Nr. 192. Erscheint täglich außer Montags Preis pränumerando: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei tu's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt.proQuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3Mt. pr. Monat. Eingetr. in der Post Bettungs- Preisliste für 1895 unter Nr. 7128. Vorwärts 12. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: « Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Bunahme der Hausinduftrie. Als durch die Gewerbe- Ordnungs- Novelle von 1891 das Verbot der Kinderarbeit und Schutzbestimmungen gegen allzu überlange Arbeitszeit der jugendlichen Arbeiter Arbeiter getroffen wurden, erklärte unsere Fraktion im Reichstage wiederholt, daß dieser Schuß nur auf dem Papier stehen werde, solange nur die Fabriken diesen Bestimmungen unterworfen seien; die Ausbeutung der jugendlichen Arbeitskräfte werde von der Fabrik in die Hausindustrie und ins Handwerk verlegt werden. Die Berichte der preußischen Gewerbe Inspektion für 1894 bestätigen unsere Voraussagungen in vollem Maße. Die Zahl der in preußischen Fabriken beschäftigten Kinder von 12-14 Jahren ist nur noch eine ganz geringe; während fie 1890 noch 6636 betrug, ist sie in 1894 auf 827 gesunken. also um 12,5 pet. Sonntag, den 18. August 1895. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. werden darf, so weit es nur geht, unbekümmert was später aus Recht bezeichnend für den Geist, der in den zünftigen Meistern ibm wird, davon wollen so und so viele Verfechter von Ordnung, steckt, ist die Notiz des Gewerbe- Inspektors für Hildesheim Sitte und Religion nichts wissen. Lehrlingsausbeutung und Lüneburg. Er fand in einem Kupferhammerwerk die ein= ist nach wie vor an der Tagesordnung. In Memel hat ein schlägigen Bestimmungen über die Beschäftigung jugendlicher schäftigt. Aus Solingen wird berichtet: Maschinenbauer neben nur 3 Gesellen 15-18 Lehrlinge be- Arbeiter nicht erfüllt. Der Besitzer meinte in der Unterhaltung darüber, daß er seinen Betrieb aus dem Grunde für einen handwerts. mäßigen halten müsse, weil er selbst zünftiger Meister sei." -O " " ,, Der Beamte rügt die bedauerliche Ausnutzung jugendlicher Arbeiter beiderlei Geschlechts in manchen Anlagen der Klein Gisenindustrie und weist in dieser Beziehung u. a. auf die Bügel- und SchirmMan sieht, weshalb sich die Zünstler so trampfhaft an ihre garnituren Fabriken in Wald und Obligs hin, die mit zahl- geliebte Innung flammern! Möchten sie doch die Privilegien reichen jugendlichen Arbeitern Lehrverträge abschlössen und die ber rücksichtslosen Lehrlingsausbeutung als goldenen Boden" in sogenannten Lehrlinge dann jahrelang bei Ewigkeit erhalten haben. Dafür vertheidigen sie auch die Religion" färglich stem Verdienste an denselben Arbeitsmaschinen, Pressen u. dergl. beschäftigen, ohne sich um wieder einmal konstatirt wurde und beschäftigen ihre Lehrlinge an Sonntagen, wie auch in Köln zufällig, denn eine ständige ihre weitere Ausbildung zu kümmern." Kontrolle dieser Werkstätten findet ja nicht statt! Respektvoll Und nun gar im„ ehrsamen Handwerk"! Terselbe Solinger Beamte stellt fest, daß bei der Haus- macht die sogenannte Sozialreform vor der Ausbeutung im ſchen Fabriken 119 785 beschäftigt, 1894 nur noch 104 886. Da ichäftigt werden, und von den Messerreidern, abgesehen von dringt sie erst gar nicht ein. Unser Staat beſchüßt ja die Familie, Junge Leute von 14-16 Jahren waren 1890 in den preußi industrie jugendliche Arbeiter bis zu 15 Stunden täglich be. Handwerk und in der Hausindustrie halt. Und in die Familie gegen ist die Zahl der Arbeiterinnen von 16-21 Jahren ihren eigenen Kindern, die schon sehr früh zur Industrieen bestehen bleiben, bei denen die Kinder durch ihre er will sie erhalten, wenn sie auch nur noch benutzt wird, damit feit 1892 von 105 256 auf 118 079 gestiegen und die der Arbeite Arbeitshilfe angehalten werden, Lehrlinge von 13-16 Jahren rinnen über 21 Jahre von 151 157 auf 169 745, insgesammt über alle Gebühr lang." Die Lehrlinge entlaufen des eigenen Eltern auf das erbarmungswürdigste ausgebeutet, förperdie Zahl der Arbeiterinnen über 16 Jahr von 256 410 auf 287824, halb wie auch wegen der wenig rücksichtsvollen Behandlung lich und geistig vernichtet werden. Der kapitaliſtiſche Staat, der ihren Meistern", d. h. weil sie zu viel Prügel und zu wenig solche Verwüstungen anrichtet, hütet sich, dem Unternehmerthum, So erfreulich es auf den ersten Blick erscheint, daß die Bahl Gffen erhalten, und die Polizei soll dann die Entlaufenen wieder das die Hausindustriellen beschäftigt, diese billigen Arbeitsträfte der in Fabriken beschäftigten Kinder und jugendlichen Arbeiter zuführen im Namen der Ordnung!" In Langenberg 3 entziehen, und er scheut sich, zuzugestehen, daß durch die in den Fabriken abgenommen hat, so traurig sieht es in Wirk- werden sehr viel schulpflichtige Kinder in den Ferien kapitalistische Produktion auch die Familie zum Fluche wird, die lichkeit um den Schutz dieser Schwächsten der Echwachen aus. er mit frommem Augenausschlag die Grundlage des Staates" Die halbe und lahme Sozialreform hat eben das Gegentheil deffen von 6 Uhr morgens bis 9 Uhr abends, sonst in ihrer nennen läßt. bewirft, was sie bewirken zu wollen vorgab. Würde die Be- schulfreien Zeit an den Spulrädern beschäftigt." Der Beamte meint, der Erlaß der nach§ 154 der GeIn den Berichten der preußischen Gewerbe- Inspektoren werden schäftigung der Kinder und die überlange Arbeitszeit der jugend- werbe- Ordnung hoffentlich recht bald lichen Arbeiter überhaupt unmöglich gemacht worden sein, den taiserlichen in Aussicht stehen- nur einige Streiflichter auf die oft grauenvollen Zustände der Verordnung, die bestimmt ist, ist, die Hausindustrie geworfen. Nicht alle Beamten wagen es, den indem sie allgemein in jeglichem Berufe verboten auf Werkstätten Schleier aufzuheben, mit dem die deutsche Sozialreform diese worden wäre, dann hätten mehr erwachsene Arbeiter beschäftigt SS 185 180b der Gewerbe- Ordnung auszudehnen, werde hier gründlich Wandel schaffen." Zustände verhüllt, indem sie sich weigert, fie fontrolliren zu lassen. werden müssen, die Lohnunterbietungen durch die Kinder und Erstens ist der Grlaß noch immer nicht da, zweitens wird Daß dabei die Eltern der Ausgebeuteten der Noth ge jugendlichen Arbeiter wären in Wegfall gekommen, dadurch der eine gründliche Abhilfe nicht schaffen, da er sich ja nur auf horchend, nicht dem eigenen Triebe- ebenfalls gegen eine AusLohn im allgemeinen gestiegen und der Familienvater mehr wie Werkstätten bezieht, in denen durch elementare Kraft dehnung der Arbeiterschutzgesetze auf die Hausindustrie proteſtiren, Doch eine Sozialreform, welche die Löhne in die Höhe treibt, wegte Triebwerte nicht blos vorübergehend zur An- Fäulniß, von dem unser ganzes Wirthschaftsleben ergriffen iſt, Doch eine Sozialreform, welche die Löhne in die Höhe treibt,( Dampf, Wind, Wasser, Gas, Luft, Elektrizität u. f. w.) be ist selbstverständlich. Das ist ja eben das Kennzeichen der würde nun und nimmermehr die Zustimmung der Reichstagsmehrheit, d. h. der Unternehmerklasse, gesunden haben. Ist doch wendung kommen." Und auch da kann noch der Bundesrath daß der Kapitalismus die Menschheit auf die bestiale Rücksichts Ausnahmen gestatten! Für Handwerk und Haus. losigkeit der Barbarei zurückgeworfen hat. Ganz zutreffend heißt schon das bischen Arbeiterschuß, das vorhanden ist, dem Unter- industrie bleiben die Schwächsten der Schwachen, die Kinder es im Bericht für Frankfurt a. D.: nehmerthum zuwider, und die selbstbewußtesten desselben, die und jugendlichen Arbeiter bis zu 16 Jahren, rücksichtslos großen und fleinen Könige Stumm, betrachten diese Gesetzgebung preisgegeben. Und die Handwerksmeister nutzen dieses als einen Eingriff in ihr Patriarchenrecht". So meldet uns Brivilegium nach Herzenslust aus. So heißt es im Bericht aus u. a. der Inspektor des Regierungsbezirks Lüneburg, daß Frankfurt a. D.: dort der Besitzer einer Infuforien Erdegrube, in dessen Fabrit mehrere Schulkinder von 11-13 Jahren an jedem Nachmittage 5-6 Stunden beschäftigt wurden, die gefchen Beschränkungen als eine Störung der patriarcalischen Beziehungen" ansieht. " " Wie Stumm sich räuspert und niie er sputt Hat er ihm trefflich abgeguckt!" Bon einer moralischen Verpflichtung ist trotz des Patriarchenthums natürlich nicht die Rede. Taß der jugendlide Arbeiter doch nicht nur eine Arbeitsmaschine ist, die ausgenutzt Skizzen ( Machdruck verboten, aus dem südamerikanischen Hinterlande. 18 Mit der Indianerin wohl, die er verschlossen und eingeriegelt hält, wie ein Türke seinen Harem", lachte der Zweite; mein Verehrtester, ebensowenig als ich verehelicht bin mit der Frau, die ich zu Hause habe.... So närrisch ist man nicht." Aber das muß ich sagen, Geschmack hat der Mensch à la bonheur," warf der Advokat mit begeisterten Augen hinein, indem er seine Fingerspitzen küßte, ein Weib, das man nicht beschreiben kann, das man nur sehen muß.." „ Oder berühren..." " Allen Erustes.. ich habe sie ein einziges Mal zu Gesicht bekommen, als ich zufällig etwas bei ihm zu thun hatte. Ich sage Ihnen, meine Herren, ein Füßchen zum Anbeißen. . Vielleicht tritt er sie billig ab, oder er giebt sie in die Maffe," sagte der Zweite. " Wird sich hüten," sagte der Advokat. Der erdrückende Wettbewerb der Großindustrie hat im Handwerk und in handwerksmäßigen Betrieben zum Schaden der Lernenden und zum Nachtheile der dadurch verdrängten Gehilfenschaft vielfach eine st räfliche Ausbeutung der Lehrlinge als billige Arbeitskraft gezeitigt. Die durch die Massenbeschäftigung von Lehrlingen gedrückten Löhne der Gehilfen und die verminderte Aussicht auf lohnende Arbeitsgelegenheit halten tüchtige junge Kräfte schon jetzt leider mehr und mehr vom Handwerk zurück. Die meisten Mißstände herrschen in dieser Beziehung in den Schlossereien." Im allgemeinen zeigen weder die Arbeitgeber noch die Eltern jugendlicher Arbeiter das erwünschte Verständniß für den Zweck und den Werth der Schuhgefeße; beide Theile empfinden vielmehr mit wenigen Ausnahmen die gesegliche Regelung der Arbeit als La st. Während die Arbeitgeber vielfach ohne die jugendlichen Arbeiter auszukommen suchen, um den gesetzlichen Verpflichtungen, die ihnen aus der Beschäftigung er wachsen, überhoben zu sein, werden von den Eltern die Beschränkungen in der Beschäftigung der Kinder und jungen Leute wegen des dadurch verminderten Ver. dienstes lebhaft betlagt. Es steht zu befürchten, daß ein großer Theil der bisher in Fabriken beschäftigten Kinder der Hausindustrie zuChampagner, daß Ihr Kollege, sei seine Geliebte noch so ,, Alle Welt sagt es," meinte achselzuckend der Auskunfts reizend ich habe übrigens auch von ihr reden hören geber, berührt uns übrigens auch einigermaßen, da wir ihrer eines schönen Tages überdrüssig wird. Wäre es noch auch mit einem Antheil an einem seiner Unternehmungen eine Europäerin, oder meinetwegen ein Halbblut, wie die hängen geblieben find man meint, daß sein Konkurs Mädchen Paraguay's, so wollte ich gar nichts sagen... unvermeidlich ist... hat sich aber in zu viel Spekulationen man lebt dabei unter einem gewissen moralischen Zwang eingelassen, wie es heutzutage Mode ist... ist übrigens und darf ihrer wenigstens pro forma nicht überdrüssig wohl auch nebenbei von vielen über den Löffel barbirt werden. Was sie dann untreu nennen... das ist etwas geworden nach meiner Meinung... und er wollte zu rasch Anderes, besonders wenn man mit einer solchen verheirathet reich werden... schien auch anfangs so..." ist... Solche Weiber haben auch immer eine Menge Teufeleien im Kopfe und eine Unzahl unsichtbarer Fesseln, mit denen sie den Mann halten... aber eine Indianerin... seine China... halten Sie die Wette, Doktor 29 „ Es soll mir auf eine Kiste Champagner nicht ankommen, oder sagen wir lieber gleich zwei.. schon um die Ehre unseres Berufs zu wahren es gilt... doch mittlerweile ist es Zeit, daß wir nach Hause gehen, meine Suppe dürfte schon auf dem Tische stehen Lachend und lärmend erhob sich die Gesellschaft. " Lassen Sie nur, Caballeros", sagte der Advokat, mein Herr Wettgegner bezahlt unsere Zeche schon als Abschlag auf seine verspielte Wette." Der Gegner zog gleichmüthig seine Börse und zahlte Bah, eines Weibes wird jeder Mann einmal über.. nach amerikanischer Weise für alle. Daun entfernten sie auch der Schönsten; jeder Mann wird Ihnen das bestätigen sich und ihre lauten Stimmen verhallten rasch auf der und Sie selber wissen es ohne jeden Zweifel am allerbesten Straße. " Das leidige Geld," meinte der Alte, ich danke Ihnen, mein Herr, für die Auskunft, die Sie mir gegeben. Und einen Papierzettel für seine kleine Zeche hinlegend, stand der Alte auf und ging langsam hinaus. " Nichts zu danken, Sennor; sehr gerne geschehen... empfehle mich bestens..." Herrn German Winterfeld's Laune war in den nächsten Tagen noch mürrischer als früher. Genoveva hätte wohl den Grund erfahren, wenn sie unter Menschen gekommen wäre, aber so, und da German nichts über seine Angelegenheiten zu ihr sprach, mußte sie sich be schränken, darüber nachzugrübeln, was ihm zugestoßen sei, ohne auf den wahren Grund zu kommen. Draußen sprach die ganze Stadt davon. Alle Träume von Reichthum und Glück, die Don German gehabt hatte, waren zusammen gestürzt wie ein Kartenhaus, dem man ein Blatt seiner Unterlagen wegzieht. War übrigens das ganze Gebäude man erzählt sich allenthalben von dem Liebesabenteuer Dicht in ihrer Nähe hatte ein alter fleiner Mann ge- wohl noch von Hause aus nur eine kühne Fiktion ge= des Dr. Fernandez." sessen mit weißem Haar und Bart, der ihrem Gespräch mit wesen, zu deren wirklicher Erfüllung und Vollendung es " Ich bin allerdings ein enthusiastischer Verehrer der sichtlicher Aufmerksamkeit gefolgt war, ohne sich hinein zu noch viel Zeit und Mühe und ein Zusammentreffen von weiblichen Schönheit, wo ich sie finde", sagte der Advokat mischen. Als sie verschwunden waren, bestellte er sich mancherlei günstigen Umständen erfordert hätte, so gemit einem Faungesicht; aber ich glaube nicht, daß man einen neuen Kognak und sagte dabei zu den Besitzer des nügte heute der Zusammenbruch einer der vielen Gesellschaften, an denen Don German betheiligt war, um alles in ein großes eines so reizenden Geschöpfes überdrüssig werden kann... Kaffeehauses: ich halte es für unmöglich... untreu bei Zeiten ja Chaos zusammenfallen zu lassen. Der Konkurs Winterfeld das ist nicht nur möglich, sondern selbstverständlich." war der allgemeine Gesprächsgegenstand. Man sprach in " Ich gehe jede Wette ein, daß er ihrer auch überdrüssig den Geschäftshäusern davon, in den Familien, in den Klubs wird. und Kaffeehäusern, in den öffentlichen Offizinen unausgesetzt von diesem Ereigniß und von den Ziffern, um die es sich dabei drehte. Diese Ziffern waren groß, ja vielleicht im= gehener für die kleinen Verhältnisse eines so arm=. " ... Sie haben leicht eine Wette anzubieten wer weiß, wann wir dazu kommen, sie auszumachen..." Sei es wann es sei... ich wette eine Riste Von wem haben eigentlich die Herren hier ges sprochen Ihre Unterhaltung war so laut und ungenirt, daß ich wohl nicht indiskret bin, wenn ich mich danach bei Von dem deutschen Advokaten und Feldmesser Don German Winterfeld, Ener Gnaden zu dienen... " Steht der Mann wirklich so schlecht...?" fällt, wo theilweise unter erheblich ungünstigeren Verhältnissen gearbeitet wird, als in der Großindustrie." Arbeiterfamilie ist aber in den Städten des hiesigen Bezirks| Kanzlerwechsel vor länger als 5 Jahren und und besonders in Aachen- Burtscheid so schwierig, daß den schwirren und schlenkern die Arme und Kolben der ReFamilien diefer bescheidene und mühsame Nebenverdien ft gierungsmaschine so toll hin und her, daß jeder, der nur hoch willkommen ist." Diese Befürchtung ist in einer ganzen Reihe von Industrien schon eingetroffen, besonders in der Zigarrenindustrie, so im Regierungsbezirk Potsdam, wo auch vielfach Schul- Der Nebenverdienst muß gesucht werden, weil der Haupt- einen Augenblick mit zusieht, sofort erkennt: die Maschine finder von den eigenen Eltern in den gesundheitsschädlichsten verdienst, die Fabrikarbeit des Mannes, fo elend bezahlt wird! arbeitet nicht wie sie sollte, und der oder die Maschinens Räumen verwendet werden. Im Bericht aus dem Regierungs- Aus dem Regierungsbezirk Breslau wird berichtet, daß die meister sind ihrer Sache nicht sicher. bezirk Minden heißt es: Kinder im frühesten Alter im Elternhause zur Wenn wir das Kriegsdepartement ausnehmen, sind " Daß hier der Kinderschuh die Kinder aus Hilfe bei Vorbereitungsarbeiten für die Textilindustrie gegenwärtig sämmtliche Regierungsfächer des Deutschen den Fabriken in die Hausindustrie mit herangezogen werden. Reiches in Unordnung. In der inneren wie in der äußeren ihren oftmals oftmals unhaltbaren Verhältnissen gedrängt Diesen Vorarbeiten, wie Pfeifen treiben, spulen u. s. 1., Politik unberechenbarer Zickzack, das Steuerwesen, die Justiz, hat, ist schon wiederholt angeführt worden: nunmehr zeigt sich die den jugendlichen Körper nur einseitig beanspruchen, ist das Echulwesen alles außer Rand und Band. Nirgends derselbe Vorgang aber auch bei den erwachsenen Ar- jedenfalls eine nachtheilige Einwirkung auf das nur das Soldatenwesen beiterinnen." förperliche Gedeihen des Kindes, selbst wenn die Plan und Methode. Wie gesagt Arbeit im Freien erfolgt, nicht abzusprechen; ihre Folgen zeigen macht eine Ausnahme. Und dies ist keine Ehre für uns, sich auch in der außerordentlich großen Menge denn das hat Buckle in seiner Einleitung zur Geschichte mißwachsener Personen, der man in dem Textil- der Zivilisation über jeden Widerspruch hinaus nachgewiesen, induftriebezirke begegnet." daß die Kultur eines Volkes im umgekehrten Vers hältniß steht zu der Werthschäzung kriegerischer Einrich Ueber die im höchsten Grade ungefunden Verhältnisse der Bigarrenhausindustrie" heißt es im Bericht aus dem RegierungsBezirk Kaffel: Aus dem Regierungsbezirke Oppeln wird berichtet: " Die überaus traurige Lage der Plüschweberei( Haus- tungen und Eigenschaften. industrie) in Katscher zwingt dazu, die Kinder schon Besonders in der Stadt Eschwege, wo eine große Anzahl solcher Hausbetriebe besucht wurde, traten recht be. flagenswerthe 3ustände zu tage. In den meisten Fällen steht nur ein beschränkter, schlecht gelüfteter Raum zur Verfügung, der als Wohn-, Schlaf- und Arbeitsraum dient. früh zur Mitarbeit heranzuziehen; zeitweise übermäßige Mit welcher Gedanken und Gesinnungslosigkeit Der Mann arbeitet in der Fabrik, während sich die Arbeitszeit, das ununterbrochene Sigen am Webstuhle viele unserer bürgerlichen Zeitungen redigirt werden, wird Frau nicht selten mit einer großen Anzahl von Kindern, in engen, dumpfen, überheißen Räumen, schlechter Berdienst durch das erste und langweiligste der nationalliberalen denen der dauernde Aufenthalt in der ein Mädchen erhält täglich vielleicht nur fünfzig Blätter Deutschlands: die hiesige National Zeitung", in schlechten Luft nur zu deutliche Spuren auf- Pfennig und daher auch schlechte Ernährung drastischer Weise zur Anschauung gebracht. In ihrer geprägt hat, in dem ungefunden Raum auf zeitigen fümmerliche Gestalten." hält und, soweit es die Zeit nur eben gestattet, mit der An- Go arbeitet die tapitalistische Wirthschaftsordnung an der Nummer vom 10. August veröffentlichte dieses sich selbst fertigung von Bigarren beschäftigt, um den zum törperlichen und geistigen Verelendung des Volkes, und nur, sehr ernst nehmende Organ der feinsten Blüthe nationalUnterhalt der großen Familie nicht aus- wenn dieses selbst immer energischer Protest erhebt, immer mehr liberaler Staatsmännischkeit unter dem Titel Santoro" reichenden Verdienst in etwas zu ergänzen. Gleich politische Macht gewinnt, wird es wenigstens die schlimmsten einen aus Rom, d. d. 5. August, datirten Leitartikel, in schlimme Berhältnisse find in Orb und anderen Orten Auswüchse innerhalb dieses Systems befeitigen fönnen. Die dem es u. a. heißt: Abhilfe thut hier bringend Reichstags Fraktion wird sicherlich die Ausdehnung der FabrikSantoro fette fich( in dem bekannten gesetzgebung auf die Hausindustrie auch in der nächsten Session Polizei- Anarchistenprozeß, Red. 5. V.) mit den Vertheidigern Daß Abhilfe dringend Noth thut, hat die Sozialdemokratie wieder fordern, wie sie dies bei jeder Besprechung der Fabrit- Cipriani's und der anderen Anarchisten( die gar keine Ander Regierung schon längst gefagt; gewährt wurde aber solche inspektoren Berichte gethan hat. Und Regierung wie Unter- archisten waren, Red. d. V.) ins Einvernehmen und da er Hilfe nicht, im Gegentheil, alle unsere Anträge, den Arbeiternehmerthum werden auch diesmal wieder ihr Nein entgegenschutz auf die Hausindustrie auszudehnen, fanden bei der Regierung feßen, denn der heilige Profit geht über„ Religion, Sitte und als Entlastungszeuge vorgerufen wurde, ma chte er Ausermittelt worden. Moth!" mal aus eigener Tasche geben! Politische Nebersicht. Er sagen, welche das Vorgehen der Polizei im höchsten Grade kompromittirten, so daß der Prozeß zu gunsten der Angeklagten und zum Nachtheil der Regierung schloß." Und weiter: Jn jener Periode platten in Rom Berlin, 17. Auguft. fast allabendlich Bomben. Eines Die Nervosität des deutschen Zickzackkurses wird schönen Tags wurde ein Polizeispion mit am besten durch den Vergleich mit dem Gang der politischen einer Bombe in der Tasche überrascht." Dinge in anderen Ländern anschaulich gemacht. Aehnliche Zustände finden wir nur in zwei anderen Ländern, in 10. Auguft. Alfo wörtlich zu lesen in der National- Zeitung" vom denselben Widerstand wie beim Unternehmerthum. Wie dieses Ordnung". fich eine Abhilfe denkt, zeigt eine Mittheilung aus dem Regierungsbezirk Minden. Es sind ganz entfeßliche Zustände, die dort in der Hausindustrie herrschen. Wohn-, Schlaf, Koch, Speise und Arbeitsräume sind in einem kleinen zweifenftrigen Bimmer vereinigt. Bei einem Zigarren- Hausarbeiter, der sieben Kinder im Alter von 2 bis 152 Jahren zu ernähren hat, schlafen in einfenftriger Schlafftube Mann, Frau und ein Kind von 4 Jahren in einem Bette, in einem anderen Bette drei Knaben von 5, 9 und 15 Jahren und zwei Mädchen von 6 und 12%, Jahren, ein Kind von zwei Jahren in der Wiege. Als ich," schreibt der Beamte, den Arbeitgeber auf Rußland und der Türkei, d. h. zwei Ländern, in Und in der Nummer vom 17. Auguft der näm die traurigen Wohnungsverhältnisse aufmerksam machte, wollte in denen der Wille einer einzelnen Person noch maß- lichen National Zeitung" ist wörtlich zu lesen als er seine Frau ersuchen, sich die Verhältnisse anzusehen, um gebend ist, und jeder Schnupfen, jede Gemüthsaufregung redaktionelle Einleitung und Empfehlung der auch dann den Vaterländischen Frauenverein zur besagter Person einen Einfluß auf die Staatsgeschäfte von uns mitgetheilten Crispi'schen Polizei- Attentats- TeleUnterstützung der Familie au veranlassen, hat. Diese zwei Länder kann man aber kaum zu gramme: anstatt selbst hier hilfreich einzugreifen." den zivilisirten rechnen sie stehen so ziemlich auf Das ist fennzeichnend! Die Arbeiter so schlecht bezahlen, gleicher Stufe mit jenen primitiven Barbarenstaaten, wo radikalen der italienischen Deputirtenkammer an Wie berechtigt das von den Ultradaß fie verelenden, und ihnen dann Almofen nicht ein- Die Unterthanen niesen müssen, wenn der„ König" nießt, gefochtene energische Vorgehen Crispi's gegen Daß die Hausindustrie an stelle der Fabrikarbeit trat, die und sich stöhnend in Schmerzen winden, wenn er sich den die Anarchisten und deren Helfershelfer ist, Arbeitsverhältnisse der jugendlichen Arbeiter und Kinder sich Magen verdorben hat. Welcher Kontrast aber, wenn wir erhellt aus diesen Telegrammen!" also nur noch verschlimmerten, wird auch aus der Nadel- das deutsche Reich mit Staaten wie England und Vor 7 Tagen weiset das Blatt des höheren National industrie im Regierungsbezirk Arnsberg berichtet; im Kreise Frankreich vergleichen. Wie glatt ging voriges Jahr liberalismus nach, daß die anarchistische Gefahr, von Iserlohn find in dieser Weise etwa 600 Kinder unter 14 Jahren die Ersetzung des Staatsoberhaupts Perier durch das welcher Crispi Italien angeblich rettete, von der ita mit Einschnüren, Sortiren und Verpacken der Nähnädeln be Staatsoberhaupt Faure von statten. Kein Hahn krähte danach. lienischen Polizei künstlich gemacht war. Und schäftigt. Auch im Regierungsbezirk Aachen hat die Be- Ein Präsident war ausgezogen, ein anderer zog ein heute findet es gerechtfertigt, daß Crispi das italienische schäftigung von Kindern in der Hausindustrie in nicht unerheblichem Maße zugenommen. Es handelt sich nur der Name an der Hausklingel der Präsidentenwohnung Bolt fne belt, weil die italienische Polizei hierbei um das Aufnähen von Porzellantnöpfen und Hafen und wechselte. Und jetzt in England! Eine Regierung eine schuftige Anarchistentomödie auf. Defen auf Kartons." Etwa 800-1000 Kinder mit 400 Müttern hat abtreten müssen, eine andere ist an die Stelle getreten geführt hat. sind damit beschäftigt; die Preise sind winzig. - ein Regierungswechsel für ein Reich von über Welche Moral! Welche Logit! Und welche- GeMit dieser Beschäftigung verdiente z. B. eine Mutter 200 Millionen Menschen, für ein Reich, das die ganze Erde dächtnißschwäche! Das biedere Organ des Nationalliberalisnebst vier Kindern im Alter von 13, 11, 9 und 7 Jahren umspannt, und in dem die Sonne thatsächlich nicht untergeht. mus hätte doch wirklich noch einige Wochen warten gesollt, von morgens 8 bis abends 8 Uhr mit Ausnahme der Und der Wechsel so leicht, so selbstverständlich wie der bis etwas Gras über seinen Leitartikel vom 10. d. Mts. Schulstunden 86 Pfennige. In einem Falle brachten es Wechsel in der Besorgung einer Lokomotive. Der gewachsen war. Doch freilich diese Besten der Nation", 4 Kinder im Alter von 12, 10, 8 und 6 Jahren von und Maschinenführer fommit nachmittags 5 Uhr bis abends 11 Uhr zusammen auf die Maschine die der„ Edelſten" würdig sind, wechseln jeden Tag die 40 Pfennige! Ich habe an einem Orte von der Polizei- bleibt und funktionirt weiter. Wer spricht noch Gesinnung, und wissen, daß ihre Leute" nicht von anderem behörde erfahren, daß mitunter wöchentlich 50 Schul- von Lord Rosebery? Die Leitung der Geschäfte Stoff sind, wie sie selber. versäumnisse vorkamen, die im wesentlichen auf ist in anderen Händen, und auf diese anderen Hände wird Gegnerische Argumentation. Aus dem Umstand, diefeRinderbeschäftigung zurückgeführt werden vom Volk aufgepaßt ohne Angst, ohne Erregung. Die daß die etwas formwidrig was unter den Umständen mußten. Ohne Frage leidet hierbei die förperliche Maschine ist so gut, daß auch ein schlechter Maschinen- freilich wohl zu begreifen ist erfolgte Reise des Genossen und geistige Entwickelung der Kinder in meister sie nicht verderben, und die Aufsicht ist so ütgenau zu Engels' Leichenbestattung unter den Dorthohem Maße. Es muß jedoch hervorgehoben werden, daß die Arbeit leicht und nicht gesundheitsschädlich ist. Der Miß- gut, daß ein schlechter Maschinenmeister nicht lange munder Genossen zu einer kleinen Auseinandersehung ge= stand liegt in der Ueberanstrengung der Rinder am Posten sein kann. Und bei uns im Deutschen führt hat, veranlaßt die Redaktion des Leipziger Tageblatt" bis in die späten Abendstunden, so daß ihnen nicht Reich, das sich, im sich, im Gegensatz zu den unstäten zu folgender Bemerkung: nur Zeit zum Spielen, sondern leider auch die erforder. parlamentischen Ländern einer festen" Regierung rühmt, Der Vorgang wirft ein bezeichnendes Licht auf die Hyperbel, liche Nachtruhe fehlt. Der Unterhalt einer zahlreichen ist heute der Krakehl noch nicht zu Ende über den die Herr Liebknecht sich leistete, als er in einer Ansprache bei der Todtenfeier für Engls sagte:„ Klein ist die Zahl derer, die hier feligen Staates wie die paraguayische Republik einer wortkarg und man sah ihn ab und zu allein an der Rognat- am Sarge stehen. Wären alle im Körper anwesend, die es im ist. German Winterfeld hatte im großen spekulirt. flasche fißen, was man früher an ihm nicht gewöhnt gewesen London wäre nicht groß genug, sie alle aufzunehmen." Geiste find Millionen und Millionen wären hier, und ganz Dennoch war die allgemeine Stimmung und die war. Zu dieser Zeit stellten sich auch die ersten silbernen Aber was hat der Vorgang" denn mit den Gefühlen Beurtheilung seiner Person eine günstige. Man war Fädchen an seinen Schläfen ein. Er trug sich mit einem des Proletariats für Engels zu thun? Und enthält von ihm feine schmutzigen Geschäfte gewohnt, wie von Heer von Gedanken, die sein Haar bleichten. Deutschland allein nicht mehr als eine und dreiandern Unternehmern. Er hatte sich noch überall als ein Ein Finanzgenie, meine Herren, ist dieser Deutsche," viertel Millionen sozialistischer Reichstags- Wähler, d. h. Mann von nobelm Charakter gezeigt, dem man nirgendwo sagte Herr Francisco Fernandez öfters, aber er versteht genau ein Viertel sämmtlicher Reichstags- Wähler, was einer etwas Zadelnswerthes vorzuwerfen hatte; und so fam es, feinen Gewinn nicht richtig anzuwenden. Es wäre ein Bevölkerung von vielen Millionen Menschen gleichkommt? daß selbst die Personen, welche gefürchtet hatten und fürch- wunderbarer Bankrott geworden, wenn er nicht am Ende Engels ist aber nicht blos den Arbeitern Deutschlands geteten, bei ihm ihr Geld zu verlieren, ihn mehr bedauerten, auf solch elende Tölpeleien verfallen wäre. 20 Prozent storben. Und da soll es eine„ Hyperbel", d. h. eine Ueberals man zu erwarten hatte von Leuten, die ihre den Gläubigern, 10 Prozent den Richtern, 5 Prozent aller treibung sein, wenn von„ Millionen und Millionen" geErsparnisse daran setzen sollten für eine andere höchstens Spesen.... Der Rest wäre rein verdient gesprochen wird, die an Engels' Sarge getrauert! Person. Das Syndikat des Konkurses hatte hatte die wesen und alle Welt zufrieden. Unglaublich, meine Betreffs einer Bestimmung im Testamente von Bücher des Falliten noch nicht geprüft. Es war bei Herren,... und jetzt.. ich weiß es aus sicherster Quelle, geht alles in zur Beit unmöglich zu realisirenden Werthen, die essen will.. wird wohl Maniota tauen..." den weitverzweigten Geschäften desselben eine lange und daß Don German nicht so viel Geld besitzt, um sich eine Friedrich Engels schreibt unser Leipziger Parteiorgan; Die Asche unseres Friedrich Engels. Friedrich mühsame Arbeit, und so wogte zur Zeit noch die Meinung neue Hose zu kaufen, wenn die alte zerrissen ist; und Engels hat testamentarisch verfügt, daß die Urne mit seiner über den Ertrag der Konkursmasse hin und her. Die einen daß er morgen das Geld auf dem Markte der Asche ins Meer versenkt werde. Das war sein letztes Wort sagten, daß fast garnichts herausspringen würde, da fast Fleischverkäuferin schuldig bleiben muß, wenn er Buchero an uns. Dadurch hat er uns im Sinnbild gezeigt, daß sein Wirken vielleicht erst in zwanzig Jahren verkäuflich oder zins- Von diesen Vorgängen hatte Genovea keine Ahnung. und Denken das Produkt der Gesellschaft, der Geschichte und tragend werden würden, niedergelegt sei, andere erzählten German sagte ihr feine Silbe davon. In den letzten Tagen der Wissenschaft war, nicht aber bloßes Spiel physikalischer als ebenso sicher, daß jeder vollkommen befriedigt werden schien er mit irgend einem Entschluß zu kämpfen. Man Kräfte. Scheidend ruft er uns zu:" Euch gehör' ich: der Gesellwürde, wenn auch der Fallite ohne einen Pfennig heraus- sah es ihm an, daß er mit sich selber rang. Was wollte schaft, dem Klaffenkampf, dem Proletariat, nicht aber der gehen würde. er eigentlich thun! Mitunter lief er stundenlang in Ge- Erde, der Materie, die meinen Körper bildete!" Er, der durch sein Leben geistig im proletarischen Klassenkampf aufging, wollte An die Indianerin wurde bei diesen Unterhaltungen danken in seiner Stube umher; dann setzte er sich wieder nach dem Tode in der Geschichte aufgehen, daß nichts mehr in wenig oder garnicht gedacht. Die meisten kannten sie nicht, hin und starrte Dor sich. Mitunter betrachtete der Erinnerung bleibe, was ihn von der Gesellschaft törperlich und wer obenhin von ihr gehört hatte, betrachtete dieses er auch Genovea, die unausgesetzt und fleißig in trennte. Verhältniß als eine der hier so leichten Verbindungen; dem Hause thätig war. Sie war durch sein ungewöhntes Dem zum Trok foll aber, wie wir aus sicherer Quelle erirgend eine Farbige, die man laufen läßt, wenn man sie Gebahren in der letzten Zeit 10 eingeschüchtert fahren, die Absicht bestehen, Engels flar ausgedrückten Willen zu drei oder vier Wochen besessen hatte. Ländlich fittlich. Er geworden, daß sie ihn schon gar nicht mehr zu fragen durchbrechen und die Urne nicht ins Meer zu versenken! läßt sie laufen, und sie sucht sich einen andern, bis sie dann wagte, was er habe; ganz besonders, nachdem er sie bei Gewähr giebt es dann dafür, daß je ein Wille beachtet wird, Wenn nicht einmal dieser Wille beachtet werden soll, welche im Wechsel der Dinge in wenigen Jahren ein altes häß- einem solchen Versuch rauh und unwir sch angefahren wenn nicht die Thatkraft des Lebenden ihr Geltung verschafft? liches Weib geworden ist, die Schnaps fäuft und jeden hatte. Ihm mochte irgend etwas fehlen, er war vielleicht Wollte man das Vermächtniß von Mary verlegen, wie würde Morgen auf die Plaza kommt mit einer handvoll Manioka- unpäßlich, oder hatte irgend welchen Verdruß im Geschäft. da der lebende Engels dafür gekämpft und gerungen haben! wurzeln, um sie für einen Real zu verkaufen. Das mußte sich ja schließlich einmal geben und er mußte Aber Mary ist todt, ihm ins Nichts folgend, hinterläßt Engels Der bankrotte German Winterfeld wickelte sich übrigens wieder so werden, wie er früher gewesen. Männer sind oft teinen mehr, der ihn selbst mit gleicher Stärke vertheidigen wider alles Erwarten glatt und rasch ab. Und die opti- wunderlich und voller Launen, mehr wie die Frauen. Er tönnte! Kleingeift und Philisterduselei dürfen hier nicht den mistische Partei seiner Gläubiger behielt am Ende wirklich wird wieder heiter werden; seine Stirn wird sich glätten. Ausschlag geben. Dann aber ist es die Pflicht, vor allem der recht. Die Gläubiger verloren keine 15 Prozent ihres Er wird fie auf seinen Schooß nehmen, ihr Haar deutschen Arbeiterklaffe, dafür zu sorgen, daß der Wille ihres Kapitals. streicheln, fie dabei im Scherz ein kleines Stachelschwein Bortämpfers, ihres Heerführers bis in die kleinsten Einzelheiten vollzogen werde! Am meisten nahm der Konkurs ihn selber mit, den nennen und sie dann küffen. Alles wird wieder gut werden. Falliten. Der fäftige Mann begann blaß auszusehen und Nur Geduld. um seine Augen stellten sich böse Falten ein. Er wurde ( Fortsetzung folgt.) Hände weg! dieser Ruf wird, dessen sind wir überzeugt, einen mächtigen Wiederhall finden in der deutschen Sozial demokratie. Deutsches Reich. " Das fleritale Schulgefet ist nach heftigen Auftritten in der Kammer mit 81 gegen 52 Stimmen in zweiter Lesung angenommen worden. Frankreich. es ist alles Tnser Leipziger Parteiorgan hat es unzweifelhaft sehr| Auch die Bossische Beitung" geist nicht mit den Beiträgen, cut gemeint, allein es hätte doch besser gethan, sich auf welche die Gefunkenheit des deutschen Liberalismus illustriren. Seine sichere Quelle" nicht allzusehr zu verlassen. Hätte die fichere Quelle" sich an sicherer Quelle, d. h. bei den mit find so erbärmlich, daß sich schon die ausländischen Regierungen - Die Zustände in den deutschen Ziegeleien Ausführung des Engels'schen Testaments betrauten Per- ins Mittel legen müssen, um für ihre Landesangehörigen einen sonen erkundigt, so würde die sichere Quelle" gefunden besseren staatlichen Arbeiterschutz zu verlangen. Daraufhin werden aus Paris unterm 15. August: Es nüht nichts: die herrschens - Gegen den Chauvinismus. Man schreibt uns haben, daß sie sehr schlecht unterrichtet war; und eine jetzt 3. 