Ur. 153. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Biertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage ,, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ..ozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ein Nachspiel zur Kolberg- Kösliner Wahl. Der Kolberger Bürgermeister hatte der sozialdemokratischen Partei für eine anläßlich der Wahl im Kreise KolbergKöslin einberufenen Volksversammlung den Strandschloß Eaal zur Verfügung gestellt. In diesem städtischen Saal wurde deshalb nicht mehr wie üblich das Festessen des Fischereivereins abgehalten, der Landrath v. Puttkamer setzte sich mit der Militärbehörde ins Einvernehmen, damit die Militärmusik dem Strandschloß- Restaurant entzogen werde und endlich wurde der Bürgermeister in eine Ordnungsstrafe von 90 M. genommen. Hierüber herrscht in Kolberg, wo das Bürgerthum noch nicht nationalliberal versimpelt und politisch verlumpt zu sein scheint, große Aufregung. Ueber das Vorgehen der vorgesetzten Behörden gegen den Bürgermeister wurde der Magistrat in der Kolberger Stadtverordneten- Sigung vom 1. d. M. interpellirt. Der Verlauf der Stadtverordneten- Sizung und die in derselben zur Verlesung gelangten Aktenstücke sind von so hohem politischen Intereffe, so wert hvoll zur Charakterisirung des Kampfes gegen die Sozialdemokratie, sie sprechen so sehr für sich, daß wir sie ohne ein Wort des Kommentars hier wiedergeben. Donnerstag, den 4. Juli 1895. Die Versammlung drückt den Wunsch aus, die betreffenden Atten vorgelegt zu haben. Der Bürgermeister erklärt sich damit einverstanden. Der Brief des Regierungspräsidenten lautet: Röslin, 19. Juni 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. in Sr. Majestät befißt und ein öffentliches Amt bekleidet, sich solle veranlaßt werden, hierher zu kommen, und in einer Bolts zwischen Garnison und Bürgerschaft stellt, und der letzteren die versammlung hier sprechen. Derselbe spricht aber Musik entziehen will, so ist das ein so großer Fehlgriff wie er feinem Kleinen Saale,*) der Hoffmann'sche Saal hier, überhaupt nur geschehen kann. Bis jetzt hat Garnison und in welchem bisher die Versammlungen seiner Partei Komme A. Bebel, so müßten Bürgerschaft in gutem Ginvernehmen gelebt. Wenn hier ein stattfinden, sei zu flein. Man ist sogar soweit gegangen, daß man an Herren von gutem fammlung mehr von Mitgliedern anderer Parteien besucht Keil dazwischen getrieben wird, so zieht man Unfrieden herbei. fie, die Sozialdemokraten, darauf rechnen, daß die VerNamen das Anfinnen gestellt hat, sie möchten doch aus dem werde, als von Sozialdemokraten. Für die Aufrechterhaltung Strandschloffe ausziehen. einer guten Ordnung werde gesorgt werden. Ich habe die Benugung des Saales genehmigt, habe aber bemerkt, daß die Ver sammlung bis zum 15. Juni stattfinden müsse. Später könne mit Rücksicht auf das Bad der Saal zu feiner politischen Ver sammlung bewilligt werden. Der Maurer Bierlich erklärte, daß die Versammlung jedenfalls vor dem 15. Juni werde berufen Die dortigen öffentlichen Blätter bringen die Nachricht, daß werden. Sie hat am 12. Juni stattgefunden. fam ber Guer Wohlgeboren in Ihrer Eigenschaft als Magistrats dirigent Am Nachmittage des Tages etwa 4 Uhr ben Gaal Des im Gigenthum der Stadt stehenden Strand- Herr Landrath von Puttkamer zu mir. Gr schlosses am Abend des 12. Juni zur Abhaltung theilte mir mit, daß er vom Herrn Oberst einer großen sozialdemokratischen Versamm Hißigrath tomme. Seine Aeußerungen waren, so weit sie Iung bereit gestellt haben. Da die Ueberlassung dieser Räum mir noch erinnerlich, etwa folgende: Wenn die soziallichkeit zu einer solchen Versammlung dem Vernehmen nach bei demokratische Versammlung im Strandschloß einem Theil der dortigen Einwohnerschaft lebhaften Anstoß er- stattfinde, tönne die Stadt davon Schaden regt hat, und abgesehen von allen anderen aus dieser Thatsache haben. Die Regimentsmusit werde dann vor Strandschlosse nicht mehr spielen zu ziehenden Schlüssen von weittragenden und schwerwiegenden de m und anständige Herren tönnten nachtheiligen Folgen für die Entwickelung des dortigen Bade- tönnen lebens und namentlich des Verkehrs am Strandschlosse mehr auch nicht Der Herr Oberst gehen. in finanzieller Beziehung sein kann, sehe ich Ihrer ausführ- habe ihm, als er zu demselben die letztere Meinung lichen Aeußerung und Rechtfertigung binnen 8 Tagen entgegen. geäußert, erwidert: Für dies Jahr habe er, der An Der Regierungs- Präsident v. d. Reck. Rolberg, 21. Juni 1895. Hochwohlgeboren Ew. Hochwohlgeboren berichte ich ganz ergebenst: Röslin. dahin Oberst, den Vertrag zwischen dem Kapell. meister des Regiments und der Badebirettion genehmigt und mit vollzogen. Dabei werde es bleiben müssen. Im übrigen wolle er, der Oberst, sich die Sache überlegen. Der Herr Landrath versuchte mich zu veranlassen, die ertheilte Erlaubniß zur widerrufen. Benuhung des Saales noch zu Ich habe ihm mitgetheilt, was oben deswegen vorgetragen ist, und erklärt: Gs bleibe bei der ertheilten Erlaubniß zur Benuzung des Saales. Folgen müßten wir abwarten. Stadtverordneter Wulff führte folgendes aus*): Es seien Gerüchte in der Stadt verbreitet, die viel böses Blut gemacht hätten und von denen man nicht glauben tönne, daß es möglich sei. Es sei ihm aber von ver- den tönigl. Regierungspräsidenten Herrn Freiherrn v. d. Reck schiedenen Seiten versichert worden, und da sei es an der Zeit, daß man diejenigen zur Rechenschaft ziehe, die Schuld daran tragen. Wir dürfen nicht zugeben, daß unser guter Name in den Schmuß getreten wird. Es sei gefagt worden, daß eine Boltsversammlung, die im Strandschloßfaale ab Der Saal des hiesigen Strandschlosses ist Eigenthum der gehalten worden sei, nicht dahin gehöre. Der Stadtgemeinde. In demselben haben schon oft politische VerStrandschloßfaal fei zu einer Volksversammlung hergegeben fammlungen stattgefunden. Außerhalb der Zeit vom 15. Juni bis Die Versammlung verlief in bester Ordworden, weil die Sozialdemokraten zu einer allgemeinen Wähler- 15. Eeptember ist gar kein Bedenken getragen, den Saal dazu bereit nung. Es war mir bekannt, daß die Sozial= versammlung kein hinreichend großes Lokal bekommen konnten. zu stellen. In diesem Jahre ist dort zuerst eine allgemeine demokraten hier in ihren Versammlungen Hieraus sei dem Bürgermeister ein Vorwurf gemacht worden, Wolfsversammlung gestattet, in welcher Dr. Pachnicke von der allgemein eine musterhafte Bucht und Ordnung weil unser Bad dadurch geschädigt werde. Es sei beffer, Reichstags- Fraktion der freisinnigen Vereinigung der Hauptredner beobachten. Ich selbst bin in der fraglichen Versammlung daß so schnell als möglich und zwar hier Aufklärung erfolge, als war. Demnächst nachdem der Termin für die im Wahlkreise gegenwärtig gewesen und nahm mit in dieselbe den Herrn Geh. durch Hinterthüren. Der Saal des Strandschlofies war Kolberg Körlin, Köslin und Bublik zu vollziehende Nachwahl Baurath a. D. Benoit, welchen ich zufällig am Strande getroffen schon vorher zu öffentlichen Parteiversamm auf den 18. Juni festgesetzt worden war, ist im Strandschloß hatte. Er war nicht der Versammlung wegen hier, hat lungen bergegeben worden. Der Bürgermeister zum 8. Juni wieder eine allgemeine Voltsversammlung berufen. vielmehr hier erst von derselben erfahren. Die Versammlung muß über den Parteien stehen, und die zur Dies ist gestattet, obwohl die Badezeit bereits begonnen hatte. war eine allgemeine Volksversammlung; es waren, wie der fozialdemokratischen Partei gehörigen Staats- Indeß der Saal wurde noch nicht von Kurgästen benutzt. In Maurer Bierlich richtig vorausgesehen, mehr Mitglieder anderer bürger sind auch Steuerzahler und müssen für König dieser Versammlung vom 8. Juni war der Hauptredner, Parteien dort als Sozialdemokraten. Die Mitglieder anderer und Vaterland in den Krieg gehen. Sie dürfen nicht als der Dr. Barth, wieder von der freisinnigen Vereinigung. Parteien machten etwa zwei Drittel der Versammlung aus. Bürger zweiter Klasse behandelt werden. Wie Die beiden bisher gedachten Versammlungen waren auch Insbesondere waren auch mehrere Beamte verschiedener Art könne man deshalb einem Bürgermeister sagen, von Herren hier veranstaltet, welche sich zu der Partei der Frei- da. A. Bebel war nicht erschienen, sondern dafür der Reichser habe ein Versehen gemacht, weil er gleiches finnigen Vereinigung rechnen. Um dieselbe Zeit, es wird am tags- Abgeordnete Herbert zu Stettin. Dieser und der KaufRecht für alle übt. Wenn ein Mann, der das Vertrauen 6. oder 7. Juni gewesen sein, bat der Maurer Bierlich hier, Vorsitzender des Sozialdemokratischen Arbeitervereins hier, in Genosse Bebel hat keinerlei Bedingungen bezüglich eines * Wir berichten nach der Beitung für Pommern" vom den Strandschloß- Saal ebenfalls eine Versammlung berufen zu Saales gestellt. Er mußte die Einladung wegen anderer 8. Juli. dürfen. Er bemerkte: Der Reichstags- Abgeordnete A. Bebel dringender Geschäfte von vornherein ablehnen. Red. d.„ Vorw.". mit meinerlicher Stimme über das entsegliche Unglück", Breitenstraße hatten sie ihre Vorposten vorgeschoben. Alles welches bevorstand, lamentirten. Und als einer der Balken- ordnete sich willig dem Kommando der Führer unter, die der träger über einen Haufen ausgeriffener Pflastersteine Augenblic in natürlicher Auslese hatte erstehen lassen. Aus stolperte, da faßten Hans und der Schneidergeselle so einem regellosen, wüst durcheinander rennenden Volkshaufen gleich hilfreich mit an, während Ferdinand an der Spitze war eine organisirte, zielbewußte, kampfbereite Streitmacht 54 des Buges eilte und mit lautem Trommelschlag demselben geworden. voranschritt. Feuilleton. Berliner Märztage. [ Nachdruck verboten.] Stolz und ruhig stand Hans Hartung unter den Maurern Eine geschichtliche Erzählung von Michel Deutsch. Alles trat zur Seite, um den schweigenden Männern und Zimmerleuten, die an der Barrikade arbeiteten und Für die kurze Strecke von der„ Silbernen Ente" bis der That den Weg freizugeben. Vom Petriplah, wo sie mit sich ohne Widerspruch seinen Anordnungen fügten. Wie zur Ecke der Roß- und Gertraudtenstraße waren drei be- dem Aufbau des neuen Gotteshauses beschäftigt waren, hatten ein Lauffeuer hatte sich unter den Volkstämpfern die sonders starke, unter sich in Verbindung stehende Barrikaden sie die Balken und Steine herbeigetragen, um sie zum Nachricht verbreitet, daß er in Paris mitgefochten, und mit vorgesehen, deren Grundlinien sich deutlich über dem starken Echutzwall für das bedrohte Bolf zusammenzufügen. freudiger Zuversicht hingen hunderte von Augen an der Straßendamm abzeichneten. Hier hatte der Menschenstrom Und während sie nach dem Kirchplatz zurückkehrten, um hohen, stattlichen Gestalt des Buchdruckers. Andere noch sich bereits getheilt und um die Einzelwerke geordnet, immer neue Lasten des trefflichen Materials heranzuschaffen, hatten neben ihm die Rolle der Anführer übernommen. während in der Nähe des Rathhauses noch ein in wilder waren vor dem Rathhause auch schon hunderte von starten, Schlichte Handwerker, die bisher die Schlosserfeile oder den Erregung begriffener, nach vielen Hunderten zählen arbeitserfahrenen Arme zum Werte geschritten. Tischlerhobel gehandhabt hatten, entpuppten fich plötzlich der Knäuel sich hin und her wälzte, jeden Augen- Im Nu war die Baulinie des Bollwerks festgestellt, als talentvolle Militäringenieure oder geborene" Befehls blick den Angriff der vor dem Schlosse konzentrirten Militär- das sich vom Rathhaus nach der gegenüberliegenden Ecke haber. Tapferkeit, Muth, Umsicht, friegerischer Scharfblick massen erwartend. Schon waren die sämmtlichen Eckhäuser der Breiten Straße hinüberziehen und diesen wichtigsten furz, alle jene ritterlichen" Eigenschaften, die man dieses winkelreichen Terrains sammt dem Rathhaus selbst Bugang zum Innern des Viertels versperren sollte. Als bisher als eine ausschließliche Zierde der adeligen Offiziere bis aufs Dach hinauf von Büchsenschützen und Stein- bald wuchs ein breites, trogiges Gefüge von Balken und ausgegeben hatte, traten jezt, da der gesellschaftliche schleuderern besetzt. Auf dem Fischmarkt aber standen Pflastersteinen, von Ziegeln und Erde, von Thürflügeln Druck in der allgemeinen Erhebung von den Gemüthern Gruppen von bewaffneten Bürgern, Studenten und Künstlern, Fässern und eisernem Klammerwerk weit über Manneshöhe gewichen war, an den verachteten Söhnen des Volkes auf's untermischt mit Handwerksleuten und Arbeitern und erörterten aus dem Erdboden empor. Ein breiter Graben an der glänzendste zu tage. In einer kurzer Stunde war hier, haftig die Frage, ob hier, im Angesicht des feindlichen Haupt- Außenseite erhöhte die Wirksamkeit des rasch entstandenen vor den Fenstern des Königsschlosses, ein streitbarer, zum quartiers, zur Herstellung einer Barritade noch Zeit genug Schußralles, während auf der Innenseite Tische, Stühle äußersten Widerstand entschlossener Heerbann aus dem bleiben würde. und Leitern den Vertheidigern den Zugang zur Höhe der Boden gewachsen, mit dem selbst die hochmüthigsten unter Aber schon war diese Frage gelöst. Als Hartung und Brustwehr offen hielten und die Erwiderung des feindlichen den Gegnern des Volkes zu rechnen nicht umhin fonnten. Grams mit ihren Leuten eben um die Ecke der Roßstraße Feuers ermöglichten. Und sie rechneten in der That da drüben im Schloffe bogen, nahte vom Betriplate her durch die Gertraudten- Emsig und still, im Vergleich zu dem Lärm der ersten bereits mit dem Geschehenen. Sie wußten, daß es sich nicht straße ein langer Zug von Bauarbeitern, stattliche, breit- halben Stunde, ging die Arbeit den rüftigen Schanzen- mehr darum handelte, die Umgebung des Schloffes zu schultrige Gestalten, mit Balken, Brettern und Steinen be- bauern von der Hand. Nur ihr Hämmern, Sägen und fäubern" und das störrische Thier, den Pöbel" mit einer laden, große Kübel und Mulden mit Sand, Lehm und Klopfen ertönte gleichförmig von dem kriegerischen Werk- Tracht Prügel heimzuschicken. Sie begannen den Gegner Mörtel heranschleppend. play. Das wilde Fieber hatte sich gelegt, entschlossener, zu achten und mit der unwillkürlichen Achtung des Hasses Kein Schuß, kein Angriff seitens der Platz da!" rief Hans Hartung einer Gruppe von starrer Trot lagerte auf den Gesichtern. Die Bürger- ihn zu fürchten. Schwarzfräcken und Brillenträgern zu Honoratioren der schüßen und sonstigen Bewaffneten hatten Beit gefunden, Soldaten störte die Barrikadenbauer, sie konnten ihr Werk Roßstraße, die mitten auf dem Straßendamm standen und ihre Aufstellung zu vollenden bis in die Häuser derlin Muße vollenden. Der Feind fühlte sich zu schwach, um B an wenn a m Der Re 0 Politische Lebersicht. da, Berlin, 3. Juli. Der Fideikommiß Stempel war Hauptgegenstand der Debatte in der Stempelsteuergesetz Kommission des Herrenhauses. Die Herren fühlen sich eben weit mehr als Vertreter von Standesinteressen denn als Glied der Gesetzgebung, das die allgemeinen und nicht Sonderinteressen zu wahren hat. Je weniger Beschränkung sich die Mits glieder des Herrenhauses auferlegen, desto besser ist es für die prinzipiellen Gegner dieser Institution. mann Zoh aus Köslin sprachen für den sozialdemokratischen erfolg. Insofern ist freilich schon ein Erfolg er sei. Wenn ein Bürgermeister Recht und GeWahlkandidaten. Das Wort wurde auch Herrn Geh. Baurath zielt, als Guer Hochwohlgeboren selbst sich veranlaßt gefühlt rechtigkeit üben will gegen jedermann, so soll Wir leben nicht mehr in der Benoit gestattet. Jeder der drei Redner sprach sehr haben, die Versammlung und das Mittagessen des pommerschen das strafbar fein. ruhig. Einen unangemessenen, schimpfenden Fischereivereins, welche im Strandschlosse stattfinden sollten, dort Zeit Friedrichs des Großen, wo jeder glauben konnte, er und in das Neue Gesellschaftshaus zu was wollte, Ausdruck erlaubte sich in der Versammlung nur abzubestellen sondern 100 Jahre zurück. ein als Konservativer auftretender Schuh- verlegen. Der Magistrat hier bedauert das sehr; es scheint gierungspräsident, dessen Aufgabe es ist, Ruhe und Ordnung machermeister. Zwei Reisende suchten durch laute ihm das nicht gerechtfertigt. Wer nicht sien will, aufrecht zu erhalten, bestraft diefen Bürgermeister, während Zwischenbemerkungen zu stören. Ein in der Nähe stehen- wo Sozialdemokraten gesessen haben, oder ein anderer, der Unfrieden zu stiften sucht zwischen der, mir als ordentlicher Mann bekannter Maurer nicht weilen will, wo folche gemeilt haben, Garnison und Bürgerschaft, bisher frei aus. und Hausbesitzer verwies ihnen solches und bedrohte der geräth in Deutschland in Verlegen geht. Wie viel Anstrengungen sind seinerzeit gemacht worden, fte mit Entfernung, worauf fie fich ferner ruhig heit, noch irgend wo Plaz zu finden. Jeden um durchzusetzen, daß die Regimentsmusik im Bade spielen sollte. verhielten. Es ist in feiner anderen politischen falls darf er auf teiner Eisenbahn mehr Es hat damals böses Blut gemacht, als der Stadtmusikus Versammlung hier so ordentlich und ruhig fahren. Das hiesige Strandschloß ist erheblich aus- hinausgehen mußte. Das hiesige Strandschloß ist erheblich aus hinausgehen mußte. Mit der Entziehung der Militärmufit der Landrath übrigens die Stadt nicht gestraft 3ugegangen, wie in der von Sozialdemokraten gebessert und das Neue Gesellschaftshaus ist vor ein würde und Da die Bauhand- haben. Dann sind zwanzig mehr Kapellen berufenen. Keine andere ist auch so start besucht worden paar Jahren beträchtlich erweitert. es will. Nun wird ge= und von so vielen Männern aus den verschiedenen politischen werker und sonstigen Handwerker hier zahl die Kolberg haben kann, wenn Parteien. Die sozialdemokratischen Redner äußerten sich im reich Sozialdemokraten sind, so ist selbstfagt, vor dem Strandschloß könne fein anständiger Mensch mehr Der Landrath v. Gerlach ist doch gewiß ein ganzen rücksichtsvoll gegen die Mitglieder anderer politischer perständlich, daß die Bauten und Besserungen igen. Const hätte er nicht so viel Stimmen Parteien. Daß sie dies thun würden, ist mir vorher nicht be- sowohl an der einen wie an der anderen anständiger Mann. denklich gewesen; jedenfalls durfte ich erwarten, daß die hiesigen Stelle mindestens theilweise von Sozial- bekommen. Er ist als feiner Mann bekannt. Deshalb war es Sozialdemokraten dahin bemüht sein würden. demokraten ausgeführt sind. Was wir essen für die liberale Partei so schwer, ihn aus dem Gatter die Und ift Sonn in zu Sachen dieser Mann heben. Was nun die hiesigen Sozialdemokraten anlangt, so sind es und trinken, ist, erabend auch am Strandschloß gewesen. Welchen meist ordentliche, fleißige, sparsame Arbeiter und Handwerker,& a