Mr. 493 42. Jahrg.is mod staring mop he Sonntagsansgabe di drandin eo.end+6 suada mass Ausgabe A nr. 251 Bezugsvrets: 238dentlid 70 Bfennig monaffi 8.- Reichsmart voraus zahlbar. Unter Kreuzband für Deutichland, Danaig. Saar unb Memelgebiet, Defterreich. Litauen, 2uremburg 4.50 Reichsmart, für das übrige Ausland 5,50 Reichsmart pro Monat. Der Berwärts' mit bez Gonnings beilage Bolt und Reit mit„ Gied Iung und Rleingarten fowie dez Beilage Unterhaltung und Wiffen und Frauenbeilage Frauenftimme" erfcheint modhentäalich zweimal Gonntags und Montags einmal. Telegramm- Abrene: .Cezialbemokrat Berlin Vorwärts Berliner Volksblatt 15 Pfennig Anzeigenpreise: Die einfpaltige pareille. zeile S0 Pfennig. Reklamezeile 5.- Reichsmart. Aleine Anzeigen bas fettgedruckte Wort 25 Pfennig ( zulässig zwei fettgebrucie Worte), fedes weitere Wort 12 Bfennig. Stellengesuche das erfte Wort 15 Pfennig. jedes weitere Wort 10 Bfennig. Worte über 15 Buchftaben zählen für zwei Worie. Arbeitsmarkt Reile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Beile 40 Bfennig. Anzeigen file die nächste Rummet müffen bis 4 Uhr nachmittags im Sauptgeschäft, Berlin SW 68, LindenAtraße 3, abaegeben werden. Geöffnet Don 8% Uhr früb bis 5 Uhr nachur. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutfchlands Redaktion und Verlag: Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 in Fernsprecher: Dönhoff 292–297. 10 Sonntag, den 18. Oftober 1925 Aufruf der Gewerkschaften. Zu den Berliner Stadtverordnetenwahlen. Arbeiter und Arbeiterinnen! Am Sonntag, den 25. Ottober 1925, feid auch Thr berufen, darüber zu entscheiden, welche Kommunalpolitit in Zukunft im Berliner Rathaus getrieben werden soll. Die Politik in der Rommune ist nicht minder wichtig wie im Reich und Staat. Darum tann es euch nicht gleichgültig sein, welche Barteien im Berliner Stadtparlament diese Politif machen. Es gibt nur eine Bartei, bie folgerichtig, tonfequent and zielbewußt die Interessen aller Minderbemittelten, der Lohnund Gehaltsempfänger vertritt, und das ist die Sozialdemokratische Partei. Deutschnationale und Deutsche Volkspartei sind die Barteien des Volksbetruges. Sie sind die Parteien der Feinde der Republif, die die republikanische Staatsform lieber heute als morgen stürzen und ein monarchisches, autokratisches, volksfeindliches Regime wieder aufrichten möchten. Ihre Bolksfeindlichkeit haben sie, wenn dazu noch etwas gefehlt haben sollte, mit ihrem Aufwertungsschwindel und ihrer 3oll und Steuerpolitit bewiesen. Sie sind auch die Feinde der Einheitsgemeinde Groß- Berlin und ihrer Fortentwicklung zu einem wirklichen fozialen Gemeinwesen. Auch den übrigen bürgerlichen Parteien fann und darf fein Arbeifer, feine Arbeiterin, überhaupt lein Minderbemittelter seine Etimme geben, denn fie alle sind mehr oder weniger die Parteien des Befißes. Berwirrung versucht man bei diesen Stadtverordnetenwahlen in die Kreise des werftätigen Boltes zu tragen durch sogenannte Arbeiter resp. Arbeitnehmerparteien. Arbeiter und Arbeiterinnen! gger. Vorwärts- Verlag G.m.b.H., Berlin SW. 68, Lindenste.3 Boftfchedkonto: Berlin 37 536 Bankfonio: Bant der Arbeiter, Angestellten und Beamten, Wallstr. 65; Diskonto- Gesellschaft, Depofiienkaffe Lindenstr.& Das Maß der Verantwortung. Deutschnationale und Locarno. Stimmen, die nur Bertretern der Arbeitnehmer gehören, zu gerüber bekannt wurde, zu der Annahme, daß es im ganzen gut Splittern. Man will euch teilen, um euch dann um so leichter beherrschen zu fönnen. Das aber geschieht, wenn ihr, Männer und Frauen des werftätigen Ber von euch will diesem voltsfeindlichen Tun Borschub leisten? Boltes, ihnen eure Stimme gebt. Das kann und darf nicht geschehen! Bier Jahre lang hat eine bürgerliche Mehrheit im Berliner Rathaus die Kommunalpolitik beherrscht. Sie ist schuld daran, daß der Fortschritt der Sozial-, Kultur- und Wirtschaftspolitik der Stadt Berlin gehemmt worden ist. Die mangelnde Initiative, Wohnungsnot und Wohnungselend zu lindern, fällt der reattionären Mehrheit im Rathaus zur Laft. Das muß nun anders werden. Jezt haben es die Wähler in der Hand, Männer und Frauen ins Stadtparlament zu schicken, die nicht die Interessen des Besizes, sondern die Interessen der Allgemeinheit vertreten. Berlin, die Stadt der Arbeit, muß auch ein Parlament der Arbeit erhalten. n. 3 der Lohn- und Gehaltsempfänger, das ist die Sozialdemokratische Die Partei der Arbeit, die Partet aller Werftätigen, die Partei Barfel Arbeiter und Arbeiterinnen! Eure Aufgabe ist es, diese Auf flärung in die Massen zu tragen, denn Wahlrecht ist auch Wahlpflicht. und schäßigt seine Rlaffe. Wer nicht wählt, leistet den Feinden des Bottes Borschub Diese Wahrheit zu verbreiten, ist doppelte Pflicht aller organi werten flerten Arbeitnehmer. Полф Last Euch dadurch nichttäuschen, es sind das mur An. hängsel der Parteien eurer Feinde, geschaffen zu dem 3wed, eure Darum, Arbeiter und Arbeiterinnen, rufen wir euch auf, tut eure Pflicht, daß der 25. Oftober zu einem Siegestag des arbeitenden Boltes von Berlin wird. Der Vorstand des Ortsausschusses Berlin des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes. Erleichterung für das Rheinland. Eine Erklärung Stresemanns. Söfn, 17. Oftober.( WTB.) Kurz vor seiner Abreise von Locarno gab Reichsminister des Aeußern Dr. Stresemann dem Locarnoer Berichterstatter der Kölnischen Zeitung" folgende Erklärung über die Rheinlandfrage ab: Benn der Vertrag von Locarno angenommen ist, so bedeutet das allerdings eine große praffische Erleichterung für das befehte Geblet. Ein Wunsch, der von allen gehegt war, der bahinging, bas Rheinlandabkommen unter den Gedanken des Schiedsgerichts zu ftellen, ist verwirklicht worden. Dabei ist an Stelle einseitiger Entscheidung der große Gedanke der Anrufung einer unparteiischen Instanz getreten. Darüber hinaus hat der französische Minister des Aeußern es wiederholt als selbstverständlich bezeichnet, daß der Bertrag von Locarno fich auswirken müsse in einer wefentlichen Alenderung und Erleichterung in dem Verhältnis zu dem beschten Gebiet. Die Initiative hierzu wird von den be. febenden Mächten ausgehen. Es ist notwendig, für eine absehbare turze Zeit die Ruhe zu wahren, um abzuwarten, welche Folgen die Besprechungen von Locarno haben werden. Erst dann ist ein Urteil über die Auswirkungen möglich. Ich habe in meiner Schlußansprache ausgeführt, daß die tiefe Bedeutung der Abmachungen von Locarno darin liegt, daß fie nicht das Ende, sondern der Anfang einer neuen Entwicklung sein mögen und sein müssen. Ich bin überzeugt, daß dies auch der mögen und sein müssen. Ich bin überzeugt, daß dies auch der Bille der Staatsmänner ist, die mit uns verhandelt haben. Ich erwarte diesen Anfang einer neuen Entwicklung vor allen Dingen für das befeßte Gebiet in mehr als einer Hinsicht. Auf die Frage über die Räumung der Kölner Sone er. widerte der Minister, diese Frage stehe night im Zusammen. hang mit den in Locarno geführten Verhandlungen. Wir glauben, ein Recht auf die Räumung der ersten Rheinlandzone zu haben und haben es deshalb abgelehnt, fie zu irgendeiner Art Tauschgeschäft zu machen. Aber ich glaube, Ihnen die Berficherung geben zu können, daß in bezug auf die von Deutschland vorzunehmenden Entwaffnungsmaßnahmen eine Annäherung über das von Deutschland gegenwärtig zur Ausführung zu Brin gende erreicht ist und die Festlegung eines beſtimmten nahen Termins für die Räumung der ersten nördlichen Rheinlandzone nicht mehr lange auf sich warten laffen wird. Die Heimreise der Delegationen. Locarno, 17. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Die deutsche Delegation reist am Sonnabend nachmittag um 5 Uhr im Sonder zung von Locarno ab. Sie durfte am Sonntag in den vorgerüdten Rachmittagsftunden in Berlin eintreffen. Der englische Außen. minister, der in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend mit der gesamten englischen Delegation leinen 62. Geburtstag feierte, beabfichtigt erst am Sonntag die Rückreise nach London anzutreten. Hoesch bei Luther- Chamberlein bei Painlevé. Paris, 17. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Der deutsche Botschafter in Paris von Hoesch ist am Sonnabend morgen nach afel abgereift, um dort die von Locarno zurückkehrende deutsche Delegation zu erwarten und sie auf der Reise nach Berlin au begleiten. Man wird faum fehlgehen in der Annahme, daß, wenn auch die alliierten Delegationschefs in Locarno mit Rüd ficht auf die Gebundenheit ihres Mondats eine offizielle Dis. tuffion über die deutschen Forderungen ablehnen mußten, Don Hoesch jest, nachdem die deutsche Unterschrift unter die Ber träge bedingungslos" erfolgt ist, wohl schon in den nächsten Tagen Gelegenheit haben wird, sich darüber mit Briand zu unterhalten. Besonders bedeutsam ist in diesem Zusammenhange die nunmehr auch von der französischen zuständigen Stelle zugegebene Tatfache, daß die Unterredung, die der englische Außenminister Chamberlain am Montag mit Painlevé haben wird, der Frage der Räumung von Köln gilt. Vandervelde über die sozialistische Initiative. Locarno, 17. Oftober. Der Sonderforrespondent des Goz. Breffedienstes in Locarno hatte zum Schluß der Konferenz eine Unterredung mit dem belgischen Außenminister Genossen Bandervelde, deffen ausgleichende Tätigkeit im Laufe der Verhandlungen wesentlich zu dem Erfolg beigetragen hat. Auf die Frage ,, welche Gesamtbedeutung er dem glücklichen Ausgang der Konferenz und den getroffenen Abmachungen beilege, erwiderte Bandervelde: " Die Gesamtheit der Dokumente, die in der Geschichte den Namen„ Bertrag von Locarno" tragen werden, ist zu gleicher Zeit ein Abschluß und ein Ausgangspunkt: Der Abschluß einer Verföhnungsaktion, von der der internationale Sozialis. mus fagen darf, daß er die Initiative dazu ergriffen hat. Diese Aktion ist seit fünf Jahren durchgeführt worden gegen alle möglichen Widerstände, die anfangs ebenso hartnäckig waren, als fie heute gemilbert und entmutigt find. Der Ausgangspunt zu neuen Berföhnungsaktionen, die durch die moralische und materielle Entwaffnung einem Endziel zustreben, das Briand zum Schluß der Konferenz nicht zögerte, flar zu fennzeichnen: Die Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa." Auf die Frage, ob im Laufe der Konferenz die fogenannte Kriegsschuld von der deutschen Delegation aufgeworfen worden fel, antwortete Bandervelde: Diese Frage bildete in feinem Augenblid den Gegenstand einer Debatte." Was in Locarno getan worden ist, tann gut oder schlecht sein. Die Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Aber wir Sozialdemokraten neigen nach allem, was bisher darbringen diese Meinung in ihren Blättern zum Ausdruck, es ist. Die Deutschnationalen dagegen meinen, und traten sind die schärfsten Gegner der gegenwärtigen Regiefei fehr schlecht. Eine sonderbare Situation, fürwahr! Bir Sozialdemo rung. Wir wünschen sie zum Teufel. Das hindert uns nicht, unter Umständen anzuerkennen, daß sie in der Außenpolitik etwas Gutes und Vernünftiges gemacht haben könnte. Die Deutschnationalen sig en in dieser Regierung. Ihr früherer Fraktionsporsitzender Schiele hat als Innenminister einen der wichtigsten Size im Kabinett. Drei andere Minister, Schlieben, Neuhaus und Ranih, sind ihre Bertrauensmänner. Der frühere Vorsigende der so oft als" Bruderpartei“ bezeichneten Volkspartei, Herr Stresemann, ist Minister des Auswärtigen. Die ganze Steuer, 3oll, Sozial- und Schulpolitik werden nach deutschnationalen Rezepten besorgt. Man fann gar nicht fester in einer Regierung fizen als die Deutschnationalen es tun. Aber für die wichtigste politische Handlung dieser Regierung, den Vertragsabschluß Don Locarno, wollen sie nicht die Verantwortung über nehmen. Sonderbar, höchst sonderbar! Die Deutsche Tageszeitung" fündigt an, daß sich die Deutschnationale Partei mit dem Vorwärts" zu gegebener Zeit über das Maß der Verantwortung" auseinandersehen werde, das fie ifür die Verhandlungen über den Sicherheitspatt zu tragen habe. Wir sind darauf sehr gespannt. Aber wir tönnen es der Deutschnationalen Partei nicht überlassen, den Zeitpunkt für diese Auseinandersetzung von sich aus zu bestim men. Dazu ist die Sache zu wichtig. Stellen wir uns einmal vor, der Bertrag von Locarno wäre wirklich so schlecht, wie er nach der Kritik der deutsch nationalen Regierungspreffe scheint. Er wäre ein unmögliches Machwert. Dann hätte der Reichstag die Pflicht, ihn abzulehnen. Aber würde dieser Fall eintreten, dann wäre die außenpolitische Lage Deutschlands nachher viel schlechter, als wenn gar nichts unternommen wäre. Für diese Loge Deutschlands würden die Deutschnationalen die Berantwor tung tragen. Denn der Weg, der nach Locarno führte, ist ja beschritten worden, während sie in der Regierung faßen. Das deutsche Memorandum, das zu dieser ganzen Entwicklung die Anregung gegeben hat, datiert vom 9. Februar d. J. Damals erklärten die Deutschnationalen freilich, das fei nur eine Privatarbeit des Außenministers", und Herr Schiele schrieb, darüber befragt, an Herrn Brüninghaus, er schlafe in der Regierung den Schlaf des Gerechten und wiffe von nichts. Das war, wie heute schwer zu bestreiten sein wird, ein Verfuch, die deutschnationalen Wähler über die Bedeutung des Memorandums zu täuschen. " Der West patt bedeutet eine Berwirtlichung des Grundgedantens des Memoran dums vom 9. Februar", erklärte dem BTB.- Berichterstatter der Reichskanzler Dr. Luther. Was sagt das deutsche Memorandum vom 9. Februar? örtlich das Folgende: Für Deutschland wäre außerdem auch ein Paft annehmbar, der ausdrücklich den gegenwärtigen Befihstand am Rhein garantiert. Ein solcher Paft könnte etwa dahin lauten, daß die am Rhein intereffierten Staaten sich gegenseitig verpflichten, die Unversehrtheit des gegenwärtigen Gebietsstandes am Rhein unverbrüchlich zu achten, daß fie ferner, und zwar sowohl gemeinsam als auch jeder Staat für sich, die Erfüllung dieser Verpflichtung garantieren, und daß sie endlich jede Handlung, die der Verpflichtung zuwiderläuft, als eine gemeinsame und eigene Angelegenheit ansehen werden. Im gleichen Sinne tönnten die Vertragsstaaten in diesem Patte die Erfüllung der Verpflichtung zur Entmilitarisierung des Rheinlandes garantieren, die Deutschland in den Artikeln 42 und 43 des Vertrages von Versailles übernommen hat. Auch mit einem derartigen Paft fönnten Schiedsabreden der oben bezeichneten Art zwischen Deutschland und allen denjenigen Staaten verbunden werden, die ihrerseits zu solchen Abreden bereit sind. Das Memorandum meint, der Sicherheitspaft solle den Anfang zu einer Weltfriedenstonvention im Sinne des Genfer Protokolls sein. Dann erklärt es auch die Bereitschaft Deutschlands, nach allen Seiten hin Schiedsverträge abzuschließen, die eine friedliche Austragung rechtlicher und politischer Konflikte sicherstellen. Diese Grundgedanken sind also verwirklicht worden. Bom 9. Februar bis zum 16. Oftober geht eine gerade Linie. Lehnt der Reichstag den Vertrag ab, so wird sie jäh unterbrochen. Für diese Unterbrechung trägt die Deutsch nationale Partei, wenn es ihr gelingt, den Vertrag zu Fall zu bringen, die Berantwortung. Sie wird aber dadurch • die SJeroittoortting nicht los für das, was während ihrer r�rvorvagenden Teilnahme an der Regierung vom 9. Februar bis zum 16. Oktober geschehen ist. Allerdings, die Deutichnationale Partei hat ihrem Mißvergnügen über den Marsch der deutschen Außenpolitik in den Pazifismus, in den Völkerbund, in die ErMungs- und Rie- wieder-Kriea-Polltit Ausdruck gegeben. Sie hat gemurrt und geknurrt. Sie hat geschürt und gehetzt. Sie hat Fallen ge- stellt und Minen geleg. Das hat nichts genützt, und obwohl es nichts genützt hat. i'l sie in der Regierung g e b l i e- den. und i-rsolgedessen trägt sie die Verantwortung für alles, was die Regierung vom 9. Februar bis zum heutigen Tage getan hat. Lehnt sie den Vertrag setzt ab. so spricht sie über die Außenpolitik der Rechtsregierung, der Regierung an der sie den stärksten Anteil bat, ein Verdammungsurteil aus. Sie bekennt damit, daß alle ihre Versprechungen, komme sie erst ans Ruder, dann würde alles ganz anders werden. Schwindel gewesen sind. Sie bekennt damit, daß auch die Wahl ch i n- d e n b u r g s,»des Retters", nichts zu ändern oermocht hat. Rein, davon beißt die Maus keinen Faden ab. War die bisherige Außenpolitik der Regierung so schlecht, daß die Deutschnationalen ihr Ergebnis, den Vertrag von Loearno. verwerfen müssen, dann hatten sie s ch o n s r ü h e r die Pflicht, sie zu oerhindern. Warum haben sie das nicht getan? Stehen sie etwa aus dem Standpunkt:„Lieber schlecht regieren als aar nickst!? Haben sie ein« schlechte Außenpolitik ihrer Regierung acht Monat« lang geduldet, um nicht die Zoll- beute fahren lasten zu müsten, die ihnen durch ihren Austritt am Ende verloren gegangen wäre? Das sind sehr interestante Fragen. Und da die Deutschnalionale Partei eine Ausein- cndersetzung mit dem„Vorwärts" über das Maß ihrer Ver- antwortung ankündigt, wird sie sich zu ihnen wohl noch äußern. • Die Verantwortung der Deutschnationalen für das Ge- schehene reicht bis in die allerletzten Tag« hinein. Zwar war Herr v. L i n d e i n e r nicht in Loearno, dafür kam der Staats- sekretär K e m p n e r aus Loearno nach Verlin. um dem Reichs- Präsidenten und dem Kabinett zu berichten. Diesmal hat wohl ausnahmsweise Herr Schiele nicht geschlafen und auch die anderen deutschnationalen Minister werden die Ohren gespitzt baden. Kempner fuhr nach Locarno zurück. Luther und Stresemann unterschrieben und feierten das Ergebnis in schönen Reden. Die Deutschnationalen traten nicht aus der Regierung aus. Würden sie jetzt den Vertrag ablehnen, so wäre das ein Beweis nicht ihres Mutes sondern ihrer Feigheit. Geläng« es ihnen gar, im Reichstag eine Mehrheit gegen den Vertrag zu- fommsnMbnngen, so wäre der Kladderadatsch fertig. Alle Welt wäre dann darin einig, daß man mit Deutschland, einem Land, das nicht weiß, oz«s es will, keine Politik machen kann. Wir säßen wieder einmal auf dem Jsolierschemel. Luther und Stresem a n n wären desavouiert und mühten gehen. Mit einer schweren außen- und innenpolitischen Krise würde der Rechtskurs enden. Was wollen also die Deutschnationalen damit erreichen, daß sie das Werk ihrer Regierung schonungslos herunter- reißen? Glauben sie damit ihre fo oft betrogenen Anhänger noch einmal täuschen zu konllen? Oder glauben sie, neue imnerpolitische Erpressungen verüben zu können? Verlangen sie für den Verzicht aus Elsaß-Lothringen zu den Brotzöllen noch e'nerc Zusatzpreis? Auch auf diese Fragen erbitten wir eine Antwort, wenn der Deutschnationalen Partei eine Auseinandersetzung mit uns bellebt. An den Tatsachen kann aber durch diese Diskussion nichts geändert werden. Der Vertrag, der von den Deutschnationalen so schlecht gemacht wird, ist zustande gekommen durch die konsegucnte, acht Monate dauernde Arbeit eine? Regierung, die so sozialistenrcin wie nur möglich ist und in der die Deutsch- nationalen die erste Geige spielen. Gut oder schlecht— sie tragen die Verantwortung! Deutschnationales Allerlei. Die Kriegbschuldfrage. Die deutschnationale Preste arbeitet nach der vorläufigen Unterzeichnung der Verträge in Locarno nach zwei Methoden. Aus der einen Seite schlägt sie oppositionelle Töne an, damit ihre Anhänger nicht zu früh kopfscheu werden, auf der anderen Seite oersucht sie, Tatsachen zu schaffen, die der deutschnationalen Fraktion die Zustimmung zur Ratifi- zierung der Verträge erleichtern soll. In dieser Richtung liegt eine durch die Telegraphen-Union verbreitete Meldung, daß Stresemann schon am Ende der vergangenen Woche in einer großen Rede auf der Konferenz den Widerruf der Kriegsschuldlüge offiziell durchgef"hrt habe. Allein diese Zweckmeldung ist sogar dem„Lotal-Anzeiger" zu durchsichtig und er wertet sie selbst durch folgende mißoer- gnügien Darlegungen: „Ilm zu beurteilen, welchen Wert die von der deutschen Delegation abgegebene Erklärung hatte, muß man ihren Wort- laut kennen. Um beurteilen zu können, welche Bedeutung der durch diese Erklärung getane politische Schritt hat, muß man das Verhalten der übrigen Delegationen auf die deutsche Erklärung hin kennen. Wendungen über den„großen Ein« druck", den die Erklärung gemacht hat, sind Subjektivismen, denen«In höchst unangenehmer Beigeschmack von Reklameartigem anhaftet. Derartiges wollen wir nicht wissen. Wir wollen, das deutsche Volk will ganz klipp und klar und eindeutig hören: Wae haben die anderen darauf ge- tan? Haben sie geantwortet oder haben st« geschwiegen?" Ja. was haben die anderen gesagt? Das ist die Frage, die selbst der naivste unpolitische Mensch nach dieser Meldung sofort stellen wird. Es gibt aber noch andereFragen, die man an diese Zweckmewunz anschließ«« muß: Wie kommt es, daß man erst jetzt von dieser„großen Aktion" Stresemanns hört? War diese große Rede so l e if e, daß man sie weder in Berlin, noch in Paris, noch in London gehört hat? Oder waren nur die Berichterstatter der Telegraphen-Union besonders hellhörig? Tie wilden Männer. Die Opposition des radikalen Flügels der Deutschnationalen gegen die Annahm« der in Locarno vereinbarten Verträge durch die deutschnationale Reichstagsfraktion setzt bereits ein. Das Organ der„wilden Männer" der Deutschnationalen droht den Deutschnationalen für den Fall der Annahme mit der Spaltung der Partei: „Man kann gespannt sein, wie sich die Deutschnationale Volkspartei im Bsichetage verhalten wird, obwohl es Im Grunde genommen kein« Rolle spielt gegenüber der Tatsache, daß die von den Außenministern als Beginn der Versöhnung Europa« gefeierten Verträge den Riß innerhalb be» deutschen Volkes vergrößern, den Wunsch de» Feld mar- schalls nach Einigung aller Deutschen unmöglich macht. Die Verträge werden— was ihre parlamentarische De- Handlung betrifft— Im Reichstag angenommen werden, ent- weder mit den Stimmen der Deutschnationalen oder gegen die Stimmen der Deutschnationalen. Im erster«» Fall» wird die Mass« der deutschnationalen Wähler ihrer Par- tei den Rücken kehren und mit den völkischen und vaterländischen Verbänden zusammen die aational« Opposition außerhalb des Parlaments gewaltig stärken und zu «inem M a ch t f a k t o r gestatten, im letzteren Falle die Deutsch« nationale Dollrpartei sich dieser nationalen Opposition ei ng l i e- dern können und damit zu ihrer Hauptaufgabe, nämlich die FührungimKampfegegendenneuen.undeutschen Staat übernehmen können. Also wie auch die Annahme im Reichstage vor sich gehen wird, mindestens die Hälft« des dentschen Volkes wird das Machwerk von Locarno als eine Verleugnung de» Kampfe» gegen den Der- salller Schandoertrog ablehnen. Welch« Formen da» außenpolitisch hat, läßt sich noch nicht annähernd übersehen. Innen. politisch bedeutet die kommende Entwicklung den Kampf des ein» zelnen gegen den einzelnen, bedeutet sie et« Berschärfnng der Gegensätze von ungeahnter Größe." Die Deutschnationalen hängen zwischen Scylla und Cha- rybdis. Entweder nehmen sie an, bleiben in der Regierung. verfallen dafür aber dem Zorn und den Angriffen der wilden Männer, oder aber sie lehnen ab. dann ist es vorbei mit der Regierungshcrrlichkeit. Der Panther. Der„Panther"— das ist der Titel einer„ll n a b h ä n- gig politisch- wirtschaftlichen Wochenschrift". die in der Buchdruckerei der„Deutschen Tages- ze i t u n g" gedruckt wird. Eine Werbenummer dieser Wochen- schrift ist der„Deutschen Tageszeitung" beigelegt. Man muß annehmen, daß die„Deutsche Tageszeitung" mit dieser Wochen- schrift sympathisiert. Wer was sinden wir als Programm in dieser Schrift: Der„Panther" will den offenenundrückslchtslosesten Kampf führen gegen den Friedensvertrag von Der- s a i l l e s und das Dawes-Abkommen, das eine lächerlich schwache Regierung und eine eben so schwache Volks- ve r t r e t u n g in ihrer Mehrhett unterzeichnet hat, wohl wistend, daß«in Innehalten der übernommenen Lerpflichtungen ein Ding der Unmöglichkeit ist. Der„Panther" will den D ö l k e r b u n d als das entlarven, was er ist, ein« heuchlerisch« Komödie, die in hochtönenden Phrasen nichts weiter will, als Deutschland noch weiter zu erniedrigen, wie es bisher schon geschehen ist. Der„Panther" weiß, daßdieheutigeparlamentarische Form, die sich in leeren Redensarten zum Fenster hinaus erschöpft. nie in der Lage ist, unserem Volke die Rettung zu bringen. Rur ein einziger eiserner und starker Wille, der rücksichtslos seinen Weg geht, unbeeinträchtigt von Partei- und per- sönlichen Interessen, kann Rettung bringen, wo alles versagt hat. Und darum hat der„Panther" den Mut, offen für die Diktatur, als einzigen und letzten Rettungsanker des deutschen Volke»,«inzutreten! Reben diesem Programm stehen maßlose Angriffe gegen Luther und Stresemann: „Sie geben doch zu, Herr Meyer, daß man sich keinen besseren Förderer des diktatorischen Gedankens wünschen kann, als den Mann, der einmal mit einem Hilferding die deutschen Finanzen vollkommen ruiniert und dann mit einem Luther dt« letzten Rest« der deutschen Freiheit planmäßig vernichtet hat." Das ist allerhand! Man wird dies Blättchen nicht anders als humoristisch nehmen können. Interessant ist nur, daß es durch die„Deutsche Tageszeitung" verbreitet wird, die doch so- zusagen ein Regierungsorgan ist. Man stelle sich vor, der„vorwärts" würde seinen Lesern eine Werbenummer einer wüsten anarcho-kommunistischen Hetzschrist beilegen— dann kann man ungefähr ermessen, was die Verbreitung dieses Blätt- chens durch die„Deutsche Tageszeitung" zu bedeuten hat. Ist es mir ein Geschäft nach dem Grundsatz, Geld stinkt nicht. oder ist es ein Band geistigerverwandtschaft? Gegen Sie Preistreiberei» Giue Verfügung deS Preußische» JnstizministerS. Der Amtlich« Preußische Presssdienst teill mit: Di« erheblichen Prewsteigerungsn, die in den letzten Monaten für zahlreich« Gegenstände de» täglichen Bedarfs eingetreten sind. veranlasse« den Justiz minister, in einer Allgeineinen Perfügung auf dir Notwendigkeit hinzuweisen, daß die Strafoerfolgungs- behörden der Durchführung der noch in Kraft befindlichen notwirtfchafllichen Gesetze und Verordnungen, insbesondere der noch in vollem Umfange gellenden Preistreibereiverordnung. erhöhte Aufmerksamkeit zuwenden und so mit den ihnen zur Der. fügung stehanden Mitteln die auf«ine Preissenkung gerichteten Regie» rungsmaßnahmen unterstützen. Die Strafverfolgungsbehörden habe» daher gegen jede Art der Preistreiberei, namentlich gegen Preis- und Leistungswucher und preistreibende Machenschaften, schnell und tatkräftig einzuschreiten. Unser neuer Roman. Wir beginnen noch In diesem Monat mit dem Abdruck eine» rni- veröffentlichten Romans von Elara Viebig:„Die Passion." Dle Dichterin, die ihr Hertz so oft den Gedrückten und Mißhandelten geliehen hat, schildert darin mit ihrer ganzen mitleidvollen Liebe eines armen unschuldlosen Kindes Leidensweg, der ohnegleichen scheint und doch der Leidensweg vieler Tausender ist. Der Roman ist ein soziales Dokument, eine stumme, aber ge- wattige Klage und Anklage. Da» Schicksal, das hier lastet und ein Menschenkind von der Geburt an zum Märtyrertum vorausbestimmt, ist mit der Lebenstreue und der Blutwärm« gestaltet, die immer der illerv von Elara DIebigs Kunst war. Ueber allem aber leuchtet ihr« groß«, verstehende und erbarmende Mütterllchkeit. Grabbes„yatmibal* im Staatstheater. Roch einmal, eh« das Schicksal ihn vollkommen wegwarf, glaubte Grabbe für die Ruhe seines Genie« gerettet zu sein. Er brachte in fein Düsseldorfer Asyl den fast beendeten �annibal" mit. gedichtet hatte er das Werk, als seiner Sehnsucht nach Frieden ein« kleine Erfüllung aufzuleuchten schien. Dam, muhte in Düsseldorf selbst. wo die Enttäuschung nach der starten Hoffnung bald folgte, das Ganze abgeschlossen werden. Wieder die ungeheure Hast, wieder der Wunsch, das Werk, da» Geduld und frohe Stimmung gebraucht hätte, wie ein Wütender aus dem Ärmeren zu entfernen. Trotzdem ist der„Hannibal" Gvabbes, wenigstens in der größten aufbauenden Hälfte, voll von tragischer Vorzüglichkeit. Der Denker übersieht die Wellgeschichte, indem er Karthago und Rom gegen einander türmt, nicht alltäglich. Dann aber läßt die Oekonomi« des Künstler» nach. Die Unstetigteit ist nicht mehr zu überwinden. Und dennoch: Gerade diese Unrast, die keine schöngleitend« Entwicklung zuläßt, erzeugt die mächtigsten Entladungen. Das Genie sucht und sprüht nach hundert Seiten. Alle» ist mißlungen, nichtsdestoweniger sind m diesem Mißlimgenen Spiele der Tragödie angedeutet, die noch gar nicht bewältigt werdcn konnten, und um die heute noch ge» rungen wird. Die zerwühlend« Tragikomödie wirb»ersucht, er- ' probt wird die großartig« Farce der Weltgeschichte. Da, Ewigkeits- märchen soll aus den momentanen Details herausfunkeln. Di« Fazetten dieses Geiste», der nicht mehr aus dem Verfall empor- kommen sollte, blenden verführerisch. Jeßner. der Dramaturg und Regisseur, hatte im ersten Teil des.channibals" leichte Arbeit. Man staunt und bewundert. wie shokespearisch imponierend und tveitau»holend dieser Kampf zwischen Rom und