Abendausgabe Nr. 599 42. Jahrgang Ausgabe B Nr. 297 Dangsbedingungen ab Anaigensreife Ang in der Morgenausgabe angegeben Rebattion: SB. 68, Cindenfieshe 3 Jerafprecher: Dönge 292-20% Tel- Moreffe: Sezialbemetrat Berfin 10 Pfennig Sonnabend 19. Dezember 1925 Vorwärts= Berliner Dolksblatt Berlag und Anzeigenabteilung: Geschäftszeit 9-5 Uhr Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin S. 68, Lindenstraße 3 Fernfprecher: Dönhoff 292-29% Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Spiel mit dem Ausnahmezustand. Positive Meldungen und verlegene Dementis. " In der Presse ist die Mitteilung erschienen, daß im Bereich des Herrn Geßler und zwar sowohl im Reichswehr ministerium als im Innenministerium Erwägungen über die Berhängung des Ausnahmezu regierungen verhandelt worden sei. Von den letzteren, ganz regierungen verhandeltworden sei. Bon den letteren, ganz besonders von Preußen, sei aber eine durchaus ab lehnende Antwort erteilt morden. " Jetzt werden diese positiven Angaben durch ein halbes Dementi abgestritten, das durch das WTB. verbreitet mirb: Wie uns von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, ist daran fein wahres Wort, insbesondere ist es unzutreffend, daß der Reichskommissar für Ueberwachung der öffentlichen Ordnung in irgendeiner Form Anregung hierzu gegeben und das Reichsministerium des Innern sich dieserhalb mit den Landesregierungen in Berbindung gesetzt habe. Dieses Dementi hat alle Fehler aller Dementis an fich. Es spricht erstens nur nur vom Reichsministerium des Innern, in dem gegenwärtig auch Herr Gehler die Geschäfte führt und von dem Reichstommissar Kuenzer, nicht aber vom Reichswehrministerium. Sodann aber legt es den Nachdrud auf das Wort Ausnahmezustand. Angesichts diefer Ableugnung drängt sich die Frage auf, ob nicht etma ohne das Wort Ausnahmezustand anzuwen den, Berhandlungen mit den Länderregierungen über ein gemeinsames Borgehen von Reichsmegen gegen die Erwerbslofen, von denen man die Gefahren dieses Winters" erwartet, gepflogen worden sind. Burbe insbesondere nicht angeregt, die Landespolizei einer Reichsleitung zu unterstellen, meil fie angeblich für sich allein nicht zuverläffig" genug, gegenüber den Erwerbslosen sein mürde? Soll das alles abgeleugnet werden im Bertrauen auf die Geheimhaltung der Atten? Wer zahlt Steuern? bewertung des Grundbesitzes auf Grund des neuen Reichs= bewertungsgefeges erst im Laufe des Jahres 1926 beendet sein wird und infolgedessen eine Beranlagung zur Steuer auf dieser neuen Grundlage vorläufig nicht möglich ist. Der Staatsrat hatte deshalb einen Regierungsentwurf für die Verlängerung der Steuer bis zum 30. September 1926 einmütig genehmigt. In Blemum entschlossen sich die Oppositionsparteien erst im allerletzten Moment zur Obstruktion. Hätte diese Obstruttion Erfolg, dann würde fomohl das Land wie die Gemeinden einer der wichtigsten Steuereinnahmen beraubt sein, und die Aufrechterhaltung der Haushaltswirtschaft wäre dann in Frage gestellt. Das Alkoholverbot in Amerika. Eine neue Schwindelmeldung. New York verbreitet, wonach der Kongreß der Bereinigten leber Baris wird auch in Deutschland eine Meldung aus schloffen habe. Es handelt sich dabei augenscheinlich um eine Staaten die Aufhebung des Alkoholverbots be der vielen falschen Nachrichten, die von interessierter Seite lanziert werden, die aber jeder ernsthaften Grundlage entbehren. fag, in dem ein Journalist auf Grund einer Unterredung die Reise Jüngst ging z. B. durch zahlreiche deutsche Zeitungen ein Auf eindrüde des Reichstagspräsidenten Genoffen öbe in bezug auf das amerikanische Alkoholverbot schilderte. Darin wurden die günDie Hebertretungen um so stärker betent. Aus seinen Beobachtungen ftigen Folgen des Berbotsgefeßes nurtura berührt, bagegen habe Löbe, so hieß es in jenem Artifel, den Schluß gezogen, daß zur Bekämpfung des Alkoholismus in Deutschland nicht so sehr Gesetze als vielmehr Belehrung und Aufklärung die geeigneten Mittel felen. Dr. Druder vom Arbeiterabftinentenbund hat Gelegenheit genom men, fidy beim Reichstagspräsidenten zu erfundigen, ob feine Er fahrungen und Auffassungen überhaupt richtig wiedergegeben worden find. Lobe gab folgende Auskunft: Ein intereffanter Einblid in die ftenerliche Belaffung unvollständig. Tatsächlich habe ich von der öffentlichen * ber Landwirte.. In der Leipziger Boltszeitung werden interessante Angaben über die steuerliche Belastung der Landwirte peröffentlicht. Die Angaben stammen aus einer sächsischen Gemeinde ber Leipziger Rreishauptmannschaft. Sie zeigen auf, welche Einkommensteuern dort in der Zeit vom 1. Januar 1925 bis 31. März gezahlt wurden. Wir lassen die Angaben folgen: Tatsächlich Tatsächli geleiftete bezahlte Ein. Rither. Reuer fiz bas ganze Jahr Grund. belig BefitRand 1 Gnt mit Sanbgrube 5 and Garten III. 1 mit Sandgrube. IV. 2. Güter mit Miethaus II. 1 V. 1 Gut VI. 1 1 VIIL 1 * Q*/@ -Sunsp 88821 Rübe 388618225 Tommen Benez f 1 1.- 31.8. 1923 15, 9, 7 9, 5,40 7 9, 5,40 24 3 22,50 18,50 14 3 18,75 11,20 16 3 10 15, 6 4 9, 17 14,75 9,50 5,40 8,80 IX. 1 12 9, 5,40 X 1 mit Sandgrube 14 15, 9, 7 4 7,50 10, 4,50 6, 14,65 16,20 8,70 3,75 2,70 2,70 1,60 2,50 9 17,50 XL 1 XIL 1 Gewerbetreibenbe mit, halber Landwirtschaft A. Gut, Mühle 3.1 2 108, B. Somiebe, Rauft, gel 1 C. Saus, Sattlerei D. Altes Gut. Fuhrgei. 4 2 E. Baugeichäft, Haus... F. Stellmacher, Gütchen 4,50 10,50 Diefe Angaben ber Leipziger Boltszeitung bewelsen wleber einmal die ungeheure Steuerbrüdebergerei ber be fizenden Kreise. Sie zeigen auch die große Ingerechtigkeit auf, die heute noch in Deutschland besteht. Währenddem ein lebiger Ar. beiter mit dem wirklich nicht hohen Monatseinfommen von 150 m. 15 M. Einkommensteuer pro Bierteljahr zahlen muß. hat ein Befizer mit zirta 60 Morgen Land, 2 Pferden und 12 Rühen feine steuerliche Verpflichtung dann schon erfüllt, menn er auch nur 15 M. Steuer pro Bierteljahr abführt. Sollte das noch nicht Grund genug für die Steuerbehörde fein, hier endlich einmal mit eifernem Besen dazwischen zu fahren? Man begreift, weshalb die bürger. lichen Barteien die Offenlegung der Steuerliften mit allen Mitteln befämpfen. Verlängerung der Grundvermögenssteuer. Vor einer preußischen Notverordnung. Die geftrige Abstimmung im Landtag über die Berlängerung ber Grundvermögensteuer hat zur Beschlußunfähigkeit des Hauses geführt. Da bie preußische Regierung aber unmöglich auf die Grundvermögenssteuer verzichten fann, so wird sie bie von ihr gewünschte Berlängerung auf dem Bege einer Notverord. nung durchführen, die nach ber Berfassung mit Zustimmung des Hauptausschusses erlassen werden fann, solange der Landtag nicht verfammelt ist. Die Verlängerung war notwendig, weil die NeuDie Darstellung in dem Seifungsartitel ist einseitig und Auswirkung des Alkoholverbots einen geraden impenieren den Eindruck erhalten. Immer wieder habe ich die Kräfte des Staates bemindert, die zur Durchführung des Verbots eingesetzt merden. In den Hotels, bei den Mahlzeiten und Festlichkeiten wurde uns niemals ein anderes Getränt porgesetzt als flares Waffer. In den großen Speisehäusern von Rem Dorf und Chifago, mo täglich viele tausend Arbeiter und Angestellte ihre Mahlzeiten einnehmen, fonnte ich niemals ein alfoholisches Getränk feststellen. Niemals habe ich in den Straßen einer amerikanischen Etadt einen Betruntenen gesehen! Selbst in New Yort, das viele trinffreudige Einwanderer beherbergt und mit eingeschmuggeltem Alkohol noch am reichlichsten versehen wird, fonnte ich feine lebertretung des Berbotsgesetzes bemerken. Ich sah einmal bei einem Festessen, daß jemand einen fleinen schmalen Behälter mit Schnaps aus seiner Rodtasche herausholte und den Inhalt in sein Wafferglas goß. Aber er tat es verstohlen und wirtschaftete mit dem Stoff so fparfam, daß nur gerade der Boben des Glases bedeckt war; ein Zeichen dafür, daß die allgemeinen Anschauungen die Ueberire. tung des Gesetzes nicht gutheißen und die perbetene Ware Inapp ift. Dann begegnete ich einmal dem Bier, als ich bei einem deutschen Klub zu Gast mar. Meistens schmeckt dieses Gebräu nicht Wilajet Mossul. Intereffenkämpfe der Petroleure um die Snellen. Bon Hermann Wendel. Der