flbenSausgabe Hr. 5�7 ♦ 42. Jahrgang Msgabe B He. 2�6 e«uä*I>citnccffc S«}iattca*tcat Scclte VolltslLlntt (lO Pfennig� Zreitag 1$. Dezember 1�25 «eil«««ttfe a«|«tce«abt*it«Kt: a«lft8ft»ieit 0-8 nti Aecleg««; Ooreidrt». Betrog(Smb�. Beeile»TP.«. etafeeaRiaR« S S*aHpte4in- VlwheO 2«2— 2*1 Zentralorgan der Sozialdemokratifd�en Partei Deutfchlands Die Jeme. Die SiemenS-Betriebe als Verschwörungsherd. Das Diemens-Wer? gestaltet sich immer mehr zu einem Hauptherd völkischen Verschwörertum». Aus den Kreisen der dort noch geduldeten aichtvöltischen Beschäftigten wird uns darüber geschrieben; Kaum sind einige Wochen verstrichen, daß man im Siemen»- Konzern die Spitzen der Ku-Klux-Klan. Bewegung verhaftet hat. hat der Siemens-Konzecn jetzt wieder die v ö l. ktschen Mordbuben gegen Stresemann gestellt. Di« zwei Verschwörer gehören dem Schaltwerk,«jnem Teilwerk des E h a r» lottenburger Werkes der Siemens- Schuckert-Werk« an. Die Betriebsleitung des Siemens-Konzerns hat in«inem Berliner Abendblatt ein« ziemlich harmlos« Erklärung losgelösten. Der Betriebsleitung des Siemens-Konzerns müsten wir auf Grund dieser Erklärung jedoch sagen, daß sie die Verhältnist« in den ein- zelnen Werken, vor allen Dingen des llcharlottenburger Werke» und Schaltwerkes nicht kennt. Der Organisator der sogenannte» deutsch-nationalen Betriebs- gruppe im Eharlottenburger werk ist der Techniker Max Brun»er. Dieser Herr Brunner ist van der Dinettion des Charlottenburger Werkes von der Arbeit fast völlig sür seine Propaganda freigestellt. Er selbst oerbringt die größte Zeit sainer Tätigkeit in der An» Meldung des Werkes und vermittelt die Einstellung gerade dieser Element«. Er hat in jeder Werkstatt und in jedem Bureau freien Zutritt, treibt seine Agitation ganz offen und hat das Recht, seine schriftlichen Agitation», und veisamm- luugsauzelgen im werk herstellen und vervielsältigea zu lasse». Bon Zeit zu Zeit finden Feste dieser deutsch-national-völtischen Be> triebsgnippe im Tiergartenhof statt, die durch die Anwesen- heit oon Prinzen au» dem Hohenzollernhause gekrönt werden. Zu den Festen erscheint auch Fridericu» Rex und werden Dar- sührunge» in alter Friedenskürassierunisorm und Parademärsche ad- gehalten. Diese ganzen Vorgänge sind der Direktion des Eharlolleubarger werke» bekauuk. Der Wertsicherhett, dieup de» Charlottenburger Werte» setzt sich fast ausschließlich au» völkische» Ele- mente» zusammen, die fast restlos in der JMvmpta* organisiert sind und im Dienst die schwarzwetß« Nadel mit dem.O* offen tragen. Bei der Beerdigung«ine» Mitglied«» der Direktion vor einige» Wochen stellte« die Vertreter dieser deutsch-notionalen Betriebsgrupp« ver- eint mit dem WertsicherHeitsdienst«ine Abordnung mit der schwarz- weißrvten Fahne, der offiziellen Fahne der Werkgrupp« de» Chor- lottenburger Werke». Dies alle» geschieht nach der Erklärung der Betriebsleitung des Konzerns.ohne Wiste« der Leitung." Bekannt müßte eigentlich auch der Wertleitung de» Konzern» fein, daß Herr Lrunner und auch ondere Mitglieder de« Werkstcherheits- dienstes seinerzeit indenTagender.SchwarzenReichs- wehr" verhaftet gewesen sind. Dann aber dürfte es auch interessieren, zu erfahren, in welcher Weise der Städtisch« Arbeitsnachweis bei der Bermitt- lung von Arbeitern für den Sicmens-Betrieb verfährt Vielleicht fühlen sich die zuständigen Stellen nach den Ereignisten der letzten Tage jetzt verpflichtet, auch diese Angelegenheit einmal gründlich zu prüfen. Heuchlerische Entrüstung der Rechtsradikale». Die gemachte Entrüstung, die die deutschnationalen und !ianz-völtischen Kreise gegenüber den Vorwürfen an den Tag egen. die aegen sie wegen der Mordhetze erhoben wurden, nimmt erstaunliche Formen an. Nun ist aber gerade in dieser Woche erst im preußischen Landtage bei der Beratung des Äustizetats sehr ausfürlich über die Feme geredet worden. Unter anderem wurde dort auch das Geheimurteil des Schweriner Schwur- g e r i ch t» gegen den Oberleutnant der angeblich aufgelösten .Schwarzen Reichswehr" S ch o e l e r und seine Mord- tenossen zum Teil verlesen. In diesem Urteil, das in der itrafsache gegen 1. den Landwirt(Leutnant) Karl Liczka aus Groß-Strehlitz. 2. den Maurer Johann N o tz o n aus Kattowitz. 3. den Scbuhinacher(Landarbeiter) Johann Kalla aus Adamowitz. 4, den Lerwaltungsanwärter Josef Wagner aus Recklmghausen. 5. den Oberleutnant a. D Eckard S ch o« l e r aus Thorn. S. den Bäcker Zllsons W i tto r aus Groß-Strehlitz ergangen ist. heißt es über das Fortbestehen der..Schwarzen Reichswehr*: Nachdem im September ISA der»üstriner Putsch zu- ftnmnengebrochen war. wurde die sogenannt«.Schwarze Reichswehr" in der Mark Brandenburg aufgelöst. Diese Auflösung er- streckte sich nicht aus die alten Mannschasten. da die maßgebenden Persönlichkeiten in der Organisation es nicht verant- warten zu können glaubten, diese allen Mannschaften aus die Straß- zu setzen, sondern verpslichtet zu sein glaubten, auf irgendeine«eise sür ihr ferner«, Fonkomm-n zu sorgen. Au» diesem«runde wurden an» de,«leren M-wvschasi-° Arbell-kouunando, gebildet und diese ans de« platt?» tande»alergebracht. So kam ei« Tell der ehemaligen Mannschaft der Schwarze» Reichswehr noch Mecklenburg, unter anderem«in Trupp nach Ober- Hof bei Klütz. Di« Schwarze Reichswehr war nach mkktärilchem Muster organt. fiert gewesen. Di- Mannschaften waren in mehr oder weniger seier. licher Weise zur Treue verpflichtet worden. In der Regel war eine Art von Aahneneld geleistet. i» dem die Mannschaft« dem jeweiligen Führer der beweglichen Streitkrätt« und durch chn auch dem jeweilig«« Kompagniefuhr« Gehorsam gelobten. Zn der Organlsallon hatte strenge Manne», acht ge- herrscht. Allgemein hieß e» unter seinen Angehörigen, daß der Verrat an der Sache der Organisollo a mik de« lade bestraft werde, häufig wurde die» auch den neu einlrekeude» Mannschaften von dem sie avsnehmenden Ossizier ausdrücklich gesagt. Ein gewlste» Anker, und AebergeordnetenoerhSltnl» blieb auch nach der Auslösung der Schwarzen Reichswehr unter ihre, ehe. mal igen Angehörigen— soweit sie nicht nach dem oben Gesagten noch im Zusammenhang miteinander blieben— von Bestand. So entstand die in Oberhos untergebracht« Arbeitergrupp«. zu denen die Angeklagten Rotzon und Kalla gehörten,«inem Truppen- führer D u n ck« r. Ihr nächster Borgesetzter war der Ange- klagte Lischka. der die Stellung eines Oberseldwebcls bekleidet hatte und in Groß-Walmstors bei Greveemühlen untergebracht war. Dieser unterstand wiederum dem in Oberhos bei Klütz wohnhaften Ange- klagten Schöler. ihrem ehemaligen Kompagniesührer. der vor einiger Zell den R a m e n.Rolf" angenommen hall«. Ebenso ging Rotzon unter dem falschen Namen„Diitlick". Waren die Mannschaften auch nur noch al» landwirtschaftlich« Arbeit« tötig. so hat sich doch nicht widerlegen lasten, daß sie— jedenfoll» die einfachen Mannschaften— sich auch nach der Auslösung d« Organiaslloo noch als Soldaten gefühlt haben, und daß sie auf Grund der Mitteilungen ihrer sogenannten Vorgesetzten ange- nommen haben, es sei mit einer gewaltsamen Erhebung von links- radikaler Seite zu rechnen und sie seien zur Mitwirkung bei deren Niederwerfung bestimmt. Trotzdem auch fetzt noch in sogenannten dienstlichen Angelegenheilen— in unregelmäßigen Zwischenräumen erschien Litschka z. B. zum.Befehlsempfang" bei Schöler— das Urb«, und Unlergeordnelenverhälinl« durchaus beobachtet wurde und unter den Angehörige» der Gruppen der Ueberzeugung bestand, daß die früh« übernommene Gehorsam», und Treopslichl sie auch setzt»och binde, so bestanden doch andererseits auch eng« persönliche Bande zwischen den Angeklagten trotz der verschiedenen Rang- stellung." Werter heißt es in dem Urteil: -5« November 1923 war der Angehörige der Roßbach- Organl- fatloncn. Helmut holz, der am 9 Juni 1999 geboren» Sohn de» Kriminalafsistenten Gustav Holz zu Berlin, als Abschnilksleil« der Roßbach« nach Barnekow gekommen. Zu seinem Bezirk gehört« auch Groß- Walmstorf» wo«ine Reih« seiner Leute in Arbeit standen, und wo auch Litschka untergebracht war. Hierdurch wurden beide miteinander bekannt. Holz kam regelmäßig zur Ueberwachung sein« Leute nach Groß-Walmstors und übernachtet« dann dort auch häusig. Es gelang ihm aber nicht, in ein gutes Einvernehmen zu ihnen zu kommen. Millels Schreibens vom 4. Dezember lgZZ wurde ihm von fein« üb«geordneken Dienststelle mllgelelll. daß« sein« Stellung enthoben werde. Nachdem er zunächst mit dem in der Hauptverhandlung verlesenen Schreiben hiergegen Einspruch«hoben hatte, jedoch hiermit abschlägig beschieden war. trat er an den Angeklagten Litschka heran mit der Bitte, in besten Organisation, nämlich die Schwarz« Reichs- wehr, eingestellt zu werden.... Als nun Holz sein Begehren aussprach, bei der S. S. unter- zukommen, erklärte Litschka ihm. er habe darauf keinerlei Einfluß: Holz möge sich d-khalb bei Schöler in Oberhos melden. Er meldet« dann Holz aber aus besten Litte telephonisch bei jenem an, indem« jedoch gleichzeitig Schöler vor ihm warnt«: er möge sich mit Holz in acht nehmen Eine Besprechung zwischen beiden— Holz und Schöler— hat daraufhin auch stattgefunden. Nachmittags trafen beide(Li e z k o und Wogner) verab- redungsgemäß zusammen und begaben sich nun nod) Oberhof. Hier trafen sie in der Leutestube den Angeklaaten Rotzon an.... Liczka erklärt« sofori etwa:«holz soll««fchosten««den." Auf die Frage des Notzon. warum das geschehen soll«, erwidert« Liczka. Holz sei«in Spitzel de» Feindbundes und habe groß« Schweinereien gemacht. Auf den Einwand Rotzon». da» ging« �si« doch nlckit» an.