Nr. 126. Erscheint täglich außer Montaga Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monata lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Benth- Straße 2. Quittung. = Mittwoch, den 3. Juni 1891. = " Expedition: Benth- Straße 3. Die Religiosität der Mitglieder soll das wichtigste 3iel sein, und darum muß der christliche Glaube die ganze Organisation durchdringen." Hamburg Uhlenhorst 21,65. Sch. G. E., Klein- 3schachwiz stützen, daß ihnen eine dauernde und anständige Arbeit 15,-. Flensburg 15,-. Laufigk 5,-. Dr. H. Br., gesichert sei. Die Bischöfe aber eifern diese ganze Berlin 20,-. 11. Badischer Wahlkreis, Mannheimer Im Monat Mai gingen an freiwilligen Beiträgen bei dem Genossen 25,- Weinheimer Genossen 6,60. 5. Wahlkreis Ber- Thätigkeit an und bieten ihr einen Rückhalt mit ihrer Unterzeichneten ein: Unheilbar 3,- A. B. 25,-. Tischler v. lin 200,- Bitterfeld 17,50. Aschersleben 30,-. Elsterberg Autorität. Im Namen der Bischöfe betheiligen sich Wittig, Barutherstr. 15, für den 1. Mai 19,- Sammlung der Ma- 25,- Calau 5,-. Dschah i. S. 5,-. Gräfenhainichen 1,50. tüchtige Mitglieder des Welt- und Ordensschinenfabrik Auerbach u. Co., Pieschen b. Dresden 8,15. Strie- Dresden M. 2. 25,-. 3. Berliner Wahlkreis 130,- Fr. G. flerus an der Leitung der Vereine nach ihrer religiösen bau in Schl. 20,-. Vom Gimsbütteler Bauernvogt 100,- Wert Belv." Berlin 30, Vier Rothe aus dem Fahrstuhl, Berlin 4, i. statt Schlein u. Stephani, Stalizerstr. Berlin, 7,-. Großenhain Wolfmarsdorf- Leipzig 25,-. Eilenburg 50,-. Gablenzer Ge Seite. Es fehlt auch nicht an reichen Katholiken, 30,-. Parchim 3,-. Stonsdorf 100,-. Naturfreunde von noffen bei Chemnih 5,-. Wahlkreis Offenbach- Dieburg 25, die sich mit Großmuth zu Gönnern und Genossen des P. S. 50,-. R. F. Berlin 3,-. D. W. arbeitenden Standes machen, und die für die Errichtung Hohenstein- Ernstthal 5,-. K. Glauchau 10,-. Spremberg 50,-... 150,-. Cöpenick 50,-. Goldlauter b. Suhl 30,-. Freiheitssänger Leipzig Wien 4,-. Beim Teufel Skalizerstraße 11, Berlin 8,35. und Ausbreitung von Vereinen ansehnliche Geldmittel aus50,-. Neustadt i. Schl. 10,-. J. M. 170,90. Sondersleben 9,- 6. Berliner Wahlkreis, Oranienburger Vorstadt, Wedding und Dortmund 14,-. Falkenberg 2,-. Lambrecht i. Pf. 20,- Gesundbrunnen 456,-. Dstrowo 4,50. Solingen Selbstkritik? werfen." Und damit kein Zweifel daran aufkomme, daß die Güstrow 50,-. Differenz Auktion F. C. V. Dresden 6,-. Wer lacht da? 16,-. 2. Berliner Wahlfreis 150,-. Lackirtes Lifte 1851: 7,50. Lifte 1852: 6,50, Berlin. Religion bei diesen Vereinen nicht nur sehr wesentlich, Braunschweig 100,-. Hagen 100,-. Düsseldorf 100,-. Franken- Brödchen 1,65. hausen i. Th. 30,- Flöte Solingen 5,-. G. G. A. Auktion C. V. C. Berlin 150,-. 1. Berliner Wahlkreis 150,- Forst sondern sogar der einzige Hauptzweck ist, sagt die Encyklika für einen Naturstock auf Schildhorn 16,50. Luckenwalde 19,50. i. 2. 100,-. Elmshorn 70,-. Genossen aus Heldenbergen 25,-. des Weiteren: Vegesack 40,-. Hilden bei Düsseldorf 10,-. Barmen 100,- Lichtenfels i. B. 21,80. Ratibor 10,- M. Herrenpartie der Bernburg 50,- Möbelpolirer zur Lassallefeier Berlin 5,75. Für Referat in der C. F. M. St. Pauli Hamburg 50, V. d. unverdrießlichen immerthätigen Kortenbrüdern von 1885 in Neuen Welt" Berlin 400,-. Winterhude u. Eppendorf 17,30, Prozeß durch B. 20,-. Personal Neckarau i. Baden 30, des Vorwärts", Berlin 100,-. 4. Berl. Wahlkreis, Often 400,-. Ges. beim Fest der Berliner Gast- und Schankwirthe 33,-. Bernau i. d. M. 30,-. Durch A. H. aus Schönebeck 9,80. Rostock i. M. 100,-. Kreis- und Handsäge Solingen 4,-. M. 2. 122,40. Braunschweig 250, Nossen 5,-. Hannover 1000,-. Altenburger Wahlkreis 75,-. Rothe Raucher, Bigarrenkonsum S. Shist. Berlin 20,-. Meerane i. S. 130,85. Hanau 100,-. Dámitz 9,05. 6. Berl. Wahlkreis, Moabit 140,05. Wolfmarsdorf- Leipzig 50,-. Hastedt b. Bremen 150,-. Baußen 22,-. Opparch b. Bauzen 4,05. Dudweiler- St. Ingbert 7,50. Genossen im Thal Pforzheim 12,-. 1. Rate, Sammlung des Vorwärts", Maifonds 900,-. Gebr. 2. in U. 200,-. Magdeburg 100,-. Schönebeck a. G. 50,-. D. E. Altwasser, Kr. Waldenburg i. Schl. 60,-. Revolutionäre Wenn die liberalen Zeitungen sich nicht im AllgeKonfirmanden zu Alt- und Neu- Gersdorf, erzogen durch Paftor meinen weislich hüteten, die Encyklika eingehender BeM. 7,15. Maifeier- Komitee Solingen 275,-. Frankfurt a. M. Durch R. 500,-. Gera 150,-. Pforten bei Gera 5,-. Nieder- sprechung zu unterziehen, so könnten sie den letzten Abfedlig i. S. 7,55, Saan 15, Frohburg 6,-. I. F. schnitt, der von den Arbeitervereinen nach dem Herzen des Unheilbar 3,-. Crimmitschau 100,-. Steinfirden 5,-. Glückstadt 26,25. Groißsch i. 6. 25,- Liebenthal, Kreis Nieber Bapstes handelt, unter dem Motto besprechen: Man merkt Glückstadt 26,25. Groißsch i. S. 25,-. Liebenthal, Kreis Nieder- die Absicht und man wird verstimmt. Die Zukunftspläne Barnim, 9,30. Die vier Alten, Osten Berlin, 67,55. D. R., Die Parteipresse wird um vollständigen Abdruck der vor stehenden Quittung gebeten. Berlin, 2. Juni 1891. Für den Parteivorstand A. Bebel, Gr. Görschenstr. 22a, W. Die Encyklika des Papltes. V. Indem also jene Vereine das Reich Gottes zum letzten Zielpunkt nehmen, sollen sie darauf bedacht sein, den religiösen Unterricht der Arbeiter zu befördern. Die Unwissenheit in Glaubenssachen, die wachsende Unkenntniß der Pflichten gegen Gott und den Nächsten, soll durch geeignete Unterweisungen bekämpft werden. Man sorge für gründliche Aufklärung über die Frrthümer der Zeit und über die Trugschlüsse der Glaubensfeinde, für Belehrung und Warnung betreffs. der Lockmittel zur Verführung." Wir denken, das könnte genügen. Der Papst sorgt aber nicht blos für die katholischen Arbeiter, sondern es ist ihm auch um das Seelenheil aller übrigen Arbeiter zu thun. Deswegen ist er bereit, die strengen Grundsäße, welche er in Bezug auf die Achtung des freien VereinsMemelerstraße, Berlin, 6,-. Guttenberg, Berlin 100,-. Fuldaer des Papstes treten in demselben vielleicht gar zu deutlich rechts durch den Staat ausgesprochen hat, etwas einzuschränken. Allerdings meint er, ist in manchen einzelnen Genossen durch H. Spr. 10,- Kaiserslautern 100,-. Tegel, hervor. von zwei blaßrothen Bäckereiarbeitern 4,-. Durch Karl Thieme, Er will nur von religiösen, von katholischen Ver- Fällen die staatliche Gewalt vollauf berechtigt, gegen Berlin 85, Eugen 10,-. Osnabrück 50,-. Osnabrück 50,- Hannover, einen etwas wissen, er will auch nicht die Arbeiter sich Vereine vorzugehen; so, wenn sie sich zu Zielen Reiseüberschuß 20,-. Jüterbogt 10,-. Die dunklen Genossen Bielefelds 53,60. Die rothen Buchbinder aus der Grün- selbst überlassen, sondern geleitet sehen von Mitgliedern bekennen, die offenkundig gegen Recht und Sittlichkeit oder straße, Berlin 5,-. R. G. U., Berlin 5,05. 6. Berliner Wahl der katholischen höheren Stände, insbesondere von dem sonstwie gegen die öffentliche Wohlfahrt gerichtet sind". freis, Rosenthaler Vorstadt 111,95. 6. Berliner Wahlkreis, hohen und niederen Klerus. Die Encyklika schreibt:„ In Natürlich wird es dem heiligen Herrn in der Seele Schönhauser Vorstadt 115,90. Reichenbach bei Waldenburg i. Sachs. Klarer Erkenntniß der Forderungen der Zeit beschäftigt weh thun, wenn der Staat in die Zwangslage käme, aus 11,-. Gersdorf i. S. 10,-. 2. d. 3., Köpenick 15,-. Schneider- Werkstelle Minden i. W. 5, Güdaustralische Ge- sich eine Reihe katholischer Männer mit dem Studium den manchen einzelnen Fällen", in denen er eingreifen nossen 12,-. Dessau 20,- Köthen 15,-. Eine Droschken- der sozialen Frage, und sie verdienen das höchste Lob für müßte ins Vereinsrecht der Arbeiter, sehr viele Fälle fahrt, Berlin 3, Dr. uit 50,- Mühltroff i. V. 3,60. die Hingebung, mit welcher sie die Mittel aussuchen und zu machen. Das darf aber die päpstliche Menschheitsliebe Grüneberg i. Schl. 5, 4. Wahlkreis, Süd- Ost 506,45. Görlig erproben, durch welche die niederen Stände nach und nach nicht hindern, hinzuweisen auf die allgemeine, durch Sorauer Ecke 30,-. 4. Wahlkreis 100,-. Von den Tischlern, Thatsachen gestützte Meinung, daß sehr viele Saal III. Möbelfabrit von Pfaff 14,70. Sp. u. C. V. E. u. G., in eine bessere Lage versetzt werden können. Anderwärts ist das löbliche Bestreben wach ge- dieser Vereine einer Berlin 11,85. 2. S.48,-. m. 3,-. Ueberschuß von einem Rollmops einheitlichen geheimen 1,-. Herrenpartie der Buchbinder der Firma Riefenstahl und worden, Handwerker und Arbeiter in Vereinen zu organi- Leitung gehorchen und Einrichtungen haben, die Bumpe, Berlin 8,70. Mühlburg- Karlsruhe 25,-. B. V." 2000,-. Von den rooden Muurlüd von de Humboldtstroot, siren und sie mit Rath und That zu dem Zweck zu unter- dem Wohle der Religion und des Staates nicht entsprechen; Feuilleton. Nachdrud verboten.] " ( 74 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. " " Er überlegte mit Stafi was zu thun wäre, und wußten sie Reichthum hingegeben hatte, von so kurzer Dauer war, was Beide nicht Naths, so halfen die Nachbarn. Wenn nur hatte noch Bestand? Nun reute es ihn. Er sagte es ihr so wehleidig dareingeschaut hätte, würde er jetzt so zu nicht, denn davon hielt ihn noch ein Reſt feines frieden wie in seinem Kloster gewesen sein. Ihr Kummer Stolzes oder Trotzes ab, dem es immer unerträglich geschnitt ihm tief ins Herz und er sann immer darüber, wie wesen, Anderen die Verantwortlichkeit für sein Thun zuzuer ihr eine Freude machen könnte. Er hatte das Gärtchen schieben, und vollends einem Weibe; aber sie fühlte und neben dem Hause wieder in Ordnung gebracht und hegte fah, daß es ihn reute. Und hatte nicht auch sie ihm das und pflegte es mit der größten Sorgfalt, aber Stasi's Lob, Höchste zum Opfer gebracht, was sie besaß: den Gegen daß er Alles so schön gemacht habe, machte ihn nicht froh, ihrer sterbenden Mutter! Um seinetwillen war sie meineidig da sie nicht mehr wie sonst in der Dämmerung oder in geworden und hatte den Schwur gebrochen, den sie der Ein tiefer summender Ton weckte Beide aus ihrem den stillen Stunden des Sonntags das Bänkchen unter Sterbenden geleistet. Nun traf die Vergeltung für ihre Rausche. Es war die Mittagsglocke. dem Geisblatt aufsuchte. Er zwang fich, gesprächig zu sein, Sünde sie. Es war der Mutter Fluch, der sich an ihr zu Du mußt gehen," flüsterte Afra und hielt ihn wenn er mit ihr allein war, und erzählte ihr von seinem erfüllen begann; der Meineid, an dem die Liebe ihres dennoch an beiden Händen fest, und er dachte nicht daran, Klosterleben, den Mönchen, dem rothen Haspinger und Mannes verdorrte. In ihren Schmerz, ihre Verzweiflung er merkte mischte sich ein Grausen vor etwas, das sie noch treffen mußte. ihrer Mahnung zu folgen. Mit beiden Armen umschlang dessen Haß gegen die Franzosen; aber er ihre Schultern und küßte ihren schwellenden Mund wie wohl, daß sie ihm nur scheinbar zuhörte. Es waren freilich Die schwere Stunde, der sie entgegen sah, erfüllte ihr Geein Wahnsinniger. Ohne ein Wort des Abschiedes stürmte alte Geschichten, die sie schon öfter von ihm gehört hatte, müth ganz und gar mit der schwärzesten Schwermuth. Sie er davon. und seine zerfahrene, schleppende Weise war nicht dazu ge- hatte in dem Rausche ihres Glückes ihre Sünde ungebeichtet Stasi und David hatten bereits zu Mittag gegessen, eignet, ihnen einen neuen Reiz zu verleihen und Stafi von gelassen; nun rächte sich auch das. als Ambros nach Hause kam. Er wollte nicht, daß Stafi der Beschäftigung mit ihrem Grame abzuleiten. Stafi fie nicht beichten, der war ja selbst ein Meineidiger. mit den Mahlzeiten auf ihn wartete, wenn er nicht grübelte immer darüber. Das Schrecklichste, was sie sich und was half auch das Beichten? zur rechten Zeit da war, und sie hatte sich endlich gefügt. einst vorgestellt hatte, war ja nun wirklich eingetroffen. einen Priester, der sie von einer so schweren Sünde losgeWorin hätte sich ihre Liebe zu ihm nicht gefügt? Sie machte Ambros liebte sie nicht mehr! Troß allem Sträuben konnte sprochen hätte, so würde doch selbst die härteste Buße ihr ihm keine Vorwürfe über seine unregelmäßige Lebensweise, fie sich gegen diese Erkenntniß nicht länger verschließen. Das Herz ihres Mannes nicht wieder zugewendet haben. feine über seinen Müssiggang und ertrug seine Verdrossen Warum, wodurch hatte sie das verschuldet? Darüber brütete Ach, warum war sie es nicht, die man dort unten in die heit. wie sein Aufbrausen und die Rauhheit, mit der er sie sie Tag und Nacht; doch hörte Niemand sie klagen und Erde legte, dachte sie, während sie vor dem Hause der Bedann behandelte, ohne Klagen. Sie selbst arbeitete mit jammern: wenn sie allein sich wußte, machte sich ihr zustattung des Pfarrers zuschaute. Aber nein, sie durfte an David um so angestrengter und der Ohm war froh, daß ſammengepreßtes Herz Luft und dann schrie sie laut vor keine Erlösung durch den Tod denken; sie mußte leben um Ambros sich nicht mehr um die Wirthschaft bekümmerte. Schmerz und Verzweiflung. Seine Liebe verloren, obgleich des anderen Lebens unter ihrem Herzen willen, leben für ihr Er hatte ruhigere Tage und es ging auch alles glätter seinen sie nur für ihn gelebt, keinen Gedanken außer ihm gehabt Kind, das der Sünde des Meineids entsprossen. Jetzt begriff Gang, seitdem er mehr auf sich selbst angewiesen und durch hatte: wie sollte sie das fassen und verstehen? Wenn eine fie, warum die Hoffnung, die sie auf dieses neue Leben kein ungeduldiges Kommandiren mehr eingeſchüchtert wurde. Liebe, für die Ambros alle seine Aussichten auf Besitz und gesetzt hatte, zusammengebrochen war, und keine neue HoffDem Vikar konnte Gab es vielleicht verjagen. Es daß sie darauf ausgehen, ein gewisses Arbeitsmonopol in Der dritte Theil enthielt nun besagte religiöse Sozial- trial haben, wie die Engländer das nennen eine ihre Hand zu bringen und die charakterfesten Arbeiter, die reform. Hier erreicht die Encyklika ihren heifelsten Punkt. ehrliche Probe. den Beitritt zurückweisen, in Verlegenheit und Elend zu Da wo es sich um die Gewährung eines wenigstens für Eine Zeit lang verstand die Regierung es auch, die versetzen." die nöthigsten Lebensbedürfnisse ausreichenden Lohnes dreht, Sympathien, die sie nicht eigenem Verdienst, sondern einzig Da wird freilich das Deutsche Reich z. B. nicht gut hören wir die Bourgeoisie schon mit der braven Dame im dem Abſchen vor der alten Regierung verdankte, wenigstens anders können, als wieder allen Arbeitervereinen, welche" Faust" ausrufen: Nachbarin, Euer Fläschchen! nicht zu verscherzen indeß mehr und mehr ließ sich eine im Geruche des Sozialismus stehen, aufs Dach zu steigen, dürfte unserem guten Herzen alle Ehre machen, wenn wir eigene Stellung entspringen konnte. Nach der einen Seite Unentschlossenheit bemerken, die nur der Unklarheit über die zumal es die allgemeine Meinung der deutschen Staats- sie trösten. Wir sind nämlich der festen Ueberzeugung, schwächliche Abwehr, nach der anderen ängstliche Scheu: anwälte trotz alledem noch sein dürfte, daß diese Vereine daß der Minimallohn ebenso wie der Marimal- Arbeitstag die Hand, welche den immer stürmischeren Vorstoß der einer geheimen Leitung gehorchen und Einrichtungen haben, und erst recht der kleine Grundbesitz für den fleißigen und Bismarck- Fronde zurückdrängen sollte, wurde gelähmt durch die dem Wohle der Religion und des Staates nicht sparsamen Arbeiter nur als schöner Zukunftstraum an die Furcht vor Volksthümlichkeit und Sozialdemokratie. entsprechen, oder, was vielleicht noch staatsanwalt- dem Hoffnungshimmel der ungeheuer überwiegenden Zahl Diese Furcht führte vor einigen Monaten zu dem erstent licher, bestimmt aber nach jesuitischer Logit, dasselbe ist aller Arbeiter gemalt bleiben dürfte, während die rauhe großen Fehler der neuen Regierung: dem Heraufbeschwören welche Einrichtungen nicht haben, die dem Wohle der Wirklichkeit nur die Realität des Kapitalzinsgroschens den Straßenschlacht gegen die Sozialdemokratie, für welche des rothen Gespenstes und dem Andiewandmalen einer Religion und des Staates entsprechen. Reichen und der Peters- und anderer frommer Pfennige dem Schlacht die Unteroffiziere durch Prämien" in die richtige Hiermit sind wir an den Schluß der Encyklika ge- Klerus bringen wird. Und zu diesem gewiß kapital erfreulichen Geistesverfassung zu bringen seien. Yangt. Troste gefellt sich noch ein zweiter. Von der den Kapi- Der Fehler ward ausgenügt. Von jenem Moment an Es liegt uns zunächst nur noch ob, auf die im ersten talisten unbequemen Sozialreform der deutschen Reichs- gewann Sie Bismarc'sche Fronde ersichtlich Oberwasser, Theile derselben enthaltene Anfeindung der Sozialdemo- regierung will diese Encyklika nichts wissen; da thun ihr und die gestrige Erklärung des neuen Reichskanzlers war fratie mit ein paar Worten einzugehen. Die Encyklika die armen Kapitalisten offenbar schon viel zu leid. Die seine Rapitulation vor dem alten. Da hilft behauptet, daß die Sozialisten allen Besitz von den Herren Geistlichen werden also in Zukunft gegen diese Art feine militärische Schneidigkeit, da hilft kein Stüzen auf Individuen an die Gesammtheit übertragen wollen. Das Sozialreform den Herren Kapitalisten ihren Beistand nicht den Knauf des Schwertes die Regierung hat vor den ist falsch. agrarischen Landjunkern und schutzöllnerischen Schlotjunkern Ueberhaupt heißt es, die Frage, um die es sich dreht Wir meinen, die letzteren thäten gut, recht rasch das die Waffen gestreckt und dem Er- Reichskanzler zu einem bei der Beurtheilung, ob der Sozialismus recht habe oder Hinterpförtchen zu gewinnen, das sie in die Kirche führt. Triumphe verholfen, den derselbe nicht verfehlen wird bis nicht, böswillig verdunkeln, wenn man behauptet, die Sie werden ihre Rechnung dabei finden. aufs Aeußerste auszunüzen. Sozialisten wollten alles Privateigenthum abschaffen. In Ganz abgesehen von der Tendenz war der fachliche InDen letzten Theil der Encyklika haben wir eben erst halt der Rede Caprivi's überaus schwach. Man merkte bei Wahrheit handelt es sich um die Frage der Abschaffung behandelt. Er hat uns unsere Arbeit am allerleichtesten jedem Saze, daß er sich auf einem ihm ganz fremden Gebiet jeder Beraubung und Ausbeutung der Besitzlosen durch gemacht. Er zeigte, daß das unbezahlbare Aktenstück in bewegte. Die Quellen, aus denen er den Schluß zog, es die Besitzenden. Das Privateigenthum, soweit es den zwei Strömen verläuft, einmal im dichten Flugsande unter seien noch bedeutende Getreidevorräthe in Deutschland vorErtrag der ehrlichen Arbeit seines Besizers darstellt, wollen Priesterleitung stehenden frommen Arbeitervereinswesens, in handen und die Ernte- Aussichten gut, sind mehr als fragdie Sozialdemokraten nicht abgeschafft, son- welchem die Herren vom Klerus das frisch- frei- fröhliche Kultur- licher Natur, wie wir schon gestern hervorhoben. Und dern mit allen Mitteln geschützt haben, leben der modernen Menschheit ersticken möchten, und zum grundfalsch ist das Argument, das Ausland werde allein so steht die Sache. Nur Privateigenthum als Mittel zur Ausbeutung wirth- sich an die Erde, an unsere schöne Erde hält mit klam- ein Geschäft machen wollen, ist allerdings richtig, aber soweit das andern im Sumpfe der Denunziation alles dessen, was von einer Reduktion der deutschen Getreidezölle Vortheil haben. Daß die ausländischen Spekulanten beim Getreideverkauf schaftlich Schwacher durch die wirthschaftlich Starken mernden Organen und von ihr all' ihr Recht und all' ihr das gleiche gilt jedoch auch von den deutschen Getreidebenutzt wird, soll es privater Willkür entzogen werden. Glück verlangt. Mit der Nichtigstellung dieser Thatsache fällt das ganze spekulanten, obenan von den agrarischen Landjunkern, die Daß die Encyklika ihren Schluß mit dem Worte sich auf das Rechnen und Profitchenmachen ebenso gut verKartenhaus der Deduktionen, welche der Verfasser der krönt:" Die Liebe ist geduldig, sie ist gütig; sie sucht stehen wie der pfiffigste Kornjude. Und durch kein Näsonnes Cincyklika an seine falsche Behauptung geknüpft hat, über nicht das ihrige, fie duldet alles, sie trägt alles", ist ment in der Welt wird die Thatsache umgestoßen, daß der den Haufen. mehr wie bezeichnend und wird, so meinen wir, die große Preis, zu welchem der ausländische Spekulant seine Waare Desgleichen heißt es gegen Windmühlen kämpfen, Mehrheit der Völker mit dazu bewegen helfen, daß sie ablassen kann, für uns um den Betrag des inlänwenn die Encyklika erklärt, das sozialistische System, endlich nicht mehr mit ihrer ungeheuer geduldigen Liebe ischen Kornzolls erhöht wird. An diese Thatwelches die elterliche Fürsorge beiseite sebe, um eine all- alles dulden und alles tragen, was die bevorrechteten fache, um die sie sich herumzudrücken suchen, wie der Teufel gemeine Staatsfürsorge einzuführen, versündige sich an Anhänger des Bestehenden ihnen auflegen, sondern daß sie und immer wieder anzunageln. ums Weihwaffer, sind die Herren Brotvertheuerer immer der natürlichen Gerechtigkeit und zerreiße die Bande der vielmehr kampffroh ihre Liebe den Trägern der wahren Familie. Solch einem sozialistischen System" hat die Kultur zukehren, welche die Erde zum Paradiese internationale Sozialdemokratie niemals angehangen; wahr ma chen wollen. ist wiederum das Gegentheil. Es ist den Sozialdemofraten vielmehr gerade darum zu thun, die Bande der Familie enger zu knüpfen dadurch, daß den Eltern die Möglichkeit gewährt werde, alle ihre Pflichten politische Uebersicht. nur, Berlin, 2. Juni. Gegner der neuen Regierung erworben zu haben, kann Herr von Zu dem einen Erfolg, die Zufriedenheit der einflußreichsten Caprivi noch den zweiten Erfolg hinzufügen: den Preis des Doppelzentners Weizen und Roggen im Handumdrehen um 7 M. erhöht zu haben. Glaubt er, daß die Hungerkur das deutsche Volk von Begeisterung für die neue Regierung erfüllen wird? Hohe Brotpreise waren von jeher nicht blos ein Unglück für das Volt, sie sind auch eine Gefahr für den Staat. 3wei Brote liegen in unserer Expedition zur Ansicht aus, welche uns heute von der oberschlesischen Grenze zugegangen sind. Die beiden Brote stellen eine vernich tende Kritik der Wirthschaftspolitik dar. Das eine der= felben ist aus Modrzejow jenseits der preußischen Grenze gegenüber der preußischen Grenzstadt Myslowig. Es wiegt 2140 Gramm und fostet 48 Pf.; das andre Brot ist aus Myslowiß, diesseits der Grenze, wiegt 1570 Gramm und kostet trotz des bedeutenden Mindergewichts von 570 Gramm 50 Pfennige, also 2 Pfennige mehr. Jeder weitere Kommentar ist überflüssig." gegen ihre Kinder zu erfüllen, was heutzutage den meisten Menschen unmöglich ist. Die Sozialdemokraten verlangen daß der Staat da mit seiner Fürsorge einspringe, Die Erklärung des Reichskanzlers in der Ge- Den Brotvertheuerern, die durchaus nicht an die Brotwo die Einzelnen außer Stande sind, den Bedürfnissen treidezollfrage hat auf die weitesten Volkskreise einen höchst vertheuerung durch den Zoll glauben wollen, sei nachstehende ungünstigen Eindruck gemacht einen günstigen Ein- Notiz der Breslauer Zeitung" zu freundlicher Berück ihrer Kinder gerecht zu werden. Also nicht nehmen, sondern geben; bruck blos auf die sehr beschränkten Kreise der Intersichtigung gefälligst empfohlen: nicht zerreißen, sondern inniger ver- Millionen auch nicht annähernd aufwiegt. Wenn aber die essenten, deren Zufriedenheit die Unzufriedenheit der knüpfen, das ist das heiße Bemühen der Zufriedenheit des Volkes die Stärke der Regierungen bildet internationalen Sozialdemokratie. - und diese Wahrheit ist beinahe zum Gemeinplatz geDiese wenigen gewichtigen Säße genügen vollauf zur worden dann hat die Reichsregierung durch ihre HalWiderlegung der drei großen Zeitungsspalten, welche die tung in der Kornzollfrage sehr erheblich an Macht verEncyklilla wider die Sozialdemokratie mit den alten tausend- loren und die Position ihrer offenen und versteckten Gegner, mal widerlegten Phrasen gefüllt hat. die wahrhaftig weder an Zahl noch an Ansehen gering Der zweite Theil der Encyklika ist, wie wir gesehen sind, entsprechend gestärkt und verbessert. haben, dazu bestimmt, die Bourgeoisie über die vortreff- gierung, wolle sie sich des Ränkespiels der Anhänger und Schon wiederholt führten wir aus, daß die neue Relichen Absichten aller katholischen Sozialreform Versuche des ehemaligen Hauptes der alten Regierung erwehren, zu beruhigen. Das dürfte glänzend gelungen sein. Wir in dem Volt ihre Stüße zu suchen habe. Die Erkenntniß möchten zum Zwecke der Verständigung auf einen Schlag dieser mit Händen zu greifenden Thatsache war es, was der Von den die Baumwollenkultur, die Zulaffung fremder als Motto für diesen Theil das altberühmte Wort nenen Regierung eine gewisse sympathische Aufnahme Gesellschaften zum Gewerbebetriebe und die Konzessionirung vorschlagen: Manus manum lavat.