Nr. 15943. Jahrg. Ausgabe A nr. 81 Bezugsvreis: Bentlid 70 Biennig, monatite 8.- Reichsmart voraus zahlbar. Unter Rreuaband für Deutschland, Danzig Saar- und Memelgebiet, Defterreich. Litauen. Luremburg 4,50 Reichsmart, für das übrige Ausland 5,50 Reichsmart pro Monat. Der Borwärts mit der Sonntags beilage Bolt und Reit mit Sieb. luna und Kleingarten fowie ber Beilage Unterhaltung und Billen and Frauenbeilage Frauenftimme erfcheint wochentäalid aweimal Sonntags und Montags einmal. Telegramm- Adrese: „ Sozialdemokrat Berlin Morgenausgabe Vorwärts Berliner Volksblatt 10 Pfennig Anzeigenpreise: Die einfaltige Nonpareille Beile 80 Bfennia. Reflamezeile 5.- Reichsmart. Kleine Anzeigen bas fettaebrudte Wort 25 Bfennta ( auläffa awet fettaedrudte Worte). jedes weitere Wort 12 Bfennig. Stellengefuche bas erfte Wort 15 Bfennia, fedes weitere Bort 10 Bfennig. Worte über 15 Buch ftaben aählen für awei Worie. Arbeitsmarkt Reile 60 Pfennig. Familienanacigen für Abonnenten Beile 40 Bfennia. Anzeigen für bie nächste Nummer müllen bis 4½ Uhr nachmittags im Sauptgeschäft. Berlin SW 68, Linden Rrake 3. abaegeben werden. Geöffnet von 8% Ubr früh bis 5 Uhr nachm. Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Redaktion und Verlag: Berlin SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292–297. Dienstag, den 6. April 1926 Im Geiste Giacomo Matteottis! Oster- Kundgebung der Sozialistischen Arbeiterpartei Italiens. Der Borstand der nach der im November erfolgten Auf-| und über die täglichen Brobleme der Außen, 3nnen, löfung der alten Unitarier- Partei neugegründeten Sozia listischen Arbeiterpartei Italiens und die ihr angehörenden Abgeordneten haben in Rom am 30. und 31. März eine Tagung abgehalten und dabei folgende Kund gebung erlassen: " Nach dem Prozeß von Chieti ist das faschistische Regime überzeugt, daß damit ein Abschnitt seiner Erifteng ebenso wie ein Abschnitt der Existenz der Oppositionsparteien abgeschlossen und besiegelt worden ist. Demgegenüber legen die Leitung der Sozialistischen Arbeiterpartei sowie die ihr angeschlossenen sozialistischen Abgeordneten Wert darauf, folgendes festzustellen: Gerade dieses jämmerliche Justizschauspiel und fein Abschluß sowie die Untersuchung durch den Staatsgerichtshof haben dem italienischen Bolt alles restlos bestätigt, was es über die Kriegsmethoden des Fascismus gegenüber seinen politischen Gegnern durchschaut und gemeint hatte. Troß der unermüdlichen Forderung des Aventin", dem die Zukunft einft dafür danken wird, daß er tapfer die ungerstörbare fitt. liche Leidenschaft eines großen Boltes verkörpert hat, sind durch den Prozeß von Chieti die Forderungen der Gerechtigkeit nicht erfüllt worden. Dagegen bleibt dle leuchtende und fledenlofe Gestalt von Giacomo Matteotti fortan der feierlichen Dankbarkeit des Wellproletariats geweiht. Diese Gestalt wurde zwar nach dem Tode und troß des Todes sogar im Gerichtssaal durch die verbreche. rische, wenn auch vergebliche und ohnmächtige Berleumdungs. mut feiner Gegner verfolgt, aber sie hat sich, gerade durch bie Tatsache des ungefühnten Marigriums, zu einem unvergänglichen Symbol des fittlichen und menschlichen Proteftes erhoben, des Proteftes gegen alle Schuldigen und Lobredner des Mardes, ber damit zu einem politischen Regierungsmittel ge. worden ist. Aber der Kult des Märtyrers darf sich nicht auf eine mnftische Lnd tatenlose Verehrung beschränken. Die Tatsache selbst des Mar. tyriums muß uns veranlassen, unermüdlich auf alle Ziele zu schauen, die sich der Tote geſtedt hatte und für die er sich geopfert hat. Der Golgatha- Weg der arbeitenden Klassen ist mehr denn je die schmerzliche Realität, die die Welt bebrüdt und die teine fich auf den Sozialismus berufende Bartei jemals vergessen fönnte. Die verzweifelten Bedingungen, die der Regierungskontrolle unterworfenen Presse auferlegt sind, die Aufhebung der Bersammlungs- und Roalitiosfreiheit, nichts von alledem vermag unsere Partei oder sonst eine Bartei von der Bür. gerpflicht zu entheben, teine Anftrengungen zu fcheuen. Zu diesem Siel muß vor allem an die Mitarbeit der Jugend appelliert werden, an die neue Generation von Hand- und Kopf arbeitern. Damit sie sich selbst und sodann das Land über die immer dunkleren Rätsel der italienischen Berfaffung Steuereinigung in Paris. Bertagung der Kammer. Paris, 5. April.( Eigener Drahtbericht.) Am Sonntag morgen wurde die Finanzvorlage zur Deckung des Budgetzwölftels nach erfolgter Einigung zwischen Rammer und Senat veratschiedet. Die Raminer nahm das Gefeß mit 365 gegen 145 Stimmen, der Senat mit 220 gegen 16 Stimmen an. Die Sozialisten ftimmten für das Gefeß. Die wesentlichste Meinungsverschiedenheit zwischen Rammer und Senat bestand über das Betroleum- und Zucker- Einfuhrmonopol. Die Rammer hatte schließlich den Vorschlag gemacht, durch ein Sendergefeß das Bettoleummonopol ipäter zu regeln und das Sudermonopol fallen au laffen. Der Senat nahm diese Eini gungsformel an, forderte jedoch eine Herauffeßung des Tabat. preises. Die Finanzvorlage soll der Staatstaffe noch im laufenden Jahre rund 5 Milliarden Franken neuer Einnahmen geschaffen. Der Finanzminister glaubt, das Budgetdefizit so beheben und das Gleich gewicht herstellen zu können. Die Kammer vertagte fich nach der Berabschiedung der Finanzvorlage auf den 20. April in der Erwartung, daß der Senat bis dahin die Beratungen über das eigentliche Budget für 1926 abschließen wird. Die Beratungen follen am 12. April im Plenum des Senats beginnen. Die endgültige Verabschiedung des Gesamt budgets dürfte also voraussichtlich Ende April erfolgen. Birtschafts. urd Finanzpolitit unterrichten. Alle un leugbaren Schwierigkeiten, die sich dieser Aktion entgegenstellen, vermögen nicht einen Berzicht auf die Ausübung eines Einflusses im öffentlichen Leben zu rechtfertigen. Es muß vielmehr einge griffen werden, um an der Krifit des absolutistischen Regimes mitzuwirken und um die Beispiele und Hoffmungen der sozialisti schen Zukunft auf dem Wege der Freiheit und der Demokratie zu verkünden. Man fann bas Proletariat unterbrüden, indem man ihm alle legalen Mittel raubt, sein Riassenbewußtsein zu manifestieren. Aber damit wird der Klaffenkampf als solcher noch feineswegs abgeschafft. Der Klaffenfampf bleibt auch dann als eine natürliche, wirtschaftliche und politische Tatsache, die mit dem fapitalistischen Broduktionssystem untrennbar verknüpft ist. Daher beschließen die Leitung der Sozialistischen Arbeiterpartei Italiens und ihre par lamentarische Fraftion, im Bewußtsein der Rolle, die sie in diesem Rampfe zu spielen haben, eine neue Plenariagung nach Malland einzuberufen, die durch alle in Frage kommenden Bertretungen verstärkt sein wird. Sie werden dort die besonderen und äußerst schwierigen Bedingun gen einer gründlichen Brüfung unterziehen, die durch die neuen gegefeggeberischen Maßnahmen der Partei auferlegt wurden, um ihr alle Mitel für einen wirksameren Widerstand gegen die maßlose Ausbeutung zu rauben, die das italienische Proletariat auf dem flachen Lande, in den Fabriten und auf dem Wasser erduldet. Und sie werden endlich auch dem Proletariat die schnellsten und prat tischsten Wege zu seiner eigenen Verteidigung auf. zeigen! Durch diesen Aufruf erhält die europäische Arbeiterflaffe die Bestätigung deffen, woran sie nie zu glauben aufgehört hat: daß nämlich die italienische Sozialdemokratie weiterlebt und weiterfämpft trotz alledem! Amendola im Sterben. Auch ein Opfer des Faschismus. Paris, 5. April.( TU) Wie der Quotidien" mitteilt, liegt der frühere Italienische Handelsminister Amendola, der fich gegenwärtig in Cannes aufhält, im Sterben Amendola leidet an den Folgen von Mißhandlungen durch Faschisten, die ihm bei einem Ueberfall were kopfverlegungen beigebracht hatten. Dor Amendola, der Führer der radikalen Demokraten nach der Bertreibung Nittis aus Italien, wurde innerhalb von zwei Jahren zweimal von Faschisten überfallen. Das erftemal turz der Ermordung Matteottis auf direkten Befehl fall organisierte), das zweitemal im vergangenen Sommer im Bade Muffolinis( laut Befundung con Cesare Rossi, der den UeberMontecatini unter den Augen der Behörden. Man ließ ihn damals im bewußtlosen Zustand stundenlang hilflos liegen. Belagerung Pekings. Vorwärts- Verlag G.m.b. H., Berlin SW. 68, Lindenstr.3 Boftichedlonto: Berlin 37 536 Banktonto: Bant ber Arbeiter, Angeftelten und Beamten. Wallftr. 65: Diskonto- Gesellschaft, Depofitentale ginbenstr. 