Mr. 144. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret hn's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Inter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Norwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren 9aum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Soun und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. loc Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Vorwärts" Die Neue Welt". mit der illustrirten Sonntags- Beilage das Sonntag, den 23. Juni 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Herr v. Köller und die Presse. auf den Minister von D dakteur der Nordostsee 3eitung" zu Kiel Röller. Nach weiteren Man weiß wie despektirlich und höhnisch sich Herr Festreden wurde der höchst behagliche Festabend gegen Mit dem 1. Juli eröffnen wir ein neues Abonne- von Köller im preußischen Abgeordnetenhause über die 1 Uhr beendet. ment auf den Arbeit der Schriftsteller und Dichter und vor allem über die Presse geäußert hat. Er hat ihr vom Ministertische Kiel meldet uns den Wortlaut der Rede des Ministers Ein Privattelegramm der freisinnigen Berl. 3tg." aus aus bescheinigt, daß seiner Meinung nach 90 pCt. ihrer Mitv. Köller: theilungen erlogen seien, daß er sich um sie nicht fümmere, Ich danke, so führte derselbe aus, für die der Regiedaß er für sie blos Verachtung übrig habe. Herr v. Köller ist rung gezollte Anerkennung. Die Regierung ist sich wohl auch der tollkühne und übereifrige Bertheidiger der nun bewußt gewefen, was sie that, dieselbe erkenne die Die Weltlage ist so bewegt, daß sie mehr und mehr begrabenen Umsturzvorlage, die als das Grab der Preßfrei- Bedeutung der Presse unbedingt an.( Beifall.) Ist es der Interesse jedes denkenden Menschen in Anspruch heit von allen nicht bezahlten und nicht mittelalterliche Regierung gelungen, den Journalisten den schweren, verZustände anstrebenden Zeitungen bezeichnet wurde. Daß antwortungsvollen Beruf zu erleichtern, so ist dieselbe sehr er nehmen muß. Die Umsturzvorlage ist zwar gefallen, allein sich nach diesen Antezedentien ein Mann wie Köller von freut. Unser Beruf ist es, die Geschicke des Landes zu leiten, der Umsturz von oben wird eifrigst fortgesetzt. jedem Verkehr mit anderen als offiziösen Journalisten fern wir getrennt und sind doch beide geeint durch das Biel, dem VaterIhr Beruf, unsere Leitung zu kritisiren.( Heiterkeit.) So scheinen Namentlich richten die Anstrengungen der reaktionären hält, mußte man als selbstverständlich halten. Noch selbst land zu dienen.( Bravo.) Ich bin bei vielen Journalisten Parteien sich gegen das allgemeine Wahlrecht. verständlicher sollte es sein, daß, wenn Herr v. Köller dies bekannt.( Heiterkeit.) Ich verkehre mit den Herren, und unterläßt und er sich in den Kreis von Zeitungsschreibern wenn sie mich auch oft bekämpfen, habe ich doch viele gute Das deutsche Volk, die deutsche Arbeiterklasse soll politisch mischt, er unter eisiger Kühle und feindlichem Schweigen als Freunde unter ihnen. Darum danke ich Ihnen für die mir ges entrechtet werden. Und der Kampf um das allge- Luft betrachtet werden würde. botene Gelegenheit, unter Ihnen weilen zu können, und bitte meine Wahlrecht, um die Rechte des Volkes muß vor allem Freilich, wer die deutsche Presse kenut, muß seine Sie, mit mir einzustimmen in den Ruf, der Kieler Journalistenin der Presse geführt werden. Die Presse ist die Ansprüche an Standesehre und Selbstbewußtsein ihrer verein lebe hoch! Vertreter recht tief herunterschrauben. Daß die in Kiel Kein Blatt hat zu diesen Vorgängen, welche die Ges mächtigste Waffe des Volkes und diese Waffe zu versammelten Vertreter der Presse aber ganz zu Eunuchen funkenheit unserer Presse aufs schärfste beleuchten, ein Wort stärken, ist Pflicht des Volkes. herabgesunken sind, beweisen die folgenden Depeschen des der Kritik. Die Herren verdienen Köller'sche Preßfreiheit! Wir fordern die Genossen auf, nach Kräften für die Wolff'schen Bureaus aus Kiel: Verbreitung des Vorwärts" thätig zu sein. Die zwanglose Vereinigung, zu welcher der Kieler SchristNach Beendigung der Berliner Märstage" fteller- und Journalistenverein sämmtliche hier anwesende VerIn England ist es nun doch zur Krisis gekommen. Das werden wir eine in Südamerika spielende Original- treter der Presse eingeladen hatte, verlief sehr angeregt bei Kon- englische Ministerium Rosebery, das seit Jahresfrist auf seinent Erzählung, die ebenso spannend als belehrend ist, ver- sert und Abendessen, wobei mehrere Begrüßungsreden gehalten Poften festklebt, obgleich es ihn nach parlamentarischem öffentlichen, und dann mit dem in der Gegenwart wurden. Die gehobene Stimmung vermehrte sich, Brauch schon hundertmal hätte räumen müssen, liegt im Sterben. Und, wie das gewöhnlich der Fall ist bei 11/2 spielenden Roman:„ Der Verrückte" beginnen, welcher als gegen 11 Uhr der Minister des Innern v. Röller Regierungen, die nicht leben und sterben können, ber und der Geh. Regierungsrath v. Philippsborn sowie die zum Stein des Anstoßes, über den das Kabinet Rosebery stol die Vernichtung eines hoffnungsvollen Menschenlebens durch Festmahl geladenen Journalisten bei der Rückkehr von dem Festmahl perte, ist ein ganz kleines Steinchen, von dem kein Mensch tirchlichen Fanatismus darstellt und ähnliche Zu- erschienen. Der freisinnige Chefredakteur Nipa dankte den Vertretern dachte, daß es in diesem Moment den Ministern vor die Füße stände beleuchtet, wie sie jüngst durch einen sensationellen der Regierung für ihr Erscheinen und berichtete über das budgets stellte das Oppositionsmitglied Brodrick gestern in würde geworfen werden. Bei der Berathung des MilitärProzeß aufgedeckt worden sind. Festmahl. Zum Schluß brachte Redner ein Hoch auf den Unterhause den Antrag, das Gehalt des Kriegsministers Staiser aus. Minister v. Köller dankte herzlichst Campbell Bannerman um 100 Pfd. Sterl.( 2000 Mt.) für die Anerkennung, welche das Entgegenkommen der Reichs zu kürzen- eine gewöhnliche Form des Mißtrauensvotums in Finanzfragen; und er begründete den Antrag damit, daß das regierung und der preußischen Regierung bei den Journalisten Ministerium nicht für genügende Bewaffnung und Munition der gefunden hat. Er freue sich, daß sein verspätetes Armee gesorgt hätte. Gine heftige Debatte entbrannte, und als Kommen so herzlich aufgenommen wurde und betonte, es zur Abstimmung tam, blieb die Regierung mit 125 gegen daß er, der berufen sei, die Geschäfte des Staates zu 132 Stimmen in der Minderheit. leiten, die Bedeutung derjenigen nicht unterschätze, die be- London, 22. Juni, 1 Uhr nachmittags. Der Kabinetsrufen seien, die Leitung dieser Geschäfte zu kritisiren. Er wünsche, rath hält gegenwärtig Sigung ab zur Berathung über die Lage. daß, wie jene auch diese jederzeit zusammenhalten für das Wohl Die Westminster Gazette" schreibt, allgemein werde erwartet, des Vaterlandes. Der Minister schloß mit einem Hoch auf den daß das ganze Kabinet zurücktritt, da das Unter haus in der That wegen eines für die Sicherheit des Landes Verein. Der Redakteur der„ Kölnischen Zeitung" toastete vitalen Punttes dent Kabinet ein Tadelsvotum aus sodann auf die Provinz Schleswig- Holstein, der Regesprochen habe. " Pallmall Gazette" meldet, der " " Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für die Monate Juli- September entgegen.( Eingetragen in die Post- Beitungsliste für 1895 unter Nummer 7128.) Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts". Feuilleton. Berliner Märztage. Eine geschichtliche Erzählung von Michel Deutsch. XIII. 45 Ministerkrisis in England. 4 Heute nun lief folgendes Telegramm ein: Die der weißröckigen Enakssöhne vorwärtsgetrieben wurde, Mathias zu besorgen. Er war jedoch unvorrichteter Sache brachte die Träger mit ihrer Last bis an die zurückgekehrt, man mußte warten bis zum nächsten Morgen. Thür des Plüddemann'schen Hauses, das bereits ver- Der Verwundete war durch den Blutverlust arg geschwächt, [ Machdruck verboten.] schlossen war und erst nach minutenlangem Pochen und doch schien eine Gefahr für sein Leben nicht vorhanden, Warten von einem Mansardenbewohner, einem armseligen wenn nicht eine Entzündung der Wunde hinzutrat. Bruno Bogenschreiber, der für freies Quartier dem Herrn Armen- Volkmuth, der neben andern Fächern auch Medizin gehört vorsteher die Bücher führte, geöffnet wurde. hatte, legte mit Lotten's Hilfe dem Meister den ersten BerHerr Plüddemann, der sicher und wohlgeborgen in band an. seinem Dachsbau saß, rührte sich nicht aus demselben. Lotte" Jetzt aber Ruhe, Ruhe!" meinte Ephraim Fisch, der Es waren furchtbare Tage, Tage der Angst und des Wernicke war von Herrn von Tumidaiski in Obhut ge- sich bereit erklärt hatte, Hans Hartung und Bruno Schreckens, die über Meister Mathias Wernicke's Familie nommen worden, der sein Beschützeramt nach besten Volkmuth bei sich zu beherbergen. Schnick sollte sich mit hereingebrochen waren. Grausam hatten jene mit unerbitt- Kräften versah und die Fassungslose, so gut er konnte, den beiden Mädchen in den Wachtdienst am Bette des Verlicher Nothwendigkeit wirkenden Gesetze, die das Schicksal zu beruhigen versuchte. So viel des Entsetzlichen hatte wundeten theilen und Ferdinand blieb mit Erlaubniß seines der Völker beherrschen und ihre Geschicke gestalten, in das die arme Lotte an diesem Abend erlebt, daß Meisters für die Nacht in der väterlichen Wohnung, um Dasein dieser schlichten Menschen eingegriffen. Auf seiner sie im ersten Augenblick nicht einmal an die Geschwister für nothwendige Gänge zur Hand zu sein. Lagerstatt, von schwerem Wundfieber geschüttelt, von seinen dachte, die in der blutigen Hezjagd versprengt worden Eben war man im Begriff, aufzubrechen, als Herr tiefbekümmerten Kindern und Freunden umgeben, lag ein Mann, waren. Die Angst um den theuren Vater, dem sie so viele Kasimir in seinem Küsterauzug, den Schnürrock über den dessen Leben zu jeder Zeit ein Muster jener gehorsamen Jahre eine treue Helferin gewesen, beherrschte sie voll Arm und die hohen Faltenstiefel in der Hand tragend, in Unterthanentreue dargestellt hatte, die von den Zuhältern kommen. Mit Schrecken dachte sie an die Möglichkeit, daß der Thür auftauchte. Er hatte kurz vorher sein Quartier des Absolutismus von jeher als die höchste Bürgertugend er ihr entrissen werden könnte, und nicht eher wich der in der Plüddemann'schen Wohnung aufgesucht, und man gerühmt war. furchtbare Alp von ihrer Brust, als bis der Verwundete war nicht wenig erstaunt, ihn so rasch wieder zu sehen. Soldaten desselben Königs, für den sein Herz von die Augen aufgeschlagen und bei ihrem Anblick ein mattes" Nanu?" versette Frize Grams ,, was hat das zu Jugend an in aufrichtiger Anhänglichkeit geschlagen, hatten Lächeln seine Züge verklärt hatte. ihn niedergemacht wie einen in offenem Krieg begriffenen Er lebte also, er lebte! Diese tröstende Wirklichkeit Feind, wie einen ruchlosen Empörer. Sein unschuldiges gab ihr wieder Muth zum Denken und Thun, und indem Blut hatte das Pflaster derselben Residenzstadt gefärbt, fie sich mit den Anwesenden in die Sorge um den Verderen Bürgerrecht er dereinst durch seine Tapferkeit sich erwundeten theilte, fand sie Zeit, ab und zu nach der Straße worben hatte. Menschliche Worte waren nicht im stande, hinunterzueilen, um nach den Vermißten Ausschau zu die ganze Tiefe des Unrechts auszudrücken, das diesem halten. " Hab' ich das Thür ausgebrochen und alter Vettel Opfer des blutigen Soldatenüberfalls widerfahren war. Endlich waren sie da endlich hatte sie alle die Fußtritt gegeben, daß sie is Fraind Plüddemann an Hals Nur mit Mühe hatten, nachdem Vater Mathias auf Ihrigen um sich versammelt! geflogen." dem Petriplatz unter dem wuchtigen Säbelhieb eines Und der erste lähmende Schrecken begann sich langsam Wird ihm ein besonderes Vergnügen gemacht haben," Kürassiersergeanten zusammengebrochen war, Hans Hartung von den Gemüthern zu lösen, und sie fanden wieder Worte meinte Haus Hartung, während er die komische Erscheinung und Frize Grams den Bewußtlosen davor behütet, daß er für all das Furchtbare, Empörende, das noch blutig- frisch des Bolen lächelnd musterte. Und was wollen Sie nuu von den Hufen der rücksichtslos vorstürmenden Kavallerie vor ihren Augen stand, und ihr Wesen bis ins innerste beginnen?" zermalmt oder von der sich nach den engen Seitengassen Mark hinein erschüttert hatte. Geh' ich nach silberne Ente", ganz einfach! Wollt drängenden Boltsmenge zertreten wurde. Ein dichter Als das wilde Treiben in der Straße beendet war, ich nur um Hausschlüssel bitten." Menschenstrom, der von einer halben Schwadron hatte Ephraim Fisch sich erboten, einen Arzt für Meister! Das werden Sie hübsch bleiben lassen, Herr Graf," bedeuten?" " Hat mir Weibstück verdammtes nich' reinlassen wollen," berichtete Herr Kasimir mit Gleichmuth, hat mir genannt Revolutionär und Mörder und wollt sich Polizei lassen holen." Und Sie?" " " " " Kriegsminister Campbell- Bannermann habe in der ver- gefeßc3 eine endgiltige ist und zu einer Wiederaufhebung von Vertretern der Reichspostverwaltung im Reichstag fortgesetzt gangenen Nacht dem Premierminister in einem Schreiben Aufsichtswegen um so weniger Anlaß giebt, als der Beschwerde- zu werden. In Straßburg i. E. sollte, wie wir der Freis. 3tg." feine Demission übermittelt. Lord Rosebery ist für heute antrag, deffen Bezugnahme auf das Verhalten anderer politischer entnehmen, kürzlich ein Bezirksverein des Verbandes gegründet Abend zu dem Diner im Schlosse zu Windsor geladen, die Ein- Parteien übrigens schon in thatsächlicher Beziehung unzu werden. Am Tage vor dem festgesezten Gründungstermin ladung ist aber bereits vor der gestrigen Niederlage der Regierung treffend ist, lediglich durch eine von der vorinstanzlichen wurden aber die Führer der Bewegung versetzt und die Be ergangen. Feststellung thatsächlicher Verhältnisse abweichende Begründung des Vereins unterblieb. Schon früher war der Versuch Es ist kaum möglich, daß die Regierung noch länger der urtheilung dieser begründet wird, welche der Nachprüfung in gemacht worden, in Straßburg einen Bezirksverein des Assistenten Alternative: Auflösung oder Entlassung ausweicht. dritter Instanz entzogen ist, was Ihnen andurch eröffnet wird. verbandes ins Leben zu rufen. Auch damals wurde der Versuch Und jedenfalls wird sie die Auflösung lieber selbst aussprechen Zwickau, den 15. Juni 1895. Königliche Amtshauptmannschaft. dadurch vereitelt, daß der Postassistent, der die Eache unter und die Neuwahlen lieber selbst leiten, als es durch ihre Gegner Dr. Schnorr v. Carolsfeld." nommen hatte, einige Tage vor dem Gründungstermin versett thun lassen. Der Vertreter einer Partei, die mit ca. 18000 Wählern wurde. die stärkste des Wahlkreises ist, beschwert sich über behörd- Die Agrarier haben den Wunsch, alles für sich auszunüßen, liche Entscheide, die in Deutschland seit dem Erlöschen des so auch die Berufszählung. Sie verbreiteten die lächerliche Mär, Ausnahmegesetzes sonst nirgends vorgekommen sind, als in daß die Regierung der Männer mit viel Halmen und Aaren, dem Rechtsstaat" Sachsen, und ein hohes Ministerium ist der Hohenlohe, Köller, Posadowsky, Hammerstein, absichtlich zu nicht einmal in der Lage, gewisse Angaben der Beschwerde wenig Landwirthschaftskarten den Bählern zur Verfügung gestellt na ch prüfen zu können. Das soll Ordnung sein! Der habe. Diese Beschuldigung ist haltlos. Amtlich wird nun feftAusfall der nächsten Landtagswahlen wird zeigen, wie das gestellt, daß bis zu doppelt so viele Landwirthschaftskarten zur Verfügung gestellt wurden, als bei der Zählung von 1882 ge= sächsische Volk über diese sonderbare Ordnung urtheilt. braucht wurden. Freilich war das gestrige Votum eine Ueberrumpelung, und erfolgte in einem Haus, das lange nicht die Hälfte der Mitglieder enthielt, also nach deutscher Reichstagsfitte gar nicht beschlußfähig war; doch das ändert nichts an der Thatsache, daß Die Regierung eine Niederlage erlitten hat. Telegraphischen Mittheilungen zufolge soll allerdings der Plan bestehen, daß blos der Kriegsminister zurücktreten und das Geſammikabinet durch ein Vertrauensvotum eines vollen Hauses wieder auf die Beine gestellt werden solle; und über das Ergebniß des Ministerraths, der von 11 bis 22 Uhr heute Mittag dauerte, ist nach einer spätern Wolff'schen Depesche nichts bekannt geworden, indeß halten wir eine weitere Vertagung der Kriſe doch für sehr unwahrscheinlich. Auch für ein Ministerium Rosebery muß es eine Grenze der Demuth und Duldungsfähigfeit geben. Politische Leberlicht. " Gemaßregelte Universitätslehrer. Nach Professor Stengel Zur Volkszählung vom 1. Dezember. Die Notiz über in Marburg, der wegen seines Eintretens für den Sozialdemo- die bei der Volkszählung am 1. Dezember d. J. geplante Erfraten Huhn und gegen Iskraut in der Eschweger Stichwahl mittelung der landsturmpflichtigen Männer ist dahin zu ergänzen, nicht mehr zum Amt eines Mitglieds der philologischen Prüfungs- daß nicht nur die militärisch nichtgeschulten, sondern auch die fommission berufen wurde, ist nun auch Professor Natorp in militärisch geschulten landsturnpflichtigen Männer zur Ermittelung gleicher Weise gemaßregelt worden. Die„ ihein. 3tg." schreibt gelangen sollen. hierüber: Natorp hatte im vorigen Jahre die Studirenden zum " Studium des Sozialismus angeregt und in einem Lesenswerthen Zum Mellage- Prozeß wird berichtet, daß der Staat?. Aufsatz über: Plato's Staat und die Idee der Sozialpädagogit anwalt nun doch seine Revision zurückgezogen habe, daß dagegen Berlin, 22. Juni. im neuesten Heft des Archivs für soziale Gesetzgebung und die Vertreter der würdigen Alexianer, die Nebenkläger, auf die Nach Friedrichsruh hat mun auch der Reichskanzler Statistit sich für allgemeinere und tiefere Boltsbildung, einen Verhandlung vor dem Reichsgerichte bestehen gesprochen. Er erklärte in einem Trinkspruche auf Minister Sozialismus der Bildung" ausgesprochen. So harmlos die v. Boetticher, daß er über die kaiserliche Anerkennung, die dem letzte, so natürlich die erſterwähnte Forderung ist für den Etaatssekretär ausgesprochen wurde, hocherfreut sei. Seine" bestraft" er den vorlauten Philosophen in der erwähnten vor Etaatssekretär ausgesprochen wurde, hocherfreut sei. Seine deutschen Staat des Jahres 1895, ist es viel zu viel. Und so Dankrede schloß Herr v. Boetticher mit folgenden Worten: nehmen Weise. So lange der Kaiser über treue, uneigennützige Beamte verfüge, sei es um Deutschland nicht schlecht bestellt. Herr v. Bötticher wolte damit wohl sagen, daß er einen Greis, der sich nicht zu helfen weiß, für ebenso wenig tren als uneigennüßig halte. Aus der Verwarnung der umfiurzgefehfeindlichen Geistlichen, die, wie wir schon vor einigen Tagen erwähnten, das Konsistorium der Provinz Schlesien erlassen hat, ist die folgende Stelle werth, hervorgehoben zu werden: Für den Fall, daß Sie in der That daran( an dem Proteste gegen die Umsturzvorlage) betheiligt sind, machen wir Ihnen bemerklich, daß der Inhalt dieser Erklärung, namentlich die Betonung des Rechtes der Geistlichen: Graf Rankan, Bismard's Schwiegerfohn und Deutschlands Gesandter in den Niederlanden hat sich plötzlich aus dem diplomatischen Dienste zurückgezogen, nachdem er noch in der vorigen Woche dahingehende Mittheilungen der Presse dementiren ließ. Soll der letzte talte Wasserstrahl nach Friedrichsh ruh auch den Schwiegersohn" weggefegt haben? " in freiem Worte auf der Kanzel und in der Deffentlichkeit Die Schäden des Volkslebenszu geißeln, Mißbräuche zu tadeln auch in den Anordnungen der Obrigkeit, den Einrichtungen des Staats-" Der chauvinistische Taranteltanz, zu dem das Rieler Flottenfest in Frankreich benutzt worden ist, hat glücklicherweise noch so viel auszusehen sein, das Eine steht fest, daß sie einen feine ansteckende Kraft bewiesen. Mag an der Kieler Festseier eminent friedlichen Charakter hatte und dieser Thatsache kann man sich auch in Frankreich nicht verschließen. Sogar der " Temps", der anfänglich recht fräftig ins patriotische Horn geoßen hatte, muß einen Artikel über das Kieler" Friedensfest" bringen. Die„ Justice" wundert sich nur darüber, daß Kriegsschiffe als„ Sinnbilder des Friedens" herhalten mußten. uns aus Paris unterm 21. Juni: Bekanntlich hatte Calvignac, Calvignac vor dem Appellationsgericht. Man schreibt der frühere Maire von Carmaux, gegen das Urtheil, das ihn einer Gefängnißstrafe von 40 Tagen, allerdings unter Anwendung wegen angeblicher Beleidigung des gegenwärtigen Maire mit der lex Béranger belegte, die ihn wohl materiell von der Strafe enthebt, aber nichtsdestoweniger für fünf Jahre unwählbar macht, Putty au der Arbeit. Unser alter Freund Buttkamer die Berufung angemeldet. Dieselbe gelangte nun am Mittwoch benugt auch sein Altentheil als pommerscher Oberpräsident zur die Frage nabe legt, ob nicht die Betheiligten die Stellung des vor dem Toulouser Gerichtshof zur Berhandlung, wurde aber Bernichtung der Sozialdemokratie. Seine sozialistengesetzliche evangelischen Pfarramts und die Aufgabe der Predigt verkennen erst gestern zu Ende geführt. Wie bei der ersten Verhandlung, Thätigkeit war Muster und Vorbild für die Untergebenen des und zu einer Thätigkeit fich verleiten lassen, welche im hat Calvignac auch bei dieser lebhaft dagegen protestirt, Mazens, pommerschen Oberpräsidenten bei der Nachwahl in Kolberg- Röslin, Widerspruch mit den Amtspflichten steht und bem gegenwärtigen Maire von Carmaux, Berräther und Verund er beanstandete einen Beschluß der Stettiner Stadtweder der Gemeinde frommt noch das Reich faufter!" zugerufen zu haben. Sein Vertheidiger, der sozialistische verordneten, welche, o Graus! beschlossen hatten, die Bekannt: Gottes fördert. Abgeordnete Viviani, verlangte eine neue Untersuchung, um durch machungen der Sparkasse auch durch den„ Stettiner Volksboten", Demnach hätte die Umsturzvorlage das Reich Gottes Beugen, die nicht dem Gemeinderathe angehören, und darum auch unser pommersches Partei- Organ, ergehen zu lassen. Die Stadt gefördert. Wenn das nur nicht berufsmäßige Atheisten feiner Parteilichkeiten geziehen werden tönnten, neuerlich festverordneten fügten sich diesem Beschlusse nicht. Nun hat Putty gegen den Gottesglauben ausnügen! stellen zu lassen, daß Calvignac die ihm von Mazens in den wieder das Wort. Ein boykottirter Paftor. Kürzlich ist, der Deutschen Mund gelegten Worte nicht gebraucht habe. Der Gerichtshof Amtliches Wahlrefultat der am 18. Juni im dritten Reichs- Volkszeitung" zufolge, bei dem lutherischen Kirchenvorstand in ging jedoch darüber hinweg, als wollte er damit öffentlich be tags- Wahlkreise Köslin stattgehabten Erfahwahl: Bon 15 769 Lehe ein Schreiben von dem faiserlichen Marinekommando ein- funden, daß es sich bei diesem Prozesse nicht um das Recht, abgegebenen giltigen Stimmen entfielen auf v. Gerlach, Land- gegangen, in welchem die Seelsorge der Garnison, die dem sondern um eine politische Verfolgung, einen politischen Racheakt handle. Es wird eben Galvignac nicht verziehen, daß er die rath a. D.( fonf.) 7101, auf Benoit, Geh. Baurath( freis.) Pastor Echädla obliegt, aufgefündigt ist, und zwar aus dem Grubenarbeiter von Carmaux organisirt und die politische Herr handle. Es wird eben Calvignac nicht verziehen, daß er die 4650 Stimmen. Zwischen diesen beiden findet Stichwahl statt. Grunde, weil Herrn Pastor Schädla's Leichenrede bei dem im schaft des Baron Reille, des Direktors der dortigen Gruben Das sächsische Ministerium verwarf die Beschwerde, Duell gefallenen Korvettenkapitän Mittler dem Offizierkorps Gesellschaft vollständig gebrochen hat. Das Urtheil des Gerichtsnicht gefallen hat. Das Marinekommando hat sich nunmehr hoses wird erst nächste Woche bekannt gegeben werden. Es wird bie gegen die von der Zwickauer Anits- und Kreishaupt- nach Geeftemünde gewandt und soll Herr Paftor Sorger, mit fich dann zeigen, ob die Diskreditirung, in welche die Justiz in mannschaft verfügte Auflösung der sozialdemo- Bustimmung des Kirchenvorstandes daselbst, geneigt sein, die sich dann zeigen, ob die Diskreditirung, in welche die Juſtiz in ratischen Partei im 18. sächsischen Reichstagswahl- Seelsorge für die in Lehe garnisonirende Marine Artillerie zu Frankreich gefallen ist, gar so unberechtigt ist, wie dies die treise Zwickau- Crimmitschau erhoben worden war. übernehmen; wie man erzählt, hat man sich auch beim evange Banamisten glauben machen wollen. Dem Beschwerdeführer Schmidt ist der Entscheid von der lischen Kirchenvorstande in Bremerhaven erkundigt, derselbe hat Zwickauer Amtshauptmannschaft in einer die deutsche aber abschlägig beschieden. Man darf wohl überzeugt sein, daß Sprache bösartig mißhandelnden Form übermittelt worden: der neue Pastor genügend militärfromm ist und Duellanten keine Das fönigliche Minifterium des Innern hat zufolge anher weiteren Ungelegenheiten bereiten wird. Damit aber Ungehörig gelangter Verordnung vom 25. v. M. auf Ihre gegen die Ver- feiten wie die des Pastor Schädla fürderhin den Frieden nicht ordnung der Königlichen Kreishauptmannschaft mehr stören, wird es sich empfehlen, alle mit Offizieren und 23. Januar Ifd. J. gerichtete Immediat. Eingabe vom Mannschaften der Armee und Marine in Berührung kommenden 12. März d. J., die Auflösung der sozialdemokratischen Partei Geistlichen zu einem Examen bei dem das Duell würdigenden im 18. Reichstags- Wahlkreis betreffend, zu einer Verfügung Pastor und Reichstags- Abgeordneten Schall zu verpflichten. in Ihrem Sinne zu gelangen, nicht vermocht, da die gedachte Die Maßregelung von Postaffiftenten wegen ZuVerordnung vom 23. Januar d. J. nach§ 32 des Organisations- gehörigkeit zum Postassistentenverband scheint trotz der Erklärung vom fiel Ephraim Fisch ein, indem er dem Polen Rock und mann'schen Küsterrock mit seinem schnürebesetzten National" Crispi's Gegner. Die äußerste Linke des italienischen Parlaments hat in der gestern abgehaltenen Plenarversammlung der Kammer beschloffen, am nächsten Montag anläßlich der für morgen angekündigten Anklageschrift Cavalloti's die moralische Frage Crispi gegenüber aufzuwerfen. Die äußerste Linke stellt zum Kammerreglement den Zusakantrag, daß die Säle des Abgeordnetenhauses auch jenen Abgeordneten verschlossen bleiben sollen, deren Wahl unter der rechtlich begründeten Anklage der Bestechung angefochten worden ist. Das Wahlmache und Wahlstatistik in Italien. italienische statistische Bureau, dessen Leiter Bodio begründeterStiefeln abnahm. Wenn Sie wollen bei' nem alten Ge- fostüm vertauschte.„ Da könnt sich Europa zweites Tannen- Von der Nordostsee- Kanal- Feier. schäftsfreund vorlieb nehmen, steht meine beste Stube Ihnen berg*) erleben. zur Verfügung." Was die zehntausend Pferde anlangt, so möcht's hier Bravo, alter Fraind, braviffimo!" rief Herr Kasimir in Berlin auch ohne die gehen," meinte Hans Hartung mit und schüttelte kräftig die Hand des Fellhändlers. Dann leichtem Spott. Und ich, meine Chern, zieh' nur in Steigbügel nahm er in galanter Weise von Lotte und Dora Abschied und entfernte sich mit.den andern. oder gar nicht gegen Feind', entgegnete der Pole ein wenig pikirt. Für Infanterie is sich polnisches Edelmannsblut nich geschaffen. " Vorsichtig, um nicht etwa von den Lauschern aus dem Borderhause bemerkt zu werden, schlichen sie zuerst eine Strecke an der diesseitigen Häuserreihe vorwärts. Dann" Wir sind hier in Berlin schlechte Reiter, Herr Graf", überschritten fie die Straße und verschwanden in den Laden versette Ephraim Fisch, dafür aber um so bessere Schützen. des Fellhändlers. Frize Grams hatte sich, ohne auszuruhen, Sie sollten mal sehen, wie Herr Grams jedes Jahr beim an seinen Backofen begeben, um, wie er sich ausdrückte, Pfingftschießen seinen Adler' runterpfeffert!" " Proviant zu schaffen für die Bataillone des Boltes". Nu, und denken Sie, Ephraim Fisch hat Angst vor " Schüßen giebt's wohl genug in Berlin," meinte Hans In seiner Wohnung angekommen, placirte Ephraim Hartung. Unsere Handwerksleute und Arbeiter sind zum Fisch die drei Gäste in seiner guten Stube und sorgte großen Theil waffengeübte Männer, die ihre Lehrzeit beim zunächst für einen Imbiß, denn keiner von den Anwesenden Kommiß ehrlich bestanden haben." hatte in der furchtbaren Aufregung des Abends so weit an fich gedacht, um auch nur einen Bissen zu sich zu nehmen.' ner Flinte?" Bei einem Glase schweren Tokayers, der sonst nur als Feiertagswein auf den Tisch kam, lösten sich die Zungen und die Erlebnisse der verflossenen Stunden spiegelten fich grell in den nächtlichen Reden. " " " Sackerment noch eins!" rief Herr Kasimir ungläubig hör ich erstes Mal im Leben, daß sich Jude vor Schießpulver nicht fürchtet!" Aus Riel schreibt uns unser dortiger Korrespondent vom Sonnabend: Ein vom schönsten Wetter beglückter Morgen war gestern angebrochen, der wiederum tausende von Menschen recht früh zeitig auf die Beine gebracht hatte. In den großen Etablissements herrschte vollständige Arbeitsruhe, und die vielen unfret willig zum Feiern veranlaßten Arbeiter ließen es sich ebenfalls nicht entgehen, in bescheidenem Maße den herrlichen Morgen zu genießen. Der am Tage zuvor durchfahrene Kanal sollte festlich geweiht und" getauft" werden. Auf besonders erbauten Tribünen fanden sich denn auch in großer Zahl die Mitglieder der oberen Zehntausend zusammen, um die feierliche Vollendung eines Bauverts zu vollziehen, an deffen Herstellung sie auch nicht ben geringsten Antheil hatten. Den auf dem deutschen Postdampfer einquartirten Journalisten wurde die besondere Ehre zu theil, u. a. von Herrn v. Köller besonders begrüßt zu werden. Dann hatten sie ihre Plätze auf dein Festplage einzunehmen, der hinter einer Kompagnie baumlanger Grenadiere des Potsdamer 1. Garderegiments belegen war. Wie werden es die Herren bedauern, daß ihnen die Beschreibung der einzelnen Toiletten und Uniformen verloren ging. In sehr furzer Zeit war diese Schlußsteinlegung beendet und nur ein einmaliger Kanonenfalut sämmtlicher Schiffe ertönte als Ehrenbezeugung. Langsam vertheilte sich die Menschenmenge und manchem Merger wurde lebhaft Luft gemacht, als die Dampfer nur sehr langsam ihrer Aufgabe gerecht wurden. Die Restaurateure machten sich die Situation zu nutze und forderten Preise, die geradezu unverschämt waren. 