Abendausgabe Nr. 46442. Jahrgang Ausgabe B Nr. 229 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreife find in der Morgenausgabe angegeben Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-297 Tel.- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Vorwärts Berliner Volksblatt 10 Pfennig Donnerstag 1. Oktober 1925 Beclag und Anzeigenabteilung: Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin S. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-297 Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Die fünfte Ohrfeige. Aus den eigenen Reihen. Die ,, Deutsche Tageszeitung" spricht bei der Be-| trachtung des Ergebnisses der Aktion der Rechtsregierung in der Kriegsschuldfrage von gewiffenloser Oppo fition. Sie meint mit gewiffenloser Opposition nicht die gegen die Sicherheitspolitik der Regierung gerichtete Sabotage aus deutschnationalen Parteifreisen in der Bergangenheit. Sie meint auch nicht den berüchtigten und lächerlichen Brief des Reichsinnenministers Schiele, der Herrn Schiele vor den eigenen Parteigenossen entlasten und die Verantwortung für die Sicherheitspolitik des Kabinetts von den deutschnationalen Ministern abwälzen sollte. Schließlich zielt sie mit dem Borwurf der gewiffenlosen Oppofition auch nicht auf jene deutschnationalen Treibereien in der jüngsten Vergangenheit, die die Presse der Deutschen Volkspartei zu erbitterter Abwehr veranlaßt haben. Der Vorwurf der gewissenlosen Opposition wird von der Deutschen Tageszeitung" gegenüber der Presse der Linken erhoben, die nach dem Abschluß der Aktion offen ausspricht, was ist. Sie sagt: „ Auch wer etwa aus taktischen Gründen gegen die deutsche Initiative Bedenten hatte, hätte wenigstens soviel nationale Disziplin zeigen müssen, um die Aktion der Regierung nicht nachräglich noch um ihre Wirkung zu bringen." Selbst die schärffte Kritik fann die Aktion der Regierung nicht mehr um die Wirkung bringen, die sie erzielt hat, so sehr es auch im Interesse Deutschlands erwünscht wäre, daß diese Wirkung aus der Welt geschafft werden fönnte. Leider kann die Presse der Opposition den Schaden nicht reparieren, den eine gewiffenlose Regierungspartei angerichtet hat. Im übrigen versteht die deutschnationale Breffe recht gut. daß die Folge der Aktion in der Kriegsschuldfrage eine Gefährdung der deutschen Stellung ist. In der Kreuz- Zeitung" liest man: Wir sind an die Konferenz von Locarno wahrlich mit feiner Begeisterung herangegangen, aber wenn die Konferenz jezt ohne Ergebnis bleibt, dann trägt in erster Linie die gesamte Demokratie und Sozialdemokratie die Schuld daran, weil sie aus innerpolitischen Gründen alles daran feßt, der rechtsgerichteten Reichsregierung Schwierigkeiten zu be reiten." Das ist die Furcht vor den Folgen und der Wunsch, die Berantwortung abzuwälzen von den Regierungsparteien auf die Opposition. Dieser Versuch wird jedoch von vornherein zunichte gemacht durch eine fritische Darstellung der„ Deutschen Zeitung", die flar herausarbeitet, was die Aktion der Regierung in der Kriegsschuldfrage in Wahrheit bedeutet. Die Deutsche Beitung" stellt fest: ,, unrichtig ist aber, daß durch die jetzige„ Attion" der Reichsregierung irgend etwas gegenüber dem früheren 3u stand geändert oder gebessert worden ist. Einseitig deutsche Erklärungen gegen die Schuldlüge sind bereits bei Abschluß des Bersailler Bertrages selbst nicht nur abgegeben, sondern auch notifiziert worden und zwar in feierlicheren Dokumenten und in deutlicherer Form, als in der Verbalnote vom 26. v. m.; die Sachlage hat sich also durch die bloße lleberreichung dieser Verbalnote gegenüber dem seit sechs Jahren be= stehenden Zustande, dessen Beseitigung das Hauptziel nationaler Politik war und ist, in feiner Weise geändert! Am 22. Juni 1919 wurde in Bersailles eine von Gustav Bauer als damaligen Ministerpräsidenten gezeichnete note bergeben. Genau wie jetzt wiederum England und Frankreich, so hat damals Clémenceau im Namen der alliierten Regierungen eine Anerfennung des deutschen Chandpunties abgelehnt. Während aber eht die deutsche Regierung entfchloffen scheint, die in den Noten Englands und Frankreichs neuerlich aufgestellte Behuldigun weigend hinzunehmen, erfolgte Jamals ar damals! und sogar von dem Kabinett Bauer Cyberg muller- Franten!- eine abermalige Berwahri und die befannte Feststellung, daß durch den Gewaltaft, dem allein man sich beugen müsse, die Ehre des deutschen Boltes nicht berührt werde." Die Deutsche Zeitung" stellt auf Grund dieser Sachlage fest, daß der jetzt herbeigeführte Zustand eine Berfchlechterung ganz entscheidender Art" bedeute. Das Kabinett Stresemann- Schiele muß sich von der Deut schen Zeitung" bescheinigen lassen, daß es in nationalen Dingen weniger zuverlässig und weniger politisch klug gehandelt hat als das Kabinett Bauer- Erzberger- Müller Franken). Der Tatbestand, auf den die Deutsche Zeitung" inweist, ist von uns vor der Aktion der Regierung mehrfach inweist, ist von uns vor der Aktion der Regierung mehrfach Targestellt worden. Trotzdem ist diese Aktion unternommen porden. Der Dhrfeige, die die Deutsche Zeitung" der Re gierung, und vor allem der Deutschnationalen Partei, versetzt, haben wir nichts mehr hinzuzufügen. Mißtrauen in Paris. Infolge der von Weftarp durchgesetzten Botschafters Erklärungen. Paris, 1. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Der„ Quofidien" weist darauf hin, daß die Ministerkonferenz ungeachtet der Oppofition ber Deutschnationalen stattfinden werde. Die Manöver der Deutschnationalen, so schreibt das Blatt, häffen nicht ausgereicht, um die Konferenz scheifern zu laffen. Sie hätten jedoch berechtigtes Mißtrauen in den franzöfifchen Linkstreifen entstehen laffen, die mit Recht sich die Frage stellten, ob die deutsche Regierung auf dem Wege, den fie fich vorgezeichnet hätte, fortzufchreiten imftande fein werde, ohne den Deutschnationalen gefährliche Kon3effionen einzuräumen. Vanderveldes Optimismus. Rede des Außenministers auf dem Bezirksparteitag. Brüssel, 1. Oktober.( Eigener Drahibericht.) Der Ministerrat behandelte am Mittwoch nachmitag eingehend die auswärtige Lage, das Finanzproblem und die Stabilisierung. Am Abend machte Außenminister Vandervelde in der Brüffeler Kreisversammlung der Arbeiterpartei interessante Mitteilungen über die Pläne der Regierung. Diese sei fest entschlossen, den belgischen Franken im heutigen Werte zu stabilisieren und zwar durch Herstellung des Budgetgleichgewichts, was nach Ansicht der Regierung durch Sparfamkeit und neue Steuern auf tragfähige Schultern zu erreichen sei. Ferner beabsichtige man in England, Amerika und Holland zur Verteidigung der Baluta eine Anleihe aufzunehmen. Im geeigneten Augenblick würden die Sozialisten, so führte Vandervelde aus, unbedingt auf Verkürzung der Militärdienst zeit be stehen. Ueber die internationale Lage äußerte er sich mit großem Optimismus. Es sei taum zweifelhaft, daß Deutschland innerhalb weniger Monate Mitglied des Völkerbundes sein werde und wenn, wie er zuversichtlich hoffe, der Sicher heitspakt bald wirklichkeit werde, dann werde auch Belgien seine militärischen Ausgaben wesentlich herabsetzen und dadurch das Binanzproblem und die Teuerungsfrage glüdlich lösen fönnen. Die Schwierigkeiten für Locarno. London, 1. Oktober.( E.) Die englischen Delegierten werden am Samstag nach Locarno abreisen. Man schäzt die Konferenz dauer hier auf etwa 14 Tage.„ Daily Telegraph" schreibt: Abgesehen davon, daß Deutschland die Haltung Rußlands in Betracht ziehen müsse, enthielten die vorgeschlagenen Punkte selbst noch viele Schwierigkeiten, wie z. B. die zeitliche Begrenzung des Vertrages und seine notwendig werdende Erneuerung, die Ver schiedenheiten in der Auffassung Frankreichs und Deutschlands über die Art der Schiedsgerichts- und Bermittlungsverträge und den Einfluß der östlichen Abmachungen auf den Westpakt. Die Konferenzteilnehmer. Die deutsche Abordnung reist morgen, Freitag, abend nach Locarno. Sie besteht aus dem Reichskanzler 2uther, dem Außen. minister Dr. Stresemann, ten Staatssekretären Rempner und v. Schubert sowie den Ministerialdirefloren Baus und Riep. Generalsekretär der Abordnung ist Legationssekretär Redelhammer. Condon, 1. Oktober.