Nr. 156 43. Jahrg. Ausgabe A nr. 79 Bezugsvrets: Bhentlich 70 Bfennig. monatlic 8.- Reichsmart voraus sahlbar Unter Kreuzband für Deutschland ,. Danzig Saar- und Memelaebiet Vefterreich. Litauen Luremburg 4.50 Reichsmart. für das übrige Ausland 5,50 Reichsmart pro Monat. Der Borwärts mit der Sonntags beilage Boll und Reit mit.Gied lung und Kleingarten fomie bet Beilage Unterhaltung und Biffen und Frauenbeilage Frauenftimme erfcheint wochentäalich Sonntags und Montaas einmal Telegramm- Abreffe: ameimal .Sozialbemotrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 10 Pfennig Anzeigenvre: ic Die ein valttae Nonpareille geile 80 Bfennia. Reflamezeile 5. Reichsmart Kleine Anzeigen bas fettaedruckte Wort 25- Bfennis ( auläffia amet fettaedruckte Borte). jedes weitere Wort 12 Bfennig. Stellenaefnhe das erfte Wort 15 Bfennig. tebes weitere Bort 10 Bfennia. Borte über 15 Buch Staben zählen für amet orte Arbeitsmarkt Reile 60 Bfennig. Familienanaciaen für Abonnenten Reile 40 Pfennia. Anzeigen für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags im Sauptgeschäft Berlin SW 68. Linden Atrake 3, abaegeben werden. Geöffnet Don 8½ Ubr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-297. Sonnabend, den 3. April 1926 Aufruf zur Maidemonstration! Der Internationale Gewerkschaftsbund an die Arbeiterschaft der Welt. Der JGB. erläßt zum 1. Mai 1926 an die Arbeiterschaft der Welt folgenden Aufruf: „ Genoffen! Immer noch leiden die Völker Europas unter den Folgen des Weltfrieges Was jedoch ernster ift: 3mmer noch gibt es Regierungen, die aus Nationalismus entweder den Frieden durch Unterdrüdung der Minderheiten im eigenen Lande gefährden, oder die im Werden begriffene internationale Bölfergemeinschaft aus nationalem Egoismus oder nationalem Eigendünfel in Gefahr bringen. Diese Auswüchse, die unausgefeht den Weltfrieden, den wirtfchaftlichen Wiederaufbau, die ökonomische Sicherheit der Arbeiter und die Entwicklung der Arbeiterbewegung bedrohen, muß die Arbeiterschaft mit der ganzen Kraft ihres Willens bekämpfen. Mit jedem Tag wird es deutlicher, daß die kapitalistische Wirtschaft unfähig ist, die Produktion im Intereffe der Gesamtheit zu organisieren. Sie fann sich nur noch aufrechterhalten durch hohe Einfuhrzölle und Absperrung oder dank der Willfährigkeit der tapitalistischen Regierungen durch Subventionen aus Staatsmitteln. Jeder Tag bringt neue Meldungen über Reibungen zwischen den Nationen innerhalb eines Staates oder über Gegensätze zwischen den Regierungen. Eine Aufgabe für Külz. Stahlhelm- Manöver. Großkampf- Borbereitungen. Der Stahlhelm plant eine Machtprobe zwischen sich und der Reichsregierung. Der demokratische Innenminister Dr. Rülz hat einen Erlaß über das Verbot militärischer Organi fationen herausgegeben. Ob die Regierung den Willen hat, biefen Erlaß anzuwenden, muß sich jetzt herausstellen. Wie die ,, Rote Fahne" mitteilt, plant der Stahlhelm in Mittel deutschland friegsmäßige Manöver. Ueber die Einzelheiten des Planes berichtet bie ,, Rote Fahne": ,, Mie wir aus ficherer Quelle erfahren, beabsichtigt der Stahl. helm jetzt wieber, in Mitteldeutschland große friegsmäßige Manöver abzuhalten. Bom 5. bis 9. April foll in der Dübe ner Heide eine 6tägige Marsch und Gefechts. übung des Gaues Halle- Merseburg unter Beitung des Stahlhelm führers Oberstleutnant Düsterberg stattfinden. 8000 bis 9000 mann sollen im Divisionsverband zu zwei Bei Regimentern einschließlich hilfswaffen manövrieren. Junters Dessau sind zu diesen friegsmäßigen Manövern 5 Flugzeuge für die betreffende Zeit gemietet worden. Zahlreidhe Rraft last wagen werden als Banzertraftwagen mastiert an den Manövern teilnehmen, Pferdegespanne werden Tants darstellen. Interessant ist, daß die Lastkraftwagen von der Hallenser Technischen Nothilfe" zur Berfügung ges stellt werden, die bekanntlich aus ftaatlichen Mitteln finanziert wird." Ueber die Absichten, die mit diesen Manövern verfolgt werben, fann man sich aus dem offiziellen Organ des Stahl helms unterrichten. Dort wird ein grundfäßlicher Aufsatz veröffentlicht, in dem der Stahlhelm sich als, politiche Be wegung" erklärt. In einem geschichtlichen Lichtblick wird die Bildung von Selbstschußverbänden als erster Abschnitt der nationalen Bewegung" bezeichnet. Dann heißt es meiter: Der zweite Abschnitt der nationalen Bewegung beginnt mit dem Rapp Butsch und endet mit dem Hitler Butsch. Er fällt zusammen mit den Jahren der schlimmsten Inflation, den Jahren jener Zustände, in die wir uns heute faum noch richtig hineinversetzen können. Dieser zweite Abschnitt ist gekennzeichnet durch die Tatsache, daß Teile der nationalen Bewegung aus der Abwehr zum Angriff gegen die Revolution übergingen. Diese Angriffe erfolgten planlos und ohne Methode und waren daher von vornherein zum Scheitern verdammt. Es ist ein unge heures Berdienst der Führer unserer großen nationalen Berbände, daß sie jene planlosen Angriffe nicht mitgemacht haben. Der Nuzen, den die nationale Bewegung aus diesen mißglüdten BerJuchen gezogen hat, besteht darin, daß wir nunmehr wissen, wie es nicht gemacht werden soll Es folgt dann der dritte Abschnitt, die Zeit der inneren Sammlung, in der„ der Boden des neudeutschen Staates Sammlung, in der der Boden des neudeutschen Staates abgetastet wurde", und jezt ist die nationale Bewegung zu neuem Rampfe bereit, der sich aber, wie vorsichtigerweise persichert wird, durchaus im Rahmen der Verfassung halten" foll. Und schließlich wird verkündet: Wir sind, um einen Frontausbrud zu gebrauchen, wieder großtampffähig. Der 3eitpunkt des Einsages wird von der Führung befchloffen werden. Ebenso die Art des An griffes. Borauf es bis dahin antommt, ift: Stärtung der Kampf. An jedem Tag zeigt es fich aufs neue, daß nur eine geeinte, träftige Arbeiterbewegung dem Zusammenbruch Einhalt gebieten und der zusammenfinkenden Welt Rettung bringen kann. Darum müffen die Arbeitermaffen eindringlicher als je an diesem 1. Mai ihre Macht und ihren Willen bezeugen! Vorwärts- Verlag G.m.b. H., Berlin SW. 68, Lindenstr.3 Bottichedtonto: Berlin 37 536 Banktonto: Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten. Wallstr. 65: Diskonto- Gesellschaft. Depofitentaffe Lindenstr. 3. Sowjetrußland und China. Ein Beispiel für außenpolitischen Nep". Bon Gregor Bienstod. Die Entwidelung das allgemeine Gesetz alles Leben digen- macht auch feinen Halt vor den Türen des Moskauer Auswärtigen Amtes. Wie man in der inneren Politik von d allumfassenden und sofortigen Sozialisierung zum sehr prosaischen Nep" gelangt ist, so geht auch in der äußeren Politik die Sowjetregierung nach und nach von einer Darum muß die gesamte Arbeiterklasse, das, ganze Heer der begeisterten Propaganda der allgemeinen völkerbeglückenden organisierten Arbeiter und Arbeiterinnen am 1. Mai demonstrieren Weltrevolution zu den Methoden einer ganz gewöhn für den Achtstundentag, für das Mitbestimmungs. lichen bürgerlichen Diplomatie über. Die Tenrecht in der 3ndustrie, für einen dauernden Welt- benz der europäischen Politit des Narkomindel"( Bolks tommiffariat für Auswärtiges), die auf eine Berständigung mit ziemlich allen großen und fleinen Mächten gerichtet ist, nimmt eine immer greifbarere Gestalt an. frieden! Soll die Reaktion verdrängt und die Bereifung neuer Grund lagen für den Aufbau einer befferen Welt möglich werden, so muß jeder gerüstet, jeder zum Angriff bereit sein! Angefichts der Ereignisse und Veränderungen der letzten Jahre muß sich die Arbeiterklaffe mehr als je ihrer historischen Mission der Befreiung der Arbeiterklasse vom tapitalistischen 30 ch bewußt sein. Auf zum 1. Maitag! Auf zur Demonstration in allen Städten und Ländern! Möge diefer 1. Mai ein mächtiges Zeugnis fein für den entfchloffenen Willen der Arbeiterklaffe aller Länder, die& necht fchaft abzuwerfen, die Reaktion zu stürzen, das tapitalistische Joch zu brechen. Es lebe die organisierte Bell! tbelterklasse der traft, Stärtung der Disziplin und genaue Unterweisung über das Stampfziel. Db der Befehl zum Angriff morgen, in drei Monaten oder in drei Jahren gegeben wird, wissen wir nicht. Einmal wird er erfolgen, und bis dahin heißt es bereit fein! Es handelt sich also um Großkampfvorbereitungen einer politischen militärischen Organisation, die auf neue Abenteuer im Stile Kapps und Hitlers wartet. Die Organisationen, die zum Schuße der Republik da sind, das Reichsbanner und die Sozialdemokratische Partei, werden dafür sorgen, daß es bei großsprecherischen Ankündigungen bleibt. Das enthebt jedoch die Reichsregierung nicht der Pflicht, gegen diefe Großtampforganisation" einzuschreiten. Diese militärische Manöverspielerei ist nicht nur eine innerpolitische Propofation, fie ist auch geeignet, die Reichsregierung außenpolitisch in eine peinliche Lage zu bringen. Der Stahlheim ist ganz offenfundig eine militärische Organisation im Sinne des Erlaffes von Külz. Wird dieser Erlaß auf den Stahlhelm angewendet werden? Die Sozialisten und Briand. Spaltung bei der Abstimmung: zwei Drittel enthielten fich, ein Drittel stimmte gegen. Paris, 2. April.