3 Weil Ihr uns alle mit' nander nicht kennt und uns Dieser Streich der Volksfeinde wird lauter reden, als Unrecht thut," rief Fisch, vor innerer Erregung bebend. tausend Proklamationen," meinte Hans Hartung. Wenn Weil Ihr uns verschreit als Feiglinge, als ob das Bolt irgend etwas, so wird dieses Blutbad den Berliner zur Auf- der Juden seine Helden nicht von Moses Zeiten her zählte lehnung reizen. Um seine politische Reife mag es noch so nach hunderten! Weil Ihr nicht wißt, was wir fähig Die nachmittags abgehaltene Flottenparade verlief unter den schwach bestellt sein, aber an seinem Muthe zweifle ich nicht sind zu leisten als freie Männer, die sich nicht zu günstigsten Verhältnissen. Spiegelglatt war das Wasser, auf länger." verstecken brauchen vor Gaffenbuben und jedem herzlich die welchem in vier Reihen 96 der riesigen See Ungethüme lagen. Politische Reife?" warf Ephraim Fisch ein. Glauben Hand schütteln dürfen, der sie ihnen ehrlich thut reichen. Auf den Schiffen mit Takelage waren die Blaujacken aufgeentert, Sie, wir wären nicht mitgegangen mit der Zeit und wüßten Wird' n feiges Volk aushalten zweitausend Jahre die Ver- auf den anderen Schiffen standen sie längs der Bordkante aufAls das nicht, was die Glocke hat geschlagen? Seit zehn Jahren folgungen, die unsere Väter haben ausgehalten? Ein feiges gestellt. Schiff der Journalisten in weiter der Kaiseryacht folgen wollte, erschien ein hat nichts die Berliner so interessirt, wie die öffentlichen Volk wird vergehen, wie' n schwächliches Kraut auf der Wiese, Ferne Erst als der Angelegenheiten." denn Feigheit ist Schwäche, und Muth ist Kraft und Leben. Torpedoboot und verhinderte die Durchfahrt. wieder aufgenommen war, fonnten die regierungsDie Berliner Pfahlbürger, meinen Sie," fiel Hartung Laßt nur uns Juden erst wieder Menschen sein, ganze Freundlichen und ergebenen Journaliſten eine Durchfahrt wagen. ihm ins Wort„ die mögen an ihren Stammtischen nicht Menschen, wie der Baum im Wald ist'n ganzer Indessen scheinen sie ihren Schmerz durch den reichlich ihnen schlecht gefannegießert haben. Die breiten Maffen Baum und der Vogel in der Luft ift'n ganzer Vogel- auf Staatstoften fredenzten Wein gelindert zu haben. Die in diesen dann werdet Ihr Männer unter uns sehen aufstehn, so großer Zahl auf den modernen Echnelldampfern untergebrachten tapfer wie Gideon und Simson, wie König Saul und König bürgerlichen Reichstags Abgeordneten bewährten sich bei der David, und kein Mensch wird mehr dürfen wagen zu reden Durchfahrt der Kaiseryacht als fräftige Hurrahrufer." von" feigen Juden"." 1 des Volkes haben kaum einen Antheil öffenlichen Angelegenheiten" genommen bis ihnen heut Diese Angelegenheiten" mit blutigem Ernst auf den Leib gerückt find. Jetzt werden sie mit ihrem nüchternen, prattischen Sinn die rechte Antwort schon finden. Vorausgesetzt, daß plöglich zehntausend Flinten vom Himmel fallen!" versetzte Bruno Bolkmuth. " Zehntausend Flinten und zehntausend Pferde!" rief Herr Kasimir, der eben hinter einem Bettschirm den Plüdde ( Fortsetzung folgt.) Leider sollte der geftrige Tag nicht ohne einen recht schweren Unfall vorübergehen. Am Vormittag war eine Dampfpinaffe vom amerikanischen Kreuzer, New- York" von Bord gefahren. Aus noch unaufgeklärter Weise explodirte plöhlich der schon alte Dampftessel, wobei ein Mann der Besayung hoch in die Luft über Bord fiel, *) In der Schlacht bei Tannenberg( 1410) wurde der deutsche während ein zweiter erhebliche Verlegungen erlitt. Der mit dem Orden von den Polen und Sithauern besiegt. nassen Element Ringende wurde sofort gerettet, um alsdann mit Boziale tebersicht. Die New- Yorker Handelskammer ersucht uns um Ber öffentlichung folgender Buschrift: Die„ New- Yorker Handelskammer" warnt hiermit wieders maßen Weltruf befigt, hat im Gegensaße zum deutschen statistischen| Lage zu versehen, diese schwindelhafte Behauptung erforderlichen Bureau schon zehn Tage nach den Wahlen die amtliche Statistik Falls sofort durch eine bestimmte Thatsache widerlegen zu können, derselben und zwar in einem 170 Seiten starken Werke publizirt. sei auf den Bericht des Fabrikinspektors für den sächsischen Bezirk Aus der Statistik geht hervor, daß blos 2 121 122 Wähler, somit Döbeln verwiesen, worin es heißt:„ Erwähnenswerth er813 320 weniger als im Vorjahre eingeschrieben waren scheint die Erklärung des Vorsitzenden eines Gewerbegerichts in und daß in Sizilien, wo der Haß gegen Crispi am stärksten ist, bezug auf die Beisiger: Obwohl die Arbeitnehmer- Beifizer die Wählerlisten am meisten gesäubert wurden, so daß auf zweifellos Sozialdemokraten sind, haben sie sich, holt Buchhalter, Handlungsgehilfen und ähn 10 000 Einwohner blos 362 gegenüber 1090 in Ligurien und ebenso wie die Arbeitgeber- Beisitzer bewährt, und niemals liche Stellensuchende vor der Auswanderung 7595 in Apulien famen. Crispi versteht sein Geschäft rücksichts- versucht, politische Erwägungen über die Gerechtigkeit zu nach Nordamerika, ohne vorheriges festes Engagement. Io3 zu führen, und doch dürfte ihm dies nicht viel nüßen. Er setzen, vielmehr sich voller Unparteilichkeit befleißigt." Es giebt in diesen Branchen gegenwärtig hunderttausend wird feinem Schicksale, dem politischen Zusammenbruche feines Systems und der allgemeinen moralischen Verurtheilung nicht entgehen. Die Theilung China's wird lauter und lauter von der russischen Regierungspresse gefordert. Das Spiel, welches anderthalb Jahrhunderte lang in Europa mit dem alternden Reiche des Halbmondes getrieben wurde, soll jetzt in Aften an China, dieser asiatischen Türkei, fortgefeßt werden. Und die Vereinigten Staaten von Europa" haben ihren Segen dazu gegeben. Aus Straßburg i. Els. wird uns geschrieben, daß auf die Stellenlose und auf bessere Aussicht ist in nächster Zukunft Beschwerde, die der Klub Vorwärts" am 11. Juni über nicht zu hoffen. Von amerikanischen Firmen werden uns dadie Verweigerung der städtischen Markthalle gegen sehr häufig Adressen von Personen als Agenten und Ver zu einer Versammlung unserer Partei and Bezirkspräsidium ge- treter in allen Branchen für Deutschland, Desterreich, die richtet hat, von dieser Behörde der Bescheid ertheilt worden ist, Schweiz 2c., ab verlangt, und ist das Sekretariat: Room 79, sie het nicht in die Beche Beschluftes Gemelt berat ab: Whitehallſtr. 15, New- York, gerne bereit an Reflettanten die zuändern, da in Sachen der vorübergehenden Benutzung städtischen Liste dieser Firmen und nähere Details kostenlos mitzutheilen. Eigenthums der Gemeinderath selber zuständig sei. Auf welche Im Statut des Münchener Arbeitsamts sagt§ 11, baß gesetzliche Bestimmung sich dieser Entscheid stüßt, ist in unserer die leitende Kommission bei Arbeitseinstellungen und Mittheilung nicht angegeben. Aber abgesehen davon. Der Ent- Arbeitsaussperrungen die Thätigkeit des Arbeitsamis scheid setzt das tendenziöse Verhalten des Straßburger Gemeinde- für das betheiligte Geschäft oder den betheiligten Geschäftszweig raths in ein so helles Licht, wie es der Befestigung und Aus einstellen tönne, wenn durch das zuvor anzurufende Einigungsbreitung unserer Partei in Straßburg nicht förderlicher sein amt des Gewerbegerichts eine Einigung nicht zu erzielen sei. tann. Diese Bestimmung liegt den Münchener Innungsbrüdern und Von der Agitation. In Mannheim hielt Reichstags- Das bekannte Verhalten der Mehrheit der Arbeiter. den manchesterlichen Ausbeutern schwer im Magen, weshalb sich Abgeordneter Frohme in start besuchter Versammlung einen vertreter im Vorstand der Leipziger Ortstrantentasse die Vertretungen beider Kategorien, der Münchener InnungsBortrag über die Zersehung der bürgerlichen Parteien und über in Sachen der Anstellung eines zweiten Kaffenarztes war Gegen- ausschuß und der Zentralausschuß des allgemeinen Gewerbestand einer stark besuchten Versammlung von Kassenmitgliedern. vereins, zufammenthaten und in einer Eingabe an die oberDie Mehrheit der Arbeitervertreter im Vorstand vertheidigte ihr bayerische Regierung die Forderung stellten, dem§ 11 die Verhalten in der Hauptsache damit, daß der Klasse Schaden er Genehmigung zu versagen. Diefe Behörde hat jedoch die Herren wachsen wäre, wenn sie anders gehandelt hätte, als geschehen ist, abblißen lassen, indem sie erklärte, der beanstandete Theil des während die Minorität dieses Verhalten als Fehler bezeichnete Statuts biete zu einer Aufhebungsverfügung keinen Anlaß. und scharf verurtheilte. Zu einem Entscheid kam es noch nicht. Die Versammlung wurde auf Montag vertagt. Parteinachrichten. die Sozialdemokratie. Bei seinen Ausführungen, die viel Beifall fanden, kam er auch auf die bevorstehenden badischen Landtagswahlen zu sprechen. Er bemerkte hierzu nach dem Bericht der Mannheimer Voltsstimme" etwa folgendes: Die badische Sozialdemokratie würde sich den Dank der gesammten Partei erwerben, wenn sie dem Nationalliberalismus gerade in Mannheim eine Aus dem Sündenregister des Unternehmerthums. Schlappe beibringe. Dazu gehöre aber, daß sie einmüthig in den Der Regierungspräsident von Hildesheim erließ Kampf ziehe und daß wiederum ein Geist in der badischen Sozialdemokratie herrsche, den die außerbadische Partei Aus Pforzheim wird uns berichtet, daß eine am vorigen unterm 25, Mai folgende Bekanntmachung: Bei den Revisionen verstebe. Jetzt begreife man die badischen Genossen Sonntag in Durlach stattgehabte Konferenz von Genossen des der gewerblichen Anlagen sind im letzten Jahre wiederum zahlin ganz Norddeutschland nicht. Der unerquickliche Kampf neunten badischen Wahlkreises mit 15 gegen 7 Stimmen folgende reiche Zuwiderhandlungen gegen die Schulgefeße und Verordnungen, betreffend die 11111 eine Person sei nur in Baden möglich, überall Resolution angenommen hat: Arbeitern von jugendlichen sonst einfach unmöglich. Aber er hoffe, daß die" Die heute, am Sonntag, den 16. Juni 1895, in Durlach Beschäftigung Nachdem die Genossen mit der Affäre bald ins Reine fommen würden. Schon tagende Konferenz des 9. badischen Reichstags- Wahlkreises giebt und Arbeiterinnen, ermittelt worden. daraus, daß die nationalliberale Preffe so liebevoll Stellung sich mit der Erklärung des Genossen Dr. Rüdt zufrieden Gewerbe- Ordnungs- Novelle nunmehr seit länger als drei Jahren nehme für die Separatisten, tönnten diese ersehen, daß sie auf und erklärt die Streitfache bezüglich des Freidenkerbundes als er in fraft gestanden hat, kann die Unkenntniß der neueren Beftimmungen als ein Entschuldigungsgrund nicht mehr angesehen dem Holzwege find. So oft noch in der Partei jemand auf- ledigt." getreten sei und eine Klique um sich geschaart habe, um Zwiespalt Den weiter an uns gerichteten Wunsch, die Erklärung des werden. Die betheiligten Arbeitgeber werden hiermit auf die in der Partei zu erregen, habe ihn die nationalliberale Presse Herrn Dr. Rüdt, die sich über sein Verhältniß zu Herrn Pro- genaue Befolgung der einschlägigen Gesetze und Verordnungen einen guten Mann genannt und seine Absichten zu fördern ge- fessor Büchner aussprach, ebenfalls zum Abdruck zu bringen, mit dem Bemerken hingewiesen, daß die Gewerbe- Aufsichtsbeamten fucht; aber die Partei sei mit solchen Leuten immer noch fertig fönnen wir nicht nachkommen, da in derselben auch rein gar und Polizeibehörden Uebertretungen unnachsichtlich zur Bestrafung geworden. Er hoffe, daß dies auch in Baden der Fall sein nichts enthalten ist, was weitere Parteitreise intereffiren bringen werden." werde, damit die deutsche Sozialdemokratie nicht irre werde an Eine Schande für unsere heutige Gesellschaftsordnung Stutt den badischen Genossen. Heute verstehe man sie nicht. Der In Budapest hat das unerschrockene Vorgehen der„ Bolts- ist es fagt Th. v. Wächter's" Sonntagsblatt" in „ Hannoversche Kurier" habe erst vor kurzem erklärt, die badische stimme" gegen den Apothekenbesitzer Josef Török den Erfolg gart wie jetzt für die von der Wassernoth im württemernstlichen politischen Aktion unfähig sei. Die Genoffen sollten vornahm, wobei verschiedene Kurpfuschmittel der Konfistation Glend fich für die Betroffenen nun noch der Zwang gefellt, Sozialdemokratie sei so sehr herabgekommen, daß sie zu jeder gehabt, daß die Polizei in dessen Geschäft eine Haussuchung bergischen Oberamt Balingen Betroffenen überall herum der Bette Isac geſchwungen werden muß, und zum Schreck und bei den kommenden Wahlen das nationalliberale Blatt durch den verfielen. Thatbeweis Lügen strafen. Das Referat wurde mit großem Almosenempfänger werden zu müssen! Was würde man Beifall aufgenommen. wohl einem Vater ins Gesicht sagen, der sein eigenes Kind so gestellt hätte, daß, sobald es ein Unglück heimsucht, es. bei den andern Kindern betteln gehen muß? Wäre das auch eine Familienordnung? Was würde man aber erst fagen, wenn nun die andern Kinder Festlichkeiten veranstalten würden, um für das eine verunglückte Kind Unterstüßungsgelder aufbringen zu können? So machen es jetzt aber die Brüder und Schwestern jener Balinger Verunglückten! Hätte wirklich auch zur Verhütung nicht mehr geschehen können?? Macht euch die Erde unterthan! Man tannte schon lange die Gefährlichkeit des betreffenden tönnte. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Wegen Beleidigung der Breslauer Staatsanwaltschaft Auf einer Parteiversammlung für den Kreis Wanz wurde der frühere Redakteur des„ Volksblatts für Halle", leben, die am 16. Juni in Groß- Ottersleben ab- Richard Jllge in Leipzig, von hallischen Landgericht zu Raffenbestand 500 m. an den Parteivorstand abzusenden, 800 M. Monate Gefängniß beantragt. gehalten wurde, beschloß man, von deni 924,44 M. betragenden 50 M. Geldstrafe verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte zwei zinstragend anzulegen und den Reft für die Agitation zu ver wenden. Weiter wurde beschlossen, daß die örtlichen Vertrauensleute die flüssigen Gelder alle Vierteljahre an den Kreisvertrauensmann abliefern sollen. Zum Punkt Landagitation wurde nach einem Referat des Genossen Gerlach ein Antrag angenommen, so rasch wie möglich ein Flugblatt zu verbreiten, das sich mit den Interessen des Kreises befaßt, ferner Ende Oktober oder Anfang November ein Flugblatt, das die Stellung der einzelnen Parteien auseinandersetzt. Gleichzeitig mit dem ersten Flugblatt sollen 1000 polnische Zeitungen verbreitet werden. Auf dem Breslauer Parteitag soll der Delegirte des Kreises die Forderung einbringen, die Fraktion solle im Reichstage den Antrag stellen, daß fünftighin am 1. Mai das Parlament sowie sämmtliche Schulen geschlossen bleiben. Hierzu mag nur bemerkt fein, daß die Schulangelegenheiten nicht Reichs, sondern Landesfache sind. -In 3 wickau follte heute der Parteigenoffe Demmler aus Geyer über die Entwickelung und Gemeinschädlichkeit des Privateigenthums sprechen. So etwas geht über die fächfifche Gemüthlichkeit. Die Versammlung wurde verboten. -Das Abendblatt der Wiener Arbeiter Beitung" Wasserlaufs. vom 20. Juni enthält folgende amüsante Stellen: Fürst Windischgräß wird, Konfiszirt! Parteiisches Verhalten wurde jüngst von dem bürgerlichen Zeitungsgeschwister den sozialdemokratischen Beisitzern der Gewerbegerichte nachgesagt. Um unsere Parteigenossen in die klein war. Todtenklage. marsches Auweh! Konfiszirt! Krankenkassenwesen. Vom Reichskanzler- Amt ist der der so furchtbar Kranken- und Begräbnißkaffe des Gewerkvereins deutscher Konder so furchtbar ditoren, Pfefferküchler und verwandter Berufsgenossen( E. H.) Nach Motiven des bekannten Trauer- bisher in Magdeburg- in Berlin und der Krankenkasse, Frisch Konfiszirt! Konfiszirt! auf"( E. H.) in Hamburg von neuem die Bescheinigung ertheilt worden, daß ste, vorbehältlich der Höhe des Krankengeldes, Gegen fämmtliche Mitglieder der ungarischen den Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungs- Gesezes Parteileitung ist ein Preßprozeß anhängig, weil sie durch genügen. Unterzeichnung des Aufrufs Gine Frage an die ungarische Arbeiterrifiko. Auf der Schießstätte einer Dynamitfabrik Nation", der gelegentlich des Hod- Mező- Basarhelyer Sozialisten bei reßburg in Ungarn wurde ein Arbeiter durch ein fehlprozesses veröffentlicht wurde, zu ungesetzlichen Verhandlungen gehendes Geschoß auf der Stelle getödtet. aufgereizt haben sollen. Der Prozeß tommt am 25. Inni in Budapest zur Verhandlung. Feftrummels zu verzeichnen. Ob man diesen traurigen Afford in dem allgemeinen Jubel und Trubel vernimmt, ob den Hinter bliebenen der Opfer einer bisher unerhört pomphaften Schaustellung, soweit dies überhaupt menschenmöglich, thatkräftige Hilfe wird? seinem verunglückten Kameraden nach dem Lazareth des Kreuzers noch tiefer. Die Reiter waren augenscheinlich auf Schlick gerathen, gebracht zu werden. deffen Decke hart geworden war und jetzt nachgab, denn während Hatten die vorhergehenden Tage für das Publikum im sie vorher in scharfer Gangart prächtig geritten waren, geschah das großen und ganzen die erhofften Erwartungen nicht recht erfüllt, Einfinten ganz urplöglich. Das Pferd des einen Husaren arbeitete so sollte es am Abend durch ein Feuerwerk erfreut werden, wie sich mit gewaltiger Anstrengung rasch auf festes Land. Das es großartiger und schöner wohl kaum gesehen worden ist, und Hungernde Arbeiter, die noch im alten patriotischen Dufel Pferd des andern dagegen sank tiefer und immer tiefer, bis nur an dem das am vorhergehenden Abend von der Stadt Kiel fortleben, werden gewiß an dem Menü Freude haben, das noch der Kopf des Pferdes heraussah. Der Reiter versuchte von arrangirte, durch Gewitterregen start beeinflußte Feuerwerk nicht beim Kaiserdiner den Gästen am Freitag vorgesezt wurde. seinem Pferde loszukommen, doch gelang ihm das nicht, und er im entferntesten heranreichen konnte. Gegen 10 Uhr abends Geschäftig bringt der offiziöse Telegraph die Speisenfolge: Klare fant mit seinem Pferde noch weiter. Als die Unglücksstelle den erstrahlten nach und nach im Glanze des elektrischen Hühnerbrühe elektrischen Hühnerbrühe Pale Cherry. Heidelberger Forellen- 84er Augen der Passagiere entschwand, sah man von Pferd und Lichtes auf dem inzwischen dunkel gewordenen Hafen die Marcobrunner Auslese; Lendenbraten mit Perigord- Trüffeln Reiter nur noch die Köpfe. Gleichzeitig aber strömten von allen riesigen fremden Panzerkolosse, so daß man die Formen derselben 88er Château Léoville Lascases respektive 90 er Brauneberger; Seiten schon Leute mit Stangen und Brettern herbei, um beiden deutlich sehen konnte und im ersten Augenblick annehmen mußte, Rehschnittchen in Oliven mit Krufte 90 er Eliquot; Englische beizuspringen. Hoffentlich wird es gelungen sein, Mann und dieselben wären in ihrer ganzen Ausdehnung in Brand gerathen. Poularden, Summern nach Gloucester Art, Brüffeler Geflügel Thier zu retten. Der Vorfall zeigt, daß nicht nur der Sand zu Dann verlöschte das elektrische Licht und an seine Stelle trat von mit Römischem Salat, Artischockenböden überbacken, junge Schoten beiden Seiten des Kanals, sondern auch der Schlick gefährlich den italienischen, österreichischen, englischen und amerikanischen 78 er Rausan Segla, Gefrorenes, Chester- Stangen, Früchte, ist, wenn auch in anderer Weise. Schiffen ein riesiges, feenhaftes Feuerwerk. Die beiden lett- Nachtisch. Eine für Voltstüchen sehr empfehlenswerthe genannten Nationen schienen miteinander zu wetteifern, doch Zusammenstellung. " " Kunst und Wissenschaft. blieben die Amerikaner Sieger. An Bord ihres Panzerkreuzers Die beiden französischen Panzer haben am Sonnfah man u. a. aus Feuerwerkskörpern zusammengefeßte Porträts. abend früh 3 Uhr den Kieler Hafen verlassen. Ungezählte, im schönsten Farbenschmuck glänzende FeuerwerksDie Journalistik als- Lehrgegenstand auf den ui Auch die fremden Paradebummler verlassen allmälig die verfitäten. G3 ist noch ein frommer, aber ganz berechtigter törper stiegen fortwährend zu riesiger Höhe empor, dem Himmel Stadt. Im Laufe des Sonnabend Vormittag wurde die Zeit Wunsch, daß ein so wichtiger Zweig der geistigen Thätigkeit, ein prächtiges Aussehen verleihend. Besonders erwähnt mögen durch ein Flottenmanöver vertrieben, welches unter großem wie die Redaktion von Zeitungen, zum Lehrgegenstand auf den bunte Leuchtkugeln sein, die sich, zu Kettenform vereint, in gerader Kanonengetrache stattfand. eng an einander geschlossener Linie in Hufeisen- und Spizer- Bei diesem Manöver hat sich eine Szene abgespielt, die Hochschulen gemacht wird. Die ersten Anfänge hierzu fehlen fast winkelform lange am Himmel sichtbar hielten. Wohl eine Stunde angesichts mancher parlamentarischer und außerparlamentarischer noch. Freilich wenn bürgerliche Blätter die in diesem Sommer dauerte dieses schöne pyrotechnische Schauspiel, welches von Vorgänge der letzten Zeit wir erinnern nur an die Ab- an der Heidelberger Universität gehaltenen Vorlesungen über, die tausenden von Menschen bewundert wurde. Während deffelben lehnung der Bismarckehrung und das darauf folgende kaiserliche Geschichte der Presse und des Journalismus in Deutschland" als waren auf sämmtlichen Schiffen die Mannschaften an Deck und Entrüftungstelegramm einer gewiffen Rührung nicht entbehrt. als Lehrgegenstand einzuführen, so ist das nicht richtig. Schon ersten Versuch bezeichnen, die Journalistik auf deutschen Universitäten gaben ihr Erstaunen durch nicht enden wollende Hurrahs fund. Der Telegraph schildert diese Szene folgendermaßen: Noch in der Nacht verließen die drei französischen Schiffe Als bei dem heutigen Flottenmanöver der Panzer Wörth" vor 10 Jahren hielt Professor Bücher( jetzt in Leipzig) an der Als bei dem heutigen Flottenmanöver der Panzer Wörth" Basler Universität sehr gut besuchte Vorlesungen über Geschichte den Hafen, um sich im großen Belt mit den später ab- den Schnelldampfer Augusta Viktoria", auf welchem sich auch und Technik des Zeitungswesen. Bücher, der in den 70er Jahren fahrenden Ruffen zu vereinen und ale dann gemeinsam nach die Mitglieder des Reichstages befanden, passirte, rief der und Technik des Zeitungswesen. Bücher, der in den 70er Jahren Carnots entschuldigt. Der französische Admiral gab den Jour in Parade stehenden Matrofen zu:" Der Reichstag hurrah!", dortigen Professorenverein einen Bortrag über die Anfänge des Kronstadt zu fahren. Die schnelle Abreise wird mit dem Todestag Kommandant der„ Wörth", Se. fgl. Hoheit Prinz Heinrich, den Sozialpolitischer Redakteur der Frankfurter Zeitung" war, hat auch bald nach Uebernahme feines Leipziger Lehramtes im fischen Chauvinisten zu seiner Haltung gezwungen worden ist, Die Passagiere der Augusta Viktoria" erwiderten mit einem die Entstehung der Volkswirthschaft( Tübingen 1898) abgedruckt ist. nalisten zu verstehen, daß er leider durch die Haltung der franzö- worauf die Matrosen kräftigst ein dreifaches Hurrah anstimmten. dortigen Professorenverein einen Vortrag über die Anfänge des Beitungswesens gehalten, der in seinem trefflichen Werke über Beitungswesens gehalten, der in seinem trefflichen Werke über aber dennoch glaubt, das ihm Erlaubte nach Möglichkeit erfüllt dreifachen Hurrah auf Se. tgl. Hoheit den Prinzen Heinrich. zu haben, Einen Vorgang von ganz besonderer Drastit, der sich zwischen Der englische Bourgeois Philosoph Herbert Der Depeschenandrang ist auf dem Kieler Postamt ein so Herrn v. Köller und den bürgerlichen Journalisten zutrug, finden Spencer, der, gleich dem Franzosen Pasteur, jüngst einen starter gewesen, daß viele Depeschen mit der Bahn nach Ham unsere Leser im politischen Theil verzeichnet. deutschen Orden abgelehnt hat was wir ihm gewiß nicht übel burg gingen, und erst von dort mittelst Draht weiter be- Ueber einen aufregenden Vorfall wird der nehmen gilt vielfach als Radikaler und sogar als Sozialist. fördert wurden. Köln. Volkszeitung" von der Kanalfahrt geschrieben: Die den Daß er letzteres nicht ist, konnten wir neulich an einem drastischen Kanal eröffnenden Schiffe wurden rechts und links von Infanterie- Beispiel zeigen, und es war ein großer Mißgriff des italienischen und Kavallerie- Patrouillen begleitet, die, wenn ein Schiff vorbei Sozialisten Ferri, diefen Lobredner und Leib- Philosophen tam, Front machten und so grüßten. Nachdem die große Eisen- der Bourgeoisie neben einen Mary und Darwin zu stellen. Aber bahnbrücke bei Grünenthal passirt war, unter welcher die Schiffe Herr Spencer ist auch niemals radikal gemesen außer in Verfahren, ohne die Masten zu senken, begleitete eine solche Husaren- tretung der individualistisch kapitalistischen Anarchie. Daß er patrouille die" Columbia", auf welcher der größte Theil des als guter Bourgeois im Sozialismus Kasernen- Silaverei" sieht, Regiments sich befand, eine Weile im Galopp, anscheinend auf- wie er in einer eben veröffentlichten Polemit gegen den italienischen gemuntert durch den reichen Beifall, der ihren vortrefflichen Schriftsteller Fiorentini betont, versteht sich von selbst. VorReitern von seiten der Insassen des Schiffes gespendet wurde. trefflich ist dieser Apostel des flachen Aufklärichts und der Blöglich fant zuerst das Pferd des einen und dann auch das brutalsten Interessenwirthschaft gekennzeichnet in Blatchford's Pferd des andern Husaren ein, zuerst bis zum Bauch und dann Merry England". Auch das Feuerwerk vom Freitag Abend ist leider nicht ohne einen furchtbaren Unfall vorüber gegangen. Eine uns aus Riel zugehende Privatdepesche meldet: B Beim gestrigen unterseeischen" Feuerwerk vor Holtenau fing ein Marinefutter Feuer. Von der Befagung fprangen sieben Mann brennend über Bord. Sechs Mann konnten gerettet werden, da gegen ist einer, der Matrose Zozke, er tritufen." Somit sind jetzt drei Menschenleben als Opfer des Kieler # W Gewerkschaftliches. = bie Firma, die allein den sogen. Ginheitslarif noch nicht zurückgezogen, Unfalls nicht im Interesse seines Arbeitgebers thätig hat, infolge dessen die dort beschäftigt gewesenen Arbeiter weiter war. Nach der hierdurch ausgedrückten Anschauung würden Nachdem die Sonntagsruhe für die Gehilfen und Lehr- im Streit verharren mußten. Die Zahl der Ausständigen beträgt Wittwen Ertrunkener nur dann einen Anspruch auf gesetzliche Rente haben, wenn der Verstorbene im Interesse seines Arbeitfinge im Barbiergewerbe gefeßlich eingeführt ist, haben jetzt noch 73. sich die Meister, wie in ganz Berlin, so auch im Osten Berlins In Nürnberg haben die Former über die Eisengießerei gebers" ertrunken ist. Selbstverständlich steht das Gesetz auf einem anderen Standpunkt und wird die Wittwe durch eine zur gemeinsamen Regelung über den Schluß der Geschäfte in von Scharrer u. Gro 3 die Sperre verhängt. höhere Instanz der Berufsgenossenschaft den Einn des Gesetz 3 mehreren, vor einiger Zeit abgehaltenen Versammlungen ver machen. Wer Erste General Versammlung des Verbandes der flar aber forgt inzwischen für einigt und sind dahin schlüssig geworden, an Sonn- und Feier deutschen Buchdrucker. Aus der vierten Sitzung ist noch nach Wittwe? Derartige Urtheile legen die Nothwendigkeit tagen mit Eintritt der Sonntagsruhe ihrer Arbeiter um 2 Uhr zutragen, daß dem Redakteur des„ Correspondent", Richard flar, die oft verhängnißvolle Macht der Berufsgenossenschaften zu mittags, ihre Geschäfte zu schließen, um dadurch zu verhindern, Särtel, der nach ca. 30jähriger Thätigkeit fein Amt wegen brechen. Es widerspricht jedem Rechsgefühl, daß über die wohl= daß alten, nicht mehr arbeitsfähigen Berufsgenossen, Wittwen Krankheit niederlegt, ein jährliches Ruhegehalt von 1000 m. be- erworbenen Rechte des verunglückten Arbeiters oder seiner verstorbener Kollegen, welche nur auf die Arbeit ihrer Leute angewiesen sind, die Existenz nicht erschwert resp. das Geschäft willigt wurde. Dann sette man die Gehälter der Redaktion des Hinterbliebenen der Verpflichtete zu entscheiden hat. Lie ruinirt werden kann. Zur Befolgung dieses Beschlusses haben sich" Correspondent" fest. Ueber die weiteren Verhandlungen liegt Rechtsprechung darf auch in der Borinstanz nicht in den Händen der Berufsgenossenschaften bleiben. alle damals in der Versammlung anwesenden Meister durch Ehren- uns zur Stunde noch kein Bericht vor. wort und Unterschrift verpflichtet. Am 12. Juni cr. hat wiederum Der Streit der Metallschläger Wiens dauert fort. eine Versammlung stattgefunden, in welcher von der seinerzeit Gegenwärtig feiern 40 Arbeiter und Arbeiterinnen. Zuzug ist gewählten Kommission berichtet wurde, daß mehrere Geschäfts- streng fernzuhalten. inhaber, trotz ihres Versprechens und alles gütlichen Zuredens Ju Kaaden in Böhmen haben am 15. Juni über hundert seitens der Kommission, ihre Geschäfte zur festgesezten Zeit nicht Handschuhmacher die Arbeit gekündigt. Sie fordern strenge schließen und ihre Geschäftskonkurrenten auf diese Weise in un- Ginhaltung des elfstündigen Arbeitstages und 10-20 pet. Lohnlauterer Art zu schädigen suchen. Zur Bekämpfung dieser un erhöhung. Bisher mußten sie in der Regel 14-15, mitunter solidarischen Handlungsweise sollen nunmehr die Namen und auch 17 Stunden täglich arbeiten. Wenn ihre Forderungen Wohnungen der sich nicht anschließenden Berufskollegen feft- nicht bewilligt werden, wollen sie am 29. Juni die Arbeit niedergestellt und im Vorwärts" wie auch anderen Blätter bekannt legen. gegeben werden. Wir bitten das im Annoncentheil aufgegebene Inserat zu beachten. Die Kommission. Achtung, Tischler! Die Kollegen der Werkstatt von Wagenknecht, Rummelsburg, Kantstr. 11, haben wegen bedeutender Lohnabzüge die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. Die Werkstatt- Kontrollkommission des deutschen Holzarbeiter- Verbandes( Bahlstelle Berlin). Gegen das von der VII. Straffammer des Landgerichts I gegen den Stadtv. Riemer ergangene Urtheil hat Rech sanwalt Sachs die Revision eingelegt. Ein gleiches ist, wie wir hören, seitens der Staatsanwaltschaft geschehen. International oder revolutionär- das war die Frage, welche das Landgericht am gestrigen Sonnabend zu entscheiden hatte. Die 8. Kammer verhandelte unter dem Vorsitz des Herrn Leonhardt- wegen des Hochs, welches der Genosse Näther als Vorsitzender einer Arbeitslosen- Versammlung am Schlusse auf die Partei ausgebracht hatte; über die Schöffengerichts- Sihung, die Ueber den Bäckerstreik in Budapest theilt die dortige ben polizeilichen Strafbefehl wegen groben Unfugs als zu recht Voltsstimme" mit, daß, nachdem ein bedeutender Theil der bestehend anerkannte, haben wir seinerzeit ausführlich berichtet. Meister die Gehilfenforderungen bewilligt hatte, nun auch die Diesmal waren einige Zeugen geladen, Theilnehmer der frag= übrigen Meister in einer Versammlung beschlossen, nachzugeben, lichen Versammlung, welche bekunden sollten, ob der Angeklagte jedoch bei dieser Gelegenheit den Brotpreis zu erhöhen. Da die das Publikum belästigt," nämlich ob er blos die internationale Meister schon einmal die Bewilligung aussprachen, ihr Wort oder die revolutionäre Sozialdemokratie gefeiert hatte. aber schon den nächsten Tag brachen, trauen die Gehilfen den Polizeilieutenant Throl hat die Versammlung überwacht. Der Zeuge kann nicht mit Sicherheit behaupten, daß der Angeklagte An die Arbeiter Berlins und der Umgegend. Wie Meistern natürlich nicht über den Weg. schon bekannt, liegen die hiesigen Töpfer seit Montag, den Die Tischler Budapests wollen nächstens in eine Bewegung sich im letzteren Sinne geäußert. Ich habe schon sehr oft Ber17. d. Mts. im Streit. Nicht haben sie die Arbeit niedergelegt, treten, um folgende Forderungen durchzusetzen: 1. Neunstündige Sammlungen mitgemacht," sagte er, die mit dem Hoch auf die Sozialum eine Lohnerhöhung oder sonst etwas zu erzielen, sondern Arbeitszeit; 2. Abschaffung der Attordarbeit; 3. Feststellung eines demokratie geschlossen sind, ohne daß dieses Hoch Anlas zur um einen Lohnabzug wie eine Verlängerung Minimal- Tagelohnes von 1 fl. 30 fr. per Zag; 4. Anerkennung Strafverfolgung gegeben hätte; ich habe deshalb auf den Text der täglichen Arbeitszeit abzuwehren. Seit dem des Fachvereins und der Arbeitsvermittelung; 5. Anerkennung der Worte nicht besonderes Gewicht gelegt." Zwei andere Zeugen, Jahre 1886 arbeiten fie nach einem, mit den Unternehmern ver- der Vertrauensmänner in den Werkstätten;' 6. Freigabe des die sich darüber auszulassen hatten, Barbier Hellwig und Töpfer einbarten Lohntarife. Die tägliche Arbeitszeit dauert 8 Stunden. 