Nr. 146. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tu's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Jnsertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 1hr Vors mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, tr. 1508. Telegramm- Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Glänzendes Elend Mittwoch, den 26. Juni 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Es ist in der That glänzendes Elend", das uns hier schon vorher gethan, so manche Stelle ändern und viele Ausenthüllt, und lebenswahr, weil aus dem Leben gegriffen, brücke durch Striche erseyen und ganze Partien auslassen. so betitelt sich eine vor kurzem veröffentlichte Schrift des plastisch, greifbar vor uns hingestellt wird. Glänzendes In Süddeutschland, wo Breßvergehen von Schwurgerichten bayerischen Premierlieutenant a. D. Rud. Krafft, eines Elend", das, wie man sich auch zu dem System abgeurtheilt werden, kann man noch freier reden, während Mannes, der aus Neigung zum Soldaten stellen mag, für dessen Opfer doch Mitleid heischt. bei uns in Preußen, wie wir selber durch zahlreiche Pros stande Offizier wurde und der nicht verabschiedet Klaffender Widerspruch zwischen Schein und Sein! Pomp- zesse erfahren haben, auch eine Kritik, die, gleich der des worden ist weder mit schlichtem" noch sonstigem Ab- hafte Ziele, Kleinlichkeit des„ Dienstes", Mangel an ge- Verfassers von Glänzendes Elend", uns durchaus maßschied sondern der ohne Groll gegen irgend jemand nügender geistiger Beschäftigung. Das höchste, auf die Spize voll, ja, nach dem Maßstab freier Völker, geradezu zahm freiwillig des Königs Rock abgelegt" hat, weil Illusion getriebene Ehrgefühl" und Eifersüchteleien, Gunst statt erscheint, die härtesten Strafen zur Folge haben kann. um Illusion, Flitter um Flitter im Lauf der Jahre vou dem ursprünglich geliebten Beruf fielen und nichts übrig blieb als ein nicht schönes Gerippe, bei dessen Anblick ich ein bitteres Gefühl empfinde, aber auch den lebhaften Wunsch habe zu helfen". " strenger Gerechtigkeit, Unterdrückung der Individualität lauter Dinge, die mit Naturnothwendigkeit aus einem System hervorwachsen, das auf der bedingungslosen Unterwerfung des Menschen unter den Menschen, genannt: militärische Disziplin, beruht. Die Refruten sind bei ihrem Gintritte mit sehr geringen Aus nahmen von gutem Willen beseelt, sie wollen das beste leisten, aber man kann sagen, daß bei jeder Kompagnie 4-6 Maun mindestens sind, welche das geforderte nicht leisten können. Es kommt ja hier sehr viel auf Naturanlage, Erziehung und bleiben. Der Bauernbursche, der an das Gehen in der Ackerfurche Beruf an. Ein Schuster, dessen Glieder auf dem Dreifuße steif wurden, wird hinter den gelenkigeren Kameraden bedeutend zurück gewohnt ist, hat eine harte Arbeit, bis er das Strecken der Knie und Auswärtssehen der Füße lernt 2c. Ganz ähnlich liegen die Verhältnisse im Unterricht, wo so vieles in die armen, des Lernens längst ungewöhnten Köpfe gepumpt werden soll. Nach wenigen Tagen schon erkennt der rekrutenabrichtende Lieutenant diejenigen, bei welchen es hapert; er stellt diese Namen wie-, 2c. und stellt dann als Abrichter den„ besten" Sünder in eine Abtheilung, tauft sie noch rasch mit hübschen Sergeanten vor die Front. Helfen möchte er reformiren; ver= gleicht er sich doch, wenn auch in nichts weniger als mit pädagogischen Grundsägen schwer in Einklang zu bringen Vortrefflich ist die Charakteristik der Kadettenschulen, die ruhmrediger Weise mit dem Reformator Luther, der seiner sind und die, nach dem Verfasser, hauptsächlich schuld sind zeit auch einen schweren Gang ging". 3w ar wendet er an der großen Kluft zwischen Offizierskafte und Zivilsich gegen das System", jedoch nicht gegen das System des bevölkerung" überhaupt an dem„ Kastengeist" im Offiziersstehenden Heeres. Er ist sogar ein Anhänger des- forps. Meisterhaft geschildert ist die unglückliche Lage der selben und glaubt es nur mit gewissen Mißständen zu thun jungen Offiziere, die, wenn sie nicht von Haus aus Vermögen zu haben, die beseitigt werden können, ohne daß das System haben, in die Klauen der Geldverleiher gerathen. Die ganze berührt wird, und nur diesem zum Vortheil. Er gleicht hierin Art des„ kameradschaftlichen Verhältnisses" und des Lebens jenen Sozialreformern", welche das fapitalistische System in den Kasinos, sowie in den Offiziers- Speiseanstalten zc., verehren, und nur dessen Auswüch sen" zu Leibe gehen bringt so manchen jungen Offizier zum Schuldenmachen. wollen. Was die Mißstände betrifft, welche Herr R. Krafft Der verschuldete Offizier geht entweder zu grunde oder Leider kann aber auch der befte Sergeant einen Krummen geißelt, so bezeichnet er sie also: er rettet sich durch eine reiche, standesgemäße Heirath". nicht so leicht gerade, einen Dummen nicht so schnell gescheidt " Den Unterschied zwischen äußerem Schein und Daß der Offizier nur standesgemäß", nur" standesgemäß", und der un- machen. innerem Werth und die Entfremdung zwischen bemittelte Offizier nur nach Geld heirathen darf, und Der vernünftige Lieutenant weiß das und darum spricht er Offizieren und Volk will ich bekämpfen." daß hierbei ebenso eifrig und sorgsam nach Kreuzern und dem Unteroffizier wenig ein. Man sieht: alles andere nur feine prinzipielle Pfennigen gerechnet wird, das sehen wir als bekannt Qualifikation und der Pensionivung möchte über Nacht lauter Der Hauptmann aber in seiner höllischen Angst vor der Bekämpfung des Militarismus. Immerhin wird wuchtiges voraus. Unser Verfasser bringt aber aus seiner Erfahrung Adonise und Professoren haben. Material für dessen Schuldkonto geliefert. Und daß der einen dicken Blüthenstrauß interessanter und pikanter BeiBei- donise und Professoren haben. Ankläger ein Mann ist, der den Soldatenstand" als be- spiele. Zum Ueberflusse stellt sich auch noch der Herr Oberst ein, Es wäre aber viel besser, er rechtigt anerkennt, ja mit idealer Begeisterung ihm zugethan Die Uebel des blinden Gehorsams die daraus fich würde ist, das vermehrt die Wucht der Anklage. bis zur Besichtigung warten. ergebende Hilflosigkeit des Untergebenen, das alles wird Es braucht nun unter der„ Krüppelgarde" nur ein ganz an der Hand von Thatsachen gebührend beleuchtet; und Linkischer zu sein, welchen der Sergeant mit dem besten Willen dem Einwand, die geschilderten Mißstände seien blos ver- nicht vorwärts bringt, so verliert der heutige Normalhauptmann einzelt, lokal und zufällig, beugt der Verfasser vor, indem mann die Rekruten-, ja sogar die Kompagniebesichtigung„ ume die Ruhe. Er sieht schon im Geiste, wie der " Die Ueberschriften der einzelnen Kapitel zeigen die Reichhaltigkeit des Inhalts: Der Kadett, Der Offiziersaspirant. Der junge Lieutenant. Die Schulden. Die Offiziers- Speiseanstalt. er( S. 6) schreibt: Die Gagenverhältnisse des Sekondelieutenants. Der alte Lieutenant. Ueberflüssige Stellen und Ausgaben. Die Pensionirungen. Die Qualifikation. Die Mißhand Lungen. Die Standesvorurtheile. Die Ehrengerichte. Das Regimentsavancement. Die Protettion. Die Garde. Die Verkuppelungen. Die Offiziersfrau. Der Militärarzt. *) Glänzendes Elend. Eine offene Kritik der Verhältnisse unferes Offizierkorps, von Rud. Strafft, fönigl. bayerischem Premierlieutenant a. D. Stuttgart, Verlag von Robert Lut. 84 Seiten. Feuilleton. [ Nachdruck verboten.] Berliner Märztage. " 47 „ Sollte irgend wer schadenfroh so thun, als ob nur in schmeißt", und in seiner Verzweiflung flammert er sich an den Bayern schlechte Zustände wären, so mögen sich die betreffenden Schatz, bald schmeichelt er, bald ist er ganz desperat und droht Unteroffizier, behandelt ihn wie eine launische Geliebte ihren merken, daß innerhalb der weißblauen Pfähle sogar mit der Kündigung der Rapitulation. Deutsch I and, weil wir wenigstens ein öffent lange nicht fo--- verfahren wird als in Nord= liches Gerichtsverfahren besigen." Indem wir uns vorbehalten, gelegentlich noch auf diese und jene Ausführung des Verfassers zurückzukommen, bringen wir nachstehend im Auszug, was er über das, trotz aller kaiserlichen, föniglichen und prinzlichen Erlasse immer noch aktuelle Thema der Soldatenmißhand Iungen schreibt. Allerdings müssen wir, wie wir es M manns auf: wie, wenn er dieses gelbe Haus zu seinem Versteck und Hauptquartier erwählte? Der Geruch der Häute, den er bei Fisch mit in den Kauf nehmen mußte, war seinen verwöhnten Nüstern ohnedies bereits lästig geworden. Er. bat Bertha, einen Augenblick zu warten, und begab sich zu seinem Gastfreund, um ihn von seinem Ent schluß in Kenntniß zu setzen. Was ist nun hiervon die unausbleibliche Folge? Der weniger gebildete Unteroffizier sieht in dem armen verhältnisse, nein, ihm erscheint der untergebene als Soldaten nicht das bedauernswerthe Opfer tieftrauriger Zeitein Beiniger, ein Mensch, der ihm das Dasein verbittert, ja sogar die Zukunft ruinirt. Dazu kommt noch, daß das Refrutenabrichten im höchsten Grade nervenerregend ist. Die schlechte Witterung, die mangel. hafte Verpflegung der Unteroffiziere, das Schreien und Reden hätten, der sich von Gasse zu Gasse, von Viertel zu Viertel über ganz Berlin erstreckte, und in dem Kampfe, welcher dem Bolte aufgedrängt war, eine Art freiwilliger Vorhut bildete. An keinem der blutigen Abende fehlte Ferdinand mit seinen Freunden auf der Wahlstatt. Sie suchten förmlich die bedrohten Punkte, als ob sie im Anblick der Gefahr ihren Muth stählen und ihre Widerstandskraft wecken wollten. Die nur um wenige Jahre älteren Soldaten sahen mit besonderem Ingrimm auf diese halbwüchsigen Burschen, die in ihrer unverwüstlichen Keckheit vor ihnen so wenig Respekt zu haben schienen. Eine geschichtliche Erzählung von Michel Deutsch. Werd' ich Amazonenforps aus diese Damen formiren", Rann ich Sie nur bewundern, mein gnädiges Frai sagte er zu Fisch und dem gerade anwesenden Bruno, lein!" versetzte er mit einem vielsagenden Augenaufschlag. werden sie mit Blicke auf den Feind bombardiren." Ach wat, Sie mir bewundern!" warf Bertha gering-" Und Ihr Herz", meinte Bruno lächelnd, schäßig hin, indem sie das unscheinbare Kostüm des nicht selbst durch diese Blicke in Gefahr kommen bird das Edelmannes musterte. Sie hielt ihn offenbar für" Hat sich mein Herz nur für Eine Play," versetzte Herr Am Mittwoch Abend, als das Volk zum ersten Male einen wirklichen Bäcker und hatte ihn bereits mit Rasimir feierlich. Und wenn auch ruht sie schon in stillem Stand zu halten versuchte, wäre Ferdinand fast das Opfer der Torte auf dem Tische in Verbindung gebracht. Grabe, werd' ich nie doch vergessen meine Philomela!" seiner Berwegenheit geworden. Er hatte mit seinen KameAber nicht doch, Fräulein Jachnick," sagte Lotte rasch Ludmilla," verbesserte Bruno lächelnd. Er begleitete raden hinter einer leichten Barrikade an der Jungfernbrücke der Herr ist ja. ich hab's ganz vergeffen, sie be- mit Ephraim Zisch den Polen vor die Ladenthür und sah Posto gefaßt, als von der Spreebrücke her eine Abtheilung fannt zu machen. ein polnischer Edelmann, Herr ihn gleich darauf in Bertha's Gesellschaft davon schreiten. des Alexander Regiments im Sturmschritt vorging und von Tumidaiski- und hier: Fräulein Jachnick Der Besuch der Polizei hatte zur Folge, daß Herr über die aufgezogene Brücke Feuer gab. Entsett stob die Herr Kasimir stand vom Stuhle auf und verbeugte sich Kasimir fortan für die Außenwelt unsichtbar blieb. Er dichtgeftaute Menschenmenge auseinander, zu Ferdinand's nach echter Ravalierart, während Bertha ihn halb ungläubig, war wie in einer Versenkung verschwunden, und nur die Füßen aber lag sein bester Freund, ein sechzehnjähriger halb verlegen betrachtete. wenigen Freunde wußten, wo er zu finden war. Recht Nachbarssohn, der mit einem Schuß ins Knie zusammenböse war Herr Kümmlein, der Wirth der„ Silbernen gebrochen war. Auf Umivegen nur konnte ihn Ferdinand Ente", auf den jovialen Polen zu sprechen, dessen stets mit Hilfe zweier Kameraden heimtragen, jeden Augenblick geöffneter Beutel ihm nun verschlossen blieb, und der ihm eines neuen Ueberfalls gewärtig. obendrein den Zorn der Polizei auf den Hals geladen ,, Das ist bereits der Bürgerkrieg," meinte Hans Hartung, Wo meine Kousine, die Frieda is?" versetzte Bertha hatte. Nur durch Vermittelung Ferdinand's, der von Zeit als Ferdinand spät am Abend heimkam und sein blutiges rafch. Die will ick doch gleich mal besuchen, wenn ich schon zu Zeit in dem neuen Versteck vorsprach, stand Herr Kafimir Abenteuer berichtete. Nur daß auf der einen Seite schon hier bin." mit der Außenwelt in Verbindung. mit Pulver und Blei und auf der andern erst noch mit Sie nahm von dem Schwesterpaar Abschied und machte Mit Ferdinand war in den letzten Tagen eine jähe Worten und Mienen gekämpft wird." sich auf den Weg nach dem Hause, in dem man so schöne Veränderung vorgegangen. Aus dem lustigen, stets auf Den Gedanken an Paris hatte Hans endgiltig aufTorten zu vergeben hatte. Scherz und Spott sinnenden Bürschchen, war ein schweig gegeben. Er sah, daß die Dinge sich in der preußischen Herr Kasimir entfernte sich mit ihr- ,, um nicht famer, entschlossen dreinblickender Junge geworden, der in Hauptstadt mit unerwarteter Schnelligkeit zuspitzten und länger zu stören Ruhe des Hauses", wie er erklärte. wenigen schicksalsschweren Stunden um Jahre gereift schien. eine entscheidende Wendung in den Geschicken des Landes Draußen machte er förmlich Bekanntschaft mit Bertha, die Beständig steckte er mit der jungen Burschen der Nachbar- bevorstand. Eine innere Stimme gebot ihm, auszuharren und ihre Verlegenheit rasch überwunden hatte und ihm über schaft zusammen. Es war, als ob diese jugendlichen, noch den mühevollen Kampf auf dem heimathlichen Boden statt des die„ Damen des gelben Hauses" die gewünschte Auskunft gab. nicht durch den Druck des Lebens ihrer Elastizität ruhigen, unangefochtenen Lebens in der Fremde zu wählen. Ein genialer Gedanke blizte in dem Hirn des Edel- beraubten Elemente einen stillschweigenden Bund geschlossen Als er mit Lotte am Bett des Verwundeten saß und sie Woher habt Ihr denn die schöne Torte?" fragte fie darauf Dora, um wenigstens irgend etwas zu sagen. Von den Damen in dem gelben Hause- Du weißt ja." entgegnete Dora. • " " Der Ehrgeiz, eine gute Abtheilung zu haben, überreizt die Nerven in hohem Grade. Der Mann, wegen dessen man immer gezankt wird, muß nachgebracht werden und genügen die gesetzlichen Mittel nicht, fo greift das erregte Gehirn zu jenen, die man so oft liest. Aus dem Gefagten erhellt auch die Thatsache, daß fehr häufig Unteroffiziere, die wegen Mißhandlungen angeklagt werden, von ihren Vorgesezten ausgezeichnet qualifizirt find; einem schlechten Unteroffizier giebt man selbstverständlich keine in der Ausbildung zurückgebliebenen Leute. Man sieht, daß die Stimmung des Herzogs von, Versicherungen der Leiter des Reichs- Bostamtes im Reichstage das Lauenburg nicht besser, seine Kampfesmanier nicht an- übliche Schicksal. Sie wurden im Interesse des Dienstes" nad) tleinen Orten versezt. ständiger geworden ist. Uns fann es nur lieb sein, wenn die Unterhaltung Zur Affäre Hammerstein erfährt die Bossische zwischen altem und neuestem Kurs weiter fortgesetzt wird. Beitung", daß einige von Kiel aus in Bremen eingetroffene Dem Volke kann es nur nügen, wenn die Herrschaften sich konservative Parlamentarier sich dahin geäußert haben, bem gegenseitig recht gut darstellen. Wir halten von den bisherigen Chefredakteur der Kreuzztg." v. Hammerstein Autoritäten nichts, find ihnen aber dankbar, wenn sie sich sei zum 1. Oftober gekündigt mit Enthebung von den res gegenseitig beeifern, dem Volk zu zeigen, daß sie nicht daktionellen Funktionen bereits vom 1. Juli ab. Die Entwerth sind, Autoritäten zu sein. schließung ist in Holtenau gefaßt worden. Troß alledem verfügt der edle Baron noch immer Ein hohes Kriegsministerium schreibt alljährlich seitenlange Der Prozeß Mellage wurde heute im AbRestripte gegen die Mißhandlungen. geordnetenhause verhandelt. Die Minister Bosse über ein vollgerüttelt Maß von Entrüstung. Schreibt doch Denn wie ich zeigte, haben die Miß- und Schönstedt gaben die ihnen untergebenen Behörden die Kreuzztg." heute: handlungen ihre Wurzel in der jebt geltenden preis, Herr Boffe rückhaltloser als unser Umsturz Justizsition in Italien hervorgerufen hat, werden hoffentlich nur " Die standalösen Vorfälle, welche die zu ch tlose Oppo Qualifikationsvorschrift, welche auf alle Difiziere minister, der für den Staatsanwalt entschuldigende dazu beitragen, das Ansehen Crispi's zu steigern. Schon jetzt vom Hauptmann aufwärts einen Druck ausübt. Worte fand. Nationalliberale und Zentrumsleute suchten läßt sich sagen, daß die Angriffe Cavallotti's gegen den greisen Das einzige, was das Kriegsministerium thun tann, solange bie Debatte auf das Kulturkampfgebiet zu bringen. Ministerpräsidenten ihr Biel verfehlt haben und auf den Urheber das jetzige Beurtheilungssystem beliebt wird, besteht darin, daß besseres es einschärft:„ Niemand darf vom Untergebenen Wichtig ist die Erklärung des Kultusministers, daß er eine zurückfallen werden. Wenn die Gegner nichts mehr verlangen, als er leisten kann." gründliche Reform der Beaufsichtigung der Jrrenanstalten wissen, als mit ihren Beschuldigungen auf angebliche Der Vorgesetzte darf und der Unterbringung in denselben für dringend erforder- Thatsachen zu greifen, die vor 30 und mehr Jahren stattfanden als er ohne Nachtheil erreichen kann. lich halte. Eine Kritik der von ihm geplanten Maß- so ist das ein Armuthszeugniß und Beweis mehr, daß nicht regeln behalten wir uns vor. Wir verweisen unsere Leser und Mißgunst jene Angriffe hervorgerufen haben. In Frankreich Patriotismus und nicht beleidigtes Rechtsgefühl, sondern Neid bez. der Verhandlungen auf unseren Bericht aus dem freilich nimmt alles für Gavallotti Partei, aber, um ein russisches Abgeordnetenhause. Sprichwort mit geringer Variation anzuwenden: Was dem in Kolberg- Stüsfin fint Italiener gesund ist, ist dem Franzosen Gift." nicht mehr