( WIB.) Die 159 Abgeordneten, die am Donnerstagvormittag bei der Gesamtabstimmung gegen die Steuergefeße der Regierung gestimmt haben, verteilen sich auf die einzelnen Fraktionen wie folgt: 27 Kommunisten, 20 Soziali ften, barunter Renaudel, Bedouce und Marquet, 3 Radikale, 1 Sozialrepublikaner, 5 Mitglieder der demokratisch- republikanischen Binken, 77 Angehörige der demokratisch- republikanischen Bereinigung, Fraktion Marin, 6 Demokraten( Elsässer), 20 feiner Fraktion ange: hörende Abgeordnete. Der Abstimmung enthalten haben sich 145 Abgeordnete, nämlich 72 Sozialisten, 34 Radikale, 9 Sozialrepublikaner, 8 Linksrepublikaner, 5 Mitglieder der demofratisch- republikanischen Linken, 7 Angehörige der demokratischrepublikanischen Vereinigung, 7 Demokraten, 1 Mitglied der unabhängigen Linfen und 2 feiner Frattion angehörende Abgeordnete. Abwesend und an der Abstimmung nicht teilgenommen haben 32 Abgeordnete. Wieder einmal hat sich also die sozialistische Fraktion bei einer wichtigen Abstimmung gespalten. Das Eigentümliche ist aber, daß die brei im WTB.- Telegramm erwähnten Genossen Führer des äußersten rechten Flügels sind. Offenbar wollten Renaudel und feine Freunde durch ihr Botum gegen die Haltung der Mehrheit der Partei protestieren, die sie als eine Infonsequenz empfinden: nach dem die Barteimehrheit sich gegen die Beteiligung an der Regierung dem die Barteimehrheit sich gegen die Beteiligung an der Regierung ausgesprochen hat, müßte fie, nach Ansicht Renaudels, auch gegen die Regierung stimmen und wirkliche, konsequente Opposition machen, anstatt das Kabinett im entscheidenden Augenblick durch StimmRenaudel- Flügel zu dem eigenartigen Mittel, daß er, ber der Regieenthaltung zu retten. Und um dies zu demonstrieren, greift der rung Briand am nächsten steht, gegen die Regierung ftimmt! Ein etwas fomplizierter Gedankengang, der allerdings durchaus der allgemeinen politischen Berwirrung in Frankreich entspricht. In lezter Zeit beginnt die Sowjetdiplomatie auch im fernen Osten sich auf die Methode des außenpolitischeit Reps" einzustellen. Auf dieser Teilfront der diplomatischen Kampflinie muß jedoch die nüchterne Staatsräjon noch am meisten auf den Wust der Traditionen der jüngst verflossenen revolutionären" Beriode Rücksicht nehmen. Asien, besonders aber der ferne Osten, mit seinen vom tausendjährigen Schlaf erwachenden Völkern erschien bis zu allerlegt, nach der wenigstens zeitweiligen Liquidierung der Hoffnungen auf eine unmittelbar bevorstehende europäische Revolution, als der letzte Angriffspunkt für die Theorie und Praris der internationalen revolutionären Bropaganda. Die berühmte Bor=" stellung von Sowjetrußland als einem Führer im Kampfe des erwachenden Asiens gegen den britischen und alle anderen Inperialismen war noch vor kurzer Zeit ein Lieblingsthema für diejenigen Sowjetjournalisten, die dem Auswärtigen Amt beigefellt sind. Der Gang der Ereignisse im fernen Often scheint jedoch die politischen Illusionäre auch aus diesem letzten Schlupfwinkel zu verscheuchen. Es unterliegt teinem Zweifel, daß die russische Revolution feit 1905 eine große ftimulierende Rolleim fernen Often spielt. Eine Bewegung von Arbeiter und Bauernmaffen von den ungeheuren Ausmaßen, wie sie in Rußland vor sich ging, mußte unbedingt einen folossalen Einfluß auf den Befreiungskampf der Volksmaffen im ganzen Orient haben und speziell in China, wo man fich objektiv ganz analoge Ziele gesetzt hat, nämlich die Beseitigung der lleberreste des Feudalismus und eine bürgerlich- nationale Konsolidierung. Dazu kommt noch der Umstand, daß das chinesische Bolf das revolutionäre Rußland stets als einen willkommenen Bundesgenossen in seinem Kampf gegen die ausländischen Unterdrüder betrachtet hat und noch heute betrachtet. Rein psychologisch genommen verwischien sich in den Köpfen dieser primitiven Massen die objektiv interven tionistischen und annegionistischen Tenden= zen der Sowjetpolitit vollkommen gegenüber dieser Tatsache des gemeinsamen Kampfes gegen den europäischen und den japanischen Smperialismus. Dieses ursprüngliche flare Berhältnis zwischen den beiben großen Boltsbewegungen bekommt aber mit der Zeit einen viel fomplizierteren Charoffer. Es wäre dabei vollfommen unsinnig, die grandiose Bewegung der chinesischen Bolksmassen, die faum den mittelalterlichen Lebensverhält nissen eniwachsen sind, nach irgendeinem im noraus feſtgefekten Schema zu beurteilen und meistern zu wollen. Ins besondere fann nur die erhitzte Phantasie der Moskauer Kominternftrategen mit dem Gedanken spielen, daß die primitive, im wesentlichen von rein ökonomischen Motiven be mitive, im wesentlichen von rein ökonomischen Motiven be herrschte chinesische Arbeiterbewegung ohne weiteres eine Hegemonie über die ganze revolutionäre Bewegung Chinas erlangen tönne. Intervention, In der chinesischen Politik Sowjetrußlands sind drei geschichtliche Abschichtungen, drei mehr oder minder selbstdie rein imperialistische ständige Momente zu unterscheiden: die revolutionäre Intervention auf der alten Linie des russischen Borbringens in Nordchina( hier sucht Sowjetrußland Anschluß an die Bolksarmeen" des Generals Feng) und, schließlich, die Sehnsucht nach einer Verständigung mit Japan und - was viel wichtiger ist, mit England. Alle diese auseinanderstrebenden und einander widersprechenden Momente wirken auf die fernöstliche Politik der Sowjetunion ein und wirten auf die fernöstliche Politik der Sowjetunion ein und brüden ihr einen höchst schwankenden Charakter auf. Je mehr in der Borstellungswelt der Beherrscher der Sowjetunion das Motiv der Weltrevolution in den Hintergrund tritt, desto mehr wird in der Moskauer Politik die objett im diplomatischen Spiel mit den übrigen Tendenz ausschlaggebend, China lediglich als ein handelsBeltmächten anzusehen. Theoretisch steht ja die Sowjetunion aber leider steht die praktische Politik Mostaus in einem auf dem Standpunkt einer völligen Selbständigkeit Chinas, trassen Widerspruch zu dieser schönen Theorie. Man muß Der nächste sozialistische Parteitag. ohne weiteres feststellen, daß in der letzten Zeit, neben Japan, Paris, 2. April.( WTB.) Die sozialistische Partet tatsächlich gerade Sowjetrußland einer aggressiv- intervenFrankreichs hält ihren diesjährigen Rongreß vom 23. bisitionistische Rolle in China spielt. Zu gleicher Zeit zeigt die chinesische Politif Englands eine bemerkenswerte Wen26. Mai in Clermont- Ferrand ab. " Dung. Aus verschiebenen Gründen und Motiven heraus, I deren Auseinandersetzung uns zu weit führen würde, beginnt England auf seine frühere Politik der Berteilung von Ein flußfphären" in China nach und nach zu verzichten. Eine große Rolle in dieser Wendung der englischen Bolitik spielt zweifellos der Einfluß der Bereinigten Staaten, die feineswegs an einer Teilung Chinas interessiert sind und, umgekehrt, gerade nach seiner territorialen Konsolidierung streben. In Moskau und in Tokio versteht man sehr gut, daß fein einziges Problem der fernöstlichen Politik ohne Eng. I and endgültig gelöst werden kann, wobei England hier zugleich als Mandatar des anglo- amerikanischen politischmirtschaftlichen Konsortiums angesehen werden muß. Man muß dabei nicht vergessen, daß die Moskauer Diplomatie stets mehrere strategische Pläne auf Lager hat: die mangelhafte Qualität der politischen Ideen wird hier durch ihre Quantität ersetzt! Aber in diesem Labyrinth von einander widersprechenden diplomatischen Plänen zeichnet sich immer deutlicher ein leitender Gedanke heraus die Unver meidlichkeit einer Berständigung zwischen der Sowjetunion und ihrem HauptgegnerEngland. Es ist sehr wahrscheinlich, daß alle Moskauer politischen Unternehmungen und Intrigen in China von Kanton bis zum diplomatischen Flirt mit Japan in der allernächsten Zeit lediglich als Trümpfe im Spiele mit dem Hauptantagonisten, England, angesehen werden müssen. Aus allen Rundgebungen der Sowjetpresse fann man schon