28. von den sächsischen Behörden über die in der Provinz den Klassen und deren Syfophanten, die Patriotler von hüben Sensationsnotiz wäre unterblieben, welche in so schreiendem beschäftigten ausländischen Arbeiter Ermittelungen angestellt, be- und drüben, mögen die Sozialisten hier wie dort noch so sehr Gegensatz zu der schlichten Einfachheit steht, die Engels den belgischen Arbeiter. Denn die belgische Regierung hat Klage Berbrechen stempeln, fie bald als Waterlandslose, bald als Landes fonders über die in den Ziegeleien beschäftigten jugendlichen befehden, deren Internationalismus zu einem noch so großen Wunsch eingab, sich jedem Personenkultus zu entziehen. darüber geführt, daß die in deutschen Biegeleien arbeitenden verräther bezeichnen, sie mögen alle nationalen Vorurtheile noch Unser Leipziger Parteiorgan kann unbesorgt sein jugendlichen Personen aus Belgien schlechte Behandlung zu er so sehr umschmeicheln, noch so sehr anzufachen suchen, um das der Wille unseres Friedrich Engels wird vollstreckt leiden hätten, überangestrengt würden und sichtlich verwahrlofien. Broletariat sprungbereit zu machen, sich auf den Ruf des Herrenwerden, und die, welche damit betraut find, bedürfen ebenso Daraufhin ist verfügt worden, daß fernerhin in deutschen Ziege- thums gegenseitig anzufallen und zu zerfleischen wenig pathetischer Ermahnungen, als sie den frivolen Vor- leien nur folche jugendliche belgische Arbeiter beschäftigt werden vergeblich. Weit entfernt, mit ihren verbrecherischen Abwuf des„ Kleingeistes" und der" Philisterduselei" verdienen. dürfen, die in Gemeinschaft mit ihren Eltern arbeiten; andere fichten durchzubringen, schließen fie δας Band, das Und zum Schluß kein Hände weg!" wohl aber ein sollen ausgewiesen werden. Ein befferer Arbeiterschutz und die Proletarier aller Länder, und insbesondere das Ruf zum Bewußtsein der Pflichten des Augenblicks. Geben eine angemessene staatliche Aufsicht über die Ziegeleibetriebe, die Proletariat Frankreichs und Deutschlands brüderlich umschlingt, hinsichtlich der Arbeiterverhältnisse zum theil aller Beschreibung wir den Feinden nicht das Schauspiel eines Gezänks um die spotten, wäre jedenfalls besser, als die Ausweisung der nur noch enger. Das zeigt nicht nur die Antwort, die der„ BorAsche unseres todten Führers!*) wärts" in seiner Nummer vom 13. Auguft den Berliner jugendlichen ausländischen Arbeiter. Neuesten Nachrichten" zu theil werden ließ, die ihn des LandesDer Trompeter von Gravelotte. Sie haben verrathes ziehen, weil er den Krieg von 1870/71 einen bruderTod und Verderben gefpieen, wir haben es nicht gelitten." So mörderischen nannte, das zeigt auch der in der heutigen Nummer - 3um Boykotturtheil des Reichsgericht 3. hebt Freiligrath's Sang vom Trompeter von Gravelotte an und der Petite Republique" vom Genossen Henri Turot gezeichnete Die Münchener Allgemeine Zeitung" schreibt, daß froß der jedes Winkelblatt druckt die Verse dieser Tage ab, um von seinem Artikel: Es lebe der Frieden!" der eben die Antwort des Judikatur des Reichsgerichts in den juristischen patriotischen Wohlverhalten Beugniß abzulegen. Ob aber auch Vorwärts" zur Grundlage hat. Anknüpfend an diese AntKreisen die Meinungen über die Anwendbarkeit nur einer der gemäfteten Radaupatrioten, welche wein und wort, die er vollständig wiedergiebt, schreibt nämlich Turot: des§ 360 Biff. 11 Str.-G.-B. auf den Boykott rührfelig das Freiligrath'sche Gedicht lesen, des Helden dieses Wie werden die opportunistischen und reaktionären Blätter diese noch immer auseinandergehen. Nicht mit unrecht Liedes selber, des Trompeters Bintebant von den Halber- stolze Erklärung aufnehmen? Werden sie sich den deutschen hat man gesagt, daß die Weise, wie die Bestimmung über den städter Kürasfieren gedenkt? Behn Jahre nach Gravelotte hat Reptilen anschließen, um die dortigen Sozialisten zu brandgroben Unfug nachgerade zum Mädchen für alles gemacht werde, die Gartenlaube" für eben denselben Binkebant gebettelt, marken? Unmöglich, nicht wahr? Werden sie also die Sprache sicherlich der ursprünglichen Absicht des Gesetzgebers nicht ent- damit der inzwischen schwindfüchtig gewordene arme Teufel nicht des Vorwärts" nach ihrem Geschmacke finden? Wenn ja, dann spreche. Zudem ist der Begriff des Boykotts noch sehr un- perhungere. Das dankbare Vaterland, das den ordens- fragen wir fie, wie sie sich entrüsten können, wenn sie in dem bestimmt, und es wird zugegeben werden müssen, daß ein besäten Generalen Hunderttausende hinwarf, muß also für den Munde französischer Sozialisten Worte des Friedens und der öffentliches Interesse, ihn in allen Fällen einfachen Trompeter nicht viel übrig gehabt haben. Möglicher Brüderlichkeit gegenüber unseren deutschen Freunden finden? bestraft zu sehen, feineswegs vorhanden ist. weise wäre der besungene Held elend am Wege verlottert, wenn Und Brincaré, dieser fleine zäntische Ralfaktor, der mangels an Talent Was in weiten Kreifen als dringendes Bedürfniß sich nicht irgend ein Gutsbesizer in Sachsen, der anscheinend den sich darauf beschränkt, den Ministern des Kaiserreiches an Niedertracht empfunden wird, ist, daß der Boytott als Mittel zur Patriotismus nicht allein im Munde führte, des Armen an- gleichzukommen, wird sich vielleicht in dem Ergusse seiner sozialistenUntergrabung der bestehenden Ordnung un genommen hätte. feindlichen Diatriben beengt fühlen. Was liegt uns übrigens schädlich gemacht werde. Dazu bedarf es eines befon. an den albernen Deklamationen niedriger Komödianten des deren Eingreifens der Gesezgebung. In der so Politiker, die ein Interesse daran haben, den Haß zwischen den Patriotismus? In Frankreich wie in Deutschland giebt es genannten Umfturzvorlage des letzten Winters, wie sie von der beiden Ländern zu nähren. It's nicht die beste Garantie der Regierung eingebracht war, befand sich eine Bestimmung, welche fapitalistischen Ausbeutung. Uns genügt es zu fonstatiren dem Bedürfniß wenigstens einigermaßen hätte genügen fönnen. Auch wurde anfangs eine Erweiterung der Vorlage durch eine und die Erklärung des Vorwärts" ist entscheidend daß all ausdrückliche Regelung der Boykottfrage viel erörtert. Der Die erste Nummer be3, Sosialist" ist heute, diesen Bemühungen ungeachtet die Völker die Machinationen der schließliche Ausgang hat aber gezeigt, daß eine zweckmäßige Sonnabend, erschienen. Das Blatt erscheint achtfeitig, wovon zwei Herrschenden immer mehr und mehr durchkreuzen, daß der Krieg Gesetzgebung in dieser Richtung mit dem gegenwärtigen Seiten als literarische Beilage bezeichnet werden. Als Verleger zeichnet den Kulturvölkern mit jedem Tag verhaßter erscheint und daß Reichstage überhaupt nicht zu erreichen ist. Infolge Gustav Landauer, 3. 3. Bregens; Verantwortlicher ist Oskar der Tag kommen wird, an dem der Wille der Arbeiter ihnen dessen sehen sich sehen sich die Regierungen die Regierungen in der Wizke und gedruckt wird das Blatt bei W. Siebenmard, Berlin O, den endgiltigen Frieden aufzudrängen wissen wird, unter dessen 3wangslage, bie Sicherung der bestehen Frankfurter Allee 105. Daß der Sozialist" sich gleich in seiner Schirm das internationale Proletariat wirksam an seiner Beden Ordnung mit den vorhandenen Mitteln, ersten Nummer mit uns befaßt und auf uns schimpft, ist zu freiung wird arbeiten können." fo gut es irgend gehen will, zu versuchen, brauchen. Sonst ist der Inhalt so zahm, daß, da mittlerweile selbstverständlich, als daß wir dies besonders hervorzuheben und es dürfen sich darüber am wenigsten diejenigen diejenigen wundern, welche ihnen geeignetere Mittel grundfäßlich ver auch der Herr Staatsanwalt Benedig von hier versetzt worden weigern. Wenn diese Leute der Ansicht gewesen sind, daß ihr ist, dem Organ für„ Anarchismus- Sozialismus" hoffentlich ein überwältigender Eieg" in der Umsturzkampagne den Regierungen recht langes Leben beschieden ist. allen Muth zu einem energischen Vorgehen gegen die sozialreroIntionäre Propaganda nehmen würde, so mehren sich erfreulicherweise die Anzeichen, daß sie sich verrechnet haben." Die Tarife auf dem Nord- Ostsee- Kanal sollen im Winter noch um 25 pCt. erhöht werden. Der Werth des Kanals leidet jetzt schon unter den zu hohen Tarifsägen, er wird durch die neueste bureaukratische Maßregel nicht gewinnen. 13 " Italien. Anarchistische 3. Nach einem Privattelegramm aus Wir wollen sicherlich nicht aus diesen Ausführungen schließen, Ancona sind daselbst zwei Personen verhaftet worden, welche daß dieses berühmte Urtheil des Reichsgerichts bestellte Arbeit man für die Ansiister der am 16. d. M. in dem Haufe des fein könnte. Daß aber dem Schreiber obiger Beilen diefe französischen Konsuls erfolgten Bombenexplosion hält.Auffaffung zugemuthet werden kann, geht aus dem ganzen Ge dankengang hervor. boten worden. Holland. Belgien. betreffend die Abänderung der Bolltarife; gleichzeitig wird ein - Das Journal offiziell" veröffentlicht das Geset Rundschreiben des Direktors der Bölle veröffentlicht, nach welchem dieses Gesetz vom Montag den 19. b. M. in traft gesezt werden soll. -W England. Im Unterhaus wir über irische Dinge debattirt. Das Amendement Redmond's und das Bufaßamendement Dillon's betreffend die Regelung der Landreform und die industrielle Lage wurde jenes mit 248 gegen 113, dieses mit 257 gegen 128 Stimmen abgelehnt. Die Regierung benutzt ihre erdrückende Majorität. = Spanien. Cosas d'Espana- Spanische Dinge, das heißt Wirrnisse, Bürgerkrieg. Der Ausdruck ist im Lauf der Jahrhunderte sprichwörtlich geworden, und er scheint wieder zeit gemäß zu sei. Ein Telegramm meldet: Wie tief muß übrigens die deutsche Jurisprudenz gesunken Unser holländischer Korrespondent schreibt uns: In Nr. 187 des -Arbeiterschuß- Gesetzgebung in Hollant. Der Bimetallismus fputt auch in England in sein, wenn in einer juristischen Abhandlung offen empfohlen Borwärts" wird eine Notiz gebracht über die Ernennung eines einigen agrarisch veranlagten Köpfen. Ein Telegramm meldet: werden darf, Gesetze gegen den Geist des Gesetzgebers auszulegen. Ausschusses, der die Aufgabe hat, Maßregeln zu einer AltersSavingny, wohl der größte deutsche Jurist und auch einmal und Invaliden- Versicherung der Arbeiter zu be- welche einer Münzreform günstig gesinnt sind, hielten gestern London, 17. Auguft. Die Mitglieder des Unterhauses, preußischer Minifter, sprach schon vor mehr als 80 Jahren von rathen und vorzuschlagen. Die Notiz tlingt etwas zu optimistisch. Nachmittag eine Versammlung ab und beschlossen, eine Gruppe dem Mangel des Berufes unserer Zeit für Gefeßgebung und Der 25 Mitglieder zählende Ausschuß ist nicht aus allen politischen zu bilden, welche die Ginberufung einer internationalen Münz Rechtswissenschaft. Giebt es heute feinen Juristen, der die und religiösen Richtungen zusammengesetzt. Für so liberal halte fonferenz vorschlagen soll. Die Konferenz würde sich mit der Offenheit und den Muth besitzt, von dem mangelnden Beruf man unsere liberale" Regierung nicht. Rein einziger Sozial- Grörterung der Mittel zu beschäftigen haben, durch welche den unserer Zeit für Gesetzgebung und Rechtsprechung zu demokrat ist in die Kommission ernannt worden, was sogar in Uebelständen abgeholfen werden kann, welche aus den Fluktuationen schreiben? nicht sozialistischen Blättern gerügt wird. Die beiden Arbeiter, und dem steigenden Werthunterschiede zwischen Gold und Silber - Sächsisches aus Baden. Aus Straßburg i. E. welche Gnade gefunden haben in den Augen Augen der sich ergeben. wird uns telegraphirt: Die zu Sonntag, den 18. August, Regierung, find die Vorsitzenden zweier auf katholischem Die Nachricht ist natürlich ohne jegliche Bedeutung; England im Dorfe Neumühl bei Kehl in Baden anberaumite Ver und orthodox protestantischem Standpunkte fichenden und von ist das Land der Steckenpferd Ritter und auch für eine Eisenbahn sammlung, wo Bebel seinen Straßburger Wähfind dieselben Bereine, welche die Arteitgeber mit Streitbrechern ja die vier Millionen Dollars alle gemacht werden, mit denen Priestern verschiedener Gattung überwachten Arbeitervereine. Es auf den Mond wären dort Leute zu finden. Außerdem müssen Iern über seine Thätigkeit im Reichstag Bericht versehen, und die einzigen fortschrittlichen" Vereine, welche sich die amerikanischen Eilbertönige die Silberagitation vergolden. erstatten sollte, ist auf grund von§ 4 und§ 11 des der Agitation für Wahlrechts Ausdehnung, die jetzt von allen Bemerkenswerth- und von uns schon erwähnt ist, daß badischen Vereinsgesetzes vom 21. November 1867 verfortschrittlichen Parteien gemeinsam vorbereitet wird, entziehen. während der jüngsten Wahlkampagne die englischen Silberlinge Auch befinden sich in diesem Ausschuß Gegner jeder Arbeiter- oder Silberlings Agitatoren sich in bezug auf ihr Steckenpfperd § 4 des badischen Vereinsgefeßes Tautet: Vereine, welche schutz Gesetzgebung. Der Auftrag, den der Ausschuß erhalten mäuschenstill verhielten, sie wären sonst von der eigenen ben Staatsgefeßen oder der Sittlichkeit zuwiderlaufen, welche hat, ist derart formulirt, daß die ganze Sache wenig verheißend ist. Partei in eine Zwangsjacke gesteckt worden. Und sie werden den Staat oder die öffentliche Sicherheit gefährden, können auch jetzt nicht Ernst machen, außer soweit es sich um die Ver durch das Ministerium des Innern verboten werden. Ein solches pulverung der 4 Millionen Dollars handelt. Verbot erstreckt sich zugleich auf einen vorgeblich neuten Verein, Ein Jubiläum. Die belgischen Arbeiter feiern Die Toryregierung bereitet sich auf alle welcher aber mit Rücksicht auf die Entstehungszeit, die Mitglieder, in diesen Tagen das zehnjährige Jubiläum ihrer Organisation. die verfolgten Zwecke u. f. f. fachlich als der alte sich darstellt. Die belgische Arbeiterpartei" wurde auf dem Kongreß von Eventualitäten vor. Angesichts der verwickelten internationalen § 11 lautet: Jede Voltsversammlung tann aus Antwerpen gegründet, der 1885 vom 14. bis 16. August Lage ist folgendes Telegramm nicht ohne Bedeutung: den in§ 4 angegebenen Gründen, oder wenn bei derselben die tagte. Auf diesem Kongreß, an dem unser braver Volders, London, 17. Auguft. Eine eingehende Besichtigung in den Vorschriften dieses Gesetzes nicht eingehalten werden, von der damals in der Fülle der Kraft, hervorragenden Antheil nahm, Regierungsmagazinen ergab, daß die Vorräthe an Pulver, Staatspolizeibehörde zum voraus verboten oder nach dem Zu- wurde endgiltig mit dem anarchistischen Phrasenkram auf Munition und kordite sehr niedrig sind. Die Vorräthe fammentreten vom Vertreter der Polizei aufgelöst werden. geräumt und die Arbeiterbewegung in Belgien auf den Boden werden sofort vermehrt werden. Es ist klar, daß die Heranziehung dieser beiden Parades wissenschaftlichen Sozialismus erhoben. graphen auf den vorliegenden Fall nur so paßt, wie die -Von der Korruption in Belgien giebt folgender Fauft aufs Auge, denn weder läuft die sozialdemokratische Bericht ein anschauliches Bild. Man bemüht sich jetzt in dem Organisation, um die es sich doch nur handeln kann, den frommen, unter klerikalem Einfluß stehenden Lande dem Volke badischen Staatsgesehen noch der badischen Sittlichkeit zu Gitte" beizubringen. In den herrschenden Klassen sind diese durch pfäifische, reaktionäre Schulgefeße Religion, Ordnung und wider. Baden ist jetzt einfach der süddeutsche Versuchs- schönen Dinge jedoch nicht zu Hause; dort graffirt die Korruption versuchte in Chovar bei Segorbe einen Putsch. Die Zivil Madrid, 17. August. Eine Bande von 25 Republikanern ballon der preußischen Reaktion, deren Etappe Straßburg und die Gaunerei in demselben Maße, wie in andern Kultur garde verfolgte die Bande. In mehreren Städten, bes von der Sozialdemokratie erstürmt wurde und nun um ländern. In Heyst Brügge sollte ein großer Hafen gebaut fonders Alicante, macht sich eine republikanische Bes jeden Preis zurückerobert werden soll. Teshalb wird ver- werden für 34 Millionen Franks. Es wurde ein Wettbewerb wegung bemerkbar, ohne daß derselben irgend welche Be hindert, daß Bebel in Straßburg auftreten soll, deshalb ausgeschrieben, aus dem der Franzose Coifeau aus Baris und deutung beizumeffen wäre. hat die„ befreundete" badische Regierung jegt dafür fein Geschäftstheilhaber, der Belgier Cousin, als Sieger hervor. Welche Bedeutung der Schilderhebung• denn um eine gesorgt, daß ihn die Straßburger Wähler auch jenseits des gingen; fie erhielten den Zuschlag. In der gestrigen Kammer- folche handelt es sich offenbar beizulegen ist, darüber entfreien deutschen Rheins" nicht hören können. Mit dem Abg. Declercq als Berichterstatter des Kammerausschusses empfahl volt. Seit Jahren herrscht in Spanien vollständige Anarchie, fizung fam dieser Hafenbau zur Sprache und der Brügger klerikale scheidet nicht die spanische Regierung, sondern das spanische felben Rechte", wie heute Bebel in Baden mundtodt ge in schwungvoller Rede die Genehmigung des Hafenbaues. Der und der Cubanische Aufstand hat, indem er toloffale Ausgaben macht werden soll, kann das morgen unsern badischen Antwerpener Vertreter Delbeke und der sozialistische Anseele nothwendig machte, die Unzufriedenheit des ausgepreßten Volks Parteigenoffen geschehen. Für sie ist daher das Verbot traten mit argen Enthüllungen hervor und erklärten überein vermehrt und, indem er alle irgend verfügbaren Truppen aus eine ernste Mahnung, alle 3 wiftigkeiten stimmend, daß es bei dem ganzen Wettbewerbefehr dem Lande zog, die Machtmittel der Regierung wesentlich ver zu begraben und alle Kräfte zusammen unfauber" zugegangen sei. Anseele bezeichnete die ganze mindert. Die Lage ist also jedenfalls sehr kritisch. zuraffen, um sest geschlossen den Ansturm der immer Geschichte als ein fleines Panama"; er erklärte tecker auftretenden Rückwärtser zu bestehen. Die badischen richterstatter Declerq felbft an dem Unternehmen betheiligt sei und das erwies sich sofort als wahr- daß der Be Landtagswahlen bieten die nächste Gelegenheit, um und Attien besitze. Nachdem der Zuschlag erfolgt, habe die Konftantinopel gemeldet: Die Botschafter Englands, Rußlands 3ur Armenierfrage wird unterm 17. b. M. aus der Regierung zu zeigen, daß sie auf dem Holzwege ift, Regierung die Bedingungen des Pflichtenheftes zu gunsten der und Frankreichs überreichten der Pforte eine Kollektivnote der wenn sie meint, den Sozialismus zu unterdrücken, indem sie Unternehmer geändert; ihnen z. B. gestattet, die Erdarbeiten mit drei Mächte, in welcher ausgeführt wird, wie die Mächte die das freie Wort Knebelt. 40-45 Centimes zu bezahlen, die bei der Verdingung mit bisherigen unklaren Zugeständnisse der Pforte auffaffen und wie 80 Centimes festgestellt worden waren. Zu gunsten der neu- sie sich die Ausführung dieser Zugeständnisse denken. Des gebildeten Aktiengesellschaft, welche die Hafenarbeiten ausführen weiteren werden diejenigen Reformen präzisirt, auf deren Anfoll, werde der Staat um 10 Millionen Francs geschädigt. Der nahme die Mächte das Hauptgewicht legen, unter diesen die geMinister der öffentlichen Arbeiten De Bruyn bestritt alle An- mischte Kontrollkommission und die Wahl der Mudirs durch schuldigungen, aber beide Abgeordnete blieben bei ihren Behaup- die Bevölkerung. Die Kollektivnote bezweckt augenscheinlich, tungen. Die Brügger Gesellschaft, welche die Eisenarbeiten für die Pforte zu einer bestimmten Antwort und zu einer endgültigen den Hafen ausführen soll, bat zu Aktionären die Herren Declercq, Stellungnahme in der Reformfrage zu veranlassen. Coufin und Coiseau, wie Mitglieder der Kommission, welche die eingegangenen Gesuche bei der Verdingung prüfte. Es sind Unfauberfeiten vorgegangen, über welche die Kammerfizungen noch Auch in Amerika regen die Irländer sich wieder. weitere Aufklärungen bringen werden. Das wird aber nicht Bekanntlich wohner. in den Vereinigten Staaten mehr Irländer hindern, daß die klerikale Mehrheit die Vorlage annimmt, um als in Irland selbst. Ein Telegramm meldet: das Ministerium zu stützen. Der bayerische Ratholitentag liegt der protestantenvereinlichen Bossischen Zeitung" schwer im Magen. Sie findet kein Wort des Zadels über die kleinliche Maßregel der bayerischen Verkehrsverwaltung, die den Theilnehmern am Katholikentage die Stellung von Sonderzügen verweigert hat. Sie erklärt diesen Vorgang damit, daß der bayerische Hof von der Abhaltung des Katholikentages in München wenig erbaut ist. " *) Damit erledigt sich auch die alberne Vermuthung" der Tante Voß, daß der Widerstand" gegen die Ausführung des Letzten Willens unseres Genossen Engels feine Stätte in der sozialdemokratischen Parteileitung hat". " Türkei. Amerika. Pittsburg, 16. Auguft. Eine unter dem Vorsitze des Mayors hier abgehaltene Versammlung von 5000 Vertretern Der Borstand der Landesorganisation veröffentlicht irischer Gesellschaften West- Pennsylvaniens nahm eine Resolution eine Erklärung, wonach die von ihm geplante 2andestonje an, in welcher die Anwendung von Gewalt behufs Förderung renz vorläufig nicht abgehalten wird, da sich eine größere Zahl der Sache Frlands, sowie die Bildung eines geheimen Revolu Mitgliedschaften dagegen erklärt hat. tionskorps befürwortet wird und welche die Irländer zugleich auffordert, angesichts der Kriegsaussichten in Europa sich zu bewaffnen, um einen Schlag gegen den Erbfeind führen zu fönnen. Partei- Machrichten. Agrarprogramm. Im Sozialdemokratischen Wahlverein Gewerkschaftliches. An die Schäfte- Arbeiter Berlins! Die Verhältnisse in unferem Gewerbe haben sich in den letzten Jahren immer unden er Waldschlößchen- Brauerei, indem sie den Ar- arbeitslos. Die Löhne, die wir uns im vorigen Jahre erkämpft Das gegebene Wort brach die Verwaltung der Dres. günstiger gestaltet. Ein großer Theil unserer Kollegen ist beitern ihren Park nicht zur Verfügung stellte. Jetzt ist der haben, werden nicht mehr bezahlt. Tabei nehmen die Klagen Militärboykott aufgehoben worden, der über die über lange Arbeitszeit und schlechte Löhne immer mehr zu. Brauerei verhängt war, als ihre Lokalitäten den Arbeitern zur Kollegen und Kolleginnen! Alle diese Uebelstände konnten in Verfügung standen. dieser fast unerträglichen Weise um sich greifen, weil unsere Aus Altona wird dem„ Hamburger Echo" berichtet:„ Der Berufsgenossen der Organisation gleichgiltig gegenüber stehen. in Fürstenwalde wurde am 16. August die in der vorherigen Schriftstück zugegangen, nach welchem die Vorstände der Sozial- ihrer Berufsgenossen zu vertreten, vermag nichts zu erreichen, und hiesigen Staatsanwaltschaft ist ein mit„ Löhn" unterzeichnetes Das kleine Häuflein derjenigen, die bemüht sind, die Intereffen Versammlung abgebrochene Debatte über das Agrarprogramm demokratischen Vereine von Altona und Ottensen sich schwerer fann sich gegen die Uebermacht der Fabrikanten nicht wenden, fortgesetzt. Timm aus Berlin kritisirte in seinem einleitenden Vortrage die von der Agrarkommission vorgeschlagenen Punkte. Bergehen schuldig gemacht haben sollen und ihre sofortige In- wenn nicht ein jeder dafür sorgt, daß unsere Organisation zu der Die übrigen Redner sprachen sich sämmtlich gegen die Vorschläge haftirung beantragt wurde. Man höre und staune: Die Be- Macht gelangt, die zur Durchführung befferer Lohn- und Arbeitsaus. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen:„ Die schuldigten haben nach den Mittheilungen in dem Geschäft verhältnisse nöthig ist. Deshalb möge jeder der Organisation, Die nächste Ver Versammlung erklärt das von der Agrarkommission aufgestellte von Auer u. Ko. polizeiliche, gerichtliche und staatliche dem Verein der Schäftebranche, beitreten. Programm für unannehmbar, da es den proletarischen Klassen- Formulare anfertigen lassen. Zu welchem Zweck, das fanimlung findet am Sonnabend, den 24. d. M., abends 9 Uhr, charakter der Partei verleugnet und verschleiert, übrigens die im mögen die Götter wissen. Die gefälschten Formulare bei Wernau, Rosenthalerstr. 57, statt. J. A.: Otto Dittmer. Interesse der ländlichen Arbeiter liegenden Forderungen bereits in dem sollen bei den Mitgliedern der Vereine geheim aufbewahrt An die Maler, Lackirer und Anstreicher Deutschlands! bisherigen Programm zum Ausdruck gebracht sind. Die Versamm fich da ein Anonymus mit ihr gemacht hatte- der Unterzeichner& altenstein, Rumforf, Petersen und Weise haben werden. Die Staatsanwaltschaft nahm den albernen Spaß, den Ueber die Werkstätten von 2a dewig, Falter, Rott, lung erwartet deshalb, daß der Parteitag zu Breslau die vor des Schriftstücks ist nämlich nicht aufzufinden geschlagene Ergänzung des Parteiprogramms ablehnen werde." für ernft auf die Wiener Kollegen die Sperre verhängt. Wir warnen die Im Sozialdemokratischen Volksverein für Hahnerberg, die auf die Bereine bezughabenden Utensilien nachzusehen und diese ihre Arbeitskräfte stets aus Deutschland beziehen. Ferner und beauftragte die Polizeibehörde, bei den Vorstandsmitgliedern deutschen Kollegen, bei diesen Firmen in Arbeit zu treten, da Kronenberg und Umgegend( Regierungsbezirk Düsseldorf) eventuell Haussuchungen vorzunehmen. Mit welchen Gefühlen besteht der Werkstellenstreik in Wien noch fort, weshalb der kam der Referent Gewehr aus Elberfeld zu dem Schluß, daß die Polizeibeamten wohl den Auftrag entgegengenommen haben Buzug nach Wien durchaus zu unterlassen ist. Gelder zur Unterder ganze Entwurf nach jeder Richtung hin als verfehlt betrachtet mögen? Doch sie mußten ihn ausführen, und so hatten die füßung find an Unterzeichneten zu senden. Der Vorstand der werden müsse und daß man überhaupt auf ein besonderes Agrar- Vorsitzenden und Kassirer das Vergnügen, sich von zwei Polizei- Vereinigung der Maler, Lackirer, Anstreicher und verwandten programm in der einen oder anderen Form verzichten solle. beamten über die Sache inquiriren zu lassen. Von einer Haus Berufsgenossen Deutschlands. Dieser Standpunkt fand den Beifall der Versammlung; nur in fuchung nahmen die Beamten Abstand, weil sich dazu auch nicht Memelerstr. 61. H. Wentker, Berlin O., Beziehung auf die Grundsteuerfrage entstand zwischen Gewehr der geringste Anlaß bot." und Scheres chewski eine Meinungsverschiedenheit. FolAlle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. gende Resolution wurde einstimmig angenommen:„ Die Versamm Kur in der Heilanstalt des Orthopäden Hessing in Göggingen fabrit von A. Stille in Stockholm in Schweden nicht in Personalien aus der Partei. Einer mehrmonatlichen Instrumentenmacher werden ersucht, in der Instrumentenlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten Genossen bei Augsburg wird sich von Ende nächster Woche ab der Partei- arbeit zu treten, da diese Firma eine Arbeiter- Aussperrung vorGewehr solidarisch und erhebt ganz entschieden Widerspruch gegen den Agrarprogrammentwurf im allgemeinen als auch gegen die genoffe v. Bollmar unterziehen. einzelnen Punkte desselben. Die Versammlung hält unter den jezigen Verhältnissen auch zur Agitation auf dem Lande das : Erfurter Programm für ausreichend und der Partei weit dienlicher, als die von der Agrarkommission in Vorschlag gebrachten Aenderungen des Programms." . . Todtenliste der Partei. In Augsburg ist der Schneidermeister Josef Müller nach 9 jähriger Krankheit durch den Tod von seinen Leiden erlöst worden. ist. Soziale Mebersicht. " genommen hat. Niedermeyer, etwa 40 Mann, die Arbeit niedergelegt. Die Firma In Stettin haben die Erdarbeiter der Firma Götz 1baut die Wasserleitung von Weigennest nach Züllchow. E3 wurde bisher ein Stundenlohn von 25 Pf. bezahlt. Da die Arbeit sehr beschwerlich ist die Arbeiter müssen bis ans Knie im Wasser stehen, glaubten diese einen Stundenlohn von 30 Pf. beanspruchen zu können. Der Unternehmer ließ die Arbeiter lieber gehen, als diese Kleinigkeit zuzulegen. Hoffentlich findet er nicht andere Arbeiter, die für 25 Pf. ihre Gesundheit opfern. Jm Sozialdemokratischen Verein für den 4. sächsischen Reichstags- Wahlkreis( Dresden- Neustadt) verneinte der Referent 1- ber erbarmungslos schlechte Behandlung von Landtags- Abgeordneter Kaden die Frage, ob der Entwurf, der Kohlenzichern auf Seeschiffen ist oft genug in der Presse beeine Richtschnur für die Agitation und für unsere Vertreter in richtet worden, sodaß folgende Mittheilung der Zeitung Das den Parlamenten sein solle, geeignet sei, uns zu stärken. Einige Bolt" schon wahr sein fann. Das Blatt schreibt: Punkte seien an sich ganz gut und schließlich auch durchführbar, Auf dem Schiffe des Norddeutschen Lloyd,„ Kaiser Wilhelm", man habe sie aber den Genossen in den einzelnen Bundesstaaten verschwand auf der Reise von New- York nach Gibraltar- Genua, In Ober Barkan bei Glogau in Schlesien haben die am und Gemeinden zu überlassen. Auf keinen Fall gehörten sie ins ungefähr Anfang März 1895, am dritten Tage nach der Ab- Kasernenbau beschäftigten Maurer die Arbeit eingestellt, Parteiprogramm. Sie würden es nur belasten. Soweit durch fahrt ein Kohlenzieher. Manche glauben, daß dieser Deutsche, weil sie täglich eine Stunde länger arbeiten sollten, als dort die Programmpunkte die Verstärkung der Gewalt des gegen- in Bremen angemustert, aus Verzweiflung über Bord gesprungen üblich ist. wärtigen Klaffenstaates vorauszusehen sei, müßten wir uns auf das Vier Wochen später ist auf derfelben Stelle ein auf der Der Gerberstreik in Harburg ist auf grund folgender entschiedenste dagegen wenden. Ein großer Theil Forderungen Wache des dritten Maschinisten Blank befindlicher jugendlicher Vereinbarung zwischen den Lederfabrikanten und der Streif feien bürgerlich. Mit Rücksicht auf alle diese Einwendungen sei Kohlenzieher zu grunde gegangen. Er hatte sich wegen einer fommission beigelegt: 1. Die Gerberei Arbeiter verpflichten sich, zu erklären, daß der gegenwärtige Entwurf nicht zu unserem Brandwunde am Arm krank gemeldet. Er lag in der Koje und die Arbeit bei einer 10% ftündigen Arbeitszeit wieder aufzu= Nutzen gereiche. Die Parteigenoffen des 4. Krcises hätten daher wurde von dem dritten Maschinisten aufgefordert, an die Arbeit nehmen. 2. Die Lederfabrikanten verpflichten sich, vom 1. Januar die Verpflichtung, ihre Delegirten zum Parteitag zu beauftragen, zu gehen. Hat er nun dieser Aufforderung nicht gleich zugestimmt, 1896 ab die 10 stündige Arbeitszeit einzuführen. 