verlangen, Wenn von dem Soldaten mehr verlangt werden muß, um sein bestes zu leisten, so ist einzig und allein der schuld, der den guten Willen, welcher in allen Soldaten bei richtiger Behandlung Zum Schlusse dieses Rapitels möchte ich noch eine Bitte an alle Bolksvertreter Deutschlands richten. fißt, nicht zu benügen versteht. Lassen Sie sich kein geheimes Gerichtsverfahren ab schmeicheln. Beschränken Sie den Ausschluß der Deffentlichkeit inöglichst. Nicht die Angst vor der Sozialdemokratie, nicht die Furcht vor der Gefährdung der Disziplin ist es, welche Preußen die Einführung des öffentlichen Verfahrens bedenklich erscheinen läßt. = Die Stichwahl in Kolberg- Röslin findet am 28. d. M. statt. An dem vorläufigen Siege des konservativen Bewerbers ist nicht zu zweifeln. " Die Entrüstung ist freilich Hammersteinisch. Zwischen dem Errevolutionär Crispi und dem Vertheidiger des Gottesgnadenthums Hammerstein hat sich eine gewisse Sympathie entwickelt, seitdem die Welt weiß, daß sie über die Verwendung von Fonds, die anderen gehören, ganz gleicher Meinung sind. -G Zur Verarbeitung der letzten Berufs- und Gewerbezählung. Dem Vernehmen der Berl. Pol. Nachr." nach ist in Aussicht genommen, die endgiltige Feststellung der Ergebnisse der Berufs- und Gewerbezählung bis zum 1. September 1896 zu bewirken; es soll jedoch schon vorher und zwar noch vor der Bennigsen ist Chefredakteur der„ Frankfurter Zeitung" für den 1. Dezember d. J. einem Sonntage in Aussicht genommenen Volkszählung eine summarische Nachweisung über geworden. Wir glaubten ihn schon mehrmals in den An einer anderen Stelle( S. 57) giebt der Verfasser die ortsanwesende Bevölkerung, die Zahl der ausgefüllten Haus Spalten des demokratischen Hauptorgans" zu erkennen; ausdrücklich dem ganzen System" die Schuld an den haltungslisten, Landwirthschaftskarten und Gewerbebogen nach jetzt aber ist die Sache richtig. Kein Zweifel mehr. NieSoldatenmißhandlungen. den verschiedenen Staaten und größeren Verwaltungsbezirken mand anders als Bennigsen kann anläßlich der jüngsten Und hierin hat er recht. Wir haben schon vor Jahren aufgestellt und dem statistischen Amte übersandt werden. Es Erfahwahl in Kolberg-unentschieden gebliebenen erklärt, daß es eine Ungerechtigkeit sei, die Unter- find besondere Tabellen entworfen, nach welchen die Zusammen- Röslin geschrieben haben: stellung der Ergebnisse zu erfolgen haben wird. Unter besonderer offiziere verantwortlich zu machen. Sie sind für Berücksichtigung der vorwiegend handwerksmäßig oder kleinWas Konservative, Freifinn und Sozialdemokraten an die Soldatenmißhandlungen ebensowenig verantwortlich, gewerblich betriebenen Gewerbe, welche so weit wie möglich je Stimmen gegen 1893 eingebüßt haben, ist den Antisemiten wie ein sozialistenhezerischer Beamter für die Barbarei und für sich gesondert zur Nachweisung gelangen sollen, während sie ugefallen, die doch noch auf 1582 Stimmen gekommen sind, auf Kulturwidrigkeit des kapitalistischen Gesellschaftssystems. 1882 vielfach zu größeren Gruppen zusammengefaßt waren, eine Bahl, die nach der ersten Meldung nicht zu erwarten war. So lange das herrschende Militär- System" dauert, würden jetzt über 200 verschiedene Berufe gegen 158 bei der Das stärkste Kontingent zu diesen 1582 Stimmen stammt aus dem konservativen Lager, wo die Einbuße 900 Stimmen werden die Soldatenmißhandlungen dauern. Und dieses Bählung im Jahre 1882 zur Nachweisung gebracht werden. ausmacht, während der Freifinn um 600 und die Sozial System hängt nicht, wie der Verfasser meint, dem Militaris- Aenderung des Krankenkassen- Gesetzes? Die demokratie um 200 Stimmen zurückgegangen ist; die Summe mus nur vorübergehend und unwesentlich an; es ist organisch Frankfurter Boltsstimme" veröffentlicht das folgende diefer drei Biffern deckt sich ungefähr mit dem Gewinn, den die mit ihm verwachsen und eins mit dem System der Schreiben des Handelsministers: antisemitische Agitation mit ihrer Hochdruckarbeit erzielt hat. stehenden Heere, mit dem es steht und fällt. Berlin, 25. Mai 1895. Die Mitläufer", die jede Partei hat, jene Elemente, die sich Ministerium für Handel und Gewerbe. dahin wenden, von wo äußerlich die Anziehungskraft am stärksten Bei den Arbeitgebern, namentlich denen des Maurergewerbes, auf sie wirkt, auf die insbesondere alles neue einen Reiz ausübt, soll es vielfach üblich sein, Arbeiter, die Mitglieder der Orts: sind diesmal dem Antisemitismus gefolgt, der übrigens, wie die Krankenkassen sind, grundsätzlich zurückzuweisen und nur solche Berichte aus dem Kreise übereinstimmend besagen, an Radikalis. Personen zur Arbeit anzunehmen, die Mitglieder einer ein- mus auch die Sozialdemokraten überboten haben soll. Wenn der " Vorwärts" meint, für die Sozialdemokratie sei das Wahl= geschriebenen Hilfskaffe oder bereit sind, folche zu werden." Euer Hochwohlgeboren ersuche ich ergebenst, gefälligst zu ergebniß das relativ günstigste, weil sie die kleinste Verlustziffer berichten, ob solche Beobachtungen auch in dem dortigen Ver- habe, so hat dieser Trost doch seinen Haken, denn für die andere Bedeutung, waltungsbezirke gemacht worden sind und wie sich diesen Uebel- Sozialdemokratie haben Stillstand oder Rückgang ständen eventuell im Wege der Abänderung des Gesetzes entgegen wie für die sogenannten bürgerlichen Bars Politische Leberlicht. Berlin, 25. Juni. Eine Konferenz sämmtlicher deutscher Fürften mit dem Kaiser soll nach den durch Zuverlässigkeit nicht gerade ausgezeichneten Dresdener Neuesten Nachrichten" in Riel stattgefunden haben. Ueber den Zweck der Konferenz wird nichts mitgetheilt. all " denn doch eine ganz treten läßt. Dabei bemerke ich ergebenst, daß im Maurergewerbe teien, fie bekunden ein Nachlassen der werbenden angeblich weniger die soliden Unternehmer in der angegebenen Kraft der sozialistischen Agitation. Gleich den Weise verfahren, als vielmehr Maurerparliere, benen die Annahme meisten Erfahwahlen nach 1898 zeigt auch die Kolberg- Rösliner, der Arbeiter übertragen ist, und schwindelhafte Bauunternehmer, daß die Sozialdemokratie ihren Höhepunkt denen daran gelegen ist, auch die geringen Beiträge für die hinter sich hat, bei einer Bewegung, die mit Krankenkasse zu sparen. fo träftigen Mitteln arbeitet, ist schon berStill. and ein Rückschritt, denn man muß die Frage stellen Was hat die Partei von den zwei Jahrgängen junger Wähler, die jetzt zum ersten Male in Aktion ge treten find, an Zuzug gehabt? Diese Jugend hat seither das beste Rekrutenmaterial für die Sozialdemokratie gestellt, aus bamit nimmt die Beit der Ebbe ihren Anfang, eine Gr ihm refultirten 1890 wie 1898 die start angewachsenen Stimmen. zahlen der Partei. Jest beginnt es zu versagen und ſcheinung, über deren Bedeutung die relativ geringe Berluftziffer die einfichtigen Geister der Partei nicht täuschen kann. Ihrem gefälligen Berichte fehe ich binnen 4 Monaten ergebenst entgegen. Der Minister für Handel und Gewerbe. Gez. Freiherr v. Berlepsch." Der Herzog von Lauenburg kommit in den„ Hamb. Nachrichten" auf die Kundgebungen des Kaisers und des Reichskanzlers für Boetticher zu sprechen. In unwürdiger Weise erklärt er, daß er bei seiner Ansprache die Vertreter des Bundes der Landwirthe gar nicht Herrn Boetticher im Auge gehabt habe, wenn dieser Anlaß zu Erklärungen gefunden habe, so sei das seine Sache, dafür, daß er sich bei dem Vorwurfe am Amfe zu Pleben getroffen gefühlt habe, könne doch Bismarck nicht. Dann wird Herr v. Boetticher der politischen Charakter-. 5621. losigkeit geziehen, ihm wieder der Vorwurf gemacht, für die freien Hilfskaffen auch in anderen Gewerben so Daß diese eigenthümliche Agitation der Unternehmer Daß er einem agrarischen und orthodoxen Minister vor allem im Handelsgewerbe häufig vorkommt, wird der ebenso dienen würde, wie der jezigen Regierung und ihren Vorgängerinnen, also wiederholt, daß Handelsminister auf grund seiner Enquete wohl erfahren. er am Amte kleben würde. Auch der Fürst von Hohen nicht an die völlige Vernichtung der freien Hilfskassen denkt, Ob die preußische Regierung bei ihren Reformplänen Lohe wird mit es wird ihm bescheinigt, daß er ohne einen so geschäfts- laffen wir dahingestellt. Der Aera Köller dürfte es nach und redegewandten Minister wie Herrn von Boetticher gar gesagt werden, daß es ihr nicht ferne liegt, die freien Hilfs nicht sein Amt versehen könnte, dann wird ihm insinuirt, tassen wegen des mit ihnen verbundenen Selbstverwaltungsdaß sein russischer Besiz seine Politik Rußland gegenüber rechtes der Arbeiter zu vernichten. beeinflussen könne. bedacht, ihm schüchtern fragte, ob er denn noch auf seinem Pariser Plane bestehe, da hatte er kurz und bestimmt geantwortet: " Ich bleibe bei Euch." Genau dasselbe, zum theil mit denselben Worten hat Herr von Bennigsen vor zwei Jahren, nach der 93er Wahl gesagt. Und Bennigsen wird doch keinen Doppelgänger haben, den er in die Nedaktion des Frankfurter Demokraten blattes geschickt hat. Herrn von Bennigsen blos wenige Worte des Dantes für seine freundliche Fürsorge und für den gewaltigen Respekt, den er vor uns hat. Bei Ersagwahlen ist leider feine Gelegenheit, die werbende Kraft der Agitation" voll zu entfalten ausgenommen, wo sie eben urkräftig durchbricht, wie in Ottensen, Plauen, Dresden- Land; aber bei der nächsten Generalwahlschlacht versprechen wir, die Angst 189. des demokratischen Bennigsen um unser Wohlergehen zu zerstreuen. Steuern zahlen und Maul halten, das scheint auch im Reiche des Herrn Thielen von den Staatsbürgern verlangt zu werden. Unser Harburger Parteiorgan veröffent licht in einer Artikelserie über die Lage der Eisenbahnunterbeamten, auf die wir nächstens zurückkommen werden, folgendes hochinteressante Attenstück: Und voll innigen Dankes hatte Lotte ihre Arme um„ Eisenbahn- Direktions- Bezirk feinen Nacken geschlungen und ihm ins Ohr geflüstert: Wir wollen Dir's lohnen, mein Lieber, Guter, Bester." Bater Mathias aber, der mit geschlossenen Augen dalag " Geheim! Urschriftlich m. B. u. 9. Portoft. D.-S. frei! den ฮี น Eine Selbstverhöhnung ohne gleichen verüben unsere. nationalliberalen Blätter, in dem sie jetzt aus einem Brief Spencer's, des englischen Bourgeois- Anarchisten den Say und das entscheidende Wort vernommen hatte, wandte sich an um zu den Liebenden und sagte billigend mit leiser Stimme: Bleib, mein Sohn. Es wird auch bei uus anders mit dem Ersuchen um gefällige Neußerung über die Führung des zitiren: der Sozialismus werde zum Militär- Defpo= im Eisenbahudienst anzustellenden werden." Urschriftlich Portopfi. D.-S. frei! 0 • -TU tismus führen. Unsere Bourgeoispresse hat hier wieder einmal, nach alter Gewohnheit, dem Sozialismus ihre eigenen Sünden- die Sünden des Kapitalismus, aufgehalft. Dieser führt allerdings, wie ein Blick auf Europa zeigt, überall zum Militär Despotismus, von dem die Welt nur durch den Sozialismus befreit werden " den.... 189. fann. Bater Mathias hatte die Krisis überstanden und alle freuten sich herzlich über die glückliche Wendung. zu Aber noch in anderer Hinsicht war in diesen letzten Tagen ergebenst überfandt. bei dem Verwundeten eine Wendung eingetreten. Während draußen, in den Häusern und Gassen, in den Köpfen und Herzen ein weltgeschichtlicher Wirbelsturm sich vorbereitete, der die Ueberlieferungen von Jahrhunderten hinwegfegen sollte, spielte sich in dem engen, unscheinbaren Hinterhause an. der Petristraße eine Art politischen Joylls ab, das in seiner Stille und Unscheinbarkeit doch mit jenem Sturm in innerem Busammenhang stand. mit dem Erwidern ergebenst zurück, daß der unterzeichneten tönnen, hat letztes Jahr in Frankreich ebenso schlechte GeDer Veteran der Befreiungskriege, der überzeugungs- Polizeibehörde über die Führung des am. . und seit dem. trene Anhänger der alten Ordnung der Dinge, hatte seine 8 wohnhaften Befehrung zur Partei des Volkes vollzogen. In schlafloser nachtheiliges nicht bekannt geworden und nach den angestellten nächtlicher Stunde hatte er es dem mit selbstloser Auf- Ermittelungen als feststehend anzusehen ist, daß der genannte opferung an seinem Bette wachenden Schnick bekannt, daß seither an sozialdemokratischen Bestrebungen fich nicht betheiligt er es für ein schweres Unrecht halte, was dem Volfe ge- hat, noch z. 3. Anhänger der fraglichen Tendenzen ist. schehen. Es wird sich bitter, bitter rächen, noch an Kindern und Kindeskindern," hatte er zu Schnick geäußert. Und wenn er auch nicht wieder zum zweiten Mal auf diesen Punkt zu sprechen tam, so lasen doch die Seinigen in seinen Blicken, daß er im Geifte ihnen zustimmte. Niemand war darob so froh, wie Florian Schnick, der den vieljährigen Kampf der Worte und Meinungen, welchen er mit dem Meifter geführt, endlich zu gunsten seiner Ueberzeugungen entschieden sah. " Wenn er nur erst gesund ist," dachte er mit heimlicher Freude, dann soll er mir noch statt seiner Schlacht bei Leipzig" den Wilhelm Weitling lesen."( Forts. folgt.) • 0 อน Steuern dürfen und müssen die Sozialdemokraten bezahlen, ebenso wie sie Soldaten werden müssen, aber die Staatssteuern sollen blos zu gunsten der Nichtsozialdemofraten verwandt werden. Uebrigens hilft ja dies alles nicht, trotz aller Polizeischnüffelei kommen doch Sozialdemokraten Die energischesten Verin alle Stellen und Aemter. ordnungen, das beste Ineinandergreifen der Behörden kann dies nicht mehr verhindern. Zur Koalitionsunfreiheit der Bostaffiftenteu. Im Mai gründeten in Mainz einige Postassistenten eine Filiale des Postassistenten- Berbandes. Die muthigen Männer erreichte troß der Der Jahrestag der Ermordung Carnot's ist in Frankreich sehr ruhig vorübergegangen. Die Gesells schaft, die solcher Blutthaten bedarf, um fortbestehen zu schäfte gemacht wie in Deutschland. Während sie bei uns die Umsturzniederlage erlitten hat, ist ihr in Frankreich der Cafimir Perier, der französische König Stumm, in dem die Führer umgestürzt worden der große Millionenprot Casimir Perier, der französische König Stumm, in dem die französische Kapitalistenklasse einen schneidigen und fähigen Diktator gefunden zu haben glaubte, und von dem sie schmählich im Stich gelassen worden ist. Und die Erinnerung an Casimir Perier's klägliches Ende hat den französischen Bourgeois die Freude an dem Gedenktag der Ermordung Carnot's vergällt. Das Ende des schweizerisch franzöfifchen Sollfrieges wird auf diplomatischem Wege angebahut. Demnächst wird dem französischen Parlamente eine Vorlage zugehen, welche die Er= niedrigung des Minimal- 3olltarifs bezweckt. Dies ist ein großer diplomatischer Erfolg der Schweiz, der infolge unferes Meistbegünstigungsvertrages mit Frankreich auch dem deutschen Exporte zu gute fommen wird. Frankreich hat nun auch seinen Lohn für die Intervention zu gunsten China's erbalten. worden. " Rußland hat bekanntlich für seine transsibirische Eisenbahn noch größere Zugeständnisse erhalten. Was war nun der Preis für den dritten im Bunde, für das Deutsche Reich? Hoffentlich bleiben wir von den Schenkungen einiger Steinfelsen im Stillen Ocean bewahrt. Nüßen würden fie uns nichts. Sie würden kaum zu etwas anderes als zur Begründung neuer großer Marineforderungen taugen und nach diesem hat das deutsche Volt wahrlich kein Verlangen. Depesche aus Athen meldet nämlich: In Kreta scheinen schon wieder Unruhen zu drohen. Eine Auf der Insel Kreta brach zwischen Bauern und türkischen Soldaten ein blutiger Streit aus, bei welchem ein Difizier, vier Soldaten und vier Bauern getödtet wurden. Eine Meldung des Reuter'schen Buraus" aus Beting vom türkischen Truppen mit einer Bande Revolutionäre im Distrikte babe fofort nach meinem Amtsantritt einen bewährten Psychiater 22. d. M. theilt mit, daß der Vertrag, welcher das 3o11- Balanta. Das vorgestern signalisirte Gefecht soll danach 5 Tage in der Person des Prof. Möhly in das Ministerium berufen, abkommen zwischen Jünnan und den französischen Besitzungen gebauert haben und am letzten Freitag hätte eine andere Bande, der noch jetzt Referent für das ganze Jrrenwesen ist. In bezue in Tonkin regelt, daselbst am 20. d. M. von den Vertretern 45 Mann start, bei Stratowo mit türkischen Truppen und Baschibozuts, auf die Revisionen der Privatanstalten will ich nur bemerken, China's und Frankreichs unterzeichnet worden sei. Die Städte irreguläre Truppen, einen Zusammenstoß gehabt; die Insurgenten daß der Kreisphysitus verpflichtet ist, alljährlich zweimal jede Weng und Wuto seien an Frankreich abgetreten hätten sich mit gezückten Messern einen Weg durch die sie um- Privat- Jrrenanstalt zu revidiren. Das sind die geltenden zingelnden Türken gebahnt. Eine anderweitige Bestätigung dieser administrativen Vorschriften, die auch Geltung hatten zu der Meldung liegt nicht vor. Zeit, wo die Dinge in Mariaberg vorgekommen sind. Die Wiener Neue Freie Presse" bringt weitere ähnliche In den eingegangenen Revisionsprotokollen war angegeben, daß Nachrichten, bemerkt aber hierzu, daß in Wiener Regierungs- die Verhältnisse in Mariaberg den Vorschriften entsprechen und freifen die über den Orient in der Regel gut informirt find, die Roft gut sei.( Seiterkeit.) Im Jahre 1892 wird in dem den Kämpfen in Macedonien keinerlei Bedeutung beigemessen Bericht betont, daß alle neueren Erfindungen in Anwendung wird. Mit Rücksicht auf den letzten russisch- türkischen Krieg aber, find.( Große Heiterkeit.) Sie werden mir zugeben, daß bei der auf ebenso unbedeutend scheinende Scharmützel, die Mitte folchen Berichten für die Regierung fein Anlaß zum Einschreiten der 70er Jahre in der Herzegowina vortamen, zurückzuführen vorlag. Haben wir uns dabei geirrt, so bhaben wir uns geirrt, schenken.war, ist derartigen Vorgängen doch ein aufmerksames Auge zu indem wir unseren Organen zu viel trauten, und wenn diese sich etwas zu schulden tommen lassen, so gebe ich heilig und theuer die Versicherung, daß dies nicht ungerigt und ungefühnt bleiben wird.