Nr. 304 ♦ 45. �ak>ea. ---,- Ausgabe A Nr. ,157 Bezunoprcis. SSSchenMch 70 Pfeauiz. nnmatliiii B,— Reichsmark voraus jofeibat. llvtrr Ättuaboni für Dbutschland, S�anjift, Saa» Utib Memelgebiet. reflcttcich, Litauen, Luiembur» 4.30 Reichsmark, für da» übrige Ausland 3�0 Reichsmark pro Mona,. Der �Lorwikrts� mit der Sonntaq». deila»»Dalk med geit� mit.Sied- Inn« und Kleingarten� sowie der Seilaqe.Unter halluna und Wissen� und Franenbeilag« Frauenstimme' erscheint wochentSglich»weimal. Sonntags med Montags«imnal, Telegronnn�ldreff»! Qctlta* Morgenausgabe Devlinev VolksMatt (lO Pfennig) I Anzeigenpreise: ®tt«i, spaltig« Ronpareille. »eile SO Pfennig. Reklame, eil« 6�- Reichsmark..Kleine Anzeige,»' da» fettgedruckte Wort 23 Pfennig szulüsstg zwei fettgedruckte Worte). jede» weitere Wort 12 Pfennig. Etcllengesnch« da» erste Wort ld Pfennig, jedes weitere Wort 10 Pfennig. Worte über 13 Puch» stoben»üblen für zwei Worte. Arbeitsmarkt Zeile VO Pfennig. lkamiUenonzeigen für Abonnenten Keil« 40 Pfennig. Anzeige» für die nächste Rümmer Müllen bis VA llbr nachmittags Im Hauptgeschäft, Berlin CW KS, Linden. Oroste», abgegeben werden. Geöffnet von Sit Ubr früh bi» 3 llbr nachm. ZentnXorgnn der Sozi aldcmohrati febtn Partei Dcutfdilaiids Neöaktion und Verlag: Serlia SV. Hg, rinden straße 5 Fernsprecher: Dönhoff SV2— SS7. Donnerstag, de« 1. Juli Vonvärts-Verlag G.m.b.H., ö erlin EW. HS, Linden str.Z Postfcheckk-Nt»:«er«»»7 3»-«auNouto!«an« der Arbeiter. Angestellte» »»» Beamte». Wallftr.«;«i»k»»t-.»ef-lllchaft. Depsfitenk»?« Linden str.». �bbau öer Erwerbslosenunterftützung? Die Nebenregierung im Reichsarbeitsministerium gegen die Erwerbslosen. Vor einigen Tagen erklärte der Reichsarbeitsminister Dr. Brauns im Reichstage, daß die bisherigen Höchstsätze in der ErwerbÄoser�ursorge bis zum 27. November verlängert werden. Di« Absicht, gleichzeitig eine Vorschrift zu erlassen, wonach die Unterstützungssätze 75 Proz. des zuletzt be- zogenen Lohnes bei voller Beschäftigung nicht über- schreiton dürfen, sei dagegen fallengelassen worden. In der Anordnung des Reichsarbeitsministeriums ist eine solche Vorschrift auch nicht enthalten. Dogegen wird in der Begründung u. a. gesogt: .Die Reichsregiening glaubt im Augenblick auch darauf ver- zichten zu müssen, durch Beschränkung der Unterstützung aus einen bestimmten Bruchteil des Lohnes eine neue obere Grenze für die Unterstützung einzuführen. Bon verschiedenen Seiten ist in dieser Hinsicht eine Bestimmung vorgeschlagen worden, nach der die Erwerbslosenunterstützung 75 Proz. des letzten Arbeits- lohnes nicht übersteigen dürfe. Die Reichsregierung er- kennt durchaus«k daß ein« solche Bestimmung geeignet ist, die wirtschoftspolitischen Bedenken abzuschwächen, die jetzt vielfach des- wegen geäußert worden find, weil die Lohnhöhe von der Unter- stützung nicht berücksichtigt und daher nicht ganz selten erreicht wird. Die Reichsregierung glaubt jedoch, daß sie durch Einführung einer solchen Bestimmung der beabsichtigten Erhebung über die Wirkungen des Lohnklassenfystems in gewisser Weise vorgreifen würde, und hält ein derartiges Perfahren von Reichswegen nicht für angängig. Etwas andere» lfl es. wenn die örtlichen Stellea oder auch die Landesregierungen eine derartige vefchränknng. Z» der sie gleichfalls befugt sind, für ihren Vereich anordnen, soweit dazu Anlaß besieht. Es darf daraus hingewiesen werden, daß im Freistaat Bayern bereits seit Jahren ein« Borschrift in Kraft ist, nach der die Unterstützung einschließlich der Familienzuschläge drei Viertel de» Verdienstes nichl übersteigen darf, den der Erwerbslose erzielen würde, wenn er nicht erwerbslos geworden wäre. Nach Mitteilungen von baye- rischer Seite hat sich diese Borschrift durchaus bewährt und insbesondere in ländlichen Gebieten dazu bei« getragen, den Arbeitswillen zu stärken.' Das ist eine deutliche Aufforderung, auf dem Umwege über„die örtlichen Stellen oder auch die Landes- regierungen* Bestimmungen zu erlassen, nach der die Erwerbslosenunterstützung 75 Proz. des letzten Arbeitslohnes nicht übersteigen darf. Don Landesregierungen ist inzwischen diese Begründung ü bersandt worden. Die Nebenregie- rung Weigert, Scichberater im Reicharbeitsministerium, geht also ihre eigenen Wege. Wir müssen gegen eine solche Geschästshandhabung fchärffte Verwahrung einlegen. Der hier vorgeschlagene Weg eines Abbaus der Erwerbslosenunter st ützung ist aber auch rechtlich unzulässig. Im 8 10 der Ber- ordnung über Erwerbslosensiirsorge heißt es, daß über Art, Höhe und Dauer der Unterstützung der Reichsavbeitsmrnister Anordnungen erläßt. Innerhalb dieser Anordnungen be- stimmt der Berwaltungsausschuß des öffentlichen Arbeitsnach- weises, was in seinem Bezirk zu gelten hat. Daraus geht her- vor und die Praxis bestätigt es, daß der Reichsarbeitsminister Höchstsätze festsetzt, von denen nur der Berwaltungsausschuß des öffentlichen Arbeitsnachweises abweichen kann. Weder der Reichsarbeitsminifder noch die Landesregierungen dürfen Borschristen«vlasien, nach der die Erwerbslosenunter- stützung 75 Proz. des letzton Arbeitslohnes nicht übersteigen soll. Es wird deshalb Aufgabe der Arbeitnehmerbeisitzer in den Verwaltungsausschüssen der öffentlichen Arbeitsnachweise sein, dafür zu sorgen, daß ein Abbau der Erwerbs- losenunter st ützung nicht erfolgt. Hegen die elsWscken fiutonomiften. �i« Manifest der Sozialistischen Partei des Elsaß. pari». 30. Juni.(Eigener Drahtbericht.) Aus Straßburg wird gemeldet, daß die elsässische sozialistisch« Partei am Mittwoch morgen ein Manifest veröffentlichte, in dem sie sich in entschiedener Form gegen die autonom! st ische Bewe- g u n g und sür den energischen Anschluß des Elsaß an Frankreich ausspricht. Das Manisest beschuldigt die klerikale Partei, aus Haß gegen das republikanische Frankreich die autonomistische Bewe- gung zu Kulturtompfzwecken provoziert zu haben, zu- sammea mit den Kommunisten, sür die alle Mittel gut seien, die Moskauer Theorien in die Tot umzusetzen. Es wird dann«ine Vereinfachung der Verwaltung aus dem Wege der Dezentralisation, aber im Rahmen Frankreichs oerlangt und der Gedanke eines«l- saß-lothringischen Parlaments entschieden oerwor- f e n. Verlangt wird der zweisprachige Unterricht in der Volksschule mit der französischen Sprache als Grundlage. Die sogenannte.Muttersprache' sei eine klerikale Forderung, die nur ausgeworfen werde, um die Bevölkerung vom französischen Wesen und französischen Geist zu trennen. Das Manisest verlangt weiter die Zweisprachigkeit für alle Beamten, die mit dem Bolk in Be- rührung kommen, und die Vervollkommnung der Sozialgesetzgebung. Es verwirft endlich entschieden die Forderung eines autonomen elsaß- lothringischen Eisenbahnnetzes. Das Manifest ist von elsössischen sozialistischen Abgeordneten unterschrieben, sowie van zahlreichen anderen Angehörigen der sozialistischen Partei, darunter dem sozialistischen Bürgermeister von Stroßburg P e i r o t e s. ♦ Eine Einmischung in die imernen Streitigkeiten des Elsaß liegt nicht in unserer Absicht. So viel muß aber mindestens gesagt wer- den. daß die Redewendung von der.sogenannten Mutter- sprach«' überaus seltsam klingt. Entrüstung«der ein nmeS Disziplinarurteil. Straßburg L E.. 30. Juni.(TU.) Unter dem Vorsitz des sranzö- fischen Leiters des Schulwesens in Elsaß-Lothringen hat der akademische Rat, ein Disziplinargericht der elsaß-lothringischen Gymnasiolprofesioren. über den Fall des Straßburger Professors Kopp abgeurteilt, der wegen der Unterzeichnung des Ausrufs des Heimatbundes angeklagt war. Das fast restlos von Franzosen besetzte Gericht verurteilte Kopp zur Dienstentlassung mit Pensions- brrechtigung. Ueber die rechtswidrige Behindening der beiden Ber- leidiger des Hochverräters' wird in der Presse lebhaft Klage geführt. Ueber die Entscheidung urteill die hiesige katholische Zeitung .Der Elsäsier' mit äußerster Schärfe. Sie spricht von der »Torbeit der Eankt>onspolitik' und stellt fest, daß dos Urteil dem Rechtsgefühl ber Bcomtenschaft und dem elsössischen Balte schnurstracks emgegenlaufe und daß man durch solche Heraus- jvrdenmgen, gm dt-jes muffte Urteil, einer Katastrophe zu- steuere.„Denn was ist dadurch erreicht? Es werden Männer gemaßregelt, die sich weitestgehender Sympathie erfreuen" Gerade Professor Kopp gehört zu den beliebtesten Führern, dem Tausende und aber Tausende zugejubelt Haben. Dem.beliebtesten und be- gehrtfften Stroiter für die Interessen unseres Volkes' sprüht das Blatt im Namen aller die volle uneingeschränkte Sym- pathie aus. Der Colmarer„Elsösser Kurier" stellt da sneue Urteil dem gestrigen Hagenauer Urteile gegenüber, wo ein aus E i n h e i m i- s ch e n zusammengesetztes Gericht erklärt hat, es sehe keinen Grund zum Einschreiten, da jeder Staatsbürger und auch jeder Beamter das Recht haben müsse, zu politischen Kundgebungen Stellung zu nehme«. Der neue Zrankensturz. Als Folge der Regierungserklärung. Paris, 30. Juni.(Eigener Drahtbericht.) Der wenig gute Ein- druck, den die Regierungserklärung in politischen und finanziellen Kreisen hinterlassen hat, zusammen mit den zahlreichen konfusen Nachrichten über die Absichten Caillaux bezüglich- der Aufnahme einer Auslandsanleihe und der eventuellen Heranziehung des Gold- bestände» der Bank von Frankreich haben am Mittwoch ein starkes Unbehagen an der Pariser Börse ausgelöst, das sich in einem neuen starken Franken stürz äußerte. Das Pfund Sterling stieg von 109,40 in den Morgenstunden bereits auf 172L5 und schloß mit dem amtlichen Börsenkurs von 173. Nachbörslich überstieg es 17 4. Der Dollar notierte 35,52. Die deutsche Reichsmark, die am Dienstag mit 828 notierte, stieg am Mittwoch auf 851. Die Erdbebenkatastrophe auf Sumatra. Neue Erdstöße. padang(Sumatra). 30. Zum. heule morgen um Z Uhr wurde hier eia neuer kräftiger Erdstoß wahrgenommen. Die Levölkerung. der sich eine große Panik bemächtigle. slüchlete in großer Hast aus dem Vereich der Stadt. Der Präsekt, der gestern abend von seiner Znspektionssahrt durch da» Erdbebengebiet zurückkehrte. teilte den prefieoertretern u. a. mit. daß die genaue Zahl der Talen und verwundeten noch nichl angegeben werden kann. Vandoeng(Sumatra), 30. Juni. Um Mitternacht wurde in der Stadt Solok eine Aeuersäule über dem Vulkan p alang wahrgenommen. Die Bevölkerung der Sladt und der umliegenden Orte ist in größter Unruhe. Zu Port von der Capellen ist das Gefängnis eingestürzt, wobei verschiedene Gefangene getötet wurden, von den Ombilin. Steinkohlenbergwerken sind Berichte eingegangen, daß der Vergwerksbetrieb großen Schaden erl'ilen hol. Die Telegraphen- und Telephonverbiudunzea sind noch größtenteils kutisker und Weber. Blüte« der Nachkriegs- med Inflationszeit. Der Kutister-Prozeß und der Spritweber-Prozeß habest an ein- und demselben Tage in Gerichtssälen, die durch einen gemeinsamen Flur verbunden sind, ihren Anfang genommen und sind zur gleichen Zeit zu Ende gegangen. So hat der Zu- fall es gefügt, daß der innere Zusammenhang, der zwischen den beiden Prozessen besteht, auch rein äußerlich— zeitlich und räumlich— seinen Ausdruck gefunden hat. So verschieden die Tatbestände hier und dort auch sind, so andersartig das Milieu, in dem sie sich abgespielt haben, so gleichartig ist der Boden, dem die verbrecherischen Handlungen der Angeklagten erwachsen sind. Es war das glatte Parkett der Nach- kriegs- und Inflationszeit. Nur aus dieser Zeit heraus sind diese beiden Prozesse zu verstehen. Der Vorsitzende im Kutister-Prozeß, Amtsgerichtsrat A h l s d o r f, hat in seiner Urteilsbegründung den Ange- klagten Kutisker allzuviel Ehre angedeihen lassen, als er die Behauptung aufstellte, Westeuropa habe in den letzten 150 Jahren keinen Betrüger von solchem Ausmaße gesehen, und ihn mit E a g l i o st r o verglich. Das war nichts an- deres als eine dichterische Freiheit. Sie ist dem Herrn Vor- sitzenden nur durch den— sicher unbewußten— Wunsch ein- gegeben worden, die Herren Finanzräte der Staats- dank in der für sie mehr als heiklen Kutisker-Affäre. in der sie so schlecht weggekommen sind, zu entlasten. So hat er Kutisker als den ungeheuerlichsten Betrüger und Verführer geschildert, dem selbst der Schlaueste nicht, nicht einmal die Finanzräte der Staatsbank gewachsen gewesen wären. Kein Wort der Verteidigung für Kutisker— dieser bös- artigen Sumpfblüte der Inflationszeit! Verfehlt erscheint es aber, ihn zum östlichen Eagliostro zu stempeln, der nach Berlin gekommen ist, um die Sachverständigen von der Preußischen Staatsbank mit dämonischem Einfluß in seine Netze zu ziehen. Die Wahrheit liegt auf einem ganz anderen Gebiete. In Wirklichkeit waren auch die Herren von der Staatsbank von dem Bazillus der Inflationszeit in- fiziert wie Kuttsker. In ihrem fieberhaften Eifer, die Bank zu sanieren, koste es, was es wolle, ließen sie jede Vorsicht, die ein solides Bankunternehmen sich schuldet und die in ihrer Stellung besonders geboten war, beiseite und fielen auf Ku- ttsker hinein, als dieser ihnen das Märchen von seinem De- visenkonto auftischte und die Lustschlösser seiner glänzenden Geschäfte vorgaukelte. Damals ging Kuttsker noch nicht auf direkten Betrug aus. Er hoffte, mit Hilfe der Staatsbank- gelder Geschäfte zu machen. Er erwarb ein Unternehmen nach dem anderen und steckte innner neues Kapital in sie hin- ein. Er war aber nur der kleine Krämer aus Libau, der Schieberund Militärgutaufkäufer, nicht der weitousholende und weitschauende Kaufmann, Unternehmer und Bankier. Als alles schief ging, woran er Hand anlegte, da griff er zu bewußten Täuschungen, um sich über Wasser zu halten. Seine Betrügereien häuften sich ins unermeßliche,.zogen immer weitere Kreise, bis der bettogene Betrüger schließlich in dem von ihm so kunswoll geflochtenen Netz selbst hängen blieb. Daß aber die Herren von der Staatsbank und die Mißwirtschaft in dem ihnen onver- trauten Staatsbetrieb Herrn Kutisker feine Täuschungsarbeit so leicht gemacht haben, von dieser Schuld kann sie auch die Verteidigungsrede des Amtsgerichtsrats Dr. Ahlsdorf nicht reinwaschen." Um sie zu betrügen, brauchte man kein Eagliostro zu sein, es genügte ein Kutisker. Daß ein Kutisker aus Libau, ein kleiner Krämer und Militärgutaustäufer, mit ihnen sein Spiel treiben konnte, ist ein Unfähigteits.zeugnis für sie. Werden sie weiter die oer- antwortungsvolle Verwaltung der Gelder der Preußischen Staatsbank behalten? Kutisker hat den preußischen Staat uin 10 Millionen Mark geschädigt. Die ihm auferlegte Buße von 4 Millionen Mark wird in gleichem Maße zu einer schönen Geste, wie die fünfjährige Zuchthausstrafe. Die Buße wird er nicht zahlen, die Strafe nicht absitzen können. Das Urteil selbst wird aber von der Oeffentlichkcit mit Genugtuung aufgenommen werden. Billiger ist Spritweber davongekommen. Kutts- ter hält mit ihm keinen Vergleich aus. Weber war ein ge- rissener, kühl berechnender Geschäftsmann, er legte sich nicht auf faule Unternehmen. Er jagte nicht Scheinerfolgen nach, ein- gebildete Zahlen lockten ihn nicht, er wußte, was er tot und erntete greifbare Goldmillionen. Er