Abendausgabe Nr. 55142. Jahrgang Ausgabe B Nr. 273 Bezugsbedingungen und Anzeigenpreife fino in der Morgenausgabe angegeben Redattion: Sm. 68, Lindenstraße 3 Fernfprecher: Dönhoff 292-297 Tel- Adresse: Sozialdemokrat Berlin 10 Pfennig Sonnabend 21. November 1925 Vorwärts= Berliner Volksblatt Beriag und Anzetgenabteilung: Gefchäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin S. 68, Cindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-20% Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Weitere Rückwirkungen. Metz Hauptquartier der Besatzungsarmee. Paris, 21. November.( WIB.) Figaro" will erfahren haben, daß die durch die Räumung der Kölner Zone nötig gewordene Umgruppierung der Besatzungstruppen in den Rheinlanden weitere Folgen nach sich ziehen werde. Man schreibt dem franzöfifchen Oberkommando die Absicht zu, Im befehten Gebiet einen schwachen Teil des Befahungsheeres zurüdzulaffen und den Reft in Cothringen und im Unterelsaß unterzubringen. Unter dieser Bedingung sei die Anwesenheit eines komma ndos in Mainz nicht mehr nötig. General Guillaumat werde sein Hauptquartier in eine Stadt an der Mosel verlegen, wahrscheinlich nach meh. Man tündigt an, daß Genereal Guillaumat demnächst seine Stellung aufgeben und nach Paris zurückkehren werde, um die Stellung eines ftellvertretenden Chefs des Oberften Kriegsrates einzunehmen. Amnestie im besetzten Gebiet. Ueber die Amnestie im befetten deutschen Ge. stet und die Gegenleistung der Reichsregierung durch Amnestierung von Separatisten und dergleichen stehen Einzelheiten noch nicht feft. Es ist der Reichsregierung befannt geworden, daß die Alliierten, die bei der Londoner Dawes Ronferenz vereinbarte Amnestie für den Ruhrkampf bis zum 1. Dezember 1925 für Bergehen gegen die Befagungsgefeße und Vorschriften ausdehnen wollen. Es ist außerdem angeregt worden, durch Austausch von Regie rungserklärungen den Bewohnern der befeht bleibenden Gebiete noch bekanntzugeben, daß sie durch loyales Verhalten gegen über alliierten Behörden nicht mit deutschen Gesezen oder Gerichten und durch loyales Verhalten gegenüber deutschen Behörden nicht mit den Befagungsgerichten in Konflitt tommen tönnen. Bereinbart ist darüber noch nichts, es soll zunächst eine Aussprache der beiderseitigen Sachverständigen veranstaltet werden. Das Reichskommissariat in Koblenz. Koblenz, 21. November.( WTB.) Das Reichskommissariat für die besetzten rheinischen Gebiete wird als Dienstgebäude das Generaltommando, am Castorhof erhalten, morin es bereits vor dem passiven Widerstand untergebracht war, nachdem nunmehr die französische Besagung das Gebäude freigegeben hat. Sozialdemokraten bei Luther. Der Kanzler über seine Absichten.- Frenken verfchwindet. In Bertretung der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion waren heute vormittag die Genossen Wels und Cris pien beim Reichskanzler Dr. Luther, der sie über die politischen Absichten der Reichsregierung informierte. Reichsjustizminister Dr. Frenten wird gleichzeitig mit den anderen Reichsministern nach der Unterzeichnung der Locarno- Berträge zurücktreten, wie das vom Reichsfabinett beschlossen ist. Er hat aber erklärt, ein Ministerium nachher nicht wieder annehmen zu wollen. Offiziös wird dazu bemerkt, daß dieser Entschluß nicht mit dem, übrigens recht hohen Alter oder mit dem Gesundheitszustand Dr. Frentens zusammenhänge. Diese offiziöfe Erklärung ist negativ und dunkel. Warum sagt man nicht geradeheraus, warum Frenten gehen will? Montag Reichskanzlerrede. Dienstag Debatte im Reichstag. Der Heltestenrat des Reichstags trat heute zur Beratung ber Gefchäftslage zusammen. Er beschloß, daß am Montag um 11 Uhr vormittag die große politische Aussprache über die Regierungsvorlage bezüglich des Bertrages von Locarno und den Eintritt Deutschlands in den Bölterbund beginnen soll. Die Verhandlungen werden durch eine Rede des Reichstanzlers Dr. Luther eingeleitet werden. Nach der Rede des Reichskanzlers wird sich das Plenum auf Dienstag versagen. Um Montag nachmittag wird aber der Auswärtige Ausschuß des Reichstages zufammentreten, um über die Entwaffnungsfrage zu beraten. Die Vollfigung des Reichstages am Dienstag, die die Reden der Parteiführer bringen wird, foll fchon um 10 Uhr vormittags beginnen. Die Debatte foll spätestens am Mittwoch zu Ende geführt werden. Der Aeltestenrat beschäftigte sich bann noch mit dem tommu nistischen Antiage auf Wiederzulaffung der während der Zolldebatten ausgeschloffenen tommunistischen Abgeordneten. Die Angelegenheit wurde zunächst dem Geschäftsordnungsausschuß zur generellen Prüfung überwiesen, ob eine solche zurücknahme eines Ausschlusses überhaupt möglich ist. Die Locarno- Verträge im Reichsrat. Sigung hente mittag. TU. teilt mit: Die ursprünglich auf gestern nachmittag angeJezte Sigung des Reichsrats findet nunmehr heute um 12 Uhr miftags flatt. Borher trefen die Ausschüffe des Reichsrats zur Berafung der Gesetzesvorlage über die Cocarnoverträge zusammen. Die Borlage wird jedenfalls in der geutigen Sigung des Reidsats becabichiedet werden. Bie weiter verlautet, wird die gesamte Abteilung 1 des Reichs. minifteriums für die besetzten Gebiete nach hier verlegt, um als Reichskommissariat in Tätigkeit zu treten. Der Tag des Eintreffens des Reichstomissars und seiner Beamten ist noch nicht bekannt. Die französische Gendarmie bleibt. Koblenz, 21. November.( WIB.) Die Gerüchte, daß mit dem Abbau der Kreisbezirksdelegation auch die französische Gendarmerie in die Heimat abtronsportiert würde, trifft nicht zu. Die Gendarmerie wird im besetzten Gebiet nach wie vor der Besatzungsarmee unterstellt bleiben. Als Unterkunftsort fommen Garnisonen in Frage. Die Verwendung und Aufgaben der Gendarmerie decen sich mit denjenigen, die feinerzeit die amerikanische Militärpolizei innehatte. Die Patrouillen und Streifen werden auch für die zu tunft beibehalten. Radioapparate im besetzten Gebiet grundsätzlich erlaubt. Koblenz, 21. November.( WTB.) Die Verordnung der Rheinlandtommission über die drahtlose Telegraphie, die am 1. Dezember in Kraft tritt, bestimmt u. a: Auf Grund des Artifels 11 des Rheinlandabtommens, der ausschließlich den Militärbehörden die Bollmacht gibt, Genehmigungen zur Errichtung funfentelegraphischer Anlagen im besetzten Gebiet zu erteilen, und in Erwägung deffen, daß die Ober befehlshaber der Besagungsarmee die Absicht befundeten, grund fäßlich den Gebrauch funtentelegraphischer Empfangsapparate 3uzulassen, vorbehaltlich der Beobachtung eines Verfahrens, das geeignet ist, die Sicherheit der Armee zu gewährleisten, wird angeordnet: Gesuche um Erlaubnis zur Anlage funfentelegraphischer Empfangsapparate sind an die zuständigen deutsch. Behörden zu richten. Die von den deutschen Behörden erteilten Genehmigungen oder Genehmigungslisten sind aber erst dann gültig, wenn sie entweder einzeln oder in Bausch und Bogen von den Militärbehörden gegengezeichnet sind, die die Ermächtigung dazu durch die Oberbefehlshaber befizen. Eine zweite Ausfertigung der Genehmigungen muß in den Händen der obengenannten Militärbehörden verbleiben. Knappe Mehrheit für Painlevé. Die Sozialisten stimmen für die Regierung. Paris, 21. November.( Eigener Drahtbericht.) Der neue Bwischenfall, zu dem es am Freitag abend in der Kammer getom fizung hat Painlevé auf Grund von Besprechungen eine neue Er men ist, hat eine rafche Beilegung erfahren. In der Nacht fizung hat Painlevé auf Grund von Besprechungen eine neue Er. Stabilisierung und Aufwertung des Franken in Angriff zu nehmen flärung abgegeben, daß die Regierung fest entschlossen sei, die und auf diesem Wege vor feinem Mittel zurückzuschrecken. Die Regierung habe nicht ohne Mühe ihre Kreditforderungen auf 1,5 milliarden eingeschränkt und auf jede Erhöhung des jezigen Notenumlaufs verzichtet. Genoffe Blum teilte mit, daß die soziadie zweite Lesung zu stimmen, aber die Bartei halte daran fest, daß iftische Fraktion mit 38 gegen 14 Stimmen beschlossen habe, fur die neuen Borschüsse der Bank von Frankreich an den Staat unter feinen Umständen den Betrag von 1,5 Milliarden übersteigen dürfen. Die Fraktion erkläre schon jetzt, daß sie auch in Zukunft jeden Antrag auf Erhöhung des Notenumlaufs ablehnen werde. Darauf wurde gegen Mitternacht mit 294 gegen 250 Stimmen die zweite Lefung befchloffen. Ein Antrag der Rechten auf Bertagung wurde mit 287 gegen 267 Stimmen abgelehnt. Die Kammer behandelte dann zunächst die Gegenvorschläge. Der von den Kommunisten eingebrachte Finanzvorschlag wurde mit 499 gegen 56 Stim men abgelehnt. Keine Verschiebung der Unterzeichnung. Nur Absage von Festlichkeiten. London, 21. Nov.