Karthago dargestellt ist. Jeßner hat da wunder- voll gestrichen, und Ding« umgenietet, deren dramaturgisch« Folge tan Dichter mißriet. Und dies« Szenen war«« außerordentlich konzentriert. Di« Atmosphäre des Tragischen verdichtete sich ständig. Man lebt« den Kampf mit. den der Osten mit dem Westen aus- kämpft. Ja. man vertvickette sich in Betrachtungen, die unser« nächst« Gegenwart angehen. Auch heute ein Afrikaner, der gegen ein westliches lateinisches Land nicht untergehen will. Abb«l Krim des Altertums, das ist Hannibal. Die Zäsur de» Stücke» ist gegeben in dem Augenblick, wo Hannibal In die Schlucht seines Schicksal» stürzt. Da ist der Mann Grabbe allerdings schon ein grausig zerstörter Mann, wieder zum Knaben geworden. Wie lächerlich, dieses Kriegsgetümmel, da» der Dichter verlangt. Wie grausig und symbolisch aber gleichzeitig die Wut der karthagischen Jungfrauen und Matronen, die sich»er- brennen, um den Männern, die alle sielen, nicht nachzustehen. Roch dem Spektakel plötzlich dieser geniale Spuk. Alle Landschaft dieses Stückes ist das Meer mtt dem klaren südlichen Himmel darüber und mit rosigen Horizonten. Au, dieser Rotwendigkeit zieht der Re- gisseur, von seinem Bühnenmaler Siegfried S e b b a gelstreich unterstützt, wieder allerhand sinnbildliche Wirkungen. Sehr malerisch dieses olles. Hannibal, den Werner K r a u ß spielte, ist kein Wallen- stein in den Ruancierungen seine» Gemütes. Es darf sich nur die glühende Satrapenseele austoben. Der Künstler ist eingeschnürt, man merkt es an Krauß. Der Regisseur hatte schön getönt, man horte .wieder sprechen, ohne daß die Worte als unverstanden vom Parkett aufgesogen wurden. Gerade diese Lielseittgkett des Regisseurs Ist zu loben. Er will nicht nur auf das Auge wirken, sondern auch auf da» Ohr. Die Mustk des Stückes ist oft disharmonisch und doch wieder sehr charakteristisch. E» klagen die Weiber von Karthago, wie die Juden klagten, als die Mauern von Jerusalem zerstört wurden. Max Hochdorf. Vusolina Glomnial. Sie ist eine Zugkraft ersten Range», und die Städtisch« Oper tat recht daran, diesen Doael für ein Gastspiel einzil fangen. Aber die Giannlm ist keine Aida von wurzelhafter Tief«, von ergreifender Menschlicytelt. von Wastimgen und Leidenschaft. Ihr Spiel lebt sich endgültig nur in ihrer Stimm« au«, einer Stimme, die allerding» In der Höh« alle Reiz« der Kultur bei sinnlich fesselndem Toncharokter hat. Klar und rein schwebt der «benmäßige Klang über dem von Walter gezügelten Orchester. Körper und Mienen bleiben unbelebt, Vill. Sehr berückend sieht die kleine Frau nicht aus, und ein« Verliebtheit in die„holde Aida" glaubt man nicht recht. Bleibt sie nach Statur weit hinter der groß- gewachsenen Schulz-Dornburg zurück, so kann diese wieder nicht stimmlich mit dem Gast konkurrieren oder auch nur in Ein- klang kommen. Eine unangenehm« Zwiespättigkeit für einen, der menschlich etwa Partei zu nehmen hätte. Mit der Unruh« angebNch ägyptischer Bewegungen stört dies« Amneris mehr als einmal den Stil de» Werkes, das übrigen» sicher nicht neu studiert, sondern nur szenisch redigiert zu sein scheint. Als Rhadames siel der Tenor Ochmann mit einer besonders schönen Stimm« aus, die bei Abstreifuno mancher Muskelsessel noch Große» oerspricht. Nur sollt« er lieber ttaUenisch angeregt schauspielern, statt nur italienisch zu Sine sinnreiche Uogellolkeri«. Iahrmarktssest m einer Ortschaft de« Departements Haute-Savois. Unter den Buden macht besonders gut« Geschäft« ein« Lotteriebude, wo man gegen geringen Einsatz Vögel gewinnen kann. Die Arbeiter und die Bauern— so wird im„En de Paris" erzählt— kaufen mit Begeisterung Lose, da die Zahl der Gewinn» überraschend groß ist. Jeden Augenblick sieht man einen schlichten Mann aus dem Volke glückstrahlend mit einem gewonnenen Taubenpärchen nach Hause gehen, denn merkwürdiger- weis« gewinnt, obwohl noch viel« andere Vögel da sind, fast alle» nur Tauben: aber da» scheint keinem auszufallen. Der Tag ist zu End«, und der Bogelbudenbesitzer schließt, offenbar sehr zufrieden mit der Tageseinnahme, den Laden. Da tritt aus der Rachbarbud» einer an ihn heran und sagt, skeptisch den Kopf schüttelnd:„Ich weiß nicht, aber mir will scheinen, als ob Sie nicht allzu viel verdient haben konnten. Ihre Vogelkäfige sind von Spielern, die mit Glück spielten, fast vollständig geräumt worden, und dos kann bei den mäßigen Einsätzen wirklich nicht viel eingebracht haben."—»Sollen nur gewinnen, mir kann es gleich sein," erwidert« lachend der Lottertemonn.„Bauern und Arbeiter sind outherzig« Leute und s« tterfreundlich, daß sie meine Täubchen nicht schlachten, sondern liebe- voll großziehen. Und nach wenigen Tagen sind mindesten» drei Viertel der gewonnenen Tauben zu ihrem Schlag in Belgien, wo ich wohne, zurückgekehrt. Es sind nämlich abgenchtet« Brief- und Wandertauben.,."_ Die ersssvssShrung der Oper.Arladn« ans Rar«,» den Sirdjarb Strauß in der Städttichen Oper Ist auf Montag, den LS. Okteder, festgelegt. Die Spielleitung führt Intendant Tieijen, die«ustkalische Leitung Bruno Walter. Mhrnvgrn durch dl« Kk»'»«» finden Sonntag, 10 Uhr, tm Rrnen Mulemn Iah« all, in Oslo gesterb«». Er war der Lehrer von Edmund Münch. Dokumente zur Dolchstoßlegenöe. Schreibe« des bayerischen KriegsmiaisterS»nd deS Bauernführers Heim. In den nächsten Tagen wird vor einem Münchener Ge» richt die Dolchstoh-Legende neu aufgerollt werden. Der Heraus- geber der„Süddeutschen Monatshefte", C o ß m a n n, hat unser Münchener Parteiblatt wegen Beleidigung verklagt, well es die Wahrheitsliebe der Coßmanfchen Dolchstoß-Bewoise an» gezweifelt hat. Die Absicht Coßmanns ist, nachzuweisen, daß die Sozialdemokratie lyährend des Krieges die Disziplin im Heere und die Stimmung in der Heimat geflissentlich gestört habe, um den sonst unfehlbaren Sieg Deutschlands zu verhindern und die Revolution vorzubereiten. Die„Frankfurter Zeitung" ist nun in der Lage, zwei bisher unbekannte Dokumente zu ver- öffentlichen, die einen neuen Schlag in das Gesicht aller Dolch» stoßlügner bedeuten. Das erste ist ein B r i ef des bayerischen Bauernführers Dr. Heim an das bayerische Kriegsministe» rium, vom 17. Februar 1916 datiert, und zeigt, daß schon In diesen Tagen die Stimmung gerade des bayerischen Land- volkes, bei dem die Sozialdemokratie bisher am wenigsten Einfluß hatte, von Tag zu Tag ungünstiger wurde. Aus dem Schreiben seien folgende Stellen hervorgehoben: „Aus allen diesen Veobachtungsquellen ergibt sich überein- stimmend die Tatsache, daß die Stimmung im Landvolk Tag für Tag ungünstiger wird, zum Teil«in« er» bittert« ist. Es dürfte z. B. als bezeichnend betrachtet werden, daß ein Urlauber, der auf dem Begriff war, zu seiner Truppe ins Feld zurückzureisen, im Eisenbahnwaggon an einem öffentlichen Platz erklärt hat:„Liebknecht hat vollständig recht!" Und daß das Publii tum in dem Wagen ihm zugestimmt hat, darunter auch Militärs. Ich kann außerdem bestätigen, daß aus dem Feld ganz erbitterte Briefe, besonders aus bäuerlichen Kreisen... kommen.... Das Schlimmste, was eintreten kann, ist eingetreten. Die bäuerliche Bevölkerung sagt, dl« Behörden hat ten sie angelogen. und das Vertrauen ist untergraben, die Glaubwürdigkeit der De. Hörden erschüttert. Ich kann tonstaileren, daß bislang unsere baye- rische bäuerlickie Bevölkerung allen Anforderungen in geradezu her- vorragender Weise nachgekommen ist. Ich kann aber konstatieren, daß seit dem 17. Januar die Stimmung vollständig um» geschlagen hat.... Die Erbitterung unter der Landbevölke- rung findet Ihr Echo in zahlreichen Briefen von Mannschaften in Feindesland. Dazu kommt die allgemein« wirtschaftliche Lage, die lange Dauer des Krieges, und es Ist keine Aeberlreikmng. wenn ich sage, daß eine Stimmung im Volke herrscht, die nicht schlimmer sein könnte." Wie gesagt, dieses Schreiben stammt aus dem Anfang des Jahres 1916! Troß dieser schon damals vorhandenen„Stim- mung, die nicht schlimmer sein könnte" hat das deutsche Volk noch zweieinhalb Jahre die Leiden des Krieges getragen! Das zweite Dokument ist ein Schreiben des baye» rifchen Kriegsministeriums an die Kommandeure aller mobilen Formationen und vom 11. Auaust 1917 datiert. Dieses Schreiben betont die Wichtigkeit der Stimmung in der Heimat für die glückliche Beendigung des Krieges, erklärt, daß die.Wjdttstarl!lskrast unA Opferwilligkeit des Volkes von Mo- pni m Monat immer bedenklichere Einbußen erleidet und , jährt dann fort: „Die bei Kriegsbeginn herrschend« Begeisterung ist längst ab- geflaut: sie hat vielfaib«inem weitgehend«» Pessimismus riatz gemacht, dessen Gefahren nicht unterschätzt werden dürfen. Vet- h"llv.lrmäßig am beste» werden die morallscheu und materiellen Drüfungea von der oroanisl orten Arbeiter schafl ertragen. Hohe Lohne, die straffe Organisation und der starke Einfluß der Führer der Sozialdemokralischen Alehrhelkspartol sowie der Freien, Christ- lrch-n und Hirsch-Drinckerschen Gewerkschaften stützen und stärken ihren Willen zum Aushalten so nachhaltig, daß— wenigstens in Bayern— von dieser Seite her ein Nachlassen der seelischen Wider. scandetrast zunächst nicht zu befürchten ist." Das Kriegsministerium macht dann aber auf die Mit- tellungen aufmerksam, die die Urlauber über das Leben des Kaisers und übe? die Verpflegung und das Leben der Offiziere an und hinter der Front machen und„hierdurch dem Mißvergnügen mit den Verhält- nisten in der Heimat noch ein weitgehendes Mißtrauen über das Leben in der Front und den Etappen hinzufügen." Sowohl der bayerische Vauernbündler wie das bayerische Kriegsministerium hatten also schon in der ersten Hälfte und in der Mitte des Weltkrieges die Stimmung im Volke sehr deutlich beobachten können. Nachdem die Wirkung dieser Miß- stimmung und der völligen Erschöpfung des Volkes im Feld und in der Heimat sich auswirkte in der Waffen- stillstandsforderung Ludendorff. Hinden- b u r g s, stnd die Dolchstoßschwindler aufgestanden, um durch ihre Lügenkamvagn« die Aufmerksamkeit von den wirklich ver- antwortlichen Kräften abzulenken auf diejenigen, die nach dem Zeugnis des bayerischen Kriegsministers dank ihrer straffen Organisation den meisten Widerstand in der Heimat bewiesen haben.__ volle Aufwertung für öen Welfen! Die Entscheidung deS Rechtsblocks in Braunschweig. Vraunschweig, 17. Otkober.(Eigener Drahtbericht.) Der große Raubzug gegen das Braunschweiger Land und Volk ist am Sonn- abend im Landesparlament vollzogen worden. Mit 24 Stimmen der bürgerlichen Mehrheit(Deutschnationale, Volksparteiler und Wirtschaftliche Bereinigung) gegen dt« Stimmen der 19 Sozial- demokraten, 2 Kommunisten und eines Demokraten Ist der Ver» gleich mit dem am 7. Nooeurber ISIS weggelaufenen Welsen- Herzog angenommen worden. Ein Demokrat hat sich der Stimme enthalten, weil er ol» Rechtsanwalt in den jahrelangen Verhandlungen juristischer Vertreter dt» Landes war. Don der parlamentarischen«rbeitsgemeinschast(Rechtsblock) enthielt sich der völkische Abgeordnet« der Stimme. Die Abstimmung war nament- lieh. Als dem Völkischen nach der Entscheidung der Vorwurf ge- macht wurde, er habe aus agitatorischen Gründen gegen sein Ge- wiffen und gegen die heimlich getroffenen Abmachungen mit dem Herxogshause sich der Stimm« emhalten. konnte er auf diese schweren Vorwürfe nicht« erwidern. So ist nun enbgDiig entschieden, daß der ExHerzog, der vor seiner Flucht im November ISIS in Schloß Blankenburg wehmütig an die Wand schrieb:„Zum letztenmal!" vom Land Braunschweig zwei Blankenburger Schlüsser, vier Domänen,«in Gestüt und 44 000 Morgen Forsten und über 5000 Morgen Ackerland erhalt und er Mitbesitzer der reichen Schätze im Landesnmseum und der Landesbibliothet wird. Ferner werden ihm in bar 16000 bis 20 000 Mark. Kosten für Anwälte, Reisen und Rechtsgutachten zurückerstattet. Der jährliche Ausfall an Einnahmen de« Staate« infolge de, Herzog-Vevgleichs wird noch der sicher sehr vorsichtigen Schätzung der schwarzweißroten Regie. rung über 500000 Mark betrage». Msklang v Das Urteil dl V. Pcl. ßocffrno, 17. Oktober.(Eig. Drahtber.) Die Konserenz von Locarno Hot von der ersten bis zur letzten Stunde ihren streng geheimen Charakter beibehalten. Roch kurz vor der Schlußsitzung hatten führende Journalisten verschiedener Länder einen Vorstoß bei den Delegationen im Sinne der Zulassung derPresseoertreter zu dem feierlichen Schlußakt unternommen. Auch das wurde a b g e- lehnt mit der Begründung, der Saal fei zu klein, um auch noch die Presicvertreter fassen zu können. Unmittelbar nach Beendigung der Schlußsitzung waren einzelne Delegierte die ersten, diese Erklärung zu bedauern, denn, wie sie selbst sagten, sei die Unterzeichnung so weihevoll und seien die folgenden Reden so erhebend ge- wesen, daß es ein Jammer gewesen wäre, daß nicht die Ver- treter der öffentlichen Meinung als unmittelbare Zeugen dem hatten beiwohnen können, um als eigenes Erlebnis berichten zu können, daß nun die Aera des wahren Friedens in Europa tatsächlich angebrochen sei. Aus den Schilderungen der Ministerreden, die zuverlässige Zeugen gleich nach der Sitzung gegeben haben, geht hervor, oaß die Reden tatsächlich viel m e h r e n t h i e l t e n. als die später veröffentlichten offiziellen Versionen, die erst nachträglich auf- gesetzt worden sind. Stresemanns Ausfuhrungen machten durch ihre Wärme und Offenheit einen ganz vorzüglichen Ein- druck auch auf diejenigen, oie nur die französische Uebersetzung verstanden, wodurch die Rede natürlich von ihrer unmittelbaren Wirkung einiges verlor. Besonders Briand sprach gleich nach der Sitzung sehr warm über die würdigen und außerordentlich loyalen, sowie eindrucksvollen Worte Stresemanns. Stresemann soll u. a., was die offizielle Fassung nicht er- wähnt, sehr eindringlich betont haben, wie s ch w e r es für die deutsche Regierung gewesen sei, den Weg nach Locarno zu gehen, trotz der entgegenstehenden Haltung größerer Teile der deutschen öffentlichen Meinung; in diesem Zusammenhang sprach Stresemann die Hoffnung aus, daß die alliierten Regierungen dies bei der Behandlung der deutschen Wünsche nicht vergessen würden und könnten. Wie ein Teilnehmer der Sitzung mir gesagt hat, schwebte in diesem Augenblick der Schatten Walther Rathe- «aus über dem Saal. Sowohl Briand wie Vandervelde brachten in ihren Ansprachen viel d« u t l i ch e r, als der offi- zielle Text vermuten läßt, zum Ausdruck, daß sie die geradezu tragische Bedeutung dieses Appells begreifen. Daher die zwar nicht offiziell veröffentlichte, aber tatsächlich gefallene Rede- Wendung Briands, daß Luther und Stresemann ihr Vaterland nicht nur nicht verraten, sondern den wahrsten Interessen ihres Volkes einen bleibenden großen Dien st erwiesen hätten— bald würden die Deutschen kontrete Beweise dafür haben! Briand hob auch sehr warm hervor, worüber die offizielle Version leider nichts sagt, daß man endlich andere Methoden im Verkehr zwischen den Nationen anwenden müsse, wenn nicht die Zivililation einer neuen Katastrophe entgegen- eilen solle; man müßte den. Weg zu einer Internationa- lisierung der europäischen Interessen ein- schlagen, der zu den Vereinigten Staaten von Europa führen würde. Vandervelde fügte den(von uns bereits gemeldeten Red. d.„Vonpäpts") Worten über seine Unterzeichnung des Verfailler Vertrages hinzu, zu seinem tiefsten Schmerz habe er oft und lange sehen müssen, daß seine Freunde auf der ande- ren Seite feine damalige Haltung nicht begriffen hätten. Aber der Weg von Versailles nach Locarno habe ihn zu der Ueber- zeugung gebracht, daß er tatsachlich damalsdasRichtige getan habe. ♦ Allgemein wird erwartet, daß in allernächster Zeit eine VollversammlungdesVölkerbundes einberufen werden wird mit dem einzigen Punkt der Tagesordnung: Bei- triftserklärung Deutschlands. Diese Dollverfammlung muß um so früher stattfinden, als ja die gestern unterzeichneten Verträge erst dann in Kraft treten, wenn Deutschland dem Völkerbund beigetreten ist. Man plant, diese Vollversammlung, deren Kosten sonst durch die Reise der Vertreter von Südamerika, China usw. nach Genf sehr Hoch werden, dadurch zu verein- fachen, daß man sämtliche Mitgliedstaaten des Völkerbundes anssordert, chre ständigen diplomatischen Ver- t r e t e r in Bern oder Paris als Vertreter zur Völkerbunds- Versammlung zu schicken. „Die parte! öer Loearnksten". V. 8cb. Locarno. 17. Oktober.(Eigener Drahtbericht.) Am Rachmittag waren etwa 60 Pressevertreter von Dr i a n d zu einer dreistündigen Dampferfahrt eingeladen. E» nahmen teil: Briand und seine engerm Mitarbeiter als Gastgeber. Ehamberlain und Frau, der Bürgermeister von Locarno und etwa je ein halb Ahm Lemderger flttentatsprozeß. Gefahr eines Justizmords? Landtageabgeordneter Genosse Dr. B a d t hat an die preußische Regierung folgend« Klein« Anfrage gerichtet: Am 12. Oktober d. I. hat m Lemberg der Prozeß wegen de» am 5. September v. I. begangenen Bombenattentats gegen den polnischen Staatspräsidenten begonnen. Dieses Verfahren droht zu einem zweiten Dreyfus-Prozeß zu werden, wenn nicht rechtzeitig die in Frage kommenden preußischen DeHörden dasjenige, was ihnen nach meinen Informationen über die Person de« wirtlichen Attentäter» bekannt sein soll, zur Kenntnis der OesfenUichkelt und damit auch des Lemberger Gerichts bringen. Angeklagt wegen des Attentats ist der Student Stelger, der jedoch mit dem Attentat nach der Auffassung hervorragender Juristen nicht das mindeste zu tun hat, sondern lediglich stch damals zufällig in der Zufchauermenge befunden hat. Wie ich Zeitungs- berichten entnehme, find auch der früher« polnisch« Innenminister Hübner und bedeutend« Warschauer Sicherheitsbeamte von der völligen Unschuld Steiger» überzeugt. Der wirklich« Täter ist«in Utreiner namens Theophil Olszanfki, der von«inem ukrainischen Militär. tomitee für diese Tat bestimmt worden ist und sie auftragsgemäß ausgeführt hat. Theophil OlszansN hat. wie sich au« einem bei den Akten des Lemberger Gerichts befindlichen Bericht ergeben soll, am 2. Ot- tobcr 1S24 die deutsche Grenz« in Beuthen über» schritten und ist dabei von den deutschen Grenzposten angehalten worden. Lei seiner Vernehmung hat er, wie ich Zeitungsberichten entnehme, sich offen zu dem Attentat bekannt und diese» Geständnis glaubhast gemacht. Er war im Besitz einer größere» Geldsumme m Locarno. s Auslandes. Dutzend Journalisten aus allen Ländern der Mlt. Stich dies« Fahrt verlief in bester St im mung, wobei Briand durch seinen Witz die Anwesenden in guter Laune hielt. Er unterhielt sich längere Zeit mit den meisten seiner deutschen Gäste. Am amüjan- testen war seine Begegnung mit einem bekannten deutschnatio- nalen Journalisten, dem er u. o. sagte: Na, Sie haben wohl nicht allzu großes Vertrauen in diese Konserenz gehabt oder vielmehr Vertrauen darin, daß sie scheitert. Aber wissen Sie, in meinem Wer lernt man als Philosoph sich mit unoer- weiblichen Dingen abfinden. Zum Schluß sagte er dem deutschnationalen Pressevertreter: Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Wir bilden eine neue Partei, die Partei der Locarnisten, wallen Sie mtt mir Pate sein? Als der deutschnationale Journalist dies bejaht«, reichte er ihm die Hand und schüttest« sie ihm herzlich. Washington uns locarno. Offiziöse Erklärung im Namen Eoolidges. washingkon, 17. Oklober.(WTB.) Obwohl Präsident C o o l i d g e noch keine offiziellen Mitteilungen über da» Sicherheit»' abkommen von Locarno erhielt, glaubt er auf Grund der»er- öffenllichlen Berichte, daß das Abkommen eine der wichtigsten Errnogeafchafteu Europa» feit der Annahme de» Dawe»- Plane» fei. Eoosidge erblickt in dem Abkommen einen weitere« Schritt zum Weltfrieden und eine neue Verheißung der Srleichteruag für die Nationen, die jetzt ausgedehnte militärische Rüstungen ualer- halten. Zu dieser Verbindung erwartet Eoolidge, daß da» Ab- kommen eine endgültige Wirkung zugunsten de» Vorschlag» haben werde, daß eine zweite Abrüstungskeaserenz in Amerika abgehalten werde. Räch Eoolidge« Ansicht war die Anaohme de» vawe».planes da» wichtigste Ereignis in Europa nach der Unter- Zeichnung de» Friedensvertrage». Sie war Ihm ein vewei«, daß die am Weltkriege beteiligten Rattonen fähig sind, ia Lebensfrage» ein Abkommen zu erzielen. Er bekrachlet den Sicherheilspakt al» eine« wetteren Beweis dieser Fähigkeit. Das Echo üer presse. England. London, 17. Oktober.(Eigener Drahtbericht.) Au» allen ofsi- ziellen und unoffiziellen Aeußerungen geht die außerordent- lich« Befriedigung der hiesigen amttichen Kresse über Lo- carno hervor. Wie verlatttet, hat Baldwin im eigenen wie im Namen des gesainten Kabinetts dieser Ausfassung in einem Glück« Wunschtelegramm an Ehamberlain Ausdruck verliehen, gm Hinblick auf die Unterzeichnung des Paktes in London wird hier allgemein angenommen, daß angesichts der außerordent- lichen Bedeutung dieses Paktes der Patt nicht von den Botschaftern, sondern von den Staatsmännern, die in Locarno verHandel» ten, selbst unterzeichnet wird. Mtt besonderer Aufmerksamkeit wird hier die unerwartete enthusiastische Beurteilung festgestellt, die da» Resultat von Locarno in den Vereinigten Staaten findet. Au« amerikanischen Pressestimmen geht hervor, daß von der Presse und der öffentlichen Meinung nunmehr«in starker Druck auf Coo- lidge zur Einberufung der fett langem geplanten Ent-vaff» nungskonferenz ausgeübt werden müsse. Ihr Koc-espon- dcnt wird darauf hingewissen, daß, tm Gegensatz zu früheren Bo- fürchtungen der deutschen Rechten. Deutschlands bevorstehen» der Eintritt in den Völkerbund in Amerika durchaus positive Beurteilung gefunden und günstige Rück- Wirkungen auf Deutschlands Kreditfähigkeit ausüben wird. Der Presseboykott gegen Mussolini hat hier auch im bürgerlichen Lager durchaus sympathische, teilweise sogar lebhast zustimmende Beurteilung gefunden So schreibt der liberale.Star" in einem Leitartikel, es sei wahrhaft erfreulich, daß Diktatoren auf solche unmißverständliche Weise an die Grenzen der Macht und Tyrannei erinnert würden. Die Demonstration der Iour- nalisten in Locarno werde trotz Mussolini in Italien durchsickern und werde zweifellos Italien mtt anspornen» die erniedrigende Knechtschaft abzuschütteln. Teutsch-Oesterreich. Wien. 17. Oktober.(MTV.) Der Ausgang der Konferenz von Locarno wird tn den hiesigen Blättern als«in Triumph de« Friedensgedankens begrüßt,«s wird aber hinzugefügt, daß er die Hoffnungen, welche er hervorgerufen habe, noch erfüllen müsse. In der„Arbeiterzeitung" wird die RealttSt d« Friedensbotschaft von Locarno bezweifelt und als das wichtigste Ergebnis der Konferenz bezeichnet, daß Deutschland zum erstenmal fest dem Kriege wieder alsvöllig gleichberechtigte Macht behandett worden sei. und gab cm, nach Berlin zu reisen, wohin ihn«in dortiger Frevntt «ingeladen hatte. Nach telegraphischer Rücksprache bei diesem Freund sollen der Weiterresse nach Berlin keine Schwierigletten in den Weg gelegt worden sein. Olszanski soll darauf vom IL. Oktober 1024 ad ktt Berlin ordnungsmäßig gemeldet gewesen sein und hier als pold tischer Flüchtling das Asylrecht für sich in Anspruch genommen haben; wegen des unbefugten Grenzübertritts soll er lediglich mtt einer geringen Geldstrafe belegt worden sein. Ich frage nun: 1. Wieviel von dem vorstehend geschilderte» Sachverhalt ist preußischen Polizeibehörden bekannt geworden? 2. Ist Veranlassung genommen worden, diese Kenntnis an die polnische Etaatsregierung weiterzuleiten und wann ist das geschehen? S Ist beabflchttgt. falls die zu 2. erwähnt« Weiterleiwng bis- her noch nicht oder nur unvollkommen erfolgt fein sollte, st« mtt tunlichst« Beschleunigung nachzuholen, damit in Lemberg nicht in- zwischen ein Unschuldiger zum Tod« verurteilt, damit ferner vermiesen wird, daß Unterlassungen preußischer Polizeibehörden für den Ausgang dieses zweiten Dreysus-Prozesses mitverantwortlich gemacht werden? wacdonald in Wien. Ramsay Maedonald blatte geliern ve» sprechungen mit Bundeskanzler Dr Siamet.«ußenminister Dr. Matoj« und dem Bürgermeister der Stadt Wien Seitz. ES fand ihm zu Ehren bei der englischen Gesaudtschait ein Frühstück stat,. an dem auch eine Reihe sozialdemokratischer Abgeordneter ieiknchmen. ver polnisch« Laudiag ist für Dienstag kommender Woche ein- berufen worden. Die ffchechoflowafischen Vahle« sind vom Präger Anne» Ministerium auf Sonntag, de« Iii. November festgesetzt worden. Die städtischen Werke können zahlen. Die Forderungen der Arbeiter müssen bewilligt werden. Bom Gemeinde- und Staatsarbeiterverband wird uns ge schrieben: In der veröffentlichten Zuschrift von städtischer Seite über den Lohnfonflikt zwischen dem Magistrat und Direktionen der städtischen Werke einerseits und den städtischen Arbeitern anderer feits find einige Behauptungen enthalten, die wir im Nachstehenden richtigstellen möchten. Den Bertretern der Arbeitnehmer wird zum Vorwurf gemacht, daß sie das Schiedsverfahren illusorisch machen, weil fie einen Schiedsspruch, der eine Lohnerhöhung ablehnt, nicht an erlennen wollen. Demgegenüber muß darauf hingewiejen merben, daß schon am 8. Oktober für die Kämmereiarbeiter von der Oberschiedsstelle ein Schiedsspruch gefällt wurde, der in seiner Begründung. folgendes zum Ausdrud bringt: " Auch wenn die Preisregelungsi strebungen zu einem Festhalten oder gar Senten der jezigen Lebenshaltungskosten führen sollten, und auch bei voller Berücksichtigung der Notwen digkeit größerer Einschränkung auf allen Wirtschaftsgebieten, erscheint doch im Augenblic eine weitere Cohnerhöhung noch erforderlich Allerdings wird zurzeit angeführten Gesichtspunite geringes jein dürfen. gerade mit Rücksicht auf die oben das Maß der Erhöhung nur ein Es werden daher die Spitzenlöhne der ungelernten, ange lernten Arbeiter und der Handwerker um 3 Pf. pro Stunde er. höht vom 8. d. m." Der Magistrat lehnte diesen Schiedsspruch ab. Erst am 15. Oftober fällte dann der gesetzliche Schlichtungsausschuß für die Arbeiter der städtischen Gas-, Wasserwerke und Gasbetriebsgefell schaft, deren Spizenlohn um 2 Pf. noch niedriger ist als der der Kämmereiarbeiter, deren Löhne die Oberschiedsstelle für unge nügend erklärte, einen Schiedsspruch, der jede Lohnerhöhung zurüdweist. Wenn man einer Partei den Vorwurf machen will, daß fie burch Ablehnung eines Schiedsspruches das Schiedsgerichtsverfahren illusorisch macht, so muß dieser Vorwurf also logischerweise gegen den Magiftrat erhoben werden. Auch der Hinweis auf die Bergünstigung dauernder Beschäftigung wird durch die Tatsache entträftet, daß bei den Kämmerei betrieben sowohl als auch bei den Werfen in den letzten Jahren mindestens ein Drittel der Belegschaft abgebaut wurde, ohne daß in vielen Fällen auf das Dienstalter Rücksicht genommen wurde. Die letzte Behauptung, daß eine Lohnerhöhung der Werks. arbeiter Rück wirtung haben müßte auf die zurzeit geltenden Loyne bei Staat, Reich, Handel, Gewerbe und Industrie, ist nicht zu treffend, weil selbst laut Nachweis des Arbeitgeberverbandes in diesen legtangeführten Betrieben schon zurzeit bedeutend höhere Löhne gezahlt werden. In den Verlautbarungen der Direktionen der städtischen Werfe wird besonders darauf hingewiesen, daß die Bewilligung der Anträge der Arbeiter für die Werie finanziell untragbar" sei, weil damit eine Belastung der Werke um etwa 125 000 m. im Monat verbunden sei. Demgegenüber stellen mir folgendes feft: Der Konsum im Bersorgungsgebiet der städtischen Gaswerte Groß- Berlins betrug im Jahre 1913 rund 420 millionen Kubikmeter. N Ulster marengofarbig Paletot marenge mit Rücken- 68.00 Meter 78.00 gurt..... auf Sergefutter Israel BERLIN C SPANDAUER STR. 16 KÖNIGSTRASSE 11-14 Berlin beschäftigte damals in seinen Werfen rund 6000 r. beiter. In den Gaswerten Charlottenburg, Neukölln, Lichten berg, Spandau, Weißensee, Oberschöneweide, Grünau, Röpenid und noch einigen fleineren Werfen waren etwa 2000 Arbeiter beschäftigt, zusammen zirka 8000 Arbeiter. Nach Stillegung einer Anzahl Werte betrug die Belegschaftsgiffer am 1. Januar 1924 rund 7100. Durch weiteren Abbau ist bis zum Augenblick die Belegschaftsziffer bis auf etwa 5500 Personen gesenkt worden, das heißt, daß seit dem 1. Januar 1924 bis zur Stunde etwa 25 Proz. der Belegfchaften abgebaut worden sind Demgegenüber ist es notwendig, Jahres fich der Gastonjum um 17 Pro3. erhöht hat. Die endgültige festzustellen, daß nach Angabe der Direktionen im Laufe dieses Casproduktion für das Geschäftsjahr 1925 dürfte den Vorkriegston fum in vollem Umfange erreichen. Wenn auch zugegeben werden muß, daß durch die Zusammenlegung der Werke und einige technische Verbesserungen eine Herabjegung der Beleg schaftszahí möglich war, so steht unstreitig fest, daß in dem gleichen Beitraum, in dem eine Belegschaftsverminderung um 25 Broz. ein trat, sich die Gasproduttion um 17-20 Pro3. gesteigert hat. Die Leistung des einzelnen Arbeiters ist im Laufe der legten zwei Jahre ganz außerordentlich gesteigert worden. Wenn wir weiter feststellen, daß die Direktion der Gaswerte allein im legten Jahre für Neubauten aus laufenden Mitteln 16 Millionen aufwendete, Ausgaben, die in früheren Zeiten ausschließlich aus Anleihemitteln bestritten wurden, so ergibt fich, taß zur Erhöhung der Arbeiterlöhne die finanziellen Möglichkeiten durchaus gegeben sind. Die Bewilligun gen der Arbeiterforderungen in voller Höhe würde bei der durch, schnittlichen Produktion den Gaspreis pro Rubikmeter mit etwa Pf. belasten. Diese Last wird aber, wie schon oben ausgeführt, ausgeglichen durch bereits vorgenommene Personalver minderung und höhere Produktion. Soweit die Waffermerksarbeiter in Frage tommen, spielt bei der Liquidität dieser Unternehmen die Lohnfrage anerkannterweise überhaupt feine Rolle. Alle Ausreden gehen um die Tatsache herum, daß der Magistrat famt den Direktionen der städtischen Werke auf die Parole der Arbeitgeberverbände eingeschmoren ist, jedwede Lohnforde. rung abzulehnen. Daß dieser Standpunkt zum Konflikt mit den städtischen Werksarbeitern führen muß, anstatt wie die in dem Schiedsspruch angezogenen Verhandlungen in Locarno zur Ver. ftändigung, muß den Herrschaften ohne weiteres tlar sein. Die Ant mort werden fie wenn nicht früher am 25. Ottober bei den Wahlen erhalten. Die Boffische Zeitung schreibt folgenden Kommentar zu dem Konflikt in den städtischen Werfen: „ Es wäre sehr beflagensmert, wenn infolge von Lohner. höhungen eine Verteuerung von Gas, Wasser und Elektrizität eintreten müßte und damit eine allgemeine Preissteigerung. Darunter würden die Werksarbeiter natürlich auch wieder zu leiden haben. Auf der andern Seite fann man es verstehen, wenn die Arbeiterschaft mit dem nicht gerade schnellen Gang der Preisabbauaktion der Regierung unzufrieden ift." Man fann nicht gerade behaupten, daß sich das Blatt damit sehr angestrengt hat. Es hat einfach die Weisheit der Vereini gung der deutschen Arbeitgeberverbände vor einem Jahre nachgebrudt. Ganz abgesehen davon, daß die Elektrizitätswerte gar nicht in dem Konflitt einbegriffen sind; ganz abgesehen davon, daß gerade die städtischen Werke ein klassisches Beispiel dafür sind, daß cine Lohnerhöhung sich nicht auf die Preise auszuwirken braucht; würde eine einfache Rückfrage bei den städtischen Werken ergeben haben, daß die geforderte Lohnerhöhung bewilligt werden fann, ohne daß an eine Tariferhöhung gedacht werden braucht. Die städtischen Werte fönnen zahlen. Deshalb allein wollen die Arbeiter nicht mehr hungern. Die chriftlichen Gewerkschaften und Dr. Brauns. In der Tagung des Deutschen Gemertschaftsbundes in Saar. brüden wurde zur Lohn- und Arbeitszeitfrage folgender Beschluß gefaßt: Der Ausschuß des Deutschen Gewerkschaftsbundes begrüßt die Erklärung des Reichsministers, laut welcher entgegen den sozialreaktionären Bestrebungen führender Arbeitgebertreise eine den Be dürfnissen der Arbeitnehmerschaft gerechtwerdende Lohnpolitik auch durch die Schlichtungsstelle gefördert werden soll. Dieses erscheint insbesondere dringend geboten für alle in ihren Realeinfommen gegenüber der Borkriegszeit zurückgebliebenen Arbeitnehmergruppen. Bon den Schlichtern und Schlichtungsausschüssen wird erwartet, daß sie mehr als bisher den berechtigten Forderungen auf Erlangung ausreichender, den derzeitigen wirtschaftlichen und fulturellen Bedürfnissen entsprechenden Löhne und Gehälter der Arbeitnehmerschaft des wirtschaftlich Möglichen Rechnung tragen. Die vom Reichs rbeitsminister zugesagte Borlage des Arbeitszeitgefeges muß mit größter Beschleunigung erfolgen und von den gefeßgebenden Körperschaften baldigst verabschiedet werden. Gleichzeitig ist auf die Ratifizierung des Washingtoner Abfommens in der Arbeitszeitfrage hinzuwirken." And dull Einigung im bayerischen Textilgewerbe. München, 17. Dftober.