Spruch des Bölkerbundsrats in der Frage der Abgrenzung zwischen der Türkei und dem britischen Basallenstaat 3rat ist so ausgefallen, wie es zu er warten war: für England. Das ehedem türkische Bilajet Mofful bleibt unter britischem Einfluß. Das Problem der Zugehörigkeit Mossuls war eine der vielen unglückseligen Hinterlassenschaften des unglückseligen Weltkriegs. Als der französische Poilu und der britische Tommy in Flandern und der Champagne, auf Gallipoli und sonstwo für das Recht der kleinen Nationen", für die gerechte Neuordnung der Welt" und für„ Demokratie und Selbstbestim mung" ihr Blut zu versprigen glaubten, teilten die Herren vom Quai d'Orsay und von Downing- Street faltblütig nach ihren Profitinteressen die Erde. Im sogenannten Sykes- PicotGeheimablommen von 1916 wurde das Mossulgebiet der franzöfifchen Einflußsphäre zugeschoben. Dessenunge achtet rüdten die Engländer ein, als sich die mili von San Remo mit Frankreich 1920 für ihren Schußstaat Frat tärische Möglichkeit bot, und bekamen diese Striche im Bakt ihres Sieges über Griechenland, gegen die Abtretung sperrte, zugesprochen. Da sich aber die Türkei, im Triumphgefühl bürdete 1923 der Friedensvertrag von Lausanne dem Völker bund die letzte Entscheidung auf, falls sich London und Angora nicht binnen neun Monaten zu verständigen vermöchten. Nach mancher Sigung, Kommiffionsentsendung und Berichterstattung und nach Bemühung des Haager Internationalen Gerichtshofs hat er jetzt das Problem schlecht und recht gelöst. Ein Recht im Sinne einer höheren Bölferordnung, wie ste bei den Anwärtern auf das Wilajet Mossul teiner. Die der Genfer Rat darstellen sollte, hat allerdings von den Engländer führen wirtschaftliche Gründe ins Treffen. da das umstrittene Gebiet nur auf dem Tigris über Bagdad feine Reichtümer ans freie Meer bringen fönne und für die großartigen Bewässerungsanlagen nötig fei, die Mesopota mien in einen Garten Eden verwandeln sollen. Aber oft schott baben sich solche eifernen ökonomischen Notwendigkeiten" bei näherem Zusehen als zerbrechlicher Ton erwiesen. Auf der anderen Seite steht es auch mit dem nationalen Recht, auf das sich Angora beruft, nur soso. Das Bilajet Mossul ist vorwiegend nicht von Türken, sondern neben Arabern von Kurden bewohnt, die die graujame Unterdrückung und Ausroitung ihrer Stammesgenossen in der Türkei nicht gerade anlockt, und auch die tausende von Christen, die lezthin nackt und bloß und gehezt nach dem Irak flüchteten, zeugen beredt genug von der Mißhandlung nationaler Minderheiten durch. Kemals Büttel. Da aber Selbstbestimmung der fleinen Völker als eine der leuchtendsten Losungen auf der Kriegsfahne der Entente prangte, war es gleichwohl ein schlauer Zug Angoras, verschiedentlich eine Entscheidung des Streits durch Plebiszit vorzuschlagen. Aber Selbstbestimmungsrecht", nationale Ehre" und wirtschaftliche Notwendigkeit" verschleiern nur andere handfestere Begriffe wie Turkish Petroleum Company, Anglo- Persian Company und Standard Oil Company, denn in dieser Frage gilt wirklich der Kehrreim des lustigen Sozialistenliedes aus der Zeit des Ausnahmegesetzes: Hier Petroleum! Da Petroleum! Petroleum um und um!" Die halbe oder dreiviertel Million Menschen des Mossulgebietes sind nur ein beiläufiges und fast lästiges Anhängsonderlich, es reizt nicht zum Genuß, sondern trägt eher zum Ab- sel zu den noch unausgebeuteten Erdölschäzen gewöhnen bei. Die Bereinigten Staaten sind nicht vollständig trodengelegt. Die Herstellung alkoholischer Getränke im Haushalt für den eigenen Bedarf ist ridit verboten, und sicherlic; fpicit auch die Einfuhr von Alkohol mittels Schmuggels immer noch eine Rolle. Aber alle gewissenhaften Amerikaner find einstimmig der Meinung, daß der Alkoholverbrauch sehr start zurüdgegangen ist und heute höchstens 25 Broz. des früheren Konfums beträgt. Es besteht teine Aussicht, daß das Alkoholverbot rüdgängig gemacht werden wird. Eher dürfte die Durchführung des Gefeßes noch Der bessert werben, benn felbft in den Familien, wo die Eltern noch nicht ben Alfoholgenuß abgeschworen haben( es handelt fich vielfach um Deutsche), wendet sich die heranwachsende Jugend immer mehr von den geistigen Getränken ab. Es ist charakteristisch, daß das erste Bort, das ich beim Betreten des amerikanischen Bodens aus Arbeiter. mund hörte, lautete: Hier bekommen Sie nichts zu trinten! Das ist ein wahrer Gegen! Der Schnaps, den man heimlich fauft, ist sehr teuer und bas Bier ift bazu noch schlecht. Dem Arbeiter ist es gar nicht möglich, fich größere Mengen Alkohol zu verfchaffen. Meine Ansichten über den Wert altoholgegnerischer Gefeße, so schloß Lobe, hat meine Amerifareife mur bestätigt. Belehrung und Aufklärung allein genügen nicht, wenn ich auch die vollständige Trodenlegung in Deutsch land nicht für richtig halte. Aber mir brauchen gefeß liche Bestimmungen, bie den Alkoholfonfum eine iranten. In dieser Beziehung mürden nüglich wirten: die Bertürzung ber Bolizeistunde, ein Itoholnerbot für bie Jugend und ein Schnapsverbot für das gesamte Bolt. Ich bin auch ein Anhänger des Gemeindebeftimmungsrechts, denn ich habe die Ueberzeugung, daß die Trinkgelegenheiten verringert werden würden, menn bie Entscheidung über den Umfang des Alkoholausschants in den Händen der Gemeindeangehörigen läge." . des Bilajets, um die früher deutsches und englisches Kapital tämpften, bis der März 1914 einen Beuteteilungsvertrag zwischen Deutscher Bank, den beiden britischen Gesellschaften Anglo- Persian Company und Koninklyke Shell und der türkijchen Nationalbant brachte. Nach dem Weltkrieg wurde der deutsche Aktienanteil der Turkish Petroleum Company der französischen Compagnie des Pétroles abgetreten, aber als auch die mächtige a meritanische Standard Oil Company heifchend anklopfte, mußte fie gleichfalls beteiligt werden. Da der Turkish Petroleum Company für die englischen, französischen und amerikanischen Erdölinteressenten im März 1925 von der Regierung des Irak die Konzession er neuert wurde, hatten sie nichts mehr zu fürchten als die Zuweisung Moffuls an die Türkei, die alle Zugeständnisse um so eher gestrichen hätte, als sie selbst in diesem Jahr eine nationale Petroleumgesellschaft gegründet hat. Im besonderen aber war der Mouffulstreit ein Stüd des Ringens des britifchen Imperiums um die Erdölschäße der Welt, von denen es vor dem Kriege ein Fünfzigstel, heute fast die Hälfte beherrscht! Höchstens liebäugelten die Amerikaner ein wenig mit der Türfei, um auch in einem ihr zufallenden Moffulgebiet an der Quelle, nämlich an der Petroleumquelle, zu ſizen. In diesem Widerstreit fonnte der Völkerbund nicht nach den Grundfäßen einer zufünftigen Gerechtigkeit urteilen, sondern mar en die mit imperialistischer Tinte geschriebenen Berträge von Sèvres und Lausanne gebunden. Das schon machte ihn unsicher und unfrei. Dazu wirkten in seinem Schoß auch diesmal Interessenten und Dilettanten mit und widereinander, denn bei allem guten Willen find für die verzwickten Fragen Borderasiens ein Schwede und ein Spanier, ein Uruganer und ein Lette, überdies nur nach kurzem Aufenthalt an Ort und Stelle, etwas unzureichende Sachverständige. Aber niemand hält den Völkerbund, wie er heute ist, für einen Gipfel der Bollkommenheit, und soviel hat er auch in der Mossuffrage erreidyt, bat ber Streltfall bis auf biefen Zag nicht in einem elutigen Zusammenfinß explodiert ist. Gerade der Mangel an Autorität, der ihm, burch dos Fehlen der Vereinigten Staaten, Rußland und bis zur Stunde auch Deutschlands, anhaftet, hilft auch die Haltung der Türkei erklären. Die Machthaber von Angora denten anscheinend von dem Genfer Aeropag mie Götz von Berlichin gen non dem faiserlichen Feldhauptmann. Ihn als Schieds richter anzuerkennen, haben sie abgelehnt, sobald sein Urteil gegen sie auszufallen drohte; auch die einstimmige Entscheidung des 16. Dezember verwerfen sie und versteifen sich auf ihre Souveränitätsrechte über Mossul; hineinspielt die innere Politit, da die fanatischen Gegner Kemal Baschas ihm den Berlust des Milajets auf die Rechnung segen werden. Aber der Beg som Griff ans Schwert, der den Heißspornen in Angora in letzter Zeit beliebte, bis zum