briten, Brauereien u. s. w. Arbeiten besonders Bauhandwerker, die, soweit sie Kinder haben, bemüht fordert haben, der Regel nach von Sozial- Vorwurf macht denn der Regierungspräsident( Landrath find, solche ordentlich zu erziehen. Es wäre auch ganz falsch, demotraten hergestellt. Unsere Kleidung und v. Puttfamer. Anmerkung d. Red.) den Herren, welche dort veranzunehmen, wie es geschehen ist, daß sie unchristlich seien. Vor deren Stoffe find jedenfalls theilweise Gr- fehren? Herr v. Gerlach steht ebenso hoch, wenn nicht höher, als ein paar Jahren war ein Arbeiter Vorsitzender des sozialdemo- gebnisse der Thätigteit sozialdemokratischer der Schreiber solcher Zeilen. Er ist ein Edelmann von alter fratischen Arbeitervereins. Er ertrant in der See. In seinem Arbeiter. Man kann in teinem neuen Hause Art, wie es nicht viele mehr giebt. Warum sind die Zimmer haben, wie festgestellt ist, die Bildnisse Christi und des mehr wohnen, welchem nicht Sozial- Herren denn nicht in die Strandschloß Ver. Kurz, So- ammlung gekommen, um den Abgeordneten Kaisers gehangen. Es sind dort jetzt noch fünf Bildnisse von Königen demokraten mitgebaut hatten. in Deutsch Herbert zu widerlegen. Wo waren sie denn und Kaisern aus unserem Herrscherhause und ein Spruch: Ich zialdemokraten tann niemand vermeiden. mehr ganz Den und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen. Als sich jemand land Strand damals? Die Sozialdemokraten sind ebenso gut unsere Mitdarüber verwunderte, soll er erwidert haben: Ich bin gut christ- schloßfaal hier meiden zu wollen, weil sich bürger wie die Mitglieder anderer Parteien. Es wäre eine lich und kaiserlich. Deswegen kann ich doch Sozialdemokrat sein. in demselben Sozialdemokraten versammelt Schande für Kolberg, wenn die städtische Be In einer öffentlichen Versammlung hat er erklärt: Er bleibe haben, erscheint dem Magistrat hier selbst hörde die Gleichberechtigung der Bürger preis feinem Glauben treu. Auch andere Sozialdemokraten haben verständlich als nicht zu billigen. Der Saal gehört geben wollte. Will man die Sozialdemokraten etwa auch öffentlich erklärt: Sie hielten an ihrem Glauben treu feft. nicht den Sozialdemokraten hier sondern der Stadtgemeinde und aus der Kirche verweisen? Die Herren gehen doch nicht hin. Der Vorsitzende bittet den Redner, das Schreiben des ReJedenfalls gehen viele Sozialdemokraten öfter zur Kirche als die Sozialdemokraten, welche dort gewesen andere, die Steine auf sie werfen. Es sind auch Sozial sind, haben sich gut betragen und sind im ganzen gierungs- Präsidenten nicht zu kritisiren und die Person desselben demokraten in der Feuerwehr, in Jnnungen und anderen Berufs- ebenso gute fromme und ordentliche Männer als andere, welche aus der Debatte zu lassen. Stadtv. Wulff dankt für die Belehrung, kann diefelbe aber ständen. Un ordentliche faule Arbeiter, Trinker, dort weilten. Auch sittlich stehen sie im ganzen Männer, die Achtung nicht verdienen, hält sich mindestens ebenso hoch. Es soll für die Militärkapelle nicht annehmen. Denn die Person hänge in diesem Falle zu eng dem Strandschlosse mit der Sache zusammen. Als geborner Kolberger fage er, die nicht mehr passend sein, vor der sozialdemokratische Verein hier am liebsten nun fern. zu spielen. Wer tann dafür bürgen, daß die städtische Behörde sei dazu da, Gerechtigkeit zu üben für jeder Gerade weil die Sozialdemokraten hier in großer Mufiter nicht selbst theilweise mit den mann, ob es einer vorgesetzten Behörde angenehm ist oder nicht. und empfinden. Er stehe nicht für sich allein da, sondern auch für diejenigen, die Anzahl ordentliche tüchtige Männer und Bürger Sozialdemokraten denten find, wäre es unrecht und unverzeihlich ge- Ich habe, so lange ich hier im Amte bin, den Grundsay außerhalb des Gesetzes gestellt werden sollen. Das gute Ein mesen, ihnen die Benuhung des städtischen befolgt, den Sozialdemokraten gegenüber jede vernehmen zwischen Garnison und Bürgerschaft sei durch das Saales zu versagen, dessen Benußung anderen unnöthige Härte ebenso sehr zu vermeiden Vorgehen des Landraths v. Puttkamer gefährdet. Die Schreiben werden hierauf zur Kenntniß genommen. ohne weiteres gestattet worden ist. Dies ist auch wie anderen Bürgern gegenüber. Sie können hier die Meinung des Magistrats und der Badedirektion. vom Märtyrerthum nicht reden; das Gegentheil würde ihre AnDie Ueberlassung des Saales zu der Versammlung soll bei hänger nur mehren. Ihre Versammlungen sind hier oft recht einem Theile der Bürgerschaft lebhaften Anstoß erregt fchwach befucht gewesen und der Zahl nach zugenommen haben haben. Diefer Theil der Bürgerschaft ist jedenfalls fie in den letzten Jahren nicht. Die letzte Wahl beweist ihre numerisch sehr klein. Der Eigenthümer der Kol- Abnahme. Die Sozialdemokraten sind hier auch durchaus nicht berger Volts Zeitung"( R. Knobloch) hat ersteres in der gegen die Polizeiverwaltung erregt, fie unterstügen dieselbe eher, Beitung behauptet. Der Herr Landrath hat darüber als daß sie Widerstand leisten. Noch ist ihrerseits kein Widerfeinen Zweifel gelassen, daß ihm die Bersammlung stand auch nur versucht. Unnöthige Härten und Handlungen gegen im Strandschlosse unangenehm gewesen ist sie, welche ungerecht und unbillig erscheinen, reizen leicht zum Wenn er von vornherein die Sache ruhig mit angesehen und Widerstande. Dann wird der Arme schuldig und der Pein im fich dagegen nicht bemüht hätte, so zweifle er sehr, ob Gefängnisse überlassen. überhaupt noch jemandem der Umstand au ch Die Sozialdemokraten hier sind auch nicht etwa Gegner des nur besonders aufgefallen wäre, daß die Bades und des Badeverkehrs. Mehrere suchen im Sommer an Versammlung nach dem Strandschloß berufen worden und Kurgäste kleine Räume zu vermiethen, und im übrigen wissen dort abgehalten ist. Nach Lage der Sache und Be- sie sehr wohl, welchen Vortheil sie und die Stadt vom Bade Endlich sind sie doch beim Anarchisten ange schaffenheit der Gäle hier fonnte es einen geeigneteren haben. Saal für die große Versammlung nicht geben, als den Strand- Jedenfalls ist nach Ansicht auch des Magistrats sicher, daß die kommen, die Reporter über das Attentat auf einen Ber schloß Saal. Hier wurde voraussichtlich die Bereitstellung des städtischen Saales zu einer liner Polizeibeamten. Und die Argumentation? Die Ordnung am besten gewahrt und hier war sie Versammlung hier den sozialen Frieden Maschine ist so intelligent und kunstgerecht hergestellt, daß nöthigenfalls polizeilich auch am besten aufrecht zu erhalten. gefördert hat. Und wenn fortgefahren werden sollte, sie von einem simplen Schuhmann nicht wohl herrühren Soll von Anstoßerregen die Rede sein, so halte ich für ganz wie es in einer Zeitung versucht ist, die Stadt oder den fann." Den Herren Schuhmännern überlassen wir, dieses ficher, daß die Versagung des Saales zu der Strandschloßwirth deswegen Nachtheile zu beWir fragen warum soll nicht fraglichen Versammlung bei dem größten reiten, so fann das geeignet sein, den gesell. Attentat auf ihre Intelligenz zu beantworten. Theile der Bürgerschaft und insbesondere schaftlichen Haß zu fördern. Schuhmann die französischen Polizeivorschriften bei ber großen Arbeiterbevölkerung hier Euer Hochwohlgeboren werden hieraus entnehmen, daß es ein ärgeren Anstoß erregt habeu würde. Der mir unmöglich ist, auch nur einen Augenblid zu über die Anfertigung von Bomben und Höllenmaschinen Magistrat theilt theilt diese Meinung. Was weiter die weit- bereuen, was ich gethan habe. Im Gegentheil, ich bin damit gelesen haben? Die Berliner Höllenmaschine ist genau Ich würde nach einem Andrieur'schen Rezepte gemacht. Freilich die tragenden und schwerwiegenden nachtheiligen Folgen für zufrieden und im Gewissen völlig ruhig. die Entwickelung des Badelebens hier und namentlich glauben, anders ungerecht und unchristlich Spuren sollen nach Belgien weisen"! Aber, wie wird uns! des Verkehrs am Strandschlosse auch in finanzieller gehandelt zu haben. war nicht Held Jagolkowski, der russische Polizei und Beziehung anlangt, so fürchte ich einen solchen Nachtheil nicht. Hierauf folgt die Verlesung der Antwort des Regie Bombenbaron dieser Tage in Belgien? Und Held Jagol Jedenfalls darf die Rücksicht auf einen Schaden rungs- Präsidenten. towski pflegte auch Börsenzeitungen zu lesen denn die nicht abhalten, gerecht zu handeln und Gerechtig= teit und Billigkeit walten zu lassen, und nicht Aus dem Bericht vom 21. b. M. habe ich ersehen, daß Euer Spur" ist ein in der Kiste gefundenes Stück eines belgischen dahin führen, einen Theil der Bürgerschaft dem anderen vor. Wohlgeboren den dortigen Sozialdemokraten zur Abhaltung Börsenorgans. auziehen, wie es geschehen sein würde, wenn den Sozialdemo- einer Wahlversammlung vom 12. Juni cr. den zu Ihrer VerHerr Böttcher, der Sozialistentödter mit den langen traten der Saal vorenthalten wäre. Leider ist schon verfügung stehenden, zum Verkehr für das Badepublikum befucht, das Bad infolge des fraglichen Greig- stimmten Kursaal in bewußter Absicht nach reiflicher Ueberlegung Sorch- Ohren, ist, nachdem er längere Zeit durch eigenes recht niffes zu schädigen. Im Magistrate herrscht die Meinung, bereit gestellt haben. Sie haben nach Ihrer eigenen Darstellung, unerbauliches Mißgeschickt zur Einstellung feiner Thätigkeit ge doß dies geschieht, um event. sagen zu fönnen: Geht wie schlecht der als der Einberufer der Versammlung Ihnen erklärt hatte, daß zwungen war, mit verdoppelten Kräften an die Arbeit zurückgekehrt. Bürgermeister das Intereffe der Stadt gewahrt hat. Hoffentlich der Abgeordnete Bebel nach Kolberg kommen, jedoch nur in einem Jeßt will er uns mit der Millerand'schen Rede und dem erfahren die gedachten verwerflichen Bemühungen einen Miß- großen Saale, nicht in einem kleinen Vereinslokale sprechen wolle, Mirman'schen Duell vernichten". Das hektische Bergangenheitsfofort eingewilligt, unter diesen Umständen den Kursaal zur Ab- und Gegenwarts- Reptilchen scheint nicht zu ahnen, daß er, indem er haltung der Versammlung herzugeben. Sie haben somit den uns für die Millerand'sche Rede verantwortlich macht, sich selbst mit fie anzugreifen, und erwartete Verstärkung. Barrikade Bielen einer Partei, die den Umstura der bestehenden Gesellschafts- dem Millionendieb Winkelmann identifizirt, der viel mehr fein Parteifreund ist als Millerand der unfrige. Und Mirman! Warum auf Barrikade entstand in den benachbarten Gassen, Fenster ordnung, der Monarchie und des Christenthums auf ihre Fahne in die Ferne schweifen? Haben wir deutsche Sozialisten selbst nicht und Balkons wurden in Vertheidigungszustand gesetzt, geschrieben hat, mit vollem Bewußtsein direkten Vorschub gefester und enger schlossen sich die Glieder der Kampsbereiten leistet. Durch dieses Verhalten haben Sie nicht nur den tom- einen Lassalle, der sich duellirt und im Duell sogar sein munalen Interessen der Stadt geschadet. denn daß aus der Leben verloren hat? Warum zitirt der Sozialistentödter nicht an einander. Frize Grams hatte sich mit etwa zehn Schüßen, darunter Verwendung des Saales für den fraglichen Zweck dem dortigen afsalle? Nun, weil er dann sagen müßte, daß die deutsche Bade schwere Schädigungen und Nachtheile entstehen werden, Sozialdemokratie dieses Duell ebenso entschieden verurtheilt Ephraim Fisch und Herr Plüddemann, in das dem Rath- tann sich Ihrer Erkenntniß nicht verschließen- sondern Sie hat, wie sie jedes Duell verurtheilt. haus gegenüberliegende Eckhaus der Breiten Straße ge- haben auch damit die Pflichten, die Ihnen Ihr Amt Die ,, Soziale Praxis", die von dem sozialliberalen" worfen. Florian Schnick und Ferdinand waren an Hartung's als mittelbarer Staatsbeamter und als Oberhaupt einer Privatdozenten Jastrow herausgegebene sozialpolitische Seite geblieben, der mit einem tapfern Häuslein das östliche Kommune auferlegt, aufs gröblichste verlegt. Denn ein Wochenschrift wird von der königl. Amtshauptmannschaft Edhaus der Roßstraße besetzt hielt und von hier aus die Beamter, welcher die Zwecke der sozialdemokratischen Partei, sei Chemnitz in Acht und Bann gethan. Das Chemnizer„ TageArbeiten an der Hauptbarrikade beobachten konnte. An es direkt oder indirekt, bewußt unterstützt und zu ihrer Weiterdiese selbst ward eben unter kundiger Leitung die letzte verbreitung beiträgt, handelt pflichtwidrig. Wenn Sie zu Ihrer blatt" schreibt hierüber: Rechtfertigung anführen, daß einzelne Mitglieder der sozialdemoHand gelegt, und ein halbes Hundert erlesener Kämpfer fratischen Partei ein einwandfreies christliches Leben führten und Chemnitz beschloß den Austritt des Gewerbegerichts für den Be stand bereit, die Brustwehr zu ersteigen und in die erste daß diesen braven Leuten gegenüber die Verweigerung des städti- zirk der Amtshauptmannschaft aus dem Verbande deutscher Gewerbes Schlachtreihe zu treten. schen Saales ein unverzeihliches Unrecht und ein ungerechtes gerichte, da dieser Verband außer der Unterhaltung der WochenDie Frühlingssonne hatte sich bereits an dem köstlich und unchriftliches Wert gewesen wäre, so haben mich diese Einschrift Soziale Praxis, Zentralblatt für Sozialpolitit" eine blauen, wolkenlosen Himmel gesenkt und der massige Schatten wände aufs höchste befremdet. Denn ein seit Jahrzehnten im nennenswerthe Thätigkeit nicht entfaltet, die mit der Sozialdes Köllnischen Rathhauses fiel auf den in einen friegerischen politischen Leben stehender Mann wie Sie weiß, daß die Ziele demokratie fokettirende Haltung des Verbandsorgans aber eine Waffenplay verwandelten Fischmarkt. Von einer Thurm- einer politischen Partei nicht nach der Lebensführung vereinzelter weitere Unterstützung desselben aus öffentlichen Mitteln nicht als Wir glauben nicht, daß diese echt sächsische Maßnahme uhr in der Nähe tönten vier tiefe, dumpfe Stunden- Mitglieder derselben, sondern nach dem Parteiprogramm und geeignet erscheinen läßt." nach den öffentlich ausgesprochenen Grundsäßen der Parteiführer schläge. zu beurtheilen find. Die in zahlreichen Reden und Schriften der Verbreitung der Soz. Praxis" Eintrag thun wird. Fertig- Hurrah!" tönte es aus hundert Männer- ausgedrückten Absichten des als Redner für den fraglichen Abend Die Bimetallisten betreiben jetzt eine internationale fehlen von der Barrikade. erwarteten Bebel schlossen jeden Zweifel über die Tendenz der Während Hans von seinem Bosten auf die wackeren Bersammlung aus. Eine Entschuldigung für Ihr Vergehen steht gitation, und wollen fich auch international organisiren. Die Wenn Euer Wohlgeboren sich nehmen, da die Gesetze gegen die Internationale ArbeiterBollender des rasch entstandenen Werkes zuschritt, erstieg Ihnen sonach nicht zur Seite. Wenn Euer Wohlgeboren sich französischen Ripper- Genoffen müssen sich beiläufig etwas in acht Ferdinand die Freitreppe vor dem d'Heureuse'schen Eckhause, schließlich gemüßigt gefühlt haben, daß von mir gelegentlich der organisation, die je de internationale Agitation verbieten, noch das mit seiner Front quer vor der Breiten Straße lag, Berfahren einer abfälligen Kritik zu unterziehen, so beweist auch Amerita, deffen Silberbergwerke gegenwärtig etwa 5000 Millionen bhaltung der Versammlung des Fischereivereins eingeschlagene in kraft sind. Der Heerd der bimetallistischen Bewegung ist in und gab das Signal zum Sammeln. dies ein nicht zu rechtfertigendes Verkennen Ihrer Stellung Dollar werth find, beim Gelingen des" Feldzugs" aber das Immer lauter und lauter tönten die Hurrahrufe in der vorgesetzten Dienstbehörde gegenüber. Ich sehe mich nach Doppelte werth fein würden. Es handelt sich also in Amerika den Trommelwirbel hinein. Von allen Seiten strömten sie alledem genöthigt, Ihnen gegenüber wegen gröblicher Verlegung um die Kleinigkeit von 5 Milliarden Dollars, d. h. zwanzig= zusammen, die Maurer vom Petriplatz, die Barrikadenbauer Ihrer Amtspflichten von meinem Disziplinar Strafrecht vollen tausend Millionen Mart. Die„ Interessenten" haben aus den Gassen und Gäßchen ringsum, die Schüßen und Gebrauch zu machen und setze hierdurch auf grund der§§ 15 dann auch jüngst auf einem Kongreß beschlossen, alle Schleuderer aus den Nachbarhäusern alle wollten das und 19 des Disziplinargeſetzes vom 21. Juli 1852 in Verbindung zu bewilligen und die Mittel der Herren find folossal. Man fertige, vom Voltstrok geschaffene Bollwerk noch einmal mit§ 20 des Zuständigkeitsgesetzes eine Geldbuße von 90 m. nöthigen Geldmittel für die bimetallistische Agitation" gegen Sie fest. Dieselbe ist bis zum 5. Juli an die hiesige darf sich also nicht wundern, wenn die Agitation plöglich sehr sehen. lebhaft wird. fönigliche Regierungs- Hauptkaffe einzuzahlen. 5 " Hurrah! Hurrah! Hurrah!" tönte es immer wieder nach dem Schloßplay hinüber, immer lauter und lauter. ( Fortfehung folgt.) Röslin, 28. Juni 1895. Stadtv. Wulff, der hierauf nochmals das Wort erhält, weist darauf hin, daß man aus dieser Verfügung ersehen könne, wie weit man mit der Selbstverwaltung getommen 97 -aber: " auch Der Bezirtsausschuß der königl. Amtshauptmannschaft " Vom Militär. Die Zeiten der Todesmärsche sind wieder herangebrochen. Am Montag Vormittag fielen auf dem Stutt garter Exerzierplah infolge der tropischen Size und der An-| Richter dürfte der Unterschied sehr gering sein, ob man von strengung siebenundzwanzig Soldaten um. Erst einem Richter oder einem Polizisten abgeurtheilt wird. nachdem mehrere umgefallen waren, wurde der Befehl ertheilt, das Gepäck abzuschnallen. Glücklicherweise soll dieser Unfall ohne ernſtere gesundheitsschädliche Folgen für die betreffenden vorüber gegangen sein. Er hätte sein gutes, wenn er zur wirksamen Warnung für die folgende heiße Zeit dienen würde. 