Nr. 172. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzelle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochen tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 26. Juli 1895. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Erkünftelte Bauerngüter. Bestehen des Gesetzes vom 7. Juli 1891 betragen die Zahlen Macht der Anerbe sein Recht geltend, so wird das Zu den Lieblingswünschen bürgerlicher Sozialpolitiker 1882 Höfe mit 18 379 Hettaren. Die überwiegende Mehr- Gut mit vollem Juventar auf den Nußwerth geschätzt. Von gehört die Schaffung oder Erhaltung eines leistungsfähigen zahl der Höfe entfällt auf die Provinzen Westpreußen, Bojen dem Schäßungswerthe werden die Lasten, kapitalisirt,( Rentenund Ostpreußen; dann folgen Pommern und Schlesien. gutsrente, Hypotheken u. s. w.) abgezogen. Von dem mittleren Bauernstandes, in dem sie ein Bollwerk gegen die Die Ergebnisse in den anderen Provinzen sind kaum nennens- bleibenden Nettowerthe des Gutes wird dem Anerben ein Bestrebungen der Sozialdemokratie zu erkennen glauben. werth. Drittel vorweg angerechnet. Die übrigen zwei Drittel Die mannigfachsten Maßregeln sind von ihnen vorgeschlagen, Die Rentengüter sind da; aber werden sie widerstands- werden nach Maßgabe des sonst giltigen Erbrechts unter die einige auch von der Regierung durchgeführt worden. Dazu fähiger sein gegen die Tendenz der kapitalistischen Entwicklung, Gesammterben( zu denen auch der Auerbe gehört) vertheilt. gehört die Eintragung der Höfe in die sogenannten Höfe- die den mittleren Bauernstand zerreibt, wie die mittleren Die übrigen Familienmitglieder erhalten dann eine zu 4 pCt. rollen, womit der Bersplitterung der Höfe durch Ver- Gewerbetreibenden in den Städten? Das ist die wichtige berechnete Rente angewiesen, die der Anerbe zu zahlen hat. erbung vorgebeugt werden soll; dazu gehört die Ansiedlung Frage für die bürgerlichen Sozialpolitiker. Diese Rente kann auf Antrag eines Betheiligten in eine von deutschen Bauern auf zerschlagenen Rittergütern in den ehemals polnischen Landestheilen Westpreußen und Posen; dazu Da hat es sich nun schon in der kurzen Zeit des Bestehens Tilgungsrente verwandelt werden durch Zuschlag von gehört auch die Bildung sogenannter Rentengüter, die der der Rentengüter gezeigt, daß ihnen bei Vererbung das 1/2 pCt. zu den Kapitalszinsen. Die Amortisirung erfolgt Inhaber nicht als frei verfügbares Eigenthum erwirbt, nämliche Schicksal der Ueberlastung mit Schulden droht, dann schon in 37 Jahren. Der Anerbe kann sie auch sofort sondern die er gegen Zahlung einer jährlichen Rente aller- das so manchen Bauernhof zur Vergantung und Zer- ablösen durch Pauschalzahlung. dings frei bewirthschaften, aber nicht über sie ohne Zuschlagung gebracht hat. Flugs sind die sozialpolitischen stimmung der staatlichen Rentenbank- Verwaltung weiter Heilfünstler mit dem Heilmittel bei der Hand, das im verfügen kann. Großgrundbesitz als die einzig zuverlässige Gewähr für Erhaltung des Besizes in den alten und befestigten Familien gepriesen wird: das Fideikommiß soll für bäuerliche Verhältnisse zugeschnitten werden. Die Eintragung der Höfe in die Höferolle ist nur dort in größerem Umfange bewirkt worden, wo die Vererbung der Höfe an einen Erben sowieso Landesbrauch war, Die preußische Regierung hat diesem Gedanken Rech nämlich in den Provinzen Hannover, wo 66 344 Höfe und Westfalen, wo immerhin noch 2357 Höfe eingetragen wurden; nung getragen in dem Entwurf eines Gesetzes ferner hat das kleine Lauenburg 518 eingetragene Höfe, betreffend das Anerbenrecht bei Renten während auf die sämmtlichen übrigen preußischen Pro- und Ansiedlungsgütern, das für die ganze vinzen nur 316 Eintragungen entfallen. Thatsächlich ist also Monarchie mit Ausnahme des Bezirks des Ober- Landesjenes Gesetz auf die Weiterentwickelung der bäuerlichen gerichts Köln( linksrheinischer Geltungsbereich des Code Verhältnisse in Preußen ohne beachtenswerthen Einfluß ge- Napoléon) in fraft treten soll. blieben. Sowohl die Ansiedlungsgüter( zum Zwecke der M Das ist der Kern des Gesetzes, durch das man den künstlichen Bauerngütern, die das Ansiedlungsgesetz und das Rentengutsgesetz geschaffen, ein kräftigeres Leben einblasen will. Vielleicht wird es dadurch gelingen, ein paar Dußend erfünftelte Bauerngüter etwas länger in einer Familie zu Wer erhalten. aber meint, kapitalistischen Entwickelung der Landwirthschaft Eintrag zu auf solche Weise der thun, der urtheilt wie jener Wandersmann, der auf die thun, der urtheilt wie jener Wandersmann, der auf die Donauquelle den Fuß setzte und nun glaubte, in Wien Donanquelle den Fuß ſetzte und nun glaubte, in Wien müsse der Donaufluß austrocknen. Politische Uebersicht. Daß die Ansiedelungen in Posen und Westpreußen Germanisirung der ehemals polnischen Provinzen geschaffen) Berlin, 25. Juli. thatsächlich gleichfalls ein Mißerfolg waren, geben jetzt wie die Rentengüter sollen diesem Gesetzentwurf zufolge ,, Die Nationalliberalen am Scheideweg", also be jogar frühere cifrige Befürworter derselben zu. Mit großem einem besonderen Erbrecht unterworfen sein, da es leider, titelt die„ Bossische Zeitung" den Leitartikel ihrer heutigen Geldaufwand ist zwar eine geringfügige Verschiebung der wie die Motive hervorheben, der verwickelten Rechtssysteme Morgennummer. Wir sind in der Saurengurkenzeit und nationalen Besitzverhältnisse in den beiden Provinzen, aber halber noch nicht möglich ist, für alle Bauernhöfe in Preußen die Stoffe für Leitartikel sind nicht so billig wie Bromnicht eine merkliche Aenderung zu gunsten der Deutschen ein neues, das Anerbensystem begünstigendes Erbrecht aus- beeren. Da muß man mitunter in die Ferne schweifen-bewirkt worden. Im ganzen sind in den 9 Jahren seit zuarbeiten. wenigstens mit den Gedanken, und geräth mitunter auf die Bestehen des Gesetzes 1606 Ansiedlungen mit 28 168 Heftaren Der vorliegende Gesetzentwurf bestimmt nun, daß beim seltsamsten abgelegenen Themen. Jüngst stellte Tante Boß mit Ansiedlern besetzt worden, während die Ansiedlungs- Tode des Rentenguts- Inhabers der Anerbe das Vorrecht haben Betrachtungen an über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten Kommission ein fast dreimal so großes Areal noch an der soll, den ungetheilten Besitz des Rentengutes zu fordern gegen des Parlamentarismus in Deutschland eine Frage, die Hand hat. eine Abfindungsrente an die Miterben, deren Höhe durch das leider im Jahre 1848 nicht entschieden, und dann im Gesetz näher bestimmt wird. Als Anerbe gilt zunächst der Jahre 1870/71 für längere Zeit hinaus entschieden worden älteste Sohn oder dessen Kinder, wobei wieder der älteste ist das heißt bis zum Ende der kapitalistischen DiktaturSohn den Vortritt hat. Fällt der älteste Sohn des Erb- periode, in der das europäische Festland seit der Junilaffers aus irgend einem Grunde aus, so folgen die übrigen schlacht von 1848 sich befindet. Und jetzt behandelt Tante Familienmitglieder nach der Anciennität, die männlichen Voß eine ähnliche Rip van Winkle- Frage. Die Nationalaber immer vor den weiblichen. liberalen am Scheideweg" aber welches Jahr zählen wir Diese fümmerlichen Ergebnisse der Gründung erkünftelter Bauerngüter, die zu„ nationalen" Zwecken erfolgt ist, reiht sich nun der zweiten Gruppe erkünftelter Bauerngüter, der der Rentengüter, würdig an. Im Jahre 1894 wurden 1902 Rentengüter mit 21 829 pettaren ausgelegt". In der voraufgegangenen Zeit seit " 73 Berliner Märztage.( Macbr. verb. Eine geschichtliche Erzählung von Michel Deutsch. Ein treffliches Zukunftsmaterial," sprach Hans Hartung bei sich. Hier aufzuklären, zu leiten, zu organifiren- welche herrliche, lohnende Aufgabe!" " " mit Ephraim Fisch und Herrn Kasimir näher, um den Männer, sozusagen, erblickt. Jetzt, nachdem er diese Armee weiteren Ausführungen der beiden Geschäftsfreunde zulauschen. an der Arbeit gesehen, drängte sich ihm mit zwingender Die Bewaffnung der Bürger wird ganz sicher be- Gewalt der Gedanke auf, daß er ihr nicht länger willigt," fuhr Herr Shrwurm fort. Herr v. Minutoli über- angehören dürfe. Ein mißlungener Versuch, während nimmt das Kommando, und noch heute wird unsere brave der nächtlichen Straßenschlacht zwischen den streitenden Schüßengilde die Wache beziehen." Parteien zu vermitteln, trieb ihn zu raschem Entschlusse: Unsere mannhaften Bürger werden Eure Freiheiten noch in der Nacht hatte er sein Entlassungsgesuch niederJe näher die drei Freunde dem Schlosse kamen, desto schützen," sekundirte Doktor Wollstein. Preßfreiheit und geschrieben und am Morgen es eingereicht mit der Bemer bewegter gestaltete sich das Bild, das die Straßen und Bürgerbewaffnung heißen die beiden Säulen, auf denen kung, daß seine politische Gesinnung mit der geforderten Plätze darboten. Alt und jung, Männer und Frauen, der neue Staatsbau sich stolz und mächtig erheben wird," Soldatenpflicht im Widerspruch stände". ganz Berlin mit einem Wort war auf den„ Wozu denn Bürgerbewaffnung?" ertönte aus der ,, Sie werden mich laufen lassen," sprach er, und dann Beinen, wie bei einer großen Feuersbrunst oder Ueber- Menge der Zuhörer kraftvoll eine dritte Stimme." Hat bin ich ganz und gar der Eurige. Wähnet nur nicht, schwemmung. Alle wollten Zeugen sein dieser elementaren denn das siegreiche Volk, das die Schlacht gewonnen, bereits daß heut alles erreicht ist, daß sie endgiltig ihre Niederlage Katastrophe, dieses Zusammenbruchs einer überlebten, ver- abgerüstet? Wozu die Bürgerbewaffnung verlangen, zugeben oder sich freiwillig den Bedingungen des Voltes morschten, nichtswerthen Staatsordnung. Schon begannen wenn Ihr die Voltsbewaffnung schon habt? Festhalten unterwerfen werden! Sei versichert, daß sie über kurz oder auch die Strebungen und Wünsche des siegreichen Volkes am Erreichten und sicheren Schrittes den betretenen Weg lang wiederkommen werden, um die verlorene Position feftere Form anzunehmen. Das Wort von der Bürger- verfolgen das ist's, worauf es jetzt ankommt. Bleibt zurückzuerobern, und daß wir nicht am Ende, sondern am bewaffnung war in die Massen geworfen worden von Euch selber tren, laßt Euch nicht verkaufen, wachet währ für so wollen, wir über unsere Freiheit wachen, wie gewissen Anfang des Kampfes stehen." Kellerhälsen, Ecksteinen und Balkonen herab riefen es haft über Eure Freiheit- das ist die beste Gewähr So duzende von Redner in die begeisterte Menge hinein. die Zukunft." Du riethest," versette Hans Hartung, und vor allem uns Mancher falsche Prophet befand sich unter diesen Wortführern Ein schallendes Bravo! folgte den Worten des letzten selbst treu bleiben. Jeßt aber laß uns jubeln mit diesem des Augenblicks, mancher staatsrettende Spekulant, der das Redners. Hans Hartung traute seinen Sinnen nicht: war glücklichen Volke sieh, wie die Freude, die Hoffnung, die Volk mit dem neuen Stichwort zu beschwichtigen und das wirklich sein Jugendfreund Hermann, der da gesprochen? Lust am Leben von allen Gesichtern glänzt, so hart und zum Verzicht auf weitere Forderungen zu bewegen hoffte. Nein, es war kein Zweifel, es war Hermann Rechberg, und sauer dieses Leben ihnen auch ankommt! Hättest sehen sollen, - Aber nicht so leicht war der geschärfte Sinn des Volkes auch er hatte Hans jetzt erkannt und schritt freudig über- wie sie auf unserer Barrikade alle ihren Mann standen jetzt zu täuschen: es wich und wankte nicht, so sehr auch rascht auf ihn zu. nein, nein, ein solches Volk kann nicht unterliegen." die doppelzüngigen Schmeichler ihm gute Worte gaben. Das nenn' ich ein Wiedersehen!" rief er, den Buch- Und Hans begann dem Freunde von den nächtlichen " So gehet nur heim zu Euren Frauen und Kindern," drucker herzlich umarmend. Du staunst natürlich, alter Thaten der Barrikadenmänner und seinem eigenen Antheil ließ eine pathetische Stimme, die Hans Hartung bekannt Junge wunderst Dich, daß ich nun doch noch mit Sack am Kampfe zu berichten. Als er den Ausgang des Duells flang, aus einem dichten Menschenknäuel sich vernehmen. und Pack umgefattelt bin? Ja, sieh, was solch ein erzählte, das Bruno Volkmuth und Axel von Pilgram Geht, Ihr wackeren Leute, laßt unseren guten König zur Stündchen Weltgeschichte nicht alles bewirkt!" mit einander ausgefochten, sprach Hermann den lebhaften Ruhe kommen nach den schweren Tagen!" Und er begann, neben Hans herschreitend, von seinen Wunsch aus, seinen Vetter zu sehen. Langsam Wir haben ja die Preßfreiheit, werthe Bürger," fiel Erlebnissen in der verflossenen Nacht zu berichten. Herr trug fie der Strom der Menschen dem Schloffe eine zweite, fistelnde Stimme ein. Wir dürfen jetzt alle Ohrwurm und Doktor Wollstein hatten sich Herrn Kasimir's zu, während die beiden Zeitungsmänner mit Ephraim Fisch unsere Wünsche ungehindert erörtern, ohne daß ein Zensor und des Lederhändlers bemächtigt und folgten, vom und Herrn Kasimir ihnen folgten. Der letztere hatte die mit brutalem Machtwort uns dreinspricht." Reporterinstinkt getrieben, an ihrer Seite den beiden Freilassung der gefangenen Polen aufs Tapet gebracht und Hans schaute hin und erkannte in den beiden Friedens- Freunden. Einen schweren Entscheidungskampf hatte auch Doktor Wollstein war ganz von Begeisterung für seinen aposteln ein paar alte Bekannte: Herrn Redakteur Dhr- Hermann in dieser ereignißreichen Nacht bestanden: nicht Vorschlag erfüllt. wurm, der nach den Vorgängen der Nacht mit fliegenden einen Kampf mit blutigen Waffen, sondern einen Kampf Fahnen ins Lager des Volkes abgeschwenkt war, und Herrn der Ueberzeugung, einen Kampf im Innersten des eigenen Doktor Wollstein, den Ohrmurni vor kaum einer Stunde Wesens. Und er fühlte sich als Sieger nach diesem Kampfe. Er auf ein rasch entworfenes Reform Programm hin als hatte einst in der Armee, der er angehörte, ein VolksbildungsHilf sredakteur für seine Zeitung engagirt hatte. Er trat Institut im höchsten Sinne des Wortes, eine Schule der! " " " Da hätten wir gleich noch ein Thema für unser neues Programm", sagte er zu Herrn Ohrwurm. ( Schluß folgt.) denn? 1895! Hat Tante Voß denn 29 Jahre lang geschlafen?| fertigen wissen. Der Katzenjammer der bürgerlichen Kreise ist| Frankreich habe zum Kriege gedrängt und Deutschland übers Dder zum mindesten 25 Jahre? Hat fie den Donner der freilich so unendlich groß, daß sie um jeden Preis denselben rumpeln wollen. Bahlenmäßig wiesen wir nach, daß Frankreichs Kanonen nicht gehört, die 1866 das alte legitime Recht umstürzten los werden möchten, und wäre es auch nur dadurch, daß Armee bis kurz vor der Kriegserklärung völlig unzureichend war. und einen russisch- absolutistischen Junker zum Herrn der sie sich in einen neuen Rausch stürzen. Das Jubiläum des Heute tommt die" Magdeb. Beitung" und erzählt uns in ihremt Jubiläumsartikel, daß die französische Armee auch nach der Geschicke Deutschlands machten? und hat sie den Donner Krieges soll ihn wieder auffrischen. Der deutsche Kriegserklärung unvollständig war. Man urtheile ſelbſt. Die der Kanonen nicht gehört, die 1870/71 besagten russisch- Chauvinismus stellt die Herrlichkeit des Deutschen Reiches Magdeb. 3tg." giebt folgende zwei Telegramme, vom 24. Juli 1870 absolutistischen Junker zum absoluten Herrscher absoluten Herrscher des in den leuchtendsten Farben dar, dem gegenüber Frankreich batirt, wieder: Deutschen Reichs machten, der den Parlamentarismus in tiefste Nacht sinkt. Die Bossische Beitung" zieht eine Der fommandirende General des 4. Korps an den Chef des liur als Werkzeug des Absolutismus gebrauchen Parallele zwischen beiden Reichen im Falle eines kommenden Generalstabes. Paris. Thionville, 24. Juli. fann? Standen nicht damals die National Krieges. Das 4. Korps hat noch keine Marketender, keine Ambus liberalen am Scheideweg!" Und sind sie nicht damals die Wege Bismarck's und des Absolutismus gewandelt? Seitlanzen, keine Wagen für die Korps und Stäbe. Tours ist vollständig entblößt. dem hatten sie nichts mehr zu verlieren. Sie hatten blos zu verfaulen. Und das haben sie gründlich besorgt. Ein Leichnam, der in einem Sumpf liegt und die Luft ringsum verpestet das ist die nationalliberale Partei. Und das soll am Scheideweg stehn". D Tante Voß! Jubiläumsbetrachtungen. Der Krieg von 1870/71 war ein heiliger Krieg", aber auch" heilige Kriege" tosten Geld und Menschenleben. Sehr zeitgemäß ist daher folgende Notiz, die ohne Kommentar durch einen Theil der Preffe geht: " Jeder Krieg kann für Frankreich den Umsturz bedeuten. Jede Niederlage fann über die Großstädte Frankreichs auch die Schreckensherrschaft der Kommune zurückführen." Wie anders steht es mit Deutschland! deutsche Nation würde sich immer wieder erheben und ihre letzte Auch wenn Deutschland Schlappe auf Schlappe erlitte, die Kraft einsehen, die Fremdherrschaft abzuwehren." 