Ziehen des Sabuls ist heute weit. So wenig England an einem schwierigen Krieg in Mesopotamien gelegen fein fann, fo sehr muß sich Kemal hüten, durch große Abenteuer alles aufs Spiel zu setzen. Ein Kompromis mit den Briten, die für weitere fünfundzwanzig Jahre das Mandat über das Graf übernehmen, liegt in der Luft. Aber selbst ein in seinen Folgen sehr bedenklicher Waffengang zwischen beiden Staaten bewiese nichts gegen den Bölkerbund, sondern nur alles für seinen Ausbau und seine Beleihung mit einer Macht, die Widerspenstige zu zwingen vermag. R Der Kampf um§ 218. Ablehnung sozia demokratischer Anträge. Der Rechtsausschuß des Reichstags behandelte am Donnerstag und Freitag den sozialdemokratischen Antrag auf Aufhebung Des Abtreibungsparagraphen: Die in SS 218 und 219 ves Strafgesetzbuches bezeichneten Handlungen sind nicht strafbar, wenn sie von einem staatlich anerkannten( approbierten) Arzte innerhalb der ersten drei Monate der Schwangerschaft vorgenommen worden sind." Der Antrag wurde vom Genossen Dr. Mofes ausführlich begründet. Er wies vor allem auch darauf hin, daß ih die Aufrechterhaltung der Abtreibungsparagraphen als ein Ausnahmegese gegen die Frau des Arbeiters und die Rechtsprechung also als eine Art von Klaffenjuft iz auswirkt. Seine Ausführungen wurden von der Genoffin Dr. Stegmann unterstützt. Der Borsigende des Ausschusses, der Volksparteiler Dr. Kahl, äußerte zmar allerlei Bedenken gegen den sozialdemokratijen Antrag, aber audy er bemängelte die bis. berige Härte der Gesetzgebung und machte im Auftrage des Landes. gesundheitsrates den Vorschlag, die§§ 218 und 219 schon jetzt aus der augemeinen Strafprozeßreform herauszunehmen und sie durch die ole mildere Bestimmung der neuen Strafteform jofort zu erseyen. Gegenüber der Zentrumsabgeordneten Frau Beber wiefen Genoffin fülf und der Sommunist Sorsch darauf hin, daß gerade ber jozialdemokratische Antrag für die Heiligkeit der unterschaft spredje. Das Reichsjuftizministerium, fioreaktio när wie es ist, ließ felbft gegenüber dem Antrag Dr. Rahls er Plären, daß es teine Barwegnahme der Abtreibungsparagraphen aus der allgemeinen Strafreform wünsche. Gegenüber den Ber tretern der Rechts parteien und des Zentrums betonten Dr. Moses und Genoffin Dr. Stegmann, daß an den Abtreibungen in den belieren Schichten der Bevölkerung eine weit größere 3ahl von Merten beteiligt sei, als die erste felbft in der Deffentlichkeit zu gefteben wollten. Der Abg. Brodauf( Dem) fprach für bet jozialdemokratischen Antrag und erklärte, daß sich die Aufrech! ergoitung des$ 218 als Raileninis aucwirte, daß es sich bei ben Berurteilten fast ansjoließlich um rauen aus ber arbeitenden Bevölkerung handle. Genoisin Bfülf mies darauf hin, daß eine Mutter griftig und förperlich gefunde Kinder nur gebaren tänne, wenn der Bille der Mutter m Ausbrud fomnie und die sozielen Berhältniffe zur Zutteridaft folche wären, daß bie 10utter aud) mit Freude der Geburt eines Kindes entgegensehen fonnr. Jim Laufe der Aussprache trug der Berireter des Justiz minifteriums vieljegendes statistisches Material vor. Im Jahre 1921 wurden wegen des§ 218 ineg famt 5196 Personen ab geurteil, alfo eine viel größere 3aht als vor dem Kriege. Von diesen wurden 907 Berjonen freigesprochen, 4248 perurteilt. Budit baueftrofen erhielten 69 Personen, Gefängnis über ein Jahr 284 Berjonen. drei Monate bis ein Jahr 1974 und unter drei Monate 1921 Große Politik im Lustspiel. 3m Theater in der Königgräger Straße" werben Die neuen Herren" aufgeführt, ein dharmantes Luftspiel der bekannten Firma Robert de lers und Francois de Croiffet. Wie es bei einer franzöfifchen Komödie nicht anders zu ermarien ist, dreht es sich um die Liebe und natürlich um die illegitime Liebe. Die Autoren verleihen dem Stück den Reiz des Besonderen, indem fie die große Bolitik äußerst afito mitwirken laffen. Sie stellen uns fezusagen mitten hinein in die Werfftatt der Weitgeschichte. Der ältliche Herr Graf und Senator hat sich das füße Mädel gewiffer maßen poit der Straße aufgefefen und beschäftigt sich in den Mußestunden der Liebe damit, es zur Dame zu erziehen. Da er dabei nach einem besonderen Syslem aus der Erfahrung eines Lebensfünftlers verfährt, gelingt es ihm beinahe, Suzanne bedingungslos an sich zu jesseln. Aber bloß beinahe. Denn plötzlich tritt in ihren Gesichtskreis der Elektromonteur mit der jungen, lachenden Lebensfreude. Gleichzeitig beginnt in der Komödie die große Politik zu rumoren. Und was für eine Politik! Der Elektriker Gaillard ist nämlich Barteisekretär, aber um nicht den Kontakt mit feinen Alaffengenossen zu verlieren, spielt er zwei Tage pro Woche den Arbeiter. Und aus demselben Grund schlägt er die Bitten seiner Kameraden ab, sich als Wahlkandidaten aufstellen zu lassen. So: mas gibts also noch. Ueberhaupt ist er ein ganzer Kerl. Er schnauzt vom Parteibureau aus telephonisch den Innenminister an und regu fiert ebenfalls telephonisch eine große Streifbewegung. Seine Charakterstärke gerät indes ins Banten, als er die bewußte füße Suzanne fennen lernt. Kurz und gut, Ehrgeiz aus Liebe, er wird Arbeitsminister, erledigt wieder wichtige Regierungsgeschäfte telephonisch, läßt sich bestechen, wird gestürzt und wandelt sich zum Bourgeois. So befommen wir einen Einblick in das Weltgeschehen, mie es sich durch die süßen Mädels gestaltet. So sieht in den Augen der Herren Autoren die große Politif aus und ebenso wird fie sich die höhere Tochter vorstellen. Gleichzeitig ist die Komödie ein Gleichzeitig ist die Komödie ein Märchenspiel. Der Graf ist der große Zauberer, der mit seinem unerschöpflichen Geldbeutel faum ausgesprochene Wünsche erfüllt, ebenfalls und aus dem Hintergrund die Politit am Schnürchen hält und Sieger auf der ganzen Linie bleibt. Und doch befißt das Lustspiel heutzutage feltene Borzüge. Es hat Schmiß und Charme. Wigmorte praffeln, famos gezeichnete Inpen treten auf. Ja felbft die moralisierenden Belehrungen, in denen sich die Franzosen neuerdings gefallen, gehen nicht auf die Nerven, weil sie mit tändelnder Anmut gefagt merben. In der Inszenierung von Roberts liegt zuviel Gemüt. Er nimmt das Moralische zu schmer. lnb verschleppt daburd) bas Tempo. Flott heruntergespielt muß so eine Unterhaltungskomödie merden, damit der Zuschauer nicht zum Nachdenten tommt und gepackt wird. Als Hauptdarsteller( Monteur, Parteisekretär und Minister) war er mie immer eine prächtige Figur. Ein sympathischer | | Berfonen. Für das Jahr 1923 ergaben fich folgende Sahlen: geurteilt wurden 4228 Personen, davon wurden 651 freigesprochen, 3565 verurteilt: Zuchthausstrafe erhielten 83 Personen, Gefängnis unier drei Monate 1769 Bersonen, Begnadigung und Bewährungsüber ein Jahr 352, von drei Monaten bis zu einem Jahre 1144 und frist wurden in weiteftem Umfange ausgeübt, jo daß nur unter drei Monate 1769 Personen, Begnadigung und Bewährungs. ein fleiner Bruchteil der Berurteilten in Wirklichkeit die Strafe zu verbüßen hatte. Der sozialdemokratische Antrag wurde schließlich mit 14 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Im neuen Jahr wird sich der Ausschuß nunmehr mit einem weiteren Antrag der Sozialdemokratischen Partei zu beschäftigen haben, der dem§ 218 folgende Faffung geben will: Eine Frau, die ihre Frucht im Mutterleibe oder durch Abtreibung tötet oder die Tötung durch einen anderen zuläßt, der eine Frucht im nis bestraft. Ebenso wird ein anderer bestraft, der eine Frucht im Mutterleibe oder durch Abtreibung tötet. Der Versuch ist strafbar; in besonders leichten Fällen fann das Gericht von Strafe absehen. Wer die in Absatz 2 bezeichnete Tat ohne Einwilligung der Schwangeren oder gewerbsmäßig begeht, mird mit Buchthaus bestraft. Ebenso wird bestraft, mer einer Schwangeren ein Mittel oder Werkzeug zur Abtreibung der ein Mittel oder Werkzeug zur Abtreibung der Frucht gewerbsmäßig verschafft." Beginn der Luftfahrtkonferenz. Uebergang der Kontrolle an den Bölkerbund. die heute am Quai d'Orsay die Berhandlungen mit ben alliierten Paris, 18. Dezember.