1. Mai- Tages; 7. ein aus 60 Gehilfen und 30 Meistern be- Babiel, äußerten sich ähnlich. Damit wurde die Beweisaufnahme Kürzlich nun gefiel es den Innungsmeistern, einen Beschluß zu stehendes Komitee zur Schlichtung etwaiger Lohndifferenzen, und geschlossen. In seinem Plaidoyer ging der Vertheidiger, Rechtsanwalt faffen, der diese langjährigen Errungenschaften zu nichte machte. schließlich 8. dürfen die an der Bewegung Theilnehmenden nicht Die Jnnungsmeister beschlossen, von dem bestehenden gemaßregelt werden. Diese Forderungen sind bereits im Heinemann, auf den Widerspruch zwischen dem Strafbefeht, Lohntarif 10 pt. abzuziehen und die Arbeits- Jahre 1893 von der Tariffommission der Tischler aufgestellt und der nur von„ international" spricht, und der Anklage, die sich jetzt an das Wort„ revolutionär" antlammert, speziell ein. Selbst zeit um 1 Stunde( von 8 auf 9 Stunden) zu ver- beim 1894 er Streik vergeblich durchzusehen versucht worden. wofür kein Beweis erbracht sei annehme, der Ans längern. Die Antwort darauf ist der begonnene Streit. Ueber den Bergarbeiterstreik in Reschiha wird be- geklagte habe sich wie die letztere Version laute, ausgedrückt, so Die Streifenden fordern von den Unternehmern Anerkennung richtet, daß die ungarische Berghauptmannschaft in Temesvar sei das doch nun und nimmermehr„ grober Unfug"! Der Redner des bisher giltigen Lohntarifs, wie Aufrechterhaltung der folgenden Aufruf erließ:" 1. Die Forderung der Arbeiter nach sitirt die Entscheide des Reichsgerichts, welche davon sprechen, daß achtstündigen Arbeitszeit durch Namensunterschrift. Diese Enthebung des Bergbauleiters Geza v. Bene und der Ober- bei diesem Delikt eine unmittelbare Belästigung des Publikums Forderung, die weiter nichts ist als eine Abwehr der geplanten steiger Karl Larger und Joseph Horvath vom Dienste wird als vorliegen muß, und schildert, daß dieser Thatbestand schon um Verschlechterung ihrer Existenzbedingungen, ist berechtigt ungefeßlich zurückgewiesen; auch wurde der Ober- Berwaltung deswillen nicht vorlag, weil der Charakter der Versammlung als und demnach von allen zielbewußten Arbeitern zu unterstützen. des Bergbaues verboten, diese Organe zu entlassen. 2. Die An- sozialdemokratische jedem bekannt war. Gegenwärtig liegt die Sache so, daß bereits 32 Unternehmer ihre schuldigung der Arbeiter, daß die versprochenen Arbeitsakkorde Unterschrift geleistet haben und daß ca. 500 Streifende zu nicht eingehalten wurden, wird untersucht werden. 3. Wer bis berzeichnen find. Darunter sind die meisten Familienväter und von diesen besitzt wieder ein erheblicher Theil eine starke Familie. 17. d. M. 12 Uhr mittags nicht in Arbeit tritt, verliert den Dienst Gollen nun die Töpfer aus diesem Kampfe, der ihnen, wie schon und die Pensionsansprüche." Die Bergarbeiter entsandten darauf eine Deputation zum Minister. gefagt, aufgezwungen ist, als Sieger hervorgehen, so ist moralische und materielle Hilfe der ganzen hiesigen Arbeiter Ju Kolomea in Galizien fireifen 60 jüdische Tischler, schaft nothwendig. Die Töpfer allein sind nicht im stande, die um an stelle der jetzigen 16 stündigen Arbeitszeit die 12stündige ca. 500 Streifenden, zu denen täglich noch neue hinzukommen, zu bekommen. Es sind sagt die Wiener Arbeiterzeitung" zu unterhalten. Nachdem wir darauf hinweisen, daß die fromme jüdische Arbeiter, die gegen noch frömmere jüdische AusTöpfer bisher allen Arbeitern, soweit sie es irgend verbeuter in einen schweren Kampf traten. im Lohnkampfe beistanden, daß sie sich stets In Debreczin in Ungarn ist zwischen dem Personal der folidarisch, namentlich auch nach der materiellen Seite hin Csokonai' schen Buchdruckerei und dem Firmeninhaber ein zeigten und noch nie die Unterstützung der Berliner Arbeiter: Ronflitt ausgebrochen, infolge dessen die Arbeiter um Vermeidung schaft wie heute in Anspruch nahmen, fordern wir die Berliner des Zuzugs ersuchen. Arbeiterschaft auf, unterstüßend einzugreifen. Es sind zu diesem Zweck Sammellisten, mit unserem Stempel versehen, in Umlauf gesetzt worden. Wir bitten von diesen Listen, die bei uns zu haben sind, den ausgiebigsten Gebrauch zu machen. Die für die Töpfer bewilligten und bestimmten Gelder, sowie die auf Listen gezeichneten Beträge sind infl. Listen Grenadierstr. 10, 1 Tr., in der Zeit von 9 bis 1 Uhr vormittags und 6 bis 8 Uhr abends abzuliefern. Wenn nach dieser kurzen Darlegung auch nicht alles gefagt ist, was nothwendig wäre, so dürfen wir dennoch erwarten, daß alle, welche die proletarische Bewegung begriffen haben, nicht versäumen werden, ihr Scherflein zur Unterstützung bei zutragen. Dringen die Löpfer mit ihrer Bewegung durch, so ist dies wieder ein Mugen für die allgemeine Arbeiterbewegung. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. A.: R. Millarg. C. Thieme. Die Mempner Königsbergs i. Pr. stehen im Streit. Ihre bescheidenen Forderungen: Zehnstündige Arbeitszeit, MinimalJohn von 30 Pf. pro Stunde, 10 Pf. Ausschlag für Ueberstunden, wurden von den Meistern brüst abgelehnt. Bon im ganzen 110 bis 120 Klempnern streifen 95 am Orte, 15 find abgereist. Wenn der Zuzug streng ferngehalten wird, ist ein siegreicher Ausgang des Kampfes sicher. Die auswärtigen Klempner werden deshalb von der Lohnkommission ersucht, Königsberg zu meiden. Die Maurer in Halle a. S. faßten in einer Versammlung ben Beschluß, von den Meistern bis 1. Juli eine Beantwortung der Forderung zu verlangen, daß ein Stundenlohn von 40 Pf. gezahlt werden foll. In den letzten Jahren sind die Löhne bis auf 28 bis 34 Pf. heruntergedrückt worden. Zuzug ist fernzuhalten! Ebenso von Maurern nach Flensburg, wo der Streit fortdauert. Auf den drei Kohlenschächten v. d. Heybt bei Ammen dorf im Bergrevier Halle haben die Bergleute die Arbeit eingestellt, weil ihnen eine geringe Erhöhung des Gedingelohnes abgeschlagen worden war. " : Die " wenn man Staatsanwalt: Das Gericht wird wohl kaum dem Antrage des Vertheidigers auf Freisprechung stattgeben können. Der inkriminirte Ausdruck fann, wie alle Zeugen zugeben, sehr wohl gefallen sein. Eine Belästigung liegt vor und strafbar ist der Ausdruck revolutionär auch ganz besonders darum, weil, wie ein Zeuge sagt, der Angeklagte den Versammelten gerathen hat, eine Kollision mit der Polizei herbeizuführen.- Vertheidiger: Das Gegentheil hat der Zeuge behauptet!( Heiterkeit.) Staatss anwalt fortfahrend: Dann habe ich mich allerdings geirrt. Der Redner schließt: Eine Beunruhigung des Publikums habe statt gefunden, weil sehr wohl unter den Theilnehmern Konservative oder Freifinnige sein konnten. Nach kurzer Berathung verkündete der Vorsitzende das Urheil dahin, daß die Berufung des Angeklagten zu vers werfen fei. Ob das Wort revolutionär im Strafbefehl entInfolge des Posamenterstreiks stehen in Basel und halten wäre, sei nebenfächlich. Der Thatbestand der Beun Die Lohnkommission ruhigung liege vor. Auch wenn die Mehrheit der Zuhörer Umgebung über 500 Bandstühle still. der Ausständigen, der Ausschuß des Arbeiterbundes Basel und Sozialdemokraten gewesen seien, so sei doch anzunehmen, das Parteikomitee der Sozialdemokratie Basels erließen an die daß auch Anhänger anderer Parteien die Versammlung Arbeiterschaft der Schweiz einen Aufruf, worin es u. a. heißt: besuchen konnten; diese würden durch das Hoch auf die revolus Nach Jahre langem geduldigen Warten unsererseits wurde der tionäre Sozialdemokratie in ihrem Rechtsbewußtsein beschränkt(!). Streit durch die Fabrikanten uns förmlich aufgezwungen. Die Möglich, daß einige Führer die Gewalt" von sich abweisen geschäftliche Situation ist uns günstig und ein Sieg der Arbeiter- wenn das Wort revolutionär jedoch in Verbindung mit Sozialfchaft leicht möglich, wenn Ihr uns durch Eure Unterstützung demokratie gebraucht werde, denke jeder Mensch nicht an die geistige Revolution, sondern an die andere. Wenn der Angeklagte ermöglicht, im Kampfe auszuharren!" revolutionär" im ersteren Sinne gemeint wissen wollte, so hätte er das besonders betonen müssen. Der Gerichtshof ſei ber meis nung, daß der Angeklagte revolutionäre Sozialdemokratie" ges sagt habe. Die Berufung sei zu verwerfen und die Kosten dem Angeklagten zur Laft an legen. Gegen das Urtheil foll Revision eingelegt werden. Die Posamentire Deutschlands werden ersucht, die Kameraden in der Schweiz durch strenge Verhütung des Zuzuges zu unterstützen. " " Depeschen: Wolff's Telegraphen- Bureau. Französische Streifs. Die Wagnergehilfen von Limoges, der Hauptstadt des französischen Departements Obervienne, befinden sich nun schon seit 6 Wochen im Streit, ohne daß abzusehen wäre, wann und wie er endigen wird. Wie gewöhnlich, haben auch da die Streifenden erklärt, sich einem Schiedsgericht unterwerfen zu wollen, doch wollen die Fabrikanten von einem Schiedsgericht nichts ebenfalls wie gewöhnlich wiffen. Und doch heißt es immer, daß die Arbeiter von einer friedlichen Schlichtung nichts wissen wollen! Die Schreiner und Zimmerleute Budapest, 22. Juni. Nach einem Telegramm aus Reschiha von Annonay im Departement Ardèche sind in den Streit getreten. Sie verlangen eine Lohn- hat der größere Theil der Bergarbeiter des Bergwerts Szekul die erhöhung von 50 Centimes pro Tag und für jede Deplazirung Arbeit wieder aufgenommen. Athen, 22. Juni. Die Bande des letzten berüchtigten Räubers von 2-4 km. einen Zuschlag von 1,25 Fr.; von 4-6 km. 1,50 Fr.; über diese Distanz hinaus die Kosten für Nachtessen Tsulis, welcher bisher weder gefangen noch getödtet war, wurde und Nachtlager. Mit Ausnahme eines einzigen Unternehmers, gestern in der Nähe von Lamia vernichtet. Tsulis und zwei seiner namens Vincent, haben fämmtliche die Forderungen abgelehnt. Spießgefellen, sowie auch ein Korporal wurden getödtet. Man Der Streit der Tischler von Toulon, der am 27. Mai nimmt an, daß durch die Vernichtung der Bande Tfulis' dem begann, hat mit dem Sieg der Streifenden geendet. Es ist Räuberunwesen ein Ende gemacht ist. ihnen eine Lohnerhöhung von 8 pet. zugesagt worden. D " London, 22. Juni. Der Dampfer des Norddeutschen Lloyd „ Stuttgart", auf der Reise von Bremen nach Baltimore unterwegs, ist mit der englischen Brigantine Willie" zusammens gestoßen. Die Willie" ist gesunken, während der Dampfer " Stuttgart" ohne scheinbare Beschädigung Prawle- Point pafsirten. Stuttgart" signalisirte nach Prawle- Point, daß er die schiffbrüchige Mannschaft am Bord habe und Salcombe landen würde. ( Depeschen- Bureau Herold.) Gerichts- Beifung. Zum Porzellanarbeiter- Streit in Altwasser. Porzellanfabriken von Joseph Schachtel in Charlotten- In der„ Nordhäuser- Affäre" der Freien Boltsbühne" brunn, Hermann Ohme in Sorgau, C. Walter u. Ko. in Stano- sollte sich am Freitag der Schriftsteller Julius Türk vor der wit und die Porzellanfabrik Königszelt gaben folgendes bekannt: 3. Straffammer am Landgericht II, als der Berufungsinstanz, Da die unterzeichneten Fabriken zu der Ueberzeugung gelangt verantworten. Bekanntlich basirt die Anklage in dem Umstand, Breslau, 22. Juni. Auf Anregung des Brest. Generalfind, daß der Streit in der Porzellanfabrit der Firma daß Türk auf dem Sommerfest der Freien Voltsbühne" am G. Zielsch u. Ko. in Altwaffer nur auf Hetzereien von 23. Juli 1893 in einer Scherzbude Norbhäuser feilgehalten und Anzeigers" wurden zu Ehren der Anwesenheit der französischen Seiten des Verbandes der Porzellan- und verwandten sich dadurch einer Gewerbesteuer- Kontravention schuldig gemacht Schiffe bei den Kieler Festlichkeiten die auf dem hiesigen GarnisonArbeiter, der ausschließlich sozialdemokratische Tendenzen ver- haben soll. Die Verhandlung, in der sich Türk durch den Rechts- firchhofe befindlichen Gräber der 1870/71 in der Gefangenschaft folgt, zurückzuführen ist, haben dieselben beschlossen, der Firma anwalt Dr. Hersfeld vertreten ließ, wurde jedoch auf Antrag in Breslau gestorbenen französischen Offiziere mit Kränzen ge C. Zielsch u. Ko. auf ihren Wunsch jedes Quantum Porzellan- des Staatsanwalts vertagt, da ermittelt werden soll, ob außer schmückt. Einige der Kränze trugen Schleifen in der französischen Trifolorefarbe. waaren, so lange der Streik dauert, zu den Selbstkosten zur Ver- den Mitgliedern des Vereins Freie Volksbühne" noch andere Eltville, 22. Juni. In der Gemarkung Eltville hat eine fügung zu stellen." Personen an dem Feste theilgenommen haben. Senkung des Geleifes stattgefunden, infolge dessen werden die Die aus ständigen Porzellan Arbeiter erließen Arbeiterrisiko und Unternehmerdreiftigkeit. Bekannt- fahrplanmäßigen Züge vorläufig nicht abgelaffen. hierauf folgende Gegenertlärung: lich giebt das Unfallversicherungs- Gesetz der Wittwe eines Ar- Partenkirchen, 22. Juni. Gestern Morgen um 8 Uhr ist Wir erklären, daß wir von keiner Seite verhetzt worden beiters, der durch Unfall in einem unfallversicherungspflichtigen der Führer Oscoser mit einem norddeutschen Zouristen von der find, sondern daß nur allein die erbärmlichen Lohnverhältnisse Betriebe getödtet ist, das Recht, eine, allerdings sehr winzige Bugspige abgestürzt. Der Tourist war sofort todt, der Führer und die inhumane Behandlung seitens einzelner Beamten, sowie unfallrente zu erhalten. Manche Berufsgenossenschaften hingegen ist schwer verletzt. schließlich die frivole Kündigung der von den Personalen geBilfen, 22. Juni. Die böhmische Westbahn hat ihren Be wählten Vertreter uns zu diesem Streit getrieben haben, da alle versuchen, mit allen möglichen Tifteleien, die ein Kapitalistenhirn Bitten und Gesuche um Aufbesserung der schlechten Löhne, sowie 34 ersinnen vermag, der armen Wittwe eines Opfers feines Betrieb wieder aufgenommen, nachdem die durch die UeberschwemVerminderung der großen, ungerechten Defektabzüge frucht- rufs selbst diese kleine Rente vorzuenthalten. Vor uns liegt ein mung entstandene Verkehrsstörung beseitigt worden ist. In Zum Schluß werfen wir noch die Frage auf, Bescheid der nordöstlichen Baugewerks- Berufsgenossenschaft, der Hradzec ertranten bei dem Wolfenbruch eine alte Frau und ein wenn wirklich in den letzten Jahren Arbeiter der Firma sich auf einen Unfall bei dem Bau der Oberbaumbrücke in Berlin be- junges Mädchen. In Tuschkan wurde ein Mann vom Blige er C. Zielsch u. Ko. der sozialistischen Partei näher getreten zieht und der an Gefühlskälte so manches, was bislang Berufsgenossen schlagen. Ja Borek find sechs Menschen ertrunken und mehrere wären, wem da wohl einzig und allein die Schuld zuzuschreiben schaften nach dieser Richtung hin geleistet haben und das ist Häuser wurden weggeschwemmt. wahrlich nicht wenig bei weitem übersteigt. Ein Maschinist Prag, 22. Juni. Auf der Bahnstation Nimburg follidirten hatte in der Nacht vom 25. zum 26. April d. J. die Maschine heute Vormittag zwei Personenzüge. Von einem derselben wurden In Driesen a. d. Netze haben 14 Drechsler und Bild zu besorgen. Als er zu diesem Behuf auf der Betriebsstätte sich vier Waggons umgestürzt und beschädigt. Zwei Personen sind hauer der Holzbearbeitungsfabrik von Otto Biegler wegen nach der Maschine begab, verlor er, wie der Bescheid der Berufs- schwer, acht leichter verlegt worden. schlechter Löhne die Arbeit eingestellt und ersuchen um Fern- genossenschaft wörtlich sagt, in der Dunkelheit das Gleich- Mailand, 22. Juni. Bei der Station Mignanego erfolgte haltung des Zuzugs. gewicht, stürzte in das Wasser und ertrant". Die Berufs- ein Zusammenstoß zwischen einem Personen- und einem GüterJu Schmölln ist über die Knopfwaarenfabrit von genossenschaft hat troßdem die Gewährung einer Unfallrente zug. Die beiden Maschinen und mehrere Waggons wurden ers Leupold u. K o. die Sperre verhängt. Es ist dies diejenige an die Wittwe abgelehnt, weil der Verstorbene zur Zeit des heblich beschädigt. Einige Personen wurden verletzt. los waren. wäre?" Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. Hierzu drei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 144. Ein neuer gerichtlicher Angriff gegen das Vereinsrecht. Sonntag, den 23. Juni 1895. 12. Jahrg. Versammlungsrechts". Woju jezt noch eine Nenderung beffelben, bung unzüchtiger Handlungen verleitet hat, da muß auch das neueste in der Beschränkung des Vereins- und Handlungen verleitet hat. Wo aber ein Weib ist, das zur Dul Herr v. Köller? " Tokales: " = " " Heraus mit ein Mann fein, der die unzüchtigen Handlungen Handlungen vorhat. genommen das Nicht wahr, versteht sich von Von hoher Bedeutung für das Vereins- und selbst, Herr Staatsanwalt? Wenn Sie aber aus§ 176, 3 Str. Versammlungsleben ist eine Entscheidung, welche der 1. SeG.-B. feinen Strick für die feinen Herren sollten drehen können, nat des Oder- Verwaltungsgerichts am 21. Juni fällte. Der sozialdann nehmen Sie vielleicht den§ 180, den Ruppelei- Paragraphen, demokratische Wahlverein für den Kreis Ruppin- Templin hielt im zu Hilfe. Als wir jüngst im Strafgesetzbuche, wovon ein Lokale des Herrn Ganschow in Neu- Ruppin am 13. Oftober 1894 eine Weiß und Genoffen." Am Freitag brachten wir einen Exemplar auch unseren Redaktionstisch ziert, ein wenig blätterten, seiner regelmäßigen Bersammlungen ab. Kurz nach dem Eintreten Bericht über den Prozeß, der am Donnerslag hier gegen sechs fanden wir eine für den vorliegenden Fall sehr interessante Ander auf 10 Uhr festgesetzten Polizeistunde löfte der überwachende Kupplerinnen und Kuppler verhandelt worden ist. Während der merkung; wir zitiren nach der Ausgabe von Daude, dritte AufBeamte die Versammlung auf. Der Schuhmacher Albert Belléen Verhandlung war natürlich die Deffentlichkeit ausgeschloffen und lage 1888, Geite 142, Anm. 98:" Derjenige, welcher durch Geals Leiter der Versammlung und des Vereins erhob gegen wir mußten uns begnügen, uns die Zenginnen anzusehen, welche schenke oder Versprechungen einen anderen dazu bestimmt, die Auflösung die Beschwerde, nachdem dieselbe durch die aus- sich zahlreich auf dem Flur bewegten. Es waren fast durchweg feiner Unzucht Vorschub zu leisten, fann wegen Anstiftung drückliche Billigung der Ruppiner Polizeiverwaltung zu einer Mädchen, einige erwachsen, einige halbwüchsig, eines ein zur Kuppelei bestraft werden." Urtheil des Reichsgerichts vom angreifbaren Verfügung geworden. Der Regierungspräsident und Kind, dessen Alter wir auf elf bis zwölf Jahre schäßten. 14. Juni 1881, Entscheidungen Bd. 4, S. 252. Sie tönnten also auch der Oberpräsident der Provinz Brandenburg wiesen die Warum aber, fragten wir uns, heißt der Prozeß gegen zwei Pferde vor den Wagen der Anklage spannen; zieht das Beschwerde zurück. Beide betrachteten die Versammlung als eine Weiß und Genossen, und wer sind denn die Genossen des eine nicht, so zieht das andere. Wollen Sie es wirklich öffentliche, zu deren Auflösung der fragliche Beamte nach oder der Weiß? Es waren nämlich in den letzten Monaten nicht mit einer Antlage versuchen? Oder zunächst mit einer Eintritt der Polizeistunde berechtigt gewesen sei. Der Ober- von den Gerichtsberichterstattern allerhand Mittheilungen in die Untersuchung gegen Unbekannt? Im Laufe der präsident betont, es habe jedermann Zutritt ge- Beitungen gebracht worden, nach denen außer zahlreichen er- Untersuchung wird schon Licht in die Sache kommen. Wie habt. Belléen flagte nun, vertreten durch den Rechts- wachsenen Mädchen auch mehrere Kinder unter vierzehn Jahren wär'3, Herr Staatsanwalt? anwalt Heinemann, beim Ober Verwaltungsgericht die Opfer der Kupplerinnen geworden, und diese Opfer diversen Eurem Flederwisch!" auf Aufhebung des Bescheides des Ober- Präsidenten bezw. jener Herren aus den besseren" und besten Kreisen Verfügung. Kläger führte aus: Die Entscheidung des Beklagten dargebracht worden sein sollten. Nun ist es klar, sagten wir Die„ Dienstbotenplage" nicht die Plage, welche die entbehre der thatsächlichen Voraussetzung, die Versammlung sei uns, daß, wenn jene Weiber als Vermittlerinnen von un- Dienstboten mit den Herrschaften", sondern die, welche die eine regelmäßige Vereinsversammlung gewesen und habe in einem züchtigen Handlungen mit Kindern unter Anklage gestellt würden, Herrschaften" mit den Dienstboten haben oder zu haben beeigens dazu gemietheten Raum stattgefunden. Jedes einzelne jene Herren als Verüber dieser unzüchtigen Handlungen erst haupten, suchen in Berlin eine ganze Anzahl Vereine zu Vereinsmitglied sei durch den Vereinsboten bestellt worden, eine recht auf der Sünderbank Play nehmen müßten. lindern, indem sie weibliches Personal aller Art ausbilden und öffentliche Ginladung sei nicht erfolgt. Außer den Mitgliedern und sicherlich, dachten wir weiter, würden jene Herren mit der dann den„ Herrschaften" zur Verfügung stellen. Die Ausbildung hätten nur wenige Gäste an der Versammlung theilgenommen, vollen Schwere des Gesetzes getroffen werden; denn das Gesetz besteht darin, daß sie junge Mädchen in allen möglichen Fertigdie sich zur Mitgliedschaft meldeten und auch als Mit ist doch für alle gleich, und es zu hüten, giebt es Staatsanwälte feiten unterweisen und gleichzeitig zur Bescheidenheit in puncto glieder aufgenommen worden seien. Zeugen würden das in Berlin, wie wir aus eigener Wahrnehmung bekanntlich oft er Löhnung, sowie zur Demuth in puncto Behandlung erziehen. In befunden. Die Versammlung sei somit feine öffentliche fahren haben.- Endlich öffnen sich die Thüren, das Urtheil ein System gebracht hat das Ausbildungs- und Vermittelungsund die Polizeistunde hätte deshalb nicht für sie An- wird verkündet. Doch was hört unser Ohr, was sieht wesen der hier seit 2 Jahren bestehende Fröbel- Oberlins wendung finden dürfen. In der Klagebeantwortung meinte unser Auge? Da ist eine Frau Weiß, die nacheinander ihre Verein". Er besitzt ein eigenes Vereinshaus und unterder Ober- Präsident, die Versammlung sei, obwohl es eine vier leiblichen Töchter verkuppelt hat, zwei davon, als sie noch hält eine Hausmädchen Schule eine Kindermädchenregelmäßige Vereinsversammlung gewesen, dennoch als eine nicht vierzehn Jahre alt waren, da ist eine Frau Lemiß, die der Schule, ein eigenes Seminar für Kinderfräulein und Kinderöffentliche anzusehen. Weder der Vorstand, noch die Mitglieder Mutter die vier Töchter wie Kälber abgehandelt hat, da ist eine gärtnerinnen( nicht mit dem Kindergärtnerinnen- Seminar des hätten eine Kontrolle dahingehend ausgeübt, ob auch alle Er- Frau Trenkhorst, die sich der Milde des Gerichts durch ein Berliner Fröbel- Vereins" zu verwechseln), ein Gesinde- VerSchienenen Mitglieder waren. Tann sei auch die Angabe offenes Geständniß empfohlen hat, da ist doch wozu all das miethungs- Komptoir. Außerdem giebt er eine hygienisch- pädafalsch, daß der Versammlungsraum für den betreffenden Gelichter nennen, das sich im Gefolge der Streiter für Ordnung, gogische Wochenschrift„ Die Kinderstube" heraus, deren Bezug Abend gemiethet worden sei. Daß Nichtmitglieder an- Gitte und Religion so graziös zu bewegen weiß! Aber wo find zur Entnahme von Personal ohne Vermittelungsgebühr berechtigt avesend waren, müßte der Schlosser Steinhaupt be- denn die feinen und vornehmen Herren, welche der Frau und die den hochgeehrten gnädigen Frauen" als belehrende zeugen können. Im Termin selbst hob Rechtsanwalt Heine- Lemiß das junge Gemüse um hohes Geld abgekauft Lektüre für das mit der Wartung der Kinder betraute Personal mann hervor, daß überhaupt nur 14 Personen an der Versamm- haben? Oder waren es vielleicht fittenlose Arbeiter, empfohlen wird. Um nun eine möglichst umfassende( und wohl auch Tung theilgenommen hätten, die auf ihre Mitgliedschaft zu fon- welche gar keinen Trieb zur Sparsamkeit besaßen, und daher ihre einträgliche) Wirksamkeit entfalten zu können, sucht der Verein trolliren sehr leicht wäre. Anwesend seien nur Mitglieder und Goldstücke und ihre Banknoten in schnöden Lüften bei Frau Lemiß mit dem so gediegen klingenden Namen durch marktschreierische durch solche eingeführte Gäste gewesen. Die Klage wurde unter verthaten? Doch wohl nicht. Vor einigen Monaten brachte die Reklame die Aufmerksamkeit der gnädigen Frauen" auf sich und folgender Begründung abgewiesen: Selbst wenn die frag- Volks- Zeitung" die Nachricht, daß in der Untersuchung gegen seine Einrichtungen zu lenken. Dabei wird selten vergessen, auf lichen Räume zu dem besonderen Zwecke der Abhaltung Frau Lemiß auch der Adjutant eines der höchsten die immenſen Vortheile hinzuweisen, die besonders die Herr einer Versammlung von Privaten gemiethet und damit Reichsbeamten als Zeuge vernommen worden ist. Nun schaften" von diesen Einrichtungen haben. Sehr erbaulich liest der sonstigen Deffentlichkeit entfremdet sind, ist die fällt es uns auch nicht von ferne ein, zu behaupten, daß gerade sich wieder ein Aufruf„ An die herrschaftlichen Frauen", der der Auflösung einer in den Räumen einer Gastwirthschaft tagenden dieser Herr durch seinen Verkehr im Hause der Frau Lemiß neuesten Nummer der Kinderstube" beigelegt ist. Darin heißt Versammlung beim Eintritt der Polizeifunde berechtigt, irgend eine strafbare Handlung begangen hat: Im Gegentheil, es: Der schwerste Gang für eine Berliner Hausfrau ist wohl wenn die Versammlung selbst öffentlich ist, d. h. wenn sie wir halten das für ausgeschlossen. Aber vielleicht hatte jener Regie- der Gang nach dem Vermiethungsbureau. So manche Hausfrau fich nicht beschränkt auf einen individuell ab rungsbeamte fein reines Gewissen, von dem dasselbe Blatt be- weiß ein Lied davon zu singen, wie ea auf den gegrenzten Personentreis. Was den Begriff desselben richtete, daß er sich der Bernehmung beim Untersuchungsrichter durch modernen Berliner Gesindevermiethungs- Romptoirs zugeht". angeht, so fann zwar durch die Zugehörigkeit zu einem Verein eine schleunige Abreise nach einem deutsch- afritanischen Ta hate sich nun der Verein den Dant vieler Haus. ein engerer, in sich zusammenhängender und nach außen ab- Schuß gebiete entzogen hat? Und zu diesem Regie- frauen" durch Eröffnung eines eigenen Vermiethungss geschlossener Personenkreis gebildet werden, er wird aber nichtungsbeamten findet sich vielleicht noch der eine oder der andere fomptoirs erworben. Hier, würde nur solchen Mädchen Zutritt immer gebildet. E3 ist denkbar, besonders bei politischen und nothleidende Landwirth, oder hier und da ein wohlthätiger gewährt, deren Zeugnisse eine gewisse Garantie dafür bieten, großen Vereinen, wie bei allen Vereinen mit I of er Organisation, Kommerzienrath; man ist doch schließlich nicht umsonst daß die Hausfrau ein Wesen findet, über welches sie sich nicht wo z. B. die Lösung der Mitgliedschaft eine sehr leichte und eine Säule der Ordnung, ein eifriger Kämpfer gegen die Eitten schon in den ersten acht Tagen die Plage an den Hals zu die Vorbedingungen für den Erwerb derselben geringfügige sind, verderbniß der unteren Volfstlaffen. Also, Herr Staats ärgern" braucht". Ueber die Hausmädchenschule wird gesagt: daß nicht gesagt werden kann, der Verein bilde einen anwalt Trescher, wo sind die Genossen" der Frau Weiß und„ Ein gutes Hausmädchen ist eine Perle im herrschaftlichen Haus individuell abgegrenzten Personenkreis. Die Voraus der Frau Lemiß? Irgendwie werden die Herren dech zu finden halte, und um den geehrten Herrschaften viele solcher Perlen Segungen, unter denen ein Verein nicht als geschlossener an- sein; es wäre ja doch möglich, daß eines oder das zuzuführen, hat die Vorsteherin des Fröbel Oberlin- Vereins, gesehen werden kann, treffen nun hier zu, nach der ganzen andere der verkuppelten Mädchen einen oder einige Frau Erna Grauenhorst, die Hausmädchenschule begründet." Organisation des sozialdemokratischen Wahlvereins für Ruppin Namen anzugeben weiß, und Frau Lemiß wird ihre Kunden doch Und zum Schluß heißt es:„ Wir empfehlen unser Templin. Dieselbe ist eine äußerst lockere. Jeder wird ganz gewiß bei Namen nennen können, wahrscheinlich wird sie gemeinnüßiges Institut noch einmal den geehrten HerrMitglied, der einen Silbergrofchen" bezahlt und seinen sogar Bücher und Listen darüber geführt haben, denn sie mußte schaften". Ein dreisterer Mißbrauch ist wohl felten mit den Beitritt erklärt." Etwas Fest gegliedertes liegt nicht doch ihren Kunden mittheilen, wenn sie wieder frische Waare" Worte gemeinnüßig" getrieben worden." Gemeinnützig" heißt vor. Beitrag und Eintrittsbedingungen sind derart, daß auf Lager hatte. Und daß es juristisch möglich ist, die feinen hier: in erster Linie dem Interesse der Herrschaften" dienend; fie geradezu einen stetigen Wechsel der Personen, welche Herren zu fassen, das Ihnen des längeren auseinanderzusehen, wie denn auch in dem für den neuen Lehrkursus im Frühjahr Mitglieder sind, bedingen müssen. Schon dieserhalb ist die Herr Staatsanwalt, verbietet uns unsere Bescheidenheit. Also ausgegebenen Programm der Hausmädchenschule sehr bezeichnend Vereinsversammlung in dem Lokal des Ganschow, selbst wenn nur einige Worte. Frau Lemiß ist, wie der Vorfiyende des gesagt wird, daß die Schule zum Wohle der Herrschaften und es gemiethet gewesen sein sollte, als öffentliche Versammlung an- Gerichts ausführte, auch verurtheilt worden aus§ 176, 3 Str.-G.