« gehöre doch nicht zu ihnen, entgegnet« Liczka. Holl wiffe schon zuviel von lhn-n,« müst»«schössen w«. den. Inzwischen kam auch Kalla herein und wurde zu der Unter- redunq hinzugezogen. Notzon fragt« oorstchtigerweise: JÜa. ab« wo» wird Schöler dazu sagen?" Hieraus entgegnete Liczka dem Sinn« nach: J)« Auft-az kommt von Schöl«(oder Rolf)', und wiederholt« noch: .Schäl« billigt die Tal:« stehe hint« dem Auftrag." Als die beiden nun noch immer zögerten, trotzdem Liczka wi«d«holl in be- stimnitem und energilchem Ton gesagt hotte:.Ihr müßt es tunk*. holte letzter« schließlich eine vrtgi«,-Pistole au, der Tasche. drückte sie Notzon in die Hand und sagt«:.Nun l o» k* Darauf entgegnet« jener etwa:.Nun gut. dann muß es geschehen." vielleicht auch:„Wenn Ihr zu seine seid, so werde ich e« tun." Das ist mir ein kleiner Ausschnitt aus dem Urteil des Schweriner Schwurgerichts, das standalöserweis« die Oes- fentlickteit während der ganzen Verhandlung aus- geschlossen hatte! Die Zusammenhänge der organt» sierten Mörderbanden mit der Politik sollten nicht bekannt werden. Verheimsicht werden sollte auch die Gefahr, die diese Mördervrganisation für seden im Lande bedeutet. Jetzt ist wieder ein Attentat auf Stresemann geplant. Und prompt erklärt die Rechtspresse, da» alles sei ja nur der Ausfluß kranker Hirne! Diese A"«rede ist so durchsichtig, daß man angesichts des erdrückenden Materials nur ihre Urheber bedauern kann! im Spekulant Holstein. Ter Sumpf im Kaiserreich. Friedrich von Holstein. Wirksich Geheimer Legationsrai Auswärtigen Amt. hat die deutsch« Außenpiluck in jener Zeit entscheidend beeinilußt, in der DeutsHand weltpolitisch isoliert wurde. Seine Gestalt hat Historiker und Biographen gereizt. Die Frage:.wie erklärt sich sein Einfluß? und die andere: wer war der Mann und was waren sein« Ziel- setzungen? lagen nahe. Die führenden Staatsmänner des wilhelminischen Systems waren fast durchweg nicht der Typ des streng arbeitenden, mit der Last der Agenden kämpfenden Führers der Verwaltung: andern mehr der Typ des durch die Politik schlendernden istotraten, besten Zielsetzungen und Handlungen nicht aus dem Gange der Ereignisse, den großen nanonalen Notwendigkeiten zu erklären sind, sondern aus höfischen und gesellschast- lichen Einflüsten. aus dem Intrigenspiel um Macht und um die Nähe des Monarchen. Die Mcmoirenliieratur der wil- hilminischen Epoche gibt davon ein treues Bild. Vor diesen Männern hatte Holstein nach dem Urteil seiner Zeitgenossen die eisern« Arbeitskrast und den unermüdlichen Fleiß, die große geistige Begabung voraus. Dazu die Sach- und Perfonalkenntniste, die er in dreißigjähriger Amtstätigkeit erworben hatte. Vor allem die Kenntniste der Intrigen und Schliche, der sauberen und unsauberen Geheimnisse des kaiser- lichen Regimes. Sein Einfluß war unterirdisch, aber gewaltig. Seine Deobachter hatten von ihm den Eindruck, daß er Macht wollte. aber daß ihm an dem noch außen Crkanntwerden seiner Macht nichts lag. Er wollte hinter den Kulissen die Drähte zi:h«n. Er hat es getan. Seine Vorgesetzten waren häufig� seine Puppen. H a m m a n n gibt in seinen. Bilder aus der Kaiser- zeit" folgende l�arakteristische Urteil« über ihn wieder: Bis- inarck soll Holst..> den Mann mit den Hyänenauaen genannt haben. Herbert Bismarck riet Bülow, die„Blindschleiche" als Unterstaatssekretär ans Tageslicht zu stellen oder aus dem Amte zu entfernen. Drang nach heimlicher Macht und unverantwortlichem Einfluß— die Macht um der Macht, nicht um des Ansehen» der Macht willen, das war bisher der Errlärungsgrund feiner Biographen. Sie müsten ihr« Auffassung revidieren. Das „Berliner Tageblatt" hat eine Reihe von Briefen aus Hol- steins Nachlaß veröffentlicht, die an seinen Bankier gerichtet sind und neues Licht nicht nur auf hin, sondern auch au? das System werfen, in dem er wirkte. Nicht Macht, sondern Geld! Macht und un- verantwortlichen Einfluß, um damit Geld.zu machen: das ist die Erklärungsformel. die das Wirken des Mannes und seine Zielfetzungen erklärt. Der Inhalt des Briefwechsels: jede neue amtliche Nachricht, jede aus amtsicher Tätigkeit gewonnene Kenntnis von Zusammenhängen, jede Information wird benutzt, um dem Bankier Anweisungen zu Svekulattonen zu geben: täglich, manchmal mehrmals täglich. In diesen Briefen offenbart sich Leidenschaft und innere Anteilnahme an der Spekulation, die über Leidenschaft und Anteilnahme Holsteins an der Politik hinausgeht Da offenbart sich der Gesichtspunkt Holsteins zu den politischen Problemen, die Holstein amtlich bearbeitete— nicht die Fassade, das Prestige seines Landes war der Grund seiner Urteilsbildung, sondern der Einfluß des jeweiligen Ereignisses auf den Börsenkurs. Der wahre Staatsmann muß einen Standpunkt und eine Methode haben. Sei es min, daß er von der Position des Machtpolitikers alle Ereignisse methodisch unter dem Gesichts- punlt der Sicherung des Uebergewichts seines Landes über andere verfolgt, fei es. daß er vom Prinzip des Friedens aus all« Ereignisse unter dem Gesichtspunkt der Derständigun«z wertet und zu beeinflussen sticht. Holstein, der Staatsmann des kaiserlichen Systems, der dreißig Jahr«, von 187? bis 1906. im Auswärtigen Amte wirkt«, ging vom Standpunkt des Spekulanten aus. seine Methode war die des Börsenschiebers. Er hat sie im größten Stil« betrieben. Er hat ihr nicht nur seine Kenntnisse dienst- bar gemacht, sondern seine Handlungen. Unter den vielen Briefen, die das„Berliner Tageblatt" veröffentsicht. finden sich interesiante Stücke über feine Spekulationen aus der Zeit des Burenkrieges. Im Zusammenhang damit ist es inter» essont, daß er zur selben Zeit die Presse im Sinne seiner Aus- fassungen beeinflußt hat. Bei Hammann sind Briefe von Holstein darüber wiedergegeben. Einfluß aus die Entscheidung der deutschen auswärtigen Politik. Einstuß auf die Brests— engste Verbindung von Einfluß und Spekulation. Niemond kann zweifeln, daß die Epekulationsgier von Holstein auf die Politik zurückyefärbt hat. Wir lesen in der„Germania* folgendes Urteil: Wer«twa glaub«» wollt«. Holstein Hab« den Beamten, der vielfach entscheidend in Deutschlands Geschick« eingriff, streng von dem Börsenspekulanten trennen können, der ist n a i v. Denn die Brief« zeigen«ine solch« Monomanie der Gewinnsucht, sie stellen«in, so endlose Kette ununter. brochener finanzieller Auswertung beamtltchex Tätigkeit dar. daß man selbstverständlich sich sagen muß. nicht nur die Ersahrungen de» Diplomaten haben dem Börsenmann ge» nützt, sondern dl« durch gewifle Engagement» berührten Interessen de» Borsenmanne» mußten instinktiv auf di« Tätigkeit de» Viplo maten und Beamten zurückwirken. Es ist in solchen Fällen einv Selbstkontrolle wohl tamn auszudenken: auch wenn Holstein aufs strengste sich zn der Trennung de» Diplomaten vom Spekulanten entschloffen hätte, mären bie zwei Seelen in feiner Bruft bodh irgendwie in Berührung gefomunen. Eine psychologische Zweiseelentheorie tönnte den Versuch unternehmen, die Anlage der Korruption gegen Holstein zu entfräften. Aber seine eigenen Brieje zeigen, daß er vor der offenfundigsten Form der Kerruption nicht halt nemacht hat. Mit seinem Geschäftsfreunde gemeinsam hat er beschlossen, eine befreundete Firma zu amtlichen Lieferungen zu empfehlen. Mit allen Mittel der Intrige und des Terroris mus arbeitet er für die Firma, stößt dunkle Drohungen gegen den Feind im Handelsministerium" aus, der ihm entgegen arbeitet. Die Macht für das Geschäft! minister v. Slieben habe noch vor einiger Zeit den Mut ge habt, es als eine begrüßenswerte Maßnahme zu bezeichnen, daß bei allen fachlichen Krediten des Reichsetats mur 80 Broz ausge geben werden dürfen. Die deutsche Wirtschaft ist nach der Auf faffung Adenauers in einen 3ustand der Erftarrung ge rafen, aus dem fie aus eigener Rraft taum nog hinaus tonne Starfe Worte der Entrüftung fand Adenauer gegen die Anleihepolitit, die die Reichsregierung gegenüber den Gemeinden angeschlagen habe. Adenquer erflärt, daß er durchaus nicht per fenne, daß die Reichsregierung dafür forgen müffe, daß die Währung erhalten bleibe. Aber wenn schließlich alles zugrunde gehe, hätte die Bährung auch wenig 3wed. Man dürfe auch hier den Bogen Hammann hat Holstein nicht uneblen politischen. Macht nicht überspannen. Jede Privatgesellschaft und feder Privatmann willen nachgefagt. Der Machtwille war vorhanden, aber das tonne ausländische Anleihen aufnehmen, soviel ihm gegeben würden. ,, nicht