( WTB.) In London find anläßlich des Todes der Königin- Mutter Alexandra viele Feste und andere öffentliche Beranstaltungen abgesagt worden Aus allen Teilen des britischen Reiches treffen Beileidskundgebungen am Hofe ein. Sämtliche Morgenblätter haben heute in herzlichen Worten gehaltene Leitartikel und ausführliche Lebensbeschreibungen der Berstorbenen gebracht. Die Beranstaltungen, die für die Unterzeichnung des Bertrags in London in Aussicht genommen waren, werden zum Teil nicht stattfinden. Wahrscheinlich wird das Feſt und der Empfang im Bulinghampalast am 1. Dezember abgesagt werden. Ein Sicherheitspakt für Minifter. Bei einem unpolitischen Essen in London erzählte Chamberlain, daß zu Anfang der Konferenz von Locarno einer der deutschen Delegierten über Briand sagte: Wenn Briand immer französischer Außenminister sein würde, dann brauchten wir feine schriftlichen Abmechungen treffen. Darauf habe Briand erklärt, wenn er sich darauf verlassen könne, daß die deutschen Delegierten Deutschland immer ber. treten würden, dann würde dieser Borschlag für ihn annehmbar fein. In London erklärte Chamberlain jegt unter Heiterteit der Anwesenden: Er habe bam: Is eingeworfen, vielleicht sei die Erörterung am pertehrten Ende begonnen worden; es sei vielleicht gescheiter, für die Erörterung des Sicherheitspattes für die Natio= nen einen Gigerheitspatt für bie anmesenden mi. nister zu entwerfen. Der Schwarz- Weiß- Rot in Amerika. Zur Psychologie der Deutschamerikaner. Bon Wilhelm Sollmann. Die Reise der Reichstagsabgeordneten zur Konferenz der Interparlamentarischen Union in Washington gab den deutschen Volksvertretern Gelegenheit, auch mit zahlreichen Deutsch amerikanern in Berührung zu kommen. Mit reicher Gastlichkeit famen sie überall den Sendboten der Heimat entgegen. Insbesondere wurden der Reichstags= präsident Paul Löbe und der Reichskanzler a. D. Joseph Wirth durch Ehrungen ausgezeichnet, obwohl sie, wie die große Mehrheit der deutschen Delegierten, zu den überzeugten Republikanern gehören. Dies hervorzuheben ist notwendig, weil es scheint, als ob die Vereine und Klubs drüben bisher noch niemals unter den Einfluß deutscher Republikaner getommen wären. Staaten die Flagge des Deutschen Reiches: inmitten vierzig Nur einmal grüßte uns auf dem Boden der Vereinigten anderer nationaler Fahnen im Sigungssaale des Kapitels zu Washington. Der deutsche Botschafter hatte pflichtgemäß dafür gesorgt, daß das Hoheitszeichen seines unter schwarzweißroten Fahnen, leider nicht nur unter dem Landes nicht fehlte. Die Deutschamerikaner selbst leben noch Fahnentuch, sondern auch in der Gedankenwelt des Deutschlands Wilhelms des Zweiten. Keiner der führenden Deutschamerikaner, der ein Wort der Achtung, geschweige denn der Liebe für Deutschlands neue Staatsform über die Lippen gebracht hätte, taum einer, bei dem ausreichendes Verständnis für den außenpolitischen Leidensweg der Republit vorhanden wäre. Bo etwa ein deutschamerikanisches Blatt, so am Grabe des ersten Reichspräsidenten, einem republikanischen Staatsmanne gerecht zu werden versuchte, flogen die Protestbriefe stoßweise in die Redaktionsftube. Unsere Monarchisten pflegen auf diese politische Haltung des Deutschtums im Auslande" mit besonderem Stolze hinzuweisen. Nach unseren Erfahrungen in Nordamerita haben fie dazu schwerlich ein Recht. Bunächst ist drüben die Klassenscheidung innerhalb der Deutschen unverkenn bar. Die Masse der Vereinsmitglieder sind nicht Arbeiter, sondern Kleinbürger und Bourgeois. Männer und Frauen mit harten Arbeitshänden fanden wir in den deutschen sozialistischen Versammlungen, nicht bei den BanTrotzdem: wo sozialdemokratische, demokratische und Zentrumstetten und auf den Rundgebungen der Deutschamerikaner. abgeordnete fich in den Versammlungen zu dem neuen Deutsch land, zur sozialen schwarzrotgoldenen Republik befanden, gab es ein Aufatmen, ein Aufjauchzen bei vielen. Endlich gaben Deutsche dem in Morten Ausdrut, mas fie lange empfunden, aber bei der scheinbar alles beherrschenden nationalistischen Bhraseologie in sich verschlossen hatten. Was sich auf dem Gebiete eines verstiegenen Nationalismus heute noch in Amerika tut, begreift man, wenn man im Jahre 1925 drüben hört, daß am deutschen Wesen noch einmal foll von der Rednertribüne das hohle Wort Emanuel Geibels die Welt genesen. Man mag zugleich ermessen, mie ftarf in den Reiten von Dames und Locarno durch solche Redensarten bei den Amerikanern Sympathien für Deutschland reworben merden. -oder mar es nichts? getan, um die Deutschamerikaner über Die Republik und die Republikaner haben zu menig die Ursachen und die Bedeutung des Umschwungs in Deutsche land aufzuklären. Die Monarchisten scheinen in dieser Propaganda ein Monopol zu besitzen. Dabei haben sie, von engstem Parteifinne abgesehen, noch nicht einmal nennens werte Erfolge gehabt. Es fann jeden internationalen Marristen jammern, wenn er deutschamerikanische Monarchisten geisterte Bürger des amerikanischen Freistaates sind und sich die übrigens feit Jahren und Jahrzehnten he ihren Monarchismus nur für Deutschland reservieren mit start stem englischen Akzent für Schwarz- Weiß- Rot, für die Hohenzollern, für neuen deutschen Militarismus rad ebrechen hört. Es tommt sogar vor, daß sie ihre deutschnationalen Reden in englischen Lanten vortronen, weil ihnen die deutschen Mutterlaute entschwunden sind. Sehen wir von einigen rühmlichen Ausnahmen ab, so fanden wir die unverminderte Beherrschung der deutschen Muttersprache drüben eigentlich am meisten bei Juden, Sozialdemokraten und Kommunisten, selbst solchen, die seit Jahrzehnten sich nicht soviel erwerben fonnten, um die sehnsüchtig geliebte Heimat wiederzusehen. In den bürgerlichen Deutschamerikanern lebt ein Deutsch land, das nicht mehr besteht und, von jeher Ueberzeugung aus betrachtet, nicht mehr aufgerichtet werden kann. Hinzu tommt, daß viele Deutschamerikaner in den verhängnisvollen Fehler verfallen, von drüben aus die innerpolitischen deutschen Brobleme lösen zu wollen, ftatt ihre ganze Kraft auf die viele deutsch ameritanische Sozialisten sind beffer Beeinflussung der amerikanischen Bolitik zu richten. Auch in unserer Innenpolitik zu Hause als in der des amerikani fchen Reiches, dessen Bürger sie sind. Mit europäischen oder gar mit deutschen Maßstäben dürfte aber in Nordamerika schwerlich großer Einfluß möglich sein, und mit dem Schimpfen auf die Prohibition allein ist auch nichts getan. In Versammlungen und Privatgesprächen erfuhren wir, daß sehr wohl auch für das neue Deutschland Verständnis bei den Deutschamerikanern zu meden ist. Es wäre eine Aufgabe für das Reichsministerium des Aeußeren und feiner Organe in Amerita, mehr an Au flärung über den neuen deutschen Staat zu leisten. Bis jetzt hat man den Eindrud, daß unsere Auslandsvertretungen glauben, mehr ober weniger den Vor- urteilen der sühreiuien lLsuticharncrikaner und lyrer re�yts- parteilich beeinflußten Presse sick beugen zu müllen. Die deutschen Auslandsvertretungen könntm zum Beispiel sehr wohl iirur b?:r ge' daß ie-s a b n e � er Republik auch außerhalb des Reiches gezeigt wirb. Das wäre gerade in Nordamerika notwendig, wo man einen großartigen Kultus mit dem Sternenbanner treibt. In allen Amtsgebäuden, ja in allen Kirchen und auf unzähligen Privathäusern ist die amerikanische Flagge zu sehen. Besucht man aber beispiels- weise das deutsche Generalkonsulat in New Pork, so ist das einzige deutsche Hoheitszeichen ein dilettantisch gemalter Reichs- adler, der in kümmerlichster Aufmachung vor der Flurtüre steht. Daß er in schwarzweißroten Farben ge- halten ist, wird man natürlich als Zufall betrachten müssen. Millionen Amerikaner beurteilen die deutsche Republik und das ganze Deutschland der Nachkriegszeit nach dem Auf- treten der Deutschamerikaner, und sie müssen dabei zu sehr schiefen und für Deutschland schädlichen Urteilen kommen. Ohnehin ist die Stimmung des amerikanischen Volkes gegen- über Deutschland noch immer alles andere als günstig. Wir bezweifeln nicht, daß die Deutschamerikaner, die oft genug Opferwilligkeit für die Heimat gezeigt haben, ihrem alten Vaterlande dienen wollen; um so notwendiger ist, ihnen zu sagen, daß ihre geradezu feindliche Parteinahme gegen die deutsche Reichsversassung, gegen große Teile des deutschen Volkes und gegen die Staatspolitik eine schwere Schädi- guflg Deutschlands ist. Reichswehr unü Monarchie. Eine sozialdemokratische Jutcrpellation. Die sozialdemokratische Fraktion hat im Reichstag folgende Interpellation eingebracht: Am lt. Oktober 1925 hat der General a. D. Sixt von Armin auf dem Berliner Garnifonfriedhof anläßlich der Enthüllung des Augustanerdenkmals, dessen