-B., auch der Dienenden beiträgt." Dieses und auch" ist vorzusehen, die an die Polizeistunde gebunden war. weil sie Kinder unter vierzehn Jahren zur Tuldung unzüchtiger trefflich! " " " " " % " [ Nachbruck verboten.] die möglichste Vorsicht zur Erhaltung des Rekruten anwenden; Frau vor dem Antritt des Transports alle gefährlichen Waffen, Aus Großvaters Tagen. demselben sich ganz auszuziehen und niederzulegen befehlen, dessen Zerzerols, große Meffer u. f. w. abnehmen muß und während sowie seine eigenen Kleider dem Wirth in Verwahrung geben dem Transport nicht erlauben darf, daß der Rekrute so wenig In einem vergessenen Bodenwinkel, unter alten ver- und sich neben ihn, vorne nach der Thüre zu hinlegen. wie seine Frau, einen Stock, Knüppel oder Stab tragen darf. staubten Scharteten aus dem vorigen Jahrhundert fand ich jüngst Beim Transport muß er nicht erlauben, daß der Rekrut Auch muß es dem Refruten nicht erlaubt sein, ein Büchlein, das mein Interesse erregte. Ich schlug es aufs fich sehr umsehe, stehen bleibe, umsehe, stehen bleibe, noch weniger sich mit seine Frau vom Transport oder Nachtquartier ab wohin zu Gerathewohl auf und glaubte eine praktische Anweisung zum Reisenden und besonders gar nicht in einer fremden Sprache schicken, mit felbiger eine fremde Sprache zu reden oder ein Einfangen, Transportiren u. s. w. von Negerstlaven vor unterhalte. Er muß den Rekruten auf dem Transport so lenken, fachtes( leises) Gespräch zu führen. Alles dies muß nicht stattmir zu haben. Obschon ich sonst ein ziemlich hart wie man mit dem Zügel ein Gespann lenkt. Die finden und überhaupt der Unteroffizier auf alle Vorsichtsgefottener Junge bin, fonnte ich mich doch eines Worte: Halt, Marsch, Langsam, Geschwinde, Rechts, Lints, maßregeln beim Transport denken, auf alle Handlungen und gewissen Mitleids mit den armen Schwarzen nicht erwehren, die, Geradeaus müssen von dem Rekruten auf dem Fleck befolgt Worte des Rekruten acht geben und darüber seine Ueberlegungen nach den Ausführungen des fraglichen Büchleins zu schließen, werden, sonst ist dies schon ein übles Omen, und des Unter- anstellen. Ist der Rekrut nur irgend zweideutig, so muß er von ihren Treibern ganz wie das liebe Vieh behandelt wurden. offiziers Autorität ist verlegt. sich auf Befehl des Unteroffiziers die Hosenriemen entzwei-, die Und ich pries im Geiste die Segnungen der Zivilisation, die in Hosenriemen abschneiden und die Hosen in der Hand unserem geliebten Europa solchen Zuständen doch schon seit vielen, fragen. vielen Jahrhunderten ein Ende gemacht hat. Nie muß der Unteroffizier da einkehren, wo es den Rekruten etwa zu frühstücken beliebt, sondern wo er zu diesem Behuf einmal für allemal einkehrt. Da erst fiel mein Blick auf das Titelblatt des Büchleins, und In solchen Wirthshäusern, wo der Transport zur Nacht grenzenloses Erstaunen bemächtigte sich meiner naiven Seele. Wie? bleibt, muß eine eigene, für die Werber und Rekruten bestimmte War es denn möglich? Sah ich recht oder träumte ich? Doch Gaststube sein, die womöglich in einem Oberstock ist und deren wahrhaftig, da stand es schwarz auf weiß zu lesen: Unter- Fenster mit eisernen Gittern versehen sind. Nachts muß richt für die Königlich Preußische Infanterie fein Refrut aus der Stube zu gehen genöthigt sein, fondern im Dienste der Garnison, auf Werbungen und ein Nachtgeschirr zu beiderlei Bedürfnissen sich im Zimmer beim Felde. Berlin, in der Himburgischen Buch finden. " handlung 1805." So so also keine Anweisung zum Die ganze Nacht muß eine Lampe im Zimmer brennen und " • Hat er aber vollends einen Versuch gemacht, au echappiren, so muß er ohne Gnade geschlossen, oder ihm die Da u in enschrauben angelegt werden. Es ist schon übel, wenn es der Unteroffizier dahin kommen läßt, von seinem Gewehr Gebrauch zu machen, und den Rekruten blessiren oder tödten zu müssen.*) Bei sehr schönen, scheinbar resoluten, den Unteroffizier an Kräften überwiegenden Rekruten wird der Offizier gewiß so vorsichtig und billig sein und zu dessen Transport zwei UnterEinfangen von Negersflaven, sondern eine preußische neben selbiger ein unangezündetes Licht stehen. Der Unteroffizier offiziere geben. Ueberhaupt ist es, wenn es nur angeht, immer Dienstinstruktion aus dem neunzehnten Jahrhundert! Ja las muß seine Waffen dem Wirth abends übergeben, damit nicht der beffer, wenn einige Refruten zusammen transportirt werden, daimmer weiter und weiter, bis ich das interessante Büchlein zu Refrute gegen ihn in der Nacht davon Gebrauch macht. mit mit Recht bald ein paar Unteroffiziere mit auf den Transport Ende hatte, und da ich glaube, daß der anziehende und be: Morgens muß er fie fich wiedergeben laffen, fie können gegeben werden. Es ist wegen Krankheitsfällen, Nachtlehrende Inhalt dieses kulturgeschichtlichen Dokuments die Auf- nachsehen, frisch laden, oder wenigstens frisch Pulver wachen, wechselseitiger förperlicher Unterstüßung, Ueberlegung merksamkeit weiterer Kreise verdient, so lasse ich vorläufig ein aufschütten, sich anziehen, fich anziehen, reifefertig machen und dann und Berathschlagung, wo Seelenträfte wirten müssen, wegen fleines Pröbchen deffelben im Wortlaut des Originals hier folgen. erst den Rekruten aufstehen heißen und ihm seine Kleider Aufmerksamkeit und Vorsichtsmaßregeln, kurz wegen aller mögIch wähle ein Stück aus dem 14. Kapitel vom Transport der zum Anziehen wiedergeben. Beim Hineingehen in ein Wirths- lichen auf dem Transport zu beobachtenden und vorkommenden Hefruten". haus und Stube muß der Refrut der erste, beim Herausgehen Ereignisse besser, wenn selbst bei unproportionirten Verhältnissen Der Unteroffizier," heißt es daselbst, muß außer einem der letzte sein; im Wirthshause selbst muß der Werber vor, der der Rekruten zu den Transportirenden einige Unteroffiziers find. So guten Seitengewehr auf dem Transporte stets ein Terzerol Rekrut hinter dem Tische sitzen. Hat der Rekrut eine Frau mit, beisammen schwer, wie es bei gehörigem bei sich führen; er muß den Rekruten nie hinter, sondern so muß der Werber seine Aufmerksamkeit verdoppeln, die Frau Diensteifer, wenn sich der Unteroffizier nicht aufs Glück will, es demselben wird, einen immer vor sich gehen, ihn nie nahe an den Leib lassen, und ihn muß auf dem Marsche vor dem Manne, niemals aber hinter verlassen einzigen bedeuten, daß der erste falsche Tritt, den er thut, demselben oder gar hinter dem Werber gehen. Rekruten allein zu transportiren, so tönnen zwei Unterihm das Leben foste. Er muß beim Transport das Ge- Sie muß ebenso denen Kommandowörtern offiziere doch schon drei bis vier Rekruten, mit wenigerer biet des Landes vermeiden, wo der Rekrut gedient hat, oder auch auf dem Marsche gehorchen als der Mann, ebenso Gefahr, drei Unteroffiziere mit noch weniger Risiko sieben bis manchmal und unter gewissen Umständen sogar aus dem er in den Nachtquartieren beobachtet werden, sich ebenso unterwegens, höchstens neun Rekruten transportiren. gebürtig ist. wenn der Unteroffizier zu frühstücken wo einkehrt, wie der Mann Allein, daß ein Unteroffizier zwei Refruten transportirt, „ Er muß das Transportiren durch große Städte und leb- hinter den Tisch sehen, ebenso des Nachts nicht das Zimmer ver- muß nie der Fall sein. Macht die größte Noth diesen Fall unhafie Ortschaften, wo möglich, vermeiden. Des Nachts muß lassen. Daß ein transportirter Rekrute während seines Trans- vermeidlich, so ist dies schon traurig und für den Offizier sowoh! er solche Wirthshäuser zum Quartier wählen, wo er und andere portes teine Feder anrühren, keine Briese schreiben, teine Schreibselbst Werber seiner Macht immer einkehren, und wo der Wirth tafel sich halten, bekommen feine Bleifeder nicht auf seiner Seite ist. In dem Nachtquartier selbst muß er darf, ist natürlich, sowie daß man dem Rekruten und seiner( Anm. d. Segers.) " Ist doch der Rekrut ein Werthobjekt für den König. Tonett Eines der troftlofesten Kapitel in der Geschichte des Geschäftspraktik schadlos halten zu wollen. Während bislang Von der Staatsanwaltschaft beschlaguahmt wurde die Grefstadtlebens bildet die Behandlung und Verpflegung, die den im Einwohnerverzeichniß auch der Beruf der Verzeichneten gratis Leiche des sechsjährigen Knaben Friedrich Rübel aus der WallArmen und Glenden in den sog. Chriftlichen Herbergen zur aufgenommen wurde, soll hinfort bei einer Gratisaufnahme der firaße 4, der am Freitag Nachmittag plöglich starb. Die BeHeimath zu theil wird. In einer ganzen Reihe stets unwiderlegt Beruf ausgelassen werden. Kostenfrei würde z. B. nur folgende schlagnahme erfolgte, weil man die Todesursache nicht feststellen gebliebener Mittheilungen haben wir uns der Unglücklichen an- Adresse sein: Luck, D., Kurstraße 60. Die Adresse Luck, D., Kur- tonnte. Aeußere Verlegungen sind an der Leiche nicht wahrnehmen müssen, welche in diesen Instituten kampiren, ohne daß straße 60, Plakatdruck, würde hingegen, selbst wenn sie den zunehmen. würmern. Witterungsübersicht vom 22. Juni 1895. Windstärke Wetter die vielfachen und leicht verständlichen Rügen bislang einen er: Raum von einer Zeile nicht überschritte, auf eine Mark kennbaren Erfolg aufzuweisen gehabt hätten. Dieser Umstand zu stehen kommen. Die Firma Löwenthal scheint ihrem Kon- der Stiefsohn des in Lichterfelde wohnenden Arbeiters Schulz, Ein sittlich verwahrlofter Junge im Alter von 12 Jahren, darf uns selbstverständlich nicht abhalten, stets von neuem der kurrenten den Sieg gar zu leicht machen zu wollen. Anders tönnen hat einem achtjährigen Mäochen, mit dem er spielte, am SonnDeffentlichkeit zu zeigen, wie es mit dem Christenthum der Her- wir ihr überaus ihörichtes Verfahren nicht verstehen. bergen zur Heimath und der ihnen verwandten Einrichtungen abend Nachmittag Gewalt angethan. Der Junge soll in eine bestellt ist. Ueber die Behandlung, die den Gästen in den aus den nordischen und südeuropäischen Meeren gerade jetzt in Das Berliner Aquarium ist infolge seiner neuen Zufuhren 3wangs- Erziehungsanstalt gebracht werden. unter frommer Obhut verwalteten Räumlichkeiten zu theil der Lage, dem Besucher über einige Abtheilungen des Thierreiches in diesen Tagen zur Eröffnung des Nordostsee- Kanals Kanals Die Hige. Ein Berichterstatter theilt mit, daß in Berlin wird, braucht kein Wort verloren zu werden; es ist weltbekannt, wie Hausknecht und Herbergsnater den Gästen eine von der landläufigen Meinung ganz abweichende Anschauung gegenüber oft in dem Gegentheil von Liebenswürdigkeiten mit ein verschaffen. Das gilt u. a. von den Würmern. Gleich die Segen smünzen(!) in der beschränkten Anzahl von 5000 ander wetteifern. Zur Liebe kann man aber bekanntlich selbst Klasse der Ringelwürmer zeigt uns Geschöpfe, die man nicht als ausgegeben werden sollen. Das ist in der That sehr beschränkt. Würmer anzusprechen wagt. So eine etwa handlange und etwa Polizeibericht. Am 21. d. M. vormittags wurde auf dem gottergebene Herbergsväter nicht zwingen. Das Auge der Be- 5 Zentimeter breite Art der Gattung Seeraupe, deren Rücken- Blücherplage ein Mann durch einen Schlächterwagen überfahren hörden sollte sich jedoch einem ſanitären Mißstand einmal zu schuppen lange, einen dichten Filz bildende und wundersam und am Beine und am Kopfe erheblich verlegt. Bei der gegen wenden, über den namentlich von Besuchern des christlichen goldgrün glänzende Borstenfransen zieren, so daß die Gelehrten Mittag vorgenommenen Sprengung einzelner Gebäudetheile des Instituts in der Oranienstraße Klage geführt wird. In den nachts immer dicht besetzten Schlafsälen" herrscht dank der dieser Schönheit den Namen Aphrodite beigelegt haben. Noch abgebrannten Viktoriaspeichers wurde auf einem in der Nähe bemangelhaften Ventilation eine geradezu unerträgliche Atmosphäre; weniger denkt man an Würmer, wenn man aus etwa bleistift legenen Grundstücke ein Arbeiter durch ein Sprengstück leicht am man stelle sich z. B. ein derartiges Zimmer von etwa 80 Rubit Dicken, meist freiragenden Kalk- und Sandröhren Büschel herr Ropfe verletzt. Im Hause Bülowstr. 51 brach im Dachstuhle Außerdem meter Rauminhalt vor, welches mit nicht weniger als 10 Betten meter Rauminhalt vor, welches mit nicht weniger als 10 Betten licher, zuweilen in Spiralen angeordneter rother oder weiß und Feuer aus, das bedeutenden Echaden anrichtete. belegt ist. Eine ständige Klage der Herbergsgäste bilden die fast farbig geringelter oder gestreifter Fäden( Riemenfäden) hervor- fanden im Laufe des Tages noch zwei kleine Brände statt. täglich vorkommenden Diebstähle. Uhren, Geld, Wäsche, kurzum schauen und sich bewegen sieht; und doch gehören die Träger alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wird entwendet, sodaß dieser wunderbar zarten Auszeichnungen auch zu den Borstenniemand sicher ist, am nächsten Morgen beim Erwachen sein Eigenthum wiederzufinden. Zwar fann der Gast dem Ein Fortschritt im Stadtbahnwesen? Infolge der Herbergsvater seine Werthfachen seine Werthsachen in Verwahrung geben, beabsichtigten Einrichtung einer Haltestelle der Stadtbahn am Stationen. jedoch muß für diese Mühewaltung" ein Entgelt Savignyplay in Charlottenburg finden, der Charl. Zeitung" in Höhe von fünf Pfennigen pro Werthgegenstand geleistet werden. zufolge, im Ministerium der öffentlichen Arbeiten Erhebungen Wer da weiß, wie ein armer Reisender, falls er überhaupt noch statt nach der Richtung, welche finanzielle Einwirkung von der im Besitz von Geld ist, mit jedem Pfennig zu rechnen hat, wird Umwandlung des Fünfstationentarifs in einen Sechsstationen- Swinemünde. begreifen, warum die meisten Schlafgäste ihre Sachen bei sich tarif auf der gesammten Stadtbahn zu erwarten sei. Au maß- Hamburg. behalten und sich lieber der Gefahr aussehen, um ihre paar Hab gebender Stelle werde durchaus die Ansicht getheilt, daß der um Berlin feligkeiten bestohlen zu werden. Abhilfe wäre in dieser Beziehung den Bahnhof Charlottenburg belegene Gebietstheil nicht unerheb- Wiesbaden. leicht zu schaffen, wenn in der Herberge fürs erste kein derartiger lich geschädigt würde, wenn der Fahrpreis nach der Station München. Depotzins genommen würde und wenn man ferner eine etwas Friedrichstraße plöglich verdoppelt würde. Eine derartige Zuvor Bien schärfere Kontrolle übte. kommenheit sieht der Eisenbahnverwaltung sehr wenig ähnlich. Haparanda Auch die Verpflegung ist in der Herberge in einem zum theil sehr mangelhaften Zustande. Ein fleines Täßchen Ein Mustermensch. Bürgerliche Blätter melden: Unter Petersburg Blümchenkaffee, der vielfach in faltem Zustande geliefert wird, den Dienstleuten befindet sich auch ein Kapitalist, den seine Kol- Cork. foftet 5 Pf., ein Glas Bier von 3/10 Liter Inhalt 10 Bf., eine legen auf 30-45 000 Mart schäzen. Der Mann hat es durch Aberdin. leine Braune", welche man anderswo mit 6 Bf. bezahlt, toftet seine Sparsamkeit erreicht. Er geht in fein Lokal. in dem christlichen Hause 6 Pf., ein winzig fleines Schmalz Schnaps braut er sich selber, feine Wäsche wäscht er selbst, seine brötchen Pfennig; Käse, Wurst, Spect u. s. w. wird für Stiefel und Kleider flickt er allein. Als ordentlicher, zuverlässiger Mann hat er seine gute Kundschaft." Unsere Kapitalisten sollten den Preis von 10 Pfennigen anderswo bedeutend beffer in Qualität wie in Quantität geliefert, ganz abgesehen sich dieses Prachtexemplar von einem„ Arbeiter" nicht entgehen Davon, daß wohl faum an einer anderen Stätte die mit baarem lassen und ihn begehrlichen Proletariern von Zeit zu Zeit als Gelde bezahlten Waaren unter einem größeren Manto an Söf- Mustermenschen vorführen. lichkeit, als hier verabfolgt werden. Wenn irgend eine der Einrichtungen, welche von einer großen Kategorie der Nothleidenden Teider in Anspruch genommen werden müssen, von grund auf reparaturbedürftig ist, so sind es die mit frommen Sprüchen reich verzierten chriftlichen Herbergen zur Heimath. Seinen Paris Damit der Neubau des Zehumillionendoms nicht verbrenne, ist ein polizeiliches Rauchverbot erlassen worden. Man fürchtet, daß das Holzgerüst bei irgend einer Gelegenheit Feuer fangen tönne, und daher dürfen die an jener Stelle vorüberfahrenden Schiffer an Deckt ihrer Kähne weder Cigarre noch Pfeife rauchen, ebenso ist den auf dem Bauplatze beschäftigten Arbeitern der Genuß einer Cigarre untersagt. B • Barometerreduzirt auf d. Meeressp. 4777 ſtand in mm, Windrichtung ( ALALBAL 321 Temperatur S551GE nach Celius |( 5°.= 4° R.) 771 NNW 4 773 S 1 halb bedeckt woltenlos 16 17 772 773 NW NW 4 bedeckt 18 1 wolkenlos 16 773 A 3 Regen 11 769 4 bedeckt 762 SM 4. woltig 18 771 SW wolfig 10 767 • • 773 SW Still heiter 17 wolfenlos 17 Wetter- Prognose für Sonntag, 23. Juni 1895. Trockenes, vorwiegend heiteres, etwas wärmeres Wetter mit schwachen südwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Versammlungen. der Gemeinde. Das In einer Bezirksversammlung des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter, die am 19. Juni in Zur Bahufteig Absperrung. Die Grenzboten" schreiben: der Kronenbrauerei tagte, hielt Genosse Hoffmann einen sehr beifällig aufgenommenen Bortrag. Bei der Besprechung der In den heißen Pfingsttagen hat sich eine Nebenfolge der AbVereinsangelegenheiten wird den Mitgliedern eine sehr rege Be Sperrung der Bahnsteige gezeigt, die im Interesse der Wohlfahrt Eine Versammlung im Freien fand am letzten Mittwoch theiligung an dem Sommerfeste des Verbandes empfohlen. des reifenden Publikums rasch beseitigt werden sollte. Auf einer im„ Neptunshain" an der Oberspree statt, wohin eine Gesell Fest findet am 6. Juli statt und sind die Billets beim Kassirer ganzen Anzahl von Bahnhöfen liegt der Trinkbrunnen hinter schaft von 400 Personen einen Ausflug gemacht hatte. In einer und auf allen Zahlstellen zu haben. Die Bibliothek befindet sich dem Gebäude. Die Reifenden, die weiter zu fahren haben, halbstündigen Rede, die von Musik und lautem Gesang begleitet bei Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28 und wird den Mitgliedern fonnten in der kurzen Zeit eines Aufenthalts schon immer sehr wurde, setzte der Redner, Fischer mit Namen, der polizeilich nicht die fleißige Benugung angerathen. schwer zu ihm gelangen; nun aber wird es unmöglich. Wer überwachten Versammlung die Ziele der anwesenden Organi mit Kindern reist, weiß, wie nöthig frisches Wasser in dem Das Rigdorfer Gewerkschaftskartell diskutirte am sation auseinander. Die versammelte Gesellschaft war eine glühofenartig durchwärmten Eisenbahnwagen ist. Aber auch den Sonntagsschule aus der Ackerstraße, und der Redner Fischer 20. Juni die Errichtung eines Arbeitsnachweises feitens Erwachsenen sollte man soviel wie möglich Gelegenheit geben, feines Reichens ein Prediger. Ob die Polizei, wie dies einer daß die Verwaltung dieses Institutes einem Kuratorium, Allgemein war die Meinung vertreten, ihren Durst an anderen Getränken als den theueren Bieren und sozialdemokratischen Zusammenkunft gegenüber jedenfalls ge- bestehend aus vier Arbeitgebern und vier Arbeitnehmern, Schnäpfen der Bahnrestaurateure zu löschen. Die Absperrung schehen würde, prüfen wird, ob die bezeichnete Gesellschaft sich übertragen werden müsse. Der Vorsitz in diesem Kuratorium foll bringt fchon genug Unannehmlichkeiten für die Reifenden mit auch hübsch in dem Rahmen des herrlichen preußischen Vereins einem unparteiischen Vertreter, der feiner der beiden Kategorien sich; erschwere man ihnen nicht auch noch den Weg zum und Versammlungsgefezes hielt? Brunnen! angehört, übertragen werden. Als nächster Gegenstand stand die Der neue Polizeipräsident von Windheim theilt im Gesperrt sind für Fuhrwerk und Reiter vom 24. d. M. ab Abrechnung von der Wahl zum Gewerbegericht zur Diskussion. Reichs- Anzeiger" mit, daß er am Sonnabend, den 22. Juni, die Straße an der Fischerbrücke von der Inselbrücke bis zum Der Kassirer Töpfer Panicke war in der Versammlung was allgemein mißliebig Mühlendamm, die Zorndorferstraße von der Tilsiter- bis zur nicht erschienen, empfunden fein Amt angetreten habe. Petersburgerstraße, der östliche Damm des Zionstirchplazes von wurde. Unter Gewerkschaftlichem" wurde der Töpferstreit beDer Adreßbuch Krieg ging der Firma Löwenthal, der Bionstirchstraße bis Griebenowstraße und den nördlichen Damm von sprochen. Der Delegirte Töpfer Wolf sprach den Wunsch aus, Herausgeberin des alten Abreßbuchs, bekanntlich hart an den Griebenowstraße bis Swinemünderstraße inkl. Kreuzdamm; vom die Berufsgenossen im Baugewerbe mögen dafür sorgen, daß die Kragen. Der unerquickliche Streit, der vor einigen Wochen in 27. d. M. ab die Birkenstraße von der Rathenowerstraße bis Töpfer recht rege in ihren Bestrebungen unterstützt werden. dieser Angelegenheit entbrannte, fand bekanntlich darin sein vor- Wilsnackerstraße; vom 1. Juli ab die Fürbringerstraße von der Zum Schluß wurde die Einführung einer Sammelmarke beläufiges Ende, daß auch der alte Verlag erklärte, gleich feinem Bossener- bis mittenwalderstraße. sprochen. Gefehlt haben die Delegirten der Kutscher, Böttcher, neuen Konkurrenten das Adreßbuch fortan für sechs Mark liefern Sattler und Tapezirer. zu wollen. Für den etwa entstehenden Ausfall scheint sich die Firma Löwenthal nur durch eine für die im nächsten Jahrgang ihres Adreßbuchs verzeichneten Einwohner äußerst nachtheilige an " Dermischties. Vom Brande in der Köpnickerstraße. Der erste Geldschrank der Firma Lewin u. Strick ist vorgestern unter den Trümmermassen des abgebrannten Speichers in der Köpnickerstraße gefunden worden. Der Inhalt des Kassenschrankes ist größtentheils verkohlt, doch nicht verbrannt, so daß die Werth- Große Mengen von Salzftaub in der Atmosphäre wie den armen Korporal ohne Grenzen risquant. Wenn es papiere noch zu erkennen und darum noch giltig sind. Auch die sind nach einer Mittheilung in Symon's" Monthly Meteorolo platterdings unmöglich ist, daß der Offizier die Rekruten, bis Geschäftsbücher sind noch insoweit erhalten, daß sich der Inhalt gical Magazine" bei dem gewaltigen Sturm am 22. Dezember 1894 der Transport stärker wird, bei sich behalten kann und deren im wesentlichen wieder herstellen läßt. Zur Löschung des ge- tief im Innen Englands beobachtet worden. Selbst in Birmingham, Absendung durchaus nothwendig ist, so muß der Offizier in waltigen Brandes waren übrigens mehr als 200 000 Liter Waffer 55 englische Meilen vom Bristol- Kanal und fast 100 Meilen von der diesem Falle jemand dingen, der dem Unteroffizier transportiren nothwendig. Cardigan Bai entfernt, wurden noch Pflanzen, ja selbst Fenster hilft. Es ist besser, auf Vorsichtsmaßregeln einige Ausgaben zu verwenden, als die Rekruten einzubüßen und das Wie man wegen Falschmünzerei verhaftet wird. Auf von einer Salzkruste überzogen. Das Salz stammte von den in Leben tes Unteroffiziers unvermeidlicher Gefahr aus sonderbare Weise ist eine im Krankenhause Am Urban angestellte der Luft zerstäubenden Wellen der Meeresbrandung und war vom zusehen. So wie dem Offizier, um so mehr noch Krankenwärterin in den Verdacht der Falschmünzerei gekommen. Sturm bis in diese Gegenden mitgerissen worden. Eine Ergänzung dem Unteroffizier ist ein tüchtiger Hund äußerst Sie bestieg, wie das„ Nixdorfer Tageblatt" meldet, kürzlich die zu dieser Notiz bildet ein in den Annalen der Hydrographic und maritimen Meteorologie" in einem Aufsatz von W. Köppen über den nüglich. Nur muß derselbe gehörig abgerichtet sein, feinen von Rirdorf kommende Pferdebahn, um nach Berlin zu fahren. Sturm vom 22. Dezember 1894" mitgetheilter Brief eines Professors Stock in der Hand eines Refruten leiden, sowie fich derselbe in Als der Schaffner das Fahrgeld forderte, überreichte sie ihm ein Dr. D. Mügge in Münster. Der genannte Herr theilt darin der der Nacht rührt oder aufsteht, anschlagen und seinen Herrn Goldstück. Der Schaffner verweigerte jedoch dessen Annahme, wecken, auf dem Marsche den Rekruten, wenn er aus dem Wege erklärte es für falsch und nöthigte die Krankenwärterin, den deutschen Seewarte mit, daß er am Morgen des 23. Dezember herausgeht, wieder in den Weg treiben; fängt der Rekrut Wagen zu verlassen. Diese begab sich nun in eine Gastwirth. die Fensterscheiben von einer weißlichen Masse überzogen gefunden zu springen, denselben packen und nur auf seines schaft, um das Goldstück wechseln zu lassen. Doch auch der habe, welche er als einen Salzrückstand der in der Nacht gefallenen Herrn Wort wieder loslassen, nicht leidend, daß der Rekrut etwas Wirth lehnte die Annahme des Geldes ab, indem er es gleich sprung hatte, wie die in England beobachteten Salzkruften. Der Regentropfen erkannt habe, und welche natürlich denselben Urvon der Erde aufnehme und lauter Künste können, die auf das falls für falsch erklärte. Daraufhin sah sich ein anwesender Münster zunächſtliegende Theil des Meeres, die Rüfte der Zuiderbeffere Transportiren des Rekruten abzwecken und dem Unter- Schuhmann veranlaßt, die Krankenwärterin zur Polizeiwache See, ist nicht weniger als 135 Kilometer entfernt. offizier den Dienst erleichtern... zu führen. Hier wurde sie zunächst untersucht, ob sie noch Sie holte Das menschliche Auge, wie das der höheren Thiere besitzt Mancher Refrute sucht dadurch seine Befreiung zu erlangen, mehrere derartige Goldstücke bei sich habe. daß er an einem Orte, wo viele Menschen versammelt sind, oder noch mehrere Goldstücke hervor, die sie lose in der die Eigenschaft, Gegenstände in verschiedenen Entfernungen beim Durchgange durch eine Stadt über Gewalt oder ungerechte Tasche getragen hatte. Auch die Goldstücke wurden auf dem deutlich wahrzunehmen, es tann sich, wie man zu sagen pflegt, Anwerbung schrie. Hier muß der Unteroffizier den Polizeibureau für falsch erachtet. Troß ihrer Betheuerungen, auf verschiedene Entfernungen einstellen. Die Lichtstrahlen, welche Schutz der Obrigkeit erheischen, und wird selbigen auch nach Vor- daß das Geld unmöglich falsch sein könne, daß sie es von ihrer durch die Pupille in das Auge eindringen, treffen auf einen zeigung seines Werbepaffes und der von Zeugen unterschriebenen Schwener erhalten habe und es deren Gehalt bilde, wurde die gallertartigen Körper, die sogenannte Krystalllinse des Auges, Kapitulation des Soldaten gewiß erhalten. Der Unteroffizier mit Krankenwärterin in Hast behalten. Am anderen Tage zeigte sich durch welche sie von ihrem Wege abgelenft, gebrochen werden, einem Wort muß sich nicht irre machen lassen, sich nicht das in dem Aussehen der beschlagnahmten Goldstücke wieder eine und zwar so, daß die von einem Punkte ausgehenden Strahlen Herz abtaufen lassen, niemals die Gegenwart des Geistes auffallende Veränderung. Auf die Frage, ob die Dame vielleicht auch wieder in einem Punkte vereinigt werden. Dieser Ververlieren oder wohl gar unentschlossen handeln, noch andere Gegenstände neben den Goldstücken in der Tasche einigungspunkt muß auf der Netzhaut des Auges liegen, wenn welches noch schlimmer ist, als wenn er unrecht gehabt habe, zog sie ein kleines zerbrochenes Thermometer, wie der Punkt, von welchem die Strahlen ausgehen, deutlich zur Daß dies bei verschiedenen handelt. Versucht der Rekrut zu entkommen, unternimmt er nur es in den Krankenhäusern zur Messung der Blutwärme benutzt Wahrnehmung gelangen soll. das mindeste, so muß er geschlossen werden. Alle Kosten, die wird, hervor. Nun war das Räthsel gelöst: das Quecksilber des Entfernungen möglich ist, wird dadurch erreicht, baß die Rekrute durch Desertionsanschläge nöthig macht, muß er zerbrochenen Thermometers hatte sich mit der Oberfläche der Krümmung der Linse durch einen besonderen Muskelapparat geselbst tragen, und kann ihm der Unteroffizier bis zu seiner Ab- Goldstücke amalgamirt und ihnen das verdächtige Aussehen ge- ändert werden kann. Der Vorgang, durch welchen dieses ge lieferung das Handgeld abnehmen. Von jedem, in einem Orte geben. Natürlich wurde die Krankenwärterin jetzt sofort entlassen. schieht, durch welchen also das Auge auf verschiedene Entvorgefallenen Exzesse, von jeder Maßregel, die der Unteroffizier Es muß wundernehmen, daß in Berlin eine Untersuchung fernungen eingestellt wird, nennt man Attomodation. Es war eine bisher unentschiedene Frage, ob auch die Fische zu nehmen gezwungen ward, muß er sich, um sich bei seinem des Geldes nicht möglich war, ohne daß erst zur Berhaftung ihre Augen akkomodiren können; denn die Linse des Fischauges Offizier auszuweisen, von der Ortsbehörde ein Attest geben einer unbescholtenen Person geschritten wurde. laffen. Kindesaussetzung. Im Flur des Hauses Thurmstraße 44 ist kugelförmig und ziemlich fest, so daß eine Aenderung ihrer In jüngster Zeit hat Besonders muß dies geschehen, wenn der Unteroffizier in wurde ein drei Wochen altes Kind weiblichen Geschlechts auf die traurige Nothwendigkeit verfekt wird, den Rekruten zu gefunden. Das Kind war in ein Handtuch, gez. E. F. 1, und die Lichtbrechung an den Augen von etwa 100 Fischen schießen, mag er ihn nun entweder blefsirt oder getödtet haben. in eine Serviette, gez. M. B., eingewickelt. studirt, und dabei ist es ihm gelungen, unzweifelhaft festzustellen, Der Fall, daß ein Retrut dem Unteroffizier entfomme oder entwische, wird gar nicht Die beiden Milzbrandkranken, die seit längerer Zeit in daß auch die Fische ihre Augen für verschiedene Entfernungen als bentbar, also auch nicht zu attestiren an einer hiesigen Klinik behandelt wurden, der Bauer Rogge und einstellen können. Sie thun dies aber nicht, wie die böheren der Arbeiter Rüdel, sind nunmehr als gebessert, wenn auch noch Thiere, dadurch, daß sie die Krümmung der Linse vergenommen." nicht ganz geheilt, aus der Anstalt in ihre Heimath Vehlefanz ändern, sondern sie verschieben die Linse im ganzen, fie besigen entlassen worden, der eine schon vor mehreren Tagen, der andere einen kleinen Muskel, welcher ihnen gestattet, innerhalb gewisser am Sonnabend Vormittag. Grenzen die Linse der Netzhaut näher zu bringen und von ihr Ein Jahr nach Veröffentlichung dieser merkwürdigen Instruktion wurde die preußische Armee bei Jena vernichtet. T. Z. • Krümmung sehr unwahrscheinlich ist. Herr Beer in der zoologischen Station zu Mapel zu entfernen, wodurch sie von verschieden weit entfernten Gegenständen scharfe Bilder auf der Netzhaut bekommen können. Ausunkung des Naturgases. Es ist bekannt, daß das Naturgas, von welchem die Vereinigten Staaten trotz aller gegentheiligen Angaben noch immer auf Jahrzehnte hinaus gegentheiligen Angaben noch immer auf Jahrzehnte hinaus reichlichen Vorrath haben, mit einem sehr starken Druck der Erde enströmt. Im allgemeinen beträgt dieser Druck nicht weniger als 20 Atmosphären, unter Umständen steigt er bis auf 30. Während man nun bis jetzt sich damit begnügte, diesen Druck zur Fortleitung des Gases bis an seinen Verbrauchsort au be nußen, wozu auch ein viel geringerer Druck schon genügen würde, hat man türzlich die glückliche Idee gehabt, die starke Tem peraturerniedrigung, welche bei der Ausdehnung des aus der Erde hervorströmenden Gases stattfindet, zur Gisbereitung aus zunuzen. Ein amerikanischer Gasbrunnen mittlerer Größe liefert 11/2 Millionen Kubitfuß Gas täglich und ist, wenn dieses Gas beim Austritt aus der Erde 20 Atmosphären Druck befigt, im stande, täglich 51 Tonnen Eis zu erzeugen. Als Unkosten tommen Dabei lediglich die Zinsen für die Anlage und die Ausgaben für die Leitung ihres Betriebes in betracht. Die Tonne Eis stellt sich auf diese Weise auf blos 50 Cents. Nachdem das Gas seine Arbeit in den Eismaschinen gethan hat, kann es seinem Verbrauchsort zugeführt werden, wo es in gewohnter Weise zu Heizzwecken verwendet wird. rente. Der H in der in der Höhe von 1,6 Metern einen erbsengroßen Stein trug, Ja. Bei Gefahr im Verzuge fann die Polizei ohne richterliche wurde dasselbe straff erhalten. Es wäre von Interesse, oder staatsanwaltschaftliche Anordnung Haussuchung vornehmen. Vergleicht man das Auge mit einem optischen Apparat, so die Spinne bei ber Anbringung dieses pat ie nimmt im allgemeinen an, daß solche Gefahr stets vorliege. Spannungs Ob Gefahr im Verzuge ist, hat die Behörde selbst zu ermessen. könnte man die verschiedene Krümmung der Linse bei den höheren mittels zu beobachten. An sich ist die Beobachtung Thieren mit dem Einfeßen verschiedener Linsen vergleichen, während überraschend, da es seit langer Zeit bekannt ist, daß manche-N. B. 33. 