Nr. 165. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tu's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Juferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Donnerstag, den 18. Juli 1895. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Gefahren der Beugenaussage. finn dazu, wenn unter solchen Umständen jemand frei Gründe zur Erhärtung des Meineidsverdachts vorgebracht | und offen das bekundet, was er für Wahrheit hält. Denn werden können. Die Verhaftung unserer Genossen Schröder, Meyer nach den bisherigen Vorkommnissen muß er sich sagen: Ob ein Gendarm in einer Versammlung den Sozialund Gräf in Essen wegen angeblichen Meineidsverdachts, Stelle ich den Vorgang meiner Ueberzeugung gemäßin einer demokraten Schröder, den er zu entfernen beabsichtigte, eindie wir am 30. Juni besprachen, hat unsere bürgerliche von der Bekundung des Gendarmen Münter abweichenden mal durch eine zufällige" Armbewegung niedergestoßen, Presse nicht weiter erregt. Handelt es sich doch nur um Weise dar, so laufe ich Gefahr, von dem Staatsanwalt während Schröder ein zweites Mal von selbst stolperte, oder Sozialdemokraten. Da drückt das Philisterthum gern wegen Verdachts des Meineids in Haft genommen und an- ob der Gendarm beide Mal ihn absichtlich gestoßen hat, und einoder beide Augen zu, wenn solchen Bösewichtern einmal geklagt zu werden. das Niederfallen beide Male dadurch verschuldet wurde, das durch die Behörden übel mitgespielt wird. Und doch hat Was die Absicht des Staatsanwalts bei seinem er- ist der ganze Unterschied zwischen den Aussagen des die Sache von Tag zu Tag ein schimmeres Ansehen ge- staunlichen Vorgehen gewesen ist, können wir nicht mit Gendarmen Münter auf der einen Seite und Schröder's wonnen; denn wiederholt schon ist von Essen aus die Sicherheit ermessen. Unsere von der staatsanwaltschaftlichen nnd einer Anzahl anderer Zeugen auf der anderen Seite. AußerMeldung weiter verbreitet worden, daß die Staatsanwalt- allerdings stark abweichende Gepflogenheit ist es aber, von dem haben noch einige Zeugen ausgesagt, sie hätten überschaft es für rathsam erachtet hat, neue Verhaftungen den Menschen zunächst stets das bessere zu glauben. Wir haupt nicht gesehen, daß Schröder von Münter einen Stoß erwegen Meineidsverdacht in dieser Angelegenheit vorzunehmen, nehmen deshalb, bis etwas anderes erwiesen sein sollte, halten hätte. Der Gerichtshof hat das als eine Bekräftigung der so daß so allgemach wohl unter den Zeugen, die von dem an, daß nur der Eifer, jeden Schimmer des Unrechts, den Aussage Münter's aufgefaßt. aufgefaßt. In Wirklichkeit ist diese Zusammenstoß zwischen Schröder und dem Gendarmen er zu erkennen glaubt rücksichtslos zur Strafe zu bringen, Zeugenaussage durch Münter's eigene Angaben völlig Münter eine ähnliche Ansicht wie Schröder selbst gewonnen den Staatsanwalt zu seinem Vorgehen veranlaßt hat. Was beweisunkräftig gemacht worden. Münter hat selbst zuund demgemäß ausgesagt haben, ziemlich gründlich auf- aber die Wirkung dieser staatsanwaltschaftlichen Aktion ist, gestanden, er könne durch einen unfreiwilligen Stoß den geräumt sein wird. das können wir mit um so größerer Sicherheit bestimmen. Schröder zu Fall gebracht haben. Sahen die Zeugen das Was hat das zu bedeuten? Die Wirkung wird die sein, unseren Genossen Schröder, nicht, so liegt der Schluß nahe, daß sie überhaupt den VorWohin soll das führen? Meyer, Gräf und den übrigen sektionsweise wegen Meineids- gang nicht genügend wahrgenommen haben, um ein irgendDie schwerwiegendste Folge dieser Massenverhaftungen verdachts inhaftirten Zeugen im Prozeß Schröder selbst die wie brauchbares Zeugniß in dieser Sache abgeben zu können. wird die sein, daß Schröder, der nach staatsanwaltschaftlicher Glaubwürdigkeit in dem bevorstehenden Meineidsprozeß Und da sollen nun Schröder und die Zeugen, die seine Anschauung Meineidsverdächtige, wenn er vor die Ge- vor Gericht zu nehmen und die noch nicht hervorgetretenen Ansicht vertreten, einen Meineid auf ihr Gewissen ges schworenen zur Aburtheilung gebracht werden wird, voraus- Zeugen einzuschüchtern. laden haben, weil sie den Fall anders aufgefaßt und sichtlich der sämmtlichen Beugen, die bei Erörterung des Das ist die direkte Wirkung des staatsanwaltschaftlichen dargestellt haben, als der Gendarm Münter? Wie wenig Falles Münter, Schröder seine eigene Aussage bestätigen Vorgehens. Indirekt werden sich aber noch weitere ver- der Meineids Verdacht gerechtfertigt ist, selbst wenn Münter's fönnten, beraubt sein wird. Sie werden sammt und sonders hängnißvolle Folgen in unserein ganzen öffentlichen Leben Aussage als absolut richtig angenommen wird, glauben wir mit ihm auf der Anklagebant ſizen. Ihre Aus- fühlbar machen. in unserem Artikel vom 30. Juni nachgewiesen zu haben; fage darf als die Aussage Angeklagter und noch dazu Muß nicht nach diesem Vorkommniß, besonders wenn wir wollen hier nur noch zum Beweise der Unzuverlässigkeit Meineidsverdächtiger nach staatsanwaltlicher Auffassung man es mit dem bekannten Magdeburger Meineidsprozeß der Aussagen von Augenzeugen auf ein Vorkommniß ver vor dem Gerichtshof keine Bedeutung haben. Und zusammenhält, der mehrere unserer Genossen unserer Ueber- weisen, dessen Liebknecht in seiner Vorrede zur Geschichte welcher Gerichtshof in Preußen entzieht sich wohl heut zeugung nach unschuldig ins Zuchthaus gebracht hat, muß der französischen Revolution Erwähnung thut. zutage noch gänzlich der staatsanwaltschaftlichen Auffassung? da nicht jeder Sozialdemokrat zu der Meinung kommen: Nach dem Krimtriege entspann sich ein Streit darüber, Den Meineidsverdächtigen gegenüber erstrahlt aber dann die auch mir droht das Zuchthaus, wenn ich über irgend ob Lord Cardigan an dem Reiterangriff der leichten Aussage des Zeugen Münter und aller derjenigen Zeugen, einen Konflikt zwischen einem Beamten und einem meiner Ge- englischen Kavalleriebrigade auf die russischen Batterien die nichts gesehen" haben, in in um so hellerem noffen eine andere Ansicht gewonnen habe als der interessirte bei Balaklava theilgenommen habe oder nicht. Es kam deshalb Glanz als ungetrübte, unanfechtbare Bekundungen der Beamte und mich nicht scheue vor Gericht als Zeuge diese zu einem Prozeß. Hunderte von Zeugen, Theilnehmer an lauteren Wahrheit, und zwar troh des nachweislichen Wider meiner Ueberzeugung wahrheitsgemäß zu befunden? der Attake, wurden vernommen. Die einen sagten aus, spruchs zwischen Münter's erster und zweiter Aussage, Muß nicht dadurch geradezu ein Gefühl gänzlicher Lord Cardigan sei mitgeritten, die anderen, er sei nicht welcher Widerspruch bekanntlich auch das Landgericht nicht Rechtsunsicherheit und Schutzlosigkeit gegenüber den Beamten dabei gewesen. Die Aussagen standen sich schroff gegenüber. abgehalten hat, dem Münter unbedingten Glauben beizu bei den Sozialdemokraten sich einnisten? Was sagen wir Die Richter, angesichts der ihnen durch Lebenserfahrung und messen. -bei den Sozialdemokraten? Nein, in weitesten Kreisen richterliche Praxis wohlbekannten Thatsache, daß nur wenige Aber nicht nur, daß diejenigen Personen als Zeugen des Volkes. Denn es wäre nicht das erste Mal, daß eine Praxis Leute im stande sind, einen Vorgang richtig zu beobachten, noch unmöglich gemacht wurden, die jetzt bereits für Schröder der Behörden, die gegenüber der Sozialdemokratie ihren Anfang weniger, ihn richtig zu schildern, erklärten schließlich, die günstig ausgesagt haben, auch alle auch alle diejenigen, die genommen hat, allmälig auch Anwendung gefunden hat auf Sache sei nicht zu entscheiden. Ein Theil müsse sich irren, als Bengen des fraglichen Vorfalls von diesem den näm- andere, den zeitweilig herrschenden politischen Anschauungen aber welcher, das ausfindig zu machen gehe über Richterwitz. lichen Eindruck gewonnen hatten, der in den Aussagen der widerstrebende Bevölkerungsfreise. Also auch andere Parteien Nach der Praxis des Essener Landgerichts hätten sie jetzt durch staatsanwaltschaftliches Eingreifen als Zeugen be- sollten sich die Frage vorlegen, ob es die Sicherheit ihrer die Aussagen des einen Theils für unbedingte Wahrheit seitigten Leute zum Ausdruck kam, sind mit dem nämlichen Behausung nicht gefährdet, wenn das Haus des Nachbars erklären, und eine nach Essener Praxis handelnde Schicksal bedroht. Und sie müßten keine Menschen sein, wenn brennt. Staatsanwaltschaft hätte dann die sämmtlichen anderen sie nicht dadurch bis zu einem gewissen Grade, der eine mehr, Und solche Frage wird um so dringender, wenn man sich Beugen wegen Verdachts des Meineids unter Anklage stellen, der andere weniger, weniger, eingeschüchtert eingeschüchtert werden sollten. einmal vergegenwärtigt, aus welch winziger Ursache der womöglich, um die Verdunkelung des Thatbestandes zu verganze Meineidsprozeß entstanden und welche nichtige hindern, sie insgesammt verhaften lassen müssen. Wehrlose, die sich vor den Kugeln der Garde zu mir geflüchtet haben." Es gehört schon ein starker Grad von Muth und Wahrheits66 Berliner Märztage.( Machbr. verb. Eine geschichtliche Erzählung von Michel Deutsch. Bu gleicher Zeit, wie das köllnische Rathhaus, war auch das gegenüberliegende Eckgebäude in die Gewalt der Truppen gefallen. Eine Abtheilung Soldaten stürmte unter Führung eines Offiziers die Treppe empor, die zu der Walther'schen Wohnung führte, und schlug mit den Kolben wüthend gegen die Flurthür. Die Thür ward von innen geöffnet, und auf der Schwelle erschien die würdige Gestalt des alten Gelehrten. Mit überlegener Ruhe nannte er seinen Namen und fragte nach dem Begehr der ungestümen Gäste. " Seine Worte machten einen gewissen Eindruck auf die Soldaten und sie zögerten einen Augenblick, Hand an ihn zu legen. Aber als ob sie sich der flüchtigen Regung schämten, stürzten sie gleich wieder mit verdoppelter Wuth auf ihr Opfer los. Elendes Geschwät!" rief der Offizier." Packt ihn an, und dann vorwärts mit ihm, in die Wohnung!" und glühender Patriot, und ich will herzlich gern mein Leben lassen für meinen König. Aber schon war das Schicksal des Aermsten entschieden: einer der Grenadiere zog aus der Tiefe des Wandschrankes jene Feuersteinbüchse hervor, die Frizze Grams Herrn Gotthold beim Auszug um den Hals gehängt hatte. Mit der Waffe in der Hand ergriffen-- furchtbare, unabwendbare Strafe stand auf dieses Verbrechen. " Patriot, hä hä!" höhnte der Lieutenant. Ein Rädels führer ist's! Haut die Bestie, daß sie Blut spuckt!" Unter Stößen und Hieben drängten sie den Professor ins Innere seiner Behausung, die sie in allen Winkeln Die Soldaten ließen sich das nicht zweimal sagen. nach verborgenen Rebellen zu durchstöbern begannen. Im Von allen Seiten regnete es Büffe und Schläge, daß dem Vorzimmer lagen ein paar Todte und Verwundete glühenden Patrioten Hören und Sehen verging. rücksichtslos schritt der wilde Schwarm über sie hinweg. Nach dem Schloßkeller mit ihnen! Vorwärts!" Nehmt ihn fest, den alten graubärtigen Schuft!" schrie In dem engen Raume der Küche hatten sich die An- kommandirte der Lieutenant, als die Durchsuchung des der Offizier den Mannschaften zu.„ Er hat auf die Garde gehörigen Walther's, seine Frau, seine Kinder und Hauses beendet war. seine Kinder und Hauses beendet war. Etwa ein Dugend Gefangener, der geschossen. zwei junge Verwandte, die in Berlin studirten, zu- Professor nebst seinem Sohne und seinen beiden Neffen Voll Jugrimm stürzten sich die Soldaten auf den Greis, jammengedrängt. An den Haaren rissen die Wüthenden voran, wurden unter rohen Mißhandlungen und Flüchen die packten ihn am Halse, an der Brust, an den Schultern und den unmündigen Sohn aus den Armen der Mutter Treppe hinuntergestoßen. Noch auf der Straße tönte dem suchten ihn mit Gewalt auf den Treppenflur zu zerren. und als die Verzweifelnde von ihrem Kinde nicht laffen Veteranen das verzweifelte Wehgeschrei seiner Gattin Aber mit einem kräftigen Ruck schüttelte der Alte sie ab, wollte, da ſetzten sie ihr unter wüsten Flüchen das Bajonnet und seiner Kinder in die Ohren. Merger als die schlimmsten nur ein paar Tuchfeßen blieben in ihren Händen. auf die Brust. Die beiden Studenten wurden mit rohem Verbrecher wurden die Unglücklichen behandelt, die " Es ist nicht wahr, Herr Lieutenant, daß ich geschossen Ungestüm auf den Flur hinausgeschleppt und neben die der Zufall in die Hand des Feindes gegeben hatte. habe", rief er dem Offizier entgegen, und wenn andere es drei oder vier Unglücklichen, die man in der Wohnung auf- Da war auch nicht einer, der nicht mit blutigen Wunden gethan haben, so konnte ich's eben nicht hindern." gegriffen hatte, in Reihe und Glied gestellt. und Beulen bedeckt gewesen wäre. Zwei der Soldaten, mit Lügenhunde seid Jhr," brüllte der Offizier, gott- Die Barrikadenschüßen, Frize Grams, Ephraim Fisch, dem Wege nicht vertraut, waren vom Zuge abgekommen vergessene Brut, die König und Vaterland verrathen hat." Ferdinand und etliche andere waren rechtzeitig über den und hatten ihre beiden Arrestanten nach der Roßstraße, Dabei stach er den Professor mit seinem Degen ins Boden und das Dach des Hauses nach dem Nachbargrund- statt nach dem Schloßplay geschleppt. Als sie sich den erGesicht, daß das Blut auf seine zerrissenen Kleider rieselte. stück am Fischmarkt entkommen. Aus einem großen bitterten Bürgern gegenüber sahen, die entrüstet die Frei" Ehe Sie noch lebten," versetzte Walther, hab' ich für Wandschrank dagegen hatten die Grenadiere eine laffung der Gefangenen verlangten, schoß einer der Gardisten König und Vaterland gefochten, das Kreuz hier auf meiner schlotternde Jammergestalt hervorgezerrt, die sich als seinem Arrestanten eine Kugel durch den Kopf. Der GeBrust beweist es Ihnen. Ich kenne die Sitten des Krieges der Armenvorsteher Gotthold Plüddemann zu erkennen meuchelte, einer der Neffen des Professors, war der Sohn sehr wohl, und ich weiß, daß Grausamkeit und Mordlust gab. Der unglückliche Herr Gotthold war vor dem eines biederen preußischen Landjunkers und Enkel eines beein Schandfleck für jedes Heer sind. Hier ist meine Wohnung, Lieutenant in die Knie gesunken und bettelte um Gnade. kannten Gelehrten, der einst den König und den Prinzen Herr Lieutenant- der Eintritt steht Ihnen offen. Niemand Erbarmen, Herr Offizier, Erbarmen!" greinte und von Preußen hatte erziehen helfen. ist darin als meine Familie und ein paar Verwundete und winselte er. Ich war mein Lebtag ein getreuer Unterthan| Die nächste Umgebung des Rathhauses, diesseits der Bum Agrarprogramm. " auf eigene Rechnung oder durch Verpachtung an Genossen-| Entwurfes im Reichstage, auch wenn das Einführungsgesetz erft schaften von Landarbeitern und von Kleinbauern oder, soweit nachträglich eingebracht wird, vor Weihnachten nicht mehr erVom Agrarprogramm, in deffen Diskussion der sich beides nicht als rationell erweist, durch Verpachtung an folgen. Die erste Berathung im Plenum wird also erst im Vorwärts" in den nächsten Tagen eintreten wird, nimmt Selbstwirthschafter unter Aufsicht des Staates oder der Ge- Laufe des Januar möglich sein. Daß der Reichstag, wie hier fast die ganze Presse Notiz. Ueberall wird der Entwurf meinde soll den Bauern den Uebergang von dem jetzigen eigenen und da gehofft zu werden scheint, auf eine Kommissionsberathung im ganzen oder bruchstückweise fabgedruckt. Von Urtheilen Besitz zur Vergemeindung oder Verstaatlichung des Grund der Vorlage verzichten werde, ist im höchsten Grade unwahr der Presse zitiren wir heute die folgenden: besitzes erleichtern. Thatsächlich wird aber der Grundsatz, daß scheinlich oder besser gesagt, ausgeschlossen, auch wenn alle die Produktion nicht einzelnen, sondern der Allgemeinheit Parteien gewillt sein sollten, die Berathung möglichst zu Die National- Zeitung" hatte schon gestern geäußert, gehöre, in den deutschen Vorschlägen genau so verbeeilen. Die Arbeit des Reichstages wird selbstverständlich daß durch das Agrarprogramm der Gegensatz zwischen leugnet, wie in den Beschlüssen des französischen Kongresses. nicht erleichtert, wenn wirklich, wie behauptet wird, Sozialdemokratie und bürgerlicher Gesellschaft verschärft Daß nebenbei die Möglichkeit zugegeben wird, daß der Staats- dem Entwurf wohl eine die Grundzüge erläuternde werde. Heute schreibt sie in demselben Sinne: oder Gemeindebetrieb sich nicht als rationell" erweisen könne, Denkschrift, nicht aber eine auf die Einzelheiten eingehende Be Befremdlicherweise geht die Auffassung, namentlich deutsch- verdient besondere, Beachtung. Die Frage wird nun sein, ob gründung beigelegt werden soll. Sowohl das Strafgesetzbuch von freifinniger Blätter dahin, daß sich mit der von der Kommission der Bauer geneigt sein wird, seine bisherige Stellung als 1870 wie die Entwürfe der Gerichtsverfassung und der Zivilbeantragten Programmabänderung eine neue Mauserung" der selbständiger Grundbefizer mit der eines dem Staate oder und Straf- Prozeßordnung sind dem Reichstage mit ausführlicher fozialdemokratischen Partei zu vollziehen im Begriff sei. Die der Gemeinde unterstehenden Pächters zu vertauschen. Dazu Begründung vorgelegt worden und es ist nicht ersichtlich, wesBollmar'sche Richtung habe bei der Aufstellung der Forderungen wird er sich schwerlich hergeben; so verlockend im übrigen halb davon in diesem Falle Abstand genommen werden sollte. der Landagitation den Sieg davongetragen und es zeige sich, daß auch die Aufhebung aller Ertragssteuern, die Aufhebung aller Ertragssteuern, die Verstaat- Uebrigens werden die juristischen Sachverständigen des Reichstags die Sozialdemokratie sich mehr und mehr aus einer Umsturspartei lichung der Hypotheken und Grundschulden unter Herab- in der nächsten Session auch durch die wiederholte Borlegung der zu einer radikalen, die bisherige Staats- und Gesellschafts- segung des Zinssußes auf die Höhe der Selbstkosten, das freie Justiznovelle und zum theil auch durch das Börsengesez in Anordnung respektirenden(!) Partei" entwickele. Waldrecht, das freie Jagdrecht, die sachgemäße" Ausdehnung spruch genommen werden. der Arbeiterschuß- Gefeßgebung auf die Landwirthschaft und ähn liche Versprechungen" sein mögen. Sonntagsruhe. Die vom Handelsminister, dem Minister Mit diesem Theile des des Innern und dem Kultusminister unter dem 11. Mai anProgramms würde die Sozialdemokratie vielleicht noch eher geordnete Einholung von Berichten über die Wirkungen der Beifall bei den- Agrariern finden. Die demokratische Volts- Beitung" urtheilt folgender nicht den gewünschten Erfolg gehabt zu haben. Wenigstens wird Bolts- Beitung" urtheilt folgender Bestimmungen zur Wahrung der Sonntagsruhe scheint bis jetzt maßen über den Entwurf: gemeldet, daß eine ganze Reihe von Behörden Wenn in dem Agrarprogramm eine Mauferung erkannt Das mit großer Spannung erwartete agrarpolitische Pro- scheinlich städtische und kommerzielle, wie Handelskammern werden soll, so kann es höchstens die eine sein: Ist die Sozial gramm der Sozialdemokratie ist im ganzen und großen als ein und dergleichen mit ihren Mittheilungen bis jetzt noch demokratie der Ansicht, daß die neuen Uebergangsforderungen Sieg der gemäßigten" Richtung zu bezeichnen. Es hält sich in im Rückstande seien oder aber sich ihrer Aufgabe in einschließlich der bereits bestehenden zur Erlangung der Macht der That" im Rahmen der bestehenden Staats- und Gesellschafts- so unzulänglicher Weise entledigt haben, daß sie zu einer nochin dem Rahmen der bestehenden Gesellschaftsordnung erst durch- ordnung", dergestalt, daß es Forderungen aufnimmt, maligen Abstattung eines Berichtes aufgefordert werden mußten. geführt werden müssen, so giebt sie selbst damit zu, daß es mit die oft und Tange von anderen Parteien erhoben der Begründung des Zukunftsstaates, mit dem auf das Ende worden find. Dahin gehört vor allem der nachdieses Jahrhunderts prophezeiten großen Kladderadatsch auch drückliche Wunsch auf Verbesserung, praktischere Ausnach ihrer Ansicht noch eine recht gute Weile hat. Sie erfennt führung und unentgeltlichkeit des Unterrichtes, auch des damit die Rechte der Gesellschaftsordnung an und die Vertreter landwirthschaftlichen Fachunterrichtes, ferner die Abschaffung dieser haben daraus höchstens die Lehre zu entnehmen, daß eine aller Privilegien des Grundbesizes, die Jagdfreiheit und WildAbwehr gegen diesen neuen Vorstoß mit neuer Kraft und neuen schadenentschädigung u. a. m. Das sind alte Leitsätze, die sogar Mitteln nöthig und mit Erfolg auch durch führbar ist. früher der Liberalismus„ gemäßigter" Art verfochten hat. Es wäre ein höchst gefährlicher Optimismus, sich durch die Theorie von dem angeblich wachsenden Respekt der Sozialdemofraten vor der bestehenden Gesellschaftsorrdnung die Erkenntniß verwirren zu lassen, daß in dieses neue Agitationsformular eine neue, gefährliche Waffe geschmiedet wird für den radikalen Umsturz des bürgerlichen Klassenstaates. " " 1 Die Berliner Neuesten Nachrichten" bemerken hierzu: wahr. In Rücksicht darauf, daß die stellenweise äußerst lästigen und in dieser Umfänglichkeit auch schädigenden Bestimmungen des Gesetzes über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe einer den Verhältnissen angepaßten Umformung unzweifelhaft be= dürfen, um unnöthige Beeinträchtigungen der Kaufleute wie auch der Käufer zu beseitigen, wäre es allerdings zu wünschen, daß die Handelstorporationen und andere Vereinigungen dieser Art sich mit dem erforderlichen Eifer dieser Angelegenheit annehmen und nöthigenfalls auf die säumigen Instanzen einen beschleunigenden Druck üben. Vielleicht haben die fäumigen Instanzen" von den äußerst läftigen Bestimmungen des Gesezes" gar nichts gemerkt. " Die Fälschung der Emser Depesche liegt den In ähnlichem Sinne, wie die National- 3tg.", spricht Gegen die