Nr. 143. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Mr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Jusertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pi.. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 1hr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Sprecher: Amt 1, Nr. 1508. Jelegramm- Adresse: ozialdemokrat Berlin! Berliner Volksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bento- Straße 2. Ein Unternehmerring mit Arbeitervorspann." Sonnabend, den 22. Juni 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Politische Lebersicht. die Bildung eines solchen mächtigen preisbestimmenden Kohlen- Merkwürdig ist es nun, daß auf dem Pariser Kongreß ringes nicht möglich, und so giebt es immer noch außer den Deutschen, die aus prinzipiellen und praktischen Kohlengruben- Besizer, die gleich allen übrigen Unternehmern Gründen, als Sozialisten wie als Gewerkschaftler, das darüber stöhnen, daß ihnen nicht Millionen genug in die System Levy rundweg von der Hand wiesen, auch Wiederholt haben die Bergarbeiter aller Länder die Tasche fließen, daß ihr„ legitimer Profit" nicht groß die Engländer zwar nicht aus prinzipiell- sozialistischen Erfahrung gemacht, daß es von übeln Folgen für ihre genug ist. Erwägungen, sondern als erfahrene und bewährte Kämpfer Kämpfe um Verbesserung der Arbeitsbedingungen ist, wenn Da ist Herr Levy nun auf den verflucht gescheidten im gewerkschaftlichen Klassenkampf nichts wissen wollten von die Grubenbesitzer durch stärkere Kohlenförderung, als der Gedanken verfallen, durch die Arbeiter die Bildung dem Kohlenring mit Arbeiterporspaun, während die Franzosen augenblickliche Bedarf es erheischt, große Vorräthe anhäufen. eines solchen preisbestimmenden Kohleuringes erzwingen zu und entschiedener noch die Belgier, beides erklärte Sozialisten, Mit solchen Vorräthen in der Hand kann der Grubenherr wollen. Anknüpfend an die Thatsache, daß auch die Arbeiter oder wie sie sich lieber nennen Kollektivisten, bereit waren, mit Gemüthsruhe der Arbeitsruhe, die durch einen Streit oder unter der Kohlenüberproduktion leiden, sagte er ihnen: In sich ganz vergnüglich auf den von Herrn Levy angezeigten Arbeiterausschluß eintritt, entgegensehen. Er kann geraume Zeit eurer Hand liegt es, die Produktion einzuschränken und Weg zu begeben." hindurch seine Kunden mit den vorhandenen Kohlenvorräthen gleichzeitig eure Arbeitszeit zu fürzen, sowie die Der von den herrlichsten Versprechungen triefende Plan befriedigen und ist sogar sicher, falls die Arbeitsruhe sich Löhne zu erhöhen. Ihr braucht blos mit den des Herrn Levy kann zwar jetzt schon als gescheitert über ein größeres Gebiet erstreckt, allmälig höhere und Grubenbesitzern einen Riesenring zu bilden, der die betrachtet werden, aber Aufgabe des nächsten Kongresses höhere Preise für seine Vorräthe einzuheimsen. Eine solche Kohlenpreise so in die Höhe treibt, daß sowohl die Unter- wird es immer noch sein, die französischen und belgischen Lage hatten z. B. vor zwei Jahren die Grubenbesiger nehmer mehr Profit wie die Arbeiter höhere Löhne erhalten Bergarbeiter von dieser sonderbaren Schrulle völlig zu Mittelenglands auszunuzen versucht, um durch die Alter- fönnen. Tretet also zusammen; bildet ein internationales heilen. native des Arbeitsausschlusses oder der Lohnherabsehung die Exekutivkomitee; fordert die Unternehmer auf sich dem mächtige Federation of British miners auf die Knie zu Ring anzuschließen! Sollten einige Unternehmer so thöricht bringen oder gar zu zersprengen. Der Anschlag ging fehl, sein, den Beitritt zu dem internationalen Kohlenring zu er scheiterte an dem zähen Widerstande der verweigern, so bringt diese beschränkten Leute zur Vernunft durch die Gunst des Publikums in ihrem Bertheidigungs- durch einen Streit! Gar bald werden alle Unternehmer, Berlin, 21. Juni. tampfe gestärkten Berglente. Erklärlich ist es aber, wenn sie sehen, daß ihnen finanzielle Vortheile daraus er des Großen" taufte der deutsche Kaiser heute den NordEin neuer ,, Großer". Zu Ehren Kaiser Wilhelms daß unter den englischen Berglenten seitdem eifriger noch wachsen, auf eurer Seite stehen. als zuvor die Frage erörtert wurde: Wie verhindern wir Also ein riesiger Rohlenring mit Arbeitervorspann, ein bacht, daß der Kanal seinen Namen schon gehabt hätte; Ostsee- Kanal„ Kaiser Wilhelm- Kanal". Wir hatten geeine die regelrechte Befriedigung des Bedarfs übersteigende Ring, gegen den ber Petroleumring der Häuser Rockefeller und wir sind auch überzeugt, daß man noch nach MenschenAnhäufung von Kohlenvorräthen? und Rothschild ein Kinderspiel ist, ein Bündniß der Unterweder in England, noch in den anderen Kohlen produ- Ausbeutung der gesammten übrigen Menschheit so des Großen, wie so mancher anderer Eine befriedigende Lösung dieser Frage hat man aber nehmer und Arbeiter dieser Jndustrie zur gemeinschaftlichen altern von einem Nord- Ostsee- Kanal sprechen wird. Kaiser Wilhelm I. verdient sicherlich den Namen zirenden Ländern unter den Arbeitern bisher gefunden, und ist, bei Lichte besehen und alles phantastischen Ausputes sehen überhaupt nicht ein, warum nicht alle verGroße". Wir wird sie auch nicht finden. Wohl aber hat in Belgien und entkleidet, das System des Herrn Levy, dieses einstmaligen storbenen Monarchen in den Schulbüchern als„ Große" theilweise auch bei den französischen Grubenarbeitern ein Sekretärs des Hauses Rothschild. Plan Anklang gefunden, der von der Unternehmerseite und Bei ihren Lebzeiten Es braucht an dieser Stelle nicht nochmals im ein- geführt werden. im Unternehmerinteresse die Frage zu lösen sucht. zelnen nachgewiesen zu werden, wie vollkommen unaunehmbar Wort Majestät bedeutet Hoheit, Erhabenheit, Größe. Und doch unterschiedslos als Majestäten angesprochen. Das Es ist das das sogenannte System Levy, das dieses System für einen Arbeiter ist, der auf dem Boden was den Lebenden recht ist, mag den Todten billig sein. bereits auf dem internationalen Bergarbeiter Rongreß in des durch eine hundertjährige industrielle Entwickelung aus- Von Kaiser Wilhelm II., dessen Pietät für seinen GroßBerlin durch den Belgier Calewaert empfohlen und auf gebildeten modernen Klassenkampfes steht; ganz abgesehen von Kaiser Wilhelm II., dessen Pietät für seinen Großdem Pariser Kongreß von dem Belgier Défuisseaux ein- von der Frage, ob die Organisation praktisch durchführbar vater bekannt ist, begreift man, daß er den Anlaß wahrgehender befürwortet, aber auch von dem französischen Ver- sein würde und sich auch nur eine kurze Zeit lang gegen den Großen auch einen Wilhelm den Großen zu schaffen. genommen hat, in seiner Familie neben einem Friedrich treter Basly, wenn auch nicht so unbedingt, empfohlen über dem Unwillen der gesammten übrigen Menschheit Bei den vielen Beinamen, die der erste Kaiser des Deutschen halten könnte. Herr Levy ist von dem Gesichtspunkt ausgegangen, daß Denn verwirklichte sich das System Levy, so hätten Reiches jedoch seit langem in weiten Wolfskreisen schon bes auch die Unternehmer in ihrer Gesammtheit ein Interesse wir eine ganz neue Spaltung in der Gesellschaft, die der fit, glauben wir nicht, daß der Beiname des Großen daran haben, die Kohlenförderung zu reguliren. Könnten ganzen bisherigen geschichtlichen Entwickelung Hohn sprechen seine Vorgänger verdrängen kann. die Unternehmer der ganzen Welt sich zu einem Bunde würde: Statt einer Spaltung in Kapitalisten und Lohn- Taschen zu! so müssen wir, angesichts der Kieler einigen, so könnten sie die Kohlenförderung systematisch arbeiter den Ring der Kohleninteressenten, Grubenbesizer Feste dem deutschen Volk zurufen. In verschiedenen reguliren und den Preis der Kohlen nach Belieben be- und Kohlenarbeiter auf der einen Seite im Kampfe gegen Beitungen, namentlich des Auslandes, und zwar gerade stimmen. Leider ist nun nach seiner Kenntniß er war alle übrigen Unternehmer und Arbeiter. folchen, deren Korrespondenten, wie z. B. der des Pariser Leiter einer großen belgischen Kohlengruben- Gesellschaft Temps", viel in deutschen Regierungskreisen verkehren finden wir mehr oder weniger versteckte Andeutungen, daß der Neichstag, gerührt durch die vergleichsweise bes wenn der tanzende Bär es fertig brächte, durch seine Künste jenen andern zur Ruhe zu bringen. wurde. Es stellt aber niemand so mir nichts, dir nichts, die ganze wirthschaftliche Entwickelung auf den Kopf, auch Herr *) Siehe den Brief unseres Gallus in der Dienstagsnummer. Levy nicht. Feuilleton. wie und seine Kraft angewiesen sein und jene Leute vielleicht gar auf der Seite des Gegners erblicken würde. Und dennoch, es mußte, mußte geschehen [ Nachdruck verboten.] auch immer die Dinge sich wenden mochten: die Achtung vor der eigenen Menschenwürde verlangte es. Berliner Märztage. 44 Eine geschichtliche Erzählung von Michel Deutsch. Aber wohin auch der fieberhaft suchende Blick schweifen mochte: noch war er nicht geschärft genug, um zu finden, was er suchte, und was auch nur annähernd den ungleichen Kampf zu einem gleichen gemacht hätte. .. Und dem zweiten Akt des Dramas folgte der dritte. Bur gleichmäßigen, ruhigen Werkeltagsarbeit war vielen die Luft vergangen, sie waren herausgeriffen aus dem Alltagsgetriebe durch stärkere Gewalten, die ihr Sein und Fühlen, ihr Denken und Thun beherrschten. Vom frühen Morgen an belebte am Mittwoch ein beständig wachsender Menschenstrom die Straßen und Plätze. Dort fünfzehntausend gerüstete und waffengeübte Tausende und Abertausende umwogten das Schloß und um Männer, zu trozigen Gevierten gereiht und von Leuten be- standen die eingetrockneten Blutlachen in den benachbarten fehligt, deren Handwerk der Krieg, die strupellose Ver- Straßen, in denen namentlich die Kürassiere ihre Heldennichtung des Menschen war, nach einheitlichem Plane han thaten verrichtet hatten. delnd, über reiche Hilfsquellen gebietend, binnen weniger Unheimlich, dieser dunkle, eingedörrte, im Sonnenlicht Tage durch neuen Zuzug auf dreißig, fünfzig, achtzig- matt schimmernde Lebenssaftunheimlich!!! Er ging tausend Mann zu ergänzen und hier eine un- durch und durch, dieser schauerliche Anblick, er schnürte die geordnete, führerlose Menschenmenge, nach hunderttausenden Gurgel zu, ließ die Glieder erbeben und die Augen stier zwar zählend, aber zu drei Vierteln aus Weibern und und wild hervortreten. " werden sie Und siehe, der Bär tanzte mit seinem weißen Friedensstabe vor dem Volke, das Volk aber nannte ihn einen Narren und sagte ihm, daß es unmöglich sei, mit einem Fläschchen frommen Dels ein wild tosendes Meer zu besänftigen. Denn zum tosenden Meere war inzwischen die leidenschaftlich bewegte Voltsmasse angewachsen, zum Meere, das unabsehbar durch die Straßen brandete, in Erwartung der Dinge, die da kommen sollten. " Und als nun, nach Sonnenuntergang, wiederum die imposanten" Militärmassen auf dem Plane erschienen, da war diese Voltsmasse nicht mehr von Erstaunen und Schrecken erfüllt. Und als die tapferen Kürassiere, die wackern Ulanen und die braven Dragoner ihr blutiges Werk begannen, da erklang der Ruf nach Waffen nicht mehr leise und schüchtern nein, durchdringend laut, wie ein brausendes Ramptgeschrei stieg er empor zu den damastverhängten Fenstern des Königspalastes. -Und die Pflastersteine wurden zu Geschossen, und aus Rindern, aus Schwachen, Kranken und Greisen bestehend, Der besonnene" Bär aber begann wieder zu tanzen, Rinnſteinbrücken, alten Fässern, Fensterläden und allerhand und der Rest, keine hunderttausend, durch Interessen der wie am Tage zuvor. Der Bär hatte Gefallen gefunden an hastig herbeigeschlepptem Gerümpel erstanden Barris Klaffe, des Standes, des Berufes derart zerrissen und zer dieser neuen Art Plaisir. Und da der König in Potsdam faden! klüftet, daß von einem einheitlichen Vorgehen kaum die war, so tanzte er diesmal vor dem Gouverneur, vor dem Unschuldige, dürftige Dinger, bloße Hindernisse", wie Rede sein konnte. Polizeipräsidenten und vor den Ministern, und er klagte sie in der Sprache der Rennbahn die offizielle Zeitung Und wie viel unsichere, wankelmüthige Elemente in ihnen über diese bösen Kürassiere, die nicht nur auf den Tags darauf bezeichnete, aber doch immerhin Barrikaden. dieser Menge! Schon war sie in Aktion getreten, die ehren- Böbel, das Gesindel, sondern sogar auf höchst ehrenwerthe, Das Volk widersetzte sich, es hatte den Muth gefunden, dem werthe Partei Ohrwurm, die Gefolgschaft des tanzenden besonnene" Bürger eingehauen und selbst das Eigen- Verfolger die Stirn zu bieten, sich nicht mehr ungestraft Bären, die„ Elite der Bourgeoisie". Schon hatte sie ihre thum dieser selben Bürger demolirt hätten. morden zu lassen. Volksfeindlichkeit offen enthüllt, indem sie die Thüren ihrer Ja, das Eigenthum: das war's, was dem guten Aus dem Schlosse des Königs krachte die erste Salve, Häuser verrammelte und dem wehrlosen, gehetzten Wild Bären ganz besonders am Herzen lag. Und die hoch- und Salven auf Salven folgten. Und die Steinschlenderer felbst den Schlupfwinkel versagte, der es vor der Berserker geborenen Herren lobten den Bären ob feines trefflichen hinter den Barrikaden müssen die Flucht ergreifen, jedoch wuth der Verfolger behütet hätte. Tanzens und trösteten ihn mit freundlichen Worten und nicht mehr als das wehrlose, gehetzte Wild, wie an den Schon ahnte der Arbeiter, der Proletarier, daß er auf gaben ihm einen weißen Stab in die Hand, damit er hin- Tagen zuvor, sondern als Männer, die dem Gegner zum diese glücklichen Inhaber der Bürgerbriefe, Hypotheken- gehe und jenen anderen, den„ Esel", oder was es sonst war, zu ersten Wale ins Auge geschaut und in sich die Kraft zur instrumente, Staatspapiere und Eisenbahnaktien nicht zählen Ruhe und Frieden ermahne. Ja, fie versprachen sogar, die Selbstvertheidigung entdeckt haben. durfte, daß, wenn es zum Kampfe käme, er auf sich selbst mordende Menschenmaschine nicht aus dem Schuppen zu ziehen, Gegen Mitternacht war, wie am Tage vorher, der M einnahm, sich zu großen Geldbewilligungen für nicht mehr gerecht wird. Umständen wirklich der hohen Aufgabe der -W Die Mängel des Nord- Ostsee- Kanals, auf welche zuerst von uns aufmerksam gemacht wurde, sind gleich am Tage der Eröffnung sehr unliebsam zu tage getreten, indem das er ste große Handelsschiff, das den Kanal durchfuhr, der Lloyd: Dampfer Kaiser Wilhelm II. sich festfuhr, weil die Raumverhältnisse des Kanals nicht genügten. Rein gutes Dmen! ist sie ja " " dh bin " Sie( die amtliche Schilderung der Sommation" des 15. Juni 1866) zeigt deutlich, daß Preußen dem hessischen Kurfürsten rechtzeitig flaren Wein über alles, was ihn bei einer feindlichen aber gegen alle Gefahren blind gestellt und ebenso verStellungnahme bedrohen konnte, eingeschenkt hat, daß dieser sich blendetin sie hineingegangen ist. scheidene Rolle, welche die deutsche Marine bei, auderen thatsächlichen Woraufehunger aufgebaute ursprüng- I worden. Dennoch ist es richtig, daß sowohl der Staatsanwalt dem Kieler Flottenschauspiel( eine internationale liche Sinn der einen oder anderen Strafbestimmung wie auch die Alerianer Revision eingelegt haben. Die Untersuchung Flotten Ausstellung"- nennt es der„ Temps") der inzwischen eingetretenen thatsächlichen Entwickelung gegen die beiden Brüder Heinrich und Frenäus wegen Meineids Entspricht es unter solchen nimmt ihren Fortgang. Nicht nur diese beiden sind wiederholt die Marine aufschwingen werde. Justiz, vom Untersuchungsrichter vernommen worden, sondern auch Gerechtigkeit zu üben, wenn sich auch das oberste Gericht mit mehrere Beugen, nämlich Landgerichtsrath Dahmen, der die Nun wir wissen, daß ein derartiger Aufschwung" peinlicher en gft lichte it an eine Auslegung antlammert, Berhandlungen im Prozeß geleitet hat, der Leidensgenosse des beabsichtigt ist. Wir erwarten aber von den deutschen bei der von ganz abweichenden thatsächlichen Voraussetzungen Herrn Forbes, Vikar Rheindorff aus Köln, und dessen frühere Wählern, daß sie ihren Abgeordneten alle derartigen Ge- ausgegangen ist? Entspricht es der Gerechtigkeit nicht vielmehr, Haushälterin Fiesel, ferner Badehausbesizer Ochse aus Burt danken austreiben werden. Kiel hat unseren Steuer- wenn es der freieren englischen Praxis sich mehr zuwendet und scheid und die Ehefrauen Schuhmacher vom Neulingenshäuschen. zahlern schon viel zu viel Geld gekostet, unsere Flotte diejenigen in dem Strafgesetzbuche nicht speziell Die beiden Brüder bleiben dabei, daß sie die reine Wahrheit reicht, verbunden mit unserem Heer, über und über aus vorgesehenen Straftaten, welche nach dem Geiste gefagt haben. Da Bruder Frenäus angegeben hat, mehrere zur Vertheidigung Deutschlands erobern wollen wir und der inneren Struktur unferes Strafrechts und nach dem Personen hätten gesehen, daß Forbes die junge Frau Schuhnicht, den Engländern und Franzosen im Punkt der öffentlichen Rechtsbewußtsein strafwürdig sind, unter solche macher umarmt habe, so erläßt der Untersuchungsrichter in den Sätze des Strafgesebbuches subsumirt, welche hiesigen Blättern eine Aufforderung, daß die Personen, die Zenge Marine nachäffen, wollen und können wir nicht. Und ihrer allgemeinen Fassung nach dies formell gestatten? Daß bei des Vorganges waren, sich melden sollen. In anderen Fällen damit basta! Wähler, seid auf der Hut! diefer weiteren Auffassung des oberstrichterlichen Berufs, welcher pflegt die Staatsanwaltschaft die Beschaffung der Beweise zu ihrer übrigens auch andere höchste deutsche Gerichtshöfe auf dem Ge- Entlastung den Angeschuldigten zu überlassen. Der Oberstaatsanwalt biete des öffentlichen Rechts huldigen, mit großer Vorsicht und traf gestern von Köln hier ein, wie es heißt, wegen der gegen umsicht zu verfahren ist und daß, wie auch wir fürzlich betont einzelne Alexianerbrüder eingeleiteten und wieder eingestellten haben, die Rechtsprechung des Reichsgerichts im einzelnen nicht Untersuchung. Der Justizminister forderte die Atten des Pro= einwandfrei erscheine, ist eine Sache für sich. Im übrigen aber geffes Mellage ein. volle Aufgabe), wenn es durch seine Handhabung des Strafrechts hat seine Stelle als Vorsitzender im ärztlichen Verein niederübt das Reichsgericht geradezu ein nobile officium( eine ehren- Der K. 3tg." schreibt man: Sanitätsrath Dr. Capellmann Herr v. Bötticher hat anläßlich der Gröffnung des dasselbe in Uebereinstimmung mit den Bedürfnissen der Gegenwart gelegt. Wie verlautet, wird Geh. Sanitätsrath Dr. Kribben von Nordostsee- Kanals ein schmeichelhaftes Schreiben des Kaisers zu halten sucht." seinem Amte als Polizeiarzt zurücktreten. erhalten, in welchem der Wunsch geäußert wird, daß der Für Bedürfnisse der Gegenwart" ist natürlich die Die Moral der Ordnungsparteien offenbart sich Staatssekretär noch lange seine Dienste dem Kaiser widme. Interessen des Großkapitals" zu lesen. des Bismarc's letzte Rede hat also die Stellung Bötticher's in der Beurtheilung des gestern von uns erwähnten Schrifts Zum Fall Kock, über den wir mehrfach berichtet stückes aus dem Jahre 1866. Der fromme Reichsbote" wieder gefestigt. Ob sie den Zweck erfüllte, Herrn haben, wird nun ein Schreiben aus der kaiserlichen Kabinets- entrüstet sich nicht im geringsten über den Bismarck'schen v. Bötticher zu ärgern, sind wir nicht im stande zu entfanzlei puplizirt, in welchem dem Herrn von Thadden mit- Umsturz, und nicht über die hoch- und Landesverrätherische scheiden. Bei der Abhärtung dieses Staatsmannes glauben getheilt wird, daß der Kaiser ersehen habe, daß dem Pastor Räuberrolle, die dem Kurfürsten von Hessen seitens des wir, daß dies nicht erreicht würde. Rock fein un ziemliches Auftreten in der bezeich- nationalen Heros" zugedacht war. Er bemerkt blos ganz Die nächste Volkszählung. Durch die Blätter geht neten öffentlichen Versammlung von dem föniglichen faltblütig: die folgende Notiz: Konsistorium der Provinz Pommern in ernster Weise verDer Reichstag hat bekanntlich bei der Berathung des Gewiesen worden ist und seine Versetzung in eine andere sehentwurfs über die Berufs- und Gewerbezählung eine Resolution Pfarrftelle unmittelbar bevorsteht. angenommen, welche die Veranstaltung einer Volkszählung am Es fehlt nun nichts mehr, um die Pastoren zur 1. Dezember 1895 befürwortet. Dem Vernehmen nach liegt es größten Burückhaltung zu veranlassen. in der Absicht der Reichsregierung, diesem Wunsche des ReichsUns fann der Fall Kock nur vortheilhaft sein, wenn wir tags, für welchen sowohl Gründe militärisch- wie finanzpolitischer Man sieht kein Wort des Tadels für die AufNatur sprechen, Folge zu geben und schon in nächster Zeit die auch die Maßregelung der evangelisch- sozialen Pastoren nie- forderung zum Verfassungsbruch, Treubruch und Ländernöthigen Schritte zur Vorbereitung der neuen Volkszählung zu mals billigen fönnen. Man räumt uns alle Hindernisse aus diebstahl, wohl aber Hohn für den, der sich zu diesen„ lluunternehmen. Im wesentlichen würden sich die Erhebungspunkte dem Weg, die das Zuströmen der indifferenten Arbeiter- sturzverbrechen" nicht hergeben wollte! Man wird sich das von den bisher üblichen wenig unterscheiden, jedoch soll es in massen zur Sozialdemokratie, wenn auch nur auf kurze Zeit, merken!! der Absicht liegen, zwei neue Fragen zur Beantwortung zu stellen, aufhalten könnten.-von welchen die eine sich auf die Ermittelung der militärisch Religionsheuchelei. Der bekannte Mucker Nathufius Zum Fall Bading äußert sich das„ Bolt" in einem nicht geschulten landsturmpflichtigen Männer, schreibt in der letzten Nummer des Reichsboten" einen Schreibe- Leitartikel, dem wir die folgenden Stellen entnehmen: Die andere auf die beschäftigungslosen Arbeit brief über den„ evangelisch- sozialen Kongreß", um seine Absage nehmer bezieht. Was die lettere Frage Was die letztere Frage betrifft, so an diefen zu begründen. Der Kongreß habe Schwarmgeisterei" offensichtlicher juristischer Mißgriff, daß die Die Verurtheilung Badings erscheint als ein so ja bereits bereits bei der diesjährigen Berufszählung getrieben( Luther's Ausdruck gegen Th. Münzer!). gestellt; da aber diese lettere in die für die Arbeitsverhältnisse Diese Schwermgeisterei" findet der Herr Nathufius in der BerUnd Presse fast aller Nationen dagegen Stellung genommen hat." günstigste Jahreszeit fiel, so würden, wie angenommen wird, erst diesseitigung" des Christenthums. Die„ Verdiesseitigung" Nach Abdruck eines Theiles des Urtheils heißt es dann Ergebnisse zu erlangen sein, welche für die Verwaltung dieser Ausdruck ist von dem Herrn Nathusius, der die Ver weiter: wie für die Wissenschaft von Werth sind, wenn eine Zählung antwortung tragen mag bedeutet, daß das„ Christenthum" Diese Beweisführung ist geeignet, vom ersten der Arbeitslosen in einer für die Arbeitsverhältnisse un statt blos für den Himme!. das Jenseits geglaubt bis zum legten Worte Widerspruch hervorzugünstigen Jahreszeit, und das wäre ja der 1. Dezember, statt zu werden, schon auf Erden im Diesseitsmertthätig rufen. Der Gerichtshof scheint von der Stellung finden würde." geübt werden soll. Dem orthodoxen Pfaffen Nathusius des Leiters einer großen Truckerei eine durch aus ver. Wir halten den 1. Dezember nicht für die für die ist also anerkanntes Ideal der zur Kennzeichnung religiöfer te brte Borstellung zu haben. Ein solcher Mann hat Arbeitsverhältnisse ungünstigste Zeit. Anfangs Dezember en che lei vom englischen Sprichwort angezogene hölzerne selbstverständlich keine Beit, sich im allgemeinen um den Inhalt Er leistet werden die Aufträge für Weihnachten noch zahlreiche Saison- Wegweiser, der zwar den richtigen Weg zeigt, aber ihn der bei ihm gedruckten Schriften zu kümmern. arbeiter beschäftigen, außerdem ist im Handelsgewerbe in nicht geht! Und solche Gottesmänner wundern sich, daß sie zu ihrer Herstellung genau so mechanisch Beihilfe", wie Und es ist in der That nicht jener Zeit starke Nachfrage nach Arbeitskräften. Wir und ihre Religion" beim Volt an Achtung verloren haben! etwa der Papierlieferant. ersichtlich, warum man mit der von der 8. Strastammer glauben, daß die Zeit von Anfang des Jahres bis Mitte Zum Prozesse Mellage äußert sich Prof. Finkeln- angewandten Beweisführung nicht auch dem Lieferanten Februar die Periode stärkster Arbeitslosigkeit ist. burg in der Kölnischen Zeitung" folgendermaßen: Dez rothen" Papieres an den Kragen kommen Die Frage nach den militärisch nicht geschulten land- Daß dies alles sich so verhängnißvoll änderte und daß die könnte. Man versuche es nur einmal! War die Verurtheilung fturmpflichtigen Männern läßt wohl darauf schließen, daß bis dahin kleine mittelalterliche Dunfeffammer zum Schauplay Bading's juristisch" zu rechtfertigen, so gehört nur ein geringes ein Gesez ähnlich dem neuen österreichischen Landsturm- unerträglichen Massenunfugs werden konnte, das ist, wie nicht Maß von Scharfsinn dazu, um dieselben Gründe auf den„ rothen" Geseze geplant wird, das durch Verpflichtung des Besuches verschwiegen werden darf, wesentlich den beflagens- Papierlieferanten anzuwenden. von Kontrollversammlungen u. dgl. die Landsturmpflichtigen werthen Maßnahmen der rheinischen Pro- Der Drucker hat nicht die Zeit, sagten wir, den Inhalt belästigt. vinzialverwaltung zu danken, Maßnahmen, die zu der ihm zum Druck übergebenen Schriftstücke zu räthselhaft erscheinen, um nicht weitere Aufklärungen im öffent- prüfen. Er hat auch nicht die Pflicht dazu. Wenigstens Heureka! Ich hab's gefunden, so werden gleich lichen Interesse wünschenswerth zu machen. Eine mit den Ver- wüßten wir kein Geseß, auf das sich diese Verpflichtung gründen Archimedes die Räthe am Reichsgericht ausrufen, hältnissen der Provinz und mit den darin zahlreich vertretenen ließe. Es gäbe übrigens nette Bustände im Zeitungswesen, wenn sie in der" Post" die Rechtfertigung des bekannten Ordenskrankenhäusern nothwendig bekannte Behörde, ausgestattet wenn der Drucker beanspruchen wollte, jedes Manuskript auf Urtheils über den Boykott lesen werden. Was mit zu ihrer sachverständigen Berathung mit einem zahlreichen seinen strafbaren Inhalt hin zu prüfen. Wäre der Mann Stabe anerkannt tüchtiger