1. Es besteht fein gefeßliches Hinderniß dagegen, die Verschiebung der Linse an das Ausziehen der Röhre eines europäischen Spinnen aus fleinen Steinen ein zuckerhutförmiges daß der Bräutigam bei den Eltern der Braut wohnt. Ein zu Teleskops erinnert. Nest bauen, das sie innerhalb ihres Fangnneges an den Zweigen intimer Verkehr zwischen den Brautleuten kann aber den Eltern E3 fragt sich, ob zwischen den beiden Akkomodationsarten, niederer Gesträuche aufhängen. Hermann erzählt in seinem Buch der Braut eine Anklage wegen qualifizirter Kuppelei( Mindest der Zinsenkrümmung bei den höheren Thieren und der Linsen über die Spinnen Ungarns, daß er eine Spinne beobachtete, wie ftrafmaß 1 Jahr Zuchthaus) zuziehen. 2.„ Eulen nach Athen veischiebung bei den untersuchten Fischen, Uebergänge aufzufinden sie diese Bausteine für ihr Trichternet emporzog. Sie ließ sich tragen", hat die Bedeutung von etwas Ueberflüssiges thun". find, wie es nach der Darwin'schen Entwickelungslehre wahr- an einem Faden bis auf den Fußboden nieder, wählte dort ein Dieser Ausdruck rührt daher, daß die Eule, das Wappenthier scheinlich ist. geeignetes Baumaterial, welches bei ihr oft aus leichteren Stoffen Athene's( Minerva's), auf den athenischen Münzen die des bestand, befestigte daran einen kurzen Faden und dessen anderes halb auch" Gulen" hießen abgebildet war und in Athen nicht Ende an der Spitze eines Fußes vom vierten Beinpaar, letterte felten war. Der Ausdruck findet sich wohl zuerst bei Aristophanes, dann, mit den Vorderfüßen und Tastern sich an ihrem Kletter- einem griechischen Dichter( 440-380 vor Chrifti Geburt), der in faden emporhaspelnd, zum Neste, wobei sie den betreffenden seinem Lustspiel„ Die Vögel" Guterhoffnung fragen läßt: Wer Hinterfuß immer sichelförmig gekrümmt hielt und darauf achtete, hat die Gule nach Athen gebracht, wo sie doch überflüssig ist?" daß das Baustück beim Emporhaspeln nirgends anstieß. Die P. S. 100. Die Verjährungsgesetze sind in den 26 deutschen Spinnen haben demnach nicht blos das Weben, sondern auch Baterländern sehr verschieden. Geben Sie unter Wiederholung den Baufrahn erfunden. Manchmal wurden die Stücke 1 bis der Anfrage an, wo die Schuld entstanden ist. 7: X. Einen 2 Meter hoch gezogen. Anspruch auf Alters rente haben Sie noch nicht, da Sie noch nicht 70 Jahre alt sind. Versuchen Sie es bei der AltersUmtausch unbrauchbar gewordener Postkarten. Daß versicherungs- Anstalt mit einem Antrag auf InvaliditätsStreit. Ja, an die Staatsanwaltschaft bein unbrauchbar gewordene Postkarten und Postanweisungen, so lange sie noch nicht zur Postbeförderung aufgegeben und die ein- Landgericht Berlin I, Alt Moabit 11/12.... Anstellung einer Chescheidung gedruckten Marken nicht entwerthet sind, auf den Postämtern 3wecks ist erforderlich, gegen neue Postkarten oder Postwerthzeichen umgetauscht werden daß der Kläger zunächst beim Amtsgericht Sühnetermin beantragt fönnen, ist im Publikum und selbst in Geschäftskreisen noch nicht und zu demselben seine Frau ladet. Ist die Sühne fruchtlos hinlänglich bekannt. Die Einrichtung, daß einzelne Karten zum ausgefallen, so kann er die Ehescheidungsklage durch einen AnUmtausch angenommen werden, besteht erst seit einigen Jahren. walt beim Landgericht anstellen lassen. Im allgemeinen thut er Früher wurden Postkarten nur umgetauscht, wenn deren gut, sich zwecks Klageanstellung das Armenrecht bewilligen zu mindestens 100 Stück zusammen auf einmal unbrauchbar gelaffen. Weg zur Erlangung des Armenrechts ist worden waren. Und selbst bei Abgabe von gleichzeitig hundert an dieser Stelle etwa diesem Monat beund mehr Karten, die jedoch einzeln unbrauchbar und erst allTh. S. Sprechen Sie gelegentlich mit den mälig angesammelt waren, wurde einem Ersuchen auf Umtausch Papieren in der Sprechstunde vor. J. T. 5. Ja. nicht stattgegeben. Vor einigen Jahren aber hat die Postbehörde A. M. 12 a. Der Ehemann einer Angeklagten ist in der Der Verkehr im Haupt Feruſprechamt in Chifago. bestimmt, daß fernerhin alle unbrauchbar gewordenen Postkarten, Hauptverhandlung über eine Strafsache als Beistand derselben In der American Society of Civil Engineers wurden fürzlich gleich viel ob sie zusammen in größerer Zahl oder einzeln abzuzulassen und auf sein Verlangen zu hören. Er kann auch gegen eingehende Mittheilungen über den Verkehr im Haupt- Fernsprech- geliefert werden, ohne weiteres von den Postämtern umgetauscht das Urtheil selbständig innerhalb der für seine Ehefrau laufenden amt zu Chikago gemacht. An diesem Hauptamt find ungefähr werden sollen, falls nicht die Marke auf denselben entwerthet ist. Rechtsmittelfrist ein Rechtsmittel gegen das Urtheil einlegen. 500 Theilnehmer angeschlossen, während weitere 5000 mit den Nicht zulässig ist es nur, daß unbrauchbar gewordene Karten G. T. Bleibt ohne neue Stempelung giltig.- J. 3, W. F. Nein. 10 fleineren Aemtern verbunden sind. Um Mitternacht beläuft unter Erstattung des Preises von den Bostanstalten zurückR. R. 1895. Der Hauswirth darf retiniren, was dem fich die Gesammtzahl der Anrufe auf kaum 100 in der Stunde, genommen werden. Jedenfalls hat aber niemand nöthig, ver: Pfandrecht jedes Gläubigers unterliegt. Welche Sachen dem ein schwaches Maximum ist zwischen 2 und 3 Uhr schriebene oder beschmußte Postkarten einfach fortzuwerfen und Pfandrecht entzogen sind, ist ausführlich im Briefkasten vom morgens bemerkbar, furz bevor die Redaktion der zu vernichten, wie dies noch immer fast durchweg geschieht. 5. Mai dargelegt. Das Retentions- und Pfandrecht des Ver Mergenzeitungen geschlossen wird. Das Tagesminimum miethers besteht, auch wenn er nicht ausdrücklich erklärt hat, daß tritt um 4 Uhr morgens ein mit 50 Anrufen stündlich. Darauf er von ihm Gebrauch mache. Die Sachen haften für die Miethe, steigt der Verkehr erst langsam bis um 7 Uhr( 200 Anrufe) und die während der gesammten Vertragsdauer zu zahlen ist. E. P., von da ab schnell bis zu einem start ausgeprägten Maximum, welches in den Wochentagen um 10 Uhr 15 Minuten eintritt $. V. Ja.- A. B., Posen. Die Auskunft der Post ist ganz zutreffend. Sie müssen angeben, an wen Sie gezahlt haben. bei 6920 Anrufen am Montag und etwas weniger an den Berkoy. Soweit ersichtlich, liegt höchstens Anlaß zu einer folgenden Tagen. Von 104 Uhr bis 12/2 Uhr finft die Zahl Biviltlage vor; sprechen Sie gelegentlich in der Sprechstunde vor. Der Anrufe auf 4150 und steigt bis 24 Uhr auf ein zweites A. N. 60. Soweit ersichtlich, würde eine Klage erfolglos sein. Maximum von 5950 Anrufen stündlich; von da ab nimmt §. W. Gerte. Ihre Anfrage ist bereits in der Nummer vom K. W. P. Der Zulaffung an der Universität liegt kein der Verkehr schnell ab bis auf 500 Anrufe zwischen 7 und 8 Uhr abends und, wie schon erwähnt, 100 An- Hinderniß im Wege. Gesetzliche Hindernisse, eine höhere 14. Juni ausführlich beantwortet. Münster. 1. Die Verrufe stündlich um Mitternacht. Am Sonnabend zeigt die Beamtenstellung zu erlangen, liegen auch nicht vor. Wie aber jährung einer Schuld wird durch ein innerhalb der Verjährungsfrist abgegebenes ausdrückliches Anerkenntniß unterbrochen. Berkehrsturve ein etwas anderes Bild, dadurch verursacht, daß im praktischen Falle entschieden, würde, wissen wir nicht. H. B. 713. Wenn Sie bereits das 45. Lebensjahr über 2. Nach der Vernehmung eines jeden Zeugen soll der Angeklagte in Amerika der Sonnabend Nachmittag als geschäftlicher Feiertag schritten haben, dürfte Sie keine freie Silfskaffe als Mitglied befragt werden, ob er etwas zu erklären habe. Dem Angeklagten gilt wegen der beginnenden Sonntagsruhe. Das Vormittagsschritten maximum wird erst um 11 Uhr erreicht, beläuft sich aber auf aufnehmen. Empfehlen können wir Ihnen die Bentral- Kranken- muß gestattet werden, Fragen an die Beugen zu richten. 8. Wann Lohnbeschlagnahmen zulässig sind, ist ausführlich an den Brief7600 Anrufe im stündlichen Durchschnitt. Am Sonntag tritt ein fasse der Tischler. E. Paul, Tischler, Adalbertstr. 71, Hof I. 2. 97. Machen Sie sofort Anzeige beim städtischen Sta- tasten vom 14. Juni ausgeführt. 2. M. 100. Für die Maximum von nur 350 Anrufen um 10 Uhr vormittags und tistischen Bureau, Poststraße 16. Der Wirth hatte nicht das Frage der Gütergemeinschaft ist das Recht am ersten Wohnsih, nach ein zweites von 375 Anrufen mittags zwischen 12 und Recht und Sie hatten die Pflicht, die Haushaltungslisten bezw. der Heirath maßgebend. In Berlin besteht keine Gütergemeinschaft. Gewerbebogen 2c. auszufüllen. Briefkaffen der Expedition. 1 Uhr ein. Steine zur Spannung von Spinngeweben. Kürzlich bat Herr Philipp in Buenos Aires beobachtet, daß Spinnen zur Spannung ihres Gewebes Steine anwandten. Eine Spinne hatte ihr Netz zwischen zwei Bäumen, die ungefähr 3 Meter von einander entfernt waren, aufgespannt und durch einen Faden, Auf vielseitige Wünsche haben wir Einbanddecken zur Briefkaffen der Redaktion. ir biten bei jeder Anfrage eine Chiffre( wei Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag wird von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft und Rath in Rechtsangelegenheiten ertheilt. C. 1. F. Wenn Sie annehmen, daß Michel Deutsch ein Pseudonym ist, so ist doch Ihre Frage, daß wir Ihnen den angeblichen wirklichen Namen mittheilen sollen, überaus naiv. S. 39. Ohne Einsicht in die Kontratte nicht zu beantworten. Sprechen Sie gelegentlich in der Sprechstunde vor.- P. 2. 1. Kolonialwaaren- Geschäft 1710b schrieben. 2. E. 1000. Der„ Soz. Atad." wird von der Expedition selbstverständlich zum Abonnementspreis abgegeben; Sie haben auch an Ihren Spediteur nicht mehr als den Abonnementspreis zu entrichten. 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Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller- Theater. Die Hochzeitsreise. Ein Diener zweier Herren. Montag: Die Neuvermählten. Ein Diener zweier Herren. Alexanderplatz- Theater. Heinrich Heine. Ein Modell. Montag: Maria Stuart. Untional Theater. Im Irrenhaufe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thenter Unter den Linden. Miß Helyett. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. Ein Abenteuer im Harem. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedr.- Wilhelmstädtischer Park. Großer Ult- Abend. Berlin aműfirt sich. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner Theater.) Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Der Meineidbauer. Abends 8 Uhr: Die Hochzeitsreise, Ein Diener zweier Herrn. Montag: Die Nenvermählten, Ein Diener zweier Herrn. Dienstag: Die Hochzeitsreise. Flattersucht. Mittwoch: Die Nenvermählten. Ein Diener zweier Herren. Naturkunde. 180 000 Dollar- Uhr Volksgarten ausgestellt ,, Passage! Entree 25 Pfg. Am Landes- Ausstellungspark Nur noch bis 7. Juli. ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Deutsches Clubhaus Babstr. 58, Gesundbrunnen Badftr. 58. Jeden Sonntag und Dienstag: Friedrich- Wilhelmstädtischer Leipziger Sänger. Concert- Park 25/26 Chauffeestraße 25/26. Ausverkauftes Garten- Etablissement; noch nicht dagewesen; bei uns aber Thatsache, daher machen wir keine Reklame. Lachkrämpfe! Bombenerfolg! Berlin amüsirt sich. Parodistische Burleske. Nini Diva die Sünde, die pikante Französin. Der Berliner Liebling Edi Blum, ferner 34 Nummern. Entree 30 Pf. Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a Ecke der Jm Saal von 4 Uhr ab Tanz. Anfang 5 Uhr. Entree 25 Pf. Vorzugsbillets im Clubhaus 20 3. Stets wechselndes Programm. ACTIEN- BRAUERT RIEDRICHSHAF Aktien- Brauerei ( ehem. Weimann's Volksgarten) Gesundbrunnen. Badkr. 56. Direktion: Max Samst. Todes- Anzeige. Den Mitgliedern des Soziald. Wahlvereins für den Es ist der Direktion ein einmaliges 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis Auftreten der Original- Texas- Cowboy" Ernst Mulfinger 281/13 Troupe vor ihrer Abreise nach Amerika zur Nachricht, daß unser treues Mitglied gelungen. Szenen aus dem wilden Westen Nord- Amerikas". Die besten Reiter und Lassowerfer der Prairie am Freitag nach langen Leiden ver mit ihren wilden Pferden Backing storben ist. Brouchos. Auftreten der CowboyTroupe um 9 Uhr bei elektrischer Beleuchtung. Vor und nach dem Auftreten der Cowboy- Troupe Gr. Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Wochentags Entree 20 Pf. Entree 30 Pf. Reserv. Pl. 50 Pf. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 24. Juni, nachmittags 6 Uhr, von der Halle des Freireligiösen Friedhofes in der Pappel- Allee aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Friedrichshain Staffenöffnung 3 Uhr. Anfang 4 hr. Ganverein Berliner Bildhauer. ( Königsthor). Heute Sonntag: Grosses MilitärKonzert. Eintritt 10 Pfennig. Kinder frei. Programm unentgeltlich. N eue Welt. Hafenhaide. Sonntag: Feuerwerk. Gr. Concert. Ball. Schadowstr.- Eing. Schadowstr. 14. Worlegte Sonntags- Borstellung der Hente, Sonntag, Eintrittspreis: 50 Pf. Reichhaltige Ausstellung von Land- und Seethieren, wie Affen, Riesenschlangen, Krokodile, Hai- u. Tintenfische, Quallen etc. 48M Donnerstag: Die Hochzeitsreise. Kaufmann's Variété. Flattersucht. Freitag: Zopf und Schwert. Sonnabend: Die Hochzeitsreise. Flattersucht. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Heute zum 7. Male: Im Irrenhause. Sensations- Schauspiel mit Melodramen in 5 Aften und 9 Bildern von H. B. Regie: May Samft. 1. Bild: Zwei Hallunken. 2. Bild: Ein tiefes Geheimniß. 3. Bild: Der Rächer. 4. Bild: Die Geheimnisse des Jrren hauses. 5. Bild: Ein Verräther. 6. Bild: Der Plan des Teufels. 7. Bild: Die Tochter des Verbrechers. 8. Bild: Der Giftmord. 9. Bild: Der Flammentod. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Nachmittags 21/2 Uhr( Anfang präzise): Opern- Vorstellung Der Troubadour. Oper in 4 Atten von Verdi. Königstr., Kolonnaden. Heute Sonntag: Humoristischer Abend der NeumannBliemchen's Leipziger Sänger. Neumann, Wilh. Wolff, Horváth, Gipner, Lemke, Feldow und Ledermann. Anf.1/ 28 Uhr. Entree 50 Pf. Der Floh! ( La Puce.) Poffe von Wilh. Wolff. Stürmischer Beifall. Et is zum piepen! In Szene gefeht vom herzogl. braun Castan's Panoptikum. schweigischen Hofopern- Regisseur Jul. Schwabe. Dirigent: Operutapellmeister Albert Milius. Nationaltheater Garten: 166 Großes Konzert u. Spezialitäten- Vorstellung. Alle 5 Barrisons. Ein Modell. Fernand's Ehekontrakt. Kaffenöffnung 3 Uhr. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf. Reichshallen. Jm prachtvollen Garten ( bei ungünstiger Witterung im Saal): Täglich: Humoristische Soiree der Norddeutschen Quartettu. Couplet- Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Platz 50 Pf. Sonntags: Anfang 7 Uhr. Neu! Der sanfte Heinrich. Der muß Mariaberg. nach Passage- Panopticum. Täglich: Rettung aus Feuersgefahr durch die Feuerwehr Geöffnet bis 10 Uhr abends. neueste Edison's Swunderbare Erfindung: Das Kinetoskop" nahe Friedrichstr. 65, Mohrenstr. Das Bärenweib. Ein Flug durch die Luft! Bestrafte weibliche Eitelkeit. Victoria- Brauerei Lükowẞtraße 111-112 Täglich außer Sonnabends Garten resp. Saal: Soiree der altbeliebten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader.) Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. und Familienbillets für 3 Personen giltig 1 M. ( siehe Plakate). Grossartiges Sonntags- Programm! Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Montag: Viktoria- Brauerei, Anfang 8 Uhr. Elite- Programm! W. Noack's Sommer- Theater, Brunnenstr. 16. Täglich: Concert, Theateru. Spezialitäten- Vorstellung. Die goldene Infel. Ausstattungs- Operette v. Anton Arno. Jeden Sonntag, Montag, Dienstag und Donnerstag Jm Saale: Grosser Ball. Wo speisen Sie? engagirten Spezialitäten. Entree 30 Pf., Kinder 5 Pf. Allgemeine Ausstellung für Sport, Spiel und Turnen. Berlin, Altes Reichstagsgebäude, Leipzigerstraße 4. Heute Eintritt mit interessantem Führerbuch 50 Pf. Kinder unter 10 Jahren 25 Pf. Sonntag und Montag Abend Versammlung Der Radfahrer. Montag Abend Preisvertheilung. Achtung! " Da die Freie Vereinigung der Uniform- und Zivilschneider Berlins vom 1. Juli d. J. sich auflöst, ist infolge dessen eine Liquidations- Kommission gewählt; dieselbe besteht aus den Kollegen Roloff, Zilm, Zisemer und Kant. Alle, die noch eine Forderung vom Verein haben, können sich beim Unterzeichneten melden. Bu gleicher Zeit werden die Zuschneideschul- Utensilien verkauft. Käufer können sich beim Kollegen Zilm, Schüßenstr. 18/19, Restaurant Freigang, melden. 221/14 Den Mitgliedern hiermit zur Nac richt, daß unser treues Mitglied der Holzbildhauer Ernst Mulfinger am 21. Juni vormittags seinem langen und schweren Leiden erlegen ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 24. d. M., nachmittags 6 Uhr, vom Krankenhaus Moabit nach dem Freireligiösen Friedhof, Pappel Allee, statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. J.A.: H. Roloff, Mittenwalderstr.56, III Textilarbeiter Hühneraugen, ( Filiale I Berlin). Versammlung Ballen c. entfernt man schmerzlos, Montag, den 24. Juni, abends 81/2 Uhr, schnell u. radikal nur durch Freund'sche Thilophag- Platten. Zu haben in allen Apotheken und Droguenhandlungen Deutschlands, 12 Stück für 70 Pf. oder bei Feind, Weinstraße 11. Tagesordnung: der Arbeiter früher und jetzt." Ref.: 1. Vortrag über:„ Die Unterhaltungen 2 Stück 15 Pf. fammt Gebrauchsanveis, F. Wilke. 2. Diskussion. 3. Rassen Erfinder und alleiniger Fabrikant. bericht. 4. Verschiedenes. Chemiker Freund in Ungarn. GeneralVertreter für Deutschland J. Lachmann, Berlin O., Holzmarktstr. 36, I Möbel, gebraucht, tauft MöbelSandlung Rosenthaler Straße 13. 17896 Die Mitglieder werden ersucht, in dieser Versammlung recht zahlreich zu ers scheinen. Der Vorstand. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 144. Berufszählung und ArbeitslosenStatistik. Sonntag, den 23. Juni 1895. = 3 12. Jahrg. Vor zwanzig Jahren bereits hat Engels die Nothwendigkeit Wir wollen an dieser Stelle nicht darüber rechten, ob die der Verbindung einer Arbeitslosenstatistit mit der Berufs- und Fragestellung geeignet ist, das Problem der ArbeitslosigGewerbezählung betont, aber erst infolge jahrzehnte feit völlig aufzuhellen. Die Bemerkung aber können wir uns langen Drängens von unten auf, von den Bevölkerungs- nicht verkneifen, daß der Zeitpunkt für eine solche Fragcfreisen heraus, die ein Lebensinteresse Daran haben, stellung gar nicht schlechter gewählt werden konnte, als gerade Es ist ein sehr charakteristisches Zeichen, daß es heut noch daß das Medusenhaupt dem Volke entschleiert sichtbar werde, im Spätfrühling, wo das Baugewerbe sich in vollster Thätigkeit ein Fachmann der Statistik für nothwendig hält, in einer haben sich die regierenden Gewalten in diesem Jahre zum ersten befindet, wo die Binnenschifffahrt und die damit verknüpften Geſtatiſtiſchen Zeitschrift") die Nothwendigkeit einer allgemeinen Male entschlossen, den Versuch einer Arbeitslosenstatistik zu werbe Hochsaison haben und wo die Landwirthschaft und hundert Arbeitslosen- Statistik auseinanderzusetzen, und daß er 5 Seiten großen Formates mit Gründen füllen muß, um die leitenden wagen. Mit welchem Widerstreben aber, das zeigen zur genüge andere Gewerbe mit fieberhafter Haft auf Wintervorrath arbeiten, Kreise von der Wichtigkeit einer solchen Statistik zu überzeugen. bei dem das statistische Gewissen mit der instinktiven Vorliebe für die die langathmigen, frömmelnden Auseinandersetzungen Böhmert's, um im Winter zu paufiren. Während die Arbeitslosen- Statistik sicheres Material zur Was uns als durchaus selbstverständlich erscheint, weil es fapitalfräftige Bourgeoisie beständig in innerer Fehde lag. Wenn es Lösung des wichtigsten Problems der ganzen sozialen Frage geradezu die Vorbedingung für eine Regelung der wirthschaft- anders wäre, hätte Herr Böhmert gewiß die Seitenhiebe auf die liefern sollte, wird durch eine solche Sommerstatistik uns sicheres lichen Verhältnisse im allgemeinen, für jede sozialpolitische Maßnahme im besonderen ist, erscheint den leitenden Kreisen von Arbeitern unternommenen Versuche einer Arbeitslosenstatistik Material geliefert, um unseren Genossen im Rothen Hause einen als völlig neuer Gedanke, mit dem sie sich in ihrer bureau- unterlassen. So aber konnte er sich die hämische Bemerkung Strick zu drehen, wenn sie für Nothstandsarbeiten im Winter nicht verkneifen, daß ganz abgesehen von der Belästigung des eintreten,- wir hören ordentlich schon die fatten Stimmen der fratischen Verknöcherung nur schwer auszuföhnen vermögen. und anderen Aktionäre in unserer StadtEs ist ja auch viel leichter und bequemer, mit dem Hinweis bebung der Arbeitslosen jedenfalls.... ganz unvollständig vertretung. Publikums(!) eine von Arbeitern allein unternommene Gr- PferdebahnWir behaupten nicht, daß eine solche Verauf die Arbeitsnachweisstellen, auf die Verpflegungsstationen, die hebung der Arbeitslosen jedenfalls und falsch werden würde. Mehr als die Hälfte schleierung der wirklichen Verhältnisse in Der Absicht Armenunterstützungen- und die Arbeitshäuser die Thatsache Berufszählung gelegen entsetzlicher Noth infolge von Arbeitslosigkeit zu leugnen; die der Bevölkerung(!), vor allem auch die besonders betheiligten der Initiatoren der diesjährigen Unternehmer und Arbeitgeber würden jede Antwort verweigern habe; doch diese Wirkung wird sich nun einmal nicht Arbeitslosen fchlechtweg mit den Deklassirten der Landund mißtrauisch gegen die Fragenden sein" 2c. verhüten lassen, sozialpolitisch und zur Verstraße als Faullenzer und berufsmäßige Tagediebe in Immerhin muß aber Böhmert zugeben, daß durch Arbeits- werthung für die soziale Pragis find die einen Topf zu werfen, als durch regelmäßige und gründlosen- Statistiken, wie sie von Arbeitern aufgenommen werden, Resultate der Arbeitslosenstatistik vom Juni liche Arbeitslosenstatistiken der kapitalistischen Gesellschaft das Eingeständniß abzuzwingen, daß diese der chronischen Arbeits- sehr bemerkenswerthe Resultate gezeitigt werden, sitirt er für sich allein völlig werthlos. Mit dieser Be doch ausführlich die die vom Labor Departement, dessen hauptung befinden wir uns in guter Gesellschaft, denn kein ge losigkeit völlig ohnmächtig gegenübersteht, daß die Arbeitslosigkeit großer Massen des Boltes geradezu die Angel der kapitalistischen Borsteher der frühere Gewertschaftssekretär John Burnet ringerer als der bekannte Statistiker Prof. Dr. Kasse hat im 1887„ Sozialpolitischen Zentralblatt" 1895 Nr. 18 flipp und flar ausist ermittelten Zahlen, daß in der Zeit von Produktionsweise ist. Ein solches erzwungenes Geständniß wäre bis 1890, das ist in einer Periode großen Ausschwunges der gesprochen, daß der gewählte Zeitpunkt so ziemlich der ungünstigste im doppelt fatal in einer Zeit, wo man für Ordnung, Sitte und englischen Volkswirthschaft, die Zahl der Arbeitslosen unter ganzen Jahre sei.„ Ja wenn dieses am 1. Dezember 1895 oder am Moral tämpft, weil dadurch die ganze Unordnung etwa 250 000 Mitgliedern von 20 englischen Gewerkvereinen im 14. Februar durch eine anderweitige Erhebung sein Gegenbild und Unmoral der bürgerlichen Gesellschaft mit einem Jahresdurchschnitt der Jahre 1887: 8,43 pCt., 1888: 5,2 pet, finden könnte, dann ließe sich über den Vorschlag reden!" rust Schlage an das Tageslicht gezogen würde, weil da1889: 2,23 Ct., 1890: 2,02 pt. betragen habe und daß seit Hasse aus. In der That könnte man sich trotz der Mängel be durch auch dem Rückständigsten klar gemacht würde, wie 1891 die Zahl der Arbeitslosen nicht unerheblich gestiegen sei. fagter Fragestellung kein besseres Material wünschen, als wenn die ganze Gesellschaft von Kapitals Gnaden durch Zuchthäuser Ferner muß Böhmert zugeben, daß die deutschen Arbeiter mit im Anschluß der jedenfalls am 1. Dezember diefes und Bordelle gestützt wird, in denen diejenigen Unterkunft finden, die die Arbeitslosigkeit, die Noth und das Elend zum Diebstahl echt bemüht seien die Zahl der unbeschäftigten Personen zu Jahres flattfindenden Volkszählung diese Fragen ermitteln so wäre wohl der große Buchdruckerstreit vom mals wiederholt würden. Dann hätte man das unund zur Prostitution gezwungen hat. Winter 1891/92 nicht unternommen worden, wenn die that mittelbar verivendbare Material der Berufszählung und Für gewisse Kreise und dazu gehören sowohl die Praktiker des Kapitalismus, die Stumm und Genoffen als auch Pratiter des Kapitalismus, die Stumm und Genossen als auch fächlichen Verhältnisse über den Umfang der Reservearmee durch gewänne ein Urtheil sowohl über die regelmäßige Arbeitsfeine philosophischen und theologischen Bannerträger: die eine genaue Berufs- und Arbeiterstatistik genügend aufgestellt losigkeit innerhalb bestimmter Saisongewerbe, und mehr noch, Hartmann und Nietzsche als Philosophen des Unbewußten und Sozialpolitikers kann sich nicht verleugnen und Böhmert liefert die Verschiebung in der Arbeitsgelegenheit überhaupt. Hartmann und Nieksche als Philosophen des Unbewußten und gewesen wären.- Aber die Zweifcelennatur des bürgerlichen man gewänne ein Material über den Einfluß der Jahreszeit auf des übermenschlichen Ichs, die Schall und Stöcker als Weib ein klassisches Beispiel davon, wenn er mit den Worten abge- Winter mit seinen mannigfachen gesteigerten Lebensansprüchen an bischöfe des alleinfeligmachenden Kapitals- für diese Kreiſe iſt es eine vollständig feststehende Thatsache, daß die Arbeitslosigkeit fehen davon, daß sehr viele Personen mit Absicht arbeits die Arbeiterfamilie ist die kritische Zeit für die ganze Proletarier Io teine Konsequenz der gegenwärtigen Wirthschaftsordnung sei, os sind und auch einmal Ferien machen wollen, oder das Herum existenz. wandern und Herumbetteln im Lande aus geschäftlichen Rüdsichten, Durch die Arbeitslosigkeit im Winter werden die unheilbaren sondern nur in den persönlichen Qualitäten der Arbeitslosen aus Neigung, Wanderlust und Gewohnheit betreiben..." sich Wunden geschlagen, die der Sommer kaum wieder zu heilen vermag. habe, der man also nur durch Zwang zur Arbeit, Bernichtung auf den Standpunkt derer stellt, die in den Berliner Maurern Das große Sterben im Winter infolge mangelhafter Ernährung, der Koalitionsfreiheit, durch Gebet und Fasten zu Leibe gehen Champagner schlürfende und Austern schleckende Schlemmer infolge der ungeheizten Wohnungen; der Rückgang in den mafönne. Für solche Leute ist eine Arbeitslosenstatistik vielleicht erblicken' teriellen Verhältnissen der Arbeiter, die Zunahme der fliktuirenden überhaupt jede Statistit? von vornherein überflüssig, denn Nicht weil wir in Herrn Böhmert eine besonders beachtens Prostitution, dies alles fände seine zureichende Erklärung durch viel leichter läßt es sich doch mit Bibelsprüchen als mit brutalen Thatsachen argumentiren! Dazu kommt noch werthe Persönlichkeit erblicken, sondern weil er einen Typus dar- eine Arbeitslosen- Statistik im Winter. Wenn nicht der Vorwurf die Belästigung der Gutgesinnten" durch solche statistische Erstellt, find wir näher auf seine Auslassungen eingegangen; der erhoben werden soll, daß absichtlich die sozialen Zu hebungen und daß diese der Verhetzung durch die Sozialdemo- Böhmert's giebt es gar viele in den verschiedensten Verwaltungsstände des Proletariats verschleiert werden zweigen und nicht blos im hellen Sachsen! Aber trotz aller sollen, so bleibt gar kein anderer Ausweg übrig, als in Verfratie nur neues Material liefern. Man darf nur an die Statistik Böhmert's hat sich die Ueberzeugung von der Mothwendigkeit bindung mit der allgemeinen Volkszählung und zwar in der denken, die im letzten Winter im städtischen Asyl für im städtischen Asyl für einer Arbeitslosen- Statistit doch allmälig Bahn gebrochen. Und Beit vom 1. Januar bis Mitte Februar eine Arbeitslosen- Statistik Obdachlose durch Hintermänner des Berliner Tageblattes" veranstaltet worden war, und durch die bewiesen mehr dem 3wang gehorchend als dem eigenen Triebe hat man vorzunehmen. Hier ist Rhodus, hier springe. werden sollte, daß„ Landfremde nur Polen und Franzosen" den sich bei der Berufszählung vom 14. Juni 1895 doch entschlossen, Stamm der Arbeitslofen bilden, um sofort zu erkennen, welcher folgende Rubrik in den Zählbogen mit aufzunehmen: Geist in diesen Kreisen herrscht, wie unbequem ihnen eine nach wissenschaftlichen Grundsätzen durchgeführte Arbeitslosenstatistik fein muß. Da diese Kreise aber die allein maßgebenden sind, und nach Herrn Bötticher's eigenen Worten die Regierungen uur deren Geschäfte besorgen, so kann es nicht wundernehmen, daß bei unserer ruhmreichen Sozialstatistik nicht mit der ArbeitsTosenfrage begonnen, der Esel vielmehr am Schwanze aufgezäumt wurde. M *) Dr. Viktor Böhmert. Zur Statistik der ArbeitsTofigkeit, der Arbeitsvermittelung und der Arbeitslosen Ver sicherung. Zeitschrift des königl. sächsischen stat. Bureaus 1894. 