Sockel die Inschrift trägt: »Aus unseren Gebeinen wird ein Rächer entstehen", in Anwesenheit einer Traditionstompagnie der Reichswehr u. a. nach dem steno- graphisch aufgenommenen Wortlaut erklärt: „Ich habe die hohe Ehre, daß Seine Masestät, der Kaiser und König, mich beauftragt haben, das Denk- mal des Regiments Augusta und seiner Reserveregimenter 55 und 2V2 einzuweihen. Wir gedenken seiner in ehrfurchts- voller Dankbarkeit und unwandelbarer Treue und find so, wie er bei uns, im Geiste bei ihm. Ich begrüße den Prinzen Oskar von Preußen, den erlauchten Sproß des Kaiserhauses, die Vertreter der Reichswehr, von der wir bewußt sind, daß sie vom selben Geiste wie das alte Heer beseelt ist, ferner die Vertreter der Behörden usw.... Das oberste Gesetz für uns alle ist das der Pflichterfüllung, getreu den Kriegsartikeln und dem Fahneneid, den wir Seiner Majestät geschworen haben...." Nach Bekanntwerden dieser Aeußerung hat der Herr Reichs- wehrminister nichts unternommen, um die Reichswehr von solchen monarchistischen Veranstaltungen fernzuhalten. Bald darauf hat der General a. D. von G elb satte l in Augsburg anläßlich einer Gefallonengedcnkfeier ein Hoch aus den Exkronprinzen R u p p- recht von Bayern ausgebracht und gesagt, daß dieser„nach dem Gesetz und den Forderungen unserer Herzen unser König war c"; Der General a. D. von G e b s a t t e l hat sich dabei scharf gegen das vom Reichswehrminister erlassene Defilier- verbot ausgesprochen. Auch bei dieser Veranstaltung war die Reichswehr vertreten und bei dem Hoch auf den bayerischen Ex- kranprinzSn hat die Reichswehrkapelle Tusch geblasen. Was gedenkt die Reichsreglerung zu tun, damit die Reichswehr künftig von monarchistischen Veranstaltungen ferngehalten wird, bei denen unter Berufung auf die Tradition Propaganda gegen die Republik getrieben wird und damit die Reichs- wehrsoldaten zum Ungehorsam gegen ihre Pflicht als Schützer der Republik angereizt werden?" Der ßelfferich-preis. Don Hans Bauer. Es gibt einen Robel-Preis für Literatur, Chemie, Physik.... Es gibt einen Robel-Preis für tatkräftige Friedensgesinnung. Seit ein paar Tagen gibt es auch einen... nein, keinen Nobel-, aber einen Helfferich-Preis für nalionates Denken. Der deutschnationale Parteivorsitzende hat die Tatsache der Stiftung dieses Preises feierlich vom Podium des Parteitages herunter verkündet und freudigen Bei- soll für die Mitteilung geerntet. Wenn man es recht bedenkt, ist die Gedankenverbindung von Geld und nationaler Gesinnung nicht gar so neu. Das nationale Denken, wie jene es auffassen, pflegt in der Regel nicht uneinbring- lich zu sein, ja, mehr als dies: aus seiner erweislichen Rentabilität keimen die saftigsten Triebe seiner Existenz. Immerhin war der innige Zusammenhang von Gestnung und Zins, den sie abwarf, bis- lang verwischt und machte sich mehr in der indirekten Form der Dividende als in der direkten der geldlichen Zuwendung bemerkbar. Das soll schon so bleiben. Aber daneben soll nun auch die unmittel- bare Prämiierung de» nationalen Denkens in ihre Rechte treten. Das Preisrichtergremium dürste keine leichte Arbeit haben. Nicht deshalb, weil zu befürchten stünde, daß so leicht kein Würdiger zu finden wäre, sondern im Gegenteil, well zu erwarten steht, daß die Oual der Wahl außergewöhnlich groß sein wird. Wie erheblich ist doch allein in Bayern das Heer der gutgeschulten und wohl- disziplinierten nationalen Denker! Auch im ganzen übrigen Reich ist nationale Denkungsart fleißig studiert worden. Wie viele haben gar ihren Ztvilberuf an den Nagel gehängt, um sich ausschließlich der nationalen Dentungsbranche zu widmen, die immer aussichts- reich gewesen ist. An Anwärtern fehlt es also nicht: Aus Richtern und Staats- cnwülten rekrutieren sie(ich, denen nicht einmal die Hintansetzung ihrer Gewissensbedenken ein zu große» Opfer für die nationale Sache bedeutete, aus Landwirten und Industriellen, die trotz aller Regung ihres guten Herzens die Preise in di, Höhe trieben, um die Nation nicht der Gefahr eines ausschweifenden Leben- auszusetzen und damit der Verweichlichung und Berschlaffung. aus Fememördern, denen ihre besten Kameraden nicht zu schade für die praktische Aus- probierung der Methode warin, durch die dem deutschen Volk allein geWsm werden kann. Wer vielleicht hat da- Kollegium auch vor. nicht die praktische Auswirkung des nationalen Denkens, sondern nur dessen beste literarische Fixierung preiszukrönen. Und da wäre ja wohl zu ver» muten, daß einer jener bayrischen Dramatiker ausgezeichnet würde, von denen jetzt 1200 Feststücke an Werwolf-, Stahlhelm» und anderen Schnopsabendeu über die Bretter gehen, die die Zuhörer vor dem Kopf haben. Diese Interpellation wird sicher Gelegenheit geben, auch s o n st auf die Tätigkeit des Herrn Reichswehrministers einzugehen, der es bis heute peinlich vermieden hat, seine Haltung gegenüber den bayerischen Putschisten klar fest- zulegen._ Sie ftbnorren bei öen Kapitalisten. „Revolutionäre" Bettelbriefe. Als vor zwei Iahren der Ortsausschuß Berlin des A D G B. sich mit der Absicht trug, zur Unterstützung der ungeheuren Zahl der Arbeitslosen eine Lfsentliche Sammlung zu veranstalten, wurde er in der hahnebüchensten Weise deswegen von der„Roten Fahne" angegriffen. Was aber macht die KPD. selbst, wenn es sich um die Unterstützung der Opfer ihrer eigenen Politik handelt? Sie verschickt unterm 7. November ein Rundschreiben an eiye große Anzahl von Firmen, in dem es heißt: Sehr geehrte Firma! Die unterzeichnete Organisation erlaubt stch mit folgender Bitte an Sie heranzutreten Wir sind eine über das ganze Reichsgebiet verbreitete noch Hunderttausenden zählende Organisation zur Unterstützung der Familienangehörigen der in den Gefängnissen sitzenden Arbeiter, die wegen politischer Straf- taten verurteilt sind... Die ,.R o t e H i l f e" unterstützt die An- gehörigen der politischen Gefangenen und diese selbst ohne Rücksicht auf die parteipolitische Zugehörigkeit (woraus ein naiver Leser schließen könnte, daß auch die Rechts- radikalen unterstützt werden), was folgende Zahlen... beweisen mögen.(Es wird dann angeführt, daß im Monat August etwa 68 009 Marl ausgezahlt worden seien.) Es ist ohne weiteres einleuchtend, daß die Mitglieder unserer parteilosen Organisation wegen Arbeitslosigkeit und ge- ringem Einkommen allein nicht in der Lage sind, diese ungeheuren Summen aus eigener Kraft aufzubringen, noch viel weniger ist es ihnen möglich, die für die Winterhilfe und Weihnachtsgaben erforderlichen Mittel heranzufchnffen. Wir bitten Sie, deren Kundenkreis sich doch größtenteils aus den Schichten der arbeitenden Bevölkerung zusammensetzt, un? bei diesem Hilss- werk... zu unterstützen. Des Dankes der Arbeiter, die bei Ihnen kaufen, können Sie gewiß sein. Wir würden dafür Sorge traaen, daß Ihre tatkräftige Hilfe durch die Arbeiterpresse oder— falls Ihnen dies u n- erwünscht— durch unsere Organisation von Mund zu Mund bekannt wird... Wir werden durch p e r s ö n- liches Vorsprechen unserer mit einem Ausweis versehenen Mitglieder in einigen Tagen Ihre Entscheidung ent- gegen nehmen lassen, falls Ihre Entschließung uns nicht vorher durch telepbonische oder schriftliche Benachrichtigung... mitgeteilt wird. In der Hoffnung, keine Fehlbitte getan zu haben, zeichnet mit bestem Danke im voraus hochachtungsvoll Ds�irksvorstand der„Roten Hilfe" Deutschlands. Derick Berkln-Brandenburg, Mnterhilfekommifsion. Menzel, Abg. und«Borsttzender der Kommission. Es gab eine Zeit, wo die Sozialdemokratif che Partei weder nach Hunderttausenden zählte, wie die„Rote Hilfe" von sich de- hauptet, noch überhaupt irgend eins legale Existenz hatte Es war die Zell der schlimmsten Sozialistenverfolgung. Niemals aber ist es ihr eingefallen, mit solchen jämmerlichen Bettel- b r i e f e n bei den Kapitalisten schnorren zu gehen. Man kann sich ungefähr vorstellen, welche Empfindungen ein angeschnorrter Kapi- talist haben muß, wenn er einen solchen würdelosen Brief von der angeblich so revolutionären KPD. bekommt, die von den Kapitalisten erbettelt, was zu tun sie selbst sträflich vernachlässigt. Der Zoll LVanüt. Tie Verschleppung der Wiederaufnahme. Don dem Berteidiger des Schriftstellers Wandt, dem Rechts- anwalt Ohmt, erhalten wir folgende Zuschrift: „Durch wiederholte Deröffentlichungen in Ihrem Blatt haben Sie Ihr Interesse an dem aufsehenerregenden Fall des Schrift- stellers Heinrich Wandt bekundet. Mit Recht ist insbesondere die Frage aufgeworfen worden, weshalb die Wiederaufnahme des Verfahrens und die Haftentlassung stch verzögert, nachdem sogar die Nochmals p'iranöello. Barnowskis„Tribüne" brachte gestern die deutsche Erstauf- führung von Pirandellos„Heinrich IV", dem Trauerspiel, das wir bereits vor fünf Wochen im Staatlichen Schauspielhaus gesehen haben. Die Aufführung war damals sozusagen authentisch: es spielte die eigene italienische Schauspielertruppe des Dichters unter seiner persönlichen Regie. Fritz Wendhausen sicherte sich bei feiner Inszenierung in der„Tribüne" von vornherein einen Vorsprung vor der italienischen. Indem er entschlossen den Rotstift anwandte und un- bedenklich Kürzungen vornahm in einem Umfang, wie sie der Dichter nicht übers Herz gebracht hätte. Diese Kürzungen waren entscheidend Es ist kein günstiges Zeichen für den Wert eines Stückes, wenn Kürzungen seine Bühnenwirkungen erhöhen. Der gedankllche In- halt des Trauerspiels hat wie alle Werke Pirandellos aus den ersten Blick etwas Packendes. Gewiß ist der Einfall, einen Wahnsinnigen, der sich für den deutschen Kaiser Heinrich IV.