Erhaltung und Vermehrung des öffentlichen auch die" Post" über den Entwurf. Sie meint in einem Grundeigenthums läßt sich prinzipiell von unserem Stand" Sozialdemokratischer Bauernfang" überschriebenen Artikel: pnufte nichts einwenden. Einzig und allein bleibt das BeFür die Fassung des neuen Programms ist sicher auch der denken, ob nicht die bureaukratische Verwaltung hierdurch eine Wunsch maßgebend gewesen, den revolutionären Charakter der zu große Machtfülle erhält und auch damit eine Funktion Partei dem oberflächlichen Beobachter noch mehr zu verschleiern übernimmt, die sie kauni richtig ausüben kann. Daß und so dem Schlendrian, welcher die Sozialdemokratie behandelt die Ausdehnung der Arbeiterversicherung und Arbeiterschutzwissen will wie jede andere Partei, zu Nutz und Frommen der Gesetzgebung auf die Landwirthschaft verlangt wird, ist nur Freunden des Fälschers von Tag zu Tag schwerer im sozialrevolutionären Bestrebungen wirksamen Vorschub zu leisten. zu billigen. Der Maximalarbeitstag von höchstens acht Magen. Vor 25 Jahren wurde der Verdacht, daß bei der Darauf deutet der generelle Zusatz zu dem zweiten Theil des Stunden", der nach dem Entwurf bestehen bleibt, also auch für Einfädelung des heiligen Krieges" nicht alles mit rechten Erfurter Programms hin, wonach die zunächst zu erreichenden die Landarbeiter gelten soll, ist jedoch hier geradezu unmöglich. Dingen zugegangen sei, patriotisch niedergebrüllt. Jett Biele im Rahmen der bestehenden Staats- und Gesellschafts- An seine Stelle hätte eine Vertheilung der Arbeitsstunden je nach geht das nicht mehr. Und wer das gefälschte Aktenstück ordnung" erstrebt werden sollen. Denn dieser Zusatz giebt dem der Jahreszeit pro Woche zu treten. Eine Unterlassungsfünde mit dem Driginal vergleicht und die ganze Situation begelehrten wie ungelehrten Optimisten die willkommene Handhabe, ist es, daß nicht die Aufhebung der Gesindeordnung und Verdie wirklichen Biele der Sozialdemokratie als nur mehr honoris befferung der Wohnungsverhältnisse auf dem Lande( durch reifende trachtet, kann sich, sofern er überhaupt denkfähig, der Erkenntniß, daß eine Fälschung vorliegt, nicht verschließen. causa beibehaltene reine Theorien, den Uebergang von der Inspektoren 2c.) gefordert wird. revolutionären zur Reformpartei als vollzogen anzusehen, und fich die Schlafmüße wieder über die Ohren zu ziehen. Natürlich verlautet denn auch schon ganz nach Wunsch von einem neuen Mausern" der Sozialdemokratie, während man es vorerst nur mit dem sehr praktischen Versuche zu thun hat, für die Sozialdemokratie ein neues fruchtbares Werbegebiet in den süddeutschen Bauernschaften zu gewinnen. Die Nationalliberale Korrespondenz" des Herrn Böttcher bemerkt: Die" Deutsche Warte" faßt ihr Urtheil in folgenden Satz zusammen: Das Wesentlichste dieser Neuredaktion ist wohl die indirekte Bestätigung dafür, daß die Sozialdemokratie mehr und mehr aufhört, eine internationale Umsturzgruppe zu sein, sondern sich bemüht, sich als vollwerthige Partei in das politische Leben Deutschlands einzufügen und als solche mit einem positiven Programm die Bevölkerung für sich zu gewinnen. Politische Uebersicht. Berlin, 17. Juli. Wenn nun die Bismarck'schen Blätter wie die Rohr Sperlinge auf uns schimpfen, oder wie die Nationalliberalen uns denunziren, so folgen sie damit ihrer Natur und üben nur ihr Menschenrecht aus. Die Spitzbuben waren allezeit sittlich entrüstet" über die, welche sie an dem Kragen packten. Wenn aber das Leibblatt Bismarck's sentimental thut und von Undant redet, so können wir nur lachen. Wer ist es denn, der von der Chamade und Fanfare gesprochen hat? Wer ist es denn, der sich wiederholt Reichstags- Abgeordneten gerühmt hat, durch die Nedaktion der Emser Des pesche dem französischen Kaiser den Rückweg verrannt zu haben"? Nur keine Gefühlsduselei! vor " Ein larmoyanter Verbrecher ist auf Erden das jämmerlichste Schauspiel! " Es handelt sich bei diesem neuesten Unternehmen darum, die Landbevölkerung über das Wesen und die letzten Ziele der Sozialdemokratie bis zu dem Zeitpunkt zu täuschen, wo diese in den Städten die Gewalt an sich geriffen hat, bis nach dem ersten Att des großen Kladderadatsch", von dem Herr Bebel laut und Jm Wahlkreis Dortmund ist jetzt der Wahldie anderen still träumen. Daß der zweite Aft, nämlich die Ent- kommissar für die bevorstehende Nachwahl ernannt worden. eignung aller Befiger von Grund und Boden nicht nothwendig Es scheint also die Vorbereitung der Großindustriellen des folgen müsse, das die Landwirthe glauben zu machen, ist der Kreises für die Wahl ihren Abschluß gefunden zu haben. Zweck der vorgeschlagenen Programmsätze, der selbstverständlich Hoffentlich wird demnächst auch die Erlaubniß ertheilt, den die Verleugnung des ersten, grundlegenden Theiles des Partei- ahltermin selbst bekannt zu machen. Vor der Front verhaftet soll in Hannover dem programms gebietet. Hannoverschen Anzeiger" zufolge ein zur Uebung einDas Berliner Tageblatt" schreibt zu dem Entwurf: Herr v. Rottenburg, der Unterstaatssekretär und gezogener Landwehrmann aus Hannover worden sein. Der Die Mehrheit der Kommission scheint sich in der That die Vorsitzender der Kommission für Arbeiterstatistik wird, wie selbe habe sich in der Katine geäußert, er würde über die Beschlüsse des sozialdemokratischen Kongresses von Nantes zum nunmehr bestimmt mitgetheilt wird, am 1. Oktober aus Einzelheiten des Dienstes, der seiner Ansicht nach zu schwer Muster genommen zu haben, wie das auch in Frankfurt a. M. dem Staatsdienst ausscheiden. sei, im Vorwärts" Mittheilungen machen. Auf Befragen beantragt worden war, nur mit dem Unterschied, daß die allgemeinen Säße des Parteiprogramms unverändert bleiben Bürgerliches Gesetzbuch. Nach den geschäftlichen Dis- seiner Vorgesetzten soll der Landwehrmann erklärt haben, and die auf die ländlichen Verhältnisse bezüglichen Be- pofitionen der Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch ist, er sei Sozialdemokrat. Am Dienstag Nachmittag sei er Stimmungen in den speziellen Theil des Programms ein- wie der Berliner Korrespondent des„ Hamburger Korrespondent" darauf, wie das genannte Blatt mittheilt, wegen Aufreizung geschoben werden sollen, während die französischen Sozial- erfährt, die Aussicht sehr gering, daß der Reichstag es im Laufe vor der Front verhaftet worden. Demokraten neben dem allgemeinen Programm ein be der nächsten Session zur Erledigung bringen werde. Dem Wenn sich diese Mittheilung bestätigt, so bestätigt sich fonderes Programm für die Landarbeiter und Bauern beschlossen Bundesrath wird die Schlußredaktion schwerlich vor Ende damit zugleich eine bei den Militärbehörden vorhandene haben. In dem brennenden Punkt, der Behandlung des September zugehen, während die Feststellung des Einführungs- ungeheure Scheu vor dem Sozialismus, den man durch Grundbesizes stimmen beide Programme in auffallender Weise gesetzes in der Kommission erst im Oktober beginnen soll. Mag folche drakonischen Maßregeln aus dem Heere auszurotten überein. nun der Bundesrath die Berathung des Gefeßentwurfes, deren versucht. Freilich dürfte sich diese Hoffnung als trügerisch Die Herstellung eines der gesamten Gemeinde, nicht den Schwerpunkt selbstverständlich in dem Justizausschuß liegen einzelnen Gemeindemitgliedern gehörigen Grundbesitzes, der wird, noch so sehr beeilen, so kann die Vorlegung des erweisen. Wenn man alle sozialdemokratischen Landwehr leute verhaften wollte, dann würde man wohl hier und da Gertraudtenstraße wenigstens, war von der ersten Mitter- Fortführung des mörderischen Kampfes, zur rücksichtslosen sehr lückenhafte Fronten bekommen. nachtsstunde an im unbestrittenen Besitz der königlichen Hinopferung weiterer Menschenleben rathen. Die königlichen Jck dementive mir", sagt jetzt auch die Berliner Garden. Sie waren nicht wenig stolz auf den mühsam er- Truppen waren auf der ganzen Linie in Aktion ge- Korrespondenz" des so volksthümlichen und allgemein Sie hatte vor einigen rungenen Erfolg. Stabsoffiziere jeden Ranges, ja selbst treten nicht ein Bataillon, daß am Morgen mit beliebten Ministers v. Köller. Generäle tamen herangeritten, um das trozige Ungethüm frischer Kraft hätte ins Gefecht gehen können. Man ver- Tagen die auch von uns glossirte Nachricht gebracht, von Barrikade in Augenschein zu nehmen, dessen Nieder- schloß sich nicht länger der Erkenntniß, daß man es der Bundesrath habe genehmigt, daß in Meiereien( Molkereien) werfung so viele Opfer und Anstrengungen gekostet hatte. nicht niit einzelnen rebellischen Böbelhaufen zu thun und Betrieben zur Sterilisirung von Milch Arbeiterinnen über 16 Jahre in der Zeit vom 15. März bis 15. Oktober auch nachts Verdammte Dickköpfe, diese Berliner wer hätte ihnen das hatte, sondern mit einer ganzen Stadt von vierund zwar von 82 Uhr abends bis 52 Uhr morgens-- bezugetraut? Und nicht blos hier, vor dem Schlosse, hatten sie hunderttausend Bewohnern, die für ihr angeborenes Recht und schäftigt werden dürften. solchen Bärentrotz an den Tag gelegt auch von den ihre beleidigte Menschenwürde kämpften. Der größte Theil übrigen Punkten des weitläufigen Kampfplates kamen dieser Streitmacht, all diese Tausende und Abertausende der Meldungen, die entschieden vor einer Unterschätzung des nördlichen, östlichen und südlichen Stadttheile, war noch Gegners warnten. ganz unverbraucht und brannte vor Ungeduld, sich mit dem Der Angriff, den die Kavallerie von Norden her auf Feinde zu messen. Die Nachricht von den grausamen die Vorstadt zwischen dem Rosenthaler und dem neuen Wegeleien, deren die Soldaten sich schuldig gemacht hatten, Thor unternommen hatte, war von den Vertheidigern der war wie ein Lauffeuer von Gasse zu Gaffe geeilt und hatte Barrikaden erfolgreich zurückgewiesen worden. Das achte die Kämpfer des Volkes mit einer Erbitterung erfüllt, die Regiment war kurz vor Mitternacht, nach einem mehr ihnen noch tags zuvor fremd gewesen. Sie waren entstündigen, höchst beschwerlichen und verlustreichen Marsch schlossen, Gleiches mit Gleichem zu vergelten und ihr Leben durch die noch mangelhaft verbarrikadirte Frankfurter so theuer als möglich zu verkaufen. Vorstadt auf dem Alexanderplatz angekommen, von wo es So schien die Entscheidung des blutigen Zwistes noch etliche Kompagnien zur Ablösung der erschöpften Botsdamer weit im Felde zu stehen und sein Ausgang für die Garde nach dem Schloßplaß entsandte. Auf dem Alexander- Truppen nichts weniger als sicher. Zwar suchte die Kamaplaz selbst stand die große Barrikade in ungebeugtem Trotz rilla den König über die wahre Lage der Dinge auf jede und Vorabenden der Festtage nicht länger als 10 Stunden be da. Jeder Versuch der Garde, über die Königsbrücke vor Weise zu täuschen, aber die Wahrheit fand ihren Send- schäftigt werden. zubringen, war durch das wohlgezielte Feuer der Bürger- boten in einem muthigen Soldaten, der sich nicht scheute, größerung der Ausbeutung der Molkerei- Arbeiterinnen wird Die durch den Bundesrath gnädigst gestattete Verschüßen vereitelt worden. Im Westen der Stadt hatte zwar dem Träger der Krone die Binde von den Augen zu reißen. größerung der Ausbeutung der Molkerei- Arbeiterinnen wird Den Unternehmern sehr gelegen kommen. das zwölfte Regiment, dem das zweite Garde- Regiment in Es war der Generalstabsmajor von Vincke, ein begeisterter der Friedrichstraße sekundirte, sich der Leipzigerstraße be- Anhänger der preußischen Dynastie, der es indeſſen durch die amtliche„ Berliner Korrespondenz", deren Etat doch Recht interessant ist bei dieser Angelegenheit, daß auch mächtigt; allein jeder Versuch, südwärts über diese Linie den Freimuth seiner Schriften mit den maßgebenden Kreisen hinauszugehen, war durch das scharfe Feuer der stark ver- verdorben und sich beeeits seit etlichen Jahren mit Urlaub" gewiß nicht zu klein bemessen und deren Organisation doch schanzten bürgerlichen Kämpfer vereitelt worden. auf sein Landgut zurückgezogen hatfe. Hier hatte ihn die jedenfalls eine preußisch- schneidige ist, die mit militärischer Ein Blick auf den Plan der Stadt belehrte die Kunde von dem gewaltigen Sturm ereilt, der die poli- Pünktlichkeit funktionirt, daß auch eine solche„ amtliche" Einsichtigeren unter den Truppenführern, daß erst der tische Welt erschütterte, und spornstreichs' war er nach Beitung einmal eine falsche Nachricht gebracht hat und weitaus kleinste Theil ihrer Arbeit" gethan war. Berlin aufgebrochen, um dem König seine Dienste anzu- diese nun dementiren muß. Wenn dies gewöhnlichen Zeitungen Die Soldaten waren aufs äußerste ermüdet, sie hatten bieten. Noch vom Reisestaub bedeckt, hatte er sich in das passirt, so fliegen die Redakteure event. Dafür ins Loch. schon durch mehrere Nächte nur wenig Ruhe gehabt und königliche Schloß begeben und unangemeldet das Zimmer Arbeiterkatechismus für deutsche evangelifche feit Mittag des vorigen Tages nichts gegessen. Nur ein der Generaladjutanten betreten. Dort war es, wo er zuerst Arbeiter. Mit einem solchen Wert sollen die evangelischen gewiffenloser Streber oder ein blinder Heißsporn konnte zur mit dem König zusammentraf.( Fortsetzung folgt.) Arbeiter beglückt werden. Der bekannte in evangelischDies trifft, wie sie sich heute bescheiden ausdrückt, nicht zu. Während im allgemeinen Arbeiterinnen in Fabriken gemäß § 137 Absatz 1 der Gewerbe- Ordnung in der Nachtzeit von 81/2 Uhr abends bis 51/2 Uhr morgens und am Sonnabend, sowie an Vorabenden der Festtage nicht nach 3/2 Uhr nachmittags beschäftigt werden dürfen, hat der Bundesrath die Bestimmung getroffen, daß in den unter die Gewerbe- Ordnung fallenden fabrikmäßig betriebenen Meiereien die Beschäftigung der über 16 Jahre alten Arbeiterinnen im Sommerhalbjahr schon um 4 Uhr morgens beginnen und bis 10 Uhr abends dauern darf. Im übrigen bleiben die Vorschriften des§ 137 bsag 2-5 der GewerbeOrdnung von der Bestimmung des Bundesraths unberührt. Ins besondere dürfen also die Arbeiterinnen in Meiereien auch in Zutunft nicht länger als 11 Stunden täglich, an den Sonnabenden sozialer Arbeiterbewegung wachende Pfarrer, Licentiat und ivarine Verehrer des Königs Stumm Weber in M.-Gladbach erläßt in der„Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" ein Preisausschreiben mit einem Preis von 300 M. für die Abfassung eines A r b e i t e r-Ä a t e ch i s- m u s für deutsche evangelische Arbeiter. Das Ausschreiben erfolgt im Namen des Vereins für christliche Volksbildung in Rheinland und Westfalen. Als Hauptabtheilunge», die der Katechismus enthalten soll, werden genannt: „Der Arbeiterstand im 19. Jahrhundert(eine allgemeine ge- schichtliche Einleitung). Standespflichten und Standsrechte. Gatten- und Vaterpflichten. Pflichten gegen die übrigen Klassen der Ge- sellfchaft. Pflichten gegen Fürst und Vaterland, Kaiser und Reich. Pflichten gegen das Evangelium und die evangelische Kirche. Hoffnungslostgkeit oder Hoffnung? Revolution oder Reform?" Bei den Standespflichten wären Fleiß und Sparsamkeit, bei den Standesrechten die durch die neuere Gesetzgebung gewährleisteten, insbesondere auch das Recht der Assoziation, bei den Gatten pflichten Häuslichkeit und Z u- friedenheit, bei den Vaterpflichien Ernährung und Erziehung der Kinder, sowie die Wahl eines Be- rufes für sie, bei den Pflichte» gegen die übrigen Klassen der Gesellschaft die Einseitigkeit und An- m a ß u n g der Sozialdemokratie, bei den Pflichten gegen das Vaterland Wehr- und Steuerpflicht, sowie Wahl- Pflicht, bei denen gegen die evangelische Kirche Sonntagsfeier, Hausandacht, Gebet— endlich im letzten Abschnitt die siegende Gewalt ejnes wahren christlichen Sozialismus zu betonen. Das scheint ja ein Werkchen werden zu wollen, wie der sozialdemokratischen Agitation lange keines zu nutze ge- kommen ist. Herr Weber hat sich da ein wahres Kompen- dium alles Reaktionären, alles dessen, was die Arbeiter am zukunftsfrohen Aufstreben verhindern kann, zurecht- gelegt, so daß er sich, wenn das Büchlein nach seinem Herzen ausfällt, gewiß den unauslöschlichen Dank aller Kohlengruben- und Eisenhüttenbesitzer, sowie aller sonstigen Kapitalisten in Rheinland-Westfalen ver- schaffen wird, und um den ist es ja einem„Arbeiterführer" vom Schlage des Herrn Weber in allererster Linie zu thun. Daß die Arbeiter durch solche Fleiß-— Sparsamkeits-Gatten- pflichten-Zufricdenheits- und Steuerpflichten-Schlummerlieder einzulullen versucht und von der Verfolgung jedes auf Hebung der Klassenlage gerichteten höheren Strebens abzuhalten versucht werden: das ist Herrn Licentiaten Weber nicht nur egal— nein, das ist ja gerade die Hauptsache bei der ganzen Geschichte.— Allzu tragisch braucht man die Sache übrigens nicht zu nehmen. Die Sozialdemokratie pflegt ja dafür zu sorgen, daß literarischer Schund unter den Arbeitern keine Käufer findet.— Zur Huldigung des Marinegötzen Aegir, dem Nix und Neck sich beugt, wird schon die unreifere Jugend künftig angehalten werden. Diese hocherfreuliche Wirkung muß eine Verfügung haben, durch die der Kultusminister die Provinzial- Schulkollegien darauf aufmerksam macht, welch treffliche Lesefrucht für Kinder die Uebersetzung eines Werkes des amerikanischen Kapitän M a h a n,„Einfluß der Seemacht auf die Geschichte" abgebe. Nach Meinung des Herrn Bosse ist „die Beschaffung dieser Uebersetzung für Universitäts- und Schulbibliotheken geeignet, de» Gesichtskreis der deutschen Jugend zu erweitern und das Verständniß der kommenden Generation für die Bedeutung unseres Welthandels, unserer Kolonieen und unserer Wehrkraft zur See zu erhöhen." Natürlich ist zu hoffen, daß die kommende Generation, deren Verständniß für unsere Kolonieen und unsere Wehr- kraft auf diese Weise erhöht würde, mit Freuden dereinst jedwede Mehrforderung für beide Zierden unseres Staats- wesens bewilligen wird. Die Kolonie- und Marine-Nörgler werden aussterben im Aegirreich, und den Staub von den Pantoffeln schütteln müssen.— Von den elsaß-lothringische» Ausnahmegesetze». Die Colmarer Strafkammer verurtheilte einen Tagelöhner zu einem Monat Gefängniß und 20 M. Geldstrafe, weil er eine An- zahl Aufrufe an die Arbeiter und Arbeiterinnen der Tcxtil- industrie in Elsaß-Lothringen und an alle in der Metallbranche beschäftiglen Arbeiter, sowie Exemplare der„Deutschen Metall- arbeiterzeitung" verbreitet hatte, ohne hierzu die Erlaubniß zu besitzen. Solche Urtheile haben das Gute an sich, daß durch sie das öffentliche Interesse immer wieder auf die elsaß-lothringischen Ausnahmezustände hingelenkt und das Volk im Verlangen auf deren Aufhebung und in der Agitation für diese Aushebung bestärkt wird.— Das Grab hat's verrathen. Die sächsischen National- liberalen, von Biedermann an bis hinunter zu Hans Blum, wehren sich bekanntlich mit Händen und Füßen gegen die Anklage, daß sie 1866 die Annexion Sachsens an Preußen erstrebt haben, und daß es wegen ihrer landesverrätherischen Bestrebungen nothwendig geworden sei, die bekannte Amnestie- klausei in den Nikolsburger Friedensvertrag einzufügen. Jetzt wird nun ein Brief des bekannten kürzlich verstorbenen Schriftstellers und nationalliberalen Agitators Gustav F r e y t a g veröffentlicht, welcher Brief den nationalliberalen Annexionsplan im vollsten Umfange bestätigt. Der Brief, gerichtet an Lothar B u ch e r, Bismarck's Gehilfen, ist ans Siebleben bei Gotha, den 6. September 1866, datirt und lautet in seiner ersten Hälfte: „Hochverehrter Herr Geheimrath! In der Frage Sachsen wage ich an Bekanntschaft aus früherer Zeit zu appelliren und leise an die Bücher der Sibylle zu rühren, welche in Ihrer Nähe bewahrt werden. In diesen Tagen wird Ihnen eine Flugschrift zugehen:«Was wird aus Sachsen?", welche die Töne anschlägt, in denen jetzt auf daS sächsische Volk zu wirken ist. Die Agitation hat in Sachsen begonnen: läßt man der prensiischen Partei einige Monate Zeit und Luft, so ist die beste Hoffnung vorhanden, daß dieselbe die große Majorität der möglichen Abgeordneten ge- Winnen wird. Soweit das Schicksal Sachsens durch die Partei- nähme des sächsischen Volkes und des Parlamentes im Bundesstaat mitbestimmt werden kann, liegt das Spiel für Preußen günstiger, als viele Sachsen hoffen oder fürchten. Die Schwächen des Gegners sind: 1. Das sächsische Volk kann den Ausschluß aus dem Zollverein nicht er- tragen, ebenso wenig eine» Zollverein mit halbjähriger Kündi- gung, wie er mit den Südstaaten paktirt ist. Das wäre ein Strick um den Hals, an dem das Volk erwürgen müßte. Wird einer Volksvertretung dieses aut— aut gestellt, so muß sie sich für Preußen erklären. 