( TU.) Die beutschen Flugfachverständigen Sachverständigen über die Revision der für das deutige Flugwefen gültigen Begriffsbestimmungen wieder aufnehmen werden, sind gestern in Paris eingetroffen. | ber beutsch- polnischen Handelsbeziehungen erschienenen Artikel urb dem Gespräch beschäftigte. Die Redaktion des„ Vormärts" würde mich sehr verpflichten, wenn sie geftatten würde, einige Bemerfungen zu ben Ausführungen der Diplomatisch- politischen Korre spondenz" hier niederzulegen. Die von mir angefündigten polnischen 3ugeständnisse wurden von den bevollmächtigten Unterhändlern den zuständigen deutschen Stellen, insofern es ohne Feststellung der Details möglich ist, in bindender Form übermittelt. Das 3ugeständnis der meist begünstigungsklausel wurde vor einem Jahre in Baufe der ersten Besprechung und mehrmals im Laufe der Berhandlungen angeboten. Zum Zwecke der Festschung um die autonomen Bollfäße herabjezender Bertragszölle hat die polnische Delegation der deutschen die neuen polnischen autonomen Bollfäße übermittelt und erwartet die Vorlage der diesen Gegenstand betreffenden deutschen Wünsche. Selbstredend ist Gegenseitigkeit Boraussetzung. Bezüglich der Optanten haben beide Teile nicht notwendig. Bersteden zu spielen. Im Artikel, dem die„ Germania" in dankens mertester Weise Aufnahme gewährt hat, betone ich ausdrücklich die hiertes cbmaltenden innerpoli ischen Schwierigle: en Welche Regierung stößt bei Entgegenkommen an andere Staaten nicht auf innerpolitische Schwierigkeiten? Diese haben die polnische bie ihr aus dem Wiener Abkommen zukommenden Rechte geleistet Regierung genötigt, zu betonen, daß sie feinen Verzicht auf meinen aber die Informatoren der Diplom- polit. Korrespondenz hat. Formell- juristisch mag die Maßnahme nicht endgültig sein, einstlich, daß nach den anerkennenden öffentlichen Feststellungen von Chamberlain, Briand und Bandervelde die polnische Regierung die faftische Möglichkeit hat, die Ausmeilungen durchzuführen? Auf polnischer Seite gibt man sich diesbezüglich feiner Täuſchung hin. Wenn den Gegnern der Belaffung der Optanten in Bolen noch eine Hoffnung dämmert, so ist es die von ernſter deutscher Stelle herrührende Erklärung der Diplom. polit. Korespondenz", welche die Endgültigkeit der polnischen Maßregel immer aufs neue bezweifelt. Die Diplom- polit. Korrespondenz" äußert weitere Wünsche, die meiner Meinung nach durchgeführt werden können bei beiderder Berhandlungen. Auf ein Entgegenkommen nur eines Teiles fann auch der fanatischste Ausgleichsfreund nicht eingehen, weil cine solch einseitige Belastung nicht zu ertragen ift. Hermann Diamand. Gegenstand der Berhandlungen bilden die neun Bestimmungen. der Botschafter- Konferenz vom 14. April 1922 auferlegt wurden. die Deutschland auf Grund des Bersailler Bertrages dur die Rote Die Barifer Presse glaubt, daß die drei ersten Vorschriften feine Abänderungen erfahren werben, weil sie die Kampf und Jagdflugzeuge beschreiben. Die Bestimmungen vier bis sieben beziehen sich besonders auf das Gebiet des Transportflug. weiens. Sie sollen geändert werden. Die beiden Ichten Be ſtimmungen acht und neun beziehen sich auf die Kontrolle des feitigem Entgegenkommen und bei rascher Durchführung deutichen Flugverkehrs. sid Die alliierten Sadverständigen find übereingekommen, wie der„ Matin" meldet, daß das interalliierte Garantie- Komitee die Kontrolle gemäß den Bestimmungen des Versailler Vertrages an ben Bölferbund abgibt. alea and Deutschland und Polen. Eine Erklärung des Genoffen Diamand. Unter dem Itte! handelsvertrag mit Bolen" brachte bos Morgenblatt des Borwärts" vom 8. Dezember die Biedergabe einer Unterredung mit dem Genossen Dr. Diamand, Mitglied des polnischen Sejms. Dazu schreibt uns heute Genoffe Diamand: irgendein Gespräch von mir zu veröffentlichen und ich habe mich Ich habe niemandem gegenüber meine Zustimmung gegeben, auch niemandem gegenüber in dem Zusammenhange ber Borwarts. notiz geäußert. 3n bem angeblichen Gesprä find Aeußerungen über die Hendelsvertragsverhandlungen und über die ppl rfche Finanz und Wirtschaftspolitik berart mit rfche Binanz- und Wirtschaftspoliti? berart mit nonber verwoben, daß mißverständliche Schfüffe faum zu umgeben find, baß es Polen auf dem Bege über Deutschland gelingen werbe, fich die nötigen Auslandskredite zu verfchaffen", hielte ich für höchft wünschenswert, fonnte aber bisher feine Anzeichen beobachten, Lie auf eine Realisierung dieses trefflichen Gebantens hinweisen mürde. 3dj habe es bisher unterfaffen, die Redaktion des„ Bermärts" zu erfuchen, meiner Stellung zum Gespräch Raum zu geben, meil ich die Sache nicht für michtig genug hielt und weil ich nur ungerne die öffentliche Meinung in einem Lande, dessen Gastfreundschaft ich genollen, mit meiner Berson beschäftige. In der Täglichen Rund jdjau" vom 13. d. M. lese ich aber eine der Deutschen diplomatisch politischen Korrespondenz" entnommene Auseinanderseßung, die fiá gleichzeitig mit meinem in der Germania" über die Hindernisse | Gewerkschaftskampf gegen den Faschismus. Die Muffolini- Gewerkschaften werden boykottiert. Brüffel, 18. Dezember.( Eigener Drahtbericht.) Im Verwaltungsrat des Internationalen Arbeitsamtes, der gegenwärtig in Brüffel tagt, fam es am Donnerstag zu wichtigen Auseinanderfegungen über die italienischen Faschistengewerkschaften. Der italienische Faschistenvertreter Ranzoni, der an den beiden internationalen Arbeitskonferenzen teilgenommen hatte, wurde bei der Ernennung der Rommissionen systematisa übergangen. пой Dagegen protestierte am Donnerstag der Bertreter der italienischen Regierung, der mitteilte, daß seine Regierung Ranzoni als Arbeitervertreter für Kommissionen bestimmt habe. Darauf entspann sich eine heftige Debatte, in der die Vertreter verschiedener Länder betonten, daß als Arbeitervertreter nur Delegierte Don pollständig unabhängigen Ar Das treffe auf beiterorganisationen gelten dürften. faschistische Gewerkschaften auch nicht entfernt zu, umsoweniger als ja die italienische Regierung alle unabhängigen Gewerkschaften get Der Berwaltungsrat beschloß, waltsam unterdrüde blok, fafciifche Berireter auch fernerhin nicht in Kommissionen zuzulassen. Bon Deutsch land waren anwesend: als Bertreter der Unternehmer Tänzler, für Arbeiter Müller. Der frühere Chef des Ziviltabineffs Wilhelms II, von Balentini, ist gestern im 71. Lebensjahre gestorben. " Junge mit naturmüdfigen, weitausholenden schladfigen Bewe. I nischen Operette ,, Wildflower". Auch für die drei übrigen von ihnen gungen, einer bemußtloddrigen Sprechweise und frischer Jungen ermorbenen Theater, den Wintergarten"," Adelphi" und„ Shaftes baitigkeit. Rur den alten Wiz, zum Ministergehrod gelbe Halb burn", merden amerikanische Stücke vorbereitet. Armes Europa! fchuhe zu tragen, hätte er nicht machen sollen. Hans Junter. mann war der lebenserfahrene Graf, der sein Liebchen so gut an sich zu feffeln weiß. Er spielte den vollendeten Diplomaten mit unaufdringlicher und unwiderstehlicher Vornehmheit und verflocht jogar in sein Spiel menschlich ergreifende Züge der Tragit Als fleine Suzanne hatte Carola Zoelle von vornherein den Borteil der Anmut ihrer Bersönlichkeit. Sie schmollte so füß und plapperte in nain und wandelte sich auf der Szene so retzend vom fleinen Mädel zur großen Dame, daß ihr alle Herzen zuflogen. Ernst Degner, Die Amerikanisierung des europäischen Theaters. Das Residenztheater wird seine Weihnachtsgäste mit dem neue sten Luftspiel Ludwig Fuldas„ Die Durchgängerin beglüden. Die Durchgängerin soll ein fampler Badfisch sein, der sich trotz der Abneigung einer Eltern einen tollen Ehegemahl, d. h. einen so tüch tigen Kerl holt, daß die beiden Taugenichtfe mit einer Dollarmilliarde nach Berlin tommen fönnen. Das ist so ein Stüd Leben, wie Herr Fulda es sich vorstellt. Der würdige Mann hai Angst, sich selber mehe zu tun und er tut lieber der Welt mehe. In diesem Falle feines Weihnachtsspiels will er den allzu strengen Eltern einreden, baß sie milde und nachgiebig zu ihren Kindern feien. Denn es könnte doch geschehen, was mit Iljebill geschah, die in eine Anstalt für Der lorene Mädchen gesteckt wurde und dennoch einen Niggerboy und einen richtigen Groom und den foftbarsten aller Schoßhunde und den Der große amerikanische Theatertruft, den die beiden Brüder fabelhaftesten aller Spekulanten