Nr. 178. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatli 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DesterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Bento- Straße 2. A Freitag, den 2. August 1895. Der Gewerberath Müller von Hannover erwähnt nicht, taß er die Ausnahmen auf grund des§ 10 der Vorschriften gestattete, der ausreichende Ventilationseinrichtung oder einen größeren Luftraum als 7 Rubikmeter für jede Person zur Bedingung macht. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der hartnäckige Widerstand der Industriellen wird vom Gewerberath zu Potsdam noch mit folgenden Erläuterungen erklärt: " In bezug auf die Beseitigung gesundheitsschädlicher Einflüsse lassen die älteren Fabriken noch viel zu wünschen übrig. Hier sind nur geringeFortschritte zur Beseitigung der langjährig gerügten Mängel gemacht. Lüftungseinrichtungen fehlen hier gänzlich. Verwundern kann dies nicht, denn die Besizer solcher veralteten Fabriken sind gewöhnlich starre Vertreter der sogenannten alten guten Zeiten; sie leugnen beharrlich den schädlichen Einfluß staubiger, dunstiger Arbeitsräume auf die Gesundheit der Arbeiter und erklären den Zutritt von frischer Luft und hellem Tageslicht in ihre Fabriken für unnügen, tostspieligen uyu 3." Nun besagt aber die Schlußbestimmung der Bundesraths-| Dies hat hauptsächlich darin seinen Grund, daß die Folgen des Die Berichte der preuhischen Verordnung vom 3. Mai 1888, daß Abweichungen von den Vor- Aufenthalts und namentlich der Arbeit in einer gesundheitsschriften der§§ 2-6( auch über Luftraum) für Anlagen, welche schädlichen Luft nicht so sehr in die Augen springen, als dies bei Gewerbe- Inspektoren für 1894. zur Beit des Grlasses bereits im Betriebe waren, nur für die einem Unfalle an einer Maschine der Fall ist." ersten fünf Jahre nach dem Erlaß dieser BeIV. Die Gesundheitsschädigungen der Arbeiter. ftimmungen von der Landes- Zentralbehörde gestattet werden Die Novelle zur Gewerbe- Ordnung vom 1. Juni 1891, die können. als ein so bedeutender Fortschritt des Arbeiterschutzes gepriesen Diese Frist war also am 9. Mai 1893 ab: wird, hat die Bestimmungen über die Sicherheit der Arbeiter gelaufen! Der vorliegende Bericht bezieht sich aber auf das gegen Gefahr für Leben und Gesundheit" zwar um einige Worte Jahr 1894, in dem also Abweichungen von den Vorschriften des vermehrt, aber den Beamten feine bestimmten Vorschriften Bundesrathes gesetzlich nicht mehr zulässig sind! über dag Maß ihrer Fürsorge gegeben. Nur durch Beschluß des Bundesraths tönnen eingehende Vorschriften erlassen werden, und es sind leider viel zu wenig und nicht genügend fordernde Vorschriften dieser Art bis jetzt in fraft getreten. Die Fabrikation von Phosphorzündhölzern ist damit bedacht, und die Verfügung hat auch den Erfolg ge- Auch hat kein einziger der übrigen preußischen Gewerbehabt, daß die Phosphornekrose, jene furchtbare Knochenzerstörung, beamten solch' Mitleid mit dem Unternehmerthum gehabt, wie vermindert wurde. Auch Bleifarben und Bleizucker der Gewerberath Müller in Hannover, der sich bekanntlich beFabriken unterliegen besonderen Vorschriften, die aber noch nicht flagt, daß die Arbeiter kein Vertrauen zu ihm hätten und die Ja der Kostenpunkt ist es, der den Widerstand der ausreichen, da die Bleikolik noch immer viele Opfer fordert. Für Arbeiterorganisationen ihm feindlich gesinnt wären. Industriellen hervorruft. Im Magdeburger Bericht heißt es Spiegelbeleg Anstalten hat vor Jahren unser Genosse Die Beamten zu Liegniß, Oppeln und Koblenz, die über gerade heraus: Echoenlant nachgewiesen, wie ruinirend das Quecksilber auf die Unsauberkeit und ungenügende Luft in Bigarrenfabriken be„ Einerseits sind die Nachtheile hygienisch bedenklicher EinArbeiter wirkt; infolge dessen sind auch Vorschriften erschienen, richten, melden gleichzeitig, daß sie auf Durchführung der richtungen nicht so in die Augen springend wie die unterlassenen aber nur von Bayern und Preußen( 1889), von den anderen gesetzlichen Bestimmungen drangen. Das Unternehmerthum fann Schußvorrichtungen, andererseits ist aber auch die BeBundesregierungen nicht. Die Erkrankungen verschwanden bei also mit dem Gewerberath Müller in Hannover sehr zu- seitigung gesundheitsschädlicher Einrichtungen nahe und die Folge davon ist, daß jetzt die Fürther Spiegelbeleg frieden sein. in der Regel mit erheblich größeren Kosten ver Anstalten um Aufhebung der lästigen Bestimmungen" Hierbei wollen wir gleich das zutreffende Urtheil erwähnen, bunden als die Herstellung der Schuhvorkehrungen erfordert. petitioniren, weil ja teine Erkrankungen vorfämen! das der Gewerberath zu Oppeln über eine Ursache der in letzter In letzter Linie dürfte auch die Art der Betheiligung der Unter Auch für 3igarrenfabriken giebt es Bundesraths Beit so häufigen Zuwiderhandlungen gegen Schutzgesetze nehmer an der Unfallversicherung ihr Interesse für die UnfallVorschriften; durch diese wird für jede beschäftigte Person nur und Verordnungen fällt. Er weist nach, daß es versicherung rege halten, während das System der Krankenein Minimalluftraum von 7 Kubikmeter bei mindestens 3 Meter die damals drohende Tabaksteuer war, welche veranlaßte, versicherung in vielen Fällen weniger ges Stubenhöhe gefordert, was viel zu wenig ist, da die Hygiene so viel und so billig wie möglich Waare herzustellen, weibliche eignet erscheint, auf die Beseitigung hygienisch für jeden gewöhnlichen Aufenthaltsraum mindestens 15 Kubik- und jugendliche Arbeiter in größerem Umfange heranzuziehen unzulänglicher Einrichtungen hinzuwirken." meter fordert demnach für die mit Staub und Dunst und diese über die gesetzlichen Vorschriften hinaus zu be- Gin vollkommen zutreffendes Urtheil, das besonders interessant geschwängerte Fabrikwerkstatt noch weit mehr fordern müßte. schäftigen. ist, weil es ein grelles Streiflicht auf das bestehende Versiche Aber selbst diese ungenügenden Forderungen werden nicht von" Dies führt zu einer. 3 it viel erzeugung, der, gleichviel rungssystem wirft. Auch hier wird also eine alte Forderung allen Fabrikanten erfüllt, und einige Gewerbe- Inspektoren halten ob die Tabatsteuer angenommen wird oder nicht, unzweifelhaft der Sozialdemokratie indirekt zugestanden, daß nämlich die es immer noch für angebracht, den Unternehmern zu erlauben, ein Rückschlag folgen wird, dessen Nachtheile in Krankenversicherung allein vom Unternehmer getragen werde wie in Räumen, die nicht einmal diese geringen Anforderungen er erster Linie die Arbeiter, weniger die Fabris die Unfallversicherung. Dann wird auch das Unternehmerthum an füllen, arbeiten zu lassen. Auch hier war es besonders der Getanten zu tragen haben werden." feinem Beutel spüren, wie nothwendig es ist, die Werkstätten werberath Müller in Hannover, der sein gutes Herz Dies Ürtheil ist zutreffend; daß es den Beifall des Grafen nicht zu Brutstätten aller Krankheiten zu verwahrlosen, sonfür die Unternehmer offenbarte; er berichtet:„ Es hält ost Posadowsky finden wird, bezweifeln wir. dern mit Schußvorrichtungen gegen Vergiftung durch Staub und schwer, die gesetzlichen Vorschriften in ihrem vollen Umfange Das Bild, das die Aufsichtsbeamten im allgemeinen über die schlechte Luft zu versehen. Gegenwärtig lassen die meisten Andurchzuführen, ohne die oft unbemittelten Ge- Gesundheitsschädigung der Arbeiter in Fabriken entwerfen, ist lagen gar viel zu wünschen übrig, und die sogenannten„ Berufsschäftsinhaber schwer zu schädigen." ein sehr trauriges, und dabei konnten sie durchschnittlich nur den frankheiten" fordern eine große Zahl von Opfern, die vermieden Will die Regierung nicht Mitleid mit diesem so schwer zehnten Theil der vorhandenen Anlagen revidiren! Die Beamten werden könnten, wenn für genügende und frische Luft in den geplagten Gewerberath Müller haben und ihn von seinem Amte fönnten mit weit größerer Sachkenntniß, ihr Urtheil abgeben und Werkstätten gesorgt wäre. So aber muß uns der Beamte zu entfernen? Oder meint sie, er sei wirklich dazu eingesetzt, um Forderungen aufstellen, wenn sie das Handbuch der praktischen Trier vom ,, Staubfieber" melden, an dem besonders zu bedauern, daß er gesetzliche Vorschriften zum Echutz der Ar- Gewerbehygiene" von Dr. H. Albrecht, das seit 1894 erscheint in Hechelräumen für Hanf der Seilerwaaren Fabriken beiter durchführen soll, weil dadurch die Unternehmer Schaden und in diesem Herbst zum Abschluß fommt, durchstudiren würden; die Arbeiter leiden; aus den Zementwerken ertönen leiden? der Berliner Gewerberath hat die Hilfe, die ihm dieses Werk die alten Klagen, aus dem Regierungsbezirk Oppeln gewährt, in seinem Bericht bereits anerkannt. meldet der Bericht, wie das„ 3inthüttensiechthum die Arbeiter verelendet und sie zum Alkoholmißbrauch treibt. ,, E3 erklärt sich aus dem instinktiven Bedürnisse, die mangelhafte Verdanung durch Reizmittel zu heben." Der Beamte für Koblenz ist weniger zartfühlend gegen die armen Unternehmer gewesen und er hat bei den vielen Verstößen, die er in Zigarrenfabriken fand, auch unnachsichtlich auf Aenderung und Bestrafung gedrungen. Herr Gewerberath Müller in Hannover dagegen schreibt:" Für fleinere Zigarrenfabriken sind vielfach Ausnahmen betreffs ter vorgeschriebenen Höhe der Arbeitsräume zugelassen worden." Skizzen[ Nachdruck verboten. aus dem füdamerikanischen Hinterlande. 5 " Auf dem Gebiet der gesundheitsschädlichen Einflüsse bleibt noch ein großes Stück Arbeit zu thun," sagt mit recht der Liegnizer Beamte und fügt die charakteristische Bemerkung hinzu: Diese Arbeit wird dadurch erschwert, daß gerade diesen Bestrebungen von vielen Industrielten hartnäckiger Widerstand entgegengesetzt wird. 20 Co geht es auch den Arbeitern in vielen anderen Berufen! Der Gewerberath stützt sich auf den Bericht des Hüttenarztes; daß Aerzte zur Gewerbe- Inspektion herangezogen werden müssen, Sigingen, daß heißt, er gab einen Daum her, in dem man eigentlich vorstellte. Wenn, wie allgemein bekannt ist, männliche die öffentlichen Vorstellungen vornahm, zu denen man Herzen, die schon ein gewisses reifes Alter erreicht haben, gegen ein Eintrittsgeld von einem Beso Zutritt erhielt. wie zum Beispiel das des Herrn Georg Kramer meist noch Nach diesen zum Verständniß der Sachlage unbedingt heftiger zu schlagen und leidenschaftlicher zu fühlen im stande nothwendigen Erläuterungen kehren wir wieder zu unserem sind als manche junge und jüngste; so that im vorliegenAnfang zurück und befinden uns angesichts der Thatsache, den Falle die glühende Sonne jener Gegenden und der daß infolge der erwähnten spiritistischen Sigung Herr Mangel an heirathsfähigen europäischen Damen das übrige, Schulze einen vollständigen Erfolg einerntete und Herr um in dem Herzen dieses kahlköpfigen Jüngers Georg Kramer sich mit seinem besten Freund erzürnte. des Buddhismus eine üppige Vegetation entfalten " Ich glaube, endlich macht er Ernst," sagte Fräulein zu lassen, die ebenso gut unter dem Aequator hätte Fredegunde zu ihrem Bruder auf dem Nachhauseweg; nach- emporwuchern können als unter dem Wendekreise, wo sie dem sich beide von den Gläubigen verabschiedet hatten. " Ernst.. wer macht Ernst..?" " jetzt Wurzel schlug. Seine Begeisterung machte sich, wie schon erwähnt, darin Luft, daß er die Bande der Freundschaft in so schnöder Weise durchschnitt. Dann wies man ihm am andern Tage in der Bank, in der er den Rechner machte, nach, daß er einen der Unglücklichen, die dort Geld zu entleihen gezwungen waren, statt 48 pCt. Herr Schulze erhob sich und ging mit der ganzen Gesellschaft davon, um im Hause von Fredegunde wieder die der Nachbarschaft unerklärlichen Prozeduren vorzunehmen. Auch hatte er die Genugthuung, daß dank den geeigneten Experimenten der größte Theil der Begleiter sich zu seiner Ansicht bekehrte, und daß die Asuncianer Welt bald davon Kenntniß erhielt, es hätte sich eine spritistisch- buddhistische Gemeinde gebildet. Ja, einige Jünger wurden in kürzester Frist solche Heißsporne, daß sie jedermann, der etwa er" Nun, wer denn sonst als Georg," lächelte verschämt tlärte, es tönnte am Ende doch nur Herrn Schulze eine Fräulein Schulze, ich habe es deutlich bemerkt und verstehe Echraube irgendwo in seinem Gehirn losgegangen sein, mit in Blicken zu lesen.." schlagenden Gründen das Gegentheil bewiesen. In der Das sollte ich meinen und ich finde, daß es ersten Zeit blieb diese Gemeinde abgeschlossen und arbeitete schließlich auch Zeit ist, daß Du unter die Haube kommst." Binsen nur 45/2 pct. in Rechnung gesetzt hatte. Und zu wie ein neuer Freimaurerbund hinter verschlossenen Thüren. Rede nicht so Cesar... es mag sein, daß ich mich guterletzt erstand er fich heimlich in der BuchAber es gelangte ab und ein Lichtblitz aus manchmal in meinen Gefühlen betrogen gesehen habe... handlung der und Herren Fischer Quell einen diesem geistigen Erleuchtungszentrum in die Außen- vielleicht habe ich auch selber dabei bis zu einem gewissen Briefsteller für Liebende beiderlei Geschlechts, um an welt, wenn einer oder der andere Jünger der Maße geirrt.... aber ich fühle es, es ist diesesmal die der Hand desselben seine lebendigen Gefühle in todte neuen Lehre im gewöhnlichen profanen Tagesgespräch es echte, wahre Liebe... eine Liebe, die ich Dir nicht schil- Worte zu bringen; ja man will, und es ist das durch andeutete, welche absonderliche und großartige Vorgänge dern kann... ach dieser Georg findest Du nicht auch, einwandsfreie und durchaus glaubenswürdige Zeugen ersich in dem spiritistisch buddhistischen Tempel abspielten. daß es eine Seele von Mensch ist...?" härtet, wissen, daß er auf längeren Spaziergängen in der Fräulein Fredegunde sollte als Medium geradezu unüber- Herr Cesar Otomar Schulze, obwohl er als Spiritist sandigen Umgebung Asuncions Reime auf die allertrefflich sein, sie ergründete sämmtliche Geheimnisse der Welt, und Buddhaift eigentlich mehr geistig und schwärmerisch ungewöhnlichsten Worte suchte und auch fand, was bei die man nur zu wissen verlangte, und Herr Schulze sollte ideal angehaucht war, begriff in diesem Falle doch mit einem Jüngling von einigen vierzig Jahren, der sich immer mit beinahe absoluter Sicherheit nachweisen können, daß einer rühmenswerthen Geschwindigkeit die Situation und nur der merkantilischen Wissenschaft beflissen hat, ein ebenso Buddha selber in seinem Körper size, und dort eine der nahm sich vor diese mit Aufgebot aller ihm zur Verfügung großes Kunststück ist, als wenn es einem würdigen Domvielen Millionen Verwandlungen durchmache. stehenden Hilfsmitteln zu gunsten von Fräulein Schulze und Hofprediger einfallen und gelingen sollte, einen зи " Schließlich war nach der Ansicht und Meinung des auszunuzen und alles zu thun, um den günstigen Rapport, dreifachen Saltomortale zu schlagen und dabei glücklich zu Leiters und Priesters dieser Gemeinde der Glaube ihrer der zwischen den beiden Herzen augenscheinlich bestand, noch landen. Nach Ueberwindung einiger Schen und unter Mitglieder soweit gestärkt, daß man es wagen konnte, enger zu knüpfen und womöglich den geistigen Knoten zu starkem Herzklopfen, brachte er es auch über sich in das sich auch der Deffentlichkeit zu präsentiren; und auf diese einem physisch- ethischen in Gestalt einer echten und reellen Heiligthum der modernen Pythia zu dringen und ihr Weise wurde Herr Enrique Fina, der Mann mit den vielen Heirath zu machen. Und Herr Georg Kramer schien ihm die in ungeheuchelter Bewunderung darzuthun, welcher Art Unternehmungen auch Unternehmer für spiritistische Sache leichter zu machen, als sich Herr Schulze von Hause die Gefühle waren, die sein Herz bis in die innerste Fasen it auch eine unserer ältesten Forderungen, die nur vorüber- I richtungen nicht und werden sie doch nicht benußen", entkräften der Sozialisten in Frankreich, und der Einmarsch einer gehend einmal erfüllt werden. Der Beamte für Berlin und können." Charlottenburg theilt mit, daß die Messinggießereien französischen Sozialistenarmee. Tritt diese Eventualität" Die Gewerkschaften sind von jeher bestrebt, gerade auf diesem ein, so werden die deutschen Sozialdemokraten ohne Zweifel 3m großen Theile noch in schlecht gelüfteten Stellerräumen be- Gebiete Aufklärung zu schaffen. trieben werden. Der Gewerberath für Ziegnitz erklärt auch: Von den mit ihren französischen Brüdern gemeinsame Sache machen " Jufolge der sehr ungefunden Verhältnisse in vielen dieser einsichtigen Arbeitern wird jede hygienische und das arme Deutsche Reich„ umstürzen". Anlagen soll das, Gießerfieber" feine selten vorkommende Verbesserung der Arbeitsverhältnisse stets Das ist Hoch- und Landesverraths- dolus eventualis, Krankheit sei. Ursachen und Mittel zur Verhütung dieser Krank dantbar anerkannt und gewürdigt." wie er im Buch steht; und sintemalen das Deutsche Neich heit sind noch nicht bekannt. Die Bestrebungen der Einsichtige Arbeiter werden aber auch nicht warten, bis der sich gegen eine solch fürchterliche Eventualität sicher stellen Gewerbe Aufsichtsbeamten sind zur Zeit darauf gerichtet, Gewerbe- Inspektor endlich entdeckt, wie erbärmliche Zustände in muß, ist es nöthig, daß sofort ein- Umsturzgesetz verdie Lüftung dieser Gießereien herbeizuführen." Mehr der Werkstatt herrschen, sondern sie werden mit Hilfe des Gefertigt wird. nicht? Die Lüftung der Kellerlokale wird sicherlich, da es wertschaftskartells die Gewerbe- Aufsichtsbeamten von Kleinbetriebe find, nicht mittels der allein lüftenden Dampfer- folchen Werkstätten benachrichtigen und fordern, daß Abhilfe ge- bewiesen. Der dolus eventualis ist bereits Rechtsgrundsatz Der arme Böttcher! In seinem Eifer hat er zu viel hauftoren erfolgen. Fensteröffnen hat aber nur vorübergehend schaffen wird. Der Kampf zwischen Arbeit und Kapital muß Erfolg und verbietet sich bei faltem windigen Wetter wegen des immer mehr von jenen brutalen Auswüchsen befreit werden, im Reiche des Justiz- Umsturzes, und um uns auf diesen gesundheitsschädlichen Zuges, dem sich der schwitzende Arbeiter welche eine richtig durchgeführte Arbeiterschutz- Gesetzgebung aus teleskopischen, in weiter Ferne liegenden dolus eventualis nicht aussehen darf. Solche Kellerwerkstätten müßten rundweg der Welt schaffen kann. hin zu verurtheilen, braucht es nicht größeren juristischen verboten werden, dann würde auch das Gießerfieber verschwinden, Scharfsinns, als zur