( Bravo! Nach Einleitung der Untersuchung gegen Mellage, noch wurden Ermittelungen über Mariaberg angestellt; doch wollte ich damit noch keine Reform verbinden, sondern zunächst abwarten, welches Ergebniß die Untersuchung haben würde. Auf meine Anordnung wurde dann später getroffen ist, wonach die Anstalt in den Besitz der Provinz Mariaberg geschlossen und ich freue mich, daß ein Abkommen übergegangen ist. Ich habe nun eine allgemeine Revision aller Anstalten angeordnet und zu diesem Zweck eine besondere Kommission eingesetzt. Schon vor dem Prozesse Mellage habe ich Anlaß genommen, die Sammlung von statistischem Material anzuordnen, das bisher fehlte. Ferner soll die Aufnahme in den Anstalten erschwert werden. Das Wärterpersonal soll unbedingt den Anordnungen der Aerzte unterstellt werden; die Klage über das Wärterpersonal ist überall die gleiche, auch in den öffent lichen Anstalten; wir müssen diese Leute entfernen können, wenn sie den Anordnungen der Aerzte zuwiderhandeln. Auch eine genauere Kontrolle in den Anstalten durch Kranken Journale wird verlangt werden; diese Einrichtungen waren in Mariaberg sehr mangelhaft. Die Prüfung der Physici und der Aerzte ist bereits in Aussicht genommen, selbst wenn dadurch das medizinische Studium verlängert werden müsse. Von den ge troffenen disziplinarischen Maßregeln schweige ich hier. Aber ich versichere, daß, wo Fehler gemacht sind, diese gerügt und gefühnt werden sollen.( Beifall.) In England ist die Ministertrife noch nicht beendigt. Lord Salisbury hat noch kein Ministerium zusammengebracht, oder wohl richtiger ausgedrückt: er hat noch keine Ministerliste veröffentlicht. An Männern zur Besetzung der Poften fehlt es nicht; nicht leicht aber ist die Abwickelung der Geschäfte. Eine Auflösung ist jetzt unvermeidlich die Auflösung kann aber erst erfolgen, nachdem im Parlamente bezüglich der Staatsfinanzen und Steuern und sonstiger unaufschiebbaren Fragen die nöthigen Maßregeln getroffen sind, damit die Regierungsmaschine auf einige Monate ohne Stockungen arbeiten kann. Und das können die Tories und Unionisten nicht thun, ohne sich vorher mit der bisherigen Regierungspartei, die immerhin noch in der Majorität ist, verständigt zu haben. Die Bewältigung des Aufstandes zwingt zu Maßregeln, die sonst Cuba macht der spanischen Regierung immer mehr Sorgen. blos bei ernſten Kriegen erforderlich sind. Eine Depesche aus Madrid meldet hierüber das folgende: Der Kriegsminister erklärte, die nächste auf den Dezember fallende Heeresrekrutirung werde schon im Oktober vorgenommen werden. Alsbald würden neue Verstärkungen nach Cuba abgehen. Auch werde die erste Reserve einberufen werden. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 79. Sigung vom 25. Juni 1895, 11 Uhr. Am Ministertische: Dr. Bosse, v. Köller und Kommiffarien. Eine Anzahl von Petitionen( einige 50) werden als zur Erörterung im Plenum ungeeignet erachtet. 0 Auf Antrag des Abg. v. Eynern( natl.) tritt das Haus in die Besprechung der Interpellation ein. find In Italien wirkt die Anklageschrift Cavallotti's. Mag der zensirte Telegraph und mögen bestochene Korrespondenten in die Welt hinaus rufen: Das neue Plico ( Aftenbündel) hat nur Entrüstung erregt- das ist gelogen. Wohl hat Crispi alles gethan, um das Volk zu korrumpiren, allein so tief ist es nicht gesunken, daß es einen Verbrecher als Ehrenmann betrachtet und von einem Verbrecher regiert fein will. In der Kammer kam die Sache gestern zur Sprache. Ein Bericht meldet darüber: Es folgt die Berathung der Interpellation Dr. Sattler Bovio ergreift das Wort zu folgender Erklärung: In und Genossen: Welche Maßregeln hat die königl. Staatsregierung feinem zivilifirten Lande könne fich", sagt derselbe mit feiner ergriffen, oder beabsichtigt sie zu ergreifen, um die in dem Prozeß charakteristischen Baßstimme, das Parlament der Diskussion Wiellage au tage getretenen, der Menschlichkeit, den Erforder einer moralischen Frage dieser Art entziehen". Sind niffen der ärztlichen Wissenschaft und den Gesetzen widersprechenden Abg. Dr. Spahn( 3): Für mich unterliegt es feinem in dieser Aula ein Berleumder und ein Bestochener? Niemand Bustände in privaten oder unter Zeitung von Korporationen Zweifel, daß für die Kranten in Mariaberg so gut gesorgt ist, von uns kann dies heute sagen. Der Kammer gegenüber find stehenden Irrenheilanstalten zu beseitigen und für eine durch- wie in jeder anderen Anstalt; die Vorkommnisse geben zu einem beide Angeklagte und haben die Pflicht, sich zu vertheidigen. greifende staatliche Beaufsichtigung solcher Anstalten Sorge zu Klostersturm keinen Anlaß. Das Urtheil des Gerichts stellt MißDie Würde des Parlaments wie der Nation erheischt, daß tragen? handlungen fest, die nicht in Mariaberg, sondern wo anders vor Klarheit geschaffen werde, und daß wir die traurige Periode Antragsteller Abg. Dr. Sattler( natl.): Ich bedaure, daß gekommen sind.( Rufe: Wo denn?) Von Dr. Capellmann steht der Standale endlich einmal verlassen." mein Freund, der Dr. Graf nicht in der Lage ist, die Inter- fest, daß er Wohnung im Kloster wünschte, ihn trifft in dieser Nun verlangt Cavallotti das Wort. Bovio habe mit pellation vom ärztlichen Standpunkte zu begründen. In dem Richtung fein Vorwurf. Auch was die Behauptung mit den dem Ausdruck Berleumder offenbar auf ihn angespielt.( Großer Prozesse, der ungeheuere Erregung hervorgerufen, wurden die glühenden Ofen betrifft, so ist nur richtig, daß vor 19 Jahren Lärm.) Der Präsident verweigert Cavallotti das Wort, da das Stellen des Anklägers und des Angeklagten gewechselt. Die Be einmal ein Kranker in den Raum am Ofen sich hineindrängte Thema nicht auf der Tagesordnung stehe. Unter wachsendem völkerung der Umgegend Mariabergs ist nicht bloß fatholisch, und zwar mit Gewalt.( Lachen.) Man hat sich überall auf das Lärm der Majorität, die ihn nicht sprechen lassen sondern auch ultramontan; ihm stehen die Klöster besonders Beugniß der Kranken beschränkt, anstatt auch die Brüder zu will, versucht Cavallotti weiter zu reden. Er dringt aber mit hoch und doch war seine Erregung grenzenlos. Und diese Er hören.( Redner, der nur leiſe ſpricht, wird fortwährend von seiner Fistelſtimme nicht durch und fuchtelt mit den Armen wie regung war vollkommen berechtigt. Die Zustände gereichen der Linken durch den Ruf: Lauter! unterbrochen.) Die Re besessen in der Luft herum. Der Lärm nimmt derartige Pro- Deutschland zur Unehre. Es sind Rohheiten und Mißhandlungen gierung hat früher das Material für unzureichend gehalten und portionen an, daß der Präsident den Hut ergreift und sich bedeckt. an Kranten vorgekommen; das ist festgestellt. Festbinden an einen beshalb die Untersuchung abgelehnt. Jetzt haben neue UnterEine große Anzahl Abgeordneter gehen während der nun Baum, Verweisen auf die schmutzige Station u. s. w. Exzesse im suchungen stattgefunden; diese haben ergeben, daß Mißfolgenden Bause oftentativ auf Crispi zu und drücken ihm die Augenblick der Erregung wären begreiflich, vielleicht entschuldbar; bandlungen durch die Brüder nicht stattgefunden haben. Hand. Nach zwanzig Minnten langer Pause eröffnet der aber hier sind diese Maßregeln als Disziplinarmittel angewendet.( Heiterkeit.) G3 neue Untersuchungen gegen bie Bräsident die Sigung wieder, und ein Sekretär verliest eine An- Die Anstalten der Allegianer beanspruchten hohes Vertrauen und Beamten eingeleitet; wir werden das Ergebniß derselben frage des Abgeordneten Bovio an den Ministerpräsidenten Crispi genossen solches auch bei den Behörden; die Grzesse tamen vor in Ruhe abwarten. Die Anstalt Mariaberg unterstand der über die sogenannte„ Moralfrage". Wiederum verlangt Cavallotti unter den Augen der Behörde. Festgestellt ist das Tantièmen Aufsicht des Kölner Erzbischofs; dieser mußte beim Kulturkampf das Wort. Verhältniß der Aerzte; die ungenügende Zahl und die mangel feinen Platz räumen; seit jener Zeit war die Kontrolle der An " Zwei Männer haben das Recht, ja die Pflicht, sich vor der hafte Bildung der Wärter, die Aufnahme eines Geistlichen ftalt vielleicht weniger eingehend als früher; liegt eine Schuld Rammer zu äußern, Francesco Crispi und ich!( Großer auf grund eines oberflächlichen ärztlichen Attestes. Die vor, so trägt sie die Regierung.( Widerspruch und Lachen.) Lärm.) Das Parlament darf diese Frage nicht länger vorgeschriebenen Revisionen find mangelhaft vorgenommen Meinen Sie, daß in anderen öffentlichen Anstalten nicht ähnliche ungelöst lassen. Was mich betrifft, so habe ich Gott und waren Betheiligten vorher bekannt geworden. Dinge vorkommen? Die Alerianer haben sich gerade in früheren sei Dank ein reines Gewissen."( Seftige Unterbrechungen, Ein deutsches Kloster wurde von ausländischen Bischöfen Beiten durch humane Einrichtungen bei der Frrenpflege aus Zwischenrufe, Tumulte.) Cavallotti schleudert der Majorität benußt, mißliebige Geistliche festzuhalten.( Sehr gezeichnet. Bei der Behandlung der Jrren gehen die Meinungen Invektiven aller Art zu:" Feiglinge! Glende! Gesindel!" Aber richtig!) Wie ist so etwas möglich? Das alles war doch über die beste Art der Behandlung weit auseinander, auch bei den jedes einzelne Wort wird von einem furchtbaren, sich rhythmisch nur möglich durch die Nachlässigkeit der Behörden, und der Aerzten. Ueber die geistige Belastung des Dr. Forbes gehe ich in der wiederholenden Geheul übertönt. Schließlich bedeckt sich der Grund hierfür liegt in dem zu großen Vertrauen, das man zu Meinung mit HerrnSattler nicht zusammen; auch nicht in der Meinung Präsident zum zweiten Male und hebt die Sigung abermals auf. den Allegianern und zu ihrem se loft er hatte. Die rücksichts über die beste Art der Behandlung. Wollen wir die EinNachdem fünf Minuten später der Präsident die Sigung lofefte Ermittelung der Schuldigen ist jest dringend nöthig. Es willigung des Kranten für den Aufenthalt in der Anstalt fordern? zum britten Male eröffnet hatte, hatte, erhebt sich endlich genügt nicht die Anklage gegen die Allegianer wegen Meineid Jch dente, es genügt, daß seine Familienangehörigen mit dem Crispi au folgender wörtlicher Erklärung:„ Ich ver- und Mißhandlung; es muß festgestellt werden, wie es fam, daß die Aufenthalt in der Anstalt einverstanden sind. Was die Revisionen weigere die Annahme jeder meine Ehre be- Untersuchung, statt gegen die Alerianer, fich gegen Mellage richtete; anbelangt, so scheint es, daß die Bremer Ginrichtungen die treffenden Anfrage." Die Kammer nimmt Grispi's von dem Dr. Cappellmann und dem Kreis physikus muß Rechenschaft meiste Garantie für ein gründliches und gerechtes Verfahren geben. Worte mit mit tiefem Schweigen auf. Nur Bovio will gefordert werden.( Sehr richtig!) Woher fam es, daß die Revisionen Forbes ist nicht gegen seinen Willen festgehalten worden; man hat einige Worte erwidern, wird aber von dem heftigen Gelärme vorher bekannt wurden. Mariaberg ist zwar geschlossen, aber ihm gesagt, daß er Messe lesen dürfe, wenn er keinen öffentlichen der Majorität unterbrochen. Während der Präsident sich von eine genaue Revision aller Anstalten, katholischer und evange Standal veranlasse; der Bischof hatte gedroht, ihm das Recht, neuem( diesmal definitiv) bedeckt und die Tribünen räumen läßt, lischer, auch privater, ist nöthig und muß mit rücksichtsloser die Messe zu zelebriren, zu entziehen, wenn er zu öffentlichem rust Cavallotti dem sich vom Ministertische entfernenden Crispi Strenge durchgeführt werden. Es ist dringend nöthig eine Gr- Skandal Anlaß gebe. Gegen die geistliche Inspektion und Aufsicht der höhnisch zu:" Ah! er flieht, er flieht!" weiterung der öffentlichen Frrenanstalten zur Verdrängung der Anstalt ist nichts zu erinnern. Bu einer Berschärfung der bis Vor der Kammer war eine große Menschenmenge ver- privaten Irrenanstalten. Ferner muß ärztliche Leitung für diese herigen Aufsichts- und Kontrollmaßregeln des Staats giebt der fammelt, aus der zahlreiche Hoch rufe auf Cavallotti Anstalten gefordert werden; nur dadurch kann verhindert werden, Mellage- Prozeß feinen Anlaß.( Bravo im Zentrum.) ertönten. Die heutige Sigung läßt die Angelegenheit ungelöst. daß mißliebige Personen in den Demeriten Anstalten länger Abg. Graf Limburg- Stirum( f.): Ich hatte den Eindruck, Crispi hat auf heute Abend die Majorität zu einer Berathung als gefeßlich zulässig, festgehalten werden. Es muß ver- als ob die Leitung des Prozesses aus den Händen des Voreinberufen. hindert werden, daß Nichtgeistestrante in solchen Frrenanstalten fizenden zu sehr in die Hände der Wertheidiger übergegangen Der Bericht, den wir dem„ Berliner Tageblatt" ent- festgehalten werden, wenn es auch nicht wird vermieden war.( Sehr richtig.) Das hat seine Erklärung in dem Verhalten nehmen, kommt von einer Erispi freundlichen werden können, daß einmal ein Nichtkranker in eine solche Anstalt der Presse, die über jeden herfällt, der es wagt, einen Seite. Danach fann man bemessen, daß die Rolle, welche geräth. Um wirksame Revisionen einzuführen, wird allerdings Ratholiten zu vertheidigen.( Sehr richtig.) In eine Kritik eine beffere Ausbildung unserer Aerzte in der Psychiatrie nöthig des Prozesses Laffe ich mich nicht ein. Glaubt Herr er gestern gespielt, eine noch viel schmachvollere war, als fein; nöthigenfalls muß ein Dezernent für Psychiatrie vom Sattler, daß Anstalten, die die Irrenpflege nur des Geldes hier erscheint. Durch seine Tattit des Schweigen Ministerium angestellt werden.( Minister de Boffe rust: Jit erwerbes wegen treiben, besser geleitet werden, als diese hat Crispi fich für jeden denkenden Menschen schuldig vorhanden!) Ja, vielleicht im Nebenamte; jedenfalls müßte Korporations Anstalten? Das schlimme bei der Jrrenpflege ift, bekannt. Auf so schwere Anklagen muß man antworten dieser Herr Reisen machen, um unsere Anstalten zu inspiziren. daß die Irren sich nicht für trant halten, boshaft und hinterliftig -wenn nicht vor dem Parlament, dann vor dem Richter. Man sieht, die Frage hängt eng zusammen mit der Reform werden. Die Aufnahme in Irrenanstalten kann man ja an Aber Crispi traut den Richtern nicht mehr, seit sie ihm der Medizinalverwaltung. Auffallend ist auch die Unkenntniß gewisse Rautelen knüpfen, aber den dauernden Aufenthalt soll den Versuch, Giolitti mundtodt zu machen, vereitelt der gefeßlichen Bestimmungen bei den Bischöfen. Wie fonnte man nicht an bureaukratische Bedingungen Enüpfen, man schafft haben. Rheindorff länger als brei Monate vom Bischof festgehalten soust für das platte Land unleidliche Zustände. Man kann vielEr schweigt mit eiserner Stirn und bleibt im Amt, so werden? Die Gleichheit aller vor dem Gesetz ist nur durch- leicht die Strafe verschärfen für jede Handlung, die auf eine führbar, wenn der Staat den Gesezen überall Geltung verschafft. Verheimlichung vorhandener Uebelstände abzielt. Wir werden lange die Mehrheit es duldet und die Gnade des Königs ihm Ich will hoffen, daß die Regierung auf meine Anfragen eine anerkennen müssen, daß von den Aufsichtsbehörden nicht bleibt. Der König hat ihn gefüßt und die Majorität, die zufriedenstellende Antwort ertheilen wird.( Beifall.) alles geschehen ist, was hätte geschehen können und sollen. er gestern Abend zu einer Parteiversammlung berief, hat Kultusminister Dr. Boffe: Ob meine Antwort den Er- Unbedingt verwerflich ist die gemeinsame Unterbringung von ihm zugejauchzt, als er erklärte, daß er sich im Rückblick wartungen der Herrn Interpellanten entsprechen wird, weiß ich Bensionären und Kranken; ebenso ist es unzulässig, daß eine Demeritenauf 54 Jahre ehrenvoller öffentlicher Thätigkeit sich für nicht, mein Bestreben wird sein, angesichts der Erregung, Anstalt mit einem Irrenhause vereinigt wird und daß Leute, die unverwundbar halte. welche der Prozeß in Aachen hervor gerufen hat, ob- freiwillig in die Demeritenanstalt gehen, dort wider ihren Willen Heute ward eine stürmische Kammerfizung erwartet. jektiv die Verhältnisse so darzustellen, wie sie sich ergeben zurückgehalten werden. Andererseits wünsche ich nicht, daß haben. Die Erregung aus Anlaß der Verhandlung des Leuten, die sich aus Nächstenliebe der Jrrenpflege widmen, ihr Wie lange wird es noch möglich sein, daß ein überführter Verbrecher oberster Beamter sein kann in einem Staate des Prozesses war mit recht eine sehr große, Ich selbst habe wäh- Beruf unnöthig erschwert werde. Ich halte die Ursachen der Uebelrend meines Urlaubes mit dem lebhaftesten Intereffe jene Ber- stände in Mariaberg für die Folgen mangelnder Staatsanfsicht, Dreibunds, in einem Staat, der mit dem Deutsch en handlungen verfolgt und die bestimmtesten Direktiven über die die es auch verschuldet, daß die Anstalt in ihren Einrichtungen Reich verbündet, dem Hort des Dreigestirns: Religion, Maßregeln, welche zu ergreifen sind, von Karlsbad aus hierher so erheblich gegen die Anforderungen der Neuzeit zurückOrdnung, Sitte? ergehen lassen. Ich finde es daher vollkommen gerechtfertigt, geblieben ist. daß die Landesvertretung sich dieser Sache annimmt und Abg. v. Eynern( natl.): Die Rede Spahn's werde ich so behandeln, Auch der türkische Absolutismus mit seiner felbst hier öffentlich zur Besprechung bringt. Mit Bertuschen ist als ob ich sie zum größten Theil nicht gehört hätte. Die Erklärungen das russische Knutenregiment übertreffenden Vergewaltigung jeder freien Meinungsäußerung kann sich nicht gegen revolutionäre nicht geholfen, sondern offen muß zur Sprache gebracht werden, des Ministers sind nicht geeignet, die herrschende Unruhe zu beseitigen. wenn irgend etwas gefehlt ist. Und gefehlt ist worden.( Beifall.) Wenn ein Lieutenant sich seinem Hauptmann gegenüber mit dem Strömungen schüßen. Eine Depesche aus Konstantinopel meldet: G3 drängt sich die Frage auf: wie ist es möglich, daß bei einer Bericht des Unteroffiziers decken wollte, so würde man das Ein bestimmt auftretendes Gerücht behauptet die Entdeckung wohlgeordneten Aufsicht, solche Dinge jahrelang existiren tonnten. einfach nicht verstehen. Dem Minister will ich keinen Vorwurf einer Verschwörung in der türkischen Militärschule zur Heran- ohne daß etwas davon zur Kenntniß der Behörden gekommen machen, aber er kann das weite Ressort der geistlichen und bildung von Offizieren; dreißig 3öglinge sollen verhaftet sein, ist?