Somtfnnennennbc C""«■■■'« Bezugspreis. Anzeigenpreise: WöchknNich 70 Pfennia, monatlich. � Die elnlvaltiae Nonpareilie- Z.— Zicichsmorl oorauo»ahldar. V MI ,cile 80 Dfennia. ReNamt»eile Unter Rtcuibanb für Sculldilonb, ld' � A.V A.\ A\ A\ �. U, 0- Reichsmark..«leine«n, eigen» Dom,,. Saar, und Memelaebiet. Ay M das fettacdruckte Dort 2Z Pfenni, WlzWWfWf MsM�.mei f�cbeujHe Dort.,, Anoland 8�0 Reich-markpr. Monat.■■■' T■■■■■[ �L�XtTlrJ'Zu �ÄÄÄMr. MW|| l�lll||| �| den Beilagen.Unterballung W WWW W W W WWW W'Z*,,' uno Willen«..Au, der MImwclt-. I W W BW.**-N H W Arbeitsmartt«eile 00 Pfennio. „Frauenstimme"...Der»inder. WI l i. �Mv � V gamilienameiaen fUr Abonnenten freund",„Jugend» Borwärts" und I �My Z' HB LrN««0 Vfennia. .Blick in die BiicherwNIt" erscheint � MHV BW- mochentäglich»weimal, Sonntags MmO��_«», eigen für die nSchlie Nummer und Montags einmal.__„ �.__ ▼/ mlissen bis 4li llbr nachmittags im Nerlrner VolKsvlskt WWWM 2entralorgan der Sozialdemokrat» fchen partei Oeutfchlands Neüaktion und Verlag: öerlin EW. öS, Lindenstraße Z Fernsprecher: Dönhoff SNÄ- S»7. die deutsche Abordnung nach Genf. Rabincttssitzung Vor der Abreise. Aas Reichstabinett wird sich vor der Abreise der deutschen Delegation nach Genf nochmals mit der Hallung seine: Skr- treter auf der kommenden Dölkerbundstagnng befofsen Es handelt sich vor allem um die Stellungnahme zu den Vera- tungsgegenständen der sechs Kommissionen. Man erwartet in Berlin die offizielle Mitteilung des Völkerbundes, daß die Voraussetzungen für den Eintritt Deutschlands gemäß den Wünschen der Reichsregierung erfüllt smd, am Dienstag bzw. Mittwoch, so daß noch am Mittwoch abend nach einer Kabinettssitzung die deutsche Delegation ab- reisen kann. Die Delegierten benutzen drei fahrplanmäßige Nachtzüge. Von Ölten(Schweiz) aus setzen sie dann die Reise gemeinsam nach Gens fort. Aus einen Sonderzug wurde wegen der Kosten verzichtet. Zastbismus in ffollanö? Die Rückkehr Solyins zur Macht wird betrieben. Amsterdam. September.(Eigener Drahtbericht.) Das im März, noch 113.Krisentagen, gebildete Ministerium de G e e r beginnt zu wackeln. Die Rechtsparteien sind mit ihm nie zufrieden gewesen und sie scheinen jetzt zum entscheidenden Schlage ausholen zu wollen. Ihre Bestrebungen gelten einer Rückkehr des früheren Ministerpräsidenten C o l y! n unter Fortsetzung seiner Politik in verschärftem Maße. Colyin, den nicht nur die sozialdemokratische Presse Hollands als den niederländischen Mussolini bezeichnet, hat sich damals keineswegs zufällig von der zweiten Kammer zurückgezogen. Er glaubt seine Stunde für gekommen, sobald die Regierung de Geer. die durch ihren Ehef bereits bei ihrem ersten Auftreten als Regierung d»s Zwischenspiels gekennzeichnet wurde, abgewirtschaftet hat. Es steht jedensalls außer allem Zweifel, daß ein Rücktritt der jetzigen Regierung zur inner. politischen Schicksals st unde Hollands wird, weil es sich dann um eine klare Entscheidung zwischen einer demokratischen Neu- Orientierung und einem wenn auch verschleierten faschistischen Regiment handelt. primos Herrlichkeit wackelt. Ein Bolksabstimmungsschwindel soll ihn rcttcn. Pari». 4. September.(Eigener Drahtbericht.) Der„Temps" meldet au« Madrid, daß die neue von Primo de Rivers begründete Partei der„Patriotischen Union"' den Diktator um die Erlaubnis ersucht habe, am 11., 12. und 13. September eine Volksabstimmung veranstalten zu dürfen. E» soll dadurch dem Lande Gelegenheit ge- geben werden, d�m Direktorium sein Vertrauen aussprechen zu können und die Einberufung einer gesetzgebenden Rationalversamm- lung zu verlangen. Sonntag, den 3. September 19ÄV Der„Paris Soir" meldet, daß sich in Spanien wichtige Er- eignisse vorbereiten. Eine schwere Krise des Direkte- r i u m s stehe bevor. Zwischen Primo de Rivers und dem König sei es zu einem schweren Konslilt gekommen. Die Ernennung des Generals Bercnguer, des erbittert st en Gegners Primas, zum Chef des Militärkabinetts werde als Zeichen dafür angesehen, daß der König sich für den Fall einer Bewegung gegen den Diktator den Rücken decken wolle. Der spanische Außenminister hat vor seiner Abveise von San Sebastian nach Madrid Journalisten erklärt, daß die bevor- stehenden Beschlüsse der Regierung mindestens eben solche Sensation erregen werden, wie seinerzeit die Ausrufung der Diktatur durch Primo de Rivera.„Journal des Debats" be- hauptet, die spanische Regierung beabsichtige im Einverständnis mit der italienischen Regierung das Tanger-Statutzu kün- d i g e n, ebenso den französisch. spanischen Vertrag von 1912. polnische polizeiftatistik. Der Staatsanwalt ohne Interesse. Warschau, i. September.(Eigener Drahtbericht.) Im Rahmen der Enthüllungen über die unglaublichen Zustände in der Warschauer Kriminalpolizei wurde am Sonnabend eine Statistik veröffentlicht, aus der hervorgeht, daß nur ein geringer Teil sämtlicher in den letzten Jahren in Warschau verübten Diebstähle und Einbrüche aufgedeckt worden ist. Es wird nachgewiesen, daß eine ganze Reihe höherer Kriminalbeamter Warschaus aus der früheren russischen O ch r a n a(Geheimpolizei) stanunt. Viele von ihnen waren als Spitzel und Provokateure tälig, denen es zuzuschreiben ist, daß unzählige Personen nach Sibirien oder ins Zuchthaus kamen. Einer dieser aus der Zeit der Ochrana bekannten Konimissare war zu einer Gefängnisstrase von mehreren Jahren oerurteilt worden, weil er aus einen Kaufmann, der sich von ihm nicht erpressen ließ, mehrere Schüsse abgegeben hatte. Tatsächlich wurde er jedoch aus einen der höchsten Posten in der polnischen Kriminalpolizei be- rufen, den er immer noch bekleidet. Der Versasier der aufsehen- erregenden Enthüllungen erklärt sich bereit, der Staatsanwaltschaft eingehendes Belastungsmaterial auszuhändigen, ohne daß bisher von diesem Angebot Gebrauch gemacht worden wäre. Mexikos kirchenftreit. Neue(Sesetze in Borbereitung. Mexiko, 4. September.(WTB.) Das Ministerium des Innern bereitet neu« Kirchengesetze vor, die nach ihrer Annahme durch den Kongreß die neulich erlassenen ersetzen werden. Einzel- heiten fehlen noch. Trotzdem sagt man schon, daß die neuen Gesetze die Z a h l der Priester in iedem Staat beschränken, daß sie aber gestatten werden, daß ein ausländischer Priester jeder sich im Besitz« einer ausländischen Kongregation befindenden Kirche amtier«. Der Senat ist noch nicht zusammengetreten, da die Ergebnisse der letzten Wahlen noch nicht endgültig festgestellt sind. vorwärts-verlag G.m.b.H., öerlin SM. 68, Lindenstr.Z «ofttibcckfonto:«tclin 87 53«-«anttont»'«gnt drr«rbritrr. Angestrlten und Bramten. W-Ittr. 0»! Di»to»I«.«cttllI Holzschnitten unter dem Titel„Gesichter und Fratzen" wird folgen. Schließlich illustriert Masereel eine neue, von Karl Wolfskehl besorgte Dr.-Coster-Ausgabe mtt 175 Holzschnitten. Tln christliche» Znslilut für Sozialwissenschast. Auf der Welt- konferenz der Kirchen zu Bern ist der Plan gefaßt worden, ein christliches Institut für Sozialwissenschasten zu errichten, das eine wissenschaftliche Erforschung der sozialen Probleme vom christlichen Standpunkt aus durchführen soll. Das Institut soll von einem inter- nationalen Komitee von Sachverständigen geleitet und unterstützt werden. Im Zusammenhang mit dieser Schöpfung denkt man daran. etne International« Zeitschrift in drei Sprachen ins Leben zu rufen, die ein geistige» Bindeglied zwischen den verschiedenen Kirchen bilden soll._ vi« ckttohe Berliner Annslansslellung, deren Schluß zum 31. August vorgesehen war, wird bi» auSgang« September verlängert. Iheatertarlenvorverkanf. Montag, den 6. September wird an den Theaterkassen des WarenbanseS Tietz, Leipzigerstratze,«lexanderplatz und Frankfurter Allee, Mitte September auch auf dem Kurfürstendamm, der Kartenvorverkauf für sämtliche Berliner Theater eröffnet. Der verband Venischer Erzähler hat silr den kommenden Winter die folgenden BoitragSveianstaltungen festgesetzt: Montag, 4. Oktober 1026, abend? 8 Uhr, Herrenhaus, Dichterabend Klabund, Sonntag, 7. Ok- »ober tSSö, mittag» IS Uhr, Herrenhaus. Morgenfeier zum SO. Geburtstag(B e 0 r g Engel», Sonnabend, 30. Ottober 1920. abend» 8 Ubr, Reichstag. Tichteravend Merhard Hauptmann, Sonntag. 7. November 1S26, abend? 8 Uhr. Dtchterabend Heinrich Mann, DornierS« tag, 18. November 1926, abends 8 Ubr. Dtchterabend Herbert Eulen- berg, Donnerstag, 9. Dezember 1SS6, abend» 8 Uhr, Herrenhaus. Dichterabend Stefan Zweig.— Nach Weihnachten werden lesen: Franz Werfel, Raoul Auernheimer und Franz® inj- ke», zusammen im Herrenhaus. Ferner finden zwei„Morgenfeiern der Jugend" im Herrenhaus statt. Getverkschafiliche Werbewoche zur Vierteljahrhundertfeier der Gewerkschafis* Internationale vom 12. bis 19. September.— Alle Mitglieder der Gewertschafien und der Partei arbeiten mit! Zemeorganifationen. Zur Information für den StaatSanwaltfchaftsrat Dr. Schaeffer. Der Staatsanwalt Dr. S ch a e f f e r»Breslau. M. d. R. (Deutschnational), hat den Versuch unternommen, von der Auf» klärung der bayerischen Fememord« abzulenken. Er hat be» hauptet, es habe weder Fememorde, noch Femeorganisationen gegeben. Für das schlechte Gedächtnis des Herrn Staatsan- waltschaftsrats Schaeffer sei einiges über Fememord« und Femeorganisationen in Erinnerung gebracht: Am 22. September 1921 machte der b a d i s ch e S t a a t s- Präsident im Landtag aufsehenerregende Mitteilungen über das Bestehen politischer Geheimorganisationen. Ueber die Femeeinrichtung der Organisation C wurde dabei auf Grund dokumentarischer Belege unter anderem folgendes mit» geteilt: „Die Organisation ist ein« Geheimorganisation. Sie verpflichtet die Mitglieder untereinander,«in Schutz» und Trutzbündnis zu tchließen, so daß jeder Angehörig« der Organisation der weitgehenden Hilf« aller Mitglieder sicher sein kann. Di« Mitglieder verpflichten sich, ein Machtfaktor zu sein, wo die Not, die Ehre unseres deutschen Vaterlandes und die Erringung unserer Ziele es erfordein. Jeder verpflichtet sich zu unbedingtem Gehorsam gegenüber der Leitung der Organisation. Die Mitgliedschaft erlischt: -) durch den Tod, d) durch Ausscheiden infolge unehrenhafter Handlungen, c) durch Ungehorsam gegen die Vorgesetzten und ü) durch freiwilligen Austritt. Alle Leute unter d bis d und alle Verräter verfallen der Zieme." Als Verräter wurden alle betrachtet, die gegen die natio- naliftifchen Ziele der Organisation arbeiteten, wenn sie früher Mitglieder waren. Aber auch prominente Republikaner, die von den nationalistischen Geheimorganisationen als besonders entschiedene Gegner ihrer Bestrebungen erkannt wurden, zählte man zu den„Berrätern" und„killte" sie kaltblütig. Die obenerwähnte Organisation war nicht die einzige, die eine Femeeinrichtung hatte. In Bayern gab es neben dem Blücherbund und der Einwohnerwehr noch die Reichsfahne srlh jinrftädt: Awiaeni Th. Stacke: sämtlich in Berlin. Verlost' Vorwärts» Bcrlast S. m. b. H.. Berlin. Druck: Vorwärts. Buchdruckerei und Berloasanstalt Paul Sin»er u. So.. Berlin SW W. Lindenstrahe 3. Sierstn 2 Beilnst«»,..iinterhaltunst und Wissen-,„Blick in die BScherwelt-»nd„Aua der Kilm-Belt-, LWPMSIL'« BERLIN O SPAN DAUER STRASSE* KÖNIGSTRASSE ■»«fers vorteithafft Mir Ausstattungen und ErgAnsungen Einselne Tischtücher CmimIm Bm< NIIIMmtNMHI Hans- H. Tlsdiwasche Jacquard gebleicht wo* 2.90 Ijo* 2.60 Jacquard Hnlbieine» 130X Q QC t30X<2 or 160 O.J/O 130 0»Ö0 Jacquard Reinlein, rnsengebL IIS* 5.60 130*4.20 Einzelne Servietten Jacquard, 60x60 cm £0.65££;0.85 Hohlsaum-Tischtücher Halbleinan-Jacquard IIS* 4.95 llox5.95 Im* 7.90 225*10.75 Servietten �0.50 Kaffeegcdech weiß Jacquard mit farbigen Kanten 125x160 cm, mit CT O C 6 Servietten........ O«dC O 150x225 cm, mit Q Crt 12 Servietten...... Künstler-Decken Kochelgewebe 1.45 IIS* 3.75 mercerinert Zwimlcrepp .60 6.75 Im* 5.75 Soweit Vorrat | Stubenhandtüchcr 48x100, Kalbl. Jacq. 7 oder Gerstenkorn. Wa s O 46x110, reinleinen S\ QC Gerstenkorn....... WacZO Jacquard Halbleinen H 1 CT 1 57x120 cm........ XaXO : Jacquard Reinleinen 1 O C | 48x100 cm........ L.jCD \ Küchenhandtücher Geratenkorn, weiß /A CT C 40x100 cm....... V/.OO Gerstenkorn, Halb). VC | 46x100 cm.......\J.lD t Diaper, Reinleinen OLk - 45x100 cm. weiß. U.ÖO 1 Wischtücher weiß mit Kanten oder kariert Halblein, 56x56 cm 0.40 Reinlein., 60x60 cm 0.60 Rainlein, 60x75 cm 0.7 5 Frettier- Wancltacher Laken-Kupons l Halbleinen, A A C. \ 140X220 cm....Kupon\ i Reinleinen, gebleicht, 1 160x240 cm, Kui 8.901 | Bettköper-Inlctt türkimch-| - rot, Kette und Schuß 82cm 4 C|/"\ IMemrt QC.! j Mtr.l.yu Mtr.Z.yD j 1 Bettdrell rot oder r) Qr i rosarot, ll6cffl,.Mtr. Z.c/O j Weiß-bunt kariert QC 48x105 cm....... V/ac/O Buntfarbig. Jacquard 4 50x1 10 cm........ X.Zv' Weiß-bunt Jacquard 4 C 50x110cm....... I.DO Mit Buchetaben: Größe 50x1 10 cm Farbig Jacquard, 4 O CT Buch atabe eingewebt, X.OO Weiß. Buchstabe rot 4 A C eingekurbelt....... X.sttO Frottierlaken a qa färb. Jacquard 125Xl50cm jT• c/ v/ 2oo8.45 Im 6.90 Stubenhandtücher Reinlein.Gerstenkorn 4 O CT 48X100011, kräftige Sorte.. X«<£0 50X100 cm. mittelfein 1»45 Küchenhandtücher Reinlein� Prima H 1 Gerstenkorn, 48X110 cm X»X V' Reinleinen Ganseaugen mit eingewebter Inschrift 1 O C 45x1 10cm......... X»ZD Wischtücher Reinl.Ia Qualit weiß m. roter Kante od. kariert fTmlaOS �0.80 Staub- u. Poliertücher gelb....... 3 StttcR 0.40 DamewwAsche 1.25 1.90 2.50 3.25 4.25 5.90 2.45 3.75 6.25 3.75 4.90 5.75 1.45 2.25 3.50 4.50 6.50 9.75 2.76 4.25 5.00 6.75 12.50 14.50 2.35 3.25 4.25 3.75 4.50 5.75 Taghernden mit Stickerei... Taghemden mit Stickerei... Nachthemden mit Stickerei.... Nachthemden farbig. Batüt.... Beinkleider mit Stickerei... Cjamituren 2 teilig, mit Stick. Hemdhosen farbig.......... Seid. Hemdhosen CrÄpe de Chine... Hemdhosen weiß mit Stick.. Prinzcjlröckc mit Stickerei... Bettwäsche Deckbettbezüge Hemdentuc 3. 90 Linon, 130x200 cm....... 5.50 6.7 5 Kissenbezüge Hemdentuch....... 1.25 Linen, 60x80 cm......... 1.50 2.10 Kissenbezüge mit 4 QC o Ar\ Langetten, 76x78 cm.... X.c/O Z.ntL' Laken au, Ha»»tuch 140x215 cm. 3.50 Daulaa A Q/A Halbleinen C*7 C. 146x225 cm W.t/U 160x225 cm O.{ D Garnitur I Deckbettbezug 130X200 cm u. 2Kiuen- bezüge 60X80 cm 4 rt VC IC ans Setin...... 1Z. I O Daraast lO.VkU Überschlaglaken Linon mit HohUiumen u. 8.75 10.50 12.50 Kissenbezüge n o o— psssenei 80X80 cm.. Z.90 O.40 O.IS Wäschestoffe Madapolam so cm Mtr. 0.38 Hemdentuch so cm Mtr. 0.45 Mako-Madapolamecht /n-75- igypt. Baumwolle, 80 cm Mtr. W» l O Linon' Mtr! 1.15 IShT. 0.65 HaUStuch ffirlakm, 140cm Mtr. 1.25 Nerrenwesclie Farbiges Oberhemd Perkai mit Kragen und O QO Klappmanaehetten.......• q--. Baumwolle, Jacquard.•••.\J• c/ w Damen-Strümpfe. SeKlwflw, farbig,«.IS, acbwin.. X» ZO Damen-Strümpfe O AC Bemberg-Kunstaeids, farbig Z. lO Kinder-Wäsche bssoadars preiswarl enteieldung Jumper- Bluse reinwollener, kariert. Sto# m. Band-*7*7 schleife u. Täschchen i. I O Kleid reiuw. Rips- O Q /A/-\ Stoff, in»iel. Farben ZJ/.V'V' Kleid an, reinseidenem Crüpe de Chine mit lang. Q/| /"XA Ärmeln.......... O�.UU Mantel aus Torzflgl. Ottomane- Stoff. moderne /IQ OQ Blusenform...... Mlc/.W Seidenstoffe Crepe de Chine schwarz, weiß u. neue A AA Farben, ca. 100 cm Mtr. TTeC/V' ReinseidenerTaft schottisch kariert, schwarz-weiß, Q A farbig, ca. 90 cm, Mtr. f sO w Ottomane kunatseid. Rips f Mäntel, 90 cm, Mtr. 5.90 Köper- Vclvet achwarz ST Qr\ od. farbig, ca. 70, Mtr, O.OL/ mit Band*7*7 C garniert..( s( O Kielderstofge Woll-Marocain neue bedr. Pullover- A Muster, ct. 90 cm, Mtr. l O Pulloverstoffe Reinwolle vorzügl. QuaL neue A A A mod. Muster..... Mtr. Cord-Velours Reinwolle, schwere Qual. f. Mint. A AA mod.Farb.ca.140em1 Mtr. T*«c/ w Reinujoll. 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Daneben empfängt Mutter Bcrolina Gäste aller Nationen. Sie zeigt nicht allen ein gleich liebenswürdiges Gesicht, ober sie unterscheidet sich darin in nichts von jeder anderen braven Bürgersfrau, die auch den Rock ihrer Gäste kritisch mustert und danach ihre Liebenswürdigkeiten austeilt. Und manchen Gästen zeigt sie sogar deutlich die kalte Schulter. Wenn man in wenig Jahrhunderten parvenümähig vom Fischerdorf zur Weltstadt geworden ist, dann sitzen natürlich die Allüren der neuen Gesellschaft noch nicht so fest. An allerlei InterNationalitäten hat Ma- dame Äerolina sich so gewöhnt, an manche recht gern: sie ist sogar ein wenig parvenühost stolz aus diese Dinge.„Schtschi und Bala- leikamusir."—„Bitte sehr, links um die Ecke! Wolgalied mit echt russischer Zähre im Augelr—„Chianti, Makkaroni und Finocchi sritte?— Können Sie sehr schön bei mir hoben!"'—„Tee und Mah Bong?— Ja— ja— da müssen Sie ins Chinesenoiertel fahren. Am besten nehmen Sie die Stadtbahn--- wenn Sie durchaus wollen!" tot � Chinesenviertel". „Jawohl, wir wollen durchaus, nun gerade, und wir fahren für fünfzehn Pfennig nach dem Schlesischcn Bahnhof. Hier ist das „düstere Chinesenoiertel", von dem manchmal so geheimnisvoll ge- munkelt wird, hier wohnen die höslichen gelben Händler, die lächelnd und unverdrossen mit orientalischer Höflichkeit aus ihren Koffern die miserabelsten Specksteinschnitzereien und niederträchtig bedrucktes Porzellan hervorzaubern.— Und wenn man durch die dunklen Ströhen geht, in denen traurig« Praktikerinnen der Liebe beruss- mäßig lustwandeln, in denen sich die billigen Laster der Armut so unangenehm ungeschminkt breit machen, dann denkt man unwillkürlich an die verheißungsvoll knallbunten Hefte berühmter Detektivserien: „Der Mord im Chinesenviertel,"„Der gelbe Räuber" usw.— Und je näher man dem„Chinesenteller" kommt, desto gespannter trird man; man sehnt sich ordentlich nach einer besseren Opiumleiche. Ach, es ist nichts!— Die Berliner Chinesen haben anscheinend gar keine Ahnung davon, wie man solche„Chinesenkneipe" eigentlich auszu- ziehen hat, damit die Romantik aus ihre Kosten kommt! Aus der prosaischen Eckbudike sind sie zwar fortgezogen. Jetzt hat ein Lands- mann in einer dieser gottverlassenen Straßen ein Kellerlokal aufge- macht. Dicht sind die gelben Borhänge des Chinesenkellers vorge- zogen. Zusammen mit der orüngcstrichcncn Fassade locken hier Tag und Nacht die alten chinesischen Glückssarben zu den Spieltischen. Tritt man in den kahlen Vorraum, so bleibt einem schier unerfindlich, welchem Magneten dieser nüchterne, häßliche Keller wohl den massen- hasten Besuch der gelben Söhne des Himmels zu verdanken hat. An der Decke baumeln Papierwimpel einer trübseligen Bockbierdekora- tion, scheußliche Papiergirlanden rahmen die Tür, die wenigen schön- geschriebenen chinesische,, Schristzeichcn der Anschläge sind das einzige, was von dem verfeinerten Geschmack des fernen Ostens hier übrig geblieben ist. Die Luft im Keller ist ausfällig rein, es wird fast gar nicht geraucht. Aber gespielt wird hier— oft vom Morgen bi» zum Abend. Die Spielleidenschaft ist ein chinesisches Nationallaster. Die Mah-Zong- Steine klappern, die Spieltische sind von einem dichten Kreis von Zuschauern umlagert, der Wirt vergißt über dem Spiel Gäste und Bedienung. Manchmal mag auch ein weniger harmloses chinesisches Glücksspiel gespielt werden— wer will hier Kontrolle üben?