heute deutlich heraushören: wir sind zu einer Verständigung mit den Großmächten und vor allem mit England bereit. Man ist geneigt, dieser Verständigungsbereitschaft Sowjetrußlands mit einigen Vorbehalten zu glauben. Es fragt sich nur, ob die Sowjetdiplomatie fähig ist, tatsächlich fomohl die Interessen des Friedens an den Gestaden des Stillen Ozeans als auch die speziellen Interessen der Völker Rußlands und Chinas zu sichern. Wir glauben ebenfalls, daß ohne eine allgemeine Berständigung zwischen Rußland und England fowohl im fernen Often, als in der ganzen Welt der Welt friebe nicht gesichert werden kann. Was wird aber der Inhalt einer solchen Verständigung sein? Sowohl das chinesische als das russische Bolt ist in gleicher Weise daran intereffiert, daß alle auswärtigen Regierungen sich ton sequent jeder Einmischung in chinesische Angelegenheiten enthalten. Nur in einer volltom menen Selbständigkeit der chinesischen Volksbewegung liegt die Garantie dafür, daß diese Bewegung zu einer inneren Konfolidierung Chinas und zu einer Demokratisierung seiner politischen und sozialen Struktur führt. Sowohl die Interessen des chinesischen als auch des russischen Boltes fordern gebieterisch die Durchführung einer solchen aufrichtigen Politik der Nichteinmischung. Die Sowjetdiplomatie, die sich in den Methoden der Intrigen und Interessenpolitik verstrict hat, wird aber faum fähig sein, eine solche offene und weitfichtige Politik durchzuführen. Und jedenfalls ist eine folche Politik völlig unvereinbar mit jener Linie des hemmungslosen Abenteurertums, die in China von der Romintern und ihren Agenten verfolgt wird. Peking neutral? nalen Freiheitsbewegung steht Roumintang. Ich habe die Absicht ,, find also wieder in Gnaden aufgenommen. Nur wird ihnen mich ihm bald offiziell anzuschließen, um an der praktischen Ber- befohlen, fie follten nicht öffentlich sagen, daß die deutsche, Kommunistische Partei sich ihrem Standpunkt genähert habe, wirklichung der Gedanken Sunnatfens mitzuarbeiten. fondern das Gegenteil. In diesem Parteibefehl zeigt sich die innere Unentschiedenheit der Kommunistischen Partei in ihrem fritischen Stadium von heute. Fengyuhsiang teilte ferner mit, er gedenfe in Moskau als ein facher Arbeiter in eine Fabrit einzutreten, um die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in der Sowjetunion gründ lich kennen zu fernen. Diese Aenderung seiner Lebensweise bedeute für ihn nichts Außerordentliches, da er aus einer Maurerfamilie stamme, bis zum 22. Lebensjahre einfacher Arbeiter gewesen sei und sodann lange als gemeiner Soldat gedient habe. Er merde später nach China zurüdfehren. Kommunistisches Durcheinander. Die neuesten Richtlinien der erweiterten Exekutive. Sie ist in einem fritischen Stadium, und sie gibt es selbst zu. Sie fämpft innerlich um ideelle Klärung und organisatorische Einheit. Die deutschen Arbeiter aber will sie mit neuer Einheitsfronttaftif" beglücken. Die deutschen Arbeiter werden ihr empfehlen, die Einheitsfronttattik zunächst bei sich selbst anzuwenden. " Alldeutscher Pazifismus. ,, So wollen wir tragen die drückende Laft!" In der Karfreitagnummer veröffentlicht die„ Deutsche Sei tung" ein Deutsches Gebet", in dem zu lesen steht: Ich flage nicht, Bater, daß du's läßt geschehn, Daß unsere Ernten Fremdlinge mäh'n, Allmächt'ger, ich schreie nicht jammernd zu dir, Müssen wir büßen, dann büßen wir! Wie du es, Bater, beschloffen haft, In der Roten Fahne" wird die Resolution der 6. erweiterten Erefutive der kommunistischen Internationale zur deutschen Frage" veröffentlicht. Die Resolution ist nicht weniger als sechs Spalten lang. Bei dieser Länge versteht es sich von selbst, daß jede der Richtungen der Kommunistischen Partei aus dieser Resolution etwas für sich herauslesen fann. Die Grundtendenz der Resolution ist, den Kurs der Kommunistischen Partei in Deutschland auf die Gewinnung der So wollen wir tragen die drückende Last! Massen zu richten. Zu diesem Zwede soll wieder einmal in Für das offizielle Organ des Alldeutschen Verbandes ist das Einheitsfrontattit" gemacht werden. Aber der eine immerhin ganz nette Leistung. Pazifistischer tann auch ber Teil der Resolution, der sich auf die Einheitsfronttattif bezieht, überzeugtefte Bazifist nicht sprechen. Man darf neugierig sein, wie fich wird erst nachgeliefert. Inzwischen erhalten die Leser der dieser neue Kurs" in der„ Deutschen Zeitung" auswirken wird. Roten Fahne" einen Mischmasch aus Tagesparolen und Bisher pflegte sie jeden, der anriet, die„ brückende Laft“ zu tragen, Feiertagsparolen vorgefeßt. Die Tagesparolen sind auf die als Bandesverräter und reif für den Galgen zu bezeichnen. folgende Formel gefaßt: ,, Die Kommunistische Partei muß bei allen Tagesfragen der Arbeiterschaft viel fachlicher und ener gischer aufzutreten verstehen, als die Sozialdemokratie." Diese Formel versteht sich für die Kommunisten von selbst, denn was in der Resolution als spezifisch kommunistische Forderung dargestellt wird, ist nichts anderes als was die Sozial Demokratie in ihrer Arbeit schon längst und mit sichtbarem Erfolg für die Arbeiterschaft getan hat. Aus diesem Grunde werden diese Parolen zufammengefoppelt mit den sogenannten revolutionären fommunistischer Forderungen, von denen die linte Oppofition höhnend fagt, fie feien zu leeren Floskeln er starrt, die an Gedenktagen der Revolution mit hohlem Pathos hinausgeschmettert, in der gewöhnlichen Tagesarbeit als ultralinker Blödsinn verlacht werden. Laufen die Tagesparolen der Kommunisten im Grunde genommen auf eine Anerkennung des Wertes der sozialdemofratischen Arbeit für die Arbeiterschaft hinaus, so führen die fogenannten prinzipiellen revolutionären Forderungen der Kommunisten an die Seite der Deutsch nationalen. Sie lauten: In Berbindung mit dem Kampf um die täglichen Interessen der Werktätigen muß die Kommunistische Partei zur attiven der Werftätigen muß die Kommunistische Partei zur attiven Führerin des Rampfes gegen Bersailles, Dawes und Locarno und für die Sprengung der imperialistischen Fesseln werden. Das kaiserliche Vorbild. ,, Mittel stehen nicht zur Verfügung." Das ,, Berliner Tageblatt" veröffentlicht folgende faiserliche Antwort aus Doorn, die auf ein Bittgefuch in Faffimileform eintraf: Hofmarschall- Amt Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II. Haus Doorn, den 11. März 1926. Auf Ihr an Seine Majestät den Kaiser und König ge richtetes Gesuch vom 4. d M. muß Ihnen leider erwidert werden, daß es nicht möglich ist, Ihnen das erbetene Darlehn zu gewähren. Wie Sie wissen werden, ist das Privatvermögen Seiner Majestät von der republikanischen Regierung noch immer beschlagnahmt. Mittel stehen deshalb nicht zur Ber. fügung. Sie wollen überzeugt sein, daß es für Seine Majestät das schwerste ist, nicht mehr wie früher stets helfen zu können. Das trifft besonders auf den Fall wie den Ihrigen zu. Ergebenst ( gez.) v. Rleift. Mittel stehen nicht zur Verfügung." Das sagt derfelbe Herr in Doorn, dem die„ republikanische Regierung" monatlich 50 000 Mart auszahlt und der vom deutschen Bolt die Herausgabe von Milliardenwerten verlangt. Das Bolt hat keinen Anlaß, faiserlicher zu sein wie Seine Majestät" in Doorn und wird am Tage des Entscheids turz und bündig erklären: Mittel stehen nicht zur Verfügung." Der Sachfenkonflikt. Partei. In dieser Resolution gehen durcheinandermie heute in der Kommunistischen Partei überhaupt die unver tennbaren Lehren der deutschen Arbeiterbewegung und des erfolgreichen Kampfes der Sozialdemokratie in den letzten Jahren, die Tradition der Kommunisten, so wie sie früher maren, und die Anforderungen der russischen Außenpolitik. Beschluß der Bezirksverstände der Sozialdemokratischen Der fommunistischen Bolitik fehlt deswegen das einheit. torische Einheit. Diese Refolution und ihre Ausein. anderlegungen mit den Ultralinfen, den Linfen, den rechten Gruppen, ber Gruppe Maslom Ruth Fischer und Ernst Meyer spiegeln die innere Zerrissenheit der Kommunistischen Partei. Immerhin tann man daraus ertennen, wohin der Kurs geht. Die erweiterte Erefutive stellt fest, daß die Gruppe Ernst Meŋer ,, ihre wichtigsten früheren Fehler anerkannt und in ihrer Parteiarbeit mesentliche Schritte getan hat, um diese zu forrigieren". Ernst Meyer und seine Freunde London, 2. April.