*) ficherte. Man wollte der neuen Regierung keine Schivierig einer Eisenbahnlinie in Ostafrika betreffenden Fragen wurde feiten bereiten wußte man doch, welch schlimme und jede einem besonderen Ausschusse zur Vorberathung überschwierige Erbschaft sie angetreten hatte. Sie sollte a fair wiesen. *) Eine Hand wäscht die andere. b nung ließ sich an die Geburt des Kindes knüpfen. Alles, alles verloren! Allerdings! Aber wer nicht sehen will, sieht nicht. Der Kolonialrath ist am Montag zusammengetreten. blickte verstört zu ihm auf. Jetzt erkannte sie ihn, riß sich los und lief in die Schlafkammer, deren Thür sie hinter sich verriegelte. Hannes stand betroffen da. David kam hinter ihm in die Stube. Er hatte in seiner Kammer Ambros toben hören und wollte noch einmal nach Stasi sehen, bevor er wieder an die Arbeit ging. " Bleib' doch nur ruhig," bat fie." Ich thu's ja gern Es war Hannes, der von Lisei zurück kam. Stasi ab, wenn Du willst, ist mir doch nichts daran gelegen." Das Herz der Armen flopfte stärker, als sie den Bevor sie jedoch damit zu Stande kam, griff er schon Schritt ihres Mannes vernahm. Ambros bemerkte nicht, mit beiden Händen in das dünne Kettlein, an dem das daß ihre Blicke bei seinem Eintritte sich erhellten. Er sah Kreuz hing, zersprengte es, warf alles zu Boden und stampfte absichtlich fort und als sie aufstand, um das für ihn warm mit dem Fuße darauf. gestellte Effen aus der Küche hereinzuholen, kehrte er sich Stasi saß bleich und zitternd da und es überkam sie ab. David schlurfte hinter ihr aus der Stube. Ambros die tödtliche Furcht, daß er den Verstand verloren hätte. schleuderte seinen Hut weg und fuhr sich mit allen zehn So wüthig hatte sie ihn noch nie gesehen. Fingern durch das Haar. Das Blut brauste ihm in den Heilige Mutter Gottes, was hat Dir denn das unOhren. Wie, war er ein solch erbärmlicher Kerl geworden, schuldige Kreuzlein gethan?" stammelte sie. daß er seiner Frau nicht mehr in das Gesicht sehen konnte? Stasi fand ihn, den Kopf in beide Hände gestützt, am Tische jizend. " Ja, unschuldig," lachte er ingrimmig auf.„ Ich wollte, ich könnte sie auch zertreten, wie ihr Kreuz, die teuflische Here, die Schlange!" Und er gab dem Schmucke mit seinen schweren Nagelschuhen einen letzten Tritt. Was ist nur geschehen?" fragte Hannes mit gepreßter Stimme und deutete auf den zertretenen Schmuck. Dieser und Staft's verstörtes Wesen erfüllten ihn mit einem schrecklichen Argwohn. David schüttelte den Kopf. Und wo ist sie?" fragte er. Hannes sagte es ihm. " Kommen Sie," flüsterte David und führte den Kuraten in das Gärtchen zu der Bank unter dem Geisblatt, wo er „ So wüst Gesegne's Dir Gott!" sagte sie leise, indem sie eine irdene Schüssel mit einem Roggenmus vor ihn stellte. Dann hob sie seinen Hut vom Fußboden auf, legte ihn bei Ein zitternder Schrei entrang sich Stafi's Kehle. An sich niederließ. Seite und setzte sich ihrem Manne gegenüber, der unterdessen Afra hatte sie die Liebe ihres Mannes verloren, jezt wußte Aber so reden Sie doch, in des Himmels Namen," hastig zu essen begonnen hatte. Er sah immer nur auf die sie es. Er hatte aus seinen Besuchen auf der Mühle kein rief Hannes, indem er sich ebenfalls setzte. Was ist vorSchüssel und seinen Löffel; aber er fühlte, daß Stasi's Augen Hehl gemacht und zuweilen auch die Grüße bestellt, die gefallen?" auf ihm ruhten. Es wurde ihm unerträglich und schon fra ihm aufgetragen; aber sie hatte sich nichts Arges ge-" Ja, ich weiß nicht,"& chzte der Alte. wollte er sie anfahren, was sie ihm fortwährend auf den dacht. Jetzt sah sie plößlich Afra in der Kirche mit feind schreien und stampfen hab' ich ihn noch nie gehört." Mund zu schauen hätte? Das Wort blieb ihm jedoch in feligem Blick an sich vorüberschreiten, sah sie Ambros mit Er hat sie thätlich mißhandelt?" rief Hannes entsetzt. der Kehle stecken; denn wie er das Auge hob, traf dem schönen Weibe in der Sennhütte von Tamers die" Ja, ich weiß nicht," schüttelte der Alte den Kopf. es das Kreuzchen an ihrem Halse, das Afra ihr einst Forlane tanzen. Ambros stand bei ihrem Schrei einen„ Aber das hat er wohl noch nie gethan. Ach, das ist eine geschenkt hatte. Es war ihr aus dem Mieder geschlüpft, Moment wie in den Boden gewurzelt, worauf er nach seinem rechte Gnade Gottes, daß Sie gekommen find. Ich weiß als sie sich nach seinem Hute gebückt hatte. Er zuckte Sute griff und mit einem scheuen Blicke auf sie aus dem gar nicht mehr, was ich anfangen soll. Sie ist gar so ununwillkürlich zusammen; dann überflog eine jähe Röthe Hause eilte. Stasi merkte nichts davon. Ihr Gehirn wirbelte. glücklich." " sein Gesicht und den Löffel auf den Tisch werfend, rief Mit weit geöffneten Augen starrte sie auf den zertretenen Hannes seufzte tief auf und David begann allen er mit ausbrechender Heftigkeit, daß sie das Kreuz abthun Schmuck. Da lag das Kreuz, das Afra selbst ihr umgehängt Kummer, der fich ihm ihm aufgehäuft hatte, hatte, dem sollte. und sie bisher arglos getragen hatte. Da lag es und war Kuraten zu vertrauen. Hannes ließ ihn reden, wie er auch, Ja, was hast Du denn," fragte fie erschrocken und zertreten, allein das schwere Kreuz des Elends, das Afra ihr dem jeweiligen Antriebe gehorchend, in seinen Mittheilungen griff mit der Rechten nach dem Kreuzchen, als ob sie fühlen auferlegt, war nicht von ihr genommen. Das Kreuz lag hin und her schweifte, dem Kahne gleich, der sich von der wollte, was ihn daran ärgern könnte. auf ihrer Brust, es war glühend und brannte sich in ihr Uferkette gelöst hat und nun den Bewegungen von Wind und Er aber wiederholte seine Forderung nur noch leiden- Fleisch ein. Sie griff danach, um es wegzureißen, denn der Wellen folgt. schaftlicher. Schmerz, den es ihr verursachte, wurde von Sekunde zu Du sollst das nicht tragen! Thu's ab, oder ich reiß' Sekunde unerträglicher. Mit einem gellenden Schrei sprang es Dir vom Halse!" Er sprang auf. fie auf. Der Bach würde den Brand löschen. Zwei Arme Sie erschrat noch mehr. fingen sie in der Thür auf. Wie diese Mittheilungen dem jungen Geistlichen in die Seele schnitten, kann man sich leicht vorstellen. Aber er blieb stumm. Er hatte sich das Geficht mit der Rechten verhüllt, indem er den Ellenbogen mit der linken Handfläche " Herr Eugen Richter hat in dem Bericht seines daß die französische Regierung die Ausgaben des ge- zu welchem das Zarenthum sich ausgewachsen hat, zur Beut Blattes über den Frankfurter Parteitag" aus der Rede heimen Fonds erhöht habe, um in Spanien für überliefert ist. Beiläufig soll der Zar, der alles„ Europäische" Bambergers die Anerkennung des parlamentarischen die Republik kräftig zu agitiren. Die biedere Kölnerin thut haßt und Petersburg als deutsche Stadt" verabscheut, sich Wirkens der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion einfach ja, als ob sie in die Geheimnisse des französischen mit dem Plan tragen, ganz in Moskau zu bleiben. Nun unterschlagen, obgleich er, wie aus einer Notiz der Reptilienfonds ebenso gut eingeweiht sei, wie in die des wir haben nichts dagegen, wenn er recht weit von uns Freisinnigen Zeitung" erhellt, seinen Bericht denselben deutschen. Nun- republikanische Propaganda abrückt. Frankfurter Blättern entnommen hat, in denen wir die be- ist schließlich nichts Schlechteres als Krüger'sche Locktreffende Wendung fanden. Recht kennzeichnend für den spigelei 2c. 2c. 20. 2c. 20. 20. 20. Mann." Die, national liberale" Presse philosophirt im Rückblick auf den Partei- Todtentanz über die Be denklichkeit" von Programmen. In ähnlichen Betrachtungen wird sich das Milchmädchen ergangen haben, als der zerbrochene Topf in Scherben vor ihm lag. Ein seltsames und etwas beschämendes Telegramm tommt aus Japan: Totio, Montag, 1. Junt. Der Attentäter Tsuda Sanzo ist von dem Reichsgericht zur Untersuchung gezogen und eines Mordverfuchs auf das Leben des GroßfürstenThronfolgers von Rußland schuldig erklärt. Er ist demgemäß zu der äußersten vom Gesege zulässigen Strafe, zu lebenslänglichem Zuchthause, verurtheilt worden." " Zu der äußersten vom Gesetz zulässigen Strafe, zu also die Aus Paris wird unterm heutigen Tage telegraphirt: Die Regierung wird in der nächsten Woche in der Deputirtenkammer eine Vorlage einbringen, durch welche den Arbeitern nach dreißig Arbeitsjahren eine jährliche Rente von 300 bis 600 Frants gesichert wird. Die Arbeitgeber und die Arbeiter werden hierzu zu gleichen Theilen beisteuern und der Staat wird 2/3 des Gesammtbetrages dieser beiden Einzahlungen beitragen. Nur französische Arbeiter werden an lebenslänglichem Gefängniß" der Rententaffe theilnehmen. Arbeitgeber, welche ausländische Todesstrafe abgeschafft in Japan! Bei uns, die wir an Arbeiter beschäftigen, haben für jeden solchen Arbeiter täglich der Spitze der Zivilisation marschiren", wird lustig fort10 Cents zu Gunsten der Kasse zu zahlen. Die jährliche Aus- getöpft! gabe des Staates für diesen Zweck wird 100 Millonen Franks nicht überschreiten. Aus Buenos Ayres- Argentinien schreibt man uns unterm 3. Mai: Das Plenum des Weltpost- Kongresses steht jetzt vor der definitiven Beschlußfassung über die Vorlagen, die von den Kommissionen vorgeprüft worden sind. Die Rommissionsbeschlüsse betreffen unter anderem die Abschaffung des bisher den überseeischen Staaten vorbehaltenen Rechtes der Erhebung höherer Rekommandationsgebühren, ferner Wir wollen den Wortlaut des Gesetzentwurfes abwarten. die Erhebung einer gleichmäßigen Zuschlagstare in allen mehr wie die 38% Reichsrente scheint es allerdings zu sein, Staaten für Korrespondenzen nach überseeischen Ländern. was den französischen Arbeitern geboten wird. Das wichtigste Ergebniß ist bekanntlich der Beitritt Australiens zum Weltpostverein. Natürlich wird noch eine Im schweizer Nationalrath ist eine Amnestie gewiffe Zeit vergehen, bis die neuen Abmachungen in Kraft für die verschiedenen Putsche und Krawalle im Kanton treten. Bis dahin können wir unseren Lesern nur rathen, Tessin beantragt worden; sie wird voraussichtlich auch wohllöbliche Polizei war ebenfalls sehr zahlreich vertreten, zu bei der Frankatur von Briefen nach Australien die äußerste bewilligt werden, da die streitenden Parteien in Tessin sich Vorsicht walten zu laffen. Die Strafportis find eben auch inzwischen so ziemlich ausgesöhnt haben. infolge der bisherigen Nichtzugehörigkeit Australiens zum Weltpostverein außerordentlich hoch. Das haben wir selber schon einige Male bei nicht genügend frantirten Briefen, die wir aus Auftralien erhielten, zu unserem Schaden erfahren. Aus Bilbao in Spanien kommt ein Telegramm: Hier brach ein Streit aus. Zwischen der Polizei und den Streifenden tam es infolge der Auflösung einer Versammlung Handgemenge. Einer der Streitenden wurde getödtet. Der Belagerungszustand ist verhängt, die Führer der Sozialisten sind verhaftet." zum meffen. Die anarchistischen Gruppen hatten für den Nachmittag " Die vorgeftrige Maifeier verlief den Umständen angeein Meeting auf der Plaza Viktoria, dem Hauptplage der Stadt, anberaumt und es hatten sich auch dazu eine große Menge Menschen eingefunden, zum größten Theil Neugierige. Aber die hochFuß und zu Pferde, und verhinderte in brutaler Weise jede Menschenansammlung. Sie sprengte rücksichtslos in die Massen hinein, arretirte Viele und legte Einigen sogar Handschellen an. Dieses Resultat war vorauszusehen, deshalb hatten die sozialdemokratischen Vereine, darunter auch der„ Vorwärts", ihre Theilnahme an diesem Meeting von vornherein abgelehnt. Im Verein Vorwärts" fand Abends eine sehr gut besuchte Festlichkeit statt. Der Bericht des Direktoriums der bankerotten Nationalbank ist jetzt erschienen. Derselbe bringt derartige Mogeleien an's Tageslicht, daß alle Beitungen unisono nach dem Richter schreien. Als wenn Justiz und Regierung nicht identisch wären. Weder Justiz noch Regierung können die Staatsdiebe zur Rechenschaft rekrutirt. Die Bestrafung dieser Schufte kann nur vom Volk ziehen, eben weil die Diebesbande sich aus ihren eigenen Reihen Europäische Zivilisation in Afrika. Vor einigen Tagen berichteten wir nach dem St. Gallener Stadtanz." den wir als unsere Quelle ausdrücklich nannten, über die Art Das Stereotype des Telegramms ist es, was uns vorund Weise, wie Offiziere des Kongostaates" europäische Zivilisation in Afrika" verbreiteten. Besonders nehmlich interessirt- stereotyper Inhalt, stereotype Form: gravirend waren die Mittheilungen für den verstorbenen ein Streit zwischen Arbeitern und Unternehmern, die Polizei ausgehen. Ja, ba liegt eben der Hund begraben. Hier giebt es Bizegouverneur Coquilhet, dessen schändliches Treiben mischt sich ein, es kommt zu Gewaltthätigkeiten, Arbeiterblut fein Bolt, denn wenn es eins gäbe, hätten die Regierenden nicht vergossen, der Belagerungszustand proklamirt und die fo wahnsinnig wirthschaften dürfen und könnte folglich das Land nach den Angaben des Kongoreisenden Theodor West- vergossen, der Belagerungszustand proklamirt und mard geschildert war. Es war besonders hervorgehoben 1ozialistischen Führer verhaftet, obgleich kein Schatten sich heute auch nicht in dieser miserablen Lage befinden. Es ist worden, daß Coquilhet seinem Leben durch einen Pistolen- eines Beweises dafür da ist, daß sie mit dem Streit oder ganz unmöglich, daß in irgend einem zivilisirten Lande derartige schuß ein Ende gemacht habe, um sich der Verantwortung gar mit dem Krawall etwas zu thun gehabt haben. Aber Räuberstückchen vorkommen fönnen; wenn Derartiges in Nordamerita paffirte, würde Richter Lynch schnell bei der Hand sein, für seine Thaten zu entziehen. Der National- Zeitung" geht die Sozialisten werden nun einmal am Kragen gepackt und in anderen Ländern würde man den Schuldigen einsperren, das gehört zur Schablone. aber hier scheint jeder hohe Beamte ein Privilegium zum nun aus Brüssel eine Art Richtigstellung dieser Angaben Im Uebrigen wird durch unsere Nachrichten bestätigt, Schwindeln zu haben." zu: Coquilhet sei ein vortrefflicher Mensch gewesen, und er habe nicht durch Selbstmord geendet, sondern sei an daß der Bilbaoer Streit gar nichts Sozialistisches, überhaupt der Dysenterie gestorben. Wir sind nun nicht in der nichts Sozialistisches an sich hatte, und daß einzig und Lage, die Wahrheit dieser Behauptung zu prüfen. Auf- allein das kopflose und provozirende Auftreten der Behörde Das delirant reges) fällig bleibt es aber, daß erstens nicht die belgische Regie- den Zusammenstoß verursacht hat. rung, sondern unbekannte Privatpersonen nachträglich die. f. w. ließe sich für derartige Fälle also übersetzen: Die Widerlegung der schweren Anklage gegen Offiziere des Behörden retten den Staat und die Sozialisten werden daBochum. Wegen Aufreizung zum Streit wurde Kamerab Rongostaates versuchen, für deren Thun und Treiben die für bestraft. Bauer Weitmar von der hiesigen Straffammer zu 6 Wochen gesammte Verwaltung bereits vor längerer Zeit von der Das neue portugiesische Ministerium hat sich der Gefängniß verurtheilt, wovon 4 Wochen durch die Untersuchungsbelgischen Presse verantwortlich gemacht ist, und daß man ersten Kammer am Montag vorgestellt. Es scheint ein haft als verbüßt zu betrachten sind. Der Staatsanwalt hatte zweitens gerade die Mittheilungen unseres Blattes zum Aus- richtiges Verlegenheits- Ministerium zu sein, das aus An- Jahr Gefängniß beantragt. gangspunkt einer Berichtigung nahm. Weshalb wendete hängern aller Parteirichtungen innerhalb der herrschenden man sich nicht an die erste, von uns genannte Quelle, den Klasse zusammengesetzt ist. Die Führer aller Parteien haben St. Gallener Stadtanzeiger" und den Afrikareisenden West- ihm auch ihre Unterstügung zugejagt. mard? Doch nicht etwa, weil von dort aus die sofortige thatsächliche Widerlegung der angeblichen Berichtigung möglich war? In England fand am Montag eine Erfahwahl an Stelle des verstorbenen Deputirten Barbour( Gladstonianer) statt. Gewählt wurde Dunn( Gladstonianer) mit 4145 Stimmen gegen den unionistischen Liberalen Mekerrel, der 2807 Stimmen erhielt. Von Bedeutung ist die Wahl für die Beurtheilung der Frage, wie die nächsten allgemeinen Wahlen ausfallen werden, nicht. 1 0 Korrespondenzen und Parteinachrichten. ale den§ 110 des deutschen Reichs- Strafgesetzbuches scheinen einen Wattenscheid. Die Untersuchungen wegen Vergehens gegen großen Umfang anzunehmen. Neuerdings wurde auch gegen den Die Juden- Ausweisungen nehmen in Rußland ihren Kameraden Schillings die Untersuchung eingeleitet. Der§ 110 Fortgang. Nach Meldungen aus Moskau soll die dortige des Straf- Gesetzbuches lautet wie folgt: § 110. er öffentlich vor einer Menschenmenge, oder wer Polizei beabsichtigen, 12 500 Juden auszuweisen. Von diesen durch Verbreitung oder öffentlichen Anschlag oder öffentliche Auswären bereits 7500 gezwungen worden, Moskau zu verstellung von Schriften oder anderen Darstellungen zum Ungehorsam lassen. gegen Gefeße oder rechtsgiltige Verordnungen oder gegen die von der Obrigkeit innerhalb ihrer Zuständigkeit getroffenen AnordDie Berichte von dem Dynamitfund in der frannungen auffordert, wird mit Geldstrafe bis zu sechshundert Mark zösischen Ausstellung zu Moskau scheinen aus oder mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft. einer Mücke einen Elephanten gemacht zu haben. Jedenfalls muß die Sache eine harmlose Erklärung gefunden Dortmund. In einer Versammlung der Zeche„ Tremonia" haben, sonst wäre der Zar, dessen Sicherheitssinn bekanntlich hatte der Bergmann Oberhaus die Aeußerung gebraucht, daß er In der französischen Kammer interpellirte der Ar wunderbar ausgebildet ist, nicht höchsteigenpersönlich nach diejenigen Bergleute der Belegschaft öffentlich brandmarken werde, die noch Ueberschichten machen. Dafür wurde er vorgestern vom beitervertreter Basly wegen der durch Behörden erfolgten Moskau und in die Ausstellung gegangen. War's nun Schöffengericht mit drei Wochen Gefängniß bedacht. Auflösung einiger Syndikaiskammern"( Fachpereine und Ge- offenbar nichts mit dem Dynamit in Moskau, so werden werkschaften). Aus dem telegraphischen Bericht ersehen wir, doch aus allen Städten Rußlands Verschwörungen, Haus- Aus Hamm wird berichtet: Ein Genosse, der wegen Unbotdaß die Regierung die Mangelhaftigkeit des bestehenden suchungen, Berhaftungen gemeldet. Das Land kann eben mäßigkeit als Reservemann eine 24stündige Haft erhalten und Gesetzes zugab, und die Einbringung eines neuen versprach, nicht zur Ruhe kommen, so lange es dem asiatischen Despotismus, während dieser Zeit die Wände seiner Belle mit dem sozialistischen Programm bedeckt hatte, ist vom Kriegsgericht zu 5 Jahren durch welches die" Syndikatskammern" juristisch sichergestellt werden sollen. e stung verurtheilt worden. Diese Strafe ist übermäßig hart für die unüberlegte That. で Lateinisch: Die Könige( der Griechen) begehen Thorheiten Die Kölnische Zeitung" läßt sich aus Paris schreiben, und die Griechen müssen dafür büßen. unterstützte. David wiegte seinen großen Kopf trübfelig hin der Wuth darüber. Er konnte sich nicht verhehlen, daß Staft seine Untreue errathen hatte und wenn er in diesem und her. Nach einer Weile hob er wieder an: Ja, ich weiß nicht, sie hat an Nichts keine Freude Augenblicke feine Hände um Afra's weißen, runden Hals mehr, Abends, wenn ich den Rosenkranz hersage, betet sie hätte schlingen können, so würde er fie in seinem Grimme wohl mit, aber nach einer Weile wird sie still und ich erwürgt haben. Dann aber löfte wieder sein Trotz gegen mert's, daß ihre Gedanken weit weg sind. Dann hat sie so den Stachel des Gewissens. Nun ja, er hatte Afra gefüßt. einen nach einwärts gekehrten Blick, daß es fast graufig ist. Was war es weiter? War das eine Todsünde? Er liebte Einmal hat sie von ihrem Tod zu mir geredet und wie es Staft nicht; es war ein dummer Streich gewesen, daß er sie dabei mit ihr gehalten werden sollte. Wenn das Kind geheirathet hatte; sollte er deshalb fortan wie ein Mönch nur auch stürbe, hat sie gesagt und die Thränen find ihr leben? Er und ein Mönch! Und da war Afra, himmlischer Heilige Mutter Gottes, Herrgott, mit was für Augen sie ihn anschaute! Er stieß aus den den Augen gestürzt. welche Sünde, hab' ich gerufen. Da ist sie ganz erschrocken sie von sich und riß sie wieder an sich und küßte sie wie gewesen und hat geftottert: ja, ja, es darf nicht sein! Ach, ein Rasender. was ist das für ein Jammer." blicken! Allen. * Zeit, den 1. Juni. Einem Ertrablatt des Voltsboten" entnehmen wir über die Blutarbeit in Eisleben" noch folgende Einzelheiten: Gestern Nachmittag einhalb 4 Uhr sollte im Saale des „ Kronprinzen zu Gisleben eine Versammlung stattfinden, in welcher unser Genosse A. Hoffmann über„ Die Sozialdemokratie und ihre Gegner" referiren sollte. Bis halb 3 Uhr hatten sich mit den von auswärts getommenen Genoffen einige 60 Personen, darunter mehrere Frauen, eingefunden, als über 200 Bergleute, welche aus der Umgegend von Eisleben zusammengetrominelt waren, angerückt kamen; da der Einberufer bereits seit ein paar Tagen unterrichtet war, daß die Versammlung mit Knüppeln auseinandergetrieben werden sollte, hatte er in den Annonzen den Bergleuten den Eintritt verboten. Als den Bergleuten daher aus diesem Grunde der Eintritt verweigert, schlugen die mit Knüppeln, Todtschlägern, Hier gebunden, dort gebunden, und er strengte sich Gummischläuchen mit eingebundenen eisernen Schrauben, SchippenZwei dicke Thränen rollten ihm über die Wangen. vergebens an, die Stricke zu zerreißen. Aber sie mußten zertrümmerten Thüren, Fenster, Gläser, Tische, Stühle u. f. w., stielen zc. Bewaffneten ohne Weiteres auf die Anwesenden ein, Hannes war ganz in sich zusammengefunten. „ Wenn sie nur rechtschaffen beten könnte," fing der reißen: er mußte frei werden von Stasi, von Afra, von fielen über die Anwesenden, trotzdem ihnen auf Genosse Soff manns Vermittelung der Eintritt gestattet war, in wahrhaft Alte wieder an." Einmal hat sie mich gefragt, ob auch Er war dabei auf einem Pfade, der ihm zufällig unter bestialischer Weise her. Das Blut floß in Strömen; erst nach solche Sünden vergeben werden könnten, die man nicht die Füße gekommen, immer weiter gegangen. Schmale sirka dreiviertelstündiger Megelei, während die Angreifer auf bereue?" Hannes hob lebhaft den Kopf und das Geficht, welches grinte Thäler hatten in der Tiefe neben ihm gelegen, über 300 angewachsen waren, erschien die Polizei." war fast aschgrau. Ihm war rieselnde Waffer seine Wege gekreuzt; auf duftende er David zukehrte, war Wilster, 1. Juni. Die Mitgliedschaft beim Arbeiter- Bildungses flar, aus welchem Grunde Staft die Frage gethan. In Matten war er aus Wäldern getreten und hatte fich verein wird Manchem hier schwer verdacht, so daß es fast den welche Qual und Zerüttung des Gemüthes ließ sie ihn wieder in Busch und Wald verloren; an weidenden Kühen Anschein hat, als ob Jeder, der sein Wissen zu bereichern trachtet, war er vorübergekommen und in der Ferne der Jauchzer in Staatsbetrieben nicht mehr gebraucht werden kann. Man Und was haben Sie geantwortet?" fragte er mühsam. eines Gaisbuben erſchollen; er hatte auf nichts geachtet. höre Folgendes: Am 21. Mai erschien beim Vorstande des Ar" Ja, ich weiß nicht," versette Jener zögernd." Nach- Höher und höher war er gekommen, fühler wurde die Luft, beiter- Bildungsvereins ein Polizeibeamter und ersuchte um eine bem, was mir bekannt ist, hab' ich ihr gesagt, ist es ohne die er athmete. Auch das bemerkte er nicht. Der Pfad neue Mitgliederliste; die alte sei im Bureau abhanden gekommen. wurde immer undeutlicher und in einem steil ansteigenden iste aus. Vielleicht war nun der Behörde die Mitgliederzahl Der Vorstand war entgegenkommend und stellte die verlangte Reue nicht möglich. O, ich bitte Sie Herr Kurat!" Fichtengehölz verlor er sich ganz; Ambros ging jedoch immer zu groß oder es waren andere Umstände maßgebend noch am " Freilich," murmelte dieser. " Darauf ist sie denn ſtill geblieben," fuhr David fort. weiter, quer durch den Wald. Os lag ihm ja nichts daran, gleichen Tage wurde ein bei der Bahn beschäftigtes Mitglied zum Sie iſt ja immer so in fich, und ich alter Mann versteh's wohin er kam und die Leidenschaften wühlten in ihm fort. Herrn Bürgermeister befchieden und dort gefragt, ob er Mitglied nicht, sie schwätzen zu machen." Ein breiter, grüner Rücken mit einem kleinen Höcker in der des Arbeiter- Bildungsvereins sei. Das bejahte der Gefragte ohne Während er in dieser Weise auf der Bank unter Mitte, recte sich jenseits des Waldes vor ihm in die Höhe Zögern. Nun aber wurde ihm vom Bürgermeister bedeutet, daß dem Geisblatt, wo Stafi einst so gern zu fizen pflegte, und verwundert blieb er stehen. Es war der Gipfel des er sofort aus dem Verein austreten müsse, sonst tönnte er nicht Hannes zum Vertrauten seines Kummers machte, ohne zu Spitzhörndl, an dessen Fuß er stand.