— Verzehtt wird sehr wenig; es gibt weder Bier noch Spirituosen, nur einen Tee von durchaus nicht hervorragender Ouali- tat, und auch einfaches Mittagessen, wie es dem chinesischen Geschmack entspricht, kocht der Wirt in einem kleinen Nebenraum selbst. Jetzt aber nimmt die Spielleidenschaft alle Köpfe gefangen, und mancher der gelben Landsleutc wird wohl den Erlös der vielen höflichen Verbeugungen des ganzen Tages verlieren. woher sie kommen- wie sie leben. Wie oft hört man die Meinung:„Ach, ein Chinese sieht wie der andere aus!" Aber ein Blick aus die Gäste des„Chincsenkellers" kann vom Gegenteil überzeugen. Zwar fehlt hier völlig der Typ des gebildeten Chinesen der Literatenklasse, aber alle Stämme des chinesischen Reiches sind vertreten, dunkelgelbe, robuste Gestalten mit breiten Backenknochen sowohl wie zierliche Figuren mit eisen- beinfarbenen Gesichtern. Wie verschieden die Herkunft dieser exotischen Gäste Berlins ist, erhellt am besten daraus, daß z. B. bei der Gerichtsverhandlung über das„Chinesenpogrom" vor zirka zwei Jahren der offizielle Dolmetscher den Dialekt des einen Zeugen absolut nicht verstehen konnte. So mußte erst ein z�Pllig anwesender Chinese den südchinesischen Dialekt in das offizielle Chinesisch übersetzen, damit die Dolmetscher die Aussage ins Deutsche übertragen tonnte!— Es ist geradezu bewundernswert, mit welchem Japanisch* chinesisches Restaurant. Wagemut diese Leute, kaum einige Brocken Pidgin-english be- herrschend, aus wahre Weltreisen gehen. Und sie verdienen überall ihr Brot, denn sie sind zäh, ausdauernd und bedürfnislos; und alle fast gehen nach einer Reihe von Zahren nach China zurück, im Be- sitze eines kleinen Kapitals, das ihnen dort, zusammen mit den erworbenen Sprachkenntnissen, eine erheblich gehobene Stellung verbürgt. Bis auf ihre Spielleidcnschaft find sie die solidesten Leute, rauchen nicht, trinken nicht und leben in den einfachsten Quartieren, in denen oft mehrere Landsleute ein Zimmer teilen. Sie müssen freilich selbst dies Quartier noch teuer genug bezahlen, durchschnittlich mit 30 M. monatlich pro Person, denn die Besitzer dieser„Chinesen- Herbergen" wollen bei solcher Abstempelung ihrer Wohnung sich durch gehörigen Profit schadlos halten. Bei einigermaßen gutem Geschäfts- gang verdienen diese Händler auch an ihrem Exportschund von Waren so viel, daß bei ihrer sonstigen Bedürfnislosigkeit die verhältnismäßig hohe Ausgabe für das Quartier wenig ins Gewicht fällt. weißgelbe Liebe. Auffällig ist das vollständige Fehlen der sonst überall in den Lokalen dieser Gegend vorhandenen mehr' oder weniger käuflichen Weiblichkeit. Nur im Vorraum sitzt neben der deutschen Schwieger- mutter des Wirtes ein junges Mädchen, und einmal trippelt auf den „silbernen Lilien" ihrer verkrüppelten Fußchen ein« Chinesin durch den Raum. Sie trägt noch die schwarze Frauenjacke; sie ist ihrem Manne und ihrem Sohne, die schon länger in Berlin leben, nachge- folgt, allein die taufende von Meilen über den Ozean nachgezogen... Das jung« Mädchen, ein solides nettes Mädel, ist die Braut eines der Gäste. Und sie erzählt bald die Geschichte ihrer Liebe:„Drei Jahre sind wir schon oerlobt, aber wir können nicht heiraten! Denn die deutschen Behörden machen Schwierigkeiten über Schwierigketten, weil es früher vorgekommen ist, daß ein Chinese hier heiratet« und in China schon«in« Frau hatte. Nahm er dann seine deutsch« Frau mit. so mußte die drüben mit der ersten Frau und manchmal noch unter der Oberhoheit der Schwiegermutter im gelben Haus wohnen, denn in China darf«in Mann Frauen und Nebenfrauen haben! Aber wir haben alles zusammen, mein Verlobter stammt zum Glück aus einem größeren Ort und hat dort nocs� einen Bruder, der alles besorgt hat, den Totenschein der Eltern, seine Geburtsbescheinigung und eine Erklärung, daß er drüben nicht verheiratet ist, und trotzdem läßt man uns nicht heiraten! Wenn wir Geld hätten, könnten wir ja nach Frankreich oder der Schweiz fahren, dort macht man keine Schwierigkeiten, aber hier will man uns nicht nach deutschem Recht trauen! Was kann ich denn dafür, daß er ein Chinese ist, ich habe ihn darum doch gern... und man will doch mal heiraten!"— Und aus den Klagen, die von der Schwiegermutter des Wirtes bestätigt werden, gewinnt man das Bild, daß hier von unseren Behörden über das Maß der notwendigen Sicherungen hinaus eiwas in „Rassenretterei" gearbeitet wird. Die„farbige Schmach" spukt an- scheinend noch in unseren Bureaus. Die Herren sollten einmal nach- denken, wie viel tüchtig« Leute solch rasienverschiedenem Bunde ihrxn Ursprung verdanken. Man denk« hier an Lestadio hearn, Sohn eines Engländers und einer japanischen Mutter, der uns Japan in seinen Büchern malte, wie es kein rassereiner Europäer gekonnt hätte, der aus dem Verständnis, das feine Herkunst ihm gab, uns die Augen für die Schönheiten Japans öffnete, und an Knud Raßmussen, den Halbeskimo, dessen Herkunst ihn befähigte, die Kullur der Polar- Völker wissenschaftlich zu erforschen, ihre Lebensbedingungen in langen Reisen zu teilen und uns wertvollste Kunde aus„Ultima Thüle" zu bringen.— Ist die Moral der weißen Rasse wirklich gerettet, wenn man jede Legitimierung eines Bündnisses zwischen zwei rassenver- schiedenen Menschen unmöglich macht? Schließlich sind die Chinesen � Die Sigurantin. Roman eines Dienstmädchens von Leon Arapiö. Autorisierte Uebersetzung aus' dem Französischen von Kunde-Grazia. Es fehlte nicht viel, daß Sulette, am Ziele angekommen, die geschwellten Brüste und ihren von Natur gesegneten Leib stolz zur Schau getragen hätte. „Guten Tag, Madame, ist das hier, wo man ein Dienst- mädchen sucht?" Diese Worte wurden an die Frau eines Börsenmaklers gerichtet, eine ehemalige Tänzerin, deren Tugend keine Aus- dauer besaß und die schlechte Späße nicht liebte. Sie ließ Sulette�auf dem Strohdeckel stehen. „Sind Sie das Mädchen?— So, das haben Sie also bei Ihrer letzten Herrschaft gemacht, statt sie anständig zu be- dienen! Sie schämen sich nicht, in einen? solchen Zustande herzukommen? Man kann bald sagen, sie sieht wie eine Chi- nesin aus! Wollen Sie schnell den Strohdeckel freimachen oder soll ich die Straßenkehrer rufen?" Bon da an hörte Sulette nicht mehr auf, Paris von einem Ende zum anderen zu durchlaufen und die vergebliche Bitte auszusprechen, daß man ihr erlaube, sich mit Arbeit zu ernähren. Heute sah man sie in Batignilles, morgen in Mon- trauge, auf Montmartre folgte Grenelle. Die verschiedensten, alle Klassen und Ansichten der Gesellschaft verkörpernden In- dividuen empfingen Sulettes Besuch. Allenthalben brachte ihre Rundheit die gleiche nieder- schmetternde Wirkung hervor; ein Verbrechen gegen die Fa- inilie, gegen den Anstand verbarg sich da unter der Schürze. Aber Sulette ward jetzt hartnäckig: je mehr man sie zurück- stieß, um so beharrlicher zeigte sie sich. Alle Arten abschlägiger Antworten wurden ihr ins Gesicht geschleudert, ohne diese heldenhafte Mutterschaft zu ermatten. Nur hatte sie kleine Bevorzugungen: der brutale Empfang unerbittlicher Leute sagte ihr mehr zu als die weitschweifige Abweisung der Heuchler. Oft ließ man sie im Vorzimmer warten.„Madame hatte Besuch." Eine der geschlossenen Türen war die des Salons. Die Stimmen drangen hindurch, Sulette erfuhr niemals eine Ueberrafchung; sie wußte von vornherein, über was man sprach: der einzige Gegenstand, über den die Damen sprachen, oder wenigstens der hauptsächlichste, unvermeidlichste, er- areifendste. der schmerzlichste, das war die Unzulänglichkeit de, Dienstmädchen. Zuweilen ließen die herzergreifenden Klagen schlecht bedienter Herrinnen die starr Regungslose erschreckt auffahren.' �- Es passierte, daß sie-drei Stunden lang gesenkte» Kopses ä zuhören mußte, wie in Fauteuils gesunkene Damen, durch ein wenig Tee und Gebäck gestärkt, in tragischer Tonart an Bei- spielen den unglaublichen Gefühlsmangel der Dienstmädchen bewiesen. Bevor sie. wie üblich, fortgejagt wurde, gelang es ihr, ein dutzendmal die unerläßliche, von gekränkter Resignation durchzitterte Wendung festzustellen: „Es muß wirklich wahr sein, daß diese Mädchen sehr wenig Herz haben!" 18. Die Aussichten, eine Stelle zu finden, werden von Tag zu Tag geringer: Sulette gelang es nur schwer, sich zu einer freundlichen Miene zu zwingen und den trotzigen und starr- köpfigen Ausdruck, ein Zeichen ihrer bäuerlichen Herkunft, zu verbergen. Die abgetragenen Kleider waren verschossen: mußte sie dieselben doch bei Regen und Schnee und Sturm tragen: man sah ihnen das Elend an, jene ansteckende Krank- heit, welche alle Menschen fernhält und ihnen Unbehagen ver- ursacht. Nacht für Nacht träumte sie vom„Alten": in einem Waggon war es, unversehens packte er sie und trotz ihres ver- zweifelten Widerstandes warf er sie auf die Schienen. Dieser schreckliche Traum lastete den ganzen Tag auf ihr. Im Februar kam die Entstellung des Körpers deutlicher zum Ausdruck, und jetzt waren es die Passanten selbst, welche — ohne daß Sulette etwas von ihnen begehrte— in ihr die ledige Mutter ahnten und mit feindseligen Blicken gegen sie den Vorwurf erhoben, der Autorität, dem Besitze, Abbruch getan, Liebe gestohlen, außerhalb der erforderlichen S�cdin- gungen und Formalitäten geschmachtet zu haben. Die letzten Gänge hatten das Quartier de l'Europe zum Ziel: dort war es, wo Sulette am wenigsten auf Härte stieß. „Sie Einfalt! Konnten Sie diese Geschwulst nicht ver- meiden!" schrie Fräulein Nichette-Krawatten nach Maß-Rue de Stockholm, dritter Stock, Tür rechts, auf sie ein.„Dadurch verlier-n Sie die Hälfte Ihres Kaufwertes, wenn Sie erst wiederhergestellt sind. Denn das erkennt man, ob die Mädchen einmal in anderen Umständen gewesen sind oder nicht. Augenblicklich kann ich nichts mit Ihnen anfangen: ich muß manchmal abgelöst werden oder brauche Hilfe, und Sie sind wirklich aus der Form gegangen! Wie schade! Wenn Sie sich ein bißchen schminken, dann müßten Sie gar nicht übel sein... Ich brauche hier als Dienstmädchen das Solideste, Frischeste und Gesündeste— was es nur gibt." Um die Wahrheit zu sagen, Sulette ermangelte unter ihren abgetragenen Kleidern nicht der Frische, denn wütende Regenschauer hatten gehaust.. � Zwei Tage später mußte sie an der Ecke der Rue de Moscon unter einem Hausflur stehen bleiben, um dos Regen- wasser ablaufen zu lassen, bevor sie, gegenüber Rue de Berlin, zu Frau Ladouce— Kunstgegenstände— in den zweiten Stock hinaufstieg. Die Mehrzahl der Häuser hatten in ihren Erdgeschossen keine Geschäfte, man sah nirgends Knaben auf den Trottoirs spielen, keine Haushälterinnen in bloßem Kopf, mit ihrem Korb in der Hand, dahineilen. Das ausgedehnte Quartier bot den Anblick einer reservierten, unfruchtbaren Armut. Zwei schon bejahrte Weiblichkeiten von kleiner Statur, welche Beilchensträuhchen in der Umgebung des Bahnhofs Saint-Lazare feilbieten gingen, betrachteten die unter der Tür stehende Sulette mit einer Grimasse höhnischen Staunens. Ein Schneidertleid in Heliotropfarben schmiegte sich den plastischen, ein wenig reifen Formen der Frau Ladouce an; ihr Gesicht, der Typ von Arles, war durch mit Henna ge- färbte Haare und die angegriffenen Augen der Witwe, welche zuviel geweint hat, entstellt. Sie öffnete vorsichtig die Tür bis zur Hälfte: ihre Woh- lNing, aus welcher Moschusduft bis aus den Flur drang, wies eine große Anhäufung hermetisch geschlossener Türen auf: vom Entree aus oernahm man ersticktes Geräusch, wie Ge- flüster und Laufen mit nackten Füßen. Sie schalt Sulette im Namen der Keuschheit und Ehr- barkeit aus: „Wo denken Sie hin, mein« Gute? Hier muß alles dis- kretf korrekt und anständig sein; die äußere Erscheinung des Dienstmädchens»ist ebenso wichtig wie das Aeußere des Hauses. Ich empfange angesehene Persönlichkeiten, Mitglieder des Vereins zur Hebung der Sittlichkeit, fromme Männer; Sie würden doch, hoffe ich, nicht wagen, so entehrt, ihnen die Tür aufmachen, ihnen in den Ueberzieher zu helfen? Das wäre das furchtbarste Unglück; das Dienstmädchen hat mir die Hälfte der Trinkgelder zu erstatten und Sie wissen, daß nichts die Zwanzig-Sous-Stücke der hochwürdigen Herren so zur Umkehr veranlaßt, wie die Voraussicht einer unsittlichen Ge- burt..�. Sagen Sie, meine Liebe, eine jüngere Schwester, die Sie vom Lande kommen lassen können, haben Sie nicht? Ein nachweisbares Debüt wird bisweilen sehr schwer be- zahlt.'.. Ueberlegen Sie doch mal, haben Sie keine Cousine auf dem Lande, keine Kameradin Ihrer ersten Kommunion?" Auf die verneinende Antwort Sulettes bemerkte Frau Ladouce noch:„Ja, ich habe wohl zwei Freundinnen, Prä- fidentinnen von Unterstützungsvereinen. Aber die eine ver- langt, daß die schwangeren Dienstmädchen im Kloster erzogen worden sind und ihr zum mindesten durch einen würdigen Geistlichen empfohlen werden, die andere aber begünstigt nur aus weltlichem Pakronat hervorgehende Personen..." � �(Fortsetzung folgt.) Am Sonnabend, den ll und Ulis Sonntag, den 12. September IlUiJ ein Volk von einer anderen, aber jahrtauscnde alten und nicht minder wertvollen Kultur als die unsere. Doch mit Angehörigen höherer Kasten wird man auch weniger rigoros verfahren: diese Händler aber rparen dort wie hier in niederster Kaste, gelbe Proletarier... „VeftUche*ich«n Nhtsthnien von Friedrich Neubauer. Tonntag, den Id. Adril lsS7, vor» niUtagiMl'/, Uhr:„An die Srt»'.««thejpi»! für öprechchöre von Brun» mm Mimel! Buch ein„Scherz". Ein freches Gaunerstück. Für eine mehraktige Komödie reichten die Borgänge aus. die vor der Ferienstrafkammer des Landgerichts II zur Sprache kamen, da ein gewisser Hellberger sich nicht dabei beruhigt hatte, daß er vom Schöffengericht wegen Amtsanmaßung und H e h- l e r e i zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden war. Die Liebe, die der Bankbeamte St., ein einfacher Mann, zu der geschiedenen Frau W. gefaßt hatte, bildete die Einleitung und die Grundlage. Der Bankbeamte hatte nicht gemerkt, daß seine Herzerkorene mit einem etwas fragwürdigen Artisten wie Mann und Frau zusammenlebte. Dem glücklichen Bräutigam wurden dann noch weiter die Hörner aufgesetzt, indem sich die Braut nicht ent- blödele, ihren illegitimen Gatten mit ihm bekannt zu machen. Im Laufe dieser Bekanntschast erfuhr nun dieser, ein Strastenhändlec Ortet, daß der Bankbeamte glücklicher Besitzer eines Goldschatzes von 2700 M. in 20-Markstücken war. Bald stand sein Plan fest. dem Bankbeamten diesen Schatz abzunehmen. Es erschien nun ein Freund von ihm. der Händler Täpel, als„Kriminalbeamter" in der Wohnung des St. und erklärte dort der erschreckten Mutter, ihr Sohn säße schon wegen Wuchers, und auch sie müßte mit- kommen, wenn sie nicht die Goldstücke herausgäbe. Das tat dann die geängstigte Frau und quittierte sogar über die Beschlagnahme. Der Raub wurde zwischen Ortet und Täpel geteilt, und von dem ge- wechselten Gelde bekam auch der Angeklagte Hellberger etwas ab. Al�hm dann die Sache aber zu brenzlich wurde, trat in Hellberger einmeuer falscher Kriminalbeamter in Aktion, der erklärte, er sei der wirklich echte Kriminalbeamte, der den an dem Bankbeamten verübten Gaunerstreich aufklären würde. Der Bankbeamte wurde aber energischer, und jetzt besaß Hellberger die Dreistigkeit, mit ihm zusammen auf dem Polizeipräsidium gegen seinen Komplizen Täpel Anzeige zu erstatten. Dieser oerstand es aber wiederum, den Bank- beamten zu täuschen, indem er ihm versprach, daß er olles zu- rückgeben werde, und die ganze Sache„ein Scherz seiner Braut" gewesen sei. Als das Geld natürlich ausblieb, war es mit der Lammsgeduld des Bräutigams vorbei. So kam die Sache vor das Schöffengericht, auf dessen Urteil sich außer Hellberger olle Angeklagten beruhigten. Hellberger hatte indessen mit seiner Be- rufung Glück: denn er wurde nur wegen Begünstigung zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Rabiate Autofahrer. Ein unerhörter Uebergriff von Zlutofahren, ereignete sich in der Nacht zum Sonnabend auf der Chaussee nach Strausberg. Ein Motor. radfahrer, der mit einem Bekonnten auf dem Soziussitz die Ehaussce entlang kam, begegnete einem Droschkenauto, das mit mehreren Personen besetzt war und ein ungewöhnlich schnelles Tempo fuhr. Weil die großen Scheinwerfer des Wagens ihn blendeten, so lenkte der Motorradfahrer beiseite und wollte die Nummer des Autos notieren. Plötzlich hielt der Wagen, der wahrscheinlich mit einer Vierradbremse ausgerüstet mar. vor ihm an. die Insassen stiegen au» und fielen über die Motorradfahrer her. Sie miß- ha n d e l t» n die bviden Männer gröblich und stießen das Rad. um ein» Verfolgung unmöglich zu machen, mehrmals mit voller Wucht aus die Ehausseesteine, so daß es stark beschädlgt und zur Weiter, fahrt untauglich wurde. Dann sprangen die Rohlinge in ihren Wage», blendeten die Erlennungsnummer ab und sausten davon. Allem Anscheine nach handelte»s sich um Leute, die von d»r Renn- bahn in Hoppegarten kamen und stark bezecht waren. Die DodeSfahrt auf dem Sise. Zum zweiten Male hatte sich das Gericht mit jener verhäng- nisvollen Autofahrt auf dem Eise de? Wannseee zu beschäftigen, die dem 21jährigen Mechaniker Dada das Leben kostete. Ende gpnuar 1024 sollt« auf dem Eise des Wannsees ein Autorennen statt- stnde». Um hierfür einen von ihm konstruierten Motor zu prüfen, machte der M o t o r e n f a b r j k a n t B a r r mit seinem Mechaniker Duda eine Probefahrt auf der bereits freigegebenen Strecke, Wäh- rend der Fahrt bemerkte er, nach seiner Behauptung, Nebel, und deshalb schien ihm die Fahrt zu gefährlich. Nach Beratung mit seinem Mechaniker fuhren sie dann auf dem Eise geradeaus nach Schildhorn zu. Dabei kamen sie an eine Stelle, an der einige Tage uorhsr elne Zille gelegen hatte und infolgedessen die Eisschicht sehr dünn war. Während ein Schllttschuhläuser. der sich dicht vor dem Auto befand, glücklich über diese Stelle kam, trug die dünne Decke das'Auto nicht. Es brach ein und oersank im Wasser. Der Führer des Autos, Barr, konnte gerettet werden, fein Mechaniker Duda dagegen ertrank. Daraufhin wurde Barr wegen fahr- lässiger Tötung unter Slnklage gestellt und vom Schössengericht Eharlottenburg zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Die Fahr, lässigkeit bestand darin, dqst der Angeklagte van der freigegebenen Strecke abgebogen war. Wenn er Geiahr besürchtele, so hätte er das Auto im Nebel stehen lassen müssen. Auch die Berusungs- inftanz, die Ferienstrafkammer de? Landgerichts Iii kam zu einem Schuldig. Die Strafe wurde aber auf sechs Monate Ge- f g n g n I? herabgesetzt, Außerdem wurde eine breisährlge Bewäh- runasfrlst bewilligt, wenn der Angeklagte 1000 Mark Geld- büße an den Vater de» Verstorbenen zahlt. Berliner Turn- und Sportwoche. Während dle Berliner Turn- und Sportwoche In ihrem bisherigen Verlauf eine Angelegenheit der erwachsenen Turner und Sportler, zum geringeren Teile eine solch« der Schüler war, hatten am Sonnabend während des Vor- und Nachmittags auf den Sport- platzen fast ausnahmslos die Schulen das Wort. In allen Stadt, teilen kamen dir Kinder auf dem grünen Rase» zusammen, uin unter der Devise Schulsport, Bezirksschulspon oder Schwimmschul- fest ihre Kräfte im friedlichen Wettstreit zu messen. Stasselläufe, Mehrkämpfe, Einzelwettkämpfe, Völkerball. Schlagball, Springen, Laufen»nd die übrigen Sportarten wurden von der Schuljugend mit dem ihr zu eigenen Sporteiser ausgetragen. Ein besonders gut gelnngenes Gchulsportfest der Pankower Schulen gelangte um 3 Uhr nachmittags auf den' schönsn Bolle-Sporlplatz in Nordend zur Ab- Wicklung. Die größte Veranstaltung und wirksamste Bropagandz für den Sportgepaiiken dürfte de? Festzug des Polizeisportvereins mit der anschltestende» Einweihung des G r ü tz m a ch e r, S p o