3. Der Weg zum Völkerbund. Bon Rudolf Breitscheid. Ueberall in den Osterartikeln der deutschen Presse- und nicht in der deutschen allein- spielt das Problem des Bölkers bundes eine hervorragende Rolle. Es ist das Thema, das die europäische Deffentlichkeit gegenwärtig am meisten interessiert: wird der Schlag, den die Weltorganisation im März erhalten hat, tödlich sein oder hat er eine Krisis herausbeschworen, die als Gesundungskrisis angesprochen werden kann, und aus der der Völkerbund machtvoller und innerlich gefräftigter hervorgeht, als er zuvor dagestanden hat? Prägnanter ausgedrückt: merden sich bis zur ordentlichen Tagung im September die Schwierigkeiten beseitigen lassen, die der außerordentlichen Tagung ein so unrühmliches Ende bereitet haben? Wird die Studienkommission die Bahn für Deutschlands Eintritt freizu machen vermögen, oder wird man sich nach dem Abschluß ihrer Arbeit wieder vor denselben Hindernissen sehen? " Schon die Tatsache der lebhaften Distussion mag in gewissem Sinne optimistisch stimmen, denn sie ist an sich ein Beweis für die Furcht vor einem Fiasko und für das Borhandensein des Willens zu einer Verständigung, die die weitere Zufammenarbeit auf vernünftiger Basis ermöglicht. Aber das ändert nichts daran, daß ein ganzer Kompler von nicht ungefährlichen Fragen noch der Lösung harrt, und diese Lösung wird, was Bandervelde in seinem Aufsatz im Vorwärts" deutlich genug hervorhebt, nicht ganz leicht zu finden sein. Handelt es sich doch nicht nur um die Bumeifung eines Ratssitzes an den einen oder anderen Staat, sondern um die große und entscheidende Aufgabe, eine Uebereinstimmung über die Grundfäße zu erzielen, nach denen der Rat aufgebaut werden muß, wenn er felbft funktionieren und gleichzeitig in einem Verhältnis zur Bollversammlung stehen soll, das dieser das Gefühl eripart, eine mehr oder weniger überflüssige Statistenrolle zu spielen. Dabei wird die Erzielung eines günstigen Ergebnisses natürlich nicht zuletzt von der Haltung der deutschen Regierung abhängen. Sie ist zur Mitarbeit in dem Ausschuß eingeladen morden und hat diefe Aufforderung im Prinzip angenommen. Sie behält sich vor, Einzelfragen noch zu prüfen, sie will das zur Berhandlung stehende Thema und die Art, wie es angefaßt werden foll, genauer fennen lernen Sie hat sich einstweilen nicht gebunden, hat keine Bedingungen gestellt und feine Zufagen gemacht, und obwohl ihre Anmeldung zum Bölkerbund nach wie vor besteht, behält sie sich ihre letzte Entscheidung vor. Sie will abwarten, wie die Dinge laufen. Diese Taktik ift verständlich und berechtigt. Nach den Erfahrungen vom März fann das deutsche Kabinett vorläufig nicht wohl anders vorgehen, und es vermag sich im übrigen darauf zu berufen, daß die Völkerbundsfreunde in der ganzen Welt im allgemeinen mit feiner Zurückhaltung einverstanden find. Aber der Augenblick wird doch kommen, in dem Deutschland genötigt ist, seine Reserve zu verlassen. Es wird schließ lich sagen müssen, unter welchen Voraussetzungen es feinen Eintritt tatsächlich zu vollziehen gedenkt, und dann wird es um es gleich zu sagen nicht mehr den gleichen Standpunkt einnehmen können, den es während der außerordentlichen Tagung vertreten hat. Seine erste und wesentlichste Forderung war die, als ständiges Mitglied in den Rat, so wie er war, aufgenommen Stadium der Verhandlungen die Weigerung, über die mög zu werden, und damit verband es wenigstens in dem ersten licherweise nach feinem Eintritt erfolgenden Veränderungen in der Ratszusammensetzung im voraus eine Meinung zu äußern. Diese starre Ablehnung haben seine Delegierten dann freilich zuletzt aufgehoben. ass sie sich mit dem etwaigen Austausch des schwedischen und tschechoslowakischen Sizes gegen einen solchen für Polen und Dänemark oder Holland einverstanden erklärten. Aber auch die ursprüngliche Forderung der alleinigen Aufnahme oder der Nichtvermehrung eintritt, gibt man seine Bereitwilligkeit zu erkennen, mindestens der ständigen Size wird sich jetzt nicht mehr aufrechterhalten lassen. Indem man in die Studienkommission an grundsäglichen Erörterungen über die Konstruktion des Rates mitzuarbeiten und die Dinge ausschließlich unter dem Gesichtswinkel des Bölkerbundes und nicht unter dem speziell deutscher Intereffen anzusehen. Man wird sich darüber auszusprechen haben, ob man eine Er höhung der Zahl der ständigen Ratssige für zweckmäßig hält, ob gegebenenfalls für die neuen Pläge nur Großftaaten in Betracht kommen und welche Mächte als Großstaaten anzufehen find. Des weiteren, ob überhaupt der Unterschied zwischen ständigen und nichtständigen Sigen aufrechtzuerhalten ist, ob die Size Einzelstaaten oder Staatsgruppen zur Verfügung gestellt werden können, ob ein bestimmter Turnus Platz zu greifen hat usw. Neue Bombenwürfe der Weißen. darin überein, daß die Belagerung Belings begonnen hat. Nur London, 5. April.( EB.) Die Meldungen aus China ftimmen nach Nordwesten sei die Stadt noch nicht von den Truppen schangisolins und Bupeifus eingeschlossen. Offenbar um ihr die Verbindung zu stören, ließen die Belagerer durch Flug euge im Laufe des Sonnabends und Gonntags etwa 20 Bom Eine Bombe fiel in den ben von je 30 Kilogramm abwerfen. Eine Bombe fiel in den Garten des Winterpalaftes und eine unweit der französischen Mission nieder. Weitere Einschläge wurden beim Himmelstempel, fowie der französischen und der amerikanischen Kirche festgestellt. Man rechnet mit der Möglichkeit( D), daß die Mächte deshalb Vorstellungen bei den Generalen erheben werden. Bei der dritten Bombardierung wurde ein Brand im faiserlichen Balast hervorgerufen. Der chinesische General Fang, der 1917 Minister präsident war, hat einen Kurier zu Tschangtfolin entsandt, um ihn zur Einstellung der Bombenabwürfe zu bewegen. Die Ruo- Diese Dinge müssen sorgfältig durchgesprochen werden, Min- Armee hat nach einer Meldung der Chicago Tribune" be. und wenn dabei Deutschland auch eine Ansicht vertreten sollte, schlossen, Befing nicht zu räumen. Dieser Beschluß sei vom Kabinett deren Verwirklichung auf die Aufrechterhaltung des Rats in gutgeheißen worden. Die Alliierten haben sämtliche Eisen seinem gegenwärtigen Beftand hinausliefe, so wird es sich bahnverbindungen, mit Ausnahme der Linie Suinan unterbrochen. wohl dafür zu hüten haben, feine Auffassung anders zu moftMan erwartet in Kürze den Angriff Tschangtfolins auf Beting. I pieren, als mit den Rücksichten auf ein gedeihliches Arbeiten bes Bundes. Was wir aber in allererster Linie zu vermeiden haben, ist die Ablehnung der Zulassung eines beſtimmten Staates, der uns aus Gründen der deutschen Politik mißfällt, zum Rate. Bir fönnen uns, wenn wir die Gunst der öffentlichen Meinung der Welt nicht wieder verscherzen wollen, nicht gegen die Aufnahme Bolens wenden, weil uns Polen mißjällt, und wenn der Abg. von Rheinbaben neuerdings wieder in einem Artikel des„ Berliner Lokal- Anzeigers" bedauert, daß Deutschland sich nicht von allem Anbeginn an ausdrücklich gegen Polen ausgesprochen habe, so beweist er damit mur einen Mangel an Verständnis sowohl für die internationale Situalion wie für die Arbeiten des Völkerbundes. Unfer Berhältnis zu Bolen ist leider sehr schlecht. Aber fann das ein Hindernis für ein Zusammenarbeiten im Rate Jein? Als Ziel für jeden vernünftigen Staatsmann hat doch eine deutsch- polnische Verständigung zu gelten. Eine Berständigung, die bisher ungelöste Streitfragen aus der Welt fchafft. Bolen aus dem Bölkerbundsrat fernzuhalten, fann zuletzt doch nur von denen angestrebt werden, die befürchten, daß die gemeinsame Zugehörigkeit zu einer den friedlichen Austrag von Konflikten anbahnenden Körperschaft die Möglichkeiten einer gewaltsamen Aenderung der deutschen Ostgrenzen beeinträchtigen werde. Aber selbst der, der folche Bläne nicht von vornherein verwirft, müßte sich sagen, daß sie ein Wahnsinn bleiben, auch wenn sich Deutschland, um der Zujammenarbeit mit Polen zu entgehen, dem Bölkerbund fern hielte. Nur daß dann auch die Aussichten auf eine etwaige pätere Rorceftur der in Bersailles und durch die Beschlüsse des Bölkerbundes gemachten Fehler noch weit geringer würde. Ob Polen oder irgendein anderer Staat für einen Ratsit in Betracht kommen: Deutschland darf seiner Entscheidung nur die Interessen des Bölferbundes zugrunde legen, als dessen Mitglied es dann für seine Umgestaltung und feinen Ausbau im Sinne einer wahren Demokratie taätig jein muß. Kongreßschluß in Argentinien. Regierung gegen Parlament. Buenos Aires, 4. April.