Verurtheilung Bading's nöthig war. das nur durch die schädlichen Dünste, die sich in solcher Wert Nur etwas mehr Phantasie ist nöthig- zumal alle statt ansammeln, verursacht wird. ordnungsparteilichen Zeitungsschreiber, und namentlich das Reptil Böttcher selbst, uns gerade jetzt anläßlich der Generalrathswahlen in Frankreich die Vernichtung der französischen Sozialdemokratie bereits als vollendete Thatsache verkündigen. Da das Unternehmerthum im großen ganzen zum Schuße der Gesundheit der Arbeiter freiwillig nichts thut, was Geld foftet, muß der gesetzliche Zwang ein weit durchgreifenderer werden als er jetzt ist, falls etwas Wesentliches zur Abhilfe der Verelendung geschehen soll. Man lese nur, welche standalösen Zustände in bezug auf die Aborte herrschen! Nicht die geringsten Rücksichten auf Gesundheit und Scham werden da genommen, die erbärmfehlten." Die deutsche ist dazu freilich nicht in der Lage, denn sie macht ja halt vor der Hausindustrie- und diese ist es, in welche sich das profitfüchtige Unternehmerthum vor den ihm unbequemen Vorschriften der Schutzgesetze immer mehr flüchtet. Darüber demnächst. Politische Uebersicht. Berlin, 1. August. Bei dieser Gelegenheit eine kleine Anregung. Wäre es nicht ganz zweckmäßig, eine Art Sternwarte zur Entdeckung von sozialistischen Eventualverbrechen und Eventualdolussen anzulegen? Herr Böttcher könnte ja, mit einem neuen amerikanischen Riesenfernrohr bewaffnet, als Direktor der Sternguckanstalt zum Schutze der göttlichen Weltordnung " lichsten Schmugwinkel werden für gerade gut genug gehalten, Das Reichsgerichts- Erkenntniß, durch welches der denn es sind ja nur Arbeiter, nur die Leute, die dem Unter- Bontott für groben Unfug erklärt wird, hat in nehmerthum den Profit schaffen, welche unter der Unsauberfeit weiten Kreisen Aufsehen erregt. Wer aber die bisherige zu leiden haben. Aus dem Regierungsbezirk minden meldet Thätigkeit des Reichsgerichts vor Augen hat, muß angestellt werden. der Beamte sogar: „ Ein älterer Arbeiter starb an den Folgen eines tlang mit früheren Erkenntnissen ist. wissen, daß dieses Erkenntniß vollständig im EinSturzes in eine Abortgrube. Richter find Der Unfall ist Zum Landprogramm Entwurf. Der sozialdemoist Menschendadurch begünstigt worden, daß nicht ein ordnungsdas zuzugeben hatte sogar der Reichs- fratischen Agrarkommission wird es von verschiedenen Seiten mäßiges Sitzbrett, sondern nur ein Holm auf der vorderen gerichts- Anwalt Herr v. Mittelstedt jüngst die Herablassung. zum Vorwurf gemacht, daß sie ihrem Programmentwurf Wand vorhanden war und Scheidewände zwischen den Sigen und Menschen pflegen von dem Mittel"- d. h. der Um keine Begründung beigegeben habe. Eine Bes gebung und Atmosphäre, in der sie leben, beeinflußt zu gründung" würde allerdings wohl einem beträchtlichen Theil So! Nur begünstigt wurde der Unfall durch diese werden, in welchem sie leben. Das Mittel", in welchem der Einwendungen, die bisher erhoben worden sind, vors nichtswürdige Schandwirthschaft des Unternehmers? Nicht verdas Reichsgericht sich befindet, ist aber königlich sächsisch gebeugt haben, indeß, es ist die Frage, ob das von ursacht? Hat fein Staatsanwalt Anklage gegen den Urheber leipzigerischer Regierungs- und Ordnungspartei- National- Nuzen gewesen wäre. Im allgemeinen halten wir persön des Todesfalls, den Unternehmer, wegen fahrlässiger Tödtung er liberalismus. Das Reichsgericht hat neuerdings blos das lich es für besser, daß dem Entwurf keine Begründung hoben? Es ist sehr zu tadeln, daß der Bericht nicht ausführlich angiebt, ob und wie der Unternahmer zur Rechenschaft gezogen wurde. gethan, was sächsische Richter schon seit mehr als beigegeben worden ist, denn das bedingte eine größere Aber was soll man die Privatunternehmer tadeln, wenn sogar einem Jahrzehnt ihm vorgemacht haben. Und daß Selbständigkeit der Kritik. Uebrigens war in der KomBetriebe, die der Königlichen Seehandlung gehören, die Herren Reichsrichter dem Einfluß dieses Mittels" so mission die Rede davon, dem Entwurf„ Motive" beizugeben. sich sträuben, die nothwendigsten Anforderungen an gesunde lange widerstanden haben, spricht eigentlich für eine löbliche In der Kommission befindet sich aber kein einziges Mits Arbeitsräume zu erfüllen?! Die Königliche Seehandlung in Charakterstärke. Die Sachsen sind bekanntlich" helle", und glied, welches Zeit hatte für die sehr schwierige Arbeit, die Preußen ist ein Geld- und Handelsinstitut, das direkt unter dem wir hatten wiederholt Gelegenheit festzustellen, daß sie mit obendrein binnen kurzer Frist hätte beendigt sein müssen. preußischen Finanzministerium steht, von preußischen Beamten ihren genialen Fortschrittsideen nach rückwärts dem übrigen verwaltet wird und dem preußischen Staate ihre Ueberschüsse Deutschland voraus sind, Bei dieser Gelegenheit sei bemerkt, daß die Münchener und abliefert. Der Beamte für Landeshut i. Schl. schreibt:" Es steht zu nicht der Zivilisation, aber doch der Reaktion, die ja einzig alte Programm mißbilligt, und, angesichts der Schwierigkeit an der Spize zwar Post" die Einverleibung der Landprogramm- Punkte in das erwarten, daß es der töniglichen Seehandlung zu Landeshut in ihrer Flachsspinnerei als der ersten Fabrik dieser wahre Staats- und Gesellschaftsordnung ist, marschiren, der zu erörternden Fragen, an eine Vertagung der LandGattung beim derzeitigen Umbau gelingen wird, in den Haspel- mitunter sogar springen. Und der neueste Fall ist nicht programm- Debatte bis zum Parteitag des Jahres 1896 fälen, in der Karderie und in der Vorspinnerei durch Ab- der erste, wo das Reichsgericht vom sächsischen Mittel" be- denkt. Die betreffende Stelle der Münchener Post" lautet: saugung des Staubes an den Entstehungsstellen dem stimmt ward. Wir erinnern an den famosen Chemnitz- Den Aeußerungen der Parteipresse ist zu entnehmen, daß in gesundheitsschädlichen Einflusse des Staubes wirksam zu Freiberger Prozeß aus Anlaß des Kopenhagener den Kreifen der Parteigenossen die Ansichten. über den Programmbegegnen, eine für die Arbeiter erträgliche Atmosphäre darin Kongresses. Damals wollte das Reichsgericht ebenso wenig entwurf sehr, sehr weit auseinander gehen, nach unserer Ansicht zu schaffen und für die anderen großen Spinnereien des Bezirks vorbildlich zu werden. Jedenfalls hat es an e- anbeißen, wie das zunächst in Frage kommende sächsische viel zu weit, um eine baldige Einigung über die einzelnen Punkte mühungen der Gewerbe Aufsicht nach dieser Richtung nicht v. Abeken, der sächsische Justizminister, die famosen mit dem allgemeinen Parteiprogramm und zwar mit rechtLandgericht. Allein zur rechten Zeit entdeckte Herr auch nur möglich erscheinen zu lassen. Vor allem dürfte die Vermengung des Bauernprogramms gefehlt." Aus dem Tone dieses Berichtes geht deutlich hervor, daß konkludenten Handlungen" das würdige auf starte Opposition stoßen. Das allgemeine Programm leidet der Beamte lange genug, eine Verbesserung der ungefunden Zwillingsgeschwister des dolus eventualis; und er wußte seine dadurch, wogegen das Bauernprogramm die praktische, agitatorische Räume forderte und auch jetzt noch nicht weiß, ob die Sucht Entdeckung dem Reichsgericht so plausibel zu machen, daß dieses Wirkung verliert. Dann weist der Entwurf Widersprüche auf, nach Mehrwerth nicht stärker sein wird als die Rücksicht auf die das freisprechende Chemnizer Urtheil aufhob und dem Frei- diese müssen ausgenerzt und die Sprache in demselben präziser Gesundheit der Arbeiter. minister gezeichnete Marschroute zur Verurtheilung vor Berfalle man in Breslau nicht in denfelben Fehler. Das beberger Gericht auss genaueste die von dem sächsischen Justiz- und gemeinverständlicher werden. Kurzum, die Arbeit trägt den Stempel des Ueberhaftens. schrieb. Gachkenntniß und tiefes Studium, und darum hoffen wir, daß schrittene Gebiet ist außerordentlich schwierig, erfordert große das Agrarprogramm auf dem nächsten Parteitag wohl besprochen, aber noch nicht definitiv beschlossen wird. P Daß diese hie und da selber den erforderlichen Einrichtungen nicht das nöthige Verständniß entgegenbringen, ist leider Thatfache und eine Folge des Mangels jeglichen Unterrichts über Gefundheitspflege. Würde die Volksschule nur halb so viel, als sie den Rindern erzählt, wie sie im Himmel felig werden können, lehren, wie sie auf Erden gefund bleiben können, dann würden die Arbeiter auch gegen die Tag für Tag in den Werkstätten ihnen zugemutheten Bergiftungen ganz energisch protestiren. Jetzt benutzt das Unternehmerthum die Unkenntniß der Arbeiter, um jede Ausgabe für den Luxus" gesunder Werkstätten zu sparen. Gegen diese Mißwirthschaft ruft der Beamte für Arnsberg die Arbeiter zu Hilfe! Er schreibt: " Und als seinerzeit die Majorität des Reichstags dafür stimmte, daß das Reichsgericht in Leipzig seinen Sitz haben solle, statt in Berlin, that sie dies, um den obersten Gerichtshof Regierungseinflüssen zu entrücken. " Die unvorsichtige Majorität dachte nicht an das sächsische mittel". Nicht genügend Durchgedachtes und das trifft beim Agrarprogramm Entwurf augenfällig zu- zum Beschluß in das Programm erhoben, könnte der Sozialdemokratie schlimme, sehr schlimme Folgen zeitigen. Die Agrarfrage ist nach unserer festen Ueberzeugung den allermeisten Parteigenoffen viel zu fremd, um über dieselbe jetzt schon ein endgiltiges Urtheil abgeben zu können, darum muthe man denselben aber auch nicht zu, Programmsätzen Kenntniß noch fehlt. Erachte man den jezigen Programmentwurf als beachtenswerthe Grundlage zum ernſten Studium der Frage, prüfe man jeden Satz und verschiebe man die definitive Festsetzung des Programms bis zum Parteitag 1896. Teleskopischer dolus eventualis. Mit der nervösen Thätigkeit einer Wanze im Hochsommer sucht das, als Barlamentarier jegt talt gestellte nationalliberale Bismarck" Es wäre sehr zu wünschen, daß die Arbeiter selbst mehr Reptil Böttcher nach Rezepten zur Vernichtung der zuzustimmen, über deren Tragweite ihnen vorerst die nöthige auf die Wirksamkeit vorhandener Einrichtungen dieser Art be- Sozialdemokraten. Seine neueste Erfindung ist folgende. dacht wären und kleine Unbequemlichkeiten, die ihnen daraus bei Die Sozialdemokraten sind zwar keine Hochverräther und Verrichtung der Arbeit entstehen, im Interesse der Erhaltung ihrer Gesundheit in den Kauf nähmen, jedenfalls aber solche Ein- auch keine Umstürzler im Sinne des Strafgesetes, aber sie richtungen nicht entfernten. Die Aufsichtsbeamten würden dann sind fähig es unter Umständen zu werden( dolus eventualis). besser als jetzt die häufig von Arbeitgebern bei Forderung solcher und es giebt sogar Umstände, unter denen sie es ganz bes Einrichtungen gemachte Einrede, die Arbeiter wollen die Ein- stimmt werden. Und diese Umstände sind: Der Sieg Literarisches. Das Fiasko des Herrn Miquel wird von der " Post" in Abrede gestellt. Wann hätte die" Post" jemals von der Anschauung ausging, daß die eigentliche Lernzeit des Menschen in der Zeit vom 18. bis 30. Jahre läge. Meiner Ueber zeugung nach würde der kindliche Geist allzu sehr mit trockenem Wissensstoff belastet und vor allem dadurch geschädigt, daß man aus ihm sittliche Urtheile hervorlockte, die er seiner geringen Ents wicklung nach gar nicht geben fonnte. Grundtoig's pädagogische Anschauungen find weder neu noch originell motivirt; sein wesentliches Verdienst besteht darin, daß er seine Forderungen nicht allerbeben machten. Bei dieser Gelegenheit, so erzählten die Nachbarinnen von Fräulein Fredegunde, die nothgedrungen durch die dünnen Wände, die man in Paraguay zu haben 3ur Reform des Reichstags- Wahlrechts. Ein Vorschlag pflegt, die ganze Unterhaltung vernehmen mußten, habe Von Hans v. Oppen. Berlin 1895. Verlag von R. Rohde. Fräulein Fredegunde Schulze ihre Stimme in einer so Man fann es einem Amtsvorsteher, der jahraus jahrein liebenswürdig süßen und flötenden Weise zu moduliren den polizeilichen Kleinkampf gegen die Sozialdemokraten geführt verstanden, daß Herr Georg Kramer schwor, daß sein Gegen hat, ohne daß er ihr Abbruch zu thun vermochte, nicht über noch lange keine zwanzig Lenze erlebt haben könne und verargen, wenn es ihm nun endlich einmal gelüftet, für eine privilegirte Minderheit, sondern für das ganze Volk Fräulein Schulze that alles, um ihn in diesem Glauben zu im großen etwas zu vollbringen. Vielleicht glückt's da. aufstellte. Gegenwärtig eristiren in Dänemark 70 Volkshoch bestärken. Sie brachte ihm eigenhändig den Maté, der Jetzt, da feit ben Rönigsberger Kaiserworten des schulen, die jährlich von 5-6000 jungen Leuten, die zum über so glühendheiß war, daß man fich die Bunge vorigen Herbstes die Staatsretter aus der Erde sprießen wie wiegenden Theil Bauernsöhne, Knechte oder Mägde sind, besucht daran in Blasen versengte; und Herr Kramer soll in Spargel nach einem befruchtenden Gewitterregen, jetzt ist noch werden. Spargel nach einem befruchtenden Gewitterregen, jetzt ist noch werden. Da Dänemark nur ca. 2 Millionen Einwohner hat, diefer denkwürdigen Stunde die Kleinigkeit von einigen Beit, die Aufmerksamkeit hoher, höchster und allerhöchster Herr bedeutet das immerhin schon einen erheblichen Prozentsatz der fchaften zu erregen. Der v. Stöller[ hat's vom Landrath zum Bevölkerung. Maili Friberg, eine Dame aus Finnland, giebt vierzig Matés zu sich genommen haben, obwohl die höchste Minister gebracht. Wer weiß, was so ein Amtsvorsteher in dem vorliegenden Schriftchen eine warmherzige und Summe, die selbst den eingeborenen Judianern zu viel zu noch alles erreicht und ermißt. Haust da in schauliche Schilderung dieser Volkshochschulen". Ihr Stil ist sein pflegt und die nur von ganz besonderen Liebhabern einem Vororte Berlins, in Adlershof, der Amtsvorsteher von einer durchsichtigen Klarheit und einer schmucklosen Einfach des Paraguaythee's erreicht wird, vielleicht zwanzig be- Hans v. Oppen, dem wir die neuefte Staatsretter- heit, die um so sympathischer berühren, als die Verfasserin eine tragen mag. Bei dieser Gelegenheit entrollte Herr Georg Broschüre verdanken. Ganz nach bewährten Mustern gearbeitet. Ausländerin ist. Eine andere Dame, die es für nothwendig hält Kramer seine ganze Lebensgeschichte vor Fräulein Schulze. Hätte nichts gegen Staatsstreich, da Deutsches Reich nur Vertrag anzugeben, daß sie in Berlin, W." wohnt, hat dem Büchelchen Er erzählte, ven beklagenden und mitleidsvollen Aus- von Fürsten. Fürsten können einen Vertrag schließen mit neuem eine sogenannte Vorrede vorausgeschickt, deren Zweck dem geWahlrecht, das der rohen Masse Macht zu schaden nimmt. Will wöhnlichen Sterblichen ve orgen bleibt. Oder wollte man etiva rufungen Fredegunde's häufigst unterbrochen, wie er aber zunächst mal Reform des Wahlrechts versuchen. Nur noch beweisen, daß das Deutsch einer Dame aus Berlin W. fich unter als ein Sohn armer Leute durch eisernen Fleiß und Leute über 25 Jahre sollen fünftig wählen.( Früher wählten im Umständen sehr armselig und kümmerlich von demjenigen einer raftlose Arbeit, strengste Redlichkeit und Ünentwegt- Reich also wohl Personen unter 25 Jahren? Sie famofer Dame aus Helsingfors abheben kann? Der Beweis wäre aller heit es endlich zu der Stellung gebracht, die er augen- Renner deutschen Staatsrechts!) Außerdem sollen sie nur dings als gelungen zu bezeichnen. E. S. blicklich bekleide, und schilderte dann vor dem entzückten wählen dürfen, wenn sie im Wahlbezirk, unterstützungsFräulein das Gemälde seiner Zukunft, wie er es sich dachte, berechtigt", also zwei Jahre wohnhaft gewesen sind. in so rosarothen Farben, daß nicht viel gefehlt hätte und unterstützungs- Berechtigung" der Kern des Wahlrechtsdas bringt wirklich nur ein staatsrettender Amtsvorsteher Fräulein Schulze wäre vor freudiger Erregtheit in eine so fertig. Er hofft, diese geniale Reform würde der Sozialdemo- Der Sozialdemokrat, Bentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partet tiefe Ohnmacht gefallen, daß nur Herr Kramer sie daraus tratie die Hälfte ihrer Kerntruppen, die grünen Jungen", hätte erwecken können. Eine große Rolle in diesen Zukunfts- nehmen. Auch über das Sozialistengesetz hat er ein kräftiges plänen spielte dabei die Errichtung einer Seifenfabrit, die Mörtlein zu sagen. War nicht schneidig genug. Statt aus er mit zehn Sozien plante, und bei der alle Leute kaufen gewiesen, hätten die Agitatoren internirt werden müssen. Zwischenwürden; und wo die Seife so theuer und so schlecht werden durch bricht Herr Hans v. D. hin und wieder, einem unwiderwürde wie nirgend wo anders. stehlichen Drange folgend, in eine Jubelhymne über die großen Eigenschaften des jetzt regierenden Hohenzollern und seiner sämmtlichen Vorfahren aus. Recht so, nur so weiter arbeiten, Herr Hans v. D., vielleicht glückt's so. Aber uns kostet es wirklich Mühe, Ihrem ledernen Krimskrams einigen Humor abzugewinnen. Nachdem er durch dieses Geschäft ein Millionär geworden, wollte er sich irgend wo in ein irdisches Paradies zurückziehen und seine Million in absolut sicheren europäischen Papieren anlegen; da, wie er Fräulein Schulze unter dem Siegel der tiefsten Verschwiegenheit vertraute, er wirklich annehmen müsse, daß das paraguaysche Papiergeld in einer gewissen Zeit gar keinen Werth mehr haben würde. ( Fortsetzung folgt.) G. L. Die Maikki Sriberg. Die Volkshochschulen im Norden. Verlag von May A. W. Schulze, Berlin. Die Volkshochschulen" bilden eine skandinavische Spezialität. Ihr Begründer ist der dänische Geistliche Severin Grunotoig, der Eingelaufene Druckschriften. Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 3). Inhalt der Nr. 31: Wochenschau. Bum Agrarprogramm- Entwurf. Der Liberalismus und die Sozialisten in England. Joseph Dietgen's Itterarischer Nachlaß.- Keine Kohlenzieher mehr. Vermischtes. Parteinachrichten. Wieg man uns behandelt. Todtenliste. Literarisches. Preßstimmen zum Agrarprogramm: Aufnahme der Forderungen in das Programm? Berstaatlichung der Grundschulden. Deffentliches Grundeigenthum und ländliche Produktivgenossenschaften. Die Aufhebung der Grundsteuer, Neue Vorschläge. Bon der, enen Jeit"( Stuttgart, J. S. W. Diey' Berlag) ist soeben das 44. Heft des 18. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die idealistische Geschichtsauffassung. Discussion zwischen Jean Jaurès und Paul Lafargue, gehalten im Quartier Latin in einer öffentlichen, von der Gruppe follettivistischer Parifer Studenten einberufenen Versammlung. I. Bortrag von Jean Jaurès. Unseres neuestes Programın. Von Karl Kautsty. Die Arbeiter, und der Wahltampf in England. Zweiter Brief. Von Ed. Bernstein. Notizen: Der Programmvorschlag der Agrarkommission. Bon Edmond und Feuilleton: Germinie Lacerteur. Jules de Goncourt. Ginzig autorisirte Uebersetzung von Emma Adler. ( Fortsetzung.) ein Regierungsfiasto zugegeben? Sie meint gegen den über die Handwerkerkonferenz, wie auch die Vorschläge zu ver- Ider beiden Arbeiter an dem Steinmetzstreit die MilitärVorwärts", es sei nicht richtig, daß der Ueberschuß der Reichs- öffentlichen, die sie in der Konferenz gemacht hat.behörde veranlaßte, diese Arbeiter zur Fahne einzuziehen, finanzen die Nichtberechtigung der 100 Millionen- Automaten ganz abgesehen davon, daß dadurch unter Umständen die GeDer nationalliberale Professor und Gebewiesen habe. Der Reichstag habe ja einige Steuern schichtsschreiber Sybel ist heute den 1. August meinde mit dem Unterhalt der vermuthlich erwerbsunfähigen bewilligt. Aber doch nicht die 100 Millionen, und, nicht 78 Jahre alt gestorben. Von ihm als Politiker Eltern ganz ohne Noth belastet würde, was mit zu erwägen den Automaten"! gilt was wir von seinem Kollegen und Geistesverwandten jedenfalls Pflicht gerade einer Zivilbehörde ist. Wie dem aber neist sagten. Als Geschichtsschreiber hat er die Thiers'sche halten, je mehr sie die Rechte des Arbeiters zu schmälern und auch sei, die herrschenden Klassen Bayerns tönnen sich versichert bestimmten Zendenz zu quetschen, mit mehr Gelehrsamkeit dadurch den Siegeslauf des Sozialismus zu hemmen suchen, um Methode, die Ereignisse in das Prokrustesbett einer aber weniger Darstellungstalent betrieben, als der französische so schneller nur wird die Zahl unserer Anhänger unter der Meister. Seine Geschichte der französischen Revolution ist eine Arbeiterschaft wachsen. Verherrlichung der kontrerevolutionären Monarchien im allge9 " Das Fiasko bleibt. Und das Dilemma bleibt, daß Herr Miquel mehr Steuern verlangt hat als nöthig waren, oder daß er die verlangten Steuern für einen nicht von ihm angegebenen Zweck verlangt hat. Eins oder das andere. Die„ Post" kann wählen. Entenjagd und Bismarckehrung. Unter dieser Nationalliberale Moral. Die„ National Zeitung" meinen und der Theilung Polens im besonderen. Auch Sybel Ueberschrift schreibt die Freis. Zeitung":" Der gegenwärtig in sucht sich zwischen den Hörnern des Dilemmas, auf das Napoleon ebenso trochen, wie vor dem preußischen Junter an den dortigen Oberförster Müller die Bitte, ihm auf dem gehörte zu den Bettelpatrioten, die vor dem Erbseind" Misdroy weilende Reichstags Abgeordnete Dr. Hermes richtete gehörte zu den Bettelpatrioten, die vor dem wir sie gestern gesetzt haben, hindurchzudrücken. Es geht Bismarck. aber nicht. Sie meint, dafür, daß die russische Diplomatie von diesem gepachteten Viehiger See die Ausübung der Jagd an der Ermordung Stambulow's betheiligt sei, habe man Die Post" bringt eine Zuschrift aus Riel, in der darüber geklagt lautete wörtlich: Bureaukratismus am Nord- Ostsee- Kanal. auf Enten gestatten zu wollen. Die Antwort des Oberförsters teinen Beweis. Hatte das biedere Blatt etwa einen Beweis wird, daß die Verwaltung und der Dienst am Kanal nicht nach dafür, daß die deutsche Sozialdemokratie den Dolch handelspolitischen praktisch bewährten Gesichtspunkten, sondern beehre ich mich, auf den gefälligen Antrag vom 28. b. M. ergebenst Euer Hochwohlgeboren Caferio's" geschliffen hatte? nach bestimmter Dienstschablone ausgeübt werden. zu erwidern, daß ich die Erlaubniß zur Entenjagd auf dem Die Zuschrift führt dazu aus: Vießiger See nicht gesonnen bin, zu ertheilen. Deutsches Reich. Die wenigen, den Kanal benutzenden Schiffsführer klagen, Sie haben es mit verschuldet, daß der Reichstag bem Fürsten abgesehen von der Höhe der Gebühren, besonders über Verkehrs- Bismarck nicht gebührend gratulirt hat. Schießen Sie Ihre - Die Arbeitslosen Statistit. erschwerungen, über praktische, zeitraubende und unnöthige Enten bei Bismarckfeinden, in Misdroy sollen Sie keine friegen. Was wir vor Arbeit erfordernde Verwaltungsmaßnahmen. Bestimmte, zieleinigen Tagen schon berichteten, hat sich bestätigt: Die bewußte Einheitlichkeit der Verkehrsregelung wird vermißt; die Mit entsprechender Hochachtung Statistik der Arbeitslosen, welche aus der am 14. Juni Lotsen lassen es an Zuvorkommenheit, die Subalternbeamten an G. Müller, föniglicher Oberförster. Dr. Hermes foll seit langer Zeit nicht so herzlich gelacht dieses Jahres erfolgten Berufs- und Gewerbezählung wohlwollender Handhabung ihrer Instruktionen fehlen. Die haben, wie nach Empfang dieser schnurrigen Ablehnung." gewonnen wird, soll, nach Anordnung des Bundesraths, erst oberen Verwaltungsorgane aber sind für das Publikum unerreichnach Abschluß und in Verbindung mit den Ergebnissen der bei bar. Mit einem Worte gesagt, die Fahrt durch den Kanal ist gestattet zu sein, sich voll und ganz" der Bismarckbegeisterung Es scheint augenblicklich den preußischen Beamten wieder der Volkszählung am 2. Dezember d. J. zu wiederholenden Er- für viele Schiffer eine Fahrt der ergernisse, und mancher hinzugeben. hebung veröffentlicht werden. Diese Anordnung ist getroffen, nimmt sich vor, lieber wieder die alte, gefährlichere, zeitraubende wie es in der offiziösen Mittheilung heißt, um voreilige und Bahn um Stagen zu segeln, als im Kanal und an den Schleusen se gebung. - Geschichte der Reichsversicherungs- Ge= falsche Schlußfolgerungen aus den Ergebnissen der einen Auf- fich zu allen hohen Kosten noch zu ärgern und sich unwirsch be- Dr. Böditer, arbeitet an einem Werk über die Geschichte der Der Präsident des Reichs Versicherungsamts, nahme zu verhüten und den beiden sich ergänzenden Erhebungen handeln zu lassen. Dazu kommt noch, daß trotz der wahrhaft Reichsversicherungs- Gesetzgebung und der entsprechenden Versuche den Charakter der wissenschaftlichen Objektivität zu wahren." bewundernswerthen elektrischen Beleuchtungsanlage längs des in den anderen Staaten.Der Bundesrath ist sehr besorgt. Nur kann kein vernünftiger ganzen Kanals bis jetzt der Kanalverkehr lediglich auf die TagesMensch einsehen, was es den Bundesrath angeht, welche Schluß- stunden beschränkt ist." folgerungen aus einer Statistik gezogen werden. Italien. Gerade Auch geht, wie einer anderen Zuschrift zu entnehmen ist, wenn, wie es oben heißt, der„ Charakter der wissenschaftlichen das Gerücht, die Kanalverwaltung wünsche, im Einklange mit bestimmte Beit" in die Ferien gegangen. Vorher fehte es aber - Die italienische Rammer ist gestern auf unObjektivität" gewahrt werden soll, dann ist das ausgezählte den Tendenzen der kaiserlichen Marineverwaltung, feine allzu noch einen Standal. Den Anlaß bot ein Zeitungsartikel des Material einfach zu bearbeiten und unbekümmert um weitere starte Steigerung der Privatschifffahrt durch den Kanal, strebe Deputirten Colojanni. Das Parlament war darin ein„ ferviles" Rücksichten zu veröffentlichen. Statistiken, die mit der Stimm- vielmehr, den Kanal vorwiegend für marine strategische genannt und die„ Moral" in gewissen füditalienischen Provinzen gabel stimmend gemacht werden, können wir nicht gebrauchen. Operationen frei zu halten. Es ist eine höchst sonderbare, eine zu allen möglichen Verin Zweifel gezogen worden. Es tam zu so heftigem Standal, muthungen Anlaß gebende Maßregel, die da getroffen worden Das Uebergewicht der Großgrundbe.daß die Sigung unterbrochen werden mußte. Schließlich aber ist. Waren die auf die Arbeitslosigkeit bezüglichen Fragen der fiber in Preußen ist eine unbestrittene Thatsache. Am legte sich der Sturm. Bei jeder Gelegenheit tritt die Fäulniß des Haushaltungsliste vom 14. Juni denn so ungeschickt und zweideutig, schlimmsten haben sich die Verhältnisse in dieser Beziehung in offiziellen Italien zu tage. daß sich das auf grund dieser Fragen ermittelte Material absolut der Provinz Posen gestaltet, wo noch eine alte Provinzial- Crispi hat jetzt auf einige Monate Ruhe. Er wird sie nicht verarbeiten läßt? Dann möchten wir den statistischen Geheim- ordnung aus dem Jahre 1824 und die Kreisordnung von 1828 benutzen, um die Spuren seiner Verbrechen möglichst zu verräthen, die unter Leitung des Herrn von Scheel diese Fragebogen Geltung besitzt. Welche Zustände sich in jener Provinz entwickelt wifchen und die Monarchie möglichst fest an seine Rockschöße zu zusammengedoktert haben, nur den Rath geben, wenigstens zu der haben, ersieht man aus nachstehenden Mittheilungen: heften. Bählung vom 1. Dezember- pardon, am 1. erlauben es ja die preußischen Mucker nicht also zu der Zählung vom 2. Dezember ihre Sache besser zu machen und die Auszählung des Arbeitslosenmaterials vom 14. Juni lieber ganz zu unterlassen. Oder ist Die ermittelte Arbeitslosigkeit so folossal, daß man sich scheut, fie öffentlich bekannt zu geben? Zum Kreise Posen- Ost gehören 26 Rittergüter, eine StadtFrankreich. und 68 selbständige Landgemeinden, Gutsbezirke, Kolonien, Forst- Etablissements. Der Gesammtbetrag der veranlagten direkten bedeuten, wie die Petite Republique" mit Recht hervorhebt, Die Generalrathswahlen des vorigen Sonntag Steuern für das Jahr 1895/96 des ganzen Kreises Posen- Ost einen neuen Abschnitt in der inneren Politik Frankreichs. Bum beläuft sich auf 172 917,79 M. Hieran partizipiren die 26 Ritter- ersten Mal haben sich sämmtliche antisozialistigüter mit zusammen nur 29 382 M., die Stadt mit 9503 m., fchen Parteien gegen die Sozialdemokratie ver die Landgemeinden dagegen mit der hohen Summe von 131 674 bindet und zwar so ziemlich im ganzen Land. Die Folge Kreuz Zeitungs- Moral. Der Major 3. D. Mart, die Landgemeinden dagegen mit der hohen Summe von war, daß die Sozialisten allerdings in verschiedenen Kreisen, die Scheibert, der aus der Redaktion der„ Kreuz- Zeitung" aus- 131 674 m., endlich Eisenbahn-, Forst- und Reichs- Militär- fie früher gewonnen hatten, diesmal erlegen sind. Die 3 ahl geschieden war, weil er- als anständiger Mann, wie man fistus zusammen mit zirka 2357 M. Einige Rittergutsbezirkeber Stimmen hat aber fast überall zugenommen. Damals annahm nicht mehr mit dem anrüchig gewordenen sind mit ganz dürftigen Summen zur Einkommensteuer ver- Garette, über dessen Niederlage in Roubaix am meisten von den Hammerstein zusammen arbeiten wollte, entwickelt heute in der anlagt. Es finden sich Beträge von nur 13,20 m., 28 M., Ordnungsparteilern gejubelt wird, erhielt 8708 Stimmen gegen Kreuz- Zeitung" sehr, aber fehr merfwürdige An- 39 M. Im Nachbarkreise Posen- West ist ein Ritterguts 2877 bei der letzten Wahl. Und die Sozialisten hatten diesmal fichten über Moral. Er fritisirt das im Vorwärts" bezirk mit dem kaum glaubhaften Betrage von 6 m. veranlagt eine weit größere Anzahl von Kandidaten aufgestellt, als früher. schon vor einigen Wochen besprochene Buch" Glänzendes und ein anderer Rittergutsbesitzer ist von der Staats- Ein- Sie haben die Lehre der Wahl wohl begriffen- fie lautet: Glend" eines früheren süddeutschen Offiziers, das er natürlich, tommensteuer überhaupt freigelassen worden. Und nun ver Vorbereitung zum Kampf gegen die Koalition alle da es die Echattenseiten des modernen Wilitarismus grell hervor gleichen wir die Stimmberechtigung dieser Herren auf den anderen Parteien und Organisation! hebt, scharf verurtheilt. Er führt in Erwähnung der Offiziers- Kreistagen und auf dem Provinziallandtage mit dem Stimmheirathen die folgende Stelle aus dem Buch an: recht der Stadt- und Landgemeinden. Jeder Rittergutsbefizer " England. Ein Offizier hat ein Verhältniß mit einem Mädchen aus hat auf dem Kreistage Sig und Stimme. Während also in Posenguter Familie, die Beziehungen werden zu intim und ihre Folge Ost 26 Rittergüter, in Posen- West 34 Rittergüter mit je einer Die letten drei Wahlen finden erst nächste Woche ist die Geburt eines Kindes. Der Offizier will dem Mädchen Stimme auf den Kreistagen vertreten sind, haben die Städte auch statt und zwar nicht, wie telegraphisch gemeldet war, in Irland die geraubte Ehre wiedergeben, eine Handlung, die gewiß nur eine Stimme, die gesammten Landgemeinden in jedem und Schottland, sondern auf den abgelegenen Orkney und nur ehrenhaft ist; aber da tritt das Offizierkorps dazwischen Kreise nur je drei Stimmen. Und dabei übertrifft ihre Steuer- Shetland- Inseln, nördlich von Schottland. und sagt: diese ehrenhafte That schließt dich aus unserem Kreise leiftung die der Rittergüter in dem einen Kreise ungefähr um das daß er bis heute noch nicht seine Sprache wiedergefunden hat. Lord Rosebery ist von seiner Niederlage so betrübt, aus. Das ist wiederum eine Erscheinung, die das Bolt nicht 41/ 2fache. versteht, und zwar kann es das um so weniger, als dem Offizier Wer sich übrigens über solche Dinge noch aufregt, der kennt Ein merkwürdiges Zusammentreffen ist es, daß gleichzeitig die Ehre als das höchste gelten sollte." einfach nicht gute preußische Tradition. In Preußen ist es von mit der Zerschmetterung des Liberalismus in England der Und zu dieser vernünftigen Stelle sagt der Herr Major jeher so gewesen, daß die Junker alle Rechte und überall das österreichische Liberalismus vom politischen Schlachtfeld folgendes: große Maul haben, die übrige Menschheit aber die Steuern zu desertirt ist. " Fühlt Verfasser nicht, daß der Offizier, der ein an- bezahlen hat. Das ist so preußische Staatsraison. Der Frländer Daly, welcher in Timerit gewählt ward, fiändiges Mädchen verführt, offiziell nicht goutirt werden kann, sitzt noch im Zuchthaus wegen seiner Betheiligung an der Fenier selbst wenn er es heirathet? Wenn ihm das Verständniß hier fonnte bekanntlich viele Jahre lang fein Verbrecher hingerichtet gefunden und zu lebenslänglichem Zuchthaus verurtheilt, obs - Gegen die Todesstrafe. In Griechenland Berschwörungen. Er wurde 1887 im Befiß von Sprengstoffen für abgeht, ist es bedauerlich. Hoffentlich werden seine lagen werden, weil sich niemand fand, der falten Bluts einen Mit- gleich er das Opfer eines Polizeikomplotts zu sein erklärte Ansichten in der füddeutschen Armee nicht getheilt. Seinem menschen tödten wollte. Etwas Aehnliches ist jetzt in Württemeine Behauptung, die später von Mr. Farndale, dem Leiter Stande Opfer zu bringen, ist eben eine Pflicht des Offiziers." Wo da die laxen Ansichten sind, ist wirklich nicht mehr zweifel- berg geschehen. Dort hat lange Zeit keine Hinrichtung statt der Polizei in Birmingham, wo das angebliche Ver haft: sie sind auf Seite des Herrn Majors 3. D. Scheibert. gefunden, weil der König in der Todesstrafe eine Barbarei er- brechen verübt sein sollte, bestätigt wurde. Die Leute mit gesundem moralischen Gefühl ehren den Mann, blickte. Das ist aber jetzt anders geworden. Solche Sache beschäftigte seinerzeit das Parlament. Daly blieb oder richtiger, sie halten es für selbstverständlich, wenn er das„ Sentimentalitäten" gelten heutzutage nichts mehr, und jüngst aber im Buchthaus, weil die englische Regierung ihre Lockoder richtiger, fie halten es für selbstverständlich, wenn er das wurde zur größeren Ehre des neuen Deutschen Reiches( wohl als spikel nicht preisgeben wollte. Mädchen, das sich ihm hingegeben hat, auch heirathet. und in einer solchen Handlung sieht die Moral des Bolles Theil der Jubiläumsfeier) ein Mensch getöpft. Das ging Buchthäuslers wird nur verhindern, daß der Justiz- und Polizeidie Erfüllung der Pflicht. Der Kreuzzeitungsmann indeß nicht so glatt ab. Der Beobachter" schreibt darüber: skandal weiter vertuscht werden kann. dagegen, mit entschieden frankhaften Die Richter haben sich sämmtlich geweigert, moralischen An Bezüglich Armeniens wird telegraphirt: London, fichten, sieht in einem Difizier der folches thut, dem Atte, bei dem einem Menschen der Kopf durch maschinelle 1. Auguft. Nach einer Meldung des Reuter'schen Bureaus" soll einen Mann, der gegen die Offiziersehre verstößt. Dem Meffervorrichtung von Amts wegen abgetrennt werden sollte, ein neuer Druck auf die Pforte hinsichtlich der armenischen ReOffizier geschieht nichts, er gilt für ehrenhaft", wenn er das anzuwohnen, und es mußten deshalb, da die Vollzugs- formen ausgeübt werden. Man glaubt, daß in fürze eine bes Mädchen im Unglück verläßt; er verstößt aber verordnung die Anwesenheit von zwei Richtern vorschreibt, die friedigende Antwort ergehen wird. Deutschland, England und die Offiziersehre, er er gilt allerdings nur in Kreuz- beiden jüngsten Richter von Aufsichts wegen be- Frankreich feien miteinander im vollsten Einverständniß. Der Beitungstreifen nicht mehr als Gentlemen, wenn er seine ein- stimmt werden. Der Präsident des Schwurgerichts, von Regierungswechsel in England habe nach keiner Richtung die fache menschliche und moralische Pflicht erfüllt. Db in den Plieninger, hatte es hatte es gleichfalls abgelehnt, den Politit Englands in dieser Frage beeinflußt. Offizierkorps solche unwürdigen Grundfäße befolgt werden, wissen Röpfungsaft mit anzusehen. Minister Mittnacht hat auf grund wir nicht. Wir haben aber noch kaum je etwas Empörenderes, seiner persönlichen Eindrücke bei einer Hinrichtung, der er als Unmoralischeres, Unanständigeres gelesen, als in der christ das Köpfen sei ein Vernichten, fein Strafen"; er hat als nach Staatsanwalt beizuwohnen hatte, in einer Publikation erklärt, lichen Kreuz- Zeitung" aus der Feder eines preußischen heriger Justizminister dem Könige niemals eine Hinrichtung Offiziers.empfohlen." tammern ausgesprochen. " Südamerika. Die Wahl des wird gemeldet: Das neue Rabinet ist nunmehr gebildet: Die neue Regierung in Chile. Aus Santiago Recabarren übernahm den Vorsitz und das Portefeuille des Innern; ferner gehören dem Kabinet an Vergara als Minister des Auswärtigen und Enrique Maciver als Finanzminister; Kriegs. minister ist Oberst Ismael Valdis. Ruba. Die Handwertertonferenz, über die wir Aber war es den Gegnern der Köpferei denn nicht möglich, gestern berichteten, ist am Mittwoch geschlossen worden, das greuliche Schauspiel zu verhindern? nachdem erneute Verhandlung über die die HandwerkerMilitaria. Durch friegsgerichtliches Urtheil wurden fammern stattgefunden hatte. Die überwiegende Mehrheit der zwei Unteroffiziere des in Gnefen garnisonirenden 49. InfanterieRommissionsmitglieder hat sich weder von der Güte noch