r t. p l a tz e s in der Chausseestraße gewesen sein. Um 3 Uhr nachmittags versammelten sich aus dem Kasernenhos in der Karlstraste etwa 1800 Kinder der Volts- und böheren Schulen, die zusammen mit den Mannschaften de» Polizelsportoerelns unter Borantritt etiler Schupotapelle, zum Grützmochcr-Sportplotz zogen. Geradezu Er, staunliches Ist hier geschafson worden. Wo noch vor Jahresfrist Hintsr der früheren Kaserne der Kardesüselier« lMaikäferj sich ein öder grästtenteils unbenutzter und staubiger Exerzierplatz ausdehnte, ist ein moderner Sportplatz inst all«» Schikanen, so wie er sein soll, enlstanden,'Auf der Ostsette des Platzes ist noch ein Stadion jm Entstehen begriffen, da, demnächst fertiggestellt«erden soll. Dies olle» kommt jetzt außer dem Polizelsportverein. den Schülern des bisher so stiefmütterlich behandelten Bezirk» Berlin-Mttt- zugute. die bis dahin, um Sport treiben zu können. In di« Nachbarbezirke gehen mußten. Nach einem äußerst wirkungsvollen Aufmarsch der großen Soortlerschar, an deren sehr guter Organisation in hervor- ragender Weise der Vorsitzende des Balizeijportvereins. Hauptmann wand er, beteiligt war, betrat Polizeivizeprösident Er, Friedens- bürg ein» mit Blumen geschmückte improvisierte Rednertribüne und hiest die Festansprache, vbormagistratsrot Dr. Häusler über. brachte dem.Polizeisportverein und d«n vielen übrigen Anwesenden irftiflltlfl Alle Genossinnen und llnllllSy Genossen beteiligen sich die Grüße des Magistrats, des Oberbürgermeisters Dr. Bast und des Stadtamtes für Leibesübungen. Ein Vertreter de» Bezirksamts Berlin-Mittc dankte für das Geschenk, das der Jugend des Be- zirks eine Sport« und Erholungsstätte sein soll. Unter den zahl. reichen Kasten bemerkt» man Polizeipräsident Gen. G r z e s i n s k i. Mimsterioldtrektor Dr. Abegg, sowie Vertreter der städtlschen »nd kommunalen Behörden. Nach dem Festatt nahmen die Kämpfe und Spiele ihren Anfang. Schwarzrotgold gnißte von den Fahnen- mästen der früheren Kaserne, schwarzrotgold abwechselnd mit den grllnwetßen Farben de» Potizetsportvereins und de» Berliner Stadt- Wappens flatterten an den Masten auf dem Sportplatz lustig im Winde. Oben im blauen Luftäther, im goldenen Spätsommer. sonnrnschein zog ein Reklameslugzeug stolze Kurven und warf einen Blumenstrauß und einen richtiggehenden Fußball als Feftgruß in die " �Der Bezirk Wedding, der von allen Bezirken die größte Zahl von Kindern aufzuweisen hat, konnte seinem im Rohmen der Turn- und Sportwoche veranstalteten Tag der Schnle» schon durch die Zahl der Teilnehmer ein ganz andere» Gepräge geben, ol» da» vielleicht in anderen Bezirken möglich ist. Ueber 3000Teilnehmer waren allein zu den Wcttkämpfen im Schillerpark gemeldet. Um den Spiel- und Sporteifer der Kinder befriedigen zu können, muhte schon morgens um 8 Uhr begonnen werden. Dle Wandervrelse des Bezirksamts wurden von der 300. Knabenschule und von der S5. Mädchen- schule gewonnen, die sie auch im vergangenen Jahr« erobert halten, so daß sie nun endgültig ln den Besitz dieser Schulen übergegangen sind. Nach der Siegeoverkündung und einer Schlußansproche de» Vertreters des Bezirksamts Wedding fand die Feier gegen S Uhr abends für viele ein zu frühe» Ende, Zu gleicher Zeit fand auch auf dem Spielplatz in der Wlesenstraße ein Spiel, und wport- fest de» Lessing-Symnasiums statt. Eingeleitet wurde das Fest durch eine Ansprache des Oberstudtendirektors Dr. Freytag, der zugleich auch die Grüß« und Wünsche de» Bezirksamt» Wedding an alle Teilnehmer übermittelte. Trauerfeier für Johanna Scheiüemann. Im Krematorium Wilmersdorf ist gestern Johanna Scheidemann eingeäschert worden. Am Mittwoch warf»in Schlagansall diese mutige, treue Lebensgefährtin unsere» Genossen Philipp Scheidemann auf ein kurze» Krankenlager. In den Morgen- stunden des Donnerstag oerschied Johanna Scheidemann, ohne noch einmal aus ihrer Bewußtlosigkeit zu erwacken. In der würdig ausgeschmückten Hall« de» Krematorium» oersammelten sich gestern die näheren Freunde und Genossen zu einer Trauerseier. Inmitten unzähliger Kränz«, die die rege Anteilnahme weiter Parteikreise v, kündeten, stand der schlichte Sarg. Partei und Reichsbonner Eharlottenburg haben ihr� umflorten Banner entsandt. Genosse Scheidemann erscheint mit seinen drei Töchtern. Mitglieder der Typographia, die früheren Kollegen unseres Genossen Scheidemann. sangen der Verstorbenen den Scheidegruh„Sei getreu!". Dann stand der Parteivorsitzende und Freund der Familie, Otto W e I». am Sarg« und widmete ihr die letzten Abschiedsworte:«Diese schlichte einlache Frau hat in oll den harten Jahren unserem Genossen treu zur Seit« gestanden. Wir haben in Johanna Scheidemann«ine erprobte Kämpsertn verloren." Unter den Klängen der„Träumerei" von Schumann sank der Sarg langsam in die Tief«. Die Banner senkten sich zum letzten Gruß. � Die 5alkenbergec pilzvergistungen. Ein siebente» Tode»«pser. Zu den Pilzvergistungen In Falkenberg in der Mark erfahren wir, daß in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag die Schwester Mari? Dingtal des Falkenberger Kinderheims gestorben ist. Bekanntlich fielen der Vergiftung schon fünf Diakonissinnen und der Hmisdiener zum Opfer. Die Zahl der Toten ist somit auf sieben gestiegen. Im Auguste-Vtktoria-Krankenho»» in Eberswolde liegen nach mehrere Erkrankte, die von dem Pilzgertcht, unter dem sich die hochgisttgen Knollenblätterpilze befanden, gegessen hatten. Sie befinden sich bis aus»in« Schwester, dt» noch schwer daniederliegt, aus dem Wege der Besserung. t/i-lternbeirntswahlcn auf dem Weddinez. Für die Gemeindeschulen S4, 131 und 2?« in der Ofener Straße finden am 12. Septeinber E l t e r n b e i- ratswahlcn statt. Die linksgerichteten Eltern beteiligen sich daran für alle drei Schulen mit gemeinsamen Listen unter der Bc- Zeichnung„SPD., KPD., Freidenker". Bei den allgemeinen Eltern- beiratswahlen vom ü. Juni fanden an diesen-schulen keine Wahlen statt. Die christlich-reaktionären Wahloorständc hatten die Listen der Linken aus formalen Gründen zurückgewiesen. Der hiergegen erhobene Einspruch hat ober beim Provinztalsckultollegium Erfolg gehabt. Darum muß jetzt di« Wahl nachgeholt werden. In einer Wähleroersammlung behauptete ein„christltch-unpolitisches" Elternbeiratsmitolied, die flink» trage die Politik in dt» Schule. Ach, die„Ehristlich-Unpolitischen" tun das wohl nicht? Gewiß, sie nenne» sich„anpolitisch". Aber wer hat Lust, auf diese» Firmenschild hineinzufallen? Elternbeirotswahlen in Schöneberg Friedenou. Das Prooinzial, schulkollegium hat dem Einspruch der„Christlich Unpolitischen"'statt- gegeben und gleichzeitig die Neuwahl de? Elternbeirat? an der 15. Geineindeschulc auf den 12. September festgesetzt. E? muß Ehrenpflicht aller proletarischen Eltern der IS. Gemeindeschule lTempelhofer Weg) lein, alle Kräfte einzusetzen, um der List» „Schiilmisbau" zum Siege zu verhelfen. Das Araucntleid in Molig und Malerei. Im Zusammenhana mit der mehrfach angekündigten Au?stellung „Da? Frauenkleid in Mode und Malerei" im Ltchthos de? Berliner Kunstgewerbemuseum?, deren ossiziell« Eröffnung am Dienstag, den 7. September, nachmittags 4 Ilhr, stattfindet, veranstaltet die Staatliche Kunstbibliothek in der Prtnz'Albrecht, Straße 7» eine Reihe von LichlbtlPerporträgen Über verschieden« Modethemen. E? werden sprechen: Dr. Ä rufen, von Lipper, heidcsche Kunstsammlung, Dr. Carl Koch, Kusto» an der Staat« lichen Kunstbibliothek. Bildhauer Pros. Rudolf Bosselt. Die Vorträge finden im Hörsaal de? Kunstgewerbemuseum». Prinz, Albsecht-Gtraße 7a, statt, und zwar der erst« Bortrag ausnahm?, weis» Mittwoch, den 8. diese» Monats, abend? 6 Uhr. Es spricht Herr Dr. Bruhn über..Mode und Zeitsttl in drei Jahrhunderten". Der zweite Vortrag wird wieder den üblichen Montag, und zwar am Montag, den 13. diese» Monat», abends 8 Uhr, gehalten. E» spricht Herr Dr. Carl Koch über„Modo und Malerei im 10. Jahr- hundert". Der dritte Vortrag wird am Montag, den 20, September. abend» 8 Uhr, vpn Herrn Prof. Rudolf Bosselt geholten und behan. bell da» Thema„Segenwart und Mode". Ein solgenschwerer Zusammenstoß ereignet» sich gestern nach. mittag an der Eck» Hkolitzer, und Admiralstrqße. Eine Personenkrastdroschke, die di« Straßenkreuzung überqueren wollte, prallte auf einen seillich kommenden Lastkraftwagen mlt voller Wucht aus. Der Chauffeur der Droschke verlor die Gewalt über seinen Wage» und fuhr auf den Bürgersteig, um In dem Schaufenster eine, .Kqiifmannsgeschästes, da» total zertrümmert wurde, zu landen. Der �vorübergehende 7fisährlge Kutscher Wilhelm Simon au« der Reiche», berger Straße 18? wurde von der Kraftdroschke crsoßt und über» fahren. Mit schweren inneren Verletzungen wurde er in da» Urban, krankenhaus übergeführt, wo er gegen•> Ufer nachmittag» verstarb. Di« Schuld, rage js, bisher noch nicht Märt.* 1 ', r-. •.*'---• vXi�ji>M • K*yj£: jfiÄ�d Die froste Modes JfA Eleganter Lack-Zug-<2 , 1.,.»., mit ichflnitem(«itllcben'v \ SCniin Durchbruch, imitierten NJ ■".X Louis XV.-Absttz l\>-c fc�ivS.«K s*# i <; V K W/ ?»>>?«? Lack-Herren-Schnür« SChuh moi Form, weiss gedoppelt VV.*m%%* ? � 7'' Lack- Herren- Schnür- XHi'-r' schuh 16 schuh elegante spitze Form, Goodyear, gedoppelt, 'Lack-Spangenschuh mit entzückendem Durchbruch, mit amerikanischem und imit Louis XV.- Absatz..... rui wuui 8! :nsch 16 Lack- Herren- Schnürstiefel mit schwär- � C rt zem Chevreau. oder � mjf 3 w Stoirelnsatz,OrIgloaI- loa Goodyear- Veit..... 1�� Lack-Spangenschuh mit reizend, seitlichen Durehbruch, Orlg.. Good,. Welt, 4 � CA eleg. Promenaden- vw schuh, amerik. Absatz � Lack-Einspangenschuh . mit und ohne Durch-_. bruch,{«lost* 4� J 0 W endearbeit," echt Louis XV.-Abs. Kindcr-Lack-Spangcn- SCbuh la, mit reizen- M Ort der Perforierung. 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September.'4 Uhr ssunltionäroersammluna bei llroll. Utrechter Str. 21. 23. Abt. 7V4 Uhr Iunktionärsipunc bei Grunewald. 24. Abt. 7>r Uhr ssunktionätsißuna bei Löhler tSd>weizerhäu»chen). 20. Abt. 7>2 Uhr bei Seile» wichtiae iZunktionärkonferenz. 28. Abt. Ti Übt hei Büttner, Schwedler Str. 23, Sißuna der Funktionäre. 32. Abt. Sämtliche Abteilunoslunktionäre beteiligen sich an ber ktielsfunk. tionärkonferenz. Inserat de» 5. ftreises ist zu daachtrn. 38. Abt. Die Bezirkssllhrer sind verantwortlich für dos Erscheinen her Funktionäre und SIterndeiratsmiiglieder zur angezesgtrn Äreissunkttonär. konferenz. 30. Abt. TAt Uhr in der Juristischen Sprech stunhe Funktionärsißung. Wich- tige Tagesordnung. Alle Mitglieder der ktotnmisfioneit müssen anwesend sein. Abrechnung. 40. Abt. Die Bezirksführer holen Montag abend die Handzettel zur Berfamm- lung am Donnerstag bei Säufner. Hageiberger Str. 20». ab. 42. Abt. 714 Übt Persammiung sämtlicher Funktionäre bei Wiersdorff, Urban- straße 0. Wichtige Tagesordnung. 43. Abt. 7% Uhr Funktionärsibung bei Reim. Urbanftr. 20. 44. Abt. 7 Uhr bei Ewald. Skatitzer Str. 126. wichtige sißung der Funk. tionäre, Elternbeiräte und Betriebsoertrauensleut«. Seiner darf fehlen. 43. Ab». Ti Uhr sämtliche Funktionäre bei Ltehestreit. Reichenberger Str 124. 46. Abt. 7>4 Uhr Funktionärsibung bei Eichholz. Euvenstr. 23. Alle Funk- tionäre müssen bestimmt anwesend sein. 48. Abt. 6 Uhr Funktionärsibung bei Keller, Fürstenstr. 1. Eharlottenbneg. 53. Abt. 6 Uhr Funktionärsibunng bei Lucht.— 50. Abt. 8 Uhr Fnnktionörnersammlung bei Liersch. Kantstr. 62. 77. Abt. Bchvneberg. Die Arbeitvgemeinsthast über Berfossungsrecht hält r»ael. mäsiig Montag, von 7—614 Uhr abend» ihren«urlu» Avostel.Paulu». Straße 7. 4 Tl., ab. Reuköl». 80. Abt. 7 Uhr Vorstands- und Funktionärsibung bei Fischer, Kobrechtstr. 64.— Ol.«dt. 734 Uhr Funktionärsibung bei Balewski, Baddin.. Ecke Isarstraße. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist jeder Funktionär verpflichtet, zu erscheinen.— 04. Abt. 714 Uhr Funktionärsibung hei Schröder. Steinmebsir. 52. Erscheinen ist unbedingt PNicht.— 98. Abt.'aS Uhr hei Teidt, Funktionärlonferenz. 101. Abt. Treptow. 7(4 Uhr Funklionärkonferenz im Lokal vettinger, Sief. hol»-. Ecke Essenstraße. Alle Funktionäre müssen unbedingt erscheinen. 110. Abt. Lichtenberg. Die. Straßensührer und Unterkassserer werden gebeten, zum Zahlabend am Mittwoch sämtliihe Mitglieder einzuladen. Tage». Ordnung:„Sozialdemokratie und Aomimimsmu» in der gogenwirngen -seil". Referent Genosse Iudrian. 128./130. Pankow. 8 Uhr Funktionäruersammlunq im Jugendheim, Breite Straße 32. Tagesordnung: Unsere Winterarbeit. Iuugsozialisten. Gruppe Rkinickendvrf: Dortrag: Jugendgerichte' im Jugend. heim Serbad. Ressdenzstr. 40. «rbeitagvmeinschaft der»indersreuadr, Jtrei»«Ute. 8 Uhr Fortsebnng de« pädagogischen»Urses im Keim Blumenstr. 77. Thema:„Ellen Arn'. Referentin Äelene Michaelis. Arauenveranflallungen: 74. Abt.: Fehlendoes. Frauenahteilung, 8 Uhr bei Schnorre Belprechung über die Winterarbeit. 81. Abt. Friedenau. 8 llhr Frauenabend bei«labe. Hondjerpsn. 60—«. Senasssn Epstein. Fechen dach hält einen Lichtbilderrortrag über„Die Siel. lung der Frau in Palästina'. 84. Abt. Lantwib. Bei Lehmann. tlaiser.Wilhelm.Str. SO—«, Vortrag der Senossi>6 Vielhabrr:„Brief« und Bekenntnisse aus Sefängnissen' fRoia Luremburg, Karl Liebknecht, Ernst Toller). Abt. 123» ttoulsdors-Süd. Der Frouenabend findet umständehalber am Montag, den 6. September. 7:4 Uhr. im Iägerhejm statt. Genosse Lehrer Meißner duingt heitere Rezitationen zum Vortrag. vezlrksblidungoausschuh Grah-verNn. Die ZahIfiellenIeUer tverden er sucht, die Seplemderheste jür den Bücherkrcis I vom Bureau abzuholen. & parteinachrichten i/fwk für Groß-Serlin Einsenhungen für diese Rubrik sind 1» Ig stet» an da» Be,irk»setretarial. Berit» GW 68. Lindenstraße z. 2. Hof, t Itep. recht», zu richten. 5. Frei» Friedrich»bai». tlreisfnnitionärsibung am Montag abend 7 Uhr in Schmidt» Sesellschaitshau», Fruchtstr. 36». Elternbeiräte, Bezirksami,. Mitglieder, Fraktion sowie sämtliche Funktionäre de» ttreise», die berechtigt sind, an der ttreUfunktionätsibuna teilzunehmen, werden gebeten, recht pünktlich zu erscheinen. Mitgliedsbuch vorzeigen. Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt. 7.»reis dbarlotteabveg. Stbung de» Vilduno»au»schusie» Montag abend 7'4 Uhr im Jugendheim Rosinenstr. 4. Jede Abteilung muß oertrelen sein. 11. stre!» Schönebetg. Montag abend>48 Uhr in der Laube der Genossin Krone, Rüden»,, oeriängtrte Bega»srraße. wichtige Besprechung aller in der Ardeiterwohisohrt tätigen Genossen und Genossinnen und Wohlfahrt»- Pfleger sowie iömliicher Funktionärinnen de» ttreise«. Erscheinen not. wendig.—«chtinebeeg. Friedenau: Sißung der Feitungskommissson am Dienstag abend 8 Übe in der Spedition Beiziger Str. 27. Alle Abtei, langen müssen vertreten sein. 12, tteei, Steg!>8, Lichteeletbe, Lankwik. Montag, de» 6. September, abend» J Uhr, ttreisporstandsfitiiing an bekannter Stelle. 17. tkrei» Lichtenbeeg. Montag abend 7 Uhr Funktionärlonferenz im Ar. beitsamt. Schreiberhauet Straße. 18. Verwaltungsbezirk Weißensee. Montag 7 llhr im Rathaus, siimmee 21, Fraktioavsikung. Heute, Sonnlag, den S. September: 36. Abt. Für Teilnahme an her Bannerweihe in Wrißenfre treffen sich die Mitglieder um 1 Uhr auf dem Petersburger Plaß, Forndorfer Straße. Nachzügler 2 Uhr Prenzlauer Promenade. Ecke Guftav-AdoIf-tZtraße. in Weißensee. Da» Banner geht mit. Zahlreiche» Erscheinen wird erwartet. 37. Abt.»,2 Uhr Prenzlauer Promenade. Ecke Gustav. Adolf-Straße, in Weißen. see. Treffpunkt zur Bannerweihe. Die Genossen sammeln sich um das Banner der 37. Abt. 81. Abt. Friedenau. Die dhenossen und GenoMnnen. welche an der Banner- weihe in Wrißensee teilnehmen, treffen sich 12 Uhr bei«labe, Prinz. Kandiern-Str. 60—«. 82. Abt. Steglik. Keute Waid- und ttinderlesi. Treffpunkt Restaurant Wald- frieden in Dahlem pünktlich 3 Uhr. Alle Genossen und Genossinnen ein» schließlich de» Bezirk» Südende sowie Gäste sind herzlich willkommen. Ueberraschunaen. tvl. Abt. Treptow. Nachmittag» 2 Uhr tressen sich alle Parteigenossen mit Familie Vohnhof Adler»hof zur Teilnahme an der Bannerweihe de» Reichsbanners Adlershof. 164. Abt. Riederschöneweide. Genossen, die an der Bannerweihe de» Reichs» banners Adlersbof teilnehmen, teeffen sich um>42 Uhr in der ttnaden. schule Rudower Straße. >66 Abt. Johannisthal. Die Genossinnen und Genossen beleilioen sich an der «onnerweihe In Weißensee. Treffpunkt pünktlich 1 Uhr Bahnhof Nieder- schön eweide-Iohanniethal. 168. Abt. ttäpenick. Die Parteigenossen beteiligen sich mit ihren Angehörigen «nt der Bannerweihe Mohlsdorf-Süd. Treffpunkt pünktlich 2 Uhr Dahn» hof tkövenick. 118. Abt. Lichtenderg. Die Mitglieder treffen sich zur Teilnahme an der Bannerweihe in Mahledorf di» 1261 Uhr bei Morr. Reue BahnhoMlr. 28 Morgen, Montag, den 6. September: i. Abc 7Z4 Uhr wichtige Funktionärsittung hei Iuntke, Artilleriestraße. Erscheinen aller Funktionäre erforderlich. 4. Abt. 714 Ilde Funttionärsikun« bei Schwor», Blankenfeldestraße. 7. Abt. 7>4 Uhr Sißung sämtlicher Porteifunktianäre und Betriebsver» trauenoleute hei Bärwolde. Echlegelstr. 8. Die am Dienstag fällige Mit» glieberverfammlung findet umständebalher erst Dienstag, den 14. Sep. tember. statt. 8. Abt. Die Bezirksführer toben zu den iZahlahenden bei Rickert. weiland und Meier zu Mittwoch, den 8. September, abend» 7>4 Uhr. persönlich ein. 12 Abt. 8 Uhr Funktionärveriommlung bei Schmidt, Wielesstr. 17. Er. scheinen aller Funltionäre unbedingt erforderlich, da wichtige Tagesordnung. Dienstag, den 7. September: le. Adt. 8 Uhr �unNionärfihung bei Döhle, Brunnenstr, 7S, Z8. Abt, Zluhcrordcntlich wichtiger Zchlabcnd fllr die Bezirke laZ, IM, 155, 15« und 15!) bei Lchmidt, Isruchtstr, 5K». 47. Abt. T-i Uhr Eihung aller Funktionäre bei Kraust, Marionnenulah 22, tZ7, Abt. Rein icke Udorf- West. 7 Uhr Funktionärsihung im Balkohau» Echar». wcbcrstr. 114. Pllnkllicheocincn aller Pflicht. Irauenveranstaltungen: 7. Krri, Ih-rlottenburg. 6 Uhr im Jugendheim Rosinenstr, 4 sfunktionär- konferonz, 13. Krri» Zemgelhof, Maricndorf, Marienselbe, Lichtenrade, �rauenauoslug nach Machnower Schleuse. Treffpunkt mrd Abfahrt 10 Uhr Tempelhos tTivoli). 11,08 Uhr Weiterfahrt mit Linie 100 von Lichterfelde-Ost, Räch- zügler werden bio 3 Uhr an der Endhaltestelle Schleuse erwartet. Gr. legcnheit zum Kosfeckochen vorhanden. Kaffee muh mitgebracht werden, Rege Bctciliaung wird erwartet, 20. Krei» Reinickendorf. Sihung der lrunktionärinnen in Reinickendorf-Ost, Verwaltungsgebäude, Zimmer«0, bauptftr, 48, 8 Uhr abends, 33. Abt. Schule löohcnlohcstr, 10. Vortrag der Denofsin Schcibenhuber über „Die ffrau im Eherecht". 51. Adt. Eharlotlenbnra. 7-n Uhr bei Echclldach, Königin-EIisabeth-Strohc. Tagesordnung- Wahf einer Abteilcrungsleiterin, Vortragt„Das Lichtbild Ferdinand Lassalles". Rcferenlin tbenossin Feder. Zungsozialisten. Temvelhof-Rariendors: 8 Uhr im Jugendheim Kcrmanistr. 4—8, Zimmer 4, spricht Ecnosse Lepinski Uber„Soziologische Kunstbetrachtung". Gaste sind herzlichst willloinmen, * 3. Abt. Sonntag, den 12. September, Dampferausslug nach Alt-Buchhorst, Teilnehmerkarten zu 1 M. für Hin» und Rückfahrt find bei den Bezirks- sührern und an den bekannten Stellen zu hoben. Abteil» ngsvertretcr. Mit Rücksicht auf die Vorbereitungen zur Roten Woche sindct die Monatskonfcrenz der SPD.