2. Die Regierung König Johanns litt nach einer Richtung an bösem Gewissen. Der Verfassungs- bruch von ISS1 und die Restitution eines abnormen Wahlgesetzes mit„provisorischer" Geltung machten allerdings Herrn von Beust leicht, zu regieren, aber das schreiende Unrecht blieb unvergessen und die persönliche Beliebtheit des Königs verdeckte nur unvollständig den Riß zwischen Regierung und Volk. Die neue Volksvertretung beruhte in der ersten Kammer auf Er- nannten des Köuigs, in der zweiten hauptsächlich auf fünf- uudzwanzig Kleinbürgern und fünfundzwanzig Bauern, welche durch die engsten Bezirkswahle» und durch an den Ort gebundene Wählbarkeit zusamniengebracht wurden. Die Unrechtmäßigkeit der bestehenden Kammern ist dem Volke zweifellos, die Restitution des Wahlgesetzes von 1848 und die Neubildung einer gesetzlichen Volksvertretung wären sehr populäre Akte; sie würden die Ge- wählte» von der Dynastie trennen und könnten deshalb, nicht jetzt, aber in einigen Monaten, gute Helfer der preußischen An- spräche werden. Man scheint bisher auf die Schwäche der Gegner zu wenig Gewicht gelegt zu haben. Aber dies ist, wenn man durch die Sachsen selbst etwas fördern will, der Punkt, auf den alles an- komint. Die Lanveslomniission läßt jetzt Vorbereitungen zu den nach dem bestehenden Wahlgesetz nölhigen Neuwahlen eines Drittels der Abgeordneten treffen; die Stadtverordneten von Dresden sogar fordern bereits das durch Herrn von Beust ab- strahirte Wahlgesetz zurück. Auch ist das Bedenken nicht stich- haltig, daß eine Volksvertretung, welche auf grund des Wahl- gesetzes von 184S einberufen würde, gefährlicher sein könnte, als die Kammer des Herrn von Beust. Die Abgeordneten dieser letzteren sind in ihrer großen Majorität despizirt— sie sind außerdem durch Gnadenworte und Gewöhnung an ministeriellen Händedruck in engen Saxonismus hineingeschmeichelt. Fast die gesammte Intelligenz des Landes ist der Kammer fern, sie ist jetzt anfgeregt und würde ein Mandat suchen, vor anderen die preußische Partei. Von Invaliden des Jahres 1843 sind noch ein halbes Dutzend Demokraten vorhanden, welche in den alten Phrasen hängen. Das Hauptkontingent der neuen Kammer würden Geschäftsleute, Kommunalbeamte und Advokaten werden; die einen haben Interessen zu vertreten, die anderen sind ehr- geizig, im ganzen nach hiesigen Verhältnissen guter Stoff. Wenn die große Politik der preußischen Regierung gestattet, die sächsische Frage durch festes Beharren auf den ursprünglichen Forderungen hinauszuschieben, so ist ihp im Lande selbst eine große Zunahme der Annexionisten sicher. Aber dringend wüiischeuswerth ist ein kräftiges Eingreifen in die Verwaltung. Das weitere hat wenig Interesse für uns. Die Auslassungen des Herrn Freytag lassen an Deut- lichkeit nichts zu wünschen übrig. Er stand notorisch mit den nationalliberalen Führern in Sachsen in den innigsten Beziehungen; und hier haben wir nun erstens das Bekenntniß des nationalliberalen Agitators Gustav Freytag, daß er für die Annexion Sachsens an Preußen gewirkt hat; zweitens das Bekenntniß desselben Herrn Freytag, daß es auch in S a ch s e n„ Ä n n e x i o n i st e n" gab, deren Existenz in neuerer Zeit so hartnäckig geleugnet worden ist. Was sagen die Herren Biedermann und Genossen zu dem Briefe ihres Freundes Gustav Freytag?— Nebcr die Straßenkundgebnnge» in Belgien gelegentlich der Einbringung des reaktionären Schulgesetzes, über die schon gestern berichtet wurde, bringt die„Vossische Zeitung" folgende interessante Schilderung: Sechstausend Brüsseler Bürger, Männer aller politischen Richtungen, Gemäßigtliberale, Fortschrittler, Sozialisten, Lehrer, Lehrerinnen, Studenten, sind gestern Abend in musterhafter Ord- nung und von dem Beifalle der zusammengeströmten Bevölkerung begrüßt, durch die Straßen der Hauptstadt gezogen; Senatoren, Deputirte, Provinzialräthe, Gemeinderälhe und die Führer aller Parteien befanden sich im Aufzuge. Auf Riesen- schildern las man die drastischen Aufschriften, wie: „Der Priester in der Kirche, der Lehrer in der Schule! Der Katechismus in der Kirche, aber nicht in der Schule! Bürger Belgiens, werdet Ihr den öffentlichen Unterricht vernichten lassen? Das wird das letzte Verbreche» des Klerikalismus sein, wenn das Volk es will! Der Klerikalisinus herrscht durch das Gold und durch die Unwissenheit. Es lebe die Gewissensfreiheit!" Und während man in den Arbeitervierteln den Aufzug mit einem wahren Jnbel begrüßte, hatten sich vor dem vläniischen Theater, in dem die Schlußversainmlung statlfinden sollte. Tausende ver- sammelt. Vom Söller herab sprachen Sozialistensührer mit rauschen- dem Beifall aufgenommene Worte:„Bürger, rief der Sozialisten- führer Lehen, wir bezahlen täglich 10 000 Fr. demjenigen, der über die Verfassung wachen soll! Nun denn, wenn er seine Schuldig- keit nicht zu thun versteht, so werden wir uns an seine Stelle setzen:„Es lebe die Republik!" Und der sozialistische Abgeordnete Advokat Fournemont sprach:„Wir haben in Belgien einen Greis, der die ersteIWürde bekleidet und er hat, um sein skandalöses Kongo-Unternehmen zu bezahlen, die Seele Eurer Kinder verkauft! Es lebe die Republik!" Die Menge schwenkte die Hüte und Taschentücher, stimmte die Marseillaise an und tausendstimmige Rufe„Es lebe die Republik!" durch- brausten den breiten Platz und die anstoßenden Straßen. Inzwischen war der Aufzug herangekommen und das Theater bis aus den letzten Platz besetzt. Zündende Reden wurden gehalten und ein wahrer Beifallssturin erhob sich, als der Fortschrittsführer Senator Janson das Schulgesetz als einen Verfassungsbruch bezeichnete und das Volk mahute, sich in Massen zu erheben und die päpst- liche gelbe Fahne niederzuschlagen. Die Volksmassen zogen aus- einander; am 28. d. M. wird die nationale Slraßcnkundgebung des ganzen Landes gegen das Schulgesetz in Brüssel statthabe»; die Brüsseler Kundgebung war ihr Vorspiel.— Am Sonntag fand in Antwerpen eine besonders für Sol< daten von sozialistischen Studenten der höheren Handelsschule einberufene Versammlung statt, worin zwei Genosse» unter dem lebhaften Beifall der zahlreich erschienenen Soldaten aller Waffengattungen über die Militärfrage redeten. Weitere Versammlungen sind angesagt.— Das Verständnis; des englische» Wahlkampfes wird etwas erschwert durch die Name n der einander gegenüberstehenden Parteien. Früher war die Sache sehr einfach: da standen sich die Tories und Whigs, oder was als gleichbedeutend galt, die Konservativen und Liberalen, gegenüber. Diese alten Benennungen treffen aber schon seit langem nicht mehr zu. Der Unterschied zwischen Whigs und Tories ist seit Jahrzehnten gänzlich verivischt, und gehört nur noch der Vergangenheit an. Und auch der Gegensatz zwischen konservativ und liberal hat sich längst abgeschliffen. Die Gladstone'sche Regierung nannte sich allerdings noch liberal, aber auf feiten ihrer Gegner be- and sich eine größere Zahl von ehemaligen Mitgliedern der iberalcn Partei; und um anzudeuten, daß sie für die „Union" Englands und Irlands waren und von der Homerule nichts wissen wollten, nannten diese Liberalen sich „Unionisten". Für den gegenwärtigen Wahlkamps haben nun auch die ehemaligen Tories den Namen u n i o n i st e n angenommen, während sie die Anhänger der alten gestürzten Regierung„S e p a r a t i st e n", d. h. Freunde der Trennung (Irlands von England) nennen— eine ganz wirksame Bezeichnung, gegen welche die einstigen Gladstonianer allerdings protestiren. Diese nennen sich ihrerseits noch Liberale.— Neber die englischen Wahlen liegen folgende Nach- richten vor: London, 17. Juli. Bisheriges Wahlergebniß: 240 Unionisten, öv Liberale, 0 Parnelliten, 19 Antiparnelliten, ein Kandidat der Arbeiter-Partei. Die Unionisten gewannen 41, die Liberalen 10 Sitze. Unter den Gewählten befinden sich der Sprecher des Unter- Hauses W. C. Gully, der Staatssekretär für die Kolonien Chauiberlain, der Untersekretär des Inneren Amts Collings und der frühere Staatssekrelär für Indien Fowler. Um dem durchgefallenen Fährer der Liberalen Harconrt einen Unterschlupf zu geben, wird ein gewählter Liberaler sein Mandat niederlege». Inzwischen ist eine andere liberale Säule gefallen:. Morley. Die Unionisten haben also jetzt schon eine ziemlich bedeutende Majorität, die sich unzweifelhaft noch ver- größern wird.—- Ueber das Mordattentat ans Stambulow liegen folgende nähere Nachrichten vor: Sofia, 16. Juli. Das ärztliche Bulletin von S Uhr nachmittags besagt, daß der Zustand Stambulow's sich bedeutend gebessert hat. Gegen ein oppositionelles Journal, welches das Altentat billigte, wurde Anklage erhoben. Das Regierungsorgan „Mir" drückt seine tiefe Entrüstung über das schändliche Attentat aus und verlaugt die exemplarische Bestrafung des Schuldigen. Sofia, 17. Juli. Im Lause des gestrigen Vormittags schlief Stambulow ziemlich ruhig. Ueber die Möglichkeit, den Verletzten am Leben zu erhalten, sprechen sich die Aerzte reservirt aus. Wie versichert wird, hat Petkoff, der wichtigste Äugen- zeuge, erklärt, daß er keinen von den Angreifern kenne. Bis Mittag wurden etwa 70 Individuen in Hast genommen. aber nach den Verhören größtentheils wieder ent- lassen. Die Minister traten vorgestern Abend zu einer Berathung zusammen, die bis 2 Uhr morgens währte und gestern Vormittag fortgesetzt wurde. In politischen Kreisen wird versichert, daß die Regierung eine Ehre darin setze, die Urheber des Attentats ausfindig zu machen, was großen Schwierig- ketten begegnen dürste, da keiner von den Zeugen präzise Angaben machte. Die„Agence Balcanique" meldet weiter: 4 Männer, welche Stambulow im Delirium als seine Mörder bezeichnete, wurden verhaftet, aber mit Ausnahme Tufektscheff's wieder in Freiheit gesetzt, da sie ihr Alibi nachzuweisen vermochten. Eine Schwadron Kavallerie wurde abgesandt, daß in der Nähe der Stadt befindliche kupirte Terrain zu durchsuchen, wohin vorgestern Abend das von dem Diener Stambulow's verwundete Individuum geflohen ist. Beide Telegramme sind der„Agence Balcanique", einein nicht ganz unabhängigen Depeschenbureau entnommen. Der Wiener„Neuen Freien Presse" wird aus Sofia telegraphirt: Der Deputirte Krajew hat folgendes als Augenzeuge des Attentats ausgesagt. Als er den Schuß hörte, trat er mit dem Major der Reserve Popow aus dessen Haus heraus und sah den Diener Stambulow's mit dem Revolver in der Hand einem Mann in blauer Kleidung, der im Nacken blutete, nachrennen. Krajew schlofc sich an und sah wie der Diener von zwei Gendarmen gepackt wurde, während der Verfolgte in eine Seitengasse einbog. Nun erschien der Polizei- Inspektor, Rittmeister Marfow, und rief von weitem den Gendarmen zu, de» Diener zn ent- Waffue». Dieser schrie:„Was haltet Ihr mich! Dort entkommt der Mörder!" worauf aber der Polizei-Jnspektor den Diener durch einen Säbelhieb verwundete und schnell ins Gefängniß abführen ließ. Krajew nun machte Marfow auf die Worte des Dieners, daß dort der Mörder entkomine, was er auch selbst gesehen, angeblich abermals aufmerksam. In diesem Augenblick traf eine Abtheilung berittener Gendarmen ein. verfolgte aber den Mörder nicht. Ein Krämer, vor dessen Haus sich der Vorgang abspielte, bestätigte wörtlich die Aussage Krajeiv's, welche um so bemerlenswerther ist, als Krajew stets zu den Feinden Stambulow's gehörte. Weder Krajew noch der Krämer sind bisher polizeilich vernommen worden. Das würde allerdings, wenn es sich bestätigt, an der Schuld der bulgarischen Regierung keinen Zweifel lassen, wenn auch das Regierungsblatt noch so pathetisch seine Entrüstung betheucrt, und der Fürst sein Beileid noch so warni der Frau Stambulow's ausdrückt. Wie man nachträglich erfährt, glaubte Stambulow schon seit einiger Zeit sein Leben bedroht, und hatte Schutz von den Behörden gefordert. In welcher Weise ihm dieser ertheilt worden ist, das zeigt das Verhalten der Polizei bei dem Mordattentat. Nachstehende Depeschen sind inzwischen eingelansen: Sofia, 17. Juli. Die„Swoboda" giebt eine Darstellung von dem Attentat aus Stambulow, welche mit den bereits ge- nieldete» Berichten über dasselbe übereinstimmt. Das Blatt spricht jedoch nur von drei Angreifern und behauptet, Petkow habe 10 Minute» bei dem am Boden liegenden Stambulow ver- bleiben müssen, ohne Hilfe zn erhalten. Das Blatt macht den Prinzen Ferdinand und die Regierung für das Attentat ver- antwortlich, da sie Stambulow nicht habe» abreisen lassen. Sofia, 17. Juli. Unter den zahlreichen telegraphischen Beileidskundgebungen, welche der Gattin Stambulow's aus dem Auslande zugingen, befindet sich auch die des österreichisch- ungarischen Ministers des Aeußeren, Grasen Goluchowski. London, 17. Juli. Nach hier eingegangenen Berichten aus Sofia hat Radoslawow einen Drohbrief des russophilen Komitees erhalten, in welchem ihm das Schicksal Stambulow's angedroht wird, wenn er auf seiner Ruffenfeindschaft beharre. E einer wird aus Sofia hierher gemeldet, daß bei dem gestrigen mpfang bei dem Minister des Aeußeren, Natschowitsch, keiner der dortigen diplomatische» Agenten erschienen ist. Petersburg, 17. Juli. Die Blätter sprechen ihren Un- willen über das gegen Stambulow verübte Attentat aus. Die „NowojeWremja" meint, die Regierung des Prinzen Ferdinand habe vielleicht mit dem Leben Stambulow's gespielt, indem sie das Ge- richt über ihn verschleppte. Eine so barbarische Beiseiteschaffung Stambulow's empöre aber nicht nur seine Freunde, sonder» auch seine Feinde.„Nowosti" sagen, der Beseitigung Stambulow's bedurften diejenigen, denen er unter den gegenwärtigen Verhält- nissen am gefährlichsten war.„Swjet" weist darauf hin, daß zur Zeit, zu der die bulgarische Deputation in Petersburg ist, um schuldbewußt um Vergessen des Böse», das Stambulow ge- stiftet, zu bitten, dieser selbst seinen Untergang finde. Sei hier nicht klar derFinger dergöttlichen Vor- s e h u n g zu sehen? Dieser famose„Finger der göttlichen Vorsehung Es ist sehr merkwürdig, daß er Dolch, Revolver und Dynamit braucht, Ilm die Feinde des„heiligen Rußlands" zn treffen! Einstweilen stellen wir fest, daß noch kein ordnungs- parteiliches Blatt das Attentat aus Stambulow zu einem Feldzug gegen die reaktionären Umsturzmächte, von denen das scheußliche Verbrechen ausgeht, zu verwerthen Miene gemacht hat. Oder war diese That weniger verbrecherisch als die Ermordung Carnot's?— Räuberunwesen in Serbien. In der Dienstagssitznng der Skuptschina unterbreitete die Regierung einen strenge Maßnahmen enthaltenden Gesetzentwurf gegen das Ränberumvesen in den Gebirgsgegenden.— z�avlmnenknrisrfjrs. Preußisches RbgeordnetenhanS. Nach der im Bureau des Hauses der Abgeordneten zusammengestellten Ueberstcht über die Geschäftsthätigkeit des Landtages in der Session I89S sind in dieser von beiden Häusern 47 Regierungs-Vorlagen, dar- unter 36 Gesetzentwürfe, vom Hause der Abgeordneten allein noch weitere 6 Regierungs-Vorlagen. I aus der Initiative des Herrenhauses hervorgegangener Gesetzentwurs, 14 selbständige Anträge von Mitgliedern des Hauses, S Interpellationen und 186 Kommissionsberichte(darunter 174 über Petitionen) erledigt worden. Abgelehnt wurden vom Hause der Abgeordneten eine Regierungsvorlage, uämlich das Gesetz über die Verpflegungs» stationen, und ein aus der Initiative des Herrenhauses hervor- gegangener Gesetzentwurf, betr. die Ergänzung der tz§ 4 und 11 des Jagdpolizeigesetzes vom 7. März 18S0; das Herrenhaus lehnte gleich- falls eine Regierungsvorlage ab, nämlich den Gesetzentwurf über die Errichtung einer Geuergl-Komwisston für die Provinz Ostpreußen. Unerledigt blieben im Herrenhause 2 Regierung vorlagen, im[ verhältnisse an die Deffentlichkeit bringen und dergleichen. Die durch die nicht rechtzeitige Fertigstellung einzelner Gebäude der Hause der Abgeordneten eine, nämlich der Gefeßentwurf über Herren Dr. Zadek und Dr. Kollwitz haben bereitwilligst ihre Stadt bedeutende Mehrkosten erwachsen können, die doch von Die Entschädigung für Verluste durch Schweinekrankheiten, ferner Mitarbeit an der Aufdeckung ungesunder Zustände in Aussicht allen Steuerzahlern getragen werden müssen. Die Versammlung 8 selbständige Anträge von Mitgliedern des Hauses und 90 Kom- gestellt. Es ist ferner in Aussicht genommen, auf grund wissen- spricht daher die Erwartung aus, daß die städtische Behörde missionsberichte über Petitionen. schaftlicher Erforschung die Gefahren der gegenwärtig an- mehr wie bisher eine zweckmäßige Förderung der städtischen gewandten Produktionsmethoden zu schildern. Zur Untersuchung Bauten anordnet, um so mehr, da die betreffenden Maurermeister der schlechten Wohnungsverhältnisse u. s. w. ist es noth- eine Einigung mit den Gesellen und Arbeitern vor dem Gewerbewendig, daß sich ein Stamm gewissenhafter Kollegen gericht abgelehnt haben." Partei- Nachrichten. Zur Stadtverordnetenwahl in Solingen, gegen deren erstes Resultat unsere Parteigenossen mit Erfolg Protest eingelegt hatten, so daß eine neue Wahl vorgenommen wird, ist von einer Versammlung unserer Parteigen offen der Reichstagsabgeordnete Schumacher wieder als Kandidat für die dritte Abtheilung aufgestellt worden. Hessische Gemeinderaths Wahlen. Bei der Gemeindewahl in Hausen stegten die drei Kandidaten der Gegner mit nur 69-72 Stimmen über unsere Kandidaten, die 65-67 Stimmen bekamen. Von unserer Partei war auch ein Landwirth auf gestellt. = und Kolleginnen zur Verfügung stellt, der gewillt Aus Krappik in Schlesien wird uns gemeldet, daß die ist, praktisch mitzuarbeiten. Wir glauben, daß wir nicht ver- Arbeiter in den Kaltwerten von Th. Czaiza die Arbeit gebens an unsere organisirten Kollegen und Kolleginnen den wegen geringen Lohns, langer Arbeitszeit und unpassender Be= Appell richten, hierbei behilflich zu sein. In der oben bekannt handlung eingestellt hätten. Die Meldung ist von feiner Organis gegebenen Werkstatt- und Geschäftsdelegirten Sigung, die am fation beglaubigt, wir können deshalb eine Bürgschaft für die Donnerstag, den 18. Juli, bei Zubeil tagt, wird das weitere be- Richtigkeit nicht übernehmen. sprochen. Die Herren Dr. Zadek und Dr. Kollwitz werden eben- Die Steinmetzen Leipzig8 beschlossen in einer Versammfalls anwesend sein. So fordern wir denn zum Schluß noch lung, die scharrirte Arbeit, wenn sie pro Quadratmeter nicht mals auf, daß alle, welche sich an der Mitarbeit betheiligen mit 2,40 m. bezahlt wird, liegen zu lassen. Es dürfte auf wollen, in dieser Sigung erscheinen. Der Verband der Schneider einigen Plägen zum Ausstand kommen. Zuzug ist daher fern zu und Schneiderinnen und verwandten Berufsgenossen. halten. " Gerichts- Beitung. und Die Kupferschmiede Berlins haben im Monat Mai d. J. Auch in Augsburg wird versucht, den sozialdemo Der Schlägerstreik in Fürth hat mit einem vollständigen kratischen Boyfoft für groben Unfug zu erklären eine Statiftit über ihre Lohn- und Arbeitsverhältnisse auf Siege der Arbeiter geendigt. Sie erhielten ihre Forderungen Die Polizei hat den Mitgliedern der Boykottkommission Straf- genommen und in ihrer letzten Versammlung das Resultat der vollständig bewilligt. Zur Ünterstützung der Ausständigen waren mandate in Höhe von je 30 Mart zugehen lassen. Eine Volts- felben veröffentlicht. Wir entnehmen daraus folgendes: 15 000 M. erforderlich, die bis auf etwa 1000 M. vom MetallEs giebt in Berlin und nächster Umgegend 119 Fabrikanten, arbeiterverband geleistet wurden. versammlung hat übrigens den Boykott in der bisherigen Form Meister und sonstige Unternehmer, bei denen Kupferschmiedearbeiten aufgehoben, da nur noch eine geringe Zahl von Wirthen die gefertigt werden. Von diesen haben 85 Fragebogen erhalten, die Zum Gewerkschaftsfest in Bremen hat die Polizei Kolportage unserer Parteipreffe nicht zuläßt. Eine Anzahl von brigen 34 beschäftigten zur Zeit keine Gesellen. In 74 Werkstätten, diesmal so viele Beschränkungen vorgeschrieben, daß das FestWirthen versprach die Bewilligung der Arbeiterforderungen, wenn diese nicht in der bisherigen Weise in der„ Volkszeitung" bekannt die den Fragebogen beantworteten, waren 339 Gesellen beschäftigt, Komitee dagegen Beschwerde beim Gesammt- Senat erheben will. gegeben würde, wodurch sich die Wirthe eine materielle Echädi- in den übrigen, welche die Fragen unbeachtet ließen 29. Die Polizei hat es nicht einmal für nöthig gehalten, ihre Vergung durch die Behörden glauben zuziehen zu können. Dem Wunsch Arbeitslos waren 24 organisirte und 15 unorganisirte, so daß fügung zu begründen. 3. 3. der Aufnahme der Statistit 407 Kupferschmiedegesellen in Möbelarbeiterstreik in Basel. Die Schreiner in der wird nachgekommen werden. Berlin anwesend waren. Die Arbeitszeit betrug in 55 Wert- 3ehnle' schen Möbelfabrit( Behule, Businger u. Co.) 3um gestrigen Bericht über die antisemitische Verstätten 10 Stunden, in fünf 91/2, in zwei 9, in einer 83/4 und in haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. Die Gewerkfammlung in Bremerhaven ist noch nachzutragen, daß als der einer 8 Stunden. Die Pausen während der Arbeitszeit betrugen in fchaft hat über diese Firma die Sperre verhängt. Beschluß gefaßt war, den Ueberschuß der Versammlungseinnahme 6 Werkstätten 1 Stunde, in 25: 1/2, in 5: 134, in 32: 2, in den Hinterbliebenen der Fischdampfer Be- 1: 2/4 und in 5 Werkstätten 21/2 Stunde. Ueberstunden sagungen zu überweisen, der Vorsitzende mittheilen mußte, lassen 5 Fabrikanten das ganze Jahr hindurch, 5 andere periodendaß der Ginkaffirer des Eintrittsgeldes nicht mehr anwesend sei weise von 3 Wochen bis zu 6 Monaten und die übrigen nur in und das Geld an sich genommen habe. Ahlwardt versprach besonderen Fällen arbeiten. Sonntagsarbeit fam in Die Arbeiter Sanitätskommission vor dem Landhierauf, dafür zu sorgen, daß die Angelegenheit im Sinne des 21 Werkstätten und Nachtarbeit in 24 Werkstätten vor. gericht. Die Kontroverse, welche der Hauseigenthümer Emmel Versammlungsbeschlusses erledigt werde. Diese Erledigung ist Der höchste Lohn betrug 55 Pf., der niedrigste 30 Pf. im April d. I. mit einem Kontrolleur der Berliner Arbeiterdenn nun so gründlich besorgt worden, daß für die Hinter die Stunde. Affordarbeit tam in 23 Werkstätten vor und Sanitätskommission hatte, erlebte gestern ihr gerichtliches Nachbliebenen der armen verunglückten Fischer ganze 3 Mart wurden dabei 40-80 Pf. pro Stunde verdient. 32 Unternehmer Spiel. Auf grund einer eingelaufenen Anzeige begab sich der Arbeiter 40 Pf. übrig blieben. hatten für 863 Billets à 30 Pf. insgesammt 258,90 M. betragen. Dazu einer 12/2, und einer 10 pet.; 8 zahlten 10 Pf. pro Stunde mehr Die Einnahmen der Versammlung zahlten für Ueberstunden einen Zuschlagslohn und zwar 18: 25 pct.,. als Kontrolleur der gedachten Kommission in den Geschäftsteller Ses Sargfabrikanten Dümmler, Swinemünderstr. 