3. Maßregelungen daß diese in den Ruf einstimmen: Fort mit diesem Agrar oder ist sonst eine Veranlassung dazu gewesen, genug, der finden nicht statt. programm- Entwurf! Gegen den Entwurf sprachen noch acht Maschinist soll ihn gleich oben mißhandelt haben. Als der Kranke Redner; nur zwei meinten, daß einige Vorschläge ganz wohl ins in den Heizraum fam, warf er ihn auf die heißen Platten und Programm aufgenommen werden könnten. Zum Schluß bemerkte begoß ihn, als er ohnmächtig geworden war und in den Kohlender Referent Kaden, die Agrarkommission möge aus der Dis bunker gebracht werden mußte, mit einem Strahl falten Salzsee: kussion über die Vorschläge lernen und ihre Thätigkeit noch nicht wassers. Einige Stunden darauf war der Mißhandelte eine Leiche. Diese wurde um 5 Uhr morgens, während der dritte Im Arbeiter- Bildungsverein in Gera erklärte der Referent Maschinist Wache hatte, in das Meer versenkt. Es wurde Leven, das Agrarprogramm laufe in seinen Hauptzügen darauf ein Heizer, der in gerechter Entrüstung den dritten hinaus, bie Grundbefizer in ihren wirthschaftlichen Interessen zu Maschinisten als Mörder darstellte, indem er ihm die Worte heben und das könne nur zum Schaden der Arbeiterklasse geschehen. zurief: Wenn der jetzt stirbt, sind Sie der Mörder", in Es verwische den Klassencharakter unserer Bewegung. Unsere Retten, die Hände auf dem Rücken, geschlossen und in das WaschAgitation auf dem Lande habe sich vornehmlich an die Land- haus für Männer gebracht. Auf der dritten Reise sprang werden. Bezüglich der kleinen Grundbefizer glaube er, daß diese aus der Bucht über Bord. Wie man mir erzählte, ist dieser arbeiter zu richten, diese müßten zum Klassenbewußtsein gebracht Robert Neuner aus Nürnberg bei Gibraltar bei der Ausfahrt durch ihre wirthschaftlichen Verhältnisse doch zu uns getrieben Fall in das Tagebuch gar nicht eingetragen. An demselben Tage, würden, sobald sie einen Einblick in die Entwickelungsgesetze der wo Neuner in das Wasser sprang, suchte ein junger Mann heutigen Produktionsweise erlangten. Danach müsse auch die von 17 Jahren auf einem Kohlenlichter an das Land zu entAgitation auf dem Lande betrieben werden. Die großen Grund- kommen, wurde aber von Spaniern zurückgebracht. Er war ein besitzer würden wir niemals gewinnen, da diese das größte Inter- Freund des Neuner und wollte sich aus Furcht vor Miß effe an der Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Zustände hätten. handlung vom Schiffe entfernen." Er müsse sich also im großen und ganzen dem Agrarprogramm gegenüber ablehnend verhalten. Wetterlein sprach sich über den Entwurf ebenfalls ablehnend aus. beenden. Eine Konferenz in Großsteinheim, an der auch Galm aus Seligenstadt theilnahm, beauftragte den Delegirten zur hessischen Landeskonferenz, zu erklären, daß die Orte des Agitationsbezirts Steinheim mit der Aufnahme der Agrar bestimmungen in das Programm nicht einverstanden sein könnten. Galm bemerkte, der Agitationsbezirk Seligenstadt habe ebenfalls eine ablehnende Stellung eingenommen; er ſei als Delegirter jenes Bezirks beauftragt, diese ablehnende Haltung auf der Landeskonferenz in Pfungstadt zu motiviren. Stellung genommen werden soll. Vor dem Seemannsamte in Genua soll dann den Heizern bei ihrer Entlassung mitgetheilt worden sein, daß das Vor tommniß mit dem verbrannten Kohlenzieher bereits der deutschen Staatsanwaltschaft überwiesen sei. Bisher hat man nichts gehört. jedoch von irgend welchen Schritten in dieser Angelegenheit 0 180 Ausständigen ist ein großer Theil abgereist, so daß noch Der Leipziger Steinfegerstreik dauert fort. Von den 97 am Orte weilen. Von diesen sind 77 Familienväter mit 169 Kindern. Die Meister haben auf das Schreiben des Streiffomitees immer noch nicht geantwortet. Die Polizei schenkt den Streifenden die größte Aufmerksamkeit. Unter anderem hat sie den Vorsitzenden der Organisation sowie einen Streifenden auf einen Zwischenruf gethan hat. Der Zuzug ist gering und die das Polizeiamt bestellt, weil dieser in der letzten Versammlung wenigen Zugereisten entfernen sich nach erlangter Information wieder von Leipzig. Ein Bahnbeamter, Rohrbach, Weichenſteller an der Dresdener Bahn, benutzt seine freie Zeit, um die Streifenden arbeitet, hat er noch im Orte Stunz bei Leipzig eine Arbeit an der Dresdener Bahn, benutzt seine freie Zeit, um die Streikenden zu schädigen. Außer daß er bei dem Steinsetzmeister Conradi im Umfange von 1000 Quadratmetern zur Ausführung übernommen. Die Ausständigen beschlossen deshalb am Freitag in einer Versammlung, bei der Direktion der Dresdener Bahn vorstellig zu werden. Weiter wurde beschlossen, den Streik fortzufetzen, bis alle Forderungen bewilligt find. Der Maurerstreik in Hof ist nach ziemlich vierwöchiger Dauer durch Vergleich beendet. Jeder Maurer erhält 2 ẞf. Stundenlohn mehr als früher, die Arbeitszeit ist um eine halbe Stunde verkürzt, Maßregelungen dürfen nicht vorkommen. In Halle a. S., Flensburg, Plauen i. V. dauert der Streik der Bauarbeiter fort, weshalb Zuzug nach wie vor auf's allerstrengste fernzuhalten ist. unter Depelthen und lehte Nachrichten. Effen a. d. R. Schröder, Meyer, Gräf, Beckmann, Jmberg, Meineids für schuldig befunden. Wilking wegen wissentlichen Meineids, Thiel wegen fahrlässigen fubventionirt wird, ist es um so dringender nöthig, daß Da der Norddeutsche Lloyd vom Deutschen Reiche bald Aufklärung gegeben wird, wie sich die Sache verhält. Einen von D. Regensburger in Fürth ist ausgebrochen, da der Der angekündigte Streik der Arbeiter der Wollweberei Anhalt dafür, daß die Schilderung des„ Bolt" den Thatsachen Unternehmer einige Mitglieder des Ausschusses, der ihn um Ab entspricht, haben wir in einer Kritif, die der Hamburger Hafen- ftellung der Uebelstände( u. a. unpassende Behandlung durch den arzt Dr. Nocht über die Lage der Heizer und Kohlenzieher der Werkführer) ersuchte, entließ, welches Schicksal zwei andere ArHandelsmarine veröffentlichte. Die Sozialdemokratie Ost und Westpreußens hält Selbstmorde unter diesen Leuten ist ungewöhnlich hoch. Er fagt:„ Die Zahl der beiter, die er als Heger" bezeichnete, theilen mußten. Sonntag, den 8. September, in Rönigsberg i. Pr. einen Wenn einer mitten in Die Banarbeiter in Stanislau haben ihren Streit geder Arbeit plötzlich Lebewohl Parteitag ab, auf dem insbesondere zum Agrarprogramm sagt, von den Feuern hinweg an Deck eilt und über wonnen. Alle ihre Forderungen sind bewilligt, darunter der Zehnstundentag. Bord springt, so mag man dies auf eine augenblickliche BerDie Sozialdemokratie des Kreises Coran hielt in worrenheit infolge der Einwirkung der Hize beziehen. Für Ein Theil der ausständigen Schneider New Yorks hat Gassen eine Konferenz ab, auf der die Orte Forst, Berge, andere Fälle mag zugegeben werden, daß es sich um verunglückte die Forderungen bewilligt bekommen. Im Streik verharren noch Sorau, Linderode, Seifersdorf, Benau, Laubniß, Marsdorf, Gristenzen handelt, die moralisch und körperlich zu grunde 6000 Hosenarbeiter. Goldbach, Schönwalde, Albrechtsdorf, Guhlen, Koyne, Eulo, gerichtet an Bord kommen. Es bleiben aber noch aufNohsdorf, Safro, Grabow, Tscheeren, Zilmsdorf, Tauchel, fallend viele Selbstmorde an Bord Gaffen und Kunzendorf durch zufammen 31 Delegirte vertreten diesem Personal übrig, die durch solche Ver waren. Gegen die vorjährige Konferenz waren diesmal 6 Orte hältnisse nicht erklärt werden." mehr vertreten, was für den guten Fortschritt der Agitation in diesem Kreise spricht. Die Konferenz nahm einstimmig eine das Justizministerium gesprochen und dadurch das Schicksal des Aus Zwickau wird uns geschrieben: Nun hat endlich auch Resolution an, worin die Form der Parteiorganisation im Kreise Sächsischen Bergarbeiter Verbandes, der seit Sorau als die unter den gegebenen gesetzlichen Verhältnissen zwanzig Jahren besteht und an 18 000 Mitglieder hat, besiegelt: Der Staatsanwalt beantragte gegen Schröder 21/2, Meyer, praktischfte bezeichnet und ferner erklärt wird, daß er muß liquidiren. Die oberste Behörde des Landes hat Gräf 31/2, Jmberg, Beckmann, Wilking 3 Jahr Zuchthaus; gegen das Programm der Partei in feinem ersten Theile die in ihren Entscheidungsgründen bald dem Oberlandesgericht, bald sämmtliche Angeklagten 5 Jahr Ehrverlust. Thiel 8 Monate Ge Ziele der Bewegung des Proletariats sowie die Ur- dem Amtsgericht Recht gegeben und ist dabei auch zu den fängniß. fachen derselben in einer flaren und verständlichen, der selben Schlußfolgerungen gekommen. Der Vertrieb der Zeitökonomischen Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft entschrift Glückauf" auf Verbandskosten, die Haltung dieses Blattes Tas Urtheil des Gerichtshofes lautete gegen Schröder, sprechenden Weise zum Ausdruck bringt und man der Ueber- und die versuchte Ausbildung der Zahlstellen zu Zweigvereinen Meyer, Gräf, Beckmann, Jmberg, Wilting dem Antrage des zeugung sei, daß nur durch Verwirklichung der Besißnahme sollen Verstöße gegen§ 72, Absatz 2 des Sächsischen Staatsanwalts entsprechend. Gegen Thiel 6 Monate Gefängniß. fämmtlicher Produktionsmittel die Unterdrückung des Menschen Genossenschafsgesetzes sein, die angeblich die Auflösung rechtdurch den Menschen aufgehoben werden kann." Weiter heißt es: fertigten." Eine tausendköpfige Menge erwartete den Urtheilsspruch mit Die Kontroll Rommission des gemaßregelten " In Erwägung dessen empfiehlt die Konferenz, in der Agitation Verbandes hat zur Wahl einer Liquidationskommission eine Ge- außerordentlicher Bewegung. nur solche Forderungen zu stellen und zu vertreten, welche generalversammlung einberufen, die am 22. September in dem daß durch die sozialdemokratischen Arbeiter Ruheftörungen vorWiener Neustadt, 17. Auguft.( B. H.) Da man befürchtet, eignet sind, die Macht der Arbeiter zu heben und Macht deri Besitzer der Produktionsmittel zu schwächen. Die nehmigt wird, hängt immer noch von der Polizeibehörde ab. tommen fönnten, ist die gesammte Gendarmerie des hiesigen Be die Lokal Bur Beche" in Hohenstein stattfinden soll; ob sie geKonferenz tennt nur eine Arbeiterklasse und ist der Ueber- Das fast 100 000 m. betragende Vermögen ist zum theil in zirks konzentrirt worden. zeugung, daß eine künstliche Trennung der Industrie- und Land- Hypotheken angelegt, die nun gekündigt werden müssen, woarbeiter in unserem Programm in den Reihen der Genossen Verdurch wirrung anrichte, und spricht die Hoffnung aus, daß das tommen. Aber was scheert das die Behörden? Wie aus dem Agrarprogramm auf dem Breslauer Parteitag Amtsblatt zu ersehen, ist dem evangelischen Arbeiter nicht zur Annahme gelange." verein zu Zwickau die Eintragung in das GenossenschaftsSächsische Landtagswahlen. Der Parteigenosse August Register und das Recht, mit anderen Vereinen in Verbindung zu Reimer hat das Mandat für den 14. ländlichen Wahlkreis treten, wie den gleichnamigen Vereinen zu Kirchberg und Lugau, ( Amtsgerichts- Bezirke Brand und Sayda) niedergelegt. bis auf Widerruf gestattet worden. Diese Schooßkinder der Aus Baden. Zur Landtagswahl find bis jetzt in Regierung, werden sich aber trotzdem die Sympathie der großen 6 Bezirken Kandidaten unserer Partei aufgestellt, und zwar in Masse der Bergarbeiter nicht erringen können. Die Bergleute Freiberg F. Haug, in Karlsruhe Land Ad. Geck, in bleiben Sozialdemokraten und werden dies der Regierung bei Durlach Ad. Geck, in Pforzheim H. Stroh, in Man den kommenden Landtagswahlen beweisen. heim A. Dreesbach und A. Geiß, in Weinheim G. Pfeiffle. In Schwegingen wird die Aufstellung einer Kandidatur in den nächsten Tagen geschehen. viele kleine Leute in Belgrad, 17. Aug.( W. T. B.) Auf grund der im Pozarevazer für den Gesundheitszustand der serbischen Schweine günstig ausBerlegenheit Kreise vorgenommenen strengen Besichtigung der Schweine, welche gefallen ist, hat der Minister des Aeußeren der österreichischungarischen Regierung eine Note zugestellt, in welcher die Auf bebung der Grenzsperre, die Anordnung fünftiger sanitärer Besichtigung an den Grenzorten und die freie Durchfahrt serbischer Schweine verlangt wird. In Fürth erhaiten nun auch ledige Personen wieder die billigeren Arbeiterbillets. Die neulich gemeldete entgegengesetzte Maßnahme ist aufgehoben worden. " Paris, 17. Auguft.( W. T. B.) Die Agence Havas" will wissen, daß die französische Regierung den italienisch- tunesischen Handelsvertrag zu kündigen beschlossen habe. Paris, 17. Auguft.( W. T. B.) Dem Vernehmen nach dürfte Frankreich außer dem italienischen auch die Meistbegünstigungsverträge Desterreich- Ungarns und Englands mit Tunis tündigen, Verantwortlicher Redakteur: Mag Pfund in Halensee. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 192. Tokales. Zur Lokalliste. Den Mitgliedern der Lokalkommissionen von Berlin und der Umgegend zur Nachricht, daß die nächste Lokalliste am Sonntag, den 25. August, erscheint und daß Aenderungen und Neuaufnahmen bis spätestens zum Donnerstag, den 22. Auguft, bei dem Unterzeichneten angemeldet sein müssen. Gleichzeitig werden die Mitglieder der Lokalkommissionen von Berlins Umgebung um Einsendung ihrer genauen Adresse ersucht. Im Auftrage der Lokalkommission Berlins: Karl Scholz, Wrangelstr. 32, Sonntag, den 18. August 1895. nicht fehl, wenn man bei dem Herrn Professor vorausseßt, daß er ganz die gleiche Konsequenz der Gesinnung dem Neffen des Onfels gegenüber an den Tag gelegt hat. Hier ist die kleine Kriegserinnerung": " " 3wei Melodien auf einen Text. V 12. Jahrg. Auf ihr Gesuch um die Verleihung einer städtischen Verfassung ist die Gemeinde Rixdorf jetzt vom Landrath des Kreises Teltow aufgefordert worden, einen Nachweis zu führen, daß sie im stande sei, die ihr als Stadtgemeinde erwachsenden finanziellen Kosten zu tragen. Mit der Aufstellung eines solchen Nachweises ist eine Kommission betraut worden. " Reich oder er wird Den Wählern des 1. Berliner Wahlkreises gewidmet von Rutschte, Korporal im geistigen Leibregiment." Zu dem Projekt der elektrischen Ringbahn zwischen Wer von beiden, Friedrich Wenn ein ganz hervorragen- Berlin und den südlichen Vororten hat auch der Hausbesitzer( der Große) oder der ihm so des Feldherrntalent, wie der erste verein„ Süden" an den Polizeipräsidenten, sowie an den Magistrat bald erwachsene Nebenbuhler in Napoleon, zum Krieg geboren und die Stadtveroroneten von Berlin eine Eingabe gerichtet, in fast jeder Art des Ruhmes, der und erzogen, der Soldat des welcher gebeten wird, bei Feststellung der Trace dieser Bahn im Achtung, Charlottenburg! Listen zur Einzeichnung für erste Napoleon, auf dem blutigen Konvents, auf den Trümmern Berliner Weichbilde für die Strecke zwischen dem Blücherplaz Die Barteiſpedition liegen an folgenden Stellen aus: Bredlow, Kriegs- Schachbrett der größere der blutig untergegangenen Ge- und Rixdorf zu bestimmen, daß dieselbe unter Mitbenutzung der Augsburgerstr. 78; Niemann, Lutherstr. 50; Schmidt, Ansbacher Meister war; wer der feinere sellschaft mit dem Degen sich Pferdebahngeleise in der Blücherstraße durch die Urbanstraße ge straße 48; Röhr, Goethestraße, Ecke Leibnizstraße; Hohmut, Spieler mit den Karten der emporkämpfend, Krieg um jeden führt werde. Des weiteren weist der Berein auf die besonders Krummeſtr. 19; Beyer, Wallstr. 96; Wernicke, Wilmersdorfer Diplomatie und der geschicktere Preis rühmlichstem Frieden vor- schlechte Verbindung vom Süden nach Treptow hin und bittet, ftraße 39; Sellin, Scharnftr. 16, Eingang Wilmersdorferstraße; Staatsbaukünstler; wer der zog, so hatte er die Entschuldi- die Genehmigung des Projektes so zu beschleunigen, daß auch der Lehrer, Bismarckstr. 74; Wilfe, Wallstr. 63; Kolbow, Grün- raschere richtigere Denker, ja wer gung, die der Tiger hat: er ge- Süden Berlins noch rechtzeitig eine zweckentsprechende Straßenstraße 14; Wolter, Magazinstr. 15; Gimpel, Osnabrückerstr. 28; der beffere Dichter, ob in seinen horchte den nie gezähmten ge- bahn- Verbindung zur Gewerbe- Ausstellung erhalte. Görke, Wilmersdorferstr. 46, vorn 4 Tr., und beim Spediteur poetischen Episteln Friedrich oder meinschädlichen Trieben seiner Scharnberg, Wilmersdorferstr. 124, Hof 3 Tr. Der Krach in der antisemitischen Volkspartei, der seit in seinen Tagesbefehlen Napo- mächtigen Organisation, und als langem drohte, ist nun thatsächlich eingetreten. Es hat sich jetzt Als letztes Opfer der Gummischlauch Affäre ist gestern, leon; wer zuletzt das von der Tiger im Käfig endete er."( S. 12.) unter dem Namen„ Antisemitischer Freiheitsverein" eine Organi Sonnabend, unser Kollege Robert Schmidt nach P10 Ben Natur am höchsten begabte Genie.... Aus Hrn. Paul Lan- fation fonftituirt, welche die freiheitlichen Antisemiten umfaßt, see marschirt, um die fünf Monate Gefängniß, die und wer, um diese Gaben zu ver: frey's Buche kann jetzt jeder die denen die„ reaktionäre Wirthschaft", wie man sich ausdrückt, Brausewetter am 9. Mai vorigen Jahres gegen ihn ausgesprochen, werthen, günstiger gestellt war, Einsicht schöpfen, welche Kenner unerträglich geworden ist. In der ersten Versammlung, die von dort beim Rumfutsch und unter der üblichen harten Behandlung der im Purpur geborene oder der jener Vorgänge stets besaßen, dem Freiheitsverem der Name ist ureigene Erfindung der abzufigen, die man hier von Amts wegen ehrenhaften Leuten im Sohn der Revolution: darüber daß zwar die ersten Siege der Sozialitären", der Anhänger Eugen Dühring's einberufen Lande der Frommen und Freien zu theil werden läßt. läßt sich nach wie vor streiten republikanischen Heere das Werk wurde, kamen erbauliche Dinge über das Walten des volksWas hat Schmidt gethan, um nach Plößensee zu kommen? und wird die Meinung meist da eines großartigen Volts Auf- parteilichen Verbandsvorstandes zur Sprache. Für die Agitation Wir glauben, daß nichts agitatorischer für unsere Sache nach sich richten, ob neben des schwunges waren und in Europa foll trotz der vorhandenen Mittel nichts gethan, die Opposition wirkt, als wenn wir gedrängt das Sündenregister unseres braven Gefragten Wiege Chodowiecki's vielfach mit lebhafter Sympathie durch verwerfliche Mittel mundtodt gemacht sein. Paasch sei Kollegen aus dem Munde des Staatsanwalts Dr. Benedix oder Charlet's Kriegs- Bilder begrüßt wurden, daß aber sehr nur infolge der prinzipienwidrigen Agitation( die Flugblätter hier wiedergeben. Der Förderer der königlich preußischen hingen, ob ihm Lenore oder die bald von alledem nichts übrig mit dem Motto: Mit Gott für Kaiser und Gerechtigkeit gab Schmidt zunächst das Zeugniß, daß er souvenir du peuple gesungen blieb, als auf niedrigen Miß find gemeint) im Kolberg- Rösliner Wahlkreise unterlegen. Man sich bei Behandlung der polizeilichen Ruhmesthat am wurden."( S. 5.) brauch der Uebermacht, teuflische warf den Leuten vom Vorstande vor, daß sie beabsichtigen, die Friedrichshain a m schwersten vergangen habe. Er( Voltaire in seiner Beziehung Arglist, nichtswürdige Heuchelei antisemitische Voltspartei zu gunsten der Reformer zu ruiniren. habe in einem Falle eine gewollte, fyftematische Auflehnung zur Naturwissenschaft. Feftrede gestützt, ein Raubsystem von Der in den Kreisen der Genossen von früher her bekannte Herr gegen das Gesetz begangen. Das sollte dem Redakteur nach in der Berliner Akademie ge- einer Frechheit, wie sonst nur teil that noch ein übriges. Er tadelte die Führer der antiWunsch und Willen des Staatsanwalts vier Monate einbringen. halten am 30. Januar 1868 von etwa die Spanier gegen Azteken femitischen Volkspartei darum besonders, weil sie die Juden nicht Auch habe er den Gummischlauch als das Symbol der Emil du Bois Reymond.) und Peruaner es übten."( S. 20.) rücksichtslos genug bekämpft haben. Die zoologischen Vergleiche, herrschenden Gesellschaft, als eine gesellschaftsrettende Kraft ge( Der deutsche Krieg. Festrede die Ahlwardt gewöhnlich anwendet, gehen ihm nicht weit genug; priesen. Für diesen bitteren Hohn" wären sechs Wochen Gein der Berliner Universität, ge- er will die Juden als Verbrecher besonders betont wiffen. Ahlfängniß angemessen. Der Leitartikel hingegen in der Nummer halten am 3. August 1870 von wardt der Große wird übrigens von den Freiheitsvereinlern" vom 19. Januar, der die Gummischlauch- Affäre behandelte, Emil du Bois- Reymond.) bereits zum alten Eisen geworfen. Man redete ihm nach, daß follte mit sieben Monaten bestraft werden; insgesammt wollte Jetzt schreiben wir 1895. Das Rückgrat deutscher Profefforen er jedenfalls in nächster Zeit wieder um des Geschäfts wegen" Herr Benedir das ganze in eine Gesammtstrafe von einem Jahre ist, wie überhaupt das Rückgrat der deutschen Bourgeoisie, in zu der deutsch sozialen Reformpartei zurückkehren werde. Der zusammenziehen lassen. Dabei unterlief Herrn Herrn Benedix zwischen noch um einige Grade gelentiger geworden. Antisemitismus wird reaktionär sein noch folgende klassische Erläuterung: Es tommt hier nicht sein. für die Beurtheilung der publizistischen Leistungen darauf an, Die Gleichheit vor dem Gesetz ist gar keine üble Sache, welche Richtung wird im politischen Leben von dem Blatte nur darf sie nicht blos auf dem Papier stehen. Darüber nach zum 15. August, in der Kellerwohnung des Hinterhauses SteinDrei Kinder sind im Verlaufe von acht Tagen, vom 8. bis vertreten? Denn derjenige, der sich im bewußten und gewollten zugrübeln haben die nichtreaktionären Bewohner Lichtenbergs, Gegensatz zum Gesetz befindet, wird sich leichter gegen das Gesetz wie schon so manches Mal, so auch neuerdings wieder Gelegen: Miether der Wohnung, dem Kutscher Otto Schröder, das megstraße 34 gestorben. Zwei der Kinder gehörten dem verfehlen, als derjenige, der gesetzlich lebt, und derjenige, welcher heit gehabt. Existirt da mitten im Dorf eine Gastwirthschaft dritte war die Tochter der bei Schröder einwohnenden Anna auf diesem Boden gewolltermaßen und systematisch mit dazu gehörigem Gärtchen und einer darin befindlichen offenen Franke. Sämmtliche drei Kinder sind ein Opfer des Stickgegen das Gesez verfehlt, ist härter zu strafen, Halle, deren Inhaber ein gar artiger Mann ist. Rummel nennt als der vorübergehend mit einer einzigen Un- er sich und gehört zu der nur noch kleinen Anzahl sonderbarer bustens geworden, dessen Gefährlichkeit verstärkt wurde durch die gefeglichkeit fehlende. entsetzliche 2uft und die Feuchtigkeit, die in der Heiligen, die noch für des Amtsvorstehers Röder Herrlichkeit Kellerwohnung herrschte. In den Räumen wuchert der Haus. Und wie lautet das Gesez im Polizeistaat nach den eigenen schwärmen. Gut konservativ wie dieser, gehörte er nicht zu den schwamm und das Wasser trieft von den Wänden herab. Worten des Herrn Benedix: " Liberalen", denen er den Rücken kehrte, nachdem er in den Rath Trotz alledem hat der Gigenthümer des Hauses es ist " Das Gesetz giebt einem Polizeibeamten der Gemeinde gelangt war. In dem Lokal dieses Herrn Rummel, der praktische Arzt Dr. Doll- der auf Anrathen des das Recht, wenn er angegriffen ist, die Waffe dem die zielbewußten Arbeiter und sonstige Leute längst den behandelnden Arztes ausgesprochenen Bitte des Miethers um zu ziehen und niederzuschlagen, wer ihm ent- Rücken gekehrt haben, giebt es nun zuweilen bis tief in die Nacht Entbindung von dem Miethskontrakt nicht nachgegeben; der Arzt. hinein einen Rummel, der den der Nachtruhe bedürftigen Um- und Hauswirth hat vielmehr zur Bedingung des verlangten AbDer Gerichtshof erkannte auf fünf Monate Gewohnern die Haare zu Berge treibt. Kein Hahn kräht danach, zuges gemacht, daß die Miethe bis zum Oktober dieses Jahres fängniß. Wie von der Kammer Brausewetter geurtheilt und kein Polizeimann merkt etwas davon. So war es auch ihm baar auf den Tisch gelegt werde. Glücklicherweise wurde wurde, laffen folgende Worte aus der Urtheilsbegründung erkennen: in der Nacht vom letzten Sonnabend zum Sonntag. Hoch veranlaßt, daß der Polizeilieutenant des zuständigen Schon der Ausdruck Polizisten, der blos gebraucht wird, wenn gingen in der offenen Halle die Wogen menschlicher 73. Reviers fich die Höhle, die zur Wohnung von Menschen man der Polizei etwas anhaben will, ein Ausdruck, der sich nicht dust, kräftig wurde dort unter den weit durch die Nacht eilenden 73. Reviers sich die Höhle, die zur Wohnung von Menschen fchickt, läßt erkennen, daß die Absicht der Beleidigung vor. Tönen der schönsten Musit das Tanzbein geschwungen, daß es Staunens voll über den Zustand der Wohnung; er erklärte, daß bestimmt war, gründlich ansah. Der Lieutenant war des liegt.. Aus der Ausdrucksweise wird niemand schließen, daß das nur so trachte". Dann ging es morgens gegen 4 Uhr auf die ihm ein so gesundheitsgefährlicher Raum als Gelaß für Menschen ein ernster Artikel ist, wo ein Mann seine Ansicht über das Wohl Straße, wo die Burschen und Mägdelein sich unter tollem Lärm noch faum vorgekommen sei, und versprach, für schleunige des Vaterlandes ausspricht, sondern ein Sohn auf alles, gegenseitig zu kriegen" suchten. Die umwohnenden Bürger Räumung der Höhle aus sanitätspolizeilichen Gründen Sorge was besteht und angemessen der Tendenz, die warfen sich unruhig während dessen auf ihrem Lager umher, diese Blätter haben. Der Gerichtshof hat bei der wüthend, daß sie um ihre Nachtruhe gekommen. Daß sich ihrer tragen zu wollen. Interpretation dieser Artikel selbstverständlich Rücksicht etwa einer der vielen, sonst so wachsamen Sicherheitsbeamten dem dolus eventualis zu operiren, mit einer staatsanwaltlichen Wie wäre es bei der jetzt so sehr beliebten Methode, mit genommen auf die Parteistellung des Angeklagten, dagegen angenommen, davon erfuhren sie trotz eifrigsten Nachforschens Anklage gegen den Hauswirth, in dessen gesundheitsgefährlichen bei der Bemessung der Strafe gar keine Rücksicht nichts. Stoff zu bösartigen Vergleichen bietet nun den Leuten, Räumlichkeiten binnen wenigen Tagen drei Menschenleben elend genommen, ob einer Sozialdemokrat, Fortschrittsmann oder aus deren Reihen schon Beschwerden, allerdings erfolglos, an Anarchist ist." die zuständige Behörde über den Rummel bei Rummel eingereicht 3 grunde gegangen sind? Es hat sich besonders glücklich gefügt, daß die Nachwehen worden sind der Umstand, daß unweit davon sich eine Gaft- Ein Feft in Mariaberg unter Leitung des Bruders des Gummischlauch- Prozesses, aus dem unsere Partei eine wahre wirthschaft, ein Verkehrslokal der Arbeiter befindet, dessen Wirth Heinrich, wird als Novität in einem Balllokal, wo die DemiFülle von Agitationsmaterial gegen die heutige„ Ordnung" der darauf bedacht sein muß, auf das pünktlichste um 11 Uhr Schluß Monde zweiten und dritten Grades sich zusammen findet, an Linge schöpfen sollte, sich so lange hinziehen. Gestern ist zu machen", will er nicht der Wachsamkeit eines Hüters des gekündigt. Aktuell sein, das ist die Losung für die Welt und Schmidt, nachdem das Reichsgericht das Brausewetter'sche Urtheil Gesetzes zum Opfer fallen. Gegen diesen hat auch schon einmal auch für ihre Karrikatur, die Halbwelt. bestätigt hat, in die Redakteurs- Heimstätte hineingegangen; am eine Klage des Amtsvorstehers auf Konzessionsentziehung ge17. Januar 1896, wenn sich die Großthat am Friedrichshain schwebt, die jedoch zu Wasser wurde; der Klage. Antrag wurde zum zweiten Male jährt, verläßt er Plögensee wieder. zurückgewiesen. Möge unser braver Rollege die harte Behandlung im Ge fängniß unter möglichst geringer Schädigung an seiner Gesundheit überstehen und als der tüchtige Kämpfer, der er bis heute war, in unsere Reihen wiederkehren! gegentritt." gewarnt hat, haben vielfach als Operationsfeld die öffentlichen Die Kinderfreunde, vor denen die Presse so wiederhol Anlagen ausersehen. Im Friedrichshain trieb sich vorgestern unglaublich erscheint, wird uns berichtet: Kommt da eines Tages gekleideter Mann herum, der allerhand Ulk verübte, um die AufUeber eine Thätigkeit der Berliner Polizei, die fast Nachmittag in der Nähe des Krankenhaufes ein älterer guts zu der Frau eines im vorigen Jahre verstorbenen Genossen merksamkeit der Kinder zu erregen, an die er nachdem Näschereien ein Herr, der sich als Kriminalbeamter vorstellt. Er erkundigt vertheilte. Als eines der Kindermädchen die Vermuthung ausKöniglich preußische Sozialreform. Die Zeitungen sich nach dem Lebenswandel eines früher dort in Logis gewesenen sprach, daß man es wohl mit einem der gefährlichen Kindermelden: Zum Besuch der Schlachtfelder und Kriegergräber des Schlafburschen. Letzterer habe außerhalb Stellung gefunden und freunde zu thun habe, gegen den polizeiliche Hilfe nothwendig deutsch französischen Krieges sind verschiedene Arbeiter der der Unternehmer, bei dem er jetzt in Arbeit stehe, habe sich um sei, verduftete der Mann plöglich. Spandauer Militärwertstätten, die an dem Feldzug theilgenommen Auskunft über dessen Lebenswandel an die Berliner Polizei haben, nach dem Elsaß abgereist. Jeder hat von seiner Direktion gewandt. Hauptsächlich sollte darüber Erkundigung eingezogen Preußische Sicherheitspolizei. Wie bedenklich es ist, für diesen Zweck eine Unterstützung von 75 und 100 M. erhalten." werden, in welcher Gesellschaft sich der Betreffende bewegt habe, die Polizeibeamten selbst bei außergewöhnlichen Vorgängen durch Wäre es für den Staat der Sozialreform nicht ehrenvoller ge- sowie„ ob er nicht auch etwa roth angehaucht sei". Da Bestimmungen in den Grenzen ihres Reviers, ihres Poftens, wesen, wenn er z. B. dem ausbeutungswüthigen Unternehmer- die Berliner Polizeibehörde nun feinen anderen Ausweg ihres jeweiligen Auftrages festzuhalten, erweist die dem„ Berl. thum ein besseres Beispiel in der Arbeiterbehandlung habe, ein entsprechendes Zeugniß zu erlangen, sebe sie Börsen- Cour." als verbürgt zugegangene Mittheilung, wonach gegeben hätte, als er gethan, und in der Konservenfabrik, wie in fich veranlaßt, Erfundigungen bei den früheren Wirths- nur durch derartige Rücksichten die Ergreifung des Mörders des ber Munitionsfabrit zu Spandau trotz der durch§ 137 der Teuten des Betreffenden einzuziehen. Der vorherige Logiswirth, Fräulein Schweichel in der Kolonie Grunewald gleich Gewerbe- Ordnung veranlaßten Einschränkung der Arbeitszeit um dessen Namen der Beamte nannte, hätte nur Gutes aussagen nach der That vereitelt sein soll. Einen in der Kolonie ein Zwanzigstel die Löhne nicht genau in diesem Maßstabe herab- können. Einen anderen Bescheid konnte unsere Gewährsperson wohnenden höheren Intendanturbeamten Herrn Geheimrath gefeßt, sondern sie auf der alten Höhe belassen hätte? U. A. w. g. auch nicht geben, sie hatte aber vergessen, sich des Beamten 2, hatte unmittelbar nach der Ausführung des Verbrechens Legitimation vorzeigen zu lassen. Sollte es wirklich zur Aufgabe sein Weg dorthin geführt, wo das Opfer noch blutend lag. Das Rückgrat eines deutschen Professors. Als wir am der Berliner Polizeibehörde gehören, für jeden beliebigen Unter- Inmitten neugieriger Zuschauer bemerkte Herr 2. auch drei 6. August die große Kriegsrede hervorgruben, die der nehmer Erkundigungen einzufammeln über das Vorleben der bei berittene Gendarmen in voller Uniform. Der Geheimrath trat Physiologe Herr du Bois- Reymond in seiner Eigen- ihm in Arbeit tretenden Arbeiter? Wir glauben, wenn wirklich höflich grüßend an die drei Beamten, die eifrig den Vorgang schaft als Rektor der Berliner Universität am 3. August 1870 die Polizeibehörde die Recherche veranlaßt hat, daß sie ihre besprachen, heran und rief aus:" Aber, meine Herren, was halten durfte, da warfen wir die Frage auf, ob der Mann, Beamten nüßlicher verwenden könnte, wie zur Genüge die in stehen Sie hier? Werfen Sie sich auf Ihre Pferde und jagen der so rabiat auf den meineidigen Friedensstörer in Paris zu lezter Zeit vielfach öffentlich gerügten Mißstände beweisen. Sie nach drei Richtungen dem Mörder nach! Er kann doch schimpfen wußte, wohl vor dem Kriege gewagt haben würde, dem nicht weit sein!"„ Wir sind hier zu einer Konferenz befohlen", lieben Bruder" König Wilhelms I. von Preußen auch nur Die Sprechstunden der Gewerbe- Inspektoren für Berlin entgegnete einer der Gendarmen, und dürfen nicht fort!" ein einziges der scharfen Worte entgegen zu schleudern, und Charlottenburg find wie folgt angefeßt: Die erste Gewerbe- Möglicherweise war es eine wichtige Konferenz, die die Beamten die ihm bei Beginn der dynastischen Feindseligkeiten in so über- Inspektion im Polizei Dienstgebäude auf dem Alexanderplat, in Anspruch nahm, aber wahrscheinlich würde eine Instruktion, quellender Fülle zu Gebote standen. 1 Treppe, Zimmer 138, ist Dienstags und Freitags von 121/2 bis die den Gendarmen gestattet hätte, in einem so dringenden Eine Antwort auf diese verfängliche Frage giebt uns ein 11/2 Uhr mittags, Donnerstags von 7 bis 8 Uhr abends, sowie Falle auch ohne Auftrag selbständiger einzugreifen, nüßlicher guter Freund unseres Blattes, indem er uns einen Ausschnitt jeden ersten und dritten Sonntag im Monat, im Sommerhalbjahr gewesen sein. aus dem Jahrgang 1870 der damals von Guido Weiß heraus- morgens von 8 bis 10 Uhr und im Winterhalbjahr von 12 bis Das Elend in Berlin. In den Straßen Berlins sind in gegebenen 8utunft" zur Verfügung stellt. Guido Weiß 2 Uhr, zur Vorbringung von Beschwerden u. f. w. geöffnet. den letzten Tagen wieder sechs Personen, fünf Männer und eine steut Auszüge aus zwei Reden des Herrn du Bois Reymond zu- Ganz diefelben Sprechstunden hat die dritte Gewerbe- Inspektion, Frau, hilflos aufgefunden und durch die Polizei dem Krankenfammen, von denen die eine vor dem Kriege, 1868, und die Lintstr. 22. Die zweite Gewerbe- Inspektion, Georgenkirchplatz 21, hause überwiesen worden. andere, eben die zitirte Brandrede, bei Beginn des Krieges ge- hält ihre Sprechstunden gleichfalls zu der gedachten Zeit ab, nur halten ist. Beide Belege find zwar nicht auf den dritten, mit dem einen Unterschied, daß dort am ersten und dritten sondern auf den ersten Napoleon gemünzt, aber man geht wohl Sonntag Winter und Sommer von 8 bis 10 Uhr geöffnet ist. " Verschwunden ist die 67jährige Wittwe S. aus der Großen Hamburgerstraße. Die alte Dame war am Mittwoch mit einer M Verth. Grieving: Nun antworten Sie auf die Frage mit Ja oder Nein. Münter: Ich kann es nicht wissen.( Bewegung.) Verth. Wallach: Zaun leiden Sie wohl an Gedächtniß. schwäche? Münter: Nein, durchaus nicht. Zeuge Kerkhoff bestreitet jede Beeinflussung. namhaft gemachten Personen zu laden und schließt die Verhand Der Gerichtshof beschließt, die beiden von Schmielowski noch lung um 10/4 Uhr abends auf Sonnabend früh 1/29 Uhr. Gerichts- Beitung. befreundeten Familie nach Rummelsburg gefahren und hatte sich| Ernst am Schluß der letzten Saison noch zu reussiren fuchte. I abends wiederum in Begleitung ihrer Bekannten nach dem Bahn- Das Haus war gut zur Hälfte besetzt und spendete der sich im hof begeben, wo die übrigen einen gerade bereitstehenden Bug alten Geleise bewegenden Aufführung den den gewohnheitsbestiegen, während Frau S. zurückbleiben mußte. Sie rief ihren mäßigen Beifall, an dent es an dieser Kunststätte bes Freunden zu, daß sie den nächsten Zug benutzen werde. Von tanntlich nie fehlt. Die Aufführung hielt sich, wie ehedem; diesem Augenblick an ist die alte Frau verschwunden. die alten Kräfte waren bis auf zwei geblieben und unter ihnen Von der Armendirektion wird uns zu dem vorgestern und Frische im Augenzwinkern hervor. Die Herren Tielscher, ragte, wie früher schon, Fräulein Jda Schlüter durch Anmuth geincloeten Falle des Möbelpolirers Maaß, dem die verlangte Be- Weiß und Kettner thaten so närrisch, wie es sich im Adolph erdigung seines todten Kindes verweigert sei, nunmehr mitgetheilt, Ernst Theater traditionell geziemt, und auch die Damen des daß Maaß selber überhaupt nicht bei dem mit ihm in demselben Chors hatten das fade nichtssagende Lächeln, welches sie immer Hause wohnenden Armenkommissions- Vorsteher gewesen sei. Am auszeichnet, getreulich in die neue Saison hinübergerettet. Zwei 13. August hatte die Braut des Maaß, die unverehelichte Ar- neue Kräfte, Herr Jürgas vom Lessing Theater und Fräulein beiterin Witte um Bewilligung des Armenbegräbnisses für ihr Sorten vom Residenz Theater gaben sich Mühe, die an dieser am 11. August verstorbenes Kind nachgesucht. Der Armen- Runststätte üblichen Manieren getreulich nachzuahmen. Man urtheilung erfolgt. Ein bettelnder Konditor wurde von einem Wegen Majestätsbeleidigung ist auch gestern eine Ver fommissionsvorsteher habe diesem Antrage stattgegeben, und so sieht, die Sache war recht langweilig.. fort die erforderliche Weisung ausgestellt. Die zur Erlangung Kriminalbeamten gepackt und soll aus Wuth darüber ein den des Armenbegräbnisses erforderlichen Maßnahmen seien von den Theater- Chronik. Opernhaus. Sonntag: Lohengrin. Raiser beleidigendes Wort ausgestoßen haben. Die Strafe lautete Betheiligten offenbar zu spät eingeschlagen worden; die Organe Anfang 7 Uhr. Lohengrin: Herr Otto Holdad( Antrittsrolle). wegen des Staatsverbrechens auf vier Monate Gefängniß, der Armenverwaltung treffe keine Schuld an der etwaigen Wer- Heerrufer: Herr Mitterlein, als Gast. Montag: Hänsel und außerdem wurde wegen Bettelns auf vier Wochen Haft sowie zögerung der Beerdigung. Gretel. Carneval. Dienstag: Cavalleria rusticana. Das goldene auf Ueberweisung an die Landespolizeibehörde erkannt. Kreuz. Anfang 7 Uhr. Mittwoch: Der Troubadour. Manrico: Herr Heinrich Bötel vom Stadt Theater in Hamburg. Luna: Nechtsanwalt Nadbyl- Oppeln hatten sich gestern die beiden Wegen Beleidigung des Zentrums Abgeordneten Herr Strathmann vom Stadt Theater in Mainz, als Gäste. Direktoren der Preußischen Renten- Versicherungsanstalt zu Berlin, Donnerstag: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Freitag: Tann Hartung und Engels, vor dem hiesigen Schöffengericht häuser. Anfang 7 Uhr. Sonnabend: Neu einstudirt: Der Postillon zu verantworten. Der Abg. Nad byl begründete im Abvon Lonjumeau. Sonntag: Die Afrikanerin. Anfang 7 Uhr. Montag: geordnetenhause einen auf die staatliche Beaufsichtigung der Die Meistersinger von Nürnberg. Anfang 62 Uhr.