-Abteitlungsvertrcter erst Ende dieses Monats statt. Näheres wird noch bekanntgegeben, Sterbetafel üer Groß-öerliner partei-Grganifation 47. Abt. Am 30. August entschlief noch langem schweren Leiden unsere ifreuc Genossin Emma Binder im 73. Lcdcnsjabre. Einäscherung Dienstag nachmittag VA Uhr im Krematorium Gerichtstrasie. Um zahlreiche Beteili- Sung wird gebeten. 83. Abt. Lichterfclde. Am 2. September verstarb unser alter Parteigenosse und langjähriger Bezirksfithrer Gustav Littschwagcr. Hochstr. 17. im 39. Lebens- jähre. Die Einäscherung findet am 9. September um VA Uhr im Krematorium Wilmersdorf statt. Zahlreiches Erscheinen der Parteigenossen erwünscht. Vorträge, Vereine und Versammlungen. Reichsbanner.Schwarz-Rot-Gold". G c' ch S f t s» o l l e? Berlin S 14, Sebastians«?. 37138. Kos 2 Tr. Mitte: Amneradschaslsvers, am Di,, d, 7., abends 8 Ubr: 1. Käme- radschast Artilleriesir, 11, 5. Kameradschaft Varnimslr, 13, 6. Kameradschaft Voncustr. 19.— Krcuzbcrg: Mo,, d, 8„ Abt. 12. Vers, bei Sicdeniops, Muskoucr Str. 35, Vortrag des Kam, Falkcnheim, 7, Sept,, abends 8 Uhr, Vers, der Abt, 2 bei Bäitcher, Hggclberger Straße 28, Abt, 7 bei Ende, Luisen- user 21. Vortrag dcs Kam, Vezirksoerordnetenoorslehers Gerhcr, Abt. 8 in der Lchneekoppe. Roitizflr 29,- Wilmerodorf: 7. Scpl, ghends 84- Uhr, Vers, der Eooriobt, und der Jugrndabi. bei Kroih», Holsteinische Sir, 80,— Pankow -7 Uhr, � Arbeiter-Samart, er. Kolonne Berlin,«». Geschäftsstelle: R, 4. Schröd*!- ftraße 9, Telephon Norden 3340. Monalsversammlungen haben folgende Ab- teilungen: Tempelhos, Monlag, 8. September, im Lokal von Lindisch, Marien- borf, Känig., Ecke Raihausstraße, Weißcnsce: Montag, 8, September, im föäfäddotJioff Xoch& Jkeland Genfraudtenotn. 20/21 Lof�T von Stärke, Cbarlottenburger. Ecke TassostrVcreinsniannschastsiahren und das internationale ZweisitzerMalsabren, In den sieben Vorlausen des„Grotzcn Preises der Stadt Berlin" aualisizierten sich zunächst Graue, Stesses. Dcbunne. Franken st ein, Morairae, Kühl und O tz m e l l a. Der neue deutsche Meister der kurzen Strecke Engel war am Start nicht erschienen. Die vier Hossnungsläufe vereinigte die Ilnplazierten der Vorläufe. Hier sicherten sich Roßbach, Jen- sen, Krollmann und E h m e t die Plätze, Der B e- sähigungslaus siebte hier noch einmal und qualifizierte Roßbach, Die heutigen Zwischeniäuse bringen demnach solgende StartSi Oßmella Feder-Lemke 8 P., Grassunder-Jaskow 8 P. und W Blank-Heyne S P. Diese zehn Paare bestreiten heute den Endlauf. Ein Porgabefahren und der„Große Preis der Stadl Berlin" über 50 Kilometer werden neben den Endläufen das heutige Pro- gramm vervollständigen. Rennbeginn 4 Uhr. Rennen zu Hoppegorken am Sonnabend, den 4. September. 1. Rennen, 1, Oiiginal(I. Vargal. 2.!ravorilin iQuguenin). 3, Lahncck(L inwa«). Toto: 99: 10. Platz: 35, 72, 21: 10. kerner ticfei:: Tiranos,«Suntbrada. Dämmerstunde, Aver Dieux. Rostra, Volga II, Favorit. Da« Lied, Marcheia, 2. R e n n e n, 1. Panna iThielemanii), 2. FitS and Starts(Krüger), 3, Malestartlis fPisek), Toto� 29: 10, Platz: 16. 31: 10, Ferner Uesen: Tirana, Konradin, Schanmichläger, 3. Rennen, 1, Tibia t.öavneS), 2. Rosanera(O Schmidt), 3, Rosa tKobl) Toto: 12: 10, Platzt 12, 17: 10. Ferner Uesen: Lelia..Zier, Goneza(5ora. i. Rennen. 1. Ausbund(C. Schmidt). 2. Feeniönigin(Vinzenz). 3. Fockenbach ,W, TmraS) Toto: 69: 10. Platz: 34, 19: 10. Ferner Uesen: Domsalke, Torrero. Liberias, S. Rennen, t, Hornbori tN TarraS), 2 StolzenselS. Blume), 3..Äellae lSIaudwger). Toto: 23: 10. Platz: Ii, 17:10, Ferner liefen: Tod und Leben, Olympier, 6. R e n n e n, I, Dompsaff(O, Schmidt), 2, Die Airikanerint» auch vorrätig im Aileindepot '.iOnS-ÄpOttieKe. Homöopath. Z'ntrol-Off'/in Hertln f 31. UnMnmer Sirepe 39 40, ftn der Ecke Brunnenstr., 5 Min. r. Rosen'ha.Tc. Tel-Amt Humboldt 1022. Adler- ApOÜlOHe �Paul u. W. Saddc), Berlin-Fr edenau, Rhe!nst*.t6, Tel. Rheingou 2029 Frlediitfi- WlUielm- ApolheKe, Apotheker Georg Seelenblnder, CharloMenburg 2. Leibnixstr. 106, Telephon 12:. SdlWeizer-ApOtlieKe, Apotheker Max Riedel. Berlin W 8. Friedrtdisir 1 73. HeeDe'S AOOtheKe iicrlln O, Gubener Str. 35. Ecke Warschauer Str.. 2 Min. entl v. Stadt-, Hochbahnstat-Warschauet Br. Pas itrofte PlarrerHcnmann-Bndi (529 Seit., 2 0 Abbildung) erhSlt Jeder Leser, der seine Adresse einschickt, von der Firma Ludwig Heumann& Co., Momberg M 45, gratis und franko zugesandt. Postkarte genflßt. Leipziger Platz Königstrahe Rosenthaler Str. Moritzplatz A. WERTHEIM Schriftliche Bestellungen: Versand- Abteiig. Berlin W 9 'XUllßJ} PARISER ORIGINAL- MODELLE MODELLE AUS EIGENEN WERKSTÄTTEN Damen- Sioff- # Handschuhe Leinen im«,(arbig... ö5pf. Schweden ImiHeri, farbig SO PL Waschleder w«.. geu» 95 Pf Schweden I20 Leinen ,m"' fa�gMan5diette Srhwpd#»n'mit., gelb u. färb. OUIWCUCII gute Quaiita,. 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Farben 490 Velvet-Hütchpn ÄS 575 Velvet-Formen � 625 V elvet-Glocke 5 90 Frauen-Formen 9 75 HUT- GARNITUREN Kronenreiherbüschel. 450 Paradiesreiheri-od�oo�ck�S Stangenreiher Z 95 pi." 1 25 Krön enreiherp"��.�� 4 25 Gros grain Band bis � lSbls 48 Pf Buntfarb. Bänder � rl* bi5 48 Pf. Damen- Leder- Handschuhe Lederhandschuhe � lso Glaceleder �'Är. 325 Waschleder weis u. geib 350 Nappastepper 375 Schwedisch 0,le,reder4en 390 Ziegenleder 390 Ziegenleder g�'cS#« 425 Nappastepper Gazellen-Mocha£ farb. 1.90 450 490 Ziegenleder mit mod. Mansdiette, farbig A»w—' Nr. 41 S» 4Z. Iahrgaag 2. Seilage öes vorwärts Tontltag, 5. September 1426 Die Sanken in öer Wirtfthastskrife. Weltwirtschaftliche Umschau. ' Trog der anhaltenden Wirtschaftskrise hat sich die Lage der deutschen Banken günstig gestaltet. Die Börse bewertet ihre Aktien sehr günstig. Die Bankgewinne sind vornehmlich infolge der Neu- bclebung des Effettenverkehrs, die zu einer umfangreichen Spekulation ausgeartet ist, und der Auflegung von inneren An- leihen erheblich gestiegen. Die Stärkung der Banken spiegelt sich in den jüngst erfolgten Kapitalserhöhungen der Deutschen Bant, der Dresdner Bank, der Discontogesellschast, denen voraussichtlich noch andere folgen werden, wieder. Die Banken haben diese Kapitals- erhöhungen wohl mehr zur Steigerung ihres Ansehens vorgenom- men, als zum Zweck der Erweiterung ihrer Kreditgewährung. Die Kapitalserhöhungen von 3S bzw. 22 Millionen Mark bei der Dis- contogesellschast und der Dresdner Bank spielen angesichts der Höhe der Depositen keine große Rolle. Bei den Banken kommt es weniger auf die Größe des Zlktienkapitals an. als aus das Vertrauen, das sie genießen. So ist es z. SB. möglich, daß die englischen Banken mit einem Aktienkapital von 74 Millionen Pfund mehr als 18M> Millionen Pfund Depositen oerwalten. Banken und Dirischaflskrise. Nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern ver- mochten die Banken ihre Lage während der Wirtschaftskrise zu ver- bessern. Die Zeit ihrer großen Verluste fiel noch in die Periode der Inflation und der Geldentwertung, als die Geldbesitzer, d. h. auch die Banken, am ärgsten in Mitleidenschaft gezogen wurden, während die Wirtschaft voll beschäftigt war. Nicht überall waren jedoch die Jnflationsverluste der Banken gleich. In einigen Ländern verstanden sie es, ihre eigenen Kapitalien in Substanzwerte, Devise», Beteiligungen usw. hinüberzuretten. Am besten gelang dies»och den Sanken in Oesterreich. In der Zeit der W i r t s ch a f t s k r e können den Banken allerdings Verluste aus„eingefrorenen" Kre- diten, d. h. aus Krediten notleidender oder zusammengebrochener Unternehmungen, erwachsen. Aus der anderen Seite bringt aber die Krise für die Banken überwiegend einen Macht- und vielfach auch einen Gewinn zuwachs. Der Machtzuwachs versteht sich von selbst, denn die Wirtschaftskrise ist in erster Linie eine Kredit- krise, in der das Schicksal der Unternehmungen vielfach davon ab- hängt, ob die Banken ihre Kredite entziehen oder weitergewähren. In vielen Ländern wurde die Wirtschaftskrise durch die Stabili- sierung der Währungen, die mit beabsichtigten Krediteinschrän- kungen einhergeht, herbeigeführt. Auch in solchen Situationen sind die Banken Herren der Lage. Die Kapitalknappheit infolge der Ueberkapiwlisiening der europäischen Industrie, der Kriegs- und Inflationsverluste führte ebenfalls zur Wirtschaftskrise: in diesem Falle hängt es von den Banken ab, wie das vorhandene Kapital verteilt wird. Zur Belebung der Wirtschaft spielen die Aus- l a n d s k r e d i t e für die meisten europäischen Länder eine große Roll«. Das fremde Kapital gibt aber nur den größten Konzernen direkte Anleihen, im übrigen bedient es sich der Vermittlung der Inlandsbanken; auch das trägt zur Steigerung sowohl der Gewinne wid der Macht der Banken bei. Krediteinschränkungen und Kapital- knappheit bedingen in der Siegel hohe Zinsen: wiederum eine Ursache erhöhter Bankgewinne. Eine Anzahl von o st europäischen Banken hat z. B. große Einnahmen aus der Weiterleitung von aus- ländischcn Bankeinlagen, die mit Rücksicht auf den hohen Zinsfuß in das Land gebracht wurden(Bulgarien usw.), erzielt. Auch die überall durchgeführte Rationalisierung der Produktion in Zeiten der Wirtschaftskrise erfordert große Bankkredite. Wenn nun die deutschen Sanken während der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ihre Mittel trotzdem nicht an die Wirtschaft, besonders nicht an die Mittel- und Kleinindustrie, sondern für kurzfristige Anlagen und vornehmlich auch für Effektcnspekulation hergaben, so nur deshalb, weil diese eine größere Sicherheit boten, als etwa Industrie- kredite. Auf diese Weise haben aber die Banken ihre Volkswirt- schaftliche Aufgabe nicht erfüllt. Die Beteiligung der Banken an der Industrie. Der Machtzuwachs der deutschen Banken kommt allein durch die erhöhte Bedeutung der Kreditgewährung vornehmlich an die Mittel» und Kleinindustrie zur Geltung, während die Großkonzerne, nachdem im vorigen Jahre auch sie noch den Banken auf Gnade und Ungnade ausgeliefert waren, sich heute bereits wieder ziemlich unabhängig von ihnen gemacht haben. Sie ver- wenden ihre Finanzmacht nicht dazu, direkte Beteiligungen an der Industrie zu erwerben: auf diesem Gebiet ist die vor dem Krieg be- gönnen« Entwicklung nicht weiter fortgeschritten. Anders in den mittel- und osteuropäischen Ländern, in Oesterreich. Ungarn, Polen und der Tschechoslowakei, wo die Banken die Indu- stri'e auch durch direkte Beteiligungen unmittelbar beHerr- schen. Die Industrie dieser Länder wird hier vielfach direkt von den Sankdircktoren verwaltet. Nur in der Tschechoslowakei machen die Großkonzerne Versuche, sich von den Banken unabhängig zu machen. Einstweilen sind sie aber noch stark an die Banken ver- schuldet, und die seit einiger Zeit bestehende Wirtschaftskrise der Tschechoslowakei mit der sie begleitenden Vertrauenskrise hat zu weitgehenden Krcditeinschränkungen geführt. Die tschechoslowakischen Banken spielten insofern eine besondere Rolle, weil sie nach Grün- dung des neuen Staates gewaltsam hochgezüchtet wurden, um Prag zu einem Finanzzentrum zu machen. Da ihre Leitung nicht die nötige Erfahrung hatte, erlitten sie große Der- luste, die sie noch nicht überwunden haben. Auch in Italien und vielfach in Frankreich sind die Banken an Industrieunter- nehmungen weitgehend beteiligt, doch nicht im selben Ausmaß, wie in den'mitteleuropäischen Ländern. Die Konzentration der Banken. Wenn die Konzentrationsbewegung bei den Banken in der letzten Zeit nicht derart weiter gediehen ist als dies bei der In- dustrie der Fall ist, so vor allem deshalb, weil dieser Prozeß in den meisten Ländern bereits lange durchgeführt ist. Vor allem trisst dies für England zu, wo im Gegensatz zur Industrie das Bankwesen bereits seit vielen Iahren vollkommen konzentriert ist. Die Zahl der englischen Aktienbanken siel von 90 im Jahre 1900 aus 4? im Jahre 1913 und beträgt heute nur noch 18, darunter die fünf Riesenbanken(bis fives). In Frankreich war das Bankwesen von Anfang an stark konzentriert. Aus der jüngsten Entwicklung ist die Aufnahme einer Großbank in Oesterreich, der Angloöster- reichischen Bant durch die Oesterreichische Kreditanstalt zu oerzeichnen. Andere Fusionen zwischen österreichischen Großbanken sind in Vor- bereitung. Die japanische Regierung drängt auf«ine Kon- zentration der sehr zersplitterten Banken, die im übrigen in der letzten Zeit durch die von den Industriekonzernen gegründeten In- düstriebanke» weitgehend verdrängt wurden. Auf der andern Seite ist auch eine Entwicklung zur Spezialisierung im Bankwesen beinertbar. In vielen Ländern werden neuerdings Banken für den landwirtschaftlichen Kredit,, für Genossenschaften, für Aussuhrhandel usw. gegründet. In letzter Zeit wurde in Spanien eine Exportbank mit Staatshilse, in Mexiko eine Großbank sür landwirtschaftlichen Kredit unter Staatsbeteiligung, in Italien eine Großbank für die Ausfuhr und eine zweite für die Saminlung der Cmigrantengelder gegründet. In Belgien wird jetzt eine Gold- d i s k o n b a n k nach deutschem Muster, in Polen eine Dollarbank gegründel, um die Devisenvorräte für Ausfuhrzwecke und für Roh- floffeinfuhr bereitzustellen, Gründungen, die mit den Valutaschwan- kungen in Verbindung stehen. Die politische Bewegung der amerika- nischen Farmer führte zur weitgehenden Unterstützung der landwirt- schaftlichen Genossenschaftsbanken mit staatlichem Kredit, wie auch sonst die hier erwähnten Banken unter staatlicher Anregung und Unterstützung zustandegekommen sind. Beue Bankzusammenbrüche im Ausland. Wenn auch, wie oben ausgeführt wurd«, die wirtschaftlich« Depression, die heute überall in der Well(mit Ausnahme der Vereinigten Staaten) vorherrscht, nicht unbedingt zur Schwächung der Banken führen muß, ja ihre Macht und ihre Gewinne noch zu steigern vermag, so kommen dennoch Bantzusammenbrüche sowohl in Zeiten der Konjunktur wie der Krise auch im Ausland oft vor. Aus früheren Jahren soll hier nur an die großen Bantzusammen- brüchc in der Tschechoslowakei, Italien, Dänemark und Norwegen sowie Oesterreich erinnert werden. In der jüngsten Zeit erfolgten Bankzusammenbrüchc in Italien(an der Riviera und in Parma), in Polen, vor allem ober in O e st e r r e i ch. In letzterem Land« hat der Zusammenbruch der Zentralbank der Sparkassen großen Staub ausgewirbelt. Bei allen hier behandelten Bankzusammen« brüchen haben die Regierungen zur Sanierung der itotleidenden Banken eingreifen müssen. Die Sanierung führte in Norwegen zur staatlichen Zwangsoerwaltung zweier Großbanken und auch in Italien haben die Bankzusammeubrüche dem sanierenden Staat große Machtmittel gegen die Banken in die Hand gegeben. In Norwegen wird jetzt zuin Abbau der Zwangsverwaltung ge- schritten und auch die faschistische Regierung Italiens hat von ihren Befugnissen den Banken gegenüber keinen Gebrauch gemacht. So führte die Sanierung der Banken nirgends zu einer staat- lichen Kontrolle. In Polen wurden kürzlich staatliche Gelder in Höhe von 65 Millionen Zloty für Banksanierun- gen ausgegeben. Jetzt soll dort ein besonderes Bankinstitut sür diesen Zweck gegründet werden. Die österreichische Regierung hat bei der Stützungsaktion für die Zentralbank der Spar- k a s s e n, welche ihr politisch nahesteht, ohne Vollmacht die für die österreichischen Staatsfinanzen ungeheure Summe von 62!/j Millionen Schilling ausgezahlt. Sic hat weitgehende Garantien zuge- sagt, die aber vom Parlament nicht gutgeheißen wurden. Jetzt muß die Staatskasse diese Gelder wieder eindringen und zwar durch Aus- gäbe von Obligationen, die die Banken und die Sparkassen übernehmen sollen und deren Verzinsung auf Koste» der Einleger durch Abzüge an den ihnen vergüteten Zinsen erfolgen soll. Die Neigung der Banken zur Uebernahme dieser Obligationen wird durch neue Steuerbegünstigungen erkauft. Das skandalöse Vor- gehen der österreichischen Regierung v«ranlaßte die Sozialdemo- tratische Partei zu dem Antrag, die schuldigen Minister unter An- klage zu stellen, das wurde jedoch von der christlich-sozialen und großdeutschen SWehrheit abgelehnt. A. H. Zunahme üer Sefchästigung in Serlin. Weiterer Rückgang der Arbeitsuchende«. Das Landesarbeitsamt Berlin berichtet: Die Besserung auf dem Berliner Arbeitsmartt vollzieht sich in mäßigem Tempo weiter. Die Zahl der A r b« it S- losen hat um rund 3090 abgenommen und beträgt jetzt 264 885 Personen. Um annähernd dieselbe Zahl ist die Zahl der Erwerbslosenunterstützungsempfänger zurückgegangen, jedoch weisen die der Erwerbslosenhilfe der Stadtgemeinde Berlin Ueberwiesenen noch immer eine Zunahme auf. Bemerkenswert ist, daß in den letzten Wochen die Steigening der Stellenlosigkeit bei den Ange- stellten zum Stillstand gekommen ist, doch kann von einem Auf- stieg bisher noch nicht die Rede sein. Ein größerer Bedarf an Hilfskrästen sür Propagandazwecke ist ausfallend, es handelt sich überwiegend aber nur um kurzfristige Beschäftigungen. Der Bau- markt belebt sich weiter, allerdings nicht in dem Umfange, wie in Anbetracht der Verhältnisse zu erwarten wäre. Die Metall. indu st ri« zeigt in der Elektro- und Taschsnlampenbranche sowie in Bau- und Konstruktionsbetrieben verhältnismäßig gute Aus- nahmefähigkeit. Auch im Holz- und Schnitzstosfgewerbe weist der Beschäftigungsgrad für Möbel- und Bautischlereien eine Steigerung auf. Dagegen macht sich wieder ein erhöhter Zustrom aus der Landwirtschaft und dem Gastwirtsgewerbe bemerkbar. Im Nahrungs- und Genußmittelgewerbe ist bei allgemein ungünstigen Beschästigungsmöglichkeiten die fällig« Saison in der Süßwaren- induftrie bisher so gut wie ausgeblieben. Der Bedarf an Arbeits- krästen beschränkt sich hier, zumeist auf Jugendliche, die auch allge- mein an dein Abruf verhältnismäßig stark beteiligt sind. Es waren 264 885 Personen bei den«rbeitsnachweisen eingetragen, gegen 267 798 der Vorwoche. Darunter befanden sich 172 520(174 377) männliche und 92 365(93 425) weibliche Personen. Unterstützung bezogen 130 448(131 694) männliche und 65 203 (67 058) weibliche, insgesamt 195 653(198 742) Personen. Außerdem wurde noch an 35 281(34 950) Personen Erwerbslosenhilse gezahlt und 4372(4071) Personen bei Notstandsarbeiten beschäftigt. Erhöhung üer Zuckerzölle? Die„Kölnische Zeitung" hat sich in letzter Zeit mehrfach zu- ounsten eines höheren Zuckerzolles eingesetzt. Am 12. August schrieb sie über„starke Steigerung der Zuckereinsuhr". Trotz des Ipkrast- tretens des Zuckerzolles von 10 M. pro Doppelzentner im ver- gangene» Jahre seien vom 1. Septeniber 1925 bis Ende Juni 1926 rund 650 000 Doppelzentner Zucker eingeführt worden. Das habe in maßgebenden Kreisen die Frage ausgeworfen, ob nicht der Zeit- punkt gekommen sei, der wachsenden Einfuhr des Auslandszucker» durch Zollerhöhungen Einhalt zu gebieten und den deutschen Zucker- rübenbau und seine Industrie zu schützen. Jetzt hat dieselbe Zeitung unter dem 30. August erneut die Frage einer Zuckerzollerhöhung be- rührt. Bei der durch die Witterungsverhättnisse offenkundig vielfach gesteigerten Not der Landwirtschaft sei eine Erhöhung des Zucker- einfuhrzolles wahrscheinlicher geworden. Wenn sich die VerHand- lungen darüber auch länger hinziehen könnten, so sei eine Erhöhung doch auch schneller möglich, weil es dazu nur der Mitwir- kung des Reichsrates und des zuständigen Reichs- tagsausschusses bedürfe. Durch solche Mitteilungen soll die Stimmung für eine Erhöhung des Zuckerzolles geschaffen und Schritte der deutschen Zuckerindu- striellen bei der deutschen Reichsregierung zum Zwecke der Zoll- crhöhung von 10 auf 20 M. gestützt werden. Dies« Bestrebungen auf Zollerhöhung sind als der reinste Skan- dal zu bezeichnen. Seit der letzten Ernte ist nicht einmal die Hälfte der Einfuhrmengen des vergangenen Jahres im gleichen Zeitraum eingeführt worden und außerdem überhaupt nur 2 Proz. der beut- ichen Produktion. Es ist geradezu lächerlich, wegen dieser 2 Proz. die gesetzgebenden Instanzen in Bewegung zu setzen, um den Zucker- preis zu erhöhen. Die Zahlen der deutschen Zuckerstatistik sind laut maßgebenden Angaben zurzeit folgende: Oktober bis Juni 1925/26 1924/25 Produktion... 