— bekannt durch seinen Büßergang nach Kanossa— hält, sich mit mittelalterlichem Hofstaat umgibt und den gegenwartsfernen Traum von seiner Majestät auch noch nach der Gesundung weiterspinnt, auf die Bühne zu bringen, originell und trägt dramatische Möglichkelten in sich. Pirandello schöpft sie nicht aus. Die Lust am bunten Vielerlei des Theaters, das Ineinandergreifen von Gegenwart und Mittelalter, das Theater auf dem Theater, waren bestechend mit ihrem funkelnden Glanz, aber Heinrich IV. Ist kein erlebnishastes Bühnendrama, sondern ein ein- ziger Monolog, unterbrochen durch eine unentschlossen hin und her pendelnde Handlung und durch fast gezwungen eingeschaltete Ge- spräche zwischen mehreren Figuren. Eine Philosophie, als die st« der Dichter gelten lassen möchte, ist das Trauerspiel auch nicht. D:„Die Leuchte Asien«'. 9:. New Jork im Film'. Dien«tag(7): „Fords Riesen betriebe'. Mittwoch(öl:.Sibirien'. (7):.Trier'. Freitag(b):.Bon Meer zu Meer'. Ersloossübrungen der Wotfyf Jttonf. Krollover: Margaret. Tltifftv. Tb. t d. Äön ggiätzer St.: M e t h u s a l e m II.— Th. am Kurwrsten- dämm: Regen, ftet Schill-Tb.: BrandoundS Bekehrung.— Votlsbiihne: Der befreite Don Quichotc. Toleustlictagstor.zerle. Ter Männer� c�ongverein.. NnmcnIoZ" gibt Sonntai. 6 Ubr, Im Saalbau Friedrichsbain unter Mitwirkung de« Petzko- Schubert-Ouarieiis«in Konzert.— Um 7 Ubr beginnt im vllrgeitaal de« neuen Schöneberber Ratbaule« da« Konzert de« Männergesangvereint «Liedertajel' unter Mitwirkung de« Dahlke-Tru»«. Mussolini kneift. Um nicht auf der Strecke liegen zu bleiben, fährt er nicht nach London. Rom, 21. November.( WTB.) Die italienische Delegation, die sich zur Unterzeichnung des Paftes von Locarno nadh London begeben wird, wird bestehen aus dem Führer der italienischen Delegation in Locarno, Senator Scialoja, ferner aus dem Mitglied der gleichen Delegation Marquis Medici del Vascello und dem Rechtssachverständigen Pilotti " Die Katholiken verzichten auf dieses Parlament". Rom, 21. Rovember.( EP.) Die neuen Zwischenfälle der Bopolari" mit den Faschisten in den Wandelgängen der Kammer haben der Aventin- Opposition jede Luft zur Rüdtehr ins Parlament genommen. Die Gruppe der fatholischen Boltspartei hat nach der Mißhandlung ihrer Abgeordneten beschloffen, vorläufig auf jede Teilnahme an den Kammerarbeiten zu verzichten und das Urteil über die Lage dem Parteirat zu überlassen. Der Beschluß wird mit der Heße des Faschismus gegen die Popolari" und den Zwischenfällen in der Rammer begründet, wodurch sich die Unmög lichkeit für die katholische Rammergruppe ergäbe, ihre Aufgaben zu erfüllen, ohne zu ernsten Zwischenfällen Anlaß zu geben, die niemand innerhalb des Parlaments wünschen könnte. Unter der Erde. Die Nordfüdbahnbauten Hermannplatz- Hohenzollernplatz. Wer in diesen Tagen zum Hermannplay fommt, sieht sich urplöglich in einem Laboratorium rastloser Arbeit. Ein unendliches Netz von Drähten und elektrischen Anlagen umzieht das unterNetz von Drähten und elektrischen Anlagen umzieht das unterirdische Terrain. Betonierungen sind im Gange, an manchen Stellen werden die schweren Türen des Tunnels schon geschlossen und Facharbeiter nehmen die technischen Details des großzügigen Nordsüdbahnprojetts in Angriff. . In drei Schichten zu je acht Stunden steht eine Beleg schaft von 1360 Arbeitern ununterbrochen im Dienste des frostes, der ein Lahmlegen der Arbeiten auf lange Frist erzwingen Wertes, um den Tunnelbau noch vor Anbruch stärkeren Winter fönnte, im wesentlichen fertigzustellen. 1280 Tiefbauarbeiter und 1280 Maurer, Simmerer, Flechter und Maschinisten schaffen hier in 1280 Maurer, Zimmerer, Flechter und Maschinisten schaffen hier in schwerer Schicht den Eisenbeton der Deden und die inneren Anlagen, deren komplizierte Konstruktion minutiöseste Arbeit erfordert. An Sonn- und Festtagen wird durchgearbeitet. Am legten Dienstag hat die Arbeit der erheblichen Nachfröste wegen für einige Tage eingestellt werden müssen, da die Betonmischungen Frost nicht ist mit Schließung der Deden zu Anfang bis Mitte Januar vertragen fönnen. Wenn feine erheblicheren Störungen eintreten, zu rechnen. Ein Teil der Decken ist, wie erwähnt, schon heute geschlossen. Hier ist mit der Bodenfüllung und den Pflasterungs. arbeiten begonnen worden. Nach Fertigstellung der Gewölbe folgt die architektonische und technische Ausstattung der Bahnhöfe; weiter Rom, 21. November.( WTB.) Popolo di Roma" bringt Einzel- hin Zugficherungsarbeiten, Bau von Stellwerten und die Rabel heiten über die gestrige hinausbrängung dreier Popo. arbeiten. Zum Abstellen des Grundwassers in den Gewölben liefen Tari aus der Kammer. Das Blatt bezeichnet es als eine Frechheit zuerst zwölf Pumpen die aber jetzt auf fünf vermindert find. und Provotation, daß die Popolari überhaupt in den WandelBier Betonmischmaschinen sind in Betrieb, um aus Ries gängen erschienen seien und wieder den Sigungssaal betreten und Bement die Betonierungsmaterie herzustellen. Jede Maschine wollten. Aus den Einzelheiten, die das Blatt gibt, geht hervor, daß hat 750-1000 Liter Fassungsvermögen, ein respettables Quantum, der Popolari- Abgeordnete Guarienti mit Fauftschlägen vor allem, wenn man es mit vier multipliziert. Drei Krane zum und Ohrfeigen trattiert worden sei. Der Generalsekretär Entladen der Riesmengen gehören ebenfalls zur unentbehrlichen des Faschismus Farinacci habe den drei Popolari gesagt:" Ihr, technischen Maschinerie. Je zwei Eisenbiege und Eisenschneidedie ihr die Hauptverantwortlichen an dem elenden Aventin- Hinter maschinen richten das Material in nötiger Proportion her. Die halt seid, könnt nicht mehr daran benten, in der Rammer Rabelleitungen find Regiebetrieb der Nordsüdbahngesellschaft, die zu erscheinen. Ihr sollt nicht einmal mehr in den Wandelgängen Unternehmern durchgeführt. Mit der Fertigstellung des Gesamt Malerarbeiten und der elektrische Ausbau werden von fremden erscheinen dürfen. Nach dem Popolo di Roma" erklärte der faschistische Abgeordnete Barbiellini: Geht hinaus, ihr Her- betriebes ist zwischen Mitte und Ende Februar zu rechnen. ausforderer, und erinnert euch, daß ich ein aristokratischer Spezialist im Kopfeinfchlagen geworden bin, denn ich verhaue heute nur noch Parlamentarier. Der Republifaner Chiesa, der sich gestern in den Wandelgängen der Kammer zu zeigen wagte, wurde ebenfalls hinausgedrängt. Nach dem Popolo di Roma" und dem Messaggero" haben auf Grund dieser Borfälle die Popolari und die Demosozialisten beschlossen, nicht mehr in der Kammer zu er= scheinen. Die Umgemeindungen im Ruhrgebiet. daß am Hermannplag ein Doppelausgang nach der Die Anlage der Bahnhöfe ift bekanntlich fo gedacht, Berliner Straße in Höhe des Friedhofes angelegt wird. 3wei Café Jahnburg, münden. Weiterhin wird eine Berbindung der weitere Ausgänge werden vor der neuen Welt", gegenüber dem NS.- mit der AEG.- Bahn durch rollende Treppen, die auf den Hermannplag führen, angestrebt. 3wei Treppen sollen herauf und herunter führen und die, da sie beweglich find, in verschiedener Richtung gestellt werden können. Vor dem Neuköllner Rathaus ist ein Bahnhof geplant, der den Namen Rathaus Neukölln führen soll, oer zweite wird unter der Bezeichnung Bergstraße" in der Steinmeßstraße liegen. Diese beiden Bahnhöfe find bis auf Kleinigkeiten fertig. Uebrigens wird die Linie Hohenzollern plag bis Bergstraße als Abstellgleis benutzt werden. Benn Stärterer Frost auftritt, hofft die Betriebsleitung die Belegschaft mit Aufräumungsarbeiten im Tunnel beschäftigen zu fönnen.