0 Deutsches Reich. " Der Intendant des 3. Korps an den Kriegsminister. Paris. Met, 24. Juli. Das 3. Korps verläßt morgen Meh. Ich habe keine Lazarethgehilfen, Verwaltungsarbeiter, Lazarethwagen, Feld Die deutsche Nation"! So wie über Deutsch backöfen. feinen Train und bei der 4. Division und Kavalleries Division habe ich nicht einen Beamten. Ich bitte Ew. Exzellenz, land ein Krieg käme, hätte die deutsche Nation" zunächst mich aus der Verlegenheit zu ziehen, in der ich mich beftude; das das Maul zu halten", und sich dem Standrecht zu unter- große Hauptquartier kann mir nicht aushelfen, obwohl es dort werfen. Was aber den Patriotismus" und den Opfer- mehr als zehn Beamte giebt. muth des Junkerthums und der Bourgeoisie anbetrifft, so Wir sind der Magdeburgischen Zeitung" für die Verbelehren uns die Organe der letzteren täglich, daß auf den breitung dieser Depeschen dankbar. Dem Blödesten wird das Was hat der Feldzug 1870/71 an Menschenleben gefoftet? Opfermuth des Junkerthums wenig zu rechnen ist, während durch klar, ob Frankreich oder Deutschland zum Kriege geVon den ungeheuren Verlusten der deutschen Armee im Feld- die konservative Presse uns zeigt, daß der Patriotismus der brängt hat. Die Korrektur der Emser Depesche geschah zur rechten zuge 1870/71 bekommt man durch folgende Zahlen einen Bourgeoisie nur soweit reicht, als ihr Profit. Den Opfer- Beit." ungefähren Begriff. Die größten Opfer hatte das Ost muth der herrschenden Klassen sollen wir erst fennen lernen; preußische Infanterie- Regiment Nr. 44 mit 1694 Mann; es folgt das 3. westfälische Infanterie- Regiment Nr. 16 aus der Geschichte haben wir nichts davon erfahren. Und mit 1691 Mann. Dieses Regiment, welches am 16. Auguft hierin ist die deutsche Bourgeoisie der französischen um kein Wegen Majestätsbeleidigung hatte bekanntlich die im Verein mit den 56 ern die Divisionen Giffen und Haar breit voraus; im Gegentheil sie theilt deren Mängel Staatsanwaltschaft unseren verantwortlichen Redakteur, Genossen Grenier angriff, wurde fast zertrümmert und nur durch ohne ihre Vorzüge zu haben. Dierl( Roland), angeklagt, weil der Vorwärts" einen Bericht über die heldenmüthige Attake der ersten Garde Dragoner vor Die Abwehr der Fremdherrschaft nun gar! eine Verhandlung wegen Majestätsbeleidigung veröffentlicht hatte. vollständiger Vernichtung bewahrt; es verlor an Todten Sie liegt der Bourgeoisie am wenigsten am Herzen; ist sie Die Straffammer hatte die Eröffnung des Hauptverfahrens durch allein die ungeheure Biffer von 27 Offizieren und 526 Mann. doch gewöhnt, im Kampf gegen die Arbeiter der eigenen einen ausführlich motivirten Beschluß abgelehnt. Sie hatte anEs folgen: Regiment Nr. 52 mit 1655 Mann, Regiment Nation sich der auswärtigen zu bedienen, um die genommen, daß die Absicht des Genossen Dierl( Roland) nur die Nr. 6 mit 1504 Mann, Regiment Nr. 48 mit 1497 Mann, deutschen Arbeiter unter unter die Fremdherrschaft der gewesen sein könne, darzulegen, was alles als„ MajestätsbeleidiRegiment Nr. 11 mit 1453 Mann, Kaiser Franz- Regiment mit 1322 Mann, 8. fächsisches Infanterie- Regiment mit 1318 Mann. polnischen, böhmischen und italienischen zu bringen. Dem aung" von gelehrten Richtern erachtet werden könne, und die Genossen vor unvorsichtigen Aeußerungen zu warnen. Ueberdies leber 1000 Mann verloren noch die Regimenter: 1., 2., 3., Deutschen Arbeiter, der doch wohl auch zur Nation gehört, war im„ Borwärts" die beleidigende Stelle, derentwegen eine Garde Grenadier- Regiment Königin Augusta und Elisabeth, ist es ebenso gleich, ob die Fuchtel, die über ihn ge- Berurtheilung stattgefunden hatte, erheblich abgeschwächt. ferner die Regimenter 4, 7. 8, 20, 24, 32, 35, 40, 43, 46, 50, schwungen wird, von deutschem oder ausländischem Leder Als wir den Inhalt dieses Beschlusses unseren Lesern mittheilten, 56, 57, 83, 85, 94, sowie das 2. Bayerische Infanterie ist, als es ihm wenig Genugthuung gewährt, daß er im gedachten wir bereits des Umstandes, daß durch die be Regiment mit 1097. Ganz abnorm war die Einbuße Falle eines Krieges jedenfalls von einer deutschen, tehende Gefeßgebung dem jederzeit abse bei dem Garde Schützen= Bataillon mit 518 Mann. Krupp'schen Kanone erschossen wird. baren Staatsanwalt das Recht eingeräumt ist, Das Bataillon hat also nazu 60 Prozent seines Begegen Beschlüsse und Urtheile, unabhängiger standes eingebüßt. Auch einzelne Reiter, sowie Artillerie- Wortfalschmünzerei. Die Frankfurter Zeitung". Richter Rechtsmittel einzulegen. Der Staatsanwalt Regimenter weisen staunenerregende Biffern auf, so das Magde an die wir beiläufig bei unserer neulichen Notiz betr. die hat von diesem Recht Gebrauch gemacht und das Kammerburger Rüraffier Regiment Nr. 7 207 Mann, Altmärkisches soziale Demokratie" gar nicht gedacht haben nimmt gericht hat dem Antrage der Staatsanwaltschaft stattgegeben. Ulanen- Regiment Nr. 16 198 Mann, Erstes Garde- Dragoner- Siese Notiz zum Anlaß, um dem Organ des Herrn Böttcher Als einzige Begründung seines den Landgerichtsbeschluß aufz Regiment 141 Mann. Das Brandenburgische Feld Artillerie ben is nachzuschreiben, wir dürften uns über Diebstahl bebenden Beschlusses führt es die Worte an: über 10 000 Mann wurden nur das 3. preußische und 1. bayerische von Programm- Namen und Programm- Punkten 2c. nicht dieser Angeschuldigte jedoch nach Lage der Armeekorps betroffen. In dem Feldzuge fanden 78 Schlachten beschweren, da wir doch für unser Agrarprogrammn alle tände hinreichend verdächtig erscheint", Majestätsbeleidigung begangen zu haben. Die Richter, welche diesen Beschluß unterund Gefechte, sowie 870 Renkontres aller Arten statt." Den anderen Parteien geplündert hätten. Nun, wir nehmen schrieben haben, heißen: Rathmann, Broicher, Kandelhardt, Franzosen tosiete der Krieg weit über 200 000 Menschen. das Gute wo wir's finden. Vielleicht ist aber die Frank Hellweg und Przewlofa. Die Thatsache, daß ein wohl motivirter Den Kommentar macht der Leser sich selbst. Der furter Zeitung" so gut, uns in dem ursprünglichen Gerichtsbeschluß auf Ersuchen einer Verwaltungsbehörde hin von Redakteur" der Emser Depesche kann mit seinem Werke Text unseres praktischen Programms eine einzige dem Kammergericht durch Hinweis auf die Person des Anzufrieden sein. Forderung zu zeigen, die nicht auch von bürgerlichen geklagten und durch die Formel nach Lage der Umstände" aufEine andere recht intereffante und recht lehrreiche Parteien aufgestellt wäre. Nur eine- und wir wollen gehoben werden kann, ist nicht geeignet, das Vertrauen in die Jubiläumsbetrachtung finden wir in der" Frankfurter vor der sozialen Demokratie" Buße thun in Sack und Rechtspflege zu heben. Volksstimme" vom heutigen Tag. Sie schreibt: Asche. Daß die Sozialdemokratie uur konsequente- Reichstag3 Erfahwah! in Dels WartenVor 25 Jahren! Der Abg. Karl Wayer v. Rothschild Demokratie ist, haben wir schon vor 30 Jahren berg. Der Breslauer Zeitung" zufolge findet die Reichstagsbleibt der Sitzung des Reichstags fern, welche über die Kriegsgesagt. Und was wir der bürgerlichen Demokratie Erfahwahl in Dels Wartenberg für Kardorff am 17. Sepanleihe beschließt; er läßt sich mit Arbeiten in seinem Geschäft zum Vorwurf machen, ist ja gerade, daß sie ihre eigenen tember statt. entschuldigen. Bis zum 3. August find auf die Anleihe erst Konsequenzen nicht zicht. Sozialdemokratie und Armee. Wir brachten 3 Millionen gezeichnet, lediglich von fleinen vor einigen Tagen die Mittheilung, daß gegen das Eindringen Patrioten, die gesammte Bantwelt hält sich zurück, Ueber Moral und Clauben" des arbeitenden von„ Umsturzbestrebungen" in die Armee jetzt von den Militärallen voran das Frankfurter Haus Rothschild sammt seinem Berliner Volkes schreibt Professor Ferdinand Tönies in Agenten, das feinen Finger rührt. In Frankfurt wurden ins Ethischen Kultur": gesammt von 532 Zeichnern 2 476 300 Thlr. gezeichnet. Dagegen" Ethischen Kultur": ließ es vorher das eng liirte Haus Bleichröder fürliche ein die französische Anleihe ruhig thätig sein. Nun, was die hohe Finanz vor 25 Jahren durch anfängliches glaubt allerdings noch Zögern verfäumte, hat sie nachher reichlich wett gemacht als es galt den Milliardensegen einzuheimsen. Unsere deutsche Großbourgeoisie, die sehr mords. patriotisch thut, pfiff auf die deutsche Kriegsanleihe, weil dieselbe nicht genügenden Profit versprach. Der Musterund Mordspatriot ist stets auch ein Prozent patriot, und außerdem, wenn es irgendwo etwas zu erschnorren giebt, wie weiland in den Tuilerien, auch ein Bettel patriot, der Landesfeinden" aus der Hand frißt. Herr Bleichröder, der für die französische Anleihe thätig war, war und ist Bismarck's Bankier. Regiment verlor nicht weniger als 632 Mann. Von Verlusten " C M " -V Um= der behörden mit besonderer Schärfe vorgegangen werde. Es werde jetzt den Reservisten, welche zur Uebung eingezogen werden, vor Ein großer Theil des Volkes, zumal der weib ihrer Einkleidung ein besonderer Korpsbefehl vorgelesen, in größerer als der gebildeten Klasse welchem auf die immer häufiger werdenden Versuche, revolutioan Gott und an die Un- nären und sozialdemokratischen Lehren Eingang in die Armee Sterblichkeit der Seele; aber an die kirchlichen Lehren, zu verfchaffen, hingewiesen und dagegen die schwerste Strafe die doch zuletzt immer als die Religion" verstanden angedroht wird. Hierzu schreibt heute die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung": werden, ist der Glaube in rascher Abnahme begriffen und hat auf die Lebensführung nur geringen Einfluß mehr. Auf Daß derartige Warnungen verlesen werden, ist richtig, aber einen sinkenden Grund kann man keine Häuser bauen. Bu gleicher nichts Neues. Im Gegentheil find schon seit längerer Zeit die Beit wächst im Volte das Verlangen nach Wohlstand und nach Truppenführer verpflichtet, die Mannschaften auf den Gegensatz Bildung, nach Wohlstand als Bedingung der Bildung, und beide zwischen den Bestrebungen der Sozialdemokratie und den Pflichten werden auch als Bedingungen sittlichen Lebenswandels, wenigftens des Soldaten hinzuweisen. Eine besondere Anordnung in dieser der Enthaltung von Lastern behauptet und gefordert. In der Art, Beziehung ist neuerdings nicht ergangen. Die Militärbehörden haben also schon seit längerer Zeit bie wie dies geschieht, kommt viel Irrthum zu tage; aber die Wahrheit ist ist darin unverkennbar. Die gebildete Welt aber handelt durchaus Erfahrung machen können, daß der Korpsbefehl nichts hilft. nach denselben Marimen, als ob sie ganz wesentlich wahr wären.- Ein Reich 3- Versicherungsgefeh ist schon seit Es ist höchst wunderlich und heuchlerisch, wenn sie vom Volfe einer langen Reihe von Jahren in Vorbereitung". Es handelt Ein entsetzliches Sakrilegium hat die Germania" eine andere Vernunft erwartet, als die in ihr herrschend ist. Die sich dabei um die gesetzliche Regelung der Verhältnisse der privaten sozialistische Theorie und die Volksmeinung, so weit sie jetzt wieder einmal entdeckt. In Belgien soll irgendwo mit einer unter diesem Ginflusse steht- behauptet, als' unerläßlich auch Versicherungsgesellschaften. Jetzt soll die Sache etwas in Fluß Hostie Unfug getrieben worden sein und zwar angeblich für eine sittliche Erneuerung, jene Umgestaltung der Produktions- kommen, und es wird darüber folgendes mitgetheilt: von einem Sozialdemokraten. Nun, da die Sache den weise und des Eigenthumsrechtes, die sie zugleich als nothwendiges finden, welche die Webernahme von Versicherungen aus GewinnStaatsanwalt beschäftigt, wie die Germania" mittheilt, Ergebniß der gesammten Entwickelung darstellt und beweisen zu absicht betreiben, und zwar sowohl auf diejenigen, bei denen die so wollen wir ruhig das Ergebnis abwarten. Es wird fönnen meint. Ich halte diese Theorie für richtig. Aber ich Versicherungsnahme unabhängig von der Mitgliedschaft der VerVersicherungsnahme unabhängig von der Mitgliedschaft der Wervielleicht wieder ein Cempuis herauskommen. Und nun verbinde mich gern mit solchen, die sie für unrichtig halten, wenn sicherten ist, als auch auf solche, welche die Versicherung ihrer Versicherten ist, als auch auf solche, welche die Versicherung ihrer eins: Ueber die Heiligkeit der Hostien wollen wir uns diese bereit sind, mitzuwirken, daß man dem unmittelbaren Ver- Mitglieder nach den Grundfäßen der Gegenseitigkeit übernehmen. hier in keine Erörterung einlassen. Der eine glaubt daran, langen des Volkes- nach besserer und gesicherter Lebensstellung. In Berbindung mit solcher gefeßlichen Regelung des Versicherungsfürzerer Arbeitszeit, gesünderen Wohnungen, und endlich nach der andere nicht. Daß aber die„ Schändung" einer Hostie höherer Bildung- entgegenkomme. Man darf allerdings erwarten, wesens ist auch der Plan erwogen worden, im Reichsamt des ein viel leichteres Verbrechen ist, als die Schändung von daß alles, was in dieser Hinsicht gethan wird, auch der Sittlich richten, welche in ständigem Konnex mit den Verwaltungen der Innern eine besondere Abtheilung für Versicherungswesen einzumännlichen und weiblichen Schulkindern, wie sie fast feit zu gute komme, wenn auch vielleicht nicht in raschen und Einzelstaaten die Aufsicht über die gesammte Geschäftsführung täglich aus katholischen Ländern gemeldet wird, Schän- unmittelbaren Folgen. Hinzukommen muß jedenfalls, daß dem der Privat- Versicherungsgesellschaften ausüben soll. Als Hauptbung verübt von tatholischen Priestern das Volke eine dauernde und tiefgehende Zeitung zu theil werde von wird die„ Germania" wohl menschlich genug sein, uns zu Gie darf in feiner Weise als Bevormundung auftreten; als Statuten über die Prämien- und Reserveberechnung und die über die gesetzmäßigen Aufstellungen und Handhabung der wird die„ Germania" wohl menschlich genug sein, uns zu Männern und Frauen, deren wirkliche Bildung überlegen ist. funktionen der neuen Behörde find ins Auge gefaßt: Die Aufsicht zugeben. ernftgemeinte Freundschaft und Genossenschaft wird sie willin Deutschland Prüfung der Rechenschaftsberichte und Bilanzen. Begeisterung ist keine Heringewaare, die man fommen sein. Vielleicht wird dies - Beschwerberecht in Hamburger Gefängs einpöfelt für einige Jahre, noch weniger, wenn sie innerhalb der sozialdemokratischen Partei möglich sein. Es kann selbst nur künstlich hervorgerufen und längst dem Katzen- daher der Uebertritt zu dieser Partei der nothwendige Weg sein, nissen. Schon vor einigen Wochen haben wir den ungeheuerum auf die Volksbildung ethischen Einfluß zu gewinnen. Erlichen Erlaß mitgetheilt, den der Hamburger Senator Dr. Herz jammer der Enttäuschung gewichen ist. Daß der unmittel- wäre dann, genau in dem Verhältnisse, als er den gesellschaft betreffend das Beschwerderecht der Gefangenen beliebt hatte. bare Ausbruch des Krieges durch die berüchtigte Depeschen- lichen Meinungen zuwider ist, felber eine fittliche That, Dieser Utas lautete: fälschung oder Redaktion" veranlaßt ist, das haben die wenn er zugleich in ökonomisch politischem Denten be„ Die Beschwerde ist selbst dann unberechtigt und disziplinarBourgeoisparteien ihrem Urheber nicht blos verziehen, gründet wäre. Nothwendig ist aber wenigstens( wie ich widrig, wenn der Beschwerdeführer in dem einen oder anderen sondern rechnen es ihm selbst noch als Verdienst an; in schon gesagt habe), daß man mit gutem Willen und mit Falle die Strafe wirklich nicht verdient hätte. Auch eine unverder Bourgeoisie rechtfertigt der Erfolg alles und selbst die Verständniß auf die Gedanken, die den Arbeiter bewegen, biente Strafe, die im Dissiplinarwege auferlegt wird, muß mit ergaunerte Million umgiebt deren Besitzer mit dem auf die Nöthe, die ihn verdüstern, auf die Hoffnungen, die ihn Bescheidenheit und Ergebung hingenommen werden. Beschwerden ganzen Nimbus des Millionärs. Die Bossische Zeitung" erhellen, liebevoll eingehe, und das wird vielleicht nur der noch gegen die Entscheidung des Direktors in Disziplinarfachen giebt hat sich in diesen Tagen besonders bemüht, den vermögen, der durch Studium auf dieselbe Ansicht gelangt ist, es nicht. Solche werden bei mir nie Gehör finden und jedesmal Fürsten Bismarck reinzuwaschen; flug genug hält sie sich nur wie die Menge durch ihre Lebenslage; trübe oder flar, wie eine scharf, wenn nöthig, mit der schärfsten Strafe geahndet werden." solche Ansicht sein mag. Auf jeden Fall kann durch persönlichen Obgleich dies schon vor drei Wochen veröffentlicht wurde, an die Emser Depeschenfälschung in ihrer Gegenstellung zu Berkehr am ehesten, der Gebildete Bildung mittheilen, und auch ist bis jetzt noch nichts geschehen, um diesen Senator mit seinem den Fehlern und Nichtsnuzigkeiten der französischen Regie- fittlichen Idealismus befördern, wenn nicht erwecken; wofür Grlaß zu rettifiziren. Das offiziöse Blatt des Hamburger Senats rung, und übersieht vollständig, daß die Emser Depesche historische Vorbilder und Beispiele lebender Männer und Frauen aber hat krampfbaft geschwiegen. Die„ Hamburger Freie Presse" selbst nur den Schlußstein zu der ganzen Bismarck'schen gegeben sind. bemerkt zu diesem Sachverhalt: Attion bildete, die darin bestand, sich der Hilfe Frankreichs Vorstehendes ist unzweifelhaft sehr gut gemeint und" Hamburg ist eine Hochburg der Sozialdemokratie, wird ausfür den Fall der Noth um den Preis des Verraths des macht dem Herzen des Schreibers gewiß alle Ehre. Wir schließlich von sozialistischen Abgeordneten im Reichstag verdeutschen Staates zu sichern. Daß hier, wie schon öfters, glauben aber, daß für die befizenden und sogenannt ge- treten; nicht mit unrecht rühmt sich jene Partei, daß halb Hames gelang, den Teufel um die wohl erworbene arme Seele bildeten Klaffen eine Gesellschaft zur Verbreitung von burg schon sozialistisch sei. Kein Wunder, denn wenn an höchster zu betrügen, mag wohl Viele mit Genugthuung erfüllen, Bildung und Idealismus weit nöthiger ist, als für die Stelle die Begriffe über das elementarfte Recht und Unrecht derartig verrückt werden, wie in dem Erlaß des Herrn Senators ermeckt aber noch immer keine Sympathie für den, der den Arbeiterklasse. Herz, so werden damit auf einen Schlag mehr Sozialdemokraten gewonnen, als durch hundert Versammlungen, in denen die besten Redner der Partei werben." Und das stimmt. nur schimpflichen Vertrag geschlossen hat. Wer die Emser Es ist nichts so fein gesponnen n. f. w. Unser Tepesche vertheidigen will, muß vorerst die Ver- Magdeburger Bruderorgan schreibt:" Im Leitartikel heutiger handlungen von Biarriz im Oftober 1865 zu recht- Nummer widerlegten wir die Behauptung der bürgerlichen Bresse: 1 — Militärische Hilfe bei FeuerSbrünsten. Dec Brand von Brotterode, durch den über 200 Häuser vernichtet wurden, hatte, wie berichtet, den Vorschlag gezeitigt, daß zur Linderung der ersten Roth von Brandkatastrophen heim- gesuchter Einwohnerschaften kleiner Orte die im ganzen Lande zerstreuten Militärdepots mit ihren vielfachen Hilssmitteln ein- treten sollen. Wie die ,,Mil. u. Pol. Korr." hört, wird diese Frage demnächst in der Ministerialinstanz berathen und wahrscheinlich dahin entschieden werden, daß in Zukunft die Bezirksregierungen mit den Militärbehörden in Verbindung treten und die ver- autwortliche Ausführung der Hilfeleistung in die Hände der Organe des„Rothen Kreuzes" oder eines analogen Verbandes gelegt wird.— — Wohnungsnoth am Nordostsee- Kanal. Für die neuangestellten Kanalbeamten ist es sehr schwierig, Wohnungen zu finden. Die Wohnungsnoth wird der„Kieler Zeitung" zufolge von Tag zu Tag größer. Jetzt sind die Vcring'schen Baracken, welche 16 Wohnungen enthalten, von der kaiserlichen Kanal-Kommisston für 8000 M. angekauft und sollen vorläufig den neu angestellten Kanalbeamten Unterkunst ge- währen.