( EP.) Die englische Delegation wird felgende Zusammensetzung haben: Chamberlain, Cecil Hurst, Compson, Seldby, Kabinettschef Chamberlains, und Bonnott. Paris, 1. Oftober.( EP.) Die französische Delegation wird bestehen aus: Briand, Philippe Berthelot, Generalsekretär am Quai d'Orsay, Léger, Kabinettschef Briands, Fromageot, juristischer Sachverständiger am Quai d'Orsay, und Massigli, Sekretär der Botschafterfonferenz. Hölle auf Erden. Die Zustände im Braunkohlenrevier. Bon C. Bollmershaus. Der südliche Teil der Provinz Brandenburg, die Niederlaufig, ist der industriereichste und kann sich in dieser Beziehung mit den Industriegebieten anderer Teile in Deutschland messen. Vorherrschend sind die Textilindustrie und der Brauntohlenbergbau. Lezterer ist besonders durch den Krieg und seine Folgen ungemein gewachsen. Industrien, die von der Kohle direkt abhängen, haben sich gebildet. Große mächtige Elektrizitätswerte sind entstanden, die ihre Energie nach allen Himmelsrichtungen ausstrahlen. Berlin ist einer der wichtigsten Verbraucher dieser Energie. Aber auch die chemische Industrie hat durch die Kohle in der Niederlaufig Eingang gefunden, so das Lautawerk im südlichsten 3ipfel des Kreises Kalau. Dieses Werk stellt das„ Lautal" her, das, wie Fachleute behaupten, das beste Aluminium ist. Was sich in den dortigen Br a unfohlengruben abspielt, davon haben nur wenige Verbraucher der Kohlenprobutte eine Ahnung. Wenn sich der Städter im falten Winter hinter seinem Ofen, den er mit Briketts feuert, so recht mollig fühlt, fommt ihm wohl selten der Gedanke, unter welchen Verhältnissen das Urprodukt seiner Stubenwärme gewonnen wird. Bei zwölfstündiger Arbeitszeit, bei Wind und Wetter arbeitet der Bergmann bei einem Spigenlohn von 4,40 M. In der Vorkriegszeit erhielt der Bergarbeiter für einen Stundenlohn einen Zentner Briketts; jetzt erhält er für einen Stundenlohn einen halben Zentner. Die Gewinnung der Brauntohle über Tage wird heute maschinell betrieben. Bagger von ungeheuren Dimensionen legen durch Abräumen der Erde die Rohle frei. Andere Bagger werden direkt an der Kohle angesetzt. Hier heißt es fördern, fördern! Elektrisch betriebene Schleppzüge führen die Kohle entweder direkt zum Kraftwerk oder in die Brikettfabrik. I ag und Nacht in zwei Schichten wird gearbeitet. Soziale Rücksichten kennt das Braunkohlenunternehmertum nicht, am allerwenigsten fennt diese die Ilse Braunfohlen Bergbau.- G., deren Briketts sich allgemein der Beliebtheit hauptsächlich in Berlin erfreuen. Nicht nur die Arbeitskraft des Bergmanns nimmt diese Firma für sich in Anspruch, sondern den ganzen Menschen mit Frau und Rind. Hierbei soll auch nicht verhehlt werden, daß sich die Arbeiterschaft mehr Selbstbewußtsein aneignen müßte. # Zwar schreibt der Tarifvertrag eine wöchentliche Arbeitszeit von 58 Stunden vor, aber was schert die Firma Gesez und Recht? Wer nicht mindestens 72 Stunden die Woche arbeitet, dem droht die Entlassung. Die Söldlinge der Direktion, Stahlhelmanhänger und Werkgemeinschaftler machen es sich zur Aufgabe, die Arbeiter zu wahren Mittagspause innerhalb der zwölfftündigen Arbeitszeit Stlaven herabzudrücken. Reine Frühstücs und fann eingehalten werden. Maschinensteiger, Baggerführer stehen auf Prämie. Infolgedessen wird teine Maschine angehalten. Essen können die Arbeiter nur dann, wenn irgendwelche Störungen eintreten. Infolge dieser Arbeitsmethoden werden zwölf Stun= den gearbeitet, aber nur für zehn Stunden Lohn gezahlt. Als Spigenlohn, wie vorstehend angeführt, 4,40 m. die Schicht, gleich 36,6 Pf. die Stunde. Um diesen fargen Lohn etwas aufzubeffern, kommt es nicht felten vor, daß Arbeiter drei Schichten hinterein ander verfahren, also 36 Stunden arbeiten! Die Arbeiter der Gruben wohnen nicht alle in den WerksParis, 1. Oktober.( TU.) Aus Nom wird gemeldet: Mach wohnungen, sondern wohnen zerstreut und haben vielfach mit offiziöjen Informationen wird Mussolini wegen des großen fashisti dem Fahrrad täglich 1% Stunden von und nach der Arbeitsfchen nationalen Kongresses endgültig auf die Teilnahme an ber Locarno- Konferenz verzichten. Italien wird durch unterſtätte zu fahren. Es kommt nicht selten vor, daß die Arbeitsstaatssekretär Grandi, Baron Romano 2 ve 33 ana, den Gefandten in Paris und Marquis della Torretta, Botschafter in London, vertreten sein. Es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, daß Mussolini zur Unterzeichnung des Battes auf der Konferenz erscheinen wird. Einigung in Washington. Neber Frankreichs Schuldentilgung. wird gemeldet, baß es zwei von der amerikanischen und französischen Paris, 1. Ofiober.( Eigener Drahtbericht.) Aus Washington Einigung in der Schuldenfrage zu gelangen und ein Ab? emmen Delegation eingefeßten Unterkommissionen gelungen fei, zu einer über die Regelung der französischen Schulden an Amerita fertig zustellen. Dieses Abkommen, dessen Einzelheiten noch nicht bekannt find, sieht folgendes vor: die ersten fünf Jahre französische Jahres zahlungen von 40 Millionen Dollar, die nächsten sieben Jahre Jahreszahlungen von 60 Millionen Dollar und von da ab durch fünfzig Jahre jährlich 100 Millionen Dollar. Ben amerikanischer Seite sei Frankreich auch eine seine 3ahlungsfähigkeit schützende Klausel zugestanden worden, die Revision bzw. Aufhebung der Jahreszahlungen vorsicht für den Fall, daß deren Entrichtung erhebliche finanzielle Schwierigkeiten für Frankreich zur Folge haben mürbe. Dieses Abkommen, das in erster Linie dank der 3uge ständnisse Ameritas zustandegekommen zu sein scheint, werde heute, Donnerstag, der Plenarsizung vorgelegt werden; ihre Genehmigung scheint bereits gesichert zu sein. Danach soll das Abfommen vom Präsidenten Coolidge unterzeichnet werden. Caillaug läßt die Meldung dementieren, wonach er die Absicht hätte, in Amerita Berhandlungen über Aufnahme einer neuen Anleihe zu führen. zeit einschließlich der Wege zur Arbeit täglich 18 Stunden beträgt, und doch könnte man beinahe zu der Ansicht neigen, daß diese Arbeiter noch besser daran sind, als ihre Kameraden, die in den Werkshäusern wohnen, beispiels weise auf der Grube Erita zwischen den aufgeschütteten Sandhalden, filometerweit von Dörfern und 1 bis 2 Meilen weit von Städten entfernt. In der Werkskolonie der Grube Erita sind die Bewohner darauf angewiesen, ihre Lebenshaltungsgegenstände durch das Kaufhaus der Ilse- ,, Wohl Schneider, fein Geschäftsmann kann sich hier niederlassen, dafür fahrts" Gesellschaft zu beziehen. Kein Schuhmacher, tein sorgt die Firma. Daß die Werfsgemeinschaften, diese gelben Sumpfpflanzen, blühen und gedeihen, auch dafür sorgt die Firma, denn den Arbeitern werden 30 resp. 40 Pf. Beiträge für diese vom Lohn abgezogen. Sobald sich ein Arbeiter unbeliebt gemacht hat, fliegt er. Damit muß er auch sofort die Wohnung räumen. Die Räumungsklagen schlagen alle zugunsten der Firma aus. Nicht selten steht ab und Gut dieser Arbeitsstlaven tagelang auf der Straße, dem Regen ausgesetzt. Auf Schuß für Leben und Gesundheit wird feine Rüdsicht genommen. Auch die Bergbauaufsichts behörde scheint hierfür nicht das notwendige Interesse zu haben. Infolge dieser standalösen Zustände ist die Krankheitsziffer bis zu 17 Proz. Dann schreit das Unternehmertum über die Höhe der sozialen Lasten. Arbeiterrechte gibt es bei dieser Firma überhaupt nicht. Den Betriebsratsobmann der Grube Erika beschäftigt man zirka 12 Kilometer von der Grube entfernt, damit er keine Möglichkeit hat, mit der Belegschaft in Fühlung zu Commen. Die französische Mission mit Caillaug reist Freitag abend auf Die Werksdirektion will auch noch die wöchentlichen Sprechdem Dampfer" France" nach Frankreich zurüd, I zeitstunden dem Betriebsrat entziehen. schen Freiheitsbewegung. Alle Ausführungen der einzelnen Redner waren nur eine Kampfansage gegen die offizielle Politik der Deutschnationalen Volkspartei. So er= tlärte der Reichstagsabgeordnete Kube: Bellfartoffeln und Hering und Margarineschnitten sind die Haupternährung der Belegschaft. Zu was anderem langt es nicht, denn der Lohn geht herab bis