rrenanstalts Aerzte, sehr vorsichtig und dabei juristisch sehr unbewandert, so würde einem Restchen von Schamgefühl die" Berliner Neuesten Nach welchen letzteren insbesondere die völlig ungenügende er vielleicht gegen die harmlofesten Artikel Ginspruch einlegen. richten" noch nicht vollkommen billigen konnten, das wird ärztliche Fürsorge in den Ordens Kranten- Schuster, bleib bei deinem Leisten! muß es da doch wirklich in der Post" offen verherrlicht. Eine neue Theorie wird häusern längst bekannt war, überantwortete diesen beißen. Wozu ist denn der verantwortliche Redakteur da? aufgestellt, wonach das Reichsgericht freie Bahn nicht blos Krankenhäusern über 600 unfelbständige und hilflose Pfleg- Der prüft die Sachen auf ihren Inhalt auch dem Strafzur Auslegung sondern auch zur Schaffung von Gesezen linge, ohne sich der allernothwendigsten Vor- richter gegenüber und übernimmt die strafrechtliche Ber erhält. Das Organ des Herrn Stumm schreibt nämlich: bedingungen zu deren angemessener Behand- antwortung, wenn er sie zum Druck befördert. Der Druder " Das Strafgesetzbuch von 1871 entspricht hier wie in anderen Iung zu vergewissern und wie fich jetzt heraus- hat dann einfach für die mechanische Wiedergabe zahlreichen Punkten zwar in seinen Einzelheiten genau dem stellt auch ohne sich nur das Recht einer des geistigen Eigenthums anderer zu sorgen. Stande der Kriminalistit seiner Beit, aber nicht mehr durchweg Revision, geschweige denn einer Remedur bei..... Der Gerichtshof hat die Verurtheilung nur dadurch der heutigen Lage der Dinge. Mit der Klinke der Gesetzgebung vorgefundenen Mißständen vorzubehalten." möglich gemacht, daß er den Begriff des eventuellen ,, Noch folgende Zeitungsnachrichten sind zu registriren: Dolu 3" in Anwendung gebracht hat. Wir halten den immer gleich nachzulassen, wo sich eine Aenderung in den that sächlichen Verhältnissen zeigt, ist sicher sehr mißlich. Aber auch Der Frankfurter Zeitung" schreibt man: Von mehreren eventuellen Dolus", die eventuelle verbrecherische Absicht", für wenn man vor der vollständigen oder theilweisen Umarbeitung Seiten, darunter auch von der Kölnischen Beitung", ist die eine unglückselige, getünftelte juristische Rous des Strafrechts nicht zurückschreckt, so wird uns bis dahin Meldung, der Staatsanwalt habe gegen das Urtheil im Prozeß struktion. Aber die dauernde Rechtsprechung des Reichsimmer eine längere Spanne der Zeit bleiben, in welcher der auf Mellage Revision beim Reichsgericht erhoben, angezweifelt gerichts hat sie nun einmal geheiligt. Wir müssen also damit rechnen. Aber wir meinen, daß auch ein eventueller Dolus" Schloßplatz und seine Umgebung gesäubert. Der König, der der Residenz war aufgeboten. im Fall Bading nicht vorliegt. Das Reichsgericht hat diesen Generäle, Adjutanten, Dolus dahin definirt, daß derjenige eventuell vorsätzlich am Nachmittag wieder aus Potsdam angelangt war, konnte Ordonnanzen sprengten hin und her. Die Massen umwogten handle, welcher sich bewußt ist, daß derjenige Erfolg, von dem sammt seinen Gästen ruhig schlafen.. die einzelnen Abtheilungen, die von dem Gendarmenmarkt das Gefeh die Strafbarkeit abhängig macht, durch seine HandUnd dem dritten Akt des Dramas folgte rasch der und den übrigen militärischen Sammelpläßen nach dem lung herbeigeführt werden könne, und welcher mit diesem Erfolge, vierte, dem blutigen Mittwoch, der die ersten Schüsse ge- Schloffe, dem Zeughause, dem Palais des Prinzen von wenn er eintritt, einverstanden ist. bracht, ein sonnenheller, prächtiger Donnerstag. Der Würfel Preußen und den übrigen bedrohten" Punkten vorrückten. Nach dieser Definition ist also in jedem Fall ein war gefallen. Das Volk konnte nicht mehr zweifeln, woran Niemand zweifelte, daß diese Offiziere, die nach dem Handeln nöthig. Bading hat aber überhaupt unterlassen, es war ein Kampf auf Leben und Tod stand ihm bevor. Gemezel am Mittwoch im Schloffe gespeist und mit Wein nicht gehandelt, sondern nur " Waffen! Waffen! Waffen!" hallte es von einem traktirt worden waren, nur darauf brannten, das Zeichen oder, wie das Erkenntniß sich ausdrückt, die Mittheilung des Ende der Stadt zum anderen. Etwas Hartes, Starres zum Angriff zu geben, und daß die Soldaten, die seit gestern getroffen." In diesem Nichthandeln könnte man eine Fahr. Rosen stillschweigend entgegengenommen und feine Verfügung tam in die Reihen dieser schlichten Männer der Arbeit. eine Soldzulage erhielten, diesen Angriff mit der alten lässigkeit erblicken. 2 ber§ 130 behandelt tein Bis in die äußersten Winkel Berlins ging ein entschlossener, Bravour ausführen würden. Fahrlässigkeitss, sondern ein absichtliches troziger Geist, unverständlich für jene, die sich von dem Bergehen. Kein noch so großes Maß von Fahrlässigkeit Bären etwas vortanzen ließen, unverständlich auch für den genügt, um den Thatbestand des§ 130 herzustellen. Bur culpa, tanzenden Bären, der immer noch mit seinem weißen Stabe bem strafrechtlichen Verschulden, strafrechtlichen Verschulden, muß der dolus, der Dieser böse Wille die brandenden Wogen beschwichtigen wollte. Zu dem strafrechtliche böse Wille kommen. fann fich, nach feststehender Praxis, auch als eventueller" weißen Stabe hatte er sich auch noch eine weiße Binde um böser die Bethätigung Wille zeigen. Jimmer aber ist den Arm zugelegt, auf der das Wort„ Schutzbeamter" auf- Und siehe, schon nahte das Schicksal in Gestalt einer dieses bösen Willens durch ein Handeln nöthig. Und gedruckt war, und gar höchlich war er erstaunt, als das Jufanteriekolonne, welche diesmal der Kavallerie beim ba bei Bading von Sandeln nach den eigenen Worten Bolt von Berlin auch diesem Fetisch keine Reverenz erweisen Pflücken der Lorbeeren zuvorkommen sollte. des Urtheils nicht die Rede war, so lag fein dolus, auch kein wollte. Vor der Statue des alten Blücher, des Volkshelden", eventueller, mithin auf feinen Fall der Thatbestand eines VerEs schien jetzt in der That ganz aus dem Häuschen, zwischen der Königswache und dem Zeughause, machte die gehens vor, das, wie§ 130, den dolus zur unerläßlichen Vorausdieses Volk von Berlin, es höhnte und lachte so seltsam, Abtheilung Halt, nahm die Front nach der Schloßbrücke, fegung hat. es machte seine Glossen über alles und wies so trozig die und nachdem dreimal rasch hintereinander die Trommel ge Der Artikel schließt mit folgenden Säßen: Zähne, als ob ihm gar nichts, rein gar nichts mehr im- rührt worden, gab sie eine Salve auf die Menge. Mit ponirte, selbst jene Garderegimenter nicht, die in den furchtbarem Geschrei wälzte diese sich nach den nächstliegenKasernen jeden Augenblick bereit standen, um sich von neuem den Straßen und Gassen, ein halbes Dußend Todter und auf die Wehrlosen zu stürzen. Verwundeter auf dem Plaze lassend. 20330 " " 3 Niemand, wie gesagt, zweifelte an dieser blutigen Gewißheit und dennoch wichen diese Tausende und Abertausende nicht vom Plate, als ob sie ihr Schicksal herausfordern und um jeden Preis die Erfüllung desselben beschleunigen wollten. mannt worden." Denn wehrlos waren sie noch immer, die Leichtsinnigen Sie haben es gewollt!" sagte zu dem Notizen sammeln und dennoch so ganz ohne Furcht, während doch dem den Ohrwurm an demselben Abend einer jener Männer mit armen Bären das Herz im Leibe zitterte um seine schönen der weißen Friedensbinde. Es mußte geschehen, denn wir, Häuser, und seine schmucken Läden, und seine Staatspapiere die Schußbeamten, wären sonst von der wilden Masse überund Thalerrollen Und da tamen sie schon wieder heran, Kavallerie, In- Und er sprach's mit tief bewegter Stimme," fügte fanterie und sogar Kanonen! Sie hatten diesmal nicht ge- Herr Ohrwurm gerührt seinem Zeitungsbericht hinzu. wartet, bis die Sonne untergegangen: schon am hellen Die Ruhe wurde an diesem Donnerstag Abend nicht Tage bezogen sie ihre Posten, die ganze Garnison mehr gestört.... ( Fortschung folgt.) " " " Wir können es daher nur beklagen, daß das Reichsgericht und das Landgericht I. Berlin gerade in Fällen zu unseres Erachtens juristisch unhaltbaren Ent scheidungen getommen sind, die der sozialbemotrafischen Agitation Wasser auf ihre Mühle liefern." Prepolizeiliches aus dem Reiche des Herrn von Stephan. Unsere Reichspostverwaltung sorgt nicht blos für die Keuschheit und Bedürfnißlosigkeit der Posts beamten, sie ist auch bemüht, sie vor der Vergiftung durch nicht patriotische Schriften zu sichern. Die Aufsichtsbeamten sorgen nicht blos für die strenge Einhaltung der Diensts pflichten, sie sind auch mit gespannter Aufmerksamkeit bes müht, die nicht dienstliche Thätigkeit ihrer Untergebenen zuffcheibe ich bin, nicht beantworten. Ich wiederhole, I gesonderte Borgehen ber dortigen Freien Bereinigung überwachen. Dies beweist der folgende Fall: wir werden an das kleine Volk warmen Herzens denten. Wir ber Berufsmusiker bei der Maifeier als einen groben " Ein Kolporteur wurde von einem Poftunterbeamten ersucht, werden uns bemühen, feine Lage zu erleichtern. Nach diesen Verstoß gegen die Parteidisziplin und erklärte, daß für die Parteiihm irgendein billiges Geschichtswert zu besorgen. In der Worten kommt ein schrecklicher Tumult zum Ausbruche. De genossen teine Verpflichtung besteht, die genannte MusiferAbwesenheit des Bestellers legte der Kolporteur auf seinen Play Andreis ruft aus:" Erleichtern? Ja, mit Ketten, Handfeffeln, vereinigung vor anderen Musikkapellen zu bevorzugen. Bei der einige Hefte der bei Diet in Stuttgart erschienenen Lieferungswerke Steuer- Exekutionen."- Schweigen Sie," schreit ihm der Abg. von unseren Braunschweiger Parteigenoffen veranstalteten MaiDie französische Revolution" und" Der deutsche Bauernkrieg" zur Casale entgegen, schweigen Sie, ekelhafter Schweinsfeier war der musikalische Theil des Festprogramms nicht der Ansicht nieder. Der aufsichtsführende Beamte besah sich die Hefte, rüssel Sie!" Meinen Sie mich?" fragte feuchend Berufsmusiker- Bereinigung übertragen worden, was Veranlassung machte Anzeige und die Folge war, daß der denunzirte Beamte trop de Andreis.- Ja wohl," antwortete Casale. So kommen war, daß diese eine eigene Maifeier arrangirte. In der seiner Versicherung, daß er diese Werke gar nicht kannte und sie auch Sie und holen Sie sich zwei Ohrfeigen!" sagt nun de Andreis. Debatte über die Angelegenheit wurde im Sozialdemokratischen nicht bestellt habe, nach einem Vororte von Berlin versetzt wurde, Daraufhin stürzt Casale auf die äußerste Linke zu, und im Nu Verein bemerkt, daß die Berufsmusiker Vereinigung mit den was eine Gehaltskürzung von monatlich 15 M. für den verheiratheten ist der ganze Berg von einem wüthenden Menschenknäuel um Gewerkschaften nicht zu vergleichen ist, weil dazu die Vor Unterbeamten zur Folge hatte. Der aufsichtführende Beamte ringt. Der Crispianer Lauruzeano eilt über die Bänke auf bedingung fehlt, die Grundlage des Klassentampfes, denn sie hatte aber, ob wegen seines Pflichteifers in diesem Falle wissen de Andreis und schlägt ihn mit einem Faustschlage zu arbeitet auf eigene Rechnung, ist also selbst Unternehmer, und wir nicht, die Freude, bald zu avanciren." Boden. Ihn selbst packt aber der Lombarde Mussi um den benuße die Partei und die Gewerkschaften nur als milchende Leib und schleudert ihn mit aller Kraft auf die zum linken Aus- Ruh. Ebenso wie die Musiker müsse man schließlich Kleinministeriellen Grafen Beali, welcher ebenfalls im Ansturme sich einigen, von Partei wegen unterſtüßen und nur bei ihnen kaufen. gange führende Stufe. Der Radikale Engel versett dem händler, wenn sich diese als Sozialdemokraten geriren und vers hervorthun wollte, zwei schallende Ohrfeigen. Die Sigung wird Außerdem seien fortgefeht Klagen über schlechtes Spiel der Berufsaufgehoben.Wir möchten gerne wissen, ob Herr Fischer im Reichs. tage wieder behaupten wird, daß die Versehung des Postunterbeamten im Interesse des Dienstes" unbedingt er forderlich war. Und wer den Papst zum Better hat, tann Kardinal leicht werden. Ueber merkwürdige Fälle von Erblichkeit der Beförderungsfähigkeit im badischen Staatsdienste bringt der ultramontane" Freiburger Bote" folgende Mittheilungen: " musiker- Vereinigung eingelaufen. Attentat auf den Chef der Sicherheitspolizei in Aus Schweden. In Stockholm ist der Parteigenosse Petersburg. Man schreibt der Wiener Politischen Correspon- ja Imar Branting wegen seiner Rede am 1. Mai zu denz aus Petersburg, 14. Juni: Gestern wurde hier durch ein brei Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Gr appellirt gegen attentat, welches gegen den Wirklichen Staatsrath Woschinin, das Urtheil. Bis die Sache endgiltig entschieden ist, was nicht Chef der Sicherheitspolizei, in feinem eigenen Arbeitskabinet vor dem nächsten Jahre zu erwarten, wird Branting eine große verübt wurde, lebhafte Aufregung hervorgerufen. Herr Woschinin Agitationsreise unternehmen, um die noch nicht organisirten war im Begriffe, einen Verbrecher zu verhören, und hatte die Arbeiter für den Anschluß an unsere Partei zu gewinnen. Bebeiden Agenten, welche denselben in sein Bureau geleitet hatten, fonders wird er seine Thätigkeit der Aufklärung der Minen. eben entlassen, als das erwähnte Individuum einen Bronze- und Süttenarbeiter widmen. leuchter vom Schreibtische riß und ihn Herrn Woschinin mit aller Kraft auf den Kopf schlug. Der Ueberfallene fiel schwer verletzt dufammen und man fürchtet für sein Leben. Der Schwiegerfohn des Ministers Nolk, Dr. Heydweiller aus Kort, mit 84 Jahren Landgerichts- Rath in Offenburg. Der Schwiegersohn des Ministers Eisenlohr, Dr. Schluffer, wurde mit 27 Jahren Hilfsarbeiter im Minifterium bei feinem Schwiegerpapa, mit 29 Jahren Ober- Bürgermeister von Lahr und mit 34 Jahren Inhaber des Zähringer Löwenordens! Dr. Jolly, Sohn des ehemaligen Ministers Jolly, Es dürfte sich hier um einen politischen Verbrecher handeln, wurde im Alter von 31 Jahren Staatsanwalt und erhielt im bem der Chef der Polizei wohl den Berrath feiner Genoffen unter Alter von 34 Jahren den Rang eines Landge ichtsrathes. vier Augen zugemuthet hat. Es ist wenigstens sonst in Rußland Viktor Schwörer, Echwiegerfohn des Ministers Tu an, wurde nicht üblich, daß ein hoher Beamter mit einem Berbrecher" allein im ersten Jahre nach bestandenem Examen, 21 Jahre alt, in einem Raume bleibt. Eekretär im Ministerium, 28 Jahre alt, Amtsrichter in Oberkirch. " Aus Amerika. Kürzlich haben die Landeskongresse unserer Partei in den Staaten New Jersey und Pennsyl panien stattgefunden. Aus den Verhandlungen des ersteren ist ähnenswerth, daß die Gründung einer Genossens afts- Buchdruckerei beschlossen wurde, um nach Kräften die Herstellung von Flugschriften 2c. betreiben zu können. Die Seftion Newark wurde angewiesen, und ihr zwecks dessen die nöthige finanzielle Unterstützung zugesagt, auf gerichtlichen Wege Otto Elftätter, Sohn des Ministers Estätter, war mit Die armenischen Revolutionäre" fordern in einem uns die Herausgabe der Parteifahne zu erzwingen, die 27 Jahren Finanzinspektor. Dr. Haas, Schwiegersohn des Ober- vorliegenden Manifest die Gleichstellung der chriftlichen und vor drei Jahren wegen ihrer anstößigen" Farbe von der Polizei Auf dem schulrath Direktors Joos, wurde fürzlich von 25 gleichalterigen muhamedanischen Bevölkerung, die Bewaffnung der Chriften auf offener Straße weggenommen worden war. oder älteren Bewerbern zum Profeffor an der höheren Töchter, jezt dürfen nur die Muhamedaner Waffen tragen, Trennung pennfyIranischen Kongreß wurde die Herausgabe schule in Freiburg ernannt. Danach ist die Gescheibtheit in der der Kirche vom Stuat, Breßfreiheit, einen von den europäischen eines wöch ichen englischen Organs beschlossen; ferner badischen Beamtenhierarchie nicht blos erblich, sondern sie über- Mächten zu ernennenden chriftlichen Generalgouverneur unter ein Ersuchen n den Parteivorstand, spätestens im November türkischer Oberherrlichfeit, eine, nach allgemeinem Wahlrecht, von einen Na nalkongreß aller sozialistischen Organiträgt sich auch vermöge eines noch unentdeckten Naturgefeßes ben Christen und Muhamedanern zu erwählende Boltsvertretung, fationen( also nicht nur der Parteisektionen) zu veranstalten. auf den Tochtermann der hochmögenden Herren. mit der die Gesetze zu vereinbaren und aus deren Mitte die In Philadelphia hat eine von ca. 90 Delegaten der Partei Die Hundstage kommen es utunfts- Verwaltungsbeamten zu nehmen sind. und Gewerkschaften besuchte Konferenz stattgefunden, auf der sta a telt im Redaktionsstübchen des Reichsbote". Der Sehr revolutionär" sind diese Forderungen gewiß nicht; Maßnahmen für eine energische Wahltampagne im Patient phantafirt in der gestrigen Nummer: das schlimmste ist blos, daß die armenische Bewegung unter Herbst getroffen wurden. den Einfluß Rußlands gerathen ist, und daß sie nicht über genügende Kräfte verfügt, um selbständig vorgehen und ein selbständiges Staatswesen schaffen zu können. " In der Nummer vom 15. Juni der Wiener Wochenschrift Die Zeit" lesen wir in einem Artikel von Liebknecht, der„ Etwas vom allgemeinen Wahlrecht" überschrieben ist:" In Frankreich, in Belgien, in Deutschland überall, wo unsere Genossen in den gesetzgebenden Körpern sind haben sie die gleiche praktische Haltung befolgt. Der Zukunftsstaat" fputt blos in Den Köpfen tindischer Angst und Klugmeier " " Parteinachrichten. tein Sozialist, der das A- B- C der Nationalökonomie kennt, kann sich in ist auf einer Agitationsreise durch Süddeutschland begriffen. In Von der Agitation. Reichstags- Abgeordneter Frohme solchen Kindereien ergehen." Was sagen die millionen Frankfurt a. M. hat er bereits eine Versammlung abgehalten. Sozialisten dazu, an ihrer Spize Bebel, die an dem Zukunfts- Sie war trotz der jeßigen heißen Witterung äußerst start besucht staate als den Traum ihres Lebens hängen? Werden sie sich und spendete dem Redner, der über die Interessenpolitik der fonicht von Liebknecht, der das Mausern" besonders gut ver- genannten flaatserhaltenden Parteien sprach, für seine Aussteht, genasführt und beleidigt zugleich be- führungen großen Beifall. trachten müssen? Autifemiten in antisemitischem Spiegel. Schönerer, der Führer der deutsch- nationalen Antisemiten Desterreichs erflärt, daß er die Führerschaft seiner Partei niederlege, da sie durch Untreue, Abfall, Wortbruch und Verrath im eigenen ager dem Untergange geweiht sei. Wenn jemand, so muß doch Schönerer, der Begründer und längjährige Führer seine Partei fennen. Wir wagen ihm nicht zu widersprechen. Die Zentralisirung macht in der Schweiz Fortschritte. Eine Depesche aus Bern meldet heute: angenommen. # Todtenliste der Partei. Im Leipziger Krankenhause St. Jakob ist der Schmied Wilhelm Krieger aus Leutsch nach schwerer Krankheit verschieden. Er war Mitbegründer des Leußscher Arbeitervereins und ein treuer, thätiger Parteigenosse. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " -Für den 1. Mai hatten diesmal, wie im vorigen Jahre, die indem sie das gleiche Verbot auch auf Sonntag, den 5. Mai, erDresdner Amtshauptmannschaften alle Maffen- Spaziergänge verboten. Die von Dresden- Altstadt that noch ein übriges, streckte. An diesem Sonntage unternahm aber der Fachverein Baumblut- Partie, was in der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" der Stellmacher, 30 bis 40 Personen start, eine sogenannte inferirt worden war. Schon in Löbtau erreichte ihn die Nemesis. Es folgte eine Anklage wegen Vergehens gegen das VereinsSie sagen, daß es im Redaktionsstübchen des Reichs- Auf dem Parteitag für Neuf i. 2., der am 16. Juni in gesetz und 23 Theilnehmer an der Partie, darunter fünf bote" nicht ganz richtig ist, und geben den Rath, einmal era abgehalten wurde, waren die Ortschaften Gera, Debschwitz, Frauen, standen am Mittwoch vor dem Schöffengericht. die Zukunftsstaats- Debatte zu lesen, die von Untermhaus, Zwößen, Langenberg, Tinz, Leumniß, Pforten, Dieses verurtheilte einen Angeklagten, den Vorsitzenden des unserer Buchhandlung sehr billig zu beziehen ist. Sie wirkt Rubis, Kraftsdorf, Thieschis. Milbis, Stublach, Pohliz, Dorna 15 andere Angeklagte zu je 15 M. und zwei wurden freigesprochen. Raimberg, Frankenthal, Windischenbernsdorf, Scheubengrobsdorf, Vereins, Mühle, zu 30 M., die fünf Frauen zu je 5 M., vielleicht als niederschlagendes Pulver. vom Unterlande, aus dem Oberlande Lobenstein, Schleiz, Tanna, Der Vorsitzende des Gerichts, Amtsrichter Dr. Becker, der schon Saalburg, Hirschberg, Weißendorf, Triebes und Gottliebsthal bei der Beweisaufnahme fortgefeßt unsere Partei angegriffen vertreten. Die Abrechnung für die Zeit vom 1. Juni 1894 bis batte, ließ seiner Abneigung gegen die Sozialdemokratie bei der letzten Mai 1895 ergab eine Einnahme von 4575,48 M. und Begründung des Urtheils noch mehr Spielraum. Er führte aus: eine Ausgabe von 3107,53 M. Darunter 778. für Gs steht zunächst fest, daß die Partie geplant gewesen ist, ehe die Agitation, 667 W. zur Unterstützung von Jubaftirten, 650 M. Sozialdemokraten ihre Demonstration berathen hatten. Unglückan den Parteivorstand. Außerdem gingen bei dem Vertrauens- licherweise ist sie nun gerade auf diesen Tag gefallen. Das mann ein: Für die gemaßregelten Brauer und Brauereiarbeiter Gericht hat angenommen, daß die Veranstalter des Zuges" in Berlin und Braunschweig 268,09 M., für die streikenden das Berbot gefaunt, aber die Partie um deswillen nicht einen anderen Sonntag berlegt haben, weil sie Schumacher in Burg 76,30 W., für die Knopfarbeiter in Schmölln auf 202,25 W., in Summa 546,64 m. Aus dem Bericht des Angst vor dem Terrorismus der Sozialdemokratie hatten. Agitationskomitees ist zu bemerken, daß auch im letzten Jahre Sie haben geglaubt, daß ihnen, falls sie von ihrem VorDer Ständerath hat die vom Bundesrath vorgeschlagene wieder eine rege Thätigkeit durch Versammlungen und Ver- haben abgingen, von der Sozialdemokratie zugesetzt werden Verfassungsrevision, welche das gesammte Militärwefen theilung von Flugblättern entfaltet wurde. Erreicht wurde die tönne. Es ist die Berurtheilung um so bedauerlicher, weil die dem Bunde überträgt, fast unverändert mit 30 gegen 12 Stimmen Ginsegung eines Gewerbegerichts in Gera und ein impofanter Angeklagten lediglich als Opfer der von der Sozialdemokratie Auch die Errichtung einer Bundesbank scheint gesichert. Sieg der Arbeiterpartei bei den Beifißerwahlen. Eine Petition frivol herausbeschworenen Maidemonstration zu betrachten sind. an das Ministerium zur Beschleunigung dieser Sache hatte Der Vorsitzende Mühle mußte um deswillen so hoch bestraft Zur Verfolgung des sozialistischen Abgeordneten in der Zeit von drei Tagen 2100 Unterschriften gefunden. Bei werden, weil er das Inferat in der sozialdemokratischen sogenannten Calvinhac wird uns aus Paris geschrieben: Der von der Kom- der Neuwahl des Agitationskomitees wurden Wetterlein, Sächsischen Arbeiter Beitung" einrücken ließ und so die mission in Angelegenheit der Verfolgung Calvinhac's zum Ublig. Haufold, Rödiger, Neupert und Wagner anderen ins Berderben stürzte. Das Gericht hat die Referenten ernannte Abg. Couchard hat seinen Bericht bereits wieder-, und Frau Klopfer, Bräunlich und Franz neu- Zugehörigkeit der Vereinsmitglieder zur Sozialdemokratie fertiggestellt. Derselbe kommt zu dem Ergebniß, daß das staats- gewählt. Zum Parteitag in Breslau werden 2 Telegirte gesandt. um deswillen für erwiesen angesehen, weil sie sich für ihre Beanwaltschaftliche Verlangen um Ermächtigung zur gerichtlichen Ueber die Reußische Tribüne" wurde berichtet, daß diefe großen kanntmachungen der sozialdemokratischen Sächf. Arb.- 3tg." be Verfolgung des sozialistischen Abgeordneten von Toulouse, Ge- Verfolgungen ausgesetzt war. Es find insgesammt 8 Monate dienten. Nach alledem steht fest, daß es fich lediglich um eine nossen Calvinhac, zurückzuweisen ist. Die Kommission, welcher Gefängniß, die auf 7 Monat reduzirt wurden, und 205 M. demonstrative, wiffentliche Uebertretung des Berbotes handelt der Bericht gestern vorgelegt und von ihr gutgeheißen wurde, Geldstrafen ausgesprochen worden, während 3 Prozesse noch und rechtfertigt sich so die Bestrafung. Die Sächsische Arbeiterhat ihren Referenten beauftragt, von der Kammer zu verlangen, schweben. Freisprechung erfolgte in 2 und Zurückziehung der Beitung" erklärt dem gegenüber, daß die Berurtheilten Berufung daß der Bericht bezw. dessen Konklusionen noch im Verlaufe der Klage refp. Einstellung des Berfahrens gleichfalls in 2 Fällen. einlegen werden und auf grund einer Entscheidung des Obernächsten Woche zur Diskussion gelange. An Gerichts- und Prozeßkosten wurden 292,20. bezahlt. landesgerichts freigesprochen werden müßten; weitert fordert sie Troßdem hat bas zeichnen. Blatt wieder Fortschritte zu vers die Parteigenoffen auf, fünftig den Amtsrichter Dr. Becker, der, Der Kaffenbericht gestaltete sich folgendermaßen: beiläufig bemerkt, Aktionär des Waldschlößchens ist und wegen Die Einnahme vom 1. April 1894 bis 31. März 1895 betrug: des Boykotts gegen diese Brauerei seiner Zeit über unsere für Abonnements 15 867,66., für Annoncen 18 452,98 M., Parteigenoffen zu Gerichte saß, unbedingt als befangen abzulehnen. für Sonstiges 20,01 m. Insgesammt 29 340,60 m. Die AusDas bereits gemeldete Verbot des Parteifestes in gabe fiellt sich auf 28 807,44 W., darunter für Drud 19 881,10 M., Buckenwalde ist von der dortigen Polizeibehörde damit Porto 690,87 M., Feuilletons, Berichte 2c. 780,25 M., Boten begründet", daß das Vergnügungskomitee die Konzession zur lohn 578,42 M., Prozesse 566,20 M., Miethe 168, Gehälter der Veranstaltung musikalischer Vorträge 2c. nicht besitzt, auch ein Die Szene im italienischen Parlamente, die zum ueberweisungen 216,79 W., Anschaffungen 117,60 M., Ber- daß an den Bersammlungen politischer Vereine Frauenspersonen, Redaktion 8820., ber Expedition 2810 M., Abonnements und diesbezügliches Gewerbe nicht angemeldet oder versteuert, ferner äußeren Anlaß für das Maulkorb- Gesetz genommen wird, ficherungsbeiträge 51,63 M., Ueberschuß 538,16 M. Der leyte Schüler und Lehrlinge nicht theilnehmen dürfen. Nun ist aber schildert der Korrespondent der Neuen freien Preffe" Punkt der Tagesordnung, Stellung zu den im Herbst stattfinden das Fest gar nicht von einem Verein arrangirt oder angemeldet folgendermaßen: den Landtagswahlen, mußte der vorgerückten Beit halber ab- worden, sondern von der Partei, und diese hat keinen VereinsCrispi: Der Amnestie- Att ist eine Prärogative des Königs.