( Eigener Drahtbericht.) Der Schiedsspruch des Landesschlichters für Bayern vom 14. Oftober, der die Lohn und Arbeitsbedingungen in der südbayerischen Textilindustrie regelt, wurde am Sonnabend von beiten Vertragsparteien angenommen, so daß der Wirtschaftsstiede in einer der wichtigsten füdbayerischen Industrien erhalten bleibt. Gewerkschaftliches fiehe auch 3. Beilage. Berantwortlich für Bolitik: Ernst Reuter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: Friedr. Chlorn; Feuilleton: R. S. Döscher; Lokales und Sonstiges: Frik Karstädt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Borwärts- Buch bruderei und Verlagsanstalt Vaul Singer u. Co., Berlin SW. 68, Lindenstraße 3. Sieran 3 Beilagen, Unterhaltung und Wiffen", Aus der Film- Belt unb ,, Blid in bie Bücherwelt. Koch& Leeland bringen in der Mode., das Neueste". Herren- Stolie iür Anzüge, Palelois, Ulster, das Beste im Tregen 10.- 15.- 20.- 25.Damen- Stoffe für Mäntel, Kostüme, Kleider, neue geschmackvolle Farben 8.- 10.- 12.- 16gegenüber Gertraudlenstr. 20/21 Petrikirche Vorteilhafte Angebote Herren- Anzüge| Herren- Mäntel Sakko- Anzug Ulster aus klein39.00 gemustert... 39.00 Sakko- Anzug moderne Form, dunkel 78.00 78.00 gemustert.... dunklem Flauschstoff. 96.00 Ulster dunkler, warmer Hausjoppen Hausjoppe u. 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Herren- Beinkleider wollgemischt, Mittelgröße 3.45 Weiße Kernseife 0.50 3 Riegel Lanol.- Kräuterseife Kappus 5 Stück 0.95. 110 Nr. 4�3 ♦ 42.�ah?gang 7. Heilage ües Vorwärts Sonntag, 14. Gktober 1H2S // "r lr4 tu :\\ Ende Mai d. I. fand in Berlin eine überfüllte, ausschließlich von kleinen Sparern. Hypothekengläubigern und A n- leihezeichnern besuchte Versammlung statt, in der von drei Referenten das Problem der Aufwertung von allen Seiten de» leuchtet wurde. Die große Mehrheit der Zuhörer bestand aus siänzlich unpolitischen Männern und Frauen, die um öffentliche Angelegenheiten sich noch niemals gekümmert hatten, nichts sahen als ihre eigene trostlose Lage und nichts wollten als hcraustommen aus ihrem jetzigen Elend. Die Referenten legten daher besonderen Wert darauf, ihrem Publikum nicht nur die Tat- fachen, wie sie sich schließlich ergeben hatten, sondern die Ursachen, die zu ihnen führen mußten, und die Verbundenheit des eigenen Geschicks mit dem der Allgemeinheit klarzulegen. Die Wirkung war verblüffend. Zwischenrufe wie:„das haben wir ja alles nicht ge> mußt':„warum habt Ihr uns das nicht früher gesagt" durchhallten den Saal von Anfang bis Ende der Versammlung. Keiner hat etwas gewußt. Was mit dieser Dersammlung im kleinen begonnen wurde, muß bei den kommenden Stadtverordnetenwahlen im großen fortgeführt werden: Aufklärung in die Massen zu bringen, wie sie von den Deutschoationalen in der Aufwerlungssrage von Leginn bi» zum bitteren Ende betrogen worden sind. Ebenso wie für die neuen «teuergesetze und die agrarische Zolloorlage, so muß den beiden treulich verbundenen Rechtsparteien auch für die sogenannt« Aus- Wertung bei den kommenden Wahlen die Quittung präsentiert werden. Riemals hätte die Znflalion, diese fürchterliche Geißel der Flach- triegszeit, den verherenden verlaus genommen, wenn nicht die Deulschnationolen unter Führung Helfserichs im Interesse der hinter ihnen stehenden Schwerindustrie und des Großagrorierlums sich jeder Mahnahme zur Stabilisierung der Währung durch Erschließung neuer wertbeständiger Einnahmequellen Mizollen Mitteln widersetzt hätten. Erst in dem Augenblick, als aus m Inflation keine Gewinne mehr zu ziehen waren, und die bisherigen Nutznießer des Wähmngszerfalls durch immer höheres Ansteigen der Fluten selbst bedroht wurden, wurde der Widerstand aufgegeben und die Währungssanierung begonnen. Die breiten Schichten des Voltes. die keine Sachwerte besaßen, waren aber inzwischen ruiniert. Ihren Rotschrei Halle man mitleidlos abgetan, ihr Schicksal achselzuckend als„unabwendbar"' bezeichnet. Sobald aber durch die Inangriff- nahm« der von der Sozialdemokratie seit Iahren immer wieder dringend geforderten Maßnahmen stabilere Verhältnisie eingetreten waren, versprach die gleiche Deutschnationale Volkspartei, die das ganze Unglück verschuldet Halle, Hemmung?» und bedenkenlos den enteigneten Massen„volle gerechte Aufwertung� wenn nur die Massen ihnen die Macht in die Hände legen würden. In dem Augenblick, als dies durch die betörten Massen geschehen war. schob man ober wieder alles beiseile, was man unmittelbar vorher hoch und leuer zugesichert hatte. Eine„volle gerechte Aufwertung" ver- beißen, die Jnflationssördercr und Inflationsgewinnler im unge- schmälerten Besitz ihrer Gewinne belassen, Besitzsteucrn abbauen. Derbrauchsabgaben und Getreidepreise um weit mehr als 1 Milliarde erhöhen, dadurch alle Reparationslasten auf die Besitzlosen abwälzen, zur Täuschung der Massen auf dem Papier eine Preisabbauaktion verkünden, gleichzeitig aber jeden Versuch der Arbeitnehmer nieder- knüppeln, durch Lohnsteigerungen die bewußt herbeigeführte Ver- teuerung der Lebenshaltung wenigstens in etwas auszugleichen— das ist eine Polilik, die kaum je zuvor in Deutschland mit solcher Vrutaliläl durchgeführt wurde, eine Politik, die nichts ist als direkte Verhöhnung des Volkes. Hat die arbeitende Bevölkerung Berlins nicht Fischblut in den Adern, so wird sie wissen, am Tage der Wahl auf alle diese Provokationen die gebührend« Antwort zu erteilen. Die Oetrogenen. Man mache sich nur Nor. Mit gradezu minimalen Beträgen soll nach den nunmehr endgültigen Aufwertungsbeschlüssen obge- funden werden die riesige Schar derjenigen, die den feierlichen Der- heißungen, daß das Vaterland sie niemals im Stich lassen werde. geglaubt und dem Staat in der Zeit seiner tiefsten Not ihre Spar- groschen hingegeben hatten. Was auf die großen Schichten der Werktätigen in Stadt und Land schließlich als Aufwertung oder Anleiherente entfallen wird, wird in sehr zahlreichen Fällen nicht größer sein, als die Mehrbelastung, die diese Kreise als Zoll, erhöhte Verbrauchsabgaben und dergleichen zu tragen haben werden. Mehr als man mit der einen Hand gibt, nimmt man mit der anderen. Die neuen Aufwertungsgesetze bringen den ehrlichen Sparern, die ihrem Vaterlande in seiner Rot ihr gutes Gold gegeben haben, eine Abwertung bis zu 12)4 Proz. und noch weniger, den Spekulanten eine Aufwertung bis zu vielen Tausenden von Prozentenl Das nennt deutschnationale Demagogie: Gerechte Aufwertung. Dem- gegenüber hat die Sozialdemokratie im Reichstag, wie in taufenden von Zuschriften und anderen Kundgebungen rückhaltlos anerkannt wurde, sich bis zum letzten Augenblick mit aller Kraft dafür eingesetzt, die Znslalionsgewinnler zu den tasten der Aus- wertung heranzuziehen und unter Ausschaltung aller Spekulanten den wirklichen Sparern eine Aufwertung zu sichern, die diesen Namen verdient. An dem geschlossenen Widerstand der bürgerlichen Par- teien und der deutschnationalen Reichsregierung ist sie gescheitert. Was indessen an kleinere Verbesserungen im Lauf der monatelangen Berallmgen durchgesetzt wurde, ist, wie dokumentarisch zu belegen ist, ausschließlich sozialdemokratischen Anregungen und Bemühungen zu danken. Auch im Lahmen der Stadl ist es die Sozialdemokratie gewesen, die sich der kleinen Sparer angenommen hat. Bereits am 11. September 1S24 stellte die Rathausfraktion den Antrag:„Die Guthaben bei der städtischen Sparkasse über die gänzlich unzu- länglichen Bestimmungen der 3. Steuernotvcrordnung hinaus auf- zuwertcn." In Ausführung dieses Antrags wurden S Millionen Goldmark zur Unterstützung bedürftiger Sparer bereit gestellt. Dies« Summe genügte selbstverständlich in keiner Weise, die vorhandene große Not zu lindern. Das wußte niemand besser als die Sozial- demokratie. Es war aber alles, was zu erzielen war. Und diese 5 Millionen im richtigen Augenblick beantragen und allen Wider- ständen zum Trotz durchsetzen, nutzte immerhin den bedürftigen Sparern mehr, als gar nichts zu tun und hinterher zu tadeln, daß nicht genug geschehen fei. « In demagogischen Versprechungen, hinter denen nichts steht, als die Sucht, Wählerstimmen zu fangen, lassen wir unseren Gegnern von rechts und links neidlos den Vorrang. Wer von den Wählern und Wählerinnen Berlins aber statt hohler Verheißungen stetige, verantwortungsvolle Aufbauarbeit im Dienst« und zum Wohl der unbemittelten Klassen in den kommenden Jahren im Rathaus getan hoben will, der erinnere sich der deulschnalionaleu Versprechungen vor den Mahlen und ihrer Taten hinterher and stimme am 25. Oktober für die sozialdemokratisch« Liste, das heißt, die Liste der Frauen und Männer, die niemals mehr versprochen haben, als sie nach ihrer ehrlichen Ueberzeugung glaubten halten zu können. Hugo Heimann. Das rote Serlin. Dir nehmen dich in unfre Träume mit Und wachen mit dir auf. Berlin. Der Asphalt Ningt von unsrem Schritt Und was de!« Tag erschuf und litt wird unsrem Blut zu Melodien. Der Wirbel deiner Blähe braufk Und prägt sich ein mit Flammenschrift. Dpa dunNe Elend ballt die Faust. Dein Räderwerk schwillt an und saust. Und arme Höfe atmen Gift. Die Stimme deines Volkes dröhnt Und wirbt um dich mit Hammerschlag. Zu lange hat es dumpf gestöhnt Und ward in seiner Rol verhohnl... Run steigt ihm auf ein neuer Tag. Und Stimmen schwellen an zum Chor, Denn alle dunklen Schallen fliehn. Bald l"chkest du wie nie zuvor Und ösinest deinem Volk das Tor. Du wieder role Stadt. Berlin!' Bruno S ch ö n l a n k. Wie sie verleumden. Ein schmutziges Machwerk der Volkspartei. Rur mit Glacehandschuhen kann man ein volkspartelliches Wahlslugblatt in die Hand nehmen, das in Zeitungsform zum Berliner Wahlkamps verbreitet wird. Kürzlich wandte sich die volks- parteiliche Nationalliberale Korrespondenz voll sittlicher Entrüstung gegen einen Artikel der.Weltbühne" und warnte vor einer Ver- wilderung der innerpolitischen Kämpfe. Die Volks- parteiler sollten zuerst einmal vor ihrer eigenen Türe fegen. Was sie an Bildern und Sprüchen bieten, übertrifft die Kampfesweife der.Roten Fahne" bei weitem. Den Demokraten werden Bilder gewidmet, deren Antisemitismus gerade für die Volkspartei, die Partei des Herrn Dr. Caspari, besonders pikant ist. Die Nackttänze dürfen selbstverständlich nichk fehlen und wer Schmutzliteratur lieht, der sei auf die Zeichnung verwiesen, die zu dem Hetzartikel.Löwen st«in und Paul- sen vor den Toren" von den Kämpfern der gebildeten Kreise dargeboten wird. Auf einer anderen Zeichnung zersägen ein So- zialdemokrat im trauten Verein mit einem Sowjetjüngling (rührend dieses Bündnis) einen armen, auf eine Bank gefesselten Bürgersmann. Mit Knüppeln schlagen in einem Industriebetrieb Sozialdemokraten und Kommunisten einen braven volkspartellichen Arbeiter(solch ein Phantasiegebilde wird wirklich vorgeführt!) zu Boden. Am schönsten ist ein Bild, aus dem die armen, bisher be- trogenen Proleten den Gewerkschaftsbonzen die zerrissenen Mit- gliedsbücher vor die Füße werfen, um ausgerechnet— die Volkspartei zu wählen! Damit nach allem Abstoßenden auch die Schön- heit uneingeschränkt zu ihrem Rechte komme, wird auf der letzten Seite in einem Bildchen ein Loblied gesungen auf die.Leute mit weitem Blick" Die Oberverwaltungsgerichtsräte a. D. und Kammer- gerichtsräte mit IS Zentimeter hohem Stehlragen aus der Stadt- verordnetenverfammlung haben offensichtlich dazu Modell gestanden. Für Geld kann man eben alles behaupten zind alles schwindeln. Es fragt sich nur. ob man für Geld auch die Dummen findet, die solchen Machwerken glauben! Beschleunigung im Verfahren der Gräfin v. Bothmer. DaS Potsdamer Amtsgericht hat beschlossen, ssir die Strafsache der G r ä f i n v. B o t h m e r, die vor dem Potsdamer Schöffen- gericht stattfinden wird, einen besonderen Termintog ein- zuschieben, um dieke unerfreuliche Affäre endlich zu Ende zu bringen. Der Gräfin wird vom 20. Oktober, wo ihre Frist zur Erwiderung auf die Anschuldigung abläuft, leine Verlängerung gewährt werden. Die Zeugenladungen erfolgen auf beschleunigtem Wege, und es ist damit zu rechnen, daß der Termin noch in diesem Monat stallfindet. Das unbegreifliche Ich. 63] Geschichte einer Jugend. Roman von Tom Krislensen. (Berechtigte Uebersctzung aus dem Dänischen von F. E. Vogel.) .La, aber was soll ich denn malen?" fragte ich ver- zweifelt. Ich wünschte bloß, daß ich mich auf die Erde legen durfte und schlafen und vergessen: doch Raavads kräftiger Körper war mir gleichsam zu dicht auf dem Leibe. Die breiten Schultern, der brutale Rücken, die Hosen, die von einem Leibriemen gehalten wurden, waren häßlich in ihrer Stärke. Sein Anblick war überwältigend. „Suchst du nach einem Motiv? Wenn du so arm bist, gebe ich dich auf. Du bist verloren, fertig. Alles ist Motiv: doch das können nur die Genies verstehen. Glaubst du, ich will dich zwinget mit einem Malkasten in Go— ottes freier Ratur herumzustapfen. Hierzulande gibt es keine Natur, damit du's weißt! Sumpf ist hier! Und Menschen sind keine da! Frösche sind hier, und sie haben Pfützen hier in ihrer Rübe an Stelle des Gehirns. Bist du Patriot, was?" „Was soll ich denn?" -„Du sollst malen, oder du kannst machen, daß du weg- kommst, und das kannst du gleich versuchen. Du sollst Urgenie sein und dann verkaufen wir deinen Dreck an den Idioten! Kannst du mir nicht den Gefallen tun, was?"' Naaoad geriet in Eifer. Er warf die Jacke fort und stand in einem schmutzigen Wollunterhcmd da. Es war vorn offen, und die nackte Brust war behaart. Er war ein Tier in Hosen mit einem Gürtel. Er kam zu mir hin. Die schmalen blauen Augen ruhten auf mir, und dann packte er mich bei den Schultern und stellte mich vor die Leinwand. „Hier hast du einen Besen, und hier ist grüne Farbe. Du kannst einen Frosch malen, oder was du willst: und dann kann unsereins mittlerweile etwas Gelbes im Himmel herum� schmieren, so daß der liebe Gott beinahe vom Stengel fällt." Ich nahm einen Pinsel uns) schmierte grüne Farbe auf die Leinwand. Ein Frosch sollte es schon werden und ein Sumpf sollte es werden. Ich schmierte noch mehr Farbe auf, vttrührle sie zu einem Kreis— und erwachte. Das sollte ein Frosch sein! Doch wie sah ein Frosch aus? Der grüne Kreis tanzte vor meinen 2lugen. ,£03 ist fein!" sagte Naaoad,„Grünkohls Auferstehung." „Hör auf mit dem Grinsenl" bat ich. Die Luft wurde dünn, wenn er sprach._• „Hi, hast du,s nu mit dem Ernst! Spinat in der Dämme- rung! I du Allmächtiger, wird der Ingenieur begeistert sein!" Ich fürchtete mich vor der Kraft, die Raavads ganze Gestalt ausströmte, und vor seiner verbissenen und gewalt- tätigen Art, zu arbeiten. Cr trug Farbe auf, er schwitzte, tcockizete die Stirn mit dem Aermcl ob und zischte. Ich fürchtete mich vor dieser Verbissenheit, und ich bewunderte sie gleichzeitig. Sie muhte überwunden werden! Es war ein Block, der beiseite geschoben werden mußte! Sein Hohn sollte wie ein Ziegelstein an meiner Seite niederfallen und zersplittern. Ich konnte ja ganz gut malen: doch es sollte sein eigenes böses Gesicht werden, was ich jetzt machte. All das Grüne schrabte ich ab, suchte verschiedene Tuben mit Rot und Gelb und Weiß vor, und dann fing ich an, seinen Kopf zu malen. Die wenigen Kräfte, die ich zurückbehalten hatte, sammelte ich zu einer intensiven Kraft- anstrengung. Ich machte den Kopf hart und rot. Ich legte breite Farbslecke, so daß man auf diesen Schädel mit einer eisernen Stange hätte schlagen können. Eine starke Hitze stieg mir zu Kopf. �. Raavad schielte hin und grinste:„Die Auferstehung des Radieschens!" Das ist famos! Drück zu!" Schließlich warf ich die Pinsel hin. New, ich konnte nicht. Es war ein plötzlicher Wutanfall gewesen, der mich verführt hatte, diesen roten Fleischkloß mit den dünnen, blauen Ritzen zu malen. Die Hitze saß mir noch in den Augen, doch sie machte mich bloß mutlos. Das ist ja der reine Mist!" stöhnte ich wütend und griff nach einem Messer. „Wirst du dich mal beherrschen! Kannst du das Bild nicht sein lassen. Willst du den Misthaufen auseinanderreißen. was?" rief Raavad.„Was für ein Schmiß in dem Kopf steckt!" Er klatschte ein paar grelle Farben auf mein Bild. Er quietschte vor Lachen, sprang zurück, kniff die Augen zu- sammen, sprang wieder vor und setzte einen Ueberfluß an Rot auf. Ein formloser Fleischklumpen mit ein paar kleinen, schläfrigen Augen blinzelte mir entgegen. „Das ist viel zu gut geworden, doch ich konnte mich nicht beherrschen," lachte er.„Das werden wir schon los. Donner- weiter, du kannst eine Stelle als Zlnstreichcr bei mir bc- kommen. Sie sind zwar noch naß, die Kuhfladen, aber wir wollen uns jetzt man eilen und etwas Moos holen. Nimm deine Malerei, aber halte sie ein bißchen von dir ab-- so!" „Ja aber, das ist ja gar nicht meine, ich habe die ja gar nicht gemacht!" wandte ich ein. „Was geht das dich an? Sie ist von dir entworfen wor- den. und nun versllche bloß mal, uns die Nummer zu ver- derben! Du wirst ein Genie sein, verstanden, und er, Bör- gesen, hat so seine eigene Auffassung von Urgentes. Wenn et dich nach deiner Meinung fragt, mußt du sagen: Genia- lität und Ohrfeigen. Und du mußt sagen: Die Farben sind das Grinsen Gottes, so mußt du sagen oder„dynamisch". Das ist ein fabelhaft guter Ausdruck. Dynamisch bringt ihn ganz aus dem Häuschen, und primär— ih, es gibt viele feine Worte, die man auf Selbstverständlichkeiten sagen kann. Kannst du sie behalten? Protoplasma mußt du auch sagen: aber bloß nicht auf unsere Malereien." „Weshalb soll ich denn die Worte sagen?" „Damit du die Bilder oerkaufst, selbstoerständllchl" Es wurde spät, ehe wir wegkamen. Raavad kniff mich zuweilen derb in den Arm, um mir seine Kräfte zu zeigen: doch ich befand mich emigermaßen wieder im Gleichgewicht. Jetzt handelte es sich für mich nur um einen kleinen, ulkigen Schwindel, und ich dachte daran, wie an einen unterhaltlichen Sport. Aber an den Nachmittag, an das Erlebnis selbst bei Raavad, wollte�ich nicht erinnert werden.! Es war, als ob gleichsam etwas in mir zerstört worden wäre. Ich konnte nicht verstehen, was das war. Ich war müde gewesen. Er hatte mich geneckt, mich gereizt, mir ge- droht, daß ich malen sollte, und das hätte ein ganz gleich- gültiges Erlebnis sein können: doch dann war plötzlich die Hitze in mir hochgestiegen. Ich hatte gemalt, ich hatte etwas gewollt! Warum hatte ich plötzlich selbst gewollt? Hier war etwas, was ich nicht verstand. Und dabei war eben irgend etwas in mir zerstört worden. „Nun hast du Urgenie zu sein!" zischte Raavad und packte mich kräftig beim Nacken. „Ja. ja. ja!" stöhnte ich. Julius Börgesen wohnte in einer Mansardenwohnung der inneren Stadt. Er war ein großer Mann mit einem barllosen Gesicht und einer Stirn, die längllch aussah, weil er nur auf dem untersten Teil des Kopfes Haare hatte. „Ich habe ein Urgenie aufgestöbert. Die Farben spritzen ihm nur so aus den Fingern!" sagte Raavad langsam und stellte seine nasse Leinwand gegen die Wand. „Sind Sie das?" fragte Börgesen einschmeichelnd und leckte sich die Lippen.(Fortsetzung solgt.) Der Hellseher von Bernburg. gung durch eine Attiengesellschaft schlechter fah ren, als wenn der Staat allein den Betrieb führt! Noch weiter ging die sächsische Landesregierung. Sie warnte in einem Runderlaß ihre Gemeir.den auf das Nachdrücklichste vor der großen Verantwortung, die sie übernehmen, wenn sie etwa ihre Werke an Private veräußern, und fommt nach längeren Darlegungen zu dem Ergebnis: Die Entwicklung weist die Gemeinden auf den Ausbau ihrer fommunalen gewerblichen Unternehmungen hin, nicht aber auf ihre Einschränkung oder gar ihre Ueberlaffung an private Unternehmer! Nach solchen Richtlinien hat die Berliner Rathausfrattion seit Jahrzehnten gekämpft und manche schöne Erfolge erzielt. Herr v. Ennern hingegen, der moderne Mann, rennt im Jahre 1925 mit mittelalterlichen Argumenten gegen diese Entwicklung an. Die Wähler und Wählerinnen Berlins werden am 25. Oftober durch die Wahl der sozialdemokratischen Liste dafür sorgen, daß Gemeindevertreter", die die Gemeinde zum Tummelplah privater Profitintereffen zu machen bestrebt sind, aus dem Rathaus verschwinden. und eine überragende fozialdemokratische Fraktion in den Stand gesetzt wird, auf wirtschaftlichem und allen fulturellen Gebieten die Interessen der werktätigen Bevölkerung zu fördern. ausgeführt wurden. Die Eisenträger find mit einer dauerhaften schwarzen Eisenschuhfarbe gestrichen und heben sich dadurch von dem blauen Grund der Wände gut ab. Die Wände und kleinere Schmuckfriese sind zum Teil in einem goldgelben Ton gehalten. Eine goldene Sonne quf jeder Stirnseite der Halle, mit einem Strahlenfranz umgeben, bildet den einzigen Schmud. Neuangebracht ist ein Drei- Meter- Sprungbrett. Die Abendbeleuchtung des Schwimmbeckens besorgen vier große elektrische Reflektorlampen, die nach oben abgeblendet sind. Im Gegensatz zu vielen anderen städtischen Schwimmbecken ist das in Charlottenburg mit hellen Grundfacheln ausgelegt, die eine gute Beobachtung des Waffers bis auf den Grund hinab ermöglichen. Das gesamte Badepersonal ist im Schwimmen und im Rettungsdienst ausgebildet. Die Fertigstellung des geplanten zweiten Hallenbades iſt leider in absehbarer Zeit noch nicht möglich, da die Mittel hierzu immer noch fehlen. Die Notwendigkeit wird allerdings von feiner Seite bestritten. Die neu hergerichtete Schwimmhalle wurde am Sonnabend mit einer fleinen Feier wieder eröffnet. Kommunistische Demonstrationspolitik. Sie nehmen sich selber nicht ernst. Seit die berühmte Seherin ron Prevorst, für jeden, der viel Zeit und wenig Schlafneigung hat, bei Reclam erhältlich, ihren Herrn und Meister, den schwäbischen Landarzt und Dichter Juftinus Kerner zu einem gutartigen Ausbeutungsobjekt für literarische Spaßmacher entwürdigte und die gesalbten Gottesgnadenhäupter der Zeit vor sich gebeugt sah, während sich die eigentlichen Köpfe höchst verwundert schüttelten, ist die Welt in zwei Lager gespalten geblieben: in die Gutgläubigen, denen dieser Glaube mühelos zum Besitz des Wissens verhilft und die so ziemlich alles fressen und verdauen, und die unerschütterlichen, die auch das Natürliche und das, was ernsthaft wissenschaftlich werden fönnte, von vornherein und unter allen Umständen ablehnen. Mit der Sicherheit der Vorausberechenbarkeit stehen sich von Zeit zu Zeit die Parteien als erbitterte Gegner ror Gericht gegenüber, um wieder das Berhängnisvolle klar zu erweisen, das darin liegt, ein Gericht, eine Zusammensehung von nicht einmal unabhängigen Juristen, über Fragen des Kulturlebens entscheiden zu lassen. Und auf eine Entscheidung läuft es jedesmal hinaus, was die Berhandlungen ergeben, bleibt gänzlich gleichgültig es tommt zur Reflame für eine der beiden Parteien auf Freispruch oder Berurteilung an. Dabei geht es jedesmal nur um die rechtliche Seite Der„ beste Schutz des kleinen Mannes". Das Wesen der kommunistischen Demonstrationspolitit ist bei der der Angelegenheit, ob ein strafbarer Fall vorliegt oder Beratung von Schulfragen in der Bezirtspersammlung nicht, die Meinung des Gerichts über das geistige Wesen, über Der deutschnationale Bürgermeister von Schöneberg, Kreuzberg wieder einmal ins rechte Licht gesetzt worden. Die Wert oder Unwert. Wahrheit oder Selbstbetrug( und damit Allge- Herr Berndt, hat es fürzlich entdeckt: Der Schutz des fleinen Kommunist en hatten folgenden Antrag eingebracht: meinbetrug) offultistischer Bestrebungen fommt gar nicht in Be- Mannes vor der Teuerung, das ist der Schutzoll. Einst" Die Bezirksversammlung wolle beschließen, das Bezirksamt dungen liegt eine Boltsgefahr, namentlich dann, wenn eine Schuld die Schrippen fleiner, macht nichts, den gutgläubigen Hörern deutschliche Schulen unentgeltlicher Unterricht und unentgeltliche Lieferung tracht. In solchen Fällen scheinbarer fultureller Gerichtsentscheiweilen steigen zwar die Preise weiter und die Bäckermeister machen wird" beauftragt, beim Magistrat dahin zu wirken, daß für sämt oder Mitschuld dessen von vornherein als unbedingtes Ergebnis nationaler Versammlungen fann man schon einiges zumuten. feststeht, das über den Angeklagten und seine Sache zu Gericht ſigt Weiter jammerte Herr Berndt, eine sozialistisch- kommunistische Mehrder Lehrmittel eingeführt wird." und das Urteil sprechen foll. Im Falle des Lehrers und hell heit werde die Vernichtung der freien blühenden fehers von Bernburg ist diese staatliche Schuld und Einzelgemeinden" vollenden. Wie die Blüte der Einzelebenso die Volksgefahr gegeben. gemeinden vielfach aussah, dafür heute noch ein Beispiel. Der Bezirk Köpenid, dem ja nach deutschnationaler Auffassung im Bezirk Köpenid, dem ja nach deutschnationaler Auffassung im Etatsjahre 1925 viel zu viel Mittel überwiesen worden seien, verausgabte im Jahre 1913 in den ihm zugehörigen Gemeinden für Wohlfahrt, Gesundheitspflege usw. insgesamt 130 000 Mart, im Jahre 1925 dagegen wird dafür die Summe von 1230 000 Mart aufgewendet. Die Berwaltung war das harte Wort ist hier nicht zu scharf gänzlich verlottert. Der Straßenbau war vollständig vernachlässigt, Bermessungspläne, Katafter fehlten ganz. Erst unter sozialistischer Berwaltung ist hier Ordnung geschaffen morden. Herr Berndt behandelte dann die Aufwertungsfrage. Die gefundene Lösung sei zwar fein Jdeal, aber fie brachte doch mehr als die dritte Steuerverordnung. Im Stadtparlament sei die Sozialdemokratie gegen die Aufwertungsvorschläge der Deutsch. notionalen gewesen. Bahr ist, daß die sozialdemokratische Frattion es durchgefeht hat, daß die Sparguthaben nicht nur den Sparern von über 65 Jahren zunächst mit 10 Prozent aufgewertet worden sind, sondern schon den über 60 Jahre alten. Die Rechte des Hauses versuchte, die Altersgrenze höher zu sehen, und das Prinzip des Nachweises der Bedürftigkeit aufrecht zu erhalten. 