unter 3 M. pro Schicht. In der Zeit der Inflation sind die Arbeiter den Kommunisten gefolgt. Die Organisation verfiel, die Reaktion ist„ Die ungcheure Gefahr der Gegenwart besteht darin, daß auch auf dem Fuße gefolgt. Die damaligen Schreier sind treue die grozen nationalen Parteien injulge der außenpolitischen, wirtAnhänger des Stahlhelms und der Werksschaftli hen und sozialen Tagestämpfe und infolge des Ringens um gemeinschaften geworden. Erst neuerdings wachen auch sie wieder auf. Unter dem furchtbaren Druck befinnen sie. sich wieder und fehren scharenweise zu den freien Gemertschaften, dem Bergarbeiterverband, zurück. Diese Zustände, die an die schlimmste Zeit des Früh fapitalismus erinnern, sind die direkte Auswirkung der Bolitik des Reichsarbeitsministeriums. Bis Ende 1923 bestand im mitteldeutschen Braunkohlengebiet der Achtstunden tag. Im Dezember 1923 fanden im Reichsarbeitsministerium Berhandlungen statt. Als die Bertreter des Bergarbeiterverbandes sahen, daß der vom Reichsarbeitsminister bestellte Schlichter entschlossen war, das 3 meischichtensystem einzuführen, verließen sie den Sigungssaal. Darauf wurde in Halle auf Anordnung des Reichsarbeitsministers eine erbärmliche Komödie aufgeführt. Aus einem Werk wurden zwei Arbeiter, ein Gelber und ein Kommunist, herausgeholt, zu Beisigern des„ Schiedsgerichts" ernannt, das prompt das Zweischichtensystem beschloß. Dieser Beschluß wurde von Dr. Brauns für verbindlich erklärt. Seitdem herrscht die selbst nach der Arbeitszeitverordnung unge jegliche wölfstündige Arbeitszeit, verbunden mit den himmelschreien den Mißständen, die vorstehend geschildert wurden. Das nennt Dr. Brauns Sozialpoliti?! Landbundfrechheit. Der Landbund bittet um Reichssubvention. Der Pommersche Landbund nahm auf einem Kreisvertretertag eine Entschließung an, in der er nicht mehr und nicht weniger verlangt, als daß man den Großagrariern auf ihre Rentenmarfwechsel bei der Rückzahlung einen Nachlaß gewähre. Reichslandwirtschaftsminister Graf Konig hat in einer Rede in Königsberg mit großem Nachdruck betont, daß von einer weiteren Berlängerung der von den Agrariern aufgenommenen Wechselkredite nicht die Rede sein könne und daß kein denkender Mensch" sie verlangen würde. Nur in Ausnahmefällen fönne man Erleich terungen gewähren. Diese Tatsache, daß ein großer Teil der Agrarier feine Wechselschulden wie jeder andere Sterbliche auch einmal zurückzahlen muß, hat die pommerschen Landbündler so aus der Fassung gebracht, daß sie sich nicht scheuen, auf Kosten der Steuerzahler cin Gefchent vom Reiche zur Deckung ihrer Schuldverpflichtungen zu verlangen. Höher gehts wirklich nimmer! Der Reichslandbund, der große Beträge der seinen Mitgliedern anvertrauten Gelder in zweifelhaften Geschäftsunternehmungen und noch zweifelhafteren politischen Umtrieben verpulvert hat, läßt jetzt durch feine braven Bommeraner um die wohlverdiente Subvention des Reiches betteln. Wir sind gespannt, wie die Reichsregierung darauf antworten und ob sie es wagen wird, die Gelder ihrer Steuerzahler in Schuldnach läffen der politisch reaktionären Landwirtschaft in einer Seit zuzuwenden, wo ailes über die hohen Steuern und die Kreditfnappheit stöhnt. Die völkischen Erben. Ministerseifel und Koalitionen sich mehr und mehr mit der Ministersessel und Koalitionen sich mehr und mehr mit der Weimarer Verfassung abgefunden haben und ihre Führer sogar auf diese Weimarer Berfassung haben schwören lassen." = Am schärfsten wurde v. Graefe Goldebee: ,, Er zeigte, wie seit London die Deutschnationalen naturnotwendig in den Strudel der Erfüllungspolitik hineingerissen worden seien und wie diese Bartei heute in einer Linie mit Dr. Wirth und Breitscheid auswärtige Politif mache. Alle kraftvollen Entschließungen der deutschnationalen Landesverbände besagten gar nichts, fie seien lediglich Theaterdonner, dem die Parteigar nichts, fie seien lediglich Theaterdonner, dem die Parteileitung und die deutschnationale Reichstagsfraktion in ihren maß gebenden Teilen feinerlei Bedeutung beimessen. Deutschnationale Bolfspartei hat sich bereits unterworfen und treibe Die lediglich Stresemanns Politit. Auf dem Gebiet der Innenpolitik zeigte er, wie auch hier die nationalen Parteien auf jedem Gebiet versagt haben. Nichts ist besser geworden, lediglich retgelbe Politit genommen.( Stürmische Zustimmung.).... die schwarzweißrote Fahne hat man zur Kuliffe für schwarz Er wies nach, wie es jetzt mehr denn je Aufgabe aller völkischen Kreise sei, angesichts der Not des Vaterlandes eine einheitliche Politik zu treiben, um der materiellen Ueberlegenheit der ErfülIungsfront, die von den Deutschnationalen bis zu den Sozialdemokraten reiche, den Selbstbehauptungswillen deutscher Nation und den Idealismus des unbeirrbaren völkischen Gedankens entgegenzuseßen." Auf dieser Plattform, wonach die Deutschvölkischen sich als die Erben der früheren nationalen Opposition der Deutschrationalen aufspielen, entfalten die Bölkischen in allen deutschnationalen Parteidomänen eine verstärkte agitato. rische Tätigkeit. So fann man in Berlin beobachten, wie die Völkischen für die bevorstehende Wahlentscheidung am 25. Oktober anläßlich der Stadtverordnetenwahlen ihre fämtlidhen Parteifanonen überall da auffahren lassen, wo bisher die Deutschnationalen Zuspruch gehabt hatten. Die Angst vor dieser Sch mugtonfurrenz in Demagogie dürfte es auch in erster Linie sein, die die Deutschnationalen veranlaßt, so franpfhaft der Außenpolitik der Regierung Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Die verstärkten Angriffe der Deutschvölkischen sind nur die logische Folge der 3ersegung, die der vollständige Bankerott der deutschnationalen Demagogie bei den nationalistischen Wählern hervorgerufen hat. Protest gegen das Schiele- Schulgeset. Die Volkspartei opponiert. spondenz" schreibt heute: Die parteioffiziöse volksparteiliche Nationalliberale CorreMit dem bekanntgewordenen Entwurf des Reichsschulgesetzes beschäftigen sich fortgesetzt weite Kreise der Deutschen Volkspartei. Täglich mehren sich die kritischen Stimmen, die eine Annahme des Entwurfes in der vorliegenden Fassung für gänzlich unannehmbar erflären. Daran ist nämlich auch nicht zu denken. Der Entwurf ist, wie schon oft betont, ein Referentenentwurf, zu dem noch nicht einmal das Reichsfabinett Stellung genommen hat. Neuerdings haben nicht nur die volksparteilichen Wahlkreisausschüsse in Sachsen, sondern auch der Wahlkreisausschuß der Deutschen Boltspartei für den Wahlkreis Westfalen- Süd sowie der Geschäftsführende Ausschuß der Deutschen Volkspartei in Württemberg und der badische ferentenentwurf Stellung genommen und an der vorliegenden Landesparteitag der Deutschen Volkspartei zu dem Re: Jaffung stärkste Kritik geübt. Es fann fein Zweifel darüber bestehen, daß die volksparteilichen Schulausschüsse in anderen Teilen des Reiches ebenfalls einen fritischen Standpunkt einnehmen. Der deutschvölki- Reichsschulausschuß der Deutschen Boffspartei Verstärkte Offensive gegen die deutschnationalen Verräter. Je mehr die Deutschnationalen sich in die Erfüllungs politif versiriden, um so mehr scheinen die kleinen Kläffer der deutschoölkischen Bewegung in Norddeutschland auf eine Renaissance ihrer nationalen Opposition" zu hoffen. Am 26. und 27. September tagte im Breußischen Landtag eine Reichsvertretertagung der Shakespeare in der Volksbühne. Die Volksbühne beginnt mit ihrem Winterprogramın spät, während die anderen Theater längst mitten in der Saison stehen. Dafür war aber Shakespeares Kaufmann von Venedig die gelungenste Borstellung, die Friz Holl in seinem schönen Haus jeit langem herausgebracht hat. Shakespeares zeitlose Komödie hat man schon im Jahre 1611 in Deutschland gespielt. Ungezählte Male ist sie über die deutschen Bühnen gegangen. Der Regisseur Frizz Holl hat grandiose Vorbilder gehabt, und er mußte der Vorsteliung ein eigenes Gesicht geben, wenn er vor Publikum und Kritik bestehen wollte. Es ist ihm geglüdt. Seine Inszenierung sucht in ihrer Gefchloffenheit und schillerbunten Lebendigkeit ihresgleichen. Jeder der Hauptdarsteller hatte sich eine besondere Figur