unedle Motiv" löst sich auf in das Motiv des Spetu Den Gemeinden sei allein das gleiche Recht nicht eingeräumt. Die lanten um Geld. Ein widerwärtiges Bild, das Bild dieses Stadt Köln habe in diesem Sommer den Antrag gestellt, ihr Staatsmannes der wilhelminischen Epoche! Pathologische An- cine Auslandsanleihe von 20 Millionen Gold lagen und Erzeffe, intrigante Schliche und terroristische Un- mart zum Ausbau der Stadtbchn zu genehmigen. Troßdem wandlungen, franthaster Haß, wie er nur bei eifersüchtigen dieser Ausbau eine unbedingte Notwendigkeit fel, habe man in Weibern vorkommt, das sind die Charakterzüge, die ihm schon Berlin rüdsichtslos erklärt: Auslande darlehen werden für BahnHammann nachsagte. Nun tritt hinter dem noch das Bild bauzmede nicht genehmigt" Adenauer schloß seine Aus des geldgierigen, fpielmütigen, gemiffenlosen Spekulanten führungen mit der Bemerkung, daß er den Eindrud habe, daß in den hervor so start, daß man nicht umhin kann, den Mann legten Monaten über den Fragen der auswärtigen Politik die wich und seine Politif unter dem Gesichtspunti feiner Spefulations tigsten innerpolitischen Fragen und die der deutschen Wirtschafts interessen zu erklären. politit vollkommen vernachlässigt worden seien. Es sei falsch, wenn man jetzt aus Angst den Beutel zuhalte und nicht mehr arbeiten laffen wolle. Die Arbeitslosen müßten in den Bro. duktionsprozeß wieder eingespannt werden, alio fel es zunächst erforderlich, die Industrie dadurch wieder in Gang zu bringen, daß Aufträge durch Reich und Kommunen wieder geschaffen merden. Der Deutsche Städtetag habe sich noch vor 14 Tagen. mit all diesen Fragen befchäftigt. Es sei ihm aber nicht gelungen, bei der Reichsregierung einen Erfolg zu erzielen. Der Bürgermeister appelliert dann an die Barteien, ihren Einflußz in den parlamentarischen Fraktionen geltend zu machen. Nur wenn im parlamentarisch regierien neuen Deutschland bie Partelen fich entschieden hinter die Forderungen der Kommunen ftellen, werbe ein Erfolg erzielt werden fönnen. Es wird eine lohnende Aufgabe für Hiftorifer fein, zu untersuchen, wie die Schwankungen der deutschen Bolitik bei den Verhandlungen um Algeciras, die Holstein hervorrief, aus der jeweiligen Lage seiner Spetuíationen zu ertlären find! Die Politik einer Großmacht, entscheidend, beeinflußt von der Geldgier eines Spetulanten! Diefer 3ug hat zu dem Charakterbild des wilhelminischen Regimes noch gefehlt. Die reiche Memoirenliteratur hat seine innere Fäulnis in vielen Einzelzügen aufgedeckt: den Kampf aller gegen alle, die perfönlichen Intrigen, die Camarilla und das persönliche Regis ment, die unterirdischen Kräfte, die mit dem Gefchid von ... Staat und Bolt spielten, und bei denen Holftein eine hervor. ragende Rolle gespielt hat. Ein größenmahnsinniger Kamö biant an der Spize, machtlüfterne Schmeichler, Kriecher, InBei der Abstimmung wurde der sozialdemokratische triganten um ihn, die Spize und die Aemter beeinfluffend, Antrag, der ber bürgerlichen Mehrheit zu meit ging, abge. hinter den Kulissen aber der gewiffenlose Spetulant im größtent. Annahme fand ein Zentrumsantrag, der ganze 500 000 ten Stile, der die Buppen des diplomatischen Stils tangen mart als einmalige Beihilfe an Erwerbslose und Nofleidende beläßt, um hausse und Baisse zu seinem Borteil zu erzeugen. reitstellt. Die Briefe Holsteins hatten im Mofail der Memoirenliteratur aus der wilhelminischen Epoche zur Komplettierung noch ge fehlt! Und heute noch soll das deutsche Volf den Häuptern bieses Systems Hunderte von Millionen ausliefern! Erwerbslosendebatte in Köln. Adenauer gegen die Wirtschaftspolitik Luther- Schlieben. Köln, 18. Dezember.( Eigener. Drahtbericht.) In der Kolner Stadtverordnetenversammlung standen am Donnerstab abend fozialdemokratische Anträge zur Linderung der Ermerbslosennot zur Debatte. Die fozialdemokratische Frathon hatte neben der Gewährung einer einmaligen Weihnachts. beihilfe an alle Bedürfügen in ihren Forderungen auch Rotstands. arbeiten verlangt und den Anirag gestellt, den Oberbürgermeister zu beauftragen, bei der Reichs und Staatsregierung Dorftellig zu werden, damit die mestdeutschen Kommunen, die be fonders start unter der gegenwärtigen. Erwerbslosigkeit leiden, tartere Unterstübung finden. 2 Die Reichsfinanzen im November. Die Maffenbelaftung fteigt, die Befihbelastung finft. Das Reichsfinanzministerium veröffentlicht den Ausweis über die Einnahmen des Reichs an Steuern, Böllen und Berbrauchsabgaben im November. Die wichtigften Ergebnisse sind folgende: Lohnsteuer Umfazsteuer Beförderungssteuer Bolle und Verbraucheſteuern Maffenbelastung Befizbelastung Gesamtauffommen Rovember in Boran April/ Nov. Schlag 代 と 7. Mon. Mehr anf fr fr in. 302 FF 902 0% 118 22 07in 50% tommen in M. M. 97 18 989 21 800 1002 21 920 189 82 29 5 23 5 188 45 160 80 404 70 133 25 657 1274 26 1: 008 266 3 4981 73 2916 1 298 27 1812 4796 4.228 zahlungen enthalten find. Dagegen fast fich eine guter Bergleich mit dem Ergebnis Dom, November 1924 durchführen. Während nam 1. Oftober d. Jab die Umfagfteuer non 1% auf 1 Broz ermäßigt worden ist, murde fie vom 1. Ottober 1924 ab von 2% auf 2 Broz ermäßigt. Der Steuerfas mar alfo im vergangenen Monat mur holb fo hoch mie im November 1924. Dementsprechend hätte man auch nur ein halb so hohes Autommen erwarten dürfen. Tatsächlich zeigt sich, daß bie Imfagiteuer vom November 1924 153 Millionen einbrachte, im November 1925 dagegen immer noch 97 Millionen, also nicht die Hälfte, fondern nahezu zwei Drittel. Insgesamt hat die Massenbelastung über 400 millionen aufgebracht, während die Besiz belastung mur 133 Millionen erbrachte. Die Reichseinnahmen ftammen also auch in diesem Monat wiederum zu 75 Broz aus der Mailenbelastung und nur zu 25 Broz aus der Besizbelastung. Daß dieses Ber hältnis bereits feit dem 1. April d. besteht, geht aus den Erträgen in der Zeit von April bis November hervor. Hier entfallen auf die Maßenbelastung 73 Broz, auf die Beltzbelastung 27 Broz Der unverändert hohe Anteil der Niaffenbelaffung trotz der Senfung der Lohnsteuer und Umsatzsteuer beruht einerseits auf dem hohen Ertrag der Zölle und Verbrauchsffeuern und andererseits auf den großen Befißfleuerslundungen. Die letzten beiden Spalten der Tabelle zeigen schließlich, daß die Mehreinnahmen des Reichs gegenüber dem Boran fchlag für die bisher abgelaufenen 7 Monate des Rechnungsjahres 1925/26 ganz allein aus den Maffensteuera flammen. Die Besig fteuern haben nicht nur feinen Ueberschuß geliefert, fondern sogar 14 Millionen weniger aufgebracht, als ber Boranschlag vorsicht. während also die Mallenbelastung einen Ueberschuß von 582 Millo nen Mart lieferte, beläuft sich der Gesamtüberschuß des Reichs nur auf 568 Millionen Mart. 1: Reichsbahn und Bahnschuh. Sonderbare Borfälle. ** Die Reichsbahnbireliion, Breslau ließ nach Be endigung der großen Herbfimanöver der Reichswehr ben fog. Bahnfchuß zu einer militärifden lebung, verbundest mit Scharfschießen und handgranatenwerfen, nach dem Truppenübungsplan Neuhammer transportieren, Seit dieser Zeit stehen die drei zum Transport dienenden Baustoffzüge ,, im Boltsmund Man archie- Biederherstellungszige" genannt, auf ihren Stationsorten, ohne daß über den Berbleib der jmeren. Majhinengewehre und der unfeinrichtung ausfunft an das Be triebspersonal gegeben werden fonnte. Wie unser Breslauer Parteiorgan feststellt, find die verantwortlicher Leiter des Breslauer Bahn fchutes, die Reichsbahnoberräte Galle und Gräger fomie der Oberbahnmeister Sale wifi, als Anhänger des Stahlhelm unb der Baterländischen Berbände befannt. Da die Reichsbahndirettion Breslau es bis fegt abgelehnt hat, auf die An fragen unseres Breslauer Parteiblattes auch nur eine Animart zu geben, dürfte sich der Reichsverfehrsminister vielleidt bazu äußern, mas es mit dem Breslauer Bahnschutz und feinen Schieß- und Handwaffen für eine Bewandnis hat. Belgische Finanzjanierung Finanzminister Janffen brachte am Donnerstag das Budget ein, das insgesamt 580 Millionen Frant Mehrsteuern vorfieht. Er fowie Außemninifter Bandervelde erjuchten die Kammer, das Budget noch vor Ende dieses Jahres zu 582 verabschieden, um die Balutajanierung zu sichern. Die fozialistische 14 Fration wird voraussichtlich die Regierungsvorschläge feineswegs im Prinzip befämpfen, sondern nur auf gründlicher Diskussion 668 bestehen. Wie aus dieser Uebersicht hervorgeht, hat sich die Lohnsteuer Dieser Antrag veranlaßte den Oberbürgermeister Adenauerfehr gut gehalten: Gegenüber dem Oftober mit einem Auffommen zu Ausführungen, die fich gegen die Politik der Reichs- und Staats von 121 millionen weist der November nur ein Minderaufkommen regierung richteten Adenauer bezeichnete bie Steuerpolttit bon 3 Millionen auf. Hierbei ist zu berüchtigen, daß sich erft in ber bisherigen Reichsregierung als alten volts. diesem Monat die festen Ermäßigungen für die unteren pirifchaftlichen Notwendigkeiten mibersprechend. Einkommen poll ausgewirt haben und daß gleichzeitig arbeits. Sie habe ihr gut Teil