( Reuter.) Nachdem der Kongreß der Botschaft des Staatspräsidenten nicht entsprochen hat, in der bas Berbleiben Argentiniens im Bölkerbunde empfohlen wurde, wird die Regierung, wie verlautet, die Angelegenheit felbst in die Hand nehmen und wahrscheinlich Delegierte zur Vor bereitenden Abrüstungskonferenz und zur Studienkommission er nennen. Die Botschaft wurde durch einen Erlaß des Präsidenten zurüdgezogen, durch den gleichzeitig der Kongreß gechlossen wird, weil die Abgeordneten nicht einen einzigen der Ihnen seit November vorliegenden Punkte erledigt hätten. In parlamentarischen Kreisen rief dieser Erlaß Er. regung hervor. Mehrere Abgeordnete bezeichneten ihn als einen Schlag gegen die Freiheit des Boltes. Einzelne er Hären, daß die Rammer stets bereit fei, ihre Pflicht zu erfüllen, aber nicht Befehle oder Dittate der Regierung entgegen nehmen fönne. Ihr Ostern. ,, Nur ja kein Wagnis, sondern feilschen, feilschen!" Der Herausgeber der„ Täglichen Rundschau", Hofprediger Doehring, stellt in seinem Blatt eine Osterbetrachtung über ben Boltsentscheid zur Fürsten abfindung an. Der Boltsentscheid ist keine politische, er ist feine finanzielle Ungelegenheit, er ist ein, abgefeimt angelegter Anschlag gegen christliche Grundprinzipien". Deshalb sei es notwendig, die Ungelegenheit vom ethischen Gesichtspunkt aus zu betrachten: Denn es gibt, Gott sei Dant, immer noch Leute in Deutsch land, die nicht Luft haben, den letzten Rest von Selbstachtung unter bem nur zu gangbaren Titel„ politisches Rompromiß zu liquidie ren. Die zwei Blinden. Bon Wilhelm Braun Ich Zwei Blinde standen auf dem Hinterperron einer Straßenbahn, Arm in Arm und lächelten still, glückselig vor sich hin starrte zu ihnen hinüber. Zwei Blinde! Und sie lächelten still, glüc. felig vor sich hin! Dann dachte ich: Sie hatten wohl ihre eigene Welt, lebten ihr eigenes Leben. Sie sahen nicht, was ich sah und was die anderen Millionen Glücklichen sahen, die mit gefunden flaren Augen in die Welt schauten. Sie sahen nicht die junge Frau da, die im Innern des Wagens faß, an der Seite ihres Mannes. Der Mann las eine Zeitung. Die Frau blickte fofett lächelnd zu ihrem Bisavis hinüber. Einem unternehmungsluftigen jungen Mann. Eine Weile ging das so. Dann nahm der junge Mann eine Bisitenkarte aus seiner Bruft tasche, schrieb hastig etwas darauf, stand auf und ging zur Tür. Beim Vorübergehen ließ er die Visitenkarte auf den Schoß der jungen Frau fallen. Dann stieg er triumphierend lächelnd und fichtlich befriedigt aus. Die junge Frau errötete und steckte die Bisitenkarte rasch in ihre Manteltasche. Und ihr Mann las ahnungslos weiter die Beltung Ein Krüppel ftieg ein. Ein furchtbarer Strüppel. Arm- und beinlos. Nur Rumpf. Er troch wie ein Insett dahin, ins Innere des Wagens hinein. Alle, die Augen hatten, wandten sich ab. Boll Entsetzen, Mitleid und Schaudern. Die Blinden sahen ihn nicht. Bächelten nur ſtill glückselig vor sich hin Da gibt es Grundfäße, die unter allen Umständen gelten. Und die Geschichte gibt benen, die den Mut haben, Christen zu sein, das Recht, darauf hinzuweisen, daß sowohl einzelne Menfchen wie ganze Bölker dem Sinn ihrer Lebensaufgabe und ihrer Verantwortlichkeit vor der Zukunft dann am ehesten gerecht geworden sind, wenn sie, je wirrer die Umstände wurden, um so rücksichtsloser auf den Boden ihrer in dem lebendigen Gott verankerten Grundsätze sich stellen. Noch einmal sei's betont, dazu gehört Mut, und die Voraussetzung dieses Mutes ist der Glaube.". Man sieht, der Hofprediger Doehring fennt seine Leute, er fennt die Partei Halb und Halb, und man tann es verstehen, wenn er den Politikern dieser Farbe als Grundeinstellung das Leitmotiv unterstellt:„ Nur ja tein Wagnis, son Bittere Wahrheiten für dern feilschen, feilschen!" feine Gesinnungsfreunde! Ihre Politik hält den Anforderungen der Ethik allerdings nicht stand. August Thyssen gestorben. Montangewaltiger und Scharfmacher. Mühlheim, 5. April.( TU.) Auguft Thyssen ist am Ostersonntag morgen gestorben. Der fast 86jährige Mann hatte sich Mitte Mära einer schweren Operation unterziehen müffen, die den Verlust eines Auges zur Folge hatte. Thyssen hatte die Operation gut überstanden, doch war sein Zustand seit etwa Monatsfrist so ernst, daß stets mit feinem Ableben gerechnet werden mußte. * August Thyssen nahm in den Augen der Offentlichkeit in der Vorkriegszeit eine ähnliche Stellung ein wie Hugo Stinnes in der Nachkriegszeit. Man sah in ihm die überragende Wirtschaftsmacht. Was wird Thyssen tun? Diese Frage hat die Industriellen, die Börse, und auch die Regierung in der Borfriegszeit manchmal sehr intensiv beschäftigt. Der Thyssen- Konzern, die Schöpfung August Thyssens, ist ein geschlossener Montantrust, auf dem Brinzip des gemischten Werkes aufgebaut. Hier ging Thyssen bahnbrechend voran. Seine Eisen- und Stahlwerke stehen unmittelbar auf Kohle. Bei Kriegsbeginn entfielen auf den Thyssen- Konzern rund ein Zehntel der deutschen Roheisen und Stahlerzeugung, ein Zwanzigstel der deutschen Kohlenförderung. Schäßt man das Bermögen, das dieser Konzern darstellt, nach internationalen Maßstäben, so fommt man zu dem Ergebnis, daß es 1914 etwa 700 millionen betrug. Jezt hat es die Höhe von rund einer Milliarde Goldmart erreicht. Diese Zahl ergibt sich aus einem Anleiheprospekt, den die Firma Thyssen in Amerika vorlegte, und den der„ Borwärts" seinerzeit veröffentlichte. Der Thyssen- Konzern hat also im Krieg und in der Nachkriegszeit sein Vermögen um rund 300 Millionen Gold mark erhöht. Auguft Thyffen, der Gründer des Konzerns, stand politisch dem Zentrum nahe. Er gehörte zu den reaktionären, scharfmacherischen Großindustriellen, von denen das Zentrum noch mehr besigt. Seine arbeiterfeindliche Haltung war vor dem Kriege berüchtigt. Im Kriege betrieb er die Anvor dem Kriege berüchtigt. Im Kriege betrieb er die An negion des Erzbedens von Longwy Briey, in bem er große Erzintereffen besaß, mit Hochdrud. Nach dem Kriege verlor er feine ausländischen Werte, erhielt jedoch dafür fehr große Entschädigungssummen. Diese Entschädigungen haben bekanntlich das Zusammenschließen der großen Konzerne der Nachkriegszeit hervorgerufen. Im Herbst 1922 eröffnete er den großen Feldzug des Unternehmertums gegen den Achtstundentag mit einem Briefe an den Reichstanzler, den er aufforderte, sich an die Spike der Bewegung für Verlängerung der Arbeitszeit zu sehen. In den letzten Jahren hatte sich Auguft Thyssen ziemlich zurüdgezogen. Zwar hat er in der Inflationszeit Räufe und Umgruppierungen vorgenommen aber er war nicht der Typ des spekulativen Auffäufers und Gründers nach dem Muster Hugo Stimmes, er gehörte zu der vorhergehenden Generation, die in scharfem Konkurrenztampf groß geworden war. Die eigentliche Leitung des Konzerns hatte feit Jahren sein ältester Und das Arbeitsweib fah hinüber zu ihr. Boll Feindschaft und Haß. Die zwei Blinden ftanden noch auf dem Hinterperron. Arm in Arm. Und lächelten still, glückselig vor sich hin, Denn fie fahen Dies alles nicht. Sohn, Friz Thyssen, übernommen. An reattionärer, scharf macherischer Gesinnung steht der Sohn dem Bater nicht nach An den Plänen zur Schaffung des Riefen- RuhrMontantrusts hat der alte Thyssen fein Teil mehr gehabt. Die Firma Auguft Thyssen. = August Thyssen wurde am 28. Mai 1840 in Eschweiler( Rhein land) geboren. Ende der sechziger Jahre gründete er in Duisburg eine Eisenwarenhandlung mit 8000 Zalern Rapital Dann siedelte er 1871 nach Mülheim a. d. Ruhr über, wo er die Firma Thyssen u. Co. gründete. Mit dem Erwerb sämtlicher fure eines Schachtes im Hamborner Bezirt übernahm er die Gewerkschaft Deutscher Kaifer", wie noch heute seine Werte innerhalb des Ham borner Stadtbezirks heißen. Im Mai 1912 verfügte die Firma im dortigen Bezirk über fleben im Betrieb befindliche Schächte mit mehr als 15 000 Berg leuten. Vor dem Weltkrieg umfaßte das Hüttenwert sechs Hochöfen, einen Roheisenmischer von 1000 Tonnen Fassungsvolumen, ein Thomas und Martinwert, ein gewaltiges Balzwert für Obermaterialien( Träger und Formeijen, Wintel- und Stabeisen und ein Blechwalzwerf in riesigen Dimensionen). Im ganzen beschäftigte Tyssen vor dem Krieg 50 000 Arbeiter. Die Verkehrseinrichtungen umfassen: ein normalspuriges Eisenbahnnez von 200 Kilometern Schienenlänge, zwei eigene Rheinhäfen, die auf zum Teil eigenen Schiffen einen Gesamtumschlag von weit über 3 Millionen Tonnen vermitteln. Zum Thyssen- Konzern gehören die Attiengesellschaften für Hüttenbetrieb in Duisburg- Meiderich mit sechs Hochöfen und einer großen Eisengießerei, sowie die Gesellschaft für Teerverwertung, Oberbiller Stahlfwerk Düsseldorf, Thyssensche Eisenhandelsgesell schaft G. m. b. H., Duisburg, Transportkontor Bultan G. m. b. H.", Rotterdam und Brudhausen. Vor dem Krieg besaß Thyffen auch eine Hüttenanlage mit acht Hochöfen in Hagendingen( Lothringen) und in Caen in der Normandie einen eigenen Hafen zur Erzausfuhr und ein Hüttenwerf. Die Leitung der Firma, die als einzige der deutschen Großunternehmungen noch nicht in Gesellschaftsform geführt ist, hat heute fein ältester Sohn, der 1875 geborene Frig Thyssen. Die griechische Wahlkomödie. Pangalos macht sich auch zum Staatspräsidenten. Athen, 5. April.