1594 427 1 571 851 Tbnnen Einfuhr.... 35 384 74 672 «u« fuhr.... 64 687 324 911 Verbrauch.... 1050 063 1054 629 Bestände.... 532 634 269 250 Hieraus geht klar hervor, daß die Einfuhr im Verhältnis zu dem Gesamtverbrauch vollkommen belanglos ist, und daß die äugen- blicklich anscheinend größeren Bestände gegen die Bestände de» Vor- jahres nur auf die geringere Ausfuhr zurückzuführen sind. TSies liegt jedoch lediglich daran, daß der ausländische Zucker eben erheb- lich billiger als der deutsche Zucker ist. Das ist natürlich auch der Grund sür die Bestrebungen auf Zoll- erhöhungen. Denn wenn der Zuckerzoll erhöht werden würde. Wei' die 1HaÜalvl7cl�? rauclil, hol eine eclnle Ponc gefunden und• behält sie Urleilen Sie selbsl I würde damit die Einfuhr von ausländischem Zucker unterbunden werden. Die Menge, die hierbei in Frage kommt, spielt gar keine Rolle. Viel wichtiger ist aber, daß diese an sich nur sehr geringe Menge ein P r e«s r c g u l a t o r für die deutschen Zuckcrpreise ist. Im Augenblick spricht bei Festsetzung der deutschen Zuckerpreise die Konkurrenz der ausländischen Zuckerpreise mit, und die Zucker- fabriken können ihre Preise nicht beliebig erhöhen, da sich sonst die Einfuhr von ausländischem billigeren Zucker erheblich vergrößern würde. Wird der Zuckerzoll erhöht, dann wird eine unüberschreit- bare Grenze für ausländischen Zucker aufgerichtet, und die deutschen Zuckerfabriken haben ein Monopol, die Preise nach Gutdünken unter Umständen nicht unerheblich zu erhöhen. Es liegt wahrlich keine Veranlassung vor, die an sich sehr geld- kräftigen Zuckcrindustriellen aus Kosten der Verbraucher noch weiter zu bereichern. Die Hoffnung auf Zustimmung des Reichstagsausschusses zu einer Zollerhöhung würde sie doch bitter enttäuschen. Rur im Falle eines dringenden wirtschaftlichen Bedürfnisses kann er zu Zoll- änderungen seine Zustimmung geben i ein solches liegt aber bei dem Verlangen der Zuckerindustriellen gewiß nicht vor. _____ Rudolf Wissel!. Nochmalige Verzögerung des europäischen Eisenpakls? Am 15. September sollte der Abschluß des deutsch-fronzösisch-belgisch- luxemburgischen Eiscnpakts definitiv werden, nachdem die bereits für den 12. August vorgesehene Unterzeichnung durch den Wider- sprurb maßgebender belgischer Werke gescheitert war. Wie nun aus Belgien und Luxemburg übereinstimmend gemeldet wird, hat sich der Widerstand Belgiens gegen die vorgesehen« Quoten- regelung, obwohl nur noch acht Tage Zeit ist, eher verstärkt, als vermindert. Die � belgischen Eisenindustriellen verlangen eine Neuregelung der Landesquotcn, obwohl schon bisher auf ihr Verlangen nicht die Produktion von 1g2S, sondern die des 1. Vierteljahrs 1926 der Ouotenbercchnung zugrunde gelegt wurde, was für die Frankenländer eine Besserstellung gegenüber Deutschland bedeutete. Angesichts der Möglichkeit, daß die belgische Währung stabilisiert und durch die folgende Wirtschafiskrise die belgische Stahlproduktion rückgängig werden könnte, ist es an sich verständlich, daß sich die belgischen Eisenindustriellcn eine höhere Ausgangsquote sichern möchten. Sic übersehen dabei allerdings, daß die Hinaus- s ch i e b u n g des Vertragsabschlusses ihnen erst recht gefährlich werden kann. Jedenfalls scheint der Vertragsabschluß zum IS. Sep- tembcr ernstlich bedroht, womit die Bildung der europäischen Roh- stahlgemeinschast vorläufig wieder in Frage gestellt wird. Große Umsah- und Gewinnsleigerung bei Gcohkrastmaschincn. Die Brown, Booeri u. Cie. A.-G. Mannheim, Tochtergesellschaft des internationalen Konzerns für Dampf- und Elektrogroßmaschinen Brown, Boveri u. Eie. Baden-Schweiz, verteilt für 1923 eine Dividende von 7 Proz. Im Vorjahre hatte sie mit einem Verlust von 141 009 M. geschlossen. Der ausgewiesene Reingewinn von 861 000 M. hätte(bei 5 Mill. M. Kapital) eine doppelt so hohe Dividende zu verteilen erlaubt, wenn die Gesellschaft nicht vorgezogen hätte, aus dem erzielten Reingewinn ihre bisher gering- fügige ordentliche Reserve(78 000 TO.; sofort aus 10 Proz. des Aktienkapitals zu erhöhen. Ihre Grundlage hat die Gewinnsteige- rung in dem u m 5 0 Proz. gegen 1924 gesteigerten II in s a tz. Daß die jetzige Krise im deutschen Maschinenbau der Beschästigung des Werkes keinen Abbruch tat, zeigt der Auftragsbestand, der Ende 1925 gegen das Vorjahr um 40 Proz. erhöht und Mitte 1926 noch ebenso hoch war, wie zur Zeit seines höchsten Standes 1923. Auch Brown u. Booeri zeigt also das typische günstige Eni- wicklungsbild der mit der Elektrizitäts- und Krafterzeugungsindustrie eng verbundenen Großunternehmungen, das auch für Deutschland trotz der Verbindung mit der großen schweizerischen Muttergesell- schnftc typisch bleibt, well das Mannheim-Käsertaler Werk kauf» mäuuHsch und in der Absatzwerbung selbständig arbeitet. In der BiWit nz kommt die erfolgreiche Ausdehnung der Geschäfte Haupt- sächlich in der Steigerung der Vorräte(von 11,23 auf 12,7S Mill.), der Forderungen(von 8,11 auf 13,45 Mill.), der Kreditoren und Anzahlungen(von 21,47 auf 26,96 Mill.) und in der Erhöhung der Abschreibungen(von 0,57 auf 0,73 Mill.) zum Ausdruck. Trotz der Umsatzsteigerung um 50 Proz. sind die G e n e r a l k o st e n mit 8,87 gegen 8,33 Mill. s a st gleich geblieben, die Steucrleistungen von 1,33 auf 1,05 Mill. zurück gegangen. Es muß äußerst merk- würdig berühren, daß angesichts dieser Tatsachen im Geschästsberichi dennoch gesagt wird, daß die Entwicklung der Löhne, Steuern und Kapitalzinsen nicht einmal bescheidenen Erwartungen entsprochen habe. Die Belegschaften werden der Gesellschaft jedenfalls bei passen- der Gelegenheit klar zu machen haben, daß die Arbeiterschaft keines- weg? nur zur Befriedigung des Profithungers ehrgeiziger V«r- waltungen da ist. Zlalienische Aufträge für die deutsche Elektroindustrie. Die italienische Telegraphcnverwaltung ist im Begriff, ein großzügiges Programm durchzuführen und eine Reihe wichtiger Fernkabel zur Verbindung der bedeutendsten Sprcchzentren zu bauen. Die Ver- waltung hat das ihr durch die Societa Italiani Reti Telephonici Jnterurbani vorgelegte Angebot genehmigt, das innerhalb von fünf Iahren den Ausbau der wichtig st en Fernlabel- strecken vorsieht. Dieses Fernkabelnetz wird mit allen Mitteln der neuzeitlichen Fcrnkabeltechnit gemäß den durch das Eomite Consultativ International in Paris herausgegebenen Richtlinien gebaut werden. Während die Kabel von italienischen Fabriten hergestellt werden, die der oben genannten Gesellschaft angehören, wird-die Lieferung der Spulentästen und Verstärkerämter außer- italienischen Werken übertragen, da zurzeit in Italien keine Fabriken für diese Spezialapparate bestehen. Die Pupin-Spulenkästen und Vcrstärkerömter für einen Teil des Netzes werden von der Firma Siemens u. Halske geliefert. Wenn die Funtstunde ihren Hörern einen typischen Vertreter der „Opera comiquc" verführen will, so ist Maillart kaum der geeignete Mann. Sein„Glöckchen des Eremiten" erschien drei Jahr« vor Gounods„Margarete", also 1856, ungefähr zwanzig Jahre nach der Blütezeit der französischen Spieloper. Um Namen zu nennen, so repräsentieren Herold, Auber, Adam oder Boildieu diesen Stil, Maillart ist nichts weiter als ihr Nachfahre wie etwa Flotow in Deutschland. Die Spieloper ist bei Maillart bereits ins Centimen- tale geraten. Manches, besonders das Finale der Ouvertüre und damit des ersten, und letzten Aktes erinnern an Anders bezaubern- den„Fra Diavolo". Hier ist ein faszinierendes Tempo, hier sind Marschrhythmen, wie man sie übrigens in allen guten Spielopern hört. Schon das Textbuch sucht einen Kompromiß zwischen der großen, historischen Oper Meyerbeerschen Charakters und der Spiel- oper zu schaffen und so auch die Musik, aber merkwürdig, die Tradition stützt alles, diese Tradition, die in Frankreich überall lebt in der Musik, bildenden Kunst oder Literatur. Diese Melodien halten immer Niveau, wie kultiviert sind die Arien Silvains und Rose Friquets. Nach nie versiegenden Vorbildern sind sie gebaut. Warum wählte der Rundfunk Maillart? Die Stimmführung ist hier klar und einfach. Jeder singt eben seine Arie und am Schluß des Aktes wird dann das notwendige Finale gestellt, und Solostimmen wirken immer ausgeglichen in der Uebertragung. Aber auch bei Auber oder Boildieu lieaen die Dinae ebenso, und die Musik wirkt dort »rsprünglicber. während der Maillartschen Komposition etwas von Lavendelduft anhastet. Jedenfalls sang B r o n s g e e st den Dra- aoncr Belamy sehr nett, witzig, sauber und ausgeseilt. Grete M e r r e m- N i k i s ch als Rose Friquet erledigte sich ihrer großen Arie im dritten Akt mit virtuoser Künstlerschaft, nur de Silvain I ö k e n s kämpfte mit den hohen Tönen. Im ganzen aber eine sehr gute Uebertragung, vor allem unterstützt durch das Orchester unter Seidler-Winklers Leitung. Sonst geschah während des Tages nichts Aufregendes. vss kunclfunkproxr-smm. Lonntsg, den 5. September. 9 Uhr vorm.: Morgenfeier. 11.30—1 Uhr nachm.: Platzmneilc Blasorchester Josef Sna�a. 1. Fucik; Einzug der Gladiatoren, Marsch. 2. Suppe: Ouvertüre zu der Operette„Die schöne Galathee". 3. Kreutzer: Fantasie aus der Oper„Das Nachtlager von Granada". 4. Pressel: An der Weser, Lied. 5. Johann Strauß; Potpourri aus der Operette„Die Fledermaus". 6. I�aldteufel: Estudiantina. Walzer. 7. Millöcker: Potpourri aus der Operette „Der Bettelstudent". 8. Johann Strauß: Künstlerleben-Walzer. Blon: Heil Europa, Marsch. 1.10 Uhr nachm.: Stunde der Lebenden. Ernst Barlach. 1. Einleitende Worte(Dr. Rudolf Kayajer). 2. Rezitationen(Sonja Bogs, Paul Bildt). 2.15 Uhr nachm.: Vortragsreihe anläßlich der Großen Deutschen Funkausstellung 1926; Hans Brennert:„Berlin von oben*.(Lustige Schilderungen dos Bildes, das die Reichshauptstadt aus 130 Meter Höhe bietet). 3 Uhr nachm.: Hans-Bredow-Schule(Bildungskurse). Abteilung Landwirtschaft. Prof. Dr. Hanns von Lengerkcn:„Fliegen als wirtschaftlich tvichtige Parasiten bei Haustieren und Wild". 3 30 Uhr nachm.:„Funkhoinzelraann bei Kling und Klang" von Hans Bodenstedt, Erzählt vom Funkheinzelmann. 4.30—6 Uhr abends: Nachmittagskonzert der Berliner Funkkapelle. Leitung: Konzertmeister Ferdy Kauffraan.(Bei gutem Wetter Uobertragnng aus dem Hause der Funkindustrie.) Anschließend: Ratschläge fürs Haus. Theater- und Filmdienst. 6 30 Uhr abends: G. Schwidetzky: „Tiersprachen und Ursprachen"(Die Geburt der Worte). 7 Uhr abends: Geh. und Ober-Regierungsrat Prof. Dr. med. Spitts:„Die Entwicklung, des Großstadtverkehrs und sgine geenndhpiUiche Bedeutung". 7.25 Uhr abends: Dr. Th. Tichaner: Aufgaben und Wege der Arbeiterbildung". 7.55 Uhr abends: Dr. W. Ziegler;„Die Völkerbundskonferenz in Genf". 8.30 Uhr abends:„Ein Sommerlied". Das Märchen einer Liebe von Alice Fliegel-Bodenstedt. Gelesen von der Verfasserin. 9 Uhr abends: Bunter Abend. Leitung: Konzertmeister Franz v. Szpanowski. 1. Machet: Vergißmeinnicht. Intermezzo(Berliner Funkkapelle). 2. a) K. Eckert: Lied(Hoffmann v. Fallersleben), b) Eugen Hildach: Der Spielmann(Hans Schmidt), c) Meyer-Hellmund: Das Zauberlied(Frida Wcber-Fleßburg, Sopran). 3. Becce: Reves d'amour(Berliner Funkkapelle). 4. a) Tosti: Todessehnen(Georg Alfenheim), b) K. Robrecht: Das letzte Stelldichein(Richard Rillo), c) B. Silving: Eines schönen Tages wird's vorbei sein(Peter Herz)(Max Kuttner, Tenor). 5. Lehär: Magyar Dalog, ungarisches Liederpotpourri(Berliner Funkkapelle). 6. a) Tosti: Serenade(Deutscher Text von Claus Clauberg), b) Anton Profes; Brauner Gondoliere (Richard Rillo), c) A. Buzzi-Peccia; Lolita, spanische Serenade (Deutscher Text von Claus Clauberg)(Frida Weber-Fleßburg). 7. Coda: Calinctte(Berliner Funkkapelle). 8. a) Kleine Jon-Jon, b) So lang' ein junger Wein ist, Text und Musik von Leon Dazar und Ralph Benntzky, c) Bruno Hardt-Warden und Willi Kollo: Eilala(Perez Freire)(Max Kuttner). 9. Rougnon: Castillana (Berliner Funkkapelle). Am Flügel; Theodor Mackeben. Anschließend: Bekanntgabe der neuesten Tagesnachrichten, Zeitansage. Wetterdienst, Sportnachrichten. Theater- und Filmdienst. 10.30—12 Uhr abends: Tanzmusik(Tanzorchester EttÄ). Königswusterhausen, Sonntag, den S. September. 9 Uhr vorm.; Uebertragung aus Berlin. 12.30 Uhr nachm.: Uebertragung aus Hamburg, 1.10, 3.30, 4.30, 8.30—12 Uhr abends; Uebertragung aus Berlin. Montag, den 6. September. Außer dem- üblichen Tagesprogramm: 4 Uhr nachm.: Zehn Minuten für die Frau(Marg. Caemmerer: „Menschen untereinander"). 4 30— 6 Uhr abends: Blasmusik Leitung: Kapellmeister Karl Woitschach(Bei gutem Wetter Uebertragung aus dem Hause der Funkindustrie). 6.15 Uhr abends: Gustav Hochstetter:„Wie verbessere ich meinen Rundfunk» empfang?*(Werbevortrag für die Deutschen Telephonwerke und Kabelindustrio A.-G.— DeTeWe). Anschließend: Ratschläge fürs Haus. Theater- und Filmdienst. 6.30 Uhr abends: Hans-Bredow- Schule(Bildungskurse). Abteilung Technik. Ingenieur Joachim Boehmer: Technische Wochenplauderei. 6.55 Uhr abends: Vortragsreihe anläßlich der Großen Deuttthen Funkausstellung Berlin 1926. Oberbaurat Dr. Heiligenthal: jDer Witzlebener Funkturm— ein Meisterwerk". 7.20 Uhr abends: Hans-Bredow-Schule (Hochschulkurse). Abteilung Kunstwissenschaft. Dr. Max Os- born:„Meister der klassischen Kunst(Michelangelo)". 7.50 Uhr abends; Prof. Dr. Adolf Marcuso: Der Sternenhimmel im Monat September. 8.15 Uhr abends: Wilhelm Klatte: Einführung zum Orchesterkonzert. 8.30 Uhr abends: 200 Jahre Orchestermusik. Johann Sebastian Bach. Dirigent: Georg Szell von der Berliner Staatsoper. 1. Suite H-Moll. 2. Konzert für Klavier und Orchester, Allegro risoluto— Adagio— Allegro moderato(Celeste Chop- Groenevelt, Flügel). 3. Brandenburgisches Konzert Nr. 1(Berliner Punkorchester.). Anschließend: Dritte Bekanntgabe der neuesten, Tagesnachrichten, Zeitansage, Wetterdienst, Sportnachrichten, Theater- und Filmdienst. 10.30—12 Uhr abends: Tanzmusik(Kapell» Kermbach. Leitung: Kapellmeister Otto Kermbach). Königswusterhausen, Montag, den 6. September. 1.10—1.40 Uhr nachm.: Stud.-Rat Friebel, Lektor Mann; Englisch für Schüler. 1.45— 1 55 Uhr nachm.: Mitteilungen des Reichs- ~" Fr''•'' : Englisch für Anfänger. 3 30—4 Uhr na< Friebel, Lektor Mann: Englisch für Fortgeschrittene. 4— 4 30 Uhr Städtebundes. 3—3.30 Uhr nachm.: Stud.-Rat Friebel, Lektor Manu: Englisch für Anfänger. 3 30—4 Uhr nachm.: Studienrat nachm.: Dr. Hans Lebede: Theater im 19. Jahrhundert. 4.30 bis 5 Uhr nachm.; Mitteilungen des Zentralinstitutes. 5—5.30 Uhr nachm.: Else Steup: Weltgeschichte im Jugendbuch. 8.30 Uhr abends; Uebertragung aus Berlin. Sozialistische Mrbeiterjugenö Groß-öerlin. a-a-kfinnen und»«»IRa. bie al< Otbatr bra Zagenbaxihra tätig vatra, bittra wir,(ich bta 12., 1». aab 2«.(Sfpttmbcr fmurtpilttn. heute, Sonntag, den S. September: «t-glig I aab II: Scttilinunfl am Waldfest der Partei. Treifpunkt 1,2 Uhr Martiplah. Nachzügler 3 Uhr..Woldfrieden* in Dahlem. Mnsitinstrum-nte nicht vergessen.— Moabit II: Beteiligung am Waidfest des Werbebezirts Neinickendorf. Treffpunkt 12 Uhr mittags Kleiner Tiergarten. Morgen, Montag, den ö. September, abends 7� Uhr: Moabit II: Semeindefchule am Etephansplati. Bortrag:„Die itrei- maurereV.— Friebenoa: Jugendheim Offenbacher Str. b-. Siterarifcheo Ädend:..Kriegsdichtung".— Schoneberg III: Jugendheim Sauptstr. IS. Bor- trag:„Die SPD nach lgl4".— Westen! Jugendheim Sauptstr. 15. Mitglieder- Versammlung.— W»rb«be,irt Krenzberg: Zusammentunft aller Mädels und interessserten Burschen abends im Jugendheim Lindstr. 3.— Lichtenberg Mitte und West. 7 Uhr Ueben des Sprechchors. Pünktliches Erscheinen ist Pflicht. Hesthästliche Mitteilungen. Di« ffieaia Belmont»». Co., Leipziger Str. 97 und Köaigttr. 30, empfiehlt als Einsegnungsgefchenke Uhren, Sold- und Eilbemvaren usw. Siehe das heutig« Inserat.___ Briefkasten öer Redaktion. A. N. Der Anspruch auf Zahlung des Gehalts besteht nur bis gum Todestage.— B. 3. 1. Die längst« Wartezeit beträgt vier und die kürzefta Wartezeit drei Wochen. 2. Di« nachträgliche Zahlung kann verlangt werde».. In der Pegel geschirht«s aber nicht.— K. 1000. Eine Stift besieht nicht. Zuständig für die Gewährung aus Erwerbslosenfürsorge ist die Gemeinde, in der der Erwerbslose bei Eintritt der Unterslühungsbedürstigkeit seinen Wohn- ort hat. In den lebten 12 Monaten vor Eintritt der Unterstübungsdedürftig- keit muh eine Beschäftigung von mindestens 3 Monoten ausgeübt fein.— K. C. 989. Di« 3 Proz. sind bereits in den SS Proz. enthalten. Der Saus. wirt ist aber berechtigt, das Wassergeld auf die Mieter umzulegen. In diesem Salle find nur 33 bzw. 37 Proz. zu zahlen.— S. ES. Die Beschlagnahme der Mädel kommt vorläufig nicht in Srage, wohl aber kann die Erstattung der gezahlten Beträge gefordert werden.— A. L. 100. Di« Handlungen sind von demjenigen vorzunehmen, an den die polizeilich« Bersügung gerichtet ist.— 8. 8., Obeehaase». Zinsen können Sie erst vom 1. Januar 1325 ab verlangen. 2. Bom 1. Januar 1325 bis SO. Juni 1326 1,2 Proz., vom 1. Juli 1325 2L Proz.. vom 1. Januar 1326 3 Pro». Mastgebend ist der Aufwartungsbetrag. Ausgewertet beträgt Ihre Sorderung 543 M. und 75 M. Kann es eAvas besseres für Jhre H6se/ie geben? Qleiehzeih'g mü einem Qhket K)r. SKotttpsonb Seifcnpulven ßof)| koehen Sie Jhre Wasde mit einem(fbke i Seifix (15-*) zum bleiehen. 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Wie groß dcpmnter die Zahl der Ausge- steuerten ist. wie groß die Zahl derer, die, weil sie nicht als„be- dürstig" angesehen werden oder aus anderen Gründen keine Unter- stühung beziehen, ist uns der Statistik des Reichsarbeilsministeriums nicht zu erkennen. Diese sürchterlichep Zahlen schreien zum Himmel. Richlsdeslo- weniger scheint man es mil der Verwirklichung des Arbeits- beschasfungsprogramms nicht sehr eilig zu haben. Auch die längst sällige Verlängerung der Bezugsdauer der Erwerbslosenunter. slühung läßt immer noch aus sich warten. Wie lange wartet man noch? Ist die verzweifelte Lage der Erwerbslosen nicht groh genug? Wartet man ans Verzweislungsausbrüche? Die englischen Zechenbesitzer sperren sich. Sie wollen nicht direkt verhandeln. London, 4. September.(WTB.) Auf die Einladung der Regie» rung zu einer gemeinsamen Konferenz zwischen den Mitgliedern des Kabinetts, den Bergwerksbesitzern und den Vertretern der Berg» arbeiter, hat der Verband der Bcrgwerksbesiger geantwortet, er sei durch die lokalen Verbände der Bcrgwerksbesiger nicht zu Ver. Handlungen über Arbeitsbedingungen für die Bergarbeiter bevollmächtigt. Der Verband hat jedoch die Einladung der Regierung zu einer Unterredung mit dem für die Behandlung der Bergbaufrage gebildeten Sonderausschuß des Kabinetts angenommen. Diese Zusammenkunft wird am Montagnachmittag stattfinden. Die dabei zur Beratung stehende Frage wird die Entscheidung darüber sein, ob die Verhandlungen mit den Bergarbeitern auf der Basis einer Regelung für ganz England oder lokaler Abmachungen wieder aufgenommen werden sollen. Enttäujchung in Moskau. Die Engländer wollen sich nicht dreinreden lasten. Moskau, 3. September.