— — Agrarische Wünsche. In der„Deutschen Tages- zeitung". dem Organ des Bundes der Landwirthe. wird seitens eines Einsenders der Vorschlag gemacht, die arbeitslosen Aus- Wanderer zurückzuberufen in die Heimath, wo sie genügend Arbeit finden könnten. Zu diesem Zwecke solle sich eine Gesellschi bilden, welche das nöthige Geld zu erwerben habe, um die Rück- reise der betreffenden Auswanderer zu ermöglichen. Im weiteren ist der Einsender der Ansicht, daß durch dieses Jnswerksetzen nicht nur dem Auswanderer und dem Grundbesitzer, welcher an Arbeitermangel leide, geholfen sei, sondern auch dem Zustande ein Ende gemacht würde, daß die jetzt sich in Arbeit befindlichen Leute sich alles herausnehmen könnten, weil sie glaubten, sie seien unersetzlich.— Also Einwandererkulis, um den Lohn und die Arbeitsbedingungen herunterzudrücken!— — Gneist als Parlamentarier. Den jüngst ver- storbenen nationalliberalen Gelehrte» Gneist charakteristrt eine Zuschrift an die„Freisinnige Zeitung" als Parlamentarier solgendermaßeu; Gneist war kein parlamentarischer Redner. Er faßte nicht den Unterschied zwischen Katheder und Tribüne. Seine Reden dauerten fast immer 4S Minuten und waren bis aufs Wort vorbereitet, sogar schriftlich vorher ausgeführt und aus kleine Zettelchen niedergeschrieben. Gneist verstand es auch nicht, die einmal derart fixirle Rede dem Gang der Debatte anzupaffen. Nur den ersten oder noch den zweiten Satz zu ansang der Rede bezog er auf den Vorredner, dann sagte er das Geschriebene aus. Nicht selten und gerade in der Zeit, in welcher er noch parlamentarischen Einfluß besaß, brachte Gneist, bevor er die Rednertribüne bestieg, einen schriftlichen Auszug der Rede, so wie er denselben in die Zeitungen gebracht zu sehen wünschte, vertrauten Journalisten auf die Tribüne. — Der Abgeordnete Ahlwardt reist bekanntlich im Lande umher, um gegen Entree„politische" Vorträge zu halten. In verschiedenen Orten haben neuerdings die Sozialdemokraten in derartigen Versammlungen den Antrag gestellt, es solle der Ueberschuß aus der Vortragseinnahme über die Kosten des Saales und die persönlichen und Reisekosten Ahlwardt's zu irgend einem wohlthätigen Zwecke verwandt werden. Aber Ahlwardt ver- theidigt die erbeutete Kriegskaffe, wie ein Tiegerweibchen seine Jungen. Recht interessant ist, was er dem Kieler sozialdemokrati- schen Stadtverordneten Hcinzel auf dessen bei einer am Dienstag abgehaltenen Versammlung gestellten Antrag antwortete:„Ge- rade von einem Sozialdemokraten hätte er nicht erwartet, daß man ihm sein sauer erworbenes Geld streitig machen wolle; der Vortrag sei das Produkt seines Wissens und Studiums, also eine produktive Leistung, für welche 80 Pf. Eintrittsgeld die Gegenleistung darstellen; unter keinen Umständen lasse er hier über sein wohl und rechtlich erworbenes Geld verfügen." — Die„Ordnungsliebende n". Seit zwei Jahren sind in Augsburg die katholischen und evangelischen Arbeiter- vereine, wie auch die Hirsch-Duucker'schen Harmonie-Apostel zu einem Verband der„ordnungsliebenden" Arbeitervereine ver- einigt, um gemeinsam die Sozialdemokratie zu bekämpfen. Mit ihrer Sozialistenhatz haben sie kein Glück, noch viel weniger aber mit ihren„Führern". Wo jetzt der Name„ordnungsliebend" genannt wird, giebt es als Antwort nur ein höhnisches Lächeln. Vor acht Tagen starb der Vorstand des evangelischen Arbeiter-Fortbildungsvereins, ein Herr Schneidermeister Bischoff. Die liberalen und ultramontanen Blätter feierten ihn in einem warmen Nekrolog als tüchtigen Kämpfer gegen den Sozialismus. Kaum war der Streiter beerdigt, so erhoben seine eigenen Parteifreunde den schweren Vorwurf gegen ihn, daß unter seiner Vereinsleitung 40 000 M. Vereinsgelder verschwunden seien. Der Verein hat nämlich ein„eigenes" Ver- einshauS, weshalb B. mit so hohen Summen zu thun hatte. Nach Behauptung seiner Freunde fehlt die Buchführung gänzlich, nur hie und da findet sich in seinem Notizbuche zwischen den Maaßen über anzufertigende Kleidungsstücke eine spärliche Notiz über Vereinsgelder, aus denen jedoch kein Mensch klug wird. Jedenfalls muß das Vereinshaus salliren. So sehen die„Orduungs- liebenden" aus.— — Wie man in den Reichslanden germanisirt, zeigt eine Zuschrift, die der„Frankfurter Zeitung" aus den Reichslanden zugeht: Die Jnschristen-Verordnung, nach der im Reichsland neue FirmeN-Gefchüslsaufschristen u. s. w. in deutscher Sprache erfolgen sollen, hat seit Jahren zahlreiche Verwaltungs- kuriosa gezeitigt. So wurde die Ausschrift„coiffeur" und „estaminet" als französisch verboten und mußte durch die „deutsche"(?) Bezeichnung„Friseur" und„Restauration" ersetzt werden. Das lllütol äo r�bcmclaiics hatte sich in ein Hotel zur Abondance zu verwandeln. Das bekannte Buch des Abbe Winterer über den Sozialismus wurde von den Schaufenstern polizeilich entfernt, weil die staatsgefährlichen Worte„vieut äo xaraUrs" auf dem Titelblatt flgurirten, und was ähnliche Ungereimtheiten mehr sind. Ein drastischer Fall ereignete sich soeben in Colmar. Ei» Wirth namens Griffon beabsichtigt, die Inschrift seines Cafos zu erneuern. Seilens des Bürgermeisteramts, sowie der Polizei erhielt er die Erlaubniß, die Schreibart„Oats" an- zuwenden. Auch fein Licenz- und Konzessionsschein enthält die Bezeichnung„Cafs Griffon". Die neue Aufschrist wurde unter Beibehaltung dieser Orthographie ausgeführt. Zwei Tage nach Anbringung der Inschrift wurde Griffon jedoch von maßgebender Seite genölhigt, die Bezeichnung„Vf�e" zu beseitigen nndZdafür die Inschrift„Kaffee" anzubringen. Solche Vorkommnisse tragen wohl zur Belustigung des Publikums, aber weder zur Förderung der Gcrmanisation noch zur Hebung der Autorität der Behörde» bei.— Schweiz. — Adhemar Schmitzguebel todt. In den Streitig- leiten, welche Baku» in Ansang der 70er Jahre in die„Jnter- nationale Arbeiterassoziation" trug, wurde Schmitzguebel oft ge- nannt. Er stand, mit G u i l l a u m e an der Spitze der sogen. „Jurassischen Sektion"— der„Jurassiens", und fand damals mcht Worte genug der Verachtung für die reaktionären„Staats- und Autoritäts- Menschen"(„Etataires" und„Autoritaires"). Er kam aber bald dahinter, daß der„Anarchismus" nur eine reaktionäre Utopie und ein revolutionärer Phrasennebel war, während sein„radikalerer" Kollege Guillaume glücklich in einem Regierungsposten die Erfüllung seines„anarchistischen" Ideals fand, trat Schmitzguebel wieder in die Reihe der klassenbewußten und werklhätigen Sozialdemokratie. Er war unermüdlich als Journalist und Agitator in der schweizerischen Bewegung. Seit Gründung des Arbeiterselretarials für die Schweiz arbeitete er in demselben alS Adjunkt an der Seite Greulich'!). Schmitzguebel starb vorgestern— am 23. Juli— in Biel, Kanton Bern. Das Proletariat hat in ihm einen treuen Vor- und Mitkämpfer ver- loren. Ehre seinem Andenken!— — DerSolothurnerKantonsrath hat, wie aus Zürich geschrieben wird, die Behandlung des Arbeiterinnenschutz- Gesetzes auf eine spätere Session verschoben, dagegen drei Motionen unseres Genossen Fürholz angenommen. Die erste will, daß die Aerzte ihre Gutachten, welche sie bei Betriebs- Unfällen den Fabrikanten oder Versicherungsanstalten zustelle», auch dem verletzten Arbeiter aushändigen. Die zweite will die Errichtung von Einigungsämtern zur Schlichtung von Streiks k. und die dritte bezweckt die Erhöhung der Landjäger- (Gendarmen-) Besoldungen. Im Kanton Thurgan hat am Sonntag bei der Regierungs- raths-Wahl Pfarrer Dr. H o f m a n n 8S22 Stimmen er- halten, sein ultramontaner Gegenkandidat Advokat Wild, der auch von den Liberalen unterstützt wurde, erhielt dagegen 9013 Stimmen. Für die nächste Regierungsraths-Wahl ist Hofmann der gegebene Kandidat.— Frankreich. — Die Nachrichten aus Madagaskar lauten trostlos. Die Verpflegung der französischen Truppen ist so schlecht, die Transportmittel so mangelhaft und das Klima so mörderisch, daß das Expeditionskorps bereits auf die Hälfte des Bestandes zusammengeschmolzen ist. Der Urwald ist so dicht, daß die Franzosen täglich nur ungefähr 4 Kilometer vorankommen.-- England. — Die Regierungsmehrheit war am gestrigen (Mittivoch) Abend auf 134 gestiegen— hat also die Gladstone'sche Majorität von 1880 schon um 6 überschritten. Es stehen noch 60 Wahlen aus, und diese dürsten wohl die von der Saturday Review erhoffte Zahl 1ö0 voll machen.— Spanien. — Lehrerelend. Von spanischem Lehrerelend schreiben bürgerliche Blätter: Nicht weniger als S 010 000 Mark schulden die spanischen Provinzen ihren Volksschullehrern an rückständigem Gehalt, und an der Spitze der Schuldner steht die Provinz Malaga mit einer Schuldenlast von 906 000 M. Die Schulverwaltung in Malaga ist geradezu ungeheuerlich; die für die Lehrerbesoldung ausgeworfenen Gelder werden verpraßt und verschleudert, und so kann es komme», daß, wie es wiederholt und erst dieser Tage passirte, an den Bettelstab gebrachte Schul- lehrer die Straßen durchziehen und das öffentliche Mitleid an- rufen. In vielen Ortschaften wächst die Jugend überhaupt ohne jeden Schulunterricht aus, weil die Lehrer vor Hunger nicht mehr unterrichten können. In andern Orten— nicht etwa nur in Dörfern, sonder» auch in Städten— befinden sich die Schulen in Scheunen, in Kellern, ja selbst i» Viehställen, das Lehrmaterial glänzt durch seine Abwesenheit, und hier und da— es ist that- sächlich vorgekommen— erschien der Lehrer im bloßen Hemde im Schulzimmer, weil er ei» anderes Kleidungsstück nicht mehr besaß. Jetzt ist Spanien ein christliches Land— ein Paradies der Pfaffen und Edelsten. Als es noch heidnisch war, unter der Manrenherrschaft, konnte in Spanien ein jeder Mann und eine jede Frau schreiben und lesen; heute können es von 100 keine 10! Christliche Kultur! UebrigenS wozu über spanisches Lehrerelend uns auf- rege»? Das— Schlechte liegt so nahe. Zwei Drittel aller Schulkinder haben im Jntelligenzstaat Preußen keine genügenden Schulräume und Lehrkräfte! Das— dächten wir—, macht es schwer, uns für Spanien zu schäme»!— — Weberaus st andin Spanien. Ein in Alcvy ausgebrochener Weberausstand hat ernste Formen angenommen. Zwei Kompagnien Infanterie sind von Alicante eingetroffen.— Rtlsjland. — Ueber die Person des Zaren laufen allerhand dunkle Gerüchte um. Bald heißt es er sei krank, bald habe er Angst vor Altentaten. Thatsache ist, daß der neue Zar sich ver- steckt— ähnlich wie sein Vater. Was der Grund ist, das läßt sich nicht ermitteln. Die Thatsache steht aber fest, und sie be- weist, daß die Zustände sehr ungesund sind, wenn auch der Zar sich körperlich wohl befinden mag. Ob es wahr ist, wie be- hauptet wird— daß ein Attentat stattgefunden hat, läßt sich bei der trüben, bleischweren Dämmerung, die in Rußland herrscht, nicht kontrolliren. In dieser Stickluft tauchen alle möglichen Gerüchte auf, und es seblt das Ozon der Kritik. Alles ist faulig. Und alles treibt in den Nihilismus.— Bulgarien. — Die bulgarische Polizei seht ihre Bemühungen fort, sich rein zu waschen und die Mörder Stambulow's nicht zu finden. Es wird zwar behauptet, dieselbe» seien in den tänden der Polizei, aber das wird von sehr wohl unterrichteter eite für eine Finte erklärt.— Bezüglich des sogenannten makedonischen A u f st a n d e s wird telegraphirt: Sofia, 2S. Juli. Nachrichten von der Grenze melden, daß seit einigen Tagen zahlreiche flüchtige Aufständische in kläglichem Zustande, einige verwundet, nach Bulgarien zurückkehren. Dieselben werden sofort entwaffnet und von dem Grenzgebiete entfernt. Sieben solcher Individuen, die in Sofia angekommen waren und in das Innere des Landes befördert wurden, gestanden, daß die Mehrzahl der Banden von den türki- schen Truppen, welche in dem ausständischen Gebiete konzentrisch vorzugehen scheinen, aufs Haupt geschlagen worden seien. Nach Meldungen aus privater Quelle soll die Mehrzahl dieser Flüchtlinge jener großen Bande angehören, die vor kurzer Zeit einen Sieg über eine Kompagnie türkischer Soldaten davon ge- tragen hätte, aber bald darauf von den Truppen Suleiman Paschas umzingelt und vernichtet worden wäre. So das Telegramm. Alle Nachrichten über den„Aufstand" haben sich als Lügen erwiesen; und wir irren gewiß nicht, wenn wir den ganzen„Ausstand" für eine Lüge erklären— in- szenirt mit russischen Rubeln und gedruckt auf vorzügliches Papier mit vorzüglichen Lettern, wie sie in Makedonien und auch in Bulgarien nicht vorkommen. Wir haben verschiedene Exemplare des„Auistands"' Organs. Sie riechen nach Juchten, mcht aber »ach Pulver.— Türkei. — Amnestie in der Türkei. wegen nicht gemeiner Verbrechen bestrafter amuestirt.— Griechenland. — Vernichtung von Korinthen. den Gesetzentwurf betreffend die Zurückbehaltung der Korinlhen-Erute angenommen.— Brasilien. — Die Insel Trinidad. Die brasilianische Regiening richtete zwei Noten an die englische Gesandschaft, um Einspruch zu erheben gegen die Besetzung der Insel Trinidad. Die Regie- rung bezieht sich dabei auf eine Ordre der englischen Admiralität vom 22. August 1782, auf grund welcher die Insel zu räumen und an Portugal zurückzugeben sei. Zur selben Angelegenheit berichtet eine Meldung des„Reuter- schen Bureaus" aus London, daß der Besitztiiel Englands über die Insel Trinidad aus dem Jahre 1700 herrühre. Damals wurde die Insel besetzt ohne Einspruch seitens Portugals. Auch Brasilien habe bisher von Amts wegen keine Vorstellung erhoben. Einige hundert Armenier wurde» Die Kammer hat eines Theiles Die englische Regierung sei jedoch bereit, in freundschaftlicher Art über irgendwelche Vorstellungen Brasiliens in dieser An- gelegenheit in Verhandlung zu treten.— Kuba. — Vom Kubanischen Aufstand wird heute aus Madrid gemeldet: General Navarra ist in Bayamo eingetroffen. Die Verbindung mit der Küste ist wieder hergestellt. Ein amerikanischer Küstenwächter„Child" ist mit Insurgenten an Bord festgehalten worden.— VontsziLhlnttg vom 1» Vezembev 1895. Der Bundesrath hat festgesetzt, daß der Bearbeitung der Er- gebnisse der am 1. Dezember d. I. vorzunehmenden Volkszählung zehn Tabellen zu gründe gelegt werden. Die erste soll den Flächen- inhalt, die Haushaltungen und die ortsanwesende Bevölkerung umfassen und nach Provinzen und größeren Verwaltungsbezirken aufgestellt werden. In der zweiten sollen die Reichsangehörigen und Reichsausländer und zwar die letzteren so, daß die einzelnen fremden Staate» unterschieden werden, behandelt, auch sollen in ihr die Personen ersichtlich genmcht werden, deren Staatsangehörigkeit nicht ermittelt ist. Die dritte Tabelle ivird die Bevölkerung nach kleineren Verwaltungsbezirken, den preußischen Kreisen, bayerischen Bezirksämtern u. f. w., darstellen. In der vierten Tabelle werden die Gemeinde», beziehungsweise Wohnplätze, welche ent- weder am 1. Dezember 1890 oder am 1. Dezember 1895 mindestens 2000 Einwohner hatten, in der fünften die Be- völkerung der Ober-Landesgerichtsbezirke und in der achten die Bevölkerung nach den Direktivbezirken für die Verwaltung der tölle und gemeinschaftlichen Steuern, sowie die Bevölkerung der ollausschlüsse, in der sechsten Begrenzung und Bevölkerung der Armeekorps-Bezirke, in der siebenten Begrenzung und Be- völkerung nach den Wahlkreisen ersichtlich gemacht werden. Von besonderem Interesse sind die beiden letzten Tabellen, weil sie die beiden bei der diesjährigen Volks- zählung zu berücksichtigenden neuen Momente aufnehmen sollen. Die neunte Tabelle wird de» beschäftigungslosen Arbeit- nehmern gewidmet sein. Sie soll für jede in der Berufsstatistik unterschiedenen Berufsarten sowie für jede in belracht kommende Berufsstellung und für jedes Geschlecht nachweisen: einmal dw Zahl der Arbeiter, Dienstbote», Gesellen und sonstigen Arbeit- nehmer, auch der Hausindustriellen und Heimarbeiter(mit Aus- schluß der dauernd völlig Erwerbsunfähigen), welche am 1. De- zember 1395 außer Arbeit(Stellung) waren, und zwar im ganzen wie mit Unterscheidung der Altersklassen von 14 bis unter 20. 