an dem Zustand der deutschen Wirtschaft bei Ibfigfeit und Kurzarbeit immer mehr um fidh greifen getragen. Die fernere Entwidlung erfülle jeden Einsichtigen mit Einen größeren Ausfall meift dagegen die Umfassteuer auf. großem Schreden. Die Reichsbahn stode, schon seit zwei Jahren Ihren Ertrag fann man jedoch nicht mit dem Ergebnis des Vorpollfommen mit ihren Bestellungen und der bisherige Reichsfinanz- monats vergleichen, weil im Monat Oftober die Bierteljahrs. Nachtgang im Winter. Bon H. Eberhardt Schweigende Fläche. Schwarz gähnt in der Ferne der Bald. Ein bleiches Gespenst, falt, meit, der Moitd. Die Luft mie tausend Kristallipigen läßt Augen und Mund erstarren. Ein Bach längs des Beges, stumm geworden, zieht ein meißes Band, frumm, in unbekanntes Dunkel. Unter den Füßen springt das Eis des alten Landweges, auf dem noch im Herbst die schweren Pferde der Bauern die legten Rüben ins Dorf gebracht hatten. Nun ist das Schweigen gekommen, die Stille, der Schlaf. Mein Kamerad, ein Norddeutscher aus den Marschen, ein schweigender Gefell, bleibt plöglich stehen. Du," beginnt er, der Frühling, der Sommer, ber Herbst, ich hab' fie ganz gern, aber der Winter ist meine Heimat. Herbe, verschlossen, nicht zeigen, was unter der Oberfläche vorgeht, ftols eine Miente zur Schau tragen, immer das gleiche Gesicht. Und doch glaube: diefe Stille ist nur Schein, heb nur ein wenig die meiße Decke und tausendfady siehst du es: zuden und pulsen. Der Frühling ist laut, der Sommer offen, der Herbst perschwenderisch, aber der Winter ein gleichbleibender Strom. der Ruhe, der Reinheit. Ich war in den Steppen Afiens. Da erit meiß man, was der Winter bedeutet. Nie sind die Sterne so blizend, nie ist der Himmel so weit. So weit hein Auge reicht, eine emige weiße Fläche, und du ein einsamer Mensch in diesem unend lichen Raum bekommst so unmenschliches Heimweh! Du möchtest beten und weißt nicht zu mem. Und plöglich hörst du ein Singen, du lauſchſt und dann ist es die Steppe, die dir singt. Und die weiße, weite Steppe wird Gestalt, und bas Lied ist ein Schrei der Sehnsucht. Die Sterne blinken wie Tränen, die sich der einsamen Schwester vermählen möchten. Eine unsichtbare Gewalt wirst dich zu Boden, deine Urme breiten sich aus, und dann fühlst du, wie sie dich umarmt die Steppe, und dann weißt du mit einemmal: Die Mutter. Die Steppen Afiens, Kamerad, find feltfam. „ Ich kenne die Bußta und weiß, die Menschen werden sehnsuchts. trant, die sich ihr hingeben, ich mag fie darum nicht, frogbem fie einen, ben fie einmal padt, nie mehr last. Aber die Nacht, das Schweinen hat sonderbaren, Einfluß auf den Menschen." Wir schritten weiter, und ich mußte thm die Hand drüden, dem fchweigjamen Kameraden aus den Marschen. U.S. A. als- Frauenstaat. Der wrischaftliche Sieg, den Amerita im Bettrieg errungen hat, zeigt sich nicht nur in dem materiellen Uebergewicht der Berein gien Staaten, fondern auch in so manchen Kulturerfcheinungen. Dazu gehört der Siegeszug, ben bas Girl, der Typus der amerita. nischen Frau, in den lezten Jahren angetreten hat. Unsere Mode, unsere Tänze, bie ganze Stellung der Frau in der Gefellschaft und im Gefchäftsleben wird durch dieses Vorbild der Amerikanerin he einflußt. Sie habe uns nicht nur den Bubenkopf, den kniefreien Rod und den Jazz gebracht, sondern auch die Vermännlichung des Weibes, den Drang zur Selbständigkeit, die Liebe zum Sport u. a. Diese Bedeutung der Amerikanerin für die Kultur nach dem Kriege. und die Eigenart ihrer Entwicklung betont Friz Giese in seinem soeben im Delphin- Berlag zu München erschienenen Bert Girlfultur". Er geht dabei aus von der Erscheinung der Girls, die jetzt auf Besonderheit aus dem Wesen der Amerikanerin, die in der neuen den Bühnen der ganzen Welt Triumphe erringen. und erklärt thré Belt sich eine ganz andere Stellung eroberte als die Frau in der alten Welt. Da die Frau in den ersten Jahrhunderten der amerika. nischen Geschichte wie in allen Kolonialstaaten selten war, so galt fie als Kleinod, als Gegenstand heißer Kämpfe und gewann ein Uebergewicht, so daß Gicje die heutigen Bereinigten Staaten ge tadezu als einen Frauenstaat" bezeichnet, als ein Gebilde, in dein die Frau entscheidenderen Einfluß nehmen kann als andersmo." In Menschen des deutschen Mittelalters, und mie damals im Minne ihrer geiftigen Entmidlung erinnern die Amerifaner vielfach an die dienst der Ritter, so wird auch heute in Amerita die Frau verehrt und angebetet. Freilich die Ritterdienste des Mannes zeigen fich nicht mehr in Turnieren und Abenteuerfahrten, sondern im Ber dienen von möglichst vielen Dollar, mit deren Hilfe ber Mann feiner Königin alle Schäße der Welt zu Füßen legen tann. 1 Durch diese Auffaffung ist auch die Stellung der Frau im Haushalt vollkommen verändert:" Der Mann tocht, er wäicht ab, pflegt die Kinder, er holt ein, das ist der Zustand der bürgerlichen Gesellschaft oft genug." sagt Giese Kinderwagenschieben entwürdigt den waschen der Teller, und er soll und wird es eher immer noch felber Mann ebenjowenig wie das Anstreichen. der Dielen oder das Ab tun, als es der Frau des Hauses überlassen. Denn die Erinnerung en das Kle nod ist so angeboren, baß man sie zu schonen hat, daß man ihr alles aus dem Wege räumt, was ihr, der Gebieterin, störend ist. Durch diese Borzugsstellung fann die Frau ihre Per. fönlichkeit mehr fultivieren als der Mann; ihre Schulbildung ist nicht schlechter ais bie der Männer, aber sie hat Zeit, etwas für Bildung zu sorgen, durch die fie dem Mann imponiert und durch die fie ihn 3u fich emporzieht". Go fommt ber einseitige Dollarmacher in ein ftarles Abhängigkeitsverhältnis zum meibt chen Element. Die Frau ist in den meisten Fällen die offiziell Stärkere, in privaten Be. iehungen ist sie es drüben wohl immer." Ein freiheitliches Studentendrama. Die Zeit vor hundert Jahren, da die deutiche Burschenschaft gegründet wurde, um für die Freiheit Deutschlands zu fämpfen, hat Starf Neurath zum Bor wurf eines neuen Dramas benutzt, das er unter dem Titel„ ret. heitssturm foeben vollendet hat. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Jenenser Privatdozent Karl Follen. der Künder eine neuen freiheitlichen Staates, und fein Freund Karl Sand, der Mörder Rozebues, dessen Schicksal den Hintergrund des startbewegten Dramas bildet. Ein brandenburgisches Naturber fmal. Die Deblänbereten an den Hängen der Lebufer Oberberge follen as Naturbeutmel erhalten werden. Das ge'chiebt zim Echuße der bort sorkommenden Nefte. von pontischer Sie find baber der Stadtgemeinde Lebus als Eigentum überwielen worden. ora, befonders einer großen Anzahl von Frühlings Adonistöschen( Adonis Tschiffcherin und Ratowski auf der Reise nach Mastam. Der fische Bottstowniffer für auswärtige Angelegenheiten Tschitterin während Tichitscherin beabsichtigt, einen Tag in Berlin Aufenthalt und der Boffchafter Rafowsti find gestern abend pon Baris abgereift. zu nehmen, fährt Rafomsti bireft nach Mostau. Das polnische Budgetprovisorium für das erfte ierteljahr 1928 murde nom. Sejm bewilligt. Die Frattion der polnischen Sozial. demofratie: enthielt sich der Stimme. Sie erklärte, an der Herabfegung der Militärdienstzeit und der Retrutenzahl als Bedingungen für ihre Teilnahme an der großen Roalition festhalten zu müffent. Wirtschaftsleben. Bon Alfred Rezz Schoffe Schieber. Rahmabschöpfer. Wo man hinfpudt, blühn fie leider. Gauner. Hehler. Sauger. Schröpfer. Banzen. Schufte. Halsabschneider Diese Biebren und Behäbigen Schlagen jedem Recht ein Schnippchen. Dieser Ausbund alles Schäbigen. Rocht an Menschennot sein Süppchen. Bie verheerende Geschmüre Birtt das heimliche Berbrechen Der Schmaroßer und Bampyre, Die den fargen Sult ſchmachen. Maaaber wartet! Die fich täglich Dreifter ihren Stintsad stopfen, Bird die Fauft des Rachers elligi.mp Auf die feisten Finger topfen. ( Alfred Kerr lagt foeben im 3. Spaeth- Betlag, Berlin, Cabrios, Ettonben bes Nebenstromsin ber berbfatirishen Art des Malers Goya erfheinen.) und Die Kaiser- Wilhelm- Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften veranstaltete in ihren Räumen im Schloß den zweiten Vortrags Wilhelm- Instituts für Eifenforsdung in Düffeldorf, sprach über das abend biefes Winters. Prof. Dr. Rorber, Direktor bes Kaiser. Thema:„ ll mwandlungsvorgange bet Metallen und Legierungen, ihre Bedeutung für Theorie u Braris der Metalle, insbesondere Don Eisen und Stahl Der Borttagende führte etwa folgendes aus: In den Metallen und Legierungen, vollziehen fich vielfach nach erfolgter Erstarrung Umwandlungen, die sich durch Aenderungen der Eigenschaften fundtun. Solche Borgänge werden gerade bei technisch be deutsamen Metallen beobachtet und, find zumellen für die technische Berwertbarkeit der betreffenden Legierungen von entscheidender Be deutung. Der Vortragende erläuterte eine Reihe derartiger Fälle, mit befonderer Ausführlichkeit die Unifriftallisationsvorgänge im Eisen und Stahl, und belegte durch eine Anzahl Lichtbilder die Ergebnisse ber modernen Metallforschung, die