Str. 100. 130. Abt. Friedrichsfelde. Hente, Mittwoch, 7½ Uhr, bet Schwarz. Pünktliches Erscheinen der Funktionäre. Gewerkschaftsbewegung Friedrich Hein, Friseur, Exerzierstr. 19e. 2. Friedrich Kor migti, Tischler, Kottbuser Str. 7. 3. Richard Eisner, Kassenbote, Bernauer Str. 76. 4. Franz Hopp, Bellermannstr. 79/80. 5. Der Führer des Wagens der Linie 41E Friedrich Karas, Usedomftr. 28a. 6. Jenny Rehder, Buchhalterin, Strelizer Str. 48. 7. Emma Behlow, Näherin, Grünihaler Str. 25. 8. Berta Gabel, Expedientin, Biesenthaler Str. 18. 9. Sufi Feingold, Expedientin, Bernauer Str. 84. 10. Erna Schönfeld, Seidenwielerin, Bernau, Bahnstr. 7. 11. Rudi Richter, Schneider, Huffitenstr. 16( Magenquetschung). 12. Paul Rose, Schlosser, Hus fitenstr. 16( Bruſtquetschung, schwere Kopfperlegung und Gesichts perlegungen). 13. Wilhelm Grupe, Soloniestr. 7.( Sch were Ropfperlegungen). 14. Franz Heinrich ,. Mechaniker, Bellermannstr. 93. 15. Wilhelm Schuld, Hilfstanzleibeamter, Biesenthaler Str. 2. 18. Richard Schriber, lempner, Fretenwalder Str. 19. 17. Eduard Schmidt, Arbeitsbursche, Beller mannftr. 93. 18. August Birjau, Lokomottoführer a. D., Gtral funder Str. 24( anscheinend Rippenbrudy, Lazarus- Krankenhaus). 19. Elifabeth Lenz, Kontoristin, Streliger Str. 43. 20. Hugo Berasasow, Raffenbote, Martin- Opig- Str. 22( angeblich innere Verlegungen, Lazarus- Krantenhaus). 21. Ernst Braun, Bankbeamter, Erergierstr. 25. 22. Gertrud Koch, Brinzenallee 31. 23. Margarete Berg, Freienwalder Str. 11. 24. Johannes Lehmann, Demminer Str. 3. 25. Heinrich Jeutel, Prinzenallee 16 ( Rippenbruch, Lazarus- Krankenhaus). 26. Walter Lier, Stettiner Damit proflamiert die KPD., im Gegensaß zu den Gemert* Straße 59. 27. Franz Birer, Jasmunder Str. 17. 28. Bruno Lummert, Allerstr. 24. 29. Herbert Rusztumojty, Bantom, Gott- chaften, die an Stelle der Erwerbslofen fürsorge die Er schaltstr. 11. 30. Gottfried Liebig, Auguststr. 50. Die meisten werbslosen versicherung fordern, das Fürsorgeprinzip. Die Leser des Blattes erhalten dazu folgende Art Aufklärung: haben Abschürfungen, Schnittverlegungen, Berftauchungen und Nervenfchod erlitten. Die Namen von weiteren 17 wahrscheinlich leichter Berlegten stehen noch aus. Durch den schweren Unfall entstand eine lang andauernde empfindliche Störung im Straßenbahnvertehr. Die schwerbeschädigten Wagen mußten abgeschleppt werden. Eine genaue Untersuchung des Vorfalles ist sofort eingeleitet worden, doch steht das Ergebnis noch aus. Zwei Brandstifter gefaßt? Alibibeweis der Verdächtigen mißlungen. Rechte und Pflichten. Kommunistische Auffärang". In threr Kritik des Gefeßentwurfes zur Erwerbslosen Versicherung spielt die Rote Fahne" folgenden Trumpf aus: " Der fapitalistische Staat, die fapitalistische Wirtschaft, mit deren Beftand ein großes Arbeitslosenheer untrennbar verknüpft ist, hat die Pflicht, die Kosten der Arbeitslosenversicherung allein aufzubringen." Die Auffaffung der Sozialdemokratie und der Gewerkschafts führer, daß Rechte Pflichten voraussehen, und daß eine gleichberech tigte Mitwirkung der Arbeiter in den Berwaltungskörpern