( Eigener Drahtbericht.) Nach überein flummenden Blättermeldungen aus China foll Befing für neutral erklärt werden. Die militärische Garnison verläßt die Stadt. Man hofft, der Stadt babird den Einzug der aufrühre rischen Truppen zu ersparen. Vorläufig rüden die Rämpfenden derliche Gesicht. Es fehlt ihr aber auch die organisaStadt jedoch noch immer näher. Marschall Feng geht als Fabrikarbeiter nach Moskau. Mostau, 2. April,( BTB.) Marschall Fengyuhsiang erklärte in Urga einem Bertreter der Telegraphenagentur der Sowjetunion: China befindet sich in einer Zeit des Uebergangs. Kaufleute und ein großer Teil der Bauernschaft verstehen die gegenwärtigen Ereignisse noch nicht. Der Rückzug der National armee erfolgte aus strategischen Gründen. An der Spige der natio. Das Sträußchen. Bon Walter Kristeller. Nicht von dem„ Sträußchen am Hute" will ich erzählen, dem bunten, luftigen Wahrzeichen frohgemuter Menschen, auch nicht vom Blumenstrauß auf dem Salontisch der gnädigen Frau, diesem galanten Ausdruck schöner Wohlerzogenheit und guter gesellschaftlicher Gefittung", sondern von dem kleinen, einsamen Blumen bündelchen des armen Mannes, das ich neulich sah und das mir in seiner liebegeborenen Schlichtheit den prangenden Reichtum töniglicher Gärten zu wiegen schien. * Seit Jahren schon muß ich auf meinem Wege zur Arbeitsstätte an einem großen Blumenladen vorübergehen; inmitten der eintönig fahlen Mietsfasernen ringsum, die da ohne Kunst und Schmuck in die Lüfte drohen, erscheint er wie eine Dase in der Wüste. Die wunderschönste Blumenpracht wird des morgens zum Versand an die Kundschaft herausgeschleppt. Früher das ging jahrelang so lub man sie auf ein Dreirad. Dann tam tagtäglich ein fleiner, budeliger Mann heraus, mit blaffem, greisenhaftem Geficht und schäbiger Kleidung; der hob sich müde auf das dürftige Gefährt, und durch die öden Straßen, über den toten Asphalt hin, zwischen den rasenden und freischenden Verfehrsmaschinen der Großstadt hindurch trampelte er mühsam die blühende Last vorwärts, ein Slave im Dienste der Schönheit und der Sehnsucht nach ihr, einer Sehnsucht, die wir Großstädter inmitten unserer grauen Mauern fümmerlich nähren und nur allzu oft fast vergessen haben. Diesem armen Manne blühte die bunteste Blumenfülle ganz nahe: er brauchte nur den Kopf zu wenden, sie zu sehen und sich ihrer zu freuen. Aber das ging nicht an; denn er mußte trampeln und treten und aufpassen auf diesem steinernen Wege durch das gefährliche Gewühl. Oftmals blieb ich stehen und betrachtete mehmütig ergriffen das groteske Bild schwellenden Lebens und elenden Berkümmerns beicinander Denn der Mann auf dem Rade ward von Mal zu Mal welter, sein Dahinfiechen beängstigend... Eines Tages es ist noch gar nicht lange her blieb er aus, und seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen. Kurze Zeit später tam jeden Morgen ein Auto dahergebraust mit einem feinbetreßten Chauffeur; die Blumen, die einst von ihrer holprigen Dreiradtutsche in die bleierne Berliner Morgenluft hinein gelacht hatten, fuhren jetzt zwar eilig und vornehm Dunfeln. im.. Mir war ein Stüd lebendiger Romantit meines Weges zur Arbeit genommen, und hier und da meldete sich die beflommene Frage, in welchem troftlosen Loche wohl die unbarmherzige Stadt den armen Budeligen enden ließ. 3 Bor einigen Tagen schritt ich von Berufs megen durch die Leichenhalle des großen Krantenhauses. Biele Tote gibt es täglich in diesem riesigen Komplex von Gebäuden, in denen das Leid herrscht. Da lagen sie nun in der fahlen, mit Racheln bekleideten Halle, blaß und starr, aus vieler Antlik noch die Qual der jüngsten Bergangenheit ablesbar, nadt und schmucklos, gelöst nun aus dem zu sammenhang umweltlichen Geschehens. " Sehen Sie, Herr Doktor, unfereiner is nu schon fünfundzwanzig Jahre hier, aber sowas is mir doch noch nich vorgekommen!" Bei diesen Worten wies der Hallendiener auf einen fleinen, entsetzlich abgezehrten Toten, bei dessen Anblick auch einem, der täglich mit leidenden Geschöpfen zu tun hat, das Herz stocken mußte. Im Hinzutreten erkannte ich den armen Radler vom Blumengeschäft. Aber dann sah ich etwas, was diesen Unglücklichen glücklich und reich machte vor allen seinen Genossen hier drinnen: seine dürre Rechte hielt sechs feine, noch frische Stengelchen Bergißmeinnicht forgfam inbrünstig umflammert. Ihr helles Blau lebte und lachte so munter in diese falte Stätte des Todes hinein, wie einst die tostbaren Blumen getan hatten, denen er immer und immer den Rücken hatte zuwenden müssen. So war das Leben, das ihn so hart angepadt hatte, noch ein gutes Stüdchen Beges neben ihm hergeschritten, ihn mit fanfter Hand in jenes unbekannte Reich geleitend, das er erträumt haben mochte und an deffen Schwelle es ihn endlich mit erträumt haben mochte und an dessen Schwelle es ihn endlich mit so anmutiger Liebe bescherte. In seinen Zügen malte sich helle Beseligung. Da war er fein armer Mann mehr: das Sträußchen in seiner Hand erzählte von einer liebenden Seele, die sein Leben und Sterben mitgefühlt hatte, einer liebenden Seele, die sein Leben und Sterben mitgefühlt hatte, wenn sie auch gegen das Ungeheuer seines Erdenleids zu schmach gewesen war. Mit zartem Atemhauch mögen wohl die sechs Blümlein ihm in der Sterbestunde das Wissen um solche Liebe durch die melte Hand zum Herzen getragen haben. Mir aber, der ich sie fah, schienen sie in ihrer liebegeborenen Schlichtheit dem prangenden Gehalt föniglicher Gärten nicht nachzustehen. „ Kavalier Jad" im Thalia- Theater. Dieser Kavalier Jad, der übrigens in der Operette nicht auftritt, ist ein Gentleman- Berbrecher, der das Geld den Armen schenkt und den die Frauen un befannterweise glühend lieben, und weil Lady Lilian diesen Sport mitmacht, gibt sich ihr Liebhaber Sir Robert Stanton als mysteriöser Ravalier Jad aus. Gelegenheit zu einem tränenfeuchten Liebe Hei matlos" und zu einem von Bonnefchluchzen unterbrochenen Balzer, dem zur Vollendung nur die Melodie fehlt, ift bann gegeben, als der Betrug entdeckt wird, aber schließlich heiratet bie Laby boch ihres Onfels zu erkennen gibt. Die beiden Berfaffer Karl Neuihren Sir Robert, der sich außerdem noch als der verfchollene Sohn pach und Leo Salton befleiden die an sich spannende und amüsante Handlung mit einem Wuft von Courths Mahlerschen Herzensergießungen und tun außerordentlich mondan. Dazu hat Die Bezirksporstände Der Sozialdemokratischen Bartei Sachfens befaßten fich mit der politischen Lage und der ablehnenden Haltung der Fraktionsmehrheit zu dem Antrag auf Auflösung des sächsischen Landtages. Die Bezirksvorstände erklärten, daß die Landtagsabgeordneten der SPD., die am 25. März nicht für die Landtagsauflösung ftimmten, nicht mehr als Ber. treter der Sozialdemokratischen Partet gelten. Die Kommunisten fordern die sächsischen Landesinstanzen auf, mit ihnen gemeinsam ein Voltsbegehren auf Boltsentscheid für die Auflösung des Landtags einzuleiten. Carita von Horst eine Mufit geschrieben, die wenigstens das Schlagzeug in Bewegung jetzt und gerne rhythmisch geftrafft_erscheinen möchte. Die Trotts und Steps bewahren dabei ihre Haltung und bringen auch eine Melodie zustande, aber der Walzer macht sich unendlich traurig in seiner Wehmut und mageren Melodie, und vor dem Liede" Heimatlos" verblaßt felbft die herzige Sentimentalität Tosellis oder die des prächtigen Liedes" Müde fehrt ein Wanderer zurüd". Nur im ersten Aft fingt Sir Robert eine Ballade vom Kavalier Jad, die sehr scharf instrumentiert ist, über Einfälle und Tempo verfügt und die an das Diavolo- Lied erinnert, das hier durch Jazzband modernisiert worden ist. Das Ganze bedeutet eine überflüssige Uebung mit Aussicht auf Erfolg, da hier Talmieleganz, Rührungsträne, traute Liebe und Forschigteit eine sinnige Verbrüderung geschlossen haben. Erich Poremsti als Sir Roberti vereinigt diese Elemente in fich. Ravalier mit fentimentalen Anmmdlungen und mit der Sehnsucht nach dem ruhigen Familienglück, Abenteurer und wohlfituierter Bürger, elegant im Spiel und der äußeren Inszenierung, dazu beim Singen in der Föhe mit einem Knödel versehen, an dem Lady Lilian ihn auch als Jad sofort hätte erkennen müssen. Diese spielt Elisabeth BalzerLichtenstein mit zu betonter Eleganz und in Stellungen, die aus einer Modezeitschrift stammen, am besten im leidenschaftlichen Ausdrud. Baselt gibt ben üblichen Operettenlord und Josefine Dora, sprühend von Einfällen, eine Lady, ein Mannmeib, das unbedingt Berliner Ursprungs ist, und der Dirigent Rudolf Perat sucht durch erafte und temperamentvolle Leitung an dieser Musik 7. 