„ Meinetwegen," murmelte weiter an der Bahn beschäftigt werden. Wir glauben ahnen, daß er ihm damit glühende Kohlen auf das Herz er vor sich hin und begann den mit einem kurzen, rauhen jedoch nicht, daß es auf diese Weise gelingen wird, den Verein ſchüttete, stürmte Ambros durch den Bärchenwald oberhalb Grase bewachsenen Abhang schräg hinaufzufteigen. " jeines Gehöfts, eine Beute seines schlechten Gewissens und! ( Fortsetzung folgt.) zu schwächen. Im Gegentheil tönnen wir fonstatiren, daß gerade nach diesem Vorfall der Verein wieder einige neue Mitglieder aewonnen hat. Theater. Mittwoch, den 3. Juni. Opernhaus. Flick und Flock. Schauspielhaus. Der neue Herr. Berliner Theater. Der Hüttenbefizer. Deutsches Theater. Faust, I. Theil. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Nanon. Wallner Theater. Der verlorene Sohn. Vorher: Das Modell. Bellealliance- Theater. Tricoche und Cacolet. Ostend- Theater. Heinrich Heime. Saison- Theater. Vorstellung. Kaufmann's Variété. Große Spe zialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Passage- Panopticum. Unter den Linden 22/23. Neue Welt, Bergschloss- Brauerei Hasenhalde. 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Heute, Mittwoch: 1153b Kinder- Fest mit Gratis- Verloosung. Ein Lebendes Schaaf. Von 4 Uhr Nachm. ab: Konzert. Nachm. ab: Spezialitäten. Große öffentliche Bau. sozialdemokratische Versammlung Bonbonregen. Stangenklettern. Wettlaufen. Puppentheater. Fackelzug. Entree 15 Pig. Kinder, Geschenk und ein Freiloos erhalten, am Eingang eine Mühe, am Donnerstag, den 4. Juni, Abends 84 Uhr, Zages Ordnung: Beichent und ein greitos ergatten, 10 Pig. in Seefeld's Lokal, Grenadier- Strasse No. 33. DE Donnerstag: Sommerfest des Deutschen Bäcker- Verbandes. Neue Welt, 1. Vortrag des Herrn Wilhelm Werner. 2. Diskussion. 3. Bericht der Untersuchungs- Kommission und Wahl eines Vertrauensmannes. 4. VerBergschloss- Brauerei Hasenhaide.schiedenes. Sonnabend, den 6. Juni 1891: Großes Sommerfest, Vokal- u. Instrumental- Konzert, veranstaltet von den Gesangvereinen Genossen! Erscheint in dieser Versammlung. Achtung! 332/2 Da am 11. Juni bei Lips am Königsthor eine „ Norddeutsche Schleife",„ St. Urban"," Unverzagt",„ Collegia" öffentliche Volksversammlung stattfinden wird, so werden und Morgenroth"( Mitglieder vom Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg.). die Vorstände der Gewerkschaften und Vereine gebeten, Sämmtliche Gefänge( Bundeslieder) werden von dem Dirigenten Herrn für diesen Tag keine Versammlungen einzuberufen. J. A.: Robert Wengels, Außerdem: Spezialitäten- Vorstellung. Zum Schluß: 1 0. Loheit geleitet. Monstre- Fronten- Feuerwerk. Die Raffeeküche ist geöffnet. Anfang Nachmittags 4 Uhr. Im Bal champêtre: Grosser Ball. Billets à 20 Pf. sind in allen mit Plakaten belegten Lokalen und HandLungen zu haben. An der Kasse 25 Pf. 105/12 Hasenhaide mit 2 Köpfen. Th. Keller's Hofjäger Bergmanstr.Ecke. Indier 4 Beinen. 331/11 Gr. Frankfurterstr. 124. Achtung! Fachv. d. Steindrucker u. Lithographen Berl. Am Donnerstag, den 4. Juni 1891, Abends 8/2 Uhr, findet die letzte Versammlung bei Feuerstein, Alte Jakobstraße Nr. 75, im unteren Saal, statt. Tages Ordnung: 281/15 1. Raffenbericht. 2. Bericht der Arbeitsnachweis- Kommission. 3. Be richt der Rechtsschuh- Kommission. 4. Bericht der Unterstügungs- Kommission. 5. Bericht der Bibliothekare. 6. Bericht des Vorstandes über die Auflösung Vereins. rechnen haben, werden ersucht, es Eröffnung Versammlung zu thun. Bonbonregen, Hahnenschlag, Sackhüpfen c. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Heute, Mittwoch, den 3. Juni 1891: mit 4 Armen, Kinder- Fest mit Gratis- Verloosung. Bartdame. Gr. Militär- Konzert. mgroßen Saale Marionetten- Theater: Grosse Vorstellung. Boltsbeluftigungen. BALL. Vitreo ist Concs, Glas, alte Stiefel etc. etc. Spezialitäten- Theater v. 6-10 Uhr. Geöffnet von Morgens 10 Uhr. Castan's Panopticum. Jetzt: Friedrichstr. 165. J Lappländer aus den nordischen Schneegebirgen. 跳 Abends: Großer Fackelzug bei bengalischer Beleuchtung d. Gartens. Anf. 4 Uhr. Entree 15 Pf.( vorh. 10 Pf.) Kinderbillet nur an d. Kasse. A. Froelich. Ernst Gründer's Festsäle, Hasenhaide 21. Jahnstrasse 8. Große und kleine Festsäle, Vereinszimmer von 50, 100, 200 bis 3000 Personen, tomfortabel eingerichtet, habe zu Vereinsfestlichkeiten, Verfammlungen und Hochzeiten unter den koulantesten Bedingungen zu vergeben. Täglich: Große Chantant- und Spezialitäten- Vorstellung. Entree frei. Jeden Sonntag: Großer Ball in allen drei Sälen. Montag und Mittwoch: Ball bei gänzlich freiem Entree. Way Ohne Extra- Entree! Stutz' Photographie- Atelier Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 f. 957b des Bering- NB: witglieder, welche noch weiträge, Billets u. f. m. abus Sozialdemokratischer Wahlverein für Charlottenburg. Donnerstag, den 4. ds. Mts., Abends 8 Uhr, in Grischow's Salon, Rosinen Strasse No. 3: Große Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtv. Herrn Otto Klein über die bevorstehenden Gäste haben Zutritt. Kommunalwahlen. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 362/15 Achtung! Sattler! Am Sonnabend, den 6. Juni, findet im Eiskeller, ChauffecBerlin, Landsbergerstr. 82, nahe Alexanderplat. Hamburg.[ 501L traße 88, ein 12 Vikt-, Bruft- od. Kniebilder u. Spezialität: 1 wirklich, gabinetulla pujar Mk. 4,50. +1 zusammen Sommer- Felt Moabiter Gesellschaftshaus Sin 2 meter gr. Bild von 10 M. an. Aehnlichkeit, Haltbarkeit w. garantirt. statt, verbunden mit einem von den Mitgliedern der Zentral- Krankenkasse der Alt Monbit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Vorstellung. MR Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. Roloffaler Jubel E der urkomischen Pantomime Die lustigen Schneider. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Platz 50 Pf. Raffeeküche ist geöffnet. Volksbeluftigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Grosser Ball. E Helmuth Peters. 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Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthitrake 2. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 126. Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 93. Sigung vom 2. Juni. 11 Uhr. Am Ministertische: von Caprivi, Dr. Miquel, Graf Bedlig und Kommissare. Bezüglich der Rechnungen der Kaffe der Ober- Rechnungsfammer pro 1889-90 beantragt die Rechnungskommission die Ertheilung der Decharge. Abg. Dr. Arendt( frk.) stellt den Antrag, statt des Wortes „ Decharge" das Wort„ Entlastung" zu sehen. Mittwoch, den 3. Juni 1891. vativen und dem Zentrum bestehenden Mehrheit angenommen. Die von der Kommission vorgeschlagenen Resolutionen werden morgen berathen werden. Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 11 Uhr.( Petitionen.) Lokales. Die Protestversammlungen, die infolge des vom ParteiDer Antrag wird" abgelehnt, der Antrag der Kommission vorstande an der Spike der gestrigen Nummer veröffentlichten Aufrufs von den Vertrauensmännern der sechs Berliner Reichsbagegen angenommen. Das Haus tritt darauf in die zweite Berathung der Notags- Wahlkreise einberufen werden, finden von velle zum Sperrgese. und zu = Freitag, den 5. Juni, Abends 8 Uhr, 8. Jahrg. Hierdurch den Genossen zur Nachricht, daß unterzeichnete Personen am heutigen Tage mit dem Direktor der BorussiaBrauerei Herrn Kampfhenkel verhandelten und werden die Genossen ersucht, um allen Theilen gerecht zu werden, den Zustand bis auf Weiteres gelten zu lassen, wie er vor dem Bericht vom 28. Mai im Vorwärts" war. F. Mielenz, Mitglied der Lokaltommission in Johannisthal. R. Niemetscheck. D. Witke. Ein beredtes Zeichen dafür, schreibt der Gastwirths gehilfe", daß die Herren Gastwirthe nicht genug verdienen, um ihren Kellnern einen anständigen" Lohn zu zahlen, ist die Thatsache, daß der Pächter von Schlösser's Hotel in der Jägerstr. 17 das Grundstück von dem Bankhause von H. Löwy für 1 250 000 m. angekauft hat. Man sieht also, daß der Entbehrungslohn der armen Unternehmer noch immer leidlich zu ertragen ist, wenn dieselben nur das„ Theilen" desselben zu vermeiden verstehen, indem sie ihren Zu Artikel 1, welcher die Vertheilung der gesperrten Be- ftatt. Die Referate haben die in Berlin wohnenden sozial- Angestellten, wie es ja im Gastwirthsgewerbe Regel ist, den Lohn träge an die Erzdiözesen bestimmt, erklärt Reichskanzler Ministerpräsident von Caprivi: Die Staatsregierung hält demokratischen Reichstagsabgeordneten übernommen. Bezüglich vorenthalten oder denselben höchstens in der denkbar dürftigsten auch jetzt den von ihr vorgelegten Entwurf für besser, als den der Lokale, in welchen die Versammlungen tagen werden, ver- Form Darreichen. Entwurf, den die Kommission gegenwärtig vorschlägt. Aber weisen wir auf die in morgiger Nummer erscheinenden Auf die von konservativen Blättern stets bis zum um dem§ 9 des Gesetzes vom 22. April 1875 gerecht Annonzen, sowie auf die Freitags erfolgenden Bekannt- Himmel erhobene Wohlthätigkeit des Herrn Kommerzien zu werden und um das Ziel zu erreichen, den Frieden herzustellen den öffentlichen Anschlag. rathes Spindler wirft eine kürzlich von ihm getroffene Staatsregierung machungen an fördern, ist die Einrichtung ein sehr, sehr bedenkliches Licht. Feststehendermaßen er ans der Kommission säulen. bereit, den Gesetzentwurf, wie bezieht Herr Kommerzienrath Spindler aus seiner Färberei u. s. w. gekommen ist, anzunehmen, wenn er im Hause Annahme findet. Arbeiter- Bildungsschule. Der Ausflug der Schüler des einen Nußen von mindestens 200-300 pct., und trotzdem ist er ( Beifall.) Art. 1 wird nach den Kommissionsvorschlägen angenommen, naturwissenschaftlichen Unterrichts, zu welchem sich auch einige darauf bedacht gewefen, feinen so wie so respektablen Gewinn ebenso der Rest des Gesetzes mit einer vom Abg. Dr. Porsch Gäste eingefunden hatten, nahm in Kürze folgenden Verlauf: Die um die Summe von wöchentlich etwa 240 M. zu erhöhen. Die ( 3.) zu Art. 2 beantragten wesentlich formalen Aenderung, mit Genossinnen und Genossen versammelten sich Sonntag Nach- von der Färberei ausgeschickten Wagen, mit denen die Stoffe zu welcher Finanzminister Dr. Miquel sich einverstanden erklärt. mittag 3 Uhr an der Pankower Kirche. Von da aus wurde der den Konsumenten befördert wurden, wurden früher von einem Es folgt die dritte Lesung des Sekundärbahn Weg nach dem Schloßpark genommen, wo der Lehrer des natur- Rutscher geführt und ein„ Mitfahrer" trug die Waaren aus dem wissenschaftlichen Unterrichts, Herr Kantorowix, verschiedene an Wagen in die Wohnungen der Kunden. Schon von jeher war Gesetzes. Nach geschloffener Generaldiskussion wird die Vorlage nach ihn gerichtete Fragen in ausführlicher Weise beantwortete. Dann der Wochenlohn der Mitfahrer nur sehr minimal, da der höchste unerheblichen Diskussionen im Einzelnen und demnächst im Ganzen gings nach dem„ Elysium", wo von den Damen Kaffee gekocht ohn wöchentlich 16,80 m. betrug. Jedoch verdienten dieselben wurde. Nachdem hier über den weiteren Plan der Partie be- immerhin den gleichen Betrag durch die gespendeten Trinkgelder, an- so angenommen. Es folgt die zweite Berathung des Antrags Rorsch, be- rathen, wurde der Weg über Rosenthal nach Blankenfelde an so daß ähnlich wie in den Damenkneipen- ein Theil des Herr Kommerzientreffend das Verbot des Privathandels mit getreten, welcher in Bezug auf den Zweck des Ausfluges wesent Lohnes der in der Spindler'schen Fabrik beschäftigten Arbeiter Bei den Rieselfeldern in Rosen- von dem Publikum gezahlt wurde. 30 Mitfahrer zu einem Staats Lotterieloosen. Derselbe lautet:„ Wer ohne liche Anknüpfungspunkte bot. von durchschnittlich 15 bis 16 Mark; da staatliche Ermächtigung gewerbsmäßig Loose oder Loosabschnitte thal nahm der Lehrer Veranlassung, über das System derselben rath Spindler beschäftigte etwa der königlich preußischen Staatslotterie oder Urkunden, durch eine längere belehrende Erklärung zu geben. In Blankenfelde Wochenlohn welche Antheile an solchen Loosen oder Loosabschnitten zum stärkten sich die Ausflügler und nahmen nach einer anderthalb- ihm aber die für diese Arbeiter verausgabte Summe zu hoch erEigenthum übertragen werden, feilbietet oder veräußert oder zeit- stündigen Pause wieder den Weg nach dem„ Elysium" auf. Hier schien trotz der 200-300 pet. Nutzen so verfügte Herr Spindweise an einen Anderen überläßt, wird mit einer Geldstrafe von wurde die Stimmung bald eine recht heitere, so daß von Seiten er einfach, daß die Mitfahrer ihres Amtes erhoben und durch 100-1500 M. bestraft. Dieselbe Strafe trifft Denjenigen, welcher eines der Theilnehmer der Vorschlag gemacht wurde, eine ameri- Jungen im Alter von 12-15 Jahren ersetzt werden sollten. kanische Auktion zu veranstalten, welche auch sogleich vorgenommen Diese Jungen erhalten wöchentlich 8 M., fizzen neben dem ein solches Geschäft als Mittelsperson befördert. Die Kommission beantragt, den Antrag abzulehnen, dagegen wurde. Das Resultat derselben war ein recht erfreuliches, da Rutscher und haben die Zügel der Pferde zu halten, während der eine Summe von 23,40 M. zusammen fam. Es wurde beschlossen, Kutscher die Waaren in die Wohnung der Kunden trägt. Auf nachstehende Resolution anzunehmen: obigen Betrag zu Lehrmitteln des naturwissenschaftlichen Unter- diese Weise spart Herr Kommerzienrath Spindler wöchentlich Die so plötzlich ihres Die fönigliche Staatsregierung aufzufordern: richts in den betheiligten Schulen( 1. und 2. Nordschule) zu ver- 240 m., also jährlich etwa 12 480 M. wenden. Nachdem noch einige Arbeiterlieder gesungen, wurde Amtes enthobenen Mitfahrer sind nun zwar nicht entlassen unter weiterem Gesang der Heimweg angetreten. Gin Jeder hatte worden, sondern man beschäftigt sie in der Fabrik gegen den Da die meisten der Mitfahrer den Eindruck, einen ebenso fröhlichen als lehrreichen Sonntag früher bezogenen Wochenlohn. aber verheirathet sind und eine starte Familie haben, ist es ihnen Nachmittag verbracht zu haben. nach Wegfall der bisher bezogenen Trinkgelder nicht mehr möglich, ihre Familien mit einem Lohne von 16 M. ernähren zu können Sie sind also gezwungen, sich nach einem anderen Erwerb umsehen zu müssen, und Herr Kommerzienrath Spindler ist seine unbequemen Arbeiter auf eine äußerst einfache und durchaus nicht kompromittirende Weise losgeworden. 1. Die Zahl der Lotterieloofe der föniglichen Klaffenlotterie möglichst noch für das laufende Etatsjahr dem Bedarf entsprechend zu erhöhen. 2. Den Vertrieb der Loose der königlichen Klaffenlotterie mit thunlichster Sparsamteit unter Abänderung des bestehenden Systems der Lotterie- Ginnehmer zeitgemäß anzuordnen. 3. Ihre Bemühungen für den Erlaß eines Reichsgesetzes eintreten lassen zu wollen, durch welches eine einheitliche Regelung des Staats- und Privat- Lotteriewesens im Reich und innerhalb Der Einzelstaaten angebahnt wird. Abg. Korsch empfiehlt die Annahme feines Antrages, weil jezt die Staats- Lotterieloose vielfach in den Händen von Privat händlern sind, welche dem Publikum hohe Preise abnehmen, während für die Staats- Lotterieloose stets Abnehmer auch ohne Vermittelung dieser Zwischenhändler zu finden fein würden. Abg. Ezwalina hält die Frage für eine solche, die durch die Reichsgesetzgebung erledigt werden müsse, hat aber auch materielle Bedenken gegen eine solche Gesetzgebung für Preußen, wenn fie möglich wäre, er empfiehlt die Ablehnung des Antrages. Abg. v. Strombeck empfiehlt die Annahme desselben. Abg. Schmidt- Warburg( Bentrum): Wenn der Staat die Lotterie veranstaltet, dann kann es keine unmoralische Handlung sein, wenn ein Privater die Loose dazu verkauft. Redner hält es für nöthig, diese Frage reichsgesetzlich zu regeln, jedenfalls folle man den Termin der Einführung des Gesetzes hinausschieben, damit die Personen, welche hierbei betheiligt sind, sich einen anderweitigen Erwerb suchen können. Der Konsum von dicker Milch ist augenblicklich hier recht bedeutend, was auch leicht durch den Umstand erklärlich wird, daß es noch keine neuen Früchte giebt und daß eine Schüssel dicker Milch bei dieser warmen Witterung ein wahres Labsal ist. Da es längst anerkannt wurde, daß der Preis der Milch im VerEin großes Festeffen veranstaltet am 6. Juni auläßlich hältniß zu ihrem Nährwerth ein geringer und daß sie geradezu das billigste aller Nahrungsmittel ist, so wäre es in der That sehr wünschenswerth, daß der Milchkonsum immer so groß bliebe, feines 25 fährigen Bestehens der„ Verein Berliner Volksküchen." wie er zur Zeit ist, dann würde er wenig hinter demjenigen von Vormittag ist im Rathhaus eine pomphafte gegenseitige BeweihSchleswig- Holstein oder Dänemarck zurückſtehen. In diesen Ländern räucherung der„ Ehrenmitglieder" und sonstigen„ Wohlthäter"; ist der Verbrauch von Milch, Butter und Käse von altersher Frau Lina Morgenstern wird da wohl auch ihren redlich verein großer; derselbe wächst stetig mit der Bevölkerung, dienten Theil von Lobpreifungen abbekommen. Und dann findet und Milch sowie alle daraus bereiteten Speisen sind zur Erholung von den Anstrengungen ein solennes Festessen in bei Jedermann eine beliebte Nahrung. Ueberall kommt Butter- 3oologischen Garten statt. Sonst können die Leute von der Volksküchen- Ernährungsfür das arbeitende Volt nicht genug den Werth und milchsuppe auf den Tisch und in Kiel findet man im Sommer in allen Gartenlokalen Plakate mit der Ausschrift: Dickmilch, rothe methode Grüße mit Milch, Rhabarbergrüße, Erdbeeren mit Sahne u. s. w. die Vorzüglichkeit der Volksküchenkost in den Himmel heben, aber Wo existirt in oder um Berlin ein Gartenrestaurant, wo man sie selbst meiden sie jetzt ängstlich. Es scheint demnach, als ob ieht rothe Grüße mit Milch oder die sehr zeitgemäße Rhabarber sie wähnen, daß dergleichen vorzügliche Nahrung" zu gut für grüße effen könnte. Raum weiß man hier, was Dickmilch" ist, die bejizenden Stände sei." Sonst würde doch nichts näher wobei bemerkt werden möge, daß, Dickmilch" nicht dicke Milch" liegen, als daß die Herrschaften vom Volksküchenverein an dem Abg. Arendt hält die Bestrafung des Looshandels für noth- ist, sondern etwas ganz anderes. In Hamburg giebt es in der Festtag der Voltsküchen ihr folennes Mahl" in diesen abwendig, namentlich weil sehr viele fremde Lotterieloose in Preußen Nähe der Börse, auf dem Bursteh ein von einer dortigen Meierei halten und sich an der von ihnen so viel gepriesenen„ Rost" gehandelt werden. Es sei zu bedauern, daß die Polizeiorgane gehaltenes Kellerlokal, was so sehr besucht wird, daß daselbst in delektiren. der jetzigen Jahreszeit täglich 1000 Liter und mehr Milch zu der Fliegenplage. Das warme Wetter des Frühjahrs ist für noch nicht genügend aufmerksam find, um den Vertrieb fremder erwähnten Dickmilch verbraucht werden. Und die Hamburger be- das Hervorkommen und die Vermehrung des Ungeziefers besonLoose, der oft ein sehr offener ist, zu vermindern. ders günstig gewesen: in manchen entfernten Ländern traten Geh. Ober- Justizrath Lucas bestreitet, daß diese Frage der finden sich gut dabei. Gesetzgebung des Reiches unterliege. Jm ,, Durchbruch Zimmerstraße" ist wieder eine Ver- Schaaren von Heuschrecken auf, die Städter werden mehr wie je Abg. Richter: Dieser Ansicht war das Finanzministerum früher nicht. Redner bekämpft den Antrag, weil gar nicht festgestellt änderung eingetreten- er ist„ endgiltig" für den Wagenverkehr von Flöhen und Wanzen geplagt und auf dem Lande werden fei, unter welchen Bedingungen der Verkauf der Lotterieloose in freigegeben worden, nachdem man die Barrière, welche bisher Menschen und Vieh von unzähligen Fliegen belästigt. Da die Person übertragen werden könne, Alles sei in die Hand der Ver- zur nächtlichen Sperrung jener geheiligten Stätte diente, entfernt Bahl unserer ländlichen Genossen fortwährend zunimmt, so wird waltung gestellt. Man spreche im Allgemeinen im Volte davon, hat. Wir würden vorschlagen, meint die Voffische Zeitung", es uns Mancher derfelben vielleicht Dank wissen, wenn wir nachDie Thiere vor den Verfolgungen derselben zu schützen, wäscht daß bei der Vertheilung der Kollekten ohne Noth schon allzuviel fene Barrière ebenfalls ins Märkische Provinzial- Museum über- folgend einige Mittel gegen die Fliegenplage mittheilen. Wetterschaften und parteipolitische Rücksichten mitspielen. Die zuführen, wenn nicht die Vermuthung vorläge, daß dieselbe dem= Gegner der Privatlotterien hätten nur bei der Schloßfreiheit nächst noch verschiedene Male an der Durchbruchsstelle zur Ver- man sie mit einer Abkochung aus Bilsentraut, Knoblauch, KürbisLotterie ihre Meinung geltend machen sollen. Weshalb folle der wendung gelangte. Schon der Sparsamkeitssinn verlangt, daß blättern, Hansblättern, Hollunder, Steinöl, Tabak, WallnusZwischenhandel gestört werden, der dem Publikum die Loose nur man eine funkelnagelneue Barrière nicht so ohne Weiteres außer blättern, Wermuth, Quassia, Coloquinthen,' Ochsengalle, Raute, Aktivität setzt, zumal Anhalt- und Leipzigerstraße von dem Weihrauch, alles mit Essig und Del zusammengefocht. Aus den mehr zugänglich macht, der lediglich das thut, was die staatlichen Publikum benutzt werden können- was brauchen die Leute Stallungen vertreibt man nach Entfernung des Biebs die Fliegen, man Thüren und Fenster schließt schließt und dann Behörden unterlassen. Es schickt sich überhaupt nicht für Preußen, Insektenpulver bis zum vollständigen Durchdringen der aus der Lotterie einen Gewinn zu ziehen und so lange man dies gerade die Durchbruchsstelle zu paffiren! Voraussichtlich wird indem Luft mit demselben dort zerstäubt. Die Fliegen fallen thut, soll man sich um Kleinigkeiten des Zwischenhandels nicht also die Barrière noch des Desteren auftauchen. fümmern. Wenn man wirklich etwas erreichen wolle, dann solle Aus dem Krankenhause entlassen! Ein junger, anständig betäubt zu Boden, werden zusammengefegt man nicht solche Gelegenheitsgesetze machen, sondern gründlich gekleideter Arbeiter brach am Sonnabend in der Gräfestraße brannt. Frische Beschaffenheit des Insektenpulvers ist Hauptvorgehen und durch Reichsgeseze die Lotterien beschränken. Eine plößlich zusammen. Einige vorübergehende Arbeiter hoben ihn erforderniß. Sitzen die Fliegen an kalten Tagen an den Wänfolche Arbeit, wie sie gemacht werden soll, ist nur Pfuscharbeit. auf, und glaubten schon eine Leiche vor sich zu haben, bis end- den, so wird auf 120 Gr. Insektenpulver, 2 Gr. gepulverter lich der Mann die Augen wieder aufschlug. ( Beifall links.) Sobald er der Schwefel und 2 Gr. Herenmehl( Cyropodium) zugefeßt, und die Mischung mittelst einer Schweinsblase, in deren Deffnung eine Geh. Ober Justizrath Marcinowski erklärt sich gegen Sprache mächtig war, bat er um etwas Brot. Die Arbeiter wußten nun mit wem sie zu thun hatten! Der Federpofe befestigt ist, gegen die Fliegen gestäubt. Billiger, aber den Antrag der Kommission. Abg. Cremer Teltow empfiehlt die unveränderte Annahme Arme war vollständig entkräftet und vor Hunger zusammen- auch weniger wirksam, ist das Ausstellen mit Chlorkalt gefüllter des Antrags Korsch, der allein die Möglichkeit schafft, das gebrochen. Auf Befragen seit wann er Nichts gegessen hätte, Näpfe auf die Fenstersimse oder das Aufhängen von BeifußIn letztere seßen sich die Fliegen gegen Abend und Publikum von den schweren Ausschlägen zu befreien, welche es erzählte derselbe, daß er am Donnerstag, also vor bündeln. für Lotterieloose an die. Zwischenhändler bezahlen müsse, die zwei Tagen(!) aus dem Krankenhause ent- tönnen durch Unterhalten eines Sackes und schnelles Abschneiden sich diese Loose nicht gerade auf dem besten Wege verschafft lassen sei und seitdem noch nichts gegessen des Bündels gefangen werden. Als Schußmittel find Gaze habe. Die anwesenden Arbeiter theilten ihr Vesperbrot mit dem fenster und Reinlichkeit sowie Schutz der Schwalben empfehlens werth. die Loose der Staatslotterie systematisch auf; es ist nicht| Finanzminister Miquel: Die Privatlooshändler kaufen Armen, der es sofort verschlang. Einer der Arbeiter, welcher in demselben Hause wohnte, Von Wohnräumen, Vorrathskammern 1. f. w. hält man die möglich, fihnen entgegenzutreten; sie haben eine ganze Reihe holte zu Essen und zu Trinken; dann mußten aber alle so schnell Fliegen fern, wenn man der Delfarbe, mit welcher die Wände gestrichen werden, Lorbeeröl zusetzt. Um sie schnell aus den von Personen in ihrem Solde und erzeugen einen künft wie möglich ihrer Arbeit nachgehen. Stuben zu vertreiben, räuchert man, indem man trockene Kürbislichen Mangel an Loosen, welcher schließlich zur Preisfteigerung führt. Einem Banerufänger ist vor einigen Tagen ein des blätter auf glühende Kohlen wirft. Der Staat hat kein Interesse, dem Berkehr, welcher entsteht aus diesen Beziehungen zwischen Deutschen wenig mächtiger polnischer Arbeiter auf dem Lehrter Schlafstellendieb. Zu dem Tischler Herrn Wilhelm Krause, einem gutgläubigen Bublitum und dem sehr geschickten Privat- Bahnhof in die Hände gefallen. Als der Arbeiter, von Kiel Looshändler Vorschub zu leisten. Um die Vermittelung der kommend, auf dem Bahnhof anlangte, wurde er von einem ihm Prinzenstr. 