bestach, bestach und be- stach. Polizei-, Monopol- und Zollbeamte mußten daran glauben. Weber ist bi l l i g weggekommen. Ebenso Peters, der bestochen« Kriminalkommissar. Diesem wurde zugute ge- halten, daß er. eine zwölfjährige Dienstzeit als Offizier und einen zwölfjährigen Beamtendienst hinter sich hatte, im Kriege einen Schädelbruch erlitt. So wurden ihm selbst die biirgei- lichen Ehrenrechte belassen. Vielleicht wird mancher sagen: Weber und Peters sind zu billig weggekommen. Bielleicht wird auch jemand hinzufügen: wer weiß, ob auch ein links- stehender Beamter so billig davongekommen wäre wie Peters, Und in bezug auf das Zuchthausurteil gegen Kutisker wird vielleicht der eine und der andere, durch Vergleiche mit dem Urteil im Spritweber-Prozeß angeregt versucht sein, zu sagen: wer weiß, ob in einem ähnlichen Falle ein nicht oft- jüdischer Betrüger eine ebenso hohe Strafe erhalten hätte. Die reaktionäre Presse hat im Anfang aus der Äutisker- Affäre für sich politisches Kapital zu schlagen versucht. Der Ostjude Sutisker sollte der Demokratie, den republikanischen Kreisen� und in erster Linie der Sozialdemokratie an die Rockschöße gehängt werden. In Wirklichkeit bedeutete der Kutisker-Prozeß eine ungeheure Blamage für die rechts- stehenden Kreise. � Die Beamten der Staatsbank, die FinangrSte Rugge, Rühe und H e l l w i g, die Kutister ins Garn gegangen sind, sind keine Sozialdemokraten!. Cs sind rechtsstehende Leute, alte Beamte aus der Zeit der Monarchie. Ihre(Be- schäftsführung hat den Staat geschädigt. Unfähigkeit? Das Selbstgefühl eines rechtsstehenden Beamten aus dem alten System erträgt nicht, daß der Erfolg Kutiskers bei den Pe- amten der Staatsbank mit Unfähigkeit erklärt wird. So muhte Kutisker zu einem dämonischen Menschen aestempelt werden— und er war doch nur ein gewöhnlicher Betrüger. Der Mantel der Cagliostromythe mußte ihm umgehängt werden. Aber, und das ist ein« nachdenklich« Frage: wenn die Finanzräte der Staatsbank nicht Rühe und Hellwig geheißen hätten, sondern Loeb, hätte dann ein Gericht aus einem Kutisker einen Cagliostro gemacht? » Im Anschluß an den Prozeß Kutisker gibt die Handels- Vertretung der Sowjetrepublik in Berlin der Oesfentlichkeit Kenntnis von Kutiskerschen Geschäftsmethoden. Die Mit- teilungen werfen ein eigenartiges Schlaglicht auf die Men- talität der großen deutschen Jndustriefirmen. Die„Kon- junktur-Korrespondenz" des Reichsdienstes der deutschen Presse verbreitet folgenden Bericht: „Die Handelsvertretung der UdSSR. In Berlin hatte am Mitt- wach die Vertreter der Spitzenverbände der deutschen W l r t s ch a s t zu einer Besprechung über das parasitäre V e r- Mittlertum in Geschäften mit Rußland eingeladen. Der Generalsekretär der Handelsvertewng, Herr Pieper, legte in einem längeren Referat dar, daß im Hinblick auf das Z u st a n d«» kommen derRussenkredit« jenes parasitäre Dermittlertum, das von der Handelsvertretung von jeher im Interesse aller am Russengeschäft interessierten Kreise auf das schärfste bekämpft wird. sich von neuem sehr rührig zeigte. Er schilderte an der Hand interessanter Beispiele, wie diese Vermittler e» immer wieder oerstehen, bei angesehenen deutschen Firmen die Mei- nung zu wecken, daß man nur durch Inanspruchnahme von Vermittlern Geschäfte mit der Russischen Handelsver- tretung abschließen könne. Es wurde ausdrücklich betont, daß man auf russischer Seite die Notwendigkeit de» Vor- handenseins legalisierter Vertreter, besonder» auswärtiger Firmen, anerkenne und mit diesen jederzeit gern verhandle, sofern sie sich entsprechend ausweisen können. Der Kampf gelte jenen parasitären Elementen, die möglicherweise auch als Träger des Korruptionsbazillus fungieren könnten und deren Bekämpfung durch die Handelsvertretung auch im Interesse der Reinhaltung des eigenen Apparates geboten sei. Besondere Veranlassung, dies« Angelegenheiten vor einem außerordentlich interessierten Gremium zu erörtern, gab die Tatsach«. daß trotz aller Warnungen und Deröfsentlichungen der Handels- Vertretung sich in letzter Zeit wieder besonder» krasse Fälle ereignet haben, wo deutsche Firmen Vermittlern ins Garn gingen, die nicht die leisesten Beziehungen zu russischen Stellen haben. Besonders interessant ist es, daß der soeben in Berlin oer- urteilte Iwan Kutisker vom Herbst vorigen Jahres bis zum Frühjahr 1926 seine Netze in der deutschen Wirtschaft ausgeworfen hatte, um die Interessenten am Russen- geschäft in großzügig st er Weis« auszuplündern. Durch Zufall kam die Handelsvertretung dahinter, daß Kutisker es fertig gebracht hat, mit 22 zum Teil erstklassigen und weltbekannten devtschea Firmen Verträge abzuschließen, worin ihm diese ans Der Richtmann. Bon Hau» Bauer. Der Fabrikbesitzer(denn dieses ist ja wohl da» Primäre) und Stahlhelmführer Franz Seldte hat einmal scharf darüber nafy gedacht, was uns denn nun eigentlich fehle, und da ist er zu dem Resultat gekommen, daß uns, nun, was wohl schon anderes, als der neue deutsche Männertyp fehle, oder daß dieser Männertyp minde- stens, da«r ja teilweise durch die wackeren Stahlhelmer repräsentiert wird, sich in Deutschland noch nicht durchgesetzt habe. Aber damit allein ist's freilich nicht getan. Ueber diesem Mönnertyp muß je- mand stehen, diesen Männertyp muß jemand dirigieren: denn das wäre ja sonst ein schöner Männertyp, wenn e» bei ihm nicht» zu kommandieren gäbe, wenn er nicht die Boraussetzung für die Be- fehlsgewalt Irgendeines Oberen abgebe. Es wäre nicht vcrwunder- lich, wenn Franz Seldte seinen ersehnten polltischen Kraftfex al» Diktator oder am liebsten natürlich als Kaiser bezeichnete. Aber diese altmodischen Worte gefallen ihm nicht und er hat deshalb eine neue Parole erfunden, eine allerletzte Neuheit sozusagen, ganz was Apartes, Franz Seldte wünscht den„Richtmann" herbei. Nein, mit Richtschmaus hat da« nichts zu tun. Der Richtmann stammt aus der militärischen Begrifsswell und war der Größte einer Gruppe oder Abtellung. Die anderen, die Kleineren, hatten sich nach ihm.einzurichten", damit, wenn schon sonst nicht» Beschei. tes, so doch die gerade Frontlinie herauskomme. Irgendwelche Geistesgaben brauchte der Richtmann nicht zu haben, und nicht einmal soldatischer Tugenden bedurfte er. Er hatte einfach ruhig stehen zu bleiben. Ein aufgestellter Pflock mit einer ausgepappten Gipsnase hätte dieselben Dienste leisten können wie er. Der Richt- mann war eine Zufallsfigur ohne Note und Befugnis, ohne irgend- welche besondere Eigentümlichkeit außer der seiner Körpergröße, und er kam lediglich beim Rtcht euchi zur Geltung, beim Drill also, beim Ueberslüssig-Spielerischen, beim Parademäßigen, während er bei der Ausbildung zum Kämpfer keine Rolle spielte. Es hat keinen Sinn, Parallelen zu ziehen zwischen dem Richt- mci«n beim Militär und dem von Herrn Seldte herbeigesehnten Richtmann der Politik. Der militärische Richtmann war ein Schlot. lich, eine Bohnenstange mit leis lächerlichem Anflug. Weiter war er gar nichts, und es ist selbst vom nationalnstischsten Standpunkt vollendeter Stumpfsinn, die ganz äußerliche und noch dazu völlig passive Funktion, die er zu erfüllen hatte, zum Symbol der Führer- qualität zu erheben und eine Parole daraus zu gestalten. Der Richtmann ist eine Phrase, das gedankenlose Verlegenheitswort eines denkbcquemcn Kopfes. Es steckt nichts hinter ihm und es ist nichts unter ihm vorzustellen. Fest steht nur das ein«, daß er ein militärische, Wort ist, wenn auch nur eines des Kasernenhof-Mili- tärs. So etwa» genügt dann schon, um da» höchste national« Ideal fünf Jahre ihr« Vertretung bei Geschäften mit Rußland übertrugen. Nach außen durfte nicht bekannt werden, daß Kutister die vermittelnde Stelle sei. Aus diesem Grunde fungierte als Deck- adresse die V o d i a g(Vertaufsorganisation Deutscher Industrieunternehmungen A.-G.). Die Bedingungen Kutiskers waren gerade- zu unglaubliche. Die deutschen Firmen verpflichteten sich, kutister ihre Briefbogen mit Firmenausdruck und ihre Gummistempel au»- zuliefern, damit er sie im verkehr mit der Handel»vertretung benutzen könnte. Kuti»ker sollte für seine Bemühungen 3 bi« S Proz. Provision auch von denjenigen Geschäften der Firmen mit Rußland und den Randstaaten bekommen, die nicht direkt durch seine Vir- mittlung zustande kämen. Bezeichnend ist, daß Kutisker diesen groß- angelegten Plan zur Ausführung bracht« vomHerbst192San, als er gerade mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand au» der Untersuchungshast entlassen worden war. Bei ihren Verhandlungen mit den deutschen Firmen reommierten Kutisker und seine Bertrauten damit, daß sie in der Lage seien, bei Geschäften mit Rußland ihre guten persönlichen Be- Ziehungen zu den höchsten Moskauer. Sowjet« b e a m t e n in die Wagschale zu werfen und dieBerlinerHand- d e l s ve r t r e t u n g a U sz u j ch a l t e n. Herr Kutister behauptete, er arbeit« zusammen mtt Stalin, den er vom Galgen gerettet habe, mit Kamenew, dem er das Leben gerettet habe, und mit dem bisherigen Thef der Berliner Handelsvertretung, Stomoniatoff, seinem Jugendfreund, mit dem er al» Kind zusammen Schweine gehütet habe. Kuttsker be- hauptete ferner, die russische Staatsbank sei bereit, jeden von ihm empfohlenen Wechsel deutscher Firmen zu diskontieren. Der Gipfel seiner Frechheit war die Behaup- tung, die russische Regierung habe zusammen mit ihm ein« ge« mischte Gesellschaft.K u t i» k t o r g" für den deutsch- russischen Handel gegründet. Die Handelsvertretung in Berlin be- zeichnete er wegwerfend als die.P i n fcho rfilt al e in der Lindenchraße", er brauch« in Moskau nur auf den Knopf zu drücken usw..... Kutisker bediente sich aller Hilfsmittel des modernen Schiebers einschließlich der Schlepper, der fingierten Telephongespräch«, ja, er ließ sogar angebliche Beamte der Handelsvertretung und.eben au, Rußland angekommene Sowjetbeamte" in seinen Räumen Verhandlungen mit deutschen Interessenten führen. Er scheint eine ganze Theatergruppe bereit gehalten zu haben, um die deutschen Interessenten zu düpieren. Außer den 22 Firmen, die kuti»ker» Verträge bereit» unterzeichnet hatten. oersuchte er bei noch mindesten« lS Firmen, darunter auch solch« ersten Range», sie za solchen Verträgen zu veranlassen, und mehr al» weitere 300 Firmen suchten mit ihm. wie er wenigsten» be- hauptete, in» Geschäft zn kommen. Den Firmen, die er zu tädern suchte, legte er al» Beweismittel Warenmuster allererster deutscher Firmen(die nie mit Ihm zu tun gehabt hotten) und oerschiedentlichst« Dokumente vor. Soweit die Mitteilung der Handelsvertretung der Sowjetunion, E» ist nninerhin bemerkenswert, daß 22 erst- klassige deutsch« Firmen von Weltruf glaub- ten, durch Kutisker-Methoden ins Geschäft mit Ruß- land zu kommen. Diese Tatsache wirft ein eigenartiges Schlaglicht auf ihr« Solidität. Sie legt die Frage nahe, ob nicht Hemmungen des deutschen Export» durch so eigen- artige geschäftliche Grundsätze zu erklären sind. die 25 Hvo. Meinwohnung. Von der Wiener Äemeindeverwnltnng erbaut. Dem furchtbaren Wohnungselend zu steuern und durch große Bolkswohnungsbauten auch die Arbeitslosigkeit zu mildern, sowie der Industrie Beschäftigung zu geben— da» haben unsere Wiener Genossen von dem Augenblick an, wo sie durch bloße Einführung de» gleichen Wahlrechts für Männer und Frauen die Zweidrtttel- Mehrheit im Rathaus eroberten, als eine» ihrer Hauptziele auf- gestellt und seine Erreichung mit großer Energie angestrebt. Heute ist es so. daß man in allen Teilen von Wien die imposanten Se- meindewohtchäuser sieht, mlt Ballonen und Loggien auch für die kleinsten Wohnungen, mit Ziergärten, Spielwiesen und Plansch- des Stahlhelmführer» zu versinnbildlichen. Ader am Ende ist dies« neue Symbol-Formulierung bloß ein Kniff des Herrn Franz Seldte rus Magdeburg, und vielleicht weiß er es ganz genau, warum er vorschlägt, den nationalen Ehrgeiz nicht höher hinauf al» bi» zum Richtmann fliegen zu lassen. llfe für üos Saargreazgebiet. Kleinwohnungsbau, Kinderspeisung, Kultursonds. Dem Reichrtagsausschuß für die besetzten Ge- biete lag am Mittwoch eine Denkschrift der Reichsregierung vor, au» der folgende» von Interesse ist: Für das Saargrenz- gebiet werden au» dem 2chqst«verein.zürv Vetfügung gestellten Betrag' von 1'b., Rulltonen Mark nunmehr angenommen hat. Diese Summe wird Im Perlciüfe Ker nächsten 1? Mouäte zur Vertellüssamn die'R4'N?'tnens>fäN'ge� fangen. Der Ausschuß beschkbß die Einbeziehung der in Belgien und Luxemburg tätigen Arbeiter ,n die Hilssattion für die Eaaryänger und die Bere'tstellung entsprechender Mittel._ Der sächsisch« Landtag nahm am Mittwoch eine Regierung»- Vorlage an, die eine Aufnahme von Staatsanleihen und die Ueber- nahm? einer Staatsgarantte sür die Sächsischen Werke vor- sieht. Der finanzielle Aufwand stellt sich aus ungefähr 108 Millionen Mark. Di« Rückgab« der Oberschlesischea Slickslosswerke von Polen hat auf Grund des Haager Urteils die deutsche Regierung gefordert. Schrecken versetzte, die schwersten Opfer an Menschenleben sowie Hob und Gut sorderte und von langdaucrnden Hungersnöten ge- solgt war. Im 19. Jahrhundert ist Deutschland verhältnismäßig wenig von solchen Riesenüberschwemmungen heimgesucht worden. In lebendigem Andenken sind die schlestschen Hochwasser von 1813 geblieben, da sie auf die Befreiungskriege«inen großen Einfluß hatten. In Frankreich wurden 1878 weite Landlirecken de» Süden» uberschwemmt, wobei Hunderttausend« von Menschen obdachlos wurden und der Materialschaden mehr al» 1 000 000 Franken betrug. Besonder» durch Hochwasser gefährdet ist stet» Pari» gewesen. Daraus weist schon da» Wappen der Seinestadt hin:«» zeigt ein Schsts aus stürmischem Wasser mit der Unterschrift„Von Wogen umslutet. doch nicht begraben". Ein schreckliches Schicksal traf im Jahre 1889 die amerikanische Stadt Iohnstown. Starke Regengüsse ließen plötzlich den Susque- hannasluh anschwellen. Dadurch wurde da» Tal dieses Flusses mit einer Reihe blühender Neiner Städte in einem Umkreis von mehr al, 60 Quadratkilometer vollständig oerwüstet. Dann durchbrachen die Fluten die Talwand, und gewaltig« Wassermassen trugen die Katastrophe weiter. Die Zahl der Ertrunkenen wird mit 6000 on- gegeben: noch weitere 1800 Menschen verloren ihr Leben bei der Feuersbrunst, die merkwürdigerweise in Iohnstown zugleich mit der Ueberschwemmung ausbrach. 1887 war China der Schauplatz einer gewalttgen Wosserkatastrophe. Die Fluten de» Gelben Wusses sprengten ihre Ufer und vernichteten nicht weniger al» 1800 große Dörfer. Dabei sollen Hunderttausende von Menschen um» Leben gekommen sein. 3 Jahre später durchbrach der Gelbe Fluß wieder seine Dämme und setzte ein riesiges Gebiet in einer Höhe von 4 Metern unter Wasser. Der hierdurch verursacht« Schaden an Menschenleben und Besitz ließ sich auch nicht annähernd feststellen. 