�benöavsgabe Nr. 337 ♦ 43. Jahrgang Ausgabe B Nr. 166 BejuasJeMnäimgttt und«mtifleiwriift tnfc in Ixt äHjtatnaiuflal)« ana««tbea Heöaflion; Sffl. 66, Cioöenfltabe 3 Fernsprecher. VSahoss 202-201 rel-Adresse-Sozialdemokr»» Berlin Derlinrv Volksblskt pksnnig) Dienstag 20. Juli Z92H «erla,«üb Snieiaenabteiluuß: ««sr etwa ISM holländiiche Gulden (flr �or'cher aus dem Gebiete der reinen oder angewandten Ehemie zur Versügun». Bewerbungen sind an da» Büro der Akademie di« zum 1. November 1S2S einzureichen. Mißtrauen und Zeinöschaft in Paris. Herriot ohne Z�inanzprogramm. Paris, 20. Juli.(Eigener Drahtbericht.) Das neue Kabinett Herriot umsaht zu mehr als drei Viertel Vertreter des früheren Linkskartells, enthält allerdings keine Sozialisten, hingegen stellen Dariac und Colrat die Vertreter der Parteien des linken bürgerlichen Zentrums dar, deren Stimmen Herriot damit zu gewinnen hofft. Inwieweit diese beiden Minister jedoch dem Kabinett die parlamentarische Unterstützung ihrer. Fraktionen brin- gen werden, bleibt sehr fraglich. Hat doch die Fraktion, der Dariac angehört, eine Entschließung gegen da» neue Kabinett gefaßt: die Bedeutung Colrat s, der eine Zeitlang sogar als Iinanzminister genannt war, ist aber so gering, daß er als eine wesentlich« Stütze des Kabinetts kaum in Frage kommt. Der parla- mentarische Aberglaube nimmt überdies an, daß die Person D a> r i a c s dem Kabinett Unglück bringen werde. Er war bis letzt ein- mal Minister im Kriegsministerium Ribot, das am ersten Tage seines Bestehen» vor der Kammer siel. Die Rechtspresse zieht unter Hinweis darauf allerhand Vergleiche für die Zukunft der neuen Regierung. Im übrigen greift sie das neue Kabinett mit unerhörter H e f t i g ke i t an. Aber auch die Linkspresse ist zum mindesten sehr zurückhaltend in ihren Urteilen, wenn nicht, wie z. B. die„Ere Rouvelle", ausgesprochen skeptisch, wo» die Zu- kunft des Kabinetts anbelangt. Die Erklärungen, die der neue Finanzminister de Monzie noch am Montag abend vor Vertretern der Presse gemacht hat. lösten eine allgemeine Verblüffung aus. Er will nämlich zur Durchführung seiner Finanzpolitik, die einstweilen niemand kennt und die man sich vorläufig auch nicht gut vorstellen kann, da de Monzie bisher ebenso das Finanzprogramm der Rechten wie der Linken ablehnte, von der Kammer bereits in der Regierung»- ertlärung gewiss«„Handlungsfreiheiten", also Vollmachten verlangen, wa» er und seine Freunde, Herriot an der Spitze, Eaillaux oerweigert haben. Wie er sein« Forderung der Kammer näher bringen will, ist die große Frage. Die Stimmung im S e n a t ist dem neuen Kabinett gegenüber ausgesprochen feind- l i ch. Es wird also der ganzen Geschicklichkeit Herriots und seiner neuen Mitarbeiter bedürfen, wenn das neue Kabinett eine Mehrheit vor der Kammer finden will. Die Uebermittlung von Börsenkursen durch Radio ist bis aus weiteres verboten worden. „Ruhe und Arbeit." pari». M. Juli.(EP.) Räch Verlassen des Ministeriums über» gab gestern abend Innenminister Ehautemps den Pressevertretern ein Communiquö folgenden Inhalts:„Die Regierung der republikanischen Union, die soeben gebildet worden ist, verfolgt nur einen Zweck: Di« Verteidigung de« Franken außerhalb �eden Parteigeiste«. Sie verspricht dem Lande Energie und 'rsucht es um Ruhe, die ebenso wie die national« Arbeit eine» 'er unentbehrlichsten Elemente für die wirtschaftliche Wieder» -ufrichtung des Landes ist. Da» neue Kabinett wird vor der Kammer am nächsten Donnerstag erscheinen. Schulöendebatte in London. England zahlt mehr alS es erhält. London, 20. Juli.(Eigener Drahtbericht.) Im Unterhaus gab es am Montag eine große Aussprache über die zwischen England und Frankreich zustande gekommene Schuldenregelung. Im Vcr- lauf der Aussprach« wurde darauf hingewiesen, daß die S t a b i l i. s i« r u n g der sranzösischen Währung sowohl vom englischen wie vom europäischen Standpunkt aus zu begrüßen sei, da der fortschreitend« Verfall de» Franken dem europäischen Handel den größten Schaden zufüge. Für die Arbeiterpartei beanstandet« S n o w d e n. daß Frankreich und Italien in dem Schulden- abkommen besser gestellt worden seien al» England gegenüber Amerika. Wenn Ehurchills optimistische Annahme zutreffe, jährlich von Deutschland IS Millionen Pfund Sterling an Reparationen zu erhalten, werde England von