einheimite. Mildtätig gibt Herr Shubert leiten, hat mit der Eroberung Europas begonnen. Wie Fulda dieses Lustspiel her, als Erfaz für jene bösen Ausländer, die Londoner Blätter berichten, haben fie fich jetzt in fech s der mich den deutschen Dichtern das Brot wegnehmen und immer noch von tigsten Iheater Londons einen maßgebenden Einfluß ge den Theaterdirettoren verhätschelt werden. Gerührt dante man ihm sichert, und das ist nur der Anfang. Wie meiter gemeldet wird, für seinen guten Willen, stelle aber auch fest, daß fein Werk nichts stehen sie in Unterhandlung megen der llebernahme ameier Ber mert ist. In diesem matten, geiftesmatten, wenn auch theatralisch liner Theater und haben auch bereits ein Angebot für ein manchmal nicht übel aufgepuẞtem Lustspiel ist für Erika v. Thellmann eine Bombenrolle vorhanden. Die Künstlerin fann denn auch Theater in Paris gemacht. Ein Mitglied der Shubert.Trust, George Mac Lellan, ist in London eingetroffen und ihm mird bald eine dem eben sehr heruntergefommenen und dann wieder mit Halle fiegganze Armee von amerikanischen Theaterleuten folgen, die die Berreichem Badfisch mit der großen Grazie und Beweglichkeit ihres waltung der Theater übernehmen sollen. Talents schmüden. Fräulein Thellmann ist fähig, einen Augenblic aus dem Gehege ihrer jungfräulichen Romit herauszubrechen und dann einen richtigen weiblichen Leidenschaftsschrei auszustoßen. Benn so die liebliche Hilflosigkeit oder Gorgiofigfeit ganz plötzlich alle Energie des Willens und moralischen Aufstandes, bei sich ver1 einigt, jubelt der Mann im Parkett gern auf. Diese Stimmung des schenft. Jubels ist die beste Weihnachtsgabe, diz Fräulein Thellmann verDer Dichter befigt treue Freunde, die ihm bereitwilig bis zum Ende seiner Komödie folgen und ihrer Zufriedenheit begeisterten Ausdrud geben. M. H. ,, Die Shuberts find fich flar, daß fie fich mit ihrem Geschäft nicht länger auf Amerita beschränken dürfen," erklärte Mac Lellan. Sie wollen ihre Unternehmungen zu einem Weltgeschäft ausdehnen und lagen: Bir müssen in allen Städten Theater haben." Das Er: scheinen der Shuberts in Europa mird verschiedenartig aufgefaßt; die Amerikaner, andere wieder glauben, daß das ganze Theatergeschäft ement fürdyten die Beherrschung des Theatergeschäfts durch die eine Belebung erfahren wird. Nach meiner Ansicht ist fein Grund zu einer Banit Die Shuberts wollen nichts ändern, sondern wollen fich in ihrer Theaterleitung dem europäischen Gefchmad möglichst anpassen. Die Erwerbung der sechs Londoner Theater ist für sie feine große Sache. Sie fontrollieren in den Bereinigten Staaten 68 Theater und erwerben beständig neue dazu. Seit Juli haben sie 32 neue Stüde in Amerita aufgeführt. Für sie ist das Heraus bringen eines neuen Stüds nicht mehr, als wenn ein anderer zu Mittag ist. Jate Shubert infzeniert die Stilde, Lee hat das Finanzielle unter sich. Selbst wenn sie am Sonntag auf ihren Be figungen fich ausruhen, merden fie in Strafimagen pon Regiffeuren, Komponisten, Dramatitern und Schauspielern begleitet. Jafe ar beitet 16 Stunden täglich mit einem Stab von Helfern, die fich ab. lösen. Sie haben beide von unten angefangen und find tätiger als irgendwer anders in Amerita. Das Programm der Shuberts umfaßt für das His Majesty's Theater eine neue Operette„ Der Studentenpring, eine Ber tonung von Alt- Heidelberg", für das Apollo- Theater ein Stüd ,, Is that So?" im Genre von Potasch und Berlmutter", für das Gaiety- Theater die Aufführung der erfolgreichen amerika: " Sto Erstaufführungen der Woche. Monf. Staatsoper: Bulcinella, Renaissance, Sbielzeug." Leifingth: Karl XII." Dienst. Th. am Schiffbauerdamm:„ Der Bentral- 3b.: Der Fremde." fröbL Weinberg." Miftw. Berl. Tb.: Meffalinette. mödienhaus:„ Der dreizehnte Stub L" Th. i. d. Klosterstraße: Dieldweb. Sungfrau- Renaissance- 3b.: Stameraden haus: Der blaue Bogel- antimes Th.: Familie Schmod." Tb. am Nollendorfplat: Die offizielle Frau" Frelt. LuftspielUrania- Vorträge. Täglich:„ Die eilerne Brant." Sonn£ 7 IL: Die Leugte sien. Von Mont. an: lr welt im Urwald." Jreit. Sonnab. 5 U.: Johann Strauß.“ für jebermann aus allen Gebieten der Wissenschaft, Kunst und der praktischen Fumboldt- Fochschule. Das nette Winterprogramm mit 230 Abendkursen Fächer, sowie Führungen, Wanderungen, Reifen und Einzelveranstaltungen it foeben erschienen und loftenlos in zahlreichen Buchhandlungen, Bibliothefen, Refeballen und im Hauptbüro( Stopenider Straße 108, Morigplat 2050) zu haben. Der Weihnachtsmann bei den Aermſten. Berfehen unterlief, als er seine Kleine Bohnung, bestehend aus Werut man das schöne hohe bicht am Grunewald gelegene Strüppelheim betritt, unter dem Namen Ostar- Helene Heim befannt, dann erinnert anfangs nur ein gemisser Lysolgeruch daran, daß man in einem Haus ist, in dem sich viele, sehr viele trante Kinder und junge Menschen befinden. Später vergist man das ganz über dem, was man zu hören und zu sehen bekommt. Man hat es ja schon oft vernommen, aber man muß doch immer wieder darauf hinweisen, daß der Geift, der im Dstar Helene- Heim herrscht, ein durchaus moderner ist. Alle diese leinen und halbermachfenen Körperbehinderten werden nicht zu einem bemütigen hoffnungs. Irsen Ertragen ihrer Leiden erzogen, sondern was ärztliche Kunst nicht herzustellen vermag, nimmt die moderne psychologisch geschulte Pädagogik in ihre milden gütigen Hände. Auf diese Weise lernt der junge förperbehinderte Mensch das Leben beherrschen. Und so tonnte man wieder am vergangenen Donnerstag, als den Kindern und jungen Leuten im Heim das Weihnachtsfeft gerüstet war, die überraschende Tatsache feststellen, daß das große, in einer Gehäuftheit faum zu ertragende Massenelend förperlich anormaler junger Menschen vollkommen aufgewogen wurde durch das Milieu: Freundliche fluge Aerzte, liebevolle mütterliche Schmeſtern, gütige und wohlwollende Erzieher und Erzieherinnen, verständige und Penntnisreiche Handwerksmeister, sie alle waren um ihre Pflege befohlenen. Dazu Wärme, Kerzenschimmer, tausend Eleine und große Gefchente, Tannengrün. Und dann das immer rührende: die alten lieben Weihnachtslieder aus Kindermund gesungen. Eine prächtige Krippenlandschaft aus märkischem Sand und Kiefergrün mit raffinierter Beleuchtung, von den Krüppelfindern jelber aufge baut. Und dazwischen auch lustige Kurzweil: ein teffer Junge hat fich eine Gruppe gedrifft und führt sie drollig vor: Mohren, Indianer, ein Clown, Leute vom Mond. Man lacht ganz laut und übermütig und erschricht plötzlich, weil man daran denkt, daß das ja eigentlich Kranke sind. Aber sie selber wollen gar nicht als Krante erscheinen. Man soll sie ernst und voll nehmen. Es ergibt sich, daß frank der nicht mehr ist, der das Kranke, wenn es wirklich unabänderlich und unheilbar ist, innerlich überwunden hat. In deutschen Landen gibt es eine große Anzahl von Krüppel heimen. Biele sind in alten düsteren Gebäuden untergebracht. Schon von weitem sieht man Kreuze. Im Innern überall viel Frommheit in schönen Worten, Bibelsprüche, biblische Bilder überreichlich. Die Insassen scheu, gebudt, unterwürfig dem Besucher. Draußen in Dahlem sieht man hohe lichte farbenfrohe Räume. Diese Kranten müssen hier mehr oder minder frohe und selbstsichere Menschen werden, weil in den Menschen, die sie umgeben und ihnen helfen, so viel Gesundheit und Stärfe und froher erdenfefter Stärke und froher erdenfefter Glaube ist. Keine Erhöhung des Elektrizitätstarifs. In einem Teil der bürgerlichen Presse sind über die Ausrirkungen der Dedungsbeschlüsse der Stadtverord. netenversammlung vollkommen irrige Darstellungen gegeben worden, Vor allen Dingen wird immer wieder die Behauptung aufgestellt, daß eine Erhöhung der Elektrizitätstarife beschlossen sei. Das ist absolut unzutreffend Die beschloffene Erhöhung der Bruttoabgabe von 5 auf 8 Proz. läßt sich ohne jede Tariferhöhung durchführen. Bei den Elektrizitätswerfen liegt die Sache nur insofern anders, als diese Werke den im Haushalt von 1925 vorgesehenen Betrag, der über die Bruttoausgabe hinausgeht, noch nicht habe abführen fönnen. Bekanntlich wird der Stadt Berlin dauernd die Genehmigung zu Auslands anleihen für den Neubau des Kraftmertes