6, tam am 6. v. Mts. ein junger Mann ohne Bart, Privathändler zu beseitigen, wird die Verwaltung vielleicht dazu unbekannten Mann angesprochen und nach seinem Reiseziel be- mit einem dunklen Jakettanzug, einem grauen Filzhut und Schnürübergehen müssen, die Bezirke der Kollekteure zu verkleinern und fragt. Der Arbeiter sagte dein Fremden, daß er nach Tilſit zu schuhen bekleidet, um eine Schlafſtelle zu miethen. Er gab an, ebenso die Loosabschnitte, tamit ein direkter Verkehr mit dem fahren gedenke. Der Fremde erbot sich, das Billet zu lösen und forderte zu aus dem Krankenhaus entlassen zu sein, woselbst er sich einer Bublifum ermöglicht wird. Ich fann nur meine persönliche diesem Zweck 20 M. Nach kurzer Zeit händigte er dem Bolen Augenoperation unterzogen haben wollte. Das linke Auge hatte Meinung fundgeben, da die Staatsregierung sich mit dieser Frage auch ein Billet ein und entfernte sich dann schleunigst. Wie er durch eine schwarze Binde verdeckt. Seinen Namen gab er och nicht beschäftigt hat. Die Kompetenz der preußischen Gesez später festgestellt wurde, hatte der Bauernfänger ein 10 Pals Urbeiter Heere an. In der bezeichneten Wohnung verblieb Billet zur Benutzung der Stadtbahn gekauft und mit der Beute er bis zum 22. v. Mt3. Am genannten Tage verließ er die gebung steht außer Zweifel. Wohnung gegen 6 Uhr und entnahm einem seiner Schlafkollegen Der Untrag Korsch wird darauf von einer aus den Konser- von 19,90 Pf. das Weite gesucht. haben. und ver= Ein Eisenbahn- Unfall auf der Ringbahn ereignete fich gestern Abend. Der Zug Nr. 1263, welcher um 6 Uhr 18 Min. vom Potsdamer Bahnhof nach Rixdorf geht, entgleiste hinter der Station Schöneberg beim Passiren der Weichen 7 und 8. Die Lokomotive und drei Personenwagen sprangen aus dem Geleise und bohrten sich seitwärts fest; durch das intakte Fungiren der Bremsvorrichtung wurde weiteres Unglück verhütet. Der Unfall geschah dadurch, daß an der Zungenvorrichtung der Weiche die Sperritange plötzlich sprang; infolge deffen wurde das Geleise nach beiden Richtungen geöffnet und die Wagen mußten aus dem Geleife springen. Das Geleise war am späten Abend noch gesperrt. 11 " 1 ein Portemonnaie mit 80 M., dem Anderen stahl er 12 Bigarren. I sorgten Herrn Wirth zu 50 M. Geldbuße verurtheilt, indem Itigier Interessen geltend. Es werden alsdann die zahlreicher Alle Personen, die mit dem bezeichneten Heere in Berührung es zu dessen Gunsten nur zwei Fälle für erwiesen erachtete. In inkriminirten Artikel, Erwiderungen Baare's und eine Reih tommen, werden höflichst ersucht, ihre Adressen bei Herrn Krause, der Berufungsinstanz versuchte der Angeklagte die Glaubwürdig gegen Fusangel polemifirender Artikel aus dem Rheinisch Prinzenstr. 6, abzugeben, damit dem sauberen Patron sein Hand- teit sowohl des Buffetkellners als auch einer ihn belastenden Westfälischen Tageblatt" verlesen. In den inkriminirten Ar werk gelegt wird. Der Schwindler ist in Potjidam am 25. No- Kellnerin anzufechten, der Gerichtshof aber sah sich um so weniger titeln heißt es u. A.: Die Bochumer Stadtverordneten= Ver vember 1870 geboren. veranlaßt, das erstinstanzliche Urtheil aufzuheben, als der Ange- fammlung zählt 24 Mitglieder, von diesen ist die große flagte inzwischen auch wegen kühner Verfälschungen von Mehrheit auf den Namen Baare gewählt, ein Theil zählt Porterbier durch Pazenhofer Bier zu 3 Monaten Gefängniß ver- zu den Beamten des Bochumer Gußstahlvereins." Auf eine Be urtheilt worden ist. merkung des Rheinisch- Westfälischen Tageblattes, daß den Bochumer Einschäßungs- Kommissionen höchstens der Vorwurf der Milde Ein Schreibfehler in einem gerichtlichen Aktenstück hatte gemacht werden könne, hatte Fusangel in seiner Zeitung erwidert: das Schöffengericht veranlaßt, eine wegen Gewerbeübertretung An-" Wenn von gegnerischer Seite behauptet werde, die Einschätzungsgeklagte freizusprechen. Eine Schankwirthin hatte ein Strafmandat Rommissionen hätten nur mildiglich gehandelt und hätten hiermit erhalten, weil sie im Jahre 1890 ohne polizeiliche Genehmigung das recht gethan, so sei das Erstere zugegeben, so weit es sich um Schankgewerbe betrieben hatte, in dem Strafmandat war aber infolge Partei- und Glaubensgenossen handle. Aber nicht Milde, sondern eines Schreibfehlers das Jahr 1889 genannt und als die An- Gerechtigkeit haben die Einschätzungs- Kommissionen walten zu geklagte dagegen die gerichtliche Entscheidung beantragte, schlich laffen, sonst verlegen sie ihre Pflicht und begehen ein Verbrechen sich der Schreibfehler in neuer Form auch in den Eröffnungs- an der Armuth. Nach dem Grundsaße verfahrend, daß eine Hand beschluß, denn dort war als die Zeit der That gar das Jahr die andere wasche, haben die Herren sich gegenseitig so mildig 18890 angegeben worden. Man hatte offenbar die falsche Jahres- lich" eingeschätzt, daß mancher faum ein zehntel von den Steuern Im Dorfe Britz hat in der vorverflossenen Nacht ein ver- zahl verbessern wollen und dann vergessen, die eine 8 wieder aus zahlt, welche er eigentlich bezahlen müßte. Wie die Herren dies Heerendes Feuer gewüthet, welches indirekt durch den starken zustreichen. Das Schöffengericht erkannte s. 3. auf Freisprechung, mit ihrem Gewissen und dem an Gidesstatt geleisteten Handschlage Regen verursacht worden ist. Die Firma Schmidt u. Co. hat weil es meinte, daß nur die in dem Strafmandat angegebene vereinbaren wollen, ist ihre Sache." Im Weiteren wird in den dort in der Bellealliancestraße große Mengen ungelöschten Kalts Jahreszahl 1889 in Frage kommen könne und die Angeklagte inkriminirten Artikeln bemerkt, daß, obwohl 3/5 der Einwohner Lagern. Der Regen muß durch eine schadhafte Stelle des Daches nachzuweisen vermochte, daß sie ganz abgesehen von der Ver- Bochums aus Katholiken bestehen, nicht ein Katholik zu den Einauf den Kalt geflossen und diesen entzündet haben. Der Schuppen jährungsfrage- im Jahre 1889 eine ordnungsmäßige Ronzeffion schäßungs- Kommiffionen gehöre; es laffe das tief blicken.- Es wurde in Brand gefeht und sind bei der großen Schnelligkeit, besessen habe. Gegen diese Entscheidung legte Staatsanwalt wird ferner ein Artikel aus dem Rheinisch- Westfälischen Tagemit der das Feuer um sich griff, drei Pferde ums Leben ge- Flickel die Berufung ein und vertrat den Standpunkt, daß blatt" verlesen, in dem ein Arbeiter, der sich R. G." unterzeichnet, tommen. Der Rutscher vermochte nur mit Mühe sich zu retten. Das Schöffengericht höchstens in der Lage gewesen wäre, das im Namen vieler Bochumer Arbeiter bestreitet, daß Fusangel nur Die Leichen des Liebespaares, welches sich vor einigen Strafmandat zu deklariren, nicht aber in der Sache selbst zu er- bezwecke, für Wahrheit und Recht einzutreten und die Interessen Die Leichen des Liebespaares, welches sich vor einigen Tagen auf der Oberspree von einem gemietheten Boote aus ins fennen. Wenn die Angeklagte hier mit Hilfe eines Schreibfehlers der Arbeiter wahrzunehmen. In dem streng katholischen Polen Wasser stürzte, sind bereits angeschwemmt und vorläufig in der durchkommen sollte, dann würde die Konsequenz sein, daß man werden die Arbeiter wie Thiere behandelt, so daß sie zu TaufenLeichenhalle zu Kiez- Rummelsburg untergebracht worden. Die auch einen Einbrecher wegen eines erwiesenen Diebstahls nicht den ihr Vaterland verlassen, und bei evangelischen Arbeitgebern Berstorbenen, welche sich zusammengebunden hatten, um vereint verurtheilen könnte, wenn infolge eines Schreibfehlers im Er- in Deutschland Arbeit suchen. Davon weiß allerdings Herr in den Tod zu gehen, stammen aus Belgien, es ist ein Doktor N. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Kalinowski, beantragte da- ferneren Artikel der„ Westfälischen Volkszeitung" heißt es:„ ES öffnungsbeschlusse die Zeit der That falsch angegeben wäre. Fusangel nichts, der ruhig auf seiner Villa sigt." In einem und seine Braut. gegen die Verwerfung der Berufung. Bei einem Einbruchs- mag ja sein, daß sich aus der Zeit des Vorgängers des Herrn Friedrichshagen. Die Lokalfommission giebt den Genossen Diebstahle gebe es noch andere Erkennungsmomente, bei diesem Baare noch ein alter Stamm von katholischen Meistern und bekannt, daß im Lokal von Paul 3adema cf der„ Vorwärts" Falle habe aber die im Strafmandat angegebene Zeit das einzige Arbeitern auf dem Bochumer Verein erhalten hat, allein jedenausliegt. In dem nahe gelegenen Rahnsdorf hat der Gastwirth Erkennungsmoment gebildet und darauf hin habe das Schöffen- falls steht soviel fest, daß Baare mit der sogenannten schwarzen " Zum großen Hecht" seine Zusage zurückgezogen und ist daselbst gericht ganz folgerichtig auf Freisprechung erkannt. Die Straf: Wirthschaft" auf seinem Verein aufzuräumen beginnt und daß jezt kein Lofal zu haben. Auskunft ertheilt bereitwilligst ari fammer schien sich jedoch der Auffassung der Staatsanwaltschaft die katholischen Arbeiter auf dem Bochumer Verein sich ihren Maiwald, Scharnweberstr. 22. zuzuneigen, denn der Gerichtshof beschloß, die Angeklagte per färglichen Lohn sehr mühsam verdienen müssen. Immer nur fönlich vorzuladen, um durch deren Bernehmung weiteres Material aufgeräumt mit der schwarzen Wirthschaft", Herr Baare, die Polizeibericht. Am 1. d. M. Vormittags wurde eine Frau zur Beurtheilung der Sachlage zu erhalten. Aktionäre des Bochumer Gußstahlvereins werden die Folgen in ihrer Wohnung in der Görlizerstraße erhängt vorgefunden. dieser Aufräumung wohl bald schmerzlich genug spüren und dann Auf dem Neubau Memelerstr. 6 fiel zu derfelben Zeit der Zimmer- Ein origineller Anklagefall wegen Impffontravention wird es heißen:" Weg mit der Baare'schen Wirthschaft." mann Albert Walker beim Tragen von Balfen infolge eines beschäftigte gestern die 93. Abtheilung des Berliner Schöffen: Die Polemik, die zwischen der„ Westfälischen Volkszeitung" und Fehltritts zur Erde und wurde durch den auf ihn fallenden gerichts. Dent Dent jezigen Telegraphen- Assistenten, derzeitigen dem" Rheinisch- Westfälischen Tageblatt" geführt wurde, war eine Balken an der Brust so schwer verletzt, daß er nach dem Kranken- Sergeanten Wilhelm Breitkopf war] am 5. März 1889 ein Sohn sehr persönliche und in einer Sprache gehalten, daß die Verlesung hause am Friedrichshain gebracht werden mußte. Vor dem geboren, welcher im März 1890, also vor Eintritt seiner Impfpflichtig: Dieser Artikel oftmals zu großer Heiterfeit im Gerichtssaale VeranHause Flottwellstraße 17 stieß Vormittags ein Geschäftswagen feit wieder verstorben ist. Am 7. September v. J. erschien nun ein dieser Artikel oftmals zu großer Heiterfeit im Gerichtssaale Veran laffung giebt. So wird z. B. auf die geiftsprühende Nase" des mit einem Mörtelwagen zusammen und wurde infolge dessen der Schuhmann in der Wohnung des Sergeanten und gab in dienstlicher laffung giebt. So wird z. B. auf die geiſtſprühende Nase" des Führer des ersteren, der Kutscher Gustav Born, vom Bock herab- Abwesenheit desselben eine Impfkarte mit der Aufforderung ab, wiesen und in Verbindung damit der Verwunderung Ausdruck Chefredakteurs des Rheinisch- Westfälischen Tageblatt" hingegeschleudert. Er erlitt hierdurch eine Gehirnerschütterung und den am 5. März 1889 geborenen Sohn Bruno Oskar Hugo gegeben, daß der Freund dieses Mannes, Herr Geh. Kommerzienmußte nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht werden.- binnen einer bestimmten Frist impfen zu Lassen und Mittags fiel ein Arbeiter vor dem Hause Weberstraße 40c in den Impfschein im Revierbureau vorzulegen. Da Frau rath Baare, Mitglied des Vereins zur Bekämpfung der Trunkder Trunkenheit von dem von ihm geführten Mörtelwagen und B. dem Beamten Mittheilung von dem Ableben ihres Kindes fucht fei. In weiteren Artikeln der Westfälischen Volkszeitung" wird erlitt eine so bedeutende Verlegung am Kopfe, daß seine Ueber machte, welches überdies durch die Standesbeamten und betont, daß, obwohl 3/5 der Bochumer Bevölkerung katholisch führung nach dem Krankenhause am Friedrichshain erforderlich durch Ausstellung des Todtenscheins polizeilich gemeldet sein fei, bie Armen- Zentralverwaltung zusammengesezt sei aus wurde. Nachmittags wurde ein Kaufmann in seiner Wohnung mußte, bekümmerte sich der Sergeant B. nicht weiter um diese 6 Protestanten, 1 Juden und 2 Katholiken; von den letzAlt- Moabit 78 mit Brandwunden an der Brust und an beiden Armen Angelegenheit. Inzwischen wurde er in seine jetzige Beamten- teren sei noch einer wegen Kräntlichkeit und hohen Alters nicht bewußtlos aufgefunden und nach dem Krankenhause Moabit stellung einberufen und vor einiger Zeit mit einer amtsrichterlichen in der Lage, seinen Posten auszufüllen. Alsdann wird getadelt, gebracht. Derfelbe hatte zu gewerblichen Zwecken Schwefel Strafverfügung bedacht, nach welcher er wegen Nichtvor, daß die Armen der Stadt Bochum gezwungen wurden, unter erhitzt, ist anscheinend durch den entwickelten Dampf ohnmächtig legung des Impfscheines seines Söhnchens in 3 M. Strafe polizeilicher Aufsicht die Straßen zu reinigen, sowie daß die geworden und hat durch den heraussprißenden Schwefel die genommen wurde. Selbstverständlich erhob der Betroffene Gin- Namen der Armen öffentlich in den jährlichen Magistratsberichten Brandwunden erlitten. Auf dem Dönhoffplatz fiel zu derselben spruch, und so gelangte diefe eigenartige Angelegenheit zur geZeit ein Schuhmacher in der Trunkenheit über die Ginfriedigung richtlichen Erörterung. Selbstverständlich hat der Angeklagte der Anlagen und verletzte sich dabei so schwer an der Stirn, daß freigesprochen werden müssen. er nach der Charitee gebracht werden mußte. brachte sich ein Versicherungsbeamter in den Geschäftsräumen der Gesellschaft mittelst Revolvers einen Schuß in die Schläfe bei. Schwer verletzt wurde er nach der Charitee gebracht. An der Köpnickerbrücke sprang Abends ein Mann in den Louisenstädtischen Kanal, wurde jedoch noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach dem Krankenhause Bethanien gebracht. Als in der Nacht und die Landgerichtsräthe Dr. Ruffel, Schneider II, Kettler und zum 2. d. M. der Verwalter des Grundstücks Prenzlauerstr. 59/60 mehrere dort nächtigende Männer zum Verlassen des Grundstücks aufforderte, fielen diefelben über ihn her und schlugen auf ihn ein. Infolge deffen gab er einen Schuß aus seinem Revolver ab, welcher den einen der Angreifer in den Fuß traf, worauf die Anderen die Flucht ergriffen. Der Verletzte wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Am 1. d. M. fanden vier kleine Brände statt. Nachmittags Gerichts- Beitung. Effen, 1. Juni 1891. Die Bochumer Steuereinschätzungs- Verhältnisse vor Gericht. 21 14 genannt würden. Ferner wird die weise Sparsamkeit" der genannt würden. Ferner wird die weise Sparsamkeit" der Armenverwaltung bemängelt, welche nur in einer Herabsehung der Armenunterstützung bestehe, die allerdings günstige Resultate" um die famose Redewendung des Bürgermeisters Lange anzuwenden, ergeben habe. Es sei nichts als Spiegelfechterei, wenn man sage: die Bochumer Armenpflege erfordere zur Zeit geringere Mittel als früher. Der Herr Bürgermeister Lange habe nur durch seine weise Sparsamkeit einen großen Theil der früher von der Gesammtheit getragenen Armenlast auf die Schultern des Mittelstandes abgewälzt, der auf diese Weise doppelte Armensteuer zahlen müsse, während die Großindustrie und die Leute mit großem Einkommen geschont würden." Ferner wird ausgeführt, großem Ginkommen geschont würden." Ferner wird ausgeführt, daß der Bürgermeister Lange über jedes Ei und über den Verbleib jedes Schinkens die genaueste Auskunft zu geben vermöge, der Geist aber, der in der Armenpflege herrsche, habe mit der christlichen Nächstenliebe nichts gemein. Die Armenpfleger sollen zugleich Polizisten sein, den Hospitaliten würde das Nothwendigste entzogen und verkauft, dafür müßten fie zweimal in der Woche in Zuchthausuniform öffentlich die Straße reinigen. Die Verhandlung wird hier gegen 2 Uhr Nachmittags auf morgen( Dienstag) Vormittags 834 Uhr vertagt. Morgen soll mit der Beugenvernehmung begonnen werden. Arbeiterbewegung. Erster Tag der Verhandlung.( Schluß.) Den Gerichtshof bilden: Landgerichtsdirektor Thöne( Präsident) Landrichter Hillenkamp( Beisitzende). Die öffentliche Anklagebehörde vertritt Staatsanwalt Sandmeier( Bochum). Die Fest stellung der Vorstraßen des Angeklagten Fusangel nimmt ziemlich lange Zeit in Anspruch, zumal der Angeklagte behauptet, daß in der Anklagefchrift auch mehrere Urtheile der Berufungsinstanzen aufgeführt seien. Der Staatsanwalt bemerkt, daß er dies noch feststellen werde. Auf Vorhalten des Präsidenten bemerkt Fusangel: Er habe nicht behauptet, daß die Einschätzungskommissionen von den Vermögensverhältnissen der einzelnen zu gering ein geschätzten Personen Kenntniß gehabt, sondern nur sagen wollen: Die Einschägungskommiffionen hätten vermöge der ihnen zu Gebote stehenden gesetzlichen Mittel Kenntniß von den Vermögens verhältnissen haben tönnen. Im weiteren habe er nicht be Eine Art Meisterstück in der Taschendieberei hat die un- hauptet, daß die zu gering besteuerten Personen der evangelischen verehelichte Wilhelmine Marie Döring, welche fich gestern Ronfeffion und politisch ber nationalliberalen Partei angehören, unter der Anklage des Diebstahls vor der zweiten Straffammer er habe im Gegentheil Ratholiken in gleicher Weise angegriffen. hiesigen Landgerichts I befand, am 5. April in der Brunnen- Präs.: Sie haben doch aber geschrieben, daß die angeblich straße zur Ausführung gebracht. Die Angeklagte, eine alte, viel zu gering besteuerten Personen politisch der nationalliberalen fach vorbestrafte Taschendiebin, besuchte am gedachten Tage Nach- Partei angehören?- Fusangel: Ich habe nur sagen wollen, Konferenz der Porzellaumaler Deutschlands in Berlin mittags eine Destillation in der Brunnenstraße und hielt sich das daß die nationalliberale Partei in der Bochumer Stadtverwaltung am 17., 18. und 19. Mai. selbst eine Zeit lang auf. Während ihrer Anwesenheit überließ das Heft in Händen habe, die Parteistellung aber nicht als Die Verhandlungen wurden am 17. Mai, Vormittags 81/2 Uhr, fich der Besizer dem Nichtsthuen; er stellte sich in seine Laden Beweggrund angeführt. Er habe nicht behauptet, daß der Ge- durch Herrn Vollmann- Altwasser eröffnet. Die Tagesordnung thür und erfreute sich ein Weilchen an der frischen Luft. Nach einiger heime Kommerzienrath Baare seinen Arbeitern die Steuern am lautet: 1. Unsere Sage. 2. Die Organisationsfrage. 3. Unfere Beit entfernte sich die Angeklagte, nachdem sie noch ein kurzes Gespräch ohne abziehe, er habe nur den Beweis führen wollen, daß die Fachpresse. 4. Gründung eines Verbandes event. Statutenmit dem Wirth geführt und sich von demselben freundlichst verabs Arbeiter bedeutend weniger Steuern zu zahlen hätten, wenn die berathung. 5. Verschiedenes. Es sind 13 Delegirte anwesend. schiedet hatte. Der Wirth ahnte nicht, daß ihm die freundliche vermögenden Bürger Bochums richtig eingeschäßt wären. Er er- Das Bureau für die Verhandlungen wird anf die Dauer der Dame eine sehr unangenehme Ueberraschung bereitet hatte. Ganz tläre sich als Verfaffer sämmtlicher inkriminirten Artikel bis Konferenz aus den Herren Munk- Berlin, Vollmann- Altfurze Zeit nach dem Fortgange der Angeklagten präsentirte ein auf 2; bezüglich dieser wisse er sich nicht mehr auf die Autor wasser, Bielowsti- Ohrdruff und Schnabel- Altwasser Mann eine Rechnung zur Bezahlung; der Wirth griff in die schaft zu erinnern. Präs.: Sie geben doch zu, daß die in- zusammengesetzt; zwei derselben führen gleichzeitig Rednerliste Tasche, erschrat aber nicht wenig, als er bemerkte, daß aus der friminirten Artikel beleidigend find und daß Sie auch die Ab- und Protokoll. Außerdem sind anwesend die Herren Hornfelben das mit 200 m. beschwerte Portemonnaie verschwunden ficht der Beleidigung hatten? Fusangel: Das gebe ich nicht Soltau als Berichterstatter für den Fachgenossen" und Lenh war. Es war fein Zweifel, daß sein weiblicher Gast, der sich zu, jedenfalls hatte ich nicht die Absicht der Beleidigung. für die Ameise". furz vorher so freundlich verabschiedet hatte, ein gewandter Präs. Wenn Sie diese Absicht nicht hatten, dann würden Sie Herr Vollmann, welcher die Verhandlung leitet, spricht Taschendieb war und ihm, während er an der Ladenthür stand, jedenfalls nicht solch heftige Ausbrücke gebraucht haben? Fus als Bertreter der schlesischen Kollegen den Dank aus, daß die das Portemonnaie in äußerst geschickter Weise aus der Tasche angel: Als das Steuerprogramm des Finanzministers Miquel Kollegen aller Orts ihre Vertreter gesandt haben, um Mittel und estamotirt hatte. Von der Angeklagten wäre sicher feine befannt wurde, da hielt ich es für angezeigt, einiges bereits seit Wege zu finden, wie unter einer anderen Organisationsform eine Spur zu entdecken gewesen, wenn dieselbe dem Be- langer Zeit gesammeltes Material über die Bochumer Steuer- Befferung der Lage der Porzellanmaler herbeigeführt werden könne. stohlenen nicht eines Tages auf der Straße zufällig in die Einschäßungsverhältnisse zu veröffentlichen. Diese Artifel waren Die schlesischen Kollegen feien sich der Tragweite und der Arme gelaufen wäre und nun der Polizei hätte überwiesen wer- zunächst vollständig sachlich gehalten. Das in Bochum erscheinende Verantwortlichkeit ihres Entschlusses, die Konferenz zu berufen, den können. Sie war auch sofort geständig und durchaus nicht Rhein- Westfälische Tageblatt", ein von den Großindustriellen wohl bewußt gewesen; fie geben sich aber der Hoffnung hin, daß überrascht, als sie der Gerichtshof mit Rücksicht auf die Höhe unterhaltenes Blatt, griff mich jedoch sehr bald aus An- mit Einsicht und dem festen Entschluß, nur Gutes zu schaffen, des Objektes zu 3 Jahren Zuchthaus verurtheilte. laß meiner Veröffentlichungen in in heftigster Weise an. die Herren Delegirten in die Verhandlungen eintreten und zu Es entspann sich infolge deffen eine lebhafte Preßfehde einem günstigen Abschlusse führen werden.