140. stellten die antisemitischen Volts freunde folgenden Ausgabe Etat auf: und 3 gar nur 5 Pf. ohne Rücksicht auf die Höhe des Lohnes. Er fand die Beschwerde unbegründet und entfernte sich baldigst. Für Annoncen, Plafate 36 M., für den Saal 20 M., für Die Nachtarbeit wurde in 6 Werkstätten mit 100 pCt., in 5 Jetzt fiel dem Hauswirth Emmel ein, daß. schließlich„ unBilleteure 8 M., für Bier zc. 4 M., für Telegraph, Droschten 2c. 2c. mit 50 pCt., in 1 mit 331/3 pet. und in 1 mit 25 pet. Auf- berechtigt" in seinen Räumen sich aufgehalten habe; er eilte ihm veranlaßte seine Sistirung. Die 6 M., für 4 Tage( 11., 12., 13. und 14. Juli): 3 Personen für schlag bezahlt. Sonntagsarbeit wurde in 7 Werkstätten spornstreichs nach und wurde Hotel und Koft 2c. pro Tag und Person à 10 M. dem Kontrolleur abgenommen 120 m., mit 50 pct., in 5 mit 25 pet. und in 1 mit 331/3 pCt. Auf- Legitimation für die Reise von 3 Personen von Bremen bis Bremerhaven schlag bezahlt; 1 Fabrikant rechnete 71/2 Stunde für einen vollen die Anklagefchrift zu, die ihn beschuldigt, den§ 132 des nach einem längeren Zeitraum ging dem betreffenden und zurück à 3,80= 11,40 M., für die Reise einer Person von Arbeitstag, 6 zahlten nur 10 Pf. und 2 gar nur 5 Pf. Bremen nach Berlin 19,30 M., für die Reise zweier Personen zulage pro Stunde. Bei Montagen in Berlin und außer- Strafgesetzbuches, der denjenigen bestraft, der sich unbefugt mit von Bremen nach Hamburg à 5,40 Ausübung eines öffentlichen Amtes befaßt, verletzt zu haben. 10,80 M., Honorar für halb, ob bei Tage, in der Nacht oder des Sonntags, zeigt als Zeugen waren zu der gestrigen Verhandlung der SargAhlwardt( Vortrag) 20 M., zusammen 255,50 M., mithin ver- der Zahlungsmodus in den einzelnen Werkstätten dieselbe bleibt ein Ueberschuß von 3,40 M. Verschiedenartigkeit wie vorstehend; es werden von einzelnen fabrikant Dümmler und der Herr Schuhmachermeister und BezirksDie seinerzeit von der gegnerischen Presse mit so viel Ge Unternehmern bis zu 125 pet. Ausschlag gezahlt, auch Fahrgeld vorsteher Eminel geladen; der Angeklagte wurde von dem Rechtsfchrei angekündigte Ginleitung einer Untersuchung wegen angeblichen vergütet und Reisezeit berechnet. Ein Unternehmer macht bei anwalt Heine vertheidigt. Ganz entschieden bestitt der Angeschuldigte Organisirt waren daß er als Beamter" aufgetreten sei. Er habe sich dem D. als Betrugs gegen unseren Genossen Böhle in Straßburg i. G. Stadtmontagen sogar Lohnabzüge, scheint ein sehr negatives Ergebniß gehabt zu haben. Die aus 242 Gefellen; 229 gehörten dem Unterstüßungs- Verein der Beauftragter der Arbeiter- Sanitätskommission vorgestellt und ihn diefem Anlaß beim Parteivorstand in Berlin beschlagnahmten Kupferschmiede Deutschlands", 11 dem Hirich Duncker'ichen gebeten, Auskunft zu geben, ebenso sei er dem Hauseigenthümer Ihr entgegen getreten, der auf Veranlassung des Dümmler herbeiBücher der auf grund des Diktatur- Paragraphen unterdrückten Gewerkverein und 2 dem Metallarbeiter Verband an. „ Elf.- Lothr. Bollsztg." sind nämlich jetzt von der Staatsanwalt Iter hatten 333 angegeben: 16 waren unter 20, 91 befanden geholt wurde. Der Angeklagte betonte, daß er erst nachträg= und 40, ich erfahren habe, daß in Berlin eine Behörde besteht, schaft dem Parteivorstand wieder zugestellt worden, ohne daß sich zwischen 20 und 30, 124 zwischen 30 72 zwischen 40 und 50, 21 zwischen 50 und 60, 8 zwischen die den Namen Sanitätskommission trägt. Der Zeuge D. wil es zu einer Verhandlung gekommen ist. Der Liebe Müh' war 60 und 70 und 1 war über 70 Jahre alt. Im Jahre 1894 dagegen in dem Glauben sich befunden haben, daß er in dem H. also umsonst. einen Beamten vor sich hatte. waren nach den Angaben 74 Kupferschmiede zeitweise arbeitslos; Polizeiliches, Gerichtliches 2c. die fürzeste Arbeitslosigkeit betrug 2 Tage, die längste hingegen Die bemerkenswerthefte Figur bei der VerZu dem Bericht über den Frankfurter Prozeß in Sachen 3/4 Jahr. Lehrlinge wurden von 34 Unternehmern insgesammt handlung bildete der Zeuge Emmel. Der Berliner Magistrat der Maifest Zeitung, worüber wir gestern eine Notiz 57 gehalten, und 31 Unternehmer beschäftigten zufammen 148 bat den Mann mit dem Ünite eines Bezirksvorstehers betraut; brachten, theilt die„ Volksstimme" noch mit, daß das Gericht des Silisarbeiter, die zum theil den Gesellen empfindliche Konkurrenz die Auffassung, die dieser städtische Beamte von gemeinhalb über die Beschlagnahme der Zeitung zu feinem Beschlusse bereiteten. Ihr Lohn betrug zifchen 30-40 Pf. die Stunde müßigen Unternehmungen hat, die sich auf die Arbeiter tam, weil es erst in Berlin nachforschen will, ob hier in Für Ueberstunden erhielten sie in 3 Werkstätten einen Zuschlag, tüßen, spiegelt sich in der Antwort wieder, die er dem Verdieser Angelegenheit noch ein Verfahren schwebt oder nicht. in den anderen nicht. Selbstverständlich wurden die Hilfs theidiger des Angeklagten gab, als dieser ihn befragte, wie er dem Frankfurter Gericht scheint es demnach merkwürdigerweise arbeiter auch zu Sonntags- und Nachtarbeiten herangezogen. ich wohl dem H. gegenüber verhalten hätte, wenn ihm die entgangen zu sein, daß in Berlin bereits zwei verschiedene Straf. Die Lohnzahlungen erfolgen in 2 Werkstätten monatlich, Existenz um das unleugbar Gute, das Gemeinwohl fördernde kammern den Inhalt und deshalb auch die Verbreitung der in 3 halbmonatlich, in den übrigen wöchentlich. Lohn einbehalten Biel der Arbeiter- Sanitäts- Kommission bekannt gewesen wäre. Mai Festzeitung für straflos erklärt haben und daß die Berliner wird in 22 Werkstätten bezw. Fabriken und zwar in der Höhe" Ich hätte ihn sofort hinausgeschmissen," antwortete der Polizei bereits am Abend des 1. Mai die beschlagnahmten von einem Tage- bis zu einem Wochenlohn. Strafgelder Herr Bezirksvorsteher und Schuhmachermeister Emmel in voller ErExemplare wieder frei gab, ferner auf Requisition des Berliner werden in 17 Werkstätten abgezogen; sie variiren zwischen 10 f. regung, einen Beamten hätte ich wohl in mein Haus Staatsanwalts auch die Polizeibehörden in Dresden, Leipzig, und der Höhe eines Tagelohnes. Da aus der Statistik hervor hineingelassen, aber keinen Arbeiter. RechtsBremen 2c. die beschlagnahmten Exemplare der genannten Schrift geht, daß der mühsam errungene 89er Tarif fast allerwärts anwalt Heine stellte diese charakteristischen Auslassungen in seinem turz nach dem 1. Mai wieder nach Berlin sandten. -In Burg bei Magdeburg sollen die Korrespondenzen und durchbrochen wird, so ist nicht ausgeschloffen, daß es zum Zweck Plädoyer ins rechte Licht. Er hielt eine Freisprechung für ge= der Wiederherstellung des Tarifs zum Lohnkampf kommt. boten, da es sich allenfalls um ein Mißverständniß handele. Der Rassenbücher des Wahlvereins polizeilich beschlagnahmt Angeklagte habe nicht gefordert, wie er als Beamter zu thun Au die Vorsitzenden der örtlichen Gewerkschaftsberechtigt war, sondern habe in höflicher Weise gebeten. Der sein worden. Wegen Beleidigung der Verwaltung der vereinigten Beche fartelle. Aus einzelnen Orten ist uns Mittheilung gemacht Gerichtshof erkannte auf schuldig. Aus den Zeugenaussagen Westfalia burch einen Bericht über einen Unglücksfall wurde in worden, daß die Flugblätter unter den ausländischen Arbeitern habe er die Ueberzeugung geschöpft, daß sich der Angeklagte als Dortmund der Parteigenosse 2310 d als verantwortlicher schon jetzt verbreitet werden sollen. Wir hatten vorgesehen, daß Beamter ausgegeben habe. Das Urtheil lautete auf eine Woche Redakteur der„ Reinisch- Westfälischen Arbeiter- Zeitung" zu drei die Verbreitung erst im Herbst erfolgen solle. Unt aber allen Gefängniß( Staatsanwaltsantrag 2 Wochen) und Tragung der Wünschen gerecht zu werden, sollen die Flugblätter in polnischer, Kosten. italienischer und czechischer Sprache schon jetzt gedruckt werden. Wir bitten daher die Vertrauensleute, welche die Bestellung noch nicht besorgt haben, dies unverzüglich zu thun, damit die Auf lage bestimmt werden kann. Die Flugblätter werden spätestens innerhalb 14 Tage zur Versendung kommen und bleibt es dann den Gewerkschaftskartellen überlassen, wann sie dieselben verbreiten wollen. Die Generaltom mission. G. Legien, Hamburg 6. Wochen Gefängniß und den üblichen Nebenstrafen verurtheilt. Freigesprochen von der Anklage, einen Gendarm beleidigt zu haben, wurde vom Schöffengericht in Gera der Redakteur der Reußischen Vollstribüne", Genosse Leven. Der Amtsanwalt hatte 1 Monat Gefängniß beantragt. " Soziale Uebersicht. " H Ein Denkmal von Deutschlands heutiger Größe. Gegen den Schlächter Franz Rautenberg wurde gestern vor der VII. Ferien- Strafkammer des Landgerichts I eine Antlage wegen Majestätsbeleidigung verhandelt. Wie aus der Urtheilsverkündigung hervorging, hatte der Angeklagte sich in verächtlicher Weise über den Kaiser geäußert. Obgleich die beanstandeten Aeußerungen nicht gerade beschimpfender Natur waren, wurde doch auf eine Gefängnißstrafe von sechs monaten erkannt, da der Angeklagte durch eine Vorbestrafung wegen Gotteslästerung in Höhe von zwei Monaten Gefängniß bewiesen habe, daß er zu derartigen Strafthaten neige". Der Denunziant ist uns leider nicht mit Namen genannt worden. Depeschen und lehte Nachrichten. Wolff's Telegraphen- Bureau. Ueber den Flensburger Maurerstreit heißt es in einem Eine Verquickung des tommunalen Arbeitsnachweises mit dem privaten ist in Halle a. S. ge- uns überlassenen Privatbrief u. a., daß von den ca. 300 Flens schehen. Gemäß dem Antrage des Magistrats haben die Stadt- burger Maurern nur 4 den Streik brachen, während von ausverordneten beschlossen, daß mit dem Verein für Volkswärts 35 Maurer sich zu diesem Dienst hergaben, leider meistens wohl ein von diesem bereits genehmigter Vertrag abgeschlossen Berliner". Dann heißt es, daß die Meister abermals auf der wird, wonach der Verein seine für Arbeitsnachweis bereits be Suche nach Streitbrechern seien, diesmal um Italiener zu holen, als von ſtehende Abtheilung zu erweitern hat, unter städtischer Unter- denn bie Bolen, Bühnenunterrichtet worden waren, immer wieder stügung, und diese Abtheilung fortan der städtischen Kontrolle Flensburger Kameraden unterstellt wird. Die Arbeitsnachweisstelle, die nun dem Verein abgereift. Nur die Berliner ließen sich nicht zur Abreise bewegen, für Boltswohl definitiv übertragen ist, tritt in Thätigkeit was für Leute aus der Hauptstadt der Intelligenz"-na, mit dem 1. Oktober d. I. und soll für alle Arbeiter fagen wir: nicht gerade löblich sei. Welcher Genuß müsse es würse das Schild der bolivianischen Gesandtschaft. und Dienstboten beiderlei Geschlechts Arbeitsgelegenheit ver- für die Berliner sein, auf dem Wege nach den Bauten von der mitteln. Der Magisirat zahlt für diese Ausdehnung der Polizei oder den Meistern begleitet zu werden! Selbstverständ Bremen, 17. Juli. Der Senat theilt mit, daß er bereits betreffenden Abtheilung des Volkswohl- Vereins an diesen einen lich wird es die Maurerschaft Berlins tief bedauern, wenn laufenden Jahresbeitrag von 3000 m. Für die Zeit vom gerade aus ihren Reihen verhältnißmäßig so viele Leute sich fanden, eine Untersuchung wegen der bekannten Frrenanstalt angeordnet 1. Oftober 1895 bis Ende März 1896 erhält der Verein eine um den Flensburger Kameraden in den Rücken zu fallen. Aber habe, deren Ergebniß dann der Bürgerschaft unterbreitet Beihilfe bis zu 1500 m. So hat man in Halle es auf sehr mit diesem noch so ernsthaften Bedauern ist den Flensburgern nicht werden soll. einfache Weise verhindert, der Arbeiterschaft einen Einfluß auf geholfen, sondern sie beanspruchen, unter Berufung auf die Pflicht der Solidarität, daß die Maurer Berlins aufs allerforgfältigste die Verwaltung des Arbeitsnachweises einzuräumen. dauernd sich angelegen sein laffen, den Zuzug zu verhüten. Gewerkschaftliches. 11 Lima, 17. Juli. Ein Boltshaufen zerstörte durch Stein. ( Depeschen- Bureau Herold.) starlsruhe, 17. Juli. Bei einer Vergnügungsfahrt auf dem Bodensee von Konstanz nach Hagenau ertranken die Kaufleute Paul und Robert Oschmann aus Magdeburg. Der Kausinaun Kröning, ein Schwager der Ertrunkenen, wurde gerettet. 1 Ueber den Streit selbst ist noch zu berichten, daß die Maurermeister den Streifbrechern einstweilen 65 Pf. Stundenlohn zahlen, Sofia, 17. Juli. Es herrscht hier bedenkliche Aufregung. um so zu verhüten, daß sie den Ausständigen nachgeben und, wie Der Kriegsminister hat bereits im gestrigen Ministerrath beEine Werkstatt und Geschäftsbelegirten- Sigung von diese nach dem Fallenlassen des Akkordlohns jetzt fordern, antragt, sofort den Belagerungszustand zu proklamiren. Kollegen und Kolleginnen des deutschen Schneider, und dauernd 50 Pf. Stundenlohn zahlen müssen. Die Ausständigen Um Beruhigung zu schaffen, verbreitet die Regierung die MitSchneiderinnen Verbandes findet am Donnerstag, führen sonach einen äußerst schweren Kampf, wozu noch kommt, theilung, der Diener Stambulow's sei bei der Verfolgung eines den 18. Juli, abends 82 Uhr, bei Fritz Zubeil, Lindenstr. 106, daß dieses Jahr die private Bauthätigkeit in Flensburg gering der Attentäter durch den Polizei- Rittmeister Morfow nur deshalb statt. Den Zweck der Sihung bringen wir nachstehend. Die ist. Die öffentliche Bauthätigkeit ist dagegen zwar bedeutend, verhaftet worden, weil der letztere geglaubt habe, der Diener Vorarbeiten in der Konfektion nehmen unsere Thätigkeit fort- denn zwei große Schulen und eine Kaserne sind im Bau, aber in habe einen Raubanfall auf einen Passanten ausführen wollen, dauernd in Anspruch. Darüber muß sich jeder klar sein, soll der Stadtvertretung soll man, wie gerüchtweise verlautet, den was noch dadurch bestärkt worden sei, daß er der Diener etwas Durchgreifendes gelingen, so müssen alle Rollegen und Bau- Unternehmern in Beziehung auf die Fertigstellung der der Polizei als ein begnadigter Mörder bekannt war, welchen Kolleginnen mithelfen, alle Mittel und Wege, die nur irgendwie städtischen Neubauten so lange Frist gewähren wollen, bis Stambulow später in seine Dienste genommen. Es sind bereits zur Verfügung stehen, müssen benutzt werden, um nach vorwärts der Maurerstreit zu Ende ist. Eine Volksversammlung Gerüchte von dem erfolgten Ableben Stambulow's verbreitet. eine Resolution Seine Gattin hat den vom Fürsten Ferdinand telegraphisch zur zu drängen. In diesem Sinne haben sich die Beauftragten auch hat in Beziehung auf dieses Gerücht mit der Arbeiter Sanitätskommission in Verbindung gesetzt. gefaßt, worin es heißt: Die Versammlung ist der Meinung, Rondolenzvisite beorderten Hofmarschall Grafen Foras mit den Die Arbeiter Sanitätskommission fann uns bei unserer baß die maßgebende städtische Behörde kein Recht und teine Ver- Worten abgewiesen, daß sie jede Theilnahme von dieser Seite Thätigkeit, die öffentliche Meinung gegen die miserablen Bu- anlassung haben kann, zu gunsten einer Klasse oder gar einzelner fategorisch ablehnen müsse. Sofia, 17. Juli. Das Befinden Stambulow's ist hoffnungs stände in der Konfettion wachzurufen, sehr große Dienste leisten. Personen die nothwendig erachtete Ausführung von Arbeiten ins So tann sie namentlich die krassesten Wohnungs- und Wertstellen- ungewisse zu verschieben und zwar schon aus dem Grunde, weil los. Seine amputirten Hände werden in Spiritus aufbewahrt. Verantwortlicher Redakteur: Max Pfund in Halensee. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen V " 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 165. Parteigenossen! Arbeiter! = Donnerstag, den 18. Juli 1895. 12. Jahrg. straße 18, Rosenthalerstr. 25. Vom Stadtbezirk 213 das wenn man die Summe der jetzt in Berlin durch Polikliniken gratis Haus Linienstr. 202. behandelten Krankheitsfälle jährlich auf etwa 300 000 schätzt. Bum 33. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke Hand in Hand mit der Vermehrung des Poliklinikenwesens geht Im November d. J. finden im 2., 5., 7., 11., 13., 15., 226, 227, 255, 256, 268 und 269 mit Ausschluß die Ausdehnung des Spezialistenthums unter den Aerzten. Unter 17., 24., 27., 30., 33., 35., 39. und 42. Kommunal- der Häuser Fehrbellinerstr. 58-62, Gartenfir. 26-35 und den 1700 Aerzten Berlins befinden sich schon heute etwa 450 Wahlbezirk III. Abtheilung die Ergänzungswahlen für die 145-155, Invalidenstr. 23 und 129-132, Elsafferstr. 27-30. Spezialärzte und zwar 45 Augenärzte, 47 Nervenärzte, 82 Frauens Vom Stadtbezirk 221 die Häuser Angermünderstr. 1, ärzte, 42 Ohrenärzte, 16 Psychiater, 56 Urologen, 39 HautStadtverordneten- Versammlung statt. Wahlberechtigt ist Christinenstr. 1, Lothringerstr. 23-27. Vom Stadtbezirk 225 fpezialisten, 19 Orthopäden, 42 Kinderärzte, 4 Magenärzte. nach§ 5 der Städte Ordnung jeder in die Chorinerstr. 4-6 und 78-86, Zehdnickerstr. 9. Vom Stadt- 70 Nasen- und Kehlkopf- Spezialisten, 53 Chirurgen und Wählerlisten eingetragene selbständige Ein. bezirk 257 Aderstr. 27-28 u. 143, Invalidenstr. 148 und 1 Spezialist für Gicht, Rheumatismus und Nierenleiden. Die wohner, der Preuße und 24 Jahre alt ist, seit 163, Bergstraße 31, Pappelplay. Vour Stadtbezirk 267 erhebliche Benuhung der Polikliniken läßt erkennen, welche Lücken noch die obligatorische Krankenversicherung aufweist. etnem Jahr in Berlin wohnt und seit einem Bergstraße 62. Jum 35. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadt- Was die große Ausdehnung der Polikliniken aber betrifft, so Jahre keine Armen unterstüßung aus öffentbezirke 229-236 mit Ausschluß der Häuser darf nicht vergessen werden, daß viele Aerzte solche einzig einlichen Mitteln empfangen hat, sowie mindesten 3 Kastanien- Allee 36 und 70, Schwedterstr. 29, Bernauerstr. 26, gerichtet haben, um überhaupt im Publikum bekannt zu werden. zur zweiten Steuerstufe( 660-900 Mart Gin Rheinsbergerstr. 79. Bum 39. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke Bei der Juvaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt tommen) eingeschäßt iſt. 216, 217, 279-283 und 285 mit Ausschluß der Berlin sind im Laufe des Vierteljahres April- Juni 1895 Häuser Augustite. 1-2 und 89-93, Invalidenstr. 80-83. 84 Anträge auf Gewährung von Altersrente eingegangen. Un Vom Stadtbezirk 211 Artilleriestr. 13-16 und 89-93, 3iegel: Invalidenrenten sind bis zum 1. Juli 1895 überhaupt 1973 bes fraße 14-21. Vom Stadtbezirk 215 Artillerieftr. 4a- 4c, willigt worden. Ausgeschieden sind inzwischen durch Tod 376, jeder- 21 und 31-31 a, Augustsir. 4, Oranienburgerstr. 35-39 und 64-69. aus anderen Gründen 37, zusammen 413. Mithin war am Vom Stadtbezirk 286 Alt- Moabit 129 und Werftstr. 21. 1. Juli 1895 ein Bestand von 1560 Invalidenrenten- Empfängern Einwendungen gegen die Richtigkeit der Liste können Bum 42. Kommunal Wahlbezirk: Die Stadtbezirke aufzuweisen. nur während dieser Zeit schriftlich beim Magistrat er- 276-278 319-326, mit Ausschluß der Häuser hoben werden. Ueber die Berechtigung der gegen die Bankstr. 7 und 47. Vom Stadibezirk 313 Schulstr. 61-86. Richtigkeit der Listen erhobenen Einsprüche entscheidet Auf an's Werk! Die Listen liegen bis zum 30. d. M. täglich von 9 bis 3 Uhr im städtischen Wahlbureau, die Stadtverordneten- Versammlung. Voßstr. 16, 2 Tr., zu jedermanns Einsicht aus. Die Liste der fimmfähigen Bürger liegt bis zum 30. Juli d. J. täglich, also auch Sonntags, von 9-3 Uhr im städtischen Wahlbureau, Poststr. 16, 2 Tr., zu jeder manns Einsicht aus. Zu einem für die Sozialdemokratie erfolgreichen Ausfall des bevorstehenden Kommunal- Wahlkampfes ist es nothwendig, daß jeder stimmberechtigte Parteigenosse und Arbeiter sich durch EinFür diejenigen Wähler, welche nicht in der Lage sind, die sichtnahme in die Listen vergewissert, daß er sein Wahlrecht aus- Wählerlisten selbst einzusehen, sind die nachstehend aufgeführten Parteigenossen bereit, dies zu thun: üben kann. Wir mahnen daher dringend zur genauefien Für den 5. Kommunal Wahlbezirk: Schulz, Prinz Kontrolle der Wählerlisten, und richten diese Aufforderung Albrechtstr. 3a; Schuhmacher, Kochstr. 6; Hertel, Bessel besonders auch an diejenigen Wähler, welche wegen straße 14; aseloff, Friedrichstr. 234; aß, Markgrafen nicht vollbezahlter Kur- und Verpflegungskosten in traße 102; Neumann, Markgrafenstr. 23; 3ubeil, Linden Rädtiſchen Krankenhäusern nicht in die Wählerliffe auf- ftraße 106; Müller, Wilhelmstr. 16; Pohl, Junkerstr. 12. Für den 7. Kommunal Wahlbezirk: Werner Bülowstraße 59; Faber, Lüßowstr. 4; Behrendt, Blumenthalstraße 5. genommen bezw. aus derselben gestrichen sind. : N " Lumpen rechts führen, und den Magistrat aufgefordert, Maunynstr. 86; Th. Meyner, Naunynftr. 67, II; Hente, in den dafür geeigneten Sommermonaten die Cholera entwickelt demgemäß zu verfahren. Parteigenossen! Zur Vorbereitung der im Herbst Schwebterstr. 38; Galbert, Fürstenbergerstr. 5; Raabe, Für den 35. Kommunal Wahlbezirk: stattfindenden Kommunalwahlen muß zunächst Ruppinerstr. 42; Scheyer, Brunnenstr. 44; Rosen, Gespräche zwischen Gretchen und Helene" erfolgt. Rechtsanwalt die Kontrollirung der Wählerlisten organisirt thal, Granfeeerffr. 6. werden. N Ein geradezu skandalöser Zustand muß in sanitärer Hinsicht in der Gegend von Köpenick herrschen, wenn die nachstehende, der Presse zugestellte Nachricht richtig ist:„ Am Ufer der Dahme Köpenick in die Spree fließt, nämlich in Bernsdorf bei Königswendischen Spree welche bekanntlich bei Wusterhausen, ist eine Reihe von Schiffen, befrachtet mit in Gährung übergegangenen Lumpen, eingetroffen. Diese Lumpen werden auf einem Grundstück am Ufer der Dahme ausgebreitet und verbreiten einen derartigen Geftant, daß die ganze Gegend im Umkreise von ca. 3 Kilometer wie mit einem Pesthauch überzogen ist. Es ist den umliegenden Bewohnern deshalb nicht möglich, Thüren oder Fenster zu öffnen, geschweige denn im Freien Speisen und Getränke zu genießen, da der Geruch ein ekelerregender ist. Daß nun Berlin dadurch in Choleragefahr kommt, ist aus folgenden Gründen zu befürchten. Bei der Ausladung der Lumpen fallen täglich eine Unmenge davon ins Wasser. Ferner hält, wie wohl. jedermann weiß, kein Schifffahrzeug absolut dicht, sondern zieht Der Magistrat betrachtet nämlich die Aufnahme und BeWasser, welches der Schiffer von Zeit zu Zeit auspumpt und handlung in städtischen Krankenhäusern auch dann als eine Blücherstr. 