Deutschland, Frankreich und Italien zusammen 3ZX Millionen Pfund Sterling bekommen, während es selbst an Amerika 3 8 Millionen Pfund Sterling zu zahlen hat. In IS Jahren würde, vorausgesetzt, daß die Schuldenabkommen noch in Kraft sind, Amerika, an sich da» reichst« Land der Welt, alljährlich von Europa 80 Mil- lionen Pfund Sterling erhalten. „Erbitterung gegen Amerika." Churchill erklärte, er habe nicht den Wunsch, sich in Vor» würfen gegen da» amerikanisch« Volt oder die amerikamschen Zeitungen zu ergehen. Jedoch behaupteten die Zeitungen, Mellon habe gesagt, die amerikanischen Anleihen an England wären nicht so sehr zur Beschaffung von Kriegsvorräten aufgenommen worden, sondern für allerlei andere Zwecke in England selbst und außer» halb Englands, und damit es England erspart werde, bei seinen eigenen Staatsangehörigen zu borgen. Dies stellt, sagt Churchill, ein unbestreitbare» und gänzliche» M i h v e r st e h e n der Dinge, wie sie wirtlich liegen, dar. Und dieses Mißoerftändsnis ist von so ernstem Charakter, daß ich beinahe geneigt bin, die Autentität dieser Stelle von Mellons Aeußerung anzuzweifeln. Alle An- leihen, die die Vereinigten Staaten den Alliierten gewährt haben, waren laut ausdrücklicher Bestimmung des amerikanischen Kon» presse» nur zur Durchführung des Kriege» bestimmt. Für leben geliehenen Cent hat da» ainerikanische Schatzamt A b r e ch» nung verlangt und erhalten. Jeder Cent ist i n den Ler- einigten Staaten ausgegeben worden. Es besteht schon wegen dieser Schuld beträchtliche Erbitterung und Verstimmung, und e» ist wichtig, daß diese Verbitterung durch Mißverständnisse über den tatsächlichen Sachverhalt nicht noch gesteigert wird. Strafrechtlicher Schutz de» Staatstredite» soll in Belgien ein- geführt werden. Ein Regierungsentwurf sieht vor, Gefängnis- strafen von zwei Monaten bis zu zwei Iahren und Geldstrafen von 1000 bis 3000 Franken für die Verfasser von Preßartikeln, die ge» eignet sind, den Kredit des Landes zu beeinträchtigen. Der Mossuloertrag ist ratisiziert worden. Bei Kalkutta griffen Mohammedaner von neuem eine Hindupro- Zession an. Dabei wurden sieben Hindu» getötet und«ine große An- zahl verletzt. Zur Kalenderresorm stellte die Vertehrskoinmission des Völker- bundes fest, daß von feiten der hohen kirchlichen Behörden gegen eine Festlegung de» Datums des Osterfestes keine Opposition gemacht wird, die prinzipieller Art wäre, und daß aus zivilen Kreisen keine Einwände erhoben werden. Die Kommission beschloß, die Bundes- Versammlung aus den Stand dieses Problems aufmerksam zu niachen, und ersuchte sie, mit dem Wunsche um Festlegung des Osterfeste» an die zuständigen staatlichen Behörden heranzutreten. „Ein poet, Philosoph und guter Mensch." Mit diesen Worten beschrieb Wickham Steed, der früher« Chefredakteur der„Times", bei einein Besuch in Warschau den Eindruck, den Marschall Pilsudski auf ihn machte. Der Mückensommer. Aus ollen Teilen Deutschlands kommen Mitteilungen, wie sehr der Aufenthalt im Freien— hauptsächlich an den Flußufern— durch das ganz ungemein starke Austreten der Mücken in diesem Jahr be- «inträchtigt wird. Die vielen großen Unwetter in Verbindung mit den Ueberschwemmungen, denen ein« außerordentliche Wärmeperiode folgte, bringen jene Atmosphäre, in der diese Infekten am besten ge- deihen. Ihre Opfer sind die armen Luft- und Lichthungrigen, die in den heißen Sommernächten der stickigen Großstadt entfliehen wollen. Sie ziehen, bewaffnet mit Proviant und Zeltbahnen, mög- lichst schon Sonnabend nachmittag los, suchen sich das ersehnt« Pa- radie» im Freien und schlagen, nichts Böse» ahnend, ihre Zelte aus. Statt des kräftigenden Schlase» gibt's ab«r«inen verzweifelten Nacht- kämpf. Di« Mücken rücken langsam an, werden immer zahlreicher und erzwingen sich— sei das Zelt auch noch so gut gedichtet— irgendwo den Eingang. Zehn schlägt man tot und hundert sind wieder da. Das Gemetzel dauert die ganze Nacht bis in den hellen Vormittag hinein. Zerstochen, verschwollen, unausgeschlafen und oerärgert zieht der Besiegte von bannen. Und wie köstlich hatte er sich diese Nacht in freier Natur gedacht! Manchmal läßt ihn der schöne Morgen nach und nach die Qualen der Nacht vergessen, aber d«r an hundert Stellen von den Mückenstichen geschwollene Körper erinnert ihn noch tagelang an die„Nacht im