( Sehr wahr!) Und es fragt sich, was muß ge- Unterrichts- Angelegenheiten nicht zugleich mit den Medizinalauch seien belastende Papiere gefunden, welche nachweisen, daß schehen, um folche Dinge für die Zukunft unmöglich Angelegenheiten verwalten, diese müssen vom Kultusministerium feit längerer Zeit ein Anschlag gegen das Palais bestehe, den zu machen. Diese Frage ist vollkommen berechtigt und abgelöst werden. Ich bin entfernt davon, die katholische Kirche Bollstrecker dieses Anschlages sollte das Loos beſtimmen. Die ich werde mich bemühen, sie zu beantworten; denn meine für die Vorgänge in Mariaberg verantwortlich zu machen; aber Schule wird scharf überwacht. Es verlautet, die Schließung der Herren, wenn die Staatsregierung, wenn der Minister, wenn ich die Vorgänge zeigen, daß solche Dinge in katholischen firch= felben und die Verlegung nach dem asiatischen Ufer sei bevor mir sagen müßte, ich hätte mit schuld daran, daß diese empö- lichen Anstalten nicht ausgeschlossen find. Es ist be stehend. renden Zustände in Mariaberg jahrelang gedauert haben, dies dauerlich, daß die katholische Geistlichkeit und die BeUeber die Uurnhen in Macedonien liegt die folgende würde mir unerträglich sein.( Beifall.) Aber es ist ein Frr- hörden der ultramontanen Heze gegen Mellage nicht nachDepesche aus Sofia vor: thum des Herrn Interpellanten, wenn er meint, daß drücklicher entgegengetreten find. Es ist doch bedenklich, daß Der„ Prawo" publizirt Depeschen über einen Kampf de nicht ausreichende Vorkehrungen getroffen feien. Ich ehemalige Schneider und Schuster, daß Mönche einen solchen = er= Soziale Ueberlicht. Einfluß auf die katholische Geistlichkeit ausüben, daß diese da- Jantwortung durch die Aerzte. Bei der weitgehenden Befugniß| Das Wort Schikane bedeute zwar nicht den Vorwurf einer bewußt durch in Schrecken gesetzt wird, die Schuld daran liegt an dem Ein- des Regierungspräsidenten wäre zu prüfen, ob dieser nicht ver- gesetzwidrigen Handlungsweise, wohl aber werde dadurch be fluffe der ultramontanen Presse, der in dem Mellage- Prozeß, in antwortlich gemacht werden könnte. Von einem selbständigen hauptet, daß die Polizeiverwaltung ihre Amtsgewalt mißbrauche dem Verrufe M.'s, in der Bedrohung der Zeugen zu tage ge- Medizinal Ministerium versprechen wir uns feine Abhilfe. Die und pflichtwidrig verfahre. Da jedoch der Angeklagte noch nicht treten ist. Was soll man zu der unerhörten Frechheit un- Aufnahme in die Frrenanstalten soll man nicht erschweren; da wegen Beleidigung vorbestraft sei, so genüge eine Geldstrafe. gebildeter Ordensbrüder sagen, die der Regierung erwidern, fie gegen würde sich die österreichische Einrichtung empfehlen, wonach- Gegen ein Urtheil des Schöffengerichts Tübingen, da müssen die behördliche Einmischung der Behörden in innere An- jeder Kranke sechs Wochen unter Beobachtung gestellt wird. den Redakteur Geiger der„ Schwäbischen Tagwacht" in Stutt= staltsangelegenheiten ablehnen. Und das nimmt die Regierung Bedauerlich ist nur, daß die durch die Presse verbreiteten Nachgart wegen Beleidigung des Verlegers und des Redakteurs der ruhig hin! Ist es wahr, daß, nachdem alle Angaben der Mellage'schen richten erst nach einem Jahre zur gerichtlichen Verhandlung" Tübinger Chronit" zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt hatte, Broschüre erwiesen sind, der Staatsanwalt die Revision eingelegt hat? tamen; es wäre gut, wenn auch die Justiz der öffentlichen wurde von Geiger Berufung eingelegt, doch wurde das erstIst es wahr, daß nach dem Erscheinen der Mellage'schen Meinung, wie sie in der Presse zu tage tritt, mehr Rechnung instanzliche Urtheil bestätigt und Geiger erhielt noch die Broschüre der Regierungspräsident nach Berlin gereift ist, um tragen wollte. Kosten der Berufung auferlegt. Bekanntlich hatte Geiger seinervom Minister des Innern Verhaltungsmaßregeln zu Minister Dr. Boffe: Die Aufnahme in Frrenanstalten zu zeit Widerklage erhoben, der Redakteur der Tübinger Chronik" bitten und hat Herr v. Köller erklärt, daß erst der Ausfall des erschweren, ist nicht Absicht der Regierung, doch soll die Ueber- ist aber damals freigesprochen worden. Prozesses abgewartet werden soll? Von Herrn Mellage aber wachung eine strengere sein. fann man sagen: Hoch klingt das Lied vom braven Mann, wie Minister Schönstedt: Gleich nach dem ersten Zeitungsbericht Drgelton und Glockentlang!( Bravo!) Der Prozeß hat er find staatsanwaltliche Erhebungen veranlaßt; überhaupt wird wiesen, daß unser Jrrenwesen gegen Holland, Belgien und den Veröffentlichungen der Presse volle Aufmerksamkeit geschenkt. andere Nachbarstaaten zurückgeblieben ist. Es sind strengere Abg. Dr. Porsch( 3.): Es ist bedauerlich, daß der Oft- Elbisches. Auf dem Hof 3arnewenz bei SchönRevisionen nöthig. Mit den ausgesetzten 8000 m. wird Minister den Staatsanwalt angewiesen hat, berg in Mecklenburg- Strelitz, der dem Großherzog gehört und an man nicht weit tommen, wenn man mehrere Kom- teine Revision einzulegen. Der Vorwurf der Be- einen Herrn Schubert verpachtet ist, trat, wie wir dem Lübecker missionen einsetzt. Auch gegen die Grundsätze in den von evan- ftechung gegen den Beamten E. dafür, daß dieser die Revisionen Voltsboten" entnehmen, der Landarbeiter J. W. am 8. Nogelischen Geistlichen geleiteten Jrrenanstalten muß die Regierung vorher anfündigte, ist ganz unbegründet. Redner bemängelt die vember v. J. als Tagelöhner unter der Vereinbarung in Arbeit, aufmerksam sein. Wo die Geisteskrankheit als eine Folge der gerichtliche Entscheidung in verschiedenen Punkten; namentlich daß ihm im Winter 80 Pf., im Sommer 1 M. und während Sünde und als Besessenheit betrachtet wird, da werden Folgen, fei es nöthig, die bei den Akten befindlichen Briefe des eng der Ernte 1,20 M. Tagelohn, ferner freie Wohnung und wie in Mariaberg bei den Alerianern unvermeidlich sein. Zur lischen Bischofs zu veröffentlichen, um festzustellen, daß Feuerung, ein Stück Feld und ein Stück Gartenland zur eigenen Reorganisation des Frrenwesens an Haupt und Gliedern werden Forbes in durchaus legaler Weise sich in der Anstalt be- Bebauung gewährt werde. Außerdem wurde dem Arbeiter ein wir gern die nöthigen Mittel bewilligen. Wir haben den Fall fand und der Bischof mit der Sache überhaupt nichts zu thun Liter Milch für sein kleines Kind versprochen. Schon kurz nach Feldmann, der nicht vergessen sein soll. Ich mißtraue der Me- hatte; er wollte den Priester eben nicht auf der Straße um dem Arbeitsantritt, acht Tage vor Weihnachten, kam der Gutsdizinalverwaltung nicht; aber sie muß zeigen, daß fie energische tommen lassen und zahlte deshalb ein Kostgeld für Forbes. Für befizer, um mit den Arbeitern einen anderen Kontralt zu machen, Maßregeln trifft.( Bravo.) diesen war die Aufnahme in der Demeritenanstalt teine wonach der Arbeitslohn nur 70 Pf. und in der Ernte nur Minister Dr. Boffe: So schlecht, wie Herr v. Eynern die Disziplinarmaßregel, sondern die Gewährung eines Unterhaltes. 1 M. betragen sollte. Nach einigem Sträuben fügten sich Berhältnisse schildert, sind sie doch nicht; ich lege Verwahrung Ich bedauere, daß solche Dinge, wie sie festgestellt sind, bei den die Arbeiter, da der Gutspächter gedroht hatte, fie andernfalls, dagegen ein, daß das preußische Frrenwesen so tief unter Allegianern vorgekommen find; aber mir sind zahlreiche Mit seinem Kontrakt gemäß, zu Ostern zum Ausziehen zu zwingen. dem anderer Staaten ftebe. Herr v. Eynern würde theilungen zugegangen über ähnliche Dinge, die auch in Aus einem unbekannten Grunde erhielt der Arbeiter J. W. vierdaran auch nicht viel ändern, wenn er felbft Me- anderen Anstalten vorgekommen sein sollen. zehn Tage nach Neujahr keine Milch mehr, infolge dessen nahin dizinal Minister würde( Heiterkeit). ( Heiterkeit). Die Forderung eines( 3wischenrufe.) Daß die Obrigkeit vor den Klostermauern Halt fein Kind sichtlich ab. Da von dem Gutspächter feine Milch zu selbstständigen Medizinal- Ministeriums ist heute zum ersten Mal gemacht, glaube ich nicht; der Ansicht des Herrn Virchow stehen bekommen war, suchte der Arbeiter Hilfe bei dem Kammerherrn aufgestellt; früher forderte man Loslösung vom Kultusministerium andere gegenüber, die namentlich für das Rheinland das v. Schönberg, was aber erfolglos war. Wegen Mangels an und Angliederung an ein anderes Reffort. Dagegen sträuben sich Gegentheil feststellen. Das gerichtliche Erkenntniß gegen Mellage Milch wurde nun das Kind mit„ Kartoffelwasser, aufgeweichten auch gerade die Mediziner. Und glauben Sie denn, daß der enthält viele Unbegreiflichkeiten. Der Segen der geistlichen Semmeln und Schwarzbrot gefüttert". Es wurde infolge dessen Medizinal- Minister überall selbst in die Anstalten gehen tann? Genossenschaften steht thurmhoch über den Schäden, die in Aachen so schwach, daß es keine Speisen mehr vertragen konnte. Der Was nöthig ist, soll nicht versäumt werden, aber solche Forde- ermittelt sind. nun zu Hilfe gezogene Arzt stellte folgendes Zeugniß aus:„ Hierrungen sind undurchführbar. Justizminister Schönstedt: Die Zurückziehung der durch bescheinige ich dem Arbeiter J. W. zu Barnewenz, daß das Justizminister Schönstädt: Die Untersuchung hat keines- Revision habe ich angeordnet, weil ein öffentliches 1/ 2jährige Kind desselben an Verdauungsschwäche und Marasweges vor Klostermauern Halt gemacht; es haben Ermittelungen Interesse nicht vorlag; selbst eine nochmalige öffentliche Ver- mus( Entkräftung. Red.) leidet, welche durch den Genuß auch im Kloster stattgefunden und allerdings haben sich da handlung würde keine Aenderung herbeigeführt haben, da die unzureichender und unzweckmäßiger Nahrungsmittel entstanden Mißhandlungen herausgestellt, die aber nicht verfolgbar waren Sa che ja getlärt war, daß man allerfeits auf sein dürften. Schönberg, den 27. März 1895. M. Grischner, ( hört hört!), weil fein Strafantrag gestellt war.( Heiterkeit.) die weitere 3eugen Vernehmung verzichtete. praft. Arzt." Mellage hat auch mit seinen Angaben zurückgehalten und die( Sehr richtig!) Der Arzt verschrieb eine Büchse Kindermehl, aber das schlimmsten Dinge hat Mellage selbst nicht gewußt, als er die Abg. Dr. Sattler( natt.) weist namentlich die Darstellungen Würmchen fiechte dahin, weil es nichts mehr vertragen konnte, Broschüre schrieb. Es waren dagegen von Mellage Dinge be- zurück, als sei Forbes feiner Freiheitsentziehung unterworfen und wurde am 22. Mai d. J. durch den Tod erlöst. Da der hauptet, wodurch die Brüder schwer beschuldigt waren; in deren worden; er hat das Gegentheil bekundet; die Briefe des englischen Arbeiter kein Geld hatte und mit dem Gutspächter auf gespanntem Interesse war das Einschreiten des Staatsanwalts nöthig. Der Bischofs find in der öffentlichen Gerichtsverhandlung verlesen Fuße lebte, so ging das Begräbniß so einfach wie möglich vor Staatsanwalt war dann nicht von der Richtigkeit der Mellage- worden. Herr Porsch möge seine Behauptung, daß ähnliche fich. Der Vater fuhr die Leiche seines Kindes im Schubkarren schen Angaben überzeugt; der Oberstaatsanwalt ist noch damit Mißhandlungen auch in anderen Anstalten vorkommen, einmal nach dem Begräbnißplay. Dann kehrte er dem„ patriarchalischen" beschäftigt, die Sachen nochmals eingehend zu prüfen. Das Ver- außerhalb dieses Hauses öffentlich wiederholen, er würde sich Mecklenburg den Rücken. halten des Gerichtsvorsitzenden ist ebenfalls fritisirt; aber diese dann einen sehr gefährlichen Prozeß zuziehen. Dinge kann man nur reden, wenn man der Verhandlung bei- Damit schließt die Debatte. gewohnt habe.( Sehr richtig!) Die Vorwürfe gegen die Justiz find also unbegründet.( Bravo!) Minister v. Köller bemerkt auf die Frage v. Eynern's, daß der Regierungs- Präsident v. Hartmann keine Instruktionen von ihm in dieser Angelegenheit empfangen habe. 0 Nach einer Reihe zum theil ziemlich erregter persönlicher Bemerkungen vertagt sich das Haus. Nächste Sigung Mittwoch, 11 Uhr: 3. Lesung der Stempel steuer. Schluß 484 Uhr. Parteinachrichten. Abg. Dauzenberg( 3.): Wir verurtheilen alle, ohne Ausnahme, die Mißhandlungen, die durch die Zeugenaussagen fest gestellt sind; aber nicht alles, was so scheint, sind Mißhandlungen, so z. B. sind die Douchen keine Mißhandlungen. Gegen die Alerianer ist man ungerecht gewesen, weil man die Schwere Von der Agitation. Der Parteigenosse G. Ledebour ihres Berufes nicht in betracht zog, zu dem eine große, man aus Berlin sprach am Sonntag in einer Wählerversammlung fann sagen übermenschliche Selbstüberwindung gehört. Ganz Dortmunds unter großem Beifall über das Thema„ Die unzulässig und unbegründet ist es, aus diesen Vorkommnissen politische Lage und die Sozialdemokratie". allgemeine Vorwürfe gegen das katholische Ordenswesen herzuleiten. Redner schildert dann im einzelnen die Schwierigkeiten im Berufe der Frrenpfleger. Erklärlich sind die Vorgänge in Mariaberg nur dadurch, daß die Kranken dort den Wärtern besonders viel zu schaffen machten. In Landsberg a. M. hat der Parteigenosse Koch, der dort seit 1890 das Amt der Bertrauensperson inne hatte, infolge heftiger Verfolgung durch die Gegner und wegen großer finanzieller Opfer dieses Amt niederlegen und seinen Wohnort nach Elbing verlegen müssen. Die Landsberger Parteigen offen Abg. Dr. Virchow( frſ. Bp.): Es kommt einem doch widmen ihn ein herzliches Lebewohl und versprechen, auf dem fonderbar vor, daß hier eine Person nach der anderen exkulpirt wird, so daß man jest gar nicht weiß, wer der Schuldige ist; Grundstein, den er für den Sozialismus gelegt hat, träftig schließlich wird man noch den Vertheidigern ihr Bestreben nach weiterzubauen. An stelle Koch's ist jetzt der Parteigenoffe Wahrheit zum Vorwurf machen; Herr Spahn hat das ja Kayser zum Vertrauensmann gewählt. Seine Adresse ist gethan. Zu unserer aller Bewußtsein wird ja wohl die Landsberg a. W., Rüstrinerstr. 28. Vielleicht veranlaßt die Mittheilung den Großherzog von Mecklenburg- Strelitz zur Anordnung einer ft rengen Unter fu chung der Lage der Arbeiter auf seinen Gütern und zur Ausmerzung der Pächter, die ihre Arbeiter nicht so behandeln, wie es sich gehört. Eingelaufene Druckschriften. Soziale Praxis, Zentralblatt für Sozialpolitit. Die unter diesem Titel seit dem 1. April erscheinende gemeinsame neue Folge des Sozialpolitischen Sentralblatts" und der ,, Blätter für soziale Praris"( Berlin, Carl Heymann's Berlag) enthalten in ihrer neuesten Nr. 39 folgende leitende Auffäße: Die Bekämpfung des Petroleum- Wuchers und die Aufgaben des tommunalen Beleuchtungswefens. Von Dr. H. Lux. Aus dem Notizentheil heben wir hervor: Sozialpolitisches aus Bulgarien. Von Dr. B. Minzès. Sozialdemokratisches Gemeindeprogramm für Sachfen.. Gesundheitliche Vorfchriften des Nürnberger Magiftrats für Bäckereien. Städtische Arbeitsnachweisstellen. Die Achtstunden- Bewegung unter den Bergarbeitern Defierreichs. XII. Verbandstag der deutschen Gewertvereine( HirschDuncker). Württembergischer Landesverband der evangelischen Arbeitervereine. Hamburger Armenstatistit. Lehrmittel- Lieferung und Armen unterſtügung in Rolmar t. Elf. Kahn, Dr. Julius, Die Reichs- Wuchergeseße vom 24. Mat 1880 und 19. Juni 1893. VIII und 184 S. l. 8°. Bamberg 1895. c. c. Buchner's Verlag. Friese, Dr. med. start, Saut und Saare. Die Krankheiten der Gaut und der Haare. Ihre Pflege und Behandlung. 85 S. 8°. Berlin SW. 1895. Hugo Steiniz Verlag. Reiß, Dr. Karl, Die Naturheilmethode bet Lungen- und saut was will bas 2oit, Ein Wort an die Nation. 38 6. 8°. Berlin SW 19. trantheiten. 58 S. 8°. Berlin SW 12. 1895. Hugo Steiniz Berlag. 1895. Hugo Steinitz Verlag. Dem Irrenhause entsprungen! Leben und Schicksale des Julius Pfeiffer. 256 S. 8°. Stuttgart 1895. Verlag von Robert Luz. Depeschen. Mangelhaftigkeit der Organisation des Frrenwesens ge- Stuttgarter Liederhallen Boykott. Die Vertreter der tommen sein; der Minister hat uns allerlei Schönes zum Schwäbischen Sängerbund gehörigen Gesangvereine hielten in Aussicht gestellt. Aber schon längst ist von medizinischen dieser Tage eine Besprechung ab, um den Boykott aus der Welt Körperschaften die anderweite Regelung unseres Irrenwesens zu schaffen. Infolge der Weigerung des Liederkranzes, die Liederangeregt worden; namentlich wurde die behördliche Ueberwachung halle entweder auch unserer Partei zur Verfügung zu stellen oder Wolff's Telegraphen- Bureau. der von Aerzten geleiteten Anstalten gefordert; auch für die sie allen politischen Parteien zu Versammlungen zu verweigern, Breslau, 25. Juni. Der Schlesischen Zeitung" zufolge bepastoralen Anstalten bestehen ganz geeignete Ueberwachungs- blieb die Zusammenkunft resultatlos. Nach der Aeußerung des schlossen der Rettor und Senat der hiesigen Universität, Damen, Vorschriften, alle diese Vorschriften find ganz gut, sie werden Vertreters des Gutenberg- Vereins werden sich die Stuttgarter welche die Prüfung als wissenschaftliche Lehrerinnen für höhere nur nicht ausgeführt. Ich verlange, daß in allen diesen An- Arbeiter nun wohl auch hinsichtlich der Pflege des Gesanges Schulen bestanden haben, als Hospitantinnen bei den Vorlesungen stalten eine mehr durchdachte, mehr geordnete und festere Kon- vollständig vom Bürgerthum trennen, indem sie aus dem zuzulassen. trolle gehandhabt werde. Es ist doch unglaublich, daß zu Schwäbischen Sängerbund austreten und einen schwäbischen Nom, 25. Juni. Kammer. Saal und Tribünen sind überstände, wie sie in Mariaberg bestanden, überhaupt möglich Arbeiter- Sängerbund gründen. füllt. Imbriani richtet an den Ministerpräsidenten eine Anfrage waren und daß erst ein Mellage kommen mußte, um diese Dinge Militärboykott. In Rochlit in Sachsen ist den Soldaten über die gestern von demselben in der Versammlung der aufzudecken. Während das Veterinärwesen sich unter der landwirthschaftlichen Verwaltung so außerordentlich entwickelt hat, sofort der Besuch des Gasthofs zum Eisernen Kreuz verboten Parlamentsmajorität gegen die Gegner seiner Politik geführte find wir im Menschenheilwesen nicht so vorwärts gekommen; wir worden, als dieses Lokal unsern Parteigenossen zur Verfügung Sprache. Crispi bestreitet, daß dies den Gegenstand einer Anfrage bilden fönne; er müsse demnach die Beantwortung abs ftehen hier noch auf dem gleichen Standpunkte, wie vor 20 Jahren. Die gestellt worden war. lehnen. Imbriani protestirt unter großem Lärm und erklärte, Kreisphysizi find noch immer die reinen Heloten. Wir sehen Das Volksfest, das am Sonntag der Sozialdemokratische er ziehe infolge der Haltung der Regierung auch seine anderen hier mit Schrecken, daß sich die lokalen Instanzen vor der Geist- Verein Ludwigshafens abhielt, war von zirka 10000 Personen Anfragen betreffend die Amnestie zurück.