Nr. 52942. Jahrg. Ausgabe A nr. 270 Bezugspreis: Bentlich 70 Bfennig, monafid & Reichsmart voraus sablbaz Unter Kreuzband für Deutschland, Danzia. Saar und Memelgebiet, Defterreich, Litauen, Luremburg 4,50 Reichsmart, für bas übrige Ausland 5,50 Reichsmart pro Monat. Der Borwärts mit der Sonntags beilage Boll und Reit mit Sied lung und Kleingarten" fowie ber Beilage Unterhaltung und Biffen und Frauenbeilage Frauenftimme erfcheint mochentäglich ameimal Sonntags und Montags einmal Telegramm- Abrene: -Sozialdemokrat Berlin Sonntagsausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 15 Pfennig Anzeigenpreise: Die einfpaltige Nonpareille Beile 80 Bfennig. Reklamezeile 5.- Reichsmart. Aleine Anzeigen bas fettgebrudte Wort 25 Pfennig ( auläffia amei fettgedruckte Worte). fedes meitere Wort 12 Pfennig. Stellengefuche Das erfte Mort 15 Pfennig, febes weitere Wort 10 Bfennig. Borte über 15 Buch. Staben zählen für awel Worte. Arbeitsmarkt Reile 60 Pfennig. Familienanzeigen für Abonnenten Reile 40 Bfennia. Wnzeigen für die nächste Summer müssen bis 4 Uhr nachmittags im Sauptgeschäft. Berlin GW 68, 2inden. trake 3, abgegeben werden. Geöffnet Don 8% Uhr früh bis 5 Uhr nadm. Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutfchlands Redaktion und Verlag: Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-297. Sonntag, den 8. November 1925 Vorwärts- Verlag G.m.b. H., Berlin SW. 68, Lindenstr.3 Boftfchedtonto: Berlin 37 536 Banffonto: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten, Wallstr. 65; Diskonto- Gesellschaft, Depofitentaffe Lindenstr. 3. Geburtstag der Republik. Ein Ehrentag der Sozialdemokratie. Bor einem einzelnen Amtsgerichtsrat in München wird seit Wochen versucht, die Vorgänge einer weltgeschichtlichen Umwälzung noch einmal vor der Mitwelt erstehen zu lassen. Admirale aus der Vorkriegszeit wetteifern mit Generalstabsoffizieren des Kaiserreichs, um den" Dolchstoß" zu erweisen, drch den das deutsche Heer kampfunfähig gemacht und der Boden für die Revolution bereitet worden sei. " Die armen Schächer haben auch heute, sieben Jahre nach dem Zusammenbruch, immer noch nicht begriffen, daß die deutsche Staatsumwälzung vom November 1918 weder von Novemberverbrechern" herbeigeführt noch durch einen„ Dolch fto" vorbereitet werden konnte. Die Revolution als Um wälzung des bisherigen Staatswesens war die notwendige Folge des politischen und militärischen Zusammenbruchs. Sie mar unausbleiblich geworden, nachdem die ganze Front der Mittelmächte in der Türkei, in Bulgarien, in Ungarn nach einem militärischen Ringen von bis dahin unerhörten Ausmaßen im wahrsten Sinne des Wortes zusammenge: brochen war. Sie war auch in Deutschland und gerade hier unvermeidlich, weil die bis dahin herrschende Junkerklasse auch nicht einen Funken von Einsehen in politische Notwendigkeiten gezeigt hatte; weil sie noch bis in die letzten Stunden frampf haft an ihren Privilegien festhielt und nicht einsehen wollte, daß der Frontsoldat von 1918 nicht mehr der Garderekrut von 1891 war, den Wilhelm II. noch zum Schießen auf Bater und Mutter fommandieren zu dürfen glaubte. recht zum Reichstag zu verschlechtern, statt in Preußen das gleiche Wahlrecht einzuführen! Sie tragen ein vollgerüttelt Maß von Verantwortung dafür, daß die Stimmung des Boltes während der Kriegsdauer sich bis zur Revolutionsstimmung steigerte! * Die trübfeligste Erinnerung an die Novembertage von 1918 ist die an die Jämmerlichkeit derer, die vorher Herren spielen wollten. An jene konservativen Führer, die bei den Bolksbeauftragten um Geleitscheine bettelten, damit sie sicher auf ihre Klitschen gelangen tönnten. An jene Prinzen, Grafen und erlauchten Herrschaften, die auf ihren Raubritterburgen den roten Wimpel hißten und fich den Arbeiter und Soldatenräten zur Verfügung" stellten, damit ihnen kein Leid geschähe. An jene Monarchisten, die aus blaffer Furcht Leid geschähe. An jene Monarchisten, die aus blasser Furcht dem alten Ludwig von Bayern Gastfreundschaft verweigerten, als er mit seiner bejahrten Gattin auf der Landstraße einen Unfall erlitten hatte. In jenen Tagen der Feigheit und des Bersagens aller Streise, die bisher die Führung" als ihr angestammtes Recht in Anspruch nahmen, in jenen Tagen blieb die Sozial de motratie, die perlästerte, befehdete, nerfolgte Sozial demokratie der letzte Hoffnungsanfer für alle wahren Baterlandsfreunde. So parador es flingen mag, so wahr ist es: die internationale Sozialdemokratie mußte Deutsch land als Nation retten! In die Hand ihres Führers Ebert Die Revolution von 1918 fiel in einem furchtbaren Herbste gab der letzte faiserliche Kanzler, Mar von Baden, die Gewie eine reife Frucht vom Baum einer langen Entwicklungs- schäfte des Reiches, als alles andere versagte. Obwohl felbft reihe. Sie war weder gemacht noch vorbereitet. Sie tam, ein Thronfolger nach ererbtem Recht, gab diefer Prinz alle meil sie nach dem Erlebnis des Weltkrieges so oder so- Hoffnung und alles Vertrauen in die Hand der Sozialdemofommen mußtel fratie! Das war das Ereignis des Novembers 1918! Zweifellos sind durch den Friedensschluß Tausende von Offizieren plötzlich aus ihrem Kreis geworfen. Zweifellos batten sie ihr Leben ihrem militärischen Beruf und ihrer Karriere gewidmet, und es ist menschlich verständlich, wenn sie die nur an die militärische Unüberwindlichkeit des deutfchen Heeres glauben gelernt hatten von der militärischen Niederlage ebenso überrascht wurden, wie von ihren politischen Auswirkungen. Aber gibt das den mehr oder weniger alten Herren ein Recht, ein geschichtliches Geschehen nur aus dem Sehwinkel eines militärischen Refrutenunterrichts zu betrachten? Sollten nicht auch fie fich bemühen, weltgeschichtliche Ereignisse in weltgeschichtlichem Zusammenhang zu begreifen? Nicht nur Deutschland hat seit den Novembertagen von 1918 ein anderes Gesicht erhalten. Das ganze alte Europa ist verändert. Fürstenfronen, um deren Gewinnung der Welt frieg fogar verlängert wurde, find zu Dußenden in den Staub gerollt. Nicht nur in Deutschland, wenn ihre Zahl auch hier dank der besonderen Berfassung des alten Reiches ungewöhn lich groß war. Alte Staatengebilde mit vielhundertjähriger Geschichte zerfielen. Neue Staaten sind entstanden. Und überall ist die Republik an die Stelle von Monarchien getreten, die demokratische Selbstverwaltung des Volkes an Stelle feudaler Bevormundung. Das ist eine Tatsache, die dem und jenem, der am alten hing, schmerzlich fommen mag, die ihm aber nicht Anlaß geben sollte, über die Mitwelt zu greinen, die weiter blickt als er selbst. * Die Sozialdemokratie hatte ein halbes Jahrhundert, seit ihrer Gründung, für die De motratifierung Deutschlands gefämpft und gleichzeitig für die Durchdringung des öffentlichen Lebens mit sozialem Gedankengut. Sie hatte in Deutschland in schärfstem Gegensatz zu der herrschenden monarchistischen Selbstvergötterung, dem persönlichen Regiment", für den Reichstag diejenigen Rechte gefordert, die er heute hat. Sie blieb allein in diesem Kampfe. Vor dem Stirnrunzeln der Monarchen flappten alle zusammen, selbst wenn einmal der Anlauf zu einer Befferung unternommen war. Wenn das Wort wahr ist, daß an einer Revolution nicht das Volk schuld sei, das sie unternimmt, fondern die Herrschenben, die notwendige Reformen unterlaffen oder verhindern, dann trifft auf die Gesamtheit der bürgerlichen Parteien Deutschlands, insonderheit auf die alten Konservativen und Nationalliberalen der Vorwurf zu, die deutsche Revolution verschuldet zu haben! Sie haben sich gesträubt, notwendige Reformen durchzuführen. Sie weigerten fich, selbst den tämpfenden Feldgrauen das gleiche Wahlrecht zu geben. Sie verhinderten, daß rechtzeitig die demokratische Kontrolle über die Handlungen des unberechenbaren letzten Kaisers durchgeführt wurde. Sie verhinderten, daß dem Reichstag die Rechte eingeräumt wurden, die jedem Parlament in einem demofratischen Bande zustehen. Sie waren sogar bereit, das Wahl* Und das ist ein Ehrenmal für die sozialdemokratische Bewegung! Sie hat, als alles um fie verfant, festgestanden im brandenden Meer. Sie hat, als die Lockrufe von Osten nach der„ Diftatur des Proletariats" schrien, nicht einen Augenblid | vergessen, daß sie die Sozial Demokratie verförpere. Sie hat sich nicht durch den Unsug der„ Spartafisten" beirren lassen und nicht durch Zweifel in den eigenen Reihen. Sie hat überall im Reiche die Führung an sich genommen: In den Staaten, den Provinzen, den Gemeinden. Sie hat sich wieder verläſtern lassen müssen. Aber sie hat die Nationalversammlung durchgefeht und dadurch dem neuen Reich die republifanische Verfassung geschaffen. Sie hat den Best and des Reiches als Einheit gesichert, als die Zerreißung und der Berfall faft unvermeidlich schienen. Nach den revolutionären Novembertagen ist die Reaktion auch in Deutschland wieder erſtartt. Ein Wellenspiel, das überall zu beobachten war, wo in der Geschichte eine Staatsumwälzung auftauchte. Aber mögen die Kräfte der Reaktion sich noch so anmaßend spreizen, fie fönnen nicht ungeschehen machen, was einmal geschah. Sie können das Rad der Weltgeschichte nicht rückwärts drehen, so ungestüm sie sich auch bemühen. Denn in diesem industriellen Lande mit seiner hochentwickelten Arbeiterschaft mögen zwar Zeiten der Not und des wirtschaftlichen Elends tommen, es wird aber nicht gelingen, das Potentatentum von 22 Fürsten wieder aufzu richten, das uns einst beglüdte. Der demokratische Gedante ist durch die Sozialbemofratie feft im Bolt veranfert. Er ist nicht mehr auszurotten. Die Republik ist die Staatsform der Gegenmart und der Zukunft. Ihre demokratische Form mit sozia liftischem Geiste zu erfüllen, ist die Aufgabe der Sozialdemofratischen Partei, an der sie nicht verzagen wird. Eine weitere Aufgabe für sie, die einst die deutsche Nation vor dem Verfall rettete, ist, die volle Einheit dieses Reichs durch Ueberwindung der Kleinstaaterei zu erringen und dadurch die einheitliche deutsche Republik zu einem ge wichtigen Faftor im Konzert friedlicher Bölker zu gestalten! Der 9. November bleibt trop Dolchstoßlügen ein Ehrentag für die Sozialdemokratie und für das deutsche Volk! Mag er auch ein Wegweiser für die Zukunft bleiben! Räumung am 1. Dezember. Amilich wird gemeldet: Der endgültige Beschluß erfolgt noch. Der deutschen Regierung ist heute die Antwort der Botschafterfonferenz auf die letzte deutsche Note in der Entwaffnungsfrage zugegangen. Die Antwort bestätigt die fachlichen Angaben der deutschen Note über den Stand der Entwaffnungsfrage. Wegen einiger Einzelpunkte, die deutscherseits noch als offen bezeichnet worden waren, hat die Botschafterkonferenz die deutsche Regierung aufgefordert, neue Borschläge zu machen. Dabei hat die Botschaftertonferenz erklärt, daß fie nach Empfang der deutschen Borschläge in der Lage wäre, den endgültigen Termin für die Räumung der nördlichen Rheinland30ne feftfehen zu können, und zwar in der Welfe, daß die Räumung am 1. Dezember zu beginnen habe. Die Truppenzahl im besetzten Gebiet. Ueber die Herabfeßung der Truppenzahl im besetzten Gebiet wird in Paris, London und Brüssel verhandelt. Die Bejagungs3iffer ist geregelt durch die Waffenstillstandsbestimmungen vom 11. November 1918, durch den§ 212 des Bersailler Friedensver trages und durch das Rheinlandabkommen. Die Kopfzahl der Befagungstruppen soll nicht höher sein als die Kopfzahl der deutschen Truppen, die in der Borkriegszeit im heute besetzten Gebiet Garnison hatten. Wie wenig sich die Alliierten an diese Vereinbarung gehalten haben, geht daraus hervor, daß sie eine Kopfzahl von rund 127 000 mann unterhalten, während der deutsche Friedensstand rund 64 500 Mann betrug. Geschlossene Berbände von Rolonialtruppen sind allerdings im befeßten Gebiet nicht mehr vorhanden. Neben der Frage der Reduzierung der alliierten Truppenzahl auf den vertraglich zulässigen Stand wird auch die Frage der Ein. quartierung und Unterbringung der alliierten Truppen im belegten Gebiet einer Erörterung unterzogen. Bon deutscher Seite wird versucht, den begründeten Beschwerden der 3ivil bevölkerung abzuhelfen. die durch vertragswidrige Unter bringung von Soldaten bei der Zivilbevölkerung entstanden find. Befferung der Beziehungen zu den Besatzungsbehördenn. Die Ill. meldet: In rheinischen Blättern sind Mitteilungen erschienen, wonach die Behörden des besetzten Gebietes auf Wunsch des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt von Schubert Weisungen erhalten hätten, mit den Besaßungsbehörden freundschaftliche und herzliche Beziehungen aufzunehmen, um auch hier den Geist von Locarno zur Auswirkung zu bringen. Hierbei handelt es sich im wesentlichen nur um die Abänderung gewisser Richtlinien an die im besetzten Gebiet befindliche Beamtenschaft, um die letzten Reste des passiven Widerstandes und des Ruhrkampfes auch auf persönlichem Gebiet zu beseitigen. Es ist aber nicht beabsichtigt, auf die Beamten in dieser Richtung irgendeinen Drud auszuüben. Franzöfifcher Widerstand gegen Befahungsverminderung. Koblenz, 7. November.( TU.) Bon einer Berringerung der fran3ösischen Besatzungsarmee ist bisher noch nicht die Rede gewesen, vielmehr findet man gerade in dieser Frage die heftigsten Wider. stände. Es dürfte eher mit einer st ärteren Belegung ber jezigen und der etwa noch zu verringernden Garnisonen zu rechnen sein. Das 30. französische Armeekorps, das in Wiesbaden und Umgebung stationiert ist, tommt nicht, wie bisher gemeldet murde, in den Kreis Kreuznach und die hessischen Gebietsteile bei Bingen, sondern in den Brückentopf Mainz. Dagegen besteht die Absicht, das 33. französische Armeekorps, das in Bonn stationiert ist, nach Kreuznad und in das übrige Nahegebiet zu verlegen. Wie verlautet, soll die englische Wache in Koblenz verstärkt werden; man spricht von einem englischen Bataillon, das fünftig dort stationiert werden soll. Die Gestellung von Familienwohnungen dürfte hier in Koblenz besondere Schwierigkeiten machen. Spaniens Zollkriegserklärung. Eine amtliche Veröffentlichung. Die„ Gaceta de Madrid" veröffentlicht eine amfliche Berordnung, die den 3ollkrieg Spaniens gegen Deutschland eröffnet. Am 8. November treten demnach die Höchstsähe des spanischen 3olltarifs mit einem Zuschlag von 80 Proz. gegenüber allen deutschen Waren in Kraft, die nach Spanien eingeführt werden sollen. Die Einfuhr deutscher Güter in die Freihäfen der Canarischen Jufeln und in die spanischen Häfen Centa und Melilla wird überhaupt verboten. Ausnahmen find nur mit be fonderer Einfuhrgenehmigung der spanischen Regierung möglich. Sie wollen keine Reformen. Sondern beharre« ans dem alten Kurs. Die Mitteilungen des„Reichsdienst der deutschen Presse", ddsj man in den Kreisen des Rumpskabinetts an eine Reihe von notwendigen Reformen denke, werden bestritten. Weder auf dem Gebiet der Sozial- und Steuerpolitik, noch auf dem Gebiet der Beamtenbesoldung habe die Regierung Reformen in der vom Reichsdienst der deutschen Presse an» gedeuteten Richtung in Aussicht genommen. Dies Dementi ist«in polirisches Armutszeugnis ersten Ranges. Auch nach dem Ausscheiden der Deutschnationalen steht das Rumpfkabinett noch durchaus unter dem Einfluß des reaktionären deutschnationalen Willens. Besonders blamabel ist dabei das Folgende: Der Reichsdienst der deutschen Presse hatte mitgeteilt, daß die Regierung die ge- samtc Handelspolitik künftig auf der Basis einer ziel- bewußten Exportförderung fortführen werde. Damit ist es also auch nichts, sondern es bleibt bei der unmöglichen Handelspolitik, die der deutschen Wirtschaft eine Reihe von Zollkriegen eingebracht haben. Da, Rumpf- kabinett sieht also seine Aufgabe nach wie vor darin, auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet in Deutschland möglichst viel zu ruinieren._ yelfferich und tzttferömg. Eine Erfindung. Im Novemberheft der„Deutschen Rundschau" wird ein Kapitel aus einem im Druck befindlichen Buch von Karl v. Lumm.Karl Helfferich als Wöhrungspolitiker und Ge- lehrter" veröffentlicht, in dem die Behauptung aufgestellt wird. Helfferich habe in einer Besprechung mit Reichefinanz- minister Dr. Hilferding am 18. August Hilferding gegenüber folgenden Sag gesprochen: ..Herr Minister, Sie sangen Ihr« Amtsgeschäste mit einem Bankrott des Reiches an. Ich warne Sie, an» dem einfachen Bankrott einen betrügerischen Bankrott zu machen.� Der„Lokal-Anzeiger" beeilt sich, diesen Satz wiederzu- geben, um die dcutschnationale Parteilegende damit aufzu- frischen, daß Helfferich der Vater der Rcntenmark sei. Wie uns aus sicherster Quelle mitgeteilt wird, ist dieser Satz frei erfunden. 5) e l f f e r i ch konnte ihn nickt gebrauchen, weil er selbst vom Ernst der Finanzlage nicht unterrichtet war und erst von H i l f e r d i n g ins Bild gesetzt werden mußte. Er hatte angenommen, daß 3lZY Millionen Goldmark aus seinem Währungsprojekt genügen würden, um den Dantrott zu liquidieren, während, wie sich herausgestellt hat, 1,2 Milliarden Goldmark knapp ausgereicht haben. Als ihm der Finanzminister Hilferding Einsicht in das Budget gab. war er ebenso konstexniert wie die Kabinettsmitglieder. die dem früheren Cuno-Ministerium angehört hatten. Oer tzer? Staötamtmann. Ei« Nachtrag zum Verfahren gegen Dr. Jaenicke. Im Disziplinarversahren gegen D r. Iaenicke, dem Schmie- gersohn Eberts, wurde der einzig« Zeuge Stadtamtmonn A r n o l d t aus Charlottenburg vernommen. Cr bekundet«, daß er bei seinem Cintreffen im Hotel Pagano die deutschen Eäst« in großer Em- pörung wegen einer Eintragung de» Schwiegersohne« de» ver- itorbenen Reichspräsidenten gefunden habe. Man wollte die Sache den deutschen Zeitungen zuleiten. Darauf habe er, der Zeug«, eigenmächtig und ohne Befragen de» Wirte, jene» Blatt au, dem Buch herausgerissen und es später dem Auswärtigen Amt zugestellt. Diese Handlung ist für einen Beamten mindesten» eigenartig. Er hat sich einer Sachbeschädigung, sogar»ine, Eigentumsdelikte» schuldig gemacht, um eine Denunziation bewerkstelligen zu kännen. Da» ist wohl der ideale Typ eine» Beamten, wie er der Rechtspresse vorschwebt, die über das Urteil der Vlsziplintammer, und versteht sich, über I a« n t ck e herfällt. Am liebsten hätte sie gesehen,«enn Saeni ck« durch den Spruch der Diszipllnkammer als Beamter für immer unmöglich gemocht worden wäre. Die „Deutsche Tageszeitung" überschlägt sich geradezu, sie nennt das Urteil«in Tendenzurteil, das einer weiteren Beschimpfung des Reichspräsidenten gleichkäme. Diese Hetze richtet sich gegen die republikanischen Be> a m t e n. Sie wird betrieben von einer Presie. die für Beamte wie N e h r I n g lstbevolle» Verständnis Hot, für den Disziplin- verstoß eines republikanischen Beamten ober nach drakonischen Strafen ruft._ der Zwiespalt im Zentrum. vuSeinandersetztutge« t« Westfalen. Münster l w„ 7. November.(Eigener Bericht.) Di« Lorberei- tungen zu den Prooinziallandtags- und Kreistags« wählen haben im westfälischen Zentrum zu heftigen Auseinandersetzungen geführt. Di« Zenlrumspartei steht hier bekanntlich unter starkem agrarischen Einfluß, der sich in poli- tischer Beziehung vollkommen reaktionär auswirkt. Antirepubli- kann und ausgesprochene Monarchisten beherrschen stellenweise das Feld. Als sie überall oersuchten, bei der Aufstellung der Ka n d i- daten ausschließlich die reaktionär« Richtung zur Gellung kommen zu lassen, wehrte sich der republikanisch-demokratisch gesinnte Teil der im Industriegebiet wohnenden Zentrumsmitglieder mit aller Entschiedenheit, ohne daß«» ihm gelungen wäre, sich wesenllich durchzusetzen. Infolgedessen sind die aussichtsreichen Stellen«ine» großen Teil» der Wahllisten mit Oekonomieräten, Großbauern und rechtseingestellten höheren Beamten besetzt worden. Die Empörung innerhalb der republikanisch gesinnien Zentrums- anhänger ist sehr groß. Man erwartet, daß sich ihre Vergewaltigung bei den Wahlen zu Ungunsten des Zentrums auswirken wird. Kein Sozialabbau in Preußen. Konferenz der preußischen Landesdirektoren im Wohlfahrtsministerium. Auf Einladung de» Preußischen Minister» für Bolkswohlsahrt fand am Freitag im Wohlsahrtsministerium eine Konferenz der Landesdirektoren der preußischen Provinzen und ihrer Sachbear- heiter statt. Zur Beratung standen insbesondere die Fragen der Durchführung der Tuberkulosefürsorge und der K r ü p- pelfürsorg«. Die Aussprache mit den berufenen Bertretern der Provinzen hatte den Zweck, unmittelbar au» dem prakttschen Leben heraus ein Bild über die bisherige Durchführung und über die künftige Anwendung der genannten Gesetze zu gewinnen. Dieses Bild wurde vermtttelt durch die Referat« der Vertreter der R Heinprovinz und Niederschlesiens und in wertosller Weif« durch die sich anschließend« Aussprache ergänzt. Bei der Besprechung der Tuberkulosebekämpfung er- gab sich als lettender Gesichtspunkt, daß bei aller Pflicht zur Spar- samteit angesichts der Not de« Lölkes vorhanden« Wohl- fahrtseinrichtungennichtabgebaut werden können und daß man daher.danach streben mllsie, durch eine rationell« Zusammen. sossung aller Kräfte mit denselben Mitteln Besseres zu erreichen. Da- bei fanden die Richtlinien der Provinz Grenzmark allseitige Zu- stimmung, die auf eine Zusammenfassung aller beteiligten öffentlichen und privaten Organisationen in eine Arbeitsgemeinschaft abzielen.!Zm wetteren Lerlauf« der Perhandlungen wurden auch die Grundzüg« de» geplante» Irren- g e s« tz e» besprochen und Uebereinstimmung zwischen den An- schauungen der Provinzen und de» Wohlsahrtsministerium» festgestellt. Immunität nach Reichstagsauflösung. Beschluß des RechtsauSschusses. Der RechtSauSschuß de« Rcichjtag« beschäftigte sich am Sonnabend zunächst mit der Frage der Immunität derjenigen Abgeordneten, die nach Ablauf der Legidlaturperiobe oder nach Auf« lösung de» Reichstag» einem dir Zwischen ausschüsse(Au»- Wärtiger Ausschuß und Ausschuß zur Wahrung der Recht« der DolkS- als man dachte, ist in die Dichtung Hebbels übergegangen, und Selbstverräterei übt er besonders, wenn Holoferyes monologisch redet. Die Zwiesprache zwischen dem Assyrier und der hebräilchen Judith wird dann weiter zum Zeugnis dessen,«a» Hebbel der Frau zuzumuten wagte. War es ein Traum, war es seine Erfahrung, daß die Frauen sich in Haß, der mtt Begierde glühend durchtränkt war, zu seinen Füßen winden sollten? Der sexuelle Phantast tobte sich mit Bergnüglichtelt aus. Dielleicht hat er selber gefürchtet, daß er bei all diesem grausamen Spiel einmal den Kopf werde lassen müssen, wie es dem Holofernes auch zustieß. Es ist bestimmt wahr. daß dieser junge Hebbel, der die„Judith" dichtete, in sehr verworrene Frauenschicksale«ivgekettet war und den Untergang sehr nahe über seinem Scheitel sah. Alle Frauen hätte er dulden können, nur kein Kätzchen. Aber Ellen Widmann, die an der Volksbühnen die Judith spielte, um später weiter spielen zu dürfen, verirrte sich vollkommen in die Meinung, daß Judith ein Kätzchen sei. Sie führte, da sie als Besessene zu Halo- fernes kam, eher ein Licbesgeschnurre auf als die tragische Wirrnis, in die sie geraten muß. Dabei widerspricht solches Spiel eigentlich der Nottir der Künstlerin, die mtt einem bersdtfamen Kopfe, durchaus leidenschaftlichen Augen und einem schönem Munde begabt ist. Diesem Munde«ntströntt«in« dunkle, schwere Stimme. Der Stimme wird es schwer, gefühlvoll oder zärtlich zu sein. Sie ist dem Getra- genen eher gewachsen als dem Fröhlichen. So kommt es wohl auch. daß Ellen Widmann sich im Ton« oergreift, wenn die unklaren Ge- fühle des Grauens und der Ueberschwenglichkeit auszudrücken sind. Hier wäre noch viel Studium notwendig. Doch der Regisseur darf nicht entschuldigt werden, daß er seine Künstlerin so ratlos zwischen den Stimmungen hsrumtaurneln ließ. Herr R e u h, der den Holo. fernes spielle, vermied die Gedankentiefe, Verfinsterung. Sein Holo- fernes war mir ein Bluthund, der geil wird und darum sehr bald In da» Todesnetz gerät. Aber der Hebbelsch« Howfernes ist eben auch der Grübler, der gewaltig in sich hinein sinkt und dem Untergang verfällt, weil er eimnal schwächer ist al» seine riesige Ruhmsucht. Vielleicht darf Holofernes nicht der athletische Muskelfpieler sein, al» den Herr Zdeuß ihn auffaßt«. Vielleicht muß er nur sein der Tyrann. den die Nachtgestatten nicht schlafen lassen und der die Wctt zer- stören möchte und der die Götter anpettscht, weil er selbst ein Gott sein will. Hebbel deutet das gleich am Anfang des Stücke» an, da Holofernes gelobt, den Nebukadnezar übermächtig zu machen, um die Macht de» Uebermächtigen dann selber an sich zu bringen. Das sind alles nusstisch« Züge, da» sind alles ungeheuer kam- plizierte Probleme, denen Hebbel sich mtt Inbrunst unterwarf. Auch im Theater darf diese blühende Äeistigkeit nicht allzu arg durch Theattalik banalisiert werden. Max Hochdorf. varletö-Abend im Oesstngthealer..Die grün« Flöte." Wie lange ist es her, daß wir sie zum erstenmal sahen, dies« schwarz- goldene Symphonie in Samt und Bronze, dieses flammende, färben- jubelnde, chinesische Rokokomärchen? Zehn Jahre? Ein Menschen- alter? Jedenfalls war es!n der vorwigmanschen Urzeit des Tanzes. Damals schien die Rcinhardtsch« Tanzpaittomime Epoche zu machen. Heut«, wo eine..Internationale Patomlmen- Gesellschaft' sie im Lessingtheoter auferstehen laßt, er- kennen wir, daß es kein« Epoche, daß es nur«ine Episode war. Vertretung gegenüber der Reichsregierung) angehöre», nnd»ahm einen Antrag an. durch den die Immunität dieser Ausschußmitglieder für die Zwischenzeit sichergestellt wird. Zum Strafoerfahien gegen Kußmann knoll Beschwerden gegen de« Slwnestiebeschlnß. In dem Strafverfahren gegen jinoll und Kußmann ist da« Schöffengericht von Amt» wegen, nicht etwa, wie teilweise vermutet worden zu sein scheint, aus irgend ein« Anregung de» Justizministerium» in eine Prüfung der Frage eingetreten, ob die Preußische Amnestieverordnung anzuwenden sei. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, wird die Staatsanwaltschaft gegen den Amnestiebeschluß Beschwerde einlegen. Luch die Verteidigung will Beschwerde einlegen.___ Zrantreichs Sanierungsversuche. Kopfsteuer und Vermögensabgabe. Paris, 7. November.(Eigener Drahtbericht.) Die mtt großer Spannung erwarteten und am Sonnabend der Oeffenttichkett unter- bretteten Finanzvorlogen stellen zwar nicht, wie man erwartet hatte. beretts ein endgültig abgeschlossenes S a n i e r u n g s p r o g r a m m dar, enthalten aber zweisellos dessen Kernstücke, nämlich die an- gekündigte Schaffung einer Kasse zur Amortisierung der schwebenden Schuld und die zu ihrer Dotierung in Aussicht genommenen neuen Steuerquellen. Als solche sind vor- gesehen zunächst eine von der Gesamthett der Steuerzahler aus die Dauer von 1t Iahren zu erhebende Personal st euer in Höhe von 20 Frank jährlich. Es ist das eine rohe Kopfsteuer, die ohne Unterschied und ohne Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit des einzelnen von dem kleinen Lohn- und Eehaltscmpfäntzcr in gleicher Höhe wie vom Muttimillionär erhoben werden soll. Dieser Plan ist geradezu ein Hohn auf die elementarsten Prinzipien steuer- licher Demokratie und Gerechtigkeit. Die zwette bedeutsamere Borlage enthätt die angekündigte E r- fassung des„Reichtums in allen seinen Formen". Diese Wgab« ist als außerordentliche und einmalige gedacht, was jedoch keineswegs bedeutet, daß sie auf einmal zu entrichten ist. Es wird vielmehr jedem Steuerzahler onheimgesteltt, sich ihrer in Form einer einmaligen Zahlung mit entsprechender Ermäßigung oder in 3 oder 1t Jahresraten zu entledigen. Die Form der Abgabe ist sehr kompliziert, da für jede Art von Dermögensbesitz eine besondere Art der Veranlagung und Erhebung vorgesehen ist. Für den bebauten und unbebauten Grundbesitz beträgt die Abgabe 130 Proz. de» zur Grundsteuer für das Jahr 1926 veranlagten Jahreseinkommens. Für die Unternehmungen von Handel und Industrie soll die Abgabe 80 Proz. de» im Durchschnitt der letzten drei Jahre veranlagten Betriebsgewinns betragen. Dia Unternehmungen de» Bergbous sollen zu einer jährlichen Abgab« in Höh« von 5 Proz. de» Betriebsüberschusses herangezogen werden. Für den mobilen Dermögensbesitz in- oder ausländischer Natur beträgt die Abgab« 15 Proz. de» efsettiven Werte«, zahlbar in 1t Jahresraten unter den gleichen Bedingungen wie die Einkom- mensteuer. Einkommen au» Gehältern» Pensionen, Lcbensrenten usw. unterliegen ebenfalls der Abgabe, soweit sie den Betrag von 60 000 Frank(etwa 8500 M) jährlich übe'» steigen. Di« Abgabe beträgt 3 Proz. für Einkommen von 60 000—100 000 Frank. 4 Proz. von 100000�.200 000 Frank und S Proz. für Einkommen über 200 000 Frank. Aller unproduktive Aermögensbesitz von Privatpersonen und Gesellschaften, insbe- sonder« Mobiliar, Gold- und Eilberwaren, Schmucksachen. Anti. guttäten, Bilder und Sammlungen unterliegen, soweit ihr Wert insgesamt den Bettag von 50 000 Frank übersteigt, einer Steuer von 8 Proz. In der Finanzkommission haben die Dorlagen sowohl auf der Rechten wie vor allem bei den Abgeordneten der Linken schärfste Kritik erfahren. Die Aussichten für ihr« Annahme werden außerordentlich skeptisch beurteilt. Für die Sozialisten hat der Abgeordnete Dincent Auriol beretts einen Gegenvorschlag«ingebracht, der die Schaffung einer einheitlichen Abgab« auf alle Vermögens- werte fordert. Ein Umweg, ein Irrweg. DI« Entwicklung geht auf ander« Ziele. Auf eine szenische Kunst, die Farbsormen und Töne zu einheitlichen rhythmischen Organismen zusammenschließt. Wa» hier gegeben wird, ist stilistert« Schauspielerei mtt Tanzeinlagen. Ein Zwitter- gebilde, das nur mtt Hilf« des gedruckten Programms verstanden wird, nicht, wie das moderne deutsche Tanzdrama, unvermittett zur Seele dringt. Optische Orgien, die die äußeren Sinne beschäftigen. Amüsierkunst, Zerstreuungskunst. Dariet4.— Don den drei vonto- mimischen Einaktern, die den Abend einleiteten, zeigten zwei den- selben Charakter: dt« technisch virtuose Marionettenparodie.Dos Leben hängt an einem Faden" und die Dexierszenc .Spiegelbild". Der dritte, das Straßenbild.Broadway", war stilistisch einheitlicher. Der Rhythmus der Bewegung und der suggestiven Musik gingen gut zusammen. Aber die Wirkung litt unter choreographifcher Phantasiearmut und Monotonie. Träger der Hauptpartten: Katta Sterna, dl« die settene Fähigkeit besitzt, hohlen Ballettformen persönliche Ausdruckskraft zu gebe". ihr« jugendlich-anmutige, tänzerisch noch unfertige Schwester Maria S o l v e g und Ernst Matrey, stark in der Groteske. I. S. Kaiser» Zudlkh Komädi«. Bei der gestrigen Erstaufführung von Georg Kaisers„Jüdischer Witwe' im Theater am Schiffbauerdamm wäre«e beinahe zu einem frisch-fromm- fröhlichen Theaterskandal gekommen. Man pfiff bei offener Szene. Beim Fallen des Dorhonges kämpften Rufe der Empörung und der begeisterter Zustimmung um die Uebermacht. ein äußeres Zeichen dafür, daß es sich um eine künstlerisch bemerkenswerte Angelegen- heit handelt. Kaiser hat in seiner.Lüdischen Witwe' die biblisch« Iudith-iiegende jeglichen Schimmer» von Pathetit entkleidet und sie mtt grimmigem Humor und glitzerndem Geist in seinem Sinne umgemooell. Karl Heinz Martin verlieh der Komödie in seiner bizarr schimmernden Inszenierung dramatische Bewegtheit. lieber die imerejsante Ausführung und dl« entzückend« Gestaltung?- kraft der Hauptdarstellerin Else Eckersberg soll am Montag noch ausführlicher gesprochen werden. Dgr. Staatsoper. In der beutige«.TamchZuser'-Aufführung fingt Barbara K« m p die Parti« der Elisabeth. Paul Casflrer erötznet am S. ein« SonderauSltellmig.Sanbschaitev von O S t a r Kokoschka-, die zum erstenmal den Künftler al» Land- IchasiSmaler von den Bniingen seine» Schaffen» bi»»u den Schöpsungen de» letzten Jahre» au» Südsrankreich, Spanien und Holland umfallend vor- tührt. Auch die Mutten haben ihren Besitz an Koloschka-Landschaslen sür diese Schau zur Verfügung gestellt. .Zaag« Lichter»ar dt« Jroutl- Montag, den 9., abend« 8 Uhr. Lande». bau». Mattbäikirchftr. zoiSl. zweiter Abend.-AlionS Paquet Sprecher: Erna Feld. Fra», Sonrad Hoesert. Mittler: Leo Hirsch. Zutritt t o st e n I o». TNvseum für Aleer«, binde. Am 10. Nov., abend» 8 Uhr. spricht Pros. Dr. I a e l« l über.DieSinttlut unddieLrcheNoah-.(Vit Lichtbildern.) Karten sind täglich und am Vortragscbind im Museum sür Meer«»künde. Seorgenstr. SS/SS. zu erhalten. Mufltabend der Kovembergrupp«. Da» nächste Konzert der November. gruppe iindel am 13. im neuen Arotrian-Stetnweg-Saal, Belleuueftr. 14, statt, vier Werte der Drager Komponisten B. Martin». ft. Armann. K. B. Jira! und E. Schulhoff gelangen zur Uraussllhruilg durch da« Novak-Fvank-Ouartett, Prag. November. TSoa Hans Heinrich Strätner. Bon durchgeistigten Farben des Herbstes waren alle Dinge umhaucht und große versonnene Augen ruhten über der Landschaft. Gab mich den Tagen hin mit Nerven, wie Eominerfäden, die zucken und knistern und zittern, wenn sern«in Vogel krächzt, ein Blatt vom Baume sich löst, in herbstlich herber Lust durchsomtte Gedanken hängen. Mein Kind, wir gehen durchs falb« Laub. Leise singt es sein Totenlied. Es stimmt schwermüttg. Dein Lachen ist eingeschlummert. Dort löst sich das letzte Blatt vom Baum. Es fällt, taumelt in bleichen Sonnenhänden, jetzt müde aufleuchtend, jetzt Im Baumschatten ver- glühend. Herber rauschen die Blätter, schwerer drückt da» Wetter. Du fühlst den Schaum de» Bergehen«, die du katim da» Wunder des Werdens ahnst. Kahle Birkenzweig« ranken in Sonn«, in untergehend«. Rocht- wind trägt herbe Klänge in rätselhaften Händen, entführt sie un- gelöst, im falben Laiibe raschelnd. Wir stehen einsam, rätselbang. !!»» ist so weh, so seltsam weh im ungelösten Schwelgen. Die bunte Pracht de» Herbste» löst der Nordwind. Durch die i'lattentblößten Bäume rückt die Weit« näher, wir gehen durch» salb« Laub, olles nüchtern überdenkend ohne Leidenichast. in Traum- Müdigkeit. Vom stahlliarten Blau des Himmels hebt sich.unser Leben nur schwach ab, wie«in müder Sommervogel.... Wenn Sturm losbricht, stehen wir fest, Bruder Mensch, wie die »otzigen kahlen Bäume. Mögen dann die Kinderträum« von uns abfallen wie Blätter des lauen Lenze». Wir sind auf harten Grund gepflanzt, hart geworden in Fronarbeit, aber nicht lebensschwach und unfroh, denn über unserem Leben steht eine Idee, für die«» sich lohnt, alle Kräfte einzusetzen. Im Novembersiurm 1918 pflanzten wir da» Banner der neuen Zeit, im Novembersturm 1926 halten wir es hoch! Volksbühne. „Judith" von Hebbel. Regie Fritz Holl. Iudüh, die auszieht, um dem Assyrier Holofernes den Kopf abzuschlagen, war gewiß eine Besessene. Der Kamps, in den ihre sinne geraten, sst nur d'e reale Erregung de? armen Weibes, das ihr Land retten möchte. Hebbel wollte die heroische Empfindung und die sexuell« Trance durcheinander mischen. Sein erstes Stück war diese„I u d! t h'. Er zählte noch nicht dreißig Jahr«, aber die Frauen hatten seinen Weg vielfach gekreuzt, oder vielmehr, er botte sich ihnen leidenschasttich entgegengestellt. Und in ihm selber iebie ein gut Teil von dem Temperament de» Holofernes, der kall- Hütig zuschauen kann, wenn die Frauen sich vor seinen Augen um» bringen. Aue Dokumenten, die bisher nicht sehr zugänglich waren. wurde eben diese raffinierte Menscheufresserei, der Hebbel von Jugend n»f bis in lein« späten Tage huldigte, enthüllt. Biel mehr Nachlese zum Zest. Aus Lugano wird uns unter dem 8. November, asio unmittelbar vor der„Entdeckung" des„Komplottes" gegen Mussolini geschrieben: Die Faschistenfeste sind vorüber, mit großen Maffenver- schiebungen von Schwarzhemden, Gratistransporten aus öffentlichen Mitteln, Reden. Feiern, Feuerwerk usw. Man ist mit Worten geschwollen bis zum Platzen.... In einer ssiner zahllosen Reden, die alle damit anfangen: „ich will keine Rede halten", hat M u s s o l i n i außer den be- kannten und bewährten Zutaten, wie„Pulver trocken halten", „Gewehr bei Fuß",„bereit, zu sterben und zu siegen",«für das heilige Andenken unserer Toten", folgendes gesagt: .Legionärel Für das nächste Jahr gebe ich euch ein Stelldichein, aber der Ort bleibe unbekannt. Ich habe die mathematische Sicherheit, daß ihr all« meinem Ruf» folgen werdet.(Rufe aus der Menge: Ja. ja. wir werden alle kommen). Ich habe die mathematische Sicherheit, daß ihr hingehen werdet, wo ich euch zu gehen heiß«, und daß ihr bereit seid, der Gefahr, dem Tod« entgegen zu marschieren, weil ihr fühlt, daß das Leben nichts ist, wenn die höchsten Interessen des Daterlandes auf dem Spiele stehen". Was ist mit diesem Rätselwort gemeint? Krieg mit Frankreich, sagen die einen: Verdrängung einer alten Dynastie durch eine neue, des Königreichs durch das Kaiserreich, sagen die andern; es ist nichts als der übliche Bluff, sagen die meisten, wie die am 3. Januar verkündete Klärung innerhalb 48 Stunden. Wir denken, da die 48 Stunden heute offenbar noch nicht herum sind, wird auch das Jahr entsprechend ausgiebig werden. Einstweilen hat der Verband der„Mütter und Witwen der Kriegsge- fallenen" Mussolini eine goldene Kaiserkrone ver» ehrt mit einer Widmung, die den Empfänger als den Wür- digsten für dieses Symbol bezeichnet. Davon, daß in der Nacht vom 27. zum 28. Oktober in einem Viertel von M o l i n e l l a die Häuser der Führer der dortigen Gewerkschaftsbewegung angezündet worden sind, wobei man nur mit knapper Not diekleinenKinder vor dem Tod in den Flammen rettete, schweigt die Presie. (Und der ehrenwerte WTB.-Direktor M a n t l e r attestiert dem„hervorragenden Staatsmann" Muffolini unter anderen Lobhudeleien, daß in Italien die schönste Ruhe herrsche! Red. d.„V.") Alle Gewalttat ist offenbar noch nicht zum Staatsmonopol geworden. Da man in Molinella, um das Verderben eines Teils der Ernte zu verhindern, auch die boykottierten Gewerkschaftler brauchte, haben diese mehrere Tage gearbeitet: nachher bot man ihnen weitere Arbeit durch Vermittlung der faschistischen Korporationen an, auch ohne ihren Beitritt zu fordern. Die Leute lehnten ab, unter Hin- weis auf ihren eigenen Arbeitsnachweis. Daher die„ge- rechte Strake". Alle Schönheiten der Auflösung des talieni- fchen Presseverbandes, mit Ersatz der antifaschisti- fchen Leitung durch faschistische Kommissäre, sind umnöglich bei der telegraphischen Berichterstattung hervorgetreten. Schon längst vor den Bluttaten von Florenz war der Dorsistende des Schiedsgerichts der Journalisten, der Frei- ma'n-er M« o n i, durch Florentiner Faschisten aus Rom »erbannt worden, unter Androhung der Er« m o r d u n g. Um dann die Freimaurerhetze in dem von Farinacci angeregten Sinne vorzubreiten, veröffentlichte ein römisches Nationalistenblatt ein gefälschtes Rund» schreiben des Vorsitzenden„des Hohen Rates der 33", in dem eine Art Komplott mit dem Ausland gegen den Fa- fchismus befummelt wurde. Die Frückte dieses Schreibens wurden in Florenz am 8., 4. und 3. Oktober geerntet und waren ausgiebig. Der Bildhauer Ettore Ferrari, dem man das falsche Schreiben untergeschoben batte, wendete sich an den italienischen Presseverband um Feststellung der Fälschung. Dieser forderte das Fälscherblatt auf, den B e w e i s der Echt- heit zu bringen. Die Ehrenmänner der Redaktion lehnten ab; gleichzeitig forderten sie den sofortigen Zusammentritt des Schiedsgerichts. Dieser tonnte natürlich nicht erfolgen, da Meoni vertrieben ist. Man konstatierte also, daß de? Presseverband nicht funktionsfähig war, und löste ihn auf. Der Mai- l ä n d e r Vresseverband folgte, dem T u r i n e r erwartet das gleiche Schicksall Und es leuchtet auch Schönes am Horizont. Nachdem das Ausland mit kommunistischen Zellen beglückt war, wird es nunmehr mit faschistischen beglückt werden, deren Seele und Kitt die Spionage sein wird. Nichts ist dem gesunden Gefühl des Italieners verächtlicher, wie Svitzelei: im neuen Regime strahlt alles Praktische und Nükliche von ihr aus. Durch sie kommt man. wenn nicht gerade„nackt ans Ziel" so doch ans Ziel. Man lefe die nachstehende R e- folution des Kongresses der Auslandsfaschisten: „Indem der erst« Kongreß der italienischen Fasci im Ausland« feststellt, wie verderblich für den guten Namen und die Intercsien Italiens die fanatische Aktion sener Italiener ist, die als Sklaven der Porteileidenschaft oder im Dienst fremder Interesien, zum Mittel- punkt oder Werkzeug der Herabsetzung ihres eignen Vaterlandes und zu Verleumdern seiner Institutionen werden, konstatiert er mit Bedauern. daß es für dieses Verbrechen, das die Selbstachtung Jedes Menschen als Bürgers eines Daterlandes tief verletzt, keinerlei internationale Sanktion gibt, und wendet sich Im Namen der außerhalb der Grenzen für Italien wirkenden Italiener, die bereit find, sich für Italien zu opfern, an die das Vaterland neu er- bauende Regierung, auf daß ein besonderes Gesetz endlich festsetze, daß es einem Italiener nicht freisteht, im Namen der Gedanken- und Redefreiheit fein eigenes Land zu verleumden, damit für dieses Verbrechen— das dem Verrat gleichkommt, die nachftehendenStrafen sanktioniert werden: t. Verlust der lkaNenischen Skaat-angehörlgket«: 2. veschlagnahme der In Zlalieu befesleneu Güter: 3. Zuchthaus: 4. verbot der Handels- beziebungen mit 3 lallen". Man denke sich, welch reizendes Leben das in jeder italienischen Kolonie iin Auslande werden wird. Der-ine wird den anderen ausschnüffeln, besonders den, der etwas zu beschlagnahmen hat. Wir sind unbedingt für„Gewinnbeteiligung des Angebers". Sonst könnte die rechte Begeisterung sehlen. Zum Schluß sei gesagt, daß die F i a t w e r k« in Turin am t. November 600 Arbeiter entlassen heben. Offiziös beißt es dazu:„Mebr denn als Ausdruck einer Krise ist diese Entlassung als ein Schrill zu deuten, durch den man Störungen zwischen der Zahl der Bestellun- gen und der Produkt ionskraft der Arbeiter vermeiden will."