Freien". * Besonders aus dem Spreewaldgebiet gehen uns Klagen über die ungeheuerliche Mückenplage zu: Die Bevölkerung des Spreewaldgebietes hat unter dem Hoch- sommer doppelt zu leiden. Nicht nur daß die Hochwasser in diesem schon immer von Ueberschwemmungen heimgesuchten Gebiet fast die gesamte Ernte vernichtet hoben. Di« Spreewälder harren in diesem Jahre umsonst auf ihre Sommergäste. Di« andauernd« Feuchtigkeit hat noch die Mückenplage gebracht, von einem Ausmaß, das selbst sür den Spreewald ungewöhnlich ist. Zu tausend«» treiben tote Mücken auf dem Wafler, stellenweis bilden sie«ine dicke Kruste. Auch der Fischdestand des Spreewaldes hat sicher auf Jahre hinaus schweren Schaden erlitten. An einer bisher unbekannten Ursache sind Tausende von Fischen gestorben. Scharenweis treiben die toten Fische, darunter Hechte und Karpfen, stromabwärts. Wegen Seuchengefahr sind die Badeanstalten in Lübben geschloffen. Das Baden in öffent- lichen Gewässern ist verboten._ vie neue verhaßung Keils. Wo sind die..InteEesienten"-Einlagen geblieben? Wie wir gestern bereits in der Loge waren mitzuteilen, wurde der„Wettkonzern" des Herrn Arthur Keil Montag srüh polizeilich geschlossen und Keil verhastet. Da» Wettunternehmcn war Ansang April dieses Jahres von Arthur Keil mit einer großen Reklame aufgezogen worden. Er versprach ein« monatliche Verzinsung bis zu öS M. Die Verwaltung und Auszahlung der Gelder sollte in den Händen einer Treuhandgesellschaft liegen. Es tonnte festgestellt werden, daß in den verschiedensten Zahlstellen, die sich in allen Stadtteilen befanden, bis zum Juni etwa 4600 Mark eingezahlt worden waren. Als die Untersuchungskommission eingesetzt wurde, änderte Keil das Wettsystem in ein Sparsystem um. Die Leute sollten auf eine E i n- läge von 50 Pf. eine Betätigungsmarte mit dem Bildnis des Unternehmers erhalten. Wenn sie 20 solche Mar- k e n geklebt hatten, die in einem Buche vereinigt waren, so wurde ihnen die Einlage aus Wunsch einschließlich 10 Proz. Zinsen zurückgezahlt. Sie kannten es ober auch im Betriebe stehen lassen und weiterkleben. Weil hier die Leute totsächlich«inen Erfolg sahen, so bewährte sich da» System und es wurden viele Einzah- lungen gemacht. Die Nachforschungen der Prüfungstommission er- gaben, daß Keil die bis zum Mai dieses Jahres erfolgten Einlagen ordnungsmäßig bei der Treuhandgesellschaft hinterlegt hat, vom Mai an aber fehlt jeder Nachweis über die Verwendung der Spargelder Die Bücher des Unternehmens sind beschlagnahmt und Sachverständigen zur Prüfung übergeben worden. In den Ver- lagsräumen in der Friedrichstr. Sb, die 1ö Zimmer umfassen, sahen eine ganze Reihe von Angestellten, die nach ihrer eigenen Aussage nicht» zu tun hatten. Ueberall waren Filialleiter, Boten- jungen und anderes Personal angestellt, die Interessenten- einlagen" von 20 bis zu 1000 M. hinterlegt hatten. Dafür war ihnen eine Gewinnbeteiligung zugesichert. Es hat sich nun ergeben, daß nach Cinzahlling der Interessenteneinlage die An- gestellten bald wieder entlassen wurde», ohne daß man ihnen ihre Gelder aushändigt«. Der Verlag vertrieb außerdem in letzter Zeit eine Zeitschrift, die sich„Die Freiheit" betitelte. Aber auch dieser Versuch erwies sich als ein Mißgriff. Der finanzielle Erfolg blieb aus. Sparer, Angestellte und andere Personen, die Forderungen geltend zu machen haben werden ersucht, sich bei Kriminalkom- missar Dr. Wächter im Zimmer 547c des Polizeipräsidiums zu melden. vas promotionsrecht öer Handelshochschule. Die Berliner Handelshochschule ist durch einen Der- trag der preußischen Staatsregierung mit der Ohandel». und Industrie- kammer in die Reihe der Institute aufgerückt, die das Recht der Doktorpromotion haben. Das Rektorat der Berliner Handelshochschule, vor allem Prof. Dr. N i e ck l i s ch, haben einen jahrelangen Kampf geführt um die Zusammenlegung der Handels- Hochschule mit der Technischen Hochschule zu verhindern und zu er- reichen, daß die Betriebswirtschaftslehre als abgeschlossene Wissen- schast Geltung erhält. Am 16. Juli diesen Jahres ist der Vertrag zustlmdegekommen, nach dem auch die Berliner Handelshochschule— ähnlich wie in Köln und Frankfurt a. M. neu« Studien- o r d n u n g erhalten hat. Diese Neuordnung des Studiums bestimmt, daß Boraussetzung sür da» Studium das Abiturientenexamen ist und statt wie bisher vier jetzt sechs Semester absolviert werden müssen. Nach acht Semestern kann der Student durch eine Prüfung den Doktortitel„Dt. occ."