Rummels burg nermaigert. Infolgedessen müffen alle Ertragnifie ber Elektrizitätsmerte in diese Neubauten hinein gestedt merben und die Stadt ist gezwungen, auf den ihr an fich zustehenden Gewinn diefer Berte zu verzichten. Der Magiftrat wünscht aber, daß die Werte den im Etat vorgesehenen Betrag ab. führen, meil er bei der jenigen Finanzlage der Stadt auf feinen Pfennig verzichten fann. Bei den Elektrizitätsmerken handelt es fich um 4 Millionen Die Stadtverordnetenversammlung hat darauf verzichtet, einen Beschluß über die Ablieferung dieser 4 Millionen zu faffen. Es ist lediglich Sache der Elektrizitätswerte und ihres Auf fichtsrats, darüber zu beschließen, wie sie bis zum Abschluß des Haushaltsjahres es ermöglichen, der Kämmereifasse diesen Betrag zur Verfügung zu stellen. Es ist sehr wohl möglich, daß ihnen das ohne jebe Tariferhöhung gelingt. Der Aufsichtsrat hat deshalb gestern cuch verständigerweise jede übereilte Beschlußfaffung abgelehnt. Selbstverständlich hat er die Pflicht, die Finanzverhält. niff aller Werte noch einmal genau nachzuprüfen und jede fleinste Möglichkeit von Ersparnissen zu berücksichtigen. Borläufig ist also an eine Tariferhöhung noch gar nicht zu denten. Der Brief der Toten. Ein Mordverdacht beschäftigte feit einigen Tagen die Kriminal. polizei In der Brenzlauer Allee 241 wurde eine rida Winkel mann auf dem Fußboden liegend tot aufgefunden. Unter ihrem Nachlaß fand man einen Brief, in dem sie einen Arbeiter Ludwig 3. beschuldigte, daß er sie einmal ermorden werde. Eines natürlichen Todes werde sie nicht sterben. Die Kriminalpolizei nahm sofort die Ermittlungen auf. Sie ergaben, daß Frida Winkel mann vor dem Kriege eine Beitfang in freundschaftlichen Beziehungen zu J. geftanden, daß fie ihn dann aber megen Dieb= stahls angezeigt hatte. Darauf hatte er ihr gedroht, daß er fie einmal umbringen werde. Dann kam der Krieg. Nach jeinem Ende fah das Mädchen 3. auf der Straße, wo er mit Streichhölzern handelte. Auch jetzt drohte er ihr wieder. Darauf ging fie nach Hause und schrieb den Brief, der also schon jahrelang in ihrer Wohnung gelegen hat. Es wurde festgestellt, baß J. an jenem Nachmittag auf seiner Arbeitsstelle war und daß das Mädchen an einem Gehirnschlag gestorben ist. Ein Attentat auf die Gräfin Bothmer? Wie ein Lauffeuer verbreitete sich vor Beginn der heutigen Berhandlung gegen Frau v. Both mer die Nachricht, daß die Angeklagte vor Einlieferung in die Belle von einem Wurfgeschoß getroffen jei. Die Angeklagte faß weinend in der Belle und jammerte vor sich her, indem sie sich die Stirn fühlte. Die Berteidiger suchten sie dort sofort auf. Was daran wahr ist, ist bis zur Stunde nicht geflärt, eine Untersuchung ist im Gange. Die Frau des Oberst Bogt, die nochmals als Zeugin vernommen wurde, befundete, daß die Gräfin ihre Familie in schwerster Weise be. logen habe. Der Vorsitzende teilte auf eine Frage des Staatsanwalts mit, daß die ärztlichen Sachverständigen über den Geisteszustand der Angeklagten ein Gutachten abgeben sollen. Dann wird Frau Bogt nochmals vernommen. Sie hatte den Generalstaatsanwalt Rohde in Berlin im Auftrage der Gräfin anrufen müssen und ihm den Selbstmordversuch des Grafen berichten müssen, der angeb fich im Verfolgungsmahn begangen sein sollte. Das sei aber unwahr. Um 11 Uhr melbete fidh hauptmann Hefter. Das Ende des Prozesses ist vorläufig noch nicht abzusehen. Wer hilft? Der bekannte Schriftsteller Balter von Molo, Berlin Zehlendorf, Schweigerstr. 7, bittet uns um Veröffentlichung folgender Zuschrift: Die großen Wohnungen find freigegeben, die wirtschaftlich Schwachen sollen Schuß genießen. Wie wird das ausgeführt? Ein junger begabter Schriftsteller, dessen Frau frant ist, soll binnen 14 Tagen auf die Straße gejezt werden. Warum? Weil ein zwei Zimmern und einer Küche. bezog. Eine andere fleine ohnung befommt er nicht, möblierte Zimmer fann er nicht bezahlen, die Möbelstücke, für die er das Geld blutig zusammen, sparte, auf den Speicher zu stellen, befigt er fein Geld. Der Krant. heitszustand der Frau nimmt zu, der junge Schriftsteller, der neben bet bemerkt als Leiter einen der ersten Berliner Berlage in fürzester Zeit zu ungeahnter Höhe führte, verliert jede Ruhe zur Arbeit und fann nichts mehr zu seinem fleinen Gehalt hinzuperdienen, mit einem Bort, er ist vernichtet. Warum? Weil mir die„ Kultur" schützen, weil wir den geistigen Arbeiter fchüßen", indem ihn hartherziger Bureaufratismus auf die Straße wirft Was bleibt übrig? Die Deffentlichkeit anzurufen, damit das Wohnungsamt zur Bermunji tommi, bamit sich ein Menschenfreund findet, ber der fleinen, aufs Aeußerste bedrängten Familie hilft. Ich bin gern bereit, zuschriften dieser Art entgegenzunehmen." Gemütliches Gefängnis. Gewerkschaftsbewegung Auf der Suche nach dem Schlichter. Die Eisenbahner haben ja Zeit. Seit dem Monat März haben die Eisenbahner teinene allgemeine Erhöhung der Bezüge gehabt. Damals betrug die Erhöhung der Eisenbahnerlöhne 3 Pfennig pro Stunde. Sie murde als pollständig ungenügend betrachtet und galt nur als Abschlags 8ahlung. Die Reichsbahngesellschaft hat felbst diese ungenügende Erhöhung der Eisenbahnerlöhne benutzt, um eine Tariferhöhung vorzunehmen und dabei ein Geschäft zu machen. Bei dem legten Schlichtungsverfahren bekamen die Eisenbahner nur die Bertröftung auf die Preissentung. Seitdem warten sie. Offenbar von der Erwägung ausgehend, daß die Eisenbahner Ein Gefangener als Profurist" der Gefängnisdruderei. das Warten gelernt haben und darin eine große Uebung befizen, Nette Zustände scheinen in den Jahren 1922 und 1923 in ber hat der Reichsarbeitsminister es nicht besonders eilig, einen SchlichStrafanstalt Freienbles, die durch Angerstein eine traurige ter zu finden, um das von den Eisenbahnerorganisationen und der Berühmtheit erhalten hat, geherrscht zu haben. Zu jener Zeit be Reichsbahngesellschaft beantragte Schlichtungsverfahren durchzuherbergte das Gefängnis einen gewiffen Helmut lattfelb, führen. Der Schlichter, den er in Aussicht genommen hat, ist gegender eine längere Strafe wegen zahlreicher Betrügereien zu verwärtig anderweitig in Anspruch genommen. Man hat es deshalb büßen hatte. Inzwischen ist Glettfeld wieder mit dem Strafgesetz auch im Reichsarbeitsminifterium nicht für nötig gehalten, sich nach in Konflikt gekommen und sigt gegenwärtig im Zuchthaus in einem anderen Schlichter umzusehen. So weit wir unterrichtet sind, Naugard. ist der in Aussicht genommene Schlichter bis zum Jahresschluß anderweitig beschäftigt. Dann treten eventuell Neujahrsferien ein, so daß, menn die Eisenbahner Glück haben, Mitte Januar die Berhandlungen stattfinden können. Dieses Berfahren, einen Konflikt, ftatt zu lösen, zu ver schleppen, entspricht nach anserer Auffassung keineswegs der Brovi- chleppen, Schlichtungsordnung. Es entspricht aber noch weniger der Notlage Glattfeld ist ein recht gewandter Mann und hatte es verstanden, in Freiendiez den Gefängnisaufenthalt sich sehr angenehm zu ge ftalten Freiendiez hat große Drudereien und besorgt die Druckarbeiten für sämtliche preußischen Gefängnisse. Glattfeld murde im Verwaltungsbureau verwendet und hatte die Gelegenheit benut, durch seine Braut in Berlin verschiedenen Firmen Provi: fionsangebote für Materiallieferungen zu unterbreiten. Durch einen Agenten wurde den Firmen ein Schreiben aus dem Gefängnis vorgelegt und die Lieferung versprochen, wenn sie die Vermittlungs provision zahlen mürden. Darin erblickte die Staatsanwaltschaft einen versuchten Betrug. Es wurde angenommen, daß er eine Vertrauensstellung zu unlauteren Zwecken ausgenutzt habe. Glattfeld erzählte dem Schöffengericht Mitte, vor dem er sich zu verantworten hatte, daß er im Gefängnis gewissermaßen den Pro= furisten gespielt habe. Morgens früh habe er mit dem Oberinspektor die Bost durchgesehen und diesem als tüchtiger Raufmann feine Vorschläge gemacht, denen der Beamte regelmäßig zustimmte. Dann habe er die Briefe selbst entworfen und nur unterzeichnen laffen. Deshalb habe es auch allein von ihm abgehangen, wer die Aufträge erhalten sollte. Er wollte auch gar nicht einsehen, daß er mit der Provisionsforderung etwas Unrechtes getan habe. Daß