3. und 4. Heft. Sonntagsplauderet. Für männliche und weibliche Arbeiter, Dienfiboten, Gesellen und sonstige Arbeitnehmer, auch für Hausindustrielle und Heimarbeiter, mit Ausschluß der dauernd völlig Erwerbsunfähigen. Db gegenwärtig in Arbeit ( in Stellung) Ja oder Nein 15 Wenn Nein feit wie viel Tagen außer Arbeit ( Stellung) 16 ob außer Arbeit ( Stellung) wegen vorübergehender Arbeitsunfähigkeit Ja oder Nein 17 Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. noch Der Der Arbeiter Faßbender, welcher vom 15. September 1893 bis zum 25. Mai 1895 beim Mosirichfabrikanten Schmidt be schäftigt war, gerieth mit diesem am letzteren Tage in einen heftigen Streit, der schließlich zu einer kleinen Stazbalgerei ausartete und mit der Entlassung Faßbenders endete. Die Geschichte hatte dann auf dem Gewerbegericht das übliche Nachspiel einer Jeder der beiden Gegner behauptete, Entschädigungstlage. vom anderen zuerst beleidigt und angefaßt zu sein, und sich nur zur Wehre gesetzt zu haben. Der Kläger unterbreitete dem Gericht das Zeugniß, welches ihm der Beklagte ausgestellt. Darin stand zu lesen, daß Kläger ihm unter dem Jauchzen der immer schanluftigen Menge, hielten zu Dichtern geworden find, bringen großartige Berichte über die Fürstlichkeiten von 1895, die zur Einweihung den entzücken den Verlauf der Alsterbeleuchtung und offens des Nord- Ostsee kanals nach Kiel reisten, baren überhaupt eine Farbenglut der Schilderung, die Im Jahre des Unheils 1892 war es, daß in den ihren prangenden Einzug. Auch war der gebildete merkwürdig absticht von der decenten Zurückhaltung, mit Gassen der altehrwürdigen Handelsstadt Hamburg ein Besitz nicht mit Entsetzen in die Bäder eut der sie soziale Mißstände zu behandeln pflegen. Trotzdem mächtiger fremdländischer Fürst seinen Einzug hielt. In flohen, sondern ließ durch berufene Vertreter glück fommen gewisse Erscheinungen, die uns überaus charakteristisch aller Stille war er, gleichsam ein pseudonymer König, in strahlende Reden halten und zeigte Reden halten und zeigte denen, die es dünken, nicht zu ihrem Recht, so z. B. die hätig der Bevölkerung aufgetaucht und niemand unter den Taufen- noch nicht wußten, wie gut deutsche Republikaner sich mit keit der Polizei. Es ist nicht hübsch, eine so ver den, die arglos ihrer Arbeit nachgingen, ahnte, welch ein deutschen Fürsten verstehen. diente und für die bürgerliche Gesellschaft so unentbehrliche furchtbarer Herrscher innerhalb der Thore weilte. Als er aber Das Proletariat stand bei diesem Fest mit gleichgiltigem Jnstitution gewissermaßen todtzuschweigen. Und es ist nicht anfing, sich in seiner neuen Residenz heimisch zu fühlen und und resignirtem Schiveigen abseits und mancher mochte einmal nothwendig! Wir sind an die Allgegenwart der Polizei sein schreckliches Regiment entfaltete, legte sich eine bange wohl im stillen darüber nachdenken, warum in dieser sonder in Preußen- Deutschland so gewöhnt, daß es uns vielmehr bes Stille über die sonst so rege Stadt und das Leben der derbaren Welt der eine immer nur dann in Mitleidenschaft fremden würde, wenn sie den loyalen Wonnetaumel nicht Bürger wurde ein Athemholen unter Henkershand. gezogen wird, wenn Noth und Seuchen durch die Gassen mit ihren scharfen Augen bewachte. Und dann unterschätzt vor Selbst das luftige St. Pauli, wo sonst in hellen Sommer- gehen, während der andere stets au rauschenden Festen allem die bürgerliche Presse ihre eigene Thätigkeit! Diejenigen nächten allerlei loses Volk ein vagabondirendes Leben hervorragenden Antheil nehmen darf. unter ihren Abonnenten, die während des telegraphischen treibt, fing an fing an zu veröden, der Frohsinn starb Solide Einfachheit war eine Tugend der alten römischen Schnellfeuers der letzten Woche ihren Verstand nicht verloren auf den Gesichtern, und in allen Straßen der Stadt konnte Republikaner, von der sich die modernen deutschen bei ge- haben, haben von vornherein feinen gehabt und waren daher man unheimlichen Leichenzügen begegnen. Der neue Fürst, wissen Gelegenheiten mit großem Geschick zu emanzipiren auch nicht in der Lage, die gefährliche Thätigkeit des Denkens der in der plötzlich so unbehaglich gewordenen Hansa- wissen. Glänzendere Feste als diejenigen der Ham- ausüben zu können. stadt seine Geißel schwang, war ein asiatischer burger Fürstentage fann auch die Phantasie eines Ich bitte um Verzeihung, wenn ich jetzt die bürger Despot und sein Name- Cholera flog bald Würdenträgers vont Byzanz nicht ersinnen, um lichen Abgeordneten, die durch ihre Anwesenheit die Feier wie ein Schreckensruf durch die Gauen des deutschen Landes. seinem gnädigen Herrn ein huldvolles Lächeln abzunöthigen. und sich selbst verherrlichten, mit der Polizei in einem Wer in jenen Herrschertagen der Cholera in der König- In der Binnenalster wurde eine kostbare Theaterinsel er- Athem nenne. Nichts liegt mir ferner, als dadurch einen straße in Altona wohnte, oder in einer anderen, die baut, deren erhabener Daseinszweck darin bestand, Vergleich oder wohl gar eine Gleichstellung zum einem Hauptbahnhof zuführte, genoß den erhebenden An- die vornehmen Gäste während des Kaffeetrinkens Ausdruck zu bringen. Die Beamten der Polizei blick, elegante Equipagen in ungewöhnlicher Anzahl an auf ihrem begnadeten Rücken zu tragen, um sich danach leisteten bei der Feier eine faure Arbeit und gingen feinem Fenster vorüberrollen zu sehen. Der gebildete Besitz floh wieder gehorsamst in ihre Elemente aufzulösen. Viele auf Kommando; die bürgerlichen Abgeordneten leisteten, mit Weib und Kind und Dienerschaft aus dem Bereich des Menschen allerdings halten solche Bauten, die keinen was sie gewöhnlich leisten, nämlich nichts, und gingen asiatischen Despoten und überließ gerne der ungebildeten praktischen und keinen künstlerischen Werth haben, ja freiwillig. Das ist ihr Ruhm, ihr Adelsbrief ihre Würde, Armuth das Privilegium, den traurigen Todesfürften durch nicht einmal eine künstlerische Ilusion hervorrufen, und das unterscheidet sie glorreich ihre Anwesenheit zu„ ver herrlichen". In den dumpfen Beim besten Falle für recht überflüssige Zirkuskunststücke, deren von allen, die unter dem Zwang des Amtes oder hausungen der Gänge und Höfe wüthete damals der Schrecken am Stultus man in Hamburg getrost dem mecklenburgischen der sozialen Verhältnisse an der Feier theilnahmen, das cr stärksten und noch lange, nachdem der fremde Gaft die Hofrath Pollini überlassen könnte, der erwiesenermaßen hebt ihr Handeln in die Sphäre der Freiheit, das macht sie zu Stadt verlassen hatte, litten die Arbeiter Hamburgs in für dieses Kunstgenre" eine ausgesprochene Begabung Statiften aus Ueberzeugung. Wer einmal bei einer Hofschwerer Arbeitslosigkeit unter den Folgen seiner Ver- besitzt. festlichkeit hinter dem Strick stehen durfte, scheint diese Stellung heerungen. Das Proletariat wurde am härtesten von der Hamburger Patrizier aber sind anderer Meinung wenigstens wenn er bürgerlicher Abgeordneter ist despotischen Geißel getroffen, das Proletariat war in seiner und glauben wahrscheinlich, daß möglichst große und nicht mehr vermissen zu können, selbst wenn er darum so ganzen Masse und im schrecklichsten Sinne des Worts an möglichst sinnlose Geldausgaben ein Zeichen besonderer unterthänig flehen müßte, wie gewisse Bierfüßler in einein der Anwesenheit dieses Fürsten betheiligt. Vornehmheit seien- ein Gedankengang, den man ja auch Heine'schen Gedicht um einen Fußtritt. Sehr mit Unrecht Drei furze Jahre sind vergangen, in denen die Wunden bei anderen Parvenus nicht eben selten antrifft. Einige hat man darüber gewißelt, daß einzelne Abgeordnete aus jener Zeit noch nicht alle verharschen konnten, und auch für das Proletariat nicht uninteressante Erscheinungen sich von einem Diener haben begleiten lassen. Ohne Zweifel wiederum hat Hamburg in seinen Mauern mächtige Ge- hat diese Geistesrichtung aber trotzdem gezeitigt. Wer es haben sie erreichen wollen, daß bei der Feier wenigstens bieter beherbergt. Diesmal aber war es nicht ein trauriges noch nicht wußte, weiß jetzt, daß man selbst an eine Person zugegen sei, die cine niedrigere Charge als Sterben, sondern ein herrliches Leben voller Trubel und fürstlichen Tafeln nicht mehr als 75 M. gebraucht, um sich sie selbst bekleidete, und man sollte diese leyte Regung ihrer Feste, das seinen Einzug hielt. Und nicht heimlich über Nacht, ein einziges Mal satt zu essen. Bürgerliche Blätter, Manneswürde schonend ehren. sondern unter dem Fanfarenklang der Presse und deren Berichterstatter durch die gute Behandlung über Nacht Versammlungen. ins Gesicht geschlagen habe und daß denselben einzig und allein erhielt, so daß er zurüctaumelte. Dann wurde er erst abgeführt. fein großer Mund" auszeichne. Als Entlassungsgrund war Besonders zu bemerken ist, daß nun von seiten der Polizisten Frechheit" angegeben. Auf grund der Beweisaufnahme gewann feine Anzeige erfolgte. Neizel und Bauda machten erst Anzeige das Gericht die Ueberzeugung, daß das Betragen des Klägers von der Sache, als sie gehört hatten, daß sie selbst von Schmidt Für die Arbeiter- Bildungsschule wurde am Freitag in dasjenige gewesen sei, welches schärfer wie das des Beklagten zu und Seefeld wegen Körperverletzung beim Staatsanwalt an- Hente's Saal eine Agitations Versammlung abgehalten. verurtheilen war, und daß es deshalb die Entlassung recht gezeigt seien. Dr. Heymann sprach in einem anregend gehaltenen Vortrage fertigte. Demnach wurde der Beklagte zur Zahlung der Ent- Die vorstehende Darstellung der Vorfälle wurde durch die über: Das Baden in gesunden und kranken Tagen. Der Vorschädigung verurtheilt, weil das exorbitante Zeugniß dem Kläger Aussagen der Zeugen vollinhaltlich bestätigt. Der tragende streifte am Schlusse der Rede die in Berlin bestehenden die Möglichkeit genommen habe, während der fraglichen Zeit Schutzmann Reinhold wurde nicht vereidigt, da er der Mit- Boltsbadeanstalten. Das Brausebad, das dort verabreicht wird, andere Arbeit zu finden. thäterschaft verdächtig erscheine. Herr Polizeikommissar Stürmer, ist vortrefflich geeignet, schnell und billig eine größere Anzahl Der Konditor H. hatte eines Tages vor Gericht als Zeuge welcher vorgeladen war, um ein Zeumundszeugniß über den An von Menschen zu gleicher Zeit zu reinigen und zu erfrischen. Um zu erscheinen, von welchem Umstande er den Wertführer des geklagten auszustellen, erklärte, in dem Polizeirevier am schwarzen den hohen gesundheitlichen Werth des Bades voll und ganz würChokoladenfabrikanten, bei welchem er in Arbeit stand, vorher Damm müßten die Schuhleute besonders energisch sein, um dem digen zu können, empfehle es sich einen Kursus in der voltsthüm benachrichtigte. Sein Chef erblickte darin ein unbefugtes Ver- dortigen Publikum mit Erfolg entgegentreten zu können.(!) Erlichen Medizin mitzunehmen, wie ihn das Institut der Arbeiterlaffen der Arbeit, daß H. sich nicht bei ihm die Erlaubniß zum stellte den beiden das Bengniß aus, daß sie in dieser Beziehung Bildungsschule biete.( Beifall.) Jeden Montag von 8½½ Uhr abends werden, wie der Vorsitzende bekannt machte, in der Fortbleiben aus der Fabrik zwecks Wahrnehmung des Termins ein- besonders tüchtige Beamte seien. holte. Das Gewerbegericht, bei dem der darob entlassene H. eine Der Staatsanwalt nahm den Inhalt der Anklage als er- Waldemarstr. 14 derartige Kurse abgehalten. Entschädigungsklage anhängig machte, war aber anderer Meinung. wiesen an und beantragte die Verurtheilung des Angeklagten Der Verband aller in Holzbearbeitungs- Fabriken und Der Beklagte wurde unter der Begründung verurtheilt, es Neigel wegen Körperverlegung in drei und des Angeklagten genüge vollkommen, wenn der Arbeiter seinem direkten Bor Bauda wegen Körperverlegung in zwei Fällen. Den Aussagen auf Holzplägen Beschäftigten hielt am 18. Juni eine leider gesetzten, dem Wertführer, davon Mittheilung mache, daß er als der Zeugen, besonders der beiden Verletzten, sei voller Glaube nur schwach besuchte Versammlung ab. Es wird deshalb von Zeuge einen Termin wahrzunehmen habe. beizumeffen. Auch die nicht unter dem Eide gemachten Aus- dem Mitgliede Franz die Lässigkeit der Mitglieder einer sagen des Echuhmanns Reinhold feien feineswegs geeignet, scharfen Verurtheilung unterzogen. Vom 21. d. M. befindet sich Der Badeanstalts- Besitzer Münsel hatte in seiner Haus- feine Kollegen zu entlasten.. Da es sich hier gerade um der Arbeitsnachweis und das Verkehrslokal des Vereins bei ordnung die Bestimmung, er werde Beschwerden der Bade- Beamte handle, die doch zum Schuße des Publikums Herrn Rehliz, Bergstr. 12. In demselben Lokale werden auch gäste über das bedienende Personal nach vorheriger Untersuchung da feien, so sei auch die Zubilligung mildernder Um- fünftig die Versammlungen abgehalten. mit der Entlassung des Echuldigen, ahnden. Hierauf bestände keineswegs am Blage. Er beantrage gegen Neigel rief sich Münsel gegenüber einer Entschädigungsklage, welche der zehn Monate Gefängniß und gegen Bauda fünf Monate Ge- Arbeiter- Bildungsvereins erstattete zunächst der Vorstand Bericht, Friedrichshagen. In der Generalversammlung des hiesigen Babediener B. wegen unberechtigter Entlassung gegen ihn an fängniß, sowie gegen beide Echußleute den Verlust der Be- aus welchem hervorzuheben ist, daß der Verein auch im letzten gestrengt hatte. Das Gewerbegericht sprach sich dahin aus, daß fähigung zur Bekleidung öffentlicher Aemter auf drei Jahre. halben Jahr Fortschritte gemacht. Die Mitgliederzahl hat sich jene Bestimmung dem§ 122 der Gewerbe- Ordnung widerspreche Das Urtheil lautete anders. Der Gerichtshof nahm mit gehoben, es find in jeder Versammlung, die allmonatlich und darum Rechtsgiltigkeit nicht befize. Statt der vierzehn- dem Staatsanwalt alle von uns wiedergegebenen Einzelheiten am ersten Sonnabend nach dem 15. stattfinden, gute Vorträge tägigen Kündigungsfrist fönne wohl eine andere vereinbart oder als erwiesen an. Die Aussagen des Polizeikommissars Stürmer, gehalten und waren die Versammlungen durchweg gut die Kündigungsfrist überhaupt ausgeschlossen werden, die Auf daß die Angeklagten tüchtige Beamte seien, wiege aber so schwer, besucht. Der vom 1. November 1894 bis 25. April 1895 Lösungsbedingungen für das Arbeitsverhältniß müßten aber nach daß ihnen mildernde Umstände zuzubilligen seien. Das Urtheil stattfindende Unterricht ward, wenn auch nicht wie wünschen3Vorschrift des§ 122 für beide Parteien immer gleich sein. Nicht lautete deshalb gegen Meißel auf 150 Mart und gegen Banda werth, so aber doch befriedigend in Anspruch genommen. Ebenzulässig sei es, den acht Gründen der Gewerbe- Ordnung(§ 123), auf 100 Mart Geldstrafe. falls wurde die Bibliothek rege benutzt. Der Kaffenbericht weist welche zur fofortigen Entlassung berechtigen, noch einige in der Das Publikum, so schreibt die„ Stettiner Abendztg.", der eine Einnahme von 231,56 M. auf, dem steht eine Ausgabe von Arbeitsordnung hinzuzufügen, die eine einseitige Lösung des Ar- wir den vorstehenden Bericht entnehmen, nahm die Verkündigung 160,35 m. gegenüber, so daß ein Bestand von 71,21 m. verbeitsverhältnisses zum Zwecke haben, des Urtheils mit stillschweigender Verblüffung hin. Wir unserer bleibt. Aus der Neuwahl des Vorstandes gingen als 1. Vor Besonders angenehme Wohnungsverhältnisse scheinen feits gönnen jedem Angeklagten die zubilligung mildernder Um- sigender: Karossath, 2.: Hillmann, 1. Kassirer: Paat, 2.: Rose, in der zu Charlottenburg gehörigen Kantstraße und ihrer stände, wenn er sie verdient. In diesem Falle wird man aber 1. Schriftführer: Gregor, 2.: Schröder, Beisitzer: Schmidt, nächsten Umgebung nicht zu bestehen, wenn man einem Gut bas Urtheil einlegt, schon um des Eindrucks willen, welches dieses wählt: Grau, Fenz und Wartmann. wohl allgemein erwarten, daß der Staatsanwalt Revision gegen Richter, Heyfelder hervor.. Zu Revisoren wurden ge achten folgen will, welches der Charlottenburger Stadt- Physikus in der gesammten Bürgerschaft hervorrufen muß. Beschlossen wird, Dr. Klein gestern vor der zweiten Straffammer am Landdas Einschreibegeld gänzlich fallen zu lassen, um somit gericht II abgab. Der Schlossermeister Peters hatte das Haus Reichs- Versicherungsamt. Die Frage, ob eine Ent- auch den wirthschaftlich am schlechtgestellten beim Eintritt Rantstr. 114 im Frühjahr 1893 an den Tapezirer Bautz für schädigungspflicht der Fuhrwerks Berufsgenossenschaft deshalb in den Verein nichts in den Weg zu legen. Es wird somit 161 000 Mart verkauft. Fast ein Jahr später bemerkte der neue nicht bestehe, weil der Verunglückte wohl im Auftrage feines nur der monatliche Beitrag von 20 Pf. erhoben. Des weiteren Besizer, daß der Schwamm im Hause saß und seine Freunde be- Arbeitgebers, aber im Betriebe eines anderen zur Zeit des Un- wird beschlossen, dem Vorstand die Befugniß zu geben, 3 Hilfs trieben nun die Denunziation wegen Betruges gegen Peters, weil falls thätig war, hatte das Rekursgericht in der Klagesache des fassirer oder Beitragssammler zu ernennen. dieser schon vor dem Verkauf gewußt haben sollte, daß der Fuhrknechts Peter gegen die genannte Genossenschaft zu entSchwamm im Hause säße. Dieser lettere Umstand ließ sich aber scheiden. Peter wurde am 17. Dezember 1893 von seinem ArbeitBerichtigung. In dem Berichte über die am 10. Juni nicht erweisen und Peters mußte freigesprochen werden. In der geber, dem Frachtfuhrmann Wedig in Frankenthal, beauftragt, abgehaltene Bereinsversammlung der Stuckateure( Nr. 138 des Sache wurde nun Stadt Physitus Dr. Klein als Gutachter fich in den Stall des Fuhrmanns Rothenbach zu begeben und diesem Vorwärts") ist die Behauptung enthalten, ich hätte dem Kollegen vernommen. Der Sachverständige fagte aus, daß er im dabei zu helfen, seinem franken Pferde eine vom Thierarzt ver- tienhöfer 5 pet. von seinem Lohn abziehen wollen und habe amtlichen Auftrage die gesundheitlichen Zustände des fraglichen ordnete Medizin einzuschütten. Während der Vorrichtung fiel derselbe darum sofort die Arbeit niedergelegt. Ich erkläre diefe Hauses untersucht habe. Er habe darin den trockenen Schwamm das Pferd plößlich zu Boden, wobei Peter derart an die Wand Behauptung für eine Unwahrbeit. Thatsache ist vielmehr, daß gefunden, der die Wohnungen ekelhaft und unbewohnbar mache. gedrückt wurde, daß er den linken Unterschenkel brach. Den An- Kienhöfer den Bau auf Aufforderung des Baumeisters Herrn Die Bewohner solcher Wohnungen erwachen mit belegter Zunge spruch auf eine Unfallrente lehnte die Berufsgenossenschaft mit Ma a ß hin verlassen mußte, weil er sich gelegentlich einer kleinen Iam Morgen, fie verspüren oft während des ganzen Tages Uebel- der Begründung ab, daß sich der Unfall nicht in einem gewerbs- Auseinandersetzung, welche die Arbeit im Bau betraf, mir gegen feit und Appetitlosigkeit. An dem Vorkommen des Echwammes mäßigen, versicherungspflichtigen Fuhrwerksbetriebe ereignet habe, über und den anderen Kollegen zu Drohungen und Thätlichkeiten sei die Geschwindigkeit schuld, mit der in der Gegend und ganz da als solcher der Betrieb des Fuhrmannes Rothenbach nicht hinreißen ließ. Der Abzug von 5 pCt. des Verdienstes, mit dem besonders in der Kantstraße gebaut worden sei und noch gebaut angesehen werden könne, und daß sich die Thätigkeit, bei welcher sich jeder und auch Kienhöfer vor Aufnahme der Arbeit einwerde. Jede Woche werde eine Etage hochgeführt, die Trocken- Kläger verletzt wurde, nur als eine Dienstbotenarbeit auffassen verstanden erklärte, erfolgt zur Bestreitung baarer Auslagen. Ein fristen seien wirklich so kurz als möglich bemessen. Eeit No- laffe. Die Berufung beim Echiedsgericht hatte den ge- etwaiger Ueberschuß wird bei Beendigung der Arbeit gleion= vember, wo er in sein Amt berufen worden sei, habe er in der wünschten Erfolg, die beklagte Genossenschaft wurde verurtheilt. mäßig vertheilt, somit ist jeder persönliche Vortheil für mich Sebastian Stehle, Studateur, Kantstraße und nächster Umgebung in fünfzig Fällen Wohnungen Das Gericht theilte nicht die Auffassung der Genossenschaft, daß ausgeschlossen. Bülow str. 102. des Schwammes wegen für unbewohnbar erklären müssen, ganz nur der Rothenbach'sche Betrieb in Frage komme; es war vielabgesehen von Kellern, Läden und daranstoßenden Wohnräumen. mehr der Meinung, der Kläger sei während jener Hilfeleistung Unterstühungsbund der Rutscher und Arbeiter Berlins und Ume Bekanntlich existiren derartige gemeingefährliche Wohnungs- nicht aus dem Betriebe seines Arbeitgebers heraus und in den gegend. Deffentliche Bersammlung am Sonntag, nachmittags 4 Uhr, bet verhältnisse nicht nur in der Kantstraße und ihrer nächsten Um- des Rothenbach eingetreten gewesen. Der Rekurs, den der Ver- Wilte, Andreasstr. 26. Versammlungen des deutschen Schneider- und Schneiderinnengebung. treter des Klägers und Rekursbeklagten eingehend beantwortet Verbandes finden statt: Montag, den 24. Junt, abends 8 Uhr, in Cohn's amt nahm an, daß Peter bei der fraglichen Thätigkeit nicht dem bet Keller, Koppenstr. 29, und für den Westen bei Keßner, Grunewaldstr. 110. hatte, wurde zurückgewiesen. Das Reichs- Versicherungs- Festsälen, Beuthstr. 22, 1 r., und Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße 35; Dienstag, den 25. Juni, in Moabit bet Lange, Stromstr. 28; Betriebe des Rothenbach angehörte, sondern im Dienst und Be- Am Donnerstag, den 27. Junt, findet in Rigdorf bei Silpert, Karlsgartentriebe des Wedig geblieben war, in dessen Auftrage er dem und Hermannstraßen- Ede, eine Werkſtatt- und Geschäftsbelegirten- Sigung ersteren half. en det. in = statt. Alles weitere ersehen die Kollegen und Kolleginnen aus der Annonce in heutiger Nummer. Sterbekaffe von Arbeitern der Berliner Maschinenbau- Aktien gesellschaft. Heute zahltag Acerfir. 123 bei Marten und Stallschreiberstr. 53 bei Witte. Samariterkursus der Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den und Uebungsstunde unter Leitung des Herrn Dr. Christeller. Bügler und Mäntelnäherinnen Riedorfs. Bezirksversammlung des Verbandes der Damenkonfektions Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den 24 Juni, bei Hilpert, Karlsgartenstr. 1. 24. Juni, abends 8% Uhr, bei Bolz, Alte Jafobfir. 75 im Tunnel. Bortrag Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, 10-12 Uhr: Nord- Schule, Müllerstr. 179a: Lettüre( unentgeltlich). Südoft- Schule, Waldemarfir. 14: Bettüre( unentgeltlich). ftraße 15a, Schelhose's Gambrinus. bei 8utunft I, Stegliz, horn Bruderherz, Krautstr. 6, bei Nudolf. Besonders tüchtige Beamte." Vor der Strafkammer in Stettin fand am Mittwoch eine Gerichtsverhandlung statt, welche zu den merkwürdigsten gehört von all' den merkwürdigen Gerichtsverhandlungen, über welche wir in der letzten Zeit zu berichten hatten, sowohl was ihr Ergebniß anbetrifft, als auch in bezug auf die empörenden Vorgänge, die durch die Zeugenvernehmung Ober- Verwaltungsgericht. Der Gutsbesitzer Braunschweig, ans Tageslicht gezogen wurden. Der Verhandlung lag folgender der in Weißenhofen Amtsvorsteher ist, ließ am 16. September Thatbestand zu grunde: Am 1. Dezember v. J. hatten die Hen einfahren unter Benutzung der Chauffee, welche an seinem Unteroffiziere des Pionierbataillons in Stettin eine Tanz- Gute vorbeiführt. Von dem Heu fiel etwas auf die Chaussee festlichkeit einem dortigen Lokal veranstaltet, an und blieb dort vorerst liegen, bald fand sich aber ein Liebhaber avelchem auch einige" Bivilisten" theilnahmen. Unter dafür; der Töpfermeister Buckmakowsky aus Neufahrwasser, der diesen befanden sich die Herren Versicherungsbeamter Schmidt sich mit einem Handlanger auf dem Wege zur Arbeit befand, und Kaufmann Seefeld. Im Garten des Lotals entstand in der hob von dem Heu etwas auf und packte es auf seinen Handwagen. Nacht eine Schlägerei, welche die auf ihrem Rundgange befind. Braunschweig sah sich in seinem Eigenthumsrecht verlegt, lichen Schuhleute Neigel, Bauda und Reinhold anlockte. Die er Montag, abends 7-8% Uhr: Leftüre. 8-10% Uhr: Nord- Schule, stellte den Töpfer zur Rede" und verlangte die müllerstraße 179a: Nationalötonomie. Sü boft- Schule, Waldemarsh. 14: Schlägerei war beim Erscheinen der Beamten jedoch bereits bes Herausgabe feines" Heu's. Der Mann meinte aber, Bolfsthümliche Medizin.( Bau und Lebenserscheinungen des gefunden und Als dann später alles an den Heimweg dachte, forderte was er auf der Straße finde, gehöre ihm, und kam dem tranten Menschen,) Bet allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, der Schuhmann Neißel den Versicherungsbeamten Schmidt, der Verlangen nicht nach. Braunschweig kehrte nun den Amts- Damen und Herren, jederzeit aufgenommen. Lese- und Diskutirklub Carl Mars". Montag, abends 9 Uhr, bet fich gerade allein durch den Garten auf die Straße begeben vorsteher heraus, ließ sich den Namen seines Gegenüber sagen Grube, Martendorferstr. 5. wollte, auf, ihm doch den Hergang der Schlägerei von vorher noch und beschlagnahmte dessen Wagen. Für besonders verdächtig Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Borsigender: Ad. Neumann, Pafewalterjir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalenber einmal zu erzählen. Echmidt erzählte den Vorgang, so weit er hielt er den Umstand, daß der genannte Name nicht überein- und zu richten, an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49, v. 3 Tr. ihn gesehen hatte, als er plöglich ohne jegliche Veranlassung von ftimmt mit dem am Wagen verzeichneten. Der Amtsvorsteher Montag, Abends 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. dem Neißel mit den Worten:„ Da haft Du'3" einen Echlag mit verwahrte das Gefährt in seinem Bureau, erkundigte sich unter iedertafel der Maler, Annenstraße 6, bet Ehrenberg. der Faust ins Geficht befam. Blutüberströmt eilte er in das dessen beim Polizeipräsidenten von Danzig nach Budmakowsky, wieder ball, Köpenickersir' 191 bet Foge. Lokal zu seinen Freunden zurück und erzählte ihnen von diesem und forderte denselben am 6. Oktober, nachdem die dem Gepfändeten Arbeiter- Gesangverein Borwärts III, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzennach seiner Ansicht vorfäßlich geplanten Ueberfall. Es wurde nach günstige Auskunft der Polizei eingetroffen, zum Abholen des Allee 6 bei Karl Schulz. Sieberzweig, Waidmannsluft Berlinerstraße Liebesfreiheit II, Strausberg, Wrietenerstraße bet dem Thäter der Garten durchsucht, aber erfolglos. Da der Wagens auf. Einige Tage darauf nahm die Frau desselben den 2001, Bürgergarten.- Glodenrein( gem. Chor), Schönhauser Allee 46 Schuhmann Reinhold, den man nach dem Namen seines Kollegen Wagen in Empfang. Mittlerweile hatte Buckmakowsky, und bei Söhne. Syrene, Schönhauser Allee 28 bei Kelle.- Arbeiter- Gefang fragte, jede Auskunft verweigerte, beschlossen Schmidt, zwar schon drei Tage nach der Beschlagnahme, gegen Braun- verein Wacht auf II, Ertner, Restaurant Seebad" am Dämmertz- See, Seefeld und der ebenfalls anwesende Vizefeldwebel Blaurock, schweig beim Staatsanwalt Anzeige erstattet wegen Ueber: firaße 49.- offrung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelfir. 39.-- Ten Wilhelmshöhe". Arbeiter- Gesangverein der Enterbten, Swinemünder nach dem Polizeibureau zur Ermittelung der Namen zu gehen. schreitung der Amtsbefugnisse. Jezt wurde jedoch nicht Braun- blüthe, Beughoffir. 8, Neftaur. Behlendorf. Gesangverein Liberte: Bei der Ankunft fanden sie jedoch das Bureau geschlossen. schweig angeklagt, sondern Buckmakowsky. Zur Last legte man Wrangelfir. 84 bei Redanz. Männerchor Sangestuft II, Bajewalterfir. s Ueber den weiteren Verlauf berichtet der eine der Mißhandelten ihm hendiebstahl und Widerstand Gesangverein Freiheit 3, gemischter Chor, Bernau gegen die bei Ad. Neumann. Hussitenstraße Elysium". Harmonie 2", Weinstr. 11, Restaurant Herr Schmidt folgendes: Kaum waren wir auf der Straße an- Staatsgewalt. In beiden Fällen wurde er vom zuständigen Feindt. ,, Ginigtett 3", Groß- Lichterfelde, Amaltenftr. bei G. Senger. bei Zomatscheck. Klingmüller'sches gelangt, als plötzlich die Schuhleute Neizel, Bauda und Reinhold Gericht freigesprochen. Hierauf beschritt Buckmakowsky den Weg ilaria, Blumenstr. 46 auf uns zukamen und mich und Seefeld aufforderten, ihnen zur Alpenveilchen, geFeststellung unserer Personalien zu folgen. Herr Blaurock wurde Braunschweig flagte. Er behauptete, durch die Beschlagnahme mischter Chor, Lindowerfir. 26 bei Sachse. Solidarität, Oraniens zurückgelassen. Trotzdem ich nun der Aufforderung ohne weiteres des Wagens und der darauf befindlichen Materialien und Werk- firaße 109 bei Greiser. Freya 2"( gem. Chor), Rirdorf, Hermannstr. 46 Folge leistete, wurde ich auf dem Wege nach dem Bureau zeuge in dieser Höhe geschädigt zu sein. Sein Protest dagegen Bittoria- Gäle". Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Kayfer, ohne jeden Grund von den obengenannten Echuhleuten fort habe ihm nichts genügt. Der Beklagte hob in seiner Klage- jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16.gefeht mißhandelt. Auf dem Bureau selbst wurde See beantwortung hervor, Kläger habe ihm damals nichts davon ge- Karl Marr", 9 Uhr, bet Grube, Mariendorferstr. 5. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. feld gefeffelt ins dunkle Nebenzimmer gestoßen, so daß ich mich sagt, daß unter dem Heu Werkzeuge zc. lägen. Die Regierung( Alle Buſchriften, ben Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu mit den Schuhleuten Reinhold und Bauda allein im Zimmer in Danzig erhob den Konflikt, ihr erschien Braunschweig zu richten an P. Gent, Adalbertstraße 95.) Sonntag: Bergnügungsverein befand. Ich erhielt nun von dem Wachhabenden Bauda, der seinem Vorgehen berechtigt und sogar verpflichtet. Das Gericht Selgoland II", Rüdersdorferstr. 45, Gesellschaftshaus Ostend", nachm. Montag: Pfeifenfub Felsenfest, Andreasstraße 26 bei mich mit einer Fluth gemeiner Schimpfworte über erster Instanz erklärte den Konflikt für zulässig, jedoch auch für von 4-6 Uhr. Wilke. Vergnügungsverein Felsen fest, Nirdorf, Hermannstraße 21 bet schüttete, einen so wuchtigen Schlag mit der Faust unbegründet. Könne dem Beklagten auch aus der Beschlag: Sornburg. Kartentlub Lustige Brüder, Krautfraße 48 bei Rattte. ins Arbeiter Zither linke Auge, daß ich mit dem Hinternahme kein Vorwurf gemacht werden, so verhalte es sich doch Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstr. 35 bei Wolf. topf gegen den im Zimmer befindlichen Ofen anders mit seinem Verhalten nach derselben. Da Kläger that verein Ginigteit, abends 9 Uhr, Uebung bei Nowad, Manteuffelstr. 