Nr. 469 42. Jahrg. Ausgabe A nr. 239 Bezugspreis: Böchentlich 70 Bfennig, monafid 3, Reichsmart voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutschland, Danzig, Gaar und Memelgebiet, Defterreich, Litauen, Luremburg 4,50 Reichsmart, file bas übrige Ausland 5,50 Reichsmark pro Monat. Der„ Borwärts mit der Sonntags beilage Bolt und Reit mit Gied lung und Aleingarten fowie der Beilage Unterhaltung und Biffen und Frauenbeilage Frauenftimme erscheint wochentäglich zweimal, Sonntags und Montags einmal Telegramm- Adresse: .Sozialdemokrat Berlin Sonntagsausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 15 Pfennig Anzeigenpreise: Die einfpaltige Nonpareille seile 80 Bfennig. Reflamezeile 5. Reichsmart. ,,, Kleine Anzeigen bas fettgedruckte Wort 25 Pfennig ( aufäffia awei fettgedruckte Worte). jedes weitere Wort 12 Pfennig. Stellengefuche das erste Wort 15 Pfennig, ledes weitere Wort 10 Bfennig. Worte über 15 Buche ftaben zählen für zwei Worte. Arbeitsmarkt Reile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Beile 40 Pfennig. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4% Uhr nachmittags. fm Sauptgeschäft, Berlin G 68, Linden Arake 3, abgegeben werden. Geöffnet Don 8% Uhr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-297. Sonntag, den 4. Oktober 1925 Vorwärts- Verlag G.m.b. H., Berlin SW. 68, Lindenstr.3 Boftscheatonto: Berlin 37 536 Bankkonto: Bant ber Arbeiter, Angefteltex und Beamten, Ballfte. 65; Diskonto- Gesellschaft, Depofitentaffe Lindenfte. 3. Der„ Nie wieder Krieg"-Vertrag. " Das Ziel der Arbeit in Locarno. famkeit der ökonomischen Entwicklung, die zu internationaler Ordnung drängt. Versagt Locarno, dann ergeht bald an die Arbeiterschaft wieder der Ruf, Geburtshelfer der neuen europäischen Ordnung zu sein. Die deutsche Delegation ist gestern abend in Locarno ein- I herangeht. Die„ Friedensoffensive", mit der stolz die Konfe-| Konferenztisch. Sie weichen im Grunde nur der Unaufhaltgetroffen. Montag früh beginnt die Konferenz. Erwarten Sie nicht zuviel" hatte der englische Außenminister Chamberlain bei seiner Abreise von London zu den Journalisten gesagt. Der Ausspruch ist dunkel. Wenig fann die Konferenz nicht bringen. Entweder bringt sie sehr viel oder sie bringt nichts! Entweder bringt die Konferenz neue Verträge zwischen Deutschland und seinen Nachbarn, die ein großes geschichtliches Ereignis sein werden, weil sie den europäischen Frieden durch den festen Willen der Beteiligten sichern, oder sie wird scheitern. Das Scheitern würde aber eine neue Verschärfung der Gegensätze und ein verstärktes Gefühl der allgemeinen Unsicherheit zur Folge haben. Scheitern wäre ein Unglüd. * Die Kreuzzeitung" hat gestern den Sorgen Ausdruck verliehen, mit denen die größte Regierungspartei die Reise der deutschen Delegierten in die Schweiz begleitet. Da fonnte man lesen: Das Spiel in Locarno beginnt nun. Wir befinden uns auf gefahrooller Bahn und müssen uns über den Weg flar fein, den wir gehen. Man hat es ja bei Kriegsaus bruch erlebt, wie rasch man in die Ereignisse hineinstolpert"! Die Kreuzzeitung" vergißt, daß es das geliebte Raiserreich war, das damals in die Ereignisse hinein stolperte". Sie vergißt, daß es bei diesem Hineinstolpern fräftig in den Rücken gestoßen wurde von denjenigen, die sich jetzt deutsch national nennen, weil ihre alte Firma feither in Mißkredit tam. Die Herrschaften konnten es ja damals gar nicht erwarten, es ging ihnen nicht schnell genug los. Diesmal sind ihre Sorgen ganz anderer Art. Es geht. ihnen zu schnell. Denn jezt geht es ja nicht um einen Kriegsausbruch, sondern sozusagen um einen Friedens aus bruch. Entsetzlich der Gedanke, daß Deutschland in ein solches Ereignis hineinstolpern" könnte, entsetzlich der Gedanke, man fönnte eines Tages erwachen, und der wirkliche Frieden wäre da. Sie sind immer dieselben. Immer wenn der Frieden aus zubrechen droht, stecken sie die Köpfe zusammen und befchließen, dagegen müsse etwas geschehen! Aber noch nie sind sie in einer so tragikomischen Situation gewesen. Kommt in Locarno etwas zustande, so geschieht das mit ihrer formalen 3 ustimmung. Denn sie sind die stärkste Regierungspartei. Faktisch aber wollen sie nicht, daß etwas zustande kommt. Pazifisten wider Willen! = renzvorbereitung von deutscher Seite vor einigen Monaten anfing, sie hat sich in eine innerpolitische Defensive der Regierung gegen eine Regierungspartei mit außenpolitischer Rück wirkung verwandelt. Ihre Kriegs unschulderklä rung, schwächlicher und weitaus weniger leidenschaftlich als 1919 die Erklärung der Weimarer Kcalition abgefaßt, soll das deutschnationale Gewissen beruhigen. Ankunft der Deutschen und Franzosen. 14 Locarno, 3. Oktober.( Eigener Drahtbericht.) Die deutsche Delegation traf am Sonnabend abend 7,17 Uhr im Sonderzug in Locarno ein. Zahlreiche Schaulustige hatten sich zum Empfang eingefunden. Die Polizei hatte jedoch eine strenge Absperrung des Bahnsteiges durchgeführt. Alle Journalisten, auch die deutschen, wurden von der Polizei auf dem Bahnsteig angehalten. Dieser Borgang hat bei der Presse aller Länder einen sehr ungün ftigen Eindrud gemacht und wird wohl entsprechende Kommentare in der ausländischen Presse auslösen. Dr. Luther und Dr. Stresemann hatten den Zug bereits in Bellinzona verlassen und sich im Automobil nach Locarno begeben. In Bafel war der deutsche Gesandte Genosse Adolf Müller in den Sonderzug gestiegen und fuhr mit Luther und Stresemann bis Luzern und dann nach Bern zurück. Dennoch beginnt die Tagung von Locarno unter nicht allzu ungünstigen Vorzeichen. Nicht durch Beteuerungen über Vergangenes, sondern durch die Form und Art des 3u sammentrittes der Konferenz erscheint Deutschlands Gleichberechtigung gesichert. Der Fortschritt selbst über London hinaus ist deutlich. Bor vierzehn Monaten waren Kriegsalliierte in London, also in einer feindlichen" Hauptstadt versammelt; erst als sie sich untereinander geeinigt hatten, Juden sie den Gegner zur Verhandlungen über ihren einseitigen Bor schlag ein. Diesmal ist eine Besprechung der Sachverständigen aller beteiligten Hauptländer vorhergegangen. Die Kons ferenz findet an einem neutralen Ort zum ersten Male feit dem Weltkrieg statt. Ort und Zeitpunkt wurden mit Der französische Außenminister Briand fam mit Begleitung Deutschland vereinbart. Schon die Art des Zustandekommens am Sonnabend abend 8 Uhr in Locarno an. In seiner Begleitung der Konferenz zeigt die Entwicklung in der Befriedung Euro- befanden sich der Generalsekretär des Auswärtigen Amtes Ber pas. Trotz allen Widerstandes der Nationalisten aller Länder thelot und der juristische Sachverständige Fromageot. Der englische befanden sich der Generalsekretär des Auswärtigen Amtes Ber wächst Deutschland in Europa hinein. Es lockert sich die anti- thelot und der juristische Sachverständige Fromageot. Der englische anti- Außenminister Chamberlain trifft am Sonntag früh in Locarno ein deutsche Entente. England ist bereit, Garant der deutsch- fran- Außenminister Chamberlain trifft am Sonntag früh in Locarno ein zösischen Grenze zu werden, aber nicht nur der Garant Frank Ein russischer Beobachter. reichs gegen einen deutschen Angriff, sondern auch der Garant Deutschlands gegen den französischen Nationalismus. Die Sicherheit des Nie wieder Krieg!" foll in Locarno geschaffen werden. Das ist in einem vorläufigen, formalen juristischen Sinne gedacht. Sicherheit wird in Europa erst dann völlig gewährleistet sein, wenn die Abrüstung allgemein durchgeführt ist. Aber es soll in Locarno ein Schritt in dieser Richtung getan werden. Was das Genfer Protokoll, dieser Ausbau des Völkerrechts für die ganze Welt, vergebens erstrebte, das soll für den Hauptteil Europas menigstens recht liche Wirklichkeit werden. Bis zum Weltkriege waren die Staaten juristisch berechtigt, miteinander Krieg zu führen; der Krieg war Bestandteil des Völkerrechts. Im Bölkerbundsver trage sind die Staaten zwar, aber doch nur verpflichtet, einen Bersuch zur friedlichen Lösung zu machen, bevor sie zu den Waffen greifen. Jegt soll ein Vertrag geschlossen werden, der den Verzicht auf den Krieg überhaupt aus ſpricht. Gelingt es, diefen Gedanken in Locarno vertragsmäßig niederzulegen, dann seht sich in Zukunft ein jeder Staat ins Unrecht, der die Waffen ergreift. = Konferenzen pflegten bislang in Europa zu tagen, um einen Krieg zu liquidieren, um Frieden zu schließen. Vom Wiener Kongreß bis zur Versailler Friedenskonferenz zieht Doch der Nie wieder Krieg Bertrag" fich die Reihe von Versuchen, durch die Feder zu bessern, was bas Schwert verdarb. Daß internationale Konferenzen ein würde ein papierenes Dokument bleiben, wenn er nicht orgaMittel fein könnten, den Krieg zu verhindern, dieser nisatorisch unterbaut würde. Locarno erfüllt seinen Sicher Gedanke tauchte vor zwei Menschenaltern zuerst auf. Ron- heitszwed nur, wenn Deutschland dem Bölter greß oder Krieg?" war die Formel, mit der Napoleon III. bund beitritt. Nur wenn alle europäischen Staaten in gegenüber Bismards Blut- und Eisen- Methode Europas Natio- der Völkerbundsgemeinschaft vereinigt sind, fann sich die Genalitätenproblem zu lösen strebte. Als Kongreß statt Krieg" wohnheit internationaler Konferenzen entwickeln, fönnen die wurde dann der Berliner Kongreß von 1878 von den Zeit- Staatsmänner und die Völker es allmählich selbstverständlich genoffen empfunden; er löste mit mühsamer Geduld den Knoten finden, durch Aussprache und Verständigung" einen Ausder orientalischen Frage. Statt friegerischer Auseinander gleich ihrer Interessen statt durch die Zufallsentscheidung des segung war die Konferenz von Algesiras von 1905 der Weg Krieges die Vergewaltigung des einen durch den anderen friedlich schiedlicher Schlichtung afrikanischer Ansprüche. zu erreichen. Sicherheit wird für Deutschland und Europa nur Locarno soll die Konferenz gegen den dann gewährleistet, wenn die Konferenzen des Völkerbundes Krieg" fein. Was von Versailles, dem mit friegerischer zu regelmäßig wiederkehrenden politischen Meffen Erinnerung geladenen Vorort von Paris, vergeblich erhofft, desinternationalen Berfehrs werden. Je stärker wurde, das soll in Locarno, dem stillen Südalpenstädtchen, die deutsche Delegation fich vom Gedanken der internationalen Wirklichkeit werden: Friede und Sicherheit vor der Bundesgemeinschaft leiten läßt, um so eher wird der Völker Wiederkehr friegerischer Gewalttaten. bung zu einem Instrument der ,, Anpassung des Versailler VerDem individuellen Willen des einzelnen Staates, dem trages an geänderte Bedingungen und Berhältnisse", wozu er Nationalismus, erscheint der Krieg als die Fortsetzung der nach Clemenceaus Wort in Versailles eingesetzt wurde. Je Politik mit anderen Mitteln. Für uns ist der Krieg der Ber mehr die Reichsregierung sich dem Völkerbunde sperrt, um so zicht auf die Politit, auf besonnen erwägende politische Ge- stärker wird das Bestreben der Sieger und Nußnießer des staltung. Europa gegen die Ausbrüche nationalistischer Ünver Weltkrieges, fich gegen ein deutsches Streben nach lebendiger nunft zu sichern, ist die Aufgabe Locarnos. An ihr sind Entwicklung auf die starren Formeln des Versailler VerRegierungen beteiligt, die der nationalen Phrase, die der trages zu ftüßen. nationalistischen Erregung der Massen ihr Dasein verdanken: fo zwangsläufig vollzieht sich die Geschichte, so sehr zwingt die ökonomische Berflechtung der Weltwirtschaft zu internationaler Ordnung. Europa ift gegen die Deutschynationalen, Deutschland ist gegen die Nationalisten anderer Länder zu fichern. Diefer Sachlage entspringen die Hemmungen, mit denen die Regierung Luther Stresemann an die Konferenz An dieser Stelle fiegt die Schwierigkeit der Ron ferenz. Im tiefften Grunde ist die Sicherung Europas eine Aufgabe des internationalen tonftruttiven Sozialismus: die Welt auf der Grundlage der Ber munft zu ordnen. Nur der Vertreter eines, und dazu eines fleinen Staates, ist Sozialist und damit von dem Gedanken der europäischen Neuordnung innerlich völlig überzeugt. Sonst figen die Bertreter nichtsozialistischer Regierungen am Locarno, 3. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Ein Beoba achter der russischen Sowjetregierung ist in Strefa. einem Ort auf italienischem Boden am Lago di Maggiore, eingetroffen. Er ist ein Legationssekretär der russischen Botschaft in Paris, der bis vor wenigen Tagen als russischer Beobachter in Genf die Völkerbundsverhandlungen verfolgt und u. a. mit Nansen über die Flüchtlingsfrage verhandelt hatte. Die Tschechoslowakei mit eingeladen. Prag, 3. Offober.( WEB.) In einem Expofé über die Batt frage erklärte Außenminister Benesch Preffevertretern gegenüber u. a.: Die formelle Einladung zur Konferenz erhielt die tschechoslowakische Regierung gestern von der französischen Regierung. Wir find für die kommende Woche nach Locarno zur Teilnahme an den Verhandlungen eingeladen. Es wäre ein grundfählicher 3rrtum, zu meinen, daß die bisherigen Rechte und Garantien, die der tschechoslowakischen Republik durch die Berträge mit der kleinen Entente und mit Frankreich gegeben sind, irgendwie verringert, abgeschwächt oder entwertet würden, durch die Verhandlungen in Locarno. Polen und Locarno. Warschau, 3. Oftober.( Afien- Osteuropa Dienst.) Nach einen Bericht des aus Genf zurüdgelehrten Arbeitsministers Sotal, der dort den Außenminister Strahnst im Hinblick auf den Besuch Tichiticherins vertrat, beschloß der Ministerrat, daß Außenminister Straynsti Sonntag, den 4. Oftober, abends, über Berlin nach Locarno reist. Mißtrauen zum Konferenzbeginn. Infolge der neuen Kriegsschuldaufrollung. Paris, 3. Offober.( Eigener Drahtbericht.) Die Atmosphäre für die am Montag in Locarno beginnenden Berhandlungen hat infolge der Kriegsschuldaktion des Kabinetts Luther eine ich were, für den Verlauf und die Ergebnisse der Konferenz unter Umständen verhängnisvolle Trübung erfahren. Abgesehen von der ungewöhnlichen Blamage, die der deutschen Regierung die von vornherein zur Aussichtslosigkeit verdammten Machenschaften der weit weniger um die wahren Intereffen Deutschlands, als um ihre fleinlichen Parteigeschäfte besorgten Herren um Weftarp eingetragen haben, ist als eine der bedauerlichsten Folgen des misglückten Manövers die Tatsache festzuhalten, daß es hier dem niemals ganz geschwundenen Mißtrauen in die wahren Absichten der deutschen Regierung neue Nahrung gegeben und damit zugleich den fran3öfifchen Nationalisten, die, ebensowenig wie ihre Gesinnungsgenoffen in Deutschland das Zustandekommen des Garantiepaffes wünschen, neue. Waffen gegen die Friedenspolitik des Minifteriums Painlevé in die hand gedrückt hat. Selbst gemäßigte Blätter, die einen Erfolg der Konferenz in Locarno ehrlich wünschen, äußern die Befürchtung, daß das unter der Bormundschaft der Deutschnationalen stehende Kabinett Stresemann- Luther in den bevorstehenden Verhandlungen lediglich I'm Träben fischen und sich jeder ehrlichen Bindung gegenüber den Westmächten zu entziehen verfuchen werde. neue Anschläge gegen die Locarno- Delegation?| tandenen Bölfer sei eine schwierige Operation gewesen und habe verhindern. Man hob daher in einem vom Tatorte ziemlich ent Die Absperrungsmaßnahmen bei der Abreise. Bei der Abreise der deutschen Delegation nach Locarno hat die Polizei ungewöhnlich strenge Absperrungsmaßnahmen ergriffen, die Verwunderung und Protest hervorgerufen haben. leber die Gründe dieser Maßnahmen teilt die„ Tägliche Rundschau" mit: Im übrigen ist die Absperrung wohl darauf zurückzuführen, daß der Sicherheitsdienst begründete Ursache hatte, mit ernst. haften Störungsversuchen und vielleicht auch mit Anschlägen zu rechnen. Aus diesem Grunde sind die strengen Absperrungsmaßnahmen an sich verständlich." Der Reichskanzler und der Außenminister stehen also nicht nur unter dem starken Druck der Deutschnationalen, die fie genötigt haben, durch die Aftion in der Kriegsschuldfrage ihre Sicherheitspolitik zu gefährden, sondern auch unter dem Eindruck, daß völkischer Terror gegen sie geübt werden soll. Kriegsschuldfrage in Locarno? Deutschnationaler Befehl an die deutsche Delegation. Der Lokal- Anzeiger" fündigt in einer Besprechung des Kommuniqués der Reichsregierung zur Kriegsschuldfrage an, daß die Aktion mit der deutschen Berbalnote noch feineswegs zu Ende fei. Er glaubt zu missen, daß die Reichsregierung die Kriegsschuldfrage auch auf der Konferenz von Locarno wieder aufrollen werde: wahren deshalb manche noch ungeheilte Wunde gelaffen, aber es wäre gefährlich, gegenwärtig an diese Bünden 3 rühren. Zur friedlichen Beilegung sämtlicher internationaler Streitigkeiten habe der Bölkerbund das Genfer Brototollangenommen. Dieses Protokoll sei noch nicht in Kraft getreten, aber Frankreich bleibe seinen Grundsätzen treu, die auch die regionalen Verträge bestimmen müßten. In solchen Verträgen konnten auch die jungen, im Kriege entstandenen Staaten ihre Sicherheit finden und tönnten auf die Unterfügung Frankreichs rechnen, um bas Prinzip der Schiedsgerichtsbartett in weitestem Maße in Anwendung zu bringen. Spiel mit Preußen. Der deutschnationale Mißtrauensantrag. Je blamabler die Rolle der Deutschnationalen im Reiche sich gestaltet, desto kraftmeierischer suchen sie in Preußen aufzutreten. fernt gelegenen früheren Uebungsschügungsgraben eine Grube aus, so daß in dieser die Leiche etwa 2,25 Meter unter der Grdoberfläche ruhte. Als die Leiche vor einigen Wochen nach wiederbolt vergeblich verlaufenen Nachforschungen endlich von Beamten der Abteilung IA entdeckt wurde, war sie bereits start in Bermejung übergegangen, doch ließen sich die dem Bannier seinerzeit zugefügten erheblichen Schädelverlegungen noch nachweisen. Die an der Taf beteiligten Personen, und zwar Anstifter, Täter und Begünstiger, die in ganz Norddeutschland verstreut waren, wurden nach langwieriger Jagd ausnahmslos verhaftet, sind auch zum großen Teil geständig, jo daß, da der Fall völlig geklärt ist, die Schuldigen in Kürze zur Rechenhaft gezogen werden und ihre gerichtliche Aburteilung zu gewärtigen haben. Die völlig restlose, bis ins einzelne gehende Klarstellung dieses Balles, sowie die Festnahme sämtlicher beteiligten Personen ist zum großen Teil nur dadurch möglich gewesen, daß über die Angelegenheit strengstes Stillschweigen gewahrt wurde und deshalb die der Tat dringend Berdächtigen nicht durch vorzeitige Pressenotizen gewarnt werden fonnten. daß Im Reiche kleben sie an der Regierungstrippe und lassen dafür die schönsten Grundsäge zum Teufel gehen. Nur das sie im außenpolitischen Porzellanladen mit ostelbischen Stiefeln herumtrampeln. Der Schaden, den sie dabei anrichten, fommt freilich ebenso sehr, wie auf ihr eigenes, auf das Konto der mit ihnen verbündeten Regierungsparteien, die sehenden Auges dulden, daß ein solcher Unfug zum Schaden des Reiches betrieben wird! In Preußen haben die Gefolgsmennen Westarp an den monatelang währenden Krisen des Frühjahrs noch nicht Ueberall da, wo grundlegende Fragen der deutschen Politik zur genug. Sie wollen jetzt die Preußentrife neu aufleben Erörterung gelangen, wird die Reichsregierung ihren Standpunkt laffen. Deshalb haben sie ihren Mißtrauensantrag gegen dies, unmittelbar vor der Konferenz von Locarno aus Severing als preußischen Innenminister gestellt. Freilich gesprochen, besagt doch mit aller Deutlichkeit: vor allen Dingen ist das ganze nur ein Bluff, um die Bolkspartei Strese auch auf dieser Konferenz. Das Bestreben, die Kriegs- manns- Campes in Berlegenheit zu bringen. Aber sie tun doch schuldlüge als einen abgeschlossenen 3wischenfall aufzufo, als ob es ihnen ernst wäre und die ihnen gefällige Preffe faffen, wie das von unserer Linten in getreuer Waffenhilfe für die glaubt, durch Fettdruck den Bluff verschleiern zu fönnen. Ententestaaten betätigt wird, wird somit durch das tatsäch Es wird dabei nur eins übersehen: das Mißtrauen gegen liche Verhalten der deutschen Regierung in 20 Severing bedeutet Mißtrauen gegen Braun und damit gegen carno Lügen gestraft werden. Die Sache ist mit der das ganze Kabinett. deutschen Notifizierung und den höflicherweise nicht näher zu fennzeichnenden Antworten darauf keineswegs aus." " Es steht dahin, ob der Lokal- Anzeiger" wirklich die Absichten der deutschen Delegation in Locarno wiedergibt. Auf jeden Fall ist diese Darstellung ein deutsch nationaler Befehl an die deutschen Unterhändler, der in derselben Richtung wie die Entschließung des Wahlkreises des Grafen Bestarp liegt, der die Regierung mit ihrem Kommuniqué vor Der Abreise nach Locarno Folge geleistet hat. Ist den Deutschnationalen Angst vor einem deutschen Erfolg in Locarno? Nun darf daran erinnert werden, daß der preußische Ministerpräsident mehr als einmal erflärt hat, daß er ein weiteres Spiel mit Preußen für das Wohl des Staates nicht für erträglich halte und daß dem ein Ende gemacht werden müsse. Bollen die Deutschnationalen ihre Scherben politik auch in Preußen wieder beginnen, so dürfte binnen furzem der preußische Wähler zu entscheiben haben, ob die Bartel der chronischen Halbierung, der gerriffe nen Grundsäge, ob die Partei von Potsdam auch in Preußen ungestraft alles Porzellan zerschlagen darf. Einstweilen werden hoffentlich die Berliner Stadt verordnetenwahlen und die im November stattfinbenden Provinzial- und Kreismahlen zeigen, daß mel wachsen. die Bäume der Mampisten auch nicht in den preußischen HimEin neuer Fememord. in erster Linie die Gegend befriedigt werden, die schon so oft der Aufdeckung durch das Polizeipräsidium.- Täter verhaftet. Eine Friedensrede Painlevés. Painlevé hat am Freitag in Nimes eine größere politische Rede Paris, 3. Oktober.( Eigener Drahtbericht.) Ministerpräsident gehalten, bei der er eingehend auf die Bedeutung der nunmehr be. ginnenden Berhandlungen in Locarno hingewiesen hat. Um die Wiederverföhnung Europas herbeizuführen, so führte er qus, müsse Schauplatz blutiger Konflikte gewesen sei: das Rheinland. Die iederversöhnung Deutschlands und Frankreichs bilde den Edstein der europäischen Zivilisation. Ungeachtet des jahrhunderte. langen Haders und der immer noch laut werdenden Beschwerden fei diese Wiederversöhnung möglich, wenn bie breiten Schichten ber Feiden Bölker das Mißtrauen fallen faffen und an die gegenseitige Aufrichtigkeit glauben würden In diefem Geiste gehe die französische Regierung, pertreten durch ihren Außenminister, in die Konferenz von Locarno. Aber gerade deswegen, weil der Rhein eine besondere Stellung einnehme und meil er aus diesem Grunde eine besondere vertragliche Regelung beanspruche, molle Frankreich nicht, daß die so durch den Krieg befreiten Bölfer on der Sonderbehandlung, bie das Rheinland genieße, 2 n stoß nehmen.(?) Wenn man aus dem Wahlergebnis pom 11. Mai 1924 irgendeinen Schluß ziehen lönne, so sei es der, daß das französische Bolt den Willen zum Frieben befundet habe und die robe Gewalt aus dem internationalen Berfehr perbannen wolle. Gewiß, die Befriedung der lange unter fremder Herrschaft ge Die Juryfreie Kunstschau. Borbericht. In die Ausstellungshallen am Lehrter Bahnhof ist wieder, im Bechsel mit der„, Großen Berliner", eine gute Ausstellung eingezogen. Immer noch ist die Juryfreie zweifellos die am glüdlichsten organisierte Schau von Berlin; sie bringt nicht nur neues, sie ist auch erquickend als Ganzes anzusehen. Diesmal bildet eine Art von Gartenausstellung den besonderen Anziehungspuntt. Unter Leitung des Berliner Stadtgartendirektors Erwin Barth sind 3 Säle des Mitteltrattes durch Belegung mit Rasengrün, Bosketten, Staudenrabatten und Buschwert zu einem töstlichen dreiteiligen Gartenraum wenn auch nicht unter freiem Himmel umgewandelt worben, in dem es fich gut atmen und wandeln läßt. Bier große Blumengeschäfte Berlins haben das Material geliefert; Dekorationssfulpturen sind mit großem Geschmack hineingesetzt. Ein Raum mit Zeichnungen und Bhotographien nach Gartenanlagen unserer besten Künstler in diesem Fach vollendet das Bild einer selbständigen Gartenfunst, in der mir es den Engländern wohl bald gleichtun können. Eine zweite Besonderheit sind die Säle mit abessinischen Malereien. Dergleichen ist wohl noch taum jemals zu uns gefommen: fie sind auch, des fast alttestamentarischen Charafters des abessinischen Christentums wegen, an sich einigermaßen selten ( Du sollst Dir fein Bild machen!"). Künstlerisch stehen fie auf feiner sehr stattlichen Höhe: historisch halten sie etwa die Mitte zwischen byzantinischem Flachschema( von dem sie mohl herkommen) und indischer Minaturtechnik. Der Kulturhistorifer fann hier eine bis zur Gegenwart wohlfonservierte Abart mittelalterlicher Darstellungsart genießen. Wie die Schlacht von Adua, eine durchaus neuzeitliche Niederlage der Europäer( 1896), immer wieder mit byzantinisierenden Formeln abgewandelt, wie Eurepäer und afrifanische Jagden von heute in dieser Flächenform dargestellt werden, ift recht ultig. Aber dann kommt natürlich die unübersehbare Heerschar der unjurierten Künstler, und es tann gesagt werden, daß auch sie die Anschauung lohnt. Man bemühe sich nicht, sich in das Didicht der zahllofen gutgemeinten Dilettantismen und Akademikertaten, des füßen und des fauren Ritsches auf mehr oder meniger riesenhaften Lein wanden zu vertiefen, das man im allgemeinen zur Linken gehängt hat( wo die Böde hingehören). Damit ist nur nicht gefagt, daß auf der rechten Hälfte des Palaftes lauter erlesene Kunstwerte zu haben find. Aber sie finden sich dort in genügender Anzahl und geben einen ehrlichen Ausschnitt aus dem heutigen Kunstleben. Es fehlen nicht die Franzosen, die mit guten Namen wie Mar. couffis, Coubine, Utrith, Gromaire vertreten finb; Norweger( Ber& roph). Schweizer( Hermann Huber) schließen fich an Das Polizeipräsidium teilt mit: Den langwierigen Bemühungen bes für die Bearbeitung der fogenannten Sememar de neu geschaffenen Sonderbezernates ber Berliner Bolitischen Bolizei ist es nunmehr gelungen, mieberum einen biefer Fälle restlos aufzuffären. Lehrertypen. Die Tagung der entschiedenen Schulreformer. Den legten Tag der großen Rundgebung der entschiedenen Schulreformer eröffnete als erster Redner Professor Fischer. München mit dem Thema: Der Lehrer als pabago gischer Berufstypus." Schulrat Erich Biehweg sprach lehrer sieht sein Erziehungswerk oft erschwert und wird zu leicht alsdann über den städtischen Boltslehrer. Der Stadteher Bildungsbeamter als Lehrer. Jede durch diese Not des Stadtlehrers erstrebte Schulreform will den Bildungsbeamten wieder zum Erzieher, den Großschulbetrieb zur Lebens- und Bildungsstätte umwandeln. Der Stadtlehrer muß die besonderen Aufgaben, die im Wesen der Stadt und des Stadtmenschen liegen, sehen und lösen. Als legter Redner sprach am Vormittag Hermann Kölling über den Der Landlehrer ist der hauptsächliche, häufig der einzige llebermittler