(!!) Das ist freilich ganz was anderes als eine Krise! Wilhelm unü i Cine Erinnerung Im September 190Z standen zwei verantwortliche Redakteure des „Vorwärts", die Genossen Karl Leid und Julius Kaliski. vor einer Berliner Strafkammer unter der Beschuldigung. Wilhelm II. dadurch beleidigt zu haben, daß sie ihm unterstellten, er würde möglicherweise vor einer Revolution ausreißen. Zwar war in den angefochtenen Artikeln von Wilhelm II. selbst nicht die Rede gewesen, sondern nur van gewissen.Hofkreisen", in denen abenteuerliche Pläne geschmiedet würden. Aber Staats- wall und Gericht meinten, eine Hofgesellschaft ohne den Kaiser sei nicht denkbar und Behauptungen, die gegen die Hoftgesellschaft auf- gestellt würden, mühten deshalb ohne weiteres auch den Kaiser treffen! Es handelt sich um einen damals großes Aufsehen erregenden Artikel, den der„Vorwärts" in seiner Nummer 190 vom 16. August 1903 unter der Ueberschrist »Die Kaiserinsel" veröffentlicht hatte, und mehrer« andere Artikel, die im Anschluß hieran auf Grund einer heftigen Zestungsfehd« erschienen waren. In dem ersten Artikel wurde gesagt, daß in Hofkreisen höchst sondbar« Pläne erörtert werden. Die große Döberitzer Heer- stroße, deren Zweck nicht recht erkennbar gewesen sei, würde ihre eigentliche Bestimmung in einem Projekt erhalten, das auf gewisse, ebenso unbegründete wie düstere Stimmungen schließen lasse. Der Plan gehe dahin, avf der Znsel Pichelswerder ein �amlllenschloh des Kaisers jn errichten, das der kaiserlichen Familie zum künftigen Aufenthalt dienen solle. Die ganze Insel solle in den vesih der Krone übergeführt nnd dann streng von der Außenwelt abgeschloffen werden. Durch die Döberitzer Heerstraße könnten dann in kürzester Zeit Truppen um die Insel konzentriert werden. Auch sei eine besonder« Art der Aushebung der Gardetruppen geplant und eine besonder« Anwendung des Enteignungsrechts solle zur Durchführung des Planes dienen. Man gehe weitet mit dem Gedanken um, die Insel, den Heerstraßenbezirk und die Spandauer Stoatswerkställen zu einem besonderen Verwaltungsbezirk und Reichstagswahlkreis zu ver- einigen, in dem nur noch Angestellte des Kaiser« wohnen dürfen. Man zerbreche sich am Hose über die Zukunft der Monarchie den Kopf. Daß man aber bei Hose gcsliffeallich und ohne jeden Anlaß derartige Aufruhrphanlasieu verbreite nnd de« Thron nur noch auf einer militärisch geschützten Znsel für gesichert halte, zeige. daß allerlei Geister tätig seien, welche ein Znlereffe daran haben, durch Erzeugung schwarzer Vorstellungen die Geschäfte der Reaktion und des Junkertums spekulativ zu fördern. Nach der Meinung der Anklage geh« die T e n d« n z der Artikel dahin, den Kaiser selbst als denjenigen zu bezeichnen, der die „höchst sonderbaren Pläne" entworfen habe und betreib«. Cs werde zwar immer nur von Hofkreisen", Hofleuten",„bei Hofe tätigen Geistern",„hohen Projekten" usw. gesprochen, dies fei aber nur«ine vorsichtshalber beliebte Verhüllung, denn die vom Verfasser gewollte Beziehung der Kaiserinsel-Artlkel auf den Kaiser selbst leuchte deutlich hervor. Die Artikel seien für den Kaiser beleidigend, denn es werde ihm angedichtet, er sei au« wahrhafter Angst vor dem Aufruhr auf den Plan gekommen, zu seinem und seiner Familie Schutz, nötigenfalls unter Mißachtung der Gefetze, sich auf die zu einer Beste verwandelten Insel Pichelswerder zurückzuziehen und Terror in Italien. Verhaftungen— Beschlagnahmen, aber keine Veweise! Rom. 7. November.(Eigener Drohtberichl.) Zm Zusammen. hang mit dem angeblichen Aklenlatsplon gegen Mussotinl sind am Freitag und Sonnabend in ganz Italien neue verhasiuugen vorgenommen worden. Allerdings erfährt man über die näheren Umstände nur etwas au» der allein geduldeten faschistischen Presie. Daß ihre Angaben in jedem Falle zur Hälfte erlogen sind, ist längs ermiesen. Ausfallend ist, daß die Faschislenblätter die fortgesetzten Verhaftungen zwar melden, ober nur in ganz wenige» Fällen die Rameo der angeblich an dem Somvloil beteiligten nnd verhasteten Personen zur Kenntnis geben. Inzwischen ist der gleichzeitig mit dem General Eapello verhaftete Redakteur O u a g l i o wieder aus freien Fuß gesetzt worden, well ihm nicht da» geringste nach- gewiesen werden konnte, und er im Gegeniell vewei» zu führen verstand, daß seine Person mit dem sogenannten Attentat nichts zutun hat. Dagegen wurde der Bruder de» Generals Eapello ebenfalls in Hast genommen. Außer lhm sperrte man noch den Chefredakteur des in Genna erscheinenden„Lavoro". A u- saldo, somie die beiden Gewerkschaftsführer Acquoroue und M a n g e n i von der Kohlentrimmerorganisatioa ein. Ins- gesamt wird die Zahl der allein in Genua festgenommene« Personen auf acht beziffert Di« endlosen Verhaftungen sind begleitet von der Unterdrückung der gesamte« oppositionellen Presse. Am Sonnabend nachmittag wurde t« der Ktrche Ularia degll Äugelt, w der alle offiziellen Feiern der Faschisten stattfinden, ein feierlicher Gottesdienst für die Errettung Mussolinis ab- gehalten. Aehnllche Feiern sind auch für die nächsten Tage ge- plant, damit das Mitleid für den erreiielen Heros um Gottes willen nicht so schnell erblaßt. Aber auch da» dürste wenig nützen, denn langsam dringt allaemein der Eindruck durch, daß es sich um ein fingiertes Attenlat mit dem Zweck gehandelt hat. eine Handhabe zum Verbot der Freimaurerbewegung und der fozia- llstischeu Organisation zu haben. Französischer Protest. Paris. 7. November.(Eigener Drahtbericht.) Die Andeutungen der italienischen Zeitung„Epoca", wonach die Untersuchung de» angeblichen Mordanschlags gegen Muffolini Beweise für die Mit- Wirkung einer fremden Macht ergeben haben soll, werden in Pari« als eine offensichtlich gegen Frankreich gerichtete Ver- d ä ch t i g u n g mit großer Schärfe zurückgewiesen. Da es ein offenes Geheimnis sei, schreibt der..Iniransigeont", daß der Ab- geordnete Z a n i b o n i in der letzten Zelt sehr häufig in Paris gewesen ist. bestehe Grund zur Annahme, daß die Anspielungen der „Epoca" sich gegen die französische Regierung richten. Angesichte der Leichtfertigkeit dieser Anklage werde man erwarten dürfen, daß die italienisch« Regierung diese Verdächtigung mit aller Entschieden- heit zurückweisen wird._ ver griechische Unlerrlchtsminlster Rufo» ist von dem Mmister- präsideuten BangaloS zum Aurenminister und der ehemalige Ab- geordnet« LivatbhnepuloS zum UnterrichlSminister ernannt worden. Das Finanzministerium wird PangaloS vorläufig selbst übernehmen. m Revolution. an die Kaiserinsel. streng von der Außenwelt abzusperren, um bei Ausbruch einer Revolution mit Hilf« der Döberitzsr Heerstraße in kürzester Zeit Trupoen um die Insel konzentrieren zu können. In seinem Plaidoyer ließ sich der damalige Oberstaatsanwalt I s e n b i« l zu folgendem Hymnus auf den mutigen W i l- Helm II. hinreißen: „Wer den Charakter und die ganze Persönlichkeit unseres Kaisers kenne, der werde und könne unmöglich glauben, daß ein solches Projett in seiner nächsten Umgebung ventiliert werden könnte, ohne daß der Kaiser eine ganz bestimmte Stellung zu einem solchen Plan nähme... Die Behauptung, die der Artikel aufstell«, stelle eine schwere Majestätsbeleidigung dar, denn fle suche die Ansicht zu erregen, daß der INouarch in blasser Furcht vor der Revolution und in ernster Sorge um seine Sicherheit sich merkwürdigen Plänen zuneige: daß er daran denke, sich vor dem Anstürmen der Reoolullon in Sicherheit zu bringen. Dos fei eine grobe Beleidigung für den Monarchen, der mit fester Hand das Steuer des Stoatsschiffes lenke, einer Persönlichkeit gegenüber, wie unser Kaiser, der bis jetzt noch nie den g«- ring st en Grund genommen habe, sich vor seinen, Volke abzuschließen, der sich fast täglich seinem Volke zeige, seine Spaziergänge Im Tiergarten usw.! Einem solchen Monarchen werde gesagt, er traue nicht mehr seinem Dolle und auch nicht mehr seinem Heere. Wenn solche Pläne wirklich gefaßt würden, daun würde das an T i b e r i u s erinnern, der sich be- kanntlich auf Anroten der Prätorianer auf die Insel Caprea« zurückgezogen hatte. Aehnliche» werde hier dem Kaiser an- gedichtet." Das Gericht hielt, nachdem alle möglichen Hofmarschälle und Hofbeamten die Existenz eine» solchen Planes abgeleugnet hallen, ebenfalls eine Beleidigung Wilhelm» II. für vorliegend. Es ver- urteilte den Genoffen Karl Leid zu neun Monaten Ge- f S n g n i s und zum Verlust seines Stadtoerordnetenmandats, Kaliski wegen Beleidigung des Hosmarschalls vonTrothazu vier Monaten Gefängnis. In der Urteilsbegrüichung hieß es ganz wie beim Staatsanwalt: „Es sei kein Zweifel, daß der Artikel auf den Kaiser gemünzt sei. Dies geh« hervor aus der Ueberschrist„K a i s« r l n s e l", aus der Bezugnahme auf die Döberitzer Heerstraße, aus der de- hauptung, daß der Plan schon schwarz auf weiß feststehe, und aus der Tendenz des„Vorwärts", die nicht dahin gehe, den Kaiser vor der Hoskaramille zu schützen, sondern die Autorität der Krone zu untergraben. Der Gerichtshof habe den ehroerlctzenden Charakter des Artikels unbedingt bejaht, denn es werde behauptet, daß der Salier eingeschüchtert sei nnd nicht davor zurückschrecken würde, den Plan mit ungesetzlichen Mitteln durchzuführen. Jeder weiß, daß der Kaiser keine Furcht vor Menschen hat und sich sehr oft seinem Volke zeigt... Da» Urteil wurde am 25. September 1903 gesprochen. Fünfzehn Jahr« später kam die einstmals befürchtete Revolution wirklich. Da Hölle sich der Kaiser doch eigentlich„seinem Volke" zeigen müssen, wenn er es nicht vorzog,„an der Spitze seiner Truppen zu sterben". Aber nichts von dem geschah! Als die Regierung mit ihm in Berlin oerhandeln wollte, rückte er heimlich ab ins Hauptquartier nach Spa, wo er sich sicher glaubte. Und als es selbst dort brenzlich wurde, flüchtete«r zwar nicht nach Pichelswerder, wohl aber nach Holland, allwo er heute noch ein geruhsames Leben als Schloß- Herr führt. War es nun tatsächlich«ine Beleidigung, wenn man dissttn-■ Mann wirklich Furcht vor der Revolution zutraute und da»— wenn auch nicht direkt und eindeutig— im„Vorwärts" fünfzehn Jahre vorher zum Ausdruck brachte? flus üem tschechischen Wahlkampf. Tie Partei des Jnnenininisters predigt Terror. Der Kampf für die am 15. d. M. vorzunehmende Parlaments- wohl ist sehr lebhaft. Große Erregung hat es hervorgerufen, daß da» Jugendorgan der tschechischen Agrarpartei, deren Führer Mi- nlstecpräsident Dr. S v e h l a und Innenminister M a l y p« t r sind, die bäuerlich« Jugend auffordern konnte, Wahlredner aller anderen Parteien hinauszuhauen, ohne daß sich der Staatsanwalt gerührt hat. Das tschechisch-sozialdemokratifche Hauptorgan„Provo lidu" (Voltsrecht) fordert daher den Rücktritt Machpetrs. der ungeeignet sei, die Agitationssreiheit aller Parteien zu sichern: das Blatt droht, daß die tschechische Sozialdemokratie als Mitglied der Regierung«- koalition diesen Rücktnll fordern werde. In unseren sudetendeutschen Parteiblättern wurde der Abdruck jenes Terrorausrufs konfisziert, während ihn tschechisch« Blätter ungehindert mitteilen konnten. Auf die rechtsagrarische Partei des P r a s ch e ck, die von der Soehla-Partei abgesplittert ist, wird ein scharfer Behördendruck durch Absetzung als Beamte, Anhängen von Schutzgesttzprozeffen usw. ausgeübt, wie es scheint, mit Erfolg: zahlreiche Kandidaten sind ibr davongelaufen. Internationale tzanöelskammer. Einsetzung von Arbeitsausschüssen. Pari», 7. November.(WTB.) Die Arbeiten der Tagungdes Verwaltungsrats der Internationalen Hondtls- lamm er. die Freitag abend ihren Abschluß gesunden haben, galten in dem formellen Teil hauptsächlich der Einführung der deutschen Delegierten. Des weiteren hat Präsident Leas den Mitgliedern des Verwaltungsrates eingehend über alle fett der letzten Verhandlung gefaßten Beschlüffe Bericht erstallet. Von Wichtigkeit ist der Be- schluß, an Stell« des in Brüssel geschaffenen Komitees für den wtrt- schastlichen Wiederaufbau nunmehr drei Ausschüsse«inzu- seyen, von denen der erste sich mit der Transferierung»- frag«, der zweite mit dem In Brüssel gestellten Antrag Ell Iostah Stomps beschäftigen soll, ob es möglich sei. die Ausführung ö f f e n t- licher Arbeiten zum Tell auf Reparationskostsn durch- führen zu lasten, auch wenn es sich um Länder handelt, die nicht an den Reparationslieferungen interessiert sind. Der drille Ausschuß soll sich mll Wtrtschasts- und Zollsragen beschäftigen. Die Zusammensetzung der drei noch zu schaffenden Ausschüsse ist noch nicht bestimmt worden. Es wurde jedoch beschlossen, daß In allen drei Ausschüssen Deutschland vertreten sein sost. Die nächste Sitzung des Verwallungsrates der Intenmtionalen Handelskammer wird am 5. M ä r z 1 v 2 6 in Pari» stallfinden. Die deutschen Delegierten sind bereits heut« noch Deutschland zurückgereist. Sozialistische Abrüstungsarbeit. Di« polnisch« sozialistisch« Par- tei hat im Sejm die Herabsetzung des stehenden Heeres von 300 000 auf 150000 Mann und die Verminderung der Dienstzeit auf ein Jahr beantragt. Bei Annahme des iozialistijchsn Antrages würden jährlich 200 Millionen Zloty erspart werden. Das Heeresbudget beträgt zurzeit rund 700 Millionen Zloty. Gewerkschaftsbewegung Vor einem Kampf in den Verkehrsbetrieben. Straßenbahn- Hochbahn- Aboag. Um Freitag haben die Funktionäre der Hochbahn und der Aboag zu dem ablehnenden Verhalten der Diret. tionen Stellung genommen. Für die erregte Stimmung in den Betrieben spricht ein Untrag, in dem verlangt wurde, am Mittwoch eine Bollversammlung der beiden Berkehrsbetriebe über den Streit entscheiden zu lassen. Es war angesichts dieser Stimmung sehr schwer, die Funktionäre dahin zu bewegen, die Verhandlungen mit der Straßenbahn am Dienstag, sowie die Schlichtungsverhandlungen mit der Hochbahn und Aboag am Mittwoch abzuwarten. Nach einer regen Diskussion wurde beschlossen, die Ergebniffe dieser Verhandlungen einer Berfammlung der Funktionäre aller drei Berkehrsbetriebe zu unterbreiten Bon dem Verhalten der Straßenbahndirektion sowohl wie von der Entscheidung des Schlichtungsausschusses wird es abhängen, ob es zu einem& ampf in den Berliner Verkehrsbetrieben fommen wird. Es ist zu erwarten, daß von den maßgebenden Stellen nichts unversucht gelassen wird, diese Bewegung auf friedlichem Wege beizulegen. Die Lohnbewegung der Eisenbahner. Auch die Berliner Eisenbahner stellen Forderungen. Wie wir bereits gemeldet haben, find in einer ganzen Reihe von Direktionsbezirken der Reichsbahn Forderungen der Eisenbahner eingereicht worden. Auch die Bezirksver. waltung Berlin des Einheitsverbandes der Eisenbahner Deutschlands hat nunmehr an die Reichsbahndirektion Berlin den Antrag auf Verhandlungen gestellt. Die Bewegung der Eisenbahner ist vornehmlich darauf zurückzuführen, daß die Hauptverwaltung der Reichsbahn den letzten Schiedsspruch, der im Reichsarbeitsministerium gefällt wurde, nicht zur Durchführung gebracht hat. Dieser Schiedsspruch hat bekanntlich eine allgemeine Erhöhung der Eisenbahnerlöhne abgelehnt und nur einzelne Kategorien mit unzureichenden Lohnzulagen bedacht. Selbst diesen Schiedsspruch hat die Reichsbahn nicht zur Durchführung gebracht. Es muß dabei daran erinnert werden, daß der Reichsver band der deutschen Industrie in seinem Beschluß, der den Abbau der Pensionen der Eisenbahner fordert, ausdrücklich Bezug nimmt auf die durch den Schiedsspruch erhöhten Personalausgaben der Reichsbahn. Also einerselts wird in der Deffentlichkeit erzählt, der Reichsbahn ermachsen durch den Schiedsspruch erhöhte Personalausgaben, während die Reichsbahn selbst diesen Schiedsspruch gar nicht durchführt Es kann unter diesen Umständen nicht wunder nehmen, daß die Erbitterung der Eisenbahner im Wachsen ist. Die Reichsbahnverwaltung würde gut tun, diese Bewegung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß gegen, wärtig in Berlin die gesamten Verkehrsbetriebe, d. h. die Hochbahn, die Straßenbahn und die Omnibusgesellschaft sich in einem Lohntonflikt befinden. Nunmehr treten auch die Eisenbahner in die Bewegung. Die Forderungen der Arbeiter sind sehr bescheiden und bemegen sich durchaus in den Grenzen des Möglichen. Schon deshalb kann verlangt werden, daß man mit der bisher beliebten Berschleppungstattik endlich bricht. Erbitterung der Eisenbahner des besetzten Gebiets. Aus Mainz wird uns berichtet: Die Vertreter des Einheitsverbandes der Eisenbahner Deutschin Koblenz Stellung zu einer Reihe von wichtigen, das Reichsbahnlands aus dem gesamten belegten Gebiet nahmen am Donnerstag personal betreffenden Fragen. So wurde u. a. eine Entschließung angenommen, die in der derzeitigen Einstellung der Reichsbahn- Hauptverwaltung in bezug auf Entlohnung des Personals eine fulturunwürdige Hand lung erblickt, die geeignet sei, schwere Gefahren wirtschaftlicher und politischer Natur nach sich zu ziehen und in Verbindung mit unerträglich langer Arbeitszeit und rücksichtsloser Ausbeutung die Betriebssicherheit gefährde. Die Folge sei eine fich die schließlich zu einer allmählichen Betriebslähmung führen immer fortwährend steigernde Erbitterung des Bersonals, müsse. Es wurde deshalb beschlossen, mit erhöhtem Nachdruck darauf hinzuwirken, daß das Verantwortungsgefühl der zuständigen Stellen der Reichsbahn- hauptverwaltung baldigft geweckt wird, um den dringendsten Lebensnotwendigkeiten des Personals gerecht zu merden. Ebenfalls wurde beschlossen, mit der sozialdemokra tischen Reichstagsfraftion in Verbindung zu treten, um mit allem Nachdrud darauf hinzuwirken, daß der Personal. abbau auch bei der Reichsbahnverwaltung eingestellt wird und die seitherigen Abbaumaßnahmen entsprechend den Bestimmungen die seitherigen Abbaumaßnahmen entsprechend den Bestimmungen des Reichsbeamtengesetzes und Reichsbahngefeßes in bezug auf die zugeficherten wohlerworbenen Rechte einer na dh prüfung unter. 30gen werden. " Berjüngung." Vor der Erfindung der Dolchstoßlegende, während der Kriegszeit, versicherte man den vordem schon zu alt" befundenen Arbeit nehmern, wie wertvoll ihre Arbeitskraft immerhin noch sei, versprach den Kriegsbeschädigten, alles daranzusehen, ihre Arbeitskraft möglichst zu erhalten, zumal man ihrer bedürfe und kein Reſt ungenützt bleiben fönne. Seit den glorreichen Tagen des sich in unausgesetztem aber zeigt sich das über unerträgliche Soziallaften stöhnende UnterAbbau äußernden Wiederaufbaues der deutschen Wirtschaft träfte. Und zwar nicht nur bei der neueinstellung von nehmertum eifrig bemüht um die Berjüngung der Arbeits: Arbeitern. sondern insbesondere auch durch den hinaus. murf der alten Arbeiter. Gewiß, gelegentlich werden Jubilare der Arbeit gefeiert und in Werkszeitungen ihr Bild gebracht. Behe aber denen, die sich mit ihren jüngeren Arbeitsgenossen im Ernstfalle solidarisch erklärten und gar gemeinsam mit Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erzielen. Das ist dann so recht ihnen in den Streit eintraten, um eine günstigere Gestaltung der die den Arbeitgebern günstig erscheinende Gelegenheit zum„ Aufräumen", zur Entlassung der bei ihnen zu alt Gewordenen. Die Handelshilfsarbeiter im Tertilgroßhandel tönnen ein Sieb davon fingen, besonders bei zwei namhaften Firmen der Kurzmarenbranche in der Klosterstraße. Den Bogel schoß jedoch einer der prominentesten Vertreter der Großfaufleute ab, der Inhaber eines der größten Konzerne des Eisengroßhandels. Nach Beendigung des Streits im Eisen= der Arbeit. Doch nun wurde gefiebt, und in besonders rücksichtsloser und brutaler Weise wurden gerade die ältesten Leute zurüd gemiesen Arbeiter über 60 Jahre werden nicht wieder eingestellt, hieß es, gleichviel ob sie 25, 30, 40 Jahre oder noch länger im Dienste dieser Firma maren. Cine nicht unerhebliche Zahl von diesen alten Leuten liegt auf der Straße und ist jetzt nach langjähriger treuer Pflichterfüllung Firma und nähere Einzelheiten behalten wir uns zum 150jährigen dem Elend preisgegeben. Die Veröffentlichung des Namens dieser Geschäftsjubiläum am 27. November vor, hoffen aber, daß bis dahin die Maßregelungen wieder rüd gängig gemacht werden. Die Aussperrungen in der chemischen Industrie. Frankfurt a. M., 7. November.( WTB.) Wie von unterrichteter triebe der chemischen und der Gummi- Industrie der BeSeite mitgeteilt wird, werden am heutigen Tage auch die letzten Bezirke Hessen und Hessen Nassau stillgelegt. Insgesamt tommen dadurch etwa 5500 Arbeiter außer Beschäftigung, so daß im gan. zen etwa 35 000 21rbeiter feiern müssen. Zu den heute stillgelegten Betrieben gehören u. a. die Kelsterbacher Kunstseidefabrik Kelsterbach mit 1400, die deutsche Dunlop- Gummi- Compagnie Hanau mit 1300, die Gummiwerfe A.-G. in Fulda mit 1000 und die Gold- und Silberscheideanstalt vorm. Roeßler- Frankfurt a. M. mit 360 Arbeitern. Die übrigen stillgelegten Betriebe sind kleinere FirAbmachung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern wird dagegen men, die sich über Rheingau und Odenwald verteilen. Infolge einer der Betrieb der Grube Messel bei Darmstadt aufrechterhalten, da dieser Betrieb lebenswichtig ist. Ueber neue Verhandlungen im hiefigen Bezirk ist noch nichts bekannt; dagegen sind in der bayerischen Seftion auf Veranlassung des Schlichters für die kommende Woche Berhandlungen vorgesehen. Wie der Wiederaufbau aussicht. Effen, 7. November.( Eigener Drahtbericht.) Die Beche Joachim" der Mannesmann- Röhrenwerte soll nach einer Meldung der Berliner Berwaltungsstelle am 1. Dezember still gelegt werden. Die Belegschaft der Beche beträgt rund 1500 Mann. Auch eine Zechenanlage von Konsolidation soll ihren Betrieb einstellen. Vom Rhein- Elbe- Konzern wird die Zeche Pluto" mit einer Belegschaft von 3200 Arbeitern stillgelegt. Die drei 9000 2rbeitern zur Folge. Stillegungen haben die Entlassung von insgesamt walzwert des order Vereins wird infolge Auftragmangels Bochum, 7. November.( Eigener Drahtbericht.) Das Grobblech walzwerk des Hörder Vereins wird infolge Auftragmangels Mann starke Belegschaft sind Feierschichten eingelegt worden. vom Sonnabend ab für eine unbestimmte Zeit ruhen. Für die 250 Auf der Zeche ,, Unser Frig" werden zum 1. Dezember rund 1000 Bergarbeiter entlassen. Ob es der Verwaltung gelingen scheint sehr fraglich. wird, die entlassenen Bergleute in anderen Betrieben unterzubringen, ( Gewerkschaftliches fiehe auch 2. Beilage.) Berantwortlich für Bolitik: Ernst Reuter; Wirtschaft: Artur Gaternus; Gewerkschaftsbewegung: Friebe. Ekkorn; Feuilleton: A. S. Döscher; Lotales und Sonstiges: Friz Karstädt; Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin. Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S.. Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruderet und Berlaasanstalt Paul Einaer w Co. Berlin 68 Pirberstroke 3. Sierzu 3 Beilagen ,,, Unterhaltung und Biffen", Aus ber Film- Belt Ab 1. Oktober 1925 verkaufen wir zu unseren Engrospreisen Herren- und Damenstoffe auch an Privatkundschaft Muſifaufträge Andreasfir. 21( stönigitabi 4310, 4045) großhandel meldeten sich alle Streifenden zur Wiederaufnahme Tuchhaus Ehrig& Tiecke Akt.- Ges., übergibt man nur dem Nachweis des Deutsch. Musikerverbandes, Berlin 027, Geschäftszeit 9 bis 5, Sonntags 10 bis 2 Uhr. Auf Wunsch Vertreterbesuch Wirtschaftswäsche Einzelne Tischtücher vollweiß, Halblein. 6.25 160 7.80 130x160 Reinlein. Kaffeedecke buntfarbig Gobelin X 150 cm 120 4.95 120 6.95 120 cm Küchenhandtücher Reinleinen, grauweiß gestreift.0.85 45x100 cm. Frottierlaken gezwirnt, weiß od. bunt, 125 × 160 cm 6.25 Leipziger Straße 104, I. Stock( kein Laden) Auf Wunsch Zahlungserleichterung. Geschäftszeit 9-7 Uhr. Nfsrael GEGR.1815 BERLIN C SPANDAUERSTRASSE KÖNIGSTRASSE Extra- Angebote Gardinen Halbvorhang Etamine mit antikem Fries........ 6.75 Halbvorhang Etamine m. antik. Fries u.antik.Spitze 8.00 Weißer Tupfenmull ca. 120 cm breit.... Mtr. 1.50 Madrasstoff dunkelgrundig, ca. 125 cm..Mtr. 2.40 Decken Küchengarnituren 2 besonders billigen Preisen Diwandecke Gobelingewebe Bezeichnet, auf weißem Halbleinen, Delft, Kreuz. oder Stilstich Uberhandtuch Besenhandtuch ca. 78x130 cm. 2.95 ca. 60x100 cm. 2.45 Küchentischdecke ca. 60x120 cm..... 2.25 6.75 Fertig blau gestickt, auf weiß. Coutil: Besenhandtuch...... 6.75 überhandtuch........ 4.45 Küchentischdecke003.80 Kaffeetischdecke auf weiß Halbleinen, Stil- oder Kreuzstichzeichnung 200cm 130 5.90 160cm 160 × 8.90 Herrenwäsche Farbiges Oberhemd gestreift Perkal mit Kragen u. Klapp- 3.90 manschetten.. Farbiges Oberhemd mit gefütterter Faltenbrust, mit 1 steifen und I weichen Kragen u. Klapp 5.90 manschetten.. Weißes Oberhemdm.Pikeefaltenten, gewaschen u. geplättet 6.90 Einsatz u. festen ManschetNachthemd Besatz. mit farbigem 4.60 Herrenhut modem.Farben 5.90 Haarfilz, in Pelzwaren Pelzkragen z. Aufheften 12.00 auf Mäntel, aus Kanin... Pelzschal aus Skunksfeh, große breite Form.. 75.00 Pelzschal Elektrik Sealkanin, eleg. Ausführung 98.00 echt Pelzkragen Skunks..135.00 zu Damenkleidung Bluse aus gestreiftem Flanell, halsfrei oder hochgeschlossen..2.90 Kleid aus reinwollenem Rips 19.50 in modernen Farben... Tanzkleid reinseidener Filzhüte für Damen, in 1.90 vielen Farben und Formen........ Ansteckblume Orchidee mit 0.75 Laub..... Crêpe de Chine, Perlstickerei 29.00 Mantel Mantel aus vorzüglichem reinwollenen Flauschstoff... 19.00 Mantel vorzügl. Flauschstoff, m.echt.grauen Persianerbesatz 39.00 Morgenrock aus gutem Flauschstoff, mit farbig.Garnitur 5.25 Morgenrock aus Flauschstoff, mit reicher Stickerei 7.50 aus gutem Herrenkleidung Sakko- Anzug aus klein gemustertem Stoff 39.00 Sport- Anzug 4teilig, mit kurzem u. langem Beinkleid 54.00 Ulster aus dunkelfarbigem Flauschstoff.... 68.00 Schlafrock auskräftig Stoff, braun od marengo, Schalform 19.00 Hausjacke olivbraun, Schalform, m. Agraffe u.Verschnür. 12.50 Strumpfwaren Damen- Strümpfe echt Mako, schwarz, kräftig. Damen- Strümpfe Seidenflor, farbig Damen- Strümpfe Reinwolle, schwarz 0.95 1.45 2.50 Herren- Socken Reinwolle, 1.45 Kinder- Gamaschen schwarz, stark gestrickt.... Reinwolle, gestrickt... Größel 1.45 Steigerung 0.15 Stubenhandtuch Reinleinen, vollweiß, Gersten48x110 cm...... korn oder Jacquard 1.25 Taschentüchermit eingestickt. Buchstaben Damentlicher, Makobatist, mit Ripskante u. Hohlsaum, Buchstaben im Medaillon 35 cm.... 3 Stück 1.25 Herrentücher, weiß Mako Buchstaben 2 cm, gebrauchsfertig, 47 cm. 3 Stück 1.65 LackSpangenschuh vorzügliches Fabrikat in verschiedenen 10 90 Modellen...... Münthalter aus Gummistoff ohne Stangen 5.25 mit 2 Haltern Hüfthalter ohne Schnürung mit Kleiderstoffe Reinwoll. Schotten vorzügl. 2.50 Kleiderware... .Mtr. Marocain Kunstseide, schwere Qualität, 100 cm..Mtr. 2.90 Waschseide kariert, vorzügl. Mtr. 3.90 Kunstseide, 100cm Eolienne Wolle mit Seide, in groß. Musterauswahl, 100cm Mtr. 4.75 Bedruckt Veloutine in reicher Musterauswahl, Mr. 0.85 Köperflanell f.Blusen u. Kleid., 34 Wolle, vorz. Qual. 120 cm Mtr. Seidenstoffe 1.95 Damast Kunstseide mit Baumwolle für Jacken- und Mantelfutter 85 cm breit ...... Mtr. Kleidertaft hell- oder dunkelfarbig, ca. 85 cm breit.... Mtr. Ramagé Halbseide, einfarbig gemustert, für Kleider, ca. 100 cm breit 3.20 3.90 Mtr. 7.60 Astrachan BreitschwanzNachahmung ca. 130 cm.Mtr. 7.90 Wirkwaren Herren- Hemden Baumwolle gelblich, Größe 4..... Steigerung 0.25 Damen- Hemdhosen echt 3.25 Mako, fein gerippt, Größe 4 3.50 Steigerung 0.50 Knaben- Hosen Knieform wollgemischt, Bund 72 cm... Steigerung 0.15 2.50 Gummitei n. 4 Halt 7.00 Strickwolle Marke Rotkäppchen graumeliert oder schwarz 50 gr. 0.55 Persermuster m. Fransen 140x280 cm 16.50 Tischdecke passend 140-170..10.75 Diwandecke Gobelingewebe Verduremuster mit Fransen, 150 x 300 cm. Tischdecke passend 19.50 150x180..12.50 Diwandecke schwere Qual.m.Fransen, 150x300 29.50 Tischdecke passend 150-180..18.00 Kleinmöbel Blumenkrippe weiß lackiertes Holz, mit grün lackiertem 4.90 Metall- Einsatz Peddigrohr- Sessel mit Wulstrand Beisatztisch Eiche, mit Zwischenboden, 42x42cm Hutschrank weiß lack. 9.25 9.25 mit bunt. Stoff bespannt 27.50 Klubtisch Eiche mit Metallplatte 60 cm m. Glaskasten wie Abbild., soweit Vorrat 19.50 0.55 Rauchtisch- Garnitur, Messing Besonderes Möbel- Haus/ Vier Stockwerke Möbel 4 teilig........ wie Abbildung 8.70 Nr. 529 42.Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Sonntag, 3. November 1925 J1] 77117 DIEZWINGBURG Auch etwas zum Gedächtnis des 9. November. Der 9. November 1918 brachte wahrlich feine Belireno-| Bolf Dornen aus der Christustrone, ein Stüd von Jeju Tischtuch, lution und fannte sie und sollte sie nicht bringen. Aber er schuf die das er beim Abendmahl gebraucht, ein Stück von dem Brot, das er Deutsche Republit, unsere Republif! Wir haben keine Beran babei gebrochen hat und manche andere Kuriosität in hundertfacher laffung, auf den heutigen Staat restlos stolz zu sein; neue Formen Auflage für schweres Geld verkauft. Gewissensstrupel sind den schufen teine neue Gesinnung bei denen, die wie Kletten am Ueber Hohenzollern Lurus. Joachim I. findet nichts dabei, für Geld in lebten hängen und mit denen man oftmals unbelohnt anständig und also mit seinen Landeskindern zu handeln. Erklärlich, daß im Herr feinem Kurfürftentum Soldatenwerbungen für Frankreich zuzulassen, viel zu tolerant umgegangen ist. Wenn wir die Republik mehr noch von Ottenstedt, der dafür gehenkt wurde, einmal an die Schlafzimmer als bisher mit dem Geiste wahrhafter Freiheit und Ge- tür schrieb: finnungsgröße erfüllen wollen, dann ist es nötig, die Massen über den Jochimfe, Jochimke, hüte di, schwarzweißroten Un geist aufzuklären: er diene zur War, nung. Die Gegner der Republit machen uns unsere Arbeit nicht schmer, und am meisten wird sie uns erleichtert von den Hohen. zollern selbst. In den Feiertagen findet man Zeit zu einem kleinen Spaziergang, befehen mir uns also heute einmal das angeftammte Herrscherhaus" in seinem Heim, im Berliner Schloß. Wenn zwei sich streiten. Der erste Bauherr des Plates an der Spree, auf dem das Berliner Schloß heute steht, war Kurfürst Friedrich II. Einen Zwist zwischen den Zünften von Kölln und Berlin benußte er dazu, sich als Schiedsrichter aufzuwerfen und eine 3wingburg zwischen den Parteien anzulegen. Die Bürger konnten sich durchaus nicht damit abfinden, daß man ihnen ihre Selbständigkeit rauben mollte. Sie verjagten die Bauleute des Kurfürsten und seine Richter und Zöllner, sie alarmierten auch die anderen märkischen Städte zum Widerstand. Der Fürst war schneller, er überfiel die Städte und überwand die Bevölkerung. Die Patrizier wurden ihres Bermögens beraubt, sie erschienen in dem fleinen Stüblein über dem Torhause zu Spandau" und haben ir liep und alle ir gut in mennes gnedigen hern hand gejezet und gegeben". So endete der Berliner Unwillen", genau vierhundert Jahre vor der Revolution von 1848. Drei Jahre später war die Burg vollendet und eine freie, unabhängige Stadt fürstliche Residenz geworden. Kurfürst Joachim II. ließ diese Burg, von der geringe Ueberreste im Unterbau des Grünen Huts", eines Rundturmes am Fluß, heute noch vorhanden find, niederreißen. Ein neues drei Geschoß hohes Gebäude wurde an der Spreefeite und nach der heutigen Breiten Straße zu mit zwei Flügeln errichtet. Damals wurde auch die sogenannte Wassertunst" gebaut, ein ziemlich hoher Turm, in dem Wasser aus der Spree in Die Höhe getrieben und ins Schloß geleitet wurde. Weitere Ges bäude wurden im Laufe der Zeit angegliedert, aber es blieb erst dem berühmten Hamburger Baumeister Andreas Schlüter vorbehalten, aus einer Menge ineinander gehäufter Gebäude einen glänzenden Barockbau zu schaffen. Sein hierzu entworfener Blan entsprach den Absichten des prachtliebenden Kurfürsten Friedrich III. 1702 war das große Gebäude von außen und zum Teil auch von innen vollendet. Der alte Münzturm mit der Basierkunst sollte auf Befehl König Friedrich I. von Schlüter erhöht und zu einem Glockenspiel eingerichtet werden. Schlüter warnte rechtzeitig, allein der König bestand auf der Ausführung. Das Fundament war zu schwach, und ehe der Turm fertig war, zeigten fich solche Risse, daß er schleunigst abgetragen werden mußte. Das zog Schlüter die Ungnade des Königs zu. Die Leitung des Schloß baues wurde ihm genommen und seinem Nebenbuhler, dem Baron Eosander, aufgetragen. Die lezte Bollenbung geschah dann im Jahre 1716 unter Friedrich Wilhelm I. Die Wohn- und Festräume des Oberstocks zählen zu den bedeutendsten Schöpfangen der Innendeforation des deutschen Barod um 1700. Bom Marmorfaal zu den Paradekammern und dem Rittersaal steigerte sich die Wanddekoration und die Dedenbildung zu immer größerem Reich tum. Unter Friedrich Wilhelm IV. ift 1852 über dem Eofander Portal die fuppelbekrönte Schloßtapelle Stülers auf gebaut worden, während sich die Bautätigkeit Wilhelms II. mit nur teilweisem Glück auf den Innenausbau richtete. ⚫ von hohen Herren und niedriger Gesinnung. Georg Siegesmund, der Feigling, ist ja nur einer; es lohnt, die ganze Reihe durchzugehen. Die Worte des früheren Universitätsdirektors Roethe, daß die Hohenzollern ihre fürstliche Würde nie als Quelle des Gewinns oder Genuffes angesehen haben man muß den Sag zweimal lesen verdient immerhin eine Untersuchung. Schade, daß der Plogmangel nur ganz wenig Bei fpiele anzuführen gestattet. Da ist der Kurfürst Friedrich II., ein Frommler, der sich gern und nachhrücklich um tirchliche Angelegenheiten fümmert, besonders, wenn dabei etwas zu verdienen ist. An einem 9. November feiern wir das Jubiläum gleich mit hat er originellerweise abgebant. Albrecht Achilles war auch nicht gerade ein untüchtiger Finanzmann. Großzügig wurde mit Tegel der Ablaßhandel inszeniert, die Taren hat der Kurfürst, wie in jeder guten Luther Biographe nachzulesen ist, der Einfachheit selber festgesetzt. Als durch das Vorgehen Luthers nicht mehr genug zu etwas mußte ja immerhin auch noch an den Bapst abgegeben werden da warf Albrecht sich auf das einträglichere Geschäft der Wallfahrten. So wurden zu Halle ans abergläubische berdienen war Fange wi di, so hange wi di. Gehenti murde der Kurfürst nicht, aber beinahe wäre er ersoffen. Sein Leib- und Magenafstronam hatte ihm für den 15. Juli 1525 eine Sintilut prophezeit. Der Kurfürst behielt feine Weisheit für sich, mochte das Bolt ruhig zugrunde gehen. Biere lang fuhr er inklusive Familie und Hofstaat im Morgengrauen des 15. Juli aus dem Schloß, der Tempelhofer Heide zu und die alpine Höhe des Kreuzbergs hinauf. Die Historifer berichteten, daß der Kurfürst am Abend unter Hohn und Wut des so treulos verlassenen Volles zurückfuhr; die Sache mit der Sintflut war ein Irrtum gewesen. Joachim II., sein Nachfolger, entwickelte sehr hübsches Talent zum Landesverräter. Um persönlicher Interessen willen verschacherte er Mez, Toul, Verdun und Cambrai an den König von Frankreich und erzählte dem Bolk dafür, daß der allerchriftlichste König in diefer Sache nicht allein wie ein Freund, sondern ein treuer Bater an den Deutschen handle". Johann Georg interessiert sich mehr für die Juden; unter den unsinnigsten Be schuldigungen läßt er den Bankier Lippold in vier Teile zechauen und beraubt seine Glaubensgenossen ihrer Heimat und ihres Gutes. Georg Wilhelm zieht es vor, sich seine vierzehn Millionen Taler, die er zur Befriedigung seiner geradezu wahnsinnigen Verschwendungsfucht braucht, durch allgemeinen Soldatenverkauf, an dem fich jeder europäische Staat als Kunde beteiligen fann, zu verdienen. Friedrich Wilhelm schafft zunächst einmal Geld, indem er Das Brot verteuert. Die armen Leute werden dadurch abgehalten, allzu progig zu werden." Im übrigen erzieht er das Bolf nur auf dem Prügelwege. Er prügelt auch seine Kinder, er prügelt feine Räte, er prügelt jeden, der ihm gerade über den Weg tommt. Eine Spezialität von ihm war, wie seine Tochter berichtet, mittags, nachdem er sich selbst einen gehörigen Teller gehäuft hatte, in die SpeiseSchüffeln zu spuden, damit für die Kinder nichts Genießbares übrig blieb. Der fächsische Gesandte Graf Manteuffel nennt das Preußen dieser Zeit eine Galeere"; jeder Untertan fei ein Stlave, über den der Herr beliebig verfügen tann. Dann kommt Friedrich II. mit dem Beinamen der Große". Hegemann und andere moderne anerkannte Geschichtsforscher zerstören die Fridericus- Legende und weisen nach, daß Friedrich geradezu als Reichsfeind gehandelt hat, feinesfalls aber, und das fann man allerdings auch schon seinen eigenen Aufzeichnungen entnehmen, als friedliebender Patriot. Troßdem war Friedrich II. ein außerordentlich großes Talent, ein Charakter, wenn auch ein fomplizierter, und seine Alterseinsamkeit ist gewiß nicht ohne Tragit. Aber daß er in Friedrich Wil helm II. einen politischen Nachfolger hinterließ, von dem der König selber jagte:„ Mein effe ist ein Schwachkopf, der die Sitter: nicht achtet, sich von Welbern, Günftlingen, Scharlatanen lelten läßt, der Arbeit scheut und die Menge der faulen Könige vergrößern, wird", num, das ist teine geringe Tragit, wenn auch nur eine fürs Bolt. Das blieb Immer nar Stieffind nnter den Hohenzollern, welche erlauchte Unfähigkeit über Friedrich Wilhelm Nummer, drei und Nummer vier zu Wilhelm Nummer eins und zwel, über die alle Bände zu schreiben sind, hin nun auch noch an die Spitze fam. Leisteten Deutsche trotzdem so Bedeutendes in der Entwicklung der Welt, der Geist der Swingburg an der Spree und der Geist von Potsdam find wahrlich unschuldig daran. Unter Wilhelm dem gehten. Ueber den letzten Kaiser braucht faum noch viel gesagt zu werden. Das Unglüd, das er mit herbeiführen half, ist uns leider zum allerpersönlichsten Erlebnis geworden, und zweitens gibt es trotz der Herren Rosner und Sylvester- Biered genügend objeftive Ge Schichtsschreiber, die fein Bild feltaehalten haben; zuletzt tat es Emil Ludwig mit viel iffen, Können, Geschmed und Liebe zur Sache. Muß ein Mensch nicht alle Unbefangenheit, Natürlichkeit und heiterteit verlieren, wenn er ewig in einem riesigen, ungemütlichen Schloß wohnt, wisten prunkvollen Möbeln, repräsentieren muß in glasalizernden Wänden, immer Saltung" bemabren foll beim findischsten Zeremoniel? So fah einmal alter Rathenau, 2um Bortrag befohlen, den Kaiser in seinem Heim: Ein jugendlicher Mann in hunter Uniform, mit seltsamen Würdezeichen, die weißen Hände voll farbiger Ringe, Armbänder an den Handgelenken, zarte Haut, weiches Haar, fleine, weiße Rähne. Ein rechter Brinz: auf den Eindruck bedacht, dauernd mit sich selbst fümpfend, seine Natur