9. Theaterverein Liebesglüd, Große Frankfurterstraße 74 bet Breuer, an schlug und infolge deffen ein trantes Auge sächlich der Beschlagnahme Widerstand entgegengesetzt und ihre iebem 1. und 3. Sonntag im Monat. davontrug. Während dieser Szene drang aus dem Neben- Zurücknahme verlangt, also doch Widerspruch erhoben habe, sei Be- Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Privat- Theaters Private zimmer ein unausgesettes Poltern und Stöhnen des schon flagter verpflichtet gewesen, binnen drei Tagen die amts- gesellschaft Satur" abends 49 Uhr, bei Specht, Martgrafenſtr. 83. bis zur Ermattung zugerichteten Seefeld. richterliche Bestätigung der fraglichen Handlung nachzusuchen. Theatergesellschaft Immer Lustig jeden Sonntag Abends 5 Uhr, bei Ruhl Andree, Choriner str. 53: Sigung mit Damen. Privat- Theatergesellschaft Hierauf ging der Transport nach der Kustodie vor sich, zu Statt dies zu thun, habe er seinerseits Ermittelungen minerva. Alle Montag Zusammenkunft Maibach- Ufer 3 bet Schmod. welchen Zwecke auch ich, ohne den geringsten Widerstand geleistet angestellt, und die Sache in eine Lage gebracht, die erst am Brivat- Theater- und Vergnügungsverein Morgenstern. Sigung jeden zu haben, gebunden, mit Seefeld zusammengefesselt und wie die 6. Oktober die Herausgabe des Wagens veranlaßte. Diese Unter- Sonntag thr; alle vierzehn Tage Fidelitas im Markthallen- Restaurant, Wörtherstraße 45, bet F. Tarey. Rauchklub Brüderlichteit Rauchklub größten Verbrecher die Treppen heruntergezerrt wurde. In lassung einer ihm obliegenden Diensthandlung sei aber als jeden Montag 9-11 Uhr bei Pauts, Schlesischestraße 38. alle Montage, abends 8% Uhr, bei Geter, Pallisadender Nähe des Bahnhofs war es dem Seefeld, welcher Ursache, wenigstens eines Theiles des dem Kläger erwachsenen straße 66. Theater- und Bergnügungsverein Waldemar. Jeden unausgesetzt vor Schmerzen stöhnte und um Lockerung Schadens anzusehen. Der 1. Senat des Ober- Verwaltungsgerichts Sonntag Staligerstr. 54 bei Hente. Anfang 6% Uhr. Arbeiter- Stenographie der Fesseln bat, nicht mehr möglich, sich weiter fort- erklärte den Konflikt ebenfalls für un begründet und er Verrein Eintracht", unterricht und üebungsstunde Montag abends 8% 11hr zubewegen; er fiel um und ich wurde durch seinen Fall kannte, daß dem Zivilprozeßverfahren sein Fortgang zu lassen hoffnung. Sigung mit Damen jeden Sonntag um 5 Uhr nachmittags bei auch mit heruntergerissen. Der Schuhmann Meißel holte jetzt sei. Ob aus den Gründen der ersten Instanz oder weshalb Baumann, Lychnerstr. 2-3( Straße XV). Nach der Sitzung Fidelitas. einen Dienstmannskarren und auf diesem wurde der halb bewußt- fonst, unterließ der Präsident Perfius zu sagen. Die Ver- Privat- Theatergesellschaft Minerva. Alle Montag Zusammenfunft MaibachAus treter der Presse scheinen ihm Luft zu sein, wenigstens geht das üfers bei Schmock. Klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr nachlose Seefeld fortgeschafft. Ich wurde nun freigelassen. den weiteren Zeugenaussagen ging hervor, daß Seefeld, in der daraus hervor, daß er Gründe nur in Gegenwart mindestens Dress an Gizung mit Fidelitas im Saale des Restaurants Kiefelhahn, Vergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4% thr Kustodie angekommen, von Neigel einen Schlag unters Kinn einer der Parteien öffentlich publizirt. Sizung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnstr. 9. des Zivilprozesses, indem er auf 180 M. Schadenersatz gegenübDit ll, Faltensteinfir. 7 bet Trittelwiß. Doppelquartett, Neu- Weißensee, Langhansstraße bei Ww. Busch. -O Eldorado bei Nothes, Buttmannstraße 17. Dresdenerstr. 68. Privat- Theaterverein Freiheits Roh- Tabak J. Fränkel, Rohtabak Ernst Förster, Berlin C., Klosterstrasse No. 72. * Berlin NO., Kaiserstr. 30. lebhafte Mittelfarben, brennt schnee= Sumatra, weiß, deckt mit 14 Bid., ver Pjund nur 3,60 Mart, offerirt Carl Roland, Mariannenstraße Nr. 23. 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Juni, vormittags präzise 10 Uhr, im Saale der Brauerei„ Friedrichshain": Mebungskunde. Vorbereitung zum Sängerfest in Weissensee am 21. Juli 1895. E Noten zu folgenden Liedern sind mitzubringen: Bundeshymne"," Völkerals: Schuhmacher, mechanische Schuhfabrikation, Filzschuharbeiter und Arbeiterinnen, Sattler, in der Schäftebranche beschäftigte Arbeiter und Arbeiterinnen, Lohgerber und frühling"," Bannerlied"," Gruß an den Mai"," Sommerfonnenwende" und Lederzurichter, Weißgerber, Handschuhmacher, Portefeuille- Arbeiter und-Arbeiterinnen," Drei Ehrengrüße". Es iſt dringend nothwendig, daß die Vereine vollzählig vertreten sind. Bundesmitgliedskarte legitimirt. E Stepper, Lederfärber und Ledergalanteriewaaren Achtung! Es findet die Ausgabe der Billets zum am Montag, den 24. Juni, abends 8 Uhr, Sängerfest statt. in folgenden Lokalen: 2 Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 1113. Gründel's Festfäle, Brunnenstraße 188. Louisenstädtisches Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37, Henke's Salon, Naunynstraße 27. Tagesordnung in allen Versammlungen: Welche Aufgaben erwachsen den Arbeitern und Arbeiterinnen der Leder- Industrie im Kampfe um bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen? Referentinnen: Frau W. Kähler- Hamburg. Frau M. Rohrlack- Berlin. Frau E. Ihrer- Bankow. Frau Greifenberg- Berlin. Arbeiter und Arbeiterinnen der Lederindustrie, agitirt für diese Versammlungen, besucht dieselben. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. Im Auftrage: M. Arndt. K. German. Willner. Heindtke. Victoria- Säle und Garten Rixdorf, Hermannstraße 48-50. Ausschank der Münchener Brauhaus- Attien- Gesellschaft zu Berlin. Elegantester und größter Saal in Rigdorf, ca. 2500 Personen fassend, nebst Garten für ca. 5000 Personen, Sommerbühne, Spezialitäten- Vorstellungen. KLEINER SAAL VICTORIA- SALE und Garten RIXDORF Hermann- Strasse 48/50. BALL U. 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Ranges unter persönlicher Leitung des beliebten Boltshumoristen Herrn Lewandowsky. Kinderfackelzug. Verloosung, wozu jedes Kind ein Freiloos erhält. Die Kaffeeti che ist von 3 Uhr ab geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung 5 Uhr. Entree 30 Pf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 ẞf. nach. Billets sind zu haben bei Cassardelli, Stralsunderstr. 4, 4 Tr.; Prauge, Soldinerstr. 36, 3 Tr.; Rübe, Cuvryftr. 44; und Ladner, Rostockerstr. 44. 1698b Das Komitee. Schöneberg. Sonntag, 23. Juni, nadm. 4 Uhr, in Klingenberg's Volksgarten, Berlinerstr. 40, Wilmersdorf, Berlinerstr. 40: 5. Stiftungsfeff des Arbeiter- Bildungsvereins für Schöneberg. Grosses Vokal- u. Instrumental- Konzert ausgeführt von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker und den Gesangvereinen ,, Rothe Nelke" und„ Froh' Hoffnung". Bu Grosser Ball. Herren zahlen 30 Pf. extra. Kinderfackelzug. Lebende Bilder. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Programme à 20 Pf. sind an den bekannten Stellen sowie an der Kasse Der Vorstand. zu haben. Schloß Weißensee Zum Sternecker. Sonntag, den 7. Juli 1895: Großes sozialdemokratisches Volksfest arrangirt von den Parteigenossen des Kreises Niederbarnim unter Mitwirkung mehrerer Arbeiter- Gesangvereine. Grosses Konzert, ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Verufsmusiker. Brillant Land- und Wasser- Feuerwerk der Kunstfeuerwerfer Bock und Massow. Kinder- Fackelpolonaise, jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. In den Festsälen: Gr. Ball. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Bf. nach. Die Kaffeetüche ist den ganzen Tag geöffnet. Anfang 8 Uhr morgens. Rasseneröffnung 7 Uhr. Entree 25 Pf., im Vorverkauf 20 Pf. Billets sind in den mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Un recht rege Betheiligung ersucht 59/11 Das Comité. Achtung!! Vereinshaus, Schönhanſer Allee 28. Festsaal, Gr. schattiger Garten, Regelbahn, Raffeeküche. Jedem Parteigenoffen zur Anschaffung empfohlen! Soeben ist complet in 5 Heften erschienen: Umsturz und Sozialdemokratic. Stenographischer Bericht Der Reichstags- Verhandlungen über die Umsturz- Vorlage. 464 Seiten Groß- Oftav. Preis 60 Pfennig. Porto 20 Pfennig. Heft 1 und 2 je 15 Pfg., Heft 3, 4 und 5 je 10 Pfg. Gebundene Exemplare à 80 Pfg. Porto 20 Pfg. Seit der Zukunftsstaatsdebatte hat feine Reichstagsverhandlung die öffentliche Meinung so tief erregt wie die Umsturzbebatten, und die reaktionären Angriffe auf das Allgemeine Wahlrecht wie die Drohungen mit dem Staats#reich und neuen Ausnahmegesehen halten das Interesse an diesen Berhandlungen noch auf lange hinaus lebendig. Für unsere Partei sind diese einzelnen Hefte- nach dem einstimmigen Klageruf der gegnerischen Presse das beste Agitationsmaterial, über das wir zur Zeit verfügen; und für alle politisch regen Kreise wird das Buch( wie s. 3. die Verhandlungen über das Sozialistengeset) ein werthvolles historisches Attenstück bleiben. Buchhandlung des ,, Borwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, 2. Gesch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain. 1. Andreasstr. 23, 5. pt., gegenüb. Andreaspl. Mustergrößtes Lager Berlins. Kinderwagen, cher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. Homöopath. Arzt Dr. Hösch, Linienftr. 149. 8-10, 5-7, Sonntags 8-10 Uhr, für Brust, Unterleibs Frauen, Nerven, Hautkrankheiten, Gicht, Rheuma Berantwortlicher Redakteur: J. Diert( Emil Noland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 144. Sonntag, den 23. Juni 1895. 12. Jahrg. Die Hochftapeleien der Fürst Ghita die Wohnung für Sie beide miethe?-13euge: Ich habe beim 2. Feldartillerie- Regiment gedient und Zeuge: Nein, das ist nicht der Fall. Präs.: bin Ersaßreservist. Verth.: Haben Sie sich jemals als der falschen Erzherzogin von Sind Sie nun durch die Angeklagten in Ihrem Vermögen Lieutenant in einem Kavallerie- Regiment vorgestellt?- 3euge: geschädigt worden? 3euge: Das kann ich doch nicht sagen. Auch das bestreite ich. Das mag vielleicht die Dubberstein ge Oesterreich- Este. Ich wüßte nicht, daß ich diesen Angeklagten jemals etwas ge- than haben. Werth.: Sie sollen doch aber als Graf geben habe. Präs.: Welche Rolle spielten nun die Ange- v. Finkenstein ausgegeben worden sein. 3euge: Das hat Die Verhandlungen gegen die Angehörigen der Hochstaplerin flagten in Ihrem Haushalte?- 3euge: Die beiden jüngeren auch die angebliche Erzherzogin gethan. Sie ging wohl dabei Dubberstein wurden heute vor der II. Strafkammer des Land- Angeklagten wurden wir als die Nichten des rumänischen Ge- von der Meinung aus, daß der Mann, der mit ihr so gerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Brause- sandten Fürsten Ghika vorgestellt. Bon der Elisabeth sagte sie, eng verkehrte, einen dem ihrigen entsprechenden lang haben wetter fortgesetzt. Der Andrang zu dem kleinen Gerichts- das wäre ein armes unglückliches Geschöpf, die schon von ihrer müsse. Werth.: Der Zeuge soll angeblich eine diplomatische zimmer ist wieder ein großer. Unter den fünf Zeugen, die heute Jugend auf einen Fehler an den Augen habe, so daß sie in Stellung eingenommen haben. 3euge: Das kann wohl nur zur Stelle sind, befindet sich der stud. jur. Wilh. Roloff und ihrer Bildung zurückgeblieben sei; sie sei sonst aber ein sehr nettes darauf zurückzuführen sein, daß die Dubberstein manchmal zu dessen Vater. Roloff jun., ist ein hochgewachsener 26jähriger Mädchen.- Präs.: Haben Sie denn diese ungeheuerlichen Dinge mir sagte: Wenn das kein diplomatisches Amt ist, was Du in junger Mann mit einem flotten hochgedrehten Schnurrbart. Er ernstlich geglaubt?-Beuge: Durchaus. Ich habe feinen Augenblick so jungen Jahren hier schon zu erfüllen hast, dann giebt es keins. erzählt: Ich habe durch einen Bekannten die Dubberstein kennen daran gezweifelt. Die Dubberstein hatte eine so berückende Art Verth.: Hat der Zeuge auch nicht von seinen Gütern der Bukowina 2c. gelernt und zwar unter dem Namen Czapczany. Sie sollte eine des Verkehrs, daß ich auf ihre Worte geschworen hätte. Außer- in gesprochen? Das - 3euge: Zigeunerin sein, gesungen haben und auch bei Renz engagirt dem überreichte sie mir ja auch hin und wieder werthvolle Ge- mag schon sein. Die Dubberstein hatte viel von ihren gewesen sein. Ich habe zu ihr eine ernste Herzensneigung gefaßt schenke von den Eltern der Prinzessinnen Ghika, welche den Dank Lehusgütern und anderen Besitzungen gesprochen, und da und kam öster mit ihr zusammen. Eines Tages traf ich mit ihr dafür ausdrücken sollten, daß ich die Erzherzogin so aufopferungs- ich ihr zukünftiger Gemahl war, mußten die Güter in meinen im Café des Passage- Panoptikums zusammen; sie weinte heftig voll unterstützte.- Präs.: Und wie ist nun die angebliche Besitz kommen und ich mag da wohl zu dem einen oder dem und war ungeheuer aufgeregt. Sie erzählte, ihre Echwester sei Gräfin Dubary in das Haus gekommen? 3euge: Wir anderen gesagt haben: Lassen Sie nur, ich werde Sie später plötzlich gestorben und sie müsse auf einige Zeit verreisen. Später sprachen wiederholt darüber, daß es eigentlich doch nicht schick auf meinen Gütern anstellen!" Berth.: Sie sind mit dem traf ich wieder mit ihr zusammen und sie war auch dabei wieder lich sei, daß sie so ganz ohne Anstandsdame hier lebte und die Fürsten Ghika nicht persönlich bekannt und sollen trotzdem dritten fehr aufgeregt und kam dann nach und nach damit heraus, Dubberstein fand dann den Ausweg, daß die Gräfin Dubary Bersonen gegenüber Aeußerungen gethan haben, aus denen man daß sie jetzt ein großes Geheimniß erfahren habe, welches ins Haus tam. Präs.: Haben Sie denn nun durch die eine solche Bekanntschaft entnehmen konnte. 3euge: Ich ihr ganzes Leben betreffe. Nach längerem Zureden rückte Erscheinung dieser Frau nicht die Vermuthung bekommen, daß war fest überzeugt, daß meine damalige Braut nichts als die sie dann mit dem Geständniß heraus, daß sie eine Auge- die ganze Geschichte doch nicht richtig sei? 3euge: Die lautere Wahrheit spräche und auch ihre Mittheilungen über die Lörige eines regierenden Herrscherhauses sei. Sie wollte Gräfin wurde als eine alte merkwürdige Dame geschildert, die Familie Ghifa der Wahrheit gemäß wären. Sie hatte mich eist nicht fagen, welches Herrscherhaus dies sei. Ich nahm die Erzicherin der Prinzessin Ghika gewesen sein soll. Die Gräfin autorifirt, jedem dritten gegenüber ihre Verbindungen mit der dann den Gothaischen genealogischen Kalender zur Hand und wurde als herrenfeindlich geschildert und ich habe der angeblichen Familie des Fürsten Ghifa mitzutheilen. Sie hatte mir auch ge stellte darin fest, daß es nur das Haus Desterreich- Este sein Erzherzogin alles von A bis 3 geglaubt. Präs.: Wodurch fagt, daß fie Dokumente in eine Ledertasche eingenäht habe, fönne. Sie bestätigte dies und sagte, daß ihr Vater der ver- finden Sie sich nun geschädigt? 3euge: Ich kann nur welche ich nicht öffnen dürfe. Berth. Sie sollen aber doch storbene Herzog von Modena gewesen und sie in ihrer Jugend wiederholen, daß ich es als ein nobile officium und als eine der angeblichen Prinzessin Elisabeth Maßregeln gegeben haben, verstoßen worden sei. Ihr Vater habe 180 Millionen Mark große Ehre für mich betrachtet habe, einer so hohen Dame Dienste wie sie beim Essen Messer und Gabel zu halten habe. baar und unermeßliche Güter hinterlassen und sie selbst solle ihr leisten zu können. Staatsanwalt Dr. Kuy: Würden Sie 3euge: Das ist ja richtig. Die Elisabeth sollte ja aber eine Vermögen bei ihrer Großjährigkeit ausgezahlt erhalten. Ihre das Geld hingegeben haben, wenn Sie gewußt hätten, Dame sein, die wegen ihres schweren Augenübels in ihrer Erjüngste Echwester sei in Bukarest ermordet worden und ihr selbst daß die Angaben der angeblichen Erzherzogin doch nicht ziehung zurückgeblieben sei. Verth.: Als Ihr Geld nun alle trachte man auch nach dem Leben. Ich habe diese Er- mit den Thatsachen übereinstimmten." 3euge: Ich in war, wovon dachten Sie später zu leben? 3euge: Mein öffnungen anfänglich bedauert und ihr gesagt, dann müsse meinem Größenwahn und sie als Echwindlerin würde wohl Water hatte sich ja erboten, mit seinen eigenen Mitteln für den unser Verhältniß aufhören. Cie war darüber sehr fein anderes Ergebniß gezeitigt haben. Staatsanwalt: weiteren Unterhalt der Dubberstein zu sorgen. Berth.: Sie haben traurig, und sagte, daß dies sehr häßlich von mir wäre, Wenn Sie gewußt hätten, daß die Angeklagten gar keine dabei doch Ihrem Vater nichts davon gesagt, wie Sie da sie ja doch nun erst recht auf meine Hilfe angewiesen sei. Gräfinnen und Prinzessinnen waren und der Titel„ Durchlaucht" die angebliche Erzherzogin kennen gelernt haben. Hielten Sie Ich sagte ihr dieselbe zu und erklärte, sie nicht verlassen zu ganz unangebracht war, würden Sie dann Ihr schönes Geld sich dazu nicht für verpflichtet? Sie hätten doch wohl Ihrem wollen. Bei fernerer Erkundigung nach ihren Familienverhält auch noch verpulvert haben? Beuge: Ich war so befangen Vater sagen müssen, daß es sich um eine Dirne handle, die aus niffen hat sie gefagt: Du hast in Deiner Jugend vielleicht die und würde gesagt haben: Das kann ja jeder sagen, da müßte der Hand eines Lebemannes in die eines andern und schließlich Geschichte von Caspar Hauser gelesen: ganz genau so ist es mir ich erst Gegenbeweise haben. in Ihre eigene Hand übergegangen war. Der Zeuge giebt eine ergangen. Meine arme Schwester, die auch unter die Zigeuner Präs.: Sie können also besondere Thatsachen nicht angeben, Austunst, wonach er ja auch erst später das Geheimniß ihrer Werth. Wenn der Zeuge gesteckt worden ist, hat man ermordet und mir sell dasselbe aus denen hervorgeht, daß die Angeklagten der Dubberstein bei wirklichen Herkunft erfahren habe. Schicksal bereitet werden. Ich habe dann die Wohnung in ten Schwindeleien Beihilfe geleistet haben?- 3euge: Nein. fich auch Graf", gnädiger Herr" anreden ließ und es duldete, der Kaiserin Augustastraße geniethet, nicht aber unter Was speziell die letzte Angellagte betrifft, so weiß ich absolut daß man ihn als Ulanenoffizier, Diplomat c. ausgab, so hat dem Namen Graf Fint v. Finkenstein, sondern unter nichts davon, daß sie meiner Braut bei ihrer Flucht behilflich doch die Anna Dubberstein nichts anderes gethan, als der Zeuge meinem eigenen Namen. Die angebliche Erzherzogin war. Ich besinne mich auf einen Borfall, bei welchem sich diese selbst. Präs.: Angell. Rüdinger, wieso find sie denn dazu ges hat nun feineswegs darauf gedrängt, ihr Geld zu Angeklagte ungebührlich gegen die Erzherzogin betragen hatte. fommen, sich als Gräfin Dubary auszugeben?- Ang efl: Jott, geben, sie war im Gegentheil in diesem Punkte außerordent- Da habe ich ihr denn in der Küche gesagt: Sie zeigen ein ganz Herr Gerichtshof, meine Tochter hat zu mir gesagt: Mutter, lich vornehm und zurückhaltend. Sie hat niemals mir ins Ge- unangemessenes Verhalten. Ich will Ihnen nur sagen, daß die wenn Du jezt kommen thuft, dann mußt Du Dich Gräfin Dubary ficht gesagt, daß sie irgendwie in Verlegenheit war, sondern nahm Tame von sehr hoher Herkunft ist. Darauf hat die Angeklagte nennen. Siehst Du, es ist ja blos von wegen den Leuten". das Geld immer erst an, nachdem ich ihr die Versicherung ge- gesagt: Ach, das fann jeder sagen! Präs: Tas war sehr Staatsanwalt: Der Zeuge hat uns schon gesagt, daß er geben, daß es eine hohe Ghre für mich sei, für sie Auslagen zu richtig. Der Zeuge wird von den Vertheidigern Dr. von der Echwindlerin so eingenommen und hingerissen war.( Bum machen. Ich gebe zu, daß ich leider meinem Vater nicht reinen Goßmann und Dr. Werthauer in ein scharfes Kreuz- Zeugen): Wenn Sie nun gewußt hätten, daß es sich nicht um Wein über die Umstände eingeschänkt habe, unter denen ich sie verhör genommen. Verth.: Eie wußten doch nur den eine Erzherzogin handelte, dann würden Sie doch wohl nicht so Fennen gelernt habe. Ich habe meinem Vater was ich jetzt angeblichen Zigeunernamen Ihrer Braut. Wie ist es denn ge große Ausgaben gemacht haben, sondern doch wohl nur bes sehr bedaure vorgeredet, daß ich sie dadurch kennen gelernt tommen, daß sie den Namen„ von Rigano" annahm und sich scheidene Ausgaben, wie man sie bei einem Ber habe, daß ich ihr bei einem Attentat das Leben gerettet habe. als solche dritten Personen gegenüber ausgab? 3enge: hältniß mit einer moralisch nicht fleckenlosen Mein Vater hat dann die Ausfertigung meines mütter Eie sagte eines Tages zu mir: Weißt Tu, Czapezany fann Dame machen mag. Zenge: Dann hätte ich lichen Erbtheils genehmigt und sich bereit erklärt, eventuell ich mich nun doch nicht mehr nennen, italienisch sehe ich ja allerdings nicht so große Ausgaben gemacht. auch mit seinem Vermögen für die Tame einzuspringen. Ich aus, meine Großmutter ist eine Rigano und so werde ich diesen anwalt: Sie sind doch finanziell so gut wie ruinirt? Denn Verth. Hat Zeuge: Ja. der Zeuge habe durchaus aus eigenem Antriebe die Aufwendungen gemacht, Namen annehmen. Werth.: In Ihrer Familie soll derwelche ich gemacht habe. Präs.: Also Eie haben die Name Rigano aber auch vorkommen. Haben Sie nicht vielleicht irgendwie versucht, sich darüber zu orientiren, ob die Angaben Wohnung in der Kaiserin Augustastraße auf Ihren eigenen die Wahl dieses Namens angeregt? 3euge: Nein. der Dubberstein überhaupt richtig sein fonnten? 3euge: Ich Namen gemiethet? 3euge: Jawohl. Die Erzherzogin be- Verth.: Verschiedene Zeugen haben doch gleich gesehen, daß die hate im geneologischen Taschenbuch nachgesucht und hatte aller fand sich aber in dieser Wohnung nicht wohl, sie hatte die Angeklagten ganz gewöhnliche Mädchen waren. Es wird be dings ein gewisses Bedenken, daß ihre Mutter schon sehr alt ges Werth.: Meinung, daß Sie dort nicht sicher sei, und deshalb habe ich ihr hauptet, daß Sie selbst Bedenken dritten Personen gegenüber gewesen sein müßte, als sie ihr das Leben schenkte.. die möblirte Wohnung in der Corneliusstraße gemiethet. äußerst haben sollen. 3euge: Das ist entschieden nicht der Ist Ihnen denn nicht bekannt, daß das Geschlecht der Modene sehr arm ist und deshalb von vielen Millionen gar nicht die Präs. Haben Sie der Vermietherin nicht gesagt, daß Fall. Verth.: Eind Sie einmal Soldat gewesen? Ueber die Behandlung von Geisteskranken wurde der Leipziger Bolts- Zeitung" anläßlich des Mellage'schen Prozesses von einem bekannten Fachmann u. a. geschrieben: " " " Staats ausgesetzte Aufmerksamkeit zu verlangen und sie für jede Un billig abgegeben sind, auf Provinziallandtags- Beschlüssen beregelmäßigkeit verantwortlich zu machen. Andere wissen, daß die ruhen, die der Minister genehmigt hat, 2. daß fast alle Organisation, die Instruktion von diesen unglücklichen Arbeitern preußischen Provinzen seit 1892 allmälig dazu übergehen, unmögliches verlangt, und drücken ein Auge zu, oft auch beide. ihre eigenen Frrenanstalten etwas zu vernachlässigen, und Die meisten Anstalteärzte aber jammern nur über das elende die ihnen gesehlich überwiesenen landarmen Jrren, Epileptiker Personal, glauben bald in höheren Löhnen, bald in der Ver- und Jdioten an von Mönchen und Pastoren gegründete Anmehrung des Ober- Aussichtspersonals eine Lösung der Wärter- stalten abgeben. Bei diesem System sparen die Provinzen Das andauernde Zusammensein mit Geisteskranken hat frage zu finden. Die ganze deutsche Literatur der Jrrenärzte Geld und die ganze Mühe der Verwaltung und die Mönche und Manche, wie ber und zwar um so mehr, je enger sie zusammengepfercht sind aber enthält auch nicht eine Andeutung darüber, daß die Herren Pastoren werden dabei fett und reich. einen ungünftigen Einfluß auf gesunde Menschen. Nach ein paar Psychiater von den Wärtern verlangen, was fein Engel, und, ber- ühmte Teufelsbanner v. Bodelschwingh, der jetzt 4000 EpiStunden, die in solcher Lage verbracht sind, entwickelt sich ein setzen wir gleich hinzu, erfahrungsgemäß keine Diakonissin, teine leptische auf Staatskosten verpflegt, haben dabei folossalen GrundZustand, den die Medizin als reizbare Schwäche" bezeichnet. Schwester", kein Bruder" trotz Stapulier und Rosenkranz besitz erworben, vom Baargeld gar nicht zu reden. Das praktisch wichtigste Zeichen dieser Reizbarkeit ist eine Neigung leisten kann. Preußen hat nämlich seit 1891 in der Jrren- und Epileptikerzit Boinausbrüchen schon bei geringen Verdrießlichkeiten. Wird ein In den besseren öffentlichen Anstalten wird diese für Krante pflege eine Entdeckung verwerthet, die das hellere Sachsen schon in solchen Zustand gerathener Mensch nicht bald abgelöst, so ent- wie für Wärter gleich schlimme Lage durch folgende Umstände feit 1889 in der Anstalt Hochweißschen ausnutzt. Diese Entwickelt sich eine gefährliche Explosivität. Irrenwärter werden aber gemildert. 1. Wird hier im ganzen eine sorgfältigere Auswahl dedung ist die, daß den Frren, Epileptikern und Jdioten die gewöhnlich nicht abgelöst, und auch die Alerianerbrüder hatten getroffen, als sie den feinen Lohn zahlenden Klöstern möglich ist. ärztliche Behandlung nur schadet, daß das einzige Mittel für permanenten Dienst. Unter diesen Verhältnissen entwickelt sich 2. Werden die Wärter regelmäßig und von Fall zu Fall durch sie Zionsluft ist, daß Alerianer und Diakonen eine Weisheit bald eine chronische, mehr oder weniger schwer zu unterdrückende die Aerzte belehrt und lernen bis in Einzelheiten hinein mit und Gewandtheit in der Behandlung solcher Kranken besitzen, Wuth, und leider ist das Verhalten von Jrren, die in Masse an- anderen Mitteln, als Prügeln, Schimpfen und Douchen Frre be- die Aerzte und bezahlte Krankenwärter nie haben können, und gesammelt sind, ganz dazu angethan, beständigen Anlaß zu fänftigen. 3. Ist durch häufiges Fortschicken brutaler Wärter daß jerner alle diese Kranke ja gar nicht Kranke im Sinne der Wuthausbrüchen zu geben. Wo nicht eine beständige Ueber ein Wechsel des Personals bedingt, der für größere Frische sorgt. Medizin find, sondern- Besessene. Deshalb gehören sie der wachung der Kranten und ihrer Wärter stattfindet, laufen solche 4. Wirken die modernen Jrrenanstalten durch zweckmäßige Ein- Kirche! Diese Entdeckung hat v. Bodelschwingh 1888 erst am Wuthausbrüche schrankenlos ab, und so kommt es ganz natürlich theilung und Beschäftigung der Kranken ablenkend auf die inneren dann in zu der allmäligen Entstehung einer Schreckensherrschaft, zu einem Zustände ein, die unter ungünstigen Umständen erregend auf das sächsischen Hof und im sächsischen Ministerium, dauernden Kriegszustande zwischen den Kranken und ihren Berhalten der Kranken wirken. preußischen Hof, Adels- und Pastorenkreisen mündlich und Pflegern, in dem die letzteren infolge ihrer größeren Intelligenz, Immerhin ist auch in den befien staatlichen Anstalten die schriftlich so lange vorgetragen, bis alle Hörer und Leser überBesonnenheit und Kameradschaft natürlich dauernd die Oberhand Zahl der halb und ganz unruhigen Kranken die größere, und zeugt waren. unter diesen haben die Wärter ein Höllenleben, das alle schlimmen behalten. Instinkte aus ihren Schlummer wecken muß. Je nach der Veranlagung fann man das Zusammensein mit Frren 6, 7 oder 8 Stunden ohne allzu schlimme Folgen aushalten, niemand aber Gemildert wird dieser Zustand in den meisten Anstalten erträgt es vom Morgen bis zum Abend, vom Abend bis zum einmal durch das mehr oder weniger häufige Eingreifen des Morgen. Es ist komisch, daß die psychologische Einsicht der ärztlichen und administrativen Aufsichtspersonals, das gewöhnlich Herren Jrrenärzte nicht so weit reicht, um das einzusehen, und infolge feines bequemen Dienstes leidlich frisch ist, ferner dadurch, daß ihrer Beobachtungsgabe diese Dinge entgehen. daß das Wartpersonal sich selbst hilft und in Badezimmern, auf Man darf von den Aerzten so wenig wie von den ProKorridoren, in tags über leeren Schlafsälen Erholung sucht, die vinzialbehörden eine Reform dieser Mißstände hoffen; eine Auf- Jrren, Epileptiker und Idiotenanstalten zu geben in Beträgen Kranten sich selbst überlassend, oft auch durch die vorübergehend klärung der Wärter durch die Arbeiterpresse unter Forderung von viertel bis halben Millionen. Damit wird auch Die Kranken müssen in diese Anstalten, die Polizei bringt gegen das Gräßliche der Umgebung abftumpfende Wirkung heim- des Achtstundentages kann da allein helfen. lichen Schnapsgenusses und schließlich durch eine mit den Jahren den Stranten am meisten genüßt und den Aerzten ein frisches und sie eventuell hinein. Natürlich müssen die Provinzen diesen Anstalten für jeden Kranken eine jährliche Pension zahlen, die eintretende Gewöhnung und Anpassung, die aber nur bei von freudiges Mitarbeiterforps gegeben werden. pause aus stumpfen Naturen eintritt. In gut geleiteten An- Man darf also den Brüdern keine so entrüsteten Vorwürfe zwischen 400 und 500 m. liegt, je nach der Provinz. Schuld an dem Unheil in Aachen, das, dem Prinzip nach, stalten giebt es auch immer drei oder vier ruhige" Abtheilungen, machen. Die Ermüdungs- und Erregungsgesetze des Willens und belegt mit Retonvaleszenten und stillen Schwachsinnigen, wohin der Gemüthsbewegungen lassen sich einmal durch kein Ver- ähnlich in vielen geistlichen Anstalten in Preußen herrscht, ist also das preußische System der Jrrenfürsorge. Und für dieses von Zeit zu Zeit die Wärter versezt werden, und wo es sich waltungssystem aufheben. verhältnißmäßig behaglich leben läßt. Vorwürfe müssen nach ganz anderen Seiten erhoben werden. System kann doch eigentlich nur die preußische Staatsregierung Troß dieser abmildernden Faktoren bleibt aber doch der Vor allem gegen die Aufsichtsbehörden. verantwortlich gemacht werden, denn die hat ja durch die OberFrrenwärter der unglücklichste Lohustlave, dessen Wir kommen nun zu den Beamten der rheinischen präsidenten die Aufsicht über die Provinzialverwaltung zu führen. Nerven binnen furzem aufgerieben werden und der schnell der Provinzialverwaltung. Die können mit recht darauf hinweisen, Die Flugen Exzellenzen haben sich eben durch die Geistlichen zu Verrohung oder Abstumpfung verfält. 1. daß ihre Verträge, monach 1400 der landarmen Irren der Ansicht bringen lassen: die Frren 2c. brauchen nur den GeistManche Frrenärzte sind so naiv, von den Wärtern un- und Epileptiker an die Alegianer- und Diakonen- Anstalten lichen, der allemal flüger ist als die" Döktersch". Nur selten führen Frren- Revolten zu einem vorübergehenden Siege der Kranken, da die Sieger einander gewöhnlich sehr bald in die Haare gerathen. Wer's nicht glaubt, der kaufe sich v. Bodelschwinghs Schrist: Christlicher Rathgeber für Epileptische und die Verhandlungen des Vereins evangelischer Frrenseelsorger( Auszüge aus diesen Schriften finden sich auch in der Broschüre: Psychiatric und Seelsorge, München 1893). Also auf grund dieser Entdeckung haben die preußifchen Provinzial- Verwaltungen seit 1890 aufgehört, Irrenanstalten zu bauen, und angefangen, Pastoren evangelischen und Orden katholischen Glaubens Kapitalien zur Erbauung von 3 Literarisches. . Tewa, Soziale Streiflichter. Langensalza. G. Beyer u. Söhne. 