- gesetzt werden und wurde einer nächstens abzuhaltenden Partei- charakter. Dieser Grund" ist also so hinfällig wie der andere, Imbriani: Unter Eurer Verantwortung. Crispi: Die Gegner versammlung zur Erledigung überwiesen. wonach von einem einfachen Gefikomitee Konzession verlangt wird. behaupten, daß der Kassationshof die Urtheile der Kriegsgerichte In einem Situationsbericht über Elsaß- Lothringen fort. In einem zum 6. Wahlkreise( Dresden- Land) gehörenden Der Paragraph vom groben Unfug setzt seinen Siegeszug für ungefeglich erklärte. Das ist unwahr und erfunden. Die Urtheile wurde dem Offenburger Bolfsfreund" aus Mülhausen gofal Dresdens sprach bei der legten Reichstagswahl in wurden im Gegentheile sämmtlich bestätigt. Doch lassen wir das. Wenn die Stunde geschlagen haben wird, so werden wir geschrieben: Wir haben hier keine dem König den Att der Gnade empfehlen, der uns am Herzen und wie das gesprochene, so ist uns auch das geschriebene Wort Gegen diese Auffassung wandte sich der Vorsitzende Dreyer in einer Bersammlung der Referent auch über Berliner WohnungsOrganisation; die öffentliche Agitation ist uns lahmgelegt; verhältnisse, was der Ueberwachende nicht gestatten wollte. liegt. Costa( schreiend): Eagen Sie, den Aft der Gerechtigkeit! verboten. Wir haben keine eigene Zeitung, und die VerCrispi: Nein, der Gnade!( Mit scharfer Betonung): Der Gnade für diejenigen, welche verblendet und irregeführt wurden. breitung von Druckschriften verhindern die Kolportagepara- öbtau mit der Bemerkung, daß man in einer Wählerversamm( Stürmische Unterbrechung auf der äußersten Linken. Rufe: Alle graphen. Da hat es wohl manchmal den Anschein, als wären lung alles sagen dürfe und der Beamte deshalb nichts hinein. sollen befreit werden, Alle!) Crispi: Sie denken nur an die wir todt, oder nicht mehr weit davon; man hoffte ja wohl auch zureben habe. Dadurch soll er groben Unfug verübt haben, Häupter,( Rufe: Nein, unwahr! Werleumdung!), wir aber an die uns auszuhungern. Allein bei Wahlen und derartigen Gelegen wofür er laut Schöffengerichteurtheil 30 M. zu zahlen habe. Bedrückten und Berlaffenen.( Geheul.) Costa: Sie verleumden Molsheim brachte uns einen Stimmenzuwachs von 3000 auf öffentlichen Versammlung ein festes Gintrittsgelb von 10 Pf. heiten zeigt sich ein anderes Bild. Ein Parteigenosse in Hoym in Anhalt war von der Die Wahl in Ersteinuns. Wir werden Ihnen hier die Schaaren ihrer Opfer vor 5000; wir find im vergangenen Jahre das erste Mal in die erhoben hatte. Auf seine Berujung sprach ihn das Landgericht Polizei zu 15 M. Strafe verurtheilt worden, weil er bei einer führen. Prampolini: Denken Sie doch an Ihre Verbrechen! Crispi( mit donnernder Stimme): An die Bedrückten haben Sie Bezirts- und Kreistagswahlen eingetreten, und haben achtungsfrei. Das Boltsblatt für Anhalt" bemerkt dazu: Das Dessauer nie gedacht! Costa: Lassen Sie doch die Komödie, spielen Sie werthe Erfolge gehabt; wir werden im kommenden Jahre bei nicht die Rolle des Anwalts der Armen!( Es brach nun ein den Gemeinderaths- Wahlen wieder auf dem Plaße sein. Die Landgericht hat nun schon einige Mal in diesem Sinne entWahlbewegung muß uns jederzeit die ganze Agitation ersetzen. schieden, aber immer wieder versuchen übereifrige Polizei- VerTumult aus, und inmitten desselben machten sich mehrere Sonst aber, in gewöhnlichen Zeiten, arbeitet für uns lediglich waltungen, den Einberufern öffentlicher Versammlungen aus Stimmen vernehmbar. Man rief: Wer hat die admibie blinde wirthschaftliche Entwickelung; und sie ist es, welche einer anhaltischen Polizeiverordnung, die von öffentlichen Sammnistrativen Verschickungen auf dem Gewissen? Wer hat Tremiti Inseln bevölkert? Wer hat Weiber und dem Wähler zu Beiten der Entscheidung unseren Stimmzettellungen spricht, einen Strick zu drehen. Sollte sich in Zukunft Kinder in Sizilien dem Hunger preisgegeben? Unmensch, wir in die Hand drückt, trotz aller Machenschaften der Regierung und wieder eine anhaltische Polizeibehörde finden, die wegen Erder Klerisei. hebung eines Versammlungs- Entrees ein Strafmandat zustellt, werden Ihre Opfer rächen!) Grispi( im Tumult fortfahrend): so ist es Pflicht aller davon Betroffenen, auf grund des landAuf die Reinheit meines Gewissens ver Aus den Partei- Organisationen. Ter Sozialdemokratische gerichtlichen Urtheils vom 17. Juni die gerichtliche Entscheidung trauend, werde ich die Anklagen, deren Ziel- Verein Braunschweigs bezeichnete in einer Resolution das zu beantragen. Crispi braucht wieder Anarchisten. Eine Depesche aus Rom meldet nämlich: Allgemein herrscht die Ansicht, daß der Brand der Tramwayremisen, wobei 50 Pferde zu grunde gingen und vier große Magazine zerstört wurden, von Anarchisten angelegt worden sei. Die Polizei nahm mehrere Verhaftungen verdächtiger Per sonen vor." die M oder so gut wie feine " In Nürnberg hielt am 17. März 1894 unfere Partei Gewerkschaftliches. " " Hek der beiter von höchster Bedeutung ist. Darum appellirt sie an alle Arbeiter, der Kommission mit aller Kraft unterstüßend zur Seite zu stehen. Sie wünscht, daß die Generalfommission streng auf gewerkschaftlichem Boden verharrt und ihre Mitglieder sich lediglich der Förderung der Gewerkschaften widmen." Versammlungen: " Bum Schlägerftreik in Fürth berichtet die Fränkische 1, müssen". Mehrere Personen find verwundet, viele verhaftet die März feier ab. Einberufer und Leiter war der Reichs- Tagespoft": Um zu verhindern, daß die Kleinmeister an die worden. So löst man im Italien des Herrn Crispi die Arbeiters tags- Abgeordnete Grillenberger. Bei der Feier tam auch Exporteure während des Streits abliefern, hat der Metall- frage! die Arbeitermarseillaise als Konzertpiece zum Vortrag. Der schläger- Verband eine gemeinsame Verkaufsstelle errichtet, welche In Lissabon hat der reiche Fabrikbefizer und Holzhändler anwesende Polizeioffiziant Gerner verlangte, diesen Gefang ein- selbständig zu exportiren gedenkt und das Geschäft von Kaufzustellen, widrigenfalls die Versammlung für eine politische leuten unabhängig machen will. Durch diese Einrichtung find die Joaquim Antunes dos Santos, der früher selber ein schlichter erklärt würde und Frauen und Minderjährige den Saal ver- Aussichten für den Verlauf der Lohnbewegung erheblich ver- Arbeiter und Beamten eingeführt. Er ist der erste, der in Handwerker war, den A cht stundentag für seine sämmtlichen Tassen müßten. Grillenberger ließ das Lied abbrechen. Jetzt bessert. Portugal diese nüßliche Neuerung einführte. stimmte aber die ganze Versammlung das Lied an und Gerner Aus Konstanz wird uns geschrieben, daß der Streit verlangte nun die Entfernung der Frauen und Minderjährigen der Holzarbeiter gut steht, da die Mehrzahl der Meister Aus Amerika wird uns geschrieben: Die Eisen. und auf grund von Art. 15 des Vereinsgesetzes, und als diesem Ver- und zwar die Inhaber kleinerer Geschäfte bewilligt haben. Die Stahl, Baumwoll- und Wollstoff Arbeiter langen nicht entsprochen wurde, den Schluß der Versammlung, übrigen Meister boten am Sonntag in einer Zusammenkunft mit haben eine kleine Ausbesserung ihrer Lage erlangt, bis auf die welchem Verlangen Grillenberger abermals nicht nach den Ausständigen 1/2 Stunde kürzere tägliche Arbeitszeit an, was Wollstoffweber in Providence Olneyville, wo sich die Fabrikanten fam. Grillenberger erhielt infolge dieser Vorkommaus vorerwähntem Grunde abgelehnt wurde. Um nun auch noch hartnäckig widersehen. Dagegen scheinen die Kohlen. nisse ein Strafmandat über 85 Mart, weil er 1) eine diefe Unternehmer zur Bewilligung der vollen Forderung zu ver- gräber auf der ganzen Linie( im Pittsburger Diſtrift, ,, öffentliche Luftbarkeit" ohne polizeiliche Erlaubniß ver anlaffen, wird der Streik energisch fortgeführt. Damit ein voll- W. Virginien und Ohio) unterlegen zu sein. Damit ist der Lohns anstaltet habe, 2) eine politische Versammlung abgehalten hätte, ständiger Sieg errungen wird, ist aber Unterstützung von aus. durchschnitt definitiv wiederum auf einen niedrigeren Stand geohne 24 Stunden zuvor hiervon der Polizei Anzeige gemacht zu wärts dringend nöthig, worauf die Holzarbeiter und die Arbeiter sunken. Derselbe war im Jahre 1870 für die Minen mit haben, 3) auf Aufforderung des überwachenden Beamten Frauen der übrigen Gewerbe hierdurch aufmerksam gemacht werden. mittelhohen Förderkosten- 1 Doll. per Tonne; 1880: 78 Cents; und Minderjährige nicht ausgewiesen und 4) weil er auf Ver- Sendungen sind zu richten an A. 3ähringer, Schreiner im 1890 65 Cents; nach dem im vorigen Jahre abgeschlossenen langen die Versammlung nicht aufgelöst hätte. Gegen den Straf Neuen Schiff in Konstanz. Kompromiß 69 Cents, die aber nur in einem Theil der Minen befehl erhob Grillenberger Einspruch. Am 5. September v. J. und nur kurze Zeit gezahlt wurden; jezt 60 Cents. Erste Generalversammlung des Verbandes fand vor dem Schöffengericht Berhandlung statt, in welcher Grillenberger in Beziehung auf Punkt 2 und 4 freigesprochen deutschen Buchdrucker. Am Mittwoch, dem dritten Verund wegen Punkt 1 und 3 zu 45 M. Geldstrafe verurtheilt handlungstage, wurde in nicht öffentlicher Sigung über die wurde. Gegen dieses Urtheil erhob sowohl der Amtsanwalt Tariffrage verhandelt. Nach siebenstündiger Berathung faßte Eine Versammlung der Playdeputirten der regen Freisprechung aus Puntt 4, als Grillenberger wegen Nicht man folgende Beschlüsse: 1. Die Generalversammlung des Verfreisprechung aus Punkt 3 Berufung. In der Verhandlung vor der bandes der deutschen Buchdrucker weist das Verlangen des 3 immerer, die am 14. Juni tagte, beschäftigte sich zum Straffammer am 20. Juni zog die Staatsbehörde ihre Berufung zurück Deutschen Buchdruckervereins nach getrennten Gehilfenvertreter größten Theil wieder mit der Diskussion über die leidige und der Vertreter des Angeklagten, Dr. Erlanger, die Berufung be- wahlen als Beleidigung der organisirten Gehilfenschaft energisch Organisationsfrage. Auf die Angriffe gegen die Zentralzüglich des Art. 15, weil inzwischen ein oberstrichterliches Gr- zurück. Sie steht nach wie vor auf dem Boden des gemeinsam organisation wurde besonders von Wellsow, Weiß, Rikammer fenntniß über den Begriff„ Vereinsversammlungen" ergangen ist, vereinbarten Tarifs( siehe Abkommen Bürenstein- Döblin). und Bethke darauf hingewiesen, daß seinerzeit der Vertrauenssodaß es sich lediglich noch um Veranstaltung einer öffentlichen 2. Der Verbandsvorstand wird beauftragt die Gauvorsteher mann der Zimmerer die Erklärung abgegeben habe, er würde Luftbarkeit" handelte. Dr. Erlanger beantragte Freisprechung, u einer Tarifberathung zusammenzuberufen. Die Zeit nicht eher ruhen, bis der Verband zu grunde gerichtet ist. Man da von einer öffentlichen Luftbarkeit und einer politischen Ver- der Konferenz bleibt dem Vorstande überlassen. Abgelehnt wurde könne es deshalb den Verbandskollegen gewiß nicht verdenken, fammlung zugleich nicht geredet werden könne. Der Staats- der Antrag, zur Unterstützung des Vorstandes in Tarifangelegen- wenn sie es ablehnen, zur Unterstützung derartiger Bestrebungen Gelder zu sammeln. anwalt überließ die Entscheidung dem Ermessen des Gerichts, heiten einen zwölfgliedrigen Tarifausschuß zu wählen. und dieses erkannte, indem es sich den Ausführungen der VerAm vierten Verhandlungstag wurde in Beziehung Die Vergolder hielten am 17. Juni eine Versammlung ab, theidigung anschloß, auf Freisprechung Grillenberger's. Die Kosten auf die obligatorische Einführung des Corin der Frau Mesch in einem recht beifällig aufgenommenen des Prozesses wurden der Staatstaffe auferlegt. respondenten" nach längerer Diskussion folgender Antrag Vortrage über das Thema:" Die Frau und der Kapitalismus“ angenommen: Die Generalversammlung. drückt den Wunsch sprach. Zur Verhandlung stand sodann die Fortsetzung der aus, daß seitens derjenigen Gauvereine bezw. Bezirksvereine, in Debatte über die Stellung zum Generalstreit. Man einigte fich welchen das Obligatorium des„ Correspondent" noch nicht herbei- dahin, zunächst Werkstattversammlungen einzuberufen, in welchen geführt ist, während der Zeit bis zur nächsten Generalversamm- die betreffenden Forderungen aufgestellt und berathen werden Zur zahlreichen Beschickung des dritten inter- lung dahingehend gewirkt wird, diese Frage in dem Sinne zur sollen. Das Resultat dieser Agitation soll einer späteren nationalen Handschuhmacher Kongresses, der Erledigung zu bringen, daß je zwei Mitglieder ein Exemplar öffentlichen Versammlung unterbreitet werden. Hierauf giebt der im September dieses Jahres in Paris abgehalten wird, erläßt auf Kosten des betr. Gau- bezw. Bezirksvereins zugestellt er- Vorsitzende einen Bericht über die Lage des Streits in Leipzigdas mit der Einberufung beauftragte Brüsseler Komitee des All- halten." Bei dem Punkte: Besprechung über die Betheiligung Reudniß. Die Situation ist für die Arbeiter feine ungünstige. gemeinen Handschuhmacher- Verbandes einen Aufruf an alle des Verbandes an dem internationalen Buchdrucker Die Streitbrecher sind abgereist, und sind nur noch die Herren Handschuhmacher, Gerber, Färber und versekretariat und an der General- Kommission für Olffen und Homsen, Versilberer aus Ottensen, und Hellwig, wandte Berufsgenossen. Auf dem Kongreß foll u. a. Die Gewerkschaften Deutschlands gelangten folgende Farbigmacher aus Berlin, dort beschäftigt. Zum Schluß werden über Reiseunterstügung, internationale Krankenversicherung und Anträge zur Annahme: 1. Die erste Generalversammlung des die Berufsgenossen darauf aufmerksam gemacht, in denjenigen über die Aufnahme von Gerbern, Färbern 2c. in den inter- Verbandes der Deutschen Buchdrucker beschließt auch fernerhin Werkstätten, wo bisher keine Vertrauensmänner gewählt sind, nationalen Handschuhmacher- Verband berathen werden. Nähere sich an dem geschaffenen internationalen Sekretariat zu betheiligen das Versäumte nachzuholen. Auskunft ertheilt der Sekretär Emil Grange, Rue Hotel und beauftragt ihren am nächsten Kongreß theilnehmenden des Monnaies 79 in Brüssel. Die Mufikdirigenten der Freien Vereinigung Delegirten für eine praktische und möglichst einfache GeschäftsAn sämmtliche Bauarbeiter Berlins und der Vororte! führung, sowie Ausbauung der genannten Institution einzutreten." der Zivilberufsmusiter" wurden in der Versammlung Werthe Arbeitsgenossen! Wie Euch bekannt sein dürfte, befinden 2. Die Generalversammlung des Verbandes der deutschen Buch- am 18. d. M. in bezug auf ihre Qualifikation einer ernsten fich die Töpfer( Ofenseter) in einem Abwehrstreit. Durchdrucker hält an dem Bestand der Generalkommission in der Kritik unterzogen. Scharf gerügt wurde, daß sich verschiedene Beschluß der Innung vom 29. April d. J. hat sich die Mehr- innersten Ueberzeugung fest, daß sie zur Hebung der Gewerkschafts. Mitglieder, ihr Können überschäßend, als Dirigenten hinstellen zahl der Unternehmer diesem Beschlusse gefügt und den Arbeitern Organisationen und damit der wirthschaftlichen Lage der Ar- und durch vollständige Unfähigkeit zur Vertretung eines solchen 10 pCt. vom Lohutarif abgezogen. Dieses fönnen und dürfen Postens die Vereinigung mißkreditiren. Arbeitsvermittler Mothe3 wir uns nicht gefallen lassen, indem der Tarif im Jahre 1886 mußte die bittersten Vorwürfe über sich ergehen lassen, da er beiderseits, also von Meistern und Gesellen, anerkannt und auch sich eigenmächtig zu den für den Berein abgeschlossenen Musitbis zu vorerwähntem Datum innegehalten ist. Einseitig hat man aufträgen als Dirigent aufstellte, obgleich er bislang nie einen Tattstock geschwungen hatte. Speziell bekundeten die Mitglieder von seiten der Immung dieses Verhältniß gelöst oder vielmehr Krüger und Kosmann: Bei einem Frühkonzert, das an einen dahingehenden Versuch gemacht. Wir ersuchen nun und Gewerkschaftspresse. Der Eisenbahner", das den Pfingstfeiertagen in der„ Neuen Welt" unter der Direktion bitten alle Bauberufsgenoffen, uns in unserem Kampfe moralisch Bentralorgan des österreichischen Eisenbahnpersonals, erscheint in des Herrn Mothes stattfand, hätten sie sich geschämt, nach der zu unterstützen. Die unterzeichnete Kommission wird an diejenigen der stattlichen Auflage von 12 500 Gremplaren. ersten Konzertpause das Orchester wieder zu betreten. Eine zum Berufsgenossen, die auf solchen Bauten arbeiten, wo von den Unternehmern die schriftliche Erklärung nicht gegeben ist, bis Auch die Gewerkschaftskommission Oesterreichs flagt Vortrag gebrachte Piece" Der Schwur", fei eher ein„ Meineid" zum 31. Dezember 1896 den 86er Tarif zu bezahlen, herantreten über mangelhafte Beitragszahlung seitens der gewesen. Die Versammlung befchließt:" Diejenigen Dirigenten, und sie darauf aufmerksam machen, daß sie sich selbst und Gewerkschaffen. In einer Kundmachung" sagt fie: die ihre Unfähigkeit beweisen, dürfen nicht wieder aufgestellt In einer Kundmachung" sagt fie: die Allgemeinheit durch eine derartige Handlungsweise Geld wird von allen Seiten von der Kommission für Agitation, werden." Als Arbeitsvermittler wurde das Mitglied Hoch schädigen. Bis heute haben 475 Kollegen die Arbeit niedergelegt. Organisation und Streits verlangt; ja, wo aber hernehmen, wenn und als 3. Schriftführer Wollenberg gewählt. das rückständig bleiben beinahe die feste Norm der Organisation Alt Glienicke. Der hiesige Allgemeine Arbeiter und Wir ersuchen und bitten nochmals um allseitige Unterſtügung geworden ist, da viele Organisationen überhaupt ihrer Pflicht Arbeiterinnen- Verein beschäftigte sich am 16. Juni mit der Die Streittommission der Zöpfer Berlins. garnicht nachkommen." Regelung einiger Vereinsangelegenheiten. Unter anderem wurde An alle Porzellanarbeiter!( Dreher, Maler, Drucker, Unter den Bediensteten der Pariser Dampfboot- an stelle des bisherigen Bibliothekars das Mitglied Metze gewählt. Formengießer, Schleifer, Brenner, Ofenarbeiter, Packer, Sortirer gesellschaft herrscht gegenwärtig eine starke, auf die Verkürzung und Mühlenarbeiter.) Der Streit der Porzellanarbeiter in Alt ihrer Arbeitszeit gerichtete Gährung. Die Matrosen und sonstigen wasser dauert nun bereits die 11. Woche. Die Situation hat sich Bediensteten auf den Pariser Lokalschiffen haben nämlich eine noch nicht viel verändert. Außer zwei Malern sind Streifbrecher tägliche Arbeitszeit von 15, 16 und selbst 18 Stunden. Sie ver( Privat- Telegramm des Vorwärts".) noch nicht zu verzeichnen. Die Firma Tielsch giebt sich alle langen nun, daß das Gesetz von 1848, das den 12 stündigen Mühe, solche zu bekommen, und sichert ein Reisegeld in der Höhe Arbeitstag für die in der Industrie beschäftigten erwachsenen Kiel, 21. Juni, 7 Uhr 40 Min. Auf der Dampfpinasse des bis zu 20 M. zu, aber ihre Bemühungen sind bis jetzt an der männlichen Arbeiter vorschreibt, auch auf sie zur Anwendung glänzend bewiesenen Solitarität der deutschen, sowie aus gelangen soll. Sie haben zu diesem Behufe bereits eine Amerikakreuzers San Francisco explodirte ein alter Dampskessel, ländischen Porzellanarbeiter gescheitert. Porzellanarbeiter! Sorgt Delegation an die Arbeitskommission der Kammer entfendet und wodurch zwei Mann verwundet wurden. Der Kaiser besuchte jetzt erst recht mit verdoppeltem Eifer dafür, daß alle etwa vor- werden dieser Tage auch beim Minister der öffentlichen Arbeiten den französischen Panzer„ Hoche". Die französischen Schiffe verhandenen indifferenten Kollegen über die Situation in Alt- vorstellig werden. Sollte es ihnen nicht gelingen, auf diesem wasser aufgeklärt werden. Genossen! Benutzt jede Gelegenheit, Wege zu ihrem Ziele zu gelangen, dann sind sie entschlossen, zum lassen als die ersten heute um Mitternacht den Kieler Hafen. so schreibt man uns aus Paris jedes Zusammensein mit Kollegen, um die Sprache auf den Streit Streit zu greifen. Sie sind in Altwasser zu bringen und vor Zuzug nach dorthin zu warnen, sehr gut organisirt und können im Falle eines Streits auf Kiel, 21. Juni. Die in Riel anwesende Fremdenzahl wird damit wir auch fernerhin in der Lage sind, zu konstatiren: Die die Sympathie des großen Publikums rechnen. Hoffentlich ge auf 85 000 bis 100 000 geschätzt. Porzellanarbeiter verstehen und üben Solidarität nach allen lingt es ihnen aber, ohne Streit ihr Ziel zu erreichen. Köln, 21. Juni. Wie die„ Kölnische Volkszeitung" meldet, Seiten! Jm Streit stehen noch und sind zu unterstützen: 162 Mit- Die Hafenarbeiter von Bastia in Frankreich haben in- ist der Provinzialausschuß der Rheinprovinz für morgen nach glieder des Porzellanarbeiter Verbandes, dazu kommen noch folge von Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. Sie verlangen Düsseldorf einberufen behufs Beschlußfassung über Ankauf der 23 Mitglieder des königl. preußischen Verbandes( Siz Magde: 4 Franks für die Arbeiten bei Tag und 5 Franks für die Nacht- Alexianeranſtalt Mariaberg. burg), welche von ihrem Verbande teine Unterstüßung mehr be- arbeit. Die Kompagnie Fraiffinet, in deren Dienst sie stehen, Frankfurt a. M., 21. Juni. Die Frankfurter Zeitung" kommen, und 35 Nichtorganisirte( Mädchen und Arbeiter), ins hat gleich nach Ausbruch des Streifs ihre Schiffsleute zu den meldet aus Budapest: Während eines Gewitters schlug der Blitz gesammt also 222 Personen. Anderweitig untergebracht sind bis Hafenarbeiten, d. i. zu den Auf- und Abladungen der Waaren in die Villa des deutschen Generalkonsuls Prinzen von Ratibor jezt sechsundvierzig Maler und 23 Dreher. Alle Sendungen fommandirt, infolge dessen es zu Reibungen zwischen den und Corvey. Der Prinz und eine Familie retteten sich ins wolle man an Aug. Grallert, Dreher, Altwasser in Streifenden und deren Erfagleuten tam. Die Behörden, die Freie. Die Villa sammt der Einrichtung wurde ein Raub der Echlefien, III. Bezirk Nr. 7 adressiren. natürlich stets auf feite des Unternehmerthums besonders dann Flammen. Rom, 21. Juni. Deputirtenkammer. Der Finanzminister stehen, wenn es sich wie hier um große Aktiengesellschaften handelt, An die Arbeiter der Walz und Hüttenwerke Deutsch- find sofort gegen die Streifenden eingeschritten und haben mehrere Sonnino bringt das Budgetprovisorium für Juli und August lauds richtet der Hauptvorstand der Formerorganisation durch Berhaftungen vornehmen lassen. Die Aus- und Abladungen ein. Cavallotti und andere Deputirte der äußersten Linken beTheodor Schwart in Lübeck, Alsheide 16, folgende Bekanntmachung: Die englischen Unternehmer der Eisen- und finden nun unter Bewachung von Polizei und Gendarmerie statt. antragen, die Geschäftsordnung der Kammer dahin abzuändern, Stahlbranche weisen stets darauf hin, daß die Produktion den Die Hafenarbeiter von Rochefort haben ebenfalls den Streit die gestern von Cibrario beantragten Disziplinarverfügungen Stahlbranche weisen stets darauf hin, daß die Produktion den erklärt. Sie verlangen den zehnstündigen Arbeitstag und Er- gegen Deputirte auch auf diejenigen Miniſter auszudehnen, Engländern erschwert würde, weil die belgischen und deutschen höhung des Stundenlohnes für Ueberzeitarbeiten. welche Mitglieder der Kammer sind. Darauf wird die Sigung Arbeiter derselben Branche bedeutend billiger, länger und geschlossen. ebenso ergiebig arbeiten wie die englischen Arbeiter. Infolge Die Marseiller Bäckergehilfen agitiren feit kurzem sehr ( Depeschen- Bureau Herold.) deffen ist eine aus Unternehmern und Arbeitern zusammengesetzte start für theilweise Abschaffung der Nachtarbeit und für Ein- Soltenau, 21. Juni. Bei der Durchfahrt der Flotte durch Untersuchungsfommission gewählt worden, welche die Verführung der Sonntagsruhe. Zu diesem Zwecke haben sie in den den Kanal ereigneten sich mehrfach Zwischenfälle. Der Schnellhältniffe in Belgien und Deutschland zu studiren hat und zu letzten Tagen mehrere Wersammlungen abgehalten und am jüngsten dampfer Kaiser Wilhelm II." faß verschiedene Male feft. diesem Zwecke eine Reise nach den genannten Ländern unter Donnerstag einen dahingehenden Aufruf an die Bevölkerung er- Die bie ganze Flotille begleitenden Schlepper mußten schon nehmen soll. Die Associated Iron and Steel Workers af laffen, aus welchem hervorgeht, daß, wenn die Bäckermeister bei Kilometer 8 zur Hilfeleistung herbeieilen. Der 11or= Great Britain" ersucht um Angabe von Adressen und Organi ihren Forderungen nicht nachkommen, sie mit Beginn der nächsten wegische Aviso„ Viking" lag auf dem halben Wege quer im sationen der Arbeiter in deutschen Walz- und Hüttenwerken und Woche in den Streit treten. Bezüglich der Nachtarbeit ist zu Ranal zwei Stunden, der folgende amerikanische Aviso Mar zwar direkt an: Heat Office af the Associated Iron and bemerken, daß die Gehilfen verlangen, daß die Arbeit erst um Stellworkers of Great Britain 6 Paradise Jerrace Darlington. Mitternacht beginnen soll. Von den 620 Bäckermeistern, die blehead" mußte deshalb vertauen; da kein anderes Objekt vorEngland. Da uns keine Adressen und Organisationen bekannt Marseille sammt Vororten zählt, haben bereits 200 erklärt, den handen war, wurde er an den Telegraphenstangen vertaut, welche durch das Gewicht umgebogen, theilweise ausgerissen wurden. find, ersuchen wir die auf Walz- und Hüttenwerken beschäftigten Forderungen der Arbeiter nachkommen zu wollen. Dem russischen Aviso„ Großjaschtschi" brach eine seiner beiden Kollegen, oder solche, denen Adressen von Arbeitern der Branche Schrauben. bekannt sind, dieses entweder an obige Adresse in Darlington oder an uns umgehend zu berichten. von seiten unferer Kollegen. M " " Die Maurer von Nevers, der Hauptstadt des Departements Nièvre, haben soeben den Ausstand erklärt. Sie verlangen einen elfstündigen Arbeitstag und einen Minimallohn von 4 Fr. 20 Cts. pro Tag. Ein großer Bergarbeiterstreik ist auf den Gruben bei Charleroi in Belgien ausgebrochen. 