allgemeinen Bildungsgutes an die Landschullehrer. Bandbevölkerung. Daher ist für ihn eine möglichst vielseitige und gründliche Ausbildung in einer Hochschule allgemein wissenschaftfichen Charakters zu fordern. Im cügemeinen wird die Landlehrerschaft sich aus der werftätigen Landbevölkerung zu refrutieren haben. Am Nachmittag sprach Dr. Friz Ihlenburg über den Berufsschullehrer. Es ist anerkannt, baß hie Berufsschule für die Ausbildung eines tüchtigen Nachwuchses in Gewerbe und Industrie nötig ist. Die in der Berufsschule überwiegend nebenund hauptamtlich tätigen Volksschullehrer find jedoch heute nicht mehr in der Lage, die neuen Aufgaben der Berufsschule, die viel fachen Beziehungen der Jugendlichen zu Beruf, Gesamtwirtschaft und Bolf in der rechten Art durchzuführen. Der Berufsschullehrer muß prattisch und theoretisch seine Schüler fo weit fördern, daß fte ihre eigentliche Lehrzeit in handwerk und Industrie in einer fürzeren Zeit und unter besseren Bedingungen vollenden können. Walter Fabian umriß die Aufgaben des Erwachsenenlehrers. Die Notwendigkeit einer Erwachsenenbildung ist im tapitaliſtiſchen Staate anders begründet als im sozialistischen. Der heutige Staat läßt den Bildungsdrang der großen Masse in der Jugend unbefriedigt. Der sozialistische Staat werde für die Erziehung und Heranbildung jebes feiner Mitglieder vom ersten Tage bis zu der Stunde, da der Bille erlahmt, forgen. Der Erwachsenenerzieher steht vor anderen Aufgaben als der Erzieher des Kindes. Das geſellſchaftliche Erziehungsziel muß tief in des Erziehers Persönlichkeit wurzeln. Letztes Ziel des Erwachsenenlehrers ift die Ummandlung des ver bildeten Brodufts der heutigen Gesellschaft zum geistig freien. willensstarten, feelisch empfänglichen und sozialgesinnten Gliede in der tommenden Bolts- und Menschengemeinschaft. Als letzte Redne rin sprach Clara Grunwald über den MontefioriEs handelt sich um einen bis in die Mitte des Jahres 1923 2ehrer. Der heute übliche Unterricht belastet die Kräfte ber zurüdreichenden Borgang, der sich in der Nähe des Lagers Els Jugend zu start und reibt den Lehrer por der Zeit auf, ohne daß grund auf dem Truppenübungsplatz bei Döberis abspielte. Hier die Ergebnisse ben aufgewendeten Sträften entsprechen. Der natürwurde zur genannten Zeit der einer schwarzen" Formation angeliche Unterricht, mie er in vielen Ländern bereits mit Erfolg er. hörende Schüge Bannier auf Befehl der Führer der teilt mird, beruht auf jahrelangen Forschungen der Kinderärztin Formation burch mehrere dem Bannier vorgefeßte Unterführer und Dr. Maria Montessori. An Hand von zahlreichen Licht. Kameraden in der Nähe des sogenannten Franzerbusches er bildern zeigte die Rednerin ihre Lehrweise, die den Kindern fpielend die notwendigen Kenntnise beibringt. Brof. Paul 1chlagen, und zunächst in einem Birkenwäldchen in geringer Tiefe eft reich schloß die Tagung mit dem Appell an alle Freunde perscharrt. Später erschien es dann den Führern ratsam, eine neue neuer Erziehung, trog aller reattionären Reichsschulgesete meiter Liegeftelle auszuwählen, um so eine Entdeckung des Verbrechens zu für die freie Schule des freien Boltes zu kämpfen. Auf deutscher Seite ist fast aus allen Lagern Repräsentables| einer Gesamteinwohnerzahl von mur 6 Millionen Menschen zwei vorhanden: von fortschrittlichen Akademikern mie plontte und Klemm bis zu den Konstruktivisten Schlemmer nud N. Braun, bis zu Klee und Kandinsky, Schmidt Rottluff und intereffanten Versuchen von Reifel, Räberandbewohner ein Stadtbewohner. In Frankreich ist jeder Siebente fcheid, Biffier führen mancherlei Uebergänge und oft find es die besten Sachen, die die Künstler geschickt haben. Auch nur die besten Stücke zu nennen, muß einem weiteren Bericht vorbehalten bleiben. Wenn ein Wunsch erlaubt, so möchten wir bitten: das nächste Mal im Bilderhängen feine Kompromisse irgend welcher Art mehr zu schließen. Das Publikum, auf das man doch wirken möchte( wie die ganze vortreffliche Organisierung zeigt), sollte von der Disposition der Säle und Wände selber geführt werden. Also: Einteilung des wirklich Bedeutsamen nach Richtungen und historischen Zu fammenhängen; Zusammengehöriges bleibe beisammen.( Unterstügung durch Sachkundige darf zugesichert werden.) Es hilft nichts: diese Leitlinien find einmal ba, und die treffliche Ausstellungsleitung fäßt fie ja auch ein weniges hervortreten, nur eben zu zaghaft und verschleiert. Man stelle ben Entmidlungsgang von Schmurr bis zu Schlemmer und Wellheim anschaulich hin, das fann man ohne starte Anstrengung, und man wird erleben, mie erzieherisch das wirkt und eine wie mustergültige Schau man zuwege bringt. Dr. Paul F. Schmidt Die Großstädte Europas. Nach dem soeben erschienenen englischen Werf Population of the Chief Cities" erhält man zum erstenmal einen genauen Einblick in die Entwicklung der europäischen Stäbte nach dem Kriege. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß die Städte immer mehr an Bevölkerung zunehmen und das Land immer mehr entwölfert wird. Großstädte, b. h. Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern. An der Ganz Europa hat insgesamt 213 Spige aller Länder marschiert England mit 50 Großstädten. Deutsch land steht an zweiter Stelle mit 46, Rußland hat 23, Frankreich 17, Italien 14 ufm. Ueberraschend ist die Angabe, daß ganz Europa 32 Städte mit mehr als 500 000 Einwohnern hat. In Deutschland gehören dazu Berlin mit mehr als 4 Millionen, Hamburg mit mehr als 1 million, Köln mit 650 000, München mit 630 000, Leipzig mit mehr als 600 000, Dresden und Breslau mit mehr als 525 000. Die größte Stadt Europas ist London mit 7 500 000 Einwohnern. Paris dagegen zählt nur fnapp 3 Millionen. Die Einwohnerzahl von Mosfau ist auf 2 Millionen angewachsen, dagegen die von Petersburg auf 650 000 gefunten. Mostau hat feit dem Striege einen Zuwachs an Bevölkerung von 500 000 Menschen er fahren. Bien hat nicht ganz 2 Millionen Einwohner. Die anderen Großstädte haben alle unter 1 Million. Man erfennt aus diesen Angaben sehr gut die Verteilung der Bevölkerung auf Stadt und Land. Die schlechteste Berteilung hat England, wo jeder zweite Be mohner in einer Stadt lebt. England hat auch die meisten Städte mit mehr als 500 000 Einwohnern wie z. B. Birmingham, Glas gom, Liverpool, Manchester. In Desterreich ist bereits jeder Dritte ein Bemohner der Städte. Das tommt daher, daß Defterreich bei Großstädte befit, Wien und Graz, in denen allein über zwei Mil. lionen Menschen wohnen. In Deutschland, Belgien und Holland ist jeder vierte Mensch ein Städter, in der Schweiz fommen auf fünf ein Stadtbewohner und in Italien jeder Neunte. Diejenigen Län ber Europas, die am wenigften Großstädte haben, sind ber Staat Danzig, Bulgarien, Dänemark, die Türkei, Litauen, Finnland, Estland und Norwegen. Alle diese Länder haben nur je eine Großstadt, von denen die größte Konstantinopel ist, die Hauptstadt der Türkei, mit 1125 000 Einwohnern. Große deutsche Kunstausstellung in London. Der oft betriebene Plan, in London die neuere deutsche Kunst in ihren würdigsten Vertretern vorzuführen, wird nun in nächster Zeit ausgeführt wer den: eine große deutsche Ausstellung unserer bildenden Kunst der leßten fünfzig Jahre ist mit Unterſtügung des Auswärtigen Amtes in Borbereitung. Die Darstellung des Kunstschaffens in Deutschland wird von Menzel, Leibl und den deutsch- römischen Malern bis zur Gegenwart führen. Der beste Befiz der öffentlichen und privaten Gammlungen soll aus diesem Anlaß in London gezeigt werden. Das Gelingen einer solchen Beronftaltung wird hoffentlich für die Geltung der deutschen bildenden Kunst im Auslande einen mesentlichen Erfolg und eine dauernde Stärkung bringen. Im heutigen Konzert des Philharmonischen Orchesters( Dirigent Prof. Brümer) wirken als Spliften mit: Konzertmeister Holst( Violine) und Schula( Cello). Wüllner gibt heute im Beethoven- Saal seinen legten Liederabend, Der Abend ist Schubert gewidmet. Die Boltsoper" an den Fonntagnachmittagen im Theater des Beftens bringt als Eröffnungsvorstellung am Sonntag, den 4. Dftober 1925, 3 Uhr, die Oper Das goldene Kreuz" von Ignaz Brüll. Spielplanänderung. Im Sentraltheater gelangt Sonntag und Montag, abends 8 Uhr, infolge plöglicher Erkrankung einer Hauptdarstellerin nicht Trieschübel", sondern moral" zur Aufführung. " abend und Sonntag geichloffen. Die Première Hochzeitstage ist nun Das Aleine Theater bleibt wegen baulicher Beränderung auch Sonnendgültig auf Montag festgelegt. Die bicsjährigen Mitgliederversammlungen der Boltsbühne E. V. finden am Montag, den 5. Oktober, abends 714 Uhr, statt, und zwar für die Mitgliederabteilungen 1 bis 80 im Gewerkschaftshaus, Engelufer 25, für die Abteilungen 80 bis 160 in den Musikerfestfalen, Staifer- WilhelmStraße 81, für die Abteilungen 161 bis 240 in Böfers Festfälen, Weberftraße 14, und für die Abteilungen 241 bis 288 in der Aula des Sophienpseums, Weinmeisterstr. 16-17. Ein Troefftra- heim. Nach einer Meldung umferes Amsterdamer Barteiblattes et Bolt wird zur Erinnerung an das Birten des Genossen Traelitra ein Troelitra- Heim nach dem Entwurf des Amsterdamer Architetten Genoffen J. H. Mulder in Brijenberg bet Apeldoorn errichtet werden. Die Rosten betragen 100000 Gulben, von denen der Niederländische Bewert schaftsbund bereits 35 000( Suiden aufgebracht hat. Für die Aufbringung der weiteren Mittel werden 200000 Troelstra- Bilder in Steindrud hergestellt, die an die Parteigenossen zum Verkauf gelangen follen. Das Heim mird jemeils 80 Personen Unterkunftsgelegenheit bieten. Ferner foll es die Möglichkeit zu Kursen von acht, zehn und vierzehntägiger Dauer bieten und einen Speise., Bersammlungs- und Unterhaltungssaal und eine Garage I für die Unterbringung von Automobilen und Fahrrädern enthalten. Kulturkampf in Sraunsthweig. Die Folge» des Systems Schiele. ZZraunschweig. Z. Oktober.(Eigener Drohtf>ericht.) Am Sonnabend fand eine von 1000 Lehrern besuchte Hauptversammlung des Braunschweigischen Landeslehreroereins statt. Die Versammlung nahm einstimmig eine scharf gehaltene Entschließung gegen den Reichsschulgesetzentwurf an, in der der Reichsregierung Bruch der Reichsverfassung vorgeworsen und erklärt wind, daß der Entwurf das Ende der Staatsschule be- deutet. Die sozialdemokratische Fraktion der Stadtoerordnetenversamm- lung hat eine scharfe Entschließung gegen den C r l a ß des b r a u n- s ch w e i g i fch e n Kultusmini st ers eingebracht, der bekannt- lich die braunfchweigischen Schulen zu Bekenntnisschulen er- klärte. Damit ist im Lande Braunschweig ein heftiger Kultur- kämpf um die Schule entbrannt. Wie der„Soz. Pressedienst" erfährt, wurde der Erlaß des braun- schweigischen Sultusmiuisiers erst in Kraft geseht, als der Reichsmiuister des Znuern ausdrücklich erklärt hotte. daß er sich nicht einzumischen gedenkt und darauf verzichten werde, dem Geist und Inhalt der Reichsverfassung Rechnung zu tragen. Der Reichsminister de» Innern hat in erster Linie die Pflicht, die Verfassung zu schuhen und dort, wo Mißgriffe zu verzeichnen sind, einzugreifen. Statt dessen tut er das Gegenteil. Der Pfarrer in üer Wartburgftaüt. Ein protestantisches Ketzergericht. Der Fall des Pfarrers Fuchs in Eisenach, über den wir kürzlich in einem Leitartikel sprachen, ist jetzt durch den Landes- kirchenrat der Thüringer evangelischen Kirche vorläufig entschieden. Der Kirchenrat hat dem sozialistischen Pfarrer wegen seiner Angriffe auf die Klassenjustiz seine„ernste Mißbilligung" ausgesprochen, aber dabei ausdrücklich das Recht des Pfarrers anerkannt, bestehende Mißstände zu rügen. Der von einem Teil der Kirchenvertretung Eisenach gestellte Forderung, v. Fuchs solle aus scinein Eisenacher Amt entfernt werden, hat der Landeskirchenrat„nach Lag- der Berhältnisse" doch nicht Folge leisten können. Seme.ernste Mißbilligung" in einer Angelegenheit, die den Londeskirchenrat gar nichts angeht, ist schon Unfug die Fülle. Besonders wenn man daran denkt, daß Pfarrer Fuchs in der Luther st adt Eisenach amtiert, wo die Grobschlächtigkeit des protestantischen Meisters hinreichend bekannt sein dürfte. Das Tintenfaß des.Lunters Jörg" stand dem„inquinerten" Pfarrer Fuchs wahrscheinlich nicht zur Verfügung.., kirchenaustritt eines Geistlichen. Nach einer Predigt gegen das Kapital. Don der Kanzel der katholischen Kirch« in Niederranna bei Mühl, darf im Riederösterreichischen Waldviertel herab, hielt der Kooperator Fr. S t a u f e r eine Predigt gegen Wucher und Aus- b e u t e r t u m, ganz im Sinne der streikenden Graphitarbeiter, die in hartem Lohnkampf Mann für Mann um ihr gutes Recht kämpften. Das Thema dieser Predigt war ungefähr:„Recht haben die Arbeiter. wenn sie sich gegen ihr« Brotherren stellen, die sie immer nur als Ausbeutungsobjekt benütz«n.'Die S o ziald e m o kra t« n kämpfen -�m-Beot und Freiheit und gehen den Weg der GU-r e ch t j g f et t Im Verlauf der Auseinandersetzungen, die sich über diese Predigt entspannen, erklärt Kooperator Fr. Staufer seinen Austritt aus der Kirche. Ehrung elnes Sozialöemotraten. Für Verdienste vo« geschichtlicher Bedeytyng. Hamburg, Z. Oktober.(Eigener Drahtbericht-) Eine außer- ordentliche Ehrung ist dem Cenosien Otto Stolten, bisher Bürgermeister der Frei«» und Hansestadt Hamburg, zuteil geworden. Der Hamburger Senat hat in Anerkennung seiner Lebensarbeit eine „Bürgermei-ster. Stolten- Gedenkmünze" prägen lassen die auf der Vorderseite das Bildnis Stollens und auf der Rückseite das Hamburger Wappen mit der Inschrift„G e- m e i n w o h l ist das höchste Gut" trägt. Diese Gedenk- münze wurde am Sonnabend abend dem Genossen Stolten in einer feierlichen Sitzung des Senats, der auch alle früheren Regierungs, Mitglieder und alle Staatsräte beiwohnten, überreicht. Wie es in d«r Stiftungsurkunde heißt, sollen in Zukunft Frauen und Männer, die sich durch ihr öffentliches Wirken bleibende Verdienste erworben haben, durch Ueberreichung der Gedenkmünze geehrt werden. Der Senat wollte dadurch das Vorbild des Bürgermeisters Stolten, der sich Berdienst« von geschichtlicher Be. d e u t u n g erworben habe, lebendig erhallen. Noch immer Militärgericht! Französische Terrorurteile im Rheinland. Darmsladt. 3. Oktober.(Eigener Drahtbericht.) Das fron» zbsische Militärgericht in Mainz fädle in diesen Togen zwei Urteile, die zu fchärsster Kritik und Zurückweisung heraus- fordern, weil sie vom brutalen Geiste des Militarismus diktiert sind. Der Bürgermeister der rhsinhessischen Stadt A lz« p wurde zu yMonaten Gefängnis verurteilt, weil er der Vefatzungs- behörd« 1Z M. für«in von französischen Soldaten an einem Aus- fichtsturm entferntes Schloß berechnet hall«. Später fand sich das alle Schloß wieder. Das Bergehen deK Bürgermeisters wurde darin erblickt, daß er sich nicht genügend von dem Vorhandensein des alten Schlosses überzeugt Halle. Das gleich» Gericht verurteilte serner den Redakteur und Be- sitz-r des ,.A l z e y e r Beobachters", weil das Blatt«inen Ar- tikcl veröffentlichte, der die f r a n z ö f i s ch e Abrüstung behan- bekte. Das Urteil wegen dieses„Bergchens" der linkedemokratischen Zeitung lautete aus 2 Monate Gefängnis und 1000 M. Geldstrafe. Der Verurteille hat die Strafe bereits am Freitag ange- treten._ Der Unfug üer KPD.,prozeste. Seit Februar Untersuchungsgefangener— Untersuchung seit Juli abgeschlossen— aber weder Prozesi noch Amnestie. München. 3. Oktober.(Eigener Drahtbericht.) Zwei kam- munistische Abgeordnet« de« bayerischen Landtages, darunter der Fraktionsführer, sitzen schon seit Februar als Untersuchung s-gefangen« hinter Schloß und Riegel. Ihr Berbrechen besteht in der Teilnahme an jener kommunistischen Funktionärverjommlung in Stuttgart, die damals von der Polizei unter Beschlagnahme von Material zur Vorbereitung des Hochverratsprozesie» ausgehoben worden mar. Der im bayerischen Landtag wiederHoll gemacht« Versuch auf Freilassung der beiden Ab- Jöröert die Semfssthule! Sozialdemokratische Anregungen im Landtag! Im weiteren Verlauf der Sonnabend-Sitzung beriet der Landtag über den Etat der Handels- und Gewerbe- Verwaltung. In der ausgedehnten Dsbolle wurde von deutschnationaler Seite beantragt, daß das Ministerium sofort Erhebungen über die Preisentwicklung anstellt und das Er- gcbnis bekanntgibt. Ein anderer Antrag der Deutschnationalen will di« Erteilung der Konzession für Wanderlager an Oftjuden oerbieten. Ein sozialdemokratischer Antrag fordert, daß in der Novelle zum Berussschulgesetz die gesamte Jugend unter acht- zehn Iahren der Berufsschulpflicht unterstellt wird. Das Zentrum stellt einen Antrag auf Einsetzung von 500 000 M. für die gewerblichen Berufsschulen in den Etat. Das Zentrum wünscht weiter daß auch in Preuße,, eine amtliche Stelle analog der des Reichs geschaffen werde, die die Belange des Einzel- Handels wahrnimmt. Bon Regierungsleite wird die Behauptuno zurückge- wiesen, daß der Staat die finanzielle Verantwortlichkeit für die Be- ruf-schulen trage. Die Berufsschule sei eine Gemeindeeinrich. t u n g, für die grundsätzlich also auch die Gemeinden die Mittel aufbringen müßten. Sie staatlichen Zuschüsse seien allerdings un- zureichend, doch erkläre sich das aus der finanziellen Notlage des Staates. Das Ministergeholt wird bewilligt. Gegen 7 Uhr abends ist die Aussprache beendet. Nächste Sitzung Dienstag, den 13. Oktober, 1 Uhr nachmittags.(Etat des Ministers des Innern.) » Zur Begründung des sozialdemokratischen Antrags führte Abg. Thiele(Soz.) aus: Alle Welt ist sich darüber im klaren, daß Deutschland ohne eine Hebung seiner Qualitätsarbeit niemals wieder die verlorenen Llbsatzmärkte zurückerobern kann. Die Hebung der Quolitäts- arbeit ist aber nicht möglich, wenn nicht unser Berufsschulwesen endlich d'� Beachtung findet, die es verdient. Die deutsche Industrie macht zurzeit die verzweifelten Anstrengungen, durch Rationalisierung der Arbeitsmethoden sich wieder konkurren-fähig zu machen. Die Rationalisierungsbestrebungen in den Betrieben werden von der Arbeiterschaft nur mit starker Skepsis aufgenommen. Mit der Aerfeincrung der Arbeitsmethoden werden immer neue Arbeitskräfte überflüssig gemocht und auf die Straße gewarsen, die sich dann erst unter vielen Mühen und Opfern wieder neue Ar- bell suchen müssen. Die Steigerung der Produktion und die Steige- rung des Wertes der Ware in Gewerbe und Industrie hat nicht nur dem Gewinn des Unternehmertums, sondern auch der Erhaltung und der Ausbildung der Arbeitskräfte zu dienen. Ohne ein g e- diegenes Berufsschulwesen wird die Amerikanisierung und Rationalisierung der Wirtschaft nicht zum Segen sür die Ar- bcitertlasse. Die handwerksinögliche Ausbildung wird vollends ver- nichtst und an deren Stelle keine neu« Qualität gesetzt. Die Pflege der Berusskundc muß deshalb zum Gemeingut der ganzen gewerb- lichen und industriellen Arbeiterjugend werden. Aufgabe der Be- rufsschuie muß es sein, die Gesamtheit der arbeitenden Jugend zu heben und nicht nur einzelne aus ihr herauszu- heben und emporzubringen� Di« gesamte Lehrerschaft der Berus»- schul« teilt diesen unseren Standpunkt. Wir richten an di« Regie- rung den Appell, sich der Pflege des Berufsschulwesens mit ganz besonderer Liebe anzunehmen weil hier ein Stück D olksschick- s a l in Frage kommt. Die Berufsschule hat aber nicht nur technische, sondern auch kulturelle Werte zu vermitteln, d. h. die Erkenntnis der gesellschaftlichen und staatlichen Zusammenhänge. Die Jugend braucht Orientierung: sie muß wissen» welche Stellung sie in der Wirtschaft und in der Gesellschajt einnimmt und wohin der Weg geht. Soll die Berufsschule ihr Ziel erreichen, dann muß sür die Vorbildung der Lehrkräfte viel mehr getan werden als das bisher der Fall war. Der Gewerbelehrer muß imstande sein und die Möglichkeit haben, zugleich mit der Berufskunde auch Lebenskundö zu geben. Bedauerlicherweise scheint das Ministeriuni in der Frage der Vorbildung der Beruisschullehrerschast noch keinen festen und klaren Standpunkt gefunden zu hoben. Jedenfalls werden wir auch diesmal unsere Anträge auf Verlegung des Unlerrichls in die Arbeiiszeit und volle Entlohnung der Unterrichtszeit wieder einbringen. Die Finanzierung der Berufsschule läßt sehr zu wünschen übrig. Die Gemeinden brechen vielfach unter den Lasten zusammen und könn< n kaum neue Mittel bereitstellen. In den Industriegebieten, z. B- im rheinisch-westfälischen Bergbau, gibt es Gemeinden, die nicht einmal mehr das Ärmengeld zahlen rönnen. Es ist also Pflicht des Staates, für die Berufs- schulen angemessen« Beiträge den Gemeinden zur Verfügung z» stellen. Im Jahre 1911 gab der Staats 8,20 M. für den Berussschüler aus, 1924 dagegen nur noch etwas über 3 M. Gewiß sind in der Zwischenzeit die Volksschullajten gestiegen: allein ohne Förde- rung und Ausbau der Berufsschule wirb das zur Finanzierung der Volksschule gegebene Geld zu einem großen Teil unnütz ausgegeben sein. Die Stoatsregierung sollte deshalb der Reichsregierung einmal energisch klar machen, daß die R e i ch s v e r f a s s u n g die Ausbildung des jugendlichen Nachwuchses bis zum 18. Lebenjahr hinauf fordert.— Dem Ausiichtsrecht gegenüber den Berufsschulen legen wir die größte Bedeutung bei. Dieses Recht steht den Gemeinden als den Beauftragten des Staats zu und wir wenden uns mit Entschiedenheit gegen jeden Versuch, das Aussichtsrecht den Handelskammern zu übertragen. Desgleichen wenden wir uns mit aller Kraft gegen jede Konsessionalisierung des mit der Berufsschule in Verbindung stehenden Fragenkomplexes. Im waldenburger Revier und im Westen hat ein Teil der Handwerker damit gedrohi, keinen Lehrling au» weltlichen Schulen zu beschäsllgen. Die Belastung des Berufsschulwesens mit Konfessionolisierungsten- Venz ist wirklich überflüssig. Bedauerlich ist auch, daß dos süc Groß-Lerlin fertiggestellte Berufsschulortsstatut wieder in Frage gestellt wurde und daß das Ministerium zur Ausräumung der Bedenken nicht mündliche Verhandlungen, sondern nur den schristlichen Verhandlungsweg zugestehen will. Das bedeutet für das Berliner Berufsschulwesen einen Rückschlag von min de- stens einem halben, wenn' nicht einem ganzen Jahr.— Die Herrschaften aus der Rechten, die hier in diesen Tagen so beweglich über den Niedergang und die Not der deutschen Wirt- schost geklagt haben, müssen, wenn sie nicht völlig inkonsequent sein wollen, unserem Standpunkt in der Berufsfchulfrnge entgegen- kommen, denn nur ein gründlicher Ausbau des Bsl.ifsschulwefena kann auf weite Sicht hinaus der deutschen Industrie und dem deutschen Gewerbe den Arbeiternochwuchs sichern, der vor der Well, konkurrenz bestehen kann.(Beifall.) geordneten schillerte jeweils an dem Widerstand der bürgerlichen Mehrheit, obwohl der Vertreter des Iustizministers im Juli er- klären mußte, daß die richterlich« Untersuchung abge- schlössen sei. Wenn nun schon die bayerische Regierung das Vorgehen der beiden tommunistifchen Abgeordneten nicht unter die Hindenburg-Amnesti« fallen läßt, so wäre e» doch end- sich an dtr Zeit, den Prozeß steigen zu lasten, falls dys Be- lastungsmaterial tatsächlich ausreicht, anstatt sich durch fortgesetztes Verzögern des Prozesses«ine osfenbare Rechtsverletzung zuschulden kommen zu lassen. Die beiden Gefangenen sind in dem Gefängnis Stadelheim in der Nähe Münchens untergebracht. Als dort dieser Tage eine Gruppe Kommunisten den beiden ein Cesangsständchen bringen wollt«, öffnete die Gesängniswach« plätzlich die Tore und hetzt« den fliehenden Kommunisten eine Anzahl Polizeihunde nach. Die Hunde packten natürlich kräftig zu. so daß. wie der Polizei- bericht stolz verkündet, nicht weniger als sechs der Sänger festge- nommen werden konnten._ Dekoratives. Besuch Tschitscherins bei Hindenburg. Bevor der russische Außenminister T s ck> i t s ch e r i n Berlin verläßt, wird er dem Reichspräsidenten Hindenburg einen Beluch machen. Die offiziöse„Deutsche diplomatische Korrespondenz" kündigt dieses Ereignis mit folgenden Worten an:„Das Zusammen» treffen zwischen Tichitscherin und dem Reichspräsidenten, daS vor« aussichtlich am Dienstag stattfinden wird, hat nach Lage der Dinge «ine mehr dekorative Bedeutung." Die Aeugen im Lpfi.-prozeß. Tie Kredite an Schappach. Bei seiner weiteren Vernehmung erllärt« Abg. Riedel im Landespsandbriefanstaltsprezetz. v. Etzdorf habe ihm in vertrau- licher Befprechung erklärt, L ü d e r s habe zweimal gefragt, was für ihn bei diesem Geschäft herauespringen würde. Als Abg. Riedel weiter aussagt, v. Etzdarf habe ibm unter vier Augen von einem homosexuellen Verhältnis zwijchen Fleischmonn und v. E a r l o w i tz Mitteilung gemacht, von Etzdorf versucht das zu leugne». Abg- Riedel bleibt bei seiner Aussage. Dr. Kann habe ihm das gleiche gefagt. Bon Earlowitz leugnet dem gegenüber, in hvmöjexuellen Beziehungen gestanden zu haben. Der Vorsitzende und" Rechtsanwall Dr. Sack machen ihn darauf aufmerksam, daß weitere Tatsachen vorlägen, di« auf seine perverse Veranlagung hinwiesen. Bon Earlowitz bleibt bei seiner Behauptung.«.... In der Nachmiitagssitzung wurde zunächst Bankier Schick«, Inhaber der Firma Schapxoch, die bekanntlich bei der ersten Kredit- schiebung des Angeklagten Lüders eine Roll« spielte, vernommen. Schicke behauptet, von Lüders den Kredll ohne Deckung erhallen zu haben und von dem Direktor nur einmal nebenher tele- p h o n i s ch zur Deckung aufgesordert worden zu sein. Der Angeliagte Lüders hatte demgegenüber behauptet, die Deckung schriftlich eingefordert zu haben. Tatsächlich wird ein entsprechender Brief au» den Akten verlesen. E» entspinnt sich über diese Frage«ine Kontra- verse zwischen Schicke und Lüders. in deren Verlauf beide Teile ausi ihrer Behauptung beharren. Schicke ist bereit, seine Aussage zu be- schwören. Es wird festgestellt, daß gegen Schicke ein Versahren wegen Depotunterschlagung geschwebt hat. da» au» Mangel an Beweisen eingestellt wurde. Nach dem Kreditgeschäft mit der Landespsasidbriefanstalt geriet Schicke in Z a h l u n g s s ch w i« r i g» feiten, so daß er sich unter Geschäft»» lissicht stellen mußte. Heute ist die Geichäftsaufsicht allerdings aufgehoben worden, da sich der Zeuge mll seinen Gläubigern geeinigt hat und seine Aerbmd- lichkeiten abliist. Im Verlauf der Vernehmung behauptet«chm« well«, die Landespsandbrtesanstall habe die Geld« nie zurückgefordert. obwohl er seinerzeit in der Lage und berell gewesen jei, sie jederzeit zurückzuerstatten. Er bleibt unvereidigt.- Slls zweiter Zeuge wird Kaufmann Link, Mitinhaber de« Eirma K r ei p e, Albrecht u. Co., vernommen, die an der örse nicht zugelassen ist. Die Firma Kreipe war die Vermittlerin zwischen Firma Schappach und Londespsandbriesanstall. Als Schap» pach in Geldschwierigkellen geriet, ließ Zeuge sür sein Unternehmen und zu gleicher Zeit im Austrage der Landespfaadbriefansialt di« Firma Schoppach pfänden. Zeuge wußte nicht, daß er als Schuldner in die Bücher der Landespfandbriefanstall einrückte. Er hat der Landespfandbriefanstolt stets Deckung gegeben. Zeug« Link wird vereidigt. Nächste Sitzung Dienstag 9)4 Uhr vormittag. Wohnungsnot unü Wohnungswirtschast. Tagung des Verbandes der Mietcinigungsämter. Dresden, 3. Oktober.