- Schauspiel Bersicherungs- Gesellschaften bezüglichen Antrag in einer längeren haus. Sonntag: Die Quizows. Montag: Wie die Alten fungen. Rede, welche das lebhafte Intereffe des Hauses erregte, denn der Dienstag: Nathan der Weise. Mittwoch: Ein Sommernachts- stenographische Sigungsbericht verzeichnet an vielen Stellen den traum. Donnerstag: Halali. Die stille Wache. Freitag: Don Zwischenruf Hört! Hört!" Die Rede enthielt scharfe Angriffe Garlos. Anfang 7 Uhr. Sonnabend: Der Revisor. Sonntag: gegen die Verwaltung der Preußischen Renten- Versicherungsanstalt. Wie die Alten fungen. Montag: Egmont. Anfang 7 Uhr. Der Redner fuchte nachzuweisen, daß letztere ihre statutenDas Deutsche Theater giebt in dieser Woche Wieder- mäßigen Versprechungen nicht erfüllt habe und daß aus ihren bolungen von Don Carlos" am Sonntag und am Freitag. Am Jahresberichten fein Mensch flug werden könne; der Redner Dienstag, Donnerstag und Sonnabend werden„ Die Weber" ge- geißelte dann besonders einzelne Poften des Jahresberichts, wie geben, welche am letzteren Tage die 100. Aufführung erfahren. 3. B. die Höhe der Agenturprovisionen, die Größe der AußenFür Mittwoch ist„ Das Lumpengefindel" angefeßt, für den nächst stände, die Verhältnisse des der Gesellschaft gehörigen Rittergutes, folgenden Sonntag, Der Kaufmann von Venedig"." Die Weber" welches sie bei der Zwangsversteigerung hatte erwerben müssen, eröffnen auch wieder am nächstfolgenden Sonntag die Nach ferner eines auf gleiche Weise erworbenen Hauses zc. 2C. mittagsaufführungen zu ermäßigten Preisen, welche nunmehr in Rede gipfelte in dem Schlußsaß, daß, wenn ein Privatder früheren Weise regelmäßig an allen Sonntagen fortgesetzt mann in solcher Weise wirthschaftete, dessen Verwandten bewerden. Im Lessing- Theater wird der französische antragen würden, ihn unter Kuratel zu stellen, da er nicht Wir schrieben damals: Nimmt man aber an, der Darlehns: Schwant., Cherchez la femme" am Dienstag, Donnerstag und im ftande sei, die Folgen seiner Handlungsweise zu übersehen." fucher hätte die gewünschten 300 Mart wirklich erhalten, so hätte Freitag wiederholt. Am Montag findet eine Aufführung von Gegen diese Anschuldigungen erließen die Angeklagten ein er für drei Monate 31 Mart 50 Pfennig( 7 Mart Informations- Niobe" in Verbindung mit Ludwig Fulda's einaktigem Lust Flugblatt Zur Abwehr". Sie widerlegten darin Punkt für gebühr, 20 Mart Provision und 4 Mart 50 Pfennig Binsen, im fpiel inter vier Augen" statt. Am Mittwoch wird Die Punkt die Anschuldigungen des Abg. Nadbyl und wiesen nach, ganzen also nicht weniger als 42 pet. per anno zahlen müffen. Schmetterlingsschlacht" gegeben, während für den Sonnabend daß dieselben völlig in der Luft schwebten und gänglich haltlos Diese Mittheilung stimmt auch heute noch, trotz der Be- dieser Woche eine Novität angekündigt wird und zwar das vier- seien, da der Jahresbericht durchaus den gesetzlichen Erforder= richtigung des Herrn Buchholz; sie wird durch die eigene Mit aftige Schauspiel Mariana" von José Echegaray, in welchem niffen entspreche und jedem, der überhaupt. einen Geschäftsbericht theilung dieses Herrn, daß für die von ihm vermittelten Ge- Marie Reisenhofer die Titelrolle spielen wird. Am nächsten zu lesen verstehe, teinerlei Zweifel über die Verhältnisse schäfte bis 8 pt. pro Jahr in Rechnung fommen, sogar noch Sonntag gelangt Mariana" zur ersten Wiederholung. Die der Anstalt lasse. In dem Flugblatt wurde das Bebahin erweitert, daß die Darlehnssucher bis zu 44 pet. per anno Uebergabe des Berliner Theaters an Herrn Direktor dauern darüber ausgesprochen, daß ein Abgeordneter, der Der erhaltenen Darlehnssumme zu zahlen haben. Der feine Prasch hat gestern stattgefunden. Herr Direktor Prasch beginnt durch ein besonderes Privileg gesetzlich geschüßt sei, ohne Unterschied zwischen einem Geldverleiher und einem Geld- die neue Saison mit" Penthesilea" von Kleist. vermittler dürfte für die Geldbedürftigen im Effekt sehr gleichgiltig sein. Der Geldvermittler Buchholz hätte also unseres Er- manns Bebern" breitet sich immer mehr aus. In alle ist Die Furcht der Polizei vor der Wirkung von Haupt achtens besser gethan nicht zu berichtigen. die für eine sozialdemokratische Versammlung geplante Vorlesung der Weber" polizeilich verboten worden. Jetzt ist eine unfrei willige Reflame für Hauptmann's Wert, das zum nicht geringen Theil durch das Wirken der Polizei populär geworden, eigentlich wirklich nicht mehr von Nöthen. Von Herrn Buchholz, Wallstraße Nr. 36, erhalten wir folgende Buschrift: In der Nr. 176 des Vorwärts" vom 31. Juli d. J. fteht ein Artikel, welcher sich mit meiner Geschäftsführung und meiner Person befaßt. Es ist in dem Artikel behauptet worden, daß ich ein Geldverleiher sei, welcher sich für sein Geld 42 pCt. Zinsen pro Jahr zahlen resp. versprechen laffe. Ich erkläre hiermit, daß diese Behauptung unwahr ist, indem ich kein Geldverleiher, sondern Vermittler bin, der sich für vollendete Abschlüsse solider Darlehnsgeschäfte, wobei ein Binsfuß von 6 bis 8 pet. pro Jahr in Rechnung fommt, ein angemessenes Honorar zahlen läßt. Es ist in dem Artikel ferner behauptet worden, daß ein angeblicher Kaufmann aus wohlhabender Familie, welcher plöglich zu einer Reise 300 M. brauchte, einen ablehnenden Bescheid erhalten habe, troßdem die Auskunft gut ausgefallen fei, und daß ferner der angebliche Kaufmann auf das Darlehn verzichtet habe. Beide mit einander in Widerspruch stehenden Behauptungen sind unwahr. Die Auskunft ist keineswegs derart ausgefallen, daß er auf ein Darlehn rechnen tönnte, denn sonst hätte er, wie er angiebt, feinen ablehnenden Bescheib erhalten und ist ihm infolge dessen auch gar kein DarLehn angeboten worden. Ein schweres Brandunglück hat sich am Sonnabend Morgen in der Willibald Alexisstraße 9 ereignet. Die in der Wohnung allein zurückgebliebene achtjährige Gertrud Mudrow scheint mit Streichhölzern gespielt zu haben, denn plößlich wurden die Nachbarn durch das Jammergeschrei des Kindes alarmirt. Betten und Möbel waren in Flammen aufgegangen; das arme Rind selbst aber hatte schwere, ausgedehnte Brandwunden am ganzen Körper davongetragen. Die Samariter der Feuerwehr legten dem Mädchen einen Nothverband an; alsdann erfolgte auf ärztliche Anordnung die Ueberführung des Kindes nach dem städtischen Krankenhause am Urban. Sein Zustand ist kris tisch. Der Brand im Zimmer wurde durch die Feuerwehr abgelöscht. Ob " n " Eine Theaterdirektion, die der Polizei aus der Hand frißt, hat Budapest. Die Frankfurter Beitung" meldet, daß auf persönliches Ersuchen des Ministerpräsidenten die Auf führung von Hauptmann's Webern" vom Repertoire abgefezt ist! Die Meineids- Aktion Db nicht wieder einmal eine arme Mutter von der gegen Schröder und Genoffen. Noth getrieben worden ist, auf eine fremde Arbeitsstätte zu gehen und ihr Liebstes dem eigenen Schicksal zu überlassen? Von der Polizei wurde gestern die etwa dreißig Jahre alte Hedwig Schulz im Osten der Stadt aufgegriffen. Das Mädchen giebt an, aus einem Krankenhause entwichen zu sein, will aber nicht sagen, aus welchem und wann das geschehen sein soll. ( Fortsetzung aus der 2. Beilage.) Aus der Abendfißung vom Freitag sind folgende Vorgänge beachtenswerth: Bergmann Propst hat nur das letzte Wiederaufstehen Schröder's gesehen. Bergmann Friede war draußen, fab aber, daß Schröder einen Stoß bekam und zur Thür hinausflog. Wors.: Fiel er denn draußen? Beuge: Ja, in der Thür. Vorf.: Schröder selbst sagt das nicht. Zeuge: Dann wird Schröder verwirrt gewesen sein. Bor: Schröder, äußern Sie sich dazu. " Die sich an Ort und Stelle über den wahren Stand der Dinge unqualifizirbare Angriffe in die Welt schleudere und in einer zu unterrichten, leichtfertig so schwere, in Form und Inhalt gleich durch Sachkenntniß nicht getrübten Unbefangenheit Irrthümer auf Mißverständnisse häufe." Es wurde ihm der Vorwurf ge= macht, daß er damit die Aufgaben und Pflichten eines Abgeordneten verletzt habe und die Meinung ausgedrückt, daß der Grund zu seinem Vorgehen wohl nur darin zu suchen sei, daß vielleicht einer seiner Verwandten sich bei der Anstalt versichert und in seinen Erwartungen sich getäuscht gesehen habe. St.-A. Oppermann erblickte namentlich in der letzteren Andeutung Abgeordneten- Mandat in persönlichem, finanziellem Intereſſe den schweren Vorwurf, daß Herr Nadbyl sein mißbrauche. Ihm werde der schwere Vorwurf gemacht, daß er in bewußt frivoler Weise falsche Anschuldigungen erhoben und damit ein unanständiges Verhalten gezeigt habe. Unter zu billigung des Schußes des§ 193 und Berücksichtigung des Umstandes, daß die Angeklagten schwer gereizt worden, beantragte Der Staatsanwalt je 50 M. Geldstrafe. Justizrath Adel be Freisprechung. antragte dagegen völlige Der Abges ordnete Nadbyl habe thatsächlich ohne genügende Sachfenntniß und ohne fich pflichtgemäß зи informiren schwere Anschuldigungen gegen ein hochangesehenes Institut er hoben, deren völlige Haltlosigkeit jeder Sachverständige sofort bezeugen könnte. In feiner Rede seien auch die schwersten pers sönlichen Beleidigungen gegen die beiden Angeklagten enthalten und man werde es diesen nicht verübeln können, wenn sie gegen ein solches Vorgehen eines Abgeordneten mit Entschiedenheit Stellung nehmen. Gegenüber den verblüffenden Angriffen habe die Abwehr eine staunenswerthe Ruhe bewahrt und die Schußgrenzen des§ 193 seien nirgends überschritten. Der Gerichtshof folgte diesen Ausführungen, indem er beide Angeklagte freis Schröder: Es war im Saal, ganz nahe an der Thür. fann ich es nicht angeben. Beuge: Ich meine, es war in der Thür, auf einen Fußsprach. Angelweite der Thür. Verth. Grieving:" In der Thür" heißt rheinisch: in der Stellmachermeister Johann Wißmann in einer Verhandlung vor Vors.: War der Arm, von dem der Stoß ausging, uniformirt? Beuge: Das fonnte ich im Knäuel nicht unterscheiden. Betriebsassistent Tusch hat Schröder einmal straucheln sehen, ohne die Ursache wahrzunehmen. Schröder gestoßen und infolge deffen gefallen sei? Verth. Wallach: Ist am Abend gesprochen worden, daß Polizeibericht. Am 16. d. M. vormittags wurde in der Ballisadenstraße ein fünfjähriger Knabe durch einen Geschäftswagen überfahren und am Unterschenkel erheblich verlegt. In der Gartenstraße wurde nachmittags ein Lehrling beim Transport einer Maschine am Unterschenkel schwer verletzt. Abends wurde ein Kaufmann in seinem Geschäft in der Beuthstraße erhängt vorgefunden. In der Eberswalderstraße gerieth ein fünfjähriger Knabe, als er mehreren Radfahrern ausweichen wollte, Beschuldigungen ungeheuerlichster Art brachte der unter die Räder einer Droschte und erlitt anscheinend fd, were Verletzungen am Kopfe. In der Rungestraße fiel ein 11jähriger der 140. Abtheilung des Schöffengerichts zum Vorschein. Er war der Beleidigung einer Frau Lippert beschuldigt. Bei dieser Knabe von einem Rollwagen, auf dem er sich als Begleiter des Kutschers befand, herab, wurde überfahren und auf der Stelle hatte er längere Zeit in Schlafstelle gewohnt und es bestand getödtet. Auf dem Hofe eines Grundstücks in der WeberVerkehr, der nach den Aeußerungen der Lippert nicht ohne während dieses Zeitraumes zwischen beiden ein sehr intimer straße fand zwischen dem Eigenthümer deffelben und einem Miether wegen Miethsstreitigkeiten eine Schlägerei statt, bei der der HausFolgen geblieben sein soll. Wißmann leugnet jedoch die Vaters besitzer burch zwei Messerstiche am Stopfe verletzt wurde. Ein schaft, er behauptet, daß die Lippert einen äußerst zuchtlosen Lebenss Hospitalit sprang in der Absicht, sich das Leben zu nehmen, von wandel geführt habe, und daß dieselbe mehrere Male, wenn sich 3euge: Das ist vielfach gesagt worden. der Schillingsbrücke in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus bem Wasser gezogen und nach der Charitee gebracht. Bergmann Bläser: Ich konnte die Vorgänge nicht beob- die Folgen zeigien, ein Verbrechen gegen feimendes Leben bes Am achten, weil zu viele Leute aufgestanden waren. gangen habe. Außerdem aber hätte dieselbe auch ihren neun17. d. M. Morgens wurde ein Milchhändler im Keller eines fährigen Sohn im Jahre 1885 dadurch absichtlich ums Leben Hauses in der Frankfurter Allee erhängt vorgefunden. Vorstanden, ob er nicht gehört habe, daß er, Beuge, gefagt habe: zu trinten gegeben und demselben dann, als sich ein furchtbarer Angell. Wilting frägt den Zeugen, der neben ihm gemittags stürzte der Eigenthümer eines in der Bernauerstraße be- ftanden, ob er nicht gehört habe, daß er, Beuge, gesagt habe: gebracht, daß fie dem Kinde eine große Quantität Heringslate Wenn das so ist, dann wollen wir lieber gehen." Tegenen Hauses beim Anstreichen eines Bodenfensters auf den Brand und quälender Durst bei dem Kinde einstellte, das Beuge: Eine leise Erinnerung habe ich davon. Hof hinab und starb auf der Stelle. Am 16. b. M. fanden Wasser vorenthalten habe. Eins ihrer Kinder habe sie Bergmann Schmielowsti wohnt in demselben Hause einmal zu erwürgen versucht. Er habe bereits vor längerer sechs unbedeutende Feuer statt. wie Kerkhoff; er hat an der Treppe gestanden und gehört, wie Beit eine Gingabe wegen diefer Strafthaten an die StaatsMünter zu Kerthoff gekommen und gefagt hat: Kerkhoff, Sie anwaltschaft gemacht, ihm fei jedoch der Bescheid geworden, wissen doch, daß ich den Schröder nicht hingestoßen habe. Nun daß die Sache nicht weiter verfolgt werden würde. Der Staats gehen Sie zum Amt und sagen Sie, was ich Ihnen gefagt habe. anwalt stellte fest, daß der Angeklagte allerdings eine derartige ( Bewegung.) Eingabe gemacht habe, daß aber wegen fehlender Beweismittel Münter bestreitet das entschieden, er führt die Aussage die Verfolgung der Sache als aussichtslos abgelehnt werden auf Feindschaft zwischen Schmielowsti und Kerkhoff zurück. mußte. Wißmann will nun ferner von der Lippert, von der Kerkhoff, fann sich nicht darauf befinnen, ob Münter er fich getrennt habe, um sein ganzes Geld in Höhe von uns ihm vorgefagt habe, Sie wissen doch, daß ich nicht gegefähr 10 000 m. gebracht worden sein. Sie soll ihn später in stoßen habe. einem fort bestürmt haben, wieder zu ihm zu ziehen und sie zu Borf.: Schmielowski, wieso haben Sie sich die Sache so beirathen, obwohl er noch verheirathet sei. Da er hierauf nicht genau gemerkt. Beuge: Ja, wir haben noch gelacht und gesagt: Wem vorgefagt wird, der fann jetzt gut Beuge sein. Uebrigens haben mit mir noch zwei Personen das gleiche gehört. Münter hat den Kerkhoff vielfach besucht. Witterungsübersicht vom 17. August 1895. Stationen. Swinemünde Hamburg Berlin Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 768 769 • 768 NO Wiesbaden 769 NNW NW WNW Still München 769 A Wien. 766 NW Haparanda. 759 N Petersburg 763 NO Cork 764 Aberdin 765 Paris.. 768 SW OND Windstärke (-238 1320421 Wetter Temperatur nach Celsius wolkenlos halb bedeckt 16 14 heiter 14 woltenlos 13 woltenlos 12 halb bedeckt 13 ( 5° G. 4° R.) wolkig 15 Dunst 11 wolfig heiter 21 wolkenlos 14 mit Wetter- Prognose für Sonntag, 18. Auguft 1895. Ruhiges, trockenes, vorwiegend heiteres Wetter zunehmender Erwärmung. Berliner Wetterbureau. Kunst und Wissenschaft. Das Adolph- Ernst Theater ist am Freitag wieder eröffnet Vors.: Ist das wahr? Münter: Ja, ich hatte wegen eines Roftgängers mit ihm zu thun? Werth. Wallach: Ift von dieser Sache nicht gesprochen worden? Münter: Auch von dieser Sache zuweilen. Verth. Grieving: Herr Münter, haben Sie vor einer halben Stunde draußen gefagt:„ Die Sache steht glänzend für mich." Münter: Ich kann mich nicht entfinnen. Verth. Grieving: Das müssen Sie doch wissen. Münter: Nein, das weiß ich nicht genau. Bors. Nun sagen Sie es doch, Münter. eingegangen sei, so sei die Frau wüthend auf ihn und es habe sich schließlich ein sehr feindseliges Verhältniß herausgestellt. Am 23. Juni d. J. sei er zum Kirchhof gegangen und sei hier mit der Lippert zusammengetroffen, welche mit ihren noch lebenden Kindern gerade vom Kirchhof herunterkam. Die Frau babe zu ihren Kindern rohe Bemerkungen über ihn ge macht und da habe er allerdings derselben das Wort Kindesmörderin", sowie einige andere Worte, welche sich auf ihren unsittlichen Lebenswandel bezögen, zugerufen. Da der Angeklagte die gegen Frau Lippert erhobenen schweren Beschuldigungen aufrecht erhielt, so mußte zum Zwecke der Bes weiserhebung die Bertagung der Sache eintreten. " Auf dem Gebiete der Kautionsschwindelei bewegte sich eine Antlage wegen Betruges, welche gestern vor der 130. Abtheilung des Schöffengerichts gegen den Schankwirth August Brünning verhandelt wurde. Wie der Angeflagte angab, hat er die Absicht gehabt, in seinem Reller einen Bierverlag ein Münter: Ich kann es nicht sagen.( Im Zuhörerraum zurichten. Da es ihm dazu an den nöthigen Mitteln fehlte, worden. In Ermangelung etwas besserem wurde Madame erregt der aufgeregte geftitulirende Gendarm große Bewegung. suchte er durch die Zeitung einen fautionsfähigen Hauss Suzette" gegeben, jene wenigstens durch ihre Melodien halb- Der Vorsitzende droht mit der Räumung des Zuhörer- diener. Es meldete sich der Hausdiener Kubick, dem die wegs passable Operette des Franzosen Audran, mit der Herr Traumes.) Hälfte des des Reingewinns aus dem Bierverlags Geschäft " verfprochen wurde, mogegen er eine Einlage von 200 m. au fallen. Der Referent tam zu dem Schluß: Der Agrarprogramm- 1 Förberkorbes. Von den in demselben befindlichen 24 Arbeitern machen hatte. Kubick trat ein, von der Einrichtung eines Bier Entwurf sei in allen Punkten zu verwerfen, dafür das Erfurter wurden 5 getödtet und die übrigen verletzt. verlagsgeschäfts war aber keine Rede. Es befand sich nicht ein- Programm in jeder Beziehung ausreichend und darum hoch zu Was ist Mufit? Diese Frage beantwortet Mark Twain mal ein Faß Bier im Keller, welches hätte abgezogen werden halten.( Lebhafter Beifall.) Auf Antrag des Genossen Hilpert im Chicago Herald" wie folgt: Musik ist ein Lärm, der von tönnen. Rubick wurde mit Gängen und Dienstleistungen im wurde wegen vorgerückter Beit die Diskussion bis zur nächsten Menschen auf Instrumenten oder anderen Folterwerkzeugen Restaurationsgeschäft beschäftigt, wofür er feinen Lohn, sondern Versammlung vertagt. Der Vorsitzende Hoppe nahm Gelegen gemacht wird. Leute, die diesen Lärm machen, nennt man nur Naturalverpflegung erhielt. Er fab bald ein, daß man ihn heit, die Redaktion des Vorwärts" dem Verein wie Mufifanten, wenn viele zusammen sind, werden sie je nach dem hintergangen hatte, wollte seine Einlage zurück haben und die überhaupt der Bewegung in Rixdorf gegenüber„ ftief- Lärm ein Orchester oder eine Bande" genannt, einzelne Stellung verlassen. Da der Angeklagte außer stande war, das mütterlicher" Behandlung zu zeihen. Den Berliner Wahl- Musikanten aber heißen, wenn sie lange Haare haben und recht Geld zurückzuzahlen, mußte Kubick sich darin finden, daß Brünning vereinen werde der lokale Theil des Vorwärts" zur Be- bleich und interessant aussehen, Virtuosen. Die Virtuosen haben ihm ein schriftliches Versprechen gab, das" Darlehn" ratenweise tanntgabe von Landpartien 2c. zur Verfügung gestellt, dem es sehr schlecht, denn selbst die ältesten Jungfrauen wollen von zurückgeben zu wollen. Auch dieser Verpflichtung kam der An- Verein" Vorwärts" in Rigdorf zur Bekanntgabe eines Wechseln ihnen gefüßt sein. Gegenwärtig unterscheiden wir drei Arten geklagte nicht nach, worauf Rubick ihn anzeigte. Während der des Versammlungslokales hingegen nur der Vereinskalender. Auch von Musit: die deutsche, die italienische und die französische. Der Staatsanwalt einen ganz gewöhnlichen Kautionsschwindel monirte er das zu späte Erscheinen der Versammlungsberichte.deutschen muß man, wenn man etwas gelten will, sehr andächtig für vorliegend erachtete und einen Monat Gefängniß Die in Aussicht genommene Versammlung mit einem Referat über zuhören. Man stopft sich daher am besten Baumwolle in die Ohren. beantragte, plädirte der Vertheidiger deshalb auf Frei- freie Arztwahl" soll erst dann stattfinden, wenn es dem Vorstand Dann kann man dabei schlafen und die Leute glauben- falls sprechung, weil durch das zweite Vertragsverhältniß, welches ein gelingt, einen Korreferenten zu stellen. man nicht schnarcht, was entsetzlich wäre, man sei entzückt. regelrechtes Darlehnsgeschäft darstellte, das frühere Uebereinkommen Bei der italienischen kann man die Baumwolle aus den Ohren wieder aufgehoben worden sei und dem Zeugen somit nur ein nehmen, muß aber oft mißbilligend mit dem Kopfe schütteln und Zivilanspruch zustehe. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß Zeichen des Unwillens geben, namentlich, wenn einem vielleicht auch das Darlehnsverhältniß nur auf grund der früheren falschen gar eine Melodie einmal gefällt, denn Melodien sind verpönt Vorspiegelung des Angeklagten zu stande gekommen sei, der und die italienische Musik also auch, Bei der franzö lettere wurde deshalb zu einem Monat Gefängniß ver doch von französischer Musit darf man nicht reden, Alles, was französisch ist, ist frivol und von Frivolem spricht man in guter Gesellschaft nicht. Dann haben wir übrigens bewahr uns Gott auch eine amerikanische Musit. Das ist die entsehlichste, aber auch die harmloseste, denn nicht einmal die Leiertasten wollen etwas von ihr wissen, urtheilt. Versammlungen. Die Freie Vereinigung der Bauarbeiter Verfins ehrte in ihrer Versammlung vom 11. d. M. das Andenken an Friedrich Engels. Hierauf hielt Gen. Thieme einen sehr guten Vortrag über die Mißſtände im Baugewerbe. Er beleuchtete den ganz Vermischtes. Aus Kiel erhalten wir folgendes Privattelegramm: Der Kreuzer Gefion, das Begleitschiff der Hohenzollern erhielt in England einen Leck im Kessel. Das Schiff kommt in langsamer Fahrt durch den Kanal nach Kiel. Hier herrscht große Beforgniß, es sind die unglaublichsten Gerüchte verbreitet. Weiter wird uns telegraphisch gemeldet: Auf dem Kreuzer „ Geston" platte ein Hochdruckzylinder auf der Fahrt von Helgoland nach Cowes. Verlust an Menschenleben ist nicht entstanden. Briefkasten der Redaktion. ir biten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wet Buchstaben oder eine Baht) Die nächste juristische Sprechstunde findet anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. ungenügenden Schutz der Arbeiter gegen die Unbilden der Witte rung und den standalösen Bauschwindel, durch den schon sehr viele Arbeiter um ihren wohlverdienten Lohn gekommen sind. Neue Stettiner Beitung" berichtet: Das Pionierbataillon Nr. 17 Unfall der Pioniere bei einer Brückenübung. Die Redner forderte deshalb zu energischer Organisation auf. Die Kollegen Wernau, Körsten und Dereter sprachen im Sinne des besitzt auf der Pommerensdorf gegenüber in der Oder gelegenen am Montag, den 19. b. M., a bend 3 7 Uhr, statt. Referenten. Die Zahlstellen Ost und Südost wurden aufgehoben. Schaft zur Uebung eine auf Böcken ruhende sogenannte feste Brücke Insel Piepenwerder einen Uebungsplay. Dort hatte die MannEgon. Oranienstr. 126, 2 Treppen, von 10-2 und 5-7 Uhr. Die nächste Versammlung findet im Norden statt. Simmel. Leider nein.- A. B. Ja. A. E. 20. In Rizdorf. Der sozialdemokratische Verein„ Vorwärts" ehrte gebaut, an welche sich nach der Mitte des Stromes zu eine Ponton der Gesinde Ordnung ist weder eine Waximalarbeitszeit vorin seiner letzten Versammlung zunächst das Andenken an brücke anschloß. Gestern Vormittag nun übte die vierte Kompagnie Friedrich Engels in gebührender Weise und hörte hierauf auf dieser Brücke einen Uebergang. Schon war sie am Ende geschrieben noch der Herrschaft die Verpflichtung auferlegt, dem in derselben angelangt und machte kehrt, als die Brücke plößlich Befinde einen bestimmten Sonntag freizugeben. Nur muß die einen etwa 2½ fündigen Vortrag des Genoffen Dr. Sey- mit einem Krach, wie es heißt durch den Bruch eines Strecke Herrschaft nach§ 84 Gef.-D.„ dem Gesinde die nöthige Zeit zur mann über das Agrarprogramm. Der Redner meinte, er hätte ballens, zusammenstürzte. Die ganze Rompagnie in einer Stärke Abwartung des öffentlichen Gottesdienstes lassen und daffelbe nicht erwartet, daß die Agrarkommission mit einem derartigen von 80 Mann stürzte in die Oder. Die Leute klammerten sich Die Leute flammerten sich dazu fleißig anhalten". Hingegen darf das Gesinde ohne VorProgramm hervortreten würde; allerdings in den zwei Sigungen, an die im wirren Durcheinander im Wasser liegenden Brücken wissen und Genehmigung der Herrschaft sich auch in eigenen welche sie nur abhielt, konnte nichts Vollständiges oder Besseres trümmer, und konnten fast sämmtlich geborgen werden, zwei daß Ihr noch nicht 16 Jahre altes Kind von Angelegenheiten nicht vom Hause entfernen. Dagegen, geschaffen werden. Die Ueberhaftung war übrigens unnöthig, denn Mann jedoch waren durch die Wucht der Balken unter das 4 Uhr der Frankfurter Parteitagsbeschluß besage nur: der Agrarausschuß Uhr abends faft ohne habe dem nächsten Parteitage seine Vorschläge zu unterbreiten. Wasser gedrückt worden. Den einen fonnte man sogleich hervor- Unterbrechung ausgebeutet wird, giebt das Gesetz also keinen Das vorliegende Agrarprogramm bezeichnete der Referent als bolen und es gelang bald, ihn zum Bewußtsein zu bringen; den Schuß. Daß es grob behandelt und ausgeschimpft wird, setzt Todtgeburt. Zur Kritik der einzelnen Punkte übergehend, schickte anderen jedoch, den Pionier Heinicke, aus Sachsen gebürtig, ver- die Gesinde- Ordnung als ein Benehmen der Herrschaft voraus, er voraus, daß wir in Deutschland etwa 8 Millionen Bauern" mochte man erst am Nachmittag als Leiche aufzufinden. das es mit„ Ehrerbietung und Bescheidenheit" ertragen muß. haben, welche nur 1 Aar und noch weniger ihr eigen nennen Die Villa Burges bei Hochheim ist der Franks. Beitung" Nur wenn das Kind mit ausschweifender und ungewöhn und darum angewiesen sind, für den Großgrundbesitzer mit zufolge am 15. August völlig ausgebrannt, viele Kunstlicher Härte" behandelt wird, liegt ein Grund zum sofortigen zuarbeiten. Zunächst diese für uns zu gewinnen, wäre ein dank- schätze sind vernichtet. Verlassen des Dienstes vor. Versuchen Sie es, die Polizei unter bares Feld für unsere Landagitatoren. Zu diesem Zwecke In der Nähe von Tauberbischofsheim sind Freitag zwei Hinweis darauf, daß nach§ 85 die Herrschaft dem Gesinde nicht sei aber durchaus nöthig, sich vorher über die speziellen Männer erschlagen aufgefunden worden. mehr und nicht schwerere Dienste zumuthen soll, als es nach Verhältnisse in den einzelnen Länderstrichen und Ort- Ein neues Grubennnglück ist aus dem Gebiete des seiner Leibesbeschaffenheit und seinen Kräften ohne Verlust schaften zu orientiren, nicht aber dürfe man, wie es leider belgischen Ausbeuterthums zu melden. In der Kohlengrube feiner Gesundheit bestreiten tann", zu veranlassen, zwecks oft geschehe, bei der Landbevölkerung mit der Thür ins Haus| Anderlues im Becken von Charleroi riß am Freitag das Seil des Verringerung der Leiden der armen Haussklavin einzuschreiten. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 18. Auguft. ( Kroll's Theater) Opernhaus. Lohengrin. Montag: Hänsel und Grethel. Schauspielhaus. Die Quizows. Montag: Wie die Alten sungen. Deutsches Theater. Don Carlos. Montag: Prinz von Homburg. Lessing Theater. Cherchez la femme, Montag: Niobe. Unter vier Augen. Neues Theater. Tata- Toto. Montag: Dieselbe Vorstellung. " Friedrich Wilhelmstädt. Theater] National- Theater. abends 71/2 Uhr: Freitag, den 30. August 1895, Erstes Gesammt- Gastspiel der Schauspielgesellschaft „ Die Liliputaner Damen: Selma Goerner, Bertha Jaeger, Jda Mahr, Toni Meister, Elise Lau. Herren: Franz Ebert, Adolf Bint, Hermann Ring, May Walter, Ludwig Merkel. Große Frankfurterstraße 132. Direktion: Max Samst. bis 10 und Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Vaudeville- Posse in 3 Att. v. Ordonneau. Musik von Edmond Audran. Berliner im Feuer und Wasser. In Szene geſetzt von Adolph Ernft. Volksstück in 5 Aften und 7 Bildern von Friz Schäfer. Musik vom Kapellmeiffer A. Wiedecke. Regie: Friz Schäfer. Dirigent: Kapellmeister A. Wiedecke. Wirkliches Feuer. Wirkliches Waffer. Wirklicher Regen. Hauptbilder: Direktion: Earl u. Theodor Rosenfeld. 3. Bild: La Puce( Henny Schnid sucht Erstes Wiederauftreten der Liliputaner in Europa nach 5. Bild: 5jähriger Gastspieltournée in den Vereinigten Staaten von NordAmerika. Bum 1. Male: Schiller Theater. Chrenschulden. Die Reise nach dem Mars. Das Schweigen. Ohne Liebe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedr.- Wilhelmstädtischer Park. Berlin amüsirt sich. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Madame Suzette. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplat- Theater. Im JrrenGroßes amerikanisches Ausstattungsstück mit Gesang und Tanz in 4 Aften und 15 Bildern von Robert Breitenbach. Zahl der Mitwirkenden 200 Personen. Der Vorverkauf der Billets beginnt Montag, den 26. Auguft. Briefliche Vorausbestellungen werden von jetzt ab entgegengenommen. Preise der Plaße: Orchester und Fremdenloge 5 M., Parketloge 4 M., National- Theater. Berliner im Rangloge 3,50 M., Orchester- Fautenii hause, Montag: Diefelbe Vorstellung. Feuer und Wasser. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Rund um Wien. Die Schwägerin von Saragossa. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, abends 8 Uhr: Ehrenschulden. Das Schweigen. Ohne Liebe. Montag: Ehrenfchulden. Das Schweigen. Ohne Liebe. Dienstag: Ehrenschulden. Schweigen. Ohne Fiebe. Das Mittwoch: Ehrenschulden. Das Schweigen. Ohne Liebe. 2,50 M., Fauteuil 2 M., I. Parket 1,50., II. Parket I t. Kaufmann's Variété Königstrasse, Kolonnaden. Artist. Leitung: Arthur Fraenkel. Bomben- Erfolg des neuen Programms. Wer ist Rannin? Ein Weltwunder. Die japanischen Krieger Japanische Ringer. The Kawakani's. 7. Bild: den Floh). 30 bildschöne badende Mädchen im Wasserbassin mit wirklichem Wasser. Groß- Feuer( Rettung von drei Menschen aus Feuersgefahr durch unsere brave Feuerwehr.) Morgen: Dieselbe Vorstellung. Heute Nachmittag 3 Uhr: Volksvorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen: Maria Stuart. Friedrich- Wilhelmstädtischer Concert- Park 25/26 Chauffee- Straße 25/26. 12 Million Menschen haben Thränen gelacht über Berlin amüsirt sich. Der größte Lacherfolg der je erzielt wurde. Außerdem das großartige Ulk- Programm. Avis! Sonnabend, 24. August: Benefiz für den dicken Blum. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. W. Noack's Sommer- Theater, Brunnenstr. 16. Täglich: Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Jm Saale: Grosser Ball. Die schöne Galathée. Operette von Hennie. Musik von Franz von Suppé. Julius Ernnst, Liederfänger. Anna Carle, Rostüm- Soubrette. Ernst Feld, Gesangs- Humorist. Volksgarten ( ehem. Weimann's Volksgarten) Gesundbrunnen, adßtr. 56/57. Direktion: Max Samst. Heute, sowie täglich: Grosses Konzert u. Theater- Vorstellung. Spezialitäten I. Ranges. Auftreten des beliebten Tanzkomikers Eugen Milardo. Chansonetten, Soubretten, Liederfänger, Luftgymnastiker 2c. Täglich: Familien- Ball. Raffenöffnung 3 Uhr. Anfang 4 Uhr. Entree 30 Pf. Ref. Pl. 50 Pf. Gebe den prachtvollen Weimann'schen Volksgarten an Vereine wochentags unentgeltlich ab. Morgen: Gr. Kinderfreudenfest. Reichshallen. C. Fröhlich's( bei ungünstiger Witterung im Saal): Gesellschaftssäle und Garten Schönhauser Allee 161. Jed. Sonntag, Dienstag u. Sonnabend: Im prachtvollen Garten Täglich: Humoristische Soiree der Deimertag: Minng van Barnhelm. In Caftan's Panoptikum. Concert, Specialität.- Vorstellung. Norddeutschen QuartettDas Schweigen. Ohne Liebe. Sonnabend: Minna von Barnhelm. Passage- Panopticum. Das zoologische Unifum. Ferner 18 Novitäten- Nummern. Sonntags Anf. 4 Uhr. Programm 10 f. Bei ungünstiger Witterung im Saal. Jed. Sonntag, Montag, Mittwoch: Ball. Jeden Mittwoch: Kinderfest. Louis Keller's Entree: Kinder 10 Pf., Erwachsene frei. KoppenKaffeeküche täglich v. 2 Uhr ab geöffnet. Für Vereine u. 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Vereinsangelegenheiten, Verschiedenes und Fragekasten. Restanten werden an ihre Pflichten erinnert. Aufnahme neuer Mits glieder. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 71/4 Die Ortsverwaltung. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 19. August, abends 8½ Uhr: Versammlungen. Bahlstelle I bei Feind, Weinstr. 11. Vortrag des Genossen 94/1 " " Theodor Glocke. Douche- Bitter. 10 Schmackhafter Kräuter Bitter Liqueur Original offerirt per Literflasche - 1,10 Mark W. Bensch, Berlin S. 131, Bärwaldstr. 49. -O Fernsprecher Amt IV Nr. 9940. Ueberall zu haben! 95E II bei Gründel, Brunnenſtr. 