1783 Parteinachrichten: Ein Gedenktag. Vor 119 Jahren am 4. Juli 1776 Von der Agitation. Nach dreivierteljähriger Pause konnten erklärten die englischen Kolonien in Nordamerika ihre die Parteigenossen von Glogau wieder einmal eine Versamm Unabhängigkeit vom Mutterland, die, nach 7 jährigem Kampf, lung abhalten, und zwar auf einer Wiese hinter Oberau, weil legtere im Frieden von Versailles von England und den unsere Gegner und nicht zuletzt die Militärverwaltung übrigen Staaten anerkannt wurde. Die Vereinigten natürlich unabsichtlich- dafür sorgen, daß wir keinen Saal be Die Reaktionären des deutschen Reichstages haben in Staaten von Nordamerita, die 1790 nicht ganz fommen. Troydem der Versammlungsort dreiviertel Stunden Belgien Schule gemacht. Für den erledigten Schriftführer- 4 Millionen Einwohner zählten, zählen jetzt über 60 Millionen von Glogau entfernt lag und das Wetter zweifelhaft war, hatten posten in der belgischen Repräsentantenkammer fandidirten und sind weitaus das stärkste, der größten und nachhaltigsten sich doch 3-400 Frauen und Männer eingefunden, um den VorLiberale und Sozialdemokraten den Genossen Defnet, den Chef Kraftleistung fähige Reich in der Welt ein Reich, dessen Eintrag unseres Parteigenoffen Stolpe aus Glogau zu hören, der redakteur des Peuple", unseres belgischen Zentralorgans. fluß auf die Weltpolitik und die Geschicke der Welt auch von über die Ziele der Sozialdemokratie und über die gegenwärtigen politischen Zustände sprach. Daß die Versammlung nicht ohne Die flerifale Majorität erklärte diese Kandidatur blos dann Jahr zu Jahr bedeutsamer wird. zu akzeptiren, wenn Genosse Defnet sich verpflichte, den Ein- Der 4. Juli der Unabbängigkeitstag"- Independence Wirkung gewesen ist, atteftirte auch das Glogauer konservative ladungen des Hofes zu folgen und an der Gratulation des Day- ist amerikanisches Nationalfest und wird von den Organ, indem es zwei Berichte brachte, worin allerhand Mätzchen gemacht werden, um den guten Eindruck der Versammlung abzuKönigs seitens des Kammervorstandes am Neujahrstage theilzu- amerikanischen Bürgern auch im Ausland gefeiert. schwächen. nehmen. Natürlich protestirte Defnet gegen ein derartiges Ansinnen und deshalb wollen die Ultramontanen seine Wahl verhindern. Bekanntlich hat der deutsche Reichstag mit den gleichen unsauberen Mitteln die Wahl des Genoffen Richard Fischer zum Schriftführer des deutschen Reichstages verhindert. H Die französische Regierung hat in der Sache Calvinhac's eine Niederlage erlitten. Nachdem sie vor 6 Wochen den Antrag auf strafrechtliche Verfolgung des Genannten vor die Rammer gebracht hatte, sah sie sich vorgeftern gezwungen, den Antrag zurüdzuzieben, weil das der Kammer vor gelegte Material absolut werthlos war und gegen Calvinhac nichts vorliegt als die ganz unglaubwürdige Aussage eines, obendrein höchft anrüchigen politischen Gegners. Bekanntlich handelt es sich um eine angebliche Wahlfälschung. Zur englischen Wahlagitation. Lord Rosebery erklärte in einer Rede im Achtziger Klub, der Grundzug der politischen Lage sei der, daß die liberalen Unionisten in der tonservativen Partei aufgehen würden. In Zukunft würden sich nur zwei große Parteien gegenüberstehen, nämlich die Tory Partei und die liberale Partei. Die Liberalen müßten bei der Wahlkampagne das Hauptgewicht auf die Reform des Oberhauses legen, ohne dabei jedoch andere Punkte des liberalen Programms außer acht zu lassen. " Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 85. Sigung vom 3. Juli 1895, 11 Uhr. " Aus Thüringen. Das neue Blatt für Neustadt a. D., vor dessen Gründung die Parteigenossen dieses Ortes nachdrücklich gewarnt worden waren, ist leider doch herausgegeben worden. Es führt den Titel„ Neustädter Boltsblatt" und ist ein Ableger des in Saalfeld erscheinenden Thüringer Volksfreund". Da es nur zweimal wöchentlich erscheint, während die Thüringer Am Ministertische: v. Berlepsch, v. Hammerstein. Tribüne", zu deren Verbreitungsbezirk Neustadt gehört, wöchentErster Gegenstand der Tagesordnung ist die dritte Belich sechsmal herausgegeben wird, so ist die Ueberflüssigkeit des rathung des Gejegentwurfs betreffend die Errichtung einer neuen Blattes noch augenfälliger. Nach einem Beschlusse des Bentralanstalt zur Förderung des genossen- 1892er Parteitages unserer Thüringer Genossen ist überdies die Gründung von Lokal- und Kopfblättern in Thüringen fchaftlichen Personaltredits. von der Zustimmung der Preß- und Kontrollkommission ab" Ueber das Treiben der Anarchisten in Portugal, wo sie noch eine ziemlich bedeutende Anhängerschaft haben, wird wo sie noch eine ziemlich bedeutende Anhängerschaft haben, wird uns aus Lissabon geschrieben: In der Generaldiskussion erhält das Wort der Abg. Brockhausen( t.) und polemisirt gegen die Abgg. hängig". Da die Gründer des Neustädter Organs diesen wohlRichter und Schent. Fortfahrend bemerkt er: Bei den Hand- erwogenen Beschluß mißachtet haben, wird der nächste Thüringer wertern fehlt es häufig an Opferwilligkeit und die wohl- Parteitag voraussichtlich schon deshalb zu der Angelegenheit enthabenden Meister scheuen sich, die Bildung von Geschieden Stellung nehmen. nossenschaften zu fördern, weil sie in den Kleinmeistern ihre Etramm nach Kanossa ist die Militärverwaltung in Ronkurrenten sehen. Ich bitte den Handelsminister, seinen Ein Frankfurt a. M. marschirt. Ein Berichterstatter der Frankfluß nach zwei Richtungen hin geltend zu machen, einerseits für furter Zeitung" meldet: In der Bornheimer Lilie", über die die korporative Organisation des Handwerks im Wege der reichs- bekanntlich Sie Militär- und Beamten Sperre ver gesetzlichen Ordnung, und andererseits aber auch bei dem Finanz- hängt ist, hatte vom Sonnabend bis Montag der Katholische minister dahin zu wirken, daß die Mittel zur Bildung von Hand Männerverein harmonie" sein 25. Stiftungsfest. werfergenossenschaften zur Verfügung gestellt werden. Aus diesem Anlaß war die Sperre aufgehoben. Von Dienstag Handelsminister v. Berlepsch: Dieses Gesetz wird für das ab jedoch ist der Besuch der Lilie" wieder ein Staatsverbrechen. leber die Industrielle Union", die vorige Woche in London Handwerk keine nur dekorative Bedeutung haben, sondern dem- Es geht nirgends so drollig zu, wie in der Welt, fagt Nunne. gegründet oder konstituirt wurde, schreibt man uns aus London: felben die allererheblichsten Vortheile bringen. Ich erkenne an, Einen erneuten Versuch, das tausendjährige Reich in Form daß das Handwerk einen Kredit ebenso nothwendig braucht wie die der Harmonie zwischen Kapitalist und Arbeiter herzustellen, haben Landwirthschaft. Die Bildung von Kreditgenossenschaften ist aber eine Reihe von Unternehmern des Nordens von England im beim Handwerk eine schwierigere wie bei der Landwirthschaft, weil der Man darf kühn behaupten, daß die portugiesischen Anarchisten Verein mit etlichen Gewerkschaftsführern in Angriff genommen, Hintergrund des Realbesitzes im wesentlichen bei den Genossen fehlt. und vorigen Sonnabend ist der Verein, der sich der Propaganda Der Zentralausschuß des Innungsverbandes hat bereits fämmt ihre ganze Thätigkeit darauf gerichtet haben, die Sozialisten zu verleumden und in die Arbeiterkreise Zwietracht und Verdieser Idee widmen soll, in London konstituirt worden. Da die liche Innungsverbände Deutschlands um Auskunft über die Lage wirrung zu tragen. In den Versammlungen der Bourgeoisie Vertreter aller Arbeitervereine eingeladen waren, hatten sich auch der Genossenschaften innerhalb des einzelnen Faches ersucht bleiben sie schweigfam, aber bei den Sozialistenmeetings und in verschiedene Sozialisten eingestellt, und ihre Intervention gab der Der Jnnungsausschuß soll insofern Träger der Gewährung des bleiben sie schweigsam, aber bei den Sozialistenmeetings und in sonst ziemlich schläfrig geführten Debatte zeitweise einiges Leben. Personalfredits werden, als er das Handwerk eines bestimmten den Versammlungen der Gewerkschaften benehmen sie sich wie Im übrigen lastete tödtliche Hiße über der Versammlung, und Kreises umfaßt. Nicht minder wichtig ist die Bildung von Ges Beseffene. Ihr Haß gegen die Bourgeois ist lange nicht so die matte Stimmung, die vorherrschte, kann nicht gerade als nossenschaften zur gemeinsamen Beschaffung des Rohmaterials. groß als der Haß, den sie gegen die organisirten Arbeiter hegen, günstiges Vorzeichen für den Täufling betrachtet werden. Diese Ein- und Verkaufsgenossenschaft wird aber nach Ansicht und besonders gegen diejenigen, die ihre politische Thätigfeit als das beste Kampfmittel erkannt haben. Zum Es handelt sich im Grunde um eine Ausdehnung des des Zentralausschusses des Junungsverbandes mehr den Fach- Beweise dafür veröffentlichte das sozialistische Partei Systems der Schlichtung von gewerblichen Konflikten durch genossen zu überlassen sein. Die ersten Schritte zur Bildung Organ„ A Federaçao" dieser Tage unter dem Titel Einigungskomitees oder Schiedsämter, und daß solche Schieds- einer genossenschaftlichen Bank in Berlin find bereits gemacht, ämter unter gewissen Voraussetzungen auch den Arbeitern von und es ist zu hoffen, daß im Laufe der nächsten Monate bereits Anarchisten und Sozialisten" einen beachtenswerthen Artikel, dem wir folgende Stellen entnehmen: Die Anarchisten haben bei erste Organisation dieser Art in's Leben Nugen sein können, wird niemand bestreiten. Auch wird ferner die treten ihrer verleumderischen Propaganda überall erklärt, daß der niemand bestreiten, daß es Dinge giebt, in bezug auf die Unter wird. Wenn dann andere Großstädte folgen, dann werden Bund der Gewerkschaften und die sozialistischen Ideen, die er nehmer und Arbeiter die gleichen Interessen haben. Celbst diese Vereine einen Verband bilden, welcher die Vorauszwischen dem russischen Baren und dem russischen Revolutionär fegung der Kreditgewährung nach diesem Gesetz erfüllen wird. vertritt, für das arbeitende Volt feinen Werth hätten. Und doch giebt es solche gemeinsame Interessen. Aber der Kampf zwischen Die forporative Organisation des Handwerks ist gewiß ein er ist alles Nügliche, was in den letzten Jahren für die arbeitende beiden dreht sich nicht um diese, und ebenso kämpfen Unter- strebenswerthes Ziel. Auch in bezug auf die Gewährung von Klaffe in Portugal gethan wurde, dem Bunde zu verdanken. Er nehmer und Arbeiter nicht um die Dinge, in bezug auf die zeit- Fonds der einzelnen Genossenschaften bin ich gern bereit, ent- unternahm praktische Arbeiten für die positive Förderung der Arbeiteremanzipation; er gründete und förderte den ersten Arweilig zwischen ihnen Gleichheit der Interessen herrscht, sondern gegenzukommen, soweit es zweckentsprechend ist. Ich hoffe, daß beiterverein und stützt jetzt den zweiten Frauenverein; er vereben um die anderen, wo dauernd oder zeitweilig ihre Interessen das Gesetz dem Handwerk zum allergrößten Nußen gereichen schaffte der arbeitenden Klasse die Achtung der anderen Klassen; fich freuzen. Diese Interessengegensäge wegzuleugnen oder weg. wird.( Beifall rechts.) zufäufeln ist keine noch so humanitäre Vereinigung im stande, er überwand die Schwierigkeiten, die sich der Einführung des Abg. Sammacher( natl.) spricht ebenfalls die Soffnung Schiedsgerichts in Arbeiterfragen entgegenstellten; er führte harte und dies ist auch von den Gründern des Vereins oder aus, daß dieses Gefeß dazu beitragen werde, die Genossenschafts Kämpfe gegen das Kapital, gegen die Stadtverwaltungen und der Union notbgedrungen zugestanden worden. Es war bildung auch auf die Kreise der mittleren Gewerbetreibenden und sehr charakteristisch, daß gleich am Anfang der Vers Handwerker hinüberzutragen. Auf welchem Wege diese Genoffen- gegen die Staatsgewalt und erfocht zahlreiche Siege; er gründete und erhält das einzige Arbeiter Kampfblatt in Portugal; er handlungen Sozialisien und Harmonie- Gewerkschaftler über- schaftsbildung zu erfolgen habe, darüber habe nicht der Landtag, regte die Bereinigung des gesammten arbeitenden Bolles an; einstimmend die Verweisung der Delegirten der fofondern der Reichstag zu bestimmen. Redner kommt nochmals er war es endlich, der der Mai- Kundgebung in Portugal genannten„ Free Labourers Union" aus der Konferenz ver- auf seine Bedenken bezüglich einzelner Bestimmungen des Gesetzes ihre hohe soziale Bedeutung verlieh. Jetzt wollen wir sehen, langten, und die Unternehmer wohl oder übel darin einwilligten. zurück. Abg. Schenck( frs. Vp.) bleibt bei seiner früheren Behauptung Verein der Verlöther zu Setuval ein und richteten den blühenwas die Anarchisten geleistet haben. Sie drängten sich in den Die Free Labourers Union" ist nämlich grade eine Schöpfung der Harmoniesucht, sie ist auf Anftiftung der Schiffsherren- flehen, daß diese Zentralbank einem Bedürfniß nicht entspreche den Verein zu grunde; sie drängten sich in den Berein der Maler Föderation gegründet worden und hat die lobenswerthe Mission, und den ihr gestellten großen Aufgaben nicht genügen werde. überall, wo ein Streit ausbricht, dadurch Harmonie zu schaffen, Trotzdem hoffe er, daß die jetzigen Genossenschaften troß der ein und vernichteten ihn nur deshalb nicht, weil sie vorher hinausgeworfen wurden; fie drängten sich in den Steinmeß- Verein ein, daß fie für" freie Arbeiter" sorgt, die an stelle der von der betr. neuen Bank ihre edlen Biele weiter verfolgen werden. Gewerkschaft geknechteten" Arbeiter treten, d. h. Streik Abg. v. Mendel- Steinfels( t): Aus den Kreisen der und der Verein erholte sich erst wieder, nachdem sie verdrängt brecher liefert. Diese Harmonie- Union nach dem Herzen der ländlichen Genossenschafts- Verbände ist keineswegs, wie wieder waren; sie schufen den Schneiderinnen- Verein, aber um zu ge Fabrikanten wurde von der Harmonie ausgeschlossen, und damit holt behauptet worden ist, Protest gegen diese Vorlage erhoben deihen, mußte der Verein sich von ihnen lossagen und sich dem ist eigentlich das entscheidende Wort über die ganze Konferenz worden. Die 2395 rein landwirthschaftlichen Genossenschaften in Bunde anschließen; fie drängten sich in die Pfropfenmacherund ihren möglichen Zweck gefagt. Preußen dürfen doch wohl auch für sich eine Zentral- Kreditanstalt Vereine ein und brachten die Arbeiter diefer Industrie an den Rand des Verderbens. Wenn heute der Pfropfenmacher- Verein Die Voraussetzung nicht des Friedens, aber doch in friedlichen in Anspruch nehmen. Die Anstalt wird für den Mittelstand von an Almada wieder etwas gilt, ift es nur, weil er sich von der Formen sich bewegender Austragung der Streitfragen zwischen hohem Nußen sein. anarchistischen Pest befreit hat. Sie drängten sich in den Verein Kapitalisten und Arbeitern hat zur Borbedingung die freie, das In der Spezialdiskussion wird das Gesetz ohne erhebliche Verein der Maurer und der Wäscherinnen, und einige Bildungsder Delverfäufer ein und isolirten ihn; sie vernichteten den heißt unabhängige Organisation der letzteren. Nicht die Scheinorganisation, sondern die jederzeit kampffähige Ge- Debatten angenommen. Bei der Schlußabstimmung stimmt nur und Vergnügungsvereine hätten längst aufgehört zu bestehen, wertschaft. Wo diese besteht, und von den Unternehmern die freifinnige Volkspartei dagegen. anerkannt wird, wie im Norden von England, da herrscht jenes Es folgt die zweite Berathung des Entwurfs eines Jag d.wenn die Anarchisten nicht noch rechtzeitig verdrängt worden wären; furz, wo die Anarchisten auftauchen, wird derart Verhältniß, wo nicht, nicht. In dieser Hinsicht fann der Zweck schein Gesezes. der industriellen Union also nur durch ein Mittel erreicht werden, Die§§ 1 und 2 werden ohne Debatte angenommen. Die intriguirt, baß entweder die Eindringlinge wieder hinaus. welches selbst die vorgeschrittensten der politischen bürgerlichen§§ 3 und 4 werden zusammen diskutirt. Nach§ 3 werden die geworfen werden oder die Vereine zu grunde gehen. Parteien in Deutschland in der Praxis beständig perhorresziren. Jagdscheine auf die Dauer eines Jahres ausgestellt: 1. für den Ihre anderen Bestrebungen: Industrielle Theilhaberschaft zc. find Umfang der Monarchie( Landes Jagdscheine), 2. für den Amtsaber verfehlt und verwerflich, weil sie jenes Mittel durchkreuzen, bereich der ausstellenden Behörde( Kreis- Jagdscheine). Außerdem denn die Theilhaberschaft bindet den Arbeiter; indem die Gründer werden Jagdscheine für drei aufeinander folgende Kalendertage der Union beide Mittel zusammenwerfen, beweisen sie nur ihre ausgestellt( Tages- Jagdscheine). Konfusion. Die Sozialisten haben nicht verfehlt, dies hervor- Nach§ 4 foftet der Landes Jagdschein 20 M., der Kreis zuheben, und damit hatte die Unterhaltung ihr Ende. Ich glaube Jagdfchein 10 M., der Tages- Jagdschein 3 M. Für Ausländer nicht, daß die Union lange leben wird. Die Verhältnisse ent- werden nur Landes- Jagdscheine für 50 M. oder Tages Jagdwickeln fich rascher als die Predigten der Philanthropie die Köpfe scheine für 10 M. ausgestellt. zu bearbeiten vermögen. Die große Mehrheit der Menschen folgt Hierzu liegen verschiedene Anträge vor, die aber ausnahmslos nur der Logit der Thatsachen. abgelehnt wurden. " 1 " Krieg in Frieden. Aus Spezia( Italien) wird telegraphirt: An Bord des Torpedobootes Aquila" explodirte heute während einer Versuchsfahrt in der Nähe von Rio Maggiore der Dampfkeffel. Zwei Mann wurden getödtet, ein Offizier, der Oberingenieur und einige Matrosen wurden verwundet. " Damit schließt die Generaldiskussion. : 9 B = In der Abstimmung werden die§§ 3 und 4 unverändert nach den Beschlüssen der Kommission angenommen. Nach§ 5 sollen nur die königlichen Förster von der Jagdfcheinabgabe befreit sein. Derselbe wird nach längerer Debatte angenommen. Nach§ 12 foll mit Geldstrafe von 40-100 m. oder mit Haft bis zu 4 Wochen bestraft werden, wer ohne Jagdschein auf der Jagd betroffen wird. werden soll. Abg. Bachmann( natl.) empfiehlt einen von ihm und den Abgg. Groth und Fürgensen gestellten Antrag, wonach die Haftstrafe beseitigt und die Geldstrafe auf 15-100 M. festgesezt § 12 wird in der Fassung des Antrag Bachmann angeDer Rest des Gesetzes wird ohne Debatte nach den Kommissionsbeschlüssen angenommen. Es folgt die Berathung des vom Herrenhause aus Anlaß nommen. Todtenliste der Partei. In Madrid ist am 12. Juni nach langem schwerem Leiden der Parteigenoffe Ignacio Franco gestorben. Ueber feine Thätigkeit in der Arbeiter bewegung wird uns geschrieben: Gr war Gründer der Internationale in Spanien und bekleidete in der Madrider Zweig gruppe verschiedene Aemter. Als in der Asociacion Internacional Meinungsverschiedenheiten zwischen Anarchisten und Nicht- Anarchisten entstanden, stellte er sich auf die Seite der Anarchisten, aber bald fab er ein, daß diese sich auf dem unrichtigen Wege befanden, und trennte sich von ihnen. Bei der Auflösung der Internationale wurde Franco ein Opfer der reaktionären Machthaber, die ihn in Madrid und in anderen Orten länger als drei Jahre gefangen hielten. Ueberzeugt davon, daß die arbeitende Klasse zuerst fich organisiren müsse, um mit Erfolg gegen die Vorrechte der Bourgeoisie kämpfen zu können, förderte er in Madrid die Gründung der Sozialistenpartei. Jm Ausschusse der Madrider Parteigruppe bekleidete er verschiedene Aemter und arbeitete unermüdlich, um der sozialistischen Sache neue Anhänger zu gewinnen. Außerdem stellte er sich in den Dienst der Fachvereine. In Gemeinschaft mit anderen Genossen organisirte er den Schuhmacherverein, dessen Vorsitzender er von der Gründung der Vereinigung bis furz vor seinem Tode gewesen ift. Franco war auch ein fleißiger Mitarbeiter des Parteiorgans El Socialista". Die spanischen Parteigenossen haben durch den Tod des trefflichen Mannes einen schweren Verluft erlitten. Polizeilich, Gerichtliches 2c. Der Parteigenoffe Lingweiler verbüßt im Elber Justizreform in Rußland. Eine für die Rechtspflege in Rußland wichtige Entscheidung hat, wie die Nowosti" melden, das russische Justizminifterium vor wenigen Tagen getroffen, nämlich den unter Alexander III. eingeführten Ständevorstehern die richterlichen Befugnisse zu entziehen. Durch diesen Beschluß ist der Wunsch der russischen Liberalen, die Rechtspflege auf dem flachen Lande nicht in den Händen der Polizeibeamten zu sehen, in Erfüllung gegangen. Die Ständevorsteher, eine Schöpfung des verstorbenen Grafen D. Tolstoi, wurden bei ihrer Ernennung mit den weitgehendsten administrativen und richterlichen Befugnissen ausgestattet. Es hat dies da mals in Rußland nicht geringes Aufsehen hervorgerufen, weil eines Antrages seines Mitgliedes Grafen v. Klinkowström befelder Arresthaus seit 14. Januar d. J. eine Reihe Strafen, dadurch das gesammte Rechtsleben der Bauern dem Gut-§ 4 und 11 des Jagdpolizeigefeßes vom 7. März 1850. zugezogen hat. Die einzelnen Strafen sind jezt zu einer Gesammt= Die Kommission beantragt und das Haus beschließt, den strafe von 10 Monaten Gefängniß zusammengezogen worden. Bar Nikolaus II. im Dezember des abgelaufenen Jahres Gefeßentwurf abzulehnen und die Staatsregierung zu ersuchen, außer diesen 10 Monaten hat Lingweiler noch 6 Wochen Haft eingesetzte Justiz Kommiſſion unter Vorsitz des Justiz ihrerseits die Regelung der in dem Gesezentwurf behandelten zu verbüßen, die ihm wegen der Boykott- Angelegenheit in Sachen ministers Murawjew hat es endlich unternommen, diese ab- Materie in die Wege zu leiten. der Dierichs'schen Brauerei auferlegt find. Danach wird er erst normale Erscheinung im russischen Rechtsleben zu beseitigen. Schluß nach 3/4 4 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag um so schärfer ist es zu mißbilligen, daß sein Gesuch um UnterMitte Dezember dieses Jahres wieder in Freiheit gesetzt werden. Die den Ständevorstehern entzogenen richterlichen Funktionen 11 Uhr.