(Eigener Bericht) In der vergangenen Woche fand in Dresden unter Vorsitz des Gewerbegerichtsprösidenten Held- München die Tagung des Reichsverbandes Deut, scher Miteinigungsämter statt, der angesichts der bepor- stehenden Aenderung des Mieterschutzgesetzes und des Wohnung», mangekgesetzes besondere Bedeutung zukommt. Als erster sprach Reichsgerichtsrat Linz über das Mietrecht in der Rechtsprechung des Reichegerichts, wobei er zugab, daß da» Reichsgericht jetzt plötzlich in zahlreichen Fällen Verträge als Pacht- vertrüge bezeichnet und sie damit dem Mieterschutz entzieht. Seine Ausführungen riefen bei den Mietervertretern lebhaften Widerspruch hervor. Nach zwei weiteren Borträgen über das Mietzinsrecht und über den Mieterschutz in der Rechtsprechung des Kommergerichts hielt der frühere Neuköllner Stadtrat Vrumby«inen Dortrag iibex die Aufwertung in ihrer Bedeutung für die Wohnungswirtschaft. Dr. Illichcl-Augsburg trat in einem Referat über.Meförm de» Reichsmietengesetzes" für Freigabe der Mietzinsbildung unter Auf- rechterhaltung des Mieterschutzgesetzes ein. Der Korreferent. Rechts- anwalt Roediger-Mannhsim, vertrat den Standpunkt, pah die Miet» zinsregelung erst freigegeben werden könne, wenn ein halbwegs an» nehmbarer Ausgleich zwischen dem Mietpreis in alten Häusern und in Neubauten geschaisen sei. Die mieterseindliche Halluna sämtlicher Referenten de» ersten Tages gaben den M i e t e r b e i s i tz e r n Veranlassung, zum Schluß des ersten Aerhandlungstages«ine Erklärung abzugeben, daß die Mietcinigungsämter nicht nur aus dem Borsitzenden be- stehen, sondern zum überwiegenden Teil aus Laienbeisltzern. Diese habe man bei der Einberusung der Tagung und der Auswahl der Beratungsgegenstände und der Referenten nicht entsprechend hex« 8 lici der Vorstandswahl schieden Stadtrat Brumbv-Neu- kölln und Landgerichtsdircktor Vidal-Hamburg aus. Vorsitzender bleibt Gewerbegerichtspräsident Held- München. Außerdem gehören dem Vorstand an: Stadtrechtsrat Dr. Dcby-Hagen und Rechts- anwalt R o e d i g e r- Mannheim sowie als Mieterbeisitzsr Gewerk- schaftssekretär La n g e- Berlin. Arbeitersekretär W i n n e n- Düsstl- darf und Kaufmann F ü r st- Berlin. � � Mll Zustimmung des Vorsitzenden und der Mieterbeisitzer wurde ein« Entschließung zum Reichsmietengejetz angenom- men, die erttört, daß eine Aushebung oder eine Ersetzung des Ge- setze? augenblicklich nicht in Frage lammen könne. Die V e r m i, t« r- b e i s i tz e r stimmten der Entschließung nicht zu. Die Mieterbeisitzer gaben eine Erklärung ab, in der sie jeden Sedanken an den Abbau des Mieterschutzes im Hinblick auf die stetig steigende Wohnungsnot entschieden ablehnen und den Ausbau des Mieterschutzgesetzes zu einem V o l k s w o h n u n g s- recht im Sinne des Art. 155 der Reichsverfassung fordern. In einer weiteren Erklärung bezeichneten die Mieterbeisitzer die Mitwirkung der Laienbeisitzer bei der Be s ch w e r d e i n st a nz als un- bedingt erforderlich und verlangten von der Gesetzgebung die Schot- suna von Mietgerichten. L a N d e s mi e t g e r> ch t e n und einem Reichsmietgericht. denen die N«umung»tlagen sowie alle Streitigkeiten zwischen Bermieter und Mieter zur Entscheidung obliegen sollen, Gewerkschaftsbewegung Die Reichsbahn im Dienste der Scharfmacher. Jm Speditionsarbeiterstreit. Die Reichsbahndireftion Berlin steht offenbar im Dienste der Scharfmacher. Wir haben schon wiederholt auf die sonderbare Haltung der Reichsbahndirektion hingewiesen, die den Einsatz der Technischen Nothilfe beim Polizeipräsidium beantragte, bevor überhaupt noch ein Streitbeschluß der Speditionsarbeiter vorlag. Bei den Verhandlungen im Bolizeipräsidium behaupteten die Vertreter der Reichsbahndirektion, daß ohne Einsatz der Technischen Nothilfe eine Verstopfung der Güterbahnhöfe eintreten müsse. Da sich der Deutsche Verkehrsbund nicht nur zur Ausführung sämtlicher Notstandsarbeiten, sondern zur Abrollung sämtlicher Güter von den Bahnhöfen bereit erklärte, wurde der Antrag der Reichsbahndirektion abgelehnt. Der Deutsche Verkehrsbund hat darauf den Speditionsfirmen, die außerhalb des Unternehmerrings stehen oder die Forderungen der Arbeiter bewilligt haben, die notwendige Anzahl von Arbeitern zur Verfügung gestellt. Er ist weiter bereit und in der Lage, Speditionsfirmen zu benennen und auch die nötige Sicherheit zu stellen. Nun erklärt die Reichsbahndirektion, daß sich die Güterböden bereits zu verstopfen beginnen. Wie ist das möglich bei der großen Anzahl von Wagen und Kraftfahrzügen, die zur Abrollung der Güter bereitstehen? So unglaublich es auch flingen mag, es ist die Reichsbahn Direttion Berlin, die die Abrollung der Güter verhindert und bewußt auf die Verstopfung der Güterbahn höfe hinarbeitet. Soweit die Frachtbriefe bahnamtlich lauten und das ist die große Mehrheit verweigert die Reichs. bahndirektion die Herausgabe der Frachtbriefe an die Speditionsfirmen, die die Arbeiten auszuführen in der Lage find. Die Reichsbahndirektion nimmt also nicht nur offen Partei für die Unternehmerorganisation, sondern schädigt direkt die Empfänger der Güter, indem sie die Auslieferung der Frachtbriefe an die betreffenden Speditionsfirmen verweigert. Die Reichsbahndirektion arbeitet also auf die Betriebsstillegung im Berliner Güterverkehr hin. Wir glauben, es ist höchste Zeit, daß die Hauptverwaltung der Reichsbahn den neuen Berliner Reichsbahndirektor zur Ordnung ruft. Im übrigen feien alle Empfänger von Frachtgütern, die nicht bahnamtlich lauten, darauf hingewiesen, daß sie ihre Fracht briefe von den bestreiften Spediteuren zurüdfordern müssen und fönnen, um die Abrollung der Güter einer Speditionsfirma zu übertragen, der vom Deutschen Verkehrsbund Arbeiter zur Ausführung dieser Arbeiten gestellt werden. Am Sonnabend fanden wieder Berhandlungen im Speditionsarbeiterstreit statt, und zwar vor dem Schlichter. Die Verhandlungen gestalteten sich sehr langwierig. Da eine Einigung nicht erzielt wurde, schlug der Schlichter den Parteien vor, daß er einen für beide Teile verbindlichen Schiedsspruch fällen werde. Trotz der schweren Bedenken, die in der Arbeiterschaft gegenüber den Schlichtungsinstanzen herrschen, erklärten sich die Vertreter des Deutschen Verkehrsbundes bereit, auf diesen Vorschlag einzugehen. Die Unternehmer lehnten diesen Vorschlag a b. Auch das ist bezeichnend für die Schüßlinge der Reichsbahndirektion. Darauf fällte der Schlichter einen Schiedsspruch, wonach die Löhne für Kutscher, Begleiter und Bodenarbeiter auf 47 Mart festgesetzt murden. Die Arbeitszeit wurde auf 8 Stunden festgesezt mit der Maßgabe, daß für ein Fünftel der Kutscher und Mitfahrer im Turnus Abweichungen von der regelmäßigen Arbeitszeit in der Zeit von 7 Uhr morgens und 7 Uhr abends angeordnet werden LAAACA 49 Mk Kleid 49 Mk Mantel aus reinwoll. aus vorzüglichem Velours de laine, reinwoll. Rips, mit wie Abbildung 49.- wie Pelzbett, 49.Herren- Kleidung Hausjacke aus grünem oder braunem Baumwoll- Velours, mit 3 Agraffen. Hausjacke aus Wollflausch, in vielen Farben u. allen Größen, mit 3 Agraffen Samt- Sakko mit Tresse eingefaßt, auf Sergefutter..... Herren- Ulster aus dunkelgrauem haltbaren Stoff, moderne Form... Herren- Ulster aus Flauschstoff dunkelmarengo, mit Rückengurt.... 13.50 23.00 fönnen, ohne daß die achtstündige Arbeitszeit überschritten wird. Die Zeit, für die bei Unfällen der volle Wochenlohn gezahlt wird, wurde um eine Woche verlängert. Erklärungsfrist bis heute mittag 1 Uhr. 3m Streit im Eisen- und Stahlgroßhandel. Bir teilten bereits in unserer Freitagabendausgabe mit, daß die Interessenvertretung des Groß- Berliner Eisen, Stahl- und Eisenwarengroßhandels ihren Mitgliedern stellungsuchende Reichsmehrangehörige als Streitbrecher vermitteln will. Mit diesen und ähnlichen Mitteln ist es den Unternehmern aber bis jetzt nicht gelungen, eine Bresche in die Front der Streifenden zu schlagen. Sie versuchen es jetzt damit, daß fie die kaufmänni ziehen. Man beschränkt sich nicht nur darauf, sie zum Be- und Ent: ichen Angestellten und Lehrlinge zu Streitarbeiten heranhafen als Kran- und Fahrstuhl führer sowie zur Einladen der Wagen zu verwenden, sondern zieht sie z. B. am Westrangierung der Güterwagen( Bedienung der Drehscheibe) heran. Diese Arbeiten dürfen sonst nur durch Leute ausgeführt werden, die von der Eisenbahndirektion geprüft und mit einem Ausweis versehen sind. Es ist angebracht, daß die zuständige Stelle der Reichsbahnverwaltung Berlin auf diese unverantwortlichen Dinge ihr Augenmert richtet und nicht etwa aus wohlwollender Neutralität" gegen die Unternehmer beide Augen zudrückt. Es wird aber auch von den mißbrauchten Angestellten und Lehrlingen erwartet, daß sie schon aus Solidarität diese Streit arbeit fortab verweigern, abgesehen von den Unannehm lichkeiten, die ihnen bei einem Unglüd erwachsen würden, das bei ihrer Ungeschultheit leicht entstehen kann. Im übrigen müssen sie fich auch vor Augen führen, daß die Unternehmer sie bei einem Kampf um ihre Besserstellung mit dem gleichen Maße messen würden wie die Arbeiter. Wenn durch den Streit schon einzelne Bauten stillgelegt werden mußten oder in Schwierigkeiten geraten, weil ihnen die zum Bauen notwendigen Eisenträger nicht geliefert werden, trifft die Schuld einzig und allein die Unternehmer. Der Berkehrsbund ist nicht geneigt, die Bauunternehmer aus dieser 3wangslage zu befreien, so lange die Unternehmer des Eisen- und Stahlgroßhandels ihren rigorosen Standpunkt( schwarze Listen und dergleichen) nicht aufgeben wollen. Um die Arbeitsgerichte. deutscher Gewerbe- und Kaufmannsgerichte nahm auf Stuttgart, 3. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Der Verband einer außerordentlichen Verbandsversammlung in Stuttgart Stellung zu dem Entwurf des Arbeitsgerichtsgefees. Außer der Reichsregierung und den größeren Länderregierungen waren die juristischen und zahlreiche wirtschaftliche Organisationen, Arbeitgeber und Arbeitnehmerverbände vertreten. Für den ADGB. war das Bundesvorstandsmitglied Nörpel, für den Afa- Bund das Vorstandsmitglied Aman erschienen. Die Zahl der Teilnehmer betrug etwa 700. Ueber die Organisation der Arbeitsgerichte sprachen Obermagistratsrat Dr. Landsberger Berlin und Prof. Dr. Erdel- Mannheim. Beide Referenten begrüßten die Einrichtung der Arbeitsgerichte erster Instanz nach dem Entwurf als Sondergerichte. Landsberger forderte zur Verwirklichung des im Art. 157 der Reichsverfassung versprochenen einheitlichen Arbeitsrechts einheitliche Arbeitsrechtsbehörden. Den Weg dazu sieht er durch den vorliegenden Entwurf nicht verbaut, er erflärt sich daher mit ihm unter der Voraussetzung einverstanden, daß die hauptamtlich tätigen Versizenden und Beamten der Gewerbe- und Kaufmannsgerichte für die neuen Arbeitsgerichte übernommen werden, um ihre arbeitsrechtlichen Erfahrungen zu erhalten und fortzuführen.. Erdel, der sich besonders der Frage der? ommunalen oder staatlichen Errichtung der Arbeitsgerichte zuwandte, verlangte einen Organismus staatlicher Arbeitergerichte, im Interesse der richterlichen Unabhängigkeit und einer voll ausgebauten Gerichtsbarkeit für arbeitsrechtliche Prozesse. Er billigte den Ausschluß der Rechtsanwälte von den Arbeitsgerichten erster Instanz zur Erzielung einer schnellen Rechtsprechung, lehnte aber die„, n= gliederung" der Arbeitsgerichte an die ordentlichen Gerichte Amtsgerichte ab. Die Vorfizenden sollten aus den im Kommunaldurch die Personalunion ihrer Vorsitzenden mit den Richtern der dienſt tätigen Juristen genommen und den Kommunalverwaltungen eine Mitwirkung bei der Ernennung, mindestens ein Vorschlagsrecht eingeräumt werden. Unter allen Umständen müßten die bisherigen Arbeitsgerichte übernommen werden, um die Kontinuität des Geistes Borsigenden der Gewerbe- und Kaufmannsgerichte auf die neuen der Rechtsprechung zu gewährleisten. In der Aussprache brachte Genosse Nörpel den Standpuntt des ADGB. und des Afa.- Bundes zum Ausdruck, die zwar als Vorfizende akademisch ausgebildete Richter fordern, aber die Eingliede rung der Arbeitsgerichte in die ordentliche Gerichtsbarkeit ab= lehnen. Er fordert ein lückenloses Nez staatlicher Arbeitsgerichtsbarkeit und für die Arbeitsrichter entsprechend der Organisation der Zivilgerichtsbarkeit die Aufstiegsmöglichkeit. Für die Arbeitsgerichte erster Instanz besteht keine Notwendigkeit zur zuziehung von Rechtsanwälten; die Vertretung kann durch Gewerkschafts- und Arbeitersekretäre ausreichend geführt werden. ㄓ Der Bertreter des Deutschnationalen Handlungsgehilfenver bandes Niemandt Berlin sprach sich für die Angliede rung der Arbeitsgerichte an die ordentlichen Gerichte(!) aus. Die teilweise sehr erregte Debatte räumte der Nebenfrage der Zulassung der Rechtsanwälte bei den Arbeitsgerichten erster Instanz ungebührlichen Raum ein und zeigte im übrigen die bekannten Gegensätze in der Frage der Selbständigkeit der Arbeitsgerichte. Von Kommunalvertretern wurden gegenüber der staatlichen Organisation Arbeitsgerichte unter fommunaler Führung in Verbindung mit den sozialpolitischen Organisationen der Gemeinde verlangt. Zur Lohnbewegung in der Bilderrahmenbrandje. Mit den Unternehmern der Goldleisten- und Bilderrahmenhöhung der bestehenden Löhne bereit erklärten. Die Forderung industrie haben noch einmal Berhandlungen stattgefunden, in deren Verlauf sich die Unternehmer zu einer 8 prozentigen Er= der Berhandlungskommission lief auf eine 12prozentige Lohnerhöhung hinaus. Unternehmer Stellung und beschloß nach eingehender Diskussion, die Eine Funktionärfonferenz nahm gestern zu dem Angebot der Organisation zu beauftragen, nochmals mit den Unternehmern in nicht eingestellt werden, sondern noch das Verhandlungsergebnis Verhandlungen zu treten. Die Arbeit soll demnach am Montag abgewartet werden. Berantwortlich für Politik: Ernst Reuter: Wirtschaft: Artur Gaternus; Gewerkschaftsbewegung: Frieber. Egkorn; Feuilleton: K. S. Döscher; Lokales und Sonstiges: Frig Karstädt; Anzeigen: Th. Glocke; sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts.Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerei und Berlaasanstalt Vaul Singer u. Co.. Berlin SW 68. Linda nitrañe 3. Sierzu 3 Beilagen ,,, Aus der Filmwelt" und Unterhaltung und Wissen". Mufitaufträge übergibt man nur dem Nachweis des Deutsch. Mufiterverbandes, Berlin O 27. Andieasstr. 21( Königstadt 4310, 4048). Geschäftszeit 9 bis 5, Sonntags 10 bis 2 Uhr. Auf Wunsch Vertreterbesuch NIsrael GEGR. 1815 BERLIN C: SPANDAUERSTRASSE KÖNIGSTRASSE B Großer Konfektions- Verkauf Jumper farbigem gestreiften Flanell..... 2.90 Jumper aus kariertem Plaidstof 12.75 Kleid aus Helvetia seide in hellen Farben 19.50 Jumperkleid reinwollener 29.00 Stoff, Rock plissiert Kleid aus Köper Velvet mit Glockenrock 45.00 Kinder- Kappe aus Samt mit Krimmer- Rand und Pompon. .4.25 Plüsch- Südwester für Kinder, mit Band garniert 4.90 Kleiderstoffe Reinwollener Foulé aparte Druckmuster... Mtr, 1.95 Kammgarnstreifen Muster... Mtr. 2.25 Reinwolle, aparte Reinwollene Karos vorzügl. Kammgarn- Qualität 105 cm Mtr. 4.25 62.00 Reinwoll. Kostüma. Kleiderstoffe einfarbig. 54.00 tasie, 130cm. Mtr. 4.80 Jacquard u. Fan96.00 Mantel- u.Ulsterstoffe Sakko- Anzug moderne Form 78.00 aus dunkel gemusterten Stoffen Der neu erschienene einfarbig. Flausch, Diamanten- Musterung. 78.00 140 cm. Mtr. zu extra billigen Preisen aus reinwollenem Mantel Flausch 23.00 stoff mit Steppnaht.. aus vorzügl. Veloursaus reinwoll. Mantel Mouline m. Biberette- Pelzkragen 45.00 Jackenkleid velours de laine Jacke mithalbseid.Futter u. Biberette- Pelzkragen 75.00 Morgenrock Morgenrock aus Flauschstoff......... 6.50 Kinderkleid moderner Schottenstoff, m. langen 10.50 Ärmeln, Länge 60 cm Bis 100 cm je 5 em länger 1.00 mehr Kindermantel moderner, veloursartiger 19.75 Stoff, Länge 60 cm... Bis 105 cm je 5 cm länger 1.50 mehr aus gleichem Stoff, mit Pelerine, Lg. 60 cm 23.50 aus Flausch- Jungmädchen- Mantel stoffen, Git. 38, 40, 42 28.50 Bis 105 cm je 5 cm länger 1.50 mehr stoff m. reicher Stickerei 11.75 Ein Posten: Damen- Filz- Hüte 2.90 in vielen Farben und Formen, mit Band garniert..... Damen Velours- Hüte 4.75 Haarqualität, in vielen Formen und Farben...... Seidenstoffe Damast Kunstseide mit Baumwolle für Jacken- und Mantelfutter 3.40 85 cm..... Mtr. Fulgurant glänzendes kunstseiden. Gewebe 90cm Mtr. 5.40 Crêpe de Chine schwarz, weiß u.mod.Farb. 6.60 Ottoman schwarz, kunst6.90 ca. 100 cm..Mtr. seiden. Rips für Mäntel, ca.90, Mtr. Linden. Köper- Velvet schwarz u. farbig. 9.25 70 cm 66* 4 Mtr. Wollplüsch für Jacken und Mäntel, nutria oder maulwurf 5.50 ca.130 cm, Mtr. 10.80 Strickwaren Damen- Blusen Reinwolle, gestrickt. 6.90 Damen- Überjacken Reinwolle, Hand- 7.75 arbeit.... Sportwesten für Damen und Herren Strickkleider f.Damen, Rein- 1 8.75 wolle, meliert. 18.50 Strickkostüme für Damen, 27.50 Reinwolle.... Schlupf beinkleid für Damen, Reinwolle, Gr. 44, 46, 48 eingetrik 11.75 Knabenanzug Kittel- oder 1-4ahre, Ausnahmepreise Einknöpform, aus gutem Wollstoff, 9.00 Knabenanzug Form marine Melton- Cheviot Kieler mit Garnitur. Größe 00 16.80 Kieler Pyjack Cheviot, warm gefüttert marine MeltonGröße 00 für ca. 2 Jahre 10.50 Knabenmantel dunkel meter Flauschstoff 14.00 Größe für ca. 3 Jahre. gemusterter Kinder- Hut aus Samt, mit Band garniert.... 5.75 Kinder- Hut Seidenplüsch 7.75 Bettwäsche mit Band u.Pompon.... aus Deckbettbezug Linon z. Knöpfen 7.90 130x200 cm.... HausKissenbezug aus Linon 80x80cm1.90 Laken aus tuch 160X225 cm..5.75 Laken Halbleinen 150215 c cm.... 7.25 Damast- Garnitur 1 Deckbettbezug 130x200 cm, 2 Kissenbezüge 80X801 zum Knöpfen.... 19.50 Knopflaken aus Linon mit Hohlsäumen 150x260cm... Kissenbezug Langette 11.50 91.95 Handarbeiten auf weißem kräftigen Halbleinen, Kreuz- oder Langettenstich, neuzeitlich bezeichnet Vierecke ca. 35 35 cm... Rechtecke ca. 17 35 cm... 0.30 0.15 Kissenplatte mit Rückwand ca. 40 × 60 cm. 0.95 Kaffeewärmer 0.95 Mitteldecke 80 cm. eckig oder rund 1.75 Korbtischdecke 120 cm rund.... Kaffeedecke 3.95 160 cm rund..... 5.40 160x200 cm..... 6.95 Herbst- und Winterkatalog wird auf Wunsch kostenfrel zugesandt. Nr. 469 ♦ 42.�ahrgaag 1. Seilage ües Vorwärts Sonntag, 4. Oktober 1925 Aufgabe der Sozialdemokratie ist die Berbesicrung der Lebens- läge des werktätigen ZZoltes. Eine unendliche Füll« von Arbeit ist notwendig, um die vielfachen Interessen der Masten zu wahren. Diese Arbeit, die von Tausenden von Funktionären geleistet wird, geht still und ohne viel Aushebens vor sich. Es ist ein Zeichen für die politisch« Reife einer Bevölkerungsschicht, ob sie für die ihren eigenen Interessen gewidmete politische Arbeit Verständnis hat, oder ob sie durch Blätter nach der Art des.Berliner Lokal-Anzeigers" von ihren eigenen Angelegenheiten sich ablenken und statt dessen für den Nutzen ihrer Klassengegner sich einfangen läßt. Gemeinüebetriebe— billige Tarife. Tin« Arbeit, in der eine Anzahl unserer Genosten unermüdlich tätig ist, betrifft die Verwaltung der Berliner Städtischen Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke. Diese, in einer Millionenstadt sehr umfangreichen Unternehmungen, greifen mit ihrer Wirtschaft tief«in in den Haushalt jeder Familie, jedes Oeschästs, jedes gewerblichen Unternehmens. Auch bei der Lewirtschastung der großen komm». nalen Unternehmungen muß der sozialistische Gedanke sich durch. sehen, daß diese Werke dazu da sind, die Lebenslage der breiten arbeitenden Schichten zu verbessern. Insbesondere müssen die Tarife so niedrig gehalten sein, daß auch wirklich die Mehrzahl der minderbemittelten Bevölkerung die Leistungen der Werke bezahlen kann. In dieser Beziehung sind— das ist ein großes Verdienst der Sozialdemokratie— seit der Stabilisierung der Mark Ende 1923 bedeutende Fortschritte gemocht worden. Der Gaspreis ist stufenweise von 2l bis auf 16 Pf. für ein Kubikmeter gesenkt worden, der Wasserpreis von 21 sogar bis aui 15 Pf., der Elektrizitätspreis wurde von 42 auf 16 Pf. für eine Kilowartstunde ermäßigt. Bei Gas und Elektrizität muhten freilich gewisse Gosmestermieten bzw. Grundgebühren eingeführt werden, die die Senkung der Einheits- preise, wenn auch nur zu eincjji geringen Teil, wieder wettmachen. Immerhin ist der Preisabbau im ganzen sehr bedeutend. Ist doch beim Wasser und bei der �Elektrizität der Preisslaad der Vorkriegszeit wieder erreicht, teilweise sogar unterschritten worden. Der Gaspreis liegt freilich noch über dem Friedensstande. Aber dies hängt mit dem ungünstigen Absatz der Nebenprodukte, besonders des Kokses, zusammen. Das Daniederliegen des Nebenproduktenmarktes aber ist wiederum eine Folge der ungenügenden Beschäftigung unserer Industrie, die der Hauptabnehmer für die Nebenprodukte ist. Privatbetriebe-- teure Tarife. Welche Preise die Berbraucher zu zahlen hätten, wenn die He- meindebetriebe nicht fest in der Hand der Stadt wären, und wenn sie nicht der starken Kontrolle der Sozialdemokratie unterliegen würden, das kann an zwei Beispielen sehr drastisch gezeigt werden. Es gibt innerhalb Berlins auf dem Elektrizitäts- wie auf dem Wafsergebiete noch je eine Privatunternehmung: die Elektrizitätswerk Südweft- A.'G. und die Eharloltenbucger Wasserwerke. Beide Privatgesell- schasten hauen Tarife, die gerade für die kleinen Abnehmer weit über den städtischen Sätzen liegen. Das E.-W. Südwest berechnet für eine tichl-kilowatlstundc 25 Pf. Demgegenüber erheben die städtischen Elektrizitätswerke nur 16 Pf. für eine Kilowattstunde. Einschließlich der monatlichen Grundgebühr stellt sich der Elektrizitätspreis für die meisten Lichtabnehmer bei den städtischen Werken auf etwa 26 bis 25 Pf. für eine Kilowattstunde. Die Eharlollenburgcr Wasserwerke erheben von den kleinsten Abnehmern Preise von 50 bis 60 Pf. für ein Kubikmeter gegenüber 15 Pf. bei den städtischen Wasserwerken. Dabei erfüllen die Charlottenburger Wasserwerke nicht einmal die Verpflichtung, ihre Abnehmer auch wirklich zu versorgen. Unver. gessen ist der schwere waflermangel, den weite Teile des Westens und des Südens unserer Stadt, die zum Bezirk« der Charlottenburger Gesellschait gehören, in der Hitzeperiode des letzten Sommers zu erleiden hatten. Unü Sie Segner öer Hemeinüebetrkebe... Die Rechtsparteien sind entschiedene Gegner der Gemeinde- betriebe. Ihre Führer, die Herren v. E y n e r n und Dr. S t e i- niger, haben durch allerhand Winkelzüge und Quertreibereien versucht, die Aufnahme der Anleih« für das Großkraftwerk Rummelsburg zu verschleppen, in der Hoffnung, den Bau des Werkes damit zu vereiteln. Dieselben Parteien fuchen jetzt die Charlottenburger Wasserwerke vor dem wohlverdienten Schicksal zu bewahren, die Bezirke Schöneberg und Steglitz zu verlieren. Wenn es nach dem wiederholt bekundeten Willen der Rechtsparteien ginge, �/— O » � � ff\J S—»$ ElektrizitStswerk PutUtzstrabe. wären die städtischen Betriebe längst dem Privatkapital ausgeliefert. Es wären dann in Berlin nicht die billigen Tarife in Kraft, sondern die Bevölkerung hätte die unerhört hohen Preise zu zahlen, wie oben die Beispiele des E.-W. Südwest und der Charlottenburger Wasserwerke zeigen. Denn private Gesellschaften arbeiten natürlich nicht für die Versorgung der Bevölkerung, sondern zum Nutzen der Aktionäre und der Aufsichtsratsmitglieder. Wenn es den beiden Rechtsparteien gelänge, bei der nächsten Stadtverordnetenwahl in Berlin die Oberhand zu bekommen, so hätte die Berliner Bevölke- rung auf dem kommunalen Gebiete eine ähnliche Politik zu er- warten, wie sie diese Parteion jetzt im Reiche betreiben. Im Reiche haben die deutsche und die deutschnationale„Volkse-Partei die Zölle durchgedrückt� die die Lebenshaltung der breiten Masten ungemein verteuern. Sie haben ferner ein„Aufwertungsgesetz" durchgcbracht, das nichts besagt und nichts gibt, und das für Hunderttausende eine Enttäuschung Ist, die gerade die Rechtsparteien gewählt hatten, weil sie ihren Versprechungen betreffend Aufwertung der Spareinlagen, der Kriegsanleihen usw.'geglaubt hatten. Eine„Politik" dieses Kalibers stände den arbeitenden Klassen auch in Berlin bevor, wenn sie sich bei der nächsten Stadtverordnetenwahl durch die„nationalen" Töne der beiden„Volks"-Parteicn betören ließen. Wir müssen gegen die Rechtsparteien mit härte und mit Energie vorgehen, denn wir sind die tatsächlich Leistungsfähigeren. Das beweisen die obigen objektiven Zahlen. Wir können noch Hunderttausende von Klasjenoenossen, die entweder aus Unwissenheit oder aus Gleichgültigkeit abseits stehen, für uns gewinnen, wenn wir ihnen die obigen Tatsachen unermüdlich klarmachen. Deshalb keine Stimme den«Volks"-Parkeien. Jede Stimme der Sozialdemokratie. »» • Ein Tariffkanüal. Private und städtische Elektrizitätswerke. Die oben wiedergegebenen Ausführungen werden durch die folgende Zuschrift treffend ergänzt: „Die Hauptbeschwerden gegenüber den Charlottenburger Waster- werken betreffen bekanntlich die außerordentlich hohen Tarife, die diese Privatgesellschaft gerade von den kleinen Abnehmern er- hebt. Während die Berliner Städtischen Wasserwerke mir 15 Pfennig für einen Kubikmeter berechnen, lasten sich die pri- v a t e n Charlottenburger Wasserwerk« von den Kleinabnehmern Preise von 50 Pfennig und mehr für einen Kubikmeter be- zahlen. Die Charlottenburger Wasserwerke sind aber nicht das einzige Beispiel innerhalb Berlins, wo eine Privatgesellschaft die Bevölkerung durch übertrieben hohe Preise schröpft. Wir haben noch einen zweiten ähnlichen Fall in Berlin, und zwar ist dies die E l e k- trizitätswerk Südwest A.