14 Richterliche Kreise unterstützen die Bestrebungen des Angeklagten Drost, ja; nüßen sie weidlich für sich aus und betrachten ihn und seine Tätigkeit als wertvolle Hilfe im Kampf gegen das Verbrechertum. Der schmächtige, harmlose und ganz gewiß auch gutgläubige Mann wird von der Staatsanwaltschaft zum Diebes= ichreden gestempelt. Wo er auftaucht, verringern sich die friminellen Erscheinungen denn wie foll man noch mit einiger Aussicht auf Erfolg stehlen können, wenn es der unheimliche Mann mit dem furchtertegenden Blick doch herausbringt? Die moralische Schuld von Behörden wird greifbar im Falle des Regierungs. rates, der den Lehrer, obwohl er selbst schon die Täter in seiner Diebstahlsschädigung fennt nur um erzieherisch und vorbildlich auf die Diebesmett einzuwirken zur Aufklärung der schon auf geflärten Berbrechen heranzieht. Er brängt dem Mann vierzig Mart für seine Bemühungen auf, die von diefem nur ungern, als zu hoch, angenommen werden. Und daraus fonstruiert der gleiche Staat einen Betrugsfalt und vergeudet eine ganze Gerichtswoche, um feinen Helfer zur Etrede zu bringen. Und Dienste hat dieser geleistet, ganz gleich, ob es sich um gestohlene Kaninchen oder Briefmarken oder um einen schwerwiegenden Einbruchsfall handelte. Es ergibt sich, daß das Medium unter dem Einfluß des beschwörenden Meisters neben reichlichem Bersagen und, nachdem auch Unschuldige mit hineingeriffen und verurteilt worden waren, ganz staunenswerte Leiftungen im Hell und Fernfehen vollbracht, die Täter und ihren Aufenthaltsort aufs genaueste bezeichnet und der Behörde in die Hände geliefert hat. Daß es Helljeher gibt, daß der Mensch noch lange nicht Kenntnis von den ihm innewohnenden natürlichen Kräften hat und noch nicht zur Herrschaft über fie gelangt ist, steht eigentlich ja nicht zur Disfuffion. Zur Erörterung steht die Frage, ob ein Gericht, eine Staatsanwaltschaft, eine Behörde überhaupt das Recht hat, hell feherei beruflicher oder sportlicher Art zur Verfolgung von Berbrechern heranzuziehen, das gleiche Gericht, das nachher gegen seinen Helfer einschreiten fann. Mit allen Mitteln muß gegen diese Ausschlachtung eines angeb lich lebernatürlichen vorgegangen werden. Das ist es, was Aufgeklärte vom Bernburger Prozeß wissen müssen, der erst beginnen bürfte, wenn er als Berhandlung zu Ende ist und der Gerichtsbarkeit des Boltsurteils untersteht. * In dem Hellseherprozeß in Bernburg wurde gestern das Urteil gefällt. Es lautete auf Freispruch und Uebernahme der Koften durch die Staatskasse. In der Begründung heißt es u. a.: „ Das Gericht hält sich nicht für zuständig, über die Frage zu entscheiden, ob ein Hellsehen bestehe oder nicht. Es wird vielmehr lediglich die Frage entschieden, ob der Angeklagte in gutem Glauben an die übernatürlichen Kräfte seines Mediums geglaubt hat. Diefer qute Glaube wird ihm zuerkannt, wenn auch das Gericht auf dem Standpunkt fteht, daß Drost in einigen Fällen fritillos, in anderen vielleicht leichtfertig gehandelt hat. Ausbau der Kommunalbetriebe. Gegen die Profitintereffen der Reaktion. Wie nach allen bisherigen Erlebnissen im Rathaus vorauszuseher war, befleißigt sich auch im jezigen Wahlkampf die Deutsche Volks. partei des überheblichften, anmaßendsten Tones. Hört und liest man die Auslaffungen ihrer Wortführer, so stellen sie den vollendet. sten Typ des modernen Menschen auf allen Gebieten menschlicher Betätigung dar. In Wirklichkeit ist die Deutsche Boltspartet unter ihrer bisherigen Führung allmählich zur reaktionärsten, engstirnigsten aller im Rathaus vertretenen Bar teien geworden, und das will doch wirklich etwas heißen. Er ist uns wiederholt eher möglich gewesen, mit Vertretern der Deutsch nationalen Volkspartei zusammen zu arbeiten, als mit den Führerr der Deutschen Volkspartei. Auf feinem Gebiet zeigt sich die volts. parteiliche Rückständigkeit traffer als auf dem ihr wichtigsten, bem wirtschaftlichen. Hier sind die Ennern, Caspary und Ge nossen, treulich unterstüßt von den Deutschnationalen und Kommunisten, die Bäter aller Hindernisse gewesen, gegen die wir und mit uns der Magistrat im Interesse der Stadt anzufämpfen hatten. Ganz besonders ist ihnen für die Wirtschaftspolitit, die sie von der Stadt befolgt fehen möchten, der günstige Stand und die großen Entwicklungsmöglichkeiten der städtischen Werte und Unter. nehmungen ein Dorn im Auge. Noch vor wenigen Tagen hielt ihr Führer, Herr v. Ennern, auf dem voltsparteilichen Parteitag eine Rede gegen die um sich greifende Kommunalisierung und Sozialifierung in der Städtewirtschaft". Diese Rebe und die volksparteilichen Auffassungen stehen in schroffftem Gegensatz zu der Stellung, die deutsche, von sozialdemokratischem Einfluß vollkommen unberührte Landesregierungen schon vor dem Eriege eingenommen haben. Zum Schluß tam Herr Berndt auf die außenpolitische Lage zu sprechen ,, wobei er den fommenden Umfall der Deutsch nationalen in Sachen des Sicherheitspattes vorbereitete und fich mühte, seinen gläubigen Hörern ihn damit gerechtfertigt erfcheinen zu laffen, daß er behauptete, die Notifizierung der bekannten Erklärung zur Kriegsschuldfrage mache Deutschland von der Selbstbezichtigung, wir hätten den Krieg entfeffelt, frei. Er unterließ, mitzuteilen, daß die Alliierten diefe Auffassung nicht akzeptierten, daß leider die Selbstbezichtigung vorläufig noch weiter besteht. Leider so lange, bis zu geeigneterer Beit bei gefchidterer Behandlung dieser Frage die auf uns la stende einseitige Feststel. lung ihr Ende finden wird. Die lockenden Auslandsbriefe. Bon den Kollegen entlarot. Wegen Amtsunterschlagung mußte fich der Boftfchaff ner Sch. vor dem Schöffengericht Berlin- Mitte verantworten. Er fand aber noch wirklich milde Richter, die den Tatbestand der Anflage nicht für erwiefen hielten und ihn schließlich nur wegen Berlegung des Briefgeheimniffes verurteilten. Die sozialdemokratische Fraktion hat beschlossen, diesem Antrag zuzustimmen und die Genoffin Riedger mit der Vertretung beauftragt. Sie stellte fest, daß dieser Antrag vor Monaten von den Kommunisten in der Stadtverordnetenversammlung gestellt wurde. In der letzten Sigung der Schuldeputation habe sie den Kommunisten Goß aufgefordert, den Antrag wieder einzubringen und zu fordern, daß die zur Durchführung nötigen Mittel in den neuen Etat der Stadt Berlin eingestellt würden. Der Kommunist Goß er. flärte, das sei nicht notwendig, und machte Ausflüchte. Genoffin Riedger fragte ihn daraufhin geradezu: ,, Haben Sie etwa den Antrag nicht ernst gemeint?" Auf diese Frage erflärte Goß in Gegenwart von Zeugen, daß der Antrag nur für die Deffentlich feit gestellt worden sei. Die Kommunisten sondern nur, um vor der Deffentlichkeit Demonstra stellen also ihre Anträge nicht um des fachlichen Inhaltes willen, tionspolitit zu betreiben. Der Antrag wurde in der Beairtsversammlung Kreuzberg mit den Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Die Winterarbeit der Volkshochschule Groß- Berlin. Am Montag, den 19. Oftober, beginnen die Jahreslehrgänge der Bolkshochschule für 1925/26. Die Arbeit ist diesmal in drei Stufen, für Anfänger, Fortgeschrittene und Weitgeförderte, gegliedert. Der Lehrplan, ber bei der Boltsbühnenbuchhandlung, Röpenider Str. 68. und bei J. H. W. Diez, Lindenstr. 3 erhältlich ist, bringt die näheren Angaben. Karten können an diesen Stellen und an den Abendkassen gelöst werden. Auf Es sei besonders auf eine Reihe von naturwissenschaftlichen Kursen hingewiesen, die meist mit Lehrausflügen verbunden find: Dr. Braun: Lehre von der Abstammung des Menschen( Invalidenftr. 43, 19. Otiober, 8 Uhr); Dr. Lewin: Die Fragen der Fortpflanzung( Sonnenburger Str. 21, 23. Oktober, 7% Uhr) nebst Wanderungen in die nähere Umgebung. dem Gebiete der Geisteswissenschaften spricht Genoffe Dr. Behne über Moderne Kunst( Georgenstr. 34, 19. Oftober, 8 Uhr) und Mar Raphael Ueber das Schaffen des Künstlers( Neukölln, Boddinftr. 34, 23. Oftober, 8 Uhr). Musikalische Kurse führen durch Genosse Dr. Guttmann in der Hausmusit( Georgenstr. 34, 22. Dtober, 8 Uhr, ferner in Neukölln, Richardplay 13) Walter bewegung wird behandelt in Kursen von Dr. Else Hildenbrandt Howard über Boltsmusiklehre, 21. Ottober, 8 Uhr. Die Jugend( Gleimstr. 49, 19. Oftober, 8 Uhr) und Genoffe Engelhardt ( Wildenbruchstr. 53, 19. Oftober, 8 Uhr.) Der Philosophie sind eine größere Anzahl von Veranstaltungen gewidmet, aus denen hervorgehoben seien: Genosse Dr. Falkenfeld, der Dichter als Erzieher( Wildenbruchstr. 53, 20. Oftober, 8 Uhr). Besonders aus Genosse Dr. Geiger gibt an drei Stellen eine Einführung in die straße 34, Donnerstag, 7% Uhr, Greifswalder Str. 24, Freitag, Gesellschaftslehre( Montag, 7% Uhr, in Neukölln, Boddin7% Uhr, Wildenbruchstr. 53). In der Georgenstr. 34 behandelt er ab 24. Oftober, 8 Uhr, das Problem der Revolution. Genosse Woldt spricht über den Arbeiter in der Fabrit"( Sonnenburger Str. 21, 19. Oftober, 7½ Uhr), die Genoffin Dr. Oppenheimer über Wirtschaftsfragen von heute( Greifswalder Str. 24, 20. Oftober, 7% Uhr), Genosse Dr. Marquardt über Geschichtsauffassungen Wildenbruchstr. 53, 22. Oftober, 8 Uhr) und Genosse Alerander Stein über Staat, Wirtschaft und Arbeiterbewegung( Dienstag, 20. Oftober, 7% Uhr, Gleimstraße 49), endlich der Kursus von Dr. Dornedden, der Fragen der sozialen Hygiene( Georgenstraße 34, 22. Oftober, 7% Uhr) in neuartiger Weise behandeln wird. Selbstmord einer Krankenpflegerin. Auf dem Bostamt 87 waren wiederholt Beschwerden darüber eingelaufen, daß mit Bestimmtheit erwartete Briefe nicht an ihre land, find leider schon wiederholt von ungetreuen Beamten geöffnet Adreffe gelangten. Postfendungen, besonders solche aus dem Ausführlich werden die Gesellschaftswissenschaften behandelt unwürdigen Berdacht nicht auf dem gesamten Bersonal ihres Amtes und der beiliegenden Geldscheine beraubt worden. Um nun folchen figen zu laffen, befchloffen zwei Postschaffner, felbft Ermittlungen nach dem Täter anzustellen. Es war den beiden, die mit Sch. im Sortierraum arbeiteten, schon recht oft aufgefallen, daß Sch. die ihm anvertrauten Briefe nicht der Vorschrift nach behandelte. Die fortierten Briefe sind nur in Bündeln geschichtet an die Befördes rungsstelle abzugeben. Der Angeflagte, der unauffällig von 3 met Seifen beobachtet wurde, nahm aber in mehreren Fällen einzelne Briefe an sich und verschwand damit. Es wurde weiter festgestellt, daß Sch. auffallend oft an einem Tage die Toilette auf fuchte. Nachdem die Beamten dem Bostinspektor ihre Beobachtungen mitgeteilt hatten, kam man dahin überein, in dem nebengelegenen Toilettenraum ein Loch zu bohren und Sch. zu beobachten. Hier wurde nun einwandfrei feftgestellt, daß der Angeklagte die eingesteckten Briefe aus der Tasche herausnahm, fie vorsichtig mit einem Bleistift öffnete und ihren Inhalt genau zu prüfen schien. Aber bie Briefe, bei deren Untersuchung Sch. beobachtet wurde, fchienen fein Geld zu enthalten. Man fonnte ihm also eine Unterschlagung irgendeiner Summe nicht nachweisen. Belastend war dann für den Angeklagten noch die Aussage einer ehemaligen Freunbin, mit der er verschiedentlich Kaffees und Egreftaurants besucht bezahlt hatte. Mit weinender Stimme mußte die Zeugin auch noch und dort nicht nur für sich sondern auch für seine Kollegen die Beche zugeben, daß Sch. ihr ein Kostüm und ein Baar Schuhe gekauft habe. Nach dieser Beweisaufnahme hielt der Staatsanwalt den Angeklagten in vollem Umfange der Anschuldigungen für überführt und beantragte gegen ihn eine Gefängnisstrafe von neun monaten. Sch. bat, auf seine tranfe Frau und sein unmündiges Kind Rücksicht zu nehmen. Auch um für sie zu sorgen, habe er sich zu der einzigen Tat, bei der man ihn beobachtet hätte, verleiten lassen. Wenn er auch jetzt seines Amtes verlustig ginge, wolle er doch in Zukunft wieder ehrlich für seine Familie lich Berlegung des Briefgeheimnisses an und ver arbeiten. Das Gericht entsprach dann auch seiner Bitte, nahm ledig urteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten. Die Spritweber- Affäre. Durch Beschluß des Kammergerichts ist die wegen Monopol vergehens erfolgte Inhaftierung Hermann Webers für unzulässig erflärt worden. In einer sehr eingehenden Be gründung dieses Beschlusses hat das Kammergericht ausgeführt, daß das Hermann Weber zur Last gelegte Monopolvergehen nicht gleich. zeitig als Betrug im Sinne des§ 263 des Strafgefegbuchs auss gelegt werden könne, und daß mangels Auslieferung wegen Monopol Dergehens der Haftbeschwerde des Verteidigers stattgegeben werden müsse. Durch den Beschluß des Kammergerichts werden die übrigen Verfahren gegen Hermann Weber wegen Beftechung und Brand= ftiftung nicht berührt, da in diesen Fällen dem Auslieferungsantrage von der Tschechoslowakei stattgegeben worden ist. Die Elettrisierung der Berliner Stadt, Ringund Borortbahnen mar schon lange vor 1914 Gegen stand der Beratungen innerhalb der preußischen Staatsregierung gewefen. Der zuerst gefaßte Beschluß, die für diese 3wecke benötigte Energie von privaten Werfen zu beziehen, wurde indessen nach erneuter Durchprüfung 1912 burch einen Beschluß ersetzt, die Energie in staatseigenen Kraftwerten zu erzeugen. In ihrer Mitteilung an das preußische Abgeordnetenhaus erklärte die Staatsregierung, daß die Anlage solcher staatlicher Kraftwerke sogar mit Eripar niffen an den Kosten der Stromgewinnung verbunden sein würde. Ungefähr um die gleiche Zeit machte eine füddeutsche Bant der badischen Landesregierung den Vorschlag, mit ihr gemeinsam eine Aktiengesellschaft zur Errichtung und zum Betrieb einer Waffer. traftzentrale an der Murg zu gründen, in der der Staat die Majorität in der Generalversammlung haben sollte. Nach eingehender Prüfung des Gesuches lehnte die badische Regierung ab und in dem hierüber erstatteten Bericht heißt es u. a.:" Der Bau des Kraftwerkes wird teurer, wenn er von einer Privatunternehmung, als wenn er vom Die Schwimmhalle der Städtischen Wolfsbade Staat allein ausgeführt wird. Bei der Ausführung des Baues tann anstalt in Charlottenburg wird morgen wieder der der Staat durch die Bergebung der Arbeiten im öffentlichen Wett- allgemeinen Benugung übergeben werden, nachdem sie über drei bewerb die billigsten Preise erzielen. Der Betrieb des Kraftwertes Monate wegen umfangreicher Instandsegungsarbeiten geschlossen war. ist verhältnismäßig einfach usw." Im weiteren wird dann aus. Diese Arbeiten waren notwendig, weil während des Krieges und geführt, daß auch die Konsumenten bei der Berfor. I der nachfolgenden Zeit nur die allernotwendigsten Reparaturen Schwimmbaderöffnung in Charlottenburg. 1 Am 14. d. M. beging die Pflegerin Lina Gasse, Irrenanstalt Buch, Selvmord durch Deffnung der Pulsadern und Einatmen von Gas. Nach den in Buch umlaufenden Gerüchten soll der Grund des Selbstmordes darin zu suchen sein, daß der amtierende Arzt des Hauses 10 der Pflegerin in einer feltsamen Art Borhaltungen über ein angebliches dienstliches Versehen gemacht hat und die Oberbringend notwendig, daß sich nicht bloß die Gerichtsbehörden, Pflegerin des Hauses 10 soll die Pflegerin brangfaliert haben. Es ist sondern auch insbesondere der Dezernent für das städtische Irrenwesen mit diesem mysteriösen Selbstmord beschäftigt. Wenn eine restlose Aufklärung erfolgen foll, so ist unbedingt notwendig, daß alle Pflegerinnen des Hauses 10 über diese Angelegenheit vernommen werden. Besonders auffallend ist, daß dies schon der zweite Selbstmord in kurzer Zeit in diesem Hause ist. Ein Ehepaar von einem Kraftwagen überfahren. An der Ede Garten- und Invalidenstraße wurde der 45 Jahre alte Arbeiter 37jährige Ehefrau von einem Berfonenkraftwagen erfaßt und Wilhelm Friedrich aus der Schlegelstraße 24 und seine überfahren. Friedrich erlitt Quetschungen des Oberarms, feine Frau Quetschungen der Wirbelsäule. Verde Verlegte werden in das Hedwig- Krankenhaus gebracht. Die Schuld joll angeblich sie Ueberfahrenen felbst treffen. Bezirksbildung ausschuß Groß- Berlin. Heute, Sonntag, den 18 Oftober, nam. pünktlich 2 Uhr, im Staatlichen Schildertheater Charlottenburg „ Doppelfelbstmord". Die für Rheinische Rebellen" ausgegebenen Karten behalten ihre Gültigkeit. Internationale Bolkstanze und Vol'slieder 1. Beranstaltung am Sonntag, den 25. Dttober, nadim, pünktlich 3, 11br, im großen Saale der Philharmonie, Bernburger Straße. Alle vier Ver anftaltungen im Abonnement 4 M. Ginzelfarte pro Veranstaltung 1.20 M. Wir bitten, die noh ausstebenden Zeichnungslisten sofort zurückzureichen. Starten für die Städtische Cper ab Mitiwod, den 21. November, in unferem Berkaufsstellen. Bureau. Karten für alle anderen Veranstaltungen in den bekannten 21. Btober, abends 8 Uhr, im juristischen Sprechzimmer bes Vorwärts. gebäudes, Lindenstraße 3, of I, unten linte. Vortrag vom Ministerial. rat a. D. Faltenberg über Neue Wege zur Förderung bes internationalen Gedanken 3. Anschließend Diskussion. Zahlreicher Besuch sehr erwünscht. Freunde der infernationalen fel arbeit. Deffentliche Bersammlung am Die Ku ftgemeinde Neuföllu eröffnet am Montag, den 19. Ditober, im Großen Saal der Neuen Belt, Hafenbeide, ibre 4. interspielzeit mit einem verein, Dirigent Hochschullehrer Walter Moldenhauer und das Waldborn Bolksliederabend. Ausführende der Neuköllner Lebrergesangder Kunstgemeinde 50 Pf., für å fte 80 Pf. Anjang 8 Uhr. quartett des Berliner Sinfonieorchesters. Eintritt für Mitglieder Starten noch an der Abendlaffe Die Rache des Verschmähten. Ein Roman aus dem Leben. Ein Roman, wie ihn fein Dichter besser schildern könnte, lag der gestrigen Berhandlung des Schwurgerichts des Landgerichts i zugrunde. Wegen versuchten Totschlags an seiner Braut, deren Liebe ihm verloren schien, mußte sich der Arbeiter Bern hard B. vor seinen Richtern verantworten. B. hat seine Mutter, an der er mit ganzem Herzen hing, früh zeitig verloren. Im Hause des Vaters hielt es ihn nicht lange, er tam zu Bauern, bei denen er harte Arbeit verrichten mußte. Obwohl er sich durch seinen Fleiß und sein offenes Wesen nicht über schlechte Behandlung zu beklagen hatte, zog es ihn in die Groß stadt. Aber auch hier fand B. durch seine Anstelligkeit sehr bald Beschäftigung. Auf der Arbeitsstelle lernt er einen jungen Mann in seinem Alter fennen, mit dem er sehr bald Freundschaft schloß. Es war der Bruder jenes Mädchens, das so bald eine große Rolle in seinem Leben spielen sollte. Er, der viel im Hause seines Freundes verkehrte, gewann sich nach der Achtung der Eltern auch bald die Zuneigung der Tochter Luci. Beide lebten dann ein ruhiges und zufriedenes Leben, dessen Hauptzwed ihre recht baldige eheliche Berbindung war. Da lernte der zufünftige Schwager zufällig einen anderen jungen Menschen kennen, der auch seine Schwester Luci sah. Im Gegensatz zu B., der ernst und bescheiden nur einem Ziele zustrebte, war der neue Freund heiter und lebensluftig. Bald hatte er die junge Braut so in seinem Banne, daß diese sich immer mehr und mehr von ihrem Bräutigam abwandte. Als schließlich Luci ganz öffentlich mit dem neuen Freunde ausging, machten die Eltern selbst den Bräutigam darauf aufmerksam. Aber alle seine Vorstellungen und gütigsten Bitten fonnten die Braut nicht mehr zurückgewinnen. Nun verließ B. die Ruhe, sein erster Gedanke war Mord und Selbstmord. Nur mit großer Mühe gelang es seinem besten Freunde, eben dem Bruder der treulofen Geliebten, den Angeklagten einigermaßen zu beruhigen. Es schien, als ob sich B. mit seinem Lps abgefunden habe, da hatte das unerbittliche Schicksal noch eine harte Prüfung für ihn, die er nicht bestehen sollte. Durch seine gerade jezt so leicht reizbare Natur überwarf sich B. eines Tages völlig mit dem Bater. In seine Wohnung wollte er nicht mehr zurückkehren und beschloß, die erste Nacht bei seinem Freunde zu verbringen. Als beide vor der Haustür standen und sich gerade nach oben begeben wollten, tam Luci mit ihrem neuen Freunde nach Haus. Sofort machte B. dem Nebenbuhler die bittersten Borwürfe, die dieser höhnisch lächelnd quittierte. Bu feinem eigenen Unglüd ging B. trotz dieses unangenehmen Vorzeichens mit den beiden Geschwistern in deren Wohnung hinauf, während der Liebhaber der Luci unten blieb. Als die anderen drei oben in der Küche angekommen waren, hörten fie plöglich laute Burufe des Untenstehenden, der das Mädchen noch einmal am Fenster fehen wollte. Als Luci sich dorthin begab, verlor B. jede Besinnung, er griff zum Revolver und drückte ihn dreimal auf Jeine Geliebte ab. Wie ein Wahnsinniger stürzte der Unglückliche dann aus der Wohnung und irrte tage und nächtelang in den Straßen umher. Immer in dem Glauben, das Mädchen erschossen zu haben. Als er fich schließlich doch noch so weit ermannt, um sich selbst Gewißheit über seine voreilige Tat zu verschaffen, da fand er seine ehemalige Geliebte nur leicht verletzt auf dem Krantenlager vor. Eine einzige Kugel hatte fie leicht an der Hand gestreift. Wohl nun doch von feiner aufrichtigen und großen Liebe zu ihr überzeugt, verzieh Luci nicht nur dem allzu Stürmischen, sondern schenkte ihm auch noch ihre alte Liebe wieder. Die ganze Familie beschloß, die unglückselige Schißaffäre für sich zu behalten. Man hatte aber nicht damit gerechnet, daß es ja doch noch einen Beugen gab, der nun der Berschmähte war. Und dieser war in ber Tat von solchen Rachegelüften befeelt, daß er die ganze Geschichte der Polizei mit teilte. Und so tam es zur Gerichtsverhandlung. Das Gericht fonnte fich denn auch nicht der Tragit dieses Liebesromans verschließen. Es ließ Milde wallen mit dem jungen Manne, für den das Schicksal so wenig Verständnis hatte, ihm den Kampf um das bißchen Leben gar zu schwer gemacht hatte. B. wurde nur zu vier Monaten Gefängnis verurteilt und braucht auch diese nicht zu verbüßen, menn er sich drei Jahre lang gut führt! Ein Parteiveteran, der Tischler Gustav Hoffmann, wurde auf der Straße vom Herzschlag plötzlich ereilt. Seit Anfang der siebziger Jahre in der Arbeiterbewegung stehend, die damals noch unter den verschiedenen Dednamen als Mieterverein"," Gesang verein" usw. in den fleineren Städten des alten Kreises Beeskow Storkom die Parteiorganisation verdeckte, hat er stets in der vordersten Reihe gestanden. Durch das Sozialistengesetz hindurch, wo er mit Gleichgesinnten die Fäden der spärligen Organisation des weitgedehnten Kreises und die Agitation aufrecht zu erhalten wußte, ist er bis zu seinem Tode der Bewegung treu ge= blieben. Zum 3. Januar des nächsten Jahres hatte die 108. Abteilung anläßlich seines bevorstehenden 70. Geburtstages eine Ehrung dieses ihres Alten" in Aussicht genommen. Das ist nun nicht mehr möglich. Am Dienstag, Nachmittag 5 Uhr, wird Gustav Hoffmann im Krematorium Baumschulenweg den Flammen über geben. Die Parteigenossen mögen deshalb ihrem Alten zahlreich das letzte Geleit geben. Das Bergwerksunglück von Fohnsdorf. Die Eingeschlossenen befreit. Graz, 17. Oktober.( WTB.) Nach Mitteilung der Alpinen Montan- Gesellschaft aus Fohnsdorf sind die im Schacht ein geschlossenen Bergleute aus der Grube geholt worden. Berstens einer Dampfölleitung auf einer Förderungsanlage die in Ueber den Unfall teilte die Bergwerksdirektion mit, daß' infolge Bewegung befindlichen Förderschalen vier beladene Hunde über den Förderkorb hinauszogen, da es unmöglich war, die Bremse an zuziehen. Dadurch riß das Seil. Die in der Grube befindlichen Bergleute sind darauf durch einen anderen Schacht aus der Grube gefahren. Keinem auf der Grube befindlichen Arbeiter ist etwas zugeftoßen. Zwei schwere Eisenbahnkatastrophen. Zahlreiche Tote und Berlehte. Minden, 17. Oftober.( TU.) Auf der Strecke minden Bad Oeynhausen ereignete sich heute nachmittag ein furcht. bares Eisenbahnunglüd. Kurz vor Dennhausen bei Kilo meterstein 76,4 nahe des Stellwerks Deynhausen 6 arbeitete eine Stredenarbeiterkolonne. Eine von Dennhausen tommende leer. fahrende Lokomotive fuhr direkt in die Kolonne hinein. Fünf Mann waren sofort tot, vier Leichen fonnten bisher identifiziert werden. London, 17. Oftober.( Tul.) Nach einer Meldung aus StalIutta fließen bei alifa awei Personenzüge in boller Fahrt zusammen, wobei mehrere Wagen boll tommen zertrümmert wurden. Unter den Trümmern sind bisher ettva 20 ote und über 50 Verwundete hervorgezogen worden. Zu den Bergungsarbeiten sind Truppen entsandt worden. Die Ursache des Zusammenstoßes wird auf falsche Weichenstellung, nach einer anderen Darstellung auf 2ösung der Weiche aurüdgeführt. Bodensenkungen in Westfalen. Duisburg, 17. Dktober.( WEB.) Aeußerst starke Bodenentungen machen sich wieder im Stodummer Gebiet bemerkbar. Die meisten Häuser weifen große Riffe auf, stellenweise in einer Breite von 20 Zentimeter. Die Erneuerungsarbeiten lönnen nur durchgeführt werden, wenn die Wohnungen geräumt werden. Das Rathaus von Malchin niedergebrannt. Feuerfod eines Verhafteten. Malchin, 17. Oktober.( WTB.) Gestern abend gegen 92 Uhr brach im Rathaus Feuer aus. Die Malchiner Feuerwehr und die Feuerwehr der Buderfabrik zu Malchin, legtere mit Motorsprige, haben versucht, den Brand zu löschen, was ihnen jedoch nicht gelang. Das Gebäude ist im Laufe der Nacht vollständig niedergebrannt. Mitverbrannt sein soll ein Ver hafteter, der gestern festgenommen worden war und nicht mehr herausgeholt werden konnte. Zwei Arbeiter erstickt. Candeshut, 17. Oftober.( WTB.) Auf dem Balmenvorberg zu Goertelsdorf, Kreis Landeshut, sind zwei lanwirtschaftliche Arbeiterinnen aus Ratibor, die kurz vor dem Schlafengehen in ihrer Stube Feuer gemacht und den Ofen zu zeitig zugeschraubt hatten, in der letzten Nacht durch die sich entwickelnden Kohlenorydgase erstict Man fand sie morgens tot auf. Bergmanns Tod. Paris, 17. Oftober.( E. P.) Nach einer Meldung aus Tunis wurden in einem Bergwerf in Lujeder durch vorzeitiges Los gehen einer Sprengladung 9 Arbeiter getötet und mehrere schwer verlegt. Die Ueberschwemmungen in China. halten die Ueberschwemmungen am Gelben Fluß an Peting, 17. Dftober.( WEB.) Den letzten Berichten zufolge In einem Distrift find allein 80000 Personen obdachlos. Nach Feststellungen von Sachverständigen wird es für wahrschein lich gehalten, daß der Gelbe Fluß den ganzen Winter hindurch die umliegenden Bandftriche überschwemmen wird. Man nimmt an, daß ein Teil des Wassers wieder in das ursprüngliche Flußbett zurückkehren wird, während die übrigen Wassermassen sich landeinwärts in der Richtung des Großen Kanals bewegen werden. Immer wieder Typhuserfranfungen. In Sehmsdorf find nach einer Meldung aus Stargard in Pommern 25 Personen an Typhus ertranit, von denen eine größere Anzahl ins Krantenhaus Stargard gebracht werden mußte. Die Eeuche sol von einer polnischen Schnitterin eingeschleppt worden sein. Weffer für Berlin und Umgegend. Meift bewölft mit bereinzelten Regenjällen. Frische südwestliche Winde und höhere Tagestemperaturen.Für Deutschland. Weftostwärts fortschreitender Temperaturanstieg. Ueberall regnerisch. Schleich's Wachspasta- Seife Lanolin- Seife Schleich's Lavendel Seife Schleich's Lavendel- Seite CHEMISCHE FABRIK SCHLEICH& BERLIN NW6 Kinder Woche Bilderbücher 25P. fir die Kleinsten, u. a. Liebel die Tiere.. Ständiger Verkauf: Jugendbücher 1. Knab.u. Midd., geb. 95, brosch. 65 P. Darunter: 1001 Nacht. In 80 lag. um d. Erde. Nibelungensage. Die Weise v. Lowood usw. : D. f. Knaben Spielhose u. Mädch. 175 Flanell, Ig. Ärmel, Länge 40 ( Jede weiteren 5 cm 25 Pl. mehr) Spielhose Knaben u. Mädch. gerippt. Wasch- 875 - samt Läng. 40 b. 55, Läng. 40 ( lede welleren 5 cm 50 Pf. mehr) Mädchenkittel 150 farb. Melton, Lg 40-55, L.40 ( lede weiteren 5 cm 23 Pl. mehr) Kinderkleid reinwoll. Cheviot, Lg. 45-55 Mädchenkleid reine Wolle, roter Jum395 Taschentücher bunt- 12 Pf. kantig Pf. well 15 Pf. m. Buch- 18 staben m. 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Mit lächelnden Lippen will ich zusehen, wenn ein schmerzgekrümmter Fuß von giftigen Hühneraugen verlaffen wird. Tausenden habe ich jetzt schon die verblüffend schnell wirkenden Lebewohl"-Präparate empfohlen und alle haben mir taufendfach gedankt. Haben Sie Hühneraugen und Hornhaut an den Fußioblen mit dem üblichen Wohlgeruch, dann nehmen Sie das einzig dastehende Hühneraugenpflaster Lebewohl und Lebewohl Ballenscheiden. Sie rutschen nicht, sondern fleben feft wie ein njeft am Fliegenfänger. Zuletzt noch ein Fußbad mit dem Lebewohl Fußbadepulver und Sie find gerettet. Auch Sie werden dann für mich eine große Trane des Dantes übrig haben. HühneraugenCebewohl für die Zehen und Lebewohl- BalienScheiben für die Fußioble, von vielen Aerzten empfohlen. Blech dose( 8 Pflaster) 75 fg. LebewohlFußbad gegen empfindliche Füße und Fußichweiß, Schachtel( 2 Bäder) 50 Pig., erhältlich in Apotheken und Drogeriem. Nr. 493 42. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts Die Notwendigkeit der wirtschaftlichen Abrüstung Weltwirtschaftliche Umschau. In Locarno wurde mit erfreulichem Erfolg über die politische| zugestandene, Begünstigungen. Erst in der letzten Zeit haben sich Abrüstung, über die Sicherung des europäischen Friedens verhandelt, diese Länder wirtschaflich nach anderen Richtungen orientiert. An nicht aber über wirtschaftliche und soziale Probleme. Die Angst vor Stelle Frankreichs tommt als Kapitalgeber für Polen seit einiger einem neuen Kriege hat zum Erfolg der Konferenz geführt, Beit in steigendem Maße Italien in Betracht. Deutschlands Rheinpatt, Schiedsverträge, Völkerbund sollen Instrumente zur Ber- handelspolitische Stellung zu Polen und zum Teil auch der Tschechohütung der Kriege darstellen. Es wird jedod) auch eine weittragende slowakei war seit dem Kriege sehr gestört. Zurzeit ist immer noch Umgruppierung der Mächte in ihrem Berhältnis zueinander er- ein 3011trieg Deutschlands mit Polen im Gange. Aber auch folgen. In jedem Falle wird Deutschlands politisches Verhältnis zu in der Tschechoslowakei versperren noch manche Einfuhrverbote den Frankreich eine radikale Alenderung erfahren müssen; eine Um deutschen Waren den Weg. Dieser Zustand ist um so bedenklicher, gruppierung der politischen Machtkombinationen im Often wird als für diese Länder der Außenhandel mit Deutschland früher von ebenfalls nicht zu vermeiden sein, und vor allem wird die politische ausschlaggebender Bedeutung war und trotz aller erwähnten Hinder Lage Rußlands durch Locarno beeinflußt werden. Wie steht es nisse auch seit dem Kriege geblieben ist. aber mit der wirtschaftlichen Abrüstung und der wirtschaftlichen Mächte umgruppierung? Man fann wohl behaupten, daß wir uns immer noch im Zustand des latenten Wirtschaftstrieges, des Krieges aller gegen alle, befinden. Ueberall türmen sich die Hindernisse des internationalen Wirtschaftsverkehrs. Wege der wirtschaftlichen Abrüftung. Aehnlich verworren sind die gegenseitigen wirtschaftlichen Beziehungen der sogenannten Nachfolgeftaaten untereinander. Die Staaten, die vor dem Kriege die österreichisch- ungarische Monarchie bildeten, leben in einem Zustand, der beinahe einem ständigen 8olltriege gleichtommt. In bezug auf Deutsch österreich wurde in Genf festgestellt, daß die Lebensfähigkeit dieses Landes vornehmlich davon abhängt, ob es ihm gelingt, gute Handelsverträge mit den Nachfolgeftaaten abzuschließen. Bisher war ihm dies nicht möglich; der vor kurzem abgefchloffene österreichisch- jugoslawische Handelsvertrag bedeutet eine nur geringe Erleichterung in dieser Hinsicht. Die übrigen Nachfolgeländer find aber nicht weniger aufeinander angewiesen, wie dies für Desterreich der Fall ist. Die wirtschaftliche Abrüstung Europas ohne Annäherung der Nachfolgeländer ist schwer vorstellbar. Es ist möglich, daß die politische Entspannung in Locarno sich mittelbar auch auf diese Gebiete auswirken wird. Die Reparationsfrage lastet immer noch auf der Welt. Ihre Folgen sowohl für Deutschland, bzw. die deutsche Arbeiterschaft auf der einen, für die übrige Welt auf der anderen Seite, stehen jegt, zu Beginn der vermehrten Reparationsleistungen, noch nicht einmal fest. Es wird sich leicht ergeben tönnen, daß die Leistungsfähigteit Deutschlands bei der Auflegung der Reparationslast überschäzt wurde. Wird diese Erkenntnis, fobald sie einmal gereift ist, zur Neuregelung der Reparationen führen? Dies wäre jedoch eine Vorbedingung der wirtschaftlichen Abrüstung. Des weiteren ist das Problem der internationa. len Kriegsschulden zum großen Teil immer noch nicht geregelt. Der französische Finanzminister Caillaug hat sich erst fürzlich aus Amerifa eine Absage geholt, mit schweren Folgen für die französische Baluta, deren Stabilisierung vor Erledigung dieser Frage nicht erreicht werden kann. Die Ronkurrenzver hältnisse auf dem Barenmarkt sind jedoch ohne die Stabilisie rung der franzöfifchen, belgischen und italienischen Baluten dauernd gestört und bergen Reime fortgesetter Konflitte. Probleme des internationalen Arbeits- und Geldmarktes harren eben falls der Lösung. Menschenwanderung und Rapital wanderung sind seit dem Kriegsschluß gehindert, der freie Bertehr auf diesen Gebieten ist unterbunden. Der Warenaustausch stößt auf viel größere Schwierigkeiten als bisher. Eine noch nie dagewesene Schuß8ollwelle ist überall vorherrschend, hohe Schußzölle, oft unterstützt von Einfuhrverboten, versperren den Weg der Waren aus dem Land, wo sie am vorteilhaftesten hergestellt werden, in andere Länder. Die wirtschaftliche Abrüstung würde vor allem den Abbau der Zollmauern erfordern. Die Erstartung der kapitalistischen Interessen, die Entstehung neuer Nationalstaaten mit tünftlich aufgeblähter Industrie, stellt diesem Abbau große Hinder niffe entgegen. Dennoch ist er nötig, wenn dem verarmten Europa wieder auf die Beine geholfen werden soll Einstweilen ist es schon als ein Fortschritt zu buchen, wenn brauchbare Handelsverland), die ohne Zweifel auch eine Berbefferung der wirtschaftlichen träge zwischen den einzelnen Staaten den Warenverkehr er leichtern. Die Berworrenheit der allgemeinen Bolitit führte auch 3 einer unvernünftigen Handelspolitit, die politische Mächte gruppierung war auch von einer wirtschaftlichen begleitet, wenn auch die beiden sich nicht in jedem Falle bedien. Es ist anzunehmen, daß durch die Umgruppierung der Mächte infolge des Pattes in Locarno auch ihre wirtschaftliche Neugruppierung ein treten wird. Die bisherige Mächtegruppierung in der Weltwirtschaft. Frankreichs Bündnispolitik führte es zu einer bestimmten Wirtschaftspolitif. Die politischen Verbündeten Frant reichs unterhielten auch enge wirtschaftliche Beziehungen zu ihm. Boincaré verstand es, sich das französische Bündnis mit Bolen und der Tschechoslowakei teuer bezahlen zu laffen. Diese Länder mußten Frankreich weitgehende handelspolitische Vorteile gewähren. Die französischen Waren erfuhren in Polen eine Sonder behandlung. Das französische Kapital ist in Polen einge drungen und genießt bort außerordentliche, selbst Inländern nicht zu Ab 1. Oktober 1925 vnseren Engrospreisen Herren- und Damenstoffe auch an Privatkundschaft Tuchhaus Ehrig& Ticke Akt.- Ges., H KI Leipziger Straße 104, I. Stock ( gegenüber Kempinski, kein Laden) Wie wird Rußlands wirtschaftliche Stellung durch die politischen Ergebnisse beeinflußt? Für Rußland ist, da es ein Außen handelsmonopol hat, und die Ein- und Ausfuhrmengen begrenzt find, Kredit wichtiger als Handelsverträge. Der Paft von Locarno wird durch die Sowjetregierung als ein ruffenfeindlicher angefehen, der angeblich von der Rußland feindlichen englischen Regierung dazu benutzt werden soll, Deutschland in eine unfreund liche Politik gegen Rußland hineinzutreiben. Daß aber gleichzeitig mit den Berhandlungen in Locarno ein deutscher Handelsver. trag mit Rußland mit umfangreicher Kreditbewilligung für ruf fifche Räufer deutscher Waren zustandekam, spricht vorderhand gegen eine solche Annahme. Die politische Einstellung der englischen Regierung gegen Rußland führte diese zur Kreditverweigerung. In deffen läßt sich der russische Markt in der Periode der riesigen Abfagschwierigteiten nicht ausschalten, und der Drud ber eng. lischen Industriellen, die ihre Waren gern nach Rußland ausführen möchten, wird auch die englische Regierung eines befferen belehren. Gewährt doch selbst die amerikanische Induſtrie troß aller Sowjetfeindlichkeit fehr erhebliche Barentredite an Rußland. Die wirtschaftlichen Beziehungen Italiens zu Rußland sind sehr gut, ja sie sind die besten unter sämtlichen europäischen Ländern. Ruß land betreibt eine Annäherungspolitik auch gegenüber Frankreich und neuerdings auch gegenüber Bolen( als Gegenzug gegen Eng Beziehungen herbeiführen wird, besonders wenn die Berhandlungen zur Regelung der russischen Borkriegsschulden an die französischen Besizer ruffischer Papiere zum Erfolg führen würden. Wie werden sich die wirtschaftlichen Beziehungen ber beiden von dem Paft am meisten betroffenen Länder, Deutschlands und Frankreichs, gestalten? Es ist noch nicht an der Zeit, das Ausmaß und die Tragweite dieser wirtschaftlichen Beziehungen im einzelnen zu schildern, auch nicht die Schwierigkeiten, die bem Abschluß eines Handelvertrages bisher im Wege standen. Dieser Tage sollen die Bertragsverhandlungen zwischen Deutschland und Frankreich wieder aufgenommen werden und dann wird sich zeigen, ob der Sicherheitspatt von Locarno auch auf wirtschaftlichem Gebiete Früchte zu tragen vermag. A. H. Für eine europäische Wirtschaftsunion. Der Handelsredakteur der Bafeler Nationalzeitung", ber den Reichsbantpräsidenten Dr. Schacht auf seiner Ameritareise be gleitet, hatte an Bord der Deutschland" eine Unterredung mit ihm, über die er seinem Blatte u. a. drahtete: ,, Reichsbantpräsident Dr. Schacht erklärte, es müsse soweit tommen, daß aus Europa ein einziges Birtschafts. fchaftsunion müiffe in die ganze Welt hineingetragen gebiet gemacht werde. Der Gedante einer europäischen Wirtwerden. Es sei nicht beabsichtigt, eine Anleihe in Amerita aufzu nehmen. Im Gegenteil strebe Dr. Schacht eine Eindämmung der artiger Bestreben an. Wenn jemand das Recht zur Benußung ausländischer Kredite zugestanden werden tönne, so sei dieses die Wirtschaft. Die deutsche Reichsbant schalte als Rapitalquelle Sonntag, 18. Oktober 1925 vollständig aus. Zu einem derartigen Mittel tönne nicht gegriffen werden, da das Vertrauen des Auslandes, das sich langsam wieder einzustellen beginne, sofort von neuem verloren ginge. Eine Erleichterung des Kreditmarktes im Innern fönne jedoch erreicht werden durch die Gewährung langfristiger Gelder. Auslandskredite sollten aber nur für die notwendigsten proq buttiven Zwede in Anspruch genommen werden. Locarno und die Börse. Ueber die Einwirkung der politischen Berhandlungen in Locarno auf die Gestaltung des Börsenverkehrs schreibt die Deutsche Bant" in ihrem Wirtschaftsbericht vom 15. Ottober u. a.: Soweit die außenpolitische Entwicklung bereits auf die Börse einwirten tonnte, war in zunehmendem Maße eine zuversicht lichere Stimmung festzustellen, die in dem Augenblick auch die Kursbildung nach oben beeinflussen mußte, als der Börse tein ernsthafter Zweifel mehr auftam, daß die Konferenz von Locarno mit einem positiven Resultat enden werde. Daß sich mit dem Abschluß des Sicherheitspatts ein alles beherrschendes Ereignis vollzogen haben wird, von dem Entwicklungen, nicht zuletzt psychologischer Art, ausgehen tönnen, die unmittelbar in das Schicksal der Wirtschaft eingreifen müſſen, ift in Wirtschaftskreisen kaum verkannt worden; sei es, daß die neue politische Atmosphäre auch für die im Fluß befindlichen handelspolitischen Verhandlungen von Bedeutung sein werden, oder daß mit der Konfolidierung des europäischen Friedens der allge meinen Bertrauenskrise ein wesentlicher Grund entzogen wird, was auf die Kreditwilligkeit des Auslandes günstig ein wirken fönnte. Bislang war aber die eigene Auftriebskraft der Börse zu schwach, um die psychologische Wendung materiell nach haltig auswirken zu lassen. In der letzten Zeit hat sich zwar wieder hier und da ausländisches Raufinteresse für deutsche Werte gezeigt, aber doch nicht belangreich genug, um starte Wirkung zu erzeugen. Man möchte annehmen, daß eine größere Kreditwilligkeit des Auslandes fich gleichzeitig auch mit einem verflärften Interesse an deutschen Werten paaren müßte. Anhaltende Verschlechterung des Arbeitsmarkts. die schon seit Monaten zu verzeichnen ist, nimmt immer schärfere Die Anspannung des deutschen Arbeitsmartts, Formen an. So berichtet jetzt das Berliner Arbeitsamt: woche eine recht erhebliche Berschlechterung erfahren. Die Arbeitsmarktlage hat im allgemeinen gegenüber der Bor Dieses tritt sowohl in dem Rückgang der Anforderungen von Kräften, als auch in dem Zugang von rund 5300 Arbeitsuchender in die Erscheinung. Ebenfalls weisen die Zahlen der Erwerbs. lofenunterstügungsempfänger eine recht erhebliche Steigerung mit etwa 1000 Personen auf. Bei der Berschlechterung der Arbeitsmarktlage steht die Metallindustrie an erster Stelle. allein in der Berichtswoche um rund 1300 Personen. Dieses ist Die Zahlen der arbeitslosen Facharbeiter der Metallindustrie stiegen neben den allgemeinen Absatzschwierigkeiten auch darauf zurüdzu führen, daß in der Metallindustrie größere Werbe zu umfangreichen führen, daß in der Metallindustrie größere Werke zu umfangreichen Betriebseinschrän tungen, infolge wesentlicher Berringerung der bei den Firmen eingegangenen Neuaufträge, übergegangen find. Auch in der Tabak- und Schuhindustrie, sowie in der Tertil branche, soweit bei lekterer Branche das Hilfspersonal in Frage tommt, waren teilweise umfangreiche Entlassungen zu verzeichnen. Es ist wirklich erstaunlich wie vorzüglich der echte Kathreiners Malztaffee schmedt. Und dabei foftet das ganze Bfundpaket mur 750 Pfennig! 15000 Marke 25 MASSARY DELFT 58 MASSARY Delfi für frohe Gesichter! EDEL WIE DER NAME Berlin lacht... Die Sache mit der 15 000- Mark- Spende macht den Berlinern viel Spaß. Herr X begegnet auf Schritt und Tritt fröhlichen Delftrauchern, und bei der Verteilung der 50- Mark- Scheine geht es gewöhnlich recht lebhaft zu. Es wird gebeten. Herrn X nicht in Stücke zu reißen. Die 15 000 Mark sollen unter allen Umständen im vollen Betrage verteilt werden! Am nächsten Mittwoch veröffentlichen wir mit voller Adressenangabe die Namen der Delftfreunde, die bis jetzt einen 50- Mark- Schein bekommen haben! Ebenfalls in der Holzindustrte und in anderen Berufen macht fich eine Steigerung der Erwerbslofenziffer bemerkbar. Im allge meinen hofft die Geschäftswlt, daß durch einen günstigen Abschluß der gegenwärtigen politischen Verhandlungen eine Erleichterung in den bekannten wirtschaftlichen Schwierigkeiten eintritt. Es waren 54 879 Personen bei den Arbeitsnachweisen einge tragen, gegen 49 394 der Borwoche. Darunter befanden sich 39 389 ( 36 117) männliche und 15 290( 13 277) weibliche Personen. Unter stützung bezogen 16 075( 15 276) männliche und 3159( 2980) weibliche, insgesamt 19 234( 18 256) Personen, davon bei Notstandsarbeiten beSchäftigt 1394." | treibt, wurde nun die Mittellung gemacht, daß ble in diesem Jahr| wegs auf den Gesetzen der Wirtschaft, sondern auf den Bucher erzielten Ueberschüsse dieser Bahnen sich nicht in Dividenden fartellen der Banten beruhen, die Ruhrentschädigung, die für die Aftionäre auswirken würden, sondern daß diese Ueberschüsse die sofort mit der Währungsstabilisierung fällige Kohlenfrife über zur Instandsegung der Betriebsmittel, an denen feit 1914 nichts ein Jahr lang hinausschleppte und zu überflüffigen Millionengeschehen sei, Verwendung finden müßten. Also haben die investierungen führte, endlich eine zum Selbstzwed ge. Privatbetriebe anders, besser gewirtschaftet als die Reichsbetriebe, wordene Synditats wirtschaft, deren Paragraphen und die glücklicherweise schon seit längerem fich träftig aufwärts ent- papierene Rechtstitel wichtig geworden sind, als noch so wertvolle wideln? Broduktionsanlagen und Menschenfiedlungen, die auf Gedeih und Berderb mit ihnen verbunden sind. Breußische Staatsbant( Seehandlung) ist, dem Amtlichen Preußischen Unverzinsliche preußische Reichsmart- Schahzanweisungen. Die Pressedienst zufolge, vom Preußischen Finanzministerium ermächtigt Dabei ist noch im Auge zu behalten, daß eine Reihe von Geworden, unverzinsliche preußische Reichsmart- Schaban. werbezweigen sich eines guten Geschäftsganges erfreuen und ver. hältnismäßig günstige Beschäftigungsmöglichkeiten bieten. So hat sich im Berliner Bezirk die Lage in der Industrie der Steine und Erden gebessert, in der Zellstoff- und Papierfabrikation war sie wenigftens in der Kartonbranche gut, ebenso in der Konfettion. Auch im Rheinland Stillegungen. Daß die Krisenerscheinungen am Arbeitsmartt nicht auf Berlin beschränkt sind, ist bekannt. Besonders interessant ist der Bericht bes Rheinischen Landesarbeitsamts vom 16. Oftober, in dem es u. a. heißt: 4 meisungen- sogenannte Schabwechsel mit einer Laufzeit von ein bis drei Monaten zur Begebung zu bringen. Die Schazanweisun gen werden in Abschnitten zu 100, 500, 1000 und 5000 R.-M. an Banken und Banfiers bis auf weiteres mit 7% Proz. verkauft mit der Maßgabe, daß eine etwaige Weitergabe an Banten und Bankiers zu feinem niedrigeren Sage als 7% Proz., an Nichtbankiers zu feinem niedrigeren Sage als 7% Proz. erfolgt. Die Preußische Staatsbant( Seehandlung) hat sich bereit erklärt, die Schazan weisungen jederzeit zum Reichsbantsatz zu redistontieren oder zum jeweiligen Reichsbant- Lombardsatz zu beleihen. Zollfrieg Bolens and Lettlands. Die ständig zunehmenden Einfuhrbeschränkungen Bolens verursachen begreiflicherweise bei sämtlichen Nachbarländern große Erregung und Verärgerung. Nach bem in dieser Woche tschechoslowakische Wirtschaftstreise wirtungsreiche Gegenmaßnahmen verlangt haben, haben auch die Spigen. verbände unter Beisein der Vertreter der zuständigen Ministerien Lettlands über die durch die polnischen Einfuhrbeschränkungen Man hat sich geeinigt auf eine geschaffene Situation beraten. Berdoppelung des Bolles auf polnische waren; die Waren, die bisher zollfrei eingeführt wurden, sollen einen entsprechend hohen Wertzoll erhalten. Man ist in lettländischen Kreisen um so mehr verstimmt, als auf die Forderung einer Sonderbehandlung der lettländischen Grenze polnischerseits überhaupt nicht geantwortet wurde. Das Tempo der Berschlechterung des Arbeitsmartis hat in der abgelaufenen Woche weiter zugenommen. Die Abschwächung des Arbeitsmartts schreitet so inste matisch, man möchte fast fagen folgerichtig, weiter, daß man mit einem weiteren Absinten der Kurve in den tommenden Monaten redynen tann. Im Bergbau bleibt die Lage nach wie vor unbefriedigend und die Entlastung des Arbeitsmarkts durch zwischenörtliche Vermittlung stößt auf große Schwierigkeiten. Im Ruhrfohlenbergbau ist jeder 20. Mann der Belegschaft ohne Arbeit. In der Eisen- und Stahlindustrie liegt die Verschlechte rung weniger bei der eisenschaffenden als vielmehr bei der eisen verarbeitenden Industrie. Die Entlassungen, Betriebseinschränkungen und Stillegungen geben weiter, vor allem im Düffeldorfer Bezirt, und es ist die Ansicht weit verbreitet, daß diese abWie es zur Stillegung großer Jechen kommt. Darüber gab die steigende Entwicklung noch weiter gehen wird. Auch Köln meldet außerordentliche Bollversammlung der Bergwerksgesellschaft„ Alte Entlassungen aus der Metallverarbeitung. Die Rabelindustrie, Haase I, II, III" intereffante Auskunft. Die Zeche wurde am die im Laufe dieses Jahres recht aufnahmefähig war, vermindert ihre 15. September stillgelegt. Wie der Generaldirektor Gehres ausArbeiterschaft. Der Arbeitsmarkt der Industrie im allgemeinen wird führte, aber nicht aus Unrentabilität, sondern weil das start dadurch beeinflußt, daß nur fleinere Aufträge Rheinisch- Westfälische Rohlensyndikat statt der arbeitstäglich 7000 hereintommen, größere Objekte sind sehr selten. Besonders nur 150 bis 200 Tonnen Aufträge zuwies. Bei voller deutlich ist das in der Maschinenindustrie zu beobachten, wo Buteilung wäre die Beche als einzige der noch arbeitenden großen der Arbeitsmarkt der Großmaschinenindustrie besonders ungünstig Magerzechen lebensfähig gewesen. Die vom Synditat bezahlte Entliegt. Die tleineren Aufträge zusammen mit dem geringen Auftragsschädigung von 1,50 ml. pro Tonne Minderabjah habe zur Durch bestand bringen Schwankungen und Unruhe in den Arhaltung des Wertes nicht genügt. Die Schulden feien auf 2,8 Milbeitsmartt hinein. Es tommt nicht selten vor, daß angekündigte Stillegungen nich. ausgeführt oder stillgelegte Betriebe nach turzer Zeit wieder, wenn auch nur teilweise, in Betrieb genommen werden, weil inzwischen Aufträge hereingefommen find. Die durch das Zerren an der zu fleinen Auftragsdede unsichere und schwankende Beschäftigung erhöht natürlich die Untosten und verschlechtert den Wirkungsgrad der Betriebe.". Daß es gerade die eifenverarbeitende Industrie ist, die unter der gegenwärtigen Krise besonders leidet, ist nicht zuletzt auf die Exportschwierigkeiten zurückzuführen, die das Versagen der deutschen Handelspolitit noch verstärft hat. Die hohen Eisenzölle, die die industrielle Fabritation verteuern, tragen ihr llebriges dazu bel. So ist die Krise am Arbeitsmarkt großen teils durch die Wirtschaftspolitik der Rechtsregierung verschuldet. Theorie und Praxis. Es ist noch erinnerlich, mit welchem propagandistischen Aufwand während der Inflation von großfapita listischer Seite der glüdlicherweise mißglückte Bersuch gemacht wurde, dier Reichsbahnen dem Großtapital in die Hände zu spielen Die Hauptrolle bei diefer Propaganda spielte das Argument, daß das Privatkapital eher in der Lage leis bas betriebswirtschaftlich Jehr heruntergewirtschaftete Reichsbahnunternehmen wieder in die Höhe zu bringen. In der Generalversammlung der Vereinigten Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft, welche die Bahnen Königswusterhausen- Töpchin und Pollwig Raudten be Trustfrei! Trustfrei! Tragt„ Heros" 99 die Qualitäts- Dauerwäsche Durch ihre blendende Weiße und Geschmeidigkeit von echter Leinenwäsche kaum zu unterscheiden. ,, Heros" Dauerwäsche- Fabrik W. Kaless, Ketschendorf( Spree) BRAUNER lionen Mt. gestiegen. Von diesen 2,8 mill find 593 000 mt. Bant zinsen. Die Schädigung der Zeche durch das Kohlensyndikat infolge der Einschränkung der Brifettaufträge habe 1,3 mill. Mt. betragen. Go müsse der Antrag auf Liquidation der Gesellschaft gestellt werden. Das Rheinisch- Westfälische Kohlensyndikat sei aber bereit, die Kure der Alte Haase" zu taufen, um eine in der gegen wärtigen Zeit nicht zu erfüllende Beteiligung aus der Welt zu schaffen, und zwar zum Preise von 125 Mt. pro Kur. Für den Lothringer Ronzern habe die Beteiligung an der Alte Haafe" tein Interesse, da er die Brifettlieferung der Alte Haafe" nicht ausnutzen fönne. Die Liquidation wurde beschlossen. Dieser Bericht ist sehr lehrreich. Obwohl die Zeche lebensfähig war, mußte auf 1,3 Mill. Mt. Einnahmen verzichtet werden, weil das Syndi tat der Bechenleute das so vorschreibt. Obwohl lebens. fähig, muß die aufs modernste ausgebaute Beche wegen der Rationierungsvorschriften des Syndicats erfaufen. Der Ausbau der Beche ist aber erst fürzlich aus den Ruhrentschädigungen ( die Beche lag 1% Jahre still!) erfolgt. Nicht nur der gesamte jehr hohe Anlagewert, sondern auch die aus den Reichsmitteln erstellten Ausbauten merden vernichtet Obwohl die Schächte erfaufen und die Britettierungsanlagen verfommen oder verfchrotet werden, find fie aber das innen im Gynditat, plejes tauft das etwas wert. Nämlich das papierene Recht der Beteiligung Rohlenignbitat felbst, um es an einen zahlungsfähigen Räufer wieder zu verkaufen. Aber damit nicht genug. Lothringentonzern ist mit 2600 von 3000 Rugen Großaftionär. Er hätte die Pflicht, die von ihm beherrschte Gesellschaft zu fanieren. Er fönnte es; denn er arbeitet nach feinen eigenen Erflärungen feit Monaten mit Gewinn, statt dessen führt er mit der Majorität feiner Stimmen selbst die Liquidation der Gewerkschaft, die Ber nichtung der Sechen und ihrer Anlagen herbei. Bir wollen nicht davon prechen, was das Erfaufenlaffen der Sechen für die Be. legichaft bedeutet. Aber gegen die Wirtschaftsführung in Deutschland ist die Geschichte der Alte haale eine schwere ntlage. Die hier erfolgende Bernichtung von Millionenwerten hat nämlich brei Ursachen, für die die sogenannten Wirtschaftsführer verantwortlich find: die hohen Bantzinsen, die feines.. Der Aus der Partei. Schluß mit dem Nelson- Bund! Entscheidung der Arbeiterjugend. Der Hauptvorstand und die.iter der 5 Bezirke der Sozialis stischen Arbeiterjugend sind in diesen Tagen im Friedrich- Ebert- Heim auf dem Tännich zufammengekommen, um die schwebenden organisatorischen Fragen der Arbeiterjugend zu lösen. Einen besonderen Raum beanspruchte dabei die Stellung zum sogenannten„ NelsonBund", der sich ja bekanntlich in den letzten beiden Jahren gerade die Arbeiterjugend( neben den Rinderfreunden") zum Rekrutierungsfeld für seine Ideen auserkoren hat. Nach eingehender Beratung fällte der Hauptvorstand ein st i mmig( bei zwei Enthaltungen) die folgende Entscheidung: Der Internationale Jugendbund( Nelson Bund) ist aus weislich feiner Sagungen eine festgeschlossene Organisation, die das Ziel verfolgt, eine neue Partei der Bernunft unter der Jugend aller Völker aufzurichten. Der JIB. ist unserer Bewegung nicht nur in seinem völlig undemokratischen Aufbau, sondern auch in seiner geistigen haltung und politischen 3iel segung wesensfremd. Es ist unmöglich, den Mitgliedern resp. Beauftragten des JJB. eine Mitgliedschaft resp. irgendeine Tätig feit in unserem Berband der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutsch lands fernerhin zu gestatten, da die Angehörigen des JJB. nicht um der Ziele unserer Bewegung willen bei uns find, sondern letzthin lediglich ihren eigenen 3meden dienen. Unsere Be wegung ist fein Rekrutierungsfeld für die dem Sozialismus fremden Ziele des JJB. Alle Mitglieder des JJB.( Nelson- Bund) sind deshalb aus unserer Organisation ausgewiefen Die Bezirksleiter sind ersucht worden. die organisatorischen Umftellungen, die sich durch diese Entscheidung ergeben, bis zum 31. Of. tober durchzuführen. Die Urbeiterhochschule in Wien. In Ergänzung unserer furzen telegraphischen Meldung sei noch Barteivertretung hat beschlossen, von dem Gelde, das die Partei folgendes mitgeteilt: Die deutschösterreichische sozialdemokratische aus dem Berkauf der Hammerbrotwerte gelöst hat, einen Teil dem Solidaritätsfonds der Gewerschaftstom mission zu überweisen, aus dem Rest des Erlöses aber einen besonderen Fonds zu bilden. dessen Erträgnisse ausschließlich für Bildungs bestrebungen der Arbeiterschaft verwendet werden sollen. Dieser Fonds setzt die Parteivertretung in die Lage, eine Arbeiterhochschule zu errichten. Die Arbeiterhochschule soll in Wien im Januar 1926 ihre Arbeit aufnehmen. Ihre Kurse werden sechs Monate dauern. Die Schüler und Schülerinnen sollen von den Landesorganisationen der Partei, von den Gewerkschaften und Genossenschaften vorgeschlagen werden. Auch anderen Körperschaften soll allenfalls ermöglicht werden, die Schule zu benutzen. Die Schü ler werden während der Schulzeit in einem geeigneten Heim leben und lernen. tönnen, ohne von Berufsarbeit und wirtschaftlichen Sorgen belastet zu sein. Nicht nur Angestellte der Arbeiterbewegung, fondern auch jüngere Genossen und Genoffinnen aus den Betrieben sollen in die Schule aufgenom Lehrplan werden den zuständigen Stellen noch rechtzeitig mitgeteilt men werden. Die Bedingungen für die Schüleraufnahme und der unterstellt sein, in dem neben der Partei auch die Gewerkschaften und die Genossenschaften vertreten fein werden. werden. TRIOLIN& LINOLEUM M.Lammfromm Dogel nur 127 Totsdamer Str. Berlin Landeshuter Leinen- und Gebildweberei FV.Grünfeld Berlin V8 Grunfeld Werden Tische jetzt anders gedeckt? 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Bereinig.) gegen die am Mittwoch ver Bädergewerbe. Ein ehrenwerter Stand sei dadurch in den anstaltete Razzia der Polizei gegen das gesamte Berliner Augen der Deffentlichkeit stigmatisiert worden. Die Kontrolle werde gebilligt. Der Protest richte sich gegen die unerhörte Form. Wie man in einer Weltstadt wie Berlin die jezige Polizeistunde, wo um 1 Uhr alles geschlossen sein muß, weiter beibehalten wolle, sei einfach unverständlich. Abstimmungen erst nach Klärung der Vertrauensfrage. In der geftrigen Landtagssigung erflärte Innenminister Severing in feiner Rede weiter: Zu den Zielen des Reichs. banners stehe ich durchaus, wenn ich auch mit manchen Einzelheiten nicht einverstanden bin. Wenn irgendeine Truppe in Deutschland unter dem Gefühl der Unsicherheit aufgebaut werden mußte, so ist es die Schutzpolizei. Für diese Unsicherheit sind die verschiedenen Konferenzbeschlüsse der Alliierten verantwortlich. Gegen den allgemein erhobenen Vorwurf der Unwahr haftigkeit muß ich meine Beamten energisch in Schuh nehmen. Wenn die einzelnen Organisationen wie" Stahlhelm"," Reichs banner" usw. übereinfämen, nach Eintritt der Dunkelheit nicht mehr die Straße zu betreten, dann würden sie der Polizei ihre Aufgabe außerordentlich erleichtern. Im Ruhrgebiet sollen 2000 Kommu niften in die Schußpolizei eingereiht worden sein. Das waren 2300 Gewerkschaftler, die uns bei Aufrechterhaltung der Ruhe und Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin( SPD) Ordnung im Ruhrgebiet die wertvollsten Dienste geleistet haben. ( Lebhafter Beifall.) Abg. Mardwald( Soz.) wendet sich u. a. gegen den Entwurf eines Reichsgesetzes zur Befämpfung von Schmuz und Schund, das einen Inder vorfehe von Schriften, die zwar nicht verboten werden tönnten, aber als unfittlich bezeichnet werden sollen. Das Verhalten des Abg. Bord zeige, wie die Entgiftung der politischen Atmosphäre von den Deutschnationalen gedacht sei. Damit ist die allgemeine Aussprache beendet. Abendfeier Vorträge, Vereine und Verfammlungen. Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefäftsteie: Berlin 6. 14. Sebaftianftr. 37/38. Sof 2 It. Friebrichshain: Di., b. 20., abends 7% Uhr, Rönigsbant, Große Frankfurter Str. 117, Bortrag des Ram. Schilkinger. Wilmers barf: Antreten je 7% Uhr abends zum Betfammlungsschuk Mo., b. 19.: Ram. Nord Bittoria- Luife- Schule, Gafteiner, Ede Uhlandstraße. Dt., b. 20.: Ram. Sild Schilkenhaus, Schmargendorf, Sundefehleftraße. Mi., d. 21.: Ram. Nord: Spichernfäle aur großen Rundgebung der DDB. Do., d. 22. Rant. Beſt Viktoria Luife- Schule, Gasteiner, Ede Uhlandstraße. Fr., b. 23.: Ram. Best Schüßenhaus, Schmarnendorf. Sundekehtestraße. Ebenfalls Fr. Ram. Norb und Gib Bittoriagarten, Wilhelmsque. Schöneberg- Friebenau: Di., b. 20., Gaal duk Schule Delaiaer Straße. Die Kameraden werden, bringenb erfucht, fich innerhalb ihrer Parteien an den Wahlarbeiten zu beteiligen. Reukölln i o., b. 19., abenbs 8 Uhr, Zugversammlungen ber Altmannschaften in den bekannten Lotalen. 1. Rug: Rottbufer Klaufe, Bortrag des Kam. Breuer über den Sicherheitspatt. Lichtenberg: Di., d. 20., abends 7 Uhr, Boll perfammlung in der Aula ber Schule Siegfrieditraße. Bortrag des Ram. Nomad. Mitgliebstarten mitbringen. Reutölln: Sonntag, ben 18., nach. 1½ Uhr, Antreten mit Spielleuten Herzbergplak. Propagandamaridh na Budom. Ram. Michels ist gestorben. Beerdigung Mo., b. 19, nachm. 2½ Uh, Friedhof Mariendorfer Weg. Arbeiter Camariter- Bunb, e. B., Rolonne Reinidendorf. Am Montag, den 19. Oktober, abends 7- Uhr, beginnt ein neuer Rurfus in der erften Silfe im Boltshaus, Scharnweberstr. 114.- Tegel: Rurfusbeginn am Dienstag, den 27. Oftober, abends 7% Uhr, in' der Schöneberger Str. 3. Arbeiter Radio- Klub, e. B. Gruppe Friedrichshain: Montag, ben 19. Orto. Weder die Einstellung noch die Beförderung erfolgt in der Polizei nach parteipolitischen Gesichtspunkten. Ich bin überhaupt erstaunt, Herr Kollege Bord, daß Sie sich jetzt post festum so als den Sachverständigen der Deutschnationalen für die Schutzpolizei für die Leserinnen und Freunde der Frauenwelt" ber, 7 Uhr, im Lotal Arndt, Barschauer Str. 50, Baftelabend und Beginn hinstellen. Sie haben vor einigen Jahren Ihren Austritt aus der Schutzpolizei mit folgenden Wendungen begründet: Ich sehe jetzt ein, daß für einen ausgesprochenen Soldaten tein Plah mehr in dieser Fachpolizei ift. 3um reinen Polizeidienst fehlt mir jegliches Berständnis und Intereffe." Ich habe diesem Selbstzeugnis, das heute noch gilt, nichts hinzuzufügen.( Stürmischer Beifall lints und in der Mitte.) Mittwoch, den 21. Oktober, abends pünktlich 7, Uhr, im Saalbau Friedrichshain Mitwirkende: Die Spielgemeinschaft der Junasozialisten; Arnim Ciebermann( Cello), Frl. Elli Brandenburg( Klavier). Ansprache: Clara Weyl. 1. a) Andante b) Menuetto Bortragsfolge: 1. Zell *[ page Maffenet Berler 4. Bolonäfe 5. Elegie Rämpf Seral Bopper Soens 6. Die Banblung( 2 Szenen) Toller T. a) Tambourin Soffed b) Tarantella. 2. Teil Bopper der Bortragsreihe: Einführung in die Radiotechnit". Gäste willkommen. Ortsgruppe Charlottenburg: Treffpunkt aller perftätigen Funtfreunde bei Thunad, Bielandftr. 4, am Dienstag den 20. Ottobet, abends 71 Uhr. Gäfte willkommen. Rentralverein betfcher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Dienstag, ben 28. Oftober, abends 8 Uhr, im Bankettfaal Rheingold, Botsdamer Str. 3, Frauentundgebung: Die deutsche. Jüdin. im deutschen. Boltsleben". Gäste willkommen. Der Reichsbund der Kriegsbestäbigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerbintez bliebenen, Ortsgruppe Neukölln, veranstaltet am Sonnabend, ben 31. Oktober, im Rarlsgarten, Neukölln, Rarlsgartenftet. 6-11, fein 8. Stiftungsfeft. Tans in awet Sälen. Eintritt einschl. Steuer und Nachtsteuer 1,25 m. Der Ueberschuß dient zur Unterstügung bedürftiger Mitglieder. Rarten find zu haben bei den Funktionären und in der Geschäftsstelle, Donauftt. 128, Montag und Donnerstag vox 7-9 Ubt. 2. Rezitationen a) Andalusische Serenade. b) 8igeunertang Eintrittspreis 0.30 M. Karten find noch zu haben im Frauen- ns felretariat, Berlin SW 68, Lindenstr. 3, 2. of II, Zimmer 1( EPD.) Es folgt die Einzelaussprache. ftimmung über die Mißtrauensanträge am 22. Oktober zurüdgestellt. Die Abstimmung über Artifel I( Gehälter) wird bis zur AbAbg. Dr. Marehty( Dnatl.) erhebt Beschwerde gegen den Landrat frühere Boltsbeauftragte Emil Barth die stärksten Beschimpfungen des Kreises Bitterfeld, der einer Bersammlung, in welcher der gegen den Reichspräsidenten v. Hindenburg gerichtet habe, trotzdem weiter beigewohnt habe. Abg. Barteld- Hannover( Dem.) nimmt den Polizeipräsidenten Grzesinsti gegen die Angriffe des Abg. Mezenthin in Schuß. Die Gründung des überparteilichen Reichsbanners( Lachen und Zuruf rechts: Ueberparteilich!) war eine Notwendigkeit als Gegengewicht gegen die Uebergriffe der rechtsgerich&. teten Organisationen. Die Meinung des Ministers über die Polizeistunde teilen wir nicht; die Interessen der Weltstadt leiden durch die Beschränkung der Polizeiftunde. Die Behauptung des Abg. Bord, es fehle der Schutzpolizei an Wahrhaftigkeit, ist doch recht eigenartig von einem Polizeimajor a. D. In seiner Personalbeschreibung für das Handbuch der Abgeordneten schreibt der deutschnationale Herr Bord u. a, er habe die ostpreußische Sicherheits polizei aufgestellt und geleitet. Er ist nicht einmal drei Monate in Ostpreußen gewesen! Man darf angesichts diefer und anderer Angaben in dem Handbuch die Frage aufwerfen, ob bei Herrn Bord mehr wahrhaftigkeit vorhanden sei oder bei der Schutzpolizei. Im medlenburgischen Landtag hat sich soeben ein Justiz rat Kleebusch die Unverschämtheit geleistet, es sei ein großer Unterschied, ob man den Hochverräter Ebert beleidige oder Sen Reichspräsidenten Hindenburg.( Unerhört!) Das Mitglied des Landtages Abg. Ridhöffel hat auch in einer Broschüre den Minister Severing herabzusehen versucht, indem er auf sein Schlossergewerbe verwies. Das tut ein preußischer Lehrer! ( Hört, hört!) Der Not der Beamtenschaft muß gesteuert werden, zumindest muß man der größten Not der unteren Beamtenschaft abhelfen. Beffer als Kredite dürften Beihilfen für Beschaffung von Wintervorräten sein. Für die Beamten sollten auch Strantentassen eingeführt werden. Unsere Bolizeischulen dürfen feine Lehrer dulden, die nicht unbedingt treu zur Republit stehen. Der Redner tritt zum Schluß für das Reichsbanner ein und wünscht, daß unter dem fchwarzrotgoldenen Banner die Berföhnung der Gegensätze in unferem Volte ermöglicht werde. Abg. Prelle( Wirtsch. Bereinig.) trägt fleinere Wünsche vor. Abg. Fint( 3.) wünscht, daß das Preisuntersuchungsperfahren nicht einseitig bei den Klein und Mittelbetrieben einsetzt und sich auf diese beschräntt. Ein dous c wills.I Feinfarbig LederSchnür u.LackSpangenschuh A FR 180 Geschäftliche Mitteilungen. Wir verweisen auf das heutige Inferat bes bekannten Stuffhauses E. Felb hammer, Berlin, Stitterstr. 34. Diefe firma hat eine neue Rollektion an Sprechapparaten in jeder Breislage herausgebracht. Schon der Name ver bürgt nur erftklassige Arbeit bei billigfter Berechnung. Erfahrene Fachleute baben fich in ben Dienft geftellt, wie man ja auch einen Sprechapparat nur in einem Spezialgefäft taufen foll. Ronkurrenzlofe Rahlungsbedin gungen, d. h. niedrigfte Anzahlung, und allerkleinfte Rate mamen jeden Rauf Au einer nicht fühlbaren Ausgabe. Blatten aller Marten zu Ladenpreisen ohne Auffchlag. Straße 72/74, hat eine Rombination von Hartgeldportemonnaie und GeldscheinDie Firma Albert Rosenhain, das Saus flir Geschenke, Berlin, Leipziger taide auf den Markt gebracht, bie so praktisch eingerichtet ist, daß ein Sevaus fallen der lofen Geldmünzen unmöglich wird, die faft nicht aufträgt und vor allen Dingen entsprechenden Staum für die Scheine bietet. Wir verweisen auf Rechten gegenüber nicht parteiisch, sondern im Gegenteil viel zu das heutige Inferat der Firma. Abg. Frau Wellmann( Soz.) meint, der Innenminister sei der milde. Borrednerin und führt Beispiele zum Beweise des Gegenteils an. Abg. Dr. Marehty( Dnat.) widerspricht dieser Behauptung der Dr. Marezky durch Anführung weiterer Einzelheiten und kritisiert Abg. Bachem( Dnat.) ergänzt die Ausführungen des Abg. burg. die Tätigkeit des stellvertretenden Polizeipräsidenten Dr. Friedens Reihe von Polizeiämtern eine genaue Statiftit über die ParteiAbg. Dr. Marekty( Dnat.) bemängelt es, daß in einer ganzen zugehörigkeit der einzelnen Beamten geführt werde. Abg. Meyer- Rheine( Soz.) bringt Beschwerden über die Art dės Geschichtsunterrichts an der Polizeischule Münster vor. Mit persönlichen Bemerkungen schließt die Einzelberatung. Das Haus vertagt sich auf Montag 12 Uhr: Einzeletats, fleine Etats, Juſtizetat. Schluß 46 Uhr. Zur guten Verdauung nehme man nach jeder Mahlzeit einen halben Kaffeelöffelvoll Biserirte Magnefia in ein wenig warmen Waffers ein. Biserirte Magnesia verhindert die Ansammlung schädlicher Gase im Magen und sichert so eine vollständige Assimilation der Nahrung. Die An sammlung überschüssiger Magensäure ist stets eine Begleiterscheinung oder gar die Ursache von Dyspepsie, Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen, hypochondrie usw. Biferirte Magnesia neutralisiert die überschüssige Säure, beruhigt die Magenwände und sichert so eine normale und gesunde Verdauung. In allen Apotheken erhältlich. 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Stapff, erhalten mir folgende Erflärung für das in Nr. 478 des„ Vorwärts" fritis fierte Berbot der Verbreitung von Flugblättern aufreizenden Inhalts: „ Die Beranlassung, unsere frühere Anordnung in Erinnerung zu bringen, wonach gegen die Verteilung von Flugblättern auf reizenden Inhalts auf den Bahnhöfen und in den Zügen zur Aufrechterhaltung der Ordnung einzuschreiten ist, gab eine Beschwerde des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens E. V."" über ein in der Stadtbahn gefundenes Flugblatt antisemitischen Inhalts. Der Verein hatte dringend um Maßnahmen gegen Verteilung solcher Flugblätter gebeten. Lediglich der Aufrechterhaltung der Ordnung in den Zügen und der Abwehr aller Störungen vom Betriebe dient auch die neue Amtsblattverfügung." Das betreffende Flugblatt aus der Sudelfüche der Deutschen Erneuerungsgemeinde" lag uns vor. So wenig erwünscht die Ber breitung derartiger Hezblätter auch ist, so wenig fönnen wir uns damit einverstanden erklären, wenn auf diesem Wege versucht wird, den Artikel 118 der Berfassung unter Berufung auf die öffentliche Ruhe und Ordnung zu umgehen. Der Eisenbahn direktion fann auch tein besonderes Zensurrecht ein geräumt werden. Schmuk- und Schundliteratur fann wohl ver boten werden, aber solange sie nicht verboten ist, fann ihre Verbreitung nicht unterbunden werden. Insbesondere die Beurteilung darüber, ob der Inhalt eines Flugblattes aufreizend ist oder nicht, fann nicht dem Ermessen der Verwaltungsstellen der Reichsbahn überlassen werden. Bor einem Streit in der Klavierindustrie? Die Verhandlungen über den Abschluß eines Mantelvertrages und Lohntarifes wurden in dieser Woche fortgelegt. Ueber die Rahmenbestimmungen einschließlich der Ferien und Lehrlingsfragen fonnte bis auf einige formale Bes Stimmungen eine Einigung erzielt werden. Zu den Verhandlungen, die am Mittwoch angelegt waren, verblieben noch vier Hauptstreitpunkte, und zwar Altersklassen und Schlüssel, Arbeitszeit und Löhne. Trok längeren Auseinandersegungen brachte diese Berhandlung fein Ergebnis. Sie mußte vertagt werden. um zu der neu gefchaffenen Situation Stellung zu nehmen. Die Branchenkommission mit Vertretern der Verwaltung trat am Donnerstag zusammen und beschloß, die noch verbliebenen Streitfragen einem Schiedsgericht zu unterbreiten. Dieses Schiedsgericht soll ein freiwilliges fein und aus drei Personen, je einem Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die aus ihren beruflichen Organisationen zu bestimmen sind, und einem Unpar. teiischen bestehen. Ueber die Person des Unparteiischen haben sich die beidenseitigen Parteien zu verständigen. Dieser Borschlag wurde dem Arbeitgeberverband unterbreitet und angenommen. Das Schiedsgericht wird morgen, Montag, zusammentreten. Die von dem Schiedsgericht gemachten Vergleichs. tonfurren bereitet wird. Um so mehr auch das Publikum sich noch sehr von diesen Leuten beschwindeln läßt. Die Wachangestellten Groß- Berlins müssen nun, um das Erreichte zu erhalten, um die Löhne weiter auszubauen, sich restlos ihrer Organisation, dem Deutschen Verkehrsbund zuwenden, fie müssen einsehen, daß sie auch in Zukunft lediglich auf die eigene Rraft angewiefen sind. Auskünfte über Tarifgesellschaften gibt der Deutsche Verkehrsbund, Seftion VII, Bayreuther Straße 31. Kurfürst 9832. Die Butab- Funktionäre gegen den Schiedsspruch. industrie hat am 16. Oftober noch einmal zu der durch den SchiedsEine Butab- Funktionärversammlung in der Berliner Metallfpruch gefchaffenen Tarifsituation Stellung genommen. Nach einem ausführlichen Bericht von Günther nahm die Versammlung ein= stimmig nachstehende Entschließung an: Dię am 16. Oftober 1925 in den Sophien- Sälen versammelten Funktionäre der Berliner Metallindustrie billigen die AblehWähler- Kundgebungen heute, Sonntag, den 18. Oktober: Köpenid- Müggelheim: Nachmittags 3 Uhr, Lotal Rellermann, Müggelheim. Marzahn: Nachmittags 3 Uhr, Schule. Malchow: Nachmittags 5 Uhr, Gasthof. Weißenfee: Nachmittags 2 Uhr, Wartenberg, Zum goldenen Niederschönhausen: Abends 7 Uhr: Rosenthal- Dorf, Bruseberg, Hauptstraße. Stern". Redner: Großmann, Hermes, Klodt, Polenste. Montag, den 19. Oktober, abends 7% Uhr: Kreuzberg( 42. Abt.): Blücherfäle, Blücherstraße 61. Charlottenburg( 52., 53. u. 54. Abt.): Aula Schule Wiebestraße, Ede Kaiserin- Augusta- Allee. Wittenau: Schulz, Oranienburger Straße 71. Redner: Cheminffi, Klenz, Cempert, Stelling. Dienstag, den 20. Oktober, abends 7% Uhr: Prenzlauer Berg( 28. Abt.): Büttners Festfäle, Schwedter Friedrichshain( 38. Abt.): Böhmisches Brauhaus, Landsberger Straße 23. Schmargendorf: Schüzenhaus, Hundefehlestraße 20. Mahlsdorf- Süd: Heidefrug, Köpenicker Allee. Buch: Lofal Göpfert, am Bahnhof. Allee 11/13. nung des Schiedsspruches vom 29. September d. J., trog der inzwischen erfolgten Annahme durch den GDA., Gedag und 362. Sie beauftragen den Fachgruppenausschuß und die Bundesleitung. gegen die von den faufämnnischen Organi fationen beantragte Verbindlichkeitserklärung Einspruch zu erheben, weil die Bestimmungen des Schiedsspruches für die technischen Angestellten untragbar sind. Die Butab- Funktionäre stellen noch einmal fest, daß die für die Gruppen 3 und 4 porgesehenen Gehaltszahlen eine Verminderung der bereits im Januar festgelegten Rechtsansprüche für diese Gruppen bedeuten und daß ferner die vorgesehene Bezahlung der technischen Ange stellten in einem schroffen Mißverhältnis zu den Arbeiterlöhnen steht, was vom VBMI. zugegeben wird. Die technischen Angestellten ziehen deshalb den tariflofen Zustand unter allen Umständen vor, um überall dort, wo ihnen Zeit und Umstände günstig erscheinen, die erforderliche Bewegungsfreiheit für Maßnahmen gewerkschaftlicher Natur zu haben. Alle Mitglieder und Funktionäre des Bundes haben durch intensivste Aufklärung über die standalöse Berelendung der technischen Berufe für möglichst restlosen organisatorischen Zusammenschluß zu wirken. Die Bundesleitung foll mit größerem Nachorud, als wie dies bisher geschehen ist, in der Bresse vor Ergreifen des technischen Berufes warnen, unter Hinweis auf das vorliegende Zahlenmaterial. Die Auftlärungsarbeit muß sich insbesondere auch auf die Schüler der technischen Lehranstalten erftreden. Die Butab- Funktionäre sind sich weiter darüber klar, daß die ffandalöse Wertung und Bezahlung der technischen Arbeit auf die Arbeitsfreudigkeit und damit auf den Verlauf des Gesundungsprozesses unserer Wirtschaft tatastrophal wirten muß, wofür die Unternehmer, insbesondere der BBMJ. einzig und allein die Verantwortung zu tragen haben. Es hat feinen Sinn, die Unternhmer vor der Forthegung einer solchen Politik au warnen, well fie vernünftigen Erwägungen nicht zugänglich sind. Schaffung der organisatorischen Borauslegungen Die technischen Angestellten sind, deshalb darauf angewiesen, durch von sich aus dieser, für unsere Wirtschaft so verhänginsvollen. Ent widlung Einhalt zu gebieten." Einigung im Gastwirtsgewerbe? Der Zentralverband der Hotel, Restaurant- und Café- Angeftellten hat sich gestern mit dem vom Schlichtungsausschuß gefällten Schieds. spruch beschäftigt. Der gefaßte Beschluß erklärt den Schiedsspruch in jeder Weise für ungenügend. Trozdem sind die Angestellten des Gastwirisgewerbes bereit, diesem Spruch zuzustimmen, wenn die Unternehmer sich damit einverstanden erklären, daß das mun. mehrige Lohnabkommen nicht, wie im Schiedsspruch bis 26. Februar 1926, sondern nur bis 9. Januar 1926 läuft Den Unternehmern ist dieser Vorschlag bereits unterbreitet, und werden heidung wird also auch die Entschließung der Arbeiterschaft ab diese am Montag dazu Stellung nehmen. Die Entscheidung wurde bis Dienstag mittag 12 Uhr verlangt. Von dem Ausfall dieser Ent hängen. Stimmen die Unternehmer zu, so fann der Lohnkonflift als beigelegt betrachtet werden. Da diese Zustimmung praktisch kein weiteres Zugeständnis von den Unternehmern verlangt, so fann man wohl erwarten, daß diese klug genug sein werden, das Anerbieten Redner: Edhardt, Kreuziger, Dr. Moses, Linnede, Mielitz, anzunehmen. Dr. Silberstein. Tagesordnung: Aussperrung der Köln- Mülheimer Tegtilarbeiter. Böin, 17. Oftober.( TB.) Der hiesige Textilarbeitgeber Ausiperung der Textilarbeiter. vorschläge werden dann den Mitgliedern zur Urabstimmung vorgelegt Der Kampf um das rote Haus- Berlin im Zeichen der SPD. verband beichloß zur Abwehr des Streits bie allgemeine werden. Zur Entscheidung über das dann vorliegende Gesamtergebnis der Verhandlungen hat die Verwaltung Berlin des Deutschen Holz arbeiterverbandes eine allgemeine Mitgliederversammlung zum Freitag, den 23. Otiober, nachm. 5 Uhr, nach der Stadthalle, Kloster. Ede Stralauer Straße, einberufen. An dieser Versamm lung nehmen nur Mitglieder des Deutschen Holzarbeiterverbandes teil, die sich als solche durch ihr Mitgliedsbuch ausweisen können. Von den Arbeitgebern allein wird es abhängen, daß ein Rampf von über 7000 Berliner Klavierarbeitern vermieden wird. Lohnbewegung der Berliner Wachangestellten. Bie in fast allen Berufen im Laufe der letzten Wochen infolge ber Teuerung Lohnbewegungen geführt wurden, haben auch die Bachangestellten versucht, ihre Lohnfäße zu verbessern. Bereits im September hat der Deutsche Berkehrsbund die Bewegung eingeleitet, die aber erst im Oktober zum Abschluß gelangen fonnte. Die Unter nehmer erklärten wiederholt, nicht in der Lage zu sein, die an sich niedrigen Löhne zu erhöhen, da einmal die Abonnenten eine Er höhung der Gebühren ablehnen und auch die Preisabbau. attion der Reichsregierung durch eine Lohnerhöhung nicht erschwert werden dürfe. Es muß hierbei besonders betont werden, daß auch der Schlichtungsausschus, besonders im September, versagte. Erst nach wiederholten stundenlangen Verhand lungen war es möglich, geplante Verschlechterungen im Manteltarif abzuwehren und eine Henderung der Lohnbasis herbeizuführen. Die monatlichen Lohnfähe der Wachangestellten in den Tarifgesellschaften betragen für Seperatwächter 145 Mt., für Revier- und Batrouillenwächter 165 Mt., Kontrolleure 195 mt. Diese Lohnfäge zahlen die namhaftesten Gesellschaften Berlins als Tariftontrahenten ab 1. Oftober. Daß die Lohnverhandlungen so schwierig sind, liegt auch daran, daß in Berlin eine ganze Reihe intelgesellschaften bestehen, die weniger auf gute Ausführung der Bewachung, als eigenen hohen Berdienst Wert legen. Die Angestellten erhalten nur niedrige Gehaltssäße, ohne freie Rächte, Urlaub ufm., so daß den Tarifgesellschaften eine Sch muß Mufilaufträge übergibt man nur dem Nachweis des Deutsch. Musikerverbandes, Berlin O 27, Andreasftr. 21( Rönigstadt 4310, 4048) Geschäftszeit 9 bis 5, Sonntags 10 bis 2 Uhr. Auf Wunsch Vertreterbefuch Frauenkundgebungen Montag, den 19. Oktober, abends 7%, Uhr: Tiergarten: Artushof, Perleberger Straße 26. Rednerin: Landtagsabg. Frau Dr. H. Wegscheider- Ziegler. Wedding: Turnhalle Putbusser Straße und Schraderhaus, Malplaquetstraße. Redner: Stadtverordnete Minna Todenhagen und Dr. Julius Moses, M. d. R. Prenzlauer Berg: Ledigenheim, Pappelallee 15. 16000 ftreifende Textilarbeiter in Nordböhmen. Warnsdorf, 17. Oftober.( Eigener Drahtbericht.) Ueber eine Woche währt bereits der große Tertilarbeiterstreit in den wichtigen Tertilindustrieorten des böhmischen Niederlandes. Auch die Kleinbetriebe, die anfangs noch arbeiteten, sind nun angeschlossen, ebenso traten die Firmen des Grundtales in den Streit, so daß die Ziffer der Streifenden auf faft 16 000 gestiegen ist. Mit Ausnahme dreier Barnsdorfer Firmen, welche die Forderungen erfüllten, da sie außerhalb der Organisation der Industriellen stehen und der Webwarenindustrie des Schönlinder- Beidler Plates, welche eine eigene Lohnfilala besitzt, streift im ganzen nortböhmischen Niederlande so Rednerin: Reichstagsabg. Frau Clara Bohm- Schuch. Wilmersdorf- Grunewald: Realgymnasium, Grunewald, Ca- gut wie alles, was zur Textilinduſtrie gehört. spar- Thenß- Straße. Rednerin: Frau Adele Schreiber. Anschließend musikalische Darbietungen und Rezitationen. Dienstag, den 20. Oktober, abends 7 Uhr: Große Protest- Kundgebung gegen den Anschlag der Reaktion auf die Schule und gegen die Berliner Schulpolitif. Schöneberg: Aula der Hohenzollernschule, Belziger, Ede Eifenacher Straße. Es sprechen: Reichstagsabgeordneter Dr. Kurt Löwenstein, Stadtschulrat, und Oberstadtschulrat Wilhelm Paulsen. Feuerwehr- Wählerversammlung Montag, 19. Oktober und Dienstag, 20. Oktober, abends 7 Uhr, in der Schulaula Schule Koppenplatz. Iagesordnung: Feuerwehr und Stadtverordnetenwahlen. Referent: Stadtverordneter W. Reimann, Mitglied der Feuerlöschdeputation. Heute, Sonntag, vormittags 9% Uhr: Charlottenburg: Wahlfundgebung am Goslarer Platz. Anschließend Propagandaumzug. Ansprache: Albert Horlih. Wischtücher vom Billige Bettwäsche- lage! BBT Billige Bettwäsche- Tage! Die ideale Bettfüllung: Reinleinen, 50x50 48 PL Kissenbezüge Bett- Bezüge 80X80, mit Lochstickerei Eendentush, stark fädig und Hohlsaum verziert Oberbett.. 5.75 4.75 Kissen... Achtung, SPD.- Betriebsvertrauensleute! Der Kämpfer" Nr. 17 ist fertiggestellt und fann im Barean, Binbenstr.&, 2. Sai, 2 r., in Empfang genommen weiben. Besonders bie Bertreter bes Klein- und Mittelbetriebe werden ersucht, rechtzeitig abzuholen. Bariciausweis ist mitzubringen. Bezirksverband Berlin ber SPD., Betriebssekretariat. Töpfer. Morgen, Montag, vormittag 10 Uhr öffentliche Töpferverfamme Tung im Gewerkschaftshaus. Saal 4. Lohnbewegung. Rentralverband der Schuhmacher. Dienstag, den 20. Oftober, nachmittags 5 Uhr, Quartalsgeneralversammlung im Saal 4 bes Gewerkschaftshaufcs, Mitgliedsausweis tein Rutritt. Engelufer 25. Kaffen- und Geschäftsbericht für das 3. Quartal 1925. Ohne Berbend der Gemeinde- und Staatsarbeiter, Bezirk 1, Mitte. Dienstag, ben 20. Oktober, abends 7 Uhr. im Goal des Verbandshauses, Berlin N. 24, Jobannisstr. 14/15, Bezirksverfammlung. Außergewöhnlich 1.85 preiswert! 3.25 2.75 Languettenkissen Linen, feinfädig 6.75 2.45 1.95 Oberbet: 150X200 19. Ueberlaken bis 24. Oktob. echt chines.( ges. gesch.) 3-4 Pfd, zum Oberbett Guter Wäschestoff m. Hohlsaum 6.90 Guter Linon mit Bettlaken Wäschertoff 2.95 Hand- Hohlsäumen 9.50 starkfädig verziert Reinleinen 6.90 150 X 220 Kissen.... 1.95 Daunendecken Reinlein. 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Nur soweit Verrat! TURMECKE Diw abett mit Holzbett Prinzenst Unterb. 10.50 7.75 Esten u. buntem 76.50 Kissen. 3.50 2.50 Fabrik Bezug Bettfedern- LUSIO Aufpassen! Man Irrt sich- Lustig nur Gundvierzig LUSTIG Parteinachrichten Ginsenbungen für diese Rubrik find Berlin B. 68, Lindenstraße 3. für Groß- Berlin flets an das Bezirkssekretariat, 2. Sol. 2 Trev. rechts, au richten Achtung, Kreis- und Abteilungsleiter! 6 Montag nachmittag inb bie Einladungszettel für bie öffentlichen 2blerkunbgebungen am 23. Ottober im Gefretariat in Empfang zu nehmen, Soweit nicht in bezug auf den Versand derselben andere Angaben gemacht find. Areisansfchuß für Arbeiterwohlfahrt Kreuzberg. Donnerstag, ben 22. Oktober, 7 Uhr, im großen Sigungsfaal des Bezirksamtes Kreuz berg, Bordstr. 11, Sidjtbildervortrag: Die Rulturaufgaben der Arbeiter. wohlfahrt. Referentin: Genoffin Minna Todenhagen. 3. Atzels. Webbing. Die 21. Abteilung labet au threm Unterhaltungsabend am Sonntag, ber 18, Oktober, ein. 21. ft. Seute, Sonntag, ben 18. Oktober, Unterhaltungsabend in ben Bharusfälen, Müllerstr. 142. Anfang nachmittags 4 Uhr. Ronzert, Gesang vorträge, Rezitationen, turnerische Vorführungen, Theaterstild, Tanz Tombola. Eintritt 60 Pf. Die Genossen sind herzlichst eingeladen. Dienstag, den 20. Ottober, 6% Uhr, von den bekannten Stellen aus allen Abteilungen bes Recifes Flugblattverbreitung. Recis. Prenzlauer Berg. Die Abteilungen holen bie Sanbaettel zu ben Rundgebungen am 23. Oftober am Dienstag, den 20. Oftober, ab.- 24., 25., 20., 28. und 29. Abteilung von Burg, Prenzlauer Allee 189, 27., 30. und 31. Abteilung von der Spedition Greifenhagener Str. 22. & Kreis. Friedrichshain. Achtung. Abteilungsletter! Montag, den 19. Of. tober, 7 Uhr, bei Rosin, Gubener Str. 19, äußerst wichtige Besprechung. Wahlagitation. Jebe Abteilung muß vertreten fein. & Kreis. Kreuzberg. Die Abteilungen 40, 41, 42 fofort Handzettel abholen bei Schweifarbt, Röpenider Str. 166. 7. Rreis. Charlottenburg. Dienstag, den 20. Ottobet, abends 7% Uhr, bet Bogel, Spreeftr. 8, Sigung bes erweiterten Kreisvorstandes. Recis Wilmersdorf. Alle Abteilungsleiter milffen zu einer wichtigen Bev fprechung vor Beginn der Berfammlung am 20. Oftober in Schmargendorf anwesend sein. Die Handzettel für die Wahlfundgebung am 23. Oktober Tienen bei Rroihs aure Abholung bereit. 11. Kreis. Schöneberg. Bu einer wichtigen Bartelarbeit treffen fich bie Ge. noffen, die Jungfogtafiften und die Jugend im Lokal von Rosenthal, Ebers. ftraße 66, um 9% Uhr vormittags. 1. Areis, Montag, ben 19. Oktober, abends 7 Uhr, im Jugendheim Bankow, Breite Straße, werben alle Genoffinnen und Genoffen, die als Funktionäre in der Wohlfahrt tätig sind, eingeladen zur Berteilung von Ratas und Milch für armte, träntliche Rinder ihrer Abteilung. Tüfen mitbringen. Heute, Sonntag, den 18. Oktober: 27. t. 10 Uhr Bufammenkunft der Gruppenführer beim Abteilungsleiter. 29. Abt. Vormittags 9 Uhr Bezirksführer bei Burg, Prenzlauer Allee 189. Cintellen der neuen Wahlbezirke. 87. Abt. Charlottenburg. Sämtliche Genoffinnen und Genoffen treffen fig am heutigen Sonntag und am Dienstag, ben 20, Oktober, bei Thunad, Wielandstr. 4, abends 7 Uhr. Mittwoch, ben 21. Oktober, 8 Uhr, bei Grunert, Schlüterstr. 47, Funktionräversammlung. Morgen, Montag, den 19. Oktober: & t. 8 Uhr bei Dobrohlaw, Swinemünder Str. 11, Gigung der Abteilungs. feitung. 7. 96. 7 Uhr bei Barwalbe, Schlegelfte. 8, Funktionärversammlung. 27. t. 7 Uhr Sigung ber Bezirksführer und Funktionäre bei Booßmann, Gleimite. 10. St. Abt. 8 Uhr bet Aromphard, Gellner Weg 49, Gigung ber Seitungs. tommiffion. Bezirksführer, Gruppe Haafe: 7% Uhr bei Kromphard, Grüner Weg 49, Gigung. 35. 6. 7% Uhr bei Bombe, Boigtstr. 25, Funktionärversammlung und Ab rechnung mit ben Bezirtstaffierern. 25. 6. 7 Uhr bei Busch, Tilsiter Str. 27, Funktionärversammlung and Abrechnung. 44. bt. Sandsettelverbreitung. Abholung derfelben bei Eichberg, Steichen berger Str. 6, vorn 2 Treppen. 45. 261. 7% Uhr bei Namfeit, Reichenberger Str. 78a, Bortrag über: Er sichung awifchen Schule und Baus". Referent: Genosse Lehrer Marste. 45. 61. 8 Uhr bei Eichholz, Cuvenfte. 23, Sigung der Bezirksführer, Funktionäre, Ordner und aller Wahlhelfer. Erscheinen erforderlich. St. bt. Charlottenburn. 7 Uhr bei Lehmann, Rönigsweg 8, Funktionär perfammlung. Mittwoch, den 21. Ottober, Sahlabenb in den bekannten Lokalen. 74. b. Behlenbart. 7% Uhr im Bartellota! außerordentliche Mitglieder. perfammlung. Sagesordnung: Deffentliche Bersammlung. Einteilung sum Wahlsonntag. Cenoffen, welche nicht erscheinen, müssen unberüdfichtigt ihrer Winfche init ber Einteilung einverstanden sein. Schöneberg. 77. 5 7 Uhr bet Jürgens, Barbarossaftr. 5a, Funktionär. versammlung. Alle Gumtiionäre milffen erscheinen. 78. bt 8 Uhr bel Ronia, Feurig, de Bring Georg- Straße, imitionärversammlung. ettelausgabe. Außerdem bei Rtofe, Cital, Ede Rupprechtstraße 141. Rofenthal. Sandgettelverbrettung für die affentliche Wählerver Tammlung am Mittwoch, ben 21. Oftoher, heute Montag bei Manthen, Sauptftn. 2. Die Gentoffen von Niederschönhaufen find bazu eingeladen. htung Feuerwehe! Montag, ben 19., und Dienstag, ben 20. Ottober, 7 1hr, Gajulaula Roppenplak, öffentliche Wählerperfammlung. Thema: Die Feuerwehr unb bie Stadtperordnetenmahlen". Referent: William Reimann. Nebermorgen, Dienstag, den 20. Oftober: 27.251. Sitenberg. 