( Aufhebung der Grundsteuerentschädigung; Antrag brechung der Strafe, das mit feinem schwa chem Gesund dürften wiederum in die Hände der delegirten Richter gelegt Ring.) heits zustand begründet und ärztlich unterstüt worden war, abgelehnt worden ist. dünken der Polizei Organe ausgeliefert wurde. Die von werden. W " Bei der Charakterlosigkeit und Abhängigkeit der russischen Soziale Ileberlicht. " " günstige. Die Bevölkerung fleidet sich und wohnt zum theil ganz gehabt, daß die vorschriftsmäßigen Essenspausen in der genannten armselig. Ein Beweis hierfür ist das Ueberhandnehmen der Fabrik mehr innegehalten werden. Das hat einzelnen Ar Alters- und Invalidenversicherung. Bekanntlich werden Sträge, welche der kgl. Bezirksarzt in Grafenau geradezu als die ver- beiterinnen Veranlaffung gegeben, sich bitter über die ihnen das breitetste Volkskrankheit bezeichnet, mit welcher oft ganze Familien durch zugefügte Schmälerung des Verdienstes zu beklagen. Der Quittungstarten der Invaliditäts- und Altersversicherung nach behaftet sind." Im Bezirksamt Landsberg am Lech Redner wies diese thörichten Einwände zurück und zeigte an Beiden gesetzlichen Bestimmungen ungiltig, wenn sie nicht steht die Lebenshaltung durchweg auf niedrigstem Niveau. Das spielen aus früherer und auch aus neuester Zeit, daß die Arbeiterumgetauscht bezw. zur Aufrechnung eingereicht worden sind, Gros der Bevölkerung nährt sich hauptsächlich von Kartoffeln lasse nur Vortheile aus einer verkürzten Arbeitszeit ziehen bevor das 3. Jahr, welches dem am Kopfe der Karte und Wassersuppe. Wohlgemerkt, es handelt sich hierbei um vor- kann. Die Zustände in dem Betriebe der Velvetfabrik wurden verzeichneten Jahre folgt, verstrichen ist. Wie die Erfahrung wiegend bäuerliche Distrikte. Daß die Verhältnisse in den weiterhin durch die Mittheilung illustrirt, daß entgegen den gedie im Jahre 1891 ausgestellt wurden, bisher nicht zur Auf- wünschen übrig laffen, ist schon bekannt. Die katholische Kirche, ausschuß dort nicht besteht. Briefe, welche zur Verlesung ges rechnung oder zum Umtausch eingereicht worden, jedenfalls, weil die in Bayern die Hauptrolle spielt, trägt an der übeln Lebens- bracht wurden, schildern die Mangelhaftigkeit der ſanitären die Inhaber der Karten irrthümlich annehmen, der Umtausch haltung weiter Boltstreife ein wohlgemessen Theil der Schuld. Vorrichtungen. Bei 40 Grad Hige werde ohne genügende habe erst dann zu erfolgen, wenn sämmtliche 52 Felder der Karte So müssen z. B., wie die„ Münchner Post" mittheilt, die Bauern, die Ventilation im Appreturfaale gearbeitet. Räume, wo die mit Marken beklebt seien, und weil sie glauben, daß sich die Be- aus den Stiftungskapitalien Geld geliehen bekommen, 5 pet. Garderobe vor den Einflüssen der ekelerregenden Dämpfe geschützt stimmungen über den Eintritt der Ungiltigkeit nur auf diese Binfen bezahlen, obschon der gebräuchliche bürgerliche Binsfuß werden kann, feien nicht vorhanden; die schon früher behandelten Kategorie von Quittungskarten bezögen. Bei der Stellung von Renten- 3, 31/2 bis höchstens 4 pct. ist. Außerdem hat einst gerade die Mißstände mit den Klosets sollen noch nicht beseitigt sein. Ez anträgen würden die Besizer solcher ungiltig gewordenen Karten katholische Kirche das Zinsnehmen gänzlich verboten und der wurde von allen Seiten der Wunsch geäußert, Schaden haben, da die durch die Karten bescheinigten Beitragszab scholastische Philosoph Thomas von Aquino, der noch heute bei daß der Herr Fabrikinspektor die Fabrik lungen bei der Rentenberechnung nicht in Ansatz gebracht werden und den Katholiken als Autorität gilt, rechtfertigte dies Verbot auch baldigst besuchen möge. In der Diskussion die Rente deshalb einen geringeren Betrag ausmacht. Um nun theoretisch. wurden dann die schlechten Löhne einer sehr gerechtfertigten die Versicherten vor solchem Schaden zu bewahren, der ihnen durch das Versäumen des Umtausches von Quittungskarten erVon der Stadt Halle a. S. wünschte Pastor v. Bodel. Kritik unterzogen. Unter Reserve geben wir die Mittheilung Arbeiter wieder, daß der Herr Direktor, als ein Arbeiter( der einen Wochenwachsen tönnte, ist es den einzelnen Versicherungsanstalten ge= I wingb den Beitritt zu ſeinem Verein stattet, die weitere Giltigkeit einer verspätet womit statutgemäß die Leistung eines einmaligen lohn in" Höhe" von 14,50 m. bezieht!) ihn um eine Zulage von eingereichten Quittungstarte auf den Antrag Geschenks von 50 m. verknüpft ist. Der Verein will den 50 Pf. anging, das Gesuch schroff ablehnte und den Arbeiter des Juhabers derselben zu bestimmen, wenn der In Arbeitern ein eigenes Heim auf eigener Scholle" schaffen. Der mit dem Hinweis getröstet haben soll, daß Arbeit das Leben haber der Karte nachweist, daß der Umtausch nicht durch sein hallische Magistrat hatte große Luft, dem Wunsche des Pastors füß mache! Am Schlusse nahm die Versammlung eine Reso eigenes Verschulden unterblieben ist. Es sei hierbei besonders folge zu leisten; er empfahl der Stadtverordneten- Bersammlung lution mit allgemeiner Zustimmung auf, die die Anwesenden darauf hingewiesen, daß der Antrag auf Giltigkeitserklärung den Beitritt der Stadt zu dem Verein unter Leiftung eines zum Anschluß an die gewerkschaftliche Organisation verpflichtet. Charlottenburg. Im polnischen Arbeiter Bildungsverein schon hinreichend begründet ist, wenn der Antrag einmaligen Geschenks von 100 M. Die Stadtverordneten lehnten steller mit den einschlägigen Bestimmungen nicht vertraut aber den Beitritt ab, nachdem u. a. ausgeführt worden war, daß Wahrheit" referirte am Sonntag, den 23. Juni, Genosse war und dadurch die Einreichung der Karte versäumte. Wir der Bodelschwingh'sche Verein bisher über 5700 m. Ein- Brzestwiniewiez über:" Die wirthschaftliche Lage". Infönnen unter Hinweis auf das vorstehend Gesagte allen In- nahme hatte, während die Verwaltungskosten nabe- folge Verlegung des Versammlungslokals, von welcher Berlegung habern bereits ungiltig gewordener Karten nur rathen, diese au 5000 m. verschlungen haben, so daß nur noch viele Interessenten feine Kenntniß hatten, war die Versammlung nur mäßig besucht. Die nächste Versammlung findet am Sonntag, fchleunigst an die zuständige Ortsbehörde ein- 700 m. Bestand übrig sind. zureichen und die weitere Giltigkeit der Karte zu Die Arbeiter Turn Zeitung" erscheint gegenwärtig in den 7. d. M., nachmittags 3 Uhr, im Lokale des Herrn Krause, beantragen, da später derartige Anträge wohl nur in den einer Auflage von 4500-5000 Exemplaren. Im Anfang betrug Bismarckstr. 74, Ecke Rückertstraße, statt. wenigsten Fällen von Erfolg begleitet sein dürften. die Auflage nur einige Hundert. Die Charlottenburger Gewerkschaftskommission hatte Herr v. Köller ist ein glückloser Mann. In eigener wie Ueber eine technische Neuerung wurde der Wiener am 2. Juli im Lokal, Bismarckshöhe" eine öffentliche Versammin fremder Sache. Ging da türzlich eine Nachricht durch die Arbeiter- Zeitung" von einem alten Steinmetz geschrieben: lung der Arbeiter und Arbeiterinnen sämmtlicher Branchen einBlätter, wonach in den fiskalischen Eisenbahn- Wert=" Es werden bereits bei den neuen Bauanlagen in Wien Brücken- berufen. Die Referentin Frau Rohrlack- Berlin sprach in stätten zu Dortmund Arbeiter mit einem halbmonatlichen gewölbe, die vor nicht langer Zeit aus Sandstein und aus fesselnder Rede über das Thema:" Welche Aufgaben erwachsen den Arbeitern und Arbeiterinnen im Kampfe un Lohn von 24-32 M. abgespeist würden. Diese thatsächlichen anderen Steinen gemacht wurden, aus 3ementguß gemacht, Angaben sollen nun, wie Herr v. Köller in seiner Berliner Kor- fo daß die ganze Steinmeharbeit wegfällt. Auch bessere Lohn- und Arbeitsverhältnisse?" Rednerin behandelte respondenz" erklären läßt, durchweg unrichtig" sein. Der werden Stiegenstufen und andere Steinmezarbeiten aus 3ement diese Frage in eingehender Weise und forderte zur eifrigen Durchschnittsverdienst der 796 Arbeiter, welche gegenwärtig in erzeugt, wodurch das Steinmetzgewerbe sozusagen überflüffig gemacht Agitation für die Gewerkschaftsbewegung auf. Nach kurzer der Werkstätte zu Dortmund beschäftigt werden, beläuft sich auf wird und Tausende, welche in diesem Gewerbe ihr Brot hatten, Diskussion ersuchte Töpfer Pukke die Anwesenden, seine im AusEs wird daher gut sein, die Re- stande stehenden Berufsgenossen thatkräftig zu unterstützen. Wie 3,44 M. für den zehnftündigen Arbeitstag, mithin für die einen darum gebracht werden. Zeitraum von 15 Tagen umfassende halbmonatliche Löhnungs- gierung und den Reichsrath auf das nahende Uebel aufmerksam bekannt gegeben wurde, findet am Sonntag den 7. Juli ein Familienperiode nicht auf 24-82 M., sondern auf 51,60 m. Eine zu machen, damit wenigstens bei öffentlichen Bauten feine ge- ausflug nach der Jungfernhaide statt. Die Vorstellung in der Serabsehung der Löhne und Affordpreise hat seit Jahren nicht goffene Steinmezarbeit verwendet und das alte Gewerbe Urania ist am 14. Juli vormittags 1 Uhr festgesetzt. fiattgefunden. Die in der Zeitungsnotiz erwähnte große einigermaßen geschützt wird, bis die Steinmeharbeiter aussterben Bahl von Personen, welche halbmonatlich unter 32 m. verdient und fein Lehrling mehr aufgenommen zu werden braucht." Wenn die Sache möglicherweise auch nicht so schlimm wird, haben sollen, beläuft sich auf 38 verheirathete TageIöhner, also feine Handwerker. Diese Tagelöhner werden als der alte Steinmetz befürchtet, sicher ist, daß wieder ein Beruf nur mit untergeordneten Arbeiten, wie z. B. Lastentragen, seinen Handwerkscharakter einbüßen und sich der Hauptsache Achsenschieben, Verschieben von Lokomotiven und Tendern, nach in den fabrikmäßigen Betrieb verwandeln wird. Kehren der Werkstatträume und dergleichen beschäftigt und er halten hierfür einen Lohn von 2,56 M. für den zehnstündigen Arbeitstag, ein Verdienst, welcher den sonst in Dortmund für gleichartige Arbeiten gezahlten Tagelohusäßen entspricht. Herr v. Köller mußte sich auf diese Berichtigerei selbst in der kapitalistischen Presse die Frage gefallen laffen, ob denn verheirathete Tagelöhner nicht auch Menschen wie andere seien. 1 " In der Kurstadt Karlsbad in Böhmen, wo Kranke aus allen Erdtheilen Heilung suchen, finden offenbar nur Sozialdemokraten es schändlich, daß die Bäckergesellen durchschnittlich 17-20 Stunden täglich arbeiten müssen, daß ihre Schlafstätten bei den Meistern das äußerste zu wünschen übrig lassen und daß infolge des in den Bäckereien herrschenden Mangels an genügenden Reinigungsvorkehrungen die Berufstrankheit der Bäcker, die Krätze, unter den Arbeitern stark verbreitet ist. Wie Bum Kapitel Schulkinder Mißhandlungen. Die Volts groß die mit Berlaub zu sagen- Schweinerei ist, die in den ftimme" in Frankfurt a. M. veröffentlicht folgendes ärztliche Starlsbader Bäckereien herrscht, geht aus folgender Schilderung Attest: Wilhelm Keil zeigte bei der. Untersuchung zahl der Wiener Arbeiterzeitung" hervor: Die Backstuben befinden reiche blutunterlaufene und stark geschwollene, offenbar durch fich in Kellerräumen, in die fein Lichtstrahl Zutritt hat, Stockschläge verursachte ftreifenförmige Stellen über Gesäß, und 100 den ganzen Tag Gas brennen muß. Biels richten und das Beerdigungswesen zu regeln. Betreffs der Anträge, Rücken und rechten Oberschenkel. Frankfurt a. M., 24. Juni 1895. fach rieselt in diesen dumpfen Löchern das Wasser über die ( gez.) Dr. Keller." Aus den amtlichen Arbeitsnachweisen. In Karls. ruhe wurden im vorigen Jahre insgesammt 7484 Gesuche ein geschrieben, davon fonnten 7088 befriedigt werden. Von den 2540 Gesuchen der Unternehmer wurden 95 pCt., von den 4944 Gesuchen der Arbeiter 98 pet. erledigt. In Mannheim wurden feit Mitte 1893, wo der Arbeitsnachweis errichtet wurde, 13 471 Gesuche befriedigt, und zwar 5806 von Unternehmern, 7656 von Arbeitern. Gingerechnet die aus den Orten Heidel berg, Weinheim, Wiesloch, Sinsheim und Ludwigshafen mit eingelaufenen Gesuche der Arbeiter, betrugen die Nachfragen der Arbeiter insgesammt 14 118. In Mannheim ist der Arbeitsnachweis völlig unentgeltlich, in Karlsruhe zum theil auch, nur wird hier für Dienstbotenstellen eine Gebühr erhoben. Gewerkschaftliches. Pankow. In einer am 27. Juni abgehaltenen, gut be suchten öffentlichen Versammlung erstattete die 11er( ParteiZeitungs- und Literatur) Kommission Bericht. Nach demselben haben sich bis jetzt 168 Abonnenten auf den Vorwärts", 81 auf das Voltsblatt" und 102 auf den Wahren Jakob" gemeldet. Zu Spediteuren haben sich bei der Kommission schriftlich Ball, Bilz, Reichelt angeboten. Die Versammlung wählte auf Antrag der Kommission den Genossen Bilz und ernannte die Genossen Brunnert, Kirschner, Raschke, Rißmann, Schwarz zu Revisoren. Hierauf erstatteten die Gemeindevertreter Bilz und Lubig Bericht über die Thätigkeit der Gemeindevertretung in den letzten zwei Jahren. Sie heben hervor, daß die rothen Vertreter jetzt mit ganz anderen Augen angesehen werden, als früher, da sie den Gegnern, die sie anfangs für Leute gehalten, mit denen sich überhaupt nicht verhandeln läßt, mit der Zeit Achtung abge wonnen haben. Bilz führt an, daß er auf Veranlassung des biefigen Arbeitervereins beantragt habe, eine Volts Badeanstalt, eine Turnhalle und Bedürfnißanstalten für beide Geschlechter zu er welche von der Vertretung als zweckmäßig anerkannt werden mußten, Wände herab, während sich Schwaben und Wanzen in unzähliger wurde dem Antragsteller, wie dies bei allen guten Anträgen zu Menge herumtummeln. Besonders hervorzuheben ist die Arbeits- geschehen pflegt, von den Vertretern von Bildung und Besiz entstätte des Bäckermeisters Start. In dieser Backstube befindet gegnet: Sie erzählen uns nichts neues, das wollen wir schon sich zwei Schritte hinter dem Backtrog der Ausguß der Wasser lange. Wie nicht zu verwundern, wollte man einer Debatte dem Antragsteller die Moti leitung, wo die Arbeiter zugleich ihre Nothdurft verrichten aus dem Wege gehen und müssen, da sich der Abort im ersten Stock befindet und es den virung abschneidend, die Angelegenheit kurzerhand einer Kommission Gehilfen wegen der Kurgäste nicht gestattet ist, hinaufzugehen. übergeben. Die Bustände in den hiesigen Schulen lassen Der Besitzer dieser appetitlichen Einrichtung ist zugleich alleiniger so manches zu wünschen. Die einzelnen Klassen sind mit 60 und Lieferant des berühmten und unter den Kurgästen beliebten mehr Schülern besetzt. Redner weist darauf hin, daß es erst der Mineralwasserzwiebacks. Auch funktionirt er als Stadtverord: Anregung von seiten der Sozialdemokraten bedurft habe, um bei der jetzt herrschenden Scharlach- und Diphtheriefeuche die Ges neter und Vertrauensmann der Egerer Handelskammer. meindeschulen auf unbestimmte Zeit zu schließen. Die höhere Knabenschule mit 42 Schülern ist ein Schmerzenskind der Gemeinde. Sie wird als wenig empfehlenswerth von den Bessers gestellten unseres Ortes gemieden diese senden jeden Morgen Der Ausstand in der Metallschlägerei von mehrere Pferdebahnwagen dicht befeßt mit Schüler und Krankenkassenwesen. Vom Reichskanzleramt ist der Allgemeinen Haftedter Arbeiter- Krankenkasse( E. H.) in Hastedt, der 2. Boronow in Breslau ist, wie die" Bollswacht" meldet, Schülerinnen in die besseren Schulen nach Berlin. SelbstBand3beder freien Krankenkasse( E. H.) in Wandsbeck, und der als beendet anzusehen, nachdem der größte Theil der von den verständlich ist die Schule unter diesen Umständen nicht lebensKranten und Begräbnißkasse des Verbandes deutscher Bureau- Arbeitern und Arbeiterinnen aufgestellten Forderungen befähig und bedarf hoher Gemeindesubventionen. Sie fostet den beamten zu Leipzig( E. S.) von neuem die Bescheinung ertheilt willigt wurde. Pantower Steuerzahlern bis jetzt 2700 m. Hier ist ein Lehrer worden, daß sie, vorbehältlich der Höhe des Krankengeldes, den In Köppelsdorf in Sachsen- Meiningen haben sämmtliche mit dem toloffalen Gehalt von 700(!) Mark( jährlich) angestellt. Anforderungen des§ 75 des Krankenversicherungs- Gefeßes Maler der Firma Dressel u. Koch wegen Lohndifferenzen In der Gemeindeschule war bis vor kurzem noch eine Landkarte genügen. und wegen Maßregelung einiger Kollegen die Arbeit niedergelegt. von Preußen vor 1866 als Unterrichtsmittel in Gebrauch. Redner rügt noch die Prügelpädagogik und führt hier Vom Einkommen der Flößer. Die Flößer des Bezirts Es wird gebeten, Zuzug strengsteus fernzuhalten. Weißenhöhe- Bantoch im Neze. Distrikt, etwa 1200 Mann, In Nürnberg haben nun sämmtliche Schmiede und einige Beispiele an. Aus der Versammlung wird der Wunsch Scharrer ausgesprochen, alle Vierteljahre einen Bericht der Gemeindehaben, wie man uns schreibt, im vergangenen Jahre durchschnitt: Resselschmiede der Maschinenfabrik von lich