-G. Die Gesellschaft versorg: die drei früher selbständig gewesenen Gemeinden Schöneberg, Wilmersdorf und S ch in a r g e n- darf mit Elektrizität. Sie berechnet ihren Abnehmern für Licht- ström 35 Pfennig, für Kraftstrom 16 Pfennig für eine Kilowattstunde. Demgegenüber ist der Tarif der Berliner Städtischen Elektrizitätswerke einheitlich nur 16 Pfennig für eine Kilowattstunde, unabhängig davon, ob der Strom für Licht- oder für Kraftzwecke verbraucht wird. Aller- dings stellen die Berliner Städtischen Elektrizitätswerke dem Ab- nehmer noch eine Grundgebühr in Rechnung, die sich nach der Größe des Anschlusses richtet. Schlagt man die Grundgebühr auf den Kilo- wattstundenpreis von 16 Pfennig auf, so ergibt sich für die meisten Lichtabnehmer' der Städtischen Werke im Jahresdurchschnitt ein Strompreis, der etwa zwischen 26 und 25 Pfennig für eine Kilo- Wattstunde, also erheblich unter dem Satz von 35 Pfennig des Elek trizitätswerks Südwest liegt. Daß Privatgesellschaften auf Kosten der Abnehmer sich zu bereichern suchen, wird niemanden in Er- staunen setzen, der das kapitalistische Leben kennt. Erstaunlich ist nur, daß der Magistrat der Stadt Berlin sich diese Tarifge- barung des Elektrizitätswerks Südwest gefallen läßt, abwohl der Magksirat die Gesellschaft zwingen kann, auf den Berliner Eick- trizitätstarif zurückzugehen. Noch erstaunlicher ist, daß die Bc- zirksämter Schöneberg und Wi l m e r s d o r f, also die un mittelbar Betroffenen, denen die Sachlage ebenso gut bekannt ist, wie dem Magistrat Berlin, sich nicht rühren, um von der Go- sellschaf: eine Herabsetzung des zu hohen Elektrizitätstarifcs zu vcr- langen. Freilich ist dieses Verhalten der beiden Bezirksämter nicht mehr erstaunlich für denjenigen, der weiß, daß in den Bezirksver- Das unbegreifliche Ich. Sls Geschichteeinergugend. Roman von Tom Sristenfea. (Berechtigte Uebcrsetzung au; dem Dänischen von F. E. Bogel.) Samuelsen sprach, alz vb er mit großer Ergriffenheit aus einem Buch vorläse. „Sieh mal, wenn die Menschen Aufenthalt in Aama Loka nehmen, so nehmen sie eine Gestalt an, die nennt man Kama Rupa, und das ist der unmittelbare Ausdruck für den Cha- rakter des Toten, verstehst du: doch wenn man, wie ich so, verrückt auf die Weiber gewesen ist— ho— dann zieht mich meine Begierde mit magnetischer Kraft zu den Freuden- häufern hernieder." „Sind Sie dann ein Geist?" „Ja, dann bin ich ein Geist. Deshalb sind alle Bordelle mit den Geistern gestorbener Lüstlinge gefüllt, und alle Wirts- Häuser sind voll von den Geistern der Trunkenbolde. Das kann man auch schon der Luft anmerken. Darum schreiben auch so viele Dichter über solche Orte. Die muffen immer da sein, wo Geister sind." Darauf stützte Samuelsen die Stirn in seine große welber» freundliche Hand und schwieg still. „Erzähl mir noch ein bißchen, och ja!" „Nein, nein!" antwortete er mürrisch in seinen Aermel hinein,„ober was bin ich doch für ein Idiot gewesen! Einen Augenblick später richtete er sich auf, zog die Bein- kleider stramm und ergriff Feder und Tinte. Mit großer Energie begann er einen Brief zu schreiben, setzte einen Namenszug mit einem scharfen Schnörkel darunter und steckte ihn in einen Umschlag. „Mach und laufe damit zu Frau Petersen hin. Nun muß es aus sein. Sie soll nicht mehr kommen! Ich stand auf und lief fort. In der folgenden Nacht erwachte ich durch ein heftiges Gezanke. Frau Petersen war zurückgekommen. Das Gezanke ging in Weinen über und das Weinen in eine Idylle, und alles blieb beim Alten. Der Abschluß dieser friedlichen Periode, wo ich ange- fingen hatte, mich in dem Zigarrenladen heimisch zu fühlen, kam auf plötzliche und unerwartete Art. Es war spät abends, und ich war im Begriff, mich aus- zuziehen, als Samuelsen zu mir hereinkam. „Zieh dich wieder an, wir wollen noch einen Gang machen." sagte er so obenhin. „So spät?" fragte ich oerwundert. „Ja. keine Einwendungen. Ich muß untersuchen, was du wert bist." Ich zog mich atemlos an. Zuweilen hielt ich die Luft an, wie beim Examen. Was würde geschehen? Dann atmete ich schließlich aus und strich mir über die feuchte Stirn. Wir gingen. Es war ein mondheller Abend. Die Häuser warfen schwarze, eckige Schatten. Die Dächer waren wie mit un- ruhigem Quecksilber überrieselt. Wenn ich zufällig auf meine Hände sah, waren sie grün, und bewegte ich sie, kamen sie mir wie fremde, tote Hände vor, die in einer durchsichtigen Dunkel- heit herumtasteten. Samuelsens Gesicht lag in dem breiten Schatten seines Hutes: nur sein graumelierter Bart ragte in den grünlichen Schein hinaus und wurde unheimlich lebendig. Es war ganz still in allen Straßen. Die Menschen waren fern und unhörbar. Kam uns ein Mann entgegen, schien es wie ein schwarz gekleideter Toter mit vornübergebeugtem Kopf. Wir gingen lange: durch schmale Straßen, wo der schwarze Schatten die eine Seite tiefdunkel wie Samt machte, während die Häuserfassaden auf der anderen Seite sich gleich- sam hintenüberlegten, um den Mondschein aufzufangen: über offene Plätze, die von einem verschwommenen, grünen Himmel höher überwölbt waren als sonst, und vorbei an Gärten, die mit scharfen, schwarzen Konturen dalagen. Wir gingen an einer Mauer entlang und blieben vor einer Gittertür stehen. Ich sah hindurch auf eine lange Allee mit dunklen Zypressen und leuchtendem Fliesenbelag. „Hier müssen wir hinein!" sagte Samuelsen und sah sich nach allen Seiten um. ,T)as ist ja ein Kirchhof!" rief ich aus und starrte angst- lich auf ein weißes Kreuz drinnen. „Na selbstverständlich ist es einer!" Er steckte einen Schlüssel hinein und öffnete. Eine Gestalt mit einem leuchtenden Fleck auf dem Bauche kam uns entgegen. „Guten Abend, Herr Samuelsen!" sagte die Stimme, die aus dem dunkeln Gesicht herauskam. Der leuchtende Fleck war eine Laterne. „Guten Abend! Hier ist der Schlüssel. Schönen Dank dafür!" Ich stand dicht neben Samuelsen. All die weißen Kreuze und Grabsteine drängten sich zwischen den dunkeln Büschen. Es lag ein flimmerndes Leben über ihnen. Ein weißer Kreuzesarm, eine abgebrochene Säule, eine Marmortaube, eine trauernde Steinfrau, Bäume, die Mutter glichen, wenn sie das lange Haar vor ihrem Gesicht kämmte, Eschen und Pappeln, die wie mit Flittern besetzt glänzten, ein aufblitzendes Geländer, alles zusammen stürmte unregelmäßig und un- heimlich, wie Dinge, die in unordentlichem Durcheinander in einer Rumpelkammer liegen, auf mich ein. „Haben Sie jemals etwas gesehen, Herr Dang?" fragte Samuelsen. „Nein, ich besitze nicht das astrale Gesicht!" antwortete die Gestalt. Wir gingen die Allee hinauf. Jeder Schritt auf den Fliesen klang überraschend. Ich fuhr zusammen, und wagte weder zu sehen, noch zu hören. Alle Zypressen glitten an mir vorbei: aber jeder Baumstamm war lebendig. Seine Umrisse zeichneten sich deutlich ab, doch seine Schwärze schien unheildrohend, als ob ein Mann, den man nicht sehen konnte, hinter ihm stände. Endlich kamen wir zu einem freien Platz mit ungleich- mäßigen Hügeln. Der Mond schien auf einige langen, weißen Bänder, hie und da blitzte eine Vergoldung auf. „Waldemar, sieh über den Platz," sagte Samuelsen,„be- merkst du etwas?" „Ja— ja— ich sehe etwas Weißes und etwas Gol- denes." „Das sind bloß die Bänder an den Kränzen." „Wir wollen lieber fortgehen und den Jungen allein lassen," fdgte Bang. „Nein, ihr dürft nicht fortgehen!" schrie ich. „Waldemar, du bleibst hier: wir gehen bloß ein Stück die Allee entlang und kommen gleich wieder. Sieh nun über die Gräber hin, und wenn du etwas bemerkst, dann jage es!" kommandierte Samuelsen. Sie fingen an fortzugehen, und bei jedem Schritt, den sie sich weiter entfernten, wurden die Einsamkeit und das Dunkel größer. Ich konnte merken, wie die Bäume hinter mir un- ruhig wurden. Plötzlich ertönte ein Knacken, so daß meine Angst gleichsam hochstieg. Es schmerzte über der Stirn. Was sollte ich sehen? War da nicht ein schwarzer, toter Mann, der sich hinter einem der unregelmäßigen Hügel de- wegte? Es war eine wellenförmige Bewegung, als ob eine vorübergebeugte Gestalt hinter dem Hügel vorbeilief, wo die Bänder raschelten. Jetzt kam ein Arm hinter einem Baum hervor! Ich sah dahin: doch cher Arm wurde ebensoschnell zurückgezogen, wie ich meinen Blick abwandte. Dort an der Seite, ich bemerkte das durch die Apgenwinkel, stand ein Mann, es war ein Schornsteinfeger mit einer langen, schwor- zen Leiter. Trug er nicht ein zusammengerolltes Tau im Arm? Ein toter Schornsteinfeger! Ich schrie. Ich fühlte eine Leere im Hinterkopf.(Fortsetzung folgt.) sammlungen Schöneberg und Wilmersdorf die beiden Rechts. parteien dominieren. Diese beiden„ Bolts" parteien sind die Edugtruppe folcher Gesellschaften wie der Charlottenburger Wassermerte und des Elektrizitätsweits Südwest, so wie sie im Reiche den 3ellwucher und den Aufwertungsschwindel durchgeführt haben, als Schußtruppe der Großagrarier, der Schwerindustrie nnd des Finanzfapitals. Die Rechtslage, die die Bezirksämter Schöneberg und Wilmersdorf nicht zugunsten ihrer Bevölkerung anwenden wollen, ist die folgende: In den Berträgen, die zwischen der Elektrizitätsmert Südwest A.-G. und den damals selbständigen Gemeinden Schöneberg, Wilmersdorf und Schmargendorf in den Jahren 1899, 1900 und 1907 abgeschlossen wurden, heißt es im§7 Swede der Beleuchtung nach den Berliner bzw. ausdrücklich, daß die Lieferung von Elektrizität zum Den jeweiligen Charlottenburger Tarifbeft immungen erfolgen muß. In den Nachtragsverträgen vom Jahre 1900 wurde nochmals festgesetzt, daß die jeweilig für Berlin Söneberg( bzw. Wilmersdorf) maß gebenden Tarife diejenigen für die Stadt Berlin nicht überschreiten dürfen. Diese vertraglichen Bestimmungen befagen ganz einfach und deutlich, daß der vom Elektrizitätsmert Südwest aufgestellte Lichttarif von 35 Pfennig für eine Kilowatt stunde für Unrecht erhoben wird, und daß die Gesellschaft gezwungen werden kann, auf den viel niedrigeren Berliner Städtischen Elettrizitätstarif herabzugehen. Es hat feinen 3wert, über diese Tariffrage mit der Gesellschaft zu debattieren. Die eigentliche Quelle des Mißstandes flegt bei den von den Rechtsparteien beherrschten Bezirtsämtern Schöneberg und Bilmersdorf. Diese wollen einfach nicht. Dagegen gibt es nur die Selbsthilfe der Bevölkerung in der Weise, daß die Mehrheit der beiden Rechtsparteien in den Bezirken Schöneberg und Wilmersdorf bei den kommenden Stadt- und Bezirksverordnetenwahlen beseitigt und durch eine sozialdemokratische Mehrheit ersetzt wird. Die Wähler müffen endlich den Schwindel durchschauen, der darin liegt, daß zwei Parteien sich Bolts" parteien nennen, die niemals zur Stelle find, wenn es sich darum handelt, die wirt. lichen Interessen der Bevölkerung zu wahren." Ein Alarmsignal. Die„ Rote Fahne" nennt das Vorgehen der Rechtsparteien im Berliner Rathaus am vergangenen Donnerstag einen monarchistischen Borstoß gegen das Berliner Schulwesen. Für die werftätige Bevölkerung Berlins müffe das ein Alarmsignal für die Stadtverordnetenwahlen sein. Es handele sich um nichts anderes als darum, ob hunderttausend Arbeiterfinder nach dem Willen der Monarchisten in den Schulen Berlins beeinflußt werden sollen. Das fönne und müsse die Arbeiterschaft durch die Wahlen am 25. Oftober verhindern. In der Tat, das wird die Berliner Arbeiterschaft tun, fie wird sich dabei aber erinnern, daß die Kommunisten es gewesen sind, die den Abbau Baulsens erst ermöglicht haben. Herr Goß, der Beauftragte der Kommunisten, erklärte ausdrücklich, daß sie aus politischen Gründen für den Abbau stimmen würden. Und zur großen Freude der bürgerlichen Reattion, die allein ihr Ziel nie erreicht haben würde, brachten sie Baulsen zur Strecke und beseitigten damit die sozialistische Mehrheit im Magiftrat. Die Kommunisten haben tein Recht, über den Borstoß der Rechtsparteien fich zu entrüften. Diese handeln nur ton fequent, ihren reaktionären Zielen entsprechend. Der Berliner Arbeiterschaft aber ist es längst zur vollen Klarheit geworden, daß die Kommunisten lediglich die Steigbügelhalter der Reaktion sind. Das Jammern hinterher verfehlt seinen 3wed, und mit der abgegriffenen Lattit der Entlarvung der Sozialdemo tratie" locken die Kommunisten keinen Hund mehr vom Ofen vor. Der Raubanschlag im Polizeipräsidium. Die Gespräche in der Münzstraße. Zu der Beraubung der beiden Kaffenboten im Polizeipräsidium wird folgendes mitgeteilt: Nachdem durch die Indiskretion eines Mittagsblattes die weitere Untersuchung zur Aufklärung des an den Kassenboten im Polizeipräsidium verübten Raubanjdlages schwer gefährdet wurde, der Name des einen mutmaßlichen Täters in die Deffentlichkeit gekommen ist, hat es teinen 3wed mehr, mit weiteren Meldungen zurückzuhalten. Wähler- kundgebungen Große Unterschlagungen in einem Eisenbahnwerk. Acht Angestellte verhaftet. Gestern wurden auf dem Eisenbahnwer! Brandens burg West unverhofft Revisionen der Lohnbücher vorgenommen, wobei man großangelegten Unterschlagungen auf die Spur kam. At Angestellte wurden verhaftet. Leibes. vifitationen förderten bei einem Angestellten allein 1400 m. zu tage. Die Summe der wöchentlichen Unterschlagungen soll sich auf 2000 bis 3000 m. belaufen. Die Verhafteten sind sämtlich geständig. Einzelne geben Unterschlagungen bis zu 10000 m. zu. Die Erregung der Arbeiterschaft ist groß. da angenommen wird, daß die unterschlagenen Gelder von den Lohnbeträgen der Arbeiter genommen sind. Nähere Einzelheiten fehlen noch. am Dienstag, den 6. Oktober, 7% Uhr abends Mitte: Musikerfäle, Kaiser- Wilhelm- Straße 31. Tiergarten: Arminiushallen, Bremer Straße 71. Nationalhof Bülowstraße 37. Wedding: Pharusfäle, Müllerstraße 142. Prenzlauer Berg: Oberrealschule, Pasteurstraße 44. Friedrichshain: Andreas Festfäle, Andreasstraße 21. Kreuzberg: Rabe, Fichteftraße 29. Wilmersdorf: Spichernfäle, Spichernstraße 3. Charlottenburg: Leibniz- Oberrealschule, Schillerstraße 126. Schöneberg: Uhlandschule, Kolonnenstraße 24. Steglih: Oberrealschule, Elisenstraße. Mariendorf: Realgymnasium, Kaiserstraße. Neukölln: Wintergarten( Schultheiß), Hasenheide 22. Treptow- Baumschulenweg: Nitschke, Am Treptower Park 26. Köpenid: Stadttheater, Friedrichstraße 6. Bohnsdorf: Lokal Schulz, am Dorfteich. Lichtenberg: Cecilien- Lyzeum, Rathausstraße 8. Weißensee: Boruffia- Brauerei, Berliner Allee 202. Pankow: Linder, Breite Straße 32. Reinickendorf: Ramlow, Kastanienwäldchen, Schönholz 14. » Der Rechisturs in Deutschland und die Parteien! Schiebeprozeß verurteilte gestern das Schöffengericht Charlottenburg Warum muß Berlin am 25. Oftober fozialdemokratisch wählen? Redner: Aufhäuser, Clara Bohm- Schuch, Brolat, Crispien, Czeminski, Edardt, Flatan, Dr. Käte Frankenthal, Gutschmidt, Hah, Ad. Hoffmann, Hörfing, Horlik, Heitmann, Auffner, Künstler, Dr. Lohmann, Lüdemann, Dr. Levi, Ciffe, Leid, Offo Meier, Mielih, Dr. Mofes, Rohde, Reuter, Liesbeth Riedger, Reimann, Scheidemann, Stampfer, Stelling, Adele Schreiber- Krieger, Rob. Schmidt, Urich, Dr. Weŋl, Dr. Weinberg, Wendt, Wermuth, Dr. Witte. Genoffen, agitiert unermüdlich für diese Rundgebungen! Gestaltet dieselben zu einem eindrucksvollen Auftakt unserer Wahlkampagne! Neue Dachstuhlbrände. Anklageerhebung gegen die Gräfin v. Bothmer. Der Erste Staatsanwalt Gerlach in Potsdam hat gegen die Gräfin Elenore v. Bothmer wegen einfachen und schweren Diebstahls Anklage erhoben. Der Staatsanwalt hat beantragt, das Verfahren zu beschleunigen, da diese Angelegenheit bereits die breiteste Deffentlichteit befchäftigt hat. Die Ber handlung findet vor dem erweiterten Schöffengericht in Potsdam statt. Berurteilung von Kofainfhiebern. In einem großen Rofaindie Angeklagten Beder, Gerson und Beckmann zu je 1 Jahr 3 Monaten, Rosenbusch wegen unerlaubten Kokainhandels zu 1 Jahr Gefängnis. Eine Anzahl weiterer Angeflagter zu 3 bis 6 Monaten Gefängnis, die Angeflagte Beder zu 4 Monaten Gefängnis mit Bewährungsfrist. Die Rotainschnupfer erhielten wegen unerlaubten Gr werbs von Kotain je 1 Monat Gefängnis. Gegen einen ausgebliebenen Angellagten wurde ein Haftbefehl erlassen. Die Stadtverordnetenversammlung hat ihre nächste Sigung am Donnerstag um 45 Uhr. Zu den vielen Reſten aus den früheren Sigungen ist wieder noch ein Dugend neuer Berhendfungsgegenstände gekommen. Unter diesen sind die beiden in der vorigen Sitzung von der fozialdemokratischen Fraf. tion eingebrachten Dringlichkeitsanträge, deren fo: fortige Beratung durch den von der Rechten kommenden geschäftsordnungsmäßigen Widerspruch verhindert wurde. Es handelt sich um den Antrag, den Beschlüssen des städtischen Tarifvertragsausschuffes beizutreten, daß den Arbeitern der Stadt eine Erhöhung des Stundenlohnes um 10 Pfennig gegeben werden soll und das tarifliche Lebensalter der Bollarbeiter auf 21 Jahre ermäßigt werden soll, fomie um den anderen Antrag, der neben den zwei amtierenden Baufontrolleuren die Anstellung von weiteren zwei Baufon. trolleuren aus dem Kreile der baugewerblichen Arbeitnehmerorganisationen fordert. Zu den wieder auf der Tagesordnung stehenden älteren Anträgen der sozialdemo fratischen Fraktion, die teils aus dem Ausschuß zur zweiten Be ratung zurückfommmen, teils noch der ersten Beratung harren, ge hören unter anderem die Anträge betreffend die Unterstügung abgebauter Gemeindearbeiter, das Drtsstatut zur chaffung von Kleingarten Dauertolonien, Wiedereinführung des Achtstundentages für das tarif. liche Krankenpflegepersonal, den Einspruch gegen den Reichsschulgefegentwurf. die Am Sonnabend nachmittag war die Berliner Feuerwehr fast ohne Unterbrechung beschäftigt. So wurde fie unter anderem wegen eines großen Dachstuhlbrandes nach der Frankfurter Alle 60 gerufen, wo die Da ch stühle des Seitenflügels und des Quer gebäudes in ganzer Ausdehnung in Flammen standen. Unter den Hausbewohnern hatte sich eine Banif ausgebreitet, weil die Treppen wegen des Qualmes nur schwer zu benußen waren. Unter Leitung der Bauräte Hammer und Meyer wurde mit mehreren Motorsprigen angegriffen. Die Dächer bestanden aus Ziegelbelag mit doppelter Pappenunterlage und verursachten dadurch eine außeroent lich starte Qualmentwicklung. Die Folge davon mar, daß nach zweistündiger Tätigkeit die erschöpfte Mannschaft durch zwei neue Löschzüge abgelöst werden mußte. Der Oberfeuerwehrmann Kühn und der Feuerwehrmann Sfel erfrantten an Rauchvergif tung fo schwer, daß sie nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht werden mußten. Ein der Brandstiftung verdäch tiger Mann wurde von der Feuerwehr auf der Brandſtelle feſtigung von Uhland, Ede Günzelſtraße( wo die Sigung stattfand) bis genommen und der Polizei übergeben. Beide Dachstühle find vermutlich böswillig angezündet worden. Der Dachstuhl des Borderhauses fonnte gefchüßt werden. Das Rundfunkprogramm. Sonntag, den 4. Oktober. Mac Dowell: Dolce. b) Paul Juon: Elegie( Musikdirektor Dr. 9 Uhr vorm.: Morgenfeier( Franziskus- Feier). 1. a) Edward Meph Kromolicki. Harmonium). 2. a) Dante: Gebet des heiligen Benedikt und die Rosen des hl. Franz( Maria Weißleder. Rezitation). 3) Ansprache über den Heiligen von Assisi( Pfarrer Melchior Grossek, Friedrichshagen). 4. a) Salve Regina, Gregorianischer Hymnus, b) Dominikus Johner OSB: Maria, blü'nder Rosenhag, c) Dominikus Johner OSB: Sei gegrüßt, d) Tinel: Lied an die Armut, Text vom hl. Franziskus, aus dem Oratorium, Franziskus", e) Löwe: St. Franziskus( Elfriede Fritz- Hartig, Gesang). 3 Uhr nachm.: Schachfunk für Anfänger( E. Nebermann). 3.30 Uhr nachms.: Funkheinzelmann begegnet dem Märchendichter Hans Bodenstedt, der ihn den Berliner Kindern zum ersten Male vorstellt. Er erzählt: Funkheinzelmann am Märchenbrunnen"( Eine Mondfahrt durch den Friedrichshain). 4.30-6 Uhr abends: Nachmittagskonzert der Berliner Funkkapelle. Leitung: Konzertmeister 6.45 Uhr abends: Hans- Bredow- Schule( Bildungskurse). Abteilung Ferdy Kauffman, unter Mitwirkung von Leopold Schwarz, Bariton. Landwirtschaft. Gartendirektor Meermann: Der landwirtschaftliche Gemüsebau". II. Teil. 7.15 Uhr abends: Humoristisches Funkallerlei( Georg Bamberger). 7.45 Uhr abends: K. W. Goldschmidt: Vom Norden zum Süden Italiens". 5. Vortrag. Neapels Umwelt, das wiedererstandene Pompeji". 8.30 Uhr abends: Richard2. Till Eulenspiegel( Berliner Funkorchester). 10 Uhr abends: Fritz Strauß- Abend. Dirigent: Bruno Seidler- Winkler. 1. Aus Italien. Lang spricht über„ Erinnerungen aus meiner Filmtätigkeit". Anschließend: Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten, Zeitansage, Wetterdienst, Sportnachrichten, Theater und Filmdienst. Königswusterhausen, Sonntag, den 4. Oktober. Bernhard an die Muttergottes, b) Federer: Die Dornen des hl. Der Gestgenommene ift ein 31 Jahre alter Kaufmann Wilhelm Berger, der mit seiner Braut zusammen bei feinen Eltern in der Stegliger Straße wohnte. Er wurde bereits vorgestern früh von Kriminalbeamten mit seiner Braut aus der Wohnung heraus verhaftet. Jemand hatte gesehen, wie die beiden falschen Kriminalbeamten in der Königgräger Straße mit den beiden Kontoristen das Auto bestiegen. Als er nun später in der Zeitung von diesem Streiche las, erinnerte er sich der Personen beschreibung, die er auch noch ergänzen konnte. Go tam man auf Berger, der von 1919 bis 1920 bei der Schußpolizei war und dann wegen grober Dienstvernachlässigung entlassen wurde. Berger wurde weiter schwere belastet durch ein Gespräch, das in einem Zoral in der Münzstraße belauscht worden war. Hier erzählte ein Mann mit dem Spitznamen Juden- Willi" einem anderen, daß er Berger in großer Aufregung in der Dircksenstraße getroffen habe. Auf die Frage, was er denn habe, habe ihm Berger geantwortet, er erwarte jemanden, der ihm 10000 Mart bringen werde. Bepor noch weiter darüber gesprochen wurde, aus was für einer Sache denn das Geld tomme, sei schon ein Mann erschienen, der Berger eine Tasche überreicht habe. Gleich darauf fei eine Frau hinzugekommen. Dieser habe Berger 9500 Mart übergeben mit dem Bemerten, für 2000 Mart folle fie fich Belge faufen, das andere aber auf die Stante legen. 500 Mart babe Berger für sich behalten. Mit diesen hat er, wie die Ermittlungen cigaben, neipgelage veranstaltet. Der Verhaftete erscheint hiernach sehr schwer belastet, zumal da auch die beiden Kaffen- Sopran; Wladimir Lucas, Tenor: Klara Bach am Flügel. 1. Schuboten, wie wir schon mitteilten, in ihm einen der falschen Kriminalbeamten wiederguertennen glauben. Ju der Trunkenheit. Eine empfindliche Strafe für einen recht frivolen ,, Scherz" erhielt gestern der 22jährige Bersicherungsangestellte Ernst 3obel vom Schöffengericht Tempelhof zudiftiert. Straßenpassanten beobachtet, daß nachts um 11% Uhr in der Nähe Am 28. Februar hatten des Urbanfrankenhauses ein junger Mann einen Pflasterstein auf die Schienen legte und sich hinter einem Baum versteckte. Der Stein wurde jedoch von der vorüberfahrenden Straßenbahn beiseite geschoben. Der Attentäfer legte mum mehrere fleine Steine auf die Schienen. Zum Glück bemerfte der Fahrer rechtzeitig das Hindernis, bremste scharf und stieß mit der Stange die Steine fort. Auch das war dem Burschen noch nicht genug. Jezt häufte er Steine auf das andere Gleis. Der in entgegengesetter Richtung tommende Fahrer war aber schon durch Zurufe aufmerksam gemacht worden, fam langfam angefahren und verhinderte fo einen Straßenbahn unfall. Merkwürdigerweise hatten die Straßenpassanten dem Unfug ruhig zugefehen und nahmen erst jezt die Berfolgung des Burschen auf, der fich inzwischen davongemacht hatte. Der wegen Trans. portgefährdung angeflagte Ernst Zobel entschuldigte fich mit finnlofer Truntenheit. Unter dem Einfluß des Alkohols wisse er nicht, was er tue. Auf Antrag der Verteidiger war 3obel von Sanitätsrat Dr. Leppmann untersucht worden. Der Sachverständige hielt ihn für zurechnungsfähig, glaubte aber, daß es möglich fei, daß Robel im Alkoholrausch nicht völlig die Tragweite feines Tuns ermessen fonnte. Das Gericht verurteilte Zobel zu der Mindeststrafe von einem Jahr Zuchthaus und stellte ihm nach sechs Monaten Bewährungsfrist in Aussicht, wenn deffen Eltern fich bereitfinden sollten, ihn in eine Trinkerheilanstalt zu bringen. 11.30-12.50 Uhr mittags: Konzert. Mitwirkende: Edith Bach, mann: a) Der Nußbaum, b) Die Lotusblume, c) Clondsa: Negerlied. d) Mozart: Wiegenlied( Edith Bach). 2. Mendelssohn: a) Nachtlied, b) Auf Flügeln des Gesanges( W. Lucas). 8. Peter Connelins: Duett( Bach- Lucas). 4. Klaviersolo( Klara Bach). 5. Mozart: a) Endlich naht sich die Stunde. aus dem„ Figaro". b) Ihr, die ihr Triebe des Herzens kennt( Edith Bach). 6. Eugen die Zitronen blü'n( Edith Bach). 12 Uhr mittags: EsperantoOnegin: Arie des Lensky( W. Lucas). 7. Kennst du das Land, wo vortrag. Montag, den 5. Oktober. Außer dem üblichen Tagesprogramm: kapelle. Loitung: Konzertmeister Ferdy Kauffman. 6.40 Uhr abends: 4.30-6 Uhr abends: Nachmittagskonzert der Berliner FunkZehn Minuten für die Frau( Die Rute in der Kinderstube"). Technik: Technische Wochenplauderei( Ing. Joachim Böhmer). 7 Uhr abends: Hans- Bredow- Schule( Bildungskurse). Abteilung 7.30 Uhr abends: Forschungsreisender Paul Spatz: Die westliche Sahara. 2. Teil. 8 Uhr abends: Oberingenieur Otto Nairz: Funkpraktikum". 6. Vortrag. Der Rückkopplungsempfänger und wie vermeidet man es, den Nachbar zu stören. 8.30 Uhr abends: Heiterer Witte woll schlafen?( Dehmel), c) Leo Blech: Mairegen( FallersAbend. 1. a) Leo Blech: Die bösen Beinchen( Dehmel), b) Blech: leben), d) Leo Blech: Heimkehr vom Feste( Seidel), e) Leo Blech: Wie ist doch die Erde so schön( Reinick)( Charlotte Lindemann Biron). 3. Heitere Lieder( Max Peltini. Tenor). 4. a) X. Scharvon der Berliner Staatsoper. Sopran). 2. Kleist: Anekdoten( Emil wenka: Ich weiß von einem blonden Kind( Oesterlen), b) P. W. Himmel: Der Rosenstock( Tiedge), c) H. Hermann: Das Mädchen und der Schmetterling( Wegner), d) C. Schmalstich: Weist Du's noch?( Ritter), e) M. v. Wittich: Der Zeisig( Seidel, f) C. Bohm: Gotte Lindemann). 5. E. Wunsch: Als Goethe starb( Emil Biron). Der Schwur( Baumbach). g) Bohm:' s Zuschau'n( Bohm)( Char10 Uhr abends: Dritte Bekanntgabe der neuesten Tagesnach.1 Heitere Lieder( Max Peltini). Am Flügel: Waldemar Liachowsky. richten. Zeitansage. Wetterdienst. Sportnachrichten. Theater- und Filmdienst. 10 Uhr abends: Schachfunk( E. Nebermann). Eine Aktentasche verloren. Genoffin Frida Schwerin, handtraße 40/41, hat auf den Nachhausewege von einer Vorstand zur Liepenburger Straße, wahrscheinlich beim Aussteigen aus der Straßen. bahn eine Attentasche mit ihrem Mitgliedsbuch, einigen Notizen und dent Stempel der 69. Abteilung verloren. Alle Bemühungen, die Tasche. zurückzuerhalten, find erfolglos geblieben. Der Finder wird ersucht, die Tasche zurüdzugeben. Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Sonntag, den 18. Oktober, nachmittags 3 Uhr, im Staatlichen Schillertheater Charlottenburg, Rheinische Rebellen", Schauspiel von Arnolt Bronnen. Preis pro Starte 1,20 mt. Sonntag, den 25. Oftober, nachmittags 3½ Uhr, im großen Saal der Philharmonie, Bernburger Straße, Internatio nale Bollstänze und Volkslieder". Jm Abonnement alle bier Beranstaltungen 4 Mr., Einzelfarte für die erste Veranstaltung veranstaltungen umgehend zurückzureichen. 1,20 Wif. Wir bitten, die noch ausstehenden Sonntag, den 8. Rovember, bormittags 11 Uhr, Erfte Broletarische Feierstunde im Großen Schauspielhaus. Im Abonnement alle fünf Veranstaltungen 4 M., Einzelfarten 1,20 resp. 1 M. Einzeichnungslisten liegen aus bei den örtlichen Verwaltungen der Verbände, bei den Betriebsvertrauensleuten, Gewerkschaftsschule, Engelufer 24/25, Zigarrengeschäft Sorsch, Engelufer 24/25, Tabakvertrieb Inselstr. 6, bei den bleuten der Kreise und Abteilungen, Vorwärtsbuchhandlung, Lindenstr. 2, Bezirksbildungs. ausschuß, Lindenstr. 