auch Regiments wegen Mißhandlung von Soldaten zu je 2/2 Jahren sehr pretären Lage. Bei den Unzuverlässigkeiten der Nachrichten - Die spanischen Truppen befinden sich in einer nur von der Nothwendigkeit der Handwerkerkammern können und sich daher gegen die Errichtung von Handwerker- Festung, Degradation und Versehung in die zweite Klasse des ist es schwer, sich einen richtigen Begriff von dem Stand der Soldatenstandes verurtheilt. Dinge zu machen. Gewiß sind zwei Thatsachen, da die Nach Das„ Berliner Tageblatt" will übrigens von beftBeim Steinmeistreit in Kelheim in Bayern richten der Rebellen" aus Amerika von den spanischen Nachunterrichteter Seite erfahren in die hat der Bürgermeister amtlich und angeblich im Auf- richten wesentlich bestätigt werden: 1. daß die Spanier abermals Deffentlichkeit gekommenen Mittheilungen über die vertrage des Bezirksamtmanns zwei am Streit be- eine Niederlage erlitten haben, 2. daß mindestens zwei, nach trauliche" Konferenz von Innnungsvertretern, in jeder Beziehung theiligten Arbeitern, die seinerzeit als einzige Er- anderen Nachrichten vier amerikanische Schiffe mit Freischaaren der Zuverlässigkeit entbehren. Insbesondere sind," heißt es, die nährer armer, alter Eltern auf deren Reklamation vom Militär- und Kriegsmunition auf Kuba gelandet find. Aeußerungen der Regierungsvertreter in unsinniger Weise dienst frei tamen, die Zumuthung gemacht, sofort wieder Umfang der spanischen Niederlage gehen die Nachrichten ausentstellt. Offenbar haben die Zünstler ihre Tattit ge- die Arbeit aufzunehmen, anderenfalls ihnen einander. Die amerikanischen Telegramme sprechen von einem ändert und wollen jetzt dadurch, daß sie es so dar- die Einziehung zur Ableistung des Militär- Sedan der Spanier", die spanischen nur von einer ernstlichen ftellen, als ob fie mit der Regierung völlig einig dienstes in Aussicht stehe. Die Kameraden der Schlappe. Fest steht, daß ein Theil der spanischen Truppen zu seien, den Widerstand weiter Bevölkerungskreise gegen die beiden Arbeiter haben diesen daraufhin eine Unterstützung zu den Aufständischen übergegangen ist. Der Anfang des egoistischen Ideen einschläfern. Zur Beruhigung aller inter- kommen laffen, die dem bisherigen Arbeitsverdienst der beiden Endes scheint gekommen. Die Perle der Antillen wird die Krone effirten Kreise sei indeß bemerkt, daß absolut keine Rede davon Arbeiter nicht nachsteht. Spaniens nicht mehr lange schmücken. sein kann, daß die Bünftler die Regierung schon in der Tasche Erheiternd ist, daß der vermuthlich hochpatriotische Herr hätten." Es bleibt dabei, daß an die Einführung des Befähigungs- Bürgermeister durch seine Anordnung den Militärdienst nachweises nicht zu denken ist. Ehe die Ergebnisse der gewissermaßen als eine Strafe hinstellt. Bur Stichproben und die Berichte der nach Desterreich entsandten Sache selbst wäre folgendes zu bemerken: Da dem Arbeiter geGeheimräthe nicht vorliegen, wird eine Entscheidung im Staats- feßlich das Recht zusteht, sich zur Erringung besserer Arbeits- An die Parteigenossen der Provinz Brandenburg! minifterium resp. Bundesrath überhaupt nicht fallen." bedingungen zu vereinigen, worin der Begriff des Streits ein- Genossen! Die unterzeichnete Kommission hat sich in ihrer Unter solchen Umständen wäre es wohl recht gut, wenn sich geschlossen ist, würde es eine Verlegung des Gesetzes voraus: legten Sigung schlüssig gemacht, die diesjährige Rondie Regierung entschließen wollte, sowohl offizielle Protokolle fetzen, wenit die Zivilbehörde wegen der Betheiligung ferenz für die Provinz Brandenburg Sonntag, den Partei- Nachrichten. die Genossen, rechtzeitig alle Vorbereitungen zu treffen, um bei der so wichtigen Berathung des Agrarprogramms eine starke Vertretung der ländlichen Bezirke zu ermöglichen. Die Agitationskommission für die Provinz Brandenburg. J. A.: Karl Dimmick, Elisabeth- Ufer 55, Berlin SO. 15. September in Berlin abzuhalten. A13 Tagesordnung| Beitlohnt in Stücklohn. Die Arbeiterinnen bekamen nun für das schäftigten Lagerhalter und Lagerhalterinnen" zu begründen. ist in Vorschlag gebracht: 1. Berichterstattung der Agitations- Anbringen von Metallschließen an 1 Groß= 144 Stück Korsett- Dieser Verband soll seinen Siz in Leipzig haben. Der Statutentommission; 2. Diskussion; 3. Das Agrarprogramm; 4. An- stäben vier Pfennige. Jedes der 144 Korsettstäbchen ist oben entwurf, der einer allgemeinen Lagerhalterkonferenz zur Be träge. Mittheilung über das Lokal, wo die Zusammenkunft und unten mit einer Schließe zu verfehen; eine fleißige und ge- schlußfassung unterbreitet werden soll, stellt als zu erfirebende stattfindet, und über den Beginn der Sigung 2c. 2c. wird in schickte Arbeiterin fann im Tage höchstens 10 Groß schließen und Ziele die Verkürzung der Arbeitszeit, bessere Gehaltsverhältnisse, nächster Zeit an dieser Stelle gemacht werden. Wir ersuchen verdient mithin täglich 40 Pf. Stellenvermittelung, Gewährung von Rechtsschutz u. s. w. auf. Was einem jungen Mädchen bei 40 Pf. Tagesverdienst übrig Die Diamantschleifer Hanaus haben in einer start be bleibt, um nicht im buchstäblichen Sinne des Wortes zu versuchten Versammlung beschlossen, in allen Geschäften zu kündigen, hungern, braucht nicht näher ausgeführt zu werden. Unternicht der von ihnen aufgestellte Tarif anerkannt wird. Die nehmer, die solche Löhne zahlen, müßten selbst von der bürgermeisten Geschäfte haben die Annahme des Tarifs für den Fall lichen Gesellschaft mit Schimpf und Schande ausgestoßen werden, Eine Konferenz für den Wahlkreis Ruppin Zemplin wenn sie sich nicht bei der Jagd nach dem rollenden Gold schon zugesagt, daß ihn auch die anderen bezahlen müßten. Wiener Malerstreik. Bis jetzt haben 46 Meister bewilligt. wird Sonntag den 18. Auguft. vormittags 10 Uhr, in Berlin, längst des letzten Restes von Scham entledigt hätten. Ackerstr. 145, im Lokale des Herrn Wiyel abgehalten. Auf der Eine neue Sorte von Kinder- Ausbeutung wird durch Im Streit stehen noch 550 Gehilfen. Die Angaben bürgerlicher Tagesordnung steht: 1. Bericht des Kreisvertrauensmannes und einen Grlaß der Amtshauptmannschaft in Freiberg i. S. be- Blätter, wonach weit weniger Gehilfen an dem Ausstand beder Revisoren. 2. Bericht der Vertrauenspersonen der einzelnen fannt. Es heißt darin: Die königliche Amtshauptmannschaft theiligt sein sollen, gehören, wie die Arbeiter Zeitung" fagt, Bezirke. 3. Die Provinzialfonferenz und der allgemeine Partei- hat wiederholt wahrgenommen, daß die mit Steineschlagen selbstverständlich in den Bereich der gewohnheitsmäßigen tag und Stellung zum Agrarprogramm. 4. Wahl der Delegirten auf den Kommunikationswegen beschäftigten Kinder Tendenzlügen der Wiener Schundpresse." zur Provinzialfonferenz und zum Parteitag. 5. Ünfere in den meisten Fällen einer Schutzbrille entbehrten. Ist schon An8 Carmang in Frankreich wird telegraphirt: Die Presse. 6. Wie gestalten wir in Zukunft unsere Agitation? an sich die Ausnutzung der kindlichen Kraft zu dieser Arbeit hiesigen Glashüttenarbeiter sind in den Ausstand eingetreten, weil 7. Wahl des Kreis Vertrauensmannes. 8. Verschiedenes. Die nicht gut zu heißen, so ist es jedenfalls völlig under Arbeiter Baudot, der in der Fabrik gefehlt hatte, um für Konferenz dauert nur einen Tag, darum ist es Pflicht jedes Dele- zulässig, daß die Kinder ohne Anwendung von seine Kandidatur zum Arrondissementsrathe zu wirken, entlassen Die worden war. Man erwartet die Ankunft des Deputirten girten, pünktlich zu erscheinen. Parteigenossen! Angesichts der Schuh brillen zum Steineschlagen verwendet werden. über unsere Erfolge vor Wuth fast berstenden reaktionären tönigliche Amtshauptmannschaft sieht sich daher veranlaßt, für Jaurès. Der Ausstand wird vermuthlich von längerer Parteien, denen kein Mittel zu schlecht ist, um uns zu ver- ihren gesammten Verwaltungsbezirk einschließlich des Bezirks Dauer sein. dächtigen und zu verfolgen, ist es nothwendig, daß die Konferenz der Delegation Eayda- hiermit anzuordnen, daß jedes Kind, zahlreich besucht wird, damit Mittel und Wege gefunden werden sobald es zum Steineschlagen verwendet wird, stets mit einer können, den elenden Machenschaften der Gegner mit Erfolg sicheren Schutzbrille versehen sein muß. Außerdem ist die entgegenzutreten. Gendarmerie angewiesen worden, jedes ohne Schuhbrille betroffene Kind sofort von seinem Arbeitsplaße wegzuweisen." In Braunschweig ertheilte eine von zirka 1800 Personen besuchte Volksversammlung der Boykottkommission einstimmig die erbetene Vollmacht, unter annehmbaren Bedingungen den Boykott aufheben zu können, ohne nochmals eine Voltsversammlung darum befragen zu müssen. Damit ist der gestern erwähnte Wunsch des Brauereibesizer Vereins erfüllt und es ist anzunehmen, daß es nun zu einer Einigung kommt. Nach Er ledigung dieser Sache hielt Reichstags- Abgeordneter Albert Schmidt aus Magdeburg einen wirksamen Vortrag über das Thema:„ Der Kampf gegen das allgemeine Wahlrecht, unter Berücksichtigung der Beschlüsse des Reichstags." Aus den Parteiorganisationen. Die Mitgliederzahl des Wahlvereins in Schweinfurt in Bayern ist im letzten Verwaltungsjahr von 45 auf 110 gestiegen. Die Einnahmen be trugen 226,17 M., die Ausgaben 153,55 M. Todtenliste der Partei. In Waldenburg in Sachfen ist am 27. Juli der Parteigenosse Albrecht Lindner nach schwerem Leiden gestorben. Er war für den Sozialismus uner müdlich thätig. In Dresden hat im Alter von über 80 Jahren der Schuhmachermeister Ludwig Leuteris, einer der bravsten Parteigenossen, die Augen für immer geschlossen. Seit Beginn der Arbeiterbewegung hielt er treu und innig zur Sache des Proletariats, und in feiner Stunde seines mühereichen Lebens hat er der Pflichten vergessen, die der Sozialismus von seinen Bekennern erheischt. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Groben Unfug" soll auch der Redakteur der Voltsstimme" in Frankfurt a. M., G. Meier, burch Veröffentlichung von Aufforderungen zum Boykott der Aktienbrauerei vorm. Messerschmitt in Homburg v. d. H. be gangen haben. Er ist zum 22. August vor das Schöffengericht zitirt. Ein anderer Prozeß wegen groben Unfugs" schwebt, wie schon berichtet worden ist, gegen denselben Parteigenossen, weil er in einer Freidenferversammlung ein Hoch auf die ,, internationale, revolutionäre Sozialdemokratie" ausbrachte. Soziale Meberlicht. zu Versammlungen. Die Ethische Gesellschaft hörte in ihrer letzten General versammlung ein Referat des Genossen Hansen über: NaturIn Duderstadt auf dem katholischen Eichsfelde, einem der wissenschaft und Ethik. Nach dem Vortrag gab sodann der finstersten Winkel des bekanntlich ohnehin nicht übermäßig Rendant und der Kassirer den Kassenbericht. Der Rendant hatte sonnigen Deutschen Reichs, besteht ein katholischer Verein, dessen einen alten Bestand von 117,64 M. und eine Ausgabe von Mitglieder sich ihrer Selbstbestimmung mit einer Gründlichkeit 95,95 M., bleibt Bestand 21,69 M. Der Kassirer verfügte über begeben haben, die selbst den Neid manches deutschen Ministers einen alten Bestand von 82,75 M. und erzielte eine Einnahme der Jehtzeit erregen dürfte. Die Mitglieder haben, wie man uns von 201,40 M. Nach Abzug der Ausgabe von 285,35 M. bleibt schreibt, z. B. nicht das Recht, den Vorsitzenden zu wählen, ein Bestand von 25,80 M. Hierauf wurde in die Ergänzungssondern diesen bestimmt der Herr Stadtpfarrer. Bisher war's wahl zum Vorstand eingetreten. Es wurden gewählt: Jäſchke immer ein Kaplan, auf den der Herr Pfarrer fein frommes Auge als 1. Kassirer, Hirschmann und Kruse als Hilfskaffirer, Fehling, lenkte. Auch in Beziehung auf die übrigen Vorstandsmitglieder Birnbaumer und Tormeyer als Ordner. Außerdem wurde bes fann von wirklichem Selbstbestimmungsrecht der Mitglieder keine schloffen, im Oktober das Stiftungsfest bei Cohn, Beuthstr. 20, Rede sein, denn fie find nur befugt, aus der doppelten abzuhalten. Die Bibliothek der Gesellschaft befindet sich bei Bahl der vom alten Vorstand vorgeschlagenen Kandidaten Gärtner, Molfenstr. 12, am Moltenmarkt, und ist geöffnet fich die ihnen so leidlich genehmen Herren herauszusuchen. Sonnabend abends von 9-10 Uhr. Nun etwas aus der Geschichte des Vereins. Nachdem er sich gebildet hatte, bekam er eine blau- weiße Zuchfahne geschenkt. Der Verein hat sich aber an der Frohnleichnams- und Laurentiusprozession mit zu betheiligen, dazu war die Fahne zu schlecht; es mußte also eine toftbare Fahne angeschafft werden. In einer Versammlung des Vereins wurde um Geld angehalten und denn auch eine neue Fahne bestellt, die die Kleinigkeit von 2400 M. foftete. Da kam ein neuer Stadtpfarrer; diesem gefiel die nene Fahne nicht. Wieder wurde um Geld angehalten und eine andere Fahne zum Preise von 1200 M. bestellt. Als sie fertig war, wurde sie zur Pfarrfirche gebracht, geweiht und dann dort gelassen, denn sie soll zu den Prozessionen dienen. Stirbt aber ein Mitglied des Vereins, so ist die blau- weiße Fahne gut genug, um bei dem Begräbniß im Zuge geführt zu werden. Kürzlich war der Klingelbeutel unter den Mitgliedern wieder auf der Wanderschaft, weil dem Herrn Vereinsvorsitzenden ein Geschenk zum Namenstag gemacht werden sollte. Die freie Vereinigung der Militär- Mühenmacher bes schäftigte sich in ihrer Versammlung am 27. Juli mit der Negelung geschäftlicher Angelegenheiten. Nach der Abrechnung, die vom Rassirer verlesen wurde, verfügt der Verein über einen Kassenbestand von 127,40 M. Der Vorstand setzt sich nach voll3ogener Wahl wie folgt zusammen: Leue, erster, Beisse, zweiter Vorsitzender; Hoffmann, erster, Karn, zweiter Kassirer; Wiegand, erster, Gasse, zweiter Schriftführer; Niesel, Beifizer; Schwarzen berg, Ebert und Hofer, Revisoren. Die Aenderung der Statuten übertrug man einer Rommission zur Vorberathung. Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hatte am 27. Juli eine Versammlung einberufen, in der Genosse Mattutat einen recht beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Bei Besprechung der Vereinsangelegenheiten wurde den Mitgliedern bekannt gegeben, daß in der Werkstatt von Julius Pfaff ein größerer Abzug stattgefunden hat. Die Angelegenheit wurde der Werkstatt- Kontrollkommission überwiesen. Die Wenn nun der Herr Kommissarius, Stadtpfarrer und Probst Rudolf Bank in Duderstadt in einer Zentrumsversammlung den Arbeitern zurief:„ Behaltet Euer Geld in der Tasche, wendet Eure Groschen nicht den Sozialdemokraten zu!", so wird er es Genosse Mäther in einem Vortrage, den er am Mittwoch Das Agitations. nud Unterstützungswesen behandelte uns sicher nicht übel nehmen können, wenn wir unter Beziehung auf Abend bei den Klempnern hielt. Seine Ausführungen den katholischen Verein in Tuderstadt die katholischen Arbeiter auss eindringlichste ermahnen, ihre sauer verdienten Groschen gipfelten in der Mahnung an die Anwesenden, der Organisation unter feinen Umständen den unter geistlicher Diktatur stehenden den nöthigen Rückhalt zu geben. In der Diskussion kam der Vereinen zufließen zu lassen, wo das Geld für Zwecke verpulvert Vertrieb der Marken zum öffentlichen Fonds der Metallarbeiter wird, die sogar mit der Religion theils gar keinen, theils nur zur Sprache; es wurde anerkannt, daß die Klempner in Ein Refonvaleszentenheim für Schleswig Holstein 8 äußerlichen Busammenhang haben. dieser Hinsicht bisher sehr wenig geleistet hätten. Kollegen verpflichten sich, so hieß es in der angenommenen gründen wurde auf dem am 28. Juli in Neumünster abgehaltenen äußerlichen Zusammenhang haben. Resolution, in allen Werkstätten Vertrauensmänner ju Ortstrantentassen Verband des Regierungsbezirks ernennen, welche sich mit dem Kollegen Köhler in Verbindung zu Schleswig beschlossen. In diesem Heim sollen von sämmtlichen sehen haben. Der Vertrauensmann der Klempner wird beauftragt, Krankenkassen der Provinz Mitglieder Aufnahme finden. Die nothwendigen Gelder hofft man bei der Alters- und InvaliditätsDie Verhandlungen, welche der Ausschuß der Berliner überall Werkstätten- Bersammlungen einzuberufen, wo Vertrauens. versicherung, bei den Kommunen und bei Privaten aufzubringen. Gewertschaftskommission mit den Herren Dewitt und Herz zwecke leute nicht vorhanden sind, sowie regelmäßige Konferenzen der Werkstatt- Vertrauenslente abzuhalten. Die Entlassung eines Ein Vertreter der Invaliditätsversicherung gab die Erklärung Beilegung des Streits in der genannten Fabrit am Sonnabend Arbeiters bei Förster u. Delfourt wurde lebhaft diskutirt. Man ab, daß diese Versicherungsbehörde auf ihre Kosten sämmtliche hatte, sind gescheitert. Die Geschäftsinhaber wollten sich nicht betonte, daß der Mitinhaber der Firma, Herr Förster, als er Lungenkranke, bei denen noch Hoffnung auf Heilung vorhanden damit einverstanden erklären, daß, falls bei einer neuen Stücklohn noch im Arbeitsverhältniß stand, als Anarchist galt und lie ist, nach dem Sanatorium in St. Andreasberg im Harz und arbeit keine Einigkeit zwischen Arbeitern und Unternehmern heranderswohin sendet und daß das Krankengeld unter den zurückzustellen ist, die Arbeit im Lohn angefertigt wird. Ferner Arbeiterinteressen" jederzeit im Munde führte. bleibenden Familienmitgliedern vertheilt. In Bochum sind drei Arbeiter im Dienste des Kapitals auf furchtbare Weise zu Schaden gekommen. Wie der Kölnischen Boltszeitung" von dort gemeldet wird, erlitt auf dem Bochumer Verein am Donnerstag ein Hochofen einen Bruch. Durch die ausfließenden Eisenmassen wurden drei Arbeiter schwer und vier leicht verletzt. Gewerkschaftliches. lehnte er es ab, die Streifenden einzustellen und die Streifbrecher zu entlassen. Der Streit nimmt somit seinen Fortgang. Die Ausständigen hoffen in kürzester Zeit den Sieg zu erringen. Achtung, Bildhauer! Die Differenzen in der Bildhauerei des Herrn Tischlermeisters Fahn tow, Berlin, Wasserthorstraße, sind beigelegt. Nachdem fünf Gehilfen die Arbeit eingestellt hatten, war es dem betreffenden Meister gelungen, Arbeitskräfte durch die Meistervereinigung und den Gewerkverein der Bildhauer zu erhalten. Die betreffenden erklärten sich aber nach Darlegung des Sachverhalts mit den Ausständigen solidarisch, worauf der Fabrikant die Lohnarbeit bewilligte. Die Kommission. Der Die Einführung der Arbeitslosen Unterstützung im Sattler gewerbe beschäftigte am 31. Juli eine öffentliche Sattlerversammlung in Cohn's großem Saal. Referent, Pörsch e I, fonstatirte an der Hand statistischen Zahlenmaterials einen steten Rückgang der Bahl der gewerkschaftlich Organisirten, welche trotz eifrigster Agitation nennenswerth zu erhöhen nicht möglich sei. Nicht einmal die gegenwärtig günstige Konjunktur int Sattlergewerbe hat eine Hebung der Wiederimpfung ausländischer Arbeiter. Nach einer den Landräthen des Bezirks Breslau mitgetheilten Verfügung dürfen Mitgliederzahl des Verbandes der Sattler ermöglicht. Die des Vortragerden ging dahin, da die russisch polnische oder ga lizische Arbeiter nur dann Meinung Massen durch ein geistiges Band nicht zusammenzubringen sind, zur Arbeit im Bezirk Breslau zugelaffen werden, wenn sie glaubdieselben durch ein materielles Band zusammenzuhalten. Gr haft nachweisen, daß sie in den letzten zehn Jahren mit Erfolg An die Zimmerer Berlins und der Umgegend! Seit brachte hierzu die Unterstützung der Arbeitslosen in Vorschlag, geimpft worden sind. Die bereits im Bezirk Breslau befindlichen Arbeiter jener Länder müssen sich, wenn sie diesen Nachweis nicht stand, um sich gegen die fortgesetzten Lohnabzüge, die von den Verbandsmitglieder prinzipielle Gegner derselben feien. Dem mehreren Wochen befinden sich die Zimmerer in Halle im Aus die er außerhalb des Verbandes zu regeln gedachte, da viele herbeischaffen können, der Impfung unterziehen. Die Unter- Unternehmern systematisch getrieben werden, aufzulehnen. Am eventuell zu gründenden Unterſtügungsverein für Arbeitslose nehmer, bei denen sie beschäftigt sind, haben dafür Sorge 31 28. Juli hat in Berlin eine öffentliche Versammlung unserer folle es Hauptaufgabe sein, seine Mitglieder zum Beitritt des tragen. Die Verfügung ist ergangen, um der Einschleppung der Berufsgenossen beschlossen, die Streifenden nach Kräften zu unter Verbandes zu verpflichten. In ausführlichen Darstellungen echten Poden vorzubeugen. Warum sorgt denn aber unser stützen. Zu diesem Zwecke find nunmehr Liften verausgabt, die bemühte sich der Referent, die Anwesenden für seine Idee zu so fostspieliger Diplomatenstab nicht dafür, daß Rußland und bei folgenden Hilfskaffirern zu haben sind: Mileny, Grüner gewinnen, fand jedoch in der ausgedehnten Diskussion meist ein Desterreich durch genügende sanitäre Maßregeln Deutschland end Weg 67; Behrends, Friesenstr. 