5000 Arbeiter feiern wegen verweigerter Lohnerhöhung. Man fürchtet, daß auch die übrigen Bergleute des Charleroier Kohlenbeckens die Arbeit niederlegen werden. Depeschen. " Wolff's Telegraphen- Bureau. Lübeck, 21. Juni. Heute Nachmittag wurde hierselbst die Deutsche nordische Handels- und Industrie- Ausstellung durch den Handelskammer- Präsidenten Lange eröffnet. in der Umgegend zwei heftige Erdstöße verspürt. Reichenau, 21. Juni. In voriger Nacht wurden hier und Tarnopol, 21. Juni. Die Umgebung des Städtchens uczacz wurde durch eine furchtbaren Sturm mit Hagel verhcert. Alle Saaten sind vernichtet. Die vertagte Gerichtsverhandlung gegen den Bergarbeiter Margraf, als verantwortlichen Redakteur der Berg- und Hüttenarbeiter Zeitung", der der Beleidigung des Gendarmen Münter in Herne angeklagt ist, wird am 27. Juni in Essen fortgefeßt. Der Staatsanwalt hat dazu 17 Zeugen vorgeladen, der Angeklagte 8. Die Bergarbeiter- Zeitung" bringt eine AufBrüffel, 21. Juni. Die 21 er Rommission beschloß, dem forderung an alle diejenigen, die den fraglichen Vorfall bezeugen tönnen, ihre Adresse an die Redaktion( Gelsenkirchen, Friedrich- In Venedig verlangen die aftträger im Hafen eine unabhängigen Rongoftaate 5 Millionen zur Fortsetzung der straße) gelangen zu lassen, was bis spätestens Montag, den Ausbesserung ihres Lohns. Sie sollen dabei revoltirt haben, Eisenbahnbauten im Rongogebiet und weitere 5 Millionen zur 24. Juni, geschehen muß. weshalb die Sicherheitswache mit blanker Waffe habe einschreiten Deckung des am 1. Juli cr. fälligen Darlehens vorzustrecken. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 143. Tokales. Den Parteigenossen von Pankow und Nieder- Schönhausen dürfte es bekannt sein, daß in der letzten VolksversammLung eine Kommission zur Erörterung der Frage gewählt wurde, ob es thunlich sei, den Vertrieb der Presse und der sonstigen Parteiliteratur in eigene Regie zu nehmen. Die Kommission hat Diese Frage bejaht und den Beschluß gefaßt, bereits am 1. Juli den Vertrieb in der gedachten Weise zu arrangiren. Pflicht der Parteigenossen ist es nunmehr, dafür zu sorgen, daß der Vorwärts", das Voltsblatt", der Wahre Jakob" zc. in unseren Ort schaften eine Werbreitung finde, wie sie der Stärke unserer Partei angemessen ist. Abonnementslisten zum Einzeichnen liegen aus bei Karl Hoffmann, Kaiser Friedrichstr. 15; bei Teichmann, Restaurant, Mühlenstr. 32; bei Emil Bilz, Schulzestr. 15; in Nieder- Schönhausen bei Otto Rißmann, Beuthstr. 6; bei Paul Echünemann, Buchholzerstr. 10. Im Auftrage der Kommission: Otto Rißmann. " " 1 Arbeiter- Bildungsschule. Die Mitglieder werden ersucht, bei dem am 23. d. M. in Friedrichshagen( Müggelschlößchen) stattfindenden Waldfest recht zahlreich zu erscheinen, um bei den Veranstaltungen mitzuwirken. Meldungen von morgens 8 Uhr ab in Byzanz" auf dem Festplate. Sonnabend, den 22. Juni 1895. 12. Jahrg. Falles Bading taugt es auch nichts, sich mit einer weitläufigen 28. d. M. in dem Gelände füdlich von Schöneiche, zwischen Kommentirung über den Sinn einer solchen allegorischen Gruppe Kallinchen, Töpchin, Behrensdorf und Schöneiche gegen den abzugeben. Mierachberg Schießübungen mit scharfen Patronen abgehalten. mit Heirathsaufschub wegen Klebemarken. Von den Klebe- Miffionar Schenk. Eine Aufsehen erregende Verhaftung marken erhalten weibliche Personen, welche eine Ehe erfolgte im benachbarten Rigdorf. Der dort in der Ziethenstraße eingehen, bevor sie in den Genuß einer Rente gelangt sind, die wohnhafte Missionar Schenk hat in mehreren Fällen an der Hälfte der für sie geleisteten Beiträge zurück, wenn die Beiträge zwölfjährigen Marie Kallis, welche für ihn Gänge u. f. w. bes für mindestens 5 Beitragsjahre entrichtet worden sind. Ein forgte, ein Sittlichkeitsverbrechen begangen, was seine Beitragsjahr beträgt 47 Wochen; mithin ist erforderlich, daß min- Verhaftung zur Folge hatte. Sch. hatte sich im dortigen Vereinsdestens 235 Wochenbeiträge'gezahlt sind, bevor ein Anspruch aus Rück- haus" unter dem Titel eines Missionars und Diatons eine zahlung geltend gemacht werden kann. 235 Wochen fönnen erst am Wohnung gemiethet, und ließ auch sein Auftreten auf einen 25. Juni 1895 vollendet sein. Diejenigen weiblichen Personen, Geistlichen schließen. Als er jedoch nicht mehr im stande war, welche von Beginn des Klebegefeßes an geklebt haben, und sich die Miethe zu bezahlen, so daß ihm u. a. eine Brachtausgabe nach dem 25. Juni verheirathen, haben demnach Anspruch auf der Doree'schen Bibel abgepfändet werden mußte, schöpfte die Rückzahlung der Hälfte der für sie geleisteten Beiträge. Dieser Polizei Verdacht und erkundigte sich nach dem Vorleben des Anspruch muß innerhalb drei Monaten nach der Verheirathung Herrn Missionars. Hierbei stellte sich nun heraus, daß der geltend gemacht werden. Um in den Genuß dieser geringfügigen saubere Geistliche bereits längere Zuchthausstrafen verbüßt hatte. Rente zu gelangen, schieben mit recht einige Fabrik Sch. wurde nun von der Polizei aus Rigdorf ausgewiesen, verarbeiterinnen, Dienstmädchen u. s. w., die vom 1. Januar 1891 ließ den Ort jedoch nicht, sondern logirte sich in eine Kellerab geklebt haben, ihre Heirath um einige Tage auf. wohnung der Ziethenstraße ein, woselbst er auch die SittlichkeitsDas starke Gewitter in der Nacht zum Freitag hat in verbrechen begangen hat, welche zu seiner jebigen Verhaftung Berlin und Umgegend mancherlei Schaden angerichtet. Die geführt haben. Hirten, Veteranen-, Choriner- und Luisenstraße waren längere Ueber den Unglücksfall in der Eisengießerei- AktiengesellGefangene trösten gehörte in der alten Kirche einst zu den Beit unter Wasser gesezt und für Fußgänger unpassirbar. Nach schaft vorm. H. F.& cert in Friedrichsberg, über den wir vor fieben Barmherzigkeiten, die zu üben als höchste christliche Zugend verschiedenen Stadtgegenden mußte die Feuerwehr eilen, um einigen Tagen berichtet haben, erhalten wir noch eine weitere galt. Inwieweit das moderne Christenthum preußischer Observanz die Wassersnoth lindern zu helfen. In den Gärtnereien hat Mittheilung, welche die erste Meldung über den Vorfall wesent Dieses Wirken offiziell lehrt, wissen wir nicht; von der Stellung der Sturm namentlich unter den Rosen große Verwüstung an- lich zu ergänzen geeignet ist. Danach hatten nur drei und eines der berufensten Vertreter des christlichen Staates, eines gerichtet. nicht fünfzehn Mann der Verladungsfolonne den Auftrag, die Staatsanwalts, zur praktischen Uebung dieser Menschen- Sozialreformerisches. Der Kaufmann Ernst Krämer aus 20 Bentner schwere Maschine aus der Maschinenhalle nach der pflicht wollen wir jedoch in kurzen Worten berichten. der Müllerstr. Nr. 2, der seit vier Jahren als Reifender in der Dezimalwaage zum Wiegen zu transportiren. Die Ar Gaß da vor wenigen Wochen unser Kollege Pösch, Feldbahnfabrik von Tobler in der Müllerstr. Nr. 146 angestellt beiter mußten ohne Hilfe von Hebevorrichtungen den der christliche Staat zur Abbüßung verschiedener Sünden ist, gehört schon jahrelang der Krankenkasse des faufmännischen freier Fauft die Maschine vom Feldbahnkarren herunterfeit etwa zwei Monaten in der Redakteur- Heimstätte PIöhen- Hilfsvereins an und zahlt regelmäßig seine Beiträge dafür. Der schaffen, und hierzu reichten ihre Kräfte nicht aus. Die Maschine, fee internirt hat, auf der Anklagebank des Strafgerichts. Fabrikherr Tobler hat ihn außerdem zur Ortskasse der Maschinen- ein amerikanischer Glühofen, fiel um und Kröcke, der unter ihr Er war, wie das so holder Brauch in der Hauptstadt des bauer angemeldet. Trotzdem verlangt nun die Allgemeine Orts- au liegen fam, erlitt eine Quetschung des Brusttastens, wogegen Reiches der Gottesfurcht und frommen Sitte, im grünen frankenkasse der Handelsgehilfen, daß Krämer auch ihr beitrete. Dem Verlader Röhler, die Hand verletzt wurde. Kröcke hat zu Wagen, in dem man Prostituirte und Raubgefindel befördert, zu Dieses Ansuchen ist unter Hinweis auf die schon bestehende Hause eine seit zwei Jahren kranke Frau und fünf Kinder, von seinem irdischen Richter transportirt worden, um wegen doppelte Versicherung abgelehnt worden. irgend einer Preßbeleidigung abermals verurtheilt zu werden. meine Ortstrankenkasse hat jedoch durch einen Vollziehungs- und daß von der Verladerkolonne bei Eckert vor kurzem 20 Mann Die genannte Allge- denen eines verkrüppelt ist. Es sei noch bemerkt, daß der VerDie genannte Allge- unglückte den Hungerlohn von 14,45 M. wöchentlich verdiente, Im grünen Wagen mußte er Platz nehmen, obgleich sein Vor- beamten unter Androhung der Pfändung rückständige Beiträge leger für die Beförderung in anständigem Fuhrwerke eine besondere in der Höhe von 32 M. eingefordert, und Herr Tobler hat außer entlassen worden sind. Dies der Thatbestand, auf welchem sich Einzahlung geleistet hatte. Als die Verhandlung begann, saß auch die Frau unseres Anmeldung, erhalten. Gegen dieses Mandat ist Widerspruch er dem ein Polizei- Strafmandat über 3 M., wegen unterlassener jeder Leser schon selber seinen Vers machen wird. Der Fahrmeister Bischof, dessen Frau vor einigen braven Kollegen im Zuschauerraum. Es ist für hoben worden; demnächst wird also das Gericht entscheiden, ob Monaten ihre Schwiegermutter lebensgefährlich verwundete und ein Weib keine Erquickung, der gerichtlichen Prozedur, die auch doppelt noch nicht hält. die sich dann durch Sturz aus dem Fenster selbst den Tod gab, man über den Gatten verhängt, beizuwohnen; wer aber die ist wiederum von einem schweren Unfall betroffen worden. B., unglaubliche, aber dennoch buchstäblich wahre Ein verheerendes Feuer fam gestern früh nach 6 Uhr der als Fahrmeister auf dem Depot der Großen Berliner Thatsache erfährt, daß die Frau eines politischen Gefangenen auf dem Boden des Hauses Bülowfir. 51 zum Ausbruch. Bei Pferdebahn Gesellschaft in Paniow angestellt ist, hatte am nur alle vier Wochen einmal die Erlaubniß erhält, mit Ankunft der Feuerwehr war auch der linke Seitenflügel des Donnerstag zwei neu eingetroffene Pferde einzufahren, die er in ihrem Gatten, und dazu noch unter der strammen Aufsicht eines Nachbargrundstückes Bülowstr. 49/50 von den Flammen ergriffen. einen sogenannten Kommissionswagen eingeschirrt hatte. Beim Gefangenenwärters in Plögensee ein paar Worte wechseln zu Branddirektor Giersberg ließ aus zwei Dampfsprigen, einer Baffiren eines Feldweges wurden die jungen feurigen Thiere dürfen, wer von dieser echt preußischen Anordnung geziemend Handdrucksprite und mehreren Hydranten, nachdem Sappeure scheu und gingen durch, das Gefährt und den frampfhaft die Kenntniß nimmt, der wird es begreiflich finden, warum die durch Einschlagen des Pappdaches dem gewaltigen Qualm freien Bügel festhaltenden B. hinter sich herfchleifend. Die Pferde Frau eines Preßverbrechers stundenlang die seelischen Folter- Abzug verschafft hatten, längere Zeit Wasser geben, trotzdem jagten nach dem Pferdebahn- Depot zurück und karambolirten hier qualen einer Strafgerichtsverhandlung erduldet, und den von fonnte nicht verhindert werden, daß der Inhalt der Boden- mit einem Heuwagen, wodurch B. vom Bock geschleudert wurde. ihrer Seite geriffenen Gatten wiedersehen um nach Schluß des verschläge und das Dachgebälk der Gebäude zum größten Theil Hierbei erlitt der Beamte derartig schwere Verletzungen am Kopf Termins ihm ein paar Worte der Liebe und des Trostes spenden vernichtet wurden. Der Wind fachte, sobald die Flammen an und an der Brust, daß er sofort im Krankenwagen nach der zu dürfen. einer Stelle gelöscht waren, das Feuer immer wieder von neuem Charitee geschafft werden mußte, woselbst übrigens die Mutter Dies rein menschliche und für niemanden auf der weiten an. Gegen 9 Uhr konnte die fünfte Kompagnie der Fenerwehr des B. noch immer schwer frank darniederliegt. Welt nachtheilige Verlangen tönnte auch zu seinem Recht kommen, wieder abrücken, während die dritte Kompagnie noch längere Zeit wenn es teinen preußischen Staatsanwalt gäbe. an der Brandstätte thätig sein mußte. Ein Ehedrama. Einen Selbstmordversuch hat vor einigen Die Verhandlung ist zu Ende, die Gattin will auf dem Tagen der 44jährige Tischler Karl Wodrich aus der KaiserRorridor ihrem Mann in die Arme eilen., Halt," Die Blutthat, über die uns am Donnerstag nach Schluß Friedrichstraße 74 in Pankow verübt. Wodrich hatte an der ruft der Gerichtsnuntius,„ das darf ich ohne Erlaubniß nicht der Redaktion noch ein unkontrollirbarer Bericht zuging, stellt sich Schönhauser Allee auf Berliner Gebiet ein Stück Land gepachtet. gestatten." Die Arme wendet sich an den Bertheidiger, und nach einer Mittheilung vom gestrigen Tage etwas anders dar, Hier war er am Dienstag Vormittag in Gemeinschaft mit seiner dieser trägt dem Gerichtspräsidenten die Bitte der Frau des als anfänglich berichtet worden. Ueber die Affäre wird uns Frau bei der Bestellung thätig. Die Frau, mit der Wodrich, Gefangenen vor. Es thut mir leid," antwortet der Vorsitzende, geschrieben: Gegen 5 Uhr kam der Lackirer R. in angetrunkenem ein dem Trunke ergebener Mann, öfter Zwiftigkeiten hatte, verhierzu hat der Herr Staatsanwalt seine Einwilligung zu geben." Bustande nach Hause und fand die nach dem Vorderzimmer ließ gegen 11 Uhr den Acker, um das Mittagessen zu bereiten. Der Bertheidiger wendet sich an den Staatsanwalt. Ich gebe führende Thür, hinter welcher die Frau weilte, verschlossen. Der Als sie bald nach 12 Uhr zurückkehrte, fand sie ihren Mann in die Erlaubniß nicht," lautet die stramme Antwort. Die Lacirer holte aus der Küche eine Art und schlug die Thürfüllung einer großen Blutlache liegend auf. Er hatte sich ein SchlächterFrau richtet persönlich die bescheidene Bitte an den berufenen Vertreter ein; in diesem Augenblick sprang die Frau, wohl aus Furcht vor messer in die linke Bruftseite gerannt. Die zu Hilfe gerufene des christlichen Staates und der christlichen Staatsordnung, doch weiteren Mißhandlungen, zum Fenster hinaus. Wenn gleich eine Polizei konnte kaum verhindern, daß der Lebensmüde sich einen nur ein paar Minuten ihren Mann sprechen zu dürfen.„ Nein, Augenzeugin gesehen haben will, daß der Lackirer seine auf zweiten Stich beibrachte; nur mit Mühe vermochte sie ihm das ich gebe die Erlaubniß nicht," schallt es abermals aus dem Fensterbrett fizende Frau hinterrücks zum Fenster große Messer zu entwinden. Nachdem er einen Nothverband dem Munde des Beamten zurück. Die für die Umstehenden hinausgestoßen habe, so stellt sich diese Behauptung doch als erhalten hatte, wurde der Schwerverlette in das städtische überaus peinliche Szene hat damit ein Ende, der Straf- unrichtig heraus, denn Frau K., die den Bruch beider Beine Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. Die Veranlassung zu gefangene" Redakteur Pötsch preßt die Lippen zusammen und infolge des Sturzes aus der vierten Etage davongetragen, sagte dem Selbstmordversuche ist wohl in den häuslichen Zwistigkeiten läßt sich von dem Nuntius abführen und die Gattin schleppt sich aus, daß sie sich selbst aus dem Fenster gestürzt habe in dem zu suchen, die wahrscheinlich während der Arbeit wieder zu einem mühsam die Treppe hinunter. Augenblick, als ihr Mann das Zimmer betrat. Da die polizei- Auftritt geführt hatten. Der chriftliche Staat aber läßt weiter die Lehren der christ- liche Feststellung diese Angabe bestätigt, wurde der rohe Patron lichen Barmherzigkeit in allen Schulen und von allen Kanzeln nach der protokollarischen Bernehmung auf dem zuständigen PoHerab verkünden. lizeibureau fofort entlassen. " Der Kampf des Löwen mit der Schlange, jene Die Scharfschießerei in der Berliner Umgebung wird Monumentalgruppe vor dem Moabiter Justizpalast ist gestern in nächster Woche wieder beginnen. Seitens des 1. Bataillons ohne Sang und Klang freigelegt worden. In der Zeit des des 3. Garde- Regiments z. F. werden in der Zeit vom 24. bis J Die Nachforschungen nach der Klempnerfrau Jda Braun, die in Rüdersdorf mit Hilfe ihres Geliebten ihren Ehemann zu erdrosseln versuchte, sind noch immer erfolglos geblieben. Die Braun war aus dem Untersuchungsgefängniß in die Charitee gebracht worden und dann von hier entkommen. Man nimmt jetzt an, daß die spurlos Verschwundene ihre Flucht von langer Von der Nordostsee- Kanal- Feier. Schiffe den Kanal mitpaffirten, wieder flott. Zur exakten Steue- einen herrlichen Anblick gewähren. Frankreich hatte sich Aus Kiel wird uns vom 21. Juni geschrieben: rung dieser Schiffe Kaiser Wilhelm II. ist 137 Meter lang, davon ausgeschlossen, auch hatten dessen Offiziere die 15,45 Meter breit und 24 Fuß tief, wenn beladen etwa 27 bis Theilnahme an dem abends stattfindenden Hofball abgelehnt. Der gestrige, der Durchfahrt der Schiffe geweihte Tag, hat 30 Fuß ist es nothwendig, daß diefelben sich stets in einer Anders verhält sich Dänemark. Zum ersten Mal seit dem Krieg für viele sich als ein Tag der Enttäuschung bewiesen. Tausende gewissen Fahrgeschwindigkeit befinden; je langsamer die Fahrt, von 1864 in Kiel offiziell vertreten, haben seine Schiffe resp. von Menschen hatten die Reise nach Kiel nicht gescheut, um je schwerer die Steuerung, und da bei den Kanalbiegungen deren Besatzungen sich von nichts ausgeschlossen. Auch scheinen Beuge der Durchfahrt der ersten Schiffe durch den Nord- Ostsee- die Fahrgeschwindigkeit stets eingeschränkt wird, so sind derartige die Dänen fein großes Gewicht darauf zu legen, daß fie beim Kanal zu sein. Die zu diesem Zweck erbauten Tribünen hatten Unfälle durchaus nichts Ungewöhnliches. Zu dem kommt noch, Einlaufen am Montag gleich allen anderen Schiffen mit reichlichen Zuspruch gefunden und die Pläge waren im Binnen- daß der Kanal erft 9 Meter tief ist. Die Marine muß diese dänischen Geschützen, die 1864 von dem Schiffe„ Geftan" erobert, lande vielfach mit dem dreifachen Preis bezahlt. Alle in Kiel Schwierigkeiten genau erkannt haben, denn sie hat sich bekannt- falutirt wurden. verfügbaren Dampfer, darunter Vieh- und Rohlendampfer, lettere lich gescheut, den Panzer Wörth", dessen Kommandant Prinz Wie nicht anders zu erwarten, hat die öffentliche Bordell noch mit Ladung versehen, waren dicht gedrängt mit Menschen Heinrich ist, an der Durchfahrt theilnehmen zu laffen. angefüllt, um diese bei Holtenau zu landen. straße Hinter der Mauer" bis jetzt die meisten Erzesse erfordert. So mußte ein amerikanischer Offizier verhaftet werden, der, nachdem ihm das Portemonnaie geplündert wurde, sich zu Thät lichkeiten verleiten ließ. Wie viele an dieser dunklen Stätte aus geplündert werden, tommt natürlich nicht an die Oeffentlichkeit. Den Polizeimannschaften, die durch Berliner verstärkt wurden, hatte man in den ersten Tagen zugemuthet, einen achtstündigen ununterbrochenen Dienst zu versehen, der dann durch eine achtstündige Ruhe unterbrochen, von neuem begann. Auf Beschwerde der Berliner Mannschaften ist der Dienst jetzt in einen vierstündigen umgewandelt worden. Und dennoch soll der Kanal hauptsächlich strategischen Heller Sonnenschein und recht warme Luft mit erfrischenden, Zwecken dienen! Die beiden Hamburger Schnelldampfer, von der See herkommenden Winden, trug zur fröhlichen Stimmung Auguste Viktoria" und„ Columbia", die eine Länge von 141 Meter bei. Nach langem Warten, die Dampfer mußten schon um 10 Uhr haben, famen glatt durch. Havarie auf dem Kanal foll noch ihre Fahrt einstellen, passirte furz nach 21 Uhr die kaiserliche der russische Aviso, Großjatschtschi" gehabt haben, doch ist noch nichts Yacht Hohenzollern, ein im Typus eines modernen Schnell- bekannt, worin dieselbe bestanden hat, anzunehmen ist aber auch, dampfers erbautes Schiff, die Holtenauer Schleuse. Vom Hafen daß das Schiff festgefahren war. Im ganzen haben 22 Schiffe her ertönte der Kaisersalut, jedes Echiff feuerte 33 Schuß, an der Durchfahrt theilgenommen, die jedoch um 10 Uhr abends während dessen die Yacht sich an ihrer Boje legte. Bald noch nicht sämmtlich in Holtenau waren. darauf kam das zweite das zweite Fürstenschiff, Fürstenschiff, der Kaiseradler. Unsere bürgerliche Presse, die nicht genug von dem guten Von Brunsbüttel aus hatten die Schiffe mit einer Zwischen- Einvernehmen der in Kiel anwesenden fremden Nationen zu be- Gestern trafen aus Berlin 250 Kellner und Tafeldecker bier pause von 10 Minuten von morgens 4 Uhr ab der Reihe nach richten weiß, verschweigt natürlich die zahlreichen Beweise des ein. Sie werden benöthigt zu dem heutigen großen Festessen, den Kanal paffirt. Nach einer Durchschnittsfahrt von acht bis Gegentheils. Wie sollte man auch von einem thatsächlichen bekommen freie Hin- und Rückfahrt und für 3 Tage 30 Mart. neun Stunden hätte nun auch das dritte Schiff, der Bremer inneren europäischen Frieden sprechen können, wo eine Nation An Geld wird nicht gespart, einerlei, ob tausende durch die Feier Schnelldanipfer Kaiser Wilhelm II., mit Mitgliedern des Bundes- darauf wartet, die andere im Kriege seine Macht lichkeit hungern müssen. raths an Bord, die Holtenauer Schleuse passiren müssen. Aber fühlen zu lassen. So waren gestern von den Offizieren des deutschen Kriegsschiffes Hildebrand Einladungen zu Von Rendsburg war die Meldung eingetroffen, daß einem Diner an die portugiesischen und englischen Offiziere daselbst der Kanal ohne Verspätung passirt war, es blieb des ergangen. Die ersteren lehnten jedoch ab, als sie erfuhren, daß halb nur eine Möglichkeit, der Dampfer mußte festgefahren sein. fie mit englischen Offizieren zusammen eingeladen waren. AehnDas zahlreiche Publikum wurde unruhig, die Tribünenplätze lich verhielt es sich am Abend. wurden verlassen, und da die zahlreichen Restaurateure Von der Stadt Kiel war ein Feuerwerk arrangirt, das geradezu unverschämt unverschämt hohe Preise forderten, so fand leider durch ein starkes Gewitter an seiner Entfaltung sehr Am Freitag Morgen ist der Kanal, getauft" worden. eine frühzeitige Rückkehr statt. Endlich um 1/25 Uhr, nach drei- beeinträchtigt wurde. Die Flaggschiffe hatten an diesem Abend Diesen Aktus vollzog der Kaiser nach Wölffchen mit folgenden stündiger Berspätung, passirte das lang erwartete ftattliche Schiff an Bord elektrische Illumination veranstaltet, welches in der hübschen Worten: die Schleuse. Wie bald darauf bekannt wurde, hat dasselbe un- Weise geschieht, daß an den Raaen, Masten, Schornstein, Bord Zum Gedächtniß Kaiser Wilhelm des Großen taufe ich weit Levensau bei einer Biegung fehlgefahren und wurde erst und Wasserkante Glühlampen gesetzt werden, die in der Dunkel den Kanal: Kaiser- Wilhelm- Kanal", und begleitete darauf die drei durch die Assistenz von starken Schleppdampfern, die als Begleit- heit den Glauben erwecken, daß die Schiffe in Brand stehen und Hammerschläge mit den Worten:" Im Namen des dreieinigen es tam anders. Ueber einen beklagenswerthen Unglücksfall liegt aus Riel folgende, vom Freitag datirte Nachricht vor: „ Auf der Dampfbarkusse des amerikanischen Kreuzers Columbia" fand heute Morgen 8 Uhr eine Ressel explosion statt, wobei zwei Mann schwer, zwei leicht verlegt wurden." " " Hand vorbereitet und mit Vorfah sich bemüht hat, aus dem Unterfuchungsgefängniß in die Charitee zu kommen, weil sie hoffte, von dort leichter entkommen zu können. Beim Baden seiner Hunde ist am Donnerstag Nachmittag gegen 5 Uhr der 20jährige Kaufmann Gustav Franke aus der Museumsstraße Nr. 5 im alten Spreekanal ertrunken. Als Franke von der Nationalgallerie einen der Hunde ins Wasser werfen wollte, verfor er das Gleichgewicht und fiel von der Kanalmauer wollte, verfor er das Gleichgewicht und fiel von der Kanalmauer drei Meter tief in den Kanal. Bevor ihm Hilfe gebracht werden konnte, war der Unglückliche ertrunken. Die Leiche wurde später aufgefunden und gelandet. 2. Kündigungsfristen. Der Beschluß ist gleichlautend| Raiser mit einem Immediatgesuch belästigt dem Antrage, welchen bereits im Februar 1894 der Abg. Gen. babe! Das Reichs- Versicherungsamt dachte würdig genug, um Singer im Reichstage gestellt hat und der in dieser Fassung von dem ungeheuerlichen Antrag der patriotischen Berufsgenossenden bürgerlichen Parteien abgelehnt wurde. schaft nicht stattzugeben, wenn es auch in bezug auf die Ent3. Die§§ 7 und 8 des Gesetzentwurfee, betreffend den scheidung des Schiedsgerichts es bei der anerkannten Rente bes unlauteren Wettbewerb, sind allerdings von dem Ver- wenden ließ." bandstag auch in ihrer neueren Fassung für unannehmbar erklärt Man sieht, daß das Unternehmerthum bei seiner Sorge um worden, ein Antrag auf Verbot der privaten Konkurrenzflausel den Mammon sogar das faiserliche Gnadenrecht durch Bestrafung wurde dagegen mit über 2/3 Mehrheit abgelehnt. Es soll also des Gnade heischenden beschränken möchte. wohl bei dem jezigen Zustand bleiben, der für die Handlungsgehilfen zu den ungeheuerlichsten Vergewaltigungen seitens der Brinzipale dient. Niveau der Tödtlich verunglückt ist die 70 jährige Wittwe Straßburg Ebenso wurde die Unterstellung des Handelsgewerbes unter aus der Junkerstr. 17. Die Greifin, die im dritten Stock wohnt, die Gewerbegerichte entschieden abgelehnt, das wollte am Dienstag Abend ihre Töchter besuchen, die in der mit die Handlungsgehilfen nicht auf das Markgrafenstraße ein Handschuhgeschäft betreiben. Als sie bis Sandarbeiter herabgedrückt werden"( wer lacht da?) und weil zum ersten Stock abwärts gestiegen war, bekam sie einen man auf die äußere Repräsentation Werth lege!! Echwindelanfall und stürzte vornüber die Treppe hinab. Dabei Auch ein Antrag, die Frauenarbeit im Handels erlitt sie einen Schädelbruch, dessen Folgen sie nachträglich er- gewerbe auf die Tagesordnung zu sehen, wurde von den maßgebenden Vereinen niedergestimmt. Für diese Frage, eine der brennendsten unserer Zeit überhaupt, hatte man fein Intereffe, dagegen wurde stundenlang über Lehrlingsheime" debattirt. Zum Schlusse richten wir an alle Arbeiterblätter, welche den am Kopfe dieses erwähnten Bericht über den Verbandstag gebracht haben, das Ersuchen, auch diese Beilen abzudrucken." Legen ist. Polizeibericht. Am 20. d. Mts. vormittags sprang ein Mann in der Nähe der Bärwaldbrüde in den Landwehrkanal, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und in ein Krankenhaus gebracht. Nachmittags stürzte sich eine Frau aus dem Fenster ihrer in der Schwedterstraße eine Treppe hoch beTegenen Wohnung und erlitt außer mehreren Knochenbrüchen anfcheinend schwere innere Verletzungen. Abends fiel beim alten Backhof ein junger Mann beim Baden von Hunden in den Spreekanal und ertrank. Im Laufe des Tages fanden sechs Feuer statt, darunter ein erheblicher Dachstuhlbrand auf dem Grundstück Prinzenstr. 