188. Vortrag des Feinstes Weißbier, Genossen Sassenbach. III bei Werner, Bülowstraße 59. Um zahlreichen Besuch bitten Die Bevollmächtigten. Große öffentliche Versammlung Der Kistenmacher am Montag, den 19. Auguft, im Lokal Alte Jakobftr. 37, Tagesordnung: Situationsbericht über den Streit. Die Streikkommission. 167/6 Fr. Vereinigung aller in d. chirurg. Branche beschäftigten Berufsgenossen. Dienstag, den 20. August, abends 8 Uhr, in Gründel's Salon, Brunnenstraße 88: General- Versammlung. Zages Ordnung: = 48/9 1. Raffenbericht. 2. Vortrag des Genossen Schöpflin. 3. Diskussion. 4. Der Streit bei Dewitt u. Herz. 5. Verschiedenes. Zahlreichen Besuch erwartet Achtung! Töpfer. Der Vorstand. Achtung! Oeffentliche Versammlung Deutscher Von der Reise zurückgekehrt. 80/ 1* Metallarbeiterverband Dr. M. Radziejewski, Verwaltung Berlin C. Spec.- Arzt für Augenkrankheiten, Weinbergs Weg 7, a. Rosenth. Thor. Den Mitgliedern die traurige Nach. Unbemittelte unentgeltlich 12-1 Bm. richt, daß unser Mitglied, der Schlosser Otto Schönning, am 15. d. M. gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 18. d. M., nachmittags 5 Uhr von der Leichenhalle des Krankenhauses am Urban nach dem Louisen- Kirchhof in Britz( Hermannstr.) statt. 113/7 Um zahlreiche Betheiligung bittet Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der Zimmerer, Verw. Charlottenburg. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Brannbier u. Werderschbier. das Mitglied Fässer zum Selbstabfüllen. 1/16 1 M., 1/8 2 M., 1/4 3,50 M. Hausverkauf per Liter 10 Pf. in der Brauerei Köpnickerstr. 112. Berliner Weißbier- Brauerei Wohl& Co., Köpnickerstraße Nr. 112. Blumenstraße Nr. 46. Filialen: Manteuffenrahe 25a. Ernst Hess in Klingenthal in Sachsen. Ehe Sie sich eine Harmonika taufen, lassen Sie sich erit meine prachtvollen Zeichnungen und Preislisten umsonst und postfrei tommen. Meine Harmonikas fabrizire aller Töpfer und Berufsgenossen Berlins u. Umgegend ich mit bestem englischen Uhrfederstahl. am Mittwoch, den 21. Auguft, abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn Fey, Berlin N., Brunnenstraße Nr. 184. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom lekten Streik. 2. Gewerkschaftliches. und 2756b Rud. Schöngalla Achtung! Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnziehen, Zahnreinigen, Nervtödten ma sonst Guckel, Laufizer Play 2. Elsasserstraße 12. Arbeiter: u. Arbeiterinnen, welche einen großen Bekanntenkreis besitzen und sich in ihrer freien Zeit für Vers ficherungen intereffiren wollen, werden gebeten, ihre Adressen unter V. 11 in der Expedition niederzulegen. 27326 Klagen, Gewerbestreitfachen, PolizeiStraffachen, Eingaben, Inkassi jed. Art übernimmt Rechts- und Incassobureau Neue Schönhauserst. 17 I. Auch Sonnt. Tischlermeister, an der Schwindsucht gestorben ist. Die der durch große Verlufte in GeldverBeerdigung findet Montag, den 19. d. M., legenheit gerathen ist, hat noch mehrere nachmittags 41/2 Uhr, von der Leichen Wohnungs Einrichtungen auf Lager halle des neuen Friedhofes Westend aus ftatt. Um rege Betheiligung bittet Der Vorstand. Warne jedermann, meiner Frau Elise Krempel geb. Sonntag auf meinen Namen zu borgen, da ich für nichts aufkomme. 27416] C. Krempel, Gerichtsstr. 6. Ehrenerklärung. [ 27456 Die am 17. Juli über die Frau " und ist gezwungen, ſo ſchnell wie mög lich im ganzen oder auch einzeln zu verkaufen. 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Auguft, abends 81/2 Uhr, bei Herrn Bergner, Annenstr. 16: Monats- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Richter über: Homöopathie." 2. Diskussion. 3. Diskussion über die Gefängnißarbeit. 4. Gewerkschaftliches. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorftand. deutsch. 56 auch Postkolli als Probe versendet J. A. Partenheimer, Berlin C., Kaiser Wilhelmstr. 19a. Herren- Stoffreste. Eleg. Neuheiten, zu Hosen, Anzügen, Paletots 2c. Gelegenheitskäufe spottbillig. Tuchlag. Hoh. Steinweg 11, I, nahe Rathh. Den Parteigenossen empfehle ich mein Arbeiter- Bildungsverein in Friedrichsberg. Barbier- u. Friseur- Geschäft Dienstag, den 20. Auguft, abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Fuchs, Dorfstraße Nr. 2: Vereins- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Rohrlad über: Die gegenwärtige Lage des arbeitenden Volfes. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiche Betheiligung ersucht schmerzlos Der Vorstand. 14/2 Künstl. 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Die Meineids- Aktion gegen Schröder und Genossen. Essen, 15. August 1895. - Der nächste Zeuge Landrichter Verres befundet: Keiner der damaligen Entlastungszeugen hat auf mich den Eindruck gemacht, daß er verwirrt war. Die Zeugen haben ihre Befundungen mit aller Bestimmtheit gemacht. Ob Münter zuerst ein Anfassen, wenn auch kein Stoßen zugegeben habe, kann er nicht bestimmt sagen. Der Zeuge habe den Entlastungszeugen feinen Glauben geschenkt, hauptsächlich, weil sie später ihre Ausfagen modifizirten und eingeschränkt hätten. Vert. Wallach: Nachdem nun die Richter ihren Eindruck von der Glaubwürdigkeit der damaligen Entlastungszeugen betundet haben, möchte ich bitten, auch Herrn Rechtsanwalt Niemeyer über seinen Eindruck nach dieser Beziehung zu vernehmen. Beuge Niemeyer: Ich halte die Beantwortung dieser Frage für ein Urtheil, das ich nicht gern abgeben möchte. Ich will aber hervorheben: Die Art der Vernehmung der Zeugen hat mich direkt irritirt und um mich nicht noch mehr irritiren zu lassen, bin ich auf den Korridor hinausgegangen. Sonntag, den 18. August 1895. 12. Jahrg. lich. Er sagte: Ich kann es nach bestem Wissen und Gewissen Fall bezogen.- Schuhmachermeister Scheiding fann nur uns aufrecht erhalten, aber( mit verlegener Stimme hinzusehend) ich bestimmte Angaben machen. Was am Raffentisch passirt ist, will es doch nicht so bestimmt hier sagen. Dieser Sat fehlt in fonnte er von seinem Plaze aus nicht sehen. Dagegen hat er der protokollirten Aussage, trotzdem hat sie Thiel unterschrieben, den Fall gefehen. Vors.: Wie lag Schröder da? das war für mich der stärkste Beweis dafür, daß Thiel ver- 3euge: Auf den Rücken, mit den Händen nach hinten. wirrt war. 8 weiter Verhandlungstag.( Schluß.) Vorsitzender: Können Sie sich nicht irren? Berichterstatter Wilhelm Thiemt( Dortmunder Beitung) 3 euge: So bestimmt fann ich das nicht sagen. Nach der Pause ist Landgerichtsrath Rinteln der erste war auch in der zweiten Verhandlung zugegen und kann sich Mich ging die ganze Sache ja nichts an, ich war als Gast in der Beuge. Bors.: Waren die Angeklagten verwirrt?- 3euge: auf Einzelheiten nicht mehr recht besinnen. Er weiß nur, daß Wirthschaft und ging aus Neugierde in den Saal. Ob Schröder Auf mich hat es den Eindruck gemacht, daß die Angeklagten nicht einzelne der Entlastungszeugen noch verwirrt waren. Das ist mein persönlicher Eindruck. Der Zeuge in ihren Behauptungen gingen und weiter als Schröder ein zweites Mal hingestürzt ist, kann Zeuge nicht sagen. daß der Gendarm Verth. Grieving weist auf die widersprechenden Bekundungen bestätigt, daß Münter gesagt: Ich bin stramm an ihn heran- Müller seine erste Bekundung dann wesentlich eingeschränkt des Zeugen in seinen früheren Aussagen hin. Vors.: Haben getreten und habe ihn wohl mit dem Körper berührt, und da ist habe. Von den Beamten sei draußen auf dem Korridor Sie denn den Münter gesehen?. Schröder vor Schreck hingefallen.- Vorf.: Hat Münter die geäußert worden, wie kann nur der Müller so schwankend aus wohl, am Vorstandstisch.- Vors.: Nein, am Raffatisch.Zeuge Scheiding: Jas Möglichkeit eines Anfassens mit der Hand zunächst zugegeben? fagen. Zeuge: Da habe ich ihn nicht so genau beobachtet, ich meine 3euge: Darauf kann ich mich nicht entsinnen. Vorf.: Der Vorsitzende schlägt hier den Schluß der heutigen aber, Münter hat den Schröder nicht gestoßen. Wissen Sie noch etwas über Bekundungen des Gendarms Müller? Sigung vor und vertagt, nachdem die Richter mit AusBeuge: Soviel ich weiß, hat er gesagt, einen Fall Schröder nahme des Direktors Möser und die Berichterstatter als Schröder gestoßen, noch daß er ihn nicht gestoßen habe. Schröder Schneidermeister Paul tann weder sagen, daß Münter den habe er gesehen, ob er noch ein zweites Mal gefallen sei, wisse 3eugen entlassen waren, die Verhandlung auf Freitag Morgen sei auf die Seite gefallen, ein zweiter Fall Schröder's sei nicht er nicht. Die Möglichkeit liege aber vor. Vors.: Können Sie 82 Uhr. erfolgt. Verth. Wallach: Wie hatte Schröder bei dent sich auf Widersprüche in den Bekundungen des Kommissars BrockDritter Verhandlungstag. Fall auf die Seite die Hände? meyer befinnen? - 3euge fann keine bestimmten Angaben Die Beweisaufnahme wird fortgesetzt. Zeuge: Nach rückwärts. Die Beweisaufnahme wird fortgesetzt. Es ist noch eine Berth. Wallach: Andere Zeugen sagen, Schröder sei mit darüber machen. Anzahl weiterer Zeugen geladen, darunter Rechtsanwalt Wey den Händen nach vorne gefallen. 3euge: Ich kann mich land. Derselbe ist von Schröder im Februar beauftragt worden, auch irren. gegen Münter wegen der Vorgänge in Bautau Klage zu erheben. Schröder hat ihm die Sache so dargestellt, wie er auch vor sammlung: Schröder habe mehrmals das Eintrittsgeld zurückBergmann Kerkhoff, Raffirer in der Baukauer VerGericht gethan hat. Es ist geantwortet worden, daß nach den gefordert, er habe es verweigert. Münter sei scharf an ihn Ermittelungen tein Grund zum Einschreiten vorliege. Beuge herangetreten, gestoßen habe ihn Münter mit der Hand nicht. F. Möntmann war nicht in der Versammlung; ihm ist kurz Weshalb Schröder gefallen, tönne er nicht sagen. Entweder durch nach der Versammlung von einer oder vielleicht auch von das Herantreten des Gendarmen oder er ist über das Podium mehreren Personen, er weiß aber nicht mehr von wem, gesagt gestolpert. Wenn ihn Münter gestoßen hätte, hätte Schröder worden, Schröder sei von Münter hingeworfen worden. Er ja auf uns fallen müssen. Die späteren Vorgänge habe ich nicht habe dem Gräf gesagt, ein Mann namens Schneider oder ein so genau beobachtet, weil ich auf die Kasse acht gab. Schneider von Beruf habe es ihm mitgetheilt. Er weiß heute nicht war der Gendarm Münter bei ihnen und hat Vors: mehr, wer es war.- Wirth Sichtermann hat nichts beobachtet. Jim Sie aufgefordert, Zeugniß abzulegen?-3euge: Saale haben nur die Gasflammen gebrannt.- Verth. Niehus: Jawohl. Er sagte, wenn ich es wüßte, sollte ich ruhig Ist Gendarm Münter am Tage nach der Versammlung in Ihrem sagen, daß er den Schröder nicht gestoßen hat. Lokal gewesen und hat gesagt: Die Bautauer werden noch lange Grieving: Hat Ihnen Münter erst den Vorgang in seinem Vertheidiger an mich denken. Zeuge: Ich fann mich nicht besinnen. Sinne erzählt und dann gefragt? 3euge: Das weiß ich Zeuge Schneidermeister Kolt: Schröder wurde von Brust nicht mehr so genau. Der Zeuge behauptet, Münter habe den Zeuge Otto Hué hat den beiden Berhandlungen gegen hinausgewiesen, Brust rief dazu Münter's Hilfe an. Er konnte Schröder nicht angefaßt, er hätte es sonst sehen müssen. Er Margraf als Berichterstatter der Berg- und Hüttenarbeiter es sehen, hat auch hingesehen, aber nicht gesehen, daß Schröder bleibt auch bei dieser bestimmten Aussage, als ihm gefagt Beitung" beigewohnt. Er erklärt auf Befragen, Münter's Aussage sei fich sofort erhoben habe und abermals gefallen sei. Verth. wird, ein Theil des Körpers Münter's sei durch Schröder's in ihrer historischen Entwickelung widerspruchsvoll gewesen, so habe er Grieving: Sie haben früher gesagt, nach dem ersten Fall sei Körper verdeckt gewesen, da der Gendarm seitwärts hinter z. B. zuerst jede Berührung des Schröder energisch bestritten, Münter ganz dicht an Schröder herangetreten. Ist das auch so? Schröder gestanden habe. später auf Vorhalt des Vorsitzenden aber zugegeben, daß er den Beuge: Ja. Verth. Wallach: Können Sie eine Hand- Gemüsehändler Steunoff war in der Versammlung zweiter Echröder möglicherweise mit dem Körper berührt habe. Bon lung des Münter übersehen haben?- Beuge: Nein. Zeuge Kassirer. Vors.: Wodurch ist Schröder gefallen?- 3euge: Der dem Gendarmen Müller hatte Zenge den Eindruck, daß er zuerst behauptet weiter, daß Schröder das Lokal gebückt verlassen habe. Gendarm mag ihn mit dem Körper zu nahe gekommen sein, mit der alles, auf eindringliches Fragen des Vorsitzenden aber gar nichts Ein Experiment ergiebt, wie in der Verhandlung der Straf- Hand gestoßen hat er ihn nicht. Ein zweiter Fall hat er nicht mehr bestimmt gewußt habe. tammer, daß Münter, um den zu Zweidrittel erhobenen Schröder gesehen, möglicherweise habe der Pfeiler die Aussicht verhindert. Zeuge Redakteur Dr. Lütgena u ist ebenfalls als Bericht hinzuwerfen, sich nicht zu bücken brauchte.- Münter hat einen Berth. Wallach macht darauf aufmerksam, daß sich in den erstatter der Rh.-W. Arbeiter- Zeitung" in beiden Verhandlungen fehr langen Arm. Zeuge tann nicht sagen, daß Schröder an- ersten Aussagen nach dem Protokoll Abweichungen befinden. So zugegen gewesen. Münter habe auf die erste Frage, wodurch getrunken gewesen sei. hat der Zeuge ein zweites Fallen überhaupt bestritten, und ge eigentlich Schröder gefallen sei, geantwortet vor Schreck". Dann Schneidermeister Bär meint, Schröder könne etwas mehr sagt, daß er es hätte sehen müssen, während er heute sagte, sagte er, Schröder sei gestolpert. Schließlich habe Münter zu als nöthig getrunken haben. Er vermuthet, Schröder sei über Schröder sei erst auf den Rücken gefallen und habe sich dann auf gegeben, daß Schröder durch eine Körperbewegung seinerseits das das Podium gestolpert. Er hätte es sehen müssen, wenn Münter die Hände umgelegt. Dieses Umdrehen sei vielleicht als ein erste Mal gefallen sei. In der zweiten Verhandlung habe den Schröder gestoßen habe; er hat ihn nicht angefaßt. Auf zweites Fallen ausgelegt worden.( Diese Behauptung ist ganz Wiünter von Schreck und Angst nicht mehr gesprochen, sondern Vorhalten des Angeklagten Wilting giebt Zeuge zu, gesagt zu neu und niemals in den Vorverhandlungen aufgestellt worden.) von Angetrunkenheit. Von dem Zeugen Gendarm Müller hatte haben, Münter möge wohl den Schröder mit der Kniescheibe ge- Zeuge Bergmann Jof. Ruhrmann: Schröder verrieth Zeuge Lütgenau den Eindruck, daß dieser so gut wie gar nichts stoßen haben. Aber mit der Hand habe er ihn nicht gestoßen. nichts von Angetrunkenheit. Von den fraglichen Borgängen habe wisse. Vors.: Die vier letzten Angeklagten haben Zeuge Bergmann Munfa fann nicht sagen, ob einer oder ich nichts beobachtet. Beuge Berginvalide Wa mb3bach: ihre ersten Aussagen später erheblich eingeschränkt, weil mehrere Bureauwahl" gerufen haben. Es jei ziemlich ruhig Es ist nur garinge Unruhe gewesen. Münter hat Schröder nicht sie verwirrt geworden fein wollen. Beuge: Ja, gewesen. Brust wies Schröder hinaus. Schröder ging, Münter gestoßen, ich hätte es sonst sehen müssen.- Vors.: Ist Schröder die Angeklagten waren auch wohl verwirrt. Vors hinter ihm her; ich weiß nicht, ob einige Schritte Entfernung nochmals gefallen, nachdem er sich erhoben hatte? Beuge Können Sie dafür bestimmte Thatsachen angeben? waren. Von einer Angetrunkenheit Schröder's ist mir nichts Nein. Zeuge nimmt an, daß Schröder über das Podium ges Beuge: Jawohl, speziell beim Angeklagten Thiel ent- aufgefallen. Ich weiß nicht, ob Münter den Schröder gestoßen stolpert sei und daß Münter ihn berührt hat. Mit der Hand finne ich mich einer solchen Thatsache. Er hatte gefagt, hat. Er hat ein zweites Fallen Schröder's nicht gesehen. Aus hat er ihn aber nicht berührt. Schröder ist nicht auf den Münter habe Schröder am Kragen geführt. Der Vorsitzende den Aften wird festgestellt: Zeuge hat früher gesagt, daß er es Rücken, sondern platt auf Bauch und Hände gefallen. Münter's redete ihn heftig an:" Das hat bisher noch niemand behauptet". habe sehen müssen, wenn Schröder von Münter gestoßen worden Hände hätten schlaff heruntergehangen. Willing saß hinter dem Im Saale herrschte Todtenstille und Thiel wurde etwas ängst wäre. Benge fagt, das habe sich auf einen etwaigen zweiten Ofen. " Sonntagsplauderei. dem Kasernenhofe erzitterten, und wie ein elektrischer Welt gerade bei dieser Gelegenheit imponirt werden soll, Funke durchfuhr der jähe Schreck die Glieder des armeu ertönt in der Zentrumspresse und anderswo, manche herzMissethäters und mit schlotterigen Knien brach Schröder bewegliche Klage. Das seltsame militaristische Zeremoniell, Wer völlig würdelos" durch dies trübselige Leben zusammen. Mich wundert es offen, daß man da noch die die mangelnde Rücksicht auf die Volksvertretung, die polis schleicht, wer feinerlei Charge in unserer Gesellschaft zu Fragen erörtert, ob die Faust oder der Körper" Münter's zeilichen Absperrungen, das alles giebt den Vorwand zu erobern verstand, wem nicht das winzigste Aemtchen zu- am verhängnißvollen Umsturz Schuld trage, oder ob rührendem Lamento. Als ob die Herrschaften heute noch gefallen ist, der wird in seiner Niedrigkeit den Stolz, das Schröder volltrunken war oder angetrunken, wie der irgend welches wärmere Juteresse für das vielberufene Machtbewußtsein, die Adelsempfindungen der Herrenmenschen Beuge Münter nachher berichtigte? Wenn der Gendarm" Nationaldenkmal" oder dessen künstlerische Ausführung nur schwer begreifen. Münter sich der imponirenden Fähigkeit bewußt ist, hätten. Heute ist die Errichtung des Nationaldenkmals Wer nichts bedeutet und nichts hat und im Grunde den Gegner durch Suggestion von Bleichem Schrecken eine monarchische Privatangelegenheit geworden. Was soll nur ein fetes Spazendasein auf dieser Erde führt, wie in die Flucht zut jagen, was braucht es da heute die Tartüfferie, was soll heute der vorgebliche soll der den gravitätischen Ernst, den brennenden noch großer Dinge, um alles übrige zu erklären? Der Geist, Schmerz über getäuschte künstlerische Erwartungen? Man Fenereifer, das hochgesteigerte Gefühl des eigenen der in den obersten Trägern der Macht lebt, begeistert eben wußte ja längst voraus, was kommen sollte und ließ es Wortes, das Männer, wie den Gendarm Münter durch auch alle Glieder, die dieser Macht dienen. Wenn man geschehen. glüht, gerecht würdigen? Auf ihn lastet nicht jenes Maß nach berühmtem Wort die Feuerwehr blos zu alarmiren Als Reinhold Begas, der gerne mit den Grandgroßer Verantwortung, das den Menschen erfüllt, dem in braucht, um Volkserhebungen zum verstummen zu bringen, seigneurs der Künstlerschaft aus der Renaissancezeit verernsten Zeiten eine hohe Aufgabe zu theil wird; und er warum soll ein Beamter in Wehr und Waffen nicht kraft glichen werden möchte, seinerzeit die Zusicherung erhielt, er ahnt es taum, wie tief in der Männerbrust das Bedürfniß seiner inneren Schneidigkeit einen aufbegehrenden unruhigen werde ungeachtet der Jury und der öffentlichen Meinung wurzelt, eine Respektperson vorzustellen. Wenn ein junger Mann in einer einfachen Versammlung mit Nachdruck zur der Schöpfer des National- Denkmals werden, da ging es deutscher Referendar zum beredten Zeugniß dessen, daß er Raison bringen? in den geräumigen Ateliers des Bildhauers in derselben. wer sei, auf seine Visitenkarte drucken ließ, Unter Noch ist, indeß diese Zeilen geschrieben werden, der Nacht hoch her. Ein Freudenfest, ein prunkvolles, offizier der Reserve", wenn ein französischer Bürger, merkwürdige Essener Prozeß, in seiner Art ein höchst war improvifirt worden, und was im Atelier ant wie fürzlich durch die Blätter ging, sich als charakteristisches Zeitdokument, nicht zu Ende. Aber jetzt Thiergartenrand sich zutrug, das drang alsbald in die berechtigten Mitwähler seines Departements" bezeichnete: schon gestattet er eindringliche Einblicke in die geistige Werk- Deffentlichkeit. Man schüttelte verwundert mit den Köpfen, so sollte man über derlei Bemühungen, seine eigene Würde stätte jener Würdenträger, die sich zunächst berufen glauben, Begas, der Grand- Seigneur lachte nur darüber. Noch im hervorzukehren, durchaus nicht spöttisch lachen. Und was will die bestehende Welt zu schirmen. Von Münter zu Mantell, März vorigen Jahres war der konservative Graf Limburgein einfacher Referendar, was irgend ein stimmberechtigter vom Gendarm zum Staatsanwalt, beherrscht sie ein Ge- Stivum bei Begas und sprach darüber, daß der Reichstag Wähler gegen einen wohlbestallten Hüter der Ordnung, danke: die Vorsehung zu spielen in dem großen Rettungs- statt der verlangten acht Millionen wohl nur vier Millionen gegen ein wichtiges Glied einer Kette, die uns den Schuh werk, das der bestehenden Gesellschaft geweiht ist, und ein für das Denkmal bewilligen werde. Begas, der Grandheiligster Götter der Nation verbürgt, besagen? fürchterliches Erempel an all denen zu statuiren, die dieser Seigneur, gedachte des glänzenden Costümfestes in seinem Ich gehöre zu den Leuten, die nicht die geringste Ehr- Gesellschaft sich als offente Gegner entgegenstemmen. Sein Atelier, des damaligen Freudenrausches und der besonderen furcht vor sich selber haben. Aber wenn mir eine mühevolle Vorwand ist so kleinlich, als daß er nicht ausersehen werden Veranlassung hierzu und erwiderte barsch: Was der Reichsa Erdenbürde aufgeladen würde, wenn ich bei Tag und bei könnte, um an ihm darzuthun, welche Lasten und Sorgen tag beschlösse, sei ihm sehr gleichgiltig. Er habe seinen Nacht sinnen müßte, wie ich vor aller Welt mein schweres die privilegirten Wächter der bourgeoisheiligen Kultur in Vertrag in der Tasche und führe das Monument aus, Amt verwalte, dann meine ich, würde der Respekt Hirn und Herzen tragen, wie fest und treu fie wie es projektirt sei. Minister Bötticher beeilte sich, die vor mir selber ebenfalls zunehmen und meine Seele aber Posten stehen. Kein Wunder, daß im selben stolze Herrensprache des Bildhauers zu korrigiren. könnte kongenialer sich mit der starken Seele des Gendarms Maße, in dem in ihren eigenen eigenen Augen die Reinhold Begas hätte kein Recht zu solcher Sprache Münter verbinden. Größe ihrer Aufgabe, ihrer Bestimmung, unsere herrliche und schließlich bewilligte der Reichstag statt acht Mit ungeheuchelter Ehrfurcht, wie jede Aeußerung Kultur zu vertheidigen und zu schützen, wächst, auch ihr vier Millionen Mart. Die fürstlichen Künstler der Rehoher Kraft, hat mich auch ohnedies jener Moment in dem Würdebewußtsein sich steigert. Von der Napoleonischen naissance hatten ihre hohe Manneswürde und wußten ste Meineidsprozesse Schröder und Genossen erfüllt, da die Soldateska wurde einftmals behauptet: Jeder einfache zu wahren gegen jedermann. Zu ihrer Zeit konnte es vorgroße, ungebeugte Gestalt Münter's sich erhob und stramm Kriegsmann trüge den Marschallstab in seinem Tornister. kommen, daß der Beherrscher einer Welt den Pinsel, der emporreckte, und da Herr Münter mit vernichtender Energie Heutzutage handelt mancher Münter innerhalb der Heer dem stolzen Maler zu Boden gefallen war, aufhob und ihn seinen Empfindungen über das„ Niederfallen Schröder's" schaar zur Stütze der Ordnung" und Gesellschaft, als mit ehrfürchtigen Worten dem Künstler übergab, wie die Ausdruck gab. Wem ist es nicht bekannt, daß man dirigirte er bereits mit dem Marschallstab vor der großen Anekdote berichtet. Was thut der Künstler Grand- Seigneur ungeberdige Elemente mit Königsaugen bändigen erstaunten Welt. von heute? Er, der zuvor entrüftet erklärt, nur für acht tann? Also wirfte Herrn Münter's Auftreten. Der großen staunenden Welt soll ja auch am heutigen Millionen sein stolzes künstlerisches Projekt durchführen zu Er maß den rebellischen Wicht, den Schröder, mit furcht- Sonntag ein symbolisch- feierliches Schauspiel geboten werden, können, nimmt schließlich auch vier Millionen; damit die gebietenden Blicken, er donnerte ihn an mit dem kommando- die schon erwähnte Grundsteinlegung zum Nationaldenkmal tlägliche Geschichte ein kläglich Ende nehme. geübten Drgan, vor dessen Gewalt einst die Soldaten auf für Kaiser Wilhelm I." Ueber die Art, wie der stannenden Alpha. Zeuge Bergmann Rüsenberg: Schröder schien mir an- Ischeinen danach nur den zweiten Fall Schröder's gesehen zu| getrunken.ors.: Weshalb schien es Ihnen so?-3euge: haben.) " = Fünf weitere Zeugen konnten zur Sache gar nichts bekunden. Diese und noch einige andere Zeugen, die unerhebliche Befun dungen gemacht haben, werden entlassen. Um 1/28 Uhr tritt eine 3/ 4stündige Pause ein. B Weil er so unvernünftig war und eine Rede zu halten wünschte, Bergmann Banasch bezeugt mit größter Bestimmtheit, daß wozu er gar kein Recht hatte.( Heiterkeit.) Auch sonst durch Schröder einmal gestoßen worden und zweimal hingefallen ist. fein Auftreten. Münter hat Schröder nicht angefaßt, sonst hätte Ob er vor dem zweiten Fall auch gestoßen worden ist, weiß er ich es unbedingt sehen müssen, ebenso wie das behauptete zweite nicht. Er sei nicht Sozialdemokrat, sei nach der Aufforderung Stoßen. Wilking faß hinter dem Ofen. Verth. Grieving: Brockmeyer's an die Sozialdemokraten noch ein Weilchen fizzen Hat Schröder auf dem Podium oder neben dem Podium ge- geblieben und dann nach Herne nach Hause gegangen. Zu Bomm Soziale Rechtspflege. standen? 3euge: Das weiß ich nicht. Verth.: Wohin ist er nicht gegangen. Gewerbegericht. Eine Entschädigungsklage mehrerer Rellner fielen die Hände? Zeuge: Das weiß ich nicht. Berth.: Es entsteht ein lebhaftes Intermezzo. Dem Staatsanwalt gegen den Hofträteur Borchardt, über die wir kürzlich berichteten, Und doch wollen Sie alles genau beobachtet haben. 3euge: ist schriftlich Anzeige gemacht worden, daß der Zeuge Rechts- war abgewiesen worden, weil das Gewerbegericht die Firma Ja, gewiß. Der Zeuge bestreitet bestimmt ein zweites Fallen anwalt Dr. Niemeyer gestern wiederholt aus dem Saale ge- Borchardt nicht für den richtigen Beklagten hielt. Ihre AnSchröder's. gangen sei und andere Entlastungszeugen über die Vorgänge im sprüche, welche die Kläger bekanntlich auf die Behauptung Zeuge Bergmann Hagemeier weiß nicht, ob die Ver- Gerichtssaal unterrichtet habe. Der Staatsanwalt erklärt, so un- stützten, von dem Geschäftsführer des hiesigen Konzertfammlung vertagt wurde. Brust sei zu Schröder herangetreten, glaublich der Vorwurf gegen Herrn Rechtsanwalt Niemeyer sei, hauses als Beauftragten Borchardt's für das große um ihn hinauszuweisen. Münter hat Schröder nicht angefaßt, so dürfe er doch die Anzeige nicht ganz unberücksichtigt laffen. Festessen gelegentlich der Eröffnung des Nord Ostseefonst hätte ich es sehen müssen. Ich beobachtete Münter sogar, Jhr Urheber ist Gendarm Münter. Derselbe muß vorKanals engagirt, zur Arbeit aber nicht zugelassen weil ich eine eigenthümliche Meinung von ihm hatte. Er hatte treten und erklärt, er habe vom Gerichtsdiener erfahren, daß Herr zu sein, haben dieselben darauf gegen diesen Beauftragten, die rechte Hand am Degen. Vors: Wohl die linke. Niemeyer wiederholt den Saal verlassen und mit den Ent- Scheibel, gerichtlich geltend gemacht. Wider Erwarten erklärte Beuge: Ja, die linke. Borsigender: Wo war lastungszeugen draußen tonferirt" habe. Offenbar sei das doch Wilfing? 3euge: Wilting war hinter dem Ofen. Berth. gefchehen, um den Beugen mitzutheilen, was vorgehe oder was ich das Gewerbegericht nicht für unzuständig- Scheibel war garnicht ihr Arbeitgeber sondern verurtheilte den nunGrieving: Mir fällt auf, daß die Zeugen aus fie fagen sollten. Der Beuge Rechtsanwalt Niemeyer hat doch mehrigen Beklagten zur Zahlung der beanspruchten Entschädidem christlichen Bergarbeiterverein meist genau ebenso gut wie ich auf der Zeugenbank zu fizen? Diese Aus- gungen. Für maßgebend erachtete es in materieller Hinsicht den mehrigen Beklagten zur Zahlung der beanspruchten Entschädidieselben Ausdrücke gebrauchen: ich hätte es fage Münter's rief Gelächter und großen Unwillen auf allen gungen. Für maßgebend erachtete es in materieller Hinsicht den Umstand, daß Scheibel auf die von der Stellenvermittelung des sehen müssen," Münter trat zwar scharf an Seiten hervor. Bors: Ich habe Herrn Rechtsanwalt Nie- Kellnerbundes ausgegebenen grünen Karten bei der VorSchröder heran". Ist in den Kreisen des christ- meyer beurlaubt. Was haben Sie selbst gesehen? stellung der Kläger den Vermerk gesetzt hatte: angen.( an= lichen Bergarbeiter Vereins die Sache mehr Münter: Daß Herr Niemeyer herausgegangen ist.( Große genommen) Sch." Das Gericht meinte, wenn auch Scheibel allem fach erörtert worden?- 3cuge: Meines Wissens Heiterkeit.) Die Rechtsanwälte Grieving und Dr. Wallach nicht. Borf.: Die gleichen Ausdrücke erklären sich wohl das führen dem Zengen die unmotivirte Beleidigung und den un- Anschein nach nur damit habe andeuten wollen, er hätte die ihm zugesandten Leute gesehen, so hätten die Kläger doch annehmen her, daß die meisten Beugen schon in der früheren Verhandlung sinnigen Schluß, den er zieht, vor Augen, halten aber jetzt eine müssen, sie wären engagirt und infolgedessen sei er entschädigungsvernommen worden und daß da die Ausdrücke oft gefallen sind. Bernehmung des Gerichtsdieners für nöthig. Derselbe wird verpflichtig. Bergmann Eckert hat in der Versammlung neben Schröder eidigt und sagt aus, daß er den Münter auf dessen Frage, ob gefeffen. Er sagt, Münter habe gegen den Schröder eine stoßende Niemeyer draußen mit anderen spreche, Ja geantwortet habe, Quatschen Sie doch nicht", hatte ein Schlächter, der Bewegung mit dem Arm gemacht und Schröder sei hingefallen. daß er aber sonst nichts wisse und dem Münter auch nichts ge- mit feiner Madame in Streit gerathen war, wiederholt derselben Es sei nun Bravo gerufen worden und er habe seine Aufmert fagt habe.( Heiterkeit.) Der Fall ist damit erledigt. Der entgegengerufen und ihr dabei in Gegenwart einer Menschen samkeit den Bravorufern zugewandt. Die weiteren Vorgänge Staatsanwalt erklärt, daß er den Vorgang, die ganze Auf- menge mit den Händen vor dem Gesicht herumgefuchtelt. habe er deshalb nicht genau beobachtet. Staatsanwalt: werfung der Frage, sehr bedauere. Münter, der da Unter den obwalkenden Umständen betrachtete das Gericht Sind Sie ein Freund Schröder's? eine grobe Beleidigung, also Vors.: Sind Sie Partei- wischenredet, wird vom Vorsitzenden ermahnt, diesen guten Rath für genosse Schröder's?- Beuge: Jawohl, ich bin Partei- bescheiden zu sein.- Verth. Wallach: Münter hat für einen gesetzlichen Entlassungsgrund, obgleich es anerkannte, genoffe. Vorsitzender: Wer hat Wer hat Sie als Beuge den Kollegen Niemeyer schiver beleidigt.- Berth. Grieving: daß der gewöhnliche Umgangston zwischen Arbeitgebern und benannt?- 3euge: Ich habe mit Schröder schon im Natürlich ist das eine Beleidigung. Arbeitnehmern des Schlächtergewerbes auf einem sehr Lokal Bomm darüber gesprochen, weil ich die Handlungs- Beuge Zeitungsträger Geyta bekundet, Münter habe Schröder tiefen Niveau stehe. weise des Gendarmen für ungerecht hielt. Berth. Grieving: schon am Tisch angefaßt. Er weiß auch von beiden Stößen. Neues Arbeitsverhältniß. Die Kündigung sei Ist im Lokal von Bomm schon allgemein die Rede gewesen, daß Schröder sei dann schnell zur Thür hinausgegangen, er war ausgeschlossen gewesen, wandte ein Beklagter gegen LohnentSchröder zweimal gestoßen worden. 3euge: Jawohl, ganz ganz verwirrt draußen und wollte einen falschen Weg ein- schädigungsansprüche zweier Arbeiter ein. Es wurde darauf festallgemein. schlagen. Er, Zeuge, habe den Schröder auf den rechten Weg gestellt, daß der frühere Arbeitgeber der Kläger, dessen Betrieb Zeuge Bergmann Meyrich behauptet, Münter habe den nach Herne aufmerksam gemacht. Zeuge spricht von einem der Beklagte käuflich übernommen, allerdings mit denselben Schröder mit der rechten Hand gestoßen, die linke Hand Münter's Kassentisch dicht neben der Bühne. Es ist ein Widerspruch Kündigungsausschluß vereinbart hatte, daß aber den Klägern, die fonnte er nicht sehen, er sah noch wie Gendarm Münter nach zwischen der heutigen Aussage und dem von Ceyka unter zu dem neuen Geschäftsinhaber sogleich bei der Geschäftsüberdem am Boden liegenden Schröder griff, habe aber sein Bier schriebenen Protokoll. Deshalb soll der Untersuchungsrichter nahme in ein Arbeitsverhältniß iraten, von letteren keinerlei Be ausgetrunken und seinen Hut genommen und die weiteren Vor- vernommen werden. Bors. Sind Sie Sozialdemokrat. dingung gestellt, jedem jedoch 1 M. mehr Lohn gezahlt wurde, gänge nicht gesehen. Beuge hat vor dem Untersuchungsrichter Beuge Ceyka: Nein, aber ich unterstütze die sozialdemokratischen wie vorher. Das Gericht wies hierauf den Einwand des Küngefagt, Münter habe seine Hand fortwährend" auf Schröder's Bestrebungen. Polizeikommissar Brodmeyer: Der Beuge digungsausschlusses zurück: Das Arbeitsverhältniß zum Beklagten Schulter gehabt, er schränkt jetzt diese Behauptung ein. Er war ist Sozialdemokrat. Er bringt Hochs auf die sei nicht als Fortsehung desjenigen anzusehen, für welches die dann auch mit in der Wirthschaft Bomm gewesen und sei über Sozialdemokratie aus.- 3euge: Ja, ich trage auch Kündigung ausgeschlossen wurde, vielmehr wäre es ein ganz neues das Hinauswerfen Schröder's gesprochen worden. Auf Befragen die Arbeiterzeitung aus. Vertragsverhältniß, für das der dem Beklagten erwünschte Küns des Staatsanwalts giebt er an, daß er Parteigenosse Schröder's Beuge Untersuchungsrichter Geisler: Ceyta hat den digungsausschluß besonders hätte verabredet werden müssen. und sechsmal wegen Hausfriedensbruchs, Unterschlagung, Sach- ersten Fall oder Stoß nach einem ganz falschen Plaze verlegt, Es wurde zur Begründung auf die feſtgeſtellten Thatsachen vers beschädigung und Bettelns bestraft sei. Bergmann Resten fünf Meter von der Thür, und wollte seine falsche Aussage be- wiefen. aus Herne bekundet, Schröder habe von Münter einen Stoß ins schwören. Bertheidiger Grieving hält einen Irrthum, wie Neichs Versicherungsamt. Ob die Folgen jugends Genic erhalten und sei auf den Bauch hingefallen nach der er dem Geyka begegnete, für leicht möglich.- Rechtsanwaltlichen Leichtsinn 3 event. Rentenansprüche begründen, dieſe Thür zu. Vors.: Der Gendarm Münter sagt aber, es sei Niemeyer tritt ein und erbittet sich das Wort zu einer Benicht wahr. 3e uge: Ich habe es aber mit meinen eigenen merkung in bezug auf die Bekundung, welche in seiner Abwesen- ber jugendlichen Arbeiterin Hahn gegen die norddeutsche EdelFrage stand in einem Prozeß zur Entscheidung, der im Namen Augen gesehen. Vors. Sind Sie Parteigenosse Schröder's? heit dem Vernehmen nach ein Benge, angeblich Münter, und Unedelmetall- Berufsgenossenschaft geführt wurde. 