(OE.) Die Sowjetblätter veröffentlichen nulimehr den aussührlichen Bericht über das Referat, welches An» drejew, einer der Delegierten im Anglo-russischen Komitee, über die Berliner Tagung dieses Komitees in einer Sondersitzung der Vor- stände des Zcntralrats der Gewerkschaften des Sowjetbundes und des Moskauer Rates der Gewerkschaften erstattet hat. In diesem Vortrag kritisierte der Referent sehr scharf die Einstellunq und das Verhalten der englischen Delegierten im Anglo- lussischen Komitee. Im ganzen genommen sei man auch bei dieser lotsten Zusammenkunft nicht weiter gekommen. Die von russischer Seite an erster Stell« erhobene Fprderung, vor allem die Frag« der Unterstützung der streikenden Bergarbeiter zu be- sprechen, finde auf englischer Seite nach wie vor t e i n.E.N t g e g e N- kommen, und e4 werde immer wieder der Verdachk' ailsge» jprochen, Moskau wolle das Anglo-rustifchc Komitee dazu� benujzen� „um der englischen'Gewerkschaftsbewegung"seinen Willen"ätTlük- tieren". Zusammenfassend sagte Andrejew, es sei wiederum völlig klar hervorgetreten, daß die englischen Vertreter bindende Belchlüsle des Anglo-rustischen Komitees über die Hilfeleistung nicht wünschten. Dafür sei eine Entschließung erreicht worden, wo» nach zur Erreichung einer Einheitsfront der internationalen Gewerk- lchastsbewegung sobald als möglich, vielleicht schon im Oktober, eine Konferenz von Vertretern der Amsterdamer und der Roten Gewerk- schastsinternationale einberufen werden soll.— Nach Anhörung des Referats, wobei auch die jetzt in Rußland weilenden grauen eng» lischer Bergarbeiter anwesend waren, faßte die Versammlung eine Entschließung, laut welcher das Anglo-russifche Komitee trotz der bisherigen Mißerfolg« weiter erhalten werden soll. Außerdem ist an die Gewerkschastsinternationale und an alle Gewerkschastsorga- nisationen des Sowjetbundes ein Aufruf erlassen worden, die Hilfe» leistung an die streikenden Bergarbeiter fortzusetzen und hierzu die notwendigen Sammlungen, Lohnabzüge usw. einzuleiten.(Erstaun- lich ist nur, wie die Russen, die, was Erfahrung in der Führung gewerkschaftlicher Kämpfe betrifft, neben den Engländern sich wie Wickeltinder ausnehmen, sich einreden, sie könnten den englischen Gewerkschaften gute Ratschläge geben. Sich in die Angelegenheiten anderer-Länder nicht einmischen, ist einem Bolschewisten nicht möglich.) Hpänen ües �rbeitsmarktes. Immer wieder die Adrestenschreibverlagsanstallen. In Berlin gibt es ungefähr 3.5 000 bis 40 000 stellungslose Angestellte. Bon diesen steht ein erheblicher Prozentsatz ohne jegliche E x i st e n z m i t t e l da, sei es, daß ein Teil der Angestellten aus irgendwelchen Gründen keine Erwerbslosenunterstützung erhält, sei es, daß ein anderer Teil bereits ausgesteuert ist usw. Die Notlage dieser Angestellten wird von den Adressenschreib- oerlagsanstalten(unter diesen sind die maßgebenden für Berlin die Firmen Adolf Schu st ermann, Josef Schu st ermann, Robert Tesmer A.-G. usw.) in geradezu grauenvoller Weise ausgenutzt. Die Adressenschreiber erhalten im Durchschnitt etwa 3. M. für tOOO Adressen. Nür wenn es sich um äußer st günstiges Adressenmaterial handelt, können in acht- stündiger Arbeitszeit im. Höchstsalle etwa 700 Adressen geschrieben werden: sowie es sich aber um etwas komplizierteres Adrcssenmaterial handelt, reduziert sich diese Zahl um ein bedeuten- des. Das bedeutet also, daß die Angestellten, wenn sie überhaupt einen nennenswerten Lohnbetrag für die Woche erhalten wollen, zu außerordentlich weitgehender Heimarbeit genötigt werden. So ist es ohne weiteres erklärlich, daß der Durchschnittsverdienst. dieser Adressenschreiber zum größten Teil unter den Sätzen der Erwerbslosenunter st ützung bleibt. Eine Nach- Prüfung der Lohnauszahlungen etwa bei der Firma Robert Tesmer A.-G. ergibt z. B., daß 40 bis 50 Proz. der Adressen- fchreiber einen Wochenverdienst von weniger als 10 VI. hatten, wobei selbst Verdienste von 3,65 bis 5 M. nicht fehlen. Allerdings kommen auch Verdienste von 17 bis 18 M. vor, die jedoch dann ein Entgelt für eine 75- bis Sostündige Arbeitszeit in der Woche darstellen. Diese Adressenschreiber werden in den Zeitungen ständig unter der Rubrik„Kaufmännische Angestellte" gesucht: doch sind sämtliche Adresscnschreiboerlagsanstalten weit davon entfernt, die für Ange- stellte bestehenden gesetzlichen Schutzbestimmstngen innezuhalten. Man kann bei diesen Arbeitsbedingungen nicht anders als von einer grenzenlosen Ausbeutung sprechen. Nun war es den Bemühungen der im Zentralverband der Ange st eilten organisierten Kollegen gelungen, den Schlich- tungsausschuß Groß-Berlin zur Abgabe eines Schiedsspruches zur Herstellung eines Tarifvertrages zu veranlassen. Dieser Schiedsspruch kam den berechtigten Forderungen der Arbeitnehmer in keiner Weise nach: so bestimmte er z. B., daß der niedrigste Satz pro 10'0 0 Adressen 3 M. betragen sollte, wodurch also im großen und ganzen der bestehende Zustand sanktioniert wurde. Aber selbst dieser Schiedsspruch wurde von den Arbeit- gebern abgelehnt! Sie wollten sich ihre Freiheit zu noch größerer Ausbeutung nicht nehmen lassen. Leider ist dann auch vom Schlichter der Antrag des Zentralver- bandes der Angestellten auf Verbindlicherklärung des ergangenen Schiedsspruches abgelehnt worden. Ein Grund für die Ablehnung der Vsrbindlichertlärung wurde darin gesehen, daß anscheinend keine Garantie dafür bestände, daß der im Schiebsspruch vorgesehene Tarifvertrag wirklich zur Durchführung gelangt. Für die Adressenschreiber muß der Ausgang dieser Tarifver- Handlungen ein Ansporn sein, sich restlos im Zentraloer- band der Ange st eilten zu organisieren. Wenn der Verband in allen Berliner Adressenschreibverlagsanstalten festen Fuß gefaßt hat, werden selbstverständlich die Tarifverhandlungen wieder aufgenommen werden. Und wenn die Angestellten in den Betrieben eifrig gewerkschaftlich mitarbeiten, wird der Erfolg nicht ausbleiben. ..(fthow 1. taoeii)»i.i»'ü----- t«i«i i n n,.l. .:,t»l«r!Z>>».'. iCk.Im0.»hltHniKlh-h.oi-u hr-t rfo. An halbes Jahrhundert Sewerksihast. Der Berliner Slutkateure und Gipser. Vor nunmehr 50 Jahren, im Jahre 1876, wurde von 37 un- cntwegten Berliner Stukkateuren in einer Versammlung im Cafe Humboldt, Reue Grünstraße 32, der„Verein Berliner Stukka- teure" gegründet. Ein Wagnis war es, denn noch waren die Mei- nungsverschiedenheiten in der Gewerkschastsfroge, trotz der auf dem Gothaer Kongreß 1875 vollzogenen Verschmelzung der Marxisten und Lassalleaner zur Sozialistischen Arbeiterpartei, noch nicht ganz beseitigt. hinzu kam das Bestehen des Hirsch-Dunckerschen„Ortsoereins der Bildhauer und Stukkateure", der mit allen Mitteln versuchte, dem neuen Verein Abbruch zu machen oder ihn ganz zu sich herüberzu- ziehen. Alle diese Versuche schlugen fehl. Der neue Verein wuchs zu immer größerer Stärke an. Auch das Bismarcksche Schandgesetz vermochte seine Grundfesten nicht zu erschüttern. Es mußte wohl provisorisch eine Aufhebung des Vereins beschlossen werden, doch bestand er bei einem Monatsbeitrag von 10 Pf. pro Mitglied illegal weiter. Am 14. Mai 1882 wurde er erneut begründet und am 25. Mai polizeilich bestätigt. Im Jahre 1886 führte der Verein den ersten Streik, der auch gleich am ersten Tage zum vollen Erfolg führte. Es gelang Mindestlöhne und Akkordpreise tariflich festzulegen. Am 3. Rovem- ber 1890 erhielt der Verein den Namen„Fachverein Berliner Stukkateure und Bcrussgenossen", am 3. August 1897 erfolgte der Uebertritt in den 1892 gegründeten Zentralverband der Stukkateure Deutschlands, der sich am 1. Januar 1912 dem Deutschen Bauarbeiterverband, dem jetzigen Baugewerksbund anschloß. Wenn auch dir Krieg und die Inflation, wie an allen Gewerk- schaften, so auch an der Fachgruppe der Stukkateure nicht spurlos vorüberging, so hat sie sich doch schnell wieder zu einer der fest- gefügtesten Fachgruppen des Vaugewcrksbundes entwickelt. Von den in Berlin iätigen Stukkateuren gehören über 9 0 P r o z. der Fachgruppe an. Anläßlich des öOjährigen Bestehens veranstaltete die Fachgruppe gestern im festlich geschmückten Saalbnu Friedrichshain eine Gedenk- feier mit einem ausgezeichneten künstlerischen Programm. Es war gelungen, erstklassige Berliner Künstler zur Mitwirkung zu gewinnen. Nikolaus L a m b i n o n, Konzertmeister des Berliner Sinfonie- orchesters, der Gemischte Chor Groß-Berlins unter Leitung hören st ein, sowie der Rezitator Peer Lhot, rissen die Zuhörer zu immer neuen Beifallsstürmen hin. Nach dem gelungenen künstlerischen Teil des Abends und der zündenden Festrede des Fachgruppcnleiters, Genossen Scheck, vergnügten sich die Fest- teilnehmer noch lange bei einem zwangslosen Beisammensein. Sabotage oöer Dummheit! Was kommunistische Zellenobleule erzählen. Auf dem Bau von Wertheim in der Leipziger Straße ging die Sammelliste für die englischen Bergarbeiter herum. Da trat der kommunistische Zellenobmann auf. Auf der Gewerkschaftsliste dürfe nichts gezeichnet werden, erklärte der unentwegte Moskowiter. Diese Gelder bekäme der ADGB., der dafür von den Engländern Wucherzinsen nehme. Man müsse aus die Listen der IAH. zeichnen. - Wir haben diese genauen Angaben gemacht, damit die KPD. in der Lage ist, sie nachzuprüfen. Es sei denn, die KPD. hat selbst diese Parole ausgegeben, die ebenso bodenlos dumm wie nieder, trächtig ist. verbanüstag öer �rbeitsinvaliüen. Es wird uns geschrieben: Vom 6. bis 10. September versammeln sich die Vertreter der Arbeitsinvaliden zu ihrem Verbandstag« in München. Der Bericht stellt gute organisatorische Erfolge fest. Die M i t g l i e d e r z a h l ist innerhalb der zweijährigen Berichtszeit von 80 000 auf fast eine viertel Million gestiegen: auch die inneren organisatorischen Einrichtungen sind stark ausgebaut worden. Der Verbandstag wird Stellung nehmen zur gründlichen Reorgani» fation des Rechtsschutzes und zur Schulung der Verbandsfunktionäre. Ihm liegt u. a. auch eine Vorlage auf Schaffung einer Begräbnis- Beihilfekasse vor. Vor allem aber wird sich der Verbandstag mit den sozial» politischen Verhältnissen befassen. Die letzten zwei Jahre haben außerordentlich starke Veränderungen der sozialpolitischen Ge- setze gebracht. Eine dem Verbandstag vom Vorstand vorgelegte Ent- schließung oerlangt weitere soziale Maßnahmen zum Schutze der Arbeitsopfer und deren Hinterbliebenen. Außerdem wird gefordert, daß die Zerrissenheit und völlige Unübersichtlichkeit in der sozialen Versicherung beseitigt und durch«ine einheitliche Ver- sorgungsorganisation ersetzt wird. Durch die Neugestaltung der sozialen Gesetzgebung sollen einheitliche und ausreichende Leistungen geschaffen werden. Es soll nicht mehr die Ursache, sondern der G r a d der Erwerbsunfähigkeit maßgebend fein. Der Konflikt im polnischen Berg- und Hüttenbau. kaltowih, 4. September.(Mtb.) Die Entscheidung im Lohn» konslikt in der Großindustrie Ostoberschlesien» ist bis Dienstag h tinn,- ausgeschoben. In der Heuligen Sitzung des Schlichtungsaus» schusses machte der Vorsitzende des Schlichtungsausschusses den Vor» schlag, eine Lohnerhöhung von 7 Proz. eintreten zu lassen, aber nur für die Bergarbeiter. Die Hüttenarbeiter sollen von dieser Lohn» crhöhung ausgeschlossen sein. Di« Arbeitnehmervertreter lehnten diesen Vorschlag ab, die Arbeitgeber gaben keine Erklärung ab. Eine unmittelbar im Anschluß daran abgehaltene Betriebsräte- Versammlung billigte die Haltung der Arbeitnehmeroertreter und be- schloß, auch mit einer Lohnerhöhung von 10 Proz. sich zufrieden zu geben, wenn auch die Hüttenarbeiter eingeschlossen wür» den. Man einigte sich jedoch darauf, die Entscheidung bis 2 i e n s«r tag hinauszuschieben. Dann soll noch eine Sitzung de» Schlichtungsausschusses stattfinden. ZttfXiibfmtppe bf» RbB. Margen, Montag, abends 714 Uhr, finbett folgende Veranstaltungen statt: Abt. Norden: Jugendheim Danziger Str. 28. Vortrag:„Der Streik in England"(Lange). Bczirksvcrsammlunge» de« gdA. Montag, 8. September: Rotbmesten: Markthallen-Restaurant. Arminiusplah.— SchSneberg: Restaurant Vermiede, Echöncbcrg. Ebcrsstr. 18.— Köpenick: Restaurant Auto-Peter, Berliner Str. 27. — Dienstag, 7. September: Eharlottcnburg: Restaurant Eckmann, Charlotten- bürg, Scharrcnstr. 84.— Osten: Andteas-Kasino, Andreasftr. 3.— Rieder- schönemeide: Restaurant Räthcl. Riederschöiremeid«, Brllckenstr. 15.—«dlershos: Restaurant Lchngut, Adlershof. Scdanstr. 8.— jsriebrschshagea: Restaurant SchoU. griedrichstr. 81. Potsdam: Die Monatsoersammlung fällt aus. Von der geplanten Eondcrperanstaltung werden die Mitglieder durch Einladung in Kenntnis gesellt. �nlöWiiiirainiuiiiiinnmwnimiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiinnHniiinniiiiiniiniiiiiiiiiiiiiiiiinimiiit. i Hochwertige| I Kunstseide I Berliner vom 5. bis 11. September. Die Kunstseide in ihrer heutigen technischen Vollkommenheit stellt in hohem Masse einen Beweis deutscher Arbeit und Leistungsfähigkeit dar. Schon mehrere Jahre vor dem Kriege hat der Umstand, dass die Wclternte den Bedarf in Naturseide kaum zu decken im Stande war, zur Erfindung der Kunstseide gefuhrt und derselben in der Folgezeit rasch die Wege geebnet. Der Zusammenarbeit aller Faktoren vom Rohprodukt bis zum fertigen Gewebe gelang es, heute eine Vollkommenheit in Kunstseide zu erzielen, die sowohl den Ansprüchen des tag. liehen Bedarfs sowie denjenigen des Luxus voll gerecht wird, so dass Kunstseide ein vollwertiges Gewebe darstellt und von einem Ersatzprodukt der Seide nicht mehr die Rede sein kann. Die deutsche Kunstseide• Industrie ist getragen von dem Weltruf der Fabrikate Ma- Seide Bembetg-fidtet- Kunstseide dibet/eider- Eianzslolf Jiasema• Xmiselde Dem Publikum soll ein anschauliches Bild der hohen Entwicklung kunstseidener Bekleidungs- Stoffe und-Stücke gegeben werden. Deshalb werden in den Tagen vom 5. bis 11. September in den Schaufenstern kunstseidene Artikel aus den Geweben obiger Marken zur Ausstellung gebracht. Beachten Sie eingehend die Schaufenster folgender Firmen: Kaufhaus Max Giesen, Berlin NW, Turm' sliaae 42 Landeshuler Leinen- und Gebildweberei F. V. Gränfeld, Berlin W 8, Leipziger Slrasse 20-21 Gebr. Grumach A.-G.,. Baiin, Königstraue Ecke Spandauer Sirasse Kaufhaus H. Joseph& Co., Neukölln, Berliner Siraue 51— 55 Kaufhaus des Westens, Berlin, Tauentzien- strasse 21— 24 Max Kühl, Berlin. Leipziger Slrasse 81, am Dönhoffplatz R. M. Maassen C. m. b. H., Berlin. Leipziger Straue 42 V. Manheimer, Berlin, Obawallsir. 6-7 Strumpf haus Metzger A.-G., Berlin, Leipziger Str. 89 und Leipziger Str. 1 10 Ferdinand Neumann, G. m. b. H., Berlin, Leipziger Str. 51, am Dönhoffplatz Modehaus Deutschland, Inh. S.& L. Kadisch, Berlin NW 21, Wilsnacker Str. 16 Hermann Tielz, Berlin. Leipziger Strasse Hermann Tietz, Berlin, Alexanderplatz Im grossen Ausstellungssaal: Rudolph Hertzog, Berlin C 2, Breite Strasse- 1 M onlere Sunfflonöte! Wie bekannt, findet anläßlich de» 25|3I)' eigen Bestehen» de« Znternationalcn.Z0 ein- schließlich der Steuer.— Wir erwarten, daß unsere.stollegen fich mit ihren Fa- Milien an dieser Beranstaliung restlo» de» teiligen und bitten unser» Funktionäre, die dementsprechende Anzahl Eintrittskarten im Bureau. Linienftr, 83/85, Parterresaal, Schaller 1, gegen sofortige Bezahlung ab- zuholen. Nach 4 Uhr. außer Sonnabend», können auch starten in Zimmer 4 ebenfalls gegen sofortig, Bezahlung abgeholt werden. Eine Zurücknahme der bezahlten starten erfolgt nicht und wird deshalb gebeten. nur so viel Sorten abzuholen, wie tat- sächlich verkaust werden. - | I = MBJ U Brüderstrasse E .............................................................................................................. üeMMMUU-MM Montag, den S. September, Iie!illl!'«i!slil!i!l!kvmsiiiiiiliiii!ieii in folgenden Lokalen: t. Bezirk:.AU>recht»h»s�. W» i ß e n se e. Parkstr, IS, abend» 7 Uhr 2..„Eomenws-Töle". Memeler Straße 67. abcndg 7 Uhr. 8., Seibte, L icht e n berg.stron prinzenitr. 47. nachm 5 Uhr, 4.„ Bahr. Stralaucr Allee 47, abends 7 Uhr, 5,„.,ReIcheub«rgerHof",Reich»n berger Etr, 147, nachm, ö Uhr. «.. stindt-Brauerei.Neukölin, L-ermannftraße, abend» 7 Uhr. 8., Prasser. Michaelkirchftr, W», nachmittag» 5 Uhr. 8a.«liestag. Sassertorstraße 68. nachm 4'', Uhr, 8._ Schulz. Stallschreiberstraße 29, nachm. 5 Uhr, 10._„Zum Alexandriner", Alexan drinenstr S7z. nachm, S Uhr, U._ Roseuthal. Schäneberg Ebeissir. 66, abend, 7 Uhr. Vienatag. den 7. September: ,.AIbr«cht»hos", Steglitz Albrechtftr. l, nachm. 5 Uhr, „6 chill«rsaaI">E h a r l o t t e n dura. Bismarckstraße Ilst, abends 7 Ubr Moabit er»esellscha!t»hau», Wicleistr 24, nachnr, 4 Uhr. Bolkshau». Retnicken darf- West. Scharnweberftr. ilt, abend» 7 Uhr. „Phartwsäte" slleiner Saa», Müllerstr, ltg. abend» 7 Uhr, „Husfitensale", Hussitenstr, 40, abend« K Uhr. B»rb»nd»hau,. Sitzungssaal, Linienstr. 83 85, abend» S Uhr, Büttner, Schwedtcr Straße 23, abend» 7 Uhr, Imberg.O berschöneweid», Wiihelmincnhosstr. 35, nachm 3'/. Uhr „Weltrestanrant", Kirsch garten. Friedrichshagener Alle», abends 7'/, Uhr. „Sermaniasäte", Spandau, Siresowplaa 19, am Haupb dahnhos. abend» 7 Uhr. Tagesordnung in allen Ber> lammlungen: I Berichterstattung vom Berband»tag in Bremen. 2 Distusston. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. 12. Bezirk: 18. Ii. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 22. 23 Wahllörperverfammlungen der arbeitslosen Mitglieder. Wahlkörper 1. Clctiatag. den Z. September, vor mittags 10 Ahr. im Sitzungssaal des Verbandshauses. ctulcnstr.SZ SS Hobler. Bohrer. Sloher. Aröser, Schnittarbeiter. Vrahtarbeiter, Autogenschweiher. Wahlkörper Ii. vienstag, den T, September, noch. illlags i'h Ahr. im»Aosentholer chof". Aos«uthat«r Slratze 11 12 Vreher. Karussell- und vohrwerk,. dreber. Eisen-. Metall- u.Bevoloer- dreher, Rundschleiser, Schraubendreher. Wahlkörper III. Mittmoch. de» S. September,»or- mittag» 10 Ahr. im Sitzungssaal des Verbandshaus»». Cinteusir. 65 SS Eisen, und Melallformer. Sern- mocher. Wahlkörper IV. Mittwoch, de» S. September,»ach- mittag» 2l.Ahr. im parterresaal de» Verbandshauses. Linienstr. SS/SS Industrie-, Kessel-.Kupfer-, wogen- und husschmiede, Bauanschläger, walzwertarbeiter. Auto-, Maschinen-, EisenkoastruNion»-, Vau- und Schwarzblechschlosser. Tagesordnung in allen Bu- sammlungen: L Beratung der Anträge zur Generalversammlung am 20. September 1926. 2 Stellungnahme zur Tagesordnung der Generalversamm- lung 3. Wahl der Wahlkörperdelegierten ffWid Zutritt haben nur diejeuigen litglieder. die in ihrem Mitgliedsduch die Berufsbezeichnung haben für welche die Berlommuing auigeruten ist Ohne Mitgliedsbuch und Ardeitelosentarte kein Zutritt. Die Srtsoerwaltaug. »eMeaerii�äollkodl 0r«»a«n«r 5trpS« IS sstabniizedäucke.s Sport--Stietel lVsnlierstielel ti Bergsteiger nur in dem bekannten Spezlalgeichäst H. Bähr- at* a�uaia p, h. Brück- �»«»»»»»s»»»»GS»»»»«»«» o»»,»»»»»»»»»»»»»»»»tz»»»»»»»»»»»»»» (ZadZitdiNS. reine iVolle, iür Osmen-KoBüme, viele Faib., her vorr. Qual., Mtr.3.90 C4Affo für Winter-Diraenminfei. 140 cm breit, O ßfl ü IUI 16 gute LiuaJitat, ra»derre Farben, Meter Manchester sehr gute Qualität.. f i» und K'eider. moderne Firbea. 140 cm breit. 1,75 1.45 Qfnffa 140 cm breit, mod Muster 1 7(1 qIUIIc{Qr Herren- und Knabcntnzöee. Meter l-'" Stoffe'40 rm breit tür Kostüme. Röck� usw � JjQ M""r Z- 4.50 Meier HosenstoHabschnitte o«nrhei.'"