( Eigener Drahtbericht.) Am Sonntag fanden in 12 von den 33 Wahlkreisen die Wahlen für die Präsidentschaft statt. In den übrigen 21 Kreisen, darunter Saloniti und then, soll erst am kommenden Sonntag gewählt werden. Der Diftator Bangalos schreibt diese Teilung der Wahlen technischen Gründen zu, doch ist es flar, daß fie aus politischen Absichten erfolgte. Wären die technischen Gründe allein maßgebend, dann hätten diese Wahlen um so mehr erst am tommenden Sonntag ftatt finden können, als das Teilergebnis vom Sonntag teine prat. tische Bedeutung befigt. Da bie Führer der Oppositionsparteien zum Protest gegen die Wahlmache der Militärdiftatur Stimm. enthaltung proflamiert haben, ist die Wahl des Diftators Ban galos gesichert. Die Wahlbeteiligung war gering, obwohl Pangalos am Tage vor der Wahl noch durch Manifeftationen versuchte, die wahlberechtigte Bevölkerung an die Urne zu bringen. In den 12 Streifen hat er 90 Prozent der abgegebenen Stimmen. Er wird auch als Staatspräsident Ministerpräsident usw. bleiben. Trium phierend erklärte er den Preffevertretern:„ Die Ergebnisse der Abftimmung übertreffen meine Erwartungen Sie bedeuten eine förm liche Erklärung des Mitrauens für die sogenannten politischen Parteien, die nur die Interessen und persön lichen Bestrebungen gewisser Persönlichkeiten vertreten. Parteien egiftteren tatsäglich nicht mehr. Es gibt nur noch das Bolt, das sich der Parteifeffel entledigt hat und das die ihm von den Parteien vorenthaltene Wohlfahrt fordert." Hollands Kolonialfämpfe, Bieber ift eine Abteilung der hol ländisch- indischen Schutztruppe von Eingeborenen überfallen worden. Im Verlauf eines sehr heftigen Rampfes wurde ein holländischer Offizier, fünf Soldaten und 20 Eingeborene getötet. ausschuß sieht sich veranlaßt, gegen Angriffe Stellung zu nehmen, die in einem Entschließungsantrage zur zweiten Beratung des Haus haltes des Ministeriums des Innern im Preußischen Landtage von Mitgliedern des Zentrums, der Deutschnationalen Bolkspartei und der Deutschen Volkspartei gegen ihn gerichtet worden sind. Es wird bort unter Hinweis auf die fittlichen Gefahren, die insbesondere durch Theater- Revuen und Grammophon- Schallplatten hervorgerufen werden, eine andere Zusammenfeßung des Kunstausschusses verlangt. der verschiedenen Kreise der Bevölkerung darstellt. Dieses Berlan gen erflären wir für ungerechtfertigt, denn der Ausschuß umfaßt neben den literarischen und fünstlerischen auch alle maßgebenden Ber bände für Jugendschutz und Boltserziehung. Die Behauptung, daß irgend eine ethische oder ästhetische Auffaffung nicht in ihm vertreten und zur Vertretung dieser noch seine Umgestaltung erforderlich sei, entbehrt daher der tatsächlichen Grundlage". bat Dstar Strauß„ Balzertraum" wieber populär gedergestalt, daß er tatsächlich die ethischen und äfttetischen Auffassungen Der Walzertraum" im Deutschen Künfftertheater. Der Film macht. Das Deutsche Rünstlertheater erinnert sich also dieser Operette und läßt sie auferstehen mit Räthe Dorsch und Hans Baßmann, Ujula van Diemen, Hans Heinz Bollmann, Hans Albers, Adelf Falten, Rosa Baletti, Iba Berry als Darstellern. Da zubem der Romponist felber den Dirigentenstab schwingt, wurde die Premiere eine feier liche Angelegenheit der weißen Hemdbrüste und Gesellschaftskleider mit viel Beifall und viel Blumen. Die oft gehörten flotten und sentimentalen Melcdien schmeichelten sich aus dem von Dstar Strauß wienerisch dreſſterten Drcheſter ins Ohr, und man fonnte ihm in diesem Augenblick sogar den Abscheu gegen alle Jazzmusit glauben, ber in einer dem befannten Bittolo aintzintzint angehängten Strophe Ausdruck findet. Die blonde Räthe Dorsch, deren Abstieg von Bergers Rönigin aur Dirigentin einer Damentapelle entschieden ein Aufstieg ift, fingt überzeugt und lieb und herzig. Der ganze Abend entwidelte sich so zwar zu feinem aufregenden, aber einem angenehmen Operettenereignis im Tohowabchu der Darbietungen der verfließenden Theatersaisoa. Tes. und Das Berbrecherschiff nach der Teufelsinfel. Die Teufelsinsel an der Küste von Französisch- Guyana, dieses unmenschlichste Depor tationsland der Erde, auf der einft Dreyfus schmachtete, foll zwar schon seit längerer Zeit aufgegeben werden und die Forderung nach der Abschaffung dieser grausamsten Strafe war bei den letzten franzöfifchen Wahlen die Parole mehrerer Abgeordneter. Troßbem aber besteht der Schrecken der Teufelsinjel fort, und es geht jetzt wieder ein Berbrecherschiff dorthin ab, auf dem 684 Berurteilte wie wilde Tiere in Räfigen gehalten werden. Dieses Berbrecher schiff“„ La Martinière" ist nach einem Bericht des Matin" voll fommen umgebaut worden, um die Berurteilten der letzten zwei Jahre nach der Infel zu überführen. Es ist das Mufter eines Die Verbrecher, von denen viele zur Guillotine verurteilt und zur in Deportation begnadigt wurden, erhalten auf ber Reife gute Ber pflegung: ihre Hauptmahlzeit besteht täglich in Fleisch und einer Weinen Flasche Wein. Alle nur erdentlichen Borsichtsmaßregeln find gegen einen Aufruhr getroffen. Bewaffnete Bächte patrouil lieren Tag und Nacht vor den Eisengittern der Zellen. Das Schiff ist mit einem System ausgerüstet, burch das bei dem einfachsten Drud auf einen Hebel Ströme von kochendem Wasser und Dampf aus den Maschinen sich über die Gefangenen ergießen. Aber der Kapitän erklärt, daß er niemals in seiner langen Tätigkeit als Führer des Verbrecherschiffs sich einer ernsthaften Situation gegen. über befunden habe und zu derartigen Maßnahmen greifen mußte. Bild- Fernübertragung. In der Nacht zum Sonnabend hat die erste Bild- Fernübertragung nach dem deutschen System Telefunken Karolus von Berlin nach Bien stattgefunden. Der Berliner öfter- schwimmenden Gefängnisses mit Fußböden und Wänden aus Stahl reichische Gesandte Dr. Frant, Reichspoftminister Dr. Stingl, Graf Eine Frau stieg ein. Ein Kind auf dem Arm. Die Frau war von Arco u. a. hatten für dieses bedeutsame Ereignis besondere noch jung. Kein graues Haar. Der Körper noch jung. Die Augen Autogramme zur Verfügung gestellt. Der Bildsender befand sich in den Laboratoriumsräumen ber noch frisch. Aber das Gesicht einer Greisin. Von Qual und Not steuerte über eine Freileitung den 20 Km. Deutschlandsender von zerfreffen. Von Arbeit und Hunger. Müde und apathisch. Welle Königswusterhausen. Der Bildempfänger war auf der EmpfangsZüge. Falten auf Falten. Das Geficht rebete eine stumme, erstelle der Radio Austria auf dem Laaer- Berg in Wien aufgestellt. schütternde Sprache: Arbeit, Arbeit, Not. Kummer, Schläge, Hunger. Die Uebertragungen sind, wie ein Funtspruch der Radio Auftria Und wieder Arbeit, Arbeit. Das Kind auf ihrem Arm ein meldet, ausgezeichnet gelungen und laffen den Beginn einer neuen Rachitiskind. Auch blutloses Greifengesicht wie die Mutter. Hohle, Epoche im Weltnachrichtenverkehr erwarten. giangloje Augen, die nach Effen schrien. Ein Totenkopf. Etwas, das lebte und doch nicht lebte. Etwas, das da war und doch nicht da mar. Die Frau mit dem Kind setzte sich müde und erschöpft auf einen leeren Plag. Einige Minuten Ruhe. Dann weiter hegen An der nächsten Haltestelle stieg eine Dirne ein. Elegant, nach der neuesten Mode. Mit engem furzen Rod bis zum Knie. Durchfichtige Seidenstrümpfe. Das Gesicht geschminkt. Bafter, Gemeinheit, Frechheit sprach aus diesem Gesicht. Sie, setzte sich gegenüber der Arbeitsfrau und warf fripol die Sie, fette sich gegenüber der Arbeitsfrau und warf frivol die Beine übereinander, so daß die Schenkel unter dem Kleide mie nadt zu sehen waren. Und jah zynisch lächelnd auf das Arbeits weib mit dem Rachitistino. Schauspieler- Borfiellung. Direttor Dr. Sidel bat für die Wahlfahrts laffen der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehörigen eine Borstellung bon- opple, ber Egoist von Fris Selten für ben 9., nachmittags 4 Uhr, zur Verfügung gestellt. Karten im Bureau des Bezirksverbandes, Steitbftr. 11, 8immer 10. Die Angriffe gegen den Kunstausschuß. Unter dem Borsiz des Bolizeipräsidenten fand im Bolizeipräsidium eine Sitzung des Kunstausschusses statt, in der die von dem eingesezten Unterausschuß vorgelegte Erflärung zu den gegen den Kunstausschuß er hobenen Borwürfe beraten wurde. Diese Erklärung fand mit allen Stimmen der Anwesenden Annahme. Lediglich ein abwefenbes Mitglied des Kunstausschusses, der Generaldirektor des Bühnenvolts. bundes, Gerft, hatte feine abweichende Meinung zu dem Entwurfe der Ertlärung in einem Schreiben niedergelegt, das Vorwürfe gegen den Karl Vogt liest Rimbean, Berlaine, 8e am 9., abends Bolizeipräsidenten und Mitglieder des Kunstausschusses enthielt, aber 8 Ubr, im Ritlerjaal ber Stroll Eper. Ginlaßfarien an ber Abenblaffe durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt wurde. Die einstimmig Aus dem duntelfien Erdfeit. Die ameritamise 3oubehörde hat eine angenommene Entschließung des Kunstausschusses hat folgenden Reihe berühmter Bücher auf den Inbeg gefest und baburch von der Ein Wortlaut:„ Der unterzeichnete durch ministerielle Verfügung vom fuhr in die Bereinigten Staaten ausgeschlossen. Darunter befinden fid 26. März 1924 dem Berliner Polizeipräsidium angegliederte Runft. I ber Decameron bon Boccaccio und verschiebene Berle bon Balzac Pfingstliches Ostern. Das waren Ostertage, die schon beinahe pfingstlich waren mit Ihrer Sonne, Blumenschönheit und ihren jubilierenden Vögeln. Bitronenfatter gaufelten, Bienen fummten und die Menschen Strömten in solchen Scharen hinaus, daß die Berkehrsunternehmen sicherlich Rekordziffern aufzuweisen haben. Da mußte der menschen