2000 Menschen fanden den Tod bei einer Ueberschwemmung, die 1891 der Amarguillo in Spanien verursacht«. Auch Ungarn ist ein- mal von einer grauenvollen Hochslutkatastrophe heimgesucht war- den, die in der Geschichte des Landes fortlebt. Die angeschwollenen Wasser der Theiß und des Maro« überfluteten bet Szegedtn die Ufer und vernichteten in kürzester Zeit gegen 600 000 Häuser, brachten 2000 Menschen um» Leben. Die schwerst« Wassersnot, von der England im 19. Jahrhundert heimgesucht wurde, war das Hoch- wasser von 1866, da» in Porkshire. Lancashire und Derbyshtre Bergwerke überflutete. Mühlen und Fabriten wegschwemmte und eine große Zahl Menschen in seinen Fluten begrub. vi« Hetz« gege» den votemNu-AUm gebt weiter. Katürlich durste Thüringen in dem Terzett der verbietenden Länder nicht fehlen. bat das klägliche Vorbild Württemberg» und Hessen» nachgeahmt und den Film gleichsall» wegrn Gefährdung der öffenUichen Ordnung und Sicher- heil verboten. s>a Frankfurter«oetbeprel» Der Frankturter Magistrat bat tn der Stadtverordnetenversammlung einen Antrag eingebracht, alljährltch am Ge- burlölag Goethes einen �ranNurter Goetheprei»" in Höh» von 10000 Mark zur BerteUung zu bringen. Dieser Goethepreis soll internationale Beden- tung erhalten, S» werden also nicht nur deutsche, sondern auch aazitin- dische Dichter Preisträger sein können. Di« Preisvertündung sall jeweils am LS. August im»oelhehau» w AnwejaiheU du» nn»tntetchnn»den Dichter» vorgenommen verde» Keine königliche Tat. Wie Shylock auf seinen Schein. Die ö l n i s ch e Zeitung� hatte nach einer„tönig- lichen Tat" der Fürsten in der Wfindungsfrage gerufen, nach einem freiwilligen Opfer, einer weichin sichtbaren Geste. Wir lzaben uns Zweifel erlaubt, ob die deutschen Exfürsten einer „königlichen Tat� fähig wären, was die gut monarchische „Tägliche Rundschau" mit angedeuteter Entrüstung re- gistrierte. Inzwischen haben.Kölnische Zeitung" und..Täg- liche Rundschau" die königliche Antwort auf den Ruf nach einer„königlichen Tat" dabin. Da»„Z-Uhr-Abendblatt" hat berumgefragt, ob eine„königliche Tat" zu erwarten sei. Das Resultat der Umfrage: „Eine Umfrage bei den erreichbaren Bevollmächtigten der früheren Dynastien ergab aber nicht den leise st en Anhalts» punkt. Exzellenz von Berg, der Bevollmächtigte der hohenzollerndynastie, erklärte uns dabei mit großer Leb- haftigkeit:.Die betreffenden Darlegungen sind mir bekannt, aber ich begreife wirklich nicht, worauf wir denn noch verzichten sollen! Ist der Oktoberverglelch nicht ein ganz großer Derzichtl? Die Herren, die solche Dinge ge» schrieben haben, müssen tatsächlich nicht unter- richtet gewesen sein, sonst hätten sie mit ihrer Anregung nicht hervortreten können. Was für eine Geste erwartet man über- Haupt von uns?! Sollen wir dem Kompromißgesetz zustimmen?! Täten wir das, so würden wir damit einer Enteignung ausgesetzt werden." Von einer„königlichen Tat" ist also bei den Beteiligten nichts bekannt. Es bleibt dabei: die Fürsten bestehen auf jeden Pfennig wie Shylock auf seinen Schein. Ein Jubiläum in Moabit. Glückwunsch eines ehemalige«„Sträflings". Genosse Paul Lö b« schreibt uns: Einem Glückwunsch für meinen ehemaligen Gesängnisdirektor. den ösfeMUch zu erstatten ich Gelegenheit nehmen möchte, bitte ich im„Vorwärts" freundlichst Raum zu gewähren. Am l. Juli begeht der bisherig« Strofattstallsdirektor von Moabit Hülsberg fein SSjährtge» Dienstjubiläum. Das Amt de» Kerkermeisters ist wenig dazu angetan, bei denen, dl« seine unfrei- willigen Schutzbefohlenen werden, sympathische Erinnerungen wach- zurusen. hier haben wir den seltenen Fall, in dem ein gütiger Mensch die Härten seine» Amte» so milderte, und sich der Unglück- lichen Opfer sozialer DerhäUnisie mit so viel Verständni« annahm. daß sie in ihm nicht den Bedrücker sahen, sondern den Freund im Unglück verehrten. Kein Wunder, wenn der ansehnliche Berg dank- barer Briefe, die au, der Tiefe zu ihm kamen, ihm heute höhere Genugtuung sind als alle Anerkennung vorgesetzter Behörden. hülsderg kam au» der pädagogischen Well in da» Amt de» Straf- anstaltsdirektors. Der Reformator de» modernen Strafvollzugs Geheimrat Krahne hatte ihn dafür geworden und feine erste Aus- gab« war- die Leitung von Gesängnissen Jugendlicher in Wobern und Wohlau. Gefangene von 12 bis 18 Jahren, Kinder also, waren es. die seiner Obsorge übergeben wurden, aber wenn der Wehlaut dieser Unglücklichen au» den«UuzrtzeUen in-nächtlicher Stille durch da- Gejängnis schrie, hann/lll ibnev hüliberg nicht Strafvollzieher. sondern Vhter gewesen� der Kl'tmu�rn und Kt heilen-suchte, was brutal« Richtersprüchc und oerfWW»los« Gej>.ygc»ung an verschlimmert hatten. Die menschenfreundkche und dohe Aussajsui�, die der Jubilar auch den Derstoßevsten gegenüber für sein Amt und seine Pflicht mitbrachte, gibt uns DeranlasiuNg, seiner am Jubiläum». tage in Achtung zu gedenken. Ein seltene? Zufall fügte e«, daß während setner späteren MoabUer Tätigkeit und in den Iahren der staatlichen Umwälzung auch die politischen„Berbrecher" in Hülsberg» Anstatt unfreiwillig« Unterkunft fanden. Und der Jubilar wird sich heut« daran er» innern, wie er Karl Liebknecht und Radek, Rosa Luxem- bürg und Klara Zetkin, L e o i und Ledebour in Moabit „betreute", ebenso wie ihm 2V Jahr« früher al» Direktor des Ge- fängnisies Wohlau ein Jahr lang der Strafvollzug gegen mich zugefallen war. In allen diesen Fällen hat sich seine oben gerühmte Charaktereigenschost in gleicher Stärke erwiesen. Ich wünschte nur, daß überall. in deutschen Landen mtt gleichen Eigenschaften begabte Männer mit der schwierigen Ausgabe des Strafvollzugs betraut werde». Einrichtung üer Strafvollzugsämter. Seit dem 1. Januar 1922 sind am Sitze eines jeden Oberlandes- gerichts Strafoollzugsämter eingerichtet. Die Präsidenten der Straf- rollzugsämter sind Aufsichtsbehörde im Sinn« der Dienst- und Dollzugsordnung für die Gefangenenanstalten der Justizverwal- tung in Preußen. Sie haben die Berwaltung sämtlicher Anstalten zu beaufstchtigen, den gesamten Strafvollzug zu überwachen und bei dem Strafvollzug insbesondere alle Bestrebungen zur Besserung der Strafgefangenen zu pflegen und die Fürsorgemaßnahmen für die entlassenen Gefangenen zu fördern. In einem Runderlaß ersucht der preußische Innenminister die Ober- und Regtenings- Präsidenten, auf die offenbar noch nicht allgemein bekannt« Einrich- tung der Strafvollzugsämter als besondere Provinzialbehärden der Iustizoerwallung sowie ferner auch darauf hinzuweisen, daß die Präsidenten der Strafoollzugsämter bei Zusammenkünften von Leitern der Behörden zu berücksichtigen sind. die Anleiheablösung. Regelung im Reichstagsansschuß. Der Reichstaosausschuß für die Fragen der Anleihe- ablösung schloß am Mittwoch seine Untersuchunaen mit der Annahm««ine» Antrages, in dem die Regirrung aufgefordert wird, die noch vorhandenen Uederschüsse des Rechnungsjahres 1S2S zur besonderen Anteiheablösung für solch» Gläubiger zu ver- wenden, bei denen wegen hohe« Alters ein besonderes Be- dürsnis zu rascher und weitherziger Hilfe besteht. Wenn nach den Mitteilungen des Reichsfinanzministers die Ueberschüsie de» Vor- jahves 180 Millionen betragen würden, nachdem von dieser Summe bereits 147 Millionen anderwett verbucht sind, für den genannten Zweck noch 32 Millionen zur Verfügung stehen. In einem weiteren angenommenen Antrag wird festgestellt, daß der Satz von 12H bis 25 Proz. für die Aufwertung von Gemeinde- anleihen nicht den gesetzlichen Normalsatz, sondern den Mindest- s a tz bedeutet. Ein anderer Antrag ersucht die Reichsregierung, zur Milderung der durch Erstattung von Steuern entstandenen hätten einen angemesienen Betraa als hättefonds für die Zwecke der August ISZS fälligen Vietteliahresrat« der Grundvermögens- st e u e? zu Helsen und Im Benehmen mit den Gemeinde- und Guts- Vorstehern von Amtswegen diejenigen Steuerschuldner festzustellen, die nach Maßgabe ihre» Schadens für die Stundung und Nieder- schlagung in Betracht kommen. Inwieweit hierüber hinaus Steuer- ��chterunge» erforderlich sind, kann erst später festgestellt werden, wenn der durch Ut lleoerjchwemmtmg angerichtet« Schade» sich übersehe» läßt. Das Gesetz über üie Mrftenabfinöung. Beendigung der zweiten Lesung im Reichstag. Die Mittwochsitzung de» Reichstag» wird um IM Uhr vom Präsidenten L ö b e eröffnet. Die zweite Beratung des Entwurfs eines Gesetzes über die vermögensrechtliche Auseinandersetzung zwischen den deutschen Ländern und den oormal« regierenden Fürstenhäusern wird fortgesetzt bei 8 8, der nach den Beschlllsien des Rechtsausschusses folgenden Won- laut hat: Zivillisten, Kronsideikommißrenten, Krondotationsrenten und ähnliche Renten fallen entschädigungslos fort. Graf v. Merveldt(Dnat.) bezeichnet diesen Paragraph al»«in» Verletzung de» Heiligtums des Privateigentums, und das Privateigentum werde durch das ck r i st l i ch e Sitten- gesetz geschützt.(Lachen bei den Kommunisten.) Abg. Schulte(Z.) erklätt, daß diese Renten keinen privat- rechtlichen Charakter tragen, deshalb könne da» Zentrum, ohne gegen seine grundsätzliche Einstellung zu verstoßen, für die entschädigungslose Enteignung stimmen. Schon vor der Umwälzung habe ein Minister den öffentlichen Charakter dieser Renten anerkannt. Abg. Land-berg(Soz.) weist darauf hin, daß diese Renten zu Repräsentation»- zwecken gezahlt worden sind, daß sie Zulagen zu den sonstigen Bezügen darstellten. Sie sind mehrfach erhöht worden mit der Be- gründung, daß sie für Repräsentationszwecke nicht mehr ausreichten. Es gibt kein Amt, über dessen Dauer hinaus Repräsentationsgelder gezablt werdrn. Abg. Dr. Pfleger(B. vp.) erklätt, daß die Bayerische Volks- jratt«! sich die endgültige Stellungnahme zu diesem Paragraphen noch vorbehalte. Abg. Reubaoer(Komm.) meint gegenüber dem drutschnationalen Redner, daß noch niemals soviel Pnvateigentum geraubt worden sei, wie von den früheren Fürsten. Da» ganze Obiekt, um das es sich hier handle, sei so geringfügig, daß die Kommunisten recht daran tun. wenn fle gegen den Paragraohen stimmen. Man solle doch den Massen nicht» vormachen, al, ob dieses Gesetz wirklich etwa» bringe.(Da der Redner über alle» Mögliche, nur nicht über den § 8 spricht, wird er zweimal zur Sache gerufen.) Der 8 8 wird darauf angenommen. Dagegen stlmmen, wle schon im Ausschuß, neben den veutschnakionalea und Völkischen auch die Kommunisten. E» folgen die 8§ 9—12, die die Verteilung der Ver» mögenswerte regeln. Abg. Dr. Rosenfeld(Soz.): Es handelt sich hier um fürstlich« Dermögensstücke, die aus Gründen der Kultur, der Kunst und der Volksgsfundheit dem beut- scheu Polte erhalten werden müssen. Man hätte hoffen dürsen, daß wenigstens in den Fragen, bei denen es sich um die Interessen der großen Massen des deutschen Volkes zur Förderung der Kultur und der Dolkeaefundhelt gegenüber den Interessen einer kleinen Anzahl von fürstlichen Familien handelt, eine Verbesserung des Ge- setzcs zugestanden worden wäre. Da» ist in der Vorlage aber nicht geschehen. Auch bei den Dermögensstücken. die lediglich der Kultur- und Volte aesundheit dienen sollen, wird «in Unterschied gemacht zwischen fürstlichem und privatem Eigentum. Unser« Forderungen, die wir Im Interesse der Kultur und der DolkSgesundhelt gestellt haben, sind nicht erfüllt worden. Noch vor einigen Tagen hat ein Rechtslehrer Im„Berliner Tage- blatt' festgestellt, daß auch bei den vermögensstücken, die angeblich privat erworben Wörde» seien, staatlich« Gelder verwandt worden sind. Wir verlangen ganz besondere, daß die Wälder usw. dem Volt« erhalten beiden. Erst gestern ist uns mltgtteilk worden, daß in Thättngen. be- sonder» in Soburg und Gotha, außerordentlich große holz- fällungen vorgenommen werden. Dies« Verwüstungen der Forsten werden gerade in solchen Gegen- den vorgenommen, in denen sich zahlreich« Heime für kranke Kinder befinden, und wo besonderes Gewicht auf die Erhaltung de» Woldbeftandes gelegt werden müßte, ganz abgesehen von der Ver- schleuderung des Holzes, das dem Volke gehört und jetzt ver- schoben werden soll. Wir verlangen, daß dies» für die Kultur und für die Aoltsgesundhett wichtigen Kapitalsanlagen für das Volk gerettet werden.(Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Graf v. Merveld(Dnat.) degründet einen dcutjchnationalen Antrag, wonach diese Paragraphen gestrichen werden sollen. Es dürfe nicht» vorweg au» der Streitmasse genommen werden, um sie dem Staate zu geben. Abg. Schulte(Z.) tritt für die Attsschußfassung ein. Die kultu- lellen und Wohlfahrtsaufgaben, die früher die Fürsten zu erfüllen hatten, müßten jetzt von den Ländern übernommen werden. Abg. Tiedt(Komm.) sagt, daß den früheren Fürsten dieselbe angemessene Lebenshaltung gewährt werden solle, die den Invaliden zugestanden werde. Da» wäre bei den Fügten deshalb besonder» angebracht, weil ste die Mörder der im Kriege gefallenen Soldaten seien.(Lärm bei den Deutschnationalen.) Für die Kriegsinvaliden sei kein Geld vorhanden, aber den Fürsten solle eine„angemessene Lebenshaltung" gestchett werden. Als 2 Millionen Menschen al» Tote auf den Schlachtfeldern lagen, ist Wilhelm seige nach Holland geflohen.(Lärm bei den Deutschnationalen. Abg. Laoerrenz[Dnat.l wird wegen beleidigender Zurufe zur Ordnung gerufen.) Auch HIndenburg, der wahrend des Krieges den Soldaten Eigenland ver- sprachen hat, habe sein Watt gebrochen.(Zurufe und Lärm bei den Deutschnationolen.), Abg. Dr. Roseaseld(Soz.) stimmt dem Borredner dattn zu, daß die Auslegung des Begriffes„angemessene L e b e n s h a l t u n g" zu den schlimmsten Fehlurteilen sühren könne. wie da» die Sozialdemokraten im Ausschuß mit größtem Nachdruck dargelegt haben. Es fehlt jede Bestimmung in dem Gesetz, die ein« Auslegung dieses Begttffs, die mit dem Volksempfinden im Wider- spruch steht, unmöglich macht. In der Vorlage soll die Regelung nach den früheren Verhältnissen der Fürsten ge- troffen werden. Dagegen müßte jeder Republikaner Einspruch erheben. Die sozialdemokralischea and deulschnotionolen Abänderung»- antrage werden abgelehnt, die einzelnen Paragraphen mit den Stimmen de? Regierungepatteien gegen Deutschnationale, Böltisch« und Kommunisten bei Stimmenthaltung der Sozialdemokraten an- genommen. Das Haus wendet sich den§§ 13 b i s 17 zu, die die Fest- legung der'Renten und die Aufwertung der al» berech- tlgt anerkannten Ansprüche«nthallen. Abg. Dr. Rosenfeld(Soz.)