10; Juppenlay, Stephanfir 49; ablehnendes Verhalten, so daß die wenigen Versammelten überlich von der ewigen Sorge befreien, seine Landeskinder durch die Schäffer, Schulstr. 56; Hoff, Swinemünderstr. 69; Klewe, Schlie- haupt zu einem Resultat nicht gelangten. Cholera, die Pocken und andere Spezialitäten der lüderlichen mannstraße 6; Obsi, Schöneberg, Grunewaldstr. 110; Seiß, Sassenbach die Anwesenden um baldige Einlieferung der Wirthschaft des Dftens dezimirt zu sehen? Echöneberg, Groß- Görschenstr. 2; Metzner, Charlottenburg, Wall- noch im Umlauf befindlichen Listen, gleichviel welche Beträge Aus Strasburg in der Uckermark wird uns geschrieben, firaße 63; Susche, Weißenfee, Gustav Adolfftr. 14; Ablert, Stegliß, darauf gezeichnet sind. daß in dieser Gegend viele Gutsbesitzer schon feine dortigen Albrechtstr. 9. Zu gleicher Zeit werden die Inhaber der SammelArbeiter mehr bekommen, sondern sich Arbeitskräfte durch Agenten listen der Zimmerer Nürnbergs ersucht, dieselben abzuliefern, Die Liste aus Berlin und Posen besorgen lassen müssen. Den fremden damit die Abrechnung fertiggestellt werden fanu. wenn sie einige Wochen gearbeitet hätten, liefen sie gewöhnlich beten, diefelbe bei dem Unterzeichneten abzuliejern. Der VerDie streifenden Maurer in Halle n. S. lehnten in einer Versammlung das Angebot der Innung ab, die nur 37 Pfennig Mindestlohn pro Stunde bewilligen will, und beschlossen gegen 6 Stimmen, auf der Forderung von 40 Pfennig Stundenlohn zu beharren. Am Schluß ersuchte Merseburg, 1. Auguft. Der Gastwirth Gentsch, welcher im bedrohte, wurde von seinem Stiefsohn Emil Gelfert erstochen. Der letztere stellte sich selbst der Polizei. Frankfurt a. M., 1. August.( B. H.) Die„ Frankf. Zeitung" meldet aus Basel: Die Direktion der Zentral- Eisenbahn hat den Eisenbahnarbeitern 17 pet. Lohnerhöhung zugebilligt, welches Entgegenkommen die Arbeiter alzeptirten. Warschau, 1. Auguft.( B.$.) Die Stadt Grajewo wurde von einer furchtbaren Feuersbrunst heimgesucht. Ueber 100 Häuser find niedergebrannt. Unter den Obdachlosen herrscht das größte Elend. Arbeitern würden allerhand schöne Versprechungen gemacht, aber Nr. 221 ift verloren gegangen, der eventuelle Finder wird ge- Depeschen und lehte Nachrichten. abgerissen davon; bis zu Martini, wo der Lohn ausgezahlt werde, trauensmann der Zimmerer: Theodor Fischer, Danziger: Delirium seine Ehefrau und seine Stieftochter mit einem Beil hielten nur wenige aus. Vom Lohn würde meist noch der Betrag straße 83. abgezogen, den der Agent für seine Bemühungen verlange und der fich pro Kopf auf 10-12 M. belaufe. Auch über äußerst brutale Mißhandlung eines Arbeiters und zwar eines Rutschers durch den Juspektor wird in unserer zuschrift berichtet. In der Strasburger Gegend käme alle Augenblicke so etwas vor. Kurz, die Buschrift bietet das gewöhnliche Bild des LandarbeiterDaseins: harte Arbeit, ungenügende Lebenshaltung, ungebührliche Ju Kronenberg bei Elberfeld haben die Arbeiter in der Behandlung. Es ist daher ganz natürlich, daß die Herren Schloßfabrit von Rubens wegen Lohndifferenzen die Arbeit einAgrarier nur noch schwer heimische Landarbeiter bekommen, und gestellt. daß selbst die herbeigeholten polnischen Arbeiter aufsässig zu werden Ein Ausstand der Feilenhauer steht in Erfurt bevor, Brüffel, 1. August.( B. H.) Die Blättermeldung, daß beginnen. Man braucht kein Prophet zu sein, um vorauszusehen, daß Deutschland wegen der von der Regierung festgesetzten Bolltarife die Zeit nicht fern ist, wo die Agrarier, diefe patentirten Stüken weshalb bis auf weiteres Zuzug zu vermeiden ist. des Teutschthums", den Import von Kulis gewerbsmäßig be- Den Eisendrehern in der Gasmotoren Fabrit Repreffalien üben werde, hat in hiesigen Handelskreisen große betreiben werden, um die durch Zölle und Steuererlasse ohnehin vorm. Morik Hille in Dresden, Eisenstuckstraße, find Erregung hervorgerufen. Brüssel, 1. Auguft.( W. T. B.) Die Repräsentantenkammer gesteigerte Grundrente auf ihrem tünstlichen Stande zu erhalten von verschiedenen Arbeiten Abzüge bis zu 15 pGt. gemacht nahm heute den Schluß der Generaldebatte über das Schulgesetz worden, weshalb 8 Arbeiter aufhörten. Weitere ArbeitsJu unerhört schändlicher Weise wird die Frauenarbeit niederlegungen stehen in Aussicht. Zuzug ist deshalb zu unter- an. Die Abstimmung geschah durch Erheben von den Sißen Madrid, 1. Auguft.( B. H.) Am 12. d. M. wird die in einer korsettschließen Fabrit in Bodenheim lassen. bei Frankfurt a. M. ausgebeutet. Wie die Gleichheit" berichtet, Die Lagerhalter fächsischer Konsumvereine beschlossen Ueberfahrt der Unterstützungstruppen nach Kuba erfolgen, wodurch Verband der fich die Stärke der spanischen Armee auf Kuba auf nunmehr suchte der Unternehmer bei Gründung der Fabrit junge Ar- in einer Zusammenkunft in Leipzig, einen beiterinnen zu 1 M. Tagelohn. Bald darauf verwandelte er den Einzelmitglieder der in Konsum- und ähnlichen Vereinen be- 76 300 Mann erhöht. Verantwortlicher Redakteur: Mag Pfund in Halensee. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. oder gar noch zu erhöhen. " " bezw. Sigenbleiben. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 178. Freitag, den 2. August 1895. liegt, wenn in Anwesenheit ihrer Vertreter die Begründung der gefällten Urtheile, die ja nur kurz sein brauchte, lediglich unter lassen wird, weil die Parteien nicht vertreten find. 12. Jahrg. Ein flares Bild von den Resultaten dieser öffentlichen Rechtsprechung| zeige der angeblich falschen Aussage gegen den Heinze, den Amtsdurch die Presse, die berufsmäßige Vertreterin der Deffentlichkeit, vorsteher Schulze zu Französisch Buchholz und den Knecht Käding Majestätsbeleidigungs- Prozek. zu bekommen. Hoffentlich genügt unser Hinweis auf das er ebenda, ein. Am 4. Juli 1895 erging darauf nachfolgender Wegen Majestätsbeleidigung stand der Schloffer wähnte öffentliche Bedürfniß, um Abhilfe zu schaffen. Es sei Bescheid: Auf die am 28. Mai 1894 bei dem Herrn Ersten Liesegang am Mittwoch zum zweiten Male vor der Straf- nur noch daran erinnert, welche Nichtachtung der Presse darin Staatsanwalt des tönigl. Landgerichts II eingereichte, am fammer des Landgerichts II, nachdem das Reichsgericht ein 25. Juni d. J. an mich zum zuständigen Befinden abgegebene Urtheil desselben Landgerichts, das ihn mit zwei Monaten GeAnzeige wider den Knecht Justus Käding, den Amtsvorsteher Schulze fängniß bestrafte, aufgehoben hatte. Liesegang war im Jahre in Französisch- Buchholz und den Gendarm Heinze wegen Mein 1894 in dem fönigl. Feuerwerks- Laboratorium in Die Geschäftslage der Berliner Konfektion für Herren habe. Der Erste Staatsanwalt am Landgericht I. Von dem eides benachrichtige ich Sie, daß ich das Verfahren eingestellt Spandau beschäftigt. Dort arbeitete auch als Schreiber und bekleidung, welche bereits im Jahre 1898 als ungünstig ge- Oberst und Brigadier der dritten Gendarmeriebrigade, v. Kalks Hilfsauffeher ein gewisser Richter, der übrigens inzwischen zum schildert war, hat sich im Jahre 1894 noch weiter verschlechtert. Oberst und Brigadier der dritten Gendarmeriebrigade, v. KalkSchuhmann in Charlottenburg avancirt ist. Als Das Sommergefchäft fiel, wie in dem soeben von den Aeltesten reuth, wurde G. unterm 5. Juni dieses Jahres benach2. im Mai 1894 1894 mit anderen Arbeitern wurde, äußerte er sich vor seinen Rollegen unmuthig über Handel und Industrie zu lesen steht, infolge der un: gänzlich unbegründet zurückgewiesen wird". Inzwischen war entlaffen der Berliner Kaufmannschaft ausgegebenen Jahresbericht für 1894 richtigt, daß die Anzeige, welche von der Staatsanwaltschaft an das Kommando abgegeben sei, nach eingehender Prüfung als darüber, weil er geglaubt hatte, bei seiner längeren günstigen Witterung und der frühzeitigen Feiertage nicht Dienstzeit eine beffere Räcksicht zu erfahren. Richter hörte vortheilhaft aus und der milde Winter konnte natürlich das eine neue Anzeige an die Militärbehörde abgegangen; auf diese diese Aeußerungen lachend mit an, und steht die Antwort noch aus. G. will das Wiederaufnahme- Vers Geschäft auch nicht beleben. denunzirte den 2. am nächsten Tage bei der Direktion, daß Die Preise sowohl für die fertigen als auch für die auf Be- fahren durchsetzen. er sich einer Majestätsbeleidigung schuldig gemacht stellung anzufertigenden Kleidungsstücke, so heißt es, find in Das Verhalten des Amtsvorstehers Schulze zu Französischs hätte. Liesegang, der dies entschieden bestritt, wollte in der An- fortwährendem Weichen begriffen, weil namentlich die Konkurrenz Buchholz war in der ganzen Angelegenheit recht sonderbar. Die zeige eine Rache dafür sehen, daß er furz vorher es abgelehnt der großen Bazare immer stärker wird, welche oft die Anzeige, die G. ihn betreffend beim Staatsanwalt eingereicht hätte, dem Richter 3 M. zu borgen, weil diefer öfter Waaren zu Schleuderpreisen, nur um einen Umsatz zu erzielen, hatte, gründete sich auf die Zeugenaussagen Schulze's in dem Gelb borgte als zurückgab. Obgleich sämmtliche losschlagen. Auch macht sich unter dem Publikum das Bestreben, Prozeß. Schulze soll den Angeklagten als arbeitsscheuen" Arbeiter, die bei dem Vorfalle anwesend gewesen waren, be- nur billige Waare zu kaufen, immer mehr geltend, so daß die Menschen bezeichnet und sich in seinen Angaben, ebenso wie fundeten, daß Liesegang die Worte nicht gesprochen hatte, ver- mittelfeinen Waaren in den Hintergrund treten. Seitens vieler Heinze und Käding, öfter widersprochen haben. Einer der urtheilte das Landgericht II ihn am 25. Februar d. J. doch zu Fabrikanten werden zu hohe und zu lange Kredite bewilligt, Beugen gab seinem Zweifel an der Glaubwürdigkeit des 2 Monaten Gefängniß, indem es der beschworenen unter welchen der gesammte Umfang der Fabrikation und ihr Amtsvorstehers in drastischer Weise Ausdruck; bis heute Aussage des Richter glaubte und annahm, daß Kundenkreis zu leiden haben, da das Risiko des Fabrikanten in hat Schulze den Zeugen für seine an Gerichtsstelle gethanen die anderen Zeugen die Worte wohl überhört haben tönnten. einem recht ungünstigen Verhältniß zu seinem Gewinn steht und Aeußerungen noch nicht zur Rechenschaft gezogen. In FranzöſiſchDas Reichsgericht- hob dies Urtheil wegen eines zufälligen die Kunden ihr Kapital im Lager festlegen, welches nach beendeter Buchholz ist man mit der Amtsführung der Exekutivorgane überFormfehlers im Protokolle auf. In der erneuten Ber- Saifon infolge des jetzigen raschen Wechsels der Mode meist sehr lichen Organe öfter mehr als nöthig den" Beamten" heraushaupt vielfach unzufrieden. Man hört Klagen, daß die amthandlung am 31. Juli gestaltete sich die Sache wesentlich anders entwerthet ist. Unter diesen Umständen gehen die Außenstände kehren. Auch hat eine Frau R. gegen einen dortigen Amtsdiener als in der ersten Instanz.( Durch neue Zeugen konnte genau immer langsamer ein, und die Verluste an ihnen werden immer festgestellt werden, an welchem Blaze jeder der Anwesenden ge- größer. Das Engrosgeschäft des Inlands war sehr still und die Strafantrag gestellt, weil dieser sich ihr in einer Weise, die sich standen hatte, und da ergab sich dann, daß Richter ein zahlreichen Akkorde waren am meisten geeignet, die Unter- hier nicht gut andeuten läßt, genähert habe. ganzes Stüd weiter weg gewesen war, als die nehmungsluft einzuschränken. Das Exportgeschäft, welches Der Fall Ziethen", so schreibt ein Berichterstatter, ist jetzt anderen, die beſt i m mt bekunden konnten, daß Liesegang an Umfang hinter dem des Vorjahres zurückblieb, leidet spruchreif geworden. Das Material für die Herren Reichstags= in ihrer Gegenwart die ihm zur Last gelegten Worte nicht unter den in sehr vielen Ländern errichteten Bollschranken; Abgeordneten, welche sich in der nächsten Session mit der ungefagt hätte. Es war also unmöglich, daß Richter auch der Handelsvertrag mit Rußland hat keinen Einfluß schuldigen Verurtheilung des Barbiers Albert Ziethen beschäf etwas gehört hatte, was den anderen entgangen auf die Konfektion für Herrenbekleidung bisher ausgeübt. Unter tigen werden, ist jetzt fertig gestellt und wird den Abgeordneten wäre. Dazu kamen über Richter noch allerhand Dinge diesen Verhältnissen sind die Fabrikanten immer mehr genöthigt, in den nächsten Tagen zugesandt werden. Die Beweise für die zu tage, die nicht gerade für ihn sprachen: Er hatte ihre Fabrikate auf den deutschen Markt zu bringen und sie mit Unschuld des zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe Befehr viele Arbeiter angeborgt, ftand aber in dem Umgehung des Zwischenhandels oftmals an fleine Schneider und gnadigten sind so erschöpfend, daß es keinem Zweifel Rufe, daß von ihm sehr schwer Geld wiederzu auch an Private auf langes Ziel durch Agenten ausbieten zu mehr unterliegt, eine Freisprechung zu erzielen. Die betommen sei. Er hatte einmal einen Arbeiter Biachnick lassen. Diese Entwickelung muß sich selbst überlassen bleiben; fämmtlichen Momente des Thatbestandes werden in fälschlich wegen Arbeitsverfäumniß denunzirt und unter den Wünschen derjenigen, welche die Bewegungsfreiheit nächster Zeit in einer Broschüre dargestellt erscheinen, Umständen, die einen bloßen Irrthum auf seiner Seite des Geschäfte 3 durch Gesetze einengen wollen, muß mit Eut- welche in der Auflage) von einer Million im Deutschen Reiche nicht gerade wahrscheinlich machten. Auch Piachnick schiedenheit gegenüber getreten werden. ihre Verbreitung finden soll. Der hiesige Restaurateur Biethen glaubte dies damit in Zusammenhang bringen zu dürfen, daß er Die Opfer dieses schlechten Geschäftsganges sind natürlich die in Alt- Moabit ist in der vergangenen Woche von einer längeren dem Richter kurz vorher ein Darlehn abgeschlagen Arbeiter und Arbeiterinnen, die man nunmehr noch ärger bis Reise zurückgekehrt. Auf dieser hat er den Thatort besichtigt, hatte. aufs Blut auszubeuten versuchen wird. Das angenehme Leben sowie verschiedene Recherchen zu Elberfeld angestellt, welche sehr Eine Schwierigkeit bot es noch, daß ein wichtiger Ent der Großkonfektionäre wird sich auch in Zukunft gewiß nicht zu gunsten Biethen ausgefallen find. Bu gleicher Zeit machte er lastungszeuge namens Holle inzwischen gestorben war, und weniger angenehm gestalten, und unter den Maßnahmen, welche hierbei einen Besuch im Zuchthause zu werden, welches ein daß feine Aussage in der vorigen Verhandlung nicht die Bewegungsfreiheit des Geschäfts" einengen, verstehen die ehemaliges Kloster ist. Zum ersten Male wurde es den beiden protokollirt worden war. Der Vertheidiger, Rechts- Großfapitalisten selbstverständlich auch jeden, felbft den be- Brüdern vom Direktor des Zuchthauses gestattet, näher anwalt Heine, der damals die Aussage in seine Akten scheidensten Versuch, die Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen um mit einander zu sprechen, während sie bei den sonstigen Besuchen notirt hatte, erbot sich unter diesen Umständen als Zeuge dafür ein geringes erträglicher zu gestalten. durch eine Barrière weit von einander getrennt standen. Eraufzutreten, was Holle gesagt hatte. Das Gericht vernahm ihn auch sofort. Auch wußte der eine der anwesenden Zeugen zu be In der von dem Vorstande des Vereins für Feuer- greifend und unbeschreiblich war es für beide, nach 12 Jahren mit Genehmigung bestattung zu Berlin des Magistrats mal wieder an einem Tische zusammen zu sitzen. Mehrere funden, daß ihm der Verstorbene noch auf dem Todtenbette versichert hatte, die Richter'sche auf dem Gemeindefriedhofe bei Friedrichsfelde errichteten Stunden des Vormittags, sowie am Nachmittage durften beide Columbarium Halle zur Aufnahme von Leichenbrandresten Aussage wäre unwahr. sich aussprechen und infolge dessen hat der inbastirte Bruder auf Der Staatsanwalt beantragte troh alledem wieder sind im Verwaltungsjahr 1894/95 16 neue Urnen mit Leichen- 8 eng geschriebenen Seiten das ganze Material noo er einen genauen Alibibeweis führt, zwei Monate Gefängniß gegen den Angeklagten, das brand aufgestellt, sodaß im ganzen bis jetzt in dieser Urnenhalle zusammengesetzt, worin