100. Witterungsübersicht vom 21. Juni 1895. Stationen. Swinemünde. Hamburg. Berlin München Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( 1-1) 344234211 Better Temperatur MURRUNG nach Celsius ( 50.40 R.) 765 NW halb bedeckt 769 NW 767 . NW Wiesbaden. 770 N 769 28 heiter bedeckt woltenlos Regen 19 15 16 14 15 764 halb bedeckt 17 770 SM wolkenlos 19 773 SM heiter 20 768 GGD heiter 16 765 • 771 SSW Still 1 bedeckt bedeckt 12 12 Wien Haparanda Petersburg Cort. Aberdin. Paris Wetter- Prognose für Sonnabend, 22. Juni 1895. Vielfach heiteres, nachts etwas fühleres, am Tage ein wenig wärmeres Wetter mit schwachen südwestlichen Winden, keine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Soziale Leberlicht. = wesens gehört es selbstverständlich auch, dafür zu sorgen, daß Zu den Aufgaben eines wohlgeordneten Staatssich die Leute nach einer bestimmten Regel grüßen. China ist hierin leider noch immer ein unerreichtes Muster. Aber deutschem Fleiße wird es schon noch gelingen, auch in dieser Sache das Ausland aus dem Felde zu schlagen. Am einfachsten würde das wohl erreicht, wenn folgender Erlaß, der dem„ Boltsblatt für Halle" auf den Redaktionstisch geweht wurde, zu einem für alle Deutschen verbindlichen Gesetz erklärt würde. Der Erlaß Königl. Eisenbahn- Betriebsamt. lautet: ( Wittenberge- Leipzig.) Journ.- Nr. A 3800,94 I. An Magdeburg, den 28. Juni 1894. alle Dienststellen des Amtsbezirks. Betrifft: Grüßen der Vorgefesten. Der Arbeitsnachweis Es ist wiederholt bemerkt worden, daß die Bestimmungen die beim Grüßen der Vorgesetzten über zu beachtenden Formen sowohl von Beamten als von Hilfsbeamten und Arbeitern nicht beachtet werden. Wir bringen daher die Amtsblatt- Verfügung Nr. 204 von 1890( Seite 166), welche hierüber folgendes vorschreibt: In Bamberg wird ein städtisches Arbeitsamt auf folgender Grundlage errichtet: ist für sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen, auch die aus wärtigen, fostenlos. Die Einheimischen sind zuerst zu berück sichtigen. Bei Streits ist innerhalb acht Tagen nach deren Ausbruch das Gewerbegericht als Einigungsamt anzurufen. Kommt ein Ausgleich nicht zu stande, so wird für die betreffende Branche, resp. soweit sich der Streit erstreckt, der Arbeitsnachweis gesperrt. Die Stadt Bamberg tann mit dieser Organisation des Arbeitsnachweises vielen anderen Städten als Beispiel empfohlen werden. Wegen der endlosen Verzögerung der Schaffung eines Gewerbegerichts werden die Arbeiter Würzburgs bei der Regierung Beschwerde führen. Eine zweifelhafte Musterleistung vollbrachte der Ver. ein Hamburger Gastwirthe durch die Beantwortung der Fragebogen der Kommission für Arbeiterstatistik. Was soll man sagen, wenn angegeben ist, daß die Arbeitszeit im Gaft wirthsgewerbe für die Gehilfen nur 4-6 Stunden anhält", daß heute schon fast in jeder Wirthschaft das Personal eine Mittags: pause, freilich nur während des Effens hat"( wörtlich!), während an anderer Stelle behauptet wird, daß diese Pause sich verschieden, 1-2 Stunden, findet." In dieser Form sind viele der Antworten abgefaßt. Da die Organisation der Hamburger Kellner wunderbarerweise garnicht befragt ist, muß die Kommission für Arbeiterstatistik darauf verzichten, brauchbares Material über die Hamburger Verhältnisse zu erhalten. " Die Beamten haben ihre Dienstkleidung stets ordnungsmäßig im stande zu halten und im Dienste mit militärischem Anstande zu tragen, wozu namentlich gehört, daß der Dienstrock zugeknöpft, auch der Kragen zugehakt ist. Die in Dienstfleidung befindlichen Beamten haben ihre Vorgesetzten durch Anlegen der rechten Hand an die Kopfbedeckung in mili tärischer Weise zu grüßen, während diejenigen Beamten 2c., welche nur die Dienstmüze tragen, den Gruß durch Abnehmen der Müge auszuführen haben." in Erinnerung und weisen die Dienststellen- Vorsteher an, nicht nur alle Untergebenen darüber zu belehren, sondern auch darüber zu wachen, daß diese Bestimmungen beachtet werden. gez. Tobien." Es weht eine herzerfrischende Luft aus diesem Erlaß, die Luft der Zivilisation, an deren Spize Preußen marschirt. Aber immerhin ist der Grlaß nicht ganz vollkommen, wie denn auf dieser fündigen Erde selbst das Heiligste der Mängel nicht entbehrt. In dem Erlaß fehlt nämlich eine Angabe darüber, wie und ob der Vorgesezte den Untergebenen wieder grüßen soll. Mancher könnte infolge deffen auf den Gedanken kommen, daß es ausreichend sei, die Nase hoch zu tragen. Aber das wäre der Förderung des zwischen Vorgesetzten und Untergebenen beWie viel unsere Schulverhältnisse noch der Befferung fanntermaßen herrschenden überaus freundschaftlichen Verhält= bedürfen, darüber lieferte eine Verhandlung vor dem Schwurnisses immerhin kaum zuträglich, und so dürfte eine Vorschrift gericht in Tübingen einen sprechenden Beweis. Angeklagt über das Grüßen der Untergebenen durchaus angezeigt sein. war ein Lehrer aus der Gemeinde Neuhausen, dem zur Last geDie Anwesenheit von Polizei bei Arbeiterfesten ist legt wurde, durch seine Büchtigungsmethode den Tod eines achtjährigen Schülers herbeigeführt zu haben. In der schon des öfteren als vollständig überflüffig gerfigt worden. Mit Verhandlung wurde unter anderem festgestellt, daß der An- unter ſieht das auch eine Polizeiverwaltung selbst ein. So hatte Ueber die Anmeldung nufallversichernugspflichtiger geklagte die Gewohnheit hatte, die Schiller mit einem Stock die Polizeibehörde in Rüttenscheid von der Ueberwachung Hochfeefischerei- Dampferbetriebe erläßt das Reichs- Ver- auf den Hinterkopf zu schlagen. Diese Art Züchtigung des diesjährigen Gewerkschaftsfestes der Arbeiter Effens, das in sicherungsamt folgende Bekanntmachung:" Durch Beschluß wendete er auch gegen den schon erwähnten Schüler an, der in- Süttenscheid abgehalten wurde, Abftand genommen, und nicht das des Bundesraths vom 14. Juni 1895 sind die zur Be- folge der Schläge an einer Gehirnhautentzündung erkrankte, die geringste ist geschehen, was sie diesen vernünftigen Entschluß hätte fatzung deutscher Hochseefischerei- Dampfer gehörenden See- bald darauf seinen Tod zur Folge hatte. Der Angeklagte ent- bereuen laffen. Dagegen war es auf dem vorjährigen Gewerk leute vom 1. Juli 1895 ab für versicherungspflichtig fchuldigte fein Vergehen mit dem Hinweis, daß er 130 Schüler schaftsfeste durch das Auftreten eines Gendarmen zu Mißhellig nach Maßgabe des See Unfallversicherungs Gesetzes vom unterrichten müsse, und deshalb eine gewisse nervöse feiten gekommen. 13. Juli 1887( Reich- Gefeßblatt Seite 829) erklärt worden. Gereiztheit bei ihm wohl erklärlich sei. Das Urtheil lautete auf Neber die Zusammensehung der evangelischen ArNach§ 21 des genannten Gesetzes sind die Eigenthümer der in 4 Monate Gefängniß. Hoffentlich wird man den Mann, der zu beiter"-Vereine plauderte der konservative Vogtländische Andas Schiffsregister nicht eingetragenen Hochseefischerei- Dampfer einer solchen rohen Büchtigung fähig ist, von der Ausübung zeiger" in Plauen hübsch aus der Schule, indem er nach einer verpflichtet, den für die letzteren ausgefertigten Meßbrief der feines bisherigen Berufes fern halten. Beschämend aber ist es Anerkennung der Leistungen" dieser Vereine schrieb: Gleich Ortspolizeibehörde des Heimathshafens binnen einer von dem für unseren heutigen Kulturzustand, daß einem Lehrer 130 Schüler wohl find es zwei Dinge, welche den evangelischen Arbeiters Reichs- Versicherungsamt zu bestimmenden Frist einzureichen. Diese zum Unterricht überwiesen werden. vereinen eine recht wirksame und tiefgreifende Thätigkeit ers Frist wird hiermit auf die Zeit bis zum 1. August 1885 ein: schweren. Zunächst haben sie es noch nicht dahin bringen Als Hort der Monarchie spielt sich das Unternehmer- fönnen, ganz das zu sein, was man nach ihrem Namen sich unter schließlich festgesetzt." thum bei patriotischen Festen und ähnlichen Gelegenheiten gern ihnen denken möchte: nur der kleinere Theil ihrer Mitglieder Zu den Beschlüffen des Verbandes deutscher kauf auf. Seine Treue gegen Kaiser und Reich" geht aber nicht fegt sich aus eigentlichen Industrie Arbeitern zusammen. Die männischer Vereine, über deren Mainzer Generalversammlung weiter als bis an den Geldbeutel. Stört ihm einmal ein Fürsten- mehrzahl hingegen sind neben selbständigen Klein. wir berichteten, hat der Vorstand des Hamburger Handrecht hierin die Kreise, so kommt es ihm nicht darauf an, zu regewerbetreibenden Wertführer, Werkmeister, Iungsgehilfen- Vereins, Vorwärts" folgende Er- belliren. Natürlich in solcher Form, daß man ihm nicht an den Akkordmeister und solche, die in den Fabriken Arbeiter tlärung veröffentlicht: Kragen kann, denn für die Ueberzeugung Opfer bringen, steht unter sich haben und schon durch diese ihre Stellung leicht in nicht im Ratechismus des Kapitals. Ueber eine solche einen gewissen Gegensatz zu den Arbeitern kommen." verkappte Rebellion gegen ein Fürstenrecht lasen wir in Wenn das sächsische Blatt noch hinzugefügt hätte, daß auch Der einer Zeitung folgende Notiz: beim Bau einer ein erheblicher Theil der Werkführer und ähnlicher Leute nur aus Kirche verletzte Handwerker Werzenick in Straßburg glaubte sich Liebedienerei gegen den frömmelnden Brotgeber" den evangelischen durch die ihm zuerkannte Unfallrente benachtheiligt und wandte Arbeiter"-Bereinen beitritt, so wäre das Bild dieser überflüssigen sich, als seine Berufung beim Schiedsgericht ohne Erfolg blieb, Organisationen vollständig gezeichnet. mit einem Immediatgesuch an den Kaiser. Das Immediatgesuch wurde vom Zivilkabinet dem Reichs- Versicherungsamt zugestellt, welches erklärte, das Immediatgefuch als Refurs ansehen zu wollen. Die Berufsgenossenschaft bat nun nicht nur um Verwerfung des Rekurses, sondern beantragte auch, zur nicht geringen Verwunderung des Gerichts, dem Kläger fünf Mark Kosten auferlegen zu wollen, weil er den so wird man es schon begreiflich finden, wenn die bürgerliche Presse in lauterem Entzücken schwelgt. zu bemerken: Zu den Beschlüssen des Verbandstages haben wir folgendes 1. Abendschluß stunde 8 Uhr, Sonnabends 9 Uhr mit den üblichen Ausnahmen. Nach einer Statistit der Verbandsvereine sind 72 pet. der Mitglieder in Engros- und 24 pct. in Detailgeschäften thätig, 4 pt. sind überhaupt nicht Kaufleute. Danach ist der Beschluß allerdings leicht erklärlich, da er hauptsächlich Detailgeschäfte treffen würde und deren Interessen ja im Verbande keine Rolle spielen. Eine gefeßliche Festsetzung der täglichen Arbeitszeit, also ein Maximalarbeitstag, die nothwendigste und dringendste Forderung, wurde von feiner Seite auch nur beantragt. Gottes, zur Ehre Kaiser Wilhelms, zum Heile Deutschlands, zum Wohle der Wölfer!" Schwerlich wird die Bevölkerung sich des neuen, ihr wenig mundgerechten Namens, den der Kanal plöglich erhalten hat, bedienen. In Holtenau soll dem alten Wilhelm ein Denkmal errichtet werden, zu welchem gestern vom Kaiser der Grundstein gelegt ist. Es wurde eine weitläufige„ Urkunde" in den Grundstein versenkt. Es versteht sich, daß der offiziöse Telegraph von diefem, wie von allen anderen ausnahmsweise patriotischen Ereigniffen die mehr oder weniger temperirten Hurrahrufe auflas und sie der Welt geschäftig als Beichen des deutschen Batriotismus unterbreitete. Nachmittags fand eine Flottenparade" als landesübliche Friedensdemonftration statt. * * Aus Hamburg sei noch eine Schilderung unseres dortigen Parteiorgans über die Betheiligung der Schulkinder an dem Feftrummel wiedergegeben: " Gerichts- Beitung. Der neueste Angriff auf die Freiheit der Presse und der Kritik galt unserem Genoffen Reichstags= Abgeordneten Schippel. Schippel hatte sich gestern wegen Beleidigung „ der Vorgesetzten des deutschen Heeres" vor der 7. Strafkammer zu verantworten. Bekanntlich war Genosse 3a cha u als das maliger Redakteur des„ Sozialdemokrat", feinerzeit wegen vermeintlicher Aufforderung zum Hochverrath zur Verantwortung gezogen, weil er einen einem bürgerlichen Bremer Blatt aus 1848 entnommenen Artikel zum Abdruck gebracht, dargelegt, wie damals die Bourgeoisie auf die Soldaten einzuwirken versuchte und In brennender Sonnenhige mußten die Kinder oft einen schließlich ausgeführt hatte, daß ein derartiges Vorgehen der Taktik stundenlangen Weg bis zum Aufstellungsplatz der Volksschulen und Auffassung der Sozialdemokratie feineswegs entspreche. Das am Hafen machen. Ermattet und erhigt tamen sie dort an und Gericht hatte angenommen, die Schlußdarlegung sei nur eine mußten nun im Sonnenbrand eine volle Stunde und darüber scheinbare und hatte Genoffen Zachau 3 6 Monaten ausharren, zusammengepfercht wie die Schafe in drangvoll fürchter Gefängniß verurtheilt. Die Bremer Staatsanwaltschaft lehnte einen gleichen Artikel der Bremer licher Enge. Der Unverstand der Eltern hatte manche Kinder ein Vorgehen gegen schon morgens losgejagt, damit diese aus den ferngelegenen Be- Bürgerzeitung" mit recht ab. Eine Kritik des verurtheilenden sirten auch gar rechtzeitig zur ftelle sein sollten. So standen Erkenntnisses zog dem Genossen Schippel eine Verurtheilung die Kleinen denn mit nüchternem Magen, ohne Speise und Trant, von drei Monaten Gefängniß wegen angeblicher Beleidigung des mußten sich stoßen und drängen lassen, zumal wenn die mit Richterkollegiums zu. Der Angeflagte veröffentlichte nunmehr in Karten versehenen Fuhrwerke passiren wollten, und konnten der Nr. 35 und 36 des Sozialdemokrat" eine Reihe von Aussprüchen Hölle, die ein Vergnügen" für fie sein sollte, nicht entrinnen. hervorragender Parteigenossen und von älteren Preßstimmen, durch Kein Wunder, daß die geplagten Wesen schließlich umfielen wie die schlagend dargelegt wurde, daß sein in vermeintlich beleidigender die Fliegen, nicht selten fünf bis zehn auf einmal. Die Ohn- Form dem Gericht gemachter Vorwurf berechtigt sei, nur Unmächtigen wurden zunächst in die benachbarten Häuser geschafft. tenntniß über das Wesen sozialdemokratischer Auffassung könne anManche erholten sich bald, andere mußten mittels schleunigst nehmen, die Sozialdemokratie wolle Rafernenagitation nach Alle Mattigkeit und Müdigkeit verschwand nach furzem requirirter Krantenwagen den unvernünftigen Eltern in die Muster der bürgerlichen Parteien treiben. Unter den Zitaten Aufenthalt an Bord des schönen Preßdampfers Prinz Waldemar", Wohnung geschafft werden. Ganz bedenklich erkrankte ein Kino, befindet sich auch ein Artifel des alten Sozialdemokrat" aus auf dem ich, eine vom Reiche gespendete, wundervolle Menendez dessen Eltern am Dulsberg wohnen. Die Sanitätswagen dem Jahre 1888, in dem ausgeführt wird, daß es besonderer rauchend, bei erquickend frischem Biere diese Zeilen schreibe. Wir waren fortgesetzt in Thätigkeit. Als die Kinder sich auf dem Agitation unter den Soldaten nicht bedürfe. Hierauf folgt der find Gäste des Reiches drei Tage lang auf dem komfortablen Heimwege befanden, brach ein heftiger Regenguß los und die inkriminirte Sah. Daraufhin stellte der preußische Kriegsminister Strafantrag Echiffe und haben soeben in lustiger Rompanei gefrühstückt. erhitzten Kleinen wurden bis auf die Haut durchnäßt. Die Außer einer hübschen, mit dem Reichsadler geschmückten Cigarren Folgen werden nicht ausbleiben und gar manches Eltern- wegen Beleidigung der Vorgesetzten des deutschen Heeres". Der tasche mit feinen echten Marken erhielten wir ein Kupon- Buch paar wird seinen Unverstand noch bereuen. Uns ist es unbegreif- Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Voigt, hob zu Beginn der Vers für Getränke man schreibt auf einen der Checks die Wein- lich, wie die Oberschulbehörde die Eltern zu einer solchen Preis- handlung hervor, daß der Beweis der Wahrheit nicht zulässig erscheine, da es sich nur um eine formale Beleidigung handle. marke, die man zu haben wünscht, unterzeichnet den Check mit gabe ihrer Kinder veranlassen konnte. seinem Namen und sofort wird er prompt honorirt. Es ist mir Vier Mädchen, die infolge der Strapazen erkrankten, mußten Rohheiten und Ungerechtigkeiten fämen ja allerdings vor. Es leider nicht möglich, dieses Checkbuch völlig auszunuzen, denn es nach dem Krankenhause in der Lohmühlenstraße gebracht werden, sei aber beleidigend anzunehmen, daß jeder Soldat roh enthält 50 Checks und da es nur ganze Flaschen giebt, so ist mir zwei vom Steinhöft, eins von einer Wirthschaft am Schaarthor und ungerecht behandelt würde. Die Beleidigung ergebe sich das für drei Tage doch etwas zu viel trotz der durftigen aus, wo man es vorläufig untergebracht hatte, und eines von aus der Schärfe des Ausdrucks und der Allgemeinheit des In Seemannskehle, die ich mir schnell hier angewöhnt habe. Aber der Feuerwache in der Admiralitätstraße aus. In der balts. Angeklagter Schippel, dem es nicht gelang, einen immerhin ist es nett, sich einmal als Checkbefizer zu fühlen." Watersirat'schen Wirthschaft am Baumwall wurden 12 flau" Sat ohne Unterbrechung durch den Vorsitzenden zu Ende führen zu können, nachdem er ausdrücklich gebeten, ihn doch endlich Ueberwindet man nun noch das erste gelinde Grauen, das gewordene Mädchen untergebracht. in der vom offiziösen Telegraphen aus Riel gebrachten Meldung Allgemein aufgefallen ist, daß die Samburger Nachrichten", einmal aussprechen zu lassen, legte dar, daß der Artikel nicht liegt, wonach selbst Herr von Köller die Wertreter der Presse das bekannte Organ Bismarck's, am Mittwoch nicht beflaggt und das enthalte, was irgend jemand hineinlegt, sondern, was er thatsächlich ausspricht und daß er lediglich in Wahrnehmung sehr ,, in liebenswürdigfter Weise empfangen und begrüßt" haben soll, I dekorirt haben. Etwas erträglicher, als man nach den anfangs laut gewordenen Klagen annehmen sollte, scheint sich doch das Loos der Preßvertreter geftaltet zu haben. Einem Berichte der Berliner Abendpost" entnehmen wir folgendes Stimmungsbild, das der Bertreter des Blattes zum besten giebt: " " in der Gründe be= berechtigter Intereffen geschrieben sei. Gegenüber der Auffassung sprochen und dabei die Ausdrücke„ Schwindel" und Betrug"| Anstiftung zu dieser That nicht strafbar sein. des Vorsitzenden stellte er unter Beweis, daß schärfere gebraucht und er soll den Haldermann sogar beauftragt haben, Möglich bleibt es ja immer, daß die That der Mutter Ausdrücke z. B. Brutalitäten, gewohnheitsmäßige Roh- Diese Aeußerung dem Beutel zu hinterbringen. Darauf beruht sich darstellt als ein Unternehmen der Verleitung zum heiten u. s. m. in verschiedenen Erlassen und offiziellen Kund- die Klage des letzteren. Der jezige Obermeister Bierbach erhob Meineid(§ 159 des Strafgesetzbuchs), aber als Anstifterin gebungen und in größerer Allgemeinheit, als dies in dem in Widerklage und zwar wegen der Ausdrücke„ Unverstand" und ist sie, wenn man alles das für thatsächlich festgestellt hält, was friminirten Artikel geschehen, gebraucht und veröffentlicht feien. Böswilligkeit" und wegen des Inhalts eines gegen ihn ge- aus dem Urtheile hervorgeht, nicht zu bestrafen. Die AnDer Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Hersfeld beantragte richteten Flugblattes, für welches er den Kläger verantwortlich getlagte ist nun verurtheilt zu acht Jahren Buchthaus. Für die dann, die bekannten Erlasse des Prinzen Georg von Sachsen, des machen zu können glaubte. In dem Hauptverhandlungs- Termin Anstiftung sind sechs Jahre Zuchthaus ausgeworfen, d. h. noch deutschen Kaisers, des bayerischen Kriegsministers u. f. w. zum wurde von beiden Seiten lebhaft gekämpft. Rechtsanwalt Dr. ein Jahr mehr, als das höchste Strafmaß, das nach Erweis der Behauptung des angeschuldigten zu verlesen. Der öwenfeld machte für Bierbach geltend, daß diesem keine§ 159 ertannt werden konnte. Die Sache liegt zweifellos Beweis der Wahrheit dürfe mindestens mit Rücksicht auf die beleidigende Absicht inne gewohnt, er vielmehr in Wahrnehmung so, daß die Angeklagte, sowie ihre Tochter, die eventuelle Strafhöhe nicht abgeschnitten werden. In jenen Erlassen seines Interesses als Kaffenrevisor der Schuhmacher Innung Revision nicht eingelegt hat, zu unrecht verurtheilt Sei die Rede von„ roher unmenschlicher Behandlung",„ raffinirter gesprochen habe. Rechtsanwalt Leop. Meyer wies es als find. Es fragt sich nun, wie dem Urtheile beizukommen ist, Quälerei"," großer Rohheit und Verwilderung", der Menschlich unzutreffend zurück, daß Beutel dem Hauptausschusse falsche An- ba ein Die Schuldfrage im vollen Umfange feit Hohn sprechender Quälerei" u. s. w. Der Gerichtshof gaben über das qu. Haus gemacht habe und von Schwindel und jahender Geschworenenspruch vorliegt. Man tönnte lehnte den Beweisantrag ab, weil er als wahr unter Betrug teine Rede sein könne. Der Beklagte habe diese Aus- an eine doppelte Möglichkeit denken. Man sagt, der stelle, daß die Erlasse u. f. w. viel schärfere Ausdrücke aber öffentlich in beleidigender Absicht gewählt. Was die Geschworenenspruch ist unantastbar. Aber wenn das Gericht, brüde, als sie der Artikel enthalte, gebrauchen Widerklage betrifft, so tragen dessen Bemerkungen in der Ausschuß- indem es diesen Spruch seinem Urtheile zu grunde legt, da und daß sie auch allgemeiner als der inkriminirte figung feinen beleidigenden Charakter an sich und seine Be- neben feststellt, daß die Anna 2cjewšti noch nicht 16 Jahre Paffus gehalten seien. Ein weiterer Antrag des Ver- theiligung an dem Erscheinen des Flugblattes sei nicht erwiesen. alt war, als sie den Gid leistete, so mußte es trotz des theidigers geht dahin, den Abgeordneten Liebknecht darüber Die Berhandlung schloß mit der Verurtheilung Bierbach's Schuldspruches dahin kommen, zu sagen:" Die Anzu vernehmen, daß die Taktik der Sozialdemokratie in Beziehung zu dreißig Mart Geldstrafe und Freisprechung des geklagte ist straffrei, denn es liegt ein meineid auf die Kasernenagitation in allen Kulturländern die gleiche und Widerbeklagten Beutel. im Sinne des Gesezes nicht vor. Ich halte das aber zwar die in dem Artikel behauptete sei. Hierdurch soll bewiesen werden, daß jener inkriminirte Passus sich auf die Armeen aller Wegen Verrufserklärung stand am Donnerstag der für bedenklich. Denn wenn die Geschworenen über die ganze Länder, nicht spezifisch auf die deutsche beziehe. Der Gerichtshof Töpfer Topf vor dem Straffenat des Kammergerichts, nachdem Schuldfrage zu urtheilen haben, so kann es dem Gerichte nicht offen bleiben, ein Thatbestandsmoment selbständig lehnt auch diesen Antrag ab, da auch dies Beweisthema als wahr sowohl er als auch unser Redakteur Dierl vom Schöffengericht zu erörtern und zu sagen: obgleich die Geschworenen erklärt unterstellt werde, dadurch aber nicht ausgeschlossen sei, daß die und auch von der Strafkammer zu Gefängnißftrafen verurtheilt haben, das sei ein Eid, nehmen wir doch an: es ist kein Gid. " Vorgesezten des deutschen Heeres" beleidigt seien. Angeklagter worden waren. Die Töpfermeister und Gesellen in Berlin batten 2lber es bleibt ein anderer Weg, dem Urtheile beizukommen. und Vertheidiger beantragten endlich zweds Erweises des Bor- für Affordarbeiten einen bestimmten Tarif vereinbart, wonach Wenn das Gericht gegenüber diesem Geschworenenspruche feftwurfs der Ungerechtigkeit, den zeitigen preußischen Kriegsminister: B. für freistehende Kochmaschinen dem Gesellen 20 M. 60 Pf. ftellt, daß Anna Lojewsti noch nicht 16 Jahre alt war, als fie Bronsart v. Schellendorff zeugeneiblich und gutachtlich eines Gonnabends überrascht, als sie für eine Kochmaschine nur den Gid leiſtete, so ist das eine Feststellung, zu der das Gericht darüber zu vernehmen, daß die sozialdemo fratischen Soldaten schärfer beobachtet werden 20 M. Lohn bekamen. Sie beschlossen, die Arbeit niederzulegen, befugt war. Die Unangreifbarkeit eines Geschworenenspruches als die übrigen Soldaten und daß bei einer wenn der Meister auch in der folgenden Woche den Tarif außer beruht lediglich darauf, daß das leichsgericht, weil die etwaigen Bestrafung eine fchärfere Strafe zahlung die Kochmaschine nur mit 20 m. bezahlte, legten faft Gründe für ihre Entscheidung anzugeben, Acht lassen würde. Als der Meister auch bei der folgenden Lohn Geschworenen nicht genöthigt und nicht in der Lage find, auch nicht eintrete als bei den übrigen. Staatsanwalt M. die Lage ist, sämmtliche Gesellen, mit Ausnahme von fünf Arbeitnehmern, die zu prüfen, welche v. Boraszewski bittet um Ablehnung des Antrages, da Arbeit beim fraglichen Meister nieder. Infolge dieser Vorgänge die Geschworenen zu ihrem Spruche gebracht haben. Ist das bie der inkriminirte Passus sich nicht nur auf sozialdemokratische Soldaten beziehe. R... Dr. Hersfeld verlieft hierauf ben veröffentlichte Topf im Vorwärts" einen Aufruf, den die Staatsratio, so findet diese Unmöglichkeit der Anfechtung von Ge infriminirten Bassus, aus dem sich ergiebt, daß nur vom welche sich an der Arbeitseinstellung nicht betheiligt hatten. Grenze. Sobald man die Gründe der Geschworenen in ihrem anwaltschaft als einen Verruf jener fünf Gesellen betrachtete, fchworenenspri chen in der Revisionsinstanz auch darin ihre Sozialdemokrat, der Soldat wird, die Rede ist. Troy- während Redakteur Dierl drei Tage Gefängniß erhielt, wurde vollen Umfange erkennen kann, darf das Reichsgericht sie auch jenes Artikels, daß der sozialdemokratische Soldat Ungerechtig einem Monat und von der Strafkammer zu einer Woche Ge- rechtsirrthümlich ist. Stellt das Schwurgericht fest, daß der Gid feiten täglich„ um fich" sebe, zeige, daß auch Ungerechtigkeiten fängniß verurtheilt. Nunmehr legte Topf Revision beim Kammer feine That vor, über welche die Geschworenen einen von einem Unmündigen geleistet worden ist, so liegt Nichtfozialdemokraten gegenüber gemeint