er die Briefe an seine Braut durchgeschmuggelt habe, bestritt er ebenfalls. Das habe er gar nicht nötig gehabt, sondern die Briefe feien dem Wachtmeister vorgelegt und einfach unterschrieben worden, Das habe er gar nicht nötig gehabt, sondern die Briefe ohne daß der Inhalt geprüft wurde. Er habe dann selbst den Stempel aufgedrückt und sie ordnungsgemäß befördern lassen. Die Braut, feine inzwischen wieder von ihm geschiedene Frau, war megen Beihilfe mitangeflagt. Sie bestritt aber, daß sie überhaupt Don dem Charakter der Geschäfte Kenntnis gehabt habe. Der Ver. teibiger beftritt eine strafbare Handlung. Der Angeklagte habe den Firmen nichts vorgespiegelt, denn tatsächlich hatte er, wie er bes hauptet habe, bei der Vergebung der Lieferung einen maßgebenden Einfluß. Wenn er Angestellter gemesen wäre, würde die Provision für Schmiergelder, wenn er Beamter gewesen wäre, für Bestechungen strafbar sein. Das Schöffengericht schloß sich diesen Ausführungen an. Zwar habe der Angeklagte fich einen unberechtigten Bermögens porteil verschaffen wollen, es fehle aber das Tatmertmal des Be truges, nämlich die Vorspiegeluno falscher Tatsachen. Deshalb er. folgte die Freisprechung. Bei der Ehefrau hätte die Frei [ prechung ohnehin erfolgen müffen, da ihr zu glauben sei, daß sie den mahren Sachverhalt nicht überblidt habe. Der boxende Räuber. Ein Kaffenattentat in der Bernauer Straße. In geradezu erschredender Weise mehren sich in letzter Beit die Raubüberfälle. Insbesondere auf Frauen und Mädchen haben es die Burschen abgesehen, die nach raffiniertester Methode ihr Handwerf betreiben. Gelingt es auch in den meisten Fällen, dieser gefährlichen Straßenmarodeure habhaft zu werden; gelingt der Handstreich, so ist die Verfolgung der Raubaffäre schwierig. Gin brutaler Raubüberfall wurde Freitag nachmittag in der Herren maßschneiderei von Hahn in der Bernauer Straße 95 pon einem Manne Ende der Zwanziger verübt, der in den Laden trat und einen Mantel verlangte, Frau Hahn, die allein anwesend war, wollte dem vermeintlichen Kunden gerade einige Muster porlegen, als der Bursche auf sie zusprang und ihre einen furchtbaren Boghieb in die agengrube perfeßte, der sie sogleich zu Boden warf. Die Wehrlosigkeit der Zusammengebrochenen benugte der Räuber, um die Badentasse pöllig auszu plündern. Leider entlam der Geselle, ehe die Frau fich genügend erholt hatte, um nach Hilfe zu rufen. Nach den Ermittlungen des Raubdezernats im Bolizeipräsidium mar der Räuber 1,60 bis 1,65 Meter groß. hatte ein samales, blaffes, bartloses Gesicht, und trug einen grauen find an das Raubdezernat im Präsidium, Zimmer 80, zu richten. Mantel sowie einen schwarzen steifen Hut. Zweckdienliche Angaben Die lieben Brüder! Gestern abend wurde in einem Bersamm lungelofal in der Müllerstraße eine Bersammlung der Nationalfezialisten" abgehalten. Die Teilnehmer, etwa 700 Personen, ge hörten je zur Hälfte den„ Nationalsozialisten" und den Kommunisten Während der Versammlung tam es wiederholt zu Tätlichkeiten, mobei die Angreifer mit Stühlen aufeinander los. gingen, so daß schließlich die Belizet eingriff; die Beamten entfernten die Ruhestörer aus dem Saal. Nach Schluß der Versammlung fam es zu Prügelszenen. an Der Hausfrauenverein Südost veranstaltete fürzlich eine Weihnachtsfeier. 40 bedürftige Kinder des Bezirks Kreuz berg hatten sich im festlich geschmückten Lokal eingefunden, wo ihnen allerlei nügliche Kleidungsstüde und bunte Teller gereicht wurden. Bei Kaffee und Kuchen blieben die fleinen Gäste und ihre Mütter noch lange beisanimen. Zunahme der Kälte in Jtalien. Die Kälte hat in Italien neuer dings zugenommen. In Turin jant die Temperatur bis 14 Grad unter Rull, in Trient auf 8, in Mailand auf 7, in Benedig auf 5, in Bologna auf 4. in Florenz auf 6 und in Rom auf 2 Grad unter Null. Die Mittagstemperatur in Rom war am Freitag nur plus 3,6 Grad. Schweres Brandunglüd bei Neapel In Pozzuoli bei Neapel brach in einem elektrisch betriebenen Sägewerk ein Brand aus, der erst nach 5 Stunden von der Neapolitaner Feuerwehr gelöscht merden konnte. Mehrere Personen sind bei dem Brande ver legt, etwa 200 obdachlos geworden. Der Schaden dürfte eine Million Lire überschreiten. Feuersbrunft eine Spinneret zerstört worden. Der Schaden beträgt Eine Spinnerei niedergebrannt In Troyes ist durch eine 3 Millionen Fraut. 180 Arbeiter find obbachlos gemorden. 18 Flicher verunglüdt. In ganz Eftland herrscht seit gestern früh heftiger Sturm. 18 Fischer, die sich auf See befanden, murden auf bas offene meer getrieben Alle Nach forschungen nach ihnen blieben erfolglos. Weitere Unglüdsfälle, bei denen Fischer dem Sturm zum Opfer fielen, werden gemeldet. Erdbeben in Australien. Heftige Erbftöße von 5 bis 20 Sefunden Dauer wurden in Sydney und an vielen Orten im Inland ver spürt. Sie riefen unter der Bevölkerung große Bestürzung hervor, doch sind bisher feine Meldungen über den angerichteten Schaden eingelaufen. der Eisenbahner, die schließlich von niemandem bestritten wird. Wenn man den Eisenbahnern von der Regierung aus immer wieder das Recht bestreitet, die Arbeit zu verweigern, dann darf man sie nicht durch ein solches Verfahren auf den Weg der Arbeitspermeigerung treiben. Denn die fortgesetzte Berschleppung des Schlichtungsverfahrens, die Weigerung der Notlage der Eisenbahner gerecht zu merden, bedeutet schließlich nichts anderes, als eine indirette Aufforderung an die Eisenbahner, sich zu ertämpfen, was man ihnen auf gütlichem Wege zu geben sich meigert. Wie wir erfahren, find die Eisenbahnergewerkschaften, die an den Tarifverhandlungen beteiligt sind, heute mittag um 1 Uhr beim Reichsarbeitsminister porstellig geworden, um gegen die Hinaus zögerung des Schlichtungsverfahrens zu protestieren. Sie verlangten, daß die Schlichtungsverhandlungen sofort festgesetzt werden. Wo bleibt der Banarbeiterschutz? Der Zentralverband der Zimmerer, Zahlstelle Berlin, legt Bert darauf, zu der von der Berliner städtischen Baupolizei im„ Bormärts" vom Sonnabend, dem 12. Dezember, gegebenen Darstellung folgendes zu entgegnen: Rund vier Wochen hat die städtische Baupolizei gebraucht ihrer Nachprüfung befannt zu geben Wie steht es da mit der Kon( vom 17. November bis 12. Dezember 1925), um einen Bericht über trolle, menn man bedenft, daß zur Zeit der ersten Mebung bei mehr als 600 Baufirmen in Berlin mehr als 1200 Arbeitsstellen u verzeichnen waren? Wir hatten in unserem Bericht vom 17. November behauptet, daß die Baufirma H. Streubel G. m. b. H., deren 1. Aufsichtsratsporfizender Herr Architekt Georg Gestrid, Spenerstraße 21, ist, auf dem Bau Amrumer Straße, Ede Brüsseler Straße, jeden Bauarbeiterschuh vermissen läßt. Herr Architett Geftrich, der seit 1914 Borfizender der Berliner Innung Bund der Bau, Maurer und Zimmermeister zu Berlin" ist, hätte die Pflicht gehabt, die bestehende Polizeiverordnung zu beachten. Run will die städtische Baupolizei die Firma und sich selbst gegenüber dem Vorwurf schlechter Kontrolle reinwaschen. Dazu erHären wir folgendes: Der Bericht über die vorgenommene Brüfung durch das Polizeiamt Bedding, wie auch des Repierbeamten( Arbeiterschuh monn) ist eine misfentliche Täuschung der Deffentlich feit. vier Wochen nicht die geringste Berbefferung vorgenom 1. Wir haben am 15. Dezember festgestellt, daß während der fchaft von etwa 25 bis 30 Mann zu flein. Der Material. men worden ist. Der Unterfunftsraum ist für eine Beleg huppen ist mit Pappe vertleidet, aber der Unter unftsraum für die Bauarbeiter nicht. Die gespundete Bekleidung der Bude ist heute durch die Witterung allerdings etwas dichter als vor fünf Wochen. Weiter 2. Der Abort, obwohl der Hof hundertmal Blah bietet, steht nicht, wie die Polizeivorschrift besagt, mindestens sechs meter von den Mannschaftsräumen, sondern knapp 2½ Meter ab. fehlen die Scheidewände und der Schutz gegen Zugluft. Bon Desinfizierung feine Spur. Straße sollte die Baupolizei nach unserer Empfehlung eine Auf3. Von der 3immererbude mitten in der Amrumer nahme machen; dazu ist heute noch Zeit. Diese Bude, in die man nicht mal einen Hund hineinjagen würde, wird pon drei Bauarbeitern als Unterkunftsraum benußt, die auf dieser Baustelle pon der Baufirma A. Stapf, Berlin, Magdeburger Straße 9, Inhaber Herr Dr.