( 21b. Arbeit nur mehrere Wochen ausfüllen. Die Länge der Strede beträgt insgesamt drei Kilometer( bis Hohenzollernplah), bis Bahnhof Bergstraße 2,8 Stilometer. Hier beginnt das Abstellgleis. Es ist zu wünschen, daß es gelingt, die bringender verfehrstechnischer Wichtigkeit wäre damit durchgesetzt. Arbeiten innerhalb der gesteckten Frist zu vollenden. Ein Wert von Allerdings find all. Friftberechnungen, was, um allzu großem Optimismus vorzubeugen, gefagt fei, in der minterlichen Jahreszeit durchaus von der Witterung abhängig. Neuregelung der kommunalen Grenzen. Dem preußischen Staatsrat ist in diesen Tagen ein im Mini. sterium des Innern ausgearbeiteter Entwurf über die Neurege lung der fommunalen Grenzen im rheinischdecken der Gerüste, Materialräumung usw.) Immerhin tönnte diese westfälischen Industriebezirt zugegangen. Dem Problem, das zu lösen ist, liegt die Tatsache zugrunde, daß die Industrialisierung des Gebiets die alten Ortschaftsgrenzen völlig verwischt hat, was verwaltungstechnisch zu großen Schwierigkeiten führt. Zur Abstellung der Uebelſtände liegen zwei Pläne vor. Der weitestgehende Plan gipfelt in der Saffung einer einzigen Gemeinde, die den ganzen Industriebezirk zwischen Dortmund und Essen umfaßte, mit gleich zeitiger starter Dezentralisierung. Der zweite Plan lief auf eine Erweiterung der Dorhandenen Groß. städte hinaus, in der Weise, daß sie wie Effen jeweils an die beiden Flüsse Emscher und Ruhr stoßen. Auch für diesen Plan, der Mittelstädte wie Wattenscheid usw. beseitigt hätte, konnte sich die Staatsregierung nicht entschließen. Der Vorschlag der Re. gierung im vorgelegten Gefeßentwurf hält sich sehr weitgehend an das bisher Vorhandene und bringt lediglich Grenz änderungen größeren und fleineren Umfangs. Der leitende Gesichtspunkt war dabei die Schaffung von Gemeinden, die sich ohne fteuerliche Ueberlastung behaupten und ihren Aufgaben gerecht werden fönnen. Gestern beschäftigte sich das Plenum des Staatsrats mit der Borlage, über die zunächst als Hauptberichterstatter Dr. Steiniger, Berlin( Arb.- Gem.), Bericht erstattet. Der Berichterstatter behandelt eingehend die Einzelheiten der umfangreichen Vorlage, hebt aber hervor, daß es nicht Aufgabe des Staatsrats fei, in alle Einzelheiten einzubringen. Das bleibe dem Landtag vorbehalten. Der Mitberichterstatter Mehlich- Dortmund( S03.) hebt hervor, daß die Regierungsvorlage davon ausgehe, daß eine Schicksals gemeinschaft zwischen Wirtschaft und Gemeinde besteht, und daß die wirtschaftlichen und Gemeindegrenzen möglichst zusammengelegt werden sollen. Dieses Ziel würde vollkommen nur erreicht werden, menn man von Duisburg bis Hamm eine einzige Großgemeinde bilden würde. Der Redner sieht eine Gefahr der Vorlage darin, daß in den Gemeinden nicht die Gemeindeangehörigen, sondern die Werke bestimmenden Einfluß erhalten. In der Aussprache erhebt Fuchs( Soz.) Bedenten gegen ein zelne Bestimmungen der Vorlage. Wenn die Umstellung einer Industrie von Kohle auf Elektrizität erfolgt, so werden schwie rige Absazkrisen im Kohlenbergbau und Kohlenhandel vor sich gehen. Ein Regierungsvertreter weift darauf hin, daß bei der Borlage in erster Linie allgemeine staatspolitische, fommunalpolitische und wirtschaftspolitische Gesichtspunkte eine Rolle spielten. Die Inter effen der Wirtschaft an dem Kommunalleben der eigenen Gemeinde woerden erhöht und auf der anderen Seite die Interessen der Kom munen an dem Wohlergehen der wirtschaftlichen Betriebe gesteigert. Diese Zusammenarbeit wird durchaus produktionsfördernd wirken. Dr. Rumpf( Arb.- Gem.) bezeichnet die Vorlage als eine glüdliche und wertvolle Lösung für die Entwicklung des Ruhr. tohlenverbandes. Damit schließt die Aussprache. Angenommen wird eine Entschließung, die folgende Einzelvor Júläge macht: 1. Der Staatsrat empfiehlt, die notwendigen Schritte zur Hebung der offenbaren Notlage des Resttreises Hattingen alsbald vorzunehmen und die Leistungsfähigkeit der übrigen Refttreise nach Möglichkeit zu sichern. 2. Er empfiehlt, die nach den Behauptungen der Beteiligten bei Königssteele und anderwärts bestehenden Fehler in der Grenz beschreibung nachzuprüfen. 3. Es wird empfohlen, der durch die Vereinigung von Steele und Königssteele entstehenden Gemeinde den Namen„ Steele" beizulegen. 4. Hinsichtlich der Stadt Bochum und ihrer Umgebung wird empfohlen, die Landgemeinden Eppendorf und Höntrop ungeteilt mit Bochum, dagegen den nach dem Entwurf zu Bochum zuzuschla genden Teil von Günnigfeld gemäß dem Vorschlage des Provinzialausschusses mit Wattenscheid zu vereinigen. Eine Bestimmung 6, in der empfohlen wird, die im Entwurf vorgesehenen Gemeinden Caftrop und Raugel zu einem Gemein wesen zu vereinigen, wird auf Antrag Dr. Rumpfs gestrichen. Angenommen wird weiter Buntt 7, wonach der Staatsrat der Regierung empfiehlt, ben vorgetragenen Beschwerden über Willfür afte gegen Gemeindevertreter nachzugehen und dafür Sorge zu trogen, daß die Freiheit der Selbstverwaltung in den von der Umgemeindung betroffenen Gemeinden in feiner Weise behindert wird. Weitere Bestimmungen regeln fleinere Einzelheiten. Das erlaubt Herr Gefler! Regiments- und Kriegervereine find unpolifisch". Das Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold ist von allen Republikanern bei der Totenfeier für den befannten Rampfflieger Frei herr von Richthofen vermißt worden. Auf unfere Nachfrage bei der Gauleitung des Reichsbanners Schwarz- Rot. Gold wird uns hierzu folgendes mitgeteilt: Wie bereits in den Zeitungen berichtet, war bei der Ankunft des Sarges das Reichsbanner durch Mitglieder des Gauvorstandes vertreten. Der Gauvorstand hielt eine Beteiligung auch an der sich bereits am 13. November mit der Bitte um Ueberweisung des Trauerfeierlichteit für selbstverständlich und wandte Standplages und Angabe der Zahl der Teil mer, die zugelassen werden fönnten, an das Reichswehrministerium. Vom Reichswehrministerium bzw. dem Wehrfreistommando III erhielt der Gauwerden fönnten, an das Reichswehrministerium. Bom Reichswehr vorstand des Reichsbanners mit Schreiben vom 17. November fol vorstand des Reichsbanners mit Schreiben vom 17. November folgenden Bescheid: Behrfreistommando III ( 3. Division) Ic Mr. 27 316 Berlin, den 17. November 1925 An das Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold Gauvorstand Berlin- Brandenburg Berlin S. 14, Sebastianstr. 37/38. Dem Antrage des Reichsbanners Schwarz- Rot- Gold vom 13. d. M. fann nicht entsprochen werden, ba gemäß Verfügung des Reichswehrminifteriums bei der Beisetzung des Rittmeisters Freiherr von Richthofen die Teilnahme politischer Ber bände jeglicher Art grundsätzlich nicht gestattet ist. D. Horn, Generalleutnant. Nach Empfang dieser unverständlichen Antwort ließ der Gauvorstand nichts unversucht, um troßdem eine Teilnahme zu ermöge lichen. So wurde es ermöglicht, daß an der Veranstaltung die vom Reichswehrministerium als unpolitisch" angesehenen Regiments und Kriegervereine, die jeden Republikaner und jeden Reichsbannermann aus ihren Reihen aus. fchließen, allein teilnehmen fonnten. Daß miniſte rielle Stellen es heute noch wagen, das Reichsbanner als politische Organisation und die nach den Aufschriften auf ihren Fahnen mit Gott für Kaiser und Reich" fämpfenden Berbände des Kyffhäuser. bundes als unpolitische Organisation bezeichnen, muß als eine unerhörte Provokation aller Republikaner angesehen werden. Man wird bei all diesen Totenfeiern den beschämenden Eindrud nicht los, als ob es dabei weniger um die Ehrung der Toten, als um eine gefühlsmäßige Demonstration für die 3iele bestimmter Rreise ginge. 8 Chaussee zwischen Müncheberg und Jahnsfelde verübt wurde, be Ein Kapitalverbrechen, das am vergangenen Sonntag auf der schäftigt auch die Berliner Kriminalpolizei. Gegen 6% Uhr abends fand man auf dem Felde etwas abseits von der Chaussee die Leiche eines jungen Mannes, in dem ein 24 Jahre alter Arbeiter Sans Arendt aus Jahnsfelde festgestellt wurde. Wie die Ortsbesichtigung ergab, ist Arendt in der Nähe des Fundortes im Chauffeegraben erschossen worden. Dort fand man eine große Blutlache, in der der Tote zunächst gelegen hatte. Neben der Leiche fand man das Fahrrad des Ermordeten, auf dem er von Müncheberg, her gekommen war, feinen Ueberzieher und feinen Hut, der auf dem Rade lag. Geraubt sind ihm seine silberne Remontoiruhr mit der Nummer 26898, ein Paar Schnürstiefel und die Strümpfe. Ob er auch Geld bei sich gehabt hat, fonnte noch nicht festgestellt werden. Viel ist es jedenfalls nicht gewesen. Die Raubmörder sind noch nicht ermittelt. Dringend verdächtig sind drei unbekannte Männer, von denen zwei abends um 6 Uhr in dem 6 Kilometer von Münche Raubmord bei Müncheberg. berg entfernten Heinersdorf gesehen worden sind. Sie könne nicht näher beschrieben werden. Von dem einen weiß man nur, daß er einen Regenmantel trug. Ein anderer ist unter 30 Jahre alt und trug einen hellgrauen Anzug. Der dritte zählt etwa Wanderburschen. Mitteilungen zur Aufklärung an Kriminalober. 