feien. Hierauf wurde gericht ein und zwar mit Erfolg; die Vorentscheidung wurde 3a chau als Zeuge vernommen. Derselbe bestätigte den eingangs aufgehoben sogar der Oberstaatsanwalt trat dafür ein Schuldspruch fällen konnten, und das Reichsgericht ist wiedergegebenen Sachverhalt und ferner, daß der veröffentlichte und die Sache wurde zur anderweiten Entscheidung an die Vor- in der Lage, das ungerechte Urtheil aufzuheben. Artikel zwecks Wahrnehmung der Rechte der Redaktion und seiner instanz zurückverwiesen, da nicht ersichtlich sei, daß durch den Die Aufhebung muß sich auf beide Angeklagte erstrecken, bunu Mitglieder gegenüber dem Urtheil wider ihn und zweds Bordenn bereitung der Artikel für ein Wiederaufnahmeverfahren mit seinem Berruf eine Befferung der Lohnverhältnisse erftrebt worden sei, da materielle Gesetzesverlegung gerügt ist, muß die Aufhebung Die Tochter wird direkt Wiffen geschrieben ist. Der Staatsanwalt führt aus: Be- besonders wenn der Meister kontraktwidrig handelte. Obschon auch zu gunsten der Tochter wirken. rechtigte Intereffen liegen nicht vor. Der Artikel ist beleidigend und Dier! Revision nicht eingelegt hatte, wurde auch seine Ber- freizusprechen sein, bezüglich der Mutter wird die Sache an die Straftammer zu veweisen sein, da nur noch zu prüfen bleibt, ob reizt einzelneklassen, namentlich die Jugend auf. urtheilung für verfehlt erklärt und ebenfalls aufgehoben. ein Unternehmen der Verleitung zum Meineide vorliegt." Das müsse straffchärfend ins Gewicht fallen. Ueberdies handele es Das Schießen auf Kasernenhöfen kann als Belästigung So der Reichsanwalt. Der vierte Straffenat des Reichsgerichts sich um Beleidigung des Militärs, des einzigen Bollwerks, das der Anwohner benachbarter Straßen bei Strafe verboten werden. entschied nun leider nicht in diesem Sinne. Er erkannte auf noch feft genug gegen die um sich greifende Sozialdemokratie Ein solches Urtheil ist fürzlich in Braunschweig erfolgt. Die Beriverfung der Revision unter folgender Begründung:„ Wenn die daftehe. Er beantrage deshalb se ch 3 Monate Gefängniß. dortige Infanterie- Kaserne lag früher ziemlich isolirt, erst vor Bemerkung der Urtheils gründe, daß die Tochter, als fle Rechtsanwalt Dr. Herzfeld legt zunächst dar, daß 5-6 Jahren entstanden neue Straßen in unmittelbarer Nähe den Gid leistete, formell beachtlich wäre, so würde die Verder Strafantrag formell mangelhaft, daß es Vorgesetzte der neuen Kaferne. Die Anwohner dieser Straßen fühlten sich urtheilung der Tochter wegen Meineides und der Mutter wegen des deutschen Heeres" nicht gebe und daß sie sicherlich in dem durch das Schießen mit Bielmunition auf dem Kasernenhofe sehr Anstiftung dazu als rechtsirrthümlich anzusehen sein. Diese intriminirten Artikel, der Reproduktion des 1888er Artikels, beläfligt und auch gefährdet, weil vereinzelt Geschosse in die Bemerkung tann aber feine Beachtung finden. mit teiner Silbe erwähnt seien. In packender Weise Grundstücke berüberflogen. Es wurde ein Prozeß gegen den denn irgend eine Fefistellung zu treffen, war der SchwurgerichtsIegt er dar, daß keine Beleidigung, sondern eine Militärfistus angestrengt, der nach langen Verhandlungen zunächst hof nicht berechtigt. Ueber die Thatfrage haben allein zulässige Kritit vorliegi und daß Angeklagten damit endigte, daß das Landgericht sich für unzuständig in der die Geschworenen zu entscheiden und diese haben hier, der Schutz des§ 193 Strafgesetzbuchs unbedingt zur Angelegenheit erklärte. Nachdem dieser Einwurf vom Reichs- indem sie die Frage bejahten, ob die Tochter einen Seite stehe. Wie komme der Staatsanwalt aber gar dazu, die gericht zurückgewiesen, begannen die Verhandlungen vor der Meineid geleistet habe, zugleich festgestellt, daß sie fähig war, enorme Strafe in Antrag zu bringen. Zeuge das Bestreben des Bivilkammer aufs neue. Von dieser wurde nun die Entscheidung einen Meineid zu leisten. Welche thatsächlichen Grundlagen Angeklagten, sich und seinen Freund gegen von ihm als ungerecht babin abgegeben, daß der Militärfistus verurtheilt worden ist, biefer Spruch gehabt hat, ist wie in allen anderen Fällen nicht empfundene Urtheile zu vertheidigen, von Ehrlosigkeit? Wenn die ferneren Belästigungen der Kläger durch übermäßiges Geräusch erkennbar, namentlich auch dadurch nicht, daß der Schwurder Gerichtshof in der That das Vorhandensein einer Beleidigung beim Schießen mit Bielmunition auf dem Kasernenhofe einzu gerichtshof unter Ueberschreitung seiner Rompe annehmen sollte, so sei eine mäßige Geldstrafe hinreichende stellen, bei Strafe von 100 M. Für jeden Tag der Uebertretung. tens eine Feststellung getroffen hat." Sühne. Der Angeklagte Schippel selbst legt an der Hand Die großen Kosten wurden zu drei Viertel dem Militärfistus, Nach dieser verwunderlichen Begründung hat also eine Fraus einer Anzahl Staatsrechtslehrer dar, daß es ein deutsches zu einem Viertel den Klägern auferlegt. die felbst nach der Anschauung des Reichsanwalts durchaus zu, Heer" nicht giebt, vielmehr nur ein preußisches, bayeri" Vermischtes. sches u. f. w. Schon deshalb kann nicht ein Vor- Das Rüpelthum vor Gericht. Ein grober Straßenerzeß unrecht verurtheilt ist, volle acht Jahre unschuldig gesetzter des deutschen" Heeres beleidigt fein. Der Ar beschäftigte gestern das hiesige Schöffengericht. Am 26. April, im Buchthause zu sigen. Und das von Rechts wegen! tifel enthielt feine Silbe über irgend einen Borgesetzten nachts gegen 111/2 Uhr, ging eine in der Keibelstraße wohnende Wir sind begierig, wie sich die Deffentlichkeit zu dieser entsetzund doch sollen diese beleidigt sein? Er enthielt lediglich Er enthielt lediglich um durch die Königstraße nach Hause zu gehen. Mitten auf der Frau S. in Begleitung einer Freundin über die Kurfürstenbrücke, lichen Monftrofität stellen wird. Wahrheiten, wie ja der Gerichtshof durch seinen Beschluß zutreffend ersten Brücke wurden die Damen von zwei jungen Männern gestellt, von dargethan habe. Wie fann ein Offiziertorps, wie ein Borgesetzter" sich beleidigt fühlen, wenn, gleitung anbot und mit seinem Spazierstode an ihrer Nafe denen der eine der Frau S. den Weg vertrat, ihr seine Bewie durch den Gerichtsbeschluß festgestellt, der Artikel weit ge- berumfuchtelte. Die Dame verbat sich mit entschiedenen Worten wurden die Redakteure sämmtlicher hier erscheinenden Zeitungen Ans Zwickau wird uns vom 20. ds. Mts. berichtet: Heute lindere und bei weitem nicht so allgemeine Ausbrücke enthalte, Diese Belästigung, der anscheinend etwas angeheiterte Mann aufs Polizeiamt geladen, wo ihnen der Herr Polizeisekretär Sachfe als in den angeführten Erlassen? Nein, eine Verurtheilung ging jedoch nicht von ihrer Seite, sondern fuchtelte weiter mit widerspricht im vorliegenden Falle, wie um sie vor Schaden zu bewahren, die am 12. Juni vont in jenen der feinem Stock umher. Blöglich, erhielt die Dame einen heftigen Ministerium des Innern publizirte Verordnung vorlas, nach Gerechtigkeit, dem Rechtsgefühl der heutigen öffentlichen Meinung. Schlag auf die Hand und wurde nun sehr erregt. Sie nannte welcher die Aufnahme von Geheimmittel Annoncen an den GinDie Freisprechung sei selbstverständlich. Zum allermindeſten müsse ben jungen Lümmel einen profanen, ungebildeten Menschen, er- fendern so gut wie an den Redakteuren mit Geldstrafe bis zu er den Schutz des§ 193 beanspruchen. Ihm müffe es doch woh! flärte, daß sie sich unter keinen Umständen schlagen laffe und 150 m. geahndet werden kann. Wie es scheint, soll also die noch gestattet sein, gegen die falsche Unterstellung eines Urtheils sich, seinen Freund, sein Blatt und seine Partei zu wehren. rief laut um Hilfe. An der Poststraße trat der rohe Bursche auf Verordnung scharf gehandhabt werden und die armen Redakteure Jenes Urtheil stelle einen ganz ungeheuerlichen Mißgriff in der sie zu und führte mit dem Stock nach ihrem Kopfe einen Schlag, müffen fich nun auch auf das Annoncen- Studium legen. Rechtspflege dar. Bei Berathung der Umsturzvorlage fei alles mußte mittels Droschte sofort nach der Unfallstation gebracht werden. Inspektion macht bekannt: Am 19. d. M., nachmittags 8,15 Uhr. der sie sofort wanken machte. Blutüberströmt stürzte sie zu Boden und Bugentgleisung. Rheine, 20. Juni. Die Betriebs mögliche vor die Kommission geschleppt, um die Vorlage an- Gie hatte eine bis auf den Knochen gehende Wunde über dem entgleifte auf dem Bahnhofe Lathen der Güterzug 552 mit drei nehmbar erscheinen zu lassen. Jenes Urtheil der 7. Straffammer habe man sich aber genirt herbeizuholen, weil es eben ein zu un- rechten Auge erhalten und ift elf Tage bettlägerig frant gewesen. Maschinen und 10 Wagen. Die entgleisten Fahrzeuge erlitten gebeurer Mißgriff war. Und Der Erzedent ist als der bisher unbestrafte Handlungsbefliffene mehr oder weniger Beschädigungen. Ein Bremser trug eine Dieses Urtheils solle gegen die Unrichtigkeiten Oswald Kloß ermittelt worden, der in acht Tagen seine Hochzeit Quetschung des rechten Fußes davon. Die durch den Unfall beeine rein historische Darlegung feine Wahrnehmung berechtigter Interessen Interessen fein? Er feiern wollte und an jenem Lage mit einem Freunde etwas dingte Betriebsstörung konnte bis heute Vormittag 10 Uhr bebitte nicht, er erwarte seine Freisprechung. Der Gerichtshof gezecht" hatte. Der brutale Mensch suchte sich mit der Ausrede seitigt werden. herauszureißen, daß er nicht gewußt habe, wie er zu jener Roherkannte unter Ablehnung des Schutzes aus§ 193 auf 31 ei heit gekommen sei. Der Staatsanwalt beantragte drei Monate Blätter melden, wurden nachts in Reichenau und Gloggnik in Aus Wien meldet der Telegraph vom Freitag: Wie die Monate Gefängniß. Selbstverständlich wird gegen das Gefängniß. Der Gerichtshof ließ aber, ähnlich wie dies im Falle Niederösterreich Erbstöße verspürt. Urtheil Revision eingelegt werden. Wir kommen noch auf den des gebildeten Rüpels Steinke geschehen, Milde walten und vergestern Nacht ein furchtbares Unwetter niedergegangen. Die Prozeß zurück. urtheilte den rohen Patron zu 600 M. Geldstrafe. Villa des Generalfonfuls Prinzen Ratibor auf dem Schwabenberge ist infolge eines Blitzschlages abgebrannt. Ueber Budapest ist Ueber Wolkenbrüche in West Böhmen wird gemeldet: Die Ortschaften Bestowiz, Sawestin, Brzezniz sind überschwemmt und gänzlich vom Verkehr abgeschnitten. Einige Häuser sollen Briefkaffen der Redaktion. Ein Junungsidyll. Swiftigkeiten in der Schuhmacher Unschuldig und doch in aller Form Rechtens zu acht innung haben zu einer Privatflage bezw. Witerflage geführt, Jahren Zuchthaus verurtheilt. Das Reichsgericht hatte die zwischen dem früheren und dem jezigen Obermeister der sich vorgestern mit folgendem Fall zu befassen: Innung, Herrn Frizz Beutel und Herrn Paul Bierbach, Vom Schwurgerichte Kiel ist am 4. Mai die Hebamme vor dem hiesigen Schöffengericht ausgefochten wurde. Der Kläger verehel. Emilie Lojewski wegen Anstiftung und Verleitung eingestürzt sein. In Hrafno find angeblich drei Häufer wegFritz Beutel hatte seinerzeit als Obermeister der Innung von zum Meineide zu acht Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. gefchwemmt. Eine Anzahl Menschen sollen umgekommen sein. Die Sem Vermögen der Jnnung 54 000 m. flüssig gewordene Gelder Die Geschworenen erachteten. für erwiesen, daß fie Verheerung ist überall groß. unter Beihilfe des Innungsvorstandes anderweitig unterzubringen. ihre Tochter, die am 24. November 1878 geborene Obermeister Beutel hat nun dieses Geld auf sein eigenes Grund. Anna Lojewski veranlaßt hat, am 25. März 1894 vor dem Amtsstück, Michaelfirchplay 14, eintragen lassen und soll in dieser gerichte Königsberg den von ihr geleisteten Gid wissentlich Beziehung die Repräsentanten im Unflaren gelassen und durch ein falsches Zeugniß zu verlegen. Die Tochter selbst ist wir biten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Zahl) erflärt haben, daß die Hypothet mündelsicher sei. Die zwar für schuldig besunden, aber von Strafe freigesprochen und anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Gewerbedeputation des Magistrats, die den Sachverhalt aus den nur einer Erziehungsanstalt überwiesen worden. Die von der Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag Jnnungsprotokollen erfah, stellte sofort fest, daß die Hypothet ehel. Lojewsti eingelegte Revision verwies darauf, daß die wird von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft und offensichtlich nicht mündelsicher sei und verfügte amtlich, daß der Tochter, als sie den Eid leistete, noch nicht 16 Jahre Rath in Rechtsangelegenheiten ertheilt. Vorstand zur Vermeidung der Regreßpflicht wegen Ueber- alt, also noch nicht eidesmündig war und daß deshalb Maffersdorf. Ausländer sind nicht berechtigt, an den schreitung seiner Befugnisse dafür zu sorgen habe, daß die der Gid derselben nicht als Eid anzusehen sei. Wahlen zum Reichstage theilzunehmen. Im Deutschen Reiche Junung das Kapital zurück erhalte. Diese Borkommniffe In der Verhandlung der Sache vor dem 4. Straffenate nicht, wohl aber in Preußen, Sachsen 2c. giebt es progressive Einwurden von den Gegnern Beutels in dem Augenblicke verwerthet, des Reichsgerichts erklärte Herr Reichsanwalt Dr. Menge tommensteuern. als es sich um die Neuwahl des Obermeisters handelte und in die Revision für begründet und führte wörtlich folgendes R. P. 24. Die Verhandlung ist blos vertagt. Flugblättern und Gegenflugblättern wurde die Frage behandelt, ans: Gs ist ausdrücklich festgestellt, daß die Tochter, als sie E. B. 300. Mich. ob Herr Beutel pflichtwidrig gehandelt habe oder nicht. Der den Eid leistete, noch nicht 16 Jahre alt war. Es ist ständige S. N. 6228. Die Einwilligung zur Eheschließung der noch jetzige Obermeister Bierbach, der aus der Wahl als Sieger Praxis des Reichsgerichts, daß eine Person unter 16 Jahren nicht 24 Jahre alten Tochter oder des noch nicht 25 Jahre hervorging, hatte in einer Quartalversammlung der Echuhmacher- nicht eidesfähig ist und keinen Meineid leisten kann. Der alten Sohnes ist schriftlich zu ertheilen. Beglaubigung Innung ausgeführt, daß nach seinen Ermittelungen die Angaben erste Strassenat hat ausdrücklich ausgesprochen, der von einem der Unterschrift durch die Polizei ist zweckmäßig Beutel's über die Hypothekenverhältnisse des betr. Grundstückes Eidesunmündigen geleistete Eid sei kein Eid und die wissentliche wird im allgemeinen Dom Standesbeamten verlangt. falsche gewesen seien und hatte seinerseits bei der Gewerbe- De- Verlegung eines solchen kein Meineid. Die häterin 100. G. G. K. Wann Kriegsschiffe vom Stapel gelaufen putation Beschwerde geführt. Herr Beutel batte dann in einer ist also hier jedenfalls zu unrecht verurtheilt, denn verurtheilt sind, intereffirt die Allgemeinheit nicht. D. S. 270. Wer Hauptausschuß- Sizung vom November 1894 behauptet, daß die ist sie, wenn sie auch von Strafe freigesprochen und nur zur boten ist Studenten nicht, politischen Vereinen anzugehören Angaben Bierbach's aus Böswilligkeit oder Unverstand gemacht Unterbringung in einer Erziehungsanstalt verurtheilt worden ist. und als Redner aufzutreten. Vor abgeschloffenem Studium seien". Bierbach seinerseits hat wenige Tage nach jener Sigung, Es fehlt in demjenigen Falle, in welchem ein Eidesunfähiger letteres zu thun, ist indeß nicht sehr rathsam. Der Vortheil, den als er den Besuch des Junungsboten Haldermann erhielt, einen Eid leiſtet, für den Thatbestand des Meineides an einem die Allgemeinheit aus folcher Bethätigung hat, ist verschwindend gegen mit diesem über das Verhalten des Klägers Beutel geobjektiven Erfordernisse, und es kann deshalb auch eine die dem einzelnen möglicherweise hieraus erwachsenden Nachtheile. und V G. 2. 200. Ja.- Abonnent H. 17. Behufs Erwirkung die von Ihnen veranslagten 3 M. für Ausstellung eines in der I des Armenrechts müssen Sie sich zunächst mit dem Antrage, Straffache seitens der Polizei von Ihnen erforderten Attestes. Ihnen zu bescheinigen, daß Sie die Kosten des Prozesses nicht Nach zutreffender, aber nicht durchweg angenommener Ansicht zu tragen vermögen, an die Gemeindebehörde Ihres Wohnorts gehören solche Kosten zu den Kosten des Strafverfahrens, die ( in Berlin an dem Bezirksvorsteher) wenden. Sodann richten vom Staat zu verauslagen sind. O. 3. Ist schon bekannt. Sie das Gesuch um Bewilligung des Armenrechts unter Beifügung der A. M. 12. I. Ein Vertheidiger muß einem Angeschuldigten Bescheinigung und Darlegung des Sachverhalts an das Gericht. bestellt werden, 1. wenn die Strafsache in erster Instanz vor 100 J. N. Wenn Sie einer freien Hilfskaffe angehören, der dem Reichsgericht oder vor dem Schwurgericht zu verhandeln bescheinigt ist, daß sie den Anforderungen des§ 75 des Kranken- ist, 2. wenn der Angeschuldigte taub oder stumm ist, 3. menn er faffengesetzes genügt, so brauchen Sie feiner Orts Krankenkasse unter 16 Jahren alt ist, 4. wenn ein Verbrechen den Gegenstand| anzugehören und können aus solcher austreten.- Joft und C. G. der Untersuchung bildet und der Angeschuldigte oder sein gesetzHaben Sie mündlichen Miethsvertrag mit einem jährlichen licher Vertreter die Bestellung eines Vertheidigers beantragen. Der Miethszins über 150 M. geschlossen, so gilt der durch Einziehen Umstand allein, daß der Angeschuldigte verhaftet ist, giebt ihm perfekt gewordene Miethsvertrag als auf ein Jahr ge- leider fein Recht die Bestellung eines Vertheidigers zu verlangen, schlossen. Schriftliche Antwort zu ertheilen ist unmöglich. indes kann das Gericht ihm in allen Fällen auf seinen Antrag M. 43. Reine. H., Leipzigerstraße. 1. Wollen Sie einen Bertheidiger bestellen. II. Zwischen der Ladung zur Hauptaus einem Urtheil des Gewerbegerichts die Zwangsvollstreckung verhandlung und dem ersten Termin muß mindestens 1 Woche liegen. betreiben, so beantragen Sie bei dem Gewerbegericht, Ihnen eine 2. B. 10. Der Unternehmer haftet seit dem Inkrafttreten vollstreckbare Ausfertigung des Urtheils zu ertheilen. Diese Aus- des Unfallversicherungs- Gesetzes nicht für den dem Arbeiter fertigung übergeben Sie sodann einem Gerichtsvollzieher mit dem durch Fahrlässigkeit zugefügten Schaden, auch nicht den HinterAuftrag, die Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner vorzu- bliebenen, wenn infolge der Fahrlässigkeit der Tod des Arbeiters nehmen. 2. Bestimmungen über Hebeammenvorbereitungen eingetreten ist. Solch Ausnahmerecht zu gunsten fahrlässig tönnen Sie auf der Redaktion in der Sprechstunde einsehen. handelnder Unternehmer ist etwas spezifisch Deutsches, was UnterO. P. 500. Der Miethsvertrag wird durch den Tod des nehmerherzen Fürsorge für die Arbeiter" zu nennen belieben. Miethers nicht von selbst aufgehoben. Vielmehr steht nur beiden Gin Anspruch auf Unfallrente der Berufsgenossenschaft gegenüber Theilen, dem Vermiether und den Erben des Miethers, das Recht steht dem Vater des durch den Unfall Verstorbenen nur dann zu, zu: von dem Vertrage nach einem halben Jahre, vom Ablaufe wenn der Verstorbene der einzige Ernährer des Vaters des Sterbequartals ab gerechnet, zurückzutreten. Wer dies Rück war. Leider steht Ihnen demnach ein Anspruch auf trittsrecht ausüben will muß dem anderen rechtzeitig Entschädigung nicht zu. Hat der Unternehmer Sicherheitstündigen, das heißt spätestens in den drei ersten Tagen maßregeln unterlassen und ist durch diese Fahrlässigkeit der Tod des letzten Quartals die Kündigung übermittelt haben. des Verstorbenen herbeigeführt, so fann er wegen fahrlässiger Enthält der Miethsvertrag vortheilhaftere Kündigungs- Tödtung bestraft werden, wenn auf Ihre Beschwerde hin die bestimmungen, so kann von diesen Gebrauch gemacht werden. Oberstaatsanwaltschaft Anklage erheben läßt. Sie sehen hier an p. K. 44. Sie sind wegen angeblicher körperlicher Fehler einem praktischen Fall, daß die Bestimmungen des Unfall- Vernur vorläufig zurückgestellt. 2 Unwissende. Verloben dürfen ficherungsgefeges vorwiegend im Intereffe Interesse des UnterEva. Sie müssen den Vertrag bis zum Sie sich ohne Einwilligung des Vaters, der Mutter oder des nehmers wirken. Vormundes. Zur Eheschließung bedarf eine eheliche Tochter bis 1. April 1897 erfüllen, falls Sie sich nicht mit zur Vollendung des 24. Lebensjahres der väterlichen Einwilligung. dem Wirth über eine frühere Aufhebung desselben einigen. Ist der Vater verstorben, so bedarf die Tochter der Einwilligung der Mutter und so lange sie minderjährig, also noch nicht 21 Jahre alt ist, auch der Einwilligung ihres Vormundes. -93. Kottbuser Damm. Die Auskunft der Berufsgenossen- Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Dies' Berlag) ist soeben das 3s. Heft des 13. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: schaft ist zutreffend. G. R. F. 2., G. R. 17. Nein. Der Prozeß Mellage. Wissenschaft, Kunst, Religion. Von Charles 100. M. Ein gesetzliches Hinderniß dagegen, daß ein Bonnier.( Schluß.) Die Drainage und die Drainage- Arbeiter. Von Dr. H. Die Entwickelung Rumäniens in der neuesten Zeit. Bon Bruder Vormund seiner Schwester wird, besteht nicht. B. Branisteanu- Roman. Literarische Rundschau. Notizen: Börnstein's . 2. 10. Liquidiren Sie der Staatsanwaltschaft gegenüber Memoiren. Von F. Mehring. Feuilleton: Germinie Lacerteur. Von Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 22. Juni. Berliner Theater. Die Kreuzelschreiber. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Heute zum 6. Male: Im Irrenhause. Sensations- Schauspiel mit Melodramen in 5 Akten und 9 Bildern von H. B. Regie: May Samft. 1. Bild: Zwei Hallunken. 2. Bild: Ein tiefes Geheimniß. 3. Bild: Der Rächer. 4. Bild: Die Geheimnisse des Jrrenhauses. 5. Bild: Ein Verräther. 6. Bild: Der Plan des Teufels. 7. Bild: Die Tochter des Verbrechers. 8. Bild: Der Giftmord. 9. Bild: Der Flammentod. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag, 23. Juni, nachm. 21/2 Uhr: Thenter Unter den Linden. Mis Opern- Borstellung Der Troubadour von Verdi. Neues Theater. Tata- Toto. Schiller- Theater. Die Hochzeitsreise. Flattersucht. Alexanderplat- Theater. Heinrich Heine. Ein Modell. National- Thenter. Im Frren hause. Helyett. Apollo Theater. im Harem. Ein Abenteuer Nationaltheater- Garten i Großes Konzert Friedr. Wilhelmstädtischer Park. u. Spezialitäten- Vorstellung. Proser ut. Abeno. Berlin amiAlle 5 Barrisons. Ein Modell. Fernand's Ehekontrakt. sirt sich. Schiller- Theater. Staffenöffnung 5 Uhr. Anfang 6 Ubr. ( Wallner- Theater.) Sonnabend: Die Hochzeitsreise.Flattersucht. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der Meineidbauer. Abends 8 Uhr: Die Hochzeitsreise, Flattersucht. Friedrich- Wilhelmstädtischer Concert- Park 25/26 Chausseestraße 25/26. Grosser Ulk- Abend. Berlin amüsirt sich. Burlesque von Leo Herzberg u. Arthur Fränkel. Das Sommergarten- Programm ohne Pause. Unsere Sterne O Tero.T ?? 1 2 3 45 Sisters Berendsohn. 1 N. Aucke. Ferner Nini Diva. Edi Blum. Entree 30 Pf. Edison's neuestes Wunderwerk Das Kinetoskop Elektrisch bewegte, lebendig erscheinende Darstellungen, ausgestellt Entree 20 Pf. Refervirter Platz 40 Pf. Kaufmann's Variété. Königstr., Kolonnaden. Täglich: SOMO Eingelaufene Druckschriften. Victoria- Brauerei Lühowßraße 111-112 Täglich außer Sonnabends Garten resp. Saal: Soiree der altbeliebten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader.) Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. und Familienbillets für 8 Personen giltig 1 M. Grossartiges Sonntags- Programm! Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Montag: Viktoria-Brauerei, Anfang 8 Uhr. Elite- Programm! Reichshallen. prachtvollen Garten ( bei ungünstiger Witterung im Saal): ( bei ungünftiges Bilferung im Gaal) Täglich: Sumoristische Soiree ber Humoristischer Abend Norddeutschen Quartett der NeumannBliemchen's Leipziger Sänger. Neumann, Wilh. Wolff, Horváth, Gipner, Lemke, Feldow und Ledermann. Anf.8 Uhr. Entree 30 Pf. Der Floh! ( La Puce.) Bosse von Wilh. Wolff. Stürmischer Beifall. Et is zum piepen! Volksgarten ( ehem. Weimann's Volksgarten) Gesundbrunnen. Badstr. 56. Direktion: Max Samst. Täglich: Gr. Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Alle 5 Barrisons. Auftreten des urkom. Wilh. Fröbel u. des beliebt. Franz Heska. Berlin bei Nacht. Rassenöffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Entree 20 Pf. W. Noack's Friedrichstr. 65, nahe Mohrenstrasse. Sommer- Theater, Geöffnet von früh 1,10 bis 102 Uhr abends. Brunnenstr. 16. Täglich: Concert, TheaterCastan's Panoptikum. u. Spezialitäten- Vorstellung. Das Bärenweib. Ein Flug durch die Luft! Bestrafte weibliche Eitelkeit. Die goldene Infel. Ausstattungs- Operette v. Anton Arno. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag Jm Saale: Grosser Ball. u. Couplet- Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf. Sonntags: Anfang 7 Uhr. Neu! Der sanfte Heinrich. Der muß Mariaberg. nach Achtung! Zahnersatz, auch Theilzahl., wöchentl. 1 Mart, udel, Laufiher Play 2, Elsasserstr. 12. Edmond und Jules de Goncourt. Einzig autorifirte Ueberfegung von Emma Adler.( Fortsetzung.) Von der neuen Wiener Wochenschrift„ Die Beit" ist soeben das 37. Heft erschienen. Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Etwas vom allgemeinen Wahlrecht. Von Wilhelm Liebknecht. Zur Abwehr. Von Ge Die Petroleumpreise. Von Julius Bunzel. Heimrath F. Heinrich Geffcken. Abwarten! Von S. v. H. Schopenhauer in der modernen literaturgeschichtlichen Forschung. Von Paul Menzer. Der Wilde Prozeß. Von Dr. M. Handl. Orpheus. Von Hermann Bahr. Die Woche. Bücher. Revue der Revuen. Hajduten. Von Luta Jovovic. Dazu ein Politisches Betblatt" mit folgendem Inhalt: Das Recht der Minorität. Bon K. Politische Notizen. 1 Besuchszeit verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. Altes und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit Ausnahme des Montags in den 6 Wintermonaten von 10-3 Uhr, in den 6 Sommermonaten von 9-3 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis 6 Uhr, Oftober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich). Die National: gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-3 Uhr ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis 6 Uhr, im März und Oftober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich).- Kunstgewerbemuseum, Prinz Albrechtstr. 7. Geöffnet an den Wochentagen( Montags ausgenommen) im Sommer von 9-3 Uhr, im Winter von 10-3 Uhr, Gonntags, April- September von 12-6 Uhr, Oktober und März 12-5 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( Unentgeltlich). Museum für Bölterkunde, Königgräberstr. 120. Besuchszeit wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich). Hygiene- Museum, Klosterstr. 35. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außerdem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( unentgeltlich). Museum für Naturkunde, Invalidenſtr. 42. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. Museum für deutsche Voltstrachten und Erzeugnisse des ausgewerbes, Klosterstr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs von 11-2 Uhr geöffnet. Eintrittsgeld: Erwachsene 50 Pf., Kinder 25 Pf., öffnet Sonntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von Vereine Gonntags 10 Pf. Reichs post- Museum, Leipzigerstr. 15. Ge11-2 Uhr( Unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich außer Donnerstag und Freitag von 11-3 Uhr( Unentgeltlich). Aussichtsthurm Wilhelmstr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Pf. Entree. Kunstausstellung des Vereins Berliner Künstler, Mittwochs und Sonnabends von 9 bts Sternwarte, Endeplag 3a. 11 Uhr Vormittags. Sternwarte. Urania, Wissenschaftliches Theater. Entree 50 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bis 2 M. Invalidenstr. 57-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends, Aquarium: Schadowstr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 50 Bf., an jedem legten Sonntag im Monat 25 Pf.- Caftan's Panoptikum, Friedrichstraße. Geöffnet 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 Pf. Passage, Panoptikum 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 f. marine. Entree Panorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. 50 Pf. Kaifer- Panorama, Passage( Unter den Linden). Geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. 300 verschiedene Reisen, Landschaftsbilder. Jede Reise 20 Pf.- Neapel Panorama am Bahnhof Thiergarten, zwei neue Dioramen: Katakomben des Kapuzinerklosters zu Palermo und Vefuvausbruch. Sonntags 25 Pf. Eintrittspreis. Das Panorama ist bis 17 Uhr Abends zu besichtigen.- 30ologischer Garten, Lüzowufer. Sonntags 50 Pf. Borsig's Garten mit Palmenhaus, Alt Moabit 85-86. Eintrittspreis 50 Pf. 50 Pf. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Allgemeine Ausstellung für Sport, Spiel und Turnen. Berlin, Altes Reichstagsgebäude, Leipzigerstraße 4. Sonnabend, den 22. Juni geöffnet von 10 Uhr vormittags bis 10 Uhr abends. Bon 6 Uhr an Concert. Eintritt 50 Pf. mit interessantem Führerbuch. Kinder 25 Pf. Neu!! Otto Lilienthal's Flugapparat! Täglich: Passage- Panopticum. Rettung Uhren aus Feuersgefahr durch die Feuerwehr werden sauber und billig Todes- Anzeige. Am 18. d. M. entschlief nach langen, schweren Leiden mein lieber Mann, der Schlosser Leon Pawlowski. Die Beerdigung findet Sonntag, den 23. Juni, nachmittags 3/2 Uhr, vom Augusta Hospital, Scharnhorststraße, aus nach dem Elisabeth- Kirchhof in der Prinzen- Allee statt. 17076 Die trauernde Wittwe Pawlowski. Verein der Arbeiterinnen an Buchdruck- Schnellpressen. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Kollegin, Fräulein Klara Jakobi am Dienstag, den 18. Juni, verstorben ift. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 23. Juni, mittags 12/2 Uhr, vom Neuen Jakobi- Kirchhofe aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht 1692b Der Vorstand. Am 18. d. M., abends 73/4 Uhr, entschlief nach schwerem Leiden mein inniggeliebter Mann, Vater, Sohn und Bruder, der Schriftfeher Fritz Nass im 35. Lebensjahre. Ihm voran, um 51/2 Uhr, entschlief unser lieber Sohn, Bruder, Enkel u. Neffe Erich Nass im 2. Lebensjahre. 1693b Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 23. d. M., nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. Golgatha- 2c. Kirchs hofs, Barfusstr.( Müllerstr.) aus statt, Achtung! reparirt. B. Schreiber, Filzschuh- Arbeiter! Uhrmacher, Waldemarstraße 18( früher Admiralstr. 4 u. 1). Ausstellung Italien in Berlin. Station Zoologischer Garten. Täglich, nachm. 42 Uhr: die Bersaglieri: Maestro Gatti. 5 Uhr: Musiktruppen: Liberti, Angeli, Penna, Tribuni, della Rosa. 6 Uhr: Tarantella- Tänzertruppen: Marano, Grieco, Lorenzo. 7 Uhr: Volksszenen aus dem italienischen Leben. mit feinem weltberühmten 7/ 15: Maestro Gialdini Symphonie- Orchester aus Mailand. 8 Uhr: Opernchor des teatro filodramatico aus Mailand. Maestro Donizetti. 8 Uhr: Teatro americano mit Urcomico Bendixio. 11 Uhr: Finale: Grosser Umzug der Bersaglieri. Während des ganzen Tages Vorführung der ital. Seidenspinnerei, Glasbläserei, florentinischer Strohflechterei, Mosaikfabrikation, Holzschnitzerei u. f. w. Entree 50 Pf. Sonntag Mittag zwischen 12 u. 2 Uhr: Matinee des Gialdini'schen Symphonie- Orchesters. Entree bis 12 Uhr vormittags nur 30 f. Kinder unter 10 Jahren frei. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Platz, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Regie: R. Hintsche. Garten- Concert von der 24 Mann starken Haustapelle unter Zeitung des Musikdirektors W. Carloné. Kaffeeküche 3 bis 5 hr.- Entree 20 Pf. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. Die Beerdigung unseres Kollegen Albert Henze findet am Sonntag, den 23. Juni, vormittags 11 Uhr, von der Leichenhalle der Freireligiösen Gemeinde in der Pappel- Allee aus statt. Um recht rege Betheiligung der Kollegen bittet der 1960b Der Vorstand. Verein zur Regelung der gewerblichen Vertältnisse der Töpfer u. Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß der Kollege Carl Dörwald am 18. d. m. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 3 Uhr, vom Tranerhause, Kanalstraße Nr. 3 in Charlottenburg, aus statt. Wir ersuchen die Kollegen, sich recht zahlreich zu betheiligen. 243/2 Der Vorstand. Möbl. Zim. Adalbertstr. 99, III, Arndt. Möbl. Zim. als Schlafft. m. Kaffee 14 M.. Kaiser Franz Grenadierplay 3, F4902/ Hof I. 3 Tr. Eichner. Bergstr. 69 Wohnungen von 180 bis 400 Mart, schöne Kellerräume, ca. 500 Du.- Mtr. 3. 1. 10. 95. 1703b Möbl. Schlafft. für 1 oder 2 H. zu verm. bei Jope, Elisabeth- Ufer 43a, Quergeb. Tr. r. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 2996 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 143. Versammlungen: M D Sonnabend, den 22. Juni 1895. ganz dann 12. Jahrg. find die Macht, wir sind der Staat, die wir von Gottes Borne liebsame Konkurrentin, weil die Arbeiter es nicht verstanden sind, das Proletariat." haben, die Arbeiterinnen zu sich heran zu ziehen, sie als gleichVon der Gewerkschaftskommission waren im Laufe der Langanhaltender Beifall folgte den trefflichen Ausführungen. berechtigt zu erachten. Die Vortragende empfahl als Woche mehrere Versaminlungen einberufen, die zur Agitation für Im alten Schüßenhause in der Linienstraße, wo Mittel zur Besserung gewerkschaftliche Organisation, den Zabatarbeiter und-Arbeiterinnen die einzelnen Berufsorganisationen dienen sollten. Besonders etwa 300 Arbeiter und Arbeiterinnen der obengenannten Branchen Zusammenschluß aller richtete sich dabei auch das Augenmerk auf die weiblichen Ar- fich versammelt hatten, sprach die Genossin M. Rohr Iad. im Verbande. Dem mit großem Beifalle entgegengenommenen beiterinnen, die im Verhältniß zu ihrer Zahl noch immer viel Nachdem dieselbe an der Hand statistischer Zahlen dargelegt, in Vortrage schloß sich eine Diskussion an, in welcher von verzu gering in der Gewerkschaftsorganisation vertreten sind. Als welchem Mißverhältniß die Löhne speziell der Arbeiterinnen erörtert wurde. Allseitig wurde die Nothwendigkeit einer festen schiedenen Rednern die Lage der Tabakarbeiter noch näher Rednerinnen für diese Versammlungen waren Frau Clara zu der langen Arbeitszeit und der Intensität der Ausbeutung Organisation anerkannt und in einer Resolution, in welcher die Bettin Stuttgart, Frau Kähler Hamburg, Frau stehen, schilderte sie die die gesundheitsschädlichen Folgen Bersammlung ihrem Einverständniß mit der Referentin Ausdruck Ihrer und Frau Rohrlack gewonnen. Leider ließ der der Ueberausnugung und Unterernährung, Besuch der Versammlungen bei einigen Gewerkschaften die Mittel und Wege zur Abhilfe besprechen. gab, wurde es jedem Tabakarbeiter und jeder Tabatarbeiterin viel zu wünschen übrig. Bei den Holzarbeitern, sowie in zwei An der Diskussion betheiligte sich zunächst ein Vertreter der zur Pflicht gemacht, sich dem Unterstützungsverein Deutscher Versammlungen der im graphischen Gewerbe Beschäftigten war Kürschner, der nachwies, wie auch in der Pelzwaaren- und Kämpfung der Tabaksteuer- Vorlage findet am 15. Juli in den Tabatarbeiter anzuschließen. Anläßlich der glücklichen Beder Besuch schwach. Während von einigen Betheiligten Müßenbranche die Lohnherabfehungen immer mehr zunehmen. Näumen der Brauerei Friedrichshain ein„ Sieges fest" stait, zu eine nicht genügende Agitation in den einzelnen Berufskreisen Es werde wie überall auch hier an den Betheiligten selbst liegen, welchem recht rege Theilnahme erwartet wird. Mit der Mahnung, als Grund für die geringe Betheiligung angegeben war, mag durch Stärkung der Organisation und thätige Mitarbeit die Agitation für die Organisation in alle Kreise zu tragen, wohl auch andererseits die überaus hohe Temperatur manchen am Ausbau derselben sich der Wehr und Waffen zu von dem Besuch der Versammlung abgehalten haben. Verhältniß versichern, deren nun einmal die Arbeiterschaft im Stampfe wurde die Versammlung geschlossen. mäßig am besten waren die vier Versammlungen der Arbeiter um das bischen Eyistenz nicht entrathen könne. und Arbeiterinnen der Bekleidungsindustrie B. Pfeiffer zeichnete ein tieftrauriges Bild von den In der Versammlung des 3. Berliner Wahlvereins, und der Tabatindustrie besucht. Zuständen in der Konfektion, indem er energisch die Aus- die sehr zahlreich besucht war, referirte Genosse Dr. Heymann laffungen des Konfektionärs über dieselben als unwahr zurück- in eingehender Weise über„ Die Organisation der öffentlichen Von der Bekleidungsindustrie liegen uns folgende Be- wies. Er nahm bezug auf Verhandlungen vor dem Gewerbe- Gesundheitspflege in den Kulturstaaten". Rconer erläuterte, wie richte vor: Im 33liner Hof referirte Frau Kähler- Hamburg. gericht, wo sich verschiedene Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die Regierungen und Bölker gewissermaßen erst durch die Noth Die Theilnehmer gehörtenv orwiegend dem weiblichen Geschlechte rühmen zu dürfen, miserable Atfordlöhne zahlten, noch glaubten gezwungen, zu einer staatlichen Regelung der Gesundheitspflege noch nicht die schlechtesten Preise veranlaßt wurden. So sei z. B. erst nach der verheerenden Pest an. Wenig mehr denn 300 Personen waren zur Stelle. Der flare zit gewähren. Der. Redner führte die betreffenden im Jahre 1426, welche fast ganz Europa heimsuchte und zirka und fachliche Vortrag und die ruhige Vortragsweise wirkten un Bahlen an, welche den Versammelten Nuse der Entrüstung ent- 5 Millionen Menschenleben kostete, die Aufmerksamkeit auf diese, gemein sympathisch und erzielten den lebhaftesten Beifall. lockten. Es sei kein Wunder, bemerkte er, wenn unter Umständen das Wohlergehen des Staates bedingende Einrichtung und deren Las Mittel zur Hebung der Lage sei die gewerkschaftliche Drga- wie den besprochenen die Bekleidungsindustrie in Berlin 42 pCt. Organisation gelenkt worden. Leider stehe Breußen, wo be nisation, deren Aufgaben die Rednerin in furzen Zügen er aller hier eingeschriebenen Prostituirten stelle, wie durch das kanntlich das Medizinalwesen mit dem Miniſterium für läuterte und als deren Zielpunkte sie u. a. die Einrichtung von Polizeipräsidium 1891 festgestellt ſei. Redner fordert zum Kultur u. f. 1. verbunden sei, anderen Bändern, wie Betriebswerkstätten, die Wählbarkeit der Frauen in die Gewerbe wirthschaftlichen und geistigen Kampfe gegen die Gesellschaft Sachsen und England in vieler Beziehung nach. Namentlich gerichte und die Einsetzung von weiblichen Fabrikinspektoren auf, welche derartige Zustände zeitige. Ginstimmig wurde eine in bezug auf die gesundheitliche Regelung der gesammten bezeichnete. Als Pflicht der Männer stellte die Vortragende es Resolution angenommen, die inhaltlich mit den in den anderen Arbeiterschutzgesetzgebung stehe England anderen Staaten gegen= hin, ihren Einfluß auf die Frauen nach dieser Richtung Versammlungen beschlossenen Resolutionen übereinstimmt. über geradezu musterhaft da, es sei zu wünschen, daß alle hin geltend zu machen. Sie schloß mit einem Appell, anderen Staaten darin bald folgen werden. Dieser interessante dem durch alle Lande ergehenden Weckrufe Folge zu leiften. 3ur selben 3eit, als die vier von der Gewerkschafts- und lehrreiche Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall entgegen Die Rednerliste bedeckte sich alsbald mit Namen und wurde die Kommission einberufenen Versammlungen tagten, wurde im genommen. Unter Vereinsanlegenheiten bemängelte ein Mitglied folgende Besprechung von Wiese eingeleitet, welcher wiederum oberen Saale bei Keller eine weitere Versammlung der die im letzten Bericht erwähnte Empfehlung des Restaurants von Propaganda für Genossenschaften machte. Der Gefahr, daß die gleichen Industriegruppe zugehörig abgehalten, in der Frau Grauer durch Genossen Kahlen. Jedenfalls haben derartige Debatten in unfruchtbare Streitigkeiten ausarten würden, wurde Gubela ihre Ansichten entwickelte. Diese Versammlung war von Empfehlungen in Zukunft zu unterbleiben. Der Vorsitzende glücklicherweise durch Annahme eines Antrages auf Schluß der weniger als hundert Personen besucht ein Beweis, daß die Genosse räter theilt mit, daß am Sonntag, 30. Juni, Diskussion vorgebeugt, wodurch nur wenige Redner zum Worte Berliner Arbeiter die Zersplitterungstaktit aufs schärffte ver- ein Ausflug nach Wannsee Beelishof stattfindet, gelangten. In scharfer Weise fertigte Genosse Millarg den dammen. Frau Gubela sprach sich gegen die Forderung der worüber noch genauere Bekanntmachung erfolgt. ersten Diskussionsredner ab. Nicht ganz einverstanden mit der Betriebswerkstätten aus; sie will erfahren haben, daß in den Der Verein der Zimmerer Berlins und der Ums Referentin erklärte fich Tapezirer Feder. Seiner Meinung Fällen, wo Werkstätten durch den Unternehmer eingerichtet sind, nach würden durch Betriebswerkstätten die Verhältnisse im großen die Hausarbeit trotzdem nicht beseitigt wurde. Im gleichen gegend hielt am 16. Juni eine regelmäßige Mitgliederversamm und ganzen nur wenig gebessert. Er stand vielmehr auf dem Sinne äußerten sich einige andere Redner. Frau Dmoch lung ab. Vor Eintritt in die Tagegordnung ehrte die BerfammStandpunkte, daß eine verheirathete Frau überhaupt nicht in die will die Zwischenmeister veranlassen, Hand in Hand lung das Andenken des verunglückten Mitgliedes 3üllich aus Fabrit gehöre oder gewerblich und erwerblich thätig zu sein habe. mit den Gegnern der Betriebswerkstätten zu arbeiten. Charlottenburg durch Erheben von den Plähen. Hierauf giebt Der Lohn des Mannes müsse so bemessen sein, daß er für die Gegen zwei Stimmen stimmte die Versammlung folgender Er- der Obmann des Vergnügungskomitees bekannt, den. daß das Familienbedürfnisse ausreiche. Würden die verheiratheten Frauen lärung zu: Stiftungsfest, verbunden mit Lassallefeier, am Sonnabend, den 31. August, im Saale der dem Arbeitsmarkte entzogen, so würde das Angebot der weibDie Versammelten verpflichten sich, mit allen ihnen zu Brauerei Friedrichshain" lichen Arbeitskraft beträchtlich vermindert und die Be. Gebote stehenden Mitteln für folgende Forderungen einzutreten: stattfindet. Billets hierzu find bei den Vorstandsmitgliedern, zahlung derselben eine bessere. Er erachtete es demzufolge in 1. Anerkennung von Lohntarisen und Aushang derselben in den sowie in den Zahlstellen und bei den Kassirern zu haben. In einem erster Linie für Pflicht der Männer, Organisation zu pflegen, Werkstätten. 2. Anerkennung des von Arbeitern geleiteten Arbeits- mit Beifall aufgenommenen Vortrag sprach der Genosse um ein menschenwürdiges Dasein zu erkämpfen. Nachdem sodann nachweises. 3. Zehnstündige Arbeitszeit für Lohnarbeit. 4. Aus Wagner über das Thema:" Die Bekämpfung der Sozial noch ein Redner im Sinne der Referentin gesprochen und diese dehnung der Fabritinspektion auf das Kleingewerbe und die demokratie". Jm„ Gewertschaftlichen" fordert der Vertrauens ihr Schlußwort beendet hatte, gelangte ohne Widerspruch folgende Hausindustrie. 5. Lohnzahlung am Sonnabend."- Gin weiterer mann auf, fich reger als wie bisher an den Sammlungen für die Resolution zur Annahme: Beschluß besagt:" Die Agitation für Betriebswerkstätten ist ver- streifenden Zimmerer Nürnbergs zu betheiligen. Er giebt eine fehlt, weil die Mehrzahl der Arbeiter und Arbeiterinnen damit furze Uebersicht über den Stand des Streifs; der Generalftreit ist aufgehoben, doch haben die großen Innungsmeister die Forde nicht einverstanden ist.(?)" rungen noch nicht bewilligt. Gleichzeitig weist der Vertrauens mann darauf hin, daß die Sperre über den Platz Frizz u. Peutert weiter besteht. Die Vereinsversammlungen finden jetzt wieder in Die Versammlung erklärt: Gegenüber dem Bestreben der Unternehmerklaffe, die wirthschaftliche Lage der Arbeiterklasse immer tiefer herabzudrücken und die letztere in die vollständigste Für die im graphischen Gewerbe beschäftigten ökonomische Abhängigkeit von der Unternehmerklasse zu bringen, Arbeiter und Arbeiterinnen waren von der Berliner ist die gewerkschaftliche Organisation der Arbeiterklasse eine Noth- Gewertschaftskommission drei öffentliche Versammlungen am der Beuthstr. 20/21 in Cohn's Festfälen statt. wendigkeit. Da der Druck der Unternehmer sich doppelt fühlbar Dienstag, den 18. Juni, einberufen, in denen erörtert werden gegen die Arbeiterinnen richtet, die gezwungen werden, zu den sollte, welche Aufgaben den Arbeitern und Arbeiterinnen im Ju der öffentlichen Versammlung der Puter am niedrigsten Löhnen zu arbeiten, so ist es die dringendsie Pflicht Stampfe um bessere Lohn- und Arbeitsverhältnisse erirachsen. Die 17. d. referirte Millarg über Lohnschwindler und gelehrte aller in der Bekleidungsindustrie thätigen Arbeiterinnen, sich der Betheiligung an der Versammlung in Cohn's Festsälen ent- Gerichte". Derselbe behandelte den Beschluß des Landgerichts, Organisation ihrer Branche anzuschließen. Die versammelten sprach jedoch nicht ter Gwartung, wohl eine Folge der nicht nach welchem Kolonnenführer für selbständige Unternehmer zur Arbeiter und Arbeiterinnen der Bekleidungsindustrie erklären energisch genug betriebenen Agitation zu derselben. Das Referat gelten haben, schilderte die Begleiterscheinungen und Folgen daher, nicht nur ihrer Gewerkschaftsorganisation beitreten, sondern war der Genossin Frau Kähler- Hamburg über dieses Beschlusses, die bereits in einer veränderten auch dafür wirken zu wollen, daß immer neue Anhänger der tragen. In ihrem, mit Beifall aufenommenen Vortrage warf sie Praxis des Gewerbegerichts zu tage treten und forderte Organisation zugeführt werden. einen Rückblick auf den Zustand der Eklaverei im Alterthum und zu energischem Proteste hiergegen auf. Im übrigen " Jm großen Saale des Restaurants Cohn in zog einen Vergleich gegenüber der Lage und Stellung des heutigen verweisen wir auf den vom Genossen Stadthagen in einer der Beuthstraße schilderte Frau Ihrer die Misere der in der Arbeiterstandes. Die Vortragende kam zu dem Ergebniß, daß Bersammlung der Gewerbegerichts- Beisiger gehaltenen, denselben Bekleidungsindustrie thätigen Personen vor einem zur Hälfte die Lage der ehemaligen unfreien Eflaven in vielen Be- Gegenstand behandelnden, in Nr. 138 des Vorwärts" veröffent aus Frauen bestehenden Publikum; die Worte, welche die ziehungen sorgenloser erscheinen tönne, wie die Lage der jetzigen lichten Vortrag. Die Diskussion war eine sehr rege. Besonders Rednerin an die letteren richtete, blieben augenscheinlich nicht Arbeiterklasse. Rednerin beleuchtete die einseitigen Gesetzes: hoben Dähne und Buchholz hervor, daß das Reichs- Verohne Eindrud, es wurden eine Reihe neuer Mitglieder den Ver- auslegungen und die Schäden und Mängel die Schäden und Mängel in unserem sicherungsamt wie auch die demselben zugehörigen Bevollmächtigten einigungen der diversen Branchen zugeführt. Verwunderlich sei, heutigen Klassenstaat, insbesondere aber die gewaltsame des Bundesrathes in dieser Frage einen den Landgerichtsbeschlusse so führte die Referentin aus, daß man, obwohl die Plätterinnen organi- Unterdrückung der Frau, die gegenwärtig einen so großen verneinenden Standpunkt einnähmen. Die Versaminilung gelangte sirt sind, noch nicht darauf gekommen sei, die Wäscherinnen Theil der werkthätigen Bevölkerung bilde. Um sich aus der schließlich zur einstimmigen Annahme folgender Protesterklärung: Die Versammlung protestirt energisch gegen die in zu vereinigen, wie das in Wien zum Beispiel schon seit längerer doppelten Unterdrückung, einmal durch Rechtlosmachung von GeBeit gefällten Urtheile des föniglichen LandBeit geschehen sei. Die Echirmmacher sollten sich bequemen, die setzes wegen, dann aber noch durch das oftmals gerügte zurück letter weiblichen Hilfskräfte mit in ihre Organisation aufzunehmen. weisende Verhalten ihrer eigenen Arbeitsbrüder, zu befreien, gerichtes, welche dahin gehen, daß Kolonnenführer resp. VorDer geringe Prozentsatz der Frauen in der gewertschaftlichen forderte die Vortragende die Arbeiterinnen auf, sich zum gemein- arbeiter im Sinne des Gesetzes als Arbeitgeber anzuerkennen Organisation( in der Bekleidungsindustrie ca. 1 pet., im all- famen Kampfe gegen den gemeinsamen Feind, das Kapital, den sind. Entgegen dieser Ansicht berufen sich die verfamutelten gemeinen 5 pCt.) müsse als Ansporn für die Männer gelten, bestehenden Organisationen ihrer Branchen anzuschließen und Putzer Berlins und der Umgegend auf ihre Erfahrung im ihre Ronkurrentinnen dadurch ungefährlich zu machen, daß man schloß mit dem warmen Appell an die männlichen Arbeiter, ihren praktischen Erwerbsleben, welche dahin geht, daß der Vorarbeiter fie organisirt. Das Bestreben der Unternehmer, die Produktion Arbeitsschwestern darin nicht nachzustehen. In der Diskussion wies resp. Stolonnenführer ebenso gut Arbeiter ist wie jeder andere nach entlegenen Gegenden zu verpflanzen, um billiger und immer besonders Genosse Sillier auf die, im großen Buchdruckerstreit Mitarbeiter, indem er auch nur denselben Antheil des Lohnes be= billiger die Waaren herstellen zu können, wurde von der in vielen Fällen ausschlaggebende Stellung gerade der weiblichen zieht wie die anderen Mitarbeiter, auch der Kontrolle des Unter und sprach Vortragenden entsprechend gewürdigt. Eie beleuchtete die For- Arbeiter hin, die Hoffnung Hoffnung aus, daß nehmers in betreff der Arbeitszeit wie jeder andere untersteht. derungen, welche gestellt sind: Errichtung von Werkstätten, Lohn auch die Buchdrucker ten in ihrem Gewerbe thätigen Arbeite- 280 dies nicht geschieht, ist derselbe einfach eine vorgeschobene zahlung am Freitag, Ausdehnung der Fabrikinspektion auf die rinnen den Eintritt in ihre Organisation ermöglichen. Vom Person, welche den wirklichen Arbeitgeber von seinen Pflichten Hausindustrie u. s. w., und schloß mit dem Mahuruf: Auf zur 1. Juli ab nimmt die Gewerkschaft der Lithographen und Stein- dem Arbeiter gegenüber entbinden soll. Wir sind nach unserer Organisation! drucker ebenfalls Arbeiterinnen in ihre Organisation auf. Vom Erfahrung der Meinung, daß es eine Verkennung der thatsächlichen Die Rede wurde sehr beifällig aufgenommen; Frau Hut Vertreter der Schriftgießer wurde die erfreuliche Mittheilung wirthschaftlichen Verhältnisse ist, wenn man derartige Personen zu und Jäger, der frühere Vorsitzende des Vereins der Blumen- gemacht, daß bereits seit 2 Jahren die Arbeiterinnen in ihre Arbeitgebern stempelt und diejenigen, welche den Nießbrauch aus der und Feder Arbeiterinnen, betheiligten sich an der Diskussion. Organisation aufgenommen worden sind. Insgesammt find in geleisteten Arbeit ziehen, von den gesetzlichen Verpflichtungen die frei läßt. Wir fordern alle Kollegen auf, energisch gegen der Frau Ihrer erwähnte, daß man in nächster Zeit wieder den der Echriftgießerei zirka 400 Personen beschäftigt, Bersuch machen werde, die Arbeiterinnen im Putzfach zu fast sämmtlich organisirt sind, eine Folge der eine Folge der münd- artige Zumuthungen zu protestiren. Insbesondere hegen wir. Agitation, organisiren; es sollen öffentliche Versammlungen für die Branche lichen alle sich fast Kollegen und die Anschauung, daß unsere Vertreter im Gewerbegericht abgehalten werden. Die( allen Versammlungen vorliegende) Re- Kolleginnen unter einander fennen. Zum Schlusse gelangte unseren Standpunkt entschieden und energisch vertreten, damit solution wurde einstimmig angenommen. folgende Resolution zur einstimmigen Annahme: Die Ver- die in unserem Sinne bisher geübte Pragis des Gewerbegerichtes In der in Keller'3 großem Gaal in der Koppenstraße sammlung der im graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter auch ferner gehandhabt werde." Nach Schilderung der gewerblichen Mißstände empfahl die geführten Uebelſtände auch in ihrem Gewerbe bestehen, sie pflichtet schäftigten Arbeiter lagte am 17. Juni im Lokale von Hente, abgehaltenen Versammlung referirte Frau Klara Zetkin. und Arbeiterinnen erkennt an, daß die von der Referentin vorRednerin im Hinblick auf das zentrale, ja international derselben vollkommen bei, daß solche nur durch festes Zusammen- Naunynstraße, eine Branchenversammlung der Gürtler. Genoffe organisirte Proletariat die zentrale Organisation. Sie legte dar, ſtehen der Arbeiter und Arbeiterinnen in gemeinsamen Organi. Schulz sprach in einem interessanten Vortrag