mit Hilfe mitro ftopischer Gefügeunterfuchungen und feinbaulicher Studien mittels Röntgenstrahlen wichtige Aufflärungen zu diesen Fragen gebracht hat. 3m effingt eater findet die Bremere bon Strinbberas, Start XI am Mo tag ftatt. Die zu Sonnabend gelöften starten behalten ibre Gültigkeit Drlam nfsreben im Rund unt. Ter Aelteftenanfchuk des lettländiffen Barlaments bat beschlossen, fünftig bie Barlamentsieden durch Rundfun! weiterzugeben. Diamanten und Gold in Miffelafrifa. Bie aus Britij- Zongon'la ge meldet wird. hat man in Mwanza els Diamantenfeld von großem Berte entbedt. Man fand bort einen Sten von 5, Rarat unb vier andere von Nach bielen neuen Funben feint es, daß fic in Mittelaf: ita ein wertvolles 5-21, Starat Mwanza liegt an der Süplüfte vom Bitoria- jangalee. Diamantenfeld befindet. Auch wurde aus. dem Diftritt Arutimi gemeibet, bag bort Gold und Diamanten entbeat worben finb. Grundvermögenssteuer im Landtag. Die Berabschiedung durch die Teutichnationalen fabotiert Der Ständige Ausschuß muß entscheiden. Dez 2 and tag übermies heute nach Erledigung von Eingaben berichten den Geschäftsbericht der Preußischen ZentralgenossenschaftsPaffe fomie den Gefegesantrag v. Campe( DVB.) über die Berein fachung der Verwaltung der Ausschußberatung. Gleichfalls ohne Missprache wird in einer Reihe von Fällen die Genehmigung zur Strafverfolgung von Abgeordneten. versagt. Hierauf trat das Haus in die dritte Beratung der Novellen zum Grundvermögenssteuergeset Die Novelle bringt die Berlängerung der bisherigen Bestimmungen über das Grundver mögenssteuergejez bis zum 31. März 1927. Der Ausschuß hat eine Reihe von Bestimmungen in das Gefez aufgenommen, die u a Bächtern und Mietern ermöglichen, unter bestimmten Berausfegun gen von der Zahlung der Grundvermögenssteuer befreit zu merden. Nachdem der Vorschlag auf Beschränkung der Redezeit auf zehn Minuten für jede Frattion abgelehnt ist, trägt Abg. Dr. Kaufhold ( Dnat.) die Bedenten seiner Pariet gegen das Gesez vor... Neubauten müffen nicht erst am 1. April, sondern bereits am 1. Januar 1926 von der Steuer befreit fein. Bir werden in den michtigsten Bunften namentliche Abstimmung verlangen. Befreiung muß auch eintreten, wenn Mieten oder Bacht nicht eingehen; das ist in das Gesetz hineinzuschreiben Finanzminister Dr. Höpfer- Aschoff erklärt, schwerwiegende Gründe bestimmen die Regierung zu ihrer Haltung und weist darauf hin, daß die Katafterämter die Anmeifung haben, die Steuer zu ftunden oder niederzuschlagen, wenn der. Hauseigentümer nachweiſt, daß er die Miete oder Bacht nicht bekommen hat. Die Beschlüsse der zweiten Refung feien übereilt gefaßt und ließen fich nicht aufrechterhalten; das gelte befonders von der Bestimmung, daß bei Zuschlägen über 200 Proz. die Genehmigung des Ministers des Innern erforderlich sei. Abg. Blant( 3) wendet sich gegen den Abg. Kaufhold. Wenn es nach ihm ginge, wiffe man überhaupt nicht, mer noch Steuern zahlen folle. Der Redner empfiehlt die Aenderingsanträge, die von feiner Bartei zusammen mit Demokraten und Sozialdemokraten eingebradt find. In der Abstimmung bleibt es bei der Berlängerung der Geltungsdauer bis zum 31. September 1926 Die deutschnationale Forderung, bie Verlängerung bis zum 31. März zu befristen, wird abgelehnt. Woh nungsnetzbarten und Siedlungen werden auf die Dauer von 5 Jahren von der Steuer befreit. Die deutschnationale Forderung, nicht nur die Wohnungsneubauten, sondern auch die Fabrifneubauten und der. gleichen von der Steuer zu befreien, wurde abgelehnt. Bet der, Abstimmung über das Gefeß im ganzen machten die Dernationalen das Haus beschlußunfähig Sie haben auf diese Beise die Regierung und den Landtag gezwungen, im Laufe der nächsten Boche mit Hilfe des Ständigen Ausschusses die Bermögenssteuergeseźnovelle zu verabschieden. Sie muß verab. [ chtebet merden, weil das Grundvermögenssteuergeses in feiner jebigen Gestalt nur bis zum 31. Dezember 1925 Geltung hat 3 Das Hans befchäftigt, fich darauf mit der zweiten und dritten Berafung des Initiativ- Gefeßentmurfs über die Weäeranarsie. Es scheint so ziemlich alles durcheinander zu gehen. Wenn es auf der Erde dermaßen funterbunt durcheinandergeht, darf sich die übrige Natur nicht normaler gebärden. Die Witterung verabfolgt uns da feit einiger Zeit ein wenig verdauliches Programm. Ein nedisches Better! Der Dezember scheint beim launischen April pumpen gegangen zu sein, denn dieser jähe Mischmasch ven Frost und Taumetter, pon scharfer Kälte und laumarmer Grippeftimmung ist taum in diefer Jahreszeit geboren worden. Ein heftiges Schnee treiben in den geftrigen Abentstunden war das Eröffnungspros gramm, fchon gegen 9 Uhr schwamm der Straßengänger( beffer Straßenfämpfer) in einem lebrigen Matsch, der sich im weiteren Berlaufe der Nacht in einer wahren Sintflut der Schneeschmelze auflöfte. Ein unangenehmer Schlag für die Schlittschuhläufer, die Sti und Rodelfreunde, die fo thre Hoffnungen schmählich zu Wasser werden fehen. Aber audy ihnen. tann. Troft werden. Denn noch ist nicht aller Tage Abend. Schon für den tommenden Sonn. tag fünden bie Betterpropheten erneuten Frost an Ganze ift wie eine Weihnachtstifte mit lauter bligichnellen Ueber: raschungen. Dreimal hat es nun schon mächtig gefreren, dreimal nicht minder mächtig getaut. Diesen Luftströmungen, für die die Fachleute so exatte Formeln gefunden haben, scheint überhaupt nicht mehr zu trauen zu fein! Anarchie im Beliau! Der Himmelsmaschinist sollte feine aus dem Wetterhäuschen geratenen Geister ein mal zur Ordnung rufen. Aber dieser Appell wird wohl mur menig nügen. Tröften wir uns daher auf Sonntag, von dem die Better menschen so frostreich zu fingen missen. Jm unbewachten Augenblick. Zwei Kinder aus dem Fenster gestürzt. Das Bon einem tragischen Geschid ist die Familie des Regierungsrats Rieß in der Marienbader Str. 1 zu Schmargendorf heimgesucht. Eines ihrer vier Kinder liegt fett einiger Zeit an einer ichweren Blutvergiftung darnieder, ein anderes ist an Shazia ertranft und liegt im Wilmersdorfer Krankenhause. Gestern abend stürzten die beiden ältesten Kinder, die 12 Jahre alte Tochter Grifa und der zehnjährige Sohn Hermann aus dem Fenster des dritten Stods auf den Hof hinab. Sie hielten sich gegen 7 Uhr im Speisezimmer auf, während die Mutter in dem anstoßenden Schlafzimmer das an Bergiftung erfrantte Kind besorgte. Bei dem Versuch, aus einem Fenster des Speijezimmers in das zu diesem im rechten Winkel gelegenen Schlafzimmer hineinzusehen, verloren beide das Gleichgewicht und fielen auf den Hof hinab. Die Mutter im Schlafzimmer nahm von dem Unglüd nichts wahr. Erst nach einer Biertelstunde sah die Tochter des Pföriners die beiden Kinder schmer verlegt auf dem Hofe liegen. Sie wurden von der Feuerwehr nach dem Wilmersdorfer Kranten hause gebracht. Der Knabe ftarb schon im Laufe des Abends, das Mädchen ist auch so immer verlegt, daß es faum mit dem Leben davonkommen wird. Auch eine Verlobung". Gewährung einer einmaligen Zuwendung an Beamte. Die Beamten der Gruppen bis 4 bekommen danach ein Riettel Monatsgeheit, die der Gruppen 5 und 6 eine solche von einem Fünftel des Monatsgehalts. Es find Mindesthäßze vorgesehen, die bei 30 Reichsmart beginnen.. Weitergehende Unträge werden abgelehnt. Die Borlage felbst wird mit großer Mehrheit in zweiter und dritter Befung angenommen. Bei der Schlußabstimmung findet die Borlage gegen die Stimmen der Rommuniften Annahme.( Buruie rechts. Die Romamtes stellte fest, daß beibe 3yantali genommen hatten. munisten rufen: Wir machen den Betrug nicht mit!" Gelächter:) Ohne Debatte werden in britter Beratung und in der Schluß abstimmung berfchiebene. Lleinere Gefeßentwürfe angenommen. Das Haus stimmt auch in zweiter und dritter Lesung bem Gelegentwurf zu, der die technischen Bedingungen des Ber ahrens bei Boltsbegehren und Boitsentscheiden in Breußen regelt, und vertagt sich gegen% 2 Uhr auf Dienstag, ben 12 Januar 1926, nachmittags 2 Uhr. Finanzkonflikt in Preußen? der Haite von Holztloben am Richtertisch vormachen. Ein selamer Anblic: Die Gräfin, in hellgrauen Brofatschuhen mit grauseidenen Strümpfen und Brillanten in den Ohren. Borf.: Angeklagte, pa ist ja niemals Holz gefunden worden beim Bräsidenten. Angeklagte: Ich nahm das Holz wieder zurüd und habe es im Salon in meine Kommode gelegt. Nun lacht alles. Der Justizwachtmeister bringt dann am Richterpult hin und her. So mill die Angelagte eines ein Badetuch und die Gräfin padt die Holztloben hinein und geht Tages im Hause des Präsidenten Ried auf der Treppe gestanden haben. Zeugen befunden aber, daß nicht Holz, fondern ganz etwas anderes in dem Badelafen fich befunden hätte. 11 Uhr normittags. Das funteinde Potsdamer Sriftall verfchwindet von dem Bemes tisch. Wäsche, viel Wäsche wird ausgebreitet und auf dem Gerichts forridor figt Frau Bandura, wartet auf ihren Aufruf und strict Strümpfe für Herrn Präsidenten zu Weihnachten, mie fie ftola erzählt... Der Pfleger als Kläger. 