- Ing. P. Reuter, zum Herstellen der Massivdecken beschäftigt find. Um sich vor der jegt sehr scharfen Zugluft etwas zu schüßen, haben sich die Arbeiter, soweit das Material" dazu reichte, die Bude mit leeren Papierzementfäden von innen benagelt. Giggelegenheit war nicht da, meil ja der Platz zur Aufbewahrung für 3ement gebraucht wird. 4. Seit pier Wochen ist man babei, einen Ersatz zur Unter funft und zur Aufbewahrung des Werkzeuges für 3immerer herzustellen. Am 15. Dezember fehlten noch das Fenster und die Bappe auf dem Dach. Man würde eine neue Bude nicht bauen, wenn die vorhandenen Räume ausreichend wären. Zum Schluß fei noch bemerkt, daß als Bauherr die Stadt Berlin( Bezirtsamt Wedding) in Frage tommt. Die städtische Bauleitung hat zur Kontrolle der Arbeiten einen ständigen Bauleiter auf der Baustelle und dennoch solche jammervollen Zu stände. Wenn die Baupolizei immer so schnell und solche fachkundigen Brüfungen mit verbundenen Augen vornimmt wie hier, bann ist es höchste Zeit, daß höheren Orts einmal Fraftur mit den Herren von der Baupolizei geredet wird." Die Lehrlingswirtschaft im Baukgewerbe. Im Reichstarif für das Bankgewerbe murde unter dem Druck der wirtschaftlichen Verhältnisse von den Arbeitgebern durchgesetzt, daß die Anzahl der Lehrlinge in jedem Betriebe betragen darf: bei einer Anzahl bis zu 10 Angestellten. 5 Lehrlinge 43880 15 25 50 7 10 15 Auf je weitere fechs Angestellte tann ein weiterer Lehrling eingeftelit werden. Eine Höchstgrenze ist nicht vorgesehen. Sind diese Ziffern an sich schon standalös, ba sie die Lehrlingswirtschaft gerade in den tleineren Betrieben am meisten begünstigen, in denen sie hauptsächlich betrieben wird, so fordern sie gerade im Bankgewerbe zur Kritik besonders heraus. Auch für das Bankgewerbe muß grundsäßlich gefordert werden, daß nicht mehr Lehrlinge ausgebildet werden als gebraucht wer den, um die in den Angestelltenrethen entstehenden Süden zu er gänzen. Der größte Teil der während der Inflationszeit„ ous gebildeten" jungen Angestellten ist nach Beendigung der Lehrzeit entlassen worden. Tausende und aber Tausende neu ausgelernter Banfangestellten haben seit ihrer Lehrzeit keine Beschäftigung in Banten gefunden und auch heute noch mit die geringste Ausficht, jemals wieder im Banffach beschäftigt zu werden. Ein Gewerbe, das derart skrupellos feine Ausgelernten auf die Straße fegte, müßte hon gezwungen werden, mit der weiteren Ausbildung etliche Jahre zu pausieren, so lange, bis es die bisher von ihm Ausgelernten beschäftigen fann. Weihnachtsunterstüßung im Berband der Maler. Alle Ver: bandskollegen, die vor dem 15. Dezember 1925 arbeitslos und 26 Wochen Mitglied der Organisation sind, können ab Montag, den 21 Dezember, im Verbandsbureau, SD. 16, MelchiorStraße 28, die Weihnachtsunterstützung abholen. Borzulegen ist Mitgliedsbuch nebst Nachweiskarte. Die Ortsverwaltung. Theater der Woche. Bom 20. Tezember bis 28. Tezember 1925. Bollsbühne: 20.. 27. Don Quichotte. 21., 23.. 25. Der Kaufmann von Benedia. 22. Samlet. 24. Geschlossen. 26., 28. Judith. Leffing- Theater: 20., 25., 26., 27. Der junge Mar. 21., 22., 23., 28. Karl XII. 24. Geschlossen. Theater in bez Könicgräger Straße: 20. bis 23. und 25. bis 28. Die nenen Serren. 24. Gefdiloffen. Städt. Oper Charlottenburg: 20. Die Fledermous. 21. Tannhäufer. 22. Solofernes. 28. Das Rheingold. 24. Gefchloffen. 25. Die Meistersinger von Nürnberg. 26. Orpheus in der Unterwelt. 27. Tosca. 28. Hoffmanns Erzählungen. Großes Schauspielhaus: 20. bis 23. und 25. Theater des Westens: 20. bis 23. und bis 28. Für Dich. 24. Geschlossen. 25. bis 28. Das Spiel um die Liebe. 24. Geschlossen. Renaissance- Theater: 21., 22., 24. Geschlossen. 23., 25. bis 28. Kameraden. Die Tribüne: 20. bis 22. Burild au Methusalem. 24. Gefchloffen. 23., 25. bis 28. Die tote Tante. Dentices Künstler- Theater: Bis 22. Die Terefina. Ab 23. Diagbilem( Russisches Ballet). 1 1 Komödienhaus: 20. bis 22. Kopf oder Schrift. 24. Geschlossen. Gefchloffen. 23. und ab 25. Meffalinette. 23., 25. bis 28. Der dreizehnte Stuhl. Berliner Theater: 20. bis 22., 24. Trianon- Theater: 20. bis 23. und 25. bis 27. Kleine Stlavin. 24. Gefchlossen. Residenz- Theater: 20. bis 23. und 25. bis 28. Die Durchgängerin. 24. Geschlossen. Rentral- Theater: 20., 21. Triefchübel. 22., 23. und 25. bis 28. Der Fremde. 24. Geschlossen. Theater in der Kommandantenstrake: 20. bis 23. und 25. bis 28. Die blonden Mädels. 24. Geschlossen. Komische Oper: Von A bis R. Zuftspleihans: Bis 23. Votasch und Verlmutter. Ab 25. Der blaue Bogel. Metropol - Theater Theater: 20. bis 23. und 25. bis 28. No No Nanette. 24. Geschlossen. am Schiffbauerdamm: Bis 21. Das verhängnisvolle Weib. Ab 22. Der fröhliche Beinberg. Thalia- Theater: 20. bis 23. und 25. bis 28. Annemarie. 24. Gefchloffen. Theater am Rollendorfplak: 20. Die grine Flöte. 21., 22. Geschlossen. Ab 23. Die offizielle Frau. Theater am Kurfürstendamm: Regen. Aleines Theater: 20. bis 23. und 23. bis 28. Figuranien. 24. Ga schlossen. Wallner Theater: Rolportage. Nose- Theater: 21. bis 23. Der Froschkönig und der eiserne Heinrich. 24. Gefchloffen. 25. bis 27. Wenn der Flieder blüht. Herrnfeld Theater: 20. bis 23. Stall Leon mit 9. 24. Geschloffen. Ab 25. Familic Schmod. Schloßpark- Theater Steglik: 20. bis 22. Der eingebildete kranie. 23., 24. Geschlossen. 25. bis 28. Die Csardasfürstin. Theater in der Lükowstraße: Das grilne Signal. Theater im Admiralspaloft: 20. bis 23. und 25. bis 28. Achtung. Belle 505! 24. Geschloffen. Wintergasten und Seala: Internationales Varieté. Opernhaus: 20. Hänsel und Gretel. Klein Jdas Blumen. 21. Tanzabend. Erstaufführung: Renaissance. Buccinella. Spielzeug. 22. Bozzed. 23. Cavalleria Rusticana. Bajazzo. 24. Geschlossen. 25. Aida. 26. Rigeunerbaron. 27. Margarethe. 28. Carmen. Schauspielhaus: 20., 25. Beer Gunt. 21. Faust I. 22. Candida. Sammers Komödie: 23., 25. Somes unb Sufte. 27.-Berliner offenabens. 28. Die Sourus liften. Krall- Oper: 20. Bohème. 21., 27. Evangelimann. 22. Der fliegenze Solländer. 23. Christelflein. 24. Gefchloffen. 25. Madame Butterffn. 26. Spielzeug. Hänsel und Gretel. 28. Tosoa. Schiller Theater: 20. Charlens Tante 21., 22., 25., 26. Der Glüldspils. 23., 27. Rapitän Braßbounds Befehrima 28. Jugend. Deutsches Theater: Der Kreidekreis. 24. Geschlossen. spiele: Sechs Versonen fuchen einen Autor. 24. Gefchloffen. Gesellschaft. 24. Gefchloffen. Walhalla Theater: Die Koblants. Rachmittagsvorstellungen. Bolfsbühne: 20. Der Raufmann Don Benedia. 25. Fiesto. 26. Jung- Siegfried. 27. Sudith. Leffing- Theater: 20., 22. 22., 23., 25., 26., 27. Schneewittchen. Theater in bez Königgrögez Straße: 25. bis 27. Wie es Euch gefällt. Großes Schauspielhaus: 22., 3., 25. bis 28. Funtheinzelmanns Weihnachtsmarkt. Theater bes Bestens: 20., 26., 27. Wie Peterden die Bunderhume fand. 25. Veferdens Mondfahrt. Die Tribune: 25. bis 27. Zurüd zu Methusalem. Komödienhaus: 25. bis 27. Kopf oder Echrift. Berliner Theater: 26., 27. Meffalinette. Residenz- Theater: 20., 27. Schneewittchen. 25., 26. Jugendfreunde. Rentral Theater: 20., 26., 27. Bunburn. Theater in der Kommandantenstraße: Metropol- Theater: 20., 27. Rotfäppden. 25., 26. Die blonden Mädels. 26. Shre Hoheit die Tänzerin. Thalia- Theater: 20., 27. Hänsel und Greiel. 25., 26. Annemarie. Walhalla- Theater: 20. Schneewittchen und die fieben Rwerge. 23. Froschkönia. Rose- Theater: 25., 26. Der Glöckner von Notre Dame. 27. Der Froschkönig und der eiserne Heinrich. Schloßvart- Theater Sieglin: 25., 26. Der Herr Genator. 27. Schneewittchen. Theater in der Lükowstraße: 20., 23. Knecht Rupprecht. Theater im Admi: alspalaft: 20., 23. bis 27. Achtung, Welle 505! 23. Alle Buppen tanzen. Schauspielhaus: 20., 23., 27. Zwerg Nase. Kroll Oper: 20., 25., 26., 27. Nathan der Beife. Schiller Theater: 20., 23., 27. Rumpelstilzchen. 25., 26. Der Glüdspila. Berantwortlich für Politi?: Ern Reuter; Birtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner: Feuilleton: K. S. Döscher; Lofales und Sonstiges: Frig Karstädt; Anzeigen: Th. 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