zurechtgedacht, jeder legte in feine Rolle eine originelle persönliche Note, so daß der Zuschauer in allen den vielen Szenen Ueberraschungen erlebte. Ein solches Verfahren birgt die Gefahr der Zerrissenheit in sich. Die Silippe wurde glücklich umschifft. Die abwechslungsreichen Einzelleistungen rundeten sich zu einer prächtigen Harmonie. Alexander Granachs Shylock bewirkte, daß in die von tausend Kobolden beschwingte Fröhlichkeit ein Schimmer erschütternder Tragit fiel. In ihm offenbarte sich das Getretensein eines Menschen und eines ganzen Volkes. Der Haß gegen seine christlichen Mitmenschen war nicht von vornherein da, sondern entwickelte sich erst während des Epiels, die Bestie in ihm entwickelte sich erst durch den Hohn und die Berachtung, die ihn on allen Seiten anspien. Und als der Haß in Flammen emporioderte, da hatte sein Shylod etwas Krantes, Dämonisches, an den Irrfinn Streifendes. Er flucht wie ein Jrrer und lacht wie ein Irrer in einem Atemzuge. Dabei sind Granachs Einfälle von überraschender Plötzlichkeit, wenn er z. B. seine Worte ,, D du weiser und gerechter Richter" mit einem entzückten Schnalzen ausspricht und eine stoßende, fußhandähnliche Bewegung macht. Granach wird manchem etwas zu sprunghaft und über beweglich vorgekommen sein. Seine Auffassung entspricht aber durchaus dem Bild des bis zum Irrfinn gehezten Juden. Für die Rolle der Borzia hatte sich die Volksbühne eigens Agnes Straub vom Staatstheater ausgeborgt. Neuerdings versucht sich diese Künstlerin in der Darstellung zarter Mädchenfiguren, für die fie weder ihrem Aeußeren, noch ihrem Temperament, noch ihrer Stimme nach geeignet ist. Gewiß, die reiche Erbin Porzia, die den Freund ihres Geliebten mit einem Geniestreich als Richter verkleidet vor dem tückischen Messer des Juden rettet, muß Geistesgegenwart und Energie befizen. Die Szenen aber, in denen die Freier im Lotteriespiel um ihre Hand würfeln, sind von so hauchzarter Poesie und so lieblichem Humor, daß eine anmutigere Berkörperung der Rolle notwendig erscheint. Agnes Straub fehlt der Schmelz der Zugend zu sehr, als daß die Zartheit glaubhaft erschien. Ein wundervolles Theater maren die Szenen, in denen die Freier die Kästchen wählten, mit denen sie Borzia und ihre Reichtümer zugleich erringen sollten. Den größten Erfolg hatte Hans Heinrich von Twardowski als Prinz von Aragon. Ein spindeldürrer, aus Vorneh: nheit, Arroganz und Lächerlichkeit zusammengesetzter Grande, dessen sturrile Bewegungen eine fröhliche Verkörperung von Geschraubtheit, überheblicher und tänzerischer Grandezza bildete. Adolf Man 3 spielte den Antonio mit männlicher Würde, mit nicht mehr und nicht weniger Kunst, als in dieser Rolle liegt. Aus den übrigen, durchweg sorgfältig einstudierten Figuren ragte wieder Gerhard Ritter hervor, dessen Graziano eine prächtige Mischung aus Uebermut und Leichtsinn war. Die Abgchadiheit seiner Sprechweise kam der Rolle sehr zustatten. Leo Reuß verlieh dem glüd licheren Freund des Antonio, Bassanio, die Mittel fauberer Ensemblekunst. Er überragte nicht die anderen, wie es seine Rolle eigentlich erfordert hätte. Das Deflamatorische seiner Auffassung fiel sogar aus dem Rahmen, da Friz Holl sonst glücklicherweise vermieden hatte, Getragenheit in die ernsten Szenen zu legen. Der Beifall war außerordentlich stark, jubelnder, als man ihn sonst an dieser Stelle gewohnt ist. Das Publikum hatte auch vollfommen recht mit seiner Zustimmung. Fritz Holl ist es gelungen, das ewige Theater, das wir immer wieder bei Shakespeare bewundern, auf die Bühne zu stellen. Bunte Bilder, die die Phantasie beflügeln, und zugrunde liegt ein Stück Menschenschicksal, ein Stück Leben. Eine Vorstellung, die man nicht so leicht vergißt, ein Erlebnis. Edward Suhr, der Bühnenbilder von unendlicher Weile geschaffen hatte, stellte die Drehbühne mit bestem Gelingen in seinen Dienst: auch hier wundervolles spielerisches und doch ans Leben mahnendes Theater. Ernst Degner. Kleine Gurken und nicht hörnchen. Zehn Menschen werden durcheinandergeworfen, weil vor 19 Jahren im Zuge von Paris nach Marseille Herr Soundso Frau Soundso stürmisch; umarmte, woraus denn unvergängliche Liebe, ein großer Ghebrechreiz bei der fo be glückten Dame und ähnlich liebenswürdige Dinge entstanden. Wegen dieser wichtigen, die Lüfternheit nicht unangenehm umzingelnden Ereignisse heißt das Theaterstück Im Damentu pee". Hennequin und Mitchell sind die Schöpfer dieses Kantharidentheaters, und das Trianon" unter dem Bogen des Bahnhofs Friedrich straße sein gastfreundliches Asyl. Die alte Truppe, die hier haust, die hier routiniert, Luftigkeit spendet, Herr Westermann, Herr Junkermann, Herr Haase, die Damen Eibenschütz und Limburg und schließlich Gisela Werbezirk sollen das Parkett in jene Heiterfeit versezen, die der Steuerzahler braucht, damit er sich von 8 bis 10 Uhr für sein Abendbrot und seine legitimen und illegitimen Liebespflichten vorbereitet. Man spielt am Trianontheater sehr derb und hackt so einen Pariser Schwant herunter, als wenn die Grazien niemals in das Tertbuch der Autoren hineingeblickt hätten. Dazu kommt schließlich, daß die Verdeutschung fomischer wirft als der französische Text. Denn dieser Uebersetzer scheint ein Meister der Verballhornung zu sein. Man bedenfe folgendes Stü.flein: Ein Herr, der über einen sehr guten Appetit verfügt, verlangt drin gend falten Ausschnitt mit hörnchen. Hörnchen? Nein, das ver langt der Herr nicht, Er will cornichons" haben, dh Heine gewird sich auf seiner Sigung am 14. und 15. November in Berlin mit dem Reichsschulgesetz beschäftigen. Die Meldung einer nordwest. deutschen Zeitung, daß man in Berliner politischen Streifen annehme, die Reichstagsfraktion würde den Entwurf in seiner vorliegenden Reichstagsfraktion hat zu dem Entwurf überhaupt noch nicht Form annehmen, ist völlig aus der Luft gegriffen. Die Etellung genommen. Ohne der Kritik der Reichstagsfraktion vorgreifen zu wollen, kann aber schon jetzt gesagt werden, daß von einer uneingeschränkten Zustimmung zu dem Referentenentwurf des Ministeriums Schiele gar teine Rede sein kann." Wenn schon die Volkspartei, ja selbst einzelne Deutschnationale von dem Schiele- Entwurf nichts wissen wollen, dann fann sein Echicksal nicht ungewiß sein. Troßdem wird es cines intensiven Kampfes bedürfen, um die Gefahren der Schulreaktion ab. zuwehren. Erklärung des Hamburger Senats. 4 Hamburg, 1. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Im Ham burgischen Landesparlament, das am Mittwo seine Arbeiten wieder aufnahm, anwortete der Senat u. a. auch auf eine Anfrage über seine Stellungnahme zum Reichsschulgefeg den Regierungen der Länder, sondern zunächst den Unter entwurf. Aus der Antwort geht hervor, daß der Entwurf nicht richtsverwaltungen zugegangen ist, um ihnen in mündlicher Besprechung Gelegenheit zur fachverständigen Kritik zu geben. In einer inzwischen stattgefundenen Verhandlung habe der Bertreter der Hamburgischen Unterrichtsverwaltung entschieden Stel dies bereit, nötigenfalls alle geeigneten Schritte zu unternehmen, lung gegen den Entwurf genommen. Der Senat sei überdamit ein solcher Entwurf nicht Gesetzestraft erlangt. Im weiteren Verlauf der Sizung wurden für staatliche Bauaufträge an die Hamburger Werften zunächst 500 000 Reichsmart bewilligt. Die Besprechung einer sozialdemokratischen Anfrage über die Haltung des Senats zur Zollfrage im Reichsrat wurde nach der Begründung durch die Antragsteller abgebrochen. Auch Hinterpommern auf dem Posten. Wie weit der allgemeine Unwille über den Schiele- Entwurf geht, zeigt eine Eingabe des Kolberger Lehrervereins in Form eines Antrages an die dortige Stadtverordnetenversammlung. In dem Antrag heißt es: Reichsschulgesetz vom August 1925 mit allem Ernst und allem ,, Der Kolberger Lehrerverein erhebt gegen den Entwurf zum Nachdruck schärfsten Widerspruch, denn der Entwurf ift geforderte organische Entwicklung des Schulwesens in ihr Gegenteil 1. verfassungswidrig, indem er die im Art. 146 R. V. verkehrt; die ebendort als Regelschule geforderte gemeinsame Schule zur Ausnahme und die als Ausnahmeschulen zugelaffenen Schularten zur