Die heutige Romanforthegung finden unsere Lefer auf der ersten Seite in der zweifen Bellage. | bezwingend, um ihr Haltung, Kraft, Beherrschung abzugeminnen. Kaum ein unbewußter Moment; unbewußt nur und hier beginnt das menschlich Rührende der Kampf mit sich selbst; eine ahnungslos gegen sich selbst gerichtete Natur." In solcher Pose„ arbeitete" Wilhelm vom Morgen bis zum Abend. Er reiste, feierte Feste, Tatutata ging's per Auto ins Schloß, wo sich devot vor IHM meihte ein, spielfe Soldaten, vor allem aber wurde gerebet. Mit auch der höchstbeamtetste Rücken zu beugen hatte. Im Galopp wurden Befehle ausgegeben, a tempo die schwerwiegendsten Entscheidungen gefäll, und die Schreibtischarbeit" war, wie man jo fagt, auch hier nicht ohne". Daß der Kaiser vor feinem Schreibtisch auf einem regulären Reiljattel faß, ist immerhin Symbol. Und wer wissen will, was da so entstanden ist, lese die Randbemerkungen in den Akten des Auswärtigen Amts: Blech"," Blödsinn". Selbstverständlich, daß die Bibliothek von E. M. einen geradezu „ Schwein“,„ Halunke" es wimmelt von Liebenswürdigkeiten. beschämenden Eindruck machte, als man sie nach der Revolution fand. Novemberflürme. " " 1 11 Nach einem Goethischen Wort sind die revolutionären Aufstände der unteren Klaffen eine Folge der Ungerechtigkeiten der Großen. Als am 9. November 1918 die rofe Fahne über dem Portal am Cuffgarten aufgezogen wurde und die Masse dann ins Schloß eindrang, da war das nur die Erfüllung dessen, was fünfhundert Jahre lang von einem degenerierten und unfähigen Dynaftengeschlecht vorbereitet worden war. Der Kaiser war nicht als Sieger hoch zu Roß durchs Brandenburger Tor eingezogen, er hatte sich auch nicht an die Spize feines Heeres gestellt, er zog es vor, bei Nacht und Nebel im Auto über die holländische Grenze zu fliehen. Als diese, Nachricht im Schlosse eintraf, wer unter den trauernden Hinterbliebenen" die Verwirrung nicht gering. Das Polizeikommando und die 250 Mann starke militärische Bejagung zog am Nachmittag des 9. November mit nach unten gefehrten Gewehren ab. Auch die Herren Offiziere empfahlen sich, als ob das so selbstverständlich wäre. leh, äh, mit Böbel schlägt man sich doch nicht. Biel ist nun ichon geschrieben und dabei gelogen worden über den Bandalismus" der eindringenden Stürmer". Es war wirklich halb so schlimm, und feinesfalls stimmt der Vergleich mit den Horden der Bauernkriege, der englischen und französischen Revolution. Da wurde doch so mancher Gegner niedergemegelt und unerfeßbares Kunstgut nicht immer geschont, wovon die Tuilerien, der Louvre und das Palais Royal beredtes Zeugnis ablegen. Die Leute aber, die in den Tagen des Zusammenbruches das Schloß besetzten, tochten nicht por Wut, die ihre Opfer verlangt, hatten feine blutbesudelten Hände, sie schrien nicht nach Laterne, Galgen und Guillotine, fie perlangten auch nach feinem Hohenzollernprinzen, um an ihm ein Mütchen zu fühlen. Nicht einmal ein Thronsessel flog am 9. NoDember 1918 zum Fenster hinaus, obwohl es mehrere solcher Dinger gab und eine Nachahmung des französischen Beispiels gar keine üble Geste gewesen wäre. Erklärlich, daß die Privaträume des Kaisers durchstöbert wurden und daß dabei auch manches„ Andenten" mitging. Seltsam genug war die Psyche der revolutionären Aktivisten von 1918 ohnedies. Die Lioreekammer wurde arg mit genommen, vielleicht. well sie gebrauchte Kleidungsstücke enthielt, aber auf viel leichter erreichbare Werte und Vorräte, die ganz andere Gewinne im Falle des Verkaufs hätten abwerfen können, perzichtete man. Selbst die größten Wertobjekte, mie das berühmte Silberbüfett, funstvolle Gemälde und Gobelins, der Kronschat, die Silber- und die Weißzeugfammer, der Weinkeller mit geradezu phantastischen Borräten alles blieb unversehrt! Am 13. November besetzte die Bolksmarinedivifion unter Führung des Grafen Metternich im Einverständnis mit den Boltsbeauftragten das Schloß. Metternich gab sich Mühe, jede Ausschreitung der natürlich auch mit unlauteren Elementen durchseßten Truppe zu verhindern. Sehr richtig war auch, daß er die wertvollsten Kunstschäze in Museen cbtransportieren ließ. Nach ihm übernahm das Kommando ein Fünferkollegium unter Führung des Matrosen Radtke, der gegen alle ihm bedenklich erscheinenden Bersonen entschieden anfämpfte. Es fam zu Reibereien mit der Regierung, um Weihnachten stellten sich Entlohnungsschwierigkeiten ein. Berhandlungen mit dem Stadtkommandanten scheiterten, und am Abend des 23. Dezember fam es zu einem Sturm auf das Schlok. Nicht nur Eisentore, Mauerwerk und Fensterscheiben, auch Menschenleben hat es da aefrallt und zerschlagen. Die eingedrungenen Sturmmannschaften, Botsdamer Gardeiäger, liehen fich im Hof entwaffnen, zumal von draußen her die Maffe weitere Angriffe zu verhindern wukte. Verhandlungen schafften endlich Frieben nach aufgeregter Beit, von Dautistel in dem Roman„ Das Opfer" mit großem Können beschrieben. Nach zweimonatigem, durch den Lagerverwalter wohlgeregeltem Berbrouch fonnten an die Krankenhäuser, Anstalten und Lazarette der Stadt Berlin immer noch abgegeben werden: 20 600 Allogramm Weizenmehl, 4150 Kilogramm Roggenmehl, 3332 Kilogramm Zuder, 11 795 äilogramm Gemüsekonserven, 1305 Flaschen Sahne und, abgesehen von einer Fülle Trüffeln, auf die man verständlicherweise verzichtete, noch Unmengen anderer foft. barer, Lebensmittel. Denn auch bei Hofe hat man während des Krieges nur nach der Karte gelebt.... Im Frühjahr 1919 sollte es noch einmal zu kämpfen fommen, nachdem ber berüchtigte Rapitän| Ehrhardt über Portal IV die alte Reichsmarineflagge aufgezogen hatte. Nein, es war feine Kleinigkeit, aus der 3mingburg von ehedem ein Haus zu machen, das nach Bedeutung und Inhalt der deutschen Republik und ihrem schwarzrotgoldenen Banner würdig ist. Endlich für's Volk! Wer heute aus sentimentalen oder rein sensationellen Gründen das für jedermann täglich zugängliche Berliner Schloß besucht, tommt im Hinblick auf seine Motive nicht auf die Kosten. Tatsäch lich besuchen große Schichten der Bevölkerung nur aus Neugier und Lust am Intimen das Schloß. Als einmal bei einer Führung in fachlicher Weise an den Deckenkompofitionen Andreas Schlüters die Entwicklung des Barockstils erklärt wurde, unterbrach eine Dame mit dem Ruf„ Wann kommt denn endlich das Schlafzimmer ihrer Majestäten?!" Auf eine negative Antwort hin entfernte sich diese Besucherin und nicht einmal allein. Eine Mahnung an alle beteiligten amtlichen Stellen, erst recht sachlich, ernst und ohne jede politische Mentalität zu verfahren. Die Zugänglichmachung der Wohnräume, die verwaltungstechnisch möglich und finanziell natür lich günstig wäre, ist durchaus unratsam; übrigens würden hier gegen sowohl Rechts- als auch Linksparteien protestieren. Dafür muß etwas geschehen gegen die heute übliche Art und Weise der Führungen, obwohl auf diesem Gebiet durch die Ausweisung allzu feichter" Ciceroni" bereits Fortschritte gemacht wurden. Selbst ausländische Blätter machten sich luftig über den Führer, der in einem Zimmer erklärte hier pflegte der Kaiser mit Hindenburg und Ludendorff Kegel zu schieben". Aber der Saz„ Wenn Martin Luther(!) unter diesen Kronleuchter trat, tat er jedesmal den Ausspruch: Hier stehe ich, ich tann nicht anders.. steht auch nicht gerade auf höherem Niveau. Wenn schon Führungen notwendig find, dann ist Sachlichkeit und Schlichtheit auf dem Parkett des Berliner Schlosses, das den meisten Deutschen heute noch heißer Boden" ist, unbedingt notwendig. Das Schloß ist heute ein Museum das vergessen die Führer, viele übrigens ficher unbewußt; das vergikt auch das Publikum zu off. In nicht immer glücklicher Weise, aber aus durch Plazmangel erklärlichen Gründen, find in glänzender Belichtung in den meisten Prunfräumen die toftbaren Schäße aus dem früheren Kunstgewerbemuseum in der Brinz- Albrecht- Straße untergebracht worden. Geschichtlich ist hier bei interessant, daß der ursprüngliche Bestand des Kunstgewerbemuseums, die alte furfürstliche Kunstkammer, bis vor zweihundert Jahren im Schloß untergebracht war; jezt erst finden die Schäke wieder verdiente Beachtung. Bom fünstlerischen Standpunkt ist noch sehr erstrebenswert, daß das Schlütersche Treppenhaus im großen Schlüterhof, und der Schlüterhof selbst zum Schloßmuseum hinzubezogen werden, und den Ein- und Ausgang bilden zu den Paradefammern, zu denen sie von Schlüter einheitlich komponiert worden sind. Was ist nun heute zu sehen? Im Obergeschoß der Weiße Saal, die 1707 von Eosander erbaute und 1914 von Ihne erneuerte Gobelin- Galerie mit einer schönen Gläsersammlung aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, die Menge jener von Schlüter pruntvoll ausgestatteter Fefträume, die vor allem repräsentativen meden dienten, dann der Riftersaal, eine Uhren-, Fayencen- und Majolitenfammlung, Kunstgewerbe der Neuzeit, italienische Bilder, chinesische Wunderlichkeiten und viel foftbares Porzellan. Das Erdgeschoß enthält die Rofofozimmer und in seinen Sammlungen herliche Stücke aus Gotik und Renaissance; von der alten Innendekoration und Architektur ist seit der Renovierung von 1892 leider nichts erhalten. Im Mittelgeschoß sind Schöpfungen aus der französischen Renaissanceund Barockzeit, aus dem deutschen Barock, aus der süddeutschen Gotik untergebracht; zu bewundern ist hier ferner die Flucht der „ Königskammern", eine Offenbarung der klassizistischen Raumkunst. Was für ein schönes Symbol aber wäre es, wenn der berühmte Weiße Sa a l", in dem der Kaiser die Kriegserklärung an Frankreich verlesen hat, für staatliche Feierlichkeiten oder Fest versammlungen von fultureller Bedeutung, für große Konzerte usw. verwandt werden würde! Die afuftische Eignung ist schon erwiesen, und das herrliche Vorbild des venezianischen Dogenpalastes anläßlich des diesjährigen Internationalen Mufiffeftes" follte anspornen. Nun ist also das Berliner Schloß, die alte 3wingburg, mit ihren großen Schäßen ein wirklicher Kulturbau geworden, ein aus des Boltes" soll es bleiben und in noch stärferem Maße werden. Der Schlüterhof, der einftmals sogar von einer Straße durch zogen wurde, ist von Wilhelm II. am Tage feiner Thronbesteigung für die Deffentlichkeit gesperrt worden. Demnächst soll er wieder eröffnet werden. Aber niemals wieder geschlossen! Dem Bolt die Straße frei! das ist die Forderung des 9. November. Wilhelm der Unvergängliche. Was im fiebenten Jahre der Republit noch möglich ist! Seit sieben Jahren haben wir die Republik. Seit sieben Jahren tämpfen wir Republikaner um die Beseitigung der alten Schul bücher, die von Kriegsverherrlichung und Hohenzollernbeweih räucherung erfüllt sind. Wie wenig auf diesem Gebiet bisher erreicht worden ist, weiß jeder, der als Lehrender im Dienste der Schule steht. Das weiß auch jeder Vater und jede Mutter, die noch Kinder in die Schule schicken und sich um die ihren Kindern aufgenötigte Geistestost fümmern. Was im siebenten Jahre der Republik besonders auf höheren Schulen noch möglich ist, zeigt ein Lehrbuch, das in Ober: schöneweide immer noch benutzt wird. Das von Professor P. Beer verfaßte Uebungsbuch zu D. Sandens Deutscher Sprachlehre für höhere Schulen erzählt in der achten Auflage, die im Jahre 1925(!) erschienen ist, an vielen Stellen noch vom Kaiser, im befonderen von Kaiser Wilhelm II., Don Wilhelm als Brinz, weiter von Residenzstädten, von Königreichen, Herzog tümern, Fürstentümern. Wir erfahren aus diesem aller der widerwärtigen Hohenzollernbeweihraucherung den Schulen fern. gehalten werden müssen. Einem Wilhelm II. wird verständnisvolles Eingehen auf die Eigenart der verschiedenen Bölker Europas" nachgesagt. Wie wirkt das heute, wo wir den durch sein Bramarbasieren und Säbelraffeln mit heraufbeschworenen Krieg hinter uns haben! Es ist doch eine Dreiftigteit, in einer Republik den Schulkindern noch ein derartiges Buch in die Wer kann sich da noch über die Gesinnung Hände zu geben. wundern, von der die höhere“ Schuljugend erfüllt ist, und über die von den Monarchisten mit Beifall aufgenommenen Ausschreitungen, durch die sie immer wieder so unliebjam von sich reden macht! Wir fordern, daß die Schulaufsichtsbehörde, ohne zu fäumen, die Weiterbenugung dieses Lehrbuches verbietet. Der Bothmer- Prozeß in Potsdam. Der Zeuge Stange soll ein Geständnis abgelegt haben. Gegen 2 Uhr nachmittags wird es merkwürdig unruhig in dem großen Gerichtssaal. Justizbeamte laufen zum Staatsanwalt, zum Vorfizenden. Und um 2 Uhr 10 verbreitet sich wie ein Lauffeuer das Gerücht im Saal, daß Stange ein Geständnis abgelegt haben soll. Schwarz auf weiß soll er es gegeben haben, daß ihn die Gräfin für 80 Mark und einige Liföre und Zigarren dazu verleitet haben soll, die Schuld des Polziner Diebstahls auf fich 3 nehmen und einen Meineid zu leisten. Ist es nur ein Gerücht oder ist es Wahrheit? Als der Gerichtshof wieder den Saal betritt, spricht alles schon dom Geständnis des Hausdieners Stange. Das Gesicht der Gräfin deutet auf Ernstes hin. Der schwarze Mantel zugeknöpft bis unter das Kinn. Seitdem Hefter als Zeuge beurlaubt ist, hat die Gräfin aufgehört fofett zu sein, hat aufgehört zu scherzen. Der Andrang ist ungeheuer geworden. 3wei fleine Knaben, neun- und vierzehnjährig, die Söhne der Angeklagten, werden vernommen. Statt der Sensation gab es etwas sehr Ernstes. Der fleine Junge plapperte dahin, spielte dabei harmlos mit dem Schreibzeug des Borsigenden und konnte nicht den kleinsten Mosaikstein bringen für das Ganze. Auch der Bierzehnjährige wußte nichts. Gerichtsvollzieher Kahle aus Potsdam hat einen Pfändungsauftrag am 30. Juni für den Grafen Ludwig v. Bothmer gehabt. Er betrug 299 Mart für Schulden der Gräfin in Berlin. Der Gerichtsvollzieher erhielt die Summe. Nächster Zeuge ist Geheimer Bostrat Köhler, Wohnungsnachbar des Präsidenten Ried. Am 15. August bemerkte dieser Zeuge, daß sich an der Bräsidentenwohnung vor der Tür etwas bewegte. Es war eine Dame von etwa 60-70 Jahren. Schwerfällig ging sie wieder von dannen. Bald darauf wurde der Diebstahl bekannt. Sie hatte aber mit ihm nicht das geringste zu tun. Und dann immer mehr Zeugen, die aber nichts befunden können. Gegen 6 Uhr find sämtliche Prozeßbeteiligten reichlich erschöpft und der Vorsitzende vertagt die Verhandlung auf Mon= tag 9 Uhr 15. In den Straßen von Potsdam reißt man sich um die Blätter mit dicen Ueberschriften, die bereits das Geständnis Stanges veröffentlichen, trotzdem er noch gar nicht vernommen ist. Botsdam hat seine dice Sensation und die Spießer freuen sich schon auf Montag. Eine seltsame Explosion. Das Die Berliner Unfallchronit ist durch einen nicht alltäglichen Vorfall in Neukölln bereichert worden. In der Leisingstraße 30 explodierte infolge von Ile berbizung und Gasanfammlung ein Dampfbadofen der Bäderei von Kummer. Schaufenster des Bäckerladens flog auf die Straße, ein aufällig vorübergebendes 12jähriges Mädchen erlitt Schnittwunden durch Glassplitter. Auf der Nettungswache wurde das Mädchen verBunden. Die Feuerwehr beseitigte weitere Gefahren. Das Rundfunkprogramm. Sonntag, den 8. November. weidet seine Herde 9 Uhr vorm.: Morgenfeier. 1. Präludium( Paul Schmidt, am Harmonium). 2. c) Massenet: Elegie. b) Padre Martini- Kreisler: Andantino( Lisa Haupt- Heckenbach, Violine; Paul Schmidt. Harmonium). 3. Bibelrezitation( Bibelsprecher Johannes Schulzke). 4. Händel: Rezitativ und Arioso: Die Schmach bricht ihm das Herz, aus Messias"( Martha Oldenburg. Sopran; am Flügel: Erwin Hansche). 5. Ansprache des Herrn Pfarrer Thiel vom Verband Deutscher Diakonissenmutterhäuser. 6. Händel: Arie: Er Flügel: Erwin Hansche). 7. Thome: Andante religioso( Lisa Messias"( Martha Oldenburg; am Haupt- Heckenbach und Paul Schmidt). 8. Schlußchoral( Paul Schmidt, Harmonium). 12 Uhr mittags: Die Stunde der Lebenden. 1. K. B. Jirak: Streichquartett C- Moll in einem Satz. 2. M. Ravel: Streichquartett, Alegro moderato Assez vif, très rhythmé Très lente Vif et agité( van Laar- Quartett. Louis van Laar, 1. Violine; Hans Ortleb, 2 Violine; Manuel Steuer, Bratsche Ernst Silberstein. Cello). 2.30 Uhr nachm.: Schachfunk für Anfänger( E. Nebermann). 3 Uhr nachm.: Hans- Bredow- Schule ( Bildungskurse). Abteilung Landwirtschaft. Privatdozent Dr. -w . Falck: Die Fütterung des Rindes". 3.30 Uhr nachm.:.Funkheinzelmann im Schlaraffenland". von Hans Bodenstedt. Erzählt der Berliner Funkkapelle. Leitung: Konzertmeister Ferdy Kauffvom Funkheinzelmann. 4.30-6 Uhr nachm.: Nachmittagskonzert man, unter Mitwirkung von Max Kuttner, Tenor. 7.15 Uhr abends: Personenverzeichnis und Inhaltsangabe zu der Uebertragung aus der Staatsoper. 7.30 Uhr abends: Uebertragung der Staatsoper. Spielzeit 1925/26. 6. Uebertragung. Tiefland, Musikdrama in einem Vorspiel und zwei Akten. Musik von Eugen d'Albert. Personen: Sebastiano, ein reicher Grundbesitzer; Tommaso, der Aelteste der Gemeinde; Moruccio, Mühlknecht; Martha; Pedro, ein Hirt; Nando, ein Hirt; Pepa; Antonia; Nuri. Ort: Hochalpe schließend: Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten, Zeitder Pyrenäen und spanisches Tiefland_von Katalonien. Anansage, Wetterdienst, Sportnachrichten, Theater- und Filmdienst. 10.30-12 Uhr abends: Tanzmusik. Königswusterhausen, Sonntag, den 8. November. Jdealbibliotheken. Die Ausstellung: Das deutsche Buch. Am Sonnabend mittag wurde die von der Lessing Hoch schule in Gemeinschaft mit den maßgebenden buchhändle= rischen Verbänden ins Leben gerufene Ausstellung„ Das deutsche Buch" Berlin 1925 im Hause Merkur, Kochstraße 6/7, in Anwesenheit zahlreicher Vertreter von Reichs- und Staatsbehörden eröffnet. In seinen Begrüßungsworten verwies Dr. Lewin von der Lessing- Hochschule, der Leiter der Ausstellung, auf die entscheidende Bedeutung des Buches für alle Menschwerdung. Nach ihm sprach für den Buchhandel Dr. Georg Paetel. Geheimrat Dr. W. Waehold ergriff das Wort für den am Erscheinen verhinderten Kultusminister. Er behandelte in ansprechender Weise das gegen das vorige Jahrhundert völlig gewandelte Verhältnis des modernen Menschen zum Buch und bedauerte, daß oft vergessen werde, neben den Wegen zu Kraft und Schönheit auch die Pfade zu wandeln, die zu Geist und Wissen führen. Die Ausstellung ist aber, wie der sich anschließende Rundgang bewies, durchaus geeignet, dem Buche wieder neue Freunde zuzuführen; sie ist reichhaltig und im großen und ganzen vollwertig beschickt. Die privatwirtschaftliche Methode, die Stände nach Verlegern aufzubauen, wurde zwar noch nicht völlig aufgegeben, aber doch schon in ihrer Kraßheit stark gemildert; daß an Ort und Stelle fein Berkauf stattfindet, ist allerdings Vorteil und Nachteil zugleich. In einer ganzen Reihe von Einzelzimmern werden, nach psychologischen und soziologischen Gesichtspunkten zusammen. gestellt, de albibliothefen" gezeigt: man sieht in architet tonisch und malerisch sehr geschmadvoll ausgestatteten Räumen die Bücherei des Kindes, der jungen Mutter, des Studenten( leider heißt sie treffend die„ erhungerte Bibliothet"), des Arbeiters, des Wandervogels, des Kunstfreundes, des jungen Mädchens, des Europäers und, was sehr michtig zu sein scheint, des M. d. R. Das ist natürlich alles ein bißchen willkürlich zusammengestellt, trotzdem wird mancher selbstredend mertvolle Anregungen empfangen und sein Wissen ums Buch bereichern; als„ Ordner" waren für jede Abteilung namhafte Fachleute am Wert. Oft wird's freilich beim Wissen bleiben: die Bücher mögen relativ billig sein, wie die Verleger behaupten, im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen sind sie es jedenfalls nicht, und selbst das sich vom- Munde- absparen" ist gar nicht mal immer eine einfache Sache. So war es geradezu symbolisch, daß die Bücherzusammenstellung des Arbeiters die Werke von Politikern, Wirt schaftlern in erster Linie und Schöngeistiges in zweiter Linie, nicht fertig geworden ist. Die Ausstellung ist bis zum 23. November täglich von 11-9 Uhr geöffnet, ihr Besuch empfehlenswert. Tagung der Kriminalbeamten. Am Freitag und Sonnabend fand im Lehrervereinshaus am Alexanderplatz eine Tagung der Vereinigung höherer Kriminalbeamten Preußens statt. Während der erste Tag der Erledigung interner Angelegenheiten diente, fanden am Sonnabend Vorträge statt, die darüber hinaus Interesse erweckten. Der frühere Chef der politischen Polizei, Regierungsdirektor Dr. Weiß, eröffnete die Reihe mit einem Referat über die Landeskriminalpolizei. Er führte darin ungefähr aus: Die Kriminalpolizei ist bisher örtlich organisiert gewejen, ihre Machtbefugnis endete an der territorialen Genze des Drtes. Besonders erschwerend blieb dieser Umstand auf dem Lande, da es dort keine qualifizierte Kriminalpolizei gab. Die Arbeit der Kriminalpolizei litt darunter, da keine einheitliche Organisation vorhanden war. Deshalb war die Schaffung der Landeskriminalpolizei eine dringende Notwendigkeit. Augenblicklich sind in Deutschland 22Landeskriminalpolizeistellen vorhanden über einen Regierungsbezirt, andere über ganze Provinzen. Dieser von völlig verschiedener Ausdehnung. Manche erstrecken sich nur Zustand ist wenig ideal. Ist der Kreis zu groß, so tommen die Aufklärungsbeamten zu spät am Tatort an und die Nachforschung wird unnötig verzögert. Der Wirkungskreis der Landeskriminal polizei erstreckt sich auf alle Straftaten, die die öffentliche Sicherheit beeinträchtigen. Die Ortspolizei ist angewiesen, bei diesen Straftaten sich augenblicklich an die Landeskriminalpolizei zu wenden, meistens tut sie dies allerdings nicht, weil sie eine Unterordnung fürchtet. Ohne Antrag darf die Landeskriminalpolizei nicht einfchreiten, Antragsteller können allerdings auch der Staatsanwalt und der Regierungspräsident sein. Ein neues Gesetz, das noch der Ber abschiedung harrt, sieht eine grundlegende Regelung dieser Fragen Dor. Es folgte darauf ein ausgezeichnetes Referat des Berliner. Bolizei- Bizepräsidenten Friedensburg über„ Polizei und fiaatsordnende Tätigkeit mit den Ansprüchen des wirtschaftlichen Wirtschaft", das sich mit den Schwierigkeiten befaßte, die polizeiliche, Menschen in Einklang zu bringen. Medizinalrat Dr. Place? sd, loß Die Vortragsreihe mit dem Referat Der Phantasie- Lügne:", das die Psychologie der Zeugenaussage behandelte. Bor Beginn der gestrigen Beratungen der Bereinigung der höheren Kriminalbeamten Preußens ergriff Ministerialdirektor Dr. Abegg, der Schöpfer und Organisator der Schußpolizei, das Wort zu einer Begrüßungsrede, in der er nach einer Mahnung zum Zusammenschluß aller Polizeibeamten, damit sie auch nach außen hin ein Bild vollkommener Einigkeit und Einheit darstellten, u. a. ausführte: Wenn er auch die wirtschaftliche Not der Polizeibeamtenschaft anerkenne, so hätten unter den mißlichen Verhältnissen doch alle Volksschichten mehr oder weniger zu leiden. Der auf der Elberfelder Tagung des Verbandes der Polizeibeamten Breußens ausgedrückte Wunsch nach heraushebung der Polizeibeam fenschaft aus der bestehenden Besoldungsord nung und Schaffung einer Besoldung auf neuer Basis habe im Landtage allgemeines Berständnis gefunden, und es stehe zu hoffen, Nachdem Dr. Abegg noch auf die Berliner Polizeiausstellung im daß hierin bald grundlegende Aenderungen eintreten. September und Oktober 1926 hingewiesen hatte, die gegenüber den fleinen Versuchen in Zoppot und Karlsruhe ein großes Bild der gesamten Polizeiorganisation geben soll, schloß er mit den Worten: ,, Denken Sie an das, was bisher erreicht ist; denken Sie an die bei den Bolfsvertretern und in der Deffentlichkeit haben! In diesem Sinne bin ich der festen lleberzeugung von Ihrer glücklichen Zutunft." neuesten Schulbuch, daß noch der Kaiser regiert, noch Kaiserfelder- Langer, Sopran; Otto Hutschenreuter, Cello; Hans Matthies, 3iele, die vor uns stehen; denken Sie an die Sympathien, die Sie Wilhelm herrscht, noch Wilhelm II. unser" Kaijer ist. Da wird gefragt, wo unser Kaiser gern seine Erholung sucht oder, wohin die Soldaten auf den Ruf des Kaisers ziehen. Die Antwort, die der Schüler in einem ganzen Sag geben soll, lautet: Unser Kaiser sucht gern seine Erholung auf der Jagd und: Die Soldaten ziehen auf den Ruf des Kaisers in den Krieg. Um den Bau eines einfachen Sages zu lehren, findet der Herr Professor fein anderes Beispiel als: Unser Kaiser heißt Wilhelm. Immer wieder begegnet man Gazzbeispielen, aus denen uns Wilhelm als der anscheinend Unvergängliche entgegenstrahlt. Wir lefen da:„ Die Eltern des jungen Brinzen schickten den Sohn zur Ausbildung auf das Gym nasium zu Kaffel."" Nach einem zweijährigen Universitätsstudium in Bonn widmete der fünftige Kaiser des Deutschen Reiches seine Beit mit großem Eifer der Ausbildung im Heeresdienst und in allen Zweigen der Landesverwaltung."" Unser Kaiser übernahm die Regierung nach dem Tode seines Vaters, des Kaisers Friedrich, im Alter von 29 Jahren."„ Der jugendliche Herrscher schenkte nach dem Regierungsantritt seinem Bolte in weiser Fürsorge segensreiche Gefezze über die Wohlfahrt der Arbeiterbevölkerung." Wilhelm, der zweite Herrscher dieses Namens auf Deutschlands Kaiserthron, ſtellte meitschauenden Blickes neben das gewaltige Landheer zum Schutze des ständig wachsenden Handels eine mächtige Flotte." Der un ermüdlich tätige Herrscher diente lange Zeit hindurch der Erhaltung des Friedens der Welt durch verständnisvolles Eingehen auf die Eigenart der verschiedenen Bölker Europas." Troßdem blieb zu feinem Schmerze der furchtbarste Krieg dem deutschen Bolte nicht erspart." Wo immer Deutsche wohnen, begeht man des Kaisers Geburtstag." So steht's noch in dem Schulbuch von 1925! Bei F. Hirt in Breslau ist dieses Erzeugnis eines fönigstreuen untertanenverstandes erschienen. Hat man es neu gesetzt oder sind alte Blatten einer früheren Auflage ohne zeitgemäße Aenderungen be mugt worden? Schon vor der Revolution hätte das Buch wegen 11.30-12.50 Uhr mittags: Konzert. Mitwirkende: Gertrud Hirscham Flügel. 1. Händel: Caro padre, aus der Oper Ezio"( für Sopran, Cello, Klavier) 2. Liszt: La Gondoliera( für Klavier). 3. Goltermann: Konzertandante( für Cello). 4. a) Liszt: O komm im Traum. b) Mendelssohn- Seidler- Winkler: Frühlingslied, c) Benedikt: La Capinera( für Sopran). 5. H. Matthies: Freie Improvisation( für Klavier), 6. a) Valensini: Alt- Italien, Menuett, b) Davidoff: Am Springbrunnen( für Cello). 7. Verdi: Arie der Violetta aus Traviata"( für Sopran). 8. Rossini: Cujus anima aus der„ Stabat mater"( für Sopran, Cello, Klavier). 12 Uhr mittags: Esperantovortrag. Montag, den 9. November. Außer dem üblichen Tagesprogramm: 4.30 Uhr nachm.: Novellen von Gottfried Keller, gesprochen von Werner Kepich. 5-6 Uhr nachm.: Nachmittagskonzert der Berliner Funkkapelle. Leitung: Konzertmeister Ferdy Kauffman. 6.40 Uhr abends: Zehn Minuten für die Frau. 6.55-8.05 Uhr abends: Hans- Bredow- Schule( Bildungskurse). 6.55 Uhr abends: Abteilung Technik. Technische Wochenplauderei( Jng. Joachim Boehmer). 7.20 Uhr abends: Abt. Sprachunterricht. Französisch ( Professor Colson). 7.55 Uhr abends: Abteilung Völkerkunde. Japans in der Weltwirtschaft". 8.30 Uhr abends: Populärer OrDr. Paul Ostwald:„ Das moderne Japan". 3. Vortrag. Die Rolle chesterabend. Unter Mitwirkung von Constantinos Petropulos, Tenor. Dirigent: Bruno Seidler- Winkler. 1. Rossini: Ouvertüre zu der Oper Wilhelm Tell. 2. a) Verdi: Holde Aida, aus der Oper " Aida", b) Puccini: Es blitzen die Sterne, aus der Oper Tosca ( Constantinos Petropulos). 3. a) Busoni: Indianisches Tagebuch, b) Busoni: Tanzwalzer( dem Andenken Johann Strauß). 4. a) Meyer b) Verdi: Nun ach für immer fahr wohl, aus der Oper Othello" beer: Land. so wunderbar, aus der Oper Die Afrikanerin ( Constantinos Petropulos). 5. Jean Louis Nicodé: Faschingsbildersuite: a) Maskenzugpolonase, b) Liebesgeständnis, c) Seltsamer Traum, d) Humoreske( Berliner Funkorchester). Anschließend: Dritte Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten, Zeitansage. Wetterdienst. Sportnachrichten. Theater- und Filmdienst. 10 Uhr abends: Schachfunk( E. Nebermann) Baudrama in Stichworten. Wie der Magistrat die Wohnungsnot befämpft. Im Juli faufte die von Berliner Gewerkschaften und Baugenossenschaften gegründete„ Gehag" einen Teil des Rittergutes Brig von der Stadt Berlin, um für Minderbemittelte 500 Wohnungen zu erbauen. Die Pläne für diese Siedlung wurden im Juli zur Genehmigung bei den 26(!) Dienststellen der Stadt eingereicht. Die letzte Instanz, der Magistrat, hielt sie an und ließ das Bauen verbieten. Der Leutnant mit den Grünen" erschien auf der Baustelle und wollte die Arbeiter fort jagen. Danach Verhandlung mit dem Oberbürgermeister. Erfolg: angefangene Bauteit werden still gelegt und neue begonnen. Der Magistrat braucht Zeit für jein Urteil". " Der Bau der Einfamilienhäuser wird verboten. Der Wohlfahrtsminister aber verlangt Einfamilien. häuser. Der Magistrat muß also nachgeben. Kostbare Zeit geht verloren. Der Magistrat findet neue Bedenten. Die Treppenhäuser sollen 30 Millimetere breiter werden, als die baupolizeilichen Vorschriften verlangen. front geringere Bedeutung hat als die hinterfront", die auf städteBäder sollen nicht nach der Straße liegen, obgleich die Straßenbaulich wertvolle Plätze schaut. Schließlich sollen die dreistöckigen Bauten feine flachen Dächer erhalten. Die Der Entwurf und die Bauleitung der Wohnungen liegt in der Hand von zwei Künstlern und Städtebauern von Ruf.( Stadibau Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Sente, pünktlich 11 Uhr vormittags im Grogen Schauspielhaus 1. Proletarische Feierstunde.„ Die Revolution". Karten sind noch im Vorraum des Theaters zu haben. 2. Ver anstaltung der Internationalen Boltstänze und Volkslieder am Sonntag, den 6. Dezember, im großen Saal der Philharmonie. Die Kreise werden raf a. D. Bruno Taut und Stadtbaurat a. D. Dr.- Ing. Martin| sowohl zum Verfasser als auch zum Regisseur hat. Auf dem eheWagner.) Der Magiftrat setzt zur Begutachtung der Pläne der maligen Gelände der Zeppelin- Werft in Staaten baute Berger Künstler einen Fünferausschuß ein, dem fein einziger Fach in ganz kurzer Zeit ein Dorf mit Gutshof, Schloß, Herrenmann angehört. Dieser Ausschuß lehnt die Pläne der Künstler ab. haus und Wasserspielen. Das war ja die Stätte zur AufDie Künstler beantragen, die Pläne dem pom Magistrat benahme des Films Freies Volf". Der Film zeigt eine rufenen Sachverständigenausschuß vorzulegen, feudale Guisbefizerfamilie, die Vertreter der alten Welt. Auf ersucht, die Einzelkarten vom Bureau abzuholen. dem namhafte freie Künstler und die Stadtbauräte von Berlin angehören. Der Sachverständigenausschuß fällt sein Urteil gegen den Magistrat. Der Magistrat läßt danach zwei Drittel seiner Anstände fallen, verlangt aber steile Dächer, die 90 000 m. mehrfosten erfordern. Ein großer Teil der Rohbauten ist fertiggestellt, alle Bauverträge sind abgeschlossen, alle Lieferungen vergeben. Trotz Winterwetter, Arbeitslosigkeit und Wohnungsnot darf nicht meiter gearbeitet werden, weil der Magistrat die Stadtbauraistelle ist unbefeßt funstfachverständiger sein will als die freien Künstler und Bezirksbauräte von Berlin. 400 der anderen Seite einen jungen Dorfschullehrer, der den fittlichen Forderungen der neuen Zeit ergeben ist Politische und gesellschaftliche Gegenfäße verhindern nicht, daß der Dorfschullehrer und die Tochter des Gutsbesizers sich ineinander verlieben. Im Rahmen dieser Handlung wird für die republikanische, pazifistische Idee geworben. Unter der Mitwirkung von Partei- und Ge= werkschaftsgenossen, sowie der Kameradschaften des Reichsbanners Schwarz- Rot- Gold, sind eindrucksvolle Massenszenen inszeniert worden, wie sie wohl selten in einem Film gezeigt wurden. Der Film ,, Freies Volt" will für die Idee des Bölfer= friedens werben und die Kriegspsychose bekämpfen. Unsere Partei- und Gewerkschaftsgenossen müssen dazu beitragen, daß auch das neue Wert in den Dienst der Aufklärung gestellt und daß in ausdauerndem Ringen das Kino zu einer wahren Volksbildungse stätte werde. Ein Berliner Kriminalfommissar a. D. in Wien verhaftet. Wohlgemerkt: das„ funstsachverständige" Urteil des Magistrats muß mit öffentlichen Mitteln bezahlt werden. Bauarbeiter fönnen zum Fortgang der Bauten nicht ein. gestellt werden. Das bisher gute Bauwetter fonnte nicht ausgenugt werden. Das ist unsere städtische Wohnungspolitik! Benn der Magistrat seinen erhabenen" Standpunkt nicht ändert er hat es sogar abgewiesen, sich von den Stadtbauräten Taut und Wagner eine Erläuterung ihrer Pläne geben zulassen wird sich die Deffentlichkeit und die neue Stadtverordnetenversamm lung etwas eingehender mit diesem Fall zu beschäftigen haben. Bielleicht werden dann auch die Motive des Magistrats etwas ficht barer herausgefchält werden müssen. Diese Sabotage des Wohnungsverhandlungen find eingeleitet worden. Wie erinnerlich, hatte baues für Minderbemittelte muß endlich aufhören! -Freies Volk". Kino und Arbeiter. Radioapparat und Kino dienen heute ausschließlich der Unter haltung und Belehrung der profetarischen Schichten unseres Volfes. Alles, was von genialen Erfindern der Menschheit an technischen Errungenschaften gegeben wurde, ist zunächst vom Kapital im ein seitigen, egoistischen Besitzinteresse dienstbar gemacht worden. So ist auch heute noch das Kino, neben der bürgerlichen Presse, das unbeschränkte Werkzeug der Kapitalisten. Der rechtskräftig wegen Amtsüberschreitung und Freiheitsberaubung im Amte zu 9 Monaten Gefängnis verurteilte frühere Kriminalfommissar beim Berliner Polizeipräsidium, Dr. Jiende, der seitdem im Ausland lebte und steckbrieflich verfolgt wurde, ist bei einem Besuch in Wien verhaftet worden. Die AuslieferungsJiende einem Bekannten zuliebe, der seine Braut suchte, die Malerehefrau Jacobi, eine Nichte von Adolf von Menzel, zwangsweise zur Polizei bringen lassen und mit Verhaftung wegen Mädchenhandels bedroht, wenn sie nicht den Aufenthalt des jungen Mädchens angebe. Diese Vernehmung hatte der Freund des Kriminalfommissars hinter einem Borhang belauscht. Der Arbeiter- Abstinenten- Bund hält am 21. und 22. November feinen Bundestag im Berliner Gewerkschaftshause ab. ganisatorischen und propagandistischen Fragen beschäftigen. Dagegen Die eigentliche Delegiertenkonferenz wird sich ausschließlich mit orwird die öffentliche Tagung am 22. November vormittags zwei Themen behandeln, die gegenwärtig für weite Kreise der sozialistischen Arbeiterschaft von Bedeutung sind. Es werden die Genossen Sollmann und Dr. Drucker über den Kampf um alkoholgegnerische Geseze sprechen, während die Genossen Dr. Julius= burger und Dr. Weinberg vom ärztlichen und juristischen Standpunkt die Bestimmungen des neuen Strafrechtsentwurfs er= örtern werden, die die Alkoholfrage betreffen. Das Jugendheim in Charlottenburg, Goethestr. 22, unter Leitung ven Anna v. Gierde und Martha Abicht veranstaltet in diesem Winter wöchentlich Teenachmittage, bei welchen die im ZusammenDie Führungen durch die ausgedehnten Räume gaben einen guten mirfen von Arbeit und Spiel gewonnenen Resultate gezeigt werden. Ueberblick über die Krippenarbeit, Kindergärten, die Haushaltsheilsam die ernste Arbeit der Hortnerinnen für Berlin ist. Nach den und Wohlfahrtsschule. Man sieht an den Kindern, wie wichtig und Führungen finden Aufführungen aus dem Kreise der Schülerinnen statt. Freunde sind herzlich eingeladen. Es ist noch nicht lange her, da eine besonders auffällige Reflame für sogenannte Sittenfilme gemacht wurde. In auffällig großer Schrift wurde auf Reklameplakaten verkündet: Jugendliche unter 16 Jahren haben feinen Zutritt. Darauf hatten es viele Befizer abgestellt, um so recht viele Besucher heranzuziehen. Erst durch das wiederholte Eingreifen der Polizei verschwanden diese Darbietungen. Da in unserem gesegneten" Zeitalter das Geld regiert, so haben sich auch die reaktionären Verbände des Kinos bemächtigt, um durch das Lichtbild ihre monarchistisch- nationalistische Propaganda betreiben zu fönnen. Ganz bewußt wird dieser Feldzug gegen die Volksaufklärung durchgeführt. Auch in Fachkreisen, Die den Kinobefizern nahestehen, wird zugegeben, daß das Ansehen und die Bedeutung des Kinotheaters als Bildungs- und Unterhaltungsstätte unter dieser Propaganda sehr gelitten hat. Es liegt im Interesse aller Bolfskreise, nicht zuletzt aber im Interesse der Kinobefizer, daß diese fitschigen und nationalistischen Filme endlich aus den Kinotheatern verschwinden. Es ist daher zu begrüßen, daß Genosse Martin Berger mit Unterstützung von Partei und Gewerkschaften unermüdlich auf diesem Gebiete bahnbrechend zu wirken versucht. So fonnte er mit seinem Film großen republikanischen Kundgebung des Reichsbanners ist nur mit Starten Schmiede" in ganz Deutschland einen großen moralischen Ergestattet, die von der Gaugeschäftsstelle des Reichsbanners, Berlin S. 14, Sebastianstr. 37/38, ausgegeben werden. Die Rede an dem Abend wird folg erringen. In wenigen Tagen wird ein neuer republikanischer der bekannte Schriftsteller Emil Ludwig halten, während der Schauspieler Film Freies Bolt, zu neuen Ufern( odt ein Alfred Beierle Rezitationen und der Gesangverein Fichte Georginia Borträge neuer Tag gezeigt werden, der ebenfalls Genossen Berger darbieten werden. | Hundgebung des Reichsbanners in der Stadthalle. Der Zutritt zu der morgen abend um 7% llhr in der Stadthalle Klosterstraße stattfindenden A.Wertheim Leipziger Str. Königstr. Rosenthaler Str. Moritzplatz Damen- Wäsche mit mit de 110 sen 165 Taghemden Blende Spiten mit 215 280 Im Stoff gestickt 350 Stickerel Garnituren zwel- und dreifeilig Taghemd Beinkleid Nachthemd a.Durchbruch mit Blende 140 140 275 725 mit Sticke- 440 475 rei- Ein- und Ansas 475 535 675 Beinkleider nr. 175 Barchen 390 Ausführ. Nachtjacken Barchent m. Stick. mit Langetten 390 Nachthemden verschiedenen 425 Ausführung Wäschestoffe Wäschestoff starkfädig, Mtr. 65 Pf. Renforcé solide Ware, Meter 78 Pf. Louisianatuch für Bettwäreler 80 Pf. Hemdentuch bewährte Qualität 90 Pf. Meter 130 cm breit, für feine 215 Makobatist wäsche.... Meter für Bettwäsche Louisianatuch Kissenbr. 95 Pf. 125 Meter 235 Louisianatuch Deckbettbr. 185 2 35 Inlett türkischrot, Kissenbreite 175230 Inlett fürkischrot, Deckbettbreite 290 3 70 Meter Meter Lakenstoffe ca. 140 cm breit 215 Haustuch Daulas 225 Friedrich- heger- Chor. Zur Mitwirkung an der Revolutionsfeier treffen sich die Mitglieder morgen, Montag, abend 7%, 11hr Neue Welt", Hajenhde, hinterer Eingang. Ueber das Problem der Che" hält Can.- Rat Dr. Magnus Hirschfelb Mittwoch, den 11. November, abends 8 Uhr, in der Aula, Georgenstraße 30, einen öffentlichen Vortrag. Metropol- Barielė. Das Ileine Varieté in der Behrenstraße hat zur Unterhaltung seiner Gäste für den November ein nettes Programm zu sammengeftelt. Die Sängerin Frida Weber Fleßburg ist eine durchaus ernst zu nebmende Sängerin, deren sprudelnde Koloraturen biel und Georg Neumüller, ein bayerischer Charakterkomiter, sorgen für Beifall finden. Der Zauberer Christoph, der humorist Kempinsti den Humor im Programm. Zwei Afrobatifnummern zeigen gute Leistungen. Das Luciano ballett zieht wenig an, zieht aber vielleicht gerade deshalb febr an. Die Musikalität des Tatjana Trios erregt in ihrer Vielseitigkeit Bewunderung und Beifall zugleich. Eine intereffante Schaufensterausstellung befindet sich gegenwärtig in der Hauptgeschäftsstelle der Firma Hohnen& Jöhring( Stajot), lleganderstr. 12, dem bekannten Spezialhaus für Berufskleidung. Die neue Auslage im Ed schaufenster zeigt einen Mechaniker im blauen Werkstattanzug, hinter dem Ausschnitt aus der Werkstätte dar und, veranschaulicht die zweckmäßigkeit eine vollständige Transmissionsanlage aufgebaut ist. Das Bild stellt einen einer richtigen Werkstattbekleidung. ExtraPreise Montag bis Mittwoch Tischzeuge u. Handtücher Tischtücher Drell, schwere Qualit, 450 130/130 Größe Größe 540 Größe 6M 1909 M 130/160 150/150 Mundtücher 75 Pf. dazu passend, Gr. 50/50 Tischtücher Größe 1 M 60/60 Gr. Reinleinen, halbgeklärt 130/130 575130/160680 Mundtücher dazu passend..... Tischtücher Jacquard. Reinleinen 650 Größe Größe 125/160 150/170 gebleicht, Gr. 125/125 Größe 150/225 Größe 150/280 Norddeutscher Cloyd Bremen Regelmäßiger Personen. und Frachtverkehr nach Nord-, Mittel- und SüdAMERIKA Ostasien/ Australien Vorzügl. Reisegelegenheiten in allen Klassen auf behaglich ausgestatteten Dampfern Bequeme Unterbringung Hervorr. Verpflegung und Bedienung Reisegepäckversicherung Kostenlose Auskunft durch alle Vertretungen In Berlin: Norddeutscher Lloyd Agentur Berlin G. m. b. H., Kajütenbureau Unter den Linden 1( Hotel Adlon). 