20 bis unter 30, 30 bis unter L0, 50 bis unter 70 und von 70 und mehr Jahren; zweitens die darunter befindlichen Haus- Haltungsvorstände; drittens deren zur Haushaltung gehörige, nicht erwerbsthänge Ehefrauen, Kinder unter 14 Jahren, sonstige Familienangehörige und viertens, wieviel von den Beschäftigungslosen seit 1 bis 7, seit 3 biS 14, seit IS bis 28, seit 29 bis 90. seit 91 und mehr Tagen, je mit Unterscheidung, ob wegen vorübergehender Arbeits- Unfähigkeit oder aus andere» Gründen, außer Arbeit(Stellung) waren. In der zehnte» Tabelle endlich sollen die Landsturm- Pflichtigen nach ihrer militärischen Ausbildung dargestellt werden. Diese Tabelle ist nach Staaten und größeren Verwaltungs- bezirken aufzustellen und soll enthalten einmal die Zahl der reichsangehörigen Männer im Alter von 39 bis 45 Jahren, mit Ausschluß derjenigen, die dem aktiven Heere oder der aktiven Marine als Personen des Soldatenstandes oder als Beamte und derjenigen, die dem Beurlaubtenstande des Heeres und der Marine angehören, zweitens die Zahl der hierunter befindlichen im Heere oder in der Marine militärisch ausgebildeten und drittens der nicht militärisch ausgebildeten Männer. P 0l rt c i � TJ ctifj c idj f cn. Bei der Stadtverordneten- Ergänzungswahl in Solingen wurde Sffeichstags- Abgeordneter Georg Schumacher mit großer Mehrheit zum Vertreter der dritten Klaffe gewählt. Von der Agitation. Das Agitationskomitee für Reuß j. L. hat die allgemeine Verbreitung der Bracke'schen Broschüre: „Nieder mit den Sozialdemokraten!" beschlossen. In All-Küstrinchen, einem Dorfe in der Provinz Brandenburg, wo unserer Partei nach langen Bemühungen des Vertrauensmannes Tesching aus Klein-Gabow endlich ein Saal zur Verfügung gestellt worden ist, sprach am Sonntag in einer von Hunderlen besuchten Volksversammlung der Partei- genösse Antrick aus Berlin unter großem Beifall über das Thema: Was hat die Landbevölkerung von der Sozialdemokratie zu erwarten? Dabei trug sich der amüsante Vorfall zu, daß der Orlsvorsleher wegen Unterbrechung des Referenten vom Vor- sitzenden der Versammlung zur Ordnung gerufen werden mußte. Personalien der Partei. Parteigenosse R. Calw er in B r a u n s ch»o e i g hat die Leitung des„Brau n« schweiger Volksfreunds" niedergelegt; an seine Stelle trat der Parteigenosse G. Jaekh, früherer Redakteur der „Elsaß-Lothringischen Volkszeitung". �. An stelle des verstorbenen Parteigenossen Ernst Albert wurde in Düsseldorf der Verlag der„Nieder- rheinischen V o l k s t r i b ü n e" von der Preßkommission dem dortigen Vertrauensmann der Partei, Klemens Huhn, provisorisch übertragen. AnS England wird uns geschrieben, daß im Osten Londons ein Arbeiterbildungsverein errichtet worden ist, der den Namen„Deutscher sozialistischer Lese- und Diskutirklub Vorwärts" führt und den Zweck hat, für die im Osten der englischen Nieseustadt lebenden vielen deutschen So- zialisten, denen die Theilnahm« an den Versammlungen des im Weilen Londons bestehenden Kommunistischen Arbciterbildungs- Vereins wegen der weiten Entfernung erschwert ist, ein Sannnel- punkt der Geselligkeit und eine Stätte zur weiteren Aus- bildung zu fei». Der neue Verein hat sein Lokal 36 Cr. Alis Ltrset. Wditecbapel, London E. Todteulifte der Partei. Wie uns aus Düsseldorf geschrieben wird, war lediglich Lebensüberdruß die Ursache, die unsern Parteigenossen Ernst Albert zu dem Entschlüsse drängte, freiwillig vom Leben zu scherden. Die„Niederrheinische Volkstribüne" widmet ihm einen Nachruf, worin es u. a. heißt: „Man erlasse uns heute, den ehrlichen, biederen und lauteren Charakter unseres treuen Genossen zu schildern, dem die Partei zum Danke dafür, daß er sein ganzes Sei» nur ihr widmete, den Ehrenposten als Verleger der„Niederrheinischen Bolkstribüne" anvertraute. Ernst Albert, der für die Wahrheit. die Freiheit und das Recht der Menschen unermüdlich stritt, er hat sich in dem Herzen eines jeden unserer Partei- genossen und Freunde ei» Andenken erworben, wie es vielleicht nur wenigen Menschen beschieden sein dürfte." Die Leiche Albert's ist i» der bekannte» Weise zur Erde be- stattet worden, wie es das offizielle Christenthum auch heule»och, in dem sogenannten Zeitalter der Humanität, bei Selbstmördern wenigsteue des Proletariats für angemessen hält. Ohne daß man unseren Parteigenossen auch nur ein Wort mitgetheilt hätle, wurde die Leiche auf dem Friedhofe sang- und klanglos eingescharrt. Während dies geschah, erfuhren unsere Genossen davon. Sie eilten nach dem Friedhose und protestirte» gegen die Beerdigung. Trotzdem sie sich darauf beriefen, daß der in Schleiz wohnende Vater Albert's im Laufe des Nachmittags kommen werde, um seinen Sohn noch einmal zu sehen, wurde das Begräbniß nicht aufgehoben. Der Friedhofsverwalter will auf Befehl der Polizei gehandelt habe». Der Oberbürgermeister, bei dem man sich beschirerle, Polizeiliches, Gerichtliches 2c. - Das Reichsgericht verwarf die Revision des Redakteurs 3appay von der Märkischen Volksstimme", der wegen Beleidigung des Pfarrers Anders vom Landgericht in Frankfurt a. D. zu 3 Wochen Gefängniß verurtheilt ist. Fonnte sein Erstaunen über den Vorfall nicht verhehlen und ver- 1 Organisation bekannt gemacht wird. Wir geben uns der Soff- und um den Gesellen zugleich den Vortheil zu verschaffen, daß fprach die Sache untersuchen zu wollen. Unsere Parteigenossen nung hin, daß uns die Berufsgenossen recht eifrigst in der Durch- sie neue Arbeit suchen können, ehe sie verabschiedet werden, wird verlangen die Wiederausgrabung der Leiche, um dem führung unseres Beschlusses unterstützen. Der Vorstand. bestimmt, daß das Arbeitsverhältniß zwischen einem Meister, der abgeschiedenen Freunde ein Begräbniß zu schaffen, wie es der würde der Partei entspricht. Am Donnerstag sollten sie vom Arbeitseinstellung von 15 Kollegen ist die Tarameter- Gesellschaft, glied des Verbandes ist, in Zukunft nur mit 1-2tägiger KünAchtung, Mechaniker und Uhrmacher! Infolge der Mitglied des Zentralvereins ist, und einem Gesellen, der Mit Oberbürgermeister Antwort bekommen. Am Weidendamm 1, nach wie vor gesperrt. Der Vertrauens: digung aufgehoben werden kann. 5. Andere Streitfragen zwischen mann der Berliner Metallarbeiter, Otto Näther, Berlin N, An- Wiederaufnahme der Arbeit nicht berührt. 6. Alle vor der den Parteien werden durch Aufhebung der Aussperrung und flamerstr. 44. Anssperrung bestandenen Uebereinkünfte gelten für die Zeit, sür Zur Beachtung! Der Sattlergehilfe Georg welche sie abgeschlossen. 7. Als Grundlage einer gemeinsamen Maurer, seit drei Wochen auf einer Agitationstour für den Arbeit zwischen Meistern und Gesellen wird ein gemeinAusschuß von 8 Die Bremer Bürgerzeitung" hatte unter der Deutschen Sattler- und Tapezirer- Verband" von München ab- samer Mitgliedern eingesetzt, der Epizmarke„ Ein neuer Fall Lück" die Thatsache mitgetheilt, daß wesend, wird dringend ersucht, seine Adresse umgehend der Re- zu gleichen Theilen aus Vertretern der Meister und ein Soldat, der einen fliehenden Gefangenen erschoß, wegen dieser daktion der" Münchner Post" mitzutheilen. Gesellen- Organisationen besteht. Derselbe fungirt in Streitfällen Handlung zum Gefreiten befördert worden war. Die Textilarbeiter haben bei der Firma: Gesellschaft als Schiedsgericht. Die Aussperrung hat im ganzen 10 Tage schloß mit der kritischen Bemerkung:„ Der Militarismus hätschelt für Baumwollen- Industrie vorm. Ludwig und gewährt. Das geforderte Zettelſyſtem hat man vollſtändig fallen den privilegirten Waffenmord": Das Kriegsministerium hatte Gustav Cramer in Düsseldorf, wegen Lohndifferenzen lassen und die Vereinbarung erkennt die Gleichberechtigung von hierin eine Offiziersbeleidigung, und zwar eine Beleidigung des die Arbeit niedergelegt. Desgleichen befinden sich die Seiden- Meister- und Gesellen- Organisationen an. Auch die Aussperrung Kommandeurs gefunden, der den Soldaten zur Beförderung vor- weber in Frankfurt a. M. in einer Lohnbewegung. Es ist durch einen Vergleich beendigt. Die Arbeitszeit beträgt fortan der Schmiede und Maschinenarbeiter in Aarhus geschlagen hat. Der Staatsanwalt hielt auch den Soldaten für wird gebeten, den Zuzug nach beiden Orten fern zu halten. 12 Stunden mit 2 Stunden Pause. Ueberarbeit wird mit " " Der Artikel beleidigt, da feine That als Mord charakterisirt sei, handeln mußte. Der " worden. Die Geschäftsleitung der Steinarbeiter Deutschland 3. " obwohl er nur eine von der Instruktion gebotene Achtung, Steinarbeiter! In Kelheim in Bayern 25 pet. bezahlt( von 6-9 Uhr) und mit 50 pet.( von 9 bis Pflicht gethan habe. Der Staatsanwalt beantragte deshalb gegen haben 36 Steinmetzen die Arbeit wegen Lohndifferenzen 6 Uhr früh an Feiertagen). Affordarbeit darf für die den verantwortlichen Redakteur Hermann Rhein 50 Mart niedergelegt. Sie verlangen einen Tarif oder einen Minimal- Former in Fabriken, wo sie vor dem 27. Mai nicht bestand, Geldstrafe. Das Schöffengericht erkannte jedoch auf kostenlohn von 40 Pf. pro Stunde. Wir bitten deshalb den Zuzug nicht eingeführt werden. Wo fie bereits bestand, foll lose Freisprechung. Begründet wurde das Urtheil wie von Kelheim streng fernzuhalten und die Streifenden finanziell eine Uebereinkunft betreffs der Bahlung getroffen werden. folgt: Das Gericht würde in dem Artikel eine Beleidigung er- thatkräftig zu unterstützen. Unterstützung ist sofort nöthig. Alle Löhne unter 25 Dere per Stunde werden um 2 Dere erhöht, blicken, wenn es zu der Ansicht hätte gelangen können, daß Leipzigs wurden die Unternehmer gezwungen, über einige werden 3 Dere extra per Stunde bezahlt und Kost und Logis Durch entschlossenes Vorgehen der Steinarbeiter alle übrigen um 11/2 Dere. Für Arbeiten außerhalb der Stadt Oberst, der zur Beförderung Anlaß gab, habe so ge- streitige Punkte im Tarif sofort mit den Gesellen zu unter- an der Arbeitsstätte. Sämmtliche feit dem 23. Mai verhandelt, wie er nach den ganzen soldatischen Einrichtungen handeln. Die Sache ist nun zu gunsten der Arbeiter entschieden abschiedeten, streikenden und ausgeschlossenen Arbeiter werden Durch die gesammte sozialdemokratische und deshalb von einem allgemeinen Streik Abstand genommen wieder angenommen und die Arbeit wird auf sämmtlichen Presse gingen zur Zeit Artikel, die sich auf das hervorragende Fabriken am Montag, den 22. Juli wieder aufgenommen. Die Ereigniß des so siegreichen Krieges von 1870/71 bezögen und in Uebereinkunft gilt bis 1. April 1896 und kann nur nach voraustenen der Krieg mißbilligend als privilegirter Menschenmord gegangenen Verhandlungen mit den Organisationen geändert bezeichnet werde. Der Angeklagte habe in seinem Artikel auch Ph. Thomas in Rigdorf( Berlin), Ziethenfir. 35. werden." Auch hier sind die Arbeiterorganisationen ausdrücklich nichts anderes sagen wollen als in jenen auf den Krieg bezüg- Vom Banarbeiter Streit in Halle berichtet das„ Volts- anerkannt, obwohl der Kampf gerade deren Vernichtung gelten lichen Artikeln. Er behaupte nur, daß auch das Erschießen von blatt", daß sich wieder einige Maurer, nach Fertigstellung ihrer sollte. Die Organisationen gehen aus diesen Kämpfen neugestärkt Gefangenen durch das System, das die beregte Beförderung Akkordarbeit, der Bewegung angeschlossen haben. Von hervor. veranlaßt habe, befördert werde. Das Gericht vermöge, so Maurern sind nun in die Streiklisten eingetragen 560, ab- Die franzöfifche Regierung erließ den Leitern des jüngsten außerordentlich es den fraglichen Ausdruck als Verletzung der gereist find 210, den 40 Pf.- Stundenlohn erhielten bewilligt 240, Ausstandes der Pariser Omnibusbediensteten, Proust und soldatischen Einrichtungen mißbilligen müsse, doch keine persönliche Streitbrecher sind nur 25 zu verzeichnen. Lobenswerthe Festig- De ville, den diest der Gefängnißstrafe, die ihnen wegen anBeleidigung darin zu erblicken. teit zeigen auch die Arbeitsleute. Fast alle würden für geblicher Aufreizung zu Ungefeßlichkeiten auferlegt worden war. Wegen Beleidigung des Polizeikommissars Grosse in den verlangten Stundenlohn von 30 Pf. Arbeit finden, aber sie 350 Berglente haben in Ostricourt im französischen Halle a. S. wurde der Redakteur des dortigen„ Volksblatts", bleiben den Beschlusse treu, nur dort Arbeit anzunehmen, wo Norddepartement wegen Verweigerung einer Lohnerhöhung die Friedrich Schneckenburger, vom Landgericht zu 50 m. die Lohnforderung der Maurer anerkannt ist. Alles in allem ist Arbeit eingestellt. Geldstrafe oder 5 Tagen Gefängniß verurtheilt. Die Beleidigung die Situation des Ausstandes durchaus günstig. In einer ansoll in der vom Gericht als höhnisch aufgefaßten Form einer deren Notiz fordert das" Volksblatt" die Ausständigen auf, jede der streifenden Bädergesellen bewilligt, die Belöſtigung Ju Madrid hat eine Anzahl Bäckermeister die Forderung Bemerkung liegen, worin das Volksblatt" auf die Thatsache an- Thätlichkeit gegen die Streitbrecher zu vermeiden, deren Zahl spielte, daß der Kommissar Grosse unterm Sozialistengesetz dem ohnehin so verschwindend klein sei, daß sie wahrlich das Kraut fortfallen zu lassen und dafür eine entsprechende Geldentſchädigung vierjährigen Knaben des Parteigenoffen Schmidt zwei Pfennige nicht fett machten. Unter den wenigen Streitbrechern befindet zu gewähren, gegeben hat, um das Kind zu Angaben gegen seinen eigenen sich auch ein früheres Mitglied der Kommission der Maurer. Vater zu veranlassen. Der Knabe sollte sagen, wo die ver- Es ist anzunehmen, daß diese Fahnenflucht selbst von den botenen Schriften aufbewahrt würden, nach denen der Kommissar Gegnern nicht gebilligt wird. bei Schmidt eine Haussuchung abhielt. Das Kind that ihm aber Ju Solingen droht in der Taschen und Feder nicht den Gefallen. Hasenclever hat die Sache seinerzeit im messer Industrie ein neuer Streit auszubrechen, da gegen Reichstag zur Sprache gebracht. das neue Preisverzeichniß von den Fabrikanten vielfach verstoßen Der Parteigenoffe Karl Fritsche wird nächsten wird. Eine Kommission der Arbeiter ist beauftragt, die FabriMontag aus dem Staßfurter Gerichtsgefängniß nach fast tanten um sofortige Auszahlung des zu wenig bezahlten Lohnes halbjähriger Gefangenschaft entlassen. anzugehen, und gegen diejenigen, die dieser Aufforderung nicht entsprechen, sofort den Streit zu erklären. = Versammlungen. der Graveure und Ziseleure tagte am 16. Juli. Ein Bericht Eine gut besuchte Versammlung der Freien Vereinigung über den Arbeitsnachweis fand in der Versammlung allgemeine Anerkennung. Hierauf standen einige Erfahwahlen zur Er ledigung. Es wurden gewählt: Schnack zum ersten Sekretär und zu Bibliothekaren die Mitglieder Rohrbeck und Arndt. Die Expedition der Zeitung wurde dem Mitglied Siebert übertragen. Nachdem der Kassenbericht verlesen war, gelangte die Frage: Was gedenken wir in nächster Zeit zu thun?" zur Erledigung. Im allgemeinen wurde die Meinung vertreten, Material über die Zustände in den einzelnen Werkstätten zu sammeln, um dasselbe später der Besprechung zu unterziehen, damit zu geeigneter Zeit gegen diese Mißstände Front gemacht werden kann. Besonders will man das Augenmerk auf die Organisation richten, eifrig wirken. b. h. für den Anschluß der Berufsgenossen an die Organisation Wegen Beleidigung des Grünberger Landraths wurde Redakteur Feldmann in 2angenbiela u vom Reichen- In Oldenburg ist den Gewerkschaften der geplante bacher Schöffengericht zu 300 M. Geldstrafe oder 30 Tagen Umzug bei ihrem Feste in letzter Stunde noch gestattet Gefängniß verurtheilt. Er hatte im Proletarier" ein worden. Er ging denn nun ohne Störung vor sich. Gegen Gerücht erwähnt, wonach der Landrath den boykottirten Gast- 3000 Personen mit etwa 30 Fahnen und Emblemen betheiligten wirthen Unterstützung gewährt haben sollte. Das Gericht sich daran. Dr. Diederich aus Bremen hielt die Festrede. entschied, der betreffende Bericht sei nicht vollständig aus der Luft gegriffen, da erwiesen sei, daß nach dem Boykott der Gast- besuchte Holzarbeiter Versammlung genehmigte ein Aus Nürnberg meldet das Herold'sche Bureau: Eine start wirthschaften der Landrath privatim an die Spitze eines Komitee's Anerbieten des Holzindustriellen Verbandes, getreten sei, das sich zur Aufgabe machte, den betreffenden Wirthen nach wöchentlich 2 Stunden Verkürzung der Arbeitszeit und sprach am 17. Juli Genosse Mattutat über den Nußen der Ju einer Versammlung der Jalousie Arbeiter Surch Zuwendung von Unterstützungen Entschädigung für ihren eine zehnprozentige Affordlohn- Erhöhung eintreten soll. Somit Gewerkschaftsorganisation. Redner empfahl am Schluß seines durch den Boytott eingetretenen Einnahme- Ausfall zu bieten. Es habe sich hier aber nicht um amtliche Gelder gehandelt, was ſtehe das Ende des Eiſſer'schen Ausstandes und der Aus- beifällig aufgenommenen Neferats den Anschluß an den Holzim Artikel behauptet worden, deshalb sei eine schwere Be- perrung bevor. arbeiter- Verband. Im gleichen Sinne äußerte sich Genosse Neuleidigung vorhanden. Bemerkt sei, daß Feldmann eine vom In Bayreuth hatten die Inhaber der Seiler'schen Ofen- mann in der Diskussion, der in einer Resolution beantragt, die Landrath eingesandte Berichtigung sofort aufgenommen, diefer fabrit ihrem Personal schriftlich verschiedene Forderungen be- Vertretung der Jalousie- Arbeiter in der Gewerkschaftskommission aber trotzdem noch Strafantrag gestellt hat. willigt. Die Ausführung des Versprochenen läßt aber zu wünschen nicht mehr anzuerkennen, sondern den Vertreter der Holzarbeiter übrig, weshalb möglicherweise die Sperre über jene Firma ver- auch für diesen Spezialberuf als Bevollmächtigten zu erachten. hängt werden muß, was hiermit den Arbeitern des in Frage Ferner verpflichten sich die Anwesenden zum Anschluß an den kommenden Gewerbes zur Nachachtung mitgetheilt wird. Holzarbeiter- Verband. Die Nesolution gelangte fast einstimmig " " Die Auflösung des Wahlvereins in Burgstädt ist, wie das„ Sächsische Boltsblatt" schreibt, aus ganz denselben„ Gründen" erfolgt, wie feinerzeit die Auflösung der Partei" im 18. sächsischen Reichstagswahlkreise, und die Burgstädter Voltsstimme" bemerkt Der Verein der Buchdrucker und Schriftgießer in zur Annahme. zu der Maßnahme: Richten wir uns überall so ein, daß uns Linz in Desterreich ist von der fürsorglichen Statthalterei aufjeden Tag ein wirkliches Sozialistengeſeh auf den Nacken gelegt gelöst worden, weil er seinen Wirkungskreis überschritten haben Depelchen und lehte Nachrichten. werden kann, ohne daß wir an unseren Einrichtungen viel zu soll. Diese Ueberschreitung" besteht darin, daß bei der von ändern brauchen. Dann sind wir nicht nur für die nächste dem Verein veranstalteten Gutenbergfeier am 14. Juni der ObZukunft, sondern, wenigstens in Sachsen, auch für die Gegen wart am besten eingerichtet. Denn das sächsische Juwel", wie es in der letzten Zeit in Sachsen gehandhabt wurde, ist ein Sozialistengeset in bester Form." Gegen den Redakteur Stück I en von der Oberfränkischen Volkszeitung" in Hof ist wegen eines Artikels über die Vorgänge in Fuchsmühl Anklage wegen Aufreizung zum Klassenhaß erhoben. Soziale Uebersicht. Breslau, 25. Juli.( W. Z. B.) Amtliche Meldung. mann der österreichischen Buchdruckerorganisationen, Karl Höger Bei dem gestrigen Eisenbahnunfall in Raudten wurde der aus Wien, eine Rede gehalten hat, die sich keineswegs auf den Bremser Paul Blümel aus Liegnig getödtet. Schwere VerErfinder der Buchdruckerkunst bezog, sondern eine sozialistische legungen erlitten: Frau Rentiere da Steinert aus Steinau, Agitationsrede eminent politischen Inhalts war, die in einem Kaufmann Oswald Winter aus Breslau und Generalagent Hoch auf die Sozialdemokratie endete, worein die Anwesenden Richard Dreist aus Breslau. Leicht verletzt wurden sieben einstimmten." Die Statthalterei beruft sich dabei auf die Be- Passagiere und der Zugführer. richte der Zeitungen. Gegen die Auflösung ist Rekurs eingelegt. Breslau, 25. Juli.