42; Müller, Gräfestr. 31; cho nheim, Gräfe die Spree und damit durch Berlin fließt, vermischt. Für den 11. Kommunal- Wahlbezirk: Raumann, damit wieder mit dem Flußwasser, welches von der Dahme in Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln, wenn die dadurch straße 8; Löwendorf, Friesenstr. 4; Reichert, Willibald find, wie bakteriologisch festgestellt ist, die Träger aller möglichen entstandenen Kosten durch Ratenzahlungen abgetragen wird. Alexisstr. 22; Grube, Mariendorferstr. 5; Kizing, Belle Krankheitskeime, ebenso hat sich das Wasser in den Vorjahren, Die Stadtverordneten Versammlung daAlliancestr. 74. als Cholerafälle vorkamen, stets als verseucht erwiesen, auch gegen hat wiederholt beschlossen, daß Kranten Reichenbergerstraße 118;& chayer, Reichenbergerstraße 54; die die Keime auf andere Personen übertrugen. Im vorliegenden Für den 13. Kommunal Wahlbezirk: Köppen, waren Schiffer und deren Angehörige immer die ersten Kranken, hausschulden, welche durch Ratenzahlungen Felgentreff, Reichenbergerstr. 21; Gottfried Schulz, Fall ist nun infolge des Umgehens der Schiffer mit den mit getilgt werden, nicht zum Verlust des Wahl Admiralstr. 40 a. Krankheitsteimen durchsetzten Lumpen sowie durch die Berührung Für den 15. Kommunal Wahlbezirk: Streit, des Waffers mit denselben die ernste Gefahr vorhanden, daß sich Naunynstr. 26. und durch die Spree in Berlin eingeschleppt wird. Aeußerem Da der Magistrat trotzdem an seiner Auffassung festhält, so Für den 17. Kommunal- Wahlbezirk: Lindemann, Vernehmen nach sind bereits 3 von den beim Ausladen der fordern wir in der Gewißheit, daß die Stadtverordneten- Morihstr. 9; Wolsdorf, Wasserthorstr. 20; Börner, Lumpen beschäftigten Arbeiter an der Cholerine erkrankt und Versammlung die Eintragung in die Wählerlisten Ritterstr. 15. befinden sich in ärztlicher Behandlung. Hier ist dringende Abbeschließen wird, diejenigen Wähler, denen aus oben Langestr. 65; Albert Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Für den 24. Kommunal Wahlbezirk: Owzarec, hilfe schnellstens geboten." bezeichneter Veranlassung das Wahlrecht entzogen wird, Ein Hochverrathsprozeß" ist, wie wir der ,, Germania" enta Für den 27. Kommunal- Wahlbezirk: W. 2ock, nehmen, hier abermals eingeleitet worden. Danach sind in denselben hiermit auf, beim Magiftrat schriftlich Einspruch Friedrichsbergerstr. 11; F. Bach, Strausbergerstr. 84. der Metalldreher Gräß und noch sieben Metallarbeiter verwickelt gegen die Richtigkeit der Wählerliste zu erheben. Wir Für den 30. Kommunal- Wahlbezirk: Wernau, und in Untersuchungshaft genommen worden. Unter den Vera. bemerken noch, daß auch die Gewährung des Armenrechts zur Rosenthalerstr. 57; Waßmann, Linienstr. 29. hafteten befinden sich, diesem Blatt zufolge, einige Personen, Für den 33. Kommunal- Wahlbezirk: Oberschmidt, deren Verhaftung bereits vor einigen Wochen erfolgte, die aber Führung von Prozessen nicht als Armenunterstützung aus öffent Weinbergsweg 11d; ite I, Ackerstr. 145; Thomas, Garten- nach furzer Haft entlassen wurden, um dann zum zweiten Mal lichen Mitteln gilt. straße 152; Mars, Kastanien- Allee 95/96. verhaftet und im Moabiter Justizpalast eingeliefert zu werden. bafteten angeblich verbreiteten Londoner Broschüre:" Sozialistische Ließte, Die gerichtliche Untersuchung ist auf grund der von den Ver Lieber hat die Vertheidigung der Angeklagten übernommen. ES Für den 42. Kommunal Wahlbezirk: Tauschel, wird sich also um nichts anderes als allenfalls um die VerDie zur Wahl berufenen Kommunal. Wahlbezirke straße 87; 23 olfram, Brinzen- Allee 21; Gaßmann, Grün- dies mit Hochverrath zusammenhängt, ist uns unerfindlich. Grenzstr. 4; Kerber, Hochstr. 30; aferland, Bellermann- breitung irgend einer anarchistischen Broschüre handeln. Wie bestehen aus folgenden Stadtbezirken: thalerstr. 67; Stolzenburg, Wiesenstr. 14; 2öffler, Ein christlicher Gastwirth wohnt in Friedeberg in Badstr. 42/43; obein, Buttmannstr. 2. der Neumark. Er trägt den unzweifelhaft arischen Namen Rosenfeldt und empfiehlt auf der Vorderseite der von ihm ausgegebenen Adreßkarten sein, altrenommirtes christliches Haus". Bum fünften Kommunal- Wahlbezirk: Die StadtAuf der Rückseite der Karte steht eine Art Gedicht, in dem Herr bezirke 21-26. Stadtbezirk 30 mit Ausschluß der Seit mehreren Wochen ist dort eine größere Anzahl von Bau- Patriotismus mit Profit an den Mann zu bringen sucht. Seine Jus Opernhaus ist der Geist des Umsturzes eingezogen. Rosenfeldt des weiteren noch sein Christenthum, sowie seinen Häuser: Königgrägerstr. 121, Charlottenstr. 11-12, Junter- arbeitern aller Berufe in angeſtrengter Thätigkeit, um den Um- Reime lauten: Meinem Kaiser die Treue, dem Vaterland mein straße 1, Lindenstr. 89, Markgrafenſtr. 10-16 und 85-94. Vom bau bis zum Spätherbst fertig zu stellen. Es werden einige neue Herz, Den uneinigen Deutschen meinen tiefsten Schmerz. Stadtbezirk 22 die Häuser Wilhelmstr. 42a und Zimmerfir. 1. Ausgänge geschaffen, ebenso sollen im Zuschauerraum und bei für deutsche Tugend, Recht, Freiheit und Einigkeit- Halte ich Zum 7. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke 31 den Heizungs- und Beleuchtungsanlagen durchgreifende Ver- stets meinen Arm und Schwert bereit. Es wird Tag und Nacht nationalen, heimathlosen Wicht, Sowie dem Judenänderungen vorgenommen werden. An der Apostelkirche 1, Kurfürstenstr. 29-46 und 189-150. Vom jüngst mit wichtiger Miene ein hiesiges bürgerliches Blatt seinen und höchsten Stolz;- Dem Vaterlands verrätherein ununterbrochen mit fieberhaftem Fleiße gearbeitet", fo meldete tn echt mit frechem Gesicht Meine tiefste Verachtung so Zum 11. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke 63 bei gänzlich ungenügen den 2öhnen! Was wir schon reimt Herr Rosenfeldt weiter. Selbst dem von ihm in den loyalen Lesern. Wir bestätigen diese Thatsache und fügen hinzu: brennend Grab aus Tannenholz. In solcher Weise bis 67 und 74 bis 78 mit Ausschluß der Häuser Belle- beim Schloßbau zc. feststellen konnten, trifft auch hier wieder zu, Reichstag gewählten Ahlwardt sollen vor Angst ein paar Hoſen alliancestr. 90, Gneisenaustr. 1. Zum 13. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke sonders für die Nachtarbeit abnorm niedrige Löhne gezahlt. wundermild neulich gelesen hat. es werden beim Umbau des königlichen Opernhauses be- fnöpfe geriffen sein, als er die feurigen Verse seines Wirthes 88-94 mit Ausschluß der Häuser Reichenbergerstr. 173, Laufizer- Maurer erhalten Stundenlöhne von 45-55 Pf. Für die Nachtstraße 1, Staligerstr. 39 und 46 und Wienerstr. 69. Auf dem Terrain des früheren Armtenkirchhofes in Stadtbezirk 87 Admiralstr. 36-40a, Brigerstr. 25, Rottbuser- von 6 Uhr abends bis 6 Uhr früh beschäftigt, wird durchschnitt: wird gegenwärtig ein Werkstattgebäude aufgeführt. Bei den Vom arbeit, mit der man einige Dugend Maurer und Arbeitsleute der Friedenstraße, unweit der„ ragenden" Auferstehungskirche, straße 7 und 8. Bum 15. Kommunal- Wahlbezirke: Die Stadtbezirke nur, daß man, wie Figura zeigt, am Opernhausbau unter lich der gleiche Preis gezahlt wie für die Tagesarbeit. Richt Kanalisationsarbeiten stießen die Arbeiter auf zum theil noch gut 82-85 mit Ausnahme der Häuser Adalbertstr. 85 und Naunyn dem gewöhnlichen Satz von 60 Pf. pro Stunde zahlt auch die erhaltene Särge mit den Resten der Leichen, die einstmals an Straße 59. Vom Stadtbezirk 81 Eliſabeth- Ufer 36. Von Nachtarbeit, für welche die Arbeiter gewöhnlich und mit recht dieser geweihten Stätte ihre" ewige Rube" finden follten. ie Stadtbezirk 86 Oranienſtr. 24-26 und 180-183; sowie den doppelten Preis fordern, hat dort keinen an den Begleitung eines Schutzmannes an den Ort, wo die Knochen und man uns mittheilt, fam eines Tages der Kirchhofs- Inspektor in vom Stadtbezirk 95 Manteuffelstr. 42 und Dranienstr. 1. Jum 17. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke stundenarbeit florirt natürlich. Leute, die ihre Tagschicht" Leute, daß es ihnen wegen des üblen Geruches fast unmöglich ortsüblichen Lohn heranreichenden Preis! Die Ueber- Sargtheile verstreut herumlagen, und hörte auch die Klagen der 114-117 und 123-124, mit Ausschluß der Häuser 6 Uhr früh beginnen, arbeiten gelegentlich bis 8 Uhr abends. Brandenburgstr. 17 und 64, Wasserthorstr. 25 a, Prinzenstr. 91, Trotzdem arbeitslose Bauhandwerker die Berliner Straßen in lei, weiter zu arbeiten, Trotzdem geschieht nichts. Die RohrZum 24. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke neuen Arbeitskräften. An den Ecken des Bauzaunes sind große was dann noch übrig blieb, wurde nachher wieder mit verscharrt. Massen bevölkern, hat man am Opernplage keinen Bedarf an beiten; die Kinder kamen und verschleppten einzelne Knochen und in jauchigen Wasser zu ar 168-173, mit Ausschluß der Häuser Breslauerstraße 17, Tafeln aufgerichtet, von denen den Vorübergehenden der lakonische Fruchtstr. 9 u. 10 und 80-82, Koppenſtr. 5-7 u. 87, Schlesischer Bescheid:„ Gesellen und Arbeiter werden hier nicht angenommen" In Luckenwalde sind, wie die Volts Zeitung" meldet, Bahnhof, Empfangsgebäude und Bahnanlagen bis zur Warschauer- entgegenleuchtet. Herr Baurath Heine, unter dessen Oberleitung bereits etwa hundert Bürger aus der Landeskirche ausgetreten, straße, Rüdersdorferstr. 44-51, sowie Koppenstr. 40. die Arbeiten ausgeführt werden, will, wie man sich erzählt, dem weil sie mit dem dortigen Superintendenten und dem BürgerBum 27. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadt- Wunsche des Kaisers nachkommen und den Umbau möglichst bis meister Suchsland nicht zufrieden waren. Allzu ernst scheint bezirke 152-156 und 159 mit Ausschluß der Ende Oktober fertigstellen; darum ist, wie die Arbeiter ver- man aber den Atheismus der Luckenwalder nicht nehmen zu Häuser Gr. Frankfurterstr. 48 u. 91, Markusstr. 30, Große muthen, die„ Antreiberei" feitens der Polire so fest im Schwunge. dürfen, denn es heißt, daß sie nach Beilegung des Konflikts Frankfurterstr. 92-102a u. 126, Roppenſtr. 41, Pallisadenſtr. 88-89, Mancher schüttelt darum und wegen der niedrigen Löhne den wieder in den Schooß der Kirche zurücktreten wollen. Strausbergerstr. 9 u. 35, Gr. Frankfurterstr. 39-47, Weber- Staub von den Füßen und begiebt sich wieder auf die Arstraße 64, Gr. Frankfurterstr. 12, Roppenſtr. 42-43, Palli beitssuche. Die Begnadigung eines zu Festungsstrafe verurtheilten jadenstr. 38. Vom Stadtbezirk 146: Gr. Frankfurterstr. 69, Nichtduellanten, ist etwas so seltenes, daß auch wir fie registriren Schillingstr. 20. Vom Stadtbezirk 151: Krautsstr. la- 2 und Welche Ausdehnung die Polikliniken in Berlin gewollen. Der Fall betrifft den Mennoniten Thröger aus Mül54a- 55a. Vom Stadtbezirk 162: Andreasstr. 41-44 u. 47, wonnen haben, geht aus einer in der D. Mediz. Wochenschr." hausen im Elsaß, der sich bekanntlich seiner religiösen Bedenken Blumenstr. 34a- 41 u. 43-51. Krautsstr. 53-54. veröffentlichten Statistik hervor. Schon im Jahre 1892 waren wegen weigerte, als Rekrut die Waffen zu tragen und dafür 3mm 30. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadt- 220 Polikliniken jedes Spezialfaches vorhanden. In den nicht- unter dem Zeichen des Kampfes für Ordnung, Religion und bezirke 202-209 mit Ausschluß der Häuser töniglichen Anstalten dieser Art wurden in jenem Jahre 137 126 Sitte mit empfindlicher Festungsstrafe belegt wurde. Diese Prenzlauerstr. 30, Münzstr. 1-9 Rochstr. 1-6 und 15-19; Krante behandelt; in den königlichen Instituten 71 942. Da soll ihm nun im Gnadenwege zwar nicht erlassen, wohl aber in Straße längs der Stadtbahn nördliche Seite; westlich von der nun seit 1892 die Zahl sowohl der Polikliniken selbst wie der in leichte Festungshaft" umgewandelt worden sein. Duellanten Rochstraße inkl. Eckhaus dieser und der Rochstraße hinter den ihnen behandelten Patienten erheblich zugenommen hat, auch in der wurde bekanntlich, wenn sie zu leichter Feftungshaft verurtheilt Häusern der Münzstraße; Neue Schönhauferstr. 1 und la; Wein- Statistit von 1892 von etwa 40, zum theil sehr großen Polikliniken find, vielfach die ganze oder doch der wesentlichste Theil der meisterstr. la- 8. Vom Stadtbezirk 210 die Häuser Gips- Angaben nicht enthalten sind, so wird man wohl nicht fehl gehen, Strafe erlassen. Bum zweiten Kommunal- Wahlbezirk gehören die Stadtbezirke 6-10, der 144. Stadtbezirk und die Häuser Kleine Kurstr. 9, Niederwallstr. 24 und 25 sowie Spittelmarkt 14 und 14a. bis 39 mit Ausschluß des Hauses Linkstr. 46. Vom Stadtbezirk 45: Die Häuser Frobenstr. 1-11 und 41, Stadtbezirk 46 Lüßowstr. 93. Ritterstr. 19a- 29 und 96-105. Lokales. " Doch dem inter Witterungsübersicht vom 17. Juli 1895. Stationen. Wetter Temperatur nach Celsius ( 5° C. 4° R.) Abermals ist durch ein Schiffsunglück auf der Oberfpree| das angebrachte Gerüst aufschlagend, und erlitt schwere innere Ver- und somit jede geschäftliche Kontrolle ausgeschlossen ist. Ueberdies ein Menschenleben vernichtet worden. Es wird über den Vorfall letzungen. Ein Almosenempfänger wurde in seiner Wohnung wird das zu frühe Deffnen der Geldschränke getadelt, weil daberichtet: in der Pallisadenstraße erhängt vorgefunden. An der Neuen durch die kohlenden Papiere durch den Luftzug erst recht in Der Buchhalter Dieterich, Markgrafenstraße wohnhaft, hatte Promenade wurde ein Kaufmann durch eine Equipage überfahren Brand geriethen. Die Kadaver der verbrannten Thiere sind bis Auf mehreren Stellen schlagen noch am Dienstag Nachmittag mit seiner Braut, einem Fräulein und anscheinend innerlich verlegt. Ferner wurde in der auf wenige weggeschafft. Wagner, und einem Freunde, Kaufmann Schnaut, von der Liegnizerstraße ein fünfjähriger Knabe durch einen Strohwagen helle Flammen empor, die Feuerwehr ist noch immer in Thätigkeit. Liebesinsel aus eine Segelpartie unternommen, die sich bis überfahren und auf der Stelle getödtet. In der Potsdamer- Zwei Baracken gehen in den nächsten Tagen der Vollendung ents Nieder- Schönweide ausdehnte. In der Nähe des Restaurants straße, an der Ecke der Pallasstraße, fiel ein Straßenreiniger, als gegen. Die provisorische Post ist jetzt in ein unversehrtes Haus Kyffhäuser wollten die Insassen die Rückfahrt antreten und fuhren er sich mit Bekannten hänselte, hin, brach ein Bein und wurde verlegt und wird die Telegraphenleitung ebenfalls dorthin gelegt. quer über den Strom, als um 6 Uhr der Dampfer, Borussia" herans durch einen Pferdebahnwagen an der linken Hüfte leicht verletzt. Jeder, der den Brandplatz besucht, ist bemüht, ein Andenken mit brauste. Das Segelboot vermochte nicht mehr auszuweichen und ob Im Laufe des Tages fanden drei unbedeutende Feuer statt. nach Hause zu nehmen, auch haben zwei Gendarmen die Aufsicht, dies wohl nach der uns gewordenen Mittheilung damit nicht noch brauchbare Gegenstände mitgenommen werden. Von mehreren Seiten wurden Klagen laut, daß die Vertheilung vom Dampfer aus hätte bemerkt werden müssen, setzte derselbe doch feinen Kours unverändert fort und stieß mit dem kleinen Fahrder Gaben ungerecht vor sich ging, wie ja auch schon ein zeug zusammen, dasselbe zertrümmernd. Die drei Passagiere hiesiges Blatt berichtete. Ein Mann bestätigte uns, als er heute stürzten ins Wasser; Sch., ein vorzüglicher Schwimmer, gelangte für seine Kinder aus der Zentraltüche etwas Suppe haben wollte, sei er in barschem Tone angefahren worden; hierauf habe sofort wieder an die Oberfläche und stieß mit dem Kopf gegen den Dampfer; schnell untertauchend, schwamm der Kaufmann er sich herumgedreht und habe auf die Suppe verzichtet. Dieser eine Strecke weiter und sah; wiederum die Ober Mann gehörte dem dortigen Kriegerverein an, hat, wie er fläche gelangend, daß die Borussia trob der Karam= angab, auch zwei Feldzüge mitgemacht, bedauerte aber, daß Db überhaupt Rettungsversuche die Geber alles an das Komitee abliefern. Es wäre oftmals bolage noch weiter fubr. vom Dampfer aus angestellt wurden, vermochte Herr Sch., der Hamburg besser, die Gaben würden direkt an die Bedürftigen verBerlin theilt. Wer dem Komitee gegenüber ein dreistes und vergeblich seinen Freund zu retten versuchte, uns nicht anzugeben. Frl. W. hatte sich an dem zertrümmerten Boot angeklammert Wiesbaden zudringliches Benehmen habe, käme dabei am besten weg. und vermochte sich so lange über Wasser zu halten, bis ein München Die Wirthe, welche nicht abgebrannt sind, benußen die Gelegen Ruderboot herantam und sie aufnahm, während der Bräutigam, Wien. heit, um etwas zu verdienen, für 4/10 Liter Bier werden 15 Pf. Buchhalter Dietrich, vor ihren Augen ertrant. Ob die auf diese Haparanda. verlangt. Dafür mußten sich die Gäste noch selbst bedienen. Wir hoffen, daß von den nicht unerheblichen Bierüberschüssen Art gegebene Darstellung richtig ist, wird vielleicht die eingeleitete Petersburg polizeiliche Untersuchung ergeben. Die Leiche des Buchhalters den Abgebrannten etwas zugewiesen wird. Dann hat wohl ist bis jetzt noch nicht gefunden worden. auch ein jeder Fremde gerne 15 Pf. bezahlt. Das Unglück ist riesengroß, aber auch die Opferwilligkeit und Mildthätigkeit, die den Abgebrannten entgegengebracht wird, läßt nichts zu wünschen übrig. Ein jeder giebt sein Schärflein, ob arm oder reich. Hoffen wir, daß der Staat den Unglücklichen bald zu Hilfe eilt, denn nur dadurch ist es möglich, den Industrieort Brotterode wieder zu dem zu machen, was er früher war. an Swinemünde Cort Aberdin Paris. Barometerstand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 1121|| Stala 1-12) halb bedeckt 14 bedeckt 15 16 bedeckt wolkenlos 15 wolkenlos 18 wolkenlos 17 18 763 762 GD • 763 Still 762 Still 764 NO 767 Still 754 heiter 750 NA Still 756 GSD 3 760 ND bedeckt halb bedeckt heiter • • 13 14 17 Wetter- Prognose für Donnerstag, 18. Juli 1895. Ruhiges, etwas wärmeres, vielfach heiteres Wetter, ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beifung. Vermischkes. Versammlungen. ver: wenn Als Gegen die Errichtung einer Fettgas- Anstalt in der Trebbinerstraße, für welche der Eisenbahnfiškus die erforderliche Erlaubniß beim Stadtausschusse nachgesucht hat, wollen die Hausund Grundbesitzer der hierbei in betracht kommenden Gegend, namentlich aus der Luckenwalder, Schöneberger, Möckernstraße und vom Tempelhofer Ufer Einspruch erheben. Sie befürchten, gestützt auf die bisherigen mit zwei kleinen derartigen Anstalten gemachten Erfahrungen eine Verunreinigung der Luft in weitem Umkreise und halten die in dem Konzessionsgesuche der BahnEin Taubstummer, der Drechsler Paul Rolle, hatte Die Bildhauer hörten in ihrer am 16. d. M. stattgehabten behörde vorgeschlagenen Einrichtungen zur Verhütung schädlicher sich vor der 137. Abtheilung des Schöffengerichts wegen Wider öffentlichen, zahlreich besuchten Versammlung einen Vortrag des Ausdünstungen für durchaus unzureichend gegenüber der That- standes, sein Bruder, der Schlosser Otto Rolle, wegen groben Schriftstellers Heinrich Schulz über das Thema:„ Deutsche sache, daß in der neuen Fabrit jährlich 1000 000 Rubmitmeter Unfug zu verantworten. Der Taubstumme hatte am Pfingst Bustände zur Zeit der französischen Revolution" und nahmen Fettgas, Theer, Kohlenwasserstoff und Nebenprodukte hergestellt heiligabend eine bedeutende Bierreise gemacht, um 1/2 Uhr erft hierauf den Rechenschaftsbericht der Kommission für das erste werden sollen. schwankte er dem Hause seiner Eltern zu. Hier erwartete ihn, Halbjahr entgegen. Den Bericht über die Einnahmen und AusEin neuer Wucherschwindet. Eine geschickte Prellerei ist hinter der Hausthür verborgen und mit einem Spazierstock aus gaben erstattete Sandvoß, welcher in der Lage war, dem zu zur Kenntniß der Polizeibehörde gelangt, die Veranlassung ge- Papiermasse bewaffnet, sein liebenswürdiger Bruder, welcher wählenden internationalen Komitee 382,74 M. zu überweisen. nommen hat, dem Treiben eines hiesigen Auskunftsbureaus näher unbarmherzig auf ihn einschlug. Der Taubstumme erhielt hierbei Dem Kassirer wurde einstimmig Entlastung gewährt. Den Bericht zu treten. Der Besitzer eines solchen, im Zentrum der Stadt be- eine Kopfwunde und stieß gräßliche Schmerzensschreie aus, der über die Thätigkeit der Kommission erstattete Donath. Zu Tegenen derartigen Instituts, Herr N., hat in der Potsdamer andere tobte lant dazwischen und eine verheirathete Schwester der Revisoren wurden Haut und Hadwiß und in die interVorstadt eine elegant eingerichtete Wohnung inne und betreibt beiden, welche zu Besuch bei den Eltern war, vervollständigte nationale Agitationskommission Dupont, Wintler und hier ein Gelddarlehnsgeschäft, während sein Bruder das Aus- den Skandal durch ihre Hilferufe. Es entstand ein bedeutender Göz gewählt. Hierauf berichtete Winkler über die Lage der funftsbureau leitet. Herr N. giebt nun in hiesigen Tages Straßenauflauf und es erschien auch ein Schuhmann. Als dieser Bildhauer in Frankreich, die Entwickelung und den Stand der zeitungen Inserate auf, in welchen er Geld zu mäßigen Zinsen auch den Taubstummen zur Wache bringen wollte, leistete der Organisation auf grund des Berichtes, welcher von den Bildanbietet. Kommen dann Reflektanten zu ihm, so läßt sich der Leitere energischen Widerstand und zerriß hierbei dem Beamten hauern Frankreichs der internationalen Konferenz in Nürnberg Darleiher zuvörderst 5 M. für eine einzuholende Auskunft den Rock. In der Verhandlung, welche mit Hilfe der Taub- unterbreitet