3, in allen Borwärtsspeditionen und überall da, wo Blafate aushängen. Karten für alle Veranstaltungen in den bekonnten Verkaufsstellen. Dampferuntergang im Kanal. Der Dampfer Attala" ist im Kanal auf dem Bege nach St. Malo im dichten Nebel auf eine Klippe geRettungsboot Stoßen und gescheitert. Acht Mann der Besatzung fonnten im ans Ufer gelangen, während sieben Mann ertrunten sind. Parteinachrichten Einsendungen für diese Rubrik sind Berlin SB. 68. Lindenstraße 3. für Groß- Berlin ffets an bas Bezirkssekretariat, 2. Sof, 2 Trev. rechts, au richten. 3. Kreis Wedding. Achtung, Abteilungsleitee! Sandzettel für die Rund gebung am Dienstag, den 6. Otiober, in den Pharusfälen sind abzuholen in den Speditionen Hönisch und Fischer. 4. Kreis Brenzlauer Berg. Montag, den 5. Oftober, abends 7% Uhr, bei Klug, Danziger Str. 71, Funktionärinnenkonferenz. 6. Kreis Kreuzberg. Achtung, Abteilungsleiter! Scfort Sandgettel abholen von Sdyweilardt, Köpenider Str. 166. Anschließend Handzettelverbreitung ilber den ganzen Kreis. Reine Abteilung darf fehlen. 11. Kreis Schöneberg- Fricbenau. Dienstag, den 6. Oftober, abends 8 Uhr, Sikung der Reitunastommiffion. Alle Abteilungen milffen vertreten sein, da wichtige Aussprache. 12. Streis Stenlik, Zaniwik, Lichterfelbe. Montag, den 5. Oftober, abends 8 Uhr, Fraktionssisung. Sämtliche Stadt- und Bezirksverordnete sowie Bürgerdeputierte müssen erscheinen. 13. Kreis Tempelhof- Marienborf. Montan. ben 5. Oftober, abends 7½ Uhr, Fraktionsgung im Feuerwehrdienstgebäude, Mariendorf, Rimmer 10. Am Mittwoch, den 7. Ottober, Bezirksversammlung. Aussprache über den Raffenraub in der Bezirkskaffe. 17. Kreis Lichtenberg. Mittwoch, den 7. Oktober, abends 7½ Uhr, in der Bibliothet Beidfelstr. 28, Areisvorstandsfkung. 19. Kreis. Montag, 7% Uhr Kreisfrauenversammlung bei Neeß. Berliner Straße, Ede Lindenpromenade. Berichte vom Frauentag in Heidelberg und Frauentonferenz. Alle Abteilungen milisen vertreten fein. Heufe, Sonntag, den 4. Oftober: 33. bt. Atung, Abteilungsführer! Sandzettel sur öffentlichen Wahlun gebung von Lojad, Bemmeftr. 8, vorm. 9 Uhr abholen. 69. bt. Wilmersdorf. Unser aller verdienter Genoffe Stotemann feiert heute feine goldene Sodzeit. Bir avatulieren bem Jubilar herzlichft 92. bt. Reutöln. Vorm. 10 Uhr beteiligen fich die Genofien, fomeit irgend möglich, an der Aufnahme für den Film Freies Boll" in Schloß Schönhola Mittwoch, bent 7. b. m., abends 8 Uhr, bet Bolff, Raifer- Fried rich- Str. 173, Ede Rofeggerstraße, Abteilungsfunktionärjisung. Die Be airfsfihrer laden ein. Rein Funktionär darf fehlen. Auch Stadt- und Bezirksverordnete fowie Gewertschaftsfunktionäre find eingeladen. Hauptpuntt der Tagesordnung: Mitteilungen beit. Stadtverordnetenwahlen. 136. Abt. Reinidenborf- Oft. Die Einladungszettel zur Bählerverfammlung am Dienstag, den 6. Oftober, find vorm. 10 Uhr für ben 1. bis 6. Bezirk Dom Genossen Wahle, für den 7. bis 16. Bezirk vom Genossen Bamberger abzuholen. Morgen, Montag, den 5. Oftober: 3. Abt. 7 Uhr bei Krüger, Engelufer 23, Bortrag über Die Bedeutung der Stadtverordnetenwahlen". Referentin Genoffin Selene Schmig. 12. Abt. 8 Uhr bei Schmidt, Wicleffit. 17, Funktionärversammlung. 27. Abt. Die Bezirksführer rechnen beftimmt bis Montag abend beim Abteilungsfaffierer ab. Die Blaublicher find zum Abstrich mitzubringen. 29. Abt.& Uhr Sigung der Funktionäre bei Burg. Prenzlauer Ace 189. 40. Abt. 7% Uhr bei Reufner, Sagelberger Str. 20a, Funktionärversammlung. 41. bt. 7% Uhr bei Schult, Mariendorfer Str. 5, Gigung des Abteilungsvorstandes mit allen Funktionären. 42. Abt. 7% Uhr bei Biersdorff. Urbanfic. 6, Funktionärversammlung. Der Abteilungsvorstand findet Tagesordnung: Wahlvorbereitungen. fich bereits um 7 Uhr ein. 43. Abt. Besichtigung des Gesundheitshauses Amt Urban für die Bezirke 125, 126, 127, 128, 129, abends 7 Uhr Vortrag des Stadtarztes Dr. Bejach über weemäßige Ernährung". 51. bt. Charlottenburg. 7% Uhr bei Lehmann, Rönigsweg 8, Funktionär versammlung. 88. Abt. Lichtenzade. Die Genoffen treffen fide aur Einäscherung des verstorbenen Genoffen Thielele nadm. 4% Uhr DOT dem Krematorium Gerichtstraße. 97. Abt. Rentölln. Die Gefchente zur Tombola, müssen bis zum Mittwoch, den 7. Oftober, beim Genoffen Bland, Sermannstr. 76-77, abgegeben werden. 101. Abt. Ereptom. 7 Uhr Sigung des engeren Abteilungsvorstandes in der Spedition. 125. Abt. Weißenfee. 8 Uhr bei Gallas, Lehderstr. 122, Borstandssigung. Uebermorgen, Dienstag, den 6. Oftober: 74. Abt. Zehlendorf. 8 Uhr im Barteilokal außerordentliche Mitgliederver fammlung. Alle Funktionäre und die in der kommunalen Berwaltung tätigen Genoffen werden erfucht, bereits um 7 Uhr zu erscheinen. 80. Abt. Schöneberg. 8 Uhr Sihung der Funktionäre und Wahlhelfer bei Gramatfe, Cranach, Ede Canovastraße. 85. Abt. Tempelhof. 7% Uhr große Funktionärversammlung Werder, Ede Kaiser- Wilhelm- Straße. bei Bufe, 104. b. Rieberschöneweibe. 7 Uhr bei Thiele Vorstandsfizung. Sämtliche Funktionäre, Wahlvorstände und besonders die Revisoren find bazu ein geladen. Am Mittwoch, den 7. Oktober, nimmt die Abteilung an ber öffentlichen Bersammlung im Bürgergarten, Johannisthal, teil. 120. Abt. Raulsberf. 7% Uhr im Jugendheim Adolfftr. 26, Bortrag der Genoffin Kähler über Die tommenden Wahlen". * Jungfozialisten. Am Montag, ben 5. Oftober, 18 Uhr, Mitgliederversamm. lung im Breußischen Landtag, Prinz- Abrecht- Str. 5. Um 17 Uhr Sigung des Arbeitsausschusses ebenda. Gruppe Lichtenberg: Am Sonntag, den 4. Oftober, vorm. 9 Uhr, Sandzettelverbreitung. Rachm. 2 Uhr Treffen am Bahnhof Stralau- Rummelsburg( Sonntagstraße) zur Teilnahme am Baldfest in der Wuhlheide. Nachziger treffen sich am Wasserturm in der Wuhlheide. Am Montag, den 5. Oktober, Beteiligung an der Mitaliederversammlung im Breußischen Landtag. Gruppe Reinidendorf: Montag, den 5. Oftober, fällt der Gruppenabend aus. Beteiligung an der Mitgliederversammlung im Landtag. Mitgliedsbuch legitimiert. Achtung! Gruppenabende regelmäßig ob 12. Oktober Montags im Geebad, Jugendheim, Residenaftr. 49, 7% Uhr abends. Frauenveranstaltungen am Montag, den 5. Oftober: 81. Abt. Friedenau. 8 Uhr im Restaurant Tabe, Sandjernstr. 60-61, Bortrag über Bürgerliche und proletarische Frauenbewegung". Referentin Genoffin Maria Hodann. 84. bt. Lankwig. 8 Uhr bei Behmann, Raiser- Wilhelm- Str. 22, Bericht über die Frauenkonferenz. Anschließend: Gemütliches Beifammensein. 2. Kreis Tiergarten. Arbeitsgemeinschaft den Rinderfreunde: Am Montag, den 5. Oktober, 7½ Uhr, findet eine Elternversammlung bei Schmidt, Wic Tefftr. 17( Restaurant), ftatt. Genossen und Genoffinnen sowie die Arbeiter. jugend find eingeladen. Thema: Was wollen die Kinderfreunde?" Referent Genosse Guttheit. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 88. Abt. Lichtenradbe. Unser altes Mitglied Genosse S. Thielete ist am 29. September verstorben. Einäfcherung am Montag, den 5. Oktober, nachm. 5 Uhr, im Krematorium Gerichtstraße. 136. Abt. Reinidendorf- Oft. Unser Genoffe Mhr Schmidt, Sausotterfte. 42, ift am 29. Geptember verstorben. Die Einäfcherung ist bereits am Sonnabend, den 3. Oktober, erfolgt. Jugendveranstaltungen. Heute, Sonntag, den 4. Oktober: Die Genoffen, die bei ber Jugendweihe am 13. und 20. September als Drbner tätig waren, bitten wir, auch heute, Sonntag, um 9 Uhr im Großen Schauspielhaus zu erscheinen. Alle Genoffen treffen fich heute, Sonntag fomeit fe abkömmlich find, um 9 Uhr zur Filmaufnahme Schloß Schönholz. Raje Fahnen find mitzubringen. Bruno Sönlant liest abends 72 Uhr in: Jugendheim Lindenstr. 3 aus eigenen Werken nor. Die Jugendgenossen und-genoffinnen anderer Gruppen find herzlich eingeladen. Unloftenbeitrag 20 f. Selmholzplag: Treffpunkt abends 6 Uhr Ede Schliemannftraße zur Beteiligung am Bruno- Edönlant- Abend im Jugendhem Lindenstr. 3. Schönhauser Borstadt I: Seimabend im Jugendheim Schönfeßer Str. 7. Dft: Jugendheim Seebad, Refidenzstraße, Einfährungsabend, In dieser Woche Reinidenborf Berbebezirk Kreuzberg: Me Genoffen, bie an der Jugendfeier mitwirken, müssen bestimmt Werbeum 9 Uhr Aur Generalprobe im Orpheum, Safenheide, erscheinen. begir! Rentöln: Radm. 4 Uhr im Seim Canner Straße Zusammenkunft aller Neuköllner Jugendgenossen wegen Werbeabend in Brig. E Abt. Often( Petersburger Biertel): Jugendheim Ebertnftr. 12, Einführungs und Elternabend mit besonderem Programm. Beginn 17 Uhr. Abt. Weißenfee: Abends 7 Uhr im Jugendheim Roelde, Ede Charlottenburger Straße, Schulentlaffungsfeier. Parteigenoffen, Eltern und Freunde der Bewegung sind herzlich eingeladen. Berbebezirk Oftbahn: Nachm. 2% Uhr auf dem Städt. Spielplan in der Wuhlheide Waldfeft. Gefang, Musir, Rezitation, Ansprache, Bollstänze, gemeinsame Spiele. Treffpunkt 1½ Uhr Bhf. Stralau. Rummelsburg. Fahrt bis Gadoma. Abt. Brik: Abends 27 Uhr in der Aula der Gemeindeschule Chauffeeftr. 148, Elternabend. Mufit, Gesang, Bolfstänge, Rezitationen, Lichtbildervortrag. Eintritt frei. Saalöffnung 6 Uhr. Jugend weihe der Arbeiterschaft Groß- Berlins am Sonntag, den 4. Oktober 1925, vormittags 11 Uhr, im Großen Schauspielhaus, Karlstraße. Mitwirkende: Berliner Volkschor: Leitung Dr. Zander An der Orgel: Willi Jaeger Cello- Trio: Armin Liebermann, Fritz Hoppe, Karl Lenzewski Weiherede: Dr. Lohmann Der Sprechchor der Proletarischen Feierstunde, Leitung Albert Florath u. Einzelsprecher Heinrich Witte Gastkarten an der Kasse. Morgen, Montag, den 5. Oftober, abends 712 Uhr: Der Jugenddor übt abends 7 Uhr im Jugendheim Lindenstr. 3. Die Arbeitsgemeinschaft bes Genoffen Abraham tagt im Winterhalbjahr wegen der ftarten Teilnehmerzahl in amei Gruppen: 1. jeben Dienstag 7 Uhr: Einführung in die Boltswirtschaftslehve". Beginn: Dienstag, 6. Oftober; 2. jeben Mittwoch 7½ Uhr: Probleme des Sozia lismus". Beginn: Mittwoch, 7. Oktober. Die Rusammenfünfte finden vorläufig im Jugentheim Lindenstr. 3 statt. Reue Teilnehmer werden auf den Eröffnungsabenden beider Gruppen noch angenommen. Rorbring: Friedrichs Cüdoft( Gör Serms Moabit I: Werbeabend im Jugendheim Bremer Straße. Lehrlingsheim Schönhauser Allee 140, Mitgliederversammlung. hain: Funktionärsigung im Jugendheim Dieftelmenerstr. 6-7. Tiger Biertel): Jugendheim Silfiter Str. 4, Mitgliederversammlung. borf: Jugendheim Roonstraße, Mitgliederversammlung. Der Gymnastiffurfus unter Zeitung ber Gen. 2. Mbrecht findet wieber am Dienstan, ben 6. Dobes, abends 8 he, im Jugendheim Sinbenstr. 3 Thatt. Vorträge, Vereine und Versammlungen. 99 Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefäftstelle: Berlin S. 14. Gebaftianftr. 37/38, Sof 2 St. Wassersportabteilung: Mo., d. 5., abends 7 Uhr, Mitgl.- Berf. im Klubhaus, Ohnistraße, Barterrefaal. Neukölln: Jungmannschaft Mo., b. 5., abends 7 Uhr, Mitgl.- Verf., Jdeal- Alause, Weichfeltr. 8. Bichtenberg nebst Untergruppen: Di., b. 6., abends 7 Uhr, Bollversammlung bei Tempel, Gudrunstr. 7. Turnen am Do. dieser Woche fällt aus. Reiniden borf: Di., d. 6., abends 7 Uhr, Saalschuh im Lokal Ramlow, ReinidendorfOft, Schönhola 14. Krenzberg: Die erwachfenen Rameraben haben im tommen den Wahlkampf bei ihren Parteien restlos Ordnerdienst ohne Bundeskleidung au leiften: besonderer Aufruf erfolgt nicht mehr. Mitte: Di., b. 6., abends 6% Uhr, Saalfchuk Musikerfäle. Mi., d. 7., abends 8 Uhr, Rug 2 Boyenftraße 19, Rug 6 Gtallfdreiberstr. 29, Jugend Aderstr. 1, Trommlerforps bei Summel. Wilmersdorf: Kamerabschaft Norb Di., d. 6., abends 7 Uhr, Dollzahlia Spichernfale zur Rundgebung. Tempelhof: Di., b. 6., abends 7 Uhr, Mitgl.- Verf. im Birkenwäldchen, Tempelhof, Manteuffelstraße. Dr. Sirschfeld spricht über Staat und Reichsbanner". Mitgliedstarte legitimiert. Bankow mit Untergruppen: Mo., d. 5., Turnhalle Wollantstraße, Rusammenkunft. Rameraden, welche Mitgliedstarten im Oktober nicht umPetersdorf- Fredersdorf: schreiben lassen, werden als Mitglied gestrichen. Di., d. 6., abends 7.45 Uhr, Turnhalle Fredersdorf. Hennigsdorf: Di., d. 6., abends 8 Uhr, Monatsversammlung bei Wolter. Programmbekanntgabe der Fahnenweihe. Wildau: Mi., d. 7., abends 8 Uhr, Versammlung im Rafino Schwarklopff. Sport. Rennen zu Grunewald am Sonnabend, den 3. Oktober. 1. Rennen. 1. Kublich(. Wolff), 2. Guenole( E. Hoffmann), 3. Countryside( W. Schmidt). Toto: 20: 10. Blab: 15, 47, 47: 10, Ferner liefen: 2a Bourree, Alleluia, Hebe, A'Dalt, Csardas Baron, Fichte, Heid. 2. Rennen. 1. Maifahrt( Elflein), 2. Dlive( Strüger), 3. Goldlad ( Barga). Toto: 53: 10. Plaz: 19, 24, 15: 10. Ferner liefen: Fechter, Nettar, Walla Walla, Lord Cliften, Prinzeß Frohsinn, Proklamation, glse II, Quilon. 3. Rennen. 1. Idomeneus( Bregner). 2. Habicht( M. Jentsch), 3. Licht Alberich( Huguenin). Toto: 16: 10. Drei liefen. 4. Rennen. 1. Rheinwein( W. Tarras), 2. Sonnenwende( Varga), 3. Eigensinn( Haynes). Toto: 11:10. Drei liefen. 5. Rennen. 1. Maira( D. Schmidt), 2. Prilep( Prehner), 3. Laufjunge( B. Tarras). Toto: 31: 10. Plag: 14, 32, 19: 10. Ferner liefen: Lindwurm, Frohsinn, Nobelmann, Hermes, Morgenpracht. 6. Rennen. 1. Dittator( Bleuler), 2. Heliotrop( M. Schmidt), 3. Traunegg( Barga). Toto: 23:10. Blag: 15, 23, 21:10. Ferner liefen: Nina, Gerber, Aufbau, Formoja. 7. Rennen. 1. Piaski( W. Tarras), 2. Driola( O'Neill), 3. Kadewitt ( Elflein). Toto: 80: 10. Platz: 21, 16, 21: 10. Ferner liefen: Cea, Antilope, Neptun, Simonetta, Mäuseturm, Doktor, Rüstung, Taiga, Lava. Geschäftliche Mitteilungen. Das bekannte Tuchhaus Chrig 2. Tiede, Attiengesellschaft, Berlin. 8, Leipziger Str. 104, 1. Stod( gegenüber Kempinski), hat sich, den heutigen Wirtschaftsverhältnissen Rechnung tragend, entschlossen, sein 20 Jahre be stehendes Herren- und Damen- Zuchengrosgeschäft auch auf die direkte Belieferung der Brivatkundschaft auszudehnen. Ein Besuch ohne jeden Raufzwang des fiets reichhaltigen Saisonlagers wird das Publikum von den Vorteilen des direkten Einkaufs überzeugen. Siehe heutiges Inferat. Die Preußische Zentral- Bedenkredit- Aktiengesellschaft bietet 8proa. Gold Pfandbriefe au 84 Broz. und 8proz. Gold- Kommunal- Schuldverschreibungen zu 80% Vroz. an, die durch erste Feingoldhypotheken bzw. durch FeingoldDie davlehne gebedt find und bereits an der Börse amtlich notiert werben. Lieferung der Stüde, die mit Januar- Juli- Rinsscheinen versehen find, erfolgt fofort. Eine Kündigung ist bis 1980 ausgeschloffen. Näheres im Inserat dieser Zeitung. Eine neue Fußstüge! Was lange währt wird gut, sagt der Boltsmund und das nicht mit Unrecht. Nach vielen langjährigen Bersuchen ist es gelungen, eine neue Fußftige herauszubringen, die in jeder Beziehung als vollkommen angesprochen werden muß. Die neue Einlage meidet Meball, weil diefes dem Fuß einen zu harten Drud entgegenfeßt. Sie braucht auch nicht aufgepumpt zu werden, mas fehr läftig ist. Lediglich ein elaftischer Gummikeil, der nach Belieben ausgewechselt werden kann, bewirkt in allmählicher und schmerzloser Weise die Hebung des Fußes. Die ganze Konstruktion ist verblüffend einfach und doch nicht zu übertreffen. Der Preis ist sehr mäßig. Die neue Einlage wird vertrieben burdy die Berkaufsstellen der Firma Conrad Tad u. Cie. Der Name diefer weltbekannten, feit über 40 Jahren bestehenden Firma bürgt allein bafür, daß es sich bei der neuen Einlage um feinen Bluff handelt, fondern um eine erprobte, in jeder Beziehung ernfte Gade. Man beachte die icht erscheinenden Anzeigen dieser Firma. Für Interessenten kostenlose Fußunterfuchung in allen Verkaufsstellen mit dem neuen Meßapparat Dr. Gawig. Nollendorf 1120, 1121, 1122 M. Lammfromm& Vogel Potsdamer Str. 127 Treppenläufer und Teppichstoffe in Kokos, Haar, Velour, Linoleum und Triolin. Sorgfältige Ausführung. Großer Herbst- Verkauf Billige Kleiderstoffe Sportflanell in hübsch. Sirelien, Mtr. Veloutine Kleld. genröcke, gute Qual, Mfr. 85 Pf. 1. Mor- 90Pf. ModerneStreifen fur Kleider u. Jumper, Meter Crêpe marocain bedr., ca. 100 cm br., Mir. 15 125 Hemdenzephir 130 vorz. Qual, ca. 80 cm br Mtr. solide Kleiderstoff Qual 145 195 hübsche Karostellung, Meter Samfflanell in modernen Mustern, Mfr. Schotten u. Streifen 195 neue Must, ca. 100 cm, Mir. Trikoline gute engl. Qualitas 255 weiß und tarbig, Meter Reinw.Popeline 260 viele Farb., doppeltbr., Mtr. Schuhwaren Spangenschuhe für Damen, halbspitze 1090 Spangenschuhe Form, schwarz Boxkalf für Damen, prima Lad- 1190 leder, halbspitze Form. Schnürstiefel 1. Herr., schwarz Rindbox, 12,50 Goodyear- Welt, gedopp. Schnürstiefel Herren, schwarzBoxcalf. 1650 Rahmenarb., halbr. Form Lederwaren Party- Cases großeModel.verech. 275 875 Lederart. u. Größen bis Damen- Handtasche aus gerippt. Lack leder, farb. Ledertutt., mehrere Abt., Geldt. u. Spiegel Citi 22 575 675 875 cm cm Mod. Beuteltasche Batikleder mit Innentügel 16875 9751175 cm Seidenstoffe Helvetia- Seide in lebhaften Farben, Meter 195 Kunstscidentrikot 195 schwarz und weiß, Meter Kunstseide Ottoman m. Baumw. 295 farbig, 100 cm breit, Meter Damast Kunstseide ca. 90 cm breit, Meter 340 Duchesse Mousselin. 365 schwarz, ca. 90 cm br., Mtr. Chappeseide kariert, ca. 100 cm br., Mfr. 525 Crêpe marocain 550 Kunstseld., 100 cm br.. Mtr. Crêpe de Chine 675 tarbig, doppeltbreit, Meter Crêpe marocain 790 bedr., Wolle m. Seide, Mtr. Sammet Rippen- Velvet für Knaben- Anzüge ca. 70 cm breit, Meter Köper- Velvet schwarz. ca 70 cm br., Mtr. Köper- Velvet farbig, 70 cm breit, Meter Seal- Plüsch 295 590 725 gute Qualität, für Mäntel 1550 ca. 125 cm breit, Meter Wollwaren Sportwesten Trikot, mit Futter, meliert reine Wolle, einiarbig 450 Sportwesten 590975 1650 Sportwesten reine Wolle, mit Kragen Damen- Hüte Kl. Frauenhut 725 a. Kunstplisch, m.Bandgarn. Samthut aus Samt, mit Bandgarnitur Ein Posten Damen- Mäntel 1975 aus vorzüglichen, karierten Stoffen 975 Gabardinekleid Samthut Frauenform 1175 mit Fächerbandgarnitur reine Wolle, mit Tressenbes, neuer Gürtel, Glockenrock 3650 Damen- Mantel gestreift Mouline, mit farbigem Plüsch besetzt, Glockenform 45M Damen- Mäntel Paletot kariert. Stott Strickmuster 32 M m. farbig. Plüschkragen Mantel aus Velours de laine, mit 58M Seitenfalte Mantel aus Velours de laine halb mit Paillette gefüttert, Glockenform 105M Damen- Kleider Velvet- Kleid m. Faltenrock u. Rüschen Kleid Crêpe de Chine 49M neuartig. Falten- 52M rock u. Rüschengarnitur Ripskleid neuartig. Glocken- 67M rock, gefl. Tressengarnit. Blusen Hemdbluse Flanell, geschloss. zu trag. Hemdbluse Velours, dunkle Strelfen Kunstsaidenir. Malerei 275 375 Jumper Kit Male 390 Velours Jumper dunkel gem 475 mit langen Aeriein Kasak Kunstseldentrikot mit Malerei verschied, modern. Farben aus gestrelit. 550 Jumper halbwoll. Stolf. 675 mit langen Aermeln Jumper reinwollener Foulé aparte Form Kunsts. Kar. 950 Jumper off. u. geschl: 13M zu tragen, lange Aermel Handschuhe Damen- Hansschuhe Trikot farbig halbgefüttert 90PL. Trikot farbig, halb mit 125 Kunstselde gefütt. Mocha imitiert farbig u. 165 schwarz, eleg. halbgefüttert Wildleder Imlilert 190 gelb u. farbig, gute Qualität Schweden millier tarbig 240 mit mod. Umschlagmansch. Preise Damen- Wäsche Damenhemd mit Stickerei und Spite Damenhemd mit Stickerel Damenhemd mit Stickerel- Ansat 265 3M 375 Damenhemd 425 mit Stickerel- Ein- u. Ansat Hemdhose mit Sp be, Ein- u. Ansat 425 Garnitur aus Opal m. SpisenEin- und Ansat Taghemd Beinkleid Nachthemd 390 425 675 Damen- Strümpfe Baumwolle mit Doppelsohle la Seidenflor 95 Pf. 195 schwarz u. mod. Straßenfarb. Mako beste Qualität 210 schwarz u. sollde Farben Wolle plattiert 225 Reine Wolle schwarz schwarz 350 Herren- Socken Baumwolle mit 95 Pf. Doppelsohle, schw.od. farb. Flor schwarz oder farbig 110 Wolle plattiert 120 gestrickt, schw. 11. graumellart Reine Wolle strickt, 170 graumeliert mit Patentschaft Trikotagen Damen- Triko.agen Schlupfbeinkleider 125 Schlupfbeinkleider 210 farbig mit Keil, Größe 4 Trikot m.angeraua. Futter, fart. Kunstseide, Gr. 4 naturfarbig 210 reste Wolle 575 Hem dhosen farbig. 395 wollgemischt, weiß gestrickt Pelzmantel A.Wertheim Kinderkleid ca. 120 cm lang Seal- Kanin. 185M Leipziger Str. Königstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz schottisch kariert, Länge 60 bis 95 cm, Länge 60 cm 875 ( ld. weit. 5 cm 75 Pf. mehr) 8 blühende Geschäfte mit einer stetig wachsenden Kundenzahl zeugen für die Beliebtheit unserer Firma. Und dafür, daß in weiteste Kreise die Ueberzeugung gedrungen ist, daß man scinen Vorteil nicht besser wahren kann, als wenn man Damen- Kleidung bei uns kauft. C& A BRENNINKMEYER Königstraße 33 Am Bahnhot Alexanderplatz Chausseestr.113 Beim Stettiner Bahnhof Oranienstraße Ecke Elisabeth- Uter ML 11 RENA WARE E- PRESE BILLIGE Mouline Mantel Fesches Kleid Elegant. Kleid Flotter Manfel in der modernen Herrenform mir Samtkragen, hübscher seitl. Garnierung, Falte u. Riegel 00 19 BERLIN KÖNIG STRE BERLINE CHAUSSEESTR für den Nachmittag aus aus guter Köpersem- aus gut Veloursare guter Ripsware mit ware mit hochipter- mit schönem Biberettesehr vornehm wirken- essanter Tressen der Seidenstickerei Knopfgarnierung 50 PREBERLINE ORANIEN STRE Unser Baby 29 kragen Seitenfalte Biesen- Knopfgarnierung 38 RIESENAMI GATE WARE BILLIGE PREISE R HAMBURGE MONCHEBERGSTR ALTONA GR.BERSSTR KOLN BREITESTRE ESSENE LIMBECKERSTR HANNOVER GEORGSTR Obige Angebote stehen ab Montag zur Verfügung! DO Kredithaus „, ANDERS" am Bahnhof Wedding Reinickendorfer Straße 16 Größtes Haus direkt a. Nettelbeckplatz Auf Teilzahlung Anzüge Herren Anze Paleto's echick und modern DamenGarderobe Kastime- Jumper- Kleider Mäntel Knaben-, Mädchen-, Konfirmanden- Garderobe usw. Prima- Qual. Solide Preise. Größte Auswahl Niedrigste Anzahlung Riesen- Möbel- Auswahl Polsterwaren, elg. Fabrikat 1- bis 2- Zimmer- Einrichtungen Spezialität: Mod. Küchen Korbmöbeln und Auswahl In Erleichterte Zahlungsbedingungen! Kredithaus ANDERS" Reinickendorfer Straße 16 Pank- und Gerichtstraßen- Ecke Beslohtigung ohne Kaufzwang erbeten Mitglied des Reichsverbandes des kreditgebenden Einzelhandels. Marten- Zigaretten kaufen Sie am billigsten Berlin, Kaiser- Wilhelm- Str. 32 Teppe Versand nach auswärts franko. ,,{ ווי{ יי דנון Schriftliche Bestellungen können nicht berücksichtigt werden! BMAlbert Rosenhain3 neuestes u. Damen Tresor U Saffian- Portemonnaie für h Hartgeld In diesem Zug fist heiter- still, TT P. Simmel. Der schlaue Bauer Peter Knüll. Die Butter trägt zur Stadt er' rein, Und tauscht sie gegen Landbu ein. Kauft Landbu- Margarine, lest Landbu- Männchens Abenteuer, die neue spannende Halbmonatsschrift Geht braun Saffian 55 and 20 Pf. für portofreie Zusendung Das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrungen auf dem Gebiete der Geldbehälterfabrikation. Flach, praktisch und fast unverwüstlich Übersichtliche Anordnung der Abteilungen für Geldscheine mit 3 großen, durchgehenden Taschen für Goldnotes. Große Geheimtasche für Briefschaften. Tiefe Schachttasche für das Hartgeld, die Verlieren oder Herausfallen unmöglich macht, nicht aufträgt und viel faßt. Unser neuer Hauptkatalog Nr. 2578 wird auf Wunsch kostenlos zugesandt. Rosenhain Das Haus für Geschenke Berlin SW Leipziger Strasse 12/74 an den Colonnaden Möbel Aus Anlaß des 50 jährigen Bestehens unserer Firma findet bis 1. Nov. d. J. ein Jubiläumsverkauf zu bedeutend ermäßigt. Preisen statt Weitgehende Zahlungserleichterung ohne Preisaufschlag. Generalvertreter Burghardt& Bohne, Berlin, Landsberger Str. 95 Möbelhaus Gottlieb Telephon: Amt Königstadt 176 u. 1630 Nordstern J. F. Brunswig, Seifenfabrik, Malchin. Schnitzelseifenpulver nur Rosenthaler Str. 54./ Gegr. 1875 mit geschnitzelter Kernseife Das Vollkommenste für die Wäsche General- Vertreter für Gross- Berlin Gottlob Meissner, Berlin 0112 Amt Alexander 2480 Fernruf: Mordslem 172 LEBruenig Plabe Nr.» 42.?ahrgaag 2» � Sonntag. 4. Gktober 1�25 Die Sewegung öes internationalen Handels. WeZtwirtschaftliche Umschau. Die bisher so wenig erfolgreichen Versuch« der Regierung Luther, durch Handelsverträge die deutsche Wirtschaft wieder in die Weltwirtschaft einzuschalten, von der sie sich eben durch hohe Schutz- zollmauern abgesperrt hat, lenkt die Aufmerlsamkeit auf die De- staltung des internationalen Handels, auf seine Um- iätze und seine Bedeutung für die einzelnen Länder. Aus den ver- schiedenstcn Gründen zeigen die Umsätze der großen chandelsstaatsn bei der Ein- und Ausfuhr gegenüber dein Vorjahre eine Zunahme. Das geht sehr anschaulich aus der folgenden, der Zeitschrift„Wirt- schaft und Statistik" entnommenen Tabelle hervor, die sich auf das erste Halbjahr 1325 erstreckt: Außenhandelsumsatz wichtiger Delkhandclsstaalen kMillionen R.-7N.) Es zeigt sich, daß die Außenhandelstätigkeit im laufenden Jahr größer war als 1324. Der Rückgang im 2. Quartal ist vornehmlich darauf zurückzuführen, daß die Verteilung der landwirtschaftlichen Erzeugnisie aus der letzten Ernte bereits im 1. Quartal vollzogen wurde. Im zweiten Halbjahr ist demnach mit einer Steigerung der Außenhandelsumsätze zu rechnen, wenn nicht die neuerlichen Hcm- mungen im Zollwesen der verschiedenen Länder sich allzu scharf auswirken. Deutschlands Anteil am Welthandel hat sich im laufenden Jahr beträchlich erhöht: es hat jetzt im Welthandel die dritte Stelle inne und hat somit den französischen Außen- Handelsumsatz überflügelt. Für die Gestaltung der Handelsbilanzen der einzelnen Länder auf kurze Zeitspanne hin(z. B. für den Monat August), sind die mannigfachen Sonderursachen zu beachten, die auf die Gestaltung der Handelsbilanzen auf diese oder die andere Wciie cinwirrten. Bei den meisten Ländern liegen solche besondere Mo- mente vor. Nur in bezug auf die Vereinigten Staaten dürfte em Hinweis auf die allgemeine Konjunkturlage genügen, wo als Folge erhöhter Produktion, verstärkter Kaufkraft der In- dustriearberter und Farmer, sowohl die Einfuhr ckl» die Ausfuhr erheblich gestiegen ist. Hier müßte aber vor allem die Preisgestaltung für Baumwolle und Getreide bei der Untersuchung der Aussuhr be- rücksichtigt werden. Auf deren Preisrückgang ist es zurückzuführen, daß der" in den früheren Monaten außerordentlich hohe Ausfuhr- Überschuß im August nur 8 Millionen Dollar betrug. Zölle uad Einfuhrverbole. Der jüngst veröffentlichte Lalfour-Bericht über den Außenhandel hat die überraschende Tatsache festgestellt, daß die Zoll söge der einzelnen Staaten vor kurzem noch nicht erheblich höher, in vielen Fällen sogar niabriger waren als die Zollsätze vor dem Kriege. Indessen wird dieser Zustand infolge der neu aufge- lel'ten Schutzzollwelle der letzten Monate bald überholt werden. Sieben der den scheu Zollgesetzgebung seien hier au» der letzten Zeit die neuen englischen Zölle auf Seiden, Uhren Stickereien usw. und die polnischen Einfuhrnerbote erwähnt, die hie Handels. b i l a n z e n verschiedener Länder beeinflußten. Diese Zölle wirkten sich vor ihrem Inkrafttreten zunächst in der Steigerung der Einfuhr der zollgeschützten Länder aus. Um die Zölle zu ver. meiden, wurden große Vorrät« in die betreffenden Länder eingeführt. So war die Handelsbilanz der Schweiz im Mai und Juni.