( Bravo!) Daß in den Restaurants, in welchen Wein und echte und da ich auch die Allmacht des Bochumer Gußstahlvereins Der Waldenburger Vertreter erstattet einen eingehenden Biere von zarter Hand verzapft werden, unreelle und unfaubere angriff, so mischte sich Herr Geheimrath Baare in den Streit, Bericht über die Verhältnisse der schlesischen PorzellanManipulationen häufig an der Tagesordnung sind, ist eine be- indem er in einer öffentlichen Versammlung zu Bochum unseren industrie, welcher zu einer lebhaften Debatte Veranlassung giebt fannte Thatsache, welche durch zahlreiche Anklagen wegen Stadtverordneten- Kandidaten, den Generaldirektor der West- und wodurch die sonderbarsten Zustände im Berufe der Nahrungsmittel Berfälschung immer auf's Neue bestätigt fälischen Stahlwerke, Herrn Köhler, und mich in scharfer Weise Porzelliner" zu Tage treten. Alle Redner sprachen sich übereinwird. Eine solche wurde gestern in der Berufungsinstanz angriff. Dadurch wurde der Kampf in der Presse immer heftiger. ftimmend dahin aus, daß nur eine umfassende Organisation im vor der V. Straffammer gegen den Schankwirth Ge- Dies ist der Anlaß, daß ich heute hier angeklagt bin. Ich be- Stande sein könne, die geschilderten Zustände nach und nach zu Ient verhandelt. Derselbe besaß im vorigen Jahre in haupte, daß ich in der Hauptsache nur die gegen mich geschleu- beseitigen. Einige eigenthümliche Gebräuche unter den Por der Behrenstraße eine derartige Kneipe mit weiblicher Be- derten Angriffe zurückgewiefen und überhaupt in jeder Beziehung zellinern wurden zu beseitigen beschlossen, z. B. Abschaffung der dienung und hat die„ Glücksverbesserung" in der Weise be- nur in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt habe. fog. Freisprechgelder, Abschaffung hoher Einstandsgelder und trieben, daß er die Weinveste, welche von den Gästen in Gläsern Obwohl es nicht zu meinen Gepflogenheiten gehört, Strafanträge Abschaffung hoher Eintrittsgebühren. und Flaschen stehen gelassen worden waren, am Buffet in leere au stellen, so sah ich mich infolge der maßlosen Angriffe des Die Gründung eines allgemeinen Verbandes der PorzellanWeinflaschen gießen ließ, letztere wieder regelrecht verforkte und Rheinisch- Westfälischen Tageblattes" doch genöthigt, 34 Straf maler und verwandten Berufsgenossen( mit Einschluß der Glas diesen Mischmasch gelegentlich wieder an andere Gäste verkaufte. anträge gegen den Redakteur dieses Blattes zu stellen. Ver- maler), wird einstimmig beschlossen. Im Laufe der BerhandDer Buffetkellner Strauch hatte diese ekelhafte Methode zur theidiger Rechtsanwalt Schunk, bemerkt, daß augenblicklich lungen wurde der Fachgenoffe" als Verbands- Organ gewählt Anzeige gebracht, obgleich er sich selbst damit auch auf 21 Beleidigungsklagen gegen den Redakteur des heinisch- und dessen obligatorische Einführung für alle Mitglieder die Auflagebank brachte. Er hatte, wie er sich ausdrückte, diese Westfälischen Tageblattes" schweben. Der Angeklagte Lune- auf Kosten der Verbandskasse beschlossen. „ Schweinerei" nicht mehr mit ansehen können. Das Schöffen- mann schließt sich den Ausführungen Fusangel's vollständig an Als Sit für den Verband wird Altwasser in Schlesien gericht hatte den um das leibliche Wohl seiner Gäste so be- und macht ganz besonders ebenfalls die Wahrnehmung berech- gewählt, der Sitz des Ausschusses wird nach Berlin verlegt. " = " " Nach Berathung des Statuts für den Verband gelangte die Regelung der Reise- und Unterstützungsgeld- Frage( UnterstüßungsReglement) zum Abschluß. Die Verhandlungen zeigten den besten Geist; mit Ernst und Ausdauer wurden alle Fragen behandelt, welche geeignet erschienen, zum Besten der Arbeiter zu dienen. Das Eintrittsgeld wurde auf i M., der wöchentliche Beitrag auf 20 Pfg. normirt, im Bedarfsfalle kann der Vorstand mit dem Ausschuß Ertrabeitrag erheben. Es wird der Beschluß gefaßt, den Sprechsaal- nicht mehr der Handwerksbursche nicht fähig. Derselbe wird vor den Feuern| Austritt aus den Fachvereinen; das Halten unseres fozialdemo als Publikationsorgan für die Porzellanmaler- Vereinigung an- zusammenfinken und die Liste derjenigen, die infolge ungewohnter fratischen Organs, der Schwäb. Tagwacht", ist ebenfalls verzuerkennen, auch jedes Inseriren in demselben zu unterlassen, Anstrengungen erliegen oder den Tod in den Wellen suchen, wird boten; es wird sogar Kontrolle über die Wirthshausgespräche der fowie den Kollegen Dreher u. s. w. zu empfehlen, von diesem jedenfalls bedeutend anwachsen. Wenn man nun bedenkt, daß einzelnen Arbeiter ausgeübt. Die Forderungen, welche wir gestellt, Beschlusse Notiz zu nehmen. fein einziger Dampfer mit kompletter Mannschaft bis jetzt in find uns schon früher zu verschiedenen Malen mit der größten BereitSee gegangen ist und bedenkt, daß über die Hälfte aus uner- willigkeit zugestanden worden, von Seiten des Flaschnermstrs. Wetzel fahrenen Leuten besteht, so muß doch sogar dem Laien die Un- aber ist ihre Bewilligung stets wieder hintertrieben worden. Wenn ficherheit einer solchen Expedition ins Auge fallen. in Hamburg oder Berlin solche Zumuthungen an die Arbeiter Die Lohntommission der Heizer und Koblenzieher gestellt würden, wie es hier in Göppingen geschehen ist, so würden von Bremerhaven u. Umgegend. J. A.: H. Gehr, Ankerstr. 17. die dortigen Genoffen ebenfalls nicht anders gehandelt haben. Oder sollen wir vielleicht ruhig zusehen, wie man unfere Organi Mannheim, 2. Juni. Die Getreide- Arbeiter von Mannheim fation zerstört, follen wir ruhig bleiben, wenn das hiesige Unterund Ludwigshafen haben die Arbeit niedergelegt, weil mehrere nehmerthum mit einer wahren Berserkerwuth sich gegen uns bei dem vor einigen Wochen wegen Lohndifferenzen stattgehabten wendet? Nein und abermals nein. Die Generalfommission hat An Unterstützungen wurde das übliche Reisegefchent bei- Streik betheiligte Wortführer von den Oberarbeitern entlassen zwar auf die Angaben unseres Vertrauensmannes hin uns jegliche Unterstützung versagt. Dieser Beschluß fann uns jedoch behalten. Bei Arbeitslosigkeit kann eine wöchentliche Unter- wurden. stügung in einem Jahre 10 Wochen hindurch von 9 M. und bei Rom, 1. Juni. Wie die Tribuna" meldet, entstanden in nicht beirren, wir haben nur daraus die Lehre gezogen, daß die Maßregelung oder Lohndifferenzen 18,50 M., Nothfall- Unter- Savona bei Genua infolge der Verhaftung zweier Hafenarbeiter jetzige Form der Metallarbeiter- Organisation eine falsche ist und licher Rechtsschutz in gewerblichen, oder infolge der Thätigkeit der Menge wurden die Schüsse erwidert, vier Schußleute wurden richtig berben wir auch auf dem Metallarbeiter- Kongreß wirken. ftübung bis 30 m. in einem Jahre gewährt werden. Unentgelt ernste Unordnungen. Die Schuhleute schossen in die Luft. Aus daß die ländlichen Verhältnisse nicht von einer Zentralstelle aus beurtheilt und gewürdigt werden können. In diesem angeschossen, einer davon schwer verwundet. Das herbeigerufene Sinne Militär griff sodann mit dem Bajonett an und nahm viele Ver- An unserem Streit sind Flaschner, Metalldrücker, Schleifer und Gürtler betheiligt. haftungen vor. Die Unruhen dauern noch fort. Zum Schluß wollen wir noch bemerken, daß die Solidarität der norddeutschen Kollegen viel zu wünschen übrig läßt. Im Namen der Streilkommission: Hermann Thiele. für den Verband entstehenden Streitigkeiten. Die Konferenz beschließt ferner, sich mit den Arbeitern aller Länder solidarisch zu erklären und schließt sich den Beschlüssen der General- Kommission der Gewerkschaften Deutschlands an. Als Vertrauensmann in Fällen der Maßregelung und anderen allgemeinen Angelegenheiten wurde Herr Sarl Scheiff. Porzellanmaler, Berlin, Dresdenerstr. 107-108, bestimmt und hat derselbe am Gewertschafts- Rongreß theilzunehmen. In Anbetracht der allgemein schlechten Geschäftslage wurde beschlossen, Streits möglichst zu verhindern. Lehrzeit anzustreben. Zur Lehrlingsfrage wurde beschlossen, eine kurze gleichmäßige Vertreten waren 2500 Kollegen von Bayern, Berlin, Rheinland, Sachsen, Schlesien und Thüringen. Ueber die Verhandlungen wird ein Protokoll herausgegeben. Mit einem Hoch auf das Blühen und Gedeihen der neuen Vereinigung wurde die Konferenz am Dienstag, den 19. Mai, 112 Uhr Vormittags, geschlossen. Metallarbeiter- Kongreß. I. " Madrid, 1. Juni, Abends. In Bilbao wurde infolge der Unruhen der Belagerungszustand erklärt. Der Minister des Innern, Silvela, erklärte in der Deputirtenkammer, daß in Bilbao die Ordnung wiederhergestellt fet. Soziale Lebersicht. Einführung der Zwangs- Unfallversicherung in GroßLondon, 2. Juni. Der Schneiderstreit in Ost- London dauert britannien. Am 22. April d. J. wurde von mehreren englischen fort; es steht sogar eine Ausdehnung desselben bevor. Gestern Abgeordneten im Unterhause eine Berwerts Unfallversicherungsfam' es zwischen Polizei und Streifenden zu einem ernsten Konflikt. Bill eingebracht, bei welcher es sich nach der ArbeiterBersorgung" um den Versuch handelt, die Zwangs- Unfallversicherung zunächst in den Bergwerks- Distrikten einzuführen. Das genannte Organ spricht die Ansicht aus, daß diese Bill jedenfalls mit Rücksicht auf die guten" Resultate der deutschen Arbeiter- Gesetzgebung eingebracht worden sei. Sollte das thatsächlich der Fall sein, so sind die englischen Gesetzgeber aber doch Der Agitationskommiffion für die Frauenbewegung so vernünftig, ein Unfallgesetz schaffen zu wollen, welches zwar Berlins ist durch eine am 6. April d. J. stattgehabte Versammlung auch noch bedenkliche Lücken zeigt, dem deutschen gegenüber aber die Regelung der Angelegenheiten der Streit- Kontrollkommission doch noch einigermaßen annehmbar erscheint. Nach Inkrafttreten des Berliner Arbeiterinnenvereins übertragen worden. Von der des Gefeßes erhält die Wittwe des Verunglückten, so lange sie Frankfurt a. M., 1. Juni. Agitationskommission sind Bücher und Beläge der Streit- Kontroll- sich nicht wieder verheirathet, wöchentlich 7,50 M. und für die tommission gewissenhaft geprüft und für richtig befunden worden. Unterhaltung, eines Kindes wird 2,50, für die des zweiten 2,00 In den festlich geschmückten Räumen des Meriansaales wurde zu der Prüfung der Bücher und Beläge sind diejenigen Per- und für die des dritten sowie aller übrigen 1,50 M. für die heute Morgen der dritte Kongreß der Metallarbeiter aller Branchen sonen hinzugezogen worden, welche dieselben in Händen hatten. Woche gezahlt. Für Beerdigung werden nach Maßgabe ver= eröffnet. Ueber der Bühne ist ein Transparent mit der Inschrift: schiedener Umstände 100-400 Mart bewilligt werden. ArbeitsAn die Berliner Klempner. Infolge verschiedener an Metallarbeiter aller Branchen vereinigt Euch!" angebracht. Die der Schwere des Unfalls. Bergwerts- Eigenthümer, ebenso wie Delegirten sind aus allen Theilen des Landes zusammengekommen; uns ergangener Anfragen machen wir wiederholt folgendes be- unfähige Bergleute erhalten 2,50-10 Mark die Woche, je nach handelt es sich doch um eine für die ganze Arbeiterschaft Deutsch- tannt: 1. Nach Auflösung des Vereins der Klempner Berlins und Materials zu den Versicherungsfonds beizutragen, während die Bächter, haben je 3 Pfennig auf die Tonne des geförderten Tands wichtige Entscheidung: Gründung einer Metallarbeiter- Union. Sollte die Union zu Stande kommen, so werden sich die ver- Umgegend liquidirt die unterzeichnete Kommission über dessen Arbeiter je nach der Art ihrer Beschäftigung wöchentlich 8 bis wandten Berufsgenossen anderer Branchen ebenfalls veranlaßt Vermögen. Forderungen an den Verein oder Verpflich- 16 Pfennige beitragen sollen. fehen, eine einheitliche Organisation in obigem Sinne zu tungen gegen denselben sind bei der Kommission zu erledigen. 2. Reftirende Vereinsbeiträge( bis zum Tage der Auflösung fchaffen, um widerstandsfähiger zu sein gegen den gefährlichsten des Vereins) werden noch eingezogen, und zwar durch Kollegen Feind der Arbeiterorganisationen: das Unternehmerthum. Delcourt, Wienerstr. 28, sowie im Verkehrslokal der Klempner", Ritterstr. 123. Herr Schlicke- Frantjurt begrüßte die Delegirten im Namen der Frankfurter Metallarbeiter. Der Kongreß sei einberufen worden, weil die Organisation, welche gegenwärtig im Einzelnen besteht, nicht mehr zeitgemäß ist. Er wünscht den Delegirten zu der ernsten Berathung ein Glückauf!" Herr Segiz- Fürth erklärt den Kongreß für eröffnet. Er zweifelt nicht daran, daß die Delegirten die gestellte Aufgabe zur Bufriedenheit der gesammten Kollegenschaft erledigen. Nach Verlefung der provisorischen Tagesordnung wird die Wahl eines provisorischen Büreaus einer Mandatsprüfungsund Geschäftsordnungs- Kommission vollzogen und der Kongreß bis 2 Uhr vertagt. " 3. Kollegen, welche zur Zeit der Auflösung des Vereins den Rechtsschutz desselben in Anspruch genommen hatten, haben sich unter Vorzeigung ihrer Mitgliedskarte an den Arbeitsnachweis des Verbandes aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend zu wenden( Wallstr. 7-8), wo ihnen nähere Auskunft ertheilt wird. Versammlungen. M In der Generalversammlung des Vereins der Einfeter( Tischler) Berlins am 24. Mai tam der Vorstandsantrag: Errichtung einer Filiale des Arbeitsnachweises im Westen Ber lins, als erster Punkt der Tagesordnung zur Verhandlung. Der Referent, Kollege Niemanu, führte in sachgemäßer Weise die Vortheile vor, welche daraus für jeden Einzelnen sowohl, als auch 4. Nachdrücklichst verweisen wir darauf, daß For für die Gesammtheit erwachsen würden; namentlich sollte die derungen, welche nach dem 15. Juni d. J. geltend gemacht Zusammengehörigkeit der Kollegen einen festeren Halt dadurch bekommen. werden, keinerlei Berücksichtigung finden. In der Diskussion spricht Kollege Schönberg gegen 5. Alle Kollegen, welche noch im Besitze von Verden Antrag. Kollege Schmitz ist für eine Verlegung des ArbeitsAltenburg. Während der Pfingstfeiertage tagte hier der waltungsmaterial, Stempel 2c. des Vereins sind, werden nachweises nach dem Zentrum der Stadt. Kollege Schmidt britte( außerordentliche) Verbandstag des Verbandes deutscher hierdurch ersucht, dasselbe sofort an den Unterzeichneten oder( Moabit) ist mit dem Referenten einverstanden und zwar deshalb, Müllergesellen. Auf demselben waren ca. 2500 Müller durch Abends von 8-9 Uhr an Kollegen Danzmann im Verkehrslokal weil durch Errichtung einer Filiale im Westen ein gewissermaßen 29 Delegirte vertreten. Der Verbandstag beschloß den Sitz des bei Stramm abzuliefern. Diejenigen, welche dieser Aufforderung moralischer Druck auf den neu gebildeten West- Verein der EinVerbandes von Eisenach nach Halle, den Sitz des Ausschusses nicht nachkommen, werden unnachsichtlich bekannt gegeben. Ebenso setzer ausgeübt werden könnte, da derselbe sich die Aufgabe geder Einsetzer Abbruch zu aber von Frankfurt a. M. nach Kreuznach zu verlegen. Ferner diejenigen, welche ihren finanziellen Verpflichtungen nicht stellt habe, dem alten Verein thun zur Vergrößererung des neuen. Es geht ein trugen die Verhandlungen wesentlich zum weiteren Ausbau der nachkommen. Reiseunterstützung 2c. bei. Auch wurde der Beschluß gefaßt, daß die 6. Die Metallarbeiter- Zeitung" wird für das laufende Antrag vom Kollegen Schönberg ein, den Arbeitsnachweis Organisation der Müller auf dem bevorstehenden Gewerkschafts- Quartal für die Abonnenten noch im Verkehrslokal Ritterstr. 123 nach dem Vereinslokal zu verlegen, dazu eine Kontrollkommission fongreß durch den Delegirten Berlins, Kollegen Grunau, vertreten ausgegeben. Die Liquidationstommission. J. A.: Hermann zu wählen und die Errichtung von Telephonanschluß herbeizuführen. Kollege Schubert spricht sehr warm für den Vorstandswerde. Anschließend hieran bitten wir alle Genoffen, unserer Weber, Stallschreiberstr. 9, Neubau, r. I. antrag. Rollege Schreckenberg wünscht eine Vereinigung mit dem Organisation Vorschub zu leisten, wo sie nur irgend können. Es Die Geschäftsleitung der Maurer Deutschlands( Ham neuen Verein und ist gegen eine Arbeitsnachweis Rommission. herrschen in der Müllerei Arbeiterverhältnisse, welche aller Menschlichkeit Sohn sprechen. Klärt die Müller auf, sie sind mit dazu burg) hat die Abrechnung des abgelaufenen Geschäftsjahres, vom Er will, daß jedes Vereinsmitglied der Reihenfolge nach zur berufen, die politische Agitation in ihre Wirkungsfreise, 1. Mai 1890 bis 30. April 1891, zur Ausgabe gelangen lassen. Kontrollirung des Arbeitsnachweises herangezogen werde. Der d. h. auf das platte Land zu tragen. Alle Anfragen, betreffend Dieselbe gewährt einen schäzbaren Einblick in die deutsche Vorsitzende, Kollege Schmidt, spricht sehr eindringlich für die des Verbandes, der Agitation u. s. w. find zu richten an: Maurerbewegung. Was zunächst die Einnahmen betrifft, so be Verschmelzung der beiden bestehenden Vereine der Ginweil nur durch einheitliche Organisation etwas H. Kähl, Eisenach, Gothaerstr. 21, oder an: H. Käppler, Alten- liefen sich dieselben ausschließlich eines vorhandenen Bestandes feier, werden fann. Der als burg, Cottwigerstr. 20 1. 2 Tr. Von lekterem sind auch Probe- von 21 524,91 M. auf 76 403,37 M. Davon entfielen allein Zweckentsprechendes geschaffen neuen nummern des Fachblattes für Müller und verwandte Berufs auf Einnahmen für Streits 68 274,53 M. Zu diesem Streitfonds Gast anwesende Herr Oberhan, Mitglied des haben 245 deutsche Städte beigesteuert. Interessant ist nun eine Westvereins der Einsetzer, vertheidigte das Verhalten des neuen genossen zu haben. furze Zusammenstellung derjenigen Städte mit den höchstbezifferten Vereins mit zweifelhaftem Erfolg. Kollege Niemann tadelt das Bremerhaven, 1. Juni. Mit Bezug auf die gestern von Beiträgen, welche sie geleistet haben. An der Spize dieser steht Verhalten des Herrn Oberhan, der einen sonderbaren Gebrauch uns veröffentlichte Depesche über den Streik der Heizer theilt Leipzig mit 13 600 m., ihm folgt Berlin mit 12 200 M.( Maurer von seinem Gastrecht mache und anstatt sich entgegenkommend zu uns die unterzeichnete Kommission die Ursachen des Streits, 9200 M., Buzer 3000 M.), Hamburg mit 5000 M., Stiel mit zeigen, dem Vorsitzenden seine Leitung der Versammlung vorsowie die Forderungen, welche sie dem„ Norddeutschen Lloyd" 3521 M., Hannover mit 2530 M., Königsberg i. Pr. mit 1600 m., werfe. Es wird hierauf der Antrag: den Arbeitsnachweis nach gegenüber geltend macht, mit: Schon seit Jahren haben die Halle a. S. mit 1450 M., Bremen mit 1432,65 M., Braunschweig dem Vereinslokal zu verlegen und dazu eine Kontrollkommission Seizer und Kohlenzieher danach gestrebt, für ihre schwere und mit 1300 M., Harburg mit 1200 M., Lübeck mit 1100 m., zu wählen, angenommen. Der Antrag auf Telephonanschluß lebensgefährliche Arbeit den entsprechenden Lohn zu erhalten. Magdeburg mit 1000 M., Neumünster mit 950 M., Stettin mit wird abgelehnt. Nach einigen persönlichen Bemerkungen nimmt Kollege Schmidt, Da aber der Norddeutsche Lloyd" sich niemals dazu verstehen 918,80 M., Dresden mit 810,14. u. f. w. Selbst Schwerin i. M. fonnte, eine Wandlung herbeizuführen, so wurde in den Streit hat 600 m. aufgebracht, indessen Breslau nur mit 50 m. nachdem er den Vorsitz abgetreten hat, zum zweiten Punkt der eingetreten und folgende Forderungen gestellt: verzeichnet steht. Auf den Agitationsfonds entfallen Tagesordnung, Berschiedenes", das Wort. In scharfer Weise 1. Für Jeden das Recht, wenn er will, nach jeder Reise ab- von den Gesammteinnahmen 5659,84 M. Hieran bethei hält derselbe den Kollegen ihr unbegreifliches Verhalten in der An der Spizze steht legten Versammlung vor. Es sei doch höchst sonderbar, daß mustern. 2. Für Oberheizer 90, Heizer 80 und Kohlenzieher ligten sich 38 deutsche Städte. 70 Mart pro Monat. 8. Achtstündige Arbeitszeit, Ueberstunden wiederum Leipzig mit 1400 m., ihm folgt Berlin( Puger) Kollegen wie Schönberg, Hilfert u. A. an einem Tage, wie es 50 Pfennige. 4. Beseitigung des Zwanges für die beim Lloyd" mit 700 M., Stettin mit 250 M., Magdeburg mit 200 m., der 3. Mai war, den Punkt der Tagesordnung: Maifeier von fahrenden Kollegen dessen Seemannstasse beizutreten. 5. Schaf- Lübeck mit 200 M., Schwerin i. M. mit 100 M., Neumünster der Tagesordnung abzusetzen vermochten. Redner versucht nun fung eines Schiedsgerichts, bestehend aus Vertretern der Rheder mit 100 M., Olvenstedt mit 100 M., Geestemünde mit 100 m., in Etwas das Versäumte nachzuholen, indem er die Grundzüge und Schiffsleute, welche Streitigkeiten zwischen dem Kapitän die übrigen Städte unter 100 M. Außerdem sind dem Agitations des geplanten Vortrages zur Maifeier der Versammlung mitund der Mannschaft zu regeln hätte. Die Verhandlungen, fonds 1000 M. als Ueberschuß vom Die Verhandlungen, fonds 1000 M. als Ueberschuß vom" Grundstein" zugeflossen. theilen wollte. Er wurde jedoch mitten in seiner Rede dermaßen welche zwischen der Kommission und den Vertretern des Protokolle wurden umgesetzt in 118 deutschen Städten und zwar von den vorerwähnten wie auch von anderen Kollegen, darunter Norddeutschen Lloyd" geführt wurden, schienen bis auf wenige am meisten in Berlin( Maurer 2402, Puzer 900), Hamburg 836, Herrn Schreckenberg, unterbrochen und gestört, daß er seine geringfügige Punkte zu einem für beide Theile befriedigten Leipzig 624, Salle a. G. 300, Altona 250, Kiel 200, Geeſtemünde Rede abbrach und zugleich sein Amt als erster Vorsitzender Resultate zu führen. G3 wurden vor allem die Lohnfrage als 200, Harburg 250, Magdeburg 174, Königsberg i. Pr. 150, Neu- des Vereins niederlegte. Kollege Schmidt( Moabit) kritisirte das geregelt angesehen: Punkt 1 wurde von uns vorläufig fallen ge- münster 120, Wilhelmshafen 125, Zwickau 110, Schwerin i. M. Verhalten der Mitglieder dem Borsigenden gegenüber in scharfer lassen. Bunft 3 war bewilligt. Punkt 4 war insofern geregelt, 100, Wandsbeck 100, Thorn 100, Braunschweig 150, Bremen 102, Weise und wurde vom Kollegen Niemann lebhaft unterstützt, als ein Passus, der unsere Stellung zur Kasse mehr präzisirt, ein Lübeck 100, Görlis 100, Flensburg 100, Dresden 100, Chemniz welcher sich noch namentlich gegen das Verhalten des Herrn gefügt werden sollte. Punkt 5 wurde ebenfalls fallen gelassen, 100, Raffel 100, die übrigen Städte unter 100, Breslau 10. Schreckenberg wendet. Der Redner erklärt, es sei ihm unmöglich da diese Bestimmung durch Reichsgesetz geregelt und eine Ab- Den( außer Bestand) vereinnahmten 76 403,37 M. standen noch ferner mit den Kollegen gemeinsam weiter zu arbeiten und Auch Kollege änderung nur durch den Heichstag möglich ist. Der Vorsitzende 91 456,66 M. in Ausgabe gegenüber. Davon wurden veraus- legt fein Amt als Vorstandsmitglied nieder. der Filiale des Nordd. Lloyd, Herr Inspektor Leist, machte die gabt für Arbeitseinstellungen an 16 Städte 51 992,30 M. und Krohne, der Vertreter des Arbeitsnachweises, legte sein Amt als Anerkennung der soweit gebiehenen Werhandlungen von Herrn zwar an Stendal 560 M., Trier 400 M., Hildesheim 180 M., zweiter Kassirer nieder. Nachdem die aus ihren Aemtern Direktor Lohmann abhängig, glaubte aber sicher annehmen zu Frankfurt a. D. 500 M., Nienburg a. W. 90 M., Gardelegen scheidenden Kollegen auf Wunsch zugesagt hatten, bis zur Neudürfen, daß gerade die Lohnfrage geregelt set. Heute Morgen 150 M., Calvörde 100 M., Stettin 4600 M., Rostock 3300 M., wahl noch zu verbleiben, wurde nach Erledigung einer Frage die wurde nun die Kommission zu dem Inspektor Leist beschieden, Nordhausen 100 M., Wandsbeck 4100 M., Altona 5700 M., Versammlung unter großer Unruhe geschlossen. um bort von diesem zu hören, daß alles von Herrn Lohmann be Hamburg 31112,30 M., Bergedorf 500 M., Holzminden 300 m., willigt sei, bis auf die Lohnerhöhung. Hierzu fönne er sich nicht Greiz 300 M. Die Agitationsreisen erforderten 16 573,68 m., verstehen, wolle aber in Zukunft diese Frage nicht aus dem Auge die Besoldung der Geschäftsleitung 5412,10 M., Prozeßunkosten Alles wird bewilligt, nur 5528,99 M. u. f. w. Der Kassenbestand belief sich am 30. April Lassen. Wir glauben das sehr gern. das nicht, was den Herren etwas Geld toftet. Wir sind nun- 1891 auf 6471,62 m. mehr entschlossen, den Streit mit aller Kraft zu führen und bitten um Unterstügung. Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Zinkgießer und Stürzer Berlins und Umgegend hielt feine GeneralVersammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Vortrag des Genossen Pezel über die Frage: Wie stellen wir uns zur Neuorganisation der Metallarbeiter? 2. Diskussion. 3. Kassenbericht. Göppingen, 30. Mai. Die Streiffommission der Flaschner, 4. Auflösung des Vereins. Nach dem mit reichem Beifall bea Da hier weder Heizer noch Rohlenzieher anmustern, ist ber Metalldrücker 2c. schreibt uns: Im Vorwärts" befindet sich ein lohnten Vortrage wurde folgende Resolution angenommen: Die Lloyd gezwungen, ben Ersatz aus den Kreisen der Handwerks- Artikel aus Göppingen, welcher geeignet ist, ganz falsche Vor- Versammlung erklärt sich mit dem Referenten einverstanden; die burschen zu nehmen, Zeuten, die, ehe sie nach Bremerhaven kamen, ftellungen von unserem Streit bei den auswärtigen Genossen zu Versammlung erkennt, daß, da wir nur ein Glied in der Kette auf der Landstraße gelegen haben, Leuten ohne Kraft und Saft, erwecken. Unbegreiflich finden wir es, wie der Vertrauensmann der Metallarbeiter sind, unsere Vereinigung nicht den veränderten welche den Anstrengungen in feiner Weise gewachsen sein können. der Klempner solch unrichtige Darstellungen von unserer Sache Verhältnissen entsprechend gewachsen ist und beschließt, den bisher Die Jahreszeit ist soweit vorgeschritten, daß die nun hinzutretende geben fann, da ihm doch flar und deutlich die Ursache des bestehenden Verein der Zinkgießer und Stürzer aufzuheben und Hitze die Anforderungen, welche an den Feuermann resp. Stohlen. Rampfes von hier aus mitgetheilt worden ist. Es handelt sich Mann für Mann dem Verbande aller in der Metall- Induſtrie zieher gestellt werden, um das Doppelte erhöht. Und solchen uns wertschaftlichererster Linie um die gesammte politische und ge- beschäftigten Arbeiter beizutreten. Hierauf wurden die Kollegen jirengungen und erhöhten Anforderungen gegenüber erscheint uns wertschaftliche Organisation. Die Fabrikanten verlangen den Gürtler, Bolgmann und Kühn zur Liquidations- Kommiffion ge Eine ordentliche Mitgliederversammlung der Freien Vereinigung der Maurer Berlins fand am 28. Mai statt. Zum ersten Punkt der Tagesordnung, Vortrag, sprach Kollege Wernau über seine Erlebnisse während seiner Anwesenheit als Delegirter auf dem internationalen Arbeiterkongreß in Paris. An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Scheel und Friz Wilfe. Die Abrechnung von der Matinee ergab ein Defizit von 135,65 M. Im Verschiedenen beschloß die Versammlung, am 11. Juli in Orschel's Lokal, Sebastianstr. 39, ein Sommervergnügen für die Mitglieder zu veranstalten, der Preis der Billets wurde auf 30 Pf. festgesetzt. Der Vorsitzende ermahnte dann noch diejenigen Kollegen, welche Bücher aus der Bibliothek entnehmen, dieselben regelmäßig wieder abzuliefern. willkommen. " " 1 wählt, um den Uebertritt zu vollziehen. Nach Regelung einzelner an den Magiftrat betreffs Einführung von Regiearbeiten vor- Baufebeutel", Abends 9 Uhr bet Boppe, Lindenstr. 106.- Gefangverein Vereinssachen erklärte der Vorsitzende den Verein für aufgelöst. aulesen. Gleichzeitig legte der gesammte Borstand sein Amt nieder. Mit Wichtigkeit dieser Angelegenheit wurde jedoch beschlossen, diesen Brüderstr. 26. Der vorgerückten Zeit halber und wegen der hohen" offnung", Moabit, Abends 9 Uhr bet Figes, Wilsnackerstr. 63. Männergesangverein Gangestreue", Abends 9-11 Uhr bet Luther, Gefangverein Alpenrose",( Gem. Chor) 8-10 Uhr, einem Hoch auf die Metallarbeiterbewegung verließen die Kollegen Punft von der Tagesordnung abzusehen und demnächst eine Alexanderstr. 37, Ede Kaiserstr., 1 r. Gefangverein Alpenglühen den Saal. öffentliche Versammlung mit einer diesbezüglichen Tagesordnung Uhr, bet Schröder, Reichenbergerstr. 24. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, einzuberufen und hierzu auch einen Referenten zu bestellen. Mit ftraße 25b, Ede Alexanderstraße. Bitherklub Alpenveilchen", Abends 8½ Uhr, KaiserTambourverein einem dreifachen Hoch auf die internationale, völferbefreiende Echo"( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bei Hüttrich, Gollnowftr. 9.Gäste willkommen. Sozialdemokratie erhielt die Versammlung ihren Schluß. Männergesangverein Edelweiß", Abends 8% Uhr, bet Schneider, Belforterstraße 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Offenbacher Sängerfranz", bei Krause, Ritterstr. 105. Der sozialdemokratische Lese- und Diskutirklub Eman- Lübeck'scher Zurnverein: I. Lehrlingsabtheilung, Abends von 8 bis zipation veranstaltete am Sonnabend, den 30. Mai, eine öffent- 10 Uhr im Zurnfaale des„ Königstädt. Gymnaf.", Elisabethstr. 57–58. liche Versammlung für Männer und Frauen unter dem Vorsitze Zurntotal Mariannen- Ufer 1a. Berliner Turngenossenschaft. 5. Männerabth. Abds. von 8-10 Uhr; des Genossen Schmolling. Den Vortrag des Abends hielt Genosse 11 Uhr. Zurnlokal: Mühlenftr. 49-50. 8. Männer- Abth., Abends von 9 bis Turnverein ,, Osten", MännerOtto Goldberg über die Schäden der gegenwärtigen Gesellschafts- Abtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. ordnung. Der Referent geißelte die bestehenden Verhältnisse in Garten", Dresdenerstraße 45, Damen und Herren als Gäfte willkommen. Theaterverein Blumenlese" Stzung 9 Uhr Abends im„ Dresdener scharfer Weise und erläuterte die Frage, wie eine Besserung her- Theater u. Vergnügungsverein Bultania" Abends 9 Uhr, in Meißners beigeführt werden könne. Redner tam hierbei zu dem Resultat, Restaurant, Gartenstraße 162. Damen und Herren, welche ge= daß nur die Sozialdemokratie im Stande ist, die menschliche oder beim Vorsitzenden M. Lieste, Aderstraße 13, of 1 Treppe. neigt sind, dem Verein beizutreten, fönnen sich daselbst melden Gesellschaft auf eine ihrer würdigen Stufe zu bringen und daß Pollack- Klub ustige Brüder", Abends 8%-10% Uhr im Restaurant Berein es deshalb Pflicht jedes Verständigen ist, die Bestrebungen der siewald, Dresdenerstr. 38. Sozialdemokratie zu unterstützen. An der Diskussion betheiligten abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Stallschreiberstr. 58. Gäste willkommen. Fidele Brüder", Schönleinstr. 5 bei G. Kten. Gäste willkommen. Bergnügungs- Verein ,, Euphrosine", sich die Genossen Semmel, Schmolling und Richard Goldberg. Nach der Sizung: Tanz. Vergnügungs- Verein Proletariat", Die sehr gut besuchte Versammlung wurde mit der Mittheilung Sizung Abends 9 Uhr, bet Steemann, Melchiorstr. 15, Hof part. Säfte willgeschlossen, daß der Klub Emanzipation seine Vereinsfigungen Geselliger Berein Freiheit" Abends 8 Uhr, bet Genoffe Leininger, Geselliger Klub Proletariat" bet Lorenz, Koppenftr. 40 e. feden Mittwoch, Abends 81/2 Uhr, im Wagner'schen Lokale, Neue Boyenstr. 40. und Gäste, Damen Königstr. 89 abhält und daß Gäste stets willkommen find. Herren, willkommen. Ver gnügungsverein Bonum", Abends 8 Uhr bei Schröder, Stegligerstraße 18. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Verein Berein Kreuzfidel", Sigung mit Damen bet Doberstein, Mariannender Soldin er", Abends 8% Uhr bei Wutte, Friedrichsbergerstr. 24. firaße 31.- Berein ehem. Schüler der 44. Gemeindeschule", Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmſir. 105.- Rauchtlub ,, Nordahmer, Gräfeſtr. 82. Stern" in Friedrichsberg. Rauchflub Bultan", Abends 9 Uhr bei Die Freie Vereinigung der Zeitungsspediteure und Verkäufer hielt am 25. Mai seine ordentliche Versammlung ab. Der Hauptpunkt der Tagesordnung, die Fortsetzung der Berathung über die Botenfrage, mußte des schwachen Besuches wegen auf die nächste Tagesordnung gesetzt werden. Unter Verschiedenem wurde ein Antrag, den Verleger des„ Berliner Tageblatts", Herrn Mosse, auf die mißliche Einrichtung zur Aushändigung der Zeitungen aufmerksam zu machen, angenommen. Es wurde angeführt, daß der Andrang der Abholenden oft so groß ist, daß man befürchten müsse, erdrückt zu werden. Nachdem der Vorsitzende noch ersucht hatte, zur nächsten Versammlung, am 15. Juni, vollzähliger zu erscheinen, gingen die Versammelten auseinander. Eine öffentliche Versammlung der in Holzfabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter fand am 25. Mai unter Vorsitz des Kollegen Rühl statt, in welcher der Abgeordnete Tuyauer einen Vortrag über„ Gewerbe- Schiedsgerichte" halten sollte. Da aber der Referent nicht erschienen war, hielt an seiner Stelle Herr Völkel einen Vortrag über die Ziele der ArbeiterDer sozialdemokratische Wahlverein für den zweiten Den Bericht der Delegirten der Berliner Streit- Kontrollkommission bewegung". An der Diskussion betheiligten sich mehrere Kollegen. Berliner Reichstags- Wahlkreis hielt am 26. v. M. eine Ver- erstattete Kollege Stein. Er schlug vor, die Delegirten zurücksammlung ab, in welcher Genoffe Glocke einen Vortrag über: zuziehen. Man beschloß auch demgemäß. Doch wurde ein VerDie sozialrevolutionäre Bewegung in Rußtrauensmann bestehen gelassen und Kollege Rühl dazu gewählt. land" hielt. Der Vortragende erntete lebhaften Beifall. In der Diskussion sprachen die Genossen Klein, welcher die russischen Verhaltnisse mit unseren vergleicht und Kißler, welcher zur unermüdlichen Agitation auffordert. Nachdem noch in der Distuffion die Genossen Luhm, Gefrois, Nöhrenberg und Kroll gesprochen, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. Eine gutbesuchte Versammlung der Textilarbeiter und Arbeiterinnen tagte am 25. Mai unter Leitung des Kollegen Petersdorf mit der Tagesordnung: 1. Verlesung des VerbandsStatuts; 2. die Arbeiter- Kontrollmarte in der Textilbranche. Das Statut wurde, nachdem von verschiedenen Rednern darauf hingewiesen, daß dasselbe doch nur ein provisorisches sein kann, auch wenn wir noch Aenderungen vornähmen, gegen zwei Stimmen angenommen. Ueber die Arbeiter Kontrollmarke referirte hierauf Genosse Augustin und erntete reichen Beifall für feine gelungenen Ausführungen. Ein Antrag, Wahl von einer Kommission, wurde abgelehnt, weil die Ansicht vorherrschend war, erst in den Branchen- Vereinen Lohntarife auszuarbeiten, damit der zu wählenden Kommission auch Material übergeben werden kann. Deshalb wurde die Wahl einer Kommission einer späteren Versammlung überlassen. = tommen. Orientalischer Rauchklub, Abends 9 Uhr, bei HartStattlub reff", mann, Manteuffelstr. 71, Gäfte willkommen.- Rauchklub Frisch gewagt", Abends von 9-11 Uhr, Boſenerftr. 5 bei Rockendorf. Rauchtlub ,, Dhne 3wang", Abends 8 Uhr, bei Spät, Weinstr. 28. Rauchtlub Grüne Quaste", Abends 9 Uhr, bet Schlüter, Kleine Markusbends 8½ Uhr, Frankfurter Allee 90 bet Otto Babel. Gäste willkommen. ftraße 10. Gäſte willkommen. Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch, Abends Nostizstraße 29, bei Hahn. " uhr, uebungsstunde( Aufn. von Mitgl.). Krautstraße 52 im Restaurant. Gesangverein Freies Lied", Gesangverein Zufriedenheit", Gesangverein Crescendo", WrangelGesangverein" Freya",( Gem. Eine öffentliche Maurerversammlung von Rigdorf Straße Nr. 141 bet W. Schmidt. tagte am 28. Mai. Auf der Tagesordnung stand die Bericht- Hochstr. 32 a bei Wilte. Chor) bei Zemter, Münzstraße 11. Männer- Gesangverein hilaritas", erstattung vom 8. deutschen Maurerkongreß in Gotha. " Flöterscher Gesangverein", 28ndsbergerstr. 31 Der bei Musold. Arbeiter- Gefangverein, or wärts", Schönhauser Allee 28 bet Berichterstatter war Herr Böttcher- Rixdorf. Nach kurzer Debatte Nürnberg. Gefangverein Stedesfreiheit", Blumenstr. 38 bei Hente. wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die öffent verein Deutsche Eiche", Blumenstr. 46 bet Went. Gesangverein der Steinmeßen", Johannisstr. 21 bei Müller.- GesangArbeiter- Gesangliche Maurerversammlung erklärt sich mit den Beschlüssen des verein" Echo", Bantow bei Borchardt, Schulzeftr. 27. Gefangverein Gesang erklärt die Versammlung, sich dem vom Kongreß mit großer verein Freiheit", nebungsstunde von 9 bis 11 Uhr im Restaurant deutschen Maurerkongresses voll und ganz einverstanden. Ferner erche", Abends 9 Uhr, bet Zimmermann, Brunnenstr. 119. verein Johanni" am Ostbahnhof Nr. 7, bei Junold. Arbeiter- GefangMajorität angenommenen Zentralverbande der Maurer Deutsch- Hämmerle, Bülowfir. 59, part. Männergesangverein, Morgenroth", lands Mann für Mann anzuschließen und mit allen Kräften Reichenbergerjir. Lo bei taol. dafür zu agitiren. Herr Schweizer hielt hierauf einen Vortrag über die Zentralorganisation. Die Versammlung erklärt sich mit dem Referenten voll und ganz einverstanden. straße 16. 1 Verein Steinfeger- Sängerchor", Schwedterstr. 17 bei Wolter. Gesangverein„ Südost" bet Siemer, CuvryMännergesangverein Steinne Ife", Gerichtstr. 10 im RestauMännergesangverein 8ufriedenheit" bei Gauger, WillibaldAlexisstraße 5. Gesangverein" yra" bei Stachel, Raupachstr. 6. Männergesangverein der Kürschner bet Röllig, Neue Friedrichstraße 44. Offenbacher Sängerkranz, Ritter- und Prinzenstr.- Ecke bei Krause. rant. Vermischtes. Kairo, 1. Juni. Hooker, welcher von der Regierung nach den von den Heuschrecken verheerten Gegenden zur Berichterstattung abgefendet wurde, hat hierher gemeldet, daß die jungen Heuschrecken im Süden so massenhaft auftreten, daß das ganze Delta von dort aus bedroht erscheine. Die ernstesten Maßregeln zur Abwehr werden ergriffen werden. Brik. Am Sonntag, den 31. Mai, fand hier eine öffentliche Versammlung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter mit Frauen statt. Der Vorsitz wurde dem Genossen Steinmar übertragen. Genosse W. Wach hielt einen längeren Vortrag über " Die Entwickelung der fapitalistischen Wirthschaftsweise". Nach bem Vortrage, an den sich keine Diskussion schloß, wurde befannt gegeben, daß zum Sonntag, den 6. Juni, eine Partie mit Damen nach Mariendorf geplant sei. Man müsse den dortigen Gastwirth Schensch, dem von der Behörde die Tanzkonzession In der Generalversammlung der Freien Vereinigung genommen worden ist, unterstützen, und darum sei eine rege Beder Kutscher und der im Fuhrwesen beschäftigten Arbeiter theiligung erwünscht. Der Treffpunkt ist Rigdorf, HermannBertins hielt Herr Koblenzer einen beifällig aufgenommenen ftraße 84 und Knesebeckstraßen- Ecke. Treffzeit ist Mittags 1 Uhr. Vortrag über: Der Kampf ums Dasein". An der Diskussion Es wurde dann zum Beitritt zum Verein der Bau- und gewerbbetheiligten sich Brunsch, Danneberger und Böttcher. Nachdem lichen Hilfsarbeiter aufgefordert, sowie zum Anschluß an die mer u. Co. in Williamsburgh brach um Mitternacht Feuer aus, New- York, 2. Juni. In den Böttcherwerkstätten von Palder Raffenbericht und Verschiedenes erledigt waren, wurde die politischen Vereine, die Arbeiter- Bildungsvereine von Rixdorf welches bald auch die Dick und Meyer'sche Zuckerfabrit, sowie Versaminlung mit einem dreimaligen Hoch auf die internationale und Briz. Ein Antrag, eine Tellersammlung zu veranstalten die Depots der New York Zentral Eisenbahn und der PennSozialdemokratie geschlossen. und den Ertrag der Generalkommission für den Maifonds zu fylvania- Eisenbahn ergriff. Mehrere Feuerwehrleute trugen leichte übersenden, wurde einstimmig angenommen. Nach der Vergeschäßt. " = Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Der Verband der Möbelpolirer Berlins fund Umgegend sammlung fand ein gemüthliches Beiſammensein mit Tang statt. Berungen davon. Der Schaden wird auf eine Million Dou. hielt am 25. Mai feine ordentliche Monatsversammlung ab. Zum ersten Punkt der Tagesordnung hielt Genosse Marewski Der Arbeiter- Bildungsverein für Mariendorf und Umeinen äußerst interessanten Vortrag über Moderne Ehe und gegend hielt am 26. Mai eine Versammlung ab. Es wurden freie Liebe", welcher mit großem Beifall aufgenommen wurde. Gedichte aus der Zeitschrift Neue Welt", Jahrgang 1877, unter Sieran knüpfte sich eine kurze Diskussion im Sinne des Vor- lautloser Stille vorgelesen. Von der Diskussion wurde Abstand trages, an der sich die Kollegen Franke und Lederhouse be- genommen. Die Abrechnung von der Maifeier ergab eine Eintheiligten. Nach einem kurzen Schlußwort des Referenten er- nahme von 128 M., eine Ausgabe von 78,63 M.; es bleibt also stattete dann der Fachkommissions- Kassirer, Kollege Frohmann, ein Ueberschuß von 49,37 M. Der Vorsitzende empfiehlt den Bericht. Die Einnahme betrug 320,44 m., die Ausgabe 259,85 M., Bersammelten das Lokal von Schensch, woran fich eine Debatte bleibt Bestand 60,59 M.; Decharge wird ertheilt. Weiter brachte schloß, an der Reisen, Andrczejewski, Jacobs, Heinrich theilKollege Gräber die Abrechnung vom Maskenball: eingenommen nahmen. Tannenberg ersucht die Versammelten, auf den Vorwaren 219,95 M., verausgabt 99,70 M., fomit bleibt ein Ueber- wärts" und das„ Volksblatt" zu abonniren. Alsdann wurde schuß von 120,25 M. Unter„ Verschiedenem" wurden noch einige noch ein Sommerfest für die Mitglieder des Vereins und ihrer interne Vereinsangelegenheiten erörtert und auf die am 7. Juni Angehörigen beschlossen. Als Tag wurde der 14. Juni und das stattfindende Dampferpartie hingewiesen. Lokal von O. Schensch gewählt. Steinsetzer. London, 2. Juni. Heute Morgen hielten etwa 4000 Omnibuss bediensteten, Schaffner und Kutscher, ein Meeting ab über die Einführung des zwölfftündigen Arbeitstages. Sollten die Forde rungen nicht bewilligt werden, so ist der Beginn eines allgemeinen Streifes für Freitag in Aussicht genommen. Briefkaffen der Redaktion. Wilmersdorf. In der letzten öffentlichen Versammlung Eine öffentliche Versammlung der Steinsetzer und Berufs- der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter sprach Genosse $. R. 100. Gin Entschädigungsanspruch würde nur infos genoffen Berlins und Umgegend fand Sonntag Vormittag statt; R. Baginsky über Zwecke und Ziele der Organisation. In der weit beſtehen, als Sie sich den Ihnen verursachten Gang zur Boſt Siefelbe hatte sich eines ziemlich guten Besuches zu erfreuen und Diskussion wurde über die verschiedenen Arten der Organiſation licher Mann; vielleicht hat auch der Schreck über das Versehen bezahlen lassen tönnen. Der Beamte war wohl kein sehr höfübertrug dem Genossen Krekow die Leitung der Verhandlungen. gesprochen. Baginsky erklärte im Schlußwort, er sei Anhänger und seine möglichen Folgen ihm für den Augenblick die Sprache Zu Punkt 1 der Tagesordnung erhielt Hr. Peus zu einem beifällig der Botalorganisation, trotzdem er früher Vorsitzender eines aufgenommenen Vortrage über:" Gleichberechtigung der Arbeiter Zentralverbandes gewesen sei. Folgende Resolution fand ein- geraubt. Jedenfalls können Sie sich mit dent beruhigenden Beund Unternehmer" das Wort. Im Anschluß an das Referat timmig Annahme:„ Die öffentliche Versammlung erklärt sich mit wußtsein trösten, als ehrlicher Mann gehandelt zu haben. wurde folgende Resolution angenommen:" Die Bersammlung dem Referenten voll und ganz einverstanden und verspricht, mit Zwei Wettende, Balz. Das Spielen oder Singen der erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten völlig einver- allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln dafür zu sorgen, die Marseillaise kann allgemein nicht verboten werden. Unter bestanden; die Anwesenden nehmen von einer Diskussion Abstand, Organisation zu einer großen und starken zu machen!" sonderen Umständen würden aber die Gerichte darin einen groben erklären jedoch, im Sinne des Referates wirken zu wollen." Botalkommission von Stegliß machte dann noch bekannt, welche Unfug erblicken. Eine furze, jedoch lebhafte Auseinandersehung entspann sich noch Lokale ihnen zur Verfügung stehen. Darauf schloß der Vor- fich durch Einbehaltung der Quittungskarte schadenersatzpflichtig H. W., Manteuffelstraße. Der Wäschefabrikant macht über die Beziehungen der Bolire" zu den arbeitenden Kollegen und figende mit einem Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung und strafbar. Das Mädchen ist allerdings wegen vorzeitigen den Hilfsarbeitern einerseits und den Unternehmern andererseits. die Versammlung. Auch der Referent ging in seinem Schlußwort hierauf näher Verlassens der Arbeit zum Ersatz des nachweisbaren Schadens ein und unterzog diefe Mittelspersonen zwischen Kapital und Der Fachverein der Ban- und gewerblichen Hilfs- verpflichtet, aber vorläufig ist ja der Kontraktbruch noch nicht arbeiter für Reinickendorf hielt am 31. Mai seine General- triminell strafbar. Arbeit einer scharfen Kritik. Die Hierauf wurde Seitens der Kommission zur Veranstaltung Bersammlung ab. Kollege Thal empfahl in längerer Ausführung 205 B. Der Miether tann, wenn die neugeschaffene Nachbarder Maifeier Bericht über die vereinnahmten Gelder abgestattet. die Zentralisation. Ebenso sprach sich Kollege Bartsch aus. Für schaft seiner Wohnung mit einem Pferdestall die Brauchbarkeit Der Vertrieb der Marken zum Maisonds hat eine Einnahme Lokalorganisation sprachen die Kollegen Knauf und Stoll. Da feiner Wohnung erheblich beeinträchtigt, vom Miethsvertrage von 245,25 M. ergeben, wozu noch ein weiterer Ueberschuß von verschiedene Meinungen zum Austausch gebracht wurden, wurde zurücktreten, resp. wenn der Wirth die Sachen nicht herausgeben der Maifeier her im Betrage von 12,80 m. hinzu kommt. Gen. der Antrag Knauf angenommen: Die Diskussion zu vertagen und will, auf Herausgabe derselben und Befreiung vom Kontrakte Knoll beantragte den letzteren Ueberschuß den gemaßregelten dieselbe bei der nächsten Versammlung auf die Tagesordnung flagen. Bergarbeitern zu überweisen, welchem Antrage auch stattgegeben zu setzen. Unter Verschiedenem empfahl Kollege Thal das Fach- K. S. 1. Ein jugendlicher Arbeiter hat ebenfalls, wenn wurde, sowie auch einem ferneren Antrage, eine zweite Zeller- organ den Arbeiter", ferner forderte der Vorsitzende die An- nichts anderes verabredet ist, wöchentliche Kündigung. 2. Daß ſammlung zu veranstalten und den Ertrag der beiden ebenfalls wesenden auf, dahin wirken zu wollen, daß in Arbeiterkreisen nur derselbe Sonntags nicht arbeiten, sondern die Fortbildungsschule zu demselben Zweck zu verwenden. Die beiden Sammlungen er- Arbeiterblätter gelesen werden, da noch sehr häufig das Gegen- besuchen will, ist kein Grund zur sofortigen Entlassung. geben eine Einnahme von 24,10 M., so daß mithin insgesammt theil der Fall ist. R. P. Der Lehrvertrag muß zwar mit 50 Pf. gestempelt 36,90 M. den gemaßregelten Bergarbeitern zugewandt werden werden. Wenn dies nicht geschehen ist, so haben beide Theile Achtung, Schuhmacher! Das diesjährige Sommerfest des Bereins zur fönnen. Von mehreren Rednern wurde noch der Umstand Wahrung der Intereffen der Schuhmacher findet Montag, den 15. Juni, in eine Stempelstrafe verwirkt, der Kontrakt wird aber dadurch nicht scharf gegeißelt, daß der Ertrag für die Maifondssammlungen B. Bittner, Kottbuserdamm 33, v. str. 1. Eckerlet, Schiffbauerdamm 14, of fönnen Sie wegen Ihres Fußleidens beim Magistrat auf AufKliem's Boltsgarten, Hafenheide 14-15, statt. Billets find zu haben bei ungiltig. Auch die Unterschrift Ihres Vaters genügt. Dagegen nur ein so niedriger sei und es wurde im Anschluß hieran auch Tr. Aumer, Kronenstr. 51, Quergb. 4 Tr. Koch, Pallisadenstr. 7, v.& r., hebung des Vertrages flagen. über den Indifferentismus einer Anzahl von Kollegen Klage ge- Scharf, Niederwallstr. 13, gb. 3 Tr. Strauße, Weinfir. 27, of 2 Tr. Schöneführt, da diese vielfach nicht blos gleichgiltig fich zeigten, sondern beat, Infelfir. 