? Auch im 8 14 wird bei der Bemessung der Renten gesagt, daß ste den Fürsten eine angemessene Lebenshaltung gewährleisten sollen. hier haben wir dieselben Bedenken wie vorher, wir wenden uns auch dagegen, daß die Renten dem Familienoberhaupt gewähtt werden sollen, zum mindesten müßten sie aus die einzelnen Mitglieder des in Frage stehenden Hauses vetteilt werden. Wir verlangen eine Leschränkong der Rente, sie darf nicht in alle Ewigkeil ausgezahlt werden, auch die Fürsten müssen sich endlich eine ehrlich« Arbeit suchen. Der Redner erinnett bei der Besprechung des 8 auf dl« unerhSrken Auswertungsutteile, die bei den fürstlichen Ansprüchen gestellt worden sind und die größte Erregung im Volk hervorgerufen haben. Man hol ans 800, ja bis auf 1450 Proz. ausgewertet. Zm Ausschuß wurde un» erklärt, daß man auch künftig gegen derartige Urteile nicht» unternehmen könne. Das darf unter keinen Umständen zugelassen werden, ver Redner begründet dann folgende» Antrag der sozialdemokratischen Fraktion; im 8 lö den Absatz 1 wie folgt zu fassen' 1. Bei der Auf- wettung von Ansprüchen hat das Auswertungsgesetz vom 16. Juni 1S2Z(„Reilysgesetzblatt" I S. 117) nebst den Durch- führungsverordnungen mit der Maßgabe Anwendung zu finden, daß für Ansprüche auf Kapitalabsindungen, die für die Ueber- lassung von Gebäuden und Grundstücken an ein Land den vormals regierenden Fürstenhäusern zugestanden sind, die für die Auf- Wertung von hypothekarisch gesicherten Kausgeldern maßgebende» gesetzlichen Bestimmungen auch dann Platz greifen, wenn die An- spräche auf Kapitalabsindungen hypothekarisch nicht gesichert sind. Bei der Aufwertung von Leistungen, die in einem Vertrage oder Vergleiche festgesetzt worden sind, ist darauf Rücksicht zu nehmen, welcher Goldmarkbetrag(vgl. 8 2 des Auf. Wertungsgesetzes) diesen Leistungen zur Zeit ihrer Fe st- setzung entsprach. Abg. Lindelner-Wildau(Dnat.) begründet einen Antrag auf Streichung der Bestimmung«, wonach.wiederkehrend« Leistungen für die Zeit vor dem 1. Januar 1925 nicht aufgewettet werden dürfen. Abg. Dr. Moaderlick(D. Vp.) wendet sich im Namen der Regierungsparteien gegen die sozialdemokra- tischen Anträge, weil das Reichssondergericht schon die Mäg- lichkeit habe, im Sinne dieser Anträge zu entscheiden. Die hohen Aufwettungsurteile seien in jenen Jahren der Inflation gesprochen worden, wo die Richter noch keinen Maßstab für ihre Entscheidungen hatten. Di« sozialdemokrakischcn und deulschnalionalen Abänderung»- aulräge werden abgelehnt, die einzelnen Paragraphen in der bis- hettgen Patteigruopierung angenommen. Es folgt 8 18, nach dem die den Fürstenhäusern zuerkannten Kapitalbeträge oder Rentenzahlungen nur für ihre vrioatwirtschaftlichen Zwecke verwendet und nicht ins Ausland gebracht werden dürfen. Abg. Lohmann(Dnat.) verlangt die Streichung dieses Para- graphen, der die Mitglieder der Fürstenbäuier zu Staatsbürgern zweiter Klasse entwürdige und unter Polizeiaufsicht stelle. Eine Ver- anlassung dazu bestehe nicht, denn keines dieser Mitglieder habe je etwas gegen den Bestand des neuen Staates unternommen.(Leb- hafter Widerspruch bei den Sozialdemokraten und«Kommunisten.) Abg. Reubauer(Komm.) erinnett daran, daß Bismarck das Privatvermögen de» hannoverschen Königs 1866 beschlagnahmte, mit der Begründung, daß Preußen gegen Umtriebe des Welsenhauses geschützt werden müßte. Der 8 18 biete nicht den notwendigen Schutz gegen Umtttebe der Fürsten. Die Verbindung Wilhelms II. mit dem Berschworer Claß sei nachgewiesen. Abg. v. Richthosen(Dem.): Die Fürsten haben immer eine andere Rechtsstellung eingenommen als ander« Staatsbürger. Sie können deshalb auch nicht in derselben Weise behandelt werden. Der Staat, der große Beträge den Fürsten zahlt, maß sich davor schützen können, daß diese Gelder zum Kampfe gegen ihn verwandt werden. Wenn die Fürstenfamilien nichts gegen den Staat unter- nehmen wollen, dann kommen sie mit dem 8 18 nicht in Konflikt. Darum ist nicht einzusehen, warum die Deutschnationalen so heftig gegen diese Bestimmung ankämpfen. Abg. Oandsberg(Soz.): Der Aog. Lohmann hat diesen Paragraphen als Zeichen der Schwäche der deutschen Republik bezeichnet. Wenn sich eine Schwäche bei unserem Staatswesen zeigt, so liegt da» nicht zuletzt daran, oaß sich unter den V»ai Ken sehr viele Männer befinden, die der deutschen Republik aus ganz besonder« Weis« dienen. War e« aber. auch eiye Schwäche des. Staatewes-ns, als Preußen und der Norddeutsche Bund nach dem Jahre 1866 noch zu ganz anderen M>o ßnahmen gegen Hannover und Hessen xegttffen haben? Herr Lohmann bat weiter gesagt, daß der neue Staat Großmut zeigen müsse. Ich glaube, daß der 8 18 keinen Mangel an diesem Gefühl hat, er enthält schon allzuviel an Groß- mut. Wenn Bismarck im Jahre 1866 ebensoviel Großmut gezeigt hätte, wie es die Däter dieses Konpromifse« taten, dann Hütten sich Hannooer und Hessen außerordentlich glücklich geschätzt. Steht in diesem Gesetz etwas von Beschlagnahme, steht etwas darin, daß die Vermögen, von den Behörden der deutschen Republik aä libitum rerwendet morden könnten? Me Ist man dagegen mit dem Ver» niögcn der Weifen umgegangen. Rur an eine« will ich erinnern, nn den Fall des Reichsbankdirektors, der 1 Million unterschlagen hatte. ober so glücklich war, einen Minister zum Schwiegersohn zu haben. Für st Bismark hat dann 1 Million den, Schwieget- vater des Minister» zur Deckung der Unterschleise au» dem Welfenfond ausgezahlt. Wo» bedeuten dein- Segenuber die Bestimmungen in diesem Gesetz. Für uns genügen e nicht. 1VI? haben n>cht das geringste Vertranen zu den früheren Fürsten, deshalb beantragen wir eine verschärfnng der Be- stimmungen. ß 18 wird hieraus unter Ablehnung de» sozialdemokralischea Abänderungsanlrages von den Regierungsparteien angenommen. Die 8§ 10— 25, die das Verfahren vor dem Sondergericht regeln, werden nach kurzen Bemerkungen des Abg. Rosenberg (Komm.) und Dryander(Dnatl.) von de» Regierungsparteien angenommen. E» folgen die letzten 88 26 bi» 29, die unter anderem die A n- spräche der sogenannten Standesherren regeln. Abg. Rosenfeld(Soz.): Es handelt sich hier um die Familien, die hi» zum Jahre 1805 ein« Souveränität ausgeübt haben. Sollen auch diese ehemaligen Fürstenhäuser auf Kosten des deutschen Volk«» leben? Die Renten. die fle beanspruchcn. inachen iasgefaml fast 2 Millionen Mark im Jahre aus. Es handle sich insbesondere um jenen Landgrafen Alexander Friedrich v. Thüringen, desstt, Ansprüche sich auf die Verkäufe deutscher Landestinder an da« Ausland {runden. Aus dieser unsittlichen Forderung soll eute noch eine Rente von 600 000 Mark gezahlt werden. Dann kommt der Graf S a l m- h v e st m n r, der der Vertrauensmann des Herrn Ela» ist. Di» Rege- lung, die im Ausschuß getroffen worden ist, geht uns nicht weit ge- nug. Sie steht auch im Widerspruch mit der Tatsache» daß die Rentenansprüche der hohenzollern entsckädigungslos enteignet werden sollen. Die Einschränkung, die die Regierungspartei.-» machen, reicht nicht aus. wir forden, die gänzlich« Bessiligung dieser fürstlichen Renten. Abg. Dryander(Dnatl.) beantragt die Streichung de» 8 26. Auch wer werde verfassungswidrig die Wegnahme von Privateigentum zugelassen. Außerdem«rweitette er den durch das Gesetz umfaßten Personenkreis durch die Hinzunahme der mediatisietten Häuser. Noch Ablehnung der übrigen Aendernng». und Streichung»- «mträge wird ein Antrag der Mittelparteien angenommen, der dem letzten Absatz des§ 26 folgend« Fassung gibt: Ansprüche auf Absindungen. Renten oder ähnliche Staats- leistungen fallen entschädigungslos fort, soweit sie sür die Ueber- tragung von hoheite- oder ähnlichen öffentlichen Rechten oder sür die Ueberlassung von Gegenständen geschuldet werden, die als Staatseigentum zu gelten hätten Im übrigen können sie ganz oder zum Teil für erloschen erklätt werden, wenn im Hinblick auf ihren Entstehungsgruno und die seitherige geschichtliche Entwick- lung ihr Fortbestand nicht gerechtfertigt erscheint. ver Rest de» Gesetze» wird bei Slimmenlhaltung der Sozial- demokraken. Deulschnalionalen und Völkischen gegen die kommu- nisten angenommen. Daatll ist die zweite Beratung der Vorlage crfcMgf. (Schluß Oes Berichts w der 2, Beilage) GewerMastsbewegung Sewerksihastliches Leben in RußlanS. Los von den Staatsgewerkjchaften! (IGB.) Wenn inan die aus Rußland loinmenden Nachrichten ük>cr die(Acwerlschaftsdewegung genau versolgt, kann man sich dem Eindrurk nicht verschließen, daß die Gewerkschaftsmit- glieder mit der bisherigen Tätigkeit ihrer Organisationen nicht «ltzu zu frieden sind, und daß diese Unzusriedenheit immer stärker zum Ausdruck kommt. Das Bestreben, die Gewerkschaften von ihrer bisherigen Unterordnug unter die kommu- n i st i s ch e(e l a a i s h e r r s ch a st und ihre Einordnung in das russische Wirtschaftssystem zu befreien und sie zu wirklichen V e r t r c l u ii n c n der Arbeiterschaft, auch im Gegensatz zu den Aussassungen und den Absichten der Staatsleitung und der Staats- betriebe zu machen, tritt immer mehr in den Bordcrgrund. In verschiedenen Rede» Tomskis war bereits dieser Ton zu oer- spüren. Auch aus den Kongressen einzelner Berufe wird eine ähnliche Not« angeschlagen. Aus dem Kongreß der Textil- arbeitet, der im Mai stattfand, wurde der Verbandsvor- st o n d b e s o, ii l d! g t, daß er es nicht verstanden habe, die Arbeiter für'hre Gewerkschaft zu interessieren und in entschiedener Weise die Lntercssen der Mitglieder zu vertreten Sowohl der Ber- bandsvorstond wie die lokalen Gewerkschaftsleitungen Höften den großen Fehler begangen, zu vergessen, daß dieBertretung der ,torder»ngdcr organisierte» Arbeiter ihre cha u ptaus gäbe sei. Erklärungen der Verbandsleitung, daß Lohnerhöhungen Zwar nötig, aber wegen der schwierigen Lage der Industrie nicht möglich seien, hätten die örtlichen Gewerkschaften i» eine schwierige Lage gebracht und die Arbeiter unnützerweise ent- nervt. � Es bestände ein Mißtrauen der Arbeiter, daß vielfach die Form eines Bruches zwischen den Gewerifchaftsmit- gliedern iiitd ihrer Organisation angenommen habe. Die Verbands- leitung sei zu sehr geneigt, den Wünschen der Betriebsleitungen ent- gegen zu kommen und mit diesen eine.Einheitsfront" zum Schaden der Arbeiter zu bilden. Auf dem B e r g a r b e i t e r k o n g r e ß, der ebenfalls im Mai stnttsand, wurden ähnliche Klagen erhoben. Das Prinzip der gew'rkschaftlichen Demokratie sei durchaus nicht überall durchgeführt vielfach verlören die Gewerkschaftsangestcllten nach ihrer Wahl die Verbindung mit ihren Wählern und versäumten es, über die Aus- sührnng der Beschlüsse vorhergehender Sitzungen zu berichten. Die pewrrkschaitlichc Demakiatie sei vielfach zu einer gewerkschaftlichen �ureoutratie geworden, und die Verbandsleitung übe oft einen .'. ruck auf die örtlichen Gewerkschaften aus, damit Personen ge- wählt würden, die der Aerbandsleifting passen. Vielfach würde Arbeltern, die den Versuch machen, die Tätigkeit der Gewerkschaft zu kritisieren, das Wort entzogen. � Anscheinend besinnt man sich in Rußland immer mehr auf die s"' oJ'.!* e n Ausgaben der Gewerkschaften imd kommt dadurch der Auffassung der„A m st e r d a m e r" Gewerkschaften etwas näher. die Gesterreicher auf öec höhe! Der Sieg bei den Arbeiterkammerwahlen. Ilm es vorweg zu nehmen, zumal die Christlichsozialen es schon verraten haben, die freien Gewerkschaften haben bei der Arbeiter- kammerwahl in Wien und Niederösterreich einige tausend Stimmen verloren. Sic haben 197 329 Stimmen erhalten gegen 294 897 bei den legten Wahlen. Di« Wahlbeteiligung der Arbeiter war geringer, weil sie ihrer Sache zu sicher sind. Doch jede Lässig- kcit rächt sich. Die Angestellten beteiligten sich stärker an der Wahl, zu nahezu 79 Proz. haben sie gewählt und 65 302 Stmmen erzreit gegen«»66 Stimm« der vmchergchend« Kammerwahlen. Die Kommunisten haben bei den Zlrbefterwahlen drei- tausend Stimmen verloren, fast ew volles Drittel ihrer früheren Etimmenzahl, trotz der schweren Krise nnd der Unzufriedenheit der Masten. Das Ergebnis für die freien Gewerkschaften ist: 87,3 Proz. aller Arbeiter in Wien und Riederosterreich Hab« freigewerkschost- sich gewählt. Von zehn Arbeitern in Wien und Niederöstereich stehen neun zu den freien Gewerkschaften und von zehn Angestellten sind sieben Anhänger der freien Gewerkschaften. .Es gibt jetzt wohl keine Stadt und kein Land in ganz Europa und der ganzen Well, in denen die Arbeiter und Angestellten mit einer so gewaltigen und erdrückenden Mehrheit für die freien Ge- merkschaften eintreten"— schreibt die.Arbeiter-Zeitung" voll Stolz. „Daß wir stark geblieben sind, trotz des lähmenden Drucks der Krise, das ist das Erfreuliche an diesen Wahlen. Aber das darf für uns... nur ein Ansporn zu neuer unermüdlicher Arbeit sein. Auch die restlichen 19 Proz. der Arbeiter, auch die noch außen- stehenden 39 Proz. der Angestellten müssen unser werden!" Ausschußtagung lies ADGB. Der Bundesausschuß des ADGB. wird am 9. und 19. Juli in Düsseldorf zu seiner vierten Sitzung zusammen- treten. Die Sitzung ist nach Düsseldorf einberufen worden, um den Verbandsoorständen Gelegenheit zu geben, unter sachkundiger Führung die.,G e s o l e i" zu besichtigen, an der auch die Gewerk- schasten beteiligt sind. Als Hauptpunkt der Tagesordnung ist die Frage der Arbeitslosenfürsorge und der Arbeits- b e s ch n f f u n g vorgesehen. Außerdem wird eine Aussprache über die Förderung des Arbeiterschutzes stattfinden, die ins- besondere der Mitarbeit der Gewerkschaften an der vom Reichs- arbeitsministerium herausgegebenen Zeitschrift„Arbeiterschutz" gelten wird. Der Präsident der Reichsarbeitsverwaltung, Dr. S y r u p, wird an dieser Besprechung teilnehmen. Der Leiter des Instituts für Arbeitsphysiologie in Berlin, Prof. Dr. A tz l e r, wird in.einem Vortrag über„W e g e und Ziele der Arbeits- Physiologie" die Bestrebungen dieses Inststuts erläutern. Am Sonntag, den 11. Juli, ist eine große Iugendkundgebung geplant, bei der eine Reihe von Verbandsoorständen sprechen werden. Am Montag, den 12. Juli, wird anschließend eine Konferenz von Vertretern der Zentralvorständ« der Bezirke und der größeren Orts- ausschüffc abgehalten werden, die sich mit Maßnahmen zugunsten der erwerbslosen Jugendlichen beschäftigen wird. Bor allem sollen �die Düsseldorfer Einrichtungen für die erwerbslose Jugend, die«chulwerkstättcn und Schulgärten, besichtigt werden. Zum Bälkerstreik im Beamten-Wirtschuftsvercin. Das Organ des Beamten-Wirtfchaftsvereins, die.Wirtschafts- genassenschaft", brachte in Heft 26 einen Artikel mit der Uebcrfchrift „Niedriger hängen", der sich gegen die Veröffenllichungen der Streik- leitung im„Vorwärts" wendet. Die Leitung der' Genossenschaft teilt in diesem Artikel nicht mit, daß die einstweilige Der- f ü g u n g gegen die Streikleitung vom Landgericht I aufgehoben wurde, weil die Streikleitung den Wahrheitsbeweis für ihre Behauptungen erbracht hat. Sie teilt ihren Lesern auch nicht mit, daß erst nach den Veröffentlichungen in der Presse der Teil des Mehlbodens, auf dem der Schlafraum für die Streikbrecher eingerichtet ist, durch eine Mauer abgegrenzt wurde. Da sich der Mehlaufzug noch in diesem Schlafraum befindet, wurde zu seiner Be- Nutzung eine Oefsnung in der Mauer gelassen, die durch eine Schiebe- tfir verschlossen werd« tarn. Auch ist in der.Wirrschastsgenossen- schaft" nicht» darüber zu lesen, daß die Strobsäcke gegen den Mehlaufzug gelehnt werden, um den Fußboden mit Lysol zu reini- gen und so die Verlausung zu verhindern. Zu diesem Mittel wurde auch e r st dann gegriffen, als die Läuse stbvn aus den Bettdecken spazierten. Die Leitung des Beamten-Wirtfchaftsvereins erklärt, sie habe sich bei der zuständigen Gesundheitspolizei selbst zur An- zeige gebracht und vom Gesundheitspolizeiamt bescheinigt er- hatten, daß in dem Schlafraum alles in bester Ordnung sei. Aus der.Selbstanzeige" erklärt sich wohl der Umstand, daß der Geschäfts- leitung der Besuch der Gesundheitspolizei zwei Tage vorher bekannt war. so daß sie Zest hatte, das zermüllte Kurzstroh aus dem Schlafraum zu entfernen. Bettlaken, Strohsäcke und frisches Stroh zu beschaffen. � Die Geschäftsleitung sucht irgendwelche Zweifel an der Em- quartierung ihrer Rausreiher durch die Aufforderung an ihre Mit- glieder zu zerstreuen, den Betrieb zu besichtigen. In diesem Falle ist die Weisung besonders erklärlich, die Absicht des Besuches vorher mitzuteilen, um die Besucher gruppenweise zusammenfassen zu können. Diese Begründung der vorherigen Anmeldung»st mchi vollständig. Die Voranmeldung scheint auch deshalb netwendig zu sein, um die Bäckerei jeweils befuchsfertig zu machen. Und weiter Stillegungen. Mülheim a. d. 39. Juni.