nur 200-240 m. verdient, in diesem Jahre seit 15. März u. Groß die Arbeit niedergelegt, nachdem die Verhandlungen vertretung zu hören, wozu sich die Gemeindevertreter gern bereit bis gegen Ende Juni faum 80, viele fogar faum 60 M. Von über die schwebenden Differenzen zu nichts geführt hatten. Es erklären. Auf eine Anfrage in betreff, des in Pankow noch immer erhobenen Vierzeitengeldes wird dem Fragesteller diefem jammervollen Verdienst gehen noch 10-17 M. Bahn wird strenge Vermeidung des Zuzugs ersucht. gelb" ab. In vielen Flößerfamilien besteht das Mittagsmahl Vom schwäbischen Handschuhmacherftreik. In der geantwortet: Austritt aus der Landeskirche ist das beste Schuy aus Kartoffeln und Eals. Glücklich wer eine Ziege hat, die ihm Fabril von Hermann Ascher in Stuttgart, der übrigens mittel gegen das Vierzeitengeld. etwas Milch liefert. Es ist also großer Optimismus, wenn man dem Fabrikantenring nicht angehört, erhielten die Handschuhglaubt, die Weber der mitteldeutschen Gebirgsdistrikte seien die macher nach eintägigem Streit ihre Forderungen sämmtlich am schlechtesten gestellten Angehörigen des glückseligen Deutschen bewilligt. Reichs, wie es denn überhaupt vermessen wäre, anzunehmen, Der Maurerftreit in Meran in Tirol ist nach dreidaß es in der kapitalistischen Gesellschaft eine Grenze des wirth- wöchiger Tauer durch Bermittelung des Gewerbe- Inspektors bei schaftlichen Glends gäbe. Während so die Flößerei trotz ihrer gelegt worden. Die Maurer haben eine halbstündige Verkürzung Gefährlichkeit für Leib und Leben dem Arbeiter nicht einmal so der Arbeitszeit erreicht. viel abwirft, daß er sich mit seiner Familie ordentlich satt effen tann, geht es den Herren Holzspediteuren und Händlern, sowie wurde ein Kongreß von irländischen Gewerkschaften und Arbeiter Gewerkschaftskongres in Irland. Am 3., 4. und 5. Juni ben Aktiengesellschaften, die in Holz machen", nichts weniger verbindungen in dem South Hall Assembly Rooms zu Cort Budapest, 3. Juli. In den Domänen Bergwerken der als traurig. Sie fammeln Vermögen an; den Flößer besser zu unter Leitung des Vorsitzenden der Vereinigten Gewerbeverbände Staatseisenbahn- Gesellschaft nahmen 145 Arbeiter, größtentheils bezahlen, hieße natürlich dem Werth ihrer geistigen" Arbeit zu nahe treten. Daß unter solchen widerspruchsvollen Verhältnissen von Cort, J. H. Jolly, abgehalten. Nach dem Berichte des Rumänen, die Arbeit wieder auf. In Reschizar streiken die aber der Glaube an die Beständigkeit der heutigen Gesellschafts- Ordnungsausschusses waren 150 Abgeordnete anwesend, welche Arbeiter weiter. Die 50 000 Angehörige von Gewerbeverbänden vertraten. Paris, 3. Juli. Eine Depesche des General Duchesne beordnung auch bei den Flößern mehr und mehr ins Wanken wichtigsten Beschlüsse betrafen die Aufmunterung und Entwide richtet: Mehrere tausend Hovas griffen am 29. v. M. vor tommen muß, ist natürlich. lung der heimathlichen Gewerbe von Irland, die Beobachtung mittags Tsarasoatra an, welches von einer Abtheilung Infanterie, Aus Zwickau wird uns geschrieben: Die Notiz, worin ich anständiger Bedingungen bei öffentlichen Kontrakten, die Ein Kavallerle und Artillerie besetzt war. Der Angriff wrdeu Ihnen über die niedrigen Löhne berichtete, die in der führung befferer Zustände in den Werkstätten, das Verbot der zurückgeschlagen; sodann verfolgte ein Detachement der einSpinnerei von Schmelzer sen. in Lichtentanne den Nachtarbeit in den Bäckereien, die Arbeit in Militärwerkstätten, getroffenen Verstärkungen die Hovas mehrere Kilometer weit. Arbeitern gezahlt werden, hat einen, wenn auch fleinen Erfolg Besserungsanstalten u. f. w. für fremde Rechnung, die Aus- General Meginger traf in Tsarasaotra ein und griff am gehabt. Es ist nämlich den Stundenlöhnern, die bisher 6-11 Bf. nutzung der Knabenarbeit, die Arbeitslosen, die Verstaatlichung 30. v. Mts. die Hovas an, welche sich am Bezibofa betamen, einhalb Pfennig pro Stunde zugelegt worden. Ein halber der Eisenbahnen und der Ländereien, ein Arbeitsministerium, verschanzt hatten; die Hovas erlitten ernste Verluste. Die Pfennig, welche Noblesse! Da komme noch einer und sage, das einen achtstündigen Arbeitstag, Staatsrenten, die Produktiv- französichen Truppen erbeuteten 470 Belte, ein Geschüß und Unternehmerthum hätte tein Herz für die Arbeiter! Genossenschaften und andere Gegenstände. fämmtliche Munitionsvorräthe; ihr Verlust betrug 2 Todte und Spezia, 3. Juli. Durch die Refselexplosion an Bord des Torpedobootes Aquila" wurden fünf Personen getödtet, zwölf andere leichter verlegt. Versammlungen. Depelchen. Wolff's Telegraphen- Bureau. Berlin, 3. Juli. Die Berliner Korrespondenz" meldet: Der Kreisphyfitus, Geheime Sanitätsrath Dr. Kribben in Aachen ist aus dem Landkreise Aachen in gleicher Eigenschaft versetzt worden. in den Kreis Usedom- Wollin mit dem Wohnfig in Swinemünde " Bayern gilt in Deutschland gemeinhin als das Land, wo In Neapel haben die Arbeiter mehrerer Schuhfabriken 15 Verwundete. die Bevölkerung verhältnißmäßig noch am besten sich nähre. die Arbeit eingestellt. Mit dieser Behauptung steht es aber auch man so fo". Der legte, vom Ministerium des Innern herausgegebene General( Deveschen- Bureau Herold.) bericht der Sanitätsverwaltung sagt z. B. Im Gebiete des bayerischen Waldes( Wahlkreis Passau) ist Fleisch ein Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Berliner Velvet Marseille, 3. Juli. 600 Arbeiter der großen Seidenspinnerei feltener Genuß... Der Pferdefleisch- Verbrauch hat wieder zu fabrik waren ziemlich zahlreich zu der Versammlung erschienen, in La Patinièse find in den Streit eingetreten; fie verlangen die genommen und schlachtete der Pferdemesger in Grafenau( Ort die am Montag Abend stattfand und in der Genosse Ja bn die Ausweisung der italienischen Arbeiter. Unweit Chambery tam von ca. 1200 Einwohner) beispielsweise 46 Pferde. Bezüglich Vortheile der verkürzten Arbeitszeit eingehend darlegte. Die feit es zwischen Franzosen und Italienern zu blutigen Streitigkeiten; der Kinderernährung sind die Verhältnisse theilweise sehr uns längerer Zeit betriebene, planmäßige Agitation hat den Erfolg ein Italiener wurde dabei getödtet, mehrere verwundet. Verantwortlicher Redakteur: 3. Dierl( Emil Roland) in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin, SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine Beilage. " Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 153. " Tokales. 0 hat Donnerstag, den 4. Juli 1895. Die Herren Schmidt u. Tiez berichtigen also: 1. Werden bei uns Mädchen nur zu leichter Arbeit ver. wendet und zum Galvanisiren. Die Säuren und durchaus nicht giftigen Lacke, welche zur Anwendung kommen, sind die in der ganzen Branche üblichen. 2. Es ist uns nicht bekannt, daß bei uns Mädchen wegen der Schädlichkeit der Arbeit frant geworden sind, oder die Arbeit deswegen ausgefeht hätten. 3. Der Verdienft ist bei uns laut eigener Aussage der Arbeiter höher als in Konkurrenz- Werkstätten. 6. Unsere Räume haben Doppellicht, mithin kann von keiner schlechten Ventilation die Rede sein. Wir gratuliren dem Metallarbeiterverband zu dem Zuwachs von 5 Arbeiterinnen von 16 bis 18 Jahren; im übrigen wird Borwurf der Herzlosigkeit oder Ausbeutung machen. wohl ein jeder, der die Inhaber kennt, denselben schwerlich den 12. Jahrg. seitens der beiden Angeklagten gefallen war, wurde als erwiesen richtung getroffen haben, auf natürlichem Wege taum lösbar ers erachtet, wiewohl sie beide es energisch bestritten. Der scheinen. Für den Mangel an genügender Nahrung soll vielleicht Staatsanwalt beantragte je 60 M., der Gerichtshof erkannte das Gebet entschädigen, zu dem die Arbeiter täglich morgens Sonnabend dauert und abends angehalten werden; am In dem Prozeß Caftan scheint sich ein Intriguenspiel auf je 20 M. Geldstrafe. welcher zu an diesem Tage selbst Wir haben wie gesagt, die Gummischlauch- Affäre erlebt und die Andacht" eigner Art abzuspielen. Die Freunde des Herrn Caftan in und außerhalb der Berliner Presse sezen Himmel und Hölle in Be- die furchtbare harte gerichtliche Verurtheilung nicht der fämpfen- diejenigen Arbeiter genöthigt werden, welche nicht in dem wegung, um die Freisprechung Caftan's durchzudrücken. Um den Beamten, sondern der Redakteure, welche sich bei der Ge- Institut wohnen, nicht weniger als fünf viertel Stunden. Be dies herbeizuführen, sucht man einen Druck auf den Gerichtshof legenheit pflichtbewußt des angegriffenen Publikums angenommen merkt sei noch, daß der Gottesdienst" in einer Kellerräumlichkeit dadurch auszuüben, daß man die öffentliche Meinung syfte haben. Wir haben diesen Fall und so manche beinahe gleich abgehalten wird; die entsetzliche Luft, welche dort herrscht, vers matisch in einem dem Angeklagten Caftan günftigen Sinne werthige erlebt und sind daher auch nicht im geringsten ver- anlaßt zuweilen Ohnmachtsanfälle; sehr häufig ist es natürlich, zu bearbeiten sucht. Allen voran geht in dieser Beziehung wundert, daß ein preußisches Gericht in dem heute vorliegenden daß die Betheiligten bei dieser Unterhaltung einschlafen. der Andacht" nicht der Berliner Lokal Anzeiger", der in seiner Falle im Namen des Königs" zu einer ganz regelrechten Ver- Dies alles hilft aber nichts, wer Mittwochs Morgennummer in einem besonderen Artikel unter der urtheilung der Beamtenbeleidiger" fam. So will es ja auch beiwohnen will, wird entlaffen. So macht sich das praktische Ueberschrift Prozeß Caftan abermals vertagt", unter anderem die Ordnung, die bekanntlich von unten umgestürzt werden soll. Christenthum in der Stadtmission; es schließt sich würdig den zu dem infamen Mittel greift, den Vater des mißbrauchten Die Firma Schmidt n. Tiek, über deren sozialreforma frommen Einrichtungen ähnlicher Art an. Und damit will man Mädchens zu einem Anhänger der sozialdemokratischen Partei torische Auüren wir gestern berichtet haben, sendet uns heute be- Bufriedenheit stiften. Sonderbare Schwärmerei! zu stempeln, natürlich nur um denselben in den Augen des in- reits die selbstverständlich von uns erwartete, Berichtigung" auf Raummangel im Moabiter Justizpalast. Im Justizdifferenten und voreingenommenen Publikums herabzusehen. grund des Preßgefeßes". Obgleich diese Zuschrift, wie auch dem palaste figen, wie ein Berichterstatter zu melden weiß, die LohnHerr Helmessen ist so wenig Anhänger der sozialdemokrati- aien leicht erkenntlich, vor dem berühmten§ 11 durchaus nicht schreiber schon seit Jahren auf dem im Winter zugigen, im schen Partei, wie der Verleger des„ Berliner Lokal- Anzeigers". Stich hält, drucken wir sie dennoch schon aus dem Grunde ab, Sommer glühend heißen Boden des Hauses; verschiedene GeHat sich Herr Helmessen, der auf jeden, der ihn sieht, weil fie, soweit sie sich auf Thatsachen stützt, vollauf unsere richtsschreibereien sind ärztlicherseits als inbewohnbar für den Eindruck eines Mannes macht, der sehr unbeholfen ist geftrigen Mittheilungen bestätigt. Menschen" bezeichnet. In einzelnen zweifenftrigen Zimmern von bescheidener Größe sind 8 Sekretariate untergebracht und die und sich schwer zu helfen weiß, in seiner Verzweiflung über das feinem Kinde widerfahrene Unglück auch an einen Sozialdazu gehörigen 8 Sekretäre fizen in zwei Reihen so, daß der demokraten an Bebel gewandt, so weil er hoffte, vierte Mann in jeder Reihe nahe der Thür, aber sehr weit vom hier eine Unterstützung zu finden gegen die erste abweisende Fenster entfernt sitt. In dem Nebenzimmer eines UntersuchungsWie bekannt, Entscheidung der Staatsanwaltschaft. richters fizen oft acht Referendare nebeneinander, welche Bes er sich darin nicht getäuscht und ist wesentlich durch die Interschuldigte und Zeugen vernehmen, sodaß die letzteren in den vention des Vorwärts" das gerichtliche Verfahren gegen Castan Pausen, welche die Protokollirung bebingt, in aller Seelenruhe die intimsten Geheimnisse ihrer Mitmenschen belauschen können, anhängig gemacht worden. Das tann man in den Kreisen derer um Caftan dem die in fürzester Entfernung vom Zuhörer beichten müssen. In Vorwärts" nicht vergessen und darum die giftigen Verdächtidem kleinen Rechtsanwalts- Zimmer neben dem kleinen Schwurs gungen, wie fie der Lotal- Anzeiger" direkt und indirekt durch 4. Die Arbeitszeit war bei uns für Mädchen seit Jahren gerichtssaale, welches den Vertheidigern entzogen worden ist, sind allerlei geheimnißvolle und zweideutige Andeutungen bringt. eine halbe Stunde länger Montags als die der Arbeiter, wir zwei Gerichtsschreibereien untergebracht. In diesem Zimmerchen, Aus derselben Quelle derer um Caftan stammen auch die haben bei Neueinrichtung der Arbeitszeit nur verlangt, daß die das kaum zehn Quadratmeter Raum bietet, fißen inmitten der tendenziösen Berichte, die ein großer Theil der Arbeiterinnen diese halbe Stunde ebenfalls länger arbeiten sollten. Repositorien und Schreibtische oft acht Personen als: Gerichts Berliner Presse über den hinter verschlossenen Thüren 5. Die Klosets find bei uns in solchem guten Zustande, wie so schreiber, Justizanwärter und Kanzleiarbeiter. Bei der Staatsstattfindenden Prozeß in ihre Spalten aufnimmt. Man verquidt leicht anderwärts nicht anzutreffen. Wir lassen unaufgefordert anwaltschaft am Landgericht II sollen demnächst vier neue wabres mit falschem, muntelt allerlei geheimnißvolles, schleudert zweimal wöchentlich reinigen. Daß die Reinigung erst nach Sekretariate errichtet werden. Für diese ist schlechterdings kein Berdächtigungen gegen den Vater des Kindes und nimmt, nicht energischer Aufforderung seitens der Arbeiterinnen geschieht, ist eine Blächen mehr zu finden. Die Staatsanwaltschaft des Landgerichts II wird daher am 1. Oktober d. J. ermittirt und muß Direkt aber indirett, den Angeklagten Caftan nach Kräften in 2üge. Schutz. Ist er doch ein Glied jener honetten Gesellschaft, von fich ein neues Heim in Miethsräumen suchen. Die Staats der zahlreiche Exemplare, nachdem sie in der Debauche( Ausanwaltschaft am Landgericht I wird zu Ostern, wenn nicht bes schweifung) brüchig geworden und übersättigt sind, durch den reits zu Neujahr, folgen, denn der Raummangel ist bei beiden Mißbrauch von Kindern die abgeftumpften Lebensgeister zu wecken Landgerichten gleich erdrückend. Vielleicht könnte einige Ent fuchen. Ansehens veranlaßte, daß sich Gerichte und Staatsanwälte Wir erwarten, daß der Gerichtshof ohne Ansehen der Person lastung geschaffen werden, wenn der Staat im Interesse feines feines Amtes waltet und den Beeinflussungsversuchen einer feilen So das Selbstlob der Herren Echmidt u. Tiek, Neander weniger mit politischen Prozessen befaßten. In Kulturstaaten Presse widersteht. straße 3. Eigenlob duftet bekanntlich ebenso unangenehm, wie geht es ja auch ohne Brausewettereien, dolus eventualis und Wie einzelne Eisenbahnbeamte das Publikum auf der unbestrittenermaßen von Ostern vorigen Jahres bis Pfingsten ähnliche schöne Dinge. Von dem Landgerichts. Direktor Brausewetter erhält der Ringbahn behandeln. Ein Fall, der in einem dieses Jahres im ganzen nur zweimal gereinigte Abort geduftet gefitteten Staatswesen faummöglich scheint, tam haben mag, der in der Fabrik 50 Arbeitern und Arbeiterinnen der L.-A." in bezug auf die Mittheilungen über den Prozeß geftrigen Tage vor dem hiesigen Schöffengericht zur Aburtheilung. einzig zur Verfügung steht. Ueberflüssig war die pathetische Ver- Caftan" folgende Richtigstellung:" Ich habe nicht gesagt, daß Es handelt sich um Vorkommnisse, die, wenn sie nicht sicherung der Firma, daß diese Toilette jetzt unaufgefordert das Panoptikum doch nur ein Lokal sei, in dem ausschließlich in Berlin passirt wären, der Stadt der Gummi- gereinigt wird, nachdem die Arbeiterinnen um Pfingsten herum Dirnen verkehren", sondern ich habe dem Angeklagten auf grund schlauch Affäre und des Gummischlauch- Prozesses, einfach energisch auf Abhilfe gedrungen haben. Eine Thatsache, die der stattgehabten Ermittelungen vorgehalten, daß in den Arbeitsunerhört genannt werden müßten. Die Deffentlichkeit, die ja bekanntlich ebenfalls unbestritten geblieben ist. Wir glauben in räumen des Panoptikums zwischen dort beschäftigten Arbeitern allerdings nach der bezeichnenden Anschauung eines modernen anbetracht des Interesses, welches moderne Unternehmer be- und jüngeren Mädchen oder Dirnen, die sich ebenda herumRichters nicht existirt, ist im Laufe der Zeit jedoch an so manche fanntlich für das Wohl und Wehe ihrer Ausgebeuteten hegen, getrieben haben, ein unzüchtiger Verkehr stattgefunden habe. Auf Dinge gewöhnt worden, bei denen einem Durchschnittsmenschen, den Herren Schmidt und Tieh auch ganz aufs Wort, daß ihnen meine Borhaltung ist weder seitens des Angeklagten noch feines der nicht das Glück genießt, in der Reichshauptstadt zu leben, die ebenfalls unbestritten gebliebene Thatsache unbekannt war, Vertheidigers eine Erwiderung erfolgt. Die angeblich vom Ander Verstand stille steht; und daher wird auch unsere Leserschaft daß Arbeiterinnen wegen der Schädlichkeit der Arbeit geklagten zu seinem Bertheidiger gesprochenen Worte, betreffend nach der ersten Aufwallung das nachstehend mitgetheilte Faktum frant wurden und deswegen die Arbeit aussehen mußten. den Besuch des Panoptikums, find zu meiner Kenntniß nicht es auch den Fabrikanten, aus welchen gelangt." und seine gerichtliche Aburtheilung vorderhand sorgfältig registrirt Was fümmert Ursachen fein Arbeits Personal erfrankt? Möglicher Ein Denkmal für den am 11. April 1876 verstorbenen Arzt zu dem übrigen legen. Man lefe den folgenden Bericht, der von einem Gerichts weise ist den Herren sogar die Thatsache verschlossen geblieben, Dr. Ludwig Traube ist am Mittwoch im Chariteegarten enthüllt Berichterstatter der Presse zugesandt wird: daß junge Mädchen, die bei ihnen beschäftigt waren, infolge der worden. Ludwig Traube ist der Begründer der experimentellen " Eine wenig schmeichelhafte Beurtheilung erfuhr in einer Unsauberkeit, die in der von ihnen gemeinschaftlich mit den Pathologie in Deutschland und der wissenschaftlichen ThermoVerhandlung vor der 138. Abtheilung des Schöffengerichts das Männern benutzten einzigen Toilette herrschte, mit ekelhaften metrie. Publitum, welches an dem Stadtbahnhof Wedding Krankheiten behaftet worden sind? Zu der Dynamitmär vom Friedrichshain weiß das oder aussteigt. Angeklagt Mit der Grazie des von uns hier zerpflückten Theils der Berliner Tageblatt" zu melden: Töbs und Krebs, die Maximilian John und der Buchhalter Julius Baum- Berichtigung sind auch die übrigen Ausreden in der Zuschrift beiden Schneider, die angeblicher anarchistischer Konspirationen gart wegen öffentlicher Beleidigung der beiden ausgestattet. Hilfsschaffner Raue und Schlager, welche auf Es wird in