Regelschule macht; die verfassungsmäßigen Rechte der Lehrerschaft( Art. 149) aufhebt; 2. fulturwidrig und bildungsfeindlich, indem er nicht nur die Zerschlagung von Schulsystemen und Entstehung Don Zwergschulen mit geringerer Leistungsfähigkeit fordert, und dem deutschen Bildungsgut nur beschränkt Eingang in die Schule ge währt, sondern auch in vielen Schulen den Lehrstoff aller Fächer unter dem Gesichtswinkel einseitiger Bekenntnis- oder Weltan schauungsformen zuläßt und betrachtet wissen will; 3. voltsfeindlich und staatsfeindlich, indem er die Herrschaft des Staates, der Volksgemeinschaft, in den Schulen einschränkt zugunsten von Gemeinschaften, die dem Staate gleich gültig, wenn nicht gar feindlich, gegenüberstehen; den Volksschulen eine Sonderstellung im nationalen Bildungsorganismus gibt; den notwendigen Zusammenschluß zur Volksgemeinschaft nicht allein hemmt, sondern bestehende Gemeinschaft zerreißt; 4. unnötig belastend für die Gemeinden. Der Kolberger Lehrerverein bittet daher, die Stadtverordnetenversammlung, den Vertreter der Stadt Kolberg beim deutschen Städtetag zu beauftragen, gegen diefen Schulgefehentwurf Einspruch zu erheben und eine diesbezügliche Entschließung des Städtetages herbeizuführen." Zweifellos wird der Städtetag sich mit dem Schiele'schen 8. Oktober in Flensburg stattfindet, bietet dazu Gelegenheit. Gesezentwurf befassen müssen. Die nächste Vorstandssigung, die am Jedenfalls zeigen solche Vorgänge, daß die Bewegung im Lande allgemein ist und daß sie sich in allen Teilen der Bevölkerung zeigt. | pfefferte oder saure Gürflein. Jedermann mit einem anständigen Magen weiß, daß diese Gerichte zueinander passen. Nur der sach verständige lleberseger weiß das nicht. Es geht aber wohl nicht an, daß Herren, die sich einer solchen Aufgabe unterziehen, nur über ein mangelhaftes Lerikon verfügen. M. H. Auf den Spuren Lloyd Georges. Der frühere englische Premier soll gegen die Aufführung des deutschen Films Wege zu Kraft und Schönheit" protestiert haben, weil er unfittlich sei. Die deutsche Filmzenfur tommt ihm zu Hilfe. Auf Antrag bes felgender Teile des Bildstreifens:„ Wege zu Kraft und Schönheit" Bayerischen Staatsministeriums des Innern ist die Zulassung miderrufen worden: In Aft 2: Das Urteil des Paris. In Aft 6: Das Bad einer vornehmen Römerin. Die im Umlauf befindlichen Zulassungstarten verlieren mit dem 26. Oftober 1925 ihre Gültigkeit. Also die deutsche Sittlichkeit ist wieder einmal gerettet, freilich reichlich spät, da die nunmehr verbotenen Naftszenen ihre unheilvolle Wirtung bereits länger als ein halbes Jahr ausgeübt haben. aus von Bir in den neun zenierung ersten Aufführung dieses Films in München gleich Spetiatel ge Aber was tut man nicht den lieben Bayern zuliebe, die bei der schlagen hatten. Früher hieß es, wenn man einen Juden in Ronftantinopel auf die Füße tritt, reagiert die Londoner Börse in Baisse. Heute müßte es heißen: Wenn den Schwarzen in Bayern etwas nicht paßt, beeilt sich Berlin, Koton zu me hen! mingham gibt gegenwärtig ein Geſellſchaftsstück, d Ein origineller Bühnenftreit. Das Schaufe siger Jahren des vorigen Jahrhunderts fritt. De ist vollständig im Stil der damaligen Zeit Iten, und zwar nicht nur was die Gestaltung des Bühnenbildes betrifft, sondern aud foweit es sich um die Kostüme der Schauspieler und Schauspiele rinnen handelt. Dementsprechend haben die letzteren ganz lange Röcke an, die faum die Fußspitzen sehen lassen, und dazu Blusen mit ganz hoben, röhrenartig engen Stehkragen und gewaltigen Schinfendmeln. Das ginge jedoch noch aber die armen SchauSpielerinnen müffen sich, um die Wespentaille" zu erzielen, die " damals modern mac, in furchtbare Marterinstrumente von Korsetts wängen, und das scheint für die forfettentwöhnte Generation von heute eine unerträgliche Tortur zu sein. Die Schauspielerinnen von Birmingham haben wenigstens ihrer Direktion erklärt, daß fi entschlossen sind, nicht mehr mitzumachen, falls das Stück länger als eine Woche auf dem Spielplan bleiben sollte. Spielplanänderung. Das Kleine Theater läßt die Première Hochzeitstage" erst am 3. Oktober stattfinden. Die 55. Tagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselfrankheiten wurde unter starter Teilnahme in Wien gestern eröffnet. Die buchtünstlerischen Arbeiten von Prof. E. R. Weiß, werden vom 1. Oftober ab im Ausstellungsraum der Staatlichen unitbibliothet, Prinz- Albrecht- Straße 7a, gezeigt( wöchentl von 9-9 lhi). Staatsoper. Die Staatsoper wird den 25. Oftober, den 100. Geburts ag von Jobann Strauß, durch die Erstaufführung des Zigeunerbaron e ftlich begeben. Die musikalische Zeitung hat Generalmusikdirettor Sletber die Regie Cberregisseur Ho y. die Gejaratausstattung B. Aravantinos. Aus Anlaß des Gedenktages gelangt ferner im zweiten Sinjoniekonzert am 30. Oftober ein Walzer des Meisters zur Aufführung. 2 t Die Bürgermeisterwahl von Dortmund. Deutschnationale Verdächtigung gegen Paul Hirsch. Hugenbergs Lotal- Anzeiger" berichtet über eine„ scharfe Auseinanderseßung" in der geheimen Stadtverordnetensizung zu Dortmund, in der die Wahl unseres Genossen Stadtrat Baul Hirsch zum Bürgermeister von Dortmund behandelt wurde. Die Meldung trägt die Ueberschrift: Paul Hirsch als Bürgermeister nicht geeignet", und berichtet, Paul Hirsch erscheine nach Ansicht eines Teiles der Stadtverordneten aus ver " schiedensten Gründen für den Posten als nicht ge: eignet". Damit soll der Anschein erweckt werden, als ob Genosse Hirsch, der bekanntlich preußischer Ministerpräsident war, für den Dortmunder Bürgermeisterposten der moralischen und fachlichen Cualität ermangele. Geheimnisvoll wird hinzugefügt:„ Es ist anzunehmen, daß die ganze Angelegenheit demnächst die Defentlichkeit beschäftigen wird.“ Es ist richtig, daß Genosse Hirsch gegen die Stimmen der Rechtsparteien und des Zentrums gewählt wurde. Uns liegt aber der Wortlaut der Erklärung der 3en trumsfraktion des Dortmunder Stadtparlaments vor, die in der geheimen Sigung vom Montag abgegeben, und deren Veröffentlichung ausdrücklich beschlossen wurde, und aus der wir wörtlich zitieren: Zweifel im Begriff gewesen, irgendwo einen Schrant zu fnaden, meil sie aber noch nichts unternommen hatten, so mußten sie wieder entlassen werden. Furchtbare Familientragödie in Berlin W. Nahrungsjorgen und Eifersucht. In dem Hause Göbenstr. 22 ereignete sich heute morgen kurz nach 7 Uhr eine blutige Ehetragödie, der ein Menschenleben zum Opfer gefallen ist. Wir erfahren hierzu folgendes: längerer Zeit arbeitslos und hatte in der letzten Zeit Der 76 Jahre alte Mechaniker Franz Meiser ist seit schwer mit Nahrungssorgen zu kämpfen, wozu sich aber auch Eifersucht gegen seine Frau gesellte. morgen hörten Hausbewohner einige Schüsse fallen und benach Heute richtigten, nichts Gutes ahnend, sofort das zuständige Polizeirevier. Die Wohnung wurde gewaltsam erbrochen und man fand Meiser mit einem Kopfschuß und geöffneten Pulsadern sowie seine 56 Jahre alte Ehefrau mit einem Schuß durch den Mund in ihrem Blute liegend bewußtlos vor. Ein sofort hinzugerufener Arzt sowie ein Rettungswagen des Rettungsamtes Elisabethkrankenhaus und des Ehemannes in das Schöneberger Berlin sorgten für die sofortige Ueberführung der Ehefrau in das Dr. Bilder Seht die Wählerlisten ein! „ Die Stelle des ausgeschiedenen Bürgermeisters Dr. Fischer fonnte und mußte eingespart werden. Nicht gegen die Person des Herrn Hirsch resp. gegen seine politische Einstellung und feine Geeignetheit richtete fich unfere Stellungnahme. Wir haben nicht notwendig, Paul Hirsch zu verteidigen, der als Kommunalpolitiker einen Ruf besitzt. Hirsch hat sich um den Posten nicht beworben, aber nachdem er einmal gewählt ist, ist es selbstverständlich, daß er vor politischen Gegnern, die den Kampf auf das persönliche Gebiet tragen, nicht zurüdweicht, sondern unbekümmert um niedrige Angriffe seine Tätigkeit im Interesse der Gesamtheit ausüben wird. Die deutschnationalen Futterkrippenjäger müssen ihren Zorn nicht allzu deutlich zeigen, wenn ein höherer Posten in Kommune und Staat an einen Sozialdemokraten über geht. Schließlich ist Hugenberg doch noch