der Ar beitslosenversicherung Beiträge der Arbeiter voraussehen, ist falsch: ganz abgesehen davon, daß die Unternehmerinteressen durch die vom Staat gestellten Borsigenden immer überwiegen." Diese radital sein sollende Behauptung ist ebenso findisch wie die Forderung, der kapitalistische Staat, die fapitalistische Wirtschaft, d. h. das Unternehmertum, haben die Kosten der Arbeitslosenversicherung allein aufzubringen. Als ob nicht selbst bei formeller Umlegung der Roften nur auf die Unternehmer es nicht dennoch die Arbeitnehmer seien, die in Wirklichkeit die Kosten aufzubringen haben! Nur mit dem Unterschied, daß dann das Unternehmertum die Arbeitslosenfürsorge mit in den Dienst seiner Lohnpolitit ftelit. Die Gewertschaften, nicht nur die Gewerkschaftsführer, fordern einen Rechtsanspruch auf Erwerbslosenunterſtügung, der im fapitalistischen Staat nur dann durchzusehen ist, wenn die Arbeitnehmer die Pflicht übernehmen, Beiträge zu leisten und die Pflicht der Mitwirtung bei der geforderten pariZu den Brandstiftungen teilten wir fürzlich mit, daß zwei Männer unter dem dringenden Berdacht, das Feuer am Hohenzollerndamm und am Rottbuser Ufer vorfäßlich angelegt zu haben, von der Kriminalpolizei dem Untersuchungsrichter vorgeführt wurden. Der Richter hat die Männer in haft behalten. Es sind ein Schloffer Willy Müller und ein Friseur Franz Klepper. Müller hat im Weltkrieg einen Kopfschuß erhalten und dadurch an seinem Augenlicht Schaden gelitten. Er ging jept mit Klepper auf die Bettelfahrt. Obwohl er noch sehen kann, ließ er sich von Klepper führen, um als blinder Invalide mehr Mitleid zu erregen und Bettel einträglicher zu machen. Beide bestreiten Mag sein, daß nach der großen Weltrevolution es nur noch nach wie vor die Brandstiftungen Es ist aber höchst Rechte und feine Pflichten mehr gibt, doch können die Gewert verdächtig, daß fie leugnen, an den Brandstellen gewesen zu schaften bis dahin nicht gut warten, weil sie die Aufgabe haben, fein, während brei einwandfreie Zeugen sie in dem Hause Hohenschaften bis dahin nicht gut warten, weil sie die Aufgabe haben, zollerndamm 111 und auf dem Hofe furz vor Ausbruch des Feuers schon jetzt, im Rahmen des kapitalistischen Staates, die Interessen gesehen haben. Der Alibibeweis, den die Verdächtigen antraten, ist ihrer Mitglieder nach besten Kräften wahrzunehmen.. Wenigstens bis dahin bleibt es bei unserer Auffassung, daß vollständig mißlungen. es teine Rechte ohne Pflichten gibt. Das neue Brotgewicht. Zu der geffern in einer Sigung des Polizeipräsidiums mit der mittleren Preisprüfungsstelle angeordneten kontrolle des Brofgewichtes teilt die Preis prüfungsstelle mit, daß fie für Brot, bei einem Preis von 50 Pf ein Gewicht von 1400 Gramm und für eine Schrippe ein Gewicht von 40 Gramm für angemessen hält. tätischen Selbstverwaltung. Der Schiedsspruch für die Metallangestellten. Die Geduld der AFA- Funktionäre der Metallindustrie, die gestern in den Germaniasälen in der Chausseestraße den Schleds spruch entgegennehmen wollten, wurde auf eine harte Probe gestellt. Bereits zu 6½ Uhr