(Eigener Drahtbericht.) Die Ab- teilung Maschinenbau der Friedrich-Wilhelm-Hütte wird infolge der Durchführung des Rationalisierungsprogramm- der Vereinigten Stahlwerke A.-G. Mitte Juli stillgelegt, fünfhundert. Arbeiter gelangen zur Entlassung. Verband der Maler und Lackierer. Keilt«. Sanntniafl. 7% IlK«, i»(Saal 4),«itqriuln 25- öff'ntlichc BcHarnmliin«.»äi- neb»„blick üb«« Äoniturttei, Leb»-»»b Arb«it»st»0«»»eN»äUniN- i» Berlin««»alttflomb«. Z»« Ort«»«n»Blhinß. M»..B«,>rt»»-«ft«lMsch«s aus «It-Berlin"«Beet« Ktilbrinrn).- Schi»h-»s«« BMitabt: Sr«chtstr. 1», 8% Uhr.„R»ralisch«s— Uinnorolisches— Lächerliches" lZheo Maret). Freie cheioelllchaft, ianend. Heute, Donners ton, 714 Uhr, tagen dt« Sruporn• Lichtenberg: Jugendheim Dossestr. 22. Unterhaltungsabend.— Köpenick: Jugendheim Grünauer Str. 5. Sermbesprechung. Wir lesen au»:„Die Gr uxrkschaftsbewogung"»on Restriepte. 1. Bd St. 446.— Tempethpf: Zugend heim Lnseum Germania str. 4,6. Keimdefprrchung.— Sidofte» tKreuzdirg 1): Jugendheim Reichrnberger Str. 66 lffeuerwehrhaus). Heimbesprechung.— Mitte: Jugendheim Neu« Königstr. St. Heimdesprechung und Drskussion über besprechung unb Aussprache iiber BerriebsverhSItnisse.— R«>iit: Jugendheim Bremer Ecke Wiclefstrahe. Seimhesprechun« und Spiesen auf unserem Bläh,— Oberschönenxidc spielt auf dem Mctallarbriteisportplah an der Obersprer.— Reuköstu spielt im Bollspark Hosenheid«.— Rvrbrine! spielt auf dem Platz an der einsamen Pappel.— Treptn» spielt im Treptower Park, Wiese 8. Zagendgrupp« de, stMl. Heute. Donnerstag. 7Vj Uhr: Abteilung Treptow: Jugendheim Wildenbruchstr. 64 sKinderhort). Bollsliederabend.— Abteilung srrmannplatz: Jugendheim Hobrechtskr. 84, Ecke Sanderstrah«. Mitglieder Versammlung. Achtung. Zimmer«! Freiw«, S. Juli, 8 Uhr, Mitgliederversammlung des Bezirks Z7 Mohlsdorf unb 41 Fredersdorf bei E. Anders, Mahlsdorf, Sahnhof- strotze. Tagesordnung: Bericht vom 24. Berbandstag. Verantwortlich für Politik: Ernst Reuter: Wirtschaft:»rtur Saternue: Sewerlschaüsbewegung: Fried». Etztor»: Feuilleton:». H. Discher: Lolales und Eonsttaes: Fritz KarstSt: An«iaen: Tb.»locke: sämtlich in Berlin. Berlaa: Borwörts-Lerlaa B. m. b. H.. Berlin. Druck: Borwörts-Buchdruckerel und Berlaasanftalt Paul Linaer u. Co. Berlin SB 68 Lindenitrotze 2. Hierzu 4 Beilage»»»d„ll»terhalluna»»tz Wisse»'. lit AllsZapolsm n0 SO em.. Mtr. Ü.OÖ Hemden tuch- 80 cm... Mtr. U.dU Haustuch SAISON-AIISVERKMJF .vom IrltJuII................................................................... PamcnkleMung Jutnpcrblusen WamlMtoSe, weiß cxUr farbig— Jumpcrbluscn KnnaUeiele, gestreikt oder kariert.. ,•* Kleider aU**e?tre�ter 0<'er karieitar tCunaUeide und bedrucktem Voll-Voile Kleider aus bedrucktem WoIlmnaaeEn. 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Landtag ging am Mittwoch in die dritte Lesung d e s E t a t». Die allgemeine Besprechung wird durch eine längere Rede des Ministcrprälidenten Braun erZfjnet. Der Minister weist zunächst auf die schwere Depression im Wirtschaftsleben hin, die sich auch in zahlreichen Etat«- a b st r i ch e n ausgedrückt hat. Zum Arbeitelosenproblem bemerkte der Ministerpräsident: Es hat sich der Gedanke aujgedrängt. dah es volkswirtschaftlich zweckmäßig ist, wenigstens einen Teil der Arbeitslosen produktiver Tätigkeit zuzuführen. Arbeits- Möglichkeit zur Beschäftigung der Arbeitelosen für Notstandsarbeiten und dergleichen ist im retchen Maß« vorhanden. Es wird Aufgabe der«taatsregierung sein, zusammen mit der Reichsregierung und mit den Gemeinden dahin zu wirken, daß das Arbellsloscnprogramm de» Reichstage» fo rasch wie möglich in die Wirklichkeit umgesegt wird. Da die Arbeitslosigkeit verhältnismäßig l a n g e Z e i t anhalten wird, müssen unbedingt erheblichere Summen, die sonst für die Unterstützung aus- gegeben werden könnten, sür Arbeit Verwendung finden. Bei der Finanzierung der verschiedenen Projette wird mehr als bisher auf die Mithilfe der Reichsflnanzverwaltung zurückgegriffen werden müssen. Der Reichsfinanzminister hat erfreulicherweise bekannt- gegeben, daß das Reich mit Ueberfchüssen abschließen tonnte. Um so mehr ist es dann verpflichtet, gerade in der Arbeitslosensrage helfend einzugreifen. Zu erinnern ist ferner an die außerordent- lichen Ausgaben für die U e b e r s ch w e m m u n g s s ch ä d e n. Neue Mittel sind notwendig, obwohl noch nicht die asten Schäden repariert find. Auch hier muß das Reich mehr als bisher zur Deckung herangezogen werden.(Sehr richtig!) Gewisse Stellen der Neichsregierung haben noch immer nicht das richtige Verständnis für die Bedürfnisse der Länder, vor ollem für die Bedürfnisse Preußens. So wurden 50 Millionen Mark für Finanzierung der Siedlung zugesagt. Das Reich wollte ober eigene Siedlungseinrichtungen vornehmen. Die preußisch« Re- gierung hat sich demgegenüber auf den Standpunkt gestellt, daß für diese Aufgaben der gut eingespielte Siedlungsapparat der preußischen Verwaltung vorhanden ist. Mit j)ilfe der 50 Millionen wäre es möglich, diesen Siedluugsapparat voll in Gang zu setzen. Wir haben noch in letzter Zeit auf da» unerträg- liche Nebeneinander der Siedlungsbehörden in Preußen und im Reich hingewiesen. Eine andere Sache, über die Preußen sich beschweren muß. In- folge des F r i e de n s o e r t r a g e s hat Preußen etwa 400 000 fsek- tar Waldbestand abtreten müssen. Das Reich ist hier Preußen gegenüber ersatzpflichtig. Diese Ersatzp'licht ist seinerzcit auch vom Reich anerkannt worden. Nunmehr aber stellt sich die Reichs- regierung auf den Standpunkt, daß durch eine Ablchlagszahsuna von waltuno aufgezogen. Wir hoben dagegen protestiert, allerding» bi? jetzt ohne nennenswerten Erfolg. Aehnlich liegt es mit unserer Beschwerde gegenüber der Zusammensetzung des Verwastungsrates dgr Reichsbahn. Auch hier sind unsere Personalforderungen noch nicht berücksichtigt worden. Preußen Hot bis jetzt immer dem Reich in jeder Hin- s i ch t d i« L ösung seiner Ausgaben erleichtert. Preu. iben stand in ollen Schwierigkeiten fest zu« Reich. Dank dafür hat es aber bis jetzt beim Reich noch nicht gefunden. Die Reichstrcue Preußen» ist bisher fast immer mit Nichtach- tung der preußischen Wünsche belohnt worden. Kein Wunder, daß verschiedene Länder, besonders die kleinen Zwerglän- der, Rcichsintercsien vorschützen, wenn sie Preußen gegenüber aus ihre Selbständigkeit pochen. Preußen hat gar nichts gegen die Selb- ständiakeit der Zwerglander. Es lehnt es nur ab, seine Verwal- tung dafür herzugeben, um die Selbständigkeit dieser Länder zu fördern und zu pflegen. Zum Schluß kam der Ministerpräsident mit einem Wort aus den Streit zwischen Preußen vnd Hamburg zu sprechen. Cr betonte mit Nachdruck, daß Preußen Homburg gegenüber so weit wie nur irgend wie möglich entgeaengekommen sei Preußen müsse es jedoch ablehnen, nur einseitig die Losten der Gemeinden in der Rachbarschaft ham> bürg» zu tragen. Preußen fordere einen gerechten Lasicnausgleich. der. wenn es nicht anders geht, durch Reich sg e fetz geschaffen werden müsse. Wo komme man denn hin, wenn die Großstädte isolierte Stadt st aatcn bilden wollten? Wer solle denn dann die Lasten sür das Land tragen? Nach dem Scheitern der Verhandlungen müsse der Landtag jetzt herangehen, den preußischen Gemeinden, die unter der Konkurrenz Hamburgs litten, ihre kommunale und finanzielle Selb- st ä n d i g k« t t zu sichern. Das sei bei der gesunden Finanzlage Preußens wohl sehr gut möglich. Die preußischen Finanzen müß- ten im übrigen durch eine großzügige Aerwaltungs- r e f o r m gestärkt und oerbessert werden. Nur«ine gründliche Um- organisierung des Verwaltungsapparate» bringt Hilfe. Für den Sraat sei es bester, ein» kleine, aber gut« Beamtenschaft zu haben. als ein großes Heer schlecht bezahlter Beamten, da» in Not und Elend versinke.(Sehr richtig!) Abg. Ostcrroth(Soz.) umerstreicht die Beschwerden des Ministerpräsidenten gegenüber dem Reich. Di« Klage de» Ministerpräsidenten war geradezu eine Flucht in die Dessen Hichkeit. Wir bekennen un- stolz zum Reichsgedanken: aber solange Bayern und veischiedene Klein- staaten ihren Ellenbogen freien Spielraum lassen, solange muß auch Preußen sich seiner haut wehren.(Sehr richtig!) Der Appetit ham- burgs scheint etwas sebr groß zu sein. Es geht nicht, daß Hainburg der Nutznießer der gesamten Entwicklung an der unleren Elbe Ist, während Preußen die Lasten tragen soll.(Sehr richtig!) Zur Bercinsachung der parlamentarischen Arbeitsmethode fordert Dsterroth mehr Mäßigung im Reden und Herabsetzung der Kopfzahl der Abgeordneten. Die Staatemaschinerie arbeitet in Preußen außerordentlich reibungsvoll. Infolgedessen viel Zeit- und Kraftvergeudung. Die Ursache für die Schwierigkeiten liegt zum Teil in den wenig klaren Mehrheitsverdältniflcn. Seit der Landtagswohl von 1024 hat allerdings da» Volk im Reich und in Preußen etwas deutlicher gefprachen. und besonders deutlich un- längst beim Volksentscheid. Trotz des ungeheuerlichsten Terrors kann jeder, der sehen will, erkennen, wo die Mchrhcii pes Volkes steht, und daß im Reichstag wie im Landtag die Kräfte- gruppierung der politischen Kräfteverteilung im Lande niistt mehr entspricht.(Sehr richtig! links.) Der Kräftcvsrschicbung draußen lallte man endlich im Landtag etwas mehr Rechnung tragen, damik die ewige Krisenluft verschwindet. Zu Krisen ist fetzt keine Zeit, es gilt jetzt Wichtigeres zu tun.(Sehr richtig! links.) Drei große Gcgenwortsaufgaben stehen vor uns. Sicherung des republikanischen Staates. Reorganisierung der Wirtschaft und Bckämpjung der Ardeltsloslgkett. Den Arbeitslolen muß geholfen werden. Sollen die zwei Millio- nen Arbeitslosen zu einer Gefahr für den Staat werden? Die Unterstützung tostet enorme Beträge. Preußen zahlt monat- lich 2 0 Millionen: dazu kommt die Last der Gemeinden. Zwei Millionen Arbeitslose bedeuten den V e r l u st von s ü n s Milliarden Arbeitserzeug nisi Ueher die popiernen Entschließungen hinweg muß jetzt zur Tat geschritum werden. Arbeit sür die Industriearbeiter und großzügigc»iedlunqenl Wir müssen au» den Lgrargebieten Deutschlands etwas andere» macheu als Domänen des Großgrundbesitzes. Und dann vor allem eine v e r> n ü n f t i g e ha sDW.WBßjtzMUiWWIWWWWWWWWW Was wurde mit den hohen Bcrhandlungszollen erreicht? Nichts! Nichts gegenüber Frankreich, nicht» gegenüber Polen. Statt Deutschland wirtschosts- und parteipolitisch zum großen Magnet Europas zu machen, schlagen wir uns in Deutschland gegenseitig die Schädel ein um Dinge, die längst selbstverständlich sein müßten, wie z. B. um die Stnatsform und um die Verfassung. Di« Aersassung kann nicht mit Bajonetten revidiert werden. Di« Verfassung ist die Basis für den Ausstieg der Massen, die heute etwas ganz anderes darstellen als die Knechte und Fronbauern der Feudalzeit. Das selbstbewußt gewordene Volt und seine Kerntruppe, die organisiert- Arbeiterschaft, kann ohne die Weimarer Verfassung nicht cristieren, sie braucht die Verfassung wie die Kraft zum Leben. In der Sicherung dieses Lebensclements für die Volksmasten, in der Sicherung der Verfassung und der Republik liegt die neu« hi st ort Ich« Ausgab« Preußens.(Beifall bei den Sozialdemokraten.) » d« l» p o l i t i k. Do» Zusommentresfen der > mit der Wirtschaftskrise ist nicht von ungefähr. >en hohen Berhandlungszöllen erreicht? Nichts! Abg. Schlange-Schöningen(Dnat.) beschwert sich über Mangel an Initiative bei der Regierung und den RegierunA-parleien und wende: sich unter Unruhe der Linke» der Frage der Furstenabsinvung zu. Es handele sich hier nicht nur um eine finanziell- Frage. Da» preußische Sraalsminisierium habe auch die Verantwortung datsir. daß wir endlich zu einer gewissen Stetigkeit und Beruhigung toinmeu. Deshalb hätte es an dein festhalten müssen, was abgslchloiscn wo? Das preußische Staatsmimsterinm habe, wenn es im Rcichswo zu keiner Entscheidung kommen sollte, sür einen anständigen Ä e r- gleich zu sorgen.(Sehr richtig! bei den Dcutschnationalen. Aha!- Rufe und Lachcti bei den Sozialdemokraten.) Im weiteren Verlaus seiner Rede spricht der Abgeordnete, häusig von Kundgebungen der Linken unterbrochen, über die..Putschaktion des Minister- Präsidenten Braun" und den Fall Leifing. Di- Deutfchnotia- nalen seien zu einer staatsbürgerlichen Einheitsfront für die Verteidigung des Rechts und des Christentums bereit, weil sie nicht die Verantwortung für Preußens Untergang trogen wollten. (Gelächter links.) Der Preußisch« Staat werde»och bestehen, wen» die Ausfassungen der hcmiaen Machthaber langst aus dem Kehricht- haiisen der Weltoeschlchte lägen.(Lebhafter Beifall rechts, Zische« links.) Abg. Schwarzhaupl(D. Vp.): Lei dem Gesetz über die Reichs- ralsstimmen hat eine führende Regierungspartei, da» Zentrum, nun schon wiederHoll obstruiert. E« gibt Stimmen, die in der Obstruktion die Unmöglich- machung de» Parlamentarismus sehen Wenn«ine Reglerungspartei aber immer wieder gegen ein Gesetz, das die Re pierung selbst will, obstruiert, so werden diese Stimmen einmal schweigen, und der Opposition wird das Obstruitionsmittcl förmsich in die Hand gezwungen. DI« Opposition könnte diese Waffe einmal in einem Augenblick gebrauchen, der sür die Regierung sehr un- angenehm wäre.