nicht die Welt...! v. Karstedts Vernehmung. Lüders versucht einen Gegenstoß. Der weitere Berlauf der gestrigen Berhandlung im Landespfandbriefanstaltsprozeß bestätigte das Bild der vorhergehenden Tage. Auch von Karstedt, der von den Geldern der LRA. innerhalb zwei Monaten 113 000 m. für sich verwandt hat, erklärt, daß Nehring sehr intim mit dem Adelsfonfertium verkehri habe. Er sei der festen Ueberzeugung, daß Mehring und Lüders bewußt geschäftlich unfair gehandelt hätten. Lüders habe bestimmt gewußt, daß sowohl seine wie die Wechsel der beiden anderen Adligen nichts wert seien, wie auch Nehring und Lüders davon Kenntnis gehabt hätten, daß Teile der Kredite zu anderen Zweden als den festgelegten verbraucht wurden. Den Vorwurf der Bestechlichkeit Lüders hält er in vollem Maß aufrecht. Nehring gibt zu, daß er tagelang wie Etzdorffs auch das Privatauto Karstedts benutzt habe und daß er sich von ihm oft habe einladen lassen. Lüders geht im Berlauf der Sigung zur Gegenoffen. five vor. Er will sich plötzlich daran erinnern, daß nicht er es gewesen sei, der zu Karstedt gesagt habe, er hoffe, daß bei den Geschäften für ihn ein häuschen abfalle, sondern daß Kar stedt ihm ein Häuschen angeboten habe. Wiederholt verfichert er, niemals persönliche Vorteile für sich erstrebt und immer im Interesse der Bant gearbeitet zu haben. Die Beschuldigungen gegen ihn würden von den Mitangeklagten nur erhoben, um straffrei auszugehen. Als Beleg führt Lüders angebliche Aeußerungen Ehdorffs an, die von diesem geleugnet und vom Vorsitzenden als unmahrscheinlich erklärt werden, wie überhaupt der Vorsitzende den neuen Erklärungen Lüders', die mit seiner bisherigen Haltung in Widerspruch stehen, äußerst steptisch gegenübersteht. Die nächste Sigung findet Freitag vormittag 10 Uhr statt. Kleiner Unglücksfall. Langfam fährt ein kleiner Möbelwagen die Werderstraße her unter, und ein müdes Pferdchen zieht ihn. Er ist bepackt mit billigem Hausrat: mit ein paar Stühlen, einem roten Sofa, Riften mit Geschirr und einem Schrank. Ein Arbeiter hat wohl eine Wohnung gefunden und läßt seine Sachen dorthin schaffen. Der Wagen biegt zum Schinkelplatz ein. Vielleicht hat der Lenker die Kurve zu kurz genommen, vielleicht waren die Sachen auch schlecht gepackt, der Wagen schwankt und schlägt um, er kommt quer über die Schienen der Straßenbahn zu liegen, der Verkehr muß unter brochen werden, die Wagen reihen sich hintereinander. Neugierige sammeln sich um die Unfallstelle und machen mehr oder weniger fluge Bemerkungen. Die Möbelstücke bedecken die Straße, einige find start beschädigt, andere nur leise beschrammt. Die Kisten aber find aufgesprungen, und das Porzellan ist zerbrochen. Die Leute gehen vorüber und meinen, es sei nicht so schlimm; in furzer Zeit fönnte der Verkehr wieder aufgenommen werden, und der Sachschaden sei überhaupt nicht so groß. Natürlich, wenn ein Möbeltransport aus Berlin W. umgefallen wäre, würde de: Trümmerhaufen dekorativer wirken und der Sachschaden bedeutender fein. Baccarattristalle sind eben teurer als einfache Gläser, Sèvresporzellan ist kostbarer als Steingut aus einem tilligen Warenhaus. aber bedeutet diese kleine Verkehrsstörung, die in feine Unfalls chronit aufgenommen wird, nicht ein größeres Unglück für die Betroffenen, als die Zerstörung einer fostbaren Wohnungseinrichtung für den reichen Mann? Sind hier nicht die Resultate des Fleißes und der Sparsamkeit mancher Jahre zerbrochen worden? Und wer ersetzt dem Geschädigten die zerstörten Gegenstände? Endlich hat er eine Wohnung gefunden, aber die Sachen, die sie ihm lieb machen sollte, an die er vielleicht Erinnerungen fnüpfte, sind dahin. In furzer Zeit ist das Verkehrshindernis fortgeräumt, die Straßenbahn fann ihren Betrieb wieder aufnehmen. Der fleine Unglücksfall ist bald vergessen. Fener in der., Kipho". In der Funthalle der Kipho- Ausstellung entstand ein Brand durch einen Filmvorführungsapparat. Aussteller und anwesende Aufsichtsbeamte besaßen die Geistesgegenmart, die Flammen mit Minimagapparaten zu löschen, noch bevor die Feuerwehr eintraf. Zum Kassenraub im Bezirksamt Tempelhof. Das Sonderdezernat der Kriminalpolizei hat gestern und die Nacht hindurch weiter auch die Lokale durchforscht, in denen die Geldschranktnader zu verfehren pflegen, aber auch dabei keinen Anhalt gefunden. Die beiden Spezialisten aß und misch, die in einem Lokal der Lothringer Straße mit ganz neuen Werkzeugen überrascht und vorläufig in Gewahrsam genommen wurden, kommen für den Tempelhofer Streich nicht in Betracht. Sie haben ihr Mibi einwandfrei nachgewiesen. Sie sind zwar ohne Die Wählerlisten für die Stadt- und Bezirksverordnetenwahlen liegen vom 25. September bis zum 2. Oktober, täglich von 12-7 Uhr, Sonntags von 10-5 Uhr, zur Einsicht aus. Wähler! Sichert Euch das Wahlrecht! Krankenhaus, 10 er bereits seinen schweren Berlegungen erlegen ist. Eine Vernehmung der Schwerverletzten war bisher noch nicht möglich und es fonnte vorläufig noch nicht festgestellt werden, ob beide in gegenseitigem Einverständnis gehandelt haben, oder ob es sich um eine Verzweiflungstat des Mannes handelt. Die falschen Kriminalbeamten. 20 000 m. erbeutet. 3000 m. Belohnung. Wie wir bereits in der Morgenausgabe mitteilten, sind gestern zwei Kaffenboten das Opfer eines raffinierten Schwindels geworden, wobei den Baunern, die ihre Opfer auf den Hof des Bolizeipräsidiums gelockt hatten, 20 000 Mart in die Hände fielen. Die Nachricht wird heute vollinhaltlich bestätigt. Die Opfer sind zwei Angestellte der Deutschen Betriebsgesellschaft für drahtlose Telegraphie am Halleschen Tor. Für die Wiederbeschaffung ihrer Beute hat die Firma eine Belohnung von 3000 Mart ausgesetzt. Das Geld besteht aus 10 000 Mart in 100- Mart- Sajeinen, 5000 Mark in 50- Mart- Scheinen, 2000 Mart in 20- Mart- Scheinen, 2000 Mart in 10- Mart- Scheinen, 500 Marf in 5- Mart- Scheinen, 200 Mart in 2- Mart- Scheinen und 300 Mart in Hartgeld. Mitteilung an Kriminalfommissar Kuck, Dienststelle A 4 im Zimmer 392b im Polizeipräsidium, Hausanruf 406. Die betrogenen Angestellten glaubten in dem ihnen vorgelegten Verbrechero! bum einen der Gauner zu erkennen. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, daß dieser Berdächtige feit gestern früh nicht mehr in seiner Wohnung gewesen ist. Ob er jedoch wirklich einer der Schwindler war, ist noch nicht sicher. Weiteres hat bisher nicht festgestellt werden können. Benner", keine Brandstifter. der Reattion fein". Die Kommunisten helfen also jenen, die sich vor jeder, auch der notwendigsten Lohnerhöhung in der Kommunalverwaltung drücken wollen, die nur zu gern den Achta stundentag restlos beseitigt sehen möchten, die gern die Wohlfahrtspflege als simple Armenpflege und nicht als große soziale Pflicht betrachten. Wie rücksichtslos und brutal unsere Gegner vorgehen, bewies jüngst der tragische Tod des Genossen Baul John, des Bürgermeisters vom Prenzlauer Berg, der, man kann das ruhig sagen, in den Tod gehezt wurde, weil er gewagt hatte, einen verdienten Sozialdemokraten zu befördern. Alles für sich, nichts für die anderen! das ist die der Selbstmordkurve, ungeheures Anwachsen der Zahl der Früh Devise der Schwarzweißrofen. Sinten der Eheschließungen, Steigen und Fehlgeburten, Steuerdruck und Lebensmittelteuerung, das find deutsche Proletariat zu leiden hat. Wer gegen diese Zustände tatdeutliche Symptome ungeheurer Wirtschaftsnot, unter der das fräftig anfämpfen will, der kläre die unwissenden Arbeitsbrüder und schwestern auf über das Wesen des Kapitalismus, der werbe Leser für den ,, Borwärts", der versuche, immer neue Freunde für unsere Sache zu gewinnen, der wähle am 25. Oftober die Bertreter der Sozialdemokratischen Partei. In der Diskussion wies Genosse Jebert besonders darauf hin, daß Werte während der Inflationszeit nicht vom Kapital eingefact es unserer Partei zu verdanken sei, daß die großen Städtischen werden konnten. In demselben Sinne sprach Genosse Wilf. Genosse Katzenstein behandelte eingehend die Not der Jugend. Der Milchpreis sinkt. Die Milchpreisnotierungskommission für Berlin hat beschlossen, den Erzeugerpreis für Milch ab 1. Oktober 1925 von 25 Pf. auf 23 Pf. pro Liter frei Berlin herabzusetzen. Dementsprechend ermäßigt sich der Kleinverkaufspreis für Milch von 36 Pf. auf 34 Pf. Wegen der Frage, ob nicht auch die Handelsspanne als solche noch herabgesetzt werden kann, so daß eine weitere Senkung des Kleinverkaufspreises möglich ist, schweben zurzeit noch Verhandlungen. Groß- Berliner Parteinachrichten. 