3m Krankenhaus am Urban. Ein im Krantenhaus am Urban angestellter, sechs Jahre in Dienste der Stadt beschäftigter Pfleger murde fristlos entlaffen. Warum? Das tam vor dem Gewerbegericht zur Sprache, ma ber entlassene Pfleger S. unier Berufung auf§ 84 des Betriebs rätegesezes feine Biedereinstellung forderte. Der Verwaltung des Krankenhauses murde eine von Patienten laffung eines zum Abbau bestimmten Pflegers mandle.( Es handelt unterzeichnete Resolution übermittelt, melche sich gegen die Ent aber nicht um den Kläger S.) Der als Zeuge vernommene Direktor des Krantenhauses am Urban, Brofessor Dr. Schüd, ist der Meinung die er aber nicht durch Tatsachen belegen fann, daß der Pfleger S. dieje Petition verfaßt oder doch veranlaßt habe. S. habe sich dadurch als ungeeignet für feinen Boften erwiesen, denn Krante dürften mit solchen Angelegenheiten nicht befaßt werden, meil fie baburch beunruhigt würden. Ferner wird dem Pfleger S. um Bormurf gmacht, daß er einem ziemlich wiederhergestellten Patienten, der auf Unordnung einer Pflegerin fleine Hilfsdienste auf der Station verrichtete, dies unterfagt hat, weil der Patient zu den betreffenden Arbeiten nicht geeignet und deshalb für den Pfleger mehr hindernd als förbernd war. S. foll auch den Patienten allgemein untersagt haben, Arbeiten zu verrichten, die den Pflegern g tommen. Lediglich diese beiden Falle find es, mit denen die fristlose Ent laffung begründet murde. Als der Vertreter des Klägers auf die Mangelhaftigkeit dieser Entlassungsgründe hinwies, betonte Direktor Schüde, die Entlassung habe nicht er, sondern das Bezirksamt Kreuzberg verfügt. Man darf aber hoch mohl annehmen, daß das Be zirfsamt, bas ja die Borgänge im Krankenhaus nicht aus eigener Anschauung fennen tann, die Entlassung auf Grund von Berichten us dem Bureau des Direttors ausgesprochen hat. Bie aus der Berhandlung hervorging, herrscht zwischen dem männlichen und dem weiblichen Pflegepersonal im Krankenhaus am Urban ein gespanntes Verhältnis, das feine Ursache hat in der Be fürchtung der männlichen Pfleger, sie würden nach und nach ab gebaut und durch meibliches Pflegepersonal erfest werden. Aus dem unfellegialen Verhältnis zwischen Pflegern und Pflegerinnen erklärt es fich mohl, menn folche Bortommnisse, wie die im vorliegenden Falle als Entlaffungsgrund geltend gemachten, der Direttion in ein feitiger und übertriebener Beise dargestellt werden. Bei der objet tinen. Untersuchung vor Gericht stellten sich die Dinge freilich viel harminjer bar, als fie der Direttor gesehen hatte. Hinsichtlich der Betition wurde festgestellt, daß fie von einem Patienten verfaßt und in Umlauf gefekt worden ist. Eine unaufgeflärte Tragödie spielte fich gestern abend in dem Haufe Eisenacher Straße 66 zu Schöneberg ab. Hier wohnte als Untermieter ein Dberingenieur Konrad Bosch, der den Besuch feiner Braut, einer 19 Jahre alten Elie D., aus der Kyffhäuser Straße 19 erhielt. Bosch, ein Mann von 30 Jahren, der eine gute Mädchen verloben molle und beauftragte fie, ein Ber Stellung befleidet, erzählte feiner Wirtin, daß er sich mit dem Das Gericht tam zu der Entscheidung, daß der Kläger wieder einzustellen oder mit 1200 m. zu entschädigen ist. angeblich mit der Braut und deren Mutter, die noch erwartet gefagt: Es ist hier ein einfacher Fall ohne Grund zu einer Hauptlobungseffen zurecht zu machen. Nach dem Effen wollte er in den vom Magistratsrat Schulz verfündeten Urteilsgründen wird werde, ausgehen. Als die Mutter- bann tam, fand sie das Paar und Staatsattion aufgebauscht worden. Was die Petition betrifft. befinnungslos auf dem Sofa figen. Ein Arzt des Rettungsfo ist zu fagen, daß Patienten, die doch nur zu ihrer Heilung im Strantenhause find, mit solchen Angelegenheiten nicht behelligt werden dürfen. Wenn der Kläger das getan hätte, jo mürde er eine grobe ungehörigkeit begangen haben. Es ist aber nicht nachgewiesen, daß er fich an dieser Sache beteiligt hat. Auch der Fall mit dem Batienten, der Hilfeleistungen verrichtete, ist fein Entlassungsgrund. Wenn der Kläger dem Patienten die Ausführung von Hilfsdiensten unterfagte, so ist das nicht in der Ordnung, aber als Grund zur Ent faffung nach einer fechsjährigen Dienstzeit reicht das nicht aus. Es hätte gemilgt, wenn ihm die Verwaltung einen energischen Vermeis erteilt hätte. Die Mißhelligkeiten, welche zwischen dem männlichen lung durch das Gericht. Sie find zu bedauern, weil sie der Krankenund dem weiblichen Personal bestehen, unterliegen nicht der Beurtei behandlung nachteilig sein fönnen. Bach war bereits tot. Das Mädchen wurde ins Leben aurudgerufen und nach dem Krantenhaufe gebracht. Es befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr, tonnte aber noch nicht pernommen werden. Man weiß deshalb auch noch nicht, was die Beranlassung zu dem versuchten Doppelfelbstmord mar. Der Mutter des Mädchens ift fie unbekannt. Wie es heißt, foll Bosch fchen öfter Selbstmordgedanten geäußert haben. Ein Schwindel Lotterie Unternehmen. Bon unbekannten Mittelspersonen werden zurzeit, wie der Polizeipräsident mitteilt, besonders von Hamburg und Altona aus in großen Mengen Profpefte, Sahlfarten und auch Lose der Landsbrugs.laffe Lotteriet und der Dänischen Koloniallotterie" au die Bevölkerung versandt. Durch Bost wird zum Spiele an den genannten. Lotterien aufgefordert. Biele Bersonen sind um ihre Einfäße betrogen worden, ob mohl bereits in der Breffe vor der Beteiligung an berartigen Unter nehmungen gewarnt worden ist. Auch sind die Beteiligten offenbar oft im unflaren über die gefeßlichen Borschriften. Das preußische Gesetz vom 29. August 1904( Gefeßesfammlung Seite 253) unter Strafe, so baß die Geschädigten außer dem erlittenen stellt schon die Beteiligung an ausländischen Lotterieunternehmungen Berlust noch gerichtliche Bestrafung zu gewärtigen haben. Vor der Beteiligung an ausländischen Lotterien, besonders an den genannten Schwindelunternehmungen fann daher das Publi 3meddienliche Mitteilungen zur Ermittlung der Täter bzw. deren fum im eigensten Interesse nicht dringend genug gemarnt werden. Mittelspersonen werden erbeten, an das Bolizeipräsidium, Berlin, Abteilung 4. Dienststelle C 8. Abteilung 4. Dienſtſtelle C 8. 2. Das luftttliche in der Runft. Der Finanzminifter fordert 150 millionen. Ter Landtag verlangt einen genauen Bedürfnisnachweis. Der Hauptausschuß des Landtages gab dem Finanzminifter die Ermächtigung für die preußischen Beamten ber Gruppen I- VI biefelbe. Regelung mie im Reich zu treffen. Ueber den. Gefeßentwurf über die Bereitstellung von 150 millionen Mort für die Ausgestaltung des staat. fichen Belizes an Bergwerfen, Häfen und Elektrizitätsmerten Jomie zur Förderung der Landeskultur erstattete Abgeordneter Siering( pz.) Bericht Sierung erflärte, daß es nicht leicht sein werde, die erforderlichen Mittel im Inlande aufzubringen. Zugleich forderte er klarheit über die Berwendung. Finanzminister Dr. Höpfer- choff betonte, daß im Laufe des legten Jahres bereits erhebliche Mittel für Deblandtultiplerung, für die Hafenverwaltung in Emben, Wesermünde, Wilhelmsburg ufm. fomie für bie Elettri zitätsverwaltung ausgegeben, morden feien Ausgaben für Reu. ennerbungen feien nicht gemacht worden. Reuermerbungen habe man nur gemacht im Rahmen der vom Reich als Entschädigung für Subftanzperlufte gewährten 50 millionen. Die Berwendung der Ueber dieses Thema sprach geftein abend Rechtsanwali 150 Millionen fei in folgender Weife gedacht: einschließlich der bis. Dr. Walter Bahn im Institut für Serualwissenschaft", In den herigen Ausgaben sollen erhalten 50 millionen die Elettrizitäts- Belten. Er führte aus, daß der Begriff des Unfittlichen in der Sumit verwaltung, 40 Millionen die Hafenverwaltung, 30 Millionen die modernen Ursprungs jet. Altertum und Mittelalter hätten ihn nicht Bergverwaltung und der Reft für die Aufgaben der inneren Koloni getannt. Der Kunst und dem Geflechtsleben sei in dieser Zeit sation. Die Erledigung des Gelegentwurfs müsse rasch erfolgen, Brüderie fern gewesen, und bei Homer und in der Bibel fänden sich ba nach Austunft des Reichsbantpräsidenten jegt für größere An Stellen, die einem Moralschnüffler als unfittlich erscheinen würden. lagen eine günstige Zeit fein 20 millionen wolle man im Inland Auch in der bildenden Kunst des Altertums set der nadie Mensch unterbringen und den Reft vom Ausland zu erhalten versuchen. das Natürliche gewesen, und selbst das Mikelafter fannte den Be griff des Unzüchtigen nicht, denn die Gebeteher der Kaiser hatten Es lägen bereits Angebote von der Schweiz und von Holland vor. In der Aussprache wurde von den Rednern fast aller Parteien Sittlichkeitsschnüffelei. Die Kaiserin Maria Theresia fezte in Wien oft nadte figuren enthalten. Alimählich erst entwickelte sich die an dem Borgehen be's Ministers Kritif geübt. Abg. v. Richter( D.Vp.) eine Sittentommission ein, aber der eigentliche Sittlichkeitssturm befindet, bas Borgehen bes Finanzministers ungeheuerlich und nennt bas Einbringen der Vorlage einen Ueberrumpeiungsverfuch. Finanzieh sogar das bekannte Gemälde Correggios