— unmittelbar bevor die englischen Zölle ins Leben traten— aktiv, die Ausfuhr betrug im Juni' 203 Millionen Frank, Ig Millionen mehr als die Ausfuhr. Gleich darauf sank die Ausfuhr im Juli auf 153 Millionen, und die Handelsbilanz wurde hochgradig p o s s i o. Die schweizerisch« Seidenaucfuhr ist von 33 Millionen im Juni auf 1 Million im Juli, die Uhrenausfuhr fast im gleichen Umfang zurückgegangen. In der«nalifchen Handelsbilanz war dementsprechend Steigerung der Einfuhr vor Juli, Rückgang der Einfuhr nach Juli festzustellen. Wenn die englische Handelsbilanz im August trotzdem so passiv war, wie in keinem der vorhergehenden Monate, so ist dafür der noch größere Rückgang der Ausfuhr verantwortlich.— Die französisch« Handelsbilanz war feit Januar zum erstenmal passiv, und zwar nicht nur infolge der Steige- rung der Einfuhr(durch saisonmäßige Rohstoffeinkäufc), sondern auch des Rückganges der Ausfuhr. Die englischen Schutzzölle, von denen neben der Schweiz die französische Luxusindustrie am meisten betroffen wird, ließen bereits ihre Wirkungen fühlen.— In Polen wurde die Einfuhr durch strenge Abschließungsmoß- nahmen von 173,2 Millionen Zloty im Juli auf IIS, 2 Millionen im August gedrückt, wodurch die Passivität der Handelsbilanz, im übrigen auch infolge vermehrter Weizenausfuhr, auf 12 Millionen Zloty zurückging. Auch in Polen war vor der Einführung der Einfuhrverbote eine verstärkte Einfuhr vorhanden.— In der deutschen Handelsbilanz für August find die Voraus- Wirkungen der neuen Schutzzölle gleichfalls zu beobachten. Dort war die Vermehrung der Passivität von 411 Millionen Mark im Juli auf 453,3 Millionen im August nicht allein die Folge der Zunahme der reinen.Wareneinfuhr, sondern der Abnahme der Warenausfuhr. In der Scptemberbilanz dürfte die Vorratsanfammlung vor In- krafttreten der Zölle in Erscheinung treten.— In Japan wurden die Prohibitivzölle auf Luxu-waren, die nach dem Erdbeben einge- führt wurden, wieder aufgehoben. Wenn die Passivität der Handels- bllanz in den Sommermonate» trotzdem zurückging, fo ist dies der gesteigerten Ausfuhr von Seiden- und Baumwollworen zuzu- schreiben. konjullktureinflüife und Valulaschwankungea Unter den verschiedenen Umständen, die in letzter Zeit die Handelsbilanzen beeinflußten, sollen zunächst die s a il o n m ä ß i g e n Ursachen hervorgehobqi werden: vennehrte Rohstosfeln- f u h r in den Sommermonaten zur Vorbereitung auf die Herbst- kampagne,(Frankreich), die Zunahme der Holzausfuhr, die die Handelsbilanzen der skandinavischen Staaten und der baltischen Länder von ihrer Passivität in der ersten Hälfte des Jahres in eine Aktivität umgewandelt hat(mit der Holzausfuhr kann erst bei mildem Wetter begonnen werden), ferner die P r e i s g e- st a l t u n g, vor allem die höheren Preise für landwirtschast- liche Produtte, durch die vornehmlich die Handelsbilanzen Dänemarks und Ungarns günstig beeinflußt wurden. In Dänemark war die Handelsbilanz im Juli nur um 13 Millionen Kronen, Januar bis Juli um nur 83 Millionen Kronen(gegen 147 Millionen 1324), in Ungarn im Januar bis Juli nur noch um 13,3 Millionen(gegen 59,3 in 1324) passiv. Die gute Ernte in Europa hat die Handelsbilanz Rußlands, Polens und Ungarns durch vermehrte Ausfuhr bereits günstig beeinflußt und wird vor- aussichtlich in den folgenden Monaten die Handelsbilanzen dieser Länder aktiv gestalten, während sie sich in Deutschland, Frank- reich, Italien usw. in der Abnahme der Getreideeinfuhr fühlbar machen wird. In Rußland wird die sehr vermehrte Getreideausfuhr auch eine große Steigerung der Einfuhr zur Folge haben, die übrigens durch d'e Auslandskredite z. B. Deutschlands eine weitere Förde- rung erfahren dürfte. Infolge des Außenhandelsmonopols erfolgt in Rußland der Außenhandel nach einem Ein- und Ausfuhrplan, der so beschaffen ist, daß Ein- und Auefuhr einander die Wage halten. Die großen unbefriedigten Bedürfnisse der bäuerlichen Bevölkerung (Kleidung) und die Notwendigkeit vermehrter Maschineneinsuhr für die Industrie und Elektrizitätswerke führten jedoch in diesem Jahr zur Aufgabe dieses in den vergangenen Jahren befolgten Grund- fatzes— es ergab sich im laufenden Jahr ein erheblicher Einfuhr- Überschuß, der im Juni die verhältnismäßig hohe Summ« von 136 Millionen Rubel erreichte. Im August ist jedoch die russische Handelsbilanz wiederaktio geworden, schon als Folge der guten Ernte und der Außenhandel hat sich auf eine beachtenswerte Ver- größerung seines Umsatzes eingestellt.— Weiter wirke» die V a l u t a- sch w a n k u n g e n auf den Außenhandel. Es fragt sich, ob der Rück- gang der französischen Ausfuhr im August nicht von der vorläufigen Beständigkeit des französischen Frank mitbestinutlt war. Die sturmische Erholung der dänischen und norwegischen Krone in der legten Zeit hat zur Abnahme der Jndustrieausfuhr geführt— in den Handelsbilanzen dieser Länder trat dieser Rückzug noch nicht voll in Erscheinung. BermehrteIndustriealiserung zeigt sich in der holländischen Handelsbilanz, wo die Ausfuhr von Fertigwaren«ine ständig zunehmende Tendenz aufweist. Im übrigen gestaltete sich die holländische Handelsbilanz günstig: der Einfuhr- Überschuß Januar bis August sank von 489 Millionen Gulden im Vorjahr auf 425 Millionen Gulden. A. H. reichischen Grenzgebietsteilen in die bayerischen oder württem» bergischen Grenzgebietsteile neun Mark für deck Doppelzentner Lebendgewicht betragen soll(sonst beträgt der Viehzoll 18 M.). Die Zölle für Hanfgarn und Hanswerggarn aus Position 475 des deutschen Zolltarifs wurden je nach der Stärke auf 11,53 bzw. 13 M. festgesetzt: er beträgt sonst 14�53 bzw. 16 M. Dos Abkommen bedarf der parlamentarischen Genehmigung. (£!n deutsch- österreichisches Abkomme«. In Berlin haben in den letzten Tagen Verhandlungen zwischen Vertretern der deutschen und der österreichischen Regierung zu dem Zweck stottgefunden. eine Regelung der deutschen Zollsätze für die Einfuhr österreichischen Nutz- und Zuchtvieh» herbeizuführen. Gleichzeitig wurde über eine Abänderung der im Zusatzvertrog vom 12. Juli 1324 zu dem deutsch-österreichlschen Wirt- schaftsabkommen vom 1. September 1923 festgesetzten deutschen Zollsätze für die Einfuhr österreichischen Hanfgarn» verhandelt. Es wurde eine Verständigung dahin erzielt, daß der Zollsatz für Rind- oieh zu Nutz- oder Zuchtzwecken bei der Einfuhr aus den öfter- Der Seutjche slrbeitsmarkt im fiugujk. Die Verschlechterung am Arbeitsmarkt im August bis Anfang September geht aus folgendem Bericht des„Rsichsarbeits- blattes" hervor. Auf dem Arbeitsmarkt herrschten nach den Zahlen- ergebnissen der S t a t i st i k im August im wesentlichen die gleichen Entwicklungstendenzen wie im Vormonat, die Abschwächungen im Beschäftigungsgrad waren aber gegenüber dem Vormonat teilweise etwas gemildert. Auch Besserungen waren vereinzelt festzustellen. Die Lage des Arbcitsmarktes kann weiterhin als im ganzen nicht un- günstig bezeichnet werden. Nach der Bewegung im Bestände der versicherungspflichtigen Krankenkassenmitglieder hat im Laufe des August die Verschlechterung des Beschäftigungsgrades sich zwar noch weiter fortgesetzt, in ihrem Ausmaße aber etwas nachgelassen. Die 5354 reichsgesetzlichen Kassen, deren Meldungen vorlagen, zählten am 1. August 14 453 328, am L September 14 413 433 versicherungspflichtige Mitglieder; da» bedeutet eine Abnahme um 45 835 oder 3,3 Proz., während der Vor- monat noch eine solche von 3,3 Proz. ergeben hat. Auf dem Arbeitsmarkte der nichtgewerbsmäßigen Arbeitena«� weise hat die Zahl der Arbeitsuchenden sich etwas erhöht, die Zahl der Stellenangebote und der Vermittlungen dagegen wesentlich ab- genommen. Es standen im August 1 113378 Arbcitsgesuche(im Juli 1 383 463) 573 572(im Juli 623 738) offenen Stellen gegenüber. Da» ergibt eine A nd r a n g s z i f s e r von 185(gegen 175 im Juli) Arbeitsuchenden aus je 133 offene Stellen. Die Zahl der Vermitt- lungen sank von 479 293 im Juli auf 443 741 im August. jStellt man diese den Arbeitsuchenden und den offenen Stellen gegenüber, so er- gibt sich, daß von je 133 Arbeitsuchenden 43(gegen 44 im Vormonat), von je 133 offenen Stellen 77,8(gegen 77,2 im Vormonat) vermittelt wurden. Nach der den Stand von Mitte September feststellenden Stlchtaazählung ist die Zahl der verfügbaren offenen Stellen von 57 335 in Mitte August aus 53 355 Mitte September gesunken. Gleich- zeitig ist die Zahl der verfügbaren Arbeitsuchenden von 421 546 auf 484 239 gestiegen. Das leichte Ansteigen der Arbeitslosigkeit unter den Mitgliedern der Arbeitersachoerbände hat auch im August an- rchalte». Be! 40 berichtenden Verbänden wurden Ende August unter 612342 Mitgliedern 154 332 als arbeitslos, d. h. 4,3 Proz., ermittelt (gegen 3,7 im Juli und 3,5 im Juni). Auch die Zahl der Arbeitszeitverkürzungen hat ein« Steigerung erfahren. Bei 35 berichtenden Verbänden arbeiten von 3 335 238 Mitgliedern 214 385, d. h. 6,9 Proz. mit verkürzter Arbeitszeit(im Juli 5,8 Proz.). Die Inanspruchnahme der Erwerbslosenfürsorge hat sich weiter S«steigert, doch hat das Maß der Steigerung in der ersten September- älfte etwas nachgelassen. Es wunden unterstützt: Am 13. August 233 675, am 1. September 233 727, am 15. September 251 271 Voll- erwerbslose: die Zunahme erreichte in der Zeit vom 15. August bi» 1. September 13 Proz.; im darauffolgenden Berichtszeitraum 8L Proz. Der Verllver Arbeilsmarkk. Der Berliner Arbeitsmarkt hat sich gegen die Vorwoche nicht wesentlich verändert. Die Steigerung der Beschästigungsverhältnisse in einzelnen Gruppen hielt sich mit Verschlechterungen in andere» Gruppen die Wage. Auch die in Berlin mit ausschlaggebende Metall- industrie vermochte ebenfalls nicht, die Entwicklung des Arbeits- markte, nach irgend einer Richtung zu beeinflussen. Zahlen. mäßig überwiegt, wenn auch nur ganz minimal, noch die Verschlechterung, da die Zahlen der Arbeitsuchenden und Unterstützungsempfänger demgemäß eine unerheblich Steigerung auf- weisen, ivos auch in nachstehenden Zahlen zum Ausdruck gelangt. Es waren 43 152 Personen bei den Arbeitsnachweisen einge- rragen, gegen 48 336 der Lorwoche. Darunter befanden sich 37 385 (37 352) männliche und 12 367(11 644) weibliche Personen. Unter- stützung bezogen 14 811(14 752) männliche und 2313(2845) weibliche, insgesamt 17 724(17 537) Personen, davon bei Notstandsarbeiten beschäftigt 1215. bringen die feinsten Aachener Fabrikate. Herren-Stolte>0r Anzöge, Polefol«. Ulster. da* Beste Im Tregen 1 0.— 1 3.- 20.- 25.- Damen-Siofte hat en, Manuskript„Cireus Renz' erworben. Mit den Aufnahmen wir» demnächst begonnen werden. Kultur, ond LehrMmverzeichni». Der Bildspielbund Deutscher Städte. Berlin, ist im Begnss, ein Gesamtverzeichnis der Kultur- und Lebrfilme herauszubringen. Me Allgemeine Seifen-Faeb-Messe in den Gesamträumen der Neuen Welt,, Berlin, Hasenheide 108-114 Vom 4.~ö. Oktober 1Q25 Messe-Büreau: In der Gesdiäftsstelle Sdiutzverbandes Deutsdier Selfenhündler LV.. Berlin N 4, Sdiwartziopllstr. Telephon: Norden 4557 Theater, Lichtspiele usw. Volksbühne Hellmer- Bühnen Heute 3 Uhr: Datterich 8 Uhr Der Kaufmann von Venedig Morgen 8 Uhr; Datierid Staats- Theater Opernhaus 61 U.: Lohengrin Opernhaus am Königsplatz 22: Nathan d.Weise Lessing- Th. Tägl. 72 Uhr: Götz v. Berlichingen G.Müller, PraschGrevenberg, Müthel, Wegener! Preise: 1,50-12 M. KleinesTheater Heute geschloss.; Montag, d. 5. Okt. 7 Uhr Zum 1. Male: P: Piedermaus Hochzeitstage Schauspielhaus 8 Uhr: Jugend Schiller Theater 2 Uhr: Jugend 8 U.: Charleys Tante Städtische Oper Charlottenburg Heute 7 Uhr: Schauspiel von Geraldy Preise: 3,00-15,00 Trianon- Th. Tägi. 8 Uhr Im Damencoupé Schwank von Hennequin and G. Mitchel Preise 1,00-8,00 Lohengrin Berliner Theater Letzte Woche! Gastsp. Kammersg. Abonnem- 1 -Turnus1 Rich. Tauber Deutsches Theater 712 Uhr 8 Uhr: Eine Nacht in Venedig Die heilige Operette in 3 Akte Johanna von Shaw Preise v. 1,50-12 M. Kammerspiele 8 Uhr: Mann Tier von Joh. Strauß Ab Freitag 16 Okt. Gastspiele des Moskauer Künstler- Th. Musikal. Bühne 1. Abd.: Lysistrata Th. a. Nollendorfpl. 8 Uhr: Die hellblauen Tugend Schwestern von Pirandello Die neue KünneckeDie Komödie 8 Unr Operette Kurfürstendamm 207 SCALA Gesellschaft Regie: M. Reinhardt Theater in der Klosterstr. 43 8 Uhr: Blektra Der zerbr. Krug 8 Uhr Internat. Varieté Sonntags 30 zu ermäßigt. Preis. das volle Progr. Komische Oper Direktion: James Klein 8% allabendlich 8% die größte Revue der Welt Von A- Z Eine Reise durch die Weltgeschichte in 3 Stunden von Gustav Rickelt u. Schmitt f. d. Revuebühne bearbeitet v. James Klein mit Einlagen von Leo Heller, in Szene gesetzt von Dir. James Klein. Tänze: Jan Trojanowski. Musikal. Leitung: Fr. Dölle. Musik: Zusammenstellung der kommenden internationalen Schlager- Musiken. 40 Bilder! 300 darstellende Mitwirkende! Die Komische Oper bringt in diesem Jahr eine Ausstattungspracht, die selbst die kühnste Phantasie des Revue Besuchers überraschen wird. Aus der Bilderreihe: Im Paradies Im Wundergarten In Babylon Bei den Germanen Der Brand Roms Die Rheinberge Das Leben in Japan Sanssouci en miniature 1813 Berliner Leben Kreuzworträtsel Zukunftsbilder ,, Im Relche der Pelze"| ,, Der Schmuck d. Frau" mit Chinchilla- Vorhängen ( Eine Ueberraschung) In d. Hauptrollen: Paul Beekers, Paul Westermeier Elisabeth Balzer Olly Stüver Lotte Dobischinski Else Reval Miss Maud Nielsen Tutti Rüter Else Fischbach Nada Careni Erich Poremski Georg Erich Schmidt Joseph Rehberger Paul Bechert Hans Kubitzki Richard Senius Hans Berg Karl Kahlmann Auftreten von Karinska und Dolinoff berühmtestes Tänzerpaar der Welt v. Casino de Paris 7 Hassans, Meisterspringer; Overburg, Melsterstepptänzer; Ludy Sambi, Yedetie v. Folies Bergère, Paris; Juanita Casanova, die schönste Spanierin; Mister Robinson, Tanzmeister vom Colosseum, London. Vorverkauf für die ersten acht Tage hat begonnen Eintrittspreise 2 bis 20 Mark 00000000000 000 10 In der In der Morgenstunde pugad 000000000 Strick- Anzüge Farb reine Wolle, kl. Gr. m. Anknöpfhos., schönste 5.50| Knabenhemden angestaubt, Gr.50 0.40 Kinder- Strickwesten reine Wolle, in vielen Farben, Gr. 1... reine Wolle.... 3.Strickwesten for Herren und Damen 4.75 Sport- Weste für Herren und Damen.. 3.60 Lange Damen- Strickjacken 7.90 Kinderkleidchen gestrickt, Baumwolle 0.80 viele schöne Farben Schals Herren u. Damen, reine Wolle 1,50 schöne Farben Damenhemdhosen Trikot..... 1.75 Damen- Schlupfhosen raubt, in vielen schönen Farben. Gr. 65 1.95 Damenhemdchen Hike mit 0.70 jede weitere Größe 0,10 mehr; das Dutzend Gr. 50 3,80 Kinder- Hemdhosen Gr. 60.. schöne moderne Farben. Ctr. 1 von 0.90 Herrensocken Verstärkte Spitzen u. Fersen 0.45 Knaben- Leibchenhosen 0.85am Herren- Hüte, Farben und Formen.. Stepphüte Kunstseid. Damenstrümpfe Wollfilz, in modernen in vielen Mustern 0.50... in allen modernen Farben 2.25 0.30 1.20 schwatz, leichtes 0.45 Damen- Strümpfe, Gewebe.. Herren- Hosen starke Bukskinstoffe 4.50 3.90 Breeches 4.80 haltb. Stolf 24aus Homespun Herren- Sportanzug fein gestrickt Häkelansatz 44 Nessel Männer- Hemden aus gebleichtem 1.75 Männer- Unterhosen aus ungebleichtem Nessel, sehr haltbar.. aus Hemden Herren- Taghemden tuch..... weiß Gr. 4 1.45 2.60 Herren- Nachthemden bunt, Besatz 3,70 Herren- Einsatzhemden 2.10 Herrenunterhosen normalartig Gr.4 1.55 Herren- Hemden L. Doppelbrust Gr. 1.85 1.35 Unterjacken lange Aermel für Herren Jünglings- Unterhosen und Damen aus kräftigen haltbaren Stoffen. m. Breeches Damen Sportjacken tesche Form. 5.50 Damen- Mäntel klein. Größen... 6.75 Bettbezugstoffe ca. 78 cm breit, bunt kariert, schöne Muster, gute Qualität Meter 0.85 Gestreifte Waschstoffe 0.65 Strichloden Mantel and Kostüme 140 cm breit. f. Pelerinen, 1.95 Kostümstoffe, 140 cm breit.Meter 1.40 Anzugstoffe halt. Ware in vielen schönen 2.20 fir Blusen und Hemden geeignet Mustern 140 cm breit, gute und sehr • ****..... 245 Ulsterstoffer Damen- Wintermäntel, 2.25 moderne Muster.... 1.- Winterjoppen warm gefüttert... 20.Gummimäntel Homespun. gute Gummierung, weite Schlüpferform Damen- Pelzschals hochelegant aus 15.Sealelektrikstücken 26.BAER SOHN! Berlin nur Chausseestr. 29-30 ULAP Der Vergnügungspark am Lehri. Bht. HEUTE IN VOLLEM BETRIEB Alle Attraktionen ermägigte Preise Jeder Besucher ein Kind frei! UfA- THEATER TURMSTRASSE UFA THEATER TOOMSTR Für Dich Charell- Revue Grosses Schauspielhaus Täglich 8%, Uhr. Parkett Mk. 5.- 3. Bang Balkon Mk. 4.1. Rang Mk. 3. 2. Rang Mk. 1.50 0.75 Logen u. Klubsessel Mk. 7-12 Vorverkauf ununterbrochen.-Norden 2851. Sonntags 2 Vorstellungen 3 Uhr Nachmittags Vorstellung zu ermässigten Preisen. WINT BOORTEN Amarantina Im Rahmen des abwechslungsreichen Oktober- Spielplans Sonntag nachm. 3% Uhr halbe Preise Rauchen gestattet Täglich 8 Uhr: Haller Revue im Theater im Admiralspalast Dir. Herman Haller Achtung! Welle 505" II. Rang v. 2.-, Park. von 4.-, Log. voa 8.2 60 Bilder Heute Vorstellungen 2 die ganze Vorst Nachmitt, zu halben Preis. Vorverkauf ununterbrochen Heute noch einmal zum LUNAPARK Voller Betrieb: FEUERWERK: Eintr. 40 PL. Circus Busch Sonntag 2 X 3+ 7% Uhr: In beiden Vorstellungen auch nachm ungekürztes Progr. Seil des Todes" 1000 Jahre deutscher Rhein Gewaltige Wassereffekte Erw.halb.Preis. Machm. halb. Preis. Kinder Gibt es Aufsichtsratssitzungen, die eine ganze Nacht dauern und In denen mit Confetti geworfen wird? Kann eine Perücke das Gesicht einer Frau so verändern, daß der eigene Mann seine Frau nicht mehr erkennt? Kann man durch Hypnose seine Frau veran lassen, Ihren Mann zu betrügen? Was passiert, wenn die Freundin eines verheirateten Mannes in seiner Wohnung erscheint, um sich mit seiner Frau auszusprechen? LIL DAGOVER CONRAD VEIDT GEORG ALEXANDER LILIAN HALL- DAVIS geben Ihnen erschöpfende Auskunft in dem von LOTHAR MENDES Inszenierten großen Lustspiel der Ufa LIEBE MACHT BLIND UFA- THEATER MOZARTSAAL UFA- THEATER TURMSTRASSE UFA- PALAST KÖNIGSTADT Wochentags: 7 und 9 Uhr/ Sonntags 5, 7 und 9 Uhr Vorverkauf 11-1 Uhr M- 801 ob 8 SONNTAGS- VORMITTAGS- KONZERTE 2. Konzert: 1. November SCHEY GYARFAS* 1. Konzert: 11. Oktober OSBORN TRANSKY URACK ORCHESTER GOLDSAND WELSCH 3. Konzert: 15. November TRIESCH DRESDENER STREICH- QUARTETT ORCH. 5. Konzert: 10. Januar BERTRAM RIEMANN ORCHESTER( URACK) 4. Konzert: 6. Dezember STEGMAN GUSZALEW CZ WITT DR. LÜDTKE( ORGEL) 6. Konzert 31. Januar DEHMLOW BASSERMANN DICKSTEIN DR.LÜDTKE( ORGEL). 7. Konzert: 21. Februar 8. Konzert 14. März WOLLNER WELSCH MILONA DEMETRIESCU* ORCHESTER KULENKAMPF BEGINN DER KONZERTE 11 1/2 UHR VORMITTAGS Abonnements für alle 8 Konzerte RM. 8, 12, 16.-, Einzelkarten zu RM. 1.25, 1.75. 2.50. Anmeldnngen in allen Ufa- Theatern Einzelverkauf täglich von 12-2 und ab 6 Uhr abends im Ufa- Theater Turmstraße, sowie an den Konzertkasson: Bote& Bock und Wertheim. Konzert- Direktion Robert Sachs, Inhab. E. Sachs u. E. Kula Täglich 84 Uhr:| Central- Theater 7. Woche HALLER REVUE 1925/26 3: Hilfe, ein Kind ist Hent trifft sich Alles inte v. Himmel gefallen! 8 Uhr: Moral LUNAPARK Residenz- Th ACHTUNG! 8: Jugendfreunde WELLE 505!" Boeklin, Dewis, Eggstorf, Emmering, Lezer, Ley, Merkwitz Sabo, Semmler Vorzeiger dieser Anzeig, zahlen nur halb.Kassenpreise Thalia- Th. THEATER IM ADMIRALS PALAST Friedenspreise! II. Rang von 2 Mk. Parkett von 4 Mk. Logen von 9 Mark 8 Ubr: Annemarie Heute 2 Lotte Neumann, 2vorstellungen Paul Heidemann, Josefine Dora, Baselt, Diogelmann, Metelka, Wilfan 3 u 8 Uhr Nachm die ganze Vorstellung zu halben Preisen Metropol- Theater 18. Claire Dux als Uhr: Heute nachm 32 Kleine Preise! Im weißen RöB'I Zum Konzert und Feuerwerk: Eintr. 40 Pf. Elite- Sänger Kottbuser Str. 6- Tel, Mpl. 150 77. TäglSUhr, auch Sonntag nachm, 3 Uhr( zu halben Preisen) U.&: Wandeindes Glück ferner Winzerfest am Rhein TIEN BERLIN W 16geveik 639 Jägerstraße 63a Täglich 8 Uhr un er Leitung des Komponister Erich Ziegler Was alles in der Zeitung steht Mamsell Angot Die Koblanks Else Bötteker. Berliner Theater Kirchhoff, Leux Täglich 8 Uhr Hansen, Arno im Theater i. d Karsavina Heute nachm. 3 U. Lützowstr. 112 Mamsell Angot Ecke Flottwellstr. zu kleinen Preisen. Sonntag u, Mittw. nachm, 4 U. Eugen Kex und andere Sonntag 4 Uhr: Nachmittags- Vorstellung mit Eugen Rex Sonntag, 11, Oktbr Gr. Kindermärchen Berlins größtes Bier- Kabarett u. Kiddyimpekoven Vorzeig.dies, zahlen Neue u. alte Tänze nur halbe Preise Vorverk. ununterbr von 50 Pfg. an. Kalte u. warme Küche Ausschneiden! Besondere Vergünstigung für unsere Leser! Theater des Westens Ausschneiden! Kantstr. 9, a. Bhf. Zool. Gart./ Anfang 8 Ukr Die letzten 3 Vorstellungen: WIENER BLUT Operette von Joh. Strauß Gegen Vorlegung dieses Inserats erhalten Sie an der Kasse 1-6 Karlen Balk. à 1 Mk, Part. S. à 2 Mk., Parkett à 3 Mk. Park.- Fant. à 4. Mk. Nor gültig Sonntag, 4. Okt., Montag, 5. Okt u. Dienstag, 6. Okt. 1925 VOLKSOPER Neues Heute Nachm. 3 Uhr im Theater d. Westens Theater am Lustspielhaus 8 Uhr: Bitter Blaubarts achte Frau Das goldene Kreuz Täglich 8 10 Uhr: Th. am Karfürstendamm Meyer, Rung Reisinger, Batteux Theater in der Olly- Polly Der Täglich 8 Uhr: Der glas. Pantoffel Operette von Kollo Th. am Schiffbauerdamm Kommandantenst. Emmy Sturm 8 Uhr: Marie Escher a G. Anneliese v. Dessau Heute 3 Uhr Kleine Preise! Anneliesey.Dessau Curt Bois Parkettpl.v. 2-12 M BarnowskyBühnen. Theater in der Königgrätz.Str. Heute u. morgen 71 Uhr: Theat. d.Westens Don Juan n. Faust Das große Operettenhaus Tägt. 8 Uhr Wiener Blut Mittwoch, 7. Okt.: MarischkaPremiere 7: Der Orlow Karten vom 1. Oktober sind zur Premiers gültig. Deutsches Künstler- Theater Tagl/ 8 Uhr: Gastspiel Dienstag 8: Wie es euch gefällt Die Tribüne Tägi 8 Uhr: Zurück zu Methusalem ( Neues Operettenhaus) 8: Lady Fanny und die Dienstbotenfrage Wallner- Theater 8 U.: Meiseken HerrnfeldTheater, Bülowstr.6 Täglich 8 Uhr: was tut sich séparé? mit Dir. Anton Herrafald Rose- Theater 4 Uhr: Die Ehre Komödienhaus Uhi: Tägl. 8 Uhr: Margarine METROPO PAROPOL 8 Täglich 8 deinr. Kohlbrandi der Urkomische Fritzi Massary: und das große Programm Die Teresina Eintr. 1, 2 3 M Reichshallen Theater Allabendlich 8 Ubra. Sonntag nacho. 3 Uhr Steffiner Sänger Nachm. halbe Preise! Dönhoff- Brett'l: Familien- Varieté. Anfang 8 Uhr. Seanfags 5 Uhr. Heute in vollem Betrieb Konig Kranse Casino- Theater Lothringer Str. 37. Tägi. 8 Uhr Nur noch bis 9. Okt Der Hübne Schwimmer Vorber das Programım! vena Ab 10. Oktober Die Frau im gefährl. Alter Apollo- Theater BU. Dir. J.Klein 8 U. Der Mann, der sich verkaufte Sensat.- Schauspiel in 10 Bild. nach dem Reman d. Berl. Morgenp Bruno Kastner als Gast Vorverk, den ganz Tag Philharmonic 7% Uhr: LUNAPARK Konzert FEUERWERK: Eintritt 40 Pig.: KONZERT des Philharm. Orch Dirigent: Prof. Jul. Präwer Berlin staunt! über Qualität und Billigkeit meiner bestbekannten Sport- und Jadenwolle per d. 6.50 Riesenhafte Farbenauswahl nur M. Ferner: Strumpfwolle, Zephirwolle usw. billig Verkauf an jedermann auch in kleinsten Mengen von 9 bis 7 Uhr ununterbrochen Wollvertrieb Bahnhof Börse An der Spandauer Brücke 7 im Hause Caié Dobrin.- Muster franko Gegründet 1894 Engros- Lager Export- Lager Kein Loden Damen- Konfektion ne Treppe Billige Herbst- und Winterangebote Damen sparen Geld Extra Welten und Längen für grosse und starke Damen Velour- Mäntel m.Pelzbesatz 24 35 42 Plüsch- Biberett- Mäntel 64 63 72 Tuch- Eskimo- Mantel 14 18 21 27 30 Krimmer Persian. Mäntel 57 60 66 72 Flausch- Ulster 8 12 15 20 24 28 Seal- Piüsch- Mäntel 85 98 105 135 Backfisch- Mantel 8 10 14 18 21 Plüsch- Slinks- Jacken 18 25 41 52 Wasserdichte Loden-, Lederol- a. Gummimäntel 18 21 24 30 herabgesetzt. Kostüme Sammer Konfektion bis 50% Rips Mouline- Paletots. M.Mosczytz, Lam Alexanderplatz Sonnabends und Sonntans geschlossen. Hopp- Hopp- Hopp" zu Metzner Im Galopp! Letterwagen und 25.gros kräftig M Kinderroller milGummi M. 4. Korbsessel mi polierten Holzrosetten M. Kinderklappwagen mit Verdeck M. eine Treppe BERLIN C19 GERTRAUDTENSTRASSE 25-27. ROSS- STRASSE 1-4 PEEK& CLOPPENBURG HI Für Herbst und Winter Fertig am Lager: Ulster 90614 Dunkler, grätartig gemusterter Cheviot, sehr solide M. 58.90572 Dunkelgrüner, apart gemusterter Cheviot. M. 68.90629 Modefarbiger, gemusterter Cheviot, sehr prak- 78.tisch 90551 Graumelierter Cheviot, solldes Muster 90553 Marengofarbiger Diagonalcheviot 8.27.Rile Engros- Abteilung Berlin Andreasplatz Einzelverkauf: Andreasstr. 23, Brunnenstr.95, Beußelstr.67, Leipziger Str. 54-55, Neukölln: Bergstr. 133, Spandau: Charlottenstr. 24a, Niederschöne weide: Brückenstr. 9 Rennen zu Grunewald 2-3 größere Zimmer Sonntag, 4. Oktober nachmittags 1%, Uhr in der Nähe ber Universität als Klubräume zu mieten gesucht( eventuell von Brivatwohn.). Sozialdemokratische Studentenvereinigung: Dr. Friedlaender, Landsberger Str. 37. Mieten Sie von uns Gaskocher Gasherde Kohlenherde:: Grudeherde FLIEGE& SCHULZ G.m.b.H. Wilhelmstr. 56, nahe Leipziger Str. Ztr. 3949 Nach 6 Monaten Ihr Eigentum NORDDEUTSCHER LLOYD BREMEN Nah Sudamerika mit den bequemen Dampfern der Sierra- Klasse Sterra Ventana<> Sierra Córdoba ++ ++ » Sierra Morena Hervorragende Reisegelegenheiten L. u. fil Klasse Ferner mit den beliebten Dampfern Weser Werra Köln Madride für Mittelklasse und II Klasse Kostenlose Auskunft und Prospekte durch NORDDEUTSCHER LLOYD BREMEN und sämtliche Vertretungen in Berlin W. 8: Norddeutscher Lloyd, Kajütenbureau, Unter den Linden 1( Hotel Adlon) in Berlin NW 40: Generalvertretung F. Montanus, Invalidenstr. 93, zwischen Lehrter und Stettiner Bahnhof. in Berlin- Chariottenburg:" Atlanta", Verkehrsbureau.m. b. H., Joachimsthaler Str. 3. in Berlin: Weltreisebureau, Union", Unter den Linden 22. Ausschneiden 13 Damen- Vorträge mit 100 Lichtbildern nur für Frauen u. Mädchen über 16 Jahre -Minna Kube Frauenheilkundige, Direttorin des Frauen- Heilinftituts W, Botsdamer Straße 86 Montag, 5. Oktober abends 7 Uhr. Andreas- Geftfäle, 0, Andreasftr. 21. Dienstag, 6. Oftober abends 7 Uhr, Schloßbraueret, Schöneberg, Hauptstr. 122/123. Mittwoch, 7. Oftober abends 7 Uhr Germania- Pracht. fäle, N, Chauffeeftr. 110. Donnerstag, 8. Oft. abbs. 7, U., Hohenzollern- feftfäle, Charlottenburg, Berliner Str. 105. Freitag, 9. Oktober abends 7 Uhr, Albrechtshof, Steglig, Albrechtstr. 1a Montaa, 12. Oftober abends 7 Uhr, Rammer- Säle. Tel. tower Str.5( a.b. Belle- Alliance- Str.). Dienstag, 13. Ortbr. abends 7, Uhr, Mujiter- geftjäle, C, Raifer Wilhelm- Str. 31. Mittwoch, 14. Oftbr. abends 7% Uhr, Bittoria- Garten, Wilmersdorf, Wilhelmsane 114. Donnerstag, 15. Oft. abbs. 7 U. Sohenzollern- Festfäle, Charlottenburg, Berliner Str. 105. Montag, 19. Oktober abends 7%, Uhr, Palais des Ostens, Warschauer Str. 34. Dienstag, 20. Oftbr. abends 7% Uhr. Kliems- Feftfäle, S, Hafenheide 13-15. Mittwoch, 21. Oftbr. abends 7 Uhr. Gesellschaftshaus, Swinemünder Str. 42. Donnerstag, 22. Oft. abends 7 Uhr, Schubert. Seal, Bülowftr. 