ihr in tolpatschiger Berklausulirung zugegeben, und Attentatsprojekte halber vor einigen Monaten in Unterdem erwähnten Bahnhof die Durchlochung oder Abnahme daß die Mädchen die halbe Stunde nachholen sollten, daß unsere fuchungshaft genommen wurden, werden voraussichtlich in allerder Billets bewirken. Am 16. März waren die beiden Ange- Angaben über den Arbeitsverdienst richtig waren, sowie auch, nächster Zeit in Freiheit gesetzt werden. Bekanntlich erfolgte die tlagten dort ausgeftiegen, der eine hatte eine Monatstarte, der daß unsere Mittheilungen über die schlechte Ventilation Verhaftung der beiden auf grund der Aeußerungen eines Frauenzimmers, der ehemaligen Geliebten des Töbs, welche ursprünglich stimmen. Auf diese letzte Mittheilung haben die Herren andere ein einfaches Billet. Beim Verlaffen des Bahnsteiges ben gar nicht zur Sache gehörenden Einwand, daß ihre Arbeits- licher Vernehmung denn auch zum größten Theil aufrecht ervergaß der lettere, seine Fahrkarte abzugeben. Er war schon den gar nicht zur Sache gehörenden Einwand, daß ihre Arbeits. britten Personen gegenüber gefallen waren und die fie bei amtDoppellicht haben, und unsere Rüge über die unzuein paar Stufen hinuntergetreten, als er durch den Ruf des hielt. Unter diesen Umständen mußte die politische Polizei zur Echaffners Raue aufmerksam geworden sich umbrehte und nun reichenden Löhne wird mit der vagen, und jedenfalls stimmenden Verhaftung der schwer Beschuldigten schreiten und die Angelegendem letzteren das Billet hinüberreichen wollte. Raue Entgegnung beantwortet, daß in ähnlichen Fabriken junge heit der Staatsanwaltschaft übergeben; die Erhebungen seitens machte aber feine Anstalten, bas dargebotene Billet Mädchen gleichfalls ihre Gesundheit bei Hungerföhnen zu grunde des Untersuchungsrichters haben jedoch zu einem zur Eröffnung anzunehmen, sondern forderte von dem Angedes Hauptverfahrens hinreichenden Resultat sicherem Vernehmen Die Herren Schmidt und Zieh, deren bereits gestern von nach nicht geführt, und es ist daher die baldige Enthaftung flagten Baumgart, daß er die Stufen wieder her. aufsteige und die Karte oben abgebe. uns durchaus richtig charakterisirtes sozialpolitisches Verständniß Als dieser nochmals bat, die Karte doch zu nehmen, sprang Raue ich noch darin befundet, daß sie es lächerlich finden, wenn sich beider Untersuchungsgefangenen zu erwarten. feiner Barrière heraus zu dem An- junge Mädchen in ihrer Organisationspflicht bethätigen- die getlagten hinunter und zerrte ihn, indem er Herren Schmidt und Tieß werden wahrscheinlich jezt zu der ihn am Rock ergriff, nach oben hinauf. Ueber Ansicht gelangt sein, daß es besser für sie und ihren Ruf gediefe Handlungsweise empört, verlangte Baumgart, zu dem Vor- wesen wäre, wenn sie zu unserer Rüge geschwiegen und in Ansteher geführt zu werden, um Beschwerde zu führen, und hierbei erkenntniß ihrer sozialpolitischen Schuld beffere Arbeitsverhält soll er sich des Wortes Poladen" gegen die beiden Schaffner nisse in ihrer Fabrit zu schaffen beschloffen hätten. Möge dies bedient haben. Während Baumgart und Raue zum Stations- ieht noch geschehen. ein= aus . " waren der am Kaufmann räume richten. M Die Segnungen der Sozialreform wurden einem Bau arbeiter in Glienice vor furzem in eigenthümlicher Weise zu Gemüthe geführt. Der Arbeiter erlitt am 2. Mai d. J. auf einer Baustelle in Adlershof, wo er beschäftigt war, eine Bers legung des Schienbeins, der er anfangs feine besondere Bedeutung beilegte. Am Sonnabend, den 4. Mai, wurde der Arbeiter wegen Mangel an Beschäftigung entlassen, doch erhielt er assistenten Schneider gingen, forderte der andere Angeklagte, Die Arbeitsverhältniffe in dem sogenannten Bigarren- am 6. Mai andere Arbeit am Ort, die von einem Charlotten John, auf grund feiner Monatstarte gleichfalls noch geschäft der Stadtmission, das bekanntlich quast von einem burger Baumeister geleitet wurde. Inzwischen hatte die Berletzung aber einen ernsteren Charakter angenommen und der maligen Eintritt zum Bahnsteig, um als Zeuge des Vor- Herrn Marschel gepachtet worden ist, werden uns wie folgt ge- Bauarbeiter mußte sich am 13. Mai bei der Ortskasse in Charfalls auftreten zu können. Der zurückgebliebene Schaffner schildert: Für eine gangbare Form- Bigarre giebt es alles in lottenburg, in die er am 6. Mai aufgenommen war, trant Schlager soll ihm den Zutritt aber froß einbring allem 8 Mart 50 Pf. Arbeitslohn pro Mille; hierfür muß fich melden. Bier Wochen lang bezog er Unterstützung, als plötzlich licher Aufforderung längere Zeit verweigert der Arbeiter selber seine Wickel machen und auch den Tabak zuund erst gestattet haben, als anderes Publikum dazutrat. richten. Minderwerthige Sorten werden unter denselben Be- von der Kaffenverwaltung entdeckt wurde, daß, da die Krankheit Auf die Beschwerde der beiden Kaufleute gegen die Hilfs- dingungen von 4 Mart 50 Pf. an pro Mille entlohnt. Bei der mit dem am 4. Mai erlittenen Bauunfall zusammen hänge, nicht die Charlottenburger, sondern die Köpenicker Ortstasse, deren Mitfchaffner erfolgte eine Anklage gegen sie selbst wegen Beamten erwähnten Arbeit zu 8 Mart 50 Pf. verdient der Zigarrenbeleidigung. Es kam in der Verhandlung zur Sprache und macher etwa 7 bis 18 Mart in der Woche. Wie bekannt glied der Bauarbeiter früher war, für die Kosten aufzukommen habe. Die Charlottenburger Kasse entzog dem Kranken die wurde von dem Stationsassistent Schneider bestätigt, daß sein dürfte, dient die Fabrik wesentlich zur Unterbringung entüber das unrichtige(!) Auftreten der beiden Schaffner laffener Strafgefangener, und es werden diejenigen Arbeiter, unterſtügung und verwies ihn nach Köpenick; als er aber dort häufig seitens des Publikums Klage geführt welche aus der Strafanstalt entlassen sind und dann aus Gnade fich meldete, erklärte die Köpenicker Ortskasse, daß auch sie nicht zur Unterstüßung verpflichtet sei. Dem Kranken wurde schließlich von würde, daß diefelben häufig betrunten seien und dort eingestellt werden, gleichzeitig von der Stadtmission ver- der Kassenverwaltung empfohlen, sich mit einem Gesuch an den zumeist die Nordhäuserflasche neben sich zu pflegt. Das Koftgeld wird nach einer gleitenden Stala berechnet, Magistrat zu wenden. Dies geschah denn auch, aber heute noch stehen hätten. die sich nach dem Wochenverdienst des Arbeiters richtet. Wer ist vom Köpenicker Magistrat feine Antwort eingegangen, und ein sehr seltener Fall zahlt Auf die Frage, ob es vorgekommen sei, daß er einmal einer 13 M. und darüber verdient Dame auf ihre Bitte, für bessere Ordnung zu sorgen, 7 M. Kostgeld für die Woche, wer über 10 m. 75 Pf. bis 13 M. der Arbeiter kann auf die ihm laut Gesez zukommende Untergeäußert habe: Ach, quatschen Sie doch nicht, verdient, zahlt 5 M. 40 Pf., und wer unter 10 M. 75 Pf. ftützung hungern, bis man den Streit der beiden Kassen endgiltig zahlt 4 M. 70 Pf. wöchentlich an bas geht sie garnichts an!" gestand Raue ohne verdient, Roftgeld. zu entscheiden beliebt hat. Neue Beschränkungen im Postverkehr. Das Reichss weiteres, daß dies schon vorgekommen sei, was verstände In der Kost herrscht völlige Gleichheit, allen Roftgängern auch solche Frau von seinem Dienst und habe wird diese ohne Unterschied sehr farg geliefert. Morgens Po ft amt hat soeben verfügt, daß den hektographischen Abzügen, sich dazwischen zu mischen. Auch der Stationsvorsteher giebt es fog. Kaffee mit trockenen Schrippen, zum Früh- deren Beförderung als Drucksache nur zulässig ist, wenn sie Merich gestand, daß Beschwerden häufig vor- ftück zwei dünne Stullen, von denen eine mit Schmalz und eine gleichzeitig in mindestens 20 gleichlautenden Exemplaren am getommen seien, doch hätten sich dieselben immer als un mit Butter bestrichen ist; mittags eine Mehlsuppe, Kartoffeln Schalter aufgeliefert werden, von jetzt ab auch die mittels des begründet berausgestellt!!!! Das Publikum, welches auf und Gemüse sowie Fleisch, alles sehr ungenügend; zum Vesper Cyclostyle Kopirapparats, des Edison Mimiographs und des hergestellten Vervielfältigungen gleich dem Bahnhof Wedding verkehre, sei ein derartiges, Raffee und zwei trockene Schrippen, abends Butterbrot und Multiplikators" Heinrich oder ähnliches. Allgemein find welches keine andere Behandlung verdiene und fordere, blauen die geachtet werden sollen. Mithin werden für die Folge alle als die ihm von den beiden altbewährten Schaffnern zu stillen Klagen über unzureichendes Essen; wer laut zu nach den genannten Verfahren hergestellten Schriftstücke in einer theil werdende, von denen Raue schon eine bedeutende räfonniren wagt, wird in der Regel entlassen. Die Frage, 3ahl von weniger als zugleich 20, oder wenn dieselben in dieser Reihe von Jahren im Dienste sei. Von Trunkenheit habe wie die entlassenen Strafgefangenen bei solcher Kost wieder vorgeschriebenen Zahl in den Brieftasten gesteckt werden, von er im Laufe der Zeit nur zweimal etwas bei den zu Kräften und zu neuem Lebensmuth kommen sollen, dürfte den der Post ebenfalls nicht mehr als Drucksache" befördert. Ja, ja! Wir machen Fortschritte im Reichspostwesen des erwähnten Beamten gemerkt. Daß der Ausdruck Polacken" chriftlichen Männern, welche in frommem Gottvertrauen diese Ein" " " H 1 Herrn Stephan. Wäre es nicht zeitgemäß, die Brieffäften über- belegenen Wohnung auf den Hof herab und zog sich schwere] handlung gegen die Anordnungen der Obrig innere und äußere Verlegungen zu. haupt wieder abzuschaffen? Auf dem Hofe einer te it. Der Beamte war in diesem Falle nicht Maschinenfabrit in der Gartenstraße fuhr nachmittags ein selbst, Obrigkeit", sondern nur ein Organ der Die Flucht des Leiters vom hiesigen Bibliographischen Rutscher mit seinem Wagen gegen eine Anzahl an die Wand Obrigkeit. Auch das Vereinsgesetz sei nicht verlegt, da nach Juſtitut wird vom„ Kl. Journ." in folgender Mittheilung ge- gelehnte eiserne Stangen. Eine derfelben fiel ihm auf den Kopf dem Ergebniß der Beweisaufnahme angenommen werden müſſe, meldet: Großes Aufsehen erregt das plötzliche spurlose Verschwinden und fügte ihm eine Gehirnerschütterung zu. Nachmittags daß die freiwillige Schließung früher als die Auflösung erfolgt des ersten Direktors des Bibliographischen Bureaus, Alexanderfiraße 2. Der in den weitesten Kreisen Berlins bekannte Brivat- prang ein Tischler in selbstmörderischer Absicht von der Jannowit- sei. Nur derjenige werde mit Strafe bedroht, der sich nach gelehrte Julius Steinschneider begründete im Jahre 1888 das brücke in die Spree, wurde jedoch noch lebend herausgezogen und erfolgter Auflösung" nicht sofort entfernt. Werlegt sei nur nach seiner Wohnung gebracht. Am 2. d. Mts. fanden vier§ 365 des Strafgesetzbuchs, welcher die ſofortige Entfernung Bibliographische Bureau, welches sich mit Zusammenstellung von unbedeutende Feuer statt. nach erfolgter Verkündung der Polizeistunde verlangt. Wegen Literaturen für bestimmte Materien jeder wissenschaftlichen Disziplin diefer Uebertretung sei auf fünf Mart Geldstrafe erkannt und jeder Zeitperiode beschäftigte und Bibliographien für worden. Behörden und gelehrte Gesellschaften herausgab. Ebenso unterhielt das Bibliographische Bureau ein bedeutendes Antiquariat und lieferte der Geschäftswelt Ueberfegungen in allen Sprachen. Witterungsübersicht vom 3. Juli 1895. Swinemünde Hamburg Wien Haparanda. Petersburg Cort Aberdin. Paris. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 77744( Stala 1-12) Wetter Temperatur Snach Celsius 762 • SM 761 SM 763 WSW heiter bedeckt heiter 19 16 20 766 SW wolkig 16 767 bedeckt 18 766 NW 2 halb bedeckt 20 752 SM Regen 15 760 23 1 bedeckt 18 766 NW 4 halb bedeckt 759 768 NNW CSM 4 bedeckt 2 heiter 15 13 15 ( 5° C. 4° R.) Wetter Prognose für Donnerstag, 4. Juli 1895. Etwas fühleres Wetter mit ziemlich frischen westlichen Winden und wechselnder Bewölkung ohne erhebliche Niederschläge.. Berliner Wetterbureau. Theater. " Dersammlungen. Der Fachverein der Holz- und Bretterträger hatte am 23. Juni seine regelmäßige Mitgliederversammlung einberufen. Nachdem die Anwesenden zu Beginn der Sigung das Andenten des verstorbenen Mitgliedes August Schneider in der üblichen Weise geehrt hatten, gelangten einige interne Vereinsangelegenheiten zur Besprechung. Unter anderem wird bekannt gegeben, daß im Auguft das Stiftungsfeft gefeiert wird. Das Arrangement zu dieser Festlichkeit wurde einer fünfgliedrigen Kommission übertragen. Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter vollzog in feiner Generalversammlung am 29. Juni die Neuwahl des Vorstandes und der Kommissionen. In den Vorstand wurden folgende Mitglieder gewählt: Drabuit, erster Vorsitzender, Winkler, erster Schriftführer; Bergemann, zweiter Kassirer; Neusel, Beisiger; Schlecht, Revisor; Schüß, Bibliothekar. Die Werkstatt- Kontrolkommission wurde ergänzt durch das Mitglied Darsom. In die Arbeitsnachweis- Kommission delegirte die Versammlung die Mitglieder Mohnhaupt, Krischke, Kröning, Heffner, Behring, Schley, Peters, Püschel, Nedlich, Neumann, Stichert und Holstein. Hierauf wurde den Töpfern eine Unterstützung von 100 M. gewährt. Sammellisten für die streikenden Töpfer können bei dem Vertrauensmann Fischer entnommen werden. In den ersten Jahren seines Bestehens florirte das Institut, welches Stationen. auch Filialen in Leipzig und Rom unterhielt, umfomehr, als Direktor Steinschneider, der persönlich den Ruf eines überaus tüchtigen Leiters besaß, auch die Förderung durch staatliche Behörden genoß. Leider war das Bibliographische Bureau mit nur geringen Mitteln gegründet worden und Steinschneider mußte, um feine zahlreichen Mitarbeiter, die aus Professoren und Privat- Berlin Dozenten verschiedener Universitäten Deutschlands bestanden, be= Wiesbaden zahlen zu können, größere Kapitalien bei notorischen Wucherern München aufnehmen, die natürlich nur zu ungeheuren Wucherzinsen Betriebsmittel hergeben. In den letzten Jahren befand sich das Bibliographische Bureau infolge dessen stets in Geldverlegen= heiten, die umsomehr zunahmen, als Direktor Steinschneider auch an der Börse im Differenzgeschäft erhebliche Summen ver Tor. Am Anfange des Jahres 1894 verstand es der Inhaber, der damals direkt vor dem Bankrott stand, seine Gläubiger dadurch zu befriedigen, daß er das Institut zu einem Aftien- Unternehmen umwandelte, dessen Aufsichtsrath aus angesehenen Gelehrten und Aerzten bestand. Seitdem schien das Bibliographische Bureau wieder zu prosperiren, umfomehr, als Schriftsteller wie Strindberg, Herr von Egidy u. s. w. ihre Werke daselbst verlegen ließen und der Absah ein sehr bedeutender war. Steinschneider wurde nach der Umbildung erster Direktor des Unternehmens, bis vor etwa vier Wochen Wechsel über Beträge an der Kasse des Instituts präsentirt wurden, welche das Akzept Jm Schiller- Theater war gestern das Publikum einer Probe Provinzial Konferenz der Metallarbeiter für die Steinschneider's trugen. Es sei hier gleich bemerkt, daß der im Heroismus unterworfen. Sie ist glänzend bestanden worden. Provinzen Brandenburg und Pommern, ab= letztere nur das Recht hatte, Atzepte zu geben, welche zur Deckung Bei einigen dreißig Grad Celsius über Null war der Zuschauer- gehalten am 30. Juni 1895. Anwesend find 32 Delegiate, von Geschäftsschulden dienten, die übrigens ganz unbedeutend raum zu gut drei Vierteln gefüllt und in schwülster Temperatur welche 25 Orte vertreten. Nach definitiver Festsetzung der find. Gs fiel den Beamten natürlich auf, daß solch hohe ließen die Abonnenten für ihre 1 Mark und 10 Pfennige Tagesordnung erstattete Kollege Rohrlack namens der Kommission Summen von Steinschneider für das Bibliographische Bureau fast zwei lang ein Lustspiel über sich er den Thätigkeitsbericht, dem wir folgendes entnehmen. dessen Seichtheit fich durch seine afzeptirt waren, doch wagte niemand sein Befremden zu äußern. gehen, dessen seine Verfasserin Die am 2. September 1894 stattgehabte erste Provinzial- Konferenz Diese Papiere tamen sämmtlich zum Proteft und das ganze zur genüge tennzeichnet. Es kommt von der gleichgearteten beschloß ein Agitationskomitee von drei Personen einzusehen, und Lager und der Verlag wurde gepfändet und verkauft. Vor Tochter der hochseligen Madame Birch Pfeifer, Frau Wilhelmine überließ die Wahl desselben der gemeinschaftlichen Mitgliederacht Tagen ungefähr erklärte Direktor Steinschneider, daß er v. Hillern. Die Dame hat jetzt anscheinend reuevoll ihrer Versammlung der Berliner Zahlstellen. Gewählt wurden Berger, nach Hannover zu fahren gedenke, um dort Geld aufzutreiben, Sucht entsagt, es der Mama gleich zu thun; aber in den acht Gebauer und Rohrlack. Am 22.