(Sehr uchhg! rechts.) Die Unsicherheit der Re- qierungsbasi» macht es der Regierung unmöglich, die großen Ee- jetzesausgaben in die 5)and zu nehmen und durchzuführen, die zu löien sind. Das gilt von der Fürstenauseinandersetzung wie von der Derwaltungsresorm, von der Gewerbesteuer und der Steuer- reform überhaupt. Wir können der Regierung darum kein Der- trauen entgegen bringen, wir werden aber nach unserer lieber- zeugung weiter daran arbeiten, daß Preußen da» Land wirklichen Rechts und wirklicher Freiheit wird. Nach Ausführungen des Abg. Barteis(Komm.) wendet sich Abg. Riedel(Dem.) gegen den Ab. Schlange-«chömnge» und«rttärf, es sei eigenartig, daß immer wieder gerade diejenigen am lautesten nach der SmatsHilte schreie», die am wenigsten tun, um den Staats- iäcksi zu füllen. Die D« u t i ch n a I i o n a l e n stimmen im Preu- ßischen Landlag für kommunistische M i ß t r a u« n s a u- tröge gegen die Regierung und gründen ihre ganze Opposition gegen die Regierung überhaupt nur aus eine Mehrheit, die allein nur mit Hilf« der Kommunisten zustande kommen kann Das Ist aber eine unlogische Politik. Ein Rcichsgcselz muß die Länder er- mächtigen, die ZTuftenabsindung vorzunehmen. Las preußische Staatsintereüe gebietet, daß der Reichstag den jegt vorliegenden Geiitzentwun baldmöglichst unter Dach und Fach bringt. W r Kossen, daß die Verwaltungereiorm in großzügiger und einheitlicher Weist durckaeführt wird. Wir Demokraten sind in erster Linie Deutsche. Allein der deutsche Einheitsstaat sichert dem Baterlande dt« Zukunft. Nack Z Uhr vertagt das Haus die Wetterbcratuna auf Donners- tag 12 Uhr. Hilfe für hochwaffergeschäükgte. Steuererleichteltungcn ia Preußen. Der Amtliche Preußische Pressedienst meldet: Anläßlich der katastrophalen Ueberschwemmungen im Elbe- und Odergebiet, die besonders der Lanbwirtschasl ganz erheblichen Schaden zugefügt haben, hc.i der pieußische Finanzminister den zu- ständigen Stellen die bestehenden allgemeinen Anordnungen über Steuererleichterungen in Trinnening gebracht, damit Pi« wirlschafstiche Not der von der Ueberschwcmmung Vetrossenen auch steuerlich berücksichtigt wird. Die preußischen Katasierämter sind angewiesen, zunächst durch Stundung und Niederschlagung der am IS. August 1S2K fälligen Vierteljahrsrate der G r u n d v« r- mögen? st euer zu helfen und' im Benehmen mit den Gemeinde- und Gutsoorsteheru von Amts wegen diesemgen Steiierschuldnrp sestzustellcn, die nach Maßgabe ihres Schadens für die Stundung und Niederschlagung in Betracht kommen. Inwieweit hierüber hinaus Steuererleichterungen erforderlich sind, kann erst später sestgestestt werden, wenn der durch die lteberschwemmung angetichtete Schaden sich übersehen läßt. H Posten Steppdecken 13.50 1 Postan RelnlRlnan« 1 Posten Reinleinene tisforVc oder bao t Satin dopyolsellif. Handtücher Bettlaken Ia Oaratoabors mit. V!*'»«' Kant« »od Hohlaaam tn rebtgrSIleo. mit Siaman an dao UaftMltaa 160 XKJ.... 1 Poston Daunendecken 59.00 1% DaQneniuiJn, piofarbu oder be> druckt mit kleinen Scbönhfitsfehlern Fertige Betten Bettwäsche Metailbettsteflgn Obarbotl KUam. Oranrot mit rrao-o Fedaia 44 QA isoxroo.... l »KI Utriilacb'ot 3.75 mit kleinen Fehlern\n der lAckieniDg SOX190, tchirAra und weil AuScrhaib des Salson-Veekaufs 16.00 21.00 Klfliderechrank"'1 mit Hutboden Nachttisch echter alt Bulbodon uad S�ng"' 45.00 , weit laeklart. 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Wer mit dem Bilde der Mcrschinenmdustri« noch Vorstellungen aus der Vorkriegszeit oerknüpft, für den ist das Aufstreben von Konzernen und Trusts in dieser Industrie«in« Ueberraschimg. Tot- sächlich gab es in der Vorkriegszeit kaum Gründe zur Konzentration; denn das unendlich vielseitige Belies«rungsgebi«t, der schnell« Wechsel der Technik und der Konstruktion«», der Kranz zur Ausbildung von Spezialftöten(nicht zur Spezialisierung), verhinderten sie. Wäre sie auch schon damals vielleicht zweckmäßig gewesen, die ständig aussteigende W irt schost sen t w i ckl u n g, der Vorrang Deutschlands auf den Auslandsmärkten machten sie überflüssig. Seit die deutschen Produktionsverhältnisse durch die Inflation so unsäglich deformiert worden sind, seit die Vorrangstellung Deutschlands im Austand so schwer erschüttert worden ist, regiert in der Maschinenindustri««in früher unbekanntes Prinzip: die Not der Ueberprodnttion. Ueberproduktio« und Ueberkosten. Di« Verhältnisse in der Maschineninduftrie hat auf der Dezember- tagung des Vereins Deutscher Maschinenbcruanstalten deren Geschäfts- sichrer Karl Lange folgendermaßen gekennzeichnet:„Unser Produk- tionsapparat ist zu groß und wir leiden an einer allzustark zer- faserten, auf viel zu viel Typen zugeschnittenen, übersetzten Produktion. Wir haben in Deutschland SV bis 100 Dreh- bankftckriken, während die Amerckaner mft der Hälfte auskommen. Da der amerikanisch« Jnnenmarkt fünfmal so kaufkräftig wie der nnsrige ist. so dürsten wirnureinFünstelderdortigen Zahl haben, also 9 bis 10 Werke, oder, wenn wir unseren rekatw größeren Export berücksichtigen, vielleicht IS bis 20. Wir haben SO Waggon- fobriken, wo wir vor dem Kriege noch mft 40 auskamen, und mehr Lokomotwfabriken als im Frieden, obwohl die deutsche Reichsbahn fast gar kein« Aufträge gibt und die Ausstchrmagtichkeiten für diese Industrie sehr gering sind. Wir hoben 53 Fabriken für Band sägen. 43 Fabriken für Kreissägen und 28 Fabriken für Sägegatter. So liegt es. wenn auch nicht ganz so kraß, auf fast allen Gebieten des Maschinenbaues." Es ist selbstverständlich, daß die hier geschilderte Ueber- vrganisation. zumal da die Gesellschaften der Maschinenindustrie ihr Goldkapital bei der Umstellung keineswegs sehr vorsichtig bemesien haben, Ueber k o st« n zur Folge hat. Und diese Ueber k o st e n oer- einigen sich bei der geringen Nachfrage nach Produktionsmitteln mit der Ueberkonkurrenz zu dem Bilde der Dauerkrise, wie wir es bei der Maschinenindustri«, abgesehen von wenigen Zweigen(«lek- trische Kraftmaschinen, Buchdruck-, Brauerei-, Haushalts- und Kälte- Maschinen) seit der Währungsstabilisierung kennen. Der Druck, der sich aus dieser Krisenlage ergibt, hat denn auch zu einer sehr leben- digen Bewegung zur Kostensenkung und Sonkurrenzftärkung geführt, die sich am stärksten da bemerkbar macht, wo durch koustnänntsche und technische Rationalisierung und Spezialisierung das augenblicklich ver- loren« Rennen vielleicht wieder gewonnen werden könnt«. Der beut- likhfke Ausdruck dafür sind die dutzendsachen Verkaufs- und Speziaiisierungsgemeinschaften gerade in der mittleren Spezialitäten induftri«, wo durch Ausgleich der Produktion». pragramm«, Austausch der Patente und Erfahrungen, Typisierung und Spezialisierung, gemeinsam« Austrogswerbung und-erledigung sehr viel, durch einfache Kapüalkonzentration nur wenig her- auszuholen ist. Ueber den Erfolg dieser Bewegung läßt sich heut« noch nichts sagen. Sicher ist die Möglichkeit zu Erfolgen da, sobald nur die H a u p t Voraussetzung,«in« steigend« Aufnahmefähigkeit im Inland und Ausland, mft den entsprechenden Neben voraus- segungen in der Kreditwirtschaft und der Handels- Politik auch erfüllt fein werden. Don diesen Berkaufs- und Spezialisierungsgemeinschaften sind aber streng zu scheiden die Maschinenkonzerne und Moschinentrusts. Und bei den Maschinentonzernen wieder diejenigen, die als An- hängsel von Montankonzernen anzusehen sind(B. Hum- boldt, Deutz. Oberursel vom K l o« ck n« r- Konzern. Maschinen- fobrik Augsburg-Nürnberg und Maschmenfabrik Eßlingen vom H a n i« l- Konzern, zun» Teil auch Linke-Hosstnonn-Äruchhammer) und solche, die u n abhängig, eigentliche Maschinenkonzern« sind. Auch bei den Moschinenkonzernen ist selbstverständlich das o r g a n i f a- t o r i s ch e und technisch« Element wichtiger als dos rein finanziell«, aber charakteristisch für sie scheinen die Spezialisierung aus scharf umrissen« Abnehmerindustrien, eng« Interessengemein- schasten durch Beleiligrmgen und ein« größere Kapitalstärke zu fein, di« den Verkaufs- und Spezialisierungsgemeinschoften meistens fehlen. Ein Beispiel dafür ist der R.-Wols-Konzern. Der R.-Wolf-Konzern. Muttergesellschaft ist die R. Wolf A.-G.. Magdcburg-Buckau, mft der die Grade-Motorenwerk« A.-G., Magdeburg, durch Fusion vor- schmolzen ist. In enger Interessen- und Beteiligungsgcmeinschast mit den vier Werken der Muttergesellschaft und den Gradewcrkcn stehen Maschinenfabrik Buckau A.-G., Maschinenfabrik Grevenbroich, R. Becker u. Co., G. m. b. H., Desiau und die Heinrich Lanz A.-G. Das Produktionsgebiet des Konzerns ist relativ bunt: es geht bei der Muttergesellschaft von Lokomobilen und landwirtschafrlichen Maschinen bis zum Lokomotivenbau im Erfurter Werk, beim Grade- werk von Motorlokomobilen zum Motorrad, bei der Moschinen- sabrik Buckau von der Einrichtung von Brikettsabriken zur Ein- richtung von Zuckerfabriken. Das Rückgrat bilden aber die Absatz- beziehungen zum landwirtschaftlichen Werks- und Kraftmaschinen- bedarf. Die Vielfältigkeit der Produktion dürfte auch die Hauptursache des im ganzen nicht sehr befriedigenden privalwirt- schaftlichen und finanziellen Erfolges des Konzerns fein. Mit Aus- nähme der Maschinenfabrik Buckau, die 10 Pro;. Dividende verteilt, bleiben sowohl die Mutterwerke wie die Beteiligungswerke ohne Di v i d e n d e. Wenn die Werke(mit Ausnahme der Lokomotiven- sabrik Erfurt) für die e r st e n sieben Monate des Jahres 1925 auch eine günstige Beschäftigung melden, so machte sich doch im ganzen Konzern der plötzliche Ausbruch der Krise im Herbst sehr st a r k bemerkbar. Es fällt zwar überall in den Bilanzen di« Steige- ning der Abschreibungen aus, ebenso sehr aber auch die Er- höhung der Berpslichtungen(mit Ausnahme der bei geringem Gewinn sehr liquiden Maschinenfabrik Grevenbroich). Einen aus- gesprochenen Sonierungszweck hat die Aufteilung des Pro- dukstonsprogramms zwischen der R. Wolf A.-G. und der Heinrich Lanz A.-G., womit das Prinzip der Spezialisierungsgemeinschaft im Konzern seinen ersten deutlichen Ausdruck erhält: Die Firma Lanz wird sich in Zukunft ganz aus den Dreschmaschinen- und Trat- terenbau, die Wolf A.-G. ganz auf den Lokomobilen- und stationären Motorenbau speziasisiercn. Der Miag-Trust. Ein Moschinentrust in des Wortes bester Bedeutung ist fest der Fusion(Dezember 1925) der bisher in enger Inleressengcineinschaft verbundenen fünf Mühlenbouanstallcn der Konzern der Mühlcnbau- und Jndustrie-A.-G., Frankfurt a. M.(Miag) geworden. Die Amme, Giesecke und Konegen A.-G., Braunschweig(S Mill. Atlienkapital), die Mühlenbauanstalt und Maschinenfabrik vorm. Gebr. Seck, Dres- den(4,75 Mill.), die Maschinenfabrik und Mühlenbatianstalt G. Lutter A.-G., Brounschweig(3 Mill.), die H. Gressenius A.-G., Frankfurt am Main(1,20 Mill.) und die Kapler Maschinenfabrik A.-G., Berlin (0,60 Mill.) sind durch Fusionsoertrag zu einem einheitlichen Unternehmen verschmolzen. Gleichzeitig kamen die Tochterfabriken in Wien und Monza-Mailand und die gesamte, in allen Erdieilen oerbreitete Bureau- und Vertretungsorganisation zur restlosen Beseitigung der gegenseitigen Konkurrenz in ein« Hand. Das Produktiensgcbiet ist, begünstigt durch die einheitliche Technik der modernen Mühlen, aufs schärfste abgegrenzt. Durch den Erwerb der Majorität der Mühlendausirma Habermann u. Guckes, Siebold A.-G., Berlin, ist die Möglichkeit zur Erstellung kamplet- te r Mühlen, und Speicheranlagen gegeben. Finanziell bedeutete die Verschmelzung eine Kapital herab setzung: von 15,5 aus 12 Millionen. Das Kapital wird aber auf 15 Millionen erhöht, um den eventuellen Umtauschverpflichtungen aus der 1926 aufge- nommenep Z-Mill.-Dollararücihe(W a n d e l anleihe für ein Viertel des Betrages) nachkommen zu können. Gleichzeitig wird die ge- samt« Produktion technisch spezialisiert und verein. h e i t l i ch t. In Brounschweig, wo auch die neue Zentralleitung sitzt, werden die Amme- und Lutterbetriebe, in Dresden die Seck- betriebe in einen Betrieb zusammengefaßt. Damit kommt«ine Entwicklung zum Abschluß(Vorkrieg lose I.®., 1921 Arbeitsgemeinschaft. 1925 Fusion), die für die Trustbildung ganz besonders ch a r a k t e r i st i s ch, in der Maschinenindustri« notwendig, aber selten ist. Der Trust, der für Ende 1925 sein« erste Einheitsbilanz veröstentlicht hat, hat trotz der keineswegs günstigen Lage der Mühlenindustrie finanziell glänzend abgeschlossen. Aus einem Reingewinn von 1,74 Mill. verteilt er 10 Proz. Dividende, gegen 7 Proz. im Vorjahr. Der Demag-Trust. Eine Ueberraschung in der Maschinenindustrie ist die Trust- bildung um die Deutsche Maschinenfabrik A.-G., Berlin-Duisburg herum, über die wir kürzlich ausführlich berichteten(vergl..Dar- wärts", Nr. 300). Sie wird der erste Trust sein, desien Arbeits- und Liesergebiet der Transportanlagen- und Schwcrmoschinenbedarf der Montanindustrie ist. Fast sensationelle Bedeutung er- hält seine Gründung durch den deutlichen Verzicht des Stahltrusts auf die Ausdehnung in der stahloerarbeitenden Fertigindnustrie, durch die Beschränkung der Vereinigten Stahlwerte A.-G. aus den antcilwüßigen Gewinn und den Stimmrechtsverzicht. Es wäre durchaus denkbar, daß die Gründung der Demag-Kombina- tion, die durch den großen Umfang der bloßen, wenn auch erheb- lichen Beteiligungen, noch deutliche Konzernmerkmale auf- weist, nur der erste Schrift auf dem Wege wäre, die Produktions- mittelversorgung der Moniannidustrie systematisch zusammenzu- asien. Für die Trustentwicklung, die ja der Ausdruck der k l a s s i» che n Kapitalkonzentration ist, eine Perspektive von nicht abzu- chätzender Bedeutung. Kennzeichnend für die Konzentrationsbewegung in der Maschinen� Industrie ist ihre horizontale Tendenz. Das entspricht tan Ueberwiegen de» geistig. technischen Elements vor dem finanziellen und der vielfach oerästesten Doppelstellung der Maschineninduftrie nach den beiden Seiten der Roh- und Halb-- stosserzeugung und der Fertigproduktion für den Konsum. Roch stärker als bei anderen Industrien wird bei ihr die Bertikol- angliederung der Inflationszeit eine Episode bleiben. Aber das Schicksnl des wieder aufgelösten Kahn-Konzerns zeigt auch, daß trotz horizontaler Gliederung große Schwierigkeiten entstehen können. Für di« sozialistische Theorie von der Kapital» konzentration ist sehr interessant, daß, wie auch das Beispiel der Maschinenindustrie wieder beweist, daß Krtfenverhält nisse ebenso sehr und wohl noch stärker Schriftmacher der Konzentration sind, als gute Konjunkturen. Internationale hanöelskammer gegen hochschutzzoll. Eine Entschließung des Verwaltungsrats. Der Verwal'.ungsrat der Internationalen Handels- k a m m e r veröffentlicht über seine am 25. Juni in Paris ob- gehaltene 2l. Tagung einen Bericht, aus dem sich ergibt, daß im Verlaufe der Tagung eine Entschließung angenommen wurde, in der die unbedingte Notwendigkeit der Stabilisie- r u n g der Wechselturse festgestellt und auf die Gesa h r e n übermäßig hoher Zolltarife oder einer prohibi- tivenEin-undAussuhrpolitik hingewiesen wird. Weiter wird darin erklärt, daß beträchtliche Bertehrsschwierigkeiten sowohl für die Reisenden, als auch für Gütertransporte beständen, da einheitliche Zolltarife fehlten, und daß die BeHand- lang der Inländer und der Ausländer in ein und demselben Lande nicht die gleiche sei. Es wurden 6 Unterkammissionen ein- gesetzt, die die Frage prüfen sollen, wie die ongelührten Mißstände abgestellt werden können. Außerdem beschäftigte sich die Intcr- nationale Handelskammer mit der Tatsache, daß Beauftragte des amerikanischen Schatzamtes in Europa Enqueten im Hinblick aus die Einsuhr nach Amerika bei gewissen Industrien angestellt hotten. Dem Ehrenpräsidenten der Internationalen Handelskammer, Willis H. Booth, wurde Dank dafür ausgesprocben. daß er sich aus dem Iahreskongreß der Handelskammern der Vereinigten Staaten am 30. Mai erfolgreich gegen ein solches Verfahren wandte. Des weiteren wurden folgende Fragen geprüft: Doppelb« st«ue- r u n g in zwei verschiedenen Ländern, internationale Zusammen- arbeit bei Gewährung von Handelskrediten, internotionole Reglementierung von kaufmännischen Kreditbriefen. Schließlich wurde festgestellt, daß die Zahl der Streitigkeiten, die ohne Prozeßversahren zwischen Kaufleuten oerschiedcncr Staatsangehörig- keit vor dem Schiedsgerichtshof der Internationalen Handelskamnrer geschlichtet werden, ständig zunimmt. Der Internationalen Handelskammer smd Australien und Griechenland beigetreten. Sie umfaßt heute die Industriellen, Reeder, Kausleute und Bankiers von 22 Staaten. Der nächste Kongreß wird am 27. Juni 1927 stattfinden. vie Jinanzierong üer Russenaufträge. Die vom Reichswirtschaftsministerium vermittelte Regelung der Zinssätze im Russengeschäst, die bekanntlich auf 9,4 Proz. gesenkt wurden, scheint in Nußland befriedigt zu haben. Jedenfalls wird gemeldet, daß mehrere Stödteverwaltungen, der russische Chemietrufl und das Raphtasyndikat bereits Aufträge gegeben haben, für die Summen von 20 Millionen Mark genannt werden. In Deutsch- l a n d dauern die organisatorischen Schwierigkeiten, die Russengarontie praktisch werden zu lassen, jedoch fort. Man Hot den Eindruck, daß den beteiligten Banken das Geschäft nicht mehr sett genug ist und sie deshalb der austrogshungrigen Industrie die kalt« Schult er zeigen. Die Deutsche Bank, di« Führerin des mit der Finanzierung der Garantielieserungen befaßten Konsortiums, gibt nämlich bekannt, daß nicht das Konsortium die Kreditgesuche der deutschen Firmen entgegennehmen und prüfen werden, sondern daß dazu eine besondere, zu diesem Zweck zu gründende Aktiengesellschaft errichtet werden soll. An dieser A.