( W. T. B.) Ueber das Raudtener Der Schuhmacherstreik in Mödling bei Wien dauert und zwei Künstlerwagen schwer beschädigt sind. Die Namen der Eisenbahnunglück wird ferner gemeldet, daß auch die Maschine fort. Die Fachgenossen in Deutschland und Italien Leichtverletzten sind: Zugführer Borrmann, die Handelsleute werden von der Arbeiter Zeitung" darauf aufmerksam gemacht, Schwarz, Becher und Adolf aus Breslau, Fräulein Buchholzdaß der Inhaber der Mödlinger Schuhwaarenfabrit,& räntel, Steinau, Arbeiter Becher- Heinersdorf, Handelsmann KutscheDie Lorbeeren, die sich der preußische Minister seine Waaren aus den genannten beiden Ländern beziehen( oder Nach dem neuesten Thielen in Beziehung auf das Sparen im Staats- Eisenbahn- dort herstellen lassen?) will. Die Streifenden rechneten auf die Rotzenau, Partikulier Bienewald- Haynau. betriebe errungen hat, haben offenbar seine Kollegen in Bayern internationale Solidarität und seien überzeugt, daß die aus- Telegramm soll die schwerverwundete Rentiere Steinert ihren nicht ruhig schlafen lassen. Auf Anregung des Finanzministeriums ländischen Kollegen ihren Kampf wiffentlich nicht Breslau, der zufällig in Raudten weilte, leistete den Verwundeten Wunden erlegen sein. Geheimrath Professor Dr. Mikulicz aus hat das Ministerium des Aeußern der Generaldirektion der schädigen würden. Materielle Unterstützung iſt dringend noth- die erste Hilfe. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht ermittelt. bayerischen Staats- Eisenbahnen mit Rücksicht auf die kolossalen wendig! Ausgaben der letzten Jahre die größte Sparsamkeit zur Pflicht Bemerkt sei noch, daß Fränkel sein ausständiges Personal gemacht. Diese Ersparungen sollen erreicht werden durch aufgefordert hat, bis 8. Auguft die Arbeit aufzunehmen, widrigenentsprechende(!!) Bemessung der täglichen Dienst falls er deren Arbeitsbücher der Polizei übergeben werde. zeit, durch rationellere(!) Stellvertretungen in hofft wahrscheinlich, daß die Polizei so gefällig sein werde, Urlaubs- und Erkrankungsfällen und endlich durch die Ausständigen auf grund des Vagabundengesetzes zu be Ersparungen beim Transporte und bei Bauten. handeln. Diese Verfügung hat großes Aufsehen bervorgerufen. Die ,, Bayer. Provinzial- Korresp." schreibt:„ Eine derartige Verfügung flingt wie ein Hohn auf die zahlreichen Klagen, welche immer und immer wieder gegen die bayerische Staatseisenbahn- Verwaltung in der Presse erhoben werden." Gewerkschaftliches. = Er Bochum, 25. Juli.( W. T. B.) Auf der Zeche„ Prinz von Preußen" hat sich durch Explosion schlagender Wetter ein großes Grubenunglück ereignet. Nach einer Version sollen neun Personen getödtet und ebenso viele verletzt, nach einer anderen sogar bereits 22 Todte herausgefördert fein. Mainz, 25. Juli.( B. H.) Zwei 16-17 jährige junge Leute aus hiesigen guten Familien haben gestern Nachmittag auf den MilitärIn der Damenhut- Fabrik von Gebrüder Oberposten am Neuthor zwei Revolverschüsse abgefeuert, ohne jedo.h walter in 2ien hat das Personal wegen der niedrigen den Mann zu treffen. Die beiden wurden verhaftet. Löhne die Arbeit eingestellt. Neber den bereits gemeldeten Friedensschluß zwischen Unternehmern und Arbeitern in Jütland wurde uns noch folgender ausführlicher Bericht gesandt: " Budapest, 25. Juli.( B. H.) In einem Orte bei Szerencz fam es bei einer Richterwahl zu so heftigen Zusammenstößen Las schönste an der Sache ist, daß der Sparbefehl geheim zwischen der Bevölkerung und der Gendarmerie, daß die letztere von den Schußwaffen Gebrauch machen mußte. Zwei der oder vertraulich, jedenfalls nicht öffentlich gegeben wurde. Die Herren im bayerischen Ministerio haben sich also wohl selbst Aussperrungen der Maurer und 3immerleute in JütMit einem entschiedenen Siege der Arbeiter haben die Excedenten wurden getödtet, mehrere lebensgefährlich verwundet. gesagt, daß ihre Verfügung unmöglich die Billigung des bayerischen land und die der Maschinenarbeiter in Aarhus ge- wird aus Shanghai vom heutigen Datum gemeldet, daß die London, 25. Juli.( W. T. B.) Dem Reuter'schen Bureau" Volkes finden könne. Und wenn sie's noch nicht wissen sollten, endet. In dem ersteren Falle wurde zwischen dem Vorstand des Hauptbestimmungen des neuen Vertrages über die Handelswird man's ihnen im bayerischen Landtag, der bald zusammen- Zentralvereins der Maurer und Zimmerleute in Jütland" und beziehungen zwischen den südchinesischen Provinzen und den ans tritt, mit der erforderlichen Deutlichkeit sagen. dem Zentralverein der Maurer- und Zimmermeister in den grenzenden französischen Besitzungen lauten: Frankreich behält Ocatiften", sowie dem Vorstande des„ Maurerverbandes in Däne- einen Konfular- Agenten in Tiengheng und einen Konsul in mart" und dem dänischen Zimmererverband" folgende Ueber Hoffow, welches ein offener Hafen sein soll. Dunchow, Kwangst, eintunft abgeschlossen: 1.„ Die Arbeit wird von den in Aal die Provinz Mengtse, sowie Shemao, zwischen den Flüssen An die Musikinstrumenten Arbeiter Berlins! In der borg streifenden Maurern wieder aufgenommen. 2. An dem Mekong und Namtfe gelegen, find dem französisch- annamitischen letzen Versammlung hat der Fachverein der Musikinstrumenten- selben Zage wird überall in Jütland die von den Maurer- Handel zu eröffnen. In Shemao dürfen sich französische Arbeiter beschlossen, das Werkstattdelegirten- System einzuführen. und Zimmermeistern unternommene Aussperrung aufgehoben und Staatsangehörige niederlassen und Einrichtungen für WaarenEs soll damit ein festerer Zusammenschluß in der Organisation alle ausgeschlossenen Gesellen nehmen gleichzeitig die Arbeit auf. transport auf den Flüssen Losoban und Mekong, sowie auf herbeigeführt werden, damit auch bei Differenzen, die hin und wieder 3. Da man davon ausgehen muß, daß der Maurerverband in der Mandarinenroute herstellen. Die französischen Ingenieure in den einzelnen Werkstätten ausbrechen, eine Körperschaft zur Ver- Dänemark und der dänische Zimmererverband nur solche Mit- haben das Vorrecht zur Ausbeutung der Bergwerte in den fügung steht, die schnell und entschieden die Intereffen unserer glieder aufnehmen, die wirklich fachlich gebildete Gesellen sind, drei chinesischen Südprovinzen Kwanting, Kwangsi Berufsgenossen vertritt. Hierzu ist aber vor allem eine rege wird in Zukunft die Mitgliedschaft bei einem der Verbände als Yünnan. Frankreich darf die Eisenbahnen über Annam hinaus Thätigkeit aller Kollegen nothwendig und es muß jede Werkstatt vollgiltige Legitimation für einen Gesellen, der Arbeit sucht, weiter bauen und Shemao telegraphisch mit Mu- Anghaoin einen Delegirten wählen. Derselbe hat dann die Verpflichtung, betrachtet. 4. Damit die Meister den von ihnen erstrebten am Namuflusse verbinden. Die früheren Verträge werden durch in der am 4. August vormittags stattfindenden Delegir ten- Bortheil der Arbeitszettel, daß diese nämlich Kenntniß erhalten, das vorstehende Uebereinkommen nicht abgeändert, welches mög Bersammlung zu erscheinen, in welcher ihm Zweck und Ziel dieser daß der betreffende Geselle ihre Arbeit zu verlassen beabsichtigt lichst bald zu ratifiziren ist. und Verantwortlicher Redakteur: Mag Pfund in Halensee. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 172. Parteigenossen! Arbeiter! Freitag, den 26. Juli 1895. 12. Jahrg. straße 64, Gr. Frankfurterstr. 12, Roppenstr. 42-43, Palli- derartige Kontrolle ist, beweisen die vielfachen Rücken, welche fadenstr. 38. Vom Stadtbezirk 146: Gr. Frankfurterstr. 69, die Wählerlisten aufweisen. In den Fällen, in denen die Schillingstr. 20. Vom Stadtbezirk 151: Krautsstr. la- 2 und Streichung der Wähler aus irgend welchen Gründen er Im November d. J. finden im 2., 5., 7., 11., 13., 15., 54a- 55a. Vom Stadtbezirk 162: Andreasstr. 41-44 u. 47, folgt über welche die Auskunft ertheilenden 17., 24., 27, 30., 33., 35., 39. und 42. Kommunal- Blumenstr. 34a- 41 u. 43-51. Krautsstr. 53-54. Beamten merkwürdig genau informirt sind, steht der Beauftragte Bum 30. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadt- den Thatsachen machtlos gegenüber und bleibt demselben nichts Wahlbezirk. Abtheilung die Ergänzungswahlen für die bezirke 202-209 mit Ausschluß der Hauser anderes übrig, als seinem Auftraggeber die entsprechenden MitStadtverordneten- Versammlung statt. Wahlberechtigt ist Prenzlauerstr. 30, Münzstr. 1-9 Rochstr. 1-6 und 15-19; theilungen zu machen und demselben zu überlassen, ob er weitere nach§ 5 der Städte Ordnung jeder in die Straße längs der Stadtbahn nördliche Seite; westlich von der Schritte unternehmen will. Anders liegen die Verhältnisse aber, Wählerlisten eingetragene selbständige Ein. Rochstraße inkl. Eckhaus dieser und der Rochstraße hinter den wenn die Eintragung eines stimmberechtigten Wählers in die Häusern der Münzstraße; Neue Schönhauserstr. 1 und la; Wein- Wählerlisten aus zufälligen Veranlassungen unterblieben ist. wohner, der Preuße und 24 Jahre alt ist, feit meiſterſtr. 1a- 8. Vom' Stadtbezirk 210 die Häuser Gips- Hier wäre der Beauftragte wohl in der Lage, gleich an Ort und einem Jahr in Berlin wohnt und seit einem straße 18, Rosenthalerstr. 25. Vom Stadtbezirk 213 das Stelle das Erforderliche zur Nachtragung des in der Wählerliſte Jahre keine Armen unterstüßung aus öffent, Haus Linienſtr. 202. Fehlenden zu veranlassen, wenn er hierin nicht in den meisten lichen Mitteln empfangen hat, sowie mindestens Bum 33. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke Fällen durch den Umstand verhindert würde, daß er nicht im zur zweiten Steuerstufe( 660-900 Mart Ein- der Häuser Fehrbellinerstr. 58-62, Gartenftr. 26-35 und findet. 226, 227, 255, 256, 268 und 269 mit Ausschluß Besitze einer Legitimation feines Auftraggebers sich beEs ist daher am Plaze, darauf hinzuweisen, tommen) eingeschäßt ist. 145-155, Invalidenstr. 23 und 129-132, Elsasserstr. 27-30. daß bei Ertheilung eines Auftrages zur Kontrolle der Selbständig ist jeder, der einen eigenen Hausstand hat, so- Vom Stadtbezirk 221 die Häuser Angermünderstr. 1, Wählerlisten nicht verabsäumt werden möge, dem Beauftragten fern ihm nicht das Verfügungsrecht über sein Vermögen oder Christinenstr. 1, Lothringerstr. 23-27. Vom Stadtbezirk 225 eine Legitimation mitzugeben, als welche am besten die letzte Chorinerstr. 4-6 und 78-86, 3ehdnickerstr. 9. Vom Stadt- Steuerquittung gilt. Wenn auch die Zeit zur Einsichtnahme in deffen Verwaltung durch richterliches Erkenntniß entzogen ist. bezirk 257 Ackerstr. 27-28 u. 143, Invalidenstr. 148 und die Wählerlisten am 30. d3. Mts. ihr Ende erreicht, so sind doch Einen eigenen Hausstand besitzt derjenige, dem die Verfügung 163, Bergstraße 31, Pappelplay. Vom Stadtbezirk 267 immer noch einige Tage bis dahin und die Befolgung dieses vorüber einen Wohnraum zusteht, also jeder Miether, Aftermiether, Bergstraße 62. her gegebenen Rathes dürfte sich in noch manchen Fällen als recht Chambregarnimiether. Als nicht selbständig wird hingegen der nüßlich erweisen. erachtet, der lediglich in Schlafstellen wohnt und eine Verfügung über einen bestimmten Wohnraum am Tage nicht hat. Hingegen ist auch der selbständig, der mit anderen zusammen eine Stube, möblirt oder unmöblirt, gemiethet hat. Einwendungen gegen die Richtigkeit der Lifte können nur während dieser Zeit schriftlich beim Magiftrat erhoben werden. Heber die Berechtigung der gegen die Richtigkeit der Listen erhobenen Einsprüche entscheidet die Stadtverordneten- Versammlung. Bum 35. Kommunal- Wahlbezirk: Die StadtRajtanien- Allee 36 und 70, Schwedterstr. 29, Bernauerstr. 26, bezirke 229-236 mit Ausschluß der Häuser Rheinsbergerstr. 79. Behagen wird in bürgerlichen, vor allem natürlich in konser Proletarische und bürgerliche Gauner. Mit vielem Bum 39. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke vativen und nationalliberalen Blättern, die folgende Nachricht 216, 217, 279-283 285 mit Ausschluß der verbreitet: Häuser Auguftstr. 1-2 und 89-93, Invalidenſtr. 80-83. Flüchtig geworden ist der Vertrauensmann der sozial Die Liste der Stimmfähigen Bürger liegt bis zum Vom Stadtbezirk 211 Artillerieftr. 13-16 und 89-93, Biegel- demokratischen Partei in Ueckermünde i. P., der Uhrmacher Wilhelm 30. Juli d. J. täglich, also auch Sonntags, von 9-3 Uhr fraße 14-21. Vom Stadtbezirk 215 Artillerieſtr. 4a- 4c, Kretzer, nach Veruntreuung von Partei- und Abonnementsgeldern. im Bädtischen Wahlbureau, Postẞtr. 16, 2 Tr., zu jeder- 21 und 31-31 a, Auguftstr. 4, Oranienburgerstr. 35-39 und 64-69. Wie verlautet, hält er sich in Berlin auf, wo er sich als„ Ge. manns Einsicht aus. Vom Stadtbezirk 286 Alt Moabit 129 und Werftstr. 21. maßregelter" gerirt und die Genossen brandschatt." Bum 42. Kommunal Wahlbezirk: Die Stadtbezirke Soviel wir unterrichtet sind, stimmt die Mittheilung diesmal 276-278 319-326, mit Ausschluß der Häuser sogar, und selbstverständlich findet der Fall in parteigenössischen Pantstr. 7 und 47. Vom Stadtbezirk 313 Schulstr. 61-86 Kreisen die strengste Verurtheilung. In der bürgerlichen GeAuf an's Werk! Die Listen liegen bis zum 30. d. M. denkt man über solche Gaunereien, vorausgesetzt, daß sie von sellschaft und nun erst gar in den Kreisen eines hohen Adels täglich von 9 bis 3 Uhr im städtischen Wahlbureau, Klaffengenossen verübt werden, bekanntlich weit milder, Poststr. 16, 2 Tr., zu jedermanns Einsicht ans. als in der sozialdemokratischen Arbeiterwelt. In frischester Für diejenigen Wähler, welche nicht in der Lage sind, die Erinnerung ist es, wie schwer die konservative Partei Wählerlisten selbst einzusehen, sind die nachstehend aufgeführten endlich dazu kam, den Hammerstein wenigstens formell von sich abzuschütteln. Und die National Beitung" wird Parteigenoffen bereit, dies zu thun: vielleicht darüber Aufschluß geben können, daß um nur einzelne Grünstr. 21; 2inte, Jüdenstr. 36; Stod fisch, Holzgarten- anzuführen, die braven Landtags- Abgeordneten ihrer Partei Für den 2. Kommunal Wahlbezirk: Sommer, Fälle aus den durch Bildung und Besitz maßgebenden Schichten straße 5; Gärtner, Molkenstr. 12. v. Heede und Weber in gewissen Redaktionsstuben noch als quafi Ehrenmänner aus und eingingen, nachdem man über ihre bald entdeckten kolossalen Unterschleife in intimen Kreisen schon die bedenklichsten Geschichten erzählt hatte. Und diese Staatsſtützen hatten sämmtlich ein Einkommen, das sie auch nicht entfernt die weniger zu verurtheilenden Fehltritt begehen. Noth ahnen ließ, in der Arbeiter einen, allerdings nichtsdesto= Zu einem für die Sozialdemokratie erfolgreichen Ausfall des bevorstehenden Kommunal- Wahlkampfes ist es nothwendig, daß jeder stimmberechtigte Parteigenosse und Arbeiter sich durch Einsichtnahme in die Listen vergewiffert, daß er sein Wahlrecht aus üben kann. Wir mahnen daher dringend zur genauesten Kontrolle der Wählerlisten, und richten diese Aufforderung besonders auch an diejenigen Wähler, welche wegen nicht vollbezahlter Kur- und Verpflegungskosten in städtischen Krankenhäusern nicht in die Wählerliste aufgenommen bezw. aus derselben gestrichen sind. 4 0 Für den 5. Kommunal Wahlbezirk: Schulz, Prinz Albrechtstr. 3a; Schuhmacher, Kochstr. 6; Hertel, Besselstraße 14; aseloff, Friedrichstr. 234; Saß, Markgrafenftraße 106; Miller, Wilhelmstr. 16; Pohl, Junkerstr. 12. straße 102; Neumann, Markgrafenstr. 23; 3ubeil, Linden Für den 7. Kommunal Wahlbezirk: Werner, Der Magistrat betrachtet nämlich die Aufnahme und Be Bülowstraße 59; Faber, Lützowfir. 4; Behrendt, Blumenhandlung in städtischen Krankenhäusern auch dann als eine thalstraße 5. Der Segen der Sozialreform wurde einem Bureauarbeiter, Armenunterstützung aus öffentlichen Mitteln, wenn die dadurch Blücherstr. 42; Müller, Gräfeftr. 31; Schonheim, Gräfe- vom„ Lokal- Anzeiger" herausgiebt, fühlbar zu Gemüthe geführt. Für den 11. Kommunal Wahlbezirk: Raumann, der bei dem neuen Adreßbuch beschäftigt war, das Herr Scherl entstandenen Kosten durch Ratenzahlungen abgetragen wird. straße 8; Löwendorf, Friesenstr. 4; Reichert, Willibald- Der Angestellte hatte sich bei der überaus anstrengenden Arbeit, Die Stadtverordneten Versammlung da Alexisstr. 22; Grube, Mariendorferstr. 5; Kizing, Belle- die in unzureichenden, schlecht ventilirten Räumlichkeiten während gegen hat wiederholt beschlossen, daß KrankenAlliancestr. 74. einer täglich dreizehnstündigen Beschäftigungsdauer verrichtet hausschulden, welche durch Ratenzahlungen Reichenbergerstraße 118; Schayer, Reichenbergerstraße 54, an die Für den 13. Kommunal- Wahlbezirk: Köppen, werden muß, eine Lugenentzündung zugezogen, und wandte sich die Orts- Krankenkasse für Handlungsgehilfen und getilgt werden, nicht zum Verlust des Wahl- Felgentreff, Reichenbergerstr. 21; Gottfried Schulz, Lehrlinge, an die er während der Dauer der Beschäfti rechts führen, und den Magistrat aufgefordert, Admiralstr. 40 a. gung bei Herrn Scherl seine Beiträge entrichtet hatte. demgemäß zu verfahren. Für den 15. Kommunal Wahlbezirk: Streit In dem Bureau dieser Kasse erhielt der Kranke jedoch zu seinem Da der Magistrat trotzdem an seiner Auffassung festhält, so Naunynstr. 26. Naunynftr. 86; Th. Meyner, Naunynstr. 67, II; Hente Erstaunen die Antwort, daß ihm kein Krantenschein ausgefertigt werden könne, da sich herausgestellt habe, daß die Kasse für die fordern wir in der Gewißheit, daß die Stadtverordneten- Für den 17. Kommunal- Wahlbezirk: Lindemann, bei Herrn Scherl beschäftigten Arbeiter nicht zuständig sei. Der Versammlung die Eintragung in die Wählerlisten Morihstr. 9; Molsdorf. Wasserthorstr. 20; Börner, Krante erhielt den Rath, sich an die Ortskasse für Kaufleute und beschließen wird, diejenigen Wähler, denen aus oben Ritterstr. 15. Apotheker zu wenden. Aber diese Kasse verlangte zunächst eine bezeichneter Veranlassung das Wahlrecht entzogen wird, Langestr. 65; Albert Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Für den 24. Kommunal Wahlbezirk: Owzarec, Anmeldung von Herrn Scherl, deren Ausfertigung dem Kranken vom Vertreter des Adreßbuch- Herausgebers jedoch verweigert wurde. Auf hiermit auf, beim Magiftrat schriftlich. Einspruch Für den 27. Kommunal- Wahlbezirk: W. Lock, eine Beschwerde an die Gewerbedeputation, an die sich der Kranke gegen die Richtigkeit der Wählerliste zu erheben. Wir Friedrichsbergerstr. 11; F. Ba ch, Strausbergerstr. 34. nunmehr wandte, ist noch keine Antwort eingegangen, und er bemerken noch, daß auch die Gewährung des Armenrechts zur Rosenthalerstr. 57; 2 a ßmann, Linienstr. 29. Für den 30. Kommunal- Wahlbezirk: Wernau, muß jetzt, trotzdem er seinen Rassenverpflichtungen stets nachFührung von Prozessen keine als Armenunterstützung aus öffentgekommen ist, sehen, wie er auf eigene Kosten von seinen Leiden Für den 33. Kommunal- Wahlbezirk: Oberschmidt, geheilt wird. Und das alles um des bureaukratischen Zus lichen Mitteln ist. Weinbergsweg 11d; Wigel, Ackerstr. 