Jupiter und Jo" aus gann erst unter Wilhelm II. mit der Ler Heinze. Die leßte Kaijerin minister Höpler- jhoff erwidert, er fei formal durchaus im Recht. sittlichen Gründen aus dem Kaifer Friedrich Museum entfernen. Ebenso lei die Staatsregierung berechtigt gewesen, die 50 Millionen Der Ausdrud dieler Stimmung ist§ 184 des Strafgefeßbuches, mit Dom Reiche auszugeben. Sie habe dabei faft genau nach einem bem heute bie Gerichte gegen Kunst und Literatur operieren. Dieser vorgefundenen Blan die Gelder verteilt. Der Staat tonne heute Baragraph muß fallen, mindeitens, aber durch Einlegung einer nur menig Geld für den Ankauf von Domänen und Forsten aus Sachverständigentommiffion, ohne deren Zustimmung der Staats geben; wenn der Landtag den Vertrag mit den hohen. anwalt teine Anflage erheben dürfte, eingeschränkt werden. zollern genehmigt hatte, bann würde ber Staat 100000 Morgen befo'm men haben. Abg. Wazntig- Halle( S03) tritifierte ebenfalls das Borgehen des Ministers, der über die Rechte des Landtags hinweggehe. Der Landtag habe zu wenig Einsicht in die Staatsfinanzen, ba der, Finanzminister bis jetzt noch feine flare Uebersicht gegeben habe. Der Finanzminister muffe nach Artikel 67. ber Berfaffung für Haushaltsüberschreitungen die Genehmigung des Land tags einholen. Die Forderung, eine Blankovollmacht von 150 Millionen zu geben, palle schlecht zu einer vernünftigen Finanz politit, Der Ausschuß nahm hierauf einstimmig einen Antrag an, der eine genaue Einzelnachweisung der nerausgabten Beträge fordert und die Beschlußfaffung über die Borlage bis zur Erstattung der Einzelnachweifung vertagi: Der Berufungsprozeh Bothmer. Dr. Kahle findet, wie das Bezirksamt Kreuzberg mitteilt, am Sonn Die Einäicherung unseres verstorbenen Genoffen Bürgermeisters abend nur unter Teilnahme der Familie statt. Volf und Zeit", unfere illustrierte Wochenschrift, liegt der heutigen Bostauflage bei. Architett Hugo Färing fpricht beute abend, 8 11hr, im Blenarjaal des ehemaligen Herrenhauses über Bauen und Wohnen". Jugtelephonie ab 4. Januar 1926. Die Zugtelephonie wird nisse gezeitigt haben, am 4. Januar 1926 zunächst auf der Strecke nunmehr, nachdem die fortgesetzten Versuche immer beffere Ergeb hamburg- Berlin bei den FD- 3 ügen in Betrieb genommen. Folgenschwerer Jugzusammenstoß Gestern nachmittag gegen Bahnhofs Mainz- astel ein Arbeiterzug auf einen 5 Uhr fuhr fura por der Blodstelle Kostheim in der Nähe bes Güteraug auf, wobei mehrere Bagen umbraten. Da bei wurde der Heizer des Arbeiterzugs, Bater von 7 in. bern, getötet; ber 3ugführer bes Güterzugs und vier Rottenarbeiter murben verlegt Die Ursache des Zus fammenstoßes ist wahrscheinlich darin zu suchen, daß der Zugführer des Arbeiterzugs infolge des Schneetreibens das Haltefignal übersehen hat. Brand in der Börje von Bordeaur. In der Börse von Bor beaus ist infolge unvorsichtiger Handhabung einer Lotlampe ein Feuer ausgebrochen, das rasch um fich griff. Um 10 Uhr abends war der Brand lofalifiert. Nach Havas sind die Sachschaden febr bebeutenb, nach dem„ Echo de Baris follen sie mehrere Millionen Frant betragen, jedoch fonnten alle wertvollen Möbel und Kunstwerte in Sicherheit gebracht werden. Ein Stüd des Studwerks der Ruppel, die felbft unversehrt blieb, stürzte ab. Perfonen find nicht zu Schaden gekommen. Vorträge, Vereine und Versammlungen. 90 Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefchäftsstelle: Berlin S. 14. Scbaftianftr. 87/38, Sof 2 Tr. Kreuzberg. Sonnabend, ben 19. d. M, nachmittags 530 Uhr, Antreten der älteren Rameraben in Bannerfleibung mit Fahnen. Arematorium Gerichtstraße. Geschäftliche Mitteilungen. Die Reueröffnung des vierten Bertaufstanses zeigt das bekannte Schuh- Lotel Behrnbt, Münzftr. 25, mit feinen Filia en Rottbufferbami 18 und Frankfurter Allee 54, in den Räumen des früheren Schuhhauses Luc. Theobor Berner, Schöne berg, Sauptstr. 160, tm Parterre und in der 1. Etage an Die e Firmia, we de es ich schon immer zum Brinzip gemacht hat, gute Bare für wenig Geld zu befchaffen, Breife geradean lächerlich billig bezeichnet werden müssen. Wir weisen noch aut bat anläßl ch der Neuerönung eine Reihe 10 vorteilhanter Angebote, daß die bas heutige Interar der Firma hin Die Herren und Anabenbelleibungsfirma S. Joseph in Schöneberg, Hauptrergrößerten Säumen einen extra billigen Ge: ten- Bertauf Es empfiehlt sich. Steje Der Borsitzende richtet vor Eintritt in die heutige Verhandlung an die Presse eine fleine Ansprache, in der er die Berichterstatter dahin belehrt, daß er das erstinstanzliche Urteil niemals fritisiert habe. Die Zeugin Irma Schulz, hausangestellte, 18 Jahre alt, wird darüber pernommen, ob am& Auguft ein Händler mit Teppichen bei der Angeklagten vorgesprochen hat. Die Zeugin bere met inb breit als billig und gut belannt, veranstaltet in ihren bebe tend fundet, daß fie feinen Mann in der gräflichen Wohnung an dem fraglichen Tage gefehen habe. Sie ist erst abends um 9 Uhr aus gegangen. Die Zeugin, darüber befragt, ob die Gräfin manchmal Holz aus dem Keller, und zwar Kloben geholt habe, ruft lachend: niemals. Bekanntlich will die Gräfin dem Präsidenten Klobenholz hingetragen haben. Sie muß vortreten und den Holztransport an Gelegenheit wahrzunehmen. Näheres ergiebt das Jaferat in heutiner Summer Gemerlichaftsbewegung: 3. Steiner: Feuilleton: R. 9. Dölder: Lotales unb Berantwortlich für Bolitik: Eraft Reuter: Birtichaft: tur Sateruus; Sonstiges: Frig Ratftabt; Anzeigen: Tb. Glode; fämtlich in Berlia Berlee Borwärts- Berlag Gm b. S. Berlin Drud: Borwärts- Budbruderet Berlin GB. 68, Lindenftraße 3 und Berlagsanftalt Baul Ginger Ca Sitage 1 Bellage, * Passende Geschenke La Weihnachtsfest! für das Galanteriewaren 95PL 195 Schreibzeug rein Messing. Brotkorb vermessingt, ca. 20x24 cm..... Krümelschaufel rein Messing......... 295 350 Fruchtschalen versilbert...... 295 395 Rauchgarnitur Stellig, rein Messing...... Zigarrettenspitzen.95 95 Zigarettenetuis 37 25 Alpaka, Lederwaren PL 600 245 295 Party Cases Lackimitation. Besuchstaschen echt Leder... 95p. 195 245 Brieftaschen echt Leder............... 295 350 Einkaufsbeutel echt Leder. 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Jahrgang Beilage des Vorwärts Gewerkschaftsbewegung zweifelhaften Eriftenzen? Der große Gedanfe", der sie dabel leitet, Wie unsere Wirtschaft geführt wird. Aus der Praxis der Unternehmerpolitit. Wir haben in der legten Zeit eine Reihe von Tatsachen registrieren müffen, die eigentümliche Schlaglichter werfen ouf bie Geiftesverfassung unserer führenten Unternehmerfreife. Wir er. innern an die berühmte ften notiz des Geschäftsführers der Bereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Dr. Meiginger, an dessen nicht minder bezeichnendes Interniem mit dem Heraus geber der„ Befo", an die schauberhafte Mi wirtschaft in der Bereinigung, die durch ein Gerichtsverfahren festgestellt wurde, an die non Herrn v. Borsig selbst zugestandene& orruptions. affäre und schließlich an den Mordplan gegen Stresemann. Bir zitieren eine Stelle aus dem Brief des Raltdorff, datiert aus dem Ledigenheim in Siemensstadt, in dem es heißt: Alles hier ist Marineoffizier, Marineoffizier, Offizier Spersten bis zum Daß unsere führenden Unternehmer der Großinduftrie mit Borhebe ehemalige und ehemalige zufünftige Offiziere einstellen ,, mo vorher alte eingearbeitete Angestellte maren, bie aufs Straßenpflaster flogen, ist eine befannte Tatsache. Nicht nur mit Aufsichts und Oberspißelstellen werden mit Vorliebe die Bölkischen betraut, auch sonst bemüht man sich, Baterländische" unterzubringen, soweit man solche unter der Arbeiterschaft und Angestelltenschaft findet. Db die Leistungsfähigkeit der Betriebe darunter leidet, tommt für unsere„ nationalen" Unternehmertreise erst in zweiter Linie in Betracht Mas für unsere Industrie und Unternehmer gilt, das gilt erft recht für die Großgrunbbeliger. Die Roßbacher und ähn fiche Berbände find alle auf den Gütern der deutschnationalen und volfischen Großgrundbefizer untergebracht. Das find die Wcordnester, mo die Fememorde ausgehedt und, mie die Erfahrung Lehrt, auch durchgeführt werden. Dieselben Leute, die sich unterfangen, in der Deffentlichkeit von fozialdemokratischer Futtertrippenwirtschaft zu reden und der So zialdemokratie nachzusagen, sie sehe bei der Auswahl von Beamten zunächst auf das Parteibuch, sie sind es gerade, die in Wirklichkeit auf Raften der Wirtschaftlichkeit der Betriebe die schlimmste Parteiforruption betreiben. Die Hitlerbanden find genau so von der Großindustrie finanziert worden, wie man die Gelben finanziell unterstützt. Jetzt wird angekündigt, daß sich die sogenannten nationalen Becufsverbände zu einem Reichsbund zusammenschließen wollen und baß mit den Vorarbeiten dazu der Nationale Eisenbahnerverband betraut worden sei. Dieser Nationale Eisen bahnerverband, der von den höheren Beamten der Reichsbahngefellschaft mit allen Mitteln gefördert wird, ist ein Seitenstüd zu den Döllischen Unternehmergünftlingen in Industrie und