scheue Osterhase mit Freude noch schnell Ostereier legen, grüne, gelbe, blaue, braune, und der brummigste Mensch ein heiteres Geficht aufsetzen. Doch das schönste Ofteret war die Sonne, die so verschwenderisch auf alle ihr belebendes Gold ausschüttete, daß es einem vor der Götter Neibe beinahe grauen tonnie. Und richtig, dunfle Wolfen verhüllten am Montag nachmittag hin und wieder das lichte Blau und ließen bei all der Schwüle Gewitterſtimmung aufkommen. Doch die Sonne blieb siegreich. Sonne und Frühlingswind, fie ließen die Wassersportler auf thre Rechnung fommen, die weißen Flügel der Geegelboote blähten sich auf den Seen, die Paddelboote gaben sich in Scharen ein Stelldichein und auch die Dampfer befannen sich auf ihre Miffion. Die Wirtschaften und Cafés draußen waren übervol, während die in der Stadt tagsüber außer ein paar fanatischen Billardspielern öde und leer dalagen, wie die Welt am ersten Schöpfungstage. Stille und Ruhe drinnen, während draußen das Bolt lärmte, fang, tanzte, wanuerte, fröhlich- bunt einher ging und selbst die Statspieler, denen jede frete minute ohne Kartendreschen für ewig verloren scheint, verlegten tagsüber ihre Beschäftigung in die Gartenwirtschaften. In den Laubenfolonien wetteiferten die Grammophone mit den Laut sprechern, wer am lautesten und so am schönsten die Frühlingsluft mit Musik erfüllen fönne. Am ersten Feiertag waren die Menschen noch nervös, wenn fie in qualvoll fürchterlicher Enge hinausfahren mußten, am zweiten gab es fast nur Scherz und Gelächter, denn die Menschen waren ausgeruht und die Massenfröhlichkeit ließ feine Griesgrämigfeit mehr auftommen. So ging der Berliner Ofterspaziergang mit Hindernissen, die sich Goethe im" Faust" noch nicht träumen laffen tonnte, in einer Weise vor sich, die einer friedlichen, aber gigantischen Völkerwanderung glich. Nur stundenlang fonnten sich die meisten ihres eroberten Stückchens Erde freuen, fie mußten die Rückwande rung antreten, freilich mit dem Troft, daß es wenigstens alle fieben Tage Sonntag ist und die Tage bis Pfingsten zu zählen find. Opfer der Autoraferei. Zunahme der Unsicherheit im Autoverkehrswesen. Ein schwerer Automobilunfall ereignete sich in der Nacht vom 3. zum 4 April in der Dordstraße. Eine Kraftdroschte, die in größter Geschwindigkeit herannahte, wollte furz vor der Eisenbahnüberführung an der Razbachstraße einen Personenkraft wagen überholen. Hierbei streiften die Räder der Kraftdroschte die Kotflügel des langsam fahrenden Privatwagens. Die Kraft droschte tam ins Schleudern und fuhr mit voller Wucht gegen einen Eisenbahnpfeiler. Der Anprall war so start, daß das Auto vollftändig zertrümmert wurde. Der Chauffeur Ernst Bren aus der Baruther Straße 16 murde von seinem Sit geschleudert und er heblich verlegt. Auf der nächsten Rettungsstelle erhielt er die erste Hilfe. Die beiden Insassen wurden schwer verlegt, und zwar der Kaufmann E. 3abel aus Röthen in Anhalt, der in Berlin besuchsweise meilt, und der Kaufmann Erich Oberhof Babel wurde mit schweren inneren Berlegungen ins Urban- Kranten haus eingeliefert. Sein Begleiter, der Kaufmann Erich Oberhof aus ber Steinmeistraße 3, erlitt einen Beinbruch und sehr schwere Schnittwunden, so daß er gleichfalls in bedentlichem Zustande in das Elisabethtrantenhaus übergeführt werden mußte. Cin ganz unglaublicher Unfall ereignete sich in Treptow. In der Nacht zum Ostermontag stießen am Treptower Bart zwei Straft broschten zusammen, wobei der 24 Jahre alte Arbeiter Slaue qus Neufölln Berlegungen erfitt. Die Schuld trifft den einen Kraft Broschtenführer, der betrunten war. Bei einem Zusammenstoß am Nadunittag des Ostersonntags zwischen einer Kraftbroschte und einem Straßenbehnwagen der Linie 36 trugen die Infassen der Droschte, der 39 Jahre alte Bauunternehmer Walter Heib, feine Händen davon. Die Schuld trifft den Führer der Kraft. broschten der sehr gefährlichen Einfahrt zum Potsdamer Ringbahnhof wurde gestern abend der 65 Jahre alte Raufmann Louis Danziger, Wallstraße 39, beim Ueber. schreiten des Fahrdammes von einer Autodroidhte ange. fahren. Mit Kopfverlegungen und Quetschungen der Wirbelsäule brachte man ihn in das Virchowkrankenhaus. Rennbericht im Rundfunk. Sum erstenmal hatte der Berliner Rundfunt am geftrigen Oftermontag die Rennberichterstattung fo gestaltet, daß fie nicht erst nach der Abendmufit und den Tagesnachrichten beim Sportbericht fam, sondern dirett nom Rennplay in Karlshorst gleichzeitig mit ben Rennen selbst durchs Mitrophon an alle ging, die zuhören wollten. Alfred Braun und Major D. Keller waren die Sprecher, die das äußere Drum und Dran fchilberten, die Pferde und Reiter nannten und den Verlauf jebes Rennens so schilderten, daß man fast babei zu sein glaubte. Als das Mikrophon nahe an die Bahn gestellt wurde, hörte man jogar die galoppierenden Pferde vorbeitrappeln in einer Raschheit der Ton folge mie bei einem feuernden Maschinengewehr. Den Wettern wurde die schnellste Kunde von den Quoten und so konnten sie 31 Hause fofort erfahren, wieviel fie gewonnen oder verloren hatten. Die Gastwirte, die sonst dem Aushang der Renndepeschen starten Renntagsbefuch verdankt haben mögen, werden vielleicht von diefer Bereicherung des Rundfunkprogramms nicht entzüdt feinZwischendurch hörte man die Rennbahnmufit spielen. Auch Inalüdsfälle teilte der rennfundige Beobachter mit, so ben Todessturz des Pferdes Aarau" gleich im ersten Rennen und die leichte Gehirnerschütterung seines Reiters.... Um zwei Mark. Im Hause Jenaer Str. 27, Ede Günzefftr. 2, in Schöneberg befindet sich eine Konditorei, in der ein 19jähriger Hausbiener und eine ungefähr im gleichen Alter stehende Raffiererin tätig waren. Aus Anlaß der Abrechnung der Kassengeschäfte ergab sich ein Fehlbetrag von 2 m. Diese geringfügige Summe bat den Anlaß zu persönlichen Differenzen, die darin gipfelten, daß der Hausbiener plöglich einen Revolver zog und der Angestellten eine start blutende Wunde am Kopfe beibrachte, die aber fcheinbar nicht schwerwiegender Natur ist. Darauf jagte fich der Täter felbft zwei Revolverschüffe in den Kopf, die den Tod auf der Stelle her. beiführten. Ein gerade zu Besuch weilander Bruder des jo jäh aus dem Leben geschiedenen jungen Mannes war Beuge diefes erschilt. ternden Berfalles. Er verfiel darüber in Schreifrämpfe. Durch Schierling vergiftet. Einen traurigen Abschluß fand ein Ausflug, den der Arbeiter Spaaz aus der Brunnenstraße mit feiner Familie am erften Feiertag nach Eberswalde unternommen hatte. Während die Eltern bei Bekannten in Kupferhammer jaßen und fich unterhielten, spielten bie beiden Kinder, zwei Knaben, acht und fünf Jahre alt, auf der am Wald entlang führenden Straße. Das jüngste Kind steckte einige von den am Wege wachfenden Pflanzen in den Mund und zerkaute sie. Plöglich fiel der Knabe bewußt los zu Boden. Die von bem älteren Bruder nach einiger Zeit herbeigeholten Eltern fonnten sich zunächst gar nicht erklären, was bem Rinde fable, bis ihnen der ältere Knabe erzählte, daß der Bruder Bflanzen gegessen habe. Der nun fofort herbeigeholte Arzt ließ das Rind in das Eberswalder Krantenhaus bringen, boch fonnte bort, da bie Bergiftung fchon zu weit vorgeschritten war, eine Rettung nicht mehr erfolgen und der Knabe starb nach etwa einer Stunde in den Armen der troftlosen Mutter. Osterflugtag in Staaten. Luftkampf Udet- Weichelt. Bie auch im Vorjahre veranstaltete die Luftschiffbau 3eppelin G. m. b. 5., die Deutsche Luft- Hansa A.-G. und die Fliegerschule Bornemann am Ostermontag in Staafen einen großangelegten Flugtag. Das schöne Wetter, das bereits am ersten Feiertag allen Sportsperanstaltungen einen Massen befuch zuführte, war auch dieser Veranstaltung günstig. Viele Tausende strömten hinaus, um den tollfühnen und waghalsigen werter Weise eine große Bahl Extrazüge eingelegt, so daß trotz des Leistungen der Piloten zuzusehen. Die Eisenbahn hatte in bankens Massenandranges alles ziemlich reibungslos verlief. Noch turz vor Beginn der Flüge, etwa gegen 4 Uhr, tamen die Zuschauer in einer schier endlosen Kette und fast schien es, als ob der Zuftrom nicht abnehmen wollte. Die Zuschauerpläge waren überfüllt und jenseits bes Blazes an der Bahn und an der Chauffee standen dicht beiein. ander zahllose Baungäste. Die Veranstaltung wurde mit Geichwaberflügen eingeleitet. Einige Flieger, barunter Weichelt, der den Dietrich 572 steuerte, riefen durch ihre 2oopings, jein Abrutschen" und„ Trudeln" großes Erstaunen eichelt, der den Dietrich 572 steuerte, riefen durch ihre und Bewunderung hervor. Auch die vielen anderen, darunter die be tannten Flieger det und Riemer vollbrachten gleiche Glanz leistungen. Eine interessante Abwechslung brachte der Fallschirmabsprung des Piloten Hinderlich. Aus etwa 500 Meter Höhe ließ er sich aus dem dahinjagenden Flugzeug fallen. Der Schirm öffnete fich gut und Hinderlich langte nach verhältnismäßig furzer Zeit wohlbehalten unten an. Im weiteren Berlauf