104. Frauenleiden Frauen- und Mädchenkrankheiten wie: Entzündungen, Ratarche, Fluß, Senkungen, Anidungen, Berwachſungen, fehlende oder zu starte, schmerzhafte Menstruation. Was bedeuten: Rüdenschmerzen, Hüft- u. Seltenschmerzen? Die Wechseljahre die gefährlichsten Jahre der Frau. Die Krankheiten der Wechseljahre wie: Geschwüre, Myome, Blutungen, Krebs, Syfterie, Gemütsleiben Die Behandlung ohne Operation Müffen die Frauen fo furchtbar leiben? Jebe Frau ihr eigener Arzt! Warum das Weib am Manne leidet und der Mann am Weibe? " Inhalt: Warum werben viele Chen fo balb unglüdlich? Warum verblühen und welfen die Frauen in vielen Chen? Barum verlieren die Männer in der Ehe so oft die Lebensenergie? Woher Barum entstehen die Frauenleiben" erst in der Che?. tommt die Nervosität, die Neurasthenie und die häufige Arbeitsunfähigkeit der Chemänner? Wodurch werden viele Familien wirtschaftlich ruiniert? Was ist in der Che fittlich, was unfittlich? Welches find die Menschenrechte der Frauen und des Boltes? Die Verjüngung der Frau durch natürliche Rörper, Schönheits- und Saarpflege. Die Bor tragende bemonftriert und lehrt ausführlich: Bie beseitigt man Falten und Runzeln und sonstige Schönheitsfehler? Muß die Frau io alt ausfehen me fie ift? Beseitigung der Rorpulenz Bodurch erzielt man wirklich üppigen Haarwuchs? Rat und Hilfe bei Ergrauen. Spalten, Kopfschuppen, Saarfärben usw. Wie wird unſchöner Saarwuchs beseitigt? ufm. Borzügliche Rezepte werden gegeben.. Barten 0.80, 1.20, 1.50 u. 1.80 m.( inline) an ber Steuer Abendt. Anfang 7 2hr. Kaffenöffnung eine Stunde vor Beginn Erscheint nur 1mal M. ... M. 88.M. 98.... M. 110.90599 Dunkelbrauner, gemuster 120.90606 Blaugrauer, apart gemusterter Cheviot ter Cheviot..... Paletots 65.82266 Marengo Cheviot, zweireihige Form mit Samtkragen M. 82261 Marengofbg. Diagonalcheviot, einreih. Form, Samtkr. M. 75.82260 Marengofarbig. Cheviot, zwelreih. Form, Samtkragen M. 80.82305 Schwarzmeliert. Cheviot, einreihige Form, Samtkragen M. 98.82306 Dunkelmarengo Cheviot, zwelreih. Form, Samtkragen M.105.82278 Schwarzer Eskimo, mit Samtkragen M. 115.82277 Graumel. Diagonalchev., zweireih, Form, Samtkragen M.125.In unserem Großbetriebe wird besonderer Wert gelegt auf vorzügliche Verarbeitung guter Stoffe und haltbarer Zutaten. Pelzwaren kaufen Sie gut und billig Metallbetten Schlesinger, Straße 1, 2 Treppen- Kat, 650 frei. Eisenmöbelfabr. Suhi Thür Berlin, Neue König. Stahlmatratz, Kinderbetten dir. an Priv De. Unblutigs Weltreise. Bitte aufheben! 5. Fortsetzung folgt! Dr. Snblutig mun glücklich im fonnigen Taflen, dem Land unferer Sehn fucht, gelandet Aber felbft im Anblick des ewigen Rom läßt ihn fein Pflichtbewußtein nicht ruhen. Er tümmert sich auch hier nicht darum, ob Fafafft oder Sozialist, fondern ruft Allen, die mit Schmerzenden Hühneraugen behaftet find, fein Kutirolen Sie! gu, und nicht erfolglos, denn auch in Italien fiel feine Lehre auf fruchtbaren Boden. Die Rhone Romerin, die in der wappengefchmidten Diktoria über den Coo d'Italia fährt, kutirolt nun ebenso fleißig, wie der braun gebrannte Rinderfete in der Campagne. Sie alle wiffen die Dorzüge der Kutirol- fußpflege zu Khagen. Wenn Sie auch unferem Dr. Enblutig nicht nach dem Khonen Jtallen folgen Pinnen, fo tönnen Sie doch ebenso froh und glücklich werden, wie es jetzt die eifrig tutirolenden Italiener find, wenn auch Sie Ihre Füße ebenfo pflegen, wie Sie dies mit Ihren Zähnen längst gewohnt find. Beginnen Sie heute damit, daß Sie für 2 Mark eine Kutirol- Kurpackung taufen und nach Vorschrift verwenden. Nehmen Sie am Abend, wenn Ihre Süße nach dem schweren Tagesdienst. brennen und khmerzen, ein Kufirol- fußbad( Doppelpadung 50 Pfs.) und der Schmerz wird schnell durch Wohlbehagen abgelöst werden. Legen Sie dann am nächsten Morgen ein kleines Stückchen Kukirol- Hühner augen Pflafter( Schachtel 75 Pfa.) auf Ihr Hühnerauge, und nach wenigen Tagen werden Sie es schmerzlos entfernen fönnen. Sind wenn Sie unter Schweißgeruch oder Fußfeuchtigkeit gu leiden haben, fo benutzen Sie jeden Tag den Kutirol- Streupuder( Streudofe 1 Mart), und euch diefes lebel wird bald verschwinden. Sie werden sich wohl und behaglich fühlen und viel Geld sparen an Strümpfen und Schuhwerk. Beim Einkauf der Kutirol- Kurpadung, die alle 3 Kutirol- Präparate enthält, Sparen Sie 25 Pfg. Leiden Sie aber an talten und naffen Füßen, die vielfach die Elefache bilden gu Erkältungen und ihren Folgeerfcheinungen, wie Huften, Schnupfen, Grippe, Rheumatismus ufw., fo taufen Sie sich die neuen Kukirol- Einlegefohlen. Sie find auf Grund langer Verfuche und Erfahrungen aus erfiflaffigens Material hergestellt und erzeugen durch ihre besondere Zusammensetzung Warms und Wohlbefinden. Die Kutiral- Einlegesohlen find in allen erforderlichen Größen in fast feder Kutirol- Verkaufeftelle erhältlich. Rutical Sabrit Kurt Krisp, Groß- Salze bei Magdeburg. Verwaltungsgebäude: Reitbahnstraße Fabrik: Rufirolstraße. Bertaufsbüro: Berlin W 62, Kleififit. 23, L. Telephon: Stephan 5471. 18 83 887 81 BRAUNER In erweiterten Räumen vergrößerte Auswahl runfeld Londeshuter Leinen- und Gebildwebere FV.Grünfeld Berlin V8 Leipzig erftr 2022 Zweigniederl Köln Größtes Sonderhaus für Leinen u Woche Damen- Wäsche Herrenwäsche Oberhemd, farbig mit Klappatalpen 725 Taghemd, as feinem Makostoff mil gestickter Versierung in Griechen 420 and 2 Kregen.. .Stack M. Damen- Trikotagen Damenhomdchen, Baumwolle, so wirkt, mit Bendechsel lange Form 215 Schürzen M Wiener Form, aus gutem gestreiften Gingham, Lats mi farbiger Blende 130 und Pespel versiert .M Handtücher Gesichtshandtuch, reinleinen ersten 210 korn, Größe$ 0x110 cm. Stück M. Badehandfuck, Jacquard Kransel M Oberhemd, well mit Faltenbrust and 850 Klappstalpen... .M Nachthemd, mi farbiger Paspel, 725 Halafrei M Krawatte, Selbstbinder, reine Seide, 2.90 in schönen Farben. Stoffe Waschsamt( ndanthren gefärbt) in Morgenröcke, Breite 10 cm, Meter M. Kunst-( Chappe) seide, neue Schotten, 570 sehr großer Auswahl für Kleider and 560 für Kleider, Breite 100 cm, Meter M. Velour- Chiffon, in vielen Farben, 1350 für Kleider, Breite 100 cm, Meter M Chinakrepp, reine Seide, in sarten Wäsche a.Kleider, Br.100 cm, Meter M. : 7 stof weiß, mit farbigen Streifen 180 Farben, hervorragende Güte, für 1250 Große 45x100 cm..... Stack M. Gardinen Gardinen mit Obergardine, gewebter 500 TO Gardinen, Fenster M. 12. 2 bantfarbig; dreiteilig 600 300 Fenster M. 12, 8.50 Halbstores, Etamine, in guter Aus Stück M. 6., 4.50 führung. Halbstores, Etamine mit Handarbett, 700 in guter Ausführung Stück M 12-, 9.50 Bettbezüge mit Knopfschluß 1 Oberbettbezug Größe 130x200 cm Bettdamost 2 Kissenbezüge Größe 80x80 cm Wäschetuch Sats M. 19.50 Sais M Bettlaken 1550 Haustach, mittelstarkfödig, Größe 750 160x240 cm Stück M. Halbleinen, mittelstarkfädig, Größe 875 150X235 cm ... Stück M Besonders vorteilhafte Angebote!+ Verbürgt gute Waren! Küchen roh emailliert Rüche Lottchen 42 80 Mk. 70 125 Mk. Küche Adele Küche Hermine 85 135 Mk. Biesenausw.roher, lackiert., lasiert. Küchen u. einzelner Schränke jetzt enorm billig. Kleiderschränke 90 cm 120 cm rob 40 M. 55 M. weiß 55 M. 70 M. Ausstellung westfälischer Küchen von 175-750 M. Frei Haus Berlin. Küchenmöbel- Fabrik Joseph Himmel Norden 10822 Lothringer Straße 22 ( Schönhauser Tor) Verkäufe Rosenthaler Blak. hochparterre. Berleih Don . Kleiderschrant 18.• W. 9, Don dorferstraße 48. schnellfördernd. 12966 Stein Bor4/17 99 98 Monatsgarderobe, Lothringerstraße 56, Teilzahlung, fulant, Möbel- Wisch. Dembigers Möbel- Niederlagen, Auguft- Ronzertpianos, Steinmenerpianos, Technische Privatschule Dr. Werner, eine Treppe, Rosenthalerplak. Bon Teilzahlung, billig. Möbel- Misch. ftraße, nur 47/ 47a, am Rosenthaler Tor, Flügelton, Salonflügel ab Fabrit. Rab- Regierungs- Baumeister, Berlin, Neanund Millionären, Aerzten, Anwälten turge Sohenzollerndamm 196, Ede lungserleichterung ohne Preisaufschlag. derstraße 3. Maschinenbau, ElektroTeilzahlung, reell, Möbel- Misch, Uhlandstraße. Speisezimmer, echt Eiche, Harmonium verkauft billight Oranien- technit Reit getragene Ravaliergarderobe, fabel Hochbau. Abendlehrgänge, haft billige Breife. Anzüge, Taillen. Große Frankfurterstraße 45/46. Bülfett mit Kristallspiegel, Standuhr, straße 166 III. Tagesfehrgänge. mäntel, Baletots, Frad, Smoking, Jhle Möbel- Fabriklager, Friedrich Bimbamwert, fchwerer Auszugtisch, Pianos, prächtige Instrumente, be Maschinenbau, Elektrotechnik, Tages Gehrodanzlige, Sofen. Rein Raufawang. ftraße 7. Ehweres Serrenzimmer, 6 Lederstühle, komplett gebeizt, 275.queme 8ahlweife. Sachter, Oranien. lehrgänge, Abendlehrgänge Brivat Weitefter Weg Lohnend. Bitte genau reid gefchnikt, 1,60 breit, Eiche, Diplo Schule Diplomingenieur Steflmacher, Dembikers Möbel- Niederlagen, August- burgerftraße 42. Sausnummer 56 beachten. mat mit geftochener Blattfante, fchwerer, ftraße 47/ 47a, Sausnummer beachten, 118. Semesterbeginn Sprechmaschinen, Mufitinstrumente, Friedrichstraße Alles auf Kredit! Große Auswahl runder Tisch, 2 Rindlederstühle und Rosenthaler Tor und moderner Damengarderoben, Serren- Armlehnfeffel. tomplett gebeiat, nur damm 196, Ede Uhlandstraße, Speise Biolinen usw.. eigener Fabrikation im Sohenzollern wie Mandolinen, Gitarren, Bithern. Ottober. Nachhilfe, alle Alaffen, Fächer, Ur. garderoben, Wäsche, Gardinen, Stepp- 395.aimmer, echt Eiche, innen Mahagoni, mer noch zu wirklich abgebauten Brei- banitraße 176. beden au Badenpreisen mit einer An- Shle Möbel Fabriklager, Friedrich- moderner Bitrinenauffas, mit Kristallfen. Schula u. Gundlach, Münzftr. 18. Schnellkurse, Englisch, Französisch, zahlung und feinsten Abzahlungen. traße 7. Speisezimmer, 1,60, Eiche facetten, volle Türen und Silberkaften, Bianos, Qualitätsware aus eigener Deutsch, Rorrespondenz, Urbanstr. 176. Kredithaus Lühow, Likowstraße 86 I, mit Mahagoni, Büfett mit Facette- Majerauflagen, reichgeschnigte aparte nahe Botsdamerstraße. Abitur, Obersekunda, Berbandspri aläfern, handgefchnigte Nußbaum- Mafe Kredens, fchwerer Auszugtisch, 6 Leder- abril, Flügel, Harmoniums, große Auswahl in jeder Breislage. Rahlungs fung, Vormittagschule, Abendschule. Di ftilhle, tomplett, gebeiat 450 Mart. Schuhwaren für Serren, Damen und rung, 295. erleichterung. Mar Adam, Inhaber rettor Danzigers Vorbereitungsanstalt, Rinder zu billigsten Preifen gibt ab Windhorft Möbeltischleret, Brunnen. Dembigers Möbel- Niederlagen, Auguft. Otto Woltersdorf, Münzstraße 16, nahe Alte Salobftraße 124. Martus, Ballnertheaterstraße 28. Fahr traße 162, verlauft birelt an Brivate ftraße, nur 47/ 47a, und Sohenzollern. Aleranderplan. Technische Privatschule von Ludwig aelb wird vergüttet. Möbel. Großläger in Speifezimmern, damm 196, Schlafzimmer, echt Eiche, Bianos, Flügel, erftlaffiges Fabri- Barth, Snhaber und Leiter Diplom- InTeilzahlung ohne jeden Breisauf- Serrenzimmern, Schlafzimmern, Rüchen, großer, breiteiliger Antleidefchrant mit tat bequeme Qualitätsarbeit, aller Ariftallfpiegel, Baschtoilette mit weißem Römbildt- A.- G.- Goege, Rahlungsbedingungen. genieur Hermann Saafe, N. 4, Chauffee fchlag! Rinftlerfenfter 3.50, Stoves 2.- Einzelmöbeln. Bots ftraße 1( Dranienburger Tor). Maschi Marmor, fchwere Betten mit breiteili Bettbeden 3.50, Diwandeden, Tischdecken, billigst. Besuch unbedingt lohnenb. damerstraße 126. nenbau, Elettrotechnik, Tages-, AbendBettwäsche preiswert. Neue Ware. Ronkurrenzlos. Neuer furnierter An- gen Drellauflagen, Gobelinstühle, tomPianos, plett 550 Mart. preiswert, Teilzahlung. fdule. Beginn der neuen Lehrgänge Leihhaus, Admiralstraße 4, erfte Etage, leideschvant, 150 breit, nur 105,-, neue Garantie für Qualität. Bahrt, Haupt- Oktober, Lehrplan C. Rottbufertor. furnierte Bettstellen mit Batentboden Dembikers Möbel- Niederlagen, Soben- ftraße 1, Ede Grunewaldstraße. Tanzkurse, Einzelstunden. Regehr, Beihhans, Reinidendorferstraße 105, und Auflage nur 55 Mart, neue fur- zollerndamm 196 und Auguftstraße, nur Bianos, 200 Anzahlung, 50 monat Wilmersdorf, Günzelstraße 42. Uhland Nettelbedplak, verkauft fpottbillig nierte Nachtfpindchen mit Marmorplatte 47/ 47a, Serrenzimmer, echt Eiche, innen Mäkige Breife. 2698. Monatsgarderoben, Pelamaren, Gold 15 Mart, Nußbaum- Waschtoilette mit Mahagoni, Bibliothet, Mitteltür mit lich. Garantiefchein. und Facettespiegel Ariftallfacetten, reiche Bildhauerarbeiten, Serer. Ballasstraße 9. am Sportpalast. Russischer Profeffor unterrichtet.gründ waren, Federbetten, Bettfedern. Reine weißem Marmor 72 Mart, Diplomat 48 Mart, Rußbaum- aroßer Diplomat, runder Serrenzimmer- Musikinstrumente billig, aus erster Sand. lich, Lombardware. umbau 38 Mart, Blichfefa 45 Mart, tisch, fchwerer Armlehnstuhl, Rindleder- Schiller- Biolinen 5.50, Orchester- Biolinen plak 126 15. Monatsparbersben, Belzwaren. Beib- Schlafzimmer mit meißem Marmor, ftüble, fomplett gebeist, 395 Mart 14.50, Gitarren 8,90, Lauten 16,50, haus Rosenthaler Tor, Linienstraße Drellauflage, Ariftallfacettespiegel 325 203/204, Ede Rosenthaler Straße. Mart, echt etchenes Speisezimmer, 160 Fabriteedide operatoreiher, 4 Baß, 8,90, Deutsche Aktordions, Verschiedenes Möbelspeicher, Straße 84, Cellis 38. Wiener Altordions, Cin Riefenauswahl. Wolfszlegen 12.Rentimeter breit, mit 6 Leberstühlen nie wiederkehrende Gelegenheit, echt Einreiher, 2 Baß, 4.75, Wiener Attor Brachtexemplare, Füchse 15.- Ghunts 385 Mart, Serrenzimmer 365 Mart. eichenes Schlafzimmer, großer dreititri dions, Sweireiher, 8 Bak, 18.50, Ban Bertrauensvolle Auskunft Frauen, Raumann- Rähmaschinen für Sausgetragen, Silberwölfe, Belajaden 75. Riefenauswahl in Einzelmöbel, Steger Antleidefchrant mit Aristallspiegel, Donien, 104tönig. 95.-, Sprechmaschinen Mädchen. Bangjährige Erfahrung( ärat Wolff, Wienerftraße 20. Neue naiffancemöbel, fomplette Einrichtungen, afdhtoilette mit weißem Marmor, eigener Fabritation, neueste Ronftrutlich). brauch und Gewerbe. Teilzahlung. Re- Velamantel, Monatsgarderoben. paratur- Werkstatt für alle Enfteme Serrengarderoben. Sportpelze fannend moderne Rüchen, gestrichen, lafiert. fchwere Betten mit Spiralboden unb tion, gute Instrumente, 9,50, 12- tal III, 2 Treppen, Görliger Bahnhof. Emil Salbarth, G. m. b. S., Friedrich billig. Möbelhaus Gottlieb, Rilgenerfstraße drei prima breiteiligen Drellauflagen, Gobe- 18.-, mit Saube 22.- Eiche, Eichen- Säle für Bereine und Bersammlungen, ftraße 55a. Merkur 6268. Monatsanzüge von Ravalieren, Gehaehn, Bahnhof Gesundbrunnen. Tinftühle, Lomplett 550.-. Schrankapparate 89.- 10 000 Instru- Breis 10 Mart, Dergibt Rellers Fest mente fertig und halbfertig ständig auf fäle, Roppenstraße 29. Gelegenheit. Reikaeuge( Richter- Bräzision), Sicher. rodanalige, Fradanzüge( auch leibweise), Möbelspeicher, Choriner Straße 84, Lager. Billigfte Bezugsquelle für Wieheits- Goldfüllfeberhalter. Bureaubedarfs neue Sadettanzüge, Binterpaletots per Bertito 15.- Baschtoilette 15. Frant Fabritgebäude II, Speiſezimmer, feltene berverkäufer. Besichtigung unferer Sarmonia- Sänger", a cappella, mo haus Lindner, Neukölln, fauft spottbillig Alexanderstraße 28a, furter Schreibtisch 25 Mart, Gofa 15. Gelegenheit, Ciche, innen Mahagoni, Ausstellung ohne Raufawang erbeten. berne Potpourris, Einzelporträge file Raiser Rüchen 24.Friedrich- Straße 36/37. Möbelhaus Gottlieb, runde Bitrine mit gebogenen, gefchlif- Schula u. Gundlach, Münaftraße 18, Bereine, Gewerkschaften. John, Nüders, Bont Belzwaren, direkt Teppich- Schrager verlauft gegen be Rürschner Rügenerstraße dreizehn. fenen Gläfern, rund vorgebaut, aparte dicht Meranderplan. quemfte Teilzahlung Teppiche, Brüden, meifter. Belamäntel, Belzjaden, Herren Teilzahlung. Bequeme An- und Ab- redena, schwere Schnikereien, Füllhör- Sprechmaschinen unfever neuesten Dampfwaschanstalt Merkur, Frank Dimandeden, Madrasgardinen, Stores, fportpelge, Kreuz, Silber, Robel, zahlung, tomplette Simmer sowie Ein- ner, innen 2 Gilbertäften, großer Aus- Konstruktion ohne jebes Nebengeräusch. furter Allee 307, Königstadt 2820, wäft Bettdeden, Steppbeden, Bettvorlagen, Alasta- Füchse, China- Riegen, Stunts, zelmöbel aller Art bei weitgehendster auatifah, 6 hohe Rindlederstühle, tom- Eichen- Schrank- Apparate von 89, Mart jede Art Haus- und Leibwäsche schoLäuferstoffe. Elfäffer Straße fechs, am Amerikanisch, Australisch- Stuntsopos- Garantie. Mag Friedeberg, Billow- plett 595.an, Hauben- Sprechmaschinen 22 nend und sauber ohne Anwendung fum, Muffen, Belshitte, Beladeden fo- ftraße 24, am Bochbahnhof. wie alle Arten DON Belzwaren. Möbelspeicher, Choriner Straße 84, Mart an, Serien- Apparate 9.50, 12, fcharfer Mittel. Abholung täglich. Spottbilliger Bettenverlauf! Nur R. Michaelis, Rürschnermeifter, Berlin gelmöbel billig. Teilzahlung. Romplette 8immer, Ein- Fabrikgebäude I, Serrenzimmer, echt 18 Mart. Durch große Serienfabrika- Wäscherei Kubasch, Röpenid, Grliprima Qualitätsmare! Daunenbetten! NO 18, Große Frankfurter Straße 99, Wenger, Marfilius Ciche, große breiteilige Bibliothet mit tion und Raffaeinlauf unsere Leistungs- nauerstraße 45, wäscht fauber zu ben Aussteuerbetten! Sotelbetten! Rinder 1. Etage, am Strausbergerplak. Bon traße 8( Alexanderplat). Große Frank Kristallfacetten, schwerer Diplomat, gro- fähigkeit. 5000 fertige und unfertige billigsten Breisen. Ein Betfuch lohnt. betten! Riefenauswahl! Auch einzeln 8 Uhr morgens bis 7 Uhr abends ge furterstraße fechsundfünfzig. her Serrenzimmertisch, schwerer Arm- Sprechmaschinen, 100 000be Bestandteile Abholung Donnerstags. au Engrospreifen! Bettenfabrik Brunnen öffnet. Auf Wunsch Ratalog. Möbelfabrik Georg Tenniglelt, Dea- lehnfeffel, Rindlederstühle, tomplett ge auf Lager, wie Berte, Tonarine, Räber Aufpolsterungen werden sauber und Straße 115. ufm. Billigite Bezugsquelle für Wieder billig ausgeführt. Lawrens, Stralfust nienstraße 172/173. Große Auswahl in beiat, 395.Schokoladen,-Enatospreife ab 10 Ta- Rosenthalerstraße 4. Gesellschafts- Anzügen. Rußbaum- Schränken, Bettstellen, eichenen Rorbfeffel, Bände, Tiſche direkt an ausstellung ohne Raufamang erbeten. Derläufer. Besichtigung unserer Muster- berstraße 30, vorn IV. feln. Garotti, Maugion, Trumpf nsw. Schlafzimmern, Speisezimmern, Serren- Private. Sa lungserleichterung. RieAufpolsterung, Matraßen, Gofas 5.Großhandlung Bartel, Strakauerstr. 51. Monatsanzüge, Fradanzige, Smoking- zimmern, Rüchen auf bar und Teil- fenauswahl. Billig. Spezialhaus Er Schulz u. Gundlach, Minastraße 18, Ganste, Fransedyffraße 18. Drehrollen- Tefchte, Baßmannstraße 3, Sommerpaletots, Cutamananalige, Tailanglige, Gehrodanalige, Sadettanaige, zahlung. win Beterfilge, Bahnhof Börſe, Stadt. dicht am Meranderplan. nahe Landsbergerstraße, Elektrorollen, Tenmäntel, für jede Figur passend. meine Breise kennen. Roloffaler Breis Raufen Sie nicht Möbel, bevor Sie bahnbogen 3, Ede Spandauerbrilde. Riefenauswahl, Drebrollen fämtlicher Spezialität: Bauchanalige, fpottbillig. abbau. Schak, Brunnenstraße 160, Eingang Fabritate werden elektrisch umgearbeitet, Salpern, Rofenthalerstr. 4, erfte Etage. Lichtenthal, 60. Oranienstraße 14a, arbeitete Rahlung nach Uebereinkunft. Anflamerstraße, liefert vorzüglich ge Fahrrad- Großhandlung, Waldemar Reichspatent. Leistungsfähigte SpezialSchlafzimmer, entaildende ftraße, Ede Büdlerstraße, ist die ginfabrit, Rönigstadtamt 370. Aufgabe unferer Belzwaren ift, au und NB., Suttenstraße 6. Gegr. 1879. Rüden in Zoloffaler Auswahl, Kleiber- ftiafte Bezugsquelle für Damenväder, enorm billigen Breifen an bie. RundChaiselonguebeden 9 wunderbare fchait au tommen. Wir verkaufen jent: Meine Anzahlung. Gärisch, Stralauer. Waschkommoden, Gofas, Möbelkredit und bar an jedermann schränke, Spiegelschränke, Bettstellen, Serrenräder, Lampen, fämtliche Au Wandbehänge 5,- Pappelallée 12. Riefenlager. Ruhebetten, behörteile. Spottpreife. Belzmäntel, hochelegant, 148,-, Bela- plak 1. Schleftfcher Bahnhof. Meister gesucht für Mattenflechterei. Teppich- Reschte verlauft fpottbillige jaden nur 50, Tische, Stühle, auch gegen Teilzahlung Teilzahlung. Erfahrene Herren wollen sich mit AnFrauentragen 8,75, bei geringfügiger Anzahlung und sehr Teppiche, Brilden, Bettvorlagen, Diwan- Wolfsziegen 13,50, Schals, Filchfe. 25, Metallbetten gabe bisheriger Tätigkeit, GehaltsanSämtliche Sorten am mit, Auflagen 28.leinen Raten. Möbelschak, gegr. 1866. Sager von 200 an, sowie Griak- und Sprüchen und Zeugnisabschriften melden decken usw. Teilzahlung geftattet. ufw. Sahlungserleichterung. Spezial. Göhr, Pappelallee 12. Neukölln, Raifer- Friedrich- Straße 5. unter Wilm. I G. 746 Rudolf Moffe, pelzhaus, Charlottenburg, Ein Besuch lohnt sich Uhlandstraße 88. Schlafchaiselongues, Bettchaiselongues, eichenes Serrenzimmer, Kristallfacette, wirklich, Rubehörteile. Drei Tage Sonderangebot. Elegantes Bettfebern, fullfertig, auch ungeriffen, dorferstraße nur 113/114, über Rotfett. Chaiselonguesdeden 9. Wandbehänge runder Tisch, Rindlederstilhle 385.- ftraße 25/26. Beift, Große Frankfurter aus erfter Sand. Provision und Spesenzuschuß erhalten Paul Baegelow, neumann. 5.- Batentmatraken 10.-, Bolsterauf- Schlafzimmer, Facettenläfer, Briezen, Oberbruch 40. Teilzahlung. Gardinen. Stores, Bett- Tagen. Wochenabzahlung 3. Pappelböden, prima Drellauflagen, komplett Anoch. Eneisenaustraße 111. Günstigste und Schwestern beim Verkauf unserer Patent Dürkoppfahrräder. Berlaufstelle: trebsame, im Bertehr mit der Privatfundschaft gewandte Herren, Damen Teppiche, Dimandeden, Tischdecken, beden, Tischbeden, Steppbeden, Diman- allee 12: Pankow, Schmidtstraße 1. 495.- Speisezimmer, Mahagoni, Bi- Bedingungen. Bettnorleger, Läuferstoffe, prachtpone beden, Teppiche, Bettwäsche. Geringe Gebiegene Möbel, mert den Gah! trine, entaildende Anrichte, großer Aushygienischen Artikel. Scheurich, GroßAuswahl, extra billige Gelegenbeiten. Anzahlung. bequeme Abzahlung. Möbel baut Gleifer, Alexanderplat. Alexander- aiehtisch. Rindlederfühle 585.-. Fahrrad 30,-, Freilaufräder, Renn- beerenstraße 40. Fischer, Botsdamerstraße 109. Nur maschinen, haus Luifenstadt, Röpeniderstraße 77/78. ftraße 42. foweit Borrat. Rlubgarnituren, Einzel- Markenräder, billigst. Blaga, Große verlangt Bär, Friedrichstraße 249. 13116 Damenräder, erstklaffige Ede Bridenstroke. Jugendliche Näherinnen file Kleider Rähmaschinen Thomas. Spezialhaus Stannenswert billige Schlafzimmer, möbel nach wie vor in guter Qualität. Frankfurterstraße 57. fire Pfaff, Abler, Phönig, Saushaltschmad, in jeber Preislage, von 3 Mart immer, Rüchen, Einzelmöbel Moderne Damenhüte für feben Ge Serrenzimmer, Speisezimmer, Wohn- Rulante Rahlungsweise. Möbelfabrikund Gewerbe- Nähmaschinen. Motorräder, große Auswahl, nur Ge Erit- Lager Joachim Nachfolger, Belle- Alli Teilzah Iungen. Reparatur- Werkstatt. an Auch Umarbeitungen. Bubfalon flaffige Berarbeitung. Soliden Räu- ance- Straße 14 und 81, Fabrikgebäude. futterature. Blaga, Große Frank Schlofferlehrlinge Tegenheitstäufe. ringerfrooke 80. Untergrundbahn Schön- Breslauer, Markgrafenstraße 22 11. Rein fern Bahlungserleichterung zu Raffa haufer Tor. 13075 Baden, 15086 preifen mit reeller 8insberechnung. Sökerwagen burd Blattenaufbau auf Tischlerei Refemsle, Badftr. 66. meine großen prima Leiter und RaftenEinzelmöbel. Rüchen und Schlaf wagen felbft leicht herstellbar. Nieaimmer, gediegene Tischlerarbeit, 10 drigfte Breise nur bei Bagner, Röpe Ankleibeschränke 110.-, englische Bett. Jahre Garantie, verkauft bei Barnider Str. 71. Sof. Rein Laden. Reine ftellen 48.-, Birchfofas, Einzelmöbel. zahlung allerbilligst, bei bequemer Schaufenster- Reflame, dafür wesentlich Rahlungserleichterung. Stein, nur An- Ratenzahlung geringer Aufschlag. Mö Nähe Brunnenstraße, ist feit etwa 30 Möbel- Schmidt, Bernauerftrake 80, billigere Breife. Flamerstraße 20. bel- Fabrillager, Ropenhagenerstraße 15. Jahren in allen Rreifen als TeiftungsAuf Teilzahlung Rinderklappwagen. Metallbetten, Auflegematragen, Ba direkt Hochbahn Nordring. fähige, empfehlenswerte Bezugsquelle be. Ball. Große Frankfurterstraße 47. Rahngebiffe, Edelmetallbruch, Qued tentmatragen, Chaiselongues. TapeKurzentschloffenen Räufern bieten wir fannt und beliebt. Lagerbefuch lohnend. filber, Rinn, Blei, Silberschmelze sierer Walter, Stargarder fit. achtzehn auf Grund riefiger Lagerbestände gin Bekleidungsstücke. Wäsebe usw. Christionat, Röpeniderftrade 20a( ManMoebel- Boebel, Oranienftrake 58( Mo. teuffelstraße). ftigfte Raufgelegenheit: Ganz fchwer gerikplak). Fabritgebäude. Aeukerft nieTeilzahlung. Möbel feber Art. Gearbeitetes Serrenzimmer, teidigefchninte ringe Anzahlung, bequeme Abzahlung. Bibliothel, etma 2½ Meter, mit triftall- brige Breife für einfache und elegante Fabrräber tauft Linienftrake 19 Getragene Sezzengarderobe, tabellos Möbelhaus Luifenftadt, erhalten, Gelegenheitsfäufe in Bela- ftrake 77/78. Ede Bridenstraße. Röpenider fecetten, großer Diplomat, komplett mit Schlafzimmer. Sveifezimmer, Serrenmaren, große Auswahl, billige Breife. Tisch und Rindlederstühlen 740- m. Aimmer, Küchen. Bücherschränke, Schreib. Leibhaus Spiegel, Chauffeeftrake 7. Möbel wirklich auffallend billig auf Berliner Möbelhaus, Moris Sirfchomik, tiche. Müfetts. Anrichten, runde Tifche allerbequemfte Teilzahlung nut im Südoften, Staligerstraße 23. Sochbahn Standuhren. Antleibefchränte alle Grö Berleih Bott Gefellfaftsansligen, Möbelhaus Sumboldt, An der Janno Rottbufer Tor. ken. Sofas, Ruhebetten. Eventuell Brunnenstraße 4, Norben 5177. Berlin School Fremde Sprachen. Leip. wikbrüde 8/4 und Butbufer Straße: 14. Rahlungserleichteruna.. Wilhelmstraße, fuhr Marmorwert gut im Handschleifen, Ganz nach Wunsch fönnen Sie bei Leibhaus Friebrichstraße 2. Gelegen- Straßenbahn: Brunnenstraße, Ede Rü aigerſtraße 128, Ede Bilhelm trake Marmorfchleifer, Sanchetin uns zahlen! heitstäufe: Sportpelse, Gehpelze, Bela- gener Straße. 3 Minuten vom Bahnhof enormen Läger an wirklichen QualitätsBesichtigen Sie unfere Tauenzienstraße 19a Einzel Musikinstrumente und Krumrey, O 112. Borhagener Straße 70. Klaffenunterricht Eintritt iederzeit. mäntel, Belajaden, Füchse aller Art, Gesundbrunnen. möbeln: mie Et enormt billig! Spottbillige Angebote: Einzelmöbel aur Bianos preiswert. Einjährigenkurse, Boltsfchiller, erfolg Möbelspeicher. Neue und gebrauchte gänzung, fomplette Wohnungseinrich Lint. Brunnenitrake$ 5. Klaviermacher ficher, Urbanstraße 176. 