(oeconomie) erlange». Den fünfzigsten Geburtstag des Prof. Dr. N i e ck l i s ch nahm die Studentenschaft der Handelshochschule zum Anlaß, um ihren Donk abzustatten sür die ausopserungsoolle Tätigkeil, die Nieckliich zur Er- reichung des Rechtes der Doktorpromotion geleistet hat. E. W o l f f, der Vorsitzende der Studentenschaft, zeichnet« in seiner Ansprache«in Lebensbild des Jubilar». Für die Staatsregierung überreicht« Gehrimrat Kühn« einen Erlaß, wonach der Rektor der Handelshochschule den Titel„Xlsgni- fizenz" erhält. Die Feier zeichnete sich im Gegensatz zu anderen Studenten- kundgebungen dadurch au», daß auch von der verantwortlichen Mitarbeit im Staate und von der Bedeutung guter Wirtschafts- köpfe gesprochen wurde.__ Tie Ehauffeure protestieren. Die vom Berliner Polizeipräsidenten vor einigen Tagen veröffentlichten neuen Zulassungsbedingungen für Kraftdroschken haben in den Kreisen der Interessenten lebhafte Beunruhigung hervorgerufen, da man aus den Standpunkt steht, daß verschiedene der neuen Bestimmungen den Wirtschaft- l i ch e n I n t e r e s s e n der Droschkenbesiger zuwiderlaufen und auch auf die Wünsche des fahrenden Publikums nicht in genügendem Maße Rücksicht nehmen. Ganz besonderen Unwillen der Kraft- droschkenbesitzer hat die Bestimmung hervorgerufen, daß in Zukunft nur noch geschlossene Droschken oder Landaulets zugelassen werden sollen. Ferner hält man das Verbot, demzufolge der Platz neben dem Chauffeur nicht mehr von Fahrgästen benutzt werden darf, für durchaus unzweckmäßig. Eine solche Maßnahme könnte nur mir Rücksicht aus die Verkehrssicherheit beschlossen werden, wenn sie in gleicher Weise für sämtliche Automobile und nicht nur ausschließlich für die Kraftdroschken durchgeführt würde. Am gestri- gen Tage fand eine Besprechung zwischen den in der Arbeitsgemein- schaft für das Krastdroichkengewerbe vereinigten Vertretern der Industrie und der Krastdroschkenbesitzer statt, in der beschlossen wurde, sich an den Berliner Polizeipräsidenten zu wenden und ihm selbst noch einmal die Wünsche und Bedenken des Kraftdroschken- gewerbes vorzutragen._ Rangierers Sterben. Zwei Eisenbahnarbeiler am Vahnhof Wedding getötet. Ein folgenschweres Unglück, bei dem 2Eisenbahnarbeit«r getötet wurden, ereignete sich gestern Nacht gegen 2.30 Uhr auf dem Bahnkörper der Stadtbahn kurz hinter dem Dahnhos W e d d t n g. Der 50jährige Rangierführer Röhn aus der Sellerstraße 3 ging zusammen mit dem 2Sjährigen Hilfsweichensteller Behrendt aus der Uckennünderstraße 2 zwischen den Geleisen entlang als von hinten plötzlich der Personalzug 3772, der sich aus der Fahrt nach Weihenfee befand, nahte. Der Zug fuhr auf einem Nebengeleis, da auf dem Hauptgeleis Bauarbeiten ausgeführt werden. Köhn und Behrendt, die den Zug wahrscheinlich aus �diesem Geleis nicht ver- muteten, wurden erfaßt und überfahrerk. Sie waren aus der Stell« tot. Di« Leichen wurden nach dem Schauhaus gebracht. Die Polizei ist noch mit der weiteren Klärung des Vorfalles beschäftigt. Wieder fünf Personen beim Baden ertrunken. Im W a n n s e e ertrank gestern nachmittag der 27jährige Kauf- mann Hugo Reuter aus der Belziger Str. 60. Im Freibad H e i l i g e n s e e ging der 4Zjährige Graveur Gottsried Volkmar au» der Ködelstr. 16 zu Reinickendors-West plötzlich unter. D baumaßnahmen in den Hauptwerk st ätten im Zusammenhang mit der fortschreitenden Elektrifizierung der Reichsbahn. In der Bahnunterholtung sei die Durcharbeitung von über lltXXI Gleiskilometern im Rückstand. Die Bearbeitung bietet die Möglichkeit, für über 100 000 Arbeitslose Lohn und Brot zu schaffen. Als ein Erfolg der Einheitsorganisotion müsse es bezeichnet wer- den. daß es gelungen ist, bei den jetzigen Umboumaßnahmen der Bahnunterhattung da» Geschäft mit dem wchwerinduriellen K l ö ck- n e r in Höhe von 350 Millionen Mark zu zerschlagen. Jahn ging dann auf das vom Einheitsoerband ausgearbeitet« Arbeits- beschaffnugsprogromm ein, dos in nachstehender Resolution an- genommen wurde: .Auf der 4. Bundesausschußtagung des ADGB. in Düsseldorf hat der Herr Reichswirtschastsminister Dr. C u r t i u s darauf bin- gewiesen, daß u. o. auch die Eisenbahn bei der Behebung der Ar- beitslosigkeit