3euge: Das kann ich nicht sagen, ich bin dafür, meine gemacht habe. Die Angabe, daß er mit ein ein Mädchen hatte, faum fünfzehnjährig, in einer MetallwaarenLage zu verbessern. Vorf.: In dieser Allgemeinheit werden 3 eugen über die verhandelte Sache gesprochen Fabrit gearbeitet. Am 15. November 1893 trat fte an wir wohl alle dafür sein.( Heiterkeit.)- 3euge ist auch mit habe, sei unwahr. Er habe nur mit dem Zeugen die Exzenterpresse einer Kollegin, die zum Schneiden von nach der Wirthschaft Bomm gegangen, mit wem aber und was Dr. Lütgenau eine allgemeine Konversation geführt. Blechscheiben dient, und begann mit dem Mädchen dort besprochen, will er nicht wiffen. Vors.: Es besteht unter allen an der Urtheils- eine Unterhaltung. Sie erzählte unter anderem von den Zeuge Bergmann Keller hat beide Stöße Münter's ge- findung betheiligten Personen nur das eine Burschen, mit denen sie bekannt war, und legt dabei ihre Hand sehen. Es wurde„ Bravo" und" Raus mit dem Kert" gerufen. Urtheil, daß die Behauptung des Münter ganz auf die Platte der Presse, und zwar so, daß der Schnitt" der Wie Schröder aus dem Saal hinausgekommen ist, hat er nicht unbegründet ist. Erster Staatsanwalt Peterson: Maschine beim Zudrücken bezw. Butreten ihrer Bedienerin unbeobachtet. Beim zweiten Stoß sei Münter etwas vorwärts Von wem haben Sie den Zwischenfall so schnell erfahren? fehlbar die Hand der jungen Hahn treffen mußte. Die Aufgegangen und hätte sich etwas gebückt. Bors: Sind Sie R.-M. Niemeyer: Von dem Journalisten Herrn Guttmann, forderung der Kollegin, doch die Hand weg zu nehmen, leistete Parteigenosse Schröder's?- 3 euge: Nein. Vors.: Sie der mir eben auf dem Korridor begegnete.. find aber Mitglied des Verbandes? das leichtsinnige Mädchen nicht Folge, sondern erging sich in 3euge: Seit 1891 Diesem ernsten Zwischenfall folgte ein heiterer Zwischenfall. nicht mehr. Borf.: Warum denn nicht?-Beuge: Seit Ein czechischer Bergmann Gifa, der fein Wort deutsch kann, allerlei dummen Scherzen. Auf die wiederholte dringende Aufich verheirathet bin, habe ich nicht mehr bezahlt. wird von einem Dolmetscher, der, wie sich herausstellt, das forderung, doch nun endlich die Hand fortzunehmen, und auf die daran geknüpfte Drohung, sonst zuzudrücken, antwortete das junge Vors.: Wann sind Sie aus der Versammlung weggegangen? deutsche auch nur mangelhaft beherrscht oder einen anderen Mädchen, ohne die Hand zu rühren:" Preß nur zu, ich werde sie schon Beuge: Jch war fast bis zu Ende in der Ver- czechischen Dialekt spricht, vernommen. Die Schwierigkeiten der fammlung und bin erft fortgegangen, als Bruft zum Einzeichnen Vernehmung erregen oft die Heiterkeit des Gerichts und der Zu- rechtzeitig zurückziehen". Die andere ließ sich das nicht zweimal zu sagen und einige Finger der Hahn flebten an dem Schnitt. in den Verein aufgefordert hat. Bei Bomm war ich nicht. hörer. Der Zeuge, der im übrigen einen durchaus glaubwürdigen Die schon genannte Genossenschaft hielt sich unter diesen UmStaatsanwalt: Wie kommt dann in den Personalakten Eindruck macht, hat auch gesehen, daß Münter den Schröder hin- ständen nicht entschädigungspflichtig; sie erblickte in dem ge= der Vermerk, Herr Keller sei Sozialdemokrat. Kommissar geworfen hat. Er habe mit Ceyka darüber gesprochen. Ceyka habe Brockmeyer weiß darüber nichts zu sagen. ihn aber nicht beeinflußt. Er wisse was er sage und wolle seine Familie schilderten Verhalten der Klägerin eine vorsätzliche Handlung, wie fie nach dem Gefeß die Verpflichtung ber in Erster Staatsanwalt Peterson weist darauf hin, daß schützen. Staatsanwalt: Herr Dolmetscher, fragen Sie Frage kommenden Genoffenschaft aufhebe, Unfälle in vers im Vorwärts" gerügt worden sei, der Beden Mann, ob er der sozialdemokratischen Partei angehört.icherten Betrieben zu entschädigen. Das Schiedsgericht lastungszeuge Rommissar Brodmeyer leite die Dolmetscher: Er sagt, er gehöre feiner Gesellschaft an.verurtheilte jedoch die Berufsgenossenschaft zur RentenBorvernehmungen der Entlastungszeugen. Er Staatsanwalt: Die polizeiliche Auskunft lautet, daß er zahlung. Von einer vorsätzlichen Herbeiführung des Unbitte den Zeugen Brockmeyer zu fragen, ob das wahr sei. Anhänger und Agitator der sozialdemokratischen Partei. falls fönne nicht die Rede sein, sondern nur von einer Zeuge Brock meyer bestreitet, daß er eine Vernehmung( Bei dem Wort Agitator lacht selbst das Richterfollegium.) von Zengen in dieser Sache vorgenommen habe, nur eine eilige Bergmann Jürgensen hat erst aufgesehen, als Schröder folossalen Leichtfertigkeit; sei nun diese auch die Ursache des Uns Ermittelung des noch in letzter Stunde geladenen Beugen Mönt- schon lag. Schröder habe sich aufgekrabbelt, als er noch einmal falls gewesen, so müsse derselbe doch als Betrieb 3Er giebt aber zu, bei Bernehmung einzelner hinfiel. Gendarm Münter, der ihm den Rücken zukehrte, habe unfall angefehen werden, der einen Unfall. Rentenanspruch rechtfertige. Das Reichs- Ver Bersonen zugegen gewesen zu sein und einige eine Bewegung gemacht. Er schließe daraus, daß Wiünter ge- ficherungsamt bestätigte auf den Reknr3 der Genossenschaft Bemerkungen hineingeworfen zu haben. stoßen habe. Den Stoß selbst habe er nicht gefehen. Der Beuge dieses Urtheil.-Zu erwähnen ist noch, daß der zuständige Verth. Grieving fonstatirt, daß im Dortmunder, General ist schon mehrmals mit Zuchthaus und Gefängniß bestraft. Anzeiger" gestern die Behauptung gestanden habe, Rechtsanwalt Borf.: Sind Sie Sozialdemokrat?- 3euge: Ja, seit diesem Gewerbe- Inspektor zu der Sache sich dahin geäußert hat, es wäre Niemeyer habe wegen völliger Aussichtslosigkeit die Vertheidigung Winter, wozu mich die Herner Polizei gemacht hat. Borf.: am besten, so jugendliche Leute in Fabriken überhaupt nicht zu niedergelegt.- Vorf: Es ist ja eine alte Thatsache, Wieso denn?- 3euge erzählt einen Vorfall aus einer Ver: beschäftigen, da ihnen noch der nöthige Ernst zur Arbeit fehle. daß in allen Zeitungen oft unrichtigkeiten stehen. Wir wissen ja sammlung, wo er einen Konflikt mit den Polizeibeamten gehabt alle, daß diese letzte Behauptung der größte Unsinn ist, den man haben will. sich denken kann. " mann. : - Erster Staatsanwalt Peterson: Die Notiz im Vorwärts" stammt aus der Rh.- Westf. Arbeiterztg". Der Redakteur dieser Beitung ist wohl hier und könnte vielleicht über den Ursprung Dieser Mittheilung Auskunft geben. Der anwesende Dr. Lütgena u erklärt sich dazu bereit. Der Vorsitzende lehnt es aber ab, da eine solche Ermittelung für die vorliegende Untersuchung nicht von Werth sei. Zeuge Bergmann Pirts, mehrfach bestraft, erzählt auch von zwei Stößen. Erst auf Vorhalt giebt er eine dreimalige Bestrafung zu. Zeuge Kuß low sti spricht auch von einem Anfassen des Gendarmen. Schröder sei darauf gefallen. Auch ein zweites Mal habe der Gendarm nach Schröder gefaßt. Beuge Bergmann Jakob Klein tann nicht sagen, wie Schröder gefallen ist. Er fann sich auch nicht erinnern, daß Schröder zweimal gefallen ist. Zeuge Bergmann Theodor Klein sagt ebenso Bergmann Mudziolik hat das Greifen des seitlich von wie der Vorzeuge aus. Zeuge Bergmann Erpel: Münter Schröder stehenden Münter nach dem Nacken des Schröder ge: hat den Schröder gehörig gestoßen. Vors.: Wie hat er ihn sehen, ebenso das zweite Greifen, nachdem Schröder sich zu drei gestoßen? 3euge: Ja, wenn ich Einen hier so hätte, tönnte viertel wieder erhoben habe. Es sei so rasch erfolgt, daß er eine ichs zeigen.( Heiterkeit.) Bors. Mit einer Hand oder mit genaue Beobachtung nicht machen konnte. Vorf.: Sind Sie zweien? 3euge: D, der kann das mit einer Hand. Barteigenoffe Schröder's?- 3euge: Nein. Vor f.: Waren( Stürmische Heiterkeit.) Vors. Ich möchte doch um Ruhe Sie auch bei Bomm? 3euge: Nein. bitten. Beuge Bergmann Bisalsti deckt sich in seiner Aus3 nach- fage Hier wird um 18 Uhr die Verhandlung bis auf 4 Uhr nach fage mit den Bekundungen Schröder's. Zeuge Bergmann mittags vertagt. annenberg weiß nichts Bestimmtes. Er bekennt sich als In der Nachmittagssigung wird die Beweis- Parteigenoffe Echröder's. Zeuge Bergmann Kemper aufnahme mit der Vernehmung des Zuschneiders Senft fort will zuerst behaupten, daß Münter den Schröder schon auf gesezt. Zeuge bekundet: Ruhlig theilte mir mit, daß Schröder dem Wege zum Kassentisch angefaßt hat, nimmt aber zu Boden geworfen sei und ich sah Schröder liegen. Borf.: auf Vorhalt diese Behauptung zurück. Ueber den Vorfall am Können Sie sich genau besinnen? Zeuge: Jawohl. Nuhlig Rassentisch weiß er nichts bestimmtes. Zeuge Bergmann sagte, fieh mal, jetzt ist Schröder vom Gendarm hingeworfen Diebel hat gesehen, daß Münter den Schröder mit einer Hand Vors: Sind Sie Sozialdemokrat? Beuge: angefaßt, hat aber nicht gesehen, ob Schröder gefallen ist. Er Staatsanwalt: Haben Sie nicht schon sozial- fagt, er sei kein Sozialdemokrat, aber auf die Aufforderung an demokratische Versammlungen einberufen?- 8euge: Nein, die Sozialdemokraten habe er auch den Saal verlassen. Er benoch niemals. Staatsanwalt: Der Kommissar Brock- suche sämmtliche Versammlungen. Beuge Schneider Kranich meyer hat das zu den Atten gegeben. Der Bertheidiger ging gerade hinaus, als er noch hörte, daß Schröder sein Entree bittet nach dem Vorgange der Staatsanwaltschaft den Beugen zurückforderte. Er hat sonst nichts wahrgenommen.- Staatszu fragen, ob er bestraft sei. Der Zeuge ist unbestraft. anwalt: Sind Sie Sozialdemokrat? 3euge: Jawohl. Benge Schlosser Ruhlig hat den Schröder nur fallen Beuge Schneider Genny hat flüchtig gesehen, daß Schröder am fehen und angenommen, daß ihn der dicht hinter ihm stehende Boden lag, das ist alles. Zeuge Bergmann Engelhardt Gendarm hingestoßen hat. Er hat den Senft darauf aufmerksam hat wohl den Fall Schröder's, aber feinen Stoß Münter's gegemacht und ihm gesagt, der Gendarm hat ihn hingestoßen. Er sehen. Er hat die Vorgänge nicht so beobachtet. Vors. hat nur einen Fall Schröder's gesehen und zwar hat Schröder Sind Sie Sozialdemokrat? 3euge: Nein, ich bin katholisch. in der Nähe der Thüre gelegen.( Die letzten beiden Zeugen( Heiterkeit.) worden. Nein. Gerichts- Beitung. Das Für Juhaber von Handreinigungsstellen, Portiers, denen die Hausreinigung obliegt 2c., dürfte ein Urtheil ganz be sonders interessant sein, welches am 15. August der Ferien- Straffenat des Kammergerichts fällte. Der Portier Janek wurde be schuldigt, die Polizeiverordnung vom 28. November 1876 übertreten zu haben und sollte dafür mit einer Geldstrafe büßen. Ein Schuhmann hatte am 2. Februar d. J. nämlich bemerkt, daß auf dem Bürgersteige vor dem Hause, in dem Janet die Portierstelle inne hatte, Salz geftreut war, was jene Polizeiverordnung verbietet. Janek führte vor dem Schöffengericht aus, daß er um 83/4 Uhr, um welche Zeit der Diener der heiligen Hermandad den Verstoß gegen die Verordnung entdeckte, schon längst nicht mehr zu Hause gewesen sei und er persönlich unmöglich das Salz gestreut haben tönne. Schon gegen 6 Uhr sei er, ein alter Arbeiter, seiner Arbeitsstätte zugeeilt. Schöffengericht und Straf. fammer verurtheilten dennoch den Angeschuldigten. Sie nahmen an, daß er, der die Verpflichtung zur Reinhaltung des Hauses übernommen unb dem es oblag, dafür zu sorgen, daß sich der Bürgersteig vor dem Hause im ordnungsmäßigen Zustand befand, auf jeden Fall verantwortlich bleibe. Der Verurtheilte legte nun beim Kammergericht Revision ein, in dem er dasselbe wie vor den anderen Instanzen geltend machte und noch aus. führte, er wisse auch nicht, wer das Salz gestreut haben fönnte. Der Senat ertannte entgegen den Darlegungen des Staatsanwalts auf Aufhebung der Vorentscheidung, die er für unhaltbar erklärte. Bur Begründung wurde ausgeführt, daß der Angetlagte nicht unter allen Umständen verantwortlich gemacht werden könnte, etwa für etwas, das andere Personen gethan hätten. Nur dann könnte er haftbar und strafbar erscheinen, wenn er selbst das Vergehen begangen oder mit dem Salzstreuen etwaige Gehilfen beauftragt hätte, oder auch, wenn die strafbare Handlung von anderen Personen mit seinem Wissen und Willen ausgeführt worden wäre. Die Waarenbestände der ' schen 54 Brangelite. 54 Fabian& Simon Konkursmasse ibi bestehend aus: Trikotagen, Woll- u. Weißwaaren, Gardinen, Teppichen u. Läuferstoffen, Blousen, Hanskleidern, Kinderkleidern, Haus- n. Wirthschaftsgeräthen, Galanterie- u. Spielwaaren u. anderen Waaren sollen werktäglich von 8-12 Uhr vorm. u. 2-8 Uhr nachm. zu festen Tarpreisen ausverkauft werden.[ 3012L Vortheilhafteste Bezugsquelle. MöbelKaufgelegenheit bietet sich Brautleuten zc. im Möbelspeicher, 17212* Rosenthaler Strasse 13, 1. 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Kaufhauses nach meinem eigenen Hause Spandauer Brücke 2, was bestimmt bis Ende Januar 1896 erfolgen muss. tiger Ausverkauf viger Verlegung Nach 6monatlichem Bestehen der zweitgrösste Cigarren- Fabrikant Berlins, wie fich Jedermann durch die Ortskrankenkasse der Cigarren- Arbeiter überzeugen kann; das dürfte wohl genügend die Güte und Billigkeit meiner Fabrikate beweisen. Cigarren so billig wie noch nie! Cigarren so gut wie noch nie; durch den Ankauf verschiedener Koloffaler Bosten Nohtavate im Gefammtbetrage von fiber 100,000 Brandfläche zum Theil breit, zum Theil eng, um nach der Mitte bin breit zu werden und wiederum an der Rauchs Mart, ab Amsterdam. Bremen, Hamburg, fowie auch lombardirter Poften aus den feinsten Gewächsen beftebend. feite eng zu enden. Es wird dadurch ermöglicht, daß die Ansammlung des Nicotins böchstens zum dritten Theil so als Havana, La Cruz des Almas, Havana: Mexico, St. Felix, Borsten- Java 2c. 2c., ferner durch Ab- start sein kann, wie in den altbergebrachten Formen. weil zur Ansammlung des Nicotins höchstens der dritte Theil schlüsse von ca. 5 Millionen Cigarren zu so billigen Preifen wie nie auvor, sowie durch das Bestreben, meine des Raumes vorhanden ist. Es entgeht dadurch dem Raucher nichts vom Genuß und find die nachtbeiligen Folgen verMitarbeiter auch in der stillften Zeit lobnend zu beschäftigen( was ich ftets als meine vornebmfte Aufgabe bemmiftaemäß bis auf ein Drittel aufammengefchmolzen und fann somit jeder den Stummel feiner Reform- Cigarre mit trachtete). Was will ich mit meiner Reform- Cigarre? Die Form meiner Reform- Cigarre beginnt an der der größten Gemüthsruhe ohne Gefahr für sein förrerliches Wohl rauchen, was bei den alten Formen niemals der Fall war. 5 Millionen Cigarren- Abschluss! Bitte die Bedingungen für Verkauf und Versand aufmerksam zu lesen. Bet verlebent, als Gelchent bei, wenn fich ber betreffende Beſteller auf dieſe Beitung bezieht. Die Marken bis zum Rabatt. Jedem Einkauf refp. Auftrage füge ich ein Riftchen, enthaltend 5 Cigarren in verschiedenen Marken mit Breifen Breise von einschließlich 2,25 Mart per 100 Stück find von Rabattgewährung, Frantatur und Gratififation ausgeschlossen und werden 10 Bf. bei diefen billigen Marken für Verpackung berechnet. 4 Gigarren von jeder Marke können probeweise unentgeltlich geraucht werden; daffelbe gilt auch bei verfönlichen Einkäufen. Reclamationen fönnen nur innerhalb 16 Tagen vom Tage des Verfandes an berücksichtigt werden. Nur unter diefen Bedingungen wird verfandt und verkauft. • Nur gegen Nachnahme oder vorberige Einsendung des Betrages wird versandt. Der Besteller erlegt den Betrag uur als Unterpfand für die zur Prüfung empfangene Anfichts- Waare. Entspricht diefelbe feinen Erwartungen nicht, so beliebe er die Waare unfrankirt zurückzuschicken, worauf fofort die Rücksendung des Betrages, sowie der Auslagen erfolgt. Von dieser Schadlosbaltung des Empfängers bitte ich den ausgiebigften Gebrauch zu machen. Nuter 100 Stück von einer Marke werden nicht abgegeben. 300 Stück und darüber franko über ganz Deutschland. Bei Entnahme von 500 Stück 3% 1000 Stick 5% 2000 Stück und darüber 10% 4 Marfen Schweizer Cigarren und zwar Einlage, ca. 9% cm Ig.. 434 cm Umfa., bedeutend Marke Termala, ca. 10% cm lang, ca. 5 cm llif. flußig au machen, und behaupte von ihr, daß fie in Beaug A" B"" C" D" beffer wie bisher. 100 Std. Mk. 3,25. Eine in ihrer vollendeten Form sowohl, wie durch ihre auf Breiswürdigkeit nicht ihresaleichen findet." Diefelbe Marke" A" ca. 9 cm lang( Savanilles) 100 Std. Reform- Cigarre I. Für Gesunde n. Leidende, töftliche Mischung bergestellte Cigarre aus milden vollen und koftet. per 100 Std. Mk. 9,-. MK. 1,20. Das Softbarste in Geschmack und Aroma, mit Solafvige in jeder würzigen, edlen überfceifchen Tabacken mit ostindischer Marke ,, BB" ca. 8 cm lang, 100 Std. Mk. 1,25. Cigarre. ca. 112 cm la.. 5 cm lifa. 100 Std. Mk. 3,50. Decke, beren außerordentlich hervorragende Eigenschaften Holländische Cigarren, Brima Rembrandt van Marke„ C ca. 9 cm lang, 100 Std. MIK. 1,50. In Bezug auf Geschmack. Brand, Aroma u. Aus- Jeden immer mehr intereffiren werden, je länger er fie Ayn No. 3 per 100 Std. 5 Mart, No. 2 per Marke, ca. 10 cm long, 100 Std. Mk. 1,75. führung wird diefe Gigarre von Stauchern weit über das raucht per 100 Std. MK. 5,-. 100 Std. 6,50 Mark No. 1 per 100 Stat. 8 Mart. Marke 3( Sumatra), ca. 10/2 cm lang, ca. 5 cm mif., Doppelte geschätzt. Die Länge diefer 3 Marken ist ca. 15 cm, der Umfang ca. 4 cm. Der passionirteste Raucher wird in diesen Gigarren nach jeder Nichtung hin ob er an milde oder kräftige Gigarren gewöhnt nicht nur die vollste Befriedigung finden, sondern diefelben als seine unentbehrlichsten Marken nach einmaligem Versuch betrachten. Der Alleinverkauf für Deutschland ist mir übertragen. Da ich voraussetze, daß auch diese Marken bald von der Concurrens gefälscht werden, erkläre ich biermit, daß jedes Kiftchen Cigarren diefer Marten mit meinem Firmenstempel verjeben wird, und daß ich nur in diefem Falle für die Vorzüglichkeit eintrete. unfortirt in Papier verpackt, dafür vorzüglich im Geschmack Marke Lyra, Deli- Dede, rein überfeeifch mit Marke Vuelta Abajo, ca. 10% om lama. Marke Delikatesse, Buiten: Jabnede Marke 9, La Cruz des Almas, gemischter Ginlage, 12 Wit. ver 100 Std. nicht zu hoch bezahlt. Durch den mit = per 100 Std. Mk. 2,-. Felig in der Einlage, ca. 11 cm la.. 5 cm Umfa. cm Umf. Noch nie dagewesen! 100 Std. Mk. 3,75. Die Krone aller Havana- Tabate, der Gipfel föftlichen ca. 10 lang, ca. 5 cm mf., mit Aromas und mildesten Geschmacks, ist die Cigarre mit hervorragend feiner, rein überseeischer Einlage, ca. 82 cm lang, 44 cm Umf.( einer der hervorragendft. Brafil- Tabake) m. oftindisch. Tabat vortheilbaften Einkauf von über einer balben Million ver 100 Std. Mk. 2,25. gedeckt, vollwürzige, cdle Cigarre per 100 Std. Ik. 4, faufe ich diefelbe mit per 100 Std. Mk. 6,-. ca. Marke 4( Sumatra), ca. 10½ cm lang, ca. 5 cm 1lin ,, Neue Marke Sanitas", Reform Facon Marke Raphaëli II, 11 cm lang, ca. Straßen- Gigarre, nicht beläftigend, von durchaus vorzüg- Neue Façon. 6½ cm Umfang, ver ( feidige Vacas lichem Geschmack, in schlankem Façon, tadellofer Brand ran- Deli- Dede), ca. 10% cm lang, ca. 5 cm lif., 100 Std. 6 Mk. Bei der Einführung dieser Cigarre per 100 Std. MIK. 2.50. leidenden Rauchern zu empfehlen, von durchaus lieblichem im April 1893 fekte ich zwar voraus, daß fie den Beifall Felix Cigarre, frühere Marke Remedio, Felix Decke, Geschmack, ein Gemisch edler überfeeitcher Tabate, wenig der raffinirtesten Feinschmecker finden und viel gekauft rein überfeeische Einlage, ca. 8/2 cm lang, 4/4 cm Umf. Nicotin entbaltend. ver 100 Std. Mk. 4,- werden wird. Der Consum bat jedoch meine fübuften 100 Std. jekt ur M. 2,75. ca. lang, ca. ver 100 Std. Mk. 4,50. das Geheimniss der Cigarren- Fabrikation! ift Echt importirte Cigarren, asiatisches Gewächs, = welche von alt raffinirten Rauchern, bezüglich ibres Aromas sowohl als auch in fanitärer Hinsicht den echten Havana Importen vorgezogen werden. ca. 104 cm lang, 5 em linfang per 100 Stück wit. 5,-. ca. 104 cm lang, 5/2 cm Umfang ver 100 Stüc Mr. 6,-. 100% em lang, id. 5% cm, Ilmf, biefelbe in ichlantem teformfacon, circa 9½ cm lang, 5% cm fuifang, boch Marke Raphaëli I, 18 cm.-teMarke 5 Frühprontenaben- Cigarre, Reaelfaçon, circa„ Neue Marke Rose von Schiras" Grwartungen weit übertroffen. Facun, ca. 10 cm lang, 5 cm Umfang. Hervorragend feine Brafil Einlage und Deli- Decke: dieſe Mischuna aalia- Bockfaçon, ver 100 Stüc jekt nur Mk. 7,50. im Geschmack fann ich sie Jedem empfehlen, deffen Beruf es empfiehlt sich allein erbeifcht, viel Cigarren zu rauchen per 100Std. Mk.3,- Reform- Cigarre II, Für Gesunde und Leidende. Neue Marke General, ca. 102 cm lang. Marke 7( Sumatra), etwas fleiner in Façon, bedeutend das Koftbarste in Geschmack u. Aroma, mit Holzfpike in ieder ca. 5 cm Unif. Mit dieser Havana- Gigarre, welche eleganter ausgestattet, in Einfallriften verpackt, zu Ge- Cigarre, Deli- Maatschappy, bochfein, rein überfeeisch mit aus einer Bufammenfeßung der alleredeliten Tabale schenken geeignet per 100 Std. Mk. 3,-. Para- Euba in der Einlage, ca. 11/2 cm lana. 5 cm besteht, glaube ich nicht nur den raffiuirtesten Raucher Mocca Cigarre, Sumatra- Decke, rein überseeische Umfang per 100 Std. Mk. 4,50. au befriedigen, sondern den unversöhnlichsten Widersacher Damit jeder Raucher fich ein Bild von dem Geschmack und Gewicht der so verschiedenartig in der Gigarre zusammengestellten Tabake machen lernt, verrathe ich ihm in folgendem Preisverzeichniß St. Felix- Einl., auf. 20 Bfd., ca. 14 cm lg., 6 cm Umfg.,| Eint, auf. 15% Bid., ca. 11% cm Ig., 52 cm Umfa. befchu. u. unbeschn. 100 Std. Mk. 6, Diefelbe Marke in Reform- Façon 100 Std. Mk. 6, Marke Sumatra,* 2 Vid. Sumatra Tecke. 4 Bfd. Marke Mandi Angin, Ref Façon, 2 Bid. Mandi Marke Tandem, Ref- Fac. 2 Vid. Deli- Decke. 4 Vid. Domingo- Umbl., 4 Vid. Brafil und 4 Vid. Java- Einl., Angin- Decke, 5 Vid. Deli- Umbl.. 8 Vid. Felix- Eint., auf. Deli- Maatschappy- Umbl.. 1 Bld. Havana u. 4 Bid. St. auf. 14 Bfb.. ca. 10 cm la., 5 cm llmig. 100 Std. Mk. 4,15 Bfb., ca. 10% cm lg., 5/2 cm Umfa. 100 Std. Mk. 5,- Felix Eint., auf. 11 Bfd., ca. 10 cm la.. 54 cm unfa. Marke Vorsten Java," Reform- Façon, 2½½ Bfd. Borsten- Java- Decke, 5 Vib. Domingo- Umbl. 8fd. Felix- Fint. Marke Delb.* Ref- Fac. 2 Vid. Deli Dede. 5 Bib. Marke 91er Havana. Re- Fac. 2 Vid. Havana auj. 15/ Bib., ca. 12 cm( a.. 5/ em llfa. 100Sta. Mk.4,50 Mandi Anain Umbl.. 6 Bfd. St. Felix u. 2 Bfb. Havana Decke, 4 Bid. Genemba- Deli- Umbl., 1 Bib Havana n. 4 Bid. Marke St. Felix,* Reform- Façon, 6 Vid. Felix- Decke. Einl., auf. 15 Vid., ca. 12 cm lg., 52 cm 1lmfa. 100 Std. Mk. 6,- St. Felix- Einl., zuf. 11 Bid., ca. 10 em la.. 5 cm Umfa. 100 Std. MK. 6,50. 5 Vid. Deli- Umbl., 3 Bid. Vorsten- u. 2 Pfd. La Gruz des Almas- Einl., auf. 16 Bfd., ca. 10%/ 4 cm la. 5/2 cm llmfg. Marke Brilliante Felix,* Regalia Façon. 6 Bid. Marke 94er Havana,* Ref.- Fac. 22 Bid. Havana 100 Std. Mk. 5,-| Brilliante Felix- Decke, 6 Pfd. Vorstenlanden- lmbl., 8 Bid. Decke, 5 Vid. Deli Ab- Umbl., 8 Pid La Cruz des Almas Bei fämmtlichen Marten versteht sich angegebenes Gesammtgewicht pro 1000 Std. Bei Aufträgen wolle man gefälligft binzufügen, ob die Gigarre frifch von der Hand des Rollers weg tostbarstem Geschmack und Aroma, wie fich das aus der Bufammenstellung der durchweg edlen Tabate von selbst ergiebt. ,, Noch etwas" will ich aus dem Buche meiner eigenen Erfabrung und durch den Verkehr mit Rauchern hinoder trocken gelagert gewünscht wird, ob kräftig oder mild. Die mit einem bezeichneten Marken dokumentiren jenen wundervollen Geschmack auch im frischen Zustande geraucht, der bei dem paffionirten Raucher echt importirter aufügen. Nichts steigert den Genuß einer Gigarre mehr, wie der Mechfel der Qualität wie uns die föftlichste Cigarren eine so bestrickende Wirkung ausübt. Sämmtliche Gigarren find tadellos im Brande, luftend und von Sveise verleidet wird, wenn wir fie unabläßlich genießen, fo auch eine Cigarre bei dauerndem Genuß. gung gegerbter Felle liegt es 100 Std. MK. 6,-. 100 Std. Mk. 9,-. 100 Std. Mk. 7,50. Marke Havana Mexico, Nef Fac. 3 Vid. MeritoDecke, 5 Pid. Deli Ba- Umbl.. 3 Vfd. 94er Havana, 6 Vid. La Cruz des Almas- Einl., auf. 17 Bib., ca. 11/2 cm la. 5 cm mfg. La Flor Havana,* Reform- Façon, Handarbeit, 4 Vid 9ter Havana- Dece, 5 Bid. FF Deli- Umbl., 4 Bit Brilliante Felix u. 5 Vid. Havana 91er Eint., auf. 18 Bit ca. 12 cm lg., 534 om llmfg. 100 Std. Mk. 12,50. Diele Cigarre wird von Kennern höher wie echt impor tirte Havana- Cigarren gefchäßt. Schuhe und Stiefel in elegantester Ausführung, aus bestem Material hergestellt. Bei der fortlaufend rapiden Stim Interesse des geehrten Publikums, coloffaten Borräthen soviel als möglich zu kaufen, effens 30 bis 50 Prozent im Preise erhöhen werden. Bitte!! nicht fofort fichtbare Mängel herausstellen, welche den Käufer glauben machen könnten, minderwerthige Waare erhalten zu haben. Getren meinem alten Princip bleibt keine da voraussichtlich in beschränkt absehbarer Zeit Lederwaaren sich um Troß vorhergegangener peinlichster Controlle können sich an den von mir in den Handel gebrachten Waaren, ganz gleich ob bei Herren- Garderobe, Schuhwaaren oder Cigarren 2c. 2c. Der Käufer empfängt Reklamation unberücksichtigt. ganz nach Belieben-entweder neuen Ersatz in Waaren oder sein Geld u. Auslagen sowie ausgiebigste Entschädigung für die gehabte Mühewaltung, und bei Stiefeln oder Garderobe wenn thunlich die getragenen Gegenstände reparirt dazu, ohne einen Pfennig dafür zu bezahlen. Achtung!! Sämmtliche hier folgende Schuh u. Stiefelforten tönnen 25-50 vet. unter nachflehenden Preifen verkauft werden, wenn diefelben aus Factis( fogenanntem Kunstleder, welches aus Lederpappe und Gummi zufammengesetzt ist), im Zuchthaus hergestellt sind. Jeder Käufer folcher Waare ist um fein ausgegebenes Geld betrogen. Jedes meiner Schuhwaarenfabritate ist auf das Beinlichste it. Neelfte von beftem Material hergestellt und übernehme ich für die Saltbarkeit volle Garantie. Die mit einem * bezeichneten Artifel find ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage hergestellt. da fie sonst itren Zweck fehr leicht zu fein nicht erfüllen würden. Diese Artikel find als solche auch die reelliten und werden nicht anders in den Handel gebracht.- E lebt im Bublifum die Anschauung, daß jene Einlage, die fich in Schubwaaren awischen Soble und Brandfoble befindet, minderwertbig ift fobald sie aus Spahn und nicht aus Leder besteht. Diese Ansicht ist eine irrige. Die Spabneinlage ist um mehr als das vierfache theurer als das Leder. welches man bierfür zu verwenden pflegt.- Svabneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch in fanitärer Hinficht mehr zu empfeblen als Leder.- Auf die Haltbarkeit übt die Einlage feinen Einfluß aus. Gemißbraucht Käufer entgegen zu treten, habe ich feit Jabresfrist Entschädigungskarten eingeführt. Jeder Käufer erhält eine solche und hat dieselbe aufzubewahren, denn nur gegen Vorzeigung einer Ent( Herrenstiefel) = • . 4,25 Mr. 5,50 Mt. 3,25 Mr. Diefelben bis 22 cm Diefelben bis 26 cm Roßleder- Mädchenstiefel zum Nuöpfen bis 182 cm.. Diefelben bis 22 cm Diefelben bis 26 cm Salvleder, Knopf- u. graffenstiefel b. 18 Diefelben bis 22 cm Satin- Kalbleder- Knopfftiefel, auf Nand 4,25 Wit. 5.25 Mt. cm 5,- Wir. 5,75 Mt. gelb genäbi 5,50 Mt. . 6,50 Mt. big 18 cm Diefelben bis 22 cm Gestling, Baby- und Mädchenschuhe von Leder find in größter Auswahl und jeder Ausführung sowohl schwarz als farbig am Lager. wurde meine Coulans, vielfach infofern, als man von mir Entschädigung für feblerbaste Waaren verlangte, die bei unreefler Concurrens gekauft worden sind. Um derartigen Auswüchsen unreeller fchädigungsfarte werden Reklamationen berücksichtigt. Für auswärtige Säufer genügt die empfangene Rechnung. Roßleder Kellnerschuhe, genäht, mit 2 Gummizügen Diefelben mit Lackivike 6" boch im Zuge. 4,00 Wir. 4,60 Mr. Mohleder- Bugstiefel 5" hoch im 3uge. genäbt 4,50 Mr. Lederyantoffel auch Schlappen genannt, durchgenäht Nohleder- Halbschuhe mit Gummiaug und Knopfver: Diefelben mit eleganter Lackfappe, 6" boch im 3uge. auf 5,00 t. Hand genäht Mir. 5,90 mt. t. 7, 2,35 r. zierung Mindleder- Schaftstiefel, unaefchwärzt, in flarfem oder Roßleder Besatz- Halbschuhe, sum Schnüren oder mit Kalvleder Halbschuhe 3. Schnüren od. Knöpfen, auch mit 6,50 Mt. Lackblatt 6,25 Mt. fchwachem Oberleder, Handarbeit, genagelt 5,50 Mt. Gummizug auf Rand aenäbt. Specialität: Blindleder- Zugftiefel, in prima ausge- Eatinirt Roßleder- Halbschuhe auf Rand genäht mit Bohleder- Snopffticfet auf Nand aenäht mit aus 7,25 t. 8,25 Mt. fuchter, frischer Waare Vollleder, obue Seitennabt, Beiak in noch eleganterer Ausführung, mit Gummizügen genähten Knopflöchern 7,50 Mr. Satin- Kalbleder- Zugftiefel, mit und ohne Lackipike, cigenes Fabrikat, Handarbeit. Das Beste, das ich je oder zum Schnüren, Handarbeit aeliefert habe, 6,00 wit. Dunkelbraune Rindleder- Strandfchnürschuhe, genäht auf Rand genäbt. 6" boch im Zuge 7,75 u. 8,75 wit. Specialität: Nindieder- Schaftfilefet, ungeschw.. in vrima 6.75 Mt. Glace- 8ugstiefel, fammetiweich, auch mit Lackblatt, fehr ausgefuchter Waare, eigenes Fabritat, Bandarbeil6,50 wir. Biegenleder- Strandfchnürschuhe, genäbt. 6,25 Mr. bobes Façon, auf Rand genäht 8,25. Satin Kalb Knopfftiefel, auf Rand gelb genäht, @ viegel- Roßleder- Buaftiefel, obne Seitennabt, genagelt, eigenes Fabrikat, Handarbeit 9,00 tt. 10,00 r. 7,25 f. Spiegel- Roß- Zugftiefel obne Seitennaht, dovvelfoblig. Glace Knopfftiefel, fammelweich, in vorstehender Ausgenagelt, eigenes Fabrikat, Handarbeit 8,50 Mr. Leder Pantoffeln, auch Schlappen genannt, bis 25 cm führung, mit ausgenähten Knopflöchern, auch mit Lackblatt 1,60 Wt. Blofteder: Bugstiefel auf Raud genäht Handarb. 8,25 Mt. Länge 9,50 11. 10,50 Mt. Nofleder- Bugstiefel mit Befat, Knopfverzierung und Rohleder- Hausschuhe, ausgeschnitten, genäht 2,90 wit. Diefelben ring3 m. Kalblackbelah. 9,50 11. 10,75 r. durchlochter Kappe ebenfalls 8,25 Mr. Raftingschuhe mit Gummi auf dem Blatt, durchgenäht Dunkelbraune Ziegenleder Strandschnürschuhe, ac2,10 f. äbt 5,25 Wit. Spiegel- Roßleder- Bugstiefel. gewaltt. Oberleder aus einem Stück, auf Nand genäht( andarbeit), eigenes Fabrikat Gemsleder: Promenadenschuhe ausgeschnitten, mit 9,50 Mr. Schleife und Svitkappe 2,75 t. Bergsteiger- Schnürstiefel von Roßleder mit Agraffen, Diefelben mit Leberabfat 3,50 f. auf Nand genäht 9,00 Mr. Kalblad Bromenadenschuhe,* ausgeschnitten 3,50 r. Nokleder- Halbschuhe, zum Schnüren, genagelt, bis stalbleder: Zugftiefel, auf Rand genäht, Handarbeit Diefelben mit Lederabsatz* 4,25 Wit. 18 cm 2,50 Mr. 9,50 Mr. Diefelben mut Lederablak einbällig, durchgenäht( Chick Dieselben bis 22 cm 4,50 Mr. Rohleder- Bugschuhe, gentagelt, bis 18 cm 2.75 wt., Kalbleder- Zugfticfel, Karlsbader Fabrikat, auf Rand Schube) genäht, Handarbeit, mit Zwischenfoble 11,50 Mr. Roßleder- Schnürschuhe, genäht 4,50 r. bis 22 cm 3.25 r., bis 25 cm( einbällig). 3,90 Mr. Lafting- Zugfchuhe m. Lederfoble, Seitenleder und mit Diefelben mit Gummizug ebenfalls 4,50 Mt. 9oßleder- Knabenstiefel aum Schnüren, mit Agraffen, 3,50 r. genagelt, bis 182 cm 3,25 Mt. Lackspige ( Damenstiefel) 4,00 Wit. Lafting- 3 ugftiefel mit Seitenleder Verfand Schubwaaren, der gegen Nachnahme ( Kinderstiefel) • • 3,25 Wir. Wiederverkäufern gelvähre schon bei Entnahme von 1 D. Paar Rabatt. Für Gummischube und Gummisohlen, obgleich zu den beften Fabrikaten gehörend, übernehme teine Garantie, und find solche daber von jeder Neklamation ausgefchloffen. Das Befohlen( Kernleder, echte Luxemburger Gichen- Lohgerbung) der Herrenstiefel einschließt. Der Absätze berechne ich mit 2,40 m. genäht 10 Bf. theurer; desal. Damenstiefel 1,75 M.- genäht 10 Pf. theurer. Auf Wunsch Anfertigung nach Maaß. Für Damen ist in besonderen Bäumen weibliche Bedienung vorhanden. ausgeschlossen. Für Verpackung werden 10 Pf. Versand- Bedingungen! Francatur beiner berethwilligt gestattet. Auch bin ich zur Rüdzabung des Betrages gern bereit, wenn die Stiefel im Original- Zuſtande exbatten find, und der Stunde die Porto- Auslagen trägt; doch tritt lekterer Fall nur deshalb nicht ein, weil jeder Nachbar. der der Stiefel anfichtig wird, ibrer Billigkeit wegen den Preis dankbar zahlt. Sobald jedoch bei der Ausführung des Auftrages eine Uurcael= mäßigfeit von Seiten meines expedirenden Berfonals vorgekommen ist, trage ich selbstverständlich sämmtliche Auslagen. Es ist erforderlich, beim Anprobiren eine Decke unterzulegen, damit die Soble nicht beschmutzt wird. Um das Maß festzustellen, wolle man einen Stab in den getragenen Stiefel einpaffen und das Maß in Centimetern angeben, mit der Bemerkung, ob Spann hoch oder niedrig. Hauptgeschäft: Neue Promenade 8, gegenüberstadtbahnhof Börse. Zweiggeschäft: Spandauer Brücke Nr. 2. Jacques Raphaëli, Berlin, ämmtliche Abtheilungen meines Etabliffements find Sonn- und Feiertags während despolizeilicherfeits erlaubten Stunden geöffnet. Fabrik tar Cigarren, Schuhe u. Stiefel, Herrengarderobe, Liköre. Meine Offerte gift bis zur nächsten Anzeige. 