über„ Die daß die Phrase der kleinen lokalen Organisationen vom" gefationen beseitigt werden können, und verpflichtet sich, deutschen Zustände zur Zeit der französischen Revolution"." Da trennt marſchiren und vereint schlagen" dadurch wider- in jeder Weise für Anschluß der Arbeiter und Arbeiterinnen von einer Diskussion Abstand genommen wurde, ging man soim graphischen Gewerbe an die Organisationen ihrer Berufe zu gleich zum zweiten Punkt der Tagesordnung über: Wahl eines legt sei, daß die getrennt Marschirenden Don Der= einten Stapital mit Leichtigkeit auf ihrer getrennten Marsch- agitiren." Die beiden anderen Versammlungen konnten wegen Beisitzers im Vorstand. Das Amt wurde dem Mitgliede route geschlagen werden, ehe sie nur selbst ans Echlagen des schwachen Besuches nicht tagen. Henning übertragen. Unter Vereinsangelegenheiten und Ver denken. Dadurch, daß die gewerkschaftliche Arbeiterbewegung die Die für die Tabakindustrie einberufene Versammlung schiedenes wurde der Judifferentismus der Berufsgenossen von eigentliche Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen ans Tageslicht fand am Donnerstag im alten Schüßenhause statt. Frau einigen Rednern sehr verurtheilt. Namentlich wurde dieser befördert, verrichtet sie die Vorarbeit zu der politischen Arbeiter- Stähler- Hamburg erörterte die erbärmliche Lage der Tabat Vorwurf gegen die Arbeiter bei den Firmen Lunit und bewegung. Hat man nun den Frauen die Antheilnahme an arbeiter und Arbeiterinnen, sowie die Mittel, dieselbe aufzu- Lückert erhaben. Ferner sprachen sich die Redner dahin aus, politischen Vereinigungen unmöglich gemacht, so ist ihre Bethäti- bessern. An der Hand der Statistik wies die Referentin nach, man solle mit den auswärtigen Kollegen, welche den Berlinern gung an der Gewerkschaftsorganisation um so nothwendiger. daß in der Tabakbranche die weibliche Arbeit überwiegt. Von Konkurrenz machen und für billigen Lohn arbeiten, mehr Hand Je größer die Betheiligung an der gewerkschaftlichen 64 477 in der Tabakindustrie beschäftigten Arbeitskräften sind in Hand gehen und eine Verständigung mit ihnen versuchen, Bewegung, je mehr das Proletariat sich zu einer Macht zusammen- nicht weniger als 48 919 weibliche, welche die Löhne drücken. Damit sie nicht mehr als Lohndrücker auftreten. Von den Mitschließt, je eher vermag es der Gesellschaft zuzurufen:" Wir Mit recht sehen heute viele Männer in der Arbeiterin eine un- gliedern Heinrich und Beyer wurde ermahnt, in den Fabriken da " Vom Verband aller in der Metallindustrie bes M. f resp. Werkstätten Vertrauensleute zu wählen, um die Berbindung| suchte der Vortragende nach eingehender Definirung des durch den Beifizer und den Vorstand herzustellen und nach besten Begriffes" Kunst" an sehr treffenden Beispielen darzulegen. Kräften für den Verband zu agitiren. Soll die Kunst gedeihen, so dürfe sie sich aber nicht in idealer, Eine gut besuchte Versammlung der Sattler beschwindelnder Höhe befinden, sondern sie müsse zum Volt herab schäftigte sich am 19. Juni mit der Besprechung der Verhältnisse Bolt wird ihr dann auch Verständniß entgegenbringen. Nach steigen, diesem ihre Erzeugnisse zugänglich machen. Ein freies in der Militäreffekten- Fabrik von Ikan und der Firma Vorführung der Biographie Rembrandt's und einzelner Skizzen Fiebrandt. Wie der Referent, Genosse Börsch, mittheilt, feiner Lebensthätigkeit besprach Redner einige der vielen Werke haben die Arbeiter in der letztgenannten Fabrik einen geplanten des großen Malers, denen allen der Zug zur Natürlichkeit und Lohnabzug durch ihr einmüthiges Auftreten verhindert. In der Volksthümlichkeit anhafte. Rembrandt suchte die Motive zu seinen Fabrit Don Elfan, die allgemein in Fachkreisen den zweifelhaften Ruf Gemälden in der Natur und im Leben; die rauhe Wirklichkeit genießt, die die niedrigsten Löhne zahlen, haben die Arbeiter fand in ihm ihren entschiedensten Vertreter. Zum Schluß begleichfalls Aufbesserung der Akkordlöhne erzielt. Angesichts der günstigen Bertheimeie merkte der Vortragende, daß es seine Absicht war, durch seinen Konjunktur sei es nothwendig, fest zusammen zu halten, Vortrag bei den Versammelten das Verlangen nach Kunst und damit auch die Vortheile derselben, soweit es möglich ist, den Natürlichkeit zu erwecken, hoffentlich sei ihm dies gelungen. Das Arbeitern zu gute kommen. Einen weiteren Gegenstand der schöne an der Kunst sei, daß fie ermuthige und wer ihr anVerhandlung bildete das Thema: Die Orts- Krankenkasse und die hänge, habe auch Sinn für alle übrigen Lebensfragen. An der DisHausindustriellen. Der Referent Tannhausen schildert, wie fussion des lebhaft applaudirten Vortrages betheiligte sich bei der Verfertigung von Militäreffekten die Hausindustrie mit Dr. Pinn, der in längerer Rede den Zusammenhang von Kunst und all ihren üblen Folgen immer mehr um sich greife. Bielfach die Arbeiter- Bildungsschule" in empfehlende Erinnerung brachte, Wissenschaft ventilirte und hierbei die Freie Voltsbühne" sowie wird hierbei von den Fabrikanten der Versuch gemacht, welche sich die Aufgabe gestellt haben, erstere die dramatische Beitragspflicht für Krankens, Alters- und Invaliden- Kaffe zu entziehen. Diesem Unwesen müsse entschieden Kunst, letztere die Wissenschaften zu pflegen. Nach dem Schlußentgegen getreten werden, da den Arbeitern hierdurch sehr oft die Maler auf den Bauten der Firma Gießte wegen Lohn wort des Referenten theilte der Vertrauensmann Link mit, daß nicht unbedeutende Nachtheile erwachsen. In einer Resolution wird sodann vorgeschlagen, das Kriegsministerium zu ersuchen, differenzen am Montag die Arbeit niedergelegt hätten, indeß sei Militärarbeit nur solchen Unternehmern zu übergeben, die in er ohne weitere Nachricht geblieben, ob der Streik inzwischen eigenen Betriebswerkstätten ihre Fabrikate herstellen. Bei der beigelegt ist, oder fortdauert. Da andere Punkte nicht zur DeDiskussion über diesen Gegenstand erhoben sich einige Stimmen batte standen, erfolgte hierauf Schluß der Versammlung. dagegen, in der Annahme, daß ein solches Vorgehen völlig nuzlos sei und man sich in eventuellen Fällen selbst helfen müßte; andere machten geltend, daß das Kriegsministerium nicht die richtige Juftanz sei, da die hierbei ins Auge gefaßte Arbeit von den einzelnen Regimentern vergeben werde; der größere Theil Dagegen unterstützte den Vorschlag. Schließlich stimmte die Verfammlung folgender Resolution zu: Die Versammlung richtet an den Zentralvorstand des Verbandes der Sattler und Tapezirer Deutschlands das Ersuchen, eine Petition an das Kriegsministerium, betreffs Beseitigung der Hausindustrie, zu richten, und diese Petition den gesammten Kollegen Deutschlands zur Stellungnahme sich der zu unterbreiten." Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend, Mitgliederversammlung am Sonntag, den 23. Junt, vormittags 10% Uhr 6. Kassenbericht. Wahl der Ortsverwaltung. Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( G. H. Nr. 29, Hamburg), Filiale Berlin 5. Mitgliederversammlung am Sonnabend, ben 22. Juni, abends 9 Uhr, bei Diefe, Lothringerstr. 67. Tagesordnung: 8 Uhr: settüre. S- 10% libr: Dier ber französischen Revolution. Referent Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, den 22. Junt, abends 7% bis Müllerstr. 179a.( Thema: Borläufer der franzöſiſchen Revolution. Referent zösische Revolution. Referent Herr Jünger.) Bet allen Unterrichtsfächern werden Damen und Herren jederzeit aufgenommen. Arbeiter- Hängerbund Berlins und Umgegend. Vorsigender Ad. Neumann, Bajewalterfir. 3. Alle Menderungen fm Vereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9-11 Uhr: Nebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Gefangverein Esmeralda, Königsbergerſtr. 5 bei Rastowsky.- Grüne Giche, Rirdorf, berger Allee 156 bet Goebel. Sanges Echo, Naunynftr. 86, bei Zubeil. verein Liebertranz in Brandenburg a. b. Havel, Mengert's Boltsgarten, Bergfir. 6.- Deutsche Giche II, Brandenburg a. b. Havel, Hauptstraße, Winter's Salon. Frisch auf 1, Friedrichsberg, Rummelsburgerfir. 69 Sängerlust, Luckenwalde, Beeligerstr. 34 bei Otto tei Zeichnis. Hand in hand, Friedrichsberg, Friedrich Karlfir. 11 bei Adam. chulze. Männer- Gesangverein Fortschritt, Königsbergerstraße 28 bet mit seined. Männer- Gesangverein Immergrün, Zegel, SpanFreie dauerfir. 15 bet G. Rentner.- Moabit, Savelbergerſtr. 31. Sänger, Echmargendorf, Wirthshaus Friedrich. Hand in Hand I, in der Mart. Admiralstr. 38 bet župauer. Gesangverein Frisch auf II", Schönwalde Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend zu richten an: B. Gent, Adalbertstr. 95. Sonnabend: Herr Mitschkowski.) Süd- Ost- Schule, Waldemarstr. 14.( Thema: Die franHermannstr. 48, Ede Herrfurthstraße, bei Heidtaus. Lyrania, Lands Glüdzu, Pascwalkersir. 3 bei Neumann. Männerchor, Prinzen Allee 10 bei Bergmann und 4. Sonnabend). H Gesundbrunner Gigung abends 9 Uhr bei Zinte, Buttbuserstr. 24. Nach der Sizung: Fidelitas. ane Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend find Theaterverein effing, Raupach fir. 6, Restaurant Felsengrotte Geben 2. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Turnverein In Lichtenberg tagte am 16. Juni eine öffentliche Zimmerer- Fichte( Witgl. d. Deutschen Arb.- Turnerb.) turnt heute: 1. Männer- Abth. 3. Männer- Abth. Boechstr. 21. 2. Lehrlings- Abth. versammlung mit der Tagesordnung: Wie stellen sich die Friebenfir. 37. Staligerfir. 55-56. Gemischter Chor Gleichheit, Abends 9 Uhr, Bimmerer in Friedrichsberg, Lichtenberg, Rummelsburg und Um- Emdenerstraße, Restaurateur Schirmer.- Bühnenverband Normania, Sonnabend im Monat gegend zur Gründung einer Zahlstelle des Verbandes deutscher jeben legten Sigung bei G. Leichniß, Königsbergerstraße Nr. 28. Bimmerleute? Da der Referent Stehr frankheitshalber am Privat Theater Gesellschaft Schiller, Erscheinen verhindert war, übernahm der Genosse Knüpfer Theaterverein Bavaria, Ackerstraße 17 bet Manfras. das Referat. In furzen Bügen legte der Referent den An- Privattheater: Gesellschaft Toni, Sonnabend 9% Uhr bei Buleger, SwineTheaterverein Lustige Brüder II, Sizung jeden wesenden die Zwecke und die Ziele der Gewerkschaftsorganisation münderstraße 144. Sonnabend, Abends 9 Uhr, bet Neichelt, Hasenhaide Nr. 45/47. lar und wies besonders darauf hin, wie nothwendig es sei, daß Theatergeseüschaft Immer Lustig, Abends 9 Uhr, Sigung bei sich die Zimmerer in Friedrichsberg und Ungegend dem Ver- diuhl, Chorinerstr. 68. Bergnügungstlub Oftend, Sigung Abends Geselliger Arbeiterbande deutscher Zimmerleute anschließen. Während der Die Uhr im Restaurant Rudolf, Krautstraße 6. Berein Proletaria, Sonnabend nach Dent 1. und 15. jeden fussion war folgende Resolution eingegangen:" Sämmtliche An- Monats, Abends 9 Uhr bet Sommer, Grünstraße 21. Rauchklub wesende erklären sich mit den Ausführungen des Referenten ein- Blaue Woltell, Sigung jeden Sonnabend 9 Uhr im Restaurant F. Steuer, verstanden und verpflichten sich, dem Verbande deutscher Zimmer- Weinstraße 22.- Rauchtlub Dornröschen, jeden Sonnabend, Abends leute beizutreten." F. Krüger, Fennstraße 5.- Rauchflub unverzagt, Abends Die Resolution wurde einstimmig an- 9 Uhr bei Vogel, Lebuserstr. 13. Rauchtlub Märtisch kraut, genommen und der provisorische Vorstand, Döhring, Meißner, Eisenbahnstr. 7 bei Engelhardt. Statklub Blaue Blouse, jeden Halfter und Noack, mit der Einleitung weiterer Schritte beauf- Sonnabend bet Wuttte, Graudenzerstr. 2.- Statklub Revolution, Gizung fragt. Die Zahl der Mitglieder mit den neu hinzutretenden Brüderlich fett, Sonnabend von 9-11 Uhr Sigung bet Wittwe Lehn, beträgt jetzt 26. Eine öffentliche Versammlung der Maler tagte am 20. Juni im Louisenstädtischen Konzerthause. Genosse Manfred Wittich aus Leipzig hielt einen Vortrag über: Rembrandt" den berühmten Historien- und Porträtmaler, dessen in der Mitte des 17. Jahrhunderts in Amsterdam geschaffene Gemälde in den hervorragendften Gallerien der ganzen Welt anzutreffen sind und die Bewunderung aller wahren Kunstfreunde hervorrufen. Gin- Sozialdemokratischer Wahlverein für den ersten Berliner Reichsgangs seiner hoch interessanten Ausführungen wandte sich der tags- Wahlkreis. Große Bersammlung am Montag, den 24. Juni, abends Redner zunächst gegen einen Artikel im Korrespondenzblatt der 8½ uur, bei Koch, deffingstr. 28. Bortrag des Genossen Zeichert aus Ztegnitz. Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands", worin Tischler- Verein. Bersammlung heute, abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15. gegen die Gründung eines Vereins der Künstler polemisirt und Grenadierstr. 33, Verfammlung. Bortrag des Fräulein Jda Altmann über: Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 23. Junt, abends' 8 11hr, bet Buste, gefagt wurde, wichtiger als die Förderung ihrer Kunst sei für die Gerechtigkeit in der Natur, Religion und Gesellschaft Die Bibliothek befindet Künstler die Erringung des achtstündigen Arbeitstages. Gegen fich bet Gärtner, Moltenstraße 12( am Moltenmarkt), geöffnet Sonnabends einen derartigen Ausspruch verwahre er( Rebner) sich ganz ent Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( G.$. schieden, denn das hieße die Kunst ablehnen, und wer diese ab- Nr. 29), Filiale Nixdorf. Versammlung am Sonnabend, den 22. Junt, abends lehne, lehne gewissermaßen die ganzen Kulturerrungenschaften 8% Uhr, Stethenftr. 63 bet Breßler. Neuwahl der Ortsverwaltung. Verein Berliner Schirmmacher. Sigung am Sonnabend, den 22. Juni, ab. Daß wir aber der Kunst bedürfen wie des täglichen Brotes, abends 9 Uhr, im Lotal von Röllig, Neue Friedrichstr. 44. von 9-10 Uhr. Zentralverband Glaser 3 der am 22. Juni stattfindenden a. Zahlstelle Berlin. Sonntag, den 23. Juni 1895, vorm. 10 Uhr, Alte Jakobstraße 83( Gartenfaal): Versammlung. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Reorganisation unserer Zahlstelle. 3. Verschiedenes. NB. Statuten sind in Empfang au nehmen; auch wird das Protokoll vom Verbandstag abgegeben, à Eremplar 10 Pf. 132/12 Um zahlreichen Besuch bittet dringend Der Vorstand. Achtung! Dachdecker! Sonntag, den 23. Juni, vorm. 10 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11: Grosse ausserordentliche General- Versammlung der 1701b Dachdecker Berlins. Tagesordnung: Beschlußfassung über Fahne und Gewerkschaftsutensilien. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Wozu freundlichst einladet. Völkner, Altgeselle. H. Baake, Verlagsbuchhandlung Berlin S. 14, City- Passage. In meinem Kommissionsverlage erschien: 2779L Einweihung 1704b Karls- Garten, meines neuen Lokals beehre ich mich Karlsgartenstraße a. d. Hafenhaide sämmtliche Freunde und Bekannte er-( Aufgang Wißmann- u. Hermannstraße), gebenst einzuladen. ! direkt am Walde gelegen! Angenehmer schatt. Aufenthalt. Volks belustigungen aller Art, als: KarouffelF. Weekwerth, Stöpnickerstr. 68. Louis Ehrenberg Am Molkenmarkt No. 7 ( früher Annenstr. 16) empf. 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Nachschleifen und Abziehen altér Vier grosse öffentl. Versammlungen aller in der Leder- Industrie beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen als: Schuhmacher, mechanische Schuhfabrikation, Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen, Sattler, in der Schäftebranche beschäftigte Arbeiter und Arbeiterinnen, Lohgerber und Lederzurichter, Weißgerber, Handschuhmacher, Portefeuille- Arbeiter und-Arbeiterinnen, Stepper, Lederfärber und Ledergalanteriewaaren am Montag, den 24. Juni, abends 8 Uhr, in folgenden Lokalen: Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 1113. Gründel's Festfäle, Brunnenstraße 188. Louiseustädtisches Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37.be Henke's Salon, Naunynstraße 27. Tagesordnung in allen Versammlungen: Welche Aufgaben erwachsen den Arbeitern und Arbeiterinnen der Leder- Industrie im Kampfe um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen? Referentinnen: Frau W. Kähler- Hamburg. Frau M. Rohrlack- Berlin. Frau E. Ihrer- Bankow. Frau Greifenberg- Berlin. Arbeiter und Arbeiterinnen der Lederindustrie, agitirt für diese Versammlungen, besucht dieselben. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. Im Auftrage: M. Arndt. K. German. Willner. Heindtke. Verband der in Buchbindereien, Gelegenheitskauf Fachverein der Holz- u. Bretterträger Berlins u. Umgegend. Sonntag, den 23. Juni, vorm. 10% Uhr: Mitglieder- Versammlung im Lokale des Herrn Kraatz, Sdjönleinstraße Nr. 6. Tages Ordnung: 1. Vereinsangelegenheiten. 2. schiedenes. Gäste herzlich willkommen aufnahme neuer Mitglieder. 3. Ber146/15 Der Vorstand. Arbeiter Parteigenossen, = nur Hüte mit Kontrollmarke. Herren Hüte 2,-, 2,50, 3,- u. s. w. ff. Saarhüte von 5,- an. Cylinderhüte von 4,- bis 12,-. KnabenHüte von 1,-an. Betrug ausgeschlossen, da ich nachweislich nur Hüte mit Marke führe. Otto Gerholdt, Dresdenerstraße 2, Gdre Skalitzerstraße. Größtes Lager in Damen- u. Herrenschirmen. Lieb ist mir die Mutter! 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Mitgliedschaftsangelegenheiten und Verschiedenes. Montag, den 15. Juli 1895( Guter Montag): Großes Sommer- Feft in Kümpel's Parkschloss, Treptow, Köpnicker Landstraße. Grosses Vokal- und Instrumental- Konzert, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil Berufsmusiker, unter Mitwirkung der Gesangvereine Buchbinder- Männerchor u. Esmeralda. Großer Ball. Blumenverloosung. Fackelzug für Kinder. ( Loose und Fackeln gratis.) Anfang 4 Uhr, des Balles 5 Uhr. Billets à 20 Pf. find in allen Zahlstellen, sowie an der Kasse à 25 Pf. zu haben. [ 81/5] Das Komitee. Verband der Möbelpolirer. Nächsten Montag abends 8 Uhr Waldemarstraße Nr. 75: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Trittelwit über:" Wohlfahrts- Einrichtungen und Arbeiterorganisationen". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Kollegen und Freunde des Verbandes werden hiermit zu unserem morgen( Sonntag) im Gesellschaftshaus Ostend", Rüdersdorferstr. 45, " benben Sommer- Fest eingeladen. Billets à 30 Pf. findenden sind heute in den Zahlstellen und bei Brettschneider, Rüdersdorferstraße 46, zu haben. Mitglieder, welche Laut Kontrollkarte arbeitslos sind, haben freien Eintritt nebst Familie. Der Vorstand. 199/20 Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin Zentrum. Sonnabend, den 22. Juni 1895, abends 8½ Uhr, bei Ehrenberg( Nachf.), Annenstr. 16: Mitglieder- Derlammlung. Zages Ordnung: Gebrüder Cohn, Ballenstedt a. Harz 7. Streng reelle Bedienung. 1465L* Neue Königstr. 59, vorn I., sollen über 100 Wirthschaftseinrichtungen, furze Sammelstelle und Musterlager in Berlin: NW., LübeckerKr. 36 v. I. spottbillig verkauft werden. Ganze bei Frau S. Jablonsky, sowie in deren Filialen: U., Hirtenstr. 21 und Einrichtungen 100, 150, 200-1000. Prenzlauerstraße 18, bei C. Baum; N., Bionskirch- Plat 3 bei Theilzahlung gestattet. Beamten ohne A. Goebler. Anzahlung. 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Verschiedenes. Die diesjährige Dampferpartie findet am Sonnabend, den 20. Juli, nach der Borussia- Brauerei statt. Die Billetausgabe findet in den Lager aller Arten Uhren. Versammlungen statt. 25 Neue Hoch- Strasse 25 Achtung Die Ortsverwaltung. Achtung! Große öffentl. Gewerkschaftsversammlung Cöpenick. Achtung! am Dienstag, den 25. Juni er., abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Golecki( Kaiserhof), Grünstraße. Zages Ordnung: Reparaturen zu soliden Preisen. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fabritation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabate. Rippentabat 2 Pfd. 70 Pfg. 2323 L* H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. Gold- und Silberwaaren. 1. Bortrag des Genoffen R. Millarg über„ Ruthen und Nothwendigkeit A. Barnick, Grüner Weg 112, part. 1. Gig. Repar. Werkstatt f. Uhren, Gold eines Gewerkschaftsfartells". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. 54/12 Der Einberufer. und Silberwaaren. und 12 Visitbilder Herm. 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Sonntag, den 23. Juni 1895: ( ehemals Weimann's Volks- Garten Volksgarten), Badstr. 56( Gesundbrunnen). Direktion: Max Samst. Sonnabend, den 22. Juni 1895: Großes sozialdemokratifdjes Grosses Sommer- Fest Wald- Feft in Müggelschlösschen in Friedrichshagen, unter Mitwirkung des Arbeiter- Sängerbundes, der Arbeiter- Bildungsschule sowie von Mitgliedern der Freien Voltsbühne. Grosses Doppel- Concert ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins. Massengesänge. Volksbelustigungen. Theatralische Aufführungen. Zur Aufführung gelangen: Byzanz. Erbauliche, lebenswahre Darstellungen aus dem Kulturleben der alten byzantinischen Zeit. Unter Mitwirkung von 100 Perfonen. Geschichtlich treue Kostüme und Dekorationen. 145 der Lithographen, Steindrucker u. Berufsgen. ( Filiale Berlin). Gr. Konzert, Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Aus dem reichhaltigen Programmi sind besonders hervorzuheben: Lumpazivagabundus, oder: Das lüderliche Kleeblatt. Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Atten( 6 Bildern) und einem Vorspiel von Joh. Nestroy. Musik von A d. Müller. Anfang des Konzerts 4 hr. Anfang der Vorstellung 5 Uhr. Entree 25 Pf. Passe- partouts haben keine Giltigkeit. Sozialdemokratischer Arbeiterverein für Köpenick und Umgegend. Sonnabend, den 6. Juli 1895, im Lokal ,, Kaiserhof": Zur Feier des 5. Stiftungsfestes Grosser Ball nebst Vorträgen. Raffeneröffnung 71/2 Uhr. Anfang 8% Ur. Entree für Gäste: Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. Entree für Mitglieder: Herren 25 Pf., Damen frei. Mitgliedsbuch legitimirt. Schulpflichtige Kinder haben keinen Zutritt. Das Comitè, NB. Die Mitglieder, welche aus der Bibliothek Bücher entnommen, werden gebeten, diefelben bis 1. Juli behufs Kontrolle abzugeben. Der Vorstand. Bruder Heinrich aus Mariaberg. Erdbeer- Bowle Pfirsich- Bowle Große humoristisch- satirische Darstellungen aus der. Gegenwart. Großes Schauturuen Des Turnvereins ,, Fichte", Mitgl. des Brand. Arb.- Turner- B. Große Ruder- Regatta, veranstaltet vom Ruderklub Vorwärts". Kinderbelustigungen( Kasperle- Theater). Spiele für Kinder. Bücher- und Bilder- Verloosung. Die Kaffee- Küche ist während des gauzen Tages geöffnet. Jm Saale von früh an: Tanz. Anfang des Concerts früh 8 Uhr. Billet 25 Pf., zweimalige Ueberfahrt gratis. Fahrgelegenheit: Von allen Stationen der Stadt- und Ringbahn, Dampfer- Gesellschaft ,, Stern", Abfahrt von Kaffee Alsen vor dem Schlesischen Thor von früh 7 bis mittags 11 Uhr halbstündlich. Abends Abfahrt 11 Uhr.- Billet für Erwachsene 30 Pfg., Kinder über 6 Jahre 15 Pfg. pro Fahrt. Kremser- Abfahrt von früh 7 Uhr ab Schlesisches Thor. Auf dem Festplate: Verkauf von Wurst, Schinken, warmen Würsten sowie Backwaaren 291/11 Billets zu Ladenpreisen. sind in allen Zahlstellen der ,, Freien Volksbühne" und Arbeiter- BildungsSchule, sowie in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Es wird dringend gebeten, das Billet sichtbar zu tragen!! Da für Hin- und Rückfahrt in jeder Hinsicht Sorge getragen ist, ersuchen um zahlreiche Betheiligung Die Vertrauenspersonen. Villetverkauf für Friedrichshagen b. M. Wartmann, Bigarrenhandlung, dicht a. d. Bahn u. Friedrichstr. 122. Spree- Havel Dampfschifffahrts- Gesellschaft ,, Stern". frisch, ausgezeichnet à Flasche 60 Pf. intl., 10 Ft. Mt. 5,50. Johannisbeerwein, herb, Fl. 60 Pf. Desertwein, süß, Fl. 75 Pf. Stachelbeerwein, ganz vorzüglich, Flasche M. 1,-. Echt Stonsdorfer Likör, à Str. 1,20, 5 Str. 5,50, 10 Ltr. 10,-, 50 tr. 47/2, 100 2tr. 90,-. Echten alten Nordhäuser Strfl. Mt.1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Berliner Getreide- Kümmel Stefl. Mi. 1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Himbeer-, Kirsch, Johannisbeersaft, vorzüglich, Stefl. 1.30. Medizin. Ungarwein, beste Qualität, à Literflasche Mt. 2,10. Empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin. 6a, Belle- Allianceplay 6a, Eugen Neumann& Co., S1, Neue Friedrichſtr. 81, Oranienſtr. 8, Genthinerstr. 29. Potsdam, Waisenstr. 27. 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Grünau. Haensel's Restaurant, Inhaber Carl Ullrich, früher Süd- Ost, Waldemarstraße, von den Stationen Schlachtensee und Wannsee in 20 Minuten zu erreichen, empfiehlt sich Vereinen und Gesellschaften, bei Ausflügen und Landpartien. Großer schattiger Garten direkt am Walde gelegen. Ausschank der Brauerei Pichelsdorf. Borzügliche Küche. 2 Kegelbahnen. Raffeeküche. Großer Tanzsaal. Belustigungen aller Art. Stallungen für 100 Pferde.[ 2658L* = [ Grünau. Ruhlaerstr. 20/21( neben dem Schützenhaus), direkt am Wald, mit großem schattigen Naturgarten und angrenzender Wiese als Spielplatz. Vorzügliche Speisen und Getränke zu zivilen Preisen; große Kaffeeküche, 2 gute Kegelbahnen, Volksbeluftigungen aller Art. 400 Personen fassender Parquetsaal zu Versammlungen und Festlichkeiten. Sonntags: Gr. Ball, unter Leitung des Tanzlehrers Hrn. Goldschmidt ( Mitglied des Tanzlehrervereins Solidarität"). Um regen Besuch bittet Alfred Malitz( früher Berlin, Annenstraße 37) Restaurant ,, Zur Sängerhalle", Friedrichshagen, Friedrichſtraße 58, ( 2 Min. von Bahn). 2774L* 3um bevorstehenden Waldfest empfehle gute Speisen und Getränke zu billigen Preisen. Billet- Verkauf. Nante Hoffmann( früher Berlin, Ecke Mariannenplatz u. Waldemarstraße.) Restaurant Zum Zeuthener See". Juhaber: Ernst Küntzel. Station Beuthen( Görlizer Bahn). Das Groß- Restaurant zum Vereine 2c. Vorzüglicher Ausflugsort für Landpartien, größere Gesellschaften, - Angenehmer Aufenthalt an Wald und Wasser. Tanzfaal Billards Kegelbahnen- Kaffeeküche.- Große Anlegebrücke für Dampfer und Segelboote. NB. Zu erreichen per Bahn, Wasser und Chaussee. Im Monat Juni sind noch einige Sonnabende und Sonntage zu Land- und Wasserpartien zu vergeben. Schmöckwitz entspricht wegen seiner großen Räumlichkeiten den weitgehendsten Anforderungen, daher Vereinen, Gesellschaften, Fabriken zu Ausflügen besonders zu empfehlen. Th. Hahne. 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