39 99 F. Montanus, Generalvertretung des Norddeutschen Lloyd, Invalidenstr. 93 zwischen Lebrter u. Stettiner Bahnhof. Weltreisebureau„ Union". Unter den Linden 22. In Charlottenburg:" Atlanta" Verkehisbureau m. b. H., Joachimsthaler Str. 5. Nur für Frachten: Norddeutscher Lloyd, Frachtenbureau Berlin, Unter den Linden 57/58. Dichtl- Spitze Leicht ausführbare Eånddhenarbeit für Stores, Decken usw. Stubenhandtücher... 70 Pf. Stubenhandtücher geblicht 155 Jacquard Küchenhandtücher.. 58 Pf. reint. Küchenhandtücher Deli 95 Pf. . 85 Pf. 125 Wischtücher Wischtücher Reinleinen... Rolltücher gestreift, Größe 80/150 210 . 30 Pf. Größe 150/320 825 1275 1675 21M 24M Mundtücher dazu passend Teegedecke mit 6 Serv., farbig. Kante 180 Größe 60/60 Gr. 180/130 Gr. 130/160 690 dazu 825 Kante. Größe 80/195 Rolltücher Reinen, m. Jacquard- 340 Frottlerhandtücher 115 Bettwäsche Deckbettbezüge..525 775 Kissenbezüge passend 175 210 Deckbettbezüge 8901075 eine Breile dazu Kissenbezüge passend gestreitt im gestickt Kissenbezüge Durch 215 m Stoff 295 Bettlaken Nessel 390 Wäschestoff 425 Haustuch, Gr. ca. 150-220 490 160-225 550 650 160-225 715 Louisiana- Appretur Größe ca. 150-225 235 270 Herren- Artikel Oberhemd wel, mit Pikee. Falten- 490 Einsat, ungewaschen. Oberhemd 725 Eins. u. testen Mansch. Oberhemd tarbig gestreift. Perkal, mod. hellgrund Streiten 790 mit Klappmansch., 1 stejt, 1 weich. Kragen Sporthemd Planell, m. Klapp- 750 mansch., 2 pass. Krag. Nachthemd mit farb. Borte u.Tasche 490 Mako 41ach, Marine- 60 Pf. Stehkragen form, versch. Höhen Stehumlegkragen 85 Pf. Mako 41ach, verschiedene Formen Herrenhüte moderne Por- 540 750 men u. Farben Selbstbinder mod.Karos 85 Pf. 165 u. Muster reine Selbstbinder Selde 225 350 490 uni u. geschmackvolle Muster Vorführung in allen 4 Geschäften Pelzhüte Skunkskanin Sealkanin. • ... 7 90 11 M Pelzstreifen in vielen Breiten, 1 cm breit Skunkskanin.... Meter 90 Pt. Zobelkanin, Slinks u. 95 Pf. patagon. Kanin. Meter Skunksziege, Wolfszlege, 110 Seal Elektrik Biberette . Meter Meter 120 Maulwurfkanin... Meter 120 Chinchillakanin.... Meter 195 Weiß Tibet. Meter 195 Handarbeiten Quadrate weiß Halbl., Kreuz- u. Pialistich, vorgez.32/ 52 35 PL. Kissen vormen, schwarz Rips 115 vorgezeichnet... Größe 40/60 schwarz Rips, vorgezeichn. Kaffeewärmer war and farbig 150 Mittendecken weiß Halb, rund u. eck., vorgez.110/ 110 265 Kissen Farben and Rips, moderne 175 Farben, vorgezeichnet, Gr. 40/69 vorgez., Gr. 130/130 Tischdecken schwarz u. farb, Rips 690 Teewärmerfüllungen... 180 Kaffeewärmerfüllungen 195 3 und 4teilig Batikdecken vielen Farb120 240 Spielzeug- Cübftellung stellung., Gr.120/ 120 in allen 4 Geschäften LENEUNE Stets flott u. praktisch bleibt der jugendliche Herren' maniel; Samtkragen; Falte mit Riegel. Guter Flausch- Mouliné 9 CO Ombrékaro fesche Neuheit für den praktischen Mantel in begehrt., Paletot'form; Riegel; große Taschen. Pr. Flausch; neue Farb. 00 19 Die neue Linie Mantel vornehm schick, Paletotform mit angeschnittenen Seitenpatten. Wollen. Velours- cord- mouliné C& A BRENNINKMEYER 20 00 Schmeichelnd kleidsam, hochschick der breite Biberette. kragen a. dem Maniel aus prima Velours de laine; Knopfschmuck 39 00 Das Schönste und Neueste: molliger Mantel aus herrlichem Frauengunst Woll- sogen.Biberettebleibt dem feschen, plüsch. Pa. Qualität, mit Biberette verganz auf eleg. Futter brámten Glocken- www mantel treu. Velours de laine. Pa. Qualität Frauenmantel vornehm- elegant, in Glockenform m.reich. Biberetieverbrámung. www Aus prima molligem Velours de laine 29 00 59 00 69 Königstraße 33 Chausseestr. 113 Oranienstraße Am Bhi. Alexanderpl. Beim Stettiner Bahnho ,, Die neue Ecke" 00 Luxus der Mode vornehme Gediegenheit; hocheleganter Mantel a. prächtigem Seoiplüsch, Pelzgarnifur ganz auf Damassé Scalplüsch seidenglänzend, köstlich weich; der hoch. wertige, eleg. Mantel; w reicher Pelzkragen, ganz auf Damassé nur. 79 00 Dieser beim 89 Kegelspiel übliche Ausdruck für Höchstleistung" ist auch hier angebracht. Diese Angebote bedeuten tatsächlich eine Höchstleistung" in Preis sowohl als auch in Qualität oa Obire Angebote stehen ab Montag zur Verfügung! abuco Pelzhaus Leipziger Str. 581 verkauft Pelzmäntel, Pelzjacken, Schals, Füchse, Wölfe auf Teilzahlung! Persil Geöffnet 9-7 Deutsches Teppich- Spezialhans Emil Lefèvre G. m. b. H. Berlin S. Seit 1882 mur Oranienstr. 158 Wir haben keine Filialen! Sowell Vorrat Ein Posten solider Disch Perserteppiche und Brücken rene Monten Größe Ca conter Perser 70x140 cm M. 6.50 90x180 cm M. 10.75 125x195 cm M. 15.75 160x225 cm M. 23.50 180x290 cm M. 3.00 240x340 cm M 52.50 290x390 cm M. 75.00 Eine Anzahl reppiche Diwan- und Tischdecken mit Fehlern Gardinen Halbstores Sonder. Angebot! engl. Tul Steilig Fenster 3.75 bunadras Bteil. Fenster 5,25 Etam ne mi Einsä zen Stück 1.95, 3,25, 3.75 Madras Stoffe dunkelgrundig, große Farbenauswahl 180 cm breit 3.50, 4.75, 6.-. Versand p. Nachnahme. wenn nicht Betrag rückzahle nach Wunsch Fernsar. Moriizal. 235 airos- Lager Gegründet 1894 Persil Henkel Sapo- Late Kel Ladan Damen- Konfektion in frame Großer Preis- Abbau 50% Rabatt Jamen sparen Geld diese 8' 9' elegenheitskaut w Winter Mäntel 7' WoWinter 8.9 64 05 7. 55 6-65 Velour Mantai m.Peizbesatz 21 539 Plüsch Gibereti- Mänte luch Eskimo- artal 14 21 7 Krimmer Persian. I. ante to 58 100 -fusch- Ulster& 12 15 20 2 20 Sea: Plüsch Mente Kinder ante 8 8 10 12 15 Plüsch- Slinks- Jacken 16 25 41 52 xtra Weiten ung Längen ür grosse und starke Damen M.Mosczytz, dsberger Strass siazandernial 59 Inc repre Marten- Zigaretten kaufen Sie am billigsten Berlin, Kaiser- Wilhelm- Str. 32 Teppe Versand nach auswärts franko. Persil Henkel sil nkel Schriftliche Bestellungen können nicht berücksichtigt werden! Die unerreichte Qualität das ist das Geheimnis des großen Erfolges, den Persil hat, und ihm allein verdankt es seine gewaltige Verbreitung! Gewiß, Sie bekommen häufig etwas angeboten, das .ebenso gut oder gar„ besser als Persil" sein soll. Lassen Sie sich nicht beirren: Persil ist das vollkommenste Waschmittel, das sich denken läßt; es gibt nichts besseres! Henko, Henkel's Wasch- u. Bleich- Soda das Einweichmittel. Unübertroffen für Wäsche und Hausputz! Hausmusik auf Kredit! Erstkl. Sprech- Apparate mit Plattenzugabe. Geringe Anzahlung und kleinste Rate Platten aller Marken zu Listenpreisen in großer Auswahl Musikhaus E. Feldhammer Berlin 3 42, Ritterstr. 84. Tol phon: Dönhoit 2331 Fordern Sie kosten.osen Prospekt ein oder besichingen Ste meine Vorführungsräume von 9-2 Uhr( auch Sonnabends) Kaufen Sie nur in einem Spezial- Sprechmaschinen- Geschäft Neu erschienen: Abreißkalender 1926 Preis 2.- N. M. Kinderland 1926 Preis L.25 R. M. Zu haben in allen Vorwärts- Speditionen, in der Buchhandlung J. H. B. Dick Nachfolger, Lindenstr. 2 und in der Vorwärts- Buchdruckerei, Lindenstraße 3, 4. Hof, 3 Treppen im Kontor. Gelegenheitskauf Sprech 5000 Maschinen 22 MK 15ME 89MK Kotterapparate M. 16.-, Kinder- Sprechmaschinen v. 5 M. an. Durch Erwerb zweier Konkurs- Sprechmase inen- äge der mit 100 000 Sprec maschinenteilen sind wir in Lage, 5000 Sprechmaschinen zu noch nie dagewesenen Praisen herzustellen und anzub.-ten. Riesepauswahl in den besten Tanz- und Konzertapparaten neuester Konstruktion ohne Nebengeräuschea in a en Holzarten. Besichtigung ohne Kautzwang erboten. Platten wieder billiger, doppelseitig neu M. 1.90. Schulz& Gundlach, Münzstraße 18, dicht Alexanderplatz. Kr. 52�» 42. Jahrgang 2» ��9 ��0tkö?0FÜ9 Sonntag. S. November 1Y2S Vas„neue" Kußlanö. Reiseeindrücke. Ion Fritz Aarsen. Die folgenden Ausführungen wollen imd können schon wegen der Äür� meines russischen Aufenthalts keinen An- fpruch darauf erheben, unbedingt zutreffend zu fein. Es lind Leolxul)tungen eines westeuropäisch orientierten Menschen und nicht mehr. Welche Schwierigkeiten aber gerade Rußland für die Beurteilung durch einen Westeuropäer bietet, merkt auch der flüchtige Beobachter sehr schnell. Es gibt da Widersprüche, die für uns unvereinbar erscheinen. Nach vier- wöchigen Aufenthalt äußerte ein Kamerad aus eben solchem Empfinden heraus:»Rußland ist mir auch heute noch eine Sphinx." Das alte Rußland bedeutete für uns, wenn wir uns nicht eingehend damit beschäftigten, Zarismus und Knuten- Herrschast und m trautem Verein damit eine dumpfe Reli- giosität der Massen, mißbraucht von der seelenknechtenden .Herrschaft der Popen. Zarismus deckte für uns den Begriff der egoistischen Diktatur eines Herrschers zusammen mit seiner Familie und seinen Günstlingen, ohne Rücksicht bis zuletzt auf die nur zum Schein als Vertretung des Volkes bestehende Duma. Zarismus bedeutete uns die Herrschast eines kor- nipten Beamtentums und einer egoistischen feudalen Kaste, die trotz Aufhebung der Leibeigenschaft die Masse der Bauern mit der Knute regierte, sie aussaugte und nichts für ihre Aus- bildung tat. Davon sah ich noch erschütternde Beispiele in russischen Dörfern: prächtige Herrenbäuser und verfallene Hütten der Bauern! Zarismus hieß für uns aber auch Nei- gung der unterdrückten Bevölkerung zu Attentaten und revolutionären Bewegungen unter Führung der on westeuropäischen Idealen gebildeten russischen Intelligenz, und ihre blutige Bekämpfung durch die herrschende Klaffe. Die heute geräumten Gesängnisse der Peter-Pauls-Festung in Petersburg, in denen fast alle bekannten Revolutionäre ge- festen haben, umwob für jeden Menschen Westeuropas ein wahres Grauen.— Die Religiosität Rußlands war uns ge- kennzeichnet durch Tolstois weitverbreitete„Volkser, Zählungen� ebensosehr wie durch die Erscheinungen dumpfen Aberglaubens, die aus dem Auftreten und verhängnisvollen Wirken des Mönches Rasputin noch frisch in der Erinnerung war. Was sagte uns, die wir mit solchen Vorstellungen das große fremde Land betraten, des„neue Ruhland"?— Auch heute hat Rußland eine Diktatur. Man hat uns immer wieder gesagt, es sei die Diktatur der Arbeiter und Bauern, der bisher unterdrückten Klasten. Es ist falsch, diese Umkehrung der Diktatur damit abzutun, daß man sagt, es sei nur eine Umkehrung und damit meint, es habe sich im Grunde nichts geändert. Richtig ist. daß sich sehr vieles geändert hat. Denn diese Regierung der Voltskommissare ist bestrebt, nicht nur für eine schmale Kaste zu sorgen, sondern wirklich für d i e M a s s e n. Ueberall haben wir die Erholimgshäuser für die Hand- und Geistesarbeiter gesehen, am schönsten in Peters- bürg auf der Nevoinsel in den Häusern, die einst den Reichen gehörten: überall die Arbeiterklubs, die teilweise eine Art Dölksbaus darstellten, mit Bibliotheken, Leseräumen. Vor- tragssalen und einer Art hygienischem Museum; überall die zum Test vorbildlichen Einrichtungen zum Schutze des proletarischen Kindes und seiner Mutter. Ich sah ähnliche Veranstaltungen auf dem Lande in einem Dorf. sah die Maßnahmen, die man ergreift, um den Bauern zur rationellen Wirtschast zu erziehen, um dadurch seine Lebens- weise zu heben und ihn so durch Bildung erst wahrhaft aus der Hörigkeit vergangener Jahrhunderte zu befreien. Diese Arbeit wird von den beauftragten Funktionären und von der kommunistischen Jugend mit einer Begeisterung getan, die nur verständlich ist. wenn man den Wandel der Zeiten und das Hochgefühl des erkämpften Sieges über den verhaßten Zaris- mus vor Augen hat. Selbst Gegner des Bolschewismus haben mir mit Stolz erklärt, daß diese Beamten absolut unbestechlich seien. Korruption wird mit drakonischer Strenge geahndet. Das ist das beste Zeichen für den Geist des neuen Staates. Daß er es bei aller Strenge der Diktatur jedoch nicht vergaß, auch den Geist der Kameradschaftlichkeit zwischen Masse und Führern zu pflegen, davon sah ich unverkennbare Beispiele bei der Parade der roten Armee uird den Umzügen des internationalen Iugendtages. Jede Kritik on dem heutigen Regime muß diese positive Seite, den energischen und unbezweifelbaren Willen der Re- gierenden, für die Massen zu sorgen, zunächst rückhaltlos an- erkennen. Erst dann kommen die Fragen: Ist es wirklich eine Herrschaft der Arbeiter und Bauern, oder eine solche der Kommunistischen Partei? — Kein Vorwurf wurde von den russischen Kommunisten schärfer zurückgewiesen. Die Tatsache, daß an allen verant- wörtlichen Stellen Kommunisten■ stehen, erklären sie sehr einfach damit, daß man die Kommunisten deswegen wähle, well sie durch ihre Parteizugehörigkeit zu besonders ent- sagungsvoller Amtsführung verpflichtet seien. Darin liegt viel Wahres, denn die Kommunisten Rußlands sind heute nicht eine Partei, in die jeder eintreten darf, sondern gleichsam ein Orden mit einem oft jahrelang dauernden Noviziat und mit der Verpflichtung zu unbedingtem Gehorsam und per- sönlicher Entsagung. Wenn diese auch soweit geht, daß der Kommunist nur eine gewisse Höchstsumme(etwa �00 Mark monatlich) verdienen darf, während Fachleute leicht das Doppelte und Dreifache erhalten, so erklärt das keinesfalls den geschilderten Befund. Hier muß auch eine bestimmte Wahl- r e g i e stattfinden. Das ist kein Vorwurf, sondern die Fest- stellung einer Selbstverständlichkeit, da doch Diktatur herrscht. Eine weitere Frage: Hat diese Diktatur, deren Willen zur sozialen Fürsorge ich uneingeschränkt anerkenne, die wirt- s ch a f t l i ch e Lage gebesiert? Ist Rußland das Paradies der Arbester?— Man sprach uns von einem durchschnsttllchen Monatslohn von etwa 50 Mark. Ein zweifellos geringer Revolutions-Geöenkfeier Montag, üen 9. November, abenös Th Uhr, im großen Saal der Neuen Welt, HafenheiSe unker Mitwirkung des Hegar- Thors und der Spielgemein- fchaft Berliner Zungsoziali'ten.— Ansprache, gehalten von Staatssekretär Heinrich Schulz, M.d.B. Eintritt frei. Mitgliedsbuch dient als Ausweis. ______ Der Lrzirtsvorstand. 3. kreis tvedding. Montag, den 3. November, abends VA Nhr, im großen Saal der Pharussäle, Müllerstraße 142. Ansprache: Dr. Otto Friedländer. Mitwirkende: Gemischter Chor Groß-Berlin — Heinrich Witte vom Staatstheater— Berliner Konzertorchester. Eintritt 70 Pf. Steqllß. Montag, den 3 November, obens 8 Uhr, Im Lyzeum Rothenburgstraße. Mitwirkende: Das Deutsche Vokalquartett. Rezitationen. Ansprache: Regierungsrot Genosse Goertig. Ein- tritt IM. Zohannisthal. Montag, den 3. November, abends 7K Uhr, bei Schreiner, Friedrichstraße 8. Ansprache: Wilhelm Landa. Zehlendorf. Sonntag, den 8. November, abends 7 Uhr, im kleinen Saal des Lindenparks. Rezitationen, Volkstänze, Sprechchor, Ansprache. Oberschönewelde. Sonntag, den 8. November, abends 8 Uhr, tm neuen Saal von Imberg. Rezitationen, Volkschor Südosten. An- spreche: Wilhelm Reimanti. vankow-heinerkdorf. Sonntag, den 8 November, abends VA Uhr, in der Schulaula Wollankstraße 131. Rezitationen und Sprechchor. Mederschönewrtde. Sonntag, den 8. November, abends 8 Uhr, im Restaurant Schmidt, Reoolutionsfeier, verbunden mit gemütlichem Beisammensein. Duch-Röntgental. Sonntag, den 8. November, abends 8 Uhr. gemeinsame Feier im Elysium, Kaiser-Friedrich-Straße. Ansprache: Genosse Zachert, M. d. L. Die Passion. Roman von Clara Dlebig. Sie war aufgesprungen, auf ihrem todbleichen Gesicht flammten rote Flecke höchster Erregung. Im gleichen Augen- bück ließ ein mahnender Schmerz sie zusammenzucken, sie ächzte kurz auf. „Nein, nein, ich geh schon!" Er drückte sie auf den Stuhl nieder. Und dann fuhr er in seinen Paletot, zog ihn sich mit einem Ruck in die Höhe:„Was du einem für Scherereien machst, jetzt gerade zum Fest! Na ja. ich gehe schon!" Wie Frau Ella es richtig vorausgesagt hatte, so war es: dieser Mensch hatte sich aus dem Staube gemacht. Es war Stefan Wilkowski nicht einerlei— lieber hätte er den ge- wiffenlofen Kerl an der Gurgel gepackt— er stand ganz niedergeschmettert vor der Wstwe Bergmann.«Also Herr Verndorff ist fort? Wie lange schon fort?" „Oh, schon über acht Tage. Mir ist's ganz recht. Seit so eine bei ihm war— na, ich sage Ihnen!— da hätte ich ihm sowieso gekündigt. Ich bin'ne anständige Wirtin, ich leide nicht, daß meine Herren Weibsbilder oben aufs Zimmer haben, und ieberhaupt, was der für Viecher in fein'n Nacht» tisch zu liegen hatte! Au weh!" Sie hob in Abwehr beide Hände:„Na, Sie verstehen mich wohl schon." Und sie kniff die Augen zu und schüttelte sich wie in Ekel. In der Nacht vom dreiundzwanzigsten auf den vierund- zwanzigsten Dezember war Olga Wilkowski im Traum in ihrer Heimatsstadt. Es war schon heilige Nacht. Und sie ging in die Ehristmette, in die nach Myrrhen und Weihrauch duftende Kirche. Da war es wie alle Jahre zum Weihnachts- fest: die große Krippe ausgestellt, die Engel sangen, die Hirten beteten an, die heiligen drei Könige brachten ihre Gaben. Die Mutter Gottes faß wie immer schön da im sternen- besäten Kleid, aber in ihrem Schoß lag nicht wie sonst das lächelnde Kindlcin im Strahlenkranz, mif das sie nicderblickte entzückt— heut war das Kindlein nackt, ohne Strahlenkranz. Und es hob ieine Hände, die hatten Wunden, und seine Füße waren durchbohrt. Als in den Häusern Berl'-us die Weih- nachtsbäunrie brannten, die dunkle Nacht hell wurde von Lichterglanz, als Eltern lächelten und Kinder jubelten, als Weihnachtsgesänge ertönten und von den Türmen Glocken erklangen, wurde im kleinen muffigen Hinterzimmer in der entlegenen, noch nicht völlig bebauten Straße ein Kind geboren „Wenn es am Ende ein Christkindchen wird?" so hatte Olga Wilkowski damals ahnend bang gesagt. Es war ein kleines Mädchen, sehr dürftig und schwach. Aber die Mutter, der die Frau es in den Arm gelegt hatte, blickte darauf nieder mit einer plötzlich erwachten großen Liebe. Und auch mit Freude: nun hatte sie auch ein Geschenk. 4. Sie nannte ihr kleines Mädchen Eva, weil an dem Tag, an dem es geboren worden war, Eva im Kalender stand. Stefanie hätte sie gern gewählt, dagegen wehrte sich aber ihr Bruder Stefan, dem das nicht angenehm war. Pauline hätte sie es auch nennen können nach ihrem Bater. der hieß Paul, ober der würde ja doch nie etwas von der Kleinen wissen wollen. Auf ihren flehentlichen Brief hatte er ihr keine Antwort zukommen lassen. „Also Eva, schön," sagte Stefan rasch und rannt« davon. um es so eintragen zu lassen im Standesamtsregister. Er eilte, aber er ging diesen Gang nicht gern, er schämte sich vor dem Beamten, daß er keinen Bater angeben konnte, nur die unverehelicht« Mutter. Die helle Röte stieg ihm in die Sttrn, aber der Beamte legte dem fehlenden Boter weiter keine Bedeutung bei. So was kam öfter vor. Wer weiß übrigens, ob das Kind am Leben bleiben würde? Es hatte ein ganz verschrumpftes alles Gesicht,«in immer schnüffelndes Röschen und lag an der Brust der Mutter wie ein welkes Blatt. Frau Ella, die sich die Bescherung doch auch einmal ansehen kam, prophezeite ihm keine lange Lebens- dauer.„Denk an mich. Stefan, da wird nie nichts draus. So n elender Wurm! Solche Kinder wären am besten gleich beim lieben Gott aufgehoben." „Man kann sie doch nicht erlaufen wie junge Hunde und Katzen." sagte er finster. Und als sie ihren Gedanken noch ausführlicher nachgehen wollte, fuhr er sie an:„Sei still! Ich will nichts mehr davon hören. Mir steht die Sache so schon zum.Hals« raus." Er befand sich in einer üblen Lage. Die Schwester konnte er nicht im Stich lassen, dazu fühlte er sich zu sehr als anständiger Mann: wollte sie auch nicht im Stich lasten, schon im Andenken an seine verstorbene Mutter nicht, die dach auch Olgas Mutter gewesen war— und dann überhaupt. Es lag ihm nun einmal nicht, einen„energischen Schnitt" zu machen, wie Frau Ella es nannte, wenn sie von Leuten, mit denen sie vordem sich ganz gut gestanden hatte, auf einmal nichts mehr wisten wollte. Es fiel ihm recht Lohn, selbst wenn man bedenkt, daß die Lebensmittel nur etwa ein Drittel der unseren kosten, wogegen freilich Kleidung unerschwinglich teuer ist und Wohnungen im allgemeinen sehr unzureichend sind. Daß es daneben vielleicht fünf bis zehn Prozent Handarbeiter gibt, namentlich Elektrotechniker und Metallarbeiter, die infolge des Mangels an gelernten Kräften bis 400 Mark im Monat verdienen, ist Tatsache: für unsere Frage nicht ausschlaggebend. Und die Geistesarbeiter? Wir haben keinen Zweifel darüber gelassen, daß die j ä m m e r- I ch e Bezahlung der Lehrer, die sie zu Ueberstunden und Nebenbeschäftigungen zwingt, unsere höchste Verwunde- rung erregte, namentlich im Vergleich der Bezahlung der quali- fizierten Arbeiter. Die Erklärung liegt einmal in der Diktatur, die zunächst eine solche der Handarbeiter ist, und dann in der im Augenblick noch stärkeren Notwendigkell, die ökonomische Front aufzubauen. Eine dritte Frage: Wie behauptet sich die Dik- t° t u r. und wird sie sich hatten? Daß sie sich zunächst einmal brutal durchgesetzt hat. wird niemand ihr zum Vorwurf machen, der die Brutalität ihrer Gegner kennt, erst der Zarismus, dann der weißen Generale. Aber auch heute noch liegt ein Schatten über Rußland. Die weißen Generale sind besiegt, eine Jnter- vention vom Ausland kann kein Vernünftiger«.�nehmen, aber die staatliche P o l i z e i, die GPU., bekämpft immer noch unnachsichtig und geheimnisvoll alles, was ihr anfirevolutio- närer Umtriebe verdächtig scheint. Niemand kann eigentlich Posllioes über sie sagen, oder tut es nicht, selbst wenn er etwas weiß. Aber Tatsache ist, daß mir wiederholt Menschen, mit denen ich zusammenkam, auf die Frage, die ich für harmlos hielt, mit dem eigenartigen Hinweis entgegneten, das seien politische Fragen, auf die sie nicht antworten dürften, ich solle mich an den politischen Vertrauensmann wenden. Tatsache ist auch, daß Leute aus der ehemaligen Bourgeoisie, die heute vollkommen entrechtet ist, soweit man sie nicht unbedingt gebraucht, mir erklärt haben, daß kein Mensch mehr daran denke, gegen die Regierung anzukämpfen, ja. daß sie selbst nur von der Ueberlegenheit des jetzigen Regimes überzeugt seien, daß nur das Restchen der geheimnis- vollen GPU. auf ihnen niederdrückend laste. Eine gewisse Sauerromantik umgibt das Hauptquartier der GPU., die Lu- bianka in Moskau. Vielleicht gehört das zttm Wesen der Diktatur. Nirgends stärker als in diesem Punkt fühlt man daher den Gegensatz des westeuropäischen, seit der Er- klärung der Menschenrechte doch demokratisch gesinn- t e n Menschen gegen das r u s s i s ch e R e g i m e. Ich hatte das Gefühl, daß wir solch einen Druck nicht ebenso ertragen könnten wie die an den Zarismus gewöhnten Russen! Kurz noch ein Wort zur r e l i g i ö s e n Frage. Man sagte mir, die Kirche habe die Freiheit, sich zu betätigen. Jeder könne ungehindert zur Kirche gehen. Aber natürlich bekämpfe man sie durch rücksichtslose Propaganda. Wir sahen das im Theater, wo einige Kühne sogar zu zischen wagten: wir sahen es in den Klubs mit ihren zahllosen drastischen Plakaten: wir sahen es in ähnlicher Weise in den Schulen: wir sahen es bei Umzügen auf der Straße. Ich war am Sonntag in der riesi- gen Kalljedrale von Kasan und in der Isaakskathedrale in Petersburg, ich war in der berühmtesten Kirche in Tfflis, wohin früher die Gläubigen schon am krähen Morgen kamen, um einen Platz zu erhalten— überall dasselbe Bild prunk- haftesten Gottesdienstes und gähnender Leere. Rur die win- zige Kapelle der iberischen Mutter in Moskau am Kreml gab noch ein Bild aus früherer Zeit: die oerlumpten Bettlerinnen auf den Stufen, drinnen der Pope mll dem Kruzifix, das er den andrängenden Weibern zum Kusse reichte!— Wo ist die Religiosität hingekommen? Geht man ein Stückchen weiter an der Kremlmauer entlang, so kommt man zu dem Mau- soleum Lenins. Der einfache Bau umschließt das teiligtum des neuen Rußland, den mumifizierten Körper enins, an besten Glassarg zwei Rotgardisten die Ehren- wache halten. Die Gläubigkeit der russischen Seele wird auf diesen neuen Wallfahrtsort hingeleitet, von dem wieder Ströme der Begeisterung sich durch ganz Rußland ergießen. schwer, jetzt gerade zur Weihnachtszeit, in der sich doch jeder verausgabt Hot, noch Geld für die Schwester hergeben zu müsien. Aber Frau Lehmann verlangte ihre Bezahlung für Kost und Logis und sonstige Hilfe. Gott sei Dank, daß man wenigstens keinen Arzt gebraucht hatte, es war alles ganz glatt gegangen. Aber es kamen noch allerlei sonstige Aus- Siben, Olga hatte eben nichts, gar nichts für das Kind. Ein lück, daß sie geschickt war und eigentlich aus nichts etwas machen konnte: sie saß jetzt schon im Bett« auf und häkette aus aufgeriffelten weißen Baumwvllsttümpfen Jäckchen für die kleine Eva. Sie band ihr schmale Rosabändchen unten um die Aermelchen und zog ihr oben am Hälschen ein ebensolches Bändchen ein. „Wozu das." sagte Frau Willowski. Sic ärgerte sich über die Schwägerin und nannte dos Putzsucht, was doch nur die Freude einer Mutter war, ihr Kind zu schmücken. Frau Ella war auch der Ansicht, daß armen Leuten so etwas überhaupt nicht zukommt. .Laß sie doch." sagte Wilkowski.„Sie wird uns schon alles mal wieder zurückerstatten, was wir ihr jetzt vorstrecken müssen." Er glaubte aber daran selber nicht so recht, darum hatte sein Ton auch keine überzeugende Kraft. Frau Ella war sehr skepttsch:„Wiederkriegen? Niemals. Wie soll sie das auch möglich machen?!"— In der muffigen kleinen Hinterstub« war das zuerst noch leer stehend« zweite Bett auch bald besetzt worden. Ein gut angezogener Herr— er trug einen feinen Paletot mit Pelz- tragen und einen steifen Hut— hatte ein Mädchen an- gebracht, das Frau Lehmann wohl schon bekannt sein mußte, denn sie begrüßte es ganz familiär mit einem:„Na, da biste ja, Lenchen!" „Ich bin nämlich schon einmal hier gewesen, vor'nem Jahr— aber da wohnte sie noch in der anderen Wohnung. Wer mär das damals gesagt hätte, daß es mir nun noch mal passieren würde!" Uno das Lenchen genannte Mädchen fing an zu weinen. Es war ein blutjunges Ding. Fast erschrocken sah Olga hinüber zum anderen Bett, nach dem kinderlockigen Kopf, der sich auf den Kissen warf. So schrecklich ihr der Gedanke auch gewesen war, mit noch einer oas Zimmer teilen zu müsien, nicht einmal allen Jammer unbeachtet ausweinen zu können — im Stillen hatte sie immer gehofft, daß ihr das erspart bleiben würde.— dieses Lenchen war ihr weniger furchtbar, als ihr eine andere vielleicht gewesen wäre. (Fortsetzung folgt.) Vielleicht ist es die größte innerpolitische Tat des russischen Kommunismus, sich durch ragende Symbole einer neuen flareren Welt in der mystischen Seele der russischen Bevölkerung beranfert zu haben. Auch das ist ganz russisch, und es ist Raivität, mit solchen Symbolen bei uns Begeisterung ermeden zu wollen. Das ist überhaupt der entscheidende Punkt, man muß ehrlich anerkennen und doch die Unterschiede sehen. Nichts hat mich in Rußland so erstaunt, wie die völlige Un fähigkeit der russischen Kommunisten, Europa mit anderen als ruffischen Augen zu sehen. Sie glaubten all meinen Borstellungen nicht, daß bei uns die Macht der Bourgeoisie eine ganz andere sei als jemals in Rußland, daß unseren Bauern der Gedanke einer Revolution an der Seite der Arbeiter aus ökonomischen Gründen völlig fern liege; sie meinten, daß es nur eine Frage des Willens sei, eine solche Revolution mie in Rußland auch in Deutschland auszulösen, wohl gar mit russischen Methoden und mit russischer Rückendedung! Mein Gesamturteil geht dahin: Rußland erholt sich heute mit elementarer Kraft. Wir freuen uns dieses Aufbaues eines neuen Rußland. Wir können manches davon lernen, aber lezten Endes müssen und wollen wir unfere eigenen Wege gehen. Die Renten der Kriegsopfer. Das geänderte Reichsversorgungsgeset. Durch weitgehende Versprechungen haben die Rechtsparteien bei den Wahlen der letzten Jahre auf die Kriegsbeschädigten und Krieger. mitmen einzuwirken versucht. Wie mit vielen anderen Wahlverfprechungen haben sie es auch mit diesen nicht sehr genau genommen. Bei den Beratungen des neuen Gesetzes, die im Juli im Reichstagsausschuß stattfanden, haben sie die sozialdemokratischen Berbesserungsvorschläge fast ausnahmslos abgelehnt. Die in dem inzwischen rechtsträftig gewordenen neuen Reichsversorgungsgesez festgelegten Renten erfüllen deshalb längst nicht die berechtigten Forderungen der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen. Eine Uebersicht über die wichtigsten Bestimmungen des Gesetzes zeigt das deutlich. Grundrente und Zulagen. Die jährliche Grundrente beträgt bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 30 Proz. " 40 50 60 70 80 90 81 M. 108 und 24 M. Schwerkriegsbeschädig 135 * 162 30 Y " 189 42 216 19 60 248 90 * SP " * [ tenzulage bei Erwerbsunfähigkeit 270. 135 Dazu kommt eine Ausgleichszulage von 35 Pro 3., menn der Beschädigte vor Eintritt in den Militärdienst einen Beruf ausübte, der erhebliche Kenntnisse und Fertigkeiten erforderte. Diese Ausgleichszulage wird auf 70 Pro3. erhöht, wenn der Beruf außerdem noch ein besonderes Maß von Leistung und Verantwor fung erforderte. Berheirateten Beschädigten wird zu diesen Säßen gewährt: eine Frauenzulage von 10 Pro 3. und 20 Proz für jedes Rind bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Hilflose Beschädigte erhalten, je nach der Schmere der Ge fundheitsstörung, eine Pflegezulage von jährlich 432, 576 oder 720 Mart. Das Sterbegelb, bas bei dem Tode eines Rentenempfän gers gewährt wird, richtet sich nach dem Wohnort des Verstorbenen. Es beträgt, wenn der Tod die Folge einer Dienstbeschädigung ist, für die Drte in Sonderklasie in Detallasie A in Ortstlaffe B und C. in Ortstlasse D. sonst ein Drittel dieser Beträge. 144, Mart 135, 126.112,50 " P " Hinterbliebenenfürsorge. Ist der Tod die Folge einer Dienstbeschädigung, dann erhalten auch die Hinterbliebenen( Witwe, Kinder, Eltern) eine Rente. Die Witwe erhält 40 Proz. des Betrages, der dem Verstorbenen im Falle der Erwerbsunfähigkeit bei Lebzeiten zustehen würde. 50 Proz. dieses Vertrages erhält die Witwe solange fie für ein Kind sorgt oder sobald sie das 45. Lebensjahr vollendet hat. Auf 60 Broz. erhöht sich die Rente, solange die Witwe erwerbs, unfähig ist oder sobald sie das 50. Lebensjahr rollendet hat. Jedes Kind erhält bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres 25 Proz. der Vollrente des verstorbenen Baters. Lebt auch die Mutter nicht mehr, so erhöht sich diese Rente auf 40 Proz. der Bollrente. Die Eltern erhalten eine Rente, wenn der Verstorbene ihr Ernährer war. Die Elternrente beträgt für die Eltern zusammen 50 Proz., für den Bater oder die Mutter allein 30 Proz. der Bollrente des Berstorbenen. Teppiche Cammfremm M.Lammfremm & Dogel mur 127 Potsdamer- Str. Berlín MASSARY Delft EDEL WIE DER NAME KI 5 Pfg Ift der Tod nicht die Folge einer Dienstbeschädigung, so wird bis zu zwei Dritteln der Bitmen und Baisenrente als sogenannte Beihilfe im Falle der Bedürftigkeit gewährt. Bedürftigkeit ist auch die Voraussetzung bei der Gewährung der Elternrente. Eine Ortszulage wird gewährt auf die gesamte Rente mit Ausnahme der Pflegezulage. Sie beträgt in einem Ort 30 Proz. 25 der Sonderklasse der Ortstlasie A der Orteflasie B 22 . der Ortsklasse C der Dristlaffe D 18 14 Für die Einstufung der Orte in die einzelnen Drisklassen ist das für die Besoldung der Reichsbeamten geltende Ortsklassenver: zeichnis maßgebend. Nach der Höhe der Beamtengehälter richtet sich die Leue rungszulage. Sie muß bei jeder Aenderung der Grundgehälter der Beamten in entsprechender Höhe auch für die Kriegsbeschädigten und die Hinterbliebenen festgesetzt werden. Zufahrente. Eine Zufahrente erhalten Schwerbeschädigle( über 50 Proz. erwerbsbeschränkt) und Bitwen, die mehr als 40 Proz der Vollrente beziehen. Die Zusatzrente beträgt jährlich, bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 50 bis 60 Broz. um 70 bis 80 um mehr als 80 Proz. für erne Witwe für eine baterlose Baise für eine elternlote Baise. für ein Elternteil für ein Elternpaar für einen Empfänger von Hausgeld für einen Empfänger von Uebergangsgeld für eine Empfängerin von Witwenbeihilfe. für einen Empfänger von Waisenbeihilfe. 144 RI. 300 Y 504 300 96 144 " P 120 192 300 300 SP 192 PP 84 Außerdem erhalten Schwerbeschädigte oder Hausgeldempfänger, wenn sie für Kinder sorgen, zu ihrer Zufahrente für jedes Kind 96 Mart. Diese Zufahrente wird nur gewährt, wenn das regeimäßige Einkommen des Versorgungsberechtigten, das er neben seinen Ren ten bezieht, nicht höher ist als Grundrente, Schwerbeschädigten zulage, Ausgleichszulage, Ortszulage und Teuerungszulage zusam men. Entsprechende Beschränkungen bestehen auch für die Gewäh rung von Zufahrenten an Witmen. Die so häufig in empörendster Weise angewendete Bestimmung, daß die Zusatzrente nicht gezahlt wird, wenn das Einfommen des Versorgungsberechtigten nicht feststellbar ist, oder infolge besonderer Berhältnisse fein dringendes Bedürfnis zur Ges mährung der Zusaßrente vorliegt, ist auch im neuen Gefeß wieder enthalten. Beim Zusammentritt des Reichstages hatten außer den Sozialdemokraten auch die Rechtsparteien Anträge gestellt, die von der Regierung die Aufhebung dieser, zu fortgesezten Schnüffeleien führenden Bestimmungen forderten. Bei der Beratung des Gesetzes hatten Deutschnationale und Volksparteiler ihren Wahlschwindel längst wieder vergessen. Der Beseitigung dieser Borschriften durch die Sozialdemokratie setzten sie Widerstand entgegen. fag, ben 9. Stovember, faut bie Cigung der Arbeiterfahrt megen ber Resolutionsfeier aus. Nächste Sigung am Montag, den 16. November. Mäheres in der Sonntagsausgabe vom 15. November. 12. Kreis. Steglig- Lankwig- Lichterfelde. Montag, den 9. November, abends pünktlich 8 Uhr. im Rathaus Steglig. Frattionsfigung. Sämtliche Stadt und Bezirksverordnete sowie Bürgerbeputierte milffen erscheinen. 15. Kreis. reptom. Dienstag, den 10. November, abends 7 Uhr, bet Thiele, Niederschönemeide, Berliner, Ga eunjicuße, Kreisvorstands fizung. Die Abteilungsleiter haben zu erscheinen. 17. Areis. Lichtenberg. Die Funktionärverfammlung findet des 9. Novembers wegen erst am Dienstag, den 10. November, abends pünktlich 7 Uhr, im Arbeitsamt. Schreiberhauer Straße, statt. Tagesordnung: Die Stadtver orbnetenwahl und ihre Lehren." " 20. Kreis. Meinidendorf. Genossen und Genosfinnen, welche an dem Rurfus teilnehmen, werden gebeten, am Dienstag, abends 7 Uhr, im Zeichen. faal der 1. Gemeindeschule anwesend zu sein. Teilnehmer fönnen fich noch melden. Heute, Sonntag, den 8. November: 74. Abt. Zehlendorf. Scute Revolutionsfeier im Restaurant„ Lindenpark. Beginn abends 7 Uhr. Alle Genoffinnen und Genossen nebst Angehörigen milfsen erscheinen. Dienstag, 10. November, im Barteilokal: Monats versammlung. Bortrag:„ Die politische Lage". Alle Mitglieder müssen pünktlich und vollzählig erscheinen. 84. Abt. Bankwik. Die Rarten zum Blumenfest am 21. November in 2chmanns Festfälen find erschienen und können von den Bezirksführern in Empfang genommen werden. 136 Abt. Reinidendorf- Oft. Achtung! Ronsumgenoffenschaftsmitglieder der SBD., welche aur 66. Berkaufsstelle, Holländer Str. 26, gehören, gehen heute vormittag von 9 bis 1 Uhr alle zur Wahl und mählen die Liste Genoffenschaftsaufbau". BahПlegitimation: Mitgliedsbuch oder die Teste Quittung mit Einkaufstarte. Bahllotal: Residensstr. 50, Ede Marktstraße, bei Minschke. Morgen, Montag, den 9. November: 15. 26. Abends 7 Uhr bei Obiglo, Stralfunder Str. 11: Funktionär. versammlung. 39. Abt. Begen der Revolutions- Gedächtnisfeier in der Reuen Welt" findet unsere Funktionärfikung erst am Mittwoch flatt. Anzeige am Dienstag beachten. 42. Abt. Die Mitglieder nehmen zahlreich an der Revolutionsfeier in der Neuen Welt" teil... Funktionärversammlung deshalb erst am Dienstag, ben 10. November. 44. Abt. Die Funktionärversammlung fällt aus. Dafür Teilnahme an dec Revolutionsfeier in der Reuen Belt". Mittwoch, den 11. Rovember, abends 7 Uhr, in der Schule, Reichenberger Str. 44/45: Mitgliederverfammlung. Die Bezirksführer laden ein. 45. Abt. Die für heute angefeßte Funktionäversammlung fällt aus. 46. Abt. Die Genossen beteiligen fich an der Revolutionsfeier in der„ Neuen Welt". Dienstag, den 10. November: Funktionärversammlung. Lokal wird noch bekanntgegeben. 84. Abt. Lantwik. Revolutionsfeier des 12. Rreifes in Steglis, Realanme naftum, Rothenburgstraße. Eintritt 1 Mr. Eintrittstarten an der Raffe. 133. Abt. Buchholz. Abends 7 Uhr bei Roffad, Sauptstr. 71: Funktionäre versammlung. 137. Abt. Reinidendorf- West. Abends 7 Uhr im Boltshaus, Scharnweber. straße 114: Funktionäverfammlung. Bünktliches Erscheinen aller Genoffen ist Pflicht. Betershagen, Fredersdorf und Umgegend. Abends 8 Uhr im„ Alten Deffauer" in Petershagen: Feftversammlung. Festrede: Genoffe Robert Breuer. Mit wirkung der Jugend, des Reichsbanners und der Mitglieder des Bruch mühler Gesangvereins. Es ist Bflicht jedes Genoffen, zu erscheinen. Zehlendorf. Frauenabteilung. 8 Uhr bei Gonorre: Lefeabend. Uebermorgen, Dienstag, den 10. November: 6. Abt. 7 Uhr bei Dobrohlam, Gwinemünder Str. 11, Funktionärversamme Tung. Bu der Mitaliederversammlung haben die Bezirksführer einzuladen. 7. bt. 71 Uhr in Röhlers Feftsälen, Tiedftr. 24, Mitgliederversammlung. Bortrag: Was Iehren uns die Tenten Stadtverordnetenwahlen?" Ref.: Stadtverordneter Frik Brolat. 8. Abt. 7 Uhr bei Ridert, Steinmekftr. 36a, Funktionärversammlung. 9. Abt. 7 Uhr bei Sübner, Bilsnader Str. 34, Funktionärversammlung. Oktoberbeiträge und Sammellisten sind dort abzurechnen. 11. Abt. 8 Uhr bei Sanedorn, Jagowite. 24, Funktionärversammlung. 16. Abt. 7% Uhr bei Döhling. Brunnenstr. 79. Funktionärversammlung. 17. Abt. 7 Uhr bei Dofe, Nordhafen 6, Funktionärversammlung. 18. bt. 7 Uhr bei Müller, Uferstr. 12, Funktionärversammlung. 20. Abt. 71 Uhr bei Voie Funktionärversammlung. 23. bt. 71 Uhr bei Grunwald Funktionärversammlung. 27. Abt. 7 1hr Vorstandssikung bei Boosmann, Gleimftr. 10. 8 Uhr Funk tionärversammlung ebenda. 40. Abt. 7% Uhr bei Reufner, Sagelberger Str. 20a, Funktionärversammlung. Alle Sammellisten zur Stadtverordnetenwahl müssen an diesem Tage ab gerechnet werden. 43. Abt. 7% Uhr bei Bracht, Urbanstr. 71, wichtige Funktionärverfammlung. Die Bezirksführer müssen die Gammelliften abrechnen. 85. Abt. Tempelhof. 2. und 5. Bezirk: 7 Uhr Rahlabend bei Bufe, Werder Ede Raiser Wilhelm- Straße 94. Abt. Neukölln. 7% Uhr bei Schröder, Steinmekftr. 52, Funktionärversammla. Bei den Bestimmungen über die Bersorgung der Offi ziere waren die Regierungsparteien des Reichstages ungleich be willigungsfreudiger. Sie gingen hier zum Teil über die Forderungen der Reichsregierung hinaus, um ihren Standesgenossen Vorteile zu Jungfozialisten. Lichtenberg: Unsere Gruppe veranstaltet einen Rurfus über: zuschanzen. Wenn die wirtschaftliche Lage Deutschlands Millionen. geschenke an die Ruhrindustriellen möglich machte, dann muß sie auch gestatten, die so oft und so pathetisch wiederholte Bersicherung vom„ Dant des Baterlandes" in anständigerer Weise einzulösen, als das bisher geschah. Troz mancher fleinen Berbeffe. rungen, die unsere Partei durchsetzen konnte, ist das neue Reichsversorgungsgesetz im höchsten Grade unzu fänglich. Parteinachrichten Einsendungen für diese Rubrik find Berlin 68B. 68, Lindenstraße 3. für Groß- Berlin fiets en bas Bezirkssekretariat. 2. Sat, 2 Tres. rechts, zu richten Achtung, Funktionäre! Die Uraufführung des proletarischen Films Freies Boll" findet nicht am Montag, den 9., sondern Montag, den 16. November, statt. Die Funktionäre wie auch alle anderen Genoffen beteiligen ich kommenden Montag restlos au der Revolutionsgedächtnisfeier in der neuen Welt. 2. Kreis. Tiergarten. Areisausschuß für Arbeiterwohlfahrt und Bildungs ausschuß: Dienstag, den 10. November, abends 7 Uhr, 2. Kursusabend im Bezirksamt Tiergarten, RTopftodite. 