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 192. Parteiprefe und Anferafenwesen. Aus dem Kreise der Parteigenossen geht uns die folgende Buschrift zu: Unbestreitbare Thatsache ist, daß mit dem Aufschwunge unserer Parteipreffe auch ihre Macht und ihr Einfluß in der Deffentlichteit wachten nicht allein für unsere Partei, sondern für alle Schichten der Bevölkerung in dem Maße, wie diese durch welche Umstände immer dazu veranlaßt mehr oder weniger in unser Lager einschwenken. Unsere Presse hat heute in Kreise Eingang gefunden, wo man es vor einem Jahrzehnt noch nicht für wahrscheinlich gehalten hätte. Blättern. Sonntag, den 18. August 1895. " 12. Jahrg. Versammlungen. " fönnen. Aber ist denn dies überhaupt nothwendig? Wie stehen teinen Umständen der Name irgend eines Parteiblattes zu denn eigentlich die Dinge? Der Annoncentheil unserer Geschäftszwecken in den in ihm enthaltenen Annoncen benutt Blätter hat mit dem übrigen Inhalt derselben durch werden 2c. aus nichts zu thun. Es ist aber das nothwendige Wenn diese und andere Einschränkungen befolgt werden, 3ubehör eines modernen Beitungsunterneh- so ist jedenfalls dem allgemeinen Wunsche der Parteigenossen mens; er ist für keinen Parteigenossen bindend, und wie jeder Rechnung getragen und können wir ruhig jedes Wachsthum der sich den Inferaten gegenüber verhält, ist seine Sache. Ein Inseratentheile der Parteiblätter geschehen lassen, mit dem Inserat im Vorwärts" gilt noch lange nicht als Bewußtsein, uns nichts vergeben, aber für die Partei eine nicht eine Empfehlung an die Parteigen ofsen, das zu unterschäßende Einnahmequelle offen zu haben. selbe zu berücksichtigen. Leider bewegen sich die ArguArgumentationen mancher Parteigenossen in dieser Richtung mentationen, auf grund deren man alle Inserate aus den Parteiblättern entfernen müßte allerdings bis auf die Versammlungsanzeigen und etwaige Ankündigungen aus Es liegt auf der Hand, daß in dem Maße, wie die Ver- unseren offiziellen Parteiverlagen. Stellt man sich aber einmal Die Freie Vereinigung der Graveure und Biseleure breitung unserer Presse wächst, auch das reklamebedürftige auf den Standpunkt und sagt: wir dürfen nicht zugeben, daß hielt am 6. August ihre ordentliche Versammlung ab, in welcher Publikum feine Aufmerksamkeit in erhöhtem Maße unseren in unserer Presse für irgend ein Erzeugniß eines Kapitalisten Genoffe Pinn einen Vortrag über„ Nationalität und Humanität" Blättern zuwendet. Wie bei allen Dingen die materielle Seite oder dgl. Reklame gemacht wird, so muß man auch fonsequent hielt, der sehr beifällig aufgenommen wurde. Die Diskussions die entscheidende Rolle spielt, so auch hier. Zur Zeit, bleiben und die Entfernung aller Inserate mit Ausschluß der redner sprachen sich im Sinne des Referenten aus. als unsere Blätter noch von geringerem Einfluß in der oben angedeuteten verlangen, denn mehr oder weniger wurzeln Eine gut besuchte Versammlung der Arbeiter der Deffentlichkeit, ihre Verbreitung nur eine beschränkte, das alle in dem heutigen Erwerbsleben und sind auf das heutige Lampenbranche fand am 7. August im Märkischen Hof", AdInferiren in ihnen also nicht sehr lohnend war, gestattete sich Wirthschaftssystem berechnet, und es steht für jeden einigermaßen miralstraße, statt. Zum ersten Punkt der Tagesordnung:„ Die ein großer Theil des annoncirenden Publikums versteckt oder auch Denkfähigen fest, daß der Inserent die Absicht verfolgt, durch Mißstände in der Berliner Lampenbranche unter besonderer Beoffen einen Boykott gegen die Inferatentheile unserer Presse. sein Inferat ein Geschäft zu machen. Wie gesagt: will man rücksichtigung der Firma Welt Nachf." referirte Paul Litfin, Heute dagegen, wo unsere Presse in bezug auf Verbreitung und auf diese Weise die Inseratentheile unserer Blätter einschränken, welcher an der Hand reichen Materials die Zustände in der Einfluß in der Deffentlichkeit den bürgerlichen Blättern mit fo muß man ganze Arbeit thun, nicht halbe; dann fort mit Lampenfabrikation einer vernichtenden Kritik unterzog. Ganz begeringen Ausnahmen ebenbürtig geworden, ja letztere zu über- allen Inseraten bis auf die rein in unserem Interesse noth- sonders aber, so führte der Redner aus, sind es einige flügeln beginnt, läßt man mehr und mehr den offenen wie verwendigen. Werkstätten, die sich die Palme auf diesem Gebiet erwerben wollen. steckten Boykott fallen es verlohnt sich eben heute, in unserer Wenn aber die Parteigenossen im Ernste diese Konfequenz Bei der Firma Welt, bei der etwa 100 Arbeiter beschäftigt sind, start verbreiteten Presse Inserate erfolgreich loszulassen; das be- ziehen wollen, dann sollen fie auch zugleich Sorge dafür tragen, spotten die Zustände jeder Beschreibung. Der Anfangslohn weist die von Jahr zu Jahr steigende Fülle derselben in unseren daß der Ausfall an Einnahmen für die Partei und das wäre der Arbeiter beträgt 16,50 Mart, die Zulage in einzelnen ein ganz bedeutender auf andere Weise wett gemacht wird. Fällen 20 und 30 Pfennig die Woche, so daß man es in Aus vorstehendem ergiebt sich, daß das Inseriren in unserer Hier fällt ein Umstand ins Gewicht, den viele Parteigeroffen so einigen Jahren glücklich auf 18 Mart bringen fann. Die Presse heute vortheilhaft geworden ist. Der Vortheil aber ist es oft übersehen. In dem Maße, wie unsere Partei an Aus Dreher, Klempner, Drücker arbeiten im Akkord, jedoch verdienen auch fei, wo es wolle in der heutigen bürgerlichen Welt Trumpf, dehnung gewinnt, wachsen gleichzeitig die finanziellen Ansprüche hier nur die Arbeiter etwas, die durch Angeberei sich der Gunst und der Boykott gegen Inseratentheile sozialdemokratischer an dieselbe. Dieses Wachsthum der finanziellen Ansprüche hält des Meisters erfreuen. Den Arbeitern ist es verboten, sich vor Blätter so bald er materielle Nachtheile bringt oder materielle aber feineswegs gleichen Schritt mit den aufgebrachten finanziellen 12 Uhr mittags zu reinigen, nun wird seitens der Meister, Vortheile hindert ein in die Rumpelkammer gehörender Opfern aus Parteitreisen; das wird jeder zugeben, der sich die sich natürlich vorher reinigen, Punkt 12 jeder Saal geschlossen, Jdealismus unserer Gegner. die Mühe giebt, die monatlichen Abrechnungen des Partei- so daß jeder Arbeiter, welcher bis zu diesem Augenblick nicht Ganz so wie auf feiten des reklamebedürftigen Publikums vorstandes zu prüfen. Es liegt das nicht an dem über jeden fertig ist, unbarmherzig eingeschlossen wird. Eo ist es dern das Juseriren Vortheile mit sich bringt, ist aber auch bei einer Zweifel erhabenen Opferfinn der Parteigenossen, sondern die all- auch zu wiederholten Malen vorgekommen, daß Arbeiter ihre Zeitung der Annoncentheil der Ort, wo Geschäfte gemacht gemeinen schlechten wirthschaftlichen Verhältnisse bedingen ein Mittagspause im verschlossenen Arbeitsraum, unter Giften und spärlicheres Fließen der Geldmittel. Eslist dies eine Thatsache, mit Säuren, zubringen mußten. Bei den Monteuren, deren ArbeitsJeder mit dem heutigen Zeitungswesen Vertraute weiß, daß der gerechnet werden muß. Unsere Partei aber braucht Geld, raum nur zwei Fenster hat, befinden sich die Aborte direkt im die Existenzfähigkeit eines Blattes neben einem leidlichen Geld und wieder Geld, um allen an sie herantretenden Anforde- Arbeitsraum, die sanitären Verhältnisse spotten in der gesammten Abonnentenstand in erster Linie davon abhängt, daß es über rungen gerecht werden zu können. Fabrik jeder Beschreibung, selbst die Veröffentlichung dieser Zueinen umfangreichen Annoncentheil verfügt; erst hierdurch ist Gerade der Umstand, daß unsere Presse eine immer größere stände durch die Arbeiter- Sanitätskommission im vorigen Jahre ein Zeitungsunternehmen finanziell gesichert,' und je größer sich Ausdehnung gewinnt und damit auch das reklamemachende hat eine Aenderung nicht herbeigeführt. Die Arbeitszeit beträgt in der der Annoncentheil und damit die Einnahmen aus demselben Publikum anzieht, bietet der Partei in finanzieller Hinsicht einen Saison 13 und 14 Stunden. Wenn nun auch die Behandlung gestalten, um so leistungsfähiger wird das Blatt Ausweg. Es ist gar nicht einzusehen, weshalb wir so engherzig seitens der Meister schon in dieser Zeit feine gute zu nennen ist, sein, um so mehr den Wünschen seines Leserkreises sein sollten, unsere Gegner- denn der allergrößte Theil so wird dieselbe in der schlechten Zeit geradezu unerträglich. nach jeder Richtung hin entsprechen können. der Inserenten find doch unsere Gegner gewiffer Brutale Reden und Behandlung sind an der Tagesordnung. maßen von der finanziellen Unterstützung unserer Partei Redner rügt dann noch andere Verhältnisse in der Fabrik, so die auszuschließen, 100 wir doch auf anderen Gebieten auffällige Entlassung von Mädchen und die eigenthümliche Ver ihre Arbeit für uns zu schätzen wissen. Sind aber rechnung der Krankenkassen- Beiträge. Der Referent fordert die unsere Gegner in jeder Beziehung für uns auf geistigem 2c. Ge- Kollegen auf, sich der Organisation anzuschließen, damit biet ununterbrochen thätig, so darf man ihnen gerechterweise" endlich derartige Zustände innerhalb unserer Gewerkschaft es auch nicht verwehren, einen nicht unbedeutenden Theil zu den beseitigt werden. In der darauf folgenden Diskussion meldete materiellen Lasten der Partei beizutragen. sich von den anwesenden Meistern und Geschäftsvertretern trotz wiederholter Aufforderung keiner zum Wort. Von den Arbeitern der Firma wurden die Ausführungen des Referenten noch vielfach ergänzt. Unter Vereinsangelegenheiten ersuchte der Verbands= vorsitzende Kollege Tate, bei vorkommenden Differenzen den Vorstand rechtzeitig in Kenntniß zu setzen. Hierauf trat Schluß werden. SUPO Das Gleiche gilt für unsere Parteiblätter. Ueberall da, wo man aus irgend welchen Gründen nicht über einen einigermaßen genügenden Juferatentheil verfügt, erfordern die Blätter ganz erhebliche Zuschüsse aus der Parteitaffe; anders steht es dort, wo wir einen großen Inseratentheil vorfinden, wie z. B. beim " Vorwärts". Nicht nur, daß hier die Herstellungskosten aus den Einnahmen gedeckt werden, so liefert ein solches Unternehmen noch ganz ansehnliche Ueberschüsse für die Partei. und = Lassen wir also ruhig den Inseratentheil unserer Blätter Gerade das Anwachsen der Annoncen in unseren Blättern das fein, was er ist: die geschäftliche Seite eines ist es nun, das bei einem Theil unserer Parteigenoffen einen 3eitungsunternehmens; befreien wir uns von einer Etein des Anstoßes bildet. Man kann oder will hier und da nicht Engherzigkeit, die uns keinen Vortheil, wohl aber bedeutende einsehen, warum wir dem reklamebedürftigen Publikum die Nachtheile bringen kann. Wir stehen kämpfend in der heutigen Spalten unserer Blätter zur Verfügung stellen. Man greift in bürgerlichen Welt und müssen uns der Mittel im Kampfe be- der Versammlung um 12 Ubr ein. der Regel dieses oder jenes Inserat heraus und versucht nach- dienen, die uns diese bietet. Wir find auf das zuweisen, daß dasselbe in einem sozialdemokratischen Blatte keine moderne 3eitungswesen angewiesen. Aufnahme finden dürfe. tönnen uns ihm nicht entziehen, ohne uns zu Gewiß giebt es wie weiter unten angeführt werden soll schaden. eine ganze Anzahl von Anzeigen, die in ein sozialdemo tratisches Blatt nicht hineingehören. Das kann aber doch nicht für alle gelten, die bei dem einen oder dem anderen Parteigenossen Anstoß erregen. Wohl sind wir alle davon überzeugt, daß mehr oder weniger einem großen Theile der Anpreisungen Mißtrauen entgegenzubringen ist. Allein wohin sollte es führen, wenn wir bei jedem Inserat streng prüfen wollten, ob es auch nicht geeignet sei, dem einen oder dem anderen Nachtheile zu bereiten. Das geht gar nicht. Auch der feinfühlendste Annoncenzensor würde es doch nicht jedem recht machen Titerarisches. = Mit vorstehenden Ausführungen soll jedoch durchaus nicht gesagt sein, daß nun all und jedes Inserat Zutritt zu den Spalten unserer Blätter haben soll. Ausnahmen haben bei uns bis jezt bestanden und müssen auch weiter bestehen. Es darf unter keinen Umständen gebilligt werden, daß Inferate, die gegen Moral und gute Sitten verstoßen, wie wir sie tausendfach in gegnerischen Blättern finden, Aufnahme finden. Dasselbe gilt für solche, die unseren Prinzipien direkt ins Gesicht schlagen; die im Lohnkampf befindliche Arbeiter schädigen, wie Arbeitergesuche nach aus gebrochenen Differenzen in irgend einem Betriebe. Auch darf unter Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Am Sonntag, den 11. August, fand eine Ausschußsitzung des Bundes statt. Zur Aufnahme hatten sich 8 Vereine gemeldet, von diesen waren 5 vertreten durch Delegirte, dieselben wurden zum Bunde gehörig bezeichnet. Dem Ausschusse wurde bekannt gegeben, daß ein förmlicher Krieg seitens der Freien Vereinigung der Gastwirthe dem Bunde gegenüber erklärt worden sei, welche Mittheilung große Heiterkeit hervorrief. wurde die Frage angeschnitten, ob denn der Arbeiter. Sängerbund verpflichtet sein muß, die Interessen der Arbeit geber zu wahren? Warum denn das Drängen nach einem Ausschant? Es ist dem Vorstand bekannt, daß trotzdem die Herren Buffetiers in Weißensee noch theilweise gute Geschäfte gemacht H Es alten Geschichte gequält werden, ohne daß in ihnen eine Spur Vorschläge zur Bekämpfung der Prostitution. Von des Verständnisses für die Verhältnisse und Empfindungsweisen Hanna Bieber Böhm. Berlin 1895. Selbstverlag der der alten Völker geweckt wird. Weiter wird man die Forderung Verfasserin. 18 S. Preis 50 f. Wilhelm II. als Erzieher. Von einem Deutschen. Berlin des Verfassers billigen, daß der Inhalt des Geschichts- Von allen Versuchen, die Prostitution mit ihren Folge 1895. Verlag von E. Renzel. unterrichts nicht, wie bisher, die Staatsgeschichte, sondern die erscheinungen an bekämpfen, nehmen sich am lächerlichsten die Die Broschüre mußte kommen. Nachdem Rembrandt, Moltke, Bolts- und Kulturgeschichte zu bilden hat, die ja allein einen aus, die mit dem Büttel und dem Staatsanwalt operiren. Bur der der Frau Bismarck, vielleicht noch dieser oder jener Andere dem deutschen Einblick in das Werden unserer Verhältnisse geben kann. Um Kategorie dieser Versuche gehört auch Volke als Erzieher" angepriesen worden waren, konnte man im tas Verständniß hierfür zu gewinnen, will Herr Fr. nicht Hanna Bieber Böhm, die im Nebenamt die Sittlichkeit Wir hätten gern dem kleinen unbedeutenden neuen Reiche der Büttelfurcht und Schranzensitte mit Sicherheit eine streng chronologische Reihenfolge innehalten, sondern schützt. von den Marksteinen des deutschen Kulturlebens, Echristchen seinen wohlverdienten Play im Papierkorb ans darauf rechnen, daß irgend ein byzantinischer Stribent die Ver- will faffer jener Rembrandtschriften durch die Verherrlichung des den geistigen Höhepunkten ausgehend die Veränderung der gewiesen, wenn die Gefahr nicht zu nahe läge, daß von den gegenwärtig in Preußen regierenden Monarchen als„ Erzieher" Bustände zwischen solchen Höhepunkten zum theil in retrospektiver Vorschlägen der Verfasserin, die unter der Assistenz des„ Berliner übertrumpfen würde. Echmeicheln will der deutsche" Berfasser Betrachtung erläutern. Läßt sich hiergegen wohl wenig ein- Frauenbundes der Inneren Mission", des Vereins zur Hebung nicht. Fällt ihm gar nicht ein! Wie sollte er auch als biederer wenden, so beginnt doch der Streit sofort, wenn wir das Gebiet der Sittlichkeit" und ähnlicher Waffenschwestern und Brüder Urgermane! Wie treffend ist es, wenn er Wilhelm II. einen gekrönten allgemeiner Redensarten verlassen und uns zu dem eigentlichen gegen die Prostitution zu Felde zieht, doch der eine oder der deutschen Siegfried nennt, einen jugendlichen Germanen Inhalt des Unterrichts wenden. Welches sind denn die Höhepunkte andere aus dem Stadium der unmaßgeblichen Vorschläge heraustreten 3e us". Germanen- Zeus ist ganz vorzüglich. Vor 22 Jahr der geistigen Entwicklung, von denen wir ausgehen sollen? Herr Fr. könnte. Frau Hanna Bieber- Böhm wartet zwar mit einem hunderten redeten Höflinge dem Makedonier Alexander ein, er hält es für ausgemacht, daß die Echüler, welche in seinem ganzen Bündel von Vorschlägen auf, die einer wie der andere sei ein jugendlicher Griechen- und Egypter- Zeus, worauf er sich Sinne unterrichtet werden und erkannt haben, daß unsere Ver- bekunden, daß die Verfasserin den denkbar reaktionärsten Standals Jupiter- Ammon anbeten ließ. Daß jezt in Deutschland ein hältnisse geschichtlich geworden sind, nun auch Ehrfurcht punkt vertritt, einen Standpunkt, den selbst der sittenstrenge dem Bestehenden haben, daß sie von vater Freiherr v. Hammerstein einnehmen könnte, nota- bene na ch ftrebfamer Jüngling an einen jungen Monarchen mit der näm- vor und monarschischer Gesinnung erfüllt lichen plumpen Verhimmelung" dagegen verwahrt sich nämlich ländischer find einem Schäfersündchen; aber den Vogel schießt doch der Vorwörtlich besagter Jüngling herantriecht, zeigt, wie gleich sich und den Ansturm des Atheismus, Materialismus und der fchlag ab, daß an alle Polizeirichter( Amtsrichter) der Hinweis doch in allen Zeiten und allen Ländern das Schranzenthum bleibt, Sozialdemokratie siegreich abschlagen werden. Wir haben gewiß auf die dringende Nothwendigkeit ergeben solle, mög mag es nun griechisch schöngeisteln, oder sich die teutsche Bieder nichts gegen einen Unterricht einzuwenden, der das Werden unserer lichst bei der erstmaligen Haftstrafe die Ueber. mannsmaste vorbinden. Als Beichen deutscher Bedientenhastig- Verhältnisse zeigt, der ihre allmälige und nothwendige Entwicklung weisung an die Landes Polizeibehörde behuss teit hat deshalb diese Echrift ihren Werth. Welche Verachtung aus den einfacheren und anders gearteten Verhältnissen des Mittel 3 wangserziehung für 1-2 Jahre auszusprechen." muß der deutsche Kaiser für diese Leute fühlen, die ihn so alters aufdeckt; aber wir vermögen schlechterdings nicht ein- Wir müßten hundert Wial gesagtes wiederholen, wollte man die zusehen, wie dadurch eine monarchische Gesinnung geweckt werden Verfasserin belehren, daß die Prostitution in die auf dem Privathündisch umkriechen. soll. Will etwa Herr Fr. die französische Revolution mit Still Eigenthum basirte Gesellschaft ebenso nothwendig hineingehört, N. Frische. Nach welchen Grundsägen ist der schweigen übergehen, oder wenn er sie bei Besprechung der Umgestal wie die moderne Arbeitslosigkeit, die Unterkonsumtion, Geschichtsunterricht zu gestalten, wenn tung der deutschen Verhältnisse zu Anfang unseres Jahrhunderts die Wohnungsnoth u. s. w., daß die Prostitution öfonoer monarchisch a patriotische Gesinnung erwähnen muß, will er sie denn nicht als einen Höhepunkt, sondern mische Wurzeln hat und daß ein unglückliches, prostituirtes wecken und historischen Sinn bilden soll? als Tiefpunkt der geistigen Entwicklung behandeln? Was denkt er von Mädchen auch noch nicht den Hund vom Ofen locken kann, selbst Bielefeld, A. Helmich. 1895. 0,60. dem Wort- und Treubruch der deutschen Fürsten nach der Nieder- wenn sie im Arbeitshause noch so schön Waschen, Stubenreinigen Der Verfasser der vorliegenden fleinen Schrift will den werfung Napoleons? Stellt die Märzrevolution von 1848 einen und ähnliche Künste gelernt hat, weil eben neben der starten Geschichtsunterricht in der Volksschule, welcher häufig weiter Höhe- oder einen Tiefpunkt unser Entwicklung dar? So wenig Arbeitslosigkeit, auch unter dem weiblichen Proletariate, die nichts, als ein Sammelsurium von Zahlen und Namen sei, wir also an den allgemeinen Forderungen des Herrn Fr. aus Löhne der weiblichen Arbeiter auch nicht entfernt zur Fristung vertiefen, um die Schüler zum Verständniß der geschichtlichen zusetzen haben, so sehr fürchten wir, daß wir, wenn wir eines anständigen Lebens ausreichen. Die bürgerliche Ereignisse und der gegenwärtigen Verhältnisse zu führen. Bu auf den speziellen Inhalt des Geschichtsunterrichts und ein Gesellschaft, mit ihr Frau Hanna Bieber- Böhm, diesem Zweck will er in der Volksschule nur deutsche Gegeben, mit ihm in Widerspruch gerathen. Und das ist nicht zu verschließt eben vor so offenkundigen Thatsachen oftentativ beide schichte lehren, wobei die Geschichte der anderen Stationen nur verwundern; denn wenn man, wie Herr Fr., das Endziel des Augen; und wenn gegenüber der fatalen Erscheinung, die auch soweit heranzuziehen sei, als es zum Verständniß der deutschen Geschichtsunterrichts darin erblickt die vaterländische und königs in den wirthschaftlichen Verhältnissen ihren Grund hat, das Geschichte nothwendig ist, während er die alte Geschichte ganz fort- treue Gesinnung der Väter auf die Kinder weiter zu tragen", dann ist gerade in bürgerlichen Klassen zahllose junge Männer zur Ehe laffen will. Mit dieser Beschränkung des Stoffes fann man man selbst noch so weit von einem wirklichen Einblick in den losigkeit verdammt und auf die Prostitution angewiesen sind, vielleicht einverstanden sein, wenn man sieht, in wie unsinniger Entwickelungsgang unserer Kulturverhältnisse entfernt, daß man weil sie nicht über die zur Erhaltung ciner Familie Weise die Schüler bisweilen mit Namen und Zahlen aus der ihn beim besten Willen andern nicht flar machen kann. erforderlichen Existenzmittel verfügen, Frau Bieber- Böhm die G. L. Bt. haben, wenn auch zugestanden werden muß, auf Kosten des konsumirenden Publikums, dessen Geduld zu bewundern ist. " Ferner wurde folgender Antrag der Rommission unterbreitet: Die Metallarbeiter von Pfeiffer u. Druckenmüller erklären sich mit dem Verhalten des Chefs nicht einverstanden und forbern: 1. Auszahlung des festgesetzten Normalstundenlohnes an jedem Sonnabend. 2. Berechnung des Nachschusses von der Affordarbeit nach dem System der Stundenberechnung; Auszahlung des Nachschusses nach fertiggestellter Arbeit. Nachdem den Kollegen die Biele der Organisation lebhaft vor Augen geführt wurden, fühlten sich ungefähr 40 Mann veranlaßt, sofort dem deutschen Metallarbeiter- Berband beizutreten. ihren Plägen. Zum Vortrag übergehend, behandelte der Referent, Genosse Seiler, in fernigen Worten das Thema:„ Die Nothwendigkeit der politischen Organisation", welches mit reichent Beifall aufgenommen wurde. In der darauf folgenden Dis fuffion sprachen die Genossen Reßner, Peutert und Pasewaldt im Sinne des Referenten. Unternehmergruppen zu schaffen und erläuterte dann, wie sfrupellos das Kapital in diesem Falle die Arbeitskräfte für seine Ueber den Mangel an Berücksichtigung, die der Arbeiter- Sänger Vortheile ausnügt. Die nationalen Kapitalisten, sagt der bund im ,, Vorwärts" findet, wird lebhaft Klage geführt. Verschiedene Redner, haben einen Theil des Materials aus dem Auslande, Klagen aus den Vororten, Polizei- Chikane den Vereinen gegen aus Belgien, bezogen, und verfahren in gleicher Weise mit bezug über betreffend, nahm der Ausschuß zur Kenntniß. Unter anderem auf das Arbeitspersonal, wenn nur Gewinn für sie dabei heraus der Verein Zukunft in Velten, deffen polizeiliche Strafmandate springt. Die Meinung, die in Berlin weit verbreitet die Höhe von 40 M. erreichten. Der Verein Harmonie" wäre, daß die Arbeiter auf dem Ausstellungsplate Rigdorf. In einer gut besuchten öffentlichen ( Tempelhof) ist angeklagt, ein Vergnügen am Ort in einem ausreichende Löhne erhielten, sei eine durchaus falsche. Mit Bersammlung der industriellen Arbeiterinnen, gesperrten Lokal abgehalten zu haben. Vom Vertreter desselben Ausschluß der Vorarbeiter, Monteure 2c. erhalte fein Arbeiter die am 12. August in den Vittoriasälen stattfand, hielt Frau wird dies energisch zurückgewiesen, da die dortige Lokalkommission auf dem ganzen Ausstellungsplate mehr als 50 Pfg. Stunden- Rohr I ad einen interessanten Vortrag über:„ die Verwendung nur darüber berichten tann. Bum Schluß regte der Vorsitzende lohn. Die Hilfsarbeiter würden mit 30-35 fg. abgespeist. der weiblichen Arbeitskraft in der Großinduſtrie." Eingangs an, daß die Lassalle Feier jedenfalls allerorts gefeiert wird, er Die gelernten Arbeiter hätten noch eine geregelte zehnftündige ihres Referats betonte die Rednerin die Nothwendigkeit, die bittet die Mitglieder, sich rege an derselben zu betheiligen. Arbeitszeit, während bei den ungelernten die Beschäftigung Frauen des Proletariats über die wirthschaftlichen und politischen vielfach von morgens 5 bis 8 Uhr abends andauert. Da die Verhältnisse aufzuklären und ihnen die Vortheile der Organi Die Metallarbeiter der Firma Pfeiffer u. Drucken Arbeiter der Firma Pumplun ohne genügende Borbereitung in eine fation vor Augen zu führen. Die Bestrebungen der bürgermüller hielten am Montag, den 12. August, im Lokal von Obst, Bewegung zur Aufbesserung ihrer Löhne eingetreten seien, wäre lichen Frauenrechtlerinnen kurz sfizzirend, kam sie zu dem Schöneberg, Grunewaldstr. 110, eine Proteftversammlung ab, in der Ausgang derselben feineswegs überraschend gekommen. Schluß, daß, wenn diese der Wahrheit die Ehre geben wollten, welcher Stellung genommen wurde gegen das Verhalten des Selbst die Hilfe, welche der Unternehmer vom sie unbedingt zugestehen müßten, daß es nur einzig und allein Chefs, der den Leuten willkürlich einen Abzug vom 3entralverein für Arbeitsnachweis erhielt, der die sozialdemokratische Partei ist, welche der Frau die volle Stundenlohn während der Affordarbeit gemacht hatte. Streitbrecher nach Treptow sandte, hätte die Niederlage der Gleichberechtigung mit dem Manne eingeräumt wissen will. Die Zumuthung des Chefs gipfelte darin, daß sie sich einen Arbeiter nicht herbeiführen können, wenn die Streifenden nur Diese Erkenntniß habe die proletarischen Frauen, welche anfängAbzug von 3-10 Pfennigen bei einem Stundenlohn von 30 bis feft geblieben wären. Der Redner bezeichnete die Handlungs- lich ebenfalls der freigeisterlichen bürgerlichen Frauenbewegung 50 Pfennigen gefallen lassen sollen. Der ganze Lohn sollte dann weise der Arbeiter, die ohne Fühlung mit ihrer Organisation anhingen, veranlaßt, sich an die Seite der organisirten Männer erst nach fertiggestellter Affordarbeit ausgezahlt werden. Nach in einen solchen Kampf eintreten, als eine leichtfertige und zu stellen, um mit ihnen gemeinsam für Herbeiführung vernünftiger dem über diesen Punkt eine lebhafte Diskussion stattgefunden warnte in eindringlichen Worten vor unüberlegten Schritten. Bustände zu kämpfen. Deshalb bei unserem Bürger- und Unterhatte, wurde von der Versammlung eine Kommission von sieben Er rieth, eine Kommission zu bilden, welche mit den Unternehmerthum großes Geschrei und ihre Salbaderei: die Frau gehöre Mann gewählt, welche sich wegen dieser Angelegenheit mit dem nehmern verhandeln soll. ins Haus" und" Politik sei nichts für Frauen". Doch ach, zwei Chef in Verbindung setzen sollte. Die Diskussionsredner bestätigten die Angaben des Referenten. Seelen leben in feiner Brust; einmal schäze das Bürgerthum In ausführlicher Weise wurde das Vorgehen der Zimmerer bei die Frau als eine Stüße der heutigen Gesellschaft, anderseits Bumplun am Montag besprochen; die Redner traten dafür ein, will es aber auch ihre Arbeitskraft, weil billiger und williger daß der Versuch gemacht werden müsse, die Löhne mindestens wie die des Mannes, ausbeuten. In welchem großen Umfange auf 55 Pf. zu erhöhen. Die in einigen Blättern enthaltene An- die Ausbeutung weiblicher Arbeitskraft vor sich gehe, beweise die gabe, daß zulagen im Laufe der Woche gemacht sind, wurde lekte Berufszählung, laut welcher es in Deutschland 512 Millionen bestritten; ein Arbeiter theilte mit, daß ihm von seiten der werkthätiger Frauen giebt. Die amtlichen Zahlen der GewerbeFirma noch am Abend erklärt sei, daß man freiwillig teine Inspektoren entsprechen der Wirklichkeit bei weitem nicht; Erhöhung der Löhne vornehmen werde. Genosse Obst gab die da sie die in der Hausindustrie beschäftigten Frauen unberück Versicherung, daß die Zimmerer Berlins, falls es in der Aus- fichtigt lassen. Nach dem amtlichen Bericht sollen in der deutschen stellung und zum Streit fomme, materielle und moralische Bekleidungsindustrie im Reinigungsmesen nur zirka Der Verband deutscher Bäcker hielt am 13. Auguft seine Hilfe leisten würden. Die Versammlung beschloß nachdem, 50 000 Frauen thätig sein die Orts- Krankenkasse der Schneider regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Vor Eintritt in die daß eine Kommission von drei Personen, der sich Obst und und Schneiderinnen zu Berlin zähle indeß allein 20 000 weibTagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken des ver-& ischer als Vertreter der Berliner Zimmerer anschließen liche Mitglieder, Beweis genug für die„ amtliche" Ungenauigkeit storbenen Genossen Engels durch Erheben von den Plägen. Der werden, bei der Firma Pumplum am Sonnabend vorstellig der ersteren Zahlen. Eine fich hieran anschließende Schilderung Rechenschaftsbericht für Monat Juli ergab inklusive des Kassen- werden soll. Ueber das Resultat der Verhandlungen wird der der strapazirenden, besonders für den weiblichen Organismus beftandes eine Einnahme von 108,32 m., eine Ausgabe von am heutigen Sonntag Vormittag in Cohn's Saal, Beuthstraße, häufig höchst ungefunden Beschäftigung in der Hausindustrie 25,65 M.; somit ein Kassenbestand zu August von 82,67 m. stattfindenden Zimmerer Versammlung Bericht gegeben. Dort schloß die Vortragende mit der Bemerkung, daß es eine Hierauf hielt Kollege Sandhoff einen beifällig aufgenommenen follen weitere Schritte beschlossen werden. Die Versammlung fehr dankbare Aufgabe für das Gewerbe- Inspektorat wäre, den Vortrag über" Theorie und Praxis im Bäckergewerte", dem sich sprach sich dahin aus, daß die bei den anderen auf dem Aus- Schäden und Mängeln auch in der Hausindustrie zu Leibe zu eine Diskussion anschloß. Die Verschmelung der„ Bäcker- Beitung" stellungsplate vertretenen Firmen beschäftigten Arbeiter sich mit gehen. Angesichts der riesigen Zunahme der Beschäftigung von mit der Müller- und Konditor- Zeitung" lehnte die Versammlung ihren Forderungen den bei Pumplum thätigen Personen an- Frauen in der Industrie wäre es verkehrt, zu sagen, wir müssen nach längerer Diskussion ab. Unter Verschiedenes wurde an= schließen möchten. Mit einem Hoch auf die moderne Arbeiter zuerst die Männer aufklären, sondern Pflicht der Männer sei es, die Frauen in ihre gewerkschaftlichen Organisationen aufzunehmen, geregt, Material zu sammeln, um wirksam gegen das Rommissionär- bewegung gingen die Versammelten auseinander. um so mehr, als in letzter Zeit die Bildungsvereine der Frauen faft wesen vorzugehen. Doch wurde dieser Punkt der vorgerückten Die Mechaniker und Berufsgenosen hörten in ausnahmslos der Köllerei zum Opfer fallen. Mit Ausnahme der BeZeit halber zur nächsten Mitgliederversammlung zu einer ein ihrer am 16. b. abgehaltenen öffentlichen Versammlung einen ftimmungen des Strafgesetzbuches, denen die Frau in derselben Weise gehenden Besprechung zurückgesetzt. Vortrag des Genossen Georg Wagner über die Frage: wie der Mann unterstellt sei, stehe die Frau bei allen anderen RechtsDie öffentliche Musikerversammlung, die am 13. d. M. Welche Bedingungen sind erforderlich, Streits zu gunsten der fragen hinter dem Manne, und auch das neue bürgerliche Gesetzbei Brühning, Rosenthalerftr. 12, abgehalten wurde, brachte Arbeiter durchzuführen?" Redner führte in ausführlicher Weise buch werde an diesem unwürdigen Zustande kaum etwas ändern. intereffante Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der vor Augen, daß, sollen Streiks, deren Bedeutung er auseinander- Die Rednerin kam zu dem Schluß: die Frauen sollten sich ihrer Freien Vereinigung einerseits und solchen vom Verein setzte, zu gunsten der Arbeiter bezw. der Mechaniker Macht bewußt werden und da sie gleiche Lasten wie die Männer Berliner Musiker andererseits. Nach Berichten der durchgeführt werden können, es nothwendig sei, daß der Künstler- haben, sich auch gleiche Rechte erkämpfen. Auf den von lebAgitationstommiffion und des Delegirten zur Gewerkschafts- dünkel aus den Köpfen verschwinde, daß sie sich als Proletarier haftem Beifall begleiteten Vortrag folgte eine Pause zur EntKommission( Kollege Loppe) wurde, in anbetracht der spärlichen fühlen, für die proletarischen Interessen eintreten, sich organisiren gegennahme von Beitrittserklärungen in die resp. Zentralverbände Erfolge der Agitation, dieses vom Kollegen Blanchefsky dem und jeder seine Schuldigkeit thue, insbesondere auch bestrebt sein, und hierauf eine Diskussion, an der sich Siegerist und Umstande zugesprochen, daß sich die Mitglieder des alten Vereins die Arbeitszeit zu verkürzen. Wiesenthal war anderer Mei- Kahemaret im Sinne des Referats betheiligten. Berl. Musiker in threr Majorität den freiheitlichen und menschlicheren nung wie der Referent und setzte seinerseits seine Theorie ausVerhältnisse anbahnenden Bestrebungen der Freien Vereinigung" einander, was längere Auseinandersetzungen zur Folge hatte. feindlich und deren Entwickelung hemmend entgegenstellen. Die Im weiteren beschäftigte die Versammlung der verflossene Kollegen Worf ch und Vogel( Vorstandsmitglieder vom Verein Streit bei der Taxametergesellschaft und die Maßregelung Berliner Musiker) betonen, trotz der Parteilosigkeit ihres Vereins der Kollegen von der Firma Bergemann u. Co., Fenn berge derfelbe vom ärgften Patrioten herab bis zum rötheften straße 21. Der erstere Streit ist bekanntlich ohne besondere Republikaner Anhänger politischer Parteien aller Schattirungen. positive Resultate verlaufen und ist die dortige Werkstätte geSich als Verein aber offiziell einer Partei anzuschließen sperrt worden. Bei der Firma Bergemann u. Ko. und noch dazu der sozialdemokratischen, tönne nur schaden. 6 Arbeiter entlassen worden, weil sie sich erdreistet hatten, dem Nach vielem Hin und Mider war sich die Versammlung darüber Verbote entgegen bei der Arbeit Bier zu trinken. Die Firma einig, daß man in der Bekämpfung der Beamten-, Militär- und wurde dem Herrn Gewerbe Inspektor zur Berücksichtigung Lehrlingstapellen- Konkurrenz gemeinschaftlich handeln könne; zu empfohlen, da dortfelbst ganz besonders liebliche Zustände herrschen diesem Zwecke sollen öffentliche Versammlungen abgehalten sollen, wie sie schon bei früheren Gelegenheiten gekennzeichnet werden. Zur Agitationskommission wurden gewählt Boigt, worden sind. E. Fischer und D. Krüger. Als Delegirter zur Gewerk schaftskommission Loppe, als dessen Vertreter Irrgang. Ueber die Lohn- und Arbeitsverhältniffe der auf dem Ausstellungsplaße bei Treptow fchäftigten Arbeiter referirte D. Näther am Freitag Abend in einer von ca. 300 Personen besuchten Versammlung. Die Zimmerer und die Hilfsarbeiter hatten sich zahlreich, die Metallarbeiter jedoch nur zu einem sehr geringen Theil eingefunden. Der Vortragende berührte im Anfange der Rede den Zweck der Ausstellung neue Absatzgebiete für die einzelnen ad. Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49, v. 2 Tr. Montag, Abents 9-11, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Liedertafel der Maler, Annenstraße 6, bet Ehrenberg. Erziehung zur Keuschheit empfiehlt, Keuschheit empfiehlt, so hört sich das mit der Gesammtnatur von einer Gattung, einer Art und einem wiederhall, Köpenickerstr. 