als Beschaffungsstelle einzusetzen sei. Die Reichsbahn soll bereits begonnene Bauten zu Ende führen, die sich aus 280 Kilometer Gleisbau, Tunnelbau sowie Hochbauten zusammensetzen. Darüber hinaus fordert die Generaloersammlung der vrts- gruppe Berlin des Einheitsverbonde» der Eisenbahner Deutsch- lrnds die sofortige Inangriffnahme des in der Denkschrift de» Einbeitsverbandes der Eisenbahner Deutschlands vom 15. Marz 1925 näher bezeichneten Gleisbouprogramm». Diese sieht den für die Betriebssicherheit der Reichsbahn unbedingt notwendigen einmaligen Umbau von gZ Rcstgleiskilomelern au» der Kriegs- und ZnslalionszeU vor. Lei Durchführung dieses Drogramms würden nicht nur bei der Reichsbahn allein 7 2 115 Menschen über den zurzeit bestehen- den Personalstand hinaus Beschäftigung sinden, sondern auch in der Eisen-, Holz-, Erde- und Steinindustrie weitere Zehntaulende in den Produktionsprozeß eingegliedert werden können. Die laufenden Um- und Erneuerungsbauten dürfen hierbei keinerlei Einschränkung erfahren. Soll durch das Arbeitsbeschaffung-programm der Regierung die Arbeitslosigkeit gemindert werden, so erscheint es selbstverständlich, daß bei der Reichsbahn nunmehr jedweder Abbau— sei es durch Stillegung. Entlassung oder RückÜberführung aus dem Be- omten- in das Arbeiterverhältnis— e i n g e st e l l t werden muß. Di« ganze Aktion der Regierung würde verpuffen, wenn aus der größten Bclchaffungsstelle des Reiches— also der Reichsbahn— weiterhin Tausende in da» Erwerbslosen- Heer abgestoßen werden. Di« Generalversammlung erwartet daher von der Reichsregie- rung u:.d der Oesfentlichkeit, daß ihre Forderung entsprechende B-achtung findet, keinerlei Schließung von werkställen �r. Teile».solcher mehr erfolgt und dia..zu rü.chg est eül t«n r b e i t e n, wie Verstärkung und Ergänzung der Stoßvorrich- Wtzgen,. sowie Ausrüstung der V-Zug-Wag«n mit-nwtorischer Bs- leüchtung und Einbau brennstoffsparender Einrichtungen in die Lot» in eigener Regie boldigst ausgeführt werden." Den Geschäftsbericht gab W i n t l e r. Die zwischen Reichs- bahn und Personal bestehenden Gegensätze würden künftig noch viel schärfer als bisher aufeinanderprallen. Der Name Dorp- Müller besage alles. Infolge der Durchführung des Schieds- s p r u ch e s vom 29. Dezember 1925 ist auch das Lohnniveau für die ungelernten Arbeiter etwas gehoben. Durch ihren Beitritt geben di« Ungelernten zu erkennen, daß sie ihre Jnteresien am besten durch den Einheitsverbond gewahrt wissen. Ein Erfolg für die Organisation ist auch der Ausgang der B e- trieb srätewahlen. Fast 200 unorganisierte Betriebsräte haben sich auf der Liste des Einheitsverbandes wählen lassen. Hin- sichtlich der Aenderung der jetzigen Arbeitszeit und Arbeitsmethoden haben die Eisenbahner noch schwere Kämpfe zu gewärtigen. Do» Vertrauen zur Organisation drückt sich in der fortwährenden Steige- rung der Mitgliedszisfer und der guten Beitragsleistung au». Für die Arbeiterinnen gelang es in den Fällen, in denen sich der Lohn infolge der Herabsetzung der Ortszulage am 1. Juli ver- minderte, den überschießenden Betrag als Ausgleichszulage beizu- behalten. Für die Beamten wurden verschiedene Erleichtc- rungen der Urlaubssrage geschaffen. Die Estwicklung könnte besser sein, wenn nicht gewisse Lorurteile bei deiv'Beomten noch immer im Wege ständen. Der unternommene Vorstoß gegen den Bohnschutz hat infolge des starken Widerstandes der Berliner Polizei nicht zu vollem Er- folg geführt. In nächster Zeit wird aus diesem Gebiete mehr Klarheit geschaffen werden. Für die beim Spritzverfahren in den ?lusbess«rungswerk«n beschäftigten Arbeiter war die Propaganda des Hauptvorstandes auf der„Gesolei* zur Beschaffung einwandfreier Respiratoren- und Absauge- Vorrichtungen erfolgreich. Die Entwicklung der Berliner Ortsgruppe bewegte sich>n.->u!