wurde Rammen Don Ballons oder sogenannte Ballonverfolgung und Kunft flüge ber Biloten Udet und Weichelt gezeigt. Den Höhepuntt des Tages bildete der Lufttampfübet- weichelt, der in einer Höhe von über 1000 meter begann. Auch der Angriff einiger Flugzeuge auf einen Fesselballon und der Absprung des Beobachters aus dem brennenden Ballon trugen dazu bei, die Nerven der vielen Buschauer empfindlich zu figeln. Ab und zu hagelte aus einigen Reklameflugzeugen Schofolabefegen von oben, was die vielen Großen und Kleinen durchaus angenehm war. Ein Feuerwerk beschloß die gelungene Beranstaltung. Festnahme eines Kindesmörders. Sport. Internationale Eishockeykämpfe. N Nach einer längeren Unterbrechung fand am Sonnabend im Sportpalast wieder ein internationaler Eishoden- Wettkampf zwischen dem Berliner Schlittschuhflub( BSC) und der Mannfchaft des London Lions Ice hodey- Club statt. Bei dem guten Ruf. der der Londoner Mannschaft vorausging, war guter Sport zu erwarten. Entgegen der sonst üblichen Spielzeit pon 2 × 20 Minuten wurde in drei Abteilungen zu je 15 Minuten ge [ pielt. Um 9 Uhr abends nahm der Rampf vor gutbesuchtem Hause seinen Anfang. Die Londoner entpuppten sich bald als scharfe Gegner. Besonders ihr Tormächter vollbrachte Glanzleistungen und mit viel Bech und reichlich luftlos und mußte eine un wehrte fabelhaft ab. Die Mannschaft des BSC. dagegen spielte erwartete Niederlage einsteden. Mit 7: 2 Toren für Lon. bon wurde das Spiel abgepfiffen. Die hohe Torzahl entsprach jedoch nicht ganz den Leistungen der Londoner, zumal auch die Berliner ohne ihren bewährten Borsteher Andresen in den Rampf zogen. Darauf fanden noch Schautaufe und ein Eis. mann gaftslaufen statt. Am Sonntag spielten dieselben Mannschaften gegeneinander. Bei den Berlinern, den Berlierern des Bortages, ipielte der Kanadier Watson mit Mannschaft rehabilitierte sich in hervorragender Belle und begann Die Berliner gleich zu Anfang in mörderischem Tempo! Das Kampffeld befand fich zeitweise ausschließlich vor dem englischen Tor, wo der Tor wächter aber wieder in befannter Weise vorzüglich abwehrte. Watson mie auch einige befannte BSCer ernteten durch ihre BraDourläufe wiederholt starten Beifall. Dem mächtigen Tempo waren die Londoner balb nicht mehr gewachsen. Mit 7: 2 Toren für Berlin trennten sich die Gegner. Darauf wurde das übliche Abendprogramm gezeigt und Phil Taylor, der Todes. fpringer, erntete, wie allabendlich, starten Beifall. Radrennen in der Arena. In der Arena am Raiserdamm fanden an den beiden Feiertag gab es zunächst einen Flieger Bierertampi, Osterfeiertagen international befegte Radrennen statt. Am ersten michard( Frankreich) und für Deutschland den Meister Gott. der den Weltmeister Raufmann( Schweiz), Louet und fried am Start fah. Die pier Läufe über je fünf Runden brachten folgende Ergebnisse: 1. 2auf: 1. Michard vor Louet und Gottfried. 2. Bauf: 1. Kaufmann vor Louet und Gottfried. 3. Lauf: 1. Kaufmann vor Michard und Louet. 4. 2 auf: 1. Michard vor Gottfried und Kaufmann. Nach dem Ent Scheidungslauf über 20 Runden( alle fünf Runden eine Wertung) ging, wie zu erwarten, im Gesamtflassement Kaufmann mit 26 Puntten als Eieger hervor. Der 3weiter wurde Michard ( 23 Punkte) vor Louet( 19 Puntte) und Gottfried( 11 Punkte). Den Preis vom Raijerdamm" holte sich Walter Behrendt, während im Eröffnungsfahren Stolz und im Mannschafts- Berfolgungsrennen Kaufmann fiegten. Ueber das am zweiten Feiertag stattgefundene DreiVor einigen Tagen wurde bei Nauen ein Mann bei einem Einbruch ertappt und festgenommen. Auf der Bache stellte es sich heraus, daß der Berhaftete ein wegen Mordes an seinem eigenen Sinde stedbrieflich verfolgter gewisser Gethle war. Im Berhör gab er das Verbrechen zu, behauptet aber, aus Not gehandelt zu haben, da er das Pflegegeld nicht mehr bezahlen fonnte. übergeführt worden. Mörder ist nun nach dem Untersuchungsgefängnis in Moabit Verbrechen oder Selbstmord? Am Dftermontag gegen 6 Uhr abends machten Passanten an ber Pantebrüde in Niederschönhausen einen graufigen Fund. Als ein wie ein Sad aussehender im Waffer liegender Gegenstand herausgefifcht wurde, ergab es sich, daß es der Leichnam eines etwa 60jährigen Mannes war, der schon mehrere Tage im Baffer gelegen haben mußte. Ob es sich um einen Selbstmord, Unglüdsfall oder Berbrechen handelt, wird erst die Untersuchung ergeben. Auffindung der Leiche der Jurjewskaja. Selbstmord als Todesurface. Der Leichnam der Sängerin 3inaida Jurjer[ faja von der Berliner Staatsoper, ist in Andermatt am Montag nach mittag 1 Rilometer unterhalb der Teufelsbrüde von Wachsoldaten bes Forts Andermatt aufgefunden und geborgen worden. Außer einer Schnittwunde am linten Handgelent, bie offenbar mit dem seinerzeit aufgefundenen Rasiermesser ausgeführt ist, und Quetschungen an der linfen Kopfseite, die offenbar auf das Aufschlagen nach dem Sprung von der Teufelsbrüde zurückzuführen find, weist der Rörper feine Berlegungen auf. Die Annahme, daß Aufschlagen nach dem Sprung von der Teufelsbrüde zurückzuführen Selbstmord vorliegt, bestätigt sich somit. Der Leichnam war vermutlich bisher im Eise eingefroren und ist nun durch eintretendes Tauwetter freigeworden. Wie erinnerlich, war Frau Jurjemstaja im Dezember vorigen Jahres nach Andermatt gefahren und war bort spurlos verschwunden. Handgranatenexplosion bei Péronne. In der Nähe von Béronne in Frankreich wurden drei Landwirte und zwei Knechte beim Entsichern deutscher Handgranaten aus ber Kriegszeit getötet. Einem der Knechte wurde der Kopf förmlich fortgeriffen; ein anderer wurde so schwer verleßt, daß er bei feiner Ueberführung ins Hospital ftarb. Der dänische Flieger Herschend, der von Kopenhagen nach Tolio unterwegs ist, mußte auf halbem Bege eine Notlandung vor nehmen. Sein Flugzeug wurde schmer beschädigt, so daß er den Flug nicht fortfeßen fann. Dagegen vermochte der zweite dänische Flieger Bodved, der sich ebenfalls auf dem Weg nach Tofto befindet, am Sonntag in Bangfong zu landen. Das Rundfunkprogramm. Dienstag, den 6. April. Außer dem üblichen Tagesprogramm: Leitung: Konzertmeister Ferdy Kauffman). 11-12.50 Uhr nachm.: Konzert der Berliner Funkkapelle. 8.45 Uhr nachm.: Stunde mit Büchern Aus Berlin. Adolf Heilbronn:„ Die Reise nach Berlin".„ Berlin", ein Heimatbuch von Karl Meyer. Josef Buchhorn: Scherenschnitte Berlin". aus Rumpelstilzchen: . Haste Worte? Jakob Schaffner: Der Kreiselspieler". Allerlei Heimatbücher. 4.80-6 Uhr abends: Konzert. 6.35-7.20 Uhr abends: Hans- Bredow- Schule( Bildungskurse). 6.35 Uhr abends: Abteilung Technik. Technische Wochenplauderei( Jng. Joachim Boehmer). 7 Uhr abends: Abteilung Sprachunterricht. Englisch( R. Herdman Pender). 7.80 Uhr abends: Vizeadmiral a. D. und Gouverneur a. D. Meyer- Waldeck: Die Bedeutung des früheren deutschen Schutzgebietes Kiautschou in Vergangenheit und Gegenwart. 8 Uhr abends: Sendespiele. Abteilung Schauspiel. Spielzeit 1925/26. 15. Veranstaltung„ Ehrliche Arbeit", Leitung: Alfred Braun. Posse mit Gesang in fünf Bildern von H. Wilken. Berliner Funkorchester, Dirigent: Bruno Seidler- Winkler. August Schulze, Spekulant: Kurt Goritz; Lydia, geb.. Schminkwitz, seine zweite Frau: Lucie Euler; Margarete, seine Tochter aus erster Ehe: Josephine Klein; Max Wohlgemuth, Besitzer einer großen Bäckerei: Georg Paeschke; Kalau, sein Obergeselle: Erwin Kopp; Lottehen Rabe, Hausmädchen bei Schulze: Charlotte Freyer; Frau Sophronia v. Schminkwitz: Athalia, Flamina, Eulalia, deren Töchter; Herr v. Goldammer, Fabrikant; Hektor v. Löwenstein, Disponent bei Schulze; Schröpfer, Rups, Bäcker; August Henze, Konditor; Kullzetz, Gastwirt; Diener, Bäckergesellen, Lehrlinge, zwei Mägde, Jungen. Anschließend: Dritte Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten, Zeitansage. Wetterdienst. Sportnachrichten. Theater- und Filmdienst. 10 30-12 Uhr abends: Tanzmusik( Kapelle Kermbach. Leitung: Kapellmeister Otto Kermbach). Königswusterhausen, Dienstag, den 6. April. 3-8.30 Uhr nachm.: O. M. Alfieri und Frl. v. Eyseren: Spanisch für Anfänger. 3.30-4 Uhr nachm.: Ministerialrat Dr. Löffler. Stutt gart: Gegenwärtiger Stand des höheren Schulwesens. 4-4.30 Uhr naohm.: Ministerialrat Dr. Löffler, Stuttgart: Neue Formen und neue Aufgaben der höheren Schulen. 4.30-5 Uhr nachm.: StadtMed.- Rat Prof. Dr. v. Drigalski: Reichsgesundheitswoche und Schule. 5.10-5.30 Uhr abends: Rektor Lorentz: Veranstaltungen der Schule während der Reichsgesundheitswoche. 8.30 Uhr abends: Uebertragung aus Berlin. Stunden- Mannschaftsrennen berichten wir im heutigen Abendblatt. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner Schwarz- Rot- Gold". Gefäftstelle: Berlin S. 14. Sebaftianftr. 87/88. Sot? St. Borfigwalde, Di., b. 6., 7% Uhr, Berfammlung Lokal Sendert, Ernststr. 5. Anschließend 9 Uhr Familien- Unierhaltungsabend, Mariendorf. utt., b. 7., 7% Uhr, ital.- Berf. bei Maas, Marieudorf, Chauffeefte. 27. Boztreg.