6. au retten, was zu retten ist. Ausbau der preußischen Akademie der Künfte. Die Arademie der Künste, die bisher aus zwei Sektionen: für die bildenden Künfte und für Musik bestand, hat eine für ihre Wirksamkeit im gesamten Kunstleben sehr bedeutsame Erweiterung erfahren: durch Beschluß Dichtkunst als dritte Abteilung angegliedert worden. Wie schon der Name der neuen Sektion besagt, soll diese lediglich das tünſtlerisch- schöpferische Schrifttum umfaffen. Der Senat der Sektion für Dichtfunft wird fachmännisch beratende und begutachtende Instanz für das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung in Fragen der Dichtkunst sein. Ueber die Wahl und Berufung der ersten Mitglieder wird in der nächsten Zeit endgültige Entschließung erfolgen. Der Schutzverband Deutscher Schriffffeller hat in seiner ordentlichen Hauptversammlung vom 28. März ben neuen Borstand wie folgt gewählt resp. wiedergewählt: 1. Borfibender Dr. Theodor eu, 2. Borsigender Fedor von 3obelti, 1. Schriftführer Dr. Karl Federn, 2. Schrift führer Rudolf Leonhard, 1. Schazmeister Alfred Berre, 2. Schatzmeister Dr. Leon Beitlin, Beifizer: Frau Dr. A. Jader, Erich Baron, Robert Breuer, Dr. Monty Jacobs, Bruno Sönlant Solift des Das Berliner Sinfonie- Orcheffer veranstaltet am 1. und 2. Dfterfeiertag unter Dstar Fried 3 Leitung Stonzerte im Blüthner- Saal. Stonzerts am 4. April ist Hellmut Baerwald, ber das Klavierkonzert von Mozart zum Vortrag bringen wird. Außerdem gelangen zum Vortrag Mendelssohn: Duvertüre zu Hebriden. Smetana: Die Moldau, Beethoven: Eroica. In dem 2. Konzert spielt Gottfried Zeelander das Cello- Konzert von Saint- Sains, außerdem gelangen Berte von Roffini, Beber, Bizet ( Arlefienne- Suite), Strauß und Dffenbach zum Bortrag. Reines Ein neues Museum. Umfäge zu erzielen sind, wenn die Höhe der Preise der Kauftraft entsprechen. Der Einzelhandel hat in Verbindung mit den Der Staat hat ein neues Museum geschaffen. Die Räume, die Berbrauchern die Macht dazu, wenn er sie nur benutzen will. Noch die letzten Hohenzollern im Berliner Schloß als ihre Privatgemächer auf eins möchten wir in diesem Zusammenhange aufmerksam bewohnten und die jeder nach eigenem Gefallen umgestaltete, find Geschäften des Einzelhandels getrieben wird. Mehr denn je hat machen: auf die falsche Personalpolitit, die von vielen in ihren ursprünglichen Zustand versetzt worden. Man hat alle der Käufer bei der jeßigen Wirtschaftslage den Wunsch, sach Zeichen eines barbarischen Geistes entfernt, die Räume zeigen nun fundig beraten zu werden. Dazu sind aber erfahrene und dasselbe Gesicht, das ihre Schöpfer ihnen einstmals gaben. Aus- fachfundige Verkäufer notwendig. Diese Verkäufer wererlesene Namen, nennt der Führer: Eosander, Schlüter, ben aber von einem großen Teil der Einzelhandesgeschäfte ent. Langhans und Schinkel, Künstler von fultiviertem Ge- laffen, weil sie u teuer" sind, und an ihre Stelle merden schmad, von schöpferischem Geist und ausgeprägtem Stilempfinden. junge Verkaufskräfte eingestellt, die beim besten Willen nicht die Sachtunde befizen fönnen, die notwendig ist, um das eintaufende Rotofo im ehemaligen Schlaf und Schreibzimmer Bublitum fachlich richtig beraten zu fönnen. Aber Sparen an Ge Friedrichs II. mit Porträts von der Hand Besnes, ein harmoni- hältern für wirklich durchgebildete Kräfte, ift ein Sparen an scher Zusammentlang von Farben und Formen. Daneben die falscher Stelle Das kann dem deutschen Einzelhändler nicht flaren, herben Linien, die ein Schinkel schuf, eine Reinheit der oft genug ins Gebächtnis gerufen, werden. Form, die heute falt läßt, eine Schönheit, die gefroren ist. Steif und unbehaglich stehen die Möbel da, falt bliden die Figuren der Wandgesimse auf den Betrachter herab. Museumstunst, und nur hin und wieder ein Bild, das zu uns spricht, das Gegenwart atmet, eine Landschaft Karl Blechens, eine schwermütige Phantasie Raspar David Friedrichs oder eine zarte Farben Symphonie Watteaus, aus der Mozartscher Geist spricht. Toten luft weht in den Gemächern. Auch die Menschen, die in diesen Räumen zuletzt wohnten, lebten in der Vergangenheit. Sie wiegten fich in einem Traum, der plötzlich zerriß. Ihr Denken war lange überholt, als sie sich noch gottähnlicher Haltung gefielen. Und vor dieser talten Pracht fragt man sich, war es eine dringende Notwendigkeit, die Räume zu restaurieren? Warum diese Ausgabe und dazu noch in einer Zeit, die aus Mangel an Geld weder Wohnungsnot noch Arbeitslosigkeit zu steuern vermag? Einmal schrieb Arno Holz: „ Dem Hunger dünft ein Stückchen Butter Erhabner als der ganze Faust!" Berlin hat ein Museum mehr. Eine neue Kostbarkeit neben den alten. Und während hier Schäße aufgehäuft sind, die feinem etwas nügen, die taum eine Beziehung zum lebenden Menschen haben, die nur historisch- künstlerischen Wert befizen, hungern Tausende in den Außenbezirken der Stadt. Im Arbeitszimmer des Ertaisers steht ein Schreibtisch, aus dem Holz der Bittory, des Flaggschiffes Nelsons in der Schlacht bei Trafalgar, gefertigt. Hier soll der legte Hohenzollerntaiser gesessen haben, wenn er vorgab zu arbeiten, und an diesem Tisch hat er die Mobilmachungsorder unterschrieben. Der Führer erzählt dies mit scheuen Worten, als ob noch immer Heil dir im Siegerfranz" die Nationalhymne fei. Kalt liegen die Räume da, eine ferne Welt, vergessen, hochmütig und leer, dunkel und in ihrer Einsamkeit frierend. Raubüberfall in der Chauffeestraße. Wie gewonnen, jo zerronnen! Ein Raubüberfall wurde am Donnerstag in der Chauffeestraße verübt. Auf dem großen Grundstüd sind mehrere Fabriten untergebracht, außerdem befindet sich dort eine Rantine. Zu dem Inhaber dieser Gastwirtschaft tnüpfte vor einiger Zeit ein 35jähriger Fleischer Artur Arm freundschaftliche Beziehungen an und besuchte ihn häufig. So erfuhr er u. a., daß die Befizerin des Hauses im Westen der Stadt wohne und daß fie am Schlußtage eines jeden Monats nach der Chauffeestraße zu tommen pflege, um die Mieten einzuziehen. Am Donnerstagmittag erschien Arm in einem Droschtenauto und hieß den Chauffeur auf den Hof des Grundstüdes fahren und dort warten. Ingmischen war die Hausbesizerin in die Loge des förtners gekommen, um mit ihm und zwei anderen Männern zufammen die vereinnahmten Mieten abzurechnen. Auf dem Tische Tagen 1300 Mart bares eld. Blöglich öffnete Arm die Tür zu der Loge und trat an den Tisch heran, angeblich, um der Frau einen Brief auszuhändigen. Gleich zeitig griff er mit der anderen Hand nach dem Gelbe. Die drei anwesenden Männer stieß er, als sie sich in den Weg stellen wollten, beiseite, sprang in das Auto und fuhr davon. Dem Bagenführer hatte er die Weifung gegeben, nach Pontom zu fahren und dort am Markte vor einem Restaurant zu halten. Hier stieg Arm aus und ging in das Lokal hinein. Dem Chauffeur war das Gebaren feines Fahrgastes jedoch verbächtig vorgekommen, und er benugte beffen Abwesenheit, um einen Schupobeamten zu benachrichtigen. Als Arm das Lotal verließ, wurde er festgenommen. Das geraubte Geld murde noch unberührt bei ihm gefunden. Der Liebhaber mit dem Revolver. Eine Liebestragödie spielte sich am Donnerstag abend in den Havelanlagen in Spandau ab. Der 35 Jahre alte Berfführer Georg Mann aus der Kniprobeftr. 116 hatte vor längerer Zeit die Bekanntschaft einer 24jährigen Arbeiterin Minna Leu aus der Gatower Str. 10 zu Spandau gemacht und hatte zu dem Mädchen freundschaftliche Beziehungen. Am Donnerstag abend gegen 8 Uhr traf sich das Paar in den Anlagen, um einen Spazier gang zu machen. Es tam, wie in letzter Zeit öfter, zu Meinungsnerschiedenheiten, da Mann das Mädchen mit seiner grundlosen Eifersucht quälte. Plöglich zog der Werfführer einen Repolper hervor und gab auf das Mädchen fünf Schüsse ab, die es so schmer verlegten, daß es zusammenbrach. Hierauf schoß er sich selbst eine Rugel in den Kopf. Auf den Lärm eilten Fußgänger und Schupobeamte herbei, die das Mädchen nach dem Spandauer Krankenhaus und Mann als Polizeigefangenen in das Staatsfrankenhaus brachten. Beide Berlegten liegen sehr schwer dar. pieder Eine nächtliche Schlägerei. Zu einer folgenschmeren Schlägerei tam es in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag vor einem Lofal in der Boigtstr. 25. Mehrere Gäste gerieten fchon im Lotal in Streit. Dieser wurde auf der Straße fortgesezt und endete in einer blutigen Schlägerei. Das Ueberfalllomamndo fand vor dem Lotal den 23 Jahre alten Werner Rerntopf aus der Bettentoferstr. 