worden war, aber für die Konferenz nicht mehr zahlen. Die Auskunft, die natürlich von dem im Zentrumn be- stummenlehrerin Frau Schenk geführt wurde, gab der Angeklagte übersetzt werden konnte. Der umfangreiche Bericht enthält viele Legenen Institut besorgt wird, lautet aber in den meisten Fällen zu, Widerstand geleistet zu haben, und zwar sei er hauptsächlich interessante Angaben über die Verhältnisse der französischen über denjenigen, der das Geld braucht, derartig, daß Herr N. dadurch veranlaßt worden, daß der Schuhmann ihn bei der Hand Bildhauer und wird der Protokollbroschüre angefügt werden. nur dann die verlangte Summe sich zu zahlen bereit erklärt, erfaßt und diese nach der Seite gebogen habe, daß durch die Immer neue Gründe zur Auflösung von Ver. wenn der Geldsuchende sichere Bürgen stellen kann, welche den Verrenkung ein furchtbarer Schmerz entstanden sei. Der Gesammlungen! Die Berliner Anarchisten wollten am Dienstag gewünschten Betrag deponiren können. Die Praxis ist durch richtshof nahm Rücksicht auf die Lage, in der der Taubſtumme Abend über„ Anarchismus" diskutiren; das ist verhindert, indem fichtig und recht lukrativ, da sich vor allem Bürgen, die depo- sich befunden hatte, wie auch auf sein Gebrechen. Er verurtheilte der überwachende Beamte die Versammlung, weil sie als Fortniren, niemals finden, andererseits aber durch die ertheilten Aus- ihn wegen des Widerstandes trotz der Grobbeit desselben doch tünfte fich das Auskunftsbureau des Herrn N. recht gut bezahlt nur zu 8 Tagen Gefängniß. Von der Anklage des groben Un- egung einer früheren( am 4. Juli cr. abgehaltenen) Versammmacht. Die Geprellten aber sind die Geldsuchenden, die um fünf fugs sprach er ihn frei, da Schmerzensschreie nicht als solcher kannt, war diese Versammlung wegen der Aeußerungen des lung anzusehen sei," kurzerhand wieder auflöst e. Wie be Mart ärmer und um einen Geschäftsfniff reicher geworden sind, aufgefaßt werden könnten. Der Bruder Otto Rolle aber wurde Mechanikers Wiesenthal der polizeilichen Auflösung wegen ruhestörenden Lärmens zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt. fallen. Es ist im allgemeinen üblich, daß, Ein Hungerkünstler, der Italiener Giovanni Succi ist ein Punkt in einer Versammlung nicht erledigt wird, in der nach Berlin gekommen und im Zentralhotel abgestiegen. Wie nächsten die alte Rednerliste als Grundlage der Reihenfolge, wie verlautet, beabsichtigt Herr Succi auch in Berlin eine Hungerkur die Redner zum Wort kommen, gilt. Der Einberufer Weise verins Wert zu setzen. Buleht hat er in Marseille gehungert und Ueber einen abgefaßten Postdieb wird aus Leipzig vom fuhr ebenso; dagegen erhob der Beamte Einspruch, jetzt ist er auf dem Wege nach Petersburg. Succi hat früher Mittwoch berichtet: Der Postdieb Arnim, welcher vor etiva er verlangte von W. Auskunft, ob diese Versammlung wirklich zehn Jahre in Afrika als Kaufmann gelebt und will dort, als Jahresfrist in der Postagentur Neukloster bei Stade( Provinz eine Fortsetzung der aufgelösten sei. Die Antwort des Befeiner Karawane einmal die Lebensmittel ausgingen, auf die Hannover) Postwerthzeichen, sowie einen Geldbetrag von treffenden befriedigte ihn nicht er löfte auf, ohne in irgend Hungeridee gekommen sein. Er führt seine Leistungen auf physio- 12 000 m. gestohlen hatte, ist dem„ Leipziger Tageblatt" zufolge einer Weise eine nähere Erklärung dieser befremdlichen Togische Verhältnisse und Selbstsuggestion zurück. Während gestern hier verhaftet worden. Arnim hatte mit dem gestohlenen Maßregel zu geben. Alles tam so überraschend, daß feiner Fastenproben nimmt er nichts zu sich als Wasser, das er Gelde große Reisen in England und Amerika gemacht; in seinem die Besucher im ersten Moment ganz erstaunt sich ansahen mit kleinen Dosen eines Elixirs vermischt. Dieses Elixir foll Besize befanden sich nur noch 3000 M. Arnim wohnte hier mit die befehlende Stimme des Beamten belehrte sie dann, daß sie lediglich ein schmerzftillendes Mittel sein. Sein Elexir" verkauft einem angeblichen Elektrotechnifer in einem Hotel zusammen; als auf dem schnellsten Wege den Saal zu verlassen hätten.- Ehe Signor Succi nicht. Er behauptet, das Geheimniß dieser dieser ihm eine Tausendmarknote gestohlen hatte, brachte Arnim dieser unerwartete Zwischenfall eintrat, war an die Stelle des Mischung von einem afrikanischen Häuptling erhalten zu haben, den Verlust bei der Polizei zur Anzeige, wobei in ihm der steck- früheren Vertrauensmannes, der Berlin verlassen hat, ein neuer den er auf seinen ausgedehnten Reisen im dunklen Erdtheil brieflich verfolgte Postdieb festgestellt wurde. in der Person des Tischlers Winkler ernannt worden. tennen gelernt habe. Die Sache sieht ziemlich nach Barnum aus. Eisenbahn- Zusammenstoßt. Wie die Eisenbahn- Betriebs- offizielles Organ der hiesigen Gruppe foll hinfort die Wiener Ein Verbrechen soll einem Leichenfunde zu grunde liegen. Inspektion Bielefeld meldet, ist Dienstag auf Station Bratwede Zukunft" gelten. Mitte voriger Woche verschwand aus seiner Wohnung in der der Güterzug 647 in einer Weiche auf den in Bewegung befindEine recht zahlreich besuchte öffentliche Versammlung Dranienstraße der 21 jährige Handlungskommis A. aus Stettin ge- lichen Güterzug 638 gefahren. Bier Wagen entgleisten, die Be- der in der chirurgischen Branche beschäftigten bürtig. Der junge Maun, der in einem Engrosgeschäft fon- schädigungen sind nicht bedeutend. Personen sind nicht verlegt. Arbeiter, die am 16. Juli bei Buske in der Grenadierstraße ditionirte, hatte am vorigen Mittwoch noch einen Brief an seinen Die Eisenbahn- Direktion Hannover bemerkt, hierzu: Die von stattfand, beschäftigte sich mit dem Streit bei der Firma hier lebenden Bruder gerichtet, worin er bat, ihn doch tags dar- einigen Blättern gebrachte Meldung von einem Zusammenstoß Dewitt u. Herz. Der Referent Fendius, Mitglied der auf zu besuchen. Als der Bruder in der Wohnung eintraf, war des Harmonikazuges 5 D mit einem Güterzuge auf der genannten zur Regelung dieser Angelegenheit eingesetzten Kommission, gab der Handlungskommis verschwunden, seine Leiche jedoch wurde Station ist nicht zutreffend, sondern nach dem obigen zu be- über die Angelegenheit folgenden Bericht: Den Schleifern bei unweit des Neptunshains bei Spindlersfeld am Sonntag Nach- richtigen. genannter Firma wurden Hähne für Selterwasser in Arbeit ge. mittag gefunden. Die Gerichtskommission, welche die Leichenleber das Brandunglück in Brotterode schreibt unser geben, wofür sie bei der ersten Lieferung das Dußend schau vornahm, hat am Kopf des Todten eine Verlegung fest Gothaer Partei Organ noch: Aus allen Himmelsgegenden mit 1,50 Mart bezahlt erhielten. Einige Zeit darauf, gestellt, die von einem stumpfen Instrument herbeigeführt sein strömten am Sonntag nach ungefährer Schäßung wohl gegen als dieser Artikel in größeren Mengen zur Anfertigung dürfte. Da auch die Arme und Beine der Leiche zusammen- fünfundzwe nzigtausend Menschen zusammen. Brotterode, rings tam, beschloß der Prinzipal nur noch 70 Bjennige gebunden waren, so wird der Todte gerichtsärztlich obduzirt von Bergen umgeben, sieht einem riesigen Trümmerhaufen gleich pro Dußend zu zahlen. Die Schleifer waren damit nicht und bietet einen Anblick des Erbarmens. Jammernde einverstanden und gaben in einer zur Besprechung dieser Eine als ,, Wahrsagerin" bekannte Spandauer Arbeiter Frauen und Männer stehen auf Hügeln von Schutt, Angelegenheit zum Freitag einberufenen Versammlung die und er Erklärung ab, daß 1,50 M. pro Dugend für diese Arbeit ein frau Dragowsti wurde am Montag in dem Augenblick, als sie welche sie einft ihr eigenes Heim nannten, wie schnell fie um guter Preis sei, und bei Anfertigung einer größeren Anzahl mit der Bahn von Berlin fam, verhaftet. Man fand in ihrem zählen auf Befragen der Fremden, wie schnell Besitz verschiedene Medikamente und Instrumente vor, die sie in ihr bischen Habe gekommen, ohne aber dabei die Absicht durch auch für 1 M. affordirt werden könne. Die Versammlung er Berlin eingekauft hatte. Sie steht in dringendem Verdacht, schimmern zu lassen, etwas geschenkt zu bekommen. Ueberhaupt flärte sich sodann auch dafür, den Preis auf 1 M. festzuhalten. gewerbsmäßig sich gegen die§§ 219 und 220 des Strafgesetz werden Fremde( einige Professionsbettler ausgenommen) von den Dieses Auerbieten wurde nun vom Brinzipal kurz abgelehnt. Daraufbuches vergangen zu haben. dort noch anfäffigen Einwohnern gar nicht zum geben animirt. hin erboten sich die Schleifer, die ihne im Wochenlohn zu arbeiten, Es Arbeiterrisiko. Eine schwere Gehirnverlegung hat sich fällt somit die Erfindung einzelner weg, daß man, um ins worauf der Prinzipal erklärte, e dürfe auch hierbei nicht mehr Eine schwere Gehirnverlegung hat fid) am Dienstag, nachmittags 2 Uhr, der 37 Jahre alte Arbeiter Dorf zu kommen, Eintrittsgeld zahlen müsse; dagegen sind auf wie 70 Pf. pro Dußend herauskommen. Am Sonnabend wurden am Dienstag, nachmittags 2 Uhr, der 37 Jahre alte Arbeiter den gangbaren Wegen inmitten des Brandplates mehrere gelbe nun einem Schleifer befagte Hähne zur Fertigstellung übergeben. Adolf Krause aus der Wienerstraße 47 zugezogen. Er war auf Pfeiler aufgestellt, an welchen sich verschließbare Büchsen befinden Dieser weigerte sich, dieselben für 70 Pf. Atfordlohn anzufertigen, dem Holzplaße von Kempfer u. Gluck auf dem Nebengrundstück und werden solche auch von den Fremden reichlich bedacht. Auf und erhielt infolgedeffen seine Entlassung. Einem zweiten Arbeschäftigt und stürzte baselbst, wahrscheinlich durch eigene Un- ber einen Stelle steht ein Mann und erzählt weinend, wie er bei beiter erging es genau ebenso, worauf die übrigen eine Untervorsichtigkeit, von einem hohen Bretterstapel herab. Die Ver- Ausbruch des Feners einem Freunde zu Hilfe eilte, um ihm das redung mit dem Prinzipal nachsuchten, die nach 3-4 stündiger Um festzustellen, legung ist so bedenklich, daß er nach der königlichen Klinit ge- wenige mit zu retten. Als er dann nach Hause eilte, fei aber sein Dauer resultatlos verlief. bracht werden mußte. Haus vollständig niedergebrannt gewesen und habe er gar nichts lange Arbeitszeit zur Fertigstellung eines Dußend solcher den Wertführern aufgetragen, Beim Spielen verunglückte Mittwoch Vormittag um 10 Uhr mehr retten können. Ein anderer erzählte, er habe bei Rubla Hähne nöthig sei, wurde Es ergab sich der 12 jährige Sohn Karl der Wittwe Meyer aus der Rottbuser mit seinem Sohn Gras gehauen, da sei ein Mann gekommen die Hähne probeweise in Arbeit zu nehmen. straße 32. Ein Junge aus dem Hause war auf dem Hofe mit Holz- und habe ihm zugerufen: Du arbeitest ja noch, Brotterode hierbei, daß man einen Stundenlohn von 521/2 Pf. erzielen hauen beschäftigt, andere machten sich um ihn herum zu thun und soll halb abgebrannt sein." Sofort fei er nach Hause geeilt und könne. Herr Dewitt dagegen hält 50 Pf. Stundenlohn für einen trieben allerhand Allotria. Hierbei kam der kleine Meyer un- als er dort angekommen, hätten seine Kinder jammernd vor dem angemessenen Verdienst. Was für eine Gefahr in diesem Prinzip versehens mit der rechten Hand unter das Beil, das ihm den Schutthaufen gestanden und gejagt:" Oh Vater, unser Haus ist für sämmtliche Arbeiter liegt, erhellt aus dem Umstande, daß Daumen vollständig abtrennte. Der Verletzte erhielt auf der abgebrannt." In der ersten Nacht habe er mit seinen Kindern der bisher erzielte Stundenlohn bei den eingeübten Arbeitern 10. Sanitätswache in der Adalbertstraße einen Nothverband und auf der Wiese übernachtet, jezt habe er und feine Kinder ein( Schleifern) im Durchschnitt 50 Pf. und darüber hinaus be wurde dann in die Klinik gebracht. Plätzchen bei einem Nachbar, wo sie auf Stroh schliefen. Wieder trug, ja, einer in der glücklichen Lage ist, einen Durchs eine Frau erzählt, sie habe nicht einmal eine Nadel retten schnitts Stundenlohn von 70 Pf. verzeichnen zu können; Verschwunden ist der 20 Jahre alte Seminarist Baul Müller, der in der Kleinen Frankfurterstr. 3 u. 4 bei den Eltern tönnen, barfuß sei fie geflüchtet, die Strümpfe und Schuhe, die hieraus sich ergebende Konsequenz wäre die Aussicht auf eine die sie trage seien geschenkt. Die Schuhe bezeugten dies, 20 prozentige Lohnreduktion. Das Bezeichnende für die Handwohnt. Er entfernte sich am Sonntag und ist seitdem nicht denn es waren neue Lastingschuhe, die wohl gegen 10 Centimeter lungsweise der Herren Dewitt und Herz liegt in dem Bekenntniß, wieder zurückgekehrt. zu lang waren. Ein Nichtabgebrannter sagte wieder, er daß es ihnen auf die Höhe der zu zahlenden Löhne weniger anPolizeibericht. Am 16. b. M. wurde gegen Mittag im habe zwar sein Häuschen noch, müsse aber 16 Personen fomme, als darauf, den eigenen Willen durchzusetzen. Eine AnThiergarten, in der Nähe der Zelten, die Leiche eines neu- Verunglückte beherbergen, so daß er mit seiner Familie faft schauung, die um so sonderbarer ist, als Herr Dewitt seinerzeit geborenen Rindes aufgefunden. Nachmittags fiel auf dem gar feinen Raum zum schlafen hätte und er wäre mithin selbst an der Spitze der Gewertschaft stand. Nach diesen Voreine Versammlung Droschkenhofe des Anhalter Bahnhofs ein Kutscher beim Ver- auch nicht viel besser daran, als wie die Abgebrannten. tommnissen hat am Sonnabend Abend dem Prinzipal folgendes lt unterbreiten: laden von Gepäck vom Verdeck seines Wagens herunter und erlitt Solche Fälle könnten wir zu Duhenden anführen, doch brechen beschlossen, Ein bei einem Neubau wir mit diesen Beispielen ab. Auch einige größere Geschäftsleute 1. Der Preis für die strittigen Hähne ist 1 Mart pro durch den Fall einen Schädelbruch. in der Fidicinstraße beschäftigter Klempnergeselle fiel bei der Ar- dürften bedeutenden Schaden dadurch genommen haben, weil selbst Dugend. 2. Bei Herausgabe der Akkordarbeiten ist jedesmal der beit aus dem vierten Stockwerte herunter, von Stock zu Stock auf in den Geldschränken ihre Geschäftsbücher vollständig verbrannten Lohnfah beizufügen. 8. Einstellung aller Entlassenen. Die Verwerden. / eine wie Restaurant Zubeil. 1 ,, ummers cher Gesangverein", Langeftr. 65 bet Divezareck. Männer- Gesangverein Süd- West, Chamisso- Play 4 bei R. Thloff. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ale Buschriften den Bund betreffend sind zu richten an: P. Gent, Adalbertstr. 95. Donnerstag: Rauchflub Graue Wolte, Krautstr. 48, Sumuristischer Klub Universum, Veteranenftr. 18, bei Schulz. Geselliger Klub der alten Moabiter, Restaur. Gräf, Stephanstr. 53. Geselliger Rauchflub Brüderlichkeit, Pücklerstr. 49 bei Schuhmacher. Arbeiterverein Freiheit, Manteuffelstr. 45 bet Werner. handlungen scheiterten ebenfalls, weshalb die Arbeiter am Mon-| Giesboit.- Süd- Ost, bei Toltsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Ecke. Klub der Freunde bei Gnadt, Puttbuserstraße 32. tag die Arbeit niederlegten. Nach einer längeren Debatte, an Hasenclever, Abends 8% Uhr, Restaurant Lange, Baumschulenweg 32 Treptow. der sich auch einer der Werkführer betheiligte, richtete der Vor- Sozialistischer Lese- und Distutivtlub, Abends 8 Uhr, figende an die beiden anwesenden Wertführer die Anfrage, ob sie Reichenbergerfir. 157, Gigung. August Geib Abends 9 Uhr im geneigt wären, dahin zu wirken, daß die Arbeit im Wochenlohn Donnerstag, abends 8 Uhr, bei Seidel, Gerichtsstr. 19. Lese- und Diskutirklub Reimer. Gigung jeden angefertigt wird. Mit dem Eingehen auf diese Bedingung sollte Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Versigender Ad. Neuder Streit beigelegt werden. Da auf die Anfrage keine Antwort erfolgte, mann, Bafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten so stimmte die Versammlung einmüthig folgender Resolution zu 11 Uhr: Uebungsfiunde und Aufnahme neuer Mitglieder. an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends 9 bis Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerktag. Gefangverein Männerchor Lyra, Abends 9 Uhr im Restaurant Bergstr. 17.- Suchsdorf'scher Die Versammlung erklärt nach eingehender Berathung, daß das St. Urban, Admiralfir. 38 bei C. Tukauer. Gesangverein Freund Männerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr Uebungsstunde Vorgehen der Kollegen der Firma Dewitt u. Herz in jeder Be- fchaft I, Brunnenstr. 143 bet Fischer. Vorwärts II, Schönhauser Allee 28 bei Brüning, Rosenthalerfir. 11-12. Gefangverein Jugendfreuden, bei Kelle.. Frühlingsluft, Bülowstraße 59 bei Werner. Brezel= Männerchor. Abends von 9-11 Uhr bei Wernau, Rosenthalerstraße 57. ziehung gerechtfertigt ist; sie erkennt den Streit als zu recht schluß, Dranienstr. 121 bei Oswald Grauer. Dorfglöcklein, Pfropfenverein Wedding, jeden Donnerstag Abend 8% Uhr Sigung beim bestehend an, und verpflichtet sich in jeder Hinsicht für moralische Deutsch- Wilmersdorf, Berlinerstraße Nr. 40 bei Klingenberg. 3aget Reftaurateur Wolff, Gerichtstr. 44. Vergnügungsverein I pengrün, und finanzielle Unterstützung." Zum Schluß erfolgte die Be- nicht, Stegliz, Schloßftr. 66a, Zur Börse. Borar, Manteuffelftr. 9 bei jeden Donnerstag, von 9-11 Uhr abends mit Damen bei Volfmann, Beufsel= Geselliger Verein Frohsinn bei Geite, Swinemünderfir. 20, tanntgabe, daß in dieser Woche die Sammellisten für die Branche Nowact.-Harmonie I, Tempelhof, Dorffir. 18 b. Gerth.- Steinfegerstraße 32. Gängerchor, Rustanien Allee Nr. 28 bei Fiebiger. Kreuzberger abends 9 Uhr, Sigung mit Damen. Tambourverein Froh Fret. zur Ausgabe gelangen. Sollte der Streit größere Dimensionen sarmonie,' Echönleinstr. 6 bei Kraaz. Flöter'scher Gesang- Uebungsstunde Montags und Donnerstags 9 Uhr bei Rausch, Suffitenstr. 9. annehmen, werden den anderen Gewerkschaften ebenfalls Sammel- verein, Koppenstr. 47 bei Wilhelm Lorenz. Sängerchor Berliner Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bei Jakob, Boeckhstr. 21. Rauchklub Kernspize, Abends 9 Uhr, bet A. Böhl, Rüdersdorferlisten zugestellt. Bei der Gewerkschaftskommission ist der Streit Kürschner, Weinstr. 11 bet Feindt.- Arbeiter- Gesangverein Oranienburger Vorstadt, Ackerstr. 123 bei Martens. Dft- und ftraße 8. Rauchklub Pfeifendecker, Abends 8 Uhr, bei Jeratsch, bereits gemeldet. Westpreußischer Männer Gesangverein, Blumenstraße 32 Langeftr. 24. Rauchflub Kollegia, bends 9 Uhr, bet Rohr, Naunynbei Reich. Arbeiter Gesangverein Morgenroth IV, Köpenick, straße 78. Rauchflub Felsenfest bet S. Schmidt, Köpenickerstr. 171. bet Schulz, Schönlinderstraße 9. Gesangverein Bölter Rauchklub Wahrer Fateb", jeden Donnerstag 9 Uhr, bei Flick, frühling. Schüßenstraße Nr. 33 bei Otto. Arion II, Artonaplag 1 Simeonstr. 23. Stattlub Grand Schwarz, jeden Donnerstag von 9 bis bet Schermann. 3utunft III, Belten i. d. M., Wilhelmstr. 19 im Hotel 11 Uhr bei G. Stein, Christburgerstr. 46. W. Grunow. Liedes Echo, Reichenbergerstr. 118 bet Köppen.- Treu und Fest, Lebuferstr. 5 bei Nemiz. Gerstenähre( Brauer), Blumenstr. 38 bei Wiedemann. Arbeiter- Gesangverein Vineta, Kaftanten- Allee 11 bet Augustin. Gesangverein Junge Eiche, Sandstr. 1 bei W. Gleise. Alpenröslein, Bergstr. 60 bei Hilgenfeld. Arbeiter- Gefangv. Ein tir a cht III, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bet Düball. Gesangv. Oberon, Oranienstr. 121 bei Osi. Grauer. Alpenrose, Forsterstr. 22 6. Tilgner. Edelweiß III, Wollinerfir. 62. Morgenroth I, Rummelsburg, Türr schmidtstr. 33 bei Schröder.- Gefangverein Widerhall, Naunynftr. 86 bet Streit. Gefangverein Morgengrauen, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Gefangverein yra II, Charlottenburg, Wallstraße 102 bei Maschestt. Gesangverein Vorwärts IX, Charlottenburg, Wilmersdorferstr. 39, Bismarckshöhe". Arbeiter- Gesangverein Spandau in Spandau, bei Radtke, Neumeisterstr. 5.- Glasarbeiter, Köpenick, Rosenftr. 101 bei Troppens. - Gesangverein Feldblume, Lübbenerstr. 30 bei Meyer. Gefangverein Sängerlust, Werder a. H., Kugelweg. Edelweiß III, Wollinerstr. 62, Restaurant. Männerchor Süd- Ost, Köpenickerstr. 191 bei Foge. Zentralverband deutscher Konditoren, Pfefferküchler u. verw. Berufsgen.( Lokalverein Berlin.) Jeden Donnerstag nach dem 1. und 15 im Monat: Versammlung im Restaurant Wernau, Rosenthalerstr. 57. Berbund deutscher Barbiere, Friseure u. Perrückenmacher( 8weigDerein Berlin). Donnerstag, den 18. Juli d. J., abends 10 Uhr, bet Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Versammlung. Achtung Schuhmacher. Deffentliche Versammlung Donnerstag, den 18. d. M., bei Fiebig, Gr. Frantfurterstr. 28.( Siehe Inferat.) Arbeiter- Nadfahrer- Verein Berlin. Donnerstag, den 18. d. M., abends 9 Uhr bei Wilte, Andreasstr. 26: Generalversammlung. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Filiale Moabit. Sonnabend, den 20. d. M., abends 8% Uhr, im Lokal Drendel, Jagowstraße 16: Versammlung. Tagesordnung: Neuwahl des Gesammt vorstandes. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, den 18. Jult, abends 8% Uhr, bet Buste, Grenadierstr. 33: Fortsetzung der Generalversammlung vom 12. Jult. Ergänzungswahl des Vorstandes. Nach Erledigung dieses Punttes wird Genosse Schulz das einleitende Referat geben, für den zum Sonntag, den 21. Jult geplanten gemeinschaftlichen Besuch der Kunst- Ausstellung. Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, bei Schröder, Wiesenstr. 39. Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Boyensir. 40, bei Für den Inhalt der Inserate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 18. JuIi. Friedr.- Wilhelmstädtischer Park. Berlin amüfirt sich. Neues Theater. Tata- Toto. Alexanderplat- Theater. Liane, die zweite Frau. 1 Volksgarten ( ehem. Weimann's Volksgarten) Gesundbrunnen. Badstr. 