7. Kreis Charlottenburg. Heute. abends 7/2 Uhr, im Schiller- Realgymnasium, Schillerstr. 26.- Mitgliederversammlung. Berichterstattung vom Parteitag. Referent: Genosse Franz Künstler. Sungjozialisten, Prenzlauer Berg. Heute, Donnerstag, abends 8 Uhr, im Jugend. heim, Danziger Str. 12( Barade), Gruppenversammlung. Geschäftliche Mitteilungen. Kaufhaus Gebrüder Lenser, SO. 36, nur Wiener Str. 64, Ede Laufiger Str. am Görliger Bahnhof, Hochbahnstation Oranienstraße, begann am Dienstag, den 29. September d. J. mit einem außergewöhnlich billigen Verkauf für Herbst- und Inserat mit den außergewöhnlich billigen Preisen. Winterwaren. Man beachte die riesigen Fensterauslagen sowie das heute erschienene Gewerkschaftsbewegung Der Magistrat als Arbeitgeber. Die Lohnpolifif der Arbeitgeberverbände. Der Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter hat Mitte September das Lohnabkommen für die Kämmerei- und Regiearbeiter der Stadt Berlin gekündigt und Anträge auf Neuregelung der Löhne gestellt. Die Stundenlöhne sollen um 10 Pf. erhöht werden und die Altersgrenze der Vollarbeiter von 24 auf 21 Jahre herabgesetzt werden. Diese Anträge waren am 29. September Gegenstand von Berhandlungen des Tarifausschusses: Gegen die Stimmen der Deutsch nationalen, der Deutschen Bolfspartei und der Demokraten stimmte der Tarifausschuß diesen Anträgen zu. Am Mittwoch, den 30. September, wurde der Beschluß des Tarifausschusses im Magistrat behandelt. Der Magistrat hat, ohne Rücksicht auf den Beschluß des Tarifausschusses und ohne Rücksicht auf die eingehende Begründung der Zu den Berhaftungen wegen Brandstiftung, die ein Mittagsblatt Organisation, ie de Lohnerhöhung, wie auch die Herabmeldet, erfahren wir, daß die vorläufig Festgenommenen setzung der Altersgrenze des Vollarbeiters abgelehnt. Die für die Brandstiftungen nicht in Betracht kommen. Es handelt Haltung des Berliner Magistrats ist nur erklärlich aus der Stellungsich um Festnahmen, wie sie jetzt infolge der dankenswerten Aufnahme des Reichsarbeitsministeriums zu den Lohnfragen. merksamkeit des Publikums alltäglich erfolgen. Die Hausbewohner Der Spitzenlohn des Handwerfers beträgt zurzeit 89 Pf., der find durch die Gefahr, die ja schließlich jedem Grundstück drohen, Lohn des ungelernten Arbeiters beträgt 52 bis 69 Pf. Mit diesen und die wiederholten Aufrufe veranlaßt worden, die Vorgänge auf den Böden mehr als früher zu beobachten. Hierbei finden sie Lohnfäßen bewegen sich die Löhne der Gemeindearbeiter zum Teil dann nicht selten harmlose Penner", die auf den Böden beträchtlich unter den Löhnen, die in Berlin zurzeit tariflich festnichts anderes suchen als ein Obdach für die nächste Nacht. Das kann gelegt sind. natürlich vorher niemand wissen. Die Hausbewohner bringen diese Leute mit Recht zur Polizei und so fommen sie dann vor das Branddezernat, das alle diese Angaben nachprüft. Es hat geholfen. Unser Hinweis( in Nr. 459), daß in Berlin in manchen Häusern den Brandstiftern ihr Handwerk erleichtert wird, meil zur Nachtzeit die Haustüren infolge Verwahr. losung der Türschlösser unverschlossen bleiben, hat die gewünschte Beachtung gefunden. Aus dem von uns besonders genannten Haus Monumentenstraße 26 erfahren wir jetzt, daß nach Veröffentlichung unserer Mitteilung noch an demselben Tage das Türschloß in Ordnung gebracht wurde, so daß die Tür nun endlich wieder mühelos verschlossen werden kann. Offenbar ist bei dem Hauswirt oder seinem Vertreter der plötzliche Reparatureifer durch die eingreifende Polizei entfacht worden, die zwar durch Hausbewohner von der Reparaturbedürftigkeit des Haustürschlosses schon in Kenntnis gesetzt worden war, aber erst durch die Veröffentlichung im Vorwärts" erfahren hat, wie sehr die für das Haus Monumentenstraße 26 verantwort lichen Personen sich Zeit ließen". Für ähnliche Fälle empfehlen wir den Hausbewohnern, sich sofort an das Polizei präsidium zu wenden und das Branddezernat( 3immer 113) in Kenntnis zu sehen. Die Polizei hält es für ihre Pflicht, zum Schuße der Bevölkerung einzugreifen, wo sie eine öffentliche wirt zu Reparaturen an der verwahrlosten Front seines Hauses Gefahr sieht, und sie hat aus diesem Grunde schon manchen Hausgenötigt. Sie wird auch das für ihre Pflicht halten, ohne 3ögern gegen Hauswirte vorzugehen, die durch Bernachlässigung der Haustürschlösser den Brandstiftern bequemen Zutrift zu ihren Häusern verschaffen. Man soll den Brunnen zudecken, bevor das Kind hineingefallen ist. Abrechnung mit der kommunalen Reaktion. Am Mittwoch abend fand in der Aula der ersten Charlottenburge Gemeindeschule in der Pestalozzistraße eine stark besuchte öffentliche Wählerfundgebung der Sozialdemo= tratischen Partei statt; Redner war Genosse Stadtrat Emil fratischen Partei statt; Redner war Genosse Stadtrat Emil Klodi, M. d. 2., der nach einleitenden Worten des Genossen Bierom zunächst auf die gehässige Form einging, mit der auch der jezige Wahlkampf wieder von unseren Gegnern geführt werde. Stets hat man die Sozialdemokratie für alle Leiden der letzten Jahre verantwortlich gemacht, aber wir haben ja gerade jezt in der großen Politik erlebt, was die reaktionären Herrschaften im Gegenfaz zur Arbeit unserer Parteigenossen zu leisten vermögen. unseren Gegnern war der sozialdemokratische Magistrat unter allen Umständen ein Stein des Anstoßes, und der häßliche Kampf, den man aus solcher Haßgesinnung heraus gegen Leute, wie den Stadt schulrat Baulsen, geführt hat, war für die Absichten und die Kampfes art der Schwarzweißroten ein deutlicher Ausdruck. Traurig mur, daß selbst in diesem Falle die Kommunisten Helfersdienste geleistet haben, eingeden? jenes bekannten Bitates: Jawohl, wir wollen die Steigbügelhalter Die Verhandlungen mit den Reichsarbeitern haben m diesen Tagen eine Erhöhung der Ortslohnzuschläge von 40 Proz. gebracht. Berlin ist damit als die teuerste Stadt des Deutschen Reiches gekennzeichnet. Die Ortslohnzuschläge für Stuttgart be tragen zurzeit 22 Proz., für Köln, Nürnberg, München je 10 Proz. Trotzdem beträgt der Spitzenlohn für Gemeindearbeiter in Nürnberg, München, Fürth usw. 96 Pf., in Köln 92 Bf., in Stuttgart 95 Pf. In den angeführten Gemeinden sind also die Kosten der Lebenshaltung anerkannt niedriger als in Berlin. Die Arbeitgeberverbände bzw. der Magistrat der angeführten Städte haben es trotzdem für notwendig erachtet, den Ansprüchen der Gemeindearbeiter Rechmung zu tragen. Die Haltung des Berliner Magistrats ist eine Heraus. forderung aller städtischen Arbeiter. Die Organi= fation ist beauftragt, alle notwendigen Schritte zu unternehmen. Vom Speditionsarbeiterstreik. Cohnpolitik nach dem Muster der Arbeitgeberverbände. Der Verein Berliner Spediteure, der sich durch seinen Bor fizenden dem Polizeipräsidenten gegenüber verpflichtete, die Betriebe seiner Mitglieder zur Ausführung der Notstandsarbeiten durch den Verkehrsbund zur Verfügung zu stellen, gibt insgeheim Anweisung, die Notstandsarbeiten zu unterbinden. Streifenden zu Notstandsarbeiten zuzulassen, damit begründet, daß Die Firma Montag u. Schäffer hat ihre Weigerung, die sie auf Anordnung des Lokalvereins der Berliner Spediteure handle. Ferner weigern sich die Speditionsfirmen Sebastian Moser, P. Steinbrink u. Co., Gontard und Mangili. Wenn nunmehr eine Verstopfung der Güterbahnhöfe eintritt, ist daran nicht der Verkehrsbund schuld, sondern die Organisation der Unternehmer, der die Ausführung der Motstandsarbeiten offenbar nicht in den Kram paßt. Abgelehnter Schiedsspruch der Brauereiarbeiter. Am Mittwoch fanden zwischen dem Verband der Lebensmittelund Getränkearbeiter und den Brauereien Verhandlungen vor dem Schlichtungsausschuß statt. Da es auch hier zu feiner Einigung fam, wurde vom Gewerberat Körner gegen