1, part. Adamczak, Auguststraße 6a. F. Th., Petriftr. Der angegebene Mangel am Kleiderfich sogar der Arbeiterbewegung feindselig gegenüberstellten und Bedebour, welcher den Geschichtsunterricht in der Südschule( SagelsbergerArbeiter- Bildungsschule. Am Sonntag, den 7. d. M., wird Serr spind berechtigt Sie, den Kauf rückgängig zu machen und das fich von den Kapitalisten und deren Helfershelfern ins Schlepptau ftraße) übernommen hat, mit den Schülern das Museum besuchen. Die Theil Geld zurück zu verlangen. Wir bemerken übrigens Ihnen und nehmen ließen. Man einigte fich darüber, daß diese indifferenten nehmer am Geschichtsunterricht werden deshalb ersucht, den Unterricht am anderen Lesern, daß eine sofortige Beantwortung der schriftlichen Anfragen eine absolute Unmöglichkeit für uns ist, und stellen Kollegen in den nächsten regelmäßigen Monatsversammlungen des Mittwoch und Sonnabend nicht zu verfehlen. Sozialdemokratische gefe- und Diskutirklubs am Mittwoch. Verbandes gehörig bearbeitet werden müßten. Vorwärts", Abends 8% Uhr, Sigung im Cotale des Herrn köhn. anheim, in dringenden Fällen persönlich auf der Redaktion die Verschiedene Redner gaben ihrer Genugthuung darüber Aus- Naunynftr. 83. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Anfragen zu stellen. druck, daß sich eine ziemlich beträchtliche Anzahl Berufsgenossen abends 8 Uhr, bei Bilgenfeld, Bergstraße 60. Gäste haben Zutritt. ,, Gleichheit". F. Sp., Friedrichstraße. Sie können, da Ihnen der Wirth in der Versammlung eingefunden hätten, wodurch auch diese Emanzipation", Abends 8% Uhr bei Wagner, Neue Königstr. 89. Gäste die vermietheten Räume nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt dokumentirten, daß sie sich endlich zum Bewußtsein ihrer Klassen- Bäfte willfommen. willkommen. Gleichheit", 8% Uhr bei Schönemann, Staligerstraße 7. hat, vom Miethsvertrage zurücktreten. " Frete Denter". 9 Uhr bet Haugt, Böthfir. 12 Tage aufgerafft hätten. 2. L., Hagelsbergerstraße. Für eine einmalige UnterBund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. mitt- suchung 1,50 M. mo. Bergnügungsverein" Fibele Brüder", 9 Uhr Schönleinstraße 5 bet Vergnügungsverein Proletariat", im Restaurant Stehmann, Kiehn. Quittung. Für die Arbeiter- Bildungsschule erhalten 36 M. Melchiorstraße 15. Geselliger Berein Freiheit", 8 Uhr im Restaurant( vom Münchener Brauhaus 30, von W. V. 3, von M. 2. 3). leidinger, Boyenstr. 40.- Verein" Fridolin", ½ Uhr im Restaur. Wolff, 9% Mit Dant quittirt Brunnenstr. 35a. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Frisch Der Vorstand. Sodann erhielt Genosse Heuer das Wort, um eine Petition auf", Abends 8%-10% Uhr bet Saller, Naunynftr. 70. Gesangverein Gumpel, Raffirer. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Das sämmtliche Mitglieder des Zentralvorstandes des SteinfegerVerbandes mit einer einzigen Ausnahme durch Abwesenheit glänzten sowie auch verschiedene Mitglieder des Lokalvorstandes gab der Versammlung Anlaß, ihrer Mißbilligung hierüber Ausbruck zu geben. " Nord", Abends 8 Uhr, bei Raabe, Ruppinerstr. 46. Gäfte willkommen. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 126. Versammlungen. Der Verband aller " Mittwody, den 3. Juni 1891. Hände kommt. die haben. 8. Jahrg. sind? Sind doch auch in der Innung Herren, die daselbst seien eben heute nicht gut anders denkbar, da sie bloß ein AusMeifter genannt werden und doch keine blaffe Ahnung vom fluß der heutigen gesellschaftlichen Zustände im Allgemeinen find. praktischen Arbeiten haben, wie z. B. die meisten Herren Wagen- Das eigenartige Verbrecherthum unferer Zeit, das durch die mißfabrikanten, aber die Meister hätten nur Angst, daß sie einen lichen sozialen Zustände immer größer wird, sowie die damit in in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Gesellenausschuß bekommen würden, der Hand und Fuß hat und Zusammenhang sich befindende Rechtspflege mit ihren Schwächen Berlins und Umgegend hielt am 28. Weai im Feenpalast eine nicht aus von ihnen selbst präparirten Gesellen besteht. Uebrigens fönnen nur beseitigt werden durch eine Beseitigung ihrer Vorbebins große Versammlung ab. Der mächtige Saal war bis auf die fei den Herren Meistern der Gesellenausschuß nur so eine Art gungen, der Ursachen selbst. Das heißt, die heutige Gesell letzten Winkel dicht überfüllt. Auf der Tagesordnung ftand die Aushängeschild, weil ohne Gesellenausschuß keine Innung bestehen schaft muß einer anderen Platz machen, der sozialistischen, womit neue Gewerbeordnung. Der Reichstags- Abgeordnete August Bebel darf. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: diese Bedingungen aus der Welt geschafft ſind.( Beifall.) Nach hielt das Referat. Der Ideengang seiner zweistündigen Rede war, in knappen Zügen wiedergegeben, ungefähr folgender: „ Die Versammlung der Stellmacher Berlins und Umgegend dem Vortrage erstattete Herr Strauß den Bericht für die fordert den Gesellenausschuß auf, die Interessen der Stellmacher- Revisionskommission. Danach betrugen die Einnahmen vom Unsere Gegner suchen die Thatsache, daß allein die sozialgesellen einseitig und energisch zu vertreten und wenn sie nichts 8. Dezember 1890 bis zum 11. April 1891 inklusive eines demokratische Fraktion geg en das Gefeß gestimmt, für ihre Zwecke erreichen können, ihr Amt niederzulegen." Hierauf wurde der Bestandes von 4,01 M., der am 7. Dezember 1890 vorhanden legt auszubeuten. Wir müssen uns also vertheidigen. Sehen Gesellenausschuß beauftragt, mit aller Energie zu fordern, daß war, 560.26 M.; die Ausgaben betrugen während dieser Zeit wir uns einmal die neue Gewerbeordnung etwas genauer das Herbergswesen geändert werde, dahin gehend, daß unsere 457,60 m. blieb also am 25. April 1891 ein Bestand von 3 an. Da ist vor allen Dingen der Paragraph der Sonntags- gebetten ruhe", der von Ausnahmepunkten geradezu strogt. In Noth- Rollegen hier in Berlin auch eine menschenwürdige Aufnahme 102,66 M. Von den 670 M. Schulden sind 270 M. gedeckt, so fällen," heißt es, darf Sonntags gearbeitet werden. Was nennt finden, wie dieses in sehr vielen Fällen nicht stattfinde und ganz daß noch 400 M. zu decken sind. Nach dem hierauf erstatteten man denn" Nothfall?" Schließlich kann jede dringende Arbeit besonders dahin zu streben, daß der Arbeitsnachweis in unsere Bericht über Einnahmen und Ausgaben von der Maifeier betrugen erstere 198,40., letztere 170 M.; es bleiben somit also betitelt werden. Dadurch allein schon wird das SonntagsKollege Singer erklärte hierauf den Zweck und den Werth 28,40 M. Ueberschuß. Der Ueberschuß, zu dem noch 20 M. gefeß einfach illusorisch gemacht. Zudem brauchen die Unter der Streif- Kontrollkommission und forderte auf, wieder einen kommen, die Herr Knebel für die Dekorationen vom Maifest nehmer den„ Nothfall" vorher nicht einmal nachzuweisen, sie Kollegen zu wählen, der uns vertritt, worauf Kollege Brüst ein-( rothe Fahnen 2c.), welche in seinem Lokale noch prangen sind nur verpflichtet, na ch her und selbst dann blos auf" Ber- ftimmig gewählt wurde. Es wurde aufgefordert, den Gewerk- und dort bleiben sollen, zahlen will, wurde der Barbie Parteis langen" der Behörde ein Verzeichniß der einzelnen Fälle zur fchaftsfonds fräftig zu unterstützen, damit auch wir im Nothfalle faffe überwiesen. Der tagesordnungsmäßige Bericht über die Prüfung einzureichen. Aber hat die untere Verwaltungs- ein Anrecht daran haben. Kollege Bachau machte bekannt, daß Abrechnung von Maskenball fonnte nicht gegeben werden, da behörde, welche die Kontrolle befigt, überhaupt eine Ahnung von er bisher für 220 M. Marken für den Maifonds umgesetzt habe, Berr Scheibe, welcher dies thun follte, nicht erschienen war. den unzähligen, verschiedenen Gewerbebetrieben, um eine welche aber leider nicht an Stellmacher allein verkauft seien. Das Verhalten Scheibe's wurde von vielen Nednern, mit AusPrüfung vornehmen zu fönnen? Nein! Sie muß also einfach auf Ferner wurde bedauert, daß der aus 19 Mitgliedern bestehende nahme von zweien, auf das Entschiedenste verurtheilt. Sie gaben Treu und Glauben die Meinung der Unternehmer hinnehmen, Geselligkeitsklub der Stellmacher Berlins- welcher so eine Art ihrer Meinung dahin Ausdruck, daß Scheibe mit der Abrechnung mit denen sie sowieso durch alle möglichen sozialen wie gesell: Ueberbleibsel aus längst vergangenen Zeiten sei viel mehr den vom Maskenball, an welchem die Allgemeinheit der Kollegen beschaftlichen Interessen verbunden ist. Stets werden daher bei allgemeinen Fortschritt hindere als fördere; alle Versuche, die theiligt war, vor das Forum der Deffentlichkeit hätte treten Prüfung der Nothfälle" persönliche Rücksichten vorherrschen, Mitglieder dieses Klubs in Freundlichkeit und Güte zu unferem müssen. Diese hatte über den Verbleib des Neberschusses zu be vorausgesezt, daß überhaupt Prüfungen stattfinden; denn die Fachverein heranzuziehen, scheiterten an ihren starren Köpfen. Stimmen gehabt, und nicht Scheibe in Gemeinschaft mit Behörde ist ja nicht zu solchen verpflichtet. Außerdem darf, ab- 3 wurde der Beschluß gefaßt, dieses Häuflein unbeachtet einigen Kollegen, das Geld Medizin. einfach der gesehen von der unteren, auch die obere Verwaltungs- liegen zu lassen. Die Lohnkommission wurde aufgefordert, in tasse überwiesen Der Ort des Verbleibes werde das behörde Sonntagsarbeit gestatten, dann noch der Bundes nächster öffentlicher Versammlung abzurechnen. Weiter wurde be- nicht beanstandet, aber undemokratische Handeln rath und schließlich können selbst durch einfache kaiser fannt gemacht, daß am 18. Juni ein Sommernachts- Ball, ver- Scheibe's. Folgende Resolution wurde nach langer gegen liche Verordnungen Betriebe von der Sonntagsruhe anstaltet vom Fachverein der Stellmacher Berlins, im Elysium, seitiger Aussprache angenommen( gegen zwei Stimmen): befreit" werden. Wo bleibt da das Prinzip! Dieselbe Um- Landsberger Allee 39-41, stattfinde, und der Antrag, mit dessen Die Versammlung erachtet die Handlungsweise des Kollegen gehung der eigentlichen Idee bemerken wir bei der Kinder- Ueberschuß einen Unterstüßungsfonds zu gründen, wurde an- Scheibe in Sachen des Maskenballgeldes als eine undemokratische ordnung". Wir riefen: Fort mit der Kinderarbeit! Rinder ge= hören nicht in die dumpfige, staubige Fabrik, auf der Schulbant Bersammlung ausnahmsweise am Sonntag, den 7. Juni, gruppe die Allgemeinheit geschädigt und er sich verpflichtet hat, hören nicht in die dumpfige, staubige Fabrit, auf der Schulbant genommen. Bekannt gemacht wurde, daß die nächste Fachvereins- und diktatorische, da er zu Gunsten einer fleinen Interessens follen ſie ſizen und nachher auf dem Spielplaß sich tummeln. Morgens 91/2 Uhr, stattfände, in welcher Herr Peus als Referent heute Rechnung zu legen, welcher Berpflichtung er sich durch sein Allein schon im Interesse der künftigen Generationen, der Er- einen Vortrag halten würde. Mit einem mit Begeisterung auf Ausbleiben entzogen hat. Die Versammlung spricht ihm darum haltung der Raffe muß die Jugend geschont werden. Noch 50 Jahre diefes Ausbeutungssystem und das Menschengeschlecht genommenen Hoch auf die fortschreitende Bewegung der Stell- ihr Mißtrauen aus, und verpflichten sich die Anwesenden, so undemokratisch handelnden Leuten keinen derartigen Vertrauens ist bis in das Mart verfault. Aber die Herren waren anderer macher schloß der Vorsigende die Versammlung. posten mehr zu übertragen, weil durch solche Handlungsweise die Meinung. Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Glaser Einigkeit zerstört wird." Es wurde dann noch beschlossen, auf Das mit Sozialreformen sich brüstende Deutschland läßt gehilfen von Berlin und limgegend fand am Sonnabend, den die Tagesordnung der nächsten Versammlung zu sehen: Neuzarte, zwölfjährige Kinder in dem Getöse und dem Qualm 30. Mai, unter dem Vorsiz des Kollegen Stampehl statt. Die wahl des Vertrauensmannes und Festsetzung der Entschädigung der Fabrik arbeiten. Wohl ist die Ausdehnung der Kinderarbeit Tagesordnung lautete: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Wahl für denselben. gesetzlich beschränkt, doch selbst da wird mit zweierlei Maß ge- eines Vertrauensmannes. 4. Ausgabe der Karten und Marken messen. In der Hausindustrie darf der Vater die eigenen zum Agitations- und Unterstüßungsfonds. 5. Verschiedenes. Gine öffentliche Versammlung der Zivil- Berufsmusiker Kinder arbeiten lassen, so viel Stunden es ihm eben beliebt, und Bevor die Versammlung in die Tagesordnung eintrat, friti- Berlins, einberufen von der neugegründeten Freien Vereinigung es wird ihm voraussichtlich fünftig sehr viele Stunden belieben, firte der Vorsitzende das sonderbare Verhalten der Firma Nauck der Zivil- Berufsinusiter", fand am 26. Mai statt. Zum ersten da er hierdurch den Sieg über den mit ihm konkurrirenden, und Hartmann gegenüber der Berliner Arbeiterschaft. Auf dem Punkt der Tagesordnung hielt der Stadtverordnete Genosse Friz kinderlosen Nachbar davonträgt, der in der maßlosen Aus- Manuskript, welches der Firma zum Abdrucken übergeben sei, Bubeil einen Vortrag über das Thema:„ Was haben wir von nügung fremder Kinder durch das Gesetz wenigstens etwas habe vermerkt gestanden, daß die Kollegen der Fabrit von Spinn unserer Organisation zu erwarten?" Der Redner führte aus, gehindert ist. Was nun den Maximal- Arbeitstag angeht, und Komp. zu der stattfindenden Versammlung ganz besonders daß sich schon in früheren Jahren wie alle Gewerbe, so auch die so ist die internationale Arbeiterwelt längst unter sich einig, daß eingeladen feien. Dieser Zusatz sei von Nauck und Hartmann ge- Mufiter organisirt hätten. Schon damals seien die Musiker von dieser der Grund- und Eckstein aller Arbeiterschutz- Gefeßgebung strichen worden mit dem Vorgeben, es sei durch Buschrift vom der richtigen Ansicht ausgegangen, daß es mit der Kunst so überhaupt ist. Selbst dem Unternehmer würde er in außer Kgl. Polizeipräsidium das Verbot ergangen, die Namen einzelner ziemlich vorbei sei; man habe erkannt, daß es mit der freien ordentlichem Maße zu Statten tommen; denn je kürzer die Firmen auf derartigen Anzeigen an den Säulen bekannt zu Kunst auch nicht allein gethan sei, wenn man dabei betteln gehen Arbeitszeit, um fo beffer die Arbeit, d. h. die Produkte. Die fleine geben. Kollege Stampehl fegte großen Zweifel in die Richtigkeit müsse. Auch heute fühlten die Zivil- Berufsmusiker das unab Schweiz versprach, daß, wenn das große Deutschland nur mit dem Bieser Behauptung und theilte mit, daß er in dieser Sache nähere weisbare Bedürfniß, sich zu organisiren und hätten deshalb eine Elfftundentag voranginge, sie mit dem Zehnstundentag nach Grkundigungen einziehen werde. " Freie Vereinigung" gegründet, trotzdem bereits ein Bund der folgen würde. Ein Gebot der Ehre also wäre es für das Nunmehr wurde zum ersten Punkt der Tagesordnung: Die Bivil- Berufsmusiker in Berlin bestanden habe. Der Bund habe Reich gewefen, diesem Ruf Folge zu leisten. Uebrigens werden die Sozialdemokratie und ihre Gegner" Herrn Reichling das Wort aber sein Versprechen nicht gehalten; er habe seine Mitglieder Arbeiter und insbesondere die katholischen ein gedenk bleiben, daß ertheilt, der sich seiner Aufgabe in 1/ 2stündigem Bortrage ent- nicht zu schüßen vermocht, außerdem sei es auch nur den namentlich durch die klägliche, regierungsdien erische Haltung des ledigte. Trotzdem gerade unter den Glasern noch sehr viele In- wenigsten Musikern mit Rücksicht auf die hohen EintrittsZentrums die Erreichung des Elfffundentages gescheitert ist. Das differente und sogar direkte Gegner der Sozialdemokratie sind, und Beitragspreise möglich, dem Bund beizutreten. Deshalb Zentrum hat wieder bewiesen, daß Thron, Altar und Geldsack wagte es keiner, dem Referenten in der Diskussion zu wider- habe sich die Freie Bereinigung" gebildet, der jeder Berliner eine Dreieinigkeit bilden im Kampf gegen den sich emporringenden sprechen. Kollege Stampehl dagegen schloß sich den Ausführungen Musiker beitreten könne, und es wäre sehr zu wünschen, daß die Arbeiter.( Stürmisches Bravo.) Im Einklang damit steht auch Reichlings an und legte es den Kollegen dringend aus Herz, in Mitgliederzahl von Tag zu Tag wachse, zumal der neu errichtete der unwürdige Paragraph von Der Einbehaltung eines die allgemeine moderne Arbeiterbewegung thatkräftig einzutreten. Stellennachweis( Musikerbörse) den Mitgliedern alle möglichen Wochenlohnes zur Sicherung bei einem etwaigen Kon Hierauf machte Kollege Stampehl bekannt, daß er aus Vortheile gewähre.( Lebhafter Beifall.) traktbruch. Durch diese Rautionen wird ein Rapital Klugheitsrücksichten gezwungen set, sein Amt als Ver- In der Diskussion fragte ein Herr Broch, wie es denn gein ben Händen Des Unternehmers angesammelt, das trauensmann der Glaser- Gewerkschaft niederzulegen. Die Ver- halten werden solle, wenn von der Arbeiterschaft ein Lokal gebei einer Pleite einfach verloren geht. Eigentlich hat der Arbeiter, fammlung nahm eine Neuwahl vor, aus welcher Kollege Marmer sperrt sei? Die Mitglieder der Freien Vereinigung hätten sich ber doch Arbeit voraus liefert, Raution zu verlangen. Bei den als gewählt hervorging. doch mit den Arbeitern solidarisch erklärt und müßten demgemäß vielen, schwindelhaften Arbeitgebern wäre diese Forderung nicht Ferner wurden die Karten und Marken zum Agitations und doch auch jeden verhängten Boytott respektiren. Außerdem wür mehr als berechtigt. Durch das Umgekehrte aber hat der Reichstag Unterstützungsfonds ausgegeben. Verschiedene Redner betonten, den gerade in dem Etablissement Gisteller, wo bekanntermaßen ein Ausnahmegefeß geschaffen, wie es für den Arbeiter erniedrigender daß diese Marken und Karten von Seiten der Glaser mehr ge- außerordentlich viele Arbeiter verkehren, die Musiker sehr schlecht und entehrender nicht gedacht werden kann. Das einzige Mittel, tauft werden müßten; denn die Agitation erfordere viel Geld. befoldet. gegen die schmachvolle Ungleichheit zwischen Arbeit und UnterUnter„ Verschiedenem" wurde ein scharfer Tadel gegen die- Der Vorsitzende Herr Schonert widerlegte die letzte Aeuße nehmerthum erfolgreich zu protestiren, ist die Organisation, die Roalition! Das wissen unsere Feinde sehr gut, darum auch der jenigen Kollegen ausgesprochen, die unter Umgebung des Arbeits- rung, während Reichling den ersten Einwand zurückwies. Herr Krüger( Mitglied des Bundes) sagt, daß der Bund nachweises bei den einzelnen Fabriken um Arbeit vorsprächen; berüchtigte§ 158! Das Koalitionsrecht, das Naturrecht des speziell die Kollegen aus der Werkstatt von Spinn u. Co. schlügen das Eintrittsgeld auf 5 M. ermäßigt habe, jedoch belehrten Staatsbürgers fucht man uns noch mehr zu verkümmern, als es dieses Verfahren fast stets ein. Hierauf wurde von letzteren die ihn zahlreiche Zurufe, daß auch dieser Betrag noch zu hoch geschon war. Heißt das Verwirklichung des gleichen Rechtes für Erklärung abgegeben, der Leiter des betreffenden Geschäftes habe griffen sei. Alle, wenn man Unternehmerverbände mit ihren schwarzen Listen bestehen läßt und bei Arbeiterverbänden mit dem Staatsanwalt droht versprochen, in Zukunft Arbeitskräfte nur noch von dem Arbeits? Statt der ersehnten Besserung ist durch den Paragraphen Ver- nachweis der Glaferorganisation zu beziehen. Mit dieser Erkläschlimmerung, Berschärfung eingetreten. Aus all diesen Gründen rung gaben sich die Versammelten vorläufig zufrieden. stimmte die gesammte Fraktion gegen das Gesetz. Sie, die Arbeiter, Sie, die Hauptinteressenten, werden über die Saltung der Fraktion Ihr Verdikt fällen. Unter lebhaftestem Beifall schloß der Redner. Von einer Diskussion sah man ab. Nach einstimmiger Annahme einer Resolution, welche das vollste Einverständniß mit der Haltung der Fraktion erklärt, ward die Versammlung unter einem drei fachen Hoch auf den Verband der Metallarbeiter geschlossen. " Kollege Beischte berichtete in seiner Eigenschaft als Delegirter zur Berliner Streit- Kontrollkommission über die letzten Verband lungen dieses Instituts und forderte auf, sich an den Sammlungen und dem Verkauf der Marken recht lebhaft zu betheiligen. Nachdem zum Schluß noch eine Debatte zwischen dem Zahlstellenbeamten des Verbandes, Kollegen Watz und dem Kollegen Stampehl betreffend den Ausbau des Verbandes stattgefunden hatte, wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale, revolutionäre Sozialdemokratie geschlossen. Genoffe Zubeil bemerkte betreffs der Verhältnisse im Eisfeller- Etablissement, daß sich hierbei gerade die Schlaffheit und Machtlosigkeit des Bundes zeige; es sei die Pflicht des Bundes gewesen, hier Hand and Wert zu legen und bessere Verhältnisse zu schaffen. Wenn ferner gesagt sei, der Bund" würde tros Gründung der Freien Vereinigung" weiter arbeiten, wenn er auch nicht auf sozialdemokratischem Boden stehe, so wäre das eigentlich selbstverständlich, da der Bund andernfalls überhaupt nicht mehr existenzberechtigt sein würde. Das Alter einer Vereinigung mache die Erfolge nicht; ein junger, von einem frischen Geiste durchwehter Verein könne mehr leisten, als ein alter, im Absterben begriffener. Unter Verschiedenem" erklärte der zweite Vorsitzende der Freien Vereinigung", daß er niemals Beamter gewesen sei, mitbin auch feine Bension beziehen könne; der Kassirer, Herr Lassien, fagte, er sei pensionirter Beamter und beziche jährlich) 441 m. Pension, so daß er gezwungen sei, sich einen Nebenverdienst zu verschaffen. Nachdem dann noch einige Vereinsangelegenheiten erörtert waren, wurde die Versammlung mit einem Hoch auf den jungen Verein geschlossen. In der am 25. Mai stattgefundenen Versammlung Die Stellmacher Berlins und Umgegend hielten am 26. v. Mts. eine Versammlung ab. Die gutbesuchte VersammLung hatte auf ihrer Tagesordnung zunächst die Berichterstattung Eine öffentliche Versammlung der Weißgerber und des Gesellenausschusses über die mit den Innungsmeistern statt Berufsgenossen fand am 30. Mai unter dem Vorsiz des Herrn gehabten Verhandlungen. Kollege Häring, Mitglied des Gesellen- Haferland statt. Als erster Punkt stand auf der TagesAusschusses, berichtete, daß der Ausschuß an die Innung der ordnung ein Vortrag des Herrn Si ohrlack über die Klasse Stellmachermeister den Antrag gestellt habe, den§ 35 des In- der Geachteten". Der Redner meinte, man könne in der heutigen nungsstatuts so zu ändern, daß jeder Stellmachergeselle wählbar Gesellschaft von einer Klasse der Beächteten" reden. Es wären sei. Hierzu sei von den Herrn Meister als Antwort ge- hierzu Verbrecher aller Art zu rechnen, die in ihrer Gesammtheit, geben, daß sie nach einer Anfrage bei der Behörde weil sie ein besonderes Gedankenleben befizen, das durch ihre, den Bescheid bekommen hätten, daß daß diese Aenderung von dem andern Theil der Gesellschaft geachtete" gefellnicht statthaft ſei, und die Meister hätten auch schaftliche Rolle bedingt wird, als besondere Klasse aufzufassen der Vereinigung der Arbeiter und Arbeiterinnen der Kartongemeint, diejenigen Gesellen, die nicht bei Innungsmeistern feien; als die der„ Geächteten". Redner geht dann auf die Ur- branche beschäftigte man sich mit der am 11. Mai in der öffentarbeiten, taugten nichts im Gesellenausschuß, doch versprachen fachen des heut so weit verbreiteten Verbrecherthums ein und lichen Versammlung der in Buchbindereien und verwandten Bedie Herren Wleister, daß sie den betreffenden Paragraph vielleicht zeigt, daß diese in letzter Linie sozialer Natur sind, fie in den gesell- trieben beschäftigten Arbeiterinnen und Arbeiter angenommenen Reso doch noch ändern würden, aber wir sollten noch etwas warten. fchaftlichen Verhältnissen ihre Begründung haben. An vielen lution, welche die Schaffung einer sämmtliche Branchen umfassenden Im Uebrigen äußerten die Meister den Wunsch, daß der Gesellen- Beispielen zeigt Redner dann das Unzulängliche der modernen Organisation befagt. Genosse Beyer hatte es übernommen, einleitendes Referat zu halten, in welchem ausschuß gleich auf zwei Jahre gewählt werde. Es sprachen sich Rechtspflege, welche sich einfach streng an den Buchstaben der ein baß die bestehenden Kleinen Organisationen mehrere Kollegen babin aus, daß die Meister wahrscheinlich nur Gesetzesbücher hält, ohne Besonderes in eigenartigen Rechtsstreit bemerkte, den Bescheid von der Behörde haben wollten und der gute Rath fällen zu berücksichtigen. Außerdem bilde die verschiedenartige nicht im Stande sind, irgend einen Erfolg den Kapider Herren Meister, wir sollen eine Petition an den Reichstag senden, subjektive