18 blutüberströmt be wußtlos auf. Die Täter flüchteten, fonnten aber doch von den Polizei. beamten verhaftet werden. Der Schwerverlette wurde nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. Hier starb er schon furze Zeit nach seiner Einlieferung. Die Rohlinge hatten den Unglüdlichen derart mit austen und Stiefel abfäßen bearbeitet, daß er einen schweren Schädelbruch und innere Ver legungen davongetragen hatte. Die Täter, die Fleischer Wilhelm A. und Baul Sch., wurden dem Bolizeipräsidium zugeführt. Unsere Jugendweihen. Gewerkschaftsbewegung Kommunistische Schwindelmanöver. Zu den Betriebsratswahlen in der AGG. Bom Betriebsrat der Zählerfabrit des AEG.- Konzerns wird uns geschrieben: In ihrer Nummer vom 1. April beschäftigt sich die„ Rote Fahne" in einem Artifel mit einer Funktionärtonferenz der G.Zählerfabrif, welche am 25. März tagte und sich mit der Aufstellung der Kandidaten zur Betriebsratswahl beschäftigte. In diesem Artikel werden Behauptungen aufgestellt, die mit der Wahrheit auch nicht die entfernteste Aehnlichkeit haben. Daß es überhaupt möglich ist, mit solchen bewußten, nichts. würdigen Lügen zu operieren, ist mohl der Umstand, daß man mit der Anständigkeit der Gegner rechnet, die es in der Regel verschmähen, auf solche Gemeinheiten zu reagieren. In der betreffenden Funktionärversammlung wurden die bis. herigen Betriebsräte der fogenannten Oppofition, welche nicht im durften auch mit abftimmen. Befig eines Funktionärausmeises waren, trozdem zugelaffen und Gestern fanden im Großen Schauspielhaus wiederum Jugendbes riesigen Andrangs wiederholt werden, obwohl das Große Schau we then unserer Partei in Berlin statt. Die Feier mußte wegen fpielhaus mur für die Innenbezirte reserviert war. Große Maffen Die Barität der Randidaten beider Richtungen( Amsterdam von Angehörigen und Freunden der Jungen und Mädel, die da die von Angehörigen und Freunden der Jungen und Mädel, die da die und Mostau) sollte bis zu einem gewiffen Grabe gewahrt bleiben. meltliche Weihe erhielten, mußten enttäuscht wieder umtehren, da ein weiteres Entgegenkommen fonnte auf Grund der Erfahrungen selbst das Riesenrund des Großen Schauspielhauses sich als zu flein mit den Anhängern Mestaus in puncto ehrlicher Kampfesweise erwies. Die Feier war überaus eindrucksvoll. Neben den Weihereden, nicht gemacht werden und wurde von den Funktionären abgelehnt, die Genosse Crispien um 9 Uhr vormittags, Genoffe Dr. 2ohum so mehr da auch, wie im Borjahr, mit einer Randidatenliste des mann bei der zweiten Feier hielten, war die Weihe umrahmt von Industrieverbandes gerechnet werden mußte, mit welchem die Richausgezeichneten Darbietungen des Berliner Beltschors unter der Leitung von Dr. Zander, des Cellotrios LiebermannHoppe- Lenzemsti, des Sprechhors der Proletarischen Feierstunde unter Leitung von Albert Florath mit ein rich Witte als Einzelsprecher und der Orgelvorträge von Willi Jaeger. Bollten wir einzeln die Mitwirkenden hervorheben, dann müßten wir alle loben. Es war eine abgerundete, von tiefem Ernst und hohem Schwung getragene Feier, die allen unvergeßlich bleiben wird, die das Glüd hatten, daran teilzunehmen. Großer Waldbrand bei Tegel. Ein größerer Waldbrand brach gestern nachmittag gegen 2 Uhr im staatlichen Forst in der Nähe des Bahnhofs Schulzendorf im Jagen 108/9 aus. Den freiwilligen Wehren von Tegel, Tegelort, Heiligensee sowie der Berfigwehr geEtma 15 000 Quadratmeter Baldgelände wurden von den Flammen lang es nach zweistündigen Bemühungen, das Feuer einzudämmen. gestellt. Wahrscheinlich ist der Brand aber auf die Fahrlässig. vernichtet. Die Entstehungsursache ist noch nicht einwandfrei fest eit Don Ausflüglern zurückzuführen, die glühende 3igarren- oder Zigarettenrefte fortwarfen. Ein schwerer Unfall ereignete sich gestern nachmittag gegen 5 Uhr auf der Chauffee unweit Cladom. Die 31jährige Lilli Papper aus der Stavanger Str. 2, die sich mit ihrem Rade auf einem Ausfluge befand, wurde von einem Aute bus überfahren und getötet. Die Leiche wurde nach dem Schauhaus gebracht. Die Schuldfrage ist noch ungeklärt. Ein Treffbuch im Fremdenverkehrsbureau der Stadt Berlin. Das Fremdenverkehrsbureau der Stadt Berlin hat in feinen Ge fchäftsräumen in der Friedrich Ebert- Str. 5( nahe Botsdamer Blag) ein Treffbud" aur allgemeinen Benugung auf gelegt. Dieses Treffbuch foll allen zugute fommen, die bei einer plöglichen Aenderung der berabredeten Treffzeit nicht mehr in der Lage find, den Partner rechtzeitig zu benachrichtigen. " Der Männerchor Friedenau- Steglit, Mitglied des DASB., veranstalte am 5. April 1926, mittags 12 Uhr, im Stegliger Stadtpark" ein Frei luftlongert. Bum Bortrag gelangen Bolts- und vollstüm tie 2teder, und zwar im Männers, Frauen und Gemischten- Chor. Eine neue Elbbrücke in Hamburg. Das Freihafengebiet von Hamburg hat bisher feine Brüde gehabt, die das Nord- und Sübufer der Elbe verbindet. Der um fangreiche Wagen- und Personenverkehr mußte über die im Zoll inland gelegene Elbbrüde geleitet werden. Der Zeit, Kraft- und Geldnerluft, der dadurch entstand, war schon vor dem Krieg so erheblich, daß man bereits 1914 befchloß, eine Freihafen- Elbbrüde zu bauen. Der Bau ist dann aber, nachdem er im Juli 1914 begonnen war, durch Krieg und Inflation unterbrochen worden. Sofort nach Abschluß der Inflation wurde mit der Fertigstellung der Brücke begonnen. Am Mittwoch, den 31. März, konnte die 300 meter lange Elbbrüde dem Verkehr übergeben werden. Sie bedeutet neben der Entlastung der alten Elbbrüde eine außerordentliche Verbesserung des Berkehrs im Freihafengebiet. Drei mächtige Brückenbogen überspannen die Elbe. Die Baufoften betragen über 10 Millionen Goldmart. Prooi forisch find zwei Eisenbahngleife eingebaut, die entfernt werden, sobald die neben der neuen Elbbrücke gelegene Eisenbahnbrüde erneuert ist. Neben der breiten Fahrstraße und dem Fußmeg ist ein Stockwerf in die Brücke eingebaut, durch die fräter die Hochbahn geleitet werden soll, um den Arbeiterverkehr aus der Stabt in das Freihafengebiet zu verbessern. Die dänischen Heeresflieger Botved und Herschend find auf ihrem Ostafienflug am Dienstagmittag in Agra am Ganges angeSie wollten am Mittwoch weiter nach Kaltutta fommmen fliegen, doch liegen darüber noch feine Meldungen vor. Ein Offergeschenk! Nach einer Meldung der New York Times" hat eine gewisse Jlizabeth Godeffroy in Orange County New York die Nußnießung ihres Vermögens in Höhe von 410 782 Dollar testamentarisch dem Färber Johann Godefroy in Hamburg zugewiefen unter der Bedingung, daß er jährlich fechs Monate auf ihrem Landsiz in Amerifa zubringt. Das Rundfunkprogramm. Sonnabend, den 3. April. Außer dem üblichen Tagesprogramm: und anderen unmodernen Tieren". 6.33 Uhr tung Mostau bei uns bis jetzt durch Did und Dünn gegangen ist. Das Stimmenverhältnis bei der Abstimmung hierüber war 27 Stimmen dafür und 13 dagegen, also nicht wie die Rote Fahne" schreibt, eine Stimme Mehrheit, hierbei ist zu bemerken, daß alle an der Abstimmung Beteiligten, mit Ausnahme der bisherigen Be triebsräte der Oppofition, vollberechtigte Funktionäre waren. Der Wahltermin war vom Gesamtbetriebsrat, welchem auch Kollegen der Oppofition angehören, einstimmig als spätester Termin gefaßt und auch für die Zählerfabrik bindend. Dies zur Steuer der Wahrheit, nicht für die Rote Fahne", die davon ja doch keine Notiz nehmen wird, sondern für unsere Kollegen und die übrige Deffentlichkeit. Lebenslauf, polizeiliches Führungsattest und Kuhhäute! wissen es auch nicht. Aber der Generalbirettor Rotter Was die drei Dinge miteinander zu tun haben? Run, wir muß es ja wiffen. herrscher sämtlicher Ruh. und Ochsenhäute, der Kalbs- und Schafs Wer der Herr Generaldirektor Rotter ist? Er ist der Befelle. Weit draußen in Lichtenberg, dicht bei der Anstalt Herzberge, liegt sein Wirtungsfreis. Hier sammelt er die Häute und Felle, um fie von Zeit zu Zeit hammerschwingend nach dem Ausland zu Derauftionieren. Schon immer legte er Bert darauf, daß seine Häute von teutschen Arbeitern behandelt werden, deshalb lehnte er es auch als echter Demotrat ab, trotzdem seine Leute alle freigewert schaftlich organisiert find, mit dem Zentralverband der Fleischer einen Tarifvertrag abzuschließen. Mit Zuckerbrot und Beitsche und unter Ausnutzung der großen Arbeitslosigkeit wurden die Arbeiter zur Anerkennung eines Arbeitsvertrages" gezwungen und die Organi fation ausgeschaltet. Anscheinend genügt aber den Ruh und Dchienhäuten diese Ge nugtuung noch nicht. Deshalb verkündete ber Herr Generaldirektor: Leute, die unsere Häute bearbeiten wollen, müssen würdige und ehrenhafte teutsche Arbeiter sein, ohne Beibringung eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes und polizeilichen Führungsattestes wird fein Arbeiter eingestellt. Hoffentlich verlangen die Gerber und Schuhmacher von ihren Räufern nicht auch noch hie Beibringung berartiger Bapiere, fonft wird das Stiefeltaufen ziemlich umständlich. Die Arbeiterschaft der Berliner Häuteverwertung wird dafür sorgen, daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Die Beit mird auch wieder fommen, wo bie Arbeiterschaft den Herrn Generaldirektor Rotter sein Füh rungsattest ausstellen wird. Der Lebenslauf ist ja bekannt. Nicht schön, aber entschuldbar. Die Firma Ambi", auf deutsch: Artur Müller, BerlinJohannisthal, befaßt sich mit der Reparatur von Eisenbahnwagen. Die Arbeiten werden in Afford ausgeführt. Einzelne Teile, die bei den Reparaturarbeiten gebraucht werden, müssen sich die Arbeiter auf einem Schrott plag suchen, wa die Bestandteile von alten, auseinandergenommenen Bagen in buntem Durcheinander lagern. Das erfordert oft viel Zeit. Da für die Affordarbeiter Zeit Geld ist, so beschaffen sie sich die benötigten Teilftüde manchmal in der Weise, daß sie diefelben von anderen zur Reparatur angefahrenen Wagen entfernen und an dem Wagen anbringen, den fie in Arbeit haben. Ein Arbeiter, den man bei einer folchen Manipulation erwischte, wurde deshalb entlassen. Er tlagte beim Gewerbegericht und führte zu seiner Rechtfertigung an, daß das, was er getan habe, häufig portomme und von den Arbeitern nicht als unrecht empfunden werbe, denn menn fie fich nicht auf diese Weise zu helfen müßten, tönnten sie bei der Attordarbeit nicht zurechtkommen. Das Gericht tam zu dem Urteil: Der Kläger, der seine Attordarbeit fertigmachen mußte, die dazu benötigten Teile aber nicht ge liefert betam, sondern sie sich mit erheblichem Zeitaufwand fuchen mußte und sie trotzdem nicht immer finden fonnte, habe sich in einer gewiffen Notlage befunden. Seine Handlungsweise sei ja nicht gerade schön, aber ein Grund zur Entlassung fönne darin nicht gefunden werden. Dieser Borfall bildet einen anschaulichen Beitrag zur Frage der rationellen Betriebsführung nicht in Bofemudel, sondern in Berlin. Tagung der Metallarbeiter- Internationale. Lugano, 2. April.( MTB.) Am Mittwoch und Donnerstag tagte in Lugano das Zentralfomitee des Internationalen Metall arbeiterverbandes. Es waren folgende Länder vertreten: England, Deutschland, Frankreich, Desterreich, Schweden, Belgien, Dänemark, die Tschechoslowakei, Holland, Ungarn, Luxemburg, Italien und die Schweiz. Die Mittwochfizung wurde ausschließlich der Behand lung des vom Berbandssekretär Rationalrat 31g Bern vorgelegten Berichts gewidmet. Segenstand einer besonders eingehenden Brü fung war die Frage der Arbeitslosigkeit. In der Donners über Tiefgreifende Aenderungen in der Metallindustrie" behandelt. togfizung wurde der Bericht des deutschen Delegierten Dittmann Berbindlicher Schiedsspruch für die Rheinschiffahrt. Mannheim, 2. April.( WTB.) Da die Berhandlungen, die am 4 30-6 Uhr nachm.: Nachmittagskonzert der Berliner Funk- Dienstag zwischen den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden für die deutsche Rheinschiffahrt stattgefunden haben, ergebnislos geblickapelle.( Leitung Konzertmeister Ferdy Kauffman). abends: Hans- Bredow- Schule( Bildungskurse). Abteilung Sprach- ben find, ist der in Köln gefällte Schiedsspruch vom Reichsarbeitsunterricht. Esperanto( Direktor Julius Glück). 7 Uhr abends: minifterium für verbindlich ertlärt morben. Es gelten dem. Stadtarzt Dr. med. Alfred Korach: Gibt es Wohnungen für nach im mefentlichen die bisherigen Löhne und Arbeitsbedingungen. kränkliche Menschen?" 7.25 Uhr abends: Hans- Bredow- Schule ( Bildungskurse). Abteilung Völkerkunde. Universitätsprofessor Dr. F. Babinger: Die Welt des Islams( Aegypten und Nordafrika)". 7.55 Uhr abends: Gustav Hochstetter: Vom Osterhasen 8.30 Uhr abends: Konzert. 1. Chopin: a) Berceuse, b) Mazurka, c) Walzer( Josef Schwarz Klavier). 2. Schubert: a) Am Meer( Heine), b) Du bist die Ruhl ( Rückert), c) Leise flehen meine Lieder( Rellstab)( Josef M. Hauschild, Baßbariton). 3. a) Boccherini: Sonate A- Dur, b) v. Paradis: Sicilienne 18. Jahrhundert( Gregor Piatigorsky, Cello). 4. Chopin: a) Nocturne, b) Scherzo C- Moll( Josef Schwarz). 5. Schumann: a) Im wunderschönen Monat Mai, b) Aus meinen Tränen sprießen: c) Die Rose, die Lilie, die Taube, d) Ich grolle nicht( aus der Dichterliebe von Heine)( Josef M. Hauschild). 6. a) Schumann: Zwei Stücke im Volkston, op. 102, b) Schubert: Die Biene( Gregor Im Anschluß: Piatigorsky). Am Flügel: Bruno Seidler- Winkler. Der Osterspaziergang aus Faust" von Wolfgang von Goethe. Sonderverkäufe ver Ferner: Dritte Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten, Zeitanstaltet wurden, wie in diesem Jahre. Es gingen in der Hauptfache Herrenartikel, und zwar hier Strümpfe und Hanbansage, Wetterdienst, Sportnachrichten, Theater- und Filmdienst. huhe. Diese Dinge wurben auch in verhältnismäßig großen Königswusterhausen, Sonnabend, den 3. April. Mengen verfauft. Dagegen waren die Umsätze in Frühjahrstostümen, Herren Sommerpaletots und Rindersachen taum nennenswert. Der Berkauf von Zuderwaren und Ostereiern war in diesem Jahre ebenfalls recht mäßig. Vor allem fanden Eier aus Schokolade Abnehmer. Die Tatsache, daß die vielen Sonder perkäufe zahlreiche Käufer anzog, ist der beste Beweis dafür, daß Das Ostergeschäft. Die Einzelhandelsgeschäfte klagen, daß in diesem Jahre das Dftergeschäft nur sehr mäßig war. Nicht nur die schlechte Wirt schaftslage wirtte umsazhemmend, sondern auch der Umstand, daß die lang andauernde talte Witterung von dem Einkauf an Sommer und Frühjahrssachen abhielt, und daß vor allem in einem Jahre fo faum Diele " 3-3.30 Uhr nachm.: Professor Dr. Amsel und Oberschullehrer Westermann: Einheitskurzschrift. 3.30-4 Uhr nachm.: Frl. K. Delius: Der Gärtnerinnenberuf und seine Zukunftsmöglichkeiten. 4-4.30 Uhr nachm. Dipl.- Gartenbauinspektor Günther: Ernte, Aufbewahrung und Verwertung des Obstes. 4.30-5 Uhr nachm.: Gewerbeoberschullehrerin Hetti Walther: Kartoffelgerichte in vielen Formen. 8.30 Uhr abends: Uebertragung aus Berlin. J Berantwortlich für Bolitik: Richard Bernstein; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. John Schilowski; Solales und Conftiges: Frik Rarität: Anaetaen: Tb. Glode: fämtlich in Berlin. Berlag: Bormärts- Berlaa 6. m. b. S., Berlin. Deud: Borwärts- Buchbruderet und Berlagsanstalt Baul Singer n. 6o. Berlin C 68. Lindenstrake 3. Jobinst Tabletten in allen Apothefen n Drogerien DLL bei Husten, Heiserkeit, Katarrh Theater, Lichtspiele usw. Barnewsky- Bühnen Theater Königgrätz.Str. T: Hasenheid.211 8 Uhr: Staats- Theater Trianon- Theater Mrs.Cheneys Ende Opernhaus 5 Uhr Parsifal Opernhaus Zentr 2391 Täglich 8 Uhr: am Königsplatz Revue der Einakter Komödienhaus Tel: Norden 6304 8 Uhr 7U. Zauberflöte Ua Liebesnacht Der Garten Eden Schauspielhaus Madame Papillon 8 U.: Herodes und Die Peitsche und. Marlamne Schiller Theater Die Tribune Tel: Wilhelm 5365 7: zum 1 Male 8 Uhr: Peer Gynt SCALA Der Rubikon Städtische Oper Charlottenburg Geschlossen Vereins Vorstellung Deutsches Theater Norden 10334-38 8 Uhr. Mord Kammerspiele 8. Uhr Winstons TandhSensation 10 und 10 Attraktionen An beiden Feiertagen 2 Vorstellungen 3 Uhr: zu ermäßigten Preisen. Norden 10334-38 Rose- Theater 7.Uhr Zum 1 Male: 99... Die Nackten kleiden. 66 Die Komödie Bismarck 2414, 7516 Uni Viktoria Heves fb. am Lo Alabendi 8 Uhr Guido Thielscher Stöpsel KlermaPreise: Parzelt1-2M. Park.- Faat.3-4 M. Orchest.Fauteuil 5. Sessel& M Ververkant anunterbrochen Besidenz Theat. 8 Un Foppke Sabo/ Limburg Thalia- Theater 814 U Kavalier Jack Musik von Carita v Horst Th.i.d.Kommandantenstr. 84 Ens- Gastsp Rabareit d.Romiker Robitschek/ lor an Lustsp. v. Bourdet Central Theater 8 Uhr: Eva Bonheur Ilka Grüning Lessing- Th. 8 Uhr: Gastspiel Saltenburgs Bühnen D. fröhliche Weinberg Kleines Th. Heute 8 Uhr: Premiere Komische Oper Direktion James Klein 84 Versäumen Sie nicht Ostern Berlin ofne Hemd! sich anzusehen, da diese große Revue die Sensation des Berliner Theater ebens bildet Preise 1 M. bis 7,50 M. Vorverk, für Sonnab. u d. Feier ta e tägi. ab 10 Uhr ununter An beiden Feiertag ncnm. U. volle Vorst. zu ermäß. Preisen Jeder Erwachsene 1 Kind trei Täglich 8% de große Revue Berlin ohne Hemd" Ueber 20 Mitwirkende 59 Theat.d. Westens Zum 25. Male Uhr: Berlin r Theater SPARKASSE Volksbühne Allen Tännich- Kindern und Tanten See lawkreises Theater am Bülowplatz( Th. am Schiffbauerdamm 1/2 Uhr: Zum 1.Male Faust Morgen 2: Hamlet 7: Faust. Deutsches Künstl.