1895. 20 G. 30 Pf. Rede sein konnte? 3euge: Das habe ich nicht gewußt. I gewesen. Hätte er gewußt, daß die Erzherzogin moralische der junge Roloff die wahre Sache gekannt und sich bemüht habe, Durch Befragen des Restaurateurs Pflanz seitens der Wertheidigung Mängel hatte und mit den verschiedensten Männern verkehrte, feinen eigenen Vater zu düpiren. Nach Ansicht des Gerichts. wird festgestellt, daß der junge Roloff- der übrigens fast 8 Jahre würde er fein Geld gegeben haben, selbst wenn wirklich eine hofes sei der junge Roloff in hervorragendem Maße leichtgläubig mit der angeblichen Erzherzogin zusammen gelebt hat einmal Erzherzogin in Frage gestanden hätte. Nach Schluß der Be- gewesen und habe sich in den Gedanken hineingelebt, der Gatte einer bei einem Diner in jenem Restaurant auf das Bild des Fürsten weisaufnahme wird der Zeuge Roloff jun. vereidigt. Der vornehmen Dame zu werden. Die Angeklagten Rüdinger Mutter Bismarck gewiesen und gefagt habe: Der hat vieles vollbringen Staatsanwalt erklärt, daß er den beiden Zeugen Roloff und Tochter haben darum gewußt, daß es sich darum handelte, müffen, ehe er Fürst wurde. Ich habe noch größere Arbeit zu vollen Glauben schenke und fest davon überzeugt sei, einen Liebhaber der Anna Dubberstein auszuplündern, ganz gleich, vollbringen. Beuge Roloff jun.: Das mag möglich sein. daß diese selbst das Opfer eines Betruges geworden ob dieses nun ein Graf Finkenstein und sonst was war. Sie Ich wollte ja doch Fürst werden. Der alsdann als feien. Er erinnere an das Sprichwort, but reiche Erbinnen haben sie breiste stomödie nach ihren Kräften unterſtüßt. Der Zeuge vernommene 74 Jahre alte Rentier Roloff befundet: einen eigenen Liebreiz haben. Die beiden legten Zeugen Gerichtshof habe aber, da das Haupt der ganzen Komödie die Mein Sohn war mündig geworden und ich mußte wohl oder würden bei der angeblichen Erzherzogin diesen Liebreiz gewiß Anna war, die Sache nicht so schlimm angesehen und die Anübel ihm sein mütterliches Erbtheil auszahlen. Nach allem, nicht wahrgenommen haben, wenn sie nicht gedacht hätten, hinter geklagte Frau Rüdinger zu 5 Monaten, die Elisabeth was er mir von der Erzherzogin von Desterreich- Este erzählte, ihr stehen Millionen. Die Fabel von der hohen Abkunft der Südinger zu 3 Monaten Gefängniß unter Anrechwar ich durchaus damit einverstanden, daß er der Dame Dubberstein habe den Zeugen die Taschen geleert. Der Staats- nung von je 1 Monat Untersuchungshaft verurtheilt. Die beiden mit seinem Gelde beisprang und als er mir später anwalt wiederholt schließlich die schon am Schlusse des vorigen übrigen Angeklagten sind freigesprochen woren, da ihnen strafbeichtete, daß sein Geld alle war, habe ich mich gern bereit Verhandlungstages gestellten Strafanträge: Gegen Frau bare Handlungen nicht nachzuweisen waren. erklärt, mit meinem Gelde beizuspringen. Ich habe die Dubber- Rüdinger und Elisabeth Rüdinger je 3Jahre Gestein sehr bald kennen gelernt und war von ihrem ganzen Wesen fängniß und Ehrverlust auf 3 Jahre, gegen Frau vollständig eingenommen. Ich war bald in dem Berhältniß Lade 1 Jahr Gefängniß und gegen die Angeklagte eines Vaters zu einer Tochter. Sie machte einen ganz vor Schäfer 3 Monate Gefängniß. Die beiden Verzüglichen Eindruck und ihr Benehmen war ein so außerordent theidiger Tr. Coßmann und Dr. Werthauer wiederholen liches, daß es mir noch jetzt beinahe schleierhaft ist, daß eine ihre Anträge auf Freisprechung der sämmtlichen Angeklagten, folche Dame eine Schwindlerin war.- Berth.: Hat der indem sie in längeren juristischen und thatsächlichen Ausführungen Beuge die Aufwendungen nur gemacht, weil er hoffte, der darlegten, daß es an einer Hauptthat, zu welcher Beihilfe ge Das Schriftchen ist in erster Linie auf Volksschullehrer beSchwiegervater der angeblichen Erzherzogin zu werden?-leistet worden sein soll, fehle. Die Bertheidiger bestritten, daß 3euge: Nein, durchaus nicht! Ich hielt es für eine Ehrenpflicht die beiden Beugen Roloff getäuscht seien und blieben namentlich rechnet. Tews bespricht an der Hand der Jahresberichte der meines Sohnes, dieser Dame zu helfen.- Präs.: Sind Sie dabei, daß bei Roloff jun. von einer Täuschung gar keine Rede Fabrikinspektoren einzelne soziale Erscheinungen unserer Beit, auch mit einer der hier Angeklagten zusammen gefommen?-sein fönne, vielmehr alles darauf hindeute, daß dieser mit der traurigen Wohnungsverhältnisse der Arbeiter u. f. w. Er will die Beschäftigung von Frauen und Kindern in Fabriken, die 3euge: Das weiß ich nicht.- Präs: Na, die erste An- Dubberstein gemeinschaftliche Sache gemacht habe. getlagte ist die Gräfin Dubarry!( Heiterfeit.) 3euge: Die Angeklagten versichern mehrmals persönlich ihre Unschuld. Hinweise geben, die zu weiterem Studium und eigenen Beob Meines Wissens bin ich nur mit der Tochter Elisabeth zu- Frau Rüdinger: Ich habe ja rein garnichts gewußt. Ich achtungen anregen sollen. Der Gedanke, von dem er ausgeht, ist der, daß der Erzieher mit seiner Arbeit von vielen außer seinem fammengekommen. Sie trug damals eine Brille. Präs.: fann Ihnen sagen, den Ring hat sie mir vom Finger gezogen Bereich liegenden Faktoren abhängig sei, vor allem von den Haben Sie nicht auch an den Diners bei Dressel und anderswo und ihn versetzt. Ich bin ja blutarm und durch die Anna ganz Daseinsbedingungen des Volkes, die die Volksschullehrerschaft theil genommen? 3euge: Ja wohl, ich habe diese Diners ruinirt. Was das mit die Dubarry anbetrifft, so ist das doch daher nicht länger unbeachtet lassen dürfe. Die Volksschule werde auch bezahlt, denn unser Verhältniß war wie das eines Vaters nicht aus meinem Kopf gekommen; meine Tochter hat mir gesagt, ihre ganze Kraft erst entfalten können, wenn, was fie an zur Tochter. Vertheidiger: Aus welchem Grunde ich müßte mich so nennen und da habe ich es gethan, ohne mir intellektuellen und ethischen Gütern erzeugt, nicht mehr im Rauch machten Sie so folossale Aufwendungen? was schlimmes dabei zu denken. Frau Lade: Ich bin ganz der Fabriken und in der Frohn landwirthschaftlicher Arbeit zu 3euge: Aus rein persönlicher Buneigung. Wer die unschuldig und doch überhaupt nur zweimal bei meiner Grunde zu gehen brauche. Der Verfasser erwartet das, wenn ich Damen nicht kannte, wird das kaum verstehen. Es war Schwester gewesen. Elisabeth Rüdinger( weinend): Ich in ihrer ganzen Art etwas so bestechend diabolisches, daß ich bin doch auch ganz unschuldig. Mich hat meine Schwester ihn recht verstehe, in der Hauptsache schon von einer weiteren wohl verstehen kann, daß mein Sohn, nachdem ich tausende hin- ja auch betrogen und ich war damas erst 13 Jahre Ausdehnung der Fabrikinspektion. Uebrigens behandelt Tews gegeben, noch immer dabei blieb, von ihr nicht lassen zu wollen, alt. Ich habe gar nicht gewußt, was' ne Prinzessin Ghika über- nur die ſezialpolitische Seite seines Themas, während er die pädagogische Seite den Zusammenhang zwischen sozialen Zu da er unrechtes von ihr nicht glaube. Berth. Bei den haupt ist. Bevor sich der Gerichtshof zur Berathung zurückständen und Erziehungserfolgen( oder Nichterfolgen), den er als Akten befindet sich eine Photographie, welche die Anna Dubber- sieht, erhebt sich die Beugin Frau Scherwinski, um dagegen zu pro- Ausgangspunkt nimmt, nicht weiter erörtert. Das Schriſtchen stein mit der gesammten Familie Roloff am traulichen Thee- testiren, daß ihrem Manne eine Kutscherstelle auf dem Gute des fann daher der Mehrzahl unserer Leser nur längst bekanntes tisch in Wernigerode zeigt. Ist die Erzherzogin denn mal in Grafen Finkenstein angeboten sein solle. Ihr Mann sollte viel- kann daher der Mehrzahl unserer Leser nur längst bekanntes fagen. Wernigerode gewesen? 3euge: Jawohl. Die Photo- mehr ein ganzes Gut geschenkt bekommen. graphie ist von einem jüngeren Sohne, welcher Student Um 3 Uhr verkündete der Gerichtshof das Urtheil dahin: Fromme Brüder. Neue Verse, gehauen und geftochen vom ist, angefertigt worden. Auf weiteres Befragen erklärt die Anklage der Hehlerei gegen die drei ersten Angeklagten mußte sanften Bruder Heinrich. Berlin. Komm.- Berl. von Hans der Zeuge, daß er niemals als Graf Finkenstein angeredet fallen. Dagegen ist die Angeklagte Rüdinger Mutter und Elisa- Baake. 10 Pf. worden fei und es auch nie geduldet haben würde, beth Rüdinger der Beihilfe zum Betruge für schuldig befunden. In lustigen, trefflichen Versen werden die Zustände im wenn in seiner Gegenwart sein Sohn so angeredet sein würde. Die Anna Dubberstein habe Jahre lang durch dreiste falsche Alerianerkloster hier geschildert. Eine Reihe prächtig gezeichneter, Er weist auch mit Entschiedenheit zurück, daß sein Verhältniß Vorspiegelungen das Vermögen des jungen und des alten Herrn voll Wizz erdachter Illustrationen machen das Büchlein noch zu der angeblichen Erzherzogin ein anderes als ein väterliches Roloff aufs ergste geschädigt. Man könne nicht sagen, daßwerthvoller. nun Achtung! Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter. Schub u. Stiefel Montag, den 24. d. M., abends 8 Uhr, im Vereinshaus Süd- Os Waldemarstr. 75. Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: = 205/10 1. Abrechnung der Lohnkommission. 2. Bericht des Delegirten der Gewerkschaftskommission und Neuwahl desselben. 3. Verschiedenes. Kollegen! Allen Nörgeleien vorzubeugen, ist es Eure Pflicht, zahlreich zu erscheinen, um Euch über die Verwendung Eurer materiell gebrachten Die Lohnkommission. Opfer zu überzeugen. Freie Bereinigung der Stereotypeure und Galvanoplastiker Berlins und Umgegend. Sonntag, 30. Juni, abends 7 Uhr, im Lokale des Herrn Röllig, Neue Friedrichstraße 44: Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches( Gewerkschaftsangelegenheiten). 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen werden die Mitglieder gebeten, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand. Badstr. 35-36. Marienbad. Gesundbrunnen. Sonntag, den 30. Juni 1895: Großes Volksfest, arrangirt von den Genossen Reinickendorfs, bestehend in grosser Theater- und Spezialitäten- Vorstellung, Vokal- und Instrumental- Concert, unter Mitwirkung der Gesangvereine Gesundbrunner Männerchor, Oranienburger Vorstadt, Weisse Rose ( Reinickendorf), Mitglieder des Arb.- Sänger- B., unter Leitung ihres Dirigenten Herrn A. Mirsch. In den Sälen: Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Anfang 4 Uhr. Programm 20 Pf. 59/10 Das Komitee. Sonntag, Sternecker. Schloss Weissensee. den 23. Juni 1895: Grosses Front- und Wasser- Feuerwerk, abgebrannt von den Pyrotechnikern Herren Bock und Massow. 1. Garde- Dragoner. Kapellmeister Sebastian. Großartiges See- Theater. 1000 Quadratfuß großer Bal champêtre. Dampferfahrt. Der großartige Gondel- Korso. Boltsbelustigungen aller Art. Abends: Gr. Konzert, ausgeführt von der gesammten Kapelle der ehemaligen = 5 ubr ab: Große Promenade. Gr. elektr. Beleuchtung. Uhr Entree 30 Pf., im Vorverkauf 25 Pf. Anfang 4 Uhr. Jg. Barth. Das Lokal ist noch an einigen Wochentagen unter den koulantesten Bedingungen an Vereine zu vergeben. 2782L Erdbeer- Bowle Pfirsich- Bowle frisch, ausgezeichnet à Flasche 60 Pf. intl., 10 FI. Mt. 5,50. Johannisbeerwein, herb, Fl. 60 Pf. Desertwein, süß, Fl. 75 Pf. Stachelbeerwein, ganz vorzüglich, Flasche M. 1,-. Echt Stonsdorfer Tikör, à 2tr. 1,20, 5 Str. 5,50, 10 2tr. 10,-, 50 2tr. 47/2, 100 2tr. 90,-. Echten alten Nordhäuser Ltrfl. Mt.1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Berliner Getreide- Kümmel Strft. Mt. 1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Himbeer-, Kirsch-, Johannisbeersaft, vorzüglich, Strfl. 1.30. Medizin. Ungarwein, beste Qualität, à Literflasche Mt. 2,10. Empfehlen und senden einzelne Flaschen frei Haus Berlin. 6a, Belle- Allianceplatz 6a, Eugen Neumann& Co., 81, Neue Friedrichstr. 81, Oranienſtr. 8, Genthinerstr. 29. Potsdam, Waisenstr. 27. Emaillirte Geschirre, nur bei Raphaëli, Neue Promenade Nr. 8, gegenüb. Stadtbahnb. Börse". 3weiggeschäft: Spandauer Br. 2. 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Abrechnung vom ersten Quartal und Wahl von zwei Revisoren. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße 35. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Wagner über: Ist die Bedürfnißlosigkeit eine Tugend? 2. Diskussion. 3. Abrechnung. Dienstag, den 25. Juni, abends 8½ Uhr, in Moabit bei Herrn Lange, Stromstraße Nr. 28. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Differt über: Die Kämpfe und Errungenschaften in unserer Gewerkschaft. 2. Diskussion. 3. Abrechnung und Wahl von zwei Beisitzern. Keller's Festsäle, Koppenstraße 29. Tages- Ordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Greifenberg über: Die Arbeiterinnenfrage auf den bürgerlichen Konferenzen. 2. Diskussion. 3. Abrechnung. Keßner, Grunewaldstraße 110. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen J. Zimm über: Klassenkämpfe im Mittelalter. 2. Diskussion. 3. Abrechnung. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Gäste, Kollegen und Kolleginnen aller Branchen sind freundlichst eingeladen. Die Bevollmächtigten. Das diesjährige Sommerfest findet am Montag, den 15. Juli, in den Viktoria- Sälen u. Garten, Rixdorf, Hermannstraße 48/50, statt. Billets à 30 Pf. find zu haben im Zentral- Arbeitsnachweis- und Auskunfts- Bureau, Schüßenstraße 18/19, sowie bei allen bekannten Kollegen und Kolleginnen und in den mit Plakaten belegten Handlungen. 221/13 Gauverein Berliner Bildhauer. General- Versammlung am Dienstag, den 25. Juni, abends 8 Uhr, Annenstraße Nr. 16. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Schulz über: Deutsche Zustände während der französischen Revolution." 2. Wahl des Zentralvorstandes. 3. Wahl des 2. Vorsitzenden. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Verwalter vom 1. Juli ab ist Rudolf Prahm, NO., Lichtenbergerstrasse 14, III. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 73/10 Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Versammlung am Sonntag, den 23. Juni d. J., abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Buske, Grenadierftr. 33. Vortrag des Frl. Ida Altmann über: Gerechtigkeit in Natur, Re ligion und Gesellschaft. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Nach dem Vortrage erhalten nur noch Mitglieder neuen Zutritt. 115/20 Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Vertrauensmänner- Versammlung sämmtlicher Bezirke Montag, 24. Junt, abends 8 Rhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tagesordnung: Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Berliner Holz, arbeiter. Verbandsangelegenheiten. Vertrauensmännerkarte und Mitgliedsbuch legitimirt. Bezirks- Versammlung für Moabit am Sonntag, den 23. Juni, vormittags 10 Uhr, bei Lange, Stromstr. 28. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Sassenbach über Freimaurerthum. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beisitzers und Schriftführers. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. In der Pom merschen Küche Oranienftr. 181 bei G. Buckow. ( Hansaviertel.) Leffingftr. 28( an der Brücke): Große Versammlung. Tages Ordnung: = Der Vorstand. 1. Vortrag des Genossen M. Teichert aus Liegnig über: Das Zentrum und die Vorgänge in dem Alexianer- Kloster Mariaberg. 2. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Bahlstellen befinden sich: Koch, Lessingstr. 28. Pätschke, Französischestr. 6. Gärtner, Molfenstr. 12. Sommer, Grünftr. 21. Sozialdemokratischer Wahlverein 276/18 Mittag mit Bier für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. 50 Pf., Frühstück u. Abendessen( für 30 bis 50 Pf.) große Auswahl." Bimmer mit Piano zu vergeben. Osten. Dienstag, 25. Juni, abends 8 Uhr, in Fiebig's Salou, Große Frankfurterstraße 85: Franke's Vollstaffee Große öffentliche Versammlung. und Speisehaus, Gr. Frankfurterstraße 73, an der Kaiserstraße. Billiger Mittags- u. Abendtisch. Größte Auswahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen: täglich 8 bis 10 verschiedene Gerichte von 10-30 Pf. Bier 4/10 10 Bf., 2/10 5 Pf., aus der Brauerei Reichenkron. B. Nieft's Festsäle, 17. Weberstr. 17. * Empfiehlt sich zu VersammLages Ordnung: 1. Bortrag des Reichstags Abgeordneten Max Schippel über: 281/12 Bimetallismus." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste, Damen und Herren, haben freien Zutritt. Der Vorstand. Südosten: Dienstag, 25. Juni, abends 8½½ 1hr, beim Gen. Henke, Naunynstr. 27: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die freie Aerztewahl. Referent Reichstags- Abgeordneter Genosse lungen und Vergnügungen. Robert Schmidt. 2. Fortsetzung der Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten Bet. toulante Bedingungen. Lager- und Verschiedenes. bier: Brauerei Hohen- Schönhausen. Berufsmusiker und Maitre. 2544L* B. Nieft, Weberstr. 17. Neues Club- Haus 72. Kommandantenstrasse 72. Jeden Sonntag: BALL. Empf. meine 4 Säle zu Festlichkeiten u. Versammlungen gratis. H. Ebert. Max Kliem's Volksgarten Hasenhaide 14/15. Jeden Sonntag: Gr. Frei- Konzert. Jeden Sonntag, Montag u. Mittwoch in den Sälen Grosser Ball. Empfehle mein Lokal Vereinen 2c. zu Versammlungen Sommerfesten, Kränzchen, ebenso stehen drei verdeckte Sommer Kegelbahnen zur Verfügung. 23832* Max Kliem. V Neu! Neu! Cösliner Hof Wedding Cöslinerstr. 8 wedding Jeden Sonntag: Grosser Ball. Grösster und schönster Saal des Nordens( 1000-1500 Personen) mit sehr gr. Orchester. Anf. 4 Uhr. Ende Uhr. Für Vereine stehen noch einige Sonnabende zur Verfügung. Die Direktion. Sie geht los, die Badezeit! Volks- Badeanstalt Die Mitglieder von Südost werden ersucht recht zahlreich zu erscheinen. NB. Die 3 a hlstelle des 88. Bezirks von Breyer, Reichenbergerfir. 170, ift zu Tauschke, Reichenbergerstr. 24, verlegt worden. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 25. Juni 1895, abends 8½ Uhr: Versammlung in Saale des Herrn Rehlitz, Bergstraße Nr. 12. Tages Ordnung: Vortrag des Genossen H. Schulz über: Deutsche Zustände zur Zeit der französischen Revolution. Vereinsangelegenheiten. Fragekasten. 808 19 Deutscher MetallarbeiterVerband. Filiale Nord. Montag, 24. Juni, abends 82 Uhr, im Kolberger Salou, Kolbergerstr. 23: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: E Die heilige 1. Vortrag des Herrn Joh. Sassenbach über: Inquisition." 2. Distuffion. 3. Erfahwahl des Vorstandes. 4. Verbands49/10 angelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, zu dieser Versammlung zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Sonnabend, den 13. Juli, in Weimann's Volksgarten, Badftr. 56: Vorstellung und Ball. Billets à 25 Pf. sind in sämmtlichen Zahlstellen, sowie bei den Vorstandsmitgliedern und Vertrauensleuten zu haben. Die Verwaltung. 2. Stiftungsfest beſtehend in Konzert, SpezialitätonGrosse öffentl. Versammlung der Schneider und Schneiderinnen der Herren-, Damenund Knaben- Konfektionsbranche am Montag, den 24. Juni 1895, abends 81/2 Uhr, im Gesellschaftshaus des Herrn Schneider, Belforterstraße 15. Tages Ordnung: 1 1. Welchen Vortheil bieten die Betriebs- Werkstellen für die Konfektions Schneider und Schneiderinnen, welchen für die Unternehmer. 2. Diskussion. Alle Kollegen und Kolleginnen und auch sämmtliche Arbeitgeber, werden zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. 1746b Die Lohnkommission. Achtung! Rixdorf, Canner Chaussee. Der Unterzeichnete empfiehlt den geehrten Einwohnern von Rigdorf und Achtung! Umgegend feine renovirte Badeanstalt für Herren und Damen mit Schwimmbassin. Man kann billig abonniren, auch werden Schwimmschüler ange- Dienstag, den 25. Juni, abends 8% Uhr, bei Herrn Roll, schattigen Garten. Vier Kegelbahnen, Montag, 24. Juni, abends 8 Uhr, bei Schöning, Stallschreibersir. 29. nommen. Schöner Aufenthalt im Parquetbodenleger. Dersammlung. Binkaießer und Stürzer!] Adalbertstr. 21: Schießbude, Kraftmeſſer und Schaufel Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: Vortrag über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Diskussion. stehen zur Verfügung. Verschiedenes. Heute Abend: Sigung der Ortsverwaltung bei Schöning, Stallschreiberstr. 29. I Montag, den 29. Julk, findet in der Neuen Welt, Hafenhaide, ein Sommerfest statt. Billets à 25 Pf. sind auf allen Zahlstellen des Verbandes sowie bei den Vorstandsmitgliedern zu haben. 212/9 Große öffentliche Die Ortserwaltung. Jeden Sonntag im Garten: Große Spezialitätenund Theater- Vorstellung von renommirten Künstlern. V Tages Drdnung: 1. Bericht des Delegirten der Gewerkschaftskommission. 2. Neuwahl deffelben. 3. Bericht der Agitationskommission und Abrechnung. 4. Ver schiedenes. 1738b Im Saale: Großer Ball.Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter u. verw. Berufsgenossen.( Zahlstelle Berlin.) 2560L Montag, 24. Juni, abends 8½½ 1hr, im Lokal Annenstr. 16: Auch können Familien Kaffee fochen. Mein Lokal steht den geehrten Innungen sowie den Vereinen unentgeltlich zur Verfügung. Hochachtungsvoll A. Stolzenburg. Friedrichshagen. Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Th. Mehuer: Die Schule wie sie ist und wie sie sein soll. 2. Diskussion. 3. Werkstättenangelegenheiten. Versammlung der polnischen Sozialisten Restaurant ,, Waldkater" 4. Berichiedentes. Montag, den 24. Juni, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Specht, Markgrafenstraße 83. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. 210/7 131/20 Allgemeiner Deutscher Tapezirer- Verein ( Filiale Berlin). Gäste, sowie unsere Berufsgenossinnen stets willkommen. Um zahlreiches Köpnickerstraße 37, 2 Minuten vom und pünktliches Erscheinen bittet Der Vorstand. Bahnhof, mitten im Walde gelegen, 2000 Personen fassend. Kaffeeküche, 4 Regelbahnen, Belustigungen aller Art. Vorzügliche Speisen u. Getränke. Hält sich Vereinen und Gesellschaften finden regelmäßig jeden Dienstag und Freitag statt. Jeden Mittwoch: Volks. Kinderfest. Um zahlreichen Besuch bittet A. Schmidt. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler u. 1. W. beſtens empfohlen. Frei- Konzerte Oertliche Verwaltungsstelle Berlin E. Montag, 24. Juni, abends 8 Uhr, bei Herrn Scheps( Hochplatz- Kasino), 17786 Gerichtstr. 10: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: Montag, den 24. Juni, abends 8½ Whr: Mitglieder- Versammlung im Restaurant Grauer, Oranienstraße 121. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen empf über: Breffe und Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Fragefaften. 1. Wahl der Verwaltungsmitglieder und Beitragssammler. 2. Kaffen- Eisspinden, zial- und Ausgabe von Zeitung und Protokollen. Aufnahme neuer Mitglieder. angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreiches Erscheinen sehr erwünscht. Die Ortsverwaltung. Tafelwagen, jowie Milchgeschäfts- Utensiliea. Jordan, leine Markusstr. 28. Da besondere Einladungen nicht erfolgen, so werden die Kollegen um zahlreiches und pünktliches Erscheinen hierdurch ersucht. Die Ortsverwaltung. 273/10 ,, Märkischer Hof", Admiralstr. 18 c. Jeden Sonntag: Gr. Festball. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Entree frei, Tanz frei. Die beiden Spiegel- Säle stehen zu allen Festlichkeiten und Versammlungen zur Verfügung. Einige Sonnabende sind die Säle noch frei zu Sommernach B- Bällen. Concert- Park ,, Zur Wolfschlucht" 2682L*] No. 6 Am Tempelhofer- Berg No. 6. Jeden Sonntag u. Donnerstag: Gr. Freiconcert. 12 Liter ff. Lagerbier 15 Pf. Herrlicher Park mit Springbrunnen. Um zahlreichen Besuch bittet der Dekonom A. Philipp( früher Oranienplag). Etablissement„ Süd- Ost J. B.: Hermann Brüder, Waldemarstr. 75. früher: Schöneberg, Grunewaldstraße 115, empfiehlt Freunden und Bekannten sein Restaurant( talte u. warme Speisen und Getränke zu jeder Tageszeit) mit Billard u. Kegelbahn, sowie feinen Saal, 1500 Pers.fass., zu Versammlungen u. Festlichkeiten. Einige Sonnabende sind noch rei für Sommernachts- Bälle. Telephon Amt IV Nr. 1191. Wilh. Groth's Danziger Volksgarten 2713L* Danzigerstr. 50/51, Haltestelle der Pferdebahn Moltenmarkt- Weißensee. Entree Jeden Sonntag: Grosses Konzert. o Pt. Lanz frei. Kaffeeküche geöffnet. W. Groth, Gastwirth d. Neuseeländer Ackerpächt. Brochnow's Ball- und SpezialitätenEtablissement 39 Sebastianstraße 39. Jm prächtigen Naturgarten täglich: Spezialitäten- Vorstellung. Anfang Sonntags 6 Uhr. Entree 25 Pf. Wochentags 8 Uhr. Entree frei. Jm großen Saal: Ball. Gleichzeitig empfehle meine Säle, 500 Personen fassend, zu Festlichkeiten und Bersammlungen. 26212* G. Brochnow. Rohr's Salon, früher Appold, Rixdorf, Knesebecitraße 48/49. Zum fidelen Treffpunkt. Sonntag: Gemüthliches Tanzkränzchen. Gr. Schattiger Garten, Kaffeeküche, 2 verdeckte Kegelbahnen. Für gute Speisen und Getränke sorgt stets H. Rohr, früher Berlin, Naunynstr. 78. Schönhauser Allee Nr. 101/102. Schönhauser Volksgarten gebenst ein. Julius Mierke. Jeden Sonntag: Frei- Konzert. Alle Freunde und Genoſſen lade erNieder- Schönhausen. Linden- Garten, 25. ftr. Einziges freies Lokal mit großem schattigem Vor- und Hintergarten. Gr. Tanzsaal. Kaffeeküche. Regelbahnen. Schönhauser Allee 103. Jägerhaus Neu renov. schatt. Garten( 6000 pers. fass.), gr. Tanzsaal, 4 Regelb., Kaffeek. v. 2 Uhr ab. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin. Jeden Mittwoch: Gr. Volks- Kinderfest. Schönholz, Sirken- Park“, O. Strewe. Jeden Sonntag: Unterhaltungsmusik u. FamilienKränzchen, freier Tanz, Raffeeküche, Volksbelustigungen jeder Art. Fortuna- Säle, Straußbergerstr. 3. Inhaber: H. Birk. 22812* Sonntags: Grosser Ball. Donnerstags: Damen- Kränzchen. Außerdem empfehle meine Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. Kleiner Saal( 40-70 Personen) noch einige Tage an Vereine zu vergeben Jed. Sonntag, Dienstag, Freitag: Gr. FreiKonzert u. Tanz. Gr. schatt. Garten. Saal mit Bühne, 500 Pers. fassend. Kaffeeküche. Alte Taverne" Stralan, Dorfstraße 25, Volksbeluftig. aller Art. Für Vereine u. Fabriken zu Dampferstation.) Sommervergnügung. unentgeltlich. Chr. Schröder. Britz A. Bethge's Concert- und Theaterpark. Chaufferstr. 39. Jed. Sonntag: Gr. Garten- Konzert. TheaterVorstellung. Ball im großen Saale. Achtung: 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Achtung! Sonntag, den 23. Juni 1895: Großes sozialdemokratisches Wald- Fel im Müggelschlösschen in Friedrichshagen, unter Mitwirkung des Arbeiter- Sängerbundes, der Arbeiter- Bildungsschule sowie von Mitgliedern der Freien Volksbühne. Grosses Doppel- Concert ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins. Massengesänge. Volksbelustigungen. Theatralische Aufführungen. Zur Aufführung gelangen: Byzanz. Erbauliche, lebenswahre Darstellungen aus dem Kulturleben der alten byzantinischen Zeit. Unter Mitwirkung von 100 Personen. Geschichtlich treue Kostüme und Dekorationen. Bruder Heinrich aus Mariaberg. Große humoristisch- satirische Darstellungen aus der Gegenwart. Großes Schanturnen des Turnvereins ,, Fichte", Mitgl. des Brand. Arb.- Turner- B. Große Ruder- Regatta, veranstaltet vom Ruderklub ,, Vorwärts". Kinderbeluftigungen( Kasperle- Theater). Spiele für Kinder. Bücher- und Bilder- Verloosung. 16 Die Kaffee- Küche ist während des ganzen Tages geöffnet. Jm Saale von früh an: Anfang des Concerts früh 8 Uhr. Tanz. Billet 25 Pf., zweimalige Ueberfahrt gratis. Fahrgelegenheit: Von allen Stationen der Stadt- und Ringbahn, Dampfer- Gesellschaft ,, Stern", Abfahrt von Kaffee Alsen vor dem Schlesischen Thor von früh 7 bis mittags 11 Uhr halbstündlich. Abends Abfahrt 11 Uhr. Billet für Erwachsene 30 Pfg., Kinder über 6 Jahre 15 Pfg. pro Fahrt. Kremser- Abfahrt von früh 7 Uhr ab Schlesisches Thor. Auf dem Festplate: Verkauf von Wurst, Schinken, warmen Würsten sowie Backwaaren 291/11 Billets zu Ladenpreisen. sind in allen Zahlstellen der ,, Freien Volksbühne und Arbeiter- BildungsSchule, sowie in allen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Es wird dringend gebeten, das Billet sichtbar zu tragen!! Da für Hin- und Rückfahrt in jeder Hinsicht Sorge getragen ist, ersuchen um zahlreiche Betheiligung, Die Vertrauenspersonen. 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Das Komitee. Ahornstrasse 15a, 10 Min. vom Bahnhof. Empfiehlt den verehrlich. Vereinen und Parteigenossen feine Säle( Tanzfalon) zu 100-200 Perf., sowie Garten, KaffeeSteglitz. Restaurant Zum Gambrinus" bor küche, Billard. Für gute Speisen u. Getränke ist stets gesorgt. F. Schellbase. Grünau. Zum frischesten Schoppen. Königs- Garten, Leipzigerfir. 136. f. Wilh. Jakob. Köpenicker Landstraße. Drittes Lokal hinter der Verbindungsbahn. Prachtvoller, Schattiger Garten. Circa 5000 lähe. 4010 elegante Kegelbahnen, Kaffeeküche. Lagerbier 15 Bf. Empfehle meinen neu erbauten gr. Concert- Haal mit Bühne, sowie 2 fleinere Säle zur Abhaltung von Sommerfeßten, Hochzeiten 2c. 2c. Restaurant Treptow. Ahrens. Neue Krug- Allee. Erstes Lokal hinter d. Paradiesgarten. Täglich von dem tüchtigen Orchester des Gr. Tanzsaal. Schattiger Garten. Kaffeeküche( Liter 60 Pf.). 3 Kegelbahnen Berliner Theater", unter Leitung des Musik Direktors Franz Schmitz: Grosses Garten- Concert. 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WeißIm Parquet- Saale: Gesellschafts- Stunde Bier 20 f.,. Bairischbier 10 Pf., Kaffeeküche Ltr. 60 Pf., freie unter Leitung des Tanzlehrers Hrn. Köpernick. Ueberfahrt zum Wald, Bootsverleihgeschäft. Um zahlreichen Besuch bittet Anfang 4 Uhr. Entrée 15 Pfg. Ernst Brüning, früher Judenwiese. Jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag: Frei Concert. von den Stationen Schlachtensee und Wannsee in 20 Minuten zu erreichen, Raffee- Küche von 2 bis 6 Uhr geöffnet. Zwei Kegelbahnen, Franz Gittler, Kietz- Rummelsburg, empfiehlt fich Bereinen und Gesellschaften bei Ausflügen und Landpartien. feber ut. Schöner, fchattiger Garten, Play für Früher Berlin, Mariannenstraße 48.) Nene Prinz- Albertstraße 70. Großer schattiger Garten direkt am Walde gelegen. Ausschank der Brauerei Pichelsdorf. Vorzügliche Küche. 2 Kegelbahnen. Kaffeeküche. Großer Tanzsaal. Beluftigungen aller Art. Stallungen für 100 Pferde. [ 26581* Art. 2000 Personen, Abends prachtvoll erleuchtet. Gute Speisen und Getränke. 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Berliner Weißbier, Bairisch- Bier. Franz Kurzke. Hochachtungsvoll Richard Schiele. für Ausflügler Verantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2.