56/57. Direktion: Max Samst. Heute, sowie täglich: Grosses Konzert u. Theater- Vorstellung. Spezialitäten I. Ranges. Auftreten des Berl. Original- Komikers Wilhelm Fröbel. Chansonetten, Soubretten, Liederfänger, Luftgymnastiker 2c. Täglich: Familien- Ball. National- Theater. Im Irrenhauſe. Kaſſeneröffnung 5 Uhr.- Anfang des Apollo Theater. im Harem. Ein Abenteuer Flora- Charlottenburg. Fidelio. W. Noack's Sommertheater. Die Berliner Wäschermädel. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Direktion: Max Samst. W. Noack's Sommer- Theater, Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Jm Saale: Grosser Ball. Berliner Wäschermädel Driginal- Burleste mit Gesang u. Tanz in 1 Aft v. Gericke. Musit v. Martin. Robert Dill, giederjänger. 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Brandt, Reichenbergerstr. 122.- Stattlub Süd, Donnerstag Stattlub Abends 8% Uhr, im Lokal von Paul Müller, Gräfestr. 81. Grand Schwarz jeden Donnerstag von 9-11 Uhr bet E. Stein, Chriftburgerstr. 46. Le Cercle de Conversation Française se rassemble tout les jeudis soir à 9 h. dans son local Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Durch die Geburt eines träftigen 22346 C. Fröhlich's Sungen wurden erfreut Gesellschaftssäle und Garten Julius Türk u. Frau. Schönhauser Allee 161. Jed. Sonntag, Dienstag u. Sonnabend: Den Verwandten, Freunden und Be Concert, Specialität.- Vorstellung. tannten die traurige Nachricht, daß mein Mann, der Bigarrenmacher Anfang 7 Uhr, Entree frei. Karl Graf Sonntags Anf. 4 Uhr. Programm 10 Pf. Jed. Montag: Gr. Concert. Entree frei. Jed. Sonntag, Montag, Mittwoch: Ball. am Montag, den 15. Juli, verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, Jeden Mittwoch: Kinderfest. ben 18. Juli, von der Memelerstr. 45 aus ftatt. Die trauernden Hinterbliebenen. Kaffeeküche täglich v. 2 Uhr ab geöffnet. Entree: Kinder 10 Pf., Erwachsene frei. Für Vereine ü. Gesellsch. v. 200 Pers. Spezialitäten- Borstellung frei.[ 288223entral- Kranken- u. Sterbekasse Edison's neueste wunderbare Erfindung n. der Zimmerer ( Eing. Hilfskaffe Nr. 2, Hamburg). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Zimmerer Paul Greiser, wohnhaft zu Reinickendorf, Hausotter Straße 82, am 11. Juli infolge eines Betriebsunfalles Die Beerdigung Raben- Anzügen Ein Flug durch die Luft! KINETOSKOP Braung findet am Freitag Nach Anfang 71/2 Uhr. Anfang 72 Uhr. spottbillig, Münzstraße 4, Engel. Bestrafte weibliche Eitelkeit. Wiederauftreten des Herrn Carl Wesselsky. Im Irrenhause. Ausstellung Italien in Berlin. Sensationsschauspiel mit Melodramen in 5 Akten und 8 Bildern von H. B. 1. Bild: Zwei Hallunken. 2. Bild: Ein tiefes Geheimniß. 3. Bild: Der Rächer. 4. Bild: Die Geheimnisse des Irrenhauses. 5. Bild: Ein Verräther. 6. Bild: Der Plan des Teufels. 7. Bild: Die Tochter des Verbrechers. 8. Bild: Der Giftmord. Regie: Mar Samst. Dirigent: Adolf Wiedecke. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädtischer Concert- Park 25/26 Chauffee- Straße 25/26. Worn Reklame, da doch täglich ausverkauft! Lach- Salven! N Berlin amüsirt sich Fränkel als Theaterdirektor. Die Reise um die Erde. Die 3 Turner- Matadore. Cancan in Lumpen. Der dicke Blum ats Balleteuse. Entree 30 Pf. Passage- Panopticum. Der Dynamitmensch läßt auf seinem Kopfe einen Steinblock vermittelst einer Patrone zersprengen. Reichshallen, Im prachtvollen Garten ( bei ungünstiger Witterung im Saal): Täglich: Humoristische Soiree Norddeutschen Quartettu. Couplet- Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirter Play 50 Pf. Sonntags: Anfang 7 Uhr. Von der Kanalfeier. Ensembleszene. der Donnerstag, den 18. Juli 1895: VI. Elitetag. Maestro Gialdini mit seinem Symphonie- Orchester. Neu für Deutschland: Mascagni's Ratcliff. Promenaden Konzert der Bersaglieri unter Leitung des Maestro Galli. Monstre- Konzert von 22 italienischen Gesangstruppen, darunter die Liberti, Tribuni Angeli. Signore Rubinacci. Novität! Buffo eccentrico di Napoli. Comödia del' arte. Novität( in der Osteria Wolff). Entree 1 M. Freitag, den 19. Juli 1895: III. Familientag. Großes Festprogramm. An diesem Tage zahlen Kinder in Begleitung Erwachsener tein Entree. Entree 50 Pf. Sonnabend, den 20. Juli 1895: Boranzeige! III. Venetianische Nacht. Entree 1 M. Bureau Bammelmeyer Neuestes Ensemble der altbeliebten Stettiner Sänger Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Täglich( außer Sonnabends): Victoria- Brauerei LützowStrasse No. 111-112. Jm herrlichen Konzert- Garten resp. Saal. Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Familienbillets 1 Mart. ( Siehe Plakat.) Schweizer Garten. Am Königsthor. Täglich: Am Friedrichshain. Konzert und Vorstellung. Nette Matrosen. Die Allerwelts wittwe. Ein moderner Rasirsalon. 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Verwandten, Boltz' Sommergarten besonders dem Metallarbeiter Verein ( Filiale Nord) und dem Gesangverein Unverdrossen" unseren aufrichtigsten Dant. Louise Schäfer nebst Schwiegereltern. !! Teppiche!! Alte Jakobstr. 75. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung. Bei ungünstiger Witterung i. Part. Saal. Für Saison 1895/96 Säle zu Festlichkeiten u. Versammlungen. Brillantes Nebeneinkommen. Ich suche per sofort einige redegewandte Herren, die sich im VerEine große Partie Teppiche mit kleinen ficherungswesen ausbilden wollen. Bei Farbenfehlern in Germania, Brüssel nur mittelmäßiger Thätigkeit 100 bis und Plüsch zu spottbilligen Preifen. 150 M. pro Monat. 28428 Größe 188X200 cm 3,-, 5-, 8,50. 170X250= 5,75,11,50,18,50 200X300= 8,50, 13,-, 17, N. Lachmann, Gen.- Agent, Gartenstr. 1. Arbeitsmarkt. Achtung. " " in reiner Wolle, das Stück Portieren 2,00 m. Steppdeken wolle, 160x200 cm, in allen Farben, reine das Stück 5,50 M.[ 72M Achtung. Otto Büchler, Berlin C., Ecke Chirurg. Branche! 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Cigarren so gut wie noch nie; durch den Ankauf verschiedener kolossaler Posten Rohtabake im Gesammtbetrage von über| Zeit lohnend zu beschäftigen( was ich stets als meine vornehmste Aufgabe betrachtete). 100 000 Mart, ab Amsterdam, Bremen, Hamburg, sowie auch lombardirter Posten aus den Damit jeder Raucher sich ein Bild von dem Geschmack und Gewicht der so verschiedenartig in feinsten Gewächsen bestehend, als Havana, La Cruz des Almas, Havana- Mexiko, St. der Zigarre zusammengestellten Tabake machen lernt, verrathe ich ihm im unten folgenden Felix, Vorsten- Java 2c. 2c., ferner durch Abschlüsse von ca. 5 Millionen Zigarren zu so Preisverzeichniß das Geheimniß der Bigarren- Fabrikation. Bei sämmtlichen Marken verbilligen Preisen wie nie zuvor, sowie durch das Bestreben meine Mitarbeiter auch in der stillsten steht sich das Gesammtgewicht pro 1000 Stück. 5 Millionen Cigarren- Abschluss! Bitte die Bedingungen für Verkauf und Versandt aufmerksam zu lesen. Bigarren in verschiedenen Marken mit Preisen versehen, als Geschenk bei, wenn sich der 5 darüber 10 pCt. Rabatt. Jedem Einkauf resp. Auftrage füge ich ein Ristchen, enthaltend Nur gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages wird versandt. Der Besteller betreffende Besteller auf diese Zeitung bezieht. Die Marken bis zum Preise von einschließlich erlegt den Betrag nur als Unterpfand für die zur Prüfung empfangene Ansichtswaare. Ent 2,25 Mart per 100 Stück sind von Rabattgewährung, Frankatur und Gratifitation ausgeschlossen spricht dieselbe seinen Erwartungen nicht, so beliebe er die Waare unfrankirt zurückzuschicken, und werden 10 Pf. bei diesen billigen Marken für Verpackung berechnet. 4 Bigarren von jeder worauf sofort die Rücksendung des Betrages, sowie der Auslagen erfolgt. Von dieser Marke können probeweise unentgeltlich geraucht werden; dasselbe gilt auch bei persönlichen Schadloshaltung des Empfängers bitte ich den ausgiebigsten Gebrauch zu machen. Unter Einkäufen. Reklamationen tönnen nur innerhalb 16 Tagen vom Tage des Versandes an be100 Stück von einer Marte werden nicht abgegeben. 300 Stück und darüber franko über ganz rücksichtigt werden. Nur unter diesen Bedingungen wird versandt und verkauft. Deutschland. Bei Entnahme von 500 Stück 3 pt. 1000 Stück 5 pCt. 2000 Stück und 4 Marten Schweizer Cigarren u. 3war| Reform- Cigarre I. mit Holzspize, zirka| Cigarre aus milden, vollen und würzigen, edlen " A", B"" C"„ D" 1/2 cm Ig., 5 cm Umf. 100 Stck. Mk. 3,50. überseeischen Tabaken mit ostindischer Decke, Marke ,, A" ca. 9 cm lang( Havanillos) 100 Std. In bezug auf Geschmack, Brand. Aroma u. deren außerordentlich hervorragende EigenMk. 1,20. Ausführung wird diese Cigarre von Rauchern schaften jeden immer mehr interessiren werden, Marke ,, B" ca. 8 cm lang, 100 Std. Mk. 1,25. weit über das doppelte geschätzt. je länger er sie raucht, per 100 Stck. Mk. 5,-. Marke ,, C" ca. 9 cm lang, 100 Std. Mk. 1,50. Marke Lyra, Deli- Decke, rein überseeisch mit Neu! Marke Vuelta Abajo, ca 102 cm Marke ,, D" ca. 10 cm lang, 100 Std. Mk. 1,75. Felig in der Einlage, ca. 11 cm lang, 5 cm lang, ca. 41/2 cm Umf. Die Krone aller HavanaMarke 3( Sumatra), ca. 101/2 cm lang, Umfang. 100 Std. Mk. 3,75. Tabake, der Gipfel köstlichen Aromas und milca. 5 cm Umf., unsortirt in Papier verpackt, desten Geschmacks, ist die Cigarre mit 12 Mt. dafür vorzüglich im Geschmack ca. 104 cm lang, ca. 5 cm Marke 9, per 100 Stck. Mk. 2,-. Umf., mit La Cruz des Almas per 100 Std. nicht zu hoch bezahlt. Durch den Globo, Borsten- Java- Decke, rein überseeische gemischter Ginlage( einer der hervorragendsten vortheilhaften Einkauf von über einer halben million verkaufe ich dieselbe mit Einlage, ca. 81/2 cm lang, 41/4 cm Umf. Brasil- Tabake) m. ostindisch. Tabak gedeckt, voll100 Std. Mk. 2,25. würzige edle Cigarre per 100 Std. Mk. 4,-. Marke 4( Sumatra), ca. 10/2 cm ca. . per 100 Std. Mk. 6,-. ca. 111/2 cm lang, ca. 5 cm Umf., Marke Raphaëli III, Façon, 5 cm Umf., Straßen- Cigarre, nicht belästigend ,,, Neue Marke Sanitas", Reform von durchaus vorzügl. Geschmack, in schlankem( seidige Backaran- Deli- Decke), ca. 101/4 cm Façon, tadellos. Brand per 100 Stck. Mk. 2,50. lang, ca. 51/4 cm Umf., leidenden Rauchern zu Felix Cigarre, frühere Marke Remedio, Felix empfehlen, von durchaus lieblichem Geschmack, Decke, rein überseeische Einlage, ca. 81/2 cm lang, ein Gemisch edler überseeischer Tabake, wenig 41/4 cm Umf. per 100 Std. jetzt nur Mk. 2,75. Nicotin enthaltend per 100 Std. Mk. 4, Marke 5, Frühpromenaden- Cigarre, Regelfaçon, ca. 10% cm lang, ca. 51/4 cm Umf., diefelbe ,, Neue Marke Rose v. Schiras", in schlankem Façon, ca. 10 cm lang, 5 cni Umf. Reformfaçon, ca. 91/2 cm lang, 51/4 cm Umf., Hervorragend im Geschmack tann ich sie jedem empfehlen, deffen Beruf es erheischt, viel Cigarren hochfeine Brafil- Einlage und Deli- Decke; diese per 100 Std. Mk. 3,-. Mischung empfiehlt sich allein per 100 Std. Mk. 4,50. Marke 7( Sumatra), etwas kleiner in Façon, bedeutend eleganter ausgestattet, in Einfall: Reform- Cigarre II. mit Holzspike. Delififten verpackt, zu Geschenken geeignet Maatschappy, rein überseeisch mit zum theil per 100 Std. Mk. 3,-. Para Cuba in der Einlage, ca. 11/2 cm lang, Mocca Cigarre, Sumatra Decke, rein über- 54 cm Umfang per 100 Std. Mk. 4,50. feeische Einlage, ca. 91/4 cm lang, 43/4 cm Marke Termala, ca. 101/2 cm lang, ca. 51/2 cm Umf., bedeutend besser wie bisher Umfang. Gine in ihrer vollend. Form sowohl, per 100 Std. Mk. 3,25. I wie durch ihre köstliche Mischung hergestellte zu rauchen • Das Geheimniss der Cigarren- Fabrikation! per 100 Std. 6 Mk. Bei der Einführung voraus, daß sie den Beifall der raffinirtesten dieser Cigarre im April 1893 setzte ich zwar Feinschmecker finden und viel gekauft werden Grwartungen weit übertroffen. wird. Der Konsum hat jedoch meine kühnsten Marke Raphaëli I, 61/4 cm Umf. GroßRegalia- Bockfaçon ca. 131/2 cm lang, ca. Holländische Cigarren, Prima Rem brandt van Ryn No. 3 per 100 Std. Die 5 Mart.- No. 2 per 100 Std. 6,50 Mart. No. 1 per 100 Stct. 8 Mark. Länge dieser 3 Marken ist ca. 15 cm, der Umfang ca. 43/4 cm. Der passionirteste Raucher wird in diesen Cigarren nach jeder Richtung hin- ob er an milde oder kräftige Cigarren gewöhnt ist nicht nur die vollste Befriedigung finden, sondern dieselben als feine unentbehrlichsten Marken nach einmaligem Versuch betrachten. Der Alleinverkauf für Deutschland ist mir übertragen. Da ich voraussetze, daß auch diese Marken bald von der Konkurrenz gefälscht werden, erkläre ich hiermit, daß jedes Kitchen Cigarren dieser Marken mit meinem Firmenstempel versehen wird, und daß ich nur in diesem Falle für die Vorzüglichkeit eintrete. Echt importirte Cigarren, asiatisches Gewächs, welche von alt rajfinirten Rauchern bezüglich ihres Aromas sowohl als auch in sanitärer Hinsicht den echten Havana- Importen vorgezogen werden. ca. 101/4 cm lang, 5 cm Umfang. per 100 Stück Mk. 5,-. ca. 103/4 cm lang, 51/2 cm Umfang per 100 Stück Mk. 6,-. per 100 Stück jetzt nur Mk. 7,50. Neue Marke General, ca. 10/2 cm lang, ca. 51/2 cm Umf. Mit dieser Havana- Cigarre, welche aus einer Zusammensetzung der alleredelsten Tabake besteht, glaube ich nicht nur den raffinirtesten Raucher zu befriedigen, sondern den unversöhnlichsten Widersacher stußig zu Die mit Reform- Façon bezeichneten Marken machen, und behaupte von ihr, daß sie in bezug sind zum theil mit breiter Brandfläche bouquetauf Preiswürdigkeit nicht ihresgleichen findet." artig unbeschnitten und zum theil spitz zuDieselbe kostet.. per 100 Stck. 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Juni. Unterm neuesten Kurs. 1. Gera. Genosse Bretschneider wegen Fabrikantenbeleidigung 5 M. Geldstrafe. " Nürnberg. Wegen groben Unfug Boykotterklärung die Genoffen Siebert, Hermann und Werthmüller je 10 M. Geldstrafe. Leipzig. In der Revisionsinstanz der Maurer Schulz aus Berlin drei Monate Gefängniß wegen Erpressung, Androhung der Verzögerung der Baufertigstellung. 5. Erfurt. 200 M. Geldstrafe Genosse Knoll aus Berlin wegen Beleidigung der Garnisonverwaltung. 6. Kaffel. Wegen Beleidigung der Militärbehörde Genosse John 100 M. Geldstrafe. Antrag: 6 Wochen. " " Dortmund. Genosse Gey wegen Aufforderung zum Kontrattbruch sofortige Arbeitsniederlegung- 8 Tage Gefängniß. Offenburg. Wegen Beleidigung eines Genosse 3ielow 3ti 70 m. Geldstrafe. Fabrikanten 7. Erfurt. 50 M. Geldstrafe Genosse Huth wegen Be leidigung eines Amtsvorstehers. " Kiel. In der Revisionsinstanz Genosse Klüß wegen Beleidigung von Marine Offizieren, drei Monate Gefängniß. " Havelberg. Sechs Wochen Haft die Genossen Wegener aus Havelberg und Timm aus Berlin, wegen Verübung groben Unfugs. Antrag: eine Woche. " " Chemnitz. Genosse Diehl aus Burgstädt wegen Be leidigung der Amtshauptmannschaft Chemnitz 4 Monate Gefängniß. 8. Dresden. Im Verlauf des Maurerstreiks, der Maurer Matista wegen Beleidigung und Hausfriedensbruch 2 Monate 2 Wochen Gefängniß. Leipzig. Wegen Beleidigung eines Stadtraths Genosse Köhre aus Wurzen 3 Monate und 2 Wochen Gefängniß. 10. Dortmund. Weil Flugblätter an öffentlichen Orten ver brettet zu haben, Genosse Schulz 20 M. Geldstrafe. 11. Kiel. In der Berufungsinstanz Genosse Brecour vier Wochen Gefängniß Verbreitung unfittlicher Schriften. Antrag 2 Wochen. Urtheil erster Instanz Schriften. 50 M. Geldstrafe wegen Verübung groben Unfugs. Frankfurt a. M. In gleicher Instanz der Leiter des Kartells wegen Verstoßes gegen das Vereinsgesetz 50 m, Geldstrafe. " . " Köln. wegen Wegen Feilhaltens verbotener Druckschriften Kolporteur Badenheuer, 10 M. Geldstrafe. Altona. Von der Anklage der Richterbeleidigung, Genosse Beeck aus Lauenburg freigesprochen. Antrag 50 M. Geldstrafe. 11. Waldenburg. Freigesprochen die Genossen Büschel und Wunder von der Anklage unbefugterweise Grabreden gehalten zu haben. 12. Bischhausen. Genosse Hesse aus Waldkappel 30 M. Geldstrafe wegen Beleidigung des Abgeordneten Jstraut. Reichenbach. 100 M. Geldstrafe Genosse FeldmannLangenbielan wegen Beleidigung eines Fabrikanten und einer Hebeamme. Antrag: 6 Monate Gefängniß. " " Wüstegiersdorf. Genosse Grosser und Gastwirth Pohl, von der Anklage der Veranstaltung einer öffentlichen Tanzmusik freigesprochen. Hamburg. Das gleiche Glück hatten 5 Redakteure von Gewerkschaftsblättern. Die Anklage stüßte sich auf§ 130 des Reichs Strafgesetzbuches. Donnerstag, den 18. Juli 1895. 13. Zwickau. Wegen Gotteslästerung Handarbeiter Schaller, 8 6 Monate Gefängniß. Leipzig. Genosse Horn Löbtau in der Revisionsinstanz wegen Beleidigung der Polizei in Oldenburg 5 Monate Gefängniß. " 27 " " " Rostock. Die Klempner Farnow und Tolkien wegen Majestätsbeleidigung je 3 Monate Gefängniß. Antrag 7 Monate. Tolgien außerdem noch 14 Tage wegen Be leidigung des Schloßtastellans. 17. Berlin. Wegen Beleidigung der Bergbehörden des " 12. Jahrg. 21. Nürnberg. In der Berufungsinstanz Genosse Grillen- waren die Rixdorfer dennoch gern bereit, ihre schlesischen Leidensberger von der Anklage, eine öffentliche Luftbarkeit ver- gefährten nach Möglichkeit zu unterstützen. Der Weber Otto anstaltet zu haben, freigesprochen. Weise wurde mit der Absendung der vorläufig geHalle. Genoffe Ige wegen Beleidigung der Breslauer sammelten Unterstützungsgelder beauftragt und kam diesem AufStaatsanwaltschaft, 50 M. Geldstrafe. Antrag 2 Monate trage auch prompt nach. Die Post in Katscher vermochte jedoch Gefängniß. die Adresse der Postanweisung nicht zu entziffern und fonnte 24. Konstanz. Der Leiter des Ausstandes der Tischler, wegen daher den Adressaten nicht finden. Behufs näherer Feststellung Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung, 2 Wochen desselben wurde nun an Weise ein sogenannter Laufzettel" ge= Gefängniß. sandt. Der letztere befand sich in einem verschlossenen, an Weise Nürnberg. Wegen groben Unfug, Genoffe Gärtner, adressirten Briefumschlag; da aber die Wohnungsangabe des 50 M. Geldstrafe. Weise fehlte, so hatte die Nixdorfer Post den Umschlag mit dem Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Schmidt für den Postboten bestimmten Vermerk versehen: Bei Krebs in Frankfurt a. M., wegen Beleidigung von Polizeibeamten anfragen", jedenfalls weil man auf der Post wußte, daß diese 100 M. Geldstrafe. " " " " " " Leipzig. Wegen desgleichen Vergehens Genosse Reichel in Leipzig, 1 Woche Gefängniß. Mittweida. Vier Genossen wegen Verkaufs von Maifestzeichen, je 30 M. Geldstrafe. Elberfeld. In der Berufungsinstanz Genosse Ibanez wegen Beleidigung der Polizeibehörde 60 M. Geldstrafe. Das erstinstanzliche Urtheil lautete auf 14 Tage Gefängniß. " Firma mit Katscher Verbindungen hatte." Dem Fabrikanten Krebs, dem infolge dessen der Brief vorgelegt wurde, war Weise jedoch nicht bekannt, da er aber wohl ahnen mochte, daß der Brief mit dem in seiner Fabrit ausgebrochenen Streit in Zusammenhang stehen könnte, fragte er den Posthilfeboten Wolf, der den Brief zu besorgen hatte, ob der Umschlag nicht geöffnet werden könne, vielleicht sei es dann eher möglich, den gesuchten Weise zu ermitteln. Anfangs zögerte Wolf seine Zustimmung zu geben, that dies aber schließlich doch, weil er 25. Leipzig. In der Berufungsinstanz die Genossen Heinze wußte, daß der Brief nur einen Laufzettel enthielt. Krebs aus Volkmarsdorf und Werner aus Stötterig wegen öffnete daher mit Genehmigung des Beamten den UmTragens republikanischer Abzeichen je 9 M. Geldstrafe. schlag und erfuhr auf diese Weise, daß die Rixdorfer Leipzig. Genosse Herbert Stettin in der Revisions Weber den Streifenden Geld gesandt hatten. Weise wurde instanz 6 Wochen Gefängniß wegen Beleidigung des am nächsten Tage durch Krebs durch Krebs auch richtig ermittelt Offizier und Unteroffizierkorps. Das gegen denselben und erhielt nunmehr den Brief zugestellt. Durch eine Genossen gefällte Urtheil 2 Monate Gefängniß- wegen Beschwerde bei der Post erfuhr Weise, daß Krebs derjenige Majestätsbeleidigung wurde aufgehoben. gewesen, welcher den Brief unbefugter Weise geöffnet hatte und Solingen. Vier Genossen von der Anklage der Ueber- ftellte gegen denselben Strafantrag. Nachdem durch die Beweistretung des Vereinsgefeges freigesprochen. aufnahme der Sachverhalt aufgeklärt war, beantragte der Amts26. Hannover. Drei Vorstandsmitglieder der Freien Volts- anwalt die Freisprechung des Angeklagten, da die Deffnung des Der bühne", wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes, je 30 M. Briefes mit Zustimmung des Posthilfsboten erfolgt war. Geldstrafe. Frankfurt a. M. Das Verfahren gegen den Genossen Verfahrens, ohne die Frage zu prüfen, ob in der That eine BerGerichtshof erkannte aus formellen Gründen auf Einstellung des Schmidt, wegen Bürgermeister- Beleidigung, wurde wegen lehung des Briefgeheimnisses vorliege. Im vorliegenden Fall Verjährung eingestellt. sei nicht Weise, sondern lediglich die Postbehörde, welche den aufzettel erlassen, zur Stellung des Strafantrages berechtigt gewesen und da ein Strafantrag von dieser Seite nicht gestellt, habe wie geschehen erkannt werden müssen. " " Hörde. Genosse Püßfeld aus Dortmund, wegen un erlaubten Verbreitens von Flugblätter an öffentlichen Orten, 15 M. Geldstrafe. 27. Berlin. 15 M. Geldstrafe Genosse Rösler in Schöneberg, wegen Uebertretung des Vereinsgefeßes. Von dem gleichen Vergehen die Genossen Butry und Kleinschmidt freigesprochen. 