145; Thomas, Garten- ständigkeitskrieges willen, der aus irgendwelchen für die Mitstraße 152; Mars, Kastanien- Allee 95/96. glieder höchst gleichgiltigen Gründen unter zwei Ortstassen ausFür den 35. Kommunal Wahlbezirk: Liekte, gebrochen ist. Schwedterstr. 33; Galbert, Fürstenbergerstr. 5; Raabe, Ruppinerstr. 42; Scheyer, Brunnenstr. 44; Rosen- Mit herzhaftem Lachen werden unsere Parteigenossen die thal, Granfeeerstr. 6. folgende in der Staatsbürger- Zeitung" lautgewordene wehmuthGrenzstr. 4; Kerber, Hochstr. 30; aferland, BellermannFür den 42. Kommunal Wahlbezirk: Tauschel, volle Klage lesen: straße 87; Wolfram, Prinzen- Allee 21; G a ßmann, Grünthalerstr. 67; Stolzenburg, Wiesenstr. 14; 2öffler, Badstr. 42/43; Hobein, Buttmannstr. 2. Parteigenossen! Zur Vorbereitung der im Herbst stattfindenden Kommunalwahlen muß zunächst die Kontrollirung der Wählerlisten organisirt werden. Die zur Wahl berufenen Rommunal. Wahlbezirke bestehen aus folgenden Stadtbezirken: Bum zweiten Kommunal- Wahlbezirk gehören die Stadtbezirke 6-10, der 144. Stadtbezirk und die Häuser Kleine Rurstr. 9, Niederwallstr. 24 und 25 sowie Spittelmarkt 14 und 14a. allianceftr. 90, Gneisenaustr. 1. A Tokales. " Es sind jezt sieben Monate vergangen seitdem der Kaiser in einem besonderen Erlasse seine Absicht fundgegeben hat, die Sieges= allee zu Berlin mit den Standbildern der Herrscher und hervorragenden Staatsmänner, Feldherren und Bürger aus der brandenburgisch- preußischen Geschichte zu schmücken. In künst lerischen Kreisen wird es besprochen, daß in dieser langen Zeit noch nichts bekannt geworden ist, was auf eine Verwirklichung des umfassenden Planes vorbereiten würde. Auch in engeren, Natur, von Bum fünften Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke 21-26. Stadtbezirk 30 mit Ausschluß der Häuser: Königgrägerstr. 121, Charlottenstr. 11-12, Junker- Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Wahlvereins dem Hofe nahestehenden Kreisen weiß man bis zur Stunde firaße 1, Lindenstr. 89, Markgrafenstr. 10-16 und 85-94. Vom für den ersten Berliner Reichstags- Wahlkreis zur Nachricht, nichts von den einleitenden Schritten zur Durchführung der Stadtbezirk 22 die Häuser Wilhelmstr. 42a und Bimmerftr. 1. daß am Sonntag, den 28. Juli, eine Herrenpartie nach faiserlichen Absicht. Die Künstler warten mit begreiflicher Zum 7. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke 31 Schmöckwitz stattfindet. Treffpunkt der Genossen zwischen 8 und Spannung auf die Möglichkeit, ihre Kräfte zu messen, bis 39 mit Ausschluß des Hauses Linkstr. 46. Vom 9 Uhr im Lokal von Duchaufour, Grünau, Köpenickerstraße 78; und es find neben den idealen Bielen und Wünschen Stadtbezirk 45: Die Häuser Frobenstr. 1-11 und 41, An für Nachzügler um 1 Uhr im Seglerschlößchen zu Schmöckwiß. auch gewichtige Anliegen materieller der Apostelfirche 1, Kurfürstenstr. 29-46 und 139-150. Vom Die Genossen werden ersucht, sich zahlreich an der Partie zu be- denen sie dabei bewegt werden. Die Herstellung von etwa sechszig Stadtbezirk 46 Lützowstr. 93. theiligen. Der Vorstand. Standbildern würde bedeutende Summen flüssig machen, von denen Zum 11. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke 63 Achtung, 6. Wahlkreis. Wiederholt haben die Partei- Dugende von Bildhauern auskömmlichen Gewinn ziehen könnten. bis 67 30 74 bis 78 mit Ausschluß der Häuſer Belle- genossen der ländlichen Kreise an die hiesigen Genossen das Er- Zwar wird als eigentlich selbstverständlich angenommen, daß suchen gerichtet, sie mit Broschüren zu unterstützen. Es ist irgend eine vom Kaifer bestellte Kommission urtheilsfähiger Jun 18, Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke bekannt, daß die traurigen Verhältnisse, unter denen das ländliche Männer im Stillen dabei ist, die Einzelpläne zu detailliren, 88-94 mit Ausschluß der Häuser Reichenbergerstr. 173, Laufiger Proletariat vegetirt, das wesentliche Hinderniß bilden, um es aber niemand weiß, wie gesagt, etwas näheres, und die straße 1, Staligerstr. 39 und 46 und Wienerstr. 69. Vom Stadtbezirk 87 Admiralstr. 36-40a, Brizerstr. 25, Rottbuser- lärender Literatur zu veranlassen. Da ferner infolge der Lokal- daß im Gefolge der Grundsteinlegung für das Kaiser Wilhelmzum regelmäßigen Lesen unserer Parteipresse und sonstiger auf- Neugier wächst von Woche zu Woche. Ein Gerücht spricht davon, firaße 7 und 8. 3um 15. Kommunal- Wahlbezirke: Die Stadtbezirke verhältnisse der Abhaltung regelmäßiger Versammlungen bedenkmal am 18. t. M., näheres in dieser Angelegenheit verlauten deutende Schwierigkeiten entgegenstehen, so fällt auf den un- werde." 82-85 mit Ausnahme der Häuser Adalbertstr. 85 und Naunyn: entgeltlichen Vertrieb populär geschriebener Parteibroschüren ein Die ,, Staatsbürger- Zeitung" und die auf Verdienst harrenden straße 59. Vom Stadtbezirk 81 Elisabeth- Ufer 36. Vom Stadtbezirk 86 Oranienſtr. 24-26 und 180-183; sowie wesentlicher Theil der Propaganda. Es ergeht daher an die Künstler mögen es sich zur Genugthuung und zum Troste dienen vom Stadtbezirk 95 Manteuffelstr. 42 und Oranienſtr. 1. Parteigenossen des 6. Wahlkreises die Bitte, gelesene lassen, daß auch die Verkündigungen der bekannten FebruarZum 17. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke Broschüren in möglichst großer Anzahl dem Genossen erlasse vom Jahre 1890 bis heute immer noch der vollen Berwirklichung harren. Und diesen wird, ganz abgesehen von dem 114-117 und 123-124, mit Ausschluß mit Ausschluß der Häuser H. Raschke, Hochstr. 32 b, zuzusenden. Der Vertrauensmann. hier nicht weiter zu erörternden Rechte der Anciennität, hier und Brandenburgstr. 17 und 64, Wasserthorstr. 25 a, Prinzenstr. 91, Die Einsichtnahme in die Wählerlisten für die Stadt da sogar größere Bedeutung beigelegt, als der versprochenen Ritterstr. 19a- 29 und 96-105. verordneten- Wahlen erfolgt mit regen Eifer. Allerdings tritt Standbilder- Allee. Bum 24. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadtbezirke dies äußerlich weniger in die Erscheinung, indem die der Arbeiter168-173, mit Ausschluß der Häuser Breslauerstraße 17, flasse angehörigen Wähler naturgemäß in der für die Einsicht- Die Köllerei gegen den Arbeiter- Sängerbund. Fruchtstr. 9 u. 10 und 80-82, Koppenstr. 5-7 u. 87, Schlesischer nahme festgelegten Zeit von vormittags 9 Uhr bis nachmittags Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend, welchem Bahnhof, Empfangsgebäude und Bahnanlagen bis zur Warschauer- 3 Uhr persönlich weniger erscheinen fönnen. Die Kontrolle der 210 Ginzelvereine mit gegen 6000 Mitgliedern zugehören, war straße, Rüdersdorferstr. 44-51, sowie Koppenstr. 40. Wählerlisten wird daher zumeist nur von Personen. bewirkt, seitens der hiesigen Polizeibehörde bei Vermeidung von Strafe Bum 27. Kommunal- Wahlbezirk: Die Stadt- welche es auf sich genommen haben, für andere diese nicht mühe- aufgegeben worden, die Mitgliederverzeichnisse dem Polizeibezirke 152-156 und 159 mit Ausschluß der lose Einsichtnahme in die Wählerlisten zu vollziehen. Aus der präsidium einzureichen, indem dasselbe von der Voraussetzung Häuser Gr. Frankfurterstr. 48 u. 91, Markusstr. 30, Große Bahl der diesen zur Erledigung übergebenen Aufträge ist aber ausging, daß auf den Arbeiter- Sängerbund die Bestimmungen rankfurterstr. 92-102a u. 126, Roppenstr. 41, Pallisadenstr.88-89, ersichtlich, welches rege Interesse der bevorstehenden Wahl in den des preußischen Vereinsgesetzes zur Anwendung zu bringen seien. Strausbergerstr. 9 u. 35, Gr. Frankfurterstr. 39-47. Weber Genossentreifen entgegengebracht wird. Wie nothwendig eine Der Bund war indessen entgegengesetter Meinung und kam der nu ihn ergangenen polizeilichen Aufforderung nicht nach/ Duraufhin sind die Leiter der einzelnen Gesangvereine mit einem Slrafbefehle von je 15 der Leiter des Bundes dagegen mit einem solchen von 80 M. bedacht worden. Da gegen die Straf- befehle Einspruch erhoben werden wird, gelangt diese Angelegen- hcit demnächst zur richterlichen Entscheidung. Die Nohhcit der Brooklyncr Polizei. Polizeirichter Laimbcer in Brooklyn, dem Klagen über die rohe Art zu iDhren kamen, mit der die Polizisten ihre Arrestanten zu behandeln pflegen, wollte sich darüber Gewißheit verschassen. Er verkleidete sich letzthin, stellte sich betrunken und beging einen kleinen Exzeß. Zwei Polizisten eilten herbei, warfen ihn zu Boden und schleiften ihn eine Strecke, dann rissen sie ihn empor und trieben ihn mit Faustschlägen in de» Stücken weiter, bis zum Polizeiamt, wo sie sofort— von ihrem Arrestanten verhastet, des Dienstes entlassen und wegen öffentlicher Gewaltthätigkeit und Mißbrauchs der Amtsgewalt zu schwerer Strafe verurtheilt wurden. Vielleicht überzeugen sich die Herren Köster, Brausewetter:c. einmal in ähnlicher Weise davon, daß man in Berlin gegebenen Falles— nicht so behandelt wird, wie in Amerika. Ein Sabnl ist den neuen Privat-Nachtwächtern bescheert worden. Das Polizeipräsidium hat der Meldung einer Lokal- korrefpondenz zufolge der Verwaltung der WirthschaftsgeNossen- schaft die Erlaubniß ertheilt, ein solches Instrument für ihre Nachtwächter anzuschaffen. Ob eine derartige unter Umständen gefährliche Waffe uothwendig ist, möge dahingestellt bleiben. In London haben bekanntlich nicht einmal die Schutzleute einen Säbel, und man hat noch nie gehört, daß es dort mit der öffentlichen Sicherheit schlimmer bestellt sei, als in der Haupt- sladt des Reiches der Gottesfurcht und frommen Sitte. Vor dem Gebranch von Schußwaffen warnt die Köller'sche Korrespondenz in einer längeren Ausführung die— Kinder. Es werden von dem Blatte mehrere böse Beispiele aus G y m- n a s i e n angeführt; ja, das Blatt deutet an, daß der Gebrauch von Mordinstrunienten bei„gebildeten" Knabe» etwas ganz ge- wohnliches sei. Warnungen der Lehrer, so heißt es,„müffen freilich wirkungslos bleiben, wenn die Eltern selber ihren un« reisen Kindern Schießwaffen schenken, den Gebrauch dieser ge- stalten und auch nicht einmal überwachen." Im Zeitalter des von oben protegirten bourgeoise» Mordspatriotismus sollte es auch der„Berliner Korrespondenz" nicht weiter wunder nehmen, wenn staarstreue Eltern, die es dazu haben, ihren Kindern die vielbeliebte Schneidigkeit bei Zeiten einzutrichtern suchen. Passirt dabei ein kleines Malheur— desto schneidiger wird die Sache ja! Eine» LnxnS-TranSportwagen zur Beförderung seiner Pferde auf der Eisenbahn hat sich der in hiesigen Sportkreisen berühmte Graf Lazy Henckel von Donnersmarck auf Naklo bei Tarnowitz bauen lassen. Der Wagen besitzt eine Bodenflüche von 21,8 Quadratmeter und ein Gewicht von 10 000 Kilogramm. Ferner ist der Wagen g e p o l st e r t, damit sich die Pferde, welche in getrennt liegenden Ständen einzeln untergebracht werden, in keinem Falle verletzen können. Wenn doch auch das Publikum, das sich auf die menschenunwürdigste Weise in der vierten Wagenklasse befördern lassen muß, es so gut hätte, wie die Gäule des genannten Edelsten und Besten! Die Menschen reisen im stickigen Marterkasten, das gräfliche Vieh wird in ge- polsterten Luxuswagen befördert. Das ist die göttliche Welt- ordnnug von heute, die im Kampf für Ordnung, Religion und Sitte gegen den„Umsturz" vertheidigt werden muß! Tie Vorsteherin deS hiesigen„Fröbel-Oberlin Vereins", Frau E. G r a u e n h o r st, sendet auf unseren Artikel „Die D i e n st b o t e n p l a g e"(Nr. 144 vom 23. Juni er.). der sich mit den, genannten Verein beschäftigte, jetzt eine lange und daher zum Abdruck leider nicht geeignete Erwiderung. Wir haben zunächst die darin ausgesprochene Vermuthung zurückzu- weisen, daß wir uns unsere Jnsormalione» bei den brotneidischen Gesinde-Agenten holen könnten. Der Verfasser des Artikels hat sich selbstverständlich ausschließlich auf die offiziellen Ver- öffentlichungen des Vereins selber gestützt. Auf grund der- selben faßten wir unser Urtheil dahin zusammen, daß die Anstalten und Einrichtungen des Vereins zur Aus- bildung und Vermiethung von Gesinde„in erster Linie" den, Jntereffe der„Herrschasten" dienen und keinen An- spruch auf die Bezeichnung„gemeinnützig" haben. Frau G. sucht nun in ihrer Zuschrift zu beweisen, daß der Verein nicht nur das Wohl der Herrschaften, sondern„noch viel mehr" das Wohl der Dienenden im Auge hat. Sie vergißt aber, sich darüber zu äußern, daß sie in ihrem(in Nr. 144 von uns besprochenen) Aufruf„An die herrschaftlichen Hausfrauen", der die Lehr- anstalten und das Vermiethungs- Komptoir des Vereins anpreist, sagt:„Ein gutes Hausmädchen ist eine Perle in, herrschaftlichen Haushalte, und um den geehrten Herrschaften viele solcher Perlen zuzuführen, hat die Vorsteherin des Fröbel-Oberlin-Vereins, Frau Erna Grauenhorst, die Hausmädchenschule begründet." Also, un, den Hausfrauen der Bourgeoisie ein Personal, wie sie es wünsche», zu verschaffen, und nicht im Interesse der Dienstboten, ist danach die Anstalt begründet worden. Wir können hinzufügen, daß auch in einer das Vereinsorgan„Kinderstube" anpreisenden, von, Vereins- vorstände mitunterzeichneten Reklame gesagt wird:„Der Fröbel- Oberlin-Verein zu Berlin hat es sich zur Hauptaufgabe gemacht, den geehrten herrschaftlichen Hausfrauen zu jeder Zeit gutes, brauchbares, weibliches Personal, wie Kinder- gürlnerinnen u. f. ,v. in Vorschlag zu bringen."„Haupt- aufgäbe" wäre danach wieder, den„Herrschaften" brauchbares Personal zu verschaffen. Frau G. klagt weiter darüber, daß wir ihr ihre Reklame vorwarfen und uns über den komisch häufigen Gebrauch devoter Ausdrücke wie„Gnädige Frau" u. s. w. aufhielten. Wir erwähnten das nur nebenbei, weil es uns zur Vervollständigung des Bildes zu gehören schien; Frau G. braucht sich also nicht so sehr darüber zu echauffiren. Ganz ohne Reklame geht's heute nicht mehr, das wissen wir allein, und auch die„gnädige Frau" ist bereits zu einem kaum noch zu vermeidenden Titel geworden. Aber Frau G. und ihr Anhang treiben es denn doch ein bischen arg mit der Reklame. So schließt in Nr. 11 der„Kinderstube" ein Bericht über die Dresdner Ausstellung für Kinderpflege u. s.»v. mit den Worten: „Am Schlüsse des Berichtes möchten»vir nock erwähnen, daß auch die Redaktion der„Kinderstube" bei der Eröffnung dieser interessanten Ausstellung durch Herrn C. Grauenhorst vertreten war, und daß Ihre kgl. Höh. die Prinzessin Friedrich August von Sachsen ein Exemplar der„Kinderstube" huldvollst entgegen- nahm." Dieser Satz mar in den den Abonnenten zugegangene» Exemplaren blau angestrichen! Frau G. glaubt solches Gebühren entschuldigen zu können mit den Worten:„Wir stecken in der heutigen Gesellschaftsordnung und können nicht heraus." Das stimmt; wir können nicht heraus, wenigstens einst- weilen nicht. Aber nicht jeder darf diesen Satz für sich in Anspruch nehmen. Wer Unternehmungen, wie die Haus- Mädchenschule des Fröbel-Oberlin-Vereins begründet und sich dabei von denselben Gesichtspunkten, wie Frau G., leiten läßt, der will nieist auch nicht aus der heutigen Gesellschasts- ordnnug heraus, er will sie im Gegentheil gerade st ü tz e n und bewahren. Hier ist der Punkt, an dem sich unser Weg und derjenige der Begründer und Leiter vieler„gemeinnütziger" und„wohlthätiger" Anstalten von einander scheiden. Daß diese Unternehmungen auch den Besitzlosen einen augenblicklichen Vor- theil verschaffen, ändert an der Hauptsache gar nichts. Vor allen Dingen aber haben die Grünoer und Leiter solcher Unternehmungen niemals das Recht, sich, wie es auch die Frau G. in ihrem Briefe thut. Versechter der Interessen des Prole- t a r i a t e s zu neniieii. Die BernfS- n»d Gewerbezählnna hat in den nach- benannten Orten der Umgegend Berlins folgendes Resultat er- geben: Steglitz 15 839 Einwohner, 7336 männl., 4594 weibl. Friedrichshagen 10677 Einw., 5071 männl., 5606 weibl. Zehlei,- dorf 6673 Einw., 2952 männl., 3721 weibl. Zossen 3952 Einw., 2093 männl., 1859 weibl. Trebbin 3248 Einw., 1576 männl., 1672 weibl. Mittenwalde 2999 Einw., 1551 männl., 1448 weibl. Königs-Wusterhausen 2736 Einw., 1373 männl., 1363 weibl. Gegen den Fnufstationen- Tarif auf der Stadt- und Ringbahn macht sich im Norden Berlins, sowie in den Vor- orteii eine lebhafte Agitation geltend und in Petitionen haben sich die Bewohner von Charlottenbnrg, die Anwohner der Gegend am Zoologischen Garten, am Gesundbrunnen, Weißensee und Lichtenberg beschwerdeführend an den Herrn Eisenbahn-Minister gewendet. In diesen Petitionen wird ausgeführt, daß durch die Errichtung neuer Stadtbahn- und Riugbahn-Stationen die Fahrt fortgesetzt vertheucrt würde. Während man früher von Weißeusee aus für IVPf. bisAlexanderplatz habe fahren können, sei dieseStrecke zunächst bis zum Schlesischen Bahnhof verkürzt worden; jetzt nach Eröffnung der Station Landsberger Allee gelte die 10-Pf.- Karte nur noch bis Warschauer Brücke, in entgegengesetzter Richtung statt Beusselstraße bis zum Wedding. Früher konnten die Bewohner des Gesundbrunnens für 10 Pf. bis Zoologischer Garten fahren, jetzt ende die 10-Pf.-Tour in Charlottenburg und nach Eröffnung der Station Stromstraße bereits in Westend.