( Beiterfeit.) lichkeit beugen und daß auch die übrigen Staatsbehörden vor besucht. Rom, 25. Juni. Kammer. Gegen Schluß der Sigung den Geistlichen nichts durchzusehen vermochten. Unabweislich In Ungarn schienen durch den letzten Parteifongreß die be- wurden ein Antrag Sacchi's und anderer Mitglieder der nöthig ist die Schaffung einer fanitären Instanz, die mit den tannten Zivistigkeiten dadurch beigelegt, daß die Träger des äußersten Linken, sowie ein Antrag Sermoneta's und anderer nöthigen Machtbefugnissen ausgestattet ist, wenn dazu auch mehr 3wistes die Leiter einer in Ungarn sehr einflußreichen freien Mitglieder der Rechten über die Veröffentlichung Cavallotti's an als 8000 M. erforderlich sein sollten. Den Minister möchte ich Bilfstasse aus der aktiven Bewegung auszufcheiden erklärten. gekündigt. Eine Erklärung Costa's in sozialistischem Sinne ruft bitten, dieser Forderung sein Wohlwollen zu schenken. Die so gereinigte Partei gab nun an stelle der früheren Arbeiter in der Kammer großen Lärm hervor. Torrigiani( Anhänger Abg. v. Kardorff( frk.): Die Ueberwachung des Medizinal stimme" die„ Nepszava"( Volksstimme) heraus, die den Kampf der Regierung) beantragte die Berathung der Anträge Sacchi wesens wäre am besten in die Hände des Reiches zu legen, das auch einheitliche Grundfäße für das Entmündigungsverfahren gegen das Ausbeuterthum mit großer unerschrockenheit führt, und Sermoneta auf 6 Monate zu vertagen. Miniſterwofür ein Beispiel, der Kampf gegen den Apotheker Török, präsident Crispi stimmte dem Antrage zu mit der Erschaffen tönnte. Es müssen ausreichende Maßregeln ge- unseren Lesern noch in frischer Erinnerung ist. Lange haben tlärung, daß die Vertagung einer Ablehnung der Anträge gleichtroffen werden, damit nicht Gesunde ins Irrenhaus aber die aus der aktiven Bewegung ausgeschiedenen Träger des käme. Der Antrag Torrigiani wurde mit 283 gegen gebracht werden können und daß Kranke, die genesen sind, mög früheren Zwiftes sich nicht bescheiden können. Sie gaben am 115 Stimmen bei 7 Stimmenthaltungen unter lautem Beifall der lichst bald entlassen und von der Entmündigung befreit werden. 1. Juni ein Konkurrenzblatt, den Nepatarat"( Boltswillen) Majorität und unter Lärmen und zurufen der äußersten Linken Leute, die unter einer gemeinsamen Disziplin stehen, wie Drdens heraus. In der ersten Nummer wird versprochen, daß das Blatt angenommen. Die Majorität rief stürmisch:„ Es lebe Crispi". brüder, halte ich für die Jrrenpflege besonders geeignet, voraus- auf dem Programm der Sozialdemokratie Ungarns stehen werde. was die äußerste Linke mit Hochrufen auf Cavallotti era gefeßt, daß sie den Anordnungen des Arztes unterstehen. Da das bereits bestehende Partei- Organ Nepszava" gerade widerte. " ( Depeschen- Bureau Herold.) Abg. v. Pappenheim( t.): Das Schwierige der hier er jetzt, wegen der Török'sche Angelegenheit, von den bürgerlichen Paris, 25. Juni. Dem„ Temp3" wird aus Madrid ges örterten Frage wird wohl von allen Seiten anerkannt. Wir halten die geistlichen Gesellschaften für die Irrenpflege ganz be- Gegnern aufs äußerste verfolgt wird, ist es klar, daß die Grün- meldet, daß der Oberstlieutenant Cimajuani, Kommandeur der halten die geistlichen Gesellschaften für die Irrenpflege ganz be- dung eines neuen Blattes dem Partei- Organ Napszava" und einheimischen Freiwilligen- Schwadron auf Kuba, Selbstmord be= fonders geeignet. Besonders beklagenswerth ist, daß gewisse Miß- damit der Sozialdemokratie selbst nur schaden kann. Aus diesem ging aus Berzweiflung über die zahlreichen Desertionen bei seiner handlungen mit Einwilligung des Oberen angewendet wurden Grunde tönnen wir das Erscheinen des Nepatarat" Schwadron. und es ist kaum glaublich, daß diese Mißhandlungen den Aerzten bedauern, nur so sehr uns sonst es sonst widersteht, verborgen geblieben sein sollten. Mir ist es nie schwer gewesen, bei einer über innere Angelegenheiten der auswärtigen Parteigenossen ein Frankfurt a. M., 25. Juni. Der Frantf. 3tg." geht aus Revision der Anstalt die Kranken zum Sprechen zu bringen. Redner ver- Urtheil zu fällen. Straßburg i. E. eine Meldung zu, nach welcher gestern Abend theidigt die vom Pfarrer v. Bodelschwingh ge 9 Uhr auf dem Artillerie- Schießplate in Hagenau ein Pulver= Leiteten Anstalten, die hier ebenfalls an= Der Redakteur Leven von der Reußischen Tribüne" schuppen in die Luft flog. Bis gegen 11 Uhr sind noch mehrere gegriffen worden sind; in diesen Anstalten sind nach Sem übereinstimmenden Zeugnisse von acht Aerzten Miß in Gera hat gestern, am Dienstag, das Gefängniß zu Jchters- fleinere Explosionen erfolgt. Als die Explosion erfolgte, haben handlungen nicht vorgekommen. Auch in die bestgeleitete Anstalt hausen nach 8amonatiger Haft verlassen. Mag er sich von sich über 100 Soldaten in der Nähe des Schuppens aufgehalten. tönnen sich Mißbräuche einschleichen; ich hoffe, daß die ein den Strapazen des Gefängnißlebens bald wieder völlig erholen! Biele Personen sollen verlegt sein. Zwei weitere Pulverschuppen, -Wegen des Worts Schikane, gebraucht in Beziehung auf welche sich in der Nähe der Unglücksstätte befanden, konnten von gefeßten Kommissionen baldigst in Thätigkeit treten und nicht erst ein neuer Fall die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese Dinge das Verhalten der Polizei unserer Partei gegenüber, war vom der Explosionsgefahr geschützt werden. lentt.( Bravo!) Brüssel, 25. Juni. In der heutigen Rammerfizung wurde Elberfelder Schöffengericht der Parteigenoffe Ibanez zu Polizeiliches, Gerichtliches c. Abg. Rickert( frf. Vg.): Die bedauerlichen Vorkommniffe 14 Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Das Landgericht als mit 78 gegen 67 Stimmen das neue Zolltarif- Gesetz in der fönnen feiner Konfession zur Last gelegt werden. Fordern müssen Berufungsinstanz seyte das Strafmaß auf 60 M. oder 10 Tage Gesammtabstimmung angenommen. Fünf Abgeordnete enthielten wir die Leitung solcher Anstalten durch Aerzte und die Ver- Gefängniß herab. In der Begründung des Urtheils hieß es: fich der Abstimmung. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 146. Tokales. Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Wahlvereins für den dritten Berliner Reichstags- Wahlkreis zur Nachricht, daß am nächsten Sonntag, 30. Juni, ein Familienausflug nach Beelighof, Lokal des Herrn Ulrich, Station Wannsee, nach Beelizhof, Lokal des Herrn Ulrich, Station Wannsee, stattfindet. Treffpunkt vormittags 11 Uhr; Abfahrt vom Pots damer( Wannsee-) Bahnhof. Der Vorstand. Mittwoch, den 26. Juni 1895. " 4 12. Jahrg. Das sondern über den zuvorkommenden Wirth vom Altstädter Hof zu hinten angerannt. Dieser Dampfer sei vollbesetzt gewesen. Der Gericht. Gegen den unbefugten Eingriff in das Versammlungs- Busammenstoß habe Bestürzung unter den Dampferpassagieren hervorgerufen, doch soll sie der Kapitän beruhigt haben mit der recht will man die Hilfe der Gerichte in Anspruch nehmen. Wie man hört, ist der Wirth des Hotels Altstädter Hof Versicherung, daß dem Dampfer nichts geschehen sei, darum so in Ertase gerathen, weil er zu spät erfuhr, daß der nur ein kleiner Privatdampfer sei angestoßen worden. Der freisinnige Arbeiter Verein" die Versammlung einberufen Kapitän ſetzte seine Fahrt ohne Aufenthalt fort. hatte, Hätte der brave Mann gewußt, daß die Vereinsmitglieder Klinte'sche Motorboot ist durch diesen Zusammenstoß noch fast ausnahmslos nur dem Namen nach Arbeiter sind nicht zum Rentern gebracht worden. Dies geschah vielmehr erst, vielleicht wäre dann die Sache doch noch in Harmonie ver- nachdem es durch den hochgehenden Wellenschlag gegen den nachAchtung, Pankow und Nieder- Schönhausen. Partei- laufen. folgenden Dampfer Kyffhäuser" geschleudert worden war. Nachgenossen, welche gewillt sind, das Amt eines Spediteurs zu überdem das Motorboot gefentert, wurden von dem Kyffhäuser" aus In der Urania wird heute und morgen, Donnerstag Abend, fofort Rettungsversuche unternommen, die aber leider nur sehr nehmen, wollen sich bis Donnerstag, den 27. d. M., abends 6 Uhr, beim Obmann der Elfer- Kommission Rißmann, Nieder- Herr P. Spies zum letzten Male vor den Ferien des Instituts wenig Erfolg hatten. Die mit ertrunkene Frau Hinz, welche für Schönhausen, Beuthstraße 6, schriftlich melden. Alle Partei- An Alle Partei seinen Experimentalvortrag„ Tesla's Licht der Zukunft" halten. die Parteiſpedition thätig war, hatte noch am Sonntag Vorgenossen, welche sich noch nicht in unsere Abonnementslisten an den übrigen Abenden der Woche wird der dekorative Aus- mittag Gelder im Betrage von gegen 40 M. einkaffirt, welche haben eintragen laffen, mögen dies jetzt baldigst thun. Listen stattungsvortrag Durch alle Welten" gegeben. sie der Sicherheit wegen bei sich führte, da ihr zum Abliefern liegen aus in Pankow bei Karl Hoffmann, Kaiser Friedrichstr. 15, Mit dem Bau des neuen Bahnhofes an der Görlitzer Bahn derselben die Zeit fehlte. Die Nichte des Hinz war Zeischmann, Mühlenstr. 32, Bilz, Schulzestr. 15; in Nieder gegenüber der Ausstellung 1896 ist bereits begonnen worden. glücklich in der Wohnung, die sie mit Hing's theilte, Schönhausen bei O. Rißmann, Beuthstr. 6 und P. Schüne Gegenwärtig werden die Aufschüttungsarbeiten für ein Reserve- angekommen, wunderte fich aber, daß, als ste am mann, Buchholzerstr. 10. Gleichzeitig wird bekanntgegeben, daß geleise und für den Bahnsteig ausgeführt, die hierzu erforder- anderen Morgen die Stube betrat, fämmtliche Betten in der Frage der Parteispedition am 27. Juni, im Lokale des lichen gewaltigen Erdmassen werden von der Petersburger Straße unberührt waren. Sie glaubte indessen, die Familie Hinz hätte Herrn Stöhr, Mühlenstraße, Pankow, eine öffentliche Volks- angefahren. anderwärts übernachtet. Da erschien ein junger Mann, welcher versammlung stattfindet, welche folgende Tagesordnung hat: Bericht der Kommission, Feststellung des Spediteurs, Wahl der respondenz, giebt wohl in keinem anderen Orte mehr den allDer Fall Dubberstein, so schreibt eine hiesige Kor- ihr mittheilte, daß er in der Nacht einen Knaben gereftet, der Rorbei Preßfommission, Bericht unserer Gemeindevertreter. Reger respondenz, giebt wohl in keinem anderen Orte mehr den all- bei ihm Unterkunft gefunden habe und der ihm die Adresse anBesuch wird erwartet. Im Auftrage der Kommission: Otto gemeinen Gesprächsstoff ab als in dem freundlichen Harzstädtchen gegeben. Dies war die erste Nachricht, welche sie von der KataRißmann, Wernigerode, wo einer der Hauptgeschädigten, Roloff sen., seit strophe erhielt. Gestern waren Anverwandte der Verunglückten langen Jahren ansässig ist, und wo der junge Roloff, der Ver- nach der Unglücksstelle hinaus, um Bergungsversuche beziv. VerDie Parteigenoffen von Johannisthal- Niederschönweide ehrer der falschen Erzherzogin von Desterreich- Este, feine Schul- fuche zum Auffinden der Ertrunkenen zu machen. Ueber das und Umgegend werden auf den Parteiversammlungs Beschluß bildung genossen hat. Aus dieser Schulzeit rührt auch die Resultat fehlen bisher alle Nachrichten. aufmerksam gemacht, wonach der Vertrieb unserer Presse und Freundschaft zwischen dem in dem Prozesse gleichfalls genannten Arbeiterrifiko auf Banten. Zwei Bauunfälle haben sich Literatur in eigene Regie genommen werden soll. Es ist Grafen Bose und Roloff jnn. her. Graf Bose ist der Enkel in den letzten Tagen zugetragen. Am Sonnabend Nachmittag Pflicht eines jeden Genossen, eifrigst im Sinne des im vergangenen Jahre in Hafferode bei Wernigerode ver- war der Maler Eduard Bräuer aus der Naunynstr. 11 an der dieses Beschlusses zu wirken und dafür zu sorgen, storbenen berühmten Korpskommandeurs Grafen Bose. Er Hinterfront des Hauses Moritstr. 16 auf einem Leitergerüst be daß in unseren Orten der Vorwärts", das Boltsblatt", der wurde im Hause des Großvaters erzogen, da seine Mutter nach schäftigt. Infolge eigener Unvorsichtigkeit fiel er aus der Höhe Wahre Jakob" c. die Verbreitung finden, welche ihnen der dem frühzeitigen Tode ihres Gatten mit ihren Kindern zum des dritten Stockes zwischen Gerüft und Mauer herab, bis ein Bedeutung unserer Ortschaften entsprechend zukommt. Partei- Schwiegervater 30g und dieſem bis zu seinem Tode das Haus. Schutzdach ihn aufnahm. Der Verunglückte, der erhebliche Ver genossen, welche gewillt sind, diese Blätter, sowie sonstige Partei- wefen führte. Roloff Bater, früher Rittergutsbesitzer, lebt in legungen davontrug, wurde von einem zufällig des Weges literatur von der Parteispedition zu beziehen, werden ersucht, Wernigerode als Rentner und gilt für einen der reichsten Ein- kommenden Arzte nach der Unfallstation I gebracht. Der zweite ihr Blatt rechtzeitig bei ihrem ihrem bisherigen wohner des Städtchens. Er bewohnt ein hübsches Villengrund- Unfall ereignete sich beim Abbruch des Hauses der Königstraße Spediteur abzubestellen und ihre Adressen in die stück an der Ottostraße, macht nicht gerade ein großes Haus, an der Kurfürstenbrücke. Hier wurde dem Maurer Emil Mütter Abonnementslisten eintragen zu lassen oder sie dem Unter- sucht aber seinen Verkehr nur in den ersten Kreisen. Daraus aus der Antonstraße ein 3 Meter langer und 30 Zentimeter zeichneten zuzusenden. Abonnementslisten liegen aus in Nieder- erklärt es sich, daß man in der Bürgerschaft ihm und seiner starker Balfen von zwei anderen Arbeitern in den Rücken geSchönweide bei Karl Weber, Barbiergeschäft, Berlinerstr. 22, und Familie Neigung zur Hoffahrt nachredet, und daß über worfen. Müller wurde schwer verletzt und bewußtlos mit bei Strecker, Restaurateur, in Johannisthal im Lokal von Senft- fein Mißgeschick nirgends Aeußerungen des Bedauerns zu hören einem Krantenwagen in die königliche Klinik in der Ziegelstraße leben, in Oberschönweide in Haberland's Lokal. Der Ver- find, sondern im Gegentheil die Schadenfreude unverblümt zum gebracht. trauensmann: Otto John, Johannisthal, Friedrichstr. 19, Ausdruck kommt. Sehr peinlich sind von den Enthüllungen des Es giebt keinen Nothstand! Sehr traurige Verhältnisse 2 Treppen. Prozesses Dubberstein die wenigen Familien Wernigerodes berührt, haben den 40jährigen Steinsetzer Johann Buhl aus der Neuen Wenn der Mellage- Prozeß dem sanften Bruder Heinrich mit denen die Roloff's verkehren und von denen die vermeintlich Hochstraße Nr. 4 in den Tod getrieben. Der Mann war längere hochgeborene Braut des Studenten bei ihrem vorjährigen und seinen frommen Mitprüglern auch arg das Fell zerschunden mehrere Wochen dauernden Aufenthalte im Hause ihres Schwieger- schäftigung mehr bekommen. Das Elend seiner Familie ging hochgeborene Braut des Studenten bei ihrem vorjährigen Bett arbeitslos und konnte troß aller Bemühungen keine Be hat, so ist den gottergebenen Alerianern in Aachen doch vaters mit allen einer solchen Hoheit gebührenden Ehren ihm so nahe, daß er, um es nicht mehr mit ansehen zu müssen, wenigstens eine töftliche Gabe erhalten geblieben, nämlich der empfangen und behandelt worden ist. Als solche von der Humor. Zwar ist der Humor der Brüder vom Waschbottich Schwindlerin angeführte Familien nennt man in Wernigerode seinem Leben ein Ende zu machen beschloß. Als gestern früh von der unfreiwilligen Sorte, aber darauf kommt es für allgemein die des fürstlichen Kammerdirektors Griesemann, des um 5 Uhr Frau Zuhl den Bodenraum betrat, fand sie ihren das Publikum, das nach wochenlangen Zornesäußerungen Landraths von Herzberg und des fürstlichen Ober- Forstmeisters endlich wieder sein Amüsement haben will, ja auch garnicht an. Mühler. Daß das Brautpaar, wie vielfach behauptet wird, An- ist trostlos, Zuhl hat seine Frau und acht unmündige Kinder Wir hatten am 16. Juni, mehr einem innern Drange, als strengungen gemacht habe, auch im Schlosse selbst empfangen zu einem äußeren Anstoße folgend, die scherzhafte Mittheilung ge- werden, ist eine Uebertreibung; daß die Erzählung aufgekommen bracht, daß die Bruder Heinrich und Konsorten sich vertrauens- ift, erklärt sich hinlänglich aus der Frechheit und dem Erfolge anwalt avancirten Kanzler Leist gewendet hätten, damit der jungen Roloff. voll an ihren edlen Mitkämpen, den in der Presse zum Rechts- der Schwindlerin und andererseits aus der Großmannssucht des Weiberprügler die verfolgte Unschuld der Aachener Männerprügler vor dem Strafrichter vertheidige. " " " = " Mann erhängt als Leiche vor. Die Lage der Hinterbliebenen ohne alle Mittel hinterlassen. Gegen den früheren Stadtrath Rudolph Isane in Charlottenburg ist wegen der Unregelmäßigkeiten, die in seiner Geschäftsführung als Rendant des Vereins gegen Verarmung und Bettelei" entdeckt wurden, die alsdann zu lebhaften Debatten im Charlottenburger Stadtverordneten- Kollegium führten und ihn Zu der Katastrophe auf der Oberspree gehen uns noch zur Niederlegung seines Amtes nöthigten, ein UntersuchungsDiese harmlose Neuigkeit hat anscheinend den 3orn der folgende Mittheilungen zu: Die Ermittelungen der Strompolizei, verfahren eingeleitet worden. Gestern fand die erste verantwortMerianer erregt, der sich in der folgenden, uns gestern im ein- welche Montag Nachmittag eine Besichtigung des verunglückten liche Vernehmung des Herrn Rudolph Isaac vor dem Untergeschriebenen Brief zugestellten Berichtigung Luft macht: Dampfbootes Max" vornahm, hat nicht ergeben, daß ein unbeDer Vorwärts" vom 