-G. würden sich die Banken nicht beteiligen. Außerdem sollen alle Transaktionen aus Dollarwährung abgeschlossen werden.(Worum nicht in Reichs- mark?— D. R.) Das heißt natürlich, daß die Industrie die Gesellschaft gründen und die mit der Entgegennahme und Prüfung der Anträge ver- bundenen Kosten tragen soll. Jedenfalls muß jetzt ein dreifacher Apparat aufgezogen werden: das Finanzicrungskonfortium der Banken, die Handelsgesellschaft der deutschen Lieferfirmen und der Apparat der R e i ch s b c h ö r d e n. Da es dabei natürlich auch Kontroll- und Schiedsausgaben geben wird, noch weitere Kon- troll- und Schiedsrichter st ellen. Man weiß hier wirklich nicht, was größer ist, der Nutzen, den das Geschäft und die Reichs- garantien bringen sollen, oder die Kosten, die das Geschäft ver- anlaßt. Auf alle Fälle ist. wenn durch die Russengarantie des Reiches und der Länder Pionierarbeit für den deutschon Export in Sowjet- rußland geleistet werden sollte, das Verhalten der beteiligten Banken und auch der deutschen Industrie di« denkbar schlechteste Begleitmustk dazu. Mit dem Ansehen des garantierenden Staates sollte man doch etwas weniger Schindiuder treiben, nachdem man ihn um die Garantieübernahme bestürmt hat. vor Erhöhung Ser Schutzzölle in Italien. Die italienische Handelsbilanz entwickelt sich in der letzte» Zeit sehr ungünstig: die Ausfuhr geht ständig zurück. In den letzten acht Monaten ging, während die Lira ziemlich stabil war, von acht Aussuhrgruppen die Aussuhr in sieben, mit Ausnahm« der chemischen Produkte, sowohl wert- wie mengemnäßig zurück. Demgegenüber sind die Importe erheblich gestiegen. Zwar hat der jüngst erfolgte Wertrückgang der Lira(von 120 auf 135 zum englischen Pfund) der Ausfuhr einen neuen Anreiz gegeben, trotzdem blieben die Ausfuhr- Möglichkeiten infolge der allgemeinen Weltwirtschaftskrise, der Hoch- schutzzölle und der Schleuderaussuhr anderer Länder beschränkt. Eine weitere Verschlechterung droht der Handelsbilanz infolge des Defizits der Ernte, welche im neuen Jahr sehr ungünstig ausfallen wird. Aus diesem Grunde hat man beschlossen, die Besserung der Handels- bilanz durch Einschränkung der Einfuhr von In- dustrieprodukten herbeizuführen, zumal von der Steigerung der Passivität die Fortsetzung der Geldentwertung befürchtet wird. Wie verlautet, sollen deshalb die bereits außerordentlich hohen Schutzzölle noch weiter gesteigert werden. Einen Ausweg aus den Schwierigkeiten wird die Drosselung der Einfuhr bei der gegenwärtigen Lage der Wirtschasts- und Lohn- Politik nicht bedeuten. Der iiirtändische Markt ist nämlich infolge der gedrückten Lohnlage nicht genügend aufnahmefähig, die Einschrän- kung der Einfuhr wird aber bei den anderen Ländern Gegenmaß- nahmen hervorrufen, welche die italienische Ausfuhr, die eine Lebens- frage der italienischen Industrie ist, nur noch weiter unterbinden werden. Der Lebenshaltungsindex. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten(Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und.Sonstiger Be. darf*) beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichs» amt» für den Durchschnitt des Monats Juni auf 140,5 gegeil 139,9 im Vormonat. Sie hat sich sonach um 0,4 Proz. erhöht. Bei den Ernährungeausgaben konnten Preissteigerungen für Kartoffeln und Fleisch durch die in der ersten Monatshälfte noch nachgebenden Preise für Milch und Milcherzeug- nisse nur zum Teil ausgeglichen werden. Die Ausgaben für W o h- n u n g haben sich in einzelnen Teilen des Reiches weiter erhöht. Die Arbelk im Enquele-Ausschub. Der Unterausschuß für Industrie, Handel und Handwerk des Enquete-Ausschusses trat heute unter dem Vorsitz des Reichstags- abgeordneten L a m m e r s zu einer Aussprache über den A r b« t t s» plan für die Elettrizitätswirtschaft zusammen. Verlängerung der Rückzahlunqsfrist für Baukredlte. Der vom Reich zur Förderung des Kleinwohnungsbaues zur Ver- fügung gestellte Kredit ist bisher nicht in dem erwarteten Umfang angefordert worden. Dies beruhte zum Teil darauf, daß der Kredit nach den bisherigen Vorschriften den Ländern nur aus die Dauer eines Jahres gegeben werden konnte, die Rückzahlungsfristen für den Bauherrn selbst daher noch kürzer bemessen werden mußten. Wenn auch davon ausgegangen werden konnte, daß nach Fertig- stellung des Baues die Kreditanstalten für den Bauherrn den Reichs- kredit ablösen werden, so muhte doch der Bauherr damit rechnen, daß sich die Ablösung durch unvorhergesehene Umstände oerzögern und er selbst zunächst wegen der Rückzahlung in Anspruch genommen würde. Deshalb hielt sich mancher Bauherr bisher zurück. Nunmehr hat aber der Reichstag einen von der Rcichsregierung oorgeleg- ten Gesetzentwurf angenommen, wonach der Baukredit grund- sätzlich bis zur Dauer von drei Jahren gegeben werden kann, den Kreditanstalten also genügend Zeit zur Ablösung des Reichskrcdits gelassen ist. Die entsprechende Aenderung der Durch- führungs- und Ausführungsvorschriften steht bevor. Mühlenkonzentration im Rheingebiek. Wie gemeldet wird, habe» sich die Heinrich-Auer-Mühlenwerke in Köln-Deutz dem Kon- zern Grand Mouline de Ttraßbourg(früher Jlkirchen)— Pfälzische Muhlenwerke in Mannheim angeschlossen. Die Heinrich-Auer- Mühlenwerke sind eine der modernst eingerichteten Weizenmühlen am Niederrhein und haben eine Betriebskapazität von 300 bis 350 Tonnen Weizen täglich. Einbringliche Schuhgeschäfte. Im Schuhwarenhandel ist das Fiklalsystem das die Großstadt beherrschende geworden. Schuh- warenfabriken errichten eine Anzahl Verkaufsstellen, in denen sie unter Uebergehung sämtlicher Zwischenstationen ihre Fabrikate direkt an den Verbraucher abgeben. Daß dieses System für die Unternehmen, die es betreiben, recht einbrinqlich, beweist die Eonrod Tack u. Eie. A.-G., die nicht bloß eine außer- ordentlich günstige Bilanz vorlege» konnte(die Ausschüt- tung einer Dividende von nur 5 Proz. beweist nichts, denn erhebliche stille Reserven sind in der Bilanz enthalten), sondern auch in der Generalversammlung mitteilen konnte, daß sie im laufenden Ge- schäftsjahr in der Lage war, ihre Bantschuld zu tilgen, Und daß sie jetzt ein Bantguthaben von X Million Mark hat. Außerdem konnte sie ihre Wechselverpflichtungen um 1 Million Mark verringern. Die Verbesserung der Flüssigkeit der Bilanz ist zahlen- mäßig schwer zu erfassen, weil der Posten Banken- und Akzeptetonto zusammengefaßt ist. Hierfür ist auf der Passivseite die Summe von 4 479 437 Mark angegeben. Für die Arbeiterschaft ist dies Material um so wertvosier, als sich die Hauptkundschaft von Tack aus Arbeiter- kreisen rekrutiert. Der Staat al» unfreiwilliger Kreditgeber. Es ist erstaunlich, in welchem Umfange der Staat, ohne es zu wollen, als Kredit- geber der Zigarettenindustrie fungiert. Die Dachgesell- schaft des größten deutschen Zigarettentonzerns(Reemtsma-Ias- matzi), die Reemtsma-Aktiengesellschaft, weist in ihrer Bilanz bei einem Aktienkapital von 3,25 Millionen M. Schulden an die Haupt- Zollämter im Betrage von 21 439 097 M. au» und die Manoli- Aktiengesellschaft, die ebenfalls zu diesem Konzern gehört, schuldet dem Staat nach ihrer Bilanz bei einem Aktienkapital von- 2 Millionen M. 2 446 863 M. für Banderolen- und Materialsteuern. In der Bilanz steht auf der Aktivseite ein Posten Barbestände und Steuerzeichen mit 50 249 M. auf. Wenn man diesen Betrag selbst vollkommen für Steuerzeichen annimmt, hat sie von den Bande- rolen zirka 2,4 Millionen M. schon durch die Umsätze verbraucht. Einen besseren Kreditgeber als den Staat kann ja die Zigaretten- industrie gar nicht haben, da der Staat sich einen Teil seiner Außen- stände für Steuern überhaupt nicht verzinsen läßt und für einen anderen Teil nur ganz niedrige Zinssätze erhält. Die R e e m t» m a- Gesellschaft schließt das Gefchäftsiahr 1925 mit einem Gewinn von 33 945 M. ab, der auf neue Rechnung vorgetragen wird, Manoli schließt mit einem Verlust von 6347 M.. um den sich der aus dem Vorjahr übernommene Gewinn von 35 674 M. ermäßigt. Die Zigarettenindustrie hofft, da die Verringerung der Material- steuer eine geringere Belastung der Konsumware mit sich bringt, von dieser Maßnahme eine Belebung des Absatzes. Der Rcemtsma- Jasmatzi-Konzern umfaßt 12 Fabriken. Reichstag für Wöchnerinnenrente. Ein Fortschritt.— Hilfe für Hochwasserschäden. Nach Beendigung der zweiten Beratung des Fürstenabfindungs- gesetze«, die wir im Hauptblatt wiedergeben, überwies der Reichstag einen Antrag der Wirtschaftlichen Vereinigung über verbilligten Weingeist für Heil- und kosmetische Zwecke wird dem Steueraus- schuß, ein Zentrumsantrag auf Durchführung de» Kanalbaues Aachen— Rhein dem Verkehrsausschuß. Zu den Anträgen der verschiedenen Parteien über die hochwa/serschäöen richtet der Haushalteausschuß in einem Antrag an die Regierung das Ersuchen, in Verbindung mit den Ländern die Schäden fest- zustellen und alsbald für ausreichende Hilfe zu sorgen. Abg. hörnte(Komm.) begründet einen weitergehenden Antrag seiner Freunde, der 150 Millionen für Dammbauten und Entwässe- rungsanlagen verlangt. Abg. jert(So-.) fordert, daß bei der Hilfeleistung an die durch das Hochwasser Geschädigten vor allem die kleinen Leute berücksichtigt werden, insbesondere die kleinen Pächter. Die dazu notwendigen Mittel müssen zur Verfügung gestellt werden, auch aus der produktiven Erwerbslosenfürsorge. Es kommt jetzt daraus an, schnelle Hilfe zu leisten, frei von bureaukratischen Eng- Herzigkeiten. Auch den Ländern müssen Mittel gegeben werden, denn aus eigener Kraft können sie vielfach, wie z. B. Anhalt, die notwendige Hilfe nicht immer leisten. Wenn die Sozialdemokraten auch dem Ausschußbeschlutz zustimmen, so bedeutet das nicht, daß sie damit ihre weitergehenden Forderungen für die durch das Zoch- wasier Geschädigten aufgeben. Ohne Aussprache werden in zweiter und dritter Lesung ver- abschiedet: Der zweite Zusatzvertrag zu dem am 1. September 1920 abgeschlossenen deutsch-österreichischen Wirtschaftsabkommen.— Der Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung des Bankgesetzes.— Der Entwurf eines Gesetzes über den Verkehr mit unedlen Metallen. Es folgt der Bericht des Sozialen Ausschusses über da» Washingtoner Uebercinkommen über die öeschästigung Ser grauen vor und nach SerNieSerkunst Ueber die Ausschußoerhandlungen berichtet Abg. Frau Schröder-Zchleswig- Holstein(Soz.). Der Ausschuß beantragt die Annahme folgender Entschließung: Der 9. Ausschuß hat von der Erklärung der Rcichsregierung Kenntnis genommen und erwartet die unverzügliche Vor- lag« der G.tseßentwü-x-s»»ur Anpassung der deutschen Gesetzgebung an den Inhalt des Washingtoner Abkommens über Beschäftigung der Frauen vor und nach der Niederkunft. Wenn auch di« Mehrheit de» Ausschusses der Resolution zuge- stimmt hat, so war doch der Will« des Ausschusses, daß die ent« sprechenden Lorlagen spätestens bei Beginn der Herbst- t a g u n g dem Reichstag zugehen. Di« Rednerin berichtet ferner über die Ausschußverhandlungen über den Gesetzentwurf zur Abänderung des 2. Buches der Reichs- oerstcherungsordnung. Es handelt sich hierbei um di« Regelung der Leistungen der Kvankentassen für Schwangere und Wöchnerinnen. Die Krankenkassen erhalten danach«inen Reichs- Zuschuß von 50 Mark für j ede n- E n tb i n d u n g» f a l l. Für jede versicherte Schwangere ist jetzt die freie Hebammenhilfe sichergestellt, ebenso freie Arznei und Heilmittel. Di« Schwangeren erhalten femer einen einmaligen Beitrag zu den Kosten der Versicherung in Höhe von 10 Mark und ein Wochengeld in Höhe des Krankengeldes, jedoch mindestens 50 Pf. täglich, für vier Wochen vor und sechs zusammenhängende Wochen unmittelbar nach der Niederkunft. Weiter- gehende sozialdemokratische Anträge sind im Ausschutz abgelehnt worden. Es wurde lediglich erreicht, daß die Dauer des Wochengeld- bezugs vor der Entbindung auf zw« wester« Wochen erstreckt wird. wenn die Schwangere während dieser Zeit keine Beschäftigung gegen Entgelt ausübt, und vom Arzt festgestellt wird, datz die Entbindung voraussichtlich innerhalb sechs Wochen stattfinden wird. Irrt sich der Arzt bei der Berechnung des Zeitpunktes der Entbindung, so hat die Schwangere gleichwohl Anspruch auf das Wochengeld von dem in dem ärztlichen Zeugnis angenommenen Zeitpunkte bis zur Entbindung. Di« Rednenn erörtert schließlich«Ine Entschließung der sozio'- demokratischen Fraktion, di« auch im Ausschuß behandelt worden ist. di« Reichsregierung zu ersuchen, durch Einwirkung auf die Landes- behördin zu verhindern, daß in mißverständlicher Anwendung des § 7 Absatz 3 der Verordnung über Enverbslosenfürsorg« vom 16. Fe- bruar 1924 die Leistungen der Krankenversicherung in bezug auf Wochenhilfe und Famlllen-Wochenhllfe, oder ein Teil derselben, auf di« Crwerbslosenfürsorgc angerechnet werden. Di« Rednerin erklärt zum Schluß, nicht alle Wünsch« sind Im Ausschuß erfüllt worden, besonder» nicht dt« der Sozialdemokraten und Kommunisten. So sehr ich das bedauere, fo muh ich doch sagen, daß dos, was heuke unterbreitet wird, einen großen Fortschritt bedeutet. Eine sohrzehnte alte Forderung ist erfüllt wordzn. dofi deo Wöchnerinnen die normale Hebammenhilfe sichergestellt werden soll. Zunächst geschieht das für die Versicherten, aber ich hoffe und fordore, daß auch die minderbemittelten Wöchnerinnen diese Hilfe bald de- konnnen. Ich hoff« weiter, datz die Reichsregierung ihre Ver- sprechungen wahrmachen und di« Vorlage zur Anpassung der Ver- fichenmg an die Bellinnnungen de» Washingtoner Abkommen» zum Herbst einbringen wird. Gegenüber den au» polstischen Gründen vor- gebrachten Bedeirfen. daß groß« Industriestaaten die Ratisizierung des Washingtoner Abkommens über den Wöchnerinnenschutz noch nicht vorgenommen haben, spreche ich von dieser Stelle den Wunsch aus, daß bis dahin auch das geschehen möge. Auch wenn das nicht der Fall fein sollte, so können wir dann doch stolz darauf sein, datz Deutschland den anderen Staaten in der Mutterschaftsfürsorge vorangeht. Di« beiden Vorlagen werden darauf nach den Beschlüssen des Ausschusses verabschiedet. Auch die Entschließung der Sozialdemokraten, die sich gegen die Anrechnung der Wöchnermnenhilf« auf die Erwerbslosenfürsorge richtet, wird an- genommen. Gegen 7 Uhr vertagt sich das Haus auf Donnerstag mittag 2 Uhr. Präsident Lob« schlägt vor auf we Tages- Ordnung zu setzen den Gesetzentwurf über die Aussehung von Der- fahren(»perrgefeh für die Ausetnandersehungen mit den Fürsten- Häusern), ländliches Stodlungswefen, vertrag mit Dänemark, Aus- wüchs« des Kartellwesen». Abg. Schul,-Broenberg beantragt, den dänischen vertrag von der morgigen Tagesordnung abzusetzen und ihn zu- sommen mit dem schwedischen Vertrag ,zu verhandeln. Abg. hilferdiag(Soz.) wendet sich dagegen, der dänische D-rtrag müsie unabhängig von dem schwedischen verhandelt werden. Mit den Vechlsparieleu stlmmt auch das Zentrum für dl- Ab- sehung des dänischen Vertrages. Da die Abstimmung zweifelhaft ist. muß noch eine Auszählung de» Hauses vorgenommen werden. Die Abfetzung de» dänischen Vertrage» wirb mit 160 gegen 149 Stimmen beschlossen. SxJufimzflasvGrßa&fi Sakko-Anzug on grau melierter CheTiot in jCII- hallbarer Qaalit&t...... lal#« Sakko-Anzug Qe Dunkler kamragarnartlg. Stoff,■ etn- and zweireihig..... 