nachmittags waren sie geladen und erst nach 9½ Uhr fonnte das Ergebnis mitgeteilt werden. Diese ungewöhn liche Berzögerung war badurch entstanden, daß das Schiedsgericht ftatt um 10 Uhr vormittags, erst nach 2 1hr nachmittags zufammentreten tonnte. Noch ein Sonntagsausflug nach der Sächsischen Schweiz. Der Referent Kollege Günther beschränkte sich in seiner Am Sonntag, den 4. Oftober, wird nochmals ein Sonderzug Rede auf das Allernotwendigste, da es den Teilnehmern an dem pierter Klasse mit Fahrpreisermäßigung nach Dresden und Schiedsgericht unmöglich war, sofort ein flares Bild der BerhandSchandau verfehren. Abfahrt vom Anhalter Bahnhof gegen lung zu geben, zumal teine prozentuale Erhöhung der 6½ Uhr früh, Ankunft daselbst bei der Rüdtehr gegen Mitternacht. Gehälter zugestanden wurde, sondern eine feste 3ulage für Der Fahrpreis für Hin und Rückfahrt beträgt bis Dresden 8 m, jebe Gruppe eintreten soll. Soviet kann aber heute schon gebis Rathen 9,20 m. und bis Königstein und Schandau 9,80 m. jagt werden, daß bei einigen Gruppen eine mäßige Erhöhung einZwischen Dresden und Rathen ist auch Dampferfahrt vorgesehen. getreten ist, während bei den übrigen Gruppen von einer solchen Für gemeinsame Ausflüge und Führung ist gesorgt. Der Fahrtaum gesprochen werden kann. Der genaue Wortlaut des Schiedsfartenverkauf beginnt am 30. September bei den Fahrtarten spruches muß erst abgewartet werden, ehe überhaupt dazu Stellung ausgabestellen Anhalter Bahnhof und Friedrichstraße, beim genommen werden kann. Das AfA- Kartell wird sich in den nächsten Mitteleuropäischen Reisebureau, Beisdamer Bahnhof und Friedrich- Lagen schlüssig werden, ob die Annahme oder Ablehnung vorgeftraße, bei Wertheim, Leipziger Straße, im Raufhaus des Westens schlagen werben soll. Unter diesen Umständen wurde von einer sowie bei der Hapag und dem Reisebureau Unter den Linden 8 Distusfion Abstand genommen. Am Dienstag, den 6. Oftober, werden die Funktionäre endgültig Beschluß fassen. Die Erflärungsfrist läuft bis zum 7. Oftober. und 57/58. Zunahme der Arbeitslosigkeit. Die Impfgegner unter dem Hammer". Der Reichsbund zur Bekämpfung der 3mpfung Bezirt Groß- Berlin hielt, so wird uns geschrieben, dieser Tage im Lehrervereinshaus einen Vortragsabend ab. Zuerst sprach ein Herr Dr. med. phil. jur. dent. Hammer über: Das Für und Wider in der Impffrage". Dann referierte Herr Dr. med. Steintel über: Die größere Gefahr". Darauf Distuffion. Während der zweite Redner fich bemühte, die Frage ruhig und fachlich zu besprechen, würzte Herr Dr. Hammer seinen Vortrag mit sehr unangebrachten und platten Scherzen. Er benutte die Gelegenheit, feinem tiefen Groll gegen das deutsche Krantentassenwesen Luft zu machen. Die Bertreter, Angestellten und die Kaffenärzte beschimpfte er wohl einige Dugend Mal in nicht wiederzu- charakter. Man sah sehr gute technische Fertigteit, die Rämpfertigten Angehörigen von Hauptunterstützungsempfängern) ist vont gebender Weise und schließlich merkwürdigerweise auch als Deutsche. i waren gut in Form. Daran schlossen sich rhythmische Stab. 287 000 auf 305 000 