er nicht der Mörder gewesen sein kann. Dieser Gericht schloß sich aber dem Antrage des Vertheidigers an und 86 Urnen Aufstellung gefunden haben. In der Erde sind außer daß dem 11 Urnen beigesetzt. Die von den Gemeindebehörden be: Schriftsab wird zugleich mit der neuen Broschüre erscheinen. sprach den Angeklagten frei, weil die Sache nicht zu absichtigte Einführung der fakultativen Feuerbestattung ist noch Der Verurtheilte, welcher von Profession Barbier iſt, wurde feinen Ungunsten aufgeklärt sei. Man mag als allgemeine Lehre aus diesem Falle ent: in der Schwebe begriffen. Im Laufe des angegebenen Ver- bis vor kurzer Zeit mit der Anfertigung von Schuhwaaren benehmen, einmal wie nöthig es ist, eine gute Berufung 3- waltungsjahres hat der Magistrat einem für Anlage von Ver- schäftigt, wobei er täglich ein bestimmtes Bensuun liefern mußte; brennungsöfen bewährten Ingenieur Auftrag zur Anfertigung jetzt hat er eine angemessenere Beschäftigung erhalten, indem er instanz gegen die Urtheile der Strafkammern einzuführen, eines bezüglichen Projekts und Kostenanschlages ertheilt. Diese die Inhajtirten des Zuchthauses rafirt, wobei er sich freier bedamit es nicht Don einem seltenen feltenen Bufalle abhängt, Arbeiten sind angefertigt und auch der städtischen Bandeputation wegen fann." ob eine neue Nachprüfung einer Sache möglich Obiger Bericht scheint uns etwas optimistisch gefärbt. Für ist. Ferner beweist der Fall, daß es unbedingt nöthig ist, alle nicht erhoben hat. Inzwischen sind eine Menge von neuen die Gerichte ist der Fall Ziethen leider noch nicht spruchreif. zur Begutachtung vorgelegt worden, welche Bedenken hiergegen Beugenaussagen zu protokolliren. Wenn die ReichsThatsachen, welche seither noch nicht zur Erörterung gezogen Die Wiederaufnahme des Verfahrens ist in Deutschland so außerregierung ihren Entwurf zur Abänderung der Straf- Prozeßordnung werden konnten, bekannt geworden, die den Magiftrat ver- ordentlich erschwert, daß im Fall Biethen bisher alle Versuche, wieder vorlegt, werden unsere Genossen im Reichstage solche anlaßt haben, die früher abgelehnte Bitte um Genehmigung die Wiederaufnahme zu erwirken, gescheitert sind. So viel wir Fälle als überzeugende Beweise für unsere Forderungen geltend zur Einführung der fakultativen Feuerbestattung bei dem Minister wissen, handelt es sich jetzt hauptsächlich darum, das Material des Innern, wenn auch mit Einschränkung zu wiederholen. Zu vor das Publikum zu bringen, und die öffentliche Meinung für Was wird nunmehr aber aus dem Denunzianten diesen Thatsachen gehören nämlich: a) die Abgabe vieler zu einen, nach dem Urtheil der meisten mit den Einzelheiten des werden, dem föniglich preußischen Schuhmann Richter in Charlottenburg, der eine vom Gericht für flinischen und pathologischen Unterrichtszwecken, sowohl an die Falles Vertrauten unschuldig Verurtheilten zu gewinnen. falsch erkannte Aussage mit seinem Eide beschworen gl. Anatomie als für militär- chirurgische Operationen an das fgl. In der Ferienfrage hat der Vorwärts" schon mehrfach hat? Dumme Frage! Was ist aus dem in ähnlicher Lage behat? Tumme Frage! Was ist aus dem in ähnlicher Lage be- Kriegsministerium erforderlichen Leichen, b) die im medizinischen das Interesse der hartgeplagten Post- Interbeamten wahr findlich gewesenen föniglich preußischen Gendarm Interesse, auch in den Krankenhäusern mehrfach nothwendige nehmen müssen. Heute wird uns das folgende berichtet:„ Die Höppner in Rixdorf geworden? Er ist noch immer anatomische Zergliederung und Untersuchung Verstorbener, c) die Post- Unterbeamten haben bekanntlich in diesem Jahre, wohl aus beiden Ursachen und infolge des Heilverfahrens er- wesentlich dank der Anregung der sozialdemokratischen Reichstags töniglich preußischer Sicherheitsbeamter! machen können. gesetzt hat! Lokales. Da dies einmal Man vergleiche mit dieser schonenden Behandlung eines des folgte Amputation und Abgabe einzelner Körpertheile zur Be- mitglieder, insoweit eine kleine Aufbesserung ihres DienstMeineides oder Falscheides dringend verdächtigen Beamten erdigung, d) die schon jetzt in der chirurgischen Klinik und in verhältnisses bescheert bekommen, als ihnen ein achttägiger die Aktion, welche die Staatsanwaltschaft in Dortmund der Frauenklinik stattfindende Verbrennung amputirter Störper- Urlaub gewährt wird. Eine Ausnahme wird nur auf dem gegen die zur Zeit im Untersuchungsgefängniß schmachtenden theile und Leibesfrüchte, sowie älterer, nicht mehr zweckent- Postamte 8, Taubenstr. 17, gemacht, weil dort angeblich die Bergarbeiter Schröder und Genossen in Szene sprechender Leichname in Gestalt von Präparaten. im Prinzip nichts anderes ist, als was der Magistrat nunmehr Bahl der Post- Unterbeamten zu gering und die Arbeit zu überfür den städtischen Dienst beabsichtigt, so hat er den Minister häuft ist, als daß den Post- Unterbeamten acht Tage Ferien gewährt werden könnten. Ersatzkräfte werden diesem Postamt von gebeten, ihm fortan die Erlaubniß zu ertheilen: 1. die Körper- der Oberpostdirektion nicht überwiesen." Wir können nicht recht theile, welche theils von lebenden, theils von verstorbenen glauben, daß bei einem einzigen Postamte eine Ausnahme in der Menschen herrühren und von den königlichen und städtischen Ferienfrage gemacht werden soll und nehmen daher an, daß die Vom Reichs Versicherungsamt. Urtheilspublikationen Behörden und von den Kliniken und Krankenhäusern, sowie den Bostbehörde für entsprechende Aufklärung sorgen wird. ohne Anführung der maßgebenden Gründe sind beim höchfien Anatomien, 2. desgleichen diejenigen Leichname, welche sezirt aus Die Stadtbahnschaffuer haben zu wenig Arbeit! Die Gerichtshof in Unfall- und Invaliditätssachen nichts Seltenes, ben ad 1 genannten Instituten der Stadtgemeinde Berlin zur und zwar bietet dazu die vielfache Abwesenheit beider Parteien Bestattung übergeben werden, auf dem städtischen Gemeinde- Passagiere der Stadt- und Ringbahn führen oft Klage darüber, respektive ihrer Vertreter die willkommene Gelegenheit. Hiermit Friedhof der Feuerbestattung zu unterwerfen. Eine Entscheidung daß sich bei starkem Verkehr die Perrons gewöhnlich sehr langsam soll jedoch des Ministers auf diese Vorstellung ist noch nicht ergangen; leeren, weil nur ein Billetſchaffner am Ausgange steht. Diese nicht gesagt sein, daß in jebem der Fälle, beide Parteien nicht vertreten sind, öffentlich unsere Orthodoxie wird schon dafür sorgen, daß aus der Leichen- Klagen werden nun sicher verstummen, wenn das Publikum von der neuesten Verfügung der Direktion der Stadtbahn Kenntniß teine Gründe gegeben werden. Eine Reihe von Genate verbrennung auch in dieser bescheidenen Form nichts wird. erhält. Diese Verfügung ordnet nicht etwa an, daß die Zahl präsidenten, darunter die Geheimen Regierungsräthe Pfarrius, Ter beleidigte Gendarm. Die in der Nr. 173 unter der der Schaffner vermehrt wird, im Gegentheil, den Schaffnern Kries, Hoffmann, Kaufmann, Stolzmann 2c., gedenken für vorstehenden Spigmarke wiedergegebene Gerichtsverhandlung hat wird mehr Arbeit gegeben. Nach Meinung der höheren Beamten gewöhnlich des Umstandes, daß es auch noch Vertreter der Presse eine Vorgeschichte, welche weitere Kreise interessiren dürfte. haben die Schaffner mit dem Durchlochen der Fahrscheine und der im Saale gebe, die gern die Gründe für besonders Wegen Jagdvergehens wurde der Sattlermeister G. aus Abnahme derselben nicht ausreichende Beschäftigung, um sich vor wichtige, die weiteste Deffentlichkeit inter- Französisch- Buchholz vom Schöffengericht am 21. April 1894 ver- Ermüdung zu schüßen, wenn auch alle 2-3 Minuten ein Zug effirenden Urtheile eben dieser Deffentlichkeit unter- urtheilt. Das Urtheil fand Bestätigung durch den Entscheid der ankommt und abfährt. Die Schaffner sollen daher von jetzt ab breiten möchten. Sie laffen sich deshalb durch das Fehlen der Ferienstraffammer voni 1. September, weil als erwiefen an auch die Billets sortiren, die 10 Pf.- Karten, die 20 Pf.- Karten, Parteien bezw. deren Vertreter nicht davon abhalten, Gründe zu genommen wurde, daß er durch den Gendarm Heinze, damals in die Vorortsfarten und alle sonstigen Variationen von Fahr geben, wenn auch manchmal in sehr inapper Form. Diese Blankenburg stationirt, an einem Oktoberabende des Vorjahres scheinen besonders legen, verpacken und abliefern. Bisher wurden anerkennenswerthe Würdigung eines öffentlichen Bedürfnisses, und beim Wildern betroffen sei. Auf die Zeugen, welche bekundeten, die abgenommenen Fahrkarten ohne weiteres in einen großen das liegt vor, lassen leider andere Vorsitzende vermissen. Unter daß sich. zur fraglichen Zeit im Dorfe aufgehalten Kafen geworfen. Revidirt werden die Karten ohnehin später im ihnen sticht besonders hervor der jüngste Geheime Regierungs- habe, legte das Gericht anscheinend gar femen Werth. Direktionsbureau, dort könnten dieselben wohl auch sortirt werden. rath des Gerichts, Herr Greif; der erst vor wenigen Tagen in Gendarm, der eigentliche Belastungszeuge, hatte beschworen, daß Der Dienst der Schaffner dauert 10-11 Stunden täglich und ist einer an sich ganz bedeutsamen Sache durch Unterlassen jedes er den G. an dem( trüben) Oktoberabend auf eine größere Ent- der Verkehr start, dann haben dieselben kaum Beit, sich einmal begründenden Wortes verhinderte, daß den intereffirten Berufs- fernung deutlich erkannt babe. Der„ Genosse" des Beschuldigten, die Nase zu schneuzen. Und nun sollen fie obendrein noch die freisen durch die Presse von der für viele einschlägigen Fälle ein Arbeiter V., der beim Wildern abgefaßt wurde, hatte bei Fahrkarten fortiren! Das gehört alles zur königlich preußischen maßgebenden Anschauung des hohen Gerichtshofes Kenntniß seinem späteren Berhör und im Termin angegeben, daß G. sich Sozialreform! wurde. Natürlich liegt es uns fern, von dem Gericht zu ver- nicht in seiner Gesellschaft befunden habe. Dieser Angeklagte langen, daß es die Interessen der in Frage kommenden wurde zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt, als er Von der Berolina. Der auf der nördlichen Seite des Berichterstatter berücksichtige. Was uns zur Erörterung Gerichtsstelle erklärte, daß Gendarm Heinze ihn durch Be. Alexanderplates belegene Epringbrunnen, sowie ein Theil der der festgestellten Gepflogenheit einzelner Senatsvorsitzenden st e chung habe veranlassen wollen, Senatsvorsitzenden ste chung habe veranlassen wollen, den G. als Thäter Anlagen um denselben wird jetzt abgetragen, da an dieser Stelle verbüßt gegenwärtig der betreffende bewegt, ist das moralische Recht der vielen tausende anzugeben; die die von Hundrieser geschaffene Berolina zur Ausstellung kommen von näheren Interessenten unserer sozialpolitischen Rechtsprechung, ihm dieferhalb zudiktirte Strafe. She das Urtheil rechtskräftig wird. Die Arbeiten zur Legung des Sockels der Statue werden mit welchem dieselben verlangen können, ein übersichtliches, geworden war, reichte G. schon bei der Staatsanwaltschaft An- bereits in dieser Woche vorgenommen werden. Viel passender Der an um eine würden die Berliner Zustände gekennzeichnet worden sein, wenn war verheirathet, lebte aber von seiner Frau getrennt. Lange] Vom preußischen Presgesetz. Der neueste Band der die Berolina auf der Südseite, im strammen Schuhe eines fönig- 3eit schon hatte man den Alten nicht mehr gesehen. Als es Entscheidungen des Kammergerichts enthält folgenden interessanten lichen Polizeipräsidii plazirt fworden wäre. Hoffentlich vergißt schließlich Mitbewohnern des Hauses auffiel, daß aus seiner Fall: Der Dienstmann A. hatte in verschiedenen Wirthshäusern man aber auch so nicht, der hehren Dame vier erzene Schutz- Wohnung ein unangenehmer Geruch hervordrang, der immer ohne polizeiliche Erlaubniß die Druckschrift Nieder mit den Aus diesem männer zur Seite zu stellen. stärker wurde, veranlaßten sie den Hausverwalter, die Wohnung Sozialdemokraten" nicht gewerbsmäßig verbreitet. Zukunftsmusikalisches vom Schloßplat. Für eine weitere öffnen zu lassen. Petz lag todt in der Stube. Die Leiche bot Thatbestande wegen Uebertretung des§ 10 des preußischen Freilegung" der Umgebung des Schlosses wird wieder recht munter einen schauderhaften Anblick: sie war infolge der Size schon Preßgesetzes vom 12. Mai 1851 zur Untersuchung gezogen, Stimmung gemacht. Der Konf." macht sich zum Sprachrohr ganz schwarz geworden und von Ungeziefer und Würmern zer- wurde A. in allen Instanzen, zuletzt auch von dem Kammergericht der Projektenmacher und behauptet, daß, bevor das Raiser Wil- fressen. Um die Todesursache feststellen zu lassen, hat die Polizei freigesprochen. Das Kammergericht führte aus: Das in die Leiche in Gewahrsam genommen. Wie konnte ein solcher dem erwähnten§ 10 ausgesprochene Verbot der öffentlichen Verhelm- Denkmal vollständig vollendet sein werde, die dem Fiskus Fall in Berlin, wo die Behörde sich um alle möglichen Dinge theilung von Druckschriften gilt nach Erlaß des Reichs- Preßgeſehes gehörige Bauakademie am Schinkelplaz gefallen sein wird. Wohl möglich. Wenn acht Millionen für den Seldengreis" fümmert, pafsiren? Hat denn der Unglückliche inzwischen keine noch so weit, als es sich was vorliegend zutrifft Steuern zahlen sollen? Vertheilung von Bekanntmachungen, Plakaten und Aufrufen" gefordert werden und zehn Millionen für den Dom bewilligt sind, handelt. Es bestimmt aber auch der§ 43 Abs. 5 der Reichswerden sich auch noch einige Milliönchen für die genannten In dem Restaurant Hopfenblüthe" Unter den Gewerbe Ordnungs- Novelle vom 1. Juli 1888 folgendes: In " Freilegungen" flüssig machen lassen. Das Bolt hat es ja dazu. Linden gelang es am Donnerstag Mittag gegen 1/2 Uhr, geschlossenen Räumen ist zur nicht gewerbsmäßigen Vertheilung Und weiteren Projekten leihen ordenslüsterne Stadtväter vielleicht eines Automatendiebes habhaft zu werden. Schon seit von Druckschriften eine Erlaubniß nicht erforderlich." Diese Ge willig ihr Dhr, wenn bis dahin nicht Freilegungen" solcher Art längerer Zeit wurde der Automat, der Seife und Hand- setzes bestimmung verdankt ihre Entstehung einem gleichlautenden eingetreten sind, daß der gesammten Kämpferschaar für Ordnung, tuch gegen Einwurf von 10 Pfennig liefert, bestohlen. Der Antrage des Abg. Nichter( Hagen), welcher ausführte:„ Die BerReligion und Sitte das bischen Verstand für immer stille Geschäftsführer kam auf den Gedanken, in dem Auto- Antrage des Abg. Richter( Hagen), welcher ausführte:„ Die VerAuto- theilung von Druckschriften auf Straßen und Pläßen tönne stehen wird. maten eine Platzpatrone zu verbergen, die beim Aufbrechen des überaus lästig werden; wenn hierzu die polizeiliche Erlaubniß Das Organ der nothleidenden Agravier, die Deutsche Automaten sich entzünden mußte. Bur angegebenen Zeit hörten eintrete, fo halte er dies für ganz gerechtfertigt; sie sei aber die Gäste des Restaurants einen Knall. Erst glaubte Tageszeitung", wirbt in der Morgenausgabe vom 31. Juli neue nicht geboten, soweit es sich um Vertheilung in Wirthshäusern es hätte sich man, jemand erschossen. Man eilte Abonnenten mit folgendem fettgedruckten Versprechen:„ Neu ein- hinzu und fand schlotternd einen elegant gekleideten jungen oder ähnlichen geschlossenen Räumen handele." Nach diesem Geſetz tretende Abonnenten erhalten auf Wunsch die Zeitung von Mann. Man hielt ihn fest und bei näherer untersuchung fand gewordenen Antrag gehören zu den geschlossenen Räumen" auch jezt ab bis Ende Juli unentgeltlich zugesandt." Eine man mehrere Nachschlüssel sowie sonstiges Diebeshandwerks- Wirthshäuser. Nach alledem war die Handlungsweise des Anfonst mehr fann man von den„ Nothleidenden" wahrhaftig wurde er nach der Polizeiwache gebracht und hier wurde ganze Nummer, nämlich die vom Abend desselben Tages, um- zeug. Nachdem er eine gehörige Tracht Prügel verabreicht erhielt, geklagten von einem Strafgesetz nicht bedroht. nicht verlangen. Hermann Dartsch, " " er als ein mehrfach bestrafter Mann erkannt. Er verkehrte öfters im betreffenden Restaurant und gab sich als Elektro- Monteur B Versammlungen. aus. Vier junge Leute, die mit ihm vorher an einem Tische Die in der Schuhfabrikation beschäftigten Ar. gesessen und die sich als Schüler des Polytechnikums in Charbeiter und Arbeiterinnen hörten in einer am 31. Juli lottenburg gerirten, brachen schleunigst auf. Es ist zweifellos, stattgehabten öffentlichen Versammlung mit Interesse einen Vordaß sie mit dem Automatendieb in Verbindung standen. trag des Genossen Millarg über die Gewerbe- Ordnung und deren Bedeutung, und nahmen hierauf den Bericht des Dele girten zur Gewerkschaftskommission entgegen. Eine längere Debatte entspann sich über die erfolgte Entlassung von 11 Zwickern am Tage zuvor, die sich als gemaßregelt betrachten. Es betrifft dieser Fall die Fabrik von Hirsch u. Dallad, Stralauerstraße 58. Der neue Polizeipräsident soll, wie einige, natürlich liberale Blätter unter dem Zeichen der fauren Gurte heraus bekommen haben, bei fünftigen Hof- und Militärfestlichkeiten von den strengen Absperrungsmaßregeln seines in Gott ruhenden Vorgängers Abstand nehmen wollen. Aber darf er denn das unter der permanenten Furcht vor dem„ Umsturz"?? Ein gefährliches Spielzeug. Der Polizeipräsident giebt Von einer umfangreichen Untersuchung wegen Dieb- bekannt: Unter den Namen" Trillerpfeife" oder„ Schreihähne" stahls von Bierfässern ist bekanntlich seit langem die Rede. wird ein Kinderspielzeug in den Verkehr gebracht, das bis zu Jezt wird in der Angelegenheit das folgende berichtet: Die 86,22 pet. aus Blei besteht, und dessen Verwendung daher in umfangreichen Diebstähle an Bierfäffern, durch welche 19 hiesige hohem Grade gesundheitsgefährlich ist. Das Publikum wird und mehrere auswärtige Brauereien im Laufe der letzten beiden dringend vor dem Ankauf gewarnt und die Verkäufer werden Jahre um 26 000 Fäffer im Werthe von 165 000 m. geschädigt darauf hingewiesen, daß der Verkauf dieses Spielzeuges nach Agitationskommission, den Fall zu untersuchen und sofern nach wurden, find nunmehr durch das theilweise Geständniß der zahl-§ 122 des Reichsgesetzes vom 14. Mai 1879, betreffend den Ver- ihrer Ueberzeugung eine Maßregelung vorliegt, über besagte reichen Hehler sowie durch angestellte Haussuchungen soweit auf- fehr mit Nahrungsmitteln 2c., strafbar ist. Fabrik die Sperre zu verhängen und das weitere zu ver anlassen. geklärt worden, daß die Untersuchung geschlossen werden konnte. Wie nuvorsichtig trotz aller Unfälle und aller Warnungen Die Ermittelungen haben ergeben, daß jährlich 20-30 000 Fässer immer noch auf dem Wasser zu Werke gegangen wird, zeigte am Nigdorf. Hier beschäftigte sich am 31. Juli eine öffentverschwanden und besonders die neu angeschafften Gefäße Donnerstag Morgen ein Vorfall auf der Unterspree. In der liche Volksversammlung mit Stellungnahme zu dem von der fehlten. Ganz besonders hart getroffen wurden die Brauerei- Nähe der Moltkebrücke fuhren drei junge Leute in einem Boote Gemeindevertretung beschlossenen Errichtung eines ArbeitsnachBesitzer Julius Böhow und die Rigdorfer Vereins so leichtfertig in die Nähe eines Schleppdampfers, daß alle Zuweises. Das einleitende Referat hielt Gemeindevertreter Tischler brauerei, Denen in furzem Beitraum allein 3110 schauer sie bereits für unrettbar verloren hielten. Sie wären Schent. In seinem Resumee über die bisher stattgefundenen Fässer gestohlen wurden. Die Rädelsführer waren der auch ohne Zweifel überfahren worden, wenn nicht im letzten Berhandlungen in der Kommission gedachte Redner der AnfeinKutscher Friedrich Kessel und der Bierfahrer Hardegen, der bei Augenblick ein Mann vom Dampfer eine Stange genommen und dungen dieses Projekts, besonders aus den Kreisen der Innungs. Böhow in Stellung war und bisher noch nicht ermittelt werden damit das Boot vom Dampfschiff weggestoßen hätte. meister, von denen einer, der Töpfermeister Tabert, sich Tonnte. Die Staatsanwaltschaft hat bereits die Anklage erhoben, sogar zu der durch nichts gerechtfertigten Aeußerung es find einige vierzig Zeugen zur Hauptverhandlung geladen. Tagameter zweiter Klaffe. Wie der Fuhrh." mittheilt, verstieg: Der Arbeitsnachweis würde allerlei Gesindel Angeklagt sind die in Untersuchungshaft befindlichen 1. Kutscher find den Taxameter- Droschfen 2. Klaffe zunächst 20 Standpläße und Strolche aus der Umgegend nach Rixdorf heranziehen. Friedrich Kessel, 2. Workosthändler Friedrich Polensky, 3. Arbeiter zugewiesen worden; am Dienstag wurden die ersten Wagen in Trotz des Widerspruches aus Unternehmerkreisen kam der obenOtto Bär, 4. Bierverleger Ferdinand Klemmstein, 5. Böttcher Betrieb gestellt. bezeichnete Beschluß dennoch zu stande, und handelt es sich jetzt Wilhelm Knorr, 6. Fuhrherr Wilhelm Hensel, 7. Böttchermeister Erschoffen hat sich am Mittwoch Abend um 8½ Uhr der darum, das Institut derartig zu gestalten, daß dabei auch etwas 8. Böttchermeister Hermann Gauernack, Kaufmann Robert Kohlmann aus der Schulstr. 