24, 8immer 4. Die Teilnahme recht vieler Genossinnen und Genossen ist erwünscht. Teilnahme Lostenlos. 4. Areis. Prenzlauer Berg. Donnerstag, den 12. Rovember, abends 7 Uhr, Sigung der neugewählten Stadt- und Bezirksverordneten( Wahlvorschlag 1 bis 29) mit dem engeren Areisnorftand im Bezirksamt, Danziger Str. 64, Zimmer 29. 5. Kreis. Friedrichshain Dienstag, den 10. November, abends 7 Uhr, Rurfus der Genoffin Wurm bei Rofin, Gubener Str. 19. Shema: ,, Geschichte der Frauenbewegung." 7. Kreis. Charlottenburg. Dienstag, den 10. Rovember, abends pünktlich 8 Uhr, bei Bogel, Spreeftt. 8, Funktionärinnenfigung. 10. Areis. Behlendorf. Abteilungen 74, 75, 76. Dienstag, den 10. No. vember. abends 8 Uhr, bei Midlen, wichtige Beratung. Auswahl ber Deputationsmitglieder. Die Mitglieder des Kreisvorstandes, der Abtei lungsvorstände und alle Randidaten zur Bezirksversammlung müssen er fcheinen. 11. Kreis. Schöneberg- Friedenau. Am Dienstag, den 10. November, abends 8 Uhr, Gigung der Zeitungstommiffion in der Spedition, Belziger Str. 27. Alle Abteilungen müffen vertreten fein. Die Elternbeirate aus allen Abteilungen des 11. Kreiſes haben am Montag, den 9. November, Sigung bei Will, Martin- Luther- Straße 69. Erscheinen ist Pflicht. Am Mon Wer folgerichtig denkt, * Das Seidelberger Barteiprogramm. Referent: Gen. Dr. Levi. Der Rurfus erftredt sich über 4 Abende. Beginn: Dienstag, den 10. November, 8 Uhr, in der Bibliothek Weichselstrake. Wir erwarten eine rege Beteiligung der Parteigenoffen. Gruppe Sübolt: Montag, den 9. November, im Jugendheim, Reichenberger Str. 66, Bortrag des Gen. Lepinski über: Marriftiſche Staatsauffaffung. Gruppe Mitte: Montag, den 9. November, Beteiligung an der Revolutionsfeier der Gruppe Pankow, in der Schule Bankow, Wollanfftr. 131, 7 Uhr.- Gruppe Süden: Seute, Sonntag, Treffen zum Besuch der Revolutionsfeier vormittags 10 Uhr am Großen Schauspielhaus, Rarlstraße. Gruppe Reinidendorf. Montag, den 9. November, 7 Uhr, findet in Tegel in der Aula der Gemeindeschule Tresdomstraße ein Vortrags abend des Boltsbildungsamtes ftatt. Studienrat Rornemann spricht liber: Soziale Fragen in der neueren deutschen Biteratur. Auch die Arbeiterjugend ift eingeladen. Wir erwarten zahlreiche Beteiligung. Kinderfreunde. Hallesches Tor: Jeden Montag von 4-7 Uhr Boltstänge und Märchenerzählen non Genoffin Anauer. Donnerstags von 4-7 Uhr Bastel arbeiten im Jugendheim Lindenstr. 3. Bereinigung sozialdemokratischer Studenten. Dienstag, den 10. November, pünktlich 8 Uhr, im Sozialwissenschaftlichen Alub. Wilhelmstr. 48, 2 Trp., Marxistische Arbeitsgemeinschaft. Lektüre des Rennerschen Buches: Die Birtschaft als Gesamtprozeß und die Sozialisierung. Kapitel II und III. Gäfte willkommen. Sterbetafel der Groß- Berliner Partei- Organisation 31. Abt. Charlottenburg. Unfer Genoffe Adolf Glüer, Saefelerstr. 14, ift plöglich verstorben. Einäscherung am Montag, den 9. Rovember, mittags 12 Uhr, im Krematorium Wilmersdorf, Berliner Straße. Bir erwarten rege Beteiligung. Wetter für Berlin und Umgegend: Ziemlich trübe und etwas milder und Süden zahlreiche, vielfach starke, im Often geringere Regenfälle. mit Regen und auffrischenden Binden. Für Deuts land: Jm Besten Koch& Leeland bringen in der Mode das Neueste Herren- Stolle iür Anzüge, Paletots, Ulster, das Beste im Tregen 10.- 15.- 20.- 25.Damen- Stoffe für Mäntel, Kostüme, Kleider, neue geschmackvolle Farben 8.- 10.- 12.- 16gegenüber Sertraudtenstr. 20/21 wird fortan Massary Delft rauchen. Eine Zigarette, für die außergewöhnlich geworben wird, muß von überragender Güte seino. So wirbt Massary Delft für sich weiter CDon dieser Erkenntnis merden jetzt Tausende durchdrungen. Urteilen Sie selbst! Zwei Jugend- Werbewochen. Für den Anschluß an die Berliner Gewerkschaften. In der Zeit Dom 9. bis 23. November werben die Gewerkschaften um die Jugend. Die Jugend soll und muß sich in die gemert ihaftlichen Organisationen einreihen, damit sich diese meiter entfalten und die Jugendlichen schützen tönnen. Schwer haben die Alten gerungen und tragen noch immer die Bürde aller Funt. tionen, um oft schmerzlich zu sehen, daß der gewerkschaftliche Nach wuchs fehlt. Wohl können Gründe für eine gewisse innere Ableh nung gegenüber der zweckgesezten, zähen Gewerkschaftsarbeit angeführt werden, aber all das heiße Gefühl der Jugend, alle Beschwingt. heit, alles fulturelle Sehnen darf nicht zu einer Berneinung der gewerkschaftlichen Notwendigkeit führen, wenn nicht die fünftige Ge merischaftsarbeit darunter leiden soll. Der Aufgabenfreis der Ge werffchaften hat sich gemeitet, andere weit über die Tagesinteressen hinausgehende Arbeiten sind zu vollführen; da brauchen sie um so dringender den Nachwuchs, der mit seinem Idealismus und seiner Lebendigkeit neuen Schmung und weitere Entfaltung bringen soll. Ein Wort an die ältere Kollegenschaft: Ihr steht mit der Jugend zusammen am Arbeitsplatz. Gemein. James Schicksal ist zu tragen. Die Jugend und das Alter gehören zusammen. So sehr wir wünschen, daß die Jugend in die Gewerkschaften einrüdt, so sehr müssen wir wünschen, daß die Aelteren an allem Anteil nehmen, was die Jugend bewegt. Wir Aelteren müssen Freunde der Jugendlichen sein, ihr bester, wohlwollendster Berater und Beistand. Von den Aelteren wird es mit abhängig Jein, welche Erfolge die gewerkschaftliche Jugendarbeit zu verzeichnen haben wird. Sie müssen der Jugend den Wert, die Bedeutung, das Wachsen der Gewerkschaften und ihre Erfolge lebhaft vor Augen führen. Durch innerstes lleberzeugen und gutes Beispiel muß beiderseits das Gefühl gemedt werden: Wir gehören zusammen, mir müssen zusammen stehen. Kollegen, seid nachsichtig, reicht der Jugend die Hand. Tragt mit dazu bei, sie zu tüchtigen Menschen und trozigen Gewerkschaftsfämpfern zu machen. Ein besonderes Worf an die Betriebsräte: Kollegen, wir wissen, welch vielerlei Wünsche an Euch herantreten, welche Fülle von Arbeit auf Euren Schultern ruht. Troz dem müßt auch ihr mithelfen! In allen Fragen des Jugend. fchuggefeges stehen die Gewerkschaften im vordersten Treffen. Ihr müßt Euch der Jugendlichen in den Betrieben annehmen und für ihre etwaigen Klagen ein bereitwilliges Ohr haben. Als Teil der Klaffe, der den schwächsten Widerstand zu bieten vermag, Lastet nicht selten starter Druck auf den Jugendlichen und so manche Zu mutung, die mit dem Lehrverhältnis oder Arbeitsverhältnis nichts zu tun hat, tritt an sie heran. Wir wollen ein Näherkommen. Dem foll auch ein Vortrag des Kollegen Nörpel morgen, Montagabend, dienen, zu dem wir die Betriebsräte herzlichst einladen. Und nun ein Wort an die Jugend: Wir wenden uns an die hoffnungsvolle, begeisterte und kampfesfreudige Jugend. Sie muß unser Kampfgenoffe werden. Es gilt für hohe Biele einzutreten, und welchem Jugendlichen schlägt nicht laut das Herz, wenn es Großes zu erringen gibt! Der Gewerkschafts. fampf ist nicht nur Tätigkeit im Alltag. In seiner höchsten Be deutung ist der Gewerkschaftskampf ein fultureller Rampf. Sein Ziel ist die Erreichung einer neuen, befferen Wirtschaft, der Gemeinwirtschaft, die Befreiung der Menschen vom mächtigen Drud des Kapitalismus." 0 Homptons Taifanguloar bequem, sparsam SCHUTZ- MARKE DE THOMPSON'S SEIFENPULVER SCHUTZ- MARKE Überall zu haben! Die Gewerkschaften sind der Ausdruck der höchsten Solidarität. Deshalb muß sich auch die Jugend in sie einreihen. Die Gewerkschaften sind ihr Chirm und Hort. In allen Fragen des Lehr- und Arbeitsverhältjes geben die Gewerkschaften Rat und Auskunft und bei den etwa fich ergebenden Streitigkeiten gewähren sie Rechtsschuh. Die Gewerkschaften tragen dazu bei, daß die Jugend ihren Beruf freudig erlernt und tüchtig in ihm wird. Nur dann steht sie auf festen Füßen und wird ein tapferer Mitkämpfer. Die Gewerkschaften sind es, die den schweren Kampf gegen das Unternehmertum führen und den Arbeiter vor Elend und Verknechtung schützen. Die Gewerkschaften sind es, die für die Berbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen fämpfen. Die Gewerkschaften sind es, die eintreten gegen das LehrTingsunwesen und gegen die Ausbeutung der Arbeitskraft junger Menschen. Die Gewerkschaften sind es, die eintreten und sich einsetzen für cine Regelung des Lehrlingswesen, für eine tüchtige und wertvolle Berufsausbildung. Die Gewertschaften sind es, die wirkungsvoll für den Ausbau der Jugendschuggejezgebung, des Berufsschulwesens und der Berufsberatung eintreten. Hin mit dem Generalftreit gebroht, wenn die atoölf Leute nicht wieder eingestellt würden. Es fezten Verhandlungen ein, deren Erfolg war, daß, nachdem die Generalstreifparole zurüdgezogen war, auch die Regierung die Entlassungen aufhob. Achtung, Bauarbeiter! Bei der Firma Huta, Baustelle Ulstein in Tempelhof, Berliner Ecke Burggrafenstraße, sind die Einschaler, Bimmerer und Flechter ausgesperrt. Die Baustelle ist gesperrt. Bauarbeiter, übt Solidarität mit den Ausgesperrten! Deutscher Baugewerksbund, Baugewerkschaft Berlin. Zentralverband der Zimmerer. Achtung, Buchdrucker! Bei Konditioneangeboten seitens der Firma Deutsche Schiffahrt, Verlag und Druderci A.-G." hier, Wallstr. 11/12, ist vorher Erkundigung bei der Verwaltung des Gauvereins, Engelufer 24 I, einzuziehen. Achtung. Siemens- Schudert Franklinstreße! Am Dienstag, den 10. November, nachmittags 4½ Uhr, bei Berger, Levehowstraße, Berfammlung aller SPD.- Genossen. Wichtige Tagesordnung. Bellzähliges Erscheinen erwartet Der Fraktionsvorstand. Zimmerer. Morgen, Montag, abend 7 Uhr tagen folgende Bezirke in den bekannten Lokalen: Bezirk 5: Laufiker Vlag 8: Bezirk 20: Neukölln, Erf. Ede Donaustraße: Bezirk 34: Pietsch, Adlershof, Gebanstr. 25/26. Alle Funktionäre des Verbandes haben die Pflicht, auf allen Arbeitsstellen regste Prapaganda für die kommenden Bezirksversammlungen zu betreiben. Zentralverband der Rimmerer, Rahlstelle Berlin und Umgegend. SPD..Metallarbeiter. Am Dienstag abend 7 Uhr in den Gardesälen", Sophienstr. 34, fehr wichtige Frattionssikung. Das Erscheinen aller Genossen ift Pflicht. Barteiausweis legitimiert. Der Fraktionsporstand.. Nur starte Gewerkschaften sind der sicherste Schutz gegen die Ausbeutung der jugendlichen Arbeitstraft. Darum hinein in die Jugendabteilungen der Gewerkschaften! Wir rufen die Jugend und heißen sie in den gewerkschaftlichen Reihen gaben für die Arbeiterschaft in der Konfettion. Referent: Rollege Plosa. willkommen. Deutscher Bekleidungsarbeiterverband. Bersammlung für alle in der Herren-, Rnaben und Burschenkonfektion beschäftigten Kollegen und Kolleginnen, Ru Schneider und Ruschneiderinnen am Dienstag abend 7 Uhr in den Musilerfälen, Raiser Wilhelm- Str. 31( großer Gaal). Lohnpolitik und organisatorische AufDie Filialleitung. Die Werbeveranstaltungen der ersten Woche. Verband der Nahrungs- und Genußmittelarbeiter. Heute, Sonntag, nachmittag 3 Uhr, im Gemerffchaftshaus, Engelufer 24/25, Saat 5, für alle Bäder. und Ronbitorenlehrlinge, alle in der Schokoladen. industrie beschäftigten jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen. Rezitationen. Aufführung einer Szene aus Die Beber von Gerhart Saupimann. Gefang Ansprache Für die Jugendfunktionäre aller Verbände. Morgen, Montag, abend 7½ Uhr, im Jugendheim des Metallarbeiter ,, Barum Betriebsräte?" Referent: Kollege Clemens Rörpel vom ADGB. Die Jugendfunktionäre der Gewerkschaften sind eingeladen. verbandes, Berlin N 54, Linienftr. 83/85, Jugendversammlung. Tagesordnung: Lehrlinge und jugendliche Arbeiter der Holzindustrie. Bezirksversammlungen: Bezirle Güboften und Gülben im Jugendheim Mariannenufer la. Dienstag, ben 10. November, nachmittags 5 Uhr, Jugendversammlung der waldstraße 64/65. Mittwoch, den 11. November, nachmittags 5% Uhr, Jugendversammlungen der Bezirke Südwesten, Schöneberg, Neukölln in Jugendheim Badeanstalt Bär Donnerstag, den 12. November, abends 7 Uhr, Jugendversammlungen der Bezirke Gesundbrunnen, Webbing, Moabit im Jugendheim Schönstedter Str. 1. Berband der Sattler, Tapezierer und Portefeuiller. Freitag, den 13. November, abends 7 Uhr, Unterhaltungsabend im GemertAus dem Brogramm: Gesang, Ansprache, Rezitationen. fchaftshaus, Engelufer 24/25, Gaal 2. Zentralverband der Angestellten. Mittwoch, den 11. November. Tegel, Tegelort, Borfigwalde, Seiligensee: Restaurant Fechner, Tegel, Bahnhofftr. 12. Beginn 8 Uhr. Lichtbildervortrag Rübezahls Reich im Sommer und Winter". Referent: Kollege Erich Bredow. Wahl des Werbeausschusses. Donnerstag, den 12. November. Charlottenburg, Berlin 62: Charlotten. burger Ratsteller, Berliner Straße. Beginn 8 Uhr. Der Dichter als Erzieher". Referent: Schriftsteller Dr. Hellmuth Faltenfeld. Botsdam: Restau vant Beder, Lindenstr. 20. Beginn 7½ Uhr. ,, Wirtschaftskrise und die Gehälter der Angestellten?" Referent: Rollege Hans Gottfurcht. Anschließend an sämtliche Bezirksversammlungen: Gefelliges Beifammensein. Das Mitgliedsbuch ist auf Berlangen vorzuweisen. Durch Mitglieder eingeführte Gäfte find willkommen. Berband der Maler. Mittwoch abend 7% Uhr finden vier öffentliche Vers fammlungen an folgenden Stellen statt: Schmidts Gesellschaftshaus, Frucht ftraße 36a; Sohenstaufenfäle, Rottbuffer Damm 76; Nationalhof. Bülomstr. 37: Sophiensäle, Sophienstr. 17/18. Tagesordnung: 1. Was bezweden die Arbeit geber mit der Ründigung des Reichstarifvertrages?" 2. Disfuffion und VerDie Ortsverwaltung. schiedenes. ( Gewerkschaftliches siehe auch 4. Seite Hauptblatt.) Achtung! Achtung! Nordlandfahrt! 55% Mark Die seit Kriegsbeginn 1914 eingestellten Krone Arbeiterferienreisen find wieder aufg- Schir nommen worden und findet die 4 sechs tägige Reise vom 30 Mai bis 4. Juni 1926 nach Bornholm, Kopenhagen, Helsingborg und Malmö statt. Die Jugendabteilung des Deutschen Metallarbeiterverbandes peranstaltet im Rahmen der Werbewoche für die Lehrlinge, jugendlichen Ar beiter und Arbeiterinnen der Metallindustrie zwei Filmabende im großen Gaal des Metallarbeiterverbandshauses, Linienftr. 83/85. Freitag, den 13. November, abends 7 Uhr, Die Schmiede". Sonnabend, ben 14. Sovember, abends 7 Uhr, Ramenlose Selden". Beiben Filmen angepaßte Resitationen und Mufit der Freien Gewerkschaftsverpflegung, Logistoften, Steuern, Befugend follen uns die Erlebnisse eindringlicher mochen, Jugendliche aus ber Metallindustrie! Bringt an diefen Wenden eure Eltern, eure Freunde mit. Sie alle fallen auch teilhaben an den Rulturbestrebungen unferer Organisation. Selft alle mit am Auf- und Ausbau der Organisation. Nur dann werden mit das Schlechte unterdrüden und das Gute fördern, aus dem entstehen foll uniere Belt. Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Wir bitten die Betriebsräte und die älteren Kollegen, die Jugend in den Betrieben auf alle diese Veranstaltungen aufmertfam zu machen. Jugendfollegen, werbt! Bringt die jungen Berufs- und Arbeitskollegen mit! Metallarbeiteraussperrung droht in Mainz. Mainz, 7. November.( WTB.) Nachdem etwa 300 Klempner und Installateure in Mainz und Umgegend infolge Lobnstreitig. feiten in den Streit getreten waren, bat jetzt die Vereinigung, der Metallindustriellen in Mainz und Umgegend erklärt, daß, wenn bis Montag, den 9. November, die Arbeit nicht wieder aufgenommen wird, eine allgemeine Aussperrung erfolgt. Hiervon würden 15000 Metallarbeiter betroffen werden. Verhüteter Eisenbahnerstreik in Australien. London, 7, November.( Gigener Drahtbericht.) Die australische Regierung batte zwölf Eisenbahner fristlos entlassen, weil sie sich weigerten. Kohlenzüge zu fahren für Schiffe, deren Mannschaften im Streif standen. Die Eisenbahnerorganisationen haben darauf Der Preis für diese Fahrt stellt sich ab Berlin und wieder zurüd einschließlich Eisenbahn- und Dampferfahrt, Gesamtdienungsgeld, Auto- und Wagenfahrten. Führung in Kopenhagen, Bornholm usw auf nur 130 Mart. Nähere Bedingungen sind bei ber Ortsverwaltung, 3 H. d. Kollegen Tirpis zu erfahren. Prospetie werden gegen Bei fügung des Riidportos zugesandt. Die Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiter- Berbandes Gufe Existenz finden rout zuverl Herren, welche bei Privatkundschaft( Beamte, Gewerbetreibende usw.) gut eingeführt sind, durch Verkauf erstklassiger Herrenstoffc zu zeitgem. Zahlungsbedingungen Herren. welche Erfolge als Reisende rachweisen können, werden gebeten unter Angabe ihrer Ansprüche auf Messing 625 Sie Nachttisch Wochenrate Lampe Messing, kaufen direkt aus der KronleuchterGustav Fabrik BAUM& CO Neue Schönhauserstrasse 11 Berband Cherechts- Reform Ziel: Erleichterung d Chefcheidung. Nächste Versammlung und Vortrag am 9. Rov., 8 Uhr, Restaurant Jerusa lemer Str. 8. Interessenten willkommen. Fixum und Provision Guter Schlaf it has bee Offerten unter Kgst. F. 412 durch Rudolf Mosse, C, Königstraße 56 einzureichen. Metallbetten für Groß u Klein, mit oder ohne Zubehör, Stahlmatragen, an Pri vate. Bequeme Beding Kat. 30 a frei Eisenmöbelfabrik Sahl( Thür.) und Für Tanz Gesellschaft Wir haben für die diesjährige Ball- und Gesellschafts- Saison eine märchenhafte Auswahl in Tanz- und Gesellschafts- Schuhen aus den führenden Meisterateliers des In- und Auslandes zusammengestellt. Für jeden Geschmack ist bei uns in Lack-, Brokat-, Seide-, Wildleder- und sonstigen Luxusschuhen unbedingt das Richtige zu finden. Dass wir nur beste Qualitäten zu den allerbilligsten Preisen führen, ist stadtbekannt. Damen- Spangenschuhe Lack Pumps Wildleder- Spangen prima schwarz Satin, in eleganter Form, mit Komtessabsatz 750 Lack****** in halbspitzer Form, mit echtem L. XV.- Absatz, erstklassiges Fabrikat.... 1690 -Schnhe, mit eleganten Lackiederverzierungen, in allerneuester Form und elegantem Absatz 1850 Brokat- Schuhe Herren- Halbschuhe Gold, Silber, Stahl, Kupfer Spangenschuhe sw, auch gemustert, nur 50 prima schwarz Velourcalf fü 8 rasse und Gesell chatt, mit 1 und 2 Spangen, in den ve schiedensten Ausführungen, hervorragend billiges Augebot...... 10% prima Qualitäten..... von 1850 mit eleganter Lacklederan garnitur, die jüngste Mode 1950 Seiden- Schuhe Herren- Lack- Schnürin den allerneue ten Modefarben, auch schwarz mit Gold- u. Silbergarnierung, nur erstklass.Fabrikat, von stiefel la Lackbes m.farb. 50 Samtkalb- Einsätzen, eleg. 1850 mod. Formen, feinste Rahmenarbeit, prima Fabrikat 24,50 " verhütet das Bredhen von Lackleder!! Stiller Kleine Preise Strumpfwaren Damenstrümpfe prima Seidenflor mit Doppelsohle u. Hochferse farbig, schwarz.. Damenstrümpfe 1.95 Baumwollwaren Rohnessel dichte, kräftige Qualität, 0.58 ca. 80 cm breit Meter Renforce fein'ädige Ware, für Leibwäsche Mir, 0.68 Hemdentuch schöne Kleiderstoffe Reinwoll.Cheviot ca.100 cm br., für Kostüme oder Kleider, in marine 1.95 oder schwarz.. Meler Krepp- Schotten reine Wolle, sehr gute 250 kräftige Qualität Meter 0.78 reine Wolle, in entQualität, farbig, schwarz Herren- Socken tarbig gemustert, verschied. Ausführungen 0.95 Herren- Socken Köper- Barchent gute, gebleichte Ware, 0.95 für Leibwäsche Meter Eider- Flanell imit. reine Wolle, gestrickt, 1.75 weiche, mollige Warb M. 1.45 best. Fabrik., graumeliert Damenwäsche Taghemd aus gutem Wäschestoff, mit entzück. 1.95 Rumpf- Stickerel. Garnitur: Taghemd und Beinkleid, feinfädig, mit imit. Klöppelspitze, 4.50 garn., beste Verarbeitung Nachthemd aus erprobt. Wäschestoff, mit reicher Hohlsaum- u. Languetten- Garnierung. Unterwäsche, zweifarb.M. Emaille Eimer ca. 28 cm... 0.95 Milchtöpte zückenden aparten 2.60 Musiern Meter Crêpe- armûre reine Wolle, hübscher Stoff für Kinderkleider, neuen Farben Meter doppeltbreit, in vielen 2.50 Porzellan Kaffeetassen mit Goldrand und Linie 0.28 Abendbrotteller mit hübsch. Kantendekor 0.38 Kaffeeservice 5tellig, für 2 Personen, 2.65 versch, hübsche Dekore 2.65 Kaffeeservice Kleiderstoffe Crêpe- Jacquard reine Wolle, doppeltbreit, einfarbig in sich kariert, in vielen neuen Herbstfarben. Meter 2.95 Kleider- Jacquard reine Wolle, neue Muster, doppelbreit, in 3.90 entzückendenFarbenMtr. Gabardine für Kostüme od Kleider, hübschen Farben, Meter Gardinen Scheibengardinen mit Bandelnfassung Mir. 0.48 Tüllgardinen Schalbrette, bewährte Qualität, neue Must. Mir. 0.78 Etamine ca. 150 cm beliebt.Gardinenstoff Mir. 0.85 Bettdecken gewebter Tall, in besond. 3.75 schönen Mustern Bettdecken Etamine Schuhwaren Hausschuhe für Damen, kamelhaarartiger 1.35 9 Stoff mit Pompon. Laschenschuhe für Damen, kamelhaarartiger Stoff, mit Filz- 2.35 und Ledersohle Umschlagschuhe tür Damen, kamelhaarartiger Stoff, mit Fülz- 2.75 und Ledersohle.. Filzschuhe f. Damen. verschied.Farben, m.Filzca. 130 cm breit, in 4.90 mit Volant über 2 Bering 7.95 und kräftiger Ledersohle Steingut Gemüseschüsseln rund, creme oder bunt 0.45 Salz- oder Mehlmesten, weiß oder buni 0.45 Milchtöpfe mit Aufschrift. ca. 2 Liter Inhalt 0.95 Terrinen rund oder in sehr guter Ausführung 3.50 Wirtschaftsartikel Glas 0.65 0.95 1.45 1.65 9 teilig, für 6 Personen, 86 verschiedene Dekore 4.95 Küchengarnitur 22 feilig, hübsch, Dekore 8.95 Fußwannen Holzstoff Kohlenplätten poliert 2 Gasplätten vernickelt mit Erhitzer Waschbretter mit Zinkeinlage... Wärmflaschen oval, ca. 28 cm. 3.95 Kompotteller 3.45 verschiedene Prehmuster 0.10 Kompottschälchen abgeschliffener Boden, 0.22 8.50 Bierseidel 4/20, geeicht 0.30 1.45 Butterdosen 1.85 verschiedene Presmuster 0.38 Käseglocken .0.75 Wirkwaren weiß, ca. 1 Liter Inhalt 0.75 Kasserollen ohne Ring, ca. 14 cm Teekannen weiß oder dekoriert. Spülwannen 2.95 rund, ca. 36 cm Damenkonfektion Glockenmantel gemustertem Herren- Hemden mit Doppelbrust, wollhaltig, sehr gute Qualität, in 3 Größen. 3.95 aus. Farben, mit Biberellkragen 14.75 Herren- Hosen welche, wollhaltige, sehr 3.25 mod. Glokenmantel MoulinéFlausch, fesche Form, moderne . • oval, weiß oder bunt Hauswäsche Küchenhandtuch bewährte GerstenkornQualität, mit roter Kante, ges. u. geb., ca. 46X100 Drellhandtuch für Stube oder Küche, m. roter 0.48 Kn 48X100 em, ges. u. geb, kräftige Qualit. Kante, ca 0.88 Stubenhandtuch voll gebleicht, erstkl. DrellQualität, ca. 48 × 100 cm, gesäumt und gebändert 0.98 Frottierhandtuch aus gemustertem jacquardFarben, voller Bibereitkragen 22.50 Hemdhosen für Damen, weiß patentgerippt. 2.35 Qualität, ca. 48X100 cm, gesäumt und gebändert Glockenmantel aus gutem Velour de laine, elegant verarbeitet, mit schönem Biberettkragen, in modernen Farben Wollplüsch- Jacke_glanzreiche Qualität, flotles Fasson, 39.75 ganz auf Futter, bibereftfarbig 36.00 Wollplüsch- Mantel biber elifarbig, ganz auf Futter 47.50 gute Qualität, in 3 Größen. mit Überschlag, in sehr guter Ausführung Kinder- Trikots normalfarbig, mit Überschlag und langen Ärmeln, ca. 60 cm lang, 2.15 Kräuselstoff 0.98 JANDORF hübsche Prebmuster. Spielwaren Gesellschaftsspiel Mensch ärgere Dich nicht" Kinder- Service mit Tablett, 0.45 aus Blech, mit buntem Dekor. 0.45 Eisenbahn bestehend aus: Lokomotive mit Uhr werk, Tender, Wagen, Schienenkreis, gut laufend 0.95 Bilderbaukasten mit 12 festen Würfeln, ca. 16x20 cm 0.95 Malkasten mit 28 Farben u. abwaschbarer Maltafel, bunten 0.95 Vorlagen, ca. 22 × 40 cm Lastautos aus Holz, fein 1.75 lackiert, ca. 56 cm lang. Belle Alliance- Str. Gr.Frankfurter Str. Brunnenstr. Kottbusser Damm Wilmersdorfer Str. Linoleum- Spezialhaus Auslegen von Dielen, Kinos, Cafés, Treppenaufgängen durch meine eigene Linoleum- Legerei Vertreterbesuch ohne Verbindlichkeit Kostenanschläge vollständig gratis Reparaturen werden sauber und billig ausgeführt Großes Lager in Tapeten, Läuferstoffen, Kokos- u. Fußabtretern Billigste Preise bei kulantesten Bedingungen 017 Grüner Weg 40 Tel: Rönigst.728 u. 5255 Haker N 31 Brunnenstr.67 Eing. Damminer Str. Tel.: Humboldt 7707 Elektr. Staubsauger bei monst licher Teilzahlung von Mark 10.Die hesten Fabrikate 120M. Verkaufspreis 1 Jahr Garantie. Vorführung a Vertre erbesuch kostenl. Sherlock- Gesellschaft m. b. H. ( Abteilung Staubsauger) Alexanderstraße 27a Königstadt 9610, 9611, 9612 Möbel Reklameangebote erstklassiger Fabrikate. Auf Wunsch Teilzahlung ohne Preisaufschlag 99 L Kompl Schlafzimmer M. 450.- 550.-600.-W. Speisezimmer 480.- 540.- 650.Herrenzimmer, 475.- 545.- 625.Küchen und Einzelmöbel äusserst preiswert 99 Möbelhaus S. Gofflieb nur Rosenthaler Straße 54. Gegr. 1875 Sind Sie krank? So beachten Sie unsere, an 500 000 Berliner Familien gratis zur Ablieferung gelangende 80 Seiten starke Broschüre: Herbakalaja, eine neue Richtung in der Heilkunst. Das Büchlein ist in kranken und gesunden Tagen ein Hausschatz für jede Famille Machen Sie einen Versuch mit den durch ihre auffallende Wirkung schnell bekannt gewordenen Herbakalaja- Tabletten, der erfolgreichen biochemischen Kräuterheilmethode Erhältlich in allen Apotheken wo nicht, erfolgt Nachweis durch uns. HerbakalajaHeilmittel- Vertriebs- G. m. b. H. Linkstr. 11. V:: Telephon Lützow 652. Oliva 6991. Die Auswahl ist GesellschaftsToiletten die elegantesten Neuheiten der Saison in Velours Chiffon und anderen duftigen Geweben mit feinsten Metallspitzen Leopold Cadiel bel mir enorm WinterMäntel in feinen, molligen Wollstoffen, Glockenform, mit und ohne Pelz, viele Farben 39.- 49.in der bellebten Glockenform JungmädchenMäntel Glockenmäntel mit Glocke, in allen neuen Farben und tragen heute guten Qualitäten Königstr. 22-26 1 Treppe SeidenplüschMäntel in guter Qualität, auf feinem Damastfutter 89.- 98.ModellKonfektion aller Art, für höchste Ansprüche geeignet Junge sowie Altre Leute PelzMäntel in hochel. Ausführung, ganz auf Crêpe de chine, Futter reich bestickt 350.- 295.TanzKleider herrliche Neuheiten in Crêpe de Chine mit Gold- od. Silberspitzen 36.- 49.Ist das Wetter schön u. trocken, Auch die Glocke VelvetKleider in guter Qualität, eleganter Ausführung u. modernen Farben 49.- 59.29.- 39.Es ist mein Brauch Mittwoch schon viele Jahr der an dem Kleide de Nachmittagsu. Tec- Kleider in feinsten Seiden- und Wollstoffen, elegante Winter- Neuheiten 59-69-89.Kinderschar! Mädchen- Mäntel Mädchen- Kleider Velvet- Kleider 60-110 cm, außergewöhnlich schöne Macharten, auch mit Pelerine und Glocke, je nach Gröbe 15.- 18.- 25.-... in Wolle 50-110 cm entzückende Macharten, neue Farben je nach Größe 60-110 cm, blendend schöne Formen. viele Ferben. te nach Große Jedem ist'se Augenwelde Jumper- Blusen In Wollstoffen u. Selde, eleg. sowie einfache Ausführung Strickwesten reinwoll in modern. Farben 7.- 9.- 10.- 20.- 25.- 30.- 12.- 15.u3w. Elegante Woll- Kleider letzterschienene Neuhelten in den modernsten Farben, Glockenform 39.- 49.- 59.reist alch alles um die Glocken. Nr. 52942. Jahrgang 3. Beilage des Vorwärts Wirtschaftliche Hintergründe der Orientpolitik. Weltwirtschaftliche Umschau. Die jüngsten Ereignisse in Syrien, in dessen Hauptstadt Da mastus Laufende von Einwohnern den französischen Tanks und Maschinengewehren zum Opfer fielen, in Persien, wo der bisherige Ministerpräsident Riza Khan, der die Geschicke des Landes mit diftatorischer Gewalt lenkte, zum König erhoben wurde, in China, wo die Zollkonferenz der Mächte in dieser Woche begonnen hat, verstärken erneut das Interesse an diesen Ländern. Es handelt sich bei allen diesen Bewegungen um weltpolitische Angelegenheiten von großer Tragweite. In Syrien zeigten sich die schlimmen Früchte des mandatsystems. Syrien hatte nach den Bersprechungen, die den Arabern während des Krieges gemacht wurden, ein Teil des großen vereinigten arabischen Reiches werden follen, nachdem es der Türkei entrissen worden war. Die arabischen Länder Mesopotamien und Palästina wurden auseinandergeriffen. Syrien sollte nach dem Geheimvertrag von 1916 an England fallen, doch hat durch den Vertrag von San Remo vom Jahre 1920 der Oberste Rat der Ententemächte dieses Land als Mandatsgebiet Frankreich zugewiesen, und dieser Vertrag wurde vom Völkerbund 1922 bestätigt. Die Ereignisse zeigten jedoch, daß die syrische Be völkerung die Fremdherrschaft als drüdend empfindet. Frankreich verwaltet Syrien als sein Mandatsgebiet nur bis 1926 Frankreich verwaltet Syrien als sein Mandatsgebiet nur bis 1926 und weiter nur, falls es selbst den Antrag zu einer Berlängerung des Mandats stellt. Die franzöfifchen Linksparteien, aber auch einige Kreise der Rechten wünschen energisch, daß Frankreich das mandat über Syrien aufgebe. Die französischen Wirtschaftsinteressen in Syrien. Es fragt sich aber, wie der wirtschaftliche Imperialismus fich mit der Rückgabe des Mandats abfinden wird. Syrien ist tein reiches Land. Es verfügt über feine namhaften Mineralschäße mit Ausnahme der Rohseide, die für die französische Seidenindustrie von erheblicher Bedeutung ist. Sonst ist Syrien ein Agrarland, dessen Bevölkerung ein fümmerliches Dasein fristet. Kapitalistisch wurde das Land von Frankreich und England erschlossen; diese Länder haben die Eisenbahnen gebaut. Das in Syrien angelegte franzöfifche Kapital wurde 1914 auf 200 millionen Frant geschäßt. Die Eisenbahnen machen sich aber einstweilen noch nicht bezahlt. Die wirtschaftliche Erschließung Syriens steht erst in den Anfängen, wofür auch die außerordentlich passive Handelsbilanz zeugt. In den letzten beiden Jahren standen Einfuhren von 600 bzw. 500 millionen Frant Ausfuhren im Betrag von nur 69 bis 87 Millionen gegenüber. Das Land ist demnach vorläufig noch nicht in der Lage, die eingeführten Waren aus eigener Produktion zu bezahlen und muß sich deshalb an das Ausland verschulden. In der Einfuhr nach Syrien steht trotz des französischen Mandats immer noch England an der ersten Stelle, ihm folgen Frankreich und Aegypten, das in der Berforgung Syriens eine sehr große Rolle spielt. Auffallend groß mar ber Anteil Italiens, was vor allem in der Billigkeit der italienischen Textilwaren feine Ursache hat. Die Einfuhr Deutschlands nach Syrien hätte sich günstig entwickelt, wenn die franzöfifche Re gierung Syriens nicht im vorigen Jahr einen Boll von 30 Bro3. für deutsche Waren eingeführt hätte. Sonst wird in Syrien ein 3oll von 15 Broz. nach dem Wert der Waren erhoben würde Deutschland in den Bölterbund eintreten, so müßte diese Sonder behandlung in Syrien ohne weiteres aufhören, da die rechtliche Grundlage derselben Artikel 11 des Mandats bildet, der eine gleichmäßige Behandlung bei der Einfuhr nur den zum Bölkerbund gehörenden Ländern gewährleistet. Das Bil bungswesen wird fast ausschließlch von Frankreich beherrscht; die Schulen sind überwiegend französisch. Zusammenfassend fann man mohl behaupten, daß der Verzicht Frankreichs auf das syrische Mandat seine wirtschaftlichen Interessen nicht zu schädigen brauchte. Doch dürften Interessen des Prestiges und der militärischen und zivilen Berwaltung der Rückgabe der syrischen Unabhängigkeit im Bege stehen. Nur dann wäre mit dem Verzicht Frankreichs auf das syrische Mandat für das nächste Jahr zu rechnen, falls sich bis dahin die neuen, in Locarno angebahnten Wege auch in der Mandats politik durchsetzen würden. · Die persische Delfrage. Der bisherige Ministerpräsident Riza Khan, der bisher das Land als Ministerpräsident mit unbeschränkter Autorität regierte, wurde in dieser Woche zum Herrscher erhoben, nachdem der frühere Schah bereits im vorigen Jahre entthront wurde. Er soll ein fortschrittlicher Politiker sein, der sich um die wirtschaftliche Modernisierung Persiens große Berdienste erworben hat. Seit 1923 stand er an der Spitze einer dem Parlament verantwortlichen Regierung, und regierte mit Hilfe der linksstehenden Parteien. Neben der Wieder. herstellung der öffentlichen Sicherheit hat er den Ausbau der Straßen und der Entwicklung eines Eisenbahnnezes große Aufmerksamkeit gewidmet. Letzteres foll finanziell durch die Einführung des Teeund Zuckermonopols ermöglicht werden. Durch Gesetz vom 30. Mai 1925 ist Einfuhr, Kauf, Lagerhaltung und Bertrieb von Tee und Zucker nur noch mit staatlicher Genehmigung und gegen Zahlung der sogenannten Monopolgebühr möglich. Aus dem Ernord trag des Monopols werden ausschließlich Eisenbahnen gebaut. Nach feiner Thronbesteigung hat Riza Khan seine Absicht erklärt, das Alkoholverbot einzuführen und Sch enten wie Spiel. häuser zu schließen. Als erste Macht hat England den neuen König anerkannt, zu nicht geringer Verwunderung der mitteleuropäischen Bresse, welche nur von der Verbindung Riza Khans mit Sowjetrußland mußte. Perfien war vor dem Kriege in zwei sogenannte Einflußiphären geteilt; das nördliche Bersien stand unter russischem, das südliche unter englischem Einfluß. Die Bolschemisten haben bald nach der Machtergreifung auf sämtliche Rechte, Ronzeffionen usw. des zaristischen Regimes in Perfien feierlich ver. zichtet, während die englischen Vorrechte noch nicht abgeschafft find. Allerdings bestehen sie nur noch auf dem Papier, weil die starte machung der englischen Vorrechte und Kortzeffionen verhinderte. Unabhängigkeitsbewegung der letzten Jahre die GeltendRiza Khan felbft hat sich aus diesen Strömungen heraus in feiner Außenpolitik Sowjetrußland angenähert. Im Grunde genommen dreht sich in der persischen Wirtschaft alles um das Del Bersien verfügt über riesige, bisher noch wenig ausgebeutete Delquellen. Diejenigen, die sich im südlichen Berfien befinden, gehören der Trufts im Besiz des englischen Staates. Ueber die Bergebung der Anglo- Bersian- Delgesellschaft. Bekanntlich sind die Aktien dieses or d persischen Dellonzessionen wird seit Jahren ein 3nier. effentampf ausgefochten zwischen der amerikanischen Sin clair- Gesellschaft, die die Konzession bereits erhielt, dann aber trotzdem ausgeschlossen wurde, der Anglo. Persian Del gesellschaft und der amerikanischen Standard Oil Com pany. Die beiden letteren haben sich später verständigt und möchten jetzt die Konzessionen gemeinsam erlangen. Die Wichtigkeit der persischen Delproduktion geht auch aus der Tatsache hervor, daß Diese Ausfuhr ist aber sehr erheblich; im legten Jahre war die mehr als die Hälfte der persischen Ausfuhr auf das Del entfällt. Handelsbilanz bereits aftiv. Ohne das Betroleum wäre die Handels. bilanz hochgradig paffiv. Nach dem Del folgen als Hauptausfuhr. artifel in weitem Abstand Opium und Teppiche jomie Roh. baumwolle. Für das Land selbst bedeutet aber die Petroleumausfuhr nicht viel, weil die Gewinne aus den Gruben ins Ausland fließen. Die bisher von der Anglo- Persian an Bersien gezahlten Abgaben sind sehr geringfügig. Das Organ der englischen Arbeiterpartei, der Daily Herald", berichtete bereits vor einiger Beit über die politische Umfehr Riza Khans, der sich wieder zu England schlug und diese Meldung wurde bei der Thronbesteigung Riza Khans durch die rasche Anerkennung seitens Englands auch bestätigt. Die Anerkennung Berfiens bringt die Möglichkeit von Krediten für dieses Land, die aber wieder mit der Delfrage zu sammenhängen. Die nächsten Zeiten werden hierüber Klarheit schaffen. Die chinesische 3ollfonferenz. Am 26. Oftober wurde die chinesische 3ollfonferenz eröffnet. Die Signatarmächte des Washingtoner Chinaabkommens haben es bisher versäumt, die dort bereits beschlossene Erhöhung der chinesischen Zölle durchzuführen, weil Frankreich die Ratifizierung des Abkommens verzögerte. Dies soll jetzt auf der Konferenz in Beting erfolgen. Unter dem Einfluß der Boltsstimmung, die sich im Anschluß an die Ereignisse in Schanghai gegen die Fremdherrschaft gewandt hat, verlangt jedoch die chinesische Regierung mehr als das Recht zur Erhöhung der Zölle, die fordert die Wiederher. ftellung der Zollautonomie. Die Bereinigten Staaten find dem Anschein nach auch bereit, diese zuzugestehen, während find dem Anschein nach auch bereit, diese zuzugestehen, während Japan, das im Falle eines größeren 3olls auf Tertilwaren solche nicht länger nach China ausführen könnte, fich diesen Bestrebungen heftig widersetzt. Die Frage wird verwickelt infolge der 3 wischen. zölle, die von provinziellen Machthabern erhoben werden und zu deren Abschaffung die Zentralregierung troß ihrer Zusicherung nicht imftande ist, dann aber auch infolge der internationalen Schulden Chinas, die nach dem Wunsche der Großmächte die erhöhten Zollbeträge zur Konsolidierung dieser Schulden verwenden müßte, am meisten jedoch durch den immer noch andauernden Bürgerkrieg. Die Belinger Regierung steht unter dem Einfluß des mandschurischen Machthabers Tichang- To- Lin. Sein Gegner Wu- Bei- Fu möchte die Stärkung der Zentralregierung durch die Sollautonomie verhindern. China ist heute infolge des Zollverbots fast ein Freihandels. ſta a t. Es ist an fich wirtschaftlich sehr bedauerlich, wenn es fünftighin die Reihe der Schuzzolländer übergehen würde. Troß dem muß man wünschen, daß Chinas Forderung nach Bollautonomie erfüllt werde, foll das Prinzip des Selbst bestimmungs. rechts der Bölker zur Tatsache und nicht zur Phrase werden. A. H. Zum deutsch- Spanischen Zollkrieg. Der Außenhandel zwischen Deutschland und Spanien. Zum Verständnis der Fragen des deutsch- spanischen Handels. vertrages ist es zunächst notwendig, fich ganz furz flar zu machen, welches die handelspolitisch bedeutsamen Austauschbeziehun gen zwischen der deutschen und der spanischen Bolkswirtschaft sind. Hier stehen einander gegenüber auf der einen Seite die Ausfuhr an deutschen Fertigwaren nach Spanien, auf der anderen Seite die Ausfuhr an spanischen Weinen und Südfrüchten nach Sonntag, 8. November 1925 Deutschland. Aus ihnen seit sich die handelspolitisch bedeutsame Bilanz zusammen, die wir im folgenden geben: Es betrug im Jahre 1924: Deutsche Ausfuhr von Fertigwaren nach Spanien 78,9 Min. M. Spanische Einfuhr nach Deutschland von Wein Südfrüchten 9 10,6 min. M. 0 38,8 " W 49,4 Bilanz+29,5 Mill. M. Im ersten Halbjahr 1925: Deutsche Ausfuhr von Fertigwaren nach Spanien 69,2 min. M. Spanische Einfuhr nach Deutschland von Wein Südfrüchten 0 " " " 11,3 Min. M. 41,1 52,4 Bilanz für das Halbjahr+ 16,8 Mill. M. umgerechnet auf ein Jahr+33,6 to Die Bilanz hat sich also im Jahre 1925 gegenüber dem Jahr 1924 um zirka 15 Broz. verbessert. Für das dritte Quartal 1925 ist regelmäßig in das erste Halbjahr des Kalenderjahres. Soweit sich das Bild noch günstiger. Denn die spanische Südfruchtausfuhr fällt Bahlen bisher ermitteln lassen, betrug die Einfuhr an spanischen Beinen an spanischen Südfrüchten etwa 5,3 Millionen Mart etwa 5,0 10,3 Millionen Mart im dritten Quartal 1925. Für die deutsche Fertigwaren. ausfuhr läßt sich eine vollständige Zusammenstellung noch nicht herstellen. Dagegen fann man für einige Waren wenigstens die allgemeine Tendenz des deutschen Außenhandels auch für das dritte allgemeine Tendenz des deutschen Außenhandels auch für das dritte Quartal 1925 schon zeigen. Es betrug im Monatsdurchschnitt in Doppelzentnern die deutsche Ausfuhr nach Spanien an: im 1.j.24 im 1. 1. 25 im 3. Bj. 25 Eisenbahnrädern usw. Formetsen. 81 207 905 180 2839 2886 Diverse Eisenwaren Hauswirtschaftlichen Geräten Dfenrohren usto. 466 598 923 49 90 113 19 99 152 Solzbearbeitungemaschinen 58 133 179 Schreibmaschinen( in Stüd). Ultramarin 172 424 477 8 92 201 86 116 226 22 26 41 Photographisches Papier 10 47 92 818 1030 2723 0 Isolierflaschen aus Glas 16 39 47 72 49 59 Diverse Farben Arzneiwaren Feuerfeste Steine Gefärbte Gläser. Diese Reihe, zu der viele Zusätze möglich wären und die voran gehenden Ausführungen zeigen deutlich, daß Deutschland vom Spanischen Handelsvertrag größeren Geminn hatte als Spanien, daß Deutschland also in den Verhandlungen der schwächere Partner ist. Spanien tann durch eine Unterbindung seiner Südfrucht- und Beinausfuhr nach Deutschland nie so viel ver. lieren wie Deutschland durch eine Unterbindung seines Fertigwaren exports nach Spanien. Dennoch wurde der Zollfrieg in Birk lichkeit nicht von Spanien, sondern von Deutschland eröffnet, das den Handelsvertrag, der für es so günstig war, überstürzt fündigte und dann in den Verhandlungen in der Weinfrage unnach. giebig blieb, das schließlich die spanische Weinausfuhr beson ders dadurch schädigte, daß es den italienischen Weinen vor den spanischen befonders günstige 3ölle gab und jo prat tisch den vertragslosen Zustand in einen Kampfzustand verwandelte. Fortschreitende Krise am Arbeitsmarkt. Nach dem Bericht des Landesarbeitsamts Berlin stand der Ar. beitsmarkt in seiner Gesamtheit auch in der letzten Woche im Zeichen zunehmender Berschlechterung. Die durch die bekannten Umstände hervorgerufene Unsicherheit der Wirtschaft tritt mehr oder minder bei fast allen Industriezweigen in Erscheinung. Insbesondere merden hiervon die maßgebenden Industriezweige, wie Insbesondere werden hiervon die maßgebenden Industriezweige, wie die Metall und Holzindustrie und teilweise auch bereits bie Ronfettionsindustrie, betroffen. Auch das Baugewerbe und gleichfalls das Spinnstoffgewerbe weisen ein Nachlassen des Be schäftigungsgrades auf. Mit zunehmender Verschlechterung der Be Paul Karle Herren- und Damenstoffe Velour de laine, Tuche, Ripse, Gabardine Kleiderschotten, Sammete, Seal, Biberette Crêpe de Chine, Kleider- und Futterseiden in großer Auswahl kaufen Sie bei uns am besten und billigsten 1. Geschäft: 2. Geschäft: Warschauer Str. 79 Frankfurter Allee 49 Gegründet 1901 umungs usverkauf wegen Umbaus, um Platz zu schaffen Preisermäßigung 40 DEUTSCHE TEPPICHE INNEN- DEKORATIONEN MOBELSTOFFE olo ORIENT- TEPPICHE LAUFERSTOFFE GARDINEN Teppich ursch NUR Berlin C2 Spandauer Str. 32 Sie wollen sparen? Kammgarn- Foulé beste reine Wolle, neues großes 3.Farbensortiment das Meter M. Rippvelvet 70 cm in großer Farbenauswahl 360 Indanthren gefärbt M. 4.80 M.5.20 Reinwollene Schotten neueste Musterungen, 100/140 cm breit M. 8.75, 6.80 Schwarz Wollkrepp und Popelin bewährte Qualitäten für Kleider u. Biusen, auch farbig, 100/105 cm 350 breit, M. 6.25, 5.50 Schwarz Wollrips und Gabardin 5.