16. Juni, Beiblatt, hat behauptet, tannter Dampfer das Unglück angerichtet hat, umsoweniger als fuchungsrichter am Landgericht II, Landgerichtsrath Friedberg, statt. Die Vernehmung der Belastungszeugen steht in den die Alerianerbrüder von Aachen hätten den Rechtsanwalt Leist" Mar", abgesehen von einer leichten Beschädigung, die er Sonn- nächsten Tagen bevor. in Berlin mit der Führung des Prozesses gegen tag Bormittag durch einen Schleppdampfer erlitten, völlig erMellage betrauen wollen. Wir erklären, daß halten ist. Eine Vernehmung des Besizers des Fahrzeuges, des Der grobe Unfugsparagraph ist am Montag in einer diese Behauptung eine unwahrheit ist. Maschinisten Herrn Klinke hat zu folgendem, zum theil auf ebenso infamen, wie zeitgemäßen Auslegung zur Beschönigung Alexianer- Anstalt Der General- Obere: Kombinationen der Polizei beruhenden Feststellungen geführt: einer faum glaublichen Rohheit mißbraucht worden. Ein blinder Aachen. D. Bant. Auf dem von Friedrichshagen kommenden Dampfboot Scheuertuchhändler bot seine Waare einem Zigarrenhändler in Wir, die Redaktion des Vorwärts", erklären, so schwer es" Mar", welches für fünf Personen berechnet ist, be- der Klosterstraße an. Dieser schnauzt den Blinden an, und wirft uns auch wird, dieser Zuschrift gegenüber im feierlichen Gruft, fanden sich insgesammt 10 Personen und zwar Klinke mit seiner ihn, als ein paar Worte der Erwiderung fallen, zur Thür hinaus. daß die Behauptung des General- Oberen Bant eine Un 22 jährigen Frau und seinem dreijährigen Kinde; sein Schwager, In erklärlicher Aufregung droht der Blinde damit, daß er diese wahrheit ist. Denn wir haben kein Wort davon geschrieben, der Zimmermann Hinge aus Berlin, Friedrichsfelderstraße, dessen Rohheit der Presse übermitteln wolle. Darauf veranlaßt der daß die Alexianerbrüder den Rechtsanwalt Leist in Berlin mit 28 jährige Frau und zwei neun resp. sieben Jahre alten Söhne, Bigarrenhändler die Sistirung des Blinden wegen Betteins, muß der Führung des Prozesses gegen Mellage betrauen wollen, sowie das Mitglied des Ruderklubs„ Vorwärts", der 23jährige aber auf der Polizeiwache bekunden, daß der Mann nur seine fondern nur mitgetheilt, daß die unter Anklage ge: Buschneider Kowalsti, dessen Mutter, die 44 jährige Stuckfateur- Waare feilgeboten, und nicht gebettelt habe. Von dem Revierstellten Alerianer telegraphisch bei Herrn Leist angefragt frau K. und die 24 jährige Schwester, Anklamerstraße 58 wohn- lieutenant auf die Unziemlichkeit aufmerksam gemacht, die er behaben, ob er ihre Vertheidigung in dem wider sie bevor- haft. Der junge Kowalsti hatte sein Ruderboot mit dem Dampfer gangen, erklärt der Zigarrenhändler darauf, daß er den Blinden, stehenden Strafprozeß übernehmen wolle. So. Und Max" verbunden und ließ es mitschleppen. Das so schwer be- wenn auch nicht wegen Bettelns, so doch wegen groben Unfugs nun richten wir an den frommen und wahrheitsfreundlichen lastete Dampfboot fuhr etwa 15 Meter vom Ufer entfernt, also habe sistiren lassen, und der grobe Unfug liege darin, daß der Generalobersten der Alerianer die feierliche Aufforderung, uns weit außer der Fahrtlinie der Vergnügungsdampfer, welche die Blinde erklärt habe, von der ihm widerfahrenen Mißhandlung zuerst einmal von wegen dieser Behauptung" eine Be- Mitte des Wasserlaufes einzuhalten haben; vermuthlich schlugen der Presse Kenntniß geben zu wollen. Man entließ den unglück richtigung zuzusenden. Freuen sollte es uns, wenn die gottes- die Wellen eines noch nicht ermittelten vorbeigefahrenen Dampfers lichen Scheuertuchhändler verständigerweise auf der Wache. fürchtigen Brüder, deren einige jawohl wegen Meineides unter in das kleine Fahrzeug, die weiblichen Insassen wurden unruhig, Schon wirder ist ein Arbeitskutscher infolge Ueber. Antlage stehen, bei dieser Gelegenheit auch einige der vor Ge- infolgedessen" Mar" noch mehr Wasser schöpfte und der Dampf- anstrengung auf seinem Fuhrwerk vom Schlaf übermannt und richt von ihnen bekundeten Schandthaten mit gutem Wissen und teffel plaßte." Bei der nun entstandenen Aufregung kenterte der von dem schweren Lastwagen gerädert worden. Es handelt sich Gewissen berichtigen" könnten. fleine Dampfer und wahrscheinlich haben sich die ins Wasser um den in Berlin, Cuvrystr. 12 wohnhaft gewesenen ArbeitsAus der Aera der ragenden Kirchen. Nach dem Be- lich untergingen. Montag Morgen wurde eine weibliche Leiche nahe bei der Ringbahn- Ueberführung, verunglückte. Er war in Aus der Aera der ragenden Kirchen. Nach dem Be- fallenden Personen an einander festgehalten, wodurch sie sämmt futscher Wilh. Hübner, der in der Rheinstraße zu Friedenau, sämmt- kutscher richte des geschäftsführenden Ausschusses der Berliner Kreis- etwa 30 Meter von der Unfallstelle entfernt gelandet und in der der Nacht mit einem Kohlenwagen nach Schöneberg zu nach synoden sind in derem letzten Geschäftsjahr fünf Kirchen und selben die Frau Kowalski rekognoszirt. Von den übrigen ver: Hause gefahren, war dabei eingeschlafen und so vornüber hinabzwei Kapellen geweiht", sowie zwei Kirchen neu erschlossen" unglückten sieben Personen ist noch niemand aufgefunden. Eine gestürzt, worauf die Räder des schweren Wagens über ihn worden, wogegen sich fünf" Gotteshäuser" im Bau befinden und gestern seitens der Strompolizei bei dem Personal der Stern- hinweggingen. Ein hinter diesem fahrender Kutscher hob den vier Kirchenbauten geplant sind. Und das Resultat dieses eifrigen gesellschaft angestellte Nachfrage hat ergeben, daß einem Dampfer Verunglückten auf und brachte ihn nach Berlin in seine Kirchenbauens mit und ohne Sabbathschändung? Man höre, von diesem Unternehmen ebensowenig eine Schuld an dem Un- Wohnung. Doch schon auf dem Transporte dorthin starb was der Bericht befundet:" Die Entwickelung des kirchlichen glück trifft, wie dem Kyffhäuser. Lebens in Berlin bietet ein recht trübes Bild. Die Zahl der lebend geborenen Kinder hatte sich gegen das Vorjahr um bei betheiligten Personen folgende Mittheilungen: Nach der BeZu der Dampferkatastrophe erhalten wir auf unsere Anfrage Hübner, da er sehr schwere Verlegungen erlitten hatte. Die Flucht des Schiffers Richard Erpel vom Berliner 4,06 pet. vermindert, die Zahl der Taufen aber ist um 13,32 pet. fundung des Maschinisten Klinke befanden sich in seinem Motor- Bahnhofe in Hamburg hat ihre amtliche Bestätigung gefunden. zurückgegangen. Die Trauungen haben sich um 1,26 pet. boote außer ihm noch seine Frau und ein Kind, sowie sein Noch am Spätnachmittag des Montag ist der Staatsanwaltschaft vermindert." Es stünde in hohem Maße traurig um die Schwager Hinz, dessen Frau und zwei Söhne. Ferner waren am Landgericht II die amtliche Benachrichtigung zugegangen. Intelligenz der Berliner Bevölkerung, wenn das Wirken der Frommen im Herrn, das sich bei der Feiertagsschändung in der bekanntlich nur Klinke und der neunjährige Sohn des Hinz ge- Schwurgericht am Landgericht II am nächsten Sonnabend noch noch drei Fremde als Passagiere in dem Boote. Von allen find Ob unter diesen Umständen die Hauptverhandlung vor dem Gnadenkirche so ansprechend bekundete. ein anderes als dies Re- rettet worden. Eine Base von diesem, welche mit ihrem stattfinden wird, ist zur Zeit noch eine offene Frage. Eine Entsultat hervorgebracht hätte. Bräutigam ebenfalls die Heimfahrt in dem Motorboote zurück- fcheidung in dieser Richtung ist noch nicht getroffen. Nach den Bei einem Wirthe wundermild war der deutschfreisinnige zulegen gedachte, machte dem Klinke noch Vorwürfe darüber, eingegangenen Mittheilungen erscheint es außer Zweifel, daß Erpel Arbeiterverein am Montag Abend zu Gaste. Der genannte Verein daß er statt ihrer Fremde aufnehme und sie mit ihrem in Hamburg Helfershelfer gehabt hat, welche ihm zur Flucht hielt im Altstädter Hof am Neuen Martt seine erste Versamm Bräutigam infolge dessen von der Fahrt ausgeschlossen verholfen haben. lung ab, die jedoch infolge höherer Gewalt, nämlich der des blieben. Durch diesen anscheinend unangenehmen Zufall sind Einen Selbstmordverfuch auf offener Straße verübte am Wirthes, ein frühzeitiges Ende erreichte. Während der Referent vielleicht auch diese Verwandte einem sicheren Tode entgangen. Sonntag der 50 jährige Pförtner Wilhelm Schalow aus der den Zuhörern den Prozeß Mellage vorführte, machte der Wirth Wie Klinke bekundet, ist er mit seinem Motorboote bei vorWeinmeisterstr. 9. Der Mann schnitt sich vor dem Hause im Verein mit den Kellnern Anstalt, Gäste, die wenig oder nichts geschriebener Beleuchtung vorschriftsmäßig rechts gefahren. Hinter verzehrten, aus dem Saale zu drängeln. Ein Gaft wurde vom ihm, denselben Kurs steuernd, sei lange Zeit der Dampfer Kaiser Lothringerstr. 95 mit einem scharfen Messer die Luströhre durch. Vorübergehende benachrichtigten die Polizei, die den schwer verWirth und seinen Leuten am Ausgange bedrängt. Als darauf- Friedrich" der Gesellschaft Stern, gefolgt von dem Dampfer hin die anderen Theilnehmer der Versammlung sich für ihn ein- Kyffhäuser" gekommen. Als erfahrener Maschinist habe ihm das letzten Lebensmüden zunächst nach einer Unfallstation bringen legten, erklärte der urgemüthliche Wirth: die Sache sei für ihn Gebahren des Stern- Dampfers Schrecken eingejagt und das Ge- ließ. Hier erhielt er einen Nothverband und wurde dann nach nun überhaupt zu Ende; er fordere unter Hinweis auf sein fühl in ihm hervorgerufen, als ob der Dampfer absichtlich auf dem städtischen Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Hausrecht zum Verlassen des Saales auf. Die Ver- ihn loshalte. Selinke ist nach seiner Bekundung so weit Die Herren W. und S. Löwenthal, Besizer des Berliner daß ihnen das nach anstalter der Versammlung entgegneten, rechts abgebogen, als nur immer möglich war, Adreßbuchs, schreiben uns zu unserer in Nr. 144 gebrachten dem dem Dampfer aus Wege zu kommen. Recht zum Bleiben durch das Miethen des Saales gewährleistet um In Notiz über den Adreßbuchkrieg:" Es ist unrichtig, daß wir uns sei, und blieben ostentativ sigen. Der Wirth mochte wohl ein- Todesangst habe er wiederholt seine Motorpfeife ertönen für den entstehenden Ausfall durch eine für die im nächsten sehen, daß mit Gewalt nichts auszurichten sei, er drehte lassen, um dem Dampfer Warungssignale zu geben. Umsonst! Jahrgang des Adreßbuchs verzeichneten Einwohner äußerst nachschwapp das Gas aus. Beim Schein einer Dellampe saß Etwa auf vier Meter Entfernung sei der Dampfer endlich theilige Geschäftspraktik schadlos halten" wollen, denn wir haben nun die Versammlung nicht mehr über den Prozeß Mellage, labgeschwenkt und habe hierbei das Motorboot seitwärts von in bezug auf die Aufnahme der Adressen überhaupt " waren." Sosiale Weberlicht. fatastrophe in Antonienhütte ist es die allerdringendste Pflicht Nach der erst jüngst vorgekommenen gräßlichen Grubens der Aufsichtsorgane, streng zu untersuchen, ob auf allen übrigen deutschen Gruben für die Sicherheit des Lebens und der Gesundheit der Arbeiter ausreichend gesorgt ist. Sie werden daher den Volksblatt für Halle" für seine Notiz über die v. d. Heydt'schen Grube hoffentlich nur dankbar sein. feine neuen Bestimmungen getroffen. Es ist ferner und Genossen in Zusammenhang stehen, wird demnächst vor dem| bis mittags hatten die Förderleute nun braußen gelegen und unrichtig, daß im Einwohnernachweis die Adresse: Luck, Schwurgericht am Landgericht I zur Verhandlung gelangen. gewartet, aber fein Pfennig Entschädigung wurde ihnen gezahlt. C., Rurftr. 60, mit dem Busatz Plakatdruck 1 Mart fosten Der erste dieser Prozesse steht am 8. Juli an. Angeklagt ist der Aehnliche Vorgänge haben sich schon mehrmals abgespielt." würde. Nicht nur diese Aufnahme, sondern wie aus den Be- Handlungsreisende Sonnenfeld. Die Kunden Lehrer's, denen stimmungen auf unseren Firmenfarten und dem ausdrücklichen weit größere Sendungen zugeschickt worden waren, als sie bei Beispiel hervorgeht, wäre fostenfrei: N. N. Kolonialwr. C., den Reisenden bestellt hatten, weigerten sich bekanntlich in einer Grünftr. 4 E. F.A. 9-11, 5-6. Jnh. P. N., C., Gertraudten- Reihe von Fällen, die nicht bestellten Posten anzunehmen und zu ftraße 21, II. FA. 2-3." Das von Ihnen gewählte Beispiel bezahlen. Gegen diefe Leute wurden nun stets Bivilprozesse angilt nur für den Gewerbe nachweis, bei welchem das Gewerbe gestreugt, und in denselben traten die betreffenden Reisenden als stets in der Ueberschrift zu jeder Rubrik bereits enthalten Beugen auf und bekundeten unter ihrem Gide, daß ihnen that ift, also nur weitere 3usäge kostenpflichtig sind, aber auch fächlich die Bestellung fo aufgegeben worden sei, wie sie sie notirt hätten. Nunmehr hat die Staatsanwaltschaft die Atten und 3. Juli eine vom preußischen Handelsminister v. Berlepsch Ueber Angelegenheiten der Webeschulen wird am 2. Die Betriebseinschränkungen der staatlichen Militär- nochmals eingehend geprüft und gegen neun Reisende die Anklage einberufene Konferenz verhandeln. Als spezielle BerathungsWerkstätten in Spandau, mit denen im vorigen Jahre begonnen ein anschaulicheres Bild von der Schuld eines jeden einzelnen gegenstände werden genannt: 1. Gintheilung der Fachschulen für wegen wissentlichen Meineids erhoben. Um den Geschworenen wurde, dauern auch jetzt noch an. Am meisten wurden bisher davon betroffen die technischen Institute der Artillerie; so ist geben zu können, soll gegen jeden Angeklagten besonders, also in lehrwerkstätten". 2. Obligatorische und fakultative Unterrichts. Weberei in" höhere Webeschulen"," Webeschulen" und" Weberei das Arbeiterpersonal der Artillerie- Werkstatt von 2500 auf 800 neun einzelnen Prozessen, verhandelt werden. gegenstände in den höheren Webeschulen, Webeschulen Mann herabgesetzt worden. Jm Feuerwerks- Laboratorium soll der Bestand von 3000 auf 1100 Personen reduzirt werden; hier und Webereilehrwerkstätten; Unterrichtsgegenstände in den kaufmännischen Kursen. 3. Dauer Der Lehrkurse: Ver find die Entlassungen noch nicht abgeschlossen. Jetzt kommt dem Stunden theilung der auf die Bernehmen nach auch die Munitionsfabrit an die Reihe, in der einzelnen Lehrfächer. ca. 4000 Berfonen, zum größten Theil Arbeiterinnen, beschäftigt Rorrespondenz sind im Jahre 1892 im ganzen Reiche 524 598 Prüfungsgegenstände; Zeugnisse. 5. Aufnahmebedingungen( Alter, Kriminalstatistik. Nach einer Mittheilung der Köller'schen 4. Abgangsprüfung. Prüfungskommission; Prüfungsverfahren; werden. In dieser Fabrik wird auf eine Entlassung von 800 Personen wegen 643117 strafbarer Handlungen verurtheilt wissenschaftliche und technische Vorbildung). 6. Schulgeld: Sch Personen gerechnet. Es läßt sich ermeffen, wie sehr unter diesen worden. Gegen 1891 fei das eine Zunahme von 88 850 bestraften gelderlaß; Stipendien. 7.Lehrmittel. 8. Ausbildung und Fortbildung andauernden Arbeiter- Entlassungen die Erwerbsverhältnisse der Personen und 44317 strafbaren Handlungen. Im Verhältniß der Lehrer. 9. Inspektion der Schulen. 10. Grweiterung be gesammten Einwohnerschaft leiden. Im ganzen dürften nach und gesammten Einwohnerschaft leiden. Im ganzen dürften nach und zum Durchschnitt der Jahre 1882/86 und 1887/91 hätten die stehender und Errichtung neuer Fachschulen für Textil- Induſtrie. nach in den militärtechnischen Etablissements gegen 7000 Per strafbaren Handlungen nur abgenommen in Posen, Stuttgart, tanten der Textilbranche, 1 Schulrath, 1 Jnspektor und selbstAn der Konferenz nehmen 14 Webschuldirektoren, 10 Fabri sonen ihre Beschäftigung verlieren. Kassel und Karlsruhe, in allen übrigen Bezirken sei Die Sicherheitszustände in der Badeanstalt am der Durchschnitt gestiegen, am meisten in Hamburg und Kiel. verständlich keine Arbeiter theil." Müggelschlößchen werden in einer an uns gerichteten Zuschrift Da nach dem Statistischen Jahrbuch für das Deutsche Reich die Die Sehnsucht nach der richterlichen Robe, die der Voran folgendem Borfall dargelegt: Beim Besuch des Voltsfestes Bahl der wegen Verlegung der Reichsgesetze Verurtheilten im sigende des Düsseldorfer Gewerbegerichts hatte, am Sonntag nahm ein Besucher Gelegenheit, in der naheliegenden Jahre 1891 nur 391 064 und ihre Handlungen nur 498 751 be- wird faum geftillt werden, wenn alle Gewerbegerichte, deren Anstalt zu baden. Entkleidet verließ er die ihm vom Bademeister trugen, wobei allerdings die von Militärgerichten erledigten Unterstüßung der Herr anrief, so vernünftig entscheiden, wie das angewiesene, besonders verschlossene Bude, übergab diesem den Straffachen sowie die Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften zu Solingen. Dieses Gericht beschloß einstimmig, die Einführung Echlüssel und ließ ihn sich nach Beendigung des Badens vom über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle ausgeschlossen einer Amitstracht nicht zu empfehlen, und zwar mit der durch Bademeister wiedergeben. Als der Gast dann seine Bude betrat, sind, so wäre es wünschenswerth, daß die Köller'sche Korrespon- schlagenden Begründung, daß die rheinischen Gewerbegerichte bemerkte er sofort, daß Besuch in derselben gewesen war; die deng angäbe, worauf sich ihre Mittheilung eigentlich erstreckt. Taschen seiner Hose waren revidirt und aus ihr ein goldener feit ihrem länger als 50jährigen Bestehen ohne Robe und Barett Trauring, sowie etwa 6 Mark an baarem Gelde entwendet werbegericht sind im Jahre 1894 insgesammt 2513 Klagen von diesseitigen Erfahrungen die Würde des Gerichts bis dahin in Beim Leipziger Ge- ausgekommen sind; daß der Mangel einer Amtstracht nach den worden. Als der Bestohlene den Bademeister zur Rede stellte, 2356 Arbeitern und 149 Unternehmern anhängig gemacht worden. feiner Weise beeinträchtigt hat; daß übrigens die Würde, erhielt er von diesem die Antwort: Ich kann nicht dafür. Von den 2513 Klagen find 667 oder 26 pet. durch Zurücknahme das Ansehen und die Achtung des Gerichts nicht durch Eine Millionenerbschaft macht gegenwärtig im benach der Klage und außergerichtlichen Vergleich, 1697 oder 68 pt. Robe und Barett, sondern durch eine objektive und barten Rigdorf viel von sich reden. Die dort wohnende un durch gerichtlichen Vergleich und 149 oder 6 p& t. durch Urtheil verläßliche Rechtsprechung gewährleistet werden; verehelichte Hulda Baer, welche früher fast ein Jahrzehnt bei( 87 durch Versäumnißurtheil und 62 durch Endurtheil) erledigt daß die Einführung von Robe und Barett für die Ge dem Landwirth Maresch in der Berlinerstraße als Dienstmädchen worden. In 53 Fällen erreichte die Klageforderung die werbegerichte nach Lage der Verhältnisse geradezu geeignet er in Stellung war, soll amtlicherseits die frohe Botschaft erhalten Berufungssumme( 100 Mark), doch ist nur gegen drei Urtheile scheint, das äußere Ansehen des Gerichtshofes nachtheilig zu haben, daß ihr ein in Schweden verstorbener naher Verwandter, Berufung eingelegt worden. In den zwei bisher erledigten Fällen beeinflussen; daß auch für den Vorsitzenden des Gerichts eine ein Bergwerksbefizer, die Summe von acht Millionen Mark in ohne Erfolg. An 81 Tagen wurden 506 Klagen mit Beisigern in Amtstracht aus den angeführten Gründen gleichfalls nicht Baar hinterlassen habe. Die Erbin, welche schon seit Jahren öffentlicher Sigung verhandelt. Von den 2169 beklagten Unter- empfohlen werden kann; daß endlich die Auffassung des Vor wegen beschränkter Erwerbsfähigkeit Unterstützungen aus Armen- nehmern sind 831 Handwerker, 456 Fabritbefizer, 309 Gaft- und ſizenden des Königl. Gewerbegerichts in Düsseldorf über die fonds erhält, hat zwei Kinder und lebt in den denkbar traurigsten Schankwirthe und 301 Handelstreibende. Der Rest von 272 der Be- Bedeutung der Stellung des Beisigers und Vorsitzenden des Verhältnissen. flagten vertheilt sich auf verschiedene andere Berufe. Der Rück- Gerichts auf einer völligen Verkennung der einschlägigen RechtsPolizeibericht. Am 24. b. M. vormittags stürzte auf dem gang der Klagen seit 1891 und die verhältnismäßig geringe Bahl materie beruht, da der Gesetzgeber nirgendwo zum Ausdruck geDombauplate ein Zimmermann infolge eines Fehltritts etwa der Klagen gegen Fabrikunternehmer, trotz der hier in Frage bracht hat, daß der Beisiger dem Vorsitzenden zugetheilt ist, daß sechs Meter tief vom Gerüst herab und erlitt außer einer Ver- kommenden großen Arbeiterzahl, wird in dem amtlichen Bericht vielmehr beide mit gleichem Stimmrecht ausgestattet sind und daß legung am Ropfe einen Bruch des Oberschenkels. Im Hause auf die gefeßliche Einführung der Arbeitsordnungen in Fabrit für beide bezüglich ihrer persönlichen Qualifitation außer den Liegnigerstr. 