die Stimmen der Arbeitgeberund Arbeitnehmerbeisiger ein Schiedsspruch gefällt, der die Löhne der gelernten Arbeiter auf 47 M., die des Fahrpersonals auf 41,50 m. und die der ungelernten Arbeiter auf 39 M. festsegt. Die Erhöhung beträgt demnach für die angeführten Gruppen 4 M., 3,50 m. und 2,50 M. in der Woche. Die Geltungsdauer des Schiedsspruches ist vom 1. Oktober bis 31. Dezember festgelegt. Eine Funktionärfonferenz nahm am gleichen Tage zu dem Schiedsspruch Stellung. Heftig fritisiert wurde die im Verhältnis zu den gestiegenen Lebenshaltungskosten völlig ungenügende Lohnerhöhung, sowie vor allem die wiederum vergrößerte Lohnipanne zwijgen gelernten und ungelernten Arbeitern. Diese Spanne, die bisher 6,5 m. betrug, ist im Schieds. pruch auf 8 Mart ausgedehnt worden. Die Funktionäre lehnten en Schiedsspruch einstimmig ab und beauftragten die Organisation, mit den Unternehmern nochmals Berhandlungen aufzunehmen. Sollten die Verhandlungen zu feinem nennenswerten Ergebnis führen oder gar abgelehnt werden, so werden die Funktionäre nochmals zusammentreten und zur Arbeitseinstellung Stellung nehmen Zum Tarifabschluß im Rohrergewerbe. Ueber Gärtnerei und Schutzoll sprach Lehmann, I müssen noch mehr als bisher denen anderer Berufe angeglichen der sein Referat statistisch sehr gut fundiert hatte. Er betonte die werden, ebenfalls muß der Kost- und Wohnungszwang Wichtigkeit der Frage für das Gärtnereigewerbe und die unheil bekämpft werden. Dollen Folgen der Zölle für die ganze Konsumentenschaft. Eine Entschließung, die sich scharf gegen die 3olipolitit mandte, wurde einstimmig angenommen. Dann sprach Busch über den Zusammenschluß der Organisationen in Berfolg der Beschlüsse des Breslauer Gewerkschaftsfongreffes. Die Verhandlungen mit dem Deutschen Landarbeiterverband hatten zu feinem Resultat geführt. Der Verband der Staatsund Gemeindearbeiter fam andererseits, trotz der vielen Grenzstreitigkeiten, infolge der Eigenart der Betriebe, nicht in Frage. Die Verschmelzung ist für die Gärtner feineswegs brennend, da der Berband, besonders in der Zeit der Inflation, feine Lebensfraft bewiesen hat. Wenn heute der Verschmelzungsgedante fich rege, fo fei es infolge der Ertenninis, daß nicht nur in organisatorischer, fondern auch in taktischer Hinsicht die große Gewerkschaft die schlagfräftigere fei. In einer gut besuchten Versammlung am 30. September im Bewertschaftshaus nahmen die Rohrer Stellung zum Ablauf des Tarifvertrages. Der Kollege Wernau gab zunächst einen Ueberblid vom Berden der Organisation und des Tarifvertrages im Rohrergewerbe. Er wies daraufhin, daß nur die Einigkeit und rest lofe Organisation den Rohrern den Erfolg in der Bergangenheit verbürgt hat. Anknüpfend an die legte Lohnbewegung wurde feft geftellt, daß einzelne Kollegen Rausreißerdienste bei den Firmen geleistet haben. Einmütig waren die Bersammelten der Meinung, Für den Deutschen Landarbeiterverband Sprach hierauf fich diese Kollegen bei ihrem Auftauchen auf den Bauten etwas wasnit, der ein Kartellverhältnis zwischen den beiden Ber näher anzusehen. Zum Ablauf des Tarifvertrages wurde mit Bebänden für zweckmäßig hielt, wenn einer Verschmelzung in Kürze fremden festgestellt, daß die Unternehmer die Schreiben der Organi noch nicht nahegetreten werde. Die anschließende Aussprache war fation ziemlich lange unbeantwortet laffen. Die Bersammlung befehr lebhaft. Einmütig fam zum Ausdruck, daß fein prinzipieller schloß, einmütig dafür einzutreten, Berbefferungen im Tarifvertrag Gegner einer Berschmelzung vorhanden war. Die einstimmig andurchzusetzen. Am 8. Oftober wird eine neue Bersammlung im Ge- Gegner genommene Entschließung stellt sich auf den Boden der Breslauer Resolution und erteilt der Verbandsleitung Bollmacht zu Berhandlungen. wertschaftshaus zu dem Berhandlungsergebnis Stellung nehmen. Verbandstag der Gärtner. Zweiter Verhandlungstag. Die Hierauf sprach Reinhold über die Entwicklung des Lehrlings und Fachbildungswesens. Er forderte eine gründliche Prüfung, sowohl der Lehrwirtschaften als auch der LehrErfurt, 28, Sept. Nach einem Referat Reinholds über den meister und brachte eine Reihe grober Mißstände im PrüfungsStand der Rechtsfrage in der Gärtnerei und die öffentlich- rechtliche wesen zum Vortrag. Nachdrücklich verlangte er die Einbringung Betriebsvertretung wurden Richtlinien beschlossen, die die volle Andes Reichsgesehentwurfes über die Ausbildung Jugendlicher. Auch wendung der Gewerbeordnung auf die Gärtne bedürfe das Fachschulwesen einer fortschrittlichen Regelung. reien fordern. Im zufünftigen einheitlichen Arbeitsrecht foll eine Aussprache brachte noch eine Reihe von Beispielen über bestehende fortschrittliche Regelung angestrebt werden. Hinsichtlich der öffentlich- Mißstände im Lehrlings- und Prüfungswesen. Die Richtlinien rechtlichen Berufsvertretung wird die in der Reichsverfassung nieder Reinholds wurden einstimmig gutgeheißen. Ueber die Lohn gelegte Barität auch in den Handels-, Gewerbe- und Landwirt und Larifbewegungen der legten Jahre sprach Busch, schaftskammern gefordert. Das Ziel der eigenen Berufsvertretung wobei er feststellen konnte, daß die Zahl der Streits in den letzten ist in besonderen Gartenbaufammern mindestens für die Jahren abgenommen habe. Eine Steigerung der Löhne sei meist gärtnerisch wichtigsten Bezirke zu erblicken. Mit besonderem Nach auf dem Berhandlungswege erreicht worden. Nicht überall, und oft brud wird die im Gesezentwurf für den endgültigen Reichs infolge der lieberarbeit anderer Berufe fonnte der Achtstunden wirtschaftsrat gestrichene bisherige Vertretung der tag gehalten werden. Das Streben müsse darnach gehen, in diesen Gärtnerei wieder gefordert. Bezirken wieder den alten Zustand herbeizuführen. Die Löhne AKUSINE Der Boothmann dort auf hoher Seehat richt gen Kurs mit Messmer's Tee. Photoapparate, Feldstecher kaufen sie gut und preiswert im A. Beheim- Schwarzbachs Kaufmännische Privatschule ( Inh. F. Eggert) Heukölln, Anmeldung. Ganghoferstr.1 und Berliner Str. 82( Privatwohnung) Beginn neuer-Jahres- und-JahresLehrgänge. Fernspr.: Neukölln 1063. Fahrräder Leichtmotorräder auf Teilzahlung ZETTHA Oranienburger Straße 65. Räder werden bei Anzahlung mitgegeben. HUNDE Katzen, Papageien und alle Haustiere werden behandelt. Tierärztliche Poliklinik Chausseestraße 93 Spezialbehandl. 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Unser Hamburger Parteiblatt fann in diesen Tagen auf ein halbes Jahrhundert seiner Werbearbeit für den Sozialismus zu 3war trug es nicht immer den heutigen Namen Hamburger Echo"; dieser ist erst 1887 unter dem Soizalistengesetz entstanden, nachdem das 1875 gegründete Parteiorgan verboten worden war und dann unter verschiedenen ,, neutralen" Namen seine Weiteregistenz zu fichern versucht hatte. Aber unter welchem Namen und in welcher Erscheinungsform auch immer das Blatt der Hamburger Arbeiter auftreten mochte, es war Kern und Sammelpunkt, es war Führer und Wegweiser der Genossen von der Waterkant, die in der Geschichte der Sozialdemokratie von jeher eine besonders ruhmvolle Stellung einnehmen. Wir wünschen dem Hamburger Bruderblatt und allen Genossen, die an ihm mitwirken und hinter ihm stehen, für die nächsten 50 Jahre eine gleiche Zielfestigkeit, wie sie in dem vergangenen Halbjahrhundert bewiesen, und einen weiteren gefunden Aufstieg im Interesse der Gesamtbewegung. daktion des Borwärts", um sein neues Amt als Gefretär Genoffe A. Stein verläßt mit dem heutigen Tage die Reim Reichsausschuß für sozialistische Bildungsarbeit anzutreten. Sein Nachfolger in der Redaktion ist Genoffe Bolfgang Schwarz, der bisher am Institut für auswärtige Politit in Hamburg tätig gewesen ist. Berantwortlich für Politit: Graft Reuter: Wirtschaft: Artur Gaternus; Gewerkschaftsbewegung: Friedr. Cytorn; Feuilleton: K. S. Döscher; Lotales und Berlag: Borwärts- Berlag 6. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchbruceret Sonstiges: Frig Karstädt; Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin. und Berlagsanstalt Bauf Singer u. Co.. Berlin SW. 68, Lindenstrake 3. 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