- für Kleider und Kostüme, 130 cm 650 breit M. 9.80, 8.75, 7.80 CORDS DAS HAUS DER GUTEN QUALITÄTEN Leipziger, Ecke Charlottenstraße berufsständischen Organisation der Landwirtschaft herbeiführt. Jugendveranstaltungen. Heute, Sonntag, den 8. November: Reutöln I: Museumsbefuch. Treffpunkt 9 Uhr Reuterplag. Die Bereitstellung neuer Kredite zur Sanierung von Landbund genossenschaften ist weder von der Breußischen Zentralgenoffenschaftstaffe verlangt worden noch von ihr beabsichtigt. Die BreuBische Sentralgenossenschaftstasse wird bei feiner Bereinba. Beteiligung an der Revolutionsfeler im Gr. Schauspielhaus: rung mitwirken, durch die den wirtschaftspolitischen Organisationen des Landbundes unmittelbar oder mittelbar eine Abfindung in irgendeiner Form zugesichert wird." Die neue Konzentrationsbewegung. ichäftigungsperhältnisse macht sich auch allmählich eine vermin.Itischen und ber geschäftlichen Tätigteit innerhalb ber berte Kauftraft der Konsumenten bemerkbar, die be: sonders die für Berbrauchertreise fabrizierenden Industriezweige empfinden, wie die Schokoladenindustrie und die Bädereien. Auch im Handelsgewerbe treten dieserhalb Rückwirkungen hervor. Zie allgemein rüdläufige Bemegung zeigt sich auch deutlich in der noch immer zunehmenden Zahl der bei den Arbeitsnachweisen zur Eintragung gelangenden Personen mit rund 3000 und gleichfalls 3000 Unterſtüßungsempfängern. Die Zunahme der Arbeitsfuchenden betrug in den legten 3 Wochen allein 10 285, die der Unterstützungsempfänger. 6905. Hervorhebung verdient hierbei, daß der Arbeitsmarti burch den Zuzug auswärtiger Kräfte, den Berlin als Industriezentrum schon in normalen Zeiten Die neue Konzentrationsbewegung greift immer weiter um sich. hatte, in legter Beit teilweise ziemlich erheblich belastet wird. All Neben Umgruppierungen in einzelnen Konzernen sind es die mählich greift der Beschäftigungsmangel auch auf hochwertige Fa chengen Zusammenschlüsse von Unternehmungen, die bisher nur in Bemerkenswert ist, daß an der Zunahme der eine täglich wachsende Bedeutung annehmen. So haben die Aufsichtsarbeiter über. Bemerkenswert ist, daß an der Zunahme der loser Verbindung miteinander standen, zu festgefügten Trusts, die Arbeitslosigkeit in dieser Woche Facharbeiter zu zwei Dritteln beteiräte der Miag, Mühlenbau und Industrieattienligt find. gesellschaft, Frankfurt a. M., und der ihr angeschlossenen fünf Amme Giesede u. Konegen A.-G. in Braunschweig, Mühlenbauanstalt und Maschinenfabrik vorm. Gebr. Seed. Dresden, Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt G. Luther A.-G., Braunschweig, Hugo Greffenius A.-G., Frankfurt a. M. und Kapler Maschinenfabrit A.-G., Berlin, eine vollkommene Fusion ins Auge gefaßt, über die demnächst ein Beschluß herbeigeführt wird. Sämtliche Gesellschaften sollen mit der Miag verschmolzen merden. Das Miagtapital wird nach der Transaktion 12 millionen Reichsmart betragen. Es waren 65 164 Personen bei den Arbeitsnachweisen eingetragen, gegen 62 268 der Vormoche. Darunter befanden sich 44 783 ( 43 816) männliche und 20 381( 18 452) meibliche Personen. Unter. ftigung bezogen 21 195( 19 065) männliche und 4944( 4144) weibliche, insgesamt 26 139( 23 209) Bersonen, davon bei Notstandsar beiten beschäftigt 1350. Vereinheitlichung im Genossenschaftswesen. Don Wie in einer Kleinen Anfrage der Demokratischen Bandtags. fraktion ausgeführt wurde, sollen die zusammenbrechenden Ge nossenschaften des Reichslandbundes dem Reichsverbande landwirtschaftlicher Genossen. schaften mit allen Einrichtungen, aber auch mit allen Schuldberpflichtungen übernommen werden. Zur Sanierung der parteipolitisch und unsachlich geleiteten Landbundgenossenschaften fall die Vermittlung der Preußischen Bentralgenossenfchaftstasse angerufen fein". Auf die Frage, ob diese Angaben zutreffen, erteilt der Preußische Finanzminister nachstehende Antwort: Ende bereitet. ,, Die zwischen dem Reichslandbunde und dem Reichsverbande der Deutschen Landwirtschaftlichen Genossenschaften schwebenden Berhandlungen zielen auf eine Bereinheitlichung im Genoffenschaftswesen mit allen daraus erwachsenen Vorteilen hin. Eine Eingliederung der genossenschaftlichen Einrichtungen des Reichslandbundes in die Organisation des Reichsverbandes ist dabei mur insoweit geplant, als fie lebensfähig find und im Rahmen der Reichsverbandsorganisation Dafeinsberechtigung haben. Durch diese Eingliederung wird zugleich der beflagenswerten Berquidung des Genossenschaftswesens mit politischen Zielen ein Die Vermittlung der Breußischen Zentralgenossenschaftskaffe ist, wie sich aus Borstehendem ohne weiteres ergibt, nicht zur Sanierung von Landbundgenossenschaften angerufen worden, sondern lediglich zur Erreichung des eingangs erwähnten, von beiden Barteien erstrebten Zieles. Die Leitung ber Preußischen Zentralgenossenschaftstaffe hat, obwohl diese an dem Ausgange der Berhandlungen geschäftlich nicht interessiert ist, ihre Bermittlung zur Verfügung gestellt, weil auch nach ihrer Meinung fede Maß nahme zu begrüßen ist, welche die Zersplitterung im Genossenschaftsmesen beseitigt und eine flare Scheidung zwischen der poliAlle Asthmaleidende find fich darüber einig, daß rasche Hilfe eine doppelte Hilfe bedeutet. Rymphosan- Sirup" bringt fofort nach dem Einnehmen Beruhigung und Linderung und hat trogdem eine intenfive Dauerwirkung, fo daß ihn viele Asthmaleidende als das beste Asthmamittel preisen. Breis pro Flasche M. 8.-, vorrätig in Berlin C: Alexander Apoth, Alexanderfir. 8, Elefanten- Apoth., Dönboffpl., Apoth. a. roten Adler, Rogfir. 26/28, Simons- Apotb.. Spandauer Str. 17; Berlin N: AdlerApoth., a. Weddingpl., Brettschneiders Apoth., Dranienburger Str. 87, Brunnen- Apoth., Babstr. 11, Diana- Apotb., Turmstr. 28, Apoth. 3. eis. Kreuz, Kaftanienallee 2, Apoth. 3. getr. Adler, Auguststr. 60, GermaniaApoth., Lothringer Str. 50, Bittoria- Luise- Apoth., Boltastr. 44; Berlin O: Fürst Bismard- Apoth., Wrangelstr. 47, Seeges Apoth., Gubener Str. 38, Jungs Apoth. a. fchw. Adler, Neue Königstr. 50; Berlin S: Apoth. am Hermannplay, Sirich- Apoth., Lindenstr. 74; Berlin W: Rablauers Kronen- Apoth., Friedrichstr. 160; Belitan- Apoth., Leipziger Str. 93. Dr. Boswinkels Apoth., Kurfürstenstr. 154, Wittes Apoth., Potsdamer Str. 84a; Berlin- Charlottenburg: Apoth. am Reichs langlerplag; Berlin- Schöneberg: Rathaus Apotb.; Berlin Lichter felbe: Central- Apoth. Ausführliche hochinteressante Broschüre burch bie Nympho fantt. Gef., Münden 88, gratis. Schreiben Sie noch heute unter Bezugnahme auf diese Beitung! Best.: Bals. Myr. cps. 3% Na benz. 0,1% Na. br. 2% Ferr. pept. oxyd. liqu. aa 5%, Extr. Malt. 24%, Sacch. 16% f. emuls. der gesamten beutschen Werftindustrie, dicht vor dem Ferner besteht die Absicht einer truftartigen Zusammenfassung Abschluß steht die bereits angekündigte Fusion im deutschen LuftDertehr. Sicherem Bernehmen nach ist zwischen Junkers Luftverkehr A.-G. und Aero- Lloyd A.-G. ein völliges Einverständnis über eine Ver schmelzung beider Unternehmungen erzielt worden. Die neue Gesellschaft wird eine reine Verkehrsgesellschaft sein. Eine Beteiligung der öffentlichen Hand ist bestimmt in Aussicht genommen, die Form steht aber noch nicht feſt. Webbing- Norb, Rosenthaler Borstadt, Friedrichshain( Treffpunkt 159 Uhr Strausberger Blas), Charlottenburg- Ost( Treffpunkt 10 Uhr am Bittenberge plag. Nachmittags 4 Uhr Funktionärligung bet Arufchte, Ansbacher Straße. Da sich die Seimfrage noch nicht geklärt hat, befuchen mit am 10, November Die Abt. Charlottenburg in der Rosinenstraße. Treffpunkt 148 Uhr vor bent alten Seim), Steglis I, Steglig II, Reinidendorf- Oft, Tegel. Revolutionsfeiern abends 7½ Uhr: Charlottenburg: Jugendheim Rosinenfte. 4. Wilmersdorf: Jugendheim Hildegardstr. 4.- Mariendorf: Alte Schule, Dorfitt. 7. Tempelhof: 2ngeunt Germaniastr. 4/6. Johannisthal: Rathaus, am Rönigsplan. Niederschöne weibe: mit der Partei. Bantow: Schulaula Bankom, Bollantstr. 131. Warschauer Viertel: Abends 6 Uhr im Seim Bortrag: Resolutions Werbebezirk Neukölln: Nachmittags 4 Uhr im Seim Canner Straße Brobe aur Revolutionsfeier. Montag treffen fich die Sprechchormitglieder um 6 Uhr vor der Schule. erinnerungen" Eintritt 40 Bf. Montag, den 9. November, abends 7½ Uhr: Jugendchor. Der Uebungsabend fällt ans. Revolutionsfeiern: Moabit I: Schule Siemensftr. 20. Often B.- B.: Jugendheim Eberinftr. 12. Often Str.- B.: Jugendheim Goklerftr. 61. Sermstorf: Jugendheim Roonftr. Werbebezirk Neukölln. 48 Uhr Revolutionsfeier in der Aula der WalterRathenau- Schule, Boddinjtr. 84/88. Mufit, Gefang, Rezitation, Aufführung. Cinlaß 7 Uhr. Eintritt 50 Bf. Bildungskurse: Werbebezirk Wedding: Jugendheim Schönstedtstr. 1- Werbebegit! Seltowtanal: Schule Stegütz, Ringstraße. Jugendgenoffinnen und genoffen, die Buft haben, an einer Aufführung von zwei Szenen aus Tollers Wandlung" im Rahmen der Revolutionsfeier der Groß- Berliner Parteiorganisation am Montag, ben 9. Stovember, teilzunehmen, werden gebeten, zu unserer Brobe am Montag, den 9. November, pünktlich Geigen- und Lautenspieler find besonders erwünscht. Fahrgeldauslagen werden 5% Uhr, im großen Gaal ber Neuen Welt" in der Hafenheide zu erscheinen. restlos zurückerstattet. Spielgemeinschaft Berliner Jungsozialisten. Vorträge, Vereine und Verfammlungen. Troß der Sperrzölle... Die Einfuhr franzöfifcher Automobile nach Deutschland erreichte, wie der Industrie- Aurier" melbet, in ben ersten neun Monaten des Jahres 1925 die Höhe von 2272 Bagen. Deutschland nahm demnach in der Berichtszeit unter den Erportländern für die französische Automobilindustrie die fünfte Stelle ein. Der Gesamtegport der französischen Automobilindustrie belief sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 42 670 Wagen( Januar bis September 1924: 81 584) und er reichte einen Wert von 1886 116 000 rant( 914 087 000). Einfuhr von Automobilen nach Frankreich stellte sich in der gleichen abgeordneter Kamerad Graßmann: Rezitationen: Kamerab Wolfgang vom Beit auf 18 713 agen( 9 915) mit einem Berte von 112 637 000 ( 79 188 000) Frant. Die Russische Einkäufe in Ausnutzung des Kredilabkommens. Die Berliner Handelsvertretung der ÜbSSR hat in den letzten Wochen größere Aufträge an deutsche Großhandelsfirmen vergeben. Wie der EDD. erfährt, wurden bei den Firmen Aron Hirsch, Lissauer Metallgesellschaft und anderen Metallhandelsfirmen, bet den Papiergroßhandlungen Cahen, Hartmann und Maibaum, bei den Eisengroßhandtungen Otto Wolff, Druckenmüller, Krupp und anderen Firmen Waren im Werte von mehreren Millionen Mart eingekauft. Ins. besondere find zu erwähnen der Einkauf von 13 000 Tonnen Dach blech im Werte von zirfa 34 Millionen Mart, 5500 Tonnen Schreib und Drudpapier im Werte von zirka 2½ Millionen Marf, 4000 Tonnen Radreifeneisen im Werte von zirka 2 Million Mart, Kupfer, Zint, Blei, Muminium und anderen Metallen für zirta 4 Millionen Mart. Für den Trust Asneft lionen Mart bei der Firma Otto Wolff bestellt. Bei deutschen murben 375 000 Bub Bohrröhren im Werte von zirka 2½ mil Papierfabriten wurden 3000 Tonnen Bullulofe und 1500 Tonnen Drud- und Schreibpapier in Auftrag gegeben. Die Aufträge wurden größtenteils unter Ausnutung des Kreditablommens 50 Proz. der Lieferungssumme auf Grund des Abkommens mit der mit der Deutschen Bant erteilt, und zwar vertragsgemäß so, daß Deutschen Bank in bar bezahlt merden, 25 Broz. in furzfristigen Wechseln der Handelsvertretung mit gesichertem Distont, während für die restlichen 25 Broz. der Lieferungssumme der Handelsnertretung von den Firmen ein Kredit in Höhe von 6 bis 12 Monaten gewährt wurde. Schuldenregelung der Tschechoslowakei. Die Schulben der Tschechoslowatei an Großbritannien im Betrage bon 900 000 Bfund sind in der Weise geregelt worden, baß der Betrag in zehn fährlimen Raten zurüdgezahlt werden soll, und daß der Gesamtbetrag alle in Verbindung mit dieser Schuld etwa er hobenen Ansprüche deckt. Die Schuld war bei Kriegsende in Ver bindung mit der Heimschaffung der tschechoslowakischen Legionäre aus Sibirien eingegangen worden. 90 Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefäftsstelle: Berlin S. 14. Gebaftianftt. 37/38. Sof 2£ z. Tiergarten. Sonntag, b. 8., Rachaigler für Steglik nachmittags 12,30 Uhr Bhf. Lichterfelde- Dft. Mo., d. 9., abends 6,15 Uhr Kriminalgericht, Ramerabschaft Weft Magdeburger Blah. Kreuzberg. Mo., d. 9., treffen sich die nicht an der Feier der Jungmannschaft teilnehmenden Rameraben abends 6,30 Uhr an der Jerufalemer Kitche zum Besuch der Kundgebung in der Stadthalle( Bundeskleidung, Fahnen). Jungmannschaft Südwest abends 7,80 Uhr Feier aum siebenjährigen Bestehen der Deutschen Republik" in den Blüchersälen, Blücher Ede Urbanstraße. Feftrebner: Reichstags. Deutschen Theater. Rameraden mit Angehörigen willkommen. Eintritt frei. Wilmersdorf. Mo., b. 9., abends 7,30 Uhr, Stadthalle Rlofterstraße. Ref.: Schriftsteller Dr. Emil Ludwig. Teilnahme dringend empfohlen. Treffen mit Fahnen 6,30 Uhr Sohenzollernplag. Tempelhof. Mo., b. 8., abends 6,15 Uhr, Antreten am Bhi. Tempelhof. Bichtenberg nebst Untergruppen. o., d. 9.. abends 6 Uhr, Antreten bei Rüffer, Gürtelstraße, mit Fahnen. Beterzhagen Fredersborf. Mo., b. 9., Feier des fiebenjährigen Bestchens ber Deutschen Republit im Alten Dessauer". Antreten abends 7 Uhr aum Fadelaug bei Graßmann. Bflichtveranstaltung. Röpenid. Go., b. 14., abends 5,80 Uhr, 11 Antreten am Bhf. Köpenid mit Tambourkorps und fahnen zur Abholung der nach Grünau. Empfang der Stameraden aus Eichwalde, Bohnsdorf, Grünau Fefilokal. Die Gruppenführer laden ein. Rameraden von Ertner und Friedrichshagen. Marsch mit Musik burch Röpenid abends 7 Uhr am Bhf. Grünau. Bon bort Rüdmarsch mit Mufit nach dent Paulow mit Untergruppen. Mo., b. 9. Turnen fällt aus, dafür 6.30 Uhr, Antveten Schönhauser Allee Ede Bornholmer Straße. Charlottenburg. Kameradschaft Wittenberg. Di., b. 10., abends 7,80 Uhr, ofendorf- Rafino, kleiftstr. 4. Bflichtversammlung. reinigt die Hände mühelos von Schmutz, Fett, Öl und Farbe, ohne Gebrauch von Bürsten und macht die Haut glatt und geschmeidig. Unentbehrliches Reinigungsmittel für jeden Haushalt, Gärtner, Landarbeiter, Chauffeur, Schlosser, Dreher, Fabrikarbeiter CHEMISCHE FABRIK SCHLEICH BERLIN NW6 Professor Dr. Schleich's Wachsmarmorseife 90 Nur 3 Tage 600 800 12 haben Sie Gelegenheit, von diesem den Zeitverhältnissen angepassten Angebot Gebrauch zu machen. Montag Dienstag. Mittwoch • bringen wir zu wirklich volkstümlich billigen Preisen beste Qualitätsware zum Verkauf, deren wesentlich höheren Wert selbst der Laie erkennen muss. Damen- Schnürschuhe für kleine Füsse, moderne Form, halbhoher Absatz, in Schwarz und Braun, prima Boxcalf Bowie in prima braun Chevreau, auf echtem Rand genäht....... Grösse 35-87. Damen- Schnür- und Spangenschuhe B'Che Vreau, elegante, halbrunde Form, dauerhafter Strassenschuh. Kinder- Stiefel aus pa. Bindbox, besonders gute Verarbeitung, Grösse 27-30 5,90, 31-35 6,80 Kamelhaar- Umschlag. schuhe reine Wolle und Kamelhaar, Seideneinfass, Qualitätsmarke Geier, Gr. 31-85 5,90, 36-42 6,90 Damen- Luxus- Spangenschuhe in Lack, schwarz und tarbig Wildleder sowie in schwarz und braun Leder, mit echtem Louis XV- Absatz Damen- Spangen- und Schnürschuhe in prima Boxcalt oder Lack, moderne Form, Lederabsatz, ferner Spangenschuhe, prima Boxcalf, englischer Absatz, Original Goodyear- Welt Damen- Hochschaftstiefel aus prima Chevreau und Boxcalf, z. T. OriginalGoodyear- Welt, Grösse 36-39, ausserordentlich günstige Gelegenheit. Herren- Schnürschuhe prima Rindbox, moderne Form, weiss gedoppelt. Damen- Spangenschuhe prima Boxcalf, halbrunde Form, amerikanischer Absatz, auf echtem Rand genäht, vorzügliches Fabrikat, Original Friedenspreise Damen- Hochschaftstiefel braun Boxcalf, prima Rahmenarbeit, Gr. 38-40, ausserordentlich preiswert Herren- Schnürschuhe prima Boxcalf, mit echter Zwischensohle, Orig.- Goodyear- Welt, Gr.39-48 Herren- Schnürstiefel aus prima braun Rind. box, moderne spitzrunde Form, allerbeste Verarbeitung. Leiser 50 Filzschnallenstiefel m. kräftigem Lederbesatz u. starker Untersohle. Absatz, gutam warmen Futter, tür Herren 8,90... für Damen 590 Kinder- KamelhaarOhrenschuhe schwarze und weisse Filzuntersohle, nur solange Vorrat, Gr. 10-24, 95PL Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten, Ariegsteilnehmer unb Rzieger hinterbliebenen, Ortsgruppe Neukölln, Geschäftsstelle Donauftr. 128, Abt. 14, Deranstaltet am Montag, ben 9. Ronember, im Lobal, Jdeal- Rasino", Beichselftraße 8, 7 Uhr, eine Sinterbliebenenverfammlung. Bericht vom Gautag. Referentin: Rameradin Balau. Erscheinen aller Sinterbliebenen ist Pflicht. Arbeitsgemeinschaft entschiedener Republikaner. Dienstag, den 10. Novem ber, 8 Uhr, im Restaurant Simburg, Charlotten. Ede Rimmerstraße, allgemeiner Diskussionsabend. Thema: Was habe ich an der heutigen Republik auszufegen?" Republikaner aller Parteien und Bünde milllommen. Reichsbund Deutscher Mieter C. B. Berliner Mieterverein E. B., Berlin 23 33, Potsdamer Str. 56. Deffentliche Versammlung am Montag, den 9. November, in der Schulaula Pflugftr. 12, 8 Uhr. Thema: Beseitigung des Mieterschußes und unfer Bauprogramm. Die Gesellschaft der Funkfreunde, die größte Berliner Theaterbefucherorganisation der Rundfunkhörer, veranstaltet am 10. November im BlüthnerSaal ein Ronzert für ihre Teilnehmer mit Kammerfänger Cornelis Brons geeft und Dr. Felix Günther. Arbeiterverein für Biochemie und Lebensreform i. B. Dienstag, den 10. StoDember, 48 Uhr, in den Gophiensälen, Sophienftr. 17/18, Lichtbildervortvag. Paul Sefer: ,, Aus der Werkstatt bes inneren Menschen". Reidsbund jüdischer Frontsolbaten. Detsgruppe Berlin, Bezirk Stadtpart. Bersammlung mit Damen am 10. Stovember, 8% Uhr, im ten Rathaus, Berlin- Schöneberg, Raifer- Wilhelm- Blah. Arbeitersport. Freie Turnerfchaft Neukölln- Brig. Sonntag, den 8. November, nachmittags 8 Uhr, Jahreshauptversammlung im Lotal Lindenpart", Bismard Ede Bendastraße. Freie Swimmer Charlottenburg 04 E. V. Am Dienstag, ben 10. Novem ber, 8 Uhr, findet die fortfehung der Bierteljahrsversammlung bei Schell. bach, Königin- Elifabeth- Str. 6, fatt. Tagesordnung: 1. Berichte. 2. Bereins angelegenheiten. 3. Anträge zum Kreistag. Erscheinen aller Bflicht. Berliner Arbeiter- Schachflub, Abt. Lichterfelbe- Santwig. Spielabend jeden Dienstag 28 Uhr bei Rattum, Lichterfelde, Bäteftr. 7. Dafelbft tostenloser Unterricht für Anfänger. Gäste jederzeit willtommen. Geschäftliche Mitteilungen. Das Damenkonfektionshaus Westmann, 1. Geschäft Berlin M, Mobren ftraße 37a, an der Jerufalemner Straße, 2. Geschäft Berlin ND, Große Frant furter Str. 115, an der Andreasstraße, zeigt einen großen Extraverkauf in Stoff Brusch. Vels, Badfisch und Kindermänteln, Roftümen, Belajaden, Gesellschaftstleidern an. Auf blefe Angebote gibt die Firma Bestmann einen Rabatt von 6 Broz, welder bei Rauf in Abzug gebracht wird. Wir ver weisen auf das heutige Inferat. Die Meierei Bolle veröffentlicht bie Ergebnisse ihres Margarine- Breis. ausschreibens, die wieder ein deutlicher Bemeis dafür find, wie schwer es ist, bie gute Bolle- Margarine von Butter au unterscheiden. Bolle- Margarine ift fekt wieder in erstklassiger Qualität erhältlich.. Eine für die Damen besonders interessante Ausstellung: Der moderne Toilettetifch", findet vom 10. bis 17. November in den Gesamträumen ber bekannten Barfümeriefabrik Ropp u. Jofeph, Botsdamer Str. 122, ftatt. Monte Chrifto ist ein traubenfüßer, extraktreicher, tonifcher Bein von hervorragender Qualität und feinem Geschmack. Das Beste ist gerabe gut genug! In feiner anderen Branche tommt es so auf die Qualität der Bare an, wie in der Bianobranche. Es rächt sich immer, wenn man gebrauchte Pianos bauft, die man der minderwertigen Qualität entsprechend fehr teuer bezahlt. Gie verfagen in der Regel früher oder später den Dienft und genügen in tonlicher und technischer Beziehung nie den Anfprüchen, die an fie geftellt merden. Es ist daher freudig au begrüßen, bak die Firma Demufin" Pianofabril, Berlin 27, Blumen ftraße 70, Standard- Qualität Pianos" eigener Fabrilation gegen 50 M. Monatsraten bei geringer Anzahlung sinsfrei abgibt. Sport. Reit- und Fahr- Turnier. Deutschland Sieger im Preis der Nationen. Am Sonnabend nachmittag war das Haus überfüllt. Die Schweden wurden durch unvorhergesehene Zwischenfälle, obwohl die Pferde bereits verladen waren, an der Teilnahme verhindert. Jm Preis der Nationen blieben die Deutschen Spillner mit Baron III und Beutnant Mumm mit Spanier Sieger. Der zweite war Rittmeister Labouchère, der Sieger des Borjahres mit 11 Fehlern. Die Eleganz des Holländers im Springen ist einfach unerreicht. Seine Leiftung muß zudem sehr hoch angerechnet merden, da er beide Pferde ritt. Der Schweizer Hauptmann, sehr nervös durch das Pech seiner Kameraden, verritt sich und machte 16 Fehler, die Ungarn 20. Der Schweizer Hauptmann Tommen, ein befannter Turnierreiter, der beim Frettag- Abendspringen, als er bereits sicherer Sieger war, mit Bepita am Holzstoß stürzte. und besinnungslos aus der Bahn getragen wurde, hat erhebliche Berlegungen davongetragen. Der Sturz war besonders schwer, meil das Pferd auf den Reiter fiel. Die Schweizer sind bei diesem Turnier von besonderem Bech verfolgt, denn es wurde bereits ihr zweiter Teilnehmer außer Gefecht gesezt. Von den Wiener Pferden find zwei schwer ertrantt, weshalb bei den Vorführungen der spanischen Reitschule eine ganz andere Gruppierung vorgenommen werden mußte. = das Merkmal für ganz besondere Angebote! BBT= das vom 9. BBT Billige Bettwäsche- Tage! GES GESCH. Damenwäsche Taghemd mit Languettenbesatz 0.98 Taghemd mit Stickerelansatz bis 14. Novbr. 1.45 . Hemdhose mit apart. Nachthemds. Wäschestoff farbiger Reinleinen..0.75 Handtuch Kissenbezüge Guter Wäschestoff satz 83% 80... 2.95' Damast 1. divers 1.95 Unerreicht 80x80.... Mustern 80x80 billig! Prima Reinleinen voll gebleicht, für Bett- u. Leibwäsche geeig net, 80 cm breit... Meter Bettlaken fädig 150 X 220 .1.45 2.75 Wäschestoff 4.35 Naht Garnierung, mo- 2.75 Motiven und Hohl- 2.85 Dowlas fed 5.50 Reinleinen 150x220 6.90 derne Winde form saum. Achten Sie auf Bettbezüge Starkfd.Wäschest. Bettsatin in diversen Garnierte Ueberlaken Oberbett... 75 4.75 Streifen, Oberbett 10.25 GuterWäschestoff Prima Linon m. gut Kissan 80x80..1.75 Klasen 80X80 2.85 mit Hohlsaum. 6.50 Load 12.25 Kissen passend 1.85 Kissen passend 4.50 Feinfäd. Linon Guter Damast 10.80 2.95 80x80. Hohlsauma Daunendecken Steppdecken Satin- Oberseite prima Daunen- 45.00 Oberbett 180x200 6.75 Oberbett Kissen 80x80..1.95 Kissen..... Fertige Inlette ret granrot diversen Far 11.90 la Daunensatin 46 Bant, schöne Muster, perkal ben Mengenabgabe vorbehalten! Nur soweit Vorrat! TUR ECKE in Prinzens.Sebastianst LUSTIG LUSTIG Oberbett 13.50 8.50 Satin doppelseit., diversen Far- 78.00 Unterbett 10.50 7.75 in verschiede- 16.75 Kissen... 3.50 2.50 Bettfedernnan Farben Fabrik Lustig Größtes Spezialhaus Deutschlands für Bettfedern, Betten und Schlafzimmerbedarf Aufpassen! Man Irrt sich- Lustig mur Pri Leipziger Straße 60-61 Leipziger Straße 79 Aschinger's Wurst- Verkauf Besonders wohlfeiles Angebot Dabei verbürgt ,, Aschinger" stets Qualität! Schinkenspeck.. Teewurst Feine Leberwurst Jagdwurst.. Braunschweiger Wurst. Berliner Mettwurst Westfälische Mettwurst Paprikaspeck Landleberwurst. • 1 Pfd. 1/ Pfd. 2.60 65 Pf. } 2.30 60 Pt. Fetter Speck... Mortadella. Gef. Schinken( Mortadella) Magerer Speck 2.20 55 Pf. Sülze Thüringer Fleischwurst 2.10 55 Pf. Sülzwurst I.... Chausseestraße 1 1 Pfd. Pfd. 1.95 50 Pf. Italienischer Salat. 1.80 45 Pf. . 1.75 1.75 45 PL Hackepeter Hallesche Leberwurst 19525 Hallesche Blutwurst Alexanderplatz Friedrichstraße 97 Pf. essence 60 Oundvierzig ADIAA! „, HOFFNUNG" Bekleidungs- Industrie GmbH. BERLIN NBRUNNENSTRASSE 185 Elegante Herren- und Knaben- Bekleidung Maßanfertigung in erstklassiger und preiswerter Ausführung * Großes Lager in Winter- Paletots und Ulstern einreih, und zweireih. Form, prima Verarbeitung von 55.- Mark an Ergebnis unseres Bolle- Margarine- Preisausschreibens Die Beteiligung an unserem Preisausschreiben war unerwartet groß. Es gingen 321 schrittliche und viele tausende mündliche Bewerbungen ein, so daß wir erst heute zur Veröffentlichung der Namen und Adressen' der 71 Preisträger, die je einen Preis von Mk. 50.- erhalten haben, schreiten können. Dies Ergebnis zeigt deutlich, wie schwierig es ist, die jetzt wieder in der seit Jahren bekannten Qualität auf den Markt gelangende BOLLE- MARGARINE im Geschmack von Butter zu unterscheiden. Nachfolgend die Namen: Pommeranzenbaum, Berlin 80 26. Adalbertstr.20 Frieds Franke, Berlin N 55, Wörther Str. 27 Feder, Berlin O, Simon- Dach- Str. 27 IV Freyer. Polizel- Oberwachtmeister, Berlin N 88, Stargarder Str. 18 Fried. Prange, Berlin O 17, Persiusstr. 1 part. Elisabeth 8 horsch, N 21, Elsasser Straße 88 Kolldörfer, Berlin N 24, Johannisstr. 11 Setuy. Kurt, Wildan, Blankstr. 73 Ernst Stellberg, Berlin O 17, Rochowstr. 8 Plonscheck, Berlin NW 40, Alt- Moabit 130 Reumann, Berlin N 4, Bergstr. 47 Lange, Berlin 0 17, Rüdersdorfer Str. 44 Schmidt, Berlin NW 21, Bandelstr. 25 II Grunfeld, Berlin 0 17, Beymestr. 4 part. Haberland, Berlin 80 36, Wiener Str. 67 Wibbler, Spandau, Satorerstr. 104 Fritz Schmidt, Lichtenberg. Säumestr. 11 Frida Peglow, Berlin 0 34. Libauer Str.& II Passow, Berlin O 34, Zorndorfer Str. 18 Luise Röske, Berlin 80 16, Cöpenicker Str. 105/6 A. Kauffmann, Birkenwerder( Nordbahn), Ahornallee 2 10 Frau Wagner, Berlin N 24, Friedrichstr. 136 II Auguste Fickert, NW 87, Zinzendorfstraße 6 Anna Teltschlack, Wildau, Kreis Teltow Walter Lange, Golzow im Oderbruch Wentzlow, Lichtenberg. Niederbarnimstr. Anna Marx, Berlin N 65, Antwerpener Str. 47 Frau Klaus, Berlin N 17. Koppenstr. 94 E. Radtke, Berlin N 4, Bergstr. 2 Boehling, Berlin N 24, Gr. Hamburger Str. 15 II Gertr. Loth, Berlin 8 59, Dieffenbachstr. 54 IV Frau Messow, N 54, Zehdenicker Straße 14 IV Gustav Meyer, Golzow im Oderbruch Wilh. Bohe, Berlin SO 16, Englische Str. 9 Ida Klose, Ackerhalle Helmut Köhncke, Berlin N 39, Gerichtstr. 22 Erna Wulf, Berlin N 39, Wildenowstr. 14 Wenowsky, Berlin N 20, Prinzenallee 20 II. Hot Idel Osstrorsky, Berlin N 4, Invalidenstr, 138 Vey. Hakenfelde bei Spandau, a. d. Schönwalder Allee 249, Postrev. 16 Mathis, Wilmersdorf, Augustastr. 40 Fritz, Berlin O 27, Markusstr. 27 Krüger, Berlin NW 87, Beusselstr. 27 Brich Kroll, Berlin 80 26, Naunynstr. 8 Reinhold Vogt, Berlin N 54, Bergstr. Heiden, Berlin NO 18. Weberstr. 59 Peter, Lichtenberg, Weserstr. 4 Paul, Berlin NW 52, Melanchthonstr. 25 Seeliger, Techniker, Charlottenburg Erwin Schröder, Berlin N 20, Bellermannnstr. 3 Sahle, Siemensstadt, Herzstr. 11 Eckert Kuntz, Tegelort, Roonstr. 21 Goschzinak. Neukölln, Lichtenhainer Str. 48 Frau Kuhl, Berlin NW 21. Pritzwalker Str. 10 Frau Borchardt. Berlin O 17, Mühlenstr. 4 Willy Neels, Berlin N 20, Stettiner Str. 15 Steffen, Berlin NW 21, Bremer Str. 46 Roloffs, Golzow im Oderbruch Frieda Lehmann. NW 54. Schönhauser Allee 108 Anna Schultze, Berlin N 113, Wichertstr. 40 Rohde, Charlbg, Sophie- Charlotte- Str. 15 III Frau Hentschel, Halensee, Westfälische" Str. 58 Frau Hoffmann, Berlin N 65, Schöningstr. 18 Degener, Charlottenburg, Friedbergstr. 5 v. Berta Stubinski, Charlottenburg V. Danckelmannstr. 43 Frau Hedwig Hübner, Schenkendorf bei Königswusterhausen Fran Bergner, Berlin C2, Neue Friedrichstr. 46 Liese Zeidler, Berlin O 17, Blumenstr. 53 Werner Reinfeldt, Cüstrin- Kietz, Chausseestr. 71 Julianne Winkler, Berlin N 65, Schulstr. 7 Also kaufen Sie jetzt wieder die gute Bolle- Margarine! Melerei C. Bolle A.-G., Berlin- Alt- Moabit 98/103 Fernsprecher: Hansa 4000/6 租 5th Loden- und Gummi- Mäntel Winterjoppen Streifenhosen u. Phantasie- Westen in reichhaltiger Auswahl Zum Beispiel: Mantel- Plüsche Seal Biberette M. 32- 26.- 1750 17.5016. M. 23.-, 17.50, Alaska- Waschplüsch trikotgewebter Waschsamt, für praktische Morgenkleidung, 25 Farben, 90/100 cm breit Lindener Köpervelvet 000 alle erdenklichen Modefarben in 950 anerschöpflicher Auswahl Halbseidener M Matelassé( Zenana) in einfarbig und Lyoner Druckmustern, für elegante MorgenM. 8.-, 7.50 720 Kleider, 100/150 cm breit, M.22.50, 11-301350 150 cm bre Jepnut CORDS DAS HAUS DER GUTEN QUALITÄTEN Leipziger, Ecke Charlottenstraße To de Farben, Gr. 1. ordenstunde Wollfilz, in modernes für Herren, elegante Ausführung Strick- Anzüge Farb, reine Wolle, M. Gr. m. Anknöpfhos, schönste 5.50| Herren- Hüte, Farben und Formen Trikot- Anzüge ir Kinder in vielen Farb. 2.75 Promenaden- Gamaschen Kinder- Strickwest. Wolle, viel. 3.Sportwesten er Herren wod Damn 3.60 Strickwesten Herren wod Damen 4.75 Lange Damen- Strickjacken reise Wolle. viele schöne Farben. u. 6.95 selwarz, gestrickt, 2.25 Damen- Westen ohne Armel Schals für Herren Damen, reine Wolle 1.40 schöne Farber Kunsts. Schals hr eleg. 1. Herren. 1.20 Kunstseidene Schals gestaat.. 0.75 Garnituren Salord Mütze für Knaben 1.90 Qualität. Damen in schönst. Farb, und Mädchen, reine Wolle weiß, grippte gurie Qualität, Damen- Hemdhosen elastisch, sear gute 2.40 Damenschlupfhosen viele Farben 1.10 Damenhemdchen mit 0.70 in Damen- Untertalllen weiß, gestrickt 0.90 Gestrickte Serviteurs schwarz.. 0.95 Männer- Hemden gestreifie 2.40 Hikelansatz aese Barcheat. Herren- Hemden. Doppelbrit Gr. 41.85 Unterjacken, Arms, wollgen, zute 1.35 Knabenhemden angestaubt, Gr. Su 0.40 Gr. 4, f.Herren n. Dam. jede weitere Größe 0,10 mehr: das Dutzend Gr.50 3,30 0,90 | Kinder- Hemdhosen c. eo.. Sweater für Kinder, halfbare Qualität..1.95 3 Stück 2.25 2.50 Strickbinder in den schönsten Mastern 0.50 Kunstseid. Damenstrümpfe 1.20 Damen- Strümpfe, leichtes Gewebe, 0.45 Bettbezüge buttar ute Quality 8.90 Bettbezugstoffe a 78 cm breit, best Oberbett, 2 Kissen 0.85 Wäschestoffe 80 cm breit, gute Qualität 0.70 Barchentlaken umgesäment 200/140. 2.75 Handtücher weiß, geslumt. gebändert 0.60 Taschentücher weiß...% Dizd. 1.Gestreifte Waschstoffe kariert, schöne Mester, gute Qualität Meter Stück . 0.65 Stoffe 140 cm breit, für Anzüge w. Kostane, 1.80 viele schöne Muster Ulsterstoffer Damen- Wintermäntel, 2.25 für Blusen und Hemden geeignet... moderne Muster... 3.25, in divers, Dessins 4.25 Gestreifte Herrenhosen Herrenbreeches Homespun..... 4.80 von 13.50 an Damen- Mäntel Herren- Pelerinen prägnierter 13.50 18.Strichloden... warns Herren- Winterjoppen gefüttert Knab.- Leibchenhosen Größe 20.95 am Kieler Anzüge fester blaner Wollstol 7.75 VO Gr. 1-4 Für Chamiteure, Kutscher, Mittahrer und Wächter Nachtpelze wenig gebraucht 45. wenig gebr., dunkler Fahrpelze Stolbezug m. Schal- 75.pelzfutt., Schafpelzkrag. m. Aermelfütt. v. BAER SOHNA Berlin nur Chausseestr. 29-30 50.-Mk. fin für Piano MonatsRaten beginnend, bei geringer Anzahlung direkt v. Fabrikenten DEMUSIN- PIANO- FABRIK Besuchen Sie uns oder verlangen Sie safort Planoofferie, Katalos, Zahlungsbedingungen kostenlos Berlin 027, Blumenstr.70 an der Markusstrasse, von 9-7 Uhr geöffnet. Fabrik Hof 1 Tr. 1 1000 Armband- Taschenuhren werden zwecks Reklame zu enorm billigen Preisen verkauft, Silberne Armbanduhren, Schweizer- Werk.. 11.90 M. Goldene 14 kar. Goldene 14 kar. Schweizer- Werk.. 38,30 M. Anker- Schweizer- Werk 35,00 M. Silberne und goldene Herren- Taschenuhren in großer Auswahl und jeder Preislage. H. Wiese, Artilleriestr. 30 Nähe Oranienburger Tor Die Radio- Sensation! Radio- Empfangsapparat in Cugusausführung und elegantem Geschenktaften einschließlich: 1 flopfhörer, unerreicht in Cauffiärte, 1 Marmerfodel, 6 Steder( ermöglichen Anbringung weiterer Kopfhörer ohne Berteiler), 1 Deletior, Mufchingbraht für Erbe und Museum, Bauerlaubnis Telefunten. Detailpreis M. 18.Für jeden Apparat pieb garantiert. Mufter gegen Boreinfendung oder Radnahme portofeet. Licbenthal& Co., Berlin, Ritterstraße 52. م Wir wieder Mantel aus schwerem reinwollen Velours, halb auf Damast gefüttert, weite Glockenform mbreitem, vollen. amerikan Opasum Kragen 98 Tanzkleid ausreinseid. Crane de Chine m.breiter Silberspitzen Samit 39M Sten Modemes Gesellschafts Kleid aus eleganter Gold spitze mit Crêpe de Chine- Unterkleid 88M mäntel, Jacken, Füchse, Schals umuffen in allen Preislagen u. Fellarten MAASSEN feinziger Str.42.Ccke markgrafenstr+ Oranienstr.165. am Oranienplatz Für die vielen Beweise herzlicher Sell Inferieren nahme beim Sinscheiden meiner lieben! Frau fage ich meinen aufrichtigsten Dant. bringt ERFOLG! 3m Namen ber Hinterbliebenen Emil Büchner. Drei große Reklametage Preise gültig bis 10. November Nar beste Qualitäten! Für stärkste Figuren! Plüschmindel, Prachtsticke..M. 138, 88, 58.. Motte Jugendliche Wintermäntel M. 56., 38, 18. Pelumeniel le Ausführung M. 325., 245., 187.Kostüme für Herbst und Winter M. 82, 45., 29.50 Gesellschaftskilder( Modelle). M. 76., 39., 24.Astrachan, Krimmer a. Diberelifemäntel Pealplufch Mantel 120 M. 85, 59, 47.. Extra- Abteilung: Trauer Magasin Westmann DamenMantel und Kostüme Bekanntmachung der Ortstrantentaffe der Gürtler zu Berlin, Oranienfiraße 138. zu wirklichen Engrospreisen Velour Mäntel, kariert.. 22 Mk. 27. Geptember 1925, betreffend die Bah Auf unfer Bahlausschreiben Kostüme mit Pelz. Jerusalemer Str. 21 III, Fahrstuhl. Ten aum Borstand der Ortstrankenkasse 30 Mk. Geschäftszeit von 9-6 Uhr. Statt Karten Am 5. November, nachm. 1 Uhr, entschlief plötzlich und unerwartet mein lieber Mann und guter Vater, unser Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Gastwirt Hermann Wilke im Alter von 43 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen Maria Wilke, geb. Beyer, und Sohn Willi. Berlin, den 8. Nov. 1925, Weberstr. 17. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 10. Nov., nachm. 2 Uhr, von der Halle des St. Georgen Friedhofes, Landsberger Allee, aus statt.[ 1392b schias Rheuma, Gight, Herenfchuk heilt zuverlässig ISCHIASAN. Salbentur, einfach und bequem durchzuführen. Dr. med B. fchreibt u. a.: 64 jähriger Batient, der feit 20 Jahren an fchwerer Jechias litt, wurde durch Jschiafantur in 8 Bochen vollständig geheilt ( Driginalzeugnis aur Einsicht.) Breis einer fompletten Rut 7.70 Mart Aleinpadung( f. Mehrzahl b. Falle andr.) 2.10. Erhältlich in allen Apotheken! Mohrenfr 37a fr Frankfurter/ 115 Cuctor- Gefellschaft m. b. S., Berlin nw. 52 Bei Nieren-, Blasen- und Frauenleiden, Harnsäure, Eiweiß, Zucker. 1924: 13 500 Besucher. Rathenower Str. 4 Ferniprecher Moabit 5148 Bom der Gürtler au Berlin, ist von den Bertretern der Berficherien und der Arbeitgeber im Ausschuß nur je ein Wahlvorschlag eingereicht worden, welche Dom Borstand als gültig anerkannt worden find. Es gelten fomit gemak$ 8 10 und 26 ber Wahlordnung als gewählt: Serr Emil Ricolas, Girtlermeister, Herr Otto Belk, Gürtlermeister, Serr Ch. Breck, Gürtlermeister, Herr 2. Arnolb, Gürtlermeifter, als Arbeitgeber Borstandsmitglied, und die Herren BilRütter Unferem Genoffen Wilhelm Neumann und Frau Gemahlin zur Gilber. hochzeit d. herzlichst. Glüdwünsche Die Genossionen u. Genossen d. 24. Abt. 1.Gr. Unferen langjährigen Parteimitgliedern, Genossen Wilhelm Becker u. Frau Neukölln, Weserstr. 54 zur Silberhochzeit die herzlichsten Glüdwünsche! 92. Abtellung. 9999** GEESEEE helm Gemidt, Seinrich Sermann Algemeine Ortstrantentaffe Charlottenburg. C. Günther, B. Dortschad, Billy Salz fleber, Carl Müller, Otto Ridlas, Willn Gorge, als Erfahmänner; die Serren: Karl Röber, Oskar Runtfchke, Adolf Auf Grund des Wahlausschreibens für Röfener, Baul Gollert, Max Seinriek, bie Wahlen der Berficherten- und der Ar Guftav Pfändt, Otto Jädel, Frans beitgebervertreter zum Ausschuß vom 15. Winkelmann, als Arbeitnehmer- Bor- Ottober 1925 ift sowohl seitens der Ver ftandsmitglieber, und die Herren Otto ficherten als auch der Arbeitgeber nur je Bierwirth, Frans Berther, Franz Grell- eine Lifte eingereicht worden Die Liste der mann, Baul Sübner, Sans Richter, Bersicherten beginnt mit dem Namen Arthur Ameland, Georg Rinbowsti, Baul Zippel und endet mit dem Namen Mar Dieke, Baul Böhlte, Paul Bor- Robert Cachmann. Die Liste der Arbeit chardt, Ernst Buchholz. Richard Manale, geber beginnt mit dem Namen Paul Sugo Gage, Baul Langner, Robert Lindemann und endet mit dem Namen Thiele, Hermann Ballenburg, als Er- Guftao Dammerow. Beide Liften entfahmanner. sprechen ihrem gesamten Inhalte nach den Der Hiir ben 15. November 1925 an- Borschriften der Wahlordnung Da seitens aefekte Bahltermin wird hiermit auf beider Gruppen der Wahlberechtigten nur gehoben. je eine Lifte vorliegt, findet eine Stimm Einsorilde gegen die Gultiakeit der abgabe nicht statt, fondern es gelten die Bahl find bis um 8. Dezember 1925 barin vorgeschlagenen Bewerber als gebei dem Borftande ober dem Ber- wälte Bertreter der Berficherten bezw der ficherungsamt der Stadt Berlin anzu- Arbeitgeber zum Ausschuß(§ 9 der Wahlbringen; bas Berficherungsamt ent- ordnung). fcheibet endgültig. Berlin, ben 8. November 1925. Der Borfland. 53/12 Sorel Söder, Borfkender, Osbar Runtfchte, Schriftführer. Die Amtsperiode der gewählten Ber treter beginnt am 1. Januar 1926. Charlottenburg, den 7 November 1925, Der Kaffenvorstand. 8ippel. Drum prüfe, wer sich ewig bindet Ich liefere als Selbsthersteller Ges. geschützt Preisliste Trauringe zu billigsten Preisen in den gediegensten Ausführungen Ständig ca. 3000 St. auf Lager:: gratis Hermann Wiese, Berlin M.24, Artilleriestr. 