!<� reine WoPe. Damen Strickjacken Lange Jamen-Strickjacken� 5.50 reine �Voli für Damen und Heren. für Kinder, reizende Aostührung, kleinste Größe 3.60 0.50 2.50 gcs'not m q- reine Wolle, Groß 2 40 Strickwesten Sweater Sweater- Anzüge eeumt Arki öpfanzüge Herren-Hemden 1 ö) Unterjacken r&'ndu�v.. 1.25 Herren Unterhosen o».» 1.25 Frauenhemden o-i-ol. guieousiiiit. 1.5l.> Damen-Untertaillen Damen-Schlüpfer 7".� 71 1.25 Strickbinder rnizackend« Muster, 2 Stilrk C.25 Kinder- Schlupfhosen 0.40 Frauen-Strümpfe �(Suitii. pw 0.45 Wäschestoffe>.». oo-m 0»»»..... 0.45 Pelzkragen zum Aulnihen, sehr elegant 2.93 Damen Pelzkragen sm, 7.50 Kunstseid. Damenblusen 175 Kunstseid. PrinzeB-Unterröcke »II. mod.rne Farben.......... 1.75 1-43 Kunsts. üam.-Sch'upfhöschen alle moderne Farben....... 1 40 123 Hemden- u. Blusenstoffe Äi 0.50 Laken-Nessel lllcmbreU,;uteQualil5; 0.95 Lakenstoffe 1.40 Bettbezüge 2*'<17� 8.95 fandiiicher un� guteouii. iMt». lang O.uj Garten-Tischdecken m." kl 1.49 Damen-Uebergangsmäntei� 7.t0 Herren-Windjacke......... 6— Herren-Sportanzug ors«-» 44-4« 12.— Herren-Sportanzug Z ÄSST 22— Herren-Gummimäntel...... 11.90 Herren-Hose««äiteift......... 3.53 Burschen-Hose...... 3— Monteur-Jacke od-,Morg 315. oerl. Sitz, Winiistr. 68. □ R. 4.— H. an temgiprels. Mahr tu »MMaeg. litt, HO Und Pinella, priei Cirbiiauun 20 Ii», nm Bahnhof i. llti- tenflbah, Inhift oor Rlcgcr. Solln. Omtardilr.S >» latlhol Aitundorpith Gartenparzellen baur. teilw gevfi Str.. 300 Am'. Ra. tenzahl.. Rest 6 Proz. zu vrrk Auel Ratho. Bie»dori-S.. Straße 15. Ecke Straße 29. »»»»»»»»»»»»»»»»»»»» ivnrelnez viui: -dringt ckeiilpS!: ? kille Kur mit Clf-S SMUlill reinigt dasS • Blut,{ordert die Vcr- S ■ dauung, kräffigt die! 5 Nerven. Bei«Ken! • inneren Leiden von* ■ hervorragender Wir-S S kung. 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Unterhaltung unö AAissen � Der öeutsihnationale Reiter. .Also rin in die Rejierungi Ireifea wir„-- Verfluchk!--" uns mal zunächst den Zentrumsjaul 1" ?n öer Sackgasse. Von Michael Sofyrew. n<>chN?I>«nI>e EkriUe bts iimqfn fommimilnfcfXMt auiot» ist mit onbtrcn ähnlich» Art in finnn Mostaucr Jommumfti. liKn Verlag erschienen. Troji ihrer satirischen Zuspihung liescrt sie«in interessantes Epiegaldilh des heutigen Rußlands. t. Die schwierige Lage des Genossen Iwanow. Genosse Iwanow ist bereits seit 1917 Kommunist. Er bekleidet jedoch einen Posten ohne Zulagen und Tantiemen. Er hat eine Frau und zwei Kinder. Sie Hausen in einem feuchten und dunklen Keller. Die Frau hustet, die Kinder kränkeln. Bis heute lebte er in der Hoffnung, ein Zimmer zu bekommen. Er hatte sich in eine Baugenossenschaft eingetragen, der Beitrag betrug 39 Tscherwonez*) und diese 39 Tscherwonez hatte er mühselig zusammengebracht (19 Tscherwonez hatte er im Laufe des Jahres erspart, 19 als Dorschuh aus das Gehalt genommen und 19 durch den Verkauf verschiedener Kleidungsstücke beschafft). Es ging nämlich auf den Sommer zu, und dann braucht man bekanntlich keine warme Kleidung. Er geht nun in die Baugenossenschaft, um seinen Beitrag zu bezahlen und hört plötzlich:„Die Unkosten haben sich oermehrt, die Preise sind gestiegen, der Beitrag ist um 19 Tscherwonez erhöht worden."— Wo soll er bloß das Geld hernehmen? Er steckte-tie 39 Tscherwonez wieder ein, ging zurück und dachte:„Soll ich ins Wasser springen oder mich aushängen?" 2. Gin unerwarleler Ausweg aus der schwierigen Silualion. Er geht durch ein Gäßchen— an der Ecke steht ein Laternenpfahl. „Ich hänge mich auf!" Er zog«ine Schnur aus der Tasche— er trug sie auf jeden Fall immer bei sich—, knüpfte eine Schlinge und warf sie sich um den Hol». Plötzlich erblickt er(in solchen Augenblicken ist die Auf. merksamkeit besonders gespannt) an der Hauswand gegenüber dem Laternenpfahl einen Zettel: Ein Zimmer unentgeltlich. Genosse Iwanow nahm die Schlinge ab, ging näher an den Zettel heran und las ihn aufmerksam durch: Ein Zimmer unentgeltlich sür jeden, der Aktionär unseres gewinnbringenden Unternehmens ist. Preis der Aktie 39 bis 59 Tscherwonez. Adresse: Ehemische» Laboratorium Roites. I-Slraße Z. Genosse Iwanow erhängte sich nicht. Genosse Iwanow begab sich nach der l-Straße. Z. Vena das nicht Glück Ist. worin besteht denn sonst das Glück? Das Laboratorium Noites. Der Besitzer und zwei Arbeiter, die Roites aussaugt, das Wohnungsamt, das Roites aussaugt. Roites mochte fünf Arbeiter haben, er möchte weniger�für che Wohnung zahlen.— Wenn er ein Zimmer verkaust, bekoni'mt er Geld, er wird dann noch eine Maschine kaufen, er wird noch mehr Arbeiter ein- stellen und weniger für die Wohnung zahlen. Aber einen Fremden möchte er nicht gern in die Wohnung lassen. Wer weiß, auf wen er hereinfällt. Er findet einen Ausweg: der Mieter kauft das Zimmer nicht, sondern er wird Aktionär seines Unternehmens. Das Zimmer bekommt er umsonst, aber dafür ist er kein Fremder, son- dern Teilhaber. Iwanow überlegte sich die Sache: Wozu sollte er sein Geld aus dem Fenster werfen, er wird dafür eine Aktie taufen: so behält er sein Geld und hat ein Zimmer. Iwanow ist einverstanden. Das Zimmer ist warm und lustig, er kann es sofort beziehen. Seine Frau ist zufrieden. Die Kollegen beneiden ihn: „Manche Leute haben doch Glück!" 4. Jede Lage hat ihre Unannehmlichkeiten. Genosse Iwanow bezog sein Zimmer und ging in das Wohnungsamt. „Umgezogen? So... Haben S-e das Zimmer bei Roites getauft?" „Rein, nicht gekauft.. ich bin Aktionär geworden." „So— so!" sagte man im Wohnungsamt. Iwanow zuckte zu- sammen:„19 Rubel sür den Sashen!" „Erbarmen Sie sich, ich bin doch bloß Angestellter und beziehe ein Gehalt nach der 12. Stufe." .�haben Sie denn nicht das Dekret gelesen? Besitzer von Unter- nehmungen..." „Aber ich..." „Haben Sie. einen Geiperbeschein? Welcher Kategorie?" „Wozu brauche ich einen Gewerbeschein?" „Ach, Genosse, Genosse..." Iwanow fühlte sich beschämt und schwieg. 5. Aber jede Lage hat auch Annehmlichkeiten. Die Frau hörte auf zu husten. Die Kinder erholten sich. Genosse Iwanow wird behäbig. Kein Vergleich mit den früheren Ler- Hältnissen. Nach vier Wochen kommt Roites und bringt ihm 15 Rubel. „Ihr Anteil an dem Gewinn. Es ist wenig, aber Sie inter- essieren sich nicht sür den Betrieb..." Iwanow besucht das Laboratorium, es muß doch immerhin interessant sein. Dort war nicht viel los. Fünf Arbeiter zerrieben Puloer und fertigten Tabletten an. Die Tabletten sind weiß und bestehen alle aus demselben Puloer. Die einen heißen Vanilin, die anderen sollen gut gegen Husten sein, die dritten sind Vertilgungs- mittel gegen Schaben. Der Arzt findet sie ungefährlich. „Treten Sie unserem Unternehmen näher. Sie sind doch Teil- haber," sagte Roites. „Na, ich bin doch in Wirklichkeit kein Teilhaber," benierkte Iwanow. Roites lächelte geheimnisvoll. 0. Die Unannehmlichkeiten überwiegen. Den nächsten Monat betrug sein Gewinnanteil schon zweieinhalb Tscherwonez. E» wird eine Mieterversammlung einberufen. Iwanow er» scheint in der Versammlung. ") 1 Tscherwonez--- 10 Rubel .Mit der braven Volksparlei wird'» bester gehen!" .Mit dem dritten probier' ich'» erst jarnich!" „Nur Werktätige dürfen abstimmen." „Aber ich bin doch Angestellter!" „Sie beuten fremde Arbeitskräste aus!" Iwanow fuhr in die Höhe: „Was? Ich soll Ausbeuter sein? Ich bin Kommunist!" „Ach was, Kommunist?!" Genosse Iwanow erblaßte: An der Front hatte er vor niemand Angst gehabt, hier aber siel ihm das Herz in die Hosen. Was sollte bloß daraus werden? 7. Genoste Iwanow wird aus der Partei ausgeschlosten. Die Sache war sehr einfach. Eigentlich ist ein besonderes Kapitel überflüssig. Er wurde in die Kommunistische Zelle beordert. „Sind Sie Teilhaber eines Betriebes?" „Ja. Aber um Himmelswillen, ich habe es nur wegen des Zimmers getan." „Wenn man aus der Partei hinausfliegt, so hat.das immer seine Gründe," lautete die lakonische Antwort,„Sie fliegen wegen des Zimmers hinaus." Damit mußte Genosse Iwanow sich wohl oder übel einverstanden erklären. „Aber wenn ich meine Aktie zurückgebe!" „Wenn Sie die Aktie zurückgeben, nehmen wir Sie wieder auf. Wir kennen Ihre Treue zur Partei." Iwanow eilte zu Roites: „Geben Sie mir meinen Anteil zurück!" Roites antwortete: „Das Geld ist im Unternehmen angelegt. Ich bin bereit, es in Roten zurückzuzahlen. Und was das Zimmer anbelangt, so tut es mir leid, aber..." Iwanow behielt das Zimmer und seinen Anteil im Unternehmen. Man muß doch leben! Und die Sonne scheint auch dem Parteilosen. S. Genoste Iwanow wird abgebaut. Das war noch einfacher. Er wurde wieder einmal abgebaut. Dies geschieht dreimal jährlich, denn bekanntlich wächst die Beamten- zahl sehr schnell. In den leitenden Instanzen erklärte man: „Iwanow kann abgebaut werden— er ist ein Schieber, Besitzer eines Unternehmens." „Aber das heißt doch nicht Besitzer sein! Sein Anteil beträgt ja nur zwei Tscherwonez." „Man kann auch für zwei Tscherwonez leben." Und so wurde er abgebaut. 9. In den krallen der Neuen Wirtschaftspolitik. Iwanow ging fort und überlegte:„Was wird jetzt aus mir werden? Wie soll ich leben? Soll ich mich aushängen oder ins Wasser springen?" In solchen Augenblicken kommen einem manchmal unerwartete Gedanken. Genosse Iwanow erhängt« sich nicht. Er kam zu Roites und sagte: „-- Auch nicht!--" »was nützt mich nun mein pferdeverftand. wenn die Biester keinen haben!" „Jetzt bin ich Partei- und arbeitslos. Ich kann Ihrem Unter- nehmen näher treten." Roites lächelte genau so wie im fünften Kapitel und erwiderte: „Das freut mich." Genosse Iwanow arbeitete sich schnell im Geschäft ein. Epilog. Und weiter? Nichts Besonderes. Iwanow ist rund und dick geworden. Frau und Kinder gleichfalls. Er wird als Schieber betrachtet und ist darauf gefaßt, ins Gefängnis wandern zu müssen. „Fürchten Sie sich nicht," sagt ihm Roites,„im Gefängnis wird Ihre Laufbahn erst richtig beginnen. Dort kann man sehr gute Beziehungen anknüpfen!" _(UrtcrWit von Nina 6tcin.) Die Znsel öer Schönheit. Von Walter Hasencleoer. So wird Korsika auf allen Prospekten genannt. Ein« phantastische Mischung von Norden und Süden. Ties in die Felsen schneidende Buchten: die Berge bis spät in den Sommer schneebedeckt. Palmen, Kaktus, Platanen, Oliven. Feigenbäume und Bambusrohr. Dazu das Meer. Am Ufer im Winter Rivierawärm«. Im Gebirge im Sommer Schweizer Luft. Ueberall der stark« aromatische Duft von Pfefferbäumen, Eukalyptus, Tymian. Der Wind weht ihn aufs Meer hinaus, so daß man schon von weitem Korsika buchstäblich riecht. Ajaccio ist ein« italienische Stadt. Wie in Rußland Lenins Bild, so steht hier an ollen Ecken und aus allen Plätzen Napoleons Büste. Im Nationalheiligtum, dem Haus« der Bonapart«, zeigt«in ohrwürdiger Beamter das Sofa, auf dem Frau Lätitia entbunden wurde. Sonst ist nicht viel in Ajaccio zu sehen. Nördlich und südlich beginnen die Wunder des Landes. Piana liegt 499 Meter hoch. Unten das unbeschreiblich blau« Meer, im Halbkreis riesige Berge, steil abfallende, nackte Felsen, darüber ein durchsichtiger, wolkenloser Himmel. Nachts der vchrierende Klang von Millionen Grillen, die eintönigen Schreie der Esel: mitten in der Landschaft ein weißstrahlender Mond wie«ine Treibhausblum«. Auf der Landstraße, die von Piana zum Golf von Porto führt, ver- läßt man das Gebiet der gewohnten Erde. Kein Baum, kein Strauch. Ein« ungeheure Masse roter Granitblöcke, in gespenstigen Verzerrun» gen Menschen- und Tiergesichter formend, ist zwischen Meer und Ge> birg« ausgestülpt. Ein Stück Mars unter der Feuersonnc. Als hätte «in unterirdischer Vulkan das glühende Gestein aus dem Meer ge- schleudert. Mit tiefen Löchern und Blasen hängt es über dem Ab> grund,«in toter Krater in einer blühenden Welt. Es sind die be- rühmten„Calanche". An der Südfpitze von Korsika, gegenüber der Insel Sardinien, liegt«ine der merkwürdigsten und unbekanntesten Städte Europas: Bonifacio. Auf einen hohen Berg gebaut, vom Meer umspült, ohne Eisenbahnverbindung, ist ihr Weichbild noch von den alten Mauern umschlossen. Alles ist geblieben, wie es war. Dieselben verbogenen, winkligen Häuser, durch Balken gestützt: Sassen, in denen kaum zwei Menschen nebeneinander gehen können, Kirchen aus dem 13. Jahr hundert, das Stadttor mit der Zugbrücke, durch das jetzt die Autos vorsichtig fahren: Mittelalter, übertüncht von der Gegenwart. Außer halb der Mauern, die den Bergkegel umgürten, konnte wegen der steilabfallenden Felsen nicht gebaut werden. Innerhalb der Mauern war kein Platz. So konnte die Stadt sich nirgends ausdehnen. Kaum verärgert, blieb sie,«ingeengt im Rahmen der Jahrhunderte, ein Wahrzeichen vergangener Zeit, mit ihrer steinernen Ruhe dem Lärm der Maschinenwelt trotzend. Unten in der Hafenbucht liegen die wenigen neuen Häuser. Sie belagern die alte Festung zu ihren Häupten. Sie senden ihr« Telephondräht« hinauf. Ein paarmal in der Wach« kommt der Dampfer. Wer die Siadt in einem Tage sehen will, denn auch die Hotels find aus dem Mittelalter, muh in Ajaccio ein Auto nehmen. Er fährt zehn Stunden durch eine der schönsten Gegenden der Welt. Bonifacio wurde 828 von Bonifacius, einem toskanifchen Ritter, gegründet. Später vertrieb die Stadt ihr« feudalen Herren und wurde ein Piratenstaat. Bis sie im 12. Jahrhundert von Genua erobert und zwangsweise in eine genuesische Kolonie oerwandelt wurde. Von da an blieb sie Genua treu, bildete ein« Art Basallen- republik mit eigenen Privilegien, kämpft« im IL. Jahrhundert er- folgreich gegen Alfons von Aragon, dessen Bater vom Papst den hochtrabenden Namen.König von Korsita" erhalten hatte, und ließ sich nicht unterkriegen. Dezimiert von der Pest im Jahre 1528, wurde sie nach einigen Jahren von den verbündeten Franzosen und Türken erobert, später aber durch«inen Vertrag an Genua zurückgegeben. Sie sah in ihren Mauern ein paar berühmt« Gäste. Karl V. landete in ihrem Hofen, und das Haus, in dem er Unterkunft fand, ist noch heute in seiner ganzen Baufälligkeit zu sehen. Drei Jahrhunderte später streift« der Artillerieoffizier Napoleon Bonapart« aus ihren Wällen umher. Im winzigen Gasthof der Stadt bekommen wir mühsam zu essen. Man setzt uns in ein verborgenes Zimmer an einen Tisch mit zwei Herren. Der eine ist der Pfarrer von Bonifacio, die wichtigste Per- sönlichkeit der Stadt, der ander« sein Besuch,«in korsischer Graf, dessen Borfahren berühmt waren durch ihr« Kämpfe gegen Napoleon. Zwischen Weißbrot und Langustensuppe betrachte ich meine Nachbarn. Balzac hat sie neben mich an das nicht überaus reine Tischtuch gesetzt. Der Cure, wie von Daumier gezeichnet, voll liebenswürdiger Verschlagenheit, belesen und witzig; der Graf voll gewichtiger Bonhomie, ein Landedelmann aus der„Lilie im Tal". Beim Feigendessert erkundig« ich mich nach der Vendetta. Der Curö lächelt.„Neulich war mein« Kirche voll von De- waffneten. Di« Leute brachten ihre Gewehre mit. Wir können nichts dagegen machen. Ich bin selbst Korse. Glauben Sie mir; es liegt im Wut." „Also Sühne bis zum letzten Mann?" „Das kommt vor. Manchmal versöhnen sich die Familien. Die Blutrache hat ihr« eigene Gerichtsbarkeit. Der Staat ist machtlos. Di« Mörder tauchen unter; kein Gendarm wird ihrer habhaft, am wenigsten im Inneren des Landes." „Und die Kirche?" „Die Kirche verurteilt jedes Blutvergießen, aber auch sie hat nichts gegen dieses uralt« Gesetz vermocht." Wir wandeln durch die Stadt. Der Cure öffnet uns die Kirchen. Ich bin kein Kunsthistoriker. Vielleicht fahren mein« gelehrten Freunde einmal nach Bonffacio; ich bin überzeugt, sie werden in den alten Gängen und. Sakristeien merkwürdige Ding« entdecken. Ver- staubt« Bilder hängen da herum, von denen ferner weiß, was sie bedeuten. „Weshalb werden diese Bilder nicht restauriert, Herr Cure?," „Das kostet Geld, mein Freund. Di« Kirch« ist arm." Wirklich? Durch versallen« Torbogen verliert sich der Blick in dtmfle Gewölbe. In Amsterdam sah ich diese engen Treppen, die wie Hühnerleitern die Häuserfront durchschneiden. Drüben an der Loggia klebt ein Ausruf des Kartells. Ein gebrechliches Kino hängt an der Straßenecke. Das 20. Jahrhundert bricht mit Macht herein... Oben von der Terafse der Zitadelle sieht man die nah« Küste Sardiniens. Das Meer hat kleine, weiße Schaumwellen. Ein scharfer Wind weht. Di« Sutane des Priesters flattert aufgeregt, während er mir mit leiser Stimm« die Segnungen der allein selig machenden Kirche vorhält. Ich mache kein Hehl aus meinem Un- glauben. „Was Sie soeben in der Kirche Saint-Dominique bewundert haben, ist das Werk frommer Mönche. Arm« Dominikaner haben die Erleuchtung des heiligen Franziskus aus dem Marmor des Altars ge- meißelt. All das konnte nur entstehen im Geiste der Liebe." Da fällt mein Blick auf die steinernen Verließ« der Zitadelle. „Und die Inquisition, Herr Cure?" Schweigen. Mit einem jähen Schreck rette ich mich in die Gegenwart. Die große Väjche in /lmerika. Di« große Wäsche ist den deuffchen Hausfrauen eine ungeheure Last, denn sie wird mit geringen Unterschieden im allgemeinen im Haushalt noch so behandelt wie vor 1000 und 2000 Jahren. Vielleicht ist die Seif« etwas besser geworden und an Stell« des Kohlenherdes ist der Gasherd getreten, aber im Grunde ist alles beim alten ge- blieben. In Amerika dagegen haben es die Hausfrauen besser. Di« Waschanstalten, die dort die Wäsche oerwalten, sind aufs modernst« eingerichtete große Unternehmungen, die den größten Wert darauf legen, die Wäsche nicht nur gut und sauber, sondern auch schonend zu behandeln. Eine Waschanstalt, die mit irgendwelchen ätzenden Mitteln wie Chlor usw. arbeiten würde, würde im Laufe weniger Wochen ihre Kundschaft verlieren. Aber zum Lobe dieser Wasch- anstalten muß es gesagt werden, daß sie, wie übrigens auch viel« deutsche große Waschanstalten, ihre Ehr« darin suchen, nur die aller- besten Seifefabrikate zu verwenden und die Wäsche so zart zu behan- dein, wie sie wirklich im kleinen Haushalt nicht behandelt werden kann. Die Maschinenindustrie, die ja ziemlich weit fortgeschritten ist, hat die nötigen Mittel geliefert, um die Wäsche auch ohne Reiben und Presien sauber zu bekommen. Dos Waschen selbst geschieht nach Familien ge- trennt, so daß Ansteckungsgefahr nicht zu befürchten ist und auch die Möglichkeit der Vertauschung der Wäschestücke vollkommen ausge- schaltet fft. Di« Wäsche wird in«in Seifenbad getan und hier nach wisienschaftlichen Vorschriften so lange geschwenkt, bis sie die letzten Schmutzspuren verloren hat. Auch das Wringen der Wäsche ist voll- kommen überflüssig geworden, zumal dieses Wringen gerade die hauptsächlichste Ursache dafür ist, daß die Wäsche.zerreißt. An Stell« des Wringens ist die Zentrifuge getreten. Die Wäsche wird in Zentrifugen solange hin und her gewirbelt, bis sie völlig trocken ist. Da sie immer an einer Stelle liegen bleibt, so ist jede Möglichkeit des Zerreißens ausgeschlossen. Die Zentrifuge kann mit ihrer ungeheuren Schleuderkrast natürlich ganz anders die Nässe aus der Wäsche heraus- holen wie die Menschenhände mit ihrem Kneten und Pressen. Ein ungeheurer Raum mit Treibhaustemperatur dient dazu, in wenigen Minuten die letzte Feuchtigkeit aus der Wäsche zu entfernen, so daß die Erledigung der gesamten Wäsche nur kurze Zeit in Anspruch nimmt. Bei den ungeheuren Unkosten der Wöscheanstalten muß die Abfertigung der Wäsche sehr schnell vorwärts gehen, damit«in großer Umsatz erzielt werden kann. Auch die Plätterei erfolgt auf mechani- schem