Auffassung der Richter, die noch durch ihre Er- taliften gegenüber zu erringen, zumal die Rapitalisten fich wurde mit Lachen aufgenommen. G8 wurde ausgeführt, die Meister ziehung außerordentlich beeinflußt ist, ein großes Hemmniß zu großen Organisationen vereinigen, wie z. B. die Metall feien überhaupt nicht im Stande, die Lehrlinge, welche sie zu Gesellen für objektive Urtheilsfindung. Dies könne man konstatiren, industriellen, ist erwiesen und es ist daher nothwendig, daß sich machen, alle allein zu beschäftigen, wie können Sie dann fagen, daß ohne dem Richterstande oder einzelnen Richtern an sich die Arbeiterschaft ebenfalls im Großen organisirt. Den Anstoß Gesellen, welche nicht bei Innungsmeistern arbeiten, nicht wählbar ehrverlegende Vorwürfe zu machen; die angezogenen Verhältnisse zur in Sede stehender Resolution gab die geplante Sonderverer Sprechlaal: Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzus Interesses zur Verfügung; ste verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Inhalt desselben identifiziert zu werden. Geehrter Herr Redakteur! einigung für Arbeiterinnen des Buchbindergewerbes. Das hätte genommen war, forderte Kollege Schulz dringend zum Abonnement| Abstand genommen. Weiter wurde beschlossen, in der nächsten die Kräfte noch mehr zersplittert. Um dem vorzubeugen, beauf- auf den Bauhandwerker" und den„ Borwärts" auf. Zeit wieder eine Versammlung einzuberufen, daß aber ein Vortragte man die Kommission der Album- und Kartonarbeiter die Bei dem Bericht der Delegirten zur Berliner Streit- Kontroll- standsmitglied aus Berlin nach Rirdorf kommen soll, da es einleitenden Schritte zur Gründung einer größeren Organisation fommission meinten die Kollegen Schulz und Maker, die Kom- einigen aus der Versammlung nicht klar wurde, warum es jetzt zu thun, und ersuchte zum Schluß eine demnächst stattfindende mission sei nach Abschluß des Kartells für die demselben angehörigen in den Filialen keine Bevollmächtigten mehr giebt. Agitationsverfammlung rege zu besuchen. In der Dis- Gewerkschaften überflüssig geworden, sonst aber eine absolut nothfussion sprachen die Redner im Sinne des Referenten. wendige Einrichtung. Es wurde ein Antrag gestellt und emFolgende Resolution wurde angenommen: Die Versammlung stimmig angenommen, die Stuckateure sollten ihren Delegirten der Vereinigung der Arbeiterinnen und Arbeiter der Karton- zurückziehen und das, was die Streit- Kontroll- Kommission von branche, erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten ein- dem Delegirten noch zu fordern hätten, bezahlen. verstanden und verpflichtet sich da sie nur in einer alle ver- Unter Verschiedenem" theilte Kollege Schulz mit, daß das wandten Branchen umfassenden Organisation eine Bessergestaltung Geld, welches von den Stuckateuren bei der Maifeier gesammelt ihrer Lage erblickt, der demnächst zu bildenden lokalen Bentrali fei, nicht nach Hamburg gesandt, sondern im Interesse fation fich anzuschließen. Unter Verschiedenem" ersuchte Kollege aller Arbeiter verwendet werde. Ein Antrag, zum Besten der Henfelder schleunigst mit den Maibons abzurechnen. Die Kollegen durch den Ausstand gemaßregelten Bergarbeiter 50 M. zu ge Gestatten Sie mir in Ihrem geschätzten Blatte die Anregung Jahnke und Schwarzburger ersuchten die Schriftführer, die Versamm währen, fand Annahme; jedoch trug man Bedenken, der sozial- einer Frage, welche dringend der Abhilfe bedarf. Es giebt wohl lungsberichte früher einzusenden. Albumarbeiter Sturme machte auf demokratischen Parteikasse 30 m. zu überweisen und verschob kein Gewert mehr, wo selbst in der besten Geschäftszeit nicht das am 13. Juni in der Unionsbrauerei stattfindende Vergnügen, dieses vorläufig noch. Hierbei trat Kollege Maker der Ansicht Arbeitslose vorhanden sind. Was soll nun mit den Arbeitslosen Kollege Drews auf das am 27. Juni in Aussicht genommene des Kollegen Giet entgegen, die Stuckateure hätten nichts mit geschehen? Sie bilden schon heute eine Macht; durch die Noth genommene gesellige Beisammensein aufmerksam. Nächste Ver- der Sozialdemokratie zu schaffen, und sagte unter dem Beifall gezwungen jederzeit bereit, ihren arbeitenden Brüdern beim fammlung am 10. Juni bei Säger. der Versaminelten, daß jeder zielbewußte Arbeiter auch Sozial- Kampfe mit der Kapitalmacht in den Rücken zu fallen. Nach Der Fachverein der Tischler( Norden) hielt am 25. Mai demokrat sei. Hierauf wurde die Versammlung geschlossen. dem Arbeitslosen fragt beim Streit kein Mensch. Die Streifeneine ziemlich gut besuchte Versammlung ab. Da bei Eröffnung den, trotzdem sie ja bis zum Streit gearbeitet haben, erhalten Die Freie Vereinigung der Portiers und verwandten Unterstützung, die Arbeitslosen aber, welche mitunter schon sechs der Versammlung Genosse Thierbach nicht anwesend war, sondern Bernfsgenossen von Berlin und Umgegend hielt am Mon- Wochen unb länger bummeln, erhalten nichts, dürfen aber auch sein Spätererscheinen telegraphisch gemeldet hatte, wurden die tag, den 25. Mai, eine öffentliche Versammlung ab und zwar nicht arbeiten, sonst sind sie Streitbrecher; ist der Streik zu Ende, folgenden Bunkte zuerst erledigt und zwar zunächst Punkt 4. die erste nach ihrer erfolgten Gründung. Da der Referent Herr so fangen die Streifenden wieder an, die Arbeitslosen können Kollege Weiß( Oderbergerstr. 4 wohnhaft) wurde mit großer Peus, welcher über die Interessengegensäge der heutigen Gesell- weiter bummeln. Je mehr nun die Arbeitslosigkeit zunimmt, Majorität zum Bevollmächtigten vorgeschlagen und übernahm schaft und Organisation" sprechen wollte, leider nicht erschienen so größer wird provisorisch sein Amt. die Gefahr für war, so mußte die Versammlung gleich in den dritten Punkt der den, denn man fann den Arbeitslosen nicht zu Die Kollegen aus 2 Werkstätten waren ganz besonders eingeladen, Tagesordnung„ Verschiedenes" eintreten. Der Vorsitzende theilte muthen, es muß zu verhungen; aber leider nicht erschienen; seitens der Werkstatt Kontroll mit, daß die Genehmigung der Statuten von Seiten der Behörde gleichgiltig, ob Abwehr- oder Angriffsstreit, verloren gehen und alsdann jeder Streik tommission wurde daselbst die traurige Ueberstunden- Arbeit erfolgt und somit die Freie Vereinigung sämmtlicher Portiers Tausende werden unnüz geopfert. fonstatirt und wurde aufgefordert, energischer als bisher und verwandten Berufsgenossen von Berlin und Umgegend" als gegen dieselbe vorzugehen. Zu Verschiedenem" wurde der am 11. Mai gegründet zu betrachten sei. Da die Statuten noch damit einen Verminderung der Arbeitslosen nicht zu erwarten Da nun in nächster Zeit eine Regelung der Arbeitszeit und allgemeine Wunsch erhoben, mehr Versammlungen abzuhalten nicht gedruckt vorlagen, wurde dem Wunsche entsprochen, die ist, ist es geradezu nothwendig, der Selbsterhaltung wegen, daß und sie zeitiger zu eröffnen; Zukunft die Versammlungen zur festgesetzten Zeit eröffnet die anwesenden Kollegen auf, sich in die Listen des Vereins als dings große Opfer fosten und sich von den geringen Beiträgen, es werden daher für die selben verlesen zu lassen. Der Vorsitzende forderte nunmehr ist, ist es geradezu nothwendig, der Selbsterhaltung wegen, daß die Arbeitenden die Arbeitslosen unterſtüßen. Das wird allerwerden. Inzwischen war Kollege Thierbach erschienen und hielt Mitglieder einzuzeichnen, was auch von Seiten der Mehrzahl der welche die organisirten Arbeiter an ihre Gewerkschaften zahlen, der nun seinen Vortrag. Da die Zeit vorgeschritten war, wurde Kollegen geschah. Hierauf sprachen noch verschiedene Kollegen nicht machen lassen, aber deshalb ist es doch dringend nothvon der Diskussion Abstand genommen. Folgender Zwischen über die Bedeutung der Organisation und über den Zweck und wendig, oder die Arbeiter erziehen sich die Kulis im eigenen fall soll nicht unerwähnt bleiben. Als der Referent die Ziele der Freien Vereinigung". Der Vorsitzende machte be- Lande selbst; in keiner Gewerkschaft darf diese Frage mehr von be- wendig, auf den Verband der Eisen- und Metallindustriellen" kannt, daß am Montag, den 1. Juni, die erste Generalversamm der Tagesordnung kommen, bis dieselbe erledigt ist. Ein Nichtzu sprechen" fam und die Annahme der 3000 Mart Seitens lung der Mitglieder der neuen Vereinigung abgehalten werde, beobachten dieser Frage wäre geradezu Selbstmord. des Polizeipräsidiums erwähnte, fielen einige Pfuirufe aus der und daß bei dieser Gelegenheit die endgiltige Wahl des GesammtVersammlung. Da erhob sich der überwachende Herr Lieutenant vorstandes und der Revisoren stattfinde. Emil Böhl, Frankfurter Allee 74. und machte den Vorsitzenden darauf aufmerksam, zu beachten, daß Hierauf wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch Diejenigen, welche Zwischenrufe machen wollen, sich vorher zum auf die moderne Arbeiterbewegung geschlossen. Worte melden. Kollege Franz antwortete natürlich zum Schluß Der Versammlung dem Herrn Lieutenant und verwies denselben auf das Vereinsgesetz. Hierauf schloß die Versammlung mit brausenden Hoch. B " " Der Fachverein der Tischler( Ostbezirk) hielt am 27. d. M. eine Versammlung ab, die leider sehr schwach besucht war. Herr Rohrlack hielt einen Vortrag über:" Die Klasse der Geächteten", worin er die Ursachen farlegte, aus denen nothArbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Am wendiger Weise die Verbrechen hervorgehen müssen. 24. Mai tagte die 6. Ausschußfißung des Arbeiter- Sängerbundes, Er gelangte zu dem Schlusse, daß nicht die heutige Nechtum folgende Tagesordnung zu erledigen: 1. Aufnahme von Versprechung und Verurtheilung hierin Besserung schaffen kann, einen. 2. Abrechnung vom Liederabend. 3. Wahl des Bundes- sondern daß nur die vollständige Umgestaltung der jezigen Verdirigenten. 4. Verschiedenes. Zur Aufnahme haben sich 8 Verhältnisse in einer sozialistischen Gesellschaft die Ursachen beseitigen eine gemeldet, von denen 7 aufgenommen wurden, ein Verein wird. war nicht vertreten. Der Arbeiter- Sängerbund zählt jeht 104 Der interessante Vortrag wurde von der Versammlung mit Vereine. Die Abrechnung vom Liederabend ergab eine Ginnahme großem Beifall aufgenommen. von 540,90 m. und eine Ausgabe von 157,76 M., bleibt sonach ein Ueberschuß von 383,14 M. Diefer Ertrag ist der Bundeskaffe überiviesen. Von der direkten Wahl des Bundesdirigenten wurde in dieser Ausschußsizung noch abgesehen, da noch mehrere Kandidaten auf der Liste verzeichnet sind. Der Ausschuß beschloß darauf hin, von diesen Verzeichneten zwei zur Wahl zu stellen, welche die nächste Uebungsstunde leiten. Die Wahl fiel auf die Herren Gutau und Biber. Da trotz des Beschlusses drei Vereine mit anderen Vereinen, welche nicht zum Arbeiter- Sängerbund gehören, fonzertirten, erhielten dieselben vom Ausschuß einen Verweis und der Beschluß wurde gefaßt, fie, sofern sie es wiederholten, vom Bunde auszuschließen. Ein Antrag, welcher besagt, bei Konzerten u. f. w., welche von den Vereinen arrangirt werden, möglichst nur Berufsmusiker zu verwenden, fand einstimmige Annahme. In der Diskussion schloß sich der Bevollmächtigte den Ausführungen des Referenten an und forderte noch die Versammelten auf, etwas reger für den nächsten Versammlungsbefuch zu agitiren. um die Streifen Wie sind die in Buchbindereien und verwandten Berufszweigen beschäftigten Arbeiterinnen zu organisiren? Zwei Versammlungen, welche dieserhalb auf Veranlassung des Fachvereins einberufen worden sind, haben zwei vollständig verschiedene Beschlüsse gefaßt und sie sind fest entschlossen, jede diesem Grunde halte auch ich mich für berechtigt, in dieser Frage Majorität für sich, dieselben auch demgemäß auszuführen. Aus nochmals das Wort zu ergreifen. Der Beschluß des Fachvereins, welcher in einer Generalversammlung gefaßt worden ist, geht dahin, die Arbeiterinnen in einem eigenen Verein, welcher sich dem Verbande anzuschließen hätte, zu organisiren und zwar aus folgenden Gründen: Erstens seien die Arbeiterinnen noch nicht reif, noch nicht vorgeschritten genug, um gemeinschaftlich mit den Arbeitern zu tagen. Zweitens müßte sich der Fachverein zu diesem Zwecke zu einem Ortsverein umgestalten, was nicht im Intereſſe der Agitation unter den Arbeitern in den Provinzen liegen würde. Sollten nun die Arbeiterinnen, welche reif und vorgeschritten. Die hiesige Zahlstelle des Verbandes deutscher Korb. genug sind, dem Arbeiter seinen ohnehin schon so färglichen Lohn macher hielt am 25. Mai ihre regelmäßige Monatsversammlung zu schmälern, welche weiter reif genug dazu sind, den Arbeiter ab. Herr Krause sprach in sehr verständlicher Weise über Chemie aus den Werkstätten zu verdrängen, ja denselben bis zu einem und den Nutzen derselben für die Menschen. Im Verschiedenen gewissen Grade vollständig zu ersehen; sollten dieselben Ar bringt Kollege Jungnickel die Gleichgiltigkeit im freiwilligen beiterinnen wirklich nicht reif und vorgeschritten genug sein, sich Sammeln zur Sprache und der Antrag wird angenommen, Liften auch gemeinschaftlich mit uns darüber belehren zu lassen, daß und Bons herauszugeben. Jeder Inhaber hat das Geld alle vier beider Interessen und Ziele dieselben sind, daß beide, Arbeiter Wochen abzuliefern, und die Namen werden in der Versammlung wie Arbeiterinnen, unter derselben Noth, demselben Elend, unter verlesen. Ein Protokoll der lezten Generalversammlung wird für denselben jämmerlichen Verhältnissen zu leiden haben? Ich für Bibliothek bewilligt. Zu dem am 6. Juni in Krösche's Ge- meine Person und mit mir die Majorität jener am 11. Mai sellschaftshaus, Fichtestr. 29, stattfindenden 1. Stiftungsfest stattgehabten Versammlung sind der festen Ueberzeugung, daß die der Filiale werden 3 Mann zum Vergnügungskomitee ge- Arbeiterinnen diese Reife voll und ganz besißen. Erkennen wir In Betreff des Gesangvereins Deutsche Schleife", welcher als wählt. Der Arbeitsnachweis befindet sich bei Jungnickel, Wiener- diefes aber an, so haben wir auch unter allen Umständen die Untwort auf ein Eingesandt des Vorstandes vom Arbeiter- Sänger- straße 11; auch sind daselbst Protokolle der Generalversammlung Pflicht, den Arbeiterinnen das Recht einzuräumen, mit uns gebund sich nicht entblödete, die Vereine des Arbeiter- Sängerbundes zu haben.' Herberge bei Stramm, Ritterstr. 123. Nächste Ver- meinsam zu berathen, wie diesen oben beschriebenen Verhältnissen indirekt zu denunziren, indem er ihnen politische Motive unter- sammlung am 22. Juni, Adalbertstr. 21. Kollegen und Freunde abzuhelfen ist, und weiter haben wir die Pflicht, soviel wie mögSchiebt, sei hiermit endgiltig berichtet, daß der Arbeiter- Sänger- find zum Stiftungsfest freundlichst eingeladen. bund respektive dessen Vereine ebensowenig Politik treiben, lich das Solidaritätsgefühl unter Arbeitern und Arbeiterinnen zu heben und zu stärken, was nur in einem gemeinsamen Verein möglich sein wird. Es ist dies um so nothwendiger, als gerade in unseren Gewerk die weiblichen Arbeitskräfte die männlichen bei Weitem an Bahl übertreffen. wie der Märkische Sängerbund, welcher in patriotischen Straßen- Die Agitationskommiffion für die Frauenbewegung gefängen Großartiges leistet; die Deutsche Schleife gehört zum Berlins hatte in einer am 6. April d. I. stattgefundenen VerMärkischen Sängerbund. Dieses Eingefandt war eine Antwort sammlung die Regelung der Angelegenheit der Streit Kontrollauf die vielen Anfragen, welche an obigen Vorstand gerichtet kommission des Allgemeinen Arbeiterinnenvereins überwiesen be Fragen wir nun, welchen Werth für uns der Verband hat, waren. Wie weit diese auf Wahrheit beruht, ist vorläufig den kommen. so muß ich darauf antworten: für Berlin gar keinen, und die Anfragern zu überlassen. Daß die Vereine des Arbeiter- Sänger- Die Kommission hat die ihr aufgetragene Arbeit in der Provinzen können auch ohne Berlin fertig werden. Daß dieser bundes fich zur Aufgabe machen, in vielleicht noch höherem Maß- Weise erledigt, daß sie nach gewissenhafter Uebersicht und Vor- Werth für Berlin gleich Null ist, mag das Folgende beweisen: ftabe den Gesang zu pflegen, als alle andern Vereinigungen, das arbeit in einer darauf anberaumten Sigung das Material ge- Nach der auf dem Verbandstage bekannt gegebenen Statistik sekt haben sie bereits bewiesen und werden es noch oftmals beweisen, prüst, Bücher und Beläge verglichen. Da alles in Ordnung sich der Verband aus 51 Vereinen mit 3614 Mitgliedern wenn auch die Lieder anderer Natur sind, als wie bei jenen. befunden wurde, ist die Angelegenheit hiermit erledigt. Die zusammen, und hat ein Vermögen von rund 12 000 m. Hierzu Etwas start ist es, wenn man, wie dieser Verein, erst in einem Agitationskommission. stellt nun Berlin 500 Mitglieder. Die thatsächlich in Berlin ane von Arbeitern gemiedenen Lokale konzertirt, hinterher und zum Schluß an die denkenden Arbeiter appellirt. Verband der Vergolder. Die Filiale Berlin hielt am wesenden Buchbinder schäßt man jedoch auf zirka 5000, diese 25. Mai ihre Monatsversammlung mit der Tagesordnung: Zahlen allein thun nun eigentlich schon die Werthlosigkeit des Eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Stuckateure 1. Wahl des Verbandskassirers. 2. Gewerkschaftliches. 3. Ver- Verbandes dar. Ein großer Theil dieser 4500 Nichtmitglieder und Berufsgenossen von Berlin und Umgegend wurde am schiedenes, ab. Der erste Punkt wurde vertagt. Im Gewerk- hält sich nur, weil er glaubt, daß der Verband zwecklos iſt, Mittwoch, den 27. Mai, unter dem Vorsitz des Kollegen Schulz fchaftlichen fam weiter nichts zur Sprache. Im Berschiedenen dieſem fern und in der That, ich möchte doch diejenigen Herren, abgehalten. Zunächst hielt Herr Bruns einen beifällig auf wurde hauptsächlich über die Reise des Verbandsvorsitzenden die fo warm dafür eintraten, fragen, was der Verband in seiner gerichte". In der Diskussion sprachen die Kollegen Schulz, Gieß, weiteren wurde bekannt gemacht und diene den Kollegen zur noch erwarten? genommenen Vortrag über das„ Gesetz, betreffend die Gewerbe- debattirt, und wurde damit fast der ganze Abend ausgefüllt. Im 4 jährigen Thätigkeit geleistet hat und was sie von ihm fernerhin Jänicke und Maker. Hervorgehoben wurde, daß man gern wüßte, Berbreitung, daß am 18. Juli die Adolf Werkmeister'sche freie werbe oder auch blos aller in der Papierindustrie beschäftigter Eine Lokal- Zentralorganisation aller im graphischen Geob die Stuckateurmeister selbst ein Schiedsgericht bilden wollten; Hilfskaffe ihr Sommerfest feiert. Da der Hauptvorstand wieder werbe oder auch blos aller in der Papierindustrie beschäftigter anzunehmen sei das allerdings wohl nicht, da die Meister einer ziemlich angerempelt wurde, so stellen die beiden anwesenden Arbeiterinnen und Arbeiter würde in ganz kurzer Zeit mindestens seits nicht einig wären, und sich andererseits vor einer derartigen Mitglieder desselben, G. Köpnit und G. Böhl an die Versamm- eben so viel Mitglieder zählen, wie der ganze Verband. Einrichtung huten würden. Kollege Maker meinte ironisch, er lung die Frage, ob der Hauptvorstand das weitere Bertrauen Mitglieder auch gegen Arbeitslosigkeit, auch die in Berlin an müsse die Stadtverordneten- Versammlung doch in Schuß nehmen; genießt oder nicht. Diese Frage wurde einstimmig bejaht. die müsse sich über Festzüge und dergleichen den Kopf zerbrechen, daß sie an Gewerbegerichte nicht denken könne. In seinem Die Vereinigung der in der Kartonbranche beschäftigten Schlußwort betonte Herr Bruns, der Magistrat müsse aufgefordert werden, ein Gewerbegericht in Berlin einzurichten, und ohne Zweifel werde ein diesbezügliches Gesuch bald gestellt werden. nommen: Arbeiterinnen und Arbeiter hielt am 13. Mai cr. bei Säger eine Versammlung ab, in welcher der praktizirende Lehrer der Natar heilkunde, Herr H. Sperling, über:" Lungenkrankheiten und deren naturgemäße Heilung", unter allgemeinem Beifall sprach. An der Hierauf wurde nachstehende Resolution einstimmig ange- sich anschließenden Diskussion betheiligten sich mehrere Kollegen. Unter Verschiedenem" forderte Kollege Henfelder auf, daß sich Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen die Kollegen, welche noch nicht im Besize ihrer Mitgliedskarte des Referenten einverstanden. Sie tann in der Einführung der sind, dieselbe in Empfang zu nehmen; ebenso gab er den Kassenneuen Gewerbegerichte keine Verbesserung der wirthschaftlichen bericht und wurde ihm Decharge ertheilt. Nach Erledigung des Lage der Arbeiter erblicken und fühlt sich nicht veranlaßt, für Fragekastens schloß der Vorsitzende die Versammlung. diese Bescheerung" dankbar zu den Gesetzgebern aufzublicken; sie fordert vielmehr von den Gesetzgebern wirksame Arbeiter: Gold- und Silberarbeiter hielt am 25. d. M. eine außer Die Mitgliedschaft Berlin des Verbandes der deutschen schutz- Geseze einzuführen, wie diese wiederholt von den sozial- ordentliche Generalversammlung ab. Zum 2. Vorsitzenden wurde demokratischen Reichstags- Abgeordneten vorgeschlagen wurden. Rollege Conrad einstimmig gewählt. Sodann wurden AbAußerdem würde es einem Lokalverein möglich sein, seine fäffigen, zu versichern, was ein sehr bedeutender Vortheil wäre. Bum Schluß noch eins: Sind die Arbeiterinnen wirklich noch so weit hinter uns zurück, wie wollen sie alsdann von ihnen verlangen, daß sie einen Verein auf diejenige Höhe erheben sollen, auf welcher derfelbe unter allen Umständen stehen muß, um seinen Zweck zu erfüllen, und welche Resultate haben sie mit dem ersten Derartigen Verfuch erzielt? Ich glaube, in Vorstehendem bewiesen zu haben, daß Arbeiter und Arbeiterinnen unter allen Umständen gerade in unserem Gewerbe zusammen in einem Verein organisirt werden müssen und daß die dagegen vorgebrachten Gründe nicht stichhaltig sind. Louis Meyer, Veteranenstr. 6. Briefkaffen der Redaktion. Zum dritten Punkt der Tagesordnung: Bericht der Dele änderungs- und Zusaganträge zu den§§ 2, 4, 11, 12, 15, 17, 20, A. G. Monatsweise gemiethete Wohnungen müssen spätestens girten von der Berliner Bauarbeiter Konferenz verwies Stollege 29a und 41 der Statuten gestellt. Als Delegirten für den Ende am 15. zum nächsten Ersten gekündigt werden. Die Kündigung Schulz auf die an die Kollegen vertheilten Exemplare des Auf- Juli in Pforzheim stattfindenden Verbandstag wurden die am 1. zum 15. ist nicht zulässig. russ„ An die Berliner Bauarbeiter"! und bemerkte, daß dem Kollegen Brückner und Faber gewählt. Der vorgeschrittenen Ehrlich. Der Bierverleger darf nicht gestatten, daß die Kartell noch die Töpfer und Dachdecker beigetreten seien. In dem Zeit wegen konnte der legte Punkt der Tagesordnung nicht mehr Runden bei ihm Bier trinken, wenn er nicht polizeiliche SchankAusführungsausschuß" müsse der Name Hoffmann in Lehmann ver- erledigt werden. NB. Sonntag Nachmittag, den 7. Juni, tonzession hat. wandelt werden. Ferner sei es bedauerlich, daß die Werkstattstuckateure findet ein Ausflug mit Familie nach Schmargendorf statt.? Auch wenn die Bestrafung wegen Sittlichkeitsvergehens in der Versammlung fehlten, da diese doch bei einer Affordarbeit Treffpunkt Friedrichsgarten, wozu hierdurch die Kollegen ein schon 8 Jahre zurückliegt, kann dem Betreffenden die ÜeberDon täglich 10 Stunden kaum auf den im Jahre 1888 festgesetzten siedelung nach Berlin verboten werden. Immerhin ist es mögMinimallohn tämen. Es sprachen über diese Angelegenheit noch lich, daß auf ein Gesuch die frühere Ausweisung rückgängig die Kollegen Wizelburg, Maker, Schmiedel, Schmittgen, Wilke Der Fachverein der Tischler für den Bezirk Rigdorf gemacht wird. und andere. Getadelt wurde das Benehmen des Kollegen Karsch. und Umgegend hielt am 23. Mai eine Mitglieder- Versammlung Nachdem der Antrag, dem Ausführungsausschuß des Kartells zur ab, in welcher Herr Rohrlack über:" Welchen Gefahren ist die Deckung der Unkosten 50 M. zu überweisen, einstimmig an- Arbeiterklasse ausgesetzt" sprach. Von einer Diskussion wurde geladen sind. N. K. 87. Für den von Ihrem zwölfjährigen Sohn ans gerichteten Schaden, z. B. für eine von ihm zerbrochene Scheibe, brauchen Sie überhaupt nicht aufzukommen. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.