- 25. Oktober wurde ein Aufruf fie es, mit Mofer und verreiste auch anfangs voriger Woche. Seit dieser Zeit hat siger Jahren noch verstand und im Vorwärts", sowie in der Provinzialpresse und der„ Metallenergisch um die Palme zu ringen. Die St. nichts mehr von sich hören laffen. Die Möglichkeit, daß der Wildenbruch arbeiter Zeitung" erlaffen, in welchem die Kommission die AufBerschwundene Selbstmord begangen, liegt nahe, wenngleich es Augen der Liebe", so heißt das gestern aufgeführte dreiattige gaben, die ihr gestellt, ffarlegte, und zur thatkräftigen Mithilfe andererseits nicht ausgeschlossen ist, daß St., der ca. 200 000 m. Lustspiel", blicken sehr trübe in die Welt hinein, haben sie doch der Kollegen in der Provinz aufforderte. Bunächst entfaltete die Afzepte auf das Bibliographische Bureau gegeben, nach den auch nichts anderes zu melden, als die Mar, daß ein gebildetes Kommission eine schriftliche Agitation durch Verfassung Auslande geflüchtet ist. Seitens der Beamten des Institutes Mädchen tapabel sein kann, einem Menschen mit etwas Ver- und Verbreitung eines Flugblattes, das auch wurde bereits Ende voriger Woche Konkurs angemeldet, doch stand einem nach modernen Begriffen hübschen Hohlkopf den bisher indifferenten Arbeitern freudigen Wiederhall Das ginge wurde derselbe nicht angenommen, da zur Durchführung des vorzuziehen. an, venn diefe Neuigkeit nur fand, wie die zahlreichen Neuaufnahmen von Mitgliedern Verfahrens nicht die erforderliche Maffe vorhanden ist. Sollte nicht selber mit so wenig Verstand von der Bühne herab ver- beweisen. Hiernach begann die mündliche Agitation durch Vereine Einigung mit den Gläubigern, unter denen sich zahlreiche fündet würde. Die Schauspieler mühten sich im Schweiße ihres sammlungen. In der Zeit vom 23. Februar bis zum 10. Juni Schriftsteller befinden, gelingen, so wird es möglich sein, das Angesichts ab und das Publikuni flatschte im Schweiße seines Auge wurden 15 Bersammlungen in den verschiedenen Orten der fichts. Als diese harte Probe vorüber war, gab es nach viertelstündiger Provinz abgehalten, wovon nur eine für uns ungünstig verlief, Institut weiterzuführen. Go das„ Kleine Journal". Wir haben zu der Angelegenheit Pause noch ein Original- Lufispiel„ Einer muß heirathen". So seichtes insofern als in Potsdam die Hirsch- Dunder'schen in der Majorität zu bemerken, daß das„ Bibliographische Institut" sich in schrift 3eug darf selbst dem Publikum eines Dilettantenvereins nicht waren, das Bureau in ihre Hände bekamen und auch ihre Reso stellerischen Kreisen durch die von ihm betriebene toloffale Aus- vorgesetzt werden. Die Zuschauer applaudirten abermals willig, lution zur Annahme brachten. Dagegen wurden in beutung des geistigen Proletariats einen nicht gerade wohl- als das glücklicherweise nur eine halbe Stunde währende Stück vier Orten( Landsberg a. W., Viet flingenden Namen erworben hat. Die Uebersehungsarbeiten, endlich vorüber war. Sie haben sich selber übertroffen. Das hielte Spandau und Charlottenburg) neue Berwaltungsstellen mit welchen dieser Verlag vornehmlich seine Geschäfte zu machen und Künstlerschaft des Schillertheaters fich ferner nicht mehr von Der Kaffenbericht weist eine Einnahme von 417,60. und eine das Publikum feines andern Theaters aus. Mögen Direktion bes das Publikum feines andern Theaters aus. Mögen Direktion des Deutschen Metallarbeiter Verbandes" gegründet. suchte, wurden geradezu unerhört niedrig honorirt. ihren Zuhörern an Opfermuth beschämen lassen. In der Angelegenheit der Benzinsendung an den PolizeiObersten Krause baben die polizeilichen Nachforschungen bislang zu feinem Resultat geführt. Ueber eine politische Ausbeutung des albernen Streiches berichten wir in der„ Politischen Uebersicht". Stunden Gerichts- Beitung. " unter an der Ostbahn, Ausgabe von 389,34 M. auf, so daß zur Zeit 88,26 M. in der Rasse verbleiben. Es erfolgt die Wahl von drei Revisoren, welche die Revision sofort vorzunehmen haben. Rohrlack giebt sodann den Situationsbericht über die Lage der Metallarbeiter in der ProVom Rigdorfer Vereinsrecht. Eine interessante Aus- vinz Brandenburg. Die Kommission hat pon sämmtlichen Situations Berichte % eingefordert und legung fand der§ 110 des Straf- Gesetzbuchs und der 86 des Verwaltungsstellen Danach Eine fouderbare Vergnügungsfahrt war es, die am Vereinsgefeges vom 11. März 1850 gestern vor der ersten Strafzufammengestellt. find in der Proving( einDienstag Abend von dem Wird des Lokals Belvedere an der fammer am Landgericht II. Jannowitzbrücke veranstaltet worden ist. Von dem Herrn war Siegerist aus Rixdorf Der Metallarbeiter Friedrich Schließlich Berlin) alle Branchen der Metallindustrie vertreten. Der Verdienst varirt zwischen 12 und 60 Pf. pro Stunde( diefer wegen Widerstandes, eine Promenadenfahrt nach dem Langensee bei Grünau wegen Aufforderung vor einer Menschenmenge höchste Verdienst nur in Afford), Wochenlohn zwischen 6 und angekündigt worden, welche abends 8 Uhr mit Militär- zum Ungehorsam gegen die Verordnungen ber 21 M., Tagelohu zwischen 2 und 4½ M. Bei Kleinmeistern musit und fouftigen Klimbim vor fich gehen sollte. Obrigkeit und wegen Uebertretung bes alten werden 4 bis 6 M. Wochenlohn einschließlich Koft und Logis es nun, daß nur vier Dampfer statt ber preußischen Bereinsgefeges angeklagt. Diefer sehr gezahlt. Weibliche Arbeiter verdienen 7 bis 20 Pf. pro Stunde gechaterten acht vom Publikum besetzt wurden, oder lag sonst ein umfangreichen Anklage soll folgender Thatbestand zu grunde gelegen( meist in Akkord). Die Arbeitszeit schwankt swiſchen& ung Grund vor, die Fahrt abzukürzen; genug, die Dampfboote machten haben: Am 26. Februar fand in den Viktoriasälen zu Nixdorf eine 15 Stunden. Im Kleinbetrieb wird fast ausnahmslos länger als bereits vor der Köpenicker Brücke Kehrt und gondelten mit dem Bersammlung statt, welche von ca. 500 Personen besucht war. im Großbetrieb gearbeitet. Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen am Nachmittag War war ob dieses Vertragsbruchs natürlich empörten Passagieren wieder nach In Rigdorf wird nun behördlicherseits bekanntlich die Praxis In Friedrichsfelde war am Mittwoch das Gerücht verbreitet, daß der dortige Arbeiter Tabbert plöglich an der Cholera verstorben sei. Die Untersuchung der Leiche hat er geben, daß es sich nicht um Cholera, sondern um einen Fall von starkem Brechdurchfall handelt. " den lieblichen Gefilden Alt- Berlins zurück. Selbstverständlich machten geübt, daß Versammlungen nicht länger tagen dürfen, als wie erstattet die Revisionskommission Bericht über die Kassenverhält. die Fahrgäste bei der Rückkunft dem Wirth die bittersten Vor- die Polizeistunde für den betreffenden Wirth festgesetzt ist, eine niffe. Nach einigen Monitas, die von der Kommission gerechtwürfe, und allgemein wurde verlangt, daß er den Fahrpreis in Verfügung, deren Rechtsgiltigkeit noch nicht entschieden ist. In fertigt werden, wird der Kommission für die gesammte Thätig. Höhe von einer Mart zurückerstatten sollte. Bum geringen Theil dem inkriminirten Falle hatte der Wirth nur bis 10 Uhr abends feit einstimmig Decharge ertheilt. Hierauf folgt Berathung über die geschah dies auch; der großen Mehrheit der Fahrgäste jedoch" Polizeistunde". Wie nun der überwachende Gendarm Donath weitere Thätigkeit der Kommission. Es wird von allen Rednern betont, blieb das zurückverlangte Fahrgeld vorenthalten und auf alle Vorwürfe hatte der Wirth schließlich nur eine Art mitleidiges angezeigt hat und wie derselbe vor Gericht behauptete, habe sich daß die Ausdehnung der Thätigkeit der Kommission auf die Achselzucken als Antwort. So leicht dürfte diesem einen Reinfall Um 10 Uhr habe er der Gendarm- den Vorfizenden, Ge- Nothwendigkeit sei, und beschlossen, die Thätigkeit in Berlin für am Schlusse der Versammlung folgender Vorgang abgespielt: Stadt Berlin und deren nähere Umgebung eine unabweisbare fein zweiter folgen. meindevertreter Schend, leise aufmerksam gemacht, daß die den deutschen Metallarbeiterverband energisch zu entfalten. Die Polizeiftunde" eingetreten fei, er möge die vorliegende Sache zum eigenartigen Berhältnisse in Stettin und Umgebung machen ein Eingreifen der Kommission Kommission nöthig, und Abschluß zu bringen suchen. Der Vorsitzende habe die Redner ermahnt, ebenfalls sich wegen der Polizeistunde furz und streng zur Sache zu halten. wird weiter beschlossen, die Thätigkeit der Kommission Darüber habe sich eine Debatte entfponnen und da bie Zeit indeffen auf die Provinz Pommern auszudehnen. Ferner wurde immer weiter vorgerückt sei, so habe er sich den Helm aufgesetzt, die Kommission beauftragt, ein Flugblatt auszuarbeiten, den Werth der Zentralorganisation für Die fei an die Rampe getreten und habe die Versammlung für auf welches Bollständig niedergebrannt sind in der Nacht vom gelöst erklärt. Unmittelbar nach ihm habe der Vorsitzende die Metallarbeiter farlegt, und die Erhöhung der Beiträge auf Dienstag zum Mittwoch vier Eisschuppen der deutschen Eis- Bersammlung geschloffen. Die Versammelten feien gegangen, 20 Pf. rechtfertigt. Daffelbe foll in Berlin und den Provinzen werke von Krause und Kompagnie in Kiez- Rummelsburg. Das doch Siegerift habe gerufen:„ Die Versammlung ist nicht ge- Brandenburg und Pommern zur Verbreitung gelangen. Nach ErFeuer brach in der Nacht um 12 Uhr aus; wie es entstanden schlossen, sie kann nicht geschloffen sein!" und habe noch einen ledigung einiger nebensächlicher Fragen wird die Konferenz vom ist, ließ sich noch nicht aufklären, doch besteht der Verdacht, daß Bettel an den Vorsitzenden reichen wollen, der wahrscheinlich Borfizenden Lange- Berlin mit einem warmen Appell an die es vorfäßlich angelegt worden sei. Die Feuerwehr, die Wehren einen Antrag enthielt. Er habe nun dem Angeklagten gefagt: Kollegen um 7 Uhr abends geſchloſſen. der Umgebung, sowie zwei Züge der Berliner Wehr, mußten Wenn Sie jest nicht sofort gehen, sperre i ch Eine öffentliche Versammlung der Stereotypeure, sich darauf beschränken, die Nachbargebäude zu schützen, von Gie ein!" Doch Siegerift habe weiter diskutiren Galvanoplastiker und Buchdruckerei- Hilfs. den Schuppen selbst war nichts mehr zu retten. Der Schaden wollen und sei erst von seinen Freunden am Arme aus arbeiter, die am 30. Juni im Louisenstädtischen Konzertist nicht unerheblich. dem Lokale gezogen worden. Der Angeklagte bestritt haus stattfand, nahm Stellung zu dem Verhalten des Herrn Die beiden Selbstmörder, welche sich, wie wir gestern diefe Darstellung; der ominöse Bettel habe nichts weiter als die Marnis, der als Stereotypeur in der Buchdruckerei von berichteten, in Grünau zu ertränken suchten, sind die Kaufleute Aufforderung enthalten, ihm seinen Taubenstall zu repariren. Hempel u. Ro.( Zimmerstraße) beschäftigt ist. Vom Referenten, Friz Leonhardt aus der Reibelstraße und Emil Siebel aus der Wegen des vorzeitigen Versammlungsschlusses habe er diesen Buchdruckerei- Hilfsarbeiter Jahns sowohl, wie auch von einigen Angermünderstraße. Beide litten an unheilbaren Krankheiten. Auftrag nicht mündlich an Schent bestellen können. Die zahl: Diskussionsrednern wurden genanntem Herrn eine Reihe Ver Die Leiche eines Drechslers Echönstedt trieb am Dienstag reichen Entlastungszeugen, Gemeindevertreter Schenck und die gehen zur Last gelegt, die, wenn erwiesen, nicht nur ihn, sondern Nachmittag in der Nähe der Jannowißbrücke ans Ufer. zweite Vorsitzende, Frau von Hoffstetten an der Spize, bekundeten, auch die ihn beschäftigende Firma arg diskretiren. Das Bureau die Versammlung sei früher geschlossen worden, als wie der der Versammlung wurde deshalb beauftragt, die Firma. Gendarm die Auflösung proklamirt habe. Der Ruf: Die Ver- Hempel u. Ko. aufzufordern, die Angelegenheit Marniz kontra fammlung ist nicht geschlossen u. f. w." fei nicht von Siegerist, Stereotypeure und Hilfsarbeiter genau zu untersuchen und zu sondern von anderer Seite gefallen. Während aber die ersten diesem Zweck eine Versammlung der in ihrer Druckerei be. Beugen nur einen Moment zwischen freiwillige Schließung schäftigten Personen einzuberufen, wozu auch Delegirte der Vorschätzten die letzten stände der betheiligten Organisationen Zutritt haben. Der und polizeiliche Auflösung legten, Beugen die dazwischen liegende Beit auf 10 Minuten Ueberschuß der Tellersammlung wurde den streikenden Töpfern bis auf 1/4 Stunde. Der Staatsanwalt Schulz I bemerkte überwiesen. bei Begründung seiner Anträge:„ Wenn man die Anklageschrift Verband deutscher Barbiere, Friseure und Verritckenmacher liest, so denkt man, daß wunder was vorgegangen sei und nun Polizeibericht. Am 1. d. M. vormittags versuchte eine in sieht man, daß nur eine einfache Uebertretung vorliegt." Für der Sorauerstraße wohnende Frau sich zu tödten, indem sie sich die erwiesene Uebertretung der Polizeistunde beantrage er 5 M. eine Schnittwunde an der Hand beibrachte, nachdem sie vorher und für die Uebertretung des§ 6 des Vereinsgesetzes würde er eine Phosphorlösung zu sich genommen hatte. Sie wurde in das dasselbe Strafmaß beantragen, wenn hier das Minimum nicht Krantenhaus gebracht. Am 2. d. M. vormittags wurde auf 5 Thaler" wäre, weshalb er für diese Uebertretung 15 M. be dem Mariannenplay eine Frau durch einen Arbeitswagen über- antrage. Der Gerichtshof erkannte nach längerer Berathung, fahren und schwer verletzt. In der Karlstraße gerieth ein daß§ 110 des Strafgesetzbuchs nicht verletzt sei. Selbst wenn fünfjähriger Knabe unter die Räder eines Geschäftswagens und angenommen werde, daß der Angeklagte den betreffenden Zuruf erlitt bedeutende Verlegungen am Kopfe und an einem Bein. ausgestoßen habe, was fraglich geblieben sei, so sei doch Ein Arbeiter sprang in der Absicht, sich das Leben die Zuwiderhandlung gegen die Anordnung zu nehmen, aus seiner in der Wiesenstraße im dritten Stock eines Bolizeibeamten noch teine zuwider An Blutvergiftung ist der in der Wollantstraße wohnhaft gewesene Weißgerber Bander gestorben. Er hatte sich bei seiner Beschäftigung eine leichte Wunde im Gesicht zugezogen, die in einigen Tagen seinen Tod herbeiführte. Ein kleiner Brand, der in der Nacht zum Mittwoch im Birtus der Ausstellung Italien in Berlin entstanden war, tonnte von der an Ort und Stelle anwesenden Feuerwehr innerhalb fünf Minuten gelöscht werden. : R # ( 8weigverein Berlin). Donnerstag, den 4. Jult, abends 10% Uhr, bei Röllig, Tagesordnung: Wahl des Neue Friedrichstr. 44: General- Versammlung. Vorstandes. Berliner Kranken- Unterkükungs- und Begräbnißverein für frauen und Mädchen. Donnerstag, den 4. Juli 1895, im Restaurant von 8-10% Ubr: Nord Schule, Müllerstraße 179 a: Deutsch( Literatur). Südost: Schule, Waldemarftr. 14: Naturerfenntniß( Der Darwinismus natürliche und geschlechtliche Zuchtwahl im Kampfe ums Dasein). Der Rurfus ist neu eröffnet. Neue Theilnehmer, Damen und Herren, werden aufgenommen. R. Matschte, Andreasfir. 18: Vorftandsfizung. Arbeiter- Bildungsschule. Donneritag, abends 7% 8% Uhr: Lektüre Zur gefl. Beachtung! Mit Rücksicht auf die Generalversammlung der Freie Boltsbühne" beginnt der Unterricht in der Südostschule hente, ausnahmsweise, schon um s Uhr und wird auch eher geschloffen werden. 1 -O 32 | Dermischtes. Noch ein Abgeordneter mit einem„ Diener". Stattlub Der Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Berfigender Ad. Neu- abends 9 Uhr, Unterricht und Nebung in der ganz vereinfachten Arends'schen| feine Glieder wurden versengt und rauchten. Erst der zweite mann, Basewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten Stenographte. an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends 9 bis Bithertlub Gleichhett, Uebungsstunden jeden Donnerstag, abends Schlag führte den Tod herbei. Die Karlsr. Landeszeitung" bringt Offiziersübermuth. Geselliger Arbeiterverein 11 Uhr: uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor 9 Uhr bei Neumann, Lothringerstraße 105. Gesangverein Freund Hoffnung bet Gittler, Mariannenstraße 48. St. Urban, Admiralstr. 38 bet C. Tugauer. Alle 14 Tage Abends folgende Buschrift:„ Es kann Ihnen wohl faum entgangen sein, fchaft I, Brunnenstr. 143 bet Fischer. Vorwärts II, Schönhauser Allee 28 8 Uhr. Bergnügungs- und Touristentlub Frete Brüder, Abends daß seit einigen Tagen ein Vorkommniß besprochen wird, das Ruderverein Vorwärts, abends bei Stelle, Frühlingsluft, Bülowstraße 59 bei Werner. Brezel 9 Uhr bei Roll, Adalbertstr. 21. Stattlub Sanfter sich zwischen zwei Studenten und zwei Difizieren hier schluß, Drantenftr. 121 bet Oswald Grauer. Dorfglödlein, 9 Uhr in den Oranienhallen, Oranienstraße 51. Deutsch- Wilmersdorf, Berlinerstraße Nr. 40 bei Klingenberg. 3aget Seinrich b. H. Brandt, Reichenbergerstr. 122.- Stattlub Süd, Donnerstag zugetragen hat. Wie immer in solchen Fällen wird der Vorgang in ungenauer und unrichtiger Weise wiedergegeben, so daß sich nicht, Stegliz, Schloßstr. 66a, gur Börse. Borar, Manteuffelstr. 9 bet Abends 8½ Uhr, im 2ofal von Paul Müller, Gräfeftr. 31. 9-11 Uhr bet G. Stein, Nowack. Harmonie I, Tempelhof, Dorfstr. 18 b. Gerth.- Steinfeger: Grand Schwarz jeden Donnerstag von Gängerchor, Ruftanten Allee Nr. 28 bet Fiebiger. Kreuzberger Christburgerstr. 46. Arbeiter- Radfahrer- Verein Berlin, heute Abend jeder Unbetheiligte sein Urtheil so bildet, wie ihm der Fall dar9 Uhr bei Wilfe, Andreasstr. 26, Versammlung. gestellt wurde. Der Vater eines der Betheiligten bittet aus diesen Harmonie, Schönleinstr. 6 bet raag. Flöter'scher Gesang= verein, Roppenftr. 47 bet Wilhelm Lorenz. Sängerchor Berliner Le Cercle de Conversation Française se rassemble tout les Gründen um gütige Veröffentlichung nachstehender Klarstellung in Kürschner, Weinftr. 11 bet eindt. Arbeiter- Gefangverein Oranien jeudis soir à 9 h. dans son local Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Ihrer Zeitung: Die erste Veranlassung zu dem Renkontre gab der Ackerstr. 123 burger Vorstadt, bet Martens. Oft- und Buruf: Hut ab" seitens eines Studenten gegen zwei Zivilisten, Westpreußischer Blumenstraße Männer Gefangverein, die sich später als Offiziere des hiesigen Grenadierregiments bet Reich. Arbeiter- Gesangverein Morgenroth IV, Köpenick, bei Schulz, Schönlinderstraße 9. Bölter Gesangverein herausstellten. Ausdrücke wie„ Gesindel, Pack 2c." und die Verfrühling. Echüßenstraße Nr. 33 bet Otto. Eintracht II, weigerung der Karten seitens der Offiziere reizten die Studenten, Gltenecke bei Adlershof, Köpnickerstr. bei Witte. Arion II, Artonaplag i bet Schermann. den Offizieren in ein anderes Lokal zu folgen, wo sie die Namen Butunft III, Welten t. d. M., Wilhelmstr. 19 im Hotel W. Grunow.- Liebes Echo, Reichenbergerstr. 118 bet köppen.- Ereu und Berl. 3tg." wird geschrieben, daß auch Herr Reichstags- Ab- der Unbekannten zu erfahren hofften. Dort verlangte einer der Fest, Lebuferstr. 5 bet Nemiz. Gerstenähre( Brauer), Blumenstr. 38 bei Wiedemann. Arbeiter- Gefangverein Bineta, Kaftanten- Allee 11 bet geordneter Reichmuth, der vor kurzem an stelle des Bankrotteurs Offiziere vom Wirthe, er solle das Gesindel" hinauswerfen lassen. Augustin. Gesangverein Junge Eiche, Sandstr. 1 bei W. Gleise. Kalmring in Weimar gewählt worden ist, von der Erlaubniß, Ein beiden Parteien befannter Reserveoffizier bot seine VermittAlpenröslein, Bergstr. 60 bei Hilgenfeld. Arbeiter- Gesangv. Gin= tracht III, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Düball.- Gefangv. Oberon, einen Diener zu den Kanalfestlichkeiten mitzubringen, in derselben lung zur Schlichtung des Streites an, die aber von den Offizieren Dranienftr. 121 bet Dsw. Grauer. Alpenrose, Forsterftr. 22 b. Tilgner. Weise wie die Herren Zimmermann 2c. Gebrauch gemacht hat. mit den Worten: Aber Herr Kamerad, wie mögen Sie mit Edelweiß III, Wollinerftr. 62. Morgenroth I, Rummelsburg, Türr: Der Mann, der dem Reichstags- Abgeordneten Reichmuth ver- solchem Gesindel unterhandeln? Die geben ja doch keine Satisschmidtstr. 33 bet Schröder.- Gefangverein Widerball, Naunynstr. 86 bei Gesangverein Morgengrauen, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. dankt, daß er auf Reichskosten in Hamburg, Kiel, Holtenau 2c. fattion", abgewiesen wurde. Daraufhin verließen die Studenten ,, leben und genießen" tonnte, heißt Röhr; er ist ein sehr wohl das Lokal, Lieutenant v. d. M. folgte ihnen aber, sprang mit ge- Gefangverein 2yra II, Charlottenburg, Wallstraße 102 bet Maschestt. Gefangverein Vorwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39, Bis- habender Gutsbesitzer und Verwandter des Herrn Reichmuth. hobenem Stocke auf die Studenten los und schlug zu. Der Hieb mardshöhe. Arbeiter- Gefangverein Spandau in Spandau, bei Radtke, Lekterer gehört im Reichstage der Fraktion der Freikonservativen wurde mit dem Arm parirt, währenddem die Hand des AnNeumeifierstr. 