45. Der Lebens- Ersprießliches für die Arbeiterschaft herauskommt. Von nicht zu 9. Brauereibesizer Hugo Lehmann und die aus der Haft ent- müde, ein Mann von 54 Jahren, jagte sich aus einem Revolver unterschätzendem Werth erschien dem Referenten die Bestimmung, lassenen 10. Raufmann May Roethig und 11. Brauereibefizer drei Rugeln in die rechte Schläfe, die fofort den Tod herbei- daß auch ungelernte Arbeiter und Dienstboten beiderlei Ge Eugen Lewin. führten. Man fand feine Leiche in einem Hippodrom. Ver- schlechts der Vortheile einer fostenlosen Arbeitsvermittelung theilEiner der bekanntesten Bauunternehmer der südwest- anlassung zu dem Selbstmorde scheinen ungünstige Vermögens haftig werden sollen. Schließlich forderte Schenk die Ver fammelten auf, dafür einzutreten, daß der Nachweis lichen Vororte, namens Bählchen, der Typus des modernen verhältnisse gegeben zu haben. unter allen Umständen errichtet wird, seine Ausgestaltung Unternehmerthums, ist gestern in Friedenau zu Grabe getragen Ein 80jähriger Greis namens Gottlieb Becker hat sich zu segensreicher Thätigkeit bleibe dann späterer Zeit worden, nachdem sein Geschäft schon vor Jahr und Tag zusam am Mittwoch Abend in seiner Wohnung in der Weinstr. 3 aus vorbehalten.( Beifall.) Derfelben Ansicht war Schlosser mengebrochen war. Vor faum 10 Jahren erst war er als Lebensüberdruß durch Erhängen getödtet. Becker, ein Wittwer, Siegerist, ber in dem Arbeitsnachweis auch eine Maurergeselle nach Friedenau gekommen, hatte jedoch, verlockt war seit längerer Zeit fußleidend, und infolge dessen noch un- Etappe zum Gewerbe- Schiedsgericht erblickte. Diese durchaus durch das rapide Anwachsen des Ortes nach Eröffnung des beholfener, als das hohe Alter es ohnehin mit sich brachte. Das nöthige Einrichtung in Rixdorf zu treffen, sei bisher an dem Wannseebahnbetriebes, die Maurerkelle bald bei feite ge- mag ihm wohl die Freude am Leben derartig verdorben haben, Widerstand einflußreicher Unternehmer in der Gemeindevertretung legt und sich zum Bauunternehmer aufgeschwungen. Die ört- daß er den Entschluß faßte, ihm ein Ende zu machen. Als sein gescheitert und die Beschwerde an den Oberpräsidenten unter lichen Wohnungsverhältnisse begünstigten ihn dabei außerordentlich. Sohn, bei dem er wohnte, gestern Abend nach Hause kam, fand Hinweis auf die schwebende„ Eingemeindungsfrage" abgewiefen Und da er im übrigen reell verfuhr, erhielt er in den Kreisen er den Vater in der Wohnung erhängt auf. worden. Maler Reyer au schlug die Wahl von vier Arbeits Der Bau- Lieferanten und Handwerker sehr bald unbeschränkten Kredit, so daß er in wenigen Jahren sein Unternehmergeschäft Der kleine Bruno Heinrich, dem in Heinersdorf einnehmern vor, welche mit dem Gewerkschaftskartell am Ort zu einem der größten jener Vororte gestaltete und namentlich Kettenhund die Kopfhaut abgerissen und auch sonst noch mehrere Fühlung nehmen und den Entwurf eines Statuts beziehungsFriedenau durch zahlreiche Miethspaläste ein wesentlich ver- Verletzungen beigebracht hat, befindet sich heute besser, als man weise Reglements ausarbeiten sollen. Von den Arbeitgebern ändertes Aussehen gab. Schließlich jedoch hatte er sich in so nach seinem gestrigen Zustande erwarten fonnte. Er ist fast wird erwartet, daß sie ebenfalls vier Personen delegiren; unter dem viele Bauunternehmungen eingelassen, zu gleicher Zeit in nicht ganz fieberfrei und giebt jetzt Hoffnung, ihn am Leben zu er Vorsitz eines Gemeindebeamten könnten dann diese Delegirten die erweitere resp. endgiltige Regelung der Materie in die Hand nehweniger als 36, daß er über sein Geschäft den Ueberblick verlor, halten. mer. An der weiteren Diskussion, in der auch die Frage des die Häuser auch nicht verkaufen konnte und dadurch bald in Durch Ueberfahren wurde am Donnerstag Nachmittag Berhaltens des Arbeitsnachweises bei Streits erwogen wurde, solche Zahlungsschwierigkeiten gerieth, daß über sein Vermögen zwischen 3 und 4 Uhr vor dem Hause Gneisenaustr. 19 das betheiligten sich noch Pilaty, Gemeindevertreter Hesse, der Konkurs eröffnet werden mußte, wodurch namentlich zahl- jährige Töchterchen des dort im Hinterhause wohnenden Töpfers Jonas, Naroschatt, Roratowsky u. A. Der Vorreiche Handwerker schweren Schaden erlitten. Mit dem Raube Stabbert auf der Stelle getödtet. Ein Heuwagen ging dem Kinde schlag Reterau's fand schließlich Annahme und wählte die gingen feine Hintermänner, ehrfame Bantiers davon. Im ganzen über den Kopf hinweg; die Hilfe des sofort herbeigezogenen Versammlung in das provisorische Kuratorium: Jonas, hat er in den wenigen Jahren 111 Neubauten aufgeführt. Arztes war vergeblich. Drechsler, Schulze, Weber, Ostermann, Tischler, und Jetzt ist er, noch im besten Mannesalter, einem Lungenleiden erlegen. Polizeibericht. Am 31. v. M. entstand in einem Bäder- Freese, Tabatarbeiter. laden in der Köpenickerstraße, in dem Reparaturarbeiten vor- Bezirksverein West" des Berliner 8entralvereins für Zum Krach des Bibliographischen Bureaus. Und wird genommen wurden, eine Gasexplosion; dabei wurde ein Maler- Stenotachygraphie. Freitag, 2. Auguft, abends 8% Uhr, im Reſtaurant geschrieben: Der Konturs des Bibliographischen Bureaus dürfte eine gehilfe schwer am Kopfe und an den Händen und ein zweiter emmn, W. Steinmeyſir. 76: Unentgeltlicher Kursus für Damen und Herren ganze Anzahl von Prozeffen, unter denen auch ein Strafprozeß leicht an den Händen verletzt. Ferner explodirte in einem Freie Bereinigung der Händler und Händlerinnen. Freitag, den wegen Wuchers, zur Folge haben. Der bis über den Kopf Laden in der Stralsunderstraße ein Karton mit Feuerwerks- 2. Auguft, abends 8 Uhr, bei wizel, Ackerstr. 145: Mitglieder- Versammlung. verschuldete Direktor dieses Instituts nahm von einem Herrn törpern, indem beim Anzünden einer Zigarre ein Funke hinein- Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 7-8% Uhr: Lektüre. F. ein Darlehn von 5000 Mart, wofür er demselben vier fiel. Der Sohn des Ladeninhabers erlitt dabei eine leichte Ber- 8%-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstr. 179 a: Geschichte des 19. JahrWechsel im Gesammtbetrage von ca. 6000 Mart übergab. Als lehung des linken Unterarmes. Entwickelung des Gegen Mittag fiel bunderts, speziell: Die Revolution des Jahres 1848. Unterpfand für die Wechselsumme verpfändete der Direktor ein auf dem Dache eines Schuppens Sozialismus und der politischen Parteien Deutschlands. Südost- Schule eines Schuppens in der Alexan- Waldemarstr. 14: Deutsch( Literatur.) Bet allen Unterrichtsfächern werden mittels notarieller Urkunde den im Keller des Instituts lagernden drinenstraße beschäftigter Arbeiter auf den gepflasterten neue Theilnehmer, Damen und Herren, jederzeit aufgenommen. Theil der sehr werthvollen Bibliothek, welche der Aktiengesell of herunter und erlitt erhebliche Verlegungen im Gesicht. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsitzender Ad. Neumann, Pafewalterstraße 3. Alle Aenderungen im Vereins schaft gehörte. In der Urkunde hatte sich der Direktor auch in der Schliemannstraße wurde ein Mann in seiner Wohnung talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Freitag. verpflichtet, im Falle einer der Wechsel nicht bezahlt würde, todt aufgefunden. Die Leiche mußte schon einige Tage in der Uebungsstunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Collegia. Raiser'scher Männerchor, Schönhauser die sofortige Zwangsversteigerung der im Keller lagernden Wohnung gelegen haben, da sie bereits völlig in Verwesung über- balbertfir. 21 bei Roll Als die Einlösung der Wechsel gegangen war. Bücher zu gestatten. Arbeiter- Gesangverein Nord, Kastanien Allee 11, bet Nachmittags gerieth in der Fruchtstraße ein Augustin.- Buchbinder: Männerchor, Holzmarttitr. 3, bei Deter. durch die Flucht des Direktors unmöglich wurde, ließ 3jähriger Knabe unter einen Brauerwagen und wurde durch Gesangrer. Maig löd chen I, Sindowerfir. 26 b.Sachs.- Gemüthlichkeit, F. durch einen Gerichtsvollzieher die Büchervorräthe pfänden, Ueberfahren schwer am Bein verletzt. Typographia, Gesangverein Im Laufe des Tages Neue Friedrichstraße 44, bet Röllig. auf die Kellerthür ein Siegel heften und einen nahen Termin versuchte auf der Wache des 27. Polizeireviers ein wegen Dieb- Berliner Buchbrucker und Schriftgießer, Cohn's Restaurant( großer Sual). Beuthstr. 20. Gesangverein Lorbeerzweig. Eminemünderstraße 36 zur Versteigerung ansetzen. Juzwischen wurde der Konturs aus ftahls festgenommenes Dienstmädchen sich zu erhängen.- bei Hübner. Gefangverein Rheingold, Gollnowstr. 40 bei Miegel. Fris gebracht. Der Konkursverwalter nahm die im Keller lagernden Am Tempelhofer Ufer sprang ein Kaufmann ins Wasser. Beide Gefangverein Melodia, Rirdorf, Bergfir. 142 bei Schimtäfe. Büchervorräthe für die Masse in Anspruch und machte die seiner- wurden an der Vollbringung ihrer Absicht noch rechtzeitig ge- Gefangverein Naunynstraße 86 bei Frig Zubeil. Brandenburger Männerin Brandenburg a. H., Mengerts Boltsgarten, feits erfolgte Beschlagnahme durch ein Plakat an der Kellerthür hindert. Im Hippodrom erschoß sich ein Kaufmann. Außer Bergstraße. Gesangverein Freya II( gemischter Chor), Nixdorf, fenntlich, worin er dem Gläubiger unter Androhung der gesetzlichen dem erhängte sich ein Mann in seiner Wohnung in der Wein- Gr. Frankfurterstr. 74 bei Breuer.- Nordw a cht, Chauffeestr. 72 bei Meißner. Hermannstr. 140, bet Dantel Böttcher. Frete Liebertafel, Strafen die Verfügung über die Bücher untersagte. E3 tam straße, Abends wurde in der Kochstraße ein Holzbildhauer Freie Gänger, Schmargendorf, Warnemünderstraße bei M. Schulze. hierauf zwischen F. und dem Konkursverwalter ein gleich zu stande, wonach der Konkursverwalter die Bücher Ber- burch einen Pferdebahnwagen überfahren und am Kopfe und Arbeiter- Gefangverein Gängertreis( Weißenfee), WeißenburgerLoreley, GrünIn fraße und Sedanstraßen- Ecke bet Brennert. Der einem Fuße so schwer verletzt, daß er bewußtlos wurde. thalerftraße 4 bet Hämmerling. Lustige Sänger, Potsdam, Brankaufen und aus dem Erlöse den F. vorweg befriedigen sollte. der Nacht zum 1. d. M. sprang eine in der Hollmannstraße denburger kommunifation 16 bei Glafer. Bieber'scher Männer= Inzwischen wurde aber F. anderen Sinnes; er ließ einen wohnhafte Sellnerin aus dem Fenster auf die Straße und zog chor, Rosenthalerstr. 57 bet Wernau. Geselligtett, Hennigsdorf, neuen Versteigerungstermin ansetzen, erschien mit seinem sich einen Schädelbruch und einen Bruch des rechten Ober- Böhmert's Gasthaus. Orante, Weißenfee, Königschaussee 41 bet Frenfe. Gesangverein Bereinte Sangesbrüder, Moabit, Gerichtsvollzieher, die Kellerthür wurde und armes zu. geöffnet Perlebergerstraße 28 bei Hermerschmidt. Sängerverein Gorgen die Versteigerung vieler tausende von Bänden in wenigen frei, Admiralstraße 18 c, Märkischer Hof. Sangesfreund, Minuten vorgenommen. Der Grlös betrug 6300., genau Dragonerstr. 82 bet Kamlowsky. Gefangverein Wacht auf I, Wörther fraße 19 bei Schmidt. die Höhe der von F. geltend gemachten Forderung. Die Bücher Gefangverein Stralauer Liedertafel, Rummelsburg, Hauptstr. 83 bei Bowinter. Gesangverein Treu und wurden sofort aus dem Kellerraum fortgeschafft und dem Kon58 bet Reben. Der grobe Unfugsparagraph hat wieder einmal herhalten Ginigtett, Hirdorf, Bring Handjernstraße Nr. Tursverwalter von der erfolgten Versteigerung Anzeige erstattet. Gesangverein Frohsinn Rummelsburg, Göthestraße, Ede Kantstraße, bet Da die Büchervorräthedes Kellers einen Mindestwerth von 30 000 m. müssen, um einen ganz harmlosen Vorfall unter Strafe zu Mertens.- Gefangverein ber Metallar better( Dſt), Blumenſtr. 46. Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarcftr. 74 bei Krause.- Gin= Rosenthaler repräsentirten, sah der Konkursverwalter in dem eigenmächtigen Vor- bringen. In Greding hatte, wie der Fränk. Kur." mittheilt, gehen des F. eine Schädigung der Konkursmasse und hat gegen F. zu schuldige Vergnügen gemacht, durch Bestreichen des Randes Froh- offnung( Berlin W.), Grunewaldiraße 110 bet Reßner. sich im Wirthshause eine fidele Gesellschaft das gewiß sehr un- tract 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Dibal. Vorstadt, Bernauerstr. 47. Hilaritas, Hochstraße 32a bei Witte. nächst eine Schadensersatzklage eingeleitet, außerdem aber auch gegen der Biergläser mit der Hand Töne hervorzubringen. Brüderschaft, Alte Jakobfir. 87-88 bet Lamprecht. Freiheits: ihn Strafanzeige wegen Wuchers, der in der ganzen Wechselaffäre Als die Amtsanwaltschaft Kenntniß von dem furchtbaren Ver- glocken, Wörtherstraße bei Buchholz. Rosalia, Blumenstr. 46 bei liegen soll, bei der königlichen Staatsanwaltschaft erstattet und Syrene, Rosenthalerstr. 57 bei Julius Wernau. Eins ein Verfahren wegen 3nwiderhandlung gegen die Konkurs- brechen erhielt, fandte es jedem der Theilnehmer der Gesellschaft tracht 111, Gberswalde, Freienwalberfir, bet Weber, wegen groben Unfugs ein auf 2 Mark lautendes Strafmandat. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ordnung, Verlegung von Amtssiegeln p. p. beantragt. Man darf Da hiergegen Einspruch erhoben wurde, kam die Sache vor das alle Zuſchriften sind zu senden an B. Gent, Adalbertſtr. 95. Freitag: gespannt sein, welchen Ausgang die ganze Angelegenheit nehmen Schöffengericht Greding. Etattlub airo, Abends 8 Uhr bet Fr. Bothe, Restaurateur, Ritterstr. 32. Dieses erkannte auf Freisprechung. Mufitverein Hoffnung, Große Frankfurterftr. 133 bet Gold. Die Amisanwaltschaft beruhigte sich hierbei nicht und legte Be Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein Gesang Erst wochenlang nach seinem Tode ist die Leiche des rufung ein, mit der sich nun die Straffammer in Eichstätt Wedding, Abends 8% Uhr, bei Schafer, Neue Bochstraße 49. Militärinvaliden August Beh in seiner Wohnung in der zu beschäftigen batte. Auch die zweite Instanz erließ ein frei- verein Silaria, abends 8 Uhr, Sigung Blumenstr. 46 bei Tomascheck. Karthaus'scher Gesangverein. Nebungssiunde: abents 9 tr bei Wiedemann, Blumenfir. 38.- Bitherklub Alpengruß"( Direktion Schliemannstraße 8 aufgefunden worden. Der 52jährige Mann sprechendes Urtheil. wird. Gerichts- Beitung. in der Stenotachygraphie. Gäste willkommen. Allee 28, bei Kelle.. Tomatscheck. 1 Theaterverein Crescendo, 9 Uhr, bei Schulz, Purbuserstr. 35. Ber Uebungsstunde bei W. Raddah, Elsasserstr. 11." Wollewiß), bet C. Gomoll, Waldemarsir. 38, abends 9 Uhr.- Private| einen fleinen Stoß zu versehen, auf folgende Vorkommnisse[ ruhmlose Ende des Schandgesetzes hat ja auch bewiesen, daß die gnügungsverein Th usne Ida, abends 8 Uhr, bei Bubeil, Lindenstr. 106. aufmerkſam: Es wird mit Uebersetzungen und Umtaufungen deutschen Arbeiter der preußischen Polizei bedeutend über waren! Musikverein Hoffnung( ft), abends von 9-11 Uhr. Uebungsstunde ein arger Mißbrauch getrieben. Da wird beispielsweise ein Marsch Große Frankfurterstraße 133 bei Gold. Tambourverein Freiweg, Le 14 juillet, par Clovis Deschamps" einfach als Zum Kaiser- der 6 Uhr- Messe ein fremder, zirka 25 bis 30 Jahre alter, gut Im Kölner Dom hat sich am Donnerstag früh während Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. 86, Parterre- Restaurant. Sitherflub Waldrose tag, von Chlodwig Ackermann" bezeichnet; aus Jeanne d'Arc Im Brand, Sigung jeden Freitag Abend 9 Uhr bei Feind, Weinstr. 11. mann", und wer würde gar unter der Benennung: Gruß an tödtet. In seinem Besize wurde ein Pfennig gefunden. Bergnügungsverein par Louis Dubois" wird„ Deutsche Frauen, von Ludwig Holz- gekleideter Mann durch einen Revolverschuß in die Schläfe ge Gesangverein der Bau anschläger Berlins. Jeden Freitag, abends die Landwehr von Peter Roller" das bekannte„ Zouave et Zitherflub Frohsinn, abends anne, Abends 9 Uhr, bei Kaiser, Markusstraße 8. 