Landwirtschaft. LIKÖRE Arrak Rum Weinbrände Mosel-, Rhein-, Bordeaux- u. Südweine Wilh.Hoeck Likörfabrik und Weingroßhandlung Charlbg ,, Wilmersdorfer Straße 149 SCHUSTE Oudlungs Rabatt u Reklamemarken fertigt skit 453ahren as Spezialitat Conrad Müller SchheudiZ Leipzig Freitag, 18. Dezember 1925 Bas bezmeden die Unternehmer mit der Aushaltung oder Undertreter: Otto Sesler( Metallarbeiter), M. Righter( Nahrungs. fügung Deflaffierter, ehemaliger Offiziere, benteurer und anderer mittelgemerbe), Luise& ähler( Arbeiterinnen), Karl Bolenste ( Gemeindearbeiter), Hermann Rider( Fabritarbeiter),. Often ( Lederarbeiter). ist die Korrumpierung der Arbeiterschaft, die Züch tung einer faschistischen Schuziruppe zur Niederfnüppalung Wider Spenstiger und die Lahmlegung der Gemertschaften. In diesem Bunfte machen die Unternehmer heute taum noch einen Unterschied zwischen freien, christlichen und Hirsch- Dunderschen Gewerkschaften. Was sich nicht laufen läßt, ist ihnen verdächtig. Right ihrer sträflichen Bernachlässigung der technischen und organisatorischen Betriebswirtschaft, sondern den hohen Arbeiter. löhnen", dem Achtstunbentag, der Republil, überhaupt bem ganzen neuen Regime schieben sie die Saulb zu, menn die gesamte Birischaft jegt ins Stoden gerät. Sie sehen diesen eng stirnigen Bartek fanatismus an Stelle der mirtigaftligen Ertennnis. Wenn Deutschland von einer Wirtschaftsfrise in die andere ftürzt, wenn unsere Betriebe schließen, wenn die Banterotte, fich häufen, wenn die Arbeitslosigkeit sich zu einer Ratastrophe ausmächst, dann banten wir dies vorzüglich dem Parteifanatismus der Internehmer, die da glauben, mit reaktionärer Gesinnung und politischem Macht hunger die Wirtschaft führen zu fönnen. Plenarversammlung der Berliner Gewerkschaften. Rafifizierung des Abkommens non Washington. Der Drisausschuß Berlin des ADGB. hatte zum Donnerstag nach den Andreas Festfälen eine Blenarversammlung einberufen, in der Genosse Eggert vom ADGB. einen Bortrag hielt über das Washingtoner Abkommen. Er legte zunächst flar, wie durch die Ereignisse der Nachfriegs. zeit und besonders die Inflationszeit die Regelung der Arbeitszeit Beendigung der Ruhrbefegung fam eine neue Hemmung burch bie Beendigung der Ruhrbefegung fam eine neue Hemmung durch die Arbeitszeitverordnung nam 21. Dezember 1923 hinzu. Cine mejent. fiche Veränderung der mirtschaftlichen und politischen Berhältnisse ist durch das Locarno- Abkommen eingetreten, das eine paneuro päische Orientierung der Wirtschaft anstrebt. Der Geist von Locarno päische Orientierung der Wirtschaft anstrebt. Der Geist von Locarno bulbet es nicht länger, die Ratifizierung des Washingtoner Abtommens weiter zu verzögern. Diskussion die vollste Zustimmung der Organisationsvertreter. Sie Die Ausführungen des Redners fanden in der anschließenden wurde in folgender einstimmig angenommenen Entschließung nieder. gelegt, die dem Reichstanzler und dem Reichsarbeitsminister unter. breitet werden foll: Der Ortsausschuß Berlin bes ADGB. befaßte sich am 17. De zember 1925 mit dem Stande der Ratifikation des Washingtoner Abtommens. Er stellt mit Befremden fest, daß Deutschland das Washingtoner Abkommen über den Achtstunbentag als mindest maß gefeglicher internationaler Regelung noch immer nicht durch Unterzeichnung anerkannt hat. Eine der wertvollften Errungenschaften der fortschrittlichen sozia. ten Erkenntnis besteht in der Wertschäßung des Achtstundentages bzw. der achtundvierzigftündigen Arbeitswoche als Grundlage zum Schuße des foftbarsten Rationalgutes: ber Arbeitstraft. Gleichzeitig ist der Achtstundentag aber auch die Boraussetzung zu hoher produktiver Arbeitsentfaltung. Lange Arbeitszeit ist nicht gleichbedeutend mit Mehrleistung. In Erfüllung der Berfprechungen, die der Reichsarbeitsminister Dr. Brauns in der Berner Zusammenfunft mit Arbeitsministern anderer europäischer Länder gemacht hat, und ferner angesichts ber Tatsache, daß eine Anzahl europäischer Länder, wie Desterreich und Italien das Washingtoner Abkommen bereits ratifiziert, eine weitere größere Anzahl, mie Belgien und Frontreich, es ihren Barlamenten zur Annahme unterbreitet hat, erhebt der Ortsausschuß Berlin des DGB. im Namen der merttätigen Bevölkerung Berlins die Forde Dezimalwagen Regierung und Reichstag, das Washingtoner Abkommen als Minbestmaß internationaler gefeßlicher Regelung umgehend anzuerkennen und damit Deutschland in die Reihe der Staaten zu bringen, die für eine internationale Berständigung auf sozialpolitischem Gebiete zu arbeiten gemillt find. Tafelwag., Gewichte, Billigste Preise. Großes Lager Georg Wagner Köpenicker Sir. 71 Kein Ladengeschäft Keine SchaufensterEs fand weiter eine pom Genossen Sabath begründete Entschließung einstimmige Annahme, die sich gegen die Aftion der Unternehmer mendet, die Beratung des Arbeitsgerichtsgefeßes zu vers zögern, um wesentliche Verschlechterungen des Entwurfes durchzu feßen. Im Anschluß daran wurden folgende Bertreter des Drisaus... schusses für den Verwaltungsausschuß des LandesGeneralversammlung der Metallarbeiter. Bei ihrer Fortsegung am 15. Dezember hatte die Generalver jammlung sich nur noch mit der Erledigung der an die Ortsverwal tung gelangten Anträge zu befaffen. Der Bevollmächtigte Rista teilte zunächst mit, daß den arbeitslofen und invaliden Mitgliebern zu Weihnachten eine Unterstützung von 7 oder 10 Mart, je nach der Dauer der Mitgliedschaft, gemährt mird. Die ihrer Solibaritätspflicht entzogen haben, nun aber felber auf den jenigen, die fich bei den Weihnachtssammlungen im vorigen Jahre Ertrag der Sammlungen mit angewiesen find, sollen anstatt 10 D Ertrag der Sammlungen mit angewiesen find, sollen anstatt 10 M mur 7 M. befommen. Da bie GSammlungen zu dieser Unterstügung voraussichtlich nicht ausreichen, murde auf Borschlag ber engeren Berwaltung beschlossen, bas Fehlende aus der Lotalfaffe zu zahlen. Bon den vorliegenden Anträgen betrafen je zmei die Stellungnahme des Metallarbeiterverbandes zur Arbeitslosen perficherung und zu den Arbeitsgerichten und wurden deshalb verbunden. Die auf den bezüglichen Beschlüssen des Bress lauer Gemert haftstongresses beruhenden Anträge der engeren Berwaltung wurden angenonum en. Da mit war der Antrag Enderle abgelehnt, ber statt des Versicherungs prinzips das Fürsorgeprinzip forbert, ebenso der Antrag König betr. Arbeitsgerichte. Bei diesem Antrag murde ausdrüdlich darauf hingewiesen, daß es nicht angängig jei, menn eine einzelne Mit gliedschaft in dieser Frage einen anderen Standpunti einnehmen mollie, als ihn die höchste gewertschaftliche Instanz, der Gewert fchaftsfongreß, vertreten hat. Bei der Begründung des Antrages König stellte sich heraus, daß der Antragsteller einen veralteten Gelegentmurf( von 1922) als Grundlage zu seiner Stellungnahme benutzt hatte, anstatt den jüngsten Entwurf. Berbandshauses zu Schul- Kinovorführungen herzurichten. Der An trag murbe der Berwaltung als Material überwiesen, nachdem sie erklärt hat, daß die Ortsverwaltung bereit ist. jobalb es ihre Mittel gestatten, Räume zu beschaffen, um den Kinematographen in ben Dienst der Aufklärung zu stellen. Der Antrag, unter Aufhebung eines Beschlusses der engeren Ortsverwaltung, fortab wieder Ber treter der Arbeiterpresse zu den Generalversammlungen 3u8ulaffen, wurde abgelehnt Zum Schlusse fand eine von Bernhard Krüger vorgeschlagene Entschließung einstimmige Annahme, die fich gegen die wahnwißigen Abfindungsforderungen der ausregierten Fürfien mendet: „ Die Generalversammlung fordert von den Arbeiterver. heit für einen Gesetzentwurf eintreten, der die Frage der Fürstene tretern im Reichstag, daß fie mit aller Entschieden. abfindung im Sinne des allgemeinen Bolfsempfindens zu einer politischen Frage erklärt. Die dadurch überflüssigen Ausgaben find für die Linderung der Not der Arbeitslosen und Bedürftigen so zu verwenden, daß fie ihre Eriftenz aufrechterhalten können." Die norwegische Arbeitsgesetzgebung. Oslo, 18. Dezember.( WTB.) Der Bericht des fozialen Aus schusses des Storthing zu der Regierungsvorlage über die Arbeitsftreitigte ten wurde gestern veröffentlicht. Der Kern der Vorlage, die Einführung des Schlichtungszwanges, findet nur ble Billigung der Linken und der Bauernpartei, während die Rechte und die freifinnige Linte sowie die Arbeiterpartei fich dagegen aus sprechen. Aftenposten schreibt, es verlaute, baß bie Regierung bei der Behandlung der Angelegenheit, die wahrscheinlich im Storthing Ende Januar erfolgen merde, die Bertrauensfrage stellen werde. Nach dem Ergebnis der Ausschußberatung zu urteilen, fel das Schifffal der Schiedsgerichtsbarkeit besiegelt. ( Inhaber Ehrmann) Berlin, Frankfurter Allee 40, ift bis auf Wiber Die Stoffbruderel Jndustriegesellschaft für bedrudte Gewebe ruf von allen Handbrudern zu meiben, weil die Gefahr einer Maßregelung des Betriebsrates besteht. Jede weitere Auskunft erteilt die Berwaltung Berlin des Deutschen Tertilarbeiterverbandes. Andreasstraße 17.. 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