- Rzeugberg. Abt. 5: Do., d. 8., 7% Uhr. bei Goedede, Krausenftr. 2. Näder Ausma: fch: Sonntag, b. 11, nad Hersfelde und Bennidendorf( Strausberg). Reiten merben noch bekanntgegeben. Gewerkschaftsbewegung Appell an die Eisenbahnbeamten! und 158) geben wir bie folgente einstimmig gefaßte Ent. Zu unseren Berichten über die jüngste internationale Ron ferenz der Eisenbahnbeamten in Amsterdam( Bormärts" Nr. 154 schließung ihrer besonderen Bedeutung wegen im Bertlaut mieber: ,, Die von der Transportarbeiter- Internationale einberufene und von Delegierten aus 13 Ländern, bie 1 212 302 Mitglieder, barunter 155 362 Beamte, vertreten, besuchte Tagung ist nach Kenntnisnahme des Berichts über die Organisation der Beamten und anderer Gruppen des Eisenbahnpersonals in den mitbestimmungsrecht in der Betriebsleitung der Meinung, daß die verschiedenen Ländern sowie des Berichts über Sozialisierung und möglichst enge nationale und internationale tätig sind, notwendig ist in den Ländern, wo befondere Zusammenarbeit zwischen allen, die im Eisenbahnbetriebe Beamtenorganisationen bestehen, ist eine 3usammenarbeit mit den allgemeinen Verbänden erforderlich wegen der Bahrnehmung sowohl ihrer eigenen Interessen wie auch der Intereffen des gesamten Eisenbahnperfonals und der Arbeiterklasse überhaupt. Die Ronferenz lätt alle Organisationen, die noch außerhalb der Transportarbeiter Internationale stehen, herzlich ein, den ihnen zu. tommenden Blak in der internationalen Bewegung einzunehmen und dadurch an der Sicherung des Friedens und an dem Fortschritt auf der ganzen Erde mitzumirten, sowie auch um die Sozialisierung der Bertehrsmittel unter Aufsicht und in gemeinsamer Bermaltung der Arbeiter und der Vertreter ber Gemeinschaft in jedem Lande zu beschleunigen." Die Zimmerer für Arbeitsruhe am 1. Mai. In der Zahlstellenversammlung des Zentralverbandes der Zimmerer am 30. März im Gewertschaftshaus wurde neben inneren Organisationsangelegenheiten der Bericht von der am 14. März stattKaufpreis u. Reifen Der Preis zeigt nicht, ob der Reifen billig ist; aber der Reifen zeigt. ob der angelegte Preis billig war. Darum fahr Continental Continental Straßenkarte, Handbuch und Atlas, für jeden Kraftfahrer unentbehrlich. gefundenen Bauarbeiterfugtonferenz durch Schilf erstattet. Der Redner betonte, daß sich hier die Bauarbeiterschaft bei Schaffung von mehr Bauarbeiterschuß auf niemanden verlassen dürfe, als auf sich selbst. Biele Unfälle wären auch in der legten Zeit auf Grund der Attordschinderei vorgekommen. Gelbft Lehrlinge seien abgestürzt. Repschläger führte dazu noch aus: Die Baupolizei müffe das Recht, ja die Pflicht haben, sämtliche Um- und Neubauten, auch der Reichs- und Staatsbauten, zu tontrollieren, das sei heute leider nicht der Fall. Wie notwendig das aber ist, zeigen allein die Unfälle, die schon im Jahre 1926 auf dem neuen Museumsbau vorgekommen sind. Zwei Zimmerer zogen fich einen Rippenbruch zu. Auch bei offenem Rotsfeuer wurde Anfang Februar auf diesem Staatsbau gearbeitet, obwohl das bereits durch Bolizeiverordnung seit langer Zeit verboten ift. Die Gemeinde Berlin habe noch mehrere Bezirke, wo feine Bautontrolleure vorhanden sind Die Stadtverordnetenversammlung habe daher befchloffen, daß noch Baukontrolleure eingestellt werden, 4 für die 6 Innenbezirke und je einen für die Außenbezirke. Die Delegier. ten wurden aufgefordert dafür mitzusorgen, daß sich alle Kameraden auf den Arbeitsstellen, wo ein Kontrolleur erscheint, fich fach- und fachgemäß an dieſen wenden und um fofortige Abhilfe ersuchen, Damit Bauunfälle vermieden werden. Bur Maifeier wurde einstimmig beschlossen: Der 1. Mai ist durch Arbeitsruhe zu begehen. Alle Kameraden werden verpflichtet, die am 1. Mai vormittags 10 Uhr im Saalbau Friedrichshain stattfindende Zimmererversammlung zu besuchen. Der Besuch wird durch einen Stempel quittiert. Beiter wurde verlangt, daß der Ortsausschuß Berlin dafür sorge, daß eine einheitliche Maidemonstration zustande lomme, an der alle Arbeiter teilnehmen. Englische Antwort an die Faschisten. London, 4. April.( Eigener Drahtbericht.) Der italienische faschistische Gewertschaftsbund hatte sich an den englischen Ge meindearbeiter- Bund gewandt, um einen Austausch des von dieser Organisation berausgegebenen Organs zu erwirten. Der englische Gemeindearbeiter- Bund hat auf dieses Ersuchen mit folgendem einzig richtigen Brief geantwortet: Wir empfingen Ihren Brief vom 21. Dezember 1925. Es gab einmal eine Zeit, wo man sich durch ein Ersuchen des Stalienischen Gewerkschaftsbundes geehrt fühlte, wogegen jetzt infolge der Ungerechtigkeiten durch die Regierung Mussolinis und des Umstandes, daß Ihr Verband eine Schöpfung von Mussolini ist, Gie und Gefretariate Thresgleichen es verständfich finden werden, daß kein sich selbst achtender Gewerk schaftsbund diefes Landes auch nur etwas mit Ihnen zu tun haben will, folange Sie sich nicht freigemacht haben von den Schurtereien, die im Namen Ihres Gebieters begangen werden." Die Spannung im englischen Bergban. Condon, 5. April.( Eigener Drahtbericht.) Im englischen Bergbau steht ein neuer Ronifitt bevor, wenn es der Regierung nicht im letzten Augenblic gelingt, eine Einigung der Parteien her. beizuführen. Im Vorjahr wurde der Kampf zwischen den Arbeit gebern und Arbeitnehmern der Kohlenindustrie durch die Bereitfchaftserklärung der Regierung, für eine bestimmte Frist Subventionen zur Verfügung zu stellen, vertagt. Diese Frist läuft jezt ab, ohne daß es den inzwischen eingesezten Kom miffionen möglich gewesen wäre, eine Basis zu finden, auf der sich die Parteien hätten einigen fönnen. Großes Central- Theater Weinsfeuer gefallen! Uhr: Eva Bonheur Mieten Sie von uns Scharnielhaus un Staub 61. Jauger Schranke Wäsche Rallen Orion Vampyr Waschmaschinen in 6 Monaten Jhr Eigentum Man verlange Jonder Prospekt! Beleuchtung 8 Ilka Grüning Auf der Grundlage des Arbeitgebergutachtens baben die Kohlenindustriellen den Arbeitnehmerorganisationen dann einen Borschlag zur Regelung des Konflikts gemacht, der am Sonnabend veröffentlicht wurde. Sie erklären fich zu allen gesetz geberischen Maßnahmen bereit, durch die die Lage der Bergarbeiter verbessert und die Produktion vermehrt werden kann. Ein Urteil, ob die jeweils auszuarbeitenden Gefeße diesen Voraussetzungen entsprechen, behalten sie sich vor, so daß ihre Erklärung nur platonische Bedeutung hat. Die Ausarbeitung eines neuen Statuts über die Verteilung der Geminne und die Beteiligung der Arbeiter soll ebenfalls ihren Aufgaben unterliegen. Dagegen sind sie bereit, das Prinzip der Familienunterstüßung anzuerkennen. Alles in allem bedeuten die Bor schläge der Arbeitgeber, die u. a. auch eine Erhöhung der Arbeitsstundenzahl vorsehen, um die englische Kohlene industrie tonfurrenzfähig zu halten, feinesfalls ein Entgegentommen an die Arbeitnehmer. Von diesem Gesichtspunkt aus haben deren Führer die Arbeitgebervorschläge bereits als annehmbar abgelehnt. Sie werden voraussichtlich noch im Laufe un dieser Woche neue Vorschläge einreichen, so daß die Ver hand. ungsmöglichkeiten vorläufig noch nicht erschöpft sind. Die Spartaffe der Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten A.-G., Berlin, Wallstr. 65, ist täglich mit Ausnahme von Sonnabend Don 9-3 Uhr und 5-7 Uhr. Sonnabends von 9-1 Uhr geöffnet. verantwortlich für Bolitik: Richard Bernstein: Wirtschaft: Artur Gaternus; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton: Dr. Sohn Schifowski; Lotales und Sonstiges Frik Raritädt: Anzeigen: Th. Glode: fämtlich in Berlin. und Berlaasanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin SW 68. Lindenstraße 8. Berlag: Borwärts- Berlaa 6. m. b. 5. Berlin. Drud: Borwärts- Buchdruckerek Preise herabgesetzt! Bekleidungsstücke, Wäsche usw. Grile 10 Waggons Obst-, Süd-, Weiß- u. Rot- Weine Trianon- Theater Zentr 2391 Täglich 8 Uhr: Sanato- Wein Krankenwein, edel, kräftig, süs ,, mach' mich gesund" Getragene Herrengarderobe. tadellos Belz erhalten. Gelegenheitskäufe in waren. aroke Auswahl. billige Breile. gelangen in bekannter Güte zu nachstehenden Preisen zum Verkauf. Reine Lombardware. Leibhaus Spiegel Chauffeeftrake 7. 1.90 Liter Benig getragene, teils auf Geide ae arbeitete, eritilaffiae Jadettangilae. Frade per Liter 2.60 anailae. Emotinaanzüge. Gehrodanallae. Cutaways, Sommerpaletots. Gabardine Bauchanzüge, für jede figur passend, außerdem hochelegante neue Körper jeder Art Dich • CHARELL- REVU TÄGLICH 810 Revue der Einakter Apfel-, Heidelbeerwein ke- 75 Douro Portwein edel, kräftig, süs Ua. Liebesnacht johannisbeerwein Gaskocher Gasherde Bratu Backöfen PRADDATZ& Co Berlin W.66. Leipzigerstr. 122-123 Theater, Lichtspiele usw. Da Staats- Theater Lessing- Tb. Opernhaus 7%, Uhr TOSCA Opernhaus am Königsplatz 7 U: Hofimanns Erzählungen Schauspielhaus 8 Uhr: Gastspield Saltenburgs Bühnen per Liter Zuck.g.. Liter • Die Peitsche und Stachelbeer- Kirschwein Zucker- 95 Seriel Span., Franz. RotW. Flasche 75 mentes, one, pls.