20 Jahre und trug einen blauen Anzug. Man vermutet in ihnen inspektor Gennat im Zimmer 105 des Polizeipräsidiums Berlin. Zum Tode des Genossen Dr. Weyl. Beifetzung am 5. November. Die meisten Berliner Morgenzeitungen haben über den Zu. des Stadtverordneten Genossen Dr. Weyl noch nicht berichtet. Bon längeren Nachruf, in dem die Verdienste des Verstorbenen als Stadtden linksgerichteten Blättern bringt die„ Boffische Zeitung" einen verordneter wie auch als Mitglied des Landtags hervorgehoben werden. Genosse Dr. Beyl sollte auf Anraten des ihn behandelnden Arztes in der nächsten Woche einen längeren Erholungsurlaub an treten, nachdem der Bronchialfatarrh, an dem er erfrankt mar, behoben war. Eine plötzlich eingetretene starte herzlähmung ließ dieses Vorhaben nicht zur Ausführung fommen. Oberbürger meister Böß hat der Genossin Weyl in einem herzlich gehaltenen präsident der Stadtverordnetenversammlung Kommerzienrat BamSchreiben das Beileid des Magistrats ausgedrückt. Auch der Altersberger fondolierte im Namen der Stadtverordnetenversammlung. Dem Stadtverordneten Bamberger wird es auch obliegen, in der nächsten Sigung der Stadtverordneten am kommenden Donnerstag den Nachruf für Dr. Weyl zu halten. Entgegen der Meldung eines Berliner Mittagsblattes tönnen wir mitteilen, daß die Bestattung des Genossen Dr. Beyl am kommenden Mittwoch nachmittag 3 Uhr im Krematorium in der Gerichtstraße erfolgen wird. Für und gegen Locarno. " 1 Im Organ Stresemanns geht etwas tunterbunt durcheinander. Die Redaktion der Bilder Rundschau" der Läglichen Rundschau" opponiert munter gegen die Stresemann- Bolitif, die Herr Rippler durchaus unverkennbar auf der ersten Seite ver ficht. Am 14. November demonstrierten bekanntlich einige hundert jämmerliche Rundgebung der Antilocarniften bezeichnet der an Daterländische" Jünglinge gegen den Locarno- Baft". Diese fcheinend völlische Bilderredaktionsflügel als große ProtestkundLocarno". Das Bild des Demonftrationchens findet sich halbseitig gebung der vaterländischen Verbände gegen den Vertrag von an der Spitze der Nummer. Man sieht einige Dugend Minderjährige die Größenverhältnisse der antivoltsparteilichen Boltsparteiler überaus wirkungsvoll darstellen. Im übrigen: Auf dieser Kundgebung wurde aufs maßlofefte gegen den Außenminister geheizt und gewütet. Das Blatt Stresemanns jedoch macht eine verlogene Retlame für die BVB." und versucht lächerlicherweise das Fiasko der Anti- Strejemänner in einen Erfolg umzuarbeiten. Kommentar erscheint hier überflüssig. Ein Nachprüfung des Telegraphenverkehrs. Der Telegraphenverfehr ist in allen Ländern gegenüber dem Ferntelephonverfehr ziemlich start zurückgetreten. Die deutsche Reichstelegraphenverwaltung arbeitet mit einem Zuschuß von 26 Millionen Mart. Es wird jetzt nachgeprüft, ob die Telegramme immer auf dem kürzesten Wege befördert werden und wo das nicht geschieht, soll es herbeigeführt werden. Irgend eine Verschlechterung des Telegraphenverfehrs foll ausgeschlossen bleiben. Die Berbilligung der Telegrammgebühren hat die Abwanderung Die ganze Deffentlichkeit wird es von erheblicher Bedeutung sein, der Geschäftswelt zum Ferntelephon nicht aufgehalten. Für zu hören, daß jetzt schon Telegramme, beren Adresse nur den Namen und den Telephonanschluß, natürlich auch den Wohnort des Empfängers enthalten, gebührenfrei und ohne vorher gehenden Antrag telephonisch zugesprochen werden, um ben Be förderungsweg abzufürzen. Meldet sich der angerufene Empfänger. nicht, dann wird das Telegramm natürlich durch Boten zugestellt. Tannhäuser im Rundfunt. Die Berliner Funtstunde gab Freitag abend Tann häuser" als Gendeoper. Abgesehen von Uebertragungen aus der Staatsoper und der Oper am Königsplatz unternahm fie damit den ersten Bersuch, eine große Oper durch Ra io zu übertragen. Es ist felbstverständlich, daß eine Uebertragung aus dem Boghaus fünstle risch und technisch vollendeter ist als die aus der Staatsoper. De dort Sänger, Chor und Instrumente nur im Hinblick auf ihre afuftifche Wirkung in der Uebertragung gestellt werden, während im Opernhaus dem Sänger je nach den darstellerischen Anforde rungen der Rolle große Beweglichkeitsmöglichkeit gelassen werden muß, was aber manchmal Schwankungen in der Lonstärte, zeit weiliges Ueberdecken der Stimme durch das Orchester zur Folge hat, trozdem mehrere Empfänger vorhanden sind. Störungen, bie bei einem Sendefpiel fortfallen. Das Experiment der Funk stunde gelang trotz der Schwierigkeiten, die Tannhäuser in orchestraler Beziehung bietet. Man gab die bekannte Dresdener Faffung mit mir unbedeutenden Strichen im Bacchanal und in der Benusszene des ersten Aftes. Am besten flangen die Holzbläser und die tiefen Streicher. Das Orchester unter Georg Szells Leitung entwidelte bereits am Anfang der Ouvertüre einen überraschend vollen und bestridend schönen Klang. Bei Schlagzeug und Blechbläsern bleibt immer noch eine Spur von Verzerrung übrig. Ebenso verhält es fich bei großen Ensembleszenen. So fam in der Wiedergabe das Septett der Sänger im ersten Aft zu feiner aus. gesprochenen Wirkung, vielleicht durch zu starte Tongebung. Ausgezeichnet aber der Pilgerchor im ersten Att, mit feinsten dynaVon den mischen Abstufungen und Schattierungen des Tones. Solisten standen an erster Stelle der Landgraf Emanuel Lists und dramatischer Wirkung brachte. Auch der Wolfram Bronsgeefts Soot als Tannhäuser, der besonders die Romerzählung zu starker bewies große fünstlerische Kultur, Jugendveranstaltungen. Schulungstag für Bibliothekare, Werbebezirks unb Abteilungsleiter: Sonne tag, den 22. November, vormittags 10 Uhr, im Jugendheim Lindenstr. S. noffen Aler. Stein und Waslawiat. Thema: Sozialistische Literatur und Bücherwesen". Referenten find die Ge Die Tauchversuche nach dem englischen U- Boot. Jn 69 Meter Tiefe. Wie aus Portsmouth berichtet wird, ist einer der mit dem Auffuchen des Unterseebootes M 1 beschäftigten deutschen Taucher, Otto Kraft, am 20. d. M. furz vor Beginn der Dunkelheit zum erstenmal auf der Stelle, wo das Unterseeboot gesunken sein soll, abgeftiegen. Die Tiefe des Wassers betrug 69 meter. Troß der Tatsache, daß es nicht gelang, das Boot zu finden, wird der Versuch als ein Triumph für den deutschen Erfinder sowie für den Taucher, der in schwer erschöpftem Zustande wieder an die Oberfläche tam, angesehen. Die europäische Krähwinkelei. Für die Reise durch Jugoslawien ist grundsäglich der Sichtvermert eines jugoflawischen Konsulats erforderlich. Dagegen bedürfen Reifenbe der D- 3üge auf den Strecken München- Jasenice- Podbrdo Triest, Wien- Marburg- Rafel- Trieft und Budapest- Koriba Rafet Triest teines jugoslawischen Sichtvermerfes; sie haben in ben D- 3ügen der beiden legtgenannten Streden lediglich eine Gebühr von 10 Dinar( 8 Mart) für die Durchreise zu entrichten. Die Gebühr wird im Zuge erhoben. Auf Grund geraten. Der Hamburger Dampfer Ernst Hugo Stinnes II" ist nach einer Meldung aus Oslo in der Nähe von Aalesund auf Grund geraten. Das Schiff ift led gesprungen und wird wahrscheinlich völlig wrad werden. Die Mannschaft ist in Aalesund angefonumen. the Gewerkschaftsbewegung En mißlungenes Experiment. Ein Epilog des Reichsarbeitsministers. 7,82 Mart in der Boche. Reben diefen Streits fiefen eine Anzahl| nommen. Die Kenderung des Statuts wurde nach den Vorschlägen Lohnbewegungen, die mehr oder minder von Erfolg waren. So wurden u. a. erzielt: Für die Tischlereien eine Erhöhung des Tariflohnes von 0,85 auf 1,03 Mart, für die Karosseriebranche von 0,84 auf 1,05 Mart, für die Goldleiften- und Rahmenbranche von 0,90 auf 1,04 Mtar? und für die Bartettleger eine Erhöhung des Minimallohnes von 1,20 auf 1,55 Mart. Betriebsdifferengen wurden von den Differenzvermittlern in 541 Fällen beigelegt. Der Reichsarbeitsminister veröffentlicht in zwei Artikeln in der ,, Germania" eine Art Epilog zu feiner Sozialpolitit Daß Dr. Brauns dabei alles aufs beste bestellt findet, ist zum min Auf Grund von Stillegungsantragen wurde in 17 deften menschlich durchaus begreiflich. Ohne es direft auszusprechen, Fällen verhandelt und die Stiflegung meist verhindert Berläßt er in dem nicht eingeweihten Leser den falschen Glauben erstehen, handlungen mit Unternehmerorganisationen wurden 61 gepflogen, baß alles, was in unserer Sozialpolitik besteht man ift versucht zufammlungen stattfanden. Außerdem fanden 3 Funktionärverwozu 74 vorbereitende und beschlußfaffende Sigungen und Berjegen, no besteht der Tätigkeit des gegenwärtigen Reichsammlungen stattfanden. arbeitsministers zu verdanken ist. Am