3 fielen nachmittags ein Arbeiter und ein Monteur betrieben zurückgeführt. Dazu sagt die„ Leipz. Volksztg.": Wir allgemeinen Voraussetzungen keine besonderen Anforderungen bemit dem Fahrstuhl, an dem sie Ausbesserungen vorzunehmen meinen, daß die durch die schlechte Geschäftstonjunktur hervorhatten, aus dem zweiten Stock herunter. Dabei erlitt ersterer gerufene Arbeitslosigkeit, die Verbreitung der Rechtskunde durch eine Quetschung des Rückgrats, während letterer mit einer unsere Gewerbegerichts- Berichte und die unentgeltliche Ertheilung leichten Verrenkung des Fußes davontam. An der Ecke der von Rechtsrath in dem von den Gewerbegerichts- Beisigern( Arbeit Potsdamer- und Kurfürstenstraße wurde abends ein Kutscher durch nehmer) geleiteten Auskunftsbureau auch einen guten Theil zur einen Kohlenwagen überfahren und am Kopfe erheblich verlegt. Verminderung der Klagen beigetragen hat. Die große Zahl der -Im Laufe des Tages fanden in der Boffenerstr. 2 und Elfaffer: beklagten Gewerbetreibenden spricht nicht für eine glänzende Lage straße 69 Dachstuhlbrände, außerdem noch ein unbedeutendes des Handwerkers. Feuer statt. Witterungsübersicht vom 25. Juni 1895. Stationen. Hamburg Berlin Wiesbaden. München. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung NM A Windstärke (-1) BR54321223 Wetter Temperatur Fnach Celsius ( 50.40 R.)] NNW bedeckt heiter 13 14 Regen 12 wolfig 18 bedeckt 11 halb bedeckt 14 wolfenlos 12 18 17 Aus den Gewerbegerichten. " " stehen." Rein selbstherrlich verfährt die Ortsverwaltung in dem hannöverschen Flecken Bardowick. Zur Deckung der Rosten für ein neues Schulhaus wurde im vorigen Jahre eine monat liche Steuer von 20 Pfennig von den Miethern in der Gemeinde erhoben. Ohne jedwede störende Formalität" ging die Einziehung dieser Steuer, die an sich schon ungefeßlich war, vor sich; der Gemeindebote holte das Geld ab, ohne eine Quittung in Eine protestantische Heilanstalt. Der bekannte Past or irgend einer Art zu hinterlassen. In diesem Jahre kam die Bodelschwingh hat bei Bielefeld eine Heilanstalt für epi- Sache noch besser; in einer Gemeindeversammlung, in der fast leptische Krante errichtet. Der Bergischen Arbeiterstimme" ist keine Gemeindemitglieder erschienen, weil sie nicht ordnungsgemäß nun von einem Solinger Einwohner, dessen franke Frau in jener eingeladen waren, bestimmte man, daß die genannte Steuer Anstalt war, ein Brief zum Abdruck übergeben worden, den die fünftighin 18 mal im Jahre erhoben werden solle. Als die Leute Frau an ihren Manu schrieb und wonach die Behandlung der sich weigerten, ohne Duittung Beiträge zu leisten, wurden die Kranken in der Bodelschwingh'schen Anstalt der Pflege" ähnelt, Betreffenden ohne weiteres ausgepfändet und die Gegenstände Edie in dem Mellage'schen Prozeß hinsichtlich der Mariaberger ohne vorherige Bekanntmachung in Lüneburg verkauft. Auf Jrrenanstalt festgestellt wurde. Der Brief lautet: eine Eingabe, die ein Theil der Betheiligten an die Ortsverwal Mein lieber. Ich habe gestern Deinen lieben Brief tung und den Schulvorstand gesandt hatte, ist keine Antwort erhalten und mich sehr darüber gefreut. Lieber Mann, laß Dich erfolgt; man hat sich nun unter Darlegung des Sachverhalts nicht bethören von dieser Anstalt, sonst erhältst Du mich niemals beschwerdeführend an den Regierungspräsidenten gewandt. wieder. Hier find Kranke, welche schon 12 Jahre hiergehalten werden. Hier bekommt man Schläge, tommt in eine 3elle Auf dem v. Arnim'schen Steinkohlenwerk in Planit bei Zwickau Aus dem Sündenregister des Unternehmerthums. und bekommt kaum einen Arzt zu sehen. Das Essen ist, wie das" Sächsische Volksblatt" mittheilt, den Bergarbeitern ist schrecklich. Morgens zwei Stückchen Brod, mittags etwas befannt gegeben worden, daß sie auf dem Nachhauseweg Fleischbrühe, oder was es ist, es sieht keiner Suppe ähnlich, um 4 Uhr zwei Stückchen Brod mit sogenanntem Kaffee. Abends nach langer mühevoller Arbeit der Durst plagt, so muß er, um nicht mehr einkehren sollen. Wenn also einen Arbeiter giebt's wieder Brod und diese Kaffeeschlappe. In einem Zimmer den Durst zu löschen, wohl gar sein Arbeitsverhältniß aufs stehen 10 Betten. Um 6 Uhr morgens müffen wir alle aus dem Spiel setzen. Herr Eugen Richter wird einsehen, daß seine Bett heraus, Du kannst Dir denken, wie schwer es mir wird. Prophezeiung, die zukünftige sozialistische Gesellschaft werde ein Dann wird den ganzen Tag gestrickt, genäht und gestopft. Andere Buchthaus sein, unter solchen Umständen nur sehr unintelligente Kranke müffen wieder den ganzen Tag schrubben und spülen. Leute noch schrecken kann. Hier ist keine Heilanstalt, hole mich sobald als möglich zurück, bezahle keinen Pfennig mehr an diese m Ein nobler Stadtrath. Der Stadtrath von Meuselwit Arbeiten muß man hier wie ein Pferd. Bäder in Altenburg erläßt folgende Bekanntmachung:„ Es sollen hierbekommt man hier gar teine. An eine Besserung selbst vom 1. Juli d. J. an zwei Nachtwächter angestellt werden. meiner Krankheit ist gar nicht zu denken. Ich habe Dieselben müssen zuverlässige, kräftige Personen fein. Sie haben Hunger und bekomme nicht genug zu effen. Hole neben der Nachtwache am Tage sechs Stunden für die Stadt Ich schreibe diese zu arbeiten( Laternen bedienen, Erdarbeiten verrichten und Das zweite Gastspiel der holländischen Schauspiel- mich zurück, ehe es zu spät ist. Das Wochenlohn beträgt 12 Mart. Bei Gesellschaft im Deutschen Theater hatte einen entschieden Zeilen auf dem Abort, sonst tönnte ich Dir gar teinen bergleichen). höheren fünstlerischen Erfolg, als die erste Vorstellung. Es lag Brief zukommen lassen und Dir auch nicht die Ver- anderen Arbeitgebern dürfen keine Arbeiten übernommen werden. dies wesentlich an der Wahl des Stüdes. Kam am ersten Abend hältnisse hier schildern. Ich entfliehe nachher nach Gadderbaum Die Anstellung erfolgt zunächst auf eine Probedienstzeit ein oft in sentimentale Rührseligkeit ausartendes Werk zur Auf- und gebe diesen Brief zur Post. Hier sind 20 Personen auf dem von 6 Monaten. Bewerber wollen ihre Gesuche bis zum führung, so wurde am Montag Erkmann Chatrians befanntes, Bimmer, Du kannst Dir wohl denken, daß ich hier nicht gefund 20. d. M. bei dem Unterzeichneten einreichen. Meuselwitz, den lebenswarmes Jbyll aus dem Elsaß," Freund Friz" in einer werde. Also hole mich mit Gewalt zurück und laß Dich nicht 7. Juni 1895. Der Stadtrath. Küstner." Swinemünde. 759 765 • 762 770 NW 770 St Wien. 764 WNW Haparanda 766 SM Petersburg 759 DSD Cort. 772 Aberdin. 773 DSD 773 NNO Paris bedeckt woltig heiter 13 wolfig 12 Wetter- Prognose für Mittwoch, 26. Juni 1865. Nachts tühles, am Tage etwas wärmeres, veränderliches, vielfach woltiges Wetter mit leichten Regenfällen und mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Theater. " " Anstalt. Der in feinen Ansprüchen merkwürdig bescheidene" Stadtrath scheint Schlaf und Ruhe für einen Nachtwächter als üble Gewohnheit zu betrachten. In der Probedienstzeit soll wohl der Bewerber den Beweis führen, ob er bei der in Aussicht gestellten elenden Entlohnung nicht etwa zu einem verschwenderischen Lebenswandel neigt. Gewerkschaftliches. Darstellung gegeben, die geradezu als mustergiltig bezeichnet werden bethören, ich schreibe die Wahrheit. Viele Grüße von Deiner muß. Den Hagestolz Robes, der die Ehe scheut, und nur noch für tiefunglücklichen Frau. Nachschrift: Viele möchten hier fort, die Genüsse von Küche und Keller schwärmt, hat Herr Willem wenn es nur ginge. Dieser Brief ist kein Heimweh, sondern lautere Wahrheit." von Zuylen in einer bis ins fleinste Detail durchdachten und dennoch völlig ungezwungenen Gestaltung vorgeführt, und des= Da ein Nervenkranker vor allem Ruhe braucht, geht schon gleichen wurde die Sust, die im Junggesellen spät, aber desto aus diesem Umstande hervor, daß die Behandlung der Kranten inniger die Liebe erweckt, von Fräulein Wilhelmina von der Horst in der Bodelschwingh'schen Anstalt vollständig unzweckmäßig war. In der Trunkenheit ließ sich in Budapest ein Arbeiter mit einer Fülle von bestrickender Anmuth und Naturwahrheit Bedenkliche Zustände in Beziehung auf die Wetter- eine Ma je st ätsbeleidigung zu schulden kommen. Das gegeben. Eine vortreffliche Leistung war der Rabbi des Herrn führung scheinen auf der Grube v. d. Heydt zu herrschen, Gericht sprach ihn frei, weil er feiner Sinne nicht mächtig geFaassen; Lob verdienen auch die Herren Westerhoven und Apel, wo jezt die Bergleute in einer Lohnbewegung stehen. Dem wesen war, als er die That beging. Die deutschen Gerichte, bei welche die beiden Genossen des Frizz gaben, sowie Fräulein Kley| Voltsblatt für Halle" wird darüber geschrieben: Wenn die denen der Arbeiter taum ungestraft davongekommen wäre, mögen als Haushälterin Katherine. Kurzum, es war eine abgerundete, Wetter im Schachte so schwer sind, daß keine sich das Beispiel ihrer ungarischen Kollegen, die doch auch Jus vortreffliche Darstellung, von der nur zu bedauern bleibt, daß sie ampe brennen will, so ist es Sache des Beamten, die studirt haben, zum Muster nehmen. gar so tärglich besucht war. Das Theater war taum zur Hälfte Leute von der Einfahrt zurückzuhalten. Ein fundiger Bergmann gefüllt. wartet nicht ab, was ein Beamter ihm hierbei vorschreibt, Stück und Aufführung waren gut. Dennoch bleibt ein Tadel er weiß schon selbst, was er zu thun hat. Vor kurzem auszusprechen. Von einer ausländischen Künstlergesellschaft er- brannte das Licht auch einmal schlecht. Nachdem die Förderwartet man auch, daß sie uns mit der dramatischen Literatur leute sich schon eine eine Stunde im Schachte aufgehalten ihres eigenen Landes bekannt macht, sei diese Literatur nun gut hatten, fuhren sie wieder heraus und gingen zum Ober- in Berlin wurde seinerzeit unter bestimmten von der Kommission oder schlecht, sei sie in den Anfängen oder im Stadium höherer steiger Hirsch. Diefer sagte, fie möchten bis zum Frühstück Entwickelung begriffen." Freund Friz", das prächtige Kunst- warten, dann würde es vielleicht beffer. Aber nach dem Früh gestellten Bedingungen beendet. Mit der Erfüllung dieser Bewerk, ist dem deutschen Publikum aus einer Unzahl guter und stück waren die Wetter gerade noch so schwer wie vorher. Un- dingungen scheint es allerdings zu hapern, denn Herr Rofenthal mittelmäßiger Aufführungen bekannt; um dies Stück darzustellen, gefähr 1/2 11 Uhr tommt Steiger Leineweber vor die Betstube und lehnt jetzt eine dahingehende Verpflichtung ab. Die Arbeitsbrauchte eigentlich kaum die Reise von Amsterdam nach Berlin fagt zu den Bergleuten:" Es geht! Wer arbeiten will, fann einstellung bei Müller u. Schlitzweg ist beendet und hat einen angetreten zu werden. Hoffentlich macht uns die Niederländische einfahren." Darauf antworteten die Leute ihm:„ Arbeiten für die Arbeiter zufriedenstellenden Ausgang genommen. Der Verein der Filzschuh- Arbeiter. " Tooneelvereeniging" während der leider nur auf kurze Dauer wollen wir ja alle, denn nur zum arbeiten kommen wir hierher." Bemeffenen Zeit ihres Hierseins noch mit dem Besten bekannt, Hierauf meinte Leineweber: Das glaube ich schon, aber es Der Rechenschaftsbericht des Zentralvorstandes was die dramatische Literatur unseres stamverwandten Nachbar- fönnte doch einer oder der andere nicht viel Luft haben." Nun vom Verein deutscher Former auf das Geschäftsjahr landes bietet. erwiderten ihm die Schlachtarbeiter:" Es geht eben nicht, aber 1894/95 weift mit Einrechnung eines früheren Kassenbestandes wir wollen Ihnen beweisen, daß wir Lust haben." Nun ging von 1730,80 M. eine Einnahme von 28 079,80 m. auf. An wieder alles nach dem Schachte, um zu versuchen, ob es besser Reisegeschenk wurden verausgabt 4600 M., an Arbeitslosen= wäre. Die Wetter waren aber noch genau Unterstüßung( die seit Januar d. J. eingeführt ist) 469 M., für so schwer wie am Morgen. Vom Obersteiger Hirsch die Agitation ist die Summe von 708 m. verwendet. Die GeEine ganze Kette von Meineidsprozessen, welche alle fowie vom Steiger Bohndorf wurde den Leuten nun aufs fammtausgabe für das Verbandsorgan be= „ Glück auf" 6307,97. mit dem bekannten Prozeß gegen den Seifenfabrikanten Lehrer strengste befohlen, nicht in den Schacht zu fahren. Von früh giffert sich auf Für Verwaltungsunkosten Gerichts- Beitung. Der Streik der Schuhmacher bei Rosenthal u. Groß nommen. parterre. Seine, Rigdorf Abends 8% Uhr, Brinz- Sandjerntr. 60, Ritterstraße 128. Einigteit, Abends 8½ Uhr bei Zeige, Triftstr. 1.- Theaterund Lefeflub Morgenroth, abbs. s uhr, im Neftaur. Diete, Lothringerfir. 67. Verein ehemaliger Schüler der 18. Gemeinde- Schule. Jeden Mitt woch, abends 9% Uhr, Große Frankfurterſtr. 30. Ehemalige Schüler und Gäſte willkommen. Dermisdites. Wer wird nun Recht behalten? Dr. Pachnicke hat die " Versammlungen. Starfung ber Organiſation zu forgen. Sölzel rügte, daß würdig repräsentirt wird die antisemitische Partei bei ein der Hauptkasse sind 2398 Mart und für die Ver- beleuchteten und ausnahmslos ebenfalls die Nothwendigkeit der waltungskosten der Zahlstellen 2070 Mart aufgeführt. gewerkschaftlichen Organisation betonten. Giner entsprechenden Ju 57 Orten hat der Verband Filialen und in 9 sächsischen Resolution stimmten die Versammelten einhellig zu. Städten Einzelmitgliedschaften; die Zahl der Beiträge leistenden Wie stellen sich die Stuckateure zu den immer mehr Mitglieder betrug durchschnittlich 2456. Auf der Reise befanden überhand nehmenden Lohukürzungen? Diese Frage bes sich im Berichtsjahre 256 Mitglieder und 638 reftirten mit ihren schäftigte eine Versammlung von Arbeitern des StuckateurBeiträgen am Schlusse des legten Quartals 6190 Wochen mit gewerbes, welche am 24. Juni bei Buske tagte. In der lebhaften 1238 M. In dem Rechenschaftsbericht wird hervorgehoben, daß Debatte, die sich darüber entspann, wurde hervorgehoben, daß die Arbeitsgelegenheit in der Branche sich in den lezten Monaten die Meister alle paar Wochen für ihre Betriebe neue Tarife ein Herausforderung zum Duell, die ihm ein pommerscher Redakteur, etwas vermehrt hat. Während im 2. und 3. Quartal 1894 noch führten, die natürlich nicht in einer Erhöhung der Preise ihren Zweck einer der Edelsten der Nation, der mit der Feder auf die An1311 und 1466 M. an Reisegeschenk ausgezahlt worden sind, hätten. Neben den stetigen Lohnminderungen gehe das Bestreben der griffe Pachnide's nichts zu erwidern wußte, zukommen ließ, ab= wurden im 4. Quartal 1894 nur noch 951 M. und im Arbeitgeber einher, die Afforde noch dadurch zu verschlechtern, gelehnt. Jegt wird es im Pommerland schwer zu entscheiden 1. Quartal 1895 nur 624 M. für den gleichen Zweck ausgegeben. daß sie von den Stuefateuren die Stellung der Rüstung verfein, wer Recht hat. Durch das Duell wäre das doch so einfach Die Bäcker Münchens beauftragten in einer Berfamm- langen.