- Theater 8 Uhr Paganini Th.a.Kurfürstendamm 8 Uhr: Mieze u. Maria 8 Uhr Marlborough zieht in den Krieg Morgen 8 Uhr Marlborough zieht in den Krieg Großes Sehauspielhaus Für Dich Lustspielhaus CHAREL- REV 8 Uhr Die rote Cléo TÄGLICH Wallner- Theater 8 Uhr 84 Holportage Walhalla Uhr Messalinette Th. a. Hollendorfpl. Th. Weinbergswag Tägi 8, UY: Th. a. Hollendorfpl. Fräulein wünscht recht fröhliche Ostern! Friedrich- Ebert- Heim Tännich i Th. Ziehung 16., 17. u. 19. April Kinderfürsorge GELD- LOTTERIE 13 018 Gewinne und 1 Prämie M 120000 50000 130000 120000 Unter pers Lelts Casino Theater Der alte Dessauer Eulenspiegel 10000 Komponisten. Prinzessin Husch Musik v L. Jesse Täglich 8 Uhr Der neue Schlager! Eine Nacht 4U: Schneewittchen Reiner Tisch. in d. Klosterstr. im Fahrstuhi 3% U. Das Glück im Winkel Lustspiel von Lonsdale Johannisfen r Vorher das bunte Progr. Sonntag Heimat Vo kstüml. Preise Die Brüder Schellenberg 49 Berliner 20 Muftrirte Zeitung In der Doppelrolle Conrad Veidt mit Lil Dagover Liane Haid Regis Karl Grune Der grosse Erfolg im Ufa- Palast am Zvo Kinderzeitung Wochentags und 9 Uhr Sonnabend u. Sonntags 5, 7, 9 Uhr Vorverkauf 11-2 Uhr Der kleine Coco" odec Lachzeitung Fips" gratis! MARGARINE 1. v.2. Feierta? 32 Der alte Dessauer mitAbendbesetzung! Schwank in 3 Akt. von Roellingho t Reichshallen- Theater Aben s 8 Uhr und an beiden Feiertagen nachm. 3 1hr S.ettiner Sänger Nachm, halbe Preise. Volles Abendorogr Donnott- Bretil Das große Oster Varieté- Programm Anfant 8 Uhr Sonn Feiert 51 U. WINTER GARTEN Letzter Monat der Spielzei: 1925-26 Das April- Programm im Zeichen des Humors Rauchen gestattet! Elite- Sänger Tägt. Kottbusser Str. 6 Feiertage Uhr Der neue Schlager 3 Uhr 99 Wenn Frauen strelken" und der große Solotell. An beiden Feiertagen nachmittags 3 Uhr vol e vorstellung zu.ermäßigten Preisen Rennen zu Strausberg Sonnabend, d. 3. April nadmittags 3 Uhr Fahrplan der Extrazüge: Charlottenburg Zoolog. Garten Friedrichstraße Alexanderplatz Berlin, Schles. Bhf. Strausberg Rahma MARGARINE die feine ab 1248 110 137 1284 18 16 9 105 128 153 112 183 155 130 1 208 an 203 223 250 1/2 No 508 Rahma Bei buttergleich Beim Backen zum Fefte Das billigfte Beste: Rahma- buttergleich Zucker, Gallensteinen, Magen-, Darm-, Leber-, Nieren-, Blasen.eiden, Gicht und Katarrhen Trink- und Badekur in Neuenahr in voll Umtance eröffn. Bade- u. Hauskurschriften durch Kurdirektion Bad Neuenahr( Rheinland) USW Alle Gewinne bar ohne Abzug zahlbar. Lose zu 120 M. Porto a Liste 5 Lose 30 Pfennig. sort. einschl. erhält ich bei den Staatlichen LotterieEinnehmern u. in allen Lotterie- Gesch. Deutsche Lotterie- Em'ssions- Ges. Berlin W 9, Lennéstraße 4 Pos'scheckkonto Berlin 13870 Metallbetten OSNABRUCK Stahlmatratzer, Kinderbetten günstig an Priv. Kat 656 fr. E senmöbelfabrik Suhl Thür. 10 PF 100 ALTEMBURS HARKHUNDE Quittungs-, Rabattu. Reklamemarken Katzen, Papageien und alle gegen Nachahmung Haustiere werden behandelt. Tierärztliche Poliklinik gesetzl gesch. fe tigt seit 45 Jahr. als Spezialität Conrad Müller Schkeuditz- Leipzig. Chausseestraße 93 neuen Krie ervereinshaus Sprechstunden 11-1 u. 4-6 Uhi Das passende Geschenk zu Ostern! Edles Menschentum Von Dr. H. Köstlin Der Verfasser kennt die Kindes feele und weiß sie auch in diesem Schriftchen nach der guten Seite hin zu beeinflussen. Für Vereine besonders geeignet Breis 60 Pfennig Su beziehen durch G. m. J. H. W. Dietz Nachf. b.s Bindenstraße 2 fowie burch fämil. Vorwärts. Auscabeftellen LIEBIG Ginen bessern find'st du nicht! Eur Fleischbrühe gehören vor allem FleischExtraktivstoffe( die Teile des Fleisches, die sich im Wasser läsen); sie sind in hohem Maße im Liebig Fleischbrüh Würfel enthalten und deshalb liefert dieser wirkliche Fleischbrühe mit natürlichem Bouillongeschmack. Ein Versuch überzeugt! KLEINE ANZEIGEN Jedes Wort 12 Pf. Anzeigen, walcha für die Fettgedrucktes Wort 25 Pf. zulässig 2 feftgedruckte Wortel- Stallengesache das 1 Wort( fettgedruckt 15 Pf.. jedes weitere Wort 10 Pf. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen für zwei Wortz nächste Nummer bestimmt sind, müssen bis spätestens 4 Uhr nachmittags in der Haupt- Expedition des Vorwärts, Lindenstraße 3, abgegeben werden.Dieselbe istwochentags von morgens 8 Uhr bis Bachm. 5 Uhr ununterbrochen geöffnet. Verkäufe Bekleidungsstücke. Wäsche usw. Teilzahlung. Gardinen, Stores. Bettbeden, Steppdeden, Dimandeden, Tep. piche und Möbel jeder Art, geringe An zahlung, bequeme Abzahlung. Möbelhaus Luifenstadt, Röpenider Str. 77/78 Ede Brüdenstraße. KOLN LIEBIG Fleischbrune LIEBIG Allschol Möbel LIE KO Batentmatragen Brimiffima". Metallbetten. Auflegematragen, ChaifeLongues. Walter, Stargarderstraße achtzehn. Spezialgeschäft. Teilzahlung. Möbel feber Art. Ge ringe Anzahlung, bequeme Abzahlung. Röbelhaus Luifenftabt. Rövenider ftrake 77/78. Ede Brüdenftrake. Ausnahmeangebote. Fünfzia Serren simmer. Gechaia Speisezimmer. Sieben. ata Schlafzimmer. Dreikia Küchen. Sunderte von Bettstellen, Baschkommoben, Nachttische, Sofaumbaue, Schreibtifche Ankleideschränke, alles auker gewöhnlich billig. Möbelhaus Ramer lina, Raftanienallee 56, Eichene Ankleideschränke, innen Maha goni, 180 breit, ovaler Ariftallspiegel, Schubkäften, 265,- Mart. Möbelwichert, Elfafferstraße 20. Musikinstrumente Bianse preiswert. Klaviermacher Lint. Brunnenitrake 35. Fahrräder Breisabbau. Anzüge 20.-, Belatragen 8. Feberbetten Stand 82.- teine Bombardmaren. Leihhaus, Reiniden Martenräder. Große Auswahl. Dorferstraße 105, Nettelbedplag. Spe Aialräber 45,-. Rennmaschinen, aller Wenig getragene Ravaliergarderobe neueste Modelle. Damenräder vorrätig. Dan Millionären, Aerzten, Anwälten. Teilzahlung gestattet. Händler Rabatt! Fabelhaft billige Breife. Empfehle Brandenburgstraße pier, nahe SochbahnTaillenmäntel, Baletots, Frads, Smo ftation Brinzenstraße. tings, Gehrodanzige, Sofen. Sport, Jekt finden Sie noch große Gelegen Gebpelze. Gelegenheitstäufe in neuer heitstäufe in Motorrädern, eima 50 Stüd Garderobe. Beitester Beg lohnend. am Lager, in allen Breislagen von Lothringerftraße 56, 1 Treppe, Rofen- 100- an. Ein Befuch lohnt sich mitt thaler Blak. lich nur bei Beift, Große FrankfurterGetragene Herrengarderobe. tabellos ftraße 25/26. erhalten, Gelegenheitstäufe in Bela maren, aroke Auswahl. billige Breife. Reine Lombardware. Leibhaus Spiegel, Verschiedenes Chauffeeftrake 7. Herrengarberobe 25• Gelegenheitsläufe. • Raifer Reikzeuge( Richter- Präzision), Simer Nirgends beffer und billiger laufen Sie beits- Goldfüllfederhalter. Bureaubedarfs Lindner. Reukölln. Ihre Garderobe. Jadettanzilge Don haus Große Auswahl in Baletots, Friedrich- Straße 36/37. Wstern. Gummimänteln, Gabardine Teilzahlung. Rinderwagen. mänteln. Angilge, Baletots nach Maß von 60,- an. Erstflassige Stoffe, prima Butaten. Spottbillige Angebote in Bela maren. Reine Lombardware. Leihhaus Friedrichstraße 2. Teilzahlung. Buppenwagen. Große Frankfurterstraße 47. gegenüber Teilzahlung. Metallbettstellen. Ball, Markusftraße. Waschanstalten Monatsanzüge 20,-! Serrenpaletots! Brachtteppiche 24,-! Federbetten, Stand 35,-! Gardinenlager! Diwandeden! Testorp. Die Wäscherei der Hausfrau, Staunenerregend. Teilzahlung!( Reine Berfakware.) Bfandleih Berkaufshaus Berlin- Lichtenberg, Serkbergftr. 68/70. Fernruf: Lichtenberg 2017. Uebernahme Schönhauſerallee 115( Nordring). von Wäsche nach Gewicht. Gewaschene, Gereinigte Serrengarderobe mie neue halbtrodene Bäsche per Bfund 22 fg. Sadettanzüge, Rodanzüge, Gesellschafts- Schrantfertig gemangelte Wäsche 10 Bfa. anailae( auch leihweife) verkauft fpott- mehr. Mindeftaewicht 20 Bfb. Erft billia Alexanderftrake 28a, hochparterre. Haftige Ausführung. Prompte AbLeihbans Rosenthaler Tor. Linien- holung und schnellste Rüdlieferung täg ftrake 203/204, Ede Rosenthalerstraße. lich nach Wunsch frei Saus. Blätterei verkauft fpottbillia wenig getragene für Rragen, Manschetten und Ober Serrengarderobe. neue Herrengarderobe. hemben. Belzwaren. Wolfsaiegen 10,-. Reine Lombardware. Fradverleih- Juftitut, Friebrichftrake 122-128, gegenüber Oranienburger frake. Neuenahrer Speudel Kaufgesuche Fahrräder kauft Linienftake 19 die einzigen aikalischen Thermen Deutschlands ( rein natürliche Füllung) Zur Vorkur einer Trink. 11. Badekur in Neuenahr o fer als Haus uronne Bergisstörung Haupt- Nieder age Brunt envertrieb A.- G.: Abt. Dr. M. Lehmann. Yorckstraße 59 Abt. J. F. Hey!& Co., Charlottenstraße 66.