6 Uhr bei Krüger, Türrfgmibiste. 33, wichtige Sand 16. st. 7 the bel Trumpet, Flensburger Str. 3, Funktionärverfammlung. 17. t. 7 Uhr, bei Dose, Nordhafen 6, Funktionärperfammlung. Erscheinen aller Cenofen in Pflicht. 35. Abt. Die Senoffen treffen fich abends 6 Uhr in theen Bezirkslotalen einer wichtigen Flugblattverbreitung. 37. 5 7 Uhr Bei Röhler, Watternstr. 14, Sigung fämtlicher Funtionate. Wichtige Tagesordnung. 106. t. Johannisthal. 74 1hr Flugblattverbreitung bei Gobin, Roonfte. 2. 108, t. Gipenid. 8 Uhr Rahlabend für die Cöllnische Borstadt bei Stilbbekohl. Riuberfreunde 2. Rzcis Stergarten. Jeben Dienstag von 5 bis 7% Uhr Spiel Arbeitsstunden im städtischen Jugendheim, Bielefftraße, Ede Bremer Straße( Baraden), Cingang Wiclefftrake, Rimmer 6. Rinderfreunde, Reutan. Seute, Sonntag, ben 18, Oktober, findet der erfte Elternabend der Kindergemeinschaft Bergstraße in der Jugend. herberge, Böhmische Str. 2, Ede Cannerstraße, statt. Alle Kinderfreunde, Jugend- und Parteigen offen fowie Interesserte find eingelaben. Einlas 17 Uhr. Beginn abends pünktlich 7 Uhr. Eintritt frei! Männerchor Friebelshein. Sonntag, ben 18. Driober, vormittags 9% U Bierteljahresversammlung in den Commentusfälen, Memeler Str. 67. ( Wichtige Anträge.) Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Frauenveranstaltungen am Montag, den 19. Offober: 21. st. Der Frauenabend füllt aus. Die Genoffinnen beteiligen fich an ber Frauenfundgebung in der Schulaula, Schulstr. 99. 25. Abt. Der Frauenebend fällt aus. Die Genoffinnen befuchen die Frauen perfammlung im Lebigenheim, Bappelallee 15. 35. bt. 7 hr bei Beter, Schreinerstr. 36. Bortrag des Genoffett Dr. Frankenthal über Auswirkung ber Bollpolitik auf die Boltsgesundheit". 43. 261. 7 Uhr Bei off, Graefeftz. 28, Setterer Referent: Genosse Bariel 44. Abt. 7 Uhr bei Staget, Manteuffelfte. 47. wahlen." Referentin: Genoffin Schmiz. enb. Berliner Sumor. Die Stadtverordneten Erziehung zwischen 45. Abf. 7% Uhr bei Joniteit, Reichenberger Str. 73a. Schule und Haus." Referent: Lehrer Marste. 46. bt. 7% Uhr bei allenthien, Görliger Str. 72. Stadtverordneten. wahlen. Referentin: Genoffin Kreffe. Anschließend Unterhaltungen, Bor tragender: Genosse Hosemann. 48. bt. 7 Uhr im Graphischen Vereinshaus, Meganbrinenftr. 44. Der Meichsschulgesetentwurf." Referentin: Genoffin Liesbeth Riedger. 57. bt. 7% Uhr bei Thunad, Charlottenburg, Wielandstr. 4. Die Bedeu tung der Stadtverordnetenwahlen." Referentin: Genoffin Scheibenhuber. 78. Abt. 7 Uhr bei Rönig, Feurig, Ede Prinz- Georg- Straße. Vortrag ber Genoffin Chromfe. 85.Abt. 7 Uhr bei Stuhlmann, Dorfftt. 50, Unterhaltungsabend. willkommen. Gäste 95. Abt. Reukölln. 7 Uhr bei Grieger, Neukölln, Leffingftr. 9. Die Aufgaben der Frau in der Kommune. Referentin: Genoffin Fahrenwaldt. 101. bt. Treptow. 71 Uhr in der Schule Bildenbruchstraße, Beichenfaal, Bichtbildervortrag: Boltsgesundheit und Stabtverordnetenwahl". Referent: Genosse Dr. Roeder Frauenveranstaltungen am Dienstag, den 20. Oftober: 20. Rreis. Reinidendorf. 8 Uhr im Stafhaus, Reinidenborf.Oft, Sauptstraße, Bimmer 53, Sikung ber Funktionärinnen für Arbeiterwohlfahrt und Rindersuk. Erscheinen aller Bezirke bringend notwendig. 20. bt. 7 hr bei Jaferid, Schwedenstr. 11a. Gäste miltommen.. 33. Abt. 7 Uhr in der Schule Hohenloheftt. 10. Franteninteressen und Stadtverordnetenwahlen. Referentin: Genoffin Scheibenhuber Jugendveranstaltungen. Abteilungsletter! Gebt die Monatsprogramme für November ab. Mitalieber! Rur Proletarifen Feierstunde am Sonntag, den 8. November, im Großen Schauspielhaus finb Rarten zum ermäßigten Breise au haben. Werbebesfrt Oberforce: Saute, Sonntag, den 18. Oftober. vor. mittags 10 Uhr, im WB.. Oberichönemeibe. Ebifonftraße, am Marktplak. Borführung des Samburgfilms. Eintritt 40 Bf. Werbebezirk Neuron: Sonntag, ben 18. Oktober, nachmittags 6 Uhr, Brobe zur Revolutionsfeier. Erscheinen aller Genoffen Pflicht. Heute, Sonntag, den 18. Oftober: Glibweften: 9 Uhr Flugblattverbreitung. Treffpunkt vor dem Bormärts. Rachalaler melben fich beim Genoffen Lucht, Binbente, 2. Friebenan: Mohl. agitation. Schöneberg I: Beteiligung an den Wahlarbeiten. Stenlik 1: Bunter Abend mit besonderem Brogramm. Jugendliche, Eltern, ParteiDas Rundfunkprogramm. Sonntag, den 18. Oktober. 9 Uhr vorm.: Morgenfeier. 1. A. Böhme: Präladium über: Herr Jesu Christ. dich zu uns wend", aus der Cantionale Sacrum 1651"( Dr. A. Böhme, Harmonium). 2. M. Grabert: Gott ist die Liebe( Berliner Solistenquartett: M. Böhme- Heidenreich. E. Kroll, G. Goetz, G. Sanden. H. Aulert. G. Polzin. M. Dienel. Dirigent: Dr. A. Böhme). 8. P. Kahn: Ave Maria( Fr. Stenzel, Bariton; H. Siede, Violine; Dr. A. Böhme, Harmonium). 4. Ansprache des Herrn Kons.- Rat Golz. 5. Mendelssohn- Bartholdy: Es ist genug, Arie aus Elias"( Fr. Stenzel). 6. E. Grell: Lobe den Herrn, meine Seele( Berliner Solistenquartett). 12 Uhr mittags: Die Stunde der Lebenden. 1. Hermann Kasack: Der Dichter Heinrich Mann. Einleitende Worte. 2. Der Tyrann"( Baminga Guidati: Fritta Brod; Der Herzog; Alfred Braun). 3. Rezitation. 3 Uhr nachm.: Schachfunk für Anfänger( E. Nebermann). 3.30 Uhr nachm.: Funkheinzelmann bei den Riesen und Gnomen". von Hans Bodenstedt. Erzählt vom Funkheinzelmann. 4.30-6 Uhr abends: Nachmittagskonzert der Funkkapelle. Leitung; Konzertmeister Ferdy Kauffman. 6.05 Uhr abends: Musikalische Einführung zu der Uebertragung Fidelio aus der Staatsoper am 19. Oktober. 6.45 Uhr abends: Hans Bredow. Schule ( Bildungskurse), Abteilung Landwirtschaft, Zivilingenieur Zander: Die Mechanisierung der Landwirtsc aft. 7.15 Uhr abends: Humoristisches Funkallerlei( Georg Bamberger). 7.45 Uhr abends: Dr. Franz Leppmann: Heinrich v. Kleist( anläßlich seines Geburtstages). 8.30 Uhr abends: Orchesterkonzert. 1. Brahms: Kon zert B- Dur, op. 83, Allegro non troppo Allegro appassionato Andante Dirigent: Leonid Kreutzer). 2. Sohubert: Sinfonie C- Dur, Andante Allegretto grazioso( Rudolf Schmidt am Flügel; Scherzo( Allegro vivace) Allegro Berliner Funkorchester. Andante con moto vivace( Dir.: Brano Seidler- Winkler). 10 Uhr abends: Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten. Zeitansage, Wetterdienst, Sportnachrichten. Theater- und Filmdienst. Königswusterhausen. Sonntag, den 18. Oktober. genpffen ab herzlich eingeladen. Steglik: Jugendheim Solfteintfe Straße 3, Seiterer Abend. Lichtenberg- Norb: Wahlagitation. Bantaw: Museumsbesuch. Treffpunkt 9 Uhr Flora, Ede Mühlenstraße. Morgen, Montag, den 19. Oftober, abends 7½ Uhr: Antung, Jugendor! Die Uebungsstunden fallen heute aus. Moabit I und II: Jugendheim Bremer, Ede Wicleffitoke, Bortrag: Biele und Wege fozialistischer Bildungsarbeit". Südoft( Görliger Biertel): Jugendheim Reidenberger Str. 66, Vortrag: Berliner Sumor". Baumschulenweg: Jugendheim Ernftite. 16, heitere Regitationen. Hermsdorf: Jugendheim Roonstraße, Bortrag: Fremdenlegion". 1 Genoffinnen und Genoffen, die Suft habent, an der Aufführung von zweł Szenen aus Tollers Wandlung" am Mittwoch, den 21. Oftober( Abenbfeier filt die Leserinnen und Freunde der Frauenwelt"), mitzuwirken, werden ge. beten, an unferer Generalprobe heute, Sonntag, den 18. Oktober, vormittags 10% Uhr pünktlich, im Saalbau Friedrichshain( nahe Rönigstor), teilzunehmen, Fahrgeldauslagen werden zurüderstattet. Spielgem. der jungfoa. Gruppen Friedrichshain u. Brenal. Berg. Arbeitersport. Touristenverein Die Raturfreunde, Ortsgruppe Berlin( Rentrale Bien). Abt. Lichtenberg: Am Sonntag, 18. Oftober, Fahrt nach Fürstenwalde- Rauester Berge. Treffpunkt 6 Uhr früh Bhf. Stralau- Rummelsburg, Eingang Sonntag firaße. Gäste willkommen. Rettungsgesellschaft der Watersportvereine von Berlin und Umgegenb. Unsere Rettungsstationen amt Milagelsee, Wannsee und Tegeler See haben seit Sonntag, den 11. Oktober, dex Dienst eingestellt. Wir bitten alle Waffer. fporttreibenden bei Fahrten über die großen Seen die nötige Borlicht walten au laffen und bei mindigent Wetter die Geen nicht zu befahren. Freie Schwimmer Charlottenburg 04, e. B. Allen Charlottenburger mit aliedern und der Arbeiterfdaft aur Renntnis: Nach Eröffnung der Badeanstalt Krumme Straße finden. vom Montag, den 19. Oftober, ab regelmäßig Montags und Donnerstags von 7-8% Uhr unsere refervierten Babeabende ftatt. Da felbst auch Aufnahme neuer Mitalieber. Unentgeltlicher Schwimmunterricht in allen Altersklaffen beiderlei Geschlechts. Freunde und Gönner des Arbeiter fchwimmfports find uns herzlich willkommen.- Die Abteilung Westen( Schöne berg) badet feden Freitag von 7-9 Uhr in ber Babeanstalt Dennewigstraße. Die Damenreigenmannschaft hat ihre erste Laufprobe am Freitag, ben 23. Otto. ber, abends 8 Uhr, in der Höheren Mädchenschule, Scharrenftr. 23/24, Turnhalle. Webetter- Wintersport- Anbereffengemeinschaft. Achtung, Jugendliche! Der unentgeltliche Stiturfus für Jugendliche beginnt am 19. Oftober auf dem Fichte Turnplak Baumschulenweg. Touristenverein Die Naturfrennbe"( Rentrale Bien), Ortsgrupp: Berlin. Mittwoch, den 21. Oftober, 18 Uhr, in der Aula der Schule Weinmeister ftraße 16/17, Vortrag des Genossen Dr. Bittor Engelhardt über„ Die heutige Lage in der Jugendbewegung". Gäste, insbefondere Jugendgenofen und Jungfozialisien. winfommen. Abt. Sübost: Am Sonntag, ben 18. Oktober, abenbs 148 Uhr, Muftfalifcher Abend in der Aufa des Leibniz- Gymnasiums, Mariannen Gäste willkommen. plan 1. Eintritt 50 Bf. Photogemeinschaft: Montag, den 19. Oktober, 8 Uhr, im Jugendheim des Oftens. Große Frankfurter Stroke 16, Rimmer 5: Rolorieren von Diapofitiven. Gäste willkommen. Freier Reglerbund. Sonntag, ben 18. Ottober, in Spandau, Hamburger Straße 14. Bundesllubmeisterschaften des RB., 10 Uhr. Freie Turnerschaft Schöneberg. Gonntag. ben 18. Oftober, finden auf dem Dominicus- Sportplat, Briesterweg, Ede Gachfendamm, fechs Handballspiele ftatt. Bormittag 9 Uhr Jugend, nachmittag 2 Uhr Männer, 3 Uhr Frauen. Intereffentenaufnahme feden Donnerstag um 8 Uhr bei Lehmann, Friz Reuter, Ede Marstraße. Dienstag, den 20. Oftober, Spartenverfammung bet Turnobteilungen Männer, Frauen, Jugend um 8 Uhr bei Lehmann, Frik Reuter, Ede Magstraße. Sport. Rennen zu Hoppegarten am Sonnabend, den 17. Offober. 1. Biramete( Sturzata), 2. Drizaba( R. Derichug), 1. Rennen. 3. Stublich( W. Wolff). Toto: 211: 10. Blab: 20, 37, 13: 10. Ferner liefen: Brolog, Gigilbert, Chiemgauerin, Fauche le Pre, Melantho, Coun tryside, Stigmaria, Toledo, Mamlass, Leander, Pandora, Blad Bell. 2. Rennen. 1. Indigo( Streit), 2. Gödur( Olejnit), 8. Portia( D'Neill). Toto: 143: 10. Blag: 27, 13, 24: 10. Ferner liefen: Gewurah, Prima donna, Mars, Stammherr, Rose Marie, Drpheus, Ledine. 3. Rennen. 1. Sinir( B. Tarras), 2. Gralsritter( R. Torfe), 3. Magnet( Grabich). Toto: 42:10. Blab: 22, 68, 23:10. Ferner liefen: Semele, Barfijal, Firn, Hansa, Graburg. Stromer, Hampelmann, Binterweide, Rosenkelch, Memnon, Geisenheim, 4. Rennen. 1. Goncza Gora( Bregner), 2. Marienburg( Barga), liefen: Malatesta. Dihapter, Bring Christian, General Höfer, Laufjunge, 3. Nobelmann( H. Blume). Toto: 74: 10. at: 17, 41, 20: 10. Ferner Hermes, Banter, Batrizier, Habicht. 5. Rennen 1. Gytha( Bonce), 2. Bester Ritter( Barga), 3. Marianne Haynes). Toto: 118: 10. lag: 29, 19, 17: 10. Ferner liefen: Esel, Kronpring. Situs, Freia IV, Blumenberg. Malachit, bano, Alteneffen, Enceflode, Stomreise, Pommer, Spekulant, Fritjo. Nellar, Baltin, 1. Bromo( Grabsch). 2. Balamedes( D. Smidt), 3. Satchine( De). Toto: 123: 10. Blag: 30, 47, 18: 10. Ferner liefen: Falium, Dioscur, Ban Robert, Ondina. Ouid. 6: Nennent. 7. Rennen. 1. Bali( N, Torte), 2. Diftator( Bleuler), 3. Jmpreffionist ( Blume). Toto: 21:10. Blag: 17. 40, 39: 10. Ferner Lejen: Silber iajan, Moon, Heliotrop, Aufbau, Tirano, Froher Mut, Sigtuna, Eigenfinn. Alle Asthmaleidende 11.30-12.50 Uhr mittags: Konzert. Mitwirkende: Edith Bach, Gesang; am Flügel: Klars Bach: Karl Menchewsky, Cello; Klavier: Frau Margarete Schulze- Burandt. 1. a) Böhm: Zuschauen, b) Delaqua: Girondelle, c) Meyer- Helmunde: Der Kuß. d) Richard Schumacher: Im Fliederbusch( Edith Bach). 2. Händel: Sonate für Cello und Klavier( Grawe Allegro Largo Allegro)( Karl Menchewsky). 8. Brahms: Feldeinsamkeit( Cello und Gesang). 4. Chopin: Ein Walzer( Klara Bach). 5. Offenbach: Arie aus Hoffmanns Erzählungen"( Edith Bach). 6. a) Hugo Becker: Andante religioso, b) Popper: Gavotte. c) Popper: Mazurka( Karl Menchewsky). 7. Klaviersolo, gespielt von Marga- Apoth., a. Weddingpl., Brettschneiders Apoth.. Dranienburger Str. 87, rete Schulze- Burandt. 8. Gounod: Arie aus Margarete( Edith Bach). 12 Uhr mittags: Esperantovortrag. Montag, den 19. Oktober. Außer dem üblichen Tagesprogramm: 430-6 Uhr abends: Konzert. 6.40 Uhr abends: Zehn Minuten für die Frau( Hausinventur). 7.30 Uhr abends: Uebertragung aus der Staatsoper. Spielzeit 1925/26. 4. Uebertragung. Fidelio, Oper in zwei Aufzügen. Musik von Ludwig van Beethoven. Personen: Don Fernando, Minister: Pizarro, Gouverneur eines Staatsgefängnisses; Florestan, ein Gefangener; Leonore, seine Gemahlin, unter dem Namen Fidelio; Rocco, Kerkermeister; Marzelline, seine Tochter; Jaquino, Pförtner; Wachehauptmann, Offiziere, Soldaten, Staatsgefangene, Volk. Die Handlung geht in einem spanischen Staatsgefängnis, einige Meilen von Sevilla, vor. 10 Uhr abends: Dritte Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten, Zeitansage. Wetterdienst. Sportnachrichten. Theaterund Filmdienst 10.30 Uhr abends: Schachfunk( E. Nebermann). find sich darüber einig, daß raiche Hilfe eine doppelte Silfe bedeutet Nymphosan- Sirup" bringt sofort nach dem Einnehmen Beruhigung und Linderung und bat irogdem eine intensive Dauerwirtung, fodaß ihn viele Aithmaleidende als das beste Asthmamittel preisen. Breis pro Flaiche M. 3,-, borrätig in Berlin C; Alexander- Apoth.. 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Kann er jemanden betrügen, den Nachbarn und Gevatter mit Dieh und den Städtlsr, den Teufelsschwanz, mit Holz, so tut er es ernsthast und ohne Umschweife mit jener schönen Freigebigkett. die fein Hand- gelenk auszeichnet und feinen Ansprachen an mißliebige Kumpane im Gasthaus Kachdruck verleiht. Er legt dich in den Dreck— buchstäblich und bildlich gesprochen— und laßt dich, ohne mit den Wimpern zu zucken, darin liegen, bist du schwarz wirst und anhebst zu stinken, und er betet dazu einige Rosenkränze, Ave Moria und Vaterunser. Denn er ist fromm und geht in die Kirche, fastet und beichtet und wallfahrtet, wie sich's gehört, und seine schöne Bosheit kommt nicht aus der Seele—, Gott sei dank hat er keine—, sondern aus der Zirbeldrüse, für die der Mensch bekanntlich nicht vermst- wortlich ist. Seine Miene ist ernsthaft und auf das Ewige ge- richtet, wie es sich für einen Bauersmann geziemt, und ernsthaft trllt er dir aus versehen auf die naiv dargebotenen Hühneraugen, und indem er den Hut auf den Kopf drückt„mit Berlaub* sagt. Er tritt gern dahin, wo es dir weh tut, weil er gar so schlecht sieht, und manchmal hört er auch schlecht, und im Kriege hatte er viele Schmerzen und Gebreste bei der Musterung und im Felde, die sein Arzt erkennen konnte. Er bewohnt ein langes, rauhes Tal. das hoch ansteigt und hat Vieh und Holz. Seine geistlichen Herrn stammen aus seinen weißen Häfen. Darum spendet er ihnen Butter und einen weißen Kitz- braten, läßt sie im Glauben, daß er ihnen Untertan sei, und balbiert sie über dem Lössel, daß sich die Englein im Himmel freuen. Sein Gang in die Stadt gill dem Diehmarkt. dem Holz- oder Lederhandel, dem Advokaten, der seine Prozesse führt; und wenn die Trauben zeitig sind(„Weimer*, sagt er in seiner treuherzigen Sprache), dann kommen auch seine rothaarigen Mädchen mit, die. gelobt sei Jesus Christus, ihrerseits auch wieder Kindlein haben; denn rotes Haar brennt und Sommerszeit hat überall«In hochzeitliches Bett be- rellet, und Weimer sind süß wie die Liebe. Sagt mir nichts gegen die Bauern von Habergeisli Er ist zu- frieden mit Gott, ehrt Voter und Mutter, wenn es fein muß. und fährt in die Giube, überzeugt, daß die Heiligen ihm eine besonders große Pfanne voll Mus ausbewahrt haben. » Dar Kooperator von Habergeiol ist ein Patriot. Darum bewog er im Krieg« sein« Beichtkinder, Krtegsanleih« zu zeichnen. Sie trägt ä Prozent, nicht wahr, und überhaupt, du sollst dich und dein Gut dem Kaiser und Gott zur Verfügung stellen, und ein heiliger Krchenoatcr führt tjn Himmel das große Buch, in dem deine Opfer vc zeichnet werden, unser Herr hat sein Blut dahingegeben, und du. Patscheider-Seppl, willst nicht einmal Kriegsanleihe kaufen, wo du doch gestern im Ochscnhandel so v>el Geld verdient hast� Schäm« dich! Di« k. k. Kriegsanleihe ist nichts mehr wert, ist gar nichts mehr wert, der Patsckzeider-Seppl und all« anderen haben aus der falschen Seite Kriegsanleihe gekauft. Nun sind sie ihrem Kooperator. dem Hochwürdigen Herrn Andreas Weißensteiner, abhold. Aber sie müssen doch zu ihm in sein Wirtshaus, weil kein andsres in Haber» ge.sl ist, und zu ihm in die Kirche; Andreas Weihsnsteiner ist absulut kvukurrenzsest in Habergeisl, da gibt's nix. da kannst nix machen. Am Sonntag zur Vesper da treibt der Kooperator dem Wirt die Gäste aus dem Hause, die bucklige Häuserin, dt« Mens, gibt keinen Wein mehr her. der Geistliche schließt das Wirtshaus ab, legt den Schlüssel in die Holzleg« an den Platz, den alle kennen, und wandert mll der buckligen Mens und den Gästen des Wirts zur Kirche. Drin singt der Hochwürdige„l?xri«*k und„Dominus vobiscum!* Draußen holen der Patscheider. der Roggler und der Kluibele den Widum-Schlüssel von dem bekannten Platz und verstecken ihn aus dem Dachl des Bildstöckls Unserer schmerzhaften Frau. Denn Heilig. keü gehört zur Heiligkeit. Herr Andrea» Weißenstemer und die Mena kommen erkeuchtet und gefestigt im Herrn aus der Kirche und wollen in ihr anderes Haus. Aber der Schlüssel ist verschwunden. Es hebt sachte zu schneien an. Der Pfarrer Weißensteiner möchte beim Wirt Weißen- sreiner«in Glasl trinken. Der Patscheider und der Roggler und Kluibele sagen, sie hätten von ollen den größten Durst.- Der Pfarrer Weißensteiner ist gezwungen, bei sich, das heißt, bei dem Wirt Weißensteiner, ein Fenster einzuschlagen und auf einer Leiter einzusteigen. Nach acht Tagen findet sich zufällig der Schlüssel wieder. Die Mena ist geneigt, an ein Wunder Unserer schmerzhafte» Frau zu glauben. • In Habergeisl und Umgegend wachsen keine Weimer. Nicht ein- mal die Kirschen werden reif, aber die Habergeisl essen Kirschen gern, so gern, daß sie auch die Kern« mit hinunterschlucken, damit's „mehr dergibt.* wenn sie die Kerne nicht aufklopfen, um zum süßen Inhalt zu gelangen. „Batterl* sagt der Penn-Seppele,„beiß mir die Kerschboaner (Kirschkern«) auf!* und wie» aus«ine Hand voll Kirschkern«. Borgestern war der Penn-Vatcr zwar zum Markt in der Stadt gewesen, und er hatte dort ein Kilo Kirschen oder mehr gefressen, aber dem Buben hatte er keine mitgebracht. Er war also erstaunt, be- gönn aber Kirschkerne aufzubeißen,„'s Büable!* häit's ja nicht vermocht, während seine, des Vaters Zähne noch ganz anderen Auf. gaben gewachsen waren. Im munteren Arbeiten fragte«r:„Lua. woher hascht du denn Kerschen?* .Kersch«« nit, lei Boaner.* „Ja, aber woher san denn die Boaner? Da hemm wachsen keane* „Schon, schon. Dater. i sag dir's schon... aber beiß sie mir lei erscht auf!* Der Penn-Vater zermalmte die harten Schalen, der Penn- Seppele hatte die Hand schon halb voll von süßen Kernen. .Nach«?* fragte der Vater, als er die letzte Schale ausspuckte. „Wer hat dir die Boaner geschenkt?* Seppele entfernte sich unauffällig au» dem Bereich d« väter- lichen Faust.„Gefchen'?... Na. aufglaubt han i sie... hmterm Stadel an der Wand is a ganzes Häufl g'wesen...* » Der Dezirksrichter in St. Anton hatte d«n Pafchgler-Franz öfters aufs Bezirksamt vorgeladen, wegen Zeugenschaft, wegen Der- gehen» gegen di, Forstordnung, wegen Rauferei, wegen Tod und Serliner, öenkt ösran! 'seGÄif Sirf von Armin schwört «wir und die Reichswehr Doch wenn dieser Text in Sagen wir:«AufEhrenwort! Republikanischer Schwindel!* Als strenger Türhüter ftehk vor der Schule Schiele Und flngk ein treudeukschcs Chorölchcn nach Roten. Rur keine Verletzung reiigiöfer Gefühle! Der geistigen Freiheit ist der Zulrilk verboten! wir Srevcsmühlener Richter aus großer Zeit haben viel Mitgefühl mit Hakenkreuzmördern, Drum wollen wir liebe? gleich die Gerechllgkeit Auf sieben 2ahre in Haft befördern! wie schmunzelt der gulgepflegte Wosierwecksakt'.onär: ..Die Rechte verschafft uns herrliche Dividenden! Leim hlndetlbürczerblock sind wir in guten Händen. Erhöhn wir deu wafserpreis! Liebchen, was willst du mehrt* PRCUSSISCHES INNEMMiNiSTEßiüM wir Denkschnalionalen haben heut nichts zu lachen. Machen wir eine vreußenkrife! Feste ran! Und wenn man auch Severing(unter uns) nichts nachsagen kann. Unsere patentierten Dreckfprihen. die werden's schon machen! Doch verolina spricht:..Meine lieben Berlinert tieine Stimme für Hochverräter und Schwervcrdiener! Vergeht es nicht, die Konsequenzen zu zieh»!* Parole am Wahltag: Das rote Berlin!" Teufel. Der Paschgler hatte 6 Stund well zu gehen und ärgerte sich, daß man ihn wegen nichts und wieder nicht» so oft ins Dorf hinunter sprengt«. .3 sag dir's lei. Richter, magst m> gern hab'n. und wenn du eppes von mir wichst sag alles auf anmal, ober nit, daß du mi wegan an iaden(jeden) Dreck exkera aber gion machtst.* Dennoch bekam der Paschgler wieder eine Vorladung, gerode als «'s mit dem Heumachen sehr g'ncatig hotte(stark beschäftigt war). Er kam und hiell eine Rede.„Was? Wegen Benutzung ein-r g'sperrten Schofwoad(Schafweide) muß i wieder aber von der Ordet? 3a, habt's denn gar nichts andres zu tien. 3 han dir's schon's letztemal g'sagt, Richter, i tua die oahrnen(bei den Ohren nehmen), wenn du mi no anmal kemmen machst.* Und nahm den Richter bei den Ohren und schütteüe ihn hin und her. wie man ein leeres Gefäß schüttelt. Darauf kamen die Vüllel und führten den Erbosten in die Stadt ins Gefängnis des Kreisgerichts, damll er Zeit hätte, über das Oahnen nachzudenken. Der Landgerichtsrat Alcide Bonelli jedoch hatte immer be- hauptet, mll dem Habergeislern verstände nur er umzugehen. Außer- dem gönnte er aus irgendwelchen Gründen dem Bezirksrichter von Sst Anton die kleine Emotion. Er redete daher sanft mll dem Pafchgler-Franz und stellte ihm das Unziemliche seines Benehmens nachdrücklich vor Augen. „Scho tut man nikst mein lieber Abergsisler!* sagte er.„Du oft kein Rekt, gegen den Errn Rikter gewalltätig zu sein. Und wir werden dit eins— perren müssen. Hab« du kannst sagen, was du auf dem Erzen oft. und warum du so heanbell afst* .3a,* sagte der Franz,„wo greifst du an Esel an. wenn du toan Holst« hast? Nimmst ihn hall a bei die Ohren.* « Seien wir froh, daß in diesen Zeiten des Verfalls, da alles wankt, und der Untergong des Abendlandes nachdrücklich verkündet ist, doch noch irgendwo auf der Well treue Dätsrsilte, Einfachheit des Lebens. Geradhell der Aussprach« und Meinungen erhallen ge- blieben sind. Rauh und stark wie die Berge, die Habergeisl um- stehen, sst auch sein Volk. 3n unserem Herzen sei ein Platz, wenn es auch in unser« guten Stube vielleicht mll seinen dicken Tchaf- wollanzügen und auch sonst Unbehagen verbreiten würde. Denn es hast seit die Well stehst noch nie gebadet. Nein, solche Facken sind die Habergeisl« nicht, daß sie baden gehen müssen. Die?urpfteie Kunstfthau. Kunstwerke. Eine besondere Graphikabteilung, für gewöhnlich ein« zuver- lässige 3nsel guter Qualität, ist diesmal nicht in der Luryfreien ein- gerichtet. Man findet in R. 26 einiges zusammengestellt, worunter aquarellierte Zeichnungen Heinrich Zilles(Nr. 1483—9) nicht durch Größe, aber durch innere Bedeutung hervorragen. Auch die angenehm realistischen Guasch-Landsck>asten von A. Hämmerer (Nr. 873— 78) und die Pariser Skizzen von Alice Lonhard (Nr. 745— 51) verdienen hier genannt zu werden. Einen breiten Raum unt« den ernsthaften Vild«n nehmen die von breiter malerischer Kultur ein, die letzt:» Endes vom Impressionismus und feinen Ausläufern herkommen, aber mehr Pl/antasie als impressionistische Gesinnung verraten, ungewöhnlich« Gegenstände suchen od« durch die Art der maiersschen Behandlung in interessantes Licht setzen. Wir denken hierbei nicht so sehr an die „alle Schule*» die mll einigen Akademikern vertreten ist, wie W. Schmurr(Nr. 1188-91), W. Klemm(Kr. 531-4). A. Degner(Nr. 187—9) und P l o n t k«(Nr. 1013). Bielmehr stellen den Typus dieser kräftigen und belebten Malweijs Lungere dar. wie die ganz ausgezeichnete Tiermalerin Else Wiegandt (Nr. 1424— 31), H. Schwarz(Nr. 1244— 48), d« ebenfalls Tiere in Landschaft setzt, E. W. N o y(Nr. 909— 15), der Bildnisse wi« Landschaften mll scheinbarem Ungeschick, ab« ungemein frisch und empfunden aus d« Farbe h«vorwachssn läßt. Und in diesem Geiste orbellen etwa noch P. K. Hahn(Nr. 354— 6), voll anmutig« Sinnlichkeit. Lategah»(Nr. 729—31). dessen Landschaften wi« eine Modernisierung Leiftlows wirken, Erich L ü d t k e »Nr. 789— 91), K. Pallmonn(Nr. SöS— S), Schüppner- Hamm(Nr. 1230—1) mit aparter und lustig« Buntheit, Emyii Pick Nr. 995—7). Lackstädt(Nr. 508—13). H. Luckner (Nr. 781—3). HEßßEN- DAMEM- BINDER Meseck sRr. 851—0«flgt jn«tnar fußen mtb beruhigten Monumentalität: Paul Cordel(Saal A.) Im Gegenteil, löst die Fläche locker auf. um Wanddekorationen zu schaffen. Bedeutender sind ein paar wirkliche Phantasiemenschen, die durch ungewöhnliche Motive und interessante chandschrist fesseln: Winckler-Tannenberg, ein starkes und freies Talent (Nr. 1438— 46), Erik Richter(Nr. 1064�-9), in seiner Manier voller Klarheit und Präzision, an Spitzweg und Thoma erinnernd, aber von ganz eigenem Witz: und vor allem der Düsseldorfer Gert W o l l h e i m, der in Saal 2 eine stattliche Kollektion hat (Nr. 1464— 71), große Formate beherrscht und mit unglaublichen und barocken Lorsieüungen jongliert. Der„Expressionismus' ist mit K. S ch m i d t- R o t t- l u f f(Nr. 1177—82) als einem ihrer Führer vertreten: diesmal etwas bunt und weniger kraftvoll als sonst. Die jüngere Generation führt sich glücklicher ein: schontonige Bilder von B. C z o b e l (Nr. 170— 2), leidensoolle Köpfe und unheimliche Tiere O. Gleich- manns(Nr. 330—2), F. D o m f ch e i t(Nr. 206— 9) und die in ihrer Elegie fast eleganten Gestalten von Kaus(Nr. S94— 6): Franz Radziwill(Nr. 1037— 40) hat wesentlich gewonnen an Realität und Ans-Haulichkeit. Bon dem großen Gefolge dieser Kunst, das sich überraschend immer wieder mit beträchtlicher Begabung einfindet, nennen wir als die sympatifchsten R. Dellwig(Nr. 417— 22) R. I a c o b i (Nr. 514—22), E l s e W e i f e(Nr. 1406-9), Bindet(Nr. 59-61), B. Gärtner(Nr. 315— 7). W a s k e(Nr. 1383— 8) imitiert Rohlss nicht eben glücklich, 21. S e g a l(Nr. 1260— 5) kultiviert feine Regenbogenfarben weiter, R. Ewald(Nr. 244— 9) nähert sich, mit allzu kosmetischen Farben, der Bestimmtheit des Verismus. Dieser Verismus, eiskalte Art, die Well mll scharfer Prä» ziston umrissen, gleichsam erfroren in ihrer Räumlichkeit, zu sehen. ist mit guten Beispielen des zweiten Ranges vertreten: die eigent- lichen Führer find abwesend. Man hüte sich, diese„neue Sachlich- kell' mit dem allen Realismus unserer Boreltern zu verwechseln! Die flagrantesten und auch technisch musterhaften: A. R e s s« l (Nr. 1060-61), R ä dersch e i dt(Nr. 1035—6), I. ch. B i ssier (Nr. 65— 72), P. Cassel(Nr. 145— 51): lyrischer, mit einem an C. D. Friedrichs Romantik erinnernden Stimmungston: A. ch e n> ning(Nr. 429-33), ch. Stölzl(Nr. 1330—31), G. Röpnack (Nr. 1079—80): voll anmutiger und lieblicher Einfälle, schalkhafte Erfinder: Behrens- changeler(Nr. 41), Jma Breufing (Nr. 141— 2), mit bezaubernden und raffinierten Unwirklichkeiten, und channah chöch(Nr. 464— 66), deren sonderbare Phantastik sich aus verschieden gearteten Existenz- und Formschichten zusammen- setzt. G. E h m i g(Nr. 225— 26) benutzt die veristische Deutlichkeit ebenfalls zu Formphantastereicn: diese ganze Mischung von un- widerleglicher Genauigkeit im etnzelnen und Sprachverwirrung in der Deutung der Gegenständ« ist wie ein Querschnitt durch die Cnt- Wicklung der letzten Jahrzehnte aufzufassen. Bon den K o n st r u k t i v i st e n. dem anderen Flügel der Gegenwartskunst, sind sehr löbliche Flächenmalereien da von choerle(Nr. 488—9), Dexel(193 5), Gerd Meyer (Nr. 862— 3), van chauth(Nr. 394— 8); anregende„Lichtbilder" von Nie. Braun(Nr. 124—6). Weitaus bedeutender aber, und mit das Wichtigste der Jury- freien, sind neue Malereien von Oskar Schlemmer in Saal A.