- Traurigerweise gebe es solche Kollegen, die dazu festzustellen gewesen. Bersammlangen. fung den Vertrauensmann, diejenigen Meister zur Anzeige zu den Unternehmer durch ihr Verhalten obendrein ermunterten. Herr und Diener bei der Kanalfeier. Die Sächs. Arb.bringen, die die gesetzlichen Bestimmungen über die Sonntags- Die Affordfäße eines Tarifs der Firma Caspari, der verlesen 8tg." erzählt folgende luftige Historie: Da behaupten böse Neidruhe nicht einhalten. Unter den Meistern, gegen die man, da wurde, erregten bei den Versammelten allgemeines Mißfallen. hämmel immer, die Geschäfte der Deutschen Wacht" gingen sonit nichts fruchtet, auf diese Weise vorgehen muß, fehlen selbst- Andere Redner verwiesen darauf, daß der miferable Tarif miserabel und doch ist das ganz gewiß nicht wahr. Denn wie verständlich auch Mitglieder der Innung nicht. Ein Beweis des Caspari nicht allein dastehe; in mehreren anderen Betrieben tönnte es sonst ihrem Direktor, dem Herrn Reichstagsmehr für die fozialpolitische Bedeutungslosigkeit dieser Art von wären die Lohnsätze ebenso traurige. Von verschiedenen Seiten Abgeordneten Bimmermann so gut gehen, daß er sich bereits beruflichen Organisationen. wurde vorgeschlagen, die für den Spätherbst zu erwartende einen Diener halten kann. Oder sollte er blos der RepräsenHebung der Geschäftslage zur Schaffung befferer Arbeits- tation wegen bei diesem besonderen Anlasse ein bebedingungen auszunuzen und in der Zwischenzeit für eine fonderes Opfer bringen? Doch sei dem wie ihm sei: organisirte Stuckateure im Schloß Ueberstunden gemacht haben der Feier der Eröffnung des Nordostsee Kanals Die Gewerkschaftskommission hatte am 24. Juni vier und forderte, daß dies nicht wieder im Opernhause geschehe, Herr Bimmermann hat sich einen wirklichen, echten Diener dazu öffentliche Versammlungen aller in der Lederindustrie wenn dort im Oktober mit Dampf" gearbeitet werden sollte. mitgebracht, der neben den Stiefelwichs- und sonstigen Geschäften beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen ein- Ihm wurde entgegengehalten, daß die paar Organisirten auf auch die Aufgabe hat, seinem Herrn und Meister sehen zu berufen. Die Referate hatten Frau Kähler- Hamburg, Frau solchen großen Bauten, wo Krethi und Plethi thätig sei, nichts helfen; zu helfen, all die Herrlichkeiten und Festlichkeiten und Rohrlack, Frau Ihrer und Frau Greifenberg über- ausrichten fönnten. Wenn dieselben sich weigerten, müßten sie Fürstlichkeiten zu erschauen, was so ein nobler Herr doch nicht einfach springen", und andere, vielleicht unwürdigere träten an allein machen kann. Und was für ein Diener das ist Im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte ihre Stelle. Die Versammelten verpflichteten sich in einer Reso nobler Diener- keiner der Festtheilnehmer( wird solchen Diener Jakobstr. 37, wurde wegen allzu schwacher Betheiligunges lution, gegen die niederen Lohn- und Affordsäße Front machen zu anfzuweisen haben Hirsch Hyacinthos, der selige Diener des hatten sich nur etwa 20 Personen eingefunden von der Er wollen, und zu diesem Zwecke zunächst eine energische Propaganda feligen Barons v. Gumpelino, ist garnichts gegen diesen Diener. öffnung der Versammlung Abstand genommen. für die nächste öffentliche Versammlung zu entfalten, mit deren wir hatten das Glück, seine Fesitarte zu sehen, also die Karte, In Hende's Salon, Naunynstr. 27, sprach Frau Einberufung die Vertrauensleute beauftragt wurden. Die ihm gestattet, an den Eröffnungsfeierlichkeiten theilzunehmen Greifenberg. Nach eingehender Schilderung der miserablen Ferner wurde beschloffen, eine fünfgliedrige Kommission ( ohne Eintrittsgeld), darauf stand zu lesen: Erwerbsverhältnisse, besonders der weiblichen Arbeiter, ermahnte zu wählen, welche eine Statiftit über bie LohnLouis Köhler, fie zum Anschluß an die Zentralverbände, hierdurch aller verhältnisse in sämmtlichen 122 Werkstätten aufnehmen soll, Diener des Herrn Reichstags- Abgeordneten Dsw. Zimmermann." dings den Widerspruch lokalorganisirter Genossen hervorrufend; deren Resultat einer öffentlichen Versammlung als Material für Für Leute, denen dieser Louis Köhler eine terra incognita fast wäre die Diskussion zu dem bekannten Formenstreit" aus die eventuelle Lohnbewegung zu unterbreiten ist. Die Wahl selbst sein sollte und die darum ob unserer ganzen Erzählung ein ziem geartet, wenn nicht der Klempner Arno inter eindring- wurde bis zur nächsten Bersammlung aufgeschoben. Mittler- lich dummes Gesicht machen dürften, müssen wir allerdings noch lichst auf beide Parteien eingeredet und vor den Folgen derweile sollen die sich dafür interesfirenden Kollegen so viel wie eine furze Erklärung hinzufügen: Herr Louis Köhler( der frühere artiger fruchtloser Debatten gewarnt hätte. möglich. Material heranschaffen. Nachdem W. Schulz über Befißer des Schillergartens in Blasewitz) befigt ein Ber Im großen Saale des Böhmischen Braut- Einnahmen und Ausgaben des aufgelösten Bauarbeiterkartells mögen von mehr als 1/2 Million Mark. Wer bei hauses veranschaulichte Frau Kähler- Hamburg in an- berichtet, wurde derfelbe als Delegirter zur Gewerkschafts Rom diefer Fahrt wohl die Beche bezahlen wird – der Herr oder der sprechendster Weise vor einem leider nur schwachen Auditorium mission gewählt. Dann erstatteten die Revisoren den Bericht über die bedrängte Lage der arbeitenden Klasse, insbesondere der Einnahmen und Ausgaben der Vertrauensleute in der Zeit vom Wir können dem hinzufügen, daß Herr Zimmermann Arbeiterinnen und die Nothwendigkeit eines festen Zusammen- 22. Juli 1894 bis zum 16. Juni 1895. Gingenommen wurden nicht der einzige Abgeordnete sein soll, der sich auf schlusses und Zusammengehens der Arbeiter und Arbeiterinnen 197,26 M., ausgegeben 160,60 M., so daß der sogenannte öffent diese Weise Diener" Weise einen mitgenommen hat. in ihren gewerkschaftlichen Organisationen. Den diesbezüglichen liche Fonds am 16. Juni 36,60 m. betrug. Am Schluß gab werden verschiedene Stamen genannt. Uud man erzählt warmen Appell der Referentin beantwortete die Versammlung Kienhofer die Erklärung ab, die Berichtigung des Stuckateurs fogar, daß eitle Geldproßen viel Geld geboten haben, um durch die einstimmige Annahme einer Refolution, die sich für Stehle in der Sonntagsnummer des Vorwärts" sei insofern nur als" Diener" mitgenommen zu werden. Bei der Bedientengewerkschaftliche Organisation und Verkürzung der Arbeitszeit falsch, als darin behauptet werde, er, Kienhöfer, habe sich mit natur unseres Bürgerthums hat dieser Titel ja nichts Verlegendes. ausspricht, nachdem über diese Frage vorher noch eine allgemeine einem Abzug von 5 pet. einverstanden erklärt. Thatsächlich Jm Gegentheil. Aussprache stattgefunden hatte. habe er, Redner, dem Stehle gegenüber sich nur verpflichtet, für Das italienische Kriegsschiff Sardegna" ist, wie aus Die Versammlung bei Gründel erfreute sich etwaige Auslagen aufzukommen. Korfoer vom Dienstag gemeldet wird, im Großen Belt auf Grund eines regeren Besuches, doch wäre dieselbe beinahe unmöglich Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, gerathen. Ein deutsches und ein dänisches Kriegsschiff sind zur gemacht durch eine erfolgte Doppelaumeldung bei der Polizei den 26. Junt, abends 8 Uhr: Buſammentunft der Schleswig- Hilfeleistung abgegangen. und zwar seitens des Vertrauensmannes der Weißgerber und Solsteiner im Kommandanten- Garten, Kommandantenstr. 10-11. feitens der Gewerkschafts- Kommission. Da eine dieser Anmel Vergnügungsverein Italia. Mittwoch, den 26. Juni, abends 9 Uhr, bet Thießen, Bionstirchplatz 1. Sigung mit Damen. Wichtige Tages= dungen zu spät erfolgt war, machte die Polizei Schwierigkeiten, ordnung. die aber schließlich doch überwunden wurden. Die Referentin Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, abends 7-8% Uhr: Lektüre. Nordschule, Müllerstr. 179 a: Maturerkenntniß( Der war Frau Ihrer, welche in eingehender Weise die zurt agesWanderung und Verbreitung der Organismen. Die Gis. ordnung stehende Frage behandelte und ebenfalls warm für geit der Erde.) Südostschule, Waldemarstraße Nr. 14: Geschichte( alte). werkschaftliche Organisation eintrat. Dem mit Beifall auf- eei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, genommenen Vortrage folgte eine sehr lebhafte Debatte, in derzeit aufgenommen. welcher Angehörige verschiedener Branchen der Lederindustrie tette, Schweb tersiraße 33. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Frig Gesundbrunnen, Abends 8% Uhr, bei das Wort nahmen, die Verhältnisse der betreffenden Branchen saferland, Bellermannjir. 87. Gleichheit, Abends 8 Uhr bei Stramm, %-10% Uhr: 8 arwinismus. Für den Inhalt der Inferate über Friedrich- Wilhelmstädtischer nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 26. Juni. Deutsches Theater. Anne- Mie. Berliner Theater. Madame SansGêne. Neues Theater. Tata- Toto. Schiller Theater. Die Neuver mählten. Ein Diener Herren. zweier Die Alexanderplat- Theater. Rönigstochter als Bettlerin. National Theater. Im Jrrenhause. Theater Unter den finden. Miß Helyett. Apollo Theater. Ein Abenteuer im Harem. Friedr.- Wilhelmstädtischer Park. Berlin amüfirt sich. Nini Diva. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Concert- Park 25/26 Chauffeestraße 25/26. Ausverkauftes Garten- Etablissement; noch nicht dagewesen; bei uns aber Thatsache, daher machen wir keine Reklame. Lachkrämpfe! Bombenerfolg! Berlin amüsirt sich. Parodistische Burleske. Nini Diva die Sünde, die pikante Französin. Der Ber liner Liebling Edi Blum, ferner 34 Nummern. Entree 30 Pf. Reichshallen. Jm prachtvollen Garten Mittwoch: Die Nenvermählten.( bei ungünstiger Witterung im Saal): Ein Diener zweier Herren. Donnerstag: Die Hochzeitsreise. Flattersucht. Freitag: Zopf und Schwert. Täglich: Humoristische Soiree der deutschen QuartettSonnabend: Die Hochzeitsreise.- Nord Couplet- Sänger Flattersucht. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direttion: Max Samst. Im Irrenhause. Sensations- Schauspiel mit Melodramen B. in 5 Aften und 8 Bildern von H. 8. Regie: May Samft. 1. Bild: Zwei Hallunken. 2. Bild: Gin tiefes Geheimniß. 3. Bild: Der Rächer. 4. Bild: Die Geheimnisse des Jrren hauses. 5. Bild: Ein Verräther. 6. Bild: u. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf. Sonntags: Anfang 7 Uhr. Nen! Der fanfte Heinrich. Der muß Mariaberg. nach Volksgarten ( ebem. Weimann's Volksgarten) Gesundbrunnen. Badstr. 56. Direktion: Max Samst. Täglich: Der Plan des Teufels. 7. Bild: Die Gr. Konzert, Theater- und Tochter des Verbrechers. 8. Bild: Der Giftmord. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Nationaltheater- Garten: Großes Konzert " Victoria- Brauerei Lükowẞtraße 111-112 Täglich außer Sonnabends Garten resp. Saal: Soiree der altbeliebten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader.) Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. und Familiens billets für 3 Personen giltig 1 M. ( siehe Plakate). Gro Hes Humor- Programm. Passage- Panopticum. 2 Täglich: Rettung aus Feuersgefahr durch die Feuerwehr Castan's Panoptikum. Das Bärenweib. Ein Flug durch die Luft! Bestrafte weibliche Eitelkeit. Neue Spezialitäten- Vorstellung. eue Alle 5 Barrisons. Auftreten des urkom. Wilh. Fröbel u. des beliebt. Franz Becke. Berlin bei Nacht. Welt. Hafenhaide. Heute, Mittwoch: # Diener Es Briefhalten der Redaktion. Wir biten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. No. 1. Unter Pferdekraft oder Pferdestärke( P. S. oder H. P.) versteht man jetzt in der Technik die Kraft, die in einer Sefunde 75 Kilogramm einen Meter hoch heben kann. Die Leistungen selbst starker Arbeitspferde sind aber thatsächlich geringer als die Pferdekräfte". " Urania W. Noack's Anstalt für volksthümliche Sommer- Theater, Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Kaufmann's Variété. Königstr., Kolonnaden. Heute Mittwoch: Humoristischer Abend der NeumannBliemchen's Leipziger Sänger. Neumann, Wilh. Wolff, Horváth, Gipner, Lemke, Feldow und Ledermann. Anf. 8 Uhr. Entree 30 Pf. Der Floh! ( La Puce.) Posse von Wilh. Wolff. Stürmischer Beifall. Et is zum piepen! Allgemeine Ausstellung für Sport, Spiel und Turnen. Berlin, Altes Reichstagsgebäude, Leipzigerstraße 4. Mittwoch, den 26. Juni, ge öffnet von 10 Uhr vormitt. bis 10 Uhr abends. Eintritt 50 Pf. mit interessantem Führerbuch. Kinder 25 Pf. Von 6 Uhr an: Konzert. Neu! Abtheilung für Erfindungsschuh! Brunnenstr. 16. Täglich: Concert, Theateru. Spezialitäten- Vorstellung. 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Voigt, Korbmacher, Rudow 18296 bei Berlin. Adhtung! Charlottenburg. Sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen aller Berufe! Allgemeine öffentl. Versammlung Unserm Freund und Genossen h Hilpert gratuliren zum Wiegenfeste eine Freunde K. D. Sch. Allen Freunden, Bekannten und Genoffen die traurige Nachricht, daß mein am Mittwoch, 26. Juni, abends 8 Uhr, in Bismarckshöhe, lieber, guter Mann und Vater, der Wilmersdorferstr. 39. Zages Ordnung: = Welche Aufgaben erwachsen den Arbeitern und Arbeiterinnen im Rampfe um bessere Lohn- und Arbeitsverhältnisse? Referentin Frau Ihrer( Pankow). Arbeiter und Arbeiterinnen aller Berufe, erscheint vollzählig in der Versammlung und agitirt unermüdlich für dieselbe. Niemand darf fehlen! Die Charlottenburger Gewerkschaftskommission. Schöneberg. Donnerstag, 27. Juni, abends 8 1hr, bei Herrn Keßner, Grunewaldstr. 110: Große öffentl. Volks- Versammlung. Tages Ordnung: B Anschläger Richard Hecht, 1833b am 23. Juni, abends 10%, Uhr, nach langem, schwerem Leiden sanft ent: schlafen ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 27. Juni, nachmittags 6 Uhr, von der Stegliger Leichenhalle aus statt. Herm. Ramlow!! Teppiche!! Weiss- u. Bairisch- Bierlokal. Zwei neu renovirte Regelbahnen. Eine große Partie Teppiche mit kleinen 135 See 135. Farbenfehlern zu spottbilligen Preisen. Schönhauser Allee Neues Club- Haus 72. Kommandantenstrasse 72. Jeden Sonntag: BALL. Empf. meine 4 Säle zu Feſtlichkeiten u. Versammlungen gratis. H. Ebert. Gold- und Silberwaaren. 1. Größe 188X200 cm- 3,-, 5,-, 8,50 m. H 170X250= 5,75,11,50,13,50" " 200X300= 8,50,13-17, " 2,00 M. Portieren in reiner Wolle, das Stück Steppdeden mode, 160 x 200 cm, in allen das Stück 5,50 M. A. Barnick, Grüner Weg 112, part Otto Büchler, Berlin C., Königstr. 26, Klosterstr. Um stilles Beileid Sitten die Hinter Eig. bliebenen. Wittwe Anna Hecht nebst Mutter u. Geschwistern. Lodes- Anzeige. 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Amt III. 8917. nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle empfiehlt und liefert nur gute Fabrikate. des neuen Schöneberger Kirchhofes in der Marstraße statt. 295/17 Der Vorstand. Danksagung. Sage hiermit allen Genossen, Freunden und Bekannten für die reiche Kranzspende 229/17 und rege Betheiligung bei der Beerdigung meiner lieben Frau Bertha Lutterbüse, geb. Heyne, meinen innigsten Dant. Der trauernde Gatte August Lutterbüse. Wie sind die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Rixdorfer SchneiderDie Kollegen und Kolleginnen Rixdorfs werden aufgefordert, zahlreich Die Agitationskommission der Schneider u. Schneiderinnen Berlins. J. A.: J. Timm, Vertrauensmann. zu erscheinen. Ordner der Freien Volksbühne“. 99 Kombinirte Vorstandsfihung am Mittwoch, den 26. Juni, abends 8 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106. Es ist Pflicht jedes Ordners, der sehr wichtigen Tagesordnung wegen zu erscheinen. Die Revisoren und Obmänner der ,, Freien Volksbühne". Ausstellung Italien in Berlin. Donnerstag, den 27. Juni 1895: III. Elite tag Großes Festprogramm. U. a.: Preis- Ruder- Regatta. Starten um die Meisterschaft zwischen Gondoliere Antonio Cavalli aus Venedig und den Siegern der 2. Ruder- Regatta. Entree IM. Sonnabend, den 29. Juni 1895: Beginn der grossen italienischen Original- Fest- Aufführungen: 1. Ein Hochzeitsfest zu Portici im Jahre 1848. Großer historischer Feftzug mit Musik, Pantomime und Tanz ausgeführt von 200 Personen. Täglich: Großes Festprogramm. Entree 50 Pf. Schweizer- Garten. Am Königsthor. Am Friedrichshain. Mittwoch, den 26. Juni: ,, Erstes diesjähriges" Kinder-, Freuden-, Jubel- und Trubel- Fest Familien- Ball. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Gr. Fackel- Polonaise. Volksbeluftigungen aller Art. Entree 30 Pf. Kinder 10 Pf. Familien tönnen Raffee fochen. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Platz, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Regie: R. Hintsche. Garten- Concert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors W. 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Das an dieser Schule Empfehle allen Herrschaften, mein gelehrte Carrésystem ist durchaus sicher und einfach in Aufstellung und Schnitt, größtes Möbellager Berlins zu be- elegant in der Form, leicht in der Bearbeitung und brauchbar für Herren fichtigen u. sich von den staunend billigen und Damen- Garderobe. Preisen zu überzeugen. Gekaufte Möbel fönnen bis Oktober fostenfrei stehen bleiben und werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. 66 66. Resterhandlung. Billig Reste zu Knaben- Anzügen von 1 M. Große Anzüge von 7 M. an bis zum feinsten Kamingarn, auch pass. zu Einsegnungs- Anzügen. Große Auswahl in Paletotstoffen, sowie zu Frühjahrs- und Sommermänteln, Jaquets, Plüsch, Atlas, Seide, Sammt u. Spitzen. Auf Wunsch alles zugeschnitten, auch angefertigt. Fertige Knaben- Anzüge. 66. Karle, Waldemarstrasse 66. Achtung! à 2tr. 1,20, 5 2tr. 5,50, 10 Str. 10,- 50 tr. 47/2, 100 21r. 90, Echten alten Nordhäuser Strfl. Mt.1,10, 5 Liter à Mt. 0,90. Berliner Getreide- Kümmel 2trfl. 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Vorläufig muß diese neue Schule erst beweisen, ob sie ihre pomphaften Versprechungen wird erfüllen können. Berliner Schneider- Innung. Verein selbstständiger Schneidermeister. Berlin. Zentral- Verein deutscher Zuschneider. Berlin. MACHT STARK EINIGKEIT GESETZL DEUTSCHE GESCH. ERFURT SCHUHFABRIK ER 2 Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jeßt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestr. 98/99 und Rosenthalerstr. 63/64 in vorzüglichster Beschaffenheit zu den billigsten Preisen verkauft. Wir bitten uns durch reichliche Einkäufe zu unterstützen. 2290L* Deutsche Schuhfabrik G. Markus& Co. sof.Theilz. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. Spr. 8-7 Uhr. Berantwortlicher Redakteur: J. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Drud und Berlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Lützowstr. 4( gegenüber Viktoria- Brauerei). Ernst Siegemund, alexanderft. 11. Künstl.Zähne M. Vollst. schmerzl. Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Rep.