9 Uhr bei J. Wernau, Rosenthalerstr. 57. 8½ Uhr bei Reich, Blumenstr. 32. Gäste willkommen. Verein Grüne Stattlub Schnitt, Abends 9 Uhr, bet Trittelwiß, Falkensteinstr. 7. Tanzlehrer- Verein Solidarität, im Restaur. Grauer, Oranienstr. 121. Uebungsstunde und Sigung. English Conversational Clnb Shakespeare. Meeting every Friday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Guests are welcome. Lecturer Mr. J. Bloch. Club Uncle Sam. 9 o'clock p. m. Munzstr. 17. Washington's birth day celebration. Guests welcome. Vermischkes. Briefkasten der Redaktion. Beispiele noch eine Menge aufführen, doch das gesagte mag Turco par Paul Dérouléde" wittern?. Wir könnten der genügen. Hoffentlich braucht es nur dieses Hinweises, um. u. f. w. Wir biten bei jeder Anfrage eine Chiffre 1( 8wei Buchstaben oder eine Baht) Hoffentlich ja! Vorläufig heißt's den anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. fleinen Krieg wie bisher weiter führen. An heiteren Momenten fehlt's darin wahrlich nicht! Wenn wir Elsässer auch Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag stärker geprügelt werden als die übrigen geplagten Unterthanen wird von 7 bis 8 Uhr abends Auskunft und des europäischen Reiches der Mitte, so haben wir doch ein Vor- Rath in Rechtsangelegenheiten ertheilt. recht: wir sehen die Polizei viel freier und ungenirter am Gilles. Herr Ferdinand Gilles wird gebeten, der Redaktion Werke, und das ist ein nicht zu unterschätzender Genuß. Wenn des Vorwärts" seine Adresse mitzutheilen. Bei dem Redaktionswir dann lachen wollen, so dürfen wir auch noch lachen, und sekretär liegt ein sehr wichtiger Brief für ihn. Freunde des verbietet man uns einmal das öffentliche Lachen, so lachen Herrn Gilles, deffen gegenwärtige Adresse uns unbekannt wir daheim, 100 sich niemand darüber ärgert. In it, werden gebeten, feine Aufmerksamkeit auf diese Mittheilung unserem französischen Nachbarlande hat man auch schon einmal zu lenken. fehr viel gelacht; das war zu den Zeiten Voltaires und kurz In unserem Lande der Polizei- Almacht ist es den Vereinen, vor der abscheulichen Revolution. In Deutschland lachte man welche bei Vergnügungsveranstaltungen Musikstücke zum Vortrag am meisten zu den Zeiten des großen Satirikers und Wigboldes bringen wollen, zur Pflicht gemacht, vor jeglicher Veranstaltung ein Heine, dessen bedeutendste Sachen vor 1848 geschrieben wurden." Festprogramm mit genauer Angabe der in Aussicht genommenen Piecen Die Elsaß- Lothringer sollen nicht zu stolz thun. Auch die der hohen Polizei zur geneigten Bewilligung allerunterthänigst deutschen Arbeiter fönnen manches lustige Stücklein aus der Zeit und gehorsamst zu unterbreiten. Dabei sollen schon unglaubliche des Sozialistengefeßes erzählen, trotz der zahlreichen Beinigungen, Bosheiten untergelaufen sein, wenigstens macht die Colmarer welche in der Zeit von Deutschlands tiefster Schmach über das Zeitung", um dem Glauben der Polizei an ihre Unfehlbarkeit Proletariat und seine Borkämpfer verhängt wurden. Und das leber den Guerillakrieg, den das elfaß Tothringische Volk in braver Ausdauer mit der preußisch- deutschen Polizei führt, wird dem Offenburger Volksfreund" aus Mülhausen der folgende lustige Bericht geschrieben: Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 2. August. Opernhaus.( Kroll's Theater.) Garmen. Schauspielhaus. Der Revisor. Friedr.- Wilhelmstädtischer Park. Berlin amüsirt sich. Neues Theater. Tata- Toto. Alexanderplat- Theater. Liane, die zweite Frau. National Theater. Berliner im Feuer und Wasser. Apollo Theater. Ein Abenteuer im Harem. Theater Unter den Linden. Rund um Wien. Die Schwägerin von Saragossa. Flora- Charlottenburg. Der Lootse. W. Noack's Sommertheater. Die Berliner Wäschermädel. RAUEREL RIEDRICHSHAIN " Achtung! Aktien- Brauerei Es gratuliren alle joa Willems. Baner Friedrichshain ( Königsthor). May, laß gießen. F. Kl. In Buchform nicht vorhanden. auf Ihre Anregung eingehen können. Weiteres ganz erwünscht. Fiedler. Sie werden begreifen, daß wir nicht nochmals auf Ihre Anregung eingehen können. Weiteres ganz erwünscht. A. S. 74. Derartiges geschieht. Rothenburger Vereins- Sterbekaffe zu Görlig, Bezirk 12, Berlin C. Nicht aufnahmefähig, da das Lokal gesperrt ist. H. R. A. 64. Die von Ihnen einbehaltenen Sachen müssen Sie ständig aufbewahren. Achtung! Zahnersatz. Theilzahlung gestattet, 2525b wöchentlich 1 M., wird abgeholt. Zahnziehen, Reinigen, Nervtödten umsonst. Guckel, Laufizer Plat 2, Elsasserstr. 12. Beute Freitag: Wünsch' guten Morgen! Grosses MilitärFrei- Konzert. Programm unentgeltlich. Reichshallen. Im prachtvollen Garten 2503b*] Carl Schindler, Chausseestr. 55. Ed. Wiersing's Restaurant, Garten und Ball- Salon. Knesebeckstr. 77. Hermannstr. 87. Jeden Sonntag im Garten: Rixdorf Weissbier! Für Fabriken und Werkstätten Wiederverkäuferpreise: " " " 25 große Weißen für 3,-Mart. 40 fleine 3, 45 4/10 3, Berliner Export- Weissbier- Brauerei A. Seidler, Schöneberg- Berlin Sedanstr. 73-75 u. 82. Fernsprecher: Amt Schöneberg Nr. 92. ( bei ungünſtiger witterung im Saal): Gr. Spezialitäten- Vorstellung. Seberg Berlin W., Humoristische Soiree der deutschen Quartettu. Couplet- Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Nordda Refervirter Platz 50 Pf. Sonntags: Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf., ab 9 Uhr 30 Pf. Die Verbündeten von der Kanalfeier. Castan's Panoptikum. Im neu renovirten Saale von 4 Uhr ab: Großer öffentlicher Ball. 2 verdeckte Regelbahnen. 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Sterbefälle im Deutschen Netche im Jahre 1892. Deutsche Auswanderer 1889-94. Rückblick. Jm Meffen und Märkte. Kreislauf des Jahres. Ein Märther. Erzählung von Robert Schweichel( mit Juustrationen). Bauern und arme Leute zur Zeit der deutschen Reformation. Bon Manfred Wittich. Ewigtett. Gedicht von Ludwig Leffen. Ein Bild aus dem Lon doner Flüchtlingsleben. Von W. Liebknecht. Am Meer. Gebicht von Jenny Colm. Johanna's Erfahrungen. Erzählung von Allerlei Elise Langer( mit Illuftrationen). Geschichtliches und Sozialwissenschaftliches über die Japaner. Bon Bruno Getfer. Die Schlacht am Morgarten. Gedicht von Das Rob. Schweichel( mit Illustration). Licht der Zukunft. Von Dr. H. Zur( mit Illustrationen). Die Gesundheitspflege des Kindes. Von Dr. Swoboda. Irdische Höhen- u. Tiefenverhältnisse. Von G. Faltenhorst( mit Illustration). Das neue Reichs: tagsgebäude. Bon B. Schönhoff( mit Illuftra ttonen). Ein Kapitel Kriegsgeschichte. Bon M. Wittich. Die gute, alte Beit. Eine kulturhistorische Stizze von A. Wolter. Saat und Ernte. Gedicht von Jenny Colm. Aus der Geschichte der preußischen Ein Volksschule. Bon Bauermeister. Sohn des Volkes. Von W. Stebknecht( mit Porträt). Die drei Roffe. Russische Boltsparabel, erzählt von W. Braunsdorf. Wir find nicht freundlos. Gedicht von A. M. Fliegende Blätter. Mäthsel 2c. 2c. Hierzu vier Kupfer: Studienkopf Das Lied der Stlavin. Japanische Mädchen bet ber Thee- Ernte. Renovirungsversuche. Ein farbiges Bild: Verlassen( mit Gedicht). Ein Wandkalender. 1 Preis 40 Pfennig. Bu beziehen durch die Buchhandlung des Vorwärts" Nophastoffophaft off- Cigarren- Gigaretten, S Reste in Rips, Damast, Crêpe, Phantafe, Gobelin und Plüsch spottbillig! Proben franko! gediegenes, eigenes Fabritat, unübers trefflich an Reellität und Güte. Hermann Wicht, 26969] Dresdenerstraße 16. 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Kunst- und Buchdruckerei WaldemarW. Pahr, Arbeitsanzüge Brunnenstr. 112. straße 68. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonntag, den 4. August, vormittags 10 Uhr: Werkstatt- Delegirten- Versammlung im Lokale des Herrn Schulz, Oranienstraße 51. Tages Ordnung: 1. Bericht an die Delegirten. 2. Der Lohnabzug in der Pianofabrik von J. Pfaffe, Landsbergerstr. 109. 141/9 Jede Werkstatt muß in dieser Versammlung vertreten sein. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Berband. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 5. August, abends 8½ Uhr: Bezirks- Versammlungen. Westen und Südwesten: im Lokale des Herrn Zubeil, Lindenstraße Nr. 106. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Schöpflin. 2. Diskussion. 3. Werkstattund Verbandsangelegenheiten. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: in Mörschel's Salon, Schönhauser Allee 28. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Rohrlack. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. V Die Kollegen folgender Werkstellen sind zu dieser Versammlung eingeladen: Jernbek, Griebenomstraße 3 u. 4; Hamke, Schönhauser Allee 130; Rachfall, Raftanien Allee 10; Engel, Demiminerstr. 5; Müller, Fehrbellinerstraße 32; Schulz, Saarbrückerstr. 30. Die Kollegen letzterer Werkstelle sind bereits mehrmals eingeladen worden und werden daher dringend ersucht, diesmal zu erscheinen. Die Versammlungen werden pünktlich eröffnet. Die Ortsverwaltung. 76/ 14* Tischler- Verein. Sonnabend, den 3. August, abends 9 Uhr, bei Stehmann, Melchiorstraße Nr. 15! Versammlung. Tages- Ordnnng: Abrechnung von der diesjährigen Dampferpartie. Vereinsangelegenheiten und Ausgabe der Billets zu dem am 24. August in Sanssouci stattfindenden Vergnügen. 198/8 Der Ueberschuß ist für tranke hilfsbedürftige Mitglieder bestimmt. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung sämmtl. in Kistenfabriken beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend am Sonnabend, 3. August, abends 8 1hr, im Louisen städtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Tages Ordnung: 94/2 4 Der Eintritt in die Tarifbewegung. Die Fabrikanten sind hierzu brieflich eingeladen. In dieser Versammlung darf kein Kollege fehlen. Die Tarif- Kommission. Bimmerer. Todes- Anzeige. Sozialdemokrat. Wahlverein für den 4. Berliner ReichstagsWahlkreis. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser treues Mitglied Max Weyrich Polnische öffentliche Volksversammlung für Moabit und Umgegend am Montag, den 5. Auguft, abends 8 Uhr, im Lokale Aktienbrauerei- Gesellsch. Moabit, Thurmstr. 26. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Frauen haben zu dieser Versammlung auch Zutritt. 154/2 Die deutschen Parteigenossen werden ersucht, ihre polnischen Arbeits Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Einberufer. am 30. Juli nach langen Leiden an der kollegen auf diese Versammlung aufmerksam zu machen. Proletarierkrankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 2. August, abends 6 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas Kirchhofes aus, statt. Ehre seinem Andenken! Um zahlreiche Betheiligung bittet [ 242/2 Der Vorstand. M Kranken- und Sterbekasse der Berliner Hausdiener.( E. H.61.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Hermann Hartig, Engel Ufer 16, verstorben ist. Die Beerdigung findet Freitag, den 2. August, nachmittags 6 Uhr, von der Hale des neuen Thomas- Kirchhofes aus statt. Der Vorstand. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und meines guten Vaters Hermann Matuscheck sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, insbesondere den Herren Chefs der Lampenfabrik Schwinger und Gräf, den Herren Kollegen des theuren Verblichenen, sowie dem Gesangverein Grüne Eiche" unseren tiefgefühltesten Dank. Herzlichen, aufrichtigen Dank auch für die überaus reichen Kranzspenden. 25296 Rigdorf, den 31. Juli 1895. Wilhelmine Matuscheck nebst Tochter. Verein der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Sonntag, 4. August, vormittags 10% Uhr, bei Buske, Grenadierstraße Nr. 33: General- Versammlung. Turnverein Fichte". 5 Sonnabend, den 3. August, in der ,, Neuen Welt", Hafenhaide: Großes Sommerfest, bestehend in Grossem Konzert, turnerischen Aufführungen, Auftreten von Spezialitäten B und ei. m Riesen- Prachtfeuerwerk. Kinder- Beluftigungen, Kinder- Fackelzug( Stocklaterne gratis). Jm großen Saale: Eröffnung 2 Uhr. Sommernachts- Ball. Eintritt 25 Pf. Anfang 4 Uhr. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Billets find in allen mit Plakaten belegten Handlungen und bei nachfolgenden Komiteemitgliedern zu haben: P. Becker, Swinemünderstr. 123; F. Gent, Tresckowstr. 26a; G. Tessen, Oppelnerstr. 11, bei Reller; M. Kiezer, Wilsnackerstr. 39, bei Tiede; P. Bütow, Rixdorf, Hermanns straße 209. Das Komitee. Achtung! 262/7 Achtung! Aktien- Brauerei Friedrichshain vor dem Königsthor. Sonnabend, den 3. August 1895: Großes Sommerfest genossen Berlins zu gunsten der Unterstützungskaffe. 152/1 Kranzbinderei n. Blumenhdlg. arrangirt vom Verein der Plätterinnen und verwandter BerufsAugust Retzlaff, empfiehlt für Gewerkschaften und Ber 29696 eine Widmungskränze, Guirlanden und Preisen bei geschmackvoller Ausführung. Blumen zu den billigsten Markthallen Achtung! Achtung! Köpenick, Adlershof, Glienicke u. Umg. Grosses Garten- Konzert, ausgeführt von einer stark befekten Kapelle von Zivil- Berufsmukkern unter Mitwirkung der so beliebten Sender'schen Konzert- Gesellschaft. Täglich billigste Dampfschifffahrten auf unseren neuerbauten hocheleganten Dampfern nach den herrlich am Wald und Wasser gelegenen Etablissements in Nieder Schönweide: Große öffentliche Versammlung Brauerei Borussia, Kyffhäuser u. Neptunshain. für Männer und Frauen Sonnabend. 3. August, abends 81/2 Uhr in Wöllstein's Lustgarten, Adlershof, Bismardstraße 26. Tagesordnung: der Sonntag, 4. August, vormittags 10% Uhr, im Lokale des Herrn 1. Abrechnung der Bergner, Annenstraße Nr. 16: General- Versammlung Unterstügungsfache. Neuendorf'schen 2. Die Genossenschaften, ein Kampfmittel des Proletariats. Referent: W. Wiese, Berlin. des Verbandes deutscher Zimmerleute 3. Freie Distusfion. und verwandter Berufsgenossen, Zahlstelle Berlin. Zagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Metzner. 2. Abrechnung vom 2. Quartal sowie Jahresabrechnung vom 1. Juli 1894 bis zum 31. Juni 1895. 3. Gewerkschaftliches. 254/4 Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. = ( Verwaltung Berlin Centrum.) Sonnabend, den 3. August, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Bergner, Annenstraße 16: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Folgen der fapitalistischen Produktionsweise und die Aufgaben der Gewerkschaften. Referent: Herr Schöpflin. 2. Wahl des Kassirers. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. 113/6 Die Ortsverwaltung.. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der wichtigen Tagesordnung wegen wird um recht zahlreiches Erscheinen ersucht. 25286 Der Einberufer. Hildebrandt. Verband der Abfahrts- Station von heute ab nur Stralauer- Strasse 57 ( Miegel's Restaurant) nicht Jannowihbrücke, Restaurant Herold. Abfahrt täglich von 1 Uhr mittags an, Sonntags von 7 Uhr morgens ab. Fahrpreise: Berlin- Borussia oder umgefehrt 10 Pf., Sonntags 20 Pf. Berlin- Anhäuser Berlin- Neptunshain od. 15 " " 20 " 25 " 30 Garantie für prompteste Rückbeförderung selbst in den spätesten Nachtstunden. Unsere Dampfer( für 500 Personen) werden an Vereine 2c. unter conlantesten Bedingungen vergeben. Oberspree- Dampfschiff- Gesellschaft Tismer& Co. Fernsprecher Amt Nieder- Schönweide Nr. 14. Sattler u. Tapezirer. C. Freund's Inselgarten Empfehle allen Vereinen, elegentés Versammlung auf schaften 2c. mein idyllisch Lofal zu Sommerausflügen. Dampferam Sonnabend, den 3. Tuq Pichelswerder. Brüdenzurüdgang vergütet abends 9 Uhr, Alte Jakob str. 83 bei Herrn Pafch. Tagesordnung: 1. Verbandsfragen. 2. Berschiedenes. 15617 Die Ortsverwaltung. Zentral- Kranken- und SterbeHerm. Jmbs. Ostbahn- Park Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Platz. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Garten- Concert von w. Zentral- Verband der deutschen Maurer fasse der Tischler u. s. W. Zahlstelle Berlin I( Buzzer). Sonntag, den 4. August, vormittags 11 Uhr, in Cohn's Feßfälen. Beuthstraße Nr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht über den Stand der Sache: gesetzliche Sicherstellung des Arbeitslohnes. 2. Abrechnung vom 2. Quartal 1895. 3. Verschiedenes. NB. Sämmtliche Kollegen, welche bis jetzt den„ Grundstein" nicht regelmäßig erhalten haben, werden hiermit aufgefordert, dies in der Versammlung bei der Lokalverwaltung anzumelden. Gleichzeitig Billetausgabe zu dem am 24. August d. Js. stattfindenden Stiftungsfest. 134/2 Der Bevollmächtigte. Verein der Schäftebranche. Sonnabend, 3. Auguft, abds. 9 Uhr, bei Wernan, Rosenthalerstr. 57: Versammlung. 173/8 Verband der Bauarbeiter und Berufsgenossen Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, den 4. August 1895, vormittags 10% hr, im Lokale „ Süd- Oẞ", Waldemarstraße 75: US Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen A. Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Diejenigen Kollegen, welche im Befih von Sammel Listen sind, werden ersucht, selbige in der Versammlung abzuliefern. 32/2 Die Ortsverwaltung. Versammlung am Montag, den 5. August cr., abends 81/2 Uhr,[ 183/1] bei Wiel, Ackerstr. 145. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. . A.: Bertels, Bionskirchstr. 20, 3 Tr. Die Ortsverwaltung. Allgem. Metallarbeiter- Kasse Filiale Rixdorf. früh 8 Uhr, [ 2531b Sonntag, den 4. August 1895, Familien- Ausflug nach Johannisthal. Buchbinder. Billets zur Fachausstellung, Wintergarten, Friedrichstraße, à 25 Pf., find im Nachweis, Annenstr. 16, zu haben. Sonntag, d. 4. August, vorm. 91/2 Uhr, gemeinsamer Besuch der Austellung. Treffpunkt Annenstr. 16. Garten- Concert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors W. Carlon's. Anfang Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Pf. Wochentags 5 Uhr. Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier verabreicht wird. Volksbelustigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu soliden Preisen. Bureau Bammelmeyer Neuestes Ensemble der altbeliebten Stettiner Sänger Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Täglich( außer Sonnabends): Victoria- Brauerei ( Nahe Potsdamer Brücke.) LützowStrasse No. 111-112. Jm herrlichen Konzert- Garten refp. Saal. Anfang präz. 8 Uhr. Rassenöffnung 6½ Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Familienbillets 1 Mart( für 3 Personen giltig). Nach der Soiree: Tanzkränzchen.( Siehe Plakat.) Berantwortlicher Redakteur: Max Pfund in Halensee. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.