28. Freiburg i. Br. Wegen Beleidigung des Stadtraths Genosse aug 100 m. und Genosse Bielowsty aus Offenburg 250 M. Geldstrafe. " Berlin. Genosse Sassenbach, Redakteur des„ Akademiker", wegen des 18. März- Artikels zwei Monate Gefängniß. Vermischtes. I teller zu Augsburg geriethen am Sonnabend fünf junge Burfchen Um 30 Pf. drei Menschen getödtet! Jm Stockhausmit einem Obermüller wegen 30 Pf. in Streit, weshalb der und auf ihn eindrangen, zog der Bedrohte einen Stockdegen Obermüller das Lokal verließ. Als ihm seine Gegner folgten Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Robert und stach auf seine Widersacher ein. Einer derselben blieb sofort Schmidt wegen Beleidigung von Polizeibeamten fünf todt, zwei andere starben im Laufe der Nacht. Monate Gefängniß. Eine Affäre à la Fuchsmühl scheint sich im Kleinen in 29. Berlin. Genosse Diert wegen Beleidigung des preußi- Mülhauser Boltsblatt" meldet: Der erft acht Tage vorher in dem oberelsässischen Dorf Ballersdorf abgespielt zu haben. Das schen Kriegsministers und der Offiziere der Armee sechs Ballersdorf angekommene Förster schoß einem dortigen Bewohner Monate Gefängniß. Meißen. Wegen Beleidigung eines Kaufmanns, Genosse Thiebold, 60 M. Geldstrafe. " " Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Bielowsky Offenburg, wegen Beleidigung der Verwaltung der Konsumgenossenschaft der Artilleriewerkstatt in Straßburg, 30 M. Geldstrafe. Insgesammt wurden erkannt auf 2613 M. Geldstrafe und Jahre, 9 Monate, 3 Wochen und 1 Tag Gefängnißstrafe. Der Parteivorstand. Gerichts- Beifung. Gewerbegericht. unter Ausschluß von am dieser zweite wird schwerlich mit dem Leben davonkommen. Die eine Schrotladung in den Kopf, einem anderen in den Rücken; Leute hatten im Walde etivas Seegras gesammelt und waren auf den Ruf des Försters nicht stehen geblieben. Die Wuth über den Förster war so groß, daß derfelbe gelyncht worden wäre, wenn nicht der Bürgermeister alles zu seinem Schuhe aufgeboten hätte. Blätter und Stengel einer Waldgrasart( Carex brizoides), die ,, Seegras" nennt man in Süddeutschland die getrockneten zur Polsterung von Möbeln, als Streu 2c. verwendet wird. " " Ueber die untergegangene" Elbe" hat ein Korrespondent des Berl. Tagebl." folgende, von einem Taucher herrührende Mittheilungen gemacht: Auf Veranlassung des Norddeutschen Lloyd" in Bremen entfandte die Norddeutsche Bergungs- Gesellschaft in Hamburg den Dampfer Elise" in die Nordsee, um zu Pferdebahn- Unternehmungen seien Gisen- versuchen, die im Wrack noch vorhandenen Werthfachen zu bergen 14. Breslau. 25 M. Geldstrafe Genosse Harf wegenständen, infolgedessen würden sie weder durch die Bestimmungen Waffers ergiebt eine Tiefe von 80 Metern. bahn- Unternehmungen, die dem kleinbahngefeß unter- und die sonst noch etwa möglichen Feststellungen über die im Schiff eingeschlossenen Leichen vorzunehmen. Die Auslotung des Uebertretung des Vereinsgesetzes. der Gewerbeordnung getroffen, noch hätten die Gewerbegerichte Auf günstige Berlin. Ein Tischler wegen Verübung groben Unfugs über Streitigkeiten zwischen ihnen und ihren Arbeitern zu ent- Resultate war deshalb kaum zu hoffen. Dennoch versuchten die - Umkreisung eines Majors 6 M. Geldstrafe. an Bord befindlichen Taucher, unter denen sich zwei Deutsche, 15. Leipzig. Wegen Beleidigung des Leipziger Stadtraths scheiden. So hatte seinerzeit die Kammer VII in der Klagefache darunter mein Gewährsmann, Herr Ewald Vogt aus Schlesien, 15. Leipzig. Wegen Beleidigung des Leipziger Stadtraths eines Pferdebahnschaffners geurtheilt, indem sie diesen wegen zwei Franzosen und zwei Engländer befanden, ihr bestes. Heder Genosse Rabenstein 3 und Genosse Mohs 3 Monate Unzuständigkeit des Gerichts abwies. Mit recht hat nun dieser Gefängniß. Von der Anklage, Beihilfe geleistet zu haben, Tage unserer Meinung nach dieselbe Kammer, natürlich in täglich einmal. Aber trotz aller Anstrengungen gelang es der Taucher arbeitete in der Zeit vom 17. bis 22. April Dresden. In der Berufungsinstanz wurde die gegen Alberti tein Bedenken getragen, in die materielle Würdigung bringen, während die untergegangene„ Elbe" in 80 Meter Waffer anderer Zusammensetzung, unter dem Vorsitz des Assessors feinem Taucher, über 75 Meter tief in die See zu Genossen Sindermann wegen Verübung groben Under Entschädigungsklage eines Wagenwaschers gegen die Große liegt. Der Wasserdruck auf den Körper wurde schließlich so start, fugs erkannte siebentägige Haftstrafe in eine Geldstrafe Berliner Pferdeeisenbahn- Gesellschaft einzutreten. von 20 M. umgewandelt. Der Kläger Krimmitschau. Genosse Fiedler von der Anklage der P., welcher 18 Jahre lang der Beklagten" tageweise" daß dem Taucher alle Luft aus dem Körper gepreßt wurde. In Gewerbesteuer- Kontravention freigesprochen. den Ohren begann es schmerzhaft zu sausen und eine BefangenKündigung gedient hatte, wurde heit des Kopfes stellte sich ein, die auf eintretende Besinnungsam 3. April von dem Inspektor Liebach entlassen, losigkeit schließen ließ. Da diese bei der gefährlichen Lage des 7. April aber bereits wieder für die Beklagte Eaarreviers Genosse Pötsch zwei und Genosse Fries von deren Hofverwalter Wagner engagirt. Diesmal wurde die Tauchers, der am Grundtau arbeitete, gleichbedeutend mit Verlust Gotha. In der Berufungsinstanz Genoffe Joos wegen erhielt P. abermals seine Entlassung. Dem Entschädigungs- wie durch einen Nebel den Schiffskörper der„ Elbe" liegen, der Kündigung nicht ausgeschlossen. Nach wenigen Tagen schon Von dem tiefsten Punkte, den die Taucher erreichten, sahen sie des Lebens wäre, so mußten die Versuche aufgegeben werden. Beleidigung eines Gendarm einen Monat Gefängniß. anspruch desselben setzte die beklagte Gesellschaft durch ihren Ver- über Backbord( linke Seite) geneigt, noch einen Theil der Takelage Urtheil erster Instanz 80 M. Geldstrafe. Stettin. In gleicher Instanz Genosse Herbert wegen gewaschen. Der weitere Einwand, die Entlassung des Klägers und französischen Taucher bedienten sich des in der deutschen treter den Einwand entgegen, er habe zu schlecht den Wagen und die Schornsteine schräg aufwärts streckte. Die deutschen Beleidigung eines Wirthes 20 M. Geldstrafe. Erstes wäre auch wegen Trunkenheit und grober Beleidigung berechtigt, Marine angewendeten Taucherapparates; die Engländer benizten 18. Hof. 14 Tage Gefängniß Genosse Stück I er wegen Be- wurde zurückgezogen. Das Urtheil des Gerichtshofs fiel einen hiervon etwas abweichenden englischen Apparat, mit dem gunsten P.'3 aus. Er erhielt die Klagesumme mit der Be aber auch nicht mehr zu erreichen war. leidigung des Lehrerkollegiums der Realschule. Erfurt. Genoffe uth wegen Majestätsbeleidigung gründung zugebilligt, daß er einerseits durch das Engagement aber auch nicht mehr zu erreichen war. vom 7. April in ein neues Arbeitsverhältniß z zur( bon zwei Monate Gefängniß. Delift:„ das Rauchverbot". sei, Beklagten getreten für das der KündigungsAltona. Wegen Erpressung Androhung der Sperre, der Vertrauensmann der Buchbinder 1 Woche Gefängniß. ausschluß von früher nicht mehr Geltung hatte, und daß andererBriefkasten der Redaktion. Mühlhausen i. Th. seits das behauptete schlechte Wagenivaschen keinen gesetzlichen 30 Mark Geldstrafe Genosse Entlassungsgrund abgeben würde, wenn sich Kläger dessen wirk wir biten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchflaben oder eine Bahl) Broesche wegen Beamtenbeleidigung. Ludwigshafen. Genosse Schreiner wegen Vergehens in diesem Falle, auch fernerhin für Klagen der Pferdehahn- Ananzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. lich schuldig gemacht hätte. Ob sich das Gewerbegericht, wie gegen das Vereinsgesetz 3 M. Geldstrafe. In Rechtsangelegenheiten wird ausschließ 19. Stettin. Wegen Verstoßes gegen§ 153 der Gewerbe ich nach dem berichteten einzelnen Falle nicht beurtheilen; die Freitag von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft er gestellten gegen ihre Dienstherren" zuständig erklären wird, läßt lich am Montag, Dienstag, Donnerstag und Ordnung, anläßlich des vorjährigen Ausstandes, die Busammensetzung des jeweiligen Gerichtshofes spielt eine zu große theilt. Böttcher Voß zu 6, Kuß zu 5, Woll und Klage Rolle. Jedenfalls wäre es sehr wünschenswerth, da sicherlich die mann zu je 4, Schmuck zu 2 Monat 5 Tage, Lang- Gesetzgeber unter den im§ 6 der Gewerbe- Ordnung aufgeführten wünsche nur beste Verbreitung. Betreffend den Kongreß schreibe K. R. M. Die Schrift verbreiten Sie nur gut. Ich favel und Schulz zu je 2, Götsch, Karr Eisenbahn- Unternehmungen" nicht die Pferdebahnen einbegriffen ich noch näher; ich muß erst die betreffende Stelle nachsehen, Schmidt und Goth zu je 1 Monat, sowie Reglaff haben wollten. zu 7 und Bork zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt. wozu ich heute keine Zeit habe. Dank für die Mittheilungen. Dresden. 30 M. Geldstrafe wegen Berübung groben Wegen Verlegung des Briefgeheimnisses hatte sich am Gruß und gut Glück! W. L. Unfugs Genoffe Dreyer- Löbtau. Dienstag der Wollwaaren- Fabrikant Albert Krebs aus M. C. 40. Nein.- Dienstmädchen. Wenden Sie sich Dresden. In der Revisionsinstanz Genosse Fleißner- Rixdorf vor dem dortigen Schöffengericht zu verantworten. direkt an die Hospitalverwaltung. 3. 5. 100. Gepfändete Birna wegen Beleidigung eines Polizeibeamten 1 Monat Der Anklage lag folgender Sachverhalt zu grunde: Der An- Sachen können vom Gläubiger in Besitz des Schuldners ohne Gefängniß. geklagte Krebs gehört zu denjenigen Rixdorfer Fabrikanten, Rechtsnack, theile für den Gläubiger belassen werden.- O. Sch. Dresden. 21 Mitglieder des Fachvereins der Stell- welche zur Erlangung noch billigerer Arbeitslöhne, als sie jetzt 1102. Es ist Sache des betreffenden Vereins zu entscheiden, ob eine macher wegen Vergehens gegen das Vereinsgesetz 30, 15 bereits in der Weberei bezahlt werden, in Sachsen, Schlesien 2c." unehrenhafte Handlung" unter Würdigung aller Umstände vorliege. und 5 M. Geldstrafe. Busammen 820 M. Fabriten errichtet haben, wodurch die einst so blühende Nig- E. K. Ihre Mutter mag unter nochmaliger Darlegung der Frankfurt a. M. Genosse Schmidt aus Eckenheim dorfer Weberei- Industrie ihrem gänzlichen Niedergang entgegen Verhältnisse sich nochmals an die Militärbehörde wenden. Erwegen unerlaubten Kollektirens 4 M. Geldstrafe. sieht. Die Krebs'sche Fabrik befindet sich in Katscher( Ober- folg wird sie freilich kaum haben. T. R. 97. Wenden Sie 21. Berlin. Wegen Beleidigung von Vorgesetzten des schlesien). Im April d. J. brach nun in jener Fabrit ein Streit sich an das Kriegsministerium. K. S. Der Arbeitgeber ist deutschen Heeres, Genosse Schipper, 2 Monate Ge- aus, weil plößlich die überaus niedrigen Löhne noch eine weitere nach§ 51 des Krankenkassen- Gesetzes verpflichtet, ein Drittel der fängniß. Reduktion erfahren sollten. Die streikenden Weber wandten sich Krankenkassen- Beiträge bei Orts, Gemeinde, Betriebs, BauRostock. 32 M. Geldstrafe Genosse Schör me, wegen uns nun hilfefuchend an die Rixdorfer Kollegen und obgleich die- oder Innnungs- Krankenkassen zu zahlen. Seine Beitragspflicht erlaubten Verbreitens von Druckschriften an öffentlichen Orten. selben sich gleichfalls in der denkbar traurigsten Lage befanden, besteht nur für freie Hilfskaffen nicht. " " " " " " " " " = bul@ 9 cak godit Sozialdemokratischer Wahlverein General- Versammlung d. Sterbekasse ehemaliger Pflug'scher Arbeiter für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis.( Hetzel'sche Kasse), Donnerstag, 18. Juli, abends 8½ Uhr, im Saale des alten Schützenhauses, Linienstr. 5: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Reichstags- Abgeordneten E. Wurm über: „ Rapital und Arbeit". 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstandes. 4. Ver schiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 245/1 Der Vorstand. Die Zahlstellen des Vereins sind: C., Knetsch, Hirtenstr. 10; N., Wittdor, Kleine Hamburgerstr. 27; NW., Schmidt, Luisenstr. 5; NO., Richter, Neue Königstr. 90; Levy, Marienburgerstr. 32; Bolze, Landsbergerstr. 41. Atung! 6. Wahlkreis. Große öffentliche am Sonntag, den 28. Juli 1895, vormittags 9½ Uhr, in Gründel's Saal, Brunnenstr. 188. Tages- Ordnung: 1. Verlesung des Protokolls der Generalversammlung vom 13. Januar 95. 2. Verlesung des Kassenberichts pro 1. Halbjahr 1895 und Bericht der Revisoren. 3. Feststellung der Zeitungen zur Publikation pro 1896. 4. Feststellung der Entschädigung an die Revisoren. 5. Verschiedene Kassen= Angelegenheiten. 2239b Beim Eintritt dient das Mitglied@ buch als Legitimation. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. Achtung! I. A.: Otto Winkler, Vors. Zentral- Krankenkasse der Maurer, Gypser( Weissfozialdemokrat. Partei- Bersammlung binder), and Stackateure Donnerstag, 18. Juli, abends 82 Uhr, in Pape's Salon", Kolbergerstraße Nr. 23. Tages- Ordnung: 11 Deutschlands.. , Grundstein zur Einigkeit." ( Oeril. Verwaltungsstelle Berlin.) Ordentliche 1. Rechnungslegung und Bericht der Vertrauensperfonen. 2. Bericht Mitgliederversammlung. der Revisoren und Wahl eines Revisors. 3. Bericht der Zeitungskommissionen event. Wahl von Revisoren. 4. Berschiedenes. J. A.: F. Waschowski. 219/1 Achtung! Gürtler! Attung! Donnerstag, den 18. Juli, abends 8½ Uhr, im Saale des Herrn Henke, Naunynstraße Nr. 27: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Sonntag, den 21. Juli 1895, vormittags 10 Uhr, in Schmiedel's Fensälen, Alte Jafobstr. 32. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung des Kassirers vom 2. Quartal 1895 und Bericht der Revisoren. 2. Wahl des ersten Kassirers, Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Soeben ist in neuer Auflage erschienen: 233/3 Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich 406 Seiten. Preis mk. 1,20. Porto 10 Pfg. Diese, um 5% Bogen verstärkte Neuauflage enthält im Anhange sämmtliche bis heute erlassenen Ausführungsbestimmungen, u. a. auch die Ausnahmen vom Verbot der Sonntagsarbeit, für jede einzelne Industriegruppe in tabellarischer Form übersichtlich gruppirt. Wie für das Gesetz selber ist in dieser Neuauflage auch für den Anhang ein eigenes Sachregister und Inhaltsverzeichniß angefügt und damit der Werth diefes für jeden Arbeiter und Geschäftsmann unentbehrlichen Buches wesentlich erhöht worden. Als zeitgemäße Agitationsschriften empfehlen wir: Zur Erinnerung für die deutschen Mordspatrioten. Von S. Borkheim. Mit Einleitung von Friedr. Engels. 68 Seiten Oktav. Preis 25 Pfg. Porto 5 Pfg. Der Mythus von der Begründung des Deutschen Reiches. Eine historische Skizze von H. Müller. 39 Seiten Oktav. Preis 15 pfg. Porto 3 Pfg. Gegenüber den jetzt anläßlich der 25 jährigen Gedenkfeiern des 70 er Krieges und der Neichsgründung von der sogenannten nationalen und patriotischen Presse systematisch verbreiteten Geschichtstügen empfehlen wir obige Schriften zur weitesten Verbreitung. Charlottenburg. zweiten Bevollmächtigten, sweiten Zentral- Krankenkasse der Maurer ,, Grundstein zur Einigkeit“. Schriftführers, zweier Revisoren und Wahl eines Hilfskassirers für Wedding und Gesundbrunnen. 3. Regelung der 10. Stiftungsfeff Hilfskaffirer Lotale. 4. Innere Kassen- am Sonnabend, den 20. Juli 1895, in Bismarckshöhe, angelegenheiten. 5. Etwaige Be1. Vortrag des Genossen Schöpftin über:" Die Folgen der kapitalistischen schwerden gegen die örtliche VerProduktion und die bürgerlichen Volksbeglücker." 2. Diskussion. 3. Bericht des Vertrauensmannes und Neuwahl desselben. 4. Verschiedenes. Kollegen! Beigt durch den Versammlungsbesuch, daß Ihr entschlossen seid, Mann für Mann für das kämpfende Proletariat einzutreten. 115/1 Der Vertrauensmann. Rich. Heinrich, Wienerstr. 61. Achtung! Kutscher! waltung. 149/2 NB. Die Versammlung wird punkt 10 Uhr eröffnet. Die Mitglieder werden auf§ 18 3iffer 16 aufmerksam gemacht. Mitgliedsbuch legitimirt. Die örtliche Verwaltung. J. A: W. Garbe. Achtung! Möbel- Kaufgelegenheit. Freitag, den 19. Juli, abends 10 Uhr, bei Herrn Wilke, Andreasstr. 26: Bum Umzug passendste Gelegenheit für Vereins- Versammlung der Freien Vereinigung der Kutscher Berlins u. Umgegend. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste sind hierzu eingeladen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 52/1 Der Vorstand. Achtung! Parquetbodenleger! möglich, schon ganze Wohnungs. EinBrautlente, Hotels u. Wiederverkäufer. In meinem größten Möbelspeicher, Neue Königstr. 59, vorn 1., sollen fofort ca. 150 Wohnungseinrichtungen, verliehen gewesene i. neue Möbel zu jed. annehmbaren Preise vertauft werden. Durch sehr große Gelegenheitseinkäufe But fabelhaft billigen Preisen ist es mir richtungen für 90, 150, 300 M. zu liefern, ebenfalls hochfeine Wirthschaften zu 1000 bis 5000 m., also billiger wie jede Nonfurrenz. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung, ohne große Preiserhöhung. Kleiderspind 15, Kom mode 9, Küchenspind 12, Stühle 2 Mark, neues Nußb.- Kleiderspind 30, Muschel76/7 spind 35 M., Bettstellen mit Matraßen, Seilfissen 18, Sophas 15 M., SäulenAm Freitag, den 19. Juli, abends 8 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zu den Lohndifferenzen bei der Firma Rosenfeld& Co. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Jeder Bodenleger hat die Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin und Umgegend.( Eing. Hilfskaffe Nr. 118.) Außerordentliche Generalversammlung am Sonntag, den 21. Juli, vorm. 10 Uhr, in Cohn's Festsälen( großer Saal), Beuthstraße 20-22. Tagesordnung: 1. Abrechnung des Kassirers vom 2. Quartal inkl. März 1895. 2. Revisionsbericht. 1261/2 3. Abänderung des Statuts und zwar sind folgende Anträge der Verfammlung vorzulegen: Wilmersdorferstr. 39. 149/3 Konzert, Tanz und Vorträge, sowie Kinder- Fackelzug. Anfang 4 Uhr. Herren- Billets 50 Pf., Damen- Billets 25 Pf. Die Kaffeeküche ist von 4 Uhr an geöffnet. Abendkasse findet nicht statt. Billets sind zu haben: W. Schulze, Pestalozzistr: 24; H. I. 3 Tr.; A. Bernsee, Christstr. 42, 4 Tr.; P. Wolter, Magazinstr. 25 part.; H. Wernicke, Wilmersdorferstr. 39; G. Wittwer, Goethestr. 67a. Un recht zahlreichen Besuch ladet freundlichst ein Der Vorstand, 149,3 NB. Die Raffirung der Beiträge findet an diesem Sonnabend nicht statt. Dampfbade- Anfalt Westend" Charlottenburg, Spandauerstrasse 22b, Kasten- und Wannenbäder. Massage- Kuren in und außer dem Hause. Bäder- Lieferung E für die Mitglieder sämmtlicher Krankenkassen. Dienstags und Freitags nur für Damen geöffnet. 2240b R. Euler. Brochnow's Festsäle Kleiderſpind, hochelegant 56, Trumeau Sebastianstraße 39, au der Jakobstraße. Säulen 60 M., Cylinderbureaux, Bettenfreibtische, Damenfreiblicht. Jeden Sonntag: Großer Bolfsball. 30, Plüschgarnituren 60, neue 100 Mart. Paneelsophas, Chaiselongue, Salongarnituren, Bortièren, Steppdecken, Tischdecken, Gardinen, Fenster 5 Mart. Empfehle allen Herr schaften vor Einkauf von Möbeln mein entschieden größtes Möbellager zu be sichtigen. Gekaufte Möbel tönnen sechs Monate fostenfrei auf meinen Aufbewahrungs- Speichern lagern, werden durch eigene Gespanne transportirt und aufgestellt. a)§ 2 betreffend: Den Wirkungskreis der Kaffe zu erweitern. b)§ 11, De Achtung! Absatz 2, 3iffer 2, hinter den Worten: bestritten hat, die Worte einzuschalten: Bahnerja, auch Theilzahl., wöchentl. so ist während der Dauer des Aufenthalts in demselben, aber nur auf die 1 Mart, Guckel, Laufiger Platz 2, Dauer von 13 Wochen vom Beginn der Erwerbsunfähigkeit an gerechnet( mit Elfasserstr. 12. Ausschluß der Sonntage) die Hälfte des ihm als Krankengeld festgesetzten Betrages für die Angehörigen zu zahlen. c)§ 18, Absatz 1, hinter den Worten: durch die ordentliche Generalversammlung die Worte einzuschalten: auf ein Jahr zu wählen ist. Wiederwahl ist zulässig. Derselbe u. s. w. d)§ 19, Absa 3, ist zu streichen. e)§ 26: Stellungnahme zu den Publitationsorganen. 4. Berschiedenes und Raffenangelegenheiten. NB. Mitgliedsbuch legitimirt. Wir bitten noch ganz besonders den § 20, Absatz 1, Biffer 2 des Statuts beachten zu wollen. Der Vorstand. J. A.: Heinrich Megte, Oderbergerstr. 10. Uhrmacher und Mechaniker! Freitag, den 19. Juli, abends 8½ 1hr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37: Grosse öffentl. Versammlung der Mechaniker und Uhrmacher! Zages Ordnung: Der Streik der Mechaniker und Uhrmacher der Taxameter- Gesellschaft. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen nothwendig. Ber Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N. Anflamerstr. 44. Nur für Damen! 115/2 Nach beend. Saison werd.( Einzelu) vert.: Seidene u. Gloria Reise- Mäntel fonst 30-40, jegt 15-20. Jackets, Krag., Capes, Sammet, Seide, sonst 20-30, jetzt 3-15. Eleg. Regenmäntel und Costüme 5-20 im Engros geschäft Landsbergerfte. 59, 1 Treppe. Die Sonnabende sind an Vereine zu vergeben. Empfehle meinen 800 Personen fassenden Garten mit Bühne zu Sommerfesten; auch sind zwei große Vereinszimmer zu vergeben. 2885L Achtung! Schmargendorf. Achtung! Restaurant ,, Sanssouci", Alfred Malitz. Wegen des schlechten Wetters findet der bekanntgegebene Sommernachts- Ball erst am Sonnabend, den 20. Juli, statt. Die ausgegebenen 2888L* Billets behalten Giltigkeit. A. Malitz( früher Annenstr. 87). Um regen Besuch bittet Fernrohr, 3 Meilen klar zeigend, achromatisch mit 6 Linsen und 3 Auszügen, das ganze Instrument von Messing, jeder Auszug zum Abschrauben, Körper mit Leder überzogen, ganze Länge ausgezogen 35 Cent., ganze Länge zusammengeschoben 12 Cent. Preis per Stück nur 6 Mark. Jedes Fernrohr, welches nicht gefällt, nehmen wir sofort retour. Herr Curt Schinnerling aus Schönheide ( Sachsen) schreibt: Jhre Sendung kam heute in meinen Besitz, das Fernrohr bietet jeder Concurrenz die Spitze. Umsonst versenden wir an jedermann unsern reich illustrirten Pracht- Katalog. Derselbe bietet die grösste Auswahl in sämmtlichen Fernrohren, Feldstechern, Operngläsern, Loupen, Compassen, Mikroskopen, sowie sämmtlichen Solinger Tafelmessern und Gabeln, Taschenmessern, Rasirmessern, Brot-, Schlacht-, Gemüse-, Hack- und Wiegemessern, Revolvern, Gartenbüchsen, Jagdgewehren, Pistolen und Munition. Kirberg& Comp. in Gräfrath- Central bei Solingen. Erstes und ältestes Geschäft am Platze, welches direkt an Private liefert!!! Verantwortlicher Redakteur: Max Pfund in Halensee. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.