( hab Fines Madame .. ges. p.Liter II Span., Franz. Rotw. Plasche 1.15 Garberobe au faunenb billigen Preisen im Leihhaus Lowidi, Prinzen str. 105, IV 1921 Bordeaux Flasche 1.90 eine Ereppe. Reine Lombardware. zur Bowle 99 99 39 I Weißwain Flasche p. Liter 1.60 99 Neues Th. am Zoo Ensol- Gastsp. Th.l.d.Kommandantenst Fruchtw Malagageschm. Zucker-, 84 Allabendi. 8 Uhr: Kabarett d.Komiker Taragona echt, unverschn. p. Liter 1.40 Robitschek/ Morgan Malaga echt, unverschn. Guido süß Thielscher Rose- Theater Sames echt, unverscho, sospiter 1.90 Stöpsel Kleine Preise: Parkett1-2M. Park- Faut.3-4 M. Orchest. Fantenil 5. Sessel 6 M Vorverkauf anunterbrochen Deutsches Volksbühne Künstl- Theater Theater am Bülowplatz| Th. am Schiffbauerdamm 712 Uhr: Faust Morgen 7%, Uhr: Faust. 8 Uhr Marlborough zieht in den Krieg Morgen 8 Uhr. Marlborough zieht in den Krieg Heute 8 Uhr U.: Der Traum 8 Uhr Ltr. 99 u. r Gefellschafts Leihhaus Lowidi. Vringen 75 hocheleganter Berleib Anzüge. Flasche II la Weißwein 1919er 1920 115 trake 105. Leihhaus Morigplak 58a verkauft An IV Feinst.1921er Weißwein FL. 1.90 e. neu und getragen( teils auf Geide) 19.50. Baletots, Gummimäntel 13,-. Ausschank direkt vom Faß. Damengarderobe! Betten, Stand 29, Bettwäsche Dimitri 13-. Teppiche! fragen fpottbillia! Plüschmäntel 40.Gefell Tchaftsanzilge für forpulente Fiauren vom Glück Kostproben gratis! Philharmonie feinst.Weinbrand- Verschnitt 3% 3.20| Feinste Tafelliköre 38% Liter 4.45 Gardinen! Sportpelae. Gehvelae. BelaSinfonie- Konz. Feinst. echt. Weinbrand 38% Liter 4.20 Feinster Tafel- Aquavit 35% Liter 2.95 des Philharm. Orch. Zur Aufklärung: ½, Flasche enthält to Liter weniger als ein Liter. Dirig: Prof. Prüwer 10l- Konz. G- moil Bruch( Holst), Sinf Preise einschließlich städt. Steuer ohne Glas! C- dur- chubert Eduard Eduard Süßkind, Likör- Fabrik Getragene Serren garderoben taunend billig. Nak, früher Muladftraße. ickt Gormannstraße 25/26 und Moriannenstraße 26. Möbel Walhalla Hauptgeschäff Berlin N 31, Brunnenstraße 42-43 Batentmatragen Brimissima". Me Ein Walzertraum. Weinbergsweg Th. a. Rurfürstendamm 8 Uhr: Mieze u.Maria Lustspielhaus D. fröhliche Komische Oper Die rote Cléo 8 Uhr: Ostpolzug Weinberg Schiller Theater 8: Wallenst. Lager Die Piccolomini Städtische Oper Charlottenburg 8 Uhr: Cosi fan tutte Abonn- Turnus IV Kleines Th. Heute 8 Uhr: Reiner Tisch Lustspiel von Lonsdale Berun r Theater ४ Uhr Messalinette Residenz--Theat. Täglich 8, Unr. Foppke Deutsches Theater Sabo/ Limburg Norden 10334-38 7 Uhr: Mord Thalia- Theater Tä lich 8 Uhr. 814 Dir. James Klein 814 Die große Revue: Berlin ohne Hemd Ueber 200 Mitwirkende! Preise von 1.- bis 7.50 M Wallner- Theater Uh Kolportage Barnowsky- Bühnen Theater Königgrätz.Str. T.:Hasenheid.211 8 Uhr: WINTERGARTEN Ms.Cheney's Ende Frühjahrspreise! Loge and Terrasse M. 5.Orchester- Parkettsitz M. 4.50 bis 4.Alle übrigen Plätze.. M. 3.50 bis 0.75 Kavalier Jacks Musik v. C. v. Horst Th. in d. Klosterstr. 8 Kammerspiele Uhr Raschhoffs Norden 10334-38 39... 7 Uhr Die Nackten kleiden SCALA 66 8 Uhr Die Komödie Bismarck 2414, 7516 8 Uhr Winstons TaudiSensation und Viktoria 10 10 Attraktionen Rauchen gestattet! Homoquenhaus Tel.: Norden 6304 8 Uhr Der Garten Eden Die Tribune rel: Wilhelm 536 8 Uhr Der Rubikon Reichshallen-Theater Casino- Theater Abends& Uhr u nachmittags 3 Uhr. Stettiner Sänger Nachm. halbe Preise. Velles Abendprogr Dönhoff- Bretil Das große Oster Varieté- Programm! Täglich 8 Uhr Der neue Schlager! Eine Nacht im Fahrstuh Anfang 8 Uhr. Sonn- Feiert 5- U. Vorber das bunte Progr. Volkstüml. Preise Elite- Sänger Tha Hollendorfpl Täglich Kottbusser Str. 6 Tägi 8 Uhr: 8 Uhr Der neue Schlager 3 Uhr Der alte Dessauer 99 66 Wenn Frauen streiken Charle, Vesperman, und der große Solotell. Falk, Kiper. Goday. Straaten, Hainisch TESTORP DIE WASCHEREI DER HAUSFRAU WASCHE NACH GEWICHT/ HERRENFEIN WASCHE BERLIN- LICHTENBERG FERNRUF: LICHTENBERG 2017 HERZBERGSTR. 68-70 Wir berechnen bei einem Mindestgewicht von 20 Pfd. für halbtrockene Wäsche per Pfund 22 Pf. für schrankfertig gemangelte Wäsche 10 Pf. mehr Buntwäsche unterliegt einem Aufschlag von 10 Pf. per Pfd. Lieferung frei Haus. Tägi 8 Unr: Fräulein Eulenspiegel Schwank in 3 Akt. von Roellingho Berlin N, Chausseestraße 76 Berlin N, Müllerstraße 144 Berlin o, Koppenstraße 87 Berlin o, Petersburger Str. 60 Birkenst. Auflegematragen, Chaifelongues. Walter, Stargarderftraße Berlin so, Grünauer Straße 15 talbetten. Moabit, Wilsnacker Str.25 Eachtzehn. Spezialgefchäft. Steglitz, Schloßstraße 121 Neukölln, Berliner Straße 13. ide Ihnen wäscht Thre Große Wäsche billiger als Gte felbft waschen fönnen. Lieferzeit: Naßwäsche 2 Tage, mangelwäsche 4 Tage Bergleichen Sie unsere Preise mit den Roften 3hrer wäiche im Haufe und Sie werden nie wieder die Mähe eines Washtages auf sich nehmen Naßwäsche von 10 Pfund an. 25 Bf pro Bfund Mangelwäsche von 10 Bfund an 35 Bf. pro Pfund Geidene, bunte und Wollwäsche. 40 Pf. pro Plund Oberhemden u. Kragen werden auf Wunsch geplättet geliefert.- Abholg. u. Lieferung fostenfrei Preise: Fernsprecher Weißenfee 911, 912, 813 . Hermann 3de Nacht. Weißenfee, Abteilung Gewichtswäsche Lehderfir.16 Dixin Wer es kennt Henkel's gebraucht es gern! Seifenpulver Theat. d. Westens Täglich 8 Uhr: Prinzessin Husch Musik v L. lessel Erfolg Verkäufe Reikzeuge( Richter- Bräsifton). Gimes Zur Ergänzung Ihres Haushalts lie fern wir auf bequemste Teilzahlung bek billigfter Preisberechnung: Schränke, Vertikos, Tische, Stühle, Ruhebetten, Büfetts, Kredenzen, Standuhren, Sofas, Schreibtische, Teppiche, Gardinen, Portieren, Deden, Deforationen aller Art. Moabiter Kredithaus, Turm ftraße 81, eine Treppe. Gelegenheitsfäufe. Schlafzimmer 425. Flurgarderoben 45. Ruhebetten 20. Rorbfeffe! 9,50. Schlaffeffel Nähtische 29. Bücheretageren 12 Goldmart. Möbelhaus Ramerling, Raftanienallee 56.• Eichene Ankleideschränke, innen Mohaw goni, 180 breit, ovaler Kristallspiegel, Schubräften, 265, Mark. Möbelwidert Elfafferftrake 20. Gebiegene Möbel, mert ben Sak! baut Gleifer. Alexanderplat. Alerander Strake 42. Möbelipeicher. Reue und gebrauchte Möbel. Teilzahlung ohne Auffchlaa. Lükomftrake 95. Geöffnet bis 7. Möbel- Boebel, Oranienstr. 58( Morit plak). Fabrikgebäude. Aeußerst nie brige Breife für einfache und elegante Schlafzimmer. Speifezimmer, Serrenzime mer, Ritchen. Bücherschränke, Schreib tische. Büfetts, Anrichten, runde Tifche. Standuhren, Antleideschränke, alle Grð. Ren, Sofas, Ruhebetten. Eventuell Rahlungserleichterung. Teilzahlung. Möbel feber Art. 856 rinae Anzahlung, beaueme Abzahlung. Möbelhaus Luifenstadt. Rövenider ftraße 77/78. Ede Brüdenftrake. Musikinstrumente Bianos preiswert. Lint. Brunnenkrake 83. Rlaviermacher Fahrräder Martenzäder. Große Auswahl. Spe atalräder 45. Rennmaschinen, aller neueste Mobelle. Damenräder vorrätig. Teilzahlung aeftattet. Händler Rabatt! Brandenburaftraße pier, nahe Sochbahnftation Brinzenstraße. Sckt finden Sie noch große Gelegen heitstäufe in Motorrädern, etwa 50 Etüd am Lager. in allen Breislagen von 100,- an. Ein Befuch lohnt fich wirllich nur bei Weißt. Groke Frankfurter Straße 25/26. Kaufgesuche Fabrräder lauft 2inien take Rabngebine, Silberfachen. 8inn, Blet, Quedfilber, Goldschmelze Chriftionat, Röpenideritraße 89( Adalbertstraße). Unterricht Technische Brivatschule Dr. Werner, Regierungs- Baumeister, Berlin. Rean derstraße 8. Maschinenbau, Elettro technit, Hochbau. Abenblehrgänge. Tageslehrgänge. heits- Goldfullfederhalter Bureaubebaris Verschiedenes haus Lindner Neukölln. Raifer Friedrich- Straße 36/87. Bfanbleibe. Höchstbeleibuna. Lanae, haben Inserate Sepp- Schrager. Sanesgespräch be- Morikplak, Aschingerhaus. weifen meine tonkurrenslos billigen Vorwärtseppiche. Gegr. 1891.5 tepp and Dannen Decken D. R. Patent- Daunen- Decen taufen Sie befiens ab Fabrit Bernhard Strohmandel, Berlin Wallstr. 22( Untergrundbahn Infelbrüde) Filtale: Spittelmarkt, Ede Sendefftt, und Westen, Mitolsburger Blah 2. Ede Trautenauftr. Reparat. jeb. Art. Jaufte. Breistatalog gratis. Waschanstalten etwa 160: 280, 19.200 300 25.-. 250: 350 42.-. Biliden. Bäuferftoffe, Diwandeden, Gardinen, Teftorp. Die Wäscherei der Hausfrau, Stores. Bettdeden. Bequemite Rab- Berlin- Lichtenberg, Sergbergfft. 68/70. lungserleichterung. Nur Elfaffer Straße Fernruf Lichtenberg 2017. Uebernahme fechs. I. Etage, am Rofenthaler Blak. von Wäsche nach Gewicht. Gewaschene, halbtrodene Bäfche per and 22 Bia. Teppiche, Diwandecken. Tilchbetten Schranffertia cemangel'e Wäsche 10 Bfa. Bettvorleger Läuferstoffe, prachtvolle mehr. Mindefaewicht 20 Bfd. ErftAuswahl. ertra billige Gelegenheiten laffine Ausführung. Prompte Ab holung und fchnell fte Rüdlieferung täg Achtung, Waffersportler! Badbelboote lich nach Bunfch frci Saus. Vloeret und Stullboote fertigt au Freienftein, für Kragen, Manschetten und Ober Walbemarstraße 10 hemben Filder Votsdamerstraße 109