30 W., PassauerStraße 12 Bel Umtausch werden die von mir gekauffen Ringe innerhalb eines Jahres zum vollen Preise zurückgenommen Wildunger Helenenquelle Schriften und Nachweis billigster Bezugsquellen durch die Kurverwaltung Bad Wildungen. Sonntag 8. November 1925 AS Alus der Film- Welt Die Filme der Woche. „ Die Leuchte Asiens". ( Piccadilly.) Das neue prächtige Piccadilly- Filmtheater in Charlottenburg ist mit einem Film eröffnet worden, der sich aus der Masse der Filme bedeutsam heraushebt. Die Münchener Lichtspielkunst- Gesellschaft hat ihren Regisseur Franz Osten nach Indien entsandt und dort mit indischen Darstellern, die feine Berufsschauspieler waren, die Legende des Buddha verfilmen laffen. Die Schwierigkeiten, die zu überwinden waren, in einem fremden Lande mit einer film ungewohnten Bevölkerung, die zu den Massenszenen herangezogen murde, mit ganz anderen Lichtverhältnissen sind gewiß außerordent lich groß gewesen, aber glücklicherweise empfindet man fie nicht mehr in dem Film. Dieser ist vor allem Indien; indische Landschaft, große, herrliche Parts mit der Draperie der erotischen Bäume, indische Steppe mit Jagdszenen, Balmen am Meer, die große indische Architektur der Tempel und Prachtschlösser, indisches Vollsleben, originelle alte indische Wettspiele, der Zauber des indischen Liebeslebens, die Pracht der Aufzüge mit herrlich geschmückten Elefanten. In tausend einzelnen Zügen ist indisches Leben aufgefangen. Die Filmfnobs werden den Film etwas langweilig finden und die treuherzige Erzählung der Buddhalegende nicht goutieren. Aber das ist gerade der Vorzug dieses Films, daß in ihni alles echt und natürlich einfach ist. Der Umwelt fügen sich die Darsteller vortrefflich ein, und es ist ein Glück, daß nicht Europäer, die filmisch natürlich vieles besser gemacht hätten, dazu verwendet wurden. Der Manu skriptverfasser, ein mit der Geschichte seines Volkes mohl vertrauter Gelehrter, hat in edlen einfachen Linien Buddhas Abkehr von dieser Welt des Scheins, von seinem Fürstensis, von seiner ihm ganz ergebenen Gemahlin zum Bettlerdasein gezeichnet. Ein vornehmer Inder, Himansu Rai, gibt den Gautama als Königssohn wie als Befenner der neuen Lehre mit schöner Eindringlichkeit. Man hätte nur gewünscht, daß auch in dem Text mehr die Erhabenheit der Lehre herausgekommen wäre. Ganze Hingabe an den geliebten Mann ist seine Gattin Gopa, wie sie Seeta Devis gestaltet. Ein vollkommenes Bild indischer Anmut und Bartheit! Auch die anderen Personen sind alle würdig repräsentiert. Mag der Film der Spannungen und Erregung entbehren, die wir gewohnt sind, so gibt er doch ein getreues Abbild eines großen Kulturkreises und spiegelt seine umfassendste Religionsphilosophie. Besonderen Dant with man auch den Photographen wissen, die dieses große erf geleistet haben. Ganz prächtig tommen die großen Aufzüge, die Feite heraus; aber auch das intime Leben am Hofe und die seelischen Mandlungen im Königsfohn find bildmäßig hervorragend gelungen. Die Seele Asiens wird vielen zum erstenmal durch diesen Film aufgehen. Ein reich illustriertes Buch„ Die Leuchte Afiens" gibt in schönen Reproduktionen die wichtigsten Szenen aus dem Film wieder und erzählt in gewählter Sprache die Buddhalegende. Es ist im DreiMasten- Berlag in München erschienen. D. Puder und Schminke". ( Richard- Oswaldb- Cichtfplele.) Cin amerikanischer Gesellschaftsfilm, in den Hauptrollen mit Bert tall und Lucy Cotton, der sich erst schleppend ent wickelt, um dann in das wirblige Tempo einer Entführung und grotester Situationen zu geraten. Die Handlung selber ist dürftig, burch die Bermengung mit grotesten Situationen aber weiß sie die Spannung aufrechtzuerhalten. Im Mittelpunkt steht eine Entführung der Braut eines anderen, die mit dem nichtwissenden Helden des Stückes spielte und ihm einer Wette wegen zu einem Heiratsantrag brachte. Entführung durch den empörten Liebhaber und Verfolgung brachten gute Bilder eines Gewitterregens und auf geregte Situationen. In der Jagdhütte beginnt nun die Zähmung der Widerspenstigen. Der Kaiser Napoleon, ein harmloser Irrer, aus irgendeinem Irrenhaus entsprungen. findet sich ein und hilft so die Situation verwirrender gestalten. Der Schluß sieht natürlich die Widerspenstige und den Helden vereint, während der frühere Bräutigam mit Napoleon ins Irrenhaus spediert wird. Ein dringendes Bedürfnis bestand jedenfalls nicht, folche Filme nach Deutschland zu importieren. Dem Film voraus ging eine amerikanische Grotesfe Bobby geht in die Sommerfrische", die in ihrer Lebendigkeit und phantastischen Wiedergabe der Verfolgung durch Löwen atembeflemmend und den Lachreiz wedend zugleich wirfte. Wie die Bestien durch Fenster und Türöffnungen sprangen und überall ihre Brazen hatten, das ist ein grotester Angsttraum. Den Höhepunkt erreicht dieser Film, wie ein Nigger fich ahnungslos zu einem der Lömen ins Bett legt. Federn stieben wie Schnee, und endlich steigt er wieder aus dem Bett als schwarzer Engel mit weißen Flügeln und wippendem Heiligenschein und verläßt halb schwebend den Raum. So ein Bild bleibt in der Erinnerung als Musterbeispiel starter grotester und bildhafter Wirkung. B. Sch. „ Der Trödler von Amsterdam". ( Alhambra am Kurfürstendamm.) -Es ist schredlich billig, darüber einen Film zu schreiben, wie Beinbürgerliche Mädels, wenn sie heimlich zu nachtschlafender Zeit aus dem väterlichen Fenster steigen, um sich an verbotene Fradbrüste zu schmiegen und in Dielen herumzujazzen, moralischen Erschütterungen ausgelegt sind. Wär' Annette, des Amsterdamer Trödlers Töchterlein, hübsch daheimgeblieben, Alfred Schirotauer hätte diesen Sirupfilm nicht schreiben, Fanny Carlsen und Baul Merzbach hätten ihn nicht filmisch bearbeiten, und Viktor Janjon ihn nicht regieren können. So aber führt der verhängnisvolle Fenstersprung zu einer Reihe dickflüssiger, innerlich ziemlich ver Logener Gegenfäßlichkeiten zwischen einer überdrastisch gemalten Welt der Gents und einer mit gleich traffer Schwarz- Weiß- Technik gestellten Hinterhäuslichkeit. Das wäre mag es auch wenig wichtig und wegen seiner Aufbringlichkeit unglaubhaft und wenig erquicklich wirfen nicht eben das Schlimmste, zumal ein paar fein beobachtete Milieuschärfen packen und einen intensiven Stimmungsgrundton geben; zumal ferner Werner Krauß im Kämpfen und Ringen um die verlorene Tochter die mimisch erfüllte, seelisch durchleuchtete Prachtgestalt eines wahrhaft demütigen Menschen gibt und mit ein paar fnappen Gesten, die an der Grenze zwischen virtuofer Tüchtigkeit und mitschwingendem Erleben stehen, erschüttert. Aber plöglich besinnt sich dieser Film darauf, daß er ein europäischer Ableger der amerikanischen For- Produktion ist, und biegt aus der fonzentrierten, ja überfon zentrierten Zustandsschilderung in ein wüstes Handlungs- Tohupabohu ab. Er schreit Mordio, bringt mütenbe, geradezu efle Kämpfe zwischen den Repräsentanten von Gut und Böse in das Bild, Mörder werden gerichtet, Blut dampft, Hemdenfeßen fliegen, unwahrschein liche Polizeiriesenaufgebote werden mobil gemacht es fracht und Splittert- und dann ist das happy end, der gute Ausgang, gerettet( dem dann in der Alhambra" noch im müsten Premierengebränge ein fehr übler Ausgang" nach dem Kurfürstendamm folgt). Diomira Jacobini zeigt Augenaufschläge, Alf Blü. techer spielt Brackenburgisch, und Anton Pointner, der Mör. der, mimt freche Brutalität Was bleibt? Eine gute Krauß- Rolle, ein paar Einfälle, eine schöne Milieustudie. Darüberweg wischt die lärmende Hand eines Regisseurs. Auch sonst als Beiprogramm gutes Barieté, eine interessante Deulig- Woche und ein lustig übermütiger amerikanischer For- Einatter. -m. „ Das Phantom der Oper." ( Primus- Palast.) Phantastik und Realistit paart sich bei dem französischen Schrittsteller Gaston Lerour. Für die Jektzeit, in der die hastenden Arbeits: menschen der Großstadt in der Untergrundbahn, der Elektrischen und der Stadtbahn lesen müssen, sind derartig angelegte Romane faum mehr die geeignete Lektüre. Aber zum Verfilmen geben sie oft guten Etoff. Diesmal setzten die Amerikaner ihr ganzes Können und ihre Die Ameri ganze Routine daran, um das Bublifum das Grufeln zu lehren. frei und sehr willkürlich„ Das Phantom der Oper". Die Oper von Darum schufen sie, Lerour' Roman als Grundlage nehmend, sehr Paris hat fünf Stockwerfe unter der Erde und dort tief unten befindet sich ein See. In den Räumen, die zur Aufbewahrung von Requisiten dienen, treibt ein Phantom fein Unwesen. Es zwingt eine junge Sängerin in seinen Bann. Sie liebt einen Offizier, und der Offizier liebt sie, doch das Bhantom zwingt sie, nur der Kunst zu leben. Als einmal die Primadonna, die Konkurrentin der jungen Künstlerin, singt, stürzt der schwere Kronleuchter ins Publikum und erschlägt viele Menschen. Das Phantom raubt die junge Sängerin, entführt sie in die unteren Räume. Auf dem Maskenball der Oper erlaubt es ein letztes Zusammentreffen mit dem Geliebten. Der Offizier will die Sängerin entführen, doch das Phantom raubt sie von der Bühne hinweg. Der Offizier und ein Mann, der nach eigenen Angaben von der geheimen Polizei ist, machen Jagd auf den Entführer. In den unterirdischen Räumen werden die Berfolger Martern ausgesetzt. Inzwischen aber dringt das aufgebrachte Bolk ein, und das Phantom ertrinft im See. Nun vorerst einmal zur Auseinandersetzung mit dem Manufript. Wer ist das Phantom? Ein Henter in Revolutionszeiten, ein Berbannter, ein wahnsinniger Mensch. Diese Angaben stehen auf einem Bettel, welcher der Polizei überreicht wird. Warum wurde das Phantom ein Henter? Handelt es sich wirklich um einen Irr finnigen?. Hat dieſen Menschen seine alle Menschen erschreckende Häßlichkeit nicht vielleicht zum Menschenhasser gemacht? Es ist schwer, sich nur so einfach mit dem Dasein des Phantoms abzufinden. Unerklärlich bleibt auch die Person, die dem Offizier den Weg weist. Dem Regisseur Rupert Julian gelang sein Vorhaben. Die unterirdischen Gewölbe, vollgepfropft mit Requisiten, sind tatsächlich Räume, in denen es von selbst anfängt zu spufen. Der Sturz des Kronleuchters ist sehr fein vorbereitet. Der Kronleuchter wird einmal nebenbei in Großaufnahme gebracht. So ist der Zuschauer auf ihn aufmerksam geworden, erst Atte später setzt das Bersagen der Be leuchtung ein, und es ereignet sich der unheilvolle Sturz des Kron leuchters. Auf dem Maskenball sieht man wirkliches Leben und viel Bewegung. Es ist ein luftiges Durcheinanderquirlen und doch ge nügend Ruhe, um an der Einzelfigur Freude zu haben. Diese Szenen bringt man wieder koloriert. Die Farbentöne sind nicht schlecht, aber höchst überflüssig. Wenn man auf dem Dach der Oper das Phantom allein farbig erscheinen läßt, wird die Wirkung durch Aufdringlichkeit ersetzt. Lon Chaney präsentiert sich in grauenerregenden Masten. Man müßte fein Zivilgesicht fennen, um feine Maskentunst voll mürdigen zu fönnen. Mary Philbin ist zart und schön, sprechend in der Handbewegung, als sie dem Phantom Die Maste vom Gesicht reißt. Norman Sterry ist jung und elegant und A. E. Carewe ein Typ für Frauen. a. b. FILMS 2031980 舍 FILMS Mädels von Heute der entzückende Gloriafilm der Südfilm 1:10 mit Clare Rommer und Olga Tschechowa Der große Erfolg in der SCHAUBURG Königgrätzer Straße Beginn: 6 und 845 Uhr Sonntags: 4 Uhr Dazu die große Bühnenschau SY Beilage des Vorwärts. „ Der Lebenskünstler." Schußgott der rollenden Zelluloidstreifen, beschere uns ein Manuskript! Regisseure, Filmdarsteller und Filmpublikum sollten dieses Gebet feinen Tag verfäumen. Bis jetzt stammen die Manuskripte im allgemeinen noch von seinem Antipoden, von dem Geist, zum füß- verkitschten Liebesroman" heißt deffen Parole. Und man der stets verneint der Film nämlich. Zurück zum Roman, furbelt drauf los und umspinnt die Erde mit solchen Unfilmen. Ich muß gestehen: nichts in der Filmproduktion nötigt mir mehr Achtung ab, wie die sogenannten„ guten" Filme diefer Art, in denen uns Regisseure und Darsteller durch ihre Leistungen über die unnatürliche innere Struktur des Wertes hinwegtäuschen. Denn sie müssen Bortreffliches leisten, soll der Film auch nur das Prädikat„ gut“ erhalten. Der Nationalfilm ,, Der Lebensfünstler", der in der Biophontheater- Lichtspielen in der Botsdamer Straße uraufgeführt wurde, verdient es; mit einer Einschränkung zwar doch davon nachher. Es lohnt sich nicht, den Inhalt zu erzählen. Aber gepriesen werden soll der Regisseur Holger Madsen, seine Fähigkeit, all diesen Tertunsinn filmisch zu durchdenken und eine Reihe ausgezeichneter Bilder zu schaffen, feinumrissene Ausschnitte, oft überspielt von prachtvollen Lichtschattierungen. Und gepriesen werden sollen die Schauspieler, die dieser Manuskript- Dugend-, nein Großware, ihr bestes Können geben: Friedrich Keyßler, Grete Mosheim, Erna Morena, Olaf Fjord, um nur einige zu nennen; sie verdienten es alle. Seltsam berührte es aber, daß die Regie, die alle Klippen des Manuskripts geschickt umschifft, sich eine felber aufbaut und daran scheitert: Ohne Notwendigkeit wird sehr breit der Schluß der„ Kameliendame", die die Filmgestalten auf der Bühne sehen, im Film gezeigt; dabei spielt man scheußlich Theater". Vielleicht tut man es, um dem Film geschehen einen gewissen Wirt. lichkeitswert zu geben. Für den Beschauer wirkt es indessen nur wie die Aufführung einer Provinzschmiere, ein Eindruck, der durch die fataſtrophalen Szenenbilder noch verstärkt wird. Und dabei soll ihm fuggeriert werden, daß es sich um ein Großstadttheater der Gegenwart und um die Glanzrolle einer gefeierten SchauTes. Spielerin handelt! Nur eine scharfe Schere fann hier helfen. " Schiff in Not". ( Marmorhaus.) Das ist ein Film der Phoebus- Produktion, in einer guten Idee sterengeblieben; der mit fortschreitender Handbewegung aus Mangel an Mitteln reftios im Kitsch versandet. Eine Reisegesellschaft feudaler Snobs in Begleitung einer unbeschäftigten jungen Dame befindet fich auf einer Seereise und scheitert mit der kleinen Jacht( bei völlig, ruhiger See) an einer einsamen Küste. Die durchnäßten Herrschaften werden gekleidet und auf einige Zeit beherbergt, da die Abgeschloffenheit des Eilandes von jedem Berkehr die Weiterreise der Reisenden unmöglich macht. Nun passiert, was eben mur passieren fann, wenn der Autor nicht weiter weiß. Die Snobs mit ihrem weiblichen Anhängsel werden Störenfriede der dörflichen Ruhe und aber benor die Geschichte endgültig in die Brüche geht, ereignet sich Moral. Es geht einiges drunter und drüber, man haut sich sogar, die ersehnte melodramatische Berbrüderung. In die Sache hineinverwoben sind einige Schiffsunfälle und Rettungsszenen, bei denen ie„ Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger" Bate gestanden hat. Selbst die Dinge sind ziemlich nichtssagend aufgemacht, und man triegt Sehnsucht nach amerikanischer Katastrophenregie. Bon den Darstellern wirft Hans Adalbert Schlettow noch am ursprünglichsten. Grete Reimwald muß fich täppisch benehmen, was ihr nicht liegt und Jenny Ingo spielt das schiffbrüchige Fräulein auf den Filmstil hinaus. „ Der Tänzer meiner Frau". ( Ufa- Theater Kurfürstendamm.) Ein Film des modernen Tanzes, der in der mondänen Gesellschaft derer spielt, die ihr Leben scheint's nur mit Amusement und deren Folgen verbringen. Ein Lurusmeibchen Lucille, das sich in der Gesellschaft ihres Mannes langweilt, will sich im Tanz ausleben, ihr Mann hat feinen Geschmack daran, und so geht sie mit seinem Freunde, lernt einen Turniertänzer fennen und friegt nun die Tanzwut. Dreißig neue Kleider, vier Pfund Gewichtsabnahme nimmt sie gern in den Kauf, um auf dem glatten Parkett eine Rolle zu spielen. Nun langweilt sich der Mann und fängt einen Flirt mit der Schauspielerin an, die unter ihm wohnt. Die Frau, um sich zu rächen, mit dem Hausfreunde, und da dieser schon besetzt ist, mit ihrem Turniertänzer. Obschon dieser ein ungeeignetes Objekt ist, tommt es, ohne daß auf irgend einer Seite etwas Ernstliches ge= schehen sei das ist der moralische Trick zum Bruch mit dem Ehegatten. Scheidung und dann natürlich Wiedervereinigung, da der Tänzer die Sehnsucht der Frau nicht befriedigt. Sie reift ihrem Manne auf einer Mittelmeerfahrt nach und erlebt dort mit ihm noch einmal ihre Hochzeitsreise. So nackt erzählt, ist die Geschichte natürlich ohne besonderen Reiß, und man muß die Textverfasser aller möglichen Bergehen gegen die Filmgefeße bezichtigen. Aber der Regisseur Alexander Korda bürgt für entzückende Flimmerbilder, die Tanzszenen reißen nicht ab, das mondäne Leben entfaltet sich so, wie es der naive Filmbesucher wünscht. Prickelnde Szenen werden angelaffen, aber natürlich rechtzeitig gebremst. Nur auf der Mittelmeerfahrt und bei der kitschigen Szene mit dem gemalten Besup im Hintergrunde versagt auch der Regisseur. Maria Corda ist die tapriziöse Lucille, sie hat den Jazzrhythmus wirklich in den Beinen und setzt alle ihre Launen mit der größten Selbstverständlichkeit durch. Den tanzfeindlichen Ehemann stellt M. Bartonn mit der dazu gehörigen Noblesse dar. Die ersten Akte und den Schluß sollte man gehörig fürzen. Es wäre fein Fehler, wenn so auch die mit außerordentlichem Schmiß erefutierte Jazzmujit etwas eingeschränkt würde. Mädels von heute". ( Schauburg.) -r. Das Problem der Mädels von heute ist in dem Film nicht erschöpft, es ist taum berührt. Man wählte den vielversprechenden Titel, um unter Frizz Freislers Regie einen ansprechenden Film zu schaffen. Er ist wirklich ganz luftig. Der alte Buchhändler hat Schrullen, sein Sohn große Ideen und die Verkäuferin hübsche Augen. Der legte Tatbestand sagt dem Sohn sehr und dem Vater garnicht zu. Dennoch wären das füße Mädel und der ideenreiche Sohn recht bald ein Paar geworden, wenn nicht gerade an einem Gewitter- Sonntagsnachmittag das Motorrad des junges Mannes versagt hätte. So macht die fleine Verkäuferin erst einen Umweg über Rudi, den Unwiderstehlichen. Aber zum Schluß renkt sich alles ein, die fleine Verkäuferin friegt den Buchhändlerssohn und Rudis Onfel das in Stich gelassene Berhältnis seines Neffen. Nur Rudi, niedergebort, geht leer aus und schaut aus didverschwollenen Augen auf drei glückliche Paare. Hans Unterfirchner spielte den Rudi ganz auf den Typ hinaus, der den Frauen gefällt, ahne den letzten Reiz und Schliff des ausertorenen Filmlieblings zu haben. Clare Rommer und Olga Tschechowa waren beide recht füße Mädel, während Hans Thimig als täppischer Liebhaber gefiel. Carl Platen als Buchhändler war ein echtes, rechtes SpigmegOriginal; der Regiffeur schuf ihm eine liebevoll beobachtete Um gebung. Doch gelang ihm nicht nur die Kleinmalerei von Inneneinrichtungen, auch den Gewittersturm, der über die wartenden Liebespaare dahinbraust, verstand er recht nett zu schildern-g. Theater, Lichtspiele usw. Volksbühne Dir. A. Hellmer 3 Uhr: Schluck undJau 8 Uhr. Morgen 8 Uhr Rex Kanimanu Von Venedig Lessing- Th. Bis 12.Nov tgl.8U Gastsp. J. P. G. Grüne Flöte Ballettpantom. conHofmannsthal Musik von Mozart Staats- Theater eg. Max Reinhardi Opernhaus 6% U.: Tannhäuser Opernhaus am Königsplatz 22 Nathan d.Weise 7 Uhr: Tiefland Sonnte.nchm.31/ 2 Biberpelz zu halben reis. Kleines Th. Tägl. 8 Uhr Schauspielhaus Die Alarmglocke 8 Uhr. Hannibal Schiller Theater 3 Uhr: Doppelselbstmord Lustsp.v.Hennequin u.Coolus Werbezirk, Ander Albers, E. Burg 8 Uhr: Weihnachts- Trianon- Th. einkäufe Liebelei 8 Uhr Städtische Oper Nochzeitstage Charlottenburg 8 Uhr: Don Pasquale Abonnem.- Turnus 2 Deutsches Theater 7 Uhr: Der von Geraldy Residenz- Th. 8 Uhr: Circes Heirat Hesterberg. Sabo Engers. Mattoni Heu e nachm 4U Märchen- Vorstg f. Kinder( K!. Pr) Schneewittchen Kreidekreis Thalia- Th von Klabund 8 Uhr: Annemarie Lotte Neumann Kammerspiele Paul Heidemann 8 Uhr: Man kann nic wissen von Shaw Dora, Baselt, Wilfan Heute nchm. 32 Kleine Preise! Neu einstud ert Mein Leopold Theater in der Kommandantenst. 8 U z. 356 Male: Die Komödie Anneliese Rurfürstendamm 207 8 Unr Gesellschaft v. John Galsworthy Regie: M. Reinhardt von Dessan Heute nach m. 3/2 Kleine Preise! Annelieser Dessau Berliner Theater Theat. d. Westens 8 Uhr: Gastspiel d. Dtsch. Volkstheaters Wien Antonia Lastspiel in 3 Akt v.M. Lengyel Sári Fedák, Otto Das große Operettenhaus Tägl. 8 Uhr: Lea Seidl und Ed. Lichtenstein als Gast in Tresster, H. Lackner Der Orlow Margarete Koeppke Ria Thiele, Emmy Förster, K. Ehmann, Neues Siegir Breuer, Franz Engel, Dr Szilágyi Inszenierung Dr. Rudolf Bear) Theater amo Tb. am Kurfürstendamm Täglich 8 10 Uhr Uhr Wenn ich wollte. Olly- Polly SCALA Erna Nitter Operette von Kollo 8 Unr Internat. Curt Bois Parkettpl.v. 2-12 M Varieté Lustspielhaus 8 Uhr. Sonntags 3 zu Polasch& Perlmutter ermäßigt. Preis. das volle Progr. II. Teil ( Polasch& Perlmutter b. Film Großes Schauspielhaus 8% Fitr Dich CHARELL- REVUE 300 Mitwirkende Parkett M. 5.-. 2ter Rang M 1.50 Rang M. 3Loge M 7.3ter Rang 75 Pi. Sonntag nachm. 3 Uhr anverkürzt zu ermäß. Preisen. Komische 814 Oper Dir.: James Klein 814 GrößteRevue der Welt Von A bis Z Das Gewaltigste an Ausstattungspracht, was je auf einer Bühne gezeigt worden ist 46 Bilder! 300 Mitwirkende! Das Tagesgespräch Berlins Parkett 6.- M. Preise 2. bis 12.- M. ( Logen 15 M.) Sonntag 3 Uhr Jeder Erwachsene I Kind frei Halbe Preise Vorverkauf ununterbr. geöffnet Elite- Sänger Kottbuser Str. 6- Tel. Mpl 160 77. Täglich 8 Uhr u. Sonntag nachm. 3 Uhr( zu halben I reisen): Klubtreunde musik.Auft k Der alte Dorfschullehrer, Lebensbild Zum Schluß:?? Jugendsünde?? sowie der unvergleichliche Soloteil Reichshallen Theater Allabendlich 8 Uhr u. Sonntag nachm. 3 Uhr Siciliner Sänger Nachm. halbe Preise Dönhoff- Brett'i: Familien Varieté. Anfang 8 Uhr Sonntags 5 Uhr. Konzertdirektion Hans Adler Heute Blüthnersaal 8 Uhr: Konzert d. Berl. Sinfonie- Orchesters Diri ent: Oskar Fried Solistin: Elsa Schawelson Rimsky- Korssakow, Klav- Konzert. Schubert, Unvollendete Strauß, Till Eulenspiegel. Karten 1, 2, 3, 4 Mittagskasse( 11-1) u Abendk. Das große Programm 1) Fantasie aus der Oper.Bajazzo. von Leoncarallo 2) Ufa- Wochenschau 3) Auf der Bühne: Gastspiel des Tenors Cavaliere Jio Din! vom Teatro Costanzi in Rom a) L'Elexir d'Amore( Liebestrank).. Donizetti h) Addio Mignon( Leb wohl, Mignon). Thomas 4) Tintenmännchen im Varieté 5) Auf der Bühne: Pierrot Lieder! Wir lachen und wenn uns das Herz auch zerbricht" gesungen von Leo Valberg a. G. Der Mann, der die Ohrfeigen bekam Die Tragödie eines Clowns Regie: Victor Sjöström Hauptrolle: Lon Chaney Wochentags 7 und 9 Uhr Sonnabend und Sonntag 5, 7 und 9 Uhr Vorverkauf ohne Aufschlag täglich mittags 12-2 Uhr Fernsprecher: Hansa 4383 Uta- Theater TURMSTRASSE ( Turmstrasse, Ecke Stromstrasse) Verkehrsverbindungen: Direkt vor dem Theater halten die Straßenbahnlinien: 3, 4, 11, 12, 13, 14, 19, 21, 44, 45, 56, 113, 119. Autobuslinlen: Nr. 11, 28. Stadtbahn: Bahnhof Bellevue. Ueberall Ufa- Wochenschau Ueberail Ufa- Wochenschau SPIELPLAN THA Ufa- Palast am Zoo Tel. Bestellung: 1000: 1 = Harold Lloyd In der Hauptrolle: Harold Lloyd Wochentags 5, 7 und 9 Uhr Nollendori 62, 1397, Sonntags 3, 5, 7 und 9 Uhr 5280, 5281. 山 Ufa- Theater Kurfürstendamm Vorverkauf tägl. 12-2 US Ufa- Theater Weinbergsweg Ufa- Theater Friedrichstraße Ufa- Theater Tacentzienpalast Vorverkauf tägl. 12-2 Ufa- Theater Mozartsaal Vorverkant täg'. 12-2 Ufa- Theater Nollendorfplatz lugendliche haben Zutritt Ufa- Theater Turmstraße Vorverkauf täglich 12-2 Ufa- Theater Kammerlichtspiele Vorverkf. täglich 12-2 Ufa- Theater Alexanderplatz Ufa- Palast Königstadt Vorverkauf täglich 12-2 Uhr Vorverk. ab 11 Uhr ununterbrochen Der Tänzer meiner Frau Regie: Alexander Korda Hauptrollen: Maria Corda, WI!!! Fritsch, Viktor Varkony, Livio Pavanelli Ufa- Theater Kurfürstendamm In jeder Vorstellung spielt die Jazz- Kapelle Fred Rosi Erik Borchardt Mutter, verzeih mir. 5 Kapitel aus dem Lebensbuche eines Künstlers Regie: Augusto Genina Hauptrollen: Jeanne Brindenau ( Comédie Française) Lido Manetti Charleys Tante mit Sid Chaplin. Auf der Bühne: Die drei Manley's die lustigen skandinavischen Stepptänzer. Wochentags 5, 7, 9 Uhr Sonnabend u. Sonntag 3, 5, 7.9 Uhr Der Mann, der die Ohrfeigen bekam Die Tragödie eines Clowns mit Lon Chaney Regie: Viktor Sjöström Auf der Bühne: Gastspiel des Tenors Cavallera Jio Dini vom Teatro Costanzi in Rom Pierrotlleder, gesungen von Leo Vaiberg a. G. Der Mann, der die Ohrfeigen bekam Die Tragödie eines Clowns mit Lon Chaney Regie: Viktor Sjöström Urwelt Urwald Die Wunderwelt des Amazonenstroms Der große Expeditions- Film der UFA Regle u. Aufnahme- Leitung: Freih. ADOLF v. DUNGERN Auf der Bühne: 2 ELLERKS in ihrer Original- Neuheit: Im Mode- Hutsalon" 12 SIEGFRIEDS Gladiatoren In allen Ufa- Theatern Sonnabend und Sonntag 5, 7, 9 Uhr Wochentags 7,9 Uhr HO US Ueberall Uta- Wochenschau Ueberall Ufa- Wochenschau PICCADILLY DAS NEUE URAUFFÜHRUNGS- THEATER AM UNTERGRUND- BAHNHOF BISMARCKSTRASSE NUR EINE STIMME DER BEGEISTERUNG BEI PUBLIKUM UND PRESSE DIE LEUCHTE ASIENS DER GROSSE INDISCHE FILM DER EMELKA REGIE: FRANZ OSTEN * FRANZ OSTEN und der indische Hauptdarsteller HIMANSU RAI BIS EINSCHLIESSLICH DIENSTAG IN ALLEN VORSTELLUNGEN PERSONLICH ANWESEND! * 7 UHR 9 UHR SONNTAGS:% 5 UHR VORVERKAUF TAGLICH AB 1 UNR FERNRUF: STEINPLATZ 8604-8605 JUGENDLICHE HABEN ZUTRITT! 2 WIND DORTEN November- Sensationen! auf allen Gebieten der internationalen Varieté- Kunst Sonnt nachm. 312 Uhr- halbe Preise Rauchen gestattet Flora- Lichtspiele Landsberger Allee 40-41 Heute und morgen: Der Mann, der sich verkauft und Wenn Mädchen träumen mit Gunnar Tolnäs Ab Dienstag: Das Geheimnis d. Jugend Die Tragödie einer späten Liebe Ausschneiden 13 Damen- Borträge mit 100 Lichtbildern nur für Frauen u Mädchen über 16 Jahre Minna Kube Frauenheilkundige, Direttorin des Franen- Hellinftituts W, Potsdamer Straße 86 Montaa, 9. Novbr. abends 7 Uhr. Artus- Hof", NW. Berleberger Str. 29. Dienstag, 10.Novbr, abends 7 Uhr. Rönigsbank", 0.. Große Frankfurter Str. 117. Mittwoch, 11.Movbr. abds. 7. Hohenzollern- Festfäle, Charlottenburg, Berliner Str. 105. Donnerstag, 12.Nov. abbs. 7 Uhr, Germania- efäle", 0.( Frantf. Hof), Frantf. Allee 313-14. Montan, 16. Novbr. abends 7 Uhr, Rammer- Säle. Teltower Str.5( a d Belle- Alliance- Str.). Dienstag, 17. Novbr. abends 7 Uhr. Kliems Festsäle", S, Hasenheide 13-15. Donnerstag, 19.Nov. abends 7½ Uhr, Schubert- Saal", Bülowstr. 104. Freitag, 20. Novbr. abds. 7 Uhr. Albrechtshof", Steglig, Albrechtstr. 1a Montag, 23. Novbr. abends 71, Uhr.„ Union- Festfäle", NO., Greifswalder Str. 222. Dienstag, 24. Novbr. abds. 71 Uhr. Alhambra Festfäle", 0., Wallner- Theaterstr. 15. Mittwoch, 25. Novbr. abends 7 Uhr Germania- Pracht. fäle", N. Chauffeeftr. 110. Donnerstag, 26.Nov. abends 7 Uhr. Gawabe", Spandau, Schönwalder Str. 98-99. Freitag, 27. Wobbr. abbs. 7%, U., SchwarzSommertheater Lichtenberg, Möllendorf Str. 25 26. Frauenleiden Frauen- und Mädchenkrankheiten wie: Entzündungen, Ratarrhe, Fluß. Sentungen. Rnidungen, Berwachfungen, fehlende oder zu starte, schmerzhafte Menstruation. Was bedeuten: Rüdenschmerzen, Hüft- u. Seitenschmerzen? Die Wechseljahre die gefährlichsten Jahre der Frau. Die Krankheiten der Wechseljahre wie: Geschwüre. Myome. Blutungen, Krebs, Hysterie, Gemütsleiden Die Behandlung ohne Operation Müffen die Frauen so furchtbar leiden? Jede Frau ihr eigener Arzt! Warum das Weib am Manne leidet und der Mann am Weibe? Inhalt: Warum werden viele Ehen so bald unglücklich? Warum verblühen und welten die Frauen in vielen Ehen? Warum verlieren die Männer in der Ehe so oft die Lebensenergie? Baium entstehen die Frauenleiden" erst in der Ehe? Woher tommt die Nervofität, die Neuralthenie und die häufige Arbeitsunfähigkeit der Ehemänner? Wodurch werden viele Familien wirtschaftlich ruiniert? Was ist in der Ehe fittlich, was unfittlich? Welches find die Menichenrechte der Frauen und des Boltes? 1 Die Verjüngung der Frau durch natürliche Körper. Schönheits- und Haarpflege. Die Vortragende demonstriert und lehrt ausführlich: Wie beseitigt man Falten und Runzeln und sonstige Schönheitsfehler? Muß die Frau o alt aussehen we sie ist? Beseitigung der Korpulenz. Bodurch erzielt man wirklich fippigen Haarwuchs Rat und Hilfe bei Er grauen. Spalten, Roptichuppen, Saarfärben usw Wie wird unichöner Haarwuchs beseitigt? ufw. Vorzügliche Rezepte werden gegeben. Karten 0.80, 1.20, 150, 1.80 m.( intl. Steuer) and. Abendt. Anfang 7 2hr. Kaffenöffnung eine Stunde vor Beginn Erscheint nur 1mal Taglieb 8 Uhre HALLER- REVUE Theater Im Admiralspalast Achtung! Welle 505" 60 Bilder 2. Rang v. 2, Park. v. 4, Logen v.& M. Sonntag nachm, 3 Uhr Die ganze Vorstellnng zu halben Preisen KINDER- REVUE Mittwoch 11. cr. 32 Uhr: Alle Puppen tanzen“ KI. Preise: 50 Pf., 1, 1.50 etc. Vorverkauf ununterbrochen Weinbergsweg, am Rosenfbaler Platz Heute u. folgende Tage: Berlin Größtenie gezeigte Ringkampf- Konkurrenz Intern. Ringer 40 40 Vorher: Gr. Varieté- Teil Anfang& Uhr. Preise 1., 2., 3.Circus Busch Heute 2 Vorstellg. 3 u. 7 Uhr Nachmittags bei halben Preisen das voile Programm ungekürzt! Rheinlandfestspiel Auf vielseitigen Wunsch: bis Sonntag 15. November einschl. verlängert! Vorher: Das heue große Sport- Programm! Martha Mohnke Fliegendes Torpedo Lustige Brauerpferde Bergs lustig. Bärengruppe Rennen zu Strausberg Sonntag, den 8. Novbr. nachmittags 1 Uhr Charlottenburg ab Zoo Friedrichstraße 1044 " 1050 " .1101 99 . 1107 " 1118 1131 1124 1187 1186 1148 Fox Film Der Trödler von Amsterdam Barnowsky- Bühnen Theater in der Königgrätz.Str. Heute u. morgen 8 Uhr: Don Juan u. Faust Die Tribüne Tågl 8 Uhr: Zurück zu Methusalem Homödienhaus Tägl. 8 Uhr: Kopf oder Schrift Die Koblanks Täglich 8 Uhr im Theater in der Lützowstr. 112 Ecke Flottwellstr. Stg. nachm. 4 Uhr Rotkäppchen Vorzeig dies.zahlen nur halbe Preise von 50 Pfg. an Th i.d. Klosterstr. 43 8 Uhr: Gastspiel Xaver Terofal Der Ehestreik mit d Schlierseer Bauerntheater Theater d. Westens Steinpl 545 32 Uhr: peterchens Mondfahrt Intimes Theater Bülowstr.6. Täg1.8 U. Der Roman eines Vaters, der seine Tochter vergaß Alle Berl. Zeifangen schreiben: mit Diomira Jacobini und Werner KrauB REGIE: VICTOR JANSON Stall Levy mit Y ist der größte HerrnfeldSchlager seit 30 Jahren. Wallner- Theater Täglich 8 Uhr: Fäden APOLLO- THEATER 8 Der gewaltige Erfolg in der Alhambra. DER MANN 5 Kurfürstendamm 68 DER AUFBAU KONTRADIKTORISCHE VORTRAGSABENDE DER SICH VERKAUFTE Veranstaltet von der Gesellschaft der Freunde der Sozialistischen Monatshefte 1. ABEND Montag, den 9. November, pünktlich 8 Uhr, im Reichswirtschaftsrat ( Sitzungssaal), Bellevuestraße 15: DER WIRTSCHAFTLICHE ZUSAMMENSCHLUSS EUROPAS Vorsitz und Ansprache: HEINRICH PEUS, Präsident des Anhaltischen Landtages REDNER: MAX COHEN- REUSS( Mifgl. d. Reichswirtschaftsr.) GERTRUD BAUMER( Ministerialrat) MAXIMILIAN HARDEN- ARNOLD RECHBERG Dr. HANS SIMONS( Regierungsrat) Dr. ROBERT KUCZYNSKI( Dir. d. Stat. Amtes) Dr. OTTO GRAUTOFF u. a. Eintritt frei für jedermann! DER AUFBAU IST EINE TRIBUENE ZUR UNABHAENGIGEN, VORURTEILS. FREIEN AUSSPRACHE UEBER DIE WICHTIGSTEN PROBLEME UNSERER ZEIT 1000: 1 Harold Lloyd Ganz Berlin lacht! In d. ersten Vorstellung täglich zahlen Jugendliche halbe Preise Zu jeder Vorstellung das ganze Programm: Ufa- Symphonie- Orchester Dirigent: Erno Rapée Ufa Ballett Leitung: Alexander Oumansky Ufa Wochenschau Die neuesten Ereignisse Ki- Ke- Ri- Ki Ein Kulturfilm der Ufa Heute vorletzter Sonntag Beginn: 3, 5, 7, 9 Uhr. Wochentags: 5, 7, 9 Uhr Ufa- Palast am Zoo Vorverkauf ab 11 Uhr ununterbrochen Tel. Kartenbestell. Nolldf. 62, 1397, 5280, 5281 WEIZER BERLIN SCHWEIZER MUSIKHAUS liefert Qualitätsmusik diskret auf Teilzahlung Riesenlager in Musikplatten erster Marken Eigene Reparatur- Werkstätten Bertaufstellen: Babftr. 57, Brunnenstraße 25 Grünauer Straße 5, Reinicken dorfer Str 117, Schönbaujer Auce 130 2Delßer fee, Berliner Ane 21 2Bilmersi orf, Berliner Str. 135 Bentrale: Michaeltirchftr. 19 Fabrikgebäude SASSE Alexanderplatz 1141 115 Schlesisch. Bhf..1113 1125 1147 1200 1235 Strausberg an. 1158 1215 1232 1245 115 Trabrennen Mariendorf Montag, den 9. November mittags 12 Uhr Täglich 8%, Uhr Th. a. Nollendorfpl. HALLER Täplich 8 Uhr: REVUE Theater im Admiralspalast ACHTUNG! WELLE 505!" Der letzte Kuß Operette von Rob. Winterberg Falk, Vespermann, Hainisch, Pidha, Wasa, Muth, Hell. Stg.. Mittw u. Sbd. Märchen vorstellg Dornröschen. Philharmonie 7% Uhr: 11. Rang von 2 Mk. Konzert Parkett von 4 Mk. Logen von 8 Mark des Philharm. Orch. Heute nchm. 3 U. Dirig. Prof. Julius Prüwer! Die ganze Vorsteilung zu halben Preisen! Kinder- Revue Mittw. d. 11. 31% Uhr Alle Puppen tanzen Kleine Preise: 0.50, 1.-, 1.50 Central Theater 3 Uhr: Bunbury 8 Trieschübel Uhr Metropol- Theater Heute 7 Uhr: Der We terfolg No no Nanette Heute nachm. 32 U. zu kleinen Preisen Ihre Hoheit die Tänzerin Th. am Schiffbauerdamm Tägl ch 8 Unr Diejüdisch. Witwe METROPO 8 Uhr: Frida Weber- Fleßbarg und das gr. Programm intritt 1, 2 u. 3 M ++ Fein- Conditorei König vormals Viktoria" Unter den Linden 46 * Neu eröffnet Gebäck: garantiert Naturbutter. Concert Krisch aus London, Carlton- Hotel u. 10 Jabre Eremitage Moskau SCHALL& RAUCH Im Grossen Schauspielhaus Am Zirkus 1 Täglich Norden 6110 nach gänzlicher Umgestaltung Das solide Tanz- Restaurant Konditorei Bar Café Erstklassige Küche und Weine Helle und dunkle Blere Sale für Festlichkeiten kostenlos EINTRITT FREI Kopp& Joseph Deutsches Künstler- Theater Tägl. 48 Uhr: Gastspiel Fritzi Massary: Die Teresina Rose- Theater 4: Hans Huckebein 8 Uhr: Bummelstudenten Casino- Theater Täglich 8 Uhr: Neu Nea: Die Frau im gefährlichen Alter Vorher das Movbr.- Programm Volkstüml. Preise Trauerfpenden jeber Art liefert preiswert Paul Golletz, vormals Robert Meyer, Mariannenstr. 3. Amt Morigpl. 103 03 Nagelpflege- Garnituren Kopp& Joseph Bettfedern 9 Herren- Vorträge mit zahlreichen Lichtbildern für Herren über 18 Jahre von Oskar Voelker Direktor der seit 18 Jahren bestehenden Berliner Bolts Lichtheilanstalt mit besonderer von der Frauenheilanstalt vollständig getrennter Spezialabteilung für Männerleiden. Berlin- N 4, 3nvalidenstr. 130( Stettiner Bahnhof) in vornehmer Ausstattung. + BERLIN W Potsdamer Str. 122. Montag, 9. November, Andreas- Festfäle, Andreasffraße 21 Dienstag, 10. November, Büttners Festfäle, Schwedter Straße 23 Mittwoch, 11. November, Bereinshaus, Tegel, Hauptstraße 6 Donnerst., 12. nov., Boruffia- Festsale, Weißenfee, Berliner Allee 211 Freitag, 13. November, Pharus- Säle, Müllerstraße 142 Montag, 16. nov., Türkisches Zelt, Charloffenburg, Berliner Str. 53 Dienstag, 17. Nov., Comenius- Säle, Memeler Str. 67( a d. Warsch. Str) Donnerstag, 19. nov., Schultheiß, Chauffeeftr. 64( an der Liesenstraße) Freitag, 20. November, Hohenstaufen- Säle, Koltbuffer Damm 76 Männerleiden und ihre Folgen in der Ehe + Aufheben + 1. Was versteht man unter Männerleiden. 2. Welche Folgen haben Männecleiden bei nicht gründlicher Heilung, 3. Warum lagen fo piele Männer über Rüdenschmerzen, Blafen- und Nierenbeschwerden, Gedächtnisschwäche, Herzschmerzen, Gliederschmerzen, Mannesschwäche. Jmpotena? 4. Wie erzielt man gründliche und dauernde Heilung dieser Leiden? 5. Warum finden so viele Männer feine Heilung von ihrem Leiden? 6 Warum find so viele Frauen unterleibsfcant? 7. Wie erhalten wir uns gefunde, glückliche und schöne Frauen? unter Vorführung einer Anzahl Lichtbilder. + Eintritt 60 Pfg. und 1, Mart intl. Steuer Raffeneröffnung 7 Uhr • Anfang 8 Uhr Ausschneiden + + + + + Adolf Pohl Dresdener Straße 15 Fabrikgebäude. Damenmäntelfabrik verfaust an Private spoti billig Eskimo- u. Velourpaletots Jerufalemer Straße 31, 2 Zr. Küchen roh emailliert Rüche Lottchen 42 80 Mk. Küche Adele 70 125 Mk. Küche Hermine 85 135 Mk. Riesenausw.roher, lackiert., lasiert. Küchen u. einzelner Schränke jetzt enorm billig. Kleiderschränke 90 cm 120 cm roh 40 M. 55 M. weiß 55 M. 70 M. Ausstellung westfälischer Küchen von 175-750 M. Frei Haus Berlin. Küchenmöbel- Fabrik Joseph Himmel Norden 10822 Lothringer Straße 22 ( Schönhauser Tor) Grünfeld Kurfürstendamm 227 Ecke Joachimsthaler Straße ( bisher nur Ausstellungsraum) von Montag, 9.Nov., an no2 Verkauf von stu Taschentüchern Stickerei Aufträge erbitte rechtzeitig Zeppich gegen Landeshuter Leinen- und Gebildweberei FV.Grünfeld Berlin V8 Leipzigerftr.2022 Zweigniederl. Köln Größtes Sonderhaus für Leinen u Wasche Taschentücher Für Damen Weiß Batist, m. farbig. u. Hohlsaun, big borde- 45 Weiß Batist, m. Hohisaum u.gestickt. Budistab, Gr. 35 cm, St.-. 50 Weiß rein!. Batist, m. Hohls. u. handgest. Buchst., Gr.28 cm, St. Für Herren Weiß Batist, m. farbig. Borde 125 u. Hohlsaum, Gr. 43 cm St.-. 45 • Weiß Reinleinen, gesäumt, Weiß Batist, m. Hohls. u. handGr. 45 cm, St. 1., Gr. 40 cm, St.-. 85 gestickt. Budist, Gr. 43 cm, St.-. 90 -.90 Kinder- Taschentuch, weiß m. farbig. Borde, Gr. 35 cm, St.-. 20 Postfreier Versand von 20 M. an: Ulfter, Anzüge, Handarbeiten Decken- Garnituren aus weißem Stickereistoff mit Aufzeichnung für„ lierstich" Gr. 85X85 130X130 140X170 170X170 cm M. 2.90 7.50 11.- 11.80 mit Aufzeichnung für Kreuzstich" Gr. 85x85 130X130 170X170 170x200 cm 20.M. 3.60 9.15.Dunkelfarbig Rips mit Aufzeichnung für Strichstich" Gr. 105x105 130X130 140x170 160X160 cm 9.- 13.- 14.80 M. 5.90 Gemusterte Javastoffe, Mtr. f. Decken jeder Art, Br. 170 cm 480 Gobelin- Bilder- u.- Kiffen, vorgespannt, mit Material zum Selbststicken. Besonders billig. Strick- und Häkelwolle, beste Güte; besonders billig. Shetlandwolle Fichuwolle 50 gr. 1.-,.95 Herrenwäsche Oberhemd, farbig Zephir mit Falteneinsatz u. Klappstulp. M. 875 Trikot- Unterbeinkleid, starkfädig Baumwolle M. 725 Krawatten. Selbstbinder, 290 reine Seide, schöne Farben M. Bettbezüge aus gutem, mittelstarkem Wäschestoff; mit Knopfschluß 1 Oberbeit Gr. 130X200 cm 2 Kissen Gr. 80 X 80 cm M. 1550 Morgenrockstoffe Reinwoll. Foulé, sdw. Güte, viele Farben Br. 10 cm, Mtr. M. 430 Reinwoll Krepp, zart- u. mittelfarb., Br. 100 cm, Mr. M. 540 Unterfutter; viele Farb. Mir. M. Eiderflanelle, mit Trikot650.-, Salonflügel, Deatscher Metallarbeiter- Verband quemite Selahlung Seppide, Brilden. fich if Analice, Riefenauswahl, mirt. Dembikers Möbel. Richerlagen, Auguſt Konzertpiano lid billige Preise. Rockpaletot 50.- ftraße, nur 47/ 47a, am Rosenthaler Tor, Harmonium billigit, Steinmeyerpiano Versammlung Ju Anbetracht der Saltung des Arbeit geberverbandes, welcher feinerlei Lohnerhöhung bewilligen will, ist es dringende Bilicht eines jeden Beschäftigten, in dieser Bersammlung anwesend zu sein. Montag, den 9. Hovbr., nachmittags 5 Uhr, im Lofal Rottbuser Beug", Roffbufer Straße 19: Versammlung Versammlung Es ladet Euch freundlichst ein Die Branchenleitung. Die Jugendkommission. Rosenthaler Blaz. Berleih Stores. * 4 B Möbel aller bequeme Möbelkredit und bar an jedermann Norden: Badstraße 47/48( 5 Minuten damerstraße 126. Dom Bahnhof Gesundbrunnen), Neuer ab Fabrit, BahSt 590 Verschiedenes Vermietungen Mietgesuche Wir suchen: Erstklassigen 21/15 Bau und Glasbläsermeister 13915 Dimandeden, Madrasgardinen, Stores, Modeanzug 35.-, Sportanzüge 28.50. und Sohenzollerndamm 196, Ede( Flügelton) 1250.Heute, Sonntag, den 8. Novbe, vorm. Bettbeden, Steppdecken, Bettvorlagen, Bindel, Invalidenstraße 20( Stettiner Uhlandstraße, Speisezimmer, et Eiche, Iungserleichterung ohne Breisauffchlag. 10Uhr, imSigungsfaal des Verbands- Läuferstoffe. Elfäffer Straße fechs, am Bahnhof). Harmonia- Eänger", a cappella, mohanses, Cinienftr. 83/85: Büfett mit Kristallipiegel, Standuhr, Oranienstraße 166 III. derne Potpourris, Einzelporträge file Bimbamwerk, schwerer Auszugtisch, Bianos preiswert. Klaviermacher Vereine, Gewerkschaften. John, Rüders. Thomas Nähmaschinen Spezialhaus, 6 Lederstühle, tomplett gebeiat, 275.- Sint. Brunnenstraße 85. dorferstraße 48. 4/17 Pfaff, Bhöniz, Adler, file alle Rwede, aller in der Emaillier- Industrie auch gebrauchte, Teilzahlungen. Batentmatzagen, Auflegematrahen, Me Dembikers Möbel- Niederlagen, Auguft- Bianos, erfiflafia i Ton, verlauft Dampfmeimanftalt Merkur", FrankLo= tallbetten, Chaiselongues. Walter, Star traße 47/ 47a, Sausnummer beamten. au Fabrikpreifen, auch Teilzahlung, furter Allee 307, Königstad: 2820, wäicht beschäft. Kolleginnen u. Kollegen. thringerftraße 80. Norden 8694. garderstraße achtzehn. Rosenthaler Tor und Sohenzollern- Reukölln, Hermannstraße 47. jede Art Saus- und Leibmäsche fchoSagesordnung: Bericht über die Elektrifiziert eure Nähmaschinen, bestes Damm 198. Ede Uhlandstraße, Speise Klaviere, tadellofe Berarbeitung, Lang- nend und fauber ohne Anwendung Lohnverhandlungen vor dem Schlichter Weihnachtsgeschent, durch NähmaschinenAnkleideschränke 110. englische Bettzimmer, echt Eiche, innan Mahagoni, tährige Garantie. Teilzahlung gestattet. fcharfer Mittel. Abholung täglich. von Groß- Berlin. Thomas, Lothringerstraße 80. 21/8 ftellen 48.- Plüschlofas, Einzelmöbel. moderner Vitrinenauffak, mit Kristall. Serer u. Co., Ballasitraße 9, an der Bertrauensvolle Auskunft Frauen, Marktplan, 4 × 5 Meter, meu, waffer. Bablungserleichterung. Stein, nur an facetten, volle Türen und Silberkaften, Botsdamerstraße. u. Brunnenstraße 191. Mädchen. Langjährige Erfahrung( ärat dicht, verkauft billig Langhoff, Berlin Flamerftraße 20. Maferauflagen, reichgeschnigte aparte 1. Etage, am Rosenthaler Blak. Ti). Wolff, Wienerstraße 20. Bor. Tegel, Egellsstraße 18. 