>reigcnder Linie. Aus dem Kassenbericht, den Ialer paa. ging hervor, daß die Kassenverhältniss« stabil geblieben sind. Bemerkenswert ist die stirke Inanspruchnahme der Unter- stütziiügscinrichtungen. Die Diskussionsredner waren mit dem Geschäfts- und Kassen- bcricht, von einigen Wünschen abgesehen, einverstanden. vee SchleKschroch fSe öea««zelhauöel. „Ermäßigung" der Angestelltengehälter. Der Vorsitzende der Ortsgruppe Berlin des ZdA., Genosse Gott für chi, berichtete am Montag in der Versammlung der Einzelhandelsangestellten in den Sophiensälen über das Ergebnis der Verhandlungen vor dem Schlichtungsausschuß. Bekanntlich hatte die Einzelhandelsgemeinschaft Groß-Berlin den Gehaltstarif zum 31. Juli gekündigt und einen G e- Haltsabbau bis zu 25 Proz. gefordert. Es wirkte bei den Verhandlungen geradezu grotesk, daß der Vorsitzende der Einzel- Handelsgemeinschaft, Herr G r ü n f e l d, die Notwendigkeit des Ab- baues begründete, der sich bisher stets gegen den Abbau in der Industrie ausgesprochen hatte, weil dadurch der Einzelhandel zugrunde gehen müsse. Die Verhandlungen ließen klar erkennen, daß es den Unternehinern nur auf ein Mitmachen der Abbaumanie ankommt. Die von ihnen vorgebrachten Argumente wurden von den Angestellienvertretern glatt widerlegt. Nach S�stündigen Verhandlungen fällte der Schlich- tungsausschuß einen Schiedsspruch, nach dem di« bisherigen niedrigen Gehälter der Lehrlinge und Angestellten bis zum 2 0. Lebensjahre einschließlich unverändsrt bestehen bleiben. In den anderen Gruppen wurde eine Kürzung der Gehäller vorgenommen, die zwar den Forderungen der Unter- nehmer nicht voll entspricht, ober mit 2 Mark beginnt und bi» zu 30 Mark geht. Im Gegensatz zu der Forderung der Unternehmer, daß die verkürzten Gehälter bereits rückwirkend vom 1. Juli bis 31. März 1927 gellen sollten, sieht der Schiedsspruch eine Geltungsdauer vom 1. August bis 31. Dezember 1 9 2 6 vor. Die sozialen Zulagen von 5 bzw. 10 Mark monatlich, die die Unternehmer auch beseitigt wissen wollten, bleiben bestehen. Genosse Gottfurcht bedauerte diesen Schiedsspruch, doch sei es der Tarifkommission leider nicht mehr möglich gewesen, den Abbau überhaupt abzuwehren. Gottfurcht wie auch die Genossin Ellert forderten die Anwesenden auf, die Zeit bis zum Ablauf dieses neuen Gehaltsabkommens zu nutzen und«in« rege Agitation unter den Einzelhandelsangestellten zu entfallen, damit es im De- zember gelingt, durch eine besser« Organisation der Angestellten di« Scharte wieder auszuwetzen. Die Gehälter im Einzelhandel beginnen für männliche aus- gelernte Angestellte mit 80 Mark im Monat, weibliche 70 Mark in Gruppe I, mit 140 bzw. 130 Mark— ab 1. August mit 130 bzw. 120 Mark— in Gruppe II, mit 170 bzw. 150 Mark— ab 1. August mit 160 bzw. 140 Mark— in Gruppe III und mit 250 bzw. 220 Mark— fortab 230 bzw? 200 Mark— in Gruppe IV. Die Höchstgehälter von 380 Mark für männliche und 313 Mark für weibliche Angestellte sind auf 350 bzw. 285 Mark herabgedrückt. Im Berliner Einzelhandel werden etwa 40 000 Angestellte be- schästigt. Wären diese Angestellten so gut organisiert, wie sie es nicht sind, gehörten sie der sreigewcrkschostlichen Organisation im AsA-Bunde, dem Zentralverband der Angestellten, allesamt an, dann tonnte diese Gehaltskürzung abgewehrt werden. Die Unorganisier- ten oder Halborganisierten können sich jetzt genau ausrechnen, was sie bei der Ersparung der Derbandsbeiträge eingebüßt haben und wie groß der Schoden ist, den sie ihren organisierten Kollegen und Kolleginnen zugefügt haben. dke Polizei. Nach einer TU-Meldung au» Prag kam es am 16. Juli in Brünn„anläßlich der Verhandlungen des neuen Generaldirektors der ersten Brünner Maschinenfabrik mit den Vertretern der Arbeitsgemeinschaft wegen der von dem Direktor geäußerten Absicht, 450 Arbeiter zu entlassen und die Löhne um 10 bis 40 Proz. herabzusetzen, zu einer sofortigen Arbeitseinstellung der gesamten Arbeiterschaft diese» Unter- nehmen». Erst den Bemühungen der Vertrauensmänner gelang«», die Arbeiter wieder zur Arbeitsaufnahme zu bewegen." Der Schluß- satz muß besonders gelesen werden:„Die Polizei hielt sich auf Wunsch de» Unternehmers in der Nähe in Bereltschast." Es genügt also der Wunsch irgendeines Unternehmers, um die Polizei zu seiner Verfügung zu haben. Die Polizei tanzt, weil die Unternehmer pfeifen. Sie fragt nicht nach den Gründen. Ob der neue Generalantreiber mit seiner provoka- torischen Entlassungsdrohung«in« Lohnkürzung bis zu 40 Proz. zu erpressen versucht und so„seine Leute" schier zur Verzweiflung treibt, das kümmert di« Polizei natürlich nicht. Es fällt ihr nicht ein, einen solchen skrupellosen Provokateur in Schutzhaft zu nehmen. Nein, sie häll sich auf den Wink de» Unternehmers in„Bereitschaft"— gegen die Arbeiter. Da» ist es. diese Parteilichkeit zugunsten des Unternehmertums, was die„Polizei" bei der Arbeitnehmerschaft so sehr— beliebt macht. In der Tschechoslowakei! In Deutschland aber soll so etwas nicht vorkommen; höchstens bei einem Streit oder einer Aussperrung._ Der Friedrich- hegar-Ehor schickt uns bezüglich seiner von uns in Nr. 313 des„Vorwärts" behaupteten Mitwirkung bei einer Demonstration der„selbständigen revolutionären" Verbände folgende Richtigstellung: Der Chor hat sich an dem Demonstrationszug nicht beteiligt. 