Schluß seiner ausführlichen fammlungen statt, die fich bebiglich mit Lohnfragen und der zen. arbeitsministers zu verdanten ist. Am Schluß feiner ausführlichen tralen Aussperrung befaßten. In einer Betriebsräteversammlung Betrachtungen schreibt Dr. Brauns: wurden mit den Betriebsräten die wichtigsten Bestimmungen des Betriebsrätegefeges und des Arbeitsrechtes besprochen. Die Ein nahmen der Haupttaffe balanzieren in Einnahmen und Ausgaben im zweiten Bierteljahr mit 273 153,98 Mart, im dritten Bierteljahr mit 366 191,98 mart. Die der Lotalfaffe im zweiten Bierteljahr mit 281 749,20 Mart, im dritten Vierteljahr mit 355 345,57 Mart. Neuaufgenommen wurden im Halbjahr msgesamt 356 Mitglieder, so daß sich der Mitgliederbestand am 30. September auf 27 079 belief. Alles in allem können die Mit gliederzunahme sowohl wie die Besserung der Kaffenverhältnisse als durchaus befriedigend bezeichnet werden. Die Revolution und Umwälzung des Jahres 1918 hat ble fapitalistische Wirtschaftsordnung nicht verdrängen und durch eine fozia Giftische Wirtschaftsordnung ersezen tömmen. Bon einem Versuch, wie er in Sowjetrußland gemacht worden ist, fann feineswegs gefagt werden, daß er sich bewährt hat. Wir werden also mit dem notwendigen Fortbestehen der kapitalistischen Wirtschaft rechnen müffen. Die Sozialpolitif hat u. a. die Aufgabe, die dieser Wirtschaftsform enhoftenden Schäden und Mängel soweit wie möglich zu bekämpfen und die Arbeitsfräfte in dieser Wirtschaftsordnung zu schüßen. Aber eins wird fie nicht tönnen, nämlich den natürlichen Gegenjas, der zwifchen Rapital und Arbeit besteht beseitigen. Ueber Gestaltung und Inhalt der Arbeitsverträge wird es zwischen beiden Barteien, folange fie bestehen, immer Differenzen geben. Sie werden natur. gemäß in Zeiten der Krise besonders groß werden. Das alles müssen wir in Kauf nehmen und brauchen deshalb an der Sozialpolitit nicht zu verzweifeln. as der Tätigkeit des Reichsarbeitsministers besonders zum In der Diskussion gingen einige tommunistische Redner zwar auf den Geschäftsbericht gar nicht ein, versuchten aber burch alle möglichen und unmöglichen Anträge die wirtschaftlichen Vor gänge politisch auszuschlachten. Es war den nachfolgenden Rednern fowie Freigang im Schlußwort ein leichtes, diesen Strategen den Wind aus den Segeln zu nehmen. der erweiterten Ortsverwaltung gegen wenige Stimmen ange= nommen, mit Ausnahme des§ 2, nachdem eine Bertretung der Generalversammlungsdelegierten nicht zulässig sein sollte. Der Paragraph wurde dahin geändert, daß die Bertretung durch einen auf der Delegiertentarte bezeichneten Bertreter statthaft sei. Nach Ere ledigung einiger interner Angelegenheiten fand die Versammlung trop der reichhaltigen Tagesordnung ihren Abschluß. Widerrechtlich entlassen, dann schifaniert. Die Kaufmannslehrlinge der Bolta Merfe, Elektrizitäts A.-G., hatten abwechselnd eine Gelbtaffette nach Geschäftsschluß aus dem Kontor im zweiten Stock nach dem Trejor im Erdgeschos zu tragen, Ein turz vor Beendigung seiner Lehrzeit stehender Lehrling hatte sich öfter vor dieser Arbeit gedrüdt Zur Strafe mußte er deshalb vier Wochen hintereinander die Kaffette nach dem Tresor befördern, was seine Abneigung gegen diese Dienstleistung noch erhöhte. Eines Tages, als die Kaffette zur Abholungszeit noch nicht transportfähig gemacht war, ließ der Lehrling Kassette Kassette sein und entfernte sich. Deshalb wurde er fristlos entlassen Der Lehrling flagte beim Raufmannsgericht und die Firma wurde zur Fortsetzung des Lehrverhältnisses und zur Zahlung der tariflichen Vergütung ver. urteilt. Das Gericht erflärte in der Urteilsbegründung, die Richtausführung des Raffettentransports fei im Hinblick auf die sonstigen, dem Lehrling obliegenden Bertragspflichten nicht so schwer. wiegend, daß daraufhin die fristlose Auflösung des kurz vor dem Ende stehenden Lehrverhältnisses berechtigt wäre. Borwurf gemacht werden muß, ist gerade, daß er in Zeiten der Krife, Die Kraftfahrer fordern menschliche Arbeitsbedingungen. Aufforderung. Er wurde aber nicht beschäftigt, sondern genz besonders nach dem Zusammenbruch des passiven Widerstandes, die dadurch geschaffenen Machtverhältniffe in Kauf" nahm und do mit die eigentliche Aufgabe der Sozialpolitik, ben wirtschaftlich Schwachen zu schützen, verlassen hat. Die Abteilung Kraftfahrer im Deutschen Verkehrsbund hielt am Freitag im Dresdener Kasino eine öffentliche Versammlung ab, in der der Sektionsleiter Dito Heyl über das Thema referterte: Welche Gefahren drohen dem Kraftdroschfenführer durch die augenblidliche Lage im Strafibrojchtenverfehr?" Er hat diese Politit bis weit in die letzte Zeit hinein verfolgt. Selbst in diesem Artikel erflárt er, daß im Jahre 1918 die Frage der Er führte aus, daß der seinerzeit von Jagow eingeführte Arbeitszeit durch Umwälzung und Ueberspannung des sozialen numerus clausus für Kraftdroschten deren Bert fünftlich um das Gedankens und damit verbundene Bernachlässigung wirtschaftlicher Doppelte in die Höhe geschraubt habe. Die Industrie gab Anstoß Fatioren zweifellos zu schematisch behandelt worden war". Diele zur Loderung dieses numerus clausus. Es sind Kleindroschten in fehler hätten nach dem Zusammenbruch von 1923 perbessert" unbeschränkter Anzahl freigegeben. Während auf eine Pferdewerden müssen. Wie diese„ Berbesserung" aussah, ist bekannt. Wenn droidhte eine Autobroschte lam, während der Autodroschtenbetrieb er schließlich erklärt, daß gegenüber dem Zustand von 1923 schon in der Hand einiger weniger großer Gesellschaften lag, ist nach bem Ariege eine Anzahl von Kleindroschtenbefizern aufgetaucht, zu wesentliche Berbesserungen plaßgegriffen hätten, so find diese Ber- denen die Kraftfahrer in einem patriarchalischen Verhältnis stehen. befferungen nicht zurückzuführen auf die Initiative des Reichs Sie fahren teilweise 24 Stunden, und die Berkehrsarbeitsministers, fondern auf das Wiederer starten der Gestelle mußte eingreifen, um halbwegs geregelte Arbeitszeiten zu werfschaften. Schaffen. Selbst heute noch vermeidet der Reichsarbeitsminister, fich zur' Ratifizierung des Abkommens von Washington zu äußern. Man braucht nur daran zu erinnern, daß das Arbeitszeitgesetz fich immer noch in Borbereitung" befindet; daß man einen Reichswirtschaftstat zu bilden versucht, der im Widerspruch zur Verfaffung aufgebaut werden soll; man braucht nur zu erinnern, mie man im Arbeitsgerichtsgejez versucht hat, die Gesetz gebung hinter den Zustand im taiserlichen Deutschland zurückzurevi. dieren; man braucht mur zu erinnern, daß heute noch wohl die Bei tragspflicht, aber nicht das Unterstütungsrecht in der Ermerbslosenversicherung besteht, um die ganze Sozialpolitif bes Reichsarbeitsministers au charakterisieren. Sozialpolitif fann man mur mit der Arbeiterschaft machen. Der Reichsarbeitsmi. nifter hat sich bemüht, Sozialpolitik mit den Unternehmern zu machen. Daran ist nicht nur er, sondern leider auch die Sozial politit selbst gescheitert. Die Organisation der Berliner Holzarbeiter. als Im zweiten und dritten. Bierteljahr. led In der Generalversammlung der Holzarbeiter am Freitag in Schinkels Festfälen gab Freigang den Geschäftsbericht vom zweiten und britten Bierteljahr, da der Bericht vom zweiten Bierteljahr wegen der reichhaltigen Tagesordnungen der beiden General versammlungen im September nicht mehr gegeben werden fonnte. Der Beschäftigungsgrad der gesamten Holzindustrie [ piegelte sich am besten in der Arbeitslosenfurve des Halbjahres wieder. Zu Beginn des Halbjahres betrug die Arbeitslosengiffer 1834 und fiel bis zum 23. Mai auf 1561. Sie stieg dann bis zum 5. September auf 3623 und ging bis zum 3. Oftober auf 3074 zurüd. Sie ist indessen bis zum 14. November auf 5006 angestiegen, welche Bahl infolge der fortschreitenden Wirtschaftskrise aller Wahrscheinlich feit noch größer werden wirb. Im zweiten Bierteljahr mit ausgesprochen gutem Geschäftsgang waren weniger Streits zu verzeichnen als im dritten Bierteljahr, in dem der Geschäftsgang schon merklich abflaute. So waren im zweiten Bierteljahr ein Branchenstreit der Riftenmacher, 2 Be triebsstreits in Tischlereien und 3 Betriebsstreits in verschiedenen Branchen. Im dritten Vierteljahr waren zu verzeichnen 20 Be triebsftreits in Tischlereien, 10 Betriebsstreifs in verschiedenen Branchen und 3 am Schluß des Bierteljahres noch nicht abgeschloffene Streits, darunter der Streit der Bodenleger. Die durch die Streifs erzielten Lohnerhöhungen liegen zwischen 2,30 Mart bis f Derliner ElektrikerGenossenschaft angeschl. dem Verb. sozialer Benbetriebe Berlin N24, Elsässer Str.86-88 Farmer: Nerden 1198 Filiale Westen, Wilmersdorf Landhausstr. 