191 bet Foge. 8utunft I, Stegliz, Ahorns zwar sehr schön und moralisch an, vermag aber doch nicht Geschlecht, denn der Intellekt ist eine begrenzte, natürlich e fraße 15a, Schelhose's Gambrinus. Arbeiter- Gesangverein Bor wärts III, Bieder darüber hinwegzutäuschen, daß die erzwungene Enthaltsamkeit Erscheinung, Kraft oder Potenz, die nicht unermeßlich, wohl aber Lichtenberg Friedrichsfelde, Brinzenallee 6 bei Karl Gube zum mindeften eine psychische Brutalisirung ist, selbst wenn man gleich zweig, Waidmannsluft, Berlinerstraße bei Berbe.- Liebesfreiheit II, allen anderen Kräften und Stoffen ein Theil Strausberg, Brießenerstraße bei 2oot, Bürgergarten. Glockenrein zugiebt, daß sich körperliche Schädigungen an die Enthalsamkeit des Unermäßlichen, Ewigen und Unbegrenzten ist. Oder,( gem. Chor) Echönhauser Allee 46 bei Höhne. Syrene, Schönhauser nicht knüpfen. Daß unter den, Vorschlägen" auch der famose Paragraph wenn man dasselbe abstrakt ausdrückt: das Allgemeine Allee 28 bet ftelle. Arbeiter- Gefangverein der Enter bten, Swinemünderder lex Heinze wieder auftaucht, nach welchem die Weiterverbreitung in seinen besonderen firaße 49.- Hoffnung II, Deutsch- Wilmersdorf, Günzelfir. 89. Tons Gestaltungen und zugleich die blüthe, zeughoffir. 8, Restaur. Behlendorf. Gesangverein Liberte: geschlechtlicher Krankheiten als fahrlässige Körperverlegung be- besonderen Gestaltungen in ihrem univerfalen Zusammenhang, Wrangelfir. 84 bei Redanz. Männerchor Gangeslui II, Bafewalterftr. 3 straft werden soll, charakterisirt vollends den Geist des Schriftchens. als Theil der allgemeinen Natur zu fassen Gefangverein Freiheit 3, gemischter Ghor, Bernau, das ist das Resultat bei Ad. Neumann. Wielleicht wird es der Verfasserin durch eigenes Nachdenken klar, der bisherigen philosophischen Forschung. So beweist sie uns, Feindt. Harmonie 2", Weinstr. 11, Restaurant Suffitenstraße,„ Elysium". Ginigteit 3", Groß- Lichterfelde, Amalienſtr. bei G. Senger. welche Brutalität in dieser Forderung enthalten ist; und daß es nur eine Welt giebt, daß diese Welt der Inbegriff alles sitaria, Blumenfir. 46 bei Tomatscheck. Alingmüller'sches wenn die eigene Ueberlegung zu feinem Ziele führen sollte, so Seins also auch der Gegensäte! ist, daß dies Dasein wohl doppelquartett, Neu- Weißenfee, Langhansstraße bei Ww. Busch. lieft fie vielleicht einmal die diesbezüglichen Ausführungen unendlich viele Arten hat, aber alle Arten dennoch von einer mischter Chor, Lindowerfir. 26 bei Sachse. Alpenveilchen, ge= Süd- Ost 11, Faltensteinstr. 7 bet Trittelwig. Solidarität, Oranien Blaschko's nach. gemeinsamen, natürlichen" Natur find; so hat die Philosophie ftraße 109 bet Greifer. Freya 2"( gem. Ghor), Nixdorf, Hermannstr. 45 3. Diengen, Das Acquifit der Philosophie und den Begriff des Seienden zu einem einhelligen Begriff gemacht Bittoria- Säle". Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Briefe über 2ogit. Stuttgart, J. H. W. Diet 1895. und mit der metaphysischen Mißhelligkeit auch die Metaphyfit( alle Buschriften, den Bund der gefelligen Arbeitervereine betreffend, find zu überwunden. richten an P. Gent, Adalbertstraße 95.) Sonntag: Bergnügungsverein Josef Dietgen's Name hat bei den deutschen Arbeitern einen guten Klang: durch seine trefflichen„ Kanzelreben", seine" fozial- werden mit sorgsamer Genauigkeit, mit so richtigem pädagogischem witte. Diese und viele andere, anscheinend schwere Gedanken Selgoland II", Rüdersdorferfir. 45, Gesellschaftshaus Ostend", nachm. Montag: Pfeifentub elfenfest, Andreasstraße 26 bei politischen Vorträge" und seine fleinen philosophischen Schriften Gefühl und oft so schlagenden, ja humorvollen Worten dargelegt, Sornburg. Bergnügungsverein Felsen fest, Rigdorf, Hermannstraße 21 bet Kartenflub Lustige Brüder, Strautiraße 48 bet Rattle. hat er viel zur Bildung unseres Proletariats beigetragen. Seine Arbeiter BitherGeselliger Verein Fridolin, Brunnenjir. 85 bet Wolf. Werke zeigen flar, wie weit ein heller und kritisch ver- über die Wichtigkeit aber des Nachdenkens über die„ legten" Theaterverein Siebesglück, Große Frankfurterstraße 74 bei Breuer, an daß sie auch dem ungeschulten Lefer verständlich werden müssen; verein Ginigteit, abends 9 Uhr, uebung bei Nowact, Manteuffelfir. 9. zucht in die Tiefen der Wissenschaft eindringen kann, denn Fragen des Menschengeschlechts in einer Zeit ein Wort zu verlieren, jedem 1. und 3. Sonntag im Monat. Dieggen war ein Autodidakt, dem neben feinen Anlagen wenig den Respekt vor dem Denken( nicht dem Denker!) mehr und die trotz oder infolge einer immer weiter greifenden Halbbildung Bücher, weniger Lehrer und am wenigstens die Muße zu Gebote standen, die immer sonst als die Schöpferin philosophischer Ge- mehr zu verlieren scheint, das hieße Wasser in die Spree tragen. banken gepriesen wird. Inzwischen ist der wackere Mann durch Bandes bilden und im wesentlichen denselben Gegenstand beDie Briefe über Logik, die den zweiten, kleineren Theil des den unerbittlichen Tod aus unserer Mitte geriffen, aber als sein handeln, erreichen nicht immer die Höhe des ersten Theiles, aber schönes Vermächtniß hat sein Sohn dem deutschen Proletariat feine legte und größte Schrift übergeben," Das Acquifit der sie sind sehr dienlich, bereits Durchdachtes fester faffen zu lernen. Wir nehmen mit dem Wunsche von dem trefflichen Buche Philosophie". Abschied, daß es seinen Weg zu vielen Proletariern finden möge, die sich im harten Kampfe ums tägliche Brot die Lust am Denken bewahrt haben: es wird viele auftlären, allen nügen! " 1 be= Die Philofophie ist für Diezgen im Gegensatz zu der Auf faffung der Alten, die auch heute noch herumspukt nicht der Inbegriff alles Wissens und damit Weisheit, sondern die Wissenschaft von der Erkenntniß. Die Erkenntniß ist der Gegenstand der Philosophie, die uns lehren will, wie es gemacht wird, andere Objekte mit dem Lichte des Verstandes zu durch leuchten, nachdem man sich über das Wesen des Verstandes selbst Ear geworden ist. Darzustellen, was die bisherigen Ergebnisse der philosophischen Forschung( gleich ihr Acquisit) sind, das ist die Aufgabe des vorliegenden Buches. M Verein deutscher Schuhmacher. Am Montag, ben 19. b. M. BerBrunnenstr. 188. Bahlftelle 3 bei Werner, Bülowftr. 59. fammlungen: Bahlfielle 1 bei eindt, Weinstr. 11. Bahlstelle 2 bet Gründel, Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure... ordnung: Bericht über den Kongreß. Abends 10 Uhr bet Buste, Grenadierfir. 33: Monatsversammlung. TagesVergnügungsverein Italia". Sonntag abends 6 Uhr bei ungünsttgem Wetter im Reſtaurant des Herrn Roland, Elsasserstraße 26( großer Saal) Fidelitas. find Schöneberg. Arbeiter- Bildungsverein. Bersammlung morgen, am Montag, abends 8 Uhr, bei Obst, Grunewaldfir. 110. Tagesordnung: Disfussion über Werth unb Nußen der fleinen Vereine für bie Arbeiter. Befürworter solcher Vereine sind zur Vertretung ihrer Ansichten eingeladen. ( Siehe Annonce.) Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, 10-12 Uhr: Nord- Schule, Lettüre( unentgeltlich). Müller ftr. 179a: Leftüre( unentgeltlich)." Südoft- Schule, Waldemarstr. 14, Montag, abends 7-8% Uhr: Leftüre. 8-10% Uhr: Nord- Schule, am Dienstag, den 20. Auguft, abends 8 Uhr, in der Kronen- chule, Waldemarsi. 14: Boltsthümliche Medizin. Eine Versammlung der polnischen Sozialisten findet Müllerstraße 179a: Nationalötonomte.( Das Berhalten des Kapitals bei der Werthbildung, der Grad der Ausbeutung der Arbeitskraft.) Südost= ( Bau und Lebensbrauerei, Alt- Moabit 47/49 statt. Es ist Pflicht aller Genoffen, ihre erscheinungen des gefunden und kranten Menschen.) Theil II. Wärme, Stoffpolnischen Mitarbeiter auf diese Bersammlung eindringlich auffächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jederzeit aufgenommen. wechsel, Bewegungsapparat, Neven, Sinneswerkzeuge.)- Bei allen Unterrichtsmerksam zu machen. Lese- und Diskutirklubs. Karl Marx, Montag, abends 9 Uhr, bei Grube, Mariendorferstr. 5. Auftlärung" jeben 1. Montag im Monat Weißensee. Am 12. August fand in Alt- Weißensee eine Sigung, jeden 3. Montag im Monat Bücherwechsel bet Ferger, Sebastianöffentliche Volksversammlung statt. Vor Eintritt in die Tages- straße 78. Mar Kayfer, jeben Sonntag vormittags 10% Uhr im ordnung widmete Genosse Peutert unserem aus dem Leben ge- abends 9 Uhr bet Lange, Sauptstr. 69. Restaurant Schömann, Heimstr. 16. Franz. Buchholz, jeden Montag schiedenen Vorkämpfer Friedrich Engels einen kurzen Nachruf. Die Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Vorsitzender: Versammelten erhoben sich zu Ehren des Dahingeschiedenen von Dr. S. Das soziale Kaiserreich und das Ende der Kapitalsherrschaft. Bon? Leipzig bei W. Friedrich. Ein praktischer Geschäftsmann" glaubt mit zwei Maßregeln, des Inhalts:" Jede Binsforderung ist reichsgefeßlich ungiltig" und zwanzigprozentige Reichs- Erbschaftssteuer für Werthpapiere, Privatgelder und Filial- Eigenthumsrechte" allen Nothständen abIndem Dießgen mit der Sicherheit, die eine genaue Ver- helfen und die Sozialdemokratie mit ihren jüdischen Schutztrautheit mit dem Stoffe dem Schriftsteller verleiht, entwicklungs- patronen mit einem Schlage machtlos machen" zu können. Eine geschichtlich- kritisch vorgeht, findet er als das vornehmste Acquifit ernste Kritik an der verworrenen und mangelhaft ftilisirten der Philosophie die Klarstellung der Natur des Schrift ausüben zu wollen, wäre Wort- und Zeitverschwendung. Menschengeistes: die Natur des menschlichen Intellekts ist l G. L. von 4-6 Uhr. 1 1 1 Theatergesellschaft Immer 2uftig jeden Sonntag Abends 5 Uhr, bet schaft Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Montag: Privat- Theatergesellschaft Satur" abends 3/49 Uhr, bet Specht, Martgrafenftr. 83.- PrivatPrivat- Theatergesellschaft Andree, Chorine fir. 53: Sigung mit Damen. Sonntag 6 Uhr; alle vierzehn Tage Fidelitas im Markthallen- Restaurant, Minerva. Alle Montag zusamment unft Matbach- Ufer 3 bei Schmod. Privat- Theater- und Bergnügungsverein Morgenstern. Sizung jeben Wörtherftraße 45, bet F. Zaren. Theater- und Vergnügungsverein Beiße Rose jeden Montag 9 Uhr St yung bei Pommer, Reichenberger Berlins und Umgegend) tagt Montag ftraße 19. Rauchtlub Ambalema( Mitglied des Arbetter- Raucherbundes abends 9 Uhr bei S. Golz, Grünauerstraße 8. Rauchtlub Brüderlichkeit jeden Montag 9-11 Uhr bet Bauts, Schlesischeſtraße 88. Rauchtlub Eldorado alle Montage, abends 8½ Uhr, bet Geter, Pallisadenstraße 66. Theater und Bergnügungsverein Waldemar. Jeden Sonntag Staligerstraße 54 bei Sente. Anfang 6% Uhr. Arbeiter- StenographieVerein Eintracht", unterricht und Uebungsstunde Montag abends 8% Uhr bei Mothes, Buttmannstraße 17. Privat- Theaterverein Fretheits= hoffnung. Sigung mit Damen jeden Sonntag um 5 Uhr nachmittags bet thümliches Turnen, jeden Sonntag. von 2 Uhr ab, in Lichtenberg, Weißenseeer= Baumann, Lychnerstr. 2-3.- Berliner Turngenossenschaft. Bolts= weg bei Asche. Klub Freya. Jeden Sonntag von 5 Uhr nachs mittags an Gigung mit Fidelitas im Saale des Restaurants Kiefelbahn, Dresdenerstr. 68. Bergnügungsverein Flora. Jeden Sonntag 4 Uhr Gigung, nachdem Fidelitas im Restaurant Miethe, Mendelssohnfir. 9. Stattlub Bruder Heinrich. Sizung Montag abends 9 Uhr bei Wernau Rosenthalerfir. 57.- Turnverein Fichte. Jeden Sonntag von 3 Uhr an voltsthümliches Turnen in Lichtenberg, Weißenseeer Weg bei Asche. J. Fränkel, Roh- Tabak Rohtabak, Ernst Förster, Berlin C., Klosterstrasse No. 72. * Achtung! Achtung! Chirurgische Branche! Der Streit bei der Firma Dewitt. Ser Berlin NO., Kaiserstr. 30. Dauert unverändert fort. Buzug ist fernzuhalten für Gürtler, Dreher, Roh- Tabak Roh- Tabak. ( sehr preisw. Sumatra's) Rud. Völcker& Sohn, Köpnickerstr. 45. Rohtabak Alle Sorten, billigste Preise. Max Jakoby, Streligerstr. 52. Jacob Doussin& Co., Berlin C., Beiligegeißt- Straße 21, begr. i. J. 1764, empf. sämmtl. Gattungen Rohtabak in reichh. Auswahl, Sumatras Deli Match m. 2 Pfd. deckend, v. 1,80 Felix- Brazil umblattreich, von 90 Bf., en pfiehlt zu billigsten Preisen[ 2694L*. Domingo- u. Java- Umblatt v. 95 Pf., Baſtard- Brazil, Umbl. u. Einlage, schnee E. Schwarz, BrunnenStrasse 194. 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Aufklärung über die Wahl der angeblichen Vertrauensperson für Verband d.i. Holzbearbeitungs- Bertin, Frau Ottilie Gerndt. 2. Wahl von Vertrauenspersonen. Fabriken und auf Holzplähen 2 beschäftigten Arbeiter n. Arbeiterinnen Deutschlands. Frau Gerndt ist zu dieser Versammlung schriftlich eingeladen. Um zahl. reiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Einberuferin. ( Berlin, Filiale 2.) Versammlung Dienstag, den 20. August 1895, abends 81/2 Uhr, b. Rehliz, Bergstr. 12. Tages- Ordnung: Corsets 1. Bortrag des Genossen Wagner à 68 Pfg., Mk. 1,00, 1,25, 1,35 empfiehlt[ 3086L Carl Schloss, Waarenhaus ,, Süd- Ost", 22. Wiener Strasse 22, Grünauerstr. 1, a. Görlizer Bahn 1 Vereinszimmer für 30 Personen zu vergeben. Köpenickerstr. 38. 2707b über Volksbildungs- Schule u. KlassenSozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 20. Auguft, abends 82 Uhr, im Lokale ,, Königshof", Bülow- Straße Nr. 37/38: = Versammlung. Tages- Ordnung: [ 238/3] 1. Vortrag des Stadtverordneten Bernh. Bruns über: Die Vorgänge bewußtsein. 2. Abrechnung von der in der letzten Stadtverordneten- Versammlung. 2. Diskussion. 3. Eventuelle Der Vorstand. Dampferparthie. 3. Gewerkschaftliches Fragen. 1. Verschiedenes. Der Vorstand. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. [ 88/3 Verband deutscher Korbmacher. ( Filiale Berlin.) Montag, 19. Auguft, abends 812 Uhr, Oranienstraße 51: 98/3 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Ensin Südost. Dienstag, den 20. Auguft, abends 81/2 Uhr, im Lokal ,, Südost", Waldemarstr. 75: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Genossen Th. Meyner Möbel- Kaufgelegenheit versammlung. aber: Die Schule wie sie ist und wie ſie ſein soll." 2. Die tuffion. 8. Vereins Nach beendeter Juventur angelegenheiten. Osten. 242/4 Gardinen auch Reste Dienstag, den 20. Auguft, abends 81 Uhr, bei Herrn L. 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Rosenthaler Vorstadt: Schreibtische, Damen- Schreibtische, Schreib- Wrif- und Bairisch- Bier- Lokal, im„ Swinemünder Gesellschaftshaus", Swinemünderstraße Nr. 35. Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 18. Auguft, abends 2 Uhr, im Lokale des Herrn Buske, Grenadierstr. 33: Versammlung. Tages- Ordnung: Vortrag des Genossen Waldek Manasse über: Die Jagd nach dem Glück. Nachdem Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäfte, Damen und Herren sehr willkommen. Nach dem Vortrag er halten nur noch Mitglieder Zutritt. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. 55/7 Prinzenstr. 74. 27576 Billard, Vereinszimmer, fowie großer Frühstücks- und Mittagstisch empfehle Freunden und Gen. freundi. Beachtung. OI ish Wedding: im Wedding- Kasino, Schulstraße. Tagesordnung in beiden Versammlungen: Vortrag. Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Fragekasten. Referenten: Schulz und Jahn. 246/7 Der Vorstand. Restaurant Wilhelmsberg Achtung! Brauereiarbeiter. Achtung! vor dem Landsberger Thor. Mittwoch, den 21. August, abends 8 Uhr, Sonntag, den 18. August: im Lokale des Herrn Gründel, Brunnenstr. 188( am Rofenthaler Thor): Grosses Erntefest. G. Trinkans. Königstadt- Casino Holzmarktstr.72, Alexanderstr. 21. Neu renovirte Fest- Säle ( bis 400 Personen fassend) ur entgeltlich zu Festlichkeiten u. Versammlungen. 3 Vereinszimmer und 2988L* Große öffentliche Versammlung aller in den Brauereibetrieben beschäftigten Personen, als wie: Brauer, Böttcher, Maschinisten, Schlosser, Plaschenspüler u. s. w. Lages Ordnung: 1. Die Vortheile eines Arbeitsnachweises. Referent: Genosse 0. Naether. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ist Ehrenpflicht. Berein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse dooldus der Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. 41/ 4* Sonnabend, den 24. August 1895, in Fiebig's Salon, fleine Säle für Vereine an verschiedenen Wander- Versammlung in Charlottenburg Große Frankfurterßraße 28: 10. Stiftungsfest. Tagen zu vergeben. 22652* C. Bolzmann's Gesellschafts- Säle, Lichtenbergerstr. 16. Die Kaffeepause wird durch humoristische Vorträge ausgefüllt. Die Musik wird von Mitgliedern der Freien Bereinigung der Zivil- Berufsmusiker" meine gänzlich neu aufs eleganteste Bur bevorstehenden Saison empfehle ausgeführt. Der Tanzmaitre gehört dem Tanzlehrerverein" Solidarität" an. renovirten, mit Ga 3 glühlicht aus Anfang 8 Uhr. gestatteten Säle für 20-500 Personen mit neuer großer Bühne. Sonntag: Ball. Ende? Billets, Herren 50 Pf., Damen 80 Pf., find bei folgenden Mitgliedern zu haben: Hartleib, Solmstr. 4; Ganzen, Grüner Weg 76, of 1 Treppe; H. Finster, Friedrichsberg, Gürtelstr. 29a, 2. Quergebäude; C. Wallenthien, Dudenarderjir. 34; J. Wilde, Stettinerftr. 13; E. Gallies, Lichtenbergerftr. 14 bei Mittmann; 0. Böttger, Frankfurter Allee 143; 0. Sprenger, Görlitzer Ufer 3; W. Kersten, Wollinerstr. 14, vorn 4 Tr. Zentralverband deutscher Maurer Das diesjährige Bahlstelle Berlin 1.( Puter). Stiftungs- Fest 134/3 findet am Sonnabend, den 24. August, in der Brauerei Friedrichshain( früher Lips) statt; bestehend aus grossem Garten- Konzert, Gesang u. humor. Vorträgen. Im grossen Saale: BALL. 12 Da uns der große Garten und sämmtliche Räume zur Verfügung stehen, ersuchen wir die Mitglieder, sich mit ihren Familien und Freunden recht zahlreich an dieser Feier zu betheiligen. Jeden F. Nagel's Festsäle, Schwedterstr. 23| 24. Gr. Saal mit Bühne( 400 Pers.) K. Saal mit Bühne( 200 Pers.) Kleine und große Vereinszimmer. Gesellschaftshaus am Dienstag, den 20. August 1895, abends 7 Uhr, im Lokale ,, Bismarckshöhe", Wilmersdorferstraße 39. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Ad. Hoffmann über: ,, Deutschlands Festoder Trauertage." 2. Gewerkschaftliches. Wir ersuchen die Kollegen, des interessanten Vortrages wegen recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen, damit wir wieder eine recht gut besuchte Bersammlung zu verzeichnen haben. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. 192/4 Atang! Lackirer! Achtung! Montag, den 19. August 1895, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung fämmtlicher Lackirer und der im Gewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen in Röllig's fokal, Neue Friedrichstraße 44. Tages Ordnung: 5 104/3 35, Swinemünderstrasse 35. 1. Die Klaffenkämpfe der Vergangenheit und Gegenwart. Referent: Jed. Sonntag gr. Ball. Von 4 Uhr an Genosse J. Timm. 2. Weitere Berathung über unsere Lohnbewegung. Freikonzert im Garten. Einige Sonn- 3. Verschiedenes. abenbe find noch an Vereine zu vergeben. NB. Rollegen! Infolge der Beschlüsse der letzten öffentlichen VerHübner. sammlung ist es Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen, in dieser VersammRestauration u. Deftill. Krankheits lung zu erscheinen. Die Vorwürfe fallen auf diejenigen zurück, die sich von Die Agitationskommission der Lackirer Berlins n. Umgegend. balber sofort zu vert. Baffend für einen Genossen. Näheres Badstraße 65 im Zigarrengeschäft. 30672 mit Piano noch einige Anfang des Konzerts 4 Uhr nachm., des Balles 9 Uhr abends. Vereinszimmer Tage frei. N. Streft, Billets à Perfon 30 Pf. find bei den unterzeichneten Komiteemitgliedern vorher zu haben: A. Klopsch, Manteuffelstr. 7, Hof 3 Tr.; L. Šimanofski, Ackerstr. 112; E. Helbig, Emdenerstr. 50, 4 Tr.; A. Müller, Münchebergerstr. 20; F. Kühne, Willibald- Aleris ftr. 27; W. Dochow, Rigdorf, Biethenstr. 52; Herm. Thielicke, Schöneberg, Maystr. 2. Das Komitee. J. A.: H. Neumann, Grunewaldstr. 118, II. Achtung! Naunguftr. 86. Ein Vereinszimmer mit Piano, 27982* Ratiborstr. 16. unseren Bestrebungen fern halten. Achtung! Vorläufige Anzeige! Achtung! Aktien- Brauerei Friedrichshain Am Rönigsthor. Am Königsthor. Sonntag, den 15. September 1895: Stralaner Fischzug. Grosses Vocal- Concert Budenbesitzer können 40-50 Buden unentgeltlich aufstellen in dem 4 Morgen großen Garten [ 27886 der 125 Mann starken IV. Sänger- Abtheilung des Arbeiter- Vereins aus Leipzig Teltow- Beeskow- Charlottenburger Wahlkreis. Restaurant zum Schwanenberg und des Berliner Gesangversins„ Schildhorn"( Mitgl. des Arb.-5.-B.). Sonntag, den 25. August, vormittags 11 Uhr, in Charlottenburg im Lokale ,, Bismarkshöhe": Große Kreis- Versammlung. Tages- Ordnung folgt. hinter der Kirche. Sonntag, d. 18. August, nachm. 4 Uhr, Gr. Ernte- Fest auf den Kölln. Wiesen, Maybach- Ufer 24/28. Freunde und Bekannte ladet er Direktion P. Michael( Leipzig) und P. Kurz( Berlin) unter Mitwirtung einer 25 Mann starten Kapelle der Freien Vereinigung der Bivil- Berufsmusiker. Anfang 5 Uhr. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Entree 30 Pf. Avis: Bestellungen auf Billets bitte an Olböter, Usedomstr. 33 ( Vereinslokal) gelangen zu lassen und werden solche, wenn Bestellkarte mit Vereinsstempel versehen, den geehrten Vereinen frauto zugesandt. 65/ 6* gebenst ein[ 2735b] Das Komitee. Künstl. Zähne, voraig. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beſeitigt, ſchmerzvorzügl. loses Zahnziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienftr. 123 Deutscher Holzarbeiter- Berband. ( Zahlstelle Berlin.) Sonntag, den 18. Angust, vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Lange, Stromstraße 28: Bezirks- Versammlung für Monbit. Tagesordnung: 1. Bortrag bes Kollegen Millarg über: Das Submissionswesen und seine Begleiterscheinungen." 2. Diskussion. 3. Antrag Ahrens betr. Umgestaltung des Arbeitsnachweises. Verbandsangelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Vertrauensmänner- Versammlungen Für den Norden, Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt am Montag, den 19. August, abends 8½ Uhr: in Mörschel's Salon, Schönhauser Allee 28. Tagesordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Folgende Werkstätten werden aufgefordert, Vertrauensmänner zu entfenden: Reichelt, Prenzlauerstr. 15; Stoppert, Prenzlauer Allee 26; Bartz, Prenzlauerftraße 47a; Joythe, Brenzlauerstr. 47a; Pochert& Kreutzer, Pappel- Allee 109; Carl Gutke Wallstr. 88a. Empf. mein Weiss- u. BairischBier- Lokal. 29302* Brochnow's Ballsäle an Sebastianstraße 39 sakabraße. Jeden Sonntag: Gr. Volksball. Vereinszimmer zu vergeben. Neues Club- Haus Säle zu Versammlungen, auch große [ 2835L* 72. Kommandantenstrasse 72. Jeden Sonntag: BALL. Empf. meine 4 Säle zu Festlichkeiten u. Versammlungen gratis. H. Ebert. Lüttgen& Bruns, Greifswalderstr. 38; Otto, Franſectiſtr. 6; Kugast, Fehrbelliner Englischer Garten straße 31; Rahn, Brunnenstraße 196; Ehemann, Brunnenstraße 84; Giersdorf, Anklamerstr. 34. Für den Norden, Wedding und Gesundbrunnen im Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23. Zagesordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Für den Westen und Südwesten: Alexanderstr. 27c. Säle zu Festlichkeiten mit Theaterbühne u. zu Versammlung. unentgeltlich. 2970L* Hoffmann& Sohn. Empfehle allen Genossen, Freunden und Bekannten mein اوو Ostbahn- Park Hermann Jmbs. Rüdersdorferstr. 71. Am Küstriner Platz. Theater- und Spezialitäten- Vorstellung Garten- Concert von der 24 Mann starken Hauskapelle unter Leitung des Musikdirektors W. Carlon's. Anfang Sonntags 4 Uhr. Entree 20 Pf. Wochentags 5 Uhr. Entree 15 Pf., wofür ein Glas Bier verabreicht wird. Volksbeluftigungen jeder Art. 4 Kegelbahnen zur Verfügung. Gute Biere, ausgezeichnete Küche zu foliden Preisen. 66 Vereinshaus, Waldemarstraße 75. Restaurant ( 500 Personen fassend) und Vereinszimmer zu Versammlungen und Festlichkeiten. Jeden Sonntag: Grosser Ball bei guter Musik. Anfang 4 Uhr.[ 2974L*] Hermann Brüder. Admiralftr. 18 c. Jeden Sonntag: Gr. Festball. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. Entree frei, Tanz frei. Die beiden Spiegel- Säle stehen zu allen Festlichkeiten und Versammlungen zur Verfügung. Einige Sonnabende sind die Säle noch frei zu Sommernachts- Bällen Süd- Ost.( Speisen à la carte) mit Billard und Kegelbahn. Saal „ Märkischer Hof“, Fortuna- Säle, Straußbergerstr. 3. Inhaber: H. Birk. 22812* im Lokale des Herrn Fritz Zubeil, Linden- Straße Nr. 106. Weiß- u. Bairisch- Bier- Lokal. Sonntags: Grosser Ball. Donnerstags: Damen- Kränzchen. Tagesordnung: Werkstattangelegenheiten. Für den Südosten: in Lokale des Herrn Tutzauer, Admiral- Straße Nr. 38. 29762* August Reyher, Pallisadenstr. 62. Tagesordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Wo speisen Sie? Für Friedrichsberg- Rummelsburg: im Lokale des Herrn Heinicke, Friedrich- Karlstraße Nr. 11. Tagesordnung: Besprechung unserer Lohn- und Arbeitsverhält nisse. Gleichzeitig werden die Kollegen darauf aufmerksam gemacht, daß am Sonntag, den 18. d. Mts., eine Partie stattfindet. Treffpunkt vormittags 7 Uhr in obigem Lofal. Rege Betheiligung wird gewünscht. Die Kollegen aller Branchen werden ersucht, zu obigen Versammlungen In der Pom merschen Küche Außerdem empfehle meine Säle zu Versammlungen und Vergnügungen. Kleiner Saal( 40-70 Personen) noch einige Tage an Vereine zu vergeben Achtung! Arbeiter! Achtung! Montag, den 19. August, eröffne ich Rosenthalerstraße Nr. 60, 3082L* Ede Steinfraße, ein Dranienftr. 181 Volfskaffee nebst Speisehalle. bei G. Buckow. Mittag mit Bier 50 Pf., Frühstück u. Abendessen( für 30 Bimmer mit Piano zu vergeben. Vertrauensmänner zu entfenden. Die Versammlungen werden pünktlich eröffnet. bis 50 Pf.) große Auswahl. Parquetbodenleger- Versammlung am Montag, den 19. Auguft, abends 8 Uhr, im Lokale des Serru Schöning, Stallschreiberstraße 29. Tagesordnung: Bericht der Kontrollkommission über die Preise bei den verschiedenen Firmen. Die Ortsverwaltung. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 77/1 Sonntag, den 25. August, vormittags präzise 10 Uhr, im Saale der Brauerei Friedrichshain: ebungsffunde. Geübt werden:" Frühlingszuruf" und Lieder älteren Datums. Im Nebensaale: Außerordentliche Ausschuß- Bihung. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung betreffs der Arbeiter- Vereinszeitung". 2. Interne Bundesangelegenheit. " zu fein. Die Vereine werden ersucht, pünktlich und vollzählig am Blake Sämmtliche Ausschußmitglieder sind verpflichtet zu erscheinen. BundesMitgliedskarte resp. Vereins- Bundes- Mitgliedskarte legitimirt. 16/7 Der Vorstand. Achtung! Die Abrechnung der Vereine vom Sängerfest muß bis zu dieser Sigung erfolgt sein. D. D. Steinarbeiter Berlins u. Umgegend. Mittwoch, den 21. August, abends 8 Uhr, bei Meyer, Müllerstraße 7: Große öffentliche Versammlung. A Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Hoffmann aus Pankow über: Deutschlands Fest- oder Trauertage. 2. Verschiedenes. 172/4 Die Agitationskommission. Verein der Filzschuh- Arbeiter. Montag Abend 82 Uhr bei Buske, Grenadierstraße 33: General- Versammlung. Tages- Ordnung: Richard Schiele's Concordia- Garten z. Wasserwerk Lichtenberg, Landsberger Chaussee 1. Jeden Sonntag: Grosser Ball. Volksbeluftigungen aller Art im großen Garten. Kaffeeküche. 3 Kegelbahnen. Saal mit Theaterbühne für 600 Pers. für Vereine und Versammlungen frei. Hochachtungsvoll Richard Schiele. Albrecht's Ballsalon Memelerstr. 67.[ 2875L* Empfehle meinen Saal, 500 Personen fassend, zu Festlichkeiten und Versammlungen. Sonnabende noch frei, auch Sonntags zu vergeben. Kastanien- Wäldchen ( Inhaber: R. Ballschmieder) Gesundbrunnen, Badstr.16. Jeden Sonntag: Gr. Militair- Concert ausgeführt von der Kapelle des Kapellmeisters Herrn Franz Wolter. Im Parquet- Saale: Gesellschafts- Stunde unter Leitung des Tanzlehrers Hrn. Köpernick. Anfang 4 Uhr. Entrée 15 Pfg. Jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag: Frei Concert. Geschäftszeit von morgens 6 Uhr bis abends 10 Uhr. Denkbar größte Auswahl äußerst schmackhafter und höchst sauber zubereiteter Speisen. Täglich 8 bis 10 verschiedene Gerichte im Breise von 10 bis 35 Pf. Verwendung von Roßfleisch vollständig ausgeschlossen. Für reelle Bedienung bürgt der langjährige gute Ruf meines früheren Geschäftes( Große Frankfurterstraße 70). Eugen Schultz. Franke's Volkskaffee Gr. Frankfurterßte. 73, und Speisehaus, an der Kaiserstraße. Billiger Mittags- und Abendtisch. Größte Auswahl äußerst schmackhaft bereiteter Speisen; täglich 8-10 verschiedene Gerichte von 10-30 Pf. Bier, 4/10 10 Pf., 2/10 5 Pf. aus der Brauerei Reichenkron. Wilh. Groth's Danziger Volksgarten Danzigerstr. 50/51, Saltestelle der Pferdebahn Moltenmarkt- Weißensee. Jeden an vergeben. Kaffeeküche geöffnet. W. Groth, Gastwirth d. Neuseeländer Ackerpächt. Sonntag: Freikonzert Freitauz. Mein Lotat ift tägt.( auch Sonn1. Schönhauser Allee Schönhauser Volksgarten Nr. 101/102. Jeden Sonntag: Freikonzert und Tanz. Jeden Montag: Großes Kinderfest mit Konzert und Vorstellung. Julius Mierke. Schönhauser Allee 103. Neu renov. schatt. Garten( 6000 pers. fass.), gr. Tanzsaal, 4 Regelb., Kaffeet. v. 2 Uhr ab. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin. Jeden Sonntag u. Montag: Frei- Konzert Jeden Mittwoch: Gr. Volks- Kinderfest. Jägerhaus Nieder- Schönhausen. Linden- Garten, Linden Einziges freies Lokal mit großem Kaffee Küche von 2 bis 6 Uhr geöffnet. Zwei schöne Kegelbahnen, sowie Volts- Beluftigungen jeder Art. Schöner, schattiger Garten, Platz für schattigem Vor- und Hintergarten. Gr. Tanzsaal. Kaffeeküche. Kegelbahnen 2000 Personen, Abends prachtvoll erleuchtet. Gute Speisen und Getränke. Säle für Vereine und Versammlungen stehen zur Verfügung. Hochachtungsvoll R. Ballschmieder. Max Kliem's Volksgarten Hasenhaide 14/15. Jeden Sonntag: Gr. Frei- Konzert. Jeden Sonntag, Montag u. Mittwoch in den Sälen Grosser Ball. Empfehle mein Lokal Vereinen 2c. zu Versammlungen, Sommerfesten, Kränzchen, ebenso stehen drei verdeckte 1. Beschlußfaffung über Auflösung des Vereins event. Uebertritt zum Sommer Regelbahnen zur Verfügung. Verein der deutschen Schuhmacher. 2. Vereinsangelegenheit. 63/1 Der Vorstand. Graveure, Ziselenre. Dienstag, den 20. Auguft 1895, Oranienstraße Nr. 51: Versammlung. Tages Ordnung: " 1. Vortrag des Genossen Bruno Pörsch über: Der Nutzen und die Bedeutung der Organisationen." 2. Geschäftliches. 3. Verschiedenes. 4. Fragetasten. Der Vorstand. NB. Am Sonntag, den 18. August, Besichtigung des neuen ReichstagsGebäudes. Treffpunkt 1/212 Uhr am Hauptportal. 748 Allgem. Arbeiter- u. Arbeiterinnen- Verein Berlins und Umgegend. Montag, den 19. d. M., abends 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44: Ausserordentliche Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Beutler über:„ Die Lage der Proletarier." 2. Diskussion. 3. Raffenbericht vom 2. Quartal. 4. Vereinssachen. Wir ersuchen die Kollegen und Kolleginnen, zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand, 8/6 DF Schöneberg. 23832* Neu! Max Kliem. Neu! Cösliner Hof Webbing Cöslinerstr. 8 Webbing Ball. Jeden Sonntag: Grosser Grösster und schönster Saal des Nordens( 1000-1500 Personen) mit sehr gr. Drchefter. Anf. 4 Uhr. Ende 1 Uhr. Für Vereine stehen noch einige Sonnabende zur Verfügung. Die Direktion. 40-60 Perf., Vereinslokal, ist Freitags, Sonnabends alle 14 Tage u. Sonntags frei. Veteranenstr. 18. 2628b Friedrichshagen. Restaurant ,, Waldkater" Britz A. Bethge's Concert- und Theaterpark. Ch. 39 Jed. Sonntag: Gr. Garten- Konzert. TheaterVorstellung. Ball im großen Saale. Entree für Erwachsene 15 Pf., Kinder 10 Pf. Kinder in Begleitung Ers wachsener sind frei. Volksbeluftigungen aller Art.- Vereinen, Gesellschaften 2c. stehen meine Lokalitäten unter günstigen Beding. zur Verfüg. Sämmtl. Lokalitäten find elektrisch beleuchtet. Endstation der Pferdeb.: Moritzplatz- Britz Hermannstrasse 20. Variété- Theater, Rixdorf, Wissmannstrasse 17. Jeden Sonntag: Gr. Konzert, Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Entree 20 Pf., refervirter Platz 40 Pf. Kaffeeküche geöffnet von 2-6 Uhr. Knesebeckstraße 48/49. Gr. Esel- Reiten. Sonntag: Gemüthliches Tanzkränzchen. Rohr's Salon, früher Appold, Rixdorf, Gr. Schattiger Garten, Kaffeeküche, 2 verdeckte Kegelbahnen. Für gute Speisen und Getränke sorgt stets H. Rohr, früher Berlin, Naunynstr. 78., Bolfsgarten" Kietz- Rummelsburg, Neue Prinz- Albert- Strasse 70. Kaffeeküche, 2 Kegelbahnen, Volksbeluftigungen. Jed. Sonntag: Ball. Für gute Speisen und Getränke sorgt wie immer Franz Gittler. Treptow. Ausschank der Bock- Brauerei, Köpenicker Landstraße. Drittes Lokal hinter der Verbindungsbahn. 4/10 Ltr. f. Lagerbier 1: 10 elegante Kegelbahnen, Kaffeeküche. 15 f. Treptom Restaur.„ Zum Karpfenteich". " Heute Sonntag: Gr. Elite- Specialitäten- Vorstellung einer beliebten Variété- Gesellschaft. Anfang 4 Uhr. Entree frei. Jm Saale: Grosser Bail. Die Raffeeküche ist geöffnet. Hermann Otto. Alte Taverne" Strala, Dampferstation.) Budenstadi. Jed. Sonntag, Dienstag, Freitag: Gr. FreiKonzert 11. Tanz. Gr. schatt. Garten. Saal mit Bühne, 500 Bers. faffend. Kaffeeküche. Dorfstraße 25, Während des Stralauer Fischzuges: Große Chr. Schröder. strasse 15a, Steglitz. Restaurant„ Zum Gambrinus" AhornArbeiter- Bildungsverein. Bahnhof, mitten im Walde gelegen, Barteigenoffen feine Häle( Tanzfalon) zu 100-200 Perf, sowie Garten, KaffeeMontag, den 19. August, abends 8 Uhr, Köpnickerstraße 37, 2 Minuten vom 10 Min. vom Bahnhof. Empfiehlt den verehrlich. Vereinen und 2000 Personen fassend. Kaffeeküche, küche, Billard. Für gute Speisen u. Getränke ist stets gesorgt. F. Schellhase. 4 Kegelbahnen, Belustigungen aller im Lokale des Herrn Obst, Grünewald- Straße Nr. 110: Art. Vorzügliche Speisen u. Getränke. Derlammlung. Zagesordnung: Diskussion über Werth und Nußen der fleinen Befürworter und Anhänger solcher Vereine sind Vereine für den Arbeiter. Billets zur Kunstzur Vertretung ihrer Ansichten hiermit eingeladen. Der Vorstand. Ausstellung werden ausgegeben. Hält sich Vereinen und Gesellschaften bestens empfohlen. Frei Konzerte finden regelmäßig jeden Dienstag und größtes fertiges Lager in allen Größen, sowie Anfertigung nach Maas, empfiehlt von 18 Mart bis 35 Mart. Freitag statt. Jeden Mittwoch: VolksKinderfest. Um zahlreichen Besuch bitet A. Schmidt. Konfirmanden- Anzüge Um zahlreichen Befuch Simon Graetz, 1819 Gertraudtenstraße 18/19. Verantwortlicher Redakteur: Max Pfund in Halensee. Für den Inferatentheil verantwortlich Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 30771*