24 Sänger vom Thor hoben am 26. Inn: bei der Er- öffnung um 9 Uhr und am Schlüsse der Versammlung(Reichs- konferenz) um 10� Uhr im Schweizergarten Arbeiterlieder zum Vor- trag gebrocht. Der Thor ist parteipolitisch nicht einseitig eingestellt, es bleibt den einzelnen Mitgliedern überlassen, bei Arbeiterveran- staltungen mitzuwirken. Es haben auch schon einzelne Mitglieder bei kleinen Feiern der SPD.-Dezirke gesungen und bei großen Ver- anstaltungen hat sich der gesamte Chor der SPD. zur Verfügung gestellt. Bei einem Thor, derMitglieddesDeutschenArbeiter- Sänger-Bundes ist, brauchte da» nicht erst betont.zu werden. Wir wollen dem Friedrich-Hegar-Chor durchaus keine Vorschriften machen, an welchen Veranstaltungen er oder ein Teil seiner Mit- glieder sich beteiligen soll oder nicht. Es muß uns jedoch gestattet sein, unser Bedauern darüber zum Ausdruck zu bringen, daß der Thor mit Veranstaltungen in Zusammenhang gebracht wird, deren Zweck es ist, durch Quertreiberei und Zersplitterung die deutsche Arbeiter- bewegung zu schädigen. Der Deutsche Arbeiter-Sänger-Bund ist ge- schaffen worden, um für die Hrbeiterbewcgung zu wirken. Wirtschaft wie Stillegungen inszeniert werben. Uns wird geschrieben: Es ist schon des öfteren darauf hingewiesen worden, daß gerade der rheinisch-westsälische Bergbau zu Stillegungen von durchaus rentablen Gruben übergegangen ist. In wie weitem Ausmaß hier Mißbrauch getrieben wird, beweist die Schlußoerhandlung über die Stillegung der Zeche„Vereinigte M a rL a r e t e" in Sölde. Die Verhandlungen fanden unter Vorsitz des Sonderbeauftragten des Preußischen Handelsministeriums, des Oberbergamtsdirektors Weise, statt. Sie ergaben u. a., daß die Angaben der Zechenverwaltung über den Zustand der Betriebe unter und über Tage sowie die finanzielle Lage die Stillkgung nicht rechtfertigten. Die Nach- Prüfung der Verhältnisse zeigte, daß die Kohlengrundlage gesund und für einen Zeitraum von mindestens 15 Jahren ausreichend ist. Wenn Betriebsverluste in mäßigem Umfange entstanden sind, so ist das allein auf die höheren Abschreibungen zurückzu- führen. Seit der Markstabilisierung wurden außer Guthaben in Höhe von 575 000 Reichsmark weitere 90 000 M. aus dem Betrieb herau sgewirtschastet, die zu Beteiligungen verwandt wurden. Auf Grund dieser Feststellungen kani der Sonderbeauftragte zu dem Schluß, daß weder die Betriebsstillegungen noch der geplante Belriebsabbruch gerechtfertigt sind. Charakteristisch für das Ergebnis der Untersuchung ist die Fest- stellung des k ll n st l i ch e n Defizits. Es handell sich hier um «ine Allgemeinerscheinung. So ist es bekannt, daß Betriebs- «rneuerungen unter den allgemeinen Unkosten aufgeführt wurden, wodurch sich für die finanzielle Lage, besonders für die Rentabilität, ein durchaus ungünstiges Bild ergibt. Hellmllleloersorgung der deutschen Krankenkassen A.äv. Die Bilanz des im Dienste der Krankenkasse stehenden Unternehmens schließt mit einem Verlust von 165 707 Mark bei einem Aktien- kapital von 1 Million Mark, von dem 250 000 Mark noch nicht ein- gezahlt sind. In ihrem Geschäftsbericht führt di« Gesellschaft das ungünstige Ergebnis auf verschieden« Ursachen zurück. Einmal hat sie Verlust beim Verkauf des Hauses Gertraudlenstrahe 24 erlitten und außerdem erheblich« Unkosten beim Ankauf des Hauses Tharlotienburg in der Berliner Straß«. Ferner hat das Unter- nehmen vom Umsatz niit den Krankenkassen im Gegensatz zu anderen Firmen der Branche Umsatzsteuern zahlen müssen. Jetzt ist aller- dings durch eine Entscheidung des Reichsfinanzhofes festgestellt worden, daß diese Umsatzsteuer zu Unrecht gezahlt worden ist, infolgedessen wird an die Gesellschaft«in Betrag von 32 454 Mark zurückstießen. Die ständig sinkenden Preise mochten es unmöglich, aus dem Warenumsatz Gewinn« zu erzielen, die hoch genug waren, die beträchtlichen Unkosten zu