4 Tel. Pfalzburg 9831 Herstellung elektr. Licht-, Kraftund Signalanlagen Verkauf aller elektrischer Bedarfsartikel. Ausführung samitl. Reparaturen Preiswerte, gediegene Arbeit. . Beleuchtungskörper. Zentrale Elektribensing ew Bensing Der Vertreter der Firma hatte zwar vor Gericht erklärt, der Lehrling merde unter feinen Umständen weiter. beschäftigt Als aber das Urteil verkündet war, forderte der Bertreter den Lehrling auf, am folgenden Tage wieder an feiner Arbeitsstätte zu erscheinen. Der Lehrling folgte dieser schifaniert. Man übergab ihm eine Kontrollfarte und verlangte, er solle bis zur Beendigung feines Lehrverhältnisses täglich viermal an der Arbeitstätte erscheinen, um die Kontrollmarte zu stempeln, im übrigen aber folle er sich nicht im Betriebe sehen lassen. 3wei Tage befolgte der junge Mann diese schikanöse Anordnung. Dann wandte er sich an seine Organisation, den Zentralver band der Angestellten. Dieser richtete ein Schreiben an die Firma, worin er das Berhalten derfelben gegenüber dem jungen Manne als ungefeßlich bezeichnete und ihr mitteilte, der Lehrling werde, wenn er nicht mit taufmännischen Arbeiten beschäftigt werde, nicht mehr im Betriebe erscheinen und sich der schifanösen Kontrolle nicht mehr unterziehen. fernere Tätigkeit des jungen Mannes und zahlte ihm seine Ber Das half. Die Firma verzichtete munmehr auf die gütung bis zum Ablauf der noch zwei Wochen währenden ehrzeit Theater der Woche. Vom 22. November bis 30. November 1925. Bolfsbühne: 22., 24., 26. Jubith. 23., 25. Der Raufmann vax Benebig Opernhaus: 22. Rheingold. 23. BalHire. 27, 28, 29, 80. Don Quichotte, 25. Afrifanerin. 26. Jntermezzo. 27. Giegfried. 24. Madame Butterfly. 28. Carmen. 29. Götterdämmerung. 30. Fidelio. Roll- Oper: 22. Der 24. Mastenball. 25. Alein- 3das fliegende Holländer. 23. Margarete. Blumen, 26. Freischük. 27. La Traviata. 28. Fledermaus. 29. Mignon. 30. Tosca. 23. Die große Schauspielhaus: 22., 27., 29. Peer Gynt. 25. Biel Lärm Schiller Um den Arbeitsmarkt zu ihren gunsten zu verändern, haben die Arbeitgeber die schnelle, vollfommen ungenügende Ausbildung von Kraftbroschtenführern gefördert. Es find in Berlin rier Ausbildungsschulen eingerichtet, die eine Ausbildung engros vornehmen. Diese mangelnde Ausbildung vieler Kraftdrofchlenführer hat bazu geführt, daß die Sachschäden und Bersonalschäden fich mehren. Ein Standal ist es, wie die Polizei mit den Kraftbroschfenführern umgeht. Es exiftiert zwar eine Droichtenordnung, aber sie ist seit einem Jahr vergriffen! Es sind im zweiten Quartal dieses Jahres 7200 polizeiliche Strafen gegen Kraftdroschfen- Katharina. Borher: Beihnachtseinfäufe. 24. Soutien führer verhängt worden, im dritten Quartal stieg die Zahl der Bestrafungen auf 14 023. Eins ber befonders berüchtigten Reviere ist das in der Chauffeestraße. Die Kraftdroschfenführer fordern, wie es auch schon in anderen Städten durchgesetzt ist, eine tarifliche Regelung ihrer Bohn- und Arbeitsbedingungen. Sie fordern einen festen Grundlohn, Urlaubszeiten und eine geregelte Arbeitszeit. Zur Durchführung dieser Forderungen fei eine unbedingte Starfung der Organisation erforderlich. In der sehr lange sich hinziehenden und lebhaften Diskussion wurden diese Ausführungen besonders von dem Borsigenden des Berkehrsbundes Ortmann, aber auch von den zahlreichen an beren Rednern unterstrichen. Eine entsprechende Entschließung ge. fangie einstimmig zur Annahme. Generalversammlung der Gemeindearbeiter. Am Freitag wurde im Gewerkschaftshaus die Generalverfammlung der Staats- und Gemeindearbeiter fortgesetzt, die am 6. November wegen der Märchenerzählung der Rußland- Delegierten vertagt werden mußte. Bolenste gab zunächst einen Bericht vom Breslauer Ge werffchaftstongreß. Im weiteren Berlauf ging er furz auf die 2ohnbewegungen im verflossenen Bierteljahr ein und teilte mit, daß sich mit diesen Bewegungen und den daraus zu ziehenden Lehren eine am nächsten Freitag stattfindende Funktionär. versammlung beschäftigen wird. Zur Mitglieder bewegung teilte er mit, baß sie durchaus befriedigend sei. Es sind im Laufe des dritten Vierteljahres insgesamt 313 Mitglieder aufgenommen worden, so daß der Mitgliederbestand am Schlusse des Die Einnahmen und AusBierteljahres 24 186 beträgt. gaben der Haupttasse balanzieren mit 106 371,69 Mart, die der Lotalfaffe mit 116 305,42 Mart. Der Bestand der Lokaltasse hat sich vermehrt von 43 737,17 Mart am Schluffe des zweiten Bierteljahres auf 67 309,38 Mart. Im Anschluß an den Geschäftsbericht wurde die Beratung des Entwurfes zur Aenberung bes Drts statuts borgeum nichts. 26. Napoleon. 28. Fauft. 20. Nathan der Weise. Theater: 22. Jungfrau Don Orleans. 23. Jugend. 24. Maria Stuart. 25., 26. Liebelei. Borher: Weihnachtseintäufe. 27., 28., 29., 30. Rapitän Braasbounds Bekenntnis. Leffing- Theater: Der junge Aar. Theater in ber Röniggräker Straße: 22. bis 24. Methusalem( 1. Abenb). Ab 25. Methu falem( 2. Abend). Städt. Oper Charlottenburg: 22. Panffal. 23. Tiefland. 24. Die Fledermaus. 25. Tannhäuser. 26. Der Freischüß. 27. Lohen grin. 28. Tosca. 29. Carmen. 30. Iphigenia in Aulis. Großes Schau Renaissance Theater bes Wefiens: Der Orlow. Spielhans: Für Dich. Deutsches Die Tribline: Seinrich IV. Theater: Die Pfarrhaustomödie. Künstler- Theater: Die Terefina. Romödienhaus: Ropf der Schrift. Trianon- Theater: Hochzeitstage. Neues Theater am Roo: Olly Bolln. Theater Rentral Theater: Trieſchülbel Residenz- Theater: Circes Beirat. in der Kommandantenstraße: Anneliefe Apollo Theater: Die Müllerin von Sanssouci. 218 on Dessau. Romische Oper: Bor A bis 8.- Lustspielhaus: Botasch und Verlumutter. Metropol- Theater: No No Nanette. Theater am Schiffbauerbamm: Die jüdische Bitwe, Thalia- Theater: Annemarie. Theater am Rollendorfplak: Der lehte Ruß. Theater am Kurfürstendamm: 22. Wenn ich wollte. 28. Gefchloffen. Wallner- Theater: 24. Regen. Ricines Theater: Die Alarmglode. Walhalla Fäben. Theater in der Lügowftraße: Frauen hinter Gittern. Theater: Internationale Ningtampftonfurrens. Rose- Theater: 22. Die Ehre. 29. bis 27. Bummelstubenten. Ab 28. Der Glödner von Notre Dame, Kafino- Theater: Die Frau im gefährlichen Alter. Herrnfeld Theater: Stall Leon mit 9. Schloßpark Theater Steglig: 22. bis 24. Stein unter Steinen. Ab 25. Dr. Klaus. Theater im Amiralspalast: Achtung, Belle 505! Wintergarten und Genla: Internationales Varieté. Krod Rachmittagsportellungen. Bolfsbühne: 29. Fiesto. Oper: 28. Nathan der Weife. Schauspielhaus: 25., 28. und 29. 8merg Schiller Theater: 25., 28, und 29. Rumpelstilachen. Leffing- Theater: ale. 29. Der Biberpela. Theater in der Röniggräger Straße: 29. Methusalem ( 1. Abend). Großes Schauspielhans: 22., 29. Fitr Dich. 25., 28. Funte Theater bes Westens: 22., 25. Veterchens heinzelmanns Beihnachtsmarkt. 29. Der Trompeter von Gädingen. Romödienhaus: 29. Wie es Euch gefällt. Monbfahrt. Residenz- Theater: 25., 28., 29. Schneewittchen. heater: 29. Dunburn. Theater in der Rommandantenstraße: 25., 28, Robe Thalia- Theater: 25. Aschenbrödel. täppchen. theater am Rollendorfplak: 23., 28. Sänfel und Gretel. 29. Annemarie. 25., 28., 29. Der Froschkönig. Theater in der Lükowstraße: 22, Schnee wittchen und die fteben werge. 25. Frau Holle. Refe- Theater: 28. Frau Solle. 29. Die Ehre. Schloßpark- Theater Stealth: 28., 29. Schneewittchen. Theater im Abmiralspalast: 25., 23. Alle Puppen tangen. 29. Achtung, Welle 505! 29. Anneliefe von Deffau. 1 Bent al Berantwortlich für Politit: Ernst Renter; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: Friebr. Eslorn; Feuilleton: R. 8. Difcher; Lotales und Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin. Drud: Bormärts- Buchdruckeret Sonstiges: Fris Karstadt; Anzeigen: Th. Glade; fämtlich in Berlin. und Berlagsanstalt Taul Singer u. Co., Berlin GW. 68, Lindenstraße 3. BekenntnisAdolf Hoffmann Episoden und Zwischenrufe und aus der Parlaments- und Minifterzeit Breis 1 Mart. Borto 5 Biennig. Borrätig in allen VorwärtsAusgabefiellen. Pelzwaren Chariodenbart Berliner Str. 86-87 Mage Wilgeimples Weckenrate 2 M. Aut Bor- Aureblung 10% bath Zag- Krone, ammo.40.Mile Wates in allen Beilagen. Opole atmmertronen, Gorrenzimmertronen. Hen peln, Dedenbeleuchtungen, nachtlich u Blastertampen ni, in greber Wuswah bis zum vermehrten Conre e banten Sie gut and bits Meubsauger Vampyr.98.- ette Schlesinger, Straße i, 2 Treppen. Berlin, Nene KönigERICH KUTTNER SCHICKSALSGEFAHRTIN Vom Aestheten zum Sozialisten deger Bektr. Siemens- Begeleisen. bis 8%, He 3 Sabre Great 7.50 such leibwetia 8020 80802 Zu beziehen durch: m roman In Ganzleinen 5.50 Mark J. H. W. Dietz Nachf. G. m. b. H. 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