— In der eingereichten Petition wird der Wunsch nach einem Kilometertarif ausgesprochen. Petitionen, welche eine Ver- billigung der Fahrpreise bezwecken sollen, bleiben bekanntlich nuter der heutigen Verwaltung grundsätzlich unberücksichtigt. Mit großem Pomp wurden an, Donnerstag Vormittag G n e i st' s. Gebeine zu Grabe getragen. Vom Sterbehause Link- straße 40 aus setzte sich ein aus Beamten, Parlanientariern und Gelehrten bestehendes Leichengefolge„ach de», in der Kolonnen- straße belegenen Matthäikirchhof in Bewegung. Man sah. die Minister v. Bötticher und Dr. Bosse, sowie Professor Virchow; die Stadt Berlin war ferner durch Herrn Ober» Bürgermeister Zelle vertreten. Ter Kaiser hatte den bekannten Herrn v. L n c a n u s geschickt. Auch war sehr viel Polizei zur Auf- rechterhaltung der Ordnung, für die der Verstorbene so beweis- kräftig eingetreten, zur Stelle. Infolge falscher Weicheiistelluiig fuhr Mittwoch früh der Vorortzug Erkner-Charlottenburg, der um 7 Uhr 12 Minuten die Station Hirschgarlen passirte, ungefähr auf der Hälfte des Weges zwischen Hirschgarten und Köpenick mit voller Fahrgeschwiudig- keit auf eines der sonst stark benutzten Gütergeleise. Nur durch schnelles Halten des Zuges und durch den Umstand, daß gerade das Geleise frei war, wurde ein Unglück verhütet, so daß die Passagiere des stark besetzten Zuges mit dem Schrecke» davon- kamen. Wie stark die plötzliche Schwenkung nach dem falschen Geleise war, ist daraus ersichtlich, daß ein großer eiserner Ver- kuppelungshaken brach und mehrere Passagiere ihre Sitze unfrei- willig verlassen mußten. Die unterbrochene Fahrt konnte mit 15 Minuten Verspätung wieder ausgenommen werden. Ein merkwürdiges Ergebniß hatte eine Operation, die Geheimrath v. Bardeleben am Mittwoch Morgen in der Charilee ausgeführt hat. Die 20 Jahre alte Näherin Wilhelmine Stange, die aus Kiel stammt und in Berlin in der Wollinerstraße 12 wohnt, litt seit Jahren an fürchterlichen Kopfschmerzen. Wieder- holte ärztliche Eingriffe, denen sie sich in Hamburg unterzog, hatten keine Heilung herbeigeführt. Das Leiden verschlimmerte sich»ach und nach derart, daß nervöse Zuckungen in allen Gliedern entstanden. Da sich ein stechender Schmerz in der rechten Seite des Kopfes zeigte, so entschied sich Prof. v. Bardeleben für eine Oeffnung des Schädels. Im Gehirn bemerkte man zunächst eine blaue Stelle und bei näherem Nachsehen ergab sich, daß eine Stopfnadel mit dem Ohr nach oben tief im Gehirn steckte. Um diese herauszuziehen, mußte man ein Stück aus dem Schädel entfernen, damit man sie fassen konnte. Die Nadel, die dann ans Tageslicht gefördert wurde, hat eine Länge von 7�/? Ztw. Wie sie in das Gehirn hineingekommen ist, daß weiß weder die Stange noch können es sich die Aerzte erklären; man weiß auch nicht/ wie lange sie sich darin besnnden hat. Wahrscheinlich trägt das Mädchen sie schon seit seiner ersten Kindheit mit sich herum. Nach Entfernung der Nadel haben die furchtbaren Schmerzen im Gehitn sofort nachgelassen. Gelegenheit macht Diebe. Das mußte, wie eine Lokal- korrefpondenz mittheilt, am Montag ein Grünkramhändler an der Ecke der Rheinsberger- und Brunnenstraßs zu feine», großen Schaden erfahren. Drei Tischlergesellen halten bei ihn, einen Geldschrank auszubeffern und benutzten die Gelegenheit, um den Tresor um 2000 Mark in Gold zu erleichtern. Die plötzliche Wohlhabenheit veranlaßte die Tischler, ihre Arbeitsstelle zu meiden und Lustsahrteu in die Umgebung Berlins, wie nach Stralau und Rummelsburg zu veranstalten. Dabei thaten sie des Guten oft zu viel, sodaß einer von ihnen, der 20jährige Erdmann Reim aus der Friedenstraße 97 am Mittwoch im Zentrum aus der Straße liegen blieb. Ein Schutzmann, der ihn hier fand, hielt den vollständig Betrunkenen für schwer krank, nahm sich seiner an und brachte ihn in ein Krankenhaus. Von hier ließ man ihn, als er seinen Rausch ausgeschlafen hatte, »och am selben Tage wieder laufen, da nian natürlich ebenso wenig wie der Schutzmann wissen konnte, mit wem man es zu thun hatte. Unterdessen hatte nun die Kriminalpolizei von dem Grün- kramhäudler Anzeige erhalten. Sie sucht aber bis jetzt vergeblich nach Reim, den seine Eltern bereits abgemeldet haben. Die beiden Mitthäler sind festgenommen worden. Bedauerliche Folge» hat ein Unfall gehabt, der sich am Freitag voriger Woche ereignete. Damals wurde nachmittags gegen 5V« Uhr der Geldbriesträger Ferdinand Konrad aus der Reichenbergerstraße 45 vor dem Postamt Nr. 42 in der Ritter- straße 7, als er von der Fürsteustraße her den Fahrdamm über- schreiten wollte, wenige Schritte vom Bürgersteige entfernt von einer Droschke erster Klasse angefahren und am linken Arm und Bein leicht verletzt. Dabei ging dem Beamten eine der Geldtaschen auf, sodaß der Inhalt von 61 M. auf die Straße flog und weit nmhergestreut wurde. Das Publikum kam dem Manne zu tilfe und er erhielt das Geld auf Heller und Pfennig zurück. er Kutscher suchte zu entkommen, wurde jedoch an der Luisen- brücke von einem berittenen Schutzmann gestellt. Der Postbeamte hatte gar nicht die Absicht, einen Slrafantrag gegen ihn zu stellen, trotzdem hat sich der Kutscher, der 33jährige uuverheirathete Karl Lupp aus der Fruchtstr. 66, der erst am 14. d. M. nach Verbüßung einer 10tägigeii Gefängnißstrafe, die er wegen gleiche» Vergehens erhalten hatte, aus der Anstalt entlassen war, in seiner Wohnung erhängt. Gegen den Extrablatt- Schwindler Hecht, welcher am Dienstag die Meldung von einem Doppelmorde in Rnmnielsbnrg verbreitete, soll strafrechtlich wegen groben Unfugs und Betruges vorgegangen werden. Frau Dr. R., eine der beiden letzten Pockenkranken in Berlin, ist gestern Donnerstag Vormittag aus den Koch'schen Baracke» für Jnsektionskranke geheilt entlassen worden. Ihr Sohn hat, wie erinnerlich sein wird, das Krankenhaus schon vor längerer Zeit verlassen. Zl» dem merkwürdigen Einbruch bei dem Gastwirth Noack'schen Eheleuten in Groß-Lichterfelde soll ein Kellner Schröder betheiligt sein, der früher bei Noack beschäftigt war und sich jetzt verborgen hält. Eine schwere Verletzung trug am Donnerstag Morgen das dreijährige Söhnchen des Eisendrehers Bernhard Hittig, Gneisenaustr. 16. infolge eines seltsamen Unglücksfalles davon. Während das Kind vor der elterlichen Wohnung spielte, löste sich die Jalousie eines Ladensensters und fiel dem Kinde ans den Kopf. Der Knabe mußte in ärztliche Behandlung gegeben werden, Ueber eine» Fall von«»gehöriger Behandlung, die einen. Hilfesuchenden in der königlichen Klinik in der Ziegelstraße zu theil geworden, wird uns berichtet: Am 11. Juni gegen halb zwölf Uhr vormittags wurde ein Eisenhobler, der auf seiner Arbeitsstätte mit der Hand in die Maschine gekommen war, auf Anordnung des Unternehmers von einem Kollegen in die Klinik gebracht. Der Verunglückte hatte ziemlich starken Blutverlust und war daher sehr erschöpst. Der Begleiter ging, nachdem er seinen blutenden Kollegen im Wartezimmer plazirt hatte, auf die Suche nach einem Arzte. Leider war ein solcher vorderhand nicht zu haben; nachdem der Arbeiter sich verschiedentlich vergeblich erkundigt hatte, erhielt er endlich von einer Pförtnerin die Antwort, daß die Aerzte beim Frühstücken seien und erst in einer halbe» Stunde damit fertig wären. Richtig mußte der Verunglückte eine halbe Stunde warten, bis ein Arzt kam. Die übrigen im Wartezimnier anwesenden Kranken empfanden Mitleid mit dem schwer zu schaden gekommenen Arbeiter, sie ließen ihm den Vorrang in der Abfertigung, und so dachte denn der Hilfesuchende, daß ihm nunmehr der ersehnte ärztliche Beistand zu theil werden würde. Dock, er sah sich getäuscht. Wohl»ahm der Arzt ihn zuerst vor, jedoch um vorläufig erst eine Reihe Fragen nach Name, Adresse, Alter, Zivilstand, Religion, Arbeitsstätte und sonstigen mit der Verwundung an sich nur in geringem Zusammenhang stehenden Umständen an den Verunglückten zu richten. Nachdem derart eingehend die Personalien aufgenommen waren, entfernte sich der Fragesteller von dem Kra ken. Wiederum blieb dieser etwa eine Viertelstunde sich selber über- lassen; der Begleiter des Verunglückten wurde, gleich den, Er- schöpften, unruhig und sah sich nach Hilfe»m. Es erschien denn auch endlich ein Wärter, und schritt auf einen der übrigen Patienten, der den Arn, des Verwundeten hoch zu richten suchte. mit den im spöttelnden Tone gesprochenen Worten zu:„Na, nun gehen Sie man von dem Mann weg, sonst stirbt er uns noch." Diese Art der Behandlung war dem verunglückten Arbeiter und seinem Begleiter denn doch zu stark; sie entfernten sich und fuhren nach dem Lazarus-Krankenhause. Hier lag der Arbeiter an seiner schweren Verletzung vier Wochen lang, bis er zum theil gebessert, entlassen wurde. Bei einer Beerdigung ist Mittwoch Nachmittag der Kauf- mann Röder, Waldemarstraße wohnhaft, gestorben. R. hatte sich bei den Beisetzungsfeierlichkeiten eines verstorbenen Freundes betheiligt und folgte in einer Kutsche in Begleitung eines Ver- wandten des Dahingeschiedenen dem Leichenzuge, der sich nach den» Friedhof in der Hermannstraße in Rixdorf hinausbewegte. Als sich das Gefährt am Kottbuser Damm befand, wurde R. von heftiger Ilebelkeit befallen, die ihn zwang, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen; ehe jedoch ein Arzt gefunden wurde, war der Kaufmann, wie später festgeftellt wurde, infolge eines Herz- schlages verschieden. Polizei- Bericht. Am 24. d. M. wurde gegen Mittag in der Dragonerstraße ein zweijähriger Knabe durch eine Equipage überfahren und am Kopfe und am Arm verletzt.— An der Potsdamer Brücke sprang ein Mann in den Kanal. Er wurde durch einen Schiffer bereits bewußtlos wieder herausgezogen und dann nach der Charitee gebracht.— Nachmittags verunglückte in der Pultkamerstraße ein obdachloser Schuhmacher, indem er beim Abspringen von einem Rollwagen durch einen in entgegen- gesetzter Richtung fahrenden Bierwagen erfaßt und gegen den Nollwagen gedrückt wurde.— In der Chariteestraße wurde ein bewußtloser Mann niit mehreren Querschnitten am linken Unter- arm vorgefunden und nach der Charitee gebracht.— Im Lause des Tages fanden sechs unbedeutende Feuer statt. WitternngSiibersicht vom 85. Juli 1895. Wetter-Prognose für Freitag, LS. Juli 1895. Warmes, zeitweise heiteres, vielfach wolkiges Wetter mit mäßigen südwestlichen Winden und sortdauernder Gewitter- nciguug. Berliner Wetterbureau. Gevichfcs-Soikung. Wegen einer iu der Trunkenheit begangenen M a j e- st ä t s b e l e i d i g u n g ist am 21. Juli der Schreiner Jakob Barchel aus Alzey von der Strasiammer in Mainz zu 6 Monaten Gesängniß verurtheilt worden. Die Voruutersnchung gegr» den früheren Stadtrath Rudolph Jfaac in Charloltenburg, welche wegen der Unregel- Mäßigkeiten eingeleitet wurde, die in dessen Verwaltung dcs Vermögens des dortigen Voreins gegen Verarmung konstatirt worden sind, ist bereits zu Ende geführt. Die Sache Jsaac be- findet sich gegenwärtig zur Erhebung der Anklage in den Händen der königl. Staatsanwaltschaft am Landgericht II. Wie ein„Studenteunlk" vom Gericht benrtheilt wird. Ein von„Gebildeten" verübter Unfug war die Veranlassung zu einer Verhandlung vor der 140. Abtheilung des Schöffengerichts gegen den Studenten der Rechte Leonhard Zaporowitz wegen Sach- beschädigung. Derselbe war am 27. Mai d. Js., als er in der früheste» Morgenstunde von einem Zechgelage in Begleitung eines„Kommilitonen" zurückkehrte, mit diesem einig geworden, die„Philister", welche noch dem Schlafe huldigten, gehörig z» ärgern. Sie machten sich daran, in der Lützowstraße die Haus- nummer-Schilder abzuschrauben, un, sie nachher in anderer Reihen- folge wieder anzubringen. Schon hatten sie einer ganzen Anzahl von Häusern dieses wichtige Orientirungsmittel entrissen, als sie bei ihrem Werke durch das Auge des Gesetzes ertappt wurden. Sie gaben nun beide Fersengeld, der Mitfrevlcr konnte bester rennen, er entkam, Zaporowitz aber wurde gefaßt. Die Schilder, welche sie bereits abgenommen hatten, waren von den beiden während ihrer Flucht weggeworfen worden. Za- porowitz verschwieg den Namen seines„Studiengenossen", derselbe blieb also unermittelt und so wurde gegen Zaporowitz allein verhandelt. Sein V-rtheidiger suchte darzuthun, nachdem der Staatsanwalt 50 M. Geldstrafe beantragt hatte, taß nicht eine Sachbeschädigung, sonder» nur grober Uusug vorläge, da der Angeklagte nicht die Absicht gehabt habe, die Schilder wegzunehmen oder unbrauchbar zu machen, sondern nur einen allerdings nicht zu billigenden„Scherz" zutreiben. In an- betracht der bisherigen Unbescholtenheit, der damaligen„an- geheiterten Stimmung" und seiner jetzigen Reue, sowie der Schadensersatzleistung, welcher der Angeklagt am nächste» Tage aus eigenem Antriebe den Hauswirthen gegenüber sich unterzogen habe, würde eine ganz geringe Geld- strafe eine genügende Sühne sein. Der Gerichcsbof erkannte denn auch richtig nur auf 10 M. Geldstrafe. Od Arbeiter ebenso milde davon gekommen wären 2 Wenn Proletarier in verschiedenen Gegenden des geeinten Vaterlandes eine rothe Schriftführer. Hierauf gelangte die Abrechnung zur Verlesung, betreffende Arbeit ist von feinem anderen Arbeiter übernommen Blune im Knopfloch tragen, so wandern sie ins Gefängniß, die einen Kassenbestand von 290,28 M. aufweist. Nach der Er worden und wird jetzt von dem Wertführer angefertigt. Es ehren sie einen theuren Verstorbenen durch rothe Kranzspenden, gänzungswahl der Arbeitsvermittlungs- Kommission wird be- handelt sich um die Anfertigung von Elektroskopen. Wie mit bringen sie in einer der Polizei nicht genehmen Weise ein Hoch schlossen, dem Restaurateur Stramm, Hitterstr. 128, die Arbeits- getheilt wurde, sind auch den dortigen Mechanikern Lohnabzüge auf ihre Partei aus, oder verbreiten sie ein Flugblatt in einer vermittlung am Vormittag zu übertragen. Zum Schluß be gemacht worden. Die verhängte Sperre wurde von der VerForm, die dem Staatsanwalt nicht konvenirt, so harren ihrer willigte die Versammlung den streitenden Berufsgenossen in fammlung einstimmig gutgeheißen und hat dieselbe Geltung für auf grund des herbeigezogenen groben Unfugs- und anderer Königsberg 50 m. die chirurgischen Instrumentenmacher. Paragraphen oft schwere Geld- und Gefängnißstrafen. Ein junger Flegel dagegen, Vertreter von Bildung und Besib", tommt, wenn er eine unqualifizirbare Nichtsnußigkeit begangen, mit einer für ihn garnicht fühlbaren Geldstrafe davon. Versammlungen. Die bevorstehenden Stadtverordneten- Wahlen beschäftigten den sozialdemokratischen Wahlverein für den 6. Reichstags- Wahlkreis am 23. d. M. in zwei stattgehabten Versammlungen. In der Versammlung für den Gesundbrunnen, welche zum ersten Male wieder im Bimmermann'schen Lokale früher Knebel's Volksgarten ferirte Stadtverordneter Gleinert, welcher einen Ueberblick über die Thätigkeit unserer Parteigenoffen im Rothen Hause gab. Redner sprach die Erwartung aus, daß der 42. Kommunal Wahlbezirk bei der im November statthabenden Wahl durch allgemeine Betheiligung unserer wahlberechtigten Parteigenossen an der Wahl entgiltig den Liberalen" entriffen werde. In großen Bügen führte der Referent Das Cintreten der sozialdemokratischen Stadtverordneten : am 20. Juli für den Nordbezirk eine Versammlung ab, in der per Sozialdemokrat, Bentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partet Der Fachverein der Musikinstrumenten Arbeiter hielt Eingelaufene Druckschriften. Genosse I a hn über die Malthus'sche Theorie sprach. Da von einer Diskussion Abstand genommen wurde, gelangten hierauf einige Vereinsangelegenheiten zur Besprechung. Von dem Vorsitzenden wurde auf die Einführung des VertrauensmännerSystems aufmerksam gemacht und die Mitglieder ersucht, dafür zu sorgen, daß in allen Werkstätten die Wahl der Vertrauensmänner vollzogen wird. = B Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 3). Inhalt der Nr. 30: Wochenschau. Die Wahlen in England. Bürgerliche Pießftimmen zum Agrarprogramm. Urtheile der Parteipreffe. Der Allemiantsten- Kongreß. Parteinachrichten. ArbeitseinLandwirthschaftliches aus den Vereinigten Staaten. stellungen in Frankreich im Mai 1895. Bestrafung der Bergleute bei Unfällen. Arbeiterorganisationen. Arbeiterschutz. Wie man uns behandelt. Todtenliste. Vermischtes. Literarisches. Von der Nenen Beit"( Stuttgart, J. H. W. Die t' Berlag) ist soeben bas 43. Heft des 13. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Psychologisch- spekulative Ethnologie. Von H. Cunow. Die Arbeiter und der Wahlkampf in England. Von Ed. Bernstein. Der Kampf ums Licht. Eine technisch- wirthschaftliche Studie aus der Belerchtungs- Industrie. Bon P. Umbreit. Literarische Rundschau.- Notizen. Feuilleton: Germinie Lacerteur. Von Edmond und Jules de Goncourt. Einzig autorisirte Uebersetzung von Emma Adler.( Fortsetzung.) Vermischkes. die proletarischen Interessen und das Verhalten der gegnerischen Bericht vom Arbeitsnachweis zur Berlesung. Arbeitslos hatten 13. d. M. einen Waggon Schnittmaterial nach Breslau unter " Konrad. Der Verband der in Buchbindereien, der Papier: und Lederwaaren Industrie beschäftigten tagte, re- rbeiter und Arbeiterinnen nahm in seiner Generalversammlung am 22. Juli einen ausführlichen Geschäftsbericht des Vorstandes entgegen. Es haben im letzten Quartal 6 Verfammlungen und 13 Borstandssitzungen stattgefunden. Von zwei Werkstattstreits wurde einer zu gunsten der Arbeiter entschieden. Die Zahl der männlichen Mitglieder beträgt jetzt 860, die der weiblichen 347. Von den Werkstuben haben sich 95 an den an theilt die in Dels erscheinende Bokomotive an der Oder" vom Die arme Neichspoft. Folgendes unglaubliche„ Ereigniß" Delegirten Versammlungen betheiligt. Hierauf gelangte der 22. Juli mit: Das Dampfsägewerk Frauenwaldau fandte am 334 männliche und 196 weibliche Berufsgenossen Bahnnachnahme im Betrage von 1157 M. Dieser Betrag wurde Parteien den von unseren Genossen gestellten Anträgen gegen gemeldet. Adressen waren 220 für männliche und über vor Augen, beleuchtete verschiedene Mißstände in der kom- 179 für weibliche Arbeiter eingelaufen. Vermittelt find am 15. d. M. bei der Stationskasse zu Breslau vom Empfänger munalen Verwaltung und verpflichtete alle wahlberechtigten 199 Arbeitseinstellungen für männliche und 137 für weibliche eingezahlt. Der Haltestellen- Vorsteher zu Frauenwaldau ist Parteigenoffen, für ihre Eintragung in die Wählerlisten Sorge Berufsangehörige. Ueber die Abrechnung vom letzten Quartal aber bis heute noch nicht in der Lage, dem Abzu tragen. Die Darlegungen des Referenten wurden mit Beifall berichtet der Kassirer Christian. Für die Zentraltasse sind verwandte sich dieserhalb sender des Schnittmaterials das Geld auszuzahlen. Er entgegengenommen. An der folgenden Diskussion betheiligten einnahmt 2759,85 M. und ausgegeben 1060,92 m.; der Ueberan die Stationskasse zu Militsch, sich die Parteigenossen Gnadt, Millarg, Hinge, Kiesel schuß von 1698,93 m. ist dem Hauptvorstand übersandt. Die welche aber auch nicht auszuhelfen im stande war. Das Dampfund Wenzel, welche mit dem Referenten darin überein- Ginnahmen der Lokalkasse betrugen 1916,14 m. und die Aus- Sägewerk aber hatte am Sonnabend Lohnzahlungen. Da nun die stimmten, daß alles gethan werden müffe, um den 42. Kommunal- gaben 923,29 M., bleibt mithin ein Bestand von 992,83 M. Die Bahn nicht zahlen konnte, wurde dies der Firma nach Breslau Wahlbezirk zu erobern. Im nächsten Monat wird der Verein Versammlung erledigt sodann die Ersagwahlen. Es wurden berichtet. Dieselbe sandte nach Frauenwaldau per telegraphische eine Laffalle Feier veranstalten und der Vorstand das weitere gewählt als 2. Vorsitzender Kollath, als Beisitzer Schade, Lyon Dampfsägewerk von der Postanstalt allerdings mit dem Bemerken, Postanweisung 400 M. Dieses Telegramm erhielt zwar das veranlassen. Vom Vorstande sind die beiden Lokale Nord- und Frl. Kettenbach, für den Zentral Arbeitsnachweis Baulin, daß die Post nicht so viel Geld hätte und voraussichtlich erst deutsche Brauerei" und" Marienbad" bestimmt worden. Die Ver- für den Lokal- Arbeitsnachweis Wunschet und Krank, als Revisor Sonntag Abend in der Lage sein würde, zahlen zu können. Und fammlung ertheilte hierzu ihre Genehmigung. Die Versammlung im Lokal von Gründel, da verlangen die Sozialdemokraten noch, daß die Unterbeamten Brunnenstr. 