(Nr. 1152— 61). Konstruktivistisch sind diese Figurenbilder, in räumlicher Erstreckung gesehen, insofern sie sich von irgend einer Wirklichkell durch ihre abstrakte Haltung sehr weit entfernen: es find Schachfiguren im Spiel des Räumlichen. Hier bahnt sich eine neue Auffassung des JdeakbkDes an. ekne Berfchmelzung verkfil- scher und konstruktiver Erfahrung. Wundervoll, wenn auch nur mit wenigen Beispielen, sind die Franzosen vertreten: am besten O. C o u b i n e(Nr. 162— 67) Gemälde und Radierungen: Utrillo(Nr. 1360), G r o m a i r e (Nr. 346), M a r c o u s s i»(Nr. 803), van D o n g e n(S. 3), C h a r m y(Nr. 152), G o e r g(Nr. 341— 2), mit einzelnen BUdern, die die kulturelle Ueberlegenhell, aber auch die konservative Zu- rückHaltung der Pariser gegenüber den starten Problemen von heute und morgen anzeigen. Die Bildhauerkunst hat einige ausgezeichnete Vertreter entsandt: den heute mit klassischer Vollendung wirkenden G. Kolbe (Nr. 656— 8): den archaisch gebundenen, sehr plastisch fühlenden G. H. W o l f f(Nr. 1451— 6), den bizarr-erfindungsreichen L. G i e s (Nr. 327), die trefflichen Realisten: I o k i m o f s(Nr. 527) und HildeSchröder(Nr. 1214). Moderne Architektur, in konstruktivistischem Geiste, findet sich nur andeutungsweise: G r o p i u s und G u t k i n d (Nr. 360— 1), aber aufschlußreich und anregend. Dagegen hat das Kunstgewerbe in den ganz vorzüglichen DIldwirkereien von Johanna Schulz. Wolfs (Nr. 1234— 41) aus Halle einen Beitrag geliefert, der zum Lieben?» wertesten der ganzen Ausstellung gehört. Technik und bildende Phantasie arbeiten sich wechselseitig in die Hände: beide von gleicher Originalität und Vollkommenheit. lV;�, Dr. Paul F. Schmidt. »Das SoldatenkmS�. Durch meine unter diesem Titel im.Vorwärts' vom 15. Sep- tember d. I. veröffentlichte Erzählung hat sich Herr Fritz Mehle, als Anwalt.aller' Taubstummen austretend, gekränkt gefühlt. Er veröffentlicht in der.Allgemeinen Deutschen Taubstummen-Zeit- schrift' einen Artikel, mll dem die Sozialdemokratie eins auf den Kopf kriegen soll. Herr Mehle spricht von meiner Arbeit als von „einer hirnverbrannten Erzählung': den.Vorwärts' nennt er ein .vielbegehrtes Einwickelpapier', und selbst meinen seit vielen Jahren verstorbenen Dater, der wirklich nichts mll der Sache zu tun hat, zieht dieser sellsome Don Quichotte in die Debatte. Besonders aber ärgert es ihn, daß ein.gar nicht geringer Teil der Berliner und Hamburger Taubstummen um die sozialdemokratische Partei, als wie um das goldene Kalb, einen fanatischen Tanz aufgeführt hätte'. Dann bricht er„eine warme Lanze' für die Konservativen und. de- hauptet, daß diese«in weit größeres Verständnis für die Täub- stummen aufbringt als die Sozialdemokratie. f Wie wirr es aber in diesem Kopf aussieht, da» wird am beut- lichsten klar, wenn Herr Mehle behauptet, daß meine Novelle für die Taubstummen beleidigend und Ehre kränkend sei. Es wird nämlich in meiner Arbeit das Kind einer nicht nur taubstummen, sondern auch geistesschwachen Magd geschildert, das an jener selr- samen und noch unerforschten Krankheit der Seele, die man Pyromanie nennt, leidet. Das bei jeder Gelegenheit Feuer an- zündet, deshalb in Fürsorge gegeben werden soll, und das nun, um diesem Schicksal zu entgehen,«in Bauernhaus anzündet. Aus dieser Schilderung, die alles andere als volksfeindlich und in der am aller- letzten ein Vorwurf gegen die arme, idiotische Mutter zu finden ist, leitet Herr Mehle die.Feststellung' ab:»Na ja, die Taubstummen verstehen wieder einmal nicht, ihre Kinder zu erziehen, sie find ja minderwertige, schwachsinnige Geschöpfe'. Die Taubstummen werden selber dafür zu sorgen wissen, daß der Redakteur ihres Blattes fein Amt nicht zu Entstellungen und Wahlmanöoern mißbraucht. Hau» H y a n. Wie üie pflanze sich vor Irofl jchützt. Die allmählich wieder einsetzenden Nachtfröste beginnen nun auch aus die Pflanzenwell einen wichtigen Einfluß auszuüben. Dieser Einfluß des Frostes auf das Zellplasma äußert sich indes ziemlily verschieden und ist, was die Folgeerscheinungen der einzelnen Frost- Wirkungen bettifst, zum Teil noch nicht ganz geklärt. Viele Gewächs« zum Beispiel vermögen selbst leichtem Frost keinen Widerstand em- gegenzusetzen, andere dagegen sind imstande, in ihren Zellen Schutz- mittel gegen die Källe auszubilden, darunter zum Beispiel Glyzerin. Methylalkohol, Azeton, wie auch Salze oder mineralische bzw. organische Säuren, durch die, wie die Untersuchungen von Molisch ergaben, die Widerstandskraft gegen die Kälte in der Tat außer- ordentlich erhöht werden kann. Als die wichtigste dieser� im Zellen« innern vor sich gehenden chemischen Veränderungen zum Schutz gegen die Frosteinwirkuny mutz aber wohl die Umwandlung der in den Zellen enthaltenen Stärke in Zucker betrachtet werden, die an zahl- reichen Gewächsen zu Beginn der kalten Jahreszell beobachtet werden kann. Die Verwendbarkeit mancher Nutzpflanzen wird allerdings durch diele herbstliche Zuckerbildung gewölinlich nicht sehr erhöht, wofür uns die durch das Erfrieren süß werdende Kartoffel den bellen und am häufigsten vorkommenden Beweis liefert. Es gibt aber auch Fäll«, wo der durch die Frostwirkung hervorgerusene Znckergehall eine Pflanze oder Frucht überhaupt erst verwendungsfähig macht, und zu diesen Fällen müssen wir in erster Linie einen großen Teil unserer herbstlichen Wildfrüchte rechnen. Von Natur aus haben nöm- lich die meisten dieser Früchte auch in vollreifem Zustand einen sehr geringen Zuckergehalt, weshalb sie, wie beispielsweise die Berberitze, Mispel. Schlehe und Ebereschenbeere, roh überhaupt nicht und ae- kocht nur mll starkem Zuckerzusatz genossen werden können. Läßt man diese Früchte aber so lange am Strauch, bis leichte Fröste ein- treten, so bilden sie alsbald so viel Zucker, daß ihr Geschmack sehr verändert und wesentlich verbessert wird und infolgedessen beim Kochen der Früchte viel Zucker erspart werden kann. Dasselbe gilt auch für die Moosbeere, die man sogar am besten erst nach einem Schneefall pflückt, sowie auch für die Hagebutten, die gleichfalls erst durch den Frost weich und süß werden. Wie weitgehend der Schutz ist, den die Zuckerbildung der Pflanze gegen den Frosteinsluh gewährt, hat erst ein Versuch ergeben, der zeigte, daß Rotkohl, dem der källeschützende Zucker entzogen worden war, schon bei 7,8 Grad C Kälte zugrunde ging, wogegen zuck«- reicher Rotkohl erst bei 32 Kältegraden den Kältetod erlitt. Gemüse mit so reichem Znckergehall wird aber natürlich für den Menschen unbrauchbar, da der Geschmack durch ihn ganz und gar verändert wird._ Uns« Storch in Marokko. Unsere Störche, die bekanntlich den Winter in Afrika verleben, hallen sich dort mit Vorliebe in Marokko auf, wo sie mll großer Liebe gehegt werden. Für die Marokkaner ist Freund Adebar nämlich ein höchst geheimnisvoller und heiliger Vogel, dem infolgedessen olle» gestattet ist. Wenn die Maroktan« ihren Kaffee schlürfen, so lieben sie es, allerlei Märchen zu erzählen, in denen der Storch eine Rolle spielt. Schlingt sich um ihn doch in Marokko ein ganzer Legendenkranz. Die einen hallen ihn für einen verzauberten alten Schullehrer, und sein Geklapper mahnt sie an da» Ausschlagen des Stockes auf die Pulle, an denen die Kinder mit heißem Bemühen ihre Koranverse schreiben. Für andere wieder ist er ein früh«« Kadi, der sich bei Lebzeiten so wenig für die Streitereien der Rechtsuchenden interessierte, daß er sich die Lange- weil« durch ein launisches Intermezzo zu kürzen pflegte, indem er die Stufen, die zur Gerichtsstube hinaufführten, mll Schmierseife bestrich und sich dann diebisch freute, wenn die Leute ausglitten und auf den Rücken fielen. Er konnte sich bei ihrem Anblick nicht hallen. Schließ- Lch nahm Allah aber an diesem Gebaren ein Aergernis und ver- wandelte den heiteren Kadi in einen Storch. Das Klappern seine» Schnabels ist nichts anderes als die Erinnerung an das Gelächter, in da»« beim Anblick der zu Fall gekommenen Klienten ausbrach. Sonntag ?s. Oktober 1925 Äus öer Sellage des vorwärts Die Zilme öer Woche. ,der Mann, öer üie Ohrfeigen bekamt (Ufa-Palast am Zoo.) Das Leben des Helden bewegt sick zwischen zwei Polen, die sind. fein Wert und sein Weib. Beide werden ihm gestohlen von einem Herrn, der ihm unter der Maske des Gönners ein Heim bot. Der Geist des Betrogenen kann das ungeheure Geschehen ertragen, denn er kann wieder lachen, aber es ist das Lachen eines Narren. Als Clown oerdingt er sich. Er, der vom Baron und von seiner Frau geohrfeigt wurde, wird jetzt allabendlich von fünfzig Clowns geohr- feigt. Ost es ein Wunder, dag er zur Zugnummer wird? Er stirbt in der Arena, weil er sich selbst zum Opfer bringt, für ein junges Menschenkind, das er liebgewonnen. Leonid Andrejews Tragödie voll erschütterndem Ernst, voll wuchtender Anklagen, wurde zur gehörigen Portion Sentimentalität. Jedoch weder die Senti- Mentalität noch das Zirkusmilieu sind jemals filmisch unwirksam gewesen. Das wußte auch der Regisseur Viktor S j ö st r S m, der die günstigen Aussichten des Erfolges bis in jede Einzelheit hinein erkannte. Er schuf mit Geschmack und Können ein großes Werk. Unmöglich wäre das freilich gewesen ohne eine glänzende Besetzung der Hauptrolle. Diese verkörpert Lon C h a n e y mit einer solchen Hingabe und einer derartig bewunderungswürdigen Gestaltungskraft, daß feine Leistung dem Zujchauer zum persönlichen Erlebnis wird. Der Regisseur machte sich alle Schikanen der Beleuchtungseffeite zunutze. Das Zirkusmilieu selbst ist nur aus Fllmwirkung hin geschildert. Denn ein Zirkus, der Masiennummern herausstellt, hat auch hinter den Kulissen einen großzügigen Rahmen. Rorma S h e a r e r und John Gilbert spielen das junge Menfchenpaor in der strahlenden Schönheit ihrer eigenen Jugend. Darum wirken sie auch in den Liebesszenen io natürlich, so herzgewinnend frisch. Bei den Draußenaufnahmen ist gleichfalls die Beleuchtung gut und dabei ist alles so filmisch gesehen. Man möchte sagen, durch die A"gen des Liebespaares genießt man die Naturschönheiten, be> wundert das dichte Laub der Bäume und bemerkt so ganz nebenbei, daß sich unzählige Fliegen über dos vergessene Frühstück lustig machen. Bei der ausgeklügelt feinen Beobachtungsgabe des Regisseurs versetzt einen die sehr lange Sterbeszene des Clowns in Verwunderung, zumal man sie unnüg noch durch Text verlängert. Das Beiprogramm entsprach dem anerkannt großen Wert, den der Ufa-Palast auf die glanzvolle Umrahmung des Films legt.— g. »Das Iräulem vom ftrnt'. (Taveatzienpalast.) Da ist einmal«in Fllm, der bei aller Neigung zur filmischen Kompliziertheit, bei aller theaterhaften Ueberlreibung von Si- tuctionen, doch den Mut hat, ein Stück lebendigstes Leben in Bilder cinzufangen; eines Lebens zudem, das nicht mit Prunk, nicht mit verlogener und verheulter Sentimalität, nicht mit gotterbärmlich falschem Nimbus geladen ist. In die Telephonzentrale springt mit flott zugreisendem Erzählertempo dieser neue Sternheimfilm der Ufa: also mitten in das tolle Gewirr von Lebens- und Schick- salsfäden, die nach dem hohen Gesetz der Mechanisierung aller unserer Lebensäußerungen hier zusammenlaufen. Schicksalszentrale. Der findet Anschluß— jener nicht. Und das„Fräulein vom A m f hat die Rolle der Parzen: bindet Fäden, spinnt sie weiter, reißt sie ab. Extrakt aus sozialen Berpflechtungen ist da: wird mit Puls- schlag und Blutwärme gezeigt: und in dem kleinen hübschen, typischen Einzelschicksal eines Fräuleins vom Amt verdichtet. Mary verliebt sich— instruktionswidrig und fernmündlich— in einen Baron. Baron macht sich gut. Na schön, es muß auch Barone geben. Dieser B ron ist zuerst ein Windbeutel, aber dann heiratet er doch sein Mädel vom Amt. Dazwischen passiert viel Kitsch und erhebt sich hestiges Wehklagen. Aber all dies geschieht so. daß es nie die Grenz« des Geschmacks und der Logik überschreitet. Und es geschieht so frisch, so lebendig, wird so witzig ausgerollt, daß die tragischen Jnter- mezzi niemals das behaglich heitere Lächeln ganz verlöschen können. Sehr fein, sehr anständig haben Henrik G a l e e n und Adolf Lang dieses Manuskript gebaut, und der Regisseur Hanns S ch w a r tz hat die Szene mit originellem Einsall überschwemmt, hat im Detail allerliebevollste Kleinarbeit geleistet und immer bildhast gesehen. Mary Johnson ist das Fräulein vom Amt. Eine absolut persön- liche, absolut filmische Darstellerin. Bon außerordentlichem Format. Von einprägsamster Gestaltungskraft und-fülle: im Tragischen, im leichthin Frohen, im innerlichst Heiteren. Ihr Partner Andrä M a l t o n i ist nett, lieb, frisch: kaum mehr. Herrlich in kleinem Ausschnitt Frida Richard. Es gab ungewöhnlich lauten, de- herzigenswert spontanen Beifall. Einen Beifall, der den Film- produzierenden zu denken geben müßte. ta. .Götz von Serlichingen� km 5ilm. Der große Film der Ringfllm-Aktien-Gesellschaft, der jetzt, frei nach Goethe das Leben und Schicksal Götz von Berlichingens be- handelnd, über die Leinwand des Ufa-Theaters Rollen- d o r f p l a tz läuft, ist ein interessanter Beitrag zu dem Problem der Verfilmung klassischer Dramen. Ich gestehe gern, daß mir dieser Ver- such gut gefallen hat und für den Kenner des Coctheschen Dramas etwas sehr Reizvolles Hot, indem er der Phantasie, ohne zu verletzen, die holzschnitthaste Sprache des Werkes zurückruft: und es scheint mir kein geringes Lob dieser Bilder, daß sie auch, für sich betrachtet, etwas vom Geiste Goethes atmen,— wobei freilich besser auch der tragische Schluß mitübernommen worden wäre, statt Götz siegreich nach Jart- Hausen heimkehren zu lassen. Den für den Film so günstigen Stoff der Zeit Maximilians l. mit ihren revolutionären Erschütterungen hat Hubert Mocst, der Regisieur. mit glücklicher Hand verweickiet und einen starken Eindruck von süddeutschen Ritterburgen, Bischhofssitzen und drückender Bauernfron vermittelt, indem er neben schönen Landschastsauinahmen einen Stob guter Darsteller gewann. Klöpier als Götz. Steinrück als bnitaler. das jusprimae noctis fordernder Graf v. Giech, die Höflich als Elisabeth, Grete Rein- w a l d als Maria und Winter st ein als Lerse sind wohl geeignet. den Ausgang der so wenig guten alten Ritterzeit wieder erstehen zu lassen. Friedrich Kühne ergänzte seine Galerie geistlicher Würden. träger um ein Prachtexemplar von Bischof, und nur H a r t m a n n als Weislingen und Gertrud W e l ck c r als Adelheid waren ein in diese Rollen wenig hineinpassendes Paar, Hartmann, well er zu männlich-gerade, die Welcker. well sie nicht verführerisch genug ist. t. b. c. »Das itatiö öer taufen ö Jceuden/ (Richard-Oswald-Lichlfpiele und Urania.) Sumatra bedeutet sprachlich das Land der tausend Freuden. Und nach diesem Lande im indischen Archipel unternahm man von Hamburg aus eine Filmexpedstion mit M e d c o t t i- B o h a c als verantwortlichem Regisseur. Um in den bloßen Anschauungsunter- licht des Reisesilms ein persönliches Moment zu bringen, wählte man sich einen Eingeborenen als- Helden. Die Handlung ist möglichst einfach, wie sie primckiven Menschen eigen ist. Rahans dritte Frau schenkte ihm einen Sohn, die Geburtstagsfeierlichkeiten verschlangen das Geld des Voters, folglich geht er arbeiten. Er verdingt sich als flt.Ii, wodurch wir die Arbeiten auf einer Tee-, Kaffee- und Ananas- Plantage, sowie in den Gumm.baumonpflanzungen sehen. Die Ent- lohnung der Kulis— nach der Tee-Ernte gibt es, in die deutsche Währung umgerechnet, ganze drei Mark— ist jenseits des«uro- päischen izassungsoermögens. Wenn man zuweilen dos süße Nichts- tun der Bewohner betrachtet, möchte man wohl neidisch denken, die kennen das Leben, wir kennen nur die Arbeit. Aber leider, leider wissen wir, die Bedürfnislosigkeit dieser Menschen ist das ideale Ausbeutungsmaterial für die Kapitalisten. Auf Sumatra gibt es schon Fabriken. Sie werden Raubbau an der Natur treiben, sie werden den Eingeborenen zwingen, zwecks Erhaltung feiner Körper- kraft eine stärkere Kost zu sich zu nehmen. So werden feine An- spräche steigen. Wird die Entlohnung ihnen nachkommen? Einst- wellen trifft man im Lande der tausend Freuden noch ein freund- liches, tanzbereites Völkchen. Interessant sind diese Volkstänze, durchpulst von dem sicheren Gefühl für Rhythmus und Plastik. Rahan, der Held des Spiels, kommt mit einer vierten Frau heim. Ihm und feiner Partnerin merkt man eine gewiss« Scheu vor dem Kurbelkasten an. Das ist natürlich und weiter nicht störend. Unnatürlich hingegen wirkt so manche Filmkostümierung. So legt der Held nicht einmal seinen ihn sehr behindernden Rock ab. wenn er sich eine Kokosnuß vom Baume holt und jede Badeszene wurde mit dem ängstlichen Gedanken an die europäische Zensur gedreht. Folglich läßt man die niedlichen Mädchen mit ihren Kleidern baden. Tropische Farbenschönheiten kann, bei dem heutigen Stand der Dinge, einzig das kolorierte Stehbild übermitteln. Im Film wird jedes ungeschminkte Gesicht nahezu schwarz, daher erscheinen auch die Eingeborenentypen dunkler als sie sind. Darum betrachtet man die Expeditwnssilme leicht mit einer gewissen Unbe- friedigung. Das liegt an der photographisch nicht zu überwältigenden Schwierigkeit der Materie. Auf jeden Fall muß man dem Operateur Körner Dank wissen für seine sorgfältige Arbeit.«. tz. vis Llf-auffuiuiing des Films Js limlm Im Mi irail" 6 Akte von Liebe, Mord u. grobem Unfug, nach' einer Idee von Hugo Bettauer für den Film bearbeitet von Robert Liebmann u. Walter Supper Benny Porten-Froellcb-Prodnktion B.ntb.B. Regie: CARL FRÖHLICH brachte der beliebten Künstlerin HENNYPORTÜ einen neuen Groß-Erfolgl Täglich 5, 7, 9 Uhr Vorverkauf, auch Sonntags, 11—1 Uhr »Das Abenteuer See Spbille Srant". (Marmorhaus.) Htnny Porten ist unsere fröhlichste, anmutigste und srau- lichfte Filmdarstellerin. Man freut sich jedesmal aufs neue auf ihr schelmisches Lächeln. Diesmal hat man sie aber nicht in ein helleres Lustspiel gesetzt, sondern in eine komplizierte Geschichte von Liebe Mord und grobem Unfug verwickelt. Robert Liebmann und Waller Supper haben eine Handlung konstruiert, die der Porten Gelegenheit gibt, in verschiedensten Maskeraden aufzutreten. Sie macht dies entzückend und jedesmal so echt, wenn sie die Maske abnimmt und ihr eigenes Gesicht zeigt. Sie ist in diesem Film Schauspielerin am Theater an der Spree. Sie liebt einen jungen Dichter, dessen Stücke niemand ausführt. Um ihn zu den verdienten dichterischen Ehren zu verHelsen, mietet sie sich in verschiedenen Stadtvierteln ein, um ebenso schnell wieder zu verschwinden. Ueberall tritt die Mordkommission in Funktion, und sie weiß es dahin zu bringen, daß aller Verdacht sich auf ihren Geliebten vereinigt. Während er ins Gefängnis wandert, bestürmen die Theaterdirektoren sie. ihnen das Drama ihres Freundes zu geben, denn nun. wo er als meh'-- facher Mörder dasteht, ist es ihnen mit einemmal aufführungsreif geworden. Grotesk ist die Szene, wie die ausgercgten Theater- beherrscher sich überbieten in der Ersteigerung des Manuskripts. Der verhaftete Dichter macht schließlich gute Miene zum bösen Spiel. Um ihn zum Geständnis zu bringen, darf er sogar die Premiere seines Stückes im Radio mitgenießen. Es ist natürlich ein Bombenerfolg. der im letzten Augenblick allerdings bedroht wird durch die Entdeckung, die ja einmal kommen mußte, daß alles ein Trick der Schauspielerin ist. Der Kriminalkommissar wirft die Bombe ins Publikum, aber die KünfUerin weiß die Stimmung der Zuschauer auf ihre Seite zu bringen, indem sie ein Zitat aus dem Drama wiederholt, daß alles aus Liebe gcscbah. Der Dichter war Memo Benassi, der sich vortrefflich in seine Rolle fand. Er gab der Porten nicht nur Stichworte, sondern charakterisierte auch. Mit einem Stich in die Karikatur waren die Herren vom Kriminaldienst gezeichnet. Harry Lambertz-Paulsen gab de� genasführten Kommissar sehr eindrucksvoll. Eine ausgezeichnete Charge bot A. R. LIcho als Theaterdirektor. Der Film spielt in Berlin und gab dem Regisseur Karl Froelich Gelegenheit, allerlei Hübsches vom Rummelplatz und der Umgegend Berlins ins B�ld zu bringen. r. »vke vertaustbte Sraut". (Marmorhaus.) Früher bekam man ein regelrechtes Grauen, wenn man van deutschen Fllmlustfpielen hörte. Waren sie doch durchweg inhaltlich blöde, langweilig, voller Krampf und ohne Einfülle. Ihr Versagen wurde der Erfolg der amerikanischen Groteske. Mit einem Schlage aber steht das deutsche Filmlustspiel auf beachtenswerter Höhe. So ist auch das Lustspiel des Phoebus„Die vertauschte Braut" eine recht vergnügliche Angelegenheit. Die schwerhörige Tante richtet durch die Vertauschung der Bräute unhestvollen Wirrwarr an. der schließlich doch seine Entwirrung findet. Der Schluß beschert uns drei glückliche Paare, mehr verlangt selbst der anspruchsvollste Zu- schauer nicht. Unter Karl Wilhelms Regie wurde anständige Arbeit geleistet. Frellich ist das Tempo kein hinreißendes. Es läßt sogar manche sehr verspürbare Länge auskommen. Der Photo- glaph ersaßt« die Landschaften befremdlich eigenartig, er Holle nicht das Letzte an Reiz aus ihnen heraus. Mitunter ließen die Aus- nahmen auf irgend ein kleines technisches Versehen schließen. Ge- spiell wurde vorzüglich. Man bewunderte Bruno Kastner in der natürlichen Selbstsicherhell eines eleganten, schönen Mannes. Paul Heidemann hatte jeden Augenblick die Lacher auf seiner Seite, dennoch hätte er sich ruhig die Müh« geben können, in seine Bewegungen, in seine Mienen etwas mehr Abwechselung zu bringen. Nur mll ein paar sich stets wiederholenden Gesten auf die Lach- muskeln zu wirken ist ganz bequem, aber für einen deutschen Ko- miker mll einer deutschen Partnerm nicht ratsam. Diese, Uschi E l l c o t, war nur dos süße Mädel, Divian G i b s o n, eine auf- fällig« Schönheit, war eine recht dezente Dame. Diomira Jacobini war am besten in den Szenen, wo sie temperamenwoll sein durfte. Ida W ü st gab die schwerhörige Tante. Man bemerkte. daß diese Tante gerne mal etwas Pikantes hörte. Jedoch wurde man niemals frivol, alles spielt« in der nötigen geschmackvollen Zurückhaltung._ e. tz. »Die Anneliefe von Dessau". (Uicot-SHm.) Das allmächtige Land des Films hat es uns mit Erfolg klar gemacht: das Filmmanuskript kann ein Schmorren sein: geschickte Regie und einige leidliche Schauspieler und— Herz, was begehrst du mehr?— der Kassenersolg ist da. Originalität des Inhalts ist durchaus nicht erforderlich, ja, nicht einmal erwünscht-, denn wozu unnötige Aufregung? Kann man sich in Ruhe an dem energischen Profil des Helden erfreuen und sich von den Glyzerintränen seiner Partnerin erschüttern lassen, wenn man nicht von vornherein die Garantie hat, daß zum Schluß„in den Armen liegen sich beide"?— Was also hinderte daran, die unsterbliche Anneliese von Dessau zu oerfilmen? Zumal man in Maly Dclschast wirklich eine hübsche und liebenswürdige Anneliese sand. Freilich, sechs Akts wollen immerhin gefüllt sein: aber man wußte sich zu helfen: man schaffte der Anneliese ein paar groteske alte Basen und der Fürstin einen putzigen Hofstaat, gab als ersten Akt eine niedliche Kinderepisode zwischen Leopold und Anneliese(die diesmal die begabte Ruth Puls darstellte), vergaß auch ein bißchen Soldatenspielerei nicht, die aber hier wirklich nichts mit monarchistischem Rummel zu tun hat und höchstens wie eine— wahrscheinlich allerdings unbeabsichtigte— Parodie darauf wirkt. Allongeperrllcken, Barockkoftüme und alte« Gemäuer umgeben bisweilen recht hübsche Bilder. Und am Ende des sechsten Aktes wird, wie vorauszusehen war, die Apothekerstochter eben die»Annellese von Dessau". Tes. blinder unserer Zell", ein Amerika-Film, nach einem Roman von Wallace Reid, lief im Wittelsbach- Theater zum ersten- mal über die Leinwand. Es ist eine für den amerikanischen Ge- schmack tränenselig zugeschnittene Angelegcnhell— weniger erschütternd als komisch— zu dem Thema: Schlecht« mütterliche Er- ziehungspädagogik. Die Regie ist sauber aufgezogen, bewegt sich aber auf Gemeinplätzen. Erstklassig ist dagegen die Photographie. — Vorher lief eine T.lephonmädchengroteske»Dolly und M a l l y" von üblicher amerikanischer Mache. 5t. Ein Artistenschicksal in 7 Akten GAUKLERBLUT Das glänzende Programm der SchaubUfS � sroße Binenschau Theater Lichtspiele usw. Der Mann, der die Volksbühne Dir. A. Hellmer 3 Uhr Datterich U. Lessing- Th. 8 Uhr: Der Kaufmann Gier unter Ulmen Von Venedig Morgen 8 Uhr: Der Kantmann Von Venedig von O'Neill Regie B. Viertel Gerde Müller Wegener, Müthel Heute nachm 32 Biberpelz Staats Theater zu halb. Preisen Opernhaus BU. Kleines Th 7 U: Afrikanerin Hochzeitstage Opernhaus am Königsplatz 2: Nathan d.Weise 7: Der Barbier von Sevilla Schauspielhaus 8 Uhr. Hannibal Schiller Theater Schauspiel von Geraldy 3U. Trianon- Th. Im Damencoupé Schwank von Hennequin und G. Mitchel 2% Uhr: Doppel- Berliner Theater selbstmord Gastspiele des 8 Uhr: Weihnachts- Moskauer Künstler- Th. einkäufe Liebelei Musikal. Bühne unt. Lte.d. Grund. u. Städtische Oper Hauptreg. Vladimir 6 Uhr: Die Nemirowitsch- Dantschenko BUhr: Charlottenburg Heute Lysistrata Meister singer Komödie von Aristophanes Montag, 19 Okt. 2 zum 1. Male: Carmencita u. d. Soldat Abonnem Turnus 3 Trag. Spiel von K. Lipskerow Mus. Carmen, Bizet Deutsches Theater 7½ Uhr: Die heilige Johanna von Shaw Regie: Th. a. Hollendorfpl. 8 Uhr: Die hellblauen Schwestern Max Reinhardt Die neue KünneckePreise v. 1,50-12 M. Operette Kammerspiele Heute nachm. 3%, U. 8 Uhr Der letzte Kub Operette von Rob. Winterberg Sechs Personen Wallner- Theater Suchen einen Autor 8 U.: Meiseken von Pirandello SCALA Die Komödie Karfürstendamm 207 8 Unr 8 Unr Internat. Gesellschaft Variete v John Galsworthy Regle M Reinhardt! Sonntags 3 zu ermäßigt. Preis. das volle Progr. Komische 8% Oper Dir.: James Klein 8 Größte Revue der Welt Von Ans bis Z Das Gewaltigste an Ausstattungspracht, was je auf einer Bühne gezeigt worden ist 46 Bilder! 300 Mitwirkende! Das Tagesgespräch Berlins Parkett 6.- M. Preise 2.- bis 12.- M. ( Logen 15 M.) Sonntag 3 Uhr Jeder Erwachsene 1 Kind frei Halbe Preise Vorverkauf ununterbr. geöffner. Täglich 8 Uhre HALLER- REVUE Theater In Admiralspalast Achtung! Welle 505 60 Bilder 11. Rang v. 2-, Park. v. 4.-, Log. v. 8.Donntag, d. 18. Okt.cr.: S2 Vorstellungen 3 Uhr u. 8 Uhr Nachmitt. 2 die ganze Vorst. sa halben Prais Vorverkauf ununterbrochen. Elite- Sänger Kottbuser Str. 6. Tel Mpl. 160 77. Tägi.SUhr, auch Sonntag nachm 8 Uhr( zu halben Preisen) V Wandelndes Glück Großer Solotell u. Winzer.est am Rhein Reichshallen- Theater Allabendlich 8 Uhru. Seant ag aachm. 3 Uhr Steffiner Sänger Nachm. halbe Preise Dönhoff- Brett'l: Familien Varieté. Anfang& Uhr Sonntags 5 Uhr. Ohrfeigen bekam UfA Ein Film, der einen lachen und weinen macht, der anregt und unterfält, der die berzen Bößer schlagen läßt Regie: VIKTOR SJÖSTRÖM Hauptrolle: CON CHANEY Metro- Goldwyn- Film der Ufa Ufa- Symphonie- Oraßester. Dirig. Ernö Rapeé Ufa- Ballett. Ceitung: Alexander Oumansky Preise: 1.50 bis 5.- Mark Dor und nach jeder Vorstellung: Borchardt- Bufett Wochentags: 3 Vorstellungen um 5, 7, 9 Upr Sonntags: 4 Dorstellungen um 3, 5, 7, 9 Uẞr Der Vorverkauf für 3 Tage im voraus ist ununterbrochen ab 11 Uẞr vormittags geöffnet- Telephonische Bestellungen Amt Nollendorf Nr. 62, 1397, 5280, 5281 Ufa- Palast am Zoo 8 Uhr: Residenz- Th Circes Heirat Trude Hesterberg Oskar Sabo Adolphe Engers André Mattoni Thalia- Th. 8 Uhr: Annemarie Lotte Neumann, Heidemann, Dora Baselt, Metelka Heute nachm 3% Kleine Preise! Im weißen Rös' Theater in der Rommandant Str. 8 Uhr: Nouts Theater amo Täglich 8 10 Uhr. Olly- Polly Operette von Kollo Emmy Sturm Curt Bois Parkettpl.v. 2-12 M HerrnfeldTheater, Billowstr.6 Täglich 8 Uhr Was tut sich im Separe? Dir. Anton Barrafeld Casino- Theater Anneliese Lothriner Str. 37. von Dessau Marie Escher a G. Kleine Preise Annelieser Dessam Nen! Tigl. 8 Uhr Men Die Frau Admirals- Café im Admirals- Palast am Bahnhof Friedrichstraße Wieder- Eröffnung nach erfolgtem Gesamt- Umban Eig.Konditorei Spezial- Frühstück ab 700 früh KAPELLE LUCZKOWSKI Besuchen Sie auch gleichzeitig unsere neueröffnete Frühstücks- Stube neben dem im gefährl. Alter Th. murstendamm Uhr: Admirals- Caft. Film und Bühne Vether in bents Program Wenn ich wollteglich 8% Uhr Puhlmann dhe das Martin Lowe Arthur Wright Großes Schauspielhaus SONNTAGS: 2 Verstellungen Norden 2951/58 Bachm. 8 Ubr Sermäßigten Preisen. Für Dich! 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Ihre Hohelt die Tänzerin Theat. d.Westens Das große Operettenhaus Tägl. 7% Uhr: Sensationsfilm in 7 Akten mit Jack Pickford Dazu: Jack Demsey( Box- Weltmeister) in Wie er entdeckt wurde" Auf der Bühne: Auftreten der berühmten Filmschauspielerin Hanne Brinkmann und die 3 Lucefals Anfang 6 Uhr Flora- Lichtspiele Landsberger Allce 40-41 Heute und morgen: Das alte Ballhaus Ein Sittenfilm aus der Vorkriegszeit mit der grössen deutschen Besetzung Ab Dienstag: Rann eine schöne Fran tren sein? Ausserdem der spannende Stuart Webbs Film: ..Das Parfüm der Mrs. Worrington" IEN BERLIN Wi Jager 63 Jägerstraße 63a Täglich 8 Uhr unter Laltung des Komponister Erich Ziegler Was alles in der Zeitung steht Else Böttcher, Berliner Theater Eugen Rex und andere Sonntag 4 Uhr: Nachmittags- Vorstellung mit Engen Rex Gastsp. Embert Berlins größtes Bier- Kabarett Marischka Der Orlow 3 U. Theater 8 U. in der Klosterstr. 43 Fr. WarrensGewerb. Die Koblanks Täglich 8 Unr im Theater in d. 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