3. Glasarbeiter, Köpenick, Rosenstr. 101 bei Troppens. Gefangverein an und war der Kandidat des Bundes der Landwirthe. Ja, gegriffenen mit dem Gesichte des Offiziers Bekanntschaft machte. Sängerlust, Werder a. H., Kugelweg. Edelweiß III, Wollinerstr. 62, unsere Ordnungsstügen! Herbeigeeilte Schuhmannschaft war Zeuge dieses Attes und nahm die Sache zu Protokoll. Den anderen Tag sandten die Stubenten ihre Zeugen zu den Offizieren mit der Forderung auf Säbel. Wieder den anderen Tag( Montag nach Mitternacht) überstürzten die Offiziere die Forderung auf Pistolen, worauf die Studenten Ein in Wien in der Nacht zum Mittwoch niedergegangnes, nicht eingingen, indem sie früh 4 Uhr nicht antraten. Um 8 Uhr von Hagelschlag begleitetes Unwetter richtete in den nordwest- desselben Morgens erschienen nun die beiden Offiziere in der elterlichen Vororten beträchtlichen Schaden, namentlich in den Reben- lichen Wohnung des einen Studenten, wobei die Tochter des pflanzungen, an. Zahlreiche Fensterscheiben wurden zertrümmert.| Hauses beim zuhalten der Stubenthüre einen Stich und einen Das Wasser drang vielfach in Keller und Souterrainräumlich-| Sieb auf den Arm erhielt. Während dieses Vorfalls war kein feiten ein. männliches Mitglied der Familie zu Hause. Dieses in Kürze die wesentlichsten Momente der Affäre. Auf das Resultat des ein. geleiteten friegsgerichtlichen Verfahrens darf man gespannt sein." Streit. Gesangverein Feldblume, Lübbenerstr. 30 bet Meyer. Restaurant. Männerchor Süd- Ost, Köpenickerfir. 191 bei Foge. Summerfcher Gesangverein", Langeftr. 65 bet Dwezarec. Männer- Gefangverein Süd- West, Chamisso- Platz 4 bei R. Shloff. Sele- u. Diskutirhlubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, bei Schröder, Wiesenstr. 39.- Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei Gieshott.Süd- Ost, bei Toltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecte. Safenclever, Klub der Freunde bet Gnadt, Buttbuferstraße 32. Treptow. Abends 8 Uhr, Restaurant Lange, Baumschulenweg 82 Reichenbergerstr. 167, Gizung. Restaurant Zubeil. Abends 8 Uhr, Sozialistischer Lese- und Distutirtlub August Geib Abends 9 Uhr im Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. B. Gent, Ale Sufchriften den Bund betreffend find zu richten an: 2balberifir. 95. Donnerstag: Rauchllub Graue Wolte, Krautstr. 48, Sumuristischer Klub Universum, Veteranenst. 18, bei Schulz. Gefelliger Klub der alten Moabiter, Restaur. Gräf, Stephanstr. 53. Rauchtlub Brüderlichteit, Püdlerstr. 49 bei Schuhmacher. Geselliger Arbeiterverein Freiheit, Manteuffelfir. 45 bei Werner. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Gefangverein -Suchsdorf scher Lyra, Abends 9 Uhr im Restaurant Bergstr. 17.Männerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr lebungsstunde bei Brüning, Rosenthalerfir. 11-12.- Gefangverein Jugendfreuden, Männerchor. Abends von 9-11 Uhr bei Wernau, Rosenthalerstraße 57. Pfropfenverein Wedding, jeden Donnerstag Abend 8% Uhr Sigung beim Restaurateur Wolff, Gerichtstr. 44. Vergnügungsverein Alpengrün, jeden Donnerstag, von 9-11 Uhr aberds mit Damen bei Voltmann, Beussel Straße 82. Gefelliger Verein Frohsinn bei Geite, Gwinemünderftr. 20, abends 9 Uhr, Sigung mit Damen. Rauchflub Ohneforge, Abends 9 Uhr, bei Jakob, Boechstr. 21. Rauchflub Sternfpige, Abends 9 Uhr, bei A. Böhl, RüdersdorferStraße 8. Rauchtlub Pfeifenbedel, Abends 8 Uhr, bet Jeratsch, Langestr. 24. Rauchklub Kollegia, Abends 9 Uhr, bet Rohr, Naunyn Straße 78. Rauchtlub Felsenfest bet H. Schmidt, Köpenickerstr. 171. Rauchklub Wahrer Jatob", jeben Donnerstag 9 Uhr, bei Flid, Simeonftr. 23. Stattlub Grand Schwarz, jeden Donnerstag von 9 bis 11 Uhr bei E. Stein, Chriftburgerstr. 46. Berein Stenographenschule, 8-11 Uhr: unentgeltlicher Unterricht und Uebungsstunde für Schüler und Erwachsene, Annenstraße Nr. 9.Arends'scher Stenographen Berein" Apollobund", Gendelfir. so, Für den Inhalt der Inferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 4. Juli. Nenes Theater. Tata- Toto. Schiller- Theater. Die Augen der Liebe. Giner muß heirathen. Aleranderplay- Theater. botene Liebe. Ver National Theater. Im Jrrenhaufe. Theater Unter den Linden. Miß Helyett. Apollo Theater. im Harem. Ein Abenteuer Friedr.- Wilhelmstädtischer Park. Gastspiel der französischen Pantomimen- Gesellschaft Leonardy. Schiller- Theater ( Wallner- Theater.) Donnerstag, abends 8 Uhr: Augen der Liebe. Einer muß heirathen. Freitag, abends 8 Uhr: Augen der Liebe. Einer muß heirathen. Sonnabend, abends 8 Uhr: Augen der Liebe. Giner muß heirathen. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Direttion: Max Samst. Im Irrenhause. Sensations- Schauspiel mit Melodramen in 5 Atten und 8 Bildern von H. B. Regie: May Samst. 1. Bild: Zwei Hallunken. 2. Bild: Ein In Tabor fand am Mittwoch früh in der Nähe des Bahnhofes ein Zusammenstoß der nach Pisek und nach Prag verfehrenden Personenzüge statt. Hierbei wurden 4 Personen schwer und 9 leicht verlegt. Sugentgleifung. Aus Lemberg wird vom Mittwoch berichtet: Bei der Einfahrt in die Station Brzuchowicze entgleifte ein Personenzug, wobei zwei Passagiere und sechs Personen vom Bugpersonal verlegt wurden. theilt. Vom Brande der Godillot'schen Fabrit in Paris wird Briefkaffen der Redaktion. noch berichtet: Die durch die Feuersbrunst in der Godillot'schen Fabrit verursachten Verheerungen sind sehr umfangreich. Vierzig In Rechtsangelegenheiten wird ausschließ Familien sind obdachlos und auf Veranlassung der Behörden Iich am Montag, Dienstag, Donnerstag und theils in Nachbarhäusern, theils in Gasthöfen des betreffenden Freitag von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft er Stadtviertels untergebracht worden. Der hierfür zu zahlende H. 34. Ein dreimal wöchentlich erscheinendes englisches Miethspreis wurde von der Behörde festgesezt. Der durch den Brand entstandene Schaden wird auf 6 bis 7 Millionen geschätzt. Partei- oder Arbeiterorgan tennen wir nicht. Bestellen Sie bei Die Kammer hat für die Beschädigten 100 000 Frants bewilligt. der Post die einmal wöchentlich erscheinende Justice" in Elektrische Bestialität. Aus New York wird vom Mitt- London. Genügt das nicht, so wenden Sie sich wieder an uns. G. E. 14. Gemeindekirchhof( Friedrichsfelde).- A. G. 160. woch berichtet: Doktor Buchanan, jener Arzt, welcher, wie seinerzeit ausführlich gemeldet wurde, seine Frau durch Gift ums Um einen Tag verspätet ist die Kündigung. Wie an dieser Stelle Leben gebracht hatte, wurde im Staatsgefängniß zu Sing Sing wiederholt dargelegt ist, muß eine Sündigung, die spätestens Monate 3 Tage vor Quartalsablauf zu erfolgen mittelft Elektrizität hingerichtet. Der erste Schlag von 1740 Volts 3 Stärke genügte nicht, um das vollständige Ableben herbeizuführen; hat, spätestens am 27. Juni in Händen des Adressaten sein. Urania Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes- Ausstellungspark ( Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 5-10 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlichen Theater. Näheres die Anschlagzettel. Volksgarten ( ebem. Weimann's Volksgarten) Gesundbrunnen. Badstr. 56. Direttion: Max Samst. Sente sowie täglich: Grosses Reichshallen. Typographia. Jm prachtvollen Garten ( bei ungünstiger Witterung im Saal): Täglich: Humoristische Soiree der Konzert u. Theater- Vorstellung Nord Spezialitäten I. Ranges. Auftreten des Berl. Original- Komiters Wilhelm Fröbel und Franz Becke. deutschen Quartettu. Couplet- Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Platz 50 Pf. Sonntags: Anfang 7 Uhr. Friedrich- Wilhelmstädtischer panfonetten, Soubretten, Liederfänger, Neu! Der sanfte Heinrich. Concert- Park 25/26 Chauffee- Straße 25/26. Vollständig neues Programm. Gastspiel der französ. PantomimenGesellschaft Leonardy. Bettler- Quadrille. Grand Cancan. Grosser Lacherfolg. Berlin amüsirt sich! Theaterdirektor Heinrich Arthur Fraenkel. Nini Diva die pikante Französin. Entree 30 Pf. Mittwoch, den 10. Juli 1895: Grosses Wiener Praterfest. Castan's Panoptikum. Das Bärenweib. Ein Flug durch die Luft! tiefes Geheimniß. 3. Bild: Der Rächer. Bestrafte weibliche Eitelkeit. 4. Bild: Die Geheimnisse des Jrrenhauses. 5. Bild: Ein Verräther. 6. Bild: Der Plan des Teufels. 7. Bild: Die Tochter des Verbrechers. 8. Bib: Der Kaufmann's Variété. Giftmord. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Nationaltheater Garten: NO Königstr., Kolonnaden. Letzte Woche. Gr. Konzert u. Spezialitäten. Humoristischer Abend Auftreten des vollständig neuen Spezialitäten- Personals. Kaffenöffnung 5 Uhr. Anfang 6 Uhr. Entree 20 Pf. Nefervirter Play 40 Pf. Passage- Panopticum. Täglich: ber NeumannLuftgymnastik 2c. Täglich: Familien- Ball. Raffenöffnung 5 Uhr. Anfang des Konzerts 6 Uhr. Entree 20 Pfg. Passe- partouts haben Giltigkeit. Gebe den prachtvollen Weimann'schen Volksgarten an Vereine wochentags unentgeltlich ab. Der muß Mariaberg. nach 19596 Ich wohne jetzt Dresdenerstr. 109, I. Dr. Zadek, Arzt. Telephon: Amt IV 3630. Anstellung Italien in Berlin. Station Zoologischer Garten. Donnerstag, den 4. Juli 1895: IV. Elitetag 1. Wiederholung der gr. italien. Original- Fest- Aufführung: Ein Hochzeitsfeft in Portici im Jahre 1848. Beginn 10 Uhr abends. Schauplag die gesammte Ausstellung. Entree Mark. Freitag, den 5. Juli 1895: Erster Familientag. An diesem Tage gewährt die Direktion, um vielfachen Wünschen des Publikums entgegenzukommen, Kindern in Begleitung Erwachsener freien Eintritt in die Ausstellung. Entree 50 Pf. Sonnabend, den 6. Juli 1895: Vorläufige Anzeige! Erste große venetianische Nacht mit zweiter Wiederholung der Hochzeit zu Portici im Jahre 1848. Bliemchen's Schweizer Garten Leipziger Sänger. Neumann, Wilh. Wolff, Horváth, Gipner, Lemke, Feldow und Ledermann. Anf. 8 Uhr. Entree 30 Pf. Der Rettung Feuersgefahr Floh! aus durch die Feuerwehr ( La Puce.) Poffe von Wilh. Wolff. Stürmischer Beifall. Et is zum piepen! Am Königsthor. Täglich: Theater. Entrée 30 Plg. Am Friedrichshain. Spezialitäten. Ball. Gangbare Destillation sof. verkäufl. Volksbelustigungen aller Art. Für die Wochentage ist das Etablissement mit Vorstellung und Tanz an Vereine zu vergeben. 19576 Näheres Krautstr. 48. Möbl. Einricht., auch einz., Naunyn ftraße 3, Meyer. 19016 Unser Mitglied Paul Taube ist am Dienstag Abend plöglich verstorben. Die Sänger werden ersucht, zur Beerbigung am Freitag, den 5. d. Mts., abends 7 Uhr, auf dem Heil.- KreuzKirchhof in Mariendorf pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Der Vorstand. Ehrenerklärung. Die Beleidigung gegen den Werk meister Witte nehme ich zurück. 19626 G. Not, Ackerstr. 51. Brillantes Nebeneinkommen. Jdy sudje per sofort einige redegewandte Herren, die sich im Verficherungswesen ausbilden wollen. Bei nur mittelmäßiger Thätigkeit 100 bis 28422 150 M. pro Monat. N. Lachmann, Gen.- Agent, Gartenstr. 1. Achtung! Bahnersatz, auch Theilzahl., wöchentl. 1 Mart, Guck e I, Laufiber Play 2, Elsasserstr. 12. W. Noack's Sommer- Theater, Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Jm Saale: Grosser Ball. Die goldene Infel. Operette von Anton Anno. Robert Dill, Liedersänger. Geschwister Morre, Duettisten. Clara Jordan, KostümSoubrette, Rappo- Trio, Equilibristen. Eisspinden, Dezimal- und Tafelwagen, fowie Milchgeschäfts- Utensilien. Jordan, Kleine Markusstr. 28. Arbeitsmarkt. Achtung, Tischler! Die Kollegen der Werkstatt von Wagenknecht, Rummelsburg, Kant- Straße 11, haben wegen bedeutender Lohnabzüge die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fern zu halten. 212/11 Die Orts- Verwaltung des deutschen Holzarbeiter- Verbandes Kartonarbeiterinnen, geübte, verĭ. J. Schwandt, Neue Jakobstr. 6. 1935b Geübte Strickerin verlangt Höchstestr. 21. Berger. 1964b Zieher u. Prefer auf Filzhüte nach Breslau b. lohnender und dauernder Beschäftigung per sot. gesucht. Meldungen früh 7 bis 8 Uhr Hotel de France, Markgrafenstraße, 1958b Bimmer 28. Aktienbrauerei Friedrichshain( Lips) Bekanntmachung. am Königsthor. Am Montag, den 15. Juli 1895: Großes Sieges- Fest Schmöckwitz, Gasthaus ,, Zur Palme". Der angesagte Rauchklub zum 7. Juli hat sein Kommen abgesagt. Mein Lokal ist daher frei von jeder angefagten Gesellschaft. Ich bitte die Ausflügler, welche noch kein festes Ziel haben, nach hier zu kommen. Ganz ergebenst der gesammten Tabakindustrie Berlins und Umgegend: 1960b Grosses Gartenkonzert, ausgeführt von der Freien Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter Mitwirkung der weltberühmten Hamburger Quartett- und Koupletsänger, verbunden mit Kinderbeluftigung aller Art, Fadelpolonaise it. Während des Konzerts Damen- und Kindertanz. Nach dem Konzert Gr. Sommernachts- Ball im gr. Festsaal. Entree 40 Pf. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Anfang nachmittags 4 Uhr. Rassenöffnung 3 Uhr. Billets à 30 Pf. find in den Zahlstellen, bei den Mitgliedern des Komitees sowie in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. 181/1 Das Komitee. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 6. Juli 1895: Gr. Sommernachts- Fest in den Gesammträumen der Brauerei Friedrichshain, am Königsthor. Grosses Doppel- Concert, ausgeführt von einer 50 Mann starten Rapelle der Freien Vereinigung der Berufsmusiker unter Zeitung des Herrn Schonert. unter Mitwirkung der Konzert- Gesellschaft Paul Semmler ( 3 Herren, 2 Damen) und der Duettisten Geschw. Rauch. Anfang nachmittags 5 Uhr. Jm Saale bei doppelt besetztem Orchester: Groker Ball. Um 10 Uhr: Kinder- Fackelpolonaise. Um 4 Uhr morgens: Großes Früh- Concert. Entree ink!. Tang 30 pf. Alles nähere besagen die beim Betreten des Lokales zur Ausgabe gelangenden Programme. 217/9 Wir machen alle Festtheilnehmer darauf aufmerksam, daß das Konzert im Garten bis 11 Uhr abends beendet sein muß. Wir ersuchen daher um möglichst frühzeitiges Erscheinen. Billets find bis zum Tage des Festes bei den Kassirern, bei Carl Kurras. Telephon: Amt Grünau 39. Zahn- Klinik Freie Volksbühne. Heute, Donnerstag, den 4. Juli, abends 8 Uhr: Jahres- General- Versammlung in Fiebig's Salon, Gr. Frankfurterstraße 28. Tages Ordnung: 1. Verwaltungs- und Kassenbericht( Stand des Prozesses). 2. Neuwahl des Vorstandes, des Ausschusses, der Revisoren, der Obmänner der Ordner Preise 3. Verschiedenes. event. Die Mitglieder werden dringend ersucht, in diefer wichtigen Versamm Theilzahl. lung zu erscheinen. Mitgliedstarte legitimirt. Frau Olga Jacobson, Invalidenstr. 145. Möbel- Kaufgelegenheit. Zum Umzug paffendste Gelegenheit für Brautleute, Hotels u. Wiederverkäufer. In meinem größten Möbelspeicher, Neue Königſtr. 39, vorn I., sollen sofort zirka 150 Wohnungseinrichtungen, verliehen gewesene u. neue Möbel zu jedem an nehmbaren Preise verkauft werden. Durch sehr große Gelegenheitseinkäufe zu fabelhaft billigen Preisen ist es mir möglich, schon ganze Wohnungs- EinIm In der letzten General- Versammlung wurde beschlossen, daß während der Monate, in denen Vorstellungen nicht stattfinden, der Mitglieds Beitrag auf 20 Pf. ermäßigt werden soll. Die Mitglieder, die ihren Beitrag noch nicht geleistet haben, werden gebeten, dieser Pflicht nachzutommen. Die Inhaber der Zahlstellen sind jederzeit bereit, die Beiträge entgegenzunehmen. Laufe des Monats Juli findet ein Sommerfest statt. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. 228/1 Deutscher Holzarbeiter- Verband. richtungen für 90, 150, 300 m. zu liefern, Am Sonntag, den 7. Juli, vormittags 10 Uhr, im Lokale von ebenfalls hochfeine Wirthschaften zu 1000 bis 5000 M., also billiger wie jede Kon furrenz. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung, ohne große Preiserhöhung. Kleiderspind 15, Rommode 9, Küchenspind 12, Stühle 2 Mart, neues Nußb.- Kleiderspind 30, Muschelspind 35 M., Bettstellen mit Matrahen, Reilkissen 18, Sophas 15 M., SäulenKleiderspind, hochelegant 56, Trumeaug mit Säulen 60 M., Cylinderbureaux, Herrenschreibtische, Damenschreibtische, Wernau, Rosenthalerstraße Nr. 57: Branchen- Versammlung der Bürsten- und Pinselmacher. Zages Ordnung: 1. Bericht der Rommission. Referent Rollege Soyka. 2. Stellung nahme zu den vorhandenen Mißständen. 3. Verschiedenes. Kollegen! Agitirt für die Versammlung. Buchdruckerei- Hilfsarbeiter. Sonntag, den 7. Juli 1895: 76/1 Schreiöſekretäre 30, Plüschgarnituren 60 Herrenpartie des Buchdrude rei- Hilfsarbeiter- Gesangvereins neue 100 Mart. Paneelsophas, Chaiselongue, Salongarnituren, Portièren, Steppdecken, Tischdecken, Gardinen, Fenster 5 Mart. Empfehle allen Herrschaften vor Einkauf von Möbeln mein entschieden größtes Möbellager zu besichtigen. 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Anfang 5 Uhr. 28092 Entree 30 Pf., im Vorverkauf 25 Pf. Die Kommission. Bezugnehmend auf die Annonce vom Sonntag theilen wir hier durch mit, daß dies nicht das Sommerfest des ganzen Turnvereins Fichte" ist, sondern nur von der ersten Männer- Abtheilung( Nordoft) des betreffenden Vereins. Die Kommission. J. A.: H. Gumpel. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Platz. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Regie: R. Hintsche. Garten- Concert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors W. Carlon's. Anfang Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Pf. Wochentags 5 Uhr. Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier verabreicht wird. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. mit kleinen Maschinenflecken, in reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150 x 200 cm. sonstiger per stüm 4,50 M. gris 9 M. Meine illustrirte Preisliste über hochfeine Stepp- und Schlafdecken gratis und franto. 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Große Versammlung der Kassenvorstände und Delegirten derjenigen Ortskassen, welche freie Arztwahl haben, oder mit dem Verein Berl. Kassenärzte Vertrag abgeschlossen haben am Freitag, den 5. Juli, abends 8 Uhr, im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13. Zages Ordnung: 1. Die freie Arztwahl. 2. Diskussion. Bur Deckung der Unkosten findet eine Zellersammlung statt. Die Beauftragten. Bitte unterschreiben, ausschneiden 17212* Rosenthaler Strasse 13, 1. Daselbst stehen täglich zum Verkauf: neue gediegene Möbel zu außergewöhnlich billigen Preisen, gebrauchte und verliehen gewesene Möbel zu wahrhaften Spottpreisen. Theilzahlung gestattet. Kleiderschränke 15, Küchenspinde, Kommoden 12, Sophas 15, à Bettstellen mit Matrazen 18 Mark, Nußbaum- Kleiderschränke, Vertifows 30, Stühle 3, Muschelspinden 40, Trumeaug 65, Paneelfophas 75, Plüschgarnituren 60 Mart. Herren- Schreibtische, Schreibsekretäre, Buffets, Rouliffentiſche, Spiegel, alles ftaunenb billig. 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