11/8 Kredenz, fhwerer Auszugtifah, 6 LederTeilzahlung. Möbel leber Art. Getal III. 2 Treppen, Görliker Bahnhof. Sprechmaschinen ftithle, fomplett, gebeizt 450 Mart. unferer neuesten Geifertkanarien verkauft preiswert ringe Anzahlung, bequeme Abzahlung. Ronstruktion ohne jedes Nebengeräusch. Aufpolsterung. Matraken. Sofas, 5, Rüßner, Landsbergerstraße 54. Möbelhaus Luisenstadt, Röpenider Dembigers Möbel- Niederlagen. Auguft- Eichen- Schrank- Apparate von 89 Mart an. Humboldt 3791. Ganske, Fran ftrane, nur 47/ 47a, und Hohenzollern- an, Don Hauben- Sprechmaschinen 22 fednitraße 18. Kanarienhähne, Weibchen 1,-, Knypte, traße 77/78. Ede Brüdenstraße. 11/7 Köpenickerstraße 10. damm 196, Schlafzimmer, echt Eiche, Mark an, Serien- Apparate 9,50, 12, Gebiegene Möbel, mert' den Gag! großer, dreiteiliger Antleidefceant mit 18 Mart. baut Gleifer, Aleganderplag. Alexander- Kristallspiegel, Baschtoilette mit weißem tion und Raffaeinlauf unsere Leistungs Durch große Serienfabrika. Bekleidungsstücke. Wasche usW Straße 42. Marmor, fohmere Betten mit breiteili- fähigkeit. 5000 fertige und unfertige Schlafzimmer feber Holzart, allergen Drellauflagen, Gobelinstühle, tom. Sprechmaschinen, 100 000de Bestandteile aller Werkzeugmacher der Spezial- erhalten. Gelegenheitsfäufe in Belpice 2 × 3 45, Bettnorieger 4,50, Ruhe Getragene Herrengarberabe, tadellos Größen, billig. Ruhebetten 20, Tep. plett 550 Mar. auf Lager, wie Werke. Tonarme, Räber und Kleinbetriebe. uim. Billigfte Bezugsquelle für Wieder waren, große Auswahl, billige Breife bettdecken 20, Tischdecken, Läuferstoffe zollerndamm 196 und Auguftitraße, nur ausstellung ohne Raufawang erbeten. Bahnhof Hermanninaße Neuton se Dembikers Möbel- Richerlagen, Soben- perkäufer. Belichtigung unferer Muster Mieter fülr 2- und 3-8immer- Wohnung Jeder Betrieb muß vertreten sein. Seihbaus Spiegel. Chauffeeftraße 7. 3,75 Goldmark. Möbelhaus Kamerling, 47/ 47a, Serrenzimmer, echt Giche, innen Schulz u. Gundlach, Münzstraße 18. fucht. Sult 26 beziehbar Monatsgarderobe, Lothringerstraße 56, Staftanienallee 56. Achtung! Betriebsräte Achtung eine Treppe, Rofenthalerplay. Von Mahagoni, Bibliothet. Mitteltile mit dicht am Aleranberplak. Sparverein Anefebed, Schöneberg, Watt. Millionären. Beraten, Anwälten turze Shle Mabel Fabriflager, Friedrich Kristallfacetten, reiche Bildhauerarbeiten, 13906 Mufitinstrumente Speisezimmer, 1,60, Cidhe aroßer Diplomat, runder Serrengimmer. Hauptgr. 2, Untergruppen 5, seit getragene Ravalieraarderobe, fabel- ftraße 7. aus eriter Sand. burgstraße 23, Stephan 2996. Tausche Etube, Riche, Rorridor, 6 n. 7( Fahrzeugindustrie). baft billige Breife. Anzüge, Taillen. mit Mahagoni, Büfett mit Facette- tisch, fdywerer Armlehnstuhl, Rindleder. Schüler- Biolinen 5.50. Orchester- Biolinen 14.50, Gitarren 8.90, Banten 16.50, warme, sonnige Mittelwohnung, riemäntel, Baletots, Frad, Smoking, aläfern, handgeschnigte Nußbaum- Mafe fühle, fomplett gebeizt, 395 Mart. Cellis 38.-, Wiener Affordions, Ein- dengmiete 24 Mart, gegen gleiche oder Montag, den 9. November, abends Gehrodanzüge, Sosen, elegante Sport- rung, 295. Tuhr, imSigungsfaal des Berbands- Gehpelze. Rein Raufawang. Weitester Shle Möbel Fabriklager, Friebridam Rosenthaler Tor, liefert zu Engros Einreiher, 2 Bak, 4.75, Wiener Attor- ftraße 12. Debis Möbelspeicher, Choriner Str. 84, reiher, 4 Bak, 8,90, Deutsche Aftordions, größere. Schriftlich. Dosin, Fransedn haufes, Cinienste. 83/85: Weg lohnend. Bitte genau Saustraße 7. Schweres Herrenzimmer, preifen und bequemen Zahlungsbedin- bions, 8weireiher, 8 Baß, 18.50, Bannummer 56 beachten. reich gefchnitt, 1,60 breit, Ciche, Diplo mungen Speisezimmer, edit Eide, innen bonien, 104tönig, 95.-, Sprechmaschinen Leihhaus Friedrichstraße 2. Gelegen- mat mit geftochener Blattfante, fchwerer, Mahagoni, moderner Bitrinenauffak, eigener Fabritation, neueste Ronstrut Arbeitsmarkt Tagesordnung: 1. Vortrag über heitsfäufe: Sportpelse, Gehpelze, Bela- runder Lifch, 2 Rindlederstühle und mit geschliffenen Kristallfacetten, volle tion, gute Instrumente, 9.50, 12.das Bandsystem. 2. Verschiedenes. mäntel, Belaiaden, Filchfe aller Art, Armlehnsessel, komplett gebeizt. nur Türen, Gilbertäten, ganz aparte Are 18.-, mit Saube 22.-, Eiche, EichenErscheinen aller ist Pflicht. enorm billig! Stellenangebote Spottbillige Angebote: 395.-. dena, schweres Auszugtifch, 6 bohe Rind. Schrankapparate 89.- 10 000 Instru Die Ortsverwaltung. Anzüge, Ulfter, Baletots, Sofen, in Windhorst Möbelttichleret, Brunnen. lederftühle, tomplett 575,-. mente fertia und halbfertig ständig auf beiter Verarbeitung. Site Saufier- Frauen file flotten 10ftraße 162, verkauft direkt an Brivate Bager. Billigste Bezugsquelle für WieDebis Möbelspeider, Choriner Str. 84, berperkäufer. verlangt. Pfennig- Artitel Verdienst Achtung! Achtung! Auf Abzahlung. Großläger in Speilezimmern, Serrengarderobe, Möbel. Besichtigung unferer 50 Prozent. Meldungen unter 0. 50 Mittwoch, den 11. November, nach- Damengarderobe, Gummimäntel, Gar- Sertenzimmern. Schlafzimmern, Küchen. greifen Wertenziefert au Engros Ausstellung ohne Kaufawang erbeten. Borwärts- Expedition. echt Eide, Bi- Gajula u. Qualitätsarbeit, Bettwäsche, Inlette, Cinzelmöbeln. mittags 5 Uhr, in Ewalds Bereius- dinen, Gundlach, Münzstraße 18. bliothek, dreitürig, mit schweren Ariftall dicht Aleranderplan. Rorb- billiaft. Befuch unbedingt lohnend. Steppdecken, Möbel, Küchen, haus, Staliger Straße 126: Junges Mädchen, sauber und zuver Facetten, avoker Diplomot, Lomplett mit möbel. Wilhelm Peters Nachf., Neu- Moebel Boebel, Oranienstraße 58( Mo- Rindlederstihlen und fchwerem ArmVianos, Qualitätsware aus eigener läffig, für den Haushalt gesucht. 13946 Versammlungen. Friedelstraße 32. rikplan), Fabrikgebäude. Aeußerit nie Tehnfeffel 495,- Große Auswahl auter penid, Alte Dahlwigerstraße 7. Fabril. Flügel, Harmoniums, große aller Graveur- u. 3iseleurlehrlinge fellschaftsanzüge, forpulente imren, Schlafzimmer. Monatsanzüge, Winterpaletots, Ge- brige Breife file einfache und elegante Schlafzimmer zu hilligen Breifen, be- Auswahl in jeder Preislage. Rahlungs. Sveifezimmer, Serren- queme Rahlungsbedingungen, erleichterung. Mar Adam, Inhaber Tagesordnung: 1. Bortrag: staunend billig. Nak, früher Mulad simmer, Küchen, Bücherfchränte, Schreib Otto Woltersdorf, Münastraße 16, nahe Lehrlingswesen im Mittelalter und unfere ftraße, jekt nur Gormannstraße 25/28 tische, Büfetts. Anrichten, runde Tifche, Auf Kredit erhält jedermann im alt- Alexanderplak. Beit". Referent: Kollege Erich Pickert und Mariannenstraße 26. Standuhren, Ankleidefchränke, alle Grö renommierten Unternehmen Möbel- Cohn, Vianos, Flügel, erstklaffiges Fabri2. Fahrtbesprechung. 3. Verschiedenes. ßen, Gofas, Ruhebetten. Eventuell im Osten: Große Frankfurter Straße 58 fat. Gesellschafts- Anzügen. Rahlungserleichterung. D011 Rahlungsbedingungen, Jugendkollegen! Bu diefer Ber- Rofenthalerstraße 4. ( 5 Minuten vom Alexanderplat); im Römhildt- A.- G.- Goege. W. 9, Bots sammlung müßt Ihr alle erscheinen. Aufgabe unferer Belzwaren ist, zu eine Anzahlung. Gärisch. Stralauer einster Anzahlung und denkbar leichte. mit enorm billigen Breifen an die Rund- plak 1. Schlesischer Bahnhof. Pianos, preiswert. Teilzahlung. Ga fchaft zu kommen. Wir verkaufen jekt: ften Wochen oder Monatsraten, auf rantie für Qualität. Bermietung. Bahrt, Belamäntel, hochelegant, 148,-, Belg- Ronkurrenzlos! fournierter tange Reit verteilt, die iedermann den Sauptstraße 1, Ede Grunewaldstraße. jaden nur 50,- Frauentragen 8,75, dreitüriger Ankleidefchrant, 150 breit, Rauf bei mir unbedingt möglich machen, Pianos, prächtige Instrumente, beWolfssiegen 13,50, Schals, Füchse 25,-mit Gpiegel, 105, Neue fournierte fomplette Schlafzimmer, Speisezimmer, queme Sahlweife. Sachter. Oranien ufw. Rahlungserleichterung. Spezial- Bettstellen mit Batentboden, breiteilige Serrenzimmer, fämtliche Ergänzungs- buraerftrake 42. Charlottenburg, Ranmann- Nähmaschinen für Hausge. pelzhaus, Wilmers. Auflage, 55, Neue fournierte Nacht- möbel in Nußbaum, Ciche, weiß, Pol. Vianos preiswert. Ratenzahlung. brauch und Gewerbe. Teilzahlung. Re dorferstraße nur 113/114, über Korsett- tische mit Marmorplatte 15,- Nuß- stermöbel, Korbmöbel, Teppiche, Gar: Brinzenstraße 32. baum- Waschtoilette, weiker Syfteme neumann. Marmor, dinen, Riefenauswahl in Damen- und Emil Salbarth, G. m. b. S., Friedrich Teilzahlung. Gardinen, Stores, Bett- Nukbaum- Umbau 38 Umbau Serrengarderobe. Bekannt größte Rüd mie Manbolinen, Gitarren, Rithern. Sprechmaschinen, Musikinstrumente, decken, Steppdecken, Diwandeden, Tep Diplomat 48,- Neue fomplette Rüchen. Gäulenbitfett 75,-icht bei Krankheit und Arbeitslosigkeit. Biolinen usw. eigener Fabrikation im Reikzeuge( Richter- Präzision), Gicher piche und Möbel jeder Art, geringe An- 102 breit, nur 88, Möbelspeimer. Schlafzimmer, Möbel. Neue und gebrauchte mer noch au wirklich abgebauten Breiheits- Goldfullfederhalter. Bureaubedarfszahlung, bequeme Abzahlung. Möbel- 150 breit, weißer Marmor, DrellTeilzahlung ohne Auffchlag. fen. Schulz u. Gundlach. Münaftr. 18. haus Lindner, Neukölln, Raifer haus Luifenstadt, Köpenicker Str. 77/78. auflagen, mit Rristall- Facette- Spiegel, ilkowstraße 95. Geöffnet bis 7. nur 325,- Echt eichene Eßzimmer mit Teilzahlung. Bequeme An- und AbFahrräder. Leihhaus, Reinickendorferstraße 105, 6 Bederftühlen 345,-. Serrenzimmer, aahluna, Lomplette Rimmer fowie EinNettelbedplak, verkauft Teilzahlung. Puppenwagen. fpottbillig 150 breit, 365-. Riefenauswahl in elmöbel aller Art bei weitgehendster Freilaufräder, Lampen, Rubehörteile Monatsgarderoben, Belzwaren, Damen- Einzelmöbeln, Renaissance- Möbeln, tom. Garantie. Mar Friedeberg, Bülow- taufen Sie am günstigsten in der Fahre Teilzahlung. Metallbettstellen. Ball, mäntel, Federbetten. Bettfedern. Reine pletten Einrichtungen, modernen Rüchen. trake 24, am Sochbahnhof. Große Frankfurterstraße 47, gegenüber Lombardware, radarokhandlung Waldemarstraße, Ede Möbelhaus Gottlieb, Rügenerstraße 13, Martusstraße. Minichiofas Büdlerstraße. Gesundbrunnen. Monatsanzüge, Fradanzilge, Smoting- Bahnhof Originalgemälde, Stilleben, Landschaf- anziige, Gehrodanzüge, Jadettanzige, innerhalb Groß- Berlins frei Haus. ten, Geeftücke, Jagdstilde, Genre, Blu- Rodpaletots, Cutawayanzilge, Taillen. Spiegel 40, Mazsziehtische 40- lich 5,-. Knoch, Gneisenaustraße 111. Gelegenheit. Kleiderschran? 18.- Schreibtische 45, Büfetts 80, Schlafmen, große Auswahl, verkauft fpottbillig mäntel, für jede Figur passend. Spe- Bertito 15.-, Waschtoilette 15.-, Frantzimmer, Kunst- Kommissionshaus Apollo, Friedaialität: Bauchanzüge, spottbillig. Sal- furter Schreibtisch 25 Mart, Gofa 15. Kücheneinrichtung 50,-. Gellin, GartenMahagoni, Elche, 800 richstraße 201( 2aben), nahe Leipziger pern, Rosenthalerstraße 4. erste Etage. Rüchen 24.- Möbelhaus Gottlieb, ftraße 26. Straße, auf bequeme Teilzahlung, ohne Breiserhöhung. Monatsgarderoben, Velzwaren. Leih- Rügenerstraße breizehn. Alubfeffel Garnituren, Rindvolleder, Zahngebiffe, Edelmetallbruch, Qued haus Rosenthaler Tor, Linienstr. 203/204, Elegante Schlafzimmer und Speife- 50 Prozent unter Ladenpreis. Rinn, Rlub filber, Blei, Silberschmelze Bettfebern, füllfertig, auch ungeriffen, nur eine Treppe, Ede Rofenthaler Straße. Aimmer, Einzelmöbel fabelhaft billig ab möbelfabrik. Fruchtstraße 36( Schlefifcher Chriftionat, Köpeniderstrade 20a( Man aus erfter Hand. Paul Baegelow, Riefenauswahl. Wolfsziegen 12. Fabrik gegen Teilzahlung. Briezen, Oberbruch 40. 9. 65, Bahnhof). Niederlage Botsdamerftr.80a, teuffelftraße). Brachtexemplare, Füchse 15.-, Gtunts- Schulftraße 35 III. Neukölln, Delbrüld Wir warnen Gie!!! Teppiche, Dimandeden, Tischdecken, tragen, Gilberwölfe, Belajacken 75.- ftraße 56/57. Bergeffen Sie Fahrräder Lauft Linienftrake 19 Bettvorleger, Läuferstoffe, prachtvolle Belzmäntel, Monatsgarderoben. Nene nicht, vor Rauf unser Lager zu be495 Mark eichenes Auswahl, ertra billige Gelegenheiten. Serrengarderoben. Sportpelze staunend fchweres Büfett, 180 breit. Bitrinenauf bis 14. Rovember in Golafzimmern, Sveifezimmer, fichtigen!! Befonders günstige Angebote Unterricht Fifcher, Bosbamerstraße 109. fak mit Facettescheiben, avarter Are Speisezimmern, Serrenzimmern, Kitchen, Drehrollen- Teschke, Waßmannstraße 3, Bettenverkauf! Neue Betten 17.50! benz, großer weizustisch. 6 Rindleder. Einzelmöbeln. Gebiegene Verarbeitung. aigerstraße 123a, Ede Wilhelmstraße, Berlin School. Frembe Sprachen. Leip nahe Landsbergerstraße, leistungsfäbigite 22.50! 27.50! Brachtoolle 30.-! 37.50! ftühle. Erstflaffige Beizarbeit. Frei- Ueberzeugen Sie fich felbft. Möbelhaus 42,-! Einzelitüde! Reine Lombard- lieferung. Möbelmichert, Elfafferfte. 20. Often, 30, nur Andreasstraße 30. Tauenzienstraße 19a. Einzel- und BirkelTeppich- Reschte verlauft foottbillige beden! Pelzwaren! fpottbillig. Bettwäsche! Gardinen! Tul. 545 Mark eichenes Schlafzimmer. gro Einzelmöbel!!! unterricht. Eintritt jederzeit. Teppiche, Brilden, Bettvorlagen, Diwan- haus. Brunnenstraße 47. Leiber dreiteiliger Spiegelfchrant, Basch- mer, Anfleidefchränke, Bettstellen, Ber Nußbaum Wohnzim Schnellkurse. Englisch, Französisch, decken ufm. Teilzahlung gestattet. toilette mit echtem Marmor, schwere tiko, Sofa, Ruhebetten. Staunenerregend! Gilberwölfe! Drei- Betten mit Drellauflagen. Gobelinitühle. wah!!!! Möbelhaus Osten, 30, nur An- um. Urbanstraße 176. Neukölln, Raiser- Friedrich- Straße 5. anderweitig geleent Big! Kreuzfüchse! Fünfzehn! Großer Bettenverlauf! Robel Freilleferung. Möbelwichert, Elfaffer breastraße 30. Riefenaus füchse! Gruntsfragen! maht. 12,50! 16,50! 21,-! Brachtvolle robe! Monatsgarde- ftraße 20. Einjährigkurse, Volksschüler, erfolg haben, stellen ein Otto Cubik. 28,75! 33,50! 38,-! Riffen 3,75! Bett- Stand 38,-1 Gardinenlager! Brachtteppiche 24,-! Betten, Teilzahlung. Romplette Rimmer, Ein- Lamster, SB, Sornfrake 3. Küchenmöbel und Bett verkauft billig flcher. Urbanstraße 176. Bauschlosserei und febern 0,75 an. ( Reine zelmöbel billig. Tanzkurse, Einzelstunden. Fertige Inlette 7,25 Berfagware.) Regehr, Bergmann EisenWenger, Marfilius. ufm.! Steppbeden spottbillig! Bequemfte Teilzahlung! traße 8( Aleranderplan). Große Frant Rinderbettstelle mit Matrake, weiß, Wilmersdorf, Günzelstraße 42. Uhland möbel- Fabrik, Brima Pfandleibhaus Schönhauser Allee 115 Furteritrake fechsundfünfzia. Qualitätswaren. Bettenhaus, Brunnen( Norbring). gut erhalten, Billig zu verlaufen. Räu- 2698. ftraße 115. bert, Friedelitraße 5, III. 21/14 Am Bahnhof Gesundbrunnen. RaufKaufen Sie nicht Möbel, bevor Sie Schuhwaren für Herren, Damen und meister. Belamäntel, Pelziaden, Herren abbau. Belawaren, direkt Dom Rürschner- meine Breife kennen. Roloffaler PreisChaiselonguebeden 9.-, munderbare männische Privatschule Roffaz, BadRinder zu billigsten Breisen gibt ab fportvelse, ftraße 67, 3, 6 und 12- Monats- LehrZahlung nach Uebereinkunft. andbehänge 5,-. Bappelallee 12. Martus, Ballnertheaterstraße 28. Fahr- lasta- Filchfe, China- Riecen, Stunts, und NW., Huttenstraße 6. Gegr. 1879. Teilzablung, billig. Möbel- Misc. Kreuz, Silber, Robel, Lichtenthal, 60., Oranienstraße 14a, Teilzahlung, fulant. Möbel- Misch. gänge beginnen mit jebem Quartal.tellenangebote Aurzfchrift und aeld wird vergütet. Maschinenschreiben Amerikanisch, Auftralisch- Stuntsopof monatlia. Deutsch, Englisch. Franzö meine großen prima Leiter und Raften wie alle Arten Dont Göhr. Vappelallee 12. Große Frankfurterstraße 45/46. wagen felbft Teicht herstellbar. Nie- Große Auswahl. R. Michaelis, Kürsch Salefchaiselongues, Bettchaifelonques, Technische Bripatschule Dr. Werner, brigite Breife nur bei Wagner. Röpenermeister, Berlin NO 18, Große Frank- Chaiselonguesdeden 9. Wandbehänge Regierungs- Baumeister, Berlin, Nean. Einem Teil unserer heutigen Stadt nider Str. 71. Sof. Rein Laben. Reine furter Straße 99, 1. Etage, am Straus- 5.-, Batentmatraken 10.-. Bolfterauf derstraße 3. Schaufenster- Netlame, bafür wefentlich bergerplat. Maschinenbau, Elettro- auflage liegt ein Brospekt der Zeitschrift Bon 8 Uhr morgens bis lagen. Wochenabzahlung 3.-. Bappel- Flügel, Vianos, gebraucht, 375,- an. technir, Hochbau. Abenblehrgänge, Frauenwelt" bet. Worauf wir unsere billigere Preise. * allee 12; Bankow, Schmidtstraße 1, Rabenstein, Münaftr. 10. Tageslehrgänge. Refer besonders hinweisen, Verkäufe paratur- Werkstatt für alle ftraße 55a. Merkur 6268. Friebrich Straße 36/37. Zeilzahlung. Kinderwagen. Spezialfabrik. Ede Bridenstraße. . * . billia. ware. Blüschfofa 50, Aleiderspinden, Lieferung Wäschefrinden 35 Gvienelfnind mit Markenräder, Anzahlung 30,-, wöchent Kaufgesuche für die Fabrikation von Röntgen-, Verstärker- und großen Senderöhren. Bewerber muß mit sämtlichen einschlägigen glastechnischen Fragen vertraut sein und lanejähr. Erfahrungen besitzen. Schriftliche Bewerbungen mit Lebenslauf und Angabe der Gehaltsansprüche sind an unser Sekretariat zu richten. C. Lorenz Aktiengesellschaft Berlin- Tempelhof. T Schweizerdegen sucht Hermann Tietz Leipziger Straße Vorstellung: Personalleitung Krausenstr. Schlosserlehrlinge, Berfekter Riefenaus Deutsch, Rorrefpondenz, Auslandsstudi. auch solche, die schon AutomatenGinrichter 13935 file Reue Rönigite. 85. Woitig- Automaten finden im Vorwärts sum fofortigen Antritt gesucht Eisenberger Metallwarenfabrik G. m. b. H. Sökerwagen durch Plattenaufbau auf fum, Muffen, Belshüte, Beladeden fo Metalbetten mit Auflagen 28.- Teilzahlung, reell, Möbel- Misch ich. Spaniſch. Privatunterricht ieder beste Beachtung Eisenberg i.Th. 7 Uhr abends geöffnet. Belzwaren. Musikinstrumente aeit. Sonntag 8. November 1925 Wiſſen Unterhaltung und Wissen Einst und H.ABEKING. 25 Jett Weckruf. Zum 9. November. Der Ruf des Erwachens erschallt, erschallt in den türmenden Bergen der Welt der Ruf des Erwachens verhallt, verhallt in den dunklen Tälern der Welt. Und volle Ströme des Lichts überfluten die Erd' mit gigantischer Macht in den Tälern die Menschen bluten, verbluten in dumpfiger Sorgennacht. Ber trägt den Bedruf hinunter in's Tal, wer einen Strahl des Lichts, daß unsere Brüder auch einmal aufmachen aus dem Nichts? Wer fann dem Bolte Priester sein in reinen starten Händen, und es führen im jubelnden Morgenschein aus des Tales engen Wänden? Ringet, o Menschen der großen Liebe, ringet, Brüden zu sein, Mussolini 0000000 Beilage des Vorwärts die aus des Tales brüdender Trübe führen zu Höhen, sonnenrein. Hans Heinrich Strätner. Der junge Tag. Bon Hermann Claudius.*) un Dütschland wüß blot bat eene: De Krieg meer to Enn' stünn as en verlopen Kind, dat fin Mudder wedderfunnen hett un ween un lach een mant enanner dörch. Dat gem teenen Kaiser mehr un teen Heer. Titel leten as olmodsche Höd. Orden un Treffen drewen in Wind as Speeltüg lant de Strat. Dat gem blot noch Minschen. Dütschland wull von Gewalt nics mehr weten un smeet de Gewehrn ut de Hann. Nics schull mehr vun buten matt warden. Allens schull Dun binnen her wassen ut bat arme rife Minschenhart, dat folang, folang hendalpett meer! Ganz Dütschland weer in de Novemberdaag 1918 een grot un glöwig Rinnerhart. Un wat anners dach, tell nich mit. De Strat weer fri vun de Pickelhum. Demerall löpen de Lud op'n Dutt mit weihen Haar un lebennige Hann' un debatteern, wat warrn schull. De Staat weer de allerbinnerste Sat, nich dat sengitter um de Minichen rüm, wo de Polizeideener fine hunnerd Paragraphen anhũng. Der Staat meer de Minsch fülm. Un Hamburg strew babenan. Otto Bullgeter weer hell mit to Gang'n. Se säten in en Weertshustombüs an' Haben noch heemlich perſtefen un schapen de nige Tid: blotjunge Lüd mit rode Ge fichter, olle mitthoorige Gesellen mit junglüchen Ogen, un ömerall de blauen Jungs ut Kiel, de den Tappen ut dat Spuntiod haut harrn. Se säten op Dischen, ftünnen op Stöhl, legen sit in de Arms, of Frunsminschen dormant mit flegen Ogen un Hoor, hier un dor en stilles Gesicht as Insel in de Flot. Se fennen sid nich bi Namen. Ehr Stimmen sprüngen hatt dörchenanner. Awer se harrn alltohop dat fülme grote, gode truge, dütsche Hart. De Minich is god! Dat weer dat erfte. Allens, wat bet hüd mit em anfungen is, meer flecht! Dat weer dat tweete. Se düchen sid Riesen, rafen allens, wat mest meer, in ehr Snuwdok rin un smeten dat an de Kant. Un fungen von frischen an to bugen: Gemeenes Wahlrecht, gemeene School, gemeene Stür, gemeenes Recht up Land, gemeenes Recht op Arbeit. Se stünnen as Riesen. Ehr Arms reden rund üm de Eer. ,, Die Internationale, die wird die Welt befrei'n!" fungen fe. Allens muß in't Grote: Pyramidenstil! Allens feef mit Sphing geficht ganz achtern in't Wide, dusend Johr vörut. Alleens weer in düffe. Weken en Kart: de Strat, de School, de Fabrit, dat Rathus. Blots nich de Rart fülmen. A de Hann weern hillige Ham, of menn se nich beben, of, wenn se sid to Füst tosamentrampen bähn. In denn weer de Krieg boch nich all Un denn wull de Bu doch nich wassen. Un denn harr dat Geld doch wedder de Gewalt. As Für brenn dat de Minschen in ehr Hann, dat se lepen, dat medder los to warden. As en Drunk Water weer dat, de den Döstigen vör finen Mund verbrögen bäh. Un blot en paar Minschen verſtünnen den Spot to bannen. Blot en paar murrn rifer as rif un leger as de Riten vor ehr mest weern. Un se delen sid in de Welt as noch teen König un Kaisers vör jem dahn harrn. De Armen wurre armer as arm un immer armer. De Olen harrn feen Brot. De Kinner feen Melf. Se bröten noch eenmal op un trampen dörch de Straten. Dort steht der Feind!" rief Mussolini einft. Wir Sozialisten haffen die Soldaten! Wenn, Arbeitsmann, du auf dem Plan erscheinft, Wird frei die weite Welt durch deine Taten!" „ Mit unsrer Weisheit ist es ganz zu Ende! Du mußt uns reffen, braver Arbeitsmann!" Hub einst manch General zu bettein an, Und ängstlich wimmerno rang er seine Hände. E Wie hat einst furchtbar die Juffiz gehaust: Auf Deutschland drückte dumpf des Rüdschrifts Nebel, Den Freiheitsfämpfer traf des Schergen Fauft Und auf dem Königstein saß August Bebel! noch wie leises Weinen der Jammer der vierjährigen Schlacht. Hinter uns türmt sich zum Gespenst das geschlagene Heer. Da leuchtet am Eingang der Stadt wie mit blutigen Strichen ein roter Triumphbogen über der Chaussee. Er grinst hinauf Amer ehr Harten meern nich mehr bieenanner, blots ehr links auf die Höhe, wo die Madonna über den Moselhängen im hungrigen Magens. Nebel hängt, er bläst sich auf, mächtiger als die im Hintergrunde Maschinengewehrn fnattern. der Stadt aufragende Porta Nigra, und verschwimmt wie eine rote Kreidezeichnung im Morgendampf der Kamine der Stadt. An seinem Boften stehen starr und stumm die Blusenmänner der Revolution", die rote Binde am Arm. Sie verlangen die Reverenz vor dem unbekannten Gott. De Staat weer wedder mal wat anners as de Minschen tohopp. He weer wedder dat Isengitter üm jem herum. Un de BullizeiSchiller feemen dar of wedder an to hangn. Das rote Tor. Ms die große Schlacht im Westen zu Ende ist, wenden wir unsere Gäule nach Often, ohne uns allzu viel dabei zu denken, und marschieren nach Haus. Kraftfahrer und Meldereiter bringen uns die ersten Berichte von der Revolution. Am 13. Oftober rüden wir über die deutsche Grenze und marschieren nach Trier hinein. Die Pferde dampfen von der Fahrt durch blaugraue fugem burgische Wälder, und im Eisen unserer Maschinengewehre flingt Aus dem im Berlage Richard Hermes in Hamburg erschienenen Buche Stummel" von Hermann Claudius, dem Dichter des Liedes Benn wir schreiten Seit an Seit'." Der Führer der ersten Maschinengewehrtompagnie hebt den Arm und sentt ihn langsam auf die Kruppe feines Pferdes herab. Die Kolonne steht und schaut. Ein leises Zittern geht durch Roß und Reiter. Dann mendet der hagere holsteinische Leutnant seinen Rappen und galoppiert zu mir zurüd: Herr Hauptmann, sollen wir da durch? Oder sollen wir sie zu Klumpen hauen?" Ich überlege. Zum ersten Male padt uns der verlorene Krieg und die Revolution mit fnochiger Fauft am Halse. Der Efel vor dem vierjährigen Morde sigt uns im Blute, und doch will das Gehirn nicht fapieren, was wir gefühlsmäßig erkannt haben. Neu gierig reite ich an das rote Tor und sehe mir die beiden Land stürmer mit der roten Binde an, zwei struppige, verwilderte Gefellen mit hohlen Augen und hageren Gefichtern. Was wollt ihr? Was soll das rote Tor?" In den Gefichtern der beiden Alten tämpft der Respett vor dem Offizier mit dem × " Dort steht der Feind!" ruft Mussolini heute. Auf die Marristen stürzt die Polizei, Tyrannenwort verbietet die Partei, Doch Beifall jubelt die Faschistenmeute. A „ Seht dort den Lumpen, den gemeinen Strolch!" So brüllt man heuf im deutschen Baterlande. „ Die Heimat brachte er in not und Schande, In unfern Rüden sentte er den Dolch." E Und jetzt? Dasselbe Lied, dasselbe Leid! Kein Spürsinn fann den fleinsten Wandel fühlen. Es wird die Freiheit wie in alter Zeit Jns Loch gestedt. Vergleiche Grevesmühlen. | Bewußtsein, daß alles aus und endgültig vorbei ist. Endlich faßt sich der eine ein Herz und sagt: Wir sind Doppelposten des Wir Arbeiter und Soldatenrats. Wir sind das hungernde Bolt. haben genug!" Es flang wie ein verhaltenes Weinen nach einem vierjährigen, unermeßlichen Schmerz. Ich reiße mich auf im Sattel und gebe dem Kompagnieführer den Befehl: Fahren Sie zu!" Die Maschinengewehrwagen rollen donnernd, in stoßendem Trabe, unter dem roten Bogen hinab ins Tal, in die horchende Stadt. Die Offiziere und die Schüßen fihen nachdenklich auf ihren Pferden und auf ihren Lafetten. So haben wir uns die Revolu tion nicht vorgestellt! Es ist nicht lebermut und Haß, was aus dem Munde dieser Boltsbeauftragten" flang, sondern nur Jammer über einen vier Jahre umsonst geführten Krieg und Angit vor dem, was hinter uns fommt. Man grüßt die Soldaten, gibt ihnen freundliche Borte und streichelt die hageren Gefichter mit den Augen denn sie kommen aus der Schlacht! Ganz Trier mit seinen Kirchen, Kapellen, mit seinen Kinos und Theatern, Baläften und Toren löst sich auf in einen großen, über uns hinmeg zitternden Freudenrausch über den beendeten Krieg. Unter dem Jubel aber lauert die Angst vor der blaugrauen Mauer, die hinter uns in den luremburgischen Wäldern steht und nach uns tommt. Am Berge aber leuchtet, unberührt vom Haß der Menschen und vom Lärm der Armeen, das Standbild der Mutter Gottes von Trier und grüßt die Bürger und die Soldaten und bie Revolution. H. Sch. Der große Marsch. Es geht der Marsch mit schwerem Schriff, Die Millionen wandern mit, Die zweifelnd flebten an der Zeit, Jm Tagwerk der Bergänglichkeit. Die Licht faunen rufa Kampf Aufwühlend in das Marschgestampf. Die Fahnen sind ins Licht gestellt Wie Wolfen über weiter Welt. Nun schließt sich auch der Wunden Riß. Das Licht zersprengt die Finsternis. Der Tag die Grabgewölbe bricht, Der Taube hört, der Stumme spricht. Wir werden fiegen. Wir sind viel Bor unserm Marsche steht das Ziel, Ciegt eine Welt voll Herrlichkeit: Wir trefen an. Wir sind bereit. Durch alle Länder dröhnt der Schrift Und reißt die Millionen mit. Durch Blut und Kerker, Hohn und Blei Geht unser Marsch und macht uns frei. Mar Barthel Als die Reaktion wieder im Sattel saß. Eine Reminizenz vom Jahre 1849. Ausgegraben von legander Rnoll Als die 48er Revolution in wenig Tagen anscheinend gefiegt hatte, betamen es die Berliner Unternehmer und Handwerksmeister mit der ,, revolutionären Begeisterung". Das äußerte fich u. a. auch darin, daß sie mit den von Stefan Born und einigen anderen Revolutionären ins Leben gerufenen Gemertschaften freiwillig" Lohnerhöhungen und insbesondere die zehnstündige Arbeitszeit ver einbarten. Das letztere war in der Tat ein großer Fortschritt. Schon ein Jahr später waren die meisten dieser Errungen fchaften wieder verschwunden. Die Koalitionsfreiheit war noch einmal begraben worden. An ihre Stelle waren die alten Koalitions. verbote getreten, die jede Verabredung zur Erringung befferer Lohnund Arbeitsbedingungen mit dreimonatiger Gefängnisstrafe bedrohten. Die Unternehmer diftierten wieder die elf- und zwölfstündige Arbeitszeit. Einige Arbeitergruppen versuchten es noch, in der Uebergangszeit sich dagegen, zu wehren, so u. a. die Berliner Maurer. Sie hatten → es war im April, 1849. ihre Gewerkschaft noch bis dahin erhalten fönnen; aber diese war schon machtlos geworden. In der Hauptsache trug dazu bei die furchtbare Arbeitslosigkeit, die viele Arbeiter, die an sich der Freiheit noch ungewohnt maren, mit Bankelmut erfüllte. Sie fielen von ihrer Organisation ab, fingen an genau wie in unseren Tagen auf die Führer zu schimpfen und versuchten ihr Heil im Betteln und Speichellecken bei den alten Machthabern. Das nachstehende Dokument, das dem Berliner Magistratsarchiv entstammt und hier im Driginalwortlaut wiedergegeben sei, ist ein erschütterndes Zeugnis von politischer und moralischer Zermürbung unaufgeflärter Arbeiter. Wenn es damals fchon ,, Gelbe" gegeben hätte, so wären die Verfasser dieses Bettelbriefes würdig gewesen, Ehrenmitglieder bei ihnen zu werden. ,, Einen hohen Magistrat! Der Königlichen Residenz Stadt Berlin! Bäter 4 Werden höchstgeneigst verzeihen, daß die alle Famielien find von einer zahlreichen noch ganz unversorgten Familie es wagen unsere gehorsamste Bitte um die so gütige und schleunige Berücksichtigung vorzubringen. Mengenabgabe vorbehalten Bier find als Mauerer- Gefellen eine sehr große Zahl arbeitsLos, und nun als Famielien- Väter Ruhe und Ordnung mit den besten Willen wünschen, wier sind aber auch hiermit bereit, den Lohn der gestellt, von 6 Uhr bis 7 Uhr des Tages zufrieden, was fönne uns dieses als Ruhe liebenden Menschen helfen; da unsere Altgefellen uns den erhöhten Lohn so wie daß Comite welches wier gewählt haben, wollen und somit fönnen wier hierdurch teine Arbeit erhalten, so bitten wier insgesamt Alle, da die Versorgung des Comites nicht für uns Familien- Bäter die den Hauswirth faft noch durchgängig Miethe verschuldet, sorgt daß wier Arbeit bekommen daß es eingestellt werde, denn früher hatten wier fo wenig einen Präsidenten als Comite sogleich schließen wier mit unser Bitte mit ein daß, Ein Hoher Magistrat die arbeitslosen Maurergesellen eine Erdarbeit giebt, nur unter Uns, damit wier unsere so nothdürftige Famielie, wo daß Leiden täglich über hand nimmt erhalten können, und nicht durch Liebe zur Famielie gezwungen wieder gesetzliche Bergehungen uns zu fchulden tommen lassen daher haben wier alle daß Vertrauen zu Gott! und der so gerechten Behörde um Erhörung so nennen mier uns tiefgebeugten Famielien- Väter den Meistern des Gewerts und den Stadtfyndikus vorzulegen. gez. Urbahn, Dragunerstr. 2 in Ramen Alen. Berlin, den 11. April 1849." afferentzug, Rährkoffmangel ufw. Dadurch wird in ben normalen Lebenslauf der Pflanze eine Zeit des„ Scheintodes", also eine latente Lebensperiode eingeschaltet. Sind nun wieder alle notwendigen Lebensbedingungen erfüllt, so fann fie, falls fie diesen abnormen Zustand zu überdauern vermag, ihre Lebensbahn voll. enden, die naturgemäß um die Dauer der Latenzperiode ver längert wird. Ein zweiter sehr wirksamer Faftor, um das Leben der ganzen Pflanze zu verlängern, besteht in der Bet. hinderung des Blühens und Fruchtens. Itolisch experimentierte beispielsweise an der in Gärtnereien häufig ge zogenen Reseda odorata. Wird diese Pflanze im Frühjahr ausge fät, so blüht sie im Sommer mit anschließender Fruchtbildung und stirbt im Herbst ab. Innerhalb einer Begetationsperiode ist also ihr Entwicklungsfreis abgeschlossen. Wird aber die Blüten bildung unterbrüdt, so kann man die Pflanze zwei bis drei Jahre als Kronenbäumchen am Leben erhalten. Zu diesem Zwecke werden schon bei den jungen Sämlingen alle Seitentriebe und Blütenfnospen abgeschnitten, wodurch der Hauptstengel oft die Höhe von zwei Metern erreicht. Nun wird auch sein Endsproß.abgeschnit ten. Dafür läßt man jeßt die Seitentriebe ohne die Blüten, die ent fernt werden, zur Entwicklung fommen, bis eine dicht verzweigte Krone des Bäumchens entstanden ist. Bei dieser Kultivierung der Pflanze wächst der Stamm ganz beträchtlich in die Dicke, verholzt und paßt sich seiner Aufgabe, die Krone mit Wasser und Nährursprünglich einjährigen Pflanze auf mehrere Jahre ausgedhent werden. Die Bittsteller erhielten auf ihren Bettelbrief eine Antwort, wie falzen zu versehen, an. Auf diese Weise tann also das Leben der fie fie ganz gewiß nicht erwartet hatten; sie lautete: ,, Decret. Auf den Antrag der Gesellenzunft des Maurergewerts unter fagen wir Ihnen den Besuch der Herberge; und werden Sie, wenn Sie dem Verbot entgegenhandeln, als Ruhestörer zur Unter. fuchung und Strafe ziehen. Was Ihr Gesuch um Beschaffung von Arbeitsgelegenheit betrifft, so verweisen wir auf die öffent lichen Bekanntmachungen, daß ferner fein Arbeitsnachweis gegeben wird, bei denen es lediglich das Bewenden behält. Berlin, den 25ten April 1849. Magiftrat Abtheilung für Gewrebe- und Niederlassungs- Sachen. in fidem ( Siegel) gez.: Weich. An den Maurergesellen Urban." Das wagte der Berliner Magistrat damals, ein Jahr nach der fiegreichen Revolution, demütig bittenden Arbeitern zu bieten! Ber da meint, daß es heute viel anders werden würde, wenn die Reaktion wieder die volle Gewalt in die Hände bekäme, der befindet sich in einem verhängnisvollen Irrtum. An Anzeichen für den guten Billen" der Herren Reaktionäre fehlt es nicht. Sie versuchen wieder zu„ dekretieren". Wenn ihnen diese Versuche bis heut im allge meinen nicht gelungen sind, so ist das lediglich der Widerstandskraft der Gewerkschaften zu danken. Wer diese zerstört und schwächt, sorgt dafür, daß die Reaktion wieder in den Sattel kommt. Ist das ein Arbeiter die Beltsche zu kosten mal geschehen, dann bekommen auch die vernünftigen“ und„ loyalen diese sogar zuerst, denn auch in den Kreisen der Reaktion gilt der Grundsatz: Man liebt den Berrat, aber nicht die Verräter. Verlängerung der Lebensdauer bei Pflanzen. Bon Ewald Schild. Die Lebensdauer der Pflanze ist bekanntlich zeitlich beschränkt. Run gelingt es aber, wie besonders Molisch durch Experimente nachgewieser hat, das Leben der Pflanze über die gewöhnliche Dauer hinaus auszudehnen, mit Ergebnissen, die auch in allge mein biologischer Hinsicht von großem Interesse sind. Als wirt. fames Mittel hierzu dient z. B. die zeitweise Entziehung un umgänglich notwendiger Lebensbedingungen, 8. B. Der ältefte Steckbrief. Nicht selten hört man, auch gerade von Fachtreifen, die Meinung vertreten, daß der Steckbrief in seiner heutigen Form auf Bertillons Anregungen zurüdgeführt werden müsse. Nach dieser Auffassung soll der berühmte französische Kriminalist als erster auf den Gedanken gekommen sein, die Stedbriefe mit einer Abbildung des Verbrechers und mit einer Aufs zählung der ihm in die Hände gefallenen Beutestüde zu versehen. Ohne Bertillons Ruhm als Erfinder des anthropomethrischen Meßverfahrens zu nahe zu treten, hat er längst in der Antife friminaUstische Vorläufer gehabt, die bereits den Steckbrief in der heute üblichen Form gefannt haben. Durch einen Zufall ist uns der wohl ältefte Steckbrief der Welt in seinem vollen Wortlaut erhalten ge blieben. Seine Signalements und Abbildungen dieses klassischen Steckbriefes geben selbst dem modernen Kriminalisten teinen Anlaß. irgendwelche Bedenten zu erheben, so sehr ist er bereits unserem heutigen Steckbrief angenähert. Der unter dem Datum des 9. Auguſts des Jahres 145 vor Chrifti Geburt in Alexandrien erlassene Sted brief hat folgenden interessanten Wortlaut:„ Ein junger Sklave des Ariftogenes, des Sohnes des Chryfippus, ist in Alexandrien entlaufen, namens Hermon, auch Neilo genannt, ein geborener Syrier aus Bambyfe, ungefähr 18 Jahre alt, mittlerer Größe, bartlos mit geraden Beinen, im Rinn ein Grübchen, an der linken Seite der tase eine finfenförmige Barze, eine Narbe über dem linken Mundwinkel, an der rechten Handwurzel mit barbarischen Buchstaben tätowiert. Er trug einen Gürtel, deffen Inhalt 3 Minen gemünzten Golbes, 10 Perlen, einen eisernen Ring, an dem eine Salbflasche und Schabeisen hing, und auf dem Körper eine Chlamys und ein Schurzfell. Wer ihn zurückbringt, erhält zwei Talente und 3000 Drachmen in Erz. Wer seinen Aufenthalt verrät, erhält, wenn der. selbe an einem heiligen Orte ist, 1 Talent und 2000 Drachmen, wenn bei einem zahlungsfähigen und gerichtlich belangbaren Manne, 3 Talente und 5000 Drachmen. Anzeige gütigst bei den Beamten des Strategen zu erstatten. Mit ihm entlaufen ist auch Bion, ein Sklave des Kallifrates, eines Hofbeamten 1. Klaffe, untersetzt, breitschulterig, mit fräftig entwickelten Beinen, Augen blaugrün. Er trug, als er entlief, eine Tunika und einen fleinen Stlavenmantel und ein Frauentöfferchen im Werte von 6 Talenten und 5000 Drachmen. Wer ihn zurüdbringt, erhält dieselbe Summe, wie für den Obigen. Anzeige auch über diesen bei den Beamten des Strategen zu erstatten." GROSSER VERKAUF VON Mengenabgabe vorbehalten TEXTIL- WAREN ZU ENORM BILLIGEN PREISEN Kleiderstoffe Schotten Halbwolle, Kammgarnstreifen ca. 100 cm breit, aparte Farbenstellung...........Meter Wäschestoffe ca. 80 cm breit... Meter 185 Renforcé Meter 195 Louisianatucha Meter 260 Opal reine Wolle, elegant, gute Qualität................ Meter Crêpe- Schotten reine Wolle, grosse Auswahl .... Meter Kammgarn- Schotten reine Wolle, ca. 100 cm breit, elegante Qualität...... Meter Gabardine reine Wolle, Kammgarn, gute Ware, moderne Farben, ca. 130 cm breit.. Schotten reine Wolle, ca. 130 cm breit, elegante Kammgarnware..... Velours- Schotten .Meter .Meter weiss, Schweizer Ausrüstung, für elegante Leibwäsche. 350 480 Zephir für Oberhemden.... Bembentuch 4.⁹⁰ 5⁹⁰ reine Wolle, ca. 130 cm breit, elegante Ware........ Meter S Eolienne Wolle mit Seide, ca. 100 em bratt schwere, seidenglänzende Qualität, mod. Farben, mit kleinen Schönheitsfehlern.. Meter 460 Damen- Wäsche Damen- Hemd Trägertorm, mit Hohlsaum und Schlüpferform, mit Damen- Nachthemd Holm Motiv Windelform, aus gutem Stoß. mit Hemdhosen schönem Stickereieinsatz. 95 395 245 Jumperform, aus gutem Wäsche- 75 Prinzessröcke stoff, mit breiter Stickerei...... aus gutem kunstseidenen Trikot, mit Volant. in vielen Farben Schlüpfer Unterkleider Morgenröcke aus gutem kunstseidenen Trikot, in vielen modernen Farben... aus gutem Flauschstoff, fesche Form, in vielen Farben.. Damen- Hemdchen Baumwolle, weiss, fein gewirkt. Damen- Schlüpfer Baumwolle, farbig, kräftige Qualität. 48Pt. 95PT. 280 .Meter Meter ca, 80 cm breit. mit kleinen Fehlern, Meter 72PL Atlas 85Pt. 90PL. 75 58 Baumwollstoffe P1. Pt. Veloutine türkisch gemustert......... Meter 90P. 95PL Crêpe marocain Muster... Meter Blusenflanell gestreift........... Meter 95Pt. Frisé bedruckt, doppeltbreit, neues Gewebe, moderne Muster. Ein Posten Schweizer Vollvoile Unsere Meter weiss und farbig, ca. 110 cm breit, gr.Farbensort., Mtr. 195 195 145 SpielwarenAusstellungen 245 345 sind eröffnet 590 235 H Seidenstoffe ca. 60 cm breit, grosse Farbenauswahl, Meter Helvetia ca. 85 cm breit, in modernen Farben Damassé ca. 85 cm breit, elegante schwere Qualität...... Crêpe de Chine ca. 100 cm breit, schwarz und farbig........ Mengers- Sammet Meter 190 350 Meter 475 ... Meter 575 750 ca. 70 cm breit, florfeste Qualität, schwarz und farbig, Meter Façonné Frisé ca. 90 cm brett, viele Farben, für Abendkleider Velours Velours Miranda nenes Gewebe, doppeltbreit...... Meter 1090 Mele 1250 Ein Posten Lyoner und Pariser Seidenneuheiten..... Meter 165 50 Haus. Bettwäsche .. ca.45/ 100, Küchenhandtücher gesamten 60PL Wischtücher Prima Reinleinen, ca. 55/35 cm...... 55PL ... ca. 80/160 Rolltücher Beinleinen, gute Qualitat Kopfkissen- ich bestickt. Bezüge, Kopfkissen- Bezüge Deckbett- Bezüge Schlafdecken grau............. CHETZ MA N 85 ca. 08. 80/200 345 350 375 425 145 Linon 175 575 Liaon 825 225325 Ueberziehjäckchen für Damen, reine Wolle, gestrickt, farbig, schwere Qualität.. Damen- Sportwesten reine Wolle, gestrickt jarbig, gates Fabrikat.. 375 5.90