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Draußen dunkelte e» ollmäh- lich. Kubasek hatte bereit» den Anzug de» kleinen Wenzel zuge- schnitten und alle» zum Nähen vorbereitet. E» war nur notwendig, sich hinter die Arbeit zu setzen, bis Mitternacht konnten die Kleider fertig sein, und zeitlich in der Früh wollt« er sie ausbügeln. Kubaset war durch die mehrtägige. Arbeit erschöpft, und die Nacht aus heute hatte er nur wenig geschlafen, die Augenlider drückten ihn, und auch die Finger schmerzten ein wenig, aber elne Mußsache darf nicht auf- geschoben werden, und wenn einem die Hände herunterfallen sollten! Kubaset aß etwa» zum- Nachtmahl, und das Brot noch im Munde zerkauend, suchte er sich„seine' Nadel heraus, säbelte sie ein und begann zu arbeiten. Sein Weib schickte er ,Lum roten Ochsen', um ein Seidel Bier zum Stärken zu holen. Den ersten und zweiten Faden nähte er glücklich zu Ende, al» er aber den dritten «infädeste, da passierte etwas, was ihm schon lange nicht wider- fahren war:„seine' Nadel entglitt seinen Händen. Der fromme Meister fluchte im Geiste und begann sie zu suchen. aber obwohl er ganz gute Augen hatte, tonnte er sie nicht finden. Der Meister fluchte ein zweites Mal, diesmal schon laut, und bald danach zum drittenmal, doch die Nadel war nicht zu finden: sie war spurlos verschwunden, als ob sie der Teufel selber weggeblasen hätte. Kubasek übermannte der Aerger und Verdruß, bis ihm die Adern auf der Ttirne schwollen, und e» donnerte Hagelwetter aus seinem Munde nach der verdammten Nadel. Dann erinnerte er sich. daß man zum Suchen schon nicht mehr gut sehe. Und er zündete eine Zweikrcuzerkerze an, die auf dem Gcschirrbrett lag: rings- herum leuchtend, suchte er wieder die Nadel. Bon der geneigten Kerze tropfe dos Unschlitt in einem Bächlein auf den Fußboden herunter. In diesem Augenblicke kam die Kubaskin mit dem Tiere zurück. Al» si« diese» Schauspiele» gewahr wurde, geriet sie in Zorn: „Ja, Alter, hast Du denn den Verstand verloren?' fuhr sie ihren Mann an.„Ich Hab' mit Mühe nach dem Mittagessen den Fußboden für die Feiertage blank gescheuert, und Du machst ihn mit dem Unschlitt wieder schmutzig!' Kubasek suchte schweigend weiter: da» Unschlitt tröpfelte wie vordem weiter herab. „Um Gottes willen, ich bitte dich, machst du mir das zum Trotz«? Da, Hab' ich in meinem Leben noch nicht gesehen," er- regte sich die Kaboskin. „Und du schweig!" antwortete der Meister mürrisch, ohne das Haupt zu erheben;„sie ist mir irgendwohin heruntergefallen, wetß der Teufel wohin. Beine hat sie keine. Also kann sie nicht weit sein." „Jetzt sang zu all dem noch zu fluchen an! Was ist dir her- untergefallen?' »Di« Nadelj"(Fortsetzung folgt.) 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Die Folge Ä ein llebersluh von Arbeilskrästen. ein« Arbeitslosigkeit im erschreckenden Ausmaß, die insbesondere in Eurova, das unter den Nachwirkungen des Krieges schwer zu leiden hat, auch ehedem hochentwickelte Industriestaaten getroffen hat. Unter dieser ungünstigen Lage des Arbeitsmarktes ist der Drang der Arbeiter, nach Ländern mit relativ besserer Wirtschafts- konjunktur auszuwandern, im Zunehmen begriffen. Ein weiterer Anreiz zur Abwanderung besteht in der schon immer vorhandenen Neigung der Arbeiter aus Ländern mit niederer, in solche mit höherer Lebenshaltung der Arbeiterklasse zu gelangen; sei es, um dort vorübergehend oder dauernd Aufenthalt zu nehmen. Auch aus Gebieten mit starker Uebervölkerung, bei schwacher wirt- schastlicher Entwicklung, fließt ständig ein Strom von Auswanderer«. und schließlich sind auch politische Unterdrückungen der Arbeiterschaft ein sich immer wiederholender Anlaß zur Auswanderung. Das Drängen einer überstarken Zahl von Arbeitern in noch aufnahm«. fähige Länder mit besserer Wirtschastsbedingung kann in g«. wissen Fällen«ine Gefahr für die Arbeiterklasse dieser Staaten werden, well nicht mit Unrecht eine fjerabdrückung des Lohnniveaus und der sonstigen Lebensbedingungen einheimischer Arbei» t e r befürchtet werden kann. Der Kongreß sieht in der gegenwärtig besonder» starken Tendenz der Auswanderung aus Staaten mit ungünstiger Wirtschaftskonjunktur kein wirksames und dauerndes Mittel zur Ueberwinduna der Wirtschaftskrise, er betrachtet die Auswanderung vielmehr als eine Erscheinung, die naturnotwendig aus der kapitalistischen Entwicklung hervorgeht. Di« Unfähigkeit des herrschenden kapitalistischen Systems, eine Lösung der Wirtschaftskrise herbeizuführen, zeigt sich klar in den von seinen Vertretern gemachten Vorschlägen, die in ihrer Auswirkung vielfach nur zu einer Verschärfung der Krise tührten. Der Kongreß gibt seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß es Pflicht jeder Regierung ist, im Interesse der Förderung des internationalen Friedens, der internationalen Verständigung und der Wahrung der Interessen der Auswanderer und der Arbeiter in den Einwände- rungsländern die Lösung der Wanderung»Probleme anzustreben. Der Kongreß beauftragt ferner den IGB. und SAI., eine gemeinsame Kommission einzusetzen, um die mit der Wanderungsfrage verbundenen wirtschaftlichen, sozialen, nationalen und Rassen-Faktoren auch fernerhin zu studieren und die Resultate einem künftigen Kongreß zu unterbresten. Entschließung I. Der Kongreß ist der Ansicht, daß in jedem Land« ein staatliches Wanderungsamt errichtet werden soll, in dem die g e w« r k s ch a s t- lichen Organisationen eine angemessene Vertre- tung haben. Ueberdies soll ein internationales Wanderungs- perteiv- und Reisezeit W> kann der.VorwSrts* auf jede Dauer allerorts bezogen werden. Touristen und Wanderer ■ fordern das Zentral-Organ der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands bei den Bahnhoisbuchhandlungen, Zeitungs-Kiosken, Buchhandlungen und sonstigen Verkaufsstellen. Sommerfrischler I lassen sich den �Vorwärts" bei einer Aufenthaltszeit unter 14 T'agen per Kreuzband nachsenden. Das Porto beträgt wochentags 6 Pf., Sonntags 10 Pf(pro Woche 45 Pf.) Bei längerem Aufenthalt ist der „Vorwärts* durch Postüberweisung zu beziehen, welche die Hauptexpedition vornimmt In diesem FaDc kommen zu dem Abonnementsbetrage die Postbestellgebühren von 72 Pf. pro Monat Wenn Nachsendung der Zeitimg gewünscht wird, ist die in Frage kommende Ausgabestelle oder die Hauptexpedition des„Vorwärts", Berlin SW68, Lindenstrafie 3, möglichst eine Woche vorher zu benachrichtigen. Laubenkolonisten amt, ebenfalls mit angemessener Vertretung der Gewerkschaften, im Rahmen des Internationalen Arbeitsamtes geschaffen werden, um: 1. internationaleAbkommen und Empfehlungen über das Wanderungswefen zu formulieren: 2. ausführliche und zuverlässige Auskünfte bezüglich der Wanderung zu erteilen. Enlschlleßung n. Der Kongreß fordert das strenge Verbotjeder Propa» g a n d a für die Auswanderung durch private Transportunterneh- mungen und die Abschaffung allerprivaten Wand«- rungsagenturen. Er empfiehlt deshalb, daß überall, wo solche noch nicht bestehen. staatliche Wanderungsämter errichtet werden, um den Auswandernden Rat und morallsche« Lei- stand zu gewähren. In diesen Aemtern müssen die Gewerk» schaftszentralen ausreichend oertreten sein. Diesen Aemtern soll die Au f g a b e übertragen werden, für den Entwurf und für die Annahme von Gesetzen über die Abschaffung oller pri. vaten Wanderungsagenturen zu sorgen; ferner für die Beschaffung ausführlicher und zuverlässiger Information betreffend die Löhne usw. in den Einwanderungsländen,; für die ärztliche Untersuchung der Auswanderer vor der Abreise, die Vorsorge für gute Reisevcrhöltnisse, den Empfang der Auswanderer in den Ein- Wanderungsländern, und ihre Ueberführung in die Orte, wo sie leben und arbeiten werden. Entschließung 711. Der Kongreß empfiehlt, daß alle Arbeiterorganisationen zu- sammenarbeiten, um für die einwandernden Arbeiter allseitig gleiche Behandlung auf allen der in dem Einwandcrungslande gesetzlich eingeführten Sozialoersicherungen zu wirken. Angesichts der Unter- schied« im Stande der Sozialgesetzgebung der verschiedenen Länder, begrüßt der Kongreß die auf die Vereinheitlichung dieser Gesetze ge- richtete Wirksamkeit des Internationalen Arbeitsamts und empfiehlt die Förderung dieser Bestrebungen sowie die Ausdehnung auf jede Form der Sozialversicherung (Unfallvergütungen. Arbeitslosen-, Kranken-, Invaliditäts-, Alter». und Lebensversicherung. Witwen- und Waisenpenfion). Er tritt ferner dafür ein, daß alles getan wird, um die allgemeine Annahme des Prinzips der gegenseitigen gleichen Behandlung herbeizuführen. Enischiiehung IV. Der Kongreß empfiehlt dem IGB., alle nötigen Borkehrungen zu treffen, um die Organisierung der einwandernden Arbester zu fördern. Im Hinblick auf die gewerkschaftliche Organisation emp- fiehlt der Kongreß ferner: 1. daß von den dem IGB. angeschlossenen Landeszentralen und den Internationalen Berusssekretariaten internationale An- o r d n u n g e n für die sofortige und reibungslose Ueberführung der einwandernden Arbester von den Organisationen ihres Herkunft»- landes in die kompetenten Verbände des Einwanderungslandes ge- troffen werden: 2. daß die Gewerkfchaftszentralen durch Propaganda oller Art dl« Organisationen der einwandernden Arbeiter in den Gewerkschaften fördern, unter der Bedingung, daß aus- ländische Arbeiter nur mst der Zustimmung der Landeszentralen in besonderen Sektionen organisiert werden, und 3. daß die Gewerkschaftszentralen sich bemühen sollen, in bezug aus gewerkschaflliche Leistungen jeder Art den eingewanderten Mit- gliedern eine gleiche Behandlung zuzusichern. Entschließung V. Der Kongreß fordert die Beseitigung aller Beschränkungen des Rechts auf Arbeit für gewisse Arbeiterkategorien, die zur Folge haben, diese Arbester aus der Heimat zu treiben. Auswanderern, deren Staatszugehörigkest aus politischen Gründen nicht fixiert ist, sollen von einer internationalen Kommission Pässe ausgestellt werden. ohne Gnomen von S Slark an. mit Kant- «oABaTSC schakplatte 1 u. 2 Hark.— Teilzahlung gestattet 3 Jahre weltgehende Garantie. Zahnziehen bei Bestellung gratis. Dansleer Straße 1— Zimmer straße 80 naivani I,nl»en»tr. 27/ Charlbg., Schlttteratr. 37 Seide n. Halliselde D.. eisferbta, retas Seid*._ Ddstseide-«.-o-m...... ,«»« aso frflher 4M Besonder* preiswert! Bastseide Z®6 ,s..� reine Beide, doppelt* 'oulara br.u____... 980 früher W« TM«9 Die irefte Hödel ii früher M« 11.00 «r L, Soholtea und 81 reifen, doppelt. 1 dlt breit........... jSia, 90 Besonders preiswert! Chinakrepp 4M Chinakrepp£90 ee. 100 an.............. Jetzt e? 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Die stinber, welche an den diesjährigen Acrienfahrten nach Dahlem teilnehmen, sind bis spätestens Freitag, 2. Juli, beim Sc. nassen Wegner, Rubenssir. 2», Srnossin Lichicnborg. Frccgestr. 77. und Senossin Ziclinski, Peter-Bischer-Sir, 73, zu melden. Beginn der Fahrten: Monlog, 5. Juli, vormittags»lh Uhr. Treffpunkt: Friedenau, staiscreiche. Jungsozialisten, heule, Donnerstag, t. Juli: Genpur Brenzlauer Kcrg: 3 Uhr im Altrrsbeim Danziger Str. 02 wichtizu Mitgliederversammlung. � Grnppe Gharloitcnbnrg: 7'H Uhr im Jugend. beim Rossnenftr, 4 Fortsehung der Aussprache über:„Wo« ist Sozio- lismu«?" Wegen einer dringenden Aussprache ist dos Erscheinen aller Mitglieder unbedingt erfprberlich,— Gruppe Rcutölln II: 8 Ubr im Augrndhcim Schierke- Ecke Ilsestrahe Bortrog:„Die Frau als Mitarbeite» rin in der sozialistischen Bewegung"'. Zungsozialisten. Morgen. Freitag. 2. Juli: Gen»»« Roeben: 7 Uhr im Jugendheim Orthstrahe, Im Ledigenheim am Brunnenploh. Vortrag:„Die sozialistische Gemeinde Wien. Da» Er- icheinen sämtlicher Mitglieder ist unbedingt erforderlich. FrauenveranstaKungen: :. strei» Eharloitcnbnrg. Die AbieUungtleiterinnen«erden ersucht,»r« Dampferfahrlkarten bis spätessrns Sannadend. 3, Zuli, bei drr Kreisleiterir, Meinilestr. l!ö. Gartcnhou« parlcrrr, von 10— ll, 1—8, 6—8 Uhr abzu- rcchncn. 14. strcj» Rrukölln. Freitag, 2. Zuli, 7 Uhr, im Bartribureauu Deckarstr 3 Funkilonärinncnsihung, Dir Dompsrisalirlkarten ssnd zur Abrechnung mit» zubringen. � Arbeitsgemrinschait der Sindersrennde. Gross. Acrlia: Hclserou». stug am 3. und 4. Juli nach stummen. Die Anmeldungen für die Helfersahrt müssen unbedingt heute, Donnerstag. 1. Zuli, abend» tn der Zentrale obgcgebcn werden. Spätere Anmeldungen«innen für Fabrpreisermähigun, nicht mehr berücksichtigt werden. Nachzügler lönnen am Sonntag fahren morgens 6,37 Uhr ad Stettiner Haupt» bahnhof oder 8.30 Uhr ob Etettinrr Borortbahnhof. Sozialistische Arbcitegeweiulchasi fS, bildende stuast. Nächste Zusammen. kunft Sonnabend, 3. Zuli. 41h Uhr, am Bohnhos Eichkam». W»......-�.fw .iWais-leOP�tiS �,50\ J t>o\\en;Nare \ vcalocmlrie�. r-z XMOOT" ... H«n�TeoX)\cV>ß TfikeA Pn, Y � , XA». ifor n0\\Pn�e\.... t«a. r\\\r\!. ca'io------ y-g\r\Q\\en Höften ��®�}nPrevsen ®ffiln�e\sen � S�50 vo\ '''' V W -------- JUBS61 Eröffnung heul« 2 Uhr Die Werkstätten für intelligente Kandbesohlung anter erster fachmanalseher I-ellmt»» Herrensohlen und Absätze Mlr a oa allerbestes Material n. Terarbeltane. banrtstenatat Mb~»W V Damensohlen und Absätze an liaod�cnäht................................................ W«WW Kindersohlen und Absätze � 9 ja handg-enälit................................................"*• � Qualitätsstrümpfe. Dewährte Schuhpfleseartlkel. Zentrale: no.18, Grosse Frankfurter Strosse M. Alexander 0037. Filialen: Kurfürstendamm 203/204. numatek tsao. 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