W Gloria-Palast dein Film gab, nicht sehr glücklich. Man hat dort zwar die Bühnenscha» von einst erfreulicherweise wieder abgeschosft, aber war es zweck- entsprechend, einem solchen Filigronwcrk eine Wochenschau und die zwar sehr interessanten Charakter- und Karikaturtänze der Valesca Gert, die aber auch in gar keiner Beziehung zu dem Nachsol» gcndcn standen, vorangehen zu lassen? Wenn wir jeßt in Berlin die schon seit' langem diskutierte Organisation der Filmbesucher hätten, so müßte diese sich mit allen Kräften für diesen Film einseßen. Damit würde sie Pionierarbeit leisten. D. Zwei lustige Sachen. (llfa-Palasl am Zoo. ZNozacl-Saal.) Die Zeit, in der man nach dem Lustspiel suchte, war eine wahre Katastrophe für den Film. Man kam uns damals so albern, so ideenlos, daß schließlich viele an der Möglichkeit des gilmlustspisls zwest'elten. Doch seit geraumer Zeit ist es nicht nur da. es bc- bauptet sich auch. Selbst eine solche kleine Harmlosigkei« wie„Die Bdxerbrout". die im N f a- P a l a st a m Zoo urausgeführt wurde, "fttit immerhin noch ein gewisses Niveau. Wäre sie im Uranfang der Filmluftspiele erschienen, hätte der Regisseur Johannes Guter Lobcshymnen über Lobeshymnen geerntct. Jetzt stehen einer großen » Begeisterung zu viele amüsante Vorgängerwerke entgegen. Das Manuskript für die Boxerbraut schrieb Robert L i e b m a n n. der ein junges Mädchen für einen Boxer schwärmen und einen jungen Mann sich für einen Boxer ausgeben läßt. Auf dieser Lüge basiert die Ehe. Daher ist sie gleich i� ihren Anfangstagen schweren Erschütterungen ausgesetzt, denn ern Boxkamps steht bevor. Die junge Frau hat doch Fighting Bob geheiratet, einen Schwarzen. Durch den erforderlichen schwarzen Anstrich wird die Doppelrolle, die der junge Ehemann spielen muß, nicht zu chrem Nachteil mit vielen komischen Möglichkeiten'beschwert. Am Schlüsse des Boxkampses sieht endlich die besorgte Frau, daß der so mörderlich zusammen» gehauene Fighting Bob nicht ihr Mann ist. Beglückt und versöhnt sinkt sie ihrem Man», dem Schwindler aus Liebe, in die Arme und beginnt ihre Ehe, die infolge des scharfen Trainings vor dem Boxkampf noch keinen Ansang nehmen konnte. Dr. Guter hatte oft . glänzend« Einfälle: beispielsweise wenn der schwärmende junge Mann als künstlich hergerichteter Boxer im Ballsal Triumphe seiner Kraft feiert oder als Fighting Bob Ursache der wüstesten Auftritte ist. Tenia D e s n i war die junge Frau, sie sah stets so fabelhast aus, daß man bei ihr eben alles schön's'and, sogar die bedenklich albern anmutende Schwärmerei für das Kraftmeiertum. Willy Fritsch war der junge Mann. Ebenso liebenswürdig wie ergötz» lich als schwärmender Liebhaber und als Pseudoboxer in tausend Nöten. Erwähnt sei noch Teddy Bill, der dadurch gefiel, daß er Proben seines guten Appetits vorführte. .Di? kleine vom Variete" ist. die zweite lustige Sache, mit Schmiß und Tempo, die im„M ozart-Saal" eine freudige Ausnahme fand. Ein alter, guter Schwank, mit dem lieben Erb» onkel, einem Freund, der alles macht, und einer weiblichen Doppel- rolle, hat herhalten müssen. Ein Zahnarzt ohne Praxis hat eine Kleine vom Variete geheiratet. Der Onkel hat entschieden andere Pläne, darum muß, als der Onkel auf der Bildfläche erscheint, die Kleine, in dem ihr so schick stehenden Cowboykostüm, den un- ehelichen Sohn ihres Mannes spielen. Nachdem die Situationskomik gründlich ausgenutzt ist, findet aller Wirrwarr die gewünschte Lösung, und zwei glückliche Paar« und ein zusriedengestellter Onkel empfehlen sich. Ossi O s w a l d a ist die bewußte Kleine: wenn ihr die Sache zu bunt wird und sie ihren Koller bekommt, dann ist wirtlich ihre ganze Umgebung, ob Vasen oder Menschen,«lemen» taren Kräften ausgeliefert. Georg Alexander ist der feschen Ossi ein glänzender Partner, dessen erstauntes, dummes oder ver- legenes Gesicht mehr als einen Lachsturm entfesselt Eine an- erkenncnswert gute Leistung bot Max Hansen, der Freund für alles, stets elegant, drollig und sympathisch Ebenso war Silka als Erbonkel ganz und gar an seinem Platze. Hanns Schwarz ivard mit Einfällen sichtbar gesegnet, als dieser Film unter seiner Regie entstand. Wie keck er zu spotten und zu übertreiben ver- steht, als er die unglaublichsten Räubergeschichten über die Herkunft des„Jungen" dein wundcraläubigen Onkel erzählen läßt. Es gelang ihm wirklich, in schönen Bildern vorzüglich zu unterhalten, e. b. „Cohen contra Miller." (Usa-Theatcr Kurfürstendamm.) Rouieo und Julia in New Park. Also keineswegs mit tragischem Doppelsclbstmord endend, sondern happy: mit Babyglück, Wohlstand und allgeniciner Umarmung. Ab«, die L-jebesangelcgcnhcit als solche tritt ziemlich in den Hintergrund gegen die Auftritte erbitterten Haders zwischen den beiden Familien Die Capulelti-Cohen haben ein kümmerliches Konsektionsgeschäst in der zweiten Avenue,— die Montecchi-Miller sind Polizisten und wohnen aus demselben Flurz Immerzu gibt es Krach, Beschimpfungen, Ausbrüche Cohens sind dabei im Grunde die sriedlichsten Leute, ausgestattet mit dxm weichen Gemüt ihrer Rasse, lind auch Millers sind gewiß keine bösen Menschen, dazu haben sie viel zu schöne Lieder und sonstige musikalisch�Regungen. Aber sie haben nun mal eine schreckliche Wut aufeinander. Armer Romeo, arme Julia! Hciinlich schleichen sie sich zum Standesamt, das hier de» Bruder Lorcnzo zcilgemäß vertritt. Als dann Gottes Segen sich in Gestalt einer Millionen- crbschaft aus die braven Cohens herniederlaht und sie nun in die vornehme fünfte Avenue ziehen, vermehrt sich nur noch der Kon- fliktsstoss. Millers entschließen sich sogar,»neingclade» ihr inzwischen auf der Bildflächc erschienenes Enkelchen zu besuchen. Das Ergebnis der Visite ist einfach katastrophal, der Koller steigert sich zu rabiater Fassungslosigkeit. Aber auch die überspannte Wut kann sich wohl plötzlich in Nichts verflüchtigen, und so reichen sich denn endlich die Cohens und die Millers statt über der Bahre ihrer Kinder über der Wiege des quäkenden Babys gerührt die Hand.— In der Bühnenkomödie, nach der der Film gemacht ist, mag das dauernde Schimpfen und Kratehle» einigermaßen auf die Nerven gegangen sein. Im Bilde jedoch ist ihm alle Peinlichkeit genomnien, zunial es der selbst im Drastischen immer humorvoll erwärinten Spielsührung Harry E. Pollnrds gelingt, noch durch di? groteskestcn Auftritte die Grundlosigkeit des ganzen Zanks tmpfin- den zu lassen. Vor allem trübt keinerlei karikaturistische Taktlosigkev unser Vergnügen. Kostbar veranschaulicht Georges Sidncy die händeringendc llnrast des kleinen jüdischen Ladeninhabers, der doch ein pat: iarchalischer Zug nicht fehlt. N>cht minder gelungen Charles Murray als Vater Miller mit seinem Mguisitorischen DER WELTGEWALTKiSTE FILM' BtaitiFRED NIB10• tztN MUR- B/UMOM NOVARRO eäsj UFA PAVILLON � AM NOLLENDORFPLATZ EUROPÄISCHE U RAUP F OH R U N O DIENSTAG. den 7SEPTEMBER 8% UHR Polizistenblick, grob und mürrisch' noch, wenn er„gemütlich" zu Hause sitzt und die Geige malträtiert, reizend im Austauen der Groß- vatersreude. Ebenso echt, ebenso drollig die beiden gewichtigen Ehe- hülsten und die kampferpichten Jungen». Das Ganze ist ergötzlichstes Leben.. Ein den Trabersport famos veranschaulichender Vorfilm„U m das blaue Band" trug zum Gelingen des Erösfnungsabetzds bei, mit dem sich also das renoviert« Kurfürstendammhaus der Ufa durchaus glücklich dem üblichen Rovitätenspielplan wieder eingefügt hat, nachdem nian an dieser Stelle einige Monate hindurch versucht hatte, eine �auf ältere Filme von künstlerischer Bedeutung zurück- greisende Sonderbühne einzurichten. Offenbar ist das wichtige- Experiment infolge der ganz unproduktiven Durchführung miß- lungen: man sollte es schnellstens wiederholen Wdt. „der golSene Schmetterling." (Capitol.) Die Revuen beherrschen das Theater, also wird es Zeit, daß auch die Filme sich damit beschäftigen. Dieser Film, dem Michael Kertesz seine geschickte Regie geliehen hat, stellt das Leben einer Tänzerin in den Mittelpunkt der Vorgänge. Der Tanzunterricht. die Proben auf der Bühne, schließlich die großen Galavorstellungen in dem Ricsentheater ergeben den Inhalt. Die große Szene, in der die TckNzerin Lilian' verunglückt, stellt ein über die ganze Bühne ausgespanntes Spinnennetz dar, in der der goldene Schmetterling— Lilian— von einer häßlichen Spinne eingcsangen wird. Lilian verunglückt so, daß sie nicht zur Bühne zurückkehren kann, aber sie gewinnt nun den Freund ihrer Jugend wieder, der sie während ihrer Glanzperiode von sich wies. Allerdings muß vorher noch ein etwas seltsamer Ringkanips zwischen dem Millionär, der die Tänzerin hat ausbilden lassen, und dem Jugendfreund stattsindc», damit auch dieser endlich einsieht, daß Lilian ihn allein liebt. Den flotten und lustigen Bildern aus dem jheatcrleben gesellen sich Szenen aus einem vor- nehmen Restaurant mit allerlei ergötzlichen Intermezzi. Als bloße Augenweide betrachtet bietet der Film, für den Paul L c n i ftimmungsoalle Architekturen schuf, viel Interessantes und Amüsantes. Die Tänzerin ist Lily D a m i t a. Sie hat Gelegenheit, die Varietc-Tanzkünstc ihres geschmeidigen Körpers m manniafachen Variationen zu zeigen und in einer Fülle von Kostümen sich zu präsentieren. In den Revuenummern wird all das ausgeboten, was tdir von unseren Revuetheatern her gewöhnt sind: eine Fülle von Nacktheit, Pracht der Kostüme, verschwenderische Lichtesfekte. Nils A st h c r und Iac T r e v o r sind die beiden Liebhaber der Tänzerin, der erste der Mann mit den ernsten Grundsätzen, der zweite als leichtlebiger aber gutmütiger Millionär. Ein paar sehr gute Chargen stellen Kurt B o i s als Ballettmeister und Ferdinand Bonn als Thcaterdirektor. r. „da lochen Sie Hühner". (Primus-Palast.) Chaplin boxt. Frierend ichlurst er mit seinem Hund durch die Straße». Arbeitslos, nichts im Magen, ein kleines, gedrücktes Erisienzchen. Ein Plakat verlündct, daß ein großer Boxmeister Partner sucht. Chaplin meldet sich, an der Schwelle findet er ein Hufeisen. Das wird ihm Glück bringen, zärtlich streichelt er es. lind er schlagt den renoinmierten Helden des Ringes knockout, eigentlich tut es das Glückseijen, das er im letzten Augenblick noch in den Boxhand- schuh steckte. Chaplin wächst schnell zu einem bedeutenden Mann, besonder» noch, nachdem er einen gefährlichen Gegner im Handum- drehen erledigt hat. Das ist ein Borkamps in wirbelndem Tempo, von mitreißender Koniik. Chaplin hat nun Geld und gilt als.grqßer Mann. Er besucht e>n Theater, leistet sich einen teuren Platz, er trägt sogar einen tadellosen Frack und anständige Schuhe, aber trotz- dem bleibt er der getretene Mensch, auch wenn er sich noch so an- mähend benimmt. Er sitzt au seinem Parkettplatz, als ob er ihn nicht bezahlt hat, er fitzt dort mit deni Gefühl, daß er tatsächlich dort nicht hingehöre, ganz oben auf dem Olymp ist sein eigentlicher Plag. Dort sitzt aber ein anderer Chaplin, ein betrunkener Mann des Volkes mit cinein unwahrscheinlichen Schnurrbart. Allerhand Unfug stiftet er an. Als sich auf der Bühne ein Feuerfreiser produziert, ergreist er die große Spritze und duscht Artisten und Publikum ab, auch der elegante Chaplin erhält sein Teil. Man verläßt i» wilder Flucht das Theater. Der Film hat nicht das Niveau von„Gold- rausch" oder„Ein Hundeleben", er erinnert an die alten, kleinen Zweiakter. Zwei Handlungen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, sind hier verknüpft worden, die vielleicht heißen tönntcn „Chaplin als Borer" und„Chaplin im.Variete". Ganz lose lausen die Fäden. Aber der Stöfs bleibt im Grunde gleichgültig. Chaplin ist herrlich hier wie überall. F. S. „Intrigen einer Tänzerin."" (Mozark-Saal.) Wer die Spannungen.einer richtigen Kriminalgeschichte vereint wünscht mit mannigfachen Darbietungen aus dem«portleben, der kommt hier aus seine Rechnung Die Intrigen, di« die Tänzerin an- spinnt, um sich an ihrem Lord zu rächen, weil er seine Liebe der Tochter seines Trainers zuwendet, sind in der Tat abenteuerlich genug. Der Herr Lord, der ein großer Sportsmamr ist, hat alles verjuxt. Ein Boxer und ein Pferd,«rsterer aus seinen Diensten, letzteres aus seinem Stall, sollen ihn retten, aber di« Tänzerin und ihr früherer Freund, ein ausgemachter Halunke, stellen die un- glaublichsten Dinge an, um die Chancen des Lords zu ruinieren. Die Veranstalter des Films sind nicht sehr wählerisch in der Wahl ihrer Mittel: die ältesten Ladenhüter sind ihnen hier gerade gut genug. Vom Schlaftrunk bis zur Kaschemme wird alles ausgeboten, um Spannung zu erzielen. Selbstverständlich siegt der Lord über alle Hindernisse und«ht triumphierend aus allen Kämpfen hervor. Mehr Reiz als die Kriminalhandlung bieten die Bilder ans dem Sportleben:«in vorzüglich aufgemachter Boxkampf, mehrere Rennen und anderes mehr. Bert L y t e l l gibt den Lord sehr sympathisch, das reine brav« Mädchen, das seine Hand erringt, ist Marion Nixon, di« wirklich hübsch genug ist. Der Tänzerin gibt Paulette D u v a l«in genügend dämonisches Air. r. Bei Nieren-, Blasen- und Frauenleiden Hamsäure.'Eiweiß.Zucker 1925: 16 0 0 0 Besucher njlll&UuWL dfämenaudie Schriften und Nachweis billigster Bezugsquellen durch die Kurverwaltung Bad Wildungen::::: Theaterkasse HERMANN TIETZ Leipziger Strasse im 1. Stock— Alexanderplatz im Erdgeschoss— Frankfurter Allee im L Stock Eröffnung: Montag, den 6. September VorverkauksämtlicheTheater Ende dieser Woche Eröffnung unserer Theaterkasse Kurfurstehdamm Z3 Thcafer Liditfplele BiW. Staats-Theater Opernhaus a. Platz d.Republ« 7 Uhr: RJ e nz I Schauspielhaus 21/» Uhr: Doppel« Selbstmord 8 U. Amphltryon Schiller«Theater tt Uhr Fahrt nach der SQdsee MW SM Charlotienbiir; öVj Uhr: Sie Meitlersinger vod Irnberg Abonn.-Turnus I Ceutsöies Ibeater Norden 10334—38 8 Uhr- Androklut und der Lfrwe Von Bernard Shaw Regie: Erich Enge Kammerspiele Norden 10W4— 38 x Uhr:' Und Pippa tanzt... v Qerh. Hauptmann Wt: Hemz Hilpert Die KomOdie BismarcK 2414, 7516 « Uhr: Sie Gefangene Von Bourdet Regie M. Reinhardt BvM«sky-3IhDn neaier HOnlMratx.ltr. Tjha«enheid3!110 8 Uhr: Zweimal Oliver HomMtennaa« Tel.: Norden 6304 8 Uhr Herrv.M« Kunürst 6456 8 Uhr: Internat. Variete Sonntags 3 50 zu ermäS.Preis.das volle Programm laltutliurg-EUiua Deutsches Iflnstl.- Theater b»/4 Uhr: Veronika TL a.HuifürjtendJniiD a Uhr: Yvonne Lustspielbaus 8», 4 Uhr: Kukuli Lesslng-Theater 8 Uhr: Cromwell Nach amilichem Maicrial bearbeii. von L. Heilbom-KörbHz Regle t Gerhard Lamprecht In den Hauptrollen t Der 13 Jährige R. L. Der 13 Jährige A. G. Die 6 Jährige M. M. Die 4jährige F. W. Bernhard Goeizke Margarete Kupfer/ Max Maximilian/ Käthe Hoack Paul Bildt/ Hermine Sterler Uraufführung: Montag*, 6. September zugunsten des Vergins zum Schutze der Kinder vor Ausnutzung und Mißhandlung in T&gl. S15, 71S. gl s ü/jr C A P I T O L Film der Gerhard Lamprecht- Film- Produktion Q. m. b. H Im Verleih der National- Film A. G. Vorverkauf 12—2 Uhr «ollen- dort 7098-99 C i r c u s KRONE Kaiser-Allee Telephon Pfalzburg 7916« Heute Sonntag 2 Vorstellungen nachm. 4 und abends 8 Uhr. Preise nur SifzplXtze von 63 Pf.— 10 M Hidimittajs Kinder dn 12 JiKre bilbe Preise! Vorverkauf uminterb rochen ab lOUhr Circuskassen, A. Werthsim und K.d W. Tier« Abnormitäten und Inder« Schau ab /,10 geöffnet. Raubtierfütterung II Uhr. Konzert 2 Kapellen. [asino-Dieater um Was Liebe vennag Vorher Bunter Teil Gutschein 1-4 Perc Bei Vorzeigung der Annonce zahlen Sie Raul. u. Balkon I M Loge u. Sessel 1 SO Zoolog. Garfen TlgIlchab4Uhr Konzert Aquarium geöifnet v.9— 7 U Tierkunst« Ausstellung Volks büh ne Tbeater am Bülowplati s Uhr- Oer dQtidie Mitbel Morgen 8 Uhr: Das IMeiie IM TL am Sdliffbaganlamm Tlgllch 8 Uhr: Das Grabnai das unbekannten Soldaten. Wallner-Tliealcr Mittwoch, den 8. September, abends 8 Uhr Eröffnungs-Vorstellung unter der Direktion Ferdinand Heysei „Hasemanns Töchter" VolksstücK m Oes. v. A. L'Arrongc- Vorvorkanl vom I Seht an an derKa-se des wauner-Thealers und bei A. W e r t h e i m Tageskacse 11—2. Abendkasse od 41 mir— Populäre Preise! Parkett 2 M., Orch.-Silz Z M., 2. Rang 1.50 n. I M., I. Rang 3.50 M., Logen 4 und 5 Mark W Billetts stets 8 TotfC vorher oline Aufgeld i Donnerstag, d. 9. 9., und folg. Taga; „Hasemanns Töchter" Apollo-Thealer Dir. Otto Kreimeyer Friedtidistr. 21t Tel. Kasintiiide 1806 Täglich.beadn 8 Uhr; DUMei EröffDDngs- Spielplan U a Hartstein i.d. Stolz der S.Kompagnie J. Kaytons Alice Rdjan/ Belcantos hlkstinlidii FininlUptlii. Vomrkaat II— t(Dir C I t . rrv V« sy&'lik*•*•-* ★ . � Hni'-i V «erun r Theater Uhr; liiß fliDerika Meute 2 Vorsleliungen 2 Nachm. 3.30 ErmlBIri Preise" mit Uia Mintli dem Taniphänoman und dem Abends 8 Uhr Friedenspreise! neuen— abwedislungarelchen September-Spielplan. Rauchen gestattet! TU. 8>/, Die fleißige Lemiö sesident- rneai. VI, und Ü'U Uhr Dargoiilene Kalb Mart n Kettner Tnalla-Tlieaier uhr Oer Biberpelz Regie: Berth Viertel OROSSeS SCHAUSPIELHAUS CHARELL REVUE ZU fHilTu) verladt uno iD&aeuien vuo ERIK CHARELL Ii;). 8 Uhr Ende priz. 11 Ohr fronretkanläa-I Uhr unonterbrocheu. Unu SltzpIkU. von M. 1,— au laa grABten und aohOastan Theater Deutschlands toaatag uenm, S ukr uavetK. Vor •teiluug au klelaao l'niseu M 0,50 bis M. Montag, den 6. Septbr. nachmittaga 2 Uhr UPAPALAST 6L0RIAPÄLAST KURFÜRSTENDAMM N0ZARTSAAL TAÜEHTZIENPALAST HOLLENDORFPLATZ | KAMMERLICHTSPIEL El FRIEDRICHSTRASSE TURI1STRASSE KÖNIBSTADT Dl. Box.rbr.ut mit Xcnia Doani, Willy Frilaeh DI. 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Es gibt für den Cigaretten-Fabrikanten zwei Wege Er kann auf Grund seiner Erfahrungen eine gut rauchbare Einhcits-Cigarette schaffen, die aber, da sie sämtlichen Rauchern unterschiedlichsten Temperaments gerecht zu werden sucht, ängstlich alle ausgesprochenen Feinheiten, jedes besondere Charakteristikum, das den Kenner entzückt, vermeiden muß. Im bewußten Gegensatz hierzu pflegt die Refimlsma A.-T, das Mehrsorten-System, dem sie ihre beispiellose Entwicklung verdankt. Der Sinn dieses Systems liegt darin, durch ein sorgsam abgestuftes Sortiment jedem Raucher die seiner Eigenart, entsprechende SpeziaI Cigarette zu bieten. Das System der Spezial-Cigaretten für die verschiedenen Geschmacksarten verlangt einen Meinungs- Austausch mit der Raucherwelt, den wir über unsere bisherigen Versuche in engeren Kreisen hinaus auf die Gesamtheit der deutschen Raucher ausdehnen möchten. Diese Raucher-Umfrage der Reemtsma A.-G. wird ergänzt durch Prämien in der Höhe von insgesamt . 105.000,00 Die Preise bedeuten ein Entgelt für die Mitarbeit, Die Einzelheiten werden in 8 Tagen an dieser Stelle veröffentlicht werden. REEMTSMA A.-G. Fabriken für hochwertige Orient-Cigaretten \ Musikinstrumente- Oiano. prersmect. eint, grunnenftraiie SS Blaoicrc tauft feafenlictbc 5307. Itlaoiccmadici sofort non Privat Piano»,.tliitKl, neu und aebraucht, qroftc Auswahl, langjährig« Garaniie, 50,— monailich. orrkaufi Piauahaus Käniggrährrfirogr Sü___* Pianos 475,—. 525,—, in neuer großer Auswahl. 50.— monailickl ohnr An- sahlniiq. vertaufi Herer. Brunnen. firaße 191. 1. Siage. am 3tofcntIioIec Pia»._____* Rietpiaao». teilweise Kaufanrechnung. Teiluahluna. Bahrt. Saupinraße 1. Eck« Kruuewafdfiraße.______.___* Pianos 370,—, 390,—, 440,—, 475,—. 550,—, 575,—, gebrouchie. Prinzen. strafte 90� Hochbohnflaiion.__ Tenorhorn, gut erhalten, preiswert zu oertaufen. Echäling. 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