188, wo Stadtverordneter Gie 3 ho it sprach, war Der Streit bei der Firma Dewitt n. Herz beschäftigte der Post, Gehaltserhöhung bekommen sollen, wo die Post selber gut besucht. Der Redner bemerkte eingangs feines Vortrages, berufene öffentliche Versammlung der chirurgischen Branche. Die Der Redner bemerkte eingangs feines Vortrages, am 24. d. M. eine stark besuchte, von der Streiffommission ein- so arm ist. daß er es für verfehlt halte, schon jetzt mit der eigentlichen Ein großes Eisenbahnunglück hat sich, wie aus Breslau Agitation zu den erst im November stattfindenden Kommunal- Herren Dewitt u. Herz waren brieflich eingeladen, aber nicht er- gemeldet wird, auf dem Bahnhof zu Raudten zugetragen. wahlen zu beginnen, zumal noch nicht genau festgestellt sei, in schienen, an ihrer Stelle war an das Versammlungsbureau von Der Zug, welcher Mittwoch abends 9 Uhr 53 Minuten, von welchen Bezirken Arbeiterkandidaturen in Frage kommen oder denselben ein Schreiben eingelaufen, in welchem die Firma jede Stegniß kommend, in Raudten eintraf, gerieth wahrscheinlich inwelchen Bezirken Arbeiterkandidaturen in Frage kommen oder Unterhandlung mit den Streifenden ablehnt, da die Arbeiter folge des Verfagens der Bremse auf das Geleis, welches in das Hausbesizer zu wählen sind. Demzufolge beschränkte er sich darauf, die Genossen zur genauen Einsichtnahme der Wähler- nach Ansicht der Firma, einer geringfügigen Ursache wegen in Stationsgebäude mündet und fuhr mit der Maschine direkt in Liſten zu ermahnen und anschließend hieran in großen Zügen einen Streit eingetreten und entlassen sind, und ferner bekannt den Wartefaal. Die Wagen thürmten sich übereinander. Der die bisherige Thätigkeit der sozialdemokratischen Stadtverordneten giebt, daß diejenigen der Streikenden, welche bei der Firma Lokomotivführer Sommer sowie der Hilfsbremser Ziebel aus zu sfizziren. Wenn auch durch deren Anwesenheit im„ Rothen wieder in Arbeit treten wollen, sich schriftlich an diese wenden Liegnitz, wurden getödtet. Der Zugführer ist schwer verletzt. Hause" bisher wenig praktisches für die ärmeren Klassen der mögen. Die Wirkung dieses Schreibens war eine allgemeine Auch eine Anzahl von Baffagiren erlitt Verlegungen, doch ist Heiterkeit. Der Stand bes Streits wurde als Bevölkerung erzielt worden sei, so dürfe andererseits nicht verein deren Zahl noch nicht festgestellt. Der Betrieb war auf furze fannt werden, das sie vieles Nachtheilige verhinderten und Vor: ausgezeichneter bezeichnet, indem die Streifenden fest zu Zeit unterbrochen und es mußte der nach Liegnitz bestimmte Zug schläge machten, auf die Magistrat und Stadtverordnetenkollegium sammen halten und keiner fahnenflüchtig geworden ist. Nicht auf ein anderes Geleise übergesetzt werden. in absehbarer Zeit doch werden eingehen müssen. In der Diskussion So arbeiten jetzt bei der Firma neun Mann, jedoch keiner aus stellung gemeldet: Gestern Abend 9 Uhr 53 Minuten überfuhr zu verhindern, war allerdings ein Zuzug von Arbeitskräften. Amtlicherseits wird das Eisenbahnunglück in folgender Darrügten mehrere Redner die unzulängliche Bezahlung städtischer der Branche. Beschäftigt sind drei Gürtler, drei Dreher, ein der von Ziegnitz kommende gemischte Bug 3673 auf Bahnhof Arbeiter und sonstige Mißstände, welche die kommunale Verwaltung betreffen. Alle ermahnten zur genauen Einsicht und Werkzeugmacher, ein Schleifer und ein Abtrünniger, welcher zu- Raudten die am Ende des Einfahrtgeleises gelegene Drehscheibe event. Berichtigung der Wählerlisten. Unter Bereinsangelegen- bies meist jugendliche und in der Branche ungeübte Arbeiter fein. Empfangsgebäudes ein. Der Packwagen, vier Personenwagen seine Unterschrift zu dem Streit gegeben hatte. Es sollen sowie den dahinter stehenden Prellbock und riß die Mauer des heiten" wurde vom Vorsitzenden mitgetheilt, daß die Lassallefeier des Wahlvereins am 31. August in der Norddeutschen Brauerei Wie mitgetheilt wurde, hat die Firma es sich sehr angelegen und brei Güterwagen wurden zertrümmert. Drei Reisende und im„ Marienbad"( Gesundbrunnen) stattfindet.- Bon sein lassen, sich polizeilichen Schutz zu verschaffen- eine überflüssige wurden schwer, sieben leicht verlegt. Von dem Zugpersonal Krzyanowski und Gründel wurde vor dem früheren Bemühung. Die Streifenden sind zum Ausharren entschlossen wurde ein Bremser getödtet, der Zugführer leicht verlegt. Der Vertrauensmann von Ueckermünde( Pommern) namens Wilhelm und ist für Unterstützung derselben Sorge getragen. Dieselben Lokomotivführer blieb unverletzt, ebenso der Heizer. Der Betrieb Breyer, Uhrmacher, einem etwas verwachsenen Mann in gehen demzufolge mit froher Zuversicht den kommenden Er- erlitt keine wesentliche Störung. Mitte der 20er Jahre, gewarnt. Berufend auf seine frühere des Umstandes besonderer Erwähnung gethan, daß seinerzeit den Eine vom Vorstande des Revier- Bergamtes und dem Bezirkseigniffen entgegen. In der ausgiebigen Diskussion wurde auch Ans Brig liegt folgende telegraphische Meldung vor: Thätigkeit für die Partei, der zufolge er Ueckermünde habe ver: Arbeitern der Firma 10 Pf. Beitrag zur Invalidenkasse ab- hauptmann gezeichnete Bekanntmachung besagt, daß für andere lassen müssen, suche derselbe nach der Angabe Gründel's jetzt in hiesigen Genossentreifen zu schnorren". In Wirklichkeit sei gezogen, jedoch nicht abgeführt worden sind. Zum theil Stadttheile und Objekte, als die bereits betroffenen, keine Gefahr ihm aber wegen verschiedener Betrügereien in Ueckermünde, wo Arbeitern zurückerstattet worden sein. Die Versammlung erklärte nicht zu besorgen sei. sollen diese nicht abgeführten Beiträge den betreffenden bestehe und eine Verschlimmerung der gegenwärtigen Situation er übrigens als Uhrmacher und Bigarrenhändler eine sehr auser übrigens als Uhrmacher und Zigarrenhändler eine sehr aus sich in einer Resolution mit der bisherigen Führung des Streits kömmliche Existenz hatte, der Boden zu heiß geworden. Sum Untergang der Maria P wird aus Genua einverstanden und versprach, den gerechten Forderungen der vom Donnerstag gemeldet: Von den bei der Schiffskatastrophe Der Fachverein der Klempner beschäftigte sich in seiner Streifenden die nöthige Unterstützung zu theil werden zu lassen. der Maria P Umgekommenen wurden bisher nur 7 Leichen Sigung am 16. Juli mit der Regelung geschäftlicher Angelegen Als zweiter Punkt wurde die Angelegenheit der Werkstatt aufgefunden. Die übrigen dürften gar nicht an das Tageslicht heiten. Zunächst wurde die Neuwahl des Vorstandes vollzogen, Hirschmann, über welche die Sperre verhängt worden ist, gelangen, einmal wegen der großen Tiefe des Meeres und dann, der in folgender Zusammensetzung sein Amt übernimmt: Winter, auf die Tagesordnung gefeßt. Ursache der Sperre ist eine Lohn weil die meisten Passagiere in den Schiffstabinen un erster, Künzel zweiter Vorsitzender; Müller erster, Groß zweiter differenz, infolge deren ein Arbeiter entlassen worden ist. Die gekommen sind. Für den Inhalt der Inserate über- Friedrich- Wilhelmstädtischer nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 26. Juli. Friedr.- Wilhelmstädtischer Park. Berlin amüsirt sich. Neues Theater. Zata- Zoto. Alexanderplatz- Theater. Hochzeit von Valeni. Die National- Theater. Im Irrenhause. Die juten Flinten und Fernand's Chekontrakt. Apollo Theater. im Harem. Ein Abenteuer Flora- Charlottenburg. Das Nachtlager in Granada. W. Noack's Sommertheater. Die Berliner Wäschermädel. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. Anfang 72 Uhr. Anfang 7/2 Uhr. Wiederauftreten des Herrn Carl Wesselsky. Zum unwiderruflich letzten Male: Im Irrenhause. Sensationsschauspiel mit Melodramen in 5 Aften und 8 Bildern von H. B. Regie: May Samst. Morgen: Bum 1. Male: Berliner Concert- Park 25/26 Chauffee- Straße 25/26. Das Tagesgespräch Berlins ist? Berlin amüsirt sich. Reise um die Erde. Wasserschauspiele. Der Katzentenor. Englische Burleske. Die 3 Matadore. Der Favorit Blum. Entree 30 f. Volksgarten ( ehem. Weimann's Volksgarten) Gesundbrunnen. Badftr. 56/57. Direktion: Max Samst. Heute, sowie täglich: Grosses Konzert u. Theater- Vorstellung. Spezialitäten I. Ranges. Letztes Auftr. d. Berl. Original- Romikers Wilhelm Fröbel. Chansonetten, Soubretten, Liederfänger, Luftgymnastiker 2c. Täglich: Familien- Ball. Raffeneröffnung 5 Uhr. Anfang des Konzerts 6 Uhr. Passe- partouts haben Giltigkeit. Entree 20 Pf. Ref. 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Die Mitglieder werden gebeten, den Beitrag pro Monat Juli n zahlen, soweit dies noch nicht geschlossen ist. 228/2 Im Monat August findet eine Vorlesung statt. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk, O., Blumenstraße 21. Achtung! Putzer! Allen Freunden und Bekannten, ins besondere dem Beerdigungsverein der Berliner Zimmerleute, welche unserm Vater Karl Glazer die letzte Ehre erwiesen haben, sagen wir unseren innigsten Dank. 23806 Die Hinterbliebenen. Die Beleidigung, welche ich gegen Fr. Schulz ausgesprochen, nehme ich zurück. 23816 Fr. Leube. EBEK Berichtigung. In dem Inserat A. Hoffmann's Verlag" in geftriger Nummer muß es 23626 Achtung! beißen: Montag, den 29. Juli, abends 8½ Uhr, in Cohn's Fettsälen, Beuthstraße 20-22( großer Snal): Große öffentliche Versammlung der Puter Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: 1. Arbeitslosigkeit und Klassenkampf. Referent: Genoffe Wagner. 2. Distussion. 3. Verschiedenes. Kollegen, in anbetracht der allgemeinen Arbeitslosigkeit in unserem Gewerbe ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann. A. Vogel. Zimmerleute Berlins und Umgegend. Das höchste Gut! Lied für eine Singstimme. Musik von Namsorg. Preis 1 M., nicht 80 Pf. Aufruf von G. Herwegh. Für 1 Singstimme von E. Zahn. Preis 80 Pf, nicht 1 M. Achtung, Kistenmacher! Die Werkstatt- Vertrauensmänner wer Georg ben gebeten, die Beträge der verkauften 131/4 Gewerkschaftsbons Sonnabend, den 27. d. M., abends 7 Uhr, im Restaur. Hochmuth, Wallnertheaterstr. 20, abzuliefern. Den streifenden Arbeitern von Fuhg wird daselbst die Unterstützung ausgezahlt. 94/1 Der Vertrauensmann: E. Tschernig. ,, Englischer Garten", Alexanderstr. 27c. Säle u. Vereinsz. zu Vers. u. Festlicht. Hoffmann& Sohn( früh. Oranienstr. 180). Sonntag, den 28. Juli, vormittags 10 Uhr, in Cohn's Feßrälen,( auch Sonnab. u. Sonnt.) unentgeltlich. Benthy. 20, 1 Tr.( großer Saal): Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: = Elysium Landsberger Allee Nr. 40. Aufruf! Bekanntlich beabsichtigt der bedeutendste Hungerkünstler der Gegenwart, Herr Giovanni Succi, " der bereits in Paris, London, Rom, New- York Proben seiner erstaunlichen Fähigkeit gegeben, auch in Berlin, und zwar in der hierzu am geeignetsten zu erscheinenden Ausstellung Italien in Berlin" sich dem Experiment eines 30tägigen Hungerns zu unterziehen. Um dem Unternehmen den nöthigen Werth für wissenschaftliche Forschungen zu geben, erscheint es dringend geboten: 1. Ein Komitee von Fachleuten, Professoren der Medizin, Aerzten 2c., 2. Ein Heberwachungs- Komitee zu bilden. An jeden Freund des Fortschrittes, vor allem aber an die Männer und Jünger der Wissenschaft selbst wenden sich die Unterzeichneten mit der Bitte, durch möglichst zahlreiche Betheiligung die Ausführung des äußerst wichtigen und seltenen Experiments zu ermöglichen und zu beschleunigen. Das ,, Succi"-Komitee. Jeder Theilnehmer des Ueberwachungs- Komitees verpflichtet sich für drei Mal zwei Stunden an insgesammt drei Tagen des Monats die Ueberwachung Succi's zu übernehmen und erhält zu diesem Zwecke eine Paffirkarte für die Ausstellung. Anmeldungen sind zu richten an das" Succi"-Komitee, Ausstellung Italien zu richten. D. D. Herm. Jmbs. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Platz. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Concert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors W. Carlon's. 1. Die Mißstände im Baugewerbe und wie beseitigen wir dieselben? Großer Garten u. Säle Anfang Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Pf. Wochentags 5 Uhr. Entree 15 Pf., Referent: Genoffe Carl Thieme. 2. Die Streits in Deutschlands. 3. Gewerkschaftliches. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Zimmermanns in dieser Versammlung zu erscheinen. Bu gleicher Zeit sind sämmtliche Nürnberger Sammellisten in der Versammlung abzuliefern. 256/5 Achtung! Der Vertrauensmann. Maurer! für Vereine und Privatfestlichkeiten. Jeden Concert und Ball. Sonntag: Neues Club- Haus 72. Kommandantenstrasse 72. Jeden Sonntag: BALL. Achtung! u. Verſammlungen gratis. H. Ebert. Vereinszimmer Sonntag, den 28. Juli, vormittags 10 Uhr, in Cohn's Fettsälen, Beuthstraße 21: Grosse öffentl. Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Sind die Berliner Maurer gewillt, gegen die Lohndrückereien in diesem Jahre vorzugehen oder nicht? 2. Diskussion. 3. Die Bausperre. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Aug. Berndt. 131/5 noch einige Tage frei. Witzel, Ackerstraße 145. C. Fröhlich's Gesellschaftssäle und Garten Schönhauser Allee 161. Jed. Sonntag, Dienstag u. Sonnabend: Concert, Specialität.- Vorstellung. Anfang 7 Uhr, Entree frei. Sonntags Anf. 4 Uhr. Programm 10 Pf. Jed. Montag: Gr. Concert. Entree frei. Jed. Sonntag, Montag, Mittwoch: Ball. Fachv. der Musikinstrumenten- Arbeiter. Jeden Mittwoch: Mitglieder- Versammlung am Sonnabend, 27. Juli, bei Herrn Schulz, Oranienstr. 51. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen H. Mattutat über: Unternehmertlagen und Arbeiterforderungen. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Um regen Besuch ersucht Der Vorstand. 141/6 Kinderfest. Entree: Kinder 10 Pf., Erwachsene frei. Kaffeeküche täglich v. 2 Uhr ab geöffnet. Für Vereine u. Gesellsch. v. 200 Perf. Spezialitäten- Vorstellung frei.[ 28322 Ed. Rixdorf B. Wiersing's Restaurant, Garten und Ball- Salon. Rnesebeckstr. 77. Hermannftr. 87. Jeden Sonntag im Garten: Die Kollegen werden ersucht, den Aufruf im heutigen gewerk- Gr. Spezialitäten- Vorstellung. schaftlichen Theil zu beachten. Achtung! I Bimmerer Charlottenburgs! Große öffentliche Versammlung am Sonntag, 28. d. M., vorm. 9½½ Uhr, im Restaurant Kranse, Bismarck- u. Rückertstraße- Ecke. Zages DOrdnung: 1. Welche Maßnahmen haben wir zu ergreifen, um den stetig zunehmenden Lohnbrückereien entgegenzutreten. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann der Zimmerer Charlottenburgs. C. Freitag, Pestalozzistr. 72. 256/4 Deutscher Metallarbeiter- Verband. ( Verwaltung Berlin Ost.) = Mitglieder- Versammlung am Sonnabends, 27. Juli, abends, bei Nieft, Weberstr. 17. Tages Ordnung: 1. Vortrag: Volksbildung und Klassenbewußtsein. Referent Genosse Wagner. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste willkommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht. 113/5 Die Ortsverwaltung. Freie Vereinig. der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Sonntag, 28. Juli, vorm. 10 Uhr, bei Herrn Röllig, Neue Friedrichstr. 44: 33/1 General- Dersammlung. Der Vorstand, Bentralverband der Brauer und verwandter Berufsgenossen. 8½ Sonnabend, den 27. Juli, abends 81, Uhr, bei Fritz Zubeil, Monats- Versammlung. Im neu renovirten Saale von 4 Uhr ab: Großer öffentlicher Ball. 2 verdeckte Kegelbahnen. Kaffeeküche stets geöffnet. Meine Lokalitäten stehen den Vereinen zu Versammlungen, Festlichkeiten und bei Leichenzügen zur Verfügung. wofür ein Glas Bier verabreicht wird. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. Schweizer Garten. Am Königsthor. Täglich: Am Friedrichshain. Konzert und Vorstellung. Nette Matrosen. - Die Allerweltswittwe. Ein moderner Rasirsalon. Lebende Bilder u. Spezialitäten. Volksbelustigungen und Ball. Von 5-7 Uhr: Freier Damentanz. Bureau Bammelmeyer Neuestes Ensemble der altberühmten Stettiner Sänger Maysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Täglich( außer Sonnabends): Victoria- Brauerei ( Nahe Potsdamer Brücke.) LützowStrasse No. 111-112. Jm herrlichen Konzert- Garten resp. Saal. Anfang präz. 8 Uhr. Raffenöffnung 62 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Familienbillets 1 Mark( für 3 Personen giltig). Nach der Soiree: Tanzkränzchen.( Siehe Plakat.) Empfehle allen Vereinen, GesellC. Freund's Inselgarten Schaften 2c. mein idyllisch gelegenes auf Lokal zu Sommerausflügen. Dampferfern wird Brückenzurückgang vergütet Möbel- Kaufgelegenheit. Pichelswerder. Frühstücks- Haltestelle. Bei KremZum Umzug passendste Gelegenheit für Brautleute, Hotels u. Wiederverkäufer. In meinem größten Möbelspeicher, Hanckel's Ablage, Käppel's Restaurant. Hanekel's Ablage, Die Waarenbestände der Eger'schen Concursmasse 17 Weissenburgerstrasse 17 bestehend aus: Trikotagen, Woll- u. Weißwaaren, Gardinen, Teppichen u. Läuferstoffen, Blousen, Hauskleidern, Kinderkleidern und anderen Waaren, sollen werktäglich vormittags von 8-12 Uhr, nachmittags v. 2-8 Uhr zu festen Tarpreisen ausverkauft werden. 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