decken. Di« Gesellschast muß sehr um- fangreiche Loger nicht nur in der Zentrale, sondern auch in den Zweigstellen(Darmstadt, Dresden, Hamburg, Karlsruhe. Magdeburg) unterhalten. Infolge der Tatsache, daß die an der Gesellschast be- telligten Krankenkassen nur einen Bruchtell des Gesellschastskapitals durch Aktienerwerb eingezahlt haben, war das Unternehmen genötigt, Bankkredit« in Anspruch zu nehmen und dafür teure Z i n- sen zu zahlen. Durch den bekannten Erwerb der Aktienmajorität von Oskar Skaller konnten das eigen« Zentralloger und die Zweig- stelle Berlin aufgelöst werden. Di« Zentralverwaüung besteht nicht mehr; ebenso ist durch di« Beziehung zu Staller der zentrale Per- waltungsapparat sehr erheblich verkleinert worden. Di« Unkosten werden sich im neuen Geschäftsjahr verringern, ebenso wird das Lager verkleinert werden können. Der Aufsichtsrat schlägt der Generaloersammlung vor, das Aktienkapital auf 400 000 Mark zusammenzulegen. Einmal ist nicht damit zu rechnen, daß die Kassen in nennenswertem Umfang noch Aktien erwerben, andererseits wird auf dies« Weis« der Verlust beseitigt. Di« Kassen haben an ihrem Aktienbesitz keinen Verlust, da sie weniger als di« genannt« Summe an Aktienkapital gezeichnet haben. Ausfallenderweis« wurde bei der GenZraloersammlung di« Presse ausgeschlossen, obwohl di« mit'Skaller zusammenhängenden Vörgäng« öffentlich bekannt sind. Bei ihrer Stellung zum Reichsoerbande der deutschen Industrie hätte di« Heilmitteloersorgung den allergrößten Anlaß, ihre Verhältnisse vor aller Oesfentlichkeit darzulegen, damit sie nicht durch diese Geheimniskrämerei zum Gegenstand unsachlicher Krittt wird. Rasionalisierung in der Feldbahnbranche. Ausdrücklich wurde der Abschluß einer Interessengemeinschaft zwischen den beiden Feld- bahnfirmen R. Dolberg A.-G.(Gruppe A.-G. für Industrie und Technik) und Leipziger u. Co.(Otto Wolfs-Konzern) in der General- Versammlung der«rsteren Gesellschaft mit dem Hinweis begründet, daß es notwendig sei, größer« Gewinn« herauszuholen. Beide Firmen haben in Dortmund Betriebsstätten. Die der Firma Leipziger u. Co. werden nun stillgelegt und di« von Dolberg werden ausgebaut. Ebenso sollen Vereinfachungen in den Dertaussorganisationen de» In- und Auslandes vorgenommen werden, ferner Verhandlungen wegen des Rohmaterialieneinkaufes mit der bei Leipziger erheblich beteiligten Eifenhandelsftrma Otto Wolfs u. Co. angeknüpft werden. Auftragsbestand ist reichlich vorhanden, das Aktienkapital bei Dolberg, das erst vor einem Jahr von 600 000 M. auf 1 Million M. erhöht wurde, erfuhr eine weitere Erhöhung um 0,5 Millionen M. auf 1,5 Millionen M. Wie weit diese Maßnahmen geeignet sein werden, «inen wirksamen Wettbewerb gegen die größte deussche Feldbahn- firma Orenstein u. Koppel A.-G. zu ermöglichen, steht allerdings trotzdem dahin._ Mus öer Partei. Ein Makteotkl-Denkmal in Argentinien. Die italienische sozialistisch« Organisation in Argentinien Hot in Buenos Aires ein Denkmal zur Erinnerung an Giocomo Matte- otti errichtet, ein Werk des italienischen Bildhauers Zirordini. Es handelt sich um ein Hochrelief in Bronze, das den ermordeten sozio- liftischen Abgeordneten auf der Rednertribüne darstellt. Verantworllick tili Volitik: Srnsl Rcutkli WirtsckxUt: Art»» Eewt-rs-iiafisbtwezung: gr. Sfttat»; Feuilleton: St. Z»hi> SchlkoweN: Lotole, und Sonstia«,«ti» Statftäbt: Aiuciatn; Tb.®Io«e: sämtlich in Veelin. Berla«;»ormätW-Sttlaa®. m. b. 6. Berlin. Druck: Borwäris-Buchdruckerrl und Bttlaasontlal« Baul Sinaer u. Co. Berlin SM 68. Lindenstrob« 3. Für Sommer' und KIndcrfesfe p, piermutren, Scbcrrsicbcn, niamlnadons o Nittel, Feaerwcrk. Wadttiadteln, lorabola-Sortlmente. Lose— Meten. Nummernblocks QroBc Auswahl. BUIIssU Preise. fohl t; Weber Kaehf. Spittelmar kt 4-5 Hr. Verlangt Sommerprelsliste Nr. 5 Darnnrlapc sirtue«it»«LEIIEÜ IlNM!» Besonders hi Mini «*.Iwfctr mt M*n nttrtam UlUiy 1 �ucrgcns d__ \l9S«Bd erpla!? �■#25, iopb.100 ISSSfl Qalltangs-.Kthatl- i.leklamemirkeD gegen Nachahmung gesetzl reich. fertigt seit 45 Jahr. als Spexlalltit Conrad NOiler S Dannen-Derken laufen Sie heften, oh iZohril Bernnard Strohmandel, Bertin wottllr 72 iUntergrundhahn tznlelhrücke' Filiale: Splltetinaret, Eck» Sebbelftr,• und Westen. ItitalabDra*1 Platz 2, Eck- Traulenauft'. j , Zieparai. j-d. Ata. Illustr.(iteisfataloj gratis.,