geftiegen. Sportfest des Bezirksamts Friedrichshain. Einen großen, gut besuchten Werbestaffeltag veranstaltete das Bezirtsamt Friedrichshain, Abtei lung Jugendpflege. Die Borführungen wurden erschwert durch das schlechte Better. Der Boden war naß und hinderte die Entfaltung des ganzen Könnens. Die Beranstaltung begann mit Bor fämpfen, die am Sonnabend abend auf dem Sportplatz im Friedrichshain trop des starten Regens abgehalten wurden. Vor allem fämpften Jugendmannschaften. Die Rämpfe trugen Trainings Berlin, 29. September.( MTB.) In der Zeit von Anfang bis Mitte September 1925 ift die Zahl der Hauptunterstügungsempfänger in der Erwerbslofenfürsorge von 231 000 auf 251 000, d. h. um rund 9 Proz. gestiegen. Im einzelnen hat sich die Zahl der männlichen Hauptunterstüßungsempfänger von 209 000 auf 229 600 erhöht, die der weiblichen Hauptunterstüßungsempfänger hat sich nicht wesentlich geändert. Die Zahl der Zuschlagsempfänger( unterstützungsberech Abbau aber nicht der Preise! Bochum, 29. September.( Eigener Drahtbericht.) Die Stillegung des Baroper Walzmerfes ist am Montag endgültig erfolgt. Nach dem bereits vor 5 Wochen das Martin- Wert mit einer Belegschaft von 1500 Mann still gelegt worden ist, wurden am Montag die letten Arbeiter und Angestellten, zusammen 480 Mann, entlassen. Geradezu fatastrophal ist die Lage der von der Stillegung betroffenen Gemeinden Barop und Kirchhörde. Mülheim, 30. September.( TU.) Die Maschinenfabrik Thyssen hat zum 6. Oftober weiteren 25 Pro3. der unproduktiven Arbeiter gefündigt. In einzelnen Betrieben trifft diese Maßnahme 20 bis 30 2rbeiter. Nebenbei: Unproduktive Arbeiter? Bielleicht erfahren wir gelegentlich einmal von dem Korrespondenten der schwerindustriellen TU., was damit eigentlich gemeint ist. Die neuen Löhne im franzöfifchen Bergban. Paris, 29. September.( Eigener Drahtbericht.) Der französische Minister für öffentliche Arbeiten hat am Montag abend die Vertreter der Unternehmer im Kohlenbergbau des nördlichen Bezirtes empfangen und sie auf die Notwendigkeit hingewiesen, an gesichts der wachsenden Lebenshaltungskosten die Forderung der Arbeiter auf Erhöhung des Zuschlages zur Teuerungszulage von 20 auf 40 Pro3. zu bewilligen. Er hat den Vertretern der Unternehmerschaft versprochen, daß die Regierung die in der letzten Zeit dem Kohlenbergbau gegenüber geübte Politit fortsegen werde, worauf die Unternehmer fich berellerklärt haben, den Wünschen der Arbeiter zu entsprechen. Eine Versammlung, an der die Vertreter der beiden Parteien teilgenommen haben, hat den Wortlaut des neuen Tarifvertrages ausgearbeitet. Bom britischen Seemannsstreit. London, 30. September.