12955 Analge, Uiter, Baletots, Sofen, in Möbel. Teilzahlung ohne Aufschlag. tungen in allen Holzarten, Rüchen, befter Berarbeitung. Lilkowftraße 95. Geöffnet bis 7. Alaviere, tabellofe Berarbeitung, lang männische Privatschule Kossak, BadAm Bahnhof Gesundbrunnen. Rauf Rlubmöbel, Teppiche, Deden, Gardinen, Auf Abzahlung. Serzengarderobe, Schlafzimmer jeder Solzart, aller Dekorationen. Moabiter Kredithaus, jährige Garantie. Teilzahlung geftattet. ftraße 67, 3, 6- und 12- Monats- LehrDamengarderobe, Gummimäntel, Gar. Größen, billig. Ruhebetten 20, Tep. Turmstraße 81, eine Treppe. Kein Serer u. Co., Brunnenstraße 191. gänge beginnen mit fedem Quartal. Dinen. Stores, Bettwäsche, Inlette, pidhe 2x3 45, Bettvorleger 4,50, Ruhe- Laden. 1. Etage, am Rosenthaler Blah. * Rurafchrift und Steppbeden, Möbel, Küchen, Maschinenschreiben Rorb- bettdeden 20, Tischdecken, Läuferftoffe Möbelwichert, Elfafferstraße 20. Bianos, erfillaisia im Ton, verkauft monatlich. Deutsch, Englisch. Franzö möbel. Wilhelm Peters Rachf., Reit- 3,75 Goldmart. Möbelhaus Ramerling, Spottbillig, toll, Friedelstraße 32. Riefenumfag. u Fabrifpreisen, auch Teilzahlung. fisch, Spanisch. Brivatunterricht jeder. Raftanienallee 56. Zahlungserleichterung. Reukölln, Sermannstraße 47. geit. Both Möbel Wilmers meil • Thr erfter Schritt Möbel- Schmidt. Fahrräder Motorräder. 57. an Arbeitsmarkt Stellenangebote Fahrrabrahmen, große Boften, auch auch solche, die schon anderweitig gelernt Einzelverkauf, 9,50 Reichsmart; auch haben, it ellen ein Otto Lubitz, BauNachnahmeverfand. Strobel, Berlin- fchlofferet, und Bergmann, Eisenmöbel13105 Rcutölln, Schinkestraße 10, Sof. fabril, Neue Königstraße 83. Kaufgesuche Unterricht Stellvertretender Meister für Blech- und Eisenkonstruktion g sucht. Angebote unter R 49 an die Hauptexp. des„ Vorw" efonders Vertreter wirksam sind die KLEINEN Redegew.Herren zum ANZEIGEN in Bertrieb einer guten der Gesamtgewerblichen Buchauflage des führung für DeutschVorwärts" land gesucht. und trotzdem Otto Schäfer, Dresden 21 !! billig!! Sonntag 4. Oktober 1925 36 db site Unterhaltung und Wissen Kampf um die Stadtverwaltung. Von Stephan Leacod.*) Unsere Stadtverwaltung," sagte Herr Newberry, lehnte fich in einen der ledernen Fauteuils des Mausoleumflubs zurück und steckte fich eine zweite Zigarre an, tit morsch, durch und durch morsch." „ Böllig morsch," stimmte Herr Dick Overend zu und flingelte, um einen Whisky mit Soda zu bestellen. „ Korrupt," sagte Herr Newberry, zwischen zwei Rauchwolfen. Sie faßen in einer ruhigen Ecke des Klubs es war Sonntag abend und sprachen zunächst über die Fäulnis in der Politik Ameritas; nicht mit tampflustiger Hize, sondern mit der nachdenklichen Traurigkeit, die einen älteren Mann überkommt, wenn er in einem ledernen Fauteuil seines vornehmen Klubs sitzt und, eine gute Zigarre rauchend, über den Berfall unserer Zeit nachfinnt. So hatten sie, naturgemäß, ihr Gespräch über die Fäulnis der Staatsregierung auf die Fäulnis in der gefeßgebenden Körperschaft gebracht. Wie ganz anders war sie als jene, die sie als junge Leute gefannt hatten! Nicht nur anders, was die Bestechlichkeit betrifft, auch anders, fagte Herr Newberry, was ben Menschenschlag anlangt. Er entfann fich, wie er einmal als zwölfjähriger Junge von seinem Vater mitgenommen worden war, eine Debatte mit anzuhören. Es war unvergeßlich gewesen. Giganten, einfach Giganten. Er sagte, er erinnere fich ganz deutlich an einen Mann, dessen Namen er nicht mehr wiffe; er hätte über eine Frage gesprochen erinnere fich im Augenblic nicht, über welche, und ob dafür oder dagegen sei ihm entfallen; aber es wäre ihm durch und durch gegangen. Nie würde er es vergessen. Es hätte sich ihm ins Gedächtnis eingegegraben, als ob es gestern gewesen wäre. er das Aber die heutige gefeßgebende Bersammlung hier nidte Herr Did Dverend traurig, wie zur Bestätigung dessen, was, wie er mußte, jest tommen müßte die heutige, ja! Herr Newberry fagte, er habe vor einer Woche Gelegenheit gehabt, in Zusammenhang mit einer Eisenbahnvorlage, die er versuchen wollte, zu heißt, die er gern hätte furz, in Zusammenhang mit einer Eisenbahnvorlage die Hauptstadt zu besuchen, und als er dort Umschau hielt und die Männer in der Versammlung sah, ba mußte er sich geradezu schämen; er fonnte es nicht anders ausdrüden als geradezu schämen. Inzwischen wuchs die Welle des bürgerlichen Enthusiasmus, deren Heranbrausen wir in den Gesprächen der Blutoria Avenue gespürt haben, von Tag zu Tag. „ Es ist ein Standal," sagte Herr Lucullus Fyshe zu Herrn Spillifins. Also diese Kerle da unten im Rathaus find die reinsten Spizbuben. Zufällig haite ich neulich geschäftlich dort zu tun( es handelte sich um die Steuern unserer Sodafabriten) und, wissen Sie, ich mußte erleben, daß diese Burschen Geld nehmen." " „ Na, ich sage ja, ich sage ja!" sagte Herr Spillifins. Was Sie nicht sagen!" „ Tatsache, wiederholte Herr Fyshe, fie nehmen Geld. Ich rief den Unterschaßmeister beiseite und sagte: Ich möchte es gern so und so haben und ließ eine Fünfzig- Dollar- Note in seine Hand gleiten. Und der Bursche nahm sie an, nahm sie bereitwilligst an." „ Er nahm fie?!" ächzte Herr Spillifins. Ja," sagte Herr Fyshe. Es müßte ein Strafgesetz dafür geben." Ich sag's ja!" rief Herr Spillitins aus, fie müßten Gefängnis dafür bekommen. „ Und die bodenlose Frechheit dieser Leute," fuhr Herr Fyshe fort. Am nächsten Tage ging ich hinunter, um den stellvertreten. den Borsitzenden zu sprechen( es war in derselben Angelegenheit), fagte ihm, was ich wollte, und schob ihm eine Fünfzig- Dollar- Note hin. Und der Kerl schleuderte sie mir wütend zurüd. Er wollte nicht." " Wollte nicht?!" feuchte Herr Epillitins, so was!" Gespräche wie dieses füllten die Mußestunden und unterbrachen die Geschäftszeit von allen besseren Bürgern der Stadt. Wie düster auch der Horizont im allgemeinen aussah. ein lichter Punkt war doch wahrnehmbar." Die Welle" war offensichtlich in einem sehr günstigen Augenblick gekommen. Denn es standen nicht nur die städtischen Wahlen bevor, sondern gerade zu diesem Zeitpunkt schwebten drei oder vier außerordentlich wichtige Fragen, die die neugewählte Stadtverordnetenversammlung lösen mußte. Zum Beispiel die Frage, ob man die Straßenbahngesellschaft enteignen folle ein Objekt von vielen Millionen; oder die Entschei dung über die Berlängerung der Konzession für die städtischen Elektrizitätswerte eine Lebensfrage; und da war noch der Ankauf von einem Stück Land zur Erweiterung des Friedhofs, das vier hunderttausend Dollar foften sollte, eine Angelegenheit, die unbe dingt geregelt werden mußte. Und man fühlte, besonders auf der Blutoria Avenue, wie wundervoll es sei, daß die Stadt gerade zu der Zeit moralisch erwachte, wo diese Probleme afut wurden. Alle Attionäre der Straßenbahngesellschaft und der elektrischen Werke zu ihnen gehörten die allerbesten und hochherzigsten und Bürger der Stadt spürten, wie notwendig jetzt eine große moralische Anstrengung sei, um die Stadt zu heben und mit fortzureißen; wenn nicht die ganze, dann jedenfalls soviel von ihr wie sie irgend fonnten. „ Es ist eine herrliche Bewegung," sagte Herr Fyshe( er war Hauptaftionär und Direktor der Elektrizitätsmerfe), wie schön, daß mir wegen unserer neuen Konzession nicht mit einem bestechlichen Lumpengesindel, wie diesen jezigen Stadträten, verhandeln müssen. Wissen Sie, Furlong, als wir zuerst mit einem Vorschlag zur Er. neuerung auf hundertfünzig Jahre an sie herantraten, de lehnten sie ab. Hundertfünfzig Jahre seien zu lang. Denken Sie nur! Hundert fünfzig Jahre( nur anderthalb Jahrhunderte) zu lang für eine Ronzession!" „ Schändlich!" sagte Herr Furlong. „ Mit dem Friedhof ist es dieselbe Sache," fuhr Herr Lucullus Fyshe fort. Diese Gauner hätten jenem Lumpen, dem Schwefel dampf, vierhunderttausend Dollar für seine fünfzig Ader gegeben, wenn die Bewegung nicht gekommen wäre und sie in Schach hielte. Stellen Sie sich das vor!" Ich weiß nicht," sagte Herr Fulong mit nachdenklicher Miene, Dierhunderttausend Dollar find doch, soviel ich davon verstehe, tein übertriebener Breis für solch ein Stüd Land?" Gewiß nicht," fagte Herr Fyshe ruhig und bestimmt und fab Herrn Furlong forschend dabei an, es ist fein hoher Preis. Es scheint mir, wenn ich als gänzlich Unbeteiligter sprechen darf, ein fehr anständiger vernünftiger Preis für fünfzig Ader Borstadt. gelände, vorausgesetzt, daß es das richtige Land ist. Wenn uns zum ) Aus„ Abenteuer der armen Reichen". Berlag Williams u. Co., Charlottenburg. FLOCARNOS Die Abgehängten Wir trugen sieben Jahre lang den Dolchstoss von Versailch Und riefen nach der Monarchie engros und endetailch Und wer da nicht mit eingestimmt, den haben wir gehillt, Wir machten deutsche Politik mit Schnauze, Schwert& Schild Doch stalt daß İHR uns rettetet, Wie Thruns einst versprochen, Dab Jarden Feind verplättelel, Thr- den Habt Ihr das Wort gebrochen. OWotan Weh! Rotest! Auch Thr? Es schwirrt ein Schwurzum Ather Onationales Schmachgeschwür Verräter! Ohl Verräter! والام Beispiel die sehr schöne, ungefähr zwanzig Ader große Strede Land angeboten würde, die, wenn ich nicht irre, Ihre Korporation auf der anderen Seite des Friedhofs befißt, dann würde ich sagen, vier. hunderttausend Dollar ist ein äußerst bescheidener Breis." Herr Furlong nidte nachdentlich mit dem Kopfe. „ Sie hatten daran gedacht, es der Stadt anzubieten, nicht wahr?" fragte Herr Fyshe. Ja," sagte Herr Furlong, zu einer mehr oder minder geringen Summe von Summe von vierhunderttausend oder sowas. Wir hatten das Gefühl, bei so einer, faft heilig zu nennenben Sache, folle man fo wenig wir irgend möglich schachern." Ueberhaupt nicht," stimmte Fyshe zu. Wir dachten," fuhr Herr Furlong fort, wenn die Stadt unser Land zur Bergrößerung des Friedhofs braucht, so soll sie nach ihrem eigenen Gutdünken dafür bezahlen- pierhunderttausend, eine halbe Million. mit einem Wort, überhaupt jeder Betrag von vierhundert. tausend aufwärts, den sie daran wenden will. Wir betrachten das nicht als Geschäft. Unser Lohn liegt in der bloßen Tatsache, daß wir es ant sie verlaufen." „ Gewiß," sagte Herr Fyshe, und natürlich ist Ihr Land in jeber Hinsicht vorteilhafter. Schwefeldampfs Grundstück ist von 3npressen und Immergrün und Trauerweiden überwuchert, die es für einen modernen Friedhof ganz untauglich machen; während Shres, soweit ich mich erinnere, hell und frei daliegt, ein lockerer, sandiger Boden ohne Bäume und Gras." Ja," sagte Herr Furlong, wir dechten auch, daß unser Grund ftüd, mit den Gerbereien und chemischen Fabriten als Hintergrund, etn idealer Blak sei- für- für- er hielt inne und suchte nach einem paffenden Ausdrud für seinen Gedanten. Für die Toten," sagte Herr Fyshe mit geziemender Ehrfurcht. Und nach diesem Gespräch verstanden Herr Fyshe und Herr Furlong einander vollfommen, was die neue Bewegung anbetraf. Es war in der Tat erstaunlich, wie schnell fich das Licht ver breitete. 3ft Raffelyer- Brown auf unserer Seite?" fragte jemand ein paar Tage später Herrn Fyshe. „ Mit Leib und Seele," antwortete Herr Fyshe.„ Er ist sehr erbittert über die Art, wie diese Halunten die städtische Kohlenverforgung übers Ohr gehauen haben. Er sagt, die Stadt habe von den Gruben Rohlen en gros gefauft, zu bretundfünfzig völlig mertloses Zeug, sagt er. Er hat gehört, daß alle tiese Schurken im Winter fünfundzwanzig bis fünfzig Dollar bekommen haben, damit fie ein Auge aubrüdten." Beilage des Vorwärts SAV www bombinator Mein Gott!" jagte der Zuhörer. „ Schändlich, nicht wahr?!" sagte Herr Fyshe. Aber ich sagte es schon zu Raffelyer- Brown: was fann man tun, wenn die Bürger fich nicht selbst für diese Dinge interessieren? Ihr eigener Fall zum Beispiel, sagte ich zu ihm, wie fommt es, daß Sie, ein Mann aus der Kohlenbranche, der Stadt nicht in dieser Angelegenheit beistehen? Warum beliefern Sie die Stadt nicht? Er schüttelte den Kopf. Zu breiundfünfzig würde ich's nicht machen, sagte er. Nein, antwortete ich, aber wollen Sie zu fünfundfünfzig? Er fah mich einen Augenblid lang an, dann fagte er: Fyshe, ich will es tun; zu fünfund fünfzig oder zu irgendeinem höheren Preis, den Sie mir nennen. Wenn wir einen neuen Rat bekommen, fönnen Sie selbst Ihre Bedingungen stellen. Gut, sagte ich, ich hoffe, all die anderen Geschäftsleute werden von demselben Geiste beseelt sein." Max Halbe. ( Zu seinem 60. Geburtstag am 4. Oktober.) Wenn man heute von Mar Halbe spricht, so ist und bleibt er nur der Dichter der Jugend". Dieses lebendige, faft zeitenthobene Stüd war Halbes erfter großer Wurf, aber es ist auch seine Tragödie geworden. Der Dichter hat das selbst empfunden, als er einmal fagte, man wolle ihn an das Kreuz der Jugend" schlagen und scheinbar nur noch solche Stücke von ihm haben. In der Tat ist der Eindruck dieses Stüdes so start gewesen, daß sich weder die wert vollere Mutter Erde" noch der mindestens gleichwertige„ Strom" neben der Jugend" behaupten fonnten. Diese Beurteilung hat Halbe sehr geschmerzt, ihn bitter gemacht und offenbar auch dichterisch gelähmt. In jedem Falle bleibt Mar Halbe für alle Zeiten der Mann, der zum ersten Male mit vollem Erfolge den starren Ring des Naturalismus durchbrach und, ohne die früheren Bahnen reiner Schöngeister zu beachten, eigene Pfade zog. Halbe entstammt einer alten westpreußischen Bauernfamilie, die vor mehr als 200 Jahren aus Westfalen nach dem Osten ausgewandert war. In der Nähe von Dirschau, das heute den Polen gehört, stand im Dorfe Güttland die Wiege Halbes. Doch es litt ihn nicht wie seine Brüder und Ahnen auf der Heimatlichen Scholle, und als Erster feiner Familie fehrte er ihr und ihrer Art den Rüden. Er studierte in Berlin und München und fam hier bald in die Dichterrunde der M. G. Conrad, Hendell, Held u. a., die bie Führung auf dem Gebiete des neuen Schrifttums übernommen hatten. Tatfräftige Hilfe aber fand er erft durch die Männer des Friedrichshagener Kreises, der sich um Köpfe wie Bölsche, Wille und die Brüder Hart gruppierte. Diese sezten denn auch bald Halbes Drama Eisgang" burch, bas aber noch zu sehr in Abhängigkeit von Hauptmann erfannt wurde, um zu interessieren. Dann fam ein Jahr später der Erfolg, im gleichen Jahre 1893, das auch Sudermann durch Heimat so berühmt machte. Der Erfolg der Jugend" steht in der Theatergeschichte fast einzig da. Dabei hatten die Direktoren entweder vor diesem Werke Angst, oder sie hielten, wie l'Arronge und Blumenthal, einen Erfolg für fast ausgeschlossen". Nur Lautenburg riskierte an einem Vormittag die Aufführung und hatte es nicht zu bereuen, denn er fonnte für den nächsten Winter ein eigenes Theater für die Jugend" pachten, die ein paar hundert Aufführungen erlebte und den Namen des Dichters für alle Zeit berühmt machte. Mit größter Spannung sah Deutschlands literarische Jugend damals auf den neuen Dichter, der in Stoff und Stil etwas wie ihr Anwalt und Führer geworden war. Doch schon das folgende Werf,„ Der Ameritafahrer", enttäuschte schwer, und auch die [ päteren vermochten nichts daran zu ändern, daß die gleichen Kreise, die ihm einst zugejubelt hatten, sich mit entschiedener Rücksichtslosigfeit von ihm abwandten, ja, ihm selbst einen Theaterſkandal nicht ersparten. Da wandte der Dichter dem unberechenbaren Berlin für immer den Rücken. Er siedelte zuerst nach dem Bodensee, später nach München über, das ihm seither zweite Heimat geworden ist. Bon München fam dann auch Halbes zweiter Aufschwung mit Mutter Erde"; doch die Jugend" war es nicht mehr. In jene Münchener Zeit fällt auch die Gründung des Intimen Theaters", das Halbe mit Josef Ruederer ins Leben rief, und an dem Dichter als Schaufpieler auftraten. Wedekind, Hartleben, Hirschfeld, Carl Hauptmann, Ludwig Thoma u. a. wirkten dabei mit. Erst sechs Jahre später errang Halbe mit dem Strom" wieder einen entscheidenden Sieg. Seit dieser Zeit setzte Stille ein. Wohl ist halbe nachher tätiger denn je gewesen, aber von den acht Bühnendichtungen, die er seit dem Strom" schuf, vermochte nicht eine auf der Bühne festen Fuß zu fassen. Dafür brachten ihm seine Romane" Die Tat des Dietrich Stobäus" und" Jo" viel Anerkennung. Mar Halbe ist als Dramatiker immer da am stärksten, wo er das Lied seiner westpreußischen Heimat singt, jenes schwermütig weiten Tieflandes an der Weichsel, wo die Menschen schwer arbeiten, dem Beden seine Gaben abtrogen, mit dem tüdischen Strom und dem immer wachfamen Nachbarn slawischen Blutes fämpfen müssen. In seinen Heimatstüden wächst echtes, unverfälschtes Leben, pulst ein starker Strom des Gefühls, und hier greift der Dichter auch uns ins Innerste. Halbe ist in diefen Werken Stimmungsfünstler von höchstem Rang, und es gibt in ihnen Szenen, die in ihrer musithaften Schwermut und leise verwehenden Dämmerung zum Stärtsten gehören, was die neuere Dichtung hervorgebracht hat. Es ist eine geheime, unendlich holde Melodie, die hier aufflingt, und menn es aus der verlorenen Kindheit aufflingt, auftlagt, so ist das in feiner feuschen Verhaltenheit, Schlichtheit und Bärme bezwingend, wie es nur das reine Erlebnis sein kann. Peter Gran. Neue Verwendungsmöglichkeiten des Flugzeugs. Die Verwendungsmöglichkeiten des Flugzeugs steigern sich fortgesezt. Die neueste Errungenschaft ist, daß das amerikanische Landwirtschaftsministerium das Flugzeug in den Dienst der Ernteertragsschägung zu stellen beabsichtigt. Bersuche, die in Ohio von Militärflugzeugen durchgeführt worden sind, haben ergeben, daß diese Methode beste Aussichten auf praktischen Erfolg hat. Die bisherigen Systeme der Ernteschäzung waren den ungeheuren in Betracht kommenden Flächen gegenüber unzuverlässig, außerordentlich fostspielig und bei ihrem Abschluß meistens bereits überholt. Die im Kriege gemachten Erfahrungen mit sogenannten Reihenbildnern", die im Laufe von ein paar Stunden aus zwei bis sechstausend Metern Höhe Gebiete von der Größe einer Proving mit allen Einzelheiten des Bodens maßstab getreu festlegen, rechtfertigen durchaus die Annahme, daß sich so aufgenommene Geländebilder bei Zuhilfenahme genügender Bergröße rungsmittel ausreichend zur Beurteilung des durchschnittlichen Getreidewuchses auswerten laffen. Wie ich Vater wurde. Bon Theodor Thomas. Ich size vertieft in meinen Abend- ,, Borwärts" in der Unter grundbahn, als mir von rechts ein fleines Batschhändchen ins Papier grapscht und mit fröhlichem: Tatta, Tatta" die Zeitung zerfetzt, dabei vor lauter Lachen quiescht. Ich stelle fest: Neben mich hat sich eine hübsche junge Frau mit ihrem Kind gesetzt, das mich sofort als seinen Tatta reflamiert hatte. Bei soviel Vertrauen fann niemand schweigen, ich fange mit dem fleinen Weltbürger ein Techtelmechtel an; die Mutter mischt sich mit in die Unterhaltung, indem sie mir„ Tatta“ und„ Ille"," Normann" usw. mit Vater, Brille und Schnurrbart übersetzt, so daß wir drei uns ganz gut verständigen. Die Bahn leert und füllt sich, die Kleine läßt mich nicht locker, rudert immer wieder auf mich zu, bis die Mama sie mir auf den Schoß setzt. Nun habe ich, unter dem Beifall der Fahrgäste alle Hände nötig, um mein Glas, die Uhrfette, den Echnurrbart, vor den Zugriffen zu schüßen. Aber mein neues Kind ist so puzzig, benimmt sich so drollig, daß ich es nicht läftig finde. Inzwischen ist in den Wagen am Hausvogteiplag eine Freundin meiner Kindsmutter eingestiegen, die beiden führen ihre Mäulerchen spazieren, als hätten sie sich ein Jahrhundert nicht gesehen. Das Kind ist ihnen ganz wurscht, ich beschäftige es auch ganz ordentlich. Da ich hatte grad eine lebhafte Unterhaltung mit dem Kleinen Engel geführt, ist der Plaz neben mir leer. Die Rabenmutter ist am Alexanderplatz ausgestiegen und hat doch wahrhaftig ihr Kind vergessen. Mütter, die dies lesen, werden sagen, so ein Lügenbeutel Aber die Mitfahrenden werden es bestätigen. Das ganze ging fo geschwind, daß es faum jemand beachtete. Die Beiden hatten fich verplappert, furz bevor sich der Zug in Bewegung fegte, waren fie hinausgesprungen, Nun saß ich da, als ein Vater und Bapa". Daß dies nicht mein Kind wäre, glaubte mir kein Mensch. Ich schwitzte Blut vor Erregung, während das lebendige Batet vor mir immer luftiger wurde. Da furz vor der nächsten Haltestelle gab die Kleine einen Ton von sich, der zwar sehr gesund, aber nicht manierlich ist, dann fing fie auch schon nach dem Gasangriff an jenes Geschäft zu besorgen, das gebildete Menschen nicht öffentlich tun. Zwar hatte die ausgerissene Mutter den gefährlichen Teil gut eingewidelt, und noch hielt diese Packung dicht, aber ich bemerte mit Schreden, wie noch hielt diese Badung dicht, aber ich bemerte mit Schreden, wie fie praller und praller wird, und auch ein Düftchen hervorsicherte, Das weder an Köllnisch Wasser noch Lawendel erinnerte. Die Leute im Bagen feigen über meine Batersorgen, fie sehen mit Bergnügen ,, wie ich mein Zufallstind wie eine wertvolle Japanische Base vor mir halte, während aus der Leinenhülle immer neue Stöße hervorbrangen. „ Steigen Sie doch aus; die Mutter wird sicher mit dem nächsten 3ug nachkommen, wenn Sie wirklich nicht der Bater find," sagte ein Herr. steig, von vierzig Augen durchbohrt. Wie ein Bliz faufte ich, als der Wagen hielt, auf den Bahn Nun erst vermißte meine nasse neue Bekanntschaft ihre Mammi". wie ein heulender Derwisch schrie sie nur immer Mammi, Mammi", bog sich von mir weg, schlug auf die Brille," wurde rot ver Wut und strampelte, so daß ich den Schreiapparat ratios in ver Wut und strampelte, so daß ich den Schreiapparat ratios in einen dort aufgestellten Drahtpapierforb stellte, worauf sich sofort einige Dutzend Menschen versammelten, denen ich die Sache erklären mußte. Richtig mit dem nächsten Zug schon tam Mammi" an gefahren. Heulend, aufgeregt wie ein Truthahn stürzte sie auf mich los: „ Sie bekommen von mir noch einmal ein Kind," schrie ste, das ift unerhört." „ Aber erlauben Sie mal brüllte nun auch ich, Gie F einfach Ihr Kind vergessen, nun machen Sie es so?" Die junge Mutter stürzte auf ihr Küfen los, riß e fich, und türmte wortlos von dannen. an Eine Moral hat die Geschichte natürlich auch, aber ich hüte mich, fie selber aufzuzeigen. Die Tierwelt des Mount Everest. Der Gaurisantar, nach dem um die Erforschung und Vermessung Indiens hochverdienten englischen Ingenieur Everest auch Mount ( Berg) Everest genannt, hat allen Bersuchen des menschlichen Ehrgeizes bisher widerstanden. Alle Verfuche, diesen hödsten Gipfel der Erde zu erklettern, sind mißlungen. Die Versucher find entweder rechtzeitig umgekehrt oder verunglückt; schreckliche Stürme, eisige Kälte und vor allem viel zu dünne Luft sind die Haupthemmnisse. Immerhin haben die seitherigen Besteigungen mancherlei intereffante Aufschlüsse über das Leben in jenen höchsten irdischen Major Regionen ergeben, namentlich über die Tierwelt. R. W. G. Hingston, der naturforschende Teilnehmer der vor. jährigen englischen Expedition, hat darüber vor der Geographischen. Gesellschaft in London berichtet. Bon größeren Säugetieren hat man in 12 000 Fuß( 1 engl. Fuß = 305 Millimeter) Höhe nach Schweine mit dichter brauner Behaarung gefunden, die sich sauwohl fühlten und nach Brunstplägen umschauten. 3iegen, die sich gleichfalls durch abnorm dichtes und langes Haartleid auszeichneten, jah man in noch größerer Höhe, und Herden von Burhels, den charakteristischen Schafen des Himalaja, begegnete man bis zu 17 300 Fuß; und merkwürdigerweise zeigten diese sonst sehr scheuen Tiere dort oben so wenig Furcht vor den Menschen, daß sie sich dem Lager der Engländer bis auf 20 Fuß näherten. Bögel tommen natürlich in noch weit größeren Höhen vor, beispielsweise eine Wildgansart und ein rostbrauner Hühnerhabicht. Kleinere Vögel steigen bis in die Gletscherzone empor; einen prächtig gefärbten Bogel will Major Hingston sogar in einer Höhe von 25 300 Fuß beobachtet haben, während er 20 000 Fuß hoch noch majestätische Lämmergeier schweben sah. Dohlen gab es bis zu einer Höhe von 27 000 Fuß. Daß Bugvögel auf ihren Wanderungen selbst über die höchsten Spigen hinwegfliegen, hält Hingston für wahrscheinlich. Das Höhenflima hat demnach auf die Vögel feinen verderblichen Einfluß. Einfluß. Allerdings halten es auch die Tibetaner in stattlichen Höhen noch gut aus, denn sie haben Hütten bis 15 000 Fuß über dem Meere und gehen mit ihren Herden noch höher. In den Tümpeln der tibetanischen Hochebenen leben auch vieler. lei Fische und in den Teichen und Bächen mancherlei Muscheln; wovon fie leben, ist freilich einstweilen noch rätselhaft. Bon niederen Tieren wurden in 14 000 Fuß Höhe fleine Etdechsen angetroffen, unter Steinen daselbst auch Ameisen und Misttäfer; Wespen fand man bis 16 000 Fuß, Bienen, Motten und Schmetterlinge bis 21 000, heuschreckenähnliche Gradflügler bis 23 000 Fuß, der äußersten Grenze jeglicher Begetation. Einen Blutegel entdeckte Hingston unter einem Stein in einem gefrorenen Bache in 16 700 und einen Tausendfub in 17 700 Fuß Höhe. Den Höhenrekord erreichen jedoch winzige Spinnen. Sie hausen in einer Höhe von mehr als 27 400 Fuß, weit über der Schneegrenze des Himalaja und 4000 Fuß über der Vegetationsgrenze auf tablen Felseninseln unter Steinen. Da es bort feinerlei pflanzliche und fierische Nahrung mehr gibt, fressen fie sich untereinander auf. Dieser Kannibalismus ist übrigens bei Spinnen nicht gar so verwunderlich, denn auch ohne Not greift bei manchen Arten die stärkere weibliche Spinne das schwächere Männchen an und verzehrt es mit bestem Appetit; namentlich nach der Begattung ist der arme Spinnenmann sehr gefährdet und büßt seine Luft nicht selten mit dem Tode durch die eigene fannibalische Spinnenfrau. Dr. L. GARDINEN TEPPICHE Mit Biberettekragen und seitlicher Pelzgarnitur 49- M Mk. 00 Besonders preiswerte Winter Mantel ink in den neuesten Formen, viele Farben, aus reinwol lenem Velour mouliné +5 Mit Kragen aus amerik. Opossum 53 ohne Pelzkragen 39. 39.49.53: Maassen Leipzigerstr. 42 ( Ecke Markgrafenst) Oranienstr. 165 ( Am Oranienplatz.) D Bernhard Schwartz BERLIN C WALLSTR. 13 Refdie Auswahl in allen Abteilungen zu niedrigsten Preisen Einrichtung von Landhäusern, Villen, Siedlungshäusern etc. Unverbindlichste Kostenanschläge bereitwilligst. Prenẞische Central- Bodenkredit- Akt.- Ges. Wir bieten zur Kapitalsanlage an: 8% Central- Gold- Pfandbriefe zum Kurse von 84% zuzügl. Stückzinsen ab 1. Juli d. J. 8%% Gold- Com.- Schuldverschreibungen zum Kurse von 80% zuzügl. Stückzinsen ab 1. Juli d. J. Lieferung der Stücke sofort, Beleihbar bei der Reichsbank in Klasse A. Eingeführt und amtlich notiert an der Berliner Börse, die Gold- Pfandbriefe auch in Frankfurt a. M. Währungssicher, da auf Pelagold abgestellt, Gedeckt durch erste auf Feingold lautende Hypotheken bezw. durch Feingold- Darlehne. Kündigung bis 1930 ausgeschlossen. Tilgung mus spätestens 1960 bezw. 1955 erfolgt sein. Rückzahlung bel Kündigung oder Auslosung zu 100% Sie sind erhältlich zum jeweiligen Börsenkurse sowohl bei uns selbst, wie auch bei den bekannten Zahlstellen und den übrigen Bankfirmen. Preußische Central- Bodenkredit- Aktiengesellschaft Berlin NW 7, Unter den Linden 48/49