( WIB.) Einer Reutermeldung aus Melbourne zufolge ist der Seemannsstreit in Austra tien als nahezu erloschen zu betrachten. Der Dampfer„ Kenilworth Castle", der wegen des Streits einen Monat lang in Melbourne lag, ist wieder in See gegangen. Bisher wurden wegen der Teilnahme am Streit insgesamt 382 Seeleute von den Gerichten verurteilt. Wochen ohne jebe Unterstügung. Die Streifenden, die dieser Organisation angehören, spüren jetzt am eigenen Leibe, wie notwendtg große leistungsfähige Organisationen sind, die ihren Mits gliedern beim Streit auch wirklich finanzielle Hilfe bieten können. Baugewerksbund, Fachgruppe der Rohrer. Mittwoch abend 7 Uhr Rohrer versammlung in Gaal 3 des Gewerkschaftshauses. Die Fachgruppenleitung. Berantwortlich für Politit: Ern Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: Friedr. Ekkorn; Feuilleton: K. S. Döscher; Lokales und Sonstiges: Frig Karsiäbt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts Buchdruckerei und Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin GW. 68, Lindenstraße 3. Die Betriebsratswahl bei Zeiß in Jena brachte für die freien Berliner ElektrikerGewerkschaften 2219 Stimmen und für die christlichen Gewerk schaften 551 Stimmen. Es entfallen auf die freien Gewerkschaften 13 Mandate und auf die christlichen 3 Mandate. Der Angestelltenrat fezt sich wiederum( wie im vorigen Jahr) aus zwei Vertretern der freien Angestellten und vier Vertretern der bürgerlichen Angestellten zusammen. Genossenschaft angeschl. dem Verb. sozialer Baubetriebe Berlin N24, Elsässer Str. 86-88 Fernsprecher: Norden 1198 Filiale Westen, Wilmersdorf Landhausstr. 4- Tel. Pfalzburg 9831 Herstellung elektr. Licht-, Kraftund Signalanlagen Verkauf aller elektrischer Bedarfsartikel. • Der Streit der Kölner Hafenarbeiter bauert unverändert fort. Die Leitung des Deutschen Berkehrsbundes hat mit Rücksicht auf die schweren wirtschaftlichen Opfer, die die Streifenden in diesem Kampfe bringen müssen, noch einen besonderen Mietszuschuß ge- Ausführung sämtl. Reparaturen zahlt. Leider sind die ebenfalls am Streit beteiligten Mitglieder Preiswerte, gediegene Arbeit des kommunistischen Schiffahrtsbundes seit drei Adolf Hoffmann Episoden und Zwischenrufe aus der Parlaments- und Ministerzeit. Preis 1 Mart. Borto 5 Pfennig. Borrätig in allen BorwärtsAusgabestellen. Modenschau-Schuh- Lokal und im: Preis- Abbau Herren- Stiefel echt Boxrind, spitze und runde Form 80 9° १ ९९ ११ Erstklassiges Luxusfabrikat, Goldbrokat mit geflochtenen Brokatstreifen und grünen Lackspangen Münzstr.25 Kottbuser- Damm 13 Frankfurter- Allee 54 BEHANDT Zur Unterstützung der Preissenkungsaktion der Regierung haben wir uns entschlossen, große Warenposten trotz unserer bisher schon billigen Preise bedeutend herabzusetzen. Wir führen über 500 Sorten Damen-, Herren- und Kinderschuhe von den solidesten Straßenschuhen bis zu den bekanntesten und elegantesten Luxusfabrikaten. Hier nur einige Beispiele. unsere 17 Schaufenster sagen Ihnen mehr. 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Sportwesten für Herren und Damen, reine Wolle ... 12.75, 9.75 Kinder- Sweater Trikot angeraubt, Größe 1 bis 6 . Größe 1 Strümpfe 575 2.90 Damen- Strümpfe reine Wolle, schwarz englisch 225 lang. 3.50, 2.95 Damen Strümpfe 60 PL Flor, feinfarbig.. 